# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3174df9c-be4f-52a0-aa1c-544c5e64eabc
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-20
**Language:** de
**Title:** Wettbewerbskommission 20.05.2020 Beihilfenprüfung SWISS Edelweiss
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_WEKO/CH_WBK_001_Beihilfenpr-fung-SWI_2020-05-20.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 

  

 

 

 
Wettbewerbskommission  
Hallwylstrasse 4, CH-3003 Bern 
Tel. +41 58 462 20 40, Fax +41 58 462 20 53 
weko@weko.admin.ch 
www.weko.admin.ch 

 
 

 

Stellungnahme 

vom 20. Mai 2020 
  
in Sachen Prüfung gemäss Art. 103 LFG 

betreffend 

Unterstützungsmassnahmen zugunsten der 
SWISS und Edelweiss 
wegen allfällig unzulässiger staatlicher Beihilfen gemäss Art. 13 LVA 

  

für Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) 
  
Besetzung Andreas Heinemann (Präsident, Vorsitz), 

Danièle Wüthrich-Meyer (Vizepräsidentin), Armin Schmutzler 
(Vizepräsident), 
Florence Bettschart-Narbel, Nicolas Diebold, Winand Emons, 
Clémence Grisel Rapin, Isabel Martínez, Martin Rufer, Henrique 
Schneider 

  
 

 

  

 
 

 

 

711.113-00003/COO.2101.111.4.299942 2 
 

Inhaltsverzeichnis 

A Sachverhalt 4 

A.1 Gegenstand 4 

A.2 Verfahren 4 

A.2.1 Verfahren betreffend die Ausarbeitung der Unterstützungsmassnahmen 4 

A.2.2 Einbezug der Wettbewerbsbehörden 5 

A.3 Beschreibung der Massnahme 6 

A.3.1 Von der Massnahme betroffene Unternehmen 6 

A.3.2 Hintergrund der Massnahme 7 

A.3.3 Form der Unterstützungsmassnahme 9 

A.3.4 Gesetzliche Grundlage der Unterstützungsmassnahme 9 

A.3.5 Vertragswerke zur Konkretisierung der Unterstützungsmassnahme 9 

A.3.6 Umfang und Dauer der Massnahme 10 

A.3.7 Garantieprämie 10 

A.3.8 Garantiebedingungen 11 

B Formelles 11 

B.1 Zuständigkeit 11 

B.2 Verfahren vor der WEKO 12 

C Materielles 13 

C.1 Anwendbares materielles Recht 13 

C.2 Vorliegen einer Staatlichen Beihilfe gemäss 13 LVA 16 

C.2.1 Voraussetzungen 16 

C.2.2 Staatlichkeit (Zurechenbarkeit der Massnahme an den Staat und Finanzierung 
aus staatlichen Mittel) 17 

C.2.2.1 Zurechenbarkeit an den Staat 17 

C.2.2.2 Finanzierung aus staatlichen Mitteln 17 

C.2.3 Wirtschaftlicher Vorteil 17 

C.2.4 Selektivität 19 

C.2.5 Wettbewerbsverfälschung und Handelsbeeinträchtigung 19 

C.2.5.1 Wettbewerbsverfälschung 19 

C.2.5.2 Handelsbeeinträchtigung 19 

C.2.6 Ergebnis 20 

C.3 Vereinbarkeit der staatlichen Beihilfe mit dem LVA 20 

 
 

 

 

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C.3.1 Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA 20 

C.3.2 Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA 22 

C.3.2.1 Voraussetzungen des Befristeten Rahmens 22 

C.3.2.1.1 Ziffer 25 des Befristeten Rahmens 23 
C.3.2.1.2 Prüfung der Voraussetzungen des Befristeten Rahmens 24 
C.3.2.1.3 Zusätzliche Voraussetzung für Beihilfen in Form von Garantien über 

Kreditinstitute 28 
C.3.2.1.4 Voraussetzungen für Rekapitalisierungsmassnahmen gemäss der zweiten 

Änderung des Befristeten Rahmens 29 

C.3.2.2 Verhältnismässigkeit 30 

C.3.2.2.1 Einleitende Bemerkungen 30 
C.3.2.2.2 Eignung der Massnahme 30 
C.3.2.2.2.1 Systemische Relevanz und Zielsetzung 31 
C.3.2.2.2.2 Beurteilung der Eignung 33 
Anteile der Zivilluftfahrt (inkl. Luftfracht) an der Gesamtwertschöpfung und an der 

Beschäftigung 34 
Relevanz der Luftfracht für das Funktionieren des Wirtschaftslebens 35 
Relevanz der Hub-Funktion einer Fluggesellschaft für das Funktionieren des 

Wirtschaftslebens 38 
Verbund von Hub- und Luftfrachtfunktionen von SWISS und Edelweiss 42 
Zwischenfazit zur Eignung der Beihilfemassnahmen 44 
C.3.2.2.3 Erforderlichkeit der Massnahme 44 
C.3.2.2.3.1 Beurteilung der Erforderlichkeit 44 
C.3.2.2.4 Angemessenheit/Zumutbarkeit der Massnahme 45 
C.3.2.2.4.1 Beurteilung der Angemessenheit/Zumutbarkeit 46 
C.3.2.2.5 Vergleich mit der Praxis der EU-Kommission in Bezug auf die Voraussetzung der 

Verhältnismässigkeit im Zusammenhang mit COVID-19 Beihilfen 46 
C.3.2.2.6 Fazit zur Verhältnismässigkeit 47 
C.3.2.3 Fazit zu Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA 48 

D Kosten 48 

E Ergebnis 49 

F Anhang 50 

F.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung der Zivilluftfahrt insgesamt und des «Airline-
related» Segments gemessen an der Wertschöpfung und der Beschäftigung 50 

F.2 Flugbewegungen, Passagierzahlen und Frachtzahlen 54 

 

  

 
 

 

 

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A Sachverhalt 

A.1 Gegenstand 
1. Die Schweizerische Eidgenossenschaft (nachfolgend: Bund) beabsichtigt, die von der 
Corona-Pandemie stark betroffene Schweizer Luftfahrt in Form von Garantien des Bundes zur 
Sicherung von Darlehen zugunsten der Fluggesellschaften Swiss International Air Lines AG, 
Basel (nachfolgend: SWISS) und Edelweiss Air AG, Kloten (nachfolgend: Edelweiss) zu 
unterstützen. 

2. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (nachfolgend: BAZL) hat per E-Mail vom 10. Mai 2020 
die geplanten Unterstützungsmassnahmen zugunsten der SWISS und der Edelweiss der 
Wettbewerbskommission (nachfolgend: WEKO) zur Prüfung gemäss Art. 103 des Luftfahrtge-
setzes (LFG)1 unterbreitet (nachfolgend: Anmeldung). Danach hat die WEKO zu prüfen, ob es 
sich bei den geplanten Unterstützungsmassnahmen um eine mit dem Luftverkehrsabkommen 
(LVA)2 vereinbare staatliche Beihilfe handelt. 

A.2 Verfahren 

A.2.1 Verfahren betreffend die Ausarbeitung der Unterstützungsmassnahmen 

3. Die Fluggesellschaft SWISS hat um konkrete finanzielle Unterstützung des Bundes er-
sucht.3 

4. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 8. April 2020 das Eidgenössische Finanzde-
partement (EFD) zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, 
Energie und Kommunikation (UVEK) und dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, 
Bildung und Forschung (WBF) beauftragt, einen Vorschlag auszuarbeiten, um die von der 
Corona-Pandemie stark betroffene Luftfahrtindustrie der Schweiz vorübergehend mit Liquidität 
zu unterstützen.4 

5. An seiner Sitzung vom 29. April 2020 hat der Bundesrat entschieden, die Fluggesell-
schaften SWISS und Edelweiss bei der Überbrückung von Liquiditätsengpässen mit Garantien 
zu unterstützen. Der Bundesrat beschloss, den Eidgenössischen Räten Verpflichtungskredite5 
von insgesamt CHF 1,875 Mia. zu beantragen6: CHF 1,275 Mia. zur Sicherung der Darlehen 
                                                
1 Bundesgesetz über die Luftfahrt vom 21. Dezember 1948 (Luftfahrtgesetz, LFG; SR 784.0). 
2 Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft 
über den Luftverkehr vom 21. Juni 1999 (in Kraft seit dem 1.6.2002), SR 0.748.127.192.68. 
3 Anmeldung, Ziff. 2.2, Gesuche sind ebenfalls von easyjet Switzerland SA, faktische Tochtergesell-
schaft der easyJet plc, Vereintes Königreich (nachfolgend: easyjet Switzerland) sowie den an allen Lan-
desflughäfen aktiven flugnahen Unternehmen Swissport International, Gategroup und SR Technics ein-
gegangen. 
4 Medienmitteilung vom 8.4.2020 «Coronavirus: Bundesrat prüft Überbrückungsfinanzierung für Luft-
fahrtindustrie», <https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-
78741.html> (15.5.2020). 
5 Sollen über das laufende Voranschlagsjahr hinaus wirkende finanzielle Verpflichtungen eingegangen 
werden, so ist in der Regel ein Verpflichtungskredit einzuholen (Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
7.10.2005 über den eidgenössischen Finanzhaushalt [Finanzhaushaltgesetz, FHG; SR 611.0]). Der 
Verpflichtungskredit setzt den Höchstbetrag fest, bis zu dem der Bundesrat für einen bestimmten Zweck 
finanzielle Verpflichtungen eingehen kann (Art. 21 Abs. 2 FHG). Gemäss Art. 21 Abs. 4 Bst. e FHG sind 
Verpflichtungskredite für die Übernahme von Bürgschaften und sonstigen Gewährleistungen erforder-
lich. 
6 Die Bundesversammlung […] beschliesst über neue […] Verpflichtungskredite und Zahlungsrahmen 
mit dem Voranschlag und seinen Nachträgen oder mit besonderen Beschlüssen. Sie nimmt die 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78741.html
https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78741.html

 
 

 

 

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an Schweizer Fluggesellschaften und CHF 600 Mio. zur Unterstützung von flugnahen Betrie-
ben an den Landesflughäfen.7 

6. Mit Schreiben vom 29. April 2020 an die Finanzkommissionen der Eidgenössischen 
Räte begründete der Bundesrat seinen Antrag für den Verpflichtungskredit für Garantien des 
Bundes zur Sicherung von Darlehen zu Gunsten von Linienbetrieben der schweizerischen 
Luftfahrt sowie für die Unterstützung von flugnahen Betrieben.8 Anlässlich der ausseror-
dentlichen Session vom 4. - 6. Mai 20209 bewilligte das Parlament am 6. Mai 2020 den vom 
Bundesrat beantragten Verpflichtungskredit zur Unterstützung der SWISS und Edelweiss 
(CHF 1,275 Mia.) sowie der flugnahen Betriebe (CHF 600 Mio).10 

7. Gestützt auf die bereits vorgängig ausgehandelten und den Parlamentskommissionen 
zur Verfügung gestellten Eckwerte («Term Sheets») werden zurzeit die verschiedenen Ver-
träge mit den beteiligten Parteien (Bund, Banken, Fluggesellschaften) final verhandelt (vgl. 
Kap. A.3.5). Nach der Einigung und nach Eingang der Beurteilung der WEKO werden diese 
Verträge unterzeichnet.11  

A.2.2 Einbezug der Wettbewerbsbehörden 

8. Mit Schreiben vom 24. April 2020 informierte das BAZL das Sekretariat der WEKO 
(nachfolgend: Sekretariat) über die Pläne des Bundes für eine allfällige Unterstützung der Luft-
fahrtindustrie. Im Vordergrund würden dabei Garantien des Bundes für Fluggesellschaften ste-
hen. Bezugnehmend auf Art. 103 LFG erkundigte sich das BAZL, in welcher Form die WEKO 
zu begrüssen sei und wie viel Zeit dazu benötigt werde. 

                                                

Staatsrechnung ab (Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 13.12.2002 über die Bundesversamm-
lung [Parlamentsgesetz, ParlG; SR 171.10]). Sie wählt dafür die Form des einfachen Bundesbeschlus-
ses (Art. 25 Abs. 2 ParlG). Sie legt in Kreditbeschlüssen den Zweck und die Höhe der Kredite fest. 
Ausserdem kann sie darin die Rahmenbedingungen der Kreditverwendung, den zeitlichen Ablauf der 
Projektverwirklichung und die Berichterstattung durch den Bundesrat näher regeln (Art. 25 Abs. 3 
ParlG). 
7 Erst nach Bewilligung der Verpflichtungskredite durch das Parlament werden die nötigen Verträge mit 
den beteiligten Parteien (Banken, Fluggesellschaften) abgeschlossen, vgl. Medienmitteilung vom 
29.4.2020 «Coronavirus: Bundesrat konkretisiert Unterstützung für Luftfahrtunternehmen», 
<https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78944.html> 
(15.5.2020); Anlässlich dieser Medienkonferenz wurde vom BR ebenfalls kommuniziert, dass easyjet 
Switzerland den Liquiditätsbedarf durch seinen Mutterkonzern decken können sollte. Die Voraussetzun-
gen für ein subsidiäres Engagement des Bundes seien zum heutigen Zeitpunkt somit nicht gegeben. 
Mit einem Umsatzvolumen unter CHF 500 Mio. habe easyjet Switzerland zudem die Möglichkeit, einen 
COVID-Überbrückungskredit zu beantragen.  
8 Schreiben des Bundesrates an die Finanzkommissionen der Eidgenössischen Räte vom 29.4.2020 
betr. Dritte Nachmeldung zum Nachtrag 1/20 - Verpflichtungskredite zur Unterstützung der kritischen 
Infrastrukturen der Luftfahrt während der COVID-19-Krise; Nachtragskredit (zit. Schreiben des BR an 
die Eidgenössischen Finanzkommissionen). 
9 Die Sitzungen in Kürze (SDA) - Ausserordentliche Session, 4. - 7.5.2020, <https://www.parlament.ch/ 
de/ratsbetrieb/sessionen/sda-ausserordentliche-session-2020> (15.5.2020).  
10 Die Unterstützung der flugnahen Betriebe ist nicht Gegenstand der vorliegenden Beihilfeprüfung; Da-
mit der Bund neben den Fluggesellschaften SWISS und Edelweiss auch Unternehmen der Fracht- und 
Gepäckabwicklung, des Unterhalts und der Verpflegung an den Landesflughäfen unterstützen kann, 
brauchte es eine neue gesetzliche Grundlage im LFG, welche vom Parlament verabschiedet wurde, vgl. 
Bundesgesetz über die Luftfahrt, Änderungen vom 6.5.2020, <https://www.parlament.ch/ 
centers/eparl/curia/2020/20200039/Schlussabstimmungstext%201%20SN%20D.pdf> (15.5.2020).  
11 Erläuterungen vom 14.5.2020 (Rz 11), 5. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78944.html
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/sda-ausserordentliche-session-2020
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/sda-ausserordentliche-session-2020
https://www.parlament.ch/centers/eparl/curia/2020/20200039/Schlussabstimmungstext%201%20SN%20D.pdf
https://www.parlament.ch/centers/eparl/curia/2020/20200039/Schlussabstimmungstext%201%20SN%20D.pdf

 
 

 

 

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9. Das Sekretariat führte im Antwortschreiben am gleichen Tag aus, dass allfällige Unter-
stützungsmassnahmen zugunsten der Luftfahrt beim Sekretariat vor Inkraftsetzung angemel-
det werden müssen und präzisierte, welche Angaben die Anmeldung notwendigerweise ent-
halten müsse, um die Beihilfenprüfung zu ermöglichen. 

10. Am 10. Mai 2020 ging die Anmeldung der Beihilfen vorab in elektronischer Version 
beim Sekretariat ein. 

11. Da die Anmeldung nicht alle für die Beurteilung notwendigen Angaben enthielt, stellte 
das Sekretariat dem BAZL am 12. Mai 2020 Rückfragen, welche vom BAZL in Zusammenar-
beit mit der Eidgenössischen Finanzverwaltung (nachfolgend: EFV), deren Rechtsvertreter 
und dem Beratungsunternehmen Deloitte am 14. Mai 2020 beantwortet wurden (nachfolgend: 
Erläuterungen vom 14.5.2020). 

A.3 Beschreibung der Massnahme 

A.3.1 Von der Massnahme betroffene Unternehmen12 

12. SWISS und Edelweiss sind Schwestergesellschaften welche sich zu 100 % im Eigen-
tum und unter Kontrolle der Air Trust AG, Zug (nachfolgend: Air Trust) befinden. Die Air Trust 
ist zu 100 % im Eigentum und unter Kontrolle der Deutsche Lufthansa AG, D-Köln (nachfol-
gend: Lufthansa). SWISS und Edelweiss beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2019 rund 9100 
Mitarbeitende (rund 7700 Vollzeitäquivalente) bzw. rund 1150 Mitarbeitende (rund 1000 Voll-
zeitäquivalente). Beide Fluggesellschaften sind eigenständige Unternehmen, welche über alle 
für die selbständige Geschäftsführung relevanten Funktionen verfügen. Aufgrund der Einbet-
tung in die Lufthansa-Gruppe ergeben sich sowohl auf der Kostenseite (Investitionen und ope-
rationelle Beschaffungskosten) als auch auf der Ertragsseite (Verkaufssysteme, aufeinander 
abgestimmte Flugverbindungsnetzwerke) positive Synergieeffekte.  

13. SWISS operiert in der Schweiz primär ein Hub-System ab dem Flughafen Zürich mit 
einem Marktanteil gemessen an beförderten Passagieren von rund [50 – 60] %. […]; der Markt-
anteil in Genf beträgt rund [10 – 20] %. Während des Sommerflugplans 2019 führte SWISS ab 
Zürich 94 und ab Genf 39 Destinationen. Für den Winterflugplan 2019/2020 legte sie ab Zürich 
80 und ab Genf 25 Destinationen auf. Im Jahr 2019 wurden in der Schweiz total 463’000 Ton-
nen Luftfracht ein- und ausgeführt, davon wurden ebenfalls [50 – 60] % von der SWISS trans-
portiert.  

14. Edelweiss operiert ausschliesslich ab Zürich und bedient primär die touristischen Feri-
endestinationen des Konglomerats. Ihr Marktanteil im Passagiergeschäft beträgt rund [0 – 
10] %. Während des Sommerflugplans 2019 führte Edelweiss ab Zürich 68 Destinationen und 
legte für den Winterflugplan 2019/2020 39 Ziele auf. Etwa [60 – 70] % ihres Umsatzes gene-
riert Edelweiss über die Verkaufskanäle der SWISS. Obwohl der Einsatz ihrer Kurz- und Lang-
streckenflotte primär auf Ferienziele ausgerichtet ist, trägt sie mit einem kleineren Anteil eben-
falls zum Hub-System der SWISS bei. Weder SWISS noch Edelweiss bieten Flüge ab Basel 
an. Der Anteil von Edelweiss an der im Jahr 2019 in der Schweiz total ein- und ausgeführten 
Luftfracht betrug [0 – 10] %.  

15. SWISS generierte im Jahr 2019 einen Jahresumsatz von total CHF 5,4 Mia.13 Edel-
weiss verbuchte im Jahr 2019 einen Jahresumsatz von total CHF 729 Mio.14 

                                                
12 Darstellung gemäss Erläuterungen vom 14.5.2020, 1 f. 
13 CHF [4 – 5] Mia. Passagiererträge, CHF [0 – 1] Mia. Frachterträge und CHF [0 – 1] Mia. übrige 
Erträge. 
14 CHF [700 – 800] Mio. Passagiererträge und CHF [0 – 100] Mio. Frachterträge. 

 
 

 

 

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A.3.2 Hintergrund der Massnahme15 

16. Der Hintergrund der beabsichtigten Unterstützung der Fluggesellschaften SWISS und 
Edelweiss – deren Fortbestand der Bund als zentral für die Schweizer Volkswirtschaft erachtet 
– seien die durch die Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpässe dieser beiden Ge-
sellschaften.  

17. So wird vom BAZL aufgezeigt, welche Auswirkungen der COVID-19-Ausbruch auf die 
Luftfahrtindustrie und insbesondere auf die Fluggesellschaften SWISS und Edelweiss hat. Da-
nach habe die Ausweitung der COVID-19-Pandemie bereits im Februar 2020 zu einer spürba-
ren Zurückhaltung der Bevölkerung in Bezug ihre internationale Reisetätigkeit geführt, was 
einen Rückgang der Auslastung von SWISS und Edelweiss verursacht und die Fluggesell-
schaften teilweise auch zu Anpassungen bei der von ihnen angebotenen Kapazität veranlasst 
habe.  

18. Entscheidend für den Einbruch der Passagier- und Flugbewegungszahlen seien indes 
die von der Schweiz erlassenen Einreisebeschränkungen gewesen.16 Diese ausserordentli-
chen Einreisebeschränkungen für die Schweiz bedeuten im Grundsatz eine Einreiseverweige-
rung für sämtliche Ausländerinnen und Ausländer, die aus dem Ausland gemäss Anhang der 
COVID-19-Verordnung 217 in die Schweiz einreisen wollen.18 Die ausserordentlichen Einrei-
sebeschränkungen gelten grundsätzlich bis zu deren Aufhebung durch den Bundesrat.19 

19. Neben den vom Bundesrat erlassenen Einreisebeschränkungen für die Schweiz seien 
auch die von zahlreichen anderen Staaten ergriffenen Massnahmen für SWISS und Edelweiss 
relevant. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Europäische Kommission den 
Mitgliedstaaten am 16. März 2020 empfohlen, nicht notwendige Reisen aus Drittländern in die 
EU zu beschränken.20 Nach Einschätzung des BAZL ist auf Stufe EU frühestens Anfang Juni 
2020 mit ersten massgeblichen Lockerungen zu rechnen. Die USA haben am 13. März 2020 
ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der 
Einreise in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, erlassen.21 Nach heutigem Kenntni-
stand ist derzeit für das BAZL nicht absehbar, wann dieses Einreiseverbot aufgeboben wird. 

                                                
15 Darstellung gemäss Anmeldung (3, 9) und Erläuterungen vom 14.5.2020 (2-4). 
16 Der Bundesrat hat im Rahmen der COVID-19-Verordnung 2 (Fn 17) am 13.3.2020 ausserordentliche 
Einreisebeschränkungen an der Grenze zu Italien erlassen. Mit Beschluss vom 16.3.2020 wurden diese 
Einreisebeschränkungen auf Frankreich, Deutschland und Österreich ausgedehnt und mit Beschluss 
vom 18.3.2020 auf Spanien sowie auf sämtliche Drittstaaten ausserhalb des Schengen-Raumes, ins-
besondere für das Vereinigte Königreich, Irland, Bulgarien, Rumänien, Kroatien und Zypern. Am 
24.3.2020 schliesslich wurden die Einreisebeschränkungen auf alle verbleibenden Schengen-Staaten 
mit Ausnahme des Fürstentums Liechtenstein ausgedehnt. 
17 Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) vom 13. März 2020 
(COVID-19-Verordnung 2), SR 818.101.24. 
18 Vom Einreiseverbot erfasst werden insbesondere Einreisen von Ausländerinnen und Ausländern als 
Dienstleistungsempfänger, Touristen, Besucher, Teilnehmende an Veranstaltungen, zur Stellensuche 
oder Vorstellungsgespräche sowie zur Einreichung eines Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewil-
ligung. Darunter fallen auch Personen, deren Erwerbstätigkeit oder Dienstleistungserbringung bisher 
nicht meldepflichtig gewesen sind (EU/EFTA). 
19 COVID-19-Verordnung 2, Art. 12. 
20 Seit der Annahme des entsprechenden koordinierten Beschlusses werden die Reisebeschränkungen 
in allen EU-Ländern (ausser Irland) und allen assoziierten Schengen-Ländern (Island, Liechtenstein, 
Norwegen, Schweiz) angewendet. Die meisten EU-Länder haben auch weitreichende Reisebeschrän-
kungen für Reisen innerhalb der EU bzw. des Schengen-Raumes erlassen (z.B. gilt in Deutschland der 
Grundsatz, dass Reisende ohne triftigen Reisegrund nicht mehr ein- und ausreisen dürfen). 
21 Ausnahme: insbesondere Personen mit amerikanischer Staatsangehörigkeit. 

 
 

 

 

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Weltweit haben praktisch alle Staaten mehr oder weniger weitgehende Reisebeschränkungen 
erlassen.  

20. Die beschriebenen Massnahmen hätten bei SWISS und Edelweiss dazu geführt, dass 
die überwiegende Mehrheit der Passagiere nicht mehr berechtigt war, ihre gebuchten Flüge 
anzutreten. SWISS und Edelweiss hätten in der Folge sehr viele Flüge annulliert. Das BAZL 
hat dazu die statistischen Daten der Flugbewegungen, Passagierzahlen und Frachtzahlen der 
grössten Linien- und Charterflugbetriebe auf den drei Landesflughäfen der Monate November 
2019 bis April 2020 eingereicht.22 Daraus ist ersichtlich, dass sich im März 2020 alle Zahlen 
gegenüber dem Vorjahresmonat halbiert haben und im April 202023 faktisch um 100 % gegen-
über dem Vorjahresmonat zusammengebrochen sind. Die Auswirkungen der verschiedenen 
behördlichen Anordnungen auf die Passagierzahlen von SWISS und Edelweiss sind in unten-
stehender Grafik auf Basis Kalenderwoche (KW) ersichtlich. Ab dem Zeitpunkt der erwähnten 
Einreisebeschränkungen durch den Bundesrat (KW 11 und KW 12) sind die Passagierzahlen 
von SWISS und Edelweiss am Flughafen Zürich massiv eingebrochen, seit KW 15 beträgt der 
Einbruch praktisch 100 % (dies gilt auch für den Flughafen Genf). 

 

Abbildung 1: Verlauf Passagierzahlen (Pax) KW6 bis KW19, 2019 und 2020. Darstellung: BAZL. 

21. Die weggebrochenen Umsätze sowie die Rückzahlung der bereits bezahlten Flugti-
ckets im Rahmen der COVID-19-Krise belasten die finanzielle Situation stark. Der Bedarf zur 
Überbrückung der Liquiditätsengpässe wird auf CHF 1,5 Mia. geschätzt. 

22. Gemäss dem Beratungsunternehmen Deloitte 24 fanden im Zuge der Analysen umfas-
sende Diskussionen mit den Darlehensnehmern hinsichtlich möglicher «Marktlösungen» ohne 
Einbeziehung von Staatshilfe statt. Aufgrund der Ausgangslage hinsichtlich COVID-19 und 
dem faktischen Grounding der Darlehensnehmer und grundsätzlichen Unsicherheiten in Be-
zug auf die zukünftige Entwicklung der Luftfahrt sei offenkundig geworden, dass – jedenfalls 
für die gesamte Höhe des Darlehens25 – keine Marktlösungen in der notwendigen Zeit bereit-

                                                
22 Erläuterungen vom 14.5.2020, Beilage 1. 
23 Die Daten von Basel liegen noch nicht vor. 
24 Erläuterungen vom 14.5.2020, 6. 
25 Es wird präzisiert, dass für kleinere Beträge, welche jedoch nicht den Gesamtbedarf gedeckt und 
somit eine abschliessende Lösung bedeutet hätten, Marktlösungen denkbar gewesen wären. Allerdings 
hätte sich durch solche, nicht ausreichende Lösungen, insbesondere die Möglichkeit verschlechtert, für 

-4% -2% -1% -10%

-28%

-56%

-84%
-96% -98% -100% -99% -99% -99% -99%

 -
 50'000

 100'000
 150'000
 200'000
 250'000
 300'000
 350'000
 400'000
 450'000

KW
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KW
8

KW
9

KW
10

KW
11

KW
12

KW
13

KW
14

KW
15

KW
16

KW
17

KW
18

KW
19

ZRH: Pax SWISS / Edelweiss 2019 vs. 2020

Total Pax 2019 SWISS / Edelweiss Total Pax 2020 SWISS / Edelweiss

Veränderung in Prozent

 
 

 

 

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stehen würden. Es hätten folglich keine dritten Finanzierungspartner am Markt identifiziert wer-
den können, welche eine Finanzierung an die Darlehensnehmer in der notwendigen Gesamt-
höhe von CHF 1,5 Mia. ohne Beteiligung des Bundes bereitgestellt hätten, und das unabhän-
gig von sonstigen Konditionen wie Zins und anderer Bedingungen. 

A.3.3 Form der Unterstützungsmassnahme 

23. Die Unterstützung erfolgt in Form von Garantien des Bundes zur Sicherung von Dar-
lehen26 von Banken zugunsten der beiden Linienbetriebe SWISS und Edelweiss. 

A.3.4 Gesetzliche Grundlage der Unterstützungsmassnahme 

24. Gemäss Art. 101 Abs. 1 LFG kann der Bund der schweizerischen Luftfahrt an den Be-
trieb regelmässig beflogener Linien Beiträge oder Darlehen gewähren. Empfänger solcher 
Leistungen des Bundes sind schweizerische Fluggesellschaften. 27 

25. Es ist vorgesehen, SWISS und Edelweiss mittels Ausfallbürgschaften zu Gunsten der 
finanzierenden Banken zu unterstützen. Dabei handelt es sich um Finanzhilfen gemäss Art. 3 
Abs. 1 SuG28. Voraussetzung für die Gewährung von Subventionen (Finanzhilfen oder Abgel-
tungen) ist 

- eine ausreichende gesetzliche Grundlage (vorliegend Art. 101 Abs. 1 LFG) und 

- ein entsprechender Kreditbeschluss (Voranschlags- oder Verpflichtungskredit) der 
Bundesversammlung (vorliegend der Bundesbeschluss des Parlaments vom 6. Mai 
2020, Rz 6). 

26. Wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Bund die Verpflichtung tatsächlich 
eingehen, d.h. die entsprechenden Verträge unterzeichnen.29 

27. Die konkrete Gewährung der Finanzhilfe, d.h. die Unterzeichnung der Verträge, sei 
noch nicht erfolgt. 

A.3.5 Vertragswerke zur Konkretisierung der Unterstützungsmassnahme 

28. Bei der geplanten Unterstützungsmassnahme handelt es sich um eine Bürgschaft des 
Bundes für einen Konsortialkredit, welcher im Wesentlichen die folgenden Verträge (nachfol-
gend zusammen: Vertragswerke) umfasst, die zum Zeitpunkt der vorliegenden Beurteilung im 
Entwurfsstadium vorliegen: 

• «Revolving Credit Facility Agreement» zwischen SWISS / Edelweiss und den involvier-
ten Banken. Als Garantiegeber wird dieser Vertrag auch vom Bund zu unterzeichnen 
sein;30 

                                                

eine verbleibende Lösung unter Einbeziehung des Bundes noch ausreichende und akzeptable Sicher-
heiten zu stellen. 
26 Nachfolgend werden die Begriffe Kredit und Darlehen als synonym betrachtet. 
27 Vgl. Botschaft über die Finanzierung des Redimensionierungskonzeptes für die nationale Zivilluftfahrt 
vom 7. November 2001 (Swissair), BBl 2001 6439 6473. 
28 Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen vom 5. Oktober 1990 (Subventionsgesetz, SuG), 
SR 616.1. 
29 Subventionen werden entweder durch Verfügung oder wie vorliegend mittels Verträgen gewährt, Er-
läuterungen vom 14.5.2020, Ausführung der EFV unter Berufung auf Art. 16 SuG. 
30 Anmeldung, Beilage 5. 

 
 

 

 

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• «Surety Agreement» (Bürgschaftsvertrag bzw. Garantievertrag) zwischen dem Bund 
und den involvierten Banken;31  

• «Security Agreement» (Sicherheitsvereinbarung) zwischen dem Bund und den invol-
vierten Banken.32 

29. Als darlehensgebende Banken fungieren […] und […].33 

A.3.6 Umfang und Dauer der Massnahme 

30. Der Bund bürgt für 85 % des Kreditvolumens, welches maximal CHF 1,5 Mia. beträgt.34 
Es handelt sich dabei um eine Ausfallbürgschaft35 (keine Solidarbürgschaft). Die Verluste wer-
den anteilig zu gleichen Bedingungen vom Bund und den beteiligten Banken getragen. 

31. […].36 

32. […]. Der Bund hat gemäss Security Agreement ein sog. «Step-in Right», d.h. er hat 
das Recht – nicht aber die Pflicht –, die Finanzierung und damit auch die Sicherheiten (inkl. 
der Aktien der SWISS, Edelweiss bzw. Air Trust) vor der Verwertung der Banken zu überneh-
men. Diesbezüglich wird in der Anmeldung betont, dass es bei der beabsichtigten Aktienpfän-
dung in erster Linie um die Sicherung der Ansprüche der Darlehensgläubiger und des Bürg-
schaftsgebers gehe und der Bund keine Kapitalbeteiligung an den betreffenden 
Gesellschaften anstrebe.37 

33. Die Laufzeit des Darlehens beträgt […] Jahre.38 SWISS hat bei Bedarf die Möglichkeit, 
die Laufzeit zweimal um ein Jahr zu verlängern.39 Die Banken bzw. der Bund haben die Mög-
lichkeit zuzustimmen, aber nicht die Pflicht.40 

34. Die Garantie des Bundes ist grundsätzlich unbefristet41, orientiert sich jedoch zwangs-
läufig an der Laufzeit des Darlehens. 

A.3.7 Garantieprämie 

35. Der Bund erhält eine Garantieprämie auf 85 % des Darlehensbetrags (detailliertere 
Ausführungen dazu finden sich in Kap. C.3.2.1.1). 

                                                
31 Anmeldung, Beilage 6. 
32 Anmeldung, Beilage 7. 
33 Schedule 1, Entwurf Revolving Credit Facility Agreement. 
34 Ziff. 2.1 (a), Entwurf Surety Agreement. 
35 Art. 495 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220): «Hat sich der Bürge nur zur 
Deckung des Ausfalls verpflichtet (Schadlosbürgschaft), so kann er erst belangt werden, wenn gegen 
den Hauptschuldner ein definitiver Verlustschein vorliegt […]». 
36 Ziff. 1.1, Entwurf Revolving Credit Facility Agreement (Definition «Total Commitments»). 
37 Anmeldung, 5 f., Erläuterungen vom 14.5.2020, 5. 
38 Ziff. 1.1, Entwurf Revolving Credit Facility Agreement (Definition «Original Termination Date»). 
39 Ziff. 5, Entwurf Revolving Credit Facility Agreement. 
40 Ziff. 5 (e), Entwurf Revolving Credit Facility Agreement. 
41 Ziff. 2.1 b, Entwurf Surety Agreement. 

 
 

 

 

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A.3.8 Garantiebedingungen 

36. Die Bürgschaft des Bundes wird ergänzt durch den Entwurf einer «Vereinbarung über 
standortpolitische Auflagen an die Lufthansa-Gruppe», welche insbesondere folgende Eck-
werte umfasst:42 

• Proportionale Entwicklung der SWISS zu den Luftfahrtgesellschaften der Lufthansa-
Gruppe, soweit nicht marktspezifische Gründe entgegenstehen; 

• Proportionaler Wiederaufbau der Langstrecken gemessen an der Entwicklung der 
deutschen Drehscheiben Frankfurt und München; 

• Zulieferverkehr («Feeder») auf das Portfolio der Langstreckenverbindungen erfolgt 
weiterhin grossmehrheitlich mit den Kurzstreckenflotten der SWISS und Edelweiss; 

• Zusicherung, dass den Reisebüros die bezahlten und aufgrund der COVID-19-
Pandemie nicht durchgeführten Flüge bis am 30. September 2020 zurückerstattet wer-
den; 

• Klimaziele des Bundesrates gelten unverändert. 

B Formelles 

B.1 Zuständigkeit 
37. Am 2. Juni 2002 ist das zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft 
beschlossene LVA in Kraft getreten. In Art. 13 LVA werden die Beihilfen geregelt.43 

38. Gemäss Art. 13 Abs.1 LVA sind, soweit das Abkommen nicht etwas anderes bestimmt, 
staatliche oder aus staatlichen Mitteln der Schweiz oder eines EG-Mitgliedstaates gewährte 
Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung bestimmter Unternehmen oder Pro-
duktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen, mit dem Abkommen 
unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen den Vertragsparteien beeinträchtigen. In den 
Absätzen 2 und 3 werden sodann «Vereinbarkeiten» einer staatlichen Beihilfe mit dem Ab-
kommen geregelt. 

39. Während das LVA den Gemeinschaftsorganen in den meisten Fällen die Anwendung 
und Kontrolle der Wettbewerbsregeln übertragen hat (Art. 11 LVA)44, bleibt die Überwachung 
der staatlichen Beihilfen gemäss Art. 14 LVA im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Vertrags-
partei (Zwei-Säulen-System). Diese Bestimmung beinhaltet nicht nur das Recht, sondern auch 
die Pflicht für die Schweiz, alle Beihilfen auf ihre Vereinbarkeit mit den materiellen Regeln über 
staatliche Beihilfen zu überprüfen.45 

40. Somit ist die Schweiz gemäss Art. 14 LVA für die Überprüfung der Beihilfen nach Art. 
13 LVA in der Schweiz zuständig, wobei Sorge zu tragen ist, dass die EU-Kommission über 

                                                
42 Anmeldung, 4 f. 
43 In Verbindung mit Art. 12 LVA gelten die Bestimmungen auch in Bezug auf öffentliche Unternehmen 
und auf Unternehmen mit besonderen oder ausschliesslichen Rechten. 
44 Die WEKO bleibt einzig zuständig für binnenrechtliche Sachverhalte (Art. 10 LVA) sowie in Bezug 
auf Strecken zwischen der Schweiz und Drittstaaten, wobei sie in letzterem Fall EU-Recht bzw. Art. 8 
und 9 LVA anwendet (Art. 11 Abs. 2 LVA). 
45 Botschaft zur Änderung des Luftfahrtgesetzes (Prüfung der Vereinbarkeit von staatlichen Beihilfen 
mit dem Luftverkehrsabkommen Schweiz-EG) vom 10. September 2003, BBl 2003 6241, 6243. 

 
 

 

 

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Verfahren in Kenntnis gesetzt wird, mit denen die Einhaltung der Regeln von Art. 12 und 13 
LVA sichergestellt werden. 

41. Mit Art. 103 LFG wurde die WEKO mit der Aufgabe betraut, die Vereinbarkeit von staat-
lichen Beihilfen mit dem LVA zu überprüfen46: 

III. Überprüfung von Beihilfen 

1 Die Wettbewerbskommission prüft, ob mit Artikel 13 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luftverkehr vereinbar sind: 

a. die Entwürfe zu Beschlüssen des Bundesrates, welche bestimmte Unternehmen oder Produktions-
zweige im Anwendungsbereich des Abkommens begünstigen, insbesondere Leistungen und Beteiligun-
gen nach den Artikeln 101,102 und 102a47 dieses Gesetzes; 

b. […] 

c. […] 

2 Die Wettbewerbskommission ist bei der Prüfung vom Bundesrat und von der Verwaltung unabhängig. 

3 Die für den Beschluss zuständigen Behörden berücksichtigen das Ergebnis der Prüfung. 

42. Die durch den Bundesrat und das Parlament beabsichtigte Unterstützung der beiden 
Liniengesellschaften SWISS und Edelweiss stützt sich auf Art. 101 Abs. 1 LFG. 

43. Die WEKO ist folglich zuständig, die geplanten Unterstützungsmassnahmen auf ihre 
Vereinbarkeit mit dem LVA zu überprüfen, bevor der Bund die beabsichtigte Finanzhilfe 
durch Unterzeichnung des Vertragswerks gewährt. 

B.2 Verfahren vor der WEKO 
44. Während die Zuständigkeit der WEKO in Art. 103 LFG i.V. mit Art. 14 LVA geklärt ist, 
enthalten weder das LVA noch das Kartellgesetz (KG)48 als Instrument der WEKO beihilfespe-
zifische Verfahrensregeln.49  

45. Gemäss dem Wortlaut von Art. 103 Abs. 1 LFG prüft die WEKO, ob die in diesem Artikel 
genannten Bestimmungen und Massnahmen mit Art. 13 LVA vereinbar sind. Gemäss Abs. 3 
berücksichtigen die für den Beschluss zuständigen Behörden das Ergebnis der Prüfung. 

46. Daraus folgt, dass die «endgültige Entscheidung» i.S.v. Art. 14 LVA i.V.m. Art. 103 LFG 
über die Gewährung der Beihilfe beim Beihilfegeber (im vorliegenden Fall der Bund), und nicht 
bei der Behörde, welche die Beihilfeprüfung vornimmt (WEKO), liegt.50 

                                                
46 Die Zuständigkeit wurde in einem ersten Schritt am 7.3.2003 durch den Bundesrat an die WEKO 
übertragen. Die gesetzliche Grundlage wurde sodann mit Art. 103 LFG geschaffen. Dieser trat am 
1.9.2004 in Kraft. 
47 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 6. Mai 2020, in Kraft vom 7. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 
2025 (AS 2020 1493; BBl 2020 3667); Art. 102a wurde anlässlich der ausserordentlichen Session 
vom 4. – 6. Mai 2020 verabschiedet, um bei Bedarf Finanzierunglösungen durch den Bund für flug-
nahe Betriebe zu ermöglichen, da das LFG hierfür bis anhin keine gesetzliche Grundlage enthielt. 
48 Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (Kartell-
gesetz, KG; SR 251). 
49 Vgl. RPW 2019/3b, 1046, Rz 56, Entlastungsmechanismus zugunsten der SWISS. 
50 Vgl. RPW 2019/3b, 1046, Rz 56 – 61, Entlastungsmechanismus zugunsten der SWISS. 

http://www.admin.ch/ch/d/as/2020/1493.pdf
http://www.admin.ch/ch/d/ff/2020/3667.pdf

 
 

 

 

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C Materielles 

C.1 Anwendbares materielles Recht 
47. Art. 13 LVA stellt das anwendbare materielle Recht für die Beihilfenprüfung dar. Der 
Beihilfetatbestand von Art. 13 LVA entspricht – mit wenigen Ausnahmen in den Absätzen 2 
und 3 betreffend mögliche zulässige Beihilfen – Art. 107 AEUV. 

48. In der Literatur wird das LVA als sogenannter partieller Integrationsvertrag bezeichnet, 
da das LVA in Art. 1 Abs. 251 bestimme, dass, soweit die Bestimmungen des Rechts überein-
stimmen, sie inhaltlich in Übereinstimmung mit den Präjudizen der Unionsgerichte und der 
Kommission auszulegen seien. Somit komme der in der Union bestehende acquis im Bereich 
des Luftverkehrs auch zur Anwendung. Die Anwendbarkeit der Art. 107 ff. AUEV sei allerdings 
auf den Bereich des Luftverkehrssektors begrenzt und finde ausserhalb dieses Bereichs keine 
Anwendung.52 

49. Im Anhang des LVA werden nicht alle Rechtsakte, die die Vertragspartei (EU-
Kommission) für die materielle Beurteilung der Beihilfen anwendet, aufgelistet. Die Folgen der 
nach der Unterzeichnung des Abkommens eingetretenen Fortentwicklungen des acquis für die 
Anwendung des LVA wurden nicht abschliessend geklärt. Grundsätzlich sind EU-Regeln, wel-
che nicht im Anhang des LVA aufgeführt sind (wie beispielsweise die De-minimis-Verord-
nung53 oder die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung [AGVO]54), nicht Teil der Schwei-
zer Rechtsordnung. Die Schweiz ist jedoch angehalten, die Rechtsprechung der 
Unionsgerichte zu diesen Rechtsakten zu berücksichtigen, soweit diese für die Auslegung und 
das gute Funktionieren des Abkommens notwendig ist. Aus diesem Grund wurde in der Ver-
gangenheit zumindest eine indirekte Anwendung bzw. Orientierung an diesen Rechtsakten, 
die nach dem Inkrafttreten des LVA in Kraft getreten sind, bejaht.55 

50. Die EU-Kommission hat zudem Akte des soft law (Leitlinien, Unionsrahmen, Mitteilun-
gen) angenommen, in welchen sie darlegt, wie sie in Zukunft ihr Ermessen ausüben wird. Soft 
law ist jedoch nur in Bereichen möglich, in den der Kommission ein Ermessenspielraum zu-
steht (namentlich bei der Beurteilung, ob eine in Art. 107 Abs. 3 AEUV genannte Beihilfe als 
                                                
51 «Zu diesem Zweck gelten die Bestimmungen, die in diesem Abkommen sowie in den im Anhang 
aufgeführten Verordnungen und Richtlinien enthalten sind, unter den im Folgenden genannten Bedin-
gungen. Soweit diese Bestimmungen im Wesentlichen mit den entsprechenden Regeln des EG-
Vertrags und den in Anwendung des EG-Vertrags erlassenen Rechtsvorschriften übereinstimmen, sind 
sie hinsichtlich ihrer Umsetzung und Anwendung in Übereinstimmung mit den vor der Unterzeichnung 
dieses Abkommens erlassenen Urteilen, Beschlüssen und Entscheidungen des Gerichtshofs und der 
Kommission der Europäischen Gemeinschaft auszulegen. Die nach Unterzeichnung dieses Abkommen 
erlassenen Urteile, Beschlüsse und Entscheidungen werden der Schweiz übermittelt. Auf Verlangen 
einer Vertragspartei werden die Folgen der letztgenannten Urteile, Beschlüsse und Entscheidungen im 
Hinblick auf ein ordnungsgemässes Funktionieren dieses Abkommens vom Gemeinsamen Ausschuss 
festgestellt». 
52 CLAUDIA SEITZ/STEPHAN BREITENMOSER, Das Subventionsrecht der Schweiz im Lichte des Europäi-
schen Beihilfereicht und des Subventionsrechts der WTO in Schweizerisches Jahrbuch für Europa-
recht, Bern 2010, 139-165 mit Verweisen auf STEPHAN BREITENMOSER, Sectoral Agreements between 
the EC and Switzerland: Contents and Context («Sectoral Agreements»), CMLR 2003, 1144 ff., 
m.w.N.; ANDREAS KELLERHALS/ROGER ZÄCH, Bilaterale Verträge I & II Schweiz-EU, 2007, Rz. 21. 
53 Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der 
Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Bei-
hilfen (De-minimis-Beihilfenverordnung), ABl. L 352/1 vom 24.12.2013. 
54 Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit 
bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des 
Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AGVO), ABl. L 187/1 vom 26.6.2014. 
55 Vgl. RPW 2019/3b, 1047, Rz 62 – 71, Entlastungsmechanismus zugunsten der SWISS. 

 
 

 

 

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mit dem Binnenmarkt vereinbar angesehen werden kann) und ist ohne Bindungs- und Rechts-
wirkung.56 In Anbetracht des nicht bindenden Charakters von soft law und vor dem Hinter-
grund, dass Art. 13 LVA quasi Art. 107 AEUV entspricht (vgl. Rz 209), steht einer Orientierung 
an diesen Akten im Rahmen der Schweizer Beihilfenkontrolle nichts entgegen. 

51. Für die Beurteilung, ob die vorliegend zu beurteilenden Unterstützungsmassnahmen 
mit dem LVA vereinbar sind, orientiert sich die WEKO insbesondere an den nachfolgend ge-
nannten EU-Mitteilungen, welche im Zusammenhang mit COVID-19 erlassen wurden. 

52. Am 19. März 2020 hat die Kommission auf der Grundlage des Art. 107 Abs. 3 Bst. b 
AEUV die Mitteilung «Befristeter Rahmen für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft 
angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19» (Befristeter Rahmen)57 verabschiedet. 
Im Befristeten Rahmen wird anerkannt, dass das Wirtschaftsleben in der gesamten EU be-
trächtlich gestört ist. Er bietet den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, den in den Beihilfevorschrif-
ten vorgesehenen Spielraum in vollem Umfang zu nutzen, um die Wirtschaft zu unterstützen. 
Zusammen mit den zahlreichen anderen Unterstützungsmassnahmen, die die Mitgliedstaaten 
auf der Grundlage der bestehenden Beihilfevorschriften ergreifen können, ermöglicht der Be-
fristete Rahmen es den Mitgliedstaaten, dafür zu sorgen, dass Unternehmen aller Art ausrei-
chend Liquidität zur Verfügung haben, um die Aufrechterhaltung der Wirtschaftstätigkeit wäh-
rend und nach der COVID-19-Pandemie zu gewährleisten. Zur Behebung der durch COVID-
19 hervorgerufenen Störung sieht der Befristete Rahmen fünf Arten von Beihilfen vor58: 

i) direkte Zuschüsse, rückzahlbare Vorschüsse oder Steuervorteile: Die Mitglied-
staaten können Regelungen zur Gewährung von bis zu EUR 800’000 pro Unterneh-
men einführen, um dringenden Liquiditätsbedarf zu decken. 

ii) staatliche Garantien für Bankdarlehen an Unternehmen: Die Mitgliedstaaten 
können mit staatlichen Garantien dazu beitragen, dass die Banken Firmenkunden mit 
Liquiditätsbedarf weiterhin Kredite gewähren. 

iii) vergünstigte öffentliche Darlehen an Unternehmen: Die Mitgliedstaaten können 
Unternehmen zinsvergünstigte Darlehen gewähren, um zur Deckung des unmittelba-
ren Betriebs- und Investitionsmittelbedarfs beizutragen. 

iv) Zusicherungen für Banken, die staatliche Beihilfen an die Realwirtschaft wei-
terleiten: Einige Mitgliedstaaten planen, Unternehmen – insbesondere kleine und 
mittlere Unternehmen – über die bestehenden Darlehenskapazitäten der Banken zu 
unterstützen. Im Befristeten Rahmen wird klargestellt, dass solche Fördermassnah-
men als direkte Beihilfen zugunsten der Kunden der Banken und nicht zugunsten der 
Banken selbst betrachtet werden, und erläutert, wie etwaige Wettbewerbsverzerrun-
gen zwischen den Banken auf ein Minimum beschränkt werden können. 

v) kurzfristige Exportkreditversicherungen: Der Rahmen erleichtert es den Mit-
gliedstaaten nachzuweisen, dass in einigen Ländern keine Deckung für marktfähige 

                                                
56 MAXIAN RUSCHE, in: Wettbewerbsrecht, Band 3, Beihilfen/Sonderbereiche, Kommentar, Im-
menga/Mestmäcker (Hrsg.), 5. Auflage 2016, Art. 107 Abs. 3, Rdnr. 9 f. (zit. RUSCHE in Immenga/Mest-
mäcker). 
57 Mitteilung der Kommission vom 19. März 2020 «Befristeter Rahmen für staatliche Beihilfen zur Stüt-
zung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19» (zit. Befristeter Rahmen), 
ABl. C 91I vom 20.3.2020, S. 1–9; <https://eur-lex.europa.eu/legal-
content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020XC0320(03)&from=EN> (15.5.2020). 
58 Vgl. auch Pressemitteilung vom 19.3.2020 «Staatliche Beihilfen: Kommission nimmt Befristeten Rah-
men an, damit die Mitgliedstaaten die Wirtschaft infolge des COVID-19-Ausbruchs wirksamer unterstüt-
zen können», <https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_496> (15.5.2020). 

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_496
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_496
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020XC0320(03)&from=EN
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020XC0320(03)&from=EN
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_496

 
 

 

 

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Risiken zur Verfügung steht, sodass der Staat bei Bedarf kurzfristige Exportkreditver-
sicherungen anbieten kann. Die diesbezüglichen Bestimmungen im Befristeten Rah-
men wurden jedoch bereits gelockert (vgl. Rz 53).59 

53. Am 3. April 2020 verabschiedete die Kommission die Mitteilung «Änderung des befris-
teten Rahmens für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen 
Ausbruchs von COVID-19» (Änderung des Befristeten Rahmens)60. Der Befristete Rahmen 
wurde geändert61 und um weitere fünf Arten von Beihilfemassnahmen erweitert62, um es 
den Mitgliedstaaten zu ermöglichen, die Erforschung, Erprobung und Herstellung coronavirus-
relevanter Produkte zu beschleunigen, Arbeitsplätze zu schützen und die Wirtschaft weiter zu 
unterstützen. Der geänderte Befristete Rahmen gilt bis Ende Dezember 2020. Um für Rechts-
sicherheit zu sorgen, wird die Kommission vor Ablauf dieser Frist prüfen, ob eine Verlängerung 
erforderlich ist.63 

54. Am 8. Mai 2020 verabschiedete die Kommission eine weitere Mitteilung «Änderung 
des befristeten Rahmens für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des 
derzeitigen Ausbruchs von COVID-19» (zweite Änderung des Befristeten Rahmens).64 Mit die-
ser zweiten Änderung werden die bereits durch den Befristeten Rahmen und die bestehenden 
Beihilfevorschriften abgedeckten Kategorien von Massnahmen durch Massnahmen bzw. Kri-
terien ergänzt, nach denen die Mitgliedstaaten bei Wahrung gleicher Wettbewerbsbedingun-
gen Unternehmen in Not Rekapitalisierungen und nachrangiges Fremdkapital gewähren 
können und setzt dabei Voraussetzungen hierfür.65 

                                                
59 Neu erachtet die EU-Kommission bis zum 31.12.2020 alle wirtschaftlichen und politischen Risiken, 
die mit Ausfuhren in die im Anhang der Mitteilung über die kurzfristigen Exportversicherung aufgeführten 
Länder verbunden sind, als vorübergehend nicht marktfähige Risiken (vgl. Änderung des Befristeten 
Rahmens [Fn 60]). 
60 Mitteilung der Kommission vom 3. April 2020 «Änderung des befristeten Rahmens für staatliche Bei-
hilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19» (zit. Änderung 
des Befristeten Rahmens), ABl. C 112I vom 4.4.2020, S. 1–9; 
<https://eur-lex.europa.eu/legal-cotent/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020XC0404(01)&from=EN> 
(15.5.2020).  
61 Mit der Änderung des Befristeten Rahmens werden auch die bestehenden Formen der Unterstützung 
erweitert, die die Mitgliedstaaten Unternehmen in Not gewähren können. Zum Beispiel können die Mit-
gliedstaaten nun bis zu einem Nennwert von EUR 800’000 pro Unternehmen zinslose Darlehen oder 
Garantien für Darlehen zur Deckung von 100 % des Risikos gewähren oder Eigenkapital bereitstellen. 
Dies kann auch mit sogenannten De-minimis-Beihilfen (um die Beihilfe pro Unternehmen auf bis zu EUR 
1 Mio. zu erhöhen) und mit anderen Arten von Beihilfen kombiniert werden. Besonders nützlich dürfte 
es sein, den dringenden Liquiditätsbedarf kleiner und mittlerer Unternehmen sehr rasch zu decken (Fn 
63). 
62 Unterstützung für Forschung und Entwicklung (FuE) im Zusammenhang mit dem Coronavirus; Unter-
stützung für den Auf- und Ausbau von Erprobungseinrichtungen; Unterstützung für die Herstellung von 
Produkten, die für die Bewältigung des Coronavirus-Ausbruchs relevant sind; Gezielte Unterstützung in 
Form einer Steuerstundung und/oder Aussetzung der Sozialversicherungsbeiträge; Gezielte Unterstüt-
zung in Form von Lohnzuschüssen für Arbeitnehmer. 
63 Vgl. Pressemitteilung vom 3.4.2020 «Staatliche Beihilfen: Kommission erweitert Befristeten Rahmen, 
damit die Mitgliedstaaten angesichts des Coronavirus-Ausbruchs Erforschung, Erprobung und Herstel-
lung coronavirusrelevanter Produkte beschleunigen, Arbeitsplätze schützen und die Wirtschaft weiter 
unterstützen können», <https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_570> 
(15.5.2020). 
64 Mitteilung der Kommission vom 8. Mai 2020 «Änderung des Befristeten Rahmens für staatliche Bei-
hilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts des derzeitigen Ausbruchs von COVID-19», ABl. C 164, 
vom 13.5.2020, S. 3 – 15,  <https://ec.europa.eu/competition/state_aid/what_is_new/ 
sa_covid19_2nd_amendment_temporary_framework_de.pdf> (15.5.2020).  
65 Voraussetzungen hinsichtlich (i) der Erforderlichkeit, der Geeignetheit und des Umfangs der Maßnah-
men, (ii) der Beteiligung des Mitgliedstaats am Kapital von Unternehmen und der Vergütung, (iii) des 

https://eur-lex.europa.eu/legal-cotent/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020XC0404(01)&from=EN
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_570
https://ec.europa.eu/competition/state_aid/what_is_new/sa_covid19_2nd_amendment_temporary_framework_de.pdf
https://ec.europa.eu/competition/state_aid/what_is_new/sa_covid19_2nd_amendment_temporary_framework_de.pdf

 
 

 

 

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C.2 Vorliegen einer Staatlichen Beihilfe gemäss 13 LVA 
55. In diesem Kapitel wird in einem ersten Schritt geprüft, ob es sich bei den angemeldeten 
Unterstützungsmassnahmen um staatliche Beihilfen i.S. von Art. 13 Abs. 1 LVA handelt, bevor 
in einem zweiten Schritt geprüft wird, ob diese mit dem LVA vereinbar sind bzw. als vereinbar 
erklärt werden können (Kap. C.3). 

C.2.1 Voraussetzungen 

56. Gemäss Art. 13 Abs. 1 LVA sind staatliche oder aus staatlichen Mitteln der Schweiz 
oder eines Mitgliedstaats gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigung 
bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu 
verfälschen drohen, mit diesem Abkommen unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen 
den Vertragsparteien beeinträchtigen. 

57. Damit eine Beihilfe mit dem LVA unvereinbar ist, müssen die folgenden Tatbestandvo-
raussetzungen erfüllt sein: Staatlichkeit (Zurechenbarkeit an den Staat und Finanzierung aus 
staatlichen Mitteln; Kap. C.2.2), Begünstigung (wirtschaftlicher Vorteil [Kap. C.2.3] und Selek-
tivität [Kap. C.2.4]), Wettbewerbsverfälschung und Handelsbeeinträchtigung [Kap. C.2.5] so-
wie das Vorliegen eines Unternehmens als Beihilfeempfänger.66 

58. Wenn auch nur eines dieser Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt ist, fällt die Massnahme 
nicht unter Art. 13 LVA.67 Die Tatbestandsmerkmale werden nachfolgend einzeln geprüft (Kap. 
C.2.2).  

                                                

Ausstiegs des Mitgliedstaats aus der Beteiligung an den betroffenen Unternehmen, (iv) der Governance, 
sowie ein (v) Verbot der Quersubventionierung und Übernahmeverbot, vgl. Pressemitteilung vom 
8.5.2020 «Staatliche Beihilfen: Kommission weitet Befristeten Rahmen auf die Gewährung von Rekapi-
talisierungen und nachrangigem Fremdkapital aus, damit die Wirtschaft infolge des Coronavirus-Aus-
bruchs besser gestützt werden kann», <https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/ 
de/ip_20_838> (15.5.2020).  
66 Vgl. RPW 2019/3b, 1046, Rz 56, Entlastungsmechanismus zugunsten der SWISS; Während in der 
Bekanntmachung der Kommission zum Begriff der staatlichen Beihilfe im Sinne des Artikels 107 Abs. 1 
AEUV, ABl. C 262/01 vom 19.7.2016 (nachfolgend: EU-Bekanntmachung zum Begriff der staatlichen 
Beihilfe) die Tatbestandmerkmale «Vorliegen eines Unternehmens», «Zurechenbarkeit der Massnahme 
an den Staat», «Finanzierung der Massnahme aus staatlichen Mitteln», «Gewährung eines Vorteils», 
«Selektivität der Massnahme» und «Auswirkungen der Massnahme auf den Wettbewerb und den Han-
del» einzeln aufgelistet werden (Ziff. 5), stellen in der Literatur (vgl. namentlich ERNST-JOACHIM 
MESTMÄCKER/HEIKE SCHWEITZER, in: Wettbewerbsrecht, Band 3, Beihilfen/Sonderbereiche, Kommentar, 
Immenga/Mestmäcker [Hrsg.], 5. Auflage 2016, Art. 107 Abs. 1, Rdnr. 10 ff. und 247 ff. [zit. 
MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker]) – in Anlehnung an den Wortlaut von Art. 107 
AEUV – die «Staatlichkeit» und die «Begünstigung» neben der «Wettbewerbsverfälschung» und «Han-
delsbeeinträchtigung» die zu prüfenden Tatbestandsmerkmale dar. Für die Erfüllung dieser Tatbe-
standsmerkmale müssen jedoch die Untervoraussetzungen der «Zurechenbarkeit an den Staat» und 
der «Finanzierung aus staatlichen Mitteln» (für die «Staatlichkeit) sowie des «wirtschaftlichen Vorteils» 
und der «Selektivität» (für die «Begünstigung») erfüllt sein. Für andere Autoren stellt zwar die «Staat-
lichkeit» (Zurechenbarkeit und staatliche Mittel) ein einziges Tatbestandselement dar, der «wirtschaftli-
che Vorteil» und die «Selektivität» jedoch zwei getrennte Tatbestandselemente (vgl. CHRISTOPH 
ARHOLD, in: Münchner Kommentar, Europäisches und Deutsches Wettbewerbsrecht, Band 5, Beihilfen-
recht, München 2018, Art. 107 AEUV, Rz 123 [zit. MüKoEuWettbR-ARHOLD). Diese Kategorisierung 
scheint auch von der EU-Kommission im Rahmen gewisser COVID-19-Beihilfenprüfungen gewählt wor-
den zu sein (Fn 71). 
67 MüKoEuWettbR-ARHOLD, Art. 107 AEUV, Rz 126. 

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_838
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_838

 
 

 

 

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C.2.2 Staatlichkeit (Zurechenbarkeit der Massnahme an den Staat und Finanzierung 
aus staatlichen Mittel) 

59. Bezugnehmend auf die europäische Norm der Beihilfe umfasst das Tatbestandsmerk-
mal der Staatlichkeit («staatliche oder aus staatlichen Mitteln») zwei Tatbestandsmerkmale, 
die – anders als der Wortlaut von Art. 13 LVA und 107 AEUV vermuten liesse – kumulativ 
vorliegen müssen, damit das Verbot greift: Die Massnahme muss dem Staat zurechenbar sein 
und die Gewährung des Vorteils muss aus staatlichen Mitteln stammen.68 

C.2.2.1 Zurechenbarkeit an den Staat 

60. Die vorliegende Massnahme wurde durch den Bund gestützt auf Art. 101 Abs. 1 LFG 
ergriffen. Die Eidgenossenschaft ist Vertragspartei des die Unterstützung gewährenden Kon-
sortialkredits (Kap. A.3.5). Die Massnahme ist folglich dem Staat zuzurechnen. 

C.2.2.2 Finanzierung aus staatlichen Mitteln 

61. Eine staatliche Garantie bietet den Vorteil, dass das Risiko, auf das sich die Garantie 
bezieht, vom Staat getragen wird. Diese Risikoträgerfunktion sollte normalerweise durch eine 
angemessene Prämie vergütet werden. Verzichtet der Staat ganz oder teilweise auf eine sol-
che Prämie, so ist dies ein Vorteil für das Unternehmen (Kap. C.2.3) und ein Verlust staatlicher 
Ressourcen, selbst wenn im Rahmen einer Garantie keinerlei Zahlungen des Staates erfol-
gen.69 Zum Verlust staatlicher Ressourcen sind ebenfalls allfällige Vergütungen an die Darle-
hensintermediäre (z.B. Banken) zu zählen, die ansonsten vom Darlehensnehmer zu tragen 
wären (vgl. Rz 100). Wird eine Garantie dereinst gezogen, wird der Staat in der Höhe des 
garantierten Betrags belangt. 

62. Die mutmassliche Begünstigung der SWISS und Edelweiss bzw. der finanzielle Vorteil 
(Kap. C.2.3), den diese Fluggesellschaften durch die Staatsgarantie erfahren, stammt folglich 
aus staatlichen Mitteln.70 

C.2.3 Wirtschaftlicher Vorteil 

63. Eine Beihilfe liegt gemäss Art. 13 Abs. 1 LVA nur vor, wenn bestimmte Unternehmen 
oder Produktionszweige gegenüber anderen begünstigt werden. Eine solche Begünstigung71 
                                                
68 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 274; EU-
Bekanntmachung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 38; EuGH 17.3.1993, Rs. C-72/91 und C-73/91, 
Sloman Neptun Schiffahrts AG, Rz 19; EuGH 13.3.2001, Rs. C-379/98, PreussenElektra AG, Rz. 58. 
69 Mitteilung der Kommission über die Anwendung der Artikel 87 und 88 des EG-Vertrags auf staatliche 
Beihilfen in Form von Haftungsverpflichtungen und Bürgschaften (Mitteilung über Beihilfen in Form von 
Bürgschaften), ABl. C 155 vom 20.6.2008, S. 10–22, Ziff. 2.1 Abs. 2. 
70 Vgl. EU-Kommission «[The measure] is financed through State resources, since the measure takes 
the form of State guarantees», State Aid SA.56812 (2020/N), 11.4.2020 – Sweden COVID-19: Loan 
guarantee scheme to airlines, Ziff. 33, <https://ec.europa.eu/competition/ 
state_aid/cases1/202016/285407_2147916_112_2.pdf> (15.5.2020). 
71 Nachfolgend werden in Anlehnung an das Prüfschema der EU-Kommission im Rahmen der 
Entscheide zu COVID-19-Beihilfen der wirtschaftliche Vorteil und die Selektivität, welche gemäss 
Lehre Unterkategorien des Tatbestandmerkmals der Begünstigung darstellen (vgl. Fn 66) als ei-
genständige Tatbestandsmerkmale geprüft, vgl. dazu beispielsweise State Aid SA.56812 (2020/N), 
Ziff. 32 -37 (Fn 70); Aide d’État SA.56765 (2020/N), 31.3.2020 – France COVID-19 - Moratoire sur le 
paiement de taxes aéronautiques en faveur des entreprises de transport public aérien, Ziff. 20 - 23, 
<https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202017/285237_2150596_52_7.pdf> (15.5.2020); 
State Aid SA. 56963 (2020/N), 13.4.2020 – Italy Guarantee scheme under the Temporary Framework 
for State aid measures to support the economy in the current COVID-19 outbreak, Ziff. 26 – 31, 
<https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202016/285508_2148533_54_2.pdf> (15.5.2020). 

https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202016/285407_2147916_112_2.pdf
https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202016/285407_2147916_112_2.pdf
https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202017/285237_2150596_52_7.pdf
https://ec.europa.eu/competition/state_aid/cases1/202016/285508_2148533_54_2.pdf

 
 

 

 

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setzt zum einen voraus, dass einem oder mehreren Unternehmen ein wirtschaftlicher Vorteil 
gegenüber den «normalen Marktbedingungen» eingeräumt wird; zum anderen darf dieser Vor-
teil nicht allen Unternehmen in vergleichbarerer rechtlicher und tatsächlicher Lage eingeräumt 
werden, sondern muss bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige gegenüber anderen 
besserstellen (sog. Selektivität, siehe Kap. C.2.4).72 

64. Ein Vorteil ist jede wirtschaftliche Vergünstigung, die ein Unternehmen unter normalen 
Marktbedingungen, d.h. ohne das Eingreifen des Staates, nicht erhalten könnte. Ein Vorteil 
liegt vor, wenn sich die finanzielle Lage eines Unternehmens verbessert, weil der Staat zu von 
den normalen Marktbedingungen abweichenden Konditionen eingreift. Die genaue Art der 
Massnahme ist dabei irrelevant.73 

65. So kann ein beihilferechtlich relevanter Vorteil nicht nur in positiven staatlichen Leis-
tungen – Subventionen im engeren Sinne –, sondern in jeglichen Massnahmen liegen, die in 
anderer Form die Belastung vermindern, die ein Unternehmen normalerweise zu tragen hat.74 
Bei staatlichen Garantien in Form von Bürgschaften liegt eine Begünstigung des Kreditneh-
mers vor, wenn der Staat mit der Garantie ein Risiko übernimmt, hierfür vom Kreditnehmer 
aber nicht mit einer der Risikoträgerfunktion entsprechenden marktüblichen Prämie vergütet 
wird. Aufgrund der staatlichen Garantie kann der Kreditnehmer sodann Kredit zu einem nied-
rigeren Zinssatz oder gegen weniger Sicherheiten aufnehmen, als er normalerweise auf den 
Finanzmärkten verfügbar wäre. Obwohl eine effektive staatliche Zahlung erst mit der Inan-
spruchnahme der Garantie erfolgt, liegt die Vorteils- und damit Beihilfengewährung bereits in 
der Bürgschafts- bzw. Garantieübernahme selbst. Der wirtschaftliche Vorteil des Kreditneh-
mers liegt im Differenzbetrag zwischen den marktüblichen75 und den tatsächlich erlangten 
Konditionen für die Bereitstellung einer Garantie – nicht in der Garantie oder dem Kredit. Wer-
den im Markt vergleichbare Garantien nicht angeboten, so liegt das Beihilfeelement in der 
Differenz zwischen dem marktüblichen Entgelt für einen vergleichbaren nicht garantierten Kre-
dit einerseits, den gesamten Finanzierungskosten des garantierten Kredits einschliesslich der 
Kreditzinsen und der Garantieprämie andererseits.76 

66. Im vorliegenden Fall wurde in den eingereichten Dokumenten aufgezeigt, dass die Un-
terstützung des Bundes an die Darlehensnehmer insbesondere in der Ermöglichung des Zu-
gangs zu einem Bankdarlehen in der notwendigen Höhe (CHF 1,5 Mia.) besteht, für welches 
ansonsten de facto aufgrund des zumindest gegenwärtig «fehlenden Marktes» keine Lösung 
bestanden hätte.77 Aufgrund der gleichen Risikoüberlegungen hätte kein marktwirtschaftlich 
handelnder Wirtschaftsbeteiligter in diesem Marktumfeld der SWISS und der Edelweiss eine 
Bürgschaft über CHF 1,275 Mia. gewährt – und dies unabhängig von der Höhe der allfälligen 
Garantieprämie. 

                                                
72 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 39. 
73 Bekanntmachung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 66 – 68. 
74 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 40. 
75 Zur Ermittlung des entsprechenden marktüblichen Entgelts ist den Merkmalen der Garantie und des 
Kredits Rechnung zu tragen. Dazu gehören der Betrag und die Laufzeit der Transaktion, die vom Kre-
ditnehmer geleistete Sicherheit und andere sich auf die Bewertung der Einbringungsquote auswirkende 
Aspekte, die Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund der finanziellen Lage des Kreditnehmers, der Ge-
schäftsbereich des Kreditnehmers, Prognosen und andere wirtschaftliche Faktoren, Mitteilung über Bei-
hilfen in Form von Bürgschaften (Fn 69), Ziff. 3.2 Bst. d Abs. 3. 
76 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 102; Bekanntma-
chung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 109 f.; Mitteilung über Beihilfen in Form von Bürgschaften 
(Fn 69), Ziff. 2.1 Abs. 2, 2.2, 4.1, 4.2. 
77 Erläuterungen vom 14.5.2020, 7. 

 
 

 

 

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67. Die Bürgschaft des Bundes stellt somit einen wirtschaftlichen Vorteil für die begünstig-
ten Unternehmen SWISS und Edelweiss in Form von Zugang zu Liquidität dar, den sie ohne 
die Massnahme nicht erhalten hätten.  

C.2.4 Selektivität 

68. Eine Massnahme ist selektiv, wenn sie bestimmte Unternehmen gegenüber anderen 
Unternehmen begünstigt, die sich im Hinblick auf das mit der betreffenden Regelung verfolgte 
Ziel in einer vergleichbaren tatsächlichen und rechtlichen Situation befinden.78 Ist eine Einzel-
beihilfe zu prüfen, indiziert der wirtschaftliche Vorteil regelmässig die Selektivität.79 

69. Bei den Unterstützungsmassnahmen zugunsten von SWISS und Edelweiss handelt es 
sich um eine Einzelbeihilfe und nicht um ein Beihilferegime. So werden andere Fluggesell-
schaften durch die Massnahme nicht unterstützt. Die vorgesehene Unterstützungsmass-
nahme ist folglich selektiv. 

C.2.5 Wettbewerbsverfälschung und Handelsbeeinträchtigung 

70. Die beiden Tatbestandsmerkmale Wettbewerbsverfälschung und Handelsbeeinträchti-
gung müssen beide erfüllt sein, werden in der Praxis jedoch regelmässig gemeinsam geprüft 
und als untrennbar miteinander verbunden betrachtet.80 

C.2.5.1 Wettbewerbsverfälschung 

71. Ist eine vom Staat gewährte Massnahme geeignet, die Wettbewerbsposition des Emp-
fängers gegenüber seinen Wettbewerbern zu verbessern81, so wird sie als Massnahme erach-
tet, die den Wettbewerb verfälscht oder zu verfälschen droht. Dabei wird nicht vorausgesetzt, 
dass die Wettbewerbsverfälschung – oder die Auswirkung auf den Handel (Kap. C.2.5.2) – 
erheblich oder wesentlich ist.82 

72. Eine Beihilfenvergabe kann zudem nicht als Reaktion auf eine Beihilfenvergabe durch 
andere Staaten gerechtfertigt werden. Durch eine derartige «Ausgleichs»-Massnahme würde 
die Wettbewerbsverfälschung nur kumuliert.83 

73. Die vorgesehenen Unterstützungsmassnahmen sind geeignet, die Wettbewerbsposi-
tion von SWISS und Edelweiss gegenüber ihren Wettbewerbern zu verbessern, ungeachtet 
dessen, dass einige der Wettbewerber allenfalls ebenfalls Staatshilfe erhalten werden. 

C.2.5.2 Handelsbeeinträchtigung 

74. Es muss nicht festgestellt werden, dass die Beihilfe tatsächlich Auswirkungen auf den 
Handel zwischen Mitgliedstaaten bzw. zwischen den Vertragsparteien des LVA hat, sondern 

                                                
78 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 168, 170. 
79 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 39. 
80 Bekanntmachung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 186. 
81 Staatliche Förderungen können den Wettbewerb selbst dann verfälschen, wenn sie nicht dazu bei-
tragen, dass das Empfängerunternehmen expandieren und Marktanteile gewinnen kann. Es reicht aus, 
dass eine Beihilfe die Wettbewerbsstellung eines Unternehmens im Vergleich zu seiner Lage ohne Bei-
hilfe stärkt. Eine Beihilfe gilt in diesem Zusammenhang in der Regel bereits dann als wettbewerbsver-
fälschend, wenn sie ein Unternehmen begünstigt, indem sie es von Kosten befreit, die es normalerweise 
im Rahmen seiner laufenden Geschäftstätigkeiten zu tragen gehabt hätte. 
82 Bekanntmachung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 187, 189. 
83 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 314. 

 
 

 

 

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lediglich ob sie Auswirkungen auf diesen Handel haben könnte.84 Staatliche Beihilfen beein-
trächtigen den Handel zwischen den Vertragsparteien, wenn sie geeignet sind, das grenzüber-
schreitende Angebot von Waren und Dienstleistungen zu beeinflussen.85 

75. Die Unterstützungsmassnahmen zugunsten von SWISS und Edelweiss sind ohne wei-
teres geeignet, das grenzüberschreitende Angebot von Waren und Dienstleistungen zu beein-
flussen und beeinträchtigen damit den Handel zwischen den Vertragsparteien. 

C.2.6 Ergebnis 

76. Alle Voraussetzungen von Art. 13 Abs. 1 LVA sind erfüllt. Die vorgesehenen Unterstüt-
zungsmassnahmen zugunsten von SWISS und Edelweiss stellen folglich staatliche Beihilfen 
dar. 

77. In einem zweiten Schritt ist nun zu prüfen, ob diese staatlichen Beihilfen mit dem LVA 
vereinbar sein können. 

C.3 Vereinbarkeit der staatlichen Beihilfe mit dem LVA 
78. In Analogie zur Beihilfeprüfung in der EU unterscheiden die Ausnahmetatbestände eng 
eingegrenzte Legalausnahmen in Art. 13 Abs. 2 LVA und weiterreichende, mit erheblichen 
Ermessenspielräumen verbundene Erlaubnistatbestände in Art. 13 Abs. 3 LVA. Beide Aus-
nahmenvorschriften sind eng auszulegen. In der EU hat der Mitgliedstaat, der sich auf die 
Voraussetzungen dieser Ausnahmevorschriften beruft, das Vorliegen der Tatbestandsvoraus-
setzungen zu beweisen.86 

79. Grundsätzlich ist es möglich, dass staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft an-
gesichts des COVID-19-Ausbruchs insbesondere gestützt auf Art. 107 Abs. 2 Bst. b AEUV 
(welcher Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA entspricht) mit dem Binnenmarkt vereinbar sind oder ge-
stützt auf Art. 107 Abs. 3 Bst. b AEUV (welcher Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA entspricht) als mit 
dem Binnenmarkt vereinbar angesehen werden können.87 

C.3.1 Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA 

80. Liegt einer der in Art. 13 Abs. 2 LVA genannten Tatbestände vor, so ist die fragliche 
Beihilfe ipso iure mit dem Binnenmarkt vereinbar. Es verbleibt kein Rechtsfolgeermessen. 
Auch diese Beihilfen unterliegen allerdings insoweit der Kontrolle der WEKO, als dass das 
Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen zu prüfen ist. 88 

81. Gemäss Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA sind Beihilfen zur Beseitigung von Schäden, die 
durch Naturkatastrophen oder sonstige aussergewöhnliche Ereignisse entstanden sind, mit 
dem LVA vereinbar. Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA entspricht Art. 107 Abs. 2 Bst. b AEUV. 

82. Für «sonstige aussergewöhnliche Ereignisse» gibt es keine allgemeine Definition.89 Im 
Befristeten Rahmen hat die EU-Kommission jedoch den Ausbruch von COVID-19 als «sonsti-

                                                
84 Bekanntmachung zum Begriff der Beihilfe (Fn 66), Rz 187, 189. 
85 MESTMÄCKER/SCHWEITZER in Immenga/Mestmäcker (Fn 66), Art. 107 Abs. 1 Rdnr. 316. 
86 RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 2, Rdnr. 1 ff. 
87 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 15 f. 
88 RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 2, Rdnr 7. 
89 Anerkannte Beispiele sind Kriege, innere Unruhen, Streiks und, in Abhängigkeit vom Ausmass des 
Ereignisses, auch schwere nukleare Unfälle oder Industrieunfälle und Brände, die umfangreiche Ver-
luste verursachen. Ebenfalls gehörte die Sperrung des Luftraums in den USA nach den Anschlägen des 

 
 

 

 

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ges aussergewöhnliches Ereignis qualifiziert», indem sie festhält, dass Unternehmen in be-
sonders stark betroffenen Sektoren (z.B. Verkehr, Tourismus, Kultur, Gastgewerbe oder Ein-
zelhandel) und/oder Organisatoren abgesagter Veranstaltungen gestützt auf Art. 107 Abs. 2 
Bst. b AEUV für Verluste entschädigt werden können, die diesen infolge des COVID-19-
Ausbruchs entstanden sind und unmittelbar auf den Ausbruch zurückzuführen sind.90 

83. Voraussetzung dafür, dass eine staatliche Unterstützungsmassnahme gestützt auf Art. 
107 Abs. 2 Bst. b AEUV (bzw. Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA) mit dem Binnenmarkt (bzw. dem LVA) 
vereinbar ist, ist ein Kausalzusammenhang zwischen dem aussergewöhnlichen Ereignis 
(d.h. dem COVID-19-Ausbruch) und den verursachten Schäden. Dabei müssen die Schäden 
möglichst genau bewertet werden.91 Zudem muss eine Überkompensation der Beihilfeemp-
fänger ausgeschlossen werden.92 

84. Die beabsichtigte Unterstützung mittels Staatsgarantien zur Sicherung von Darlehen 
zugunsten der beiden Fluggesellschaften soll den aktuellen Bedarf zur Überbrückung der Li-
quidität für SWISS und Edelweiss sicherstellen.93 Es handelt sich somit nicht um eine Kom-
pensation von bezifferten Schäden, sondern um die Bereitstellung von zukünftiger Liquidität. 
Eine solche Unterstützung scheint in casu – namentlich in Abwesenheit einer genauen Scha-
densberechnung und insbesondere aufgrund von nicht auszuschliessenden Überkompensa-
tionen – nicht gemäss Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA mit dem LVA vereinbar.94 Eine mögliche 

                                                

11.9.2001 dazu. Der Ausbruch von Tierseuchen o.ä. wird nur in Ausnahmefällen, wie. z.B. die BSE-
Seuche oder die Dioxinverseuchung von Fleisch zu den sonstigen aussergewöhnlichen Ereignissen 
gezählt, RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 2, Rdnr. 19 m.w.H. 
90 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 15. 
91 Die Beihilfegeber müssen genaue Angaben zu den durch das Ereignis hervorgerufenen Arten von 
Schäden, zu Berechnungsmethoden sowie zur Art und Höhe der Beihilfe, zur Beihilfenintensität und 
Kumulierung, zur zuständigen Bewilligungsbehörde und zur Verwaltung der Beihilfenregelung machen. 
Die EU-Kommission verlangt eine Aufschlüsselung der Finanzierung der Beihilfe und der beihilfefähigen 
Kosten, RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 2, Rdnr. 17. 
92 RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 2, Rdnr. 17, 21. 
93 Schreiben des BR an die Eidgenössischen Finanzkommissionen (Fn 8). 
94 Die EU-Kommission hat die Beihilfen von Dänemark für SAS (SA.56795), von Schweden für SAS 
(SA.57061; Diese Genehmigung erfolgte zusätzlich zu dem bereits genehmigten Beihilfenregime für 
Linienfluggesellschaften mit Lizenz in Schweden gestützt auf Art. 107 Abs. 3 b AEUV, vgl. Fn 70) und 
von Deutschland für Condor (SA.56867) gestützt auf Art. 107 Abs. 2 b AEUV genehmigt. Die Ent-
scheide sind derzeit (Stand 20.5.2020) noch nicht veröffentlicht. Aus der Pressemitteilung vom 
15.4.2020 «EU-Kommission genehmigt dänische Garantie von bis zu 137 Mio. EUR zum Ausgleich 
von Einbussen, die der Fluggesellschaft SAS durch die Koronakrise entstanden sind», 
<https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_667> (20.5.2020) ist Folgendes zu ent-
nehmen: «Die Unterstützung erfolgt in Form einer staatlichen Bürgschaft für eine revolvierende Kredit-
fazilität zugunsten von SAS. Dänemark besichert eine solche revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 
bis zu rund 137 Mio. EUR. Die genauen Verluste, die SAS infolge des Ausbruchs entstanden sind, 
werden nach der Coronakrise auf der Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung der Fluggesell-
schaft für das Jahr 2020 berechnet. Die Methode zur Ermittlung der Verluste bedarf der vorherigen 
Genehmigung durch die Kommission. Sollte die staatliche Unterstützung Dänemarks den durch 
den Coronavirusausbruch tatsächlich erlittenen Schaden von SAS übersteigen, wird ein Rückfor-
derungsmechanismus aktiviert. Mit anderen Worten muss die gesamte öffentliche Unterstützung, 
die SAS über den tatsächlich erlittenen Schaden hinaus erhält, an Dänemark zurückgezahlt werden. 
Die Gefahr, dass die staatliche Beihilfe die einschlägigen Einbussen übersteigt, ist daher ausge-
schlossen.» Daraus folgt, dass gestützt auf Art. 13 Abs. 2 b LVA grundsätzlich auch zukünftige Liqui-
dität zur Verfügung gestellt werden könnte. Allerdings sind diejenigen Komponenten der Liquidität, die 
nachträglich nicht für die Behebung von durch COVID-19 verursachte Schäden erforderlich waren, zu-
rückzuerstatten. 

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_20_667

 
 

 

 

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Vereinbarkeit gestützt auf Art. 13 Abs. 2 Bst. b LVA wurde in der Anmeldung auch nicht gel-
tend gemacht. 

85. Es bleibt folglich zu prüfen, ob die Unterstützungsmassnahmen gestützt auf Art. 13 
Abs. 3 Bst. b LVA als mit dem LVA vereinbart erklärt werden können (Kap. C.3.2). 

C.3.2 Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA 

86. Art. 13 Abs. 3 LVA gibt die Möglichkeit, staatliche Beihilfen für mit dem Binnenmarkt 
vereinbar zu erklären. Schon aus dem Wortlaut («können») wird ersichtlich, dass ein grosser 
Ermessensspielraum vorliegt. Dieses Ermessen muss «nach Massgabe wirtschaftlicher und 
sozialer Wertungen ausgeübt werden, die auf die Gemeinschaft als Ganzes zu beziehen 
sind».95 

87. Gemäss Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA können Beihilfen […] zur Behebung einer beträcht-
lichen Störung im Wirtschaftsleben einer Vertragspartei als mit dem LVA vereinbar angesehen 
werden. Art. 13 Abs. 3 Bst. b LVA entspricht inhaltlich Art. 107 Abs. 3 Bst. b AEUV. In diesem 
Zusammenhang haben die Unionsgerichte festgestellt, dass eine solche Störung nur vorliegt, 
wenn das gesamte Wirtschaftsleben des betreffenden Mitgliedstaats beeinträchtigt wird und 
nicht nur das einer seiner Regionen oder Gebietsteile. Dies steht auch mit der Notwendigkeit 
im Einklang, Ausnahmebestimmungen wie Art. 107 Abs. 3 Bst. b AEUV eng auszulegen.96 

88. Die EU-Kommission hat im Befristeten Rahmen die Vereinbarkeitsvoraussetzungen 
festgelegt, anhand deren sie die von den Mitgliedstaaten nach Art. 107 Abs. 3 Bst. b AEUV 
gewährten Beihilfen grundsätzlich prüfen wird und die nach der Anmeldung der betreffenden 
Mitgliedstaaten sehr rasch genehmigt werden können.97 Angesichts der Tatsache, dass – wie 
die EU-Kommission im Befristeten Rahmen feststellt – alle Mitgliedstaaten vom COVID-19-
Ausbruch betroffen sind und die von den Mitgliedstaaten ergriffenen Eindämmungsmassnah-
men Auswirkungen für die Unternehmen haben, ist die EU-Kommission der Auffassung, dass 
staatliche Beihilfen gerechtfertigt sind und für einen befristeten Zeitraum nach Art. 107 Abs. 3 
Bst. b AEUV für mit dem Binnenmarkt vereinbar erklärt werden können, um die Liquiditätseng-
pässe von Unternehmen zu beheben und sicherzustellen, dass die durch den COVID-19-
Ausbruch verursachten Störungen die Existenzfähigkeit solcher Unternehmen, insbesondere 
von KMU, nicht beeinträchtigen.98  

89. Die Mitgliedstaaten müssen nachweisen, dass die Beihilfemassnahmen, die sie auf der 
Grundlage des Befristeten Rahmens anmelden, ein erforderliches, geeignetes und angemes-
senes Mittel sind, um eine beträchtliche Störung in ihrem Wirtschaftsleben zu beheben (Ver-
hältnismässigkeitsprinzip, Kap.C.3.2.2) und dass alle massgeblichen Voraussetzungen des 
Befristeten Rahmens (Kap. C.3.2.1) erfüllt sind.99 

C.3.2.1 Voraussetzungen des Befristeten Rahmens 

90. Der Befristete Rahmen (in der Fassung nach den Änderungen vom 3. April 2020 und 
8. Mai 2020100) listet in Ziffer 25 die Voraussetzungen auf, die neben der Verhältnismässigkeit 
(vgl. dazu Verhältnismässigkeitsprüfung, Kap. C.3.2.2) einer Beihilfe in Form von Garantien 
                                                
95 RUSCHE in Immenga/Mestmäcker (Fn 56), Art. 107 Abs. 3, Rdnr. 1 ff. 
96 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 17 m.w.H. 
97 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 16 f., 19. 
98 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 18. 
99 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 19. 
100 Änderungen des Befristeten Rahmens (Fn 60), Ziff. 15 (Änderung von Ziff. 25); Zweite Änderung des 
Befristeten Rahmens (Fn 64), Ziff. 26 (Änderung von Ziff. 25 Bst. d iii) und 27 (Änderung von Ziff. 25 
Bst. e). 

 
 

 

 

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für Darlehen erfüllt sein müssen, damit die Massnahme als mit dem Binnenmarkt vereinbar 
erklärt werden kann. 

91. Nachfolgend werden die Voraussetzungen von Artikel 25 des befristeten Rahmens auf-
gelistet (Kap. C.3.2.1.1) und anhand der vorliegend zu beurteilenden Unterstützungsmassnah-
men geprüft (Kap. C.3.2.1.2). Anschliessend wird geprüft, ob die Garantie eine indirekte Un-
terstützung der Kreditinstitute darstellt (Kap. C.3.2.1.3). Abschliessend wird geprüft, ob das 
sog. «Step-in Right» des Bundes (vgl. Rz 32), gemäss welchem eine zukünftige Staatsbeteili-
gung nicht ausgeschlossen werden kann, unter die zweite Änderung des Befristeten Rahmens 
fällt bzw. die darin enthaltenen Voraussetzungen für Rekapitalisierungsmassnahmen erfüllt 
(Kap. C.3.2.1.4). 

C.3.2.1.1 Ziffer 25 des Befristeten Rahmens 

92. Ziffer 25 des Befristeten Rahmens hat folgenden Wortlaut: 

25. Die Kommission wird solche staatlichen Beihilfen, die in Form neuer staatlicher Garantien für Einzeldarlehen 
zur Bewältigung des Ausbruchs von COVID-19 gewährt werden, als nach Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe b 
AEUV mit dem Binnenmarkt vereinbar ansehen, sofern die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: 

a. Je Einzeldarlehen wird eine Garantieprämie mit einer festgelegten Mindesthöhe erhoben, die bei längerer Laufzeit 
wie in der nachstehenden Tabelle dargelegt schrittweise steigt: 

Art des Empfängers Für das 1. Jahr Für das 2. und 3. Jahr Für das 4. bis 6. Jahr 

KMU 25 bps 50 bps 100 bps 

Große Unternehmen 50 bps 100 bps 200 bps 
 

b. alternativ dürfen die Mitgliedstaaten Regelungen anmelden und dabei obige Tabelle als Grundlage verwenden, 
wobei jedoch die Garantielaufzeit, die Garantieprämie und der Garantieumfang in Bezug auf jeden zugrunde 
liegenden Einzeldarlehensbetrag angepasst werden dürfen, sodass z. B. ein geringerer Garantieumfang eine 
längere Laufzeit ausgleichen oder niedrigere Garantieprämien ermöglichen könnte; eine Pauschalprämie für die 
gesamte Laufzeit der Garantie darf verwendet werden, wenn sie höher ist als die in der obigen Tabelle für jede 
Art von Empfänger für das erste Jahr angegebene und entsprechend der Laufzeit und des Umfangs der Garantie 
im Einklang mit diesem Absatz angepasste Mindestprämie; 

c. die Garantie wird spätestens am 31. Dezember 2020 gewährt; 

d. bei Darlehen mit einer längeren Laufzeit als bis zum 31. Dezember 2020 darf der Gesamtdarlehensbetrag je 
Empfänger nicht höher sein als: 

i. die doppelte jährliche Lohnsumme des Empfängers (einschließlich Sozialversicherungsbeiträgen und Kosten 
für Personal, das am Standort des Unternehmens arbeitet, aber formal auf der Lohn- und Gehaltsliste von 
Subunternehmen steht) für das Jahr 2019 oder das letzte verfügbare Jahr. Bei Unternehmen, die am oder nach 
dem 1. Januar 2019 gegründet wurden, darf der Darlehenshöchstbetrag die voraussichtliche jährliche Lohn-
summe für die ersten beiden Betriebsjahre nicht übersteigen; oder 

ii. 25 % des Gesamtumsatzes des Empfängers im Jahr 2019; oder 

iii. sofern der betreffende Mitgliedstaat dies gegenüber der Kommission angemessen begründet (z. B. unter Ver-
weis auf die Merkmale bestimmter Arten von Unternehmen), darf der Darlehensbetrag erhöht werden, um den 
Liquiditätsbedarf ab dem Zeitpunkt der Gewährung für die folgenden 18 Monate (bei KMU101) bzw. für die 
folgenden 12 Monate (bei großen Unternehmen) zu decken. Der Liquiditätsbedarf sollte auf der Grundlage 
einer Selbstauskunft des Empfängers festgestellt werden;102 

 

e. bei Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 darf der Darlehensbetrag höher sein als unter Rand-
nummer 25 Buchstabe d vorgesehen, sofern der betreffende Mitgliedstaat dies gegenüber der Kommission an-
gemessen begründet und die Verhältnismäßigkeit der Beihilfe gewährleistet bleibt und von dem Mitgliedstaat 
gegenüber der Kommission nachgewiesen wird; 

f. die Laufzeit der Garantie ist auf maximal sechs Jahre begrenzt, sofern sie nicht im Einklang mit Randnummer 25 
Buchstabe b angepasst wird, und die staatliche Garantie darf folgende Sätze nicht überschreiten: 

                                                
101 Im Sinne des Anhangs I der AGVO (Fn 54). 
102 Der Liquiditätsbedarf darf sowohl Betriebsmittel- als auch Investitionskosten umfassen. 

 
 

 

 

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i. 90 % des Darlehensbetrags, wenn Verluste anteilig und zu gleichen Bedingungen vom Kreditinstitut und vom 
Staat getragen werden; oder 

ii. 35 % des Darlehensbetrags, wenn Verluste zunächst dem Staat und erst dann den Kreditinstituten zugewiesen 
werden (Erstausfallgarantie); 

iii. in beiden oben genannten Fällen gilt, dass der von der Garantie gedeckte Betrag anteilig sinken muss, wenn 
der Darlehensbetrag im Laufe der Zeit beispielsweise aufgrund einer einsetzenden Rückzahlung sinkt; 

 

g. die Garantie darf sowohl für Investitions- als auch für Betriebsmittelkredite gewährt werden; 

h. Unternehmen, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden (im Sinne der Allgemeinen 
Gruppenfreistellungsverordnung103), darf keine Garantie gewährt werden.“ 

 

C.3.2.1.2 Prüfung der Voraussetzungen des Befristeten Rahmens 

Garantieprämie (Ziffer 25 Bst. a) 

93. Für die Garantieprämie seien gemäss BAZL und zum Zeitpunkt der Anmeldung fol-
gende zwei Optionen möglich:104 

- Option 1: […]. 

- Option 2: […]. 

94. Bei beiden Optionen werde die Marge zum Basiszinssatz […] dazugezählt.105 

95. Gemäss dem Security Agreement, Ziff. 3.4 in Verbund mit Ziff. 1.1, erhält die Schwei-
zerische Eidgenossenschaft, solange die Bürgschaft in Kraft ist, folgende Zinszahlungen: 

0.85 * a * (b - c - d - e). 

Dabei gelten folgende Definitionen: 

a: die aggregierte Summe aller ausstehenden Kredite […]; 

b: die «applicable margin» […]106, […]; 

c: […];  

d: […]  Fee […]; 

e: Kapitalkosten […]. 

96. Die […] c entspricht […]. Die […] Fee d ist eine Entschädigung an die Banken für ihren 
[…] und bei den Kapitalkosten […] e handle es sich gemäss Auskunft des Beratungsunterneh-
mens Deloitte107 um […] der Banken, welche die Banken zu tragen haben, da sie das Darlehen 
in ihrer Bilanz führen (unabhängig von einer Bundesgarantie). Für die beiden führenden Ban-
ken […] sei eine Präsentation zur Verfügung gestellt worden, welche die Herleitung dieser 
Kosten in dieser Höhe untermauert habe. Eine mündliche Rücksprache mit der SNB habe 
diesen Wert plausibel erscheinen lassen. 

                                                
103 AGVO (Fn 54). 
104 Anmeldung, 7. 
105 Ziff. 12, «Revolving Credit Facility Agreement». 
106 Anmeldung, 7. 
107 Erläuterungen vom 14.5.2020, 8. 

 
 

 

 

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97. Diese Darstellung lässt erkennen, dass die Komponenten c, d und e den effektiven 
Zinssatz, den der Bund für seine Bürgschaft erhält (aufgrund der derzeitigen […] wird sie durch 
die Komponente c […]), […]. 

98. Insbesondere bei der Option 2 könnte es sein, dass die Garantieprämie an den Bund 
unter 2 % fällt, abhängig vom Rating der […]. Das Beratungsunternehmen Deloitte bestätigt 
diesen Befund und führt aus, dass diese Dynamisierung der Garantieprämie in diesem Fall 
das Resultat des sich verändernden Risikoprofils der Finanzierung und somit der Wahrschein-
lichkeit des Eintritts des Garantiefalls sei. Ein Unterschreiten der Garantieprämie (ohne Be-
rücksichtigung von separat zu berücksichtigenden Kosten aus […] Fee und Kapitalkosten) von 
2 % sei jedoch nur denkbar, wenn sich das Rating der […] auf […] verbessere. Und auch in 
diesem Fall würden die 2 % nur dann unterschritten, wenn sich gleichzeitig die […] von ge-
genwärtig […] % auf mehr als […] % erhöht. Der kombinierte Eintritt dieser Voraussetzungen 
werde gegenwärtig für die Darlehenslaufzeit als vergleichsweise unwahrscheinlich erachtet.108 

99. Die gleiche Problematik könnte aber auch bei Option 1 entstehen, da die Komponenten 
c, d und e über die Zeit hinweg nicht fixiert sind. Sie würden die Komponente b abzüglich des 
exogen vorgegebenen LIBOR-Zinssatzes (was der «applicable margin» entspricht) im Endef-
fekt reduzieren. Hierzu führt das Beratungsunternehmen Deloitte aus, dass in einem eng de-
finierten Rahmen die Möglichkeit bestehe, dass sich die Kosten aus d und e verändern könn-
ten. Das Verständnis sei jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit dafür hypothetisch sei. Die 
Veränderung von c ([…]; Ergänzung durch die WEKO) unterliegt externen Faktoren. Die Kre-
ditmarge sei jedoch bei Option 1 jedenfalls in entsprechender Höhe fix […]. Rein formal sei die 
Garantieprämie der Bruttowert der Kreditmarge (also 0.85 * a * [b-c]). Die Kosten d und e ([…] 
Fee bzw. Kapitalkosten) seien letztendlich separate Kosten, welche dem Bund aufgrund der 
Tatsache anfallen, dass man bei der Unterstützung der Darlehensnehmer in Form der Garan-
tie die finanzierenden Banken zwischengeschaltet haben möchte. Diese Kosten würden in 
dieser Form nicht anfallen, wenn der Bund die Darlehensnehmer direkt (als Darlehensgeber) 
finanzieren würde. 

100. Zum letzten Punkt ist anzumerken, dass die Kosten bei einer vollständigen Kreditinan-
spruchnahme 0.85 * CHF 1,5 Mia. * […] = CHF […] Mio. pro Jahr betragen würden, welche 
der Bund zusätzlich für die Abwicklung des Darlehens über die Banken an ebendiese beisteu-
ern müsste. 

101. In Anbetracht der vom Beratungsunternehmen Deloitte geltend gemachten sehr gerin-
gen Wahrscheinlichkeit des Unterschreitens der Garantieprämie unter 2 % betrachtet die 
WEKO die Voraussetzung von Art. 25 Bst. b als erfüllt. Ausserhalb des Ermessens der WEKO 
liegt allerdings, ob die in Rz 100 dargelegte maximale Entschädigung an die Banken für deren 
Verwaltungsaufwand und deren Kapitalkosten gerechtfertigt ist. Diese müsste schlussendlich 
geringer sein als der Aufwand für eine Abwicklung eines Liquiditätsbedarfs durch den Bund 
selbst. 

102. Zudem geht die WEKO davon aus, dass die Kapitalkosten jenen Kosten entsprechen, 
die die Bank für die Absicherung des vorliegenden Bürgschaftsdarlehens zu tragen hat, an-
sonsten würde eine möglicherweise ungerechtfertigte Stützungsmassnahme der involvierten 
Banken erfolgen (vgl. dazu auch nachfolgend Kap. C.3.2.1.3, Rz 117).   

Zeitpunkt der Garantiegewährung (Ziff. 25 Bst. c) 

103. Die Garantie wird mit Unterzeichnung der in Kap. A.3.5 genannten Verträge gewährt. 
Die Unterzeichnung der Verträge soll im Anschluss an die Beurteilung der WEKO erfolgen.109 

                                                
108 Erläuterungen vom 14.5.2020, 8. 
109 Erläuterungen vom 14.5.2020, 5 

 
 

 

 

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Zudem vertreten der Bund und die finanzierenden Banken gegenüber SWISS die Position, 
dass die Verträge erst unterzeichnet würden, wenn die Lufthansa (mit Deutschland) eine zu-
friedenstellende Finanzierungslösung bekannt gegeben habe.110 Aufgrund der aktuellen Lage 
ist davon auszugehen, dass die Unterzeichnung der Verträge vor dem 31. Dezember 2020 
erfolgen wird und die Voraussetzung von Art. 25 Bst. c somit erfüllt ist. Ob dies tatsächlich der 
Fall sein wird, kann die WEKO nicht beurteilen. Die vorliegende Stellungnahme steht folglich 
unter dem Vorbehalt, dass dieses Kriterium erfüllt ist. 

Darlehensbetrag (Ziff. 25 Bst. d) 

104. Der Personalaufwand der SWISS betrug im Jahr 2019 CHF [1 – 2] Mia. und derjenige 
der Edelweiss CHF [100 – 200] Mio. (total: CHF [1 – 2] Mia.).111 Der doppelte jährliche Perso-
nalaufwand betrug 2019 somit CHF [2 – 4] Mia., womit das erste Kriterium erfüllt ist (CHF 1,5 
Mia. < CHF [2 – 4] Mia.). 

105. Der Umsatz der SWISS betrug im Jahr 2019 CHF 5,1 Mia. und derjenige der Edelweiss 
CHF 727 Mio. (total: CHF 5,827 Mia.).112 25 % des gemeinsamen Umsatzes 2019 betrug somit 
CHF 1,457 Mia., womit das zweite Kriterium nicht erfüllt ist (CHF 1,5 > CHF 1,457). 

106. Gemäss Bst. d iii darf der Darlehensbetrag unter angemessener Begründung erhöht 
werden, um den Liquiditätsbedarf bei grossen Unternehmen ab dem Zeitpunkt der Gewährung 
für die folgenden 12 Monate zu decken. 

107. Vorliegend wurde vom Beratungsunternehmen Deloitte ein Liquiditätsbedarf von CHF 
1,5 Mia. für SWISS und Edelweiss berechnet. Nach Ansicht der WEKO bestehen jedoch Wi-
dersprüche, auf welchen Zeitraum sich dieser Liquiditätsbedarf erstreckt.  

- Gemäss Bundesrat hätten vertiefte Abklärungen gezeigt, dass der Liquiditätsbedarf 
von SWISS und Edelweiss bis Ende 2020 auf rund CHF 1,5 Mia. Franken geschätzt 
würden113, Diese Einschätzung wurde vom Bundesrat auch im Schreiben an die Fi-
nanzkommissionen der eidgenössischen Räte vertreten.114 

- Demgegenüber führt das Beratungsunternehmen Deloitte in seinem Bericht zur finan-
ziellen Lage und Solvenz der betroffenen Fluggesellschaften und zu deren Liquiditäts-
planung aus, dass sich der Liquiditätsbedarf von insgesamt CHF 1,5 Mia. unter Hinzu-
nahme einer für SWISS und Edelweiss «permanent» notwendigen Mindestliquidität 
von CHF [300 – 400] bzw. [0 – 100] Mio. ergebe. Dabei werde ein Planungszeitraum 
bis Frühjahr 2023 zugrunde gelegt. Ohne diese «permanenten» Mindestliquiditäten 
würde der Liquiditätsbedarf bis Ende 2020 ca. CHF [900 – 1000] Mio. für Swiss und 
CHF [0 – 100] Mio. für Edelweiss betragen.115 

- Mit diesen mutmasslichen Widersprüchen konfrontiert, bestätigte das Beratungsunter-
nehmen Deloitte den gemeinsamen Wert der aus Sicht der Darlehensnehmer perma-
nent zu haltenden operativen Mindestliquidität von insgesamt CHF [0 – 500] Mio. Für 
SWISS zeige sich in dem zu Grunde gelegten Szenario ein Tiefststand an Liquidität 

                                                
110 Erläuterungen vom 14.5.2020, 14. 
111 Anmeldung, 6. 
112 Anmeldung, 6. 
113 Medienmitteilung vom 29. April 2020 «Coronavirus: Bundesrat konkretisiert Unterstützung für Luft-
fahrtunternehmen», https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-
78944.html (15.5.2020). 
114 Anmeldung, Beilage 1, 4. 
115 Deloitte, Projekt Flyer – Swiss / Edelweiss, Beratungsdienstleistungen im Bereich Luftfahrt (COVID-
19), 6 und 7. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78944.html
https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78944.html

 
 

 

 

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von […] CHF [500 – 1000] […]. Bei Edelweiss zeige sich, abhängig vom Szenario, ein 
Liquiditätsstand per Dezember 2020 von […] CHF [0 – 500] Mio. bis […] CHF [0 – 500] 
Mio. CHF. Insgesamt sei festzuhalten, dass vor dem Hintergrund der allgemeinen Un-
sicherheiten versucht wurde, einen Betrag festzulegen, der zumindest leicht negative 
Abweichungen von den Annahmen absorbieren könne, sodass nicht sofortiger zusätz-
licher Finanzierungsbedarf entstehe. Die vorgenannten Beträge an Liquiditätstiefst-
ständen würde sich, auf Basis der getroffenen Annahmen, alle in einem Zeitraum von 
12 Monaten ab dem erwarteten Zeitpunkt der Gewährung finden.116 

108. Ob SWISS und Edelweiss tatsächlich in den 12 Monaten nach Vertragsunterzeichnung 
– wie von Art. 25 Bst. d iii verlangt – einen Liquiditätsbedarf von CHF 1,5 Mia. aufweisen, ist 
nicht von der WEKO zu beurteilen. Das Beratungsunternehmen Deloitte scheint keine Wider-
sprüche in den verschiedenen Aussagen zu sehen. Es weist zudem in Bezug auf die Ausnah-
mebestimmung von Ziff. iii darauf hin, dass es sich für die betroffenen Unternehmen bei 
COVID-19 um einen kurzfristigen nicht vorhersehbaren exogenen Schock handle, wodurch 
vor allem auch kurzfristig der beschriebene hohe Liquiditätsbedarf entstehe.117 Nach Ansicht 
der WEKO ist dieses Argument jedoch zu relativieren, da der Befristete Rahmen explizit und 
ausschliesslich für Unterstützungsmassnahmen zur Abfederung der durch COVID-19 hervor-
gerufenen wirtschaftlichen Störungen konzipiert wurde.118 

Laufzeit der Garantie und Deckung (Ziff. 25 Bst. f) 

Deckung 

109. Der Bund deckt mittels Ausfallbürgschaft 85 % des Darlehensbetrags, wobei Verluste 
anteilig und zu gleichen Bedingungen vom Bund und den beteiligten Banken getragen werden 
(vgl. Rz 30). Die Voraussetzungen von Art. 25 Bst. f Ziff. i und iii sind erfüllt. 

Laufzeit 

110. Die Laufzeit der Garantie ist grundsätzlich unbefristet, orientiert sich jedoch zwangs-
läufig an der Laufzeit des Darlehens, welche […] Jahre beträgt. SWISS hat jedoch bei Bedarf 
die Möglichkeit, die Laufzeit zweimal um ein Jahr zu verlängern. Die Banken bzw. der Bund 
haben die Möglichkeit zuzustimmen, aber nicht die Pflicht (vgl. Rz 33 f.). Die maximale Laufzeit 
des Darlehens und folglich auch der Garantie beträgt (unter Berücksichtigung der Verlänge-
rungsmöglichkeit) […] Jahre, was die maximal erlaubte Laufzeit gemäss Ziffer 25 Bst. f über-
steigt. 

111. Das BAZL begründet diese Abweichung damit, dass die Laufzeit auf den Business Plan 
von SWISS und Edelweiss abgestützt worden sei. Dabei seien insbesondere die Entwicklung 
des erwarteten Geschäftsverlaufs und die Fähigkeit, Rückzahlungen zu tätigen, berücksichtigt 
worden. Zudem sei die von der EU maximal zulässige Deckung des Darlehensbetrags (90 % 
gemäss Art. 25 Bst. f. Ziff. i. des Befristeten Rahmens) unterschritten worden, was nach An-
sicht des BAZL im Gegenzug eine gegenüber den Vorgaben der EU um ein Jahr ausgedehnte 
Laufzeit der Garantie rechtfertigen würde. Letztlich sei es auch Sinn und Zweck der Garantie, 
dass diese über die Laufzeit des Darlehens eine ausreichende Sicherheit für die kreditgeben-
den Banken geben könne, da im Falle eines längeren Insolvenzverfahrens diese Ansprüche 
                                                
116 Erläuterungen vom 14.5.2020, 6. 
117 Hierbei sei insbesondere der Anteil der Fixkosten zu berücksichtigen, aber auch die Tatsache, dass 
bei Wiederaufnahme der Aktivitäten (i.e. «ramp-up») kurzfristig auch Verluste in Kauf genommen wer-
den müssen, bis wieder eine entsprechende Auslastung und der break-even Punkt erreicht würde. 
Diese Situation unterscheide sich daher von einem Szenario, in welchem ein Rückgang bereits (früh-
zeitig) erkennbar sei und Anpassungen bei Kosten etc. auch laufend und früher eingeleitet werden kön-
nen, Erläuterungen vom 14.5.2020, 6. 
118 Vgl. Befristeter Rahmen (Fn 57), Rdnr. 8 f. 

 
 

 

 

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eben auch nach der maximal festgelegten Laufzeit gewahrt bleiben müssten. Gemäss der 
Beurteilung des BAZL liege damit keine unbegründete Verlängerung des Kredit- bzw. Bürg-
schaftsvertrages vor.119 

112. Nach Ansicht der WEKO kann der Argumentation des BAZL gefolgt und die vorgese-
hene Garantielaufzeit akzeptiert werden, insbesondere da die Möglichkeit einer Garantiede-
ckung von 90 % nicht ausgereizt wurde und maximale Garantielaufzeit nur bei einer zweima-
ligen Verlängerung der Darlehenslauzeit überschritten wird. 

Finanzielle Situation am 31. Dezember 2019 (Ziff. 25 Bst. h) 

113. Das BAZL hat bestätigt, dass SWISS und Edelweiss sich am 31. Dezember 2019 nicht 
in finanziellen Schwierigkeiten befanden120, womit die Voraussetzung von Art. 25 Bst. f erfüllt 
ist. 

Zusammenfassende Beurteilung der Voraussetzungen gemäss Ziff. 25 des Befristeten 
Rahmens 

114. Die Voraussetzungen gemäss Ziffer 25 des Befristeten Rahmens können demzufolge 
unter den in Rz 101 f. getroffenen Annahmen als erfüllt betrachtet werden. 

C.3.2.1.3 Zusätzliche Voraussetzung für Beihilfen in Form von Garantien über 
Kreditinstitute 

115. Grundsätzlich kommen Beihilfen, die Unternehmen auf der Grundlage des Befristeten 
Rahmens gewährt werden und die über Banken als Finanzintermediäre fliessen, diesen Un-
ternehmen unmittelbar zugute. Sie zielen nicht darauf ab, die Existenzfähigkeit, Liquidität oder 
Solvenz der Banken zu erhalten oder wiederherzustellen, können aber für letztere einen indi-
rekten Vorteil darstellen. Aus diesen Gründen sollten bestimmte Vorkehrungen bezüglich der 
möglichen indirekten Beihilfen zugunsten der Kreditinstitute oder anderer Finanzinstitute ge-
troffen werden, um übermässige Wettbewerbsverfälschungen zu begrenzen.121 

116. Ziff. 31 des Befristeten Rahmens122 hält dazu Folgendes fest: 

«Die Kreditinstitute […] sollten die Vorteile der öffentlichen Garantien […] an die Endempfänger so weit wie 
möglich weitergeben. Der Finanzintermediär muss nachweisen können, dass er anhand eines Mechanismus 
sicherstellt, dass die Vorteile — in Form umfangreicherer Finanzierungen, riskanterer Portfolios, geringerer Be-
sicherungsanforderungen, niedrigerer Garantieentgelte oder niedrigerer Zinssätze, als ohne solche öffentlichen 
Garantien oder Darlehen möglich wären — so weit wie möglich an die Endempfänger weitergegeben werden.»  

117. In der Anmeldung wird diesbezüglich bestätigt, dass das tiefere Risiko aufgrund der 
Bundesgarantie von den beteiligten Banken an die Darlehensempfänger weitergegeben 
wird.123 Auf Rückfragen des Sekretariats wurde vom Beratungsunternehmen Deloitte präzi-
siert124, dass sich die beteiligten Banken lediglich für eine Risikoübernahme von maximal CHF 
225 Mio. (nicht-garantierter Teil des Darlehens) einverstanden erklärten. Für den nicht-garan-
tierten Teil wurde der Zins von den Banken vorgeschlagen, unter Bezugnahme auf die Bonität 
der SWISS und Lufthansa-Gruppe und ebenfalls abgestützt auf das Rating durch einschlägige 

                                                
119 Anmeldung, 6 f. 
120 Anmeldung, 4 f. 
121 Befristeter Rahmen (Fn 57), Ziff. 8, 28 ff. 
122 In der Fassung nach der zweiten Änderung des Befristeten Rahmens. 
123 Anmeldung, 7. 
124 Erläuterungen vom 14.5.2020, 6 f. 

 
 

 

 

711.113-00003/COO.2101.111.4.299942 29 
 

Agenturen. Es sei daher davon auszugehen, dass dieser Zins, identifiziert für den nicht-garan-
tierten Teil, grundsätzlich marktkonform sei. Zwar bezahlt der Darlehensnehmer einen einheit-
lichen Zins für das ganze Darlehen, 85 % davon erhält jedoch der Bund in Form einer Garan-
tieprämie (abzüglich der an die Banken zu entrichtenden Beträge für den Verwaltungsaufwand 
und den Kapitalkostenaufwand, vgl. Rz 93 ff.). 

118. Aus obigen Erklärungen folgt, dass die Banken den aus der Garantie resultierenden 
wirtschaftlichen Vorteil an die Darlehensnehmer «weiterzuleiten» scheinen, bzw. einen sol-
chen nicht erfahren, da die Zinskonditionen das mit einem Darlehen über CHF 225 Mio. ver-
bundene Risiko abdecken.  

C.3.2.1.4 Voraussetzungen für Rekapitalisierungsmassnahmen gemäss der 
zweiten Änderung des Befristeten Rahmens 

119. In der zweiten Änderung des Befristeten Rahmens legt die EU-Kommission Kriterien 
fest, auf deren Grundlage die Mitgliedstaaten Unternehmen, die wegen des COVID-19-
Ausbruchs in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, öffentliche Unterstützung in Form von 
Eigenkapitalinstrumenten und/oder hybriden Kapitalinstrumenten bereitstellen können.125 

120. Es stellt sich die Frage, ob das in den Verträgen vorgesehene «Step-in Right», dessen 
Ausübung gegebenenfalls dazu führen könnte, dass der Bund [0 – 100] % des Aktienkapitals 
der SWISS und der Edelweiss übernimmt (vgl. Rz. 32), in den Anwendungsbereich der zweiten 
Änderung des Befristeten Rahmens fällt und wenn ja, die Voraussetzungen für Rekapitalisie-
rungsmassnahmen, welche mit dem LVA vereinbar erklärt werden können, erfüllt sind. 

121. Diesbezüglich ist anzumerken, dass der Bund grundsätzlich keine Kapitalbeteiligung 
an den betroffenen Fluggesellschaften beabsichtigt. Auf Rückfrage des Sekretariats wurde 
von den Rechtsvertretern nochmals präzisiert, dass es sich bei der Verpfändung der Aktien 
zugunsten der Bank