# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6552b21-7e30-5c86-80bf-1508d7967bd7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2008 A-4057/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4057-2008_2008-08-18.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-4057/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Beat Forster (Vorsitz), Richter Markus Metz, 
Richter Daniel Riedo, 
Gerichtsschreiberin Silja Hofer.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Isabelle Häner,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH 
Zürich), Rechtsdienst, Rämistrasse 101, 8092 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

ETH-Beschwerdekommission,
Postfach 6061, 3001 Bern,
Vorinstanz.

Festsetzung einer Parteientschädigung für das Verfahren 
vor der ETH-Beschwerdekommission.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-4057/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Eidgenössische  Technische  Hochschule  Zürich  (ETHZ)  am 
6. Juni 2006 die Exmatrikulation von X. verfügte und am 26. Juni 2006 
die fristlose Entlassung aussprach,

dass die ETH-Beschwerdekommission die Beschwerde von X. gegen 
die  Exmatrikulationsverfügung  mit  Urteil  vom  14. Dezember  2006 
abwies,

dass die ETH-Beschwerdekommission den Antrag der ETHZ auf Fest-
stellung der Gültigkeit der fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnis-
ses  guthiess,  den Antrag von X. auf  Leistung einer  Ferienabgeltung 
abwies,  die  ETHZ  im  Gegenzug  jedoch  zur  Zahlung  eines 
Überstunden-  bzw.  Überzeitentgelts  in  der  Höhe  von  254  Ar-
beitsstunden  und  einer  reduzierten  Parteientschädigung  zugunsten 
von X. verpflichtete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  von  X. 
(Beschwerdeführer) mit Urteil vom 20. August 2007 teilweise guthiess, 
im Übrigen abwies, soweit darauf einzutreten war, den Entscheid der 
ETH-Beschwerdekommission  bezüglich  der  fristlosen  Kündigung 
aufhob  und  die  fristlose  Kündigung  vom  26. Juni  2006  für  nichtig 
erklärte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die ETHZ verpflichtete, dem Be-
schwerdeführer eine Lohnzahlung von Fr. 53'375.-- brutto für die Zeit 
vom 1. Juli 2006 bis 30. September 2007 zu bezahlen, unter Anrech-
nung des neuen Einkommens des Beschwerdeführers von monatlich 
1'323  Euro  seit  1. Oktober  2006  und  die  ETHZ zu  einer  Entschädi-
gungszahlung an den Beschwerdeführer  in  der  Höhe  eines  Monats-
lohns (Fr. 3'538.35 netto) verurteilte,

dass  das  Bundesgericht  in  teilweiser  Gutheissung  der  Beschwerde 
des Beschwerdeführers mit Urteil vom 12. Juni 2008 Dispositiv-Ziffer 4 
des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. August 2007 auf-
hob, soweit damit dem Beschwerdeführer die Parteientschädigung für 
den Verfahrensabschnitt vor der ETH-Beschwerdekommission verwei-
gert wurde und die Sache zu deren Festsetzung an das Bundesverwal-
tungsgericht zurückwies,

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A-4057/2008

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verfahren  vor  der  ETH-Beschwerde-
kommission als teilweise obsiegend zu gelten hat,

dass gemäss Kostennoten der Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh-
rers vom 13. Juli  2007 aus der Beschwerdeführung vor der ETH-Be-
schwerdekommission Kosten in  der  Höhe von Fr. 14'352.25 entstan-
den sind (Kostennoten 2 und 3),

dass  die  im  erstinstanzlichen  Verfahren  entstandenen  Kosten  von 
Fr. 8'877.35 (Kostennote 1) hingegen nicht zu berücksichtigen sind,

dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021)  der ganz oder teilweise obsiegenden Partei  von Amtes 
wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene not-
wendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann, 

dass für die Festsetzung der Parteientschädigung die Art. 8 – 13 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) sinnge-
mäss anwendbar sind (Art. 8 Abs. 2 der Verordnung vom 10. Septem-
ber 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren 
[VwKV, SR 172.041.0]),  wobei die Parteientschädigung bei bloss teil-
weisem Obsiegen verhältnismässig zu kürzen ist (Art. 8 Abs. 6 VwKV),

dass gemessen am teilweisen Obsiegen vor der Vorinstanz und unter 
Berücksichtigung,  dass der  Beschwerdeführer vor Bundesgericht  be-
antragt hat, es sei ihm mindestens ein Drittel der Kosten im Verfahren 
vor  der  ETH-Beschwerdekommission  zuzusprechen,  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 4'784.-- als angemessen erscheint, 

dass diese Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen ist (Art. 64 Abs. 2 VwVG),

dass für das vorliegende Verfahren weder Verfahrenskosten zu erhe-
ben noch – mangels entstandenem Aufwand beim Beschwerdeführer – 
eine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 63 und 64 VwVG).

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A-4057/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die ETH-Zürich hat  dem Beschwerdeführer nach Eintritt  der Rechts-
kraft  des  vorliegenden  Urteils  eine  Parteientschädigung  von 
Fr. 4'784.-- zu bezahlen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 3106; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Forster Silja Hofer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann, soweit die Zulässigkeitsvoraussetzun-
gen erfüllt sind, innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtlichen  Angelegen-
heiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist 
in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Begehren,  deren  Be-
gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthal-
ten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie 
die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 
BGG).

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