# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 913bec8b-679a-5801-a076-83f50034315c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 24.10.2017 ZK1 2017 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-78_2017-10-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 24. Oktober 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 78 26. Oktober 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar ad hoc Knupfer

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
15. Juni 2017, mitgeteilt am 21. Juni 2017, in Sachen Y._____, Beschwerdegeg-
nerin,

betreffend Beistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die am 21. Juni 2005 geborene Y._____ ist die Tochter der X._____ und 
des A._____, welche nicht miteinander verheiratet sind und auch nicht im gleichen 
Haushalt wohnen. A._____ anerkannte seine Tochter am 5. August 2005. Der 
Mutter obliegt die elterliche Sorge und Obhut über Y._____.

B. Mit Beschluss der damaligen Vormundschaftsbehörde des Kreises 
O.3_____ vom 6. März 2006 wurde für Y._____ eine Beistandschaft gemäss 
Art. 308 ZGB zur Wahrung und Überwachung des Besuchsrecht errichtet. 

C. Am 10. Juli 2006 wurde zwischen X._____ und A._____ eine Vereinbarung 
über die Besuchsrechtsregelung und allgemeine Erziehungsgrundlagen getroffen, 
welche betreffend die Besuchszeiten folgende Regelung vorsah:

"Y._____ sieht ihren Vater jeden zweiten Samstag den ganzen Tag und je-
den Mittwochnachmittag nach Absprache 2 bis 3 Stunden.

In Absprache mit Frau X._____ kann Herr A._____ Y._____ übers Wo-
chenende nach O.1_____ zu seinen Eltern (über Nacht) mitnehmen."

D. Aufgrund eines Wohnsitzwechsels wurde die Beistandschaft am 22. Mai 
2007 gemäss Art. 377 Abs. 2 ZGB zur Weiterführung an die damalige Vormund-
schaftsbehörde des Kreises Luzein übertragen. Als Beistand wurde B._____ ein-
gesetzt.

E. Mit Vereinbarung vom 13. November 2009 passten X._____ und A._____ 
die Besuchszeiten wie folgt an:

"Y._____ sieht ihren Vater alle 14. Tage, wie [t]erminlich abgemacht von 
12.30 Uhr bis 18.30 Uhr."

F. Auf entsprechenden Antrag von X._____, wurde mit Beschluss der ehema-
ligen Vormundschaftsbehörde Prättigau - Davos vom 17. Februar 2010, mitgeteilt 
am 2. März 2010, B._____ als Beiständin entlassen. Zur neuen Beiständin wurde 
rückwirkend per 1. Januar 2010 C._____ ernannt. In der Folge berichtete die Bei-
ständin C._____ mehrmals darüber, dass A._____ verspätet oder unter Alkohol- 
bzw. Drogeneinfluss zu den Betreuungszeiten erschienen sei. Die Beiständin 
brachte zudem Bedenken zum Ausdruck, wonach Y._____ aufgrund inadäquater 
Reaktionen bzw. Fehleinschätzungen des Vaters etwas zustossen könnte.

G. In ihrem periodischen Bericht für das Jahr 2012 stellte die Beiständin keine 
Probleme mit dem Besuchsrecht fest. X._____ habe überdies eine Anstellung im 
Pensum von 40% gefunden. Während ihrer Abwesenheit werde Y._____ entweder 

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von ihrer Grossmutter oder von A._____ betreut. Dieser sei inzwischen viel zuver-
lässiger geworden und gebe sich grosse Mühe, ein guter Vater zu sein. Das 
Suchtmittelproblem bestehe indessen weiterhin. Mit Entscheid vom 17. Januar 
2013, mitgeteilt am 13. Mai 2013, hielt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-
de Prättigau/Davos (nachfolgend: KESB Prättigau/Davos) fest, dass sich aus dem 
Bericht der Beiständin relevante Hinweise ergeben würden, wonach eine Ände-
rung der Massnahme angezeigt sei und demgemäss die Notwendigkeit zur Wei-
terführung der Beistandschaft zu evaluieren sei. X._____ und A._____ wurde ein 
Abklärungsverfahren in Aussicht gestellt.

H. Im Juni 2014 meldete die Beiständin der KESB Prättigau/Davos erneut 
Probleme mit dem Besuchsrecht. X._____ und A._____ hätten sich im Januar 
2014 nach einer unsteten Beziehung definitiv getrennt und A._____ habe seit eini-
gen Wochen eine neue Freundin. Bis anhin habe A._____ seine Tochter alle zwei 
Wochen für ein ganzes Wochenende sehen können. X._____ verweigere ihm nun 
aber sein Besuchsrecht. Die Beiständin sieht hingegen keinen Grund, A._____ 
das Besuchsrecht zu kürzen. Im Gegenteil scheine dank der festen Beziehung des 
Vaters zu seiner neuen Freundin eine gewisse Stabilität aufzukommen. 

I. Die KESB Prättigau/Davos teilte am 18. Juli 2014 mit, die Beistandschaft 
von Y._____ unverändert weiterzuführen. 

J. Am 15. September 2014 fand eine Besprechung bei der KESB Prättigau/
Davos statt, an welcher sowohl X._____, als auch A._____ zur Situation betref-
fend das Besuchsrecht angehört wurden. Es wurde ein Entwurf eines Betreuungs-
vertrags angefertigt und Y._____ dazu angehört. 

K. Im Betreuungsvertrag zwischen A._____ und Y._____, unterzeichnet am 
26. bzw. 29. September 2014, wurde festgehalten, dass die alleinige elterliche 
Sorge und Obhut X._____ obliegt. Über das Besuchsrecht zwischen A._____ und 
Y._____ sollen sich die Eltern gemeinsam verständigen. Als Minimalzeiten wurden 
vereinbart:

"Y._____ verbringt jeweils das 2. und 4. Wochenende im Monat bei ihrem 
Vater, A._____. Die Besuche dauern von Samstag bis Sonntag. Es wurde 
zwischen den Eltern vereinbart, dass Y._____ in O.2_____ den Bus jeweils 
samstags um 09.20 Uhr nimmt. Sie erreicht den Bahnhof O.3_____ um 
09.33 Uhr. Der Vater nimmt das Kind zu diesem Zeitpunkt am Bahnhof 
O.3_____ in Empfang. Der Vater bringt Y._____ jeweils sonntags mit dem 
Zug, der um 17.10 Uhr in O.3_____ ist, zurück. Die Mutter nimmt das Kind 
um 17.10 Uhr in O.3_____ am Bahnhof in Empfang."

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Ausserdem wurde eine Regelung für die Feiertage getroffen, welche Y._____ ab-
wechslungsweise bei einem Elternteil verbringen soll. 

L. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (nachfolgend: kjp 
Graubünden) stellte im Bericht vom 27. Mai 2015 bei Y._____ keine Entwick-
lungsgefährdung fest. Die bestehenden kognitiven Auffälligkeiten könnten mit den 
Eltern und gegebenenfalls Lehrpersonen gesondert angegangen werden. Die Zu-
wendung beider Elternteile wurde als adäquat wertschätzend, liebevoll und auch 
grenzsetzend beschrieben. Diese hätten zudem angegeben, untereinander gut 
Absprachen treffen zu können. Dementsprechend sei aus Sicht der kjp Graubün-
den keine besondere Kontrolle und Überwachung der Eltern notwendig. Die KESB 
Prättigau/Davos hielt indessen mit Entscheid vom 4. Juni 2015, mitgeteilt am 
11. Juni 2015, auf Antrag der Beiständin C._____ (nunmehr: D._____) an der Wei-
terführung der Beistandschaft fest.

M. Gemäss Aktennotiz der KESB Prättigau/Davos vom 11. August 2015 hat 
sich A._____ im Frühling 2015 von seiner Freundin getrennt, mit welcher er zwi-
schenzeitlich ein Kind bekommen habe. A._____ habe zudem angekündigt, sein 
Besuchsrecht nicht mehr wahrzunehmen. Die Beiständin ging davon aus, dass 
A._____ über keine feste Wohnung verfügt und bei Freunden übernachtet. Aus 
der Aktennotiz vom 7. September 2015 geht hervor, dass A._____ seine Tochter 
nach vier Wochen wieder besuchen wollte. Y._____ sei in der Zwischenzeit stark 
verunsichert gewesen. 

N. Im Brief an die KESB Prättigau/Davos vom 8. September 2015 leitet die 
Beiständin eine SMS von A._____ an Y._____ weiter, in welcher dieser schlecht 
von der Schule spricht und diese als unwichtig bezeichnet. Die Beiständin vermu-
tet, dass der Vater krank sei und in dieser Verfassung seine Tochter nicht mehr 
sehen sollte, da dies eine Gefährdung für Y._____ darstelle. 

O. Gemäss Aktennotiz der KESB Prättigau/Davos vom 11. September 2015 
hat Y._____ eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung, die mit Ritalin behandelt werden 
solle.

P. Anlässlich des Treffens vom 20. November 2015 zwischen der KESB Prät-
tigau/Davos und A._____ informierte dieser, dass er wieder mit seiner ehemaligen 
Freundin zusammen sei und bei ihr wohne. A._____ gab an, wieder mit seiner 
Tochter in Kontakt treten und begleitete Besuchstage einführen zu wollen.

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Q. Am 3. Februar 2016 gab X._____ der KESB Prättigau/Davos zu Protokoll, 
dass sich A._____ weder bei Y._____ gemeldet noch Geschenke geschickt habe. 
X._____ unterbreitete ein Angebot, wonach A._____ seine Tochter bis auf weite-
res einmal monatlich sehen könne. Dieses Angebot schlug A._____ indessen am 
11. Februar 2016 gegenüber der KESB Prättigau/Davos aus. Er bestehe darauf, 
Y._____ an einem neutralen Ort treffen zu können und sie nicht bei der Mutter 
besuchen zu müssen.

R. Mit Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 11. Februar 2016 wurde die 
Weiterführung der Beistandschaft beschlossen. Es wurde festgehalten, dass 
Y._____ ihren Vater zurzeit nicht sehen wolle, da sie zu viele Enttäuschungen er-
lebt habe. Laut der KESB Prättigau/Davos solle aber ein Kontakt stattfinden, wofür 
noch eine passende Form gefunden werden müsse.

S. Am 24. März 2016 bzw. 22. April 2016 regelten X._____ und A._____ mit 
einer ergänzenden Vereinbarung zum Betreuungsvertrag vom September 2014 
den persönlichen Verkehr von A._____ und Y._____. Namentlich wurden Be-
suchstage, Tagesausflüge, gemeinsame Wochenenden und Ferienbesuche ver-
einbart. Mit Vertrag, unterzeichnet am 27. August bzw. 27. September 2016, wur-
de die Betreuung von Y._____ gänzlich neu geregelt. Die Eltern haben sich dem-
nach gegenseitig über das Besuchsrecht zu verständigen, wobei Y._____ mindes-
tens das zweite und vierte Wochenende im Monat bei A._____ verbringen soll. 
Ausserdem wurde eine Regelung für die Feiertage getroffen, welche Y._____ ab-
wechslungsweise bei einem Elternteil verbringen soll. Auf eine Ferienregelung 
wurde verzichtet. 

T. Die Beiständin berichtete am 16. Januar 2017 über Probleme mit dem Be-
suchsrecht. A._____ konsumiere in Anwesenheit von Y._____ Alkohol und spre-
che negativ über die Schule. Y._____ sei nach den Besuchen beim Vater jeweils 
während Tagen unruhig und wütend. A._____ habe sich zudem von seiner Freun-
din getrennt, weshalb Y._____ ihre Halbschwester nicht mehr sehe und so auch 
ihren Vater nicht mehr gerne besuche. A._____ dementierte die Vorwürfe am 
1. Februar 2017 und stellte einen Antrag auf Wechsel der Beistandsperson. Den-
noch wurden in der Folge die Besuche von Y._____ bei A._____ ausgesetzt. Die 
Beiständin äusserte sich in mehreren Telefonaten mit der KESB Prättigau/Davos 
kritisch zur Ausübung des Besuchsrechts von A._____. Zudem führte sie in Ant-
wort auf einen Fragenkatalog der KESB Prättigau/Davos am 5. März 2017 an, 
dass es Y._____ seit Aussetzung des Besuchsrechts von A._____ viel besser ge-
he. Dies wurde auch vom Kinderarzt Dr. med. E._____ bestätigt, der Y._____ auf 

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Aufforderung der KESB Prättigau/Davos am 12. März 2017 zum Besuchsrecht des 
Vaters befragte. Y._____ äusserte anlässlich des Gesprächs ausserdem den 
Wunsch, situativ über Besuche beim Vater entscheiden zu können. 

U. Am 11. April 2017 begründete A._____ seinen Antrag auf Wechsel der Bei-
standsperson. Die wiederholten Anschuldigungen gegen ihn würden belegen, 
dass die Beiständin voreingenommen und deshalb ihres Amtes zu entheben sei. 
Die KESB Prättigau/Davos teilte am 20. April 2017 X._____ mit, D._____ als Bei-
ständin von Y._____ zu ersetzen, da ihr Vertrauensverhältnis zu A._____ gestört 
und eine konstruktive Zusammenarbeit mit der ganzen Familie nicht mehr möglich 
sei. X._____ sprach D._____ hingegen ihr Vertrauen aus und gab zu Protokoll, bei 
einer Abberufung von D._____ gänzlich auf einen Beistand verzichten zu wollen. 
In der Anhörung vom 28. April 2017 gab D._____ an, nicht mehr mit A._____ 
sprechen zu können. Dennoch möchte sie sich, sofern dies von X._____ und der 
KESB Prättigau/Davos gewünscht werde, als Beiständin zur Verfügung stellen. 
Allgemein müsse aber die Notwendigkeit eines Beistands geprüft werden.

V. D._____ wurde mit Entscheid vom 15. Juni 2017, mitgeteilt am 21. Juni 
2017, aus ihrem Amt als Beiständin entlassen. Die KESB Prättigau/Davos sah es 
als erwiesen an, dass sie ihrem Auftrag als Besuchsrechtsbeiständin infolge des 
gestörten Verhältnisses mit A._____ nicht mehr nachkommen könne. Die einzige 
Möglichkeit, eine alters- und kindesentsprechende Besuchsrechtsausübung zu 
erreichen, bestehe in der Einsetzung einer nicht vorbelasteten Beistandsperson. 
Die Voraussetzungen einer Entlassung gemäss Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB seien 
demnach erfüllt. Infolgedessen werde per 1. August 2017 F._____ von der Be-
rufsbeistandschaft Prättigau/Davos als Beiständin eingesetzt. Eine Aufhebung der 
Beistandschaft wurde von der KESB Prättigau/Davos demgegenüber als nicht 
zweckdienlich erachtet. Die Diskrepanz zwischen den Eltern und die Unzuverläs-
sigkeit des Vaters könne ohne Beistand nicht überwunden werden. Vielmehr 
müssten betreffend die Besuchskontakte zum Vater verlässliche und sichere 
Strukturen geschaffen werden, deren Einhaltung durch den Vater von der Bei-
standsperson zu überprüfen sei. Demgemäss habe die Beiständin zusammen mit 
den Eltern bis zum 31. November 2017 eine Umgangsregelung zu erarbeiten, an-
dernfalls die KESB Prättigau/Davos eine Regelung treffen werde.

W. Gegen den erlassenen Entscheid vom 15. Juni 2017 erhob X._____ (nach-
folgend: Beschwerdeführerin) am 2. Juli 2017 (Poststempel 7. Juli 2017) Be-
schwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. Sie beantragte sinngemäss die 

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Aufhebung der Beistandschaft und Nichteinsetzung von F._____ als neue Bei-
ständin. 

X. Die KESB Prättigau/Davos schloss mit Beschwerdeantwort vom 8. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. 
Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen. A._____ 
liess sich zu der Beschwerde nicht vernehmen.

Y. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften, auf die Ausführun-
gen im angefochtenen Entscheid vom 15. Juni 2017 sowie die im Recht liegenden 
Beweismittel wird, soweit rechtserheblich und erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Vorliegend geht es um eine Beschwerde gegen den Erlass einer Kindes-
schutzmassnahme, für welche gemäss Art. 314 Abs. 1 Schweizerisches Zivilge-
setzbuch (ZGB; SR 210) sinngemäss die Vorschriften über die Beschwerde in Er-
wachsenenschutzsachen (vgl. Art. 450 ff. ZGB) anwendbar sind. Nach Art. 60 
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist 
das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. 
Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren 
beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der Anordnung der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: KESB) direkt betroffene Person 
(vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 29 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachsenen-
schutz Kommentar, Zürich 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB). Daneben sind gemäss 
Art. 450 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB die der betroffenen Person nahestehenden Personen 
zur Beschwerde befugt. Im angefochtenen Entscheid wird die für Y._____ beste-
hende Verbeiständung weitergeführt und mit F._____ eine neue Beiständin er-
nannt. Die Beschwerdeführerin ist als Mutter von Y._____ und Inhaberin der elter-
lichen Sorge durch den behördlichen Entscheid über ihre Tochter und der Ver-
pflichtung zur hälftigen Kostentragung unmittelbar betroffen und daher gemäss 
Art. 450 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB beschwerdelegitimiert.

2. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist beim Gericht schrift-
lich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht 

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keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, a.a.O., 
N 42 zu Art. 450 ZGB). Gerade bei KESB-Beschwerden und bei einer nicht an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführerin tritt aufgrund des Verbots des überspitz-
ten Formalismus die prozessuale Formstrenge in den Hintergrund und das Gericht 
tritt auf Beschwerden grundsätzlich ein, wenn im Gesamtzusammenhang hinrei-
chend klar wird, was das Ziel der Beschwerde ist. Dies ist vorliegend der Fall. Aus 
den Ausführungen der Beschwerdeführerin kann nämlich trotz der knappen Be-
gründung und weitgehend fehlendem Bezug zu den Erwägungen des angefochte-
nen Entscheids hinreichend abgeleitet werden, dass sie die Aufhebung der Bei-
standschaft und die Nichteinsetzung von F._____ als neue Beiständin beantragt. 
Folglich reichte die Beschwerdeführerin am 7. Juli 2017 (Poststempel; vgl. KG act. 
A.1) frist- und formgerecht eine schriftliche und begründete Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden ein, womit auf diese einzutreten ist.

3. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die Schweizerische Zivilprozessordnung 
(ZPO; SR 272) sowie die entsprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen 
sinngemäss anwendbar (vgl. Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Dem-
nach kann die Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO bzw. Art. 327 
Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer mündlichen Haupt-
verhandlung entscheiden.

3.1. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 443 
ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich 
für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizial-
maxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwen-
dung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrens-
grundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der KESB und erstreckt sich 
nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZGB und Christoph Au-
er/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Daniel 

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Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FaKomm Erwachsenenschutz, 
Bern 2013, N 7 zu Art. 446 ZGB).

3.2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft, a.a.O., S. 7085; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). Den-
noch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB, welches die Untersu-
chungs- und Offizialmaxime insoweit einschränkt, als eine Überprüfung des erstin-
stanzlichen Entscheids eine förmliche Beschwerde voraussetzt und die Be-
schwerdeinstanz sich folglich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträ-
ge konzentriert (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 5 zu Art. 450a ZGB; ders., FamKomm, 
N 4 zu Art. 450a ZGB).

4. Die KESB Prättigau/Davos hat im Dispositiv des angefochtenen Entscheids 
nicht ausdrücklich festgehalten, dass die für Y._____ errichtete Beistandschaft 
gemäss Art. 308 ZGB beibehalten werde und hat lediglich die Entlassung der bis-
herigen Beiständin und die Einsetzung einer neuen (Berufs-) Beiständin angeord-
net. Darin ist aber implizit enthalten, dass die Beistandschaft an sich aufrechter-
halten bleibt, zumal die KESB Prättigau/Davos dies in den Erwägungen ausdrück-
lich festhielt (KESB act. 225, S. 4-5). Es liegt somit ein Beschwerdeobjekt bezüg-
lich der Weiterführung der Beistandschaft vor, gegen welches sich die Beschwer-
de der Kindesmutter richtet. Von ihr nicht angefochten ist hingegen die Entlassung 
der bisherigen Beiständin D._____.

5. Die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB stellt eine Kindes-
schutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. ZGB dar. Diese Massnahme geht in-
sofern weiter als die blosse Erziehungsaufsicht im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB, 
als der Erziehungsbeistand nicht bloss eine Aufsicht ausübt, sondern selber eine 
aktive Rolle zu übernehmen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_732/2014 vom 
26. Februar 2015 E. 4.3). Die Erziehungsbeistandschaft als allgemeinste Form 
einer Beistandschaft soll durch ambulante, aber kontinuierliche Behandlung erzie-
herische Missstände abbauen. Instrumente sind Vermittlung, Anleitung und Wei-
sung gegenüber Eltern (und unter ihnen), dem Kind und Dritten. Das elterliche 
oder familiäre Umfeld bleibt erhalten, soll aber durch stete persönliche Kontakte 
(insbesondere auch Hausbesuche) beobachtet werden. Der Beistand ist Vertrau-
ens- und Ansprechperson aller Beteiligten und soll insbesondere auch zum Kind 

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eine tragfähige Beziehung aufbauen (vgl. Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/
Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 2-4 zu 
Art. 308 ZGB).

5.1. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, eine Erziehungs- und Besuchs-
rechtsbeistandschaft sei nicht notwendig, da sie seit mehr als acht Jahren mit ihrer 
Mutter im selben Haushalt lebe und Y._____ während ihrer Arbeitszeit "zu 80%" 
von dieser betreut werde. Zudem sei sie bestens vernetzt mit der Schule, Lehrer-
schaft und Schulpsychologin (KG act. A.1). Damit spricht die Beschwerdeführerin 
offensichtlich die Aufgaben der Beiständin gemäss Ziff. 2 lit. a des Dispositivs des 
angefochtenen Entscheids an. Der Auftrag lautet in diesem Punkt, die Beiständin 
habe die Eltern bei der Erziehung und Ausbildung ihrer Tochter mit Rat und Tat 
beizustehen und sie in ihrer Sorge zu unterstützen. Hierzu habe die Beiständin 
das Recht auf Einblick und Auskunft. Sie sei überdies befugt, den Eltern bei der 
Pflege, Erziehung und Ausbildung Empfehlungen und Anleitung zu geben und zu-
sammen mit ihnen auch auf das Kind einzuwirken (KESB act. 225, S. 8). Dies sind 
Formulierungen, wie sie bei der Errichtung einer allgemeinen und umfassenden 
Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 ZGB verwendet werden. Dafür besteht 
vorliegend aber in der Tat kein Grund. Schon der ursprüngliche Entscheid der 
Vormundschaftsbehörde des Kreises O.3_____ vom 6. März 2006 (vgl. KESB act. 
3, S. 4; KESB act. 2, S. 2) beschränkte sich ausdrücklich auf die Errichtung einer 
Beistandschaft in Besuchsrechtsangelegenheiten. Aus den Akten ergibt sich nicht, 
dass der Inhalt der Beistandschaft in der Zwischenzeit bewusst ausgeweitet wor-
den wäre. Wohl findet sich im Beschluss der Vormundschaftsbehörde Prättigau - 
Davos vom 17. Februar 2010 (KESB act. 17, S. 1) eine ähnliche Formulierung wie 
im Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 15. Juni 2017 (vgl. Ziff. 2 lit. a des 
Dispositivs). Eine Begründung für eine derartige Erweiterung der Aufgaben der 
Beiständin fehlt indessen völlig. In den Folgejahren beschränkte sich die Tätigkeit 
der Beiständin ausschliesslich auf die Bewältigung der Besuchsrechtsproblematik, 
ohne dass irgendwelche Interventionen im erzieherischen Bereich notwendig ge-
wesen wären. Faktisch bestand damit seit jeher eine blosse Besuchsrechtsbei-
standschaft. Für eine umfassende Erziehungsbeistandschaft bestand denn auch 
offensichtlich kein Grund, was auch heute noch zutrifft. Den Akten kann nämlich 
nicht entnommen werden, dass die Mutter, der die alleinige elterliche Sorge zu-
kommt und unter deren Obhut Y._____ lebt, irgendwelche erzieherischen Proble-
me hätte, welche sich negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken und ein 
Eingreifen der KESB Prättigau/Davos in diesem Bereich rechtfertigen würden. Die 
Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB setzt 

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indessen voraus, dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist (vgl. BGE 108 II 
372 E. 1) und dieser Gefahr nicht durch die Eltern beziehungsweise durch weniger 
einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB begegnet werden kann 
(Grundsatz der Verhältnismässigkeit; vgl. Urteil des Bundesgericht 5C.109/2002 
vom 11. Juni 2002 E. 2.1). Gemäss Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB sind etwaige 
Massnahmen der Erwachsenenschutzbehörde subsidiär und werden folglich nur 
angeordnet, wenn die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, 
andere nahestehende Personen sowie private oder öffentliche Dienste nicht aus-
reicht oder von vornherein als ungenügend erscheint. Das in Art. 389 Abs. 2 ZGB 
statuierte Prinzip der Verhältnismässigkeit gebietet, dass jede behördliche Mass-
nahme erforderlich und geeignet sein muss. Die Massnahme soll so wenig wie 
möglich, aber so stark wie nötig in die Privatsphäre und Rechtsstellung der hilfs-
bedürftigen Person eingreifen (vgl. Helmut Henkel, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], 
Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 9 zu Vor Art. 388-399 
ZGB). Die bei den Akten liegenden Berichte der kjp Graubünden (KESB act. 114, 
S. 2) und der Beiständin D._____ attestieren, dass bei Y._____ keine Entwick-
lungsgefährdung vorliegt und eine besondere Kontrolle und Überwachung insbe-
sondere der Mutter nicht notwendig ist. Derartige Probleme bei der Erziehung von 
Y._____ durch die Mutter werden denn auch in den Akten der KESB Prätti-
gau/Davos nirgends konkret thematisiert. Vielmehr liegt das Augenmerk stets bei 
den Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Besuchsrechtsausübung des Va-
ters. Mit der Anordnung einer allgemeinen Erziehungsbeistandschaft im Sinne von 
Ziff. 2 lit. a des Entscheiddispositivs schoss die KESB Prättigau/
Davos augenscheinlich über das Ziel hinaus. Aufgrund der Formulierung in der 
Beschwerde scheint es auch so, dass sich die Beschwerdeführerin vor allem ge-
gen diese Anordnung wehrt. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in diesem 
Punkt gutzuheissen und die Ziff. 2 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids aufzuheben.

5.2. Die Beschwerdeführerin scheint indessen die Beistandschaft gesamthaft 
aufheben zu wollen, d.h. auch bezüglich der Ausübung des Besuchsrechts des 
Vaters. Darin ist ihr nicht beizupflichten.

5.2.1. Im Grundsatz haben nach Art. 273 Abs. 1 ZGB Eltern, denen die elterliche 
Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch 
auf angemessenen persönlichen Verkehr. Im Mittelpunkt steht dabei das Bedürfnis 
des Kindes, regelmässige Kontakte zu beiden Eltern zu haben (Ingeborg Schwen-
zer/Michelle Cottier, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilge-
setzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 6 zu Art. 273 ZGB mit weiteren Hinweisen). Die 

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in Abs. 1 erwähnte Angemessenheit des persönlichen Verkehrs bestimmt sich an-
hand der Umstände des Einzelfalls, wobei als oberste Richtschnur das Kindes-
wohl heranzuziehen ist. Bei der Regelung des Besuchsrechts sind namentlich das 
Alter des Kindes, die Bedürfnisse des Kindes und des Besuchsberechtigten, die 
Beziehung des Kindes zu diesem sowie auch der Eltern untereinander, die Entfer-
nung der Wohnorte, die zeitliche Verfügbarkeit aller Beteiligten, die Wohnverhält-
nisse beim Besuchsberechtigten sowie der Gesundheitszustand der Beteiligten zu 
berücksichtigen. Der Wille des Kindes ist für die Regelung des Besuchsrechts von 
herausragender Bedeutung (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 9 ff. 
zu Art. 273 ZGB). Geht es um die konkrete Gestaltung des persönlichen Verkehrs, 
ist es primär Sache der Eltern und des betroffenen Kindes, eine einvernehmliche 
Besuchsrechtsreglung zu vereinbaren. Die Kindesschutzbehörde hat indessen 
nach Art. 273 Abs. 2 ZGB ein ausdrückliches Ermahnungs- und Weisungsrecht, 
wenn sich die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen Verkehrs nachtei-
lig auf das Kind auswirkt. Bei Ausübung dieser Rechte ist die Kindesschutzbehör-
de dem Verhältnismässigkeitsprinzip verpflichtet (Ingeborg Schwenzer/Michelle 
Cottier, a.a.O., N 23 zu Art. 273 ZGB). Daneben statuiert Art. 274 ZGB Schranken 
des persönlichen Verkehrs. Demnach haben die Eltern alles zu unterlassen, was 
das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe 
der erziehenden Person erschwert (Abs. 1). Ausserdem kann ihnen das Recht auf 
persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden, wenn das Kindeswohl 
durch den persönlichen Verkehr gefährdet wird, die Eltern den persönlichen Ver-
kehr pflichtwidrig ausüben, sich nicht ernsthaft um das Kind kümmern oder sonsti-
ge wichtige Gründe vorliegen (Abs. 2). Das Wohl des Kindes ist gefährdet, wenn 
seine ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur 
begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist 
(Urteil des Bundesgerichts 5A_932/2012 vom 5. März 2013 E. 5.1). Eine Gefähr-
dung setzt indessen triftige, das Kindeswohl nachhaltig berührende Gründe voraus 
(Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 5 zu Art. 274 ZGB). Beispielswei-
se kann nicht schon deswegen eine Gefährdung des Kindeswohl bejaht werden, 
weil beim betroffenen Kind eine Abwehrhaltung gegen den nicht obhutsberechtig-
ten Elternteil festzustellen ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_932/2012 vom 
5. März 2013 E. 5.1). Eine pflichtwidrige Ausübung des Besuchsrechts liegt vor, 
wenn der Besuchsberechtigte seine Loyalitätspflicht nach Abs. 1 verletzt, das Kind 
während der Besuche misshandelt oder vernachlässigt. Ein Elternteil kümmert 
sich nicht ernsthaft um das Kind, wenn er keinerlei Anteil an seinem Wohlergehen 
nimmt und nicht versucht, eine lebendige Beziehung zum Kind aufzubauen bzw. 
aufrechtzuerhalten. Andere wichtige Gründe, die einen Ausschluss des Besuchs-

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rechts zu rechtfertigen vermögen, können beispielsweise häusliche Gewalt oder 
im Einzelfall eine Erkrankung des Besuchsberechtigten sein (Ingeborg Schwenzer/
Michelle Cottier, a.a.O., N 5 ff. zu Art. 274 ZGB). Ein anstössiger Lebenswandel 
oder ungeordnete, instabile Verhältnisse rechtfertigen bis zu einem gewissen Grad 
noch keinen Ausschluss des Besuchsrechts (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cot-
tier, a.a.O., N 9 zu Art. 274 ZGB mit weiteren Verweisen; Gisela Kilde, Der persön-
liche Verkehr: Eltern - Kind - Dritt, Diss. Freiburg, Zürich 2015, Rz. 445). Der 
Zweck des Besuchsrecht gebietet es, soweit tunlich, auf die Meinung des Kindes 
Rücksicht zu nehmen (BGE 124 III 90 E. 3b). Nach dem Verhältnismässigkeits-
prinzip darf der vollständige Entzug des Rechts auf persönlichen Verkehr nur an-
geordnet werden, wenn die nachteiligen Auswirkungen des persönlichen Verkehrs 
sich nicht in für das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen (BGE 122 III 404 
E. 3b mit weiteren Hinweisen). Kommen weniger einschneidende Massnahmen in 
Betracht, durch die das Kindeswohl gewahrt werden kann, sind diese vorzuziehen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_716/2010 vom 23. Februar 2011 E. 4). Zu prü-
fen ist dabei in erster Linie ein begleitetes Besuchsrecht, wobei aber auch eine 
vorläufige Sistierung oder andere Formen des persönlichen Verkehrs in Betracht 
zu ziehen sind (Gisela Kilde, a.a.O., Rz. 481 ff.).

5.2.2. Aus den Akten geht eindeutig hervor, dass im Zusammenhang mit dem Be-
suchsrecht des Vaters über die Jahre verschiedentlich Probleme aufgetreten sind. 
So wurde von den ehemaligen Beiständen mehrfach auf den mutmasslichen Alko-
hol- und Drogenkonsum des Vaters hingewiesen (vgl. KESB act. 17, S. 5; KESB 
act. 30, S. 5; KESB act. 37, S. 1; KESB act. 41, S 3; KESB act. 59, S. 6; KESB 
act. 146, S. 12; KESB act. 208, S. 1; KESB act. 225, S. 1), sowie seine unstete 
Wohnsituation (vgl. KESB act. 17, S. 5; KESB act. 41, S 3; KESB act. 59, S. 5-6; 
KESB act. 146, S. 12), Unpünktlichkeit (vgl. KESB act. 17, S. 5; KESB act. 30, 
S. 5) und die Gestaltung (vgl. KESB act. 208, S. 3; KESB act. 189, S. 2) bzw. 
Wahrnehmung der Aufsichtspflicht (vgl. KESB act. 30, S. 5; KESB act. 225, S. 1) 
während der Besuchstage bemängelt. Die Vorwürfe wurden vom Vater bestritten 
(vgl. KESB act. 172; KESB act. 194) und sind letztlich nicht rechtsgenüglich nach-
weisbar. Entscheidend ist insbesondere mit Blick auf den Vorwurf der unterlasse-
nen Aufsichtspflicht und den vermeintlichen sexuellen Handlungen zwischen 
Y._____ und einem älteren Jungen, dass Y._____ gegenüber Dr. med. E._____ 
wiederholt und glaubhaft einen Übergriff verneinte (KESB act. 189, S. 1; vgl. auch 
betreffend unterlassenem Alkoholkonsum S. 2). Somit ist aus den Akten keine 
derartige Gefährdung des Kindeswohls ersichtlich, die eine gänzliche Aufhebung 
des Besuchsrechts rechtfertigen würde. Gleiches gilt im Ergebnis für die zweifels-

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ohne instabilen (Wohn-) Verhältnisse des Vaters. Hinzuweisen ist hingegen auf 
die zum Ausdruck gebrachte Abwehrhaltung von Y._____ gegenüber ihrem Vater 
(KESB act. 189; vgl. auch KESB act. 199, S. 2). Indessen scheint sich das geäus-
serte "Unwohlsein" primär auf äussere Umstände, wie die Kleidung des Vaters 
oder seine Wohnsituation, zu beziehen (KESB act. 189; vgl. auch KESB act. 199, 
S. 1). Y._____ wünscht sich zwar, selber und situativ über Besuche beim Vater 
entscheiden zu können, schliesst solche jedoch nicht kategorisch aus (vgl. KESB 
act. 189). Aus den Akten geht überdies nicht hervor, dass die Beschwerdeführerin 
grundsätzlich gegen eine Besuchsrechtsausübung des Vaters ist. Im Gegenteil hat 
sie mehrfach ausgesagt, für Besuche beim Vater Hand bieten zu wollen (KESB 
act. 199, S. 2; KESB act. 225, S. 1, 4). Zumal auch unter diesem Gesichtspunkt 
ein gänzlicher Ausschluss des Besuchsrechts als unverhältnismässig erscheint, 
bleibt zu prüfen, ob die Eltern zur Regelung bzw. Ausübung des Besuchsrechts 
weiterhin auf einen Beistand angewiesen sind.

5.2.3. In Anbetracht der beschriebenen Probleme mit der Besuchsrechtsausübung 
erscheint es zunächst als angebracht, den Vater auf gewisse Regeln hinzuweisen. 
Neben dem Alkohol- und Drogenkonsum hat insbesondere eine negative Beein-
flussung von Y._____ betreffend ihrer Schulbildung zu unterbleiben. Die Besuche 
sind zudem altersgerecht und auf die Interessen von Y._____ ausgerichtet zu ge-
stalten. Im Allgemeinen sollen verlässliche und sichere Strukturen geschaffen 
werden, die für einen fruchtbaren Austausch zwischen Y._____ und ihrem Vater 
Gewähr bieten. In Übereinstimmung mit der KESB Prättigau/Davos ist festzuhal-
ten, dass angesichts der geschilderten Problematik und der fortbestehenden Dis-
krepanzen zwischen den Eltern (vgl. KESB act. 225, S. 5) eine Besuchsrechtsbei-
standschaft beizubehalten ist. Es ist nicht ersichtlich, wie ohne Unterstützung ei-
nes Beistands eine im Interesse von Y._____ liegende, einvernehmliche Um-
gangsregelung erarbeitet und eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter ver-
mieden werden könnte. Nach dem Gesagten ist eine Besuchsrechtsbeistandschaft 
gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB zu belassen, welche die Interessen von Y._____ ver-
tritt sowie das Umgangsrecht zwischen Vater und Tochter einvernehmlich regelt 
und überwacht (vgl. KESB act. 225, S. 8).

6. Die Beschwerdeführerin will offenbar – wenn auch unklar formuliert – 
F._____ nicht als Beiständin eingesetzt haben. Kein Grund für eine Ablehnung ist 
ohne Zweifel der Umstand, dass F._____ bereits einmal Beiständin des Bruders 
der Beschwerdeführerin gewesen sein soll (vgl. KG act. A.1). Es wird in diesem 
Zusammenhang nicht behauptet, F._____ sei bezüglich ihrer damaligen Amts-
führung etwas vorzuwerfen. Als Berufsbeiständin ist sie ohne Zweifel in der Lage 

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und erfahren genug, eine Besuchsrechtsbeistandschaft professionell zu führen. 
Gegen die Einsetzung von F._____ als Beiständin ist somit nichts einzuwenden. 

7. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 1'500.00 festge-
setzt (vgl. Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren im Zivilverfahren 
[VGZ; BR 320.210]) und sind grundsätzlich nach Massgabe ihres Unterliegens der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Anträgen nur teilweise 
durchgedrungen. Zu prüfen bleibt, ob allenfalls gestützt auf Art. 63 Abs. 3
EGzZGB auf die Erhebung einer Entscheidgebühr zu verzichten ist. Ein Verzicht 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB 
rechtfertigt sich nach Art. 28 Abs. 1 der Verordnung zum Kindes- und Erwachse-
nenschutz (KESV; BR 215.010) unter anderem bei Kindesschutzmassnahmen, 
sofern das Vermögen der Eltern unter dem Freibetrag von Fr. 10'000.00 liegt und 
deren Einkommen nur knapp ausreicht, um ihren Verpflichtungen nachzukommen 
und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten (lit. b) oder wenn die Personen nachweis-
lich auf die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c). Vor-
liegend erfüllt die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 
lit. b KESV (vgl. KESB act. 198; KESB act. 225, S. 8), weshalb sämtliche Kosten 
beim Kanton Graubünden verbleiben. Eine aussergerichtliche Entschädigung wur-
de nicht beantragt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 2 lit. a des Dispositivs 
des angefochtenen Entscheids aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwer-
de abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'500.00 ver-
bleiben beim Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: