# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0521e9c-914e-5166-aea0-06da03782792
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 13.01.2022 V 2021 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-67_2022-01-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 13. Januar 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Gesundheit des Kantons Zug, Aegeristrasse 56, 6300 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Gesundheitswesen / Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie 
(Quarantäne)

V 2021 67

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Urteil V 2021 67

A. Am 12. Februar 2021 beschloss der Regierungsrat des Kantons Zug, dass 
Jugendliche sowie Lehrpersonen und weiteres in den Schulen der Sekundarstufen I und II, 
ohne die Berufsfachschulen, während der Unterrichtszeiten tätiges Personal an 
wöchentlich zwei Speicheltests auf SARS-CoV-2 gemäss Konzept des Kantonsarztes 
teilzunehmen haben. Die Schulleitung kann Ausnahmen bewilligen (Ziff. 2 lit. a des 
Beschlusses des Regierungsrats vom 12. Februar 2021 betreffend Massnahmen zur 
Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, Erlass von Vorschriften zum Betrieb von 
Schulen). Mit Schreiben vom 22. Februar 2021 wurden die Eltern und 
Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der Schule 
C.________ über den Regierungsratsbeschluss und den Beginn der Reihentests 
informiert, wobei ein allfälliger Verzicht auf die Teilnahme an den Reihentests schriftlich 
mittels des auf der Webseite der Schule aufgeschalteten Formulars mitgeteilt werden 
musste. Am 6. Juli 2021 beschloss der Regierungsrat eine Verlängerung der 
Geltungsdauer des Regierungsratsbeschlusses vom 12. Februar 2021 bis 1. Oktober 
2021. Mit Mitteilung vom 13. September 2021 informierte die Schule C.________ die 
Erziehungsberechtigten über das weitere Vorgehen und die Kommunikationswege in 
Sachen Corona und wies darauf hin, dass es im Moment kaum positive Fälle in einzelnen 
Klassen gäbe, dies aber – wie das in anderen Gemeinden der Fall sei – sehr schnell 
ändern könne.

Am Montag, dem 13. September 2021, wurden in der Klasse D.________ der 
Sekundarstufe in C.________ – der Klasse von A.________ – Reihentests durchgeführt. 
A.________ liess sich nicht testen. Am 14. September 2021 erhielt das Contact Tracing 
des Kantons Zug die Meldung, dass ein Test einer Schülerin positiv auf SARS-CoV-2 
ausgefallen sei. Da A.________ am 13. und 14. September 2021 dieselbe Klasse wie die 
positiv getestete Schülerin besuchte und auf eine Teilnahme an den Reihentests 
verzichtet hatte, ordnete das Contact Tracing am späten Nachmittag des 14. Septembers 
2021 telefonisch die Quarantäne gegenüber A.________ an. Die Quarantänedauer wurde 
ab dem Zeitpunkt des letzten Kontaktes am 14. September 2021 berechnet und für zehn 
Tage bis am 24. September 2021 festgelegt. Eine schriftliche Bestätigung betreffend die 
Anordnung der Quarantäne wurde der Mutter von A.________, B.________, am 
16. September zugestellt und einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
entzogen.

B. Gegen diese Verfügung liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
durch ihre Mutter B.________ am 17. September 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

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Urteil V 2021 67

einreichen und fordern, die Quarantäne vom 14. September 2021 sei sofort aufzuheben. 
Es sei superprovisorisch anzuordnen, dass dieser Beschwerde aufschiebende Wirkung 
zukomme. Hilfsweise sei der Vorinstanz eine Frist von zwei Tagen anzusetzen, um zu 
diesem Antrag Stellung zu nehmen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der Vorinstanz. Im Wesentlichen machte die Beschwerdeführerin eine 
unvollständige Feststellung des Sachverhalts geltend, da ihr nicht mitgeteilt worden sei, 
wo der enge Kontakt von ihr mit der infizierten Person stattgefunden habe. B.________ 
habe als Erziehungsberechtigte und Unterschriftsberechtigte kein unterzeichnetes 
Formular eingereicht, worin sie einer Quarantäne zustimme. Es hätte geprüft werden 
müssen, ob eine weniger einschneidende Massnahme ausreichend und geeignet wäre. 
Zudem werde die Verhältnismässigkeit der Anordnung einer Kontaktquarantäne bei 
sinkender bis stagnierender Inzidenz in sieben Tagen im Kanton Zug angezweifelt.

C. Am 20. September 2021 wies der Kammervorsitzende nach kursorischer Prüfung 
der Sach- und Rechtslage, nämlich der Voraussetzungen zur Anordnung der Quarantäne 
und unter Hinweis auf die Möglichkeit, die Quarantäne mittels Vorlage eines negativen 
PCR- oder Antigen-Tests bereits am 21. September 2021 beenden zu können, das 
Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab.

D. Am 22. Oktober 2021 reichte das Amt für Gesundheit (AFG) seine Stellungnahme 
ein. Darin äusserte es sich zunächst dazu, dass die Entscheidung, wann ein enger 
Kontakt zu einer infizierten Person (nachfolgend: Indexperson) bestehe oder nicht, im 
Ermessen der zuständigen Behörde liege. Der enge Kontakt lasse sich demzufolge darauf 
zurückführen, dass die Indexperson und die Beschwerdeführerin am 13. und 
14. September 2021 dieselbe Schulklasse besucht und sich über mehrere Lektionen 
hinweg im selben Schulzimmer aufgehalten hätten. Eine Verzichtserklärung spiele für die 
Anordnung der Quarantäne keine Rolle. Die von der Beschwerdeführerin geltend 
gemachte stagnierende, bestenfalls sinkende Sieben-Tage-Inzidenz sei bei der 
Anordnung einer Kontaktquarantäne irrelevant. Die Voraussetzungen, wann eine 
Kontaktquarantäne angeordnet werden müsse, ergäben sich aus dem Bundesrecht. 
Selbst bei sehr geringen Fallzahlen müsse eine Kontaktquarantäne angeordnet werden, 
wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt seien.

E. Das Gericht leitete die Stellungnahme des AFG der Beschwerdeführerin weiter, 
woraufhin sich diese jedoch nicht mehr äusserte. Auf die jeweiligen Ausführungen in den 
Rechtsschriften ist – soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen.

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Urteil V 2021 67

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden 
die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit sich ihre Entscheide auf 
Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder 
das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Gemäss § 56 Abs. 2 des Gesetzes über das 
Gesundheitswesen im Kanton Zug (Gesundheitsgesetz, GesG; BGS 821.1) leitet die 
Kantonsärztin oder der Kantonsarzt die Massnahmen gegen übertragbare Krankheiten 
nach diesem Gesetz oder der Bundesgesetzgebung, namentlich dem Bundesgesetz über 
die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz). Die 
Verfügung des Kantonsarztes stützt sich vorliegend auf Art. 35 des Bundesgesetzes über 
die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz, EpG; SR 
818.101) und Art. 3d [recte: Art. 7 Abs. 1] Covid-19-Verordnung besondere Lage (in der 
Fassung vom 13. September 2021; SR 818.101.26). Paragraph 66 Abs. 2 GesG sieht 
zwar den Weiterzug u.a. von Entscheiden von Amtsstellen und Amtspersonen, die der 
Gesundheitsdirektion unterstellt sind – wie die Kantonsärztin bzw. der Kantonsarzt bzw. 
das AFG, welchem die Kantonsärztin bzw. der Kantonsarzt vorsteht –, an den 
Regierungsrat vor. Dieser Rechtsmittelweg bezieht sich allerdings gemäss überzeugender 
Auslegungspraxis ungeachtet der unterbliebenen Einschränkung gleich wie derjenige von 
Absatz 1 lediglich auf Entscheide gestützt auf das Gesundheitsgesetz und dazugehörige 
Verordnungen, d.h. kantonales Recht. Die Verfügungen des AFG, die sich wie vorliegend 
auf das Epidemiengesetz und die Covid-19-Verordnung besondere Lage als Bundesrecht 
stützen, können somit gemäss § 66 Abs. 2 GesG i.V.m. § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG direkt 
beim Verwaltungsgericht angefochten werden.

1.2 Gemäss § 62 Abs. 1 VRG ist zur Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
berechtigt, wer (a) vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit 
zur Teilnahme erhalten hat, (b) durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass 
besonders berührt ist und (c) ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung hat. Im Allgemeinen ist ein Interesse im Sinne dieser Bestimmung nur 
schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer nicht bloss beim Einreichen der Beschwerde, 

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Urteil V 2021 67

sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung ein aktuelles praktisches Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (BGE 111 Ib 56 
E. D.________). Das Bundesgericht verzichtet aber bei der Prüfung der 
Eintretensvoraussetzungen praxisgemäss ausnahmsweise auf das Erfordernis des 
aktuellen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen jeweils unter 
gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können, ohne dass im Einzelfall 
rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung stattfinden könnte (BGE 137 I 23 E. 1.3.1; 136 II 
101 E. 1.1; 135 I 79 E. 1.1; 128 II 34 E. 1b; 126 I 250 E. 1b). Vorliegend dauerte die am 
14. September 2021 angeordnete Quarantäne bis am 24. September 2021. Einer 
allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Das aktuelle 
praktische Interesse an der Aufhebung der Quarantäneverfügung war somit bei der 
Einreichung der Beschwerde am 17. September 2021 zwar noch gegeben, zum Zeitpunkt 
der Urteilsfällung ist es aber offensichtlich nicht mehr vorhanden. Vorliegend ist aber 
festzustellen, dass die Anordnung der Quarantäne vor dem Hintergrund der seit Februar 
2021 laufenden Reihentests an den Zuger Schulen erfolgte. Die sich in der Beschwerde 
aufgeworfene Rechtsfrage der Rechtmässigkeit der Anordnung einer Kontaktquarantäne 
im Falle eines Kontakts im Schulrahmen mit einer positiv getesteten Person bei 
vorgängigem Verzicht auf die Teilnahme an Reihentests kann sich während der 
Geltungsdauer von Bestimmungen über die Anordnung einer Quarantäne immer wieder 
stellen. Da es zudem die kurze Quarantänedauer (zehn Tage; vgl. Art. 8 Abs. 1 Covid-19-
Verordnung besondere Lage gemäss der zum Zeitpunkt der Quarantäne der 
Beschwerdeführerin geltenden Fassung) in der Regel kaum je erlaubt, diese Frage einer 
rechtzeitigen Prüfung auf dem Rechtsmittelweg zu unterziehen, sieht das Gericht in 
Übereinstimmung mit der höchstrichterlichen Praxis im vorliegenden Fall vom Erfordernis 
des aktuellen Interesses ab.

Die Beschwerde wurde am 17. September 2021 und somit fristgerecht eingereicht. Sie 
entspricht schliesslich den wenigen an eine Laienbeschwerde gestellten formellen 
Anforderungen. Da sämtliche Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist die Beschwerde 
zu prüfen. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.

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Urteil V 2021 67

2.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung sowie jede 
für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden (§ 63 Abs. 1 und Abs. 2 VRG). In besonderen Fällen, namentlich bei 
Beschwerden im Sinne von § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG, kann vor Verwaltungsgericht auch die 
unrichtige Handhabung des Ermessens gerügt werden (§ 63 Abs. 3 VRG). Im 
vorliegenden Fall ficht die Beschwerdeführerin eine sich auf Bundesrecht stützende, direkt 
vor Verwaltungsgericht anfechtbare Verfügung des Amts für Gesundheit an (§ 61 Abs. 1 
Ziff. 1 VRG). Dementsprechend steht dem Verwaltungsgericht eine umfassende Kognition 
im Sinne einer Rechts-, Sachverhalts- und Ermessensüberprüfung zu.

2.2 Die Beschwerdeführerin stellt die Rechtmässigkeit der Verfügung der 
Kontaktquarantäne von ihr vor dem Hintergrund der Nichtteilnahme an den vom 
Regierungsrat beschlossenen Reihentests in den Zuger Schulen in Frage. Darüber hinaus 
macht sie Ausführungen, welche das Vorgehen der Schule im Zusammenhang mit dem 
Verzicht auf die Teilnahme an Reihentests respektive der darauffolgenden zehntägigen 
Kontaktquarantäne mit der Möglichkeit der Beendigung dieser mittels eines negativen 
PCR- oder Antigen-Tests am siebten Tag der Quarantäne bemängeln. Im 
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse 
zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig 
verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die 
Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt 
fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 413 E. 1). 
Beschwerdegegenstand bildet vorliegend die Verfügung des AFG vom 14. September 
2021, in welcher einzig eine zehntägige Quarantäne für die Beschwerdeführerin 
angeordnet wurde. Zu prüfen ist somit allein die Rechtmässigkeit der Anordnung der 
Quarantäne durch das AFG, wozu allenfalls auch auf weitere Argumente der 
Beschwerdeführerin einzugehen ist, soweit sie damit zusammenhängen.

3. In Bezug auf die strittige Verfügung des AFG macht die Beschwerdeführerin die 
unvollständige Feststellung des Sachverhalts geltend und sinngemäss die Nichterfüllung 
der Voraussetzungen für die Anordnung der Quarantäne, da ihr vom Kantonsarzt nicht 
mitgeteilt worden sei, wo der enge Kontakt von ihr mit der infizierten Person stattgefunden 
habe. Als enger Kontakt seien ein solcher von mindestens 15 Minuten (einmalig oder 
kumulativ) in einem Abstand von weniger als 1,5 m zu der infizierten Person definiert. 
Gemäss dem Schutzkonzept der Schule C.________ werde das Miteinander der 

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Urteil V 2021 67

Schülerinnen und Schüler im schulischen Setting nicht als enger Kontakt definiert. Die 
Abstandsregeln würden zwischen den Erwachsenen sowie zwischen Erwachsenen und 
Kindern/Jugendlichen gelten. Im Weiteren hält die Beschwerdeführerin fest, dass 
B.________ als Erziehungsberechtigte und Unterschriftsberechtigte kein unterzeichnetes 
Formular eingereicht habe, worin sie einer Quarantäne zustimme.

3.1 Nach Art. 35 Abs. 1 lit. a EpG kann eine Person, die krankheitsverdächtig oder 
ansteckungsverdächtig ist, unter Quarantäne gestellt werden, wenn die medizinische 
Überwachung nicht genügt. Angeordnet wird eine entsprechende Massnahme durch die 
zuständige kantonale Behörde (Art. 31 Abs. 1 EpG). Die Massnahme darf nur so lange 
dauern, wie es notwendig ist, um die Verbreitung einer übertragbaren Krankheit zu 
verhindern und eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit Dritter abzuwenden (Art. 31 
Abs. 4 EpG). Wie bereits erwähnt leitet nach der kantonalen Gesetzgebung (§ 56 Abs. 2 
GesG) die Kantonsärztin oder der Kantonsarzt die Massnahmen gegen übertragbare 
Krankheiten nach dem GesG und der Bundesgesetzgebung, namentlich dem 
Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen 
(Epidemiengesetz). Die gesetzliche Grundlage für die angeordnete Massnahme ist 
deshalb gegeben und die Anordnung von der zuständigen Behörde (Kantonsarzt bzw. 
AFG) erlassen worden.

3.2 Artikel 7 Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage (in der Fassung vom 
13. September 2021) regelt die Anordnung der Kontaktquarantäne und legt die dafür 
erforderlichen Voraussetzungen fest. Danach stellt die zuständige kantonale Behörde 
Personen unter Kontaktquarantäne, die in einem der folgenden Zeiträume engen Kontakt 
hatten mit: 

a. einer Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt oder wahrscheinlich ist 
und die symptomatisch ist: in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der 
Symptome und bis 10 Tage danach; 

b. einer Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt ist und die 
asymptomatisch ist: in den letzten 48 Stunden vor der Probenentnahme und bis 
zur Absonderung der Person.

3.3 Gemäss den Erläuterungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Covid-
19-Verordnung besondere Lage, Stand 10. Dezember 2021, (fortan: Erläuterungen) liegt 
ein enger Kontakt vor, wenn zwischen der Person, deren Covid-19-Erkrankung bestätigt 
oder wahrscheinlich ist, und einer anderen Person während mehr als 15 Minuten ein 

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Kontakt von weniger als 1,5 Metern Abstand besteht, ohne dass geeignete 
Schutzmassnahmen ergriffen werden. Wenn die drei Voraussetzungen eines engen 
Kontakts, das heisst geringer Abstand, längerer Zeitraum und Fehlen geeigneter 
Schutzmassnahmen, nur teilweise erfüllt sind, kann die Bewertung der Risikoparameter 
trotzdem auf eine Exposition mit hohem Risiko hindeuten. Dies kann insbesondere dann 
der Fall sein, wenn der Kontakt in einem geschlossenen und schlecht belüfteten Raum 
stattfand. Es ist Sache der zuständigen kantonalen Behörde zu entscheiden, ob eine 
solche Exposition im konkreten Fall als enger Kontakt im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Covid-
19-Verordnung besondere Lage zu werten ist und damit eine Quarantäne für die 
betroffene Person angezeigt ist (Erläuterungen S. 8 f.). Dieses Ermessen hat der 
Kantonsarzt vorliegend ausgeübt. Das AFG führt in seiner Stellungnahme vom 
22. Oktober 2021 aus, dass seine Ermessensentscheidung auf dem Zusammenspiel der 
folgenden Kriterien beruhe: Die Beschwerdeführerin und die Indexperson hätten am 13. 
und 14. September 2021 dieselbe Schulklasse besucht und sich über mehrere Lektionen 
hinweg im selben Schulzimmer aufgehalten. Im eng begrenzten Raum eines 
Klassenzimmers bestehe eine hohe Dynamik; die Schülerinnen und Schüler sprächen viel 
(Aerosolbildung), bewegten sich im Raum, würden unter Umständen ihre Pausen im 
Klassenzimmer verbringen und hätten beim Betreten oder Verlassen des Raumes sehr 
nahen Kontakt. Das Kriterium der 15 Minuten sei kumulativ – also über den ganzen Tag 
verteilt – zu verstehen. Nach Ermessen der zuständigen Behörde habe die 
Beschwerdeführerin in den letzten 48 Stunden vor der Probeentnahme und bis zur 
Absonderung der Person in engem Kontakt mit einer Person gestanden, deren 
Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt worden sei.

3.4 Die Beschwerdeführerin moniert, dass Dr. med. Hauri ihr nicht mitgeteilt habe, wo 
der enge Kontakt von ihr mit der infizierten Person stattgefunden habe. Sollte sie damit 
das Bestehen der Voraussetzungen für einen engen Kontakt bezweifeln, so ist 
festzustellen, dass der enge Kontakt weder von ihr widerlegt noch vom AFG bewiesen 
werden kann. Im Sinne der Berücksichtigung aller Risikoparameter misst das AFG jedoch 
dem geschlossenen Schulzimmer und der hohen Dynamik der schulischen Verhältnisse 
zu Recht eine grosse Bedeutung bei. Diese Argumente beziehen sich ebenfalls auf den 
räumlichen Aspekt und vermögen die allenfalls tatsächlich nicht erfüllten 
Abstandsvorgaben zu kompensieren. Das AFG hat somit in Berücksichtigung der 
Dynamiken einer Schulklasse in einem geschlossenen Schulzimmer und der Bedeutung 
der Aerosole für die Ansteckung mit dem Covid-19-Virus das ihm eingeräumte Ermessen 

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richtig ausgeübt, weshalb die Voraussetzung eines engen Kontakts mit der Indexperson 
zu bejahen ist.

3.5 Betreffend das von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Schutzkonzept der 
Schule C.________, das besagt, dass das Miteinander der Schülerinnen und Schüler im 
schulischen Setting nicht als enger Kontakt definiert werde, entgegnet das AFG in seiner 
Stellungnahme vom 22. Oktober 2021 Folgendes: Diese Formulierung könne einzig so 
gemeint sein, dass Schülerinnen und Schüler im schulischen Setting keinen 
Mindestabstand einzuhalten haben, nicht aber, dass auch bei engem Kontakt von 
Schülerinnen und Schülern eine Virusübertragung nicht möglich sei. Diese Erläuterung 
des AFG ist korrekt und die einzig sinnvolle, da eine Virusübertragung bei engem Kontakt 
gemäss BAG (vgl. E. 3.3) von Schülerinnen und Schülern möglich ist. Jedoch lässt der 
Mindestabstand von 1,5 m, der gemäss den Erläuterungen des BAG Teil der Definition 
des engen Kontaktes ist, sich im Schulzimmer nicht immer einhalten, wie dies vom AFG 
bereits dargelegt wurde. Ein anderes Verständnis dieser Formulierung ist nicht möglich. Im 
Weiteren stützt sich das AFG bei der Anordnung der Kontaktquarantäne auf die 
gesetzlichen Grundlagen von Art. 35 EpG und Art. 7 Abs. 1 Covid-19-Verordnung 
besondere Lage. Das Schutzkonzept der Schule C.________ ist somit keine Grundlage 
für eine Kontaktquarantäne, und die Beschwerdeführerin kann daraus – auch wenn 
missverständlich formuliert – nichts vom massgebenden Bundesrecht Abweichendes 
ableiten.

Dasselbe hat für das Formular zu gelten, das B.________ als Erziehungsberechtigte und 
Unterschriftsberechtigte nicht eingereicht hatte. Dieses Formular dient weder als 
Grundlage für die Kontaktquarantäne noch als Rechtfertigung einer Ausnahme einer 
Anordnung von einer Kontaktquarantäne. Es besteht keine Wahl- bzw. 
Zustimmungsfreiheit für eine Kontaktquarantäne, sondern diese beruht auf einer 
gesetzlichen Grundlage und wird nach dem Ermessen des Kantonsarztes angeordnet (vgl. 
E. 3.3). Dem Formular kommt vielmehr rein informativer Charakter zu, nämlich dass die 
Schülerin oder der Schüler auf die Teilnahme an den Reihentests verzichte, woraus die 
Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten betreffend die Anordnung der 
Kontaktquarantäne ableiten kann (vgl. VGer ZG V 2021 29 vom 26. Oktober 2021 E. 4.2.4 
f.).

3.6 Die Beschwerdeführerin macht unter Hinweis auf Art. 36 BV geltend, dass hätte 
geprüft werden müssen, ob eine weniger einschneidende Massnahme ausreichend und 

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Urteil V 2021 67

geeignet wäre. In anderen Kantonen werde es den Jugendlichen, die von den Reihentests 
dispensiert seien, ermöglicht, bei einem positiven Fall in der Poolprobe einen einmaligen 
Spucktest zu tätigen und bei negativem Resultat wieder am Schulunterricht teilzunehmen, 
ohne eine zehntägige Quarantäne mit Verzicht auf Fernunterricht. Auch dort sei es 
möglich, mit Dispens auf die Reihentestungen zu verzichten.

3.6.1 Das AFG bringt dagegen vor, dass sich die Umsetzung des Zuger Konzepts 
bewährt habe und auch von anderen Kantonen übernommen worden sei. Im Kanton Zug 
sei es den Schülerinnen und Schülern, welche auf die Teilnahme an den Tests verzichtet 
hätten, möglich, die Quarantäne am siebten Tag zu beenden, indem sie ein negatives 
Testergebnis vorlegten. Grund dafür sei einerseits die unterschiedliche Inkubationszeit bei 
einer Infektion mit SARS-CoV-2, die zwar in den meisten Fällen ungefähr fünf Tage 
betragen würde, gelegentlich kürzer sei, aber auch bis zu zwei Wochen dauern könne. 
Andererseits könne eine Infektion zumeist erst mehrere Tage nach einem Risikokontakt 
durch einen Test festgestellt werden. Im Regelfall sei das Virus frühestens am dritten oder 
vierten Tag nach der Infektion und ungefähr ein bis zwei Tage vor den ersten Symptomen 
nachweisbar. Daher sei es nicht sinnvoll, eine Person unmittelbar nach dem Kontakt mit 
einer infizierten Person einmalig zu testen. Personen, die an den Reihentests teilnehmen 
würden, würden während der gesamten Dauer der potentiellen Inkubationszeit 
regelmässig getestet; eine allfällige Infektion würde daher schnell entdeckt werden, selbst 
wenn der Symptombeginn besonders früh oder besonders spät erfolgt sei. Bei Personen 
hingegen, die an der Reihentests nicht teilnehmen würden, sei dies nicht sichergestellt. 
Für sie sei deshalb – unter Berücksichtigung der genannten Zeiträume – festgelegt 
worden, dass sie am siebten Tag nach dem Risikokontakt die Quarantäne durch einen 
einmaligen Test beenden könnten. Es genüge dafür ein PCR- oder ein Antigen-Test.

3.6.2 Die Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel zu erreichen. Das Element der Geeignetheit dient der Prüfung der 
Präzision staatlichen Handelns. Ungeeignet ist eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel 
vorbeischiesst, d.h. keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet 
oder die Erreichung dieses Zwecks sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist also die 
Zwecktauglichkeit einer Massnahme (BGE 144 I 126 E. 8.1; 137 IV 249 E. 4.5.2; 136 I 29 
E. 4.4. f.; 130 I 140 E. 5.3.6). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist bei der 
Beurteilung der Eignung grosszügig und sondert nur diejenigen Massnahmen aus, die sich 
als völlig ungeeignet zur Zielerreichung erweisen. Gemäss dem Bundesgericht genügt für 
die Eignung einer Massnahme, dass diese mit Blick auf den angestrebten Zweck 

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Urteil V 2021 67

Wirkungen zu entfalten vermag und nicht gänzlich daran vorbeizielt (vgl. BGE 144 I 126 E. 
8.1; 135 II 105 E. 2.3.3; 132 I 7 E. 4.2; 130 II 425 E. 5.4.1 in: Pra 94 [2005] Nr. 71, S. 550 
f.; VGer ZG V 2021 29 vom 26. Oktober 2021 E. 4.2.3.1; Häfelin/Müller/Uhlmann, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 522).

Die Anordnung der Quarantäne muss vorliegend dazu beitragen, das Infektionsgeschehen 
einzudämmen und die Überbelastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Dem AFG 
ist zu folgen, dass eine Quarantäne geeignet ist, eine weitere Verbreitung des Virus zu 
verhindern, da sich die mit dem Virus in Kontakt gekommenen Personen von allen 
anderen distanzieren. Bei der Quarantäne handelt es sich um eine allgemein 
epidemiologisch anerkannte Form, die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten zu 
verhindern. Auch das EpG ordnet den vorliegend einschlägigen Art. 35 betreffend 
Quarantäne und Absonderung unter den Massnahmen zur Bekämpfung übertragbarer 
Krankheiten ein. Die Anordnung einer Quarantäne fördert somit die angestrebten 
öffentlichen Interessen sowie den Grundrechtsschutz Dritter und ist somit eine geeignete 
Massnahme gegen die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2.

3.6.3 Erforderlich ist eine Einschränkung der Grundrechte, wenn das angestrebte 
Ergebnis nicht durch weniger einschneidende Massnahmen erreicht werden könnte und 
die Einschränkung nicht über das angestrebte Ziel hinausgeht (BGE 146 I 70 E. 6.4.2). 
Der Eingriff darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und persönlicher Hinsicht nicht 
einschneidender sein als notwendig (BGE 142 I 49 E. 9.1; 126 I 112 E. 5b).

Das AFG führt in Bezug auf die Erforderlichkeit der Quarantäne für die 
Beschwerdeführerin zutreffend aus, dass ein milderes Mittel bei einer Ansteckung mit 
SARS-CoV-2 in der Klasse, um eine allfällige Infektion schnell zu entdecken – repetitive 
Reihentests während der gesamten Dauer der potentiellen Inkubationszeit –, zwar 
vorhanden ist, dies jedoch bei Personen, die an den Reihentests nicht teilnehmen, nicht 
sichergestellt sei. Zudem weist das AFG zu Recht auf die Möglichkeit hin, die Quarantäne 
durch einen einmaligen Test am siebten Tag beenden zu können, wofür ein PCR- oder ein 
Antigen-Test genüge. Eine mildere Massnahme, die zum gleichen Ergebnis führen würde, 
ist vorliegend also nicht ersichtlich, wobei es der Beschwerdeführerin freisteht, am siebten 
Tag einmalig einen PCR- oder einen Antigen-Test durchzuführen und bei negativem 
Resultat die Quarantäne zu beenden.

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Urteil V 2021 67

Zeitlich, räumlich und persönlich ist die Anordnung einer Kontaktquarantäne im vorliegend 
zu beurteilenden Umfang unbedenklich: Die Quarantäne erstreckt sich auf die damals 
gesetzlich vorgesehenen zehn Tage ab dem Kontakt mit der Person, deren Ansteckung 
mit SARS-CoV-2 bestätigt oder wahrscheinlich ist (Art. 7 Abs. 1 Covid-19-Verodnung 
besondere Lage), und nur auf die einzelne Schülerin, deren Ansteckung mit dem Virus mit 
der Folge von dessen Verbreitung als möglich erscheint. Die Anordnung der Quarantäne 
im vorliegenden Fall erweist sich somit als erforderlich.

Im Weiteren ist anzumerken, dass das Gericht mit Urteil V 2021 29 vom 26. Oktober 2021 
die Anordnung einer Kontaktquarantäne bereits auf die Rechtmässigkeit der 
Einschränkung von diversen Grundrechten gestützt auf den Regierungsratsbeschluss vom 
12. Februar 2021 überprüft und als rechtmässig beurteilt hat (vgl. VGer ZG V 2021 29 vom 
26. Oktober 2021 E. 4).

3.6.4 Die Zumutbarkeit einer geeigneten und erforderlichen Massnahme lässt sich 
bejahen, wenn zwischen der konkreten Grundrechtsbeeinträchtigung und den mit dieser 
Einschränkung konkret verfolgten Interessen ein vernünftiges Verhältnis besteht (BGE 146 
I 70 E. 6.4.3). Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist beispielsweise ein Schulausschluss 
aus disziplinarischen Gründen nur verhältnismässig, wenn er in keinem Fall zwölf Wochen 
übersteigt (BGE 129 I 12 E. 10.4). Die vorliegend angeordnete Quarantäne stellt einen 
leichten Grundrechtseingriff dar (vgl. VGer ZG V 2021 29 vom 26. Oktober 2021 E. 4.1.2). 
Sie dauert effektiv nur maximal acht Schultage, während welchen die Beschwerdeführerin 
mit dem Unterrichtsmaterial versorgt wird. Die Rechtsposition der Beschwerdeführerin 
kann unter diesen Umständen nicht stark beeinträchtigt werden. Im Verhältnis zum 
öffentlichen Interesse am Schutz der Gesundheit der Bevölkerung – welches unter den 
übrigen öffentlichen Interessen sehr hoch gewichtet wird – erweist sich die Anordnung der 
Quarantäne zweifelsfrei als zumutbar. Eine Quarantäne stellt objektiv gesehen eine 
anerkannte und gesetzlich verankerte Massnahme zur Bekämpfung von Epidemien dar 
(vgl. E. 3.6.2). Wie vorne ausgeführt, kann die Beschwerdeführerin auch die 
Rechtmässigkeit der angeordneten Quarantäne nicht beanstanden (E. 3.1 ff.). Es besteht 
keine Garantie, dass die Beschwerdeführerin keine Virenträgerin ist bzw. gewesen ist. Vor 
dem Hintergrund der Wichtigkeit der Pandemieeindämmung ist bzw. war es ihr zweifellos 
zumutbar, ein solches Risiko mit der angefochtenen Massnahme zu verringern.

Es ist daher festzuhalten, dass die angeordnete Quarantäne zur Eindämmung der 
Pandemie geeignet, erforderlich und nach Abwägung aller Umstände für die 

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Urteil V 2021 67

Beschwerdeführerin zumutbar und somit verhältnismässig war. Der Pflicht, sich der zu 
Recht angeordneten Quarantäne zu unterziehen, konnte sich die Beschwerdeführerin 
auch nicht mit dem Hinweis auf das Vorgehen in anderen Kantonen entziehen.

4. Ebenfalls wird von der Beschwerdeführerin die Verhältnismässigkeit der 
Anordnung der Quarantäne bei sinkender bis stagnierender Inzidenz in sieben Tagen im 
Kanton Zug kritisiert. Zudem verweist sie auf die Statistik der im Kanton Zug im Spital 
Hospitalisierten.

4.1 Das AFG erachtet in seiner Stellungnahme vom 22. Oktober 2021 die Sieben-
Tage-Inzidenz bei der Anordnung einer Kontaktquarantäne als irrelevant. Die 
Voraussetzungen, wann eine Kontaktquarantäne angeordnet werden müsse, würden sich 
aus dem Bundesrecht ergeben. Selbst bei sehr geringen Fallzahlen müsse eine 
Kontaktquarantäne angeordnet werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt 
seien. Bei Personen, die nicht an den Reihentests teilnehmen möchten, bleibe die 
Quarantäneanordnung die einzige Möglichkeit, um zu verhindern, dass andere Personen 
einer allfälligen Infektionsgefahr ausgesetzt würden. Das Verhältnismässigkeitsgebot sei 
bei der Ausgestaltung der Massnahme berücksichtigt worden, zumal in der Verfügung vom 
15. September 2021 explizit festgehalten worden sei, dass es der Beschwerdeführerin 
möglich sei, die Quarantäne am 21. September 2021 mit Vorliegen eines negativen PCR- 
oder Antigen-Tests vorzeitig zu beenden.

4.2 Die Kontaktquarantäne dient, wie in Erwägung 3.6 bereits ausgeführt, dazu, das 
Infektionsgeschehen einzudämmen und die Überlastung des Gesundheitswesens zu 
verhindern. In der oben genannten Erwägung wurde denn auch die Verhältnismässigkeit 
dieser Massnahme geprüft und bejaht, worauf hier verwiesen wird. Die gesetzlichen 
Grundlagen, auf die sich die Anordnung der Kontaktquarantäne stützt (Epidemiengesetz 
und Covid-19-Verordnung besondere Lage), sehen für diese Anordnung keine Ausnahme 
vor in Bezug auf eine aktuelle, möglicherweise sinkende oder stagnierende Inzidenz. In 
Anbetracht des Zwecks der Kontaktquarantäne wäre dies gar widersprüchlich, dient diese 
doch gerade dazu, eine stagnierende bis sinkende Inzidenz herbeizuführen und 
beizubehalten. Die Anordnung einer Quarantäne fördert die angestrebten öffentlichen 
Interessen sowie den Grundrechtsschutz Dritter. Es kann demnach der 
Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie versucht, aus von ihr errechneten 
Prozentzahlen betreffend die aktuelle Lage der Inzidenz im Kanton Zug die 
Verhältnismässigkeit ihrer Kontaktquarantäne infrage zu stellen.

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5. Nach dem Gesagten bleibt festzuhalten, dass die Voraussetzungen der 
Anordnung der Quarantäne nach Art. 7 Abs. 1 lit. a Covid-19-Verordnung besondere Lage 
vorliegend erfüllt sind. Das AFG hat sein Ermessen bei der Anordnung der Quarantäne 
richtig ausgeübt. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich 
die Kosten zu tragen (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Da die Beantwortung der von ihr aufge-
worfenen Fragen jedoch im öffentlichen Interesse liegt, wird in Anwendung von § 25, 
insbesondere lit. c, VRG auf die Erhebung von Kosten verzichtet. Eine 
Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen, weder der Beschwerdeführerin angesichts 
ihres Unterliegens (§ 28 Abs. 2 VRG) noch dem in seinem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegenden AFG (§ 28 Abs. D.________ VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Vertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel, mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung) und an das Amt für Gesundheit des Kantons Zug.

Zug, 13. Januar 2022

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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