# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5005a77-22d3-543f-bae7-97ed9f432d52
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-17
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 17.07.2019 BK 2019 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2019-280_2019-07-17.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 19 280

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. Juli 2019

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter J. Bähler, Ober-
richter Gerber
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Wechsel amtliche Verteidigung

Strafverfahren wegen Betrugs

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 13. Juni 2019 (EO 17 11369)

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Erwägungen:

1. Am 9. November 2017 eröffnete die Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-
Oberaargau (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) gegen A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) eine Strafverfahren wegen Betrugs, evtl. gewerbsmässig be-
gangen. Das Verfahren wurde mehrfach ausgedehnt. Nachdem die Beschwerde-
führerin auf entsprechendes Schreiben hin keine Wahlverteidigung bestellt hatte, 
setzte die Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2018 Rechtsanwältin B.________ als 
amtliche Verteidigerin ein. Die Beschwerdeführerin befindet sich seit dem 9. No-
vember 2018 in Untersuchungshaft (siehe dazu Beschluss des Obergerichts des 
Kantons Bern BK 19 204 vom 15. Mai 2019). In einem an die Staatsanwaltschaft 
gerichteten Brief vom 3. Juni 2019 beantragte die Beschwerdeführerin einen 
Wechsel der amtlichen Verteidigung. Mit Verfügung vom 13. Juni 2019 wies die 
Staatsanwaltschaft das Gesuch ab. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 
17. Juni 2019 Beschwerde und beantragte sinngemäss wiederum einen Anwalts-
wechsel. Am 2. Juli 2019 reichte Rechtsanwältin B.________ eine Stellungnahme 
ein, ohne jedoch einen Antrag zu stellen. In ihrer Stellungnahme vom 3. Juli 2019 
beantragte die Generalstaatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. Mit Replik vom 10. Juli 2019 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem 
Rechtsbegehren fest. 

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt wer-
den (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Strafprozessordnung [StPO; 
SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsre-
glements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin ist 
durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Inter-
essen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe bereits vor der ersten Haftverlänge-
rung von der Verteidigung verlangt, dass diese bei einer allfälligen Verlängerung 
der Untersuchungshaft eine Beschwerde einreichen soll. Rechtsanwältin 
B.________ habe sie aber erst nach Ablauf der Beschwerdefrist besucht. Die Be-
schwerde gegen die zweite Haftverlängerung habe sie nicht vorgängig im Entwurf 
zugestellt erhalten. Rechtsanwältin B.________ habe den Entwurf anlässlich eines 
Besuchs zwar mit ihr durchgesehen, doch sei es ihr nicht möglich gewesen, die Ak-
tenwidrigkeiten zu erkennen. Den Beschluss der Beschwerdekammer BK 19 204 
vom 15. Mai 2019 habe sie erst zehn Tage nach Versand durch die Verteidigung 
erhalten. Seither sei sie durch die Verteidigerin nicht mehr besucht worden. Die 
Verfahrensschritte seien mit ihr nicht regelmässig besprochen worden. Während 
der vier Besuche innert sieben Monaten Haft sei es nicht möglich gewesen, ein 
Vertrauensverhältnis aufzubauen. Ferner führt die Beschwerdeführerin aus, trotz 
der Schlusseinvernahme vom 28. März 2019 habe sie immer noch keine Anklage 
erhalten, was die Frage nach einer Rechtsverzögerung aufwerfe.

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4. Rechtsanwältin B.________ führt aus, wegen des Mandatsverhältnisses könne sie 
nicht im Detail auf die Vorwürfe eingehen. Im erwähnten Beschluss des Oberge-
richts des Kantons Bern, E. 4.3, werde ihr Aktenwidrigkeit vorgeworfen, indem sie 
behauptet habe, der Kanton Luzern wolle den Strafvollzug nicht vollziehen. Sie ha-
be diese Behauptung indes nie aufgestellt. Sie habe in der Beschwerde auf S. 10, 
letzter Absatz, ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe es bisher nie abgelehnt, 
die Ersatzfreiheitsstrafe aus den umgewandelten Urteilen der Staatsanwaltschaft 
Sursee zu vollziehen. Es sei vielmehr so, dass diese Option von Seiten der Staats-
anwaltschaft (gemeint gewesen sei die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, 
nicht die Staatsanwaltschaft Sursee) abgelehnt worden sei, weil die Beschwerde-
führerin so die Möglichkeit gehabt hätte, die Strafe durch Darlehen Dritter abzuzah-
len. Dies sei von der Beschwerdekammer falsch verstanden worden. 

5. Die Generalstaatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, es lägen weder objektive 
Gründe für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung vor noch sei eine erhebliche 
Störung des Vertrauensverhältnis glaubhaft gemacht. 

6. In ihrer fünfseitigen Replik äussert sich die Beschwerdeführerin bloss in einzelnen 
Sätzen zum Streitgegenstand. Die übrigen Ausführungen betreffen die strafrechtli-
chen Vorwürfe. Soweit von Relevanz macht sie geltend, Rechtsanwältin 
B.________ habe den Antrag auf Wechsel von der Untersuchungshaft in den 
Strafvollzug in Luzern erst am 25. Juni 2019 – und somit spät – gestellt. Zudem 
hätte sie gegen den ersten Entscheid betreffend Verlängerung der Untersuchungs-
haft unbedingt Beschwerde erheben sollen. Damals wäre die Gutheissungschance 
höher gewesen als nach sechs Monaten Untersuchungshaft. Schliesslich habe 
Rechtsanwältin B.________ bei der Beschwerde gegen die zweite Haftverlänge-
rung wichtige Punkte nicht erwähnt.

7.

7.1 Gemäss Art. 134 Abs. 2 StPO überträgt die Verfahrensleitung die amtliche Vertei-
digung einer anderen Person, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der be-
schuldigten Person und ihrer amtlichen Verteidigung erheblich gestört oder eine 
wirksame Verteidigung aus anderen Gründen nicht mehr gewährleistet ist. Die Re-
gelung trägt dem Umstand Rechnung, dass eine engagierte und effiziente Verteidi-
gung nicht nur bei objektiver Pflichtverletzung der Verteidigung, sondern bereits bei 
erheblich gestörtem Vertrauensverhältnis beeinträchtigt sein kann. Dahinter steht 
die Idee, dass eine amtliche Verteidigung in jenen Fällen auszuwechseln ist, in de-
nen auch eine privat verteidigte beschuldigte Person einen Wechsel der Verteidi-
gung vornehmen würde. Wird die subjektive Sichtweise des Beschuldigten in den 
Vordergrund gestellt, bedeutet dies aber nicht, dass allein dessen Wunsch für ei-
nen Wechsel der Verteidigung ausreicht. Vielmehr muss die Störung des Vertrau-
ensverhältnisses mit konkreten Hinweisen belegt und objektiviert werden. Bei der 
Behandlung eines Gesuchs um Wechsel der amtlichen Verteidigung berücksichtigt 
die Verfahrensleitung, dass der amtliche Verteidiger nicht bloss das unkritische 
Sprachrohr seines Mandanten ist. Für einen Verteidigerwechsel genügt deshalb 
nicht, wenn die Verteidigung eine problematische, aber von der beschuldigten Per-
son gewünschte Verteidigungsstrategie nicht übernimmt, oder wenn sie nicht be-

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dingungslos glaubt, was die beschuldigte Person zum Delikt sagt, und das nicht 
ungefiltert gegenüber den Behörden vertritt. Gleiches gilt betreffend die Weigerung, 
aussichtslose Prozesshandlungen vorzunehmen. Beantragt die beschuldigte Per-
son einen Wechsel der amtlichen Verteidigung, hat sie die Gründe dafür nicht zu 
beweisen, aber glaubhaft zu machen (zum Ganzen BGE 138 IV 161 E. 2.4; RUCK-
STUHL, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 8 f. zu Art. 134 StPO; 
SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2018, N. 2 f. zu Art. 134 StPO).

7.2 Die Staatsanwaltschaft begründete einlässlich, weshalb die Voraussetzungen für 
einen Verteidigerwechsel nicht gegeben sind. Darauf sei vorab verwiesen: 
In ihrer Stellungnahme vom 12.06.2019 […] teilte Rechtsanwältin B.________ innerhalb der ihr erteil-
ten Frist mit, dass das Vertrauensverhältnis zwischen ihr und der Beschuldigten absolut intakt sei. 
Chancen und Risiken eines jeden (möglichen) Verfahrensschrittes seien mit Frau A.________ regel-
mässig und zeitgerecht besprochen worden. Die Beschwerde ans Obergericht sei Frau A.________ 
im Entwurf zugestellt und anlässlich des Besuches vom 02.05.2019 im Regionalgefängnis Thun ge-
meinsam überarbeitet worden, bevor er fertiggestellt und eingereicht worden sei. Der Beschluss des 
Obergerichts vom 15.05.2019 sei am 16.05.2019 bei Rechtsanwältin B.________ eingegangen und 
sei angesichts der laufenden Rechtsmittelfrist gleichentags an Frau A.________ weitergeleitet wor-
den. Nach detaillierter Prüfung habe sie Frau A.________ mit Schreiben vom 31.05.2019 die Ein-
schätzung des Beschlusses mitgeteilt. Nach Auffassung von Rechtsanwältin B.________ dürfte sich 
dieses Schreiben mit dem Antrag von Frau A.________ auf Wechsel der amtlichen Verteidigung vom 
03.06.2019 überschnitten haben. Zum Wechsel der amtlichen Verteidigung kann auf BSK StPO 
(2. Auflage) Niklaus Ruckstuhl, Art. 134 StPO N 7 ff. verwiesen werden. Dort wird ausgeführt, dass 
das subjektive Empfinden der beschuldigten Person für einen Wechsel der amtlichen Verteidigung 
nicht ausreiche. Die gesetzlich vorgesehene erhebliche Störung des Vertrauensverhältnisses muss 
anhand konkreter Hinweise soweit objektiviert werden, dass diese nachvollziehbar werde. Solche 
Hinweise liegen im vorliegenden Fall weder aus Sicht der amtlichen Verteidigung noch aus Sicht der 
Staatsanwaltschaft vor. Auch die Beschuldigte bringt diesbezüglich nichts Konkretes/Substantiiertes 
vor. Der Wunsch von A.________ entspricht ganz offensichtlich ihrem subjektiven Empfinden und 
gründet nicht in einer Störung des Vertrauensverhältnisses zwischen ihr und Rechtsanwältin 
B.________. Es ist daher vorliegend nicht von einer erheblichen Störung des Vertrauensverhältnisses 
[…] auszugehen.   

7.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Es sind weder 
objektive noch subjektive Gründe für einen Verteidigungswechsel glaubhaft ge-
macht oder ersichtlich. Aus den beschwerdeführerischen Eingaben wird bloss deut-
lich, dass das Missbehagen im Wesentlichen durch die Dauer der Untersuchungs-
haft sowie die allgemeine Verfahrensdauer geprägt ist. Dass Rechtsanwältin 
B.________ für diese Dauer (mit-)verantwortlich wäre, ist indessen nicht erkenn-
bar. Weder die angeblichen zehn Tage für die Zustellung des Beschlusses der Be-
schwerdekammer vom 15. Mai 2019 noch die Dauer zwischen der Schlusseinver-
nahme und der nun angesetzten Frist nach Art. 318 StPO vermögen konkrete Hin-
weise auf eine objektivierte Störung des Vertrauensverhältnis zu liefern. Der Ver-
zicht von Rechtsanwältin B.________ auf eine Beschwerde gegen die erste Haft-
verlängerung ist ebenfalls kein Grund für einen Wechsel der amtlichen Verteidi-
gung. Wie gesehen, ist die Verteidigung nicht das unkritische Sprachrohr eines Be-
schuldigten. Diese kann nach sorgfältiger Abwägung der Erfolgsaussichten – und 

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gegen den Wunsch eines Beschuldigten – auf ein Rechtsmittel verzichten. Auch 
dass Rechtsanwältin B.________ der Beschwerdeführerin offen ihre Einschätzung 
der Erfolgschance eines Rechtsmittels mitteilte, ist nicht zu beanstanden. Mit Blick 
auf den erwähnten Beschlusses vom 15. Mai 2019 ist in keiner Art davon auszuge-
hen, dass bei einer Beschwerde gegen die erste Haftverlängerung Aussicht auf ein 
besseres Resultat bestanden hätte. Hierzu ist überdies anzufügen, dass verfah-
rensrechtliche Einwendungen frühzeitig zu erheben sind (vgl. Beschluss des Ober-
gerichts des Kantons Bern BK 18 418 vom 5. Oktober 2018, E. 3.3): Der Entscheid 
des Zwangsmassnahmengerichts, dessen fehlender Weiterzug die Beschwerde-
führerin nun beanstandet, datiert vom 13. Februar 2019. Es geht nicht an, diese 
Rüge erst jetzt – rund sechs Monate später – vorzubringen. Vielmehr weist sie wie-
derum auf die grundsätzliche Unzufriedenheit der Beschwerdeführerin in Bezug auf 
den Verlauf des gegen sie hängigen Strafverfahrens hin. 

Was die Beschwerde gegen die Haftverlängerung vom 25. April 2019 betrifft, so 
wies die Beschwerdekammer in ihrem Beschluss vom 15. Mai 2019 zwar tatsäch-
lich auf ein aktenwidriges Vorbringen der Verteidigung hin (siehe dort, E. 4.3 [dies 
zu Recht, denn es war nicht die Beschwerdekammer, die etwas «falsch verstan-
den» hat, sondern es war Rechtsanwältin B.________, die sich zumindest ungenau 
ausdrückte]). Dabei handelt es sich aber nicht um einen schwerwiegenden Fehler. 
Er wurde nicht als solcher gerügt und war eindeutig nicht der Grund für die Abwei-
sung der Beschwerde. Ebenfalls kann Rechtsanwältin B.________ nicht zum Vor-
wurf gereichen, dass sie eventuell nicht sämtliche in der Besprechung mit der Be-
schwerdeführerin thematisierten Punkte in die Beschwerdeschrift aufnahm. Dass 
dies kaum notwendig war, ergibt sich bereits aus der handschriftlichen Replik der 
Beschwerdeführerin vom 10. Juli 2019, welche wie erwähnt grossmehrheitlich am 
Streitgegenstand vorbeigeht. Im Weiteren hat die beschuldigte Person keinen An-
spruch darauf, von ihrer amtlichen Verteidigung alle Rechtsschriften im Entwurf 
vorgelegt zu erhalten. Es ist im Gegenteil als spezielle Dienstleistung zu erachten, 
dass Rechtsanwältin B.________ den Entwurf für die Beschwerdeschrift mit der 
Beschwerdeführerin anlässlich eines Besuchs durchgegangen ist. Ebenso kann 
Rechtsanwältin B.________ gegenüber nicht der Vorwurf erhoben werden, sie ha-
be sich zu wenig für eine beförderliche Behandlung des Falles oder die Haftentlas-
sung der Beschwerdeführerin eingesetzt. Sie hat im Haftverfahren stets innert der 
ihr gesetzten Fristen für die Beschwerdeführerin Stellung genommen und zudem 
die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 1. März 2019 zu einem möglichst ra-
schen Voranschreiten des Strafverfahrens gemahnt. Auch hat sie teilweise mehr-
fach auf die Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft repliziert, was für eine enga-
gierte Verteidigung spricht. Aus den vier Besuchen während sieben Monate Haft 
kann nichts zulasten von Rechtsanwältin B.________ abgeleitet werden. Schliess-
lich liegt es fern, dass sie den Antrag auf Wechsel von der Untersuchungshaft in 
den Strafvollzug in Luzern derart spät gestellt hätte, dass sich daraus ein Grund für 
einen Verteidigerwechsel ergeben könnte.

7.4 Zusammengefasst sind keine Anhaltspunkte glaubhaft gemacht, die einen Wechsel 
der amtlichen Verteidigung zu begründen vermögen. Es liegen weder konkrete 
Hinweise auf ein gestörtes Vertrauensverhältnis vor noch bestehen anderweitige 

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objektivierte Belege, welche nahelegen würden, dass die amtliche Verteidigung 
nicht mehr wirksam wäre. Die Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

8. In Bezug auf die jedenfalls sinngemäss aufgeworfene Frage der Rechtsverzöge-
rung, welche grundsätzlich nicht Prozessthema ist, bleibt auszuführen, dass mitt-
lerweile – nämlich am 17. Juni 2019 – die Mitteilung nach Art. 318 StPO erfolgt ist. 
Bei der vorliegend zu beurteilenden Anzahl von Vorwürfen – über 100 – einerseits 
und der grossen Zahl an Geschädigten andererseits ist eine Dauer von nicht ein-
mal drei Monaten zwischen Schlusseinvernahme und Mitteilung nach Art. 318 
StPO nicht zu beanstanden. Es liegt keine Rechtsverzögerung vor.

9. Beim diesem Verfahrensausgang ergibt sich die Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdeführerin aus Art. 428 Abs. 1 StPO.

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

3. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin (direkt)
- Rechtsanwältin B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Staatsanwältin 

C.________ (mit den Akten)

Bern, 17. Juli 2019 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber:

Müller
i.V. Gerichtsschreiberin Lustenberger

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.