# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65a154f5-e44f-5bb4-84dd-e65af2954b35
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.05.2018 RE170018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE170018_2018-05-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RE170018-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

 Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer  

 sowie Gerichtsschreiber lic. iur. Ch. Büchi 

Beschluss vom 28. Mai 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

C._____, 
Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ 

 

betreffend Eheschutz (Kostenfolge) 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 8. September 2017 (EE130026-G) 

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Erwägungen: 

1. Die Parteien standen beim Einzelgericht im summarischen Verfahren am 

Bezirksgericht Meilen (Vorinstanz) seit dem 3. Mai 2013 in einem Eheschutzver-

fahren (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf vor Vorinstanz kann dem erstinstanz-

lichen Urteil entnommen werden (Urk. 520 = Urk. 523 S. 3 ff.; E. I.). Mit Eingabe 

vom 28. März 2017 reichte die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan 

Gesuchsgegnerin) bei der Vorinstanz die von den Parteien getroffene Vereinba-

rung über die Regelung des Getrenntlebens vom 28. Februar 2017 respektive 

24. März 2017 ein (Urk. 500). Mit begründetem Urteil vom 8. September 2017 ge-

nehmigte die Vorinstanz die Regelung hinsichtlich Kinderunterhalt und merkte im 

Übrigen mit Ausnahme der Bestimmung betreffend die Entschädigung des Sach-

verständigen (Ziff. 3) die Vereinbarung der Parteien vor. Sie setzte die Gerichts-

kosten auf Fr. 41'624.80 (Fr. 8'000.– [Entscheidgebühr] + Fr. 14'446.35 [Kosten 

Kindesvertreterin] + Fr. 19'178.45 [Kosten Erziehungsfähigkeitsgutachten]) fest 

und auferlegte diese im Umfang von Fr. 21'812.40 dem Gesuchsteller und Be-

schwerdegegner (fortan Gesuchsteller) und im Restbetrag von Fr. 19'812.40 der 

Gesuchsgegnerin (Urk. 523). 

2. Gegen diesen Entscheid hat die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 

2. Oktober 2017 innert Frist Beschwerde mit folgenden Anträgen erhoben 

(Urk. 522 S. 2): 

 "1. In Abänderung von Ziffer 5 des angefochtenen Urteils seien der Beschwerde-

führerin lediglich Kosten in der Höhe von Fr. 10'223.20 aufzuerlegen. 

  2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

  3. Die Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren angemessen (zu-

züglich MwSt) zu entschädigen." 

3. Nachdem die Gesuchsgegnerin den Kostenvorschuss von Fr. 1'700.– frist-

gerecht geleistet hatte (vgl. Urk. 525 f.), wurde dem Gesuchsteller Frist angesetzt, 

um die Beschwerde zu beantworten (Urk. 528). Er verzichtete indes auf eine Be-

schwerdeantwort, beantragte aber eine angemessene Entschädigung für seine 

prozessualen Umtriebe (Urk. 529 f.). 

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4. Die Gesuchsgegnerin wendet sich einzig gegen den vorinstanzlichen Kos-

tenentscheid. Dagegen steht das Rechtsmittel der Beschwerde zur Verfügung 

(Art. 110 ZPO); auf das Beschwerdeverfahren kommen die Art. 319 ff. ZPO zur 

Anwendung. Mit der Kostenbeschwerde gemäss Art. 110 ZPO kann sowohl die 

Kostenfestsetzung als auch die Kostenverteilung gerügt werden (Art.110 ZPO 

i.V.m. Art. 105 Abs. 1 ZPO; Urwyler/Grütter, DIKE-Komm-ZPO, Art. 110 N. 2). 

Beschwerdeweise können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrich-

tige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die 

Beschwerde ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Dazu gehört, dass 

in der Beschwerde im Einzelnen dargelegt werden muss, was genau am ange-

fochtenen Entscheid unrichtig sein soll; was nicht in dieser Weise beanstandet 

wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden und hat inso-

fern Bestand. Sodann sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, neue Tatsa-

chenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 

ZPO).  

5. Mit ihrer Beschwerde ficht die Gesuchsgegnerin ausschliesslich Dispositiv-

Ziffer 5 des vorinstanzlichen Urteils vom 8. September 2017 an (Urk. 522 S. 2, 

Antrag Ziff. 1). Dispositiv-Ziffer 5 regelt einzig die Kostenverteilung (Urk. 523 

S. 27), die nach den Regeln der Art. 106 bis 109 ZPO vorzunehmen ist. Nicht an-

gefochten sind damit die Dispositiv-Ziffern 4 und 7, mit denen im vorinstanzlichen 

Urteil die Entschädigung des Gutachters Dr. med. D._____, Facharzt für Kinder- 

und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie FMH, – für das von ihm im vor-

instanzlichen Verfahren als sachverständige Person unter dem Datum vom 4. Mai 

2015 vorgelegte Erziehungsfähigkeitsgutachten betreffend beide Parteien in der 

Höhe von Fr. 19'178.45 (Urk. 375 f.) – im Sinne von Art. 105 Abs. 1 ZPO festge-

setzt wurde (Urk. 523 S. 27). Dadurch steht die Höhe der Entschädigung des 

Gutachters von vornherein nicht zur Diskussion. Deshalb erübrigte sich, den Gut-

achter, welchem gemäss Art. 184 Abs. 3 ZPO bezüglich der Höhe seiner Ent-

schädigung Parteistellung zukommt, in das vorliegende Beschwerdeverfahren 

einzubeziehen.  

6. Mit ihrer Beschwerde greift die Gesuchsgegnerin einzig Dispositiv-Ziffer 5 

des angefochtenen Entscheides an, der nicht die Kostenfestsetzung, sondern die 

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Kostenverteilung betrifft (Urk. 522 S. 2). Mit ihrer Beschwerde möchte sie errei-

chen, dass ihr keine Gutachtenskosten auferlegt werden. Sie sagt allerdings nicht, 

wer an ihrer Statt die von der Vorinstanz ihr auferlegten Gutachtenskosten tragen 

soll; dem Gesuchsteller will sie das jedenfalls nicht zumuten. Sie stellt sich aber 

auch nicht auf den Standpunkt, dass die Kosten dem Kanton auferlegt werden 

sollen, wozu sie hätte dartun müssen, dass die Voraussetzungen dafür im Sinne 

von Art. 107 Abs. 2 ZPO gegeben sind. Das tut sie aber gerade nicht. Damit ist 

die Beschwerde im entscheidenden, die Kostenverteilung betreffenden Punkte 

nicht begründet, weshalb auf sie nicht einzutreten ist.  

7. Demzufolge unterliegt die Gesuchsgegnerin vollständig und wird deshalb 

kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren scheint in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung 

mit § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b GebV OG eine Entscheidgebühr von 

Fr. 1'700.– angemessen. 

8. Als Folge der Kostenverteilung hat die Gesuchsgegnerin den Gesuchsteller 

für seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren zu entschädigen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). In Anwendung der massgeblichen Bestimmungen (§ 2, § 5 Abs. 1, 

§ 6 Abs. 1 und 3, § 11 und § 13 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 

8. September 2010) ist die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem Gesuchsteller 

eine volle Parteientschädigung von Fr. 750.– zu bezahlen. Zusätzlich zur Partei-

entschädigung ist wegen des noch im Jahr 2017 entstandenen Aufwands der 

Mehrwertsteuerzusatz von acht Prozent, Fr. 60.–, geschuldet. 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'700.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 810.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt unter Fr. 30'000.–. Die Beschwerde 
an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 28. Mai 2018 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Büchi 
versandt am: 
bz 

	Beschluss vom 28. Mai 2018
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'700.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 810.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...