# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4b4026d-648c-5557-98f8-efcbf9098eb2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.01.2018 200 2017 868
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-868_2018-01-08.pdf

## Full Text

200 17 868 IV
ACT/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Januar 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Jan. 2018, IV/17/868, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 14. Januar 2016 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Diese stellte gestützt auf ein medizinisches Gutachten (AB 44.1) 
mit Vorbescheid vom 6. Februar 2017 (AB 45) die Abweisung des Leis-
tungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 51) liess sie das 
Gutachten ergänzen (AB 58). Daraufhin verneinte sie nach erneut durchge-
führtem Vorbescheidverfahren (AB 59) mangels eines invalidisierenden 
Gesundheitsschadens mit Verfügung vom 5. September 2017 (AB 60) ei-
nen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

B.

Mit Eingabe vom 2. Oktober 2017 erhob die Versicherte Beschwerde und 
beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
ihr sowie ihrem Ehegatten sowie den Kindern sei eine Invalidenrente zuzu-
sprechen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. November 2017 schloss die Be-
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – unter Vorbehalt 
der nachstehenden Erwägung – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. September 2017 
(AB 60). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerdefüh-
rerin auf eine Invalidenrente. Über die geltend gemachten selbständigen 
Rentenansprüche von Familienangehörigen wurde in der angefochtenen 
Verfügung (zu Recht) nicht befunden, weshalb sich diese Ansprüche aus-
serhalb des Anfechtungsgegenstandes bewegen und insoweit auf die Be-
schwerde nicht einzutreten ist (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 
2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung bzw. eines vergleichbaren psycho-
somatischen Leidens so begründen, dass die Rechtsanwender nachvoll-
ziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten 
sind (BGE 142 V 106 E. 3.3 S. 108, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein solcher Ge-
sundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, 
schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 
141 V 281 E. 4.1 S. 296 ff.). Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt 
eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist. Die materielle Beweislast liegt bei der rentenansprechenden 
Person (E. 3.7). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist deshalb nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der 
medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzel-
fall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit 
(zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (E. 6). 
Das Bundesgericht hat diese für somatoforme Schmerzstörungen entwi-
ckelte Rechtsprechung mit Entscheiden vom 30. November 2017, 

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8C_841/2016, E. 4.5.1, sowie 8C_130/2017, E. 7.2 (beide zur Publikation 
vorgesehen), auf sämtliche psychischen Erkrankungen ausgedehnt.

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 5. September 2017 (AB 60) ba-
siert in medizinischer Hinsicht auf dem polydisziplinären (allgemeininternis-
tischen, orthopädischen, pneumologischen und psychiatrischen) Gutachten 
der O.________ (MEDAS) vom 16. Januar 2017 (AB 44.1) samt Ergänzung 
vom 8. Juni 2017 (AB 58). In der Expertise wurden keine Diagnosen mit 
Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 44.1/36 Ziff. 
8.1.1) bzw. allein die folgenden Nebendiagnosen ohne wesentliche Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit vermerkt (AB 44.1/37 Ziff. 8.1.2):

 Kutane lymphozytäre Vaskulitis unklarer Genese seit zirka 2012
 Verdacht auf extrinsisches und intrinsisches Asthma bronchiale
 Minimale Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule (LWS) 

aufgrund von altersentsprechenden degenerativen Veränderungen 
der kaudalen LWS

 Angst- und depressive Störung gemischt (mit Somatisierungsten-
denz; ICD-10: F41.2)

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 Belastung durch Erkrankung eines Familienmitglieds (ICD-10: 
Z73.3)

 Belastung durch drohenden Verlust der Aufenthaltsbewilligung (ICD-
10: Z73.3)

 Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit 
(ICD-10: Z56)

 Probleme in Verbindung mit Wohnbedingungen und ökonomischen 
Verhältnissen (ICD-10: Z59)

 Muzinöses Zystadenom im Adnexresektat links und Status nach 
diagnostischer Laparoskopie, Entnahme einer Spülzytologie, laparo-
skopische Adnexektomie links im Dezember 2014

Die Gutachter attestierten dementsprechend keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit (AB 44.1/40 Ziff. 9.1 f.). Eine Rückfrage der Verwaltung 
(AB 55) in Bezug auf die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit be-
antwortete die MEDAS am 8. Juni 2017 dahingehend, dass aus psychiatri-
scher Sicht bereits seit der Anmeldung zum Leistungsbezug (AB 1) diesel-
be Diagnose vorgelegen habe wie sie anlässlich der Begutachtung festge-
stellt worden sei (nämlich eine Angst- und depressive Störung gemischt) 
und die Explorandin nie arbeitsunfähig gewesen sei (AB 58).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

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3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 16. Januar 2017 (AB 44.1) erfüllt – 
zusammen mit dessen Ergänzung vom 8. Juni 2017 (AB 58) – die vorer-
wähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis. Die Gutachter stützten sich auf die wesentlichen 
Vorakten (AB 44.1/7-16 Ziff. 2.1) sowie die Erkenntnisse aus den klinischen 
Explorationen und den bildgebenden bzw. labortechnischen Zusatzunter-
suchungen (AB 44.2). Ihre fachärztlichen Schlussfolgerungen sind nach-
vollziehbar und überzeugend begründet. 

3.3.1 In somatischer Hinsicht konnte der Gutachter Dr. med. B.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, höchstens eine minime Bewegungseinschränkung der LWS 
feststellen (AB 44.1/31 Ziff. 6.5.2), was mit dem zusätzlich eingeholten Be-
fundbericht über die konventionelle Röntgenaufnahme vom 13. Oktober 
2016 (AB 44.1/16 Ziff. 2.1.2, 44.1/29 Ziff. 6.3.2) korreliert. Der Gutachter 
Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Fach-
arzt für Pneumologie, vermochte das seitens des Spitals D.________ Bern 
diagnostizierte allergische Asthma bronchiale (AB 5/3 Ziff. 1, 5/11, 5/15 
Ziff. 1, 5/18 Ziff. 2, 5/20 Ziff. 2, 14/7 Ziff. 2) nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nachzuweisen (AB 44.1/34 Ziff. 7.4.3), weshalb er folgerichtig 
bloss eine diesbezügliche Verdachtsdiagnose festhielt (AB 44.1/35 Ziff. 
7.5.2). Hinzu kommt, dass die Ärzte des Spitals D.________ im Zusam-
menhang mit dem Asthma keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten und die 
Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin, das Asthma ebenfalls den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit zuordnete (AB 14/2 Ziff. 1.1).

3.3.2 In psychiatrischer Hinsicht setzte sich der Gutachter Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt 
für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, ebenfalls mit den 
früheren diagnostischen Einschätzungen auseinander (AB 44.1/23 f. 
Ziff. 5.4.2). Dabei wies er zutreffend darauf hin, dass die von den behan-
delnden Ärzten aus fachfremder Perspektive gestellten Diagnosen (soma-
toforme Schmerzstörung, fibromyalgiforme somatoforme Schmerzstörung, 
somatoforme Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen, 
schwere Depression aufgrund psychosozialer Belastungssituation [AB 5/3 

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Ziff. 4, 10/2 Ziff. 5, 14/2 Ziff. 1.1, 14/7 Ziff. 6, 14/10 Ziff. 4]) nicht näher be-
gründet wurden (AB 44.1/24 Ziff. 5.4.3), womit auf diese schon deshalb 
nicht abgestellt werden kann. Dr. med. F.________ zeigte in Bezug auf die 
von Dr. med. G.________ (im Medizinalberuferegister ohne anerkannten 
Facharzttitel verzeichnet [vgl. <www.medregom.admin.ch>]) im Bericht vom 
27. April 2016 (AB 19) in Betracht gezogene Anpassungsstörung (ICD-10: 
F43.21; AB 19/3 Ziff. 1.1) zudem einleuchtend auf, dass die depressive 
Reaktion gemäss den diagnostischen Kriterien (vgl. DILLING/MOM-
BOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 
ICD-10 Kapitel V [F], klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, 
S. 210) höchstens 24 Monate dauert, womit die bereits im Jahr 2010 fest-
gestellte Erkrankung des Ehegatten der Explorandin (AB 44.1/21 Ziff. 5.2.3) 
nicht als Grund für die entsprechende Störung hätte gelten können 
(AB 44.1/24 Ziff. 5.4.2).

3.3.3 Auch die von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten und im 
Nachgang zur Begutachtung verfassten Arztberichte (Akten der Beschwer-
deführerin, Beschwerdebeilagen [BB], unpaginiert) sind nicht geeignet, den 
Beweiswert des Administrativgutachtens vom 16. Januar 2017 (AB 44.1) in 
Zweifel zu ziehen. Aus ihnen ergeben sich keine wichtigen Aspekte, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). 

Im Zusammenhang mit den geltend gemachten Augenbeschwerden (Be-
schwerde S. 1) ist keine Pathologie ausgewiesen, die Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit haben könnte. So ist die am 8. August 2017 vom in Mazedo-
nien praktizierenden Dr. med. H.________ gemessene leichte Kurzsichtig-
keit (-0.25 Dioptrien [Dsph] beidseits) bzw. die Hornhautverkrümmung (-0.75 
Dioptrien [Dcyl] rechts bzw. -1.00 links; BB, unpag.) ebenso therapierbar 
(mittels Sehhilfen; vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 
2014, S. 190, Stichwort: Astigmatismus) wie die gleichzeitig festgestellte 
Konjunktivitis sicca (mittels Tränenersatzmittel; vgl. WAGNER/LANG, Trä-
nenorgane, in GERHARD K. LANG [Hrsg.], Augenheilkunde, 5. Aufl. 2014, 
S. 60 f.). 

Das von der Beschwerdeführerin erwähnte Churg-Strauss-Syndrom (Be-
schwerde S. 2; vgl. dazu: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 390, Stichwort: Churg-

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Strauss-Syndrom) zog Prof. Dr. med. I.________, in Mazedonien praktizie-
render Facharzt für Rheumatologie, gemäss Bericht vom 28. Juli 2017 (BB, 
unpag.) bloss im Sinne einer Verdachtsdiagnose in Betracht («Churg 
Strauss?»). Im Übrigen war die damit einhergehende Asthma-Symptomatik 
und Vaskulitis den MEDAS-Gutachtern ohnehin bekannt (AB 44.1/37 
Ziff. 8.1.2). 

Sodann konnten die Ärzte gemäss Bericht der Klinik J.________ vom 
11. April 2017 (BB, unpag.) für die geklagten Rückenbeschwerden keine 
somatische Ursache finden und gingen von einer somatoform generalisier-
ten Schmerzstörung aus. Diese somatische Einschätzung deckt sich mit 
jener von Dr. med. B.________, der im orthopädischen Teilgutachten eben-
falls keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen konnte 
(AB 44.1/31 Ziff. 6.5). Des Weiteren fand Dr. med. K.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin sowie Fachärztin für Pneumologie, laut Be-
richt vom 18. April 2017 (BB, unpag.) anlässlich der Untersuchung vom 
13. April 2017 keinen Hinweis auf eine Infektexazerbation und sowohl die 
Lungenfunktion als auch der Gasaustausch präsentierten sich normal. Sie 
empfahl, das Symbicort (Pulverinhalator) wieder regelmässig anzuwenden 
und erachtete eine Dosissteigerung nur bei Infektexazerbationen oder Ex-
position gegenüber bekannten Allergenen als notwendig. 

Dr. med. L.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie 
Fachärztin für Rheumatologie, hielt im Bericht vom 21. Juli 2017 (BB, un-
pag.) im Zusammenhang mit einer möglichen Vaskulitis explizit fest, sie 
könne keine immunologisch verursachte entzündlich rheumatologische 
Erkrankung dokumentieren. Sie riet der Beschwerdeführerin, sich bei aku-
ten Hautveränderungen in der Dermatologie des Spitals D.________ Bern 
für eine Biopsie zu melden. 

Schliesslich ergeben sich aus den Konsiliarberichten von Prof. Dr. med. 
M.________, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie sowie Fachärz-
tin für Allergologie und klinische Immunologie (leitende Ärztin der Klinik für 
Dermatologie des Spitals D.________ sowie Belegärztin der N.________), 
vom 4. Mai bzw. 30. August 2017 (BB, unpag.) keine Anhaltspunkte für 
eine die Arbeitsunfähigkeit einschränkende dermatologische Pathologie. 
Wegen einem kleinen juckenden bis schmerzhaften Herd am linken Knie 

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wurde am 27. Juni 2017 eine Biopsie durchgeführt (vgl. histopathologischer 
Bericht vom 4. Juli 2017 [BB, unpag.]), wobei Prof. Dr. med. M.________ 
den entsprechenden Befund als pseudolymphomatöse Dermatitis im Rah-
men der den MEDAS-Gutachten bereits bekannten lymphozytären Vaskuli-
tis (AB 44.1/37 Ziff. 8.1.2) interpretierte und eine regelmässige rückfettende 
Basistherapie sowie einen konsequenten Sonnenschutz empfahl. 

3.4 Nach dem Dargelegten ist gestützt auf das beweiskräftige Adminis-
trativgutachten vom 16. Januar 2017 (AB 44.1) samt Ergänzung vom 8. 
Juni 2017 (AB 58) erstellt, dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit vorliegen, womit es von vornherein an einem invalidisie-
renden Gesundheitsschaden fehlt. Darüber hinaus trat in psychischer Hin-
sicht ohnehin allein ein reaktives Geschehen – auf die in der Beschwerde 
geschilderten Probleme – auf (AB 44.1/24 Ziff. 5.4.3), was ebenfalls eine 
Invalidität ausschliesst (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Die unlängst erfolgte 
höchstrichterliche Praxisänderung (vgl. E. 2.2 hiervor) wirkt sich in der vor-
liegenden Konstellation nicht aus, denn angesichts der gutachterlich nach-
vollziehbar verneinten Arbeitsunfähigkeit erübrigt sich die Indikatorenprü-
fung im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens (BGer 
8C_130/2017 E. 7.1, 8C_841/2016 E. 4.5.3). Die Beschwerdegegnerin hat 
einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung – und damit auch 
auf die hier beantragte Rente – mit Verfügung vom 5. September 2017 
(AB 60) folglich zu Recht verneint. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-

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lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.