# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7eda850-4397-5bd3-b1c0-539bca27188f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.06.2010 C-4781/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4781-2008_2010-06-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4781/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______, c/o B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4781/2008

Sachverhalt:

A.
Die  1962  geborene  A._______  (im  Folgenden: Versicherte  oder 
Beschwerdeführerin)  absolvierte  in  Brasilien  die  Grundschule  und 
erlernte  im Anschluss  daran keinen Beruf. Sie  besitzt  seit  1991 die 
Schweizer  Staatsbürgerschaft,  hielt  sich  von  April  1992  bis  Januar 
1993 in der Schweiz auf und ist Mutter zweier Kinder (Jahrgänge 1992 
und 1993). Als Auslandschweizerin war sie während mehrerer Jahre 
bei  der  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV) 
freiwillig  versichert.  Am  2.  Oktober  2006  (Eingangsstempel:  2. 
November  2006)  meldete  sie  sich  erstmals  zum  Bezug  von  IV-
Leistungen  in  Form  einer  Rente  an.  Hinsichtlich  der  Behinderung 
führte sie aus, es sei ihr im November 2003 und Mai 2004 jeweils ein 
Stent  eingesetzt  worden. Weiter  habe sie am 31. Januar 2005 einen 
Infarkt  erlitten und sei  am 14. Februar  2005 operiert  worden,  wobei 
diese  Operation  zu (neurologischen  und vaskulären)  Komplikationen 
geführt habe (Akten [im Folgenden: act.] der IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland [im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 1 und 33).

B.
Nach  Durchführung  der  für  die  Beurteilung  des  Leistungsanspruchs 
notwendigen Abklärungen in beruflich-erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht  und  dem  Vorliegen  einer  Stellungnahme  von  Dr.  med. 
C._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom medizinischen Dienst 
der  IVSTA  vom  11. Dezember  2007  (act.  4  bis  28)  wurde  der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Dezember 2007 die Abweisung 
des Rentenbegehrens in  Aussicht  gestellt  (act. 29). Zur Begründung 
führte die IVSTA gestützt auf die Erhebungen von Dr. med. C._______ 
aus, trotz des Gesundheitsschadens sei eine Betätigung im bisherigen 
Aufgabenbereich  noch  immer  in  rentenausschliessender  Weise 
zumutbar.  Nachdem die  Versicherte  hiergegen  keine  Einwendungen 
erhoben  hatte,  wurde  am  26.  Mai  2008  eine  dem  Vorbescheid  im 
Ergebnis entsprechende Verfügung erlassen (act. 30).

C.
Hiergegen  liess  die  Versicherte,  unterstützt  durch  die  Advokaten 
D._______  und  E._______,  mit  Eingabe  vom  9.  Juli  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erheben und sinngemäss die 
Aufhebung  der  Verfügung  vom  26.  Mai  2008  beantragen  (act.  im 
Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1).

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Zur  Begründung  wurde  im  Wesentlichen  ausgeführt,  bei  der  Ver-
sicherten sei eine Herzoperation mit Stentimplantationen durchgeführt 
worden. Ihr Gesundheitszustand sei sehr schlecht und sie sei nicht in 
der Lage, irgendwelche beruflichen Tätigkeiten auszuüben resp. sich 
körperlich  zu  betätigen.  Sie  leide  an  einer  Adynamie,  einer  Angina 
pectoris,  einer  kardialen Insuffizienz  und zeitweise an Atemlosigkeit. 
Ein weiterer Infarkt könnte zum Tode führen.

D.
Mit  Einschreiben  vom  22.  Juli  2008  wurde  die  Beschwerdeführerin 
aufgefordert,  dem  Bundesverwaltungsgericht  eine  Korrespondenz-
adresse in  der Schweiz bekannt  zu geben (B-act. 2); diese Adresse 
wurde  mit  Schreiben  vom  3.  September  2008  (Eingangsstempel: 
15. September 2008) genannt (B-act. 5).

E.
Mit  Zwischenverfügung  vom  29.  September  2008  wurde  die  Be-
schwerdeführerin  vom Instruktionsrichter  aufgefordert,  einen Kosten-
vorschuss von Fr. 300.- zu leisten (B-act. 6); dieser Aufforderung kam 
die Beschwerdeführerin in der Folge nach (B-act. 8 bis 10).

F.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 12. Februar  2009  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Verfügung (B-act. 14). 

In formeller Hinsicht hielt sie zusammengefasst fest, die Beschwerde 
sei fristgerecht erhoben worden.

In materieller Hinsicht führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, es 
könne  auf  die  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Grunde  liegenden 
Stellungnahme  des  IV-ärztlichen  Dienstes  vom  11.  Dezember  2007 
verwiesen  werden.  Darin  sei  der  beurteilende  Arzt  zur  Schluss-
folgerung gelangt, dass trotz der koronaren Herzerkrankung aufgrund 
einer mittelschweren Einschränkung der Herzleistung leichte sitzende, 
stehende  und  gemächlich  gehende  Arbeiten  im  Haushalt  unter 
Familienhilfe  zumutbar  seien.  Der  im  Anschluss  durchgeführte  Be-
tätigungsvergleich im Haushalt nach spezifischer Methode habe dabei 
einen  Invaliditätsgrad  (im  Folgenden  auch: IV-Grad)  von  31 %  er-
geben.

G.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 

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Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, 
die  zu  den  Vorinstanzen  des  Bundesverwaltungsgerichts  gehört 
(Art. 33  Bst.  d  VGG;  vgl.  auch  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des  Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 
831.20]).  Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet  angeht,  ist  in  casu 
nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt  (vgl. 
Art. 37  VGG).  Gemäss  Art.  3  Bst.  dbis VwVG  bleiben  in  sozialver-
sicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss 
Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundes-
gesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn  und 
soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze es  vorsehen. Nach 
Art.  1  IVG  sind  die  Bestimmungen  des  ATSG auf  die  Invalidenver-
sicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht aus-
drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den 
allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  in  formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-
sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
38 ff. und Art. 60 ATSG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung 
ist  die  Beschwerdeführerin  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art.  59  ATSG). 
Nachdem auch der Kostenvorschuss geleistet  wurde,  ergibt  sich zu-

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sammenfassend, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. 
Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

1.5 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 26. Mai 
2008,  mit  welcher  der  Rentenanspruch  der  Beschwerdeführerin  bei 
einem IV-Grad von 31 % abgewiesen wurden. Streitig  und zu prüfen 
ist, ob die Abweisung zu Recht erfolgt war. Hingegen nicht streitig ist 
der Status der im Haushalt tätigen Beschwerdeführerin.

2.

2.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälliger 
Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund 
der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 
prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren 
finden  demnach grundsätzlich  jene  Vorschriften  Anwendung,  die  bei 
Eintritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Ver-
fügung vom 26. Mai  2008 in Kraft  standen; weiter  aber auch solche 
Vorschriften,  die  zu  jenem  Zeitpunkt  bereits  ausser  Kraft  getreten 
waren,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  ent-
standenen  Rentenanspruchs  von  Belang  sind  (das  IVG  ab  dem 
1. Januar  2004  in  der  Fassung  vom 21. März  2003  [AS 2003 3837; 
4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Ok-
tober  2006  [AS  2007  5129;  5. IV-Revision];  die  IVV  in  den  ent-
sprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 
2007 5155]).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 

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Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im 
weiteren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der 
Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend nicht gegeben.

2.4 Nach  den  Vorschriften  der  4.  IV-Revision  entsteht  der  Renten-
anspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig  gewesenen  Fassung).  Gemäss  Art.  28  Abs. 1  IVG  in  der  ab 

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1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit  oder die Fähigkeit,  sich im 
Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Eingliede-
rungsmassnahmen wieder  herstellen,  erhalten oder  verbessern  kön-
nen  (lit. a),  und  die  zusätzlich  während  eines  Jahres  ohne  wesent -
lichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40 %  arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach der 
Entstehung  eines  Leistungsanspruchs  an,  so  werden  IV-Leistungen 
gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung) lediglich für die der Anmeldung vorangehenden 
zwölf Monate ausgerichtet – abgesehen von einer Ausnahme, die vor-
liegend ohne Belang ist. Vorliegend ist demnach zu prüfen, ob die Be-
schwerdeführerin am 2. November 2005, d.h. zwölf Monate vor der An-
tragstellung  (Eingangsdatum;  vgl.  Bst.  A.  hiervor),  Anspruch  auf 
Leistungen der IV hat oder ob ein solcher Anspruch danach bis zum 
Erlass der angefochtenen Verfügung (26. Mai 2008) entstanden ist.

2.5 Bei den nichterwerbstätigen Versicherten im Sinne von Art. 5 Abs. 
1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 3 ATSG, welche im Aufgabenbereich tätig sind 
und  denen  die  Aufnahme  einer  Erwerbstätigkeit  nicht  zugemutet 
werden  kann,  ist  ein  Betätigungsvergleich  vorzunehmen und  für  die 
Bemessung  der  Invalidität  in  Abweichung  von  Art.  16  ATSG darauf 
abzustellen, in welchem Masse sie behindert sind, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen (aArt. 28 Abs. 2bis IVG bzw. seit 1. Januar 2008 
Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 104 V 135 E. 2a). Als  
Aufgabenbereich  der  im  Haushalt  tätigen  Versicherten  gelten  ins-
besondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder 
sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV).

Der  gesamte  Aufgabenbereich  der  im  Haushalt  tätigen  Versicherten 
entspricht  in jedem Fall einem Wert  von 100 %. Die Gewichtung der 
einzelnen  Teilbereiche  der  Haushaltführung  hat  sodann  nach  Mass-
gabe der Verwaltungsweisungen zu erfolgen. Hernach ist die gesund-
heitlich  bedingte  Einschränkung  in  den einzelnen  Teilbereichen fest-
zustellen, woraus sich schliesslich der Invaliditätsgrad ermitteln lässt  
(AHI 1997 S. 291 E. 4a).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 

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ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
251 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen des Experten begründet  sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen eines RAD kann indessen nur abgestellt werden, 
wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen 
ärztlichen  Bericht  genügen  (Urteil  des  Eidgenössischen  Ver-
sicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] I 694/05 
vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über 
die im Einzelfall  erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualifika-
tionen verfügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_736/2009 vom 26. Ja-
nuar  2009  E.  2.1,  I 142/07  vom  20. November  2007  E. 3.2.3  und 
I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1).

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3.

3.1 Gemäss  eigener  Berichterstattung  der  Beschwerdeführerin 
wurden ihr im November 2003 und Mai 2004 jeweils Stents eingesetzt 
(act.  1).  Diese  Ausführungen  stimmen  mit  den  Arztberichten  des 
Kardiologen Dr. med. F._______ überein (act. 7 bis 10). Die aus diesen 
Eingriffen  resultierende  vorübergehende  Arbeitsunfähigkeit  löste 
vorliegend keine Eröffnung der Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG 
(in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung; Art. 28 Abs. 
1  Bst.  b  IVG  in  der  ab  1. Januar  2008  geltenden  Fassung)  aus. 
Mangels anders lautender ärztlicher Unterlagen ist davon auszugehen, 
dass  nach  den  Stentimplantationen  bloss  während  kurzer  Zeit  eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit  bestanden hatte. Auch die Versicherte 
selbst führte aus, dass sie erst seit  dem Herzinfarkt vom 31. Januar 
2005 an Gedächtnisstörungen leide und bereits  bei  leichten körper-
lichen Tätigkeiten eine starke Leistungseinbusse in Form von Müdig-
keit, Atemnot und Kopfschmerzen verspüre. Unter diesen Umständen 
kann mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  ausgeschlossen  werden, 
dass  bereits  ab  November  2003  bzw.  Mai  2004  eine  erhebliche 
Arbeitsunfähigkeit  ununterbrochen während mindestens eines Jahres 
im Sinne von Art. 29ter IVV (vgl. dazu BGE 130 V 97 E. 3.2 mit  Hin-
weisen)  bestanden  hatte. In  diesem Zusammenhang  ist  schliesslich 
auch zu erwähnen,  dass  in  Anwendung von Art.  48  Abs. 2  IVG all-
fällige Leistungen lediglich für die der Anmeldung vorangehenden 12 
Monate – somit ab 2. November 2005 (vgl. Bst. A. und E. 2.4 2. Ab-
schnitt hiervor) – ausgerichtet werden könnten.

Nachfolgend  ist  die  Frage,  ob,  und  wenn  ja,  ab  wann  bei  der  Be-
schwerdeführerin  eine  allfällige  rentenbegründende  Erwerbsunfähig-
keit eingetreten ist, aufgrund der ärztlichen Angaben zu prüfen.

3.2 Die  Vorinstanz  stützte  sich  im  Rahmen  des  Erlasses  der  an-
gefochtenen  Verfügung  insbesondere  auf  den  Bericht  von  Dr.  med. 
C._______ vom medizinischen Dienst  vom 11. Dezember  2007 (act. 
28). Es ist deshalb in einem ersten Schritt insbesondere dieser Bericht 
zu würdigen und zu prüfen, ob sich aufgrund dieses Beweismittels der 
Sachverhalt  in  medizinischer  Hinsicht  als  rechtsgenüglich  abgeklärt 
erweist.

3.3 Nach Würdigung diverser medizinischer Akten aus dem Ausland 
(act.  7  bis  26)  diagnostizierte  Dr.  med.  C._______,  Facharzt  für 
Allgemeinmedizin, eine koronare Herzkrankheit sowie Zustände nach 

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Einsetzung  zweier  Stents  und  einer  Revaskularisation  nach  einem 
Myokardinfarkt im Januar 2005. Er attestierte der Beschwerdeführerin 
eine Arbeitsunfähigkeit von 31 % ab dem 31. Januar 2005 und führte 
weiter  aus,  zufolge  der  koronaren  Herzkrankheit  mit  mittelschwerer 
Einschränkung  der  Herzleistung  (linksventrikuläre  Auswurffraktion 
40 %)  seien  leichte  sitzende,  stehende  und  gemächlich  gehende 
Arbeiten im Haushalt  sicher  noch zumutbar,  zumal  die Mitarbeit  der 
Familie  verlangt  werden  dürfe.  Eine  wesentliche  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit  möge  wohl  ausserhäuslich  zutreffen,  innerhäuslich 
könne  sich  die  Versicherte  die  Arbeit  aber  zeitlich  einteilen.  Eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % sei somit nicht nachvollziehbar. 

3.4 Wie bereits  dargelegt  wurde (vgl. E. 2.6 hiervor),  kann auf  Stel-
lungnahmen des RAD resp. des medizinischen Dienstes nur unter der 
Bedingung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen beweisrecht-
lichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem 
die beigezogenen Ärzte über die im Einzelfall gefragten persönlichen 
und fachlichen Qualifikationen verfügen.

3.4.1 Obwohl Dr. med. C._______ als Allgemeinmediziner nicht über 
einen Facharzttitel  auf  dem Gebiet  der Kardiologie verfügt,  kann mit 
Blick  auf  die  bei  der  Beschwerdeführerin  vorliegenden,  nicht 
polymorbiden  Leiden  resp.  die  nicht  überaus  komplexen 
Gesundheitsbeeinträchtigungen  dennoch  auf  dessen  Stellungnahme 
abgestellt  werden. Unter diesen Umständen konnte auf das Einholen 
von  Berichten  entsprechend  ausgebildeter  Spezialärzte  verzichtet 
werden.  Dies  insbesondere  deshalb,  weil  Dr.  med.  C._______  als 
Allgemeinmediziner durchaus in der Lage gewesen war, die Leiden der 
Beschwerdeführerin  in  kardiologischer  Hinsicht  resp.  deren 
Auswirkungen  auf  die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  ausreichend 
beurteilen zu können, zumal ihm zahlreiche ausländische bildgebende 
Untersuchungen  und  Berichte  von  Kardiologen  zur  Verfügung  ge-
standen haben. 

3.4.2 Dr.  med.  C._______  hielt  in  seiner  Stellungnahme  vom  11. 
Dezember  2007  dafür,  dass  der  Beschwerdeführerin  eine  leichte 
sitzende, stehende und gemächlich gehende Arbeit im Haushalt sicher 
noch zumutbar sei und diese sich die Arbeit zeitlich einteilen könne.  
Mit  anderen  Worten  gab  er  hinsichtlich  der  Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit  im  Aufgabenbereich  Haushalt  ein  genügend 
detailliertes  und  somit  rechtsgenügliches  Zumutbarkeits-  resp. 

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Leistungsprofil  ab.  Unter  diesen  Umständen  lässt  sich  seine 
Beurteilung,  wonach  eine  100%ige  Arbeitsunfähigkeit  nicht 
nachvollziehbar sei, nicht beanstanden. 

3.4.3 Bezüglich  der  zumutbaren  Restarbeits-  und  -leistungsfähigkeit 
besteht  zwischen  der  Beurteilung  von  Dr. med. C._______  und  des 
Kardiologen Dr. med. G._______ eine grosse Diskrepanz. Da Letzterer 
seine  Beurteilung  nicht  widerspruchsfrei,  schlüssig  und  somit 
rechtsgenüglich begründet und kein verlässliches, den Anforderungen 
der  Rechtsprechung  genügendes  Zumutbarkeitsprofil  erstellt  hatte, 
kann auf seinen Bericht vom 26. September 2007 (act. 26) nicht ab-
gestellt  werden.  Aus  denselben  Gründen  bzw.  wegen  Fehlens 
genereller Angaben zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit  können auch 
die  weiteren  Arztberichte  aus  dem  Ausland  keine  rechtsgenügliche 
Entscheidgrundlage bilden (act. 7 bis 11, 13 bis 22, 24). 

3.5 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  sich  der  Gesundheits-
zustand der Beschwerdeführerin als rechtsgenüglich abgeklärt erweist 
resp. der Bericht von Dr. med. C._______ vom 11. Dezember 2007 den 
beweisrechtlichen Anforderungen genügt. Es ist erstellt, dass der Ver-
sicherten im Aufgabenbereich Haushalt leichte sitzende, stehende und 
gemächlich gehende Arbeiten noch (teilweise) zumutbar sind.

Hinsichtlich  der  Bemessung  der  Invalidität  nach  der  vorliegend  zur 
Anwendung gelangenden spezifischen Methode ergibt sich Folgendes:

4.

4.1 Im  Rahmen  der  Bemessung  der  Invalidität  führte  Dr.  med. 
C._______ aus, es sei aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar, 
weshalb  die  Haushaltsführung  nur  mit  Hilfe  von  Hausangestellten 
möglich sei. Im Zusammenhang mit der Ernährung wäre auch die Zu-
bereitung von Mahlzeiten und das Spülen des Geschirrs möglich. Die 
Reinigung  könne  sie  andern  Personen  überlassen.  Eine  Ein-
schränkung  in  der  Wohnungspflege  bestehe,  allerdings  seien 
Abwischarbeiten durchaus zumutbar. Auch sei die benötigte Hilfe für 
die Einkäufe nachvollziehbar. Das Besorgen der Wäsche, das Bügeln 
sowie  das  Stricken  seien  teilweise  möglich  und  die  Kinder  könnten 
betreut werden. In Bezug auf die Einschränkungen im Haushalt  ging 
Dr. med. C._______ davon aus,  dass die Beschwerdeführerin in  der 
Ernährung,  welche  insgesamt  einen  Anteil  von  25 % ausmache,  zu 
20 %, bei der Wohnungspflege zu 60 % (Anteil 15 %), beim Einkauf zu 

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80 % (Anteil 10 %), bei der Wäsche und Kleiderpflege zu 30 % (Anteil 
20 %) und in Verschiedenem zu 10 % (Anteil 25 %) eingeschränkt sei, 
was insgesamt zu einer (gewichteten) Invalidität von 31 % führe.

4.2 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haus-
halt einer versicherten Person sind – analog zur vorerwähnten Recht-
sprechung  betreffend  die  Beweiskraft  von  Arztberichten  (vgl.  E.  2.6 
hiervor) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, 
dass  der  Bericht  von  einer  qualifizierten  Person  verfasst  wird,  die 
Kenntnis  von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie  den 
aus  den  medizinischen  Diagnosen  sich  ergebenden  Beein-
trächtigungen  und  Behinderungen  hat.  Weiter  sind  die  Angaben der 
versicherten  Person  zu  berücksichtigen,  wobei  divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichts-
text muss schliesslich plausibel, begründet und angemessen detailliert 
bezüglich  der  einzelnen  Einschränkungen  sein  sowie  in  Überein-
stimmung mit  den an Ort  und Stelle  erhobenen Angaben stehen (in 
BGE 134 V 9 [Urteil  I 246/05 vom 30. Oktober 2007] nicht  publizierte 
E. 5.2 mit Hinweisen). Trifft  all  dies zu, ist der Abklärungsbericht voll 
beweiskräftig. Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht  nur für  die 
im  Abklärungsbericht  enthaltenen  Angaben  zu  Art  und  Umfang  der 
Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für den 
Teil des Abklärungsberichts,  der  den mutmasslichen Umfang der er-
werblichen  Tätigkeit  von  teilerwerbstätigen  Versicherten  mit  häus-
lichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (vgl. Urteil des EVG 
I 236/2006 vom 19. Juni 2006, E. 3.2 mit Hinweisen).

Auch wenn bei den im Ausland wohnenden Versicherten mangels ge-
eigneten Abklärungspersonen keine Haushaltsabklärung (im Sinne ei-
ner  Abklärung an Ort  und Stelle  gemäss Art. 69  Abs. 2 IVG) durch-
geführt werden kann, muss die Beurteilung einer Beeinträchtigung im 
Haushalt  nach  analogen  Grundsätzen  erfolgen  (vgl.  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts C-5131/2007 vom 16. März 2009, E. 4.2.5, 
und C-4331/2008 vom 10. November 2009, E. 3.6.2). Ob eine solche 
Abklärung  im  einzelnen  Fall  genügt,  ist  anhand  der  konkreten 
Verhältnisse zu entscheiden.

4.3 Die  versicherte  Person  ist  gehalten,  im Rahmen  des  Möglichen 
und  Zumutbaren  Verfahrensweisen  zu  entwickeln,  welche  die  Aus-
wirkungen ihrer Behinderung im hauswirtschaftlichen Aufgabenbereich 
reduzieren  und  ihr  eine  möglichst  vollständige  und  unabhängige 

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Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann sie wegen ihrer 
Behinderung gewisse dieser Arbeiten nur noch mühsam und mit viel 
höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit 
einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen 
in  Anspruch  nehmen.  Ein  invaliditätsbedingter  Ausfall  darf  bei  im 
Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die 
Aufgaben,  welche  nicht  mehr  erfüllt  werden  können,  durch  Dritt-
personen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, 
denen  dadurch  nachgewiesenermassen  eine  Erwerbseinbusse  oder 
doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der 
Invaliditätsbemessung  bei  einer  im  Haushalt  tätigen  Person  zu  be-
rücksichtigende  Mithilfe  von  Familienangehörigen  geht  daher  weiter 
als  die  ohne  Gesundheitsschädigung  üblicherweise  zu  erwartende 
Unterstützung (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).

4.4 Die  Ermittlung  der  Einschränkung  im Haushalt  wurde  –  wie  bei 
versicherten Personen im Ausland üblich – lediglich  gestützt  auf  die 
Angaben der Beschwerdeführerin im Fragebogen für die im Haushalt 
tätigen Versicherten vom 2. Oktober 2007 (act. 5) und unter Berück-
sichtigung der gesundheitlichen Defizite der Beschwerdeführerin, aber 
ohne Abklärung an Ort und Stelle, durchgeführt. Die einzelnen Tätig-
keiten wurden aufgrund der von der Beschwerdeführerin geschilderten 
örtlichen  und  infrastrukturmässigen  Verhältnisse  von  Dr.  med. 
C._______ vernünftig  gewichtet  und das Ergebnis  korrekt,  schlüssig 
und widerspruchsfrei ermittelt. Obwohl dieses Vorgehen somit nicht in 
allen  Punkten  den  von  der  Rechtsprechung  (für  Versicherte  in  der 
Schweiz) entwickelten Kriterien genügt, ergibt sich aus den Akten kein 
Grund, nicht auf die Beurteilung von Dr. med. C._______ abzustellen, 
da diese zweifellos  mit  der  gebotenen Sorgfalt  durchgeführt  worden 
war. 

Hinsichtlich  der  Ausführungen  der  Versicherten,  dass  die  Haushalt-
führung nur mit Mithilfe von Hausangestellten möglich sei,  ist  festzu-
halten, dass die von der Beschwerdeführerin in Anspruch genommene 
Hilfe  nicht  zu  einer  höheren  Einschränkung  in  den  einzelnen  Teil-
bereichen  führen  kann,  sondern  aufgrund  der  Schadenminderungs-
pflicht (vgl. E. 4.3 hiervor) bei der Einschätzung der Einschränkungen 
unberücksichtigt  bleiben  muss.  Aufgrund  der  schlüssigen  und  über-
zeugenden Beurteilung von Dr. med. C._______ ergeben sich  keine 
Hinweise darauf, dass unter den gegebenen Umständen (ausnahms-
weise)  ein  weitergehender  invaliditätsbedingter  Ausfall  angenommen 

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werden müsste (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit  diversen Hinweisen; 
vgl. auch E. 4.3 hiervor). Die bei der Beschwerdeführerin festgestellten 
Einschränkungen  ab  dem  Zeitpunkt  des  Myokardinfarkts  im  Januar 
2005  führen  somit  zu  einer  durchschnittlichen  Arbeitsunfähigkeit  im 
Aufgabenbereich  Haushalt  von  31%,  weshalb  die  gesetzlichen 
Voraussetzungen für die Entstehung eines Rentenanspruches nicht er-
füllt sind (vgl. E. 2.3 und 2.4 hiervor).

5.

Zusammenfassend ergibt  sich,  dass  die  Vorinstanz gestützt  auf  den 
ausführlichen  Bericht  von  Dr.  med.  C._______  vom  11.  Dezember 
2007  zu  Recht  davon  ausgegangen  ist,  dass  bei  der 
Beschwerdeführerin  keine rentenbegründende Invalidität  vorliegt. Die 
angefochtene Verfügung vom 26. Mai 2008 erweist sich demnach als 
rechtens,  weshalb  die  dagegen  erhobene  Beschwerde  vom  9.  Juli 
2008 als unbegründet abzuweisen ist.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der  seit  dem  1. Juli  2006  gültigen  Fassung)  ist  das  Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. 
Gemäss  Art. 63  Abs. 1  VwVG sind  die  Verfahrenskosten  der  unter-
liegenden Partei  aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss 
zu berücksichtigen ist. Da die Beschwerdeführerin unterlegen ist, hat 
sie die Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrens-
aufwand  und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200-
1'000 Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende 
Verfahren  sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 300.-  festzusetzen.  Sie 
sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 300.- zu verrechnen.

6.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch 
auf  Parteientschädigung  (Art. 7  Abs. 3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

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6.3 Die  unterliegende  Beschwerdeführerin  hat  keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ______________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Peterli Roger Stalder

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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