# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f88df53c-27c4-53b7-899c-df68b5208a70
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-02
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 02.02.2021 (publiziert) 40/2000/19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_40-2000-19_2021-02-02.pdf

## Full Text

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Art. 278 SchKG; Art. 354 Ziff. 5 lit. b und lit. c ZPO. Arrestbegehren; 

Rechtsmittel (Entscheid des Obergerichts Nr. 40/2000/19 vom 1. September 

2000 i.S. G.). 

 

 Sowohl gegen Entscheide, mit denen ein Arrestgesuch abgewiesen wur-

de, als auch gegen Einspracheentscheide nach Bewilligung eines Arrests ist 

der Rekurs zulässig. 

 

Aus den Erwägungen: 

 

 1.–  Gegen Verfügungen im summarischen Verfahren – wozu auch Ver-

fügungen über die Arrestbewilligung gehören (Art. 25 Ziff. 2 lit. a des Bun-

desgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 [SchKG, 

SR 281.1] i.V.m. Art. 291 Abs. 2 der Zivilprozessordnung für den Kanton 

Schaffhausen vom 3. September 1951 [ZPO, SHR 273.100]) – ist grundsätz-

lich der Rekurs zulässig (Art. 354 Ziff. 5 ZPO). Davon ausgenommen sind 

jedoch unter anderem Verfügungen, mit denen über vorsorgliche Massnah-

men vor Anhängigmachung eines Rechtsstreits entschieden wurde (Art. 354 

Ziff. 5 lit. c ZPO). Der Einzelrichter hat in seiner Vernehmlassung die Frage 

aufgeworfen, ob der Entscheid über einen Arrest – trotz der Rechtsmittelbe-

lehrung in der angefochtenen Verfügung – unter diese Ausnahmebestimmung 

falle. 

 Der Arrest ist eine vorsorgliche Vollstreckungsmassnahme (Walter A. 

Stoffel in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG III, Basel/Genf/München 1998, 

Art. 272 N. 35, S. 2529). Er dient nicht der Erhaltung des bestehenden Zu-

stands vor Anhängigmachung eines Rechtsstreits (Art. 297 Ziff. 2 ZPO), d.h. 

vor der unabdingbaren näheren Prüfung der Sach- und Rechtslage – ins-

besondere der Arrestvoraussetzungen als solcher – in einem ordentlichen Zi-

vilprozess; nur ausnahmsweise hat der Gläubiger später allenfalls noch Klage 

auf Anerkennung seiner Forderung einzureichen (Art. 279 Abs. 2 SchKG in 

der seit 1. Januar 1997 geltenden Fassung vom 16. Dezember 1994). Schon 

von daher gesehen fällt die Frage der Arrestbewilligung nicht unter Art. 354 

Ziff. 5 lit. c ZPO.  

 Die Zivilprozessordnung enthält im übrigen eine spezielle Aufzählung 

von betreibungsrechtlichen Entscheiden, gegen welche der Rekurs nicht zu-

lässig ist (Art. 354 Ziff. 5 lit. b ZPO). Diese Bestimmung sah in der ursprüng-

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lichen Fassung eine entsprechende Ausnahme unter anderem für Verfügungen 

vor, mit denen ein Arrest bewilligt wurde (OS 18, S. 315), dies in Nachach-

tung des bis 31. Dezember 1996 geltenden aArt. 279 Abs. 1 SchKG. Gegen 

Verfügungen, mit denen ein Arrest nicht bewilligt wurde, war dagegen – ent-

sprechend der Grundregel – der Rekurs möglich (vgl. zur Zulässigkeit einer 

solchen Regelung BGE 119 III 92 E. 1 mit Hinweis). Bei der Einfügung von 

Art. 354 Ziff. 5 lit. c ZPO mit der Gesetzesänderung vom 21. August 1995 (in 

Kraft seit 1. Januar 1996) blieb Art. 354 Ziff. 5 lit. b ZPO – und damit die 

Rekursfähigkeit von Verfügungen, mit denen ein Arrest nicht bewilligt wurde 

– unangetastet. In der Folge wurde von Bundesrechts wegen die Einsprache 

gegen die Bewilligung eines Arrests sowie der Weiterzug des Einspracheent-

scheids an eine obere Gerichtsinstanz ermöglicht (Art. 278 Abs. 1 und Abs. 3 

SchKG in der seit 1. Januar 1997 geltenden Fassung vom 16. Dezember 

1994). Gestützt darauf wurde – durch Streichung der bisherigen Ausnahme – 

gegen Verfügungen, mit denen ein Arrest bewilligt wurde, neu der Rekurs 

zugelassen (vgl. Art. 354 Ziff. 5 lit. b ZPO in der seit 1. Januar 1997 gelten-

den Fassung vom 19. August 1996; Bericht und Antrag des Regierungsrats 

vom 12. März 1996 zur Einführung des revidierten Bundesgesetzes über 

Schuldbetreibung und Konkurs [Amtsdruckschrift 4256], S. 10). Gegen Ent-

scheide über Arrestgesuche ist demnach der Rekurs heute in jedem Fall zuläs-

sig, wobei gegen die Ablehnung eines Arrestbegehrens nicht zunächst noch 

die Einsprache zum Zuge kommt (Hans Reiser in: Staehelin/Bauer/ Staehelin 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 

SchKG III, Basel/Genf/München 1998, Art. 278 N. 7, S. 2574; vgl. auch Stof-

fel, Art. 272 N. 53, S. 2533).