# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e638e450-32f2-5342-a016-8097225f2850
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 03.11.2022 602 2022 164
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2022-164_2022-11-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2022 164

Urteil vom 3. November 2022

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Sandra Birrer

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

AMT FÜR UMWELT, Vorinstanz

Gegenstand Umweltschutz

Sanierungspflicht für eine Holzfeuerungsanlage

Beschwerde vom 23. Juni 2022 gegen die Verfügung vom 8. Juni 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist Eigentümer des Grundstücks Art. bbb des Grundbuches 
der Gemeinde D.________, auf dem ein Wohnhaus steht. Am 11. Januar 2022 wurde die Holz-
feuerung des genannten Wohnhauses (Nr. ccc, Fabrikat Allotherm, Feuerwärmeleistung 40kW, 
Baujahr 1987) einer amtlichen Emissionskontrolle unterzogen, wobei die Kohlenmonoxid-Messung 
eine Konzentration im Bereich von 14'756 mg/m3 ergab. 

B. Mit Schreiben vom 1. März 2022 informierte das Amt für Umwelt (Vorinstanz) den Beschwer-
deführer, dass die Kohlenmonoxid-Konzentration der erwähnten Anlage gemäss der durch den 
zuständigen Kaminfegermeister vorgenommenen Messung den erlaubten Emissionsgrenzwert der 
Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1) überschreite. Die 
Vorinstanz unterbreitete dem Beschwerdeführer zwei Optionen, um die nicht konforme Anlage 
instand zu setzen; nämlich die Revision des Heizkessels durch ein Fachunternehmen, um zu über-
prüfen, ob die Kohlenmonoxid-Konzentration so weit gesenkt werden könne, dass der geltende 
Emissionsgrenzwert eingehalten werde, oder die Sanierung der Holzfeuerungsanlage (vollständiger 
oder teilweiser Ersatz des Heizkessels) durch ein Fachunternehmen. Der Beschwerdeführer wurde 
aufgefordert, bis zum 30. April 2022 Stellung zu nehmen und mitzuteilen für welche Option er sich 
entscheide. 

C. Mit E-Mail vom 25. April 2022 führte der Beschwerdeführer aus, dass eine Revision durch ein 
Fachunternehmen nicht mehr in Frage komme und er den Heizkessel, sobald dieser nicht mehr 
funktioniere, ersetzen werde, jedoch nicht bereits nächstes Jahr. 

D. Am 8. Juni 2022 verfügte die Vorinstanz, dass die erwähnte Holzfeuerung so saniert werden 
müsse, dass sie alle Anforderungen und die geltenden Grenzwerte nach Anhang 3 LRV einhält. 
Diese Sanierungsarbeiten müssten bis zum 30. September 2027 ausgeführt sein. 

E. Der Beschwerdeführer hat am 23. Juni 2022 gegen diese Verfügung Beschwerde an das 
Kantonsgericht erhoben. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der Sanierungsverfügung.

F. Die Vorinstanz beantragt am 12. August 2022 die Abweisung der Beschwerde.

G. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. 

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 6 Abs. 1 des kantonalen 
Ausführungsbeschlusses vom 23. Juni 1992 zur Bundesgesetzgebung über die Luftreinhaltung 
[SGF 813.11] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des 
Rechtsmittels gegen den vorliegenden Entscheid legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist 

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wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt 
(Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist in casu 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

Vorliegend hat die Vorinstanz mit Verfügung vom 8. Juni 2022 die Sanierung der Holzfeuerungsan-
lage des Beschwerdeführers (Nr. ccc, Fabrikat Allotherm, Feuerwärmeleistung 40kW, Baujahr 1987) 
bis zum 30. September 2027 verfügt, da diese anlässlich einer amtlichen periodischen Kontrolle zu 
hohe Kohlenmonoxid-Werte anzeigte. 

Der Beschwerdeführer macht hiergegen geltend, dass er mit der Verfügung nicht einverstanden sei 
und für ihn eine Sanierung der Holzfeuerungsanlage (derzeit) nicht in Frage komme, da diese noch 
einwandfrei funktioniere und er die Anlage erst ersetzen werde, wenn deren Funktionsfähigkeit 
erschöpft sei. Weiter führt er aus, dass die Erneuerung der Heizung mit hohen Kosten verbunden 
sei. 

Die Richtigkeit der Messung der Kohlenmonoxid-Konzentration an sich ist unbestritten. Nachfolgend 
ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht verfügte, dass die Anlage bis zum 30. September 
2027 zu sanieren sei.  

4.

4.1. Die obligatorische Kontrolle von Feuerungsanlagen ist in der LRV und in der kantonalen 
Verordnung über die obligatorische Kontrolle der Feuerungsanlagen (KFAV; SGF 770.32) geregelt. 
Gemäss Art. 13 Abs. 1 LRV in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 KFAV überwacht die Behörde die Einhal-
tung der Emissionsbegrenzungen. Sie führt selber Emissionsmessungen oder -kontrollen durch oder 
lässt solche durchführen. Nach Art. 13 Abs. 3 lit. a LRV ist in der Regel die Messung oder Kontrolle 
unter Vorbehalt abweichender Bestimmungen in den Anhängen 2, 3 und 4 bei Heizkesseln für Holz-
brennstoffe nach Anhang 5 Ziff. 31 Abs. 1 lit. a, b oder d Ziff. 1 mit einer Feuerungswärmeleistung 
bis 70 kW und bei Gasfeuerungen mit einer Feuerungswärmeleistung bis 1 MW alle vier Jahre zu 
wiederholen. Mit der Kontrolle der betroffenen Anlagen (siehe Art. 43 des Bundesgesetzes vom 
7. Oktober 1983 über den Umweltschutz [USG; SR 814.01]) hat der Kanton Freiburg die kantonalen 
Kaminfegermeister betraut. 

4.2. Die LRV bestimmt in den Anhängen umfassend die vorsorgliche Emissionsbegrenzung für 
zahlreiche Stoffe und Anlagen mit festgelegten Emissionsgrenzwerten. Sie setzt zudem die Gleich-
behandlung von alten (d.h. Anlagen vor Inkrafttreten des USG am 1. Januar 1985) und neuen Anla-
gen konsequent um, indem die Bestimmungen über die vorsorgliche Emissionsbegrenzung für neue 
wie auch für bestehende stationäre Anlagen gelten (Art. 7 LRV; vgl. auch SCHRADE/WIESTNER, 
Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 51 und 111). Den besonderen 
Verhältnissen von Altanlagen wird durch Anpassungsfristen und Erleichterungen im Einzelfall nach 
Art. 17 LRV Rechnung getragen (SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 
2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 51 ff.). Unter dem Titel "Vorsorgliche Emissionsbegrenzung nach den 
Anhängen 1-4" wird in Art. 3 Abs. 2 LRV geregelt, für welche Anlagen ergänzende oder abweichende 

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Anforderungen gelten. So gelten namentlich für Feuerungsanlagen die Anforderungen nach Anhang 
3 (siehe lit. b). Demnach liegt gemäss Anhang 3 Ziff. 522 LRV bei Einzelraumfeuerung und Heiz-
kessel handbeschickt bei einem Sauerstoffgehalt im Abgas von 13 % der Emissionsgrenzwert der 
Kohlenmonoxid-Konzentration bei 2'500 mg/m3.

4.3. Die Sanierungspflicht ist in Art. 8 LRV geregelt: Nach dieser Bestimmung sorgt die Behörde 
dafür, dass bestehende stationäre Anlagen, die den Anforderungen dieser Verordnung nicht 
entsprechen, saniert werden (Abs. 1). Das heisst, Anlagen, deren Werte die in den Anhängen festge-
legten Emissionsgrenzwerte übersteigen, unterliegen der Sanierungspflicht (siehe auch Art. 16 Abs. 
1 USG; BGE 118 Ib 26 E. 5d). Die Behörde erlässt die erforderlichen Verfügungen und legt darin die 
Sanierungsfrist nach Art. 10 LRV fest. Notfalls verfügt sie für die Dauer der Sanierung Betriebsein-
schränkungen oder die Stilllegung der Anlage (Abs. 2). Auf die Sanierung kann verzichtet werden, 
wenn sich der Inhaber verpflichtet, die Anlage innert der Sanierungsfrist stillzulegen (Abs. 3). Die 
LRV zählt Geräte und Maschinen zu den stationären Anlagen und unterstellt sie ebenfalls der Sanie-
rungspflicht (Art. 2 Abs. 1 lit. c und Art. 8 LRV; vgl. auch SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum 
Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 41). Die Pflicht zur Sanierung obliegt generell dem 
Inhaber der in Frage stehenden Anlage (Art. 16 Abs. 1 USG; GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar zum 
Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Aufl. 2011, Art. 16 N. 2). Eine Anlage gilt als saniert, 
wenn sie sämtliche Emissionsbegrenzungen einhält, die von ihrem Geltungsbereich her auf sie 
zutreffen (SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 29; 
HUNGER, Die Sanierungspflicht im Umweltschutz- und im Gewässerschutzgesetz, 22/2010 in SzU 
19-36). 

5.

5.1. Wie erwähnt, wurde die genannte Holzfeuerungsanlage des Beschwerdeführers am 
11. Januar 2022 durch den Kaminfegermeister der periodischen Kontrolle unterzogen, um die 
verschiedenen Messwerte sowie das Speichervolumen der Anlage zu kontrollieren. Die Beurteilung 
dieses Messberichts zeigte, dass der Heizkessel mit einer Kohlenmonoxid-Konzentration von 
14'756 mg/m3 den erlaubten vorsorglichen Kohlenmonoxid-Emissionsgrenzwert von 2'500 mg/m3 
gemäss Anhang 3 Ziff. 522 der LRV deutlich überschreitet. Die Holzfeuerungsanlage entspricht 
somit offensichtlich nicht den Anforderungen der LRV – was vom Beschwerdeführer in seiner 
Beschwerde auch in keiner Weise bestritten wird.

Bei der Holzfeuerungsanlage mit Baujahr 1987 handelt es sich um eine bestehende stationäre Anla-
ge im Sinne von Art. 8 Abs. 1 LRV, welche – da sie mit der deutlich zu hohen Kohlenmonoxid-
Konzentration nicht mehr LRV-konform ist – nach dem zuvor Gesagten generell der Sanierungs-
pflicht unterliegt. Als Inhaber dieser Anlage trifft diese Pflicht den Beschwerdeführer. Mit der ange-
fochtenen Verfügung hat die Vorinstanz die Sanierung der Holzfeuerungsanlage innerhalb einer 
fünfjährigen Frist, nämlich bis zum 30. September 2027, gegenüber dem Beschwerdeführer ange-
ordnet. 

5.2. Die LRV regelt die Emissionsgrenzwerte in den Anhängen 1-4 grundsätzlich verbindlich und 
abschliessend (vgl. auch Art. 12 Abs. 1 lit. a USG; sowie SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum 
Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 53; HUNGER, Die Sanierungspflicht im Umweltschutz- 
und im Gewässerschutzgesetz, 22/2010 in SzU 19-36; BGE 124 II 517 E. 4b.). Werden diese Grenz-
werte überschritten, wird gemäss Art. 8 Abs. 1 LRV die entsprechende Anlage sanierungspflichtig; 
der Vorinstanz steht folglich kein Ermessen zu, wann eine Sanierung anzuordnen ist oder nicht. 

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Demnach hat die Vorinstanz im Grundsatz zu Recht die Sanierung des Heizkessels aufgrund seines 
zu hohen Kohlenmonoxid-Wertes angeordnet. 

5.3. Grundsätzlich sieht Art. 10 LRV bei bestehenden stationären Anlagen drei Stufen von Anpas-
sungsfristen vor. So beträgt die ordentliche Sanierungsfrist fünf Jahre (Art. 10 Abs. 1 LRV). Gemäss 
Abs. 2 werden kürzere Fristen, mindestens aber 30 Tage, festgelegt, wenn: die Sanierung ohne 
erhebliche Investitionen durchgeführt werden kann (lit. a), die Emissionen mehr als das Dreifache 
des Wertes betragen, der für die vorsorgliche Emissionsbegrenzung gilt (lit. b) oder die von der 
Anlage alleine verursachten Immissionen übermässig sind (lit. c). Abs. 3 hält sodann fest, dass 
längere Fristen bis zu höchstens zehn Jahre festgelegt werden, wenn: die Emissionen weniger als 
das Anderthalbfache des Wertes betragen, der für die vorsorgliche Emissionsbegrenzung gilt, oder 
die Vorschriften über die Abgasverluste nicht eingehalten werden (lit. a), und weder lit. a noch lit. c 
von Abs. 2 erfüllt ist (lit. b). Es handelt sich dabei um Maximalfristen (Urteil BGer 1C_571/2018 vom 
8. Juli 2019 E. 3).

Je grösser die übermässigen Emissionen sind, desto kürzere Fristen erweisen sich generell als 
angebracht, wobei die LRV dem Kriterium der Kosten nur eine untergeordnete Bedeutung beimisst. 
Folglich erlaubt Art. 10 LRV, wenn die Emissionsgrenzwerte massiv überschritten sind, auch bei 
hohen Sanierungskosten eine kurze Frist (SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum Umweltschutzge-
setz, 2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 67).

5.4. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer trotz der deutlich zu hohen 
Kohlenmonoxid-Konzentration des Heizkessels die ordentliche fünfjährige Sanierungsfrist nach Art. 
10 Abs. 1 LRV (d.h. bis zum 30. September 2027) eingeräumt, um die Anlage wieder LRV-konform 
zu machen. Da der gemessene Wert der Kohlenmonoxid-Konzentration mit 14'756 mg/m3 fast 6-fach 
höher ist als der erlaubte Emissionsgrenzwert der LRV, welcher auf 2'500 mg/m3 festgesetzt ist, 
hätte die Vorinstanz gestützt auf Art. 10 Abs. 2 lit. b LRV (wonach kürzere Fristen, mindestens aber 
30 Tage, festgelegt werden, wenn die Emissionen mehr als das Dreifache des Wertes betragen, der 
für die vorsorgliche Emissionsbegrenzung gilt) durchaus auch eine kürzere Sanierungsfrist in 
Betracht ziehen können. Die Gewährung einer Frist bis zum 30. September 2027 für die Sanierung 
des Heizkessels erweist sich damit als grosszügig.

6.

Der Beschwerdeführer macht indes sinngemäss geltend, dass die Sanierung des Heizkessels wirt-
schaftlich unverhältnismässig sei, da diese mit hohem finanziellen Aufwand verbunden sei. Es bleibt 
somit zu prüfen, ob die Anordnung der Sanierung verhältnismässig ist oder ob dem Beschwerdefüh-
rer Erleichterungen nach Art. 11 LRV hätten eingeräumt werden müssen.

6.1. Wie bei allen staatlichen Eingriffen gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip, als allgemeiner 
Verfahrensgrundsatz und Voraussetzung für Grundrechtseingriffe (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]), auch 
bei der Sanierung von Anlagen im Umweltschutzrecht (Art. 17 USG). Folglich hat die Behörde im 
Einzelfall jene Sanierungsmassnahme zu wählen, die für die Erreichung des Sanierungsziels geeig-
net ist, die Interessen des Anlageinhabers am besten berücksichtigt und in einem vernünftigen 
Verhältnis zum Nutzen für die Umwelt steht (SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum Umweltschutz-
gesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 17 N. 11). Insbesondere müssen Sanierungen auch im Einzelfall verhält-
nismässig sein (Art. 5 Abs. 2 BV; SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 
2. Aufl. 2004, Art. 16 N. 22). Sanierungserleichterungen werden dann gewährt, wenn die Sanierung 
nach Art. 16 Abs. 2 USG im Einzelfall unverhältnismässig wäre (Art. 17 Abs. 1 USG). Diese Bestim-

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mung wird durch Art. 11 Abs. 1 LRV präzisiert: Eine Sanierung ist nach der LRV insbesondere dann 
unverhältnismässig, wenn sie technisch oder betrieblich nicht möglich oder wirtschaftlich nicht trag-
bar ist, wobei die Belastung für den Betrieb sehr schwerwiegend sein oder der Aufwand für die 
Emissionsbegrenzung im Einzelfall in einem krassen Missverhältnis zum Nutzen für die Umwelt 
stehen muss (vgl. auch WAGNER PFEIFER, Umweltrecht, Allgemeine Grundlagen, 2017, S. 169; 
HUNGER, Die Sanierungspflicht im Umweltschutz- und im Gewässerschutzgesetz, 22/2010 in SzU 
19-36; SCHRADE/LORETAN, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 11 N. 35). Als 
Erleichterungen kann die Behörde in erster Linie längere Fristen einräumen oder, wenn dies nicht 
genügt, kann sie auch mildere Emissionsbegrenzungen verfügen (siehe Art. 11 Abs. 2 LRV; 
WAGNER-PFEIFER, Umweltrecht, Allgemeine Grundlagen, S. 174).

6.2. Wie bereits dargelegt, ist vorliegend festzustellen, dass die umstrittene Holzfeuerungsanlage 
des Beschwerdeführers mit einer Kohlenmonoxid-Konzentration von 14'756 mg/m3 den auf 
2'500 mg/m3 verbindlich festgelegten Kohlenmonoxid-Emissionsgrenzwert der LRV massiv über-
schreitet, weshalb grundsätzlich kein Raum für Erleichterungen besteht. Überdies hat die Vorin-
stanz, wie erwähnt, dem Beschwerdeführer, trotz der deutlich zu hohen Kohlenmonoxid-Konzentra-
tion, eine ordentliche Sanierungsfrist von fünf Jahren eingeräumt (Art. 10 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b 
LRV), was sich als grosszügig erweist. Mit dieser langen Frist hat die Vorinstanz bereits eine sehr 
milde Massnahme getroffen bzw. dem Beschwerdeführer eine Erleichterung eingeräumt. Aufgrund 
der verbindlich festgelegten vorsorglichen Emissionsgrenzwerten in der LRV sind weitere Erleichte-
rungen, namentlich etwa die Einräumung milderer Emissionsgrenzwerte, in casu ausgeschlossen. 
Das Ziel der angeordneten Sanierung liegt in der Senkung der Kohlenmonoxid-Konzentration, um 
Mensch und Umwelt gegen schädliche oder lästige Einwirkungen, namentlich durch Luftverunreini-
gungen zu schützen (vgl. Art. 1 USG und Art. 1 LRV). Um dieses Ziel – welches ein gewichtiges 
öffentliches Interesse darstellt – zu erreichen, müssen die Kohlenmonoxid-Werte der umstrittenen 
Holzfeuerungsanlage gesenkt werden, wobei eine Sanierung als das effizienteste und geeignetste 
Mittel erscheint. So hatte auch die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. März 
2022 zwei Optionen unterbreitet, nämlich eine Revision, das heisst die Überprüfung, ob die Kohlen-
monoxid-Konzentration so weit gesenkt werden könne, dass der geltende Emissionsgrenzwert 
eingehalten wird, oder eine Sanierung, also der teilweise oder vollständige Ersatz der Heizung, und 
der Beschwerdeführer erachtete gemäss seiner E-Mail vom 25. April 2022 eine Revision als nicht 
(mehr) zielführend. Die angeordnete Sanierung der Holzfeuerungsanlage mit Baujahr 1987 
erscheint ferner auch vor dem Hintergrund der bereits sehr langen Nutzungsdauer als wirtschaftlich 
zumutbar (vgl. auch Bundesamt für Energie [BFE], Schweizerische Holzenergiestatistik, online unter 
https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/versorgung/statistik-und-
geodaten/energiestatistiken/teilstatistiken.exturl.html/aHR0cHM6Ly9wdWJkYi5iZmUuYWRtaW4uY
2gvZGUvcHVibGljYX/Rpb24vZG93bmxvYWQvMTEwMTc=.html, S. 46 ff., letztmals besucht am 
30. Oktober 2022, wonach die durchschnittliche Lebensdauer einer automatischen Holzfeuerung 
von weniger als 50 kW bei einer durchschnittlichen Betriebsstundenzahl bei ungefähr 15 Jahren 
liegt). Zudem steht sie in einem vernünftigen Verhältnis zwischen dem zu erwartenden finanziellen 
Aufwand für den Beschwerdeführer und den damit verbundenen Verbesserungen für die Umwelt 
(vgl. auch Urteil VGer des Kantons Bern, BVR 1993 vom 9. Oktober 1992 E. 4b, wonach die Behör-
den dem Inhaber einer Holzfeuerung, der gestützt auf Art. 6 LRV den Kamin erhöhen musste, keine 
Erleichterung einräumte und die Kosten für die Sanierungsmassnahme als wirtschaftlich tragbar 
erachtete). Der Beschwerdeführer zeigt denn auch nicht konkret auf, inwiefern für ihn die Finanzie-
rung wirtschaftlich nicht tragbar wäre beziehungsweise eine schwerwiegende Belastung für den 
Betrieb darstellen würde. Allgemeine Aussagen, dass die Sanierung teuer sei, vermögen diesbe-
züglich nicht zu überzeugen. Ferner sagt der Beschwerdeführer selber, dass "die Heizung Jahrgang 

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1987 hat und sicher in den nächsten Jahren einmal ersetzt werden muss". Er hat also bereits damit 
gerechnet oder musste zumindest damit rechnen, dass die Kosten für die Sanierung bzw. Ersetzung 
der Heizung demnächst anfallen werden. Ein Missverhältnis zwischen dem finanziellen Aufwand des 
Beschwerdeführers, die Holzfeuerungsanlage innerhalb der nächsten fünf Jahre zu sanieren, und 
dem gewichtigen öffentlichen Interesse an der Sanierung der Anlage aus Gründen der Luftreinhal-
tung, ist damit nicht erkennbar. Die Gewährung weiterer Erleichterungen (in Ergänzung zur gewähr-
ten grosszügigen Frist) ist somit vorliegend ausgeschlossen und die Sanierungsverfügung der Vorin-
stanz erweist sich als verhältnismässig.

6.3. Schliesslich sei an dieser Stelle festzuhalten, dass das Ausarbeiten eines Finanzierungsvor-
schlages, wie vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde gefordert, nicht Aufgabe des Gerichts 
ist und auch nicht zum Streitobjekt gehört. Der guten Ordnung halber sei der Beschwerdeführer 
darauf hingewiesen, dass durch das vom Bund erlassene Gebäudeprogramm die energetische 
Sanierung und der Bau von energieeffizienten Gebäuden gefördert und unterstützt werden, und 
dass auch der Kanton Freiburg verschiedene Förderprogramme im Energiebereich lancierte, welche 
vom Kanton unterstützt werden (vgl. für einen Überblick online unter 
https://www.fr.ch/de/vwbd/afe/foerderprogramme-im-energiebereich, letztmals besucht am 
30. Oktober 2022). Es ist am Beschwerdeführer, die genaue Finanzierung seiner Anlage – gegebe-
nenfalls unter Berücksichtigung von Förderprogrammen – zu prüfen und zu erarbeiten. 

7.

Zusammengefasst erweist sich damit die mit der angefochtenen Verfügung angeordnete Sanierung 
der Holzfeuerungsanlage bis zum 30. September 2027 als rechtmässig. Durch die ordentliche fünf-
jährige Sanierungsfrist hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer implizit bereits eine Erleichterung 
eingeräumt. Überdies ist davon auszugehen, dass die angeordnete Sanierung wirtschaftlich tragbar 
und verhältnismässig ist. Andere Gründe, die eine Ausnahme von der Sanierungspflicht rechtferti-
gen könnten, wie namentlich die verbindliche Verpflichtung zur Stilllegung der Anlage innert der 
Sanierungsfrist (vgl. Art. 8 Abs. 3 LRV), werden vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und sind 
daher vorliegend auch nicht weiter zu erörtern.

Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und die angefochtene Verfügung ist zu bestätigen.

8.

Die Gerichtskosten, die auf CHF 800.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 500.- teilweise zu verrechnen, so dass noch ein Restbetrag von CHF 300.- geschuldet ist 
(Art. 131 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 
und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [Tarif VJ; SGF 150.12]). 

Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 137 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss teilweise verrechnet, so dass noch ein Restbetrag von CHF 300.- 
geschuldet ist. 

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 3. November 2022/dgr/sbi

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin