# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d34e88d7-4d61-57ac-a2ec-ad4524132204
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht I. Zivilrechtliche Abteilung 05.11.2025 4A 473/2025 (4A_473/2025)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_004_4A-473-2025_2025-11-05.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

               
  
  
 

 

 

    
  4A_473/2025
  
 

 

 

    
  Urteil vom 5. November 2025
  
 

 

    
  I. zivilrechtliche Abteilung
  
 

 

Besetzung 

Bundesrichter Hurni, Präsident, 

Gerichtsschreiber Tanner. 

 

Verfahrensbeteiligte 

1. A.A.________, 

2. B.A.________, 

Beschwerdeführer, 

 

    
  gegen
  
 

 

1. B.B.________, 

2. C.B.________, 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Lukas Müller, 

3. Obergerichtspräsidentin des Kantons Glarus, Beschwerdegegner. 

 

Gegenstand 

Ausweisung, 

 

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts des Kantons Glarus 

vom 10. September 2025 (ZG.2025.00685) und 

die Verfügung des Obergerichts des Kantons Glarus 

vom 16. September 2025 (OG.2025.00077). 

 

 

    
  Erwägungen:
  
 

 

    
  1. 
 

Am 14. August 2025 ersuchten die Beschwerdegegner 1 und 2 das Kantonsgericht des Kantons Glarus um Ausweisung der Beschwerdeführer 1 und 2 aus ihrem Einfamilienhaus in U.________. Mit Verfügung vom 10. September 2025 verpflichtete der Präsident des Kantonsgerichts des Kantons Glarus die Beschwerdeführer 1 und 2 dazu, diese Liegenschaft bis zum 30. September 2025 zu verlassen, zu räumen und den Beschwerdegegnern 1 und 2 ordnungsgemäss samt Schlüsseln zu übergeben. 

Die Beschwerdeführer 1 und 2 fochten diesen Ausweisungsbefehl mit "Einsprache" beim Obergericht des Kantons Glarus an. 

Mit Verfügung vom 16. September 2025 setzte die Obergerichtspräsidentin dem Beschwerdeführer 1 eine bis zum 30. September 2025 dauernde Frist an, um eine Vollmacht für die Vertretung der Beschwerdeführerin 2 einzureichen und einen Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- zu bezahlen. 

 

    
  2. 
 

Mit Beschwerde vom 20. September 2025 beantragen die Beschwerdeführer 1 und 2 dem Bundesgericht sinngemäss, es seien die Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts des Kantons Glarus vom 10. September 2025 sowie die Verfügung der Präsidentin des Obergerichts des Kantons Glarus vom 16. September 2025 aufzuheben und das Ausweisungsbegehren abzuweisen. 

Der Präsident der I. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts wies mit Verfügung vom 25. September 2025 das Gesuch der Beschwerdeführer 1 und 2 um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ab. 

Die Beschwerdeführer reichten am 26. September, 30. September und 2. Oktober 2025 je eine Beschwerdeergänzung ein. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2025 wies der Präsident der I. zivilrechtlichen Abteilung die darin erneut gestellten Gesuche um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ab. 

Auf das Einholen von Vernehmlassungen zur Beschwerde wurde verzichtet. 

 

 

    
  3. 
 

Die Beschwerde richtet sich zunächst gegen die Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts des Kantons Glarus vom 10. September 2025. Eine Beschwerde an das Bundesgericht kann nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundespatentgerichts erhoben werden (Art. 75 Abs. 1 BGG). Das Kantonsgericht des Kantons Glarus zählt nicht zu diesen zulässigen Vorinstanzen. Folglich ist diesbezüglich auf die Beschwerde nach Massgabe von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. 

Soweit sich die Beschwerde gegen die Verfügung der Präsidentin des Obergerichts des Kantons Glarus vom 16. September 2025 richtet, ist Folgendes festzuhalten: Mit dem Obergericht liegt zwar eine letztinstanzliche kantonale und damit zulässige Vorinstanz vor. Indessen erfüllt die Beschwerde diesbezüglich die Begründungsanforderungen, die an eine Beschwerde an das Bundesgericht gestellt werden (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 142 III 364 E. 2.4; 140 III 86 E. 2, 115 E. 2), offensichtlich nicht. Folglich ist diesbezüglich mangels hinreichender Begründung im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten. 

In beiden Fällen beschränkt sich die Begründung auf eine kurze Angabe des Unzulässigkeitsgrundes (Art. 108 Abs. 3 BGG). 

 

    
  4. 
 

Das Gesuch der Beschwerdeführer 1 und 2 um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Beschwerdeführern 1 und 2 unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG). Die Beschwerdegegner 1 und 2 haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da ihnen mangels Einholung einer Vernehmlassung aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein entschädigungspflichtiger Aufwand erwachsen ist (Art. 68 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdegegnerin 3 steht aufgrund von Art. 68 Abs. 3 BGG ebenfalls kein Anspruch auf eine Parteientschädigung zu. 

 

 

    
   Demnach erkennt der Präsident:
  
 

 

    
  1. 
 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

    
  2. 
 

Das Gesuch der Beschwerdeführer 1 und 2 um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen. 

 

    
  3. 
 

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern 1 und 2 unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. 

 

    
  4. 
 

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

    
  5. 
 

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht des Kantons Glarus und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt. 

 

 

Lausanne, 5. November 2025 

 

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

 

Der Präsident:    Hurni 

 

Der Gerichtsschreiber:    Tanner