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**Case Identifier:** a4b5e038-1754-5032-a409-c7aad51ad91f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 26.03.2025 810 24 156 (810 2024 156)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-24-156_2025-03-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 26. März 2025 (810 24 156) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Baugesuch für Magazin mit Werkhof, Baum- und Pflanzschule / Zuordnung einer Zone zu 

Bau- bzw. Nichtbauzone / Zonenkonforme Bauten in der Intensivlandwirtschaftszone / 

Erschliessung einer Bauzone über eine Nichtbauzone  

 

 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus 

Clausen, Daniel Häring, Daniel Ivanov, Gerichtsschreiberin Elena 
Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.A.____ und B.A.____, Beschwerdeführer 
 
A.B.____, Beschwerdeführerin 
 
C.____, Beschwerdeführer 
 
D.____, Beschwerdeführer 
 
A.E.____ und B.E.____, Beschwerdeführer 
 
alle vertreten durch B.E.____, Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, 
Rheinstrasse 29, Postfach, 4410 Liestal, Vorinstanz 
 
 
F.A.____ AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. David Dussy, 
Advokat 

 

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 Einwohnergemeinde G.____, Beigeladene 

 
  

 
Betreff Baugesuch für Magazin mit Werkhof / Baum- und Pflanzschule  

(Entscheid der Baurekurskommission vom 6. Februar 2024) 
 
 
A. Die F.A.____ AG (vormals F.B.____ AG) reichte am 27. Juli 2020 beim Bauinspektorat 
des Kantons Basel-Landschaft (Bauinspektorat) ein Baugesuch für ein Magazin mit Werkhof-
platz und eine Baum- und Pflanzschule an der X.____strasse in G.____ ein. Das geplante Bau-
vorhaben sieht den Bau eines Magazins mit Werkhofplatz auf der Parzelle Nr. 136, Grundbuch 
(GB) G.____, vor, wobei das Magazin im westlichen Teil der Parzelle Nr. 136 parallel zur 
X.____strasse und zum H.____bach gebaut werden und der Werkhofplatz den östlichen Teil 
der Parzelle Nr. 136 in Anspruch nehmen soll. Auf der Parzelle Nr. 3451, GB G.____, soll die 
Baum- und Pflanzschule entstehen. Die Erschliessungswege zur Parzelle Nr. 136 sollen über 
die Parzelle Nr. 3451 verlaufen (siehe Plan Nr. 602 vom 13. Juli 2022). Die Parzelle Nr. 136 und 
die sich östlich davon befindende Parzelle Nr. 3450, GB G.____, liegen in der Spezialzone Gar-
tenbau. Auf der Parzelle Nr. 3450, auf welcher seit mindestens 30 Jahren vier grosse Ge-
wächshäuser und ein Wohnhaus stehen, betreibt bzw. betrieb die I.____ AG ein Gartenbauun-
ternehmen. Südlich der Parzellen Nrn. 136 und 3450 erstreckt sich die Parzelle Nr. 3451, wel-
che sich in der Spezialzone Gärtnerei befindet. Die X.____strasse verläuft im Westen der Par-
zellen Nrn. 136 und 3451 unmittelbar an diese beiden Parzellen angrenzend. Der H.____bach 
fliesst im Westen der X.____strasse parallel zur Strasse von Süden nach Norden.  
 
B. Während der Auflagefrist erhoben unter anderem A.A.____ und B.A.____, B.B.____ 
(sel.) und C.B.____ (sel.), A.E.____ und B.E.____, D.____, C.____ sowie der J.____verein und 
die Einwohnergemeinde G.____ (Gemeinde) Einsprache. Gerügt wurde unter anderem die Un-
zulässigkeit des geplanten Gebäudes in der Spezialzone Gartenbau, die mangelnde Erschlies-
sung und die unzureichende Rücksichtnahme auf den Uferbereich des H.____bachs. Nachdem 
am 25. März 2021 bereinigte Pläne eingereicht worden waren und das Baugesuch neu publi-
ziert worden war, zog die Gemeinde ihre Einsprache mit Eingabe vom 21. April 2021 zurück. 
Am 24. September 2021 und am 19. Juli 2022 reichte die Baugesuchstellerin wiederum berei-
nigte Pläne ein. Die hiervor genannten privaten Einsprecher und der J.____verein hielten an 
ihren Einsprachen fest.  
 
C. Das Bauinspektorat wies die Einsprachen mit Entscheid Nr. 141/22 vom 8. Mai 2023 
im Sinne der Erwägungen ab, soweit es darauf eintrat. Es erklärte die in seinen Erwägungen 
aufgeführten Auflagen als verbindlicher Bestandteil der Baubewilligung und verwies die Ein-
sprecher bezüglich der privatrechtlichen Einsprachen an den zuständigen Zivilrichter. Zur Be-
gründung wurde unter anderem erwogen, dass das Bauvorhaben in der vorliegenden Spezial-
zone Gartenbau zonenkonform sei, das Areal über die Parzelle Nr. 3451 miterschlossen werde 
und somit die Anforderungen gemäss § 83 des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes 
(RBG) vom 8. Januar 1998 erfüllt seien sowie der Gewässerraum mit einer Breite von 11.5 m 

 

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entsprechend den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 der eidgenössi-
schen Gewässerschutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 (ÜbBest. GSchV) gewahrt 
werde. 
 
D. Dagegen erhoben die oben genannten privaten Einsprecher mit Eingaben vom 
12., 15., 16. und 17. Mai 2023 bei der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft 
(Baurekurskommission) Beschwerde. Der J.____verein zog den Einspracheentscheid nicht wei-
ter. Mit Beschwerdebegründung vom 19. Juni 2023 beantragten die Beschwerdeführer, nun-
mehr und nachfolgend alle vertreten durch B.E.____, Rechtsanwältin, unter o/e-Kostenfolge die 
Aufhebung des Einspracheentscheids und die Verweigerung der Baubewilligung; eventualiter 
sei die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids zur Neubeurteilung an das Bau-
inspektorat zurückzuweisen. Zur Begründung wurde unter anderem vorgebracht, dass das 
Bauprojekt in der Spezialzone Gartenbau nicht zonenkonform sei, über keine rechtsgenügliche 
Erschliessung verfüge und den Gewässerraum des H.____bachs verletze.  
 
E. Mit Entscheid Nr. 23-024-027/029 vom 6. Februar 2024 wies die Baurekurskommission 
die Beschwerde ab.  
 
F. Mit Eingabe vom 24. Juni 2024 erhoben A.A.____ und B.A.____, A.B.____ (Tochter 
von C.B.____ sel. und B.B.____ sel.), C.____, D.____ sowie A.E.____ und B.E.____ gegen 
den Entscheid der Baurekurskommission beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde und beantragten, es sei der Entscheid der 
Baurekurskommission vom 6. Februar 2024 vollumfänglich aufzuheben und der Baugesuchstel-
lerin die Baubewilligung betreffend Baugesuch-Nr. 1210/2020 zu verweigern. Eventualiter sei 
der Entscheid vom 6. Februar 2024 aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen Feststellung 
des Sachverhalts und Neuentscheidung im Sinne der Erwägungen an die Baurekurskommissi-
on zurückzuweisen. Subeventualiter sei der Entscheid vom 6. Februar 2024 aufzuheben und 
die Angelegenheit zur neuen Feststellung des Sachverhalts und Neuentscheidung im Sinne der 
Erwägungen an das Bauinspektorat zurückzuweisen. Es sei den Beschwerdeführern vollständi-
ge Akteneinsicht zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zulasten 
der Staatskasse. Mit Eingabe vom 25. August 2024 reichten die Beschwerdeführer ihre ergän-
zende Beschwerdebegründung ein. Die Beschwerdeführer monierten vor Kantonsgericht in der 
Beschwerde drei Punkte. Als Erstes machten sie geltend, gemäss der anwendbaren zonen-
rechtlichen Bestimmung sei in der Spezialzone Gartenbau nur ein Betriebsgebäude zulässig. 
Da auf der Parzelle Nr. 3450 bereits ein Betriebsgebäude bestehe, dürfe demzufolge auf der 
Parzelle Nr. 136 kein weiteres Gebäude errichtet werden. Als Zweites rügten die Beschwerde-
führer, die Erschliessung des Werkhofs über die Spezialzone Gärtnerei sei nicht zonenkonform. 
Als dritten Punkt brachten die Beschwerdeführer vor, der von den Vorinstanzen angenommene 
Gewässerraum sei zu gering. Überdies kämen Teile der Erschliessungswege und des Bewirt-
schaftungswegs sogar in den gemäss Vorinstanzen angenommenen Gewässerraum zu liegen 
und es lägen keine Ausnahmetatbestände vor, weshalb diese privaten Wege nicht zulässige 
Anlagen im Gewässerraum darstellen würden.  
 

 

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G. Mit Vernehmlassung vom 4. September 2024 beantragte die zum Verfahren beigela-
dene Gemeinde und mit Vernehmlassung vom 16. September 2024 die Beschwerdegegnerin, 
welche seit dem Verfahren vor der Baurekurskommission durch Dr. David Dussy, Advokat, ver-
treten wird, die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdefüh-
rer. Mit Vernehmlassung vom 26. September 2024 schloss das Bauinspektorat, das gemäss 
§ 20 Abs. 2 lit. l der Dienstordnung der Bau- und Umweltschutzdirektion die Federführung bei 
der Vertretung der kantonalen Baubewilligungsbehörde vor Kantonsgericht innehat, sofern die 
Baurekurskommission den Entscheid des Bauinspektorats bestätigt hat, ebenfalls auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
H. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2024 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der 
Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Parteiverhandlung mit vorangehendem Augen-
schein. Mit Eingaben vom 31. Oktober 2024 und vom 4. November 2024 reichten die Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführer bzw. der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin ihre jewei-
ligen Honorarnoten ein. 
 
I. Anlässlich der heutigen Verhandlung hat das Kantonsgericht einen Augenschein 
durchgeführt, an dem die Beschwerdeführer A.B.____, D.____, A.E.____ und B.E.____, Letzt-
genannte als Beschwerdeführerin und Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer, von Seiten der 
Vorinstanzen K.____ vom Bauinspektorat, L.____ vom Amt für Raumplanung, Bereich Gewäs-
ser, und M.____ von der Baurekurskommission, von Seiten der Beschwerdegegnerin N.____, 
Geschäftsinhaberin, O.____, Geschäftsführer, und ihr Rechtsvertreter Dr. David Dussy sowie 
von Seiten der beigeladenen Gemeinde P.____ und Q.____ teilgenommen haben. An der an-
schliessenden Parteiverhandlung haben die Parteien an ihren bereits gestellten Anträgen fest-
gehalten. Auf die Ausführungen in den verschiedenen Entscheiden und Rechtsschriften sowie 
auf diejenigen in der heutigen Verhandlung wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen 
eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 134 Abs. 5 RBG in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide 
der Baurekurskommission durch die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht an-
gefochten werden. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde ist somit gegeben. Zur Beschwerde befugt ist gemäss § 47 Abs. 1 lit. a VPO, wer 
durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Beschwerdeführer sind 
aufgrund der räumlichen Nähe zwischen ihrer Parzelle und denjenigen Parzellen, auf welchen 
das Bauprojekt geplant ist, zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch alle weiteren formel-
len Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 

 

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Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, gemäss eindeutigem Wortlaut von Art. 9 
Abs. 2 des Zonenreglements Landschaft (ZRL) der Gemeinde G.____ vom 3. Juli 2017 sei in 
der Spezialzone Gartenbau ein Betriebsgebäude zulässig. Auf der Parzelle Nr. 3450 bestehe 
bereits ein Betriebsgebäude, demzufolge dürfe auf der Parzelle Nr. 136 kein weiteres Gebäude 
errichtet werden. Die Zonenvorschriften seien klar, eine andere Interpretation der Bestimmung 
sei nicht zulässig. 
 
3.1.2. Die Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin und die Gemeinde bringen vor, dass vor al-
lem aufgrund der Entstehungsgeschichte zur Revision der jungen Zonenvorschriften Landschaft 
der Gemeinde auf der Parzelle Nr. 136 die Errichtung eines Gebäudes zulässig sei.   
 
3.2. Art. 9 ZRL, welcher mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 2018-854 vom 5. Juni 
2018 genehmigt wurde, lautet wie folgt:  
 
"Art. 9. Spezialzone Gartenbau 
 
1 Die Spezialzone Gartenbau dient der gewerblichen gartenbaulichen Nutzung. 
2 Innerhalb der Spezialzone Gartenbau sind ein Betriebsgebäude sowie Lagerflächen für den Garten

 bau zulässig. 

 Wohnungen innerhalb des Betriebsgebäudes oder Wohnbauten sind nicht zulässig. 
3 Neue Bauten haben folgende Baumasse einzuhalten: 

a. Ausnützungsziffer: max. 50 % 

b. Fassadenhöhe: max. 8.0 m 

c. Gebäudehöhe: max. 11.0 m, Bauten mit Flachdach max. 8.5 m 

d. Dachform: Flachdach oder Satteldach 
4 ... 
5 ..." 
 
3.3.1. Strittig ist vorliegend, ob gemäss Art. 9 Abs. 2 ZRL ein Betriebsgebäude pro Parzelle 
bzw. pro Betrieb oder ob lediglich ein Betriebsgebäude innerhalb der gesamten Spezialzone 
Gartenbau zulässig ist. Die Beantwortung dieser Rechtsfrage ist durch Auslegung zu ergrün-
den. 
 
3.3.2. Die Gesetzesauslegung hat zum Ziel, den rechtsverbindlichen Sinn eines Rechtssat-
zes, über dessen Tragweite Unklarheiten bestehen, zu ermitteln. Ausgangspunkt jeder Ausle-
gung bildet der Wortlaut der massgebenden Norm. An einen klaren Gesetzeswortlaut ist die 
rechtsanwendende Behörde gebunden. Abweichungen vom klaren Wortlaut sind indessen zu-
lässig oder sogar geboten, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass er nicht dem 
wahren Sinn der Bestimmung entspricht. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsge-
schichte der Norm, aus ihrem Sinn und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit anderen Vor-

 

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schriften ergeben. Vom klaren Wortlaut kann ferner abgewichen werden, wenn die grammatika-
lische Auslegung zu einem Ergebnis führt, das der Gesetzgeber nicht gewollt haben kann (BGE 
144 IV 240 E. 2.3.2 m.H.; BGE 144 IV 97 E. 3.1.1 m.H.). Die Gesetzesauslegung hat sich im 
Übrigen vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, son-
dern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sach-
lich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis 
der ratio legis. Dabei ist einem pragmatischen Methodenpluralismus zu folgen und sind die ein-
zelnen Auslegungselemente keiner hierarchischen Ordnung zu unterstellen, sondern nebenei-
nander zu berücksichtigen. Es muss dann im Einzelfall abgewogen werden, welche Methode 
oder Methodenkombination geeignet ist, den wahren Sinn der auszulegenden Norm wiederzu-
geben (BGE 144 IV 168 E. 1.2; BGE 144 V 138 E. 6.3; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 29. Juni 2021 [810 21 49] E. 4.1; KGE VV 
vom 13. November 2019 [810 19 81] E. 5.2; KGE VV vom 31. Oktober 2018 [810 18 158] 
E. 4.5; ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER/DANIELA THURNHERR, Schweizerisches 
Bundesstaatsrecht, 10. Aufl., Zürich 2020, Rz. 128 ff.). 
 
3.3.3. Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet die grammatikalische Auslegungsmethode. 
Diese stellt auf Wortlaut, Wortsinn und Sprachgebrauch ab. Unter Sprachgebrauch ist dabei in 
der Regel der allgemeine Sprachgebrauch zu verstehen (HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, 
a.a.O., Rz. 91). Der Wortlaut, dass innerhalb der Spezialzone Gartenbau ein Betriebsgebäude 
für den Gartenbau zulässig ist, kann, muss aber nicht so verstanden werden, dass innerhalb 
der Spezialzone Gartenbau nur ein Betriebsgebäude zulässig ist. Selbst wenn der Wortlaut in-
sofern klar wäre, als dass nur ein Betriebsgebäude in der ganzen Spezialzone Gartenbau zu-
lässig wäre, wäre zu prüfen, ob triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass dieser nicht dem 
wahren Sinn der Bestimmung entsprechen würde. Damit ist aufgrund der Entstehungsgeschich-
te der Sinn der Bestimmung zu eruieren.  
 
3.4.1. Im Protokoll der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2016 (S. 41) wird ausge-
führt, dass eine neue Spezialzone Gartenbau definiert werde, welche dem Neubau eines Werk-
hofs für den Gartenbaubetrieb F.A.____ AG diene. Diese habe ihren Werkhof in der Landwirt-
schaftszone in der Nähe des R.____bergs. Das sei dort nicht mehr erlaubt, weshalb diese Fir-
ma einen neuen Standort für ihren Werkhof benötige. Das Gebiet S.____ sei deshalb geeignet, 
weil die Parzelle bereits im Besitz der Firma sei und weil das ganze Gebiet heute schon in einer 
Gärtnereizone liege. Die zulässige Gebäudehöhe sei auf die Gebäudehöhe der angrenzenden 
Wohnzone beschränkt. 
 
3.4.2. Im Planungsbericht der Gemeinde zur Revision Zonenplanung Landschaft vom 3. Juli 
2017 (Planungsbericht) wird auf S. 23 Folgendes ausgeführt:  
 
"8.6. Spezialzone Gartenbau 

Die Firma F.B.____ AG feierte im Jahr 2014 das 120-jährige Bestehen. Die Firma hat sich in dieser Zeit 

zu einem renommierten Gartenbau-Unternehmen entwickelt, welches vom Geschäftssitz in G.____ in der 

Region Dienstleistungen in Landschaftsarchitektur, Planung, Unterhalt und Neubau von Gartenanlagen 

erbringt. Die Firma beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Geschäftssitz befindet sich 

 

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im Zentrum von G.____. Der "Werkhof" ist auf der Parzelle Nr. 1327 im Landwirtschaftsgebiet angelegt 

und zonenfremd. 

 

Für den Fortbestand des Garten- und Landschaftsbetriebes wollen die Inhaber in den nächsten Jahren 

ein neues, modernes Werks- und Betriebsgebäude errichten, welches für rund 60 Mitarbeiter konzipiert 

ist (siehe auch Schreiben an den Gemeinderat vom 21.8.15). Als mögliche Standorte kommen für die 

Inhaber Areale auf dem R.____berg oder der S.____ in Frage. Beide Parzellen sind im Besitz der Familie 

T.____. 

 

Der Standort auf dem R.____berg wurde von der Gemeinde aufgrund des Landschaftsschutzes nicht in 

Betracht gezogen. 

 

Die Gemeinde kann sich jedoch den Standort im Gebiet S.____ auf Parzelle Nr. 136 aus folgenden Über-

legungen vorstellen: 
 
-  Auf dem angrenzenden Areal ist schon heute mit den Gärtnereianlagen eine ähnliche Nutzung ange-

siedelt. 

-  Die Parzelle schliesst an das bestehende Gewerbegebiet an. 

-  Die Erschliessung der Parzelle kann ab der Y.____strasse über die Parzelle Nr. 95 erfolgen. Die Par-

zelle ist im Besitz der Gemeinde. Gemäss der Planung „U.____" ist vorgesehen, die Z1.____strasse 

an die Y.____strasse zu verlängern. Die Parzellen Nr. 136 und 3450 werden damit vom Landwirt-

schaftsgebiet abgeschnitten. Die Ergänzung der „Baulücke" mit einer entsprechenden baulichen Nut-

zung wäre damit im Sinn einer haushälterischen Bodennutzung. 

-  Das Areal ist bereits im aktuell gültigen Zonenplan der Spezialzone Gärtnerei zugeteilt. Die Umzonung 

führt zu keinem Verlust an Fruchtfolgeflächen und verändert das Kontingent an Bauzonen nicht. Im 

kantonalen Geoinformationssystem ist das Areal schon heute als „Gewerbezone mit spezifischer 

Zweckbestimmung" zugeteilt." 

 
3.4.3. Der Regierungsrat erörtert in seinem Beschluss Nr. 2018-854 (S. 11) vom 5. Juni 2018, 
mit welchem im Rahmen der Revision Zonenplan Landschaft die fragliche Zone Gartenbau ge-
nehmigt wurde, dass die Spezialzone Gartenbau bis anhin in einer Spezialzone für Gärtnerei 
liege, in der auch betriebsnotwendige Bauten wie Gewächs-, Lager- und Wohnhäuser zulässig 
seien. Zudem liege die Zone im Siedlungsgebiet und diene einem ortsansässigen Gartenbaube-
trieb als zukünftigen Betriebsstandort. Im Übrigen sei die Zonenfläche bereits teilweise über-
baut. 
 
3.5. Die Entstehungsgeschichte zeigt eindeutig, dass die Gemeinde mit der Umzonung der 
Parzellen Nrn. 136 und 3450 von der Spezialzone Gärtnerei in die Spezialzone Gartenbau und 
mit dem Erlass des Art. 9 ZRL klar das Ziel verfolgte, dem Gartenbauunternehmen F.A.____ 
AG zu ermöglichen, seinen Betrieb auf den sich in seinem Eigentum befindenden Parzellen 
Nrn. 3451 und 136 neu zu situieren, und es von Anfang an auch klar war, dass das Gartenbau-
unternehmen den Zweck verfolgte, ein eigenes Betriebsgebäude auf der Parzelle Nr. 136 zu 
errichten, ansonsten die Umsiedlung des Betriebs und die Umzonung zu diesem Zweck keinen 
Sinn gemacht hätte. Des Weiteren erhellt die Entstehungsgeschichte, dass die Gemeinde die-

 

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ses Ziel von Anfang an offen kommuniziert hat und vom Regierungsrat auch genehmigt wurde. 
Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung, dass die geltenden im vorliegenden Fall 
relevanten Zonenvorschriften Landschaft sehr jung sind, kann Art. 9 ZRL nur so verstanden 
werden, dass nicht lediglich ein Betriebsgebäude in der neuen Spezialzone Gartenbau beste-
hen darf, sondern dass auch ein neuer Betrieb (bei Erfüllung der übrigen gesetzlichen Anforde-
rungen) Anspruch auf die Erstellung eines neuen Betriebsgebäudes hat. Im Übrigen kann auch 
die Befürchtung der Beschwerdeführer, dass bei dieser Interpretation des ZRL eine grosse An-
zahl von Betriebsgebäuden möglich sei, nicht geteilt werden, da die beschränkte Grösse der 
Zone Gartenbau die Anzahl der möglichen Betriebsgebäude sehr einschränkt. Damit ist das 
Argument der Beschwerdeführer, dass kein weiteres Betriebsgebäude in der Spezialzone Gar-
tenbau erlaubt sei, nicht zu hören und die Beschwerde folglich in diesem Punkt abzuweisen.  
 
4.1.1. Die Beschwerdeführer rügen als zweiten Punkt, die Erschliessung des Werkhofs über 
die Parzelle Nr. 3451 und damit über die Spezialzone Gärtnerei sei nicht zonenkonform. Die 
Nutzung der Parzelle Nr. 136 in der Spezialzone Gartenbau entspreche eher derjenigen einer 
Gewerbezone. Bei der Spezialzone Gärtnerei handle es sich hingegen um eine Spezial-
landwirtschaftszone im Sinne von Art. 16a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raum-
planungsgesetz, RPG) vom 22. Juni 1979. Die geplante Zufahrt über die Parzelle Nr. 3451 die-
ne sowohl der Erschliessung der geplanten Baum- und Pflanzschule innerhalb der Spezialzone 
Gärtnerei als auch der Erschliessung des Werkhofgeländes in der benachbarten Spezialzone 
Gartenbau. Die Zufahrt für diese kombinierte Nutzung werde grösser dimensioniert, als dies für 
die kleine Baum- und Pflanzschule auf der Parzelle Nr. 3451 nötig wäre. Ausserdem seien zwei 
Verbindungsstrassen zum Werkhof erforderlich, die mit einer Länge von 10 m bzw. 15 m auf 
dem Gebiet der Spezialzone Gärtnerei zu liegen kämen. Die Nutzung der Spezialzone Gärtne-
rei zur Erschliessung der Spezialzone Gartenbau entspreche nicht dem Zweck der Spezialzone 
Gärtnerei und sei damit nicht zonenkonform. Des Weiteren werde die Erschliessungsstrasse 
überwiegend zonenfremd genutzt. Auch sei nicht geprüft worden, ob eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG erteilt werden könne. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung 
seien im Übrigen nicht gegeben, da weder das Erfordernis der Standortgebundenheit noch das-
jenige des überwiegend öffentlichen Interesses erfüllt sei.  
 
4.1.2. Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, vorliegend müsse die erforderli-
che Erschliessung gleichzeitig mit dem Neubau erstellt werden, damit die Baureife bejaht wer-
den könne (vgl. § 83 Abs. 3 lit. b RBG). Auf der Parzelle Nr. 3451 sei eine kleine Baumschule 
(800 m2) geplant. In der Spezialzone Gärtnerei dürften gestützt auf Art. 8 Abs. 2 ZRL zudem für 
die festgelegte Produktion Bauten und Anlagen erstellt werden, welche über die innere Aufsto-
ckung hinausgehen würden (Gewächshäuser). Die geplante Zufahrt zur zulässigen Baumschule 
über die Parzelle Nr. 3451 sei daher nicht zu beanstanden. Daran vermöge der Umstand, dass 
es sich um eine flächenmässig kleine Baumschule handle, nichts zu ändern. Welche Zufahrts-
grösse für den Betreiber der Baumschule dienlich bzw. erforderlich sei, liege alleine in seinem 
Ermessen. Es sei geplant, dass diese Zufahrt über die Parzelle Nr. 3451 zugleich der Er-
schliessung des Werkhofs auf der Parzelle Nr. 136 diene. Im Hinblick darauf, dass nicht mehr 
Flächen als nötig befestigt werden sollten, sei es gerechtfertigt, die Erschliessung so zu legen, 
dass die Parzelle Nr. 136 miterschlossen werde. Unter Berücksichtigung, dass sowohl die Spe-

 

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zialzone Gartenbau als auch die Spezialzone Gärtnerei zum Zonenplan Landschaft gehören 
würden, sei eine einzige, gemeinsame Erschliessung der Parzellen Nrn. 3451 und 136 vorzu-
ziehen, auch wenn dadurch der Zufahrtsweg zur Baumschule etwas grösser bzw. breiter ausfal-
le, als wenn diese Erschliessung nur der (kleinen) Baumschule dienen würde. Mit einer etwas 
breiteren Erschliessung könne auf eine zusätzliche, separate Erschliessung des Werkhofs 
(Parzelle Nr. 136) verzichtet werden. Dagegen sei es nicht nachvollziehbar und schlüssig, in-
wiefern eine Situation mit einer doppelten Erschliessung der vorliegenden Erschliessung vorzu-
ziehen wäre. Mit der geplanten Erschliessung werde eine der zentralen Aufgaben der Raum-
planung, nämlich für eine zweckmässige und haushälterische Nutzung des Bodens zu sorgen, 
gesichert und die Erschliessungsfläche auf das notwenige Mindestmass beschränkt. Vor die-
sem Hintergrund sei die gleichzeitige bzw. gemeinsame Erschliessung der beiden Parzellen mit 
nur einer einzigen Erschliessung zu befürworten. Mit der Miterschliessung über die Parzelle 
Nr. 3451 verfüge auch die Bauparzelle Nr. 136 nach der Umsetzung über eine hinreichende 
Zufahrt für die betreffende Nutzung. Diese Erschliessung sei folglich zonenkonform.  
 
4.1.3. Das Bauinspektorat führt in seiner Vernehmlassung an das Kantonsgericht vom 
26. September 2024 unter anderem aus, dass die ursprünglich vorgesehene Erschliessung ge-
scheitert sei. Würde nun die gemeinsame Erschliessung der Parzellen Nrn. 136 und 3451 über 
die Parzelle Nr. 3451 verwehrt werden, könne die Parzelle Nr. 136 nicht erschlossen werden, 
denn zwischen ihr und der Z2.____gasse liege die Parzelle Nr. 3450, die sich nicht im Eigentum 
der Beschwerdegegnerin befinde, womit die Ausscheidung als Gartenbauzone obsolet gewe-
sen wäre und die Parzelle Nr. 136 von der Beschwerdegegnerin nicht ihrem Zweck entspre-
chend genutzt werden könnte, was eindeutig nicht im Sinne des Souveräns wäre. 
 
4.1.4. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass beide Zonen Spezialzonen seien, wel-
che sich ausserhalb des Siedlungsgebiets befänden. Gebiete ausserhalb des Siedlungsgebiets 
dürften durch Areale ausserhalb des Siedlungsgebiets erschlossen werden. Es sei irrelevant, 
dass es sich dabei um unterschiedliche Spezialzonen handle. Zudem diene die Erschliessung 
auch der auf der Parzelle Nr. 3451 geplanten Baum- und Pflanzschule. Es sei für eine solche 
Baum- und Pflanzschule im ZRL keine Minimalgrösse festgelegt.  
 
4.1.5. Die Gemeinde führt in ihrer Vernehmlassung aus, in der Spezialzone Gärtnerei dürften 
für die festgelegte Produktion Bauten und Anlagen erstellt werden, welche über die innere Auf-
stockung hinausgehen würden, weshalb die geplante Zufahrt zur zulässigen Baumschule über 
die Parzelle Nr. 3451 nicht zu beanstanden sei. Des Weiteren schloss sie sich der Argumentati-
on der Vorinstanz an. 
 
4.2.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, bei der Parzelle Nr. 136 handle es sich de fac-
to um eine Gewerbezone und bei der Parzelle Nr. 3451 um eine landwirtschaftliche Spezialzone 
und somit um eine Landwirtschaftszone. Daraus folge, dass die Parzelle Nr. 136 nicht über die 
Parzelle Nr. 3451 erschlossen werden dürfe. Zuerst ist damit zu prüfen, wie die Spezialzonen 
Gartenbau und Gärtnerei planungsrechtlich zu qualifizieren sind, und anschliessend, ob die 
geplante Erschliessung zulässig ist.  
 

 

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4.2.2. Art. 18 RPG erlaubt es den Kantonen, die bundesrechtlichen Grundtypen (Bauzone, 
Landwirtschaftszone und Schutzzone) zu unterteilen, variieren, kombinieren und ergänzen. Al-
lerdings dürfen sie die in Art. 15 bis 17 RPG geschaffene Ordnung nicht unterlaufen und müs-
sen insbesondere die für das Raumplanungsrecht fundamentale Unterscheidung zwischen 
Bauzonen und Nichtbauzonen (Trennungsgrundsatz) einhalten. Die weiteren Nutzungszonen 
sind daher entweder der Kategorie Bauzonen oder der Kategorie Nichtbauzonen zuzuordnen 
(Urteil des BGer 1C_62/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 4.1; BGE 143 II 588 E. 2.5.1 S. 593 f. 
m.H.). Was zur Bauzone zu rechnen ist, wird in Art. 15 RPG bundesrechtlich abschliessend 
festgelegt. Lässt die Hauptbestimmung einer Zone regelmässig Bautätigkeiten zu, welche we-
der mit bodenerhaltenden Nutzungen (vorab der Landwirtschaft) verbunden noch auf einen 
ganz bestimmten Standort angewiesen sind, so liegt von Bundesrechts wegen eine Bauzone 
vor, für welche die Voraussetzungen gemäss Art. 15 f. RPG gelten (BGE 143 II 588 E. 2.5.2 
und 2.5.3 m.H.; Urteil des BGer 1C_62/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 4.1). Andernfalls ist 
das Gebiet als Nichtbauzone zu qualifizieren, auch wenn gewisse standortspezifische Vorhaben 
zugelassen werden (z.B. Materialabbauzonen, Energiegewinnungsanlagen, touristische Anla-
gen; Urteil des BGer 1C_62/2018 vom 12. Dezember 2018 E. 4.1 m.w.H.).  
 
4.2.3. Mit RRB Nr. 2018-853 vom 5. Juni 2018 wurden die heute geltenden Zonenvorschriften 
Landschaft genehmigt. Wie aus dem RRB (S. 9, lit. e) hervorgeht, hatte die Kantonale Natur- 
und Landschaftsschutzkommission (NLK) gegen die Revision der Zonenvorschriften Einsprache 
erhoben und unter anderem gerügt, die gewerbliche Nutzung in der Gartenbauzone (Art. 9 ZRL) 
sei nicht auf einen Standort in der Landwirtschaftszone angewiesen, weshalb sie innerhalb ei-
ner Bauzone (Gewerbezone) zu realisieren sei. Der Regierungsrat nahm dazu im RRB (S. 11; 
lit. e) Stellung und führte aus, die heutige Spezialzone Gartenbau (Parzellen Nrn. 136 und 
3450) habe bereits vor der Revision der Zonenvorschriften Landschaft in der Spezialzone für 
Gärtnerei gelegen, in der auch betriebsnotwendige Bauten wie Gewächs-, Lager- und Wohn-
häuser zulässig gewesen seien. Zudem liege die Zone Gartenbau im Siedlungsgebiet und die-
ne einem ortsansässigen Gartenbaubetrieb als zukünftigen Betriebsstandort. Aus den Akten 
geht weiter hervor, dass vor der Revision die Parzellen Nrn. 136, 3450 und 3451 in der Spezial-
zone Gärtnerei lagen. Mit der Revision wurden die Parzelle Nr. 3451 in der Zone Gärtnerei be-
lassen und die Parzellen Nr. 136 und 3450 neu in die Spezialzone Gartenbau umgezont. Im 
Planungsbericht (S. 23) wird zur Spezialzone Gartenbau ausgeführt, dass das Areal (Parzellen 
Nrn. 136 und 3450) bereits im vor der Revision gültigen Zonenplan Landschaft der Spezialzone 
Gärtnerei zugeteilt gewesen sei sowie die Umzonung zu keinem Verlust an Fruchtfolgeflächen 
führe und das Kontingent an Bauzonen nicht verändere. Des Weiteren sei das Areal im kanto-
nalen Geoinformationssystem bereits vor der Revision als "Gewerbezone mit spezifischer 
Zweckbestimmung" aufgeführt. 
 
4.2.4. Zur Erschliessung der Parzelle Nr. 136 wird im Planungsbericht (S. 23) ausgeführt, 
dass diese ab der Y.____strasse über die Parzelle Nr. 95, welche im Eigentum der Gemeinde 
liege, erfolge. Gemäss der Planung "U.____" (Entwicklungsplanung [...]) sei vorgesehen, die 
Z1.____strasse zu verlängern und mit der Y.____strasse zu verbinden. Die Parzellen Nrn. 136 
und 3450 würden damit vom Landwirtschaftsgebiet abgeschnitten. Die Ergänzung der "Baulü-
cke" mit einer entsprechenden baulichen Nutzung sei damit im Sinn einer haushälterischen Bo-

 

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dennutzung. Wie die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung ausführt, ist dieses Verbindungspro-
jekt sodann gescheitert. Der Planungsbericht geht damit von nicht mehr aktuellen Prämissen 
aus.  
 
4.3.1. Die fraglichen Parzellen liegen gemäss Zonenplan Landschaft in der Landwirtschafts-
zone. Damit steht aber nicht eindeutig fest, dass diese der Kategorie Nichtbauzone zuzuordnen 
sind. Aus der Tatsache, dass ein Teil der fraglichen Parzellen gemäss kantonalem Richtplan im 
Siedlungsgebiet bzw. in der Siedlungsfläche liegt, lässt sich wiederum nicht schliessen, dass es 
sich planungsrechtlich um eine Bauzone handelt, da einerseits der Richtplan grundsätzlich nicht 
parzellenscharf (vgl. PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 
7. Aufl., Bern 2022, S. 108) und nur behördenverbindlich ist, andererseits sich die Siedlungsflä-
che an der erwarteten Entwicklung der nächsten 20 bis 25 Jahre orientiert und neben der be-
stehenden Bauzonen auch Gebiete umfasst, die künftig einer Bauzone zugewiesen werden 
können (PIERRE TSCHANNEN, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar 
RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, Zürich/Basel/Genf 2019, N 6 zur Art. 8a 
RPG).  
 
4.3.2. Art. 8 ZRL trägt den Titel "Spezialzone Gärtnerei" und lautet wie folgt:  
 

"1  Die Spezialzone Gärtnerei dient dem Anbau und der Produktion von Intensivkulturen wie Gemüse, 

Früchten oder Zierpflanzen.  
2  Innerhalb der Spezialzone Gärtnerei dürfen für die festgelegte Produktion Bauen und Anlagen erstellt 

werden, welche über die innere Aufstockung (Art. 16a RPG) hinausgehen (Gewächshäuser)." 

 
4.4.1. Landwirtschaftszonen dienen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des 
Landes, der Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums oder dem ökologischen Aus-
gleich und sollen entsprechend ihren verschiedenen Funktionen von Überbauungen weitgehend 
freigehalten werden. Sie umfassen Land, das sich für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung 
oder den produzierenden Gartenbau eignet und zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben der 
Landwirtschaft benötigt wird oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden 
soll (Art. 16 Abs. 1 RPG). Der per 1. September 2000 in Kraft getretene Art. 16a RPG regelt, 
welche Bauten in der Landwirtschaftszone zonenkonform sind. Zonenkonform sind Bauten und 
Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau 
nötig sind (Abs. 1) sowie diejenigen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen 
oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehörigen Betriebs dienen (Abs. 2). Bauten und 
Anlagen, die über eine innere Aufstockung hinausgehen, können als zonenkonform bewilligt 
werden, wenn sie in einem Gebiet der Landwirtschaftszone erstellt werden sollen, das vom 
Kanton in einem Planungsverfahren dafür freigegeben wird (Abs. 3).  
 
4.4.2. Art. 34 der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 28. Juni 2000 regelt die allgemeine 
Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone und konkretisiert 
Art. 16a Abs. 1 - 3 RPG. Nach Art. 34 Abs. 1 RPV sind in der Landwirtschaftszone Bauten und 
Anlagen zonenkonform, wenn sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Auf-
stockung dienen oder – in den dafür vorgesehenen Gebieten gemäss Artikel 16a Abs. 3 RPG – 

 

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für eine Bewirtschaftung benötigt werden, die über eine innere Aufstockung hinausgeht, und 
wenn sie verwendet werden für: die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und 
Nutztierhaltung (lit. a) oder die Bewirtschaftung naturnaher Flächen (lit. b). Art. 34 Abs. 2 RPV, 
auf den später eingegangen wird, regelt unter welchen Voraussetzungen Bauten und Anlagen, 
die der Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher 
Produkte dienen, zonenkonform sind. Die Bewilligung darf nach Art. 34 Abs. 4 RPV nur erteilt 
werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), 
der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegen-
stehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. c). 
 
4.4.3. Art. 37 RPV regelt die innere Aufstockung im Bereich des Gemüsebaus und des pro-
duzierenden Gartenbaus. Als innere Aufstockung (Art. 16a Abs. 2 RPG) gilt die Errichtung von 
Bauten und Anlagen für den bodenunabhängigen Gemüse- und Gartenbau, wenn die bodenun-
abhängig bewirtschaftete Fläche 35 Prozent der gemüse- oder gartenbaulichen Anbaufläche 
des Betriebs nicht übersteigt und nicht mehr als 5000 m2 beträgt (Abs. 1). Als bodenunabhängig 
gilt die Bewirtschaftung, wenn kein hinreichend enger Bezug zum natürlichen Boden besteht 
(Abs. 2). Art. 38 RPV statuiert, dass für Bauten und Anlagen, die über eine innere Aufstockung 
hinausgehen, der Kanton im Rahmen seiner Richtplanung oder auf dem Wege der Gesetzge-
bung die Anforderungen festlegt, die bei der Ausscheidung von Zonen nach Art. 16a Abs. 3 
RPG zu beachten sind; massgebend sind dabei die Ziele und Grundsätze nach den Art. 1 und 3 
RPG.  
 
4.4.4. Als bodenabhängige Landwirtschaft gilt die pflanzliche oder tierische Produktion, so-
weit dafür der natürliche Boden genutzt wird (Ackerbau und Futteranbau, namentlich Graswirt-
schaft, Gemüse- und Obstbau, Beeren-, Heilkräuterpflanzungen, Rebbau usw.). Bodenunab-
hängig ist eine landwirtschaftliche Betriebsform, die keinen ausreichenden Bezug zum Boden 
hat. Die Bodenbewirtschaftung ist also nicht ein zentraler Produktionsfaktor. Dies ist der Fall, 
wenn bei der Tierhaltung die betriebseigene Futtergrundlage fehlt und beim Gemüse- bezie-
hungsweise Gartenbau der Boden als Produktionsgrundlage durch technische Hilfsmittel ersetzt 
wird (z.B. Hors-sol-Kulturen, Containerpflanzen). Bei der inneren Aufstockung wird einem über-
wiegend bodenabhängig geführten Landwirtschaftsbetrieb erlaubt, seinen Betrieb mit einer bo-
denunabhängigen Produktion zu erweitern (Espace Suisse, Bauen ausserhalb der Bauzonen, 
Begriffe von A bis Z, in: Raum & Umwelt, September 3/2020, S. 16 und S. 30). 
 
4.4.5. Mit der am 1. September 2000 in Kraft getretenen Teilrevision des RPG hat der Ge-
setzgeber in Art. 16a Abs. 3 RPG die Ausscheidung von Intensivlandwirtschaftszonen erlaubt, 
in denen bodenunabhängige Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaftszone als zonenkon-
form gelten (Urteil 1C_561/2012 vom 4. Oktober 2013 E. 2.4.3 und 2.4.4). Seit dieser Teilrevisi-
on ist die Landwirtschaftszone somit in zwei Kategorien unterteilt: Die eine betrifft die traditionel-
le bodenabhängige Landwirtschaft; die andere ist der bodenunabhängigen Landwirtschaft vor-
behalten und geht aus einem Planungsverfahren hervor (Art. 16a Abs. 1, 2 und 3 RPG; BGE 
150 II 48 E. 2.4, in: Die Praxis 6/2024 Nr. 39). Die genannte zweite Kategorie der Landwirt-
schaftszone, nämlich die sogenannte Speziallandwirtschaftszone oder Intensivlandwirtschafts-
zone nach Art. 16a Abs. 3 RPG, erlaubt Bauten, die über das hinausgehen, was in einer Land-

 

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wirtschaftszone normalerweise zugelassen wird, namentlich über das hinausgeht, was einzig 
als innere Aufstockung gemäss Art. 16a Abs. 2 RPG bewilligt wird (vgl. Urteil 1C_157/2009 vom 
26. November 2011 E. 3.2.4, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht 
[ZBl] 2011 S. 217; BGE 150 II 48 E. 2.4, in: Die Praxis 6/2024 Nr. 39). Intensivlandwirtschafts-
zonen zählen nach der bundesrechtlichen Systematik zu den Nichtbauzonen. Faktisch handelt 
es sich bei ihnen jedoch um "landwirtschaftliche Bauzonen", da sie im Ergebnis bauliche Tätig-
keit relativ weitgehend zulassen (BGE 141 II 50 E. 2.5; Urteil des BGer 1C_157/2009 vom 
26. November 2009 E. 3.2.4 m.H., in: ZBl 2011 S. 220; Espace Suisse, Bauen ausserhalb der 
Bauzonen, Begriffe von A bis Z, in: Raum & Umwelt, September 3/2020, S. 54). 
 
4.4.6. Der produzierende Gartenbau ist raumplanungsrechtlich dem landwirtschaftlichen 
Pflanzenbau gleichgestellt (Art. 16 RPG; siehe auch ALEXANDER RUCH/RUDOLF MUGGLI,  
in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der 
Bauzone, Zürich/Basel/Genf 2017, N. 23 zu Art. 16 RPG und N 15 zu Art. 16a RPG). Er um-
fasst bodenabhängige oder bodenunabhängige Formen und ist abzugrenzen von gartenbauli-
chen Verarbeitungs-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben, die nur im engen Rahmen von 
Art. 34 Abs. 2 RPV zonenkonform sind (HÄNNI, a.a.O., S. 188; Espace Suisse, Bauen aus-
serhalb der Bauzonen, Begriffe von A bis Z, in: Raum & Umwelt, September 3/2020, 27). Nach 
Art. 34 Abs. 2 RPV sind in der Landwirtschaftszone auch Bauten und Anlagen zulässig, die der 
Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produk-
te dienen, wenn die Produkte in der Region und zu mehr als der Hälfte auf dem Standortbetrieb 
oder auf den in einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossenen Betrieben erzeugt 
werden (lit. a), die Aufbereitung, die Lagerung oder der Verkauf nicht industriell-gewerblicher Art 
ist (lit. b) und der landwirtschaftliche oder gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs ge-
wahrt bleibt (lit. c; Urteil des BGer 1C_321/2023 vom 12. Juli 2024, E. 3.4.2). Nach dem gelten-
den Recht schadet es somit nicht, wenn nicht ausschliesslich eigene Ernte verarbeitet wird, 
solange die zugekauften Fremdprodukte im Verhältnis zu den auf dem Hof selbst produzierten 
Erzeugnissen weniger als die Hälfte ausmachen (vgl. Urteil 1A.226/2003 vom 27. Mai 2004 
E. 2.1.2). Würden bloss Bauten und Anlagen für die Aufbereitung, die Lagerung und den Ver-
kauf von ausschliesslich betriebseigenen Erzeugnissen als zonenkonform anerkannt, würde die 
auch aus Gründen der haushälterischen Bodennutzung sinnvolle überbetriebliche Zusammen-
arbeit verunmöglicht (Urteil des BGer 1C_321/2023 vom 12. Juli 2024 E. 3.4.3; vgl. Botschaft zu 
einer Teilrevision des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG] vom 22. Mai 1996, Bun-
desblatt [BBl] 1996 III 513, S. 533; zur Übersicht der Rechtslage vor der Teilrevision des RPG: 
BGE 125 II 278 E. 7). 
 
4.4.7. Nach dem Dargelegten ist somit die Aufbereitung (Verarbeitung) der eigenen Landwirt-
schaftsprodukte auf dem Landwirtschaftsbetrieb bis zu einer bestimmten Verarbeitungstiefe 
zonenkonform. Die erlaubte Grenze wird überschritten, wenn die Aufbereitung einen gewerb-
lich-industriellen Charakter annimmt oder wenn mit ihr der landwirtschaftliche beziehungsweise 
gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs nicht mehr gewahrt bleibt (Art. 34 Abs. 2 RPV). 
Industriell-gewerblich ist eine Aufbereitung, wenn beispielsweise bedeutende Investitionen in 
den Maschinenpark oder in grösserem Umfang Personal für die Verarbeitung notwendig sind. 
Dies gilt grundsätzlich auch für Bauten und Anlagen in Speziallandwirtschaftszonen. Für die 

 

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Lagerung landwirtschaftlicher Produkte gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Aufbe-
reitung landwirtschaftlicher Produkte. Gebäude für die Lagerung der auf dem Betrieb oder in der 
Betriebs- oder Betriebszweiggemeinschaft produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind 
grundsätzlich zonenkonform. Die Landwirtschaftszone darf aber nicht für eigentliche Lagerhäu-
ser geöffnet werden. Diese sind an einem geeigneten Standort in einer Bauzone zu errichten, 
sinnvollerweise direkt beim Grossverteiler (Espace Suisse, Bauen ausserhalb der Bauzonen, 
Begriffe von A bis Z, in: Raum & Umwelt, September 3/2020, S. 9 und S. 34 m.w.H.). Die Vo-
raussetzung der Wahrung des landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Charakters des Be-
triebs verlangt im Ergebnis eine unmittelbare funktionale und räumliche Beziehung zwischen 
der Baute und dem Betrieb, auf dem die Produkte erzeugt werden. Das drückt sich mindestens 
darin aus, dass betriebsfremd hergestellte Produkte quantitativ nicht 50 % der Gesamtmenge 
ausmachen dürfen (RUCH/MUGGLI, a.a.O., N. 49 zu Art. 16a RPG).   
 
4.5. Die Parzelle Nr. 3451 in der Spezialzone Gärtnerei dient gemäss Art. 8 ZRL dem An-
bau und der Produktion von Intensivkulturen und es dürfen für die festgelegte Produktion Bau-
ten und Anlagen erstellt werden, welche über die innere Aufstockung (Art. 16a RPG) hinausge-
hen, wie z.B. Gewächshäuser. Damit handelt es sich bei dieser Zone, wie in der Bestimmung 
selbst festgehalten, um eine landwirtschaftliche Spezialzone nach Art. 16a RPG. Diese wurde 
auch im Planungsverfahren erlassen (Art. 16a Abs 3 RPG). Geplant ist auf dieser 6'034 m2 
grossen Parzelle eine Baumschule und deren Erschliessung sowie die Erschliessung der Par-
zelle Nr. 136. Die Baumschule umfasst nach den eingereichten Plänen knapp 730 m2. Gemäss 
Auskunft von O.____ am Augenschein soll keine eigentliche Pflanzenzucht betrieben werden, 
sondern es sollen vielmehr angekaufte Pflanzen (auch Bäume) zwischengelagert (zwischenge-
pflanzt) werden, bis sie bei Kunden verwendet werden können. Die Grösse der Baumschule 
variiere somit sehr. Manchmal würden einige Bäume/Sträucher dort stehen, manchmal sehr 
wenige. Der Hauptteil würden Earth Pots ausmachen. Die Spezialzone Gärtnerei ist aufgrund 
der Bestimmungen im ZRL als landwirtschaftliche Spezialzone im Sinne von Art. 16a Abs. 3 
RPG zu qualifizieren und gilt damit als Nichtbauzone. Auf die Erschliessungsstrasse wird später 
eingegangen.  
 
4.6.1. Die Spezialzone Gartenbau, in welcher die Parzelle Nr. 136 liegt, dient gemäss Art. 9 
ZRL der gewerblichen gartenbaulichen Nutzung (Abs. 1) und es sind – wie bereits ausgeführt – 
innerhalb der Spezialzone Gartenbau ein Betriebsgebäude und Lagerflächen für den Gartenbau 
zulässig (Abs. 2), wobei die Bauten eine maximale Ausnützungsziffer von 50 %, eine maximale 
Fassadenhöhe von 8 m und eine maximale Gebäudehöhe von 11 bzw. 8.5 m erreichen dürfen 
(Abs. 3). Geplant ist ein Magazin mit Werkhofplatz. Gemäss Eingabe der W.____ Architekten 
"Begleitblatt betr. Berechnung der Pflichtparkplätze" vom 20. April 2022 soll die Beschwerde-
gegnerin auf dem Werkhof am Standort S.____ 33 Mitarbeitende beschäftigen. Die übrigen 
27 Mitarbeiter sollen sich wie folgt aufteilen: 21 Mitarbeitende im Magazin (Parzelle Nr. 136) 
und 6 Mitarbeitende für die Baumschule (Parzelle Nr. 3451). Der Neubau soll das "Magazin 
Gartenbau" und das "Lager Werkzeuge und Maschinen" beherbergen (siehe Prüfbericht der 
Gemeinde vom 12. Juni 2023). Gemäss Plan (eingegangen beim Bauinspektorat am 19. Juli 
2022) soll auf der Parzelle unter anderem ein Magazin mit der Bruttofläche von 766 m2 erstellt 
werden. Des Weiteren ist ein Umschlagsplatz aus Verbundpflastersteinen mit der Fläche von 

 

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772 m2 und ein Lagerplatz aus sickerfähigem Kiesbelag mit der Grösse von 1'907 m2 sowie ein 
Abstellplatz für 20 Betriebsfahrzeuge und für weitere 8 Fahrzeuge ("Stammplatz 6 Stk.", "Besu-
cherplatz 2 Stk.") aus Verbundpflastersteinen vorgesehen. Aus dem Bericht der V.____ AG zum 
Lärmschutznachweis vom 4. März 2021 geht zudem hervor, dass im Werkhof bzw. im Magazin 
und auf dem Lagerplatz Bauschutt und Baumschnitt abgeladen, Lieferwagen mit Kies, Steinen 
etc. beladen, Steinplatten aufgeladen und Pflanzen entladen werden sollen. 
 
4.6.2. Gemäss dem RRB Nr. 2018-854 vom 5. Juni 2018 betreffend Genehmigung des Zo-
nenplans Landschaft handelt es sich bei der Beschwerdegegnerin um ein renommiertes Gar-
tenbauunternehmen, welches Dienstleistungen in Landschaftsarchitektur, Planung, Unterhalt 
und Neubau von Gartenanlagen erbringt. O.____ führt anlässlich des Augenscheins aus, dass 
die Beschwerdegegnerin keine Pflanzen produziere, sondern Pflanzen kaufe und liefere.  
 
4.6.3. Die obigen Ausführungen erhellen, dass es sich bei der Zone Gartenbau und der vor-
gesehenen Nutzung nicht um produzierenden Gartenbau handelt, da weder eine Form von pro-
duzierendem bodenabhängigem noch von produzierendem bodenunabhängigem Gartenbau 
stattfindet. So wird weder eine Bewirtschaftung betrieben, die einen hinreichend engen Bezug 
zum natürlichen Boden hat, noch eine Bewirtschaftung, bei der Boden als Produktionsgrundla-
ge durch technische Hilfsmittel ersetzt wird, wie z.B. bei Containerpflanzen und Gewächshäu-
sern. Vielmehr handelt es sich vorliegend um Gartenbau, der nicht als landwirtschaftliche Be-
wirtschaftung, sondern als ein Teil des Baugewerbes zu qualifizieren ist (vgl. RUCH/MUGGLI, 
a.a.O., N 23 zu Art. 16 RPG). Es stellt sich die Frage, ob ein gartenbaulicher Verarbeitungs-, 
Handels- und Dienstleistungsbetrieb vorliegt, welcher nur innerhalb des engen Rahmens von 
Art. 34 Abs. 2 RPV zonenkonform ist (siehe E. 4.4.6 hiervor). In den Akten finden sich keine 
Anhaltspunkte dafür, dass Zweck der auf der fraglichen Parzelle zu erstellenden Bauten und 
Anlagen das Lagern oder Verarbeiten von Pflanzen ist, welche zu mehr als der Hälfte auf dem 
Standortbetrieb oder auf den in einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossenen Be-
trieben erzeugt worden sind. Damit fehlt die unmittelbare funktionale und räumliche Beziehung 
zwischen der Baute und dem Betrieb, auf dem die Produkte erzeugt werden, womit die Voraus-
setzungen von Art. 34 Abs. 2 RPV nicht erfüllt sind. Die auf der Parzelle Nr. 136 geplanten Bau-
ten und Anlagen sprengen folglich den durch Art. 34 Abs. 2 RPV zulässigen Rahmen und den 
Rahmen des in einer Intensivlandwirtschaftszone nach Art. 16a RPG Zulässigen. Damit fällt die 
Spezialzone Gartenbau von Bundesrechts wegen in die Kategorie der Bauzonen.  
 
5.1. Als nächstes ist zu prüfen, welche Auswirkungen der Umstand hat, dass die Spe-
zialzone Gartenbau planungsrechtlich zur Kategorie der Bauzone und die Spezialzone Gärtne-
rei zur Kategorie Nichtbauzone zu zählen sind und die Parzelle Nr. 136 über die Parzelle 
Nr. 3451 erschlossen werden soll.  
 
5.2.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt der Grundsatz, dass eine Erschlies-
sungsstrasse im Nichtbaugebiet nicht zonenkonform ist und damit nicht dem Zweck der Nut-
zungszone dient, wenn sie die Erschliessung von Parzellen in der Bauzone bezweckt. Strassen, 
welche die Funktion haben, Land in der Bauzone zu erschliessen, sollen grundsätzlich durch 
das Siedlungsgebiet führen und nicht Land im übrigen Gemeindegebiet bzw. in der Landwirt-

 

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schaftszone beanspruchen (Urteil des BGer 1A.256/2004 vom 31. August 2005 E. 4.3 m.w.H.; 
Urteil des BGer 1C_501/2018 vom 15. Mai 2019 E. 6.2 m.w.H.). Die Anforderungen an die Zo-
nenkonformität einer durch die Landwirtschaftszone führenden Erschliessungsstrasse sind 
gleich umschrieben worden wie für (landwirtschaftliche) Gebäude. Demnach sind auch Wegan-
lagen nur zonenkonform, wenn sie hinsichtlich Standorts und Ausgestaltung in einer unmittelba-
ren funktionellen Beziehung zum Landwirtschaftsbetrieb stehen bzw. falls sie in ihrer konkreten 
Ausgestaltung für eine zweckmässige Bewirtschaftung des Bodens am vorgesehenen Standort 
notwendig und nicht überdimensioniert sind (Urteil des BGer 1C_589/2022 vom 4. Juli 2023 
E. 4.2; Urteil des BGer 1C_9/2019 vom 4. Oktober 2019 E. 4.2; Urteil des BGer 1C_284/2017 
vom 1. März 2018 E. 4.3; Urteil des BGer 1A.256/2004 vom 31. August 2005 E. 4.3 m.w.H.; 
Urteil des BGer 1A.63/1998 vom 3. September 1998 E. 2). Zonenwidrige Bauten in der Land-
wirtschaftszone dürfen – wenn überhaupt – höchstens eine geringfügige Erweiterung der be-
stehenden Erschliessung notwendig machen (Urteil des BGer 1C_501/2018 vom 15. Mai 2019 
E. 6.2 m.w.H.).  
 
5.2.2. Der Bau einer nicht zonenkonformen Zufahrtsstrasse kann gemäss Art. 24 RPG nur 
bewilligt werden, wenn der Zweck der Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert 
(lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung gilt eine Baute oder Anlage bloss dann als standortgebunden im Sinne 
von Art. 24 lit. a RPG, wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder 
wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist. 
Erfolgt der Bau oder Ausbau einer Erschliessungsstrasse mehrheitlich zu Lasten der Landwirt-
schaftszone und steht der Bau bzw. Ausbau der Erschliessungstrasse mit dem Erschliessungs-
bedürfnis von nicht landwirtschaftlichen Bauten im Zusammenhang, so ist die Strasse in der 
Landwirtschaftszone nicht zonenkonform (Urteil des BGer 1C_501/2018 vom 15. Mai 2019 
E. 6.2; Urteil des BGer 1A.256/2004 vom 31. August 2005 E. 5).  
 
5.3. Vorliegend soll die Parzelle Nr. 136 in der Spezialzone Gartenbau, welche als Bauzone 
zu qualifizieren ist, über die Parzelle Nr. 3451, welche in der Speziallandwirtschaftszone Gärt-
nerei und in der Nichtbauzone liegt, erschlossen werden. Wie die Pläne und der Augenschein 
gezeigt haben, soll auf der Parzelle Nr. 3451 eine im Vergleich zur Grundstücksfläche kleine 
Fläche im westlichsten Teil des Grundstücks als Baumschule genutzt werden, wobei gemäss 
Auskunft von O.____ am Augenschein darin primär Pflanzen nicht gezogen, sondern zwischen-
gelagert werden sollen, bis sie an Kunden weiterverkauft werden können. O.____ hat bestätigt, 
dass die Fläche für die Baumschule rund 730 m2 betrage. Die ganze Fläche der Parzelle 
Nr. 3451 misst 3'081 m2. Gemäss Planungsbericht (S. 23) war Ziel der Beschwerdegegnerin ein 
neues, modernes Werks- und Betriebsgebäude zu errichten, welches für rund 60 Mitarbeiterin-
nen und Mitarbeiter konzipiert ist. An der Parteiverhandlung hat O.____ bestätigt, dass das Be-
triebsgebäude für maximal 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzipiert sei. Die für die Strasse 
geplante Fläche auf der Parzelle Nr. 3451 ist im Verhältnis zur Parzellenfläche gross und es 
sind zwei davon abzweigende Strassen zur Parzelle Nr. 136 geplant. O.____ hat anlässlich der 
Parteiverhandlung bejaht, dass diese zwei Schleppkurven so dimensioniert sind, dass die Last-
wagen auf die Parzelle Nr. 136 gelangen können. Wie O.____ am Augenschein ausführt, ist die 
Fläche für die Baumschule für die Zwischenlagerung von Pflanzen vorgesehen und es sind 

 

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einmal mehr, einmal weniger Pflanzen und temporär sehr unterschiedlich viele dort vorhanden. 
Demgegenüber soll das Betriebsgebäude dauernd und intensiv durch Mitarbeitende genutzt 
werden. So geht aus dem Bericht der V.____ AG zum Lärmschutznachweis vom 4. März 2021 
unter anderem hervor, dass auf dem Werkhof bzw. im Magazin und auf dem Lagerplatz Bau-
schutt und Baumschnitt abgeladen, Lieferwagen mit Kies, Steinen etc. beladen, Steinplatten 
aufgeladen und Pflanzen entladen werden sollen. Auch aus der Berechnung der Pflichtpark-
plätze vom 20. April 2022 (siehe E. 4.6.1 hiervor) soll die Beschwerdegegnerin auf dem Werk-
hof 33, im Magazin 21 und in der Baumschule nur sechs Mitarbeitende beschäftigen. Demzu-
folge dient die Erschliessungsstrasse primär der Erschliessung des Werkhofs und nicht der 
Baumschule. Auch sind die Gestaltung und Grösse der Erschliessungsstrassen auf der Parzelle 
Nr. 3451 durch die Bedürfnisse der Erschliessung des Werkhofs bestimmt. Für die Baumschule 
würde eine kleinere Erschliessungsstrasse genügen. Damit ist die Erschliessungsstrasse auf 
der Parzelle Nr. 3451 und somit in der Nichtbauzone nicht zonenkonform, da sie nicht wesent-
lich und mehrheitlich dem Zweck dieser Spezialzone Gärtnerei, sondern der Erschliessung der 
Parzelle Nr. 136 und damit der Erschliessung einer Bauzone dient. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ist dies nicht zulässig. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG für die 
Erschliessungsstrasse auf der Parzelle Nr. 3451 liegt nicht vor und wurde auch nicht beantragt. 
Die Erschliessung der Parzelle Nr. 136 über die Parzelle Nr. 3451 ist damit nicht zulässig und 
die Beschwerde folglich gutzuheissen. Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten des 
vorinstanzlichen Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
6.1. Bei diesem Verfahrensausgang können die weiter gerügten Punkte offengelassen wer-
den. So wird auch die von den Beschwerdeführern an der Parteiverhandlung vorgebrachte Be-
anstandung, das Bauvorhaben verletze die Lärmvorschriften, und der in der Beschwerde erho-
bene Einwand, dass Teile der Erschliessungswege und des Bewirtschaftungswegs sogar in den 
gemäss Vorinstanzen angenommenen Gewässerraum zu liegen kämen, nicht geprüft. Das 
Kantonsgericht geht dennoch auf die Rüge der Beschwerdeführer ein, dass die von den Vor-
instanzen angenommene Breite der Gerinnesohle zu gering sei und damit mit dem Bauvorha-
ben Anlagen in den Gewässerraum geplant seien.  
 
6.2. Unbestritten ist vorliegend, dass für die streitbetroffenen Parzellen der Gewässerraum 
in der kommunalen Nutzungsplanung noch nicht festgelegt wurde, womit die Gewässerabstän-
de gemäss Abs. 2 ÜbBest. GSchV zur Anwendung gelangen. Danach gelten die Vorschriften 
für Anlagen nach Artikel 41c Abs. 1 und 2 GSchV entlang von Gewässern auf einem beidseiti-
gen Streifen mit einer Breite von je 8 m plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle bei 
Fliessgewässern mit einer Gerinnesohle bis 12 m Breite.  
 
6.3.1. Die Beschwerdeführer rügen, dass der von den Vorinstanzen angenommene Gewäs-
serraum falsch sei. Im GeoView BL finde sich ein Datensatz "ungefähre Lage übergangs-
rechtlicher Gewässerraum", welcher gemäss GeoView BL für die Verwendung in Baugesuchen 
nicht geeignet sei. Dieser ungenaue Datensatz werde vom Datensatz "Gewässersohle, mittlere 
Breite" abgeleitet. Es sei daher offensichtlich, dass der Datensatz "Gewässersohle, mittlere 
Breite", welcher im fraglichen Gebiet für den H.____bach eine mittlere Breite von 3.5 m angebe, 
ebenso ungenau wie der daraus abgeleitete Datensatz "ungefähre Lage übergangsrechtlicher 

 

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Gewässerraum" sei. Der Gewässerraum betrage damit nicht – wie von den Vorinstanzen vertre-
ten – 3.5 m plus 8 m gemäss den ÜbBest. GSchV. Im Bereich des Baugesuchs sei die Gewäs-
sersohle 3.9 m bis 7.2 m breit, was deutlich mehr als die von den Vorinstanzen angenommenen 
3.5 m sei. Damit sei die angenommene Gewässerraumbreite zu gering und folglich falsch.  
 
6.3.2. In der Vernehmlassung des Bauinspektorats an das Kantonsgericht wird ausgeführt, 
dass der Datensatz "Ungefähre Lage übergangsrechtlicher Gewässerraum" automatisiert gene-
riert werde. Dieser Datensatz werde verwendet, um die Baugesuche an die zuständigen Fach-
stellen zu triagieren und diene unter anderem Grundeigentümern, Planern oder Fachstellen, um 
eine erste Einschätzung zu haben, welche räumlichen Auswirkungen die ÜbBest. GSchV haben 
würden. Dabei seien folgende vorhandene Datensätze verwendet worden: "1. Daten der Amtli-
chen Vermessung «Bodenbedeckung > Fliessendes Gewässer» für die Lage der Uferlinie 
2. Daten zum Gewässerzustand > «Wasserspiegel Breitenvariabilität» > «Gewässersohle, mitt-
lere Breite» für die Breite der Gerinnesohle". Beim Baugesuch überprüfe die Fachstelle einer-
seits, ob die tatsächliche Uferlinie mit der Lage gemäss AV-Daten übereinstimme. Andererseits 
überprüfe sie, ob die ursprünglich erhobene mittlere Breite immer noch stimme oder ob Lage 
und Breite der Gewässersohle gegenüber dem ursprünglichen Datensatz abweichen würden. 
Dies könne insbesondere nach Revitalisierungsprojekten oder weiteren wasserbaulichen Mass-
nahmen der Fall sein. Für das vorliegende Baugesuch habe sich gezeigt, dass die verwendeten 
Daten immer noch der aktuellen Situation entsprächen und der Datensatz "Ungefähre Lage 
übergangsrechtlicher Gewässerraum" somit den gemäss ÜbBest. GSchV einzuhaltenden Ab-
stand richtig abbilde.  
 
6.3.3. Anlässlich des Augenscheins und der Parteiverhandlung erklären K.____ und L.____, 
wie diese Daten ermittelt würden, und bestätigen, dass es sich bei den Daten AV93 nicht um 
genaue Daten handle und diese im vorliegenden Fall verifiziert worden seien. Mitarbeiter der 
Abteilung Tiefbauamt, Wasserbau, hätten die Breite des H.____bachs vor Ort an verschiedenen 
Stellen gemessen und mitgeteilt, dass die mittlere Breite der Gerinnesohle von 3.5 m richtig sei. 
Diese Messdaten seien dem Bauinspektorat bzw. dem Amt für Raumplanung weitergeleitet 
worden.  
 
6.4. Die mittlere Breite der Gerinnesohle beträgt gemäss GeoView BL 3.5 m (G.____, Par-
zelle Nr. 72 → Themen: Gewässer → Gewässerraum → Wasserspiegel Breitenvariabilität → 
Parzellenabfrage). Es wird im GeoView BL (G.____, Parzelle Nr. 72 → Themen: Gewässer → 
Gewässerraum → Gewässerraum nach Übergangsbestimmungen → mehr Informationen) fest-
gehalten, dass es sich um einen Gewässerraum nach den ÜbBest. GSchV handle und es hier-
bei um eine ungefähre Darstellung gehe, welche als Hilfestellung zur Beurteilung der Recht-
mässigkeit von Bauten und Anlagen diene, bis der definitive Gewässerraum nach Art. 41a 
GSchV in Kraft trete. Als Qualitätsstandard wird AV93 erwähnt (G.____, Parzelle Nr. 72 → Ge-
wässerraum → Parzellenabfrage → Bodenbedeckung = fliessendes Gewässer, Qualitätsstan-
dard AV93). Das Kantonsgericht hält fest, dass es aufgrund der vorliegenden Angaben und Er-
klärungen in den verschiedenen Entscheiden und Rechtsschriften nicht überprüfen kann, ob der 
ungefähre Datensatz betreffend mittlere Breite der Gerinnesohle von 3.5 m, der im GeoView BL 
angegeben ist, im vorliegenden Fall den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. In den Verfah-

 

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rensakten befindet sich auch kein Protokoll der vor Ort durchgeführten Messungen. Fest steht, 
dass die durch das Kantonsgericht vorgenommenen Messungen der Breite des eingezeichne-
ten H.____bachs im GeoView BL an vielen Stellen im Bereich des fraglichen Gebiets eine grös-
sere Breite als 3.5 m ergeben. Da vorliegendenfalls die mittlere Breite der Gerinnesohle von 
3.5 m bestritten ist, wäre es Sache der Vorinstanz bzw. des Bauinspektorats gewesen, die nöti-
gen Beweise für die tatsächliche mittlere Breite der Gerinnesohle zu erbringen und z.B. das 
Protokoll der diesbezüglich getätigten Messungen vor Ort im Rahmen des Schriftenwechsels 
beim Kantonsgericht einzureichen, damit dieses die Rechtmässigkeit derselben hätte überprü-
fen können. Wäre die Beschwerde somit nicht aufgrund der Zonenwidrigkeit der Erschliessung 
gutzuheissen, hätte das Kantonsgericht die Angelegenheit wohl aufgrund der Nichtüberprüfbar-
keit der bestrittenen mittleren Gerinnesohlebreite von 3.5 m an das Bauinspektorat zurückge-
wiesen.  
 
7.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfas-
sen die Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Dem Ausgang des Verfahrens 
entsprechend gehen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- je zur Hälfte und damit 
je im Umfang von Fr. 1'500.-- zu Lasten der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin. Der ge-
leistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdeführern zurücker-
stattet. 
 
7.2. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer macht in ihrer 
Honorarnote vom 31. Oktober 2024 einen Aufwand von 26 Stunden und 40 Minuten zu einem 
Stundenansatz von Fr. 220.-- und Spesen in der Höhe von Fr. 36.90 geltend. Darin sind ein 
Aufwand von zwei Stunden für die Vorbereitung zur Hauptverhandlung und von je einer Stunde 
für den Weg anlässlich der Hauptverhandlung, für die Besprechung vor der Hauptverhandlung 
und für die Nachbesprechung mit den Klienten enthalten. Eine Nachbesprechung ist im Falle 
des Obsiegens nicht notwendig, weshalb der dafür gemachte Aufwand von einer Stunde nicht 
gerechtfertigt ist. Hinzu kommt jedoch ein Aufwand von vier Stunden für die Hauptverhandlung, 
was zu einem Stundenaufwand von 29.666 Stunden à Fr. 220.-- führt, woraus sich eine Hono-
rarnote von Fr. 6'563.40 (29.666 Stunden à Fr. 220.-- plus Fr. 36.90 Auslagen) ergibt. Mehr-
wertsteuern werden keine geltend gemacht. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann eine Parteientschädi-
gung nur in Fällen ausgesprochen werden, in denen die (obsiegende) Partei einen Anwalt bzw. 
eine Anwältin beigezogen hat. Prozessiert eine Anwältin in eigener Sache, kann ihr gemäss 
dem klaren Wortlaut von § 21 Abs. 1 VPO und ständiger Rechtsprechung des Kantonsgerichts 
keine Parteientschädigung zugesprochen werden (vgl. statt vieler KGE VV vom 27. Mai 2009 
[810 06 120] E. 16.2). Vorliegend haben fünf Parteien Beschwerde erhoben. Die Rechtsvertre-
terin prozessiert in eigener Sache als eine dieser fünf Beschwerdeparteien, weshalb die Partei-
entschädigung um einen Fünftel zu kürzen ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend 
haben die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführern gesamthaft eine 

 

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Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'250.70 (4/5 von Fr. 6'563.40) und damit je im Umfang 
von Fr. 2'625.35 zu bezahlen. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen.  
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Baurekurskom-

mission vom 6. Februar 2024 aufgehoben.  
   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an die Baurekurskommission zurückgewiesen.  
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden der Baure-

kurskommission und der Beschwerdegegnerin je zur Hälfte und damit im 
Umfang von je Fr. 1'500.-- auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- wird den 
Beschwerdeführern zurückerstattet.  

   
 4. Für das Verfahren vor Kantonsgericht haben die Baurekurskommission 

und die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführern je die Hälfte der 
reduzierten Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'250.70 (inkl. Aus-
lagen) und somit je Fr. 2'625.35 auszurichten.  
Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin