# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9497b8a5-11b7-5ff2-8a69-ba78de4862fc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 02.09.2020 810 20 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-59_2020-09-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 2. September 2020 (810 20 59) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilgesetzbuch 

 

 

Behördliche Aufsicht über den Willensvollstrecker  

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel 

Häring, Markus Mattle, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Yaël 
Heymann 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer,  
vertreten durch Aurelio A. Ferrari und/oder Dr. Leandro Perucchi, 
Rechtsanwälte 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 
B.____, Beschwerdegegnerin 
 

  

  
Betreff Aufsichtsrechtliche Anzeige gegen die Willensvollstreckerin im Nach-

lass von C.____, 
(RRB Nr. 188 vom 11. Februar 2020) 

  
 
 
 

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A.  A.____ ist der Neffe und ein Erbe der am 17. August 2017 verstorbenen C.____ (Erb-
lasserin). Mit Testament vom 14. Juli 2017 richtete diese verschiedene Geld- und Sachver-
mächtnisse aus und verfügte unter anderem in Ziffer 1 Bst. m folgendes:  
 
"Die 4 Gemälde von E.____, F.____, G.____ und H.____ (dieser hängt im Tessin) an die I.____ 
Stiftung, sofern die Stiftung dann noch existiert. Diese Bilder müssen in der Villa J.____ in 
K.____ ausgestellt werden."  
 
B.  Als Willensvollstreckerin der Erblasserin amtet die B.____ (Willensvollstreckerin). 
 
C.  Mit Eingabe vom 9. September 2019 gelangte A.____, vertreten durch Aurelio A. Ferrari, 
Fürsprecher in Zürich, und/oder Dr. Leandro Perucchi, Rechtsanwalt in Zürich, an die Zivil-
rechtsverwaltung D.____ als Aufsichtsbehörde über die Willensvollstrecker (Zivilrechtsverwal-
tung) und beantragte, es sei die Willensvollstreckerin anzuweisen, das Vermächtnis gemäss 
Ziffer 1 Bst. m des Testaments vom 14. Juli 2017 nur unter der Voraussetzung an die I.____ 
Stiftung herauszugeben, dass diese schriftlich zusichere, die Bilder dauernd und der Öffentlich-
keit zugänglich in der Villa J.____ in K.____ auszustellen und nicht zu veräussern. Zudem sei 
die Willensvollstreckerin anzuweisen, die Ausrichtung erst vorzunehmen, wenn der Museums-
betrieb in der Villa J.____ wiederaufgenommen werde. Beide Weisungen seien unter Andro-
hung der Bestrafung nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall sowie der Absetzung im Nicht-
befolgungsfall anzuordnen. Weiter sei der Willensvollstreckerin im Sinne einer superprovisori-
schen Massnahme zu verbieten, die Ausrichtung des Vermächtnisses zugunsten der I.____ 
Stiftung während der Dauer des Verfahrens vorzunehmen. Eventualiter sei dieses Verbot vor-
sorglich anzuordnen. Beide Begehren seien wiederum mit der Androhung der Bestrafung nach 
Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall und der Absetzung im Nichtbefolgungsfall zu verbinden. 
Schliesslich sei der L.____ als Aufbewahrerin der Bilder die Anhängigmachung des Verfahrens 
anzuzeigen, verbunden mit der Weisung, die Bilder nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der 
Zivilrechtsverwaltung herauszugeben; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, die Erblasserin habe die Ausrichtung des Vermächtnisses an die 
I.____ Stiftung von einer doppelten Bedingung abhängig gemacht. Zum einen müsse die I.____ 
Stiftung noch bestehen, zum anderen müssten die Bilder in der Villa J.____ ausgestellt werden. 
Der Erblasserin sei es wichtig gewesen, dass die vier Bilder genau in dieser Örtlichkeit ausge-
stellt würden und nicht im Rahmen einer anderen Sammlung oder aber an einem anderen Ort. 
Da die Villa J.____ umfassend saniert werde und mit einer ersten Ausstellung frühestens im 
Jahr 2022 gerechnet werden könne, sei derzeit lediglich die erste Bedingung erfüllt. Die zweite 
Bedingung könne aufgrund verschiedener Ungewissheiten nicht sichergestellt werden, weshalb 
eine Ausrichtung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich und widerrechtlich sei. Mit der von der 
Willensvollstreckerin beabsichtigten Ausrichtung des Vermächtnisses per 10. September 2019 
werde der Wille der Erblasserin nicht respektiert. 
 
D. Mit Verfügung vom 12. September 2019 trat die Zivilrechtsverwaltung auf die Begehren 
von A.____ nicht ein. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass vorliegend die Aus-
legung des Testaments strittig sei und die Streitigkeit folglich materielles Recht betreffe, wofür 
die Zivilgerichtsbarkeit zuständig sei. 

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E.  Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Aurelio A. Ferrari, Fürsprecher in Zü-
rich, und/oder Dr. Leandro Perucchi, Rechtsanwalt in Zürich, am 18. September 2019 Be-
schwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Er beantragte, 
es sei die angefochtene Verfügung der Zivilrechtsverwaltung vom 12. September 2019 aufzu-
heben und die Willensvollstreckerin anzuweisen, die Ausrichtung des Vermächtnisses gemäss 
Ziffer 1 Bst. m des Testaments vom 14. Juli 2017 erst vorzunehmen, wenn sichergestellt sei, 
dass der Museumsbetrieb in der Villa J.____ wiederaufgenommen sei und die Bilder dort der 
Öffentlichkeit zugänglich ausgestellt würden, unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 
StGB im Widerhandlungsfall sowie der Absetzung im Nichtbefolgungsfall. Infolge besonderer 
Dringlichkeit sei diese Weisung superprovisorisch und ohne vorgängige Anhörung der Willens-
vollstreckerin anzuordnen. Ferner sei der L.____ als Aufbewahrerin der Bilder die Anhängigma-
chung des Verfahrens anzuzeigen, verbunden mit der Weisung, die Bilder nur mit der ausdrück-
lichen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde herauszugeben; alles unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die von der Willensvollstre-
ckerin beabsichtigte Ausrichtung des Vermächtnisses dem offensichtlichen und eindeutigen 
Sinn des Testaments widerspreche. So habe die Erblasserin die Bilder an die I.____ Stiftung 
unter der Bedingung vermacht, dass diese in der Villa J.____ in K.____ ausgestellt würden. Da 
dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt klar nicht der Fall sei und frühestens im Jahr 2022 wieder 
Ausstellungen in der Villa J.____ stattfänden, verletzte eine Ausrichtung des Vermächtnisses 
die klare und unzweideutige Bestimmung von Ziffer 1 Bst. m des Testaments. Die Ankündigung 
der baldigen Ausrichtung der Gemälde stelle daher eine drohende Pflichtverletzung der Wil-
lensvollstreckerin dar, welche mittels Anordnung einer Sicherungsmassnahme zu verhindern 
sei. Dabei sei die Zivilrechtsverwaltung zu Unrecht davon ausgegangen, dass die anbegehrte 
Sicherungsmassnahme eines einstweiligen Ausrichtungsverbots nicht in ihre Überprüfungsbe-
fugnis falle, und habe damit das massgebliche Recht falsch angewendet. Zudem habe sie den 
Sachverhalt aktenwidrig festgestellt, indem sie trotz offensichtlich klarem und unzweideutigem 
Wortlaut von einer auslegungsbedürftigen testamentarischen Anordnung ausgegangen sei. Die 
Zivilrechtsverwaltung habe ferner das rechtliche Gehör verletzt und eine formelle Rechtsver-
weigerung begangen. Zum einen habe sie sich zu Unrecht nicht mit der Frage auseinanderge-
setzt, ob eine Sicherungsmassnahme zum Schutz vor einer drohenden Pflichtverletzung durch 
die Willensvollstreckerin anzuordnen sei. Sie habe sich lediglich darüber geäussert, wie das 
Testament juristisch verschieden qualifiziert werden könne. Zum anderen habe sie aufgrund 
ihrer unzulässigen Überprüfungsbeschränkung gänzlich darauf verzichtet, irgendeine inhaltliche 
Beurteilung der Anträge vorzunehmen.  
 
F.  Mit Verfügung vom 27. September 2019 hiess der instruierende Rechtsdienst des Re-
gierungsrats den Antrag auf Erlass einer vorsorglichen Massnahme gut und wies die Willens-
vollstreckerin an, die Ausrichtung des Vermächtnisses während der Dauer des Beschwerdever-
fahrens vor dem Regierungsrat nicht vorzunehmen.  
 
G.  In ihrer Vernehmlassung vom 14. November 2019 beantragte die Zivilrechtsverwaltung 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. 
 

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H.  Mit Schreiben vom 2. Oktober 2019 und 24. Oktober 2019 teilte die Willensvollstreckerin 
unter anderem mit, dass keine Zweifel an der Wiedereröffnung der Villa J.____ bestünden. Dies 
werde seitens der Stadt K.____ als Baurechtnehmerin mit Schreiben vom 22. Oktober 2019 
bestätigt. 
 
I.  Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 188 vom 11. Februar 2020 wies der Regierungsrat die 
Beschwerde ab. Zur Begründung führte er zusammenfassend aus, dass objektiv nichts darauf 
hindeute, dass dem Willen der Erblasserin auf unabsehbare Zeit nicht entsprochen werden 
könne. Insbesondere bestehe mit Verweis auf das von der Willensvollstreckerin vernehmlas-
sungsweise eingereichte Schreiben vom 2. Oktober 2019 und das Bestätigungschreiben der 
Stadt K.____ vom 22. Oktober 2019 kein Grund zur Annahme, dass die Bilder dereinst nicht in 
der Villa J.____ ausgestellt werden könnten und die bevorstehende baldige Herausgabe der 
Bilder durch die Willensvollstreckerin als eine pflichtwidrige Handlung gewertet werden müsse. 
Damit bestehe zurzeit auch kein Raum für den Erlass eines aufsichtsrechtlich motivierten Aus-
händigungsverbots. Zudem hielt der Regierungsrat fest, dass die Auslegung des Testaments 
betroffen sei, soweit A.____ geltend mache, es handle sich bei der angeordneten Ausstellungs-
pflicht um eine Bedingung, während die Willensvollstreckerin sich auf den Standpunkt stelle, es 
handle sich um eine Auflage. Die Zivilrechtsverwaltung habe diesbezüglich zu Recht ausge-
führt, dass es sich dabei um eine materiell-rechtliche Frage handle, welche im Rahmen eines 
zivilrechtlichen Verfahrens geprüft werden müsse. Ferner sei eine Verletzung der Begrün-
dungspflicht zu verneinen, zumal die Zivilrechtsverwaltung mit ihrer Ausführung zu den ver-
schiedenen Auslegungsmöglichkeiten aufgeführt habe, dass die vorgetragenen Rügen primär 
zivilrechtlich motiviert seien und gestützt auf diese Begründung ohne Weiteres zum Schluss 
habe kommen dürfen, dass den Begehren nicht stattzugeben sei. Auch liege keine formelle 
Rechtsverweigerung vor. Zwar sei die Zivilrechtsverwaltung formal auf die Aufsichtsbeschwerde 
nicht eingetreten, habe aber die Eingabe von A.____ sehr wohl an die Hand genommen und 
seine Begehren im Rahmen ihrer Begründung einlässlich geprüft. 
 
J.  Gegen diesen Entscheid erhob A.____, nach wie vor vertreten durch Aurelio A. Ferrari, 
Fürsprecher in Zürich, und/oder Dr. Leandro Perucchi, Rechtsanwalt in Zürich, mit Eingabe vom 
24. Februar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragt, es sei der Beschluss des Regierungsrats vom 11. Februar 
2020 aufzuheben (Ziffer 1) und die Willensvollstreckerin anzuweisen, die Ausrichtung des Ver-
mächtnisses gemäss Ziffer 1 Bst. m des Testaments vom 14. Juli 2017 erst vorzunehmen, 
wenn sichergestellt sei, dass der Museumsbetrieb in der Villa J.____ wiederaufgenommen sei 
und die Bilder dort der Öffentlichkeit zugänglich ausgestellt würden, unter Androhung der Be-
strafung nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall sowie der Absetzung im Nichtbefolgungsfall 
(Ziffer 2). Zudem sei der Willensvollstreckerin superprovisorisch zu verbieten, die Ausrichtung 
des Vermächtnisses während der Dauer des Verfahrens vorzunehmen, unter Androhung der 
Bestrafung nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall sowie der Absetzung im Nichtbefol-
gungsfall (Ziffer 3). Im Weiteren sei der L.____, Aufbewahrerin der Bilder, die Anhängigma-
chung des Verfahrens anzuzeigen, verbunden mit der Weisung, die Bilder nur mit der ausdrück-
lichen Zustimmung der Verfahrensleitung herauszugeben (Ziffer 4); alles unter o/e-Kostenfolge 
(Ziffer 5). Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Entgegen der 

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vorinstanzlichen Auffassung gehe aus den vernehmlassungsweise eingereichten Unterlagen 
der Willensvollstreckerin nicht hervor, wann der Museumsbetrieb wiederaufgenommen werde 
und dass die Stadt K.____ die Villa J.____ im Baurecht übernommen habe und nach der Sanie-
rung wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Auch habe die Vorinstanz nicht be-
rücksichtigt, dass gemäss neuem Museumskonzept die Villa J.____ neu unter dem Namen 
"Standort M.____ " figurieren werde und neben weiteren betrieblichen Fragen unter anderem 
unklar sei, wie der Standort M.____ konzipiert sei. Des Weiteren habe der Regierungsrat zu 
Unrecht eine Sorgfaltspflichtverletzung verneint. Eine Voraussetzung für die Vermächtnisaus-
richtung sei die Ausstellung der vermachten Bilder in der Villa J.___. Die Vorinstanz habe je-
doch verkannt, dass die Wiederaufnahme des Ausstellungsbetriebs in Form der Villa J.____ 
ungewiss und in zeitlicher Hinsicht nicht absehbar sei. Sie habe zudem rechtsfehlerhaft be-
gründet, weshalb die Ausrichtung trotz fehlenden Bedingungseintritts rechtmässig sein solle. 
 
K.  Mit Verfügung vom 26. Februar 2020 untersagte das Kantonsgericht der Willensvollstre-
ckerin im Sinne einer superprovisorischen Massnahme, für die Dauer des Verfahrens die Aus-
richtung des Vermächtnisses zugunsten der I.____ Stiftung vorzunehmen. 
 
L.  Mit Eingabe vom 27. Februar 2020 nahm die Willensvollstreckerin zu den Massnahme-
begehren in Ziffer 3 und 4 der Beschwerde Stellung und beantragte deren Abweisung. 
 
M.  Mit Verfügung vom 19. März 2020 hiess das Kantonsgericht das Gesuch des Beschwer-
deführers teilweise gut und bestätigte das Aushändigungsverbot im Sinne einer vorsorglichen 
Massnahme. Im Übrigen wurde das Begehren um Androhung der Ungehorsamsstrafe sowie 
der Antrag auf Anzeige des vorliegenden Verfahrens an die L.____ als Aufbewahrerin der Bilder 
abgewiesen.  
 
N.  Die Willensvollstreckerin reichte mit ihrer Stellungnahme vom 26. März 2020 ein neues 
Bestätigungsschreiben der Stadt K.____ vom 20. März 2020 ein, in welchem diese bestätige, 
dass die Freigabe des Bauprojekts gemäss Zeitplan Ende März 2020 erfolge und schliesslich 
im Jahr 2021 mit einem Baubeginn gerechnet werden könne. Der beigelegte Phasenterminplan 
bestätige zudem, dass die Wiederaufnahme des Museumsbetriebs ab Ende 2022 vorgesehen 
sei. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer behaupteten Unsicherheiten betreffend Name und 
Form der Villa J.____ bringt die Willensvollstreckerin vor, dass im Protokollauszug des Grossen 
Gemeinderats vom 22. Mai 2017 neben dem Namen "Villa J.____" auch die Strasse, an der sie 
sich befindet, erwähnt werde. Das Museum werde jedoch in allen übrigen Akten als "Villa 
J.____" bezeichnet. Auch umfasse der Museumsbetrieb die bisherigen Gebäude, was sich aus 
den beigelegten Bauprojektplänen EG/1. OG vom 4. Juni 2019 ergebe. Ferner führe die verzö-
gerte Vermächtnisausrichtung zu einer Verminderung des Betrags, welcher den 18 Prozent-
vermächtnisnehmer aus dem Nachlass zukomme, was dem Erblasserwillen widerspreche.  
 
O.  In seiner Vernehmlassung vom 21. April 2020 beantragt der Regierungsrat die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Unter Verweis auf die Verfahrens-
akten und die Erwägungen im angefochtenen Entscheid führt er zusammenfassend aus, dass 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die Bereichsleiterin Kultur der Stadt K.____ mit 

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Schreiben vom 22. Oktober 2019 bestätigt habe, dass die Stadt K.____ die Villa J.____ im Bau-
recht vom Kanton übernommen habe, sie sanieren werde und zum Zweck einer musealen Nut-
zung umbauen lasse. Ferner werde daran festgehalten, dass nichts darauf hindeute, dass die 
vermachten Bilder nicht in der Villa J.____ ausgestellt würden und damit dem Willen der Erb-
lasserin auf unabsehbare Zeit nicht entsprochen werden könne. Ob es sich schliesslich im Tes-
tament um eine Bedingung oder Auflage handle, sei im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfah-
rens zu prüfen. 
 
P.  In seiner Replik vom 8. Juni 2020 führt der Beschwerdeführer betreffend die Vernehm-
lassung der Willensvollstreckerin vom 26. März 2020 im Wesentlichen aus, dass der eingereich-
te Phasenterminplan frühestens ab Januar 2023 eine Inbetriebnahme des Museumsbetriebs 
vorsehe. Zudem sei das Projekt nachweislich bereits jetzt im Rückstand und aus einer blossen 
Terminplanung könne auf eine mehr als zweieinhalb Jahre in der Zukunft liegende Wiedereröff-
nung gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung keinesfalls geschlossen werden. Im Gegen-
teil sei erfahrungsgemäss davon auszugehen, dass es noch vier bis fünf Jahre dauern werde, 
bis in der Villa J.____ wieder Ausstellungen stattfinden würden. Selbst eine verbindliche Zusi-
cherung eines Termins für die Wiederaufnahme des Ausstellungsbetriebs in vier bis fünf Jahren 
würde jedoch keineswegs bedeuten, dass damit auch die streitgegenständlichen Bilder in der 
Villa J.____ ausgestellt würden. Des Weiteren lasse sich die Willensvollstreckerin von sach-
fremden Interessen leiten, wenn sie die Interessen der 18 Prozentvermächtnisnehmer berück-
sichtige. Betreffend die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 21. April 2020 führt der Be-
schwerdeführer im Wesentlichen aus, dass es sich bei den Ausführungen bezüglich des Ter-
mins der Wiedereröffnung lediglich um Schätzungen und Spekulationen handle. 
 
Q.  Am 24. Juni 2020 reichten die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ihre Honorarnote 
sowie die mit Verfügung vom 25. Mai 2020 ersuchte Vollmacht für das vorliegende Verfahren 
ein. 
 
R.  Am 29. Juni 2020 nahm die Willensvollstreckerin zur Honorarnote vom 24. Juni 2020 
Stellung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1.1  Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegen-
heit gegeben.  
 
1.2  Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung seiner Eingabe, weshalb er nach § 47 Abs. 1 lit. a 

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VPO zur verwaltungsgerichtlichen Beschwerde legitimiert ist. Da die weiteren Prozessvoraus-
setzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2.  Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c 
VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob das Gesuch des Beschwerdeführers 
um Erlass eines aufsichtsrechtlich motivierten Aushändigungsverbots zu Recht abgewiesen 
wurde. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer moniert zunächst, dass die Vorinstanz rechtsfehlerhaft nicht be-
gründet habe, weshalb die Ausrichtung des Vermächtnisses trotz fehlendem Bedingungseintritt 
rechtmässig sein solle. Soweit er damit rügt, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtli-
ches Gehör verletzt, indem sie den angefochtenen Entscheid unzureichend begründet habe, ist 
aufgrund der formellen Natur der Gehörsverletzung zunächst diese zu behandeln (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_401/2015 vom 7. September 2015 E. 3.1 m.w.H.). 
 
4.2.1  Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 verankerte Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör gewährleistet 
dem Einzelnen allgemein eine effektive Mitwirkung im Verfahren zum Erlass von Entscheidun-
gen, die in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreifen (GEROLD STEINMANN, in: Bernhard Eh-
renzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, 
3. Auflage, Zürich 2014, N 42 ff. zu Art. 29 BV). Als Teilgehalte des rechtlichen Gehörs zählen 
in der Rechtsprechung und Lehre die Ansprüche auf vorgängige Äusserung und Anhörung, der 
Anspruch auf Berücksichtigung der Vorbringen, der Anspruch auf Teilnahme am Beweisverfah-
ren unter Einschluss des Rechts, Beweisanträge zu stellen, das Recht auf Akteneinsicht und 
das Recht auf einen begründeten Entscheid (BGE 142 I 86 E. 2.2; 141 V 557 E. 3.1; KGE VV 
vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 4.1; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige An-
spruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, 
S. 206 ff.; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, Bern 
2008, S. 846 ff.). Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle 
Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 
wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 143 V 71 E. 4.1; 135 I 279 E. 2.3; 132 V 368 E. 3.1). 
 
4.2.2  Der Anspruch auf Begründung von Verfügungen und Entscheiden verlangt, dass die 
Behörde ihren Entscheid begründet. Die Begründung eines Entscheids entspricht den Anforde-
rungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Betroffenen dadurch in die Lage versetzt werden, die 
Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine hö-
here Instanz weiterzuziehen. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von 
unsachlichen Motiven leiten lässt, und der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung 
sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 

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Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem 
Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde 
hat leiten lassen. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständ-
lichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie 
sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 143 III 65 
E. 5.2; 129 I 232 E. 3.2; KGE VV vom 31. Oktober 2018 [810 17 223] E. 5.2; KGE VV vom 
20. Dezember 2017 [810 17 93] E. 5.1; STEINMANN, a.a.O., N 49 zu Art. 29 BV). 
 
4.3  Aus den rechtlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheids geht klar hervor, dass 
die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen im Zusammenhang mit dem 
Entscheid der Zivilrechtsverwaltung und den Handlungen der Willensvollstreckerin überprüft 
und festgestellt hat, dass die Zivilrechtsverwaltung im Rahmen ihrer beschränkten Aufsichts-
kompetenz in der Ausrichtung der fraglichen Bilder zu Recht keine Pflichtverletzung erblickt 
hatte, die ein aufsichtsrechtlich motiviertes Einschreiten rechtfertigen würde. Sie legt in strin-
genter Weise dar, weshalb sie die Voraussetzungen für den Erlass eines aufsichtsrechtlich mo-
tivierten Aushändigungsverbots als nicht gegeben ansieht. Diese Ausführungen genügen den 
Anforderungen an die Begründungspflicht. Hiervon zeugt auch der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer in der Folge offensichtlich in der Lage war, die Tragweite der Entscheidung 
richtig einzuschätzen und den Entscheid sachgerecht anzufechten. Im Übrigen fällt die Gehörs-
verletzungsrüge weitgehend mit den Vorwürfen der unzureichenden Berücksichtigung der für 
ein Einschreiten der Aufsichtsbehörde sprechenden Argumente und folglich mit der inhaltlichen 
Kritik an der Abweisung des beantragten Aushändigungsverbots zusammen. Es liegt keine Ge-
hörsverletzung vor, nur weil die Begründung der Behörde nach Ansicht des Beschwerdeführers 
materiell fehlerhaft ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_474/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2; 
ALBERTINI, a.a.O., S. 405). Der Entscheid der Vorinstanz verletzt die Begründungspflicht nicht. 
 
5.1  Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde sodann vor, dass die Vorinstanz den 
Sachverhalt unrichtig festgestellt habe, indem sie nicht berücksichtigt habe, dass aus den ver-
nehmlassungsweise eingereichten Unterlagen der Willensvollstreckerin nicht hervorgehe, wann 
der Museumsbetrieb wieder aufgenommen werde und ob die Villa J.____ überhaupt unter die-
sem Namen und in dieser Form weitergeführt werden könne.  
 
5.2  Dem Beschwerdeführer kann mit der Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung 
nicht gefolgt werden. Bezüglich der Wiederaufnahme des Museumsbetriebs führt die Vorinstanz 
in ihren Erwägungen im angefochtenen Entscheid aus, dass kein triftiger Grund zur Annahme 
vorliege, dass die vermachten Bilder dereinst nicht in der Villa J.____ in K.____ ausgestellt 
werden könnten. Dabei stützt sie sich insbesondere auf das Schreiben der Willensvollstreckerin 
vom 2. Oktober 2019, in welchem diese bestätige, dass keine Zweifel an der Wiedereröffnung 
der Villa J.____ als Museum bestanden. Dies werde schliesslich durch die Stadt K.____ in ih-
rem Schreiben vom 22. Oktober 2019 mit Verweis auf die vorangegangenen politischen Ent-
scheide der öffentlichen Hand bezüglich der Zukunft der Villa J.____ als Museumsbetrieb be-
stätigt. Gestützt auf die vorgenannten Unterlagen geht die Vorinstanz davon aus, dass mit einer 
Wiederaufnahme des Museumsbetriebs in absehbarer Zeit gerechnet werden könne, ohne sich 
explizit zum genauen Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Villa J.____ zu äussern. Abgesehen 

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von der Tatsache, dass sowohl dem aktenkundigen Schreiben der I.____ Stiftung vom 18. Juli 
2019 als auch dem vom Beschwerdeführer selbst im Verfahren vor der Zivilrechtsverwaltung 
eingereichten Internetauszug der Startseite der Villa J.____ vom 5. September 2019 entnom-
men werden kann, dass eine Wiedereröffnung der Villa J.____ im Jahr 2022 geplant werde, 
wird aus der Rüge des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, was er aus der fehlenden Da-
tumsangabe zu seinen Gunsten ableiten könnte. Die Schlussfolgerung, mangels Angabe eines 
genauen Datums könne ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass eine Wiederaufnah-
me des Museumsbetriebs in absehbarer Zeit ausgeschlossen sei, ist unter Berücksichtigung 
der vorgenannten Unterlagen und der Bestätigung von Seiten der Stadt K.____ nicht nachvoll-
ziehbar. Dies umso mehr, als gemäss dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren von der Wil-
lensvollstreckerin eingereichten und nach § 6 Abs. 2 VPO zu berücksichtigenden Phasenter-
minplan mit einer Wiederaufnahme des Museumsbetriebs per Januar 2023 gerechnet wird. Zu-
dem ist festzuhalten, dass unabhängig davon, wann der Museumsbetrieb tatsächlich wieder 
aufgenommen wird, aus der fehlenden Datumsangabe nicht ohne Weiteres abgeleitet werden 
kann, dass die Wiederaufnahme des Museumsbetriebs ungewiss sei. Die Rüge des Beschwer-
deführers geht damit ins Leere. Auch aus dem Vorbringen, die Villa J.____ würde neu unter 
dem Namen Standort M. ____ figurieren, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass im Grossratsbeschluss vom 22. Mai 2017 die 
Bezeichnung "M. ____ (bisher Villa J.___)" verwendet wird, welche mit der Formulierung im 
entsprechenden Antrag des Stadtrats an den Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017 
übereinstimmt (vgl. Antrag des Stadtrats an den Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017, 
GGR-Nr. 2017.17, S. 1). Hingegen wird in der nachfolgenden Weisung des Stadtrats an den 
Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017 jeweils die Bezeichnungen "Villa J.____" oder 
"Standort Villa J.____" verwendet, sodass allein aus der Formulierung im Grossratsbeschluss 
vom 22. Mai 2017 nicht ohne Weiteres darauf geschlossen werden kann, dass die Villa J.____ 
unter neuem Namen figurieren werde. Ferner ist festzuhalten, dass selbst unter der Annahme, 
dass die Villa J.____ unter neuem Namen weitergeführt werden sollte, dies einer Ausrichtung 
des Vermächtnisses nicht entgegenstehen würde. Wie der Beschwerdeführer selbst in seiner 
Aufsichtsbeschwerde an die Zivilrechtsverwaltung vom 9. September 2019 angegeben hat, sei 
der Erblasserin wichtig gewesen, dass die Bilder im Rahmen der Kunstsammlung I.____ aus-
gestellt würden (vgl. Aufsichtsbeschwerde vom 9. September 2019, Rz. 30). In diesem Zusam-
menhang ist der Weisung des Stadtrats an den Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017 zu 
entnehmen, dass in einem einzigen Museumsbetrieb unter einheitlicher Leitung verschiedene 
Sammlungen, unter anderem die Sammlung der I.____ Stiftung in der Villa J.____, integriert 
werden sollten, wobei beabsichtigt werde, dass die Identität der einzelnen Sammlungen erhal-
ten bleibe. Bezüglich der Villa J.____ wird insbesondere festgehalten, dass deren Sammlung 
einen kulturhistorischen Wert habe und eine grosse Anziehungskraft besitze, weshalb die Kul-
turstadt K.____ und der Kanton N.____ ein grosses Interesse am Erhalt des ganzen Ensembles 
hätten (vgl. Weisung des Stadtrats an den Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017, S. 5 
f.). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass selbst bei einer allfälligen Namensän-
derung dem Willen der Erblasserin, die vermachten Bilder im Rahmen der Kunstsammlung 
I.____ in der Villa J.____ auszustellen, entsprochen werden könnte, weshalb sich die diesbe-
zügliche Rüge als unbegründet erweist. Ferner ist den Akten zu entnehmen, dass das Museum 
Villa J.____ auch nach der Sanierung das bisherige Gebäude umfassen wird (vgl. Bauprojekt-

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pläne EG/1. OG vom 4. Juni 2019). Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei unklar, ob 
die Villa J.____ in dieser Form weitergeführt werden könne, kann folglich nicht gefolgt werden.  
 
5.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte für eine unrichtige Sach-
verhaltsfeststellung ersichtlich sind. Insoweit erweisen sich die vom Beschwerdeführer diesbe-
züglich erhobenen Rügen als unbegründet.  
 
6.1  Ferner macht der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde und Replik geltend, dass die 
Vorinstanz zu Unrecht eine Sorgfaltspflichtverletzung verneint habe. 
 
6.2.1  Der Erblasser kann in einer letztwilligen Verfügung eine oder mehrere handlungsfähige 
Personen mit der Vollstreckung seines Willens beauftragen (Art. 517 Abs. 1 des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907). Die Willensvollstrecker haben den 
Willen des Erblassers zu vertreten und gelten insbesondere als beauftragt, die Erbschaft zu 
verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, die Vermächtnisse auszurichten und die 
Teilung nach den vom Erblasser getroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes 
auszuführen (Art. 518 Abs. 2 ZGB). Bei der Ausrichtung der Vermächtnisse handelt es sich um 
eine der wichtigsten Aufgaben, für deren zuverlässige Erledigung der Erblasser einen Willens-
vollstrecker einsetzen kann. Dieser hat selbständig, allenfalls auch gegen den Willen des oder 
der Erben, jene Vermächtnisse auszurichten, die den Erben gemeinsam bzw. dem Alleinerben 
auferlegt sind. Zur Aufgabe des Willensvollstreckers gehören auch die Kontrolle und Durchset-
zung von Auflagen und Bedingungen im Sinne von Art. 482 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 
5C.311/2001 vom 6. März 2002 E. 2b).  
 
6.2.2  Die Willensvollstrecker stehen von Gesetzes wegen in den Rechten und Pflichten des 
amtlichen Erbschaftsverwalters und damit unter der Aufsicht der Behörde, bei der die Erben 
gegen die von ihnen beabsichtigten oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben be-
fugt sind (Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_794/2011 
vom 16. Februar 2012 E. 3). Sie können Handlungen und Unterlassungen der Willensvollstre-
cker sowie auch Interessenskollisionen, die vom Erblasser nicht vorausgesehen und nicht ge-
wollt gewesen sein konnten, rügen (vgl. CHRISTIAN BRÜCKNER/THOMAS WEIBEL, die erbrechtli-
chen Klagen, 3. Aufl., Zürich 2012, Rz. 312). Art. 54 SchlT ZGB überträgt den Kantonen die 
Kompetenz zur Bestimmung dieser Behörde. Gemäss § 105 lit. m des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 amtet die Zivil-
rechtsverwaltung als Aufsichtsbehörde über die Willensvollstrecker.  
 
6.2.3  Die Kognitionsbefugnis der Aufsichtsbehörde ist nach Lehre und Rechtsprechung be-
schränkt. Die zuständige Behörde kann allfällige Mängel in der Mandatsführung der Willensvoll-
strecker prüfen, wozu Kompetenzüberschreitungen, Pflichtverletzungen, Untätigkeit und Unfä-
higkeit, Unzweckmässigkeit bis hin zur Willkür sowie Verletzung der schützenswerten Interes-
sen aller am Nachlass Beteiligten gehören, und sie gegebenenfalls unter anderem ermahnen, 
ihnen Weisungen erteilen oder sachdienliche Massnahmen treffen (vgl. BGE 91 II 52 E. 1; 90 II 
376 E. 3; 66 II 148 E. 2; KGE VV vom 13. September 2017 [810 17 43] E. 4.1; MARTIN 
KARRER/NEDIM PETER VOGT/DANIEL LEU, in: Thomas Geiser/Stephan Wolf [Hrsg.], Basler Kom-

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mentar, Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 22 zu Art. 595 ZGB). Hingegen steht es ihr 
nicht zu, sich über materiell-rechtliche Fragen, wie etwa die Auslegung letztwilliger Verfügun-
gen, die Erbenstellung oder den Bestand einer strittigen Forderung, auszusprechen. Dies ist 
allein dem Zivilrichter überlassen (Urteil des Bundesgerichts 5D_136/2015 vom 18. April 2016 
E. 5.1; BGE 138 III 449 E. 4.2.1; KGE VV vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 6.2; BERNHARD 
CHRIST/MARK EICHNER, in: Daniel Abt/Thomas Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 
3. Aufl., Basel 2015, N 89 zu Art. 518 ZGB; RAINER KÜNZLE, in: Heinz Hausheer/Hans Peter 
Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2011, N 523 zu 
Art. 517-518 ZGB). Folglich können als Beschwerdegründe grundsätzlich nur administrative 
Pflichtverletzungen bzw. Fehler im formellen Vorgehen des Willensvollstreckers beim Vollzug 
des Erblasserwillens vorgebracht werden, nicht dagegen Fragen der Testamentsgültigkeit oder 
der Testamentsauslegung (BRÜCKNER/WEIBEL, a.a.O., Rz. 322). In der Praxis können diese 
Fragen allerdings oft nur schwer auseinandergehalten werden (vgl. KÜNZLE, a.a.O., N 523 zu 
Art. 517-518 ZGB). Weicht der Willensvollstrecker vom offensichtlichen und eindeutigen Sinn 
des Testaments ab, so liegt eine aufsichtsrechtlich zu rügende Pflichtverletzung vor. Kann eine 
testamentarische Anordnung in guten Treuen verschieden ausgelegt werden, so ist der Streit 
darüber im ordentlichen Zivilprozess zu führen, da eine materiell-rechtliche Frage betroffen ist. 
  
6.3.1  Gemäss der testamentarischen Anordnung der Erblasserin sind die vier streitgegen-
ständlichen Gemälde als Vermächtnis der I.____ Stiftung herauszugeben, wobei als Vorausset-
zung der Vermächtnisausrichtung statuiert wird, dass die I.____ Stiftung noch existiert und die 
vier vermachten Bilder in der Villa J.____ in K.____ ausgestellt werden müssen. Dass die erste 
Voraussetzung erfüllt ist, wird im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr bestritten, 
weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Strittig ist hingegen, ob auch die zwei-
te Voraussetzung der Vermächtnisausrichtung erfüllt ist oder der Willensvollstrecker durch die 
Vermächtnisausrichtung pflichtwidrig handeln würde, so dass ein aufsichtsrechtliches Eingreifen 
der Behörde mittels verbindlicher Weisung angezeigt erscheint. 
 
6.3.2  Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass eine derzeitige Ausrichtung des Ver-
mächtnisses eine Sorgfaltspflichtverletzung darstelle, da es sich bei der angeordneten Ausstel-
lungspflicht um eine Bedingung handle, mit der Folge, dass die Vermächtnisausrichtung erst 
vorgenommen werden könne, wenn die vermachten Bilder tatsächlich in der Villa J.____ aus-
gestellt werden könnten, setzt er sich mit der Frage der Testamentsauslegung auseinander. 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich bei der testamentarischen 
Anordnung, die vermachten Bilder seien in der Villa J.____ auszustellen, nicht offensichtlich um 
eine Bedingung, von dessen Eintritt die Ausrichtung des Vermächtnisses abhängig gemacht 
wird (vgl. DANIEL STAEHELIN, in: Thomas Geiser/Stephan Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivil-
gesetzbuch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 8 zu Art. 482). Vielmehr kann die testamentarische An-
ordnung in guten Treuen auch als Auflage verstanden werden, die lediglich ein bestimmtes Tun 
verlangt, nicht aber einen Einfluss auf den Bestand der testamentarischen Anordnung hat 
(vgl. STAEHELIN, a.a.O., N 1 zu Art. 482). Wie die Vorinstanz in ihren Erwägungen im angefoch-
tenen Entscheid zu Recht ausführt, handelt es sich dabei um eine materiell-rechtliche Frage, 
die letztlich im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfahrens geprüft werden müsste. Ob die testa-
mentarische Anordnung in einem allfälligen Zivilverfahren durch den Zivilrichter schliesslich als 

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Bedingung oder Auflage ausgelegt wird, ist jedoch für die im vorliegenden Beschwerdeverfah-
ren relevante Frage, ob ein aufsichtsrechtlich motiviertes Einschreiten angezeigt erscheint, un-
beachtlich. Zum einen kann – wie bereits ausgeführt – in der angeordneten Ausstellungspflicht 
nicht offensichtlich eine Bedingung ausgemacht werden, weshalb in diesem Zusammenhang in 
der Ausrichtung des Vermächtnisses auch kein Widerspruch zum offensichtlichen und eindeuti-
gen Sinn des Testaments erblickt werden kann. Zum anderen sind auch sonst – in Bestätigung 
der vorinstanzlichen Erwägungen – keine objektiven Gründe ersichtlich, die darauf hindeuten 
würden, dass eine Ausstellung der vermachten Bilder in der Villa J.____ in absehbarer Zeit 
nicht möglich wäre. So ist den Akten zu entnehmen, dass die Stadt K.____ die Villa J.____ im 
Baurecht übernommen hat, diese sanieren und zum Zweck einer musealen Nutzung umbauen 
lässt (vgl. Protokollauszüge der Stadtratsbeschlüsse vom 21. November und 12. Dezember 
2018 sowie das Schreiben der Stadt K.____ vom 22. Oktober 2019). Die Werke der I.____ Stif-
tung, welche in der Villa J.____ gezeigt wurden, werden im Rahmen einer Dauerlei-
he vorübergehend im Kunstmuseum O.____ ausgestellt, bis die Villa J.____ saniert und umge-
baut ist. Durch die in der Vereinbarung enthaltene Rückzugsklausel wird der Stiftung ermög-
licht, die Sammlung in die Stadt K.____ zurückzuholen, sobald die Villa J.____ als Standort im 
Rahmen des Museumskonzepts betrieben werden kann (vgl. Weisung des Stadtrats an den 
Grossen Gemeinderat vom 22. Februar 2017, S. 4 f.). Die Wiederaufnahme des Museumsbe-
triebs ist sodann gemäss Phasenterminplan per Januar 2023 geplant. Die vorgenannten Aus-
züge aus den Akten lassen einerseits erkennen, dass eine Wiedereröffnung der Villa J.____ als 
Museum in absehbarer Zeit geplant wird und die Villa J.____ folglich nach der Sanierung wieder 
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Zwar ist dem Beschwerdeführer insofern 
beizupflichten, dass Verzögerungen und Rückstände bei Renovationsprojekten nicht ausge-
schlossen werden können und häufig die Regel darstellen, doch kann allein daraus nicht abge-
leitet werden, dass die Wiedereröffnung der Villa J.____ ungewiss sei. Konkrete Anhaltspunkte, 
die die Wiedereröffnung des Museumsbetriebs in absehbarer Zeit als ungewiss erscheinen las-
sen würden, liegen nicht vor. Anderseits geht aus den vorgenannten Akten hervor, dass die 
Sammlung der I.____ Stiftung auch nach der Sanierung in die Villa J.____ zurückgeführt wer-
den soll. Insofern deutet nichts drauf hin, dass die vermachten Bilder nicht entsprechend dem 
Willen der Erblasserin zusammen mit der bisherigen Kunstsammlung in der Villa J.____ ausge-
stellt werden könnten. Ein Grund zur Annahme, dass der Museumsbetrieb in Form der Villa 
J.____ ungewiss sei, ist ebenfalls nicht ersichtlich (vgl. Erwägung 5.2). Insgesamt besteht kein 
Grund zur Annahme, dass die vermachten Bilder nicht in der Villa J.____ ausgestellt werden 
könnten und dem Willen der Erblasserin in absehbarer Zeit nicht entsprochen werden könnte. 
Folglich kann in der baldigen Ausrichtung des Vermächtnisses durch die Willensvollstreckerin 
auch keine pflichtwidrige Handlung erblickt werden, welche ein aufsichtsrechtlich motiviertes 
Aushändigungsverbot rechtfertigen würde.  
 
6.3.3  Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Willensvollstreckerin dafür zu sorgen hat, 
dass die Nachlassabwicklung zeitlich und ökonomisch effizient und damit möglichst kosten-
günstig erfolgt (vgl. KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N 16 zu Art. 518). Wie die Vorinstanz bereits in 
zutreffender Weise festgehalten hat, ist die Willensvollstreckerin folglich gehalten, gemäss dem 
Willen der Erblasserin die vermachten Bilder innert nützlicher Frist auszurichten, um so für den 
Nachlass ungebührlich belastende Lagerungskosten zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund 

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überzeugt der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Willensvollstreckerin würde die Interessen 
der testamentarisch begünstigten Barvermächtnisnehmer höher gewichten als den Willen der 
Erblasserin und würde sich daher von sachfremden Interessen leiten lassen, nicht, zumal es im 
Interesse des Nachlasses liegt, die Kosten möglichst tief zu halten.   
 
6.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in der angekündigten Ausrichtung des Ver-
mächtnisses durch die Willensvollstreckerin keine drohende Pflichtverletzung zu erblicken ist 
und die Vorinstanzen demzufolge zu Recht dem Begehren des Beschwerdeführers um Erlass 
eines aufsichtsrechtlich motivierten Aushändigungsverbots nicht stattgegeben haben. Die Be-
schwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet und ist daher abzuweisen. 
 
7.1  Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Somit sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'800.-- dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu ver-
rechnen.  
 
7.2  Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts oder 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Die Parteikosten sind gestützt auf den Ausgang des Verfah-
rens wettzuschlagen. 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- gehen zu Lasten des 

Beschwerdeführers und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2'500.-- verrechnet.  
Der zuviel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird 
dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin