# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c10236a-d516-5f0b-9917-3941890a9986
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.06.2016 ZK1 2016 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-96_2016-06-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 08. Juni 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 96 15. Juni 2016-

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterIn Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin ad hoc Züger

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 26. 
Mai 2016, mitgeteilt am 26. Mai 2016, in Sachen des Beschwerdeführers,

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ wurde am 09. Mai 2016 von Dr. med. A._____, FMH für innere 
Medizin, aufgrund vorhandener Fremdgefährdung bei Verdacht auf eine psychoti-
sche Störung für drei Wochen fürsorgerisch in die geschlossene Abteilung der Kli-
nik B._____ untergebracht (vgl. KESB act. 3).

B. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ beantragte bei der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden am 11. Mai 2016 die behördliche 
Unterbringung von X._____ nach ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung gemäss 
Art. 426 ZGB und Art. 51a des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivil-
gesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100). Begründend führte die ärztliche Leitung der 
Klinik B._____ dazu aus, dass bei X._____ seit längerer Zeit die Suchtproblematik 
(Kokain) im Vordergrund stehe, naturgemäss sei die Komorbidität im Rahmen der 
Grunderkrankung deutlich erhöht. Dabei komme es zu einer langfristigen finanziel-
len und beruflichen Schädigung resp. zu keiner tragfähigen Tagesstruktur, um ei-
ner geregelten Arbeit nachgehen zu können. Ausserdem wurde betont, dass wie-
derholt die massive Beeinträchtigung der Integrität des Lebens nahestehender 
Mitmenschen bestehe, deren Leben habe zeitweise keinen erkennbaren Vorrang 
mehr vor der Befriedigung der Suchtbedürfnisse des Patienten. Folgendes gab die 
ärztliche Leitung der Klinik B._____ als Grund und Zweck der fürsorgerischen Un-
terbringung an: Krisenintervention, psychische Stabilisierung, Erarbeiten einer Ta-
gesstruktur sowie Krankheits- und Behandlungseinsichtigkeit, Reduktion des 
Suchtdruckes und Einhalten einer Karenz, Organisation einer Nachfolgelösung 
(Wohnform, Arbeit [vgl. KESB act. 2]).

C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 17. Mai 2016 beauftragte die KESB 
Nordbünden Dr. med. C._____ mit der Erstellung eines Kurzgutachtens. Mittels 
beigelegtem Fragekatalog wurde die Gutachterin ersucht, sich zum Vorliegen ei-
nes Schwächezustands von X._____ zu äussern und darzulegen, ob sie die ge-
stellten Diagnosen bestätigen könne. Des Weiteren wurde sie aufgefordert darzu-
tun, mit welchen durch den Schwächezustand bedingten konkreten Gefahren al-
lenfalls zu rechnen sei, sollte die notwendige Behandlung und/oder Betreuung un-
terbleiben. Ausserdem sei auszuführen, welche Behandlung und/oder Betreuung 
sie mit Bezug zum Schwächezustand für indiziert halte, sowie ob X._____ aktuell 
bezüglich der Notwendigkeit der indizierten Behandlung und/oder Betreuung ein-
sichtig und zur Kooperation fähig sei. Ferner solle sie dazu Stellung nehmen, ob 
das Setting in der Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Dienste Graubünden (PD-
GR) gemessen an der aktuellen Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit von 

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X._____ geeignet sei, falls dies nicht der Fall sei, welche andere Rahmenbedin-
gungen sie aus welchen Gründen als besser geeignet beurteile. Zudem sollte sie 
beurteilen, welche Anschlusslösung sie nach dem Akutaufenthalt als geeignet be-
trachte (vgl. KESB act. 4).

D. Dr. med. C._____ untersuchte X._____ am 18. Mai 2016 persönlich und 
erstattete der KESB Nordbünden das gewünschte Kurzgutachten am 22. Mai 
2016. Die Gutachterin bestätigte die von der Klinik B._____ gestellte Diagnose der 
paranoiden Schizophrenie (ICD-10: F20.0) und der psychischen Verhaltens-
störungen durch den Konsum von Kokain (Abhängigkeitssyndrom [ICD-10: 
F14.2]). Ihrer Ansicht nach würden konkrete Gefahren in den Bereichen Finanzen 
sowie an Leib und Leben für Dritte bestehen. Die Gutachterin erachtete die Unter-
bringung auf der geschlossenen Station derzeit als die bestmögliche Lösung, so-
bald eine gewisse Stabilisierung erreicht sei, sei eine Verlegung auf eine offene für 
Suchtpatienten spezialisierte Station angezeigt. Mangels Kooperation sei eine 
ambulante Behandlung zurzeit nicht möglich. Die Rückfallgefahr sei dementspre-
chend gross (vgl. KESB act. 12).

E. Am 26. Mai 2016 fand durch die Kollegialbehörde der KESB Nordbünden in 
Anwesenheit des zuständigen Unterassistenzarztes der Klinik B._____ eine An-
hörung von X._____ bezüglich des laufenden Abklärungsverfahrens betreffend 
fürsorgerische Unterbringung statt. Aus dem Anhörungsprotokoll geht hervor, dass 
X._____ in der Woche vor der Anhörung aus der Klinik ausgebrochen sei, um Ko-
kain zu konsumieren. Damit konfrontiert, habe er beteuert, dass ihm nun bewusst 
sei, dass er abstinent leben müsse. Dies sei nötig, damit er den Führerschein wie-
dererlange. Er wisse, dass er ein normales Leben führen könne, wenn er Medika-
mente nehme. Ferner bestätigte er die von der Gutachterin gestellte Diagnose der 
Schizophrenie, im Gutachten sei allerdings ein Fehler, er konsumiere erst seit 2.5 
Jahren Kokain und nicht seit 9.5 Jahren. Auf den weiteren stationären Aufenthalt 
angesprochen, führte er aus, dass ihm bewusst sei, dass er abstinent und eini-
germassen stabil werden müsse. Er sei der Ansicht, dass er noch einige Zeit auf 
der Station bleibe, die fürsorgerische Unterbringung sei nicht so wichtig, aber er 
möchte nicht zu lange krank sein, damit die Arbeitslosenleistungen nicht gestri-
chen werden würden (vgl. KESB act. 17).

F. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 26. Mai 2016, gleichentags mitge-
teilt, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt (vgl. act. E.1):

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"1. X._____ wird zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der 
Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Dienste Graubünden unterge-
bracht (Art. 426 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 428 Abs. 1 ZGB).

2. Die KESB verfügt:

a. Der Sozialdienst der Klinik B._____ wird ersucht, der KESB zu 
melden, wenn während des Aufenthalts von X._____ in den Klini-
ken der Psychiatrischen Dienste Graubünden eine Vertretungsbei-
standschaft zur Besorgung seiner Angelegenheiten notwendig 
sein sollte.

b. Es wird ein Abklärungsverfahren zur Prüfung von Erwachsenen-
schutzmassnahmen für X._____ eröffnet.

3. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:

a. Zuständig für die Entlassung ist die KESB.

b. Die Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden wird ange-
wiesen, die KESB Nordbünden mit einem Verlaufsbericht unter 
Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu 
benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass die Voraussetzun-
gen für die Unterbringung demnächst nicht mehr erfüllt sein wer-
den bzw. spätestens per 10. November 2016.

4. Die Kosten im Verfahren fürsorgerische Unterbringung (inkl. Drittkos-
ten Gutachten von Fr. 1'250.--) werden auf Fr. 2'050.-- festgesetzt und 
beim Verfahren belassen.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)"

Die KESB Nordbünden begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass 
mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass X._____ nach der Ent-
lassung wieder Kokain konsumieren würde, was mit erhöhter Wahrscheinlichkeit 
weitere Straftaten gegen die Integrität oder das Vermögen Dritter zur Folge hätte. 
Da er über keine Wohnmöglichkeit verfüge, würde er sich wohl wieder an die El-
tern wenden. Eine weitere Belastung der Familie sei jedoch nicht mehr zumutbar. 
Insgesamt bestehe die konkrete Gefahr, dass X._____ sein Verhalten fortsetze, 
wenn die stationäre Therapie unterbrochen werde. Ausserdem wären ernsthafte 
psychische und körperliche Folgen, insbesondere Symptomverschlechterung oder 
ernsthafte Komplikationen, absehbar, womit auch eine akute Selbstgefährdung 
drohe. Die persönliche Fürsorge und Behandlung könne X._____ aufgrund der 
gesamten Umstände derzeit nur ihm Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung 
in der Akutpsychiatrie der PDGR erwiesen werden.

G. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
30. Mai 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden (vgl. act. A.1).

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H. Am 08. Juni 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird 
auf das separat angefertigte Protokoll verwiesen.

I. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie die Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den beigezo-
genen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1. Vorliegend handelt es sich um einen Unterbringungsentscheid der Erwach-
senenschutzbehörde (Art. 426 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 ZGB), welcher eine auslau-
fende ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung im Sinne von 
Art. 429 Abs. 2 ZGB verlängern soll. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutz-
behörde kann gemäss Art. 450 in Verbindung mit Art. 450b Abs. 2 ZGB sowie Art. 
60 Abs. 1 EGzZGB innert zehn Tagen Beschwerde an das Kantonsgericht von 
Graubünden erhoben werden. Gegen den am 26. Mai 2016 gefällten und glei-
chentags mitgeteilten Entscheid der KESB Nordbünden erging die vorliegende 
Beschwerde vom 30. Mai 2016 damit innert Frist. Anlässlich der Hauptverhand-
lung vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden stellte der Be-
schwerdeführer klar, dass er lediglich gegen den Punkt bezüglich der fürsorgeri-
schen Unterbringung des Entscheids der KESB Nordbünden Beschwerde erhoben 
hat. Gegen die Einleitung eines Abklärungsverfahrens zur Prüfung von Erwachse-
nenschutzmassnahmen (Dispositiv Ziffer 2.b) richtet sich die Beschwerde nicht, 
womit dieser Punkt in Rechtskraft erwachsen ist.

2.a) Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsät-
ze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte un-
eingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle 
festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwen-
dungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche 

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Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – 
wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit 
des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
(Christoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). 
Zu erwähnen ist ferner der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, 
welcher die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 
272) als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestim-
men. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch ge-
macht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivilprozess-
ordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf die entsprechende kantonale 
Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren 
klargestellt, dass die Bestimmungen der ZPO über den Fristenstillstand sowie 
über neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfah-
ren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven un-
beschränkt zuzulassen sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt 
zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, er-
gibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Thomas 
Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 40 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den 
Entscheid über eine fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gutachten einge-
holt werden. Dieses muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch 
nicht involvierten sachverständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktu-
ell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen 
äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB und Ruth E. 
Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 289 E. 4.4 f. und Urteil des 
Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, jeweils noch zum bisheri-
gen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Am 22. Mai 2016 erstattete Dr. med. 
C._____ im Auftrag der KESB Nordbünden nach einer persönlichen Konsultation 
des Beschwerdeführers ein psychiatrisches Kurzgutachten. Auch wenn es sich 
dabei um ein von der Vorinstanz im gleichen Verfahren eingeholtes Gutachten 
handelt, darf sich das Kantonsgericht in seiner Entscheidfindung ebenfalls auf die-
ses Gutachten stützen (vgl. Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 

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Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB und 
Daniel Steck, a.a.O., N 16 zu Art. 450e ZGB), weshalb dieser Vorschrift Genüge 
getan wird. 

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 08. Juni 2016 wurde 
diese Vorgabe umgesetzt. 

3.a) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
a.a.O., N 6 vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient primär 
dem Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Per-
sonenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste 
gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist das Vorliegen 
einer der drei im Gesetz abschliessend genannten Schwächezustände der psychi-
schen Störung, geistigen Behinderung oder schweren Verwahrlosung. Erforderlich 
ist sodann eine sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einwei-
sung bzw. Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich 
verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesge-
richts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1 und 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 
E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur 
in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst dann ist die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der 
Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Ver-
hältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 

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auch tauglich ist (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 
ZGB).

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. C._____ vom 22. Mai 2016, wel-
ches sich zulässigerweise nebst einer persönlichen Konsultation auch auf den An-
trag zur behördlichen Unterbringung der ärztlichen Leitung der Klinik B._____ vom 
11. Mai 2016 stützte, steht fest, dass der Beschwerdeführer an paranoider Schi-
zophrenie sowie an psychischen Verhaltensstörungen durch den Konsum von Ko-
kain (Abhängigkeitssyndrom) leidet. Dieses Krankheitsbild stellt eine psychische 
Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. 
Bernhart, a.a.O., S. 118 f.). Die Gutachterin führte aus, dass es bekannt sei, dass 
der Kokainkonsum die psychotischen Symptome verstärke oder erneut auslösen 
könne. Bleibe die notwendige Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt aus, würde sich 
das Krankheitsbild rasch verschlechtern, so dass der Patient wieder sozial umtrie-
biger und bedrohender werden würde. Aus dem Antrag der ärztlichen Leitung der 
Klinik B._____ vom 11. Mai 2016 zur behördlichen Unterbringung geht hervor, 
dass der Beschwerdeführer schon früher in der Klinik hospitalisiert war. Am 
08. Juli 2014 habe sich ein ähnlicher Vorfall ereignet, wie bei der Einweisung vom 
09. Mai 2016. Damals habe er seinen Vater massiv gewürgt und geschlagen, was 
eine Einweisung per fürsorgerischer Unterbringung zur Folge hatte. Die gegenwär-
tige Einweisung erfolgte, weil er seine Mutter mit einem Messer bedroht hat, um 
sie zu zwingen, ihm Geld für die Beschaffung von Kokain zu geben. Zuletzt war 
der Beschwerdeführer vom 22. Dezember 2015 bis 31. Januar 2016 auf freiwilliger 
Basis in den PDGR hospitalisiert. Anlässlich der Hauptverhandlung führte der Be-
schwerdeführer aus, dass ihm seine psychische Erkrankung bewusst sei, er diese 
sehr gut kenne und damit umzugehen wisse. Die ärztliche Leitung der Klinik 
B._____ legte dar, dass die Suchtproblematik im Vordergrund stehe. Die Gutach-
terin hielt dazu fest, dass der Beschwerdeführer Kokain benutze um bspw. eine 
schlechte Stimmung zu vermeiden oder subjektiv empfundene Defizite auszuglei-
chen. Nach dem Gesagten ist ohne Zweifel erstellt, dass der Beschwerdeführer an 
einem Schwächezustand in Form einer psychischen Störung im Sinne von 
Art. 426 Abs. 1 ZGB leidet. 

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass davon aus-
zugehen sei, dass der Beschwerdeführer nach der Entlassung aus der stationären 
Therapie wieder Kokain konsumieren würde, was mit erhöhter Wahrscheinlichkeit 
weitere Straftaten gegen die Integrität oder das Vermögen Dritter zur Folge habe. 

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Insgesamt bestehe die Gefahr, dass der Beschwerdeführer sein Verhalten forts-
etzte, wenn die stationäre Therapie unterbrochen werde. Die Gutachterin erachte-
te sowohl eine medikamentöse wie auch eine psychotherapeutische Behandlung 
auf der geschlossenen Station bis zum Erreichen einer gewissen psychischen 
Stabilisierung als notwendig. Dazu hielt sie fest, dass der Patient einerseits aus-
drücke, er verspüre einen Suchtdruck, andererseits aber so schnell wie möglich 
aus der Klinik austreten wolle. Daraus schliesst sie, dass der Patient immer noch 
krankheits- und behandlungsuneinsichtig sei. Anlässlich der Hauptverhandlung 
führte der Beschwerdeführer aus, dass ihm bewusst sei, dass er krank sei und 
dass er seine Krankheit sehr gut kenne und damit umzugehen wisse. In Bezug auf 
die psychische Erkrankung scheint zumindest eine gewisse Krankheitseinsicht 
vorhanden zu sein. Die Einsicht bezüglich seiner Kokainabhängigkeit wirkt hinge-
gen nur beschränkt gegeben zu sein. Der Beschwerdeführer scheint der Überzeu-
gung zu sein, dass er im Falle eines Austritts aus der Klinik kein Kokain mehr zu 
sich nehmen würde. Die Tatsache, dass er während seines gegenwärtigen Auf-
enthalts in der Klinik bereits zwei Mal ausgebrochen ist, um Kokain zu konsumie-
ren, widerspricht dieser Auffassung offensichtlich. Der zweite Ausbruch aus der 
Klinik und damit einhergehend der Konsum von Kokain erfolgte einen Tag vor der 
Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden; trotzdem war der 
Beschwerdeführer anlässlich der richterlichen Befragung überzeugt, dass er im 
Falle eines Austritts aus der Klinik, nicht wieder Kokain konsumieren würde. Der 
Beschwerdeführer machte dem Gericht dementsprechend einen widersprüchli-
chen Eindruck. Auf der einen Seite schien er behandlungseinsichtig, indem er zum 
Ausdruck brachte, dass er die Unterstützung der PDGR sehr begrüsse und der 
Betreuung in der Klinik B._____ sehr positiv gegenüber stehe. Er schien auch in-
sofern teilweise einsichtig, dass er zuerst seine Wohn- wie auch Arbeitsverhältnis-
se regeln müsse, bevor er aus der Klinik austreten könne; dies wolle er denn auch 
zusammen mit den Sozialdiensten der PDGR erreichen. Andererseits wehrte er 
sich gegen die fürsorgerische Unterbringung, obwohl er mit seinen Äusserungen 
den Anschein erweckte, dass er sich ein Leben ausserhalb der Klinik derzeit sel-
ber nicht vorstellen kann. Des Weiteren beteuerte der Beschwerdeführer, dass er 
mit den Drogen aufhören und sich eine Arbeit suchen wolle; er bekundete aber 
Mühe mit der Einsicht, dass er von diesem Ziel noch weit entfernt ist. Eine konkre-
te Vorstellung von einem Leben ausserhalb der Klinik hatte er nicht. Jedenfalls 
spricht vorliegend nichts gegen die von den Experten festgestellte Notwendigkeit 
einer Behandlung des Beschwerdeführers. Insoweit das Gericht dies beurteilen 
kann, erscheint die Notwendigkeit der Behandlung des Beschwerdeführers viel-
mehr als offensichtlich gegeben.

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d/aa) Als weitere Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als mit der Ein-
weisung in eine Einrichtung. Weil eine Unterbringung stets eine schwerwiegende 
Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, muss sie verhältnismässig sein. 
Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, 
den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzens-
berger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Oliver Guillod, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 64 
f. zu Art. 426 ZGB). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine 
fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechterhalten wer-
den darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewis-
sen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für 
die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit 
welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Per-
son bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich fest-
gestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 
sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 
5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Der Entscheid über 
die Entlassung ist stets anhand des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeit-
punkt zu bestimmen (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 44 zu 
Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interessenabwägung im Hinblick auf den Zweck der 
fürsorgerischen Unterbringung, nämlich die Wiedererlangung der Selbständigkeit 
und der Eigenverantwortung im Entlassungszeitpunkt vorzunehmen.

Die Gutachterin führte aus, dass konkrete Gefahren im Bereich der Finan-
zen sowie an Leib und Leben für Dritte bestehen würden. Dies insbesondere, 
wenn der Beschwerdeführer unter Drogen und Alkohol stehe. Sodann ist sie der 
Überzeugung, dass der Beschwerdeführer im Falle eines baldigen Austritts sofort 
rückfällig werden würde. Bei häufigem Kokainkonsum über längere Zeit würden 
sich die Nebenwirkungen verstärken, was zu Störungen im Denkablauf, innerer 
Unruhe, gesteigerter Aggressivität und Reizbarkeit führe, bei hoher Dosierung 
können zudem Angstzustände bis hin zu paranoiden Anfällen, depressiven Ver-
stimmungen und Wahnvorstellungen auftreten. Der Kokainkonsum verstärke die 
beim Beschwerdeführer bekannte paranoide Schizophrenie oder könne diese er-
neut auslösen. Insbesondere dann wenn der Beschwerdeführer sich beeinträchtigt 

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fühle und sich in einem deutlich angetriebenen Zustand befinde, könne er vor all-
fälligen Handlungen nicht zurückschrecken und andere Leute in Verkennung ihrer 
Absichten gefährden. Werde die notwendige Behandlung zum derzeitigen Zeit-
punkt unterlassen, sei zu befürchten, dass sich das Krankheitsbild rasch ver-
schlechtere, so dass der Beschwerdeführer wieder sozial umtriebiger und bedro-
hender werde. Aus dem Antrag der ärztlichen Leitung der Klinik B._____ geht her-
vor, dass der Beschwerdeführer die Befriedigung seiner Suchtbedürfnisse zeitwei-
se vor das Leben nahestehender Mitmenschen stellt. Dies wird durch den Vorfall 
vom 09. Mai 2016 bestätigt, als er seine Mutter mit einem Messer bedrohte um 
von ihr Geld für Kokain zu erhalten. Die Annahme der Experten, dass bei einem 
baldigen Austritt mit einem sofortigen Rückfall in die Drogen zu rechnen ist, hat 
der Beschwerdeführer durch seine beiden Ausbrüche aus der Klinik und in diesem 
Zusammenhang erfolgten Konsumation von Kokain bestätigt. Nach Ansicht des 
Gerichts ist beim Beschwerdeführer der Wille, vom Kokain wegzukommen, zwar 
gegeben und ihm ist auch bewusst, dass dies die einzige Lösung ist, allerdings ist 
er noch nicht genügend gefestigt, diesen Willen auch umzusetzen. Auch wenn der 
Beschwerdeführer anlässlich der Hauptverhandlung einen ruhigen Eindruck mach-
te und das Gericht keine direkte Selbst- oder Fremdgefährdung verspüren konnte, 
geht aus den Akten deutlich hervor, dass bei erneutem Kokainkonsum eine kon-
krete Gefahr seiner Mitmenschen sowie auch eine Selbstgefährdung besteht. Der 
Beschwerdeführer schätzt die Unterstützung, die er von den PDGR erhält sehr 
und möchte auch mit deren Hilfe wieder auf den richtigen Weg kommen. Unter 
diesem Gesichtspunkt ist die fürsorgerische Unterbringung zu seinem Schutz so-
wie auch zu jenem seiner Mitmenschen zweifellos angebracht.

bb) Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergibt sich des Weiteren, 
dass die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können darf als 
mit der Einweisung in eine Einrichtung. Mit anderen Worten muss die Unterbrin-
gung in einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behand-
lung zu erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen 
würde (vgl. dazu Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 
ZGB; Olivier Guillod, a.a.O., N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt 
gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima 
ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kommt den ambulan-
ten Massnahmen und der Nachbetreuung sowie der freiwilligen Sozialhilfe ent-
scheidende Bedeutung zu (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 24 zu 
Art. 426 ZGB). 

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Die Gutachterin hält unmissverständlich fest, dass im Falle eines baldigen 
Austritts der Rückfall in die Drogen vorprogrammiert sei. Unter diesem Aspekt er-
achtete sie die derzeitige Unterbringung auf der geschlossenen Station als die 
bestmögliche Unterbringungsform. Eine ambulante Behandlung sei aufgrund 
mangelnder Kooperation sowie der hohen Rückfallgefahr zurzeit nicht möglich. Im 
Anschluss an den Akutaufenthalt sei eine weitere stationäre Therapie auf einer 
suchtspezialisierten Abteilung angezeigt. Ausserdem sei eine professionelle Be-
gleitung in Form von intensiven Einzel- und Gruppentherapie nach dem Entzug 
von Bedeutung. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ stellte der KESB Nord-
bünden den Antrag zur behördlichen Unterbringung, weil sie keine mildere Mass-
nahme für genügend betrachtete. Mithin ist die fürsorgerische Unterbringung auch 
unter diesem Aspekt der Verhältnismässigkeit gerechtfertigt.

cc) Ebenfalls unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit der Unterbringung zu 
berücksichtigen ist gemäss Art. 426 Abs. 2 ZGB die Belastung der Angehörigen. 
Die psychischen Störungen sowie die Drogensucht des Beschwerdeführers stellen 
eine starke Belastung der Familie dar. Insbesondere, wenn man sich die Tatsache 
vor Augen hält, dass der Beschwerdeführer eingewiesen wurde, weil er seine Mut-
ter mit einem Messer bedroht hat, sowie dass die Einweisung im Jahr 2014 erfolg-
te, weil er gegenüber seinem Vater gewalttätig geworden ist. Der Beschwerdefüh-
rer stellt für sein Umfeld eine Belastung dar, weshalb unter diesen Umständen von 
seiner Familie keine Betreuungsleistung zu erwarten, geschweige denn zu fordern 
ist (vgl. Oliver Guillod, a.a.O., N 63 zu Art. 426 ZGB). Wie bereits erwähnt, geht 
aus dem Gutachten von Dr. med. C._____ gar hervor, dass im Falle der Nichtbe-
handlung ein Rückfall vorprogrammiert sei und insofern eine Fremdgefährdung 
bestehe, als der Beschwerdeführer unter Einfluss der Drogen wiederum seine 
Mitmenschen angreife. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ hielt in ihrem An-
trag zur behördlichen Unterbringung fest, dass eine massive Beeinträchtigung der 
Integrität des Lebens nahestehender Mitmenschen bestehe, deren Leben zeitwei-
se keinen erkennbaren Vorrang vor der Befriedigung der Suchtbedürfnisse des 
Beschwerdeführers mehr haben.

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer – im Falle einer ambulanten Be-
handlung – über keine Wohnmöglichkeit verfügen würde. Die Rückkehr in die fa-
miliäre Wohnung stellt keine Option dar, wie er anlässlich der Hauptverhandlung 
selbst darlegte. Folglich drängt sich eine stationäre Behandlung in einer Einrich-
tung nicht nur aus medizinischer Perspektive auf, sondern erscheint auch mangels 
valabler Alternativen als angezeigt. Insofern genügt die Unterbringung des Be-

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schwerdeführers in der Klinik B._____ den Anforderungen der Verhältnismässig-
keit.

e) Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
PDGR eine geeignete Einrichtung in diesem Sinne darstellt, steht ausser Frage. 
Dies anerkennt auch der Beschwerdeführer, indem er während der Hauptverhand-
lung ausführte, dass ihm dort sehr geholfen werde und er insgesamt die Betreu-
ung in der Klinik lobte.

f) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Der 
angefochtene Unterbringungsentscheid der KESB Nordbünden vom 26. Mai 2016 
ist damit rechtmässig erfolgt und auch in formeller Hinsicht nicht zu beanstanden. 
Damit ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen.

4. Infolge Abweisung der Beschwerde bleibt der Beschwerdeführer vorerst in 
der Klinik B._____ untergebracht. Dies entspricht insofern seinen Absichten, als er 
unter Mithilfe der Sozialdienste der PDGR eine Wohnung und Arbeit finden möch-
te, bevor er entlassen werde. Der Beschwerdeführer sei an dieser Stelle jedoch 
abermals darauf verwiesen, dass er – sobald er sich eine selbständige Lebens-
führung zutraut – bei der KESB Nordbünden jederzeit ein Entlassungsgesuch stel-
len kann, über welches dann unverzüglich entschieden wird (Art. 426 Abs. 4 ZGB). 
Ein solches Gesuch wird aber nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn sich der Be-
schwerdeführer der in der Klinik B._____ angebotenen Behandlung konsequent 
unterzieht und sich kooperativ verhält.

5. Bei diesem Ausgang wären die Kosten grundsätzlich dem Beschwerdefüh-
rer aufzuerlegen (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). 
Angesichts der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers, welcher – wie er 
anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung erläuterte – weder über Einkommen 
noch Vermögen verfügt, rechtfertigt es sich vorliegendenfalls, auf die Erhebung 
von Verfahrenskosten im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB zu verzichten. Damit 
verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 beim Kanton 
Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: