# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6d5ef3b-6cd9-5815-bb28-74bc77461319
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.09.2015 725 15 159 / 229 (725 2015 159 / 229)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-159---229_2015-09-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. September 2015 (725 15 159 / 229) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Leistungspflicht des Unfallversicherers aufgrund des fehlenden Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis aus dem Jahr 1999 und den im Jahr 2014 als Rückfall ge-

meldeten Schulterbeschwerden verneint 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich, Beschwerdegeg-
nerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitete als Gärtnermeister in seiner eigenen Firma und war dadurch bei der 
Helsana Unfall AG (Helsana) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankhei-
ten versichert. Am 6. Februar 1999 erlitt er einen Unfall (Unfallmeldung vom 13. Februar 1999). 
Dabei zog er sich bei einem Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von 2.5 bis 3 Metern eine 
Kontusion der Halswirbelsäule mit Nervenkompression zu. Die Helsana anerkannte dieses Er-

 

 
 
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eignis als Unfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. In der Folge ereigneten sich in den 
Jahren 2003 bis 2010 weitere Unfälle, die zwischenzeitlich abgeschlossen werden konnten. Mit 
Verfügung vom 6. Juni 2011 schloss die Helsana den Unfall aus dem Jahr 1999 ab und sprach 
A.____ per 1. Juni 2011 eine Rente in der Höhe von 25 % sowie eine Integritätsentschädigung 
in der Höhe von total Fr. 29‘880.-- zu. Die Übernahme weiterer Kosten für die Heilbehandlung 
lehnte sie dagegen ab. Die Einsprache vom 29. Juni 2011 wies sie mit Einspracheentscheid 
vom 24. Oktober 2011 ab. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
Am 17. September 2014 meldete die Klinik B.____ implizit einen Rückfall zum Unfallereignis 
vom 6. Februar 1999 und reichte bei der Helsana ein Kostengutsprachegesuch betreffend eine 
arthroskopische Operation der rechten Schulter ein (subakromiales Débridement, AC-
Gelenkstoilette und Rekonstruktion der Bicepssehne). Diagnostisch bestünden in der rechten 
Schulter eine Supraspinatus- und Bicepssehnenläsion sowie eine AC-Gelenksarthrose. Am 2. 
Oktober 2014 wurde die rechte Schulter operiert. Mit Verfügung vom 20. Januar 2015 lehnte die 
Helsana das Kostengutsprachegesuch mit der Begründung ab, dass es sich bei den Beschwer-
den an der rechten Schulter nicht um Unfallfolgen handle. Daran hielt die Helsana auf Einspra-
che des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 10. April 2015 fest. In der Begründung 
wurde zusammenfassend festgehalten, dass der beratende Arzt der Helsana, Prof. Dr. med. 
C.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, der Auffassung sei, dass die aktuellen Beschwerden in der rechten Schulter mit keinem 
von der Helsana übernommenen Traumatas (insbesondere demjenigen vom 6. Februar 1999) 
in eine überwiegend wahrscheinliche, kausale Beziehung gebracht werden könnten. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 1. Mai 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er sinn-
gemäss, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien weitere Abklärungen zu 
treffen. Bei den Schmerzen der rechten Schulter handle es sich um Spätfolgen.  
 
C. Die Helsana beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 5. Juni 2015 die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Eingabe vom 18. August 2015 (Eingang Kantonsgericht am 3. September 2015) 
reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein. 
 
E. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 7. September 2015 auf eine wei-
tere Stellungnahme. 
 
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die zu würdigenden Akten wird – soweit für die Ent-
scheidfindung notwendig – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
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1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Z.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde vom 1. Mai 2015 ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Übernahme von Versiche-
rungsleistungen im Zusammenhang mit den in der Rückfallmeldung vom 17. September 2014 
geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts zu Recht abgelehnt hat. Die Beschwerdegeg-
nerin ist der Auffassung, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen den Beschwerden in der 
rechten Schulter und dem Unfallereignis vom 1999 bestehe. Der Beschwerdeführer rügt in ers-
ter Linie, dass der Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin nicht in genügender Weise abge-
klärt worden sei.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Dazu gehören nach lit. a der genannten Bestimmung insbesondere die ambulante 
Behandlung durch den Arzt oder auf dessen Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson 
und nach lit. b die vom Arzt verordneten Arzneimittel und Analysen. Der Unfallversicherer hat 
die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG).  
 
3.2 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; 
BGE 127 V 457 E. 4b, 118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederauf-
flackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglich-
erweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderun-
gen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spät-
folgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (Kranken- und Unfall-
versicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; 
BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Un-

 

 
 
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fallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und 
der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; 
BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). In diesem Zusammenhang gilt es klarzustellen, dass der 
Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden kann, weil die unfallkausa-
len Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
 
3.3 Es obliegt der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungs-
recht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser 
der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträch-
tigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürli-
chen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in fine). Bei Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 328 E. 3b). 
 
4.1 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 
Berichtes ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). 
 
4.2 Rechtsprechungsgemäss kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesge-
richts vom 22. Januar 2010, 9C_1063/2009, E. 4.2). Aktengutachten sind insbesondere dann 
von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch be-
reits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammen-
hang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann 
sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen 
und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht 
werden (HANS KIND, So entsteht ein medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz 
Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Ver-

 

 
 
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öffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der Universität 
St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
5.1 Die medizinische Aktenlage präsentiert sich bezüglich der Problematik der rechten 
Schulter im Wesentlichen wie folgt: 
 
5.2 Die Beschwerdegegnerin liess den Beschwerdeführer durch das Begutachtungszent-
rum D.____ begutachten. Im polydisziplinären Gutachten vom 18. Juni 2002 halten Dr. med. 
E.____, Psychiatrie, Dr. med. F.____, Neurologie, und Dr. med. G.____, Rheumatologie, und 
Dr. med. H.____, Orthopädie, folgende Diagnosen fest: Leitersturz am 6. Februar 1999 mit 
axialer HWS-Kontusion, intermittierender Torticollis-Symptomatik, radikulärem Ausfallsyndrom 
C6 rechts, bei traumatischer Diskushernie in Rückbildung, chronischem posttraumatischem 
Impingementsyndrom linke Schulter, Status nach arthroskopischem Débridement, Bursektomie 
und Akromioplastik am 11. April 2002. Die Beeinträchtigungen an der HWS und der linken 
Schulter stünden in überwiegendem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis. In Bezug auf 
die rechte Schulter vermerken die Gutachter einzig, dass der Versicherte Beschwerden im rech-
ten Arm schildere (S. 8). 
 
5.3 In der Folge liess die Beschwerdegegnerin den Verlauf der gesundheitlichen Be-
schwerden durch Dr. H.____ orthopädisch begutachten. Dr. H.____ diagnostiziert in seinem 
Gutachten vom 1. September 2003 den Leitersturz am 6. Februar 1999 mit axialer HWS-
Kontusion mit intermittierender Torticollis-Symptomatik, Osteochondrose, rechtsbetonte 
Unkarthrose, Spondylarthrose C5/6, chronisches posttraumatisches Impingementsyndrom linke 
Schulter mit Status nach arthroskopischem Débridement, Bursektomie und Akromioplastik am 
1. April 2002 sowie ein intermittierendes Impingement-Syndrom der rechten Schulter. In der 
Anamnese hält Dr. H.____ fest, dass der Versicherte im Bereich der rechten Schulter seit eini-
gen Monaten wieder Beschwerden habe. Hier habe er ja nach dem Unfall sehr starke Schmer-
zen gehabt, welche jedoch nach einer oder zwei Injektionen fast vollständig verschwunden sei-
en. Nun träten diese wieder auf, seien aber nicht gar so schlimm wie damals. In der Beurteilung 
kommt Dr. H.____ zum Schluss, dass nach wie vor erhebliche posttraumatische Veränderun-
gen vorliegen würden, welche die Symptomatik erklären würden. Diese seien klinisch wie auch 
radiologisch zu objektivieren. An der rechten Schulter sollte vorerst nochmals konservativ mit-
tels lokalen Infiltrationen therapiert werden. Ein Endzustand sei noch nicht erreicht. 
 
5.4 Dr. H.____ begutachtete den Beschwerdeführer ein drittes Mal am 30. Oktober 2006. 
Im Gutachten vom 9. November 2006 diagnostiziert er in Bezug auf die rechte Schulter ein 
chronisches Impingementsyndrom. Der Unfall von 1999 sei zumindest Teilursache der aktuellen 
Beschwerden. Zeitlich sei eindeutig ein Zusammenhang gegeben, denn gemäss den Angaben 
des Exploranden hätten vorher nie Schulterbeschwerden bestanden. Objektiv gesehen müsse 
ein Kausalzusammenhang mit dem Unfall zumindest als möglich eingestuft werden. Es müsse 
aber auch berücksichtigt werden, dass berufliche Tätigkeiten mit häufigem Überkopfarbeiten zu 
einer erhöhten Belastung der Rotatorenmanschette und entsprechend zu degenerativen Verän-
derungen führen würden. Dies könne auch ohne ein Unfallereignis immer wieder zu Impinge-
mentsymptomatiken führen. 

 

 
 
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5.5 In seinem (vierten) orthopädischen Gutachten vom 9. Dezember 2008 diagnostiziert 
Dr. H.____ in Bezug auf die rechte Schulter ein chronisches Impingementsyndrom mit Partial-
ruptur der Supraspinatussehne (MRI vom 11. September 2007). In der Beurteilung führt er aus, 
dass bei der rechten Schulter nur eine diskrete Druckdolenz ventral im Kapselbereich bestehe. 
Der subacromiale Impingementtest rechts falle negativ aus. An der rechten Schulter scheine die 
Situation stabil zu sein. Die Beweglichkeit sei praktisch normal, ohne eindeutige Rotatorenzei-
chen. Auch wenn im MRI vom 11. September 2007 eine transmurale kleine Ruptur der Supra-
spinatussehne festgestellt worden sei, sollte hier die Behandlung wohl am besten abwartend 
konservativ bleiben. Zum Kausalzusammenhang äussert sich Dr. H.____ nicht. 
 
5.6 Dr. med. I.____, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, hält in seiner auf Akten basierenden Stellungnahme vom 21. April 2010 fest, dass ein 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis aus dem Jahr 1999 und den bestehenden 
Schulterbeschwerden rechts lediglich möglich sei. Der Unfallmechanismus (forcierter Abrollvor-
gang) führe normalerweise nicht zu einer Partialruptur mit konsekutivem Schulterimpingement. 
Die im weiteren Verlauf durchgeführten Bildgebungen würden auf ein chronisch degeneratives 
Geschehen hinweisen. Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Befund ohne vorangegangenes 
Trauma aufzuweisen, betrage in der Altersklasse und Berufsbelastung des Patienten weit über 
90 %.  
 
5.7 Mit orthopädischem Fachgutachten vom 31. Dezember 2010 hält PD Dr. J.____, Ober-
arzt der Orthopädischen Klinik K.____, fest, dass er im Bereich der rechten Schulter keine Be-
schwerden mehr sehe. 
 
5.8 Prof. C.____ hält in seiner Stellungnahme vom 14. Januar 2015 fest, dass die Schul-
terbeschwerden rechts nicht kausal zum Unfall aus dem Jahr 1999 seien. Im Gutachten von Dr. 
J.____ sei dargelegt worden, dass bei der Untersuchung keine Symptome an der rechten 
Schulter hätten ausgelöst werden können, die eine wesentliche Pathologie an diesem Gelenk 
aufgedeckt hätten. Die aktuell durchgeführte Operation habe ihre Berechtigung durch die Ent-
wicklung einer akuten Symptomatik an der rechten Schulter im Jahr 2014 erhalten. Im MRI-
Bericht sei festgehalten worden, dass die chronischen Schulterbeschwerden exazerbiert hätten. 
Die Beschwerden stünden im Zusammenhang mit der rapide zunehmenden Degeneration von 
intraartikulären Strukturen an der rechten Schulter. Im MRI-Befund vom 15. Januar 2014 sei 
noch eine altersentsprechend normale Schulter festgestellt worden. Innerhalb weniger Monate 
hätten sich krankheitsbedingt erhebliche pathologische Befunde eingestellt. Diese degenerati-
ven Pathologien würden gehäuft bei Patienten fortgeschrittenen Alters auch ohne Traumaätio-
logie auftreten. Eine nochmalige Zunahme der Inzidenz finde sich bei Diabetikern. 
 
6.1 Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist unbestritten. Differenzen bestehen 
zwischen den Parteien lediglich bezüglich der Kausalität der Beschwerden in der rechten Schul-
ter. Im Jahr 1999 erlitt der Beschwerdeführer eine HWS-Kontusion mit Nervenkompression. Die 
nun zur Diskussion stehende Operation der rechten Schulter wurde aufgrund einer Supraspi-
natus- und Bicepssehnenläsion sowie einer AC-Gelenksarthrose vorgenommen. Die Be-

 

 
 
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schwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der Beurteilung der 
Frage, ob die Schulterbeschwerden rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 
des Beschwerdeführers aus dem Jahr 1999 zurückzuführen sind, auf die Ausführungen im Ak-
tengutachten von Prof. C.____ vom 14. Januar 2015. 
 
6.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass die Untersuchungen anlässlich der Begutach-
tungen nicht korrekt vorgenommen worden seien, ist auszuführen, dass die Rüge nicht substan-
tiiert ist. Die vom Beschwerdeführer geschilderten Untersuchungshandlungen sind medizinisch 
anerkannt. Aus den Gutachten ergeben sich auch keine Anhaltspunkte, dass diese nicht lege 
artis erstellt worden wären. 
 
6.3 Zur von der Beschwerdegegnerin veranlassten Stellungnahme von Prof. C.____ ist fest-
zuhalten, dass eine körperliche Untersuchung anhand des klar feststehenden medizinischen 
Sachverhalts nicht erforderlich gewesen ist. Die Stellungnahme von Prof. C.____ ist zudem 
schlüssig und berücksichtigt die medizinische Aktenlage. Auf das Aktengutachten kann somit 
abgestellt werden. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass nach dem Unfall im Jahr 
1999 keine strukturelle Schulterverletzung festgestellt wurde. Die in die Arme ausstrahlenden 
Schmerzen wurden bezüglich der rechten Schulter – im Gegensatz zur linken Schulter, wo von 
einem posttraumatischen Impingement ausgegangen und wo eine arthroskopische Operation 
durchgeführt wurde – als durch ein zerviko-radikuläres Reizsymptom bedingt beurteilt (Gutach-
ten des Begutachtungszentrums D.____ vom 18. Juni 2002, S. 14/15). Dr. H.____ hält in sei-
nem Gutachten vom 1. September 2003 zwar auch rechts ein diskretes Impingement fest. Die-
ses wird aber ausdrücklich als Folge der Ausdünnung der Rotatorenmanschette und damit als 
nicht unfallkausal beurteilt. Im Gutachten vom 9. November 2006 bezeichnet Dr. H.____ das 
Impingement auf entsprechende Frage hin nur als möglicherweise unfallkausal. Im Gutachten 
vom 9. Dezember 2008 erachtet er nur die Beschwerden der linken Schulter als unfallkausal (S. 
8). PD Dr. J.____ stellt in seinem Gutachten vom 31. Dezember 2010 gar keine Impingement-
problematik rechts mehr fest. Diese Feststellung ist nicht widersprüchlich zu den anderen ärztli-
chen Beurteilungen, da die Impingementproblematik von Dr. H.____ als intermittierend be-
zeichnet wird. Hinzu kommt, dass die Problematik der rechten Schulter im Bericht zur MRI-
Untersuchung vom August 2014 als degenerativ bezeichnet wird. Damit ist allerdings noch nicht 
ausgeschlossen, dass diese degenerative Entwicklung durch einen unfallbedingten pathologi-
schen Vorzustand begünstigt wird. Wie in den früheren Gutachten aber übereinstimmend fest-
gehalten wird, ist der diskrete Vorzustand nicht (gemäss Gutachten des Begutachtungszent-
rums D.____) oder höchstens möglicherweise unfallbedingt. Somit kann auch der Zustand der 
rechten Schulter im heutigen Zeitpunkt höchstens möglicherweise als Spätfolge des Unfalls aus 
dem Jahr 1999 bezeichnet werden. Damit ist ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 
vom 6. Februar 1999 und den Beschwerden der rechten Schulter nicht mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Die Beschwerden der rechten Schulter lösen 
damit keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus. Der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 10. April 2015 ist somit nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde 
erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen wird.  
 

 

 
 
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7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

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