# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2d71bc2-8656-59cb-81e3-b3a4b99f2a9c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.08.2014 UV 2014/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-1_2014-08-14.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.08.2014

Entscheiddatum: 14.08.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2014
Art. 6 UVG: Unfallkausale irreversible Hirnschädigung bei Diagnose eines 
psychoorganischen Syndroms verneint. Verneinung einer organischen 
(neurologischen) Hirnverletzung auch mit Blick auf die im Rahmen der 
neuropsychologischen Abklärungen festgestellten Einschränkungen. 
Verneinung einer unfallkausalen psychischen Beeinträchtigung, weshalb 
sowohl eine Adäquanzbeurteilung in Anwendung der "Schleudertrauma-
Praxis" als auch der "Psycho-Praxis" ausser Betracht fällt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2014, UV 
2014/1).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_721/2014.

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Peter 

Wohnlich

Entscheid vom 14. August 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

CSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21,

Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen / Invalidenrente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Lehrbeauftragter an der Kantonsschule 

B.___ beim Kanton St. Gallen angestellt und dadurch bei der CSS Versicherung AG 

(nachfolgend: CSS) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 

25. Juli 2009 im Urlaub in Island auf einer gemeinsamen Wanderung mit seinem __-

jährigen Sohn stürzte. Die Erstversorgung erfolgte im Krankenhaus der isländischen 

Stadt C.___. Laut Bericht des behandelnden Arztes, Dr. med. D.___, HNO-Spezialist, 

vom 30. Juli 2009 war der Versicherte nach dem Sturz während ca. 5-10 Minuten 

bewusstlos. Anschliessend seien er und sein Sohn zum Mietauto gelaufen. Am 

nächsten Tag seien sie durch Personen einer organisierten Rettungsaktion im Auto 

schlafend gefunden worden. Das Krankenhaus hätten sie also am 26. Juli 2009, 30 

Stunden nach dem Unfallereignis erreicht. Das Computertomogramm (CT) des 

Schädels habe keine Zeichen auf eine intrakranielle Blutung oder andere Störungen 

gezeigt. Ein CT des Gesichts habe hingegen eine Fraktur in der rechten Maxilla mit 

Dyslokation des Arcus zygomaticus und Depression des Orbitalbodens 

hervorgebracht. Als Diagnosen hielt Dr. D.___ eine Malar- und Maxillarknochenfraktur 

(S02.4) sowie eine Gehirnerschütterung (S06.0) fest. Die Behandlung sei unter 

konservativen Massnahmen erfolgt. Der Versicherte zeige eine vollständige Amnesie für 

fast die gesamte letzte Woche. Am 30. Juli 2009 erfolgte nach einem weiteren Schädel-

CT ohne Zeichen einer intrakraniellen Blutung die Entlassung aus dem Krankenhaus 

und der Heimtransport mit einem Sanitätsflugzeug der E.___ nach Österreich (UV-act. 

1-3, 14, 26, 36, 144). Der Versicherte wurde gleichentags ins Landeskrankenhaus F.___ 

eingewiesen, wo laut ärztlichem Bericht vom 18. August 2009 eine CT-Untersuchung 

des Schädels/Gesichtsschädels vom 31. Juli 2009 eine Maxillarknochen- und 

Jochbogenfraktur mit Orbitabodenfraktur gezeigt hatte. Cerebral waren die Befunde 

weiterhin unauffällig ohne Hinweis auf eine Einblutung oder Raumforderung. Laut 

Konsilien der Psychiatrie und Augenklinik des Landeskrankenhauses F.___ vom 6. bzw. 

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8. August 2009 waren das hirnorganische Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma am 

Abklingen und die ophtalmologischen Befunde unauffällig. Am 7. August 2009 hatte die 

operative Sanierung der zentralen Mittelgesichtsfrakturen mittels Osteosynthese sowie 

eine Rekonstruktion der Orbitawand stattgefunden. Am 9. August 2009 wurde der 

Versicherte aus dem Krankenhaus entlassen (UV-act. 17 f., 21). Nachfolgend 

konsultierte er Dr. med. G.___, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, der in seinem 

Bericht vom 7. September 2009 - gestützt auf das Ergebnis einer durch Dr. med. H.___, 

Magnet Resonanz Institut I.___ AG, vorgenommenen magnetresonanztomographischen 

(MRT-) Untersuchung des Schädels vom 21. August 2009 (UV-act. 23) - einen Zustand 

nach Schädelhirntrauma mit psychoorganischem Syndrom diagnostizierte und 

feststellte, dass beim Versicherten bei Belastung Konzentrations-, Raumorientierungs- 

sowie Antriebsstörungen auftreten würden. In seiner Tätigkeit als Lehrer sei er 0% 

arbeitsfähig (UV-act. 25). Am 28. September 2009 folgte eine testpsychologische 

Untersuchung mit Befundaufnahme durch Mag. Dr. J.___, Klinischer- und 

Gesundheitspsychologe, Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter 

Sachverständiger, Psychotherapeut i.A. (UV-act. 35). Am 16. Oktober 2009 wurde der 

Versicherte von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva), 

welche für die CSS die Schadenabwicklung vornahm, zu seinen körperlichen 

Beschwerden und kognitiven Fähigkeiten befragt (UV-act. 29). Auf Zuweisung von Dr. 

G.___ hielt sich der Versicherte vom 4. Januar bis 5. Februar 2010 in der Klinik Valens 

zu einer ambulanten neurologischen Rehabilitation und psychotherapeutischen 

Begleitung auf (UV-act. 101). Der zuweisende Arzt hatte der Klinik Valens am 27. 

Oktober 2009 berichtet, dass der Versicherte aktuell noch leicht irritiert, vergesslich, 

perseverierend und unkonzentriert sei und erneuerte die Diagnose eines 

Schädelhirntraumas mit psychorganischem Syndrom. Als Vorzustand vermerkte er eine 

depressive Episode nach der Trennung von der Ehefrau mit einer ausweglosen 

juristischen Situation. Der Versicherte habe zwei Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren 

(UV-act. 34). Am 16. Februar 2010 übermittelte Dr. med. K.___, Facharzt für 

Psychiatrie, Psychotherapeut für KIP, bei dem sich der Versicherte vom 27. Februar 

2004 bis 27. Dezember 2006 in fachärztlicher Behandlung befunden hatte, die damals 

von ihm angelegte Krankengeschichte (UV-act. 63-96). Ab 19. Februar 2010 war der 

Versicherte erneut bei Dr. K.___ in psychiatrischer Behandlung (UV-act. 111). Am 27. 

Mai 2010 berichtete der Versicherte der Suva über sein aktuelles Befinden (UV-act. 

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113). Mit Vorbescheid vom 6. Juli 2010 lehnte die Invalidenversicherung (IV) den Antrag 

des Versicherten auf berufliche Massnahmen (konkret die Ausbildung zum Mediator an 

einer fremdsprachigen ausländischen Universität; UV-act. 127, 133) oder 

Rentenleistungen ab. Gemäss ihren medizinischen Unterlagen habe eine 

vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit spätestens Anfang Juni 2010 sei 

der Versicherte jedoch in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer wieder voll 

erwerbsfähig (UV-act. 115). Prof.

Dr. med. L.___, Chefarzt der Klinik Valens, reagierte hierauf mit Schreiben vom 12. Juli 

2010 an den Hausarzt des Versicherten, Dr. med. M.___, Facharzt FMH für Innere 

Medizin und die IV mit der Feststellung, dass der Versicherte zurzeit bis auf Weiteres 

medizinisch begründet dienstunfähig sei im Rahmen des Beschäftigungsgrades für die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lehrperson an der Kantonsschule B.___. Der 

Gesundheitszustand sei allerdings besserungsfähig (UV-act. 117, 136). Mit Schreiben 

vom 4. August 2010 bestätigte Prof. Dr. L.___ gegenüber dem IV-internen Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD) eine Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als Lehrer. Die 

Suche nach einer angepassten erwerblichen Tätigkeit sollte unterstützt werden (UV-

act. 125). Mit Berichten vom 21., 29. und 31. Juli 2010 sowie vom 6. August 2010 

liessen sich auch Dr. K.___, Dr. M.___, RAD-Arzt Dr. med. N.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie 

Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, und Dr. med. O.___, Klinische Psychologin, 

Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, IfS-Beratungsstelle, Institut für 

Sozialdienste Vorarlberg, gegenüber der Suva, der Versicherungskasse für das 

Staatspersonal des Kantons St. Gallen bzw. der IV zur Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten vernehmen (UV-act. 130, 132 f., 135). Mit Eingabe vom 27. August 2010 

erhob dieser gegen den Vorbescheid der IV Einwand (UV-act. 138). Am 3. September 

2010 nahm lic. phil. P.___, Psychologe FSP, Fachpsychologe für Psychtherapie FSP, 

St. Gallen, der den Versicherten nach dem Rabilitationsaufenthalt in der Klinik Valens in 

der Zeit der beruflichen Neurorientierung und Reintegration begleitet hatte, zur Frage 

der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf und der Umschulung zum Mediator sowie 

zur psychosozialen Situation des Versicherten Stellung (UV-act. 141).

A.b  Nach Einholung einer psychiatrischen Beurteilung von med. pract. Q.___, Facharzt 

FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Versicherungspsychiatrischer Dienst der 

Suva, vom 8. Oktober 2010 (UV-act. 144) und einer neurologischen Beurteilung von Dr. 

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med. R.___, Facharzt für Neurologie FMH, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Zertifizierter medizinischer Gutachter FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, 

vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1) zu den Fragen, wie der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 25. Juli 2009 und den heute 

bestehenden Beschwerden sowie die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit aus psychiatrischer und neurologischer Sicht einzuschätzen und 

ob weitere Untersuchungen zur Abklärung dieser Fragen notwendig seien, teilte die 

Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 1. Februar 2011 mit, dass die 

Unfallversicherungsleistungen mit einer Übergangsfrist per 28. Februar 2011 eingestellt 

würden. Begründend wurde festgehalten, dass auf neurologischem und 

neuropsychologischem Gebiet insofern keine weiterführenden Untersuchungen 

indiziert seien, als sie keinen Nachweis von organischen Unfallfolgen erwarten liessen. 

Eine Einschränkung der zeitlichen und leistungsmässigen Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit oder einer Verweistätigkeit könne nicht 

mit wahrscheinlich unfallbedingten strukturellen Schädigungen des Gehirns begründet 

werden. Spätestens ab Ende August 2010 habe keine unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit, weder in der Tätigkeit als Kantonsschullehrer noch in einer anderen 

zumutbaren Tätigkeit, mehr vorgelegen (UV-act. 160).

A.c  Nachdem die IV inzwischen mit Schreiben vom 3. Januar 2011 an ihrer 

Leistungsablehnung vom 6. Juli 2010 (UV-act. 115) festgehalten hatte (UV-act. 157), 

hielt der Rechtsvertreter des Versicherten im Rahmen des IV-Verfahrens (vgl. UV-act. 

211), Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer, Kreuzlingen, seinerseits am Einwand vom 27. 

August 2010 (UV-act. 138) fest (UV-act. 172). Rechtsanwalt Studer erhob sodann im 

UV-Verfahren am 28. April 2011vorsorglichen Einwand. Er machte geltend, dass eine 

definitive Beurteilung der Leistungspflicht der Suva bzw. CSS zum heutigen Zeitpunkt 

verfrüht sei. Die reinen Aktenbeurteilungen von med. pract. Q.___ und Dr. R.___ allein 

vermöchten den Wegfall der Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht zu 

begründen. Im vorliegenden Fall sei eine polydisziplinäre Begutachtung - wie im IV-

Verfahren bereits subeventualiter beantragt - auch im Unfallversicherungsverfahren 

unabdingbar (UV-act. 174). Am 15. Juli 2011 erfolgte die verfügungsweise Ablehnung 

des Leistungsbegehrens des Versicherten durch die IV (UV-act. 176). Mit 

Abschreibungsentscheid vom 26. Oktober 2011 trat das Bundesverwaltungsgericht auf 

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die vom Versicherten gegen die IV-Verfügung vom 15. Juli 2011 erhobene Beschwerde 

vom 16. September 2011 zufolge verspäteter Einreichung nicht ein (UV-act. 180 ff.).

A.d  Am 5. Juni 2012 übermittelte der Versicherte der Suva einen Bescheid der 

Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle Wien vom 14. Mai 2012, wonach ihm 

diese eine bis 31. Oktober 2013 befristete Berufsunfähigkeitspension gewährte (UV-

act. 195 f.). Die Suva ersuchte die Pensionsversicherungsanstalt hierauf um Zustellung 

medizinischer Akten (UV-act. 197, 201). Mit Schreiben vom 1. August 2012 reichte 

diese einen Bericht ("Detailed Medical Report") von Dr. med. S.___, Newton 

Massachusetts (USA), vom 28. Februar 2012 ein (UV-act. 205 f.). Am 29. November 

2012 legte der Versicherte einen Einstellungsbeschluss des Bezirksgerichts Bregenz 

vom 26. August 2011 betreffend Bestellung eines Sachwalters für ihn vor (UV-act. 210 

f.). Mit E-Mail vom 27. Dezember 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie 

an ihrem Entscheid vom 1. Februar 2011 (UV-act. 160) festhalte (UV-act. 212). 

Nachdem sich der Versicherte in einer weiteren E-Mail vom 31. Dezember 2012 

abermals gegen die Leistungseinstellung gestellt hatte (UV-act. 212), erliess die Suva 

am 18. März 2013 nach Rückfrage bei ihrem Kreisarzt Dr. med. T.___ (UV-act. 213), ob 

sich durch den Bericht von Dr. S.___ neue Tatsachen oder Beweismittel ergeben 

hätten, die zu einem der Beurteilung von Dr. R.___ vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1) 

gegenteiligen Schluss führen würden, eine einsprachefähige Verfügung (UV-act. 214).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 

iur. M. Bührer, St. Gallen, mit Eingabe vom 19. April 2013 vorsorglich Einsprache. Am

30. Mai 2013 reichte Rechtsanwältin M.A. HSG in Law, K. Herzog, St. Gallen, die 

Einsprachebegründung ein (act. 12.1).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 wies die CSS die Einsprache ab 

(act. G 1.1).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom

17. Januar 2014 Beschwerde (act. G 1). Er beantragte, die Verfügung vom 18. März 

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2013 bzw. sinngemäss der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Dezember 

2013 seien aufzuheben und es seien weitere Abklärungen vorzunehmen sowie dem 

Versicherten ab 1. März 2011 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Zusammen mit der Beschwerde reichte der 

Beschwerdeführer unter anderem einen ärztlichen Bericht des Landeskrankenhauses 

Feldkirch vom 17. August 2009 (act. G 1.3), einen weiteren Bericht von Dr. K.___ vom 

6. September 2010 (act. G 1.5), einen Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt der 

Landesstelle Wien vom 16. Dezember 2013 (act. G 1.6) sowie ein nervenfachärztliches 

Gutachten von Dr. med. U.___, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Allgemein 

beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, vom 11. Oktober 2013 ein (act. 

G 1.7).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2014 beantragte die Beschwerde­

gegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 5. März 2014 (act. G 5) bestätigte der Beschwerdeführer seine 

Anträge und ergänzte diese am 25. März 2014 durch ein weiteres Schreiben (act. G 7) 

und einen Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz vom 19. März 2014 betreffend 

Pflegschaftssache (act. G 7.1).

C.d  Mit Schreiben vom 24. April 2013 (richtig: 2014) stellte die Beschwerdegegnerin 

fest, dass auf den Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz sowie auf das Gutachten 

von Dr. U.___ nicht abgestellt werden könne. Im Übrigen verzichtete sie auf die 

Einreichung einer Duplik (act. G 9).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Streitig und zu prüfen ist, ob die Heilkosten- und Taggeldleistungen, welche dem 

Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an das Unfallereignis 

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vom 25. Juli 2009 ausgerichtet wurden, auf den 28. Februar 2011 eingestellt werden 

durften oder nicht. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen 

Einspracheentscheid die Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) bzw. 

die diesbezügliche Voraussetzung des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden 

(einschliesslich Schleudertrauma der Halswirbelsäule und diesem äquivalenten 

Verletzungen) zutreffend dar. Gleiches gilt in Bezug auf den in diesem Zusammenhang 

massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit und den 

Beweiswert von medizinischen Berichten, insbesondere denjenigen von Berichten 

versicherungsinterner Ärzte (Erwägungen 2.2 und 2.3). Darauf kann verwiesen werden. 

Während es Aufgabe des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie in 

BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, 

je mit Hinweisen). Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, sobald der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

der (allenfalls krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine) erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; 

A. Rumo-Jungo/A.P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 54).

1.2   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid ausserdem 

die Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld dar. Eine 

Prüfung derselben hat nur solange zu erfolgen, als zwischen dem Unfall und den 

geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität zu 

bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und 

Taggeld. Bei fehlendem natürlichen Kausalzusammenhang ist demzufolge auch die im 

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Rahmen eines Taggeldanspruchs relevante Voraussetzung einer Arbeitsunfähigkeit und 

in Bezug auf die Heilbehandlung die Frage, ob von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden 

kann, nicht weiter zu prüfen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 116 V 44 E. 2c; A. Maurer, 

Schweizerisches

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich 

um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier- anders 

als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen und Spätfolgen ein 

(erneuter) leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Selbstverständlich greift 

die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A.P. Holzer, a.a.O., 

S. 3 ff.; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).

2.     

Gemäss Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver­

sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat der Versicherungsträger über Leistungen, 

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Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene 

Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen. Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können 

nach Art. 51 Abs. 1 ATSG in einem formlosen Verfahren behandelt werden; diesfalls 

räumt Abs. 2 dieser Bestimmung der betroffenen Person die Möglichkeit ein, den 

Erlass einer Verfügung zu verlangen. Gemäss Art. 124 lit. b der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) ist eine Verfügung insbesondere über die 

Kürzung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu erlassen. Die Einstellung 

der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen durch die Beschwerdegegnerin per 28. 

Februar 2011 infolge Dahinfallens der Unfallkausalität erfolgte zunächst nur mit dem 

einfachen Schreiben vom 1. Februar 2011 im Sinn von Art. 51 Abs. 2 ATSG (UV-act. 

160). Grundsätzlich erlangt auch ein solches, möglicherweise den vorstehend 

geschilderten rechtlichen Anforderungen nicht genügendes Schreiben, Verbindlichkeit, 

wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 

145 E. 5). Nachdem der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit 

Schreiben vom 28. April 2011 gegen die Leistungseinstellung "vorsorglich Einwand" 

erhoben bzw. eine polydisziplinäre Begutachtung als unabdingbar erachtet hatte (UV-

act. 174), in der Folge von Seiten der Beschwerdegegnerin das Verwaltungsverfahren 

betreffend ihrer Leistungspflicht fortgesetzt wurde, indem Handlungen getätigt wurden, 

welche davon ausgehen liessen, dass offensichtlich auch sie nicht von einem 

rechtskräftigen Fallabschluss ausging (vgl. UV-act. 197, 201, 212 f.), und sich der 

Beschwerdeführer dabei erneut gegen die Leistungeinstellung stellte (UV-act. 212), 

gehen die Verfahrensparteien übereinstimmend (für die Beschwerdegegnerin vgl. act. 

G 1.1) und richtigerweise davon aus, dass das Schreiben vom 1. Februar 2011 keine 

Rechtskraft erlangt hat. Ein Revisionsverfahren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG fällt 

damit unbestrittenermassen ausser Betracht. Entsprechend ist auch die E-Mail des 

Beschwerdeführers vom 31. Dezember 2012 nicht als Revisionsgesuch zu verstehen, 

zumal auch ihr Wortlaut keine solche Interpretation nahe legt (UV-act. 212). Die 

Einstellung der Leistungen wegen Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens per 28. Februar 2011 erfolgte 

sodann formell richtig mit der Verfügung vom 18. März 2013 (UV-act. 214; Art. 49 Abs. 

1 ATSG). Die Beschwerdegegnerin spricht zwar darin fälschlicherweise von einem 

Gesuch des Beschwerdeführers um prozessuale Revision. Der den 

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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildende Einspracheentscheid 

vom 17. Dezember 2013 (act. G 1.1) beinhaltet jedoch nochmals eine umfassende, 

nicht auf die Revisionsvoraussetzungen begrenzte, materiell rechtliche Prüfung der 

vorliegenden Streitfrage des Zeitpunkts der Leistungseinstellung unter 

Berücksichtigung des massgebenden, bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen 

Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalts (vgl. BGE 131 V 243 E. 2.1, 129 V 4 

E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit Hinweis). Streitig und umfassend zu prüfen ist mithin 

im Folgenden, ob für Heilbehandlungen und Arbeitsunfähigkeiten wegen 

fortbestehender gesundheitlicher Störungen über den 28. Februar 2011 hinaus eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht.

3.       

3.1   Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind den medizinischen Akten 

keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach die vom Beschwerdeführer über den 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung (28. Februar 2011) hinaus geklagten Beschwerden 

mit klar ausgewiesenen organischen (neurologischen) Befunden im Sinn nachweisbarer 

unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar wären.

3.2   Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Unfalls vom 25. Juli 2009 verschiedene 

Frakturen im Bereich des Gesichtsschädels, welche am 7. August 2009 im 

Landeskrankenhaus Feldkirch operativ behandelt wurden. Der operative sowie 

postoperative Verlauf war im Wesentlichen komplikationslos und der Beschwerdeführer 

konnte am 9. August 2009 aus dem Krankenhaus entlassen werden (UV-act. 17, 21). In 

ihrem Kostengutsprachegesuch vom 1. Februar 2010 an die Beschwerdegegnerin zur 

Weiterführung der ambulanten Therapien (Physiotherapie mit Schwerpunkt 

Gesichtsbehandlung für zunächst drei Monate ab 11. Februar 2010) führte die Klinik 

Valens im Rahmen der Diagnose eines Status nach Schädelhirntrauma durch Sturz mit 

Gesichtsfrakturen ein noch liegendes Metallosteosynthesematerial in der rechten 

Gesichtshälfte mit Schwierigkeiten beim weiten Kieferöffnen sowie Schmerzen und 

Sensiblitätsstörungen an (UV-act. 59). Am 10. Februar 2010 legte der 

Beschwerdeführer gegenüber der Suva dar, dass die Wangenknochen permanent 

schmerzen würden, der Schmerz jedoch auszuhalten sei. Wovon der Schmerz 

herrühre, könne er nicht sagen. Immerhin sei die Osteosyntheseplatte noch drin und 

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werde voraussichtlich auch immer drin bleiben. Oberhalb des rechten Auges schmerze 

es ab und zu. Aktuell knacke es im Kiefer, doch sei die Mundöffnungsmöglichkeit 

durch die intensive Therapie in der Klinik Valens grösser geworden (UV-act. 61). In 

ihrem Bericht vom 12. Februar 2010 betreffend den ambulanten 

Rehabilitationsaufenthalt vom 4. Januar bis 5. Februar 2010 (UV-act. 101) hielt die 

Klinik Valens als neurologischen Status eine Hypästhesie in der rechten Gesichtshälfte 

und dortige Schmerzangabe bei Status nach Osteosynthese mit noch liegendem 

Osteosynthesematerial fest. Im Rahmen der physiotherapeutischen Massnahmen habe 

insbesondere im Bereich des rechten Gesichts eine Gewebsauflockerung und in der 

Folge auch eine Schmerzreduktion erreicht werden können. Für die ambulante 

Weiterbehandlung sei die Fortführung der physiotherapeutischen Gesichtsbehandlung 

organisiert worden. Am 27. Mai 2010 gab der Beschwerdeführer gegenüber der Suva 

an, dass er nach wie vor Schmerzen im Bereich der Operationsstelle habe. Mit diesen 

Schmerzen, die auf der Schmerzskala im optimalsten Fall einem Wert von 2 und im 

schlechtesten Fall einem Wert von 4 oder gar 5 entsprechen würden, oder auch einem 

druckähnlichen Gefühl könne er leben. Besondere Massnahmen würden deshalb nicht 

getroffen (UV-act. 113). In den nachfolgenden medizinischen Akten werden 

Beschwerden im Zusammenhang mit den Gesichtsfrakturen nicht mehr thematisiert. 

Selbst wenn gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Beschwerde 

vom 17. Januar 2013 (act. G 1) im Zusammenhang mit den Gesichtsfrakturen noch von 

gewissen Unfallrestfolgen auszugehen wäre, beansprucht er diesbezüglich offenbar 

keine Leistungen des Unfallversicherers mehr.

3.3   Hingegen geht der Beschwerdeführer davon aus, dass er beim Unfall vom 25. Juli 

2009 eine schwere organische Hirnverletzung in Form eines organischen 

Psychosyndroms erlitten habe, aufgrund welcher er über das Datum der 

Leistungseinstellung hinaus unter Einschränkungen der kognitiven und körperlichen 

Leistungsfähigkeit sowie psychischen Veränderungen leide (vgl. dazu UV-act. 111, act. 

G 15). Die Beschwerdegegnerin verneint das Bestehen einer schweren, unheilbaren 

organischen Hirnverletzung und stützt sich dabei auf die - wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen - überzeugende und schlüssige neurologische Aktenbeurteilung 

von Dr. R.___ vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1).

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3.3.1         Der Umstand, dass Dr. R.___ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem 

Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 

1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Der Neurologe führt die für seine Beurteilung 

massgebenden medizinischen Unterlagen ("Bilddokumentation", "neurologisch 

relevante Aktenlage") an. Die medizinischen Akten belegen, dass beim 

Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 25. Juli 2009 ein organisches 

Psychosyndrom diagnostiziert wurde (UV-act. 11, 28, 32, 34, 101). Dr. R.___ stellt die 

Diagnose in seiner Beurteilung nicht in Abrede. Im Folgenden gilt es jedoch zu 

beachten, dass mit der Diagnose eines psychoorganischen Syndroms nicht bereits 

eine konkrete Hirnverletzung definiert wird, sondern alle psychischen Veränderungen 

bezeichnet werden bzw. ein Beschwerdebild beschrieben wird, dem eine 

hirnorganische - traumatische oder krankheitsbedingte - Ursache zu Grunde liegt (vgl. 

dazu Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1532; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1730). Die Diagnose eines Syndroms 

bedeutet nicht automatisch das Vorliegen unfallkausaler struktureller 

Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (a.a.O., S. 1791) handelt es 

sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, 

d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" 

manifestierendes, mit verschiedenen Ätiogenesen mögliches Krankheitsbild.Im 

Weiteren ist zu berücksichtigen, dass eine Hirnverletzung nicht in jedem Fall eine 

Hirnschädigung mit Langzeitfolgen darstellt (vgl. Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 

1641 f.). Entsprechend kann die Diagnose "organisches Psychosyndrom nach 

Schädelhirntrauma" auch für die Beschreibung des akuten Beschwerdeverlaufs nach 

einer leichten, voll reversiblen Hirnverletzung ohne anatomische Veränderung (vgl. dazu 

Roche Lexikon Medizin, a.a.O. S. 353) gebraucht, sollte aber nicht für die 

Charakterisierung des Langzeitverlaufs verwendet werden (vgl. S. Johannes/R. 

Schaumann-Von Stosch, Grundlegende Aspekte der leichten traumatischen 

Hirnverletzung, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 78 [2007], 74-77). Die 

erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ sowie des Landeskrankenhauses stellten in 

ihren Berichten vom 30. bzw. 31. Juli 2009 die einer leichten traumatischen 

Hirnverletzung entsprechende Diagnose einer Gehirnerschütterung bzw. Commotio 

cerebri (UV-act. 36, 20) und der nachbehandelnde Arzt Dr. G.___ die übereinstimmende 

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Diagnose eines Status nach Schädel-Hirntrauma (UV-act. 28; vgl. auch UV-act. 26 

[Commotio cerebri]). Angesichts des konkreten Unfallmechanismus und der 

unmittelbaren Unfallfolgen des Beschwerdeführers (Sturz mit Bewusstlosigkeit, 

Amnesie und kognitive Einschränkungen sowie Gesichtsschädelfrakturen) erscheint die 

Zuordnung zu den vorgenannten Diagnosen grundsätzlich ohne weiteres 

nachvollziehbar (UV-act. 34, 36, act. G 1.3, vgl. auch S. Johannes/R. Schaumann-Von 

Stosch, a.a.O., 74-77). Gleich stellt auch Dr. R.___ in seiner neurologischen Beurteilung 

fest, dass eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) der klinischen Kategorie 3 

nach der Definition der Europäischen Vereinigung der neurologischen Gesellschaft 

EFNS aufgrund der anamnestischen Angaben bezüglich des für den 25. Juli 2009 

angegebenen Unfalls angenommen werden könne. Die Diagnose Gehirnerschütterung 

bzw. Schädelhirntrauma erfolgt aufgrund bestimmter Symptome nach kranialen 

Traumen und bedeutet nicht schon, dass eine objektiv nachweisbare Funktionsstörung 

vorliegt. Hierzu bedarf es einer feststellbaren intrakraniellen Läsion oder eines 

messbaren Defektzustands in Form neurologischer Ausfälle. Fehlt es hieran, ist die 

Adäquanz der Unfallkausalität im gegebenen Fall nach der für Schleudertraumen der 

HWS und Schädel-Hirntraumen ohne nachweisbare Funktionsausfälle geltenden 

Rechtsprechung zu beurteilen (Urteil des EVG vom 29. März 2006, U 197/04, E. 3.1 mit 

Hinweisen auf die medizinische Literatur). Die Beschwerdegegnerin hat nach dem 

Unfall vom 25. Juli 2009 unfallkausale gesundheitliche Störungen des 

Beschwerdeführers anerkannt und während rund eindreiviertel Jahren Taggeld- und 

Heilbehandlungskostenleistungen erbracht. Streitig und zu prüfen ist jedoch, wie 

bereits erwähnt, ob beim Beschwerdeführer für die Zeit danach, d.h. ab 1. März 2011, 

noch von einer objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen Hirnverletzung 

auszugehen ist. Von einer solchen kann erst dann gesprochen werden, wenn die im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden 

Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 

UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden 

müssen zugleich wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, sowie vom 7. 

Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 und 3.3, und vom 22. September 2010, 8C_240/2010).

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3.3.2         Das Ergebnis der im Landeskrankenhaus Feldkirch am 31. Juli 2009 

durchgeführten CT-Untersuchung des Kopfes zeigte sich laut ärztlichem Bericht vom 

18. August 2009 cerebral unauffällig ohne Hinweis auf eine Einblutung oder 

Raumforderung (UV-act. 21). Eine am 2. August 2009 wiederholte CT-Untersuchung 

blieb ebenfalls ohne pathologischen Befund (UV-act. 19 f.). Dr. R.___ beurteilte die 

Bilddokumentation vom 31. Juli 2009 spezifisch neurologisch. Im Bereich der 

Frontbasis beidseits seien (überwiegend wegen Knochenartefakten) keine klaren 

Aussagen bezüglich Hirnkontusionen oder Hirnblutungen zu machen. Eine vereinzelte 

Hypo- oder Hyperdensität könne nicht ausgeschlossen werden. Einzelne punktförmige 

Hyperdensitäten (z.B. fronto-parietal links) seien nicht sicher von Gefäss-Artefakten zu 

unterscheiden. Es liege eine wahrscheinlich anlagebedingte Ventrikelasymmetrie der 

Seitenventrikel mit engerem linksseitigem Seitenventrikel vor. Zeichen für eine 

Einblutung in die Ventrikel seien nicht zu finden. In den Aufnahmen vom 2. August 2009 

zeige sich ein weitgehend gleichartiger (unauffälliger) Befund wie am 31. Juli 2009. Die 

zum Unfall vom 25. Juli 2009 zeitnahen CT-Aufnahmen liessen keine eindeutige 

Schädigung des Hirnparenchyms und keine

sicheren Hinweise auf intrazerebrale Einblutungen erkennen. Anhand der Ergebnisse 

der CT-Untersuchungen lässt sich gestützt auf die Ausführungen von Dr. R.___ keine 

überwiegend wahrscheinliche organische Hirnverletzung nachweisen. Angesichts 

dessen, dass seine Beurteilung, wie von ihm festgehalten, den radiologischen Befund 

des Landeskrankenhauses Feldkirch bestätigt, bereits das CT des Spitals C.___ 

unauffällig ohne Blutung war (UV-act. 36) und auch im nachfolgenden MRT-

Untersuchungsergebnis (vgl. nachfolgende Erwägung 3.3.3) der Befund einer 

Asymmetrie der Seitenventrikel beschrieben wird, besteht kein Anlass, sie in Frage zu 

stellen. Dr. R.___ fügt zwar an, dass die anamnestische Angabe einer Bewusstlosigkeit 

im Rahmen des Unfalls für das Vorliegen einer diffusen axonalen Schädigung des 

Gehirns spreche, hält dann aber einschränkend fest, dass die Tatsache von 

Gesichtsschädel-Frakturen für sich genommen keine klare Unterscheidung zwischen 

einer leichten traumatischen Hirnschädigung und einer sogenannten Scher-Verletzung 

(DAI = diffuse axonal injury) des Gehirns erlaube.

3.3.3         Dr. H.___ erhob am 21. August 2009 folgende MRT-Befunde: Multiple kleine, 

im Mittel ca. 2 bis 3 mm messende Hämosiderinablagerungen im Marklager beider 

Grosshirnhemisphären insbesondere frontal, hier frontobasal betont; 

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Hämosiderinablagerungen im dritten Ventrikel; kleine punktförmige Demyelinisierungen 

im frontalen Marklager rechts; eine Asymmeetrie der Seitenventrikel zugunsten rechts; 

keine stattgehabte transependymale Liquordiapedese und Diffusionsrestriktion (UV-

act. 23). Dr. R.___ schreibt hierzu, in den vorliegenden T1- und T2-gewichteten axialen 

Sequenzen und Hämosiderin-empfindlichen Sequenzen seien die von radiologischer 

Seite beschriebenen Zeichen früherer kleiner Einblutungen in allenfalls minimaler 

Ausprägung im sogenannten entorhinalen Cortex nachzuvollziehen, mit leichter 

Rechtsbetonung auch subkortikal im frontalen Marklager. Die Hinweise auf 

Hämosiderinablagerungen im 3. Ventrikel könnten jedoch in der neurologischen 

Beurteilung nicht eindeutig nachvollzogen werden. Zum einen wäre eine isolierte 

Einblutung in den 3. Ventrikel im Rahmen eines Schädelhirntraumas ein 

ungewöhnlicher Befund, zum andern könne das Suszeptibilitäts-Defizit, welches in den 

vorliegenden Hämosiderin-empfindlichen Aufnahmen erkennbar sei, einen Artefakt 

darstellen, insbesondere da in den echtzeitlichen CT's dort keine Blutungszeichen 

erkennbar seien. Die Schlussfolgerung von Dr. H.___, dass "diskrete punktförmige 

Demyelinisierungen im frontalen Marklager rechts" im Kontext ebenfalls 

postkontusionell zu werten seien, sei in der neurologischen Beurteilung nicht zu 

bestätigen. Es sei eher von unspezifischen Marklagerveränderungen, ohne 

wahrscheinliche Beziehung zum Unfall vom 25. Juli 2009 auszugehen. Dr. R.___ räumt 

zwar ein, dass in der neurologischen Beurteilung der MRT-Aufnahmen Befunde 

nachvollziehbar seien, die auf eine erlittene sogenannten diffuse axonale Schädigung 

des Gehirns im Rahmen des Unfalls vom 25. Juli 2009 hinweisen könnten. Es seien 

jedoch keine ausgedehnten Hirnparenchymschädigungen zu erkennen, welche eine 

wahrscheinliche Folge des fraglichen Schädelhirntraumas darstellen könnten. Die 

neurologische Beurteilung der MRT-Bildgebung des Kopfes des Beschwerdeführers 

zeige keine sicheren Hinweise auf Zeichen früherer Einblutungen im Bereich des 

Balkens (Corpus collosum); dies weise auf eine nicht sehr ausgedehnte DAI hin. Der 

fehlende klinische Hinweis auf eine Störung des beidseitigen Geruchvermögens (z. B. 

im neurologischen Status des Berichts der Klinik Valens vom 12. Februar 2010 [UV-act. 

101]) könne als Zeichen für eine eher geringfügige Schädigung des fronto-basalen 

Gehirns (sog. entorhinaler Cortex) gewertet werden. Eine leichtgradige, frontal-betonte 

Hirnschädigung sei als Unfallfolge nicht auszuschliessen. Sowohl im Falle der 

Annahme einer leichten traumatischen Hirnverletzung als auch für den Fall einer 

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leichten diffusen axonalen Schädigung des Gehirns sei allerdings jeweils zu erwarten, 

dass anfängliche unspezifische Beschwerden in den Wochen bis spätestens Monaten 

nach der Schädigung abklingen würden. Beim Beschwerdeführer seien zu keinem 

Zeitpunkt Ausfälle im klinischen-neurologischen Untersuchungsbefund beschrieben 

worden (vgl. dazu UV-act. 26, 101). Dr. R.___ setzt sich ausführlich mit den MRT-

Befunden vom 21. August 2009 auseinander und legt schlüssig und überzeugend dar, 

dass selbst die als unfallkausal nachzuvollziehenden Befunde aufgrund ihrer 

Geringfügigkeit keiner bleibenden Schädigung des Gehirns entsprechen. Insbesondere 

auch der Hinweis auf das Fehlen klinisch-neurologischer Untersuchungsbefunde 

rundet seine Einschätzung der radiologischen MRT-Dokumentation ab und lässt 

insgesamt offensichtlich nur vom möglichen Sachverhalt einer dauerhaften 

unfallkausalen Hirnschädigung ausgehen. Im Sozialversicherungsrecht ist jedoch der 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit notwendig (BGE 126 V 360 E. 5b). 

Es besteht keine Veranlassung, nicht auf die Beurteilung von Dr. R.___ abzustützen. 

Der Bericht von Dr. S.___ vom 28. Februar 2012 (UV-act. 205) führt zu keinen anderen 

Erkenntnissen. Auch er stellte die Diagnose "organic brain syndrome", erhob jedoch 

insgesamt "nur" Normalbefunde. Mit dem alleinigen Befund "flat affect" kann keine 

Hirnverletzung angenommen werden. Seine Diagnose "2° Trauma" entbehrt jeglicher 

Begründung und der blosse Vermerk "21. August 2009 MRI" bildet zwar einen 

Bestandteil des vorliegenden Sachverhalts, doch ist nicht bekannt, was Dr. S.___ 

daraus ableitet.

3.3.4         Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die vom Beschwerdeführer 

angegebenen Beschwerden jedenfalls für die Zeit ab 1. März 2011 nicht auf eine 

objektivierbare organische (neurologische) Hirnschädigung zurückführen lassen, die mit 

dem Unfall vom 25. Juli 2009 in Zusammenhang zu bringen wäre. Der im konkreten Fall 

gestellten Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach Schädelhirntrauma liegt 

somit keine überwiegend wahrscheinlich nachgewiesene, irreversible Hirnverletzung zu 

Grunde, womit die fragliche Diagnose selbst keine unfallkausalen Langzeitfolgen zu 

begründen vermag.

3.4   Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzige verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378 E. 

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3d). Sodann kann der neuropsychologischen Diagnostik bei eindeutigem, nicht 

diffusem Befund - im Rahmen der neurologischen Gesamtwürdigung - nach der 

Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein Aussagewert zukommen (BGE 

119 V 343 E. 3c). Hingegen vermag es die Neuropsychologie nicht, selbständig die 

Beurteilung der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 

3). Nach B.P. Radanov (Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei 

Patienten nach HWS-Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff.) sind psychologische Probleme 

(und eingenommene Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu 

beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer 

und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S. 

475).

3.4.1         Mag. Dr. J.___ beschrieb in seinem Bericht vom 28. September 2009 eine 

deutliche depressive Verstimmung des Beschwerdeführers und eruierte psychische 

Belastungen. Relevante kognitive Einbussen konnten demgegenüber von ihm keine 

erhoben werden und er hielt zusammenfassend fest, dass zum Zeitpunkt der 

Untersuchung mit dem verwendeten Verfahren keine Hinweise auf kognitive Einbussen 

bzw. mnestische Defizite fassbar gewesen seien. Die Konzentrationsfähigkeit und 

Aufmerksamkeitsleistung sowie die Umstellungsfähigkeit auf neue Details seien gut 

ausgeprägt. Der Denkprozess erscheine nicht verlangsamt. Auffällig seien hingegen die 

eruierte überdurchschnittliche psychische Belastung und die vorherrschende 

depressive Verstimmung (UV-act. 35). Das kognitive Leistungsprofil der 

neuropsychologischen Untersuchung der Klinik Valens vom 14. Januar 2010 zeigte 

(zusammengefasst) leichte bis mittelgradige Verminderungen (von 18 geprüften 

Funktionen waren vier mittelschwer und zwei leicht beeinträchtigt, die restlichen 

Funktionen zeigten Normalbefunde). Berücksichtige man jedoch die psychische 

Komponente, so würden sich Hauptschwierigkeiten im Antrieb und Arbeitstempo sowie 

in der Belastbarkeit, Umstellfähigkeit und Handlungsdurchführung ergeben. Je nach 

Verfassung könne die obgenannte Diagnose mehr beeinträchtigt sein (UV-act. 101). Dr. 

K.___ berichtete der IV am 20. April 2010 unter anderem, dass sich der 

Beschwerdeführer aufgrund einer mittelgradig bis schwer ausgeprägten depressiven 

Episode (Depression im Sinne einer Anpassungsstörung) vom 27. Februar 2004 bis 27. 

Dezember 2006 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befunden habe. 

Seit dem 19. Februar 2010 betreue er den Beschwerdeführer neuerlich psychiatrisch 

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und psychotherapeutisch. Die damalige depressive Störung sei einerseits durch einen 

schweren Partnerkonflikt und Konflikte am Arbeitsplatz, andererseits durch eine 

äusserst rigide Persönlichkeitsstruktur mit zwanghaften und schizoiden 

Persönlichkeitsanteilen mitverursacht gewesen. Aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur 

sei es dem Beschwerdeführer nur sehr schwer möglich gewesen, mit den multiplen 

Konfliktsituationen adäquat umzugehen und diese in seinen Lebensplan zu integrieren. 

Trotz intensiver Psychotherapie und einer medikamentösen Therapie sei es im Verlauf 

der depressiven Erkrankung zu einer chronischen Suizidalität und fast zu einer 

Invalidisierung gekommen. Aufgrund der beschriebenen Situation bestehe seit Jahren 

ein dysthymes Zustandsbild, welches sich bei exogenen Belastungsmomenten zu 

mittelgradig bis schwer ausgeprägten depressiven Episoden entwickeln könne und 

sich in der Vergangenheit auch entwickelt habe. Als Diagnosen stellte Dr. K.___ eine 

rezidivierende Störung (gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom) 

und Dysthymie (double depression) bei zugrunde liegender kombinierter 

Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften und schizoiden Persönlichkeitsanteilen 

(ICD-10 Nr. : F33.00/F34.1/F61.0) sowie ein organisches Psychosyndrom nach 

Schädelhirntrauma (ICD-10 Nr.: F07.2; UV-act. 111). In seinem Bericht an die Suva vom 

31. Juli 2010 erklärte er, dass allein durch das in seinem Bericht vom 20. April 2010 

beschriebene psychische Störungsbild eine beträchtliche Leistungseinschränkung 

bestehe (UV-act. 130). Lic. phil. P.___ erlebte den Beschwerdeführer laut seinem 

Bericht vom 3. September 2010 (UV-act. 141) sehr motiviert und leistungsbereit. Die 

festgestellte Symptomatik (kognitive Defizite in der gerichteten Aufmerksamkeit, 

Umstellungsfähigkeit, reduzierte Belastbarkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, verringertes 

Arbeitstempo) sei noch vorhanden. Die psychosoziale Situation des 

Beschwerdeführers sei in der Tat sehr belastend für ihn. Er leide zwischenzeitlich an 

depressiven Störungen. Aktuell sei allerdings keine sozialphobische Problematik 

auszumachen. Die grossen Kränkungen betreffend Trennung, Scheidung, Sorgerecht, 

Besuchsrechte) hätten anfangs 2009 stattgefunden. Der Beschwerdeführer sei als

Lehrer immer voll arbeitsfähig gewesen. Erst der Unfall habe zu den festgestellten 

neurologischen und neuropsychologischen Problemen geführt. Es sei daher nicht 

logisch, jetzt die psychosozialen Gründe kausal in die Argumentation gegen berufliche 

Massnahmen einzubringen. Am 6. September 2010 berichtete Dr. K.___ der IV, dass 

zum jetzigen Zeitpunkt ein organisches Psychosyndrom bestehe, welches durch eine 

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mittelschwer beeinträchtigte kognitive Leistungsstörung vor allem im Bereich des 

Arbeitstempos, der Aufmerksamkeit und des verbalen Gedächtnisses bestehe. Dies sei 

testpsychologisch verifiziert worden. Aufgrund der kognitiven Beeinträchtigungen sei 

der Beschwerdeführer nach Schädelhirntrauma und der vorbestehenden dysthymen 

Stimmungslage den Anforderungen des Schulunterrichts nicht gewachsen und es 

werde bei Arbeitsaufnahme als Lehrer rasch wieder zu einer reaktiv-depressiven 

Störung kommen, welche eine Arbeitsunfähigkeit verursache (act. G 1.5).

3.4.2         Zum neuropsychologischen Untersuchungsergebnis der Klinik Valens hält

Dr. R.___ zunächst allgemein schlüssig und nachvollziehbar fest, dass in Bezug auf die 

Ergebnisse neuropsychologischer Untersuchungen grundsätzlich auf die beste vom 

Beschwerdeführer erbrachte Leistung abgestellt werden könne. Verschlechterungen 

nach vorangehenden guten Leistungen könnten nicht mit organischen neurologischen 

Unfallfolgen erklärt werden. Die Befunde der neuropsychologischen Untersuchung der 

Klinik Valens seien offenbar ohne Verwendung von Symptomvalidierungstests (zur 

Überprüfung der Verlässlichkeit der Befunde) durchgeführt worden. Sie zeigten nicht 

sehr spezifische und überwiegend leichtgradige Minderleistungen, welche durch 

psychische Einflüsse (zum Beispiel durch die gleichzeitig beschriebene "schwankende 

Stimmung, Verdacht auf Depression") erklärt werden könnten. Die mittelschwere 

Beeinträchtigung im Parameter "Ausmass der psychischen Energie (b 1300)" sei aus 

neurologischer Sicht eher nicht als objektiver neuropsychologischer Parameter 

(welcher mit einem Normalkollektiv verglichen werden könne) zu werten. Von Seiten der 

Untersucher sei eine Ausbildung zum "Coach/Mediator" für möglich erachtet worden; 

dies weise auf eine fehlende bis geringfügige Auswirkung der beschriebenen 

Auffälligkeiten auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hin. Die Beschwerden 

und Symptome des Beschwerdeführers nach Abschluss der neurologischen 

stationären Rehabilitationsbehandlung bis zum Februar 2010 in der Klinik Valens 

könnten aus neurologischer Sicht nicht mehr von den Symptomen und Beschwerden 

des Beschwerdeführers unterschieden werden, die in der psychiatrischen Behandlung 

des Beschwerdeführers durch Dr. K.___ dokumentiert worden seien (UV-act. 63-96). 

Die vorliegenden Beschreibungen des Verhaltens des Beschwerdeführers im Zeitraum 

nach dem Unfall vom 25. Juli 2009 wiesen im Vergleich zu den Berichten der Jahre 

2004 bis 2006 nicht auf eine wesentliche Verhaltens- oder Persönlichkeitsveränderung 

hin. Dr. R.___ geht mithin davon aus, dass sich auch auf neuropsychologischem Gebiet 

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kein selbständiger, klar abgrenzbarer Befund im Sinne einer organischen 

Hirnverletzung nachweisen lässt.

3.4.3         Aufgrund der in Erwägung 3.4.2 dargelegten medizinischen Aktenlage 

erscheint die Beurteilung von Dr. R.___ schlüssig und überzeugend. So wird von Seiten 

der Klinik Valens, aber auch von Dr. K.___ eine eindeutige Wechselwirkung psychischer 

und kognitiver Probleme beschrieben und geht aus den Berichten von Dr. Köb und Dr. 

K.___ eine massgebende psychische Problematik des Beschwerdeführers hervor; 

vorbestehend, aber auch aktuell. Dementsprechend geht Dr. K.___ aufgrund der 

Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers mit einem seit Jahren bestehenden 

dysthymen Zustandsbild davon aus, dass sich bei exogenen Belastungsmomenten - 

wie in den Jahren 2004 bis 2006 - jederzeit wieder eine mittelgradig bis schwere 

Depression entwickeln könne. Er diagnostizierte am 20. April 2010 (UV-act. 111) eine 

rezidivierende depressive Störung und nannte in seinem Bericht vom 31. Juli 2010 (UV-

act. 130) eine allein durch das im Bericht vom 20. April 2010 beschriebene psychische 

Störungsbild verursachte beträchtliche Leistungseinschränkung. Der Parameter 

"Temperament & Persönlichkeit - Psychische Stabilität" im neuropsychologischen 

Bericht der Klinik Valens wurde als mittelschwer beeinträchtigt beurteilt. Gemäss der 

von Dr. K.___ vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 2006 angelegten 

Krankengeschichte war die psychische Stabilität des Beschwerdeführers jedoch 

bereits früher sehr schwankend (vgl. UV-act. 63, 73 ff., 85, 87 f., 90). Die psychische 

Beeinflussung der kognitiven Funktionen wird sodann dadurch bekräftigt, dass der von 

Dr. R.___ für fraglich erachtete objektive Beweiswert des Parameters "Ausmass der 

psychischen Energie (b 1300) auch für den mittelschwer eingeschränkten Parameter 

"Temperament & Persönlichkeit/Psychische Stabilität" gelten dürfte, handelt es sich 

dabei doch ebenfalls um einen typischen, den rein psychischen Zustand eines 

Menschen beschreibenden Faktor. Lic. phil. P.___ (UV-act. 141) und Dr. K.___ (UV-act. 

111) erwähnen schliesslich die von der Klinik Valens durch die psychische Komponente 

sich ergebenden Hauptschwierigkeiten im Antrieb und Arbeitstempo sowie in der 

Belastbarkeit, Umstellfähigkeit und Handlungsdurchführung als kognitive Defizite, 

woraus eine weitere Wechselbeziehung zwischen psychologischen Problemen und 

kognitiven Leistungen abzuleiten ist. Insgesamt rechtfertigt es sich damit, der Aussage 

von Dr. R.___, die Beschwerden und Symptome des Beschwerdeführers nach 

Abschluss der neurologischen stationären Rehabilitationsbehandlung bis zum Februar 

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2010 in der Klinik Valens könnten aus neurologischer Sicht nicht mehr von den 

Symptomen und Beschwerden unterschieden werden, die in der psychiatrischen 

Behandlung vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 2006 durch Dr. K.___ 

dokumentiert worden seien (UV-act. 63-96), zu folgen. Wie von Dr. R.___ formuliert, 

fehlt es für den Nachweis organischer neurologischer Unfallfolgen an einer seit dem 

Unfall wesentlichen, sich vom Vorzustand abhebenden Verhaltens- oder 

Persönlichkeitsveränderung. Damit muss beim Beschwerdeführer von einer 

Beeinflussung/Überlagerung der kognitiven Funktionen durch psychische Probleme 

ausgegangen werden, weshalb auch die im Rahmen der neuropsychologischen 

Abklärungen festgestellten Einschränkungen nicht im Rahmen einer organischen 

(neurologischen) Hirnverletzung gesehen werden können.

3.5   Gestützt auf die Berichte bzw. Schreiben von Prof. Dr. L.___ vom 12. Juli und 4. 

August 2010 (UV-act. 117, 125), von Dr. M.___ vom 29. Juli 2010 (UV-act. 132), von Dr. 

O.___ vom 21. Juli 2010 (UV-act. 135) und von lic. phil. P.___ vom 3. September 2010 

(UV-act. 141), worin der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer 

zu 100% arbeitsunfähig beurteilt wird, können die fortdauernden Beschwerden des 

Beschwerdeführers medizinisch ebenfalls keiner fassbaren organischen, irreparablen 

Hirnverletzung zugeschrieben werden. Eine Arbeitsunfähigkeit kann auf verschiedenen 

Ursachen beruhen. Wie von Dr. R.___ festgehalten, finden sich jedoch in keinem der 

obgenannten Berichte bzw. Schreiben konkrete objektive neurologische bzw. 

neuropsychologische Befunde entsprechend einer unfallkausalen organischen 

Hirnleistungsstörung, auf welche die Arbeitsunfähigkeit zurückgeführt wird.

3.6   Ebenfalls keine Hinweise auf eine unfallkausale organische Hirnverletzung lassen 

sich aus dem Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz vom 26. August 2011 (UV-act. 

210), dem nervenärztlichen Gutachten von Dr. U.___ vom 11. Oktober 2013 (act. G 1.7) 

sowie den Bescheiden der Pensionsversicherungsanstalt Landesstelle Wien vom

14. Mai 2012 (UV-act. 195) und 16. Dezember 2013 (act. G 1.6) ableiten. Die Fest­

stellung im Beschluss des Bezirksgerichts, der Betroffene habe am 25. Juli 2009 nach 

einem Sturz in Island ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma erlitten, 

ist unbestritten. Die weitere Aussage, der Beschwerdeführer sei aus gesundheitlichen 

Gründen nicht mehr in der Lage, seinen Beruf als Lehrer auszuüben, überzeugt sodann 

die im vorliegenden unfallversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/29

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massgebende Frage der Unfallkausalität. Der Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz 

setzt sich in keiner Weise mit der medizinischen Situation des Beschwerdeführers 

auseinander; vielmehr geht es dabei allein um die Bestellung eines Sachwalters. Dies 

zeigt auch die Aussage, es habe nicht festgestellt werden können, ob die 

medizinischen Voraussetzungen zur Bestellung eines Sachwalters beim 

Beschwerdeführer vorliegen würden, was im konkreten Fall jedoch ohne Bedeutung für 

die Frage der Bestellung des Sachwalters sei. Dem nervenärztlichen Gutachten von Dr. 

U.___ kommt sodann - wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort 

vom 13. Februar 2014 (act. G 3) zutreffend festgestellt - für das vorliegende Verfahren 

insofern kein Beweiswert zu, als es ebenfalls im Rahmen eines anderen Verfahrens 

("Pflegschaftssache") erstellt wurde und darin kein direkter Bezug auf das 

Unfallereignis vom 25. Juli 2009 bzw. die Kausalitätsfrage der gesundheitlichen 

Beschwerden des Beschwerdeführers genommen wird. Dr. U.___ spricht zwar in 

seinem Gutachten von kognitiven Störungen sowie psychischen Problemen nach einer 

schweren Kopfverletzung. Eine Differenzierung, inwiefern die Kopfverletzung schwer ist 

und die kognitiven sowie psychischen Störungen auf die Kopfverletzung 

zurückzuführen sind, findet jedoch im Gutachten nicht statt. Der Umstand, dass der 

Gutachter wiederholt von einem Fahrradunfall spricht, stellt den Beweiswert des 

fraglichen Gutachtens weiter in Frage. Auch im Zusammenhang mit der geschätzten 

Arbeitsunfähigkeit äussert sich Dr. U.___ in keiner Weise zur Frage, inwiefern diese auf 

das Ereignis vom 25. Juli 2009 zurückzuführen ist. Wenn er feststellt, beim 

Beschwerdeführer bestehe jedenfalls seit dem Fahrradunfall mit schwerer 

Kopfverletzung im Sommer 2009 eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung, die 

zur Folge habe, dass der Betroffene bis auf Weiteres arbeitsunfähig für eine 

Erwerbstätigkeit sei, und er sei insbesondere nicht in der Lage, seinen Beruf als Lehrer 

auszuüben, fehlt zudem die Antwort, für welchen Zeitraum nach dem Unfall eine 

Arbeitsunfähigkeit bestand. Auch die Beschwerdegegnerin hat nach dem Unfall bis 28. 

Februar 2011 Heilbehandlungskostenleistungen sowie Taggeldleistungen erbracht, 

stellte jedoch ihre Leistungen wegen Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens per vorgenanntem Datum ein. 

Kein genügender Beweiswert kommt schliesslich auch den Bescheiden der 

Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle Wien zu, deren Entscheidgrundlagen - 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/29

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wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend bemerkt - nicht 

weiter bekannt sind. Der Unfall vom 25. Juli 2009 wird darin mit keinem Wort erwähnt.

4.       

4.1   Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen der HWS 

sowie Schädelhirntraumata (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; RKUV 

2000 Nr. U 395 S. 316, E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare pathologische 

bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten können. Neuropsychologische Einschränkungen  - wie 

auch diejenigen psychischer Art - können Teil des typischen Beschwerdebildes nach 

einem leichten Schädelhirntrauma bilden. Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas, 

worunter sämtliche Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare 

Schädigung des Gehirns subsumiert werden, rechtfertigt die analoge Anwendung der 

Schleudertrauma-Praxis, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im 

Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio cerebri liegt. Leichte 

Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (vgl. Urteile des EVG vom 6. 

Mai 2003, U 6/03, und vom 13. Juni 2005, U 276/04. E. 2.2.1). Vorliegend ist wie 

erwähnt von einer Commotio cerebri auszugehen, womit die Schleudertrauma-Praxis 

zur Anwendung gelangt. Die Adäquanz beurteilt sich damit grundsätzlich nach 

Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in BGE 134 V 109 E. 10 

präzisierten Kriterien. Auch bei Vorliegen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung 

steht jedoch der Nachweis offen, dass es sich bei den nach einem Unfall aufgetretenen 

psychischen Störungen nicht um eine unfallkausale psychische Beeinträchtigung 

handelt (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79) oder dass eine ausgeprägte psychische 

Problematik ganz im Vordergrund steht (RKUV 1999 Nr. U 341 E. 3b). Sodann ist - wie 

in den vorerwähnten Fällen - dort, wo keine mit dem Status nach leichter traumatischer 

Hirnverletzung in engem Zusammenhang stehende psychische Problematik, sondern 

eine selbständige sekundäre Gesundheitsschädigung vorliegt, die 

Adäquanzbeurteilung auch dann nach BGE 115 V 133 (d.h. nach der sogenannten 

"Psycho-Praxis") vorzunehmen, wenn das psychische Beschwerdebild die körperlichen 

Beschwerden nicht eindeutig in den Hintergrund gedrängt hat (Urteil des EVG vom 23. 

Mai 2006, U 5/06, E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 17. 

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Oktober 2008, 8C-124/2008, E. 72, mit welchem der st. gallische Entscheid vom 20. 

Dezember 20. Dezember 2007, UV 2007/24, bestätigt wurde).

4.2   In den medizinischen Akten ist regelmäßig von einer vorbestehenden sowie 

aktuellen psychischen Problematik des Beschwerdeführers die Rede (vgl. Erwägung 

3.4.1). Med. pract. Q.___ nimmt in seiner psychiatrischen Beurteilung vom 8. Oktober 

2010 (UV-act. 144) zur Frage Stellung, ob die jetzigen psychischen Beschwerden in 

einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Juli 2009 

stehen und stellt fest, dass die psychische Problematik im konkreten Fall ganz im 

Vordergrund steht, es sich dabei aber nicht eine unfallkausale psychische 

Beeinträchtigung handelt. Ausgehend von dieser Betrachtungsweise würde sowohl 

eine Adäquanzbeurteilung in Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis", aber auch 

eine solche nach der "Psycho-Praxis" ausser Betracht fallen.

4.3   Med. pract. Q.___ beginnt seine Einschätzung mit dem zutreffenden Hinweis auf 

den Bericht von Mag. Dr. J.___ vom 28. September 2009 (UV-act. 35), aus welchem 

hervorgehe, dass schon zum damaligen Zeitpunkt eine überdurchschnittliche 

psychische Belastung und deutlich vorherrschende depressive Verstimmung auffallend 

gewesen seien. Es seien keine neuropsychologischen, wohl aber psychologische und 

psychotherapeutische Massnahmen (Entspannungsübungen, Erlernen anderen 

Umgangs mit Emotionen und Kognitionen, allenfalls Medikation) empfohlen und 

durchgeführt worden (vgl. auch UV-act. 111). Med. pract. Q.___ folgert schlüssig, dass 

bereits ab diesem Zeitpunkt das Bestehen einer unfallbedingten neuropsychologischen 

Beeinträchtigung zugunsten einer psychisch bedingten Ursache der gemeldeten 

Beschwerden anzunehmen gewesen sei. Im weiteren Verlauf habe der 

Beschwerdeführer Akzeptanzschwierigkeiten seiner limitierten kognitiven Leistungen 

gezeigt und diese auf die Hirnerschütterung und nicht auf eine grundlegende 

psychische Problematik zurückgeführt. Im Rahmen des Neurorehabiliationsaufenthalts 

in der Klinik Valens sei ebenfalls darauf hingewiesen worden, dass die psychische 

Komponente die neuropsychologische Beeinträchtigung beeinflusse. Im Rahmen der 

dortigen Untersuchung seien die psychische Instabilität des Beschwerdeführers und 

sein Leidensdruck wieder ersichtlich gewesen. Diese Ergebnisse, in Kombination mit 

der ersten neuropsychologischen Untersuchung unterstreiche die Annahme, dass eine 

psychische Störung im Sinne einer depressiven Störung und keine neurokognitive 

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Beeinträchtigung mehr bestanden habe. Dieser Schlussfolgerung ist mit Blick auf die 

Erwägungen in Ziff. 3.4.3 zu folgen. Med. pract. Q.___ weist sodann darauf hin, dass 

aus psychiatrischer Sicht zuerst eine posttraumatische Reaktion mit Depressivität 

vermutet worden sei. Obwohl der Beschwerdeführer über kein direktes traumatisches 

Erlebnis berichtet habe, hätten sich die ersten psychotherapeutischen Behandlungen 

auf die Verarbeitung des Traumas bzw. die Folgen der Hirnverletzung bezogen. 

Allmählich seien verschiedene unfallfremde Faktoren bekannt geworden, die den 

psychischen Zustand des Beschwerdeführers massgeblich beeinflusst hätten, deren 

psychische Folgen sich als neurokognitive Störungen gezeigt und das kognitive 

Leistungsprofil des Beschwerdeführers beeinflusst hätten. So würden eine schwere 

soziale Phobie und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung mit 

zwischenmenschlichen Beziehungsschwierigkeiten mindestens seit der Adoleszenz 

des Beschwerdeführers, eine rezidivierende depressive Störung mit Episoden im Jahre 

2004 und 2007 und - vermutlich schon vor dem Islandaufenthalt im Juli 2009 - eine 

aktuelle depressive Episode mit Ablehnung einer antidepressiven Medikation sowie 

zahlreiche psychosoziale Belastungsfaktoren 

(Verletzungsverarbeitungsschwierigkeiten, Scheidung und Trennung von seinen 

Kindern mit persistierenden juristischen Streitereien, angstbedingte Rückkehr an seine 

Lehrertätigkeit im Frontalunterricht, Fehlen eines tragfähigen, sozialen Umfeldes an 

seinem Wohnort, Fixierung auf eine Mediationsausbildung in den USA als alleinige 

richtungsweisende Zukunftsperspektive) beschrieben. Der von med. pract. Q.___ 

angeführte psychische Vorzustand des Beschwerdeführers ist insbesondere der von 

Dr. K.___ dokumentierten Krankengeschichte vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 

2006 (UV-act. 63-96) detailliert zu entnehmen. Ein psychischer Vorzustand kann 

erfahrungsgemäss massgebende Auswirkungen auf eine Beschwerdesymptomatik 

haben und stellt ein Indiz gegen die Unfallkausalität psychischer Beschwerden dar. 

Sodann zeigen die Berichte von Dr. K.___, wie bereits erwähnt, auf, dass beim 

Beschwerdeführer das unfallfremde dysthyme Zustandsbild als Vorzustand, aber auch 

nach dem Unfall bestand. Dieses bildete bzw. bildet die Grundlage für die Entwicklung 

depressiver Episoden. In diesem Sinn ist die von Dr. K.___ im Bericht vom 20. April 

2010 (UV-act. 110) gestellte psychiatrische Diagnose (rezidivierende depressive 

Störung [gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom] sowie 

Dysthymie [double depression] bei zugrundeliegender kombinierter 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/29

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Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften und schizoiden Persönlichkeitsanteilen) als 

selbständige und nicht als aus dem Unfall hervorgehende psychiatrische Diagnose zu 

werten. Insgesamt wird in den medizinischen Akten im Zusammenhang mit der 

aktuellen psychischen Komponente des Beschwerdeführers immer wieder auf dessen 

Vorzustand Bezug genommen. Der Unfall wird hingegen als Ursache nicht 

massgebend thematisiert. Das Thema bzw. die Hinweise auf das dysthyme 

Zustandsbild setzten sich nach dem Unfall im Wesentlichen gleichermassen fort. Med. 

pract. Q.___ hält folglich schlüssig fest, dass - ausser dem postulierten organischen 

Psychosyndrom - sämtliche psychiatrischen Diagnosen unfallfremd seien. Allenfalls 

seien sie durch die Folgen des Sturzes vom 25. Juli 2009 vorübergehend verstärkt 

worden, doch sei im jetzigen Zeitpunkt anzunehmen, dass dadurch kaum mehr ein 

Einfluss auf deren Weiterbestehen ausgeübt werde. Mit seiner Aussage im Bericht vom 

20. April 2010 (UV-act. 111) - die aktuelle Situation werde durch den stattgehabten 

Unfall am 25. Juli 2009 in Island noch verkompliziert - weist Dr. K.___ gleichfalls auf 

eine Verschlimmerung der psychischen Problematik durch den Unfall hin. Es bestehen 

in den medizinischen Akten jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich hierbei 

nicht nur um eine vorübergehende, spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

dahingefallene Verkomplizierung handelte. Zumindest konkretisierte auch Dr. K.___ 

seine Aussage in keiner Weise. In seinem späteren Bericht vom 6. September 2010 

stellte er wieder nur allgemein fest, dass die jetzige Dienstunfähigkeit als Lehrer 

letztendlich aus den Folgen eines schweren Unfalls mit Schädelhirntrauma vom 25. Juli 

2009 resultiere. Er weist jedoch auch hier, ohne jeglichen Bezug auf den Unfall vom 25. 

Juli 2009, insbesondere auf die vorbestehende dysthyme Stimmungslage und die bei 

Aufnahme der Lehrertätigkeit wieder rasch entstehenden reaktiv-depressiven 

Störungen hin, zu denen sich das dysthyme Zustandsbild entwickeln könne (vgl. UV-

act. 111, act. G 1.5). Zur Beantwortung der Frage des weiteren Bestehens des von Dr. 

K.___ ebenfalls diagnostizierten organischen Psychosyndroms empfahl med. pract. 

Q.___ eine neurologische Beurteilung, welche durch Dr. R.___ vorgenommen wurden. 

Wie in Erwägung 3.3 dargelegt ist das Weiterbestehen des organischen 

Psychosyndroms nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen, womit eine 

diesbezügliche unfallkausale psychische Problematik ausser Betracht fällt. Auch von 

den Aussagen von lic. phil. P.___ im Bericht vom 3. September 2010 (UV-act. 141; vgl. 

Erwägung 3.4.1) lassen sich keine unfallkausalen psychischen Beschwerden mehr 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/29

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ableiten. Bei ihnen steht nicht die Unfallkausalitätsfrage, sondern die Frage, inwieweit 

die IV-fremden sozialpsychologischen Gründe gegen berufliche Massnahmen sprechen 

würden, im Vordergrund. Soweit lic. phil. P.___ auf den Unfall Bezug nimmt, indem er 

von neurologischen und neuropsychologischen Unfallfolgen ausgeht, gilt es dies zu 

bestätigen, doch ist im Zeitpunkt der Leistungseinstellung von deren Dahinfallen 

auszugehen (vgl. Erwägung 3.2, 3.4). Der Beschwerdeführer selbst gab im Übrigen am 

27. Mai 2010 gegenüber der Suva an, dass ihm die familiäre Situation nach wie vor zu 

schaffen mache. Seit dem Unfall habe er nur noch mehr verloren, den Job und auch 

die Kinder. Mit ihnen habe er letztmals im Dezember 2009 Kontakt gehabt. Er sei 

einmal in der Woche bei Dr. O.___ in der Therapie, wo es insbesondere um die 

emotionale Verarbeitung des Verlustes seiner Kinder gehe (UV-

act. 113). Die unfallfremde psychosoziale Belastungssituation stand damit offenbar 

durchaus im Raum.

4.4   Angesichts des Gesagten und entsprechend der Schlussfolgerung von med. 

pract. Q.___ kann zusammengefasst nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

belegt betrachtet werden, dass der Unfall vom 25. Juli 2009 im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung (28. Februar 2011) noch eine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der 

psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers bildete. Im konkreten Fall ist von 

einer eigenständigen, vorbestehenden, nicht mit dem Status nach leichtem 

Schädelhirntrauma in Zusammenhang stehenden psychischen Problematik 

auszugehen. Deren allfällige unfallkausale Verstärkung wirkte lediglich vorübergehend 

bzw. fiel spätestens per 28. Februar 2011 dahin. Med. pract. Q.___ legte in seiner 

psychiatrischen Beurteilung die Anamnese lückenlos dar und setzte sich damit 

schlüssig und nachvollziehbar auseinander. Es bestehen keine konkreten 

Anhaltspunkte für unrichtige Annahmen oder Würdigungen. Da der vorliegende 

Schadenfall ausreichend mit medizinischen Berichten dokumentiert ist und nicht 

anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegenden Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden 

(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b, 136 I 229 E. 5.3). Mangels 

natürlich-kausaler psychischer Unfallrestfolgen erübrigt sich eine Adäquanzprüfung.

5.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/29

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 17. Dezember 

2013 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2014
	Art. 6 UVG: Unfallkausale irreversible Hirnschädigung bei Diagnose eines psychoorganischen Syndroms verneint. Verneinung einer organischen (neurologischen) Hirnverletzung auch mit Blick auf die im Rahmen der neuropsychologischen Abklärungen festgestellten Einschränkungen. Verneinung einer unfallkausalen psychischen Beeinträchtigung, weshalb sowohl eine Adäquanzbeurteilung in Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis" als auch der "Psycho-Praxis" ausser Betracht fällt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2014, UV 2014/1).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_721/2014.

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