# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cad4828-1cc6-570e-a51f-d604d6c3b674
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.01.2023 SB220321
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220321_2023-01-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB220321-O/U/bs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. Keller und Ersatzoberrichter Dr. iur. Bezgovsek sowie 

Gerichtsschreiber MLaw Dharshing 

Urteil vom 11. Januar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. Th. Brändli,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Veruntreuung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 
4. Abteilung - Einzelgericht, vom 24. März 2022 (GG210377) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 2. Dezember 2021 

(Urk. 20) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung i.S.v. Art. 138 Ziff. 1 

StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1, B._____, Schadenersatz von 

Fr. 9'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 30. November 2017 zu bezahlen. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2, C._____, Schadenersatz von 

Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 21. April 2020 zu bezahlen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 3, D._____, Schadenersatz von 

Fr. 3'000.– zu bezahlen. 

7. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 3, D._____, wird abgewiesen. 

8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten mit 

Fr. 8'307.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'400.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 8'307.–   amtliche Verteidigung RA X._____ 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenige 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

- 3 - 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbe-

halten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

12. (Mitteilungen.) 

13. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 50 S. 1 f.) 

1. Es sei das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

4. Abteilung, Einzelgericht, vom 24. März 2022, Nr. GG210377-L/U, 

teilweise, d.h. in den Ziffern 1. - 6., und 10., mithin im Schuldpunkt, der 

Bemessung der Strafe, betreffend Schadenersatz sowie die Kostenfol-

gen, aufzuheben. 

2. Es sei der Beschuldigte betreffend die Vorwürfe der Veruntreuung zu 

Lasten von C._____, D._____ und B._____ jeweils von Schuld und 

Strafe freizusprechen. 

3. Die Zivilforderungen der Privatkläger C._____, D._____ und B._____ 

seien vollumfänglich abzuweisen, bzw. auf den ordentlichen Zivilweg 

zu verweisen. 

4. Der amtliche Verteidiger sei gemäss der eingereichten Honorarnote 

vollumfänglich aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

5. Die Kosten des Verfahrens seien vollumfänglich auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. 

6. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

Einzelgericht, vom 24. März 2022, Nr. GG210377-L/U, zu bestätigen. 

7. Der amtliche Verteidiger sei für das Berufungsverfahren gestützt auf 

die Honorarnote aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

- 4 - 

8. Unter entsprechender Kostenfolge zu Lasten der Gerichtskasse. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 44) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I.  Verfahren 

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung - Einzelgericht, vom 

24. März 2022 wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs aufgeführten 

Dispositiv der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB schul-

dig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– bei einer Probezeit von 2 Jahren bestraft. Ferner wurde über die Scha-

denersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger sowie die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen befunden (Urk. 35 bzw. 38 S. 28 f.). 

2. Mit Eingabe vom 24. März 2022 hat der Beschuldigte gegen das 

erstinstanzliche Urteil rechtzeitig die Berufung angemeldet (Urk. 33). Nach 

Erstattung der Berufungserklärung vom 27. Juni 2022 (Urk. 40) und 

anschliessender Fristansetzung an die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

(Urk. 42) erklärte die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 18. Juli 2022 den 

Verzicht auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des 

vorinstanzlichen Entscheides (Urk. 44). In der Folge wurde auf den 

11. Januar 2023 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 45), zu welcher der 

Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers erschienen ist (Prot. II 

S. 6).  

II.  Formelles 

1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des erstinstanzlichen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Be-

schuldigte ficht mit seiner Berufungserklärung den Schuldpunkt, die Strafe, den 

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Schadenersatz sowie die Kostenfolgen an (Urk. 40 S. 2). Die Berufung richtet sich 

dementsprechend nicht gegen die Abweisung des Genugtuungsbegehrens sowie 

die Kosten- und Entschädigungsfestsetzung des vorinstanzlichen Entscheides. 

Damit ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 24. März 2022 bezüglich der 

Dispositiv-Ziffern 7 - 9 in Rechtskraft erwachsen, was vorab mit Beschluss festzu-

stellen ist. In den angefochtenen Punkten (Dispositiv-Ziffern 1 - 6 und 10 - 11) ist 

das Urteil hingegen im Sinne von Art. 398 Abs. 2 StPO in zweiter Instanz noch-

mals umfassend zu prüfen. 

2.  Der Beschuldigte hat im Hinblick auf die Berufungsverhandlung keine 

Beweisanträge gestellt (vgl. Urk. 40 S. 3; Prot. II S. 7). Es drängen sich vor dem 

Berufungsgericht – abgesehen von der erneuten Befragung des Beschuldigten – 

auch von Amtes wegen keine weiteren Beweiserhebungen auf.  

III.  Schuldpunkt 

1.  Sachverhalt 

1.1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wirft dem Beschuldigten – nach vor-

gängigem Strafbefehl und diesbezüglicher Einsprache (Urk. D1/9 und D1/12) – in 

der Anklageschrift vom 2. Dezember 2021 vor, zwischen dem 3. Oktober 2017 

und dem 20. Juni 2020 von den drei Privatklägern C._____, D._____ sowie 

B._____ jeweils Bargeldbeträge in der Gesamthöhe zwischen Fr. 5'000.– und 

Fr. 9'000.– erhalten zu haben, um diese gemäss seinen Zusicherungen 

gewinnbringend anzulegen und in der Folge samt Gewinn zurückzuerstatten, was 

dieser jedoch unterlassen und die Geldbeträge stattdessen zur Finanzierung 

seines Lebensunterhaltes verwendet habe (Urk. 20 S. 2 f.). 

1.2. Der Beschuldigte stellte im bisherigen Verfahren – nachdem er die 

Aussage zur Sache zunächst verweigert hatte (Urk. D1/4 S. 3 ff.; Urk. D2/3 

S. 3 ff.; Urk. D3/3 S. 2 ff.) – nicht in Abrede, dass er die besagten Geldbeträge 

von den drei Geschädigten entgegengenommen hat, um sie in der Folge an 

externer Stelle anzulegen (vgl. Urk. D1/13/1 S. 2 f., 4 f. + 6 f.; Prot. I S. 10 f.). Wie 

bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, bestreitet er jedoch, die Gelder 

- 6 - 

in der Folge für eigene Zwecke verwendet zu haben, sondern behauptet vielmehr, 

er habe die Investitionen gegen Ende des Jahres 2020 allen Berechtigten – dem 

Privatkläger B._____ gar mit Gewinn – zurückerstattet (vgl. Urk. D1/13/1 S. 4 f. + 

7; Prot. I S. 12).  

 Bei diesem Standpunkt blieb der Beschuldigte auch anlässlich der heutigen 

Berufungsverhandlung, wobei er ergänzte, dass es sich bei den Rückzahlungs-

zeiträumen, welche den Anlegern in Aussicht gestellt worden seien, um ungefähre 

Angaben gehandelt habe. In einigen Fällen seien die Gewinne schneller als an-

gekündigt erwirtschaftet worden, in anderen habe es dagegen länger gedauert. 

Die Gefahr des Totalverlustes der Anlage sei jederzeit thematisiert worden und 

ohnehin habe jeder Person bewusst sein müssen, dass es bei einer Risikoanlage 

zu einem gänzlichen Verlust kommen könne. Mit Bezug auf den unterlassenen 

Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung gab der Beschuldigte an, dass er bei 

einem privaten Geschäft nichts Schriftliches vereinbaren wolle, da er eben keine 

Garantie für das Geld übernehmen könne (Urk. 49 S. 10). 

1.3. Nachdem der Sachverhalt mithin auch in zweiter Instanz in relevanten Teil-

gehalten bestritten blieb, ist im Folgenden nochmals zu untersuchen, inwiefern 

sich die umstrittenen Punkte dem Beschuldigten gestützt auf die im Recht liegen-

den Beweismittel rechtsgenügend nachweisen lassen. Die Vorinstanz hat im 

Rahmen ihrer Ausführungen zum Sachverhalt die massgeblichen Grundsätze der 

Beweiswürdigung vollständig wiedergegeben (vgl. Urk. 38 S. 7 ff.), wobei auch 

zutreffend darauf hingewiesen wurde, dass keine besondere Tangierung der 

Glaubwürdigkeit der Verfahrensbeteiligten vorliegt, woran im Übrigen nichts zu 

ändern vermag, dass die Beteiligten früher ein freundschaftliches Verhältnis zuei-

nander pflegten, da niemand geltend macht, es habe in diesem Zusammenhang 

eine besondere Gefühlslage bestanden, welche zur Verfälschung der Ausführun-

gen im vorliegenden Verfahren beitragen könnte. Es ist bei dieser Ausgangslage 

mithin im Wesentlichen auf den materiellen Gehalt der im Recht liegenden Aus-

sagen und deren damit verbundene Glaubhaftigkeit abzustellen. Die prozessuale 

Verwertbarkeit dieser Depositionen steht im Übrigen nicht in Frage, so dass für 

den Nachweis des relevanten Sachverhaltes vollumfänglich auf die verschiede-

- 7 - 

nen Einvernahmen des Beschuldigten und der Privatkläger abgestellt werden 

kann. 

1.4.  

a) Die drei Privatkläger sind nach Anhebung ihrer Strafanzeigen zunächst als 

Auskunftspersonen im Sinne von Art. 179 Abs. 1 StPO von der Polizei und her-

nach als Auskunftspersonen im Sinne von Art. 180 Abs. 2 StPO bei der Staats-

anwaltschaft befragt worden, wo sie zur Aussage unter der Strafdrohung von 

Art. 303 - 305 StGB verpflichtet waren. Die Privatkläger gaben dabei überein-

stimmend zu Protokoll, dass sie zur Tatzeit mit dem Beschuldigten befreundet wa-

ren und sie mit ihm im Rahmen dieser Kontakte eine gewinnbringende Geldanla-

ge vereinbart hatten, welche dieser über die E._____ bzw. eine Kollegin bei einer 

Bank hätte tätigen sollen. Der Beschuldigte habe in diesem Zusammenhang er-

wähnt, dass er mit solchen Anlagen bisher nur Gewinn gemacht habe und das 

Geld auf jeden Fall zurückkomme (vgl. Urk. D1/14/1 S. 2 f.; Urk. D1/14/2 S. 3; 

Urk. D1/14/3 S. 3 i.V.m. Urk. D3/4 S. 1). 

b) Ferner führten die Privatkläger gleichlautend aus, sie hätten die dem Be-

schuldigten überlassenen Geldbeträge mit der Zeit mehrfach zurückgefordert, oh-

ne vom Beschuldigten bis heute etwas erhalten zu haben. Stattdessen seien sie 

vom Beschuldigten immer wieder vertröstet worden bzw. er habe die Sache 

künstlich in die Länge gezogen (vgl. Urk. D1/14/1 S. 4 i.V.m. Urk. D1/5 S. 5; 

Urk. D1/14/2 S. 4 i.V.m. Urk. D2/4 S. 3; Urk. D1/14/3 S. 4 i.V.m. Urk. D3/4 S. 4). 

c) Bestätigt werden die Aussagen der Privatkläger namentlich durch die in 

den Akten liegenden Chat-Protokolle, welche anschaulich aufzeigen, dass die 

Privatkläger mit zunehmender Zeit immer eindringlicher die Rückgabe des über-

lassenen Geldes forderten und dabei vom Beschuldigten mit diversen Ausflüchten 

hingehalten wurden (vgl. Urk. D1/2/7; Urk. D2/2/1; Urk. D3/2/4, insbes. ab 

3. Juni 2020). Namentlich ergibt sich aus diesen Aufzeichnungen auch, dass sich 

der Beschuldigte mit der Zeit immer seltener bei den Privatklägern meldete und 

schliesslich den Kontakt gänzlich abbrechen liess, ohne dass es betreffend das 

besagte Geld jemals zur Vereinbarung eines konkreten Rückgabetermins ge-

kommen wäre.  

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d) Es kann aufgrund der Würdigung der genannten Beweismittel mithin als 

rechtsgenügend erstellt erachtet werden, dass der Beschuldigte den Privatklägern 

ursprünglich eine rentable Kapitalanlage via eine Versicherung bzw. eine Bank 

vorschlug, worauf ihm diese die in der Anklage erwähnten Geldbeträge überga-

ben. Für die erstmals anlässlich der zweiten Einvernahme vorgebrachte und pau-

schal gehaltene Behauptung des Beschuldigten, er habe den Privatklägern die 

Gelder in der Folge bei ihnen zu Hause bzw. vor ihrer Haustüre retourniert (vgl. 

Urk. D1/13/1 S. 4, 5 + 7), finden sich hingegen weder in den Aussagen der Privat-

kläger noch in den verschiedenen Chats irgendwelche Anhaltspunkte, so dass 

nicht von einer entsprechenden Rückgabe der Gelder auszugehen ist, zumal der 

Beschuldigte im Rahmen seiner diesbezüglichen Aussagen auch nicht zu erklären 

vermochte, weshalb er denn der Privatklägerin C._____ lediglich den investierten 

Betrag von Fr. 5'000.– zurückgegeben haben will, obwohl er ihr zuvor (via Chat) 

mitgeteilt hatte, sie habe mit ihrer Investition einen Gewinn gemacht 

(vgl. Urk. D1/13/2 S. 2 f.).  

1.5.  

a) Der erwiesene Umstand, dass der Beschuldigte die ihm übergebenen 

Bargeldbeträge bis heute nicht an die Berechtigten zurückerstattet hat, muss 

jedoch für sich allein noch nicht bedeuten, dass er die Gelder auch zu Unrecht im 

eigenen Nutzen verwendet hat. Allerdings erscheint seine in diesem Zusammen-

hang geltend gemachte Darstellung, wonach er die erhaltenen Geldsummen an 

eine oder mehrere Drittpersonen weitergereicht habe (Urk. D1/13/1 S. 3 f.), schon 

deshalb zweifelhaft, weil er bereits hinsichtlich der behaupteten Rückgabe der 

Gelder – wie soeben dargelegt – nachweislich die Unwahrheit gesagt hat. Die 

Vorinstanz weist zudem zutreffend auf weitere Ungereimtheiten in seinen dies-

bezüglichen Ausführungen hin. So vermag es namentlich überhaupt nicht zu 

überzeugen, dass der Beschuldigte keinerlei Nachweise für die Weitergabe der 

erhaltenen Gelder zu präsentieren vermag, obwohl auch er in der Untersuchung 

von einer seriösen Investition in professionelle Anlagen bzw. Anlagepakete 

sprach. Wenn der Beschuldigte schliesslich bis heute keinerlei Angaben über 

diese angebliche Drittperson zu liefern vermochte, so ist dies nur dadurch 

erklärbar, dass es diese Person schlicht nicht gibt und ihm offenbar auch keine 

- 9 - 

bessere Erklärung zum Verbleib der Gelder in den Sinn gekommen ist. Dass er 

die Beziehung zur Drittperson bzw. die Abwendung allfälliger Forderungen der 

Anleger gegen diese gegenüber seiner eigenen Entlastung in einem 

Strafverfahren höher gewichten würde (vgl. Urk. 49 S. 12), erscheint 

insbesondere vor dem Hintergrund seiner erstinstanzlichen Verurteilung nur 

schwer nachvollziehbar. Wenn der Beschuldigte in diesem Zusammenhang 

alsdann geltend machen lässt, es würden ihm  "schwere persönliche und 

körperliche Konsequenzen" drohen, falls er die Identität der Drittperson 

preisgeben würde, so ist diese Behauptung nicht plausibel (Urk. 50 S. 4). Der 

Beschuldigte selbst bezeichnete seine Beziehung zur Drittperson anlässlich der 

Berufungsverhandlung nämlich als anständig und vertrauensvoll (Urk. 49 S. 12), 

wohingegen er eine Furcht vor schwerwiegender Vergeltung nicht ansatzweise 

vorbrachte, was ihm aber ohne Weiteres offen gestanden wäre, auch ohne die 

Identität der Drittperson preiszugeben. Für eine Vergeltungshandlung der an-

geblichen Drittperson bestünde nach der Lesart des Beschuldigten aber auch 

überhaupt kein Anlass, da dieser ja geltend macht, mit den ihm hingegebenen 

Geldern stets gute Geschäfte mit ihr getätigt und die Gelder den Privatklägern 

dann auch vereinbarungsgemäss zurückbezahlt zu haben, so dass die 

Drittperson bei einer Offenlegung nichts Nachteiliges für sich zu befürchten hätte. 

b) Der Beschuldigte bleibt im Übrigen auch hinsichtlich der Modalitäten der 

Geschäfte mit der Drittperson sehr vage und hatte offenbar weder hinsichtlich der 

Art noch hinsichtlich der Konditionen der diesbezüglichen Anlagen nähere 

Kenntnisse, obwohl er als verantwortlicher Mittelsmann doch alles Interesse 

daran hätte haben müssen, die diesbezüglichen Hintergründe zu erfahren, um 

den ihm vertrauenden Anlegern einen allfälligen Verlust näher darlegen zu 

können. Wenn der Beschuldigte stattdessen immer wieder in allgemeiner Weise 

darauf hinweist, dass es sich eben um Risikoinvestitionen ohne Garantien 

gehandelt habe, welche jederzeit verloren gehen könnten (vgl. Urk. D1/13/1 

S. 2 ff.; Urk. D1/13/2 S. 3; Prot. I S. 11), so zeugt dies von einem ausweichenden 

Aussageverhalten, welches jegliche Realitätskennzeichen vermissen lässt. Mit 

dem entsprechenden Verweis, es habe sich bei den Vereinbarungen mit den 

Privatklägern insbesondere um keine Darlehensverträge mit 

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Rückzahlungspflichten gehandelt (Urk. D1/13/1 S. 5) verkennt der Beschuldigte 

schliesslich bewusstermassen, dass es auch ausserhalb von Darlehensverträgen 

zu Verpflichtungen kommen kann, in deren Rahmen der Auftragnehmer das 

Erhaltene nach Besorgung des Geschäftes zurückzuerstatten hat.  

c) Es drängt sich unter diesen Umständen mit hinreichender Sicherheit 

die Schlussfolgerung auf, dass die inkriminierten Gelder in sämtlichen drei Fällen 

stets im Herrschaftsbereich des Beschuldigten verblieben und von diesem 

letztlich im eigenen Nutzen verwendet worden sind. Nicht klar ist allerdings in 

diesem Zusammenhang, für welche eigenen Bedürfnisse der Beschuldigte die 

erhaltenen Geldbeträge letztlich ausgegeben hat, wobei es sich dabei – entgegen 

der Anklage – eher nicht primär um die Finanzierung seines Lebensunterhaltes 

gehandelt dürfte. Vielmehr scheint es naheliegend, dass der Beschuldigte einen 

Grossteil der ihm überlassenen Gelder im Rahmen des Glücksspiels verzockt hat, 

wobei es auf diesen Umstand vorliegend jedoch nur am Rande ankommt.  

1.6. Insgesamt ist der Sachverhalt der Anklage somit auch in zweiter Instanz 

grundsätzlich als erstellt zu erachten, auch wenn einschränkend festzuhalten ist, 

dass über den Verbleib der Anlagegelder lediglich spekuliert werden kann, wobei 

am wahrscheinlichsten erscheint, dass diese grösstenteils beim vom Beschuldig-

ten dannzumal rege betriebenen Glücksspiel verloren gingen, anstatt zu den 

Privatklägern zurückzufliessen. 

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Die Vorinstanz hat die Grundzüge des Tatbestandes der Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB korrekt wiedergegeben, worauf in Anwendung von 

Art. 82 Abs. 4 StPO verwiesen werden kann (vgl. Urk. 38 S. 18 f.). Ergänzend ist 

diesbezüglich festzuhalten, dass im Rahmen der Beurteilung von Veruntreuungs-

handlungen zwischen dem Anvertrautsein beweglicher Sachen (Abs. 1) und dem 

Anvertrautsein von Vermögenswerten (Abs. 2) unterschieden wird, wobei je nach 

gegebener Variante unterschiedliche Rechtsfolgen resultieren können. Die Ankla-

ge hat in diesem Zusammenhang in ihrem Ingress zwar beide Varianten zitiert 

(vgl. Urk. 20 S. 2), ohne sich in der Folge im Rahmen des konkreten Vorwurfs 

- 11 - 

aber auf eine Lesart festzulegen (vgl. Urk. 20 S. 3), welchem Beispiel die Vo-

rinstanz bei ihrem Schuldspruch gefolgt ist (Urk. 38 S. 20). Der Vollständigkeit 

halber ist deshalb an dieser Stelle festzuhalten, dass die Hingabe von Bargeldbe-

trägen nur dann unter die erste Tatbestandsvariante fällt, wenn der Täter die Gel-

der unter der Absprache erhalten hat, diese getrennt von seinem Geld aufzube-

wahren und das Geld dann wenn nicht in der gleichen Stückzahl, so aber doch 

zumindest in der gleichen Summe zurückzuerstatten (vgl. NIGGLI/RIEDO, BSK 

StGB II, 4. Aufl., N 46 vor Art. 137 StGB). Für eine solche Abrede bestehen in 

casu jedoch keine Anhaltspunkte, nachdem die Geldbeträge für die Investition am 

Kapitalmarkt mit gewinnvermehrter Rückgabe gedacht waren, welchem Sachver-

halt eine Vermischung der  Gelder mit anderem Kapital immanent ist, womit das 

Eigentum nicht beim Treugeber bleibt. Es steht somit in casu die zweite Tatbe-

standsvariante des Anvertrautseins von Vermögenswerten im Sinne von Art. 138 

Ziff. 1 Abs. 2 StGB zur Disposition. 

2.2. Geht man nach dem Gesagten für den vorliegenden Fall – mit der Ver-

teidigung (vgl. Urk. 30 S. 11) – vom Anvertrautsein von Vermögenswerten aus, so 

erweist sich für die Beurteilung der massgebenden Tathandlung insbesondere 

die  vorinstanzliche Annahme einer Werterhaltungspflicht des Beschuldigten als 

zutreffend, welche insbesondere dann als verletzt anzusehen ist, wenn der Täter 

die Vermögenswerte nicht vereinbarungsgemäss verwendet und sich mithin über 

die mit dem Treugeber festgelegte Verwendung hinwegsetzt, ohne diesem aus 

anderen Mitteln jederzeit entsprechende Werte zur Verfügung zu halten 

(DONATSCH, OFK StGB, 21. Aufl., N 20 zu Art. 138 StGB).  

 Die in diesem Zusammenhang auch heute vorgebrachte Argumentation der 

Verteidigung, wonach der Beschuldigte die Privatkläger über ihre Verlustrisiken 

aufgeklärt habe und somit keine Werterhaltung bzw. Rückgabe vereinbart worden 

sei (vgl. Urk. 30 S. 3 ff.; Urk. 50 S. 5), geht an der Sache vorbei. Es geht im vor-

liegenden Fall nicht um eine Falschanlage der inkriminierten Gelder, in deren 

Rahmen um die Wahrnehmung von Aufklärungspflichten gestritten werden 

müsste. Vielmehr ist eine Nichtanlage ohne Weiterleitung an spezialisierte 

Institutionen erstellt, welche den Absprachen zwischen dem Beschuldigten und 

- 12 - 

den Privatklägern von vornherein nicht gerecht wird. Wenn die Verteidigung in 

diesem Zusammenhang weiter anführt, es habe den Privatklägern vor dem 

Hintergrund der exorbitanten Renditeversprechen klar sein müssen, dass kein 

offizielles Anlagegeschäft geplant gewesen sei (Urk. 30 S. 12; Urk. 50 S. 4), so 

kann dem – auch wenn Renditen zwischen 20 und 30 Prozenten auf dem 

herkömmlichen Anlagemarkt tatsächlich selten erzielt werden – nicht in dieser 

Form zugestimmt werden, dies insbesondere für jene Fälle nicht, in denen der 

Beschuldigte mit den Privatklägern bereits zuvor einmal ein zufriedenstellendes 

Geschäft abgeschlossen hat (vgl. Urk. D1/14/2 S. 3; D1/14/1 S. 3; vgl. auch Urk. 

D1/2/1). Jedenfalls steht aber ausser Frage, dass die Privatkläger selbst dann, 

wenn sie nicht mit einer offiziellen Anlageform gerechnet hätten, nicht damit 

einverstanden gewesen wären, dass der Beschuldigte mit dem von ihnen 

hingegebenen Geld in herkömmlichen oder digitalen Casinos zockte und auf 

diese Weise ihr Geld zu vermehren versuchte. Der Umstand, dass der 

Beschuldigte mit den Privatklägern im Zusammenhang mit der Geldübergabe 

keine schriftlichen Verträge abgeschlossen hat, vermag daran nichts zu ändern, 

da eine solche Absprache betreffend die Weiterverwendung des Geldes ohne 

Weiteres auch mündlich bzw. konkludent geschlossen werden konnte. Die 

Verwendung der dem Beschuldigten anvertrauten Gelder war damit auf jeden Fall 

nicht vereinbarungsgemäss und ist demzufolge als unrechtmässig zu 

qualifizieren. 

2.3. Sowohl die unrechtmässige Verwendung der Gelder als auch die potentiel-

le Schädigung der Privatkläger war in subjektiver Hinsicht von Beginn weg vom 

entsprechenden Willen des Beschuldigten getragen, zumal erstellt ist, dass die 

Anlage bei einer spezialisierten Institution vereinbart war und sich der Beschuldig-

te explizit nicht an diese Vereinbarung hielt (vgl. vorne Ziffer 1.4./d). Wenn die Vo-

rinstanz mithin festhält, es sei in dieser Hinsicht von einem direktvorsätzlichen 

Handeln auszugehen, so kann ihr durchaus gefolgt werden. 

 Dass dem Beschuldigten auch seine fehlende Ersatzbereitschaft jederzeit 

bewusst war, steht nicht ernsthaft in Frage. Er konnte den Privatklägern denn 

auch zu keiner Zeit finanziell unter die Arme greifen, als diese selbst einmal in Not 

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geraten waren und um entsprechende Hilfe baten. Vielmehr schnorrte er vom 

Privatkläger D._____ gar das Geld für die F._____-Karten ab, welche er jeweils 

für die Teilnahme am Online-Glücksspiel benötigte. Dass er diese Gelder dann 

jeweils zurückzuzahlen vermochte, vermag an der fehlenden Ersatzbereitschaft 

nichts zu ändern, da es sich hierbei um vergleichsweise geringfügige Beträge 

handelte. Dem diesbezüglichen Einwand der Verteidigung, eine Eventualabsicht 

genüge in diesem Zusammenhang jedenfalls nicht (Urk. 30 S. 12), ist im Übrigen 

mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und die einschlägige 

Lehre zu widersprechen (BGE 105 IV 29, E. 3.; Urteil 6B_1314/2020, E. 2.5.; 

DONATSCH, Strafrecht III, 11. Aufl., S. 139; TRECHSEL/CRAMERI, PK StGB, 4. Aufl., 

N 11 vor Art. 137 StGB). 

IV.  Strafe 

1. Hinsichtlich des Strafrahmens und der allgemeinen Strafzumessungsregeln 

kann vorweg auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid 

verwiesen werden (vgl. Urk. 38 S. 20 ff.).  

2. Was sodann die konkrete Strafzumessung betrifft, ist darauf hinzuweisen, 

dass der Beschuldigte die ersten beiden Taten vor dem Inkrafttreten des neuen 

Sanktionenrechts per 1. Januar 2018 begangen hat, so dass diesbezüglich 

grundsätzlich das frühere Recht (mit der Möglichkeit der Ausfällung einer Geld-

strafe bis zu 360 Tagessätzen) anwendbar ist. Nachdem sich dieser Aspekt in-

dessen in casu weder zu Gunsten noch zu Lasten des Beschuldigten auf die 

Strafenbildung auswirkt, ist im Folgenden nicht mehr weiter darauf einzugehen. 

3. Im Weiteren ist im vorliegenden Zusammenhang zur Strafzumessung fest-

zuhalten, dass auch bei gleichgelagerten Taten mit zeitlichem oder inhaltlichem 

Konnex prinzipiell nach den Grundsätzen der Gesamtstrafenbildung gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB vorzugehen und erst nach einer Verschuldensbewertung 

sämtlicher einzelner Taten über die Gleichwertigkeit der Einzelstrafen und die 

Anwendung des Asperationsprinzips zu befinden ist. Eine schematische Gesamt-

betrachtung mit Bildung von Deliktsgruppen läuft demgegenüber auf eine 

selektive Aufgabe der Gesamtstrafe zu Gunsten einer gesetzlich nicht 

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vorgesehenen Einzelstrafe hinaus (vgl. Urteil 6B_619/2019 vom 11. März 2020, 

E. 3.4. und 6B_998/2019 vom 20. November 2020, E. 4.2.2.). Immerhin schliesst 

diese vorgeschriebene Vorgehensweise aber nicht aus, dass bei zeitlich bzw. 

inhaltlich verknüpften Taten insofern eine Kategorisierung erfolgen kann, als sich 

innerhalb einer Tatserie identische Überlegungen hinsichtlich des Strafmasses 

und der Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion aufdrängen können, wobei 

der Umstand, dass der Täter die Delikte im Rahmen einer solchen Tatserie 

begangen hat, für sich allein aber noch nicht für die Verhängung einer 

Freiheitsstrafe sprechen (vgl. Urteil 6B_998/2019 vom 20. November 2020, E. 

4.2.3.).  

4. In Berücksichtigung dieser Grundsätze kann mithin für die im Rahmen der 

Tatkomponente zu erfolgende Beurteilung der Schwere der vorliegend begange-

nen Taten festgehalten werden, dass sich insofern eine gewisse Kategorisierung 

aufdrängt, als dass sämtliche Taten dem gleichen Muster folgen, womit das 

objektive und subjektive Tatverschulden im Wesentlichen in einem Zug beurteilt 

werden kann. Dabei fällt mit Bezug auf die Bewertung der einzelnen Delikte auf, 

dass sich bei gleichem Grundverschulden mit dem als erheblich zu wertenden 

Vertrauensmissbrauch der nicht gut situierten Opfer die dritte Tat zum Nachteil 

des Privatklägers B._____ am längsten hinzog und mit einem veruntreuten Betrag 

von Fr. 9'000.– auch die höchste Deliktssumme betraf, weshalb hierfür die 

Einsatzstrafe in der Höhe von 90 Tagen bzw. Tagessätzen anzusetzen ist, 

während für die restlichen beiden Taten zum Nachteil der Privatklägerin C._____ 

und des Privatklägers D._____ aufgrund der kürzeren Dauer und des geringeren 

Schadensbetrages eine moderatere Sanktion von jeweils 60 Tagen bzw. 

Tagessätzen angezeigt erscheint. Diese Sanktionen wiederspiegeln ein jeweils 

leichtes Tatverschulden des Beschuldigten, wobei die vorinstanzlichen 

Erwägungen betreffend die lange Zeitdauer der Delinquenz (und die damit 

verbundene kriminelle Energie) insofern zu relativieren sind, als zwischen den 

ersten beiden Taten im Jahr 2017 und der weiteren Tat im Jahr 2020 längere Zeit 

verstrich, in welcher sich der Beschuldigte offensichtlich nichts zu Schulden 

kommen liess. 

- 15 - 

5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz das Erforderliche festgestellt und 

namentlich zu Recht darauf hingewiesen, dass sich diese nicht massgeblich auf 

die auszufällende Strafe auswirkt.  

 Zu seinen persönlichen Verhältnissen hat der Beschuldigte im Übrigen 

anlässlich der Berufungsverhandlung in Ergänzung zu seinen bisherigen Depo-

sitionen (Urk. D1/19/3 S. 1 ff.; Prot. I S. 7 ff.) festgehalten, dass er als Aussen-

dienstmitarbeiter bei der G._____ AG in H._____ tätig sei, wo er – je nach Höhe 

der Provision – zwischen Fr. 3'500.– und Fr. 4'500.– monatlich verdiene, wobei 

der Fr. 2'200.– übersteigende Betrag aktuell einer Lohnpfändung unterliege. Sein 

gesundheitliches Problem in Zusammenhang mit einem Blutverlust im Körper, 

unter welchem er von 2017 - 2021 gelitten habe, sei mit einer Operation behoben 

worden. Im Übrigen gab der Beschuldigte an, gegenwärtig über kein Vermögen, 

jedoch über Schulden in der Grössenordnung von Fr. 160'000.– zu verfügen 

(Urk. 49 S. 4). 

6.  Was schliesslich die auszufällende Strafart anbelangt, so ist angesichts 

des moderaten Verschuldens und der Ersttäterschaft des Beschuldigten für sämt-

liche Taten auf eine Geldstrafe zu erkennen, woran – wie erwähnt – grundsätzlich 

auch nichts zu ändern vermag, dass der Beschuldigte wiederholt auf dem glei-

chen Gebiet straffällig geworden ist, sofern sich sein Gebaren insgesamt noch im 

Bereich leichter Kriminalität bewegt (vgl. vorstehend Ziffer 3.). Angesichts des in-

haltlichen Zusammenhanges der Delinquenz ist die Einsatzstrafe von 90 Tagen 

bzw. Tages-sätzen aufgrund der letzteren beiden Taten in Anwendung von Art. 49 

Abs. 1 StGB lediglich im Umfang von rund 50 Prozent bzw. jeweils 30 Ta-

gen/Tagessätzen zu asperieren, weshalb im Endeffekt eine Sanktion von 150 Ta-

gen bzw. Tagessätzen als gerechtfertigt anzusehen ist. 

7. Insgesamt ist der Beschuldigte mithin – wie bereits von der Anklägerin be-

antragt und von der Vorinstanz bestätigt – mit einer Geldstrafe von 150 Tages-

sätzen zu bestrafen. Die Tagessatzhöhe ist dabei in Berücksichtigung der nach 

wie vor knappen finanziellen Verhältnisse auf dem ordentlichen Minimum von 

Fr. 30.– zu belassen (vgl. Art. 34 Abs. 2 StGB). 

- 16 - 

8. Im Einklang mit der Vorinstanz ist der Vollzug der Geldstrafe in Berück-

sichtigung der Ersttäterschaft des Beschuldigten bei einer Probezeit von 2 Jahren 

aufzuschieben (vgl. Urk. 38 S. 25 f.). Daran vermag auch der Umstand nichts zu 

ändern, dass seit dem erstinstanzlichen Urteil einschlägige neue Strafunter-

suchungen gegen den Beschuldigten angehoben worden sind, da der 

Beschuldigte diesbezüglich nicht geständig ist und für allfällig diesbezügliche 

weitere Konsequenzen mithin die entsprechenden staatsanwaltschaftlichen bzw. 

gerichtlichen Entscheide abzuwarten sind (vgl. Urk. 47 + 48; Urk. 49 S. 6; vgl. 

zum Ganzen auch Urteil 6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011, E. 4.3.). 

V.  Schadenersatzbegehren 

1. Die Vorinstanz hat den Privatklägern nach korrekter Darlegung der recht-

lichen Grundlagen gestützt auf den insoweit liquiden Sachverhalt (namentlich 

auch betreffend die Schadenshöhe) jeweils Schadenersatzbeträge zwischen 

Fr. 3'000.– und Fr. 9'000.– (teilweise mit Zins) zugesprochen (vgl. Urk. 38 

S. 26 ff.). 

2. Nachdem es in zweiter Instanz beim erstinstanzlichen Schuldspruch bleibt, 

besteht kein Anlass, den Anspruch der Privatkläger auf Schadenersatz in Zweifel 

zu ziehen. Die Verteidigung hat anlässlich der Hauptverhandlung und auch heute 

sodann keine einschränkenden Ausführungen zum Umfang der übergebenen 

Geldbeträge bzw. zur Höhe des entsprechenden Schadens gemacht, weshalb 

auch insofern keine Veranlassung für eine andere Würdigung der geltend ge-

machten Schadenersatzforderungen besteht, zumal die Geschädigten in der Un-

tersuchung die Geldübergaben kohärent geschildert haben und diese vom Be-

schuldigten auch nicht in Abrede gestellt worden sind. Dem erstinstanzlichen Ur-

teil ist demnach hinsichtlich der angefochtenen Schadenersatzbegehren vollum-

fänglich Folge zu leisten. 

VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

- 17 - 

1. Das Berufungsverfahren brachte keine Änderung des Urteils der Vo-

rinstanz. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziffern 10 und 11) ist demzufolge 

vollumfänglich zu bestätigen (vgl. Art. 426 StPO). 

2. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens haben die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In-

wiefern eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt 

insbesondere davon ab, in welchem Ausmass ihre im Berufungsverfahren gestell-

ten Anträge gutgeheissen werden (vgl. Urteil 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015, 

E. 2.4.1.). 

2.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– zu 

veranschlagen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 

Abs. 1 lit. b GebV OG). 

2.2. Der Beschuldigte vermag sich in zweiter Instanz mit seinem Antrag auf 

Freispruch nicht durchzusetzen und das erstinstanzliche Urteil ist auch im Übrigen 

zu bestätigen. Somit sind die Kosten des Berufungsverfahrens – ausgenommen 

jener der amtlichen Verteidigung – ebenfalls vorbehaltlos dem Beschuldigten auf-

zuerlegen.  

2.3. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten macht für ihre Bemühungen 

und Barauslagen vor Berufungsgericht den Betrag von Fr. 4'244.25 (inkl. MwSt) 

geltend (Urk. 51). Der Aufwand ist – abzüglich der kürzeren Dauer der Berufungs-

verhandlung, als sie in der Honorarnote antizipiert wurde – ausgewiesen und das 

geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der Anwaltsge-

bührenverordnung. Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für die Berufungs-

verhandlung (inkl. Weg und Nachbesprechung mit dem Klienten) erscheint es mit-

hin angemessen, den amtlichen Verteidiger mit insgesamt Fr. 4'200.– (inkl. MwSt) 

aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

2.4. Die zweitinstanzlichen Kosten der amtlichen Verteidigung sind ebenfalls 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei auch hier die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

- 18 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung 

– Einzelgericht, vom 24. März 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

" 1. (…) 

 2. (…) 

 3. (…) 

 4. (…) 

 5. (…) 

 6. (…) 

 7. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 3, D._____, wird abgewiesen. 

 8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 

mit Fr. 8'307.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

 9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'400.–  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 8'307.–   amtliche Verteidigung RA X._____ 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. (…) 

11. (…) 

12. (Mitteilungssatz) 

13. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung im 

Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–.  

- 19 - 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz 

von Fr. 9'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 30. November 2017 zu bezahlen.  

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ 

Schadenersatz von Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 21. April 2020 zu be-

zahlen.  

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Schadenersatz 

von Fr. 3'000.– zu bezahlen.  

7. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 10 und 11) wird bestätigt. 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'200.–   amtliche Verteidigung. 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt) 
− die Privatkläger 1 – 3 (versandt) 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

- 20 - 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials". 

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 21 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. Januar 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Wenker 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Dharshing 
 

Zur Beachtung: 

Der Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht bezahlt werden. 

Bewährt sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, so muss er die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 

StGB). 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 

StGB), 

- wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 11. Januar 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung i.S.v. Art. 138 Ziff. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 1, B._____, Schadenersatz von Fr. 9'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 30. November 2017 zu bezahlen.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2, C._____, Schadenersatz von Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 21. April 2020 zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 3, D._____, Schadenersatz von Fr. 3'000.– zu bezahlen.
	7. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 3, D._____, wird abgewiesen.
	8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten mit Fr. 8'307.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenige der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Es sei das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, Einzelgericht, vom 24. März 2022, Nr. GG210377-L/U, teilweise, d.h. in den Ziffern 1. - 6., und 10., mithin im Schuldpunkt, der Bemessung der Strafe, betreffend Schadenersatz ...
	2. Es sei der Beschuldigte betreffend die Vorwürfe der Veruntreuung zu Lasten von C._____, D._____ und B._____ jeweils von Schuld und Strafe freizusprechen.
	3. Die Zivilforderungen der Privatkläger C._____, D._____ und B._____ seien vollumfänglich abzuweisen, bzw. auf den ordentlichen Zivilweg zu verweisen.
	4. Der amtliche Verteidiger sei gemäss der eingereichten Honorarnote vollumfänglich aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
	5. Die Kosten des Verfahrens seien vollumfänglich auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	6. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, Einzelgericht, vom 24. März 2022, Nr. GG210377-L/U, zu bestätigen.
	7. Der amtliche Verteidiger sei für das Berufungsverfahren gestützt auf die Honorarnote aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
	8. Unter entsprechender Kostenfolge zu Lasten der Gerichtskasse.
	Erwägungen:
	I.  Verfahren
	1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung - Einzelgericht, vom 24. März 2022 wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs aufgeführten Dispositiv der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen und ...
	1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufungserklärung den Schuldpunkt, die Strafe, den Schadenersatz sowie die...

	1.1. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat wirft dem Beschuldigten – nach vorgängigem Strafbefehl und diesbezüglicher Einsprache (Urk. D1/9 und D1/12) – in der Anklageschrift vom 2. Dezember 2021 vor, zwischen dem 3. Oktober 2017 und dem 20. Juni 2020...
	1.2. Der Beschuldigte stellte im bisherigen Verfahren – nachdem er die Aussage zur Sache zunächst verweigert hatte (Urk. D1/4 S. 3 ff.; Urk. D2/3 S. 3 ff.; Urk. D3/3 S. 2 ff.) – nicht in Abrede, dass er die besagten Geldbeträge von den drei Geschädig...
	Bei diesem Standpunkt blieb der Beschuldigte auch anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung, wobei er ergänzte, dass es sich bei den Rückzahlungszeiträumen, welche den Anlegern in Aussicht gestellt worden seien, um ungefähre Angaben gehandelt hab...
	1.4.  a) Die drei Privatkläger sind nach Anhebung ihrer Strafanzeigen zunächst als Auskunftspersonen im Sinne von Art. 179 Abs. 1 StPO von der Polizei und hernach als Auskunftspersonen im Sinne von Art. 180 Abs. 2 StPO bei der Staatsanwaltschaft befra...
	b) Ferner führten die Privatkläger gleichlautend aus, sie hätten die dem Beschuldigten überlassenen Geldbeträge mit der Zeit mehrfach zurückgefordert, ohne vom Beschuldigten bis heute etwas erhalten zu haben. Stattdessen seien sie vom Beschuldigten im...
	c) Bestätigt werden die Aussagen der Privatkläger namentlich durch die in den Akten liegenden Chat-Protokolle, welche anschaulich aufzeigen, dass die Privatkläger mit zunehmender Zeit immer eindringlicher die Rückgabe des überlassenen Geldes forderten...
	d) Es kann aufgrund der Würdigung der genannten Beweismittel mithin als rechtsgenügend erstellt erachtet werden, dass der Beschuldigte den Privatklägern ursprünglich eine rentable Kapitalanlage via eine Versicherung bzw. eine Bank vorschlug, worauf ih...
	1.5.  a) Der erwiesene Umstand, dass der Beschuldigte die ihm übergebenen Bargeldbeträge bis heute nicht an die Berechtigten zurückerstattet hat, muss jedoch für sich allein noch nicht bedeuten, dass er die Gelder auch zu Unrecht im eigenen Nutzen ver...
	b) Der Beschuldigte bleibt im Übrigen auch hinsichtlich der Modalitäten der Geschäfte mit der Drittperson sehr vage und hatte offenbar weder hinsichtlich der Art noch hinsichtlich der Konditionen der diesbezüglichen Anlagen nähere Kenntnisse, obwohl ...
	c) Es drängt sich unter diesen Umständen mit hinreichender Sicherheit die Schlussfolgerung auf, dass die inkriminierten Gelder in sämtlichen drei Fällen stets im Herrschaftsbereich des Beschuldigten verblieben und von diesem letztlich im eigenen Nutze...
	1.6. Insgesamt ist der Sachverhalt der Anklage somit auch in zweiter Instanz grundsätzlich als erstellt zu erachten, auch wenn einschränkend festzuhalten ist, dass über den Verbleib der Anlagegelder lediglich spekuliert werden kann, wobei am wahrschei...
	2. Rechtliche Würdigung
	2.1. Die Vorinstanz hat die Grundzüge des Tatbestandes der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB korrekt wiedergegeben, worauf in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO verwiesen werden kann (vgl. Urk. 38 S. 18 f.). Ergänzend ist diesbezüglich fe...
	2.2. Geht man nach dem Gesagten für den vorliegenden Fall – mit der Verteidigung (vgl. Urk. 30 S. 11) – vom Anvertrautsein von Vermögenswerten aus, so erweist sich für die Beurteilung der massgebenden Tathandlung insbesondere die  vorinstanzliche Ann...
	Die in diesem Zusammenhang auch heute vorgebrachte Argumentation der Verteidigung, wonach der Beschuldigte die Privatkläger über ihre Verlustrisiken aufgeklärt habe und somit keine Werterhaltung bzw. Rückgabe vereinbart worden sei (vgl. Urk. 30 S. 3 ...
	2.3. Sowohl die unrechtmässige Verwendung der Gelder als auch die potentielle Schädigung der Privatkläger war in subjektiver Hinsicht von Beginn weg vom entsprechenden Willen des Beschuldigten getragen, zumal erstellt ist, dass die Anlage bei einer sp...
	Dass dem Beschuldigten auch seine fehlende Ersatzbereitschaft jederzeit bewusst war, steht nicht ernsthaft in Frage. Er konnte den Privatklägern denn auch zu keiner Zeit finanziell unter die Arme greifen, als diese selbst einmal in Not geraten waren ...
	IV.  Strafe
	1. Hinsichtlich des Strafrahmens und der allgemeinen Strafzumessungsregeln kann vorweg auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (vgl. Urk. 38 S. 20 ff.).
	2. Was sodann die konkrete Strafzumessung betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte die ersten beiden Taten vor dem Inkrafttreten des neuen Sanktionenrechts per 1. Januar 2018 begangen hat, so dass diesbezüglich grundsätzlich das frühere...
	3. Im Weiteren ist im vorliegenden Zusammenhang zur Strafzumessung festzuhalten, dass auch bei gleichgelagerten Taten mit zeitlichem oder inhaltlichem Konnex prinzipiell nach den Grundsätzen der Gesamtstrafenbildung gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB vorzuge...
	4. In Berücksichtigung dieser Grundsätze kann mithin für die im Rahmen der Tatkomponente zu erfolgende Beurteilung der Schwere der vorliegend begangenen Taten festgehalten werden, dass sich insofern eine gewisse Kategorisierung aufdrängt, als dass sä...
	5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz das Erforderliche festgestellt und namentlich zu Recht darauf hingewiesen, dass sich diese nicht massgeblich auf die auszufällende Strafe auswirkt.
	Zu seinen persönlichen Verhältnissen hat der Beschuldigte im Übrigen anlässlich der Berufungsverhandlung in Ergänzung zu seinen bisherigen Depositionen (Urk. D1/19/3 S. 1 ff.; Prot. I S. 7 ff.) festgehalten, dass er als Aussendienstmitarbeiter bei d...
	6.  Was schliesslich die auszufällende Strafart anbelangt, so ist angesichts des moderaten Verschuldens und der Ersttäterschaft des Beschuldigten für sämtliche Taten auf eine Geldstrafe zu erkennen, woran – wie erwähnt – grundsätzlich auch nichts zu ä...
	7. Insgesamt ist der Beschuldigte mithin – wie bereits von der Anklägerin beantragt und von der Vorinstanz bestätigt – mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu bestrafen. Die Tagessatzhöhe ist dabei in Berücksichtigung der nach wie vor knappen fin...
	8. Im Einklang mit der Vorinstanz ist der Vollzug der Geldstrafe in Berücksichtigung der Ersttäterschaft des Beschuldigten bei einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben (vgl. Urk. 38 S. 25 f.). Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass se...
	V.  Schadenersatzbegehren
	1. Die Vorinstanz hat den Privatklägern nach korrekter Darlegung der rechtlichen Grundlagen gestützt auf den insoweit liquiden Sachverhalt (namentlich auch betreffend die Schadenshöhe) jeweils Schadenersatzbeträge zwischen Fr. 3'000.– und Fr. 9'000.–...
	2. Nachdem es in zweiter Instanz beim erstinstanzlichen Schuldspruch bleibt, besteht kein Anlass, den Anspruch der Privatkläger auf Schadenersatz in Zweifel zu ziehen. Die Verteidigung hat anlässlich der Hauptverhandlung und auch heute sodann keine ei...
	VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung – Einzelgericht, vom 24. März 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	" 1. (…)
	2. (…)
	3. (…)
	4. (…)
	5. (…)
	6. (…)
	7. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 3, D._____, wird abgewiesen.
	8. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten mit Fr. 8'307.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. (…)
	11. (…)
	12. (Mitteilungssatz)
	13. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Schadenersatz von Fr. 9'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 30. November 2017 zu bezahlen.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ Schadenersatz von Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 21. April 2020 zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Schadenersatz von Fr. 3'000.– zu bezahlen.
	7. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 10 und 11) wird bestätigt.
	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt)
	 die Privatkläger 1 – 3 (versandt)

	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.