# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d26406ea-bf23-5600-9bcf-75c9ca8bc96a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.10.2021 ZK1 2019 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-176_2021-10-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 13. April / 11. Oktober 2021

Referenz ZK1 19 175/176

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Bäder Federspiel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Angelo Schwizer
Bischofszellerstrasse 21a, 9201 Gossau 

B._____
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
betreffend persönlicher Verkehr vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. Silvia Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur
betreffend Unterhalt vertreten durch die Mutter C._____ und wie-
dervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur

C._____
Verfahrensbeteiligte betreffend persönlicher Verkehr
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur 

Gegenstand persönlicher Verkehr und Unterhalt

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 5. Juli 2018/
24. Oktober 2018, mitgeteilt am 13. September 2019
(Proz. Nr. 115-2018-2)

Mitteilung 12. Oktober 2021

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Sachverhalt

A/a. B._____, geboren am _____ 2018, ist der Sohn von C._____, geboren am 
_____ 1993, und A._____, geboren am _____ 1994. Am 11. Januar 2018 erhob 
B._____, vertreten durch seine Mutter C._____ und wiedervertreten durch 
Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli, beim Regionalgericht Viamala gegen 
A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Angelo Schwizer, eine Klage 
betreffend Vaterschaft und Unterhalt (Proz. Nr. 115-2018-2). Nachdem die Vater-
schaft von A.________ mittels eines Abstammungsgutachtens festgestellt worden 
war und die Eltern sich darüber geeinigt hatten, dass B._____ unter gemeinsamer 
elterlicher Sorge und unter alleiniger Obhut von C._____ stehen soll, blieben vor 
dem Regionalgericht im Wesentlichen der persönliche Verkehr zwischen B._____ 
und A.________ sowie die Unterhaltspflicht des Letzteren strittig.

A/b. Mit Verfügung vom 20. März 2018 (Proz. Nr. 135-2018-48) verpflichtete der 
prozessleitende Richter A.________ zu vorsorglichen Unterhaltsleistungen für 
B._____ (CHF 500.00 pro Monat von Februar bis April 2018, CHF 2'600.00 pro 
Monat ab Mai 2018). 

B. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Viamala fand am 5. Juli 
2018 statt. Mit Entscheid vom 5. Juli 2018/24. Oktober 2018, mitgeteilt am 13. 
September 2019, erkannte das Gericht wie folgt:

1. Die Vaterschaftsklage wird gutgeheissen und das Kindesverhältnis 
zwischen A._____, geboren am _____ 1994, und dem Kind B._____, 
geboren am _____ 2018, von E._____ und F._____, rückwirkend auf 
den Zeitpunkt der Geburt von B._____ festgestellt.

2. Die elterliche Sorge über B._____ steht der Mutter C._____ und dem 
Vater A._____ gemeinsam zu.

3. B._____ steht unter der alleinigen Obhut seiner Mutter C._____. Er hat 
seinen Wohnsitz am jeweiligen Wohnsitz der Mutter.

4. a. Der von den Parteien an der Hauptverhandlung betreffend den 
persönlichen Verkehr von A._____ mit seinem Sohn B._____ ge-
schlossene gerichtliche Vergleich mit folgendem Inhalt wird genehmigt:

Vorbehalten einer anderen, einvernehmlichen Regelung ist der Be-
klagte berechtigt/verpflichtet den Kläger wie folgt zu besuchen bzw. zu 
sich auf Besuch zu nehmen:

1. Im ersten Lebensjahr jedes Wochenende (Samstag oder Sonn-
tag) während zwei Stunden in G._____ sowie jede zweite Wo-
che mittwochs während zwei Stunden in G._____ jeweils unter 
Anwesenheit der Mutter.

2. Ab dem zweiten Lebensjahr gemäss Ziffer 1, jedoch jeweils 
während drei Stunden unter Anwesenheit der Mutter.

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3. Ab dem dritten Lebensjahr jedes zweite Wochenende (Samstag 
oder Sonntag) während vier Stunden in G._____ sowie jede 
zweite Woche pro Wochenende ein ganzer Tag (Samstag oder 
Sonntag) von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr zu sich sowie auf Wunsch 
des Vaters zweimal im Monat jeweils mittwochs während drei 
Stunden in G._____.

4. Ab dem vierten Lebensjahr jedes zweite Wochenende jeweils 
von Samstag 14:00 Uhr bis Sonntagabend 19:00 Uhr zu sich 
sowie zweimal im Monat jeweils mittwochs während drei Stun-
den in G._____.

5. Ab Kindergarteneintritt jeweils jede zweite Woche von Freitag-
abend 18:00 Uhr bis Sonntagabend 19:00 Uhr zu sich und 
zweimal im Monat jeweils mittwochs während drei Stunden in 
G._____ sowie während zwei Wochen Ferien im Jahr. Die 
nachfolgenden Feiertage verbringt der Kläger jeweils im Zeit-
strahl alternierend/abwechselnd beim Vater oder bei der Mutter, 
beginnend mit dem ersten Feiertag nach Kindergarteneintritt 
beim Vater:

- Geburtstag tagsüber ab 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr
- Ostertage ab Donnerstagabend 18:00 Uhr bis 

Ostermontagabend 19:00 Uhr
- Auffahrt ab Mittwochabend 18:00 Uhr bis Sonntagabend 

19:00 Uhr
- Pfingsten ab Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntagabend 

19:00 Uhr
- 1. August tagsüber ab 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr
- Weihnachten ab 23. Dezember 18:00 Uhr bis 25. Dezember 

10:00 Uhr
- Neujahr/Silvester ab 31. Dezember 9:00 Uhr bis 1. Januar 

19:00 Uhr

6. Ab dem Schuleintritt gilt Ziffer 5, jedoch drei Wochen Ferien im 
Jahr.

b. Die KESB Mittelbünden/Moesa ist angewiesen, für B._____, gebo-
ren am _____ 2018, eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen 
gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB (Besuchsrechtsbeistandschaft) zu errich-
ten, mit folgenden Aufgaben/Kompetenzen der Beistandsperson:

- Die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs 
zwischen dem Kind und dem Vater angemessen zu beraten, zu 
unterstützen und zwischen ihnen zu vermitteln;

- Prüfung/Sicherung eines kindergerechten Umfelds bei der 
Ausübung des persönlichen Verkehrs;

- Überwachung und Feststellung der Entwicklung des 
persönlichen Verkehrs;

- beiden Elternteilen als neutrale Ansprechperson zur Verfügung 
zu stehen, falls sich bei der Ausübung des Besuchsrechts 
Probleme ergeben;

- im Konfliktfall konkrete Modalitäten zur Umsetzung festzulegen.

5. a. Die Unterhaltsklage wird teilweise gutgeheissen und A._____ zu 
folgenden monatlichen Unterhaltszahlungen (in CHF auf ganze Fran-
ken gerundet), zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- 

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und/oder Ausbildungszulagen, soweit er sie bezieht, an B._____ ver-
pflichtet:

Bar-
unterhalt

Betreuungs-
unterhalt Total

Vom 03.01.2018 bis 11.04.2018 706 0 706
Vom 12.04.2018 bis 31.07.2023
(bis vor Eintritt Kindergarten) 611 1605 2216

Vom 01.08.2023 bis 31.01.2028
(Eintritt Kindergarten bis 10. Al-
tersjahr)

809 861 1670

Vom 01.02.2028 bis 31.07.2031
(10. Altersjahr bis Ende Primar-
schulstufe)

956 849 1805

Vom 01.08.2031 bis 31.07.2034
(während Schuloberstufe) 933 0 933

Vom 01.08.2034 bis 31.07.2037
(während der Lehre bzw. bis zum 
ordentlichen Abschluss einer 
angemessenen Erstausbildung)

730 0 730

Der Zeitraster basiert auf einem Kindergartenbesuch von B._____ ab 
August 2023, seiner Einschulung im August 2025 und einer 3-jährigen 
Lehre mit Beginn ab August 2034. Bei Änderung eines oder mehrerer 
dieser Zeitpunkte und/oder Ausbildungsdauern verschieben bezie-
hungsweise erstrecken sich die Phasen entsprechend.

Unterhaltsbeiträge, welche gestützt auf den vorsorglichen Massnah-
meentscheid vom 20. März 2018 (Proz. Nr. 135-2018-48) während des 
Verfahrens geleistet wurden (vorläufige Zahlungen gemäss Art. 303 
Abs. 1 ZPO), sind auf die vorstehend angeordneten Unterhaltsbeiträge 
anzurechnen.

Sofern die während des Verfahrens provisorisch verfügten Unterhalts-
beiträge ab Mai 2018 von CHF 2'600.00 in voller Höhe geleistet wur-
den, ist der Beklagte befugt, jenen Teil, der die mit vorliegender Ent-
scheidung angeordneten Unterhaltsbeiträge übersteigt, mit künftigen 
Unterhaltsbeiträgen monatlich zu verrechnen (Art. 304 ZPO; monatli-
cher Abzug von maximal CHF 384.00 [CHF 2'600.00 – CHF 
2'216.00]).

b. Die Geltendmachung von Ansprüchen auf Deckung ausserordent-
licher Bedürfnisse des Kindes im Sinne von Art. 286 Abs. 3 ZGB sowie 
weitergehender Unterhalt über die Volljährigkeit hinaus im Sinne von 
Art. 277 Abs. 2 ZGB bleiben vorbehalten.

c. Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils monatlich vorschüssig auf den 
1. Arbeitstag eines jeden Monats an die Mutter zu bezahlen. Diese 
Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit des Kindes hinaus, 
solange es im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche 
gegenüber dem Vater stellt beziehungsweise selbst keinen anderen 
Zahlungsempfänger bezeichnet.

d. Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsu-
mentenpreise des Bundesamtes für Statistik mit Stand Mai 2018 von 
102.1 Punkten (Basis Dezember 2015=100). Sie sind jeweils auf den 
01. Januar jeden Jahres, erstmals auf den 01. Januar 2020, dem 

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Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. 
Die Anpassung erfolgt nach der Formel: Ursprünglicher Unterhaltsbei-
trag x neuer Indexstand November ÷ ursprünglicher Indexstand. Weist 
die unterhaltsverpflichtete Partei nach, dass sich ihr Einkommen nicht 
im Umfang der Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge 
nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. 
Fällt der Index unter den Stand von Mai 2018 berechtigt dies nicht zu 
einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

e. Die Kinderunterhaltsbeiträge basieren auf folgenden Einkommens- 
und Bedarfsverhältnissen (netto pro Monat auf ganze Franken gerun-
det) sowie Vermögens- und Unterhaltsdeckungsverhältnissen:

[…]

f. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-
Renten fallen ab der Geburt von B._____ vollumfänglich der Mutter zu. 
Es ist Sache der Parteien die betroffenen Ausgleichskassen über die-
se Regelung zu informieren.

6. a. Die Gerichtskosten von CHF 7'039.00 (Entscheidgebühr Hauptver-
fahren CHF 5'000.00, Kosten der Beweisführung von CHF 1'339.00; 
Kosten vorsorgliches Massnahmeverfahren Proz. Nr. 135-2018-48 
CHF 700.00) gehen je zur Hälfte zu Lasten von A._____ und B._____. 
Der auf B._____ entfallende Teil wird gestützt auf die ihm gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2018-11) zu Lasten des 
Kantons Graubünden auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachfor-
derung durch den Kanton gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

b. Die Parteientschädigungen werden wettschlagen.

c. Der gerichtlich bestellte Rechtsbeistand von B._____, Rechtsan-
walt MLaw Tobias Brändli, Chur, wird gestützt auf die B._____ ge-
währte unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2018-11) zu Lasten 
des Kantons Graubünden mit CHF 11'817.90 (Barauslagen und 
MWST eingeschlossen) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Nach-
forderung gegenüber B._____ gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbe-
halten.

7. (Rechtsmittelbelehrungen) 

8. (Mitteilung)

C/a. Mit Verfügung vom 12. Februar 2019 hatte der prozessleitende Richter eine 
vorsorgliche Regelung des persönlichen Verkehrs getroffen, die vorsorgliche Er-
richtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft angeordnet und A.________ ver-
pflichtet, B._____ vorsorglich neu CHF 611.00 Barunterhalt (zuzüglich Kinderzula-
gen) sowie CHF 1'605.00 Betreuungsunterhalt pro Monat zu leisten (Proz. Nr. 
135-2018-299).

C/b. Die KESB Mittelbünden/Moesa errichtete in der Folge mit Entscheid vom 4. 
April 2019 die Besuchsrechtsbeistandschaft (Art. 308 Abs. 2 ZGB) für B._____ 
und ernannte H._____ als Beistand.

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D/a. Gegen den Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 5. Juli 2018/ 
24. Oktober 2018 erklärte A.________ (nachfolgend auch als [Kinds-]Vater be-
zeichnet) mit Eingabe vom 16. Oktober 2019 Berufung an das Kantonsgericht von 
Graubünden (Verfahren ZK1 19 175). B._____ stellte in seiner Berufungsant-wort 
vom 18. November 2019 eigene Begehren und beantragte die Abweisung der An-
träge von A.________. 

D/b. Auch B._____ (nachfolgend auch als B._____ bezeichnet) erhob gegen den 
Entscheid des Regionalgerichts Viamala mit Eingabe vom 16. Oktober 2019 Beru-
fung (Verfahren ZK1 19 176), wobei A.________ in seiner Berufungsantwort vom 
20. November 2019 deren Abweisung sowie die Vereinigung der beiden Beru-
fungsverfahren beantragte. 

E/a. Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Januar 2020 vereinigte die Vorsit-
zende der I. Zivilkammer die Verfahren ZK1 19 175 und ZK1 19 176 und ordnete 
die Durchführung einer Instruktionsverhandlung an. Sodann forderte sie die Par-
teien sowie die KESB Mittelbünden/Moesa zur Edition verschiedener Unterlagen 
sowie den Kindsbeistand zum Einreichen einer schriftlichen Auskunft auf.

E/b. A.________ reichte am 17. Januar 2020 beim Kantonsgericht von 
Graubünden gegen B._____ ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen in 
den Berufungsverfahren ZK1 19 175/ZK1 19 176 ein (Verfahren ZK1 20 15). Mit 
Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 21. Januar 2020 wurde 
C._____ (nachfolgend auch als [Kinds-]Mutter bezeichnet) von Amtes wegen als 
weitere Beteiligte in das Gesuchsverfahren einbezogen.

F. Am 27. Mai 2020 fand in den beiden Berufungsverfahren sowie im Mass-
nahmeverfahren eine Instruktionsverhandlung statt, in dessen Nachgang den Par-
teien der Entwurf eines gerichtlichen Vergleichs unterbreitet wurde. Auf diesen 
konnten sich die Parteien in der Folge nicht einigen.

G. C._____ hatte am 24. Januar 2020 mit I._____ die Ehe geschlossen. Am 
_____ 2020 wurden sie und ihr Ehemann Eltern von J._____. A.________ hatte 
sich am 18. April 2020 mit K._____ verehelicht. Am _____ 2020 kam die gemein-
same Tochter L._____ zur Welt.

H. Infolge einer Interessenkollision von C._____ ordnete die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer in ihrer Verfügung vom 1. Dezember 2020 für B._____ in den Verfah-
ren ZK1 20 15 und ZK1 19 176 eine Kindesvertretung nach Art. 299 ZPO an, wo-
bei sie deren Aufgabe vorderhand auf die Wahrnehmung der Kindesinteressen im 
Bereich des persönlichen Verkehrs beschränkte. Als Prozessbeiständin wurde 

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Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen eingesetzt. Sodann wurde festgehalten, 
dass die Kindsmutter den Prozess in Bezug auf den Kindesunterhalt als gesetzli-
che Vertreterin von B._____ weiterführe und Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Cavie-
zel als von ihr mandatierter Rechtsvertreter in diesem Bereich dementsprechend 
ebenfalls als Vertreter des Kindes und nicht der Mutter tätig werde. Mit Bezug auf 
die Regelung des persönlichen Verkehrs sei C._____ fortan auch in den vereinig-
ten Berufungsverfahren als Partei bzw. mit parteiähnlicher Stellung zu beteiligen. 
Schliesslich wurde in den Verfahren ZK1 19 175/176 mit Blick auf die bisherige 
Verfahrensdauer sowie die veränderten persönlichen Verhältnisse die Durch-
führung einer mündlichen Berufungsverhandlung angekündigt.

I. Mit Verfügung vom 12. Februar 2021 wurden die Parteien zur Hauptver-
handlung vorgeladen und zur Edition verschiedener Unterlagen aufgefordert.

J. Am 25. März 2021 traf die Vorsitzende der I. Zivilkammer im Verfahren ZK1 
20 15 für die Dauer der Berufungsverfahren ZK1 19 175/176 eine vorsorgliche 
Regelung des persönlichen Verkehrs. 

K. Die mündliche Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden fand am 13. April 2021 statt.

K/a. Die Kindesvertreterin, Rechtsanwältin Silvia Däppen, stellte in Bezug auf 
den persönlichen Verkehr zwischen A.________ und B._____ folgende Anträge: 

1. Ziff. 4.a Dispositiv des Entscheids des Regionalgerichts Viamala vom 
5.7.2018/24.10.2018 (Proz.Nr. 115-2018-2) sei aufzuheben und 
A._____ sei zu berechtigen und zu verpflichten, B._____, geb. 
3.1.2018, wie folgt zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen:

a) bis Ende August 2021 einmal wöchentlich, samstags oder sonn-
tags, in der Wohnregion von B._____, jeweils für drei bis vier 
Stunden;

b) ab September 2021 bis Ende März 2022 jedes zweite Wochenen-
de, samstags oder sonntags, bei sich zuhause, während sechs 
Stunden (ohne Fahrzeiten), wobei C._____ die Hinfahrt zum Vater 
und A.________ die Rückfahrt zur Mutter zu übernehmen habe;

ab September 2021 bis Ende März 2022 jedes Wochenende, an 
welchem B._____ nicht bei A.________ zu Besuch ist, samstags 
oder sonntags, in der Wohnregion von B._____, jeweils für drei bis 
vier Stunden;

c) ab April 2022 bis Dezember 2022 jedes zweite Wochenende, je-
weils von Samstag, 14 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr, wobei C._____ 
die Hinfahrt zum Vater und A.________ die Rückfahrt zur Mutter 
zu übernehmen habe;

d) ab Januar 2023 jedes zweite Wochenende, jeweils von Freitag-
abend, bis Sonntag, 19 Uhr, wobei C._____ die Hinfahrt zum Va-

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ter und A.________ die Rückfahrt zur Mutter zu übernehmen ha-
be;

e) ab August 2023 bis Juli 2025 für jährlich zwei Wochen Ferien, je-
weils maximal eine Woche am Stück, und an Feiertagen, welche 
einem Besuchswochenende des Vaters unmittelbar vorgehen oder 
unmittelbar an dieses anschliessen, während der schulfreien Fei-
ertage.

f) ab August 2025 für jährlich drei Wochen Ferien und in Jahren mit 
gerader Jahreszahl von Silvester bis zum Geburtstag von B._____ 
und an Pfingsten, von Freitag- bis Montagabend, in Jahren mit un-
gerader Jahreszahl an Ostern, Gründonnerstag- bis Ostermontag-
abend, und an Weihnachten, jeweils vom 23. bis 25. Dezember.

2. Der Antrag auf Einholung eines Gutachtens der Kinder- und Jugend-
psychiatrie Graubünden sei abzuweisen.

3. Den Eltern sei die Weisung zu erteilen, den Kurs "Kinder im Blick" zu 
besuchen, sollte der Besuch noch nicht erfolgt sein.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

K/b. Rechtsanwältin Ursina Heldstab beantragte als Rechtsvertreterin von 
B._____ und C._____, in Vertretung von Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, 
was folgt: 

A. Anträge von B._____ bzw. C._____

1. Aufhebung Dispositivziffern 1. Instanz

Es seien Dispositiv-Ziffern 4. (Regelung des persönlichen Verkehrs) 
und 5. (Unterhalt) des Entscheides des Kollegialgerichtes des Regio-
nalgerichtes Viamala vom 05.07./24.10.2018 (Proz. Nr. 115-2018-2) 
aufzuheben und durch nachfolgende Regelungen zu ersetzen.

2. Besuchsrecht

2.1. A.________ sei zu verpflichten, zwei Termine zusammen mit B._____ 
bei Dr. med. M._____ wahrzunehmen.

2.2. A.________ sei nach Wahrnehmung dieser Termine unter Vorbehalt 
einer anderen, einvernehmlichen Regelung zu berechtigen und 
verpflichten, B._____ wie folgt zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch 
zu nehmen:

a) Bis Ende Juni 2021 Besuche im Rahmen der Begleiteten 
Besuchstage (BBT) bei der Fachstelle für Kinderbetreuung, 
familienunterstützende Angebote und Dienstleistungen in 
Graubünden (famur), jeweils für zwei bis drei Stunden, wobei die 
Kosten den Eltern zur Hälfte aufzuerlegen sind.

b) Ab Juli 2021 bis Ende August 2021 einmal wöchentlich, samstags 
oder sonntags, in der Wohnregion von B._____, jeweils für drei bis 
vier Stunden.

c) Ab September 2021 jedes zweite Wochenende, samstags oder 
sonntags, bei A.________, jeweils von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, 
wobei C._____ die Hinfahrt und A.________ die Rückfahrt zu 
übernehmen hat. An den Wochenenden dazwischen, samstags 

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oder sonntags, in der Wohnregion von B._____, jeweils für drei bis 
vier Stunden.

d) Frühestens ab Januar 2023 jedes zweite Wochenende bei 
A.________ von Samstag, 14.00 Uhr bis Sonntag, 19.00 Uhr, 
wobei A.________ sämtliche Fahrten für das Holen und Bringen 
von B._____ zu übernehmen hat.

e) Frühestens ab Januar 2024 jedes zweite Wochenende bei 
A.________ von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr, wobei 
A.________ sämtliche Fahrten für das Holen und Bringen von 
B._____ zu übernehmen hat.

f) Ab Ostern 2024 verbringt B._____ nachfolgende Feiertage 
alternierend/abwechselnd bei C._____ und A.________:

- Geburtstag tagsüber von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr, es sei denn, 
der Geburtstag falle auf einen Kindergarten- bzw. Schultag

- Ostertage ab Donnerstag 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 19.00 
Uhr

- Auffahrt ab Mittwoch, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr
- Pfingsten ab Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag 19.00 Uhr
- 1. August von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr
- Weihnachten ab 23. Dezember, 18.00 Uhr, bis 25. Dezember, 

10.00 Uhr
- Silvester/Neujahr ab 31. Dezember, 09.00 Uhr, bis 1. Januar, 

19.00 Uhr.

g) Ab Sommer 2024 sei A.________ zu berechtigen und verpflichten, 
B._____ für zwei Wochen und ab Schuleintritt für drei Wochen 
Ferien zu sich auf Besuch zu nehmen, wobei ein Ferienaufenthalt 
bis zum Schuleintritt jeweils maximal eine Woche dauern soll.

2.3 Die mit einzelrichterlichem Entscheid des Regionalgerichtes Viamala 
vom 12.02.2019 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 
angeordnete und von der KESB Mittelbünden/Moesa mit Entscheid 
vom 04.04.2019 errichtete Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 
ZGB für B._____ sei beizubehalten. Dabei seien der Beistandsperson 
zusätzlich zu den bereits erteilten Aufträgen folgende Aufgaben und 
Kompetenzen zu übertragen:

• die konkreten Modalitäten der Durchführung der einzelnen Besuche 
verbindlich festzulegen, falls sich die Parteien darüber nicht einigen 
können; insbesondere sei der Beistand zu verpflichten, unter 
Einbezug von A.________ und C._____ einen Besuchsplan 
auszuarbeiten, in welchem Daten und Zeiten für die persönlichen 
Kontakte verbindlich festgelegt werden,

• Unterstützungsmassnahmen zu prüfen und in die Wege zu leiten,
• den Übergang von Besuchen im Rahmen der Begleiteten 

Besuchstage zu Besuchen in der Wohnregion von B._____ sowie 
den Übergang von tageweisen Besuchen zu Besuchen mit 
Übernachtungen zu beobachten und nötigenfalls auf eine 
Anpassung der Besuchsregelung hinzuwirken, falls B._____ mit der 
Ausdehnung des Besuchsrechts überfordert sein sollte; hierzu sei 
der Beistand zu verpflichten, mit Dr. med. M._____ Rücksprache zu 
halten.

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3. Unterhalt

3.1. A.________ sei zu verpflichten, seinem Sohn B._____ folgende mo-
natliche im Voraus auf den ersten eines Monats zu bezahlende Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen (zahlbar an C._____), zuzüglich gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, soweit er 
diese bezieht:

• Vom 03.01.2018 bis 31.03.2018:
Fr. 1‘000.00 (Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

• Vom 01.04.2018 - 31.08.2019:
Fr. 3‘380.00 (Fr. 1'110.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil,
Fr. 2‘270.00 Betreuungsunterhalt)

• Vom 01.09.2019 - 31.08.2020:
Fr. 2‘930.00 (Fr. 1'355.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil,
Fr. 1‘575.00 Betreuungsunterhalt)

• Vom 01.09.2020 - 30.06.2021:
Fr. 1‘890.00 (Fr. 1‘105.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil,
Fr. 785.00 Betreuungsunterhalt)

• Vom 01.07.2021 - 31.12.2022:
Fr. 2‘020.00 (Fr. 925.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil,
Fr. 1‘095.00 Betreuungsunterhalt)

• Vom 01.01.2023 - 31.08.2023:
Fr. 1‘745.00 (Fr. 960.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil,
Fr. 785.00 Betreuungsunterhalt)

• Vom 01.09.2023- 31.12.2027:
Fr. 1‘160.00 (Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

• Vom 01.01.2028 bis zum Ende der Erstausbildung:
Fr. 1‘220.00 (Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

3.2. Sofern B._____ nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre 
absolviert, sei A.________ zu berechtigen, von dem dannzumal 
geltenden und über die Volljährigkeit hinaus bis zum ordentlichen 
Abschluss einer angemessenen Erstausbildung zu bezahlenden 
Unterhaltsbeitrag den Betrag von 1/3 des monatlichen Nettolohnes 
(exkl. des Anteils eines allfälligen 13. Monatslohnes) von B._____ in 
Abzug zu bringen.

3.3. Sofern B._____ die Fahrt zum Kindsvater an den 
Besuchswochenenden selbst mittels öffentlichen Verkehrsmitteln 
bestreitet, sei der Kindsvater zu verpflichten, die Kosten für die 
Benutzung des öffentlichen Verkehrs durch B._____ zu übernehmen.

3.4. Die Höhe der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3.1. vorstehend sei an 
den Index der Konsumentenpreise zu binden und es sei anzuordnen, 
dass die Unterhaltsbeiträge jeweils auf den 1. Januar eines jeden 
Jahres dem Stand des Indexes per Ende November des 
vorausgegangenen Jahres anzupassen ist, wobei eine 
Indexanpassung nach unten nicht erfolgt.

3.5. A.________ sei zu berechtigen, von den rückwirkend zu bezahlenden 
Unterhaltsbeiträgen die bereits geleisteten Beträge in Höhe von Fr. 
89‘764.00 (inkl. Kinderzulagen) in Abzug zu bringen.

11 / 72

4. Erziehungsgutschriften

Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-
Renten seien ab der Geburt von B._____ vollumfänglich der 
Kindsmutter, C._____, anzurechnen.

5. Kostenfolgen

Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
Mehrwertsteuer gemäss Gesetz.

B. Zur Berufung von A.________

1. Die Berufung von A.________ sei abzuweisen, soweit seine Anträge 
von den Anträgen von B._____ bzw. C._____ abweichen.

2. Die Anträge der Kindesvertreterin seien abzuweisen, soweit sie von 
den Anträgen von B._____ bzw. C._____ abweichen.

K/c. Schliesslich stellte Rechtsanwalt Schwizer für A.________ folgende Anträ-
ge: 

1. Dispositivziffer 5 des Entscheids 115-2018-2 des Regionalgerichts Via-
mala vom 05. Juli 2018/24. Oktober 2018 sei aufzuheben und wie folgt 
zu ersetzen:

2. Der Kindsvater sei zu verpflichten, der Kindsmutter an den Unterhalt 
des gemeinsamen Sohnes monatlich im Voraus zu bezahlen (jeweils 
zzgl. allfälliger Familienzulagen):

a) Januar 2018 bis April 2018: CHF 470.00;
b) Mai 2018 bis Januar 2019: CHF 1'510.00, davon CHF 950 

Betreuungsunterhalt;
c) Februar 2019 bis Dezember 2019: CHF 565;
d) Januar 2020 bis Dezember 2027: CHF 470;
e) Januar 2028 bis Dezember 2033: CHF 650;
f) ab Januar 2034 bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus bis zum 

Abschluss einer angemessenen Ausbildung: CHF 700 abzüglich 
60% eines Kindeseinkommens.

3. Die Unterhaltsbeiträge bis und mit Dezember 2027 sind für Phasen der 
Erwerbstätigkeit der Kindsmutter um monatlich CHF 20 zu reduzieren.

4. Der Kindsvater sei zu berechtigen, sämtliche geleisteten Unterhalts-
zahlungen mit der Unterhaltsverpflichtung zu verrechnen.

5. Dispositivziffer 4 des Entscheids 115-2018-2 des Regionalgerichts Via-
mala vom 05. Juli 2018/24. Oktober 2018 sei aufzuheben und wie folgt 
zu ersetzen:

6. Der Kindsvater und der Sohn seien in einer Aufbauphase zu berechti-
gen:

a) zwei gemeinsame Termine bei Dr. M._____, G._____ zu 
verbringen;

b) danach bis und mit Juni 2021 wöchentlich bis zu vier Stunden am 
Samstag oder Sonntag in der Wohnregion des Sohnes, ohne 
Begleitung der Kindsmutter, zu verbringen;

12 / 72

c) danach bis und mit September 2021 in jeder geraden 
Kalenderwoche, entweder Samstag oder Sonntag von 10:00 bis 
16:00 in der Wohnregion des Kindsvaters und in jeder ungeraden 
Kalenderwoche, Samstag oder Sonntag während bis zu vier 
Stunden in der Wohnregion des Sohnes, ohne Begleitung der 
Kindsmutter, miteinander zu verbringen, wobei die Übergabe 
jeweils durch den abgebenden Elternteil beim übernehmenden 
Elternteil erfolgt.

d) danach bis Dezember 2021 jedes gerade Wochenende von 
Samstag 14:00 bis Sonntag 19:00 in der Wohnregion des 
Kindsvaters miteinander zu verbringen, wobei die Übergabe 
jeweils durch den abgebenden Elternteil beim übernehmenden 
Elternteil erfolgt.

7. Ab 2022 seien Kindsvater und Sohn zu berechtigen:

7.1. Als Grundregel jedes Wochenende einer geraden Kalenderwoche von 
Freitag 18:00 bis Sonntag 19:00 miteinander zu verbringen.

7.2. In Abweichung der Grundregel in geraden Kalenderjahren Gründon-
nerstag 18:00 bis Ostermontag 19:00, Pfingstfreitag 18:00 bis Pfingst-
sonntag 19:00, 23. Dezember 18:00 bis 25. Dezember 19:00, in unge-
raden Kalenderjahren Mittwoch vor Auffahrt 18:00 bis Sonntag 19:00, 
31. Juli 18:00 bis 02. August 19:00 und 30. Dezember 18:00 bis 03. 
Januar 19:00 (des Folgejahres) miteinander zu verbringen. Die jahre-
weise umgekehrte Zuordnung gelte für die Kindsmutter und Sohn.

7.3. In Abweichung von Grund- und Feiertagsregel vier Wochen Schulferi-
en (Freitag 18:00 bis Sonntag 19:00) miteinander zu verbringen. Die 
Ferien werden mindestens drei Monate im Voraus abgesprochen, im 
Konfliktfall steht in geraden Kalenderjahren der Kindsmutter, in unge-
raden Kalenderjahren dem Kindsvater der Stichentscheid zu.

8. Die Eltern seien unter Hinweis auf die Strafdrohung nach Art. 292 
StGB zur Wahrnehmung bzw. Ermöglichung des persönlichen Ver-
kehrs gemäss Antrag 6 bzw. 7 zu verpflichten.

9. Die Besuchsbeistandschaft sei zu ermächtigen

a) Strittige Modalitäten des persönlichen Verkehrs verbindlich zu 
entscheiden;

b) Ausgefallene Besuchszeiten alternativ anzusetzen;
c) Strafanzeige bei Verstoss gegen die Besuchsregelung zu stellen.

10. Die Berufung des Sohnes bzw. der Kindsmutter sei abzuweisen.

11. (Antrag betr. unentgeltliche Rechtspflege)

12. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der 
Kindsmutter.

K/d. Im Übrigen wird für den Verlauf der Hauptverhandlung, die persönliche Be-
fragung von A.________ und C._____ sowie die Ausführungen der Rechtsvertre-
ter auf das separat ausgefertigte Protokoll verwiesen.

13 / 72

Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Regionalgerichts Viamala handelt es 
sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit Berufung anfechtbar ist 
(Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Da im Berufungsverfahren nicht nur die Unterhalts-
pflicht von A.________ gegenüber B._____ strittig ist, sondern auch der persönli-
che Verkehr zwischen Vater und Sohn, ist die Angelegenheit nicht ausschliesslich 
vermögensrechtlicher Natur, so dass die Berufungsfähigkeit des Entscheids nicht 
vom Erreichen eines bestimmten Streitwerts abhängt (BGE 116 II 493; BGer 
5A_399/2014 v. 17.12.2014 E. 1).

Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der Beru-
fung als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100). 
Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen 
auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a 
KGV [BR 173.100]).

1.2. Der Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 5. Juli 2018/24. Oktober 
2018 wurde am 13. September 2019 schriftlich begründet mitgeteilt und ging den 
Berufungsklägern am 16. September 2019 zu (RG act. VII./9). Die von ihnen am 
16. Oktober 2019 dagegen erhobenen Berufungen erfolgten frist- und darüber 
hinaus auch formgerecht (vgl. Art. 311 ZPO), so dass darauf einzutreten ist.

1.3. Die Berufungsverfahren ZK1 19 175 und ZK1 19 176 wurden aufgrund ihres 
sachlichen Zusammenhangs gestützt auf Art. 125 lit. c ZPO, der auch in Rechts-
mittelverfahren zur Anwendung gelangt, vereinigt (vgl. Adrian Staehelin, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 zu Art. 125 ZPO m.w.H.).

1.4. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 ff. zu Art. 
310 ZPO).

1.5. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach 
Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und Be-
weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden 

https://swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/3d52f577-b6ba-45f7-8c05-be701a90e1a9?citationId=1c952d54-667c-49a4-943a-c1aff2ddb9a2&source=document-link&SP=9|ushrxh

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(lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (lit. b). Zu beachten ist allerdings, dass es vorliegend um Kinder-
belange in einer familienrechtlichen Angelegenheit geht, so dass das Gericht nach 
Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht (Untersu-
chungsmaxime) und überdies ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet (Of-
fizialmaxime). Die strenge Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen durchbricht 
das erwähnte Novenregime, mit der Folge, dass neue Tatsachen und Beweismittel 
im Berufungsverfahren selbst dann vorgebracht werden können, wenn die Vor-
aussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 
m.w.H. = Pra 2019 Nr. 88; BGer 5A_800/2019 v. 9.2.2021 E. 2.2). Die von den 
Parteien neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel sind in diesem Sinn 
grundsätzlich zuzulassen und, sofern von Relevanz, zu beachten.

1.6.1. Der Kindsvater beantragte im Berufungsverfahren mit Eingaben vom 24. 
Februar 2021 sowie vom 8. März 2021 die Edition von Einkommens- und Bedarfs-
unterlagen des Ehemannes von C._____, I._____, sowie des gemeinsamen Kin-
des J._____; dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass die Unterhaltsbei-
träge für B._____ ohne Berücksichtigung sämtlicher Unterhaltsverhältnisse nicht 
korrekt bestimmt werden könnten. Namentlich hingen Bedarf und Leistungsfähig-
keit der Elternteile von den anderen familienrechtlichen Unterhaltspflichten ab.

Vorliegend ist Natural-, Bar- und Betreuungsunterhalt für B._____ festzusetzen, 
wobei zu dessen Leistung die Kindseltern verpflichtet sind. Um die Leistungsfähig-
keit des Kindsvaters zu bestimmen, müssen Einkommen und Bedarf von ihm, von 
seiner Ehefrau und von Tochter L._____ bekannt sein. Für den Ehemann der Mut-
ter und den gemeinsamen Sohn J._____ gilt dies indes nicht. Zwar hat I._____ 
nach der Geburt von J._____ einen Teil des Bedarfs der Kindsmutter zu decken, 
wodurch sich der vom Kindsvater für B._____ zu leistende Betreuungsunterhalt 
reduziert. Zur Bestimmung des vom Ehemann zu übernehmenden Anteils wird 
indes auf die Betreuungsbedürftigkeit von J._____ und B._____ und nicht auf die 
Leistungsfähigkeit der beiden Väter abgestellt (vgl. E. 11.3). Dass I._____ leis-
tungsfähig ist, wird – namentlich mangels entsprechender Einwände – angenom-
men, auch was den von ihm zu bezahlenden Barunterhalt für J._____ betrifft. Aus 
diesem Grund erübrigt sich eine Abklärung von Einkünften und Bedarf des Ehe-
mannes sowie des gemeinsamen Kindes, zumal angesichts der Tatsache, dass 
der Barunterhalt für B._____ keinen ausserordentlich hohen Überschussanteil 
enthält und sich der Betreuungsunterhalt durch die Beteiligung des Ehemannes 
reduziert, entgegen der vom Vater geäusserten Befürchtung nicht von einer Quer-
subventionierung der Ehe oder des neuen Kindesverhältnisses auszugehen ist. 

15 / 72

Angaben und Unterlagen zur Bestimmung der Einkommens- und Bedarfsverhält-
nisse der Kindsmutter liegen vor, wobei darauf hinzuweisen bleibt, dass die ge-
naue Höhe der Steuerlast der Familie I.________ offen gelassen werden kann 
(vgl. E. 12.1.4). Der Beweisantrag des Kindsvaters ist deshalb auch vor diesem 
Hintergrund abzuweisen.

1.6.2. Rechtsanwalt Brändli hatte in der für B._____ am 16. Oktober 2019 einge-
reichten Berufung beantragt, zwecks Regelung des persönlichen Verkehrs ein 
Gutachten der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (KJP GR) und schriftli-
che Auskünfte des Besuchsrechtsbeistands sowie von Dr. med. M._____ einzuho-
len. Verlaufsberichte des Besuchsrechtsbeistands H._____ liegen mit Datum vom 
25. Februar 2020 und vom 11. Dezember 2020 vor, während an den Anträgen auf 
Einholen eines kinderpsychologischen Gutachtens sowie eines Arztberichts an-
lässlich der Berufungsverhandlung nicht mehr festgehalten wurde. 

Persönlicher Verkehr

2.1. Das minderjährige Kind und die Eltern, denen die elterliche Sorge oder Ob-
hut nicht zusteht, haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen 
Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Zweck des Besuchsrechts ist es, den Aufbau einer 
lebendigen Eltern-Kindesbeziehung zu ermöglichen. Für das Kind ist es sehr wich-
tig, zu beiden Eltern Kontakt zu haben, da dies bei seiner Identitätsfindung eine 
entscheidende Rolle spielen kann. Es handelt sich um ein gegenseitiges Pflicht-
recht, das in erster Linie dem Interesse des Kindes dient. Oberste Richtschnur für 
die Ausgestaltung des Besuchsrechts bildet das Kindeswohl, das anhand der Um-
stände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen ist. Die Interessen der Eltern haben 
zurückzustehen (BGE 130 III 585 E. 2.1; BGer 5A_290/2020 v. 8.12.2020 E. 2.2 
m.w.H.). Häufigkeit und Dauer der Besuchskontakte richten sich vor allem nach 
dem Alter des Kindes. Bei kleinen Kindern sollten aufgrund des kindlichen Zeit-
empfindens einerseits die Trennungszeiten von der Hauptbezugsperson nicht all-
zu lang sein und andererseits die Besuche nicht länger als vierzehn Tage ausein-
ander liegen. Ideal sind somit häufige und kurze Besuchsintervalle. Zudem sind 
bei der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs die Bindung an einen Elternteil, 
die Intensität der Beziehung zum Besuchsberechtigten, die vor der Trennung der 
Eltern gelebte Betreuung, die Lebensgestaltung der Eltern und des Kindes, die 
räumlichen Gegebenheiten und die zeitlichen Verfügbarkeiten der Eltern zu be-
achten. Für die Umsetzung und namentlich auch den Detaillierungsgrad der Rege-

16 / 72

lung ist sodann das Verhältnis zwischen den Eltern wichtig (BGer 5A_290/2020 v. 
8.12.2020 E. 2.3 m.w.H. sowie 5A_654/2019 v. 14.5.2020 E. 3.1).

2.2. Die Regelung des persönlichen Verkehrs im angefochtenen Entscheid be-
ruht auf einem anlässlich der Hauptverhandlung vom 5. Juli 2018 geschlossenen 
gerichtlichen Vergleich. Dieser sah einen schrittweisen Aufbau des Kontakts zwi-
schen dem Vater und dem damals sechsmonatigen Sohn vor, konnte in der Folge 
aufgrund von Konflikten unter den Eltern jedoch nicht umgesetzt werden. Wie dem 
Verlaufsbericht des Besuchsrechtsbeistands H._____ vom 25. Februar 2020 (act. 
J.1 [ZK1 19 175]) sowie seinem ergänzenden Bericht vom 11. Dezember 2020 
(act. I.1.0 [ZK1 20 15]) zu entnehmen ist, fanden zwar Besuche statt, doch kam es 
immer wieder zu längeren Unterbrüchen des Kontakts zwischen dem Vater und 
B._____. Es erweist sich daher als notwendig, die Besuchsrechtsregelung den 
aktuellen Umständen anzupassen.

Zu beachten ist, dass mit Verfügung vom 25. März 2021 (ZK1 20 15) für die Dauer 
der Berufungsverfahren eine vorsorgliche Regelung des persönlichen Verkehrs 
getroffen wurde, die einen schrittweisen Aufbau der Vater-Sohn-Beziehung vor-
sieht. Es ist somit davon auszugehen, dass mittlerweile wieder einzelne Besuche 
des Vaters bei B._____ stattgefunden haben, nachdem der Kontakt zuvor seit an-
fangs August 2020 unterbrochen war. An dieser Ausgangslage hat sich die vorlie-
gend zu treffende Besuchsrechtsregelung betreffend den mittlerweile dreieinhalb-
jährigen Jungen zu orientieren. 

3.1.1. Die Kindesvertreterin beantragt zunächst, den Vater zu berechtigen und zu 
verpflichten, B._____ bis Ende August 2021 einmal wöchentlich, samstags oder 
sonntags, für drei bis vier Stunden in dessen Wohnregion zu besuchen. Ab Sep-
tember 2021 bis Ende März 2022 sollen diese Besuche noch jedes zweite Wo-
chenende stattfinden, während der Vater seinen Sohn an den Wochenenden da-
zwischen samstags oder sonntags für sechs Stunden (ohne Fahrzeiten) zu sich 
auf Besuch nimmt.

Nachdem in den ersten Lebensjahren wie erwähnt keine regelmässigen Kontakte 
zwischen B._____ und seinem Vater stattfanden, erfordert es das Kindeswohl, 
dass die Vater-Sohn-Beziehung schrittweise wieder aufgebaut bzw. der mit der 
Verfügung vom 25. März 2021 eingeleitete stufenweise Aufbau der Beziehung 
fortgeführt wird. Hierfür erscheinen die von der Kindesvertreterin beantragten an-
fänglichen Besuche in der Wohnregion von B._____ mit einer flexiblen Dauer von 
drei bis vier Stunden optimal. B._____ ist dadurch in seiner gewohnten Umgebung 
und noch nicht allzu lange von seiner Mutter getrennt. Ausserdem entspricht der 

17 / 72

Wochenrhythmus den Bedürfnissen von B._____ als dreijährigem Kind (vgl. E. 
2.1) und trägt daher dazu bei, eine stabile Beziehung und ein Vertrauensverhältnis 
zum Vater aufzubauen. Nach einigen Monaten mit regelmässigen Kontakten ist es 
sodann angemessen, dass die Besuche zeitlich ausgedehnt werden und B._____ 
das Umfeld seines Vaters sowie seine Halbschwester kennenlernt.

Der Vater selbst strebt an, die Tagesbesuche nur bis und mit September 2021 
durchzuführen und danach bereits mit Übernachtungsbesuchen zu beginnen. Dies 
erscheint nicht zielführend, benötigt B._____ aufgrund seiner engen Beziehung 
zur Mutter doch ausreichend Zeit, um sich an die unbegleiteten Besuche des Va-
ters zu gewöhnen. Ferner dürfte ein behutsamer Aufbau des Kontakts das Ver-
trauen der Mutter in die Vater-Sohn-Beziehung stärken und so die Umsetzung der 
vorgesehenen Regelung begünstigen.

Darauf, Besuche anfänglich nur im Rahmen der Begleiteten Besuchstage (BBT) 
durchzuführen, ist entgegen dem Antrag der Kindsmutter zu verzichten. Einerseits 
sind solche Besuche nach den Angaben der Parteien anlässlich der Berufungs-
verhandlung im Moment pandemiebedingt nur erschwert durchführbar. Anderseits 
bestehen keine konkreten Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls, 
die die Anwesenheit von Drittpersonen rechtfertigen würden (vgl. BGer 
5A_564/2019 v. 14.5.2020 E. 3.1). Es ist in diesem Zusammenhang namentlich 
auf den Bericht der Fachstelle "famur", die die BBT organisiert, vom 26. Oktober 
2020 zu verweisen (act. I.1.1 [ZK1 20 15]). Daraus geht hervor, dass die dortigen 
vier Besuche, die zwischen Juni und August 2020 stattfanden, gut verlaufen sind, 
B._____ den Vater als Bezugsperson annimmt und Letzterer die Bedürfnisse sei-
nes Kindes wahrnimmt.

3.1.2. Das Holen und Bringen des Kindes gehört grundsätzlich zu den Pflichten 
des Besuchsberechtigten (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Aufl., Ba-
sel 2018, N 18 zu Art. 273 ZGB; Gisela Kilde, Der persönliche Verkehr: Eltern - 
Kind - Dritte, Zürich 2015, Rz. 384 m.w.H.). Allerdings wird vermehrt auch die 
Meinung vertreten, dass die Ortsveränderung jedenfalls bei jüngeren Kindern von 
dem Elternteil begleitet werden soll, von welchem das Kind weggeht. Dies liegt 
insofern im Kindeswohl, als der jeweilige Elternteil nicht nur verbal, sondern auch 
mit seinem Verhalten zum Ausdruck bringt, den Ortswechsel und den Aufenthalt 
beim andern Elternteil mitzutragen. Er leistet damit aktiv einen Beitrag zur Ausü-
bung des Besuchsrechts (KGer LU 3H 14 75 v. 26.11.2014 E. 5.2; KGer SG 
KES.2017.4 v. 24.10.2017; OGer ZH PQ200007 vom 8.5.2020 E. 3.3 [S. 14 u. S. 
19 m.w.H.]; Kilde, a.a.O., Rz. 384 m.w.H.). Auch vorliegend kann die Mutter 

18 / 72

B._____ signalisieren, dass sie die Besuche beim Vater unterstützt, indem sie den 
Jungen zu diesem begleitet. Die von der Kindesvertreterin vorgeschlagene Lö-
sung, dass die Kindsmutter die Hinfahrt zum Vater und der Vater die Rückfahrt zur 
Mutter übernimmt, erscheint daher angemessen und im Kindeswohl liegend (vgl. 
ZK1 20 15 E. 3.4.2). Bis zum Beginn der Übernachtungsbesuche wird dies von der 
Kindsmutter denn auch nicht mehr in Frage gestellt.

3.1.3. Anlässlich der Hauptverhandlung beantragten beide Elternteile, dass der 
Kindsvater zunächst zwei Termine zusammen mit B._____ bei dessen Therapeu-
ten Dr. M._____ wahrnehme. Das erscheint sinnvoll, weshalb eine solche Anord-
nung bereits in der Verfügung vom 25. März 2021 getroffen worden ist. Anlässlich 
der Berufungsverhandlung gab der Kindsvater an, dass er bereits einmal allein bei 
Dr. M._____ gewesen sei und der erste Besuch zusammen mit B._____ für den 
23. April 2021 vorgesehen sei. Bei dieser Gelegenheit werde ein weiterer gemein-
samer Termin vereinbart (vgl. act. H.5 S. 8 [ZK1 19 175]). In Anbetracht dessen 
darf angenommen werden, dass die beiden Besuche bei Dr. M._____ mittlerweile 
stattgefunden haben, weshalb sich eine entsprechende Anordnung erübrigt. 

3.1.4. Der Kindsvater wird somit in Übereinstimmung mit der Massnahmeverfü-
gung berechtigt und verpflichtet, B._____ anfänglich einmal wöchentlich, sams-
tags oder sonntags, in dessen Wohnregion jeweils für drei bis vier Stunden zu be-
suchen. Nach einigen Monaten sollen solche Besuche dann noch jedes zweite 
Wochenende stattfinden, während B._____ den Vater an den Wochenenden da-
zwischen in dessen Zuhause besucht, jeweils samstags oder sonntags während 
sechs Stunden (ohne Fahrzeit). Dabei übernimmt die Kindsmutter die Hinfahrt und 
der Kindsvater die Rückfahrt.

Im vorliegenden Entscheid ist das Besuchsrecht ab dem Urteilszeitpunkt, d.h. ab 
1. Oktober 2021 zu regeln. Während des Berufungsverfahrens galt die Verfügung 
vom 25. März 2021 (ZK1 20 15), wobei gemäss dieser der Wechsel zu Besuchen 
beim Vater bereits stattgefunden hat.

3.2.1. Im Weiteren beantragt die Kindesvertreterin, dass ab April 2022 jedes zwei-
te Wochenende Besuche beim Vater stattfinden, und zwar bis Dezember 2022 mit 
einer Übernachtung (von Samstag auf Sonntag), und ab Januar 2023 mit zwei 
Übernachtungen (von Freitag bis Sonntag).

Im April 2022 wird B._____ viereinviertel Jahre alt sein. Zudem haben bis dann für 
rund ein Jahr wöchentliche Kontakte zwischen ihm und dem Vater stattgefunden. 
Das Kind sollte daher nicht nur mit seinem Vater, sondern auch mit dessen Umfeld 

19 / 72

vertraut und folglich in der Lage sein, Übernachtungsbesuche zu meistern. Eine 
Notwendigkeit, mit den Übernachtungsbesuchen bis im Jahr 2023 zuzuwarten, wie 
dies die Kindsmutter beantragt, besteht nicht. Es erscheint sodann sinnvoll, dass 
mit einer Übernachtung begonnen wird und nach einem dreiviertel Jahr, am fünf-
ten Geburtstag von B._____, eine Ausdehnung der Wochenendbesuche auf zwei 
Übernachtungen erfolgt. Der Besuchsrhythmus von zwei Wochen berücksichtigt, 
dass B._____ für den Beziehungsaufbau dannzumal nicht mehr auf wöchentliche 
Besuche angewiesen sein wird, und ermöglicht es ausserdem beiden Elternteilen, 
ganze Wochenenden mit der "neuen" Familie zu verbringen. Die seitens der Kin-
desvertreterin vorgeschlagene Lösung erweist sich somit als angemessen. 

3.2.2. Dies gilt auch für die von ihr beantragte Aufteilung der Fahrten mit B._____. 
Zwar tritt der Aspekt, dass dem Kind durch das Begleiten zum Vater die Unterstüt-
zung der Besuche signalisiert werden soll, mit zunehmenden Alter und mit der 
Festigung der Beziehung zum Vater in den Hintergrund. Angesichts der vergleich-
baren familiären Verhältnisse rechtfertigt es sich aber, den doch erheblichen zeitli-
chen Aufwand für die entsprechenden Fahrten unter den Eltern aufzuteilen. Dies 
gilt, bis B._____ die Primarschule beendet hat, also bis und mit Juli 2031. Danach 
sollte er in der Lage sein, den Weg zum Vater mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 
zu bestreiten (vgl. auch E. 14.1.1).

3.2.3. Ab April 2022 werden somit Wochenendbesuche von B._____ beim Vater 
angeordnet und zwar bis Ende Dezember 2022 jedes zweite Wochenende von 
Samstag 14:00 Uhr, bis Sonntag 19:00 Uhr, und ab Januar 2023 jedes zweite 
Wochenende von Freitag 18:00 Uhr, bis Sonntag 19:00 Uhr. Dabei übernimmt bis 
Ende Juli 2031 C._____ die Hinfahrt und A.________ die Rückfahrt.

3.3.1. Ebenfalls zu regeln ist das Ferienrecht des Vaters. Die Kindesvertreterin 
beantragt, dass Vater und Sohn ab August 2023 jährlich zwei Wochen Ferien, 
maximal eine Woche am Stück, und ab August 2025 jährlich drei Wochen Ferien 
miteinander verbringen.

B._____ wird im August 2023 fünfeinhalb Jahre alt sein, den Kindergarten besu-
chen und an regelmässige Kontakte mit seinem Vater gewöhnt sein. Es erscheint 
daher gerechtfertigt, zu diesem Zeitpunkt ein Ferienrecht von zwei Wochen einzu-
führen, zumal dadurch, dass die Ferien maximal eine Woche dauern, auch in Be-
zug auf das Ferienrecht ein stufenweiser Aufbau garantiert ist. Mit Ferienaufent-
halten bis 2024 zuzuwarten, wie es die Kindsmutter beantragt, erscheint im Hin-
blick auf das Kindeswohl nicht notwendig. Gleichzeitig erscheinen solche bereits 
ab Januar 2022, wie vom Vater angestrebt, als offensichtlich verfrüht, finden 

20 / 72

dannzumal doch noch nicht einmal Übernachtungsbesuche statt. Dass das Ferien-
recht ab dem Eintritt von B._____ in die Primarschule im August 2025 ausgedehnt 
wird, ist konsequent, wobei angesichts der Wichtigkeit von Kontakten zwischen 
Vater und Sohn dem Antrag des Kindsvaters entsprochen und ein Ferienrecht von 
vier Wochen angeordnet wird.

3.3.2. Der Kindsvater ist somit zu berechtigen und zu verpflichten, ab August 2023 
bis Ende Juli 2025 jährlich zwei Wochen Ferien, jeweils maximal eine Woche am 
Stück, und ab August 2025 jährlich vier Wochen Ferien mit B._____ zu verbrin-
gen.

3.4. Was die Feiertagsregelung betrifft, gilt es zu beachten, dass der Kontakt 
zwischen B._____ und seinem Vater praktisch von Grund auf wieder aufgebaut 
werden muss. Der Antrag der Kindesvertreterin, erst ab dem Kindergarteneintritt 
im August 2023 ein Besuchsrecht während den Feiertagen vorzusehen, erscheint 
daher begründet. Ebenso erweist es sich als angemessen, dass B._____ vorerst 
nur diejenigen Feiertage beim Vater verbringt, die einem Besuchswochenende 
unmittelbar vorgehen oder unmittelbar an dieses anschliessen, zumal mit dem 
Kindergarteneintritt und der Einführung von Ferienaufenthalten beim bzw. mit dem 
Vater bereits grössere Veränderungen für B._____ verbunden sind. Ab dem 
Schuleintritt im August 2025 spricht indes nichts mehr gegen eine gleichmässige 
Aufteilung der Feiertage auf beide Elternteile. Das bedeutet, dass B._____ ab Au-
gust 2025 Ostern (Donnerstag 18:00 Uhr bis Montag 19:00 Uhr), Auffahrt (Mitt-
woch 18:00 Uhr bis Sonntag 19:00 Uhr), Pfingsten (Freitag 18:00 Uhr bis Montag 
19:00 Uhr [gemäss Antrag der Kindesvertreterin]), den ersten August (9:00 Uhr bis 
19:00 Uhr), Weihnachten (23. Dezember 18:00 Uhr bis 25. Dezember 10:00 Uhr), 
Silvester/Neujahr (31. Dezember 9:00 Uhr bis 1. Januar 19:00 Uhr) und seinen 
Geburtstag (3. Januar 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr) abwechselnd bei seinem Vater und 
seiner Mutter verbringt. 

3.5. Schliesslich beantragte die Kindesvertreterin anlässlich der Berufungsver-
handlung, die Eltern zum Besuch des Kurses "Kinder im Blick" zu verpflichten, 
sollte dieser Besuch noch nicht erfolgt sein. Eine entsprechende Anordnung wurde 
bereits in der Massnahmeverfügung vom 25. März 2021 (ZK1 20 15) getroffen, da 
es wichtig ist, den Eltern mittels des erwähnten Kurses zu vermitteln, wie sie nach 
einer Trennung ihr Kind unterstützen und mit zwischenelterlichen Konflikten und 
Spannungen umgehen können. Der Kindsvater führte anlässlich der Berufungs-
verhandlung aus, er habe sich für einen entsprechenden Kurs in Q._____ ange-
meldet, während die Kindsmutter angab, mit dem Kurs am 11. Mai 2021 in 
G._____ zu beginnen (vgl. act. H.5 S. 8 [ZK1 19 175]). Um sicherzustellen, dass 

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der Kursbesuch auch tatsächlich erfolgt, ist die entsprechende Weisung im vorlie-
genden Urteil nochmals aufzunehmen. Es ist indes darauf hinzuweisen, dass mit 
dem vorgesehenen Aufbau des Besuchs- und Ferienrechts nicht bis zum erfolgten 
Kursbesuch zugewartet werden soll.

3.6. Im Ergebnis ist Ziff. 4 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Entscheids 
aufzuheben und der persönliche Verkehr zwischen B._____ und A.________ im 
Sinne vorstehender Erwägungen neu zu regeln.

4.1. Der Kindsvater beantragt vorliegend, die Regelung des persönlichen Ver-
kehrs mit der Strafandrohung von Art. 292 StGB zu verbinden. Zur Begründung 
führt er aus, aufgrund der Vorgeschichte sei angezeigt, die Bedeutung des per-
sönlichen Verkehrs für das Wohl des Sohnes seitens der Behörden nochmals be-
sonders zu unterstreichen. Es seien daher beide Eltern in die Pflicht zu nehmen, 
dem persönlichen Verkehr nun tatsächlich zum Durchbruch zu verhelfen. 

4.2. Über die Vollstreckung eines Urteils ist grundsätzlich im Vollstreckungs- 
und nicht im Erkenntnisverfahren zu befinden. Auf Antrag der obsiegenden Partei 
kann das Gericht jedoch auch im Erkenntnisverfahren Vollstreckungsmassnahmen 
anordnen (Art. 236 Abs. 3 ZPO; BGer 5A_702/2018 v. 1.2.2019 E. 7.3 m.w.H.; 
Kilde, a.a.O., Rz. 509 ff.). Besuchs- und Ferienrechte sind einer Zwangsvollstre-
ckung im Grundsatz zugänglich, wobei u.a. eine indirekte Vollstreckung durch An-
drohen der Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB in Frage kommt. Die Straf-
androhung steht als Vollstreckungsmassnahme dann zur Diskussion, wenn der 
andere Elternteil sich der Ausübung des Besuchsrechts in grundsätzlicher Weise 
widersetzt. Da sie aufgrund ihrer pönalen Natur sehr einschneidende Folgen zeiti-
gen kann, kommt der Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes besonde-
re Bedeutung zu (BGer 5A_167/2017 v. 11.9.2017 E. 6.1; Franz Kellerhals, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 11 u. N 100 ff. 
zu Art. 343 ZPO; Kilde, a.a.O., Rz. 530 ff.). 

4.3. Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen für das Verbinden der Be-
suchs- und Ferienrechtsregelung mit der Strafandrohung nach Art. 292 StGB nicht 
gegeben. Zwar konnte bis anhin keine Vater-Sohn-Beziehung aufgebaut werden, 
sei es mangels regelmässiger Wahrnehmung der Besuchsrechtstermine durch 
den Vater oder mangels Vertrauen der Mutter in den Vater und dessen Fähigkei-
ten zur Betreuung des Sohnes. Bereits in der Verfügung vom 25. März 2021 (ZK1 
20 15) wurde indes ein schrittweiser Aufbau der Beziehung zwischen B._____ und 
seinem Vater eingeleitet, mit begleitenden Massnahmen wie der Wahrnehmung 

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zweier Termine beim Therapeuten von B._____ oder dem Besuch des Kurses 
"Kinder im Blick". Dieser Aufbau wird gemäss vorliegendem Urteil weitergeführt. 
Das Gericht geht vom Bewusstsein des Kindsvaters aus, dass er sein Besuchs-
recht zuverlässig und regelmässig wahrnehmen muss, damit er zu B._____ eine 
tragfähige und dauerhafte Beziehung aufbauen kann und der Annäherungspro-
zess nicht immer wieder neu begonnen werden muss. Sofern er seinen Pflichten 
nachkommt, ist sodann zu erwarten, dass die Mutter Vertrauen in die Vater-Sohn-
Beziehung gewinnt und es ihr dadurch leichter fällt, die Beziehung zwischen dem 
Kind und dem anderen Teil zu fördern und das Kind positiv für die Kontaktpflege 
vorzubereiten (vgl. Art. 274 Abs. 1 ZGB; BGE 130 III 585 E. 2.2.1.). Dementspre-
chend muss bei beiden Elternteilen nicht damit gerechnet werden, dass sie sich 
der Ausübung des Besuchsrechts künftig in grundsätzlicher Weise widersetzen 
werden. Hinzu kommt, dass eine Besuchsrechtsbeistandschaft besteht (vgl. E. 5) 
und der Besuchsrechtsbeistand die Möglichkeit hat, auf die Einhaltung der gericht-
lich festgelegten Besuchsordnung hinzuwirken. Aktuell erweist sich dies zur 
Durchsetzung des Besuchsrechts als ausreichend, so dass darauf verzichtet wer-
den kann, die Regelung des Besuchs- und Ferienrechts mit der Strafandrohung 
des Art. 292 StGB zu verbinden.

5.1. Gestützt auf Ziffer 4 lit. b des Dispositivs des angefochtenen Urteils wurde 
für B._____ eine Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet, 
wobei der Beistandsperson folgende Aufgaben und Kompetenzen eingeräumt 
wurden:

- Die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen dem 
Kind und dem Vater angemessen zu beraten, zu unterstützen und zwi-
schen ihnen zu vermitteln;

- Prüfung/Sicherung eines kindergerechten Umfelds bei der Ausübung 
des persönlichen Verkehrs;

- Überwachung und Feststellung der Entwicklung des persönlichen Ver-
kehrs;

- beiden Elternteilen als neutrale Ansprechperson zur Verfügung zu ste-
hen, falls sich bei der Ausübung des Besuchsrechts Probleme ergeben

- im Konfliktfall konkrete Modalitäten zur Umsetzung festzulegen.

5.2. Die Weiterführung der Besuchsrechtsbeistandschaft ist grundsätzlich unbe-
stritten und angesichts der konfliktbehafteten Situation zwischen den Kindeseltern 
auch notwendig und sinnvoll. Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragten 
indessen sowohl die Kindsmutter als auch der Kindsvater eine Erweiterung der 
Kompetenzen des Beistands.

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5.2.1. Die Kindsmutter möchte den Beistand zunächst verpflichten, unter Einbe-
zug der Kindseltern einen Besuchsplan auszuarbeiten, in welchem Daten und Zei-
ten für die persönlichen Kontakte verbindlich festgelegt werden. Da die vorstehend 
getroffene Besuchs- und Ferienrechtsregelung mit einem erheblichen Organisati-
onsaufwand verbunden ist, erscheint die Ausarbeitung eines entsprechenden 
Plans durchaus sinnvoll. Allerdings hat der Beistand bereits die Aufgabe, im Kon-
fliktfall die Modalitäten der Durchführung für die einzelnen Besuche zu konkretisie-
ren. Das beinhaltet auch die Festsetzung des konkreten Tages eines Besuchs 
oder der Ferien sowie die Verschiebung eines bereits festgesetzten Besuchszeit-
punktes, wenn eine solche Verschiebung auf Grund bestimmter neuer Umstände 
notwendig wird (BGer 5A_883/2017 v. 21.8.2018 E. 3.3). Es braucht daher keine 
gesonderte Ermächtigung des Beistands, einen Besuchs- und Ferienplan auszua-
rbeiten und darin die Daten sowie die Bring- und Holzeiten für die persönlichen 
Kontakte konkret und verbindlich festzulegen. 

Ihren Antrag, dass der Beistand Unterstützungsmassnahmen zu prüfen und in die 
Wege zu leiten habe, begründete die Kindsmutter nicht näher, so dass darauf 
mangels Substantiierung nicht näher einzugehen ist. 

Schliesslich strebt die Kindsmutter an, dass der Beistand den Übergang von Be-
suchen im Rahmen der Begleiteten Besuchstage zu Besuchen in der Wohnregion 
von B._____ sowie den Übergang von tageweisen Besuchen zu Besuchen mit 
Übernachtungen beobachtet und in Rücksprache mit Dr. M._____ auf eine Anpas-
sung der Besuchsregelung hinwirkt, falls B._____ mit der Ausdehnung des Be-
suchsrechts überfordert sein sollte. Auch diesem Antrag kann nicht entsprochen 
werden. Zum einen wurde vorliegend auf die Anordnung von begleiteten Besu-
chen verzichtet. Zum anderen könnte ein Beistand grundsätzlich zwar ermächtigt 
werden, innerhalb einer vom Gericht festgesetzten Stufenfolge je nach günstigem 
oder ungünstigem Verlauf das Besuchsrecht zu erweitern oder einzuschränken 
(KGer SG FS.2018.26 v. 26.7.2019 m.w.H.). In casu wurde die Stufenfolge indes 
so festgelegt, dass sie eine behutsame Annäherung von Vater und Sohn ermög-
licht. Es erscheint daher nicht notwendig, dass der Beistand den Zeitpunkt, ab 
welchem Übernachtungen stattfinden sollen, in eigener Kompetenz ändern kann. 
Eine solche Regelung ist unter den gegebenen Umständen auch nicht sinnvoll, 
wäre doch mangels eines verbindlichen Zeitpunkts für den Übergang zu Über-
nachtungsbesuchen früher oder später mit erneuten Diskussionen bzw. Auseinan-
dersetzungen unter den Kindseltern zu rechnen. Sollte der Kindsvater sein Be-
suchsrecht in Zukunft wider Erwarten nicht zuverlässig wahrnehmen und B._____ 
mit den vorgesehenen Ausdehnungsschritten überfordert sein, könnte der Bei-

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stand immer noch bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf eine Abänderung 
der Besuchsrechtsregelung stellen. Es soll ihm dabei aber freigestellt sein, mit Dr. 
M._____ Rücksprache zu nehmen.

5.2.2. Der Kindsvater beantragt seinerseits, den Besuchsbeistand zu ermächti-
gen, strittige Modalitäten des persönlichen Verkehrs verbindlich zu entscheiden, 
ausgefallene Besuchszeiten alternativ anzusetzen und bei Verstoss gegen die 
Besuchsregelung Strafanzeige zu stellen. 

Wie in E. 5.2.1 dargelegt, kommt dem Beistand die Kompetenz, im Konfliktfall die 
Modalitäten der Durchführung für die einzelnen Besuche zu konkretisieren, bereits 
zu. Diese umfasst gegebenenfalls auch die alternative Ansetzung ausgefallener 
Besuche, sofern dies aufgrund der grossen Entfernung zwischen den Wohnorten 
der Eltern und angesichts der Tatsache, dass die Besuche anfänglich wöchentlich 
stattfinden, überhaupt möglich ist. Eine Anpassung der Kompetenzen des Bei-
stands ist folglich nicht notwendig. Zu verzichten ist schliesslich auch auf eine Er-
mächtigung des Beistands zur Erhebung einer Strafanzeige. Zum einen wurde die 
vorliegend getroffene Regelung des persönlichen Verkehrs nicht mit der Strafan-
drohung von Art. 292 StGB verbunden und zum anderen würde dies einer ver-
trauensvollen Zusammenarbeit der Eltern mit dem Beistand entgegenstehen.

5.3. Damit steht fest, dass die Anträge der Kindseltern auf Anpassung der Kom-
petenzen des Beistands abzulehnen sind und Ziff. 4 lit. b des Dispositivs des an-
gefochtenen Entscheids dementsprechend nicht angepasst werden muss.

Unterhalt

6.1. Der Unterhalt eines Kindes wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung 
geleistet. Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, 
für den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere die Kosten 
von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen. Sie sind 
von der Unterhaltspflicht in dem Mass befreit, als dem Kinde zugemutet werden 
kann, den Unterhalt aus seinem Arbeitserwerb oder andern Mitteln selbst zu be-
streiten (Art. 276 ZGB). Der Begriff des gebührenden Unterhalts bezieht sich 
zunächst auf den Barunterhalt und soll zum Ausdruck bringen, dass durch die 
Geldleistungen der Eltern nicht nur der unmittelbare Lebensunterhalt des Kindes, 
sondern auch spezifische Bedürfnisse eines jeden Kindes wie beispielsweise 
sportliche, künstlerische oder kulturelle Tätigkeiten abzudecken sind. Zum ge-
bührenden Unterhalt gehört aber auch der Betreuungsunterhalt, mit welchem die 

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zur erforderlichen persönlichen Betreuung eines Kindes notwendige physische 
Präsenz des betreffenden Elternteils sichergestellt werden soll (BGer 
5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 5.3 sowie E. 6.3). Entscheidende Faktoren für die 
Bestimmung des gebührenden Unterhalts des Kindes sind neben seinen Bedürf-
nissen die Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern (vgl. Art. 285 Abs. 1 u. 
2 ZGB; BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 5.4).

6.2.1. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird der Kindesun-
terhalt nach der sog. zweistufigen Methode berechnet (BGer 5A_311/2019 v. 
11.11.2020 E. 7). Dabei werden zum einen die zur Verfügung stehenden finanziel-
len Mittel ermittelt. Bei den unterhaltsverpflichteten Elternteilen sind in die Ein-
kommensermittlung sämtliche Erwerbseinkommen, Vermögenserträge und Vor-
sorgeleistungen, in Ausnahmefällen auch die Vermögenssubstanz, einzubeziehen. 
Beim Kind werden die Kinder- bzw. Ausbildungszulagen (Art. 285a Abs. 1 ZGB) 
sowie allfällige Sozialversicherungsrenten (Art. 285a Abs. 2 ZGB), Vermögenser-
träge (Art. 319 Abs. 1 ZGB), Erwerbseinkommen (Art. 276 Abs. 3 und Art. 323 
Abs. 2 ZGB), Stipendien u.ä.m. in der Rechnung als dessen Einkommen einge-
setzt (BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 7 u. 7.1).

Zu beachten ist, dass die bei einem Elternteil vorhandene Arbeitskapazität umfas-
send auszuschöpfen ist. Dies ist ein allgemeiner Grundsatz im Unterhaltsrecht, 
doch gilt er in besonderer Weise für den Kindesunterhalt. Es besteht eine beson-
dere Anstrengungspflicht, welche namentlich auch die Freiheit der persönlichen 
Lebensgestaltung und der Realisierung beruflicher Wunschvorstellungen ein-
schränken kann (BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 7.4 m.w.H.). Schöpft ein 
Elternteil seine Erwerbskraft nicht voll aus, kann ihm ein hypothetisches Einkom-
men angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist. 
Welche Tätigkeit aufzunehmen als zumutbar erscheint, ist eine Rechtsfrage. Tat-
frage bildet hingegen, ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das an-
genommene Einkommen effektiv erzielbar ist (BGer 5A_743/2017 v. 22.5.2019 E. 
5.3.2. m.w.H.). Wird eine Pflicht zur Aufnahme oder Ausweitung der Erwerbstätig-
keit grundsätzlich bejaht und ein hypothetisches Einkommen angerechnet, ist der 
unterhaltsverpflichteten Partei eine angemessene Frist zur Umstellung einzuräu-
men; sie muss hinreichend Zeit dafür haben, die rechtlichen Vorgaben in die Wirk-
lichkeit umzusetzen (BGE 129 III 417 E. 2.2 m.w.H.).

6.2.2. Zum anderen wird der gebührende Bedarf der von der Unterhaltsberech-
nung betroffenen Personen ermittelt, der keine feste Grösse ist, sondern sich wie 
bereits angetönt aus den konkreten Bedürfnissen und den verfügbaren Mitteln er-
gibt. Den Ausgangspunkt bilden die Richtlinien für die Berechnung des betrei-

26 / 72

bungsrechtlichen Existenzminimums, wobei in Abweichung davon für jedes Kind 
ein (bei den Wohnkosten des Obhutsinhabers abzuziehender) Wohnkostenanteil 
einzusetzen ist und im Übrigen auch die Fremdbetreuungskosten zu berücksichti-
gen sind. Diese beiden Positionen sowie die in den Richtlinien genannten Zu-
schläge (relevant für das Kind: Krankenkassenprämien, Schulkosten, besondere 
Gesundheitskosten) sind zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Bei knappen Verhält-
nissen muss es für den Barunterhalt dabei sein Bewenden haben und auch ein 
allfälliger Betreuungsunterhalt ist auf der Basis des betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimums des betreuenden Elternteils zu bestimmen. Soweit es die finanziel-
len Mittel zulassen, ist der gebührende Unterhalt indessen zwingend auf das sog. 
familienrechtliche Existenzminimum zu erweitern, auf welches diesfalls Anspruch 
besteht. Bei den Elternteilen gehören hierzu typischerweise die Steuern, ferner 
eine Kommunikations- und Versicherungspauschale, unumgängliche Weiterbil-
dungskosten, den finanziellen Verhältnissen entsprechende statt am betreibungs-
rechtlichen Existenzminimum orientierte Wohnkosten, Kosten zur Ausübung des 
Besuchsrechts und allenfalls eine angemessene Schuldentilgung; bei gehobene-
ren Verhältnissen können namentlich auch über die obligatorische Grundversiche-
rung hinausgehende Krankenkassenprämien und allenfalls private Vorsorgeauf-
wendungen von Selbständigerwerbenden im Bedarf berücksichtigt werden. Beim 
Barbedarf des Kindes gehören zum familienrechtlichen Existenzminimum nament-
lich die Ausscheidung eines Steueranteiles, ein den konkreten finanziellen Ver-
hältnissen entsprechender Wohnkostenanteil und gegebenenfalls über die obliga-
torische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassenprämien. Soweit nach 
allseitiger Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums Ressourcen ver-
bleiben (sog. Überschuss), kann der Barbedarf des Kindes bzw. der hierfür zu 
verwendende Unterhaltsbeitrag durch Zuweisung eines Überschussanteils weiter 
erhöht werden. Der Betreuungsunterhalt bleibt hingegen auch bei überdurch-
schnittlichen Verhältnissen auf das familienrechtliche Existenzminimum be-
schränkt. Der gebührende Unterhalt des Kindes hat mithin in Bezug auf den Bar-
bedarf und den Betreuungsunterhalt nicht die gleiche Obergrenze (BGer 
5A_311/2019 E. 7. u. 7.2; BGer 5A_743/2017 v. 22.5.2019 E. 5.2.3; für den Be-
treuungsunterhalt vgl. BGE 144 III 377 E. 7.1.4 = Pra 2018 Nr. 104).

6.2.3. Der geschuldete Unterhaltsbeitrag ergibt sich aus der Verteilung der vor-
handenen Mittel vor dem Hintergrund der ermittelten Bedarfszahlen, unter Berück-
sichtigung der Betreuungsverhältnisse und weiterer Umstände des Einzelfalles. 
Soweit die vorhandenen Mittel die (familienrechtlichen) Existenzminima überstei-
gen, kommt es zu einem Überschuss, welchen es zuzuweisen gilt. Bei ungenü-
genden Mitteln ist hingegen das Verhältnis der zueinander in Konkurrenz treten-

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den Unterhaltskategorien zu regeln. Nach Gesetz und Rechtsprechung ist dem 
oder den Unterhaltsverpflichteten stets das eigene betreibungsrechtliche Exis-
tenzminimum zu belassen. Aus den weiteren Mitteln ist – jeweils berechnet auf der 
Basis des betreibungsrechtlichen Existenzminimums – der Barunterhalt der min-
derjährigen Kinder, im Anschluss daran der Betreuungsunterhalt und sodann all-
fälliger (nach-)ehelicher Unterhalt zu decken. Erst wenn das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum aller Berechtigten gedeckt ist, kann es darum gehen, verblei-
bende Ressourcen in eine erweiterte Bedarfsrechnung aufzunehmen und auf das 
– entsprechend dem dynamischen Begriff des gebührenden Unterhalts je nach 
finanziellen Verhältnissen enger oder weiter bemessene – familienrechtliche Exis-
tenzminimum aufzustocken, wobei die verschiedenen Unterhaltskategorien in der 
genannten Reihenfolge (Barunterhalt, Betreuungsunterhalt, ehelicher oder nach-
ehelicher Unterhalt) aufzufüllen sind und etappenweise vorzugehen ist, indem z.B. 
in einem ersten Schritt allseits die Steuern berücksichtigt werden und dann auf 
beiden Seiten eine Kommunikations- und Versicherungspauschale eingesetzt wird 
etc. Soweit das den Umständen angemessene familienrechtliche Existenzmini-
mum der Elternteile und der minderjährigen Kinder gedeckt ist, haben die Eltern 
aus den verbleibenden Mitteln den Volljährigenunterhalt zu bestreiten. Ein danach 
resultierender Überschuss ist ermessensweise auf die daran Berechtigten zu ver-
teilen, wobei die Aufteilung in der Regel nach grossen und kleinen Köpfen erfolgt 
(BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 7.3 m.w.H.).

6.2.4. Steht ein Kind unter der alleinigen Obhut eines Elternteils, indem es in des-
sen Haushalt lebt und den anderen Elternteil nur im Rahmen des Besuchs- und 
Ferienrechts sieht, so leistet der obhutsberechtigte Elternteil seinen Unterhaltsbei-
trag bereits vollständig in natura, indem er dem Kind Pflege und Erziehung erweist 
(sog. Naturalunterhalt). Diesfalls ist der Geldunterhalt vor dem Hintergrund der 
Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalunterhalt vom Grundsatz her vollständig 
vom anderen Elternteil zu tragen, sofern dieser entsprechend leistungsfähig ist. 
Dies gilt auch, wenn der Betreuungsaufwand mit zunehmendem Alter abnimmt, da 
der betreuende Elternteil weiterhin Naturalunterhalt in der Form von Betreuung zu 
Randzeiten sowie von anderen Aufgaben wie Kochen, Waschen, Einkaufen, 
Hausaufgabenhilfe, Krankenbetreuung, Taxidiensten sowie Unterstützung bei der 
Bewältigung der Alltags- und sonstigen Sorgen des heranwachsenden Kindes leis-
tet. Ein Abweichen von diesem Grundsatz ist allenfalls dann geboten, wenn der 
obhutsberechtigte Elternteil überproportional leistungsfähiger ist als der andere 
Elternteil (BGer 5A_926/2019 v. 30.6.2020 E. 6.3, BGer 5A_311/2019 v. 
11.11.2020 E. 5.5 u. 8.1; BGer 5A_737/2018 v. 3.2.2021 E. 4, je m.w.H.).

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6.3.1. Der Betreuungsunterhalt entspricht dem Betrag, welcher einem betreuen-
den Elternteil fehlt, um seinen eigenen Bedarf zu decken, soweit das Manko dar-
auf zurückzuführen ist, dass er aufgrund der Kinderbetreuung seine Erwerbstätig-
keit nicht voll ausschöpfen kann. Er stellt wirtschaftlich eine Abgeltung für die Be-
treuungszeit an den betreuenden Elternteil dar, steht juristisch indes dem Kind zu. 
Für die Bemessung des Betreuungsunterhalts gelangt nach Bundesgericht die 
Lebenshaltungskosten-Methode zur Anwendung, die darin besteht, die Differenz 
zwischen den Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils und dessen (al-
lenfalls hypothetischen) Einkommen auszugleichen. Als Richtschnur gilt das fami-
lienrechtliche Existenzminimum (vgl. BGE 144 III 377 E. 7.1 = Pra 2018 Nr. 104 
m.w.H.; Sabine Aeschlimann/Jonas Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser 
[Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Aufl., Bern 2017, N 15 f. Allg. 
Bem. zu Art. 276‒293 ZGB). Zur Beurteilung der Frage, ab welchem Zeitpunkt von 
einem betreuenden Elternteil die Wiederaufnahme einer (teilzeitlichen) Erwerbs-
tätigkeit verlangt werden kann und sich der Betreuungsunterhalt dementsprechend 
um das (neben der Kinderbetreuung) mögliche Erwerbseinkommen des betreffen-
den Elternteils reduziert, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Sin-
ne einer Richtlinie das sog. Schulstufenmodell anwendbar. Demnach soll der 
hauptbetreuende Elternteil ab der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kin-
des grundsätzlich zu 50% einer Erwerbsarbeit nachgehen, ab seinem Eintritt in die 
Sekundarstufe zu 80% und ab vollendetem 16. Lebensjahr zu 100% (vgl. dazu 
eingehend BGE 144 III 481 E. 4.7).

6.3.2. Bei mehreren betreuungsbedürftigen Kindern fällt der Betreuungsunterhalt 
nur einmal an, da es die Erwerbseinbusse des Betreuenden nur einmal auszuglei-
chen gilt (Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 6. Aufl., Basel 2018, N 54 zu Art. 285 ZGB). Er ist 
daher unter den Kindern aufzuteilen, wobei die Aufteilung entweder nach Köpfen 
(Annette Spycher, Betreuungsunterhalt, in: FamPra.ch 2017, S. 221 f.) oder an-
hand des konkreten Betreuungsbedarfs vorgenommen werden kann (vgl. KGer 
SG FO.2018.14 v. 5.2.2020 E. 9; Jonas Schweighauser, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Aufl., Bern 2017, 
N 117 ff. zu Art. 285 ZGB; Alexandra Jungo/Regina E. Aebi-Müller/Jonas 
Schweighauser, Der Betreuungsunterhalt, in: FamPra.ch 2017, S. 193; Andrea 
Büchler/Rolf Vetterli, Ehe Partnerschaft Kinder, 3. Auflage, Basel 2018, S. 233). 
Schulden mehrere Elternteile Betreuungsunterhalt, was dann der Fall ist, wenn der 
mit dem Kind im gleichen Haushalt lebende Elternteil später mit einem neuen 
Partner ein weiteres Kind bekommt, ist der Betreuungsunterhalt anteilsmässig 
auch vom neuen Partner zu tragen (Philipp Maier/Katharina Niederberger/Sara 

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Hampel, Die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen bei Patchworkfamilien, in: AJP 
2019, S. 884; vgl. auch KGer GR ZK1 18 105/107 v. 1.10.2020 E. 4.2.2). 

6.4. Gestützt auf diese Grundsätze sind die seitens der Vorinstanz festgelegten 
Unterhaltsbeiträge für B._____ nun zu überprüfen bzw. den aktuellen Gegeben-
heiten anzupassen. Zu beachten ist, dass das Regionalgericht Viamala bei der 
Festlegung der Unterhaltspflicht des Kindsvaters mehrere Phasen unterschied. 
Dies macht mehrere Berechnungen erforderlich, ist aufgrund von Veränderungen 
der persönlichen und der Einkommensverhältnisse der Parteien indessen nach-
vollziehbar und auch notwendig. Jedenfalls wurde die Vorgehensweise der Vorin-
stanz von keiner der Parteien beanstandet, so dass sich auch die Berufungsin-
stanz daran orientiert.

7. Phase 1 – 3. Januar 2018 (Geburt) bis 11. April 2018 (Wegfall der Mutter-
schaftsbeiträge)

Die erste Unterhaltsphase umfasst den Zeitraum von der Geburt von B._____ am 
3. Januar 2018 bis zum Wegfall der Mutterschaftsbeiträge für C._____ am 10. 
April 2018. 

7.1.1. Die Vorinstanz errechnete für B._____ einen Grundbedarf von CHF 811.00 
pro Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 400.00, einem Wohnkos-
tenanteil von CHF 347.00 sowie Krankenkassenprämien von CHF 64.00 (KVG). 
Dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, besteht doch entgegen der Ansicht 
des Kindsvaters kein Anlass, bei den Wohnkosten vom betreibungsrechtlichen 
Ansatz auszugehen. Vielmehr erscheint es angemessen, dass die Vorinstanz für 
das Kind einen Viertel der effektiven Wohnkosten von CHF 1'390.00 (RG act. K2), 
d.h. CHF 347.00, berücksichtigte. Da in der ersten Phase keine Mankosituation 
vorliegt, können jedoch bei allen Parteien zusätzlich noch die Prämien für die Zu-
satzversicherungen berücksichtigt werden. Diese belaufen sich bei B._____ auf 
CHF 23.00 (RG act. K3). Sein Grundbedarf beläuft sich somit auf monatlich CHF 
834.00.

7.1.2. Beim Vater ermittelte das Regionalgericht einen Bedarf von insgesamt CHF 
3'915.00 pro Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von CHF 1'200.00, Wohn-
kosten von CHF 1'390.00, Krankenversicherungsprämien von CHF 306.00, Tele-
kommunikationskosten von CHF 100.00, der Steuerlast von CHF 598.00 sowie 
Fahrkosten für die Ausübung des Besuchsrechts von CHF 321.00. Dieser Bedarf 
erweist sich als überhöht:

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Zu beachten ist zunächst, dass der Vater in der ersten Phase bereits mit seiner 
damaligen Freundin und heutigen Ehefrau zusammenlebte (vgl. RG act. K9 sowie 
der per 1. Dezember 2017 abgeschlossene Mietvertrag mit A.________ und 
K._____ als Mieter (RG act. BV2 [Proz. Nr. 135-2018-48]). Da mit einer Wohn- 
oder Lebensgemeinschaft Einsparungen in den Lebenshaltungskosten verbunden 
sind, ist dem Kindsvater unabhängig von der konkreten finanziellen Beteiligung 
der Partnerin praxisgemäss nicht der volle Grundbetrag anzurechnen (vgl. BGE 
138 III 97 E. 2.3.2; BGer 5A_882/2014 v. 2.7.2015 E. 2.3.3. m.w.H.). Auszugehen 
ist vielmehr von dem von ihm selbst in der Duplik vom 24. April 2018 (RG act. II.4 
Ziff. 10.1) sowie in der Gesuchsantwort vom 16. März 2018 (RG act. II.2 [Proz. Nr. 
135-218-48]) geltend gemachten Betrag von CHF 1'050.00. Ausserdem ist ledig-
lich die Hälfte der effektiven Mietkosten von CHF 1'900.00, also CHF 950.00 zu 
berücksichtigen. Im Hinblick auf die Krankenkasse kann dem Vater in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz ein Betrag von CHF 306.00 angerechnet werden 
(KVG CHF 234.00, VVG CHF 72.00; RG act. BV3 [Proz. Nr. 135-2018-48]). Anre-
chenbar sind sodann Kosten für Telekommunikation von CHF 100.00. Demge-
genüber ist kein zusätzlicher Betrag für Berufsunkosten einzurechnen, da wie die 
Vorinstanz davon auszugehen ist, dass mit der pauschalen Spesenzahlung von 
CHF 360.00 pro Monat (act. I.B.1 [ZK1 19 175]) oder rund CHF 17.00 pro Arbeits-
tag sowohl der Mehraufwand für die auswärtige Verpflegung (gemäss betrei-
bungsrechtlichen Richtlinien max. CHF 11.00 pro Arbeitstag) als auch die Kosten 
für erhöhten Nahrungsbedarf (CHF 5.50 pro Arbeitstag) gedeckt sind. Dass das 
Regionalgericht im Bedarf des Vaters Kosten für die Ausübung des Besuchsrechts 
berücksichtigte, ist angesichts der grossen Entfernung zwischen den Wohnorten 
der Eltern sowie des dem Gericht in diesem Punkt zustehenden Ermessens (vgl. 
BGer 5A_390/2012 v. 21.1.2013 E. 6.4; Kilde, a.a.O., Rz. 406) nicht zu beanstan-
den. Dabei erweist sich der eingesetzte Betrag von CHF 321.00 (GA 2. Klasse) als 
ausreichend, zumal in dieser Phase offenbar lediglich sporadisch Besuche statt-
fanden. Im Grundbedarf anzurechnen ist aufgrund ausreichender finanzieller Ver-
hältnisse schliesslich die Steuerbelastung, die sich gemäss Steuerkalkulator des 
Kantons N._____ bzw. gemäss den vom Vater eingereichten Steuerveranlagun-
gen (act. I.B.4 [ZK1 19 175]) auf monatlich CHF 528.00 beläuft. Damit ergibt sich 
ein Bedarf des Vaters von insgesamt CHF 3'255.00 pro Monat. Da B._____ in der 
ersten Phase lediglich ein geringer Anteil des Überschusses des Vaters zugewie-
sen wird (vgl. E. 7.3.3), wäre dessen Bedarf im Übrigen selbst dann gedeckt, 
wenn man diesen in der von ihm geltend gemachten Höhe von monatlich CHF 
4'290.00 (act. B.6 [ZK1 19 175]) festsetzen würde.

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7.1.3. Der Grundbedarf der Mutter beläuft sich in der ersten Phase gemäss Vor-
instanz auf CHF 2'946.00 pro Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von 
CHF 1'350.00, Wohnkosten von CHF 1'043.00 (CHF 1'390.00 abzüglich Anteil 
B._____ CHF 347.00 [vgl. E. 7.1.1]), Kosten für die Krankenkasse von CHF 
339.00 (KVG CHF 319.00, VVG CHF 20.00; RG act. K4), für Telekommunikation 
von CHF 100.00 sowie für die Steuern von CHF 114.00. Da die Mutter ihren Über-
schuss für sich behalten darf und in der ersten Phase ausserdem kein Betreu-
ungsunterhalt gefordert bzw. zugesprochen wird, erübrigt sich eine nähere Aus-
einandersetzung mit diesen Bedarfswerten.

7.2.1. Was die Einkommensseite betrifft, so ist B._____ in Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz und den Parteien die Kinderzulage des Kantons N._____ von mo-
natlich CHF 200.00 anzurechnen. 

7.2.2. Beim Vater ging die Vorinstanz von einem Einkommen von CHF 5'800.00 
pro Monat aus (vgl. act. B.1 E. 4.3.1 S. 30 f. [ZK1 19 175]). Mittlerweile liegt der 
Lohnausweis für das Jahr 2018 vor (act. I.B.1 [ZK1 19 175]), so dass auf diesen 
abgestellt werden kann. Es geht daraus ein Einkommen von CHF 78'479.00 auf 
das Jahr bzw. CHF 6'540.00 pro Monat hervor, was nach Abzug der Kinderzula-
gen von CHF 200.00 ein Nettoeinkommen von CHF 6'340.00 monatlich ergibt.

7.2.3. Die Kindsmutter erhielt vom 3. Januar 2018 bis zum 11. April 2018 Mutter-
schaftsbeiträge. Ausbezahlt wurden ihr von Februar bis April 2018 maximal CHF 
2'960.00 pro Monat (RG act. VII.5), weshalb auf diesen Betrag und nicht wie sei-
tens der Vorinstanz auf ein hypothetisches Erwerbseinkommen von monatlich 
CHF 3'440.00 abgestellt wird.

7.3.1 Vergleicht man Bedarf und Einkommen der Eltern, ist beim Vater von einem 
Überschuss von CHF 3'085.00 (Einkommen CHF 6'340.00 abzüglich familien-
rechtliches Existenzminimum CHF 3'255.00) und bei der Mutter von einem Über-
schuss von CHF 14.00 (Einkommen CHF 2'960.00 abzüglich familienrechtliches 
Existenzminimum CHF 2'946.00) pro Monat auszugehen. Letztere ist somit in der 
Lage, ihre Lebenshaltungskosten selbst zu decken, so dass in der ersten Phase 
kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist.

7.3.2. Der Barunterhalt für B._____ von monatlich CHF 634.00 (Grundbedarf CHF 
834.00 abzüglich Kinderzulage CHF 200.00) ist vollständig vom Vater zu tragen, 
was sich bereits daraus ergibt, dass die Mutter gar keinen massgeblichen Über-
schuss erwirtschaftet. Im Weiteren ist zu beachten, dass B._____ unter der allei-
nigen Obhut bzw. im Haushalt seiner Mutter lebt und seinen Vater nur im Rahmen 

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des Besuchs- und Ferienrechts sieht. Die Mutter leistet ihren Unterhaltsbeitrag 
dementsprechend durch Pflege und Erziehung, d.h. in der Form von Naturalunter-
halt (vgl. E. 6.2.4).

7.3.3. Zu prüfen bleibt, ob und wie B._____ am Überschuss seines Vaters zu be-
teiligen ist, der nach Abzug des Barunterhalts noch CHF 2'451.00 pro Monat be-
trägt. Der Kindsvater klammert eine Überschussbeteiligung vollständig aus, 
während die Kindsmutter anlässlich der Berufungsverhandlung gestützt auf die 
neue bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGer 5A_311/2019 v. 11.11.2020 E. 
7.3) eine Aufteilung des von ihr errechneten Betrags nach grossen und kleinen 
Köpfen geltend machte. Letzteres würde vorliegend einen Überschussanteil für 
B._____ von CHF 817.00 (CHF 2'451.00 ÷ 3) ergeben, was sich für einen Säug-
ling als unangemessen erweist. Gerechtfertigt erscheint, B._____ in der ersten 
Phase durch Zuteilung eines Überschussanteils von CHF 150.00 an den guten 
finanziellen Verhältnissen des Vaters teilhaben zu lassen. Dies entspricht dem vor 
Vorinstanz sowie in der Berufungsschrift vom 16. Oktober 2019 (act. A.1 Ziff. 3.5 
[ZK1 19 176]) unter dem Titel "Freizeit" geforderten Betrag. 

Der Überschuss der Kindsmutter muss bei der Überschussverteilung ausgeklam-
mert bleiben und kommt allein ihr zu. Ist der Barunterhalt nur durch einen Elternteil 
abzudecken, darf der Überschussanteil des Kindes nämlich nicht in Abhängigkeit 
der Überschüsse beider Elternteile bestimmt werden (BGer 5A_1032/2019 v. 
9.6.2020 E. 5.6, BGer 5A_102/2019 v. 12.12.2019 E. 5.3). Die Vorinstanz ermittel-
te die Überschussanteile entgegen dieser Rechtsprechung unter Einbezug des 
Überschusses der Mutter. Zusätzlich verteilte sie den Überschuss ausschliesslich 
auf Vater und Kind, mit der Folge, dass die Mutter ihren gesamten Überschuss für 
den Barunterhalt des Kindes hätte verwenden müssen, während dem Vater ein 
erheblicher Betrag für sich allein verblieben wäre.

Damit beläuft sich der seitens des Kindsvaters geschuldete Unterhaltsbeitrag in 
der ersten Phase auf monatlich CHF 784.00 (ungedeckter Grundbedarf CHF 
634.00 zuzüglich Überschussanteil CHF 150.00) zuzüglich Kinderzulagen 
(CHF 200.00).

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7.4. Der Übersicht halber wird die Unterhaltsberechnung vom 3. Januar 2018 
bis 11. April 2018 nachfolgend noch tabellarisch dargestellt (Beträge in CHF):

Vater B._____ Mutter Total

Grundbedarf
Grundbetrag 1'050 400 1'350 2'800
Wohnkosten 950 347 1'043 2'340
Krankenkasse KVG 234 64 319 617
Krankenkasse VVG 72 23 20 115
Telekommunikation 100 100 200
Fahrkosten Besuchsrecht 321 321
Steuern 528 114 642
total 3'255 834 2'946 7'035

Einkommen
Monatslohn netto inkl. 13. Monatsl. 6'340 6'340
Mutterschaftsbeiträge 2'960 2'960
Kinderzulagen 200 200
total 6'340 200 2'960 9'500

Überschuss/Manko 3'085 -634 14 2'465
nach Deckung des Barunterhalts für 
B._____

2'451 14 2'465

Betreuungsunterhalt
Lebenshaltungskosten Mutter 2'946
./.Einkommen Mutter -2'960
total 0

Unterhaltsanspruch

Grundbedarf 3'255 834 2'946 7'035
Überschussanteil 2'301 150 14 2'465
Anspruch 5'556 984 2'960 9'500
./. eigenes Einkommen -6'340 -200 -2'960 -9'500

total -784 784 0 0

Unterhaltsbeiträge 784
Barunterhalt 784
Betreuungsunterhalt 0
zuzüglich Kinderzulagen 200

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8.1. Nach dem Entfallen der Mutterschaftsbeiträge stellt sich die Frage, ob und 
ab wann der Kindsmutter ein Erwerbseinkommen anzurechnen ist. Während der 
Kindsvater die Ansicht vertritt, dass der Mutter bereits ab dem zweiten Lebensjahr 
von B._____ eine Erwerbstätigkeit zumutbar sei, stellte sich B._____ vor Vorin-
stanz und in der Berufungsschrift auf den Standpunkt, dies sei erst ab seinem Ein-
tritt in die Primarschule der Fall. Die Vorinstanz gelangte mit einlässlicher Begrün-
dung zur Erkenntnis, dass es der Kindsmutter in Anlehnung an das Schulstufen-
modell zumutbar sei, ab dem Kindergarteneintritt von B._____ im August 2023 
einer Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 50%, ab dem Eintritt in die Sekun-
darstufe I im August 2031 mit einem Pensum von 80% und ab dem voraussichtli-
chen Lehrbeginn im August 2034 mit einem solchen von 100% nachzugehen. 
Zwar erfolge die obligatorische Einschulung von Kindern in Graubünden erst im 7. 
Altersjahr, doch seien die Gemeinden verpflichtet, einen zweijährigen (freiwilligen) 
Kindergartenbesuch anzubieten, welcher von fast allen Eltern in Anspruch ge-
nommen werde. Der Mutter sei deshalb nicht erst ab der Einschulung von B._____ 
eine Erwerbsaufnahme zumutbar. Gleichzeitig lägen keine Gründe vor, jene be-
reits ab dem 2. Lebensjahr von B._____ zu einer Erwerbstätigkeit zu verpflichten 
(im Einzelnen vgl. act. B.1 E. 4.1, S. 18 ff. [ZK1 19 175]). Die Ausführungen des 
Regionalgerichts überzeugen. Von der Kindsmutter darf daher grundsätzlich ab 
dem Kindergarteneintritt von B._____ ein Wiedereinstieg ins Erwerbsleben erwar-
tet werden, was sie anlässlich der Berufungsverhandlung denn auch anerkannt 
hat (vgl. act. H.2 Rz. 55 [ZK1 19 175]). Gründe für eine frühere Erwerbsaufnahme, 
wie der Vater dies anstrebt, sind nach wie vor nicht ersichtlich. Zwar trifft es zu, 
dass die Kindsmutter vor der Geburt von B._____ für einige Zeit als Nanny arbei-
tete und es theoretisch möglich wäre, das eigene Kind bei einer derartigen Tätig-
keit parallel zu betreuen. Allerdings verfügt sie weder über eine Ausbildung in die-
sem Bereich – sie absolvierte eine kaufmännische Ausbildung – noch war es ihr 
seit der Geburt von B._____ möglich, für längere Zeit eine entsprechende Stelle 
zu finden. Sodann hat sie mittlerweile zwei Kinder zu betreuen, wovon der Kinds-
vater im Übrigen insofern profitiert, als sich der von ihm zu leistende Betreuungs-
unterhalt um die Hälfte reduziert (vgl. E. 11.3.1). Es liegen daher keine Umstände 
vor, die ein Abweichen von der Schulstufenregel in dem Sinne rechtfertigen wür-
den, dass der Kindsmutter bereits ab dem zweiten Lebensjahr von B._____ ein 
Erwerbseinkommen anrechenbar wäre.

Nicht gefolgt werden kann im Übrigen auch der Argumentation des Kindsvaters, 
dass deswegen kein Betreuungsunterhalt geschuldet sei, weil die Selbstversor-
gungskapazität der Kindsmutter durch die Kinderbetreuung aufgrund der gewähl-
ten ehelichen Aufgabenteilung überhaupt nicht eingeschränkt werde. Abgesehen 

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davon, dass der Betreuungsunterhalt ein Anspruch des Kindes ist, der bei Wieder-
verheiratung des betreuenden Elternteils nicht einfach erlischt, bestehen keine 
konkreten Anhaltspunkte, dass die Mutter ohne Kinder ihren Bedarf vollständig 
aus ehelichem Unterhalt bestreiten bzw. höchstens zuarbeiten würde. Die vom 
Vater erwähnte Abrechnung der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung mit einem 
versicherten Jahreslohn von CHF 5'000.00 (vgl. act. H.1 Rz. 12.3 u. act. I.D.2 [ZK1 
19 175]) belegt dies jedenfalls nicht, trat die Mutter die versicherte Tätigkeit doch 
nach der Geburt von B._____ an.

8.2. Somit ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von einer zweiten Unter-
haltsphase auszugehen, die vom Entfallen der Mutterschaftsbeiträge bis zum Ein-
tritt von B._____ in den Kindergarten dauert. Beachtet werden muss allerdings, 
dass die Kindsmutter am 1. September 2019 mit ihrem Partner I._____ zusam-
menzog, was ihren Grundbedarf senkt. Ab diesem Zeitpunkt ist daher eine neue 
Berechnung vorzunehmen. In der nachfolgenden Zeit kam es zu weiteren, sich auf 
die massgebenden Unterhaltsparameter auswirkenden Veränderungen bei den 
Eltern. So schloss die Kindsmutter am 24. Januar 2020 mit I._____ die Ehe und 
am _____2020 kam das gemeinsame Kind J._____ auf die Welt. Der Kindsvater 
verheiratete sich am 18. April 2020 mit K._____. Am _____ 2020 wurden sie El-
tern des gemeinsamen Kindes L._____. Unter diesen Umständen drängt sich ab 
1. September 2020 eine weitere Neuberechnung auf.

9. Phase 2a – 12. April 2018 bis 31. August 2019

9.1. Bei B._____ kann in der Phase 2a weiterhin von einem monatlichen Grund-
bedarf von CHF 834.00 (E. 7.1.1) und beim Vater weiterhin von einem solchen 
von CHF 3'255.00 (E. 7.1.2.) ausgegangen werden. Im Bedarf der Mutter sind 
aufgrund der tieferen Einkünfte im Gegensatz zur ersten Phase und in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz keine Steuern mehr zu berücksichtigen. Ihr Grund-
bedarf sinkt somit um CHF 114.00 auf CHF 2'832.00 (vgl. E. 7.1.3).

9.2.1. Wie bereits in der ersten Phase sind B._____ die Kinderzulagen von CHF 
200.00 pro Monat als Einkommen anzurechnen.

9.2.2. Der Kindsvater erzielte im Jahr 2018 Einkünfte von monatlich CHF 6'340.00 
(E. 7.2.2). Sein Einkommen im Jahr 2019 belief sich auf CHF 75'180.00 (act. I.B.2 
[ZK1 19 175]), was pro Monat einen Betrag von CHF 6'265.00 bzw. abzüglich Kin-
derzulagen von CHF 200.00 einen solchen von CHF 6'065.00 ergibt. In der Phase 
2a kann somit auf ein durchschnittliches Einkommen des Kindsvaters von monat-
lich CHF 6'200.00 abgestellt werden. 

36 / 72

9.2.3. Die Kindsmutter war im Februar und März 2019 als Kinderbetreuerin tätig, 
wobei das Arbeitsverhältnis in der Probezeit wieder aufgelöst wurde (vgl. act. H.4 
S. 6 [ZK1 19 175]). In den erwähnten Monaten erzielte sie ein Einkommen von 
CHF 5'917.00 (act. I.A.2 [ZK1 19 175]). Damit ist für die Phase 2a von einem 
durchschnittlichen Einkommen der Kindsmutter von CHF 370.00 pro Monat aus-
zugehen (CHF 5'917.00 ÷ 16 Mt.).

9.3.1. Vergleicht man Bedarf und Einkommen, so ergibt sich, dass die Mutter in 
der Phase 2a mit einem Einkommen von CHF 370.00 nicht in der Lage ist, ihren 
Grundbedarf bzw. ihre Lebenshaltungskosten von CHF 2'832.00 zu decken. 
B._____ hat daher im Umfang von CHF 2'462.00 pro Monat einen Anspruch auf 
Betreuungsunterhalt.

9.3.2. Dem Vater bleibt nach Deckung seines betreibungsrechtlichen Existenzmi-
nimums ein Betrag von CHF 3'966.00 (Einkommen CHF 6'200.00 abzüglich 
Grundbedarf ohne Steuern sowie Kosten für Telekommunikation, Krankenzusatz-
versicherung und Besuchsrecht CHF 2'234.00). Daraus hat er zunächst den Bar-
unterhalt für B._____ von CHF 634.00 (Grundbetrag CHF 834.00 abzüglich Kin-
derzulage CHF 200.00) und danach dessen Betreuungsunterhalt von CHF 
2'462.00 zu leisten. Mit dem verbleibenden Betrag von CHF 870.00 darf er 
gemäss den in E. 6.2.3 dargelegten Grundsätzen zunächst seine Steuerlast von 
CHF 528.00 decken, handelt es sich dabei doch um eine gesetzliche Verpflichtung 
(vgl. Sabine Aeschlimann/Daniel Bähler/Jonas Schweighauser/Diego Stoll, Be-
rechnung des Kindesunterhalts – Einige Überlegungen zum Urteil des Bundesge-
richts vom 11. November 2020 i.S. A. gegen B. 5A_311/2019, in: FamPra.ch 2021 
S. 258), und danach – aus Gründen der Gleichbehandlung mit Mutter und Sohn – 
die Kosten für Telekommunikation und VVG-Versicherung von CHF 100.00 und 
CHF 72.00. Mit dem dann noch verbleibenden Betrag von CHF 170.00 kann er die 
Kosten für die Ausübung des Besuchsrechts von CHF 321.00 nicht mehr vollum-
fänglich decken; es resultiert ein Fehlbetrag von CHF 151.00. Diesen beim Be-
suchsrecht anzurechnen, rechtfertigt sich namentlich vor dem Hintergrund, dass in 
der Phase 2a keine regelmässigen Besuche stattfanden (vgl. act. J.1 [ZK1 19 
175]; act. A.1 S. 8 [ZK1 19 176]; act. C.4 [ZK1 20 15]).

Damit beläuft sich der seitens des Kindsvaters geschuldete Unterhaltsbeitrag in 
der Phase 2a auf monatlich CHF 3'096.00 (Barunterhalt CHF 634.00, Betreuungs-
unterhalt CHF 2'462.00) zuzüglich Kinderzulagen (CHF 200.00).

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9.4. Tabellarisch stellt sich die Unterhaltsberechnung vom 12. April 2018 bis 31. 
August 2019 wie folgt dar (Beträge in CHF):

Vater B._____ Mutter Total

Grundbedarf
Grundbetrag 1'050 400 1'350 2'800
Wohnkosten 950 347 1'043 2'340
Krankenkasse KVG 234 64 319 617
Krankenkasse VVG 72 23 20 115
Telekommunikation 100 100 200
Fahrkosten Besuchsrecht 321 321
Steuern 528 528
total 3'255 834 2'832 6'921
(betreibungsrechtliches Existenzmin. 2'234 811 2'712 5'757)

Einkommen
Monatslohn netto inkl. 13. Monatsl. 6'200 370 6'570
Kinderzulagen 200 200
total 6'200 200 370 6'770

Überschuss/Manko 2'945 -634 -2'462 -151
(nach Deckung betreibungsr. Existenzmin. 3'966 -611 -2'342 1'013)

Betreuungsunterhalt
Lebenshaltungskosten Mutter 2'832
./.Einkommen Mutter -370
total 2'462

Unterhaltsanspruch

Grundbedarf (unter Einbezug BU) 3'255 3'296 370 6'921
Fehlbetrag Besuchsrecht -151 0 0 -151
Anspruch 3'104 3'296 370 6'770
./. eigenes Einkommen -6'200 -200 -370 -6'770
total -3'096 3'096 0 0

Unterhaltsbeiträge 3'096
Barunterhalt 634
Betreuungsunterhalt 2'462
zuzüglich Kinderzulagen 200

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10. Phase 2b – 1. September 2019 bis 31. August 2020

10.1.1. Da die Mutter am 1. September 2019 mit ihrem Partner I._____ zu-
sammenzog, verändert sich in der Phase 2b der Wohnkostenanteil von B._____. 
Die monatlichen Kosten für das gemietete Haus belaufen sich inklusive Nebenkos-
ten auf rund CHF 1'950.00 (act. C.5 [ZK1 19 175]). Es erscheint gerechtfertigt, 
B._____ hiervon CHF 350.00 als Wohnkostenanteil anzurechnen. Die Wohnkos-
ten bewegen sich damit im bisherigen Rahmen und entsprechen überdies rund 
einem Fünftel der gesamten Miete. Für die Mutter und ihren Partner verblieben 
Anteile von je CHF 800.00. Die Krankenkassenprämien belaufen sich auf monat-
lich CHF 68.00 und CHF 23.00 (KVG u. VVG; act. B.4 [ZK1 19 176]), wobei zu 
berücksichtigen ist, dass B._____ für das Jahr 2020 eine Prämienverbilligung von 
CHF 57.00 pro Monat erhielt (act. I.D.5 [ZK1 19 175]). Inklusive des Grundbetrags 
von CHF 400.00 ergibt sich für B._____ somit ein Grundbedarf von insgesamt 
CHF 784.00 pro Monat.

10.1.2. Beim Vater ist zufolge Festigung seiner Wohngemeinschaft neu von 
einem Grundbetrag von CHF 850.00 auszugehen. Was die Wohnkosten betrifft, so 
bezog er am 1. Juli 2019 mit seiner Partnerin K._____ eine neue Wohnung, mit 
Mietkosten inklusive Nebenkosten von CHF 1'590.00 pro Monat (act. I.B.7 [ZK1 19 
175]). Davon hat er einen hälftigen Anteil bzw. CHF 795.00 zu tragen. Für die 
Krankenversicherung fallen Kosten von CHF 278.00 (KVG mit Franchise CHF 
2'000.00) und CHF 120.00 (VVG) an (act. I.B.5 [ZK1 19 175]). Die Kosten für die 
Telekommunikation reduzieren sich aufgrund der Wohngemeinschaft auf die Hälf-
te, d.h. CHF 50.00, während dem Vater für die Ausübung des Besuchsrechts und 
die Steuern weiterhin CHF 321.00 und CHF 528.00 angerechnet werden (vgl. E. 
7.1.2). Damit ergibt sich ein Grundbedarf von insgesamt CHF 2'942.00 pro Monat. 

10.1.3. Der Grundbetrag der Mutter reduziert sich aufgrund der Wohnge-
meinschaft mit I._____ auf CHF 850.00 und auch die Wohnkosten fallen mit CHF 
800.00 tiefer als bisher aus (vgl. E. 10.1.1). Die Kosten für die Krankenkasse be-
laufen sich in der Phase 2b auf CHF 333.00 und CHF 28.00 (KVG u. VVG; act. 
B.5 [ZK1 19 176]), wobei die Kindsmutter für das Jahr 2020 eine Prämienverbilli-
gung von CHF 237.00 erhielt (act. I.D.5 [ZK1 19 175]). Für die Telekommunikation 
wird der Mutter wie dem Vater noch CHF 50.00 angerechnet. Ihr Grundbedarf 
beläuft sich damit auf insgesamt CHF 1'824.00 pro Monat.

10.2.1. Die Einkünfte von B._____ betragen weiterhin CHF 200.00, während 
dem Kindsvater in der Phase 2b ein Einkommen von durchschnittlich rund CHF 
6'000.00 pro Monat angerechnet wird. So erzielte er im Jahr 2019 Einnahmen von 

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monatlich CHF 6'065.00 (E. 9.2.2). Im Jahr 2020 belief sich sein Einkommen auf 
CHF 74'614.00 (act. I.B.10 [ZK1 19 175]), was monatlich CHF 6'218.00 entspricht. 
Es ist damit ohne Kinderzulagen, die für ein halbes Jahr auch für L._____ ausge-
richtet wurden, von einem Nettolohn von CHF 5'918.00 auszugehen. 

10.2.2. Die Kindsmutter war von August bis Dezember 2019 für die Gemein-
de O._____ tätig, wobei sie hierfür einen Lohn von netto CHF 1'102.00 erhielt (act. 
I.A.1 u. C.1 f. [ZK1 19 175]). Als Aushilfe im Restaurant D.________ von Septem-
ber bis Dezember 2019 erzielte sie ein Einkommen von CHF 1'700.00 (act. I.A.3 u. 
C.3 f. [ZK1 19 175]). Danach war sie aufgrund von Schwangerschaftskomplikatio-
nen krank geschrieben, wobei sie für den Zeitraum von April 2020 bis September 
2020 Krankentaggelder von insgesamt CHF 1'465.00 ausbezahlt bekam (act. I.D.2 
[ZK1 19 175]). Damit resultiert für die Phase 2b ein monatliches Einkommen von 
durchschnittlich rund CHF 350.00 (CHF 4'267.00 ÷ 12 Mt.).

10.3.1. Aufgrund des Gesagten ist die Mutter auch in der Phase 2b nicht in 
der Lage, ihre Lebenshaltungskosten selbst zu decken, so dass B._____ weiterhin 
Anspruch auf Betreuungsunterhalt hat. Dieser beläuft sich auf CHF 1'474.00 
(Grundbedarf Mutter CHF 1'824.00 abzüglich Einkommen Mutter CHF 350.00).

10.3.2. Mit einem Einkommen von CHF 6'000.00 verbleibt dem Vater nach 
Deckung seines familienrechtlichen Existenzminimums von CHF 2'942.00 – da 
keine Mankosituation mehr vorliegt, wird der Einfachheit halber von Beginn an das 
familienrechtliche Existenzminimum subtrahiert – ein Betrag von CHF 3'058.00. 
Daraus hat er zunächst den Barunterhalt für B._____ von CHF 584.00 (Grundbe-
trag CHF 784.00 abzüglich Kinderzulage CHF 200.00) und danach dessen Be-
treuungsunterhalt von CHF 1'474.00 zu leisten, wonach ein Überschuss von CHF 
1'000.00 verbleibt. Von diesem wird B._____ – in Berücksichtigung des Umstands, 
dass der Vater Ende Juli 2020 Vater einer Tochter wurde, seine Unterhaltspflicht 
dieser gegenüber in der obigen Berechnung indes unberücksichtigt blieb – nicht 
ein Drittel, sondern ein Viertel, d.h. CHF 250.00, zugeteilt.

Der Vater schuldet B._____ in der Phase 2b somit einen Unterhaltsbeitrag von 
monatlich CHF 2'308.00 (Barunterhalt CHF 834.00 [ungedeckter Grundbedarf 
CHF 584.00, Überschussanteil CHF 250.00], Betreuungsunterhalt CHF 1'474.00) 
zuzüglich Kinderzulagen (CHF 200.00).

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10.4. Tabellarisch stellt sich die Unterhaltsberechnung vom 1. September 2019 
bis 31. August 2020 wie folgt dar (Beträge in CHF):

Vater B._____ Mutter Total

Grundbedarf
Grundbetrag 850 400 850 2'100
Wohnkosten 795 350 800 1'945
Krankenkasse KVG 278 68 333 679
Krankkasse VVG 120 23 28 171
Prämienverbilligung -57 -237 -294
Telekommunikation 50 50 100
Fahrkosten Besuchsrecht 321 321
Steuern 528 528
total 2'942 784 1'824 5'550

Einkommen
Monatslohn netto inkl. 13. Monatsl. 6'000 350 6'350
Kinderzulagen 200 200
total 6'000 200 350 6'550

Überschuss/Manko 3'058 -584 -1'474 1'000

Betreuungsunterhalt
Lebenshaltungskosten Mutter 1'824
./.Einkommen Mutter -350
total 1'474

Unterhaltsanspruch

Grundbedarf (unter Einbezug BU) 2'942 2'258 350 5'550
Überschussanteil 750 250 0 1'000
Anspruch 3'692 2'508 350 6'550
./. eigenes Einkommen -6'000 -200 -350 -6'550
total -2'308 2'308 0 0

Unterhaltsbeiträge 2'308
Sohn Barunterhalt 834
Sohn Betreuungsunterhalt 1'474
zuzüglich Kinderzulagen 200

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11. Phase 2c – 1. September 2020 bis 31. Juli 2023 (Eintritt Kindergarten)

11.1.1. Bei der Berechnung des Grundbedarfs für B._____ in der Phase 2c 
ist zu berücksichtigen, dass C._____ am 5. September 2020 Mutter von J._____ 
wurde, was zu einer Veränderung des Wohnkostenanteils führt. B._____ hat neu 
einen Sechstel der Wohnkosten von rund CHF 1'950.00 (act. C.5 [ZK1 19 175]), 
demnach CHF 325.00, zu tragen, während ein weiterer Sechstel J._____ und je 
ein Drittel, demnach CHF 650.00, der Kindsmutter und deren Ehemann anzurech-
nen sind. Die Krankenkassenprämien belaufen sich ab 2021 auf monatlich CHF 
76.00 und CHF 22.00 (KVG u. VVG; act. I.D.4 [ZK1 19 175]). Dass ab 2021 noch 
ein Anspruch auf Prämienverbilligung besteht, steht bei ke