# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a96663c-3610-5b4e-8c51-3d09f34e13f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2009 E-4920/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4920-2009_2009-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4920/2009/noc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richterin Antonioni;
Gerichtsschreiberin Contessina Theis.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4920/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  aus  B._______  stammende  Beschwerdeführer  eigenen 
Angaben zufolge am 13. Februar 2009 seine Heimat verliess und am 
20. Februar 2009 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl 
nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Vallorbe (EVZ) vom 2. März 2009 sowie der Anhörung vom 
16. Juli 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-
tend machte, eines Nachts hätten Banditen eine der Ehefrauen seines 
Chefs  C._______,  für  welche  er  als  Leibwächter  tätig  gewesen  sei, 
beraubt, vergewaltigt, in den Kofferraum ihres Autos gesteckt und ent-
führt,

dass  sie,  D._______,  in  der  Folge  ihn  fälschlicherweise  der  Verge-
waltigung  beschuldigt  habe,  woraufhin  er  auf  Geheiss  seines  Chefs 
von der Polizei festgenommen und während dreier Tage festgehalten 
und misshandelt worden sei,

dass  sein  Bruder  E._______  aus  Italien  gekommen  sei,  um  ihn 
freizukaufen,  und  er  daraufhin  das  Land  mit  Hilfe  von  E._______ 
verlassen habe,  da einer  der  Polizisten ihm gesagt  habe,  sein  Chef 
wolle ihn tot sehen,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 22. Juli 2009 - zugestellt am 27. Juli 2009 - in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat, seine Wegweisung aus der Schweiz verfügte 
und Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor,  welche es dem Beschwerdeführer 
verunmöglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  behördlichen  Mass-
nahmen einem legitimen Zweck gedient hätten, nämlich der Überprü-
fung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe,

dass seine Vorbringen bezweifelt  würden,  da sie nicht  fundiert  seien 
und er  sich an wichtige Umstände nicht  mehr  zu erinnern  vermöge, 

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was den Eindruck erwecke, er habe das Geschilderte nicht selbst er-
lebt,  weshalb er  die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle und zusätzli-
che Abklärungen aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass daher auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei, da weder die im Heimatland des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit eines 
Wegweisungsvollzuges sprechen würden,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 22. Juli 2009 zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM vom 22. Juli 2009 
mit Beschwerde vom 3. August 2009 beim Bundesverwaltungsgericht 
angefochten hat,

dass er dabei sinngemäss um die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver-
fügung sowie um die Überprüfung seines Asylgesuchs ersuchte,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde,  soweit  entscheidwesent-
lich, im Folgenden eingegangen werden wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Beschwerdeerhebung  legitimiert  ist 
und auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108a AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  bildet  (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 

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wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die vorinstanzlichen Erwägungen nach einer Prüfung der Akten 
und unter  Berücksichtigung der Beschwerdeeingabe im Ergebnis  als 
zutreffend zu erachten sind, 

dass es der Beschwerdeführer Asylverfahren unterlassen hat,  Reise- 
oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG inner-
halb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches abzugeben, 

dass nicht geglaubt werden kann, dass der Beschwerdeführer von sei-
nem Bruder keine Kontaktdaten hat, obwohl sich dieser zuvor intensiv 
um ihn gekümmert haben soll,  indem er von Italien nach Nigeria ge-
reist, den Beschwerdeführer freigekauft und dessen Ausreise bis in die 
Schweiz organisiert haben soll, zumal auch davon ausgegangen wer-
den kann, dass sich der Bruder beim Beschwerdeführer melden wür-
de, hätte er seine Telefonnummer tatsächlich gewechselt,

dass die Erklärungen des Beschwerdeführers, sein Bruder E._______ 
habe seinen Pass und er  könne ihn in  Italien  nicht  erreichen,  da er 
wohl die Nummer gewechselt habe und er nicht wisse, wo sein Bruder 
wohne (A4 S. 4 f.,  A17 S. 4 f.), folglich als stereotype Vorbringen zu 
qualifizieren sind, die keine plausible Begründung für die Nichtabgabe 
von Reise- oder Identitätspapieren zu liefern vermögen,

dass er weiter im EVZ ausführte, seine Identitätskarte sei von der Poli-
zei  zurückbehalten worden, an der direkten Anhörung jedoch angab, 
diese sei bei ihm zu Hause (A4 S. 5, A17 S. 5),

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dass sich darüber  hinaus auch seine Ausführungen,  er  wisse nichts 
über die Reise, da sein Bruder alles organisiert habe, weshalb er we-
der  von den Papieren,  die  der  Bruder  für  ihn zum Reisen benutzte, 
noch von den Orten, wo sie angekommen und von wo sie weitergeflo-
gen seien, eine Ahnung habe, als konstruiert, weltfremd und im Ergeb-
nis unglaubhaft erweisen (A4 S. 7, A17 S. 6 und 9),

dass  weder  nachvollziehbar  ist,  weshalb  der  Bruder  -  welcher  seit 
1991 in Italien leben und dem Beschwerdeführer nach Nigeria zu Hilfe 
geeilt sein soll  - den Beschwerdeführer nach Ankunft in Italien in die 
Schweiz weitergeschickt und ihn nicht bei sich in Italien aufgenommen 
habe,  noch dass  der  36-jährige  Beschwerdeführer  all  seine  Papiere 
sowie die ganze Organisation seiner Reise seinem Bruder überlassen 
haben soll (A4 S. 7, A17 S. 9),

dass  in  der  Beschwerdeschrift  hinsichtlich  Identitätspapieren  nichts 
Neues angeführt wird,

dass  deshalb  davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  sei  in 
Wirklichkeit im Besitz von Papieren, mit denen er gereist ist, und wolle 
diese den Behörden nicht offenlegen,

dass diese Folgerung durch sein Abstreiten des Aufenthaltes in Öster-
reich im Zeitraum 2000/2001 und des Durchlaufens eines am 27. Juni 
2001 negativ  geendeten Asylverfahrens,  welche Tatsache durch Fin-
gerabdruckvergleiche und eine Bestätigung der zuständigen österrei-
chischen  Behörde  bewiesen  ist,  noch  Auftrieb  erhält,  zumal  damit 
wahrscheinlich wird, dass er sich seit Abschluss jenes Asylverfahrens 
in europäischen Ländern aufgehalten hat, was ohne jegliche Ausweise 
problematisch gewesen sein dürfte,

dass der Beschwerdeführer somit insgesamt nicht glaubhaft  darzule-
gen vermochte, er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände 
an der unverzüglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (vgl. Art. 32 
Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass der Beschwerdeführer im EVZ aussagte, dass der korrupte Poli-
zist ihm beim Verlassen des Polizeipostens gesagt habe, dass er sich 
verstecken solle, da C._______ ihn tot sehen wolle (A4 S. 6),

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dass demgegenüber gemäss den Aussagen an der Anhörung zu den 
Asylgründen bei seiner Ankunft auf dem Polizeiposten glücklicherwei-
se jemand gekommen sei und ihn gewarnt habe, sein Chef habe ange-
ordnet, er dürfe die Untersuchungshaft nicht lebendig verlassen (A17 
S. 8),

dass er im EVZ weiter aussagte, die Banditen hätten ihn am 26. Janu-
ar  2009 in  den Kofferraum ihres  Autos  gesteckt  und am 27. Januar 
2009  in  F._______,  einer  Stadt  in  der  Nähe  von  B._______, 
freigelassen  (A4  S.  6),  während  er  sich  an  der  späteren  Anhörung 
weder  an  das  Datum  seiner  Entführung,  noch  an  den  Ort  seiner 
Freilassung erinnern konnte (A17 S. 10),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinen Fluchtgründen 
nicht geglaubt werden können,

dass des Weiteren auf die von der Vorinstanz angeführten Ungereimt-
heiten zu verweisen ist,

dass  die  in  der  Beschwerde  vorgebrachten  Ausführungen  bezüglich 
der Korruption in seiner Heimat grundsätzlich nicht angezweifelt wer-
den, jedoch in keiner Weise geeignet sind,  an der Einschätzung der 
Unglaubhaftigkeit seiner Vorbringen etwas zu ändern,

dass in  der Beschwerdeschrift  zu den Asylvorbringen und der Argu-
mentation  der  Vorinstanz  weiter  nichts  angeführt  wird,  das  der  Be-
schwerdeführer nicht bereits in den Befragungen angab, weshalb die 
Beschwerde nicht geeignet ist, die Einschätzung der Unglaubhaftigkeit 
seiner Vorbringen umzustossen,

dass  die  Argumentation  des  BFM  hinsichtlich  der  Unglaubhaftigkeit 
der  Vorbringen des Beschwerdeführers zu  stützen ist  und die  Vorin-
stanz demnach zu Recht feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,

dass demnach die Fragen offen bleiben können, ob bei einer hypothe-
tischen  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  sein 
Chef  wolle  ihn tot  sehen,  der  Staat  schutzwillig  und -fähig wäre,  ob 
dem  Beschwerdeführer  eine  innerstaatliche  Fluchtalternative  offen-
stünde und ob eine Überprüfung dieser Fragen in einer summarischen 
Prüfung gemäss Art. 32  Abs. 2 Bst. a  AsylG vom BFM ausreichend 
vorgenommen wurde,

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dass das BFM zu Recht davon ausging, es seien keine weiteren Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder - wie sich 
aus den folgenden Erwägungen ergeben wird - eines allfälligen Weg-
weisungshindernisses erforderlich,

dass das BFM demnach gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 
Abs. 3 AsylG zu Recht nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers eingetreten ist,

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 
11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR 142.311])  und 
sich der Beschwerdeführer auch nicht  auf  einen dahingehenden An-
spruch berufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Hei-
matland unter  Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen 
der Schweiz (Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli  1951 über 
die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [Flüchtlingskonvention,  FK, 
SR 0.142.30],  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische Men-
schenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101],  Art. 1 und 3 des Überein-
kommens vom 10. Dezember 1084 gegen Folter und andere grausa-
me, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, 
SR 0.105 ]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sowie Art. 
25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidge-
nossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) als zulässig im Sinne 
von Art. 83 Abs. 3 AuG erweist, da vor dem Hintergrund der obenste-
henden Erwägungen  nicht  von drohenden Menschenrechtsverletzun-
gen auszugehen ist und die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm selber obliegt, bei der Beschaf-
fung  gültiger  Reisepapiere  in  geboteneer  Weise  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass diese Feststellungen über das Fehlen von Wegweisungsvollzugs-
hindernisse allesamt ohne Weiteres aufgrund der bestehenden Akten 
getroffen werden können und keine weiteren diesbeuzüglichen Abklä-
rungen erforderlich sind (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass bei  diesem Verfahrensausgang die Kosten des Beschwerdever-
fahrrens von Fr 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass die Kostenauflage zu seinen Lasten selbst dann erfolgen müsste, 
wenn in  der  kommentarlosen Einreichung  einer  Fürsorgebestätigung 
ein Gesuch um Kostenerlass im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG er-
blickt würde, da die Beschwerde ohnehin aussichtslos im Sinne dieser 
Bestimmung ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde. 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Contessina Theis

Versand:

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