# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c78dc2f9-472c-5e4b-8eaa-3b36e4a4cd57
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.07.2023 PP230005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP230005_2023-07-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP230005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur, Vorsitzender,  

Oberrichter Dr. M. Sarbach und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl  

sowie Gerichtsschreiberin MLaw T. Rumpel 

Urteil vom 19. Juli 2023 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ GmbH,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Forderung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes 
Bülach vom 22. Dezember 2022; Proz. FV210068 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1.  

1.1. Zwischen dem Kläger und Beschwerdeführer (fortan Kläger) und der Be-

klagten und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte), einer Betreiberin von Tele-

kommunikationsnetzen und Anbieterin für Dienstleistungen und Produkte im Be-

reich Informations- und Kommunikationstechnologie, besteht ein Vertragsverhält-

nis unter Verwendung allgemeiner Geschäftsbedingungen durch die Beklagte 

(act. 3; act. 8/1; act. 14/11; Prot. Vi. S. 12). Der Kläger ist mit zwei AGB-

Bestimmungen zur Kündigung nicht einverstanden (act. 1, act. 2; act. 19, insbes. 

Rz. 12 f.). Die streitgegenständlichen AGB-Bestimmungen lauten wie folgt (act. 3 

S. 2; act. 8/1 S. 2): 

 "16. Ordentliche Kündigung 
  Kündigungen von Mobil-, Internet-, Festnetz-, und TV Abos müssen entweder te-

lefonisch (0800 …) kostenlos innerhalb der Schweiz) oder per B._____ Chat er-
folgen. (…) 

  Kündigungen per Brief oder E-Mail sind nicht gültig. (…) 

 18. Vorzeitige Kündigung – Kostenfolge 
 (…) 
 Nach Ablauf der Mindestvertragsdauer und bei Verträgen ohne Mindestvertrags-

dauer ist die Kündigung eines Vertrages ohne Einhaltung der ordentlichen Kündi-
gungsfrist nur gegen Bezahlung der monatlichen Grundgebühren bis zum or-
dentlichen Kündigungstermin zzgl. CHF 100 möglich. 

 (…)" 

1.2. Nachdem dem Kläger nach gescheiterter Schlichtungsverhandlung die 

Klagebewilligung vom 28. Juli 2021 ausgestellt worden war (act. 1), leitete er mit 

begründeter Klage vom 20. August 2021 beim Einzelgericht des Bezirksgerichtes 

Bülach (fortan Vorinstanz) rechtzeitig das vorinstanzliche Verfahren ein (act. 2). 

Er verlangte im Wesentlichen eine abstrakte Normenkontrolle der obgenannten 

AGB-Bestimmungen nach Art. 8 UWG und stellte entsprechende Feststellungs-, 

Unterlagenvernichtungs-, Unterlassungs-, Beseitigungs-, Verbots- und Urteilsver-

öffentlichungsbegehren (act. 2 S. 2). Innert Frist reichte die Beklagte ihre Stel-

lungnahme vom 20. Oktober 2021 samt Beilagen ein (act. 4-5; act. 7-8/1-3), die 

dem Kläger zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (act. 9). Daraufhin wurde zur 

- 3 - 

Hauptverhandlung vorgeladen, welche am 20. Januar 2022 durchgeführt wurde 

(Prot. Vi. S. 4 ff.). Mit Urteil vom 22. Dezember 2022 wies die Vorinstanz die Kla-

ge ab, soweit sie darauf eintrat, setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 150.– fest, 

welche sie dem Kläger auferlegte, und sprach keine Parteientschädigungen zu 

(act. 16 = act. 20/4 = act. 21 [Aktenexemplar], nachfolgend zitiert als act. 21). 

1.3. Mit Eingabe vom 2. Februar 2023 (Poststempel) erhob der Kläger bei der 

Kammer Beschwerde gegen das Urteil der Vorinstanz und stellte die folgenden 

Anträge (act. 19 S. 2 f.): 

"1. Es sei das Urteil FV210068-C/U des Bezirksgerichts Bülach vom 22. De-
zember 2022 aufzuheben wegen schwerer Mängel in der Rechtsausle-
gung und der Verweigerung des rechtlichen Gehörs bei der Beurteilung 
im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV bzgl. den bundesgerichtlichen Anforde-
rungen an eine Vertragskündigung, welche der Kläger in der Ursprungs-
klage klar formuliert hat. 

 2. Es sei wie in der Ursprungsklage eine abstrakte Normenkontrolle (Gene-
ralkontrolle) der AGB B._____ durchzuführen mit Bezug auf die Kündi-
gungsformalitäten. Dabei sei festzustellen, dass die AGB-Klausel, welche 
eine schriftliche Kündigung per Post bei der Beklagten durch den Ver-
tragsnehmer ausschliesst als missbräuchliche Geschäftsbedingung ge-
mäss Art. 8 UWG zu qualifizieren sei. 

 3.  Es sei wie in der Ursprungsklage sei eine abstrakte Normenkontrolle 
(Generalkontrolle) der AGB B._____ durchzuführen. Dabei sei festzustel-
len, dass Kündigungsgebühren zusätzlich zur Restlaufzeit eines Vertra-
ges als missbräuchliche Geschäftsbedingungen gemäss Art. 8 UWG zu 
qualifizieren seien (vorzeitiger Leistungsverzicht ist teurer als reguläre 
Leistung bis Vertragsende für den Konsumenten). 

 4.  Es seien die missbräuchlichen Geschäftsbedingungen gemäss Art. 9 
Abs. 1 lit. b UWG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 UWG zu beseitigen und zukünftig 
zu verbieten. 

 5.  Sämtliches Handeln, welches die in vorig genannten Ziffern aufgeführten 
Rechtsbegehren verletzt zukünftig zu unterlassen. 

 6. Sämtliche Unterlagen, die missbräuchliche Bedingungen wie in den vori-
gen Ziffern aufgeführten Rechtsbegehren enthalten umgehend zu ver-
nichten. 

 7. Es sei das Urteil zu veröffentlichen gemäss Art. 9 Abs. 3 UWG. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-17). Der mit Verfügung 

vom 23. Februar 2023 verlangte Kostenvorschuss für die zweitinstanzlichen Ge-

richtskosten in der Höhe von Fr. 200.– wurde rechtzeitig geleistet (act. 22-24). Auf 

eine Beschwerdeantwort ist zu verzichten (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Der Beklagten 

- 4 - 

ist mit dem vorliegenden Entscheid eine Kopie der Beschwerde zuzustellen. Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2.   

2.1. Erstinstanzliche Entscheide, bei denen der Streitwert des zuletzt aufrecht-

erhaltenen Rechtsbegehrens unter Fr. 10'000.– beträgt, sind (nur) mit Beschwer-

de anfechtbar (Art. 308 Abs. 2 i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO). Mit der Beschwerde 

kann die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde 

ist innerhalb der 30-tägigen Rechtsmittelfrist schriftlich und begründet einzurei-

chen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Aus der Begründungspflicht folgt, dass die Be-

schwerdeschrift (zu begründende) konkrete Rechtsmittelanträge zu enthalten hat. 

Bei Rechtsmitteleingaben von Laien genügt als Antrag eine Formulierung, aus der 

sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. 

Zur Begründung reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum Ausdruck 

kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet respektive wes-

halb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerde führenden 

Partei unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzungen nicht gegeben, ist auf 

eine Beschwerde nicht einzutreten (OGer ZH PP220006 vom 4. August 2022 

E. II.1 m.w.H.). Neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im 

Beschwerdeverfahren grundsätzlich ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO), es 

sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz gibt dazu Anlass (BGE 139 III 466 

E. 3.4). Neue rechtliche Standpunkte bzw. Überlegungen sind hingegen zulässig, 

damit die Beschwerde führende Partei die Möglichkeit hat, sich gegen eine fal-

sche Rechtsanwendung oder die offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung 

durch die Vorinstanz zur Wehr zu setzen. Entscheidend ist jedoch mit Blick auf 

das Novenverbot, dass sich der Beschwerdegrund aus dem vorinstanzlichen Ent-

scheid oder den vorinstanzlichen Akten ergeben muss (vgl. OGer ZH PF180050 

vom 29. November 2018 E. 2.2; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 3. Aufl. 2016, 

Art. 326 N 3 ff.). 

2.2. Gestützt auf den – bereits vor Vorinstanz geltend gemachten, unbestritte-

nen (vgl. act. 2 Rz. 15; act. 7; Prot. Vi. S. 12 und 27) und vorliegend wiederum 

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geltend gemachten (act. 19 Rz. 16) – Streitwert in der Höhe von insgesamt 

Fr. 480.– ist das Urteil der Vorinstanz nur mit Beschwerde anfechtbar. Der Kläger 

reichte seine Beschwerde, die sowohl genügende Rechtsmittelanträge als auch 

eine Begründung enthält, rechtzeitig bei der Kammer ein (act. 17 S. 1; act. 19). 

3.  

3.1. Gemäss Art. 8 UWG handelt insbesondere unlauter, wer allgemeine Ge-

schäftsbedingungen verwendet, die in Treu und Glauben verletzender Weise zum 

Nachteil von Konsumentinnen und Konsumenten ein erhebliches und ungerecht-

fertigtes Missverhältnis zwischen vertraglichen Rechten und Pflichten vorsehen. 

Um Wiederholungen zu vermeiden, ist auf die Erwägungen zu den rechtlichen 

Grundlagen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. act. 21 E. V). Nochmals festzuhal-

ten ist im Wesentlichen, dass Art. 8 UWG nicht auf eine Individualkontrolle in ei-

nem konkreten Vertragsverhältnis, sondern auf die Beurteilung der AGB im Sinne 

einer abstrakten Normenkontrolle, ausgerichtet ist (BSK UWG-THOUVENIN, 1. Aufl. 

2013, Art. 8 N 75 und 89 ff.).  

3.2. Gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UWG kann verlangt werden, (a.) eine drohende 

Verletzung zu verbieten, (b.) eine bestehende Verletzung zu beseitigen und 

(c.) die Widerrechtlichkeit einer Verletzung festzustellen, wenn sich diese weiter-

hin störend auswirkt. Ebenso kann verlangt werden, dass eine Berichtigung oder 

das Urteil Dritten mitgeteilt oder veröffentlicht wird (Art. 9 Abs. 2 UWG). Die Kla-

gen gemäss Artikel 9 stehen ebenso den Kunden zu, die durch unlauteren Wett-

bewerb in ihren wirtschaftlichen Interessen bedroht oder verletzt sind (Art. 10 

Abs. 1 UWG). Es ist grundsätzlich auch auf die diesbezüglichen rechtliche Aus-

führungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. act. 21 E. III.2.2, 3.1.1 f. und 3.2.1). 

 Zum Feststellungsbegehren ist hervorzuheben, dass – wie die Vorinstanz 

richtigerweise festhielt – die Feststellungsklage nach Art. 9 Abs. 1 lit. c UWG 

grundsätzlich subsidiär zu einem Unterlassungs- oder Beseitigungsbegehren ist 

(BGE 123 III 354 E. 1.c m.w.H.; BSK UWG-RÜETSCHI/ROTH/FRICK, a.a.O., Art. 9 

N 53; SHK UWG-SPITZ, 2. Aufl. 2016, Art. 9 N 89). Kann das verfolgte Rechts-

schutzziel mit einer Unterlassungs- oder Beseitigungsklage gänzlich erreicht wer-

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den, ist eine Feststellungsklage folglich grundsätzlich unzulässig. Unter Umstän-

den denkbar ist ein gleichzeitiges Beseitigungs- und Feststellungsbegehren, wenn 

das Rechtsschutzziel mit der Beseitigungsklage nicht vollständig zu erreichen ist 

(Dike Komm. UWG-DOMEJ, 1. Aufl. 2018, Art. 9 N 24). In Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz ist bei der Feststellungsklage jedenfalls ein zusätzliches Interesse 

an der Feststellung darzulegen (BSK UWG-RÜETSCHI/ROTH/FRICK, a.a.O., Art. 9 

N 53; CHK UWG-FERRARI HOFER/VASELLA, 3. Aufl. 2016, Art. 9 N 16). Wird gleich-

zeitig auf Unterlassung (oder Beseitigung) geklagt, ist das Feststellungsinteresse 

grundsätzlich zu verneinen (BGE 104 II 124 E. 6; SHK UWG-SPITZ, a.a.O., Art. 9 

N 88 ff.), da es i.d.R. an einem schutzwürdigen Interesse an der selbständigen 

Feststellung der Widerrechtlichkeit fehlt (BGE 90 II 51 E. 8; BSK UWG-RÜETSCHI/ 

ROTH/FRICK, a.a.O., Art. 9 N 53). 

4.  

Die Vorinstanz trat auf die Feststellungsbegehren des Klägers (Rechtsbegehren 

Ziffern 1 und 2 vor Vorinstanz, vgl. act. 2 S. 2) mangels Rechtsschutzinteresses 

nicht ein (act. 21 E. III.2.3). Ebenso trat sie auf das Unterlassungsbegehren be-

treffend "sämtliches Handeln" mit Bezug auf die gerügten AGB-Bestimmungen 

(Rechtsbegehren Ziffer 4 vor Vorinstanz, vgl. act. 2 S. 2) mangels Rechtsschutz-

interesses und auf das Begehren betreffend Vernichtung sämtlicher Unterlagen, 

die die gerügten AGB-Bestimmungen enthalten (Rechtsbegehren Ziffer 5 vor Vor-

instanz, vgl. act. 2 S. 2), wegen ungenügender Umschreibung nicht ein (act. 21 

E. III.4.2 und 5.2). Das Beseitigungs- und Verbotsbegehren im Zusammenhang 

mit den gerügten AGB-Bestimmungen (Rechtsbegehren Ziffer 3 vor Vorinstanz, 

vgl. act. 2 S. 2) wies die Vorinstanz mangels Verstosses gegen Art. 8 UWG ab 

(act. 21 E. VI.2.2[.3.2] und VI.3.2). Gestützt darauf wies sie auch das akzessori-

sche Rechtsbegehren Ziffer 6 betreffend Urteilspublikation ab (act. 21 E. VI.3.2). 

Da der Kläger die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils "wegen schweren Män-

geln in der Rechtsauslegung und der Verweigerung des rechtlichen Gehörs" be-

antragte und wiederum dieselben Feststellungs-, Beseitigungs-, und Unterlas-

sungsbegehren wie vor Vorinstanz stellte (act. 19 S. 2 f.; vgl. auch act. 2 S. 2), ist 

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nachfolgend – soweit erforderlich – auf die vorinstanzlichen Erwägungen und die 

Vorbringen des Klägers zu jedem Begehren näher einzugehen. 

5.  

5.1. Zu den Feststellungsbegehren 

5.1.1. Die Vorinstanz trat auf die Feststellungsbegehren des Klägers (Rechtsbe-

gehren Ziffern 1 und 2 vor Vorinstanz, vgl. act. 2 S. 2) mangels Rechtsschutzinte-

resses nicht ein. Der Kläger habe nicht weiter geltend gemacht, inwiefern er ne-

ben dem gleichgerichteten Unterlassungsbegehren ein zusätzliches Feststel-

lungsinteresse haben sollte (act. 21 E. III.2.3). 

5.1.2. Der Kläger stellt sich auf den Standpunkt, er als Konsument habe ein un-

umstössliches Rechtsschutzinteresse und das Recht, gemäss Art. 8 UWG fest-

stellen zu lassen, ob eine AGB-Bestimmung zwischen einem Unternehmen und 

einem Konsumenten zulässig sei oder nicht. Anders als bei einer Klage zwischen 

wirtschaftlichen Akteuren wie in BGE 104 II 124 sei der Feststellungsanspruch bei 

einer Konsumentenschutzklage nicht zu verneinen. Die Prozessvoraussetzung sei 

gegeben, weshalb die Vorinstanz fälschlicherweise nicht auf die Klage eingetreten 

sei und stattdessen das rechtliche Gehör verweigert habe. Im Übrigen sei falsch, 

dass er vor Vorinstanz kein Feststellungsinteresse geltend gemacht habe (act. 19 

Rz. 20). 

5.1.3. Vorab ist festzuhalten, dass in Bezug auf das Feststellungsinteresse –

 entgegen der Ansicht des Klägers – nicht zwischen Klagen von Konsumenten 

und Verfahren zwischen "wirtschaftlichen Akteuren" zu unterscheiden ist. Ein 

Rechtsschutzinteresse an der Feststellung ist immer – explizit auch bei Feststel-

lungsklagen nach dem UWG – darzulegen (vgl. obige E. 3.2). Ein unumstössli-

ches Rechtsschutzinteresse und das Recht, gemäss Art. 8 UWG feststellen zu 

lassen, ob eine AGB-Bestimmung zulässig ist, besteht dementsprechend gerade 

nicht per se – auch nicht für den Konsumenten. Im Weiteren führt der Kläger in 

seiner Beschwerde zwar aus, die Erwägung der Vorinstanz sei falsch, dass er 

kein Feststellungsinteresse geltend gemacht habe. Jedoch zeigt er nicht auf, in-

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wiefern er dieses Feststellungsinteresse – entgegen den Erwägungen der Vo-

rinstanz – mit seiner Klagebegründung dargetan haben soll. Mit Blick auf die Kla-

gebegründung (vgl. act. 2; Prot. Vi. S. 5 ff.) und wie von der Vorinstanz erwogen, 

ist im Übrigen nicht ersichtlich, inwiefern ein zusätzliches Feststellungsinteresse 

dargetan sein soll. Ebenso wenig ist im Vorgehen und der Begründung der Vo-

rinstanz eine Gehörsverletzung zu sehen, zumal der Kläger in seiner Beschwerde 

auch nicht näher darlegt, inwiefern die Vorinstanz das rechtliche Gehör verletzt 

haben soll. Aufgrund des Gesagten ist auf die Beschwerde bezüglich der Feststel-

lungsbegehren nicht einzutreten, weshalb es beim entsprechenden vorinstanzli-

chen Nichteintretensentscheid bleibt.  

5.2. Zum Unterlassungsbegehren betreffend "sämtliches Handeln" 

5.2.1. Die Vorinstanz trat mangels Rechtsschutzinteresses nicht auf das Unterlas-

sungsbegehren betreffend "sämtliches Handeln" ein, da das entsprechende 

Rechtsbegehren dem Bestimmtheitsgrundsatz nicht genüge und nicht ersichtlich 

sei, inwiefern sich dieses Rechtsbegehren Ziffer 4 von Rechtsbegehren Ziffer 3 

unterscheide (act. 21 E. III.4.2). 

5.2.2. Der Kläger macht geltend, es liege ein begründetes Rechtsschutzinteresse 

vor, da zukünftiger Missbrauch zum Nachteil des Konsumenten ausgeschlossen 

werden solle und ein zukünftiges Verbot nebst der Feststellung die zweckdien-

lichste Variante sei. Die Vorinstanz habe gegen die gebotene Sorgfaltspflicht bei 

der Auslegung verstossen und mit der einseitigen Rechtsauslegung zugunsten 

der Beklagten das Gebot der Gleichbehandlung verletzt (act. 19 Rz. 21). 

5.2.3. Mit diesen Ausführungen äussert sich der Kläger nicht dazu, inwiefern sich 

das Unterlassungsbegehren gemäss vorinstanzlichem Rechtsbegehren Ziffer 4 –

 entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen – vom Beseitigungs- und künftigen 

Verbotsbegehren gemäss vorinstanzlichem Rechtsbegehren Ziffer 3 unterscheide 

und inwiefern sein Begehren dem Bestimmtheitsgrundsatz genüge. Dass die Vor-

instanz mit dem entsprechenden Nichteintretensentscheid gegen das Gleichbe-

handlungsgebot verstossen haben sollte, ist ferner nicht ersichtlich. Mangels ge-

nügender Begründung ist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 

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5.3. Zum Begehren um Verpflichtung zur Vernichtung "sämtlicher Unterlagen" 

5.3.1. Die Vorinstanz erwog, dass auf das entsprechende Begehren nicht einzu-

treten sei, da es zu unbestimmt sei. Der Kläger habe es unterlassen, den genau-

en Kreis der effektiv zu vernichtenden Dokumente insbesondere auch hinsichtlich 

der genannten Beispiele konkret zu umschreiben. Zudem hätte sich das Begeh-

ren auch nicht als verhältnismässig erwiesen, könnte man anstatt einer Ge-

samtvernichtung doch auch nur die einzelnen Bestimmungen schwärzen (act. 21 

E. III.5.2). 

5.3.2. Der Kläger führt insbesondere aus, die Vorinstanz bezeichne sein Vernich-

tungsbegehren als zu unbestimmt. Art. 8 UWG wirke jedoch keineswegs auf den 

Einzelfall, sondern für alle Verträge, die das beklagte Unternehmen mit Konsu-

menten schliesse. Entsprechend sei absolut klar, was es bedeuten würde, sollte 

der Kläger recht bekommen. Die vorinstanzliche Ansicht, wonach die Beklagte die 

missbräuchlichen Vertragsbestimmungen bei mehreren Millionen Verträgen ein-

fach schwärzen könnte, zeige die ironische Behandlung der Klage. Teilge-

schwärzte Verträge abzuschliessen sei völlig abwegig und gegen jegliche aner-

kannte Rechtsnorm. Wenn ein Unternehmen wie die Beklagte Bestimmungen 

einsetze, die Art. 8 UWG verletzten, sei es schlichtweg selbst schuld, wenn alle 

mit Konsumenten geschlossenen Verträge mindestens teilungültig seien und es 

die finanziellen Konsequenzen tragen müsse (act. 19 Rz. 22). 

5.3.3. Mit der obgenannten Beschwerdebegründung geht der Kläger nicht auf die 

Erwägung der Vorinstanz ein, die im Wesentlichen festhält, das entsprechende 

Begehren bzw. der Kreis der zu vernichtenden Dokumente sei zu unbestimmt 

umschrieben. Mangels genügender Auseinandersetzung mit dem diesbezüglichen 

Nichteintretensentscheid ist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 

5.4. Zum Beseitigungs- und künftigen Verbotsbegehren 

5.4.1. Die Vorinstanz wies das entsprechende Begehren des Klägers ab, nach-

dem sie die Voraussetzungen missbräuchlicher AGBs geprüft und festgestellt hat-

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te, dass die gerügten Ziffern 16 und 18 der AGB mit Art. 8 UWG vereinbar seien 

(act. 21 E. VI). 

 Betreffend die Kündigungsformalitäten in AGB-Ziffer 16, wonach Kunden 

alle Abonnemente nur noch telefonisch oder per B._____-Chat kündigen können 

und eine schriftliche, postalische Kündigung nicht mehr zulässig ist, fehlt es ge-

mäss Vorinstanz an einem erheblichen und ungerechtfertigten Missverhältnis. 

Deshalb sei nicht von einem Verstoss gegen Art. 8 UWG auszugehen und die 

Klage hinsichtlich des entsprechenden Begehrens abzuweisen. Sie erwog dazu 

im Wesentlichen, dass mit der Bestimmung zwar ein offensichtliches Ungleichge-

wicht zwischen den Rechten und Pflichten der Kunden bzw. Konsumenten mit 

fehlender Kompensation vorliege, weshalb von einem Nachteil zulasten der Kon-

sumenten und einem Missverhältnis auszugehen sei. Jedoch sei dieses Missver-

hältnis aufgrund der gesamten Umstände nicht als erheblich und ungerechtfertigt 

zu qualifizieren und damit falle ein Verstoss gegen Art. 8 UWG ausser Betracht. 

So spreche zwar für die Erheblichkeit des Missverhältnisses, dass eine telefoni-

sche oder per B._____-Chat vorgenommene Kündigung schwer nachzuweisen 

sei. Dies werde aber durch die Möglichkeit, eine Kündigungsbestätigung per E-

Mail oder schriftlichem Postversand zu verlangen, relativiert. Ebenso sei mangels 

genügender Substantiierung durch den Kläger davon auszugehen, dass die Be-

klagte dem Kunden am Tag nach der Kündigung ein Bestätigungs-SMS zukom-

men lasse, was den Kündigungsnachweis ermögliche. Gegen die Erheblichkeit 

des Missverhältnisses spreche sodann, dass aufgrund der Komplexität der zu-

sammenhängenden Abonnemente und Dienstleistungen die Kündigung im Rah-

men eines aktiven Austauschens mit der Beklagten einfacher und weniger fehler-

anfällig erscheine. Auch sei es durchaus naheliegend, die Kündigungsmodalitäten 

auf die digitalen und vielschichtigen Bedürfnisse anzupassen (act. 21 E. VI.2). 

 In Bezug auf die gerügte AGB-Ziffer 18 Abs. 4 betreffend "Kostenfolge ei-

ner frühzeitigen Kündigung", wonach nach Ablauf der Mindestvertragsdauer und 

bei Verträgen ohne Mindestvertragsdauer die Kündigung eines Vertrages ohne 

Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist nur gegen Bezahlung der monatli-

chen Grundgebühren bis zum ordentlichen Kündigungstermin zzgl. Fr. 100.– 

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möglich ist, erwog die Vorinstanz Folgendes: Die vom Kläger monierte Regelung 

beziehe sich gemäss Wortlaut auf Kündigungen von Verträgen nach Ablauf der 

Mindestvertragsdauer und Kündigungen von Verträgen ohne Mindestvertrags-

laufdauer. Diese seien ohne Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist nur ge-

gen Bezahlung der monatlichen Grundgebühren bis zum ordentlichen Kündi-

gungstermin zzgl. einer Gebühr von Fr. 100.– kündbar. Entgegen dem Kläger 

könne daraus nicht geschlossen werden, dass bei einer Kündigung der vorge-

nannten Verträge jedenfalls und immer, also auch bei Einhaltung der ordentlichen 

Kündigungsfrist, eine Gebühr von Fr. 100.– zu entrichten sei. In den Konstellatio-

nen nach Ziffer 18 handle es sich um Situationen, in denen der Konsument früher 

als vereinbart bzw. vertraglich möglich das Vertragsverhältnis beende. Die Been-

digungsmöglichkeit bestehe zwar, sei jedoch mit einem entsprechenden Aus-

gleich des Interesses der Beklagten und damit einer Gegenleistung verbunden. 

Wie von der Beklagten vorgebracht, handle es sich dabei um das positive Ver-

tragsinteresse. Dies erscheine legitim, zumal die Beklagte dadurch keinen ersicht-

lichen Vorteil erhalte. Damit sei kein Ungleichgewicht zwischen den Rechten und 

Pflichten des Konsumenten und der Beklagten ersichtlich, womit sich eine weiter-

gehende Prüfung des Missverhältnisses und der weiteren Tatbestandselemente 

von Art. 8 UWG erübrige und das entsprechende Begehren abzuweisen sei 

(act. 21 E. VI.3). 

5.4.2. Einerseits führt der Kläger aus, die Vorinstanz habe den Beseitigungsan-

spruch verweigert, obwohl ein Rechtsschutzinteresse vorliege (act. 19 Rz. 21). 

Andererseits stellt sich der Kläger auf den Standpunkt, die Vorinstanz sei entge-

gen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ausgegangen, dass die Be-

klagte eine Kündigung an Bedingungen knüpfen und dass den Kunden ein 

Schwebezustand zugemutet werden könne. Ein Verbot der schriftlichen Kündi-

gung sowie Zusatzgebühren zur Kündigung bei Telekommunikationsverträgen, 

wie sie die Beklagte massenhaft mit Millionen Konsumenten unterhalte, verletze 

Art. 8 UWG und sei unzulässig. Der Konsument werde schlechter gestellt als die 

Beklagte, welche selbst weiterhin schriftlich per Post kündigen könne. Wie die  

Vorinstanz festgehalten habe, müsse das Missverhältnis der vertraglichen Rechte 

und Pflichten erheblich und ungerechtfertigt sein für eine Verletzung von Art. 8 

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UWG, was beim Verbot der schriftlichen Kündigung und der Zusatzgebühren der 

Fall sei. Es sei immer ungerechtfertigt, an eine Kündigung Bedingungen zu stel-

len, weshalb es unmöglich sei, dass eine Bestimmung, die eine Kündigung per 

Post verbiete oder eine Gebühr für eine "zu früh abgesendete" Kündigung vorse-

he, zulässig sein könne (act. 19 Rz. 23 f.). Zudem würden das Verbot der schriftli-

chen Kündigung und die Zusatzgebühren Treu und Glauben verletzen. Könne 

nicht bewiesen werden, dass gekündigt worden sei, führe dies zu finanziell nach-

teiligen Auswirkungen. Der Konsument habe ein Interesse daran, beweisen zu 

können, dass er einen Vertrag fristgerecht gekündigt habe, wofür die schriftliche 

Kündigung per Einschreiben das rechtssichere Instrument sei. Der entsprechende 

Ausschluss verletze die Ungewöhnlichkeitsregel (act. 19 Rz. 17 f.). Ferner sei es 

falsch und entspreche nicht den AGB-Bestimmungen, dass – wie die Vorinstanz 

in E. VI.3.2 festgehalten habe – die Zusatzgebühr von 100 Franken eine Gebühr 

sei, die bezahlt werde, wenn die Beklagte dem Kunden die restlichen Abonne-

mentsgebühren erlasse. Die AGB-Bestimmung besage, der Kunde bezahle der 

Beklagten die komplette Vertragsdauer plus zusätzlich nochmals 100 Franken, 

wenn er zu früh kündige oder zu einem anderen Anbieter wechsle (act. 19 

Rz. 25). 

5.4.3. Vorab ist der Kläger darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz gemäss 

E. III.3.2.2 – entgegen seinen Ausführungen – auf das Beseitigungsbegehren ein-

getreten ist und in der Folge die Missbräuchlichkeit der AGB-Bestimmung geprüft 

hat, mithin verweigerte sie den Anspruch nicht aufgrund fehlenden Rechtsschutz-

interesses. 

 Zum Vorbringen des Klägers, der Konsument werde durch die Unzulässig-

keit der postalischen schriftlichen Kündigung schlechter gestellt als die Beklagte, 

welche selbst noch schriftlich per Post kündigen könne, ist festzuhalten, dass die 

Vorinstanz diesbezüglich ebenfalls von einem offensichtlichen Ungleichgewicht 

ausgegangen ist (vgl. obige E. 5.4.1). Wie der Kläger richtigerweise festhält, ist 

Art. 8 UWG sodann verletzt, wenn ein erhebliches und ungerechtfertigtes Miss-

verhältnis der vertraglichen Rechte und Pflichten der Konsumentinnen und Kon-

sumenten besteht. Er stellt sich in erster Linie auf den Standpunkt, eine Kündi-

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gung an Bedingungen zu stellen, sei gemäss Bundesgericht unzulässig und daher 

immer ungerechtfertigt, weshalb die Zulässigkeit einer Bestimmung unmöglich 

sei, die eine Kündigung per Post verbiete oder eine Gebühr für eine "zu früh ab-

gesendete" Kündigung zulasse. Bei den gerügten Bestimmungen handelt es sich 

jedoch nicht um Bedingungen im rechtlichen Sinne, sondern einerseits um die 

Form der Kündigung und andererseits um eine Zusatzgebühr bei vorzeitiger Ver-

tragsauflösung. Damit verfängt das Argument des Klägers nicht, eine Kündigung 

an Bedingungen zu knüpfen sei unzulässig und daher immer ungerechtfertigt, 

weshalb ein Verstoss gegen Art. 8 UWG vorliege. 

 Im Weiteren bringt der Kläger im Zusammenhang mit der Voraussetzung 

des erheblichen und ungerechtfertigten Missverhältnisses zwar vor, wenn der 

Konsument nicht beweisen könne, dass er gekündigt habe, führe dies zu finanziell 

nachteiligen Auswirkungen (vgl. obige E. 5.4.2; act. 19 Rz. 18). Damit äussert er 

sich jedoch weder zur vorinstanzlichen Feststellung, die Kündigung würde den 

Konsumenten auf deren ausdrückliches Verlangen bestätigt, was den Nachweis 

der Kündigung ermögliche (act. 21 E. VI.2.2.3.2 Abs. 3 S. 23), noch geht er weiter 

auf die Erwägungen der Vorinstanz ein, in denen sie sich zum erheblichen und 

ungerechtfertigten Missverhältnis äussert und dieses schlussendlich verneint 

(act. 21 E. VI.2.2.3.2). Ebenfalls tut er mit seiner diesbezüglichen pauschalen Be-

hauptung nicht dar, inwiefern Treu und Glauben verletzt sein sollen. Insoweit setzt 

er sich nicht genügend mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinander. 

 Soweit der Kläger sodann dafür hält, mit dem Ausschluss der postalischen 

schriftlichen Kündigung sei die Ungewöhnlichkeitsregel verletzt, ist darauf hinzu-

weisen, dass wie bereits durch die Vorinstanz festgehalten, solches nur Gegen-

stand einer individuell-konkreten Normenkontrolle, die im Rahmen von Art. 8 

UWG ausgeschlossen ist, sein kann (act. 21 E. VI.1.1). Dass bzw. weshalb die 

Vorinstanz damit falsch gelegen sein soll, mithin wieso die (Verletzung der) Un-

gewöhnlichkeitsregel vorliegend doch zur Anwendung gelangen sollte, macht der 

Kläger nicht geltend. Ebenso wenig ist der Beschwerde zu entnehmen, dass der 

Kläger – entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen – doch auch eine Überprü-

fung seines konkreten Vertragsverhältnisses anbegehrt hätte und dies Gegen-

- 14 - 

stand des vorinstanzlichen Verfahrens hätte sein sollen. Im Übrigen sind die dies-

bezüglichen rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz ohnehin nicht zu beanstan-

den. 

 Die Vorinstanz und der Kläger (in seiner Beschwerde) gehen mit Blick auf 

den Wortlaut des gerügten AGB-Ziffer 18 Absatz 4 übereinstimmend davon aus, 

dass die Gebühr von Fr. 100.– zusätzlich zu den Gebühren für die restliche Ver-

tragsdauer anfalle, wenn die ordentliche Kündigungsfrist nicht eingehalten worden 

ist, mithin zu früh gekündigt wurde. Damit ist die Schlussfolgerung des Klägers, 

die Vorinstanz habe festgehalten, die Zusatzgebühr von Fr. 100.– sei eine zu be-

zahlende Gebühr für den Fall, dass die Beklagte dem Kunden die restlichen 

Abonnementsgebühren erlasse, nicht korrekt. Auch die Vorinstanz ging von einer 

zusätzlichen Gebühr aus, welche jedoch in der genannten Konstellation, in der 

ohne Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist gekündigt werde, zulässig sei. 

Gestützt auf den Wortlaut ist indes keine zusätzliche Gebühr zu entrichten, wenn 

die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten wird, worauf auch die Vorinstanz in 

E. VI.3.1 verwies. Damit hat die Vorinstanz den Wortlaut der Bestimmung nicht 

falsch ausgelegt und den Vorbringen des Klägers ist nicht zu folgen. 

 Es fehlt eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen 

Entscheid im Zusammenhang mit der Abweisung des Beseitigungs- und Verbots-

begehrens seitens des Klägers, insbesondere zum durch die Vorinstanz festge-

stellten fehlenden erheblichen und ungerechtfertigten Missverhältnis zwischen 

Rechten und Pflichten der Konsumenten betreffend die AGB-Ziffer 16 oder zum 

durch die Vorinstanz festgestellten fehlenden Ungleichgewicht zwischen Rechten 

und Pflichten der Konsumenten bei der AGB-Ziffer 18. Deshalb ist die Beschwer-

de auch diesbezüglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und es bleibt 

beim entsprechenden vorinstanzlichen Entscheid. Folglich erübrigt sich vorliegend 

eine weitere materielle Überprüfung der entsprechenden AGB-Bestimmungen. 

5.5. Aufgrund des Gesagten erübrigen sich Ausführungen zum (akzessori-

schen) Begehren des Klägers um Veröffentlichung des Urteils nach Art. 9 Abs. 3 

UWG. Das entsprechende Begehren ist abzuweisen. 

- 15 - 

5.6. Zusammenfassend ist die Beschwerde des Klägers abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten ist. Der vorinstanzliche Entscheid vom 22. Dezember 2022 ist 

zu bestätigen. 

6. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem Klä-

ger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 so-

wie § 9 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf 

Fr. 200.– festzusetzen und mit dem vom Kläger geleisteten Vorschuss zu ver-

rechnen. Partei- bzw. Umtriebsentschädigungen sind keine zuzusprechen; dem 

Kläger von vornherein nicht, weil er unterliegt, der ebenfalls nicht berufsmässig 

vertretenen Beklagten nicht, weil kein Grund im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. c 

ZPO gegeben ist. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Das Urteil 

des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach vom 22. Dezember 2022 

wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt und 

dem Kläger und Beschwerdeführer auferlegt. 

Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden mit dem vom Kläger 

und Beschwerdeführer geleisteten Vorschuss von Fr. 200.– verrechnet. 

3. Es werden keine Partei- oder Umtriebsentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte und Beschwerdegeg-

nerin unter Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift samt Beilagen 

(act. 19 und 20/1-4), sowie an das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Bü-

lach, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

- 16 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Vorsitzende: 
 
 
 

lic. iur. et phil. D. Glur 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw T. Rumpel 
 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 19. Juli 2023
	Erwägungen:
	1.
	1.1. Zwischen dem Kläger und Beschwerdeführer (fortan Kläger) und der Beklagten und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte), einer Betreiberin von Telekommunikationsnetzen und Anbieterin für Dienstleistungen und Produkte im Bereich Informations- und Komm...
	"16. Ordentliche Kündigung
	Kündigungen von Mobil-, Internet-, Festnetz-, und TV Abos müssen entweder telefonisch (0800 …) kostenlos innerhalb der Schweiz) oder per B._____ Chat erfolgen. (…)
	Kündigungen per Brief oder E-Mail sind nicht gültig. (…)
	18. Vorzeitige Kündigung – Kostenfolge
	(…)
	Nach Ablauf der Mindestvertragsdauer und bei Verträgen ohne Mindestvertragsdauer ist die Kündigung eines Vertrages ohne Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist nur gegen Bezahlung der monatlichen Grundgebühren bis zum ordentlichen Kündigungstermi...
	(…)"
	1.2. Nachdem dem Kläger nach gescheiterter Schlichtungsverhandlung die Klagebewilligung vom 28. Juli 2021 ausgestellt worden war (act. 1), leitete er mit begründeter Klage vom 20. August 2021 beim Einzelgericht des Bezirksgerichtes Bülach (fortan Vori...
	1.3. Mit Eingabe vom 2. Februar 2023 (Poststempel) erhob der Kläger bei der Kammer Beschwerde gegen das Urteil der Vorinstanz und stellte die folgenden Anträge (act. 19 S. 2 f.):

	2.
	2.1. Erstinstanzliche Entscheide, bei denen der Streitwert des zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehrens unter Fr. 10'000.– beträgt, sind (nur) mit Beschwerde anfechtbar (Art. 308 Abs. 2 i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO). Mit der Beschwerde kann die unric...
	2.2. Gestützt auf den – bereits vor Vorinstanz geltend gemachten, unbestrittenen (vgl. act. 2 Rz. 15; act. 7; Prot. Vi. S. 12 und 27) und vorliegend wiederum geltend gemachten (act. 19 Rz. 16) – Streitwert in der Höhe von insgesamt Fr. 480.– ist das U...

	3.
	3.1. Gemäss Art. 8 UWG handelt insbesondere unlauter, wer allgemeine Geschäftsbedingungen verwendet, die in Treu und Glauben verletzender Weise zum Nachteil von Konsumentinnen und Konsumenten ein erhebliches und ungerechtfertigtes Missverhältnis zwisc...
	3.2. Gestützt auf Art. 9 Abs. 1 UWG kann verlangt werden, (a.) eine drohende Verletzung zu verbieten, (b.) eine bestehende Verletzung zu beseitigen und (c.) die Widerrechtlichkeit einer Verletzung festzustellen, wenn sich diese weiterhin störend auswi...
	Zum Feststellungsbegehren ist hervorzuheben, dass – wie die Vorinstanz richtigerweise festhielt – die Feststellungsklage nach Art. 9 Abs. 1 lit. c UWG grundsätzlich subsidiär zu einem Unterlassungs- oder Beseitigungsbegehren ist (BGE 123 III 354 E. 1...

	4.
	Die Vorinstanz trat auf die Feststellungsbegehren des Klägers (Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 vor Vorinstanz, vgl. act. 2 S. 2) mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein (act. 21 E. III.2.3). Ebenso trat sie auf das Unterlassungsbegehren betreffend "sä...

	5.
	5.1. Zu den Feststellungsbegehren
	5.1.1. Die Vorinstanz trat auf die Feststellungsbegehren des Klägers (Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 vor Vorinstanz, vgl. act. 2 S. 2) mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein. Der Kläger habe nicht weiter geltend gemacht, inwiefern er neben dem gleic...
	5.1.2. Der Kläger stellt sich auf den Standpunkt, er als Konsument habe ein unumstössliches Rechtsschutzinteresse und das Recht, gemäss Art. 8 UWG feststellen zu lassen, ob eine AGB-Bestimmung zwischen einem Unternehmen und einem Konsumenten zulässig ...
	5.1.3. Vorab ist festzuhalten, dass in Bezug auf das Feststellungsinteresse – entgegen der Ansicht des Klägers – nicht zwischen Klagen von Konsumenten und Verfahren zwischen "wirtschaftlichen Akteuren" zu unterscheiden ist. Ein Rechtsschutzinteresse a...
	5.2. Zum Unterlassungsbegehren betreffend "sämtliches Handeln"
	5.2.1. Die Vorinstanz trat mangels Rechtsschutzinteresses nicht auf das Unterlassungsbegehren betreffend "sämtliches Handeln" ein, da das entsprechende Rechtsbegehren dem Bestimmtheitsgrundsatz nicht genüge und nicht ersichtlich sei, inwiefern sich di...
	5.2.2. Der Kläger macht geltend, es liege ein begründetes Rechtsschutzinteresse vor, da zukünftiger Missbrauch zum Nachteil des Konsumenten ausgeschlossen werden solle und ein zukünftiges Verbot nebst der Feststellung die zweckdienlichste Variante sei...
	5.2.3. Mit diesen Ausführungen äussert sich der Kläger nicht dazu, inwiefern sich das Unterlassungsbegehren gemäss vorinstanzlichem Rechtsbegehren Ziffer 4 – entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen – vom Beseitigungs- und künftigen Verbotsbegehren ge...
	5.3. Zum Begehren um Verpflichtung zur Vernichtung "sämtlicher Unterlagen"
	5.3.1. Die Vorinstanz erwog, dass auf das entsprechende Begehren nicht einzutreten sei, da es zu unbestimmt sei. Der Kläger habe es unterlassen, den genauen Kreis der effektiv zu vernichtenden Dokumente insbesondere auch hinsichtlich der genannten Bei...
	5.3.2. Der Kläger führt insbesondere aus, die Vorinstanz bezeichne sein Vernichtungsbegehren als zu unbestimmt. Art. 8 UWG wirke jedoch keineswegs auf den Einzelfall, sondern für alle Verträge, die das beklagte Unternehmen mit Konsumenten schliesse. E...
	5.3.3. Mit der obgenannten Beschwerdebegründung geht der Kläger nicht auf die Erwägung der Vorinstanz ein, die im Wesentlichen festhält, das entsprechende Begehren bzw. der Kreis der zu vernichtenden Dokumente sei zu unbestimmt umschrieben. Mangels ge...
	5.4. Zum Beseitigungs- und künftigen Verbotsbegehren
	5.4.1. Die Vorinstanz wies das entsprechende Begehren des Klägers ab, nachdem sie die Voraussetzungen missbräuchlicher AGBs geprüft und festgestellt hatte, dass die gerügten Ziffern 16 und 18 der AGB mit Art. 8 UWG vereinbar seien (act. 21 E. VI).
	Betreffend die Kündigungsformalitäten in AGB-Ziffer 16, wonach Kunden alle Abonnemente nur noch telefonisch oder per B._____-Chat kündigen können und eine schriftliche, postalische Kündigung nicht mehr zulässig ist, fehlt es gemäss Vorinstanz an eine...
	In Bezug auf die gerügte AGB-Ziffer 18 Abs. 4 betreffend "Kostenfolge einer frühzeitigen Kündigung", wonach nach Ablauf der Mindestvertragsdauer und bei Verträgen ohne Mindestvertragsdauer die Kündigung eines Vertrages ohne Einhaltung der ordentliche...
	5.4.2. Einerseits führt der Kläger aus, die Vorinstanz habe den Beseitigungsanspruch verweigert, obwohl ein Rechtsschutzinteresse vorliege (act. 19 Rz. 21). Andererseits stellt sich der Kläger auf den Standpunkt, die Vorinstanz sei entgegen der bundes...
	5.4.3. Vorab ist der Kläger darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz gemäss E. III.3.2.2 – entgegen seinen Ausführungen – auf das Beseitigungsbegehren eingetreten ist und in der Folge die Missbräuchlichkeit der AGB-Bestimmung geprüft hat, mithin verwei...
	Zum Vorbringen des Klägers, der Konsument werde durch die Unzulässigkeit der postalischen schriftlichen Kündigung schlechter gestellt als die Beklagte, welche selbst noch schriftlich per Post kündigen könne, ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dies...
	Im Weiteren bringt der Kläger im Zusammenhang mit der Voraussetzung des erheblichen und ungerechtfertigten Missverhältnisses zwar vor, wenn der Konsument nicht beweisen könne, dass er gekündigt habe, führe dies zu finanziell nachteiligen Auswirkungen...
	Soweit der Kläger sodann dafür hält, mit dem Ausschluss der postalischen schriftlichen Kündigung sei die Ungewöhnlichkeitsregel verletzt, ist darauf hinzuweisen, dass wie bereits durch die Vorinstanz festgehalten, solches nur Gegenstand einer individ...
	Die Vorinstanz und der Kläger (in seiner Beschwerde) gehen mit Blick auf den Wortlaut des gerügten AGB-Ziffer 18 Absatz 4 übereinstimmend davon aus, dass die Gebühr von Fr. 100.– zusätzlich zu den Gebühren für die restliche Vertragsdauer anfalle, wen...
	Es fehlt eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid im Zusammenhang mit der Abweisung des Beseitigungs- und Verbotsbegehrens seitens des Klägers, insbesondere zum durch die Vorinstanz festgestellten fehlenden erheblichen...
	5.5. Aufgrund des Gesagten erübrigen sich Ausführungen zum (akzessorischen) Begehren des Klägers um Veröffentlichung des Urteils nach Art. 9 Abs. 3 UWG. Das entsprechende Begehren ist abzuweisen.
	5.6. Zusammenfassend ist die Beschwerde des Klägers abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Der vorinstanzliche Entscheid vom 22. Dezember 2022 ist zu bestätigen.

	6. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 9 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 200.– festzusetzen und mit de...
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Das Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach vom 22. Dezember 2022 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt und dem Kläger und Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Partei- oder Umtriebsentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte und Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift samt Beilagen (act. 19 und 20/1-4), sowie an das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Bülach, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...