# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ab238d4-92a4-579b-8838-c05ee590b82a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 03.06.2024 VB240007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB240007_2024-06-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VB240007-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Vizepräsidentin 

lic. iur. F. Schorta, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler, 

Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur so-

wie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 3. Juni 2024

in Sachen

A.______, 

Beschwerdeführerin

gegen

1. Gemeindeammannamt B._____, 
2. C._____,
3. D._____,
Beschwerdegegner

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-
deentscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. April 2024 (CB240007-D)

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Erwägungen:

I.

1. Am tt.mm.2014 verstarb E._____ sel. (act. 6/1 Rz 3, act. 3 E. 1). Gemäss den 

seitens A.______ (fortan: Beschwerdeführerin) unbestritten gebliebenen Er-

wägungen des Bezirksgerichts Dielsdorf im angefochtenen Urteil hinterliess 

E._____ sel. als gesetzliche Erbinnen seine Ehefrau F._____ sel. sowie seine 

drei Töchter aus erster Ehe, C._____, D._____ und die Beschwerdeführerin. 

Im Rahmen eines zwischen E._____ sel. und seiner Ehefrau F._____ sel. ab-

geschlossenen Erbvertrages (siehe auch act. 6/3/2 E. II) wurde die Meistbe-

günstigung des überlebenden Ehegatten vereinbart, wobei die drei erwähnten 

Töchter von E._____ sel. als Alleinerbinnen des zweitversterbenden Ehegat-

ten eingesetzt wurden (act. 3 E. 1 f.). 

2. Mit Entscheid vom 8. Dezember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D, ordnete 

das Bezirksgericht Dielsdorf im Rahmen der Erbteilung von E._____ sel. die 

öffentliche Versteigerung der Liegenschaft G._____-strasse 1 und 2 in 

H._____ (Grundbuch Blatt 3, Kataster Nr. 4) an (act. 4/6 Dispositiv-Ziffer 11). 

Dieser Entscheid ist gemäss unbestritten gebliebener Feststellung der Vorin-

stanz rechtskräftig (act. 3 E. 4.2). Am tt.mm.2024 verstarb F._____ sel. 

(act. 6/3/2). Die öffentliche Versteigerung des erwähnten Grundstückes war 

gemäss Publikation im "I._____" vom 22. März 2024 ursprünglich für den 

29. Mai 2024 vorgesehen (act. 6/3/1), wurde jedoch in der Folge aus nachfol-

gendem Grunde abgesagt (https://www.J._____-zh.ch/…).

3.1. Mit Eingabe vom 1. April 2024 erhob die Beschwerdeführerin beim Bezirks-

gericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde über die Betreibungs- 

und Gemeindeammannämter eine Beschwerde und beantragte die Aufhe-

bung der öffentlichen Versteigerung bzw. eventualiter die Verschiebung der-

selben (act. 6/1). Mit Urteil vom 17. April 2024, Geschäfts-Nr. CB240007-D, 

wies das Bezirksgericht die Beschwerde ab (act. 3). Dagegen erhob die Be-

schwerdeführerin entsprechend der Rechtsmittelbelehrung in Dispositiv-Zif-

fer 4 des Urteils mit Eingabe vom 10. Mai 2024 bei der Zivilkammer des Ober-

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gerichts des Kantons Zürich innert Frist eine Beschwerde und stellte die fol-

genden Anträge (act. 2):

"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 17. April 
2024, CB240007-D, aufzuheben und meine Beschwerde vom 
1. April 2024 sei gutzuheissen; d.h. es sei die öffentliche Verstei-
gerung Grundstück Kat. Nr. 4, Grundbuchblatt 3, Grundbuch 
H._____, zurückzunehmen, eventualiter sei die öffentliche Ver-
steigerung allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.

2. Da die Beschwerde die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des 
angefochtenen Entscheids nicht hemmt, sei die aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde als dringliche Massnahme*) beantragt.
Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Be-
schwerdegegners.

*) Erklärung: Gemäss Publikation im I._____ vom 22. März 2024 soll die Besichtigung 
der Liegenschaft für jedermann am 15. Mai 2024 sein und der Be-
schwerdegegner hat Kenntnis von meiner Strafanzeige und einer allfälli-
gen Diebstahlsanzeige gegen den Rechtsanwalt Dr. K._____ (siehe Bei-
lage 4). Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Winterthur sollten nicht 
durch eine öffentliche Besichtigung der Liegenschaft beeinträchtigt wer-
den und der Personenkreis für den Diebstahl der Waffen (letzter allge-
mein bekannter Standort: EFH G._____-strasse 1) vergrössert werden."

3.2. Die II. Zivilkammer eröffnete in der Folge das Verfahren Geschäfts-

Nr. PS240087-O und überwies die Beschwerde zuständigkeitshalber der Ver-

waltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich. Das eigene Ver-

fahren schrieb sie ab (act. 1 Dispositiv-Ziffer 2). Zudem gab sie dem Gesuch 

um Erteilung der aufschiebenden Wirkung einstweilen statt (act. 1 Dispositiv-

Ziffer 1), was die Absage der oberwähnten öffentlichen Versteigerung zur 

Folge hatte.

4. Die Verwaltungskommission eröffnete das Verfahren Geschäfts-

Nr. VB240007-O und zog die vorinstanzlichen Akten Geschäfts-

Nr. CB240007-D bei (act. 6/1-6). 

5. Die II. Zivilkammer hat in ihrer Überweisungsverfügung vom 14. Mai 2024 

über das Gesuch um aufschiebende Wirkung bereits entschieden (act. 1 Dis-

positiv-Ziffer 1). Eines erneuten Entscheides der Verwaltungskommission be-

durfte und bedarf es hierzu nicht mehr. 

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6. Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. 

§ 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) stellt 

die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schrift-

lichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich als sofort 

unzulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird 

– der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme des Gemeindeam-

mannamtes B._____, von C._____ und von D._____ (fortan: Beschwerde-

gegner) verzichtet werden (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, 2. Auf-

lage, Zürich/Basel/Genf 2017, § 83 N 17). Das Verfahren erweist sich als 

spruchreif. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nachfolgend einzu-

gehen, soweit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint.

7. Auf das vorliegende Verfahren sind sodann die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss 

anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrich-

tige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren hingegen 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

II.

1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der 

Verordnung über die Organisation des Obergerichts (OrgV OG, LS 212.51) 

übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Auf-

sicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 

GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Be-

hörden aus (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 80 N 1 und § 84 

N 1). Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der Beschwerde 

gegen das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. April 2024, Verfahren 

Geschäfts-Nr. CB240007-D, zuständig. 

2. Verletzen Mitglieder von Gerichtsbehörden Amtspflichten, kann bei der unmit-

telbaren Aufsichtsbehörde schriftlich Aufsichtsbeschwerde erhoben werden. 

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Die Aufsichtsbehörde verfügt die notwendigen Massnahmen (§ 82 Abs. 1-2 

GOG). Aufgabe der Aufsichtsbehörde ist es, durch Gebrauch ihrer Aufsichts- 

und Disziplinargewalt auf entsprechende Anzeige hin ein ordnungs- und 

rechtswidriges Verhalten einer Justizperson zu ahnden (sog. administrative 

Beschwerde) oder eine unrechtmässige oder unzweckmässige Anordnung 

aufzuheben bzw. abzuändern (sog. sachliche Beschwerde). Die Aufsichtsbe-

schwerde ist innert 10 Tagen seit Kenntnisnahme der Amtspflichtverletzung 

einzureichen (§ 83 Abs. 1 Satz 1 GOG, § 84 GOG).

3.1. Das Bezirksgericht Dielsdorf begründete die Abweisung der Beschwerde im 

Wesentlichen wie folgt (act. 3): Mit dem Tod von F._____ sel. am tt.mm.2024 

seien deren Erben eo ipso in deren Rechtsstellung eingetreten. Es habe eine 

Universalsukzession stattgefunden. Da die Verstorbene keine Pflichtteilser-

ben hinterlassen habe, seien die Beschwerdeführerin und ihre beiden 

Schwestern aufgrund des erwähnten Erbvertrags im Nachlass von E._____ 

sel. an die Stelle von F._____ sel. getreten. Ihnen stünden dieselben Rechte 

und Pflichten wie der Verstorbenen zu. An den Anordnungen über die Teilung 

des Nachlasses von E._____ sel. gemäss Entscheid des Bezirksgerichts 

Dielsdorf vom 8. Dezember 2022 (Geschäfts-Nr. CP170003-D) habe sich mit 

dem Tod von F._____ sel. nichts geändert. Diese seien rechtskräftig entschie-

den. Das gelte auch für die Versteigerung der sich im Nachlass von E._____ 

sel. befindenden Liegenschaft G._____-strasse 1 und 2 in H._____ (Grund-

buch Blatt 3. Kataster Nr. 4). Die Versteigerung könne daher durchgeführt 

werden. Sie erfolge im Nachlass von E._____ sel., welche Erbteilung jener im 

Nachlass F._____ sel. vorausgehe. Nur der Anteil des Nachlasses von 

E._____ sel., welcher F._____ sel. zugeteilt worden sei, falle in deren Nach-

lass. Das sei nicht die Liegenschaft G._____-strasse 1 und 1 in H._____ 

(Grundbuch Blatt 3. Kataster Nr. 4), sondern 5/8 von deren Erlös nach der 

öffentlichen Versteigerung. Die von der Beschwerdeführerin angefochtene 

amtliche Publikation der öffentlichen Versteigerung erfolge zwecks Vollstre-

ckung des Entscheids vom 8. Dezember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D. 

Der Gemeindeammann sei an den Vollstreckungsbefehl gebunden. Er dürfe 

den Entscheid nicht auf seine Richtigkeit hin überprüfen. Der Umstand der 

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Reduktion der Erbinnen von vier auf drei ändere nichts am rechtskräftigen 

Entscheid und an der Rechtsmässigkeit der Publikation der öffentlichen Ver-

steigerung. 

3.2. Den Eventualantrag begründe die Beschwerdeführerin sodann ungenügend. 

Sie bringe lediglich vor, dass Unklarheiten betreffend auf dem Grundstück al-

lenfalls lastender Pfandrechte bestünden, ohne jedoch geltend zu machen, 

dass eine Belastung bestehe. Ohnehin sei nicht ersichtlich, weshalb die öf-

fentlich Versteigerung deswegen zu verschieben wäre. 

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde zusammen-

gefasst das Folgende vor (act. 2 Rz 4 f.): Die relevanten Eigentumsverhält-

nisse an der zu versteigernden Liegenschaft hätten sich durch das Ableben 

von F._____ sel. wesentlich und dauerhaft geändert. Die Erbteilungsklage sei 

damals von F._____ sel. eingeleitet worden. Hintergrund der Erbteilungsklage 

sei gewesen, dass die Erbinnen nur so hätten ausbezahlt werden können. Die 

Liegenschaft habe keiner der Erbinnen als Realzuteilung übertragen werden 

können. Nun sei sie, die Beschwerdeführerin, zusammen mit ihren beiden 

Schwestern als Erbengemeinschaft Gesamteigentümerin der Liegenschaft. 

Die Versteigerung sei nicht mehr notwendig und könne ohne Weiteres abge-

sagt werden, da die Erbschaft noch nicht geteilt sei und nunmehr keine Erbin-

nen mehr auszuzahlen seien. Die Erbinnen würden versuchen, die Erbschaft 

einvernehmlich zu teilen. Die Vorinstanz habe sich in ihrer Begründung mit 

den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht auseinandergesetzt und die 

neuen Umstände ausser Acht gelassen. Zudem sei die vorinstanzliche Fest-

stellung, die Beschwerde sei sofort unbegründet gewesen, unzutreffend. In-

dem das Bezirksgericht die Vorbringen der Beschwerdeführerin ausser Acht 

gelassen habe, habe es ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und 

das gerichtliche Ermessen missbraucht (act. 2 Rz 4 und 7). 

4.2. Dem Vorwurf der fehlenden Auseinandersetzung mit den beschwerdeführeri-

schen Vorbringen kann nicht gefolgt werden. Das Bezirksgericht legte im an-

gefochtenen Urteil eingehend dar, weshalb es der Ansicht der Beschwerde-

führerin nicht folgen konnte und die Beschwerde als unbegründet qualifizierte. 

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Es gab im Detail die Ausgangslage (Familienverhältnisse) wieder und be-

fasste sich in der Folge im Einzelnen mit den veränderten Verhältnissen nach 

dem Ableben von F._____ sel., namentlich mit den dadurch entstandenen 

veränderten Eigentumsverhältnissen am Nachlass von E._____ sel., sowie 

mit der Frage der Auswirkung dieser veränderten Umstände auf den Vollstre-

ckungsbefehl im Urteil vom 8. Dezember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D 

(act. 3 E. 4.1 f.). Entgegen der Beschwerdeführerin ignorierte es dabei auch 

nicht, dass die Erbteilung in Sachen E._____ sel. noch im Gange ist (siehe 

act. 2 Rz 5). Die Vorwürfe der Unbegründetheit des Urteils vom 17. April 2024 

sowie des Ermessensmissbrauchs erweisen sich somit als haltlos. Auch geht 

die Beschwerdeführerin fehl, wenn sie geltend macht, das Bezirksgericht 

habe die neuen Eigentumsverhältnisse unzutreffend dargestellt (act. 2 Rz 9).

4.3. Entgegen der Beschwerdeführerin vermögen die mit dem Ableben von 

F._____ sel. eingetretenen neuen Eigentumsverhältnisse an der Anordnung 

der Verwertung des massgeblichen Liegenschaft im Entscheid vom 8. De-

zember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D, nichts zu ändern. Dies gilt insbe-

sondere hinsichtlich des Umstands, dass die massgebliche Liegenschaft of-

fenbar einzig auf Wunsch der verstorbenen F._____ sel. versteigert werden 

sollte, weil der Wert des Grundstücks die Losgrösse der Erbinnen überstieg 

und sie die Erbinnen nicht auszahlen konnte (act. 2 Rz 6, 8 und 12). Dieser 

vermag nichts daran zu ändern, dass die in Rechtskraft erwachsene Anord-

nung der Verwertung gemäss Urteil vom 8. Dezember 2022, Geschäfts-

Nr. CP170003-D, nach wie vor Gültigkeit hat und vom Gemeindeammannamt 

umzusetzen ist. Es liegt weder im Ermessen des Bezirksgerichts, diese An-

ordnung im Aufsichtsbeschwerdeverfahren von sich aus auf ihre Angemes-

senheit hin zu überprüfen bzw. als unangemessen zu qualifizieren (siehe 

act. 2 Rz 8 f.), noch liegt es im Ermessen des Gemeindeammannamtes, die 

gerichtliche Anordnung infolge veränderter Sachlage auf ihre Berechtigung 

hin zu überprüfen bzw. deren Umsetzung in Frage zu stellen. Das Gemeinde-

ammannamt ist an rechtskräftige Anordnungen wie jene im Entscheid vom 

8. Dezember 2022 gebunden. Ob es selbst ein schützenswertes Interesse an 

der Versteigerung aufweist (vgl. act. 2 Rz 13), ist dabei unbedeutend. Nicht 

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massgeblich ist ferner, dass die Erbteilung in Sachen E._____ sel. noch im 

Gang ist (vgl. act. 2 Rz 7) und ebenso wenig, wann die Eigentumsübertragung 

infolge Erbgangs erfolgt (vgl. act. 2 Rz 14). Beides vermag die Anordnung der 

Verwertung der massgeblichen Liegenschaft im Entscheid vom 8. Dezember 

2022 nicht in Frage zu stellen. Gleiches gilt für den Umstand, dass die Be-

schwerdeführerin eine Realzuteilung der Liegenschaft bevorzugt (act. 2 

Rz 15). Auch ist für die Frage der Verbindlichkeit der Anordnung gemäss Dis-

positiv-Ziffer 11 des Entscheids vom 8. Dezember 2022, Geschäfts-

Nr. CP170003-D, nicht relevant, ob das Bezirksgericht im vorinstanzlichen Ur-

teil die Eigentumsverhältnisse korrekt wiedergegeben hat (act. 2 Rz 9), denn 

unabhängig davon hat die rechtskräftige Anordnung gemäss Entscheid vom 

8. Dezember 2022 weiterhin Gültigkeit und ist sie zu vollstrecken. Sodann ist 

auch nicht davon auszugehen, dass sich das Bezirksgericht schützend vor 

das Gemeindeammannamt stellt (act. 2 Rz 11). Es bestehen keine Hinweise, 

dass es sich bei der Beurteilung der Beschwerde nicht vom massgeblichen 

Sachverhalt und den relevanten rechtlichen Grundlagen leiten liess, sondern 

von einem allfälligen Interesse des Gemeindeammannamtes. Auch liegt die 

Beschwerdeführerin falsch, wenn sie geltend macht, der Entscheid vom 

8. Dezember 2022 erzeuge erst mit dem Vollzug Wirkung (act. 2 Rz 10). 

Massgeblich hierfür ist allein der Eintritt der Rechtskraft. Dass die Beschwer-

deführerin und die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 gemeinsam einen Auf-

schub der Vollstreckung anstreben würden, wird mit der Beschwerde weder 

behauptet noch belegt. Eine diesbezügliche Prüfung kann deshalb unterblei-

ben, ebenso wie die Prüfung der Frage, auf welchen prozessualen Weg dies-

falls vorzugehen wäre. 

4.4. Im Weiteren führt die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Erwägungen des 

Bezirksgerichts zu ihrem Eventualantrag aus, es fehle dem Gericht die nötige 

Distanz zum Gemeindeammann L._____(act. 2 Rz 16). Soweit sie hierfür auf 

frühere Gegebenheiten verweist, welche im Zusammenhang mit dem Verfah-

ren Geschäfts-Nr. CP170003-D stehen, so hätte sie diese Vorbringen damals 

geltend machen müssen. Sofern die Beschwerdeführerin moniert, dass das 

Bezirksgericht den Gemeindeammann mit der Versteigerung beauftragt habe 

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und gleichzeitig seine Aufsichtsbehörde sei, so ist ihr entgegen zu halten, 

dass dem Gericht diese Aufgaben bzw. Funktionen von Gesetzes wegen zu-

geteilt sind (§ 81 Abs. 1 lit. c GOG, § 19 GOG; Zuständigkeit für den Gemein-

deammann: Art. 337 ZPO i.V.m. § 223 des Einführungsgesetzes zum Schwei-

zerischen Zivilgesetzbuch [EG ZGB, LS 230]). Im Übrigen ergibt sich aus den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts, das deren Behauptung, das 

Bezirksgericht schütze den Gemeindeammann in seinen Handlungen stets, 

bekräftigen würde. Schliesslich kann der Beschwerdeführerin auch insoweit 

nicht gefolgt werden, als sie in Bezug auf die Begründungspflicht sinngemäss 

ausführt, es sei nicht ihre Pflicht, die Verschiebung der öffentlichen Versteige-

rung zu begründen, sondern jene des Gemeindeammannamtes, die Gründe 

für sein Widersetzen darzulegen (act. 2 Rz 17). Die Beweislast für ihre Be-

hauptungen obliegt der Beschwerdeführerin (Art. 8 ZGB). Ohnehin hat das 

Gemeindeammannamt die am 22. März 2024 öffentlich bekannt gemachte 

und auf den 29. Mai 2024 terminierte Versteigerung (act. 6/3/1) inzwischen 

wieder abgesagt. 

5. Abschliessend ist damit festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschwerde-

führerin in der Sache nicht zu überzeugen vermögen. Dass das Bezirksgericht 

die Beschwerde der Beschwerdeführerin als unbegründet qualifizierte (act. 3 

E. 3.2), ist bei diesen Gegebenheiten nicht zu beanstanden (siehe act. 2 

Rz 4). Die Beschwerde ist abzuweisen.

III.

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 

GebV OG). Entschädigungen sind entsprechend dem Verfahrensausgang 

keine zu entrichten.

2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi-

sches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (Urteil des Bundesgerichts 

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4A_448/2015 vom 14. September 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 

5A_961/2014 vom 19. Januar 2015).

 

Es wird beschlossen:

1. Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 500.- festgesetzt.

3. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Parteientschädigungen werden keine entrichtet.

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

- die Beschwerdeführerin, 

- die Beschwerdegegner 1 bis 3, je unter Beilage einer Kopie von act. 2,

- das Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde, 

unter Rücksendung der beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. CB240007-

D (act. 6/1-6).

Die Akten Geschäfts-Nr. PS240087-O (act. 5/1-5) werden der II. Zivil-

kammer des Obergerichts des Kantons Zürich retourniert.

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Zürich, 3. Juni 2024

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am: