# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbedb01e-cfbe-575f-9eb4-cd44cd830c14
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.08.2020 II 2020 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-57_2020-08-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 57

Entscheid vom 17. August 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beiträge für 
Nichterwerbstätige 2015 - 2019)

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Sachverhalt:

A. Mit Nachtragsverfügungen vom 28. März 2017 (AK-act. 2), 17. Oktober 
2017 (AK-act. 4) und 31. Oktober 2018 (AK-act. 6) erhob die Ausgleichskasse 
von A.________ (geboren 4.3.1954; verheiratet mit B.________, geb. …) für die 
Jahre 2015 bis 2017 definitive AHV-Beiträge für Selbständig-erwerbende. Mit de-
finitiver Verfügung für das Jahr 2018 vom 10. Dezember 2019 (AK-act. 7; welche 
- wie die vorgenannten Verfügungen - eine nichtaktenkundige frühere Verfügung 
ersetzte), wurde das beitragspflichtige Einkommen von A.________ auf Fr. 0.-- 
festgesetzt. 

B. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2019 betreffend "Abklärung der Beitrags-
pflicht als Nichterwerbstätiger" forderte die Ausgleichskasse A.________ auf, den 
Fragebogen für Nichterwerbstätige einzureichen (AK-act. 9). Mit Schreiben vom 
14. Januar 2020 reichte A.________ der Ausgleichskasse Schwyz diverse Unter-
lagen ein (AK-act. 10). Mit Verfügungen vom 14. Februar 2020 erhob die Aus-
gleichskasse Schwyz von A.________ für die Jahre 2015 bis 2018 definitive Bei-
träge als Nichterwerbstätiger und Verzugszinsen wie folgt (Beträge in Franken):

Jahr 2015
Renteneinkommen 2015 (Fr. 50'570.-- x 20) 1'011'400.--
Reinvermögen am 31.12.2015    634'351.--
Massgebendes Vermögen 1'645'751.--

AHV/IV/EO 3'193.--
Abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen (eigene Kasse) - 480.--
Verwaltungskosten    135.65
Total Beiträge 2'848.65

Verzugszinsen    587.15
Gesamtotal 3'435.80

Jahr 2016
Renteneinkommen 2016 (Fr. 55'987.-- x 20) 1'117'940.--
Reinvermögen am 31.12.2016    644'025.--
Massgebendes Vermögen 1'761'965.--

AHV/IV/EO 3'485.--
Abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen (eigene Kasse) - 478.--
Verwaltungskosten    150.35
Total Beiträge 3'157.35
Verzugszinsen    492.90
Gesamtotal 3'650.25

Jahr 2017
Renteneinkommen 2017 (Fr. 56'174.-- x 20) 1'123'480.--
Reinvermögen am 31.12.2017    978'774.--
Massgebendes Vermögen 2'102'254.--

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AHV/IV/EO 4'561.25
Abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen (eigene Kasse) - 478.--
Verwaltungskosten    204.15
Total Beiträge 4'287.40

Verzugszinsen    454.95
Gesamtotal 4'742.35

Jahr 2018
Renteneinkommen 2018 (Fr. 56'554.-- x 20) 1'131'080.--
Reinvermögen am 31.12.2018    932'390.50
Massgebendes Vermögen 2'063'470.50

AHV/IV/EO 4'407.50
Abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen (eigene Kasse) - 478.--
Verwaltungskosten    196.50
Total Beiträge 4'126.--

Verzugszinsen    231.50
Gesamtotal 4'357.50

Für das Jahr 2019 wurden provisorische Beiträge wie folgt erhoben:

Jahr 2019
Renteneinkommen 2019 (Fr. 0.-- x 20) 0.--
Reinvermögen am 31.12.2019    2'080'000.--
Massgebendes Vermögen 2'080'000.--

AHV/IV/EO 1'101.90
Abzüglich Beiträge aus Erwerbseinkommen (eigene Kasse) - 482--
Verwaltungskosten    31.--
Total Beiträge 650.90

C. Gegen diese Verfügungen erhob A.________ mit Schreiben vom 20. Feb-
ruar 2020 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz mit dem Antrag, die Ver-
fügungen aufzuheben und seine AHV-Beiträge für den Zeitraum 2015 bis 2019 
ausschliesslich nach seinem von der Steuerverwaltung gemeldeten Einkommen 
aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu berechnen. 

D. Mit Entscheid Nr. 1061/20 vom 4. Mai 2020 hiess die Ausgleichskasse 
Schwyz die Einsprache teilweise gut. Die für das Beitragsjahr 2019 anzurech-
nenden eigenen Beiträge des Einsprechers wurden auf Fr. 120.45 reduziert. Im 
Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen unter gleichzeitiger Bestätigung der 
angefochtenen Verfügung vom 14. Februar 2020 (Disp.-Ziff. 1). 

E. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 4.5.2020) erhebt 
A.________ mit Eingabe vom 22. Mai 2020 (Postaufgabe am gleichen Tag) frist-
gerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem An-
trag, den angefochtenen Einspracheentscheid wie auch die Verfügungen betref-
fend Beiträge (samt Verzugszinsen) als Nichterwerbstätiger für die Jahre 2015 

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bis 2019 aufzuheben. Eventualiter beantragt er die Aufhebung der Verfügungen 
betreffend die Beiträge (samt Verzugszinsen) als Nichterwerbstätiger für die Jah-
re 2015 bis 2017, da für diese Jahre definitive Beitragsverfügungen als selbstän-
dig Erwerbstätiger erlassen und sein entsprechender Beitragsstatus für diese 
Jahre bestätigt worden sei. (Sub-)Eventualiter beantragt er die Aufhebung aller 
verfügter Verzugszinsen.

F. Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung (AHVG, SR 831.10) bestimmt, dass die Bestimmungen des Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) grundsätzlich auf die im ersten Teil geregelte Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV) und damit auf Art. 1a AHVG bis 101ter AHVG 
anwendbar sind (vgl. Kieser, Rechtsprechung zur AHV, 3.Aufl., Zürich 2012, 
Art. 1 AHVG N 2). 

1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Ta-
gen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden. Gegen Einspra-
cheentscheide kann innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspra-
cheentscheides beim kantonalen Versicherungsgericht bzw. im Kanton Schwyz 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden (vgl. Art. 56, 57 und 60 
ATSG, i.V.m. § 16 Abs. 2 des kantonalen Justizgesetzes, JG, SRSZ 231.110; 
siehe auch § 20 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zum AHVG und 
IVG [EGzAHVG/IVG; SRSZ 362.100] vom 24.3.1994).

1.3 Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bestimmt sich 
(unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 VwVG) nach Art. 61 ATSG grundsätzlich nach 
kantonalem Recht, wobei es den in Art. 61 lit. a bis lit. i ATSG enthaltenen Anfor-
derungen zu genügen hat (hinsichtlich der Anwendung des kantonalen Verwal-
tungsrechtspflegegesetzes, siehe auch § 20 Abs. 2 EGzAHVG/IVG).

2.1.1  Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch - bzw. 
freiwillig - versichert ist. Obligatorisch versichert sind nach Art. 1a Abs. 1 lit. a 
AHVG die natürlichen Personen, die in der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohn-
sitz haben. Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG sind auch die natürlichen Perso-
nen versichert, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (auch wenn sie 

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nicht hier wohnen, vgl. Maurer/Scartazzini/Hürzeler, Bundessozialversicherungs-
recht, 3.Aufl., S. 101, N 30). 

2.1.2  Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Voll-
endung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem 
Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (vgl. Art. 3 Abs. 1 
Satz 2 AHVG). Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche 
Mindestbeitrag von aktuell 409 Franken (Art. 10 Abs. 2 AHVG; bzw. Fr. 496.-- 
AHV/IV/EO insgesamt) vorgesehen ist, bemessen sich nach Art. 28 Abs. 1 AHVV 
aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens. Ist eine verheiratete Person 
als Nichterwerbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund 
der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (Art. 28 Abs. 4 
Satz 1 AHVV).

2.2.1  Als nichterwerbstätig gelten Personen, die entweder keine Erwerbstätigkeit 
ausüben oder aber Personen, die zwar erwerbstätig sind, diese Erwerbstätigkeit 
jedoch nicht dauernd voll ausüben und damit in einem Kalenderjahr nicht min-
destens die Hälfte des Minimalbeitrages abgeben (vgl. Art. 10 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. Art. 28bis AHVV). 

2.2.2  Die Kategorie der nicht dauernd voll Erwerbstätigen ist zum einen durch 
eine Dauer der Erwerbstätigkeit von weniger als neun Monaten pro Kalenderjahr 
oder andererseits durch weniger als die Hälfte der üblichen Arbeitszeit charakte-
risiert (vgl. Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nich-
terwerbstätigen in der AHV, IV und EO (zit. WSN), vom 1.1.2008, Stand 1.1.2020 
Rz. 2039). Es sind also Personen, die zwar dauernd, aber nicht voll, oder zwar 
voll, aber nicht dauernd erwerbstätig sind. Diese Personen müssen unter Um-
ständen, nach Vornahme einer Vergleichsrechnung, Beiträge wie Nichterwerbs-
tätige leisten (Rz. 2033 WSN). Das Nichtvorhandensein einer dieser Vorausset-
zungen (dauernd/voll) reicht schon aus, um von Nichterwerbstätigkeit auszuge-
hen. 

2.2.3  Wenn Personen als nicht dauernd voll erwerbstätig eingestuft werden, 
muss eine Vergleichsrechnung zwischen den eingezahlten Beiträgen und der 
Hälfte des hypothetischen Beitrags aufgrund der Vermögens- und Rentenver-
hältnisse vorgenommen werden. Ist der hypothetische Beitrag höher, so gilt die 
Person als nichterwerbstätig (Art. 28bis AHVV; Rz. 2041 ff. WSN).

2.3.1  Im Falle eines im Vorruhestandsurlaub befindlichen Angehörigen des 
Grenzwachtkorps erwog das Bundesgericht, dass auch jene Personen als Nich-
terwerbstätige gelten, deren Erwerbstätigkeit in zeitlicher und masslicher Hinsicht 

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nur unbedeutend ist (sogenannte Schwergewichtsmethode; BGE 139 V 12 
Erw. 4.2). Die Frage, ob ein Beitragspflichtiger überhaupt erwerbstätig ist, beur-
teilt sich nicht nach der Höhe der Beiträge nach Art. 10 Abs. 1 AHVG, sondern 
nach den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE 139 V 12 Erw. 5.2). 

2.3.2  Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hält zur Qualifikation von Arbeits-
leistungen, welche ohne signifikanten oder gänzlich ohne Lohn geleistet werden 
und/oder wenn zusätzlich Teile der Arbeit nicht nur auf Erwerbsabsicht ausgelegt 
sind, folgendes fest: Zur Beurteilung der Frage, ob volle Erwerbstätigkeit gege-
ben ist, ist überall dort, wo nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt, die Tätigkeit 
vielmehr (auch) als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus persönlichem Interesse 
versehen wird, nicht die gesamte zeitliche Inanspruchnahme massgebend; der 
Zeitaufwand ist vielmehr nur im Umfang seiner Erwerbsorientierung zu berück-
sichtigen. Damit bei Betätigungen, denen sowohl eine ehrenamtliche wie auch 
eine erwerbliche Motivation zugrundeliegen, von voller Erwerbstätigkeit im Sinne 
von Art. 28bis Abs. 1 AHVV ausgegangen werden kann, muss für einen Teil, der 
mindestens der halben üblichen Arbeitszeit entspricht, Erwerbsabsicht zum Aus-
druck kommen. Dies geschieht in Form eines angemessenen Verhältnisses zwi-
schen Leistung und Entgelt. Im Bereich der Selbständigkeit darf die volle Er-
werbstätigkeit tatsächlich nicht schon aufgrund eines einfachen Vergleichs der 
erzielten Gewinne mit dem Durchschnittsverdienst aus einer entsprechenden un-
selbständigen Erwerbstätigkeit verneint werden, wo eine selbständige Betätigung 
erst nach längerer Zeit zu Einkünften führt oder vorübergehende Ertragsein-
brüche, Investitionen, Amortisationen oder Veränderungen im wirtschaftlichen 
Umfeld etc. die betriebliche Rechnung negativ beeinflussen. Sofern die tatsächli-
chen wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht auf Nichterwerbstätigkeit, bloss vor-
gegebene Erwerbstätigkeit oder Erwerbstätigkeit unbedeutenden Umfangs 
schliessen lassen, ist die Erwerbsabsicht nicht in Frage gestellt. Das gilt auch für 
den (unselbständigerwerbenden) mitarbeitenden Alleinaktionär, der infolge 
schlechter Liquiditätslage teilweise auf sein Gehalt verzichtet. Von diesen Fällen 
unterscheidet sich das (Teil-)Ehrenamt oder etwa eine Tätigkeit kultureller Art, 
die sich vorwiegend als Liebhaberei darstellt, erheblich; denn hier wahrt der Ein-
kommens(teil)verzicht nicht die Aussichten, mit der gleichen Tätigkeit künftig ei-
nen Erwerb erzielen zu können (BGE 140 V 338 Erw. 2.2.2, 2.2.3 und 2.3.1). In 
diesem Fall ging es um die Qualifikation bei gemischt ehrenamtlicher und er-
werbstätiger Arbeit einer Stiftungspräsidentin, die nicht nachzuweisen vermochte, 
dass bezüglich des von ihr zusätzlich geleisteten Pensums eine Erwerbstätigkeit 
und nicht etwa ehrenamtlicher Mehraufwand vorlag. 

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2.3.3  Im Urteil des Bundesgerichtes 9C_428/2016 vom 22. Mai 2017 ging es um 
einen selbständigen Anwalt und Notar, der nachträglich als Nichterwerbstätiger 
respektive dessen Tätigkeit als Anwalt und Notar nachträglich als "Nebenerwerb" 
eingestuft wurde; dies aufgrund der Tatsache, dass er zwar einer Kanzlei ange-
schlossen war, er aber gleichzeitig noch mit seiner Ehefrau zusammen Kollektiv-
gesellschafter zu je 50% einer Gesellschaft war, welche ein Hotel und zwei Re-
staurants betrieb, die aber konstant Verluste erwirtschaftete, sodass der Anwalt 
und Notar jeweils nur den Mindestbeitrag bei der Ausgleichskasse abliefern 
musste. Unter anderem bestätigte das Bundesgericht die vorerwähnten Erwä-
gungen und führte aus, wenn eine üblicherweise erwerbliche Tätigkeit auf Dauer 
ohne Gewinn ausgeübt werde, so lasse das Ausbleiben des finanziellen Erfolges 
regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung schliessen; denn wer wirk-
lich eine Erwerbstätigkeit ausübe, werde sich in der Regel nach längeren berufli-
chen Misserfolgen von der Zwecklosigkeit seines Unterfangens überzeugen und 
die betreffende Tätigkeit aufgeben (Erw. 3.3.2). 

Bezüglich des Zeitraums in welchem Gewinn erzielt werden soll, äusserte sich 
das Bundesgericht wie folgt: Der Zeitraum, innert welchem zwingend Gewinne zu 
erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen 
werden kann, lässt sich nicht generell festlegen. Auch bei der im Steuerrecht 
mitunter herangezogenen 10-Jahres-Frist handelt es sich nur um eine grobe 
Faustregel. Im Einzelfall sind die Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse 
(wie beispielsweise die Gegebenheiten am Markt) entscheidend (Urteil BGer 
9C_427/2016 vom 22.5.2017 = BGE 143 V 177 Erw. 4.2.4).

Auch für den Fall von nachträglich gemeldetem Einkommen, welches in keinem 
Verhältnis zum behaupteten Arbeitsaufwand und zur behaupteten Position stand, 
entschied das Bundesgericht wie folgt: Richtig ist auch, dass dabei rechtspre-
chungsgemäss nicht die gesamte zeitliche Inanspruchnahme massgeblich ist, 
wenn nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt, sondern die Tätigkeit etwa (auch) 
als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus persönlichem Interesse versehen wird. 
Diesfalls ist der Zeitaufwand nur im Umfang seiner Erwerbsorientierung zu 
berücksichtigen. Für eine Qualifikation als erwerbstätig muss für einen Teil, der 
mindestens der halben üblichen Arbeitszeit entspricht, Erwerbsabsicht - in Form 
eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt - zum Aus-
druck kommen, wobei es bei der Bezeichnung für die Annahme einer vollen    
Erwerbstätigkeit um eine Rechtsfrage gehe (Urteil BGer 9C_699/2018 vom 
25.3.2019 Erw. 3.2).

3. Die Vorinstanz anerkennt im angefochtenen Einspracheentscheid gestützt 
auf die im IK-Auszug für die Jahre 2015 bis 2017 ausgewiesenen Einkommen 

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von jährlich Fr. 9'330.--, dass der Beschwerdeführer durchgehend, "aber auf-
grund der relativ tiefen, erzielten Einkünfte vermutlich nur in geringem Umfang 
erwerbstätig" gewesen sei. Den gleichen Schluss lasse das Beratungshonorar 
von lediglich Fr. 3'800.-- für das Jahr 2018 zu (Erw. 6). Der Beschwerdeführer sei 
in den Jahren 2015 bis 2018 jeweils während des gesamten Kalenderjahres und 
somit sicher "dauernd" erwerbstätig gewesen (Erw. 8). Angesichts der relativ ge-
ringen Einnahmen aus Beratungshonoraren von insgesamt Fr. 28'769.-- (2015: 
Fr. 11'035.50, 2016: Fr. 17'733.50, 2017: Fr. 0.--) könne jedoch nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die ausgeübte 
Erwerbstätigkeit mindestens einem 50%-Pensum entsprochen habe (Erw. 8.1). 
Die Argumentation des Beschwerdeführers in Bezug auf seine geltend gemachte 
Erwerbstätigkeit könne nicht überzeugen. Der Beschwerdeführer verkenne, dass 
nur der Zeitaufwand im Umfang einer eigentlichen Erwerbsorientierung berück-
sichtigt werde. Beratungshonorare von insgesamt Fr. 32'569.-- seien der behaup-
teten Arbeit (Identifizierung potentieller Kunden, Bedürfnisanalyse, Erstkon-
taktaufnahme, Kundenbesuche, Unterstützung bei der Einführung eines neuen 
Systems) in keiner Weise angemessen. Die vorgebrachte Neuorientierung im 
Jahr 2014 vermöge höchstens die geringen Einnahmen in jenem Jahr zu er-
klären, nicht aber diejenigen in den nachfolgenden, vorliegend relevanten Jah-
ren. Der vom Beschwerdeführer errechnete Einnahmendurchschnitt von 
Fr. 35'195.-- sei insofern unbeachtlich, als darin die Jahre 2013 und 2014 und 
auch Gutschriften von AHV-Beiträgen und Zinsen (Fr. 7'586.90) miteinbezogen 
seien (Erw. 8.3). Unter Ausklammerung dieser Beträge habe der Beschwerdefüh-
rer einen jährlichen Umsatz von Fr. 8'142.25 erzielt. Es müsse daher davon aus-
gegangen werden, dass der Beschwerdeführer seine selbständige Berater- und 
Verkaufstätigkeit vorwiegend aus persönlichem Interesse ausgeübt und damit 
nicht nur seine Erwerbsabsicht verfolgt habe. Hierfür spreche, dass er sich über 
mehr als vier Jahre (2014 bis 2019) mit geringen Einnahmen zufriedengegeben 
habe (Erw. 8.3 mit Hinweis auf Urteil BGer 9C_428/2016 vom 22.5.2017 
Erw. 3.3.2 [vgl. vorstehend Erw. 2.3.3]). 

4.1.1  Hinsichtlich der Frage, ob eine Erwerbstätigkeit vorliegt, sind die Aus-
gleichskasse und das Sozialversicherungsgericht nicht an die von den Steuer-
behörden getroffene Qualifikation gebunden. Eine unterschiedliche Haltung von 
Ausgleichskasse und Steuerbehörde sollte indessen nach Möglichkeit vermieden 
werden, weil die Einheit und Widerspruchslosigkeit der gesamten Rechtsordnung 
als ein höheres Ziel zu betrachten ist (BGE 143 V 177 Erw. 3.4 mit Hinweisen).

4.1.2  Gemäss dem kraft Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG 
auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die 

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Ausgleichskassen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheent-
scheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichti-
gung von erheblicher Bedeutung ist (Wiedererwägung). Diese Bestimmung ist 
auch anwendbar, wenn ein formell rechtskräftig festgestelltes Beitragsstatut 
rückwirkend geändert werden soll (BGE 143 V 177 Erw. 3.5 mit Hinweis auf SVR 
2011 AHV Nr. 11 [Urteil BGer 9C_946/2009] Erw. 3.1, und 2010 AHV Nr. 12 
[9C_1094/2009] Erw. 2.4; BGE 122 V 169 Erw. 4a und BGE 121 V 1 Erw. 6). Die 
Frage der zweifellosen Unrichtigkeit beurteilt sich nach der Sach- und Rechtslage 
(einschliesslich Rechtspraxis) im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses 
(BGE 138 V 147 Erw. 2.1, BGE 138 V 324 Erw. 3.3). 

4.1.3  Laut dem Sachverhalt des zitierten BGE 143 V 177 (vgl. Ingress lit. A.b f.) 
waren von einem Versicherten für die Jahre 2006 bis 2013 Beiträge als 
Selbständigerwerbender erhoben worden. Im November 2013 wurde er rückwir-
kend der Ausgleichskasse (FR) als Nichterwerbstätiger angeschlossen; für die 
Jahre 2008 bis 2013 und kurz danach auch für 2014 wurde der Nichterwerbstäti-
genbeitrag festgesetzt (für die Jahre 2012 bis 2014 provisorisch). Das Bundesge-
richt beanstandete (Erw. 4.2.1), dass im angefochtenen Entscheid nicht aufge-
zeigt wurde, dass das ursprüngliche Beitragsstatut nach der allein entscheiden-
den damaligen Sachlage zweifellos unrichtig festgesetzt worden wäre, wie dies 
für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf ein rechtskräftig verfügtes 
Statut indessen vorausgesetzt wäre. Zudem hielt das Bundesgericht fest, es ent-
spreche nicht dem Gesetz, die Frage der selbständigen Erwerbstätigkeit retro-
spektiv anhand des wirtschaftlichen Erfolges der Arbeit - d.h. ob aus ihr ein Ge-
winn oder ein Verlust resultiert - zu beurteilen (mit Hinweis auf AHI 2003 S. 416 
[Urteil BGer H 2/02 Erw. 5.3]; vgl. Urteil BGer 9C_428/2017 vom 22.5.2017 
Erw. 4.3.1). 

4.2 Eine Wiedererwägung setzt voraus, dass formell rechtskräftige Verfügun-
gen oder Einspracheentscheide "zweifellos unrichtig sind" und "ihre Berichtigung 
von erheblicher Bedeutung ist" (Art. 53 Abs. 2 ATSG). 

Vorausgesetzt wird nach der Rechtsprechung (BGE 141 V 405 Erw. 5.2), dass 
kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur 
dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine 
Verfügung beispielswiese, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen 
überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden 
(Urteil BGer 9C_427/2014 vom 1.12.2014 Erw. 2.2), oder wenn eine Leistung 
aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der 
massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Soweit ermessensgeprägte 
Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage ein-

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schliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszuspre-
chung (BGE 125 V 383 Erw. 3) in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, 
scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aber aus (SVR 2014 IV Nr. 39 
[9C_121/2014] Erw. 3.2.1; Urteil BGer 8C_680/2014 vom 16.3.2015 Erw. 3.1). 
Ausgeschlossen ist so eine Wiedererwägung bei der Frage der Abgrenzung zwi-
schen selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit, wenn der konkrete 
Sachverhalt in einem "Grenzbereich" liegt (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.Aufl., 
Zürich 2015, Art. 53 N 56 mit Hinweis auf SVR 2010 AHV Nr. 12 [9C_1094/2009] 
Erw. 3.7). 

4.3 Die Vorinstanz hat sich - soweit ersichtlich - weder im angefochtenen Ein-
spracheentscheid noch in den mitangefochtenen Verfügungen mit der Frage ei-
nes Rückkommenstitel (Revision oder Wiedererwägung gemäss Art. 53 ATSG) 
auseinandergesetzt. Da die neue Einstufung des Beschwerdeführers als Nich-
terwerbstätiger offenkundig nicht auf erheblichen neuen Tatsachen oder Be-
weismitteln, welche erst nach Eintritt der Rechtskraft der ursprünglichen Bei-
tragsverfügungen (vgl. vorstehend Ingress lit. A) entdeckt bzw. aufgefunden wur-
den, beruht, kommt eine Revision nicht in Betracht (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 

4.4 Der Beschwerdeführer führt aus, nach der unfreiwilligen Beendigung seines 
Arbeitsverhältnisses im Alter von 58 Jahren habe er sich entschlossen, die Jahre 
bis zum regulären AHV-Alter auch mit einem Einkommen aus selbständiger Er-
werbstätigkeit zu überbrücken. Es sei ihm bewusst gewesen, dass dieser Schritt 
Chancen aber auch Risiken beinhalte. Über den gesamten Zeitraum (1.4.2013 
bis 31.3.2019) habe er ein durchschnittliches Einkommen in der Grössenordnung 
seiner heutigen AHV-Rente erwirtschaften können. In den Jahren 2015 bis 2019 
habe er nicht wesentlich weniger Zeit investiert als im sehr erfolgreichen Jahr 
2013, nämlich durchschnittlich rund 150 Stunden pro Monat. Das Risiko eines 
Verlustes gehöre zur selbständigen Tätigkeit. Seines Wissens sei der Zeitraum, 
innert welchem Gewinne zu erwirtschaften seien, nicht eindeutig definiert. Selbst 
das Steuerrecht spreche mitunter von einer 10-jährigen Verlustperiode. Die Vor-
instanz sei nach Erhalt der Steuerfaktoren 2013 im Jahre 2014 auch über seine 
Vermögenslage informiert gewesen. Zudem werde seine Gattin seit dem Jahre 
2016 als Nichterwerbstätige erfasst, womit auch von dieser Seite die Vermö-
gensverhältnisse bekannt gewesen seien. Führe ein niedriges Einkommen im 
Sinne der Argumentation der Vorinstanz automatisch dazu, dass ein Beitrags-
pflichtiger als nicht voll erwerbstätig gilt, hätte die Vorinstanz bereits ab Bekannt-
werden des Verlustes 2014 Beitragsverfügungen für Nichterwerbstätige ausstel-
len müssen. Es könne nicht gesagt werden, die definitiven Verfügungen für die 

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Jahre 2015 bis 2017 seien im wiedererwägungsrechtlichen Sinne zweifellos un-
richtig. 

4.5.1  Gemäss dem IK-Auszug erzielte der Beschwerdeführer aus seiner 
selbständigen Erwerbstätigkeit in den Jahren 2014 bis 2017 ein Einkommen von 
je Fr. 9'333.-- (AK-act. 8). Die aktenkundigen Steuermeldungen weisen für das 
Steuerjahr 2014 einen Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 13'775.-- 
(AK-act. 1), für das Steuerjahr 2015 einen Verlust von Fr. 8'289.-- (vgl. AK-act. 2 
[keine Steuermeldung für das Steuerjahr 2015 bei den Akten]), für das Steuerjahr 
2016 einen Gewinn von Fr. 14'657.-- (AK-act. 3), für das Steuerjahr 2017 wieder 
einen Verlust von Fr. 8'908.-- (AK-act. 5) und für das Steuerjahr 2018 von Fr. 0.-- 
(vgl. AK-act. 7 [keine Steuermeldung für das Steuerjahr 2018 bei den Akten]).  

4.5.2  Mit E-Mail vom 2. Dezember 2016 an die Steuerverwaltung (Beilage 1 zu 
AK-act. 10) legte der Beschwerdeführer dar, nach seiner Entlassung bei 
C.________ AG im Jahr 2012 habe er die zwei Optionen der Suche einer neuen 
Anstellung oder die Möglichkeit einer PK-Rente mit Beratungstätigkeit gehabt; für 
diese zweite Lösung habe er sich entschlossen. Bei einer niederländischen Soft-
warefirma sei er fündig geworden (vgl. Beilage 1a. zu AK-act. 10). Seine Bera-
tungstätigkeit habe vertraglich die Suche potentieller Kunden, die Kontaktnahme 
mit Interessenten und auf Wunsch die Unterstützung der Kunden bei der Ein-
führung der Systeme beinhaltet. Das Jahr 2014 als Startjahr sei mit relativ viel 
Aufwand und leider keinen signifikanten Einnahmen verlaufen. Im Jahr 2015 sei 
ein Abschluss mit einem österreichischen Kunden und 2016 mit Kühne & Nagel 
gelungen. Nach zwei Verlustjahren zeichne sich für 2016 ein voraussichtlicher 
Gewinn von etwa Fr. 14'000.-- ab. Neben den Kundenkontakten müsse er auch 
mit der Auftraggeberin laufend kommunizieren (via Internet oder Telefon), ein- 
bis zweimal jährlich besuche er die Kollegen in Holland; daneben gebe es noch 
Kontakte im Rahmen von Kundenbesuchen. 

Gemäss Schreiben des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2020 an die Vor-
instanz habe er anfänglich noch stärker von den Kontakten profitieren können. 
Trotz grosser Anstrengungen sei es ihm aber nicht möglich gewesen, mehr Auf-
träge zu akquirieren, weshalb er und seine Gattin sich entschlossen hätten, ab 
April bzw. Juni 2019 die AHV-Renten zu beziehen (AK-act. 10). 

4.5.3  Als Beleg für den zeitlichen Aufwand hat der Beschwerdeführer E-Mail-
Listen ins Recht gelegt (Beilage 1d zu AK-act. 10 für den Zeitraum vom 
26.2.2014 bis 26.1.2016 [nur ausgehende Mails: total 13 ½ Seiten]; Beilagen zu 
AK-act. 12 für den Zeitraum vom 23.11.2015 bis 12.5.2019 [ein- und ausgehende 
Mails: total 21 Seiten; davon 9 ausgehende]). 

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4.6.1  Zwar spricht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil 
BGer 9C_168/2016 vom 1.7.2016 [= SVR 2016 AHV Nr. 14] Erw. 4.1) generell 
weder ein hohes Renteneinkommen noch ein vergleichsweise tiefer Lohn gegen 
eine den Nichterwerbstätigen-Status ausschliessende Erwerbsabsicht im AHV-
beitrags-rechtlichen Sinne. Wer Beiträge in der Höhe des Minimalbeitrages oder 
mehr entrichtet, ist nach dem Willen des Gesetzgebers grundsätzlich stets als 
Erwerbstätiger zu erfassen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob er über Vermö-
gen oder Renteneinkommen verfügt und darauf mehr Beiträge als auf dem Er-
werbseinkommen zu bezahlen hätte (BGE 115 V 161 Erw. 6c-d). 

Im Sinne eines Indizes darf dem Einkommen bzw. der Entwicklung des Einkom-
mens, das aus der geltend gemachten selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt 
wird, für die Abgrenzung von Erwerbstätigkeit/Nichterwerbstätigkeit dennoch ein 
gewisses Gewicht beigemessen werden, kann sich im Einkommen doch auch 
der Arbeitseinsatz (zeitliche Aufwand) widerspiegeln. Insofern fällt auf, dass das 
im IK-Auszug und den Steuermeldungen ausgewiesene Einkommen nicht mit 
den Angaben des Beschwerdeführers übereinstimmt. Gemäss der Zusammen-
stellung der Ergebnisse aus selbständiger Erwerbstätigkeit gemäss dem Schrei-
ben des Beschwerdeführers vom 15. April 2019 zur Steuererklärung (Beilage 2 
zu AK-act. 10) erzielte er in den Jahren 2014 bis 2018 einen Umsatz von insge-
samt Fr. 45'813.-- (von Fr. 511.-- im Jahr 2017 bis Fr. 24'809.-- im Jahr 2016) 
bzw. durchschnittlich Fr. 9'162.60 pro Jahr sowie einen Verlust von insgesamt 
Fr. 16'301.-- (von minus Fr. 13'775.-- im Jahr 2014 bis Fr. 14'657.-- im Jahr 2016) 
bzw. von durchschnittlich Fr. 3'260.20 pro Jahr. 

Es kann der Vorinstanz somit beigepflichtet werden, dass das vom Beschwerde-
führer erzielte Einkommen gegen eine Qualifikation seiner Tätigkeit als "voll" 
spricht. Indes handelt es sich hierbei um eine grundsätzlich unzulässige Beurtei-
lung aus der Retrospektive (vgl. vorstehend Erw. 4.1.3) und kann gestützt hierauf 
insbesondere nicht auf eine zweifellose Unrichtigkeit der früheren, rechtskräftigen 
Beitragsverfügungen der Jahre 2014 bis 2017 (vgl. vorstehend Ingress lit. A) ge-
schlossen werden.

4.6.2  Glaubwürdig sind die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Motivati-
on, für den letzten Abschnitt seines Erwerbslebens den Schritt in die Selbstän-
digkeit zu wagen, wie auch zu seinem Geschäftskonzept - was der aktenkundige 
Vertrag (Beilage 1b zu AK-act. 10) zeigt - und seinen unternehmerischen An-
strengungen. Zwar ist der Beweiswert der E-Mail-Auszüge als gering zu veran-
schlagen. Indessen zeigen sie immerhin, dass der Beschwerdeführer nahezu 
täglich und zu jeder Tageszeit Kundenkontakte pflegte. Allerdings fällt dabei auch 
der quantitative Rückgang dieser Kundenkontakte per E-Mail auf, der sich in den 

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drei Jahren 2016 bis 2018 gegenüber den beiden Vorjahren 2014 und 2015 rund 
halbierte (vgl. vorstehend Erw. 4.5.3). 

Auch wenn anderweitige Nachweise für den zeitlichen Arbeitsaufwand (Telefo-
nate, Geschäftsreisen, direkte Kundenkontakte) vom Beschwerdeführer nicht er-
bracht werden, lässt sich bei dieser Sachlage nicht auf eine zweifellose Unrich-
tigkeit der früheren in Rechtskraft erwachsenen Beitragsverfügungen der Jahre 
2014 bis 2017 (vgl. vorstehend Ingress lit. A) schliessen. 

4.7.1  Hinsichtlich der noch nicht rechtskräftig veranlagten Beiträge für das Jahr 
2019 besteht kein Grund, von der vorinstanzlichen Beurteilung abzuweichen. Al-
lein die ausgewiesenen E-Mail-Kontakte legen nahe, dass mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht (mehr) von einer vollen Erwerbs-
tätigkeit des Beschwerdeführers gesprochen werden kann. Diese Entwicklung ist 
zwar schon früher feststellbar, berechtigt aber, wie ausgeführt, nicht, auf eine 
zweifellose Unrichtigkeit der bereits in Rechtskraft erwachsenen früheren Bei-
tragsverfügungen zu erkennen. 

4.7.2  Was die Verfügung vom 10. Dezember 2019 betreffend Beiträge für 
Selbständigerwerbende 2018 mit einem beitragspflichtigen Einkommen von 
Fr. 0.-- anbelangt (vgl. vorstehend Ingress lit. A), ist der Erlass dieser Verfügung 
nicht nachvollziehbar, nachdem die Vorinstanz gemäss ihren Angaben kurz zu-
vor am 3. Dezember 2019 ein Abklärungsverfahren betreffend die Beitragspflicht 
des Beschwerdeführers eingeleitet hat (angefochtener Einspracheentscheid In-
gress lit. A). Indes erweist sich diese Verfügung bereits deshalb als zweifelsohne 
unrichtig, als sie festhält, dass der Beschwerdeführer für die Periode vom 1. Ja-
nuar 2018 bis 31. Dezember 2018 keine Beiträge zu bezahlen hat. Dies steht im 
Widerspruch zu Art. 8 Abs. 2 AHVG, wonach auf dem Einkommen aus selbstän-
diger Erwerbstätigkeit bei Unterschreiten eines Mindesteinkommens der Min-
destbeitrag zu bezahlen ist und könnte unter Umständen - zum Nachteil des Be-
schwerdeführers - eine Beitragslücke zur Folge haben. Mit seinem Subeventual-
antrag anerkennt der Beschwerdeführer im Übrigen implizit auch die Rechtmäs-
sigkeit der Beitragserhebung auf der Basis einer Nichterwerbstätigkeit für das 
Jahr 2018. 

4.8 Bei diesem Ergebnis ist hinsichtlich der Jahre 2015 bis 2017 nicht weiter zu 
prüfen, ob das Kriterium der erheblichen Bedeutung als Voraussetzung einer 
Wiedererwägung erfüllt ist. Bei einmaligen Beträgen im mittleren bis oberen drei-
stelligen Bereich wird die erhebliche Bedeutung allerdings so gut wie immer be-
jaht (BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 76). Diese Voraussetzung wäre vorliegend 
(auch) hinsichtlich der Jahre 2018 und 2019 erfüllt.

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4.9 Festzuhalten ist schliesslich, dass keine Anhaltspunkte für ein rechtsmiss-
bräuchliches Vorgehen des Beschwerdeführers bestehen und ein solches auch 
von der Vorinstanz nicht geltend gemacht wird. 

5. Da die Beschwerde betreffend die Beitragsverfügungen 2014 bis 2017 gut-
zuheissen ist und diese ersatzlos aufzuheben sind, entfällt auch die Grundlage 
für die auf diesen Beiträgen 2015 bis 2017 erhobenen Verzugszinsen. 

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde hinsichtlich der Beitrags-
verfügungen vom 14. Februar 2020 betreffend die Jahre 2015 bis 2017 als be-
gründet und ist der angefochtene Einspracheentscheid insoweit aufzuheben. Im 
Übrigen (betreffend die Beitragsverfügungen 2018 und 2019) ist die Einsprache 
abzuweisen. 

7. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden keine Verfahrenskosten 
erhoben (vgl. Art. 61 lit. a ATSG). Nichtbeanwalteten Parteien wird praxisgemäss 
und grundsätzlich keine Parteientschädigung zugesprochen (vgl. auch Kieser, 
a.a.O., Art. 61 N 196 ff.; BSK ATSG-Bollinger, Art. 61 N 78; VGE II 2013 28+29 
vom 24.5.2013 Erw. 6; VGE III 2019 33 vom 25.9.2019 Erw. 8.3). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 
Nr. 1061/20 vom 4. Mai 2020 hinsichtlich der Beitragsverfügungen sowie 
Zinsverfügungen vom 14. Februar 2020 für die Jahre 2015 bis 2017 im 
Sinne der Erwägungen aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde ab-
gewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. September 2020