# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a82e269a-cc70-5b33-867f-5431b35e3a4d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.05.2016 200 2015 1048
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1048_2016-05-09.pdf

## Full Text

200 15 1048 IV
ACT/FRN/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Mai 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Oktober 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 6. Oktober 1993 unter Hinweis auf 
schwere Rückenprobleme bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [AB] 1.1 S. 203 ff.) Die IV-Stelle 
Bern (nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm medizinische 
sowie erwerbliche Abklärungen vor und sprach mit Verfügung vom 4. Au-
gust 1998 (AB 1.1 S. 102 f.) eine von November 1993 bis September 1994 
befristete ganze IV-Rente zu. 

Vier erneut eingereichte Leistungsbegehren wies die IVB ab resp. trat nicht 
darauf ein (vgl. Verfügungen vom 10. April 2000 [AB 14], 17. Oktober 2001 
[AB 25], Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2004 [AB 79], Verfügung 
vom 25. Oktober 2010 [AB 94]).  

B.

Am 23. Oktober 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine 
Sarkoidose mit Multiorganbefall, Depressionen und ein Schädelhirntrauma 
bei Autounfall 1994 wiederum bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 98). 
Die IVB nahm medizinische und erwerbliche Abklärungen vor. Insbesonde-
re holte sie ein pneumologisches Gutachten vom 18. März 2014 (AB 108.1) 
sowie ein psychiatrisches Gutachten vom 19. Februar 2015 (AB 118.1) ein. 
Mit Vorbescheid vom 2. März 2015 (AB 119) stellte sie die Abweisung des 
Rentenbegehrens bei einem IV-Grad von 8% in Aussicht. Damit zeigte sich 
der Versicherte nicht einverstanden (AB 121 S. 1 f.). Am 26. Oktober 2015 
verfügte die IVB dem Vorbescheid entsprechend die Abweisung des Ren-
tenbegehrens (AB 132). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 3

C.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. November 2015 
Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 
die Zusprache einer IV-Rente sowie die Befreiung von den Verfahrenskos-
ten.

Die B.________ teilte mit Schreiben vom 29. Januar 2016 mit, dass sie die 
Verfahrenskosten übernehme. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. März 2016 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 4

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Oktober 2015 (AB 
132). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 5

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 
87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor-
zugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 6

Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem 
Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

 

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 23. Oktober 2013 (AB 98) eingetreten ist. Folglich 
ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 
2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen dem rentenabweisenden Einspra-
cheentscheid vom 8. Dezember 2004 (AB 79) und der hier angefochtenen 
Verfügung vom 26. Oktober 2015 (AB 132) eine wesentliche Veränderung 
der erheblichen Tatsachen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad 
bzw. den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor). Das Neu-
anmeldungsverfahren von 2010 (AB 86 – 94) ist in dieser Hinsicht unbe-
achtlich, da es mit einem Nichteintretensentscheid endete (Verfügung vom 
25. Oktober 2010; AB 94) und damit von vornherein nicht materielle Ver-
gleichsgrundlage sein kann. 

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich der Einspracheentscheid vom 
8. Dezember 2004 (AB 79) massgeblich auf das pneumologische Gutach-
ten des Spitals C.________ vom 21. Juni 2004 (AB 69). Die Gutachter dia-
gnostizierten eine Sarkoidose Stadium II, eine chronifizierte anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 
eine schizoide Persönlichkeitsstörung, ein leichtgradig ausgeprägtes Cer-
vicalsyndrom bei Status nach Schleudertrauma mit Facettenfraktur C6 
rechts Oktober 1993, ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit media-
ner Diskusprotrusion L4/L5 nach Verhebetrauma November 1992 sowie 
einen solitären Schilddrüsenknoten rechts (S. 1). Zur Arbeitsfähigkeit führ-
ten die Gutachter aus, in der ehemaligen Tätigkeit als … sei es nicht mehr 
möglich, körperlich belastendere Arbeiten wie beispielsweise das Tragen 
von schweren Lasten zu verrichten (S. 3 Ziff. 2). Aus pneumologischer 
Sicht könne eine leichtgradige körperliche Arbeit in lufthygienisch optimaler 
Umgebung bei einem Tagespensum von 100% zugemutet werden (S. 3 
Ziff. 3). Die folgenden Arbeiten seien noch zumutbar: Das Heben von Las-
ten bis Lendenhöhe bis max. 10 kg, das Heben von Lasten über Brusthöhe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 7

bis 5 kg, das Tragen von Gewichten über kurze Distanz bis 10 kg, das Ar-
beiten mit unbegrenzter Steh- und Sitzdauer, das Gehen über lange Stre-
cken mit Tragen von Lasten von max. 10 kg, das Gehen auf unebenem 
Gelände mit kurzen Strecken bergauf. Eine Arbeit als Lagerist oder Hilfs-
mechaniker sei unter Berücksichtigung der genannten Einschränkungen 
aus pneumologischer Sicht zumutbar (S. 3 Ziff. 11). 

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 26. Oktober 2015 (AB 
132) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Im pneumologischen Gutachten vom 18. März 2014 (AB 108.1) 
stellten die Ärzte der Universitätsklinik für Pneumologie des Spitals 
C.________ im Wesentlichen die folgenden Diagnosen (S. 1 f.): 

1. Sarkoidose mit Multiorganbefall
2. Chronifizierte somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychi-

schen Faktoren
3. Leichtgradig ausgeprägtes Cervicalsyndrom bei Status nach Schleuder-

trauma mit Facettenfraktur C6 rechts Oktober 1993
4. Solitärer Schilddrüsenknoten rechts

Die Fachärzte führten aus, der Beschwerdeführer berichte von einer schlei-
chend progredienten Anstrengungsdyspnoe, welche seine körperliche Leis-
tungsfähigkeit zunehmend einschränke (S. 2). Es bestehe mit histologisch 
bestätigter Sarkoidose eine mittelschwere restriktive Ventilationsstörung mit 
Diffusionsstörung und Belastungshypoxämie. Die Spiroergometrie lasse 
sich – bei nicht erreichten Ausbelastungskriterien – für das Festlegen der 
Arbeitsfähigkeit nur bedingt verwerten. Die Kooperationsfähigkeit bzw. Be-
reitschaft des Beschwerdeführers sei bereits in früheren ärztlichen Berich-
ten und Gutachten ausführlich diskutiert worden. In der aktuellen Lungen-
funktionsprüfung seien die allgemeinen Qualitätskriterien bezüglich Repro-
duzierbarkeit und Akzeptanz erfüllt. Der Beschwerdeführer habe geltend 
gemacht, dass im Anschluss an einen Stolpersturz am 24. Dezember 2013 
anhaltende Knieschmerzen bestünden und deshalb die Belastung auf dem 
Fahrradergometer vorzeitig habe abgebrochen werden müssen. Da trotz 
nicht vollständiger Ausbelastung eine doch ausgeprägte Belastungshypo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 8

xämie sowie lungenfunktionelle Einschränkungen bestünden, müssten sie 
eine medizinisch-theoretische Ateminvalidität von 50% ableiten (S. 3). 

Weiter führten die Fachärzte aus, die früheren Tätigkeiten als …, …, … und 
zum Schluss als … seien nicht mehr zumutbar. Körperlich belastende Ar-
beiten, wie z.B das Tragen von schweren Lasten, seien nicht mehr möglich. 
Aus pneumologischer Sicht könne eine sitzende Tätigkeit mit lediglich 
leichter körperlicher Arbeit in lufthygienisch optimaler Umgebung mit einem 
Tagespensum von 100% zugemutet werden. Kein Kundenkontakt bei star-
kem Husten (S. 4). 

3.3.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 19. Februar 2015 (AB 118.1) 
diagnostizierte Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit anamnestisch 
eine rezidivierend depressive Störung, zurzeit remittiert (ICD-10 F33.4), 
sowie eine chronifizierte, anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4). Ohne Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine schizoide Persönlich-
keitsstörung (ICD-10 F60.01; S. 15). Der Facharzt führte aus, dass die von 
Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
2013 festgestellte chronisch fluktuierende depressive Störung derzeit remit-
tiert sei. Es finde sich keine durchgehend gedrückte, niedergeschlagene, 
interessenlose und freudlose Stimmung mit vermindertem Antrieb. Hinge-
gen müsse festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer resigniert, pas-
siv wirke. Er pflege durchaus Kontakte mit seiner Familie, auch mit seinen 
Kindern. Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit sei während 
der Untersuchung bei grober Prüfung unauffällig. Das Selbstwertgefühl sei 
nicht beeinträchtigt und der Beschwerdeführer habe keine ihn quälenden 
Schuldgefühle. Bezüglich der Zukunft sei er eher resigniert. Suizidgedan-
ken habe er keine. Er habe Einschlafstörungen, aber angeblich keine 
Durchschlafstörungen. Er wirke nicht müde, aber erschöpft und resigniert. 
Ein Interessenverlust auf allen Ebenen finde sich keiner, denn er habe 
durchaus noch Kontakt mit seinen Geschwistern und auch einen engen 
Kontakt mit seinen Kindern. Ein Morgentief werde nicht beschrieben. Bei 
der Untersuchung finde sich keine psychomotorische Hemmung und keine 
auffällige Mimik. Er vermittle keinen Leidensdruck. Im Weiteren bestehe ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 9

diffuses, seit Jahren bestehendes Schmerzsyndrom, das alleine mit organi-
schen Befunden nicht erklärt werden könne. Die Schmerzen stünden zu-
dem im Zusammenhang mit den angeblich bestehenden depressiven Epi-
soden und einer schizoiden Persönlichkeit. Die Försterkriterien würden 
nicht vollumfänglich erfüllt. Es bestehe zwar eine mehrjährige chronische 
Begleiterkrankung, nämlich die Sarkoidose. Ein sozialer Rückzug in allen 
Belangen des Lebens bestehe nicht. Von einem verfestigten therapieresis-
tenten innerseelischen Verlauf einer missglückten psychisch aber entlas-
tenden Konfliktbewältigung resp. Affekt- und Spannungsbewältigung müsse 
ausgegangen werden. Insbesondere sei die Aggressivität im Vergleich zur 
Untersuchung 2003 nicht mehr feststellbar, vielmehr müsse er als passiv-
aggressiv und resigniert beurteilt werden (S. 17). 

Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, aus psychiatrischer Sicht sei 
es weder zu einer Verschlechterung noch zu einer Verbesserung der Sym-
ptomatik gekommen. Wie in der Beurteilung von 2003 gehe er davon aus, 
dass mit den objektiven Befunden eine 20%ige Beeinträchtigung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit begründet sei (S. 18). 

3.3.3 Der behandelnde Pneumologe Dr. med. F.________, Facharzt für 
Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, führte im Bericht vom 
10. April 2015 (AB 121 S. 3) aus, die Lungenfunktionsprüfung zeige ge-
genüber der letzten Messung am 16. Oktober 2014 in seiner Praxis und der 
Begutachtung im Spital C.________ vom 10. März 2014 eine progrediente 
Abnahme der Werte mit entsprechender Verschlechterung. Gemäss der 
Auskunft der Physiotherapie sei es während der Trainingsphase zuneh-
mend schlechter gegangen, der Beschwerdeführer habe im Verlauf Sauer-
stoff wegen knapper Sauerstoffsättigungswerte benötigt. Zusammenfas-
send gehe er von einer relevanten Verschlechterung der pulmonalen Situa-
tion aus, weshalb die Beurteilung im IV-Vorbescheid nicht der aktuellen 
Situation entsprechen dürfte. 

3.3.4 Der behandelnde Psychiater Dr. med. E.________ diagnostizierte 
im Bericht vom 11. April 2015 (AB 121 S. 4 f.) chronisch fluktuierende de-
pressive Störungen mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen, wahr-
scheinlich im Rahmen eines organischen Psychosyndroms nach Schäde-
lhirntrauma mit Contusio cerebri 1994, eine Sarkoidose mit Multiorganbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 10

fall, chronisch rezidivierende Cephalgien und Cervicalgien rechts bei Status 
nach Facettengelenksfraktur C6 rechts und discoligamentäre Instabilität 
C5/6 sowie ein chronisch rezidivierendes LWS-Syndrom bei medianer Dis-
cusprotrusion L4/5 rechts. Zum Befund führte der Psychiater aus, es 
bestünden eine anhaltende agitiert-depressive Grundstimmung, ausge-
prägte existentielle- und Todesängste, starke Selbstverunsicherung, anhal-
tende Schwäche- und Kraftlosigkeitsgefühle, eine stark beeinträchtigte 
Leistungs- und Arbeitsfähigkeit, eine starke Anstrengungsdyspnoe mit Er-
stickungsgefühlen bereits bei kleinen körperlichen Belastungen, rezidivie-
rende Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, phasen-
weise ein konfuser Gedankengang, eine Stress- und Frustintoleranz, stark 
verminderte Belastbarkeit und Ausdauervermögen, rezidivierende belas-
tungsabhängige emotionell kaum erträgliche Kopf-, Nackenschmerzen, 
Hals-Schulterblockierungen beidseits, rezidivierende Lumboischialgien mit 
entsprechenden funktionellen Einschränkungen, ein anhaltender sozialer 
Rückzug und ähnliches. Zur Arbeitsfähigkeit führte der Psychiater aus, es 
bestehe bereits seit längerer Zeit eine multifaktoriell bedingte stark beein-
trächtigte Arbeitsfähigkeit für alle Erwerbstätigkeiten (S. 4). Die Invalidisie-
rung sei vor allem Folge der chronisch progressiv verlaufenden Sarkoido-
se-Erkrankung mit Multiorganbefall. Die dadurch entstehenden reaktiven 
chronischen depressiv gefärbten psychischen Störungen seien wegen der 
Unveränderbarkeit der somatischen Krankheitsproblematik praktisch nicht 
behandelbar. Das als zumutbar beschriebene Arbeitsprofil des RAD (vor-
wiegend sitzende Tätigkeit mit leichten körperlichen Arbeiten, Treppenstei-
gen, Anheben und Tragen von Lasten bis höchstens 5 kg, lufthygienisch 
optimale Umgebung, keine Kundenkontakte und ähnliches) betrachte er als 
praktisch inexistent und völlig unrealistisch (S. 5). 

3.3.5 Der Hausarzt des Beschwerdeführers Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 25. 
April 2015 (AB 126 S. 4 f.) im Wesentlichen eine rezidivierende depressive 
Störung / Verdacht auf eine schizoide Persönlichkeitsstörung, eine chroni-
sche somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen An-
teilen, eine Sarkoidose mit Multiorganbefall, ein Prostatakarzinom sowie 
eine leichte Niereninsuffizienz. Der Hausarzt führte aus, bei der Durchsicht 
der IV-Begutachtung falle auf, dass keine ganzheitliche Beurteilung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 11

Krankheitssituation vorgenommen werde. Es werde unterschieden zwi-
schen einer somatischen (Sarkoidose) und einer psychiatrischen (depres-
sive Störung, schizoide Persönlichkeitsstörung) Erkrankung und den dar-
aus folgenden Einschränkungen, die gegenseitige Beeinflussung der bei-
den Krankheitsbilder werde aber ausser Acht gelassen. Dabei scheine dies 
der entscheidende Punkt zu sein: Der chronisch-progrediente Krankheits-
verlauf der Sarkoidose, der trotz intensiver therapeutischer Bemühungen 
nicht positiv beeinflusst werden könne, beeinflusse die rezidivierende de-
pressive Störung negativ und führe zu einer Chronifizierung derselben. 
Auch psychiatrisch werde seit Jahren therapeutisch intensiv gearbeitet – 
ohne Hinweise auf eine günstige Entwicklung –, was wiederum das Krank-
heitsbild der Sarkoidose ungünstig beeinflusse. Im gleichen Sinne ebenfalls 
ungenügend berücksichtigt bleibe in der IV-Begutachtung die Problematik 
der chronischen somatoformen Schmerzstörung, im Vordergrund hierbei 
Kopfschmerzen. Diese schränkten den Beschwerdeführer in seiner Alltags-
gestaltung zusätzlich ein. Eine Überwindung dieser Kopfschmerzen sei 
aufgrund der chronischen psychiatrischen und somatischen Komorbiditäten 
nicht nur nicht zumutbar, sondern schlicht nicht möglich. Das von der IV 
beschriebene Arbeitsprofil halte er nebst der reinen Fokussierung auf die 
somatische Erkrankung für realitätsfern. Es stelle sich die Frage, ob so ein 
Arbeitsplatz überhaupt existiere. Aus seiner Sicht sei der Beschwerdeführer 
zu 100% arbeitsunfähig (S. 4 f.). 

3.3.6 Dr. med. H.________, Facharzt für Ophthalmologie FMH, diagnosti-
zierte im Bericht vom 6. Mai 2015 (AB 128 S. 6) insbesondere eine OU 
(beide Augen) Hyperopia media, OU keine Anhaltspunkte für Plaquenil 
Retinopathie sowie OU Sicca bei wenig Blepharitis. Der Facharzt führte 
aus, es fänden sich keinerlei Anhaltspunkte für eine Plaquentil Retinopa-
thie, weshalb aus ophthalmologischer Sicht die Therapie mit Plaquenil fort-
geführt werden könne. Er habe bei Blepharitis mit Sicca Symptomatik To-
bradex AT 4x für 3 Wochen und Oculac SDU in Reserve bis 5x täglich mit-
gegeben.  

3.3.7 Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht vom 18. Mai 2015 
(AB 128 S. 1 ff.) insbesondere eine Sarkoidose mit Multiorganbefall, ein 
Prostatakarzinom, rezidivierende epigastrische Beschwerden, einen so-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 12

litären Schilddrüsenknoten rechts, einen Verdacht auf chronotrope Inkom-
petenz im 6-Min.-Gehtest, eine chronische somatoforme Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren sowie einen Status nach Schä-
delhirntrauma bei Autounfall 1994 (S. 1 f.). Der Facharzt führte aus, auf-
grund der aktuellen Befunde finde sich seit der Begutachtung im Spital 
C.________ und auch gegenüber seinen Messungen vom letzten Herbst 
eine eindeutige Verschlechterung. Einerseits habe sich die Lungenfunktion 
noch weiter verschlechtert mit nun mindestens mittelschwerer bis sogar 
schwerer Re-striktion der Atemreserven von aktuell 53% (Spital 
C.________ 10. März 2014 68%). Die CO-Diffusion habe sich ebenfalls 
vermindert auf aktuell 44% (Spital C.________ 52%; S. 3). Zur Arbeits-
fähigkeit führte er aus, aus seiner Sicht sei der Beschwerdeführer aufgrund 
der schweren Lungenerkrankung mit den Komorbiditäten langfristig zu ei-
nem hohen Prozentsatz arbeitsunfähig. Es sei auch zu berücksichtigen, 
dass bereits das Erreichen des Arbeitsplatzes mit körperlichen Belastungen 
verbunden sei und entsprechend vermehrt Zeit und Energie benötige. Prin-
zipiell könnten sitzende Tätigkeiten zwar überlegt werden, der Beschwerde-
führer leide aber an einer chronischen Hyperventilation mit Husten und sei 
nur im Baugewerbe ausgebildet worden. Im Vorbescheid der IV vom 2. 
März 2015 (AB 119) werde berechnet, dass der Beschwerdeführer mit der 
Behinderung ein Erwerbseinkommen von über Fr. 5‘000.-- pro Monat erzie-
len könne. Für ihn sei diese Lohnsumme nicht nachvollziehbar und im ak-
tuellen wirtschaftlichen Umfeld unrealistisch (S. 4). 

3.3.8 Der RAD-Arzt, Dr. med. I.________, Facharzt für Innere Medizin 
FMH, führte in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2015 (AB 131) aus, 
das von den pneumologischen Gutachtern erstellte – für ihn gut nachvoll-
ziehbare – Zumutbarkeitsprofil entspreche den schon früher gezeichneten 
Zumutbarkeitsprofilen. Daran ändere auch nichts, wenn der behandelnde 
Pneumologe, Dr. med. F.________, etwas ungünstigere Messwerte gefun-
den habe. Auch diese seien mit Tätigkeiten, wie sie die Pneumologen des 
Spitals C.________ vorschlagen, vereinbar. Keinen Einfluss auf eine Tätig-
keit, welche zum Zumutbarkeitsprofil passe, habe der Zustand nach Prosta-
taentfernung wegen eines Prostatakarzinoms (S. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 13

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 26. Oktober 2015 (AB 132) massgeblich auf das pneumologi-
sche Gutachten vom 18. März 2014 (AB 108.1) sowie auf das psychiatri-
sche Gutachten vom 19. Februar 2015 (AB 118.1) gestützt.

3.5.1 Das pneumologische Gutachten vom 18. März 2014 (AB 108.1) 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hier-
vor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Die Gutachter haben sich in der ärztlichen Beurteilung sorgfältig 
mit den gesundheitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt und ihre 
Schlussfolgerungen in Kenntnis der Vorakten und gestützt auf ihre eigenen 
Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medi-
zinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schluss-
folgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Die Gut-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 14

achter stellten schlüssig und nachvollziehbar fest, dass aus pneumologi-
scher Sicht eine sitzende Tätigkeit mit lediglich leichter körperlicher Arbeit 
in lufthygienisch optimaler Umgebung mit einem Tagespensum von 100% 
zugemutet werden kann und dass bei starkem Husten kein Kundenkontakt 
bestehen sollte (AB 108.1 S. 4). Darauf ist abzustellen. Die Berichte des 
behandelnden Pneumologen Dr. med. F.________ vom 10. April und 
18. Mai 2015 (AB 121 S. 3 und 128 S. 1 ff.) sprechen nicht gegen die Zu-
verlässigkeit der Einschätzung der Experten und es ist – entgegen der Auf-
fassung in der Beschwerde (S. 1) – damit auch keine Veränderung des 
Gesundheitszustands resp. dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
seit der Begutachtung erstellt, wie der überzeugenden Stellungnahme des 
RAD-Arztes vom 14. Oktober 2015 (AB 131 S. 2) entnommen werden 
kann. Abgesehen davon zweifelt Dr. med. F.________ das von den Gut-
achtern formulierte Zumutbarkeitsprofil (AB 108.1 S. 3 f.) allein deshalb an, 
weil es derartige Stellen auf dem Arbeitsmarkt nicht gebe (AB 128 S. 4). Er 
verkennt dabei jedoch, dass im Bereich der Invalidenversicherung nicht der 
effektive, sondern der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt massge-
bend ist (Art. 16 ATSG; E. 2.3 hiervor). Dasselbe gilt für die Einschätzung 
des Hausarztes Dr. med. G.________, der sich im Bericht vom 25. April 
2015 (AB 126 S. 5) dieselbe Frage stellt, ob ein derartiger Arbeitsplatz 
überhaupt existiere. Damit kann auch dieser Mediziner die Zuverlässigkeit 
der Einschätzung durch die Gutachter nicht in Zweifel ziehen. 

3.5.2 Auch das psychiatrische Gutachten vom 19. Februar 2015 (AB 
118.1) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 
3.4 hiervor), weshalb ihm ebenfalls volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Dr. med. D.________ hat sich in der ärztlichen 
Beurteilung sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen ausein-
andergesetzt und seine Schlussfolgerungen in Kenntnis der Vorakten und 
gestützt auf seine eigene Untersuchung getroffen. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar 
begründet. Dass sich der Gutachter auf die sogenannten „Foerster-
Kriterien“ stützt (AB 118.1 S. 17), ändert nichts an der Überzeugungskraft 
des Gutachtens. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich vorbringt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 15

gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung hätte bei psychosoma-
tischen Beschwerdebildern eine ganzheitliche Beurteilung mit Prüfung ver-
schiedener Indikatoren durchgeführt werden müssen (Beschwerde S. 2), 
kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn eine Auswirkung 
der somatoformen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit ist auch auf-
grund der neuen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f. 
offensichtlich zu verneinen, wobei insbesondere zu berücksichtigen ist, 
dass die psychischen Ressourcen des Beschwerdeführers „nicht als 
schwer eingeschränkt“ gelten (AB 118.1 S. 17). Der Bericht des behan-
delnden Psychiaters Dr. med. E.________ vom 11. April 2015 (AB 121 S. 4 
f.) enthält kein Indiz, das vom Gutachter nicht berücksichtigt worden ist. 
Des Weiteren stellt Dr. med. E.________ für die Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit auf den realen Arbeitsmarkt ab und berücksichtigt die Sarkoidose-
Erkrankung resp. somatische Aspekte (AB 121 S. 5), womit er jedoch sein 
Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie überschreitet. Schliesslich 
hat der Gutachter entgegen der Auffassung des Hausarztes Dr. med. 
G.________ in dessen Bericht vom 25. April 2015 (AB 126 S. 4 f.) den Zu-
sammenhang zwischen der Sarkoidose und den psychischen Beschwerden 
explizit berücksichtigt (AB 118.1 S. 18 Ziff. 7). 

3.5.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er leide unter ande-
rem auch an einem Prostatakarzinom und weiteren körperlichen Be-
schwerden und es sei nicht nachvollziehbar, warum nicht ein polydiszi-
plinäres Gutachten gemacht worden sei (Beschwerde S. 2), ist festzuhal-
ten, dass die Augenproblematik sowie das Prostatakarzinom gemäss Dr. 
med. H.________ und Dr. med. F.________ offensichtlich keinen wesentli-
chen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben (vgl. AB 128 S. 6; 128 S. 2). 
Weitergehende medizinische Abklärungen sind somit nicht nötig. 

3.5.4 Nach dem Dargelegten ist eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit mit einer Einschränkung von 20% erstellt (AB 
108.1 S. 3 f.; 118.1 S. 18). Angesichts des Ergebnisses (vgl. E. 4.6 hier-
nach) kann offen bleiben, ob die Einschränkung von 20% aus psychiatri-
scher Sicht (AB 118.1 S. 18) wirklich zu berücksichtigen ist. Entgegen den 
Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 2) ist diese Restar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 16

beitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen hypothetischen Arbeitsmarkt durch-
aus verwertbar. 

Bezüglich der Frage, ob seit der rentenabweisenden Verfügung vom 8. De-
zember 2004 (AB 79) eine wesentliche Veränderung der erheblichen Tat-
sachen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad bzw. den Rentenan-
spruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 und 3.1 hiervor), ist festzuhalten, dass 
sich in somatischer Hinsicht eine Änderung ergeben hat. 2004 waren nicht 
sitzende Tätigkeiten noch zumutbar (pneumologisches Gutachten des Spi-
tals C.________ Bern vom 21. Juni 2004; AB 69 S. 3 Ziff. 11). Heute sind 
nur noch sitzende Tätigkeiten zumutbar (AB 108.1 S. 4). Diese massgebli-
che Veränderung führt zur umfassenden materiellen Prüfung des Renten-
anspruchs. 

 

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung der (Neu-)Anmeldung im Oktober 2013 (AB 98) ist der 
frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG 
auf April 2014 festzusetzen. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
ist seit langem erfüllt, da bereits 2004 die angestammte Tätigkeit nicht 
mehr zumutbar war (AB 69 S. 3 Ziff. 2). Somit ist auf April 2014 ein Ein-
kommensvergleich durchzuführen.

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
pass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 17

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 
593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 
5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.4 Der Beschwerdeführer hat seine letzte Stelle bei der J.________ 
1992 aus invaliditätsfremden Gründen verloren (AB 1.1 S. 198 und 201), 
weshalb er auch im Gesundheitsfall nicht mehr an diesem Arbeitsplatz tätig 
wäre. Damit ist das Valideneinkommen anhand der Lohnstrukturerhebung 
des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2012, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 
1, Männer, Ziff. 41-43 (Baugewerbe), zu ermitteln. Der massgebliche mo-
natliche Bruttolohn beträgt dabei Fr. 5‘430.--. Auf die betriebsübliche Wo-
chenarbeitszeit von 41.5 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 41-43 [Baugewerbe/Bau]) und auf das 
massgebliche Jahr 2014 aufgerechnet, resultiert daraus ein Validenein-
kommen von Fr. 68‘334.70 (Fr. 5‘430.-- / 40 x 41.5 x 12 / 101.7 x 102.8; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 18

BFS Lohnentwicklung 2014, Neuchâtel 2015, T1.1.10, Ziff. F [Baugewer-
be/Bau]). 

4.5 Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, 
ist das Invalideneinkommen ebenfalls gestützt auf die LSE 2012 zu ermit-
teln. Das Invalideneinkommen wird gestützt auf das Total des Kompetenz-
niveaus 1 der Tabelle TA1 festgelegt. Der massgebliche Bruttolohn für 
Männer beträgt dabei Fr. 5‘210.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeits-
zeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, Total) und auf das massgebliche Jahr 2014 aufgerech-
net, resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 66‘138.40 (Fr. 5‘210.-- / 40 x 
41.7 x 12 / 101.7 x 103.2; BFS Lohnentwicklung 2014, Neuchâtel 2015, 
T1.1.10, Total). Bei einer Restarbeitsfähigkeit von mindestens 80% (vgl. E. 
3.5.4 hiervor) resultiert ein Einkommen von Fr. 52‘910.75. Die Beschwer-
degegnerin liess einen LSE-Abzug von 5 % zu (AB 132 S. 2), was den Ein-
schränkungen gemäss medizinischem Zumutbarkeitsprofil angemessen 
Rechnung trägt. Zudem wurden beide Vergleichseinkommen anhand statis-
tischer Tabellenlöhne ermittelt, womit allfällige invaliditätsfremde Gesichts-
punkte (Alter, Dienstjahre, Nationalität) prinzipiell ohnehin ausser Betracht 
fallen (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Ein 
Eingreifen in das durch die Verwaltung pflichtgemäss ausgeübte Ermessen 
rechtfertigt sich vorliegend nicht. Dies ergibt somit ein Invalideneinkommen 
von Fr. 50‘265.20. 

4.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 68‘334.70 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 50‘265.20 resultiert ein rentenausschliessender IV-
Grad von gerundet maximal 26% (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 f. S. 
123). 

4.7 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 19

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, dem unterliegenden Beschwerdeführer 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Mai 2016, IV/15/1048, Seite 20

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.