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**Case Identifier:** 16b8a44d-3622-5385-a4e2-f10bb344a786
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.07.2009 D-4489/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4489-2009_2009-07-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4489/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, Geburtsdatum unbekannt,
alias B._______, geboren C._______,
angeblich Nigeria,
D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 3. Juli 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4489/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  E._______  (Nigeria),  stam-
mende Beschwerdeführer seinen Heimatstaat am 12. März 2009 auf 
dem Luftweg verliess und über ihm unbekannte Länder am folgenden 
Tag  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  gleichentags  im  Flughafen 
F._______ um Asyl nachsuchte,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. März 2009 dem Beschwerdefüh-
rer  provisorisch  die  Einreise  verweigerte  und  ihm als  Aufenthaltsort 
den Transitraum des Flughafens F._______ zuwies,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Entscheid  des  G._______  des 
Kantons  H._______  vom  17.  März  2009  I._______,  als 
Vertrauensperson zugewiesen wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  am  18.  im  Flughafen  F._______  sum-
marisch befragt und dort am 19. März 2009 zu seinen Asylgründen an-
gehört wurde,

dass mit Verfügung des BFM vom 20. März 2009 dem Beschwerdefüh-
rer die Einreise in die Schweiz zur Durchführung des Asylverfahrens 
bewilligt und dieser dem Kanton J._______ zugewiesen wurde,

dass  dem  Beschwerdeführer  am  23.  März  2009  K._______,  als 
Vertrauensperson zugewiesen wurde,

dass der Beschwerdeführer am 30. Juni 2009 vom BFM im Rahmen 
von Art. 41 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 
142.31) ergänzend angehört wurde,

dass  er  anlässlich  der  Befragungen  zur  Begründung  seines  Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte,  sein  Vater  sei  vor  drei  oder 
vier Jahren Mitglied bei den Bakassi geworden, welche für die Sicher-
heit in ihrer Region zuständig gewesen seien,

dass es in der Folge zwischen seinem Vater und den Bakassi zu einer 
Meinungsverschiedenheit in der Vorgehensweise gegenüber den weis-
sen  Bewohnern  gekommen  sei,  weshalb  sein  Vater  wie  auch  seine 
Mutter und Schwester am 2. März 2009 von den Bakassi getötet wor-
den seien und diese überdies ihr Haus angezündet hätten,

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dass er selber an diesem Tag von einem Besuch bei einem Freund, bei 
welchem er übernachtet habe, zurückgekehrt sei und bei seiner Rück-
kehr das brennende Haus gesehen habe,

dass die Leute ihm gesagt hätten, dass die Bakassi auch nach ihm su-
chen würden und ihn ebenfalls töten wollten,

dass er daraufhin die Flucht ergriffen, auf der Strasse einen vorbeifah-
renden Jeep angehalten und dem Fahrer sein Problem erklärt  habe, 
worauf ihn der Fahrer zu sich mitgenommen und seine Ausreise orga-
nisiert habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 3. Juli 2009 - eröffnet am 6. Juli 
2009 - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete, 

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass die Vorbringen bezüglich der für die Ausreise benutzten Papiere 
widersprüchlich ausgefallen seien und die Ausführungen zum Fehlen 
seiner Papiere als stereotyp erachtet werden müssten,

dass sich aus den Akten zudem keine Hinweise ergeben würden, dass 
sich der Beschwerdeführer seit seiner Ankunft in der Schweiz ernsthaft 
um die Beschaffung von Papieren bemüht habe, 

dass er zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG 
nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärun-
gen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegwei-
sungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass  der  Beschwerdeführer  im Verlaufe der  Befragungen zu seinem 
Geburtsdatum,  zum  Alter  seiner  Schwester  sowie  seiner  Eltern  im 
Zeitpunkt deren Ermordung sowie zum Zeitpunkt seiner Rückkehr ins 
elterliche Haus am Tag des Überfalls uneinheitliche und widersprüchli-
che Angaben gemacht habe,

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinem Alter, seinem 
Familienumfeld  und  seinen  Fluchtgründen  erhebliche  Widersprüche 
aufweisten, weshalb weder seine Minderjährigkeit noch seine Asylvor-
bringen geglaubt werden könnten,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat durchführbar sei,

dass die vom Beschwerdeführer behauptete, aber von den Asylbehör-
den  ernsthaft  angezweifelte  Minderjährigkeit  unbewiesen  geblieben 
sei, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe und sich 
nicht  auf  die  für  die  Minderjährigen  geltenden  Regelungen  berufen 
könne (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylre-
kurskommission [EMARK] 2001 Nr. 23),

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, es sei die vorinstanzliche Verfügung 
aufzuheben und sein Asylgesuch sei  gutzuheissen,  eventuell  sei  die 
Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme an-
zuordnen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass sich namentlich aus den Verfahrensakten keine Anhaltspunkte er-
geben,  welche zu Zweifeln an der Urteilsfähigkeit  des nach eigenen 

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Angaben  am  C._______  beziehungsweise  L._______  geborenen 
Beschwerdeführers  Anlass  geben  würden,  weshalb  er  unter  diesen 
Umständen, ungeachtet einer allfälligen Glaubhaftigkeit seiner geltend 
gemachten Minderjährigkeit, als prozessfähig zu erachten ist,

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG;  Art.  6  AsylG  i.V.m.  Art.  52 
VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  deshalb  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass somit auf den Antrag auf Gewährung von Asyl nicht einzutreten 
ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

dass vorliegend auch keine entschuldbaren Gründe für das Nichtein-
reichen von Dokumenten zu bejahen sind, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung lediglich angab, keinerlei 
Identitätsdokumente besessen zu haben und der weisse Mann habe 
ihm mehrere Papiere für die Reise gegeben, die er jedoch nicht ange-
schaut habe (vgl. Protokoll Kurzbefragung, S. 9; Protokoll ergänzende 
Anhörung, S. 3),

dass er ferner niemanden habe, der ihm bei der Beschaffung von Iden-
titätsdokumenten behilflich sein könnte (vgl. Protokoll  Kurzbefragung, 
S. 5),

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Hinblick  auf  die  Beschaffbarkeit  von 
Identitätsdokumenten somit  in  kategorischer  Weise verneinte,  solche 
je beschaffen zu können,

dass jedoch seine Ausführungen zum Fehlen von Identitätspapieren - 
wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht  erkannte  - 
sich hinsichtlich der verwendeten Reisepapiere als mit erheblichen Wi-
dersprüchen behaftet erweisen,

dass sodann auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den 
Umständen seiner Ausreise aus dem Heimatstaat und zur Weiterreise 
in die Schweiz als realitätsfremd und unsubstanziiert zu erachten sind 
(vgl. Protokoll Kurzbefragung, S. 9; Protokoll direkte Anhörung, S. 8),

dass in  diesem Zusammenhang festzuhalten  ist,  dass die Aussagen 
des Beschwerdeführers, er habe dem Einreisebeamten bei der Grenz-
kontrolle gesagt, er heisse M._______, weil er nur gerade dies ganz 
kurz  im  Reisepapier  als  Name  erkannt  habe,  worauf  ihm  das 
Reisepapier  vom  Grenzbeamten  zurückgegeben  worden  sei  und  er 
habe  einreisen  können  (vgl.  Protokoll  Kurzbefragung,  S.  9),  in 
offensichtlicher  Weise  den  Erkenntnissen  der  schweizerischen 
Asylbehörden über die Sicherheitsvorkehrungen und Einreisevorschrif-
ten in europäischen Flughäfen widersprechen, 

dass mithin mit diesen jeglicher Substanz entbehrenden Vorbringen für 
das Fehlen von Dokumenten keine entschuldbaren Gründe im Sinne 
des Gesetzes vorgetragen wurden, welche insbesondere dann anzu-
nehmen  wären,  wenn  spezifische  Fluchtumstände  im  Vordergrund 
stünden, die zum Verlust der Papiere geführt hätten oder die es nicht 
erlaubt hätten, solche mitzunehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, er versuche, seine Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und  er  keinesfalls  -  wie  von  der  Vorinstanz  zutreffend  festgestellt  - 
glaubhaft  darzulegen vermochte, er sei  durch nicht  selbst  zu verant-
wortende  Umstände  an  der  unverzüglichen  Einreichung  von  Reise- 
oder  Identitätspapieren  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG 
gehindert worden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 

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die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die 
Schweiz,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht als unglaubhaft qualifizierte, zumal sich dieser hinsichtlich des 
Alters  seiner  angeblich  getöteten  Familienangehörigen  im  Zeitpunkt 
deren Ermordung und somit auch bezüglich des Zeitpunktes des Über-
falls als solchen in diverse Widersprüche verstrickte,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den vorins-
tanzlichen Einwänden nichts Substanzielles entgegenzuhalten vermag 
und sich dabei auf eine Wiederholung des bereits dargelegten Sach-
verhaltes  beschränkt,  weshalb  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen 
auch diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid zu verweisen ist,

dass insbesondere der pauschale Einwand, er sei minderjährig, was er 
jedoch nicht beweisen könne, und er habe sich bei der ergänzenden 
Anhörung gezwungen gefühlt, irgendein Alter seiner Familienangehöri-
gen anzugeben, als  unbehelfliche Schutzbehauptung zu qualifizieren 
ist, und die entsprechenden Vorbringen nicht in einem anderen, glaub-
hafteren Licht erscheinen zu lassen vermag,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
- und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 

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summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des  AuG  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben am 2. Januar 1994 
geboren  wurde,  somit  nach  dem  massgebenden  schweizerischen 
Recht (vgl. EMARK 1994 Nr. 11 E. 4d S. 92) noch minderjährig wäre, 
und  mithin  grundsätzlich  den  Normen  des  Übereinkommens  vom 
20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR  0.107) un-
terliegen würde, welchen Bestimmungen im Hinblick auf die Frage der 
Zulässigkeit  und Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges -  wie dies 
der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe denn auch gel-
tend macht - besonders Rechnung zu tragen wäre,

dass  die  Vorinstanz  aber  zu  Recht  auf  diesbezügliche  Erwägungen 
und allenfalls  weitere  Abklärungen im Heimatstaat  des Beschwerde-
führers  verzichten konnte,  da sie  zutreffend davon ausgegangen ist, 
dass der Beschwerdeführer die von ihm behauptete  Minderjährigkeit 
nicht glaubhaft machen konnte,

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dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer 
minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten Identitäts-
dokumenten auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 ff.), vorlie-
gend der Beschwerdeführer jedoch - wie dargelegt - keine Identitäts-
dokumente eingereicht hat,

dass bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsausweise sodann auch auf 
wissenschaftliche Methoden im Sinne von Art. 7 Abs. 1 AsylV 1, bei-
spielsweise die so genannte Knochenaltersanalyse abgestellt  werden 
kann,  sofern  sie  bestimmten  Kriterien  entspricht  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 23 E. 4),

dass die Vorinstanz ihre Ausführungen zum Alter des Beschwerdefüh-
rers nicht auf das Ergebnis einer Knochenaltersanalyse - in Ermange-
lung der Durchführung einer solchen - abgestellt, sondern sich insbe-
sondere mit  seinen Vorbringen zur Frage seines Alters und den Ge-
samtumständen auseinandergesetzt hat, 

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung insgesamt  mit  über-
zeugenden Argumenten dargelegt hat, weshalb den Angaben des Be-
schwerdeführers  über  sein  Alter  nicht  geglaubt  werden  könne,  und 
sich bei seiner Beurteilung zutreffend auf die offenkundig unsubstanzi-
ierten  und  realitätsfremden Angaben  -  insbesondere  sein  Alter,  den 
Reiseweg sowie seine Identitätspapiere betreffend - gestützt hat, 

dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Ge-
burtsdatum in der Tat vage ausgefallen sind, 

dass er zwar ein genaues Geburtsdatum angab, dieses jedoch variier-
te (vgl. Protokoll Kurzbefragung, S. 1; Protokoll ergänzende Anhörung, 
S. 9), und zudem hinsichtlich seiner Absichten, seine Identität zu bele-
gen, auffallend vage und interesselos blieb,

dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objekti-
ve Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der 
Beweislosigkeit trägt (vgl. EMARK 2001 Nrn. 22 und 23), und es dem 
Beschwerdeführer vor dem Hintergrund der Erwägungen nicht gelun-
gen ist, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, 

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG) grundsätzlich von Amtes we-
gen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und 

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Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  asylsuchenden 
Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der  Asylbehörden 
sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypotheti-
schen Herkunftsländern zu forschen,

dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner von ihm nicht 
rechtsgenüglich  nachgewiesenen  wahren  Identität  zu  tragen  hat,  in-
dem vermutungsweise  davon auszugehen ist,  es würden einer Weg-
weisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine  Vollzugshindernisse 
im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  2  -  4  AuG 
entgegen stehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass  nach  dem  Gesagten  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen 
und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass  die  Kosten  des  Verfahrens in  der  Höhe von Fr. 600.--  (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- das N._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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