# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1262ed2c-4596-5eaa-abfd-5749f9eb5fb4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2018 D-5812/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5812-2018_2018-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5812/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiberin Mareile Lettau. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am 1. November (…), 

sowie deren Sohn 

B._______, geboren am (…), 

Syrien,   

beide vertreten durch lic. iur. Monique Bremi,   

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 10. September 2018 / N (…). 

 

 

 

D-5812/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführerin A._______ zusammen mit ihrem minderjäh-

rigen Sohn B._______ und ihrem volljährigen C._______ (N […]) im Sep-

tember 2015 aus Syrien in die Türkei reiste, von wo aus sie gemeinsam mit 

einem humanitären Visum am 7. Oktober 2015 in die Schweiz einreisten 

und am 12. Oktober 2015 um Asyl ersuchten, 

dass der älteste Sohn der Beschwerdeführerin D._______ (N […]) bereits 

am (…) 2014 in die Schweiz eingereist war, sein Asylgesuch vom (…) 2014 

mit vorinstanzlicher Verfügung vom 3. Juli 2015 abgelehnt, die Wegwei-

sung verfügt, indessen der Wegweisungsvollzug zugunsten einer vorläufi-

gen Aufnahme verfügt worden war, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen 

am 10. Mai 2016 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-

tend machte, sie sei in E._______ geboren und als Kleinkind mit ihren El-

tern nach F._______ gezogen, wo sie aufgewachsen sei und später mit 

ihrer Familie gelebt habe, 

dass sie wegen des Krieges ungefähr im Jahr 2012 mit den drei Söhnen 

nach G._______ bei H._______ geflohen sei, wo sie bis zur Ausreise ge-

lebt habe,  

dass ihr Ehemann als freiwilliger Soldat in der syrischen Armee gedient 

habe, wobei er erst in E._______, später in I._______ bei F._______ stati-

oniert gewesen sei und kaum zu Hause gewohnt habe, 

dass die Beschwerdeführerin ungefähr im Jahr 2013, als sie mit ihren bei-

den Söhnen J._______ und K._______ den Ehemann in E._______ be-

sucht habe und auf dem Weg zurück nach H._______ gewesen sei, von 

Mitgliedern der Al Nusra-Front angehalten und bedroht worden seien, als 

diese erfahren hätten, dass der Vater beziehungsweise Ehemann Militär-

dienst leiste, 

dass sie zusammen mit dem Ehemann und den Söhnen J._______ und 

K._______ nach dem Vorfall in die Türkei gereist sei und im (…) 2014 über 

den in der Schweiz lebenden Bruder der Beschwerdeführerin einen ersten 

Einreiseantrag aus humanitären Gründen gestellt habe, der allerdings ab-

gelehnt worden sei, woraufhin sie nach H._______ zurückkehrt seien, 

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Seite 3 

dass ihr Mann zuletzt von einem Splitter getroffen worden, etwa zwei Mo-

nate zu Hause in H._______ geblieben und nicht wieder zurück in die syri-

sche Armee gegangen sei, sondern sich den kurdischen Volksverteidi-

gungseinheiten (Yekîneyên Parastina Gel [YPG]) angeschlossen habe, 

dass er zuerst etwa acht Monate für die YPG an einem Check-Point Wach-

dienst geleistet habe, aber dabei auch kaum zu Hause gewesen sei, 

dass er später auf Anraten beziehungsweise Wunsch der Beschwerdefüh-

rerin für die YPG in einem Gemeindegebäude, in dem Waffengeschosse 

produziert worden seien, gearbeitet habe, 

dass es bereits am zweiten Tag seiner Arbeit, am (…), eine Explosion in 

dem Gebäude gegeben habe, wobei der Ehemann sowie weitere Perso-

nen ums Leben gekommen seien, 

dass der Grund der Explosion nicht bekannt sei, es im Dorf aber das Ge-

rücht gegeben habe, ein Spitzel sei für den Anschlag verantwortlich, da ihr 

Mann von der Armee zu den YPG gegangen sei,  

dass die Beschwerdeführerin wegen der Explosion Angst um ihre Kinder 

gehabt habe, da ihr Sohn K._______ ebenfalls bei den YPG gewesen sei,  

dass der Ehemann bei den YPG als Märtyrer gelte und sie mit Unterstüt-

zung der YPG in die Türkei ausgereist seien, 

und der in der Schweiz lebende Bruder der Beschwerdeführerin erneut ei-

nen Einreiseantrag gestellt habe, welcher diesmal bewilligt worden sei, 

dass die Beschwerdeführenden als Beweismittel die Identitätskarte der Be-

schwerdeführerin, Laisser-Passer-Schreiben vom (…) 2015, eine Spei-

cherkarte, zwei Kaufverträge von Häusern, Auszüge aus Personenregis-

tern, eine Ausreise-Einverständniserklärung zur Ausreise der Kinder, ein 

Einreisegesuch und dessen Ablehnung vom (…) 2014, ein Familienbuch, 

sowie zwei Soldatenmarken des verstorbenen Ehemannes zu den Akten 

reichte, 

dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführenden vom 12. Okto-

ber 2015 mit Verfügung vom 10. September 2018 – eröffnet am 11. Sep-

tember 2018 – abwies und die Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 

wobei es den Vollzug der Wegweisung als unzumutbar erachtete und die 

vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden in der Schweiz verfügte, 

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Seite 4 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Beschwer-

deführerin habe als Ausreisegrund ihre Angst um die Kinder angeführt, 

dass sie bis auf einen etwa im Jahr 2013 stattgefundenen Vorfall mit der Al 

Nusra-Front keine Probleme mit Drittpersonen oder Behörden vorgebracht 

habe, 

dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Bürgerkriegslage 

in Syrien und die in diesem Zusammenhang erlittenen Nachteile sowie die 

Angst vor zukünftigen Problemen keine asylrelevanten Nachteile im Sinne 

von Art. 3 AsylG (SR 142.31) darstellten und auch die eingereichten Be-

weismittel zum Tod des Ehemannes keine Asylrelevanz entfalteten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 10. Oktober 2018 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben 

und dabei beantragten, die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, die 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren, 

dass eventualiter die Beschwerdeführenden als Flüchtlinge vorläufig auf-

zunehmen seien, 

dass subeventualiter die Sache zur hinreichenden Sachverhaltsabklärung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,  

dass die Akten des mit den Beschwerdeführenden gemeinsam eingereis-

ten Sohnes beziehungsweise Bruders K._______ beizuziehen seien, 

dass sie ferner beantragten, ihnen sei die unentgeltliche Rechtspflege im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 110a Abs. 1 Bst. a und Abs. 3 

AsylG  zu bewilligen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu 

verzichten und die unterzeichnende Rechtsvertreterin sei als amtliche 

Rechtsbeiständin beizuordnen,  

dass in der Beschwerde zusammengefasst vorgebracht wurde, die feh-

lende inländische Fluchtalternative sei flüchtlingsrechtlich relevant, da die 

Beschwerdeführenden nämlich kriegsbedingt aus L._______ hätten fliehen 

müssen und die Wohnungen sowie das Haus in H._______ im Zuge des 

Einmarsches türkischer Truppen zerstört worden sei, 

dass in der Beschwerde auch die besondere Verletzlichkeit der Beschwer-

deführerin als Witwe und die des minderjährigen Sohnes angeführt werden 

sowie das Risiko einer willkürlichen Verhaftung im Falle der Rückkehr, 

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Seite 5 

dass vorliegend eine Kombination von Risikofaktoren vorhanden sei, wo-

nach die Beschwerdeführenden einem besonders hohen Risiko men-

schenrechtswidriger Behandlung im Falle der Rückkehr ausgesetzt seien, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 17. Oktober 2018 den Eingang der 

Beschwerde bestätigte, 

dass am 5. November 2018 antragsgemäss die vorinstanzlichen Verfah-

rensakten von C._______ beigezogen wurden, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 7. Novem-

ber 2018 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zufolge 

Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abwies und die Beschwerde-

führenden zur Zahlung eines Kostenvorschuss innert Frist unter Andro-

hung des Nichteintretens aufforderte, 

dass mit Eingabe vom 22. November 2018 ein Gesuch um Wiedererwä-

gung der Zwischenverfügung vom 7. November 2018 gestellt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden finanziell nicht in der Lage seien, den Kos-

tenvorschuss zu zahlen, wobei die Fürsorgebestätigung nachgereicht 

werde, 

dass die Rechtsvertreterin in dem Gesuch erneut geltend macht, die be-

sondere Verletzlichkeit der Beschwerdeführerin als binnenvertriebene 

Witwe sei unter dem Gesichtspunkt der Flüchtlingseigenschaft bei fehlen-

der inländischer Fluchtalternative zu würdigen, 

dass überdies die Auffassung vertreten wird, die Situation der Beschwer-

deführerin sei vergleichbar mit der Situation einer binnenvertriebenen, ver-

witweten und schutzlosen Frau in Somalia gemäss der Rechtsprechung 

Bundesverwaltungsgerichts zu Somalia (BVGE 2014/27), wobei die Kom-

bination der Gesamtumstände als asylrelevant qualifiziert worden sei, 

dass zudem erneut Ausführungen zur Situation in H._______ kurz nach 

dem Einmarsch der Türkei und zur Plünderung und Zerstörung des Hauses 

der Beschwerdeführerin gemacht werden, wobei die YPG-Zugehörigkeit 

des Mannes der Grund dafür sei, dass das Haus im Inneren vollständig 

zerstört worden sei, 

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dass die sich nach der Flucht der Beschwerdeführenden ereignete Eska-

lation der Lage in H._______ die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerde-

führenden begründe, 

dass erneut die Stellung der Beschwerdeführerin als Witwe und ihre be-

sondere Verletzlichkeit hervorgehoben und das Bestehen eines asylrele-

vanten unerträglichen psychischen Drucks geltend gemacht wird,  

dass nochmals die Gefährdungssituation des minderjährigen Sohnes der 

Beschwerdeführerin geschildert wird, da Zwangsrekrutierungen von Kin-

dern durch fast alle in Syrien vorhandenen Gruppierungen bekannt seien, 

wobei auch diesbezüglich auf das Referenzurteil zu Binnenvertriebenen in 

Somalia hinzuweisen sei, 

dass mit Eingabe vom 26. November 2018 eine Fürsorgebestätigung vom 

22. November 2018 nachgereicht wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken, gelten, 

dass Befürchtungen, künftig staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausge-

setzt zu werden, nur dann asylrelevant sind, wenn begründeter Anlass zur 

Annahme besteht, eine Verfolgung werde sich mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit und in absehbarer Zukunft verwirklichen, 

dass eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung nicht genügt, 

vielmehr konkrete Indizien vorliegen müssen, welche den Eintritt der er-

warteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive erfolgen-

den – Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht 

davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen, 

dass aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise zu beurteilen ist, ob 

eine begründete Furcht vor künftiger Verfolgung vorliegt, mithin hinrei-

chende Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein müs-

sen, die bei jedem Menschen in der gleichen Lage Furcht vor Verfolgung 

und damit den Entschluss zur Flucht hervorrufen würden, 

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dass die objektive Betrachtungsweise durch das vom Betroffenen bereits 

Erlebte und das Wissen um Konsequenzen in vergleichbaren Fällen zu er-

gänzen ist, da wer bereits staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt 

war, objektive Gründe für eine ausgeprägtere (subjektive) Furcht hat (vgl. 

die vom Bundesverwaltungsgericht fortgeführte Rechtsprechung der [da-

maligen] Schweizerischen Asylrekurskommission [ARK] in EMARK 2004/1 

E. 6a; BVGE 2008/4 E. 5.2; BVGE 2011/50 E. 3.1.1; BVGE 2011/51 E. 6, 

je m.w.H.), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht und mit zutref-

fender Begründung das Nichtvorliegen der Flüchtlingseigenschaft der Be-

schwerdeführenden feststellte und die Entgegnungen in der Beschwerde 

und im Gesuch um Wiedererwägung vom 22. November 2018 nicht geeig-

net sind, die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen umzustossen, 

dass deshalb vorab auf die Erwägungen der Vorinstanz sowie auf die Aus-

führungen in der Zwischenverfügung vom 7. November 2018 verwiesen 

werden kann,  

dass das von der Beschwerdeführerin geschilderte Zusammentreffen mit 

der die Beschwerdeführenden einschüchternden Al Nusra-Front im Jahr 

2013 keine Asylrelevanz zu entfalten vermag, da es zeitlich für die im Sep-

tember 2015 erfolgte Ausreise als nicht mehr kausal zu erachten ist, 

dass die Angst der Beschwerdeführerin vor zukünftigen Bedrohungen bei 

einer Rückkehr nach Syrien angesichts ihrer Erlebnisse dort (Tod des Ehe-

mannes infolge einer Explosion, Anhaltung durch Al Nusra-Front, Bürger-

kriegslage) zwar subjektiv nachvollziehbar ist, es allerdings an hinreichen-

den objektiven Anhaltspunkten für konkrete Verfolgungshandlungen gegen 

die Beschwerdeführenden aus einem in Art. 3 AsylG umschriebenen Motiv 

fehlt, 

dass nämlich weder von der Beschwerdeführerin noch im Rahmen der Be-

schwerdevorbringen genügend konkrete Hinweise vorgetragen werden, 

wonach die Beschwerdeführerin und der heute (…)jährige Sohn künftig an-

gesichts des Wechsels des Ehemannes von der syrischen Armee zur YPG 

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einem erhöhten Risiko willkürlicher Verhaftung beziehungsweise Verfol-

gung ausgesetzt wären, zumal seitens der Beschwerdeführerin nur Ge-

rüchte über die Ursache der Explosion, welche zum Tod des Ehemannes 

beziehungsweise Vaters führte, vorgetragen werden konnten, 

dass die eingereichten Beweismittel zum Tod des Ehemannes aus diesem 

Grund keine Asylrelevanz entfalten, 

dass auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, wonach die 

Geschehnisse und Ängste der Beschwerdeführerin vielmehr auf die allge-

meine Bürgerkriegslage in Syrien zurückzuführen sind, 

dass der kriegsbedingten Gefährdungslage mit der Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme der Beschwerdeführenden Rechnung getragen wurde, 

dass das von der Rechtsvertreterin zitierte Länderurteil BVGE 2014/27 zu 

Somalia die Situation von intern vertriebenen alleinstehenden Frauen in 

Somalia betrifft, welche Angehörige eines Minderheitenclans sind, und sich 

nicht auf die Lage alleinstehender Frauen in Syrien bezieht, weshalb es 

bereits aus diesem Grund vorliegend nicht von Relevanz ist, 

dass – entgegen der Darstellung der Rechtsvertretung – die Ländersitua-

tion in Somalia nicht mit derjenigen in Syrien vergleichbar ist, 

dass die in der Beschwerde und in der Eingabe vom 22. November 2018 

gemachten Ausführungen zur Zerstörung des Wohnraumes in L._______ 

und zur Enteignung des Hauses in H._______ im Zuge des Einmarsches 

türkischer Truppen unter dem Gesichtspunkt der kriegsbedingten prekären 

heimatlichen Sicherheitslage zu würdigen sind und nicht, wie in den Einga-

ben behauptet, unter dem Aspekt des Fehlens einer inländischen Fluchtal-

ternative, 

dass hinsichtlich der besondere Verletzlichkeit der Beschwerdeführerin als 

Witwe, die stigmatisiert und gefährdet sei, als alleinstehende Frau Opfer 

unterschiedlicher Gewalthandlungen der verschiedenen Konfliktparteien 

zu werden, erneut anzumerken ist, dass diese Überlegungen unter dem 

Gesichtspunkt der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zu prüfen wä-

ren, indessen nicht als Argument zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft 

geeignet sind, 

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Seite 10 

dass ebenso die besondere Verletzlichkeit des heute (…)jährigen Sohnes 

im umkämpften Norden Syriens, auch was die Gefahr einer Zwangsrekru-

tierung betrifft, nicht zur Bejahung einer konkreten, asylrelevanten Gefähr-

dung führt, 

dass die Frage der inländischen Fluchtalternative im Übrigen nur dann Re-

levanz entfaltet, wenn bereits eine asylrelevante Verfolgung stattgefunden 

hat oder begründete Furcht vor einer solchen festgestellt wurde, was vor-

liegend nicht der Fall ist, 

dass kein Anlass besteht, die Sache gemäss Subeventualantrag der Be-

schwerdeführenden an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass das SEM zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden verneint und ihr Asylge-

such abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch hat in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

(Art. 44 AsylG), 

dass der Kanton vorliegend keine Aufenthaltsbewilligungen erteilt hat und 

zudem auch kein Anspruch auf deren Erteilung besteht (vgl. BVGE 

2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, jeweils m.w.N.), weshalb die verfügte Weg-

weisung daher im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

von der Vorinstanz zu Recht angeordnet wurde, 

dass im Sinne einer Klarstellung abschliessend festzuhalten ist, dass sich 

aus den vorstehenden Erwägungen nicht der Schluss ergibt, die Be-

schwerdeführenden seien zum heutigen Zeitpunkt angesichts der Entwick-

lung in Syrien in ihrem Heimatstaat nicht gefährdet, 

dass diese generelle Gefährdungslage allerdings unter dem Aspekt von 

Art. 83 Abs. 4 AuG (AuG, SR 142.20) einzuordnen ist und durch das SEM 

mit der Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs Rechnung getragen wurde, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

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Seite 11 

dass gestützt auf die vorstehenden Ausführungen auch das mit Eingabe 

vom 22. November 2018 gestellte Gesuch um Wiedererwägung der Zwi-

schenverfügung vom 7. November 2018 abzuweisen ist, 

dass sich die Ansetzung einer Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschus-

ses angesichts des vorliegenden Entscheides in der Sache erübrigt, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 7. Novem-

ber 2018 (vgl. die Eingabe vom 22. November 2018) wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Mareile Lettau 

 

 

Versand: