# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 995b6344-013e-5d7f-b40d-aa2495aeee3a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2025 B-4950/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4950-2023_2025-03-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4950/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter David Aschmann (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richter Christian Winiger,    

Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler Schoch. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch die Rechtsanwälte 

Dr. Roman Baechler und/oder Dr. Angelika Murer,  

Homburger AG,  

Prime Tower, Hardstrasse 201, 8005 Zürich,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerischer Nationalfonds SNF,  

Abteilung Karrieren, 

Wildhainweg 3, Postfach 8232, 3001 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 SNSF Starting Grant-Beitrag. 

 

 

 

B-4950/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (Beschwerdeführer) reichte am 30. Januar 2023 beim Schwei-

zerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung 

(SNF; Vorinstanz) ein Gesuch um Erteilung eines sog. "SNSF Starting 

Grant" für sein Forschungsprojekt "(…)" ein. 

B.  

Mit Verfügung vom 19. Juli 2023 teilte die Vorinstanz dem Beschwerdefüh-

rer mit, das Projekt werde für die zweite Phase der Evaluation nicht berück-

sichtigt. Es widme sich zwar einer interessanten und wichtigen Thematik. 

Dem Forschungsplan zugrundeliegende Annahmen würden jedoch in 

Frage gestellt. So zweifle die wissenschaftliche Leitungsgruppe des 

Starting Grants, ob man von früheren Attacken lernen und annehmen 

könne, dass neue Attacken ähnlich sein würden. Zudem sei nicht klar, wie 

die vorgeschlagene Methode auf skalierbare Weise auf Blockchains wie 

Bitcoin oder Etherium angewendet werden könne, um Betrug vorzubeu-

gen. Schliesslich sei fraglich, ob der Beschwerdeführer trotz seiner hervor-

ragenden wissenschaftlichen Qualifikationen genügende Kenntnisse im 

Bereich "Machine Learning" habe. 

C.  

Am 14. September 2023 erhob der Beschwerdeführer gegen diese Verfü-

gung Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, die ange-

fochtene Verfügung aufzuheben und sein Forschungsprojekt zur zweiten 

Evaluationsphase des SNSF Starting Grant zuzulassen. Eventualiter sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur Neu-

beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei das Beschwer-

deverfahren bis zum Entscheid über das der Vorinstanz unterbreitete Ge-

such um Wiedererwägung zu sistieren. Zur Begründung führt er aus, die 

Vorinstanz habe den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvoll-

ständig festgestellt. So sei "Machine Learning" seit Jahren ein wichtiger 

Aspekt seiner Forschungsarbeit, das "Lernen" aus Angriffen sei eine grund-

legende Problemstellung im Bereich der Netzwerksicherheit und die Ska-

lierbarkeit seiner Methode sei bewiesen. Die diesbezüglichen Belege hät-

ten der Vorinstanz vorgelegen, seien von ihr aber unrichtig gewürdigt wor-

den. Schliesslich wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, ihn wäh-

rend des Gesuchsverfahrens nicht nochmals angehört zu haben. 

B-4950/2023 

Seite 3 

D.  

Mit Verfügung vom 18. September 2023 sistierte das Bundesverwaltungs-

gericht das Beschwerdeverfahren. 

Die Vorinstanz trat mit Verfügung vom 22. Januar 2024 auf das Wiederer-

wägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 14. September 2023 nicht 

ein. 

Auf Antrag des Beschwerdeführers vom 26. Januar 2024 nahm das Bun-

desverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren am 2. Februar 2024 wie-

der auf. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 16. April 2024 beantragt die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde. Mit seinem Gesuch habe der Beschwerdeführer 

sein Äusserungsrecht ausüben sowie die sachdienlichen Beweise einrei-

chen können. Mit seiner Beschwerdeschrift und den damit neu eingereich-

ten Dokumenten versuche der Beschwerdeführer, die Schwächen seines 

Gesuchs zu beheben; das Projekt sei jedoch auf Grundlage der eingereich-

ten Gesuchsunterlagen zu evaluieren. Soweit der Beschwerdeführer sein 

Sachverständigenermessen demjenigen der wissenschaftlichen Expertin-

nen und Experten gegenüberstelle, könne das Bundesverwaltungsgericht 

nicht in den angefochtenen Entscheid eingreifen. Die fehlenden "Machine 

Learning"-Fähigkeiten hätte der Beschwerdeführer durch Einbezug von 

Spezialisten ins Projektteam ausgleichen können. Weiter bestehe kein An-

lass, die Beurteilung der wissenschaftlichen Leitungsgruppe in Bezug auf 

das Lernen von früheren Attacken und die Skalierbarkeit in Zweifel zu zie-

hen. Es liege zusammenfassend weder ein Fehler bei der Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts noch ein Rechtsfehler bei der Durchfüh-

rung des Evaluationsverfahrens oder der Ermessensausübung bei der Ge-

suchsbeurteilung vor. 

F.  

Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 29. April 2024 an seiner Be-

schwerde fest. Es gebe keine Bereiche der Computerwissenschaften 

mehr, in der keine "Machine Learning"-Fähigkeiten benötigt würden. Inso-

fern sei der diesbezügliche Kritikpunkt irrelevant. Weiter habe er in seiner 

Publikation "(…)" belegt, dass Hacker für neue Attacken in einem hohen 

Mass auch Muster von früheren Attacken verwendeten. Schliesslich sei es 

nicht möglich, die Betrugsrate bei DeFi-Anwendungen auf null zu senken; 

jedes Abwehrsystem weise gewisse Lücken und Schwächen auf. Insofern 

B-4950/2023 

Seite 4 

seien die Bedenken der Vorinstanz bezüglich der Skalierbarkeit nicht mit 

der Realität zu vereinbaren. 

G.  

Mit Stellungnahme vom 13. Mai 2024 erklärte die Vorinstanz, offenbar ver-

trete der Beschwerdeführer eine andere wissenschaftliche Auffassung als 

die Expertinnen und Experten der Leitungsgruppe. Unterschiedliche Mei-

nungen seien in Expertendiskussionen jedoch üblich und änderten nichts 

daran, dass der Sachverhalt vorliegend rechtmässig ermittelt und beurteilt 

worden sei. 

H.  

Die Durchführung einer mündlichen Verhandlung ist von keiner Seite be-

antragt worden. 

I.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen 

der Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen der Vorinstanz über Forschungsbeiträge 

(Art. 31 f. und 33 Bst. h des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG; SR 173.32] i.V.m. Art. 13 des Bundesgesetzes vom 14. De-

zember 2012 über die Förderung der Forschung und der Innovation [FIFG; 

SR 420.1] i.V.m. Art. 31 des Reglements des Schweizerischen National-

fonds vom 27. Februar 2015 über die Gewährung von Beiträgen [nachste-

hend: Beitragsreglement SNF; abrufbar auf <http://www.snf.ch/de>]). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressat der angefochtenen Verfügung besonders berührt und 

hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung 

(Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG; SR 172.021]). Er hat das Vertretungsverhältnis durch schrift-

liche Vollmacht nachgewiesen (Art. 11 VwVG), den Kostenvorschuss be-

zahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde frist- und formgerecht 

eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

B-4950/2023 

Seite 5 

1.3 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.  

2.1 Die Vorinstanz ist das Förderorgan des Bundes für die wissenschaftli-

che Forschung in allen Disziplinen, die an einer Hochschulforschungsstätte 

vertreten sind (Art. 10 Abs. 1 FIFG). Sie fördert namentlich exzellente For-

schungsprojekte sowie hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs 

(Art. 10 Abs. 3 Bst. a und b FIFG).  

Im Rahmen der wissenschaftlichen Selbstverwaltung (Art. 9 Abs. 1 FIFG) 

erlässt sie die für die Forschungsförderung notwendigen Bestimmungen in 

ihren Statuten und ihren Reglementen selbst (Art. 9 Abs. 3 Satz 1 FIFG), 

namentlich im Beitragsreglement SNF (E. 1.1) und im Allgemeinen Ausfüh-

rungsreglement vom 9. Dezember 2015 zum Beitragsreglement (nachste-

hend: Ausführungsreglement SNF; abrufbar auf <http://www.snf.ch/de>). 

Für die "SNSF Starting Grants 2023" finden sich weitere einschlägige 

Bestimmungen im "Call document for SNSF Starting Grants 2023" 

(www.snf.ch/media/de/FcZaKdEf20Ys8oxB/Call_Document_SNSF_StG_

2023.pdf, besucht am 5. März 2025). 

2.2 Die Vorinstanz entscheidet über die Gesuche gestützt auf die Unterla-

gen, die ihr mit dem Gesuch eingereicht werden (Art. 23 Abs. 1 Satz 1 Bei-

tragsreglement SNF). Die Gesuchstellenden haben keinen Anspruch, ihr 

Gesuch nachträglich zu ergänzen (Art. 23 Abs. 1 Satz 2 und Art. 23 Abs. 3 

Satz 2 Beitragsreglement SNF). Für die wissenschaftliche Beurteilung der 

Gesuche um Starting Grant-Beiträge wird ein Panel gebildet. In der ersten 

Phase evaluieren zwei Referenten aus dem Panel das Gesuch, bevor alle 

Panel-Mitglieder deren Empfehlungen diskutieren (vgl. Art. 25 Abs. 1 - 4 

Beitragsreglement SNF i.V.m. Ziff. 5.2.1 des "Call document for SNSF 

Starting Grants 2023", zit. E. 2.1). Gesuche, die nicht in die zweite Phase 

des Evaluationsverfahrens aufgenommen werden, werden mit schriftli-

chem Entscheid abgewiesen (vgl. Art. 29 Abs. 1 Beitragsreglement SNF 

i.V.m. Ziff. 5.2.1 des "Call document for SNSF Starting Grants 2023"). Die 

anderen Gesuche durchlaufen im Rahmen der zweiten Phase ein Peer Re-

view-Verfahren; zusätzlich werden die Gesuchsteller zu einem Interview 

mit dem Panel eingeladen (Ziff. 5.2.2 Sätze 1 und 2 des "Call document for 

SNSF Starting Grants 2023"). 

2.3 Werden Verfügungen über Forschungsbeiträge angefochten, können 

die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder 

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Seite 6 

Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG; Art. 13 Abs. 3 

Bst. a FIFG) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG; Art. 13 Abs. 3 

Bst. b FIFG) gerügt werden.  

Bei der Überprüfung materieller Entscheidgründe für nicht gewährte För-

derungsbeiträge auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht eine ge-

wisse Zurückhaltung, soweit sich die Rügen auf die Beurteilung der wis-

senschaftlichen Qualität des Projekts und der wissenschaftlichen Qualifi-

kation der Gesuchstellenden durch die Vorinstanz beziehen (BVGE 2007/

37 E. 2.1; Urteile des BVGer B-2881/2022 vom 22. April 2024 E. 2.2; 

B-5411/2021 vom 26. September 2023 E. 2.2; B-2298/2019 vom 8. April 

2020 E. 3). 

Keine Zurückhaltung auferlegt sich das Gericht, soweit die fehlerhafte Aus-

legung, die unrichtige Anwendung gesetzlicher Bestimmungen oder Män-

gel im Verfahren geltend gemacht werden (BVGE 2007/37 E. 2.2; Urteile 

des BVGer B-2881/2022 E. 2.2; B-6578/2019 vom 9. September 2020 

E. 2). 

2.4 Nachträglich im vorinstanzlichen Verfahren oder im Beschwerdeverfah-

ren eingereichte Verbesserungen sind für die Beurteilung eines Förderge-

suchs nicht zu berücksichtigen, da lediglich die bei Gesuchseingang be-

kannten und der Vorinstanz vorgelegten Erkenntnisse massgebend sind 

(vgl. Urteile des BVGer B-6553/2016 vom 23. Juli 2018 E. 6.3; B-6431/

2015 vom 8. Dezember 2016 E. 3.2). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, er sei vor Erlass der angefochtenen Verfü-

gung nicht angehört worden. Eine Ausnahme vom Grundsatz der vorgän-

gigen Anhörung (Art. 30 Abs. 2 VwVG) sei nicht gegeben. Damit verstosse 

Art. 23 Abs. 3 des Beitragsreglements SNF gegen übergeordnetes Recht. 

Die Vorinstanz weist den Vorwurf der Gehörsverletzung zurück. Nach den 

reglementarischen Bestimmungen beurteile sie Gesuche anhand der Ge-

suchsunterlagen. Ein Anspruch auf eine nochmalige Anhörung bestehe 

nicht (Rz. 2 der Vernehmlassung). 

3.2 Die Parteien haben im Verwaltungsverfahren und im verwaltungsge-

richtlichen Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; 

Art. 29 VwVG). Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass eines 

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solchen Entscheides zur Sache zu äussern (Art. 30 Abs. 1 VwVG; BGE 

144 I 11 E. 5.3; 135 II 286 E. 5.1). Werden Verwaltungsverfahren durch 

Gesuch eingeleitet, übernimmt in erster Linie die Gesuchseinreichung 

selbst die Funktion des rechtlichen Gehörs (BGE 111 Ia 101 E. 2b; Urteile 

des BGer 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 5.2; 5A_648/2017 vom 

22. Januar 2018 E. 4.2.2; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige 

Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen 

Staates, Bern 2000, S. 322 ff.; RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis 

des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2020, Rz. 357). Von der gesuch-

stellenden Partei darf nach Treu und Glauben erwartet werden, dass sie in 

ihrer Eingabe die wesentlichen Aspekte aufzeigt (Urteile des BVGer 

B-2881/2022 E. 5.5; B-4636/2022 vom 22. März 2024 E. 2.4; Entscheid der 

der Eidgenössischen Rekurskommission für Forschungsförderung vom 

31. Oktober 2000, in VPB 67.11).  

3.3 Auch das Beitragsreglement SNF geht in diesem Sinne davon aus, 

dass mit der Gesuchseinreichung bereits das Anhörungsrecht im Sinne 

von Art. 30 Abs. 1 VwVG gewährt wurde. Denn die materiellen Beurtei-

lungskriterien ("eligibility criteria") waren im Ausschreibungsdokument auf-

geführt (Ziff. 1 des "Call document for SNSF Starting Grants 2023") und 

das Reglement hält fest, dass die Gesuchstellenden während des Ge-

suchsverfahrens "nicht nochmals" angehört werden (Art. 23 Abs. 3 Satz 1 

Beitragsreglement SNF). Mit anderen Worten sieht das Beitragsreglement 

lediglich keine zweite Anhörung vor. 

3.4 Für die zweite Phase des Evaluationsverfahrens statuieren die Aus-

schreibungsbedingungen eine persönliche Anhörung (Interview) vor dem 

Panel (Ziff. 5.2.2 des "Call document for SNSF Starting Grants 2023").  

Die Vorinstanz lehnte das Gesuch des Beschwerdeführers bereits in der 

ersten Phase des Gesuchsverfahrens ab, weshalb bestimmungsgemäss 

keine persönliche Anhörung vor dem Panel durchgeführt wurde. 

3.5 Der fehlenden Gelegenheit der Gesuchstellenden, um in der ersten 

Phase auf die Beurteilung der Referenten bzw. des Panels zu replizieren, 

stehen transparente Vorgaben zu Form und Inhalt der Gesuche sowie zu 

den anzuwendenden wissenschaftlichen Massstäben gegenüber (vgl. u.a. 

Evaluationskriterien gemäss Ziff. 5.3 des "Call document for SNSF Starting 

Grants 2023"). Die Gesuchstellenden sind entsprechend verpflichtet, aber 

auch befähigt, ihren Anspruch auf rechtliches Gehör bereits bei der Ge-

suchstellung wahrzunehmen. Jedes Gesuch um Forschungsbeiträge muss 

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Seite 8 

deshalb von Beginn weg alle zu seiner Beurteilung nötigen Elemente ent-

halten (Urteil des BVGer B-2881/2022 E. 5.7, mit Verweis auf BVGE 

2014/2 E. 5.5.2.3; ALBERTINI, a.a.O., S. 324). 

Die Vorinstanz hat ihre Abweisung ausschliesslich auf Fakten gestützt, zu 

welchen sich der Beschwerdeführer im Gesuch geäussert hatte. Er hat zu 

den Punkten, auf welchen die Ablehnung basiert, vorgängig Ausführungen 

erstattet und insoweit sein rechtliches Gehör tatsächlich wahrgenommen. 

3.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz das rechtliche 

Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt hat. Dem Beschwerdeführer 

kommt in Übereinstimmung mit dem übergeordneten Recht (Art. 29 f. 

VwVG) kein Recht zu, sich vor der Vorinstanz nochmals zum Inhalt seines 

Gesuchs zu äussern. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer bemängelt weiter, die beiden Referenten hätten 

zu wenig Fachwissen im Bereich der Blockchain-Sicherheit, um sein For-

schungsvorhaben fachgerecht zu beurteilen (Stellungnahme vom 29. April 

2024, Rz. 19, 22 f.). 

Nach Auffassung der Vorinstanz macht die Tatsache, dass Referenten eine 

andere Meinung vertreten als der Beschwerdeführer, diese nicht zu unge-

nügend qualifizierten Experten. Ihr Expertenwissen ermögliche es ihnen, 

das vorgelegte Projekt und dessen Qualität differenziert zu bewerten (Stel-

lungnahme vom 13. Mai 2024). 

4.2 Wie das Bundesverwaltungsgericht in Bezug auf die externen Gutach-

ten zu Forschungsförderungsgesuchen (Art. 25 Abs. 1 Beitragsreglement 

SNF) festgehalten hat, haben diese nicht den Charakter von Gutachten im 

Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG (BVGE 2014/2 E. 5.5.2.4 f.). Dies gilt umso 

mehr für die Empfehlungen der Referenten. Letztere beurteilen die ihnen 

zugewiesenen Gesuche als Angehörige der Vorinstanz aufgrund ihrer ei-

genen Fachkenntnisse. Sie bereiten Entscheide der Vorinstanz vor, indem 

sie die eingereichten Gesuche nach den vorgesehenen wissenschaftlichen 

Gütekriterien beurteilen (Urteil des BVGer B-2881/2022 E. 5.8). 

4.3 Zusammengefasst ging es im vorinstanzlichen Verfahren nicht darum, 

ein Forschungsprojekt im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG zu begutachten, 

sondern ein Gesuch um Forschungsförderung nach wissenschaftlichen 

Kriterien zu beurteilen (vgl. Ziff. 5.3 des "Call document for SNSF Starting 

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Seite 9 

Grants 2023"). Für diese Aufgabe durfte damit die Vorinstanz – entgegen 

der Ansicht des Beschwerdeführers – auch Experten aus anderen Berei-

chen als der Blockchain-Sicherheit heranziehen. 

5.  

5.1 In materieller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe 

den rechtserheblichen Sachverhalt falsch erhoben (Art. 49 Bst. b VwVG). 

Entgegen ihren Feststellungen sei "Machine Learning" seit Jahren ein 

wichtiger Aspekt seiner Forschungsarbeit, das "Lernen" aus Angriffen sei 

eine grundlegende Problemstellung im Bereich der Netzwerksicherheit und 

die Skalierbarkeit sei bewiesen. Die diesbezüglichen Belege hätten der 

Vorinstanz vorgelegen, seien von ihr aber unrichtig gewürdigt worden. 

Die Vorinstanz erachtet es aufgrund der Gesuchsunterlagen als erstellt, 

dass dem Beschwerdeführer die für die Projektdurchführung nötigen "Ma-

chine Learning"-Fähigkeiten fehlen; diese hätte der Beschwerdeführer 

durch Einbezug von Spezialisten ins Projektteam ausgleichen können. 

Weiter bestehe kein Anlass, die Beurteilung der wissenschaftlichen Lei-

tungsgruppe in Bezug auf das Lernen von früheren Attacken und die Ska-

lierbarkeit in Zweifel zu ziehen. Es liege kein Fehler bei der Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts vor. 

5.2 Unrichtig ist eine Sachverhaltsfeststellung namentlich, wenn der Verfü-

gung ein aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde 

gelegt, rechtserhebliche Umstände nicht geprüft, oder wenn Beweise un-

zutreffend gewürdigt wurden (Urteil des BVGer B-3329/2024 vom 6. Januar 

2025 E. 4.2; B-4357/2022 vom 24. April 2023 E. 3.2; WIEDERKEHR/PLÜSS, 

a.a.O., Rz. 2662). 

5.3 Als wichtigste Gesichtspunkte zur Beurteilung der wissenschaftlichen 

Fähigkeiten eines Forschers gelten der wissenschaftliche Leistungsaus-

weis, d.h. dessen Ausbildung und die bisherige wissenschaftliche Tätigkeit, 

sowie die Kompetenz mit Bezug auf das gewählte Forschungsvorhaben 

(Art. 24 Abs. 2 Bst. b Beitragsregelement SNF; BEAT KÖNIG, Grundlagen 

der staatlichen Forschungsförderung, Zürich 2007, S. 293, mit Verweis auf 

Botschaft zum [alten] FIFG vom 7. Oktober 1983 [BBl 1981 III 1065)]. 

5.3.1 Der wissenschaftliche Leistungsausweis des Beschwerdeführers 

wird von der Vorinstanz als "exzellent" bezeichnet. Er gehöre zu den "top-

ranked" Wissenschaftlern im Bereich der Forschung zur Informationssi-

cherheit (Verfügung, S. 1; Vernehmlassung, S. 3). So wurde die Arbeit 

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Seite 10 

"(…)" des Beschwerdeführers von der ETH Zürich als Doktorarbeit geneh-

migt. Zudem ist er (Mit-)Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. 

5.3.2 Zur Untermauerung seiner Kompetenz mit Bezug auf sein For-

schungsvorhaben weist der Beschwerdeführer auf folgende Publikationen 

hin, an denen er mitgewirkt hat (Vernehmlassungsbeilage 2, "CV"):  

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)".  

Weitere von ihm mitpublizierte Arbeiten sind in den Referenzen zum For-

schungsplan genannt: 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)" 

– "(…)". 

Zudem erklärt der Beschwerdeführer, Mitgründer der B._______ AG, Grün-

der von (…) sowie Mitproduzent des (…) zu sein (Vernehmlassungsbeilage 

2, "CV").  

5.3.3 Zu seinem Forschungsplan "(…)" schreibt der Beschwerdeführer, er 

beschäftige sich intensiv mit der Sicherheit von dezentralisierten Block-

chain-Anwendungen und dem Einfluss, welchen deren Verletzlichkeit auf 

die Benutzer und Interessierte haben könne. Sein vorgeschlagenes For-

schungsprogramm habe zum Ziel, diese Probleme mit neuartigen forensi-

schen Methoden wie Programmanalysen und "Machine Learning"-Metho-

den anzugehen. Er sei überzeugt, dass die "Machine Learning"-Modelle 

das Potential hätten, wegweisend zu sein, indem sie automatisierten 

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Seite 11 

Echtzeit-Schutz gegen Attacken und Verletzlichkeiten vorsähen (Vernehm-

lassungsbeilage 2, "Cover Letter"). Insofern spielten "Machine Learning"-

Methoden beim Forschungsvorhaben des Beschwerdeführers eine nam-

hafte Rolle.  

Wie der Beschwerdeführer seine diesbezüglichen Fähigkeiten einschätzt, 

erhellen nicht nur die vorgenannten Publikationen mit Schwerpunkten in 

der Informationssicherheit und in dezentralen Finanzsystemen (E. 5.3.2), 

sondern auch sein Karriereplan: Danach möchte er seine Forschung auf 

dem Gebiet der Informationssicherheit und der angewandten Kryptogra-

phie weiterführen. Nach seinem erfolgreichen Wechsel zu kryptoökono-

misch-bezogener Forschung schwenke er weiter in Richtung "Machine 

Learning"-unterstützte Methoden, mit besonderem Fokus auf "Large Lan-

guage Models (LLM)" (Vernehmlassungsbeilage 2, "Career Plan"). Daraus 

kann geschlossen werden, dass "Machine Learning"-Methoden in seiner 

bisherigen wissenschaftlichen Laufbahn im Vergleich zur Informationssi-

cherheit, Dezentralen Finanzsystemen und Kryptographie ein Themenfeld 

von geringerer Bedeutung war. 

5.3.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, ein weiteres seiner Un-

ternehmen (C._______ AG) sei darauf spezialisiert, "Machine Learning" 

und "Dezentralisierte Blockchain-Technologien" zu kombinieren (Be-

schwerde, Rz. 40 f.), handelt es sich um eine Information, die in den vo-

rinstanzlichen Gesuchsunterlagen nicht verfügbar war und damit von der 

Vorinstanz nicht berücksichtigt werden konnte (vgl. vorne E. 2.4; Art. 23 

Abs. 1 Beitragsreglement SNF). Ohne über diese Information zu verfügen, 

ist der Vorinstanz ebensowenig vorzuwerfen, sie hätte die fehlende Einbin-

dung eines spezialisierten Kooperationspartners nicht bemängeln dürfen 

(Beschwerde, Rz. 52). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sind 

auch Projektpartner aus kommerziell ausgerichteten Institutionen zugelas-

sen, sofern diese keine direkten geldwerten Vorteile erlangen (Vernehm-

lassung, S. 4; Ziff. 1.12 Abs. 3 Ausführungsreglement SNF). 

Auch die Publikationen aus den Jahren 2014 und 2023 (Beschwerdebeila-

gen 22, 25-27), die sich nach Aussage des Beschwerdeführers mit "Ma-

chine Learning"-Modellen und "Large Language Models" (LLM) auseinan-

dersetzen, waren der Vorinstanz nicht bekannt und sind damit nicht zu be-

rücksichtigen.  

5.3.5 Schliesslich argumentiert der Beschwerdeführer unter Verweis auf 

eine Aussage des Referenten 1 (Vernehmlassungsbeilage 8, S. 2), es gebe 

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Seite 12 

keine Bereiche der Computerwissenschaften mehr, in der keine "Machine 

Learning"-Fähigkeiten benötigt würden. Im Bereich der Blockchain-Sicher-

heit könne er mit seiner Publikation "(…)" solche Fähigkeiten belegen. In-

sofern seien die angeblich fehlenden "Machine Learning"-Fähigkeiten ein 

"Non-Issue" (Stellungnahme vom 29. April 2024, Rz. 9 ff.). 

Der Vorinstanz war die genannte Publikation bekannt (vgl. E. 5.3.2). Sie 

gibt aber zu Recht zu bedenken, dass für ein Forschungsvorhaben erfor-

derliche Fähigkeiten in überzeugender Weise dargelegt werden müssten 

(Stellungnahme vom 13. Mai 2024). In der Tat ist ein blosser Hinweis auf 

eine Publikation nicht ausreichend. Im Gesuch ist aufzuzeigen, inwiefern 

die gesuchstellende Person gestützt auf eine Arbeit Fähigkeiten gewonnen 

hat, die für das zu unterstützende Forschungsprojekt erforderlich sind. Den 

beurteilenden Personen kann nicht zugemutet werden, in einem Gesuch 

genannte Publikationen danach zu untersuchen, ob sich daraus projektre-

levante Fähigkeiten ableiten lassen.  

Da die Publikation "(…)" aus dem Jahr 2016 stammt, hätte der Beschwer-

deführer anlässlich der Gesuchseinreichung im Jahr 2023 namentlich er-

klären müssen, inwiefern aus dem Jahr 2016 stammende Erkenntnisse 

nach wie vor für das Forschungsprojekt eingesetzt werden können. Der im 

Gesuch gemachte Hinweis, dieser Artikel gehöre zu den Top 100-Artikeln 

zu Informationssicherheit aller Zeiten (Vernehmlassungsbeilage 2 "CV"; 

Beschwerdebeilage 10), ist wenig zweckdienlich, weshalb die Rüge des 

Beschwerdeführers ins Leere stösst. 

5.3.6 Soweit die Vorinstanz somit in Frage stellte, ob der Beschwerdefüh-

rer über genügend "Machine Learning"-Fähigkeiten verfüge, um das For-

schungsvorhaben umzusetzen, kann ihr keine Verletzung bei der Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts vorgeworfen werden. 

5.4 Kriterien für die Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität eines Pro-

jektes sind die wissenschaftliche Bedeutsamkeit, Aktualität und Originalität, 

Eignung der Methoden und Machbarkeit (Art. 24 Abs. 2 Bst. a Beitragsreg-

lement SNF; vgl. auch KÖNIG, a.a.O., S. 291 f.).  

5.4.1 Die Vorinstanz bemängelte den Ansatz des Forschungsprojekts, wo-

nach von früheren Attacken für neue Attacken gelernt werden könne. Damit 

berief sie sich primär auf die Empfehlung des ersten Referenten. Dieser 

vertrat die Meinung, wonach es wenig realistisch sei, dass jemand von 

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Seite 13 

früheren Attacken lernen und annehmen könne, dass neue Attacken ähn-

lich sein würden (Vernehmlassungsbeilage 3, S. 4). 

Das Panel übernahm an seiner Sitzung vom 11./12. Mai 2023 diese Ein-

schätzung, indem es zum Ausdruck brachte (Vernehmlassungsbeilage 5):  

"Finally, the question remains how to you make sure that attacks that follow a 

new pattern which is 'covered up' in 'previous normal patterns' are identified." 

Mit E-Mail vom 13. November 2023 präzisierte der erste Referent (Ver-

nehmlassungsbeilage 8, S. 3): 

"After having worked more than 15 years in large research organizations and 

government labs (…) as well as industry (in a major international bank) where 

attacks are a major issue, I can safely say that one can learn very little from 

previous attacks – only from the trivial ones – but certainly not from the major 

ones. In fact, the major attacks and threats are not even made public by most 

companies to avoid opening their vulnerabilities". 

5.4.2 Der Beschwerdeführer argumentiert dagegen, im relevanten Wissen-

schaftsfeld sei allgemein bekannt, dass Angriffe oft gemeinsame Merkmale 

aufwiesen. Die Fähigkeit, gewöhnliche Muster zu erkennen, berge im Ge-

genzug auch die Fähigkeit, unbekannte oder neu auftretende Muster und 

damit Angriffe zu erkennen. Auch er selbst habe dies bereits in seiner Pu-

blikation "(…)" nachgewiesen. Wenn auch völlig neue Angriffsmuster nie 

ausgeschlossen werden könnten, schränkten bestimmte grundlegende 

Gemeinsamkeiten die Bandbreite der möglichen Abweichungen vom Vor-

bekannten ein (Beschwerde, Rz. 55 ff., 61 ff.; Stellungnahme vom 29. April 

2024, Rz. 14 ff.). 

5.4.3 Massgebend ist der rechtserhebliche Sachverhalt (Art. 49 Bst. b 

VwVG; Art. 13 Abs. 3 Bst. b FIFG). Rechtserheblich sind Tatsachen (Ge-

schehnisse, Zustände, Vorgänge, Eigenschaften von Personen und Sa-

chen), von deren Vorliegen es abhängt, ob so oder anders zu entscheiden 

ist, (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, 

S. 272 f.). Im Zusammenhang mit der Zusprache von Förderungsbeiträgen 

sind Tatsachen, die Auskunft zur wissenschaftlichen Qualität eines For-

schungsprojekts geben, rechtserheblich (vgl. Art. 24 Abs. 1 Bst. a und 

Abs. 2 Bst. a Beitragsreglement SNF; Evaluationskriterien gemäss Ziff. 5.3 

des "Call document for SNSF Starting Grants 2023"). 

Vorliegend stehen sich zwei wissenschaftliche Auffassungen gegenüber, 

wobei die Argumente des Beschwerdeführers im Wesentlichen darauf 

B-4950/2023 

Seite 14 

abzielen, die eigene Auffassung als die "richtige" darzustellen. Um seine 

Meinung zu belegen, wonach von früheren Attacken für zukünftige gelernt 

werden könne, verweist er auf Studien (vgl. Beschwerde, Rz. 55). Selbst 

wenn diese Studien die Auffassung des Beschwerdeführers stützen, gibt 

es angesichts der Vielfalt der wissenschaftlichen Meinungen und Metho-

den (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. a FIFG; CHRISTOPH ERRASS, Rechtliche Prob-

leme staatlicher Forschungsförderung, in: Boillet/Favre/Martenet [Hrsg.], 

Le droit public en mouvement, Zürich 2020, S. 191 ff., 195; VERENA 

SCHWANDER, Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit, Bern 2002, S. 164; KÖ-

NIG, a.a.O., S. 294) Raum für anderslautende Auffassungen. Fortschritte in 

der Forschung beruhen sogar fast immer auf der kritischen Konfrontation 

unterschiedlicher wissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden (Bot-

schaft vom 9. November 2011 zur Totalrevision des Forschungs- und Inno-

vationsförderungsgesetzes, BBl 2011 8827, S. 8872). In diesem Sinne 

müssen gleichzeitig alternative, sich widersprechende Ansätze und Per-

spektiven Gültigkeit haben, und bereits gewonnene Erkenntnisse stets wie-

der kritisch in Frage gestellt werden (KÖNIG, a.a.O., S. 26, mit weiteren 

Hinweisen). Daher kann es zur Förderung der wissenschaftlichen Qualität 

sogar wünschenswert sein, wenn eine mitunter kritische fachliche Ausei-

nandersetzung mit dem unterbreiteten Projekt erfolgt (Urteile des BVGer 

B-3069/2015 vom 27. März 2017 E. 6.3; B-3923/2012 vom 21. Mai 2013 

E. 3.4; B-5333/2009 vom 10. November 2010 E. 3.6). 

Unter diesen Umständen war es der Vorinstanz sogar verwehrt, den "rich-

tigen" Sachverhalt bezüglich einer wissenschaftlichen Frage, die sich aus 

einem Forschungsprojekt ergibt, festzustellen. Indem die Vorinstanz bei 

der Beurteilung der Qualität des Forschungsprojekts eine andere Auffas-

sung vertritt, kann ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie habe den 

Sachverhalt in Bezug auf das Thema "Lernen von Attacken" unrichtig fest-

gestellt.  

5.4.4 Zu Recht wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz im Übrigen kei-

nen Ermessensmissbrauch (Art. 49 Bst. a VwVG; Art. 13 Abs. 3 Bst. a 

FIFG) vor: Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn die Behörde zwar im 

Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachli-

chen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen 

leiten lässt, oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür 

und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben 

sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt (BGE 141 V 365 

E. 1.2; 137 V 71 E. 5.1).  

B-4950/2023 

Seite 15 

Massgeblich ist, dass der erste Referent, auf dessen Auffassung sich die 

Vorinstanz beruft, seine Meinung auf Fachwissen und langjährige Praxiser-

fahrungen gestützt hat. Zwar stimmte der zweite Referent der Meinung des 

ersten Referenten nur pauschal zu (Vernehmlassungsbeilage 8, S. 1). Des-

halb ist er aber entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht of-

fensichtlich ungeeignet, das strittige Forschungsprojekt zu beurteilen (vor-

ne E. 4.3).  

Selbst der Beschwerdeführer geht offenbar davon aus, dass nicht von allen 

Attacken gelernt werden kann. Denn er zeigt auf, dass im Bereich des 

Blockchain-basierten dezentralisierten Finanzwesens 47 % der Attacken in 

80 % der Fälle übereinstimmen (Beschwerde, Rz. 59, 66). Damit räumt er 

im Umkehrschluss ein, dass zahlreiche Attacken offenbar noch weniger 

übereinstimmen. Insofern scheint der erste Referent den Spielraum, auf-

grund früherer Attacken lernen zu können, lediglich anders – nämlich klei-

ner – einzuschätzen als der Beschwerdeführer.  

5.5 Weiter äusserte die Vorinstanz Zweifel an der Skalierbarkeit. Es sei un-

klar, wie der Ansatz des Beschwerdeführers in skalierbarer Weise auf 

Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum angewendet werden könne, um Fi-

nanzbetrug im dezentralen Finanzwesen zu verhindern. 

5.5.1 Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz habe nicht beachtet, 

dass sich sein Projekt auf Smart Contract-fähige Blockchains im Zusam-

menhang mit Produkten der dezentralen Finanzwirtschaft fokussiere; auf 

Bitcoins könnten keine solche Smart Contracts entwickelt werden. Zwar 

seien die Skalierung sowie die Überwachung z.B. von Ethereum-Transak-

tionen im grossen Stil herausfordernd. Indessen stehe der Skalierung des 

Ansatzes nichts im Wege. Im hier relevanten Forschungsgebiet sei der 

Umgang mit grossen Datenmengen kein Problem mehr, und stetige Wei-

terentwicklungen erlaubten die Verarbeitung immer grösser Volumen (Be-

schwerde, Rz. 69 ff.). 

Mit Vernehmlassung vom 16. April 2024 präzisiert die Vorinstanz unter Hin-

weis auf die Stellungnahme des ersten Referenten, es gehe nicht um Bit-

coin im Speziellen. Es sei unrealistisch, weltweiten Betrug auf Blockchains 

skalierbar zu verhindern. Die Datenmengen könnten zwar skalierbar ana-

lysiert werden, wenn sie vorhanden wären. Doch da sich das Angriffsmus-

ter ständig ändere, werde der Betrug nicht erkannt. 

B-4950/2023 

Seite 16 

5.5.2 Im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie wird regelmässig 

von einem "Blockchain Trilemma" gesprochen. Danach lassen sich Ska-

lierbarkeit (d.h. die Fähigkeit, die Grössenordnung anzupassen), Sicherheit 

und Dezentralisierung nie vollends vereinbaren (STEPHAN D. MEYER, 

Rechte an und aus Blockchain-basierten Crypto Tokens, Zürich 2022, 

Rz. 65 f.; GASPARE LODERER/MANUEL BROGLI, Digitale und mobile Zah-

lungssysteme, Zürich 2024, Rz. 277; YVES LONGCHAMP, Das Blockchain 

Trilemma, im "Crypto Valley Journal" [www.cvj.ch] publizierter Artikel vom 

12. Juli 2024). Um die Skalierbarkeit zu verbessern, wurden offenbar bei 

Bitcoin und Ethereum bereits Lösungen entwickelt (LODERER/BROGLI, 

a.a.O., Rz. 278). 

5.5.3 Wie die Ausführungen der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

zeigen, schätzten sie die Skalierbarkeit der im Forschungsplan vorgesehe-

nen Methode unterschiedlich ein. In allgemeiner Weise kann jedoch fest-

gestellt werden, dass die Skalierbarkeit bei der Blockchain-Technologie ein 

Problem ist, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird (vgl. Be-

schwerde, Rz. 72).  

Mit seiner Beschwerde versucht er, Zweifel an seiner Forschungsmethode 

auszuräumen. So weist er darauf hin, dass bei der Prüfung von Anomalien 

die Skalierbarkeit ein geringeres Problem darstelle als bei den Transaktio-

nen selbst (Beschwerde, Rz. 73). Er belegt dies mit Publikationen aus dem 

Jahr 2023, die in seinem Forschungsplan nicht erwähnt wurden (Be-

schwerdebeilagen 27 und 49). Entsprechend fehlte der Vorinstanz jedoch 

die Möglichkeit, sich aufgrund dieser Ausführungen und Publikationen ein 

unter Umständen anderes Bild von der Forschungsmethode zu machen. 

Die nachträglich eingereichten Verbesserungen können vorliegend somit 

nicht berücksichtigt werden (vgl. vorne E. 2.4 und 5.3.4; Urteil des BVGer 

B-6431/2015 E. 3.2).  

Hinzu kommt, dass die Vorinstanz bezüglich dieser kontrovers diskutierten 

Frage nicht den "richtigen" Sachverhalt festzustellen hat (vorne E. 5.4.3). 

Ebensowenig hat das Bundesverwaltungsgericht aufgrund seiner Zurück-

haltung bei der Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität des Projekts zu 

beurteilen, welche Einschätzung mehr zutrifft (E. 2.3). 

5.5.4 Zusammenfassend kann der Vorinstanz nicht der Vorwurf gemacht 

werden, sie habe den Sachverhalt in Bezug auf das Problem der Skalier-

barkeit unrichtig festgestellt. 

B-4950/2023 

Seite 17 

5.6 Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe den Sachver-

halt falsch festgestellt (Art. 49 Bst. b VwVG), erweist sich somit als unbe-

gründet. Damit ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen. Sie 

erweist sich auch im kassatorischen Eventualstandpunkt als unbegründet. 

6.  

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tra-

gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE; SR 173.320.2]). Die Kosten des Beschwerdeverfahrens 

sind auf Fr. 1'800.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 2 Abs. 1 und 

Art. 4 VGKE). Dieser Betrag ist dem in gleicher Höhe eingegangenen Kos-

tenvorschuss zu entnehmen. Auf die Zusprechung einer Parteientschädi-

gung ist zu verzichten (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

7.  

Dieser Entscheid betrifft eine Subvention, auf die kein Rechtsanspruch be-

steht, weshalb er nicht mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-

heiten an das Bundesgericht weitergezogen werden kann (Art. 83 Bst. k 

des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110] i.V.m. 

Art. 1 Abs. 2 Beitragsreglement SNF). Er ist deshalb endgültig. 

B-4950/2023 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'800.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-

men. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David Aschmann Kathrin Bigler Schoch 

 

 

Versand: 25. März 2025 

 

  

B-4950/2023 

Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; 

Vorakten zurück)