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**Case Identifier:** c0832f80-ae40-5d57-9ecd-43f4c504a28b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2025 200 2025 216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-216_2025-11-14.pdf

## Full Text

IV 200 2025 216 
KOJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________ 
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. März 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

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Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene und zuletzt in einem Vollzeitpensum als (ungelernter) 
... tätig gewesene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) mel-
dete sich im Februar 2022 unter Hinweis auf eine seit einem Verkehrsunfall 
vom 16. Juli 2021 bestehende Arbeitsunfähigkeit bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 11.77, 24, 26.20, 37.19, 
38.5, 47.9). Im Rahmen erwerblicher und medizinischer Abklärungen zog 
die IVB die Akten der Unfallversicherung (C.________; act. II 11, 26, 29, 
32, 35, 37 f., 40, 47, 52, 111) bei und konsultierte den Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD; Berichte vom 5. September 2023 [act. II 42] und 
19. Dezember 2023 [samt einem ersten Zumutbarkeitsprofil; act. II 61]; vgl. 
auch Aktennotizen vom 22. März 2024 [act. II 84] und 9. April 2024 
[act. II 91]). Gestützt darauf stellte sie mit Vorbescheid vom 21. Dezember 
2023 eine vom 1. August 2022 bis 29. Februar 2024 befristete ganze Inva-
lidenrente in Aussicht (act. II 62), womit sich der Versicherte nicht einver-
standen zeigte (Einwände vom 31. Januar und 14. Februar 2024 [act. II 74, 
81]). Zur Klärung der beruflichen Möglichkeiten gewährte die IVB berufliche 
Massnahmen in der Stiftung D.________ vom 8. April bis 7. Juli 2024 (Mit-
teilung vom 2. April 2024 [act. II 88] und Zielvereinbarung vom 12./17. April 
2024 [act. II 95]), wobei die Eingliederung des Versicherten im ersten Ar-
beitsmarkt aufgrund der Feststellung, dass nur eine (fast) ausschliesslich 
einhändige Tätigkeit möglich sei, als schwierig erachtet wurde (definitiver 
Abklärungsbericht vom 10. Juli 2024 [act. II 110]; vgl. auch act. II 96, 105). 
In der Folge anerkannte der RAD am 15. Oktober 2024 eine vollständige 
Funktionsunfähigkeit der linken oberen Extremität inklusive Hand und er-
achtete (nach attestierter vollständiger Arbeitsunfähigkeit vom 16. Juli 2021 
bis 31. Juli 2024) ab 1. August 2024 leichte manuelle Arbeiten, die aussch-
liesslich einhändig mit der rechten Hand ausgeführt werden können, ganz-
tägig mit einem Rendement von 70 % als möglich (act. II 118). Dem ent-
sprechend ersetzte die IVB den ursprünglichen Vorbescheid durch einen 
neuen vom 4. November 2024, mit welchem die Zusprache einer ganzen 
Invalidenrente vom 1. August 2022 bis 31. Oktober 2024 vorgesehen wur-

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de; danach bestehe kein Anspruch mehr auf eine Rente (act. II 119). Nach 
erhobenem Einwand (act. II 128) verfügte sie am 12. März 2025 wie an-
gekündigt (act. II 135).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch den B.________, mit Ein-
gabe vom 1. April 2025 Beschwerde erheben und beantragen, die ange-
fochtene Verfügung sei in Bezug auf die Rentenbefristung bis 31. Oktober 
2024 aufzuheben und ihm sei ab 1. November 2024 mindestens 50 % einer 
ganzen Rente zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 
Gleichzeitig ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2025 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. März 2025 
(act. II 135). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 99, 9C_431/2018 E. 3.2; AHI 2001 
S. 278 E. 1a). Streitig und zu prüfen ist demnach der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine Invalidenrente unter Einschluss der vom 1. Au-
gust 2022 bis 31. Oktober 2024 zugesprochenen ganzen Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

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kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder auf-
gehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 
100 % erhöht (lit. b).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 
9C_8/2010 E. 3.1).

2.4.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine 
anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass 
dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend 
eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der 

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Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Drei-
monatsfrist von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) festzusetzende Zeitpunkt der An-
spruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 
E. 4.3.2 S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 
8C_132/2020 E. 4.2.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und zur Arbeits- 
bzw. Erwerbsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende 
entnehmen:

3.1.1 Der Suva-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, unter-
suchte den Beschwerdeführer am 2. Mai 2023 und diagnostizierte was 
folgt: Einerseits eine persistierende Instabilität des linken Ellbogengelenks 
bei Status nach Implantation einer Ellbogengelenksprothese bei Status 
nach weitgehender Versteifung des Ellbogengelenks nach Osteosynthese 
einer mehrfragmentären proximalen Ulnafraktur und andererseits eine 
knöchern verheilte subkapitale Humerusfraktur links nach operativer Ver-
sorgung mittels Platte und mehrfachen Infektionen nach Unfall vom 16. Juli 
2021. Im Bereich des linken Ellbogengelenks sei trotz technisch guter 
Osteosynthese eine weitgehende Ankylose mit einer Restbeweglichkeit von 
0/60/90° entstanden. Aufgrund des unbefriedigenden Ergebnisses und der 
starken Schmerzsituation sei eine Prothese operativ eingebracht worden. 

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Das Ergebnis nach der Prothesenimplantation sei nicht als ausreichend 
stabil zu betrachten, insbesondere eine Abkippbewegung des Unterarms, 
die völlig unkontrolliert ablaufe und zu nervalen Reizungen führe, sei als 
schwerwiegend zu betrachten. Diesbezüglich bedürfe es weiterer Behand-
lung (Ergotherapie und gegebenenfalls eine Orthesenanlage zur Stabilisie-
rung). In Bezug auf die Schulterverletzung sei es zu einer kompletten Aus-
heilung mit gutem Bewegungsergebnis gekommen und es liege hier ein 
Endzustand vor (Bericht vom 3. Mai 2023; act. II 38.5/7 f.).

3.1.2 Der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, bezeichnete in der 
Aktenbeurteilung vom 5. September 2023 den dokumentierten Behand-
lungsverlauf (mit durchgehend voller Arbeitsunfähigkeit seit 16. Juli 2021) 
als nachvollziehbar. Aktuell sei die linke obere Extremität völlig funktionsun-
fähig. Reelle chirurgische Behandlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der 
Funktion bestünden kaum; das Tragen einer Orthese könnte zu einer ge-
wissen Verbesserung führen. Der medizinische Gesundheitszustand sei 
aktuell noch nicht als stabilisiert zu betrachten. Aktuell bestehe für sämtli-
che Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit. Die Ausübung der bisherigen 
Tätigkeit werde bleibend nicht mehr möglich sein. Ob und in welchem Um-
fang der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Ar-
beitsfähigkeit erlangen werde, könne frühestens Ende 2023 abgeschätzt 
werden. Indessen werde er die linke obere Extremität höchstens noch als 
Zudienhand benutzen können; selbst leichte Tätigkeiten würden mit der 
linken Seite nicht mehr möglich sein (act. II 42/10 f.; vgl. auch 
act. II 42/7 f.).

3.1.3 Nach Würdigung weiterer (aktueller) Behandlungsberichte stufte 
Dr. med. E.________ in der Aktenbeurteilung vom 6. Oktober 2023 das 
Ergebnis als höchstgradig unzufriedenstellend ein. Die Gebrauchsfähigkeit 
des linken Armes sei auf ein Minimum reduziert. Das erhoffte Ergebnis 
nach Implantation der Prothese stelle gegenüber dem Vorbefund eher noch 
eine Verschlechterung dar und sei nicht zu verbessern; weitere therapeuti-
sche Massnahmen erschienen wenig sinnvoll. Der Beschwerdeführer kön-
ne mit dem linken Arm nur leichte Hilfstätigkeiten durchführen. Die maxima-
le Hebelast betrage 1 kg und dies nur bei stabilisiertem Oberarm. Aufgrund 

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dieser Situation bestehe eine weitgehende Funktionslosigkeit des linken 
Armes. Die Restbelastbarkeit sowie die aktive Arbeit mit dem linken Arm 
seien gering ausgeprägt. Nur als Beihilfhand könne die linke Seite einge-
setzt werden. Es seien daher lediglich Arbeiten zuzumuten, die mit der 
rechten Hand ausgeführt werden könnten. Eine zeitliche Einschränkung am 
Arbeitsplatz sei nicht gegeben (act. II 47.9/2).

3.1.4 Mit Stellungnahme vom 19. Dezember 2023 äusserte sich Dr. med. 
F.________ sodann zu den Merkmalen einer angepassten Tätigkeit. Da 
der linke Arm weitgehend funktionslos und eine aktive Arbeit damit kaum 
möglich sei, dieser also höchstens als Beihilfe eingesetzt werden könne, 
seien lediglich Arbeiten zuzumuten, die mit der rechten Hand ausgeführt 
werden könnten. Das Heben einer Last sei auf 1 kg begrenzt und nur bei 
stabilisiertem Oberarm möglich. Solche Tätigkeiten seien ganztags über 
8.5 Stunden ohne zusätzliche Funktionseinschränkung möglich. Dieses 
Zumutbarkeitsprofil gelte ab dem 1. Dezember 2023. Auf dem freien Ar-
beitsmarkt sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer eine 
angepasste Tätigkeit finden werde, sehr begrenzt. Eine Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit sei damit erst möglich, wenn berufliche Massnahmen 
durchgeführt worden seien (act. II 61/5 f.).

In diesem Zusammenhang hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
RAD in der Aktennotiz vom 22. März 2024 fest, die von Dr. med. 
F.________ gemachte Bemerkung beziehe sich auf die verwertbare Zu-
mutbarkeit auf dem freien Arbeitsmarkt und nicht auf die medizinische Zu-
mutbarkeit (act. II 84).

Letzterer präzisierte das Zumutbarkeitsprofil in der Aktennotiz vom 9. April 
2024 wie folgt: Zumutbar sei leichtes manuelles Arbeiten über 8.5 Stunden 
ohne zusätzliche Leistungsminderung, sofern die Tätigkeit vorwiegend mit 
der rechten Hand ausgeübt werden könne. Die Restbelastbarkeit des lin-
ken Arms sei hochgradig eingeschränkt. Der linke Arm sei weitgehend 
funktionslos, eine aktive Arbeit mit dem linken Arm sei kaum möglich. Unter 
der Bedingung, dass der Oberarm am Oberkörper stabilisiert werden kön-
ne, sei die linke Hand höchstens als Beihilfehand einsetzbar. Heben mit 
einer Last mit der linken Hand sei auf 1 kg begrenzt. Es seien daher ledig-

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lich Arbeiten zuzumuten, die mit der rechten Hand ausgeführt werden 
könnten (act. II 91).

3.1.5 Vom 8. April bis 7. Juli 2024 absolvierte der Beschwerdeführer eine 
berufliche Abklärung in der Stiftung D.________. Gemäss Abklärungsbe-
richt vom 10. Juli 2024 startete er in der … in einem Pensum von 50 % 
(jeweils morgens). Bereits in der ersten Woche habe er über starke 
Schmerzen im linken Arm berichtet. Da es in diesem Bereich nach einein-
halb Wochen nicht möglich gewesen sei, eine Arbeit zu finden, die er über 
einen längeren Zeitraum habe ausführen können – Arbeiten, die einhändig 
ausgeführt werden könnten, gebe es in diesem Bereich nicht –, habe er in 
die ... gewechselt und da zuerst produktive (jedoch nicht mit dem ersten 
Arbeitsmarkt vergleichbare) Arbeiten verrichtet, die er nur mit der rechten 
Hand habe ausführen können. Trotzdem habe er Schmerzen verspürt, 
weshalb er immer wieder kurze Pausen eingelegt und den linken Arm mas-
siert habe, was zu einer nur kurzzeitigen Schmerzlinderung geführt habe. 
Im weiteren Verlauf seien ihm versuchsweise beidseitig zu absolvierende 
Übungen der ... übertragen worden, welche wegen starker Schmerzen 
selbst bei Stabilisierung des linken Armes hätten abgebrochen werden 
müssen. In der Folge habe er sich in der ... versucht. Bereits das Halten 
des ... mit der linken Hand habe starke Schmerzen bereitet, weshalb auch 
die ... als Verweistätigkeit habe ausgeschlossen werden müssen. Bis zum 
Ende der Massnahme sei er in die ... zurückgekehrt und habe die vorer-
wähnten produktiven Arbeiten verrichtet. Dabei habe er ein Pensum von 
75 % erreicht (act. II 110/3 Ziff. 2.1, /5 Ziff. 2.3; vgl. auch act. II 96/1 unten, 
105 und 127/1 unten). Im Vergleich zu anderen versicherten Personen, die 
beide Hände uneingeschränkt, wenngleich auch nur für einen kleinen Teil-
abschnitt einer Arbeit einsetzen könnten, habe der Beschwerdeführer deut-
lich langsamer gearbeitet; zudem habe er immer wieder kurze Pausen ein-
gelegt, um den linken Arm zu massieren. Entsprechend belaufe sich die 
Quantität auf 50 % (bei gleichwohl guter Qualität; act. II 110/6 Ziff. 3.1). Die 
Vermittelbarkeit für den ersten Arbeitsmarkt sei vorhanden; in geeigneten 
Arbeitsbereichen und Tätigkeiten könne er eine Leistung von 37.5 % (Pen-
sum: 75 %; Quantität: 50 %; Qualität: gut) erbringen. Es bleibe indessen 
unklar, ob er das Pensum von 75 % über einen längeren Zeitraum halten 
könnte, da die Schmerzen im Tagesverlauf zunähmen (act. II 110/9 f. 

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Ziff. 4.1). Entsprechend werde es als schwierig erachtet, dass er eine Stelle 
im ersten Arbeitsmarkt finde, die mit seinen Einschränkungen – möglich sei 
nur eine (fast) ausschliesslich einhändige Tätigkeit und er sei aufgrund von 
Schmerzen auf kurze Zusatzpausen angewiesen, in denen er den linken 
Arm massieren könne – sowie beruflichen Qualifikationen möglich sein 
werde (Nischenarbeitsplatz). Die Vermittelbarkeit werde auch durch IV-
fremde, jedoch arbeitsmarktrelevante Faktoren gefährdet (fehlende Ausbil-
dung, Sprachkenntnisse; act. II 110/4 Ziff. 2.2).

3.1.6 Bezugnehmend auf die Ergebnisse der beruflichen Abklärung (vgl. 
E. 3.1.5 hiervor) hob Dr. med. F.________ im Bericht vom 15. Oktober 
2024 hervor, dass dem Beschwerdeführer keine seinen gesundheitlichen 
Einschränkungen entsprechende Tätigkeit habe zugewiesen werden kön-
nen. Zumutbar sei leichtes manuelles Arbeiten über 8.5 Stunden mit einer 
Leistungsminderung von 30 % bedingt durch einen erhöhten Pausenbe-
darf, sofern die Tätigkeit ausschliesslich mit der rechten Hand ausgeübt 
werden könne. Der linke Arm sei funktionslos. Die linke Hand könne weder 
für eine aktive Arbeit noch für eine Stabilisierung eingesetzt werden. Es 
seien daher lediglich Arbeiten möglich, die ausschliesslich einhändig mit 
der rechten Hand ausgeführt werden könnten. Angesichts der zusätzlichen 
nicht IV-relevanten Einschränkungen (fehlende Ausbildung und Sprach-
kenntnis) werde es schwierig werden, eine geeignete Stelle auf dem ersten 
Arbeitsmarkt zu finden (act. II 118/4). Dieses Zumutbarkeitsprofil gelte ab 
dem 1. August 2024 (act. II 118/5).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweis wert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung 
kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 13 -

8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: 
BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.3 Mit Bezug auf die eben wiedergegebenen Berichte (vgl. E. 3.1.1 ff. 
hiervor) liegen als invalidisierender Gesundheitsschaden ausschliesslich 
Unfallfolgen vor. Den damit einhergehenden Behandlungsverlauf mitsamt 
der durchgehend attestierten vollen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätig-
keiten seit dem Verkehrsunfall vom 16. Juli 2021 bis dato bezeichnete der 
RAD-Arzt Dr. med. F.________ in der Aktenbeurteilung vom 5. September 
2023 als nachvollziehbar (act. II 42/11 i.V.m. 42/7 f.; vgl. auch 
act. II 11.1 ff.), was denn auch vorliegend zu Recht unbestritten ist. In 
Übereinstimmung mit dem Arzt der C.________ ging er dannzumal insbe-
sondere in Bezug auf das linke Ellbogengelenk von einem noch nicht stabi-
lisierten medizinischen Gesundheitszustand aus (act. II 38.5/7, 42/11). 
Deswegen wollte er, auch wenn schon damals einhellig prognostiziert wur-
de, dass der Beschwerdeführer die linke obere Extremität höchstens noch 
als Zudienhand würde benutzen können und selbst leichte Tätigkeiten "mit 
der linken Seite" nicht mehr möglich sein würden (act. II 42/11, 47.9/2), den 
weiteren Verlauf bis (frühestens) Ende 2023 – bei weiterhin gegebener 
voller Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten – abwarten, ehe er absch-
liessend zum Zumutbarkeitsprofil Stellung nehmen könne (act. II 42/11). 
Gegen Ende 2023 anerkannten die versicherungsinternen Ärzte der IV und 
C.________ unisono eine weitgehende Funktionslosigkeit des linken Ar-
mes mit einer maximalen Hebelast bei stabilisiertem Oberarm von 1 kg und 
erachteten deshalb nur mit der rechten Hand auszuführende Arbeiten ohne 
zeitliche Einschränkung als zumutbar (act. II 47.9/2, 61/5, 91). Nach Würdi-
gung der Ergebnisse der beruflichen Abklärung in der Stiftung D.________ 
vom 8. April bis 7. Juli 2024, wonach Ruheschmerzen im linken Arm Zu-
satzpausen erforderten (act. II 110/4 Ziff. 2.2) und ein deutlich verlangsam-
tes Arbeitstempo festgestellt wurde (act. II 110/6 Ziff. 3.1), hielt der RAD-
Arzt an seiner früheren, ab 1. Dezember 2023 gültigen Einschätzung 
(act. II 61/5 f.) nicht fest und präzisierte das Zumutbarkeitsprofil wie folgt: 
Ab dem 1. August 2024 zumutbar ist "leichtes manuelles Arbeiten über 
8.5 Stunden mit einer Leistungsminderung von 30 % bedingt durch einen 
erhöhten Pausenbedarf, sofern die Tätigkeit ausschliesslich mit der rechten 
Hand ausgeübt werden kann" (act. II 118/4 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 14 -

3.3.1 Es bestehen keine divergierenden medizinischen Berichte, die ge-
eignet wären, auch nur leichte Zweifel an der nachvollziehbar begründeten 
und widerspruchsfreien RAD-Beurteilung zu begründen, weshalb dieser 
voller Beweis zukommt (vgl. E. 3.2.2 hiervor). In medizinischer Hinsicht ist 
denn auch das von Dr. med. F.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil 
(act. II 118/4) insoweit zu Recht unbestritten, als die linke Hand als funkti-
onslos beschrieben wird und einzig Tätigkeiten als möglich bezeichnet 
werden, die ausschliesslich einhändig mit der rechten Hand ausgeführt 
werden können. Der Beschwerdeführer ist somit als funktionell Einarmiger 
zu betrachten.

3.3.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde 
S. 5 f. Ziff. 17) ist mit der RAD-ärztlich attestierten Leistungseinschränkung 
von 30 % (act. II 118/4) nicht nur der erhöhte Pausenbedarf berücksichtigt, 
sondern auch die faktische Einhändigkeit. Für die Annahme, dass allein der 
erhöhte Pausenbedarf eine derart erhebliche Leistungseinschränkung mit 
sich bringt, enthalten die Akten keine Anhaltspunkte. Vielmehr hat sich der 
RAD-Arzt der Einschätzung des Arztes der C.________ Dr. med. 
E.________ angeschlossen, wonach aufgrund der Funktionslosigkeit des 
linken Armes lediglich, aber immerhin Arbeiten, die mit der rechten Hand 
ausgeführt werden können – vollschichtig und ohne zusätzliche Funktions-
einschränkung – möglich sind (act. II 47.9/2, 61/5). Daneben hat er – auf 
entsprechende Anfrage der zuständigen Versicherungsfachperson 
(act. II 115) – auch die Angaben im Bericht der Stiftung D.________ vom 
10. Juli 2024 berücksichtigt, wonach der Beschwerdeführer während der 
Arbeit "immer wieder kurze Pausen" einlegen musste, um sich den linken 
Arm zu massieren (act. II 110/3 Ziff. 2.1), und er im Vergleich zu anderen 
versicherten Personen, die beide Hände uneingeschränkt, wenngleich auch 
nur für einen kleinen Teilabschnitt einer Arbeit einsetzen konnten, deutlich 
langsamer arbeitete (act. II 110/6 Ziff. 3.1). Allein die kurzen Pausen ver-
mögen offensichtlich keine Leistungseinschränkung im Umfang von 30 % 
zu begründen.

3.4 Nach dem Dargelegten ist somit für den Zeitraum vom 16. Juli 2021 
bis 31. Juli 2024 von einer vollständig aufgehobenen Erwerbsfähigkeit aus-
zugehen (vgl. act. II 118/4 unten). Ab dem 1. August 2024 besteht in einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 15 -

angepassten Tätigkeit eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Leis-
tungsminderung von 30 % (vgl. act. II 118/4 f.). Gestützt auf diese Aus-
gangslage ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Seit dem 16. Juli 2021 ist beim Beschwerdeführer eine volle Arbeitsun-
fähigkeit ausgewiesen. (act. II 118/4 unten). Die Anmeldung zum Renten-
bezug erfolgte im Februar 2022 (act. II 1). Somit ist der (hypothetische) 
Beginn des Rentenanspruchs nach Ablauf des einjährigen Wartejahrs (mit 
mindestens 40%iger Arbeitsunfähigkeit; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und der 
sechsmonatigen Karenzfrist (nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs; Art. 29 Abs. 1 IVG) auf August 2022 festzusetzen. Auf diesen 
Zeitpunkt hin ist eine erste Invaliditätsbemessung vorzunehmen. Die Ver-
besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit per 1. Au-
gust 2024 mit nunmehr einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit mit einer Leis-
tungsminderung von 30 % (vgl. act. II 118/4 f.) stellt einen Revisionsgrund 
(vgl. E. 2.4 hiervor) dar und hat sodann eine weitere Invaliditätsbemessung 
zur Folge.

4.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 16 -

4.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die sta-
tistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV). Wird im Rahmen der Invaliditätsbemessung auf Tabel-
lenlöhne abgestellt, so sind die aktuellsten statistischen Daten beizuziehen. 
Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeitpunkt 
des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten (BGE 150 V 67 E. 
4.2 S. 70).

Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für 
Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 
2023 gültig gewesenen Fassung). Soweit aufgrund der gegebenen Fal-
lumstände, bei Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV (in 
der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung) sowie der nach Art. 
49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leis-
tungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist diesfalls, 
was die zu berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim lei-
densbedingten Abzug angeht, ergänzend auf die bisherigen Rechtspre-
chungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439). Da-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 17 -

nach gilt es zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Perso-
nen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Ver-
gleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitneh-
mern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 
5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher 
Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermes-
sen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 
% zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 
301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 
6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3). Zu beachten ist, dass 
allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent-
haltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemes-
sung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 
Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 
6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 
E. 5.2.1.1).

In der ab dem 1. Januar 2024 geltenden Fassung lautet Art. 26bis Abs. 3 
IVV wie folgt: Vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % 
abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch 
mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 
50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge 
sind nicht zulässig.

4.4 Ab August 2022 – dem frühestmöglichen Rentenbeginn (vgl. E. 4.1 
hiervor) – bestand aufgrund der anhaltend aufgehobenen Erwerbsfähigkeit 
(vgl. E. 3.4 hiervor) ein Anspruch auf eine ganze Rente bei einem Invali-
ditätsgrad von 100 %. Dies ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten 
und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 18 -

4.5 Die Beschwerdegegnerin hat den Einkommensvergleich für den 
Zeitraum ab August 2024 dergestalt vorgenommen, als sie für die Ermitt-
lung des Valideneinkommens auf den zuletzt als ... erzielten Lohn bei der 
H.________ AG (Arbeitgeberin) und für die Ermittlung des Invalidenein-
kommens auf den Tabellenlohn gemäss Tabelle TA1 der LSE 2022, Total-
wert, Kompetenzniveau 1, unter Berücksichtigung der Nominallohnentwick-
lung, der betriebsüblichen Arbeitszeit, der Leistungsminderung von 30 % 
und eines Abzugs vom Tabellenlohn in der Höhe von 10 % bestimmt hat 
(act. II 135/6).

Der Beschwerdeführer bringt bezüglich der Invaliditätsbemessung vor (Be-
schwerde S. 3 ff. Ziff. 8 ff.), beim Valideneinkommen hätte eine Anpassung 
an die Angaben der Arbeitgeberin sowie eine Aufindexierung auf das Jahr 
2024 (vgl. E. 4.5.1 nachfolgend) und beim Invalideneinkommen statt des 
Pauschalabzugs von 10 % ein leidensbedingter Abzug von 20 - 25 % vor-
genommen werden müssen (vgl. E. 4.5.2 nachfolgend).

4.5.1 Gemäss Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 31. Mai 2022 
verdiente der Beschwerdeführer im Januar 2021 Fr. 4'950.-- und ab Febru-
ar 2021 Fr. 5'250.-- pro Monat zuzüglich 13. Monatslohn und jährliche Gra-
tifikation von Fr. 700.-- (act. II 24/9 Ziff. 5.3), was einem Jahreseinkommen 
von Fr. 68'650.-- (Fr. 4'950.-- [Januar 2021] + 12 x Fr. 5'250.-- [Februar bis 
Dezember 2021 plus 13. Monatslohn] + Fr. 700.-- [Gratifikation]) entspricht. 
Auch in der Schadensmeldung an die C.________ vom 19. Juli 2021 wurde 
ein damals aktueller Monatslohn von Fr. 5'250.-- deklariert (act. II 11.112). 
Soweit demgegenüber die Arbeitgeberin gestützt auf diese Zahlen einen 
Jahresverdienst von Fr. 75'115.55 (act. II 24/9 Ziff. 5.3) berechnete, ist da-
von auszugehen, dass sie zusätzlich in einzelnen Monaten Lohnkorrektu-
ren für Überzeitarbeit sowie Ferien und ein Jubiläumsgeschenk berücksich-
tigte (vgl. act. II 29.77/5 ff.). Da diese Positionen indessen nicht regelmäs-
sig anfielen, sind sie nicht in die Vergleichsrechnung einzubeziehen (vgl. 
SVR 2016 UV Nr. 26 S. 86 E. 4.2, 2011 IV Nr. 55 S. 165 E. 4.5.2 f.).

Die Beschwerdegegnerin übernimmt in der Beschwerdeantwort (S. 3 
Ziff. 17) bei ihrer Berechnung zu Recht die Argumente des Beschwerdefüh-
rers, wonach der zuletzt erzielte Verdienst der Teuerung anzupassen ist 
(vgl. E. 4.2 hiervor), womit ein Valideneinkommen von Fr. 70'522.25 resul-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 19 -

tiert (Fr. 68'650.-- / 99.0 x 101.7 [BFS, Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, 
Männer, 2021-2024, Pos. 10-33 {Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von 
Waren}, Indices 2021 bzw. 2023 {neuere Werte waren im Verfügungszeit-
punkt noch nicht verfügbar; vgl. E. 4.3 hiervor}]).

4.5.2 In Bezug auf das Invalideneinkommen ist auf das in E. 3.3.2 hiervor 
Ausgeführte zu verweisen, wonach die Einschränkung aufgrund der Ein-
händigkeit bereits im Zumutbarkeitsprofil mit einer Leistungseinschränkung 
von 30 % berücksichtigt wurde. Für funktionell Einarmige bestehen gemäss 
Rechtsprechung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realisti-
sche Betätigungsmöglichkeiten (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_227/2018 vom 14. Juli 2018 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Seitens der Stif-
tung D.________ wurde die Eingliederung des Beschwerdeführers im ers-
ten Arbeitsmarkt denn auch als zwar schwierig, aber nicht als unmöglich 
erachtet (act. II 110/4 Ziff. 2.2). Die in der Beschwerde, S. 6 Ziff. 22, aufge-
worfene Frage ist somit zu bejahen.

Diese Würdigung drängt sich auch mit Blick auf die im unfallversicherungs-
rechtlichen Verfahren erfolgte Invaliditätsbemessung auf, in welchem die 
C.________ bei gleicher medizinischer Ausgangslage, allerdings unter An-
nahme einer vollen Leistungsfähigkeit und Anrechnung eines Tabellen-
lohnabzuges, einen Invaliditätsgrad von 22 % ermittelte (act. II 111.10/2). 
Auch wenn hinsichtlich der Invaliditätsschätzung der IV und der Unfallversi-
cherung praxisgemäss keine formelle Bindungswirkung besteht (BGE 133 
V 549 E. 6.4 S. 555; vgl. aber auch UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 
5. Aufl. 2024, Art. 16 N. 6, wonach immerhin dem in zeitlicher Hinsicht 
zunächst ergehenden Entscheid eine besondere Bedeutung zukommt), ist 
doch festzustellen, dass die Annahme einer Leistungseinschränkung von 
30 % allein aufgrund des Pausenbedarfs mit zusätzlicher Anwendung eines 
(Tabellenlohn-)Abzugs aufgrund der Einhändigkeit (von praxisgemäss rund 
20 - 25 %; vgl. statt vieler Urteil des BGer 8C_58/2018 vom 7. August 2018 
E. 5.3 mit Hinweisen) für die Belange der IV bei gleichem Gesundheits-
schaden einen mehr als doppelt so hohen Invaliditätsgrad als in der Unfall-
versicherung zur Folge hätte, wofür kein Grund ersichtlich ist.

Zusammenfassend ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. angefochtene 
Verfügung [act. II 135/6 f.]) festzuhalten, dass die Einschränkung aufgrund 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 20 -

der Einhändigkeit bereits im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden ist. 
Damit entfällt im Rahmen des Einkommensvergleichs von Vornherein die 
Anrechnung eines damit begründeten (10 % übersteigenden) Abzuges im 
Rahmen von Art. 26bis Abs. 3 IVV (vgl. E. 4.3 hiervor) und es erübrigen sich 
Ausführungen hinsichtlich der Gesetzmässigkeit dieser Bestimmung.

Unter Berücksichtigung der Restarbeitsfähigkeit von 70 % sowie des Pau-
schalabzuges gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV ergibt sich für das Jahr 2024 ein 
hypothetisches Bruttojahreseinkommen von Fr. 42'947.15 (Fr. 5'305.-- 
[BFS, LSE 2022, Tabelle TA1_tirage-skill-level, Männer, Total, Kompetenz-
niveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeits-
stunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen 
2023, Total] / 99.3 x 102.0 [BFS, Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Män-
ner, Total, Indices 2021 bzw. 2023] x 70 % Restarbeitsfähigkeit ./. 10 % 
Abzug).

4.5.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet; vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 f. S. 123) 
39 % ([Fr. 70'522.25 ./. Fr. 42'947.15] / Fr. 70'522.25 x 100). Demzufolge ist 
die laufende ganze Rente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per Ende 
Oktober 2024 aufzuheben. Die gegen die Verfügung vom 12. März 2025 
erhobene Beschwerde ist folglich abzuweisen.

5.

5.1 Nachfolgend ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege zu prüfen.

5.1.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 21 -

5.1.2 Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie die Kosten eines Prozesses 
nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die De-
ckung des eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer 
Familie erforderlich sind. Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnis-
se im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (BGE 144 III 531 E. 4.1 S. 537, 
122 I 5 E. 4a S. 6; SVR 2017 IV Nr. 87 S. 270, 9C_423/2017 E. 2.1). Die 
Grenze für die Annahme von Bedürftigkeit im Sinne der Regeln über die 
unentgeltliche Verbeiständung liegt höher als diejenige des betreibungs-
rechtlichen Existenzminimums (RKUV 2000 KV 119 S. 155 E. 2).

Ob ein gegebener Einkommensüberschuss genügt, um Verfahrenskosten 
zu bezahlen, bestimmt sich nicht nach einer festen Betragsgrenze. Zu 
berücksichtigen sind vielmehr die gesamten finanziellen Verhältnisse 
(SVR 2017 IV Nr. 36 S. 109, 8C_310/2016 E. 5.2).

5.2 Zur Prüfung der Bedürftigkeit ist dem im Zeitpunkt der Gesuchsein-
reichung (vgl. E. 5.1.2 hiervor) erzielten Einkommen der zivilprozessuale 
Zwangsbedarf gegenüberzustellen und allfälliges Vermögen zu berücksich-
tigen (Kreisschreiben Nr. 1 der Zivilabteilung des Obergerichts und des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Bern über die Ermittlung und den Nach-
weis der Prozessarmut vom 25. Januar 2011 und Kreisschreiben Nr. B 1 
der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton 
Bern vom 1. April 2010 [beide abrufbar unter <www.justice.be.ch>]). Anre-
chenbar als Einkommen sind gegebenenfalls auch Renten sowie alle Er-
satzformen für den Ausfall des Erwerbseinkommens (Bst. B des Kreis-
schreibens Nr. 1).

Gestützt auf die Angaben im Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (in 
den Gerichtsakten; Einnahmen Fr. 10'080.--, Ausgaben Fr. 7'458.-- pro 
Monat) und den eingereichten Belegen (Akten des Beschwerdeführers 
[act. IA]) resultiert ein deutlicher Einnahmenüberschuss. Einnahmeseitig 
hinzuzurechnen wären zudem die Einkünfte aus dem mit Verfügung vom 
21. Oktober 2024 zugesprochenen Assistenzbeitrag (act. IA, unpaginiert). 
Die vom Beschwerdeführer angegebenen Einnahmen übersteigen damit 
den zivilprozessualen Notbedarf bei weitem. Die Bedürftigkeit ist demnach 
zu verneinen und folglich das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

- 22 -

Rechtspflege ohne weitere Prüfung der kumulativen Voraussetzungen (vgl. 
E. 5.1.1 hiervor) abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Werden Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege – wie vorliegend – 
erst mit dem materiellen Urteil abgelehnt, sind die Verfahrenskosten pra-
xisgemäss auf Fr. 200.-- zu beschränken (Beschluss der erweiterten Abtei-
lungskonferenz des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 
2006). Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, hat ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegende Beschwerde-
führer zu tragen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. November 2025, IV 200 2025 216

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5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.