# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a772e1f9-a616-5c45-83cf-3dce0e727fe6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.08.2023 III 2023 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-32_2023-08-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 32

Entscheid vom 25. August 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ und B.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

1. Gemeinderat Tuggen, Zürcherstrasse 14, Postfach 159, 
8856 Tuggen,
vertreten durch Rechtsanwältin C.________,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. D.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Werkstrasse)

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Sachverhalt:

A. Die D.________ betreibt in den Gemeinden Wangen und Tuggen seit Jahr-
zehnten mehrere Kiesgruben. Der vom Regierungsrat des Kantons Schwyz mit 
Beschluss (RRB) Nr. 830 vom 19. Mai 1981 genehmigte Abbau- und Sanierungs-
plan vom 7. November 1980 sah den Abschluss der Abbau- und Auffüllungsarbei-
ten per Ende 1999 vor. Am 22./25. August 2008 schlossen die Gemeinderäte Wan-
gen und Tuggen sowie die D.________ einen öffentlich-rechtlichen Vertrag ab, 
welcher verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit dem Kiesabbau und der Fol-
genutzung der Abbaugebiete enthält. In Ziff. II.-3 verpflichtete sich die 
D.________, die Erschliessung für neue Abbaugebiete und die Restauffüllung der 
Grube F.________ in Tuggen nach den durch die Gemeinde Tuggen genehmigten 
Plänen auf eigene Kosten auszubauen bzw. neu zu erstellen (Werkstrasse), sobald 
die hierfür notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen vorliegen.

B. Die geplante Werkstrasse zur Erschliessung der Kiesabbaugebiete Tuggen 
ist im Erschliessungsplan Dorf, Girendorf und Betti (kurz: Erschliessungsplan) vom 
26. Juni 2013 (genehmigt mit RRB Nr. 850/2013 vom 17.9.2013) der Gemeinde 
Tuggen als neu geplante Groberschliessungsstrasse enthalten. Die Erschlies-
sungsstrasse soll ab der G.________strasse über die in der Landwirtschaftszone 
gelegenen Grundstücke KTN 001.________, 002.________, 003.________, 
004.________ und 005.________ in die H.________strasse führen.

C.1 Ab dem 23. Juni 2017 reichte die D.________ bei den Gemeinden Wangen 
und Tuggen mehrere Fristverlängerungsgesuche für den Abbau und die Auffüllung 
der Kiesgruben ein. Über die ersten beiden Fristverlängerungsgesuche wurde ver-
fahrensabschliessend entschieden (vgl. dazu VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 In-
gress lit. C und D sowie Erw. 2.3.2 f.). Das mittlerweile dritte, am 5. Dezember 
2019 von der D.________ gestellte Gesuch um Fristverlängerung für die Wieder-
auffüllung und Rekultivierung der Grube F.________ in Tuggen bis Ende Dezem-
ber 2025 wurde vom Gemeinderat Tuggen mit Beschluss (GRB) Nr. 194 vom 15. 
Dezember 2021 bewilligt. Eine dagegen erhobene Beschwerde hat der Regie-
rungsrat mit RRB Nr. 726/2022 vom 27. September 2022 abgewiesen, soweit er 
darauf eingetreten ist. Eine dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
hat das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit VGE III 2022 162 vom 29. 
März 2023 abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. Eine hiergegen erhobene 
Beschwerde ist unter der Verfahrensnummer 1C_256/2023 vor dem Bundesgericht 
anhängig.

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C.2 Am 22. Dezember 2017 reichte die D.________ bei den Gemeinden Tuggen 
und Wangen zudem ein Baugesuch für die Rekultivierung/Endgestaltung der Kies-
grube F.________ auf KTN 006.________, 007.________, 008.________, 
009.________, 010.________ und 011.________, Tuggen, sowie auf KTN 
012.________, 013.________ und 014.________, Wangen ein. Die Gemeinderäte 
Tuggen und Wangen erteilten mit GRB Nr. 106 vom 6. Juli 2022 resp. mit GRB 
Nr. 198 vom 7. Juli 2022 die Baubewilligung unter Auflagen und Nebenbestimmun-
gen. Der GRB Nr. 198 vom 7. Juli 2022 des Gemeinderates Wangen ist unange-
fochten in Rechtskraft erwachsen. Eine gegen den GRB Nr. 106 vom 6. Juli 2022 
des Gemeinderates Tuggen erhobene Beschwerde hat der Regierungsrat mit 
RRB Nr. 935/2022 vom 6. Dezember 2022 abgewiesen, soweit er darauf eingetre-
ten ist. Eine dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat das Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz mit VGE III 2023 3 vom 27. Juni 2023 abgewie-
sen, soweit es darauf eingetreten ist. 

C.3 Parallel dazu reichte die D.________ am 3. März 2018 bei der Gemeinde 
Tuggen das Baugesuch für die Realisierung der neuen Werkstrasse in der Land-
wirtschaftszone (Lw) für die Erschliessung der Kiesabbaugebiete in Tuggen ein 
(Vi-act. III-02 Beilage B6). Gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Rau-
mentwicklung (ARE) vom 5. Juli 2019 erteilte der Gemeinderat Tuggen mit Be-
schluss Nr. 4 vom 8. Januar 2020 die Baubewilligung und wies die dagegen von 
A.________ und B.________ erhobenen Einsprachen ab. Die von A.________ 
und B.________ dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde hat der Regierungs-
rat mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen RRB Nr. 572/2018 vom 
18. August 2020 gutgeheissen, soweit er darauf eingetreten ist und die Angele-
genheit zur vertieften Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanzen zurückgewie-
sen.

D. Am 23. Dezember 2020 reichte die D.________ ein neues Baugesuch für 
die Realisierung einer neuen Werkstrasse zur Erschliessung der Kiesabbauge-
biete in Tuggen sowie ein Rodungsgesuch ein. Das Baugesuch und das Rodungs-
gesuch wurden publiziert (ABl 2021, […]) und öffentlich aufgelegt. A.________ und 
B.________ erhoben am 2. Februar 2021 öffentlich-rechtliche Einsprache gegen 
das Bau- und das Rodungsgesuch.

E. Die Baubehörde des Bezirks March erteilte mit der gewässerbaulichen Be-
willigung vom 25. Januar 2021 die Ausnahmebewilligung für die Bachquerungen 
der projektierten Werkstrasse (Vi-act. III-02 Beilage B4). 

Das ARE erteilte mit Gesamtentscheid vom 15. April 2021 die kantonale Baube-
willigung und die Rodungsbewilligung für das projektierte Bauvorhaben im Sinne 

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der Erwägungen und unter Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen 
Stellen gemäss Kap. II., Ziff. 1 ff. und wies die Einsprache von A.________ und 
B.________ aus kantonaler Sicht ab. Die Verfügung der Baubehörde des Bezirks 
March vom 25. Januar 2021 sowie die Stellungnahme der I.________ Melioration 
vom 20. Januar 2021 (Vi-act. III-02 Beilage B5) wurden zum integrierenden Be-
standteil des kantonalen Gesamtentscheids erklärt; die darin aufgeführten Aufla-
gen und Bedingungen seien zwingend einzuhalten (Vi-act. III-02 Beilage B2).

F. Gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 15. April 2021 erteilte der 
Gemeinderat Tuggen mit GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 (versendet am 
22.12.2021) die Baubewilligung für die Werkstrasse zur Erschliessung der Kies-
abbaugebiete Tuggen und die Rodung auf den Liegenschaften G.________- 
/H.________strasse, KTN 005.________, 002.________, 003.________, 
004.________ und 001.________, gemäss dem Gesuch vom 23. Dezember 2020, 
im Sinne der Erwägung und unter Auflagen, Bedingungen und Nebenbestimmun-
gen. Die Einsprache von A.________ und B.________ wies der Gemeinderat im 
Sinne der Erwägungen ab (Vi-act. III-02 Beilage B1).

G. A.________ und B.________ erhoben am 20. Juni 2022 Beschwerde beim 
Regierungsrat gegen den GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021. Vorab verlangten 
sie im Wesentlichen, dass der Regierungsrat seine hoheitlichen Handlungsbefug-
nisse sowie jene seiner Funktionäre und der Vorinstanzen nachzuweisen und wei-
tere Bestätigungen/Erklärungen abzugeben sowie den Verfahrensbeteiligten zu 
verkünden habe, dass der angefochtene Gemeinderatsbeschluss nicht in Rechts-
kraft erwachsen könne, solange nicht nachweislich rechtsstaatlich befugte Instan-
zen ihre Beschwerde rechtskonform behandelt hätten resp. die Fristen in diesem 
Beschwerdeverfahren angehalten seien und das Verfahren stillstehe, bis diese 
Voraussetzungen zweifelsfrei gegeben seien. Weiter kündigten A.________ und 
B.________ Pönalien sowie allgemeine Vertragsbedingungen an (vgl. Vi-act. I.-01 
Ziff. I. - III. S. 1 - 10). Im Übrigen stellten sie "vorsorglich" folgende Anträge (Vi-act. 
I.-01 Ziff. IV. S. 12): 

1. Von der hierzu hoheitlich befugten Instanz sei nach deren legaler Amtseinset-
zung die Beschwerdefrist gemäss Art. 24 VwVG (Bundesgesetz über das Ver-
waltungsverfahren, 172.021) wiederherzustellen, da wir unverschuldeterweise 
an der Ausübung unserer Parteirechte gehindert und von einer fristgerechten 
Beschwerde-Einreichung im Januar 2022 abgehalten worden sind.

2. Es sei festzustellen, dass der angefochtene Gemeinderatsbeschluss Nr. 193 
vom 15. Dezember 2021 uns Einsprechern/Beschwerdeführern auch am 2. Juni 
2022 nicht vollständig eröffnet wurde, weil der vorgeblich ergangene «kantonale 
Gesamtentscheid des ARE vom 15. April 2021, die Verfügung des Bezirks Ma-
rch vom 25. Januar 2021, die Stellungnahme der I.________ Melioration vom 20. 

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Januar 2021 sowie der kommunale Prüfbericht Grundstücksentwässerung des 
Abwasserverbandes J.________ vom 23. April 2021» nicht zugestellt wurden.

3. Es sei der «GRB Nr. 193/2021 vom 15. Dezember 2021 in Sachen KTN Diverse 
2021-0002 D.________» und der uns nicht vorgelegte "ARE-Gesamtentscheid 
vom 15. April 2021" aufzuheben.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin und 
der amtsanmassend als «Vorinstanzen» handelnden Privatpersonen.

H. Mit RRB Nr. 84/2023 vom 7. Februar 2023 (versendet am 14.2.2023) ent-
schied der Regierungsrat:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- wer-
den je zur Hälfte (je Fr. 750.-) den Beschwerdeführern und der Gemeinde Tug-
gen auferlegt. (…)

3. Die Beschwerdeführer haben der Gemeinde Tuggen eine Parteientschädigung 
von Fr. 800.-- und den Beschwerdegegnern eine solche von Fr. 1200.-- zu be-
zahlen. 

4.-6.(Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).

I. Diesen RRB Nr. 84/2023 ziehen A.________ und B.________ mit Eingabe 
vom 3. März 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht ans Verwaltungs-
gericht des Kantons Schwyz weiter. Vorab monieren sie die Rechtswirksamkeit der 
vorinstanzlichen Beschlüsse, aberkennen die hoheitlichen Handlungsbefugnisse 
des Verwaltungsgerichts, verlangen die Verkündigung von Erklärungen, geben all-
gemeine Geschäftsbedingungen bekannt und kündigen Pönalien an (vgl. Be-
schwerdeschrift Ziff. I. - III. S. 1 - 11). Schliesslich erheben sie (Beschwerdeschrift 
Ziff. IV. S. 12 f.)

(…) zur Behandlung durch ein neu zu konstituierendes, vollumfänglich 
rechtsstaatlich legitimiertes Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 

Vorsorgliche Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

mit den folgenden Anträgen:

1. Von der hierzu hoheitlich befugten Instanz sei nach deren legaler Amtseinset-
zung die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Sistierung des hängigen Be-
schwerdeverfahrens aufzuheben, die Fristeinhaltung dieser Beschwerde aus-
drücklich anzuerkennen und das Beschwerdeverfahren rechtskonform durch-
zuführen.

2. Es sei diese Beschwerde gutzuheissen und der «RRB Nr. 84/2023» vom 7. 
Februar 2023, der «ARE-Gesamtentscheid» vom 15. April 2021 und der GRB 
Nr. 193/2021 vom 15. Dezember 2021 in Sachen KTN Diverse 2021-0002 
D.________ (Baubewilligung Werkstrasse zur Erschliessung der Kiesabbauge-
biete) aufzuheben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin und 
der amtsanmassend als «Vorinstanzen» handelnden Privatpersonen.

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J. Das ARE beantragt mit Vernehmlassung vom 8. März 2023 die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Das Sicherheitsdepartement, der Gemeinderat Tug-
gen und die Beschwerdegegnerin lassen mit Vernehmlassungen vom 27. März 
2023, vom 30. März 2023 und vom19. April 2023 gleichlautend beantragen, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen.

K. Mit Replik vom 27. Mai 2023 halten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen 
aus der Beschwerde vom 3. März 2023 fest. Dazu lassen sich die Vorinstanz und 
die Beschwerdegegnerin mit Dupliken vom 16. Juni 2023 resp. vom 20. Juni 2023 
äussern. Die Beschwerdeführer erklären am 17. Juli 2023 auf weitere Ausführun-
gen zu verzichten; sämtliche Ausführungen in den Dupliken, welche von ihren ei-
genen Sachverhaltsdarstellungen abweichen, würden bestritten.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können gemäss § 51 lit. a des Ver-
waltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 u.a. Ver-
fügungen, Entscheide des Regierungsrates beim Verwaltungsgericht angefochten 
werden, soweit nicht durch dieses Gesetz oder einen anderen Erlass der Weiter-
zug an das Verwaltungsgericht ausgeschlossen wird.

1.1.2 Eine "vorsorgliche" Beschwerdeerhebung sieht das VRP nicht vor und ist 
eine solche rechtsprechungsgemäss grundsätzlich auch nicht zulässig. Gestal-
tungsrechte sind grundsätzlich bedingungsfeindlich und unwiderruflich (BGE 141 
V 597 Erw. 3.1), was namentlich auch für die von einer verfahrensbeteiligten Per-
son vorgenommenen verfahrensrechtlichen Handlungen gilt, da das Gericht von 
klaren Voraussetzungen ausgehen und das Verfahren beförderlich behandeln 
können soll (BGE 134 III 332 Erw. 2.2; Urteil BGer 2C_1080/2017 vom 28.12.2017 
Erw. 2.4 mit Hinweis). Die bedingte Anfechtung eines Entscheides ist praxis-
gemäss nur in seltenen Ausnahmen zulässig, beispielsweise dann, wenn die Be-
schwerde bloss "vorsorglich" für den Fall eingereicht wird, dass eine zusätzlich 
angerufene Instanz auf ein weiteres Rechtsmittel oder einen Rechtsbehelf nicht 
eintritt (BGE 101 Ib 216 Erw. 2). Im Übrigen haben die ausdrücklich an eine un-
zulässige Bedingung geknüpften Prozesshandlungen einer beschwerdeführenden 
Person unbehandelt zu bleiben (BGE 127 II 306 Erw. 6c; Urteile BGer 2D_13/2019 
vom 9.4.2019 Erw. 2.1; 2C_721/2017 vom 4.9.2017; 1B_572/2020 vom 
20.11.2020 Erw. 2). 

Ein (seltener) Ausnahmefall, der vorliegend eine bloss vorsorgliche Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde als zulässig erscheinen lassen könnte, ist nicht erkennbar und 

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lässt sich auch den Rechtsschriften der Beschwerdeführer nicht entnehmen. Es ist 
insofern also a priori höchst fraglich, ob auf die Beschwerde überhaupt eingetreten 
werden kann. 

1.2.1  Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von 
Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Sie 
prüft u.a. insbesondere die Rechtsmittelbefugnis (§ 27 Abs. 1 lit. d VRP). Zur Ein-
reichung eines Rechtsmittels ist gemäss § 37 Abs. 1 VRP berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme 
erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid oder die angefochtene 
Verfügung besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung hat (lit. c). 

1.2.2  Den Anforderungen von § 37 Abs. 1 lit. b und c VRP kommt dann eine be-
sondere Bedeutung zu, wenn ein Dritter (z.B. Nachbar) den Entscheid anficht. Ist 
in einem solchen Fall durch ein unmittelbares Berührtsein eine spezifische Bezie-
hungsnähe gegeben, hat der Beschwerdeführer ein ausreichendes Rechtsschut-
zinteresse daran, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben wird. Dieses In-
teresse besteht im praktischen Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde dem Be-
schwerdeführer eintragen würde, d.h. in der Abwendung eines Nachteils wirt-
schaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur, den der angefochtene 
Entscheid für ihn zur Folge hätte (vgl. Aemisegger/Haag, in: Praxiskommentar RPG: 
Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 Art. 33 N 64; Hensler, Die Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Schwyz, 1980, S. 37 ff.; EGV-SZ 1998 
Nr. 2 Erw. 2d). Die Legitimation des Nachbarn hängt zum einen vom Abstand zum 
bau- oder planungsrechtlichen Vorhaben ab, zum anderen von Art und Intensität 
der befürchteten Auswirkungen. In der Rechtsprechung wird die Legitimation von 
Nachbarn hinsichtlich der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bis zu einem Abstand 
von etwa 100 m regelmässig bejaht. Es handelt sich bei dieser Abstandsangabe 
allerdings nicht um einen verbindlichen absoluten Wert. Denn die Legitimation ergibt 
sich nicht allein aus der räumlichen Nähe, sondern aus der daraus herrührenden 
besonderen Betroffenheit. Eine solche wird vor allem in Fällen bejaht, in welchen 
von einem bau- oder planungsrechtlichen Vorhaben mit Sicherheit oder grosser 
Wahrscheinlichkeit Immissionen auf das Nachbargrundstück ausgehen oder die-
ses einen besonderen Gefahrenherd darstellt und die Anwohner einem besonde-
ren Risiko ausgesetzt werden (vgl. VGE III 2016 189 vom 25.4.2017 Erw. 6.3 mit 
Hinweise auf BGE 121 II 171 Erw. 2b und 2c; BGE 120 Ib 379 Erw. 4c und 4d).

1.2.3  Die Beschwerdeführer haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. 
Das Wohnhaus auf dem Grundstück KTN 003.________ in Tuggen (Postkreis 

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Wangen), in welchem die Beschwerdeführer wohnhaft sind, weist gegenüber Tei-
len der geplanten Erschliessungsstrasse einen deutlich geringeren Abstand aus 
als 100 m. Der Gemeinderat in GRB Nr. 192 vom 15. Dezember 2021 (Vi-act. III-
02 Beilage B1 Erw. 2) und der Regierungsrat im angefochtenen RRB 84/2023 vom 
7. Februar 2023 (Erw. 16) sind von einer besonderen Betroffenheit aufgrund der 
engen nachbarlichen Raumbeziehung ausgegangen und haben die Einsprache- 
resp. Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer entsprechend bejaht. Aus 
denselben Gründen ist die Legitimation der Beschwerdeführer auch zur Beschwer-
deerhebung vor dem Verwaltungsgericht zu bejahen. Auf die vorliegende, recht-
zeitig beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereichte Beschwerde der Be-
schwerdeführer ist - im Rahmen des Streitgegenstandes (vgl. dazu Erw. 1.3, Erw. 
1.4.2 f. und Erw. 2.1 hiernach) - einzutreten. 

1.3 Nach konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungsge-
richts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt. Es 
kann grundsätzlich nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was 
auch Gegenstand der zugrunde liegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Ge-
setzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz 
bzw. die Vorinstanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenz-
bereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE III 
2020 175 vom 22.2.2021 Erw. 1.1; VGE III 2016 5 vom 26.10.2016 Erw. 2.1, je mit 
Hinweisen; Bertschi, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege-
gesetz des Kantons Zürich [nachfolgend: Kommentar VRG], 3. Aufl. 2014, Vor-
bem. zu §§ 19-28a, N 44-49; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N 685 ff.; EGV-SZ 1979, S. 122). 

Soweit die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten ist, hat die Rechtsmit-
telinstanz nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, ob der 
Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so hebt es 
den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz zurück, 
damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft (vgl. statt 
vieler VGE III 2022 81 + 82 vom 26.9.2022 Erw. 3.3.2; VGE III 2015 98 vom 
26.8.2015 Erw. 1.3.1, je mit weiteren Hinweisen).

1.4.1  Die Verfahrenssistierung ist im VRP nicht ausdrücklich vorgesehen. Den-
noch kommt die Sistierung in der Praxis vor. Sie ist im Rahmen der Verfahrenslei-
tung als Rechtsinstitut allgemein anerkannt (Bertschi/Plüss, in: Kommentar VRG, 
3. Aufl. 2014, Vorbem. zu §§ 4-31 N 35). Da die Verfahrenssistierung in einem 
Spannungsverhältnis und gewissen Widerspruch zu dem im Gesetz verankerten, 
auch für das Verwaltungsgericht geltenden Beschleunigungsgebot steht (§ 73 lit. 

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a des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 19.11.2009), ist dieses Rechtsin-
stitut nur zurückhaltend und namentlich nur dann einzusetzen, wenn die Sistierung 
sinnvoll ist, d.h. wenn gute Gründe für die Sistierung sprechen.

Die Verwaltungsgerichtspraxis erachtet die Sistierung namentlich dann als ge-
rechtfertigt, wenn ein verwaltungsgerichtlicher Entscheid von einem anderen Ent-
scheid massgeblich abhängt oder wenn die Parteien ernsthafte Verständigungs-
bemühungen aufgenommen haben, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit er-
warten lassen, dass sich das Verfahren ganz oder teilweise erledigen oder min-
destens massgeblich vereinfachen lässt (vgl. statt vieler VGE III 2019 49 vom 
5.4.2019 Erw. 2 mit Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Ge-
setz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, Art. 38 Rz. 11).

1.4.2  Das Verwaltungsgericht ist zuständig zur Behandlung der Verwaltungsge-
richtsbeschwerde, welche die Beschwerdeführer am 3. März 2023 gegen den RRB 
Nr. 84/2023 vom 7. Februar 2023 erhoben haben (vgl. Erw. 1.1 und 1.2.3 hiervor). 
Die unverständlichen Bedenken der Beschwerdeführer, dem Verwaltungsgericht - 
dessen Mitglieder gemäss § 54 Abs.1 lit. c der Verfassung des Kantons Schwyz 
(KV; SRSZ 100.100 vom 24.11.2010) vom Kantonsrat des Kantons Schwyz ge-
wählt wurden - gebreche es an der Rechtsstaatlichkeit, können weder einen Fris-
tenstillstand bewirken noch eine Sistierung des vorliegenden Verfahrens rechtfer-
tigen. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Verwaltungs-
gerichtsbeschwerden beruht auf gesetzlichen Vorgaben. Analog zum Bundesge-
richt kann das Verwaltungsgericht als staatliche Institution weder abgelehnt wer-
den, noch können unzulässige Bedingungen an dessen Tätigwerden gestellt wer-
den (vgl. Urteile BGer 5D_48/2023 vom 21.4.2023 Erw. 2; 5D_220/2021 vom 
16.12.2021 Erw. 2). Dasselbe gilt gleichermassen für den Regierungsrat, welcher 
als verwaltungsinterne Beschwerdeinstanz den vorliegend angefochtenen 
RRB Nr. 84/2023 vom 7. Februar 2023 gefasst hat (vgl. § 82 Abs. 1 PBG i.V.m. 
§ 45 Abs. 1 lit. b VRP) sowie das ARE und den Gemeinderat Tuggen, welche den 
kantonalen Gesamtentscheid vom 15. April 2021 resp. den erstinstanzlichen GRB 
Nr. 193 erlassen haben (vgl. § 76 f. des Planungs- und Baugesetzes [PBG; SRSZ 
400.100] vom 14.5.1987; § 43 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Bau-
gesetz [PBV; SRSZ 400.111 vom 2.12.1997]).

1.4.3 Der Regierungsrat ist somit im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 zu Recht 
nicht auf die Verwaltungsbeschwerde eingetreten, soweit die Anträge seine und 
der Vorinstanzen Legitimation und damit zusammenhängende Vorbringen betra-
fen (Erw. 1.7) und er ist ebenso zu Recht nicht auf Bedingungen eingegangen, 
welche die Beschwerdeführer an das Tätigwerden bzw. an das aus ihrer Sicht un-

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zulässige Tätigwerden des Regierungsrats gestellt haben (vgl. dazu Beschwerde-
schrift Ziff. I. - III. S. 1 - 11; Verwaltungsbeschwerde vom 20.6.2022 Ziff. I. - III. S. 
1 - 10). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und stellt keine Gehörsverlet-
zung der Beschwerdeführer dar. 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet einzig die Frage der Rechtmäs-
sigkeit der vom Gemeinderat Tuggen mit GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 
erteilten und vom Regierungsrat mit RRB Nr. 84/2023 vom 7. Februar 2023 
geschützten Baubewilligung für die Werkstrasse (Erschliessung der Kiesabbauge-
biete Tuggen) ab der G.________strasse in die H.________strasse und die Ro-
dung auf den Grundstücken KTN 002.________ und 003.________ (vgl. Ingress 
lit. B. und F.).

2.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 1.4 in fine) 
zutreffend festgestellt, dass der GRB Nr. 193 den Beschwerdeführern nicht korrekt 
eröffnet wurde. Entsprechend hat er die (zweite) Zustellung dieses Gemeinderats-
beschlusses am 31. Mai 2022 als massgebend bzw. fristauslösend betrachtet und 
die Beschwerdeanhebung am 20. Juni 2022 als rechtzeitig beurteilt (Erw 1.5). Wei-
ter hat der Regierungsrat festgehalten, dass der Gemeinderat den Beschwerde-
führern den Gesamtentscheid des ARE vom 15. April 2021, die Verfügung des Be-
zirksrates March vom 25. Januar 2021, die Stellungnahme der I.________ Melio-
ration vom 20. Januar 2021 sowie den Prüfbericht des Abwasserverbandes 
J.________ vom 23. April 2021 erst am 30. Juni 2022 und damit während des 
Beschwerdeverfahrens zugestellt hat, und dass der Gemeinderat von Gesetzes 
wegen verpflichtet gewesen wäre, den Beschwerdeführern zumindest den Gesam-
tentscheid zusammen mit der kommunalen Baubewilligung zuzustellen (Erw 1.5 
und 2.3). 

Der Regierungsrat hat erwogen, die Rechtsmittelbehörde sei aufgrund der formel-
len Natur des Gehörsanspruches an sich verpflichtet, eine angefochtene Anord-
nung aufzuheben, wenn sie zum Ergebnis gelange, dass der Anspruch auf recht-
liches Gehör verletzt worden sei. Nach der Rechtsprechung könne allerdings eine 
nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt 
gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhalte, sich vor einer Be-
schwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtsan-
wendung frei überprüfen könne (Erw. 2.2 mit Hinweisen auf die Literatur). In casu 
hätten die Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt, nach der Zustellung des kan-
tonalen Gesamtentscheids, der Verfügung des Bezirks March sowie den Stellung-
nahmen der I.________ Melioration und des Abwasserverbandes J.________ 
vom 30. Juni 2022 (Beilage in Vi-act. II.-01), sich vor dem Regierungsrat in einer 
allfälligen weiteren Stellungnahme zu diesen Dokumenten eingehend zu äussern. 

11

Davon hätten die Beschwerdeführer keinen Gebrauch gemacht. Insoweit sei eine 
allfällige Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör als geheilt zu betrach-
ten. Aus verfahrensökonomischer Sicht rechtfertige es sich ohnehin nicht, die Be-
schwerde aus formellen Gründen gutzuheissen und die Sache zur korrekten Eröff-
nung der Bewilligungen des Kantons und des Bezirkes March an den Gemeinderat 
zurückzuweisen. Dies käme einem förmlichen Verfahrensleerlauf gleich (Erw. 2.3).

2.2 Die Beschwerdeführer erkennen im Umstand, dass ihnen der kantonale Ge-
samtentscheid, die Verfügung des Bezirks March sowie die Stellungnahmen der 
I.________ Melioration und des Abwasserverbandes J.________ vom 30. Juni 
2022 nicht zusammen mit der (zweiten) Zustellung des GRB Nr. 193 am 31. Mai 
2022 eröffnet, sondern erst am 30. Juni 2022 zugestellt wurden, dagegen als einen 
schwerwiegenden formellen Rechtsmangel, welcher nicht durch eine spätere Zu-
stellung hätte geheilt werden können, sondern zur Gutheissung ihrer Beschwerde 
hätte führen müssen.

2.3 Dieser Auffassung der Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Nach 
der Rechtsprechung wäre selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des recht-
lichen Gehörs von einer Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen gewesen, 
wenn eine Rückweisung durch den Regierungsrat - wie vorliegend - zu einem for-
malistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen geführt hätte, die mit 
dem - der Anhörung gleichgestellten - Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 
Erw. 2.3.2 mit Verweis auf BGE 136 V 117 Erw. 4.2.2.2; Häfelin/Müller/Uhlmann, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1176). Die Beschwerdeführer be-
streiten nicht, dass sie die Möglichkeit gehabt hätten, sich im verwaltungsinternen 
Beschwerdeverfahren zu den ihnen am 30. Juni 2022 zugestellten Dokumenten 
zu äussern und ihre Beschwerde vom 20. Juni 2022 in diesem Sinne näher zu 
begründen. Sie nennen auch keine objektiven Gründe, die sie hieran gehindert 
hätten, sondern machen lediglich geltend, dass sie keine Veranlassung gehabt 
hätten, mit (zusätzlichen) Stellungnahmen an den Regierungsrat zu gelangen, weil 
sie dessen hoheitliche Zuständigkeit aberkennen (Beschwerdeschrift Ziff. 3.6 
S. 19). Damit aber haben es die Beschwerdeführer aus Gründen, welche nicht die 
Vorinstanzen zu vertreten haben (vgl. Erw. 1.4.2 hiervor), unterlassen, im Rahmen 
des verwaltungsinternen Beschwerdeverfahrens von der Möglichkeit Gebrauch zu 
machen, zu den ihnen am 30. Juni 2022 zugestellten Dokumenten Stellung zu 
nehmen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 

12

3.1 Der Gemeinderat hat im GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 u.a. ausge-
führt, Gegenstand des Baugesuches sei neben der Rodung eine neu zu erstel-
lende Werkstrasse ausserhalb der Bauzone in der Landwirtschaftszone, mit wel-
cher die Voraussetzung geschaffen werden soll, dass der Verkehr der bestehen-
den Kiesgruben in der rechtskräftigen Sonderzone für Abbau und Deponie (SAD) 
einheitlich über eine einzige Zufahrt geführt werde (Ziff. 3). Gegenstand des vor-
liegenden Bauprojekts sei einzig die projektierte Erschliessungsstrasse. Allfällige 
zukünftige Projekte der Gesuchstellerin seien nicht Teil des vorliegenden Be-
schlusses. Für die neue Werkstrasse bestehe keine UVP-Pflicht. Für die einzig zu 
beurteilende Erstellung der geplanten Werkstrasse würden die Gesuchsunterla-
gen ausreichen (Erw. 4.2).

3.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 2.4) die An-
sicht der Beschwerdeführer verworfen, dass für die Beurteilung der Bewilligungs-
fähigkeit der geplanten Werkstrasse alle baulichen Massnahmen eines Gesamt-
projekts, welches weitere Strassenbauprojekte umfasse, inkl. Umweltverträglich-
keitsprüfung ausgewiesen werden müssten. 

Er stimmte mit dem Gemeinderat darin überein, dass es vorliegend ausschliesslich 
um die projektierte Werkstrasse zur Erschliessung der Kiesabbaugebiete Tuggen 
ab der G.________strasse bis zur H.________strasse gehe. Diese Werkstrasse 
unterliege nicht der Umweltverträglichkeitsprüfung. Andere als die öffentlich auf-
gelegten Gesuchsunterlagen seien zu deren Beurteilung nicht nötig. Die von den 
Beschwerdeführern verlangten Unterlagen für ein Gesamtprojekt seien nicht Ge-
genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens und daher auch nicht Teil der 
Verfahrensakten. Dass der Gemeinderat den Beschwerdeführern keine Einsicht in 
Akten anderer Verfahren gewährt habe, die sich nicht auf den Streitgegenstand 
beziehen würden, stelle keine Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruches dar.

3.3 Die Beschwerdeführer halten in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 2023 
daran fest, es hätte ihnen die Gesamtplanung aller Strassenprojekte, von welcher 
die Werkstrasse lediglich ein Teilprojekt darstelle, offengelegt werden müssen. Ih-
nen sei die Akteneinsicht zum rechtlichen und planerischen Kontext der Werk-
strasse verwehrt und damit ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden 
(Ziff. 5.1). Eine Werkstrasse in der Landwirtschaftszone erfordere zwingend einen 
Umweltverträglichkeitsbericht und die Offenlegung des "Kiesabbau-Gesamtpro-
jekts" (Ziff. 5.2). Indem sich der Regierungsrat mit der Begründung dieses Stand-
punkts in der Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (Ziff. 3 und 4 S. 20 f.) 
nicht auseinandergesetzt habe, habe er ihren Anspruch auf rechtliches Gehör ver-
letzt (Ziff. 5.3).

13

3.4.1  Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 2.4) die 
wesentlichen Überlegungen benannt, von denen er sich hat leiten lassen und auf 
die er seine Beurteilung abstützt, gemäss welcher es vorliegend einzig um die Bau-
bewilligung für die geplante Werkstrasse geht und keine Einsicht in Akten zu ge-
währen ist, welche sich nicht auf den Streitgegenstand beziehen. Dabei durfte sich 
der Regierungsrat auf jene Aspekte beschränken, die er aus sachlich haltbaren 
Gründen als wesentlich erachtete. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt 
nicht vor. Es ist weder erforderlich, dass sich die Begründung mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzt, noch jedes einzelne Vorbringen ausdrück-
lich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 Erw. 5.2 mit Hinweisen sowie RRB Nr. 84/2023 
Erw. 2.5 mit den dortigen Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung). 

3.4.2  Die vorstehend (Erw. 3.1 hiervor) wiedergegebenen Ausführungen im GRB 
Nr. 193 (Erw. 3 und 4.2) sind entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer wi-
derspruchsfrei. Der Gemeinderat hat das Erfordernis des Werkstrassenbaus nicht 
mit einem zukünftigen, noch nicht annähernd definierten Grubenbetrieb begründet, 
sondern er hat dargelegt, dass mit dieser Werkstrasse die Voraussetzung dafür 
geschaffen werden soll, den Verkehr der bestehenden Kiesgruben in der rechts-
kräftigen Sonderzone für Abbau und Deponie (SAD) einheitlich über eine einzige 
Zufahrt zu führen. Dies entspricht dem Sinn von Ziff. II.5 f. des öffentlich-rechtli-
chen Vertrags vom 22./.25. August 2008, wonach der Schwerverkehr für die Re-
stauffüllung der Kiesgrube F.________ nach der Realisierung der neuen Werk-
strasse über diese abgewickelt werden muss. 

Der Gemeinderat hat keinen Zusammenhang geschaffen, auf welchen sich die An-
nahme der Beschwerdeführer abstützen liesse, dass die Werkstrasse Teil einer 
Gesamtplanung der Beschwerdegegnerin sein müsse. Im Rahmen des vorliegen-
den Beschwerdeverfahrens (vgl. dazu Erw 1.4.3. hiervor) sind weder der aktuelle 
Grubenbetrieb noch allfällige künftige Konzessionsgesuche oder andere Strassen-
bauprojekte zu beurteilen. Dies gilt auch für die Gesuche betreffend Fristverlänge-
rungen für den Abbau, die Auffüllung und die Rekultivierung der Kiesgrube 
F.________, welche in den dafür vorgesehenen Bewilligungs- und Rechtsmittel-
verfahren von den hierfür zuständigen Bewilligungs- und Rechtsmittelinstanzen 
behandelt wurden (vgl. Ingress lit. C.1 und Erw. 1.4.2 hiervor), und ebenso die bis 
31. Dezember 2035 befristete Bewilligung für die Rekultivierung/Endgestaltung der 
Kiesgrube F.________, welche bereits Gegenstand von Rechtsmittelverfahren 
war (vgl. Ingress lit. C.2 hiervor). Damit ist indes gleichzeitig der bestehende resp. 
der projektierte Grubenbetrieb hinlänglich bekannt. Anzufügen ist, dass die ge-
plante Rekultivierung/Endgestaltung der Kiesgrube F.________ der Umweltver-

14

träglichkeitsprüfung unterstand (vgl. Art. 10a des Bundesgesetzes über den Um-
weltschutz [USG; SR 814.01] vom 7.10.1983; Art. 7 i.V.m. Anhang Ziff. 40.4 zur 
Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung [UVPV; SRSZ 814.011] vom 
19.10.1988). Entsprechend wurde diesbezüglich ein Umweltverträglichkeitsbericht 
erstellt und geprüft (vgl. Art. 10 b f. USG), welcher u.a. auch die projektbedingte 
Verkehrszunahme und die Auswirkungen hinsichtlich Verkehr/Lärm/Lufthygiene 
mitumfasste (vgl. dazu VGE III 2023 vom 27.6.2023 Erw. 4.4).

3.4.3  Die vorliegend in Frage stehende Werkstrasse ist dagegen als solche nicht 
UVP-pflichtig, d.h. sie fällt nicht unter die im Anhang zur UVPV abschliessend auf-
gelisteten, prüfungspflichtigen Anlagen (vgl. Wagner Pfeifer, Umweltrecht, Allge-
meine Grundlagen, 2017, N 683). Hieran ändert weder der Umstand etwas, dass 
die Werkstrasse in der Landwirtschaftszone situiert ist, noch die Tatsache, dass 
Deponien gemäss Anhang Ziff. 40.4 zur UVPV und Kiesgruben gemäss Anhang 
Ziff. 80.3 zur UVPV UVP-pflichtig sind. Der Ersatz der bisherigen Erschliessung 
der Kiesabbaugebiete beinhaltet weder eine Erweiterung oder eine Änderung des 
bestehenden und des bereits projektierten Grubenbetriebs (Auffüllung, Rekultivie-
rung und Endgestaltung der Kiesgrube F.________; vgl. Erw. 3.4.2 letzter Absatz 
hiervor), noch führt dies zu einer Verstärkung der bestehenden Umweltbelastung. 
Der Ersatz der bisherigen Erschliessung durch die neue Werkstrasse löst daher 
nicht im Sinne von Art. 2 UVPV eine erneute UVP-Pflicht für die Rekultivie-
rung/Endgestaltung der Kiesgrube F.________ aus (vgl. Wagner Pfeifer, a.a.O., 
N 688 ff.). 

Unbestritten ist, dass die neue Werkstrasse die Anforderungen der projektbezoge-
nen Verkehrsbelastung, welche der bestehende und der bereits projektierte Gru-
benbetrieb verursacht, ebenso wie die Voraussetzungen hinsichtlich Verkehr/ 
Lärm/Lufthygiene gleichermassen erfüllen muss, wie die bisherige - im Rahmen 
einer Umweltverträglichkeitsprüfung geprüfte - Erschliessung der Kiesabbauge-
biete Tuggen (vgl. dazu Erw 4.4.2 hiernach). Diese Auswirkungen wurden von den 
kantonalen und kommunalen Bewilligungsbehörden anhand der einschlägigen 
Gesuchsunterlagen und Fachberichte (Vi-act. III-02 Beilage B6; Vi-act. II-02 Bei-
lage 28, Bel. 1) denn auch geprüft und beurteilt. Wie der Gemeinderat in der Duplik 
vom 16. Juni 2023 (Rz. 10) ausführt, müsste dann erneut geprüft werden, ob die 
Werkstrasse als Erschliessung noch ausreichend sei, wenn die Beschwerdegeg-
nerin dereinst weitere Gruben betreiben wollte. 

3.4.4  Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Replik vom 27. Mai 2023 (Ziff. 4.6 ff. 
S. 6 ff.) unter Angabe zahlreicher kantonaler und eidgenössischer Gesetzesbe-
stimmungen den Ablauf einer Umweltverträglichkeitsprüfung skizzieren und ver-
schiedene Bemerkungen dazu anbringen, ist vor dem dargelegten Hintergrund, 

15

dass die verfahrensgegenständliche Werkstrasse nicht UVP-pflichtig ist, darauf 
nicht weiter einzugehen. Es waren den Beschwerdeführern im Rahmen des recht-
lichen Gehörs auch keine Unterlagen einer 'Gesamtplanung' und/oder 'aller weite-
ren Strassenprojekte' offenzulegen, welche nicht das vorliegend in Frage stehen-
den Baubewilligungsverfahren beschlagen. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, soweit sie sich gegen die 
Ausführungen in Erw. 2.4 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 richtet (vgl. vorste-
hend Erw. 3.2).

4.1 Auf Ersuchen des Gemeinderats vom 23. Juni 2021 hin (Vi-act. II-02 Beilage 
21), je einen unabhängigen Fachbericht zur Dimensionierung der Erschliessungs-
strasse sowie zur Beurteilung der Einfahrtsbewilligung i.S.v. § 41 i.V.m § 48 Abs. 1 
des Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 beizu-
bringen, reichte die Beschwerdegegnerin dem Gemeinderat am 17. August 2021 
einen Fachbericht der K.________ Verkehrsingenieure AG (Beurteilung Dimensio-
nierung neue Werkstrasse) vom 11. August 2021 sowie einen Fachbericht der 
K.________ Verkehrsingenieure AG (Beurteilung neue Werkstrasse bezüglich 
Einfahrtsbewilligung in öffentliches Strassennetz) vom 11. August 2021 ein (Vi-act. 
II-02 Beilage 24, Bel. 1 und 2). Am 17. September 2021 reichte die Beschwerde-
gegnerin zwei unterzeichnete Exemplare nach (Vi-act. II-02 Beilage 28, Bel. 1 und 
2).

4.2.1  Der Gemeinderat hat im GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 (Erw. 3 und 
5.3) zur Dimensionierung der Werkstrasse festgehalten, diese sei gemäss dem 
technischen Bericht der M.________ AG vom 20. November 2020 (in Vi-act. III-02 
Beilage B6) für Sattelschlepper mit 40t-Aufleger ausgelegt. Die Beschwerdegeg-
nerin gehe von durchschnittlich 116 Fahrten/Tag bzw. 177 Fahrten/Werktag aus. 
Die neue Werkstrasse umfasse eine Länge von ca. 615 m und solle 3.5 m breit 
werden, mit einem Bankett von zweimal 0.5 m. Das Kreuzen von 2 Lastwagen sei 
nicht möglich, weshalb 4 Ausweichstellen geplant seien. Diese würden eine Länge 
von 20 m und eine Breite von 3.5 m aufweisen. Die Ausbaugeschwindigkeit be-
trage 30 km/h. Daraus folge, dass die geplante Werkstrasse genügende Aus-
masse vorsehe. Ebenso erachte der Bericht der K.________ Verkehrsingenieure 
AG (Beurteilung Dimensionierung neue Werkstrasse) vom 11. August 2021 die 
Dimensionierung der neuen Werkstrasse als genügend. Die erforderliche lichte 
Breite von 3.35 m bzw. 6.70 m bei den Kreuzungsstellen seien mit der Strassen-
breite von 3.5 m bzw. 7 m bei den Ausweichstellen genügend dimensioniert. Auch 
sei die Befahrbarkeit der Werkstrasse durch Kurvenverbreiterungen und Schlepp-
kurven gewährleistet. Das Quergefälle mit max. 3% und die Längsneigung von 

16

höchstens 12% entspreche bei der Ausbaugeschwindigkeit von 30 km/h den Vor-
schriften. Die Verkehrssicherheit sei gewährleistet: Insbesondere seien die Anhal-
tesichtweiten auf der gesamten Werkstrasse eingehalten. Es lägen keine triftigen 
Gründe vor, um von den Ergebnissen des technischen Gutachtens abzuweichen. 

4.2.2  Zu den Voraussetzungen für die Erteilung der Einfahrtsbewilligung hat der 
Gemeinderat im GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 (Erw. 5.5) ausgeführt, Trä-
ger der H.________strasse und der G.________strasse, in welche die geplante 
Werkstrasse einmünde, sei die Gemeinde Tuggen. Entsprechend falle die Ertei-
lung einer Einfahrtsbewilligung in ihren Zuständigkeitsbereich (vgl. § 47 Abs. 1 
StraG). Wie sich aus den Gesuchsunterlagen (technisches Gutachten, Lärmgut-
achten, Beurteilung Entwässerungsmassnahmen, Beurteilung aus Sicht Wildsäu-
ger und Massnahmen) ergebe, seien die Umweltvorschriften grundsätzlich einge-
halten. Dies halte auch der Fachbericht der K.________ Verkehrsingenieure AG 
(Beurteilung neue Werkstrasse bezüglich Einfahrtsbewilligung in öffentliches 
Strassennetz) vom 11. August 2021 (Vi-act. II-02 Beilage 24, Bel. 2) fest. Aus die-
sem Fachbericht ergebe sich auch, dass die Verkehrssicherheit bzw. die Sichtver-
hältnisse bei den Einmündungen in die Buchberg- und G.________strasse genü-
gend seien. Einzig die Sicht von der G.________strasse nach rechts in die Werk-
strasse sei durch den Geländeverlauf eingeschränkt. Mittels eines "Kein Vortritt"-
Verkehrsschildes könne die Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Der Ge-
meingebrauch (des umliegenden Strassennetzes) werde durch die Werkstrasse 
nicht behindert. Die geplante Werkstrasse erfülle die Voraussetzungen für eine Ein-
fahrtsbewilligung. Bei diesem Fachbericht handle es sich um ein technisches Gut-
achten, welches sich auf anerkannte Normen stütze. Es lägen keine triftigen 
Gründe vor, um von den Ergebnissen dieses Fachberichts abzuweichen. Die er-
forderliche Signalisation sei anzubringen.

4.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 2.5.2) aus-
geführt, die Beschwerdeführer hätten am 20. September 2021 zwei Exemplare der 
nachgereichten, unterschriebenen Fachberichte der K.________ Verkehrsingeni-
eur AG (Vi-act. II-02 Beilage 28, Bel. 1 und 2) erhalten. Der Einwand der fehlenden 
Unterschriften sei offensichtlich unbegründet, weshalb sich die Vorinstanz 1 hierzu 
im angefochtenen Beschluss nicht mehr explizit äussern müsse. Im Übrigen habe 
sich der Gemeinderat mit den eingereichten Gutachten und den ergänzenden 
Fachberichten auseinandergesetzt und festgestellt, es würden keine triftigen 
Gründe vorliegen, die diese Gutachten in Frage stellten. Eine Zusammenstellung 
der gesamten Fahrten bzw. Transportzahlen ergebe sich aus dem Lärmgutachten 
des Ingenieurbüro L.________ vom 16. November 2020 (in Vi-act. III-02 Beilage 

17

B6). Die 177 Lastwagenfahrten pro Tag würden denn auch auf diesem Lärmgut-
achten und auf dem technischen Bericht der M.________ AG vom 20. November 
2020 (in Vi-act. III-02 Beilage B6) gründen. Dass sich der Gemeinderat nicht im 
Detail mit den unsubstantiierten Rügen der Beschwerdeführer auseinandergesetzt 
habe, sei unter diesen Gesichtspunkten ebenfalls nicht zu beanstanden. Aus dem 
angefochtenen GRB Nr. 193 würden jedenfalls die wesentlichen Überlegungen 
hervorgehen, von denen sich der Gemeinderat habe leiten lassen. Die Beschwer-
deführer hätten diesen Beschluss in voller Kenntnis der Tragweite an den Regie-
rungsrat weiterziehen können.

4.4 Die Beschwerdeführer erachten in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 
2023 (Ziff. 6 S. 22 f.) die von ihnen vor der Vorinstanz vorgebrachten Rügen zu 
den Fachberichten als substantiiert und unwiderlegt. Es seien triftige Gründe vor-
handen, um die Fachgutachten in Frage zu stellen. Hierzu geben die Beschwer-
deführer im Wesentlichen erneut die bereits in ihrer Verwaltungsbeschwerde vom 
20. Juni 2022 (Vi-act. I-01 Beilage 7 Ziff. 6.2 S. 22 f.) wiederholten Ausführungen 
aus ihrer Stellungnahme im Einspracheverfahren vom 1. September 2021 (Vi-act. 
II-02 Beilage 29) wieder, wonach (auch) in den Fachberichten der K.________ 
Verkehrsingenieure AG der Nachweis einer verbindlichen Datenbasis zum Trans-
portvolumen und zu den Transportmengen in den jeweiligen Zeitabschnitten der 
geplanten zukünftigen Abbau- und Deponietätigkeit fehle, ebenso wie eine eindeu-
tige, belastbare Zuordnung der Transportmengen zur Erschliessung aller Gruben-
bereiche, die jemals via Werkstrasse erschlossen würden. Damit fehle es an einer 
seriösen Berechnungsgrundlage für die Fahrtenzahlen. Die Verkehrsbelastung 
von 177 Fahrten/Tag (durchschnittlicher Werktag) sei nicht nach den erforderli-
chen professionellen Standards ausgewiesen und werde als rein spekulativ be-
stritten. Der technische Bericht der M.________ AG vom 20. November 2020 
könne nicht als aussagekräftig anerkannt werden. Ohne die erforderlichen Kenn-
zahlen und ohne ergänzende Unterlagen sei weder eine sachgemässe und tech-
nisch korrekte Beurteilung der Bewilligungsvoraussetzungen für die Einfahrten der 
projektierten Werkstrasse ins öffentliche Strassennetz noch eine belastbare Beur-
teilung der Dimensionierung der Werkstrasse möglich. Die Verweigerung einer 
sachgerechten Auseinandersetzung mit diesen entscheidrelevanten Vorbringen 
stelle eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör dar. 

4.5.1 Soweit die Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 3. März 2023 
auf S. 22 f. ihre Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (dort S. 22 f.) und die 
dortigen Wiederholungen aus ihrer Stellungnahme im Einspracheverfahren vom 
1. September 2021 erneut wortgleich wiedergeben, ist vorab darauf hinzuweisen, 

18

dass der Verweis auf die vorinstanzlichen Eingaben nicht von der Begründungs-
pflicht entbindet. Die Begründung muss aus sich selbst heraus verständlich sein 
(vgl. Hensler, a.a.O., S. 110; VGE III 2022 124 vom 26.1.2023 Erw. 3.1.1). Wie der 
Verweis auf die vorinstanzlichen Eingaben so erfüllt auch deren blosse Wiederho-
lung (copy & paste) die Anforderung an die Begründungspflicht nicht. Denn mit der 
blossen Wiederholung der vorinstanzlichen Eingabe wird nicht i.S.v. § 55 Abs. 1 
VRP dargelegt, weshalb der vorliegend angefochtene Entscheid an einem Mangel 
leidet, d.h. inwiefern der Regierungsrat in diesem Entscheid den rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt, das Recht unrichtig ange-
wandt oder sein Ermessen überschritten oder missbraucht haben soll.

4.5.2 Die Verkehrsbelastung von 177 Lastwagenfahrten pro Betriebstag auf der 
geplanten Werkstrasse gründet auf das Lärmgutachten des Ingenieurbüros 
L.________ vom 16. November 2020 (in Vi-act. III-02 Beilage B6, Ziff. 3.3.1). Darin 
wird das tägliche Verkehrsaufkommen (pro durchschnittlichen Betriebstag) detail-
liert anhand der jährlich ab- und zuzuführenden Mengen an Materialien (Beton, 
Kies, Zement und Aushub) sowie der hierfür benötigten Lastwagenfahrten errech-
net. Die weitaus erheblichste Position (Zufuhr Aushub für die Auffüllung, Rekulti-
vierung und Endgestaltung der Kiesgrube F.________) von 200'000 m3 (ab dem 
Jahr 2018) resp. jährlichen 30'769 Lastwagenfahrten entstammt dem (in Ziff. 2.1 
als Grundlage genannten) Fachbericht Verkehr/Lärm/Lufthygiene des Ingenieur-
büros L.________ vom 14. Dezember 2017, welcher im Rahmen des Umweltver-
träglichkeitsberichts vom Dezember 2017 für die geplante Rekultivierung/Endge-
staltung der Kiesgrube F.________ (vgl. dazu Erw. 3.4.2 in fine hiervor) eingereicht 
und vom Amt für Umwelt und Energie (AUE, damals noch Amt für Umwelt [AfU]) 
als zuständige Fachstelle geprüft wurde (vgl. dazu VGE III 2023 vom 27.6.2023 
Erw. 4.2 f.). Deren Prüfungsbericht ist in tatsächlicher Hinsicht einer amtlichen Ex-
pertise gleichzustellen (vgl. BGE 124 II 460 Erw. 4b).

Auf die im Lärmgutachten vom 16. November 2020 nachvollziehbar errechnete 
Verkehrsbelastung stellten in der Folge sowohl der technische Bericht der 
M.________ AG vom 20. November 2020 (in Vi-act. III-02 Beilage B6, Ziff. 5) wie 
auch die Fachberichte der K.________ Verkehrsingenieure AG vom 11. August 
2021 ab (Vi-act. II-02 Beilage 24/28, Bel. 1 und 2, je Kapitel Übersicht). Das AUE 
hat das Lärmgutachten des Ingenieurbüros L.________ vom 16. November 2020 
geprüft und dem Lärmschutznachweis zugestimmt (vgl. Gesamtentscheid vom 
15.4.2021 [Vi-act. III-02 Beilage B2] Ziff. II.-2b).

4.5.3  Damit erweist sich die Rüge der Beschwerdeführer, die Verkehrsbelastung 
von 177 Lastwagenfahrten pro Betriebstag sei rein spekulativ, als offensichtlich 

19

haltlos. Die errechnete Verkehrsbelastung beruht vielmehr auf einem nachvollzieh-
bar dargelegten Transportvolumen und der hierfür benötigten Lastwagenfahrten. 
Die Beschwerdeführer vermögen - wie vor der Vorinstanz - auch vorliegend keine 
konkreten, sachbezogenen Gründe zu benennen, welche die derart errechnete 
Verkehrsbelastung in Frage stellen würde. Entgegen ihrer Auffassung war die Ver-
kehrsbelastung auch nicht auf der Basis eines 'Gesamtprojektes' zu errechnen, 
welches die Transportmengen allfälliger künftiger Abbaubaugebiete mitumfasst. 
Sollte die Beschwerdegegnerin dereinst weitere Gruben betreiben wollen, müsste 
unter dem Aspekt der Erschliessung erneut geprüft werden, ob die Werkstrasse 
noch ausreicht (vgl. dazu auch Erw. 3.4.3 in fine hiervor). 

Den Vorinstanzen ist somit beizupflichten, dass keine triftigen Gründe vorliegen, 
von der im Lärmgutachten des Ingenieurbüros L.________ vom 16. November 
2020 errechneten Verkehrsbelastung abzuweichen. Entsprechend ist auch nicht 
zu beanstanden, dass im technischen Bericht der M.________ AG vom 20. No-
vember 2020 sowie in den Fachberichten der K.________ Verkehrsingenieure AG 
vom 11. August 2021 (betr. Dimensionierung und Einfahrtsbewilligung) auf dieses 
Gutachten abgestellt wurde. 

Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet, soweit sie sich gegen die 
Ausführungen in Erw. 2.5.2 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 richtet. Eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor, der Regierungsrat ist seiner Begrün-
dungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen (vgl. dazu Erw 3.4.1 in fine hiervor). 

5.1 Der Gemeinderat hat im GRB Nr. 193 vom 15. Dezember 2021 ausgeführt, 
es bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, die Werkstrasse so rasch 
wie möglich zu realisieren. Damit solle der jahrzehntelangen Forderung nachge-
kommen werden, sowohl die N.________- und die H.________strasse ab dem 
Dorfzentrum Tuggen als auch das Gemeindegebiet Nuolen (Gemeinde Wangen) 
vom Grubenverkehr zu entlasten, wovon insbesondere die Anwohner der 
N.________strasse profitierten. Gemäss dem rechtskräftigen Erschliessungsplan 
vom 26. Juni 2013 (Art. 10 Abs. 1 lit. a des Reglements zum Erschliessungsplan) 
hätte die im Erschliessungsplan als Groberschliessungsstrasse aufgeführte Werk-
strasse in der ersten Etappe, d.h. bis spätestens 2018, realisiert werden sollen. 
Dieser Zeitpunkt sei längst abgelaufen (Erw. 3). Der Grubenbetrieb der Beschwer-
degegnerin sei nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Unabhängig da-
von sei die Darstellung der Beschwerdeführer, wonach keine gültige Konzession 
zum Materialabbau und zur Deponie vorliege und die Fristen gemäss dem öffentlich-
rechtlichem Vertrag vom 22./25. August 2008 abgelaufen seien, unbegründet. Die 

20

(erforderlichen) Bewilligungen seien stets im Rahmen eines Baubewilligungsver-
fahrens erfolgt und die erwähnten Fristen seien jeweils rechtzeitig verlängert wor-
den (Erw. 4.3).

5.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 3.2) u.a. 
erwogen, die Verpflichtung, den Schwerverkehr über die neu zu erstellende Werk-
strasse zu führen, sei schon im öffentlich-rechtlichem Vertrag vom 22./25. August 
2008 enthalten. Die Werkstrasse sei im rechtskräftigen Erschliessungsplan vom 
26. Juni 2013 als Groberschliessungsstrasse aufgeführt. Sobald für diese Werk-
strasse eine rechtskräftige Bewilligung vorliege, werde der Schwerverkehr auch 
nicht mehr über die N.________- und H.________strasse geführt. Dazu habe der 
Gemeinderat die Beschwerdegegnerin auch bereits mit dem Beschluss Nr. 194 
vom 15. Dezember 2021 (Disp.-Ziff. 4; vgl. VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 In-
gress. lit. F.) verpflichtet. In diesem Sinne bestehe durchaus ein öffentliches Inter-
esse an der Erstellung der Werkstrasse, auch wenn der Kiesabbau in der Ge-
meinde Tuggen längst abgeschlossen worden sei. Die Grube F.________ in Tug-
gen müsse noch aufgefüllt und anschliessend rekultiviert werden. 

5.3 Die Beschwerdeführer bestreiten in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 
2023 (Ziff. 7 S. 24 f.) das öffentliche Interesse an der Erstellung der Werkstrasse. 
Die Darstellung des Regierungsrats widerspreche dem Zweckbeschrieb des Bau-
gesuchs: "Erschliessung der Kiesabbaugebiete Tuggen". Auch sehe die kantonale 
Richtplanung riesige neue Abbaugebiete vor, welche jedoch nicht in einem Über-
blick für das vorgesehene Einzugsgebiet der Werkstrasse offengelegt würden. 
Darin erkennen die Beschwerdeführer Widersprüche und sie bemängeln eine - ih-
ren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzende - fehlende Auseinandersetzung 
mit ihren Ausführungen vor Vorinstanz. In der Folge wiederholen sie ihre Aus-
führungen aus der Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (Vi-act. I.-01 Bei-
lage 7 Ziff. 3.4.3 f. und Ziff. 2.1 ff. S. 18 f.). 

5.4 Indem die Beschwerdeführer als Begründung ihrer Beschwerde gegen die 
Erw. 3 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 ihre Verwaltungsbeschwerde vom 
20. Juni 2022 wortgleich wiederholen, genügen sie auch in diesem Zusammen-
hang ihrer Begründungspflicht nicht (vgl. dazu Erw. 4.4.1 hiervor). Im Übrigen 
übergehen die Beschwerdeführer, dass bereits der Gemeinderat ihr hauptsächli-
ches Argument entkräftet hat, wonach keine gültige Konzession zum Materialab-
bau und zur Deponie vorliege (vgl. Erw. 5.1 hiervor). Denn die verschiedenen Frist-
verlängerungen für die Wiederauffüllung und Rekultivierung der Grube 
F.________ in Tuggen, wie auch das Baugesuch für die Rekultivierung/Endgestal-
tung der Kiesgrube F.________ wurden jeweils - zulässigerweise - im Rahmen 

21

eines Baubewilligungsverfahrens erteilt (vgl. dazu Nrn. 40.4 und 80.3 des Anhangs 
"UVP-Anlagen und massgebliche Verfahren im Kanton Schwyz" zur Vollzugsver-
ordnung zum Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz [VVzUSG; SRSZ 
711.111] vom 3.7.2001). 

Zweifellos wird die Auffüllung, Rekultivierung und bis Ende 2035 befristete Endge-
staltung der Grube F.________ in Tuggen (vgl. Erw. 3.4.2 letzter Absatz hiervor) 
noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Folglich haben die Vorinstanzen zutreffend 
darauf erkannt, dass weiterhin ein öffentliches Interesse an der Realisierung der 
Werkstrasse besteht, welche auch im rechtskräftigen Erschliessungsplan vom 
26. Juni 2016 als Groberschliessungsstrasse aufgeführt ist - womit per se ein öf-
fentliches Interesse ausgewiesen ist. Ein irgendwie gearteter Widerspruch ist we-
der in der Bezeichnung des Bauvorhabens im Baugesuch vom 23. Dezember 2020 
zu erkennen, noch darin, dass im aktuellen kantonalen Richtplan vom 26. Juni 
2020 (vom Regierungsrat erlassen mit RRB Nr. 289 vom 14.4.2019, vom Bundes-
rat genehmigt am 26.6.2020) verschiedene Standorte in Tuggen "für neue Abbau-
gebiete oder den Ausbau der bestehenden Abbaugebiete" bezeichnet werden 
(Richtplan-Beschluss W-4.2). Die Ausführungen in Ziff. 7.1 f. der Beschwerde-
schrift vom 3. März 2023 und die darin eingefügten Wiederholungen aus der Ver-
waltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 vermögen daran nichts zu ändern.

Die Beschwerde erweist sich damit auch hinsichtlich der Rügen gegen die Aus-
führungen in Erw. 3 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 als unbegründet. Eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor, der Regierungsrat ist seiner Be-
gründungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen (vgl. dazu Erw 3.4.1 in fine hier-
vor).

6.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 4.1) die 
Rechtsgrundlagen für Zuständigkeit des ARE zur Erteilung von (Ausnahme)Bewil-
ligungen von nichtlandwirtschaftlichen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen zu-
treffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.

Zur Rüge, dass das ARE den Gesamtentscheid vom 15. April 2021 zu einem Zeit-
punkt gefällt habe, als die Fachberichte der K.________ Verkehrsingenieure AG 
vom 11. August 2021 (Vi-act. II-02 Beilage 24/28, Bel. 1 und 2) noch gar nicht 
eingereicht waren, hat der Regierungsrat in Erw. 4.2 zutreffend darauf hingewie-
sen, dass diese Fachberichte auf Ersuchen des Gemeinderats vom 23. Juni 2021 
hin erstattet wurden (vgl. Erw. 4.1 hiervor), welcher gemäss § 76 Abs. 2 Satz 2 
PBG Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen auf die Einhaltung der baupolizeili-
chen Vorschriften prüft und gemäss § 47 Abs. 1 StraG als Strassenträger für die 
Erteilung der Einfahrtsbewilligung der geplanten Werkstrasse der 

22

H.________strasse und der G.________strasse zuständig ist (vgl. Erw. 4.2.2 hier-
vor). Somit habe die Beschwerdegegnerin die beiden Fachberichte der 
K.________ Verkehrsingenieure AG nachgereicht, damit der Gemeinderat das 
Bauvorhaben einerseits auf die Einhaltung der baupolizeilichen Vorschriften i.S.v. 
§ 76 Abs. 2 Satz 2 PBG andererseits auf die Anforderung an die Einfahrtsbewilli-
gungen in die H.________strasse und die G.________strasse habe prüfen kön-
nen. Insoweit sei es nicht weiter von Bedeutung, dass das ARE den Gesamtent-
scheid zu einem Zeitpunkt gefällt habe, bevor die Fachberichte der K.________ 
Verkehrsingenieure AG vorgelegen seien, welche nur für bau- bzw. strassenpoli-
zeiliche Belange von Bedeutung seien. Abgesehen davon habe das ARE in seiner 
Vernehmlassung vom 9. November 2022 (Vi-act. III.-02, S. 5) ausgeführt, dass die 
raumplanungsrechtliche Beurteilung des Baugesuches auch mit Kenntnis der 
nachgereichten Fachberichte der K.________ Verkehrsingenieure AG nicht an-
ders ausgefallen wäre (Erw. 4.3).

6.2 Die Beschwerdeführer rügen in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 2023 
(Ziff. 8.1-8.3 S. 25 f.) die angeblich fehlenden hoheitlichen Entscheidbefugnisse 
(auch) des ARE. Weiter beanstanden sie eine vorgebliche Zonenkonformität und 
Bewilligungsfähigkeit der Werkstrasse in der Landwirtschaftszone als rechtswidrig. 
Sodann machen sie gelten, dass sie durch das Nicht-Einreichen einer Stellung-
nahme zum Gesamtentscheid vom 15. April 2021 kein Einverständnis zu diesem 
bekundet hätten. 

6.3 Soweit die Beschwerdeführer das ARE als 'Unterorganisation' der angeblich 
'illegal gegründeten Firma "Kanton Schwyz" resp. den von ihm erlassenen Gesam-
tentscheid vom 15. April 2021 ablehnen, und es aus den nämlichen Gründen un-
terlassen haben, im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens zu dem ihnen am 
30. Juni 2022 zugestellten Gesamtentscheid Stellung zu nehmen, erheben sie 
keine materiellen Rügen, auf welche weiter einzugehen ist (vgl. dazu auch Erw. 
1.4.2 und Erw. 2.3 hiervor). Indem der Regierungsrat im RRB Nr. 84/2023 (Erw. 
2.3) festgehalten hat, die Beschwerdeführer hätten stillschweigend darauf verzich-
tet, zum Gesamtentscheid Stellung zu nehmen, hat er nicht behauptet, sie hätten 
ihr Einverständnis zum Gesamtentscheid erklärt - was für die Beurteilung aller-
dings ohne Relevanz ist. Im Weiteren hat der Regierungsrat in Erw. 4.1 dieses 
Beschlusses auch nicht behauptet, die geplante Werkstrasse sei in der Landwirt-
schaftszone zonenkonform; er hat lediglich wiedergegeben, dass die zuständige 
kantonale Behörde gemäss Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raum-
planung (RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 bei allen Bauvorhaben ausserhalb der 
Bauzonen entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahme-
bewilligung erteilt werden kann. Aus dem Gesamtentscheid vom 15. April 2021 

23

(Stellungnahme ARE [Ortsplanungen] Ziff. II.1 und Erw. 2 lit. c.) ergibt sich zudem 
unzweifelhaft, dass auch das ARE die geplante Werkstrasse in der Landwirt-
schaftszone nicht als zonenkonform beurteilt hat, sondern eine raumplanungs-
rechtliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG für dieses Erschliessungsvor-
haben erteilt hat (Erw. 2 lit. c S. 13 f.). Dazu tragen die Beschwerdeführer keine 
sachbezogenen Rügen vor.

Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet, soweit sie sich gegen die 
Ausführungen in Erw. 4 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 richtet. 

7.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 5.1) aus-
geführt, die neu geplante Werkstrasse verlaufe praktisch genau entlang der im Er-
schliessungsplan vom 26. Juni 2013 vorgegebenen Linienführung. Es treffe zu, 
dass die Werkstrasse zwischen KTN 002.________ und KTN 003.________ den 
O.________bach überquere. Der neu geplante Bachdurchlass weise eine Länge 
von rund 6 m und einen Durchmesser von 1 m auf. Es sei nicht ersichtlich, inwie-
weit die Vorinstanzen die Bewilligung für die Überquerung des Baches zu Unrecht 
erteilt haben sollten. Die Linienführung der Werkstrasse sei im Erschliessungsplan 
grundsätzlich bereits vorgegeben. Das vorliegende Projekt halte sich daran. Ohne 
die Überquerung des Baches könnte die Werkstrasse gar nicht realisiert werden. 
In diesem Sinne habe auch der Bezirk March als Hoheitsträger über die Fliessge-
wässer der Beschwerdegegnerin eine Ausnahmebewilligung zur Überdeckung 
bzw. Eindolung des Gewässers i.S.v. von Art. 38 Abs. 2 lit. b des Gewässerschutz-
gesetzes (GSchG; SR 814.20) vom 24. Januar 1991 erteilt.

Sowohl das AUE als auch das Amt für Gewässer (AFG) hätten das Baugesuch 
umfassend geprüft und für bewilligungsfähig befunden (vgl. Gesamtentscheid vom 
15.4.2021 Ziff. II.2 und II.3). Das AFG habe der Ausnahmebewilligung nach Art. 38 
Abs. 2 lit. b GSchG vorgängig zugestimmt. Ein eigentlicher Einbau in das Grund-
wasser oder unter den mittleren Grundwasserspiegel erfolge mit dem geplanten 
Projekt nicht. Gemäss dem hydrogeologischen Bericht der P.________ AG vom 
21. August 2017 (in Vi-act. III-02 Beilage B6) bestehe im Tiefenbereich der geplan-
ten Strasse kein zusammenhängendes Grundwasservorkommen mit definierba-
rem Grundwasserspiegel. Das AUE habe der Beschwerdegegnerin die gewässer-
schutzrechtliche Bewilligung i.S.v. Art. 19 Abs. 2 GSchG unter Auflagen erteilt. Zu-
dem habe sie angeordnet, dass das Bauvorhaben von einem Spezialisten für Bo-
denschutzfragen zu begleiten sei (vgl. Gesamtentscheid vom 15.4.2021 Ziff. II.2a 
und II.2b). Es bestehe keine Veranlassung, von der Beurteilung der Fachbehörden 
abzuweichen (Erw. 5.2). Ein "Gesamtprojekt" liege nicht vor. Die neu geplante 
Werkstrasse, um welche es ausschliesslich gehe sei nicht der Umweltverträglich-
keitsprüfung unterstellt (Erw. 5.3).

24

7.2 Die Beschwerdeführer machen in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 2023 
(Ziff. 8.4 - 8.7 S. 26 f.) hierzu geltend, sie hätten vor Vorinstanz dargelegt, weswe-
gen das Bauprojekt die Bewilligungsvoraussetzungen nicht erfülle und verweisen 
diesbezüglich auf ihre Argumentation zum Fehlen einer Umweltverträglichkeitsprü-
fung. Weil die Bewilligungsvoraussetzungen eines Gesamtprojekts nicht geprüft 
worden seien und auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet worden sei, 
sei die rechtliche und materielle Bewilligungsfähigkeit der zonenfremden Landnut-
zung für eine Werkstrasse ohne verbindlich und abschliessende Definition von 
Zielort und Nutzungszeit abzuerkennen (Ziff. 8.4). Anschliessend wiederholen sie 
ihre Ausführungen aus der Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (Vi-act. I.-
01 Beilage 7 Ziff. 3.1 ff. S. 20 und Ziff. 5.1.1 und 5.2 f. S. 21).

Der Verweis auf den hydrogeologischen Bericht der P.________ AG vom 21. Au-
gust 2017 sei unhaltbar. Es handle sich dabei um ein reines Parteigutachten, wel-
che die Grundwasser-Situation vor Ort entscheidrelevant falsch darstelle (Ziff. 8.5). 
Die Darstellung, wonach keine Veranlassung bestehe, um von der Beurteilung der 
Fachbehörden abzuweichen, obwohl diese in "Pseudo-Staatsorgane" umgewan-
delt worden seien, sei geradezu grotesk (Ziff. 8.6). Die Beschwerdeführer hätten 
ihre entsprechenden Begründungen sehr wohl vorgebracht, seien aber gehörsver-
letzend ignoriert worden.

7.3.1  Hinsichtlich der Ansicht der Beschwerdeführer, dass im Rahmen des vorlie-
genden Baubewilligungsgesuchs für eine Werkstrasse ein 'Gesamtprojekt' hätte 
geprüft und eine Umweltverträglichkeitsprüfung hätte verlangt werden müssen, 
kann - ebenso wie bezüglich der (in den Wiederholungen der Verwaltungsbe-
schwerde vom 20.6.2022 Ziff. 3.1 ff. S. 20 thematisierten) angeblichen Wider-
sprüchlichkeit im GRB Nr. 193 - auf die obigen Ausführungen (Erw. 3.4.2 f. hiervor) 
verwiesen werden. 

Die in den Wiederholungen der Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (Ziff. 
5.1.1 und 5.2 f. S. 21) vorgetragenen Rügen, wonach mit § 76 Abs. 2 PBG i.V.m. 
§ 46 Abs. 3 PBV keine (genügenden) Rechtsgrundlagen für die Zuständigkeit des 
ARE zur Erteilung von (Ausnahme)Bewilligungen von nichtlandwirtschaftlichen 
Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG bestün-
den (vgl. auch Erw.  6.1 hiervor), resp. dass eine auf dieser Grundlage erlassen 
Ausnahmebewilligung ungenügend sei, ist angesichts der klaren gesetzlichen Zu-
ständigkeitsordnung unbehelflich. Dasselbe gilt bezüglich der Rüge, wonach nicht 
auf die Beurteilungen der Fachbehörden abgestellt werden könne, weil diese in 
"Pseudo-Staatsorgane" umgewandelt worden seien (vgl. dazu auch Erw. 1.4.2 und 
Erw. 2.3 hiervor). Weder mit der einen noch der anderen Rüge werden sachbezo-
gen Argumente vorgetragen, welche den Gesamtentscheid vom 15. April 2021 

25

oder konkrete Beurteilungen der kantonalen Fachstellen in Frage stellen könnten. 
Dasselbe gilt hinsichtlich der Bestreitung des hydrogeologischen Berichts der 
P.________ AG vom 21. August 2017 (in Vi-act. III-02 Beilage B6) als völlig un-
haltbar. Inwiefern allein aus dem Umstand, dass dieses Gutachten von der Be-
schwerdegegnerin als Bauherrin in Auftrag gegeben wurde, zu folgern wäre, dass 
darin die Grundwasser-Situation vor Ort entscheidrelevant falsch dargestellt sein 
sollte, ist weder nachvollziehbar, noch wird dies von den Beschwerdeführern er-
läutert.

7.3.2  Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Replik vom 27. Mai 2023 (Ziff. 3.13 
S. 4 f.) - mit Hinweis auf eine Fotodokumentation von überschwemmtem Land un-
terhalb der H.________strasse nach vorangehenden Starkniederschlägen - gel-
tend machen, dass eine Entwässerung über die Schulter bei der projektierten 
Werkstrasse das abstrom liegende Landwirtschaftsland schädigen würde und da-
her nicht bewilligungsfähig sei, kann ihnen nicht gefolgt werden.

Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik vom 20. Juni 2023 (Ziff. 6 f. S. 3 f.) 
feststellt, kann es als notorisch gelten, dass es infolge ausserordentlicher Regen-
fälle zu Hochwasser kommen kann. Aus derartigen Wetterereignissen lässt sich 
per se nicht auf eine ungenügende Entwässerung der geplanten Werkstrasse 
schliessen. Überschwemmungen im Sinne der Fotodokumentation in der näheren 
und weiteren Nachbarschaft der geplanten Werkstrasse nach ausserordentlichen 
Regenfällen stellen mit anderen Worten keine triftigen Gründe dar, um von den 
Ergebnissen des hydrologischen Fachberichts der P.________ AG vom 21. Au-
gust 2017 und des technischen Berichts der M.________ AG vom 20. November 
2020 (Ziff. 6.1) abzuweichen, welche vom AFG als zuständige Fachstelle geprüft 
wurden (vgl. Gesamtentscheid vom 15.4.2021 Ziff. II.3) und denen auch die 
I.________ Melioration in der Stellungnahme vom 20. Januar 2021 (Vi-act. III-02 
Beilage B5) gefolgt ist (vgl. auch GRB 193 Erw. 7.2).

Die Beschwerde erweist sich damit auch als unbegründet, soweit sie sich gegen 
die Ausführungen in Erw. 5 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 richtet. Eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor, der Regierungsrat ist seiner Begrün-
dungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen (vgl. dazu Erw. 3.4.1 in fine hiervor). 

8.1 Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen RRB Nr. 84/2023 (Erw. 6) mit 
der Beanstandung der Beschwerdeführer auseinandergesetzt, wonach das Pflan-
zen von zwei Obstbäumen für eine Sicherung des Wildtierkorridors nicht genüge. 
Diese Rüge sei nicht näher substantiiert. Gemäss dem Fachbericht "Beurteilung 
aus Sicht der Wildsäuger und Massnahmen" der Q.________ GmbH vom 9. Juli 

26

2018 (in Vi-act. III-02 Beilage B6) werde die geplante Werkstrasse zu einem ge-
ringen Lebensraumverlust und zu einer geringen Lebensraum-Zerschneidung für 
Kleintiere führen. Als Kompensationsmassnahmen sollten deshalb zwei Obst-
bäume gepflanzt werden. In Bezug auf die Funktion des Wildtierkorridors Nr. SZ 
11/SG 27 "Wägital-Buechberg-Kaltbrunn" werde die Strasse zu keinen negativen 
Auswirkungen führen. Das Amt für Wald und Natur (AWN, Abteilung Jagd und 
Wildtiere) habe die Gesuchsunterlagen geprüft und das Projekt als bewilligungs-
fähig erachtet (vgl. Gesamtentscheid vom 15.4.2021 Ziff. II.4b). Es sei nicht er-
sichtlich, inwieweit die Beurteilung der Fachbehörde falsch sein solle.

Laut dem Rodungsgesuch umfasse die Rodung insgesamt 162 m2. Die Rodung 
werde vollumfänglich mittels Ersatzaufforstungen kompensiert. Das Rodungsge-
such sei zeitgleich mit dem Baugesuch öffentlich aufgelegt und publiziert worden. 
Das AWN (Abteilung Forstrecht) habe das Rodungsgesuch geprüft und unter Auf-
lagen bewilligt (vgl. Gesamtentscheid vom 15.4.2021 Ziff. II.4a). Auch diesbezüg-
lich werde aus den unsubstantiierten Rügen nicht ersichtlich, inwieweit die Beur-
teilung der kantonalen Fachbehörde falsch bzw. rechtswidrig sein solle (Erw. 6.1). 
Im Übrigen bleibe die Werkstrasse nach ihrer Erstellung nicht permanent beste-
hen. Das ARE habe die Baubewilligung mit einem Beseitigungsrevers verknüpft, 
womit die Beschwerdegegnerin verpflichtet sei, die Werkstrasse zurückzubauen 
und das Gelände zu rekultivieren, sobald sie nicht mehr für den Abbau und die 
Wiederauffüllung resp. Rekultivierung der Grube benötigt werde (Erw. 6.2).

8.2 Die Beschwerdeführer machen in ihrer Beschwerdeschrift vom 3. März 2023 
(Ziff. 9 S. 28) hierzu im Wesentlichen geltend, sie hätten ihre Beanstandungen 
betreffend Wildtierkorridor, Rodungsbewilligung und Rückbaupflicht für die Werk-
strasse genügend substantiiert. Mit der gegenteiligen Behauptung wolle man von 
der grundlegenden Verletzung ihres Gehörsanspruchs ablenken. Die Behauptung, 
das Pflanzen von zwei Obstbäumen sei für eine Sicherung des Wildtierkorridors 
ein adäquater Ausgleich für die Durchtrennung des Wildtierkorridors, sei peinlich. 
Angesichts der schon abschätzbaren, sehr hohen Fahrtenzahl für neue Abbauge-
biete und Deponien, sei der behauptete geringe Lebensraumverlust und die ge-
ringe Lebensraum-Zerschneidung geradezu zynisch (Ziff. 9.1 - 9.3). 

Ihre Rügen zur unzulässigen Rodungsbewilligung seien gehörsverletzend ignoriert 
worden, weswegen die Beschwerdeführer die entsprechenden Vorbringen aus der 
Verwaltungsbeschwerde vom 20. Juni 2022 (Vi-act. I.-01 Beilage 7 Ziff. 9 S. 20) 
wiederholen. Das ln-Aussicht-Stellen eines Rückbaus der Werkstrasse zu einem 
undefinierten Zeitpunkt sei völlig unglaubwürdig. Da die Beschwerdegegnerin 
dafür berüchtigt sei, Vereinbarungen nicht einzuhalten, sei der Beseitigungsrevers 
ohne Zeitangabe lediglich ein schlechter Witz (Ziff. 9.4 f.). 

27

8.3 Mit diesen Ausführungen tragen die Beschwerdeführer - wie vor Vorinstanz - 
auch vorliegend keine sachbezogenen Argumente vor, welche die von der kanto-
nalen Fachstelle (AWN, Abteilung Jagd und Wildtiere) geprüfte Feststellung im 
Fachbericht "Beurteilung aus Sicht der Wildsäuger und Massnahmen" der 
Q.________ GmbH vom 9. Juli 2018 in Frage stellen können, wonach die geplante 
Werkstrasse lediglich zu einem geringen Lebensraumverlust und zu einer geringen 
Lebensraum-Zerschneidung für Kleintiere führen werden, so dass das Pflanzen 
von zwei Obstbäumen als Kompensationsmassnahme für eine Sicherung des 
Wildtierkorridors genügt. Mit der blossen Behauptung, dass sich im Zusammen-
hang mit allfälligen künftigen neuen Abbau- und Deponiegebieten (welche nicht 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden) gravierende Gesamtauswirkun-
gen ergäben, vermögen die Beschwerdeführer keine begründeten Zweifel am 
Fachbericht der Q.________ GmbH vom 9. Juli 2018 und/ oder dessen Beurteilung 
durch die kantonale Fachstelle zu wecken. Die bescheidene Kompensationsmass-
nahme korreliert mit der Geringfügigkeit des Eingriffs.

Dasselbe gilt gleichermassen für die Rügen betreffend die Rodungsbewilligung. Die 
Beschwerdeführer beklagen zwar das Fehlen einer "zwingend erforderlichen Da-
tenbasis". Sie erläutern jedoch nicht, welche konkreten Daten ihrer Meinung nach 
fehlen und weswegen das Vorhandensein dieser (nicht benannten) Daten ihrer 
Ansicht nach ein zwingendes Erfordernis für die Bewilligung einer - vollumfänglich 
mittels Ersatzaufforstungen kompensierten - Rodung von insgesamt 162 m2 (bzw. 
ca. 65 m2 permanente Rodung mit Ersatzaufforstung einer gleichen Fläche sowie 
ca. 97 m2 temporäre Rodung, vgl. Plan Nr. 86146-Rodung, 1:500, der M.________ 
AG, vom 18.6.2018) gebildet haben sollte. Es ist mit anderen Worten weder ein 
Mangel in der Rodungsbewilligung (vgl. Gesamtentscheid vom 15.4.2021 Disp.-
Ziff. 1 i.V.m. Ziff. II.4a) erkennbar, noch wird ein solcher von den Beschwerdefüh-
rern konkret dargetan.

Die vom ARE im Gesamtentscheid vom 15. April 2021 verfügte Auflage, wonach 
die Werkstrasse gestützt auf Art. 13 des Reglements zum Erschliessungsplan 
vollständig zurückzubauen und das Gelände zu rekultivieren sei, sobald die 
Strasse für den Abbau und die Deponie von Materialien aus der SAD nicht mehr 
benötigt werde (vgl. Gesamtentscheid Disp.-Ziff. 1 i.V.m. der Auflage in Ziff. II.1 [S. 
3]), definiert den Rückbauzeitpunkt sachgerecht. Wie der Gemeinderat im GRB 
Nr. 193 (Erw. 5.6) zutreffend festgehalten hat, würde eine Befristung zudem dem 
Erschliessungsplan (resp. Art. 13 des Reglements zum Erschliessungsplan) wi-
dersprechen und wäre nicht zweckmässig. Diese Beurteilung kann mit den pole-
mischen Ausführungen der Beschwerdeführer zu angeblichen Geschäftsgebaren 
der Beschwerdegegnerin nicht in Frage gestellt werden. 

28

Die Beschwerde erweist sich damit auch hinsichtlich der Rügen gegen die Aus-
führungen in Erw. 6 des angefochtenen RRB Nr. 84/2023 als unbegründet. Eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt auch diesbezüglich nicht vor, der Regie-
rungsrat ist seiner Begründungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen (vgl. dazu 
Erw. 3.4.1 in fine hiervor). 

9.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist un-
ter Bestätigung der angefochtenen vorinstanzlichen Entscheide abzuweisen, so-
weit darauf eingetreten werden kann.

9.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 3'000.-- den Be-
schwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen.

9.3 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerdefüh-
rer unter solidarischer Haftbarkeit der beanwalteten Gemeinde Tuggen, sowie der 
beanwalteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu bezahlen. Diese 
wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRa; 
SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt je Fr. 2'500.-- (jeweils inkl. Baraus-
lagen und MwSt) festgesetzt.

29

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann, abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 3'000.-- werden den Beschwerdeführern - unter solidarischer Haftbarkeit - 
auferlegt. Sie haben am 14. März 2023 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- geleistet. Die Restanz von Fr. 500.-- ist von den Beschwerdefüh-
rern innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN 
CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Die Beschwerdeführer haben - unter solidarischer Haftbarkeit - der bean-wal-
teten Gemeinden Tuggen und der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung von je Fr. 2'500.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) zu 
bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R; unter Beilage der Ein-

gabe der Beschwerdeführer vom 17.7.2023)
- die Rechtsvertreterin des Gemeinderates Tuggen (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführer vom 17.7.2023)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 

Beilage der Eingabe der Beschwerdeführer vom 17.7.2023)
- das Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführer vom 17.7.2023)
- das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A).

30

Schwyz, 25. August 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. September 2023