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**Case Identifier:** 7dba6285-518d-5207-acb5-6ce1ccfdd8d8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.05.2016 200 2015 851
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-851_2016-05-23.pdf

## Full Text

200 15 851 IV
GRD/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Mai 2016

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. August 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/15/851, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1983 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 13. Januar 2013 unter Hinweis auf Herz- und Augenbe-
schwerden bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Diese wies das 
Leistungsbegehren hinsichtlich einer Invalidenrente mit Verfügung vom 
26. August 2013 (AB 25) ab. Nachdem das Verwaltungsgericht diese Ver-
fügung auf Beschwerde hin (AB 30) mit Urteil vom 22. April 2014, 
IV/2013/846 (AB 48), aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hatte, holte diese ein bidiszi-
plinäres Gutachten ein (AB 59.1, 67). In der Annahme, die Versicherte wä-
re im Gesundheitsfall zu 13 % erwerbstätig bzw. zu 87 % im Haushalt be-
schäftigt, ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 38 % und stellte der Ver-
sicherten mit Vorbescheid vom 10. Juni 2015 (AB 65) die erneute Abwei-
sung des Leistungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 66) 
und Rücksprache mit ihrem Abklärungsdienst (AB 71) verneinte die IVB 
entsprechend dem Vorbescheid mit Verfügung vom 24. August 2015 
(AB 72) einen Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Mit Eingabe vom 22. September 2015 erhob die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, Beschwerde und beantragte, die 
angefochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihr sei eine halbe 
Invalidenrente zuzusprechen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 
2015 auf Abweisung der Beschwerde.

In ihren Schlussbemerkungen vom 23. Oktober 2015 hielt die Beschwerde-
führerin am gestellten Rechtsbegehren fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. August 2015 
(AB 72). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht basiert die angefochtene Verfügung vom 
24. August 2015 (AB 72) auf dem bidisziplinären Gutachten der MEDAS 
vom 16. Dezember 2014 (AB 59.1; vollständige und mit 18. Juni 2015 da-
tierte Fassung: AB 67). Darin stellten die Dres. med. C.________, Facharzt 
für Ophthalmologie, und D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-

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dizin sowie für Kardiologie, die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (AB 59.1/12 Ziff. 5.1):

1. Marfan Syndrom (ICD-10: Q87.4)
 relevante Folgeerkrankungen aus kardiologischer und ophthal-

mologischer Sicht
2. Status nach Aortenwurzelersatz am 12. Dezember 2011

 bei Typ-A Dissektion bei Aneurysma der Aorta ascendens 
(68mm) mit schwerer Aortenklappeninsuffizienz
 chronisches sternales postoperatives Schmerzsyndrom

 familiäre Belastung für Aortenaneurysmata
3. Deutlich verminderte Sehfähigkeit rechts mehr als links

 Fundus myopicus mit zentraler Atrophie beidseits (ICD-10: 
H44.2)

 Aphakie (rechtes Auge) beidseits (ICD-10: H27.0)
 Hinterkammerlinsen-Pseudophakie (linkes Auge) beidseits (ICD-

10: Z96.1)
 Aussenschielen (rechtes Auge) beidseits (ICD-10: H50.1)
 Periphere Netzhautnarben bei Zustand nach Amotio (rechtes 

Auge) beidseits (ICD-10: H31.0)
 Glaukom beidseits (ICD-10: H40.1)
 Optikusatrophie (rechts mehr als links) beidseits (ICD-10: 

H47.2)
 Irisdefekt (rechtes Auge) beidseits (ICD-10: H21.9)
 Anisometropie beidseits (ICD-10: H52.3)

Die Gutachter erklärten, kardiologisch seien körperlich schwere und anhal-
tend mittelschwere Tätigkeiten ungeeignet. Für körperlich leichte bis gele-
gentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne isometrische 
Belastungsspitzen, bestehe hingegen keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit. Aus ophthalmologischer Sicht seien keine Tätigkeiten möglich, 
welche ein Stereosehen erforderten, also potenziell gefährliche Arbeitsplät-
ze an schnell drehenden Maschinen oder auf Gerüsten. Für Arbeiten mit 
durchschnittlichen Anforderungen an die Sehfähigkeit, beispielsweise für 
eine Reinigungstätigkeit, bestehe – bezogen auf ein Vollpensum – eine 
30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die entsprechende Einschrän-
kung resultiere aus dem zusätzlichen Pausen- und Erholungsbedarf, wel-
cher zur Regeneration nötig sei, weil die verminderte Sehleistung durch 
eine erhöhte Sehanstrengung kompensiert werden müsse. Bidisziplinär 
attestierten sie eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für leidensad-
aptierte Tätigkeiten. Bei freier Zeiteinteilung und in vertrauter Umgebung, 
wo sich die ophthalmologischen Einschränkungen weniger bemerkbar 
machten (im Haushalt), könne aus medizinisch-theoretischer Sicht eine 
höchstens 20%ige Einschränkung bestätigt werden. Das Pensum könnte 

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stundenweise über sechs Stunden umgesetzt werden, wenn zwischenzeit-
lich Pausen möglich wären; es könnte auch vollschichtig mit vermehrten 
Pausen, verteilt auf diese Stunden, durchgeführt werden. Diese Einschät-
zung gelte ab Dezember 2011, nachdem initial bis Februar 2012 pauschal 
von einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht auszu-
gehen sei (AB 59.1/12 f. Ziff. 6).

3.2 Die Dres. med. C.________ und D.________ stützen ihre nachvoll-
ziehbaren und überzeugenden Schlussfolgerungen auf die vollständigen 
Vorakten sowie die Erkenntnisse aus den umfassenden klinischen Explora-
tionen. Ihre bidisziplinäre Expertise vom 16. Dezember 2014 (AB 59.1) er-
füllt die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 
S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352) und erbringt da-
mit vollen Beweis, was unter den Parteien zu Recht unbestritten ist. Zu 
prüfen sind somit die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen 
Ausgangslage bzw. die Einschränkungen im Haushalt.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 

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gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

4.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150). 

5.

5.1 Sowohl die anwendbare Methode der Invaliditätsbemessung als 
auch der Status von 13 % Erwerb bzw. 87 % Haushalt wurden im VGE 
IV/2013/846 als zutreffend erachtet (AB 48/9 f. E. 3.3) und werden von der 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin explizit anerkannt (Beschwerde 

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S. 4 Ziff. III Art. 4). Damit erübrigen sich Weiterungen zum mittlerweile er-
gangenen (nicht endgültigen) Urteil der zweiten Kammer des Europäischen 
Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 (Di Trizio 
gegen die Schweiz [7186/09], abrufbar unter <http://hudoc.echr.coe.int>). 
Nur am Rande sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin ihren 
Entscheid, bloss teilerwerbstätig zu sein, aus freien Stücken schon vor der 
Geburt der Kinder bzw. vor dem Auftreten gesundheitlicher Probleme 
selbst gefällt hat (AB 3/4 f., 7/4, 11/2, 12) und diese Lösung auch weiterhin 
beizubehalten gewillt ist (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
18. April 2016, 8C_912/2015, E. 4.3.1). Zudem würde gestützt auf die all-
gemeine Methode des Einkommensvergleichs, mithin unter der Prämisse 
einer 100%igen Erwerbstätigkeit im hypothetischen Validitätsfall, ebenfalls 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultieren (vgl. E. 5.5 hier-
nach; Entscheid des BGer vom 25. April 2016, 8C_28/2016, E. 5.2). 

5.2 Auch die Ergebnisse des anlässlich der Abklärung an Ort und Stel-
le (vgl. Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]; Bundesamt für Sozialversicherungen 
[BSV], Kreisschrieben über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
[KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Rz. 2114 ff.) vom 7. Mai 2013 durchge-
führten Betätigungsvergleichs werden nicht bestritten (vgl. zum Beweiswert 
eines Abklärungsberichts: BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 
S. 63); im entsprechenden Bericht vom 4. Juni 2016 (AB 63) ergab sich 
eine (ungewichtete) Einschränkung im Haushalt von 43.50 % (AB 63/8 
Ziff. 6 f.). Ob diesbezüglich nicht eher auf die Beurteilung der MEDAS-
Gutachter abzustellen wäre, die von einer höchstens 20%igen Einschrän-
kung im Haushalt ausgingen (weil möglicherweise subjektive Limitierungen 
vor Ort vermehrt gewichtet worden seien [AB 59.1/13 Ziff. 6]), kann man-
gels Auswirkung auf das Ergebnis offen bleiben (ein Vorrang fachmedizini-
scher Feststellungen gegenüber widersprechenden Ergebnissen der Haus-
haltsabklärung besteht regelmässig bei hier nicht vorliegenden psychischen 
Einschränkungen [vgl. SVR 2012 IV Nr. 19 S. 87 E. 2]).

Hingegen beanstandet die Beschwerdeführerin den Einkommensvergleich 
für das im hypothetischen Gesundheitsfall ausgeübte Erwerbspensum von 
13 %, aus welchem eine Einschränkung von 0 % resultierte (AB 63/4 

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Ziff. 3.8). Sie rügt einerseits, dass keine Parallelisierung wegen eines un-
terdurchschnittlichen Valideneinkommens erfolgt sei und andererseits 
macht sie geltend, die medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit sei 
sozialpraktisch nicht verwertbar (Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 5 lit. a, S. 5 f. 
Ziff. III Art. 5 lit. d und e; Schlussbemerkungen S. 1 f. Ziff. 2 f.).

5.3

5.3.1 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen 
(z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde 
Deutschkenntnisse) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist 
diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rech-
nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich 
aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnü-
gen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invali-
ditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder 
überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig 
zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann pra-
xisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine ent-
sprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch 
Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalidenein-
kommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wer-
tes erfolgen (BGE 141 V 1 E. 5.4 S. 3, 135 V 58 E. 3.1 S. 59). Bei der Prü-
fung der Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens ist das statis-
tisch branchenübliche Durchschnittseinkommen, welches zum Vergleich 
heranzuziehen ist, an die statistisch betriebsübliche Arbeitszeit anzupas-
sen. Auch beim tatsächlich erzielten Valideneinkommen ist auf die vertrag-
lich vereinbarte und damit betriebsübliche Arbeitszeit abzustellen; Lohn für 
Überstundenarbeit hat demnach bei der Prüfung der Unterdurchschnittlich-
keit des Valideneinkommens unberücksichtigt zu bleiben (BGE 141 V 1 
E. 5.6 und 5.7 S. 4).

5.3.2 Die Beschwerdeführerin erzielte in ihrem letzten Arbeitsverhältnis 
mit der E.________ als ... (AB 7/3, 8/1 Ziff. 2 f., 9, 19/3 Ziff. 3.2, 32.2-32.5, 
34/3 Ziff. 3.2, 59.1/4 Ziff. 1.3, 63/3 Ziff. 3.2) einen Stundenlohn von 
Fr. 20.04 brutto (AB 9/3 Ziff. 2.10). Mit diesem Einkommen wurde der Min-
destlohn des per 1. März 2010 in Kraft getretenen Gesamtarbeitsvertrages 

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(GAV) für die ... (der ab 1. Februar 2014 gültige GAV ist unter <....ch> oder 
<....ch> abrufbar) gewahrt. Ob gesamtarbeitsvertragliche Mindestlöhne per 
se nicht unterdurchschnittlich sein können und eine Parallelisierung schon 
deshalb ausser Betracht fällt, hat das Bundesgericht offen gelassen (vgl. 
Entscheid des BGer vom 7. Dezember 2009, 9C_476/2009, E. 4.2 f.). Auch 
hier ist dieser Frage nicht nachzugehen, denn der branchenübliche Tabel-
lenlohn liegt tiefer als das von der Beschwerdegegnerin herangezogene 
Valideneinkommen von Fr. 5‘598.--, womit gerade keine Unterdurchschnitt-
lichkeit vorliegt. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, welche die Beschwerde-
führerin krankheitsbedingt aufgab und im Gesundheitsfall weiterhin ausü-
ben würde (AB 19/3 Ziff. 3.3 f., 34/3 Ziff. 3.3 f., 59.1/4 Ziff. 1.3, 63/3 
Ziff. 3.3 f.), ist der Branche der ... zuzuordnen und fällt damit unter den 
Wirtschaftszweig Ziff. 53 (Post-, Kurier- und Expressdienste) der NOGA 
2008 (vgl. BFS, NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszwei-
ge, Erläuterungen, S. 161). Für den frühestmöglichen Rentenbeginn im Juli 
2013 (vgl. Art. 29 IVG; VGE IV/2013/846 [AB 48] E. 3.1) ergäbe sich an-
hand der LSE 2012 – aufindexiert auf das Jahr 2013 sowie unter Berück-
sichtigung des Beschäftigungsgrades von 13 % – ein Valideneinkommen 
von lediglich Fr. 5‘356.-- (Fr. 3‘046.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Frau-
en, Wirtschaftszweig Ziff. 53, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wo-
chenarbeitsstunden x 42.1 [BFS, betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Wirt-
schaftszweig Ziff. 53, 2013] / 101.9 x 102.6 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nomi-
nallohnentwicklung, Frauen, Wirtschaftszweige Ziff. 49-53, Index 2012 bzw. 
2013] x 13 % [Beschäftigungsgrad]). 

5.4

5.4.1 Das Invalideneinkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient 
dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Ar-
beitslosenversicherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist 
gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und 
Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster 
Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen 
und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 
Einsatzes. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/15/851, Seite 11

zugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksich-
tigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzel-
falles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und 
Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermäs-
sigen Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 
IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im 
Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-
fähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen 
zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 
S. 320 E. 3b).

5.4.2 Gemäss dem beweiskräftigen MEDAS-Gutachten (AB 59.1) ist es 
der Beschwerdeführerin trotz den gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
weiterhin möglich einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, 
wobei die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 70 % beträgt. Das Pensum könn-
te über sechs Stunden (mit Pausen) umgesetzt werden (AB 59.1/13 Ziff. 6), 
was bedeutet, dass auch ein Arbeitseinsatz von jeweils rund einer Stunde 
täglich über eine Woche zumutbar wäre. Das kardiologische Zumutbar-
keitsprofil beinhaltet kaum relevante Einschränkungen. Aufgrund der oph-
thalmologischen Beschwerden bestehen zwar spezifischere Anforderun-
gen, diese wirkten sich indes auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt kaum 
derart negativ aus, dass nur noch ausgesprochene Nischentätigkeiten zur 
Verfügung stünden. Das medizinische Zumutbarkeitsprofil lässt einen brei-
ten Fächer von möglichen Verweisungstätigkeiten zu; als leichte Hilfsarbei-
ten fielen etwa das reine Überwachen von Maschinen und Schaltpulten 
oder die Stückkontrolle sowie Kleinmontage in Betracht. Auch die seitens 
der MEDAS exemplarisch genannte Reinigungstätigkeit (AB 59.1/13 Ziff. 6) 
ist – entgegen der Argumentation in der Beschwerde (S. 5 Ziff. III Art. 5 
lit. d) – mit dem Zumutbarkeitsprofil vereinbar, denn für die normale Indus-
triereinigung oder Raumpflege von Büros, Treppenhäusern, Waschküchen 
etc. sind weder eine überdurchschnittliche Sehfähigkeit noch ein Stereose-
hen vorausgesetzt. Damit besteht auch ein Unterschied zu den subjektiven 
Anforderungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Wohnungspflege, 
bei welcher sie sich einmal wöchentlich durch die Spitex unterstützen lässt 
(AB 63/7 Ziff. 6). 

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Bedeutende Einschränkungen ergeben sich demnach nicht aus medizini-
schen Gründen, sondern höchstens wegen der durch den Aufgabenbereich 
vorgegebenen zeitlichen Rahmenbedingungen. So wurde im VGE 
IV/2013/846 erwogen, dass die Beschwerdeführerin als Mutter von vier 
kleinen Kindern eine teilzeitliche Erwerbstätigkeit nur zu Zeiten auszuüben 
in der Lage ist, während denen sich der Ehegatte zu Hause aufhalte, also 
wie bis anhin frühmorgens oder abends (VGE IV/2013/846 [AB 48] E. 3.3). 
Angesprochen ist damit nicht etwa eine medizinische Wechselwirkung im 
Sinne eines reduzierten Leistungsvermögens im Erwerbsbereich infolge 
der Beanspruchung im Haushalt (vgl. BGE 134 V 9 E. 7.3.3 und E. 7.3.4 
S. 13), sondern allein die zeitliche Flexibilität für das ausserhäusliche Ar-
beitspensum von 13 %. Dabei ist notorisch, dass es gerade bei den als 
Verweisungstätigkeiten in Betracht fallenden Aufräum- oder Reinigungsar-
beiten durchaus branchenüblich ist, dass die Einsätze auch am Abend oder 
in der Nacht erfolgen (vgl. auch Art. 51 der Verordnung 2 vom 10. Mai 2000 
zum Arbeitsgesetz [ArGV 2; SR 822.112]). Dass die Beschwerdeführerin 
neben einer täglichen stundenweisen Erwerbstätigkeit zu Randstunden 
auch noch die Kinder betreuen kann, hat sie in ihrer früheren Beschäfti-
gung als ... unter Beweis gestellt. Wohl mag es faktisch tatsächlich nachtei-
lig sein, dass sie in einer «Schlafgemeinde» wohnt und für einen Arbeits-
einsatz ausserhalb ihrer Wohngemeinde auf öffentliche Verkehrsmittel an-
gewiesen wäre (Schlussbemerkungen S. 2 Ziff. 3). Auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt würden indes auch im näheren Einzugsgebiet mit dem 
medizinischen Zumutbarkeitsprofil vereinbare Arbeitsstellen angeboten und 
hätte die Beschwerdeführerin einen entsprechenden Zeitverlust durch ei-
nen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Hinzu kommt, dass sie ihr 
Privat- und Familienleben auch so gestalten könnte, dass es ihr möglich 
wäre, das Pensum von 13 % nicht an Werktagen, sondern teilweise oder 
ganz als Sonn- und Feiertagsarbeit (beispielsweise als Küchenaushil-
fe/Allrounderin im Gastgewerbe) abzuleisten. Dem Ehegatten wäre im 
Rahmen der familienrechtlichen Beistandspflicht zuzumuten, in diesen Zei-
ten die Kinderbetreuung zu übernehmen und – allenfalls unter Inkaufnahme 
gewisser Qualitätseinbussen – gleichzeitig Haushaltsarbeiten zu verrichten, 
wie dies unzählige Eltern ebenfalls machen. Die Kritik der Beschwerdefüh-
rerin, wonach sie ihre Restarbeitsfähigkeit in einem Pensum von 13 % nicht 
verwerten könnte, verfängt demnach nicht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/15/851, Seite 13

Für das Invalideneinkommen (AB 63/4 Ziff. 3.8) zog die Beschwerdegegne-
rin den Tabellenlohn des Wirtschaftszweigs Ziff. 96 (sonstige persönliche 
Dienstleistungen) von Fr. 3‘650.-- heran (BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, 
Frauen, Wirtschaftszweig 96, Kompetenzniveau 1). Die Beschwerdegegne-
rin hat zutreffend darauf hingewiesen, dass sich dieser Tabellenlohn sicher-
lich nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (Beschwerdeant-
wort S. 3 lit. C Ziff. 8), denn mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil würde 
sich auch ein Abstellen auf den höheren Totalwert rechtfertigen. Für das 
massgebende Jahr 2013 ergibt sich so ein über dem Valideneinkommen 
liegendes Invalideneinkommen von Fr. 5‘964.-- (Fr. 3‘650.-- x 12 Monate / 
40 Wochenarbeitsstunden x 41.9 [BUA, Wirtschaftszweige Ziff. 94-96, 
2013] / 101.9 x 101.9 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, 
Wirtschaftszweige Ziff. 90-96, Index 2012 bzw. 2013 {unverändert}] x 13 % 
[Beschäftigungsgrad]) und folglich eine (ungewichtete) Einschränkung von 
0 %. Ein leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2) ist nicht zuzulassen, zu-
mal beide Vergleichseinkommen anhand statistischer Tabellenlöhne ermit-
telt wurden, womit allfällige invaliditätsfremden Gesichtspunkte (Alter, Nati-
onalität, Dienstjahre) prinzipiell ausser Betracht fallen (vgl. Entscheid des 
BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5).

5.5 Zusammenfassend ergibt sich im Erwerb keine Einschränkung und 
im Haushalt eine solche von gewichtet 37.85 % (43.50 % [vgl. E. 5.2 hier-
vor] x 0.87 [Gewichtung]). Dies führt zu einem aufgerundeten (BGE 130 V 
121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und rentenausschliessenden (vgl. E. 2.2 hiervor) 
Invaliditätsgrad von 38 % (0 % + 37.50 %). Selbst wenn der Invaliditätsgrad 
anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs bemessen 
würde (vgl. E. 5.1 hiervor), änderte sich im Ergebnis nichts. Diesfalls wäre 
ein Valideneinkommen von Fr. 43‘062.-- (Fr. 5‘598.-- [vgl. E. 5.3.2 hiervor] / 
13 % [hypothetisches Vollpensum]) einem Invalideneinkommen von 
Fr. 32‘114.-- (Fr. 5‘964.-- [vgl. E. 5.4.2 hiervor] / 13 % x 70 % [Restarbeits-
fähigkeit]) gegenüberzustellen. Es resultierte ein tieferer Invaliditätsgrad 
von rund 25 % ([Fr. 43‘062.-- ./. Fr. 32‘114.--] / Fr. 43‘062.-- x 100). Die Ver-
fügung vom 24. August 2015 (AB 72) ist demnach nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/15/851, Seite 14

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/15/851, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.