# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b87ac7c7-4a96-50cc-895d-4b87813762b9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.11.2025 I 2025 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2025-70_2025-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2025 70

Entscheid vom 17. November 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Mirjam Grbac, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Gesuchstellerin,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Gesuchsgegnerin,

Gegenstand Invalidenversicherung (VGE I 2023 17 vom 8.7.2024; 
Revisionsgesuch)

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Sachverhalt:

A. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2025 ersuchte A.________ um Revision des 
Verwaltungsgerichtsentscheids VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024. Sie stellte die 
Anträge (Hervorhebung im Original):

Aufgrund der erheblichen medizinischen und verfahrensrechtlichen Mängel 
im Entscheid vom 8. Juli 2024 beantrage ich:

- Die Aufhebung des Verwaltungsgerichtsentscheids vom 8. Juli 2024 im 
Rahmen einer Revision; 

- Die Anerkennung der Diagnose ME/CFS (ICD-10 G93.3) mit PEM als zentra-
lem Leitsymptom gemäss dem Gutachten des Universitätsspitals Zürich (USZ); 

- Die Durchführung einer ergänzenden interdisziplinären Begutachtung 
durch eine medizinische Fachperson oder Klinik mit nachweislicher Erfahrung 
im Bereich ME/CFS sowie Kenntnis der internationalen Diagnosekriterien (Ka-
nadische Konsenskriterien, ICC, IOM/NAM)

Mit einer weiteren Eingabe vom 20. Oktober 2025 ergänzte A.________ ihr Revi-
sionsgesuch desselben Tages.

B. Dem VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024, auf welchen sich das Revisionsge-
such bezieht, lässt sich u.a. entnehmen:

B.1 A.________ (Jg. 19__), lebte bis September 19__ in B.________, wo sie 
das G.________ besuchte und eine Ausbildung zur C.________ absolvierte. Mit 
nn Jahren kam sie in die Schweiz, wo sie im ____ arbeitete und am xx.xx.xxxx 
heiratete. Der Ehe entsprossen D.________. Die Eheleute lebten seit 20__ ge-
trennt; am ___ wurde die Ehe geschieden.

B.2 Am 26. März 2019 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle Schwyz zum 
Bezug von Leistungen (Berufliche Integration/Rente) an, wobei sie angab, ihre 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestehe seit 1998. Zuletzt habe sie vom 2. No-
vember 2016 bis August 2018 mit einem 40%-Vertrag bei einer Arbeitsfähigkeit 
von 80% als M.________ bei I.________ gearbeitet. Die Arbeitsunfähigkeit be-
stehe seit 1999. Sie habe aber während der gesamten Zeit immer wieder gear-
beitet mit monatsweisen Ausfällen. Nach Vorliegen veranlasster Abklärungen 
und dem Beizug von Arztberichten beurteilte die RAD-Ärztin am 5. Januar 2021 
den medizinischen Sachverhalt als komplex "mit verschiedenen Symptomen und 
Befindlichkeiten bei der vP [versicherte Person]". Sie erachtete eine polydiszi-
plinäre Abklärung zwecks Einordung der Symptome als angezeigt. Die RAD-
Ärztin empfahl eine Begutachtung in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, 

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Rheumatologie, Psychiatrie und Neuropsychologie inklusive Beschwerdevalidie-
rung. 

B.3 Am 29. April 2022 erstattete die J.________ das Gutachten. Die Gutachter 
schätzten die Arbeitsfähigkeit von A.________ in der bisherigen Tätigkeit bezo-
gen auf ein 100%-Pensum auf 80% ein; aufgrund der durch die Depression be-
stehenden erhöhten Ermüdbarkeit bestehe eine Leistungseinschränkung von 
20%. Von dieser Arbeitsfähigkeit könne mit Sicherheit seit mindestens der aktuel-
len Untersuchung ausgegangen werden. Auch rückwirkend im Verlauf könne ei-
ne anhaltende höhergradige Arbeitsunfähigkeit nicht begründet werden. Das 
Gleiche gelte auch für die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Alle 
somatisch angepassten und den Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeiten seien 
zumutbar. Gesamthaft kamen die Fachgutachter zu dem Schluss, dass durch 
das Fachgebiet Psychiatrie und Neuropsychologie eine Arbeitsunfähigkeit von 
20% vorliege. Die Diagnosen wirkten nicht additiv. Die RAD-Ärztin bezeichnete 
die Schlussfolgerungen im Gutachten als differenziert begründet und nachvoll-
ziehbar. Eine Abklärung "Haushalt" vor Ort vom 2. August 2022 ergab, dass die 
Versicherte im Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig wäre.

Mit Vorbescheid vom 15. September 2022 informierte die IV-Stelle A.________ 
über die vorgesehene Abweisung des Leistungsbegehrens.

B.4 Am 14. September 2022 stellten Ärzte des USZ die Diagnose eines chro-
nischen Müdigkeitssyndroms / myalgische Encephalomyelitis (CFS/ME) nach 
ICD 10 G93.3.

Mit Einwand vom 19. Oktober 2022 stellte die Procap als Vertreterin von 
A.________ u.a. den Antrag, es seien weitere medizinische Abklärungen durch-
zuführen und der Versicherten eine Invalidenrente zuzusprechen. Am 27. De-
zember 2022 (nach Zustellung der Tonbandaufnahmen der Untersuchung durch 
die Gutachter im Fachgebiet Psychiatrie) ergänzte Procap den Einwand und hielt 
an den Anträgen fest.

B.5 Nachdem die RAD-Ärztin selbst unter Berücksichtigung der seither einge-
gangenen Arztberichte, insbesondere der diagnostizierten CFS/ME die Gültigkeit 
des Gutachtens bejahte, wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren bei einer Ar-
beitsfähigkeit von A.________ von 80% mit Verfügung vom 25. Januar 2023 ab. 
Hiergegen reichte A.________ am 25. Januar 2023 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde ein mit den Anträgen:

1. Ich beantrage die Aufhebung der Verfügung vom 25.01.2023.

2. Ich beantrage, dass der medizinische Sachverhalt genauer abgeklärt und mir 
eine ganze Invalidenrente zugesprochen wird.

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3. Ich beantrage die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

B.6 Mit Vernehmlassung vom 21. März 2023 beantragte die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde. Mit Stellungnahme vom 11. April 2023 äusserte sich 
A.________ zur Vernehmlassung und reichte eine Stellungnahme der Klinik für 
Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik des USZ vom 20. März 2023 ein. Hierzu 
äusserte sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 21. April 2023.

B.7 Das Verwaltungsgericht gelangte zum Schluss, das J.________-Gutachten 
gebe zu keinen Beanstandungen Anlass. Die Festsetzung der (psychisch beding-
ten) Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin erfolge nach dem von der Recht-
sprechung vorgegebenen Raster. Die aktuellen Diagnosen würden ausführlich 
hergeleitet und begründet. Die Feststellung, dass ein somatisches Substrat für 
die geltend gemachten Beeinträchtigungen in den verschiedenen Lebensberei-
chen fehle, überzeuge; ebenso die Beobachtung, dass kein gleichmässiges, so-
matisch begründbares Muster an Beeinträchtigungen in den verschiedenen Le-
bensbereichen erkennbar sei. Aus psychiatrischer Sicht würden mit Blick auf die 
funktionellen Auswirkungen der Befunde/Diagnose eventuell relevante Persön-
lichkeitsaspekte thematisiert wie auch Belastungsfaktoren und Ressourcen. 
Ebenso ausführlich und differenziert werde die Konsistenz anhand zahlreicher 
Formen der Leidensmanifestation der Beschwerdeführerin sowie der (nicht) ob-
jektivierbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen geprüft. Gestützt auf die Ana-
lysen des Gutachtens leuchte der geschätzte Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% 
ein. 

Weiter führte das Verwaltungsgericht aus, mit Blick auf die später am USZ ge-
stellte Diagnose eines CFS/ME sei zu betonen, dass diese Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit explizit mit der "durch die Depression bestehenden erhöhte[n] 
Ermüdbarkeit" begründet worden sei. Dieser Ermüdbarkeit sei entsprechend 
auch in der Darstellung der Krankheitsentwicklung wie der Herleitung/Begrün-
dung der Diagnosen ein Augenmerk geschenkt worden. Abgesehen davon habe 
gerade auch die Müdigkeit von Anfang an im Zentrum der von der Beschwerde-
führerin geklagten Beeinträchtigungen gestanden, wozu das Gericht diverse 
Arztberichte zitierte. Die Diagnose eines CFS/ME durch die USZ-Ärzte sei offen-
sichtlich namentlich gestützt auf die Anhörung der Beschwerdeführerin erfolgt. 
Jedenfalls liessen sich dem Bericht vom 28. September 2022 keine Hinweise 
entnehmen, dass den Berichterstattern weitere Unterlagen zur Verfügung ge-
standen hätten. Mit der Stellungnahme vom 20. März 2023 werde vielmehr 
bestätigt, dass die Diagnosestellung "basierend auf den subjektiven Angaben" 
der Beschwerdeführerin "mit Einbezug einer autoimmun-entzündlichen Erkran-
kung" erfolgt sei, auch wenn in der Folge auf den Bericht der N.________ Klinik 

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vom 21. November 2019 sowie eine laborchemische Untersuchung vom 17. Mai 
2022 hingewiesen werde. Der Bericht erfülle die Anforderungen an einen Arztbe-
richt, der Beweiswert beanspruchen wolle, nicht ansatzweise.

Entsprechend gelangte das Verwaltungsgericht zum Schluss, die Vorinstanz ha-
be dem J.________-Gutachten zu Recht vollen Beweiswert zugesprochen und 
die Beschwerdeführerin bringe keine Rügen vor, welche nicht die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit beträfen; die Beschwerde erweise sich folglich als unbegründet 
und sei daher abzuweisen.

C. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2025 zeigte das Gericht der IV-Stelle 
Schwyz und der Gesuchstellerin den Eingang des Revisionsgesuches an, wobei 
auf die Durchführung eines Schriftenwechsels einstweilen verzichtet werde und 
spätere Verfahrensanordnungen vorbehalten blieben.

D. Am 28. Oktober 2025 stellte A.________ das Gesuch, "dass Herr lic.iur. 
Thomas Rentsch, Vizepräsident des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, 
im Verfahren I 2025 70 in den Ausstand tritt". Am 30. Oktober 2025 wurde ihr der 
Gesuchseingang bestätigt.

E. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2025 (Postaufgabe: 3.11.2025) reicht die 
Gesuchstellerin eine weitere Ergänzung ihres Revisionsgesuches mit weiteren 
Unterlagen ein und stellt folgende Anträge (Hervorhebungen im Original): 

Ich beantrage daher:

1. die Revision des Entscheids VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024 zuzulassen; 

2. eine neue medizinische Begutachtung anzuordnen, die insbesondere PEM 
und die SFN-Diagnose berücksichtigt;

3. alle bisherigen Gutachten, die PEM nicht prüfen, nicht weiter als Entscheid-
grundlage zu verwenden. 

Ich beantrage zudem, dass das Gericht die bereits beigelegten ärztlichen Befunde 
prioritär prüft und mir eine schriftliche Bestätigung zukommen lässt, welche Unter-
lagen tatsächlich beigezogen wurden. 

Diese Dokumente sind entscheidend, um die medizinischen und verwaltungsrecht-
lichen Fehler des damaligen Verfahrens sachgerecht zu prüfen. Ich ersuche daher 
um umfassende Berücksichtigung sämtlicher Unterlagen im Rahmen der Revision. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Gesuchstellerin beantragt den Ausstand von Verwaltungsgerichtsvize-
präsident Thomas Rentsch. Da dieser am vorliegenden Verfahren nicht mitwirkt, 
ist das Gesuch gegenstandslos.

2. Die Gesuchstellerin ersucht um Revision des Verwaltungsgerichtsent-
scheids VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024.

2.1 Das Verwaltungsgericht ist grundsätzlich an seine Entscheide gebunden. 
Ausnahmsweise kann die Rechtskraft einer Verfügung oder eines Entscheides 
im Rahmen einer Revision beseitigt werden, um den betreffenden Entscheid auf-
zuheben oder in bestimmtem Sinne abzuändern. Die Revision ist ein ausseror-
dentliches Rechtsmittel, bei dem wiederum abzuwägen ist zwischen dem Wert 
der Rechtssicherheit und dem Postulat der richtigen Durchführung objektiven 
Rechts. Dabei bedeutet Revision das Recht auf Neuüberprüfung eines formell 
rechtskräftigen Entscheides auf Grund eines geschlossenen Kataloges von 
Gründen. Mithin kann mit der Revision nicht verlangt werden, dass die Behörde 
jede beliebige, im rechtskräftigen Entscheid behandelte Frage nochmals überprü-
fe; vielmehr sind im Revisionsverfahren gemäss konstanter Rechtsprechung nur 
die geltend gemachten Revisionsgründe zu überprüfen (vgl. VGE II 2020 26 vom 
30.3.2020 E. 2.1 mit Hinweisen auf VGE 716/02 vom 12.2.2003, VGE 644/97 
vom 5.2.1998; VGE 818/98 vom 22.7.1998 E. 1a, Prot. S. 755; siehe auch Kie-
ner/Rütsche/Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, 2.A., Rz. 1978ff.; Kölz/Häner/ 
Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3.A., 
Rz. 1324ff. mit Hinweisen; Martin Bertschi, in: Kommentar VRG-ZH, 3.A., Rz. 1ff. 
zu § 86a ff. VRG-ZH). 

Bleibt anzufügen, dass der im vorliegenden, invalidenrechtlichen Verfahren an-
wendbare Art. 61 lit. i des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 verlangt, dass 
die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Be-
weismittel oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen gewährleis-
tet sein muss (vgl. Urteil BGer 8C_197/2020 vom 11.5.2020 E. 3).

2.2 Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 
1974 regelt die Revision unter anderem wie folgt:

§ 61     1. Revisionsgründe

Die Behörde zieht ihre rechtskräftige Verfügung oder ihren rechtskräftigen Ent-
scheid auf Begehren einer Partei in Revision, wenn:
a) die Verfügung oder der Entscheid durch eine strafbare Handlung beeinflusst 

wurde;

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b) die Partei nachträglich neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringt, 
die sie früher trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorbringen konnte;

c) die Behörde wesentliche Verfahrensvorschriften verletzt hat, welche die da-
durch benachteiligte Partei nicht rechtzeitig geltend machen konnte;

d) die Behörde erhebliche Tatsachen, die sich aus den Akten ergeben, versehent-
lich nicht berücksichtigt hat.

§ 62     2. Revisionsinstanz, Frist
Das Revisionsbegehren ist innert 90 Tagen seit Feststellung des Revisionsgrun-
des, spätestens innert zehn Jahren seit Erlass der Verfügung oder des Entschei-
des, bei der Behörde einzureichen, welche die mit dem Revisionsbegehren ange-
fochtene Verfügung oder den Entscheid getroffen hat.

Mit diesen Revisionsgründen genügt das kantonale Recht den Mindestanforde-
rungen an die Revision gemäss Art. 61 lit. i ATSG (vgl. VGE I 2021 14 vom 
12.4.2021 E. 2.4.1).

2.3 Erweist sich das Revisionsbegehren wegen Fehlens einer Rechtsmittel-
voraussetzung als unzulässig, so tritt das Gericht nicht darauf ein. Kann auf das 
Revisionsgesuch eingetreten werden, so ist zu prüfen, ob einer der gesetzlich 
vorgesehenen Revisionsgründe vorliegt. Liegt kein Revisionsgrund vor, so wird 
das Revisionsbegehren abgewiesen (Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach, 
Kommentar ZPO, Zürich 2015, Art. 332 N 1; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., 
Rz. 731 f.; VGE I 2017 7 vom 16.5.2017 E. 2.2.3). 

2.4 Die Revision darf praxisgemäss nur bei schwerwiegenden Mängeln zuge-
lassen werden (vgl. VGE 836/03 vom 26.6.2003 E. 2b; Häfelin/Müller/Uhlmann, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 7.A., Rz. 1219). Eine Revision ist regelmässig 
unzulässig, wenn die Revisionsgründe bereits im Verfahren, das dem Erlass der 
Verfügung voranging, oder mit einem ordentlichen Rechtsmittel hätten geltend 
gemacht werden können (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1265 mit Ver-
weis auf BGE 138 I 61 E. 4.3). Sodann ist die Revision nach der Rechtsprechung 
nicht gegeben, um einen Rechtsirrtum zu beheben oder eine andere Rechtsauf-
fassung durchzusetzen oder um eine neue Würdigung der beim Entscheid be-
kannten Tatsachen herbeizuführen (vgl. Bertschi, a.a.O., Rz. 16 zu § 86a VRG-
ZH; VGE 716/02 vom 12.2.2003; VGE 818/98 vom 22.7.1998 E. 1b, Prot. S. 756 
mit zahlreichen Hinweisen; siehe auch Urteil BGer 9F_6/2016 vom 29.11.2016 
E. 2.2, wonach die Revision nicht dazu dient, allfällige Rechtsfehler zu korrigieren 
oder in der ursprünglichen Rechtsschrift Verpasstes nachzuholen).

3.

3.1 Mit VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024 wies das Verwaltungsgericht die Be-
schwerde der Gesuchstellerin gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 25. Januar 
2023 ab und bestätigte die Ablehnung eines Leistungsanspruchs (vgl. oben In-

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gress Bst. B). Dieser Entscheid wurde der Gesuchstellerin am 29. Juli 2024 zu-
gestellt. Er trat unangefochten in Rechtskraft.

3.2 Am 20. Oktober 2025 ersucht die Gesuchstellerin um Revision des Verwal-
tungsgerichtsentscheides (vgl. oben Ingress Bst. A und E). Der Entscheid basie-
re auf einer unvollständigen medizinischen Bewertung ihrer gesundheitlichen Si-
tuation, insbesondere in Bezug auf die Diagnose ME/CFS (ICD-10 G93.3) und 
das Leitsymptom PEM (Post-Exertional Malaise). Die RAD-Ärztin habe das zen-
trale Symptom PEM als zwingendes diagnostisches Kernsymptom für ME/CFS 
nicht korrekt berücksichtigt. Ohne PEM könne ME nicht diagnostiziert werden. 
Vorliegend sei PEM im Gutachten des USZ jedoch ausdrücklich dokumentiert 
worden und erfülle die Kriterien vollumfänglich. Auch sei am USZ - entgegen der 
RAD-Ärztin - eine fundierte und interdisziplinäre Abklärung ihrer gesundheitlichen 
Situation erfolgt. Die Diagnose sei im September 2022 gestellt worden. Das USZ-
Gutachten erfülle die internationalen Anforderungen an eine ME/CFS-Diagnose 
und enthalte eine ausführliche Einschätzung. Dass es hierfür ein weiteres Gut-
achten gebraucht hätte, sei medizinisch nicht begründet und stelle eine unbeleg-
te Behauptung der RAD-Ärztin dar. Ihre stark eingeschränkte Belastbarkeit sei 
mehrfach dokumentiert etwa durch ein Symptomtagebuch, ärztliche Berichte und 
Zeugenaussagen der Söhne. Jede körperliche oder geistige Anstrengung führe 
zu einer verzögerten, mehrtägigen Crash-Reaktion, wie sie für PEM typisch sei. 
Dies habe die IV ungenügend berücksichtigt. Zudem seien medizinisch relevante 
Fakten nicht vollständig in die Entscheidfindung einbezogen worden. Die fundier-
te Diagnose ME/CFS mit PEM gemäss USZ-Gutachten sei im Entscheid vom 
8. Juli 2024 unzureichend gewürdigt worden, während die Einschätzung der 
RAD-Stelle überbewertet worden sei, was einen erheblichen Verfahrensfehler 
darstelle. Bereits vor dem VGE I 2023 17 vom 8. Juli 2024 habe ein Kurzgutach-
ten einer psychosomatischen Ärztin vorgelegen, obwohl es sich bei der Diagnose 
ME/CFS um eine neuroimmunologische Erkrankung handle. Dieses Gutachten 
sei fachlich unzureichend und fehlerhaft; es ignoriere sowohl die bereits durch 
das USZ gestellte Diagnose ME/CFS als auch das zentrale Leitsymptom PEM. 
Die Ärztin habe sich zudem geweigert, Informationsunterlagen zu ME/CFS ent-
gegenzunehmen. Nach dem fehlerhaften Kurzgutachten habe sich ihr Gesund-
heitszustand deutlich verschlechtert, nicht zuletzt aufgrund des Vorgehens des 
K.________, welches sich auf dieses Gutachten stütze; die dadurch entstandene 
Belastung hätte erhebliche gesundheitliche Folgen gehabt, was durch die Bell-
Skala dokumentiert sei; der Wert sei von 30 auf 20 gesunken. Diese Entwicklung 
hätten die RAD-Ärztin und der IV-Entscheid nicht ausreichend berücksichtigt, 
was die Entscheidungsgrundlage erheblich verzerrt habe. 

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Mit ergänzender Eingabe vom 20. Oktober 2025 betont die Gesuchstellerin, die 
IV-Stelle habe ihren Leistungsanspruch abgelehnt und dabei die Diagnose 
ME/CFS (ICD-10 G93.3) nicht anerkannt, wobei Grundlage der Entscheidung die 
Einschätzung der RAD-Ärztin und ein Kurzgutachten der J.________ von März 
2022 gebildet hätten, welche sich auf einen unvollständigen Vorbefund gestützt 
hätten und zu diesem Zeitpunkt die Diagnose nicht korrekt hätten bewerten kön-
nen. Im September 2022 sei am USZ eine vollständige, interdisziplinäre Ab-
klärung durchgeführt worden, welche die Diagnose eindeutig bestätigt habe; na-
mentlich sei das Leitsymptom PEM klar dokumentiert worden. Die Verfügung der 
IV-Stelle vom Januar 2023 habe somit auf veralteten und unvollständigen medi-
zinischen Grundlagen basiert, was zu einer wesentlichen Unterbewertung ihrer 
funktionellen Einschränkung geführt habe. Zusätzlich sei im Jahr 2025 durch 
Dr.med. E.________ am Neurozentrum des O.________ die Diagnose einer 
Small Fiber Neuropathie (SFN) gestellt worden und in einer Gesprächsrunde zur 
Thematik ME/CFS und Long Covid am O.________ sei diese Diagnose in einer 
ausführlichen fachärztlichen Stellungnahme eingeordnet worden. Darin sei fest-
gehalten, dass ein klarer Zusammenhang zwischen SFN und ME/CFS bestehe. 
Diese neue Diagnose bestätige und vertiefe die bereits am USZ gestellte Dia-
gnose und liefere zusätzliche objektivierbare medizinische Befunde. 

Mit ergänzender Eingabe vom 31. Oktober 2025 führt die Gesuchstellerin erneut 
aus, es sei bei ihr im Jahr 2025 durch Dr.med. F.________, O.________ eine 
Small-Fiber-Neuropathie (SFN) diagnostiziert worden. Diese objektivierbare neu-
rologische Erkrankung stehe in engem Zusammenhang mit ME/CFS (ICD-10 
G93.3) und erkläre mehrere zentrale neurologische Symptome. Diese Diagnose 
sei im ursprünglichen Verfahren nicht bekannt gewesen und stelle daher eine 
neue, wesentliche Tatsache im Sinne von Art. 53 ATSG dar. Zudem reiche sie 
ergänzende Unterlagen ein, welche wesentliche, bislang nicht berücksichtigte 
Aspekte dokumentieren würden. Diese würden belegen, dass sowohl die damali-
ge Einschätzung ihres Gesundheitszustands als auch die behördliche Einfluss-
nahme durch das Sozialamt P.________ (recte: wohl K.________) den Verlauf 
des IV-Verfahrens erheblich verfälscht hätten. Sie würden deutlich zeigen, dass 
ihr Gesundheitszustand bereits in den Jahren 2020/2021 schwer beeinträchtigt 
gewesen sei, jedoch fachlich falsch eingeordnet und psychologisiert worden sei. 
Die spätere Diagnose ME/CFS (ICD-10 G93.3) bestätige dies rückwirkend ein-
deutig. Zudem sei der Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 ATSG verletzt 
worden, indem die RAD-Ärztin das Hauptsymptom PEM nicht berücksichtigt und 
die IV-Stelle darauf gestützt entschieden habe. Eine sachgerechte Beurteilung 
des funktionellen Leistungsvermögens sei unter diesen Umständen nicht möglich 
gewesen. 

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4.

4.1 Auch bei Revisionsgesuchen gilt es vorab die Sachurteilsvoraussetzungen 
zu prüfen. Erweist sich das Revisionsbegehren wegen Fehlens einer Vorausset-
zung als unzulässig, tritt das Gericht nicht darauf ein. 

4.1.1 VGE I 2023 17 trat unangefochten in Rechtskraft. Für die Revision von 
VGE I 2023 17 ist das Verwaltungsgericht zuständig. Auch wurde das Revisions-
gesuch schriftlich und begründet eingereicht. 

4.1.2 Weitere Voraussetzung ist, dass das Gesuch innert 90 Tagen seit Feststel-
lung des Revisionsgrundes, spätestens innert 10 Jahren seit Erlass des zu revi-
dierenden Entscheides eingereicht wird (§ 62 VRP).

Vorliegend macht die Gesuchstellerin keinen festmachbaren Revisionsgrund gel-
tend, anhand dessen sich überprüfen liesse, ob das Gesuch innert 90 Tagen seit 
Feststellung des Grundes eingereicht wurde. Mit Schreiben vom 31. Oktober 
2025 reicht die Gesuchstellerin zwar einen Sprechstundenbericht des Neurozen-
trum des O.________ vom 25. Juli 2025 ein, wonach ihr die Diagnose Small-
Fiber-Polyneuropathie gestellt wurde und durch Dr.med. F.________ ein enger 
Zusammenhang zwischen ME/CFS und SNF festgehalten worden sei. Die Ge-
suchstellerin macht jedoch darüber hinaus keine Angaben dazu, ab welchem 
Zeitpunkt ein Revisionsgrund bestanden haben soll. Nachdem aus nachfolgen-
den Gründen indes ohnehin das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu verneinen 
ist, kann offenbleiben, ob die Gesuchstellerin innert der Revisionsfrist um Revisi-
on ersucht hat.

4.2 Die Revision eines rechtskräftigen Verwaltungsgerichtsentscheides setzt 
das Vorliegen eines Revisionsgrundes voraus (§ 61 VRP; vgl. oben E. 2.2). Die 
Revision soll nur bei schwerwiegenden Mängeln zugelassen werden, sie soll 
nicht dazu dienen, allfällige Rechtsfehler zu korrigieren oder in der ursprüngli-
chen Rechtsschrift Verpasstes nachzuholen (vgl. oben E. 2.4).

4.2.1 Zu revidieren ist ein Entscheid, wenn er durch eine strafbare Handlung be-
einflusst wurde (§ 61 lit. a VRP). Weder macht die Gesuchstellerin geltend, das 
Verwaltungsgericht habe über ihre Beschwerde am 8. Juli 2024 unter Einfluss ei-
ner strafbaren Handlung entschieden, noch bestehen hierfür irgendwelche An-
haltspunkte.

4.2.2 Die Gesuchstellerin weist auf keine erheblichen Tatsachen hin, welche sich 
bereits aus den Akten zum Verfahren I 2023 17 ergeben, die das Gericht damals 
aber versehentlich nicht berücksichtigt hat (vgl. § 61 lit. d VRP). Sie spricht 

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mehrmals die Untersuchung am USZ und die dort gestellte Diagnose ME/CFS 
an. Diese Tatsache floss aber sehr wohl in die Entscheidfindung des Gerichts ein 
und wurde vom Gericht auch gewürdigt (vgl. oben Ingress Bst. B.7). Soweit das 
Gericht in VGE I 2023 17 die Berichte des USZ anders als die Gesuchstellerin 
würdigte und zum Schluss gelangte, sie vermöchten den Beweiswert des 
J.________-Gutachtens nicht ernsthaft in Frage zu stellen, basiert dies nicht auf 
unberücksichtigt gelassenen erheblichen, aktenkundigen Tatsachen, sondern ei-
ner von der Gesuchstellerin abweichenden Würdigung. Solches stellt indes kei-
nen Revisionsgrund dar, sondern ist mit ordentlichen Rechtsmitteln geltend zu 
machen. Andere, erhebliche, aktenkundige Tatsachen, welche in VGE I 2023 17 
unberücksichtigt geblieben wären, nennt die Gesuchstellerin nicht. 

4.2.3 Die Gesuchstellerin trägt weder im Revisionsgesuch vom 20. Oktober 2025 
noch in den Ergänzungen vom 20. und 31. Oktober 2025 vor, das Verwaltungs-
gericht habe mit dem Entscheid VGE I 2023 17 wesentliche Verfahrensvorschrif-
ten verletzt, welche sie nicht rechtzeitig habe geltend machen können (vgl. § 61 
lit. c VRP). Dabei ist beachtlich, dass nicht jeder Verfahrensfehler einen wesentli-
chen Fehler darstellt, welcher eine Revision eines rechtskräftigen Entscheides 
rechtfertigt. Es muss sich um eine Verletzung von wesentlichen Verfahrensvor-
schriften wie etwa die Besetzung des Spruchkörpers, die Beachtung der gestell-
ten Rechtsbegehren oder die wesentlichen Prozessgrundsätze wie der Anspruch 
auf rechtliches Gehör oder das Recht auf Akteneinsicht handeln (vgl. Häfe-
lin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1268). Richtschnur können etwa auch die vier in 
Art. 121 BGG aufgeführten Verfahrensvorschriften bilden, deren Verletzung eine 
Revision rechtfertigt (Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Ge-
richts und über den Ausstand, der Dispositionsmaxime, das Übergehen von An-
trägen und die Versehensrüge). Zudem darf der Mangel nicht im Rechtsmittelver-
fahren geltend gemacht werden können.

Vorliegend fehlt es sowohl am Hinweis auf wesentliche, verletzte Verfahrensvor-
schriften als auch auf die Geltendmachung von Hinderungsgründen für deren 
rechtzeitiges Vorbringen im damaligen Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren 
oder aber einem Rechtsmittelverfahren gegen VGE I 2023 17.

Soweit die Gesuchstellerin vorträgt, die IV-Stelle habe relevante Fakten nicht 
vollständig in die Entscheidfindung einbezogen und die fundierte ME/CFS mit 
PEM-Diagnose des USZ sei im Entscheid vom 8. Juli 2024 unzureichend gewür-
digt worden, stellt dies keine Verletzung einer wesentlichen Verfahrensvorschrift, 
sondern eine - aus Sicht der Gesuchstellerin - fehlerhafte Würdigung der Akten 
dar, welche im Rechtsmittelverfahren hätte vorgebracht werden können und 
müssen.

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4.2.4 Schliesslich ist ein rechtskräftiger Entscheid zu revidieren, wenn die Partei 
nachträglich neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringt, die sie 
früher trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorbringen konnte (§ 61 lit. b VRP). 

Für eine Revision aufgrund nachträglich entdeckter Tatsachen müssen die fol-
genden fünf Voraussetzungen gegeben sein (vgl. Urteil BGer 4F_7/2020 vom 
22.2.2021 E. 4.1):

1. Die Gesuchstellerin beruft sich auf eine Tatsache.
2. Diese Tatsache ist erheblich, d.h. sie ist geeignet, die tatsächliche 

Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutref-
fender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu 
führen.

3. Die Tatsache existierte bereits, als VGE I 2023 17 gefällt wurde (un-
echtes Novum). Es handelt sich - präziser ausgedrückt - um eine 
Tatsache, die sich bis zum Zeitpunkt verwirklichte, als im Hauptver-
fahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren. 
Tatsachen, die später entstanden sind, also echte Noven, werden 
nach § 61 lit. b VRP ausdrücklich ausgeschlossen.

4. Die Tatsache muss nachträglich, also nach diesem Zeitpunkt, ent-
deckt worden sein.

5. Die Gesuchstellerin konnte die Tatsache im Hauptverfahren trotz 
hinreichender Sorgfalt nicht vorbringen.

Das Analoge gilt für neue Beweismittel.

Vorliegend beruft sich die Gesuchstellerin weder auf neue Tatsachen noch auf 
neue Beweismittel im erwähnten Sinne. Die Gesuchstellerin verkennt zudem, 
dass der von ihr vorgebrachte Art. 53 Abs. 1 ATSG lediglich das Verwaltungsver-
fahren betrifft. Die Revision von Gerichtsentscheiden ist nicht Gegenstand von 
Art. 53 Abs. 1 ATSG, sondern von Art. 61 lit. i ATSG (vgl. oben E. 2.1 f.; BSK 
ATSG-Flückiger, Art. 53 ATSG N 1 m.H.; SK ATSG-Oswald Diana Art. 53 ATSG 
N 16 m.H.a. BGE 147 V 65 E. 4.4). Es ist vorliegend folglich nicht weiter zu prü-
fen, ob erheblich neue Tatsachen oder Beweismittel im Sinne von Art. 53 ATSG 
vorliegen (auch wenn diese gleich auszulegen sind; vgl. BGE 144 V 245 E. 5.1). 

Soweit sie moniert, die IV-Stelle resp. die RAD-Ärztin resp. das Verwaltungsge-
richt hätten die vom USZ-gestellte Diagnose ME/CFS mit PEM unzureichend ge-
würdigt, so geht dies schon deshalb fehl, weil diese Akten vorlagen, in den Ver-
fahren berücksichtigt und gewürdigt wurden (vgl. oben Ingress B.4, B.5, B.7; 
VGE I 2023 17 vom 8.7.2024 E. 3.4.1 ff.). Mithin verweist die Gesuchstellerin auf 
Tatsachen und Beweismittel, welche in die damalige Entscheidfindung eingeflos-
sen waren und nicht neu sind. Allein die von der Überzeugung der Gesuchsteller-

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in abweichende Würdigung dieser bekannten Tatsachen und Beweismittel stellt 
keinen Revisionsgrund dar, sondern wäre in einem anzuhebenden Beschwerde-
verfahren gegen VGE I 2023 17 geltend zu machen gewesen.

Die mit Schreiben vom 31. Oktober 2025 ergänzend eingereichten Unterlagen 
enthalten ebenfalls keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel im 
Sinne von unechten Noven. Einige der Dokumente haben bereits vor dem 8. Juli 
2024 bestanden. Da es sich vorwiegend um E-Mail-Verläufe der Gesuchstellerin 
mit Drittpersonen handelt, ist nicht ersichtlich, inwiefern diese im Hauptverfahren 
nicht hätten vorgebracht werden können (vgl. Bf Eingabe vom 31.10.2025, Beila-
ge 3, 6, 9).

Soweit die Gesuchstellerin auf neue Berichte des O.________ aus dem Jahr 
2025, den Austrittsbericht der L.________ AG sowie auf das ärztliche Attest von 
Dr.med. H.________ vom 6. August 2025 (Bf Eingabe vom 31.10.2025, Beilage 
2) verweist, so handelt es sich nicht um neue Tatsachen und Beweise im Sinne 
von unechten Noven, sondern um echte Noven, welche keinen Revisionsgrund 
darstellen, selbst wenn sie sich auf bereits vorbestehende Tatsachen beziehen 
(vgl. Urteile BGer 8F_7/2024 vom 23.12.2024 E. 3 mit weiteren Hinweisen). 
Rechtsprechungsgemäss liegt ein Revisionsgrund nach Art. 61 lit. i ATSG nicht 
bereits dann vor, wenn in einem neuen Gutachten die bekannten Sachverhalts-
elemente abweichend gewürdigt werden; dafür bräuchte es vielmehr neue Sach-
verhaltselemente, aus denen hervorgeht, dass der ursprüngliche Entscheid ob-
jektiv betrachtet fehlerbehaftet war (Urteile BGer 8C_737/2015 vom 8.1.2016 
E. 4.2; 8F_14/2013 vom 11.2.2014 E. 3.1). Mit den von der Gesuchstellerin neu 
eingereichten medizinischen Unterlagen, welche den vom Gericht als für den 
Entscheid in VGE I 2023 17 wesentlich gewürdigten widersprechen sollen, wer-
den aber keine erheblich unterschiedliche Feststellungen tatsächlicher Art getrof-
fen, sondern lediglich der nämliche Sachverhalt anders gewürdigt. Eine solche 
abweichende Würdigung vermag die anbegehrte Revision mangels erheblicher 
neuer Tatsachen jedoch nicht zu rechtfertigen, reicht mithin rechtsprechungs-
gemäss als Revisionsgrund nicht aus (Urteil BGer 9F_7/2020 vom 21.9.2020 
E. 3).

Betreffend dem Sprechstundenbericht vom 25. Juli 2025 von Dr.med. 
F.________ ist anzumerken, dass darin das Vorliegen einer Small-Fiber Poly-
neuropathie bei der Gesuchstellerin bestätigt sowie ausgeführt wird, dass aktuel-
le Studien einen Zusammenhang zwischen SFN und CFS/ME hervorheben wür-
den. Es werden indes keine Ausführungen dazu gemacht, seit wann eine SNF 
bei der Gesuchstellerin vorliegen würde. Wie die Gesuchstellerin selbst ausführt, 
war die entsprechende Diagnose im ursprünglichen Verfahren nicht bekannt. 

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Dass aktuelle Studien (aus den Jahren 2025 und 2023) einen Zusammenhang 
zwischen SFN und CFS/ME hervorheben würden, vermag nichts am Umstand zu 
ändern, dass es sich hierbei um ein echtes Novum handelt. Andere Tatsachen 
oder Beweismittel, welche sich bereits bis und mit 8. Juli 2024 verwirklicht bzw. 
existiert hatten, welche die Gesuchstellerin aber trotz hinreichender Sorgfalt im 
damaligen Verfahren nicht vorbringen konnte, trägt die Gesuchstellerin keine vor 
und sind auch keine ersichtlich. 

4.3 Damit aber muss das Vorliegen eines Revisionsgrundes verneint werden, 
was zur Abweisung des Revisionsgesuches führt. 

5. Es werden keine Kosten erhoben.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das am 20. Oktober 2025 eingereichte Gesuch um Revision von VGE I 
2023 17 vom 8. Juli 2024 wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 42 ff., 
Art. 82 ff. sowie Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
(BGG; SR 173.110) vom 17.6.2005 innert 30 Tagen seit Zustellung Be-
schwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden.

4. Zustellung an:
- die Gesuchstellerin (R)
- die Gesuchsgegnerin (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. November 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Dezember 2025