# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a7e4ef3-6394-5dc2-988f-04b0fae40677
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 23.09.2008 S 2008 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2008-113_2008-09-23.pdf

## Full Text

S 08 113

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 23. September 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) Der heute 47-jährige … (geb. … 1961) arbeitete anfangs der 90-ziger Jahre 

in einer Bäckerei in … und war durch die Arbeitgeberin obligatorisch gegen 

Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert (KKB; heute: … AG). Am 

09.09.1990, abends um ca. 22.00 Uhr, stürzte der Versicherte im 

Treppenhaus der Arbeitgeberin wegen Übelkeit und verletzte sich am rechten 

Arm (Metakarpalköpfchenfraktur rechts). In der Folge kam der 

Unfallversicherer während ca. 1 ½ Jahre für die medizinischen 

Therapiekosten samt Erwerbsausfall bis 29.02.1992 auf, da dem Versicherten 

ärztlich ab Dezember 1991 zuerst eine 50%-ige und ab März 1992 wieder 

eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde.

b) Eine gegen die Leistungseinstellung erhobene Einsprache des Versicherten 

wurde mit Einspracheentscheid vom 29.04.1993 abgewiesen und der 

Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Im selben Jahr verliess der 

Versicherte die Schweiz und kehrte in seine Heimat Serbien zurück. 

c) Mit Schreiben vom 22.02.2001 meldete der Versicherte dem Unfallversicherer 

einen 1. Rückfall und ersuchte um die Ausrichtung von weiteren UVG-

Leistungen. Mit Antwortschreiben vom 16.10.2001 wurde jenes Begehren 

vom Versicherer abgelehnt.

d) Mit Schreiben vom 26.11.2007 meldete der Versicherte dem Unfallversicherer  

einen 2. Rückfall und beantragte erneut die Ausrichtung von UVG-Leistungen. 

Mit Verfügung vom 14.02.2008 lehnte der Unfallversicherer jede weitere UVG-

Leistungspflicht aus dem Sturzunfall vor 17 ½ Jahren (09.09.1990) ab. Eine 

hiergegen erhobene Einsprache wies der Unfallversicherer (Vorinstanz) mit 

Entscheid vom 28.07.2008 ab, nachdem zuvor noch eine vertrauensärztliche 

Untersuchung (Bericht vom 19.05.2008) durch die Vorinstanz veranlasst und 

ausgewertet worden war.

2. Dagegen erhob der Einsprecher am 18.08.2008 frist- und formgerecht 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (beglaubigte 

Übersetzung aus serbischer Sprache ins Deutsche liegt vor) mit den 

Begehren auf Anerkennung des Anspruchs auf eine ganze Invalidenrente 

(Rente 1. Klasse) seit Eintritt der Invalidität und auf Schadenersatz zulasten 

der Vorinstanz. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er seit 

seiner Rückkehr in seine Heimat (1993) unfallbedingt immer wieder in 

ärztlicher Behandlung gewesen sei und sich sein allgemeiner 

Gesundheitszustand seit Herbst 2007 (2. Rückfall) wiederum verschlechtert 

habe. Als Beweis für seine Darstellung verwies der Beschwerdeführer auf 

zwei Facharztberichte aus seiner Heimat vom August 2008 (Bericht des 

Neurologen Dr. … vom 08.08.2008; Bericht des Psychiaters Dr. … vom 

06.08.2008), die seine unfallkausalen und heute noch geklagten 

Beschwerden (Schmerzen am rechten Arm; psychische Defizite 

[Suggestionen; Depressionen]) zweifelsfrei belegen würden. 

Selbstverständlich würde er sich auch nochmals durch einen Vertrauensarzt 

(Auswahl durch Gericht) in der Schweiz untersuchen lassen, wobei ihm dann 

aber noch ein Visum für die Einreise in die Schweiz erteilt werden müsste. 

Angesichts der geschilderten Sachlage habe er das Recht auf Schadenersatz 

wegen des Unfalls am Arbeitsplatz und auf eine IV-Rente der ersten 

Kategorie.

3. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die Vorinstanz die Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids vom Juli 

2008. Den Einwänden und Vorbringen des Beschwerdeführers hielt sie dabei 

zur Hauptsache entgegen, dass schon früher im MEDAS-Gutachten vom 

07.12.1992 eindeutig festgestellt worden sei, dass die vor mehr als 2 Jahren 

erlittene Sturzverletzung (Sept. 1990) objektiv nur banal gewesen und die 

Fingerfraktur damals lege artis behandelt worden sei, so dass der Bruch in 

der Zwischenzeit ausgeheilt sei und der Versicherte darum wieder (seit März 

1992) zu 100% arbeitsfähig gewesen sei. Für die heute noch geklagten 

Beschwerden seien ausschliesslich postraumatische unfallfremde Faktoren 

verantwortlich. Die objektiven Arztbefunde liessen sich mit den subjektiv 

geklagten Problemen überhaupt nicht vereinbaren; vielmehr fehle es dem 

Versicherten offenkundig an der erforderlichen Arbeitsmoral. Die 

eingereichten Arztberichte von August 2008 aus seiner Heimat würden daran 

nichts ändern, da sie keine plausible Erklärung für die angeführten Diagnosen 

enthalten hätten (Bericht Dr. …) oder sonst gar kein Attest zu den Akten 

gegeben worden sei (Dr. …). Jedenfalls habe die vertrauensärztliche 

Untersuchung vom 19.05.2008 dadurch nicht erschüttert werden können, 

weshalb ein Zusammenhang zwischen dem Unfall von 1990 und den heute 

noch geklagten Beschwerden (Rückfallkausalität) zu Recht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint worden sei, was die Ausrichtung 

weiterer UVG-Leistungen über das Einstelldatum (per 29.02.1992) hinaus 

verunmöglicht habe bzw. nicht gerechtfertigt hätte.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach den Bundesgesetzen 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie der 

Spezialgesetzung im Unfallversicherungsrecht (UVG) zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten Gesundheitsschaden ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne 

des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als verwirklicht gedacht werden 

kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Sachzusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches noch nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 V 138 E. 3a, 119 

V 138 E. 1, 118 V 289 E. 1b; Pra 3/2004 Nr. 45 E. 2.2.2 S. 235; SVR-

Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 UV Nr. 11 E. 3.1 S. 32, Nr. 12 UV E. 3.1.1 

S. 35; PVG 2000 Nr. 26, 1994 Nr. 65).

b) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg  von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 

V 461 E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhanges kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen. Die 

Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 E. 2b S. 31).

c) Laut Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückfall um das 

Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Verletzung, sodass es zu 

ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu weiterer Arbeitsunfähigkeit kommt. 

Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 

längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu 

einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und 

Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 

Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) 

Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend 

gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall 

erlittenen Gesundheitsschädigungen ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang bejaht werden kann (SVR 8-9/2003 UV Nr. 14 E. 4 S. 

43; BGE 118 V 296 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 2).

2. a) Im konkreten Fall sind folgende ärztlichen Befunde und Stellungnahmen 

aktenkundig und für die Streitentscheidung von Bedeutung:

• Im MEDAS-Gutachten (21 Seiten) vom 07.12.1992 wurde dem 
Versicherten unfallbedingt folgende Diagnose gestellt: Status nach 
undislozierter Metakarpalknöpfchenfraktur des rechten Kleinfingers: St. 
nach leichtgradiger Sudeck’scher Dystrophie, St. nach diagnostischer 
Arthrotomie des rechten Handgelenks mit Neurolyse des Nervus ulnaris in 
der Loge de Guyon, ausgeprägter psychischer Überlagerung mit 
Aggravation im Sinne einer „psychischen Amputation“ (S. 17). Zur 
Arbeitsfähigkeit wurde explizit festgehalten (S. 18; Ziff. 5.1-5): Für die 
bisherige Tätigkeit als Bäcker werde die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
(wieder) auf 100% geschätzt. Auch für jede andere vergleichbare Tätigkeit 
betrage die Arbeitsfähigkeit 100%. Medizinische Massnahmen seien bei 
voller Arbeitsfähigkeit nicht mehr notwendig. Berufliche Massnahmen 
entfielen, da der Versicherte selbst im Stande sei, eine Stelle zu suchen. 
Aufgrund der Akten bestünde seit dem 01.03.1992 wiederum eine volle 
Arbeitsfähigkeit. Die Zukunftsprognose bezüglich Gesundheitszustands sei 
gut. Die Reintegration in den Arbeitsprozess sei ungewiss/schwierig, da 
sich der Versicherte selber für nicht arbeitsfähig halte. Zur Frage der 
Rückfallskausalität wurde vermerkt (S. 19): Rein wegen der Folgen des 
Treppensturzunfalls vom 09.09.1990 sei überhaupt keine Invalidität 
entstanden, weshalb der Versicherte aus der Sicht des Handchirurgen für 
voll arbeitsfähig erklärt werden müsste. Wenn er heute trotzdem noch 
nicht arbeite, sei dies auf rein unfallfremde Faktoren (Selbstüberschätzung 
der Handverletzung; Rentenbegierde) zurückzuführen, zumal auch der 
Psychiater den Versicherten für geistig gesund und arbeitsfähig taxiert 
habe. Die Differenzen zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden 
und den objektiv festgestellten Befunden seien nicht erklärbar. Der 
Versicherte präsentiere seine Handverletzungsfolgen indessen gerne in 
„demonstrativ-aggravierender Art“.  

• In der vertrauensärztlichen Beurteilung vom 19.05.2008 hielt Dr. … – in 
Kenntnis der seit 1993 eingereichten Atteste aus Serbien - fest, dass 
neben völlig unfallfremden Erkrankungen in den jeweiligen Zeugnissen 
keine präzisen Befunde beschrieben seien. Es werde sogar nicht einmal 
definiert, welche Finger genau betroffen seien. Es lägen auch keine 
Resultate von Zusatzuntersuchungen (z.B. Röntgenbilder, 
Elektroneurographie-Befunde) vor, die eine strukturelle Schädigung im 
Sinne eines Rückfalls oder einer Spätfolge belegen würden. Es sei 
vielmehr bereits 1992/3 klar dokumentiert worden, dass die 
„Sudeckerkrankung“ längst abgeheilt gewesen sei. Das zuletzt neu 
aufgetauchte Lymphödem im Bereich des Metakarpale sei 1992 noch 
nicht vorhanden gewesen und könne deshalb auch nicht mit der 
Unfallblessur von 1990 erklärt werden. Dasselbe gelte für die Hals- und 
Armschmerzen. Die 1999 erwähnte zervikale Spondylose sei als mögliche 
Ursache von Problemen in diesem Bereich schon gar nicht diskutiert 
worden. Nicht nachvollzogen könne auch die behauptete Läsion des 
Nervus ulnaris werden, weil eine solche im Medas-Gutachten von 1992 
noch klar ausgeschlossen worden sei. 1992 habe wohl lediglich noch eine 

leichte Abduktionsstellung mit geringer Flexionseinschränkung im 
Grundgelenk bestanden. Die Arbeitsunfähigkeit (AUF) sei unfallkausal 
nicht erklärbar. Die psychischen Leiden könnten ebenfalls nicht als 
natürlich-kausale Unfallfolge bewertet werden, da sie erst Jahre später 
nach dem Sturzereignis dokumentiert worden seien. Dass die 
beschriebenen Probleme und die psychische Erkrankung (Suggestionen; 
Depressionen) ein Rückfall oder eine Spätfolge des 1990 erlittenen 
Treppenhausunfalls sein sollten, sei demnach insgesamt nicht mit dem 
Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aus-/nachgewiesen und 
somit zu verneinen. 

• Im Arztattest vom 08.08.2008 (Neuropsychiater Dr. …) wurden folgende 
Befunde aufgelistet: St. Post fracturam subcapitalis osis metacarpalis 
mani 1. dex.; Contracture digitorum; Dedema metocarpalis 1. dex.; 
Cerviocarpalis 1. dex.; Su Depressivum [F. 32.2]. Gestützt darauf wurde 
dem Versicherten – ohne weiteren Kommentar – eine Arbeitsunfähigkeit 
sowie eine Invalidität 1. Grades attestiert. Ferner wurde die 
Medikamentendossis mit den entsprechenden Tabletten 
(Trittico/Lorazepam/Movalis/Sikolin) erwähnt.

• Im Arztattest vom 06.08.2008 (Psychiater Dr. …) wurden die gleichen 
Befunde aufgeführt. Nebst den verordneten Medikamenten (Fluoxetin und 
Derson) wurde noch erwähnt, dass der Versicherte von Zeit zu Zeit zur 
Untersuchung erscheine und regelmässig eine Therapie benötige. Seine 
depressive Laune variiere; er habe wenig Energie und zeige kein Interesse 
an den täglichen Aktivitäten. Er leide an Konzentrationsschwierigkeiten, 
sei rasch müde und habe viele somatische Beschwerden. Häufig schlafe 
er schlecht und habe gar Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle.  

• Im Arztattest vom 08.08.2008 (Dr. …, Ambulanz in …) wurden abermals 
die genau gleichen Befunde aufgeführt. Der Versicherte habe Schmerzen 
am rechten Arm und der rechten Hand, wobei letztere auch geschwollen 
sei. Der Versicherte arbeite heute nicht und sei wegen der beschriebenen 
Arm-/Handschmerzen nicht arbeitsfähig (EMNG nötig).

b) In Würdigung der soeben aufgezählten Arzt- und Facharztberichte ist das 

Gericht zur Überzeugung gelangt, dass vorliegend weder die 

Voraussetzungen eines versicherungsrelevanten Rückfalls noch diejenigen 

versicherungsrelevanter Spätfolgen als erfüllt angesehen werden können. 

Zunächst gilt es klarzustellen, dass es sich beim ursächlichen 

Treppenhaussturz vom 09.09.1990 um einen blossen Bagatellunfall 

gehandelt hat, bei dem sich der Versicherte nachweislich einzig einen Finger 

an der rechten Hand brach. Solche Verletzungen heilen erfahrungsgemäss 

aber bereits nach wenigen Wochen bzw. Monaten wieder vollständig aus, 

womit sie grundsätzlich auch nicht geeignet sind, einen Rückfall oder 

Spätfolgen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu bewirken. Dies gilt im 

konkreten Fall umso mehr, als zwischen dem Sturzvorfall vom Herbst 1990 

und den seit November 2007 (neu) geklagten Beschwerden – sowohl 

körperlicher wie seelischer Natur – immerhin mehr als 17 Jahre verstrichen 

sind und vom Beschwerdeführer keineswegs glaubhaft dargetan, geschweige 

denn  bewiesen werden konnte, dass er in jener sehr langen Zeitspanne öfters 

wegen starker Handgelenksschmerzen behandelt bzw. therapiert worden 

wäre. Wie vielmehr sowohl schon dem umfassenden MEDAS-Gutachten vom 

Dezember 1992 als später überdies noch der vertrauensärztlichen 

Untersuchung vom Mai 2008 zweifelsfrei entnommen werden kann, waren die 

unfallkausalen Sturzblessuren im März 1992 wieder komplett verheilt und der 

Versicherte ab dann wiederum zu 100% arbeitsfähig. Die uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit wurde dabei sowohl für seine bisherige Tätigkeit als Bäcker 

als auch für jede andere vergleichbare Erwerbstätigkeit als wieder zu 100% 

vorhanden bejaht. An jenen eindeutigen Fachbeurteilungen vermögen selbst 

die nachgereichten Arztatteste aus der Heimat des Versicherten (Dres. …) 

vom August 2008 nichts zu ändern, da sie einerseits äusserst unpräzise 

formuliert sind und sich andererseits überhaupt nicht zur „Wahrscheinlichkeit“ 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den vor 18 Jahren 

erlittenen Unfallfolgen und den bei ihnen geklagten und auch therapierten 

Beschwerden äussern. Allein die Wiedergabe der vom Beschwerdeführer 

geklagten Arm- und Handschmerzen samt der offensichtlich erst später 

entwickelten psychischen Probleme (Suggestion; Depressionen; 

Existenzängste usw.) vermag für sich natürlich bei weitem noch nicht Zweifel 

an den sorgfältig, widerspruchsfrei sowie schlüssig erstellten Fachattesten der 

MEDAS bzw. des Vertrauensarztes Dr. … zu sähen. Die Vorinstanz war 

darum auch nicht verpflichtet, weitere Abklärungen oder Fachberichte über 

den aktuellen Gesundheitszustand sowie die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf 

dem freien Arbeitsmarkt einzuholen. Im Übrigen wäre das Ereignis wegen 

seiner Banalität gar nicht geeignet gewesen, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen (keine Adäquanz).

3. a) Der angefochtene Entscheid vom Juli 2008 ist damit rechtmässig, war die 

Vorinstanz mangels Nachweises des natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfall 1990 und den erst viel später (ab Nov. 2007) geklagten 

Beschwerden anhand der bezeichneten Fakten doch berechtigt, einen 

Rückfall bzw. Spätfolgen zu verneinen und weitere UVG-Leistungen über das 

Einstelldatum hinaus (29.02.1992) abzulehnen. Die Beschwerde ist somit 

abzuweisen und der strittige Entscheid samt der ihm zugrunde liegenden 

Verfügung zu bestätigen.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren laut Art. 61 lit. a ATSG, ausser hier nicht zutreffender 

Ausnahmen, grundsätzlich kostenlos ist. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung steht der Vorinstanz nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g 

ATSG).  

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Auf die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 3. März 2009 

nicht eingetreten (8C_876/2008).