# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86a8f71a-00ff-57ce-847e-12fb5a70e1fe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.09.2025 200 2025 395
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-395_2025-09-25.pdf

## Full Text

UV 200 2025 395
JAP/FRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. September 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom, 25. Sept. 2025, UV 200 2025 395

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Sachverhalt:

A.

Der 1976 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin, die C.________ AG, bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
unfallversichert, als er gemäss Schadenmeldung vom 27. August 2024 am 
17. Juli 2024 in ... auf der Treppe stürzte und sich verletzte (Akten der Suva 
[act. II] 2). Die Suva anerkannte das Ereignis als Unfall und erbrachte die 
gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung 
und Taggeld. Nach Beizug verschiedener Arztberichte nahm die Suva ge-
stützt auf eine Aktenbeurteilung durch Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Versicherungsmedizin Suva, vom 8. Januar 2025 (act. II 69) mit Verfügung 
vom 10. Januar 2025 (act. II 75) den Fallabschluss vor mit der Begründung, 
die heute bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter seien nicht 
mehr unfallbedingt. Der Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen 
werde verneint. Die hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten 
(act. II 77) wies die Suva nach Einholen einer erneuten Aktenbeurteilung 
durch Dr. med. D.________ vom 22. April 2025 (act. II 93) mit Entscheid 
vom 21. Mai 2025 (act. II 98) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 23. Juni 2025 Beschwerde mit den folgen-
den Rechtsbegehren:

1. Der Einsprache-Entscheid der Suva vom 21. Mai 2025 sei aufzuheben 
und dem Beschwerdeführer sei im Zusammenhang mit dem Unfall vom 
17. Juli 2024 die ihm gesetzlich zustehenden Versicherungsleistungen 
(namentlich Taggelder, Invalidenrente und Gesundheitskosten) zzgl. 
5 % Zins, seit wann rechtens, auszurichten.

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2. Eventualiter sei der Einsprache-Entscheid der Suva vom 21. Mai 2025 
aufzuheben und ein gerichtliches Gutachten einzuholen, welches sich 
insbesondere zur Frage der Unfallkausalität sowie der Unfallfolgen 
ausspricht. Sodann sei neu über den Leistungsanspruch zu verfügen.

3. Dem Beschwerdeführer sei im vorliegenden Verfahren das Recht zur 
unentgeltlichen Rechtpflege zu gewähren und die Unterzeichnende als 
unentgeltliche Rechtsbeiständin beizuordnen. 

-Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen-

Mit Beschwerdeantwort vom 5. August 2025 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 19. September 2025 gingen beim Gericht das Sozialhilfebudget des 
Beschwerdeführers pro Juli 2025 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 16) 
sowie die Kostennote ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 

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ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. Mai 
2025 (act. II 98). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin betreffend die rechtsseitigen Schulterbeschwerden im 
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 17. Juli 2024 über den 11. Januar 
2025 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Invalidität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

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eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 
8C_537/2009 E. 5.1).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt sich die 
natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier spielt mithin 
die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob das Unfaller-
eignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, für die 
Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 218 
E. 5.2 S. 220).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 

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sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krank haften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 191). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 
S. 56).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 
S. 201). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu 
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, so-
weit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbes-
serungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist 
prospektiv zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 8.2; 
zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 S. 162, 8C_183/2020 E. 2.3).

2.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (Urteil des 
Bundesgerichts [BGer] 9C_571/2023 vom 11. Januar 2024 E. 6.1). Insbe-
sondere ist der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. des-
sen Wegfallens in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachperso-

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nen zu führen (Urteil des BGer 8C_410/2022 vom 23. Dezember 2022 
E. 4.2).

3.

3.1 Es ist zu Recht unbestritten, dass das Ereignis vom 17. Juli 2024, 
bei dem der Beschwerdeführer in ... in den Ferien beim Treppenhinunter-
laufen gestürzt ist (act. II 2), einen Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hier-
vor) darstellt. Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht 
und erbrachte die vorübergehenden gesetzlichen Leistungen. Umstritten ist 
indessen, ob der Beschwerdeführer über die von der Beschwerdegegnerin 
verfügte Einstellung der Leistungen per 11. Januar 2025 hinaus weiterhin 
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Hier-
bei kommt es im Wesentlichen darauf an, ob die weiterhin geklagten 
rechtsseitigen Schulterbeschwerden in einem natürlichen Kausalzusam-
menhang zum Unfall vom 17. Juli 2024 stehen. Dies wird im Folgenden zu 
prüfen sein.

3.2 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen: 

3.2.1 Der beglaubigten Übersetzung aus dem ... (act. II 3 S. 1) ist zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer am 17. Juli 2024 in der Poliklinik 
E.________ erschienen sei wegen Schmerzen im lumbosakralen Teil der 
Wirbelsäule, die bei einem Treppensturz aufgetreten seien. Es seien Rönt-
genaufnahmen sowie eine Analgetika- sowie Kortikosteroidtherapie durch-
geführt worden. 

Am 24. Juli 2024 sei der Beschwerdeführer wiederum in der Poliklinik 
E.________ vorstellig geworden. Der Zustand habe sich leicht verbessert. 
Die bisherige Behandlung sei fortzusetzen (act. II 25 S. 3).

3.2.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom Spital G.________, dia-
gnostizierte im Bericht vom 9. August 2024 (act. II 1) insbesondere eine 
gluteale Schwäche rechts mit schlechter Achsen- und Beckenstabilität nach 
Sturz in den Ferien sowie einen Status nach Kniegelenksarthroskopie mit 
Resektion der Plica mediopatellaris und Infiltrationen mit Ropivacain rechts 

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am 18. November 2022. Während den Ferien sei der Beschwerdeführer 
anamnestisch auf das Kniegelenk gestürzt. Das Kniegelenk sei nicht wirk-
lich schmerzhaft, aber es knacke beim Beugen und Strecken, im Bereich 
der Hüfte habe er starke Schmerzen und die rechte Schulter könne er nicht 
mehr gut bewegen. Der Facharzt berichtete, die rechte Schulter sei frei 
beweglich mit leicht schmerzhaft eingeschränktem Schürzengriff. Es gebe 
keine Anzeichen für ein subakromiales Impingement, jedoch für eine mögli-
che Irritation der Subscapularissehne. Der Bizeps sei schmerzfrei. Die 
Sensibilität, Durchblutung und Motorik seien unauffällig. Eine klinische Kon-
trolle solle in sechs Wochen erfolgen, die Arbeitsfähigkeit dürfte ab nächs-
ter Woche gegeben sein. 

3.2.3 Im Bericht vom 26. August 2024 (act. II 11 S. 5) des Spitals 
H.________ diagnostizierte Dr. med. I.________, Praktischer Arzt, post-
traumatische Schmerzen der rechten Schulter sowie eine fragliche Verlet-
zung der Rotatorenmanschette. Der Beschwerdeführer klage über Schmer-
zen an der rechten Schulter sowie über Kreuzschmerzen. Es werde ein 
MRI der rechten Schulter veranlasst.

3.2.4 Im Befundbericht des J.________ vom 6. September 2024 (act. II 
36) hielt Dr. med. K.________, Fachärztin für Radiologie, das Folgende 
fest: Intratendinöser Längsriss des intraartikulären Abschnittes der langen 
Bizepssehne und ausgeprägte Degenration des Bizepssehnenankers. Kal-
zifizierende Insertionstendinose von Supraspinatus-, Infraspinatus- und 
Subscapularissehne. Ausgedehnter Labrumriss an der gesamten dorsalen 
Zirkumferenz des Glenoides sowie auch des Labrums ventral kranial mit 
Ausbildung von paralabralen Zysten. Mässige AC-Gelenksartrose mit Zei-
chen einer Aktivierung. Normale Breite des subakromialen Raumes.

3.2.5 Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
21. Oktober 2024 (act. II 38) ein posttraumatisches subacromiales Im-
pingement bei Partialruptur der langen Bizepssehne und Tendinitis cal-
carea der Supra-/Infraspinatussehne und oligosymptomatische AC-
Arthrose rechts mit/bei: Status nach Treppensturz vom 17. Juli 2024. Zum 
Befund legte Dr. med. L.________ dar, der Beschwerdeführer sei in 
schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand. Die aktive Beweglichkeit 

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sei eingeschränkt mit Hand bis zum Scheitel, Griff zum Nacken knapp in 
Flexion möglich. Aussenrotation 30 °, Innenrotation bis zur Seite. Passiv 
glenohumerale Beweglichkeit; Abduktion 80-90 °, wobei der Beschwerde-
führer schmerzbedingt dagegen spanne. Impingementzeichen seien mas-
siv positiv. Die leichte Druckdolenz über dem AC-Gelenk sei nicht vorder-
gründig (S. 1). Die vom Beschwerdeführer geäusserten Beschwerden seien 
auf ein subacromiales Impingement bei aktivierter Tendinitis calcarea der 
Supra- und kranialen Infraspinatussehne zurückzuführen. Es zeigten sich 
im MRI zusätzlich Veränderungen der langen Bizepssehne. Die ersichtliche 
AC-Arthrose sei klinisch nicht vordergründig. Er habe eine Steroidinfiltration 
durchgeführt. Es sei eine Verlaufskontrolle in zwei bis drei Monaten durch-
zuführen, bis dahin sollte der Beschwerdeführer schulterzentrierende 
Übungen absolvieren (S. 2). 

Dr. med. L.________ berichtete im Bericht vom 13. Dezember 2024 
(act. II 60), der Beschwerdeführer habe anamnestisch von der Steroidinfil-
tration profitiert, es würden jedoch nach wie vor Schmerzen vorliegen. Auf-
grund der Arbeitsunfähigkeit habe sich der Beschwerdeführer zu einem 
aktiven Vorgehen entschieden. Es bestünden eindeutige Schmerzen auch 
anamnestisch im AC-Bereich und in den Nacken ausstrahlend. Er habe 
dem Beschwerdeführer eine Operation empfohlen. 

3.2.6 Dr. med. D.________ führte in der versicherungsmedizinischen Be-
urteilung vom 8. Januar 2025 (act. II 69) aus, die Gesundheit des Be-
schwerdeführers im betroffenen Körperabschnitt Schulter rechts sei vor 
dem Ereignis vom 17. Juli 2024 beeinträchtigt gewesen. Es handle sich um 
eine AC-Arthrose, Tendinitis calcarea, Tendinopathie der langen Bizeps-
sehne, Labrumläsion dorsal mit paralabralen Zysten. Das Ereignis vom 
17. Juli 2024 habe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzli-
chen strukturellen Läsionen geführt. Im MRI vom 6. September 2024 wür-
den ausser den erwähnten überwiegend wahrscheinlich vorbestehenden 
Veränderungen keine Pathologien beschrieben, die sich auf das Ereignis 
vom 17. Juli 2024 zurückführen liessen, es fehlten Knochenödem-
Weichteilschwellungen-Hämatome als Zeichen frischer Verletzungen (S. 1). 
Im Arztbericht vom 9. August 2024 werde die Schulter als frei beweglich 
beschrieben mit Schmerzen beim Schürzengriff und ohne Impingementzei-

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chen. Im Bericht vom 21. Oktober 2024 dagegen würden massive Im-
pingementzeichen beschrieben. Dies spreche überwiegend wahrscheinlich 
gegen die Entstehung einer strukturellen Läsion durch das Ereignis vom 
17. Juli 2024 und für eine im Verlauf symptomatische vorbestehende 
Schulterpathologie. Beim Ereignis habe sich der Beschwerdeführer eine 
Schulterprellung rechts zugezogen. Üblicherweise seien die Unfallfolgen 
nach einem Ereignis wie dem beschriebenen aus orthopädisch-
traumatologischer Sicht nach sechs bis acht Wochen abgeklungen und 
spielten danach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr 
(S. 2). 

3.2.7 Am 22. Januar 2025 wurde der Beschwerdeführer an der rechten 
Schulter operiert (act. II 88). 

Im Bericht vom 7. März 2025 (act. II 81) berichtete Dr. med. L.________, 
der Beschwerdeführer komme zur klinischen Verlaufskontrolle drei Monate 
postoperativ (S. 2). Es zeige sich ein zeitgerechter Verlauf mit zeitgemäs-
sen Restbeschwerden ohne glenohumerale Steife (S. 3). 

3.2.8 Dr. med. D.________ führte in der versicherungsmedizinischen Be-
urteilung vom 22. April 2025 (act. II 93) zum zeitlichen Verlauf aus, in den 
unfall-zeitnahen Berichten werde ausschliesslich von lumbalen Beschwer-
den gesprochen, der orthopädische Erstbefund nach Rückkehr in die 
Schweiz vom 9. August 2024 beschreibe insbesondere rechtsseitige Knie- 
und Hüftbeschwerden sowie erstmalig auch Schulterschmerzen rechts. 
Eine erste Bildgebung der rechten Schulter habe am 6. September 2024 
(sechs Wochen post traumata) stattgefunden. Es zeige sich an der rechten 
Schulter eine Crescendo-Symptomatik mit stetig zunehmenden Beschwer-
den, die gemäss Lehrmeinung typisch für degenerative Veränderungen an 
der Schulter seien. Eine traumatisch strukturelle Läsion durch das Ereignis 
vom 17. Juli 2024 würde nach allgemeiner Erfahrung initial sehr starke und 
dann im Verlauf nachlassende Schmerzen im Sinne einer Decrescendo-
Symptomatik hervorrufen. Zu den klinischen Befunden legte Dr. med. 
D.________ dar, den unfall-zeitnahen Berichten und Beschreibungen lasse 
sich kein Hinweis für eine Bewegungseinschränkung der rechten Schulter 
im Sinne einer Pseudoparalyse finden. Gemäss aktueller Lehrmeinung 
würde bei einer traumatischen Verletzung von Sehnen oder Zuzug einer 

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strukturellen Läsion an der Schulter jedoch eine solche Pseudoparalyse zu 
erwarten sein. Ebenso sprächen die belastungsabhängigen Schmerzen 
über Kopf und die Nachtschmerzen nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit für eine traumatische Ursache der Schulterbeschwerden, sondern 
seien typische Zeichen einer chronisch-degenerativen Veränderung an der 
Schulter. Zum MRI der rechten Schulter vom 6. September 2024 führte 
Dr. med. D.________ aus, dieses zeige im Bereich der Bizepssehne intra-
tendinöse Veränderungen im Sinne einer Tendinopathie, überwiegend 
wahrscheinlich degenerativer Ursache. Dies werde auch im fachärztlich-
radiologischen Befund so beschrieben: "ausgefranst im Sinne der Degene-
ration". Im Ansatzbereich des Supra- und Infraspinatus zeigten sich mehre-
re rundliche Kalkdepots im Sinne einer Tendinitis calcarea. Diese Verände-
rung sei klassischerweise ein chronischer Prozess, der zur Ablagerung von 
kalkähnlicher Substanz im Bereich der Sehnen führe, eine Assoziation zu 
singulären Ereignissen bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
(S. 3). Klassischerweise seien solche Veränderungen bei vielen Menschen 
als Zufallsbefund anzutreffen und nicht mit einem Trauma an der Schulter 
assoziiert. Zudem zeige sich eine ausgeprägte AC-Arthrose mit Knochen-
anbauten am Unterrand des Gelenkes und erkennbarer Veränderung der 
Supraspinatussehne. Sodann zeigten sich am dorsalen Labrum mehrere 
paralabrale Zysten als Zeichen einer seit längerem bestehenden degenera-
tiven Veränderung des Labrums. Gemäss aktueller Lehrmeinung sei für die 
Entstehung solcher Zysten eine Zeitdauer von mehr als drei Monaten not-
wendig, so dass eine Entstehung der Labrumläsion und der Zysten durch 
das Ereignis vom 17. Juli 2024 nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Zu-
sammenfassend könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von der 
Entstehung von zusätzlichen strukturellen Läsionen an der rechten Schulter 
durch das Ereignis vom 17. Juli 2024 ausgegangen werden (S. 4). 

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 
in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr 
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 
erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungs-
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 
strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 
IV Nr. 22 S. 69, 9C_67/2007 E. 2.4). 

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3.4

3.4.1 Die ärztlichen Beurteilungen von Dr. med. D.________ vom 8. Ja-
nuar 2025 (act. II 69) und 22. April 2025 (act. II 93) erfüllen die vorerwähn-
ten Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert einer versiche-
rungsinternen Beurteilung (vgl. E. 3.3.3 hiervor) und erbringen – mangels 
auch nur geringer Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
(vgl. E. 3.3.3 hiervor) – vollen Beweis. Dabei schadet es nicht, dass es sich 
um Aktenberichte handelt, erfolgten die Stellungnahmen doch basierend 
auf einem bildgebend (act. II 36) sowie intraoperativ (act. II 90 S. 6-37) und 
damit lückenlos erhobenen Befund hinsichtlich der Schulterpathologie 
rechts. Zudem kann insbesondere die Kausalität im Rahmen eines Akten-
berichts erörtert werden (vgl. Urteil des BGer 8C_383/2011 vom 9. Novem-
ber 2011 E. 4.2, SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). 

3.4.2 Dr. med. D.________ hat sich mit den Unterlagen, die Aufschluss 
über den Geschehensablauf geben, sowie den klinisch und bildgebend 
festgestellten Befunden auseinandergesetzt und nachvollziehbar und 
schlüssig dargelegt, dass im MRI der rechten Schulter vom 6. September 
2024 (act. II 36) keine Pathologien beschrieben werden, die sich auf das 
Ereignis vom 17. Juli 2024 zurückführen lassen. Bei den intratendinösen 
Veränderungen im Sinne einer Tendinopathie im Bereich der Bizepssehne, 
den rundlichen Kalkdepots im Sinne einer Tendinitis calcarea im Ansatzbe-
reich des Supra- und Infraspinatus, der ausgeprägten AC-Arthrose mit 
Knochenanbauten am Unterrand des Gelenkes und erkennbarer Verände-
rung der Supraspinatussehne sowie den mehreren paralabralen Zysten am 
dorsalen Labrum, handelt es sich überwiegend wahrscheinlich um degene-
rative Ursachen (act. II 93 S. 3 f.). Die fachärztliche Schlussfolgerung von 
Dr. med. D.________, wonach es überwiegend wahrscheinlich durch den 
Unfall zu keiner zusätzlichen strukturellen Läsion gekommen ist und die 
Folgen der stattgehabten Schulterprellung innerhalb von sechs bis acht 
Wochen abgeklungen waren, ist nachvollziehbar und schlüssig.

Zwar sind bereits in den Berichten vom 9. und 26. August 2024 (act. II 1, 11 
S. 5) anhaltende Beschwerden an der rechten Schulter zu entnehmen (Be-
schwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 2.1), gemäss den Berichten des am Unfalltag in 
... konsultierten und nachbehandelnden Arztes standen indes zunächst klar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom, 25. Sept. 2025, UV 200 2025 395

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die lumbalen Rückenschmerzen im Vordergrund (act. II 3 S. 1, 40 S. 11), 
ohne dass vom Beschwerdeführer die rechte Schulter erwähnt wurde. Da-
mit hielt Dr. med. D.________ zutreffend fest, dass es gemäss Aktenlage 
nicht zu initial sehr starken und im Verlauf nachlassenden Schmerzen im 
Sinne einer Decrescendo-Symptomatik kam, wie dies bei einer unfallbe-
dingten Schulterverletzung zu erwarten wäre. Eine Pseudoparalyse – die 
gemäss aktueller Lehrmeinung bei einer traumatischen Verletzung von 
Sehnen oder Zuzug einer strukturellen Läsion an der Schulter ebenfalls zu 
erwarten wäre – ist den echtzeitlichen Berichten nicht zu entnehmen (act. II 
93 S. 3). Dass sich Dr. med. D.________ bei seiner Beurteilung nicht nur 
auf die Anamnese sowie den bildgebend ausgewiesenen degenerativen 
Vorzustand stützte, sondern auch an der medizinischen Empirie orientierte, 
ist nicht zu beanstanden. Es bestehen keinerlei divergierende medizinische 
Berichte, die geeignet wären, auch nur geringe Zweifel an den schlüssigen 
Beurteilungen des Dr. med. D.________ zu begründen. 

3.4.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der behandelnde 
Dr. med. L.________ betrachte das Unfallereignis vom 17. Juli 2024 als 
Auslösungsfaktor und halte eine posttraumatische Diagnose fest (Be-
schwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 2.4, S. 6 Ziff. IV Ziff. 3), vermag er daraus nichts 
zu seinen Gunsten abzuleiten. Allein aus dem Umstand, dass Dr. med. 
L.________ im Bericht vom 13. Dezember 2024 eine posttraumatische 
Diagnose stellte, kann nicht ohne weiteres daraus geschlossen werden, er 
habe damit eine natürliche Unfallkausalität bejaht. Einerseits bedeutet der 
Begriff "posttraumatisch" nicht schon (natürliche) Kausalität (Urteil des 
BGer 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E. 4.1). Andererseits setzte er 
sich mit der Kausalitätsfrage gar nicht auseinander. Soweit der Beschwer-
deführer weiter vorbringt, vor dem fraglichen Ereignis sei kein bekannter 
krankhafter Vorzustand aktenkundig gewesen (Beschwerde S. 6 Ziff. IV 
Ziff. 3), vermag dies ebenfalls keine Unfallkausalität zu begründen. Denn 
beweisrechtlich gilt eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als 
durch den Unfall verursacht, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur 
Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" BGE 149 V 
218 E. 5.6 S. 223, 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 
8C_672/2020 E. 4.2). Bei dieser Ausgangslage durfte sich die Beschwer-
degegnerin – entgegen der Argumentation in der Beschwerde (S. 7 Ziff. IV 

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Ziff. 5) – sehr wohl abschliessend auf die versicherungsmedizinische Beur-
teilung von Dr. med. D.________ stützen. 

3.4.4 Der Sachverhalt ist nach dem Dargelegten hinreichend abgeklärt 
und auf weitere Beweismassnahmen (namentlich das vom Beschwerdefüh-
rer eventualiter beantragte Gerichtsgutachten [Beschwerde S. 2 Ziff. 1 Ziff. 
2]) kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S.  94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in 
BGE 151 III 28 nicht publizierte E. 5.2 des Urteils 9C_298/2024 vom 
14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). 

3.4.5 Zusammenfassend ist erstellt, dass der Status quo sine vel ante 
spätestens am 11. Januar 2025 erreicht war und die weiterhin geklagten 
Beschwerden der rechten Schulter nicht unfallkausal sind, womit die mit 
Verfügung vom 10. Januar 2025 per 11. Januar 2025 erfolgte (act. II 75) 
und mit Einspracheentscheid vom 21. Mai 2025 (act. II 98) bestätigte Leis-
tungseinstellung der vorübergehenden Leistungen bzw. der verneinte An-
spruch auf weitere Versicherungsleistungen der gerichtlichen Überprüfung 
standhält.

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
21. Mai 2025 (act. II 98) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

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5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im Sinne der Prozessarmut ist 
aufgrund der Akten ausgewiesen (vgl. act. I 16). Des Weiteren kann der 
Prozess – obschon sich die Beschwerde im Urteilszeitpunkt als offensicht-
lich unbegründet erweist – nicht als von vornherein aussichtslos im Sinne 
der bundesgerichtlichen Praxis bezeichnet werden (vgl. BGE 140 V 521 
E. 9.1 S. 537). Schliesslich erscheint der Beizug einer Rechtsvertretung 
angesichts der Rechtsunkundigkeit des Beschwerdeführers sowie der 
tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten geboten. Demnach ist dem 
Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin zu gewähren.

5.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

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Mit Honorarnote vom 18. September 2025 macht Rechtsanwältin 
B.________ ein amtliches Honorar von Fr. 2'266.65 (11 h 20 min à 
Fr. 200.--), Auslagen von Fr. 68.-- sowie Mehrwertsteuer (MWST) von 
Fr. 189.10 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Folglich wird das amtli-
che Honorar auf Fr. 2'523.75 festgesetzt. Dieses ist Rechtsanwältin 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Be-
schwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraus-
setzungen von Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. 
Dezember 2008 (ZPO; SR 272; vgl. Art. 113 VRPG). Der Stundenansatz 
des ordentlichen Honorars figuriert in der Kostennote nicht, weshalb kein 
tarifmässiger Parteikostenersatz festgelegt werden kann.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen. 

4. Rechtsanwältin B.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'523.75 festgesetzte Ent-
schädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom, 25. Sept. 2025, UV 200 2025 395

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5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.