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**Case Identifier:** 80532fd3-8f88-5fd6-931e-19f05b457064
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-21
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 21.03.2014 A1 13 293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-13-293_2014-03-21.pdf

## Full Text

A1 11 16 

A1 13 293 

 

 

URTEIL VOM 21. MÄRZ 2014 

 

Kantonsgericht Wallis 

Öffentlichrechtliche Abteilung 
 

Es wirken mit: Jean-Pierre Zufferey, Präsident, Jean-Bernard Fournier und Thomas 

Brunner, Richter, sowie Dr. Nadja Schwery, Gerichtsschreiberin, 

 

in Sachen 

 

X_________, vertreten durch Rechtsanwalt A_________ 
 

und 
 

Y_________ und Z_________, vertreten durch Rechtsanwältin B_________ 
 

gegen 

 

EINWOHNERGEMEINDE C_________ 
STAATSRAT DES KANTONS WALLIS 
 

 

(Bauwesen) 

 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 22. Mai 2013. 

- 2 - 

 

Eingesehen 

 

- die Verfügung des Departements für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) vom 6. Au-

gust 2008, mit der X_________ verpflichtet wurde, die Zufahrt, die er auf den Par-

zellen Nrn. xxx, xxx und xxx, Plan Nr. xxx, auf dem Gebiet der Gemeinde 

C_________ (Gemeinde) ohne Baubewilligung erstellt hatte, zurückzubauen und 

den rechtmässigen Zustand innert einer Frist von vier Monaten seit Eröffnung der 

Verfügung wieder herzustellen. X_________ wurde zudem verpflichtet, zur Sicher-

stellung der Wiederinstandstellungsarbeiten einen Kautionsbetrag von Fr. 3 000.-- 

in den kantonalen Aufforstungsfonds zu bezahlen, da die Zufahrt im Waldareal bzw. 

im Ufervegetationsbereich erstellt worden ist. Diese Verfügung sowie die nachfol-

gend aufgeführten Eingaben betreffen allesamt das spätere Verfahren A1 11 16 vor 

Kantonsgericht;  

- die Verwaltungsbeschwerde von X_________ gegen diesen Entscheid vom 4. Sep-

tember 2008, mit der er beantragte, dass die Verfügung des DVBU aufzuheben sei;  

- den Entscheid des Staatsrats des Kantons Wallis (Staatsrat) vom 24. November 

2010, mit dem die Verwaltungsbeschwerde von X_________ abgewiesen wurde;  

- die Verwaltungsgerichtsbeschwerde von X_________ vom 18. Januar 2011, die er 

bei der öffentlichrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts gegen den Staatsrats-

entscheid einreichte;  

- die Stellungnahme der Gemeinde zu Handen des Kantonsgerichts  vom 15. Febru-

ar 2011;  

- die Eingabe von Z_________ und Y_________ vom 3. März 2011;  

- die Beschwerdeantwort von Z_________ und Y_________ vom 12. März 2011; 

- die Stellungnahmen des Staatsrats und von X_________, beide vom 15. März 

2011;  

- 3 - 

- die Stellungnahme von X_________ vom 22. März 2011 zur Beschwerdeantwort 

von Z_________ und Y_________;  

- die Eingabe von Z_________ und Y_________ vom 9. November 2011;  

- die Eingabe von X_________ vom 22. November 2011;  

- das Baugesuch vom 8. April 2010, mit dem X_________ um Bewilligung im Nach-

vollzug der umstrittenen Zufahrtsstrasse ersuchte. Er begehrte insbesondere die 

Bewilligung für den Bau eines Flurweges über die Parzellen Nrn. xxx 

(D_________), xxx, xxx und xxx, Plan Nr. xxx, sowie die Bewilligung zur Rodung 

von Waldareal (90 m2) und Ufervegetation auf den Parzellen Nrn. xxx und xxx, Plan 

Nr. xxx, an. Dieses Gesuch sowie die nachfolgend aufgeführten Eingaben, Verfü-

gungen und Entscheide betreffen allesamt das spätere Verfahren A1 13 293 vor 

Kantonsgericht; 

- die Publikation der Rodungs- und Baubewilligung im Amtsblatt Nr. 1 vom 7. Januar 

2011;  

- die Einsprache von Z_________ und Y_________ vom 4. Februar 2011; 

- die Rodungs- und Baubewilligung vom 26. September 2012 (eröffnet am 1. Oktober 

2012), die X_________ im Rahmen des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens 

von der Kantonalen Baukommission des Kantons Wallis (KBK) für die Zufahrts-

strasse erteilt wurde;  

- die Verwaltungsbeschwerde von Z_________ und Y_________ an den Staatsrat 

vom 29. Oktober 2012, mit der sie beantragten, dass die Baubewilligung der KBK 

vom 26. September 2012 aufzuheben sei;  

- den Entscheid des Staatsrats vom 22. Mai 2013 (eröffnet am 29. Mai 2013), mit 

dem der Staatsrat entschied, dass die Verwaltungsbeschwerde gegen die Baube-

willigung abzuweisen sei; 

- die Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Z_________ und Y_________ (Be-

schwerdeführer) vom 30. Juni 2013 bei der öffentlichrechtlichen Abteilung des Kan-

tonsgerichts, wonach der Staatsratsentscheid vom 22. Mai 2013 aufzuheben und 

die Baubewilligung für die umstrittene Flurstrasse zu verweigern sei. Subsidiär be-

- 4 - 

antragten die Beschwerdeführer, dass der Entscheid des Staatsrats aufzuheben 

und die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an den Staatsrat zurückzuweisen sei; 

- die Stellungnahme von X_________ (Beschwerdegegner) vom 2. September 2013, 

mit der er beantragte, dass die Beschwerde abzuweisen sei, soweit überhaupt da-

rauf eingetreten werden könne; 

- die Replik der Beschwerdeführer vom 18. September 2013; 

- die Schreiben des Staatsrats vom 2. respektive 3. Oktober 2013, mit denen er auf 

eine Stellungnahme verzichtete;  

- die Duplik der Beschwerdegegner vom 9. Oktober 2013; 

- der Betriebsvoranschlag des Amtes für Viehwirtschaft vom 25. Februar 2014; 

- die übrigen Akten; 

 

erwägend, 

 

- dass der angefochtene Entscheid des Staatsrates vom 22. Mai 2013 eine letztin-

stanzliche Verfügung im Sinne von Art. 72 des Gesetzes über das Verwaltungsver-

fahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 (VVRG; 

SGS/VS 172.6) darstellt, die mangels Vorliegens eines Ausschlussgrundes in den 

Art. 74 bis 77 VVRG der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterliegt. Die Beschwer-

deführer (des Verfahrens A1 13 293) sind durch den angefochtenen Staatsratsent-

scheid berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder 

Aufhebung, so dass sie gemäss Art. 80 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a VVRG 

zur Beschwerdeführung legitimiert sind. Auf die im Übrigen formgerecht eingereich-

te Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 80 Abs. 1 lit. b und c i.V.m. Art. 46 und 

Art. 48 VVRG); 

- dass der Beschwerdegegner (des Verfahrens A1 13 293) geltend macht, dass auf 

die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten sei, da die Beschwerdeführer 

sie zu spät eingereicht hätten. Aus den Akten erhellt, dass der Staatsratsentscheid 

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vom 22. Mai 2013 am 29. Mai 2013 eröffnet worden ist. Im für die Beschwerdefüh-

rer ungünstigsten Fall hat die 30-tägige Beschwerdefrist am 31. Mai 2013 zu laufen 

begonnen und endete am Samstag, 29. Juni 2013 respektive am darauffolgenden 

Montag, 1. Juli 2013. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde trägt den Poststempel 

des 1. Juli 2013, womit sie fristgerecht eingereicht worden ist. Der Einwand des Be-

schwerdegegners, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu spät eingereicht 

worden sei, ist deshalb nicht zu hören;  

- dass das Gericht die Angelegenheit nicht unter allen Gesichtspunkten zu über-

prüfen hat, sondern sich im Wesentlichen auf die gerügten Punkte beschränken 

kann (Art. 80 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 48 Abs. 2 VVRG). Die Beschwerdeführer haben 

demnach grundsätzlich die Rügen, die sie geltend machen wollen, in der Be-

schwerde vollständig und genau anzugeben. Das Kantonsgericht ist zwar an die 

Begehren der Beschwerdeführer (Art. 79 Abs. 1 VVRG) gebunden, nicht aber an 

die Begründung der Begehren oder die Motive des angefochtenen Entscheids 

(Art. 79 Abs. 2 VVRG; Urteile des Kantonsgerichts A1 09 227 vom 30. April 2010 E. 

4.1; A1 10 170 vom 25. März 2011 E. 2.2; A1 11 168 vom 18. Januar 2012 E. 2 und 

A1 11 178 vom 22. Juni 2012; ZWR 1984 E. 4c S. 54); 

- dass zudem nur Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Miss-

brauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden können, die Unzweck-

mässigkeit der Verfügung jedoch nur in Fällen, die hier nicht zutreffen 

(Art. 78 VVRG); 

- dass die Behörde gestützt auf Art. 11b VVRG von Amtes wegen oder auf Gesuch 

hin die Vereinigung von Verfahren anordnen kann, die auf dem gleichen Sachver-

halt oder auf gleicher rechtlicher Grundlage beruhen (Urteile des Kantonsgerichts 

A1 09 141 und A1 09 142 vom 8. Januar 2010; A1 09 28 und A1 09 29 vom 24. Ap-

ril 2009; A1 02 105 – 109 vom 25. August 2008; A1 04 72 und A1 04 78 vom 7. Ja-

nuar 2005). In casu sind der Sachverhalt und die rechtliche Grundlage der beiden 

Beschwerdeverfahren identisch. Im Verfahren A1 11 16 geht es um eine Verfügung 

betreffend die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes bezüglich einer Zu-

fahrtsstrasse zu verschiedenen landwirtschaftlichen Grundstücken; das Verfahren 

A1 13 293 behandelt die Baubewilligung, welche die KBK betreffend ebendiese Zu-

fahrtsstrasse im nachträglichen Baubewilligungsverfahren erteilt hat. Beide Verfah-

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ren behandeln denselben Streitgegenstand und betreffen dieselben Parteien; der 

Ausgang des einen Verfahrens beeinflusst unweigerlich das Resultat des anderen. 

Wird die Baubewilligung im Verfahren A1 13 293 bestätigt und rechtskräftig, so ist 

die Wiederherstellungsverfügung des Verfahrens A1 11 16 aufzuheben. Wird die 

Baubewilligung im Verfahren A1 13 293 aufgehoben, so ist die Wiederherstellungs-

verfügung des Verfahrens A1 11 16 zu vollstrecken. Deshalb rechtfertigt es sich, 

die Verfahren A1 11 16 und A1 13 293 zu verbinden, zumal keine privaten Interes-

sen der Parteien dagegen sprechen (Urteile des Kantonsgerichts A1 09 141 und A1 

09 142 vom 8. Januar 2010; A1 09 28 und A1 09 29 vom 24. April 2009; A1 02 105 

– 109 vom 25. August 2008; A1 04 72 und A1 04 78 vom 7. Januar 2005); 

- dass die Beschwerdeführer als Beweismittel die Urkunden gemäss Bordereau, die 

Edition der amtlichen Akten der Vorinstanzen, die Edition des Einkommensauswei-

ses aus dem Schafsbetrieb sowie eine Expertise Kindesschutz verlangen;  

- dass das Recht, Beweise zu beantragen, ein Teilgehalt des rechtlichen Gehörs ist 

(BGE 120 Ib 379 E. 3b): Sind die Beweise relevant und können sie die Entschei-

dung beeinflussen, haben die Parteien die Möglichkeit, deren Abnahme zu verlan-

gen (BGE 127 I 54 E. 2b; 124 I 242 E. 2). Das Beweisverfahren kann aber ge-

schlossen werden, ohne damit das rechtliche Gehör zu verletzen, wenn die ent-

scheidende Instanz sich ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vor-

weggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, der rechtsrelevante Sachver-

halt würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (Alfred Kölz/Isabelle 

Häner/Martin Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 

Bundes, 3. A., Zürich 2013, Rz. 153 und Rz.537; Fritz Gygi, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 274; BGE 131 I 153 E. 3; 130 II 425 E. 2.1); 

- dass das Gericht im vorliegenden Fall sämtliche Akten der Vorinstanz beigezogen 

sowie alle eingereichten und hinterlegten Belege zu den Akten genommen hat. Im 

Dossier befinden sich auch umfangreiche Dokumentationen bezüglich der umstrit-

tenen Zufahrtsstrasse mit Situationsplänen, Fotos, den einschlägigen Verfügungen 

etc. Überdies hatten sowohl die Beschwerdeführer als auch der Beschwerdegegner 

im Rahmen des vorliegenden Verfahrens wiederholt und ausführlich Gelegenheit, 

sich zu äussern. Der Beschwerdegegner hat zwar keinen Einkommensausweis aus 

dem Schafsbetrieb hinterlegt. Mit der Duplik vom 9. Oktober 2013 hat er jedoch 

wichtige Zahlen in Bezug auf den Schafsbetrieb eingereicht, die für das Kantonsge-

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richt genügen, um entscheiden zu können, ob der umstrittene Schafsbetrieb als 

landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb oder als Freizeitlandwirtschaft zu qualifi-

zieren ist (vgl. weiter unten, S. 12-19 dieses Entscheides). Überdies hat das Amt für 

Viehwirtschaft am 25. Februar 2014 einen Betriebsvoranschlag eingereicht, dem 

konkrete Zahlen über die Grösse des Betriebs des Beschwerdeführers und über 

das damit generierte jährliche Einkommen entnommen werden können. Damit ist 

dem Editionsbegehren in Bezug auf den Einkommensausweis aus dem Schafsbe-

trieb der Beschwerdeführer genüge getan. Auch der Antrag der Beschwerdeführer 

auf eine Expertise Kindesschutz kann nicht gutgeheissen werden: Der Antrag zielt 

am Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens vorbei. Auch wenn den 

Beschwerdeführern dahingehend beizupflichten ist, dass landwirtschaftliche Fahr-

zeuge in der Regel eine potentielle Gefahr für Kinder darstellen, so bedarf das Kan-

tonsgericht doch keiner Expertise betreffend Kindesschutz, um einen Entscheid 

darüber fällen zu können, ob der vorliegend umstrittene Flurweg zur Erschliessung 

verschiedener landwirtschaftlicher Grundstücke zonenkonform ist und im Nachvoll-

zugsverfahren bewilligt werden kann. Die Akten enthalten mithin alle entscheidrele-

vanten Akten, weshalb die Einholung weiterer Beweise nicht notwendig ist;  

- dass der Beschwerdegegner Einwände gegen die Beschwerdelegitimation der Be-

schwerdeführer geltend macht (Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 

2. September 2013 S. 3 ff.): Die Parzellen GBV Nrn. xxx, xxx und xxx seien nicht im 

Eigentum der Beschwerdeführer, sondern der Hotel E_________ AG. Allenfalls sei 

mithin Letztere beschwerdelegitimiert, keinesfalls jedoch die Beschwerdeführer. Die 

Beschwerdeführer wenden hiergegen ein, dass in Anwendung von Art. 81 VVRG 

i.V.m. Art. 83 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 

(Zivilprozessordnung; ZPO; SR 272) ein Parteiwechsel nicht zwingend sei. Ohnehin 

wären die Beschwerdeführer als Inhaber der Hotel E_________ AG mit einem Par-

teiwechsel einverstanden, da sich diesbezüglich die Rechtslage nicht ändere. Nach 

dem Dafürhalten der Beschwerdeführer würde auch für die Hotel E_________ AG 

ein Rechtsschutzinteresse am Beschwerdeverfahren bestehen, da das Verfahren 

nicht an Personen anknüpfe, sondern an Parzellen und Gebiete (Replik der Be-

schwerdeführer vom 18. September 2013 S. 3 f.). Der Beschwerdegegner wendet 

dagegen ein, dass in casu nicht das Streitobjekt veräussert worden sei. Denn 

Streitobjekt seien nicht die Liegenschaften Nrn. xxx, xxx und xxx der Hotel 

E_________ AG (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 2). Hierzu ist festzuhalten, dass 

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dem Antrag des Beschwerdegegners, dass auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

mangels Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer nicht einzutreten sei, nicht 

stattgegeben werden kann. Die Beschwerdeführer sind die Inhaber der Hotel 

E_________ AG. Eine allfällige Bewilligung der in casu umstrittenen Flurstrasse im 

Rahmen des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens würde unweigerlich zu ei-

nem bestimmten (wenn auch nicht zwingend markanten) Mehrverkehr auf der 

Strasse vor dem Hotel E_________ AG führen, womit die Beschwerdelegitimation 

sowohl der Inhaber der Hotel E_________ AG als auch des Hotels E_________ 

AG gegeben ist;  

- dass sich der Beschwerdegegner weiter auf den Standpunkt stellt, dass der Aus-

gang des vorliegenden Verfahrens sich ohnehin nicht rechtlich oder tatsächlich auf 

die Stellung der Beschwerdeführer auswirken würde, womit es den Beschwerdefüh-

rern auch aus diesem Grund an der Beschwerdelegitimation fehle (Stellungnahme 

des Beschwerdegegners vom 2. September 2013 S. 4 f.). Im Dienstbarkeitsvertrag 

vom 31. Juli 2012 wurde ein Durchfahrtsrecht für landwirtschaftliche Zwecke in ei-

ner Breite von 3 m als irreguläre Personaldienstbarkeit im Sinne von Art. 781 ZGB 

eingeräumt. Die Beschwerdeführer müssten mithin das landwirtschaftliche Durch-

fahrtsrecht selbst dann akzeptieren, wenn keine Baubewilligung für den Flurweg er-

teilt würde (Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 2. September 2013 S. 5 

f.). Auch hierbei kann den Ausführungen des Beschwerdegegners nicht gefolgt 

werden: Eine Bewilligung der vorliegend umstrittenen Flurstrasse wird dazu führen, 

dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge des Beschwerdegegners nicht bloss die 

Flurstrasse, sondern auch die Zufahrt zur Flurstrasse, die an der Hotel E_________ 

AG vorbeiführt, benutzen werden, um die landwirtschaftlichen Grundstücke ober-

halb der Hotel E_________ AG zu bewirtschaften. Vor diesem Hintergrund kann 

keine Rede davon sein, dass sich der Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht 

rechtlich und/oder faktisch auf die Stellung der Beschwerdeführer auswirken würde. 

Die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer ist damit gegeben;  

- dass die KBK, der Staatsrat und der Beschwerdegegner sich auf den Stanpunkt 

gestellt haben, mit dem umstrittenen Flurweg werde ein in der Landwirtschaftszone 

zonenkonformer landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb erschlossen. Deshalb 

sei auch der in Frage stehende Flurweg zonenkonform und bewilligungsfähig. Die 

Beschwerdeführer hingegen machen geltend, mit der Schafhaltung betreibe der 

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Beschwerdegegner bloss eine Freizeitlandwirtschaft, die auf Grund von Art. 34 Abs. 

5 RPV nicht zonenkonform sei; 

- dass gemäss Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 

Raumplanung (Raumplanungsgesetz; RPG; SR 700) jene Bauten und Anlagen in 

der Landwirtschaftszone zonenkonform sind, die zur landwirtschaftlichen Bewirt-

schaftung notwendig sind. Damit kann für sie eine ordentliche Baubewilligung aus-

gestellt werden. Art. 16a RPG wird in Art. 34 der Raumplanungsverordnung vom 

28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) konkretisiert. Art. 34 Abs. 1 RPV bestimmt, dass 

Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zonenkonform sind, wenn sie der 

bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen oder - in 

den dafür vorgesehenen Gebieten gemäss Art. 16a Abs. 3 RPG - für eine Bewirt-

schaftung benötigt werden, die über eine innere Aufstockung hinausgeht, und wenn 

sie verwendet werden für (lit. a) die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus 

Pflanzenbau und Nutztierhaltung oder (lit. b) die Bewirtschaftung naturnaher Flä-

chen. Weiter gelten Bauten und Anlagen als zonenkonform in der Landwirtschafts-

zone, die der Aufbereitung, der Lagerung und dem Verkauf landwirtschaftlicher o-

der gartenbaulicher Produkte dienen (Art. 34 Abs. 2 RPV), wenn die Voraussetzun-

gen von Art. 34 Abs. 2 lit. a bis c RPV erfüllt sind. Zonenkonform sind auch Bauten 

für den Wohnbedarf (Art. 34 Abs. 3 RPV), die vorliegend jedoch keine Rolle spielen. 

Die Bewilligungen nach Art. 34 Abs. 1 bis 3 RPV dürfen bloss erteilt werden (Art. 34 

Abs. 4 RPV), wenn (lit. a) die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirt-

schaftung nötig ist, (lit. b) der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine 

überwiegenden Interessen entgegenstehen und (lit. c) der Betrieb voraussichtlich 

längerfristig bestehen kann. Art. 34 Abs. 5 RPV bestimmt schliesslich allgemein, 

dass Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft in der Landwirtschaftszone 

nicht zonenkonform sind (vgl. dazu auch die Entscheide des Kantonsgerichts A1 12 

2 vom 7. Dezember 2012 E. 4.5; A1 10 61 vom 16. Juli 2010 E. 5.1; A1 10 71 vom 

14. September 2010 E. 5.1); 

- dass zusammenfassend festgehalten werden kann, dass der vorliegend umstrittene 

Flurweg im Nachvollzugsverfahren bewilligt werden kann, falls er zonenkonform ist 

(Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG) (1.). Der Flurweg ist zonenkonform, wenn er der landwirt-

schaftlichen Bewirtschaftung dient (Art. 16a Abs. 1 RPG) (2.). Die landwirtschaftli-

che Bewirtschaftung (in casu also der Schafbetrieb) muss bodenabhängig sein 

- 10 - 

(Art. 34 Abs. 1 RPV) (3.). Der Flurweg und die damit erschlossenen landwirtschaft-

lichen Grundstücke werden für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus dem 

Pflanzenbau und aus der Nutztierhaltung verwendet (Art. 34 Abs. 1 RPV) (4.). Der 

Flurweg ist für den in Frage stehenden Schafbetrieb nötig (Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV) 

(5.). Dem Flurweg stehen am Standort keine überwiegenden Interessen entgegen 

(Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV) (6.). Und schliesslich: Der Schafbetrieb kann voraussicht-

lich längerfristig bestehen (Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV) (7.) und dient nicht bloss der 

Freizeitlandwirtschaft (Art. 34 Abs. 5 RPV) (8.).  

- dass in Bezug auf die Punkte 1 und 2 (der Flurweg ist zonenkonform, weil er der 

landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dient) Folgendes festzuhalten ist: In casu ist 

unbestritten, dass der Flurweg der Erschliessung landwirtschaftlicher Grundstücke 

dient (Bau- und Rodungsbewilligung der KBK vom 26. September 2012 (eröffnet 

am 1. Oktober 2012) S. 1 sowie S. 2 E. 2.1; Entscheid des Staatsrats vom 22. Mai 

2013 (eröffnet am 29. Mai 2013) E. 2.1 S. 4; Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 

30. Juni 2013 S. 14 ff.; zur Eignung einer bestimmten Parzelle zur landwirtschaftli-

chen Bewirtschaftung vgl. auch Bernhard Waldmann/Peter Hänni, a.a.O., Rz. 11 f. 

zu Art. 16 RPG). Auch die Dienststelle für Raumentwicklung qualifizierte in ihrem 

Schreiben vom 18. April 2011 den Bau des Flurweges als zonenkonforme Anlage 

im Sinne von Art. 16a Abs.1 RPG und Art. 34 RPV (Entscheid des Staatsrats vom 

22. Mai 2012 S. 3 E. E). Das Bedürfnis für den Flurweg sei nachgewiesen und die 

Standortgebundenheit gegeben. Die Dienststelle für Raumentwicklung behielt ledig-

lich die Bewilligung für die Rodung und die Entfernung der Ufervegetation vor. Die 

Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern der Staatsrat und die betroffenen 

Dienststellen in ihrer Qualifikation fehl gingen. Der Beschwerdegegner hält eine 

Vielzahl von Schafen und bewirtschaftet grossflächige landwirtschaftliche Grund-

stücke ausserhalb der Bauzone. Dabei handelt es sich grundsätzlich und unbe-

streitbar um eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung;  

- dass in Bezug auf Punkt 3 (Bodenabhängigkeit der landwirtschaftlichen Bewirt-

schaftung) auszuführen ist: Der Staatsrat hat in seinem Entscheid vom 22. Mai 

2013 (E. 3.1) die Schafhaltung des Beschwerdegegners als bodenabhängigen Be-

trieb qualifiziert. Die Beschwerdeführer stellen das in ihrer Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde vom 30. Juni 2013 (S. 20 ff.) in Abrede: Nach Bundesgerichtspraxis sei 

dem tierhaltenden Betrieb bloss dann eine bodenabhängige Nutzung zuzugeste-

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hen, wenn der Betrieb über eine ausreichende eigene Futtermittelbasis für seine 

Tiere verfüge und die Tiere nicht überwiegend mit zugekauften Futtermitteln ernährt 

würden. Der Beschwerdegegner wendet jedoch ein, dass er jährlich rund 

_________ kg Heu ernte (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 7). Das reiche bei Weitem 

aus, um bodenabhängig zu produzieren. Hierzu ist festzuhalten, dass eine landwirt-

schaftliche Bewirtschaftung dann bodenabhängig ist, wenn der Boden als Produkti-

onsfaktor unentbehrlich ist (Alexander Ruch, in: Kommentar zum Bundesgesetz 

über die Raumplanung, Heinz Aemisegger/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre 

Tschannen (Hrsg.), Zürich/Basel/Genf 2010, N 11 zu Art. 16a RPG; Bernhard 

Waldmann/Peter Hänni, Raumplanungsgesetz, Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 

über die Raumplanung (RPG), Bern 2006, N 16 ff. zu Art. 16a RPG). Die Fleisch-

produktion gilt traditionell als bodenabhängig (Alexander Ruch, a.a.O., N 12 zu 

Art. 16a RPG). Die Nutztierhaltung wird dann als bodenabhängig qualifiziert, wenn 

die Futtermittel, die der Ernährung der Tiere dienen, im Wesentlichen auf dem ei-

genen Land produziert werden (Alexander Ruch, a.a.O., N 12 zu Art. 16a RPG; 

Bernhard Waldmann/Peter Hänni, a.a.O., N 16 zu Art. 16a RPG). Präzisierend 

bleibt anzufügen, dass die Praxis nicht vollständige Bodenabhängigkeit der Bewirt-

schaftung verlangt (dazu und zum Folgenden vgl. Alexander Ruch, a.a.O., N 14 zu 

Art. 16a RPG). Um die Zonenkonformität einer Baute oder Anlage zu bejahen, ge-

nügt es, wenn die Produktion ‚im Wesentlichen’ oder ‚überwiegend’ bodenabhängig 

ist. Die Qualifikation hat auf Grund einer gesamthaften Betrachtung stattzufinden 

(BGE 125 II 278 E. 5b; Alexander Ruch, a.a.O., N 14 zu Art. 16a RPG). Im Rahmen 

dieser gesamthaften Betrachtung schlägt zu Buche, dass der Beschwerdegegner 

Bergwiesen bewirtschaftet, die zwangsläufig nicht dieselbe Menge Gras und Heu 

abwerfen können wie landwirtschaftliche Grundstücke im Tal. Dennoch gehört der 

Betrieb des Beschwerdegegners zu den grössten Nebenerwerbsbetrieben des 

Oberwallis (Schreiben des Amtes für Beratung und Viehwirtschaft zu Handen des 

Bausekretariats und der Baupolizei vom 6. März 2011 S. 2). Er füttert seine Schafe 

mehrheitlich mit dem Gras- und Heuertrag der landwirtschaftlichen Grundstücke 

oberhalb der Hotel E_________ AG. Die vorliegend umstrittene Flurstrasse ist not-

wendig, um die in Frage stehenden landwirtschaftlichen Grundstücke weiterhin effi-

zient und zeitgemäss bewirtschaften zu können. Schliesslich darf berücksichtigt 

werden, dass in casu nicht die Bewilligung einer landwirtschaftlichen Baute, son-

dern einer landwirtschaftlichen Anlage (genauer: eines Flurweges) in Frage steht - 

die Raumwirksamkeit der letzteren ist eindeutig geringer als jene der Realisierung 

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einer landwirtschaftlichen Baute. Zusammenfassend und abschliessend ist mithin 

festzuhalten, dass der Betrieb des Beschwerdegegners die Anforderungen an eine 

bodenabhängige Produktion erfüllt; 

- dass in Bezug auf Punkt 4 (der Flurweg und die damit erschlossenen landwirt-

schaftlichen Grundstücke werden für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus 

dem Pflanzenbau und aus der Nutztierhaltung verwendet) zu erörtern ist: Bereits 

die vorgehenden Erwägungen erhellen, dass in casu der Flurweg zur Erschliessung 

von landwirtschaftlichen Grundstücken umstritten ist. Dass die landwirtschaftlichen 

Grundstücke tatsächlich landwirtschaftlich (und nicht anderweitig) genutzt werden, 

steht ausser Frage. Der Beschwerdegegner hält während eines Jahres üblicher-

weise _________ Muttertiere und einen Widder (dazu und zum Folgenden vgl. die 

Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 5). Im Jahre 2013 hielt er sogar _________ Schafe 

(Schreiben des Amtes für Viehwirtschaft vom 25. Februar 2014 S. 2). Er bewirt-

schaftet total _________ ha Land ausserhalb der Bauzone; damit produziert er 

nach eigenen Angaben (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 7) eine Heumenge von ins-

gesamt _________ kg. Die Heumenge verfüttert er an seine Schafe, die er wiede-

rum zur Fleischproduktion benötigt. Damit ist also erstellt, dass der Beschwerde-

gegner die landwirtschaftlichen Grundstücke für die Produktion verwertbarer Er-

zeugnisse aus dem Pflanzenbau und aus der Nutztierhaltung verwendet;  

- dass in Bezug auf Punkt 5 (der Flurweg ist für den in Frage stehenden Schafbetrieb 

nötig) auszuführen ist: Die Beschwerdeführer stellen auch die betriebliche Notwen-

digkeit des vorliegend umstrittenen Flurweges in Frage (dazu und zum Folgenden 

vgl. die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2013 S. 22 f.). Das vorlie-

gend umstrittene Gebiet werde seit über 30 Jahren ohne Flurstrasse bewirtschaftet; 

es sei nicht einzusehen, weshalb dies nicht auch noch weitere 30 Jahre lang auf 

diese Art und Weise erfolgen könne. Das Heu könne mittels „Heuburden“, Plastik-

decken, Rechen, Heugebläsen, Kleintransportern und nötigenfalls auch mittels He-

likoptern ins Dorf oder Tal transportiert werden. Der Beschwerdegegner jedoch 

stellt sich auf den Standpunkt, dass die umstrittene landwirtschaftliche Zufahrt not-

wendig sei, um die Grundstücke in der Landwirtschaftszone bewirtschaften zu kön-

nen (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 8). Dem Beschwerdegegner ist dahingehend 

zuzustimmen, dass es gemessen an den Massstäben zeitgenössischer und ver-

nünftiger bäuerlicher Betriebsführung nicht sinnvoll wäre, solch grosse landwirt-

- 13 - 

schaftliche Flächen wie jene des Beschwerdegegners mit Heuburden zu bewirt-

schaften (Peter Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltrecht, 5. Aufl., Bern 

2008, S. 176; zum Begriff der Notwendigkeit zur Erfüllung der verschiedenen Auf-

gaben der Landwirtschaft vgl. auch Bernhard Waldmann/Peter Hänni, a.a.O., N 14 

zu Art. 16 RPG und N 21 ff. zu Art. 16a RPG). Das Bundesgericht beurteilt die be-

triebliche Notwendigkeit unter anderem auf Grund der Grösse der bewirtschafteten 

Fläche, der Anzahl Grossvieheinheiten und der ausreichenden Futterbasis (BGE 

122 II 160 E. 3a). Wie bereits erklärt der Beschwerdegegner in seiner Duplik vom 

9. Oktober 2013 (S. 5), während eines Jahres üblicherweise _________ Muttertiere 

und einen Widder zu halten (dazu und zum Folgenden vgl. die Duplik vom 9. Okto-

ber 2013 S. 5). Das Amt für Viehwirtschaft hielt in seinem Schreiben vom 25. Feb-

ruar 2014 zu den Betriebszahlen des Beschwerdegegners fest, dass der Tierbe-

stand des Beschwerdegegners im Jahre 2013 deutlich höher gewesen sei als in 

den Jahren 1999 bis 2012. Das Amt für Viehwirtschaft ging für das Jahr 2013 von 

einem Viehbestand von _________ Schafen aus. Der Beschwerdegegner bewirt-

schaftet total _________ ha Land ausserhalb der Bauzone und produziert damit ei-

ne Heumenge von insgesamt __________ kg (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 7). 

Das Amt für Viehwirtschaft ging in seinem Schreiben vom 25. Februar 2014 von ei-

ner Produktion von _________ q TS eigenem Futter aus. Die Abkürzung q steht 

dabei für Quintal respektive Zentner (entspricht 100 Kilogramm). Die Abkürzung TS 

meint die Trockensubstanz, also denjenigen Teil eines pflanzlichen Ausgangspro-

dukts, der bei vollständigem Entzug des Wassers zurückbleibt. Die TS stellt sowohl 

im Pflanzenbau als auch in der Tierernährung eine wichtige Referenzgrösse dar. 

Angesichts der Tatsache, dass der Betrieb des Beschwerdegegners zu den gröss-

ten landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieben des Oberwallis gehört, ist die 

Flurstrasse zur Erschliessung der landwirtschaftlichen Grundstücke zweifelsohne 

notwendig. Wenn auch mit dem Bundesgericht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 

1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3.4) festzuhalten ist, dass das Interesse 

der Landschaftspflege allein nicht genügt, um die Bewilligungsfähigkeit eines land-

wirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebs in der Landwirtschaftszone zu konstituieren, 

so ist es dennoch erlaubt, in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass auch die 

Gemeinde zum Schluss gelangt ist, dass die Bewirtschaftung der mit der Flurstras-

se erschlossenen Bergwiesen für C_________ und schlussendlich auch für dessen 

Tourismus von grosser Bedeutung sei (Schreiben der Gemeinde an das Kantons-

gericht vom 15. Januar 2011), widrigenfalls sie der Vergandung anheimfallen wür-

- 14 - 

den. Der umstrittene Flurweg steht in keinem offenbaren Missverhältnis zur Grösse 

der bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche (Bernhard Waldmann/Peter Hänni, 

a.a.O., S. 176 f.). Der Flurweg ist unabdingbare Voraussetzung für die Bewirtschaf-

tung der in Frage stehenden landwirtschaftlichen Grundstücke und zur Aufrechter-

haltung des Schafbetriebs des Beschwerdegegners;  

- dass in Bezug auf Punkt 6 (dem Flurweg stehen am Standort keine überwiegenden 

Interessen entgegen) zu erklären ist (vgl. dazu und zum Folgenden auch Bernhard 

Waldmann/Peter Hänni, a.a.O., Rz. 25 ff. zu Art. 16a RPG): Auch hiergegen listen 

die Beschwerdeführer eine Bandbreite von öffentlichen Interessen auf, die sich ihrer 

Meinung nach der Bewilligung im Nachvollzugsverfahren der umstrittenen 

Flurstrasse entgegenstellen, nämlich der Landschaftsschutz, der Schutz vor einem 

Hochwasserereignis, der Personen- und der Kindesschutz sowie die Ästhetik und 

das Orts- und Landschaftsbild (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2013 

S. 23 ff.). Der Beschwerdegegner wendet hiergegen ein, dass es für den Land-

schaftsschutz geradezu Voraussetzung sei, dass die Flächen auch weiterhin kulti-

viert würden (Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 2. September 2013 

S. 26). Weiter stellt er die Hochwassergefahr in Abrede, da der Flurweg nur mit 

landwirtschaftlichen Fahrzeugen zum Abtransport von Heu befahren werde (Stel-

lungnahme des Beschwerdegegners vom 2. September 2013 S. 27). Überdies be-

streitet er, dass sich durch die Bewilligung des Flurweges die Gefahr für die Kinder 

zuspitzen würde: Heutransporte würden ohnehin im Sommer durchgeführt, also zur 

Zeit der Sommerferien (Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 2. September 

2013 S. 27). Hierzu hält das Kantonsgericht fest: Soweit die Beschwerdeführer ein-

wenden, durch die Flurstasse werde ein Landschaftsschutzgebiet von regionaler 

Bedeutung tangiert, ist ihnen entgegenzuhalten, dass die Unterschutzstellung allein 

einzelne (landwirtschaftliche) Nutzungen üblicherweise nicht ausschliesst (dazu und 

zum Folgenden vgl. Pierre Moor, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die 

Raumplanung, Heinz Aemisegger/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre Tschannen 

(Hrsg.), Zürich/Basel/Genf 2010, N 75 zu Art. 17 RPG). Es ist durchaus denkbar, 

dass sich verschiedene Nutzungen überlagern. Unter Umständen können im Rah-

men einer Schutzzone auch bloss bestimmte Anbauarten oder die Erstellung spezi-

fischer Bauten verboten werden. In casu ist von Bedeutung, dass die Bewilligung 

einer Flurstrasse (und nicht die Bewilligung einer breiten asphaltierten Strasse oder 

grosser Stallungen) in Frage steht - ihre Raumwirksamkeit ist verhältnismässig ge-

- 15 - 

ring. Die Beschwerdeführer vermochten zudem nicht darzulegen, inwiefern die Be-

nutzung des in casu umstrittenen Flurweges zur Bewirtschaftung der landwirtschaft-

lichen Grundstücke die Hochwassergefahr zu steigern vermöchte. Dem Beschwer-

degegner ist auch dahingehend zuzustimmen, dass er den Flurweg bloss bei guter 

Witterung benutzen wird - bei starkem Regenfall und Murgangsgefahr wird ohnehin 

weder geheut noch Heu abtransportiert (Stellungnahme des Beschwerdegegners 

vom 2. September 2013 S. 27). Soweit die Beschwerdeführer allfällige Kindes-

schutzinteressen ins Feld führen wollen, um die nachträgliche Bewilligung des vor-

liegend umstrittenen Flurweges zu verhindern, zielt ihre Argumentation ins Leere, 

weil Heuarbeiten üblicherweise ohnehin während der Sommerferien ausgeführt 

werden und weil der Kindesschutz in keinem Zusammenhang mit der Bewilligung 

von landwirtschaftlichen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone steht. Des-

halb gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass der Bewilligung des umstritte-

nen Flurweges in casu keine sonstigen öffentlichen Interessen entgegenstehen;  

- dass in Bezug auf die Punkte 7 und 8 (der Schafbetrieb kann voraussichtlich län-

gerfristig bestehen und dient nicht bloss der Freizeitlandwirtschaft) etwas weiter 

(S. 12-19 dieses Entscheides) auszuholen ist: In casu ist entscheidend, ob es sich 

bezüglich der Schafhaltung des Beschwerdegegners um einen landwirtschaftlichen 

Nebenerwerbsbetrieb handelt (diesfalls könnte der Flurweg bei Erfüllung der weite-

ren gesetzlichen Voraussetzungen ordentlich bewilligt werden) oder um eine Frei-

zeitlandwirtschaft (die in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform ist; die zuge-

hörige Zufahrtsstrasse wäre dann ebenfalls nicht bewilligungsfähig); 

- dass die Beschwerdeführer bestreiten, dass es sich beim Schafhaltungsbetrieb des 

Beschwerdegegners um einen dauernden, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und 

organisierten Einsatz von Kapital und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutsa-

men Umfang handle (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2013 S. 18 f.); 

- dass die Dienststelle für Landwirtschaft sich am 6. März 2011 positiv zum Bauvor-

haben äusserte (Entscheid des Staatsrats vom 22. Mai 2012 S. 2 E. E). Sie erwog, 

dass der Betrieb des Beschwerdegegners zu den grössten Nebenerwerbsbetrieben 

im Oberwallis gehöre. Das Zufahrtsproblem bestehe zudem nicht bloss für den Be-

schwerdegegner, sondern auch für andere Landwirte, die in diesem Gebiet Land-

wirtschaft betrieben; 

- 16 - 

- dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bei der Beurteilung, ob es sich um 

einen Betrieb von zonenwidriger Freizeitlandwirtschaft oder um einen zonenkon-

formen landwirtschaftlichen Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb handelt, auf den je-

weiligen Einzelfall abzustellen ist. Indizien für das Vorliegen eines Freizeitlandwirt-

schaftsbetriebs sind etwa die fehlende Gewinn- und Ertragsorientierung, das Nicht-

erreichen einer gewissen Mindestgrösse oder der marginale Arbeitsbedarf auf dem 

Betrieb. Auf die Setzung starrer Grenzwerte wurde bewusst verzichtet (Urteil des 

Kantonsgerichts A1 10 61 vom 16. Juli 2010 E. 5.1; Urteile des Bundesgerichts 

1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.2 ff.; 1A.64/2006 vom 7. November 2006 

E. 2.3; 1A.256/2005 vom 10. März 2006 E. 2; 1A.134/2002 vom 17. Juli 2003 

E. 2 ff.; Bundesamt für Raumentwicklung, Erläuterungen zur Raumplanungsverord-

nung, Bern 2005, Ziff. IV 2.3.1 S. 28 ff., insbes. S. 32; Bernhard Waldmann/Peter 

Hänni, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, N. 11 zu Art. 16a mit Hinweisen zur 

Rechtsprechung). Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sinn von Art. 16a 

RPG unterscheidet sich von der Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen 

dauernden, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Ka-

pital und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang (Urteile des 

Bundesgerichts 1A.64/2006 vom 7. November 2006 E. 2.3; 1A.256/2005 vom 

20. März 2006, E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen; Bundesamt für Raumentwicklung, 

Wegleitung "Pferd und Raumplanung", Bern 2011, S. 12). Das ARE hat in einer 

Vernehmlassung vor Bundesgericht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1A.64/2006 

vom 7. November 2006 E. 5.3) vorgeschlagen, bei der Beurteilung der längerfristi-

gen Existenzfähigkeit (in Anlehnung an die frühere Regelung in der Strukturverbes-

serungsverordnung vom 7. Dezember 1998 [SVV; SR 913.1]) vorauszusetzen, dass 

im Berg- und Hügelgebiet mindestens 35% der Ausgaben durch Einkünfte aus der 

Landwirtschaft gedeckt würden. Unter Bezugnahme auf Art. 8 Abs. 2 SVV würden 

sich die zu deckenden Aufwendungen aus den laufenden Ausgaben für Betrieb und 

Familie, den Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen sowie den künftig notwendi-

gen Investitionen zusammensetzen (vgl. zu all dem das Urteil des Bundesgerichts 

1A.64/2006 vom 7. November 2006 E. 5.3). Nicht allein ausschlaggebend für die 

Bejahung eines landwirtschaftlichen Betriebs ist jedoch der Arbeits- bzw. Zeitauf-

wand. Der zeitliche Aufwand für Freizeitbeschäftigungen kann durchaus beträcht-

lich sein, ohne dass bereits eine berufliche Tätigkeit vorliegt (Urteil des Bundesge-

richts 1A.134/2002 vom 17. Juli 2003, E. 3.3, publ. in ZBl 106/2005 S. 158 ff.). 

Ebenso wenig ist (allein) entscheidend, ob der Beschwerdegegner Direktzahlungen 

- 17 - 

erhält oder die Anforderungen zum Bezug von Direktzahlungen erfüllt. Denn die 

Anerkennung als landwirtschaftlicher Betrieb im Sinne von Art. 6 der Verordnung 

über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen vom 

7. Dezember 1998 (Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung; LBV; SR 910.91) be-

schränkt sich auf den Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über die Landwirt-

schaft vom 29. April 1998 (Landwirtschaftsgesetz; LwG; SR 910.1) und der gestützt 

darauf erlassenen Verordnung (siehe Art. 1 Abs. 1 LBV; vgl. zu all dem auch die Ur-

teile des Bundesgerichts 1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3.1; 1A.64/2006 

vom 7. November 2006 E. 3.3); 

- dass eine Lektüre der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu dieser Frage zum 

Schluss führt, dass das Bundesgericht strenge Anforderungen an den Nachweis 

der Wirtschaftlichkeit eines landwirtschaftlichen Haupt- oder Nebenerwerbsbetrie-

bes stellt. Dabei zieht es insbesondere das Einkommen heran, das der Baugesuch-

steller eines landwirtschaftlichen Haupt- oder Nebenerwerbsbetriebs generiert, und 

prüft, ob dieses Einkommen der Existenzsicherung des Landwirtes und seiner Fa-

milie dient. Im Urteil 1A.134/2002 vom 17. März 2004 (E. 3.3) hielt das Bundesge-

richt fest, dass bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 800.-- nicht von einem 

Erwerbseinkommen die Rede sein könne, das ins Gewicht falle. Bereits in einem äl-

teren Entscheid (Urteil 1A.64/1998 vom 24. Juli 1998 E. 3b) hatte das Bundesge-

richt ein monatliches Einkommen von Fr. 800.-- aus einem landwirtschaftlichen Be-

trieb der Freizeitlandwirtschaft zugeschlagen. Im Urteil 1A.266/1999 vom 28. Juni 

2000 (E. 3) hat das Bundesgericht ein Jahreseinkommen von bis zu Fr. 7 000.-- als 

nicht annähernd existenzsichernd erachtet. Im Urteil 1A.64/2006 vom 7. November 

2006 (E. 4.2) gestand das Bundesgericht dem Baugesuchsteller zwar zu, aus der 

Dammhirschhaltung - allerdings unter Berücksichtigung der Direktzahlungen - einen 

nicht unbeachtlichen Ertrag zu erwirtschaften - doch selbst ein monatliches Ein-

kommen von Fr. 1 360.-- könne nicht als existenzsichernd qualifiziert werden. Für 

den vorliegenden Fall ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die 

Frage des existenzsichernden Einkommens festhielt, dass es schwierig sei, die 

Rentabilität der Schafhaltung gesamthaft anzugeben (dazu und zum Folgenden vgl. 

die Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 4 sowie das Schreiben des Amtes für Viehwirt-

schaft vom 24. Februar 2014). Die Vermarktung und Wertschöpfung vor Ort seien 

jedoch optimal. Lämmer und abgehende Muttertiere würden geschlachtet und das 

Fleisch könne im Hotelbetrieb des Beschwerdegegners mit einer sehr guten Wert-

- 18 - 

schöpfung weiterverarbeitet werden. Der Beschwerdegegner reichte mit seiner 

Duplik vom 9. Oktober 2013 weitere Zahlen ein, mit denen er den auf Wirtschaft-

lichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Kapital und Arbeitskraft in ei-

nem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang zu belegen versucht. Den Unterlagen des 

Amtes für Viehwirtschaft kann entnommen werden, dass sich das Gesamteinkom-

men der Beschwerdegegner für das Jahr 2013 auf Fr. _________ belief respektive 

auf monatlich rund Fr. _________ (Produktionsplanung F_________ vom 25. Feb-

ruar 2014 S. 2 [recte: 20]). Damit liegt der Beschwerdegegner mit seinem Durch-

schnittseinkommen mindestens _________ höher als jene Einkommen, die das 

Bundesgericht in der Vergangenheit als nicht existenzsichernd qualifiziert hat. Ein 

jährliches Einkommen von rund Fr. _________ kann durchaus und problemlos als 

existenzsichernd angesehen werden. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, 

dass der in Frage stehende landwirtschaftliche Betrieb vollständig in den Restaura-

tions- und Hotelbetrieb des Beschwerdeführers eingegliedert und damit die Direkt-

vermarktung und Wertschöpfung vor Ort optimiert ist;  

- dass der Beschwerdegegner geltend macht, dass der Tierbestand insgesamt über 

ein Jahr im Durchschnitt _________ Muttertiere und einen Widder betrage. Das 

entspreche total _________ Grossvieheinheiten (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 5). 

Das Amt für Viehwirtschaft hielt in seinem Schreiben vom 25. Februar 2014 fest, 

dass der Beschwerdegegner im Jahre 2013 _________ Schafe gehalten habe. 

Dies entspreche _________ Grossvieheinheiten (Produktionsplanung F_________ 

vom 25. Februar 2014 S. 1); 

- dass der Betrieb unter den landwirtschaftlichen Gewerbebegriff gemäss Art. 7 

Abs. 1 BGBB fällt (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 6). Das Bundesgericht hat im Ur-

teil 1A.64/2006 vom 7. November 2006 (E. 3.4) festgehalten, dass aus dem Um-

stand, dass eine Tierhaltung den Anforderungen an die „Gewerbsmässigkeit“ im 

Sinne von Art. 6 des Tierschutzgesetzes vom 9. März 1978 (TschG; SR 455) genü-

ge, nicht gefolgert werden dürfe, dass damit auch das Erfordernis der Wirtschaft-

lichkeit im Sinne des Raumplanungsrechts erfüllt sei. Dennoch kann die Gewerbs-

mässigkeit im Sinne von Art. 6 TschG als ein Indiz (unter mehreren) gegen eine 

reine Freizeitlandwirtschaft herangezogen werden;  

- dass der Staatsrat sich in seinem Entscheid vom 22. Mai 2013 insbesondere auf 

den Bericht der Dienststelle für Landwirtschaft vom 6. März 2011 abstützt. Daselbst 

- 19 - 

wurde festgehalten, dass der Beschwerdegegner respektive seine Familie gemäss 

einer Erhebung aus dem Jahre 2010 Futterflächen von total _________ m2 bewirt-

schaften. Sie halten über ein Jahr _________ Mutterschafe und 4 Widder, total 

_________ Grossvieheinheiten. Die Wertschöpfung sei dank der Direktvermarktung 

gut. Die Betriebsgrösse nach Standardarbeitskräften betrage _________ SAK. Der 

Betrieb gehöre zu den grössten Nebenerwerbsbetrieben im Oberwallis und sei 

_________ grösser als der Durchschnitt der Nebenerwerbsbetriebe im Oberwallis; 

- dass die jüngsten Zahlen sogar noch viel höher zu liegen kommen: Der Beschwer-

degegner hat im Jahre 2013 total _________ ha landwirtschaftliche Nutzfläche be-

wirtschaftet (davon _________ ha Eigenland und _________ ha Pachtland; vgl. die 

Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 1 f. zuvorderst). Im Jah-

re 2013 hielt der Beschwerdegegner _________ Schafe, was _________ Beitrags-

Grossvieheinheiten entspricht. Der Grundfutterverzehr betrug _________ dt (1 dt = 

1 Dezitonne = 100 kg) TS pro Jahr. Die Grundfutterproduktion lag bei _________ dt 

TS pro Jahr (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 13). Der 

Beschwerdegegner nahm flächenbezogene Direktzahlungen in der Höhe von Fr. 

_________ ein (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 4). Das 

Total der tierbezogenen Direktzahlungen belief sich auf Fr. _________ (Produkti-

onsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 7). Die unbereinigten Direktzah-

lungen für das Jahr 2013 betrugen Fr. _________ die bereinigten Direktzahlungen 

Fr. _________ (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 8). Das 

Total der Standard-Arbeitskräfte betrug _________ SAK (Produktionsplanung 

F_________ vom 25. Februar 2014 S. 9). Die Kulturlandschaftsbeiträge beliefen 

sich auf Fr. _________ (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 

S. 10). Hinzu kamen Versorgungssicherheitsbeiträge in der Höhe von Fr. 

_________ (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 11) sowie 

Biodiversitätsbeiträge in der Höhe von Fr. _________ (Produktionsplanung 

F_________ vom 25. Februar 2014 S. 12). Schliesslich nahm der Beschwerdegeg-

ner auch noch Produktionssystembeiträge in der Höhe von total Fr. _________ ein 

(Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 15) und erhielt einen 

Übergangsbeitrag von Fr. _________ ausbezahlt (Produktionsplanung F_________ 

vom 25. Februar 2014 S. 16). Total bezog der Beschwerdegegner für das Jahr 

2013 Direktzahlungen in der Höhe von Fr. _________ (Produktionsplanung 

F_________ vom 25. Februar 2014 S. 16). Die Pachtzinse beliefen sich auf Fr. 

- 20 - 

_________ pro Jahr (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 

S. 18). Nach Abzug verschiedener Reparatur-, Treibstoff- und Versicherungskosten 

sowie von Abschreibungen wurde das Gesamteinkommen der Beschwerdegegner 

für das Jahr 2013 auf Fr. _________ festgesetzt respektive auf monatlich rund 

Fr. _________ (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 letzte Sei-

te); 

- dass der Beschwerdegegner in seiner Duplik vom 9. Oktober 2013 weitere Zahlen 

und Fakten hinterlegt hat, um die Wirtschaftlichkeit seines landwirtschaftlichen Ne-

benerwerbsbetriebes zu belegen (dazu und zum Folgenden vgl. die Duplik vom 

9. Oktober 2013 S. 4 f.): Die Vermarktung und Wertschöpfung vor Ort sei optimal. 

Lämmer und abgehende Muttertiere würden geschlachtet und das Fleisch könne 

vom Beschwerdegegner mit einer sehr guten Wertschöpfung weiterverarbeitet wer-

den. Das Restaurant F_________, das vom Beschwerdegegner geführt werde, bie-

te zahlreiche Schafspezialitäten an. Das Betriebskonzept sei ausgetüftelt und das 

Fleisch werde direkt im Restaurationsbetrieb verwertet; 

- dass der Beschwerdegegner anführt, es sei hilfreich, dass einer der Mitarbeiter sei-

nes Landwirtschaftsbetriebes gelernter Metzger sei (dazu und zum Folgenden vgl. 

die Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 4 f.; vgl. auch das Schreiben des Amtes für 

Viehwirtschaft vom 25. Februar 2014 S. 1). Derselbe Mitarbeiter habe im Frühling 

2012 einen zweijährigen Weiterbildungskurs für Landwirte am Landwirtschaftszent-

rum in G_________ mit Erfolg abgeschlossen. Er arbeite nun vollzeitlich im Land-

wirtschaftsbetrieb des Beschwerdegegners. Der Umstand, dass der Beschwerde-

gegner in seinem Betrieb einen gelernten Landwirt und Metzger zu 100% angestellt 

hat, kann tatsächlich ebenfalls als Indiz dafür herangezogen werden, dass der Be-

trieb des Beschwerdegegners auf eine längerfristige Existenzfähigkeit und -

sicherung hin angelegt ist. Das eben Ausgeführte fällt im Zusammenhang mit dem 

Urteil des Bundesgerichts 1A.184/2006 vom 15. Februar 2007 (E. 2.6) besonders 

ins Gewicht: Daselbst führte das Bundesgericht aus, dass die fehlende landwirt-

schaftliche Ausbildung der designierten neuen Betriebsleiterin das längerfristige 

Überleben des Betriebes zwar nicht ausschliessen, aber doch als fraglich erschei-

nen lasse;  

- dass der Beschwerdegegner die landwirtschaftliche Nutzfläche des Betriebes auf 

_________ ha bezifferte (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 5). Davon seien 

- 21 - 

_________ ha Mähwiesen und _________ ha Weiden. Das Amt für Viehwirtschaft 

ist für das Jahr 2013 von einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von total _________ 

ha Land ausgegangen (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 

1 zuvorderst). Die durchschnittliche Betriebsgrösse in der Schweiz sei im Jahre 

2012 in Bezug auf die Nutzfläche für hauptberufliche Betriebe mit _________ ha 

angegeben worden. Im Wallis betrage die durchschnittliche Betriebsgrösse in Be-

zug auf die Nutzfläche bloss _________ ha. Daraus folgert der Beschwerdegegner, 

dass sein Betrieb bedeutend grösser sei als der Schweizerische Durchschnitt. Das 

Kantonsgericht geht mit dem Staatsrat, der Dienststelle für Landwirtschaft, dem 

Amt für Viehwirtschaft und dem Beschwerdegegner davon aus, dass die Grösse 

des landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebes des Beschwerdegegners tatsäch-

lich nicht bloss über dem kantonalen, sondern sogar über dem schweizerischen 

Durchschnitt liegt. Die vom Beschwerdegegner eingereichten Zahlen belegen, dass 

im Zusammenhang mit dem Betrieb des Beschwerdegegners nicht mehr von blos-

ser Freizeitlandwirtschaft gesprochen werden kann;  

- dass der Betrieb des Beschwerdegegners eine Standardarbeitskraft von 

_________ SAK aufweist (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 6). Das Amt für Viehwirt-

schaft ging für das Jahr 2013 sogar von einer Standardarbeitskraft von _________ 

SAK aus (Produktionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 17). Der 

durchschnittliche Standardarbeitskraftswert aller landwirtschaftlichen Betriebe in der 

Schweiz hat im Jahre 2003 _________ SAK betragen. Der Beschwerdegegner hebt 

deshalb hervor, dass sein Betrieb mit diesen Zahlen weit über dem Schweizeri-

schen Durchschnittswert liege. Auch diese Zahlen legen mithin eine Qualifikation 

als landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb (und nicht als blosse Freizeitlandwirt-

schaft) nahe;  

- dass der Beschwerdegegner jährlich insgesamt Fr. _________ an Direktzahlungen 

erhält (Duplik vom 9. Oktober 2013 S. 6). Das Amt für Viehwirtschaft setzte das To-

tal der Direktzahlungen für das Jahr 2013 sogar auf Fr. _________ fest (Produk-

tionsplanung F_________ vom 25. Februar 2014 S. 8). Der Beschwerdegegner hält 

hierzu fest, dass die durchschnittlichen Direktzahlungen der 19 Betriebe der Ge-

meinde Fr. _________ betrügen. Der Schweizerische Durchschnitt der Direktzah-

lungen liege sogar lediglich bei Fr. _________. Gemäss dem Bundesamt für 

Raumentwicklung, (a.a.O., Ziff. IV 2.3.1 S. 32) kann der Umstand, dass gewisse 

- 22 - 

Mindestgrössen (wie etwa jene, die zum Bezug von Direktzahlungen berechtigen) 

nicht erreicht werden, als Indiz dafür herangezogen werden, dass es sich um eine 

blosse Freizeitlandwirtschaft handle. E contrario kann in casu der Umstand, dass 

der Beschwerdegegner jährlich insgesamt Fr. _________ bis Fr. _________ an Di-

rektzahlungen erhält, als Indiz dafür genommen werden, dass der Betrieb des Be-

schwerdegegners den Rahmen einer blossen Freizeitlandwirtschaft eindeutig 

sprengt;  

- dass gemäss der Arbeitskraftbilanz des landwirtschaftlichen Beraters des Be-

schwerdegegners für den vorliegend umstrittenen landwirtschaftlichen Betrieb ins-

gesamt _________ Arbeitsstunden jährlich aufgewendet werden müssen (Duplik 

vom 9. Oktober 2013 S. 6). Das Amt für Viehwirtschaft ging für das Jahr 2013 von 

_________ jährlichen Arbeitsstunden aus (Produktionsplanung F_________ vom 

25. Februar 2014 S. 19). Eine Bauernfamilie arbeite üblicherweise _________ 

Stunden pro Jahr. Dem Beschwerdegegner ist dahingehend Recht zu geben, dass 

auch der tägliche Arbeitsaufwand als Kriterium (wenn auch nicht als allein aus-

schlaggebendes) für die Qualifikation als Freizeitlandwirtschaft respektive als land-

wirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb herangezogen werden kann. _________ res-

pektive _________ jährliche Arbeitsstunden gehen klar über eine blosse Freizeit-

landwirtschaft hinaus und indizieren einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbe-

trieb; 

- dass im Rahmen des Schriftenwechsels vor Kantonsgericht auch erwähnt wurde, 

dass am 31. Juli 2012 ein Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen worden ist (Ent-

scheid des Staatsrats vom 22. Mai 2012 S. 3 E. F). Daselbst gewährten die Eigen-

tümer der Parzellen GBV Nr. xxx (die Elektrizitätswerk C_________ AG), Nrn. xxx 

und xxx (Einwohnergemeinde C_________), Nr. xxx sowie Nr. xxx dem Beschwer-

degegner sowie der Gemeinde ein Durchfahrtsrecht für landwirtschaftliche Zwecke 

in einer Breite von 3 Metern. Dies gilt ebenfalls für alle Bewirtschafter von landwirt-

schaftlichen Grundstücken südlich des D_________. Die Beschwerdeführer bringen 

gegen den Dienstbarkeitsvertrag vor, dass die Elektrizitätswerk C_________ AG 

dem Durchfahrtsrecht mit landwirtschaftlicher Nutzung nur deshalb zugestimmt ha-

be, da sie im Gegenzug unter anderem vom Beschwerdegegner das Recht erhalten 

habe, Fels- und Erdanker im Boden der Parzelle Nr. xxx zu belassen (Verwaltungs-

gerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2013 S. 20). Sowohl das Kantonsgericht mit Ent-

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scheid vom 27. Mai 2010 als auch das Bundesgericht mit Entscheid vom 7. März 

2011 hatten die Elektrizitätswerk C_________ AG verpflichtet, die Anker zu entfer-

nen, was für Letztere ein aufwendiges und kostenintensives Unterfangen dargestellt 

hätte. Aus welchem Grund die Elektrizitätswerk C_________ AG dem Dienstbar-

keitsvertrag vom 31. Juli 2012 zugestimmt hat, spielt indes überhaupt keine Rolle. 

Was zählt ist allein, dass die Elektrizitätswerk C_________ AG im Rahmen des be-

sagten Dienstbarkeitsvertrages unter anderem auch dem Beschwerdeführer ein 

Durchfahrtsrecht mit landwirtschaftlicher Nutzung zugesichert hat; 

- dass schliesslich das Amt für Beratung und Viehwirtschaft in seinem Schreiben an 

das Bausekretariat und die Baupolizei festgehalten hat, dass keine alternativen Li-

nienführungen zum vorliegend umstrittenen Flurweg bestünden (Schreiben des Am-

tes für Beratung und Viehwirtschaft an das Bausekretariat und an die Baupolizei 

vom 6. März 2011 S. 6). Es befürwortet die nachträgliche Baubewilligung für den 

Flurweg;  

- dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass die KBK zu Recht zum Schluss ge-

kommen ist, dass es sich beim Betrieb des Beschwerdegegners nicht um eine zo-

nenwidrige Anlage der Freizeitlandwirtschaft im Sinne von Art. 34 Abs. 5 RPV han-

delt. Angesichts der Anzahl gehaltener Schafe und der Grösse der landwirtschaft-

lich bewirtschafteten Flächen sind - wie vorstehend ausgeführt - die Anforderungen 

an einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb erfüllt. Die KBK hat deshalb die 

nachträgliche Baubewilligung für die formell rechtswidrig erstellte Baute zu Recht 

erteilt und der Staatsrat hat den Entscheid der KBK zu Recht geschützt;  

- dass der Beschwerdegegner in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 

18. Januar 2011 das Rechtsbegehren gestellt hat, dass das Verfahren A1 11 16 bis 

zum Entscheid über das hängige Bau- und Rodungsbewilligungsverfahren zu sistie-

ren sei. Überdies beantragte er, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzu-

heissen und der Entscheid des Staatsrats vom 24. November 2010 aufzuheben sei. 

Der Staatsratsentscheid hatte die Wiederherstellungsverfügung des DVBU vom 

6. August 2008 geschützt, womit der Beschwerdegegner verpflichtet wurde, die 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes (Rückbau der Zufahrt sowie Wie-

deraufforstung der Flächen von 30 m2 Wald und 50 m2 Ufervegetation) spätestens 

innert der Frist von vier Monaten seit der Eröffnung der Verfügung vorzunehmen 

gemäss den speziellen Weisungen des Ingenieurs Walderhaltung, Kreis Oberwallis. 

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Überdies wurde der Beschwerdegegner verpflichtet, zur Sicherstellung der Wieder-

instandstellungsarbeiten einen Kautionsbeitrag von Fr. 3 000.-- in den kantonalen 

Aufforstungsfonds zu bezahlen. Mit der Abweisung der Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde vom 30. Juni 2013 im Verfahren A1 13 293 respektive mit der nachträgli-

chen Erteilung der Bewilligung für die formell rechtswidrig erstellte und vorliegend 

umstrittene Forststrasse können die Wiederherstellungsverfügung des DVBU vom 

6. August 2008 und der Staatsratsentscheid vom 24. November 2010 des Verfah-

rens A1 11 16 nicht mehr aufrechterhalten werden. Das Gesuch um Sistierung des 

Verfahrens A1 11 16 (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. Januar 2011) fällt 

als gegenstandslos geworden dahin. Im Übrigen wird die Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde des Beschwerdegegners vom 18. Januar 2011 im Verfahren A1 11 16 

gutgeheissen; 

- dass dieser Ausgang des Verfahrens seine Folgen in der Verlegung der Gerichts-

kosten und in der Festsetzung der Parteientschädigung zeitigt. Die Beschwerdefüh-

rer sind bei diesem Verfahrensausgang als unterliegend anzusehen (im Verfahren 

A1 11 16 wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Beschwerdegegners gutge-

heissen; im Verfahren A1 13 293 wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Be-

schwerdeführer abgewiesen), weshalb ihnen die Kosten von Verfahren und Ent-

scheid aufzuerlegen sind (Art. 89 Abs. 1 VVRG). Gemäss Art. 3 des Gesetzes be-

treffend den Tarif der Kosten und Entschädigungen vor Gerichts- oder Verwal-

tungsbehörden vom 11. Februar 2009 (GTar; SGS/VS 173.8) setzen sich die Kos-

ten aus den Auslagen der Entscheidbehörde sowie der Gerichtsgebühr zusammen. 

Die Gerichtsgebühr für Beschwerdeverfahren vor der öffentlichrechtlichen Abteilung 

des Kantonsgerichts beträgt in der Regel zwischen Fr. 280.-- und Fr. 4 000.-- (Art. 

25 GTar). Sie deckt global die Kosten der Kanzlei (Art. 3 Abs. 3 GTar) und wird 

aufgrund des Umfangs und der Schwierigkeit des Falls, der Art der Prozessführung 

der Parteien sowie ihrer finanziellen Situation festgesetzt (Art. 13 Abs. 1 GTar). 

Aufgrund dieser Kriterien erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 2 000.-- als ange-

messen, die den Beschwerdeführern auferlegt wird; 

- dass die Beschwerdeführer als unterliegende Partei keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung haben (Art. 91 Abs. 1 VVRG e contrario);  

- dass der Beschwerdegegner als obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteient-

schädigung hat (Art. 91 Abs. 1 VVRG). Die Entschädigung wird im Dispositiv bezif-

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fert und der Staats- oder Gemeindekasse auferlegt, soweit sie aus Billigkeitsgrün-

den nicht der unterliegenden Partei auferlegt werden kann (Art. 91 Abs. 2 VVRG). 

Die Parteientschädigung ist global festzusetzen und umfasst die Entschädigung an 

die berechtigte Partei sowie die Kosten des Rechtsbeistands (Art. 4 Abs. 1 GTar), 

die in Anwendung der Art. 27 ff. GTar festzusetzen sind und im Verwaltungsge-

richtsbeschwerdeverfahren zwischen Fr. 1 100.-- und Fr. 11 000.-- betragen (Art. 39 

GTar). Bei der Beurteilung des Arbeits- und des Zeitaufwands darf beachtet wer-

den, dass das Verwaltungsverfahren im Unterschied zum Zivilprozess von der Un-

tersuchungsmaxime beherrscht wird, wodurch in zahlreichen Fällen die Tätigkeit 

des Anwalts erleichtert wird. Ferner wird die Tätigkeit des Rechtsvertreters in casu 

nur insoweit berücksichtigt, als er sich bei der Erfüllung seiner Aufgabe an einen 

vernünftigen Rahmen hält, unter Ausschluss nutzloser oder sonstwie überflüssiger 

Schritte und Besprechungen. In Würdigung der gesamten Umstände, insbesondere 

des Umstandes, dass vorliegend zwei Verfahren zusammengelegt wurden, sowie 

der Bedeutung, des Umfangs und der Schwierigkeit des Falls sowie des geschätz-

ten Aufwands rechtfertigt es sich, dem Beschwerdegegner eine Parteientschädi-

gung in der Höhe von Fr. 2 600.-- zuzusprechen, die den Beschwerdeführern aufer-

legt wird; 

 

erkennt: 

 

1. Die Verfahren A1 11 16 und A1 13 293 werden vereinigt. 

2. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2013 des Verfahrens A1 13 293 

wird abgewiesen und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. Januar 2011 

des Verfahrens A1 11 16 wird gutgeheissen. 

3. Die Gerichtsgebühr des Kantonsgerichts in der Höhe von Fr. 2 000.-- für die beiden 

Verfahren A1 11 16 und A1 13 293 wird den Beschwerdeführern auferlegt.  

4. Für die Verfahren A1 11 16 und A1 13 293 wird dem Beschwerdegegner zu Lasten 

der Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2 600.-- zuge-

sprochen. 

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5. Die Kosten des Entscheids des Staatsrats vom 24. November 2010 in der Höhe 

von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.  

6. Die Kosten der Bau- und Rodungsbewilligung der Kantonalen Baukommission vom 

26. September 2012 in der Höhe von Fr. 566.-- gehen zu Lasten des Beschwerde-

gegners. 

7. Dieses Urteil ist den Beschwerdeführern, dem Beschwerdegegner, dem Staatsrat, 

der Gemeinde C_________ und dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE schrift-

lich mitzuteilen.  

 

Sitten, 24. März 2014