# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c11a61b-76f6-5d44-90b6-3e85aa101a6c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2010 B-3776/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3776-2009_2010-10-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3776/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), 
Richter Ronald Flury, Richterin Eva Schneeberger;
Gerichtsschreiberin Karin Behnke.

R._______AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Mathys, 
Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,
Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Unerlaubter Effektenhandel / Liquidation.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3776/2009

Sachverhalt:

A. 
Die  Eidgenössische  Bankenkommission  (EBK,  seit  dem  1.  Januar 
2009 Eidgenössische Finanzmarktaufsicht  FINMA, Vorinstanz)  wurde 
im Mai 2007 auf die S._______AG und die T._______Ltd. aufmerksam 
und  verlangte  mit  Schreiben  vom  8.  September  2008  von  der 
S._______, der U._______AG und der T._______ sowie mit Schreiben 
vom 9. September 2008 von der V._______AG, Auskunft  über  deren 
Geschäftstätigkeiten,  welche  ihr  am  29.  und  30.  September  2008 
erteilt  wurden  (Akten  der  Vorinstanz  A01  147-150;  A01  153-181 
[T._______],  182-232  [V._______],  A02  1-149  [U._______],  150-253 
[S._______]).  Mit  Schreiben  vom  25.  November  2008  forderte  die 
Vorinstanz die S._______ und die U._______ sowie die T._______ auf, 
Zusatzfragen  zu  beantworten  und  weitere  Unterlagen  einzureichen. 
Insbesondere  wurden  die  Gesellschaften  aufgefordert,  zur  Tätigkeit 
und zur Zusammenarbeit mit der W._______Ltd., Zweigniederlassung 
W1, Stellung zu nehmen (A03 26-29). Die S._______, die U._______ 
und die T._______ beantworteten die Fragen mit  Schreiben vom 11. 
Dezember 2008 (A03 37-63).

Aufgrund der Verfahrensakten ergab sich aus Sicht der Vorinstanz ein 
begründeter  Verdacht,  dass  die  fünf  Gesellschaften  eine  Gruppe 
bilden und als Gruppe eine nach Börsengesetz bewilligungspflichtige 
Tätigkeit als Emissionshaus ausüben, ohne jedoch über die erforder-
liche börsenrechtliche Bewilligung zu verfügen, weshalb die Vorinstanz 
mit superprovisorischer Verfügung vom 9. Februar 2009 den fünf Ge-
sellschaften  jegliche  Effektenhändlertätigkeit  untersagte,  die 
Q._______AG als Untersuchungsbeauftragte einsetzte und diese u.a. 
beauftragte,  die  Geschäftstätigkeit  und  die  finanzielle  Lage  der 
S._______,  der  U._______,  der  V._______,  der  T_______  und  der 
W1_______ sowie der mit diesen verbundenen Personen und Gesell-
schaften abzuklären (A03 70-83). 

Im Rahmen der laufenden Untersuchungen gegen die Gruppe wurde 
die  Untersuchungsbeauftragte  zusätzlich  auf  die  X._______AG,  die 
R._______AG  (Beschwerdeführerin),  und  die  Y._______SA,  Zweig-
niederlassung Y1_______ aufmerksam. Aus Sicht  der  Vorinstanz er-
gab sich ein hinreichender Verdacht, dass auch diese Gesellschaften 
zur Gruppe zu zählen sind (A03 274-278), weshalb die Vorinstanz mit  
superprovisorischer  Verfügung  vom  18.  Februar  2009  die 

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Q._______AG  auch  bei  diesen  Gesellschaften  als  Untersuchungs-
beauftragte einsetzte (A03 312-324). 

Die  involvierten  Gesellschaften  wurden  eingeladen,  zu  den  super-
provisorisch  verfügten  Massnahmen  bis  am  13.  März  2009  bzw. 
25. März 2009 Stellung zu nehmen (A03 71, 313). 

Mit Eingabe vom 10. März 2009 reichte die Untersuchungsbeauftragte 
der Vorinstanz den Bericht sowie die dazugehörigen Beilagen ein (A04 
246-282, Beilagen 1-211). Der Bericht der Untersuchungsbeauftragten 
wurde  den  betroffenen  Gesellschaften  bzw.  deren  Rechtsvertretern 
sowie  A._______,  B._______, C.________,  D._______,  E._______, 
F._______ und G._______ am 12. März 2009 zur Stellungnahme bis 
zum 31. März 2009 zugestellt (A04 283-302).

Mit Eingabe vom 19. März 2009 nahmen die Beschwerdeführerin und 
G._______  in eigenem Namen Stellung zur superprovisorischen Ver-
fügung  vom 18. Februar  2009  und beantragten die  Zustellung  einer 
beim  Bundesverwaltungsgericht  anfechtbaren  Verfügung  sowie  die 
Aufhebung der superprovisorischen Verfügung vom 18. Februar 2009. 
Zur  Begründung  machten  sie  im  Wesentlichen  geltend,  die  Be-
schwerdeführerin  sei  nicht  Bestandteil  der  Gruppe,  da  keine 
personellen, räumlichen oder wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen 
ihr  und  den  weiteren  in  den  superprovisorischen  Verfügungen  vom 
9. und  18.  Februar  2009  erwähnten  Gesellschaften  bestünden.  Die 
einzige Verbindung seien die Verträge über den Verkauf von Aktien der 
Z1_______AG und der Z2_______AG, welche die Beschwerdeführerin 
mit  der  W1_______  und  der  Y1_______  abgeschlossen  habe  (A04 
324-326).

B.
Mit  Verfügung  vom  11.  Mai  2009  stellte  die  Vorinstanz  fest,  die 
S._______,  die  U._______,  die  V._______,  die  T._______,  die 
W1_______,  die  Y1_______,  die  X._______  und  die  Beschwerde-
führerin  seien  als  Gruppe  gewerbsmässig  als  Effektenhändler  tätig 
gewesen  und  hätten  gegen  das  Börsengesetz  vom  24.  März  1995 
(BEHG, SR 954.1) verstossen. Ferner stellte sie fest,  die X._______ 
sei als Vertriebsträgerin von kollektiven Kapitalanlagen tätig gewesen 
und habe somit gegen das Kollektivanlagengesetz vom 23. Juni 2006 
(KAG,  SR  951.31)  verstossen.  Sie  eröffnete  über  die  S._______, 
U._______,  die  T._______,  die  W1_______  und  die  X._______  den 
bankenrechtlichen Konkurs. Die V._______, die Y1_______ sowie die 

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Beschwerdeführerin versetzte sie in die aufsichtsrechtliche Liquidation. 
Sie  auferlegte  die  Kosten  der  Untersuchungsbeauftragten  von  Fr. 
228'518.65  sowie  die  Verfahrenskosten  von  Fr.  50'000.– der  Be-
schwerdeführerin  und  den  weiteren  sieben  Verfügungsadressaten 
solidarisch.  Zur  Begründung  wurde  ausgeführt,  die  T._______,  die 
W1_______,  die  Y1_______  und  die  Beschwerdeführerin  hätten  in 
grossem  Umfang  neu  emittierte  Aktienbestände  US-amerikanischer 
und schweizerischer Start-up-Unternehmen übernommen und auf dem 
Primärmarkt  verkauft,  wobei  die  S._______,  die  U_______  und  die 
X._______ Käufer vermittelt hätten. Die V._______ habe als Zahl- und 
Depotstelle gewirkt. Die genannten Gesellschaften hätten arbeitsteilig 
und koordiniert zusammengewirkt (A05 225-256). 

C.
Am  10.  Juni 2009  erhob  die  Beschwerdeführerin,  vertreten  durch 
Rechtsanwalt Dr. Beat Mathys, Zürich, beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde gegen die superprovisorische Verfügung vom 18. Februar 
2009  und  die  Endverfügung  vom 11. Mai  2009. Sie  stellte  folgende 
Anträge:

1. Die  Verfügung  vom  11.  Mai  2009  sei  bezüglich  der  Beschwerde-
führerin  R._______AG, insbesondere hinsichtlich der  Ziff. 1,  12,  13, 

14, 16, 17 und 18-22 und einschliesslich der superprovisorischen Ver-

fügung vom 18. Februar 2009, vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei der Fall an die Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA zur 
Neuentscheidung zurückzuweisen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

Zur Begründung hiess es, die Beschwerdeführerin sei bei der von der 
Vorinstanz angestrengten Untersuchung erst zu einem späteren Zeit-
punkt in das Verfahren einbezogen worden, was nicht weiter erstaun-
lich sei, da es nur sehr schwache Berührungspunkte mit den übrigen 
Gesellschaften  gebe.  Die  Vorinstanz  habe  in  der  Verfügung  vom 
11. Mai  2009  einzig  auf  vier  urkundliche  Berührungspunkte  zu  den 
übrigen  Gesellschaften abgestellt,  um die  Gruppenzugehörigkeit  der 
Beschwerdeführerin  zu  belegen;  es  handle  sich  dabei  um  die  vier 
Kaufverträge  über  die  Z1_______-  und  Z2_______-Aktien:  1)  Kauf-
vertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der W1________ vom 
7.  Juli  2008  über  den  Verkauf  von  1.5  Mio.  Namenaktien  der 

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Z1_______AG  zum  Preis  von  CHF  0.90  je  Aktie;  2)  Kaufvertrag 
zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  der  W1_______  vom  6./9. 
Oktober  2008  über  den  Verkauf  von  1.85  Mio.  Namenaktien  der 
Z2_______AG  zum  Preis  von  CHF  2.25  je  Aktie;  3)  Kaufvertrag 
zwischen der Beschwerdeführerin und der W1_______ vom 6. Oktober 
2008  über  den  Verkauf  von  minimal  250'000  und  maximal  400'000 
Namenaktien der Z2_______AG zum Preis von CHF 2.00 je Aktie; 4)  
Kaufvertrag  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  der  Y1_______ 
vom 12./21. Januar 2009 über den Verkauf von 1.5 Mio. Namenaktien 
der Z2_______AG zum Preis von CHF 2.10 je Aktie (I04 144-148, I05 
308-312,  304-307,  98-102). Die  Vorinstanz  habe  einzig  auf  diese 
Kaufverträge  abgestellt  und  aus  diesen  abgeleitet,  dass  die  Be-
schwerdeführerin ein Gruppenmitglied gewesen sei, welches eine be-
stimmte Aufgabe erfüllt habe, nämlich die Übernahme von Aktien von 
Emittentinnen.  Dabei  übersehe  sie  aber  die  wichtige  zeitliche 
Komponente. Der erste Kontakt zwischen der Beschwerdeführerin und 
einem Vertreter  der übrigen Gesellschaften sei erst im Juli  2008 zu-
stande gekommen, dies werde durch eine E-Mail vom 7. Juli 2008 be-
legt  (Beschwerdebeilage [BB]  4). Zu diesem Zeitpunkt  habe die  Be-
schwerdeführerin sowohl die Z2_______- als auch – und insbesondere 
– die  Z1_______-Aktien  schon  lange  besessen. Diese  Aktien  seien 
zudem ohne Zutun der übrigen Gesellschaften erworben worden. Aus 
dem  Untersuchungsbericht  vom  10. März  2009  ergebe  sich  ferner, 
dass die W1_______ auch aus anderen Quellen,  nämlich von Herrn 
A._______ und der Z1_______AG Z1_______-Aktien erworben habe. 
Erst  am 7. Juli  2008 habe die Beschwerdeführerin einen Aktienkauf-
vertrag  mit  der  W1_______  betreffend  Z1_______-Aktien  ab-
geschlossen.  Naheliegend  sei,  dass  die  W1_______,  nachdem  sie 
zwischenzeitlich  eine  bedeutende  Aktionärin  der  Z1_______AG  ge-
worden sei, weitere Aktien der Z1_______AG habe kaufen wollen und 
deshalb im Juli 2008 den Kontakt mit Personen gesucht habe, welche 
eben Aktionäre der Z1_______AG gewesen seien. Die Argumentation 
der  Vorinstanz,  die  Beschwerdeführerin  sei  als  Gruppenmitglied  zu 
qualifizieren,  könne  angesichts  dieser  zeitlichen  Verhältnisse  nicht 
aufrechterhalten werden. Aus dem Untersuchungsbericht gehe hervor, 
dass die übrigen Gesellschaften bereits in den Jahren 2006 und 2007 
aktiv  gewesen  seien  und  untereinander  verschiedene  Beziehungen 
gepflegt  hätten.  Auch  vor  diesem  Hintergrund  sei  unverständlich, 
weshalb  die  Beschwerdeführerin  durch  die  erstmalige  Kontaktauf-
nahme im Juli 2008 plötzlich zu einem Gruppenmitglied habe werden 
können. Unabhängig von der zeitlichen Komponente ergebe aber auch 

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eine Analyse der vier Kaufverträge, dass nichts auf eine arbeitsteilige 
Zusammenarbeit  im  Sinne  einer  Gruppe  hindeute,  sondern  dass  es 
sich  eben  um  Kaufverträge  handle,  welche  Interessengegensätze 
ausdrückten.  Der  Interessengegensatz  manifestiere  sich  im  fixen 
Kaufpreis,  in  Haftungsausschlüssen  sowie  Hinweisen auf  Risiken im 
Zusammenhang  mit  dem  Erwerb  der  Aktien.  Jeder  Verkäufer  von 
Aktien  müsse  damit  rechnen,  dass  der  Käufer  die  Aktien  an  Dritte  
verkaufe. Dies könne der Beschwerdeführerin nicht  zum Vorwurf  ge-
reichen. Für die Beschwerdeführerin sei völlig irrelevant gewesen, was 
die W1_______ bzw. Y1._______ mit den verkauften Aktien mache. Es 
sei  allein im Ermessen der  W1_______ bzw. Y1_______ gestanden, 
die Z1_______- und Z2_______-Aktien weiterzuverkaufen. Soweit die 
Vorinstanz einräume, die Beschwerdeführerin sei in Ziff. 2 des Aktien-
kaufvertrages  vom 7.  Juli  2008  darüber  orientiert  worden,  dass  die 
W1_______ das Recht habe, die Aktien weiter zu verkaufen, sei dem 
entgegenzuhalten,  dass  die  W1_______  allen  Grund  gehabt  habe, 
eine  solche  Klausel  aufzunehmen,  denn  die  Klausel  sei  eine  Zu-
sicherung  zugunsten  der  Käuferin  gewesen,  dass  bezüglich  der 
Z1_______-Aktien  keine  statutarische  Vinkulierung  oder  vertragliche 
Absprachen bestünden, die sie an einem allfälligen Weiterverkauf der 
Aktien gehindert hätten. Weiter spreche gegen ein arbeitsteiliges Vor-
gehen der  Umstand,  dass  die  W1_______ auch bei  der  Z1_______ 
und bei Herrn A._______ Z1_______-Aktien gekauft  habe. Wenn die 
Vorinstanz argumentiere, dass im Vertrag vom 7. Juli 2008 vereinbart 
worden  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  die  Aktien  ins  Depot  der 
V._______ überliefern müsse oder dass die S._______/U._______ als 
"Verkaufsagentur"  eingeschaltet  werde,  sei  dies  schon  im  Ansatz 
falsch, denn die W1_______ habe nur ein Recht gehabt, ihre Beauf -
tragten  mit  der  Abwicklung  des  Vertrages  zu  betrauen;  eine  Pflicht, 
diese Gesellschaften  wirklich  bei  der  Erfüllung des Vertrages einzu-
binden, habe aber nicht bestanden. Für die Beschwerdeführerin sei es 
unwesentlich  gewesen,  ob  die  Aktien  in  ein  Depot,  lautend  auf  die 
W1_______  oder  eine  Drittgesellschaft,  übertragen  würden;  für  sie 
habe es nur eine Vertragspartnerin gegeben, die W1_______, welche 
den  Vertrag  mit  der  Beschwerdeführerin  auch  unterzeichnet  habe. 
Entsprechend  seien  denn  auch  nur  zwei  Vertragsexemplare  erstellt 
worden. Zusammenfassend habe die Beschwerdeführerin keine Pflicht 
gehabt,  zu  prüfen,  ob  und  inwiefern  die  W1_______  über  allenfalls 
notwendige Bewilligungen verfüge oder ob die W1_______ zusammen 
mit anderen Gesellschaften eine Gruppe bilde (I04 144-148). Das Ge-
sagte gelte insbesondere auch für den Kaufvertrag zwischen der Be-

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schwerdeführerin und der  W1_______ vom 6. Oktober 2008 bezüglich 
des Verkaufs von 250'000/400'000 Z2_______-Aktien zu einem Preis 
von CHF 2.00 pro Aktie (I05 304-307). Zum Kaufvertrag zwischen der 
Beschwerdeführerin  und  der  W1_______  vom  6./9.  Oktober  2008 
(Verkauf  von  1.85  Mio. Z2_______-Aktien  zu  einem Preis  von  CHF 
2.25  pro  Aktie)  sei  folgendes  nebst  dem  bereits  Gesagten  zu  er-
gänzen.  In  §  1  werde  ein  unbedingter  Kaufvertrag  abgeschlossen, 
welcher  die  W1_______  zum  Kauf  von  1.85  Mio.  Namenaktien  der 
Z2_______ AG zu einem Kaufpreis von CHF 2.25 pro Aktie verpflichte.  
In  §  2  des  Kaufvertrages  folge  eine  ausführliche  Regelung  der  Ab-
wicklung des Aktienkaufs. Aus diesen vertraglichen Regelungen werde 
einmal  mehr  deutlich,  dass  zwischen  den  Vertragsparteien  ein 
Interessengegensatz bestehe bzw. die Vertragsparteien Vorkehrungen 
getroffen hätten, um sich bezüglich der Vertragserfüllung abzusichern. 
Ein  solcher  Interessengegensatz  lasse  sich  auch  §  4  des  Kaufver-
trages  entnehmen,  übernehme  die  Beschwerdeführerin  doch  dafür 
Gewähr, dass die zum Verkauf stehenden Aktientitel  weder an Dritte 
abgetreten noch belehnt seien und infolgedessen zu ihrer freien Ver-
fügung  stünden.  Dies  stelle  zugleich  eine  Verstärkung  im  Vergleich 
zum  Recht  zur  Weiterveräusserung  der  durch  die  W1_______  ge-
kauften  Aktien  dar,  da  diese  Gewährleistung  über  das  Recht  der 
W1_______,  die  Aktien  zu  verkaufen,  hinausgehe.  Schliesslich  sei 
auch  §  5  des  Kaufvertrages  zu  erwähnen,  wonach  die  erfolgreiche 
Prüfung  der  Swissmedic  bezüglich  der  Erteilung  der  Betriebs-
bewilligung an die Z2_______ einen subjektiv wesentlichen Vertrags-
nebenpunkt darstelle, ohne den die  W1_______ nicht an den Vertrag 
gebunden sein wolle  (I05 308-312). Das Gleiche gelte für den Kauf-
vertrag  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  der  Y1_______  vom 
12./21. Januar 2009 (Verkauf von 1.5 Mio. Z2_______-Aktien zu einem 
Preis von CHF 2.10 pro Aktie; I05 98-102).

Die Vorinstanz verweise in ihrer Verfügung vom 11. Mai 2009 mehrfach 
auf Verteilerlisten, welche sie bei den übrigen Gesellschaften sicher-
gestellt  habe.  So  argumentiere  die  Vorinstanz,  in  den  Verteiler -
formularen  der  W1_______  sei  aufgeführt,  wer  zu  wie  viel  an  den 
Aktienverkäufen  partizipiert  habe  und  dass  die  Einnahmen  aus  den 
Aktienverkäufen  unter  den  von  der  Verfügung  betroffenen  Gesell-
schaften gemäss Abreden verteilt  worden seien. Diese Verteilerlisten 
seien  der  Beschwerdeführerin  erst  durch  die  vorliegende  Unter-
suchung bekannt geworden; es handle sich um interne Buchhaltungs-
belege  der  übrigen  Gesellschaften.  Zum  Nachteil  der  Beschwerde-

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führerin  lasse  sich  aus  diesen  Verteilerformularen  jedoch  ohnehin 
nichts ableiten, im Gegenteil: Aus den Verteilerformularen werde klar 
ersichtlich, dass die Verkäufe der Z1_______- und Z2_______-Aktien 
durch die Beschwerdeführerin zu Fixpreisen und nicht, wie es bei einer 
Gruppenzugehörigkeit zu erwarten gewesen wäre, zu einer Variablen 
erfolgt  seien. Einzelne der  übrigen  Gesellschaften hätten einen pro-
zentualen Anteil am Weiterverkauf der erzielten Erlöse erhalten – nicht 
jedoch die Beschwerdeführerin. 

Die Vorinstanz behaupte zu Recht nicht, dass räumliche Verbindungen 
zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  den  übrigen  Gesellschaften 
bestünden. Eben so wenig gebe es personelle Verbindungen, wie etwa 
gleiche Organe, gleiche Revisionsstellen, Kreuzbeteiligungen etc. Die 
Beschwerdeführerin  sei  seit  nun knapp 20 Jahren geschäftlich tätig, 
dies ganz im Gegensatz zu den übrigen Gesellschaften.

D.
Mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2009 beantragte die Vorinstanz, die 
Beschwerde  sei  –  unter  Kostenfolge  zu  Lasten  der  Beschwerde-
führerin – abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Soweit die Auf-
hebung der superprovisorischen Verfügung vom 18. Februar 2009 be-
antragt  werde,  sei  auf  die  Beschwerde  infolge  Ablaufs  der  Rechts-
mittelfrist  nicht  einzutreten.  Bezüglich  der  Gruppenqualifikation  und 
der Tätigkeit der Gruppe als Effektenhändlerin (Emissionshaus) sowie 
der  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  verwies  die  Vorinstanz auf  die 
Sachverhaltsdarstellung  und  deren  rechtliche  Würdigung  in  der  Ver-
fügung vom 11. Mai 2009 (Rz. 31 ff. und 69 ff., A05 225-256) sowie im 
Untersuchungsbericht vom 10. März 2009 (A04 246-282). Ergänzend 
führte  sie  aus,  gemäss  konstanter  Praxis  seien  die  Finanzmarkt-
gesetze  unter  Umständen  auf  alle  Gesellschaften  einer  Gruppe  an-
wendbar,  selbst  wenn  nicht  alle  Gruppengesellschaften  selber  die 
bewilligungspflichtige Tätigkeit ausgeübt hätten. Dies sei dann der Fall, 
wenn mehrere Gesellschaften einer gleichen Gruppe angehörten, bei 
der eine derart enge personelle, wirtschaftliche oder organisatorische 
Verflechtung  bestehe,  dass  die  Gruppe  als  eine  Einheit  behandelt 
werden  müsse  und  aufsichtsrechtlich  einheitlich  zu  beurteilen  sei. 
Soweit die Beschwerdeführerin geltend mache, dass zwischen ihr und 
den anderen Gruppengesellschaften keine personellen und räumlichen 
Verbindungen bestünden und die  vier  Kaufverträge keine wirtschaft-
liche  Verflechtung  begründeten,  sei  ihr  entgegenzuhalten,  dass  die 
engen  personellen,  wirtschaftlichen  oder  organisatorischen  Ver-

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flechtungen als Voraussetzungen der Qualifikation von mehreren Ge-
sellschaften als Gruppe nicht kumulativ gegeben sein müssten. Bereits 
das Vorliegen eines dieser Elemente sei bei entsprechender Intensität 
genügend, damit das Zusammenwirken von zwei oder mehreren Ge-
sellschaften  als  Einheit  zu  behandeln  und  somit  aufsichtsrechtlich 
einheitlich zu beurteilen sei. Enge wirtschaftliche Verflechtungen seien 
namentlich  anzunehmen,  wenn  sich  daraus  einseitige  oder  gegen-
seitige  wirtschaftliche  Abhängigkeiten  ergäben,  wenn  sie  das 
wirtschaftliche  Fortkommen  einzelner  Beteiligter  erleichterten  oder 
wenn  sie  für  die  einzelnen  Gesellschaften  einen  erheblichen 
wirtschaftlichen  Vorteil  bedeuteten.  Dies  sei  vorliegend  der  Fall.  Mit 
den  Aktienkaufverträgen,  welche  die  Beschwerdeführerin  mit  der 
W1_______ und der Y1_______ abgeschlossen habe, sei es ihr mög-
lich gewesen, sich in grossem Umfang von risikoreichen Anlagen zu 
trennen  und  durch  ihre  Gruppenzugehörigkeit  einen  erheblichen 
wirtschaftlichen  Vorteil  zu  erlangen.  Die  Beschwerdeführerin  habe 
davon  profitiert,  dass  die  Gruppe  bereits  eine  funktionierende  Ver-
kaufs- und Vertriebsorganisation aufgebaut habe; durch den Beitritt zur 
bereits  bestehenden Gruppe sei  ihr  wirtschaftliches Fortkommen er-
heblich  erleichtert  worden.  Die  geschäftlichen  Verbindungen  seien, 
indem die  Beschwerdeführerin  mit  der  Gruppe insgesamt vier  Kauf-
verträge  über  grössere  Aktienpakete  abgeschlossen  habe,  intensiv 
genug,  um  das  Zusammenwirken  der  Beschwerdeführerin  mit  den 
andern  Gruppengesellschaften  aufsichtsrechtlich  einheitlich  zu  be-
urteilen.  Der  Zweck  der  Kaufverträge  habe  von  Anfang  darin  be-
standen,  die  Aktien  nach  deren  Übertragung  von  der  Beschwerde-
führerin auf die W1_______ bzw. die Y2._______ über die bestehende 
Verkaufsorganisation  ans breite  Publikum zu verkaufen. Die von der 
Beschwerdeführerin  geltend  gemachte  zeitliche  Komponente  sei  für 
die  aufsichtsrechtliche  Qualifikation  unbeachtlich.  Nach  der 
Argumentation  der  Beschwerdeführerin  wäre  es  aufsichtsrechtlich 
nicht  möglich,  das  Zusammenwirken  von  mehreren  Personen  oder 
Gesellschaften als Gruppe zu erfassen, wenn zeitliche Unterschiede in 
deren  Verflechtung  bestünden.  Dem  könne  aus  aufsichtsrechtlichen 
Überlegungen  und  aus  Gründen  der  Umsetzung  der  Zwecke  der 
Finanzmarktgesetze  nicht  gefolgt  werden.  Entgegen  der  Auffassung 
der Beschwerdeführerin sei es demnach durchaus möglich, dass sich 
eine Gesellschaft  erst zu einem späteren Zeitpunkt einer bereits be-
stehenden Gruppe anschliesse. Dies sei vorliegend geschehen, indem 
die Beschwerdeführerin mit der bereits bestehenden Gruppe Verträge 
zum  Vertrieb  der  verschiedenen  Aktienpakete  abgeschlossen  und 

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dadurch ihre enge wirtschaftliche Verflechtung zur Gruppe begründet 
habe.  Letztlich  könne  die  Frage,  ob  die  Beschwerdeführerin  zur 
Gruppe  gehöre,  ohnehin  offen  gelassen  werden.  Die  Beschwerde-
führerin  habe  unabhängig  von  ihrer  Gruppenzugehörigkeit  eine  be-
willigungspflichtige  Tätigkeit  ausgeübt,  ohne  über  die  hierfür  not-
wendige  Bewilligung  gemäss  Börsengesetz  zu  verfügen. In  der  auf-
sichtsrechtlichen Beurteilung ändere sich daher für  die Beschwerde-
führerin im Ergebnis nichts. Hätte die Vorinstanz vorliegend nicht an-
genommen,  dass  die  Beschwerdeführerin  vorliegend  zur  Gruppe  zu 
zählen  sei,  so  hätte  sie  gegen die  Beschwerdeführerin  wegen selb-
ständiger unerlaubter Emissionshaustätigkeit ebenfalls gemäss Art. 31 
i.V.m. Art.  37  des  Finanzmarktaufsichtsgesetzes  vom 22.  Juni  2007 
(FINMAG,  SR  956.1)  die  zur  Wiederherstellung  des  ordnungs-
gemässen Zustandes notwendigen Massnahmen angeordnet. Gemäss 
Art. 3 Abs. 2 der Börsenverordnung vom 2. Dezember 1996 (BEHV, SR 
954.11)  übernähmen  Emissionshäuser  gewerbsmässig  Effekten,  die 
von Dritten ausgegeben worden seien, fest oder in Kommission, und 
würden  diese  öffentlich  auf  dem  Primärmarkt  anbieten.  Die  Be-
schwerdeführerin  habe  unabhängig  von  ihrer  Gruppenzugehörigkeit 
eine Tätigkeit als Emissionshaus ausgeübt, indem sie Aktien, welche 
von  Dritten  ausgegeben  worden  seien,  fest  übernommen  habe  und 
diese in der Folge öffentlich auf dem Primärmarkt an eine Vielzahl von 
Anlegern  verkauft habe (A04 254, 255, 257, 258, 325, A05 244). Die 
Beschwerdeführerin  habe  anlässlich  von  Kapitalerhöhungen  der 
Z1_______AG  und  bei  der  Gründung  der  Z2_______AG  jeweils 
grössere Aktienpakete gezeichnet, was jeweils eine feste Übernahme 
von Aktien dargestellt habe, die von Dritten ausgegeben worden seien. 
Zum  Zweck  des  Weiterverkaufs  habe  die  Beschwerdeführerin  Ver-
mittler beigezogen. Der Beizug und Einsatz von Vermittlern gelte als 
öffentliches Angebot. Zudem sei die Tätigkeit der Beschwerdeführerin 
auf die Erwirtschaftung von regelmässigen Erträgen ausgerichtet. Die 
Beschwerdeführerin habe die Aktien jeweils zu einem höheren Preis 
als  bei  der  Übernahme  der  Aktienpakete  verkauft.  Die  solidarische 
Kostenverteilung sei  auch  bei  einer  allfälligen Einzelbetrachtung  der 
Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  auch  ohne  deren  Gruppenzuge-
hörigkeit  gerechtfertigt,  da  in  jedem  Fall  ein  zusammenhängender 
Sachverhalt vorliege. 

E.
Mit  Replik  vom 27.  August  2009  und  Duplik  vom 16.  Oktober  2009 

Seite 10

B-3776/2009

hielten  die  Parteien  an ihren jeweiligen Anträgen  und  Ausführungen 
fest. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Am  1. Januar 2009  trat  das  FINMAG  vollständig in  Kraft,  welches 
Änderungen des BEHG, des Bankengesetzes vom 8. November 1934 
(BankG, SR 952.0)  sowie weiterer finanzmarktrechtlicher Erlasse zur 
Folge  hatte.  Zudem  trat  die  Eidgenössische  Finanzmarktaufsicht 
(FINMA) an die Stelle  der Eidgenössischen Bankenkommission EBK 
(vgl. Art. 58 Abs. 1 FINMAG).

1.1 Der Vorwurf der Vorinstanz richtet sich gegen Tätigkeiten der Be-
schwerdeführerin,  die  im  Zeitraum  von  Juli  2008  bis  Anfang  2009 
stattgefunden  haben.  Die  Vorinstanz  betraute  die  Untersuchungs-
beauftragte mit superprovisorischen Verfügungen vom 9. Februar und 
18. Februar  2009  mit  der  näheren  Abklärung  des  Sachverhalts. Auf 
den 1. Januar 2009 trat das FINMAG – wie erwähnt – in Kraft. Nach 
einer erfolgten Rechtsänderung sind in materieller Hinsicht diejenigen 
Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  rechtlich  zu 
ordnenden Tatbestandes Geltung haben. In verfahrensrechtlicher Hin-
sicht gelangen jedoch die neuen Regeln grundsätzlich sofort  zur An-
wendung  (vgl.  BGE  126  III  431  E.  2a  f.;  119  IB  103  E.  5;  PIERRE 
TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 
2005,  §  24  Rz.  21:  MICHAEL DAUM,  in:  Christoph  Auer/Markus 
Müller/Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz 
über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, N 11 zu Art. 7).

1.2 Bezüglich der  materiellrechtlichen  Frage,  ob  die  Vorinstanz  zu 
Recht  eine  Verletzung  finanzmarktaufsichtsrechtlicher  Normen  fest-
gestellt  hat,  ist  dasjenige  Recht  massgebend,  das  bei  der  Erfüllung 
des  rechtlich  zu  ordnenden  oder  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes  Geltung  hatte.  Da  sich  der  vorliegend  zu  beurteilende 
Sachverhalt  praktisch ausschliesslich  vor  Ende 2008 abgespielt  hat, 
finden  die  per  1.  Januar  2009  geänderten  Erlasse  darauf  eben  so 
wenig Anwendung wie das FINMAG; vielmehr sind die Normen in der 
bis  Ende  2008  gültigen  Fassung  anwendbar  (in  der  Folge  wird  mit  
Bezug auf das BEHG und das BankG die zugehörige Fundstelle in der 
Amtlichen  Sammlung  des  Bundesrechts  [AS]  zitiert,  sofern  die  Be-
stimmungen per 1. Januar 2009 geändert wurden, ansonsten die [un-

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veränderte]  Fassung  der  Systematischen  Sammlung  des  Bundes-
rechts [SR]).

2.

2.1  Die  Verfügung  der  Vorinstanz vom 11. Mai  2009  stellt  eine  Ver-
fügung  nach  Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021)  dar.  Das  Bundesver-
waltungsgericht  ist  gemäss Art.  31  des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Ver-
fügungen  gemäss  Art.  5  VwVG,  die  von  der  Vorinstanz  erlassen 
werden  (Art.  33  Bst.  e  VGG). Darunter  fällt  die  von  der  FINMA er-
lassene Verfügung (Art. 54 Abs. 1 FINMAG). Das Bundesverwaltungs-
gericht ist damit zur Behandlung der Streitsache zuständig. 

Die  Beschwerdeführerin  hat  vor  der  Vorinstanz  am  Verwaltungsver-
fahren teilgenommen und ist Adressatin der angefochtenen Verfügung. 
Sie ist durch die sie selbst betreffenden Ziffern besonders berührt und 
hat  daher  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Sie ist zur 
Beschwerdeführung legitimiert.  Eingabefrist  sowie  Anforderungen  an 
Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind gewahrt (vgl. Art. 50 Abs. 
1 und 52 Abs. 1 VwVG). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht ein-
bezahlt  (Art.  63 Abs. 4  VwVG),  es liegt  eine rechtsgültige  Vollmacht 
des  Rechtsvertreters  vor.  Auch  die  übrigen  Sachurteilsvoraus-
setzungen sind  gegeben  (Art.  47  ff. VwVG). Auf  die  Beschwerde  ist 
somit, soweit sie sich gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Mai 
2009 richtet, einzutreten.

2.2  Soweit  die  Beschwerdeführerin  die  Zwischenverfügung  der  Vor-
instanz  vom 18.  Februar  2009  anficht,  ist  auf  ihre  Beschwerde  aus 
folgenden Gründen nicht einzutreten: 

Art. 46 Abs. 2 VwVG verlangt, dass sich der Zwischenentscheid (noch)  
auf den Inhalt des Endentscheides auswirkt. Der Betroffene muss also 
zum  Zeitpunkt  des  Endentscheids  nach  wie  vor  ein  aktuelles  und 
praktisches  Rechtsschutzinteresse  daran  haben,  Rügen  gegen  die 
betreffende  Zwischenverfügung  vorzubringen.  Ein  solches  liegt  bei-
spielsweise dann vor,  wenn die Zulassung eines Beweismittels  oder 
die Abweisung eines Fristwiederherstellungsgesuchs bemängelt wird, 
nicht  jedoch wenn sich die Rüge gegen die seinerzeitige Anordnung 
vorsorglicher  Massnahmen  richtet  (vgl.  MARTIN KAYSER,  in:  Christoph 

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Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], a.a.O., N 22 ff. zu Art. 
46). 

Mit dem Erlass der Verfügung der Vorinstanz vom 11. Mai 2009 wurde 
einerseits die mit superprovisorischer Verfügung vom 18. Februar 2009 
angeordnete  Einsetzung  der  Untersuchungsbeauftragten  sowie  die 
damit erteilten Befugnisse bestätigt und für sofort vollstreckbar erklärt 
(Ziff. 19 und 20) sowie anderseits die Beschwerdeführerin in die auf-
sichtsrechtliche Liquidation versetzt und die Untersuchungsbeauftragte 
als Liquidatorin eingesetzt (Ziff. 12 und 13). Insofern ist zum Zeitpunkt 
des  Endentscheids  kein  aktuelles  und  praktisches  Rechtsschutz-
interesse an Rügen gegen die betreffende Zwischenverfügung ersicht-
lich, welche den Einsatz der Untersuchungsbeauftragten betraf. 

Im  Übrigen  kann  die  Frage  der  Rechtsmässigkeit  bzw.  Verhältnis-
mässigkeit  der  Einsetzung  der  Untersuchungsbeauftragten  überprüft 
werden, da sich diese Anordnung auf den Kostenentscheid auswirkt. 
Diese  Frage  ist  eng  verknüpft  mit  der  in  diesem  Verfahren  zu  be-
antwortenden  Hauptfrage,  ob  der  angefochtene  Entscheid  Bundes-
recht  verletzt  oder  nicht.  Weiter  ist  die  Regelung  der  Kosten  der 
Untersuchungsbeauftragten  und  der  Verfahrenskosten  Gegenstand 
des Endentscheids vom 11. Mai  2009 und ist  daher im Rahmen der 
Beschwerde gegen diese Verfügung abzuhandeln  (vgl. nachfolgende 
E. 8). 

2.3 Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Ziffern 19 und 
20 der angefochtenen Verfügung verlangt (sofortige Vollstreckung der 
Bestätigung der superprovisorisch eingesetzten Untersuchungsbeauf-
tragten während des vorliegenden Verfahrens),  ist  dieser  Antrag ab-
zuweisen, da nur dadurch das Ziel der Wertsicherung und -erhaltung 
im  Interesse  allfälliger  Drittgläubiger  während  des  vorliegenden  Be-
schwerdeverfahrens gewahrt werden kann.

3.
Die  Beschwerdeführerin  bestreitet  im  Wesentlichen,  als  Zugehörige 
einer (als Emissionshaus tätigen) Gruppe gewirkt zu haben. Sie rügt 
Mängel  der  Sachverhaltsfeststellung  und  eine  fehlerhafte  rechtliche 
Würdigung durch die Vorinstanz. Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob 
die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz zu Recht als  Zugehörige 
einer Gruppe qualifiziert wurde (E. 4), welche als Emissionshaus tätig 
war (E. 5). 

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4.
Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sie mit den restlichen sieben 
Verfügungsadressaten in einer Gruppenstruktur tätig gewesen sei. Die 
vier  mit  der  W1_______  bzw.  Y1_______  abgeschlossenen  Aktien-
kaufverträge reichten nicht aus, um als Gruppenzugehörige qualifiziert 
zu werden. Zwar sei allen vier Kaufverträgen zu entnehmen, dass die 
W1_______  bzw. die  Y1_______ das  Recht  gehabt  habe,  eine  Ver-
mittler-Agentur  (S._______/U._______)  sowie  eine  Treuhandgesell-
schaft  (V._______)  beim  Verkauf  der  Aktien  an  Dritte  beizuziehen. 
Dies  sei  der  Beschwerdeführerin  jedoch  gleichgültig  gewesen; jeder 
Verkäufer  von  Aktien  müsse  damit  rechnen,  dass  die  Aktien  weiter 
verkauft  würden.  Ausserdem  bestünden  weder  räumliche  noch 
personelle  Beziehungen  zu  den  restlichen  sieben  Gesellschaften. 
Wirtschaftliche Beziehungen allein reichten jedoch nicht aus, um die 
Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu begründen. 

Die  Vorinstanz  bringt  demgegenüber  vor,  die  acht  betroffenen 
Gesellschaften  stellten  eine  Gruppe  dar,  welche  über  personelle, 
räumliche  oder  wirtschaftliche  Verflechtungen  verfügt  hätten.  Die 
Aufgabenteilung  und  die  Koordination  des  gemeinsamen  und 
strukturierten Vorgehens sei  über  den Abschluss  von verschiedenen 
Treuhand-,  Agentur-  und  Aktienkaufverträgen  erfolgt  und  habe 
ausgezeichnet funktioniert.

4.1 Gemäss  Praxis  des  Bundesgerichts,  des  Bundesverwaltungs-
gerichts  und  der  Vorinstanz  sind  verschiedene  natürliche  und 
juristische Personen bezüglich Ausübung einer bewilligungspflichtigen 
Tätigkeit  dann als Gesamtheit  zu betrachten, wenn eine derart  enge 
wirtschaftliche  Verflechtung  besteht,  dass  die  Gruppe  als  eine 
wirtschaftliche Einheit behandelt werden muss. Das Bundesgericht hat 
diese  Praxis bisher  im  Zusammenhang  mit  der  unerlaubten  Ent-
gegennahme von Publikumseinlagen nach  BankG bestätigt  (vgl. un-
veröffentlichte  Entscheide  des  Bundesgerichts  2A.332/2006  vom 
6. März  2007  E.  5.2.4  sowie  2A.442/1999  vom  21.  Februar  2000 
E. 3b/dd).  Diese  Grundsätze  kommen  gemäss  bundesverwaltungs- 
und bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Bezug auf  die Ausübung 
einer  bewilligungspflichtigen Tätigkeit  als  Effektenhändler  analog  zur 
Anwendung  (vgl.  Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-
6715/2007 E. 4.2, B-6608/2007 E. 3.2 und B-6501/2007 E. 4.2, je vom 
3.  September  2008,  bestätigt  im  unveröffentlichten  Entscheid  des 
Bundesgerichts 2C.749/2008 vom 16. Juni 2009).

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4.1.1 Von  einer  Gruppe  ist  demnach  auszugehen,  wenn  die 
finanziellen  und  personellen  Verflechtungen  zwischen  zwei  oder 
mehreren  Gesellschaften  oder  natürlichen  Personen  derart  intensiv 
sind,  dass  nur  eine  gesamthafte  Betrachtungsweise  den  faktischen 
Gegebenheiten  gerecht  wird  und  Gesetzesumgehungen  verhindern 
kann.  Dies  kann  bei  einem  einheitlichen  Auftritt  gegen  Aussen  ge-
geben  sein  (Entscheid  des  Bundesgerichts  2A.442/1999  vom 
21. Februar  2000 E. 2e sowie  E. 3b/dd),  wobei  aber  auch intensive 
interne personelle, wirtschaftliche und organisatorische Verflechtungen 
den  Gruppenbegriff  erfüllen  können  (Entscheide  des  Bundesver-
waltungsgerichts B-1645/2007 vom 17. Januar 2008 E. 5.4 sowie B-
2474/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 3.2). Selbst bei einer sauberen 
wirtschaftlichen  und  organisatorischen  Trennung  der  verschiedenen 
Gesellschaften  kann  eine Gruppenstruktur  bestehen,  sofern  die  ver-
schiedenen Akteure im Hinblick auf die bewilligungspflichtige Tätigkeit 
koordiniert  und  arbeitsteilig  zusammenwirken  (Entscheid  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B-6715/2007 vom 3. September  2008 E. 
4.2.2).

4.1.2 Erstens müssen demnach enge wirtschaftliche, organisatorische 
oder personelle  Verflechtungen  vorliegen  und  zweitens  muss  eine 
nicht  formelle  Betrachtung  "vernünftig"  sein. Das Bundesgericht  hält 
sodann  in  der  Methodik  einer  nicht  abschliessenden  Aufzählung 
folgende alternative Fallgruppen fest: (1) Die Fallgruppe des Auftritts 
als  Einheit  und  (2)  die  Fallgruppe  der  Umstände,  die  koordiniertes 
Vorgehen  erkennen  lassen.  Als  Tatsachen  mit  Indizwirkung  für  die 
zweite  Fallgruppe  werden  höchstrichterlich  angeführt:  (i)  Verwischen 
der  rechtlichen  und  buchhalterischen  Grenzen  zwischen  den  Be-
teiligten;  (ii)  faktisch  gleicher  Geschäftssitz;  (iii)  wirtschaftlich  un-
begründete,  verschachtelte  Beteiligungsverhältnisse;  (iv)  zwischen-
geschaltete  Treuhandstrukturen.  Hervorzuheben  ist,  dass  es  für  die 
zweite  Fallgruppe  mindestens  der  stillschweigenden  (konkludenten) 
Koordination  unter  den  Gruppenmitgliedern  bedarf  und  ein  Parallel-
verhalten für die Annahme einer Gruppe daher nicht ausreicht. Wichtig 
ist hierbei aber umgekehrt, dass keine Umgehungsabsicht erforderlich 
ist  – diese Forderung liesse sich nicht  mit  dem Zweck des Anleger-  
und  des  Marktschutzes  vereinbaren,  da  die  von  einer  Gruppe  aus-
gehende  Gefahr  für  den  Anleger  nicht  von  den  Intentionen  der 
Gruppenmitglieder abhängt (BENJAMIN BLOCH/HANS CASPAR VON DER CRONE, 
Begriff der Gruppe in Fällen unbewilligter Effektenhändlertätigkeit, in: 

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Schweizerische  Zeitschrift  für  Wirtschafts-  und  Finanzmarktrecht 
[SZW] 2/2010, S. 161 ff., 168/169).

4.1.3 Die  Anwendung  des  Gruppenbegriffs  auf  verschiedene  Unter-
nehmen  hat  zur  Folge,  dass  die  aufsichtsrechtlichen  Konsequenzen 
alle  Mitglieder  treffen,  selbst  wenn  in  Bezug  auf  einzelne  davon  – 
isoliert betrachtet – nicht alle Tatbestandselemente erfüllt sind oder sie 
selbst  überhaupt  keine  finanzmarktrechtlich  relevanten  Tätigkeiten 
ausgeübt  haben  (vgl.  BGE  136  II  43  E.  4.3.1,  Entscheide  des 
Bundesverwaltungsgerichts B-8227/2007 / B-8244/2007 / B-8245/2007 
vom 20. März 2009 E. 8.2, B-6715/2007 vom 3. September 2008 E. 6.2 
sowie B-2474/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 3.2). 

4.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  sieht  aufgrund  der  Aktenlage 
folgenden Sachverhalt als erstellt an.

4.2.1 Die T._______, die W1_______ und die Y1_______ waren alle 
an der gleichen Adresse, nämlich an der ..., domiziliert und verfolg ten 
die gleiche Geschäftstätigkeit: Den Erwerb und die Veräusserung von 
Beteiligungen an Unternehmungen aller Art  im In- und Ausland (A01 
168,  169; H01 74; H02 21,  86). Verwaltungsratspräsident  mit  Einzel-
unterschrift  war  bei  der  T._______  H._______.  E._______, 
D.________  und  I._______  (Organe  oder  ehemalige  bzw. Aktionäre 
der  V._______)  verfügten  über  Bankvollmachten  bei  der   T._______ 
(C01 70, B02 412, 415, 456, 459). Bei der W._______ handelt es sich 
um  eine  zypriotische  Gesellschaft  mit  Sitz  in  Limassol.  D._______, 
E._______  und  I._______  waren  mit  Bankvollmachten  ausgestattet 
(H01 106,  108,  113 ff.). Seit  März 2008 ist  J._______ mit  einer  un-
beschränkten Vollmacht ausgestattet  (I03 7,  H01 71). Die Y._______ 
ist  eine  panamaische  Gesellschaft  mit  Sitz  in  Panama.   J._______ 
verfügt  über  eine unbeschränkte  Vollmacht  (H02 83). Die  Y._______ 
und  die  W._______  gehören  B._______,  welcher  auch  Mehrheits-
aktionär der T._______ ist (H02 84, H01 72, A01 178). 

4.2.2 Auch  die  V._______  war  an  der  gleichen  Adresse  wie  die 
T._______,  die  W1_______  und  die  Y1_______  domiziliert.  Als 
statutarischer Zweck wurde u.a. der Erwerb, die Verwaltung und Ver-
äusserung von Vermögenswerten für eigene Rechnung, vor allem aber 
auch  auf  fremde Rechnung  in  eigenem Namen,  Finanz-  und  Unter-
nehmensberatung  sowie  die  Durchführung  von  Treuhandgeschäften 
aller Art angegeben. Im für den vorliegenden Fall massgebenden Zeit -
raum  waren  D._______  als  Präsident  des  Verwaltungsrates  mit 

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Einzelunterschrift  und K._______ sowie I._______ als Mitglieder des 
Verwaltungsrates  eingetragen  (Internet-Auszug  des  Handelsregisters 
des Kantons Zürich vom 5. Mai 2010). Als Geschäftspartnerin gab die 
V._______ die W1_______ an (A01 228). Die V._______ gehörte zu 
75 % E._______ und zu 25 % der P._______AG (A01 230).

4.2.3 Die S._______ und die U._______ waren zuletzt  beide an der 
gleichen Adresse, nämlich an der ..., domiziliert und der Verwaltungs-
rat  setzte  sich  zuletzt  bei  beiden  Gesellschaften  aus  den  gleichen 
Personen  zusammen:  C._______,  L._______  sowie  M._______.  Bis 
zum  23.  April  2008  (Sitzverlegung  der  U._______  von  Zug  nach 
Zürich)  war  D._______  (Organ  der  V._______)  Präsident  des  Ver-
waltungsrates  mit  Einzelunterschrift  der  U._______ (A02 137). Auch 
die  Geschäftsleitung  dieser  beiden  Gesellschaften  bestand  zum 
überwiegenden  Teil  aus  denselben  Personen,  nämlich:  C._______, 
L._______  und  M._______  (S._______)  und  N._______,  L._______ 
sowie  M._______  (U._______). Die  beiden  Gesellschaften  verfügten 
über  eine  identische  Revisionsstelle.  Die  Gesellschaftszwecke  sind 
identisch und beide Gesellschaften verfolgten die gleiche Geschäfts-
tätigkeit, indem sie im Auftrag und auf der Basis von Agenturverträgen 
Aktien  von  Start-up-Unternehmen  vermittelten.  Die  Vorgehensweise 
bei  der  Vermittlung  von  Anlegern  war  bei  beiden  Gesellschaften 
identisch. 

4.2.4 Die  Beschwerdeführerin  wurde  am  20.  Februar  1990  ins 
Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Seit dem 9. Oktober 
2002 hat  sie ihren Sitz  in  .... Laut  Auszug aus dem Handelsregister 
des Kantons Zürich beweckt die Beschwerdeführerin den Handel mit 
Rohstoffen sowie die Vermittlung und Durchführung von Finanztrans-
aktionen und Treuhandgeschäften im In- und Ausland. Seit 20. Februar 
1990 bzw. 7. Dezember  1994 ist  G._______ Mitglied  bzw. Präsident 
des  Verwaltungsrates  mit  Einzelunterschrift.  Seit  9. Oktober  2002 ist 
O._______ Mitglied des Verwaltungsrates mit  Einzelunterschrift  (A03 
250,  251).  Die  Gesellschaft  gehört  zur  Hälfte  der  Ehefrau  und  zur 
Hälfte den beiden Söhnen von G._______ (I01 223). 

4.2.5 Zwischen den acht Gesellschaften herrschten rege vertragliche 
Beziehungen:  Agenturvertrag  vom  15.  Oktober  2006  zwischen  der 
T._______  und  der S._______,  welcher  die  Vermittlung  von 
T1_______-  und A1_______-Aktien zum Gegenstand hatte; der  Ver-
trag wurde per 31. Dezember 2007 gekündigt (A03 40-49); Rahmen-

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vereinbarung vom 4. Dezember 2006 zwischen der T._______ und der 
S._______  betreffend  Vermittlung  von  Käufern  von  Aktien  und 
Obligationen,  deren  Eigentümer  die  T._______  ist  (I03  172-174); 
Agency Agreement vom 14. Juni 2007 zwischen der W1_______ und 
der  S._______,  welches  die  Vermittlung  von  A2_______-  und 
F1_______-Aktien  zum Gegenstand  hatte  (A02  207-216);  Treuhand-
vertrag  vom  2.  August  2007  zwischen  der  W1_______  und  der 
V._______ mit vier Anhängen vom 8. August 2007, 20. August 2007, 
20. April  2008 sowie vom 24. September  2008 (A01 182-189); Trust 
Agreement  vom  7.  April  2008  zwischen  der  W1_______  und  der 
V._______  (I04  182-184);  Agency  Agreement  vom  18.  April  2008 
zwischen der W1_______ und der U._______, welches die Vermittlung 
von  A2_______-,  F1_______-,  Z1_______-  und  Z2_______-Aktien 
zum  Gegenstand  hatte  (A02  109-119);  Vereinbarung  vom  27. 
November  2008  betreffend  die  Zusammenarbeit  zwischen  der 
U._______ und der Y1_______ (I05 103-109); Kaufverträge vom 7. Juli 
2008,  6./9.  Oktober  2008  sowie  12./21.  Januar  2009  zwischen  der 
W1_______ bzw. Y1_______ als Käuferin und der Beschwerdeführerin 
als  Verkäuferin  bezüglich  Aktien  schweizerischer  Start-up-Unter-
nehmen bzw. der Z1_______ AG und der Z2_______ AG (vgl. vorne 
Sachverhalt  in  Bst.  C  sowie  act. I04  144-148,  I05  98-102,  304-307, 
308-312). 

4.3

4.3.1 Gestützt  auf  die  Ermittlungen  der  Vorinstanz  und  die  umfang-
reichen Akten erachtet es das Bundesverwaltungsgericht als erwiesen, 
dass die U._______ ihre Vermittlungstätigkeit entfaltete, indem sie auf 
der  eigenen  Internetseite  Werbung  betrieb  (A01  99-113,  A02  51-57 
[Z1_______AG])  oder  in  eigenen  Werbeprospekten  (A02  125-126 
[U._______])  oder  durch  Telefonmarketing  (I01  279). Zeigten 
potentielle  Kunden  Interesse,  stellte  ihnen  die  U._______  Werbe-
broschüren und Businesspläne der jeweiligen Start-up-Unternehmen zu 
(A02  49-100  [Z1_______  AG],  A02  1-48  [Z2_______AG]).  Die 
U._______ war Herausgeberin der Broschüre "Brancheninvestments mit 
Entdeckergeist" (I02 9-10). Ferner wurde die U._______ im Business-
Plan der Z2_______AG unter "Investor Relations" aufgeführt (A02 12). 

4.3.2 Am 2. August 2007 schlossen die W1_______ und die V._______ 
einen  Treuhandvertrag,  worin  vereinbart  wurde,  die  W1_______  be-
absichtige,  Aktien  von  nicht  börsenkotierten  Gesellschaften  zu  ver-

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kaufen und den Käufern zu ermöglichen, den Kaufpreis für diese Aktien 
auf ein Bankkonto in der Schweiz einzubezahlen. Die Bankkonti in der 
Schweiz  sollten  auf  den  Namen  der  Treuhänderin,  der  V._______, 
lauten. Dafür sollte die V._______ 2 % der jeweiligen Kaufsumme bzw. 
des Kaufpreises erhalten (A01 182-189). Der dritte Anhang zu diesem 
Vertrag  vom 20.  April  2008,  der  zum integrierenden  Bestandteil  des 
Treuhandvertrages vom 2. August 2007 erklärt  wurde, bezog sich auf 
die Z1_______ AG (A01 183). Der als "Trust Agreement" bezeichnete 
Vertrag vom 7. April 2008 zwischen der W1_______ und der  V._______ 
hatte gleichfalls zum Inhalt, dass die V._______ gegen eine Kommission 
von 2 % des Verkaufserlöses die  Funktion  der  Zahl-  und Depotstelle 
wahrnahm (I04 182-184). Am 18. April 2008 schlossen die W1_______ 
und die U._______ einen als "Agency Agreement" bezeichneten Vertrag 
ab,  welcher  die  Vermittlung  von  Aktien  der  Z1_______  AG und  der 
Z2_______ AG durch die U._______ zum Gegenstand hatte (A02 109-
119).  Am  27.  November  2008  schlossen  die   Y1_______  und  die 
U._______ eine Vereinbarung über die Vermittlung von Aktien ab (I05 
103-109).

4.3.3 Die  Z1_______AG  wurde  im  November  2004  durch  Dr. 
A3_______,  B1_______  und  die  E1_______AG gegründet  und  wies 
ursprünglich ein Aktienkapital  von CHF 100'000.– auf,  eingeteilt  in 1 
Mio. Aktien zu einem Nennwert von CHF 0.10 pro Aktie (F01 25-34).  
Die  Z1_______AG  bezweckte  laut  Handelsregistereintrag  die  Ent-
wicklung,  Fertigung  sowie  den  Vertrieb  von  Lärmreduktionsgeräten 
basierend auf dem Prinzip der Lärmwellen-Neutralisierung (F01 053). 
Am  21.  Februar  2006  beschloss  die  ausserordentliche  Generalver-
sammlung  der  Z1_______AG  eine  ordentliche  Kapitalerhöhung  um 
CHF 11'000.–, ein genehmigtes Kapital  von CHF 50'000.– sowie ein 
bedingtes Aktienkapital von CHF 1'000.– zu schaffen (F01 133-137). 
Am 21. Februar 2006 wurden 110'000 Namenaktien im Gesamtbetrag 
von  nominal  CHF  11'000.– ausgegeben  (F01  117-119).  Am  21. 
Februar 2006 zeichnete C1_______ 110'000 Namenaktien mit einem 
Nennwert  von je  CHF 0.10 zum Ausgabebetrag von CHF 5.91 (F01 
116).  Das  Aktienkapital  belief  sich  danach  auf  CHF 111'000.– (F01 
139).  Am  4.  Juli  2006  beschloss  die  ausserordentliche  Generalver-
sammlung der Z1_______ AG eine ordentliche Erhöhung des Aktien-
kapitals  um CHF 40'000.– auf  CHF 151'000.–,  ein  bedingtes  Kapital 
von CHF 74'500.– sowie ein genehmigtes Kapital  von maximal  CHF 
75'500.– zu schaffen (F01 171-177). Am 29. Juni 2006 zeichnete die 
Beschwerdeführerin 400'000 Namenaktien mit einem Nennwert von je 

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CHF 0.10  zum Ausgabebetrag  von  CHF 2.00  pro  Namenaktie  (F01 
156).  Das  Aktienkapital  erhöhte  sich  damit  von  CHF  111'000.– auf 
CHF 151'000.– (F01 179). Am 20. März 2007 beschloss die ausser-
ordentliche  Generalversammlung  eine  ordentliche  Erhöhung  des 
Aktienkapitals  um  CHF  60'000.– auf  CHF  211'000.–,  die  Schaffung 
von bedingtem Aktienkapital in der maximalen Höhe von nominal CHF 
104'500.– sowie  von  genehmigtem  Kapital  von  maximal  CHF 
105'500.– (F01 223-228). Am 19. März 2005 (richtig 2007) zeichnete 
die  Beschwerdeführerin  600'000  Namenaktien  mit  einem  Nennwert 
von je CHF 0.10 zum Preis von CHF 2.– (F01 208); das Aktienkapital 
wurde entsprechend um CHF 60'000.– auf CHF 211'000.– erhöht (F01 
230). Mit Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung vom 
3. Mai 2007 wurden die Statuten der Z1_______AG dahingehend ge-
ändert,  dass  der  Nennwert  pro  Aktie  von  CHF  0.10  auf  CHF  0.01 
herabgesetzt  wurde,  das  Aktienkapital  von  CHF 211'000.– wurde  in 
21'100'000  Namenaktien  zu  CHF  0.01  eingeteilt,  das  Aktienkapital 
wurde  im  Maximalbetrag  von CHF 104'500.– erhöht  durch  Ausgabe 
von  höchstens  10'450'000  vollständig  zu  liberierenden  Namenaktien 
mit  einem Nennwert  von je  CHF 0.01 durch Ausübung von Wandel -
rechten,  welche  der  E1_______AG  im  Zusammenhang  mit  einem 
Wandeldarlehen  gewährt  wurden.  Ferner  wurde  ein  genehmigtes 
Aktienkapital  im Maximalbetrag von CHF 105'500.– geschaffen (F01 
243-245).  Am  23.  August  2007  zeichnete  B1_______  unter  Bezug-
nahme  auf  den  Beschluss  der  ausserordentlichen  Generalver-
sammlung betreffend genehmigte Kapitalerhöhung von maximal CHF 
105'500.– vom  20.  März  2007  3'250'000  Namenaktien  mit  einem 
Nennwert von CHF 0.01 zu einem Ausgabebetrag von CHF 0.10 (F01 
259). Am 24. August 2007 zeichnete die Beschwerdeführerin ebenfalls 
unter  Bezugnahme  des  Beschlusses  der  Generalversammlung  vom 
20. März 2007 7'300'000 Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 
0.01  zum Ausgabebetrag  von  CHF  0.10  (F01  260).  Am 24.  August 
2007 beschloss der Verwaltungsrat einstimmig, die Statuten wie folgt 
zu ändern: "Art. 3 Abs. 1: Das Aktienkapital beträgt CHF 317'500.– und 
ist eingeteilt in 31'750'000 Namenaktien zu CHF 0.01. Die Aktien sind 
voll  liberiert  (F01  271-275)." Mit  Beschluss  vom  12.  Februar  2008 
stellte  der  Verwaltungsrat  fest,  die Generalversammlung habe am 4. 
Juni  2006,  20.  März  2007  und  3.  Mai  2007  durch  entsprechende 
Statutenänderung  eine  bedingte  Kapitalerhöhung  von  maximal  CHF 
104'500.– beschlossen. Mit Beschluss vom 12. Februar 2008 habe der 
Verwaltungsrat  entsprechende  Wandel-  und  Optionsrechte  zu-
gewiesen.  Aufgrund  der  vorliegenden  Prüfungsbestätigung  gemäss 

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Art.  653  f.  OR  vom  12.  Februar  2008  des  besonders  befähigten 
Revisors stellte der Verwaltungsrat einstimmig 8'979'096 Namenaktien 
zum Nennwert von CHF 0.01 pro vollständig zu liberierende Namen-
aktie,  zum  Ausgabepreis  von  CHF  0.01  je  Aktie,  sowie  ein  Aktien-
kapital  von CHF 407'290.96 fest  (F01 361-365). Zuletzt  verfügte die 
Z1_______AG  demnach  über  ein  Aktienkapital  von  Fr.  407'290.96 
(40'729'096 Namenaktien zu CHF 0.01; F01 445-447).  Mit  Verfügung 
vom 11. Dezember 2008 eröffnete das Landgerichtspräsidium Uri mit 
Wirkung ab dem 11. Dezember 2008, 09.02 Uhr, den Konkurs über die 
Z1_______AG (F01 446). 

4.3.4  Zwischen Juni 2006 und Juni 2008 verkaufte die Beschwerde-
führerin  rund  11.9  Mio.  Z1_______-Aktien  an  Institutionelle  und  an 
private Anleger (I05 341-343). Die Beschwerdeführerin bediente sich 
zumindest  teilweise  dabei  Vermittler,  welche  eine  Vermittlungs-
kommission bezogen (I01 218 f., I05 338-340). 

4.3.5 Mit  Kaufvertrag  vom  7.  Juli  2008  verpflichtete  sich  die  Be-
schwerdeführerin,  der  W1_______  1.5  Mio.  Namenaktien  der 
Z1_______ AG zu einem Nennwert von CHF 0.01 zum Preis von CHF 
0.90  zu  verkaufen.  Der  Verkauf  sollte  in  sechs  Tranchen  à  250'000 
Aktien abgewickelt  werden und nicht länger als bis zum 31. Oktober 
2008 dauern (I04 144-148). Am 9. Juli 2008 und 27. August 2008 wies 
die Beschwerdeführerin die UBS AG an, je 250'000 Namenaktien der 
Z1_______AG,  also  insgesamt  500'000  Aktien  aus  ihrem  Depot  zu 
entnehmen, und der V._______ zur Verfügung zu stellen (I04 142,143), 
welche  die  Aktien  ihrerseits  an  die  W1_______  überwies.  Die 
W1_______ übernahm sodann von A._______ 1'525'000 Z1_______-
Aktien  zum  Preis  zwischen  CHF  0.90  und  CHF  2.40  und  von  der 
Z1_______ AG 700'000 Z1_______-Aktien zum Preis von CHF 2.40 
(I04 139-141, A04 258, 259). Insgesamt erwarb die W1_______ damit 
2'725'000  Z1_______-Aktien  (I04  139-141).  Davon  vermittelte  die 
U._______ von April 2008 bis November 2008 rund 1.5 Mio. Aktien an 
verschiedenste  Anleger,  welche die Aktien  zu einem Preis  von CHF 
2.60  bis  CHF  4.00  je  Aktie  erwarben  (A04  258,  I04  138).  Die  Ab-
wicklung der Aktienkaufverträge erfolgte über die V._______ (E01 153-
163), welche dafür 2 % des jeweiligen Umsatztotals bezog. 98 % des 
Umsatztotals gingen an die W1_______. Die W1_______ verteilte den 
Erlös  gemäss  den  jeweiligen  Abreden  an  die  Verkäufer  der  Aktien 
(A._______,  Z1_______AG,  Beschwerdeführerin)  sowie  an  die 
U._______  in  dem Umfang,  als  die  U._______  als  Vermittlerin  auf-

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getreten  war  (I04  4-117).  Insgesamt  verkaufte  die  W1_______  an 
Kunden 2'049'044  Z1_______-Aktien  zum Preis  zwischen  CHF 2.40 
und CHF 4.50 (A04 258, I04 165). 

4.3.6  Die Z2_______AG mit  Sitz in ... wurde bei  der Gründung mit 
einem  Aktienkapital  von CHF 200'000.– ausgestattet, eingeteilt  in 20 
Mio. Namenaktien zu einem Nennwert von CHF 0.01. Die Gesellschaft 
besteht  seit  dem 24. April  2008 und bezweckt die Erforschung, Ent -
wicklung, Produktion und den Vertrieb von Arzneimitteln und Medizin-
produkten sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet 
der  Biologie  und  Biotechnologie  (A03  22,  23).  Anlässlich  ihrer 
Gründung  am 16. April  2008  zeichnete  u.a. die  Beschwerdeführerin 
3.4 Mio. Aktien im Gesamtbetrag von CHF 34'000.– (I01 30-35). Mit 
Kaufvertrag  vom 5.  November  2008  erwarb  die  Beschwerdeführerin 
von der M1_______AG 2.45 Mio. Namenaktien der Z2_______ AG zu 
einem  Ausgabepreis  von  CHF  0.326  pro  Aktie  (Gesamtpreis: 
CHF 800'000.–; I05 300, 301). 

4.3.7 Neben  den  Verkäufen  an  die  W1_______  und  die  Y1_______ 
(vgl. E. 4.3.8 hiernach) verkaufte die Beschwerdeführerin zwischen Juli 
2008 und Februar 2009 1'345'846 Aktien der Z2_______AG direkt an 
einzelne Anleger (vor allem Banken) (I05 131). 

4.3.8

4.3.8.1 Am 6./9. Oktober 2008 schlossen die Beschwerdeführerin und 
die W1_______ einen Kaufvertrag über insgesamt 1.85 Mio. Namen-
aktien der Z2_______AG mit einem Nennwert von CHF 0.01 zu einem 
Preis von CHF 2.25 pro Aktie (Gesamtbetrag CHF 4'162'500.–) zum 
Wiederverkauf  an  Dritte.  Die  Auslieferung  der  ersten  Tranche  von 
133'333 Z2_______-Aktien  sollte  am 6. Oktober  2008 auf  das  Treu-
handkonto  der  Käuferin  und  die  Kaufpreiszahlung  in  der  Höhe  von 
CHF 300'000.– für  die erste Tranche sollte  auf  ein die Beschwerde-
führerin lautendes Konto bei der UBS AG, mit Valuta 31. Oktober 2008 
erfolgen.  Die  Auslieferung  der  zweiten  Tranche  von  133'333  Aktien 
sollte  mit  Valuta  31.  Oktober  2008  und  die  Kaufpreiszahlung 
spätestens  mit  Valuta  30.  November  2008  erfolgen.  Jede  weitere 
Tranche  sollte  jeweils  zum  Monatsende  und  die  Kaufpreiszahlung 
spätestens  einen  Monat  nach  Eingang  der  Aktientitel  erfolgen.  Der 
W1_______  wurde  erlaubt,  Drittfirmen  als  Vermittlungsagenten  zu 
beauftragen,  wobei  vorgesehen  war,  die  S._______  und/oder  die 
U._______ mit  der Vermittlung zu beauftragen (I05 308-312).  Dieser 

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Vertrag  wurde  gemäss  übereinstimmender  Aussage  von  G._______ 
und L1_______, Mitglied des Verwaltungsrates der Z2_______AG, nie 
erfüllt  (A04 256, I01 211, I01 208). Mit Vertrag vom  6. Oktober 2008 
verpflichtete sich die Beschwerdeführerin der W1_______ im Minimum 
250'000 und im Maximum 400'000 Namenaktien der Z2_______ AG zu 
einem Preis  von CHF 2.00 pro  Aktie  mit  einem Nennwert  von CHF 
0.01 zu verkaufen. Der  Kauf konnte in  Tranchen erfolgen,  wobei  die 
erste Tranche das Minimum von 250'000 Aktien  nicht  unterschreiten 
durfte. Vorgesehen war die Lieferung der Aktien auf ein Treuhandkonto 
der  V._______  per  6.  Oktober  2008  sowie  die  Zahlung  an  die  Ver-
käuferin unmittelbar nach der Lieferung der entsprechenden Tranche 
auf ein die Beschwerdeführerin lautendes Konto bei der UBS AG. Der 
W1_______  wurde  wiederum  erlaubt,  Drittfirmen  als  Vermittlungs-
agenten zu beauftragen, wobei geplant war, die  S._______ und/oder 
die  U._______  mit  der  Vermittlung  zu  beauftragen.  Weiter  war  vor-
gesehen,  dass  das Angebot  verfällt,  falls  die   W1_______ nicht  die 
gesamte Anzahl  der Aktien bis  zum 31. Oktober 2008 gekauft  hatte 
(I05  304-207). Am  12./21.  Januar  2009  verpflichtete  sich  die  Be-
schwerdeführerin,  der  Y1_______  (der  Nachfolgegesellschaft  der 
W1_______)  1.5 Mio. Namenaktien der Z2_______AG für CHF 2.10 je 
Aktie zu verkaufen. Der Kauf sollte wiederum in Tranchen zu 600'000 
Z2_______-Aktien  abgewickelt  werden.  Die  Auslieferung  der  ersten 
Tranche hatte  am 7. Januar  2009 via  Titeltransfer  auf  das  Treuhand-
konto  der  Y1_______  bei  der  V._______  zu  erfolgen.  Die  Kaufpreis-
zahlung  in  der  Höhe  von  CHF 300'000.– sollte  jeweils  in  Raten  per 
Ersten des jeweiligen Monats auf das Konto der Beschwerdeführerin bei 
der UBS AG erfolgen; erstmals am 1. Februar 2009 (I05 98-102). 

4.3.8.2  Der W1_______ übertrug die Beschwerdeführerin 1'993'333 
Z2_______-Aktien zu Preisen von CHF 2.00, 2.10 und 2.25 (I05 302, 
303). Die W1_______ erstattete der Beschwerdeführerin 647'579 Aktien 
(anstatt 660'322) zurück und leistete den Kaufpreis für 1'333'011 Aktien 
(I05  303,  I01  211). Insgesamt vermittelte  die  U._______ gestützt  auf 
den  am  18.  April  2008  zwischen  ihr  und  der  W1_______  ab-
geschlossenen Agenturvertrag  41  Käufer  an  die  W1_______,  welche 
667'070  Z2_______-Aktien  zu  einem Preis  von  CHF 3.5  bis  3.75  je 
Aktie  kauften  (gesamter  Verkaufserlös:  CHF  2'430'202.25;  I05  233). 
Mittels  Verteiler-Formularen wurde unter den involvierten Parteien ein 
Schlüssel bezüglich der Verteilung des Verkaufserlöses vereinbart (I05 
135-232).  Die  Beschwerdeführerin  übertrug  der  Y1_______  600'000 
Z2_______-Aktien zum Preis von CHF 2.10 pro Aktie. Die Y1_______ 

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bezahlte  106'134 Aktien  (I01 211,  212,  I05  97).  Gestützt  auf  die  am 
27. November 2008 zwischen der Y1_______ und der U._______ ab-
geschlossene  Vereinbarung  vermittelte  die  U._______  36'000 
Z2_______-Aktien zu einem Preis von CHF 3.75 je Aktie im Gesamt-
betrag von CHF 135'000.– (I05 89-95).

4.4

4.4.1 Wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet, war sie mit den 
anderen  Gruppengesellschaften  –  zumindest  nicht  offensichtlich  – 
personell und räumlich verbunden. Es kommt hinzu, dass sie seit 1990 
besteht,  dies  im  Gegensatz  zum grössten  Teil  der  übrigen  Gruppen-
gesellschaften,  die  bedeutend  später  gegründet  wurden.  Es  bleibt 
jedoch zu prüfen, ob die finanziellen Verflechtungen der Beschwerde-
führerin  kraft  ihrer  vertraglichen  Beziehungen  zu  zwei  der  Gruppen-
gesellschaften,  der W1_______ und Y1_______,  intensiv  genug sind, 
um  sie  als  Gruppengesellschaft  zu  betrachten.  Betreffend  die 
Z1_______-Aktien fällt auf, dass die Beschwerdeführerin von Juni 2006 
bis Juni 2008 rund 12 Mio. Aktien an Institutionelle und Private verkauft 
hat.  Im Laufe  dieser  Zeit  sank  der  Preis  der  Z1_______-Aktie  –  zu-
mindest  gemäss dieser Verkaufsliste – von CHF 40.00 auf  CHF 1.00 
(I05 343). Am 7. Juli 2008 verpflichtete sich die Beschwerdeführerin, der 
W1_______ 1.5 Mio. Namenaktien zum Preis von CHF 0.90 pro Aktie in 
sechs Tranchen à  250'000 Aktien  zu verkaufen. Effektiv  verkauft  und 
bezahlt wurden – wie erwähnt – 500'000 Z1_______-Namenakten (I04 
144-148).  Im  Juli  2008  wies  die  Jahresrechnung  2007/2008  der 
Z1_______ AG einen Bilanzverlust von insgesamt CHF 6'233'743.– auf, 
bestehend  aus  CHF 3'443'555.– Jahresverlust  und  CHF  2'790'188.– 
Verlustvortrag  vom  Vorjahr  (F01  420).  Zum  Vergleich:  Die  Jahres-
rechnung 2004/2006 wies einen Bilanzverlust  von CHF 517'370.– auf 
(F01 182) und die Jahresrechnung 2006/2007 einen solchen von CHF 
2'272'819.– (F01 329) bzw. CHF 2'790'189.– (CHF 2'272'819.–  + CHF 
517'370.–).  Nichtsdestotrotz  verkaufte  die  Beschwerdeführerin  der 
W1_______ noch im Juli 2008, also wenige Monate vor dem Konkurs 
der Z1_______, 500'000 Z1_______-Aktien im Gesamtbetrag von CHF 
450'000.–. 

4.4.2 Der  Beschwerdeführerin  als  nicht  unbedeutender  Aktionärin 
musste der kritische Zustand der Z1_______ AG im Juli 2008 bekannt 
gewesen  sein  (vgl.  auch  Befragung  von  G._______,  I01  214). 
Nachdem sie offenbar immer mehr Mühe hatte, die Z1_______-Aktien 

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zu verkaufen (vgl. I05 341-343), stiess sie mit dem Kaufvertrag vom 8.  
Juli  2008  500'000  Z1_______-Aktien  zu  einem  Gesamtbetrag  von 
CHF 450'000.– an die W1_______ ab. Auch der W1_______, als ge-
schäftserfahrener  Kontrahentin,  konnte  der  Zustand  der  Z1_______ 
AG  und  damit  die  mangelnde  Werthaltigkeit  dieses  erheblichen 
Aktienpakets  zu  diesem  Zeitpunkt  nicht  verborgen  sein.  Ein  ver-
nünftiger Geschäftspartner hätte beim normalen Verlauf der Dinge ein 
solches Aktienpaket unter den konkreten Umständen des drohenden 
Konkurses der Gesellschaft sowie des relativ hohen Stückpreises nicht 
erworben. Der Erwerb machte für die W1_______ nur Sinn, wenn ein 
effizienter  Vertriebskanal  ans  breite  Publikum  (mit  vergleichsweise 
geringer  Marktkenntnis)  im Hintergrund stand. Das Kaufangebot  des 
Z1_______-Aktienpakets  legt  den  Schluss  nahe,  dass  auch  Seitens 
der Beschwerdeführerin die bestehende Vertriebsorganisation bzw. die 
Gruppenstruktur zumindest vorausgesetzt wurde, wobei ganz genaue 
Kenntnisse nicht erforderlich waren. Der Verkauf von 500'000 praktisch 
wertloser Aktien an die W1_______ zu einem Gesamtpreis von CHF 
450'000.– begründet eine genügend enge wirtschaftliche Verflechtung 
mit  den  andern  Gruppengesellschaften  und  eine  nicht  formelle  Be-
trachtung scheint durchaus "vernünftig" (vgl. E. 4.1.2 hiervor). 

4.4.3 Nicht anders verhält es sich mit den drei Kaufverträgen, welche 
die  Beschwerdeführerin  mit  der  W1_______  bzw.  Y1_______  im 
Oktober  2008  bzw.  im  Januar  2009  abgeschlossen  hat.  Die  Be-
schwerdeführerin war im November 2008 Eigentümerin von 5.85 Mio. 
Z2_______-Aktien. Vor allem an Institutionelle  konnte  sie  die  Aktien 
verkaufen, jedoch eher in bescheidener Anzahl pro Transaktion (1000–
13'000 Aktien; I05 131). Mit drei Kaufverträgen vom 6./9. Oktober 2008 
und 12./21. Januar 2009 beabsichtigte die Beschwerdeführerin,  3.75 
Mio.  Aktien  an  einen  effizienten  Vertriebskanal  zu  verkaufen.  Die 
beiden Käuferinnen der Aktien waren ihr bereits auf Grund des Kauf-
vertrags der Z1_______-Aktien vom 8. Juli 2008 bekannt. Auch dies-
bezüglich  ist  die  Gruppenzugehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  auf-
grund  der  wirtschaftlichen  Verflechtungen  mit  zwei  der  Gruppen-
gesellschaften  zu  bejahen.  Daran  ändert  auch  der  Umstand  nichts, 
dass der Beschwerdeführerin von der W1_______ lediglich 1'333'011 
Aktien  und  von  der  Y1_______  lediglich  106'134  Aktien  bezahlt 
wurden. Es wird Sache der Beschwerdeführerin sein, im Konkurs der 
W1_______ den Verkaufspreis der 12'743 Z2_______-Aktien geltend 
zu machen. Gleich verhält es sich mit dem Verkaufspreis der 493'857 

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Z2_______-Aktien; diesen wird sie bei der Liquidation der Y1_______ 
geltend zu machen haben. 

4.4.4 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die vier Kaufver-
träge  über  die Z1_______-  und  Z2_______-Aktien  mit  zwei  der 
übrigen sieben Gesellschaften reichten nicht  aus,  um ihre Gruppen-
zugehörigkeit  zu  begründen,  ist  ihr  entgegenzuhalten,  dass  es  der 
W1_______  ohne  die  beiden  mit  der  Beschwerdeführerin  ab-
geschlossenen  Aktienkaufverträge  vom  6./9.  Oktober  2008  bzw.  6. 
Oktober 2008 über den Verkauf  von 1.85 Mio bzw. 250'000–400'000 
Namenaktien  der  Z2_______  AG  nicht  möglich  gewesen  wäre, 
667'070 Z2_______-Aktien zum Preis von CHF 3.50 bis 3.75 je Aktie, 
insgesamt im Betrag von CHF 2'430'202.25 auf dem Primärmarkt zu 
verkaufen. Der  Beitrag  der  Beschwerdeführerin  muss in  diesem Zu-
sammenhang  geradezu  als  massgebend  erachtet  werden.  Was  den 
Aktienkaufvertrag  vom  12./21.  Januar  2009  anbelangt,  den  die  Be-
schwerdeführerin  mit  der  Y1_______ abgeschlossen  hat,  ist  zu  ver-
muten,  dass  auch  dieser  eine  Vermittlung  von  Käufern  von 
Z2_______-Aktien in derselben Grössenordnung wie die vorerwähnten 
Verträge  mit  der  W1_______  zur  Folge  gehabt  hätte,  wäre  die 
Emissionshaustätigkeit  nicht  durch  die  superprovisorischen  Ver-
fügungen  vom 9. und  18.  Februar  2009  der  Vorinstanz  unterbunden 
worden.  Was  die  Z1_______-Aktien  anbelangt,  so  ist  der  Be-
schwerdeführerin  insofern  zuzustimmen,  als  ihr  Beitrag (Verkauf  von 
500'000 Z1_______-Aktien an die W1_______) weniger gewichtig war 
als  bei  den  Z2_______-Aktien,  da  die  W1_______  insgesamt 
2'725'0000 Z1_______-Aktien erworben hat (2.225 Mio. aus anderen 
Quellen) und 1'541'544 Z1_______-Aktien über die Vermittlung durch 
die  U._______  auf  dem  Primärmarkt  verkauft  hat.  Dass  die 
W1_______ Z1_______-Aktien  auch  aus anderen Quellen  erworben 
hat, entlastet die Beschwerdeführerin jedoch nicht, stellt doch auch die 
Übertragung der 500'000 Z1_______-Aktien an die W1_______ keine 
vernachlässigbar  geringe  Anzahl  der  übertragenen  Aktien  zum 
Weiterverkauf auf dem Primärmarkt dar. Dass die Beschwerdeführerin 
des Weitern zu einem verhältnismässig späten Zeitpunkt zur Gruppe 
stiess, kann für die aufsichtsrechtliche Gruppenqualifikation – wie die 
Vorinstanz  zu  Recht  festhält  –  nicht  massgebend  sein,  liessen  sich 
doch  andernfalls  durch  eine  geschickte  zeitliche  Staffelung  des 
Marktauftrittes  einzelner  Kontrahenten  die  Zwecke  der  Finanzmarkt-
gesetze leicht umgehen. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es 
bestünden  weder  räumliche  noch  personelle  Verbindungen  zu  den 

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übrigen sieben Gesellschaften, so ist diesem Einwand zu entgegnen, 
dass  gemäss  dem in  E.  4.1.1  hiervor  Gesagten  wirtschaftliche  Ver-
bindungen  zu  den  übrigen  Gesellschaften  ausreichen,  um  die 
Gruppenzugehörigkeit zu bejahen, sofern sie – wie vorliegend – von 
einer gewissen Tragweite sind. Aus der Rechtsprechung des Bundes-
gerichts  bzw.  der  Literatur  dazu  ginge  nicht  hervor,  dass  die 
personellen, räumlichen und wirtschaftlichen Verflechtungen kumulativ 
vorliegen müssen, um die Gruppenzugehörigkeit zu bejahen. Vielmehr 
genügt  es,  wenn  diese  Verflechtungen  alternativ  vorliegen  (vgl.  E. 
4.1.2 hiervor). Eben so wenig tut einer Qualifikation der Beschwerde-
führerin als  Zugehörige zur  Gruppe Abbruch,  wenn sie nur mit  zwei 
der übrigen sieben Gesellschaften enge wirtschaftliche Beziehungen 
unterhielt.  Für  die  Annahme  einer  Gruppe  müssen  nicht  alle 
Gruppenmitglieder in nach aussen hin erkennbarer Weise koordiniert 
auftreten;  genauso  wenig  ist  es  begriffsnotwendig,  dass  zwischen 
allen  Mitgliedern  Verbindungen  und  Verflechtungen  bestehen.  Die 
entsprechende  Feststellung  der  Vorinstanz  ist  nicht  zu  beanstanden 
und die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. Bei diesem Er-
gebnis kann offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin bereits für sich 
alleine – wie die Vorinstanz erstmals in der Vernehmlassung geltend 
machte – das heisst auch unabhängig von der Gruppe als Emissions-
haus tätig war. 

4.4.5 Die  Beschwerdeführerin  machte  sodann  geltend,  die 
W1_______  und  die  Y1._______  hätten  allen  Grund  gehabt,  eine 
Klausel des Inhalts in ihre vertraglichen Abmachungen aufzunehmen, 
wonach sie das Recht hätten, die Aktien weiter zu verkaufen. Denn nur 
so habe eine statutarische Vinkulierung, die einem Weiterverkauf ent-
gegengestanden  hätte,  ausgeschlossen  werden  können. Sie  scheint 
damit sagen zu wollen, dass diese Klausel – entgegen der Ansicht der 
Vorinstanz – kein Indiz für die Gruppenzugehörigkeit sei, sondern eine 
vertraglich  notwendige  Stipulierung  für  eine  ordnungsgemässe 
Leistungsabwicklung. Gemäss Art. 5 der  Statuten der Z1_______AG 
lag eine Vinkulierung bezüglich der Aktienübertragung vor (F01 176). 

Laut  Art.  685a des Obligationenrechts  vom 30. März  1911 (OR,  SR 
220) kann eine Gesellschaft mit nicht börsenkotierten Aktien in ihren 
Statuten  bestimmen,  dass  nur  mit  ihrer  Zustimmung  Namenaktien 
übertragen  und  Nutzniessungen  begründet  werden  dürfen.  Die  Ab-
lehnung eines Erwerbers kann aus wichtigen Gründen erfolgen, die in 
den  Statuten  bezeichnet  sein  müssen.  Bei  einer  statutarischen 

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Vinkulierung fallen sodann zwei gesetzliche Ablehnungsgründe in Be-
tracht: nämlich die Ablehnung eines Übernehmers ohne Grundangabe, 
unter Übernahme der Aktien zu deren wirklichem Wert (sog. Escape-
Clause)  und  die  Möglichkeit,  einen  Erwerber  abzulehnen,  der  nicht 
bereit ist, zu erklären, dass er die Aktien in eigenem Namen und auch 
auf  eigene  Rechnung  erworben  hat.  Bei  nicht  börsenkotierten 
Namenaktien verbleiben das Eigentum an den Aktien und alle damit 
verknüpften  Rechte  beim  Veräusserer,  bis  die  Gesellschaft  die  Zu-
stimmung erteilt  hat (Art. 685c Abs. 1 und 3 OR) (MAYA R. PFRUNDER-
SCHIESS,  Einige  Gedanken  zur  Vinkulierung  nicht  börsenkotierter 
Namenaktien;  ARTHUR MEIER-HAYOZ/PETER FORSTMOSER, Schweizerisches 
Gesellschaftsrecht,  10.  Aufl.,  Bern  2007,  §  16  Rz.  311  ff.).  In  An-
betracht der dargestellten Rechtslage vermag die Argumentation der 
Beschwerdeführerin  nicht  zu  überzeugen.  Eine  Vinkulierung  kann 
ausschliesslich  durch  die  Gesellschaft,  deren  Aktien  übertragen 
werden,  ausser  Kraft  gesetzt  werden  und  nicht  durch  Vereinbarung 
zwischen Dritten. Die vier Kaufverträge, in denen bereits der Verkauf 
an Dritte  über  die Vermittlung der  S._______/U._______ und in  Zu-
sammenarbeit  mit  der  V._______  als  Zahl-  und  Depotstelle  vor-
gesehen war, lassen vielmehr auf  die Fallgruppe der  Umstände, die 
koordiniertes  Vorgehen  erkennen  lassen,  schliessen.  Da  der  Be-
schwerdeführerin aufgrund der Aktienkaufverträge zweifellos bekannt 
sein  musste,  dass  ihre  Aktien  über  Vermittler  an  Dritte  verkauft 
würden, ist vorliegend nicht nur von einer stillschweigenden, sondern 
von einer expliziten Koordination auszugehen 

5.

5.1 Eine  oder  mehrere  Gesellschaften  gelten  als  Emissionshaus, 
wenn sie gewerbsmässig handeln, hauptsächlich im Finanzbereich tätig 
sind und von Dritten emittierte Effekten öffentlich auf dem Primärmarkt  
anbieten,  die  sie  fest  oder  in  Kommission  übernommen  haben  (vgl. 
Art. 2 lit. d BEHG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 2 der BEHV). Vom 
Terminus Emissionshaus nicht  erfasst  sind  die  Emittenten selbst,  die 
lediglich  der  Prospektpflicht  nach  Obligationenrecht  unterstehen  (vgl. 
DIETER ZOBL/STEFAN KRAMER,  Schweizerisches  Kapitalmarktrecht, 
Zürich/Basel/Genf 2004, N 1072). Als Emissionshaus sind hingegen die 
sog.  Underwriter  anzusehen. Diese  verpflichten  sich  gegenüber  dem 
Emittenten, die im Rahmen der Emission nicht verkauften Titel im Falle 
eines  Platzierungsmisserfolges  fest  zu übernehmen. Sie tragen somit 
das Platzierungsrisiko (vgl. MAX BOEMLE/MAX GSELL/JEAN-PIERRE JETZER/PAUL 

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NYFFELER/CHRISTIAN THALMANN, Geld-, Bank- und Finanzmarkt-Lexikon der 
Schweiz, Zürich 2002, S. 1051 f.). Nicht im BEHG geregelt ist der Be-
griff des Primärmarkts. Indirekt erfolgt über das Bewilligungserfordernis 
der  auf  diesem Markt  auftretenden  Akteure  gleichwohl  eine  partielle 
Regulierung  (vgl. ROLF WATTER,  Basler  Kommentar  zum  Börsen-  und 
Effektenhandelsgesetz, Basel 2007, N 41 zu Art. 1). Primärmarkt ist der 
Emissionsmarkt, d.h. das Anbieten und Platzieren von neu emittierten 
Effekten.  Dies  im  Unterschied  zum  Sekundärmarkt,  wo  der  Emittent 
typischerweise nicht mehr involviert ist und die verschiedenen Anleger 
untereinander (bereits emittierte) Effekten handeln. 

5.1.1 Gewerbsmässigkeit  liegt  vor,  wenn das Emissionsgeschäft  eine 
selbständige  und  unabhängige  wirtschaftliche  Tätigkeit  darstellt,  die 
darauf ausgerichtet ist, regelmässig Einkünfte zu erzielen (vgl. EBK-RS 
98/2 N 12 mit Verweis auf Art. 52 Abs. 3 der Handelsregisterverordnung 
vom 7. Juni 1937 [aHRegV]; vgl. auch Art. 2 lit. b der Handelsregister -
verordnung vom 17. Oktober 2007 [HRegV, SR 221.411]). Die Anzahl 
der  Kunden ist  nicht  relevant: Werden Effekten auf  dem Primärmarkt 
öffentlich  angeboten,  was  bei  Emissionshäusern  definitionsgemäss 
immer der Fall ist, ist die Kundenanzahl kein zusätzliches Erfordernis für  
die Annahme der Gewerbsmässigkeit (vgl. Art. 4 BEHV; MATTHIAS KUSTER, 
Zum Begriff der Öffentlichkeit und Gewerbsmässigkeit im Kapitalmarkt-
recht, SZW 1997 S. 13 f.).

5.1.2 Öffentlich ist ein Anbieten von Effekten nach der Rechtsprechung, 
wenn sich das Angebot an unbestimmt viele potentielle Kunden richtet,  
es etwa durch Inserate, Prospekte, Rundschreiben oder elektronische 
Medien  (z.B.  online  über  Webseiten,  sämtliche  Formen  von  E-
Commerce oder Kontakte via E-Mail) verbreitet wird (vgl. BGE 132 II 
382 E. 6.3.1,  BGE 131 II  306  E. 3.2.1)  oder  auch,  wenn es  mittels 
Pressekonferenzen,  Telefonmarketing  ("cold  calling"),  Präsentationen 
("road  shows")  oder  Finanzmessen  erfolgt.  Ob  das  Angebot  wahr-
genommen wird, d.h. ob eine Platzierung tatsächlich erfolgt, ist nicht 
massgebend. Nicht als öffentlich gilt das Angebot gemäss Art. 3 Abs. 7 
BEHV, wenn es sich ausschliesslich an die in Art. 3 Abs. 6 BEHV ge -
nannten Personengruppen richtet. 

5.1.3 Die  Hauptsächlichkeit  besteht  darin,  dass  die  Tätigkeit  im 
Finanzbereich  gegenüber  allfälligen  anderen  Aktivitäten  industrieller 
und  gewerblicher  Natur  deutlich  überwiegt,  was  aufgrund  der 
Würdigung sämtlicher Umstände zu ermitteln ist (vgl. PHILIPPE A. HUBER, 

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Basler  Kommentar  zum  Börsen-  und  Effektenhandelsgesetz,  Basel 
2007,  N 27  zu  Art. 2  Bst. d).  Das  Erfordernis  der  hauptsächlichen 
Tätigkeit  soll  im  Wesentlichen  vermeiden,  dass  Industrie-  oder 
Gewerbeunternehmen  aufgrund  der  Tätigkeit  ihrer  Finanzabteilungen 
unter  das  BEHG  fallen.  Der  Begriff  ist  konsolidiert  zu  betrachten: 
Konzerngesellschaften,  die  Tresorerieaufgaben  von  Industrie-  und 
Handelskonzernen oder -gruppen wahrnehmen, sind dem BEHG nicht 
unterstellt,  wenn  ihre  Finanztätigkeit  eng  mit  den  Handelsgeschäften 
des Konzerns oder der Gruppe verbunden sind (zum Ganzen EBK-RS 
98/2 N 8 und 9).

5.2 Bei  den  drei  Zeichnungen  der  Beschwerdeführerin  vom 29.  Juni 
2006,  19. März  2007  sowie  24. August  2007  anlässlich  von  Kapital-
erhöhungen der Z1_______AG handelt es sich um feste Übernahmen 
von Effekten, die von Dritten emittiert wurden. Ebenso verhält es sich 
bei  der  Zeichnung  der  3.4  Mio.  Aktien  im  Gesamtbetrag  von  CHF 
34'000.–  anlässlich  der  Gründung  der  Z2_______AG  am  16.  April 
2008.  Nachdem die  Effekten  von  der  U._______  in  der  in  E.  4.3.1 
hiervor erwähnten Weise vermittelt wurden, kann an der Öffentlichkeit 
des  Angebots  kein  Zweifel  bestehen.  Dass  die  Tätigkeit  der  Be-
schwerdeführerin  im  Finanzbereich  gegenüber  allfälligen  anderen 
Aktivitäten  industrieller  und  gewerblicher  Natur  deutlich  überwiegt, 
wird von ihr nicht bestritten (vgl. auch Befragung von O._______; I01 
239). Nichts anderes ergibt sich aus den Akten, im Gegenteil, die Be -
schwerdeführerin  hat  offenbar  auch  Aktien  in  grosser  Anzahl  eines 
weiteren schweizerischen Start-up-Unternehmens, der I._______, er-
worben, um sie anschliessend weiter zu verkaufen (I05 341-343, I01 
218).  Des  Weitern  ist  auch  die  Gewerbsmässigkeit  angesichts  der 
namhaften  Mitwirkung  bezüglich  der  Vermittlung  von  Aktien 
schweizerischer  Start-up-Unternehmen  der  Beschwerdeführerin 
innerhalb  der  Gruppe  zu  bejahen. Selbst  wenn  man  zugunsten  der 
Beschwerdeführerin  und  entgegen  der  Aktenlage  annehmen  wollte, 
dass  ihre  Effektenhandelstätigkeit  nicht  als  gewerbsmässig  einzu-
stufen wäre oder dass sie Aktien bei weniger als 20 Kunden platziert 
hat,  vermöchte ihr  dies vorliegend nicht  zu helfen. Gemäss der  vor-
stehend  wiedergegebenen  Rechtsprechung  (E.  4.1)  unterstehen 
Gruppenzugehörige auch dann der aufsichtsrechtlichen Bewilligungs-
pflicht,  wenn  sie  nicht  gewerbsmässig  tätig  sind  oder  wenn  sie  im 
Einzelfall  weniger als  20 Kunden haben. Dies müsste – analog zum 
Bankenrecht – auch im Zusammenhang mit Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 
Bst. d BEHG gelten, ist aber vorliegend nicht weiter zu untersuchen: 

Seite 30

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Da  die  Beschwerdeführerin  nach  dem Gesagten  somit  ohnehin  der 
börsengesetzlichen  Bewilligungspflicht  untersteht,  erübrigen  sich 
Weiterungen zur Thematik der Gewerbsmässigkeit  bzw. zur Zahl  der 
Kunden.  Weil  –  wie  erwähnt  –  ein  Gruppenmitglied  nicht  sämtliche 
Tatbestandselemente,  die  zum Erfolg  der  Gruppe  führen,  selber  er-
füllen muss, ist es vorliegend auch nicht von Relevanz, dass die Be-
schwerdeführerin, worauf  sie hinweist,   mit  der Vermittlung und dem 
Verkauf  der  Aktien  an die  Anleger  nichts  zu  tun hatte  (vgl. E. 4.1.3 
hiervor).  Angesichts  des  Ausgeführten  ist  erstellt,  dass  die  Be-
schwerdeführerin ohne Bewilligung als Gruppe und als Emissionshaus 
i.S.v. Art. 2 lit. d BEHG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 BEHV tätig war. 

6.

6.1 Die  Vorinstanz als  Aufsichtsbehörde über  das Banken-,  Börsen- 
und  Effektenhandelswesen  trifft  die  zum  Vollzug  der  Börsen-
gesetzgebung  bzw. von  deren  Ausführungsvorschriften  notwendigen 
Verfügungen und überwacht die Einhaltung der gesetzlichen und reg-
lementarischen  Vorschriften  (Art.  23bis Abs. 1  BankG [AS  1971  815] 
sowie Art. 35 Abs. 1 BEHG [AS 1997 78]).  Erhält sie von Verstössen 
gegen die  Gesetze oder  von sonstigen Missständen Kenntnis,  sorgt 
sie  für  deren  Beseitigung  und  die  Wiederherstellung  des  ordnungs-
gemässen  Zustands  (Art.  23 ter.  Abs. 1  BankG [AS 1997  82],  Art.  35 
Abs. 3 BEHG [AS 1997 78]). Da die Aufsichtsbehörde allgemein über 
die Einhaltung der "gesetzlichen Vorschriften" zu wachen hat, ist ihre 
Aufsicht nicht auf die ihr bereits unterstellten Betriebe (insbesondere 
Börsen  und  Effektenhändler)  beschränkt.  Zu  ihrem Aufgabenbereich 
gehört  ebenso  die  Abklärung  der  in  Frage  stehenden  börsenrecht-
lichen Bewilligungspflicht  einer Gesellschaft  oder  Person (Art. 3  und 
10  BEHG). Praxisgemäss  kann  sie  daher  die  in  den  Gesetzen  vor-
gesehenen Mittel auch gegenüber Instituten bzw. Personen einsetzen, 
deren Unterstellungs- oder Bewilligungspflicht umstritten ist (vgl. BGE 
132 II  382 E. 4.1).  Geht eine Gesellschaft  unbewilligt  einer Effekten-
händlertätigkeit  nach und ist  eine nachträgliche Erteilung der  hierfür 
erforderlichen  Bewilligung  ausgeschlossen,  kann  sie  – soweit  dies 
verhältnismässig erscheint – in analoger Anwendung von Art. 23quinquies 

Abs. 2  BankG (AS 1971 816) aufsichtsrechtlich liquidiert werden. Falls 
eine freiwillige Total- oder Teilauflösung nicht in Frage kommt, wird die 
Gesellschaft  unter der Aufsicht  der Bankenkommission grundsätzlich 
nach  den  gesellschaftsrechtlichen  Regeln  liquidiert  (vgl.  Art.  739  ff. 
OR).  Erweist  sich  die  Gesellschaft  als  überschuldet  oder  dauernd 

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zahlungsunfähig, ist die Liquidation analog den Art. 33 ff. BankG (AS 
2004 2771-2773; Bankenkonkurs) anzuordnen und durchzuführen; das 
allgemeine  Schuldbetreibungs-  und  Konkursrecht  kommt  in  diesem 
Fall bloss im entsprechend modifizierten Umfang zur Anwendung. 

6.2 Da die Beschwerdeführerin über genügend Aktiva verfügt, hat die 
Vorinstanz nicht den Bankenkonkurs, sondern die aufsichtsrechtliche 
Liquidation  der  Beschwerdeführerin  angeordnet.  Wie  bei  jeder  von 
einer  staatlichen Behörde erlassenen Massnahme hat  sich auch die 
Vorinstanz bei der Wahl der geeigneten Mittel zur Durchsetzung ihrer 
Aufsichtsaufgabe  am  Verhältnismässigkeitsgrundsatz  zu  orientieren. 
Vorliegend  war  die  Beschwerdeführerin  ohne  entsprechende  Be-
willigung als Gruppenzugehörige eines Emissionshauses tätig. In Zu-
sammenarbeit  mit  der  W1_______,  Y1_______,  U._______  und  der 
V._______  hat  die  Beschwerdeführerin  es  der  Gruppe  ermöglicht, 
nebst  Aktien  amerikanischer  Start-up-Unternehmen auch Aktien  von 
schweizerischen  Start-up-Unternehmen  ans  breite  Publikum zu  ver-
kaufen.  Nachdem  über  die  Z1_______  AG  –  wie  erwähnt  –  im 
Dezember  2008  der  Konkurs  eröffnet  wurde,  erweisen  sich  ins-
besondere deren Aktien als  Non-Valeurs. Eine Entflechtung der  Ge-
sellschaften  und  eine  separate,  von  den  übrigen  Gruppengesell -
schaften  unabhängige  Fortführung  der  Beschwerdeführerin  ergibt 
unter  diesen Umständen wenig  Sinn. Deshalb  kam vorliegend keine 
andere  Massnahme  als  die  aufsichtsrechtliche  Liquidation  der  Be-
schwerdeführerin in Betracht. Angesichts der Schwere des infolge der 
Gruppentätigkeit eingetretenen Verstosses erscheint sie auch als an-
gemessen. Inwiefern es sich rechtfertigen würde, eine andere Gesell -
schaft  als  die  Untersuchungsbeauftragte,  die  mit  den  Verhältnissen 
bereits  durch das Mandat  als  Untersuchungsbeauftragte  vertraut  ist, 
mit  der  Liquidation  zu  betrauen,  ist  weder  ersichtlich  noch 
substanziiert von der Beschwerdeführerin dargetan.

7.
Die Beschwerdeführerin beantragt ferner die Aufhebung der Ziffern 14 
sowie  16–18  der  angefochtenen  Verfügung.  Mangels  einer  auch  nur 
ansatzweise  vorhandenen  Substanziierung  dieser  Rügen  ist  auf  die 
Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 

8.  
Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin – wiederum ohne nähere 
Begründung – , die angefochtene Verfügung sei in Bezug auf die Ver-

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fahrenskosten in der Höhe von Fr. 50'000.– sowie die Untersuchungs-
kosten in der Höhe von Fr. 228'518.65 aufzuheben. 

Die  Beschwerdeführerin  rügt  nicht,  die  ihr  auferlegten Kosten für  die 
Untersuchung bzw. die superprovisorische Verfügung sowie für die an-
gefochtene Verfügung seien zu hoch. Sie bestreitet auch nicht, dass sie 
die Untersuchungs-  und Verfahrenskosten zu tragen hätte,  wenn sich 
die angefochtene Verfügung als rechtmässig erweisen sollte. 

Die  angefochtene  Verfügung  ist  auch  in  dieser  Hinsicht  nicht  zu  be-
anstanden. Die Vorinstanz hat weder durch die solidarische Auferlegung 
der Kosten an die Verfügungsadressaten, noch durch die Festsetzung 
der  Höhe  (Fr. 50'000.–  Verfahrenskosten;  Fr. 228'518.65  Unter-
suchungskosten,  detailliert  ausgewiesen)  Bundesrecht  verletzt. 
Vielmehr  hat  sie  bei  der  Festlegung  der  Kosten  das  ihr  zustehende 
Ermessen im Rahmen von Art. 8 und Anhang (Art. 8 Abs. 1) der FINMA-
Gebühren-  und  Abgabenverordnung  vom  15.  Oktober  2008  (FINMA-
GebV, SR 956.122) i.V.m. Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über Kosten und 
Entschädigungen  im  Verwaltungsverfahren  vom  10. September  1969 
(SR 172.041.0) korrekt ausgeübt. 

9.
Die Beschwerde erweist sich demnach in allen Teilen als unbegründet, 
weshalb  sie  vollumfänglich  abzuweisen  ist,  soweit  darauf  eingetreten 
werden kann.

10.
Bei  diesem  Verfahrensausgang  hat  die  Beschwerdeführerin  nach 
Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten zu tragen und es wird ihr 
gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) keine Parteientschä-
digung  ausgerichtet.  Die  Verfahrenskosten  sind  angesichts  der 
Schwierigkeit  der  Streitsache,  der  in  Frage  stehenden  Vermögens-
interessen  und  der  Konnexität  mit  dem  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  B-3259/2009  vom 7.  Oktober  2010  auf  Fr. 4'000.– 
festzusetzen. Sie  werden  mit  dem  am  25.  Juni  2009  geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 2'500.– verrechnet. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

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1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.–  werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'500.– verrechnet. Der  Restbetrag  von  Fr. 1'500.– ist  innert  30 
Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu 
Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des 
Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

3.
Parteientschädigung wird keine ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Karin Behnke

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 13. Oktober 2010

Seite 35