# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d833ff6-1e46-5700-be98-1a2252e94980
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 13.10.2021 R 2020 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2020-25_2021-10-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 20 25

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 13. Oktober 2021 

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, und

Stockwerkeigentümergemeinschaft Grundstück Nr. B._____,

v.d. A._____, 

beide vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Ronny Pers,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde C._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen,

Beschwerdegegnerin

und

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D._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey,

Beschwerdegegner

betreffend Baukontrolle / Wiederherstellung des gesetzmässigen 
Zustandes

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Miteigentümer (STW-Einheit Nr. E._____) der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft (STWEG) Parzelle B._____ in der 

Gemeinde C._____, Fraktion F._____. Das Grundstück ist mit einem 

mehrstöckigen Wohngebäude mit Hausanbau gegen Osten überbaut. 

Weiter östlich davon befinden sich die Parzellen G._____ (heutiger 

Eigentümer H._____, ehemals I._____) sowie die Parzellen J._____ und 

K._____ (beide im Eigentum von D._____). Die drei genannten Parzellen 

(K._____–G._____) sind mit einem zusammenhängenden 

Gebäudekomplex und einer Anbaute (K._____ B) überbaut. Die Balkone 

an den Hausteilen auf den Parzellen J._____ und K._____ sind gegen 

Süden ausgerichtet und befinden sich rund 11 m vom Hausdach der 

Parzelle B._____ von A._____ bzw. der STWEG Parzelle B._____ 

entfernt.

2. Am 21. Januar 2012 stellten A._____ (mit Zustimmung der STWEG 

Parzelle B._____) ein Baugesuch um Erstellung einer Photovoltaikanlage 

auf dem nordöstlichen Teil des bestehenden Hausdaches des 

Mehrfamilienhauses Parzelle B._____ bzw. dem Dach des angebauten 

Holzschopfes. Nachdem dagegen keine Einsprachen erhoben wurden, 

bewilligte die Gemeinde C._____ das Gesuch am 21. Februar 2012. 

Daraufhin wurde die Anlage (18 Solarpanels mit einer Gesamtdachfläche 

von 35 m2) erstellt, wobei gegenüber den bewilligten Plänen eine 

Verschiebung von ca. 75 cm in Richtung bergseitigem Dachabschluss 

erfolgte.

3. Am 6. Dezember 2013 teilten die damaligen Eigentümer der 

Parzelle G._____, I._____, der Gemeinde mit, dass sie die blendenden 

und erhitzenden Lichtreflexionen, welche von der erwähnten 

Photovoltaikanlage auf dem benachbarten Hausdach auf 

Parzelle B._____ ausgingen, nicht akzeptieren könnten. Sie hätten ein 

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Reflexionsgutachten erstellen lassen, welches zum Schluss komme, dass 

auf ihrer Terrasse, welche sich zur Photovoltaikanlage in einer Distanz von 

2.7 resp. maximal 4.6 m befinde, von März bis Oktober zwischen 15.00 

und 18.00 Uhr während 10–120 Minuten eine Reflexionswirkung bestehe. 

Die Gemeinde habe den Sachverhalt abzuklären und zu diesem Zweck im 

Frühjahr einen Augenschein durchzuführen.

4. Am 17. März 2014 reichten die Eigentümer der Nachbarparzellen 

K._____–J._____, D._____, gegen A._____ sowie die STWEG der 

Parzelle B._____ beim Gemeindevorstand eine baupolizeiliche Anzeige 

mit folgenden Anträgen ein:
1. Es sei gegen die Baugesuchsteller und die Grundeigentümer in Bezug auf die in 

Abweichung zur Baubewilligung der Gemeinde C._____ vom 21. Februar 2012 
erstellte Solaranlage auf dem Dach des Wohnhauses auf Parzelle B._____ ein 
Verfahren auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands einzuleiten.

2. Die Baugesuchsteller und die Grundeigentümer seien zu verpflichten, ein 
nachträgliches Baugesuch für die in Abweichung zur Baubewilligung der 
Gemeinde C._____ vom 21. Februar 2012 erstellte Solaranlage auf dem Dach 
des Wohnhauses auf Parzelle B._____ einzureichen und dieses sei im 
ordentlichen Baubewilligungsverfahren zu publizieren.

3. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Baugesuchsteller und Grundeigentümer.

5. Mit Entscheid vom 27. März 2014 wies die Gemeinde das Gesuch von 

I._____ vom 6. Dezember 2013 ab, wogegen dieselben am 28. Mai 2014 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erhoben.

6. Mit Verwaltungsgerichtsurteil vom 12. März 2015 (VGU R 14 53) wurde 

der Entscheid der Gemeinde C._____ vom 27. März 2014 aufgehoben 

und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne 

der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Gemeinde 

zurückgewiesen. Das Gericht erwog im Wesentlichen, dass die 

Baubehörde in einem ersten Schritt hätte prüfen müssen, ob die 

umstrittene Anlage den umweltrechtlichen Bestimmungen widerspreche. 

Gegebenenfalls hätten die Behörden in einem zweiten Schritt zu prüfen 

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gehabt, ob die nachträgliche Anordnung von Massnahmen zur 

Immissionsbegrenzung verhältnismässig sei. Die Vorinstanz habe mit dem 

Verzicht auf die Durchführung eines Augenscheins auf dem Balkon der 

Beschwerdeführer, der für die Ermittlung des Sachverhalts bzw. um sich 

einen Eindruck über die umstrittene Blendwirkung zu machen, unerlässlich 

sei, gegen Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 3 KUSV verstossen. Die Baubehörde 

habe deshalb zwischen April und Mai 2015 bei schönem Wetter zwischen 

ca. 15.30 und 17.00 Uhr auf dem Balkon der Beschwerdeführer einen 

Augenschein durchzuführen. Bei dieser Gelegenheit sei darüber zu 

befinden, ob zur weiteren Ermittlung des Sachverhalts bzw. zur 

Beurteilung der Möglichkeit, die Photovoltaikanlage auf die Westseite des 

Daches zu verlegen, ein Gutachten einzuholen sei.

7. Mit Eingabe vom 30. Juni 2016 ergänzten D._____ ihre baupolizeiliche 

Anzeige vom 17. März 2014 um folgende Rechtsbegehren:
3.1 Die Eigentümer der Photovoltaikanlage auf dem Grundstück Nr. B._____ in 

F._____, C._____, seien anzuweisen, die Emissionen der Photovoltaikanlage im 
Sinne von Art. 11 Abs. 2 und 3 USG auf das zulässige Mass zu begrenzen.

3.2. Eventualiter sei festzustellen, dass die Immissionen auf dem Grundstück der 
Anzeiger Nr. K._____ in F._____, C._____, ausgehend vom Grundstück 
Nr. B._____ in F._____, C._____, gegen die Umweltschutzgesetzgebung 
verstossen.

8. An der Sitzung vom 8. Juni 2017 beschloss der Gemeindevorstand 

C._____ zur Abklärung des Sachverhaltes und zur Beantwortung der 

entsprechenden Fragen ein Fachgutachten in Auftrag zu geben. Mit 

Gutachten vom 19. Dezember 2018 erachteten die Lichtgestaltende 

Ingenieure L._____, Winterthur, die Dauer der Reflexion an der Voa 

M._____ in F._____ mehrere Wochen über die Massen zu hoch, dass die 

Anlage nicht reflexionsarm ausgeführt sei und eine unvertretbar hohe 

Blendung bei der Nutzung des Balkons während der Reflexionsdauer 

auftrete. Mit Schreiben vom 12. Februar 2019 nahm A._____ Stellung zum 

Gutachten, wobei er monierte, dass das Gutachten weder in formeller 

Hinsicht noch von den wissenschaftlichen Grundlagen und Auswertungen 

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her, den Anforderungen eines Gutachtens, welches für 

Behördenentscheide benötigt werde, entspreche. Die Beschwerdegegner 

hingegen erachteten in ihrer Eingabe vom 29. Mai 2019 das Gutachten als 

vollständig und schlüssig. Mit Schreiben vom 23. September 2019 wurden 

die sich aufgrund der Stellungnahme von A._____ zum Gutachten 

ergebenden ergänzenden Fragen der Gemeinde C._____ durch den 

Gutachter der Lichtgestaltende Ingenieure L._____ beantwortet.

9. Mit Entscheid vom 20. Februar 2020 erkannte der Gemeindevorstand 

C._____ was folgt:
1. Es wird festgestellt, dass die Photovoltaikanlage auf Grundstück Nr. B._____, 

F._____, Art. 11 Abs. 2 USG verletzt. Dieser Zustand ist von A._____ und der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft Grundstück Nr. B._____, F._____, zu 
beheben.

2. A._____ und die Stockwerkeigentümergemeinschaft Grundstück Nr. B._____, 
F._____, werden verpflichtet, innert 30 Tagen seit Rechtskraft dieser Verfügung, 
ein Baugesuch für eine Aufständerung der bestehenden Anlage zur Publikation 
einzureichen. Das Baugesuch hat die erforderlichen Pläne sowie einen Bericht 
über die Reflexionswirkung der Anlage und die beleuchteten Areale zu enthalten. 
Im Falle der Entfernung der Anlage innert dieser Frist ist dem Bauamt Meldung 
zu erstatten.

3. Wird das Baugesuch nicht vollständig innert der angegebenen Frist eingereicht, 
geht die Baubehörde davon aus, die Betroffenen verzichten auf eine Behebung 
des Mangels, und wird nach Androhung die Entfernung der Anlage auf Kosten 
von A._____ und der Stockwerkeigentümergemeinschaft Grundstück 
Nr. B._____, F._____, durch Dritte anordnen.

4. Die Verfahrenskosten im Betrag von CHF 15'223.40, bestehend aus den 
Staatsgebühren von CHF 2'360.00, den Kosten des Gutachtens von 
CHF 12'863.40, gehen zu Lasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit der 
Mitteilung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung C._____ zu überweisen.

5. Aussergerichtlich werden keine Entschädigungen gesprochen.

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilungen).

10. Dagegen erhoben A._____ (Bauherr/Miteigentümer) sowie die STWEG 

der Parzelle B._____ (Grundeigentümerin) gemeinsam (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 20. März 2020 Beschwerde beim 

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Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden 

Rechtsbegehren:
1. Der angefochtene Entscheid des Gemeindevorstandes C._____ vom 

20. Februar 2020, mitgeteilt gleichentags, sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid des Gemeindevorstandes C._____ 
vom 20. Februar 2020, mitgeteilt gleichentags, aufzuheben und die 
Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
Dabei habe die Beschwerdegegnerin:
a. die angeordnete Massnahme eingehend auf ihre technische und betriebliche 

Machbarkeit sowie die Verhältnismässigkeit hin zu prüfen,
b. die Kosten des Gutachtens in Höhe von CHF 12'863.40 selbst zu tragen, 

eventualiter unter solidarischer Haftbarkeit den Anzeigern und 
Beschwerdegegnern aufzuerlegen.

3. Subeventualiter seien in Abänderung von Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids des 
Gemeindevorstandes C._____ vom 20. Februar 2020, mitgeteilt gleichentags, die 
Kosten des Gutachtens in Höhe von CHF 12'863.40 der Beschwerdegegnerin 
aufzuerlegen, eventualiter unter solidarischer Haftbarkeit den Anzeigern und 
Beschwerdegegnern.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuer zulasten 
der Beschwerdegegner.

Zur Begründung ihrer Anträge brachten die Beschwerdeführer im 

Wesentlichen vor, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, 

eingehend und einzelfallspezifisch zu prüfen, ob die angeordnete 

Aufständerung der bestehenden Anlage technisch und betrieblich 

machbar sowie verhältnismässig sei, und damit gegen Art. 11 Abs. 2 USG 

und Art. 5 Abs. 2 BV verstossen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin 

die Kosten des Gutachtens in der Höhe von CHF 12'863.40 zu Unrecht 

dem Beschwerdeführer (A._____) auferlegt und damit das 

Verursacherprinzip verletzt.

11. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2021 beantragten D._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde 

(Ziff. 1); eventualiter seien bei allfälliger Gutheissung der Beschwerde 

sämtliche Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens der Gemeinde C._____ 

aufzuerlegen (Ziff. 2); unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten 

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der Beschwerdeführer, eventualiter zulasten der Gemeinde C._____, 

zuzüglich 7.7 % MWST (Ziff. 3).

12. Mit Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 beantragte die Gemeinde C._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. Mit Nachdruck wies sie dabei darauf hin, dass die 

Solaranlage nicht gemäss Baubewilligung erstellt, sondern rund 75 cm 

gegen den bergseitigen Dachrand bzw. gegen die Liegenschaft der 

Eheleute D._____ verschoben worden sei. Da die Intensität der 

Lichtreflexionen in Frage stehe, werde die Durchführung eines 

Augenscheins per Ende April/Mai oder Mitte/Ende Juli/August beantragt. 

Inhaltlich hielt sie an den bereits im angefochtenen Entscheid gemachten 

Erwägungen fest.

13. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels bekräftigten und vertieften 

die Beschwerdeführer (mit Replik vom 26. Juni 2020) und die 

Beschwerdegegnerin (mit Duplik vom 31. August 2020) nochmals ihre 

gegensätzlichen Standpunkte. Die Beschwerdegegner reichten keine 

(freiwillige) Duplik ein.

14.1. Am 29. Juli 2021 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen 

Augenschein vor Ort durch, an welchem der Beschwerdeführer A._____, 

die Beschwerdegegnerin vertreten durch den Leiter Bau und ihren 

Rechtsvertreter sowie die Beschwerdegegner mitsamt Sohn, N._____, 

und dem stellvertretenden Rechtsvertreter anwesend waren. Anlässlich 

des Augenscheins wurde den Anwesenden Gelegenheit geboten, sich an 

Ort und Stelle zur Sache bzw. den eingenommenen Standorten zu 

äussern. Seitens des Gerichts wurden Fotoaufnahmen gemacht und dem 

Augenscheinprotokoll angefügt. Dieses wurde den Parteien am 3. August 

2021 mitsamt den durch die Beschwerdegegner zusätzlich eingereichten 

Unterlagen vom 30. Juli 2021 zur (freiwilligen) Stellungnahme zugestellt.

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14.2. Mit Stellungnahme vom 23. August 2021 merkten die Beschwerdeführer 

an, dass beim Betreten des Balkons der Beschwerdegegner um ca. 16.15 

Uhr lediglich im westlichen Bereich des Balkons eine Reflexion sichtbar 

gewesen sei, in der Mitte des Balkons sei dies noch nicht der Fall 

gewesen. Der Beschwerdeführer A._____ stellte weiter klar, dass er mit 

einer Aufständerung einverstanden gewesen wäre, die Gegenseite 

ihrerseits jedoch nicht zur Erfüllung gewisser Bedingungen bereit gewesen 

sei. Entgegen der protokollierten Aussage von N._____ habe während der 

gesamten Dauer des Augenscheins in keinem der besuchten Innenräume 

des Hauses eine Blendung festgestellt werden können, was bis anhin 

auch nicht moniert worden sei. Im Weiteren sei die Aussage von 

Rechtsanwalt Cathomen, wonach am Augenschein vom 27. Mai 2015 

aufgrund der Bewölkung keine Blendung habe festgestellt werden können, 

nachweislich unzutreffend. Vielmehr hätten die Rechtsvertreter Annen und 

Fey den Zeitpunkt des Augenscheins als ungeeignet befunden, die 

Wetterverhältnisse seien gut gewesen. Zur Aussage von N._____ 

brachten die Beschwerdeführer zudem vor, dass die beanstandete 

Reflexion auf dem Balkon der Beschwerdegegner zu den üblichen Zeiten, 

an welchen das Mittag- und das Abendessen eingenommen würden, nie 

sichtbar sei, was sich aus den durchgeführten Augenscheinen ergebe. 

Zudem erachteten die Beschwerdeführer die eingereichten 

Fotoaufnahmen der Beschwerdegegner aufgrund der mangelhaften 

Qualität als nicht aussagekräftig, diese könnten einen unmittelbaren 

Eindruck vor Ort nicht ersetzen. Sie sprachen den Aufnahmen auch einen 

Beweiswert ab, da sie nicht überprüfbar seien. Ebenso unberücksichtigt 

zu bleiben habe die eingereichte handschriftliche Zusammenstellung, eine 

reine Parteibehauptung. Abschliessend hielten die Beschwerdeführer fest, 

dass die beanstandete Reflexion entgegen den Ausführungen in den 

Rechtsschriften und im Gutachten nur über einen sehr kurzen Zeitraum, 

nur innerhalb einer sehr kurzen Zeitdauer und naturgemäss nur bei 

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Sonnenschein überhaupt feststellbar sei, so dass sich die angeordnete 

Massnahme als unverhältnismässig erweise. Die Beschwerdegegner 

hatten am 24. August 2021, ausser dem Hinweis auf eine falsche 

Benennung von Frau D._____ (S. 6 ganz unten), keine Anmerkungen zum 

Protokoll und verzichteten am 7. September 2021 auf eine Stellungnahme 

zu derjenigen der Beschwerdeführer vom 23. August 2021.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

angefochtenen Entscheid und die weiteren Akten, wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Entscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 20. Februar 2020, mit welchem sie feststellte, 

dass die Photovoltaikanlage auf der Parzelle B._____, F._____, Art. 11 

Abs. 2 USG verletze, und dieser Zustand von den Beschwerdeführern zu 

beheben sowie durch diese ein Baugesuch für eine Aufständerung der 

bestehenden Anlage einzureichen sei, ist weder endgültig noch kann er 

bei einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich stellt er ein 

taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die Beschwerdeführer 

sind als Adressaten vom fraglichen Entscheid betroffen und haben 

demnach ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung, weshalb 

sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert sind (Art. 50 Abs. 1 VRG). Die 

weiteren Prozessvoraussetzungen geben keinen Anlass zu 

Bemerkungen, weshalb auf die form- und fristgerecht erhobene 

Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 38 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VRG).

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2. Vorliegend strittig ist, ob die angeordnete Massnahme (Aufständerung der 

Solarpanels) im Rahmen der Vorsorge nach Art. 11 Abs. 2 USG technisch 

und betrieblich machbar sowie verhältnismässig ist, und ob die Kosten des 

Gutachtens in Beachtung des Verursacherprinzips korrekt verlegt wurden.

3.1. Das Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01) bezweckt unter anderem den 

Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen, ihrer Lebensgemeinschaften 

und Lebensräume vor schädlichen und lästigen Einwirkungen (Art. 1 

Abs. 1 USG). Als Einwirkungen gelten nach Art. 7 USG unter anderem 

Strahlen, die durch den Bau und Betrieb von Anlagen erzeugt werden. 

Dazu gehört auch das Sonnenlicht, das von einer Solaranlage reflektiert 

wird (vgl. GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2011, Art. 7 Rz. 11). Einwirkungen im Sinne von Art. 7 

Abs. 1 USG werden beim Austritt aus Anlagen als Emissionen und am Ort 

des Einwirkens als Immissionen bezeichnet (Art. 7 Abs. 2 USG). 

Emissionen werden durch Massnahmen an der Quelle begrenzt (Art. 11 

Abs. 1 USG). Dabei sind Emissionen, unabhängig von der bestehenden 

Umweltbelastung, im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies 

technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 

Abs. 2 USG; Vorsorgeprinzip). Doch lässt sich aus Art. 11 Abs. 2 USG 

nicht ableiten, von einer Anlage Betroffene hätten überhaupt keine 

Belastungen hinzunehmen. Die Vorsorge hat hinsichtlich der 

Einwirkungen nicht zwingend eliminierenden Charakter, sondern dient vor 

allem deren weiteren Begrenzung in Fällen, in denen die 

Immissionsgrenzwerte eingehalten sind (vgl. BGE 126 II 399 E.4c, 124 II 

517 E.4a). Die Grenze zwischen dem Bagatellbereich und dem reinen 

Vorsorgebereich ist rechtssatzmässig nicht bestimmt und hängt stark von 

den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Dabei ist im Zweifelsfall der 

'Vorsorge-Schwellenwert' eher tief anzusetzen (vgl. GRIFFEL, Die 

Grundprinzipien des schweizerischen Umweltrechts, Zürich 2001, S. 72 

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Rz. 87). Überdies sind die Emissionsbegrenzungen zu verschärfen, wenn 

feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter 

Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig 

werden (Art. 11 Abs. 3 USG). Für die Beurteilung der schädlichen oder 

lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat nach Art. 13 USG 

Immissionsgrenzwerte fest. Diese sind bei Luftverunreinigungen gemäss 

Art. 14 USG so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder 

der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte Menschen, Tiere und 

Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume nicht gefährden 

(lit. a) und die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören 

(lit. b). Die Anforderungen von Art. 14 USG geben allgemeine Regeln 

wieder, so dass sie auch auf die Einwirkung von Strahlen anzuwenden 

sind, wie sie vorliegend zu beurteilen sind (vgl. BGE 124 II 219 E.7a; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E.3.2.1, 

1C_579/2017 vom 18. Juli 2018 E.5.5, 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 

E.5.2).

3.2. Für den Schutz vor sichtbarem Licht bestehen keine bundesrechtlich 

verbindlichen Regelungen. Aufgrund dessen haben die 

rechtsanwendenden Behörden in Beachtung von Art. 12 Abs. 2 USG 

unmittelbar Art. 11–14 und Art. 16–18 USG anzuwenden (vgl. BGE 140 II 

214 E.3.3, 140 II 33 E.4.2, 124 II 219 E.7a; Urteile des Bundesgerichts 

1C_602/2012 vom 2. April 2014 E.3.3, 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 

E.5.2, 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009 E.3.1). Eine Beschränkung auf 

die Anwendung der Regeln über die Immissionsgrenzwerte ist nur 

möglich, wenn von vornherein feststeht, dass die betreffende Anlage nur 

bedeutungslose Immissionen verursacht, mithin ein 

umweltschutzrechtlicher Bagatellfall vorliegt, bei dem nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Anlass zu weitergehenden 

Anordnungen im Sinne der Vorsorge besteht (vgl. BGE 117 Ib 28 E.6; 

Urteil des Bundesgerichts 1C_216/2010 vom 28. September 2010 E.5). 

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So sind Emissionsbegrenzungen nach Art. 12 Abs. 2 USG nicht nur zum 

Schutz gegen schädliche oder lästige Emissionen geboten, sondern – 

gestützt auf das Vorsorgeprinzip – auch zur Vermeidung unnötiger 

Emissionen, d.h. auch wenn die Schädlichkeits- oder Lästigkeitsgrenze 

noch nicht erreicht ist (vgl. BGE 140 II 33 E.4.1, 133 II 169 E.3.1, 126 II 

366 E.2b; Urteile des Bundesgerichts 1C_250/2013 vom 12. Dezember 

2013 E.4.1, 1C_297/2009 vom 18. Januar 2010 E.2.1). So sollen Produkte 

mit möglichst niedriger Blendwirkung verwendet und dabei der 

technologische Fortschritt berücksichtigt werden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 E.6.5). Begrenzt 

werden die Emissionsbegrenzungen insbesondere durch das 

Verhältnismässigkeitsprinzip, auch können (namentlich bei bewilligten 

Anlagen) Gründe des Vertrauensschutzes der (sofortigen) Herstellung des 

rechtmässigen Zustandes entgegenstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_250/2013 vom 12. Dezember 2013 E.4.1; GRIFFEL/RAUSCH, a.a.O., 

Art. 16 Rz. 10).

3.3. Bei der Beurteilung von Lichtimmissionen einer Solaranlage geht es um 

die Frage, ob die Bevölkerung bzw. die betroffenen Nachbarn in ihrem 

Wohlbefinden erheblich gestört werden. Massgebend ist hierfür eine 

Prüfung im Einzelfall, wobei der tatsächliche Zeitraum, die Dauer und die 

Intensität der Einwirkungen sowie die technischen Möglichkeiten der 

Baukonstruktion in besonderem Masse berücksichtigt werden (vgl. 

HETTICH/PENG, Erleichterte Bewilligung von Solaranlagen in der 

Rechtspraxis, in: AJP 10/2015 S. 9). Dabei ist zwischen den 

physikalischen (Intensität und Reflexion aufgrund Materialeigenschaften) 

resp. physiologischen (messbare Herabsetzung der Sehleistung oder des 

Sehvermögens) und den psychologischen (subjektive Empfindung) 

Aspekten zu unterscheiden. Ebenso eine Rolle spielt die Zone und 

Nutzung des geblendeten Beobachtungspunktes (vgl. Leitfaden zum 

Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen, EnergieSchweiz, 

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Bundesamt für Energie BFE 2021, Anhang 1 [nachfolgend Leitfaden BFE; 

abrufbar unter: 

https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/Fachleute/Photovoltaik_L

eitfaeden/10403-Leitfaden_Solaranlagen.pdf; zuletzt besucht am 13. 

Oktober 2021]).

3.4. Aus Art. 3 der kantonalen Umweltschutzverordnung (KUSV; BR 820.110) 

ergibt sich für die Gemeinden zufolge der Kenntnis von Verhaltensweisen 

oder Zuständen, welche möglicherweise gegen die 

Umweltschutzgesetzgebung verstossen, eine Abklärungs- und 

Handlungspflicht. Der Gemeindevorstand der Beschwerdegegnerin ist 

zuständig für die Prüfung, ob vorschriftswidrige Zustände vorliegen und für 

die Anordnung von allfälligen Massnahmen zur Beseitigung eines 

rechtswidrigen Zustandes (Art. 94 Abs. 2 i.V.m. Art. 85 Abs. 2 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100] 

und Art. 79 KRG i.V.m. Art. 8 kantonales Einführungsgesetz zum 

Bundesgesetz über den Umweltschutz [Kantonales Umweltschutzgesetz, 

KUSG; BR 820.100]). Die Vollzugsbehörde kann sich für die Beurteilung 

der Lichtimmissionen im Einzelfall auf Begehungen vor Ort und Angaben 

von Experten und Fachstellen stützen, wobei die Immissionen nur an 

Orten, an denen sich Personen während längerer Zeit aufhalten, wie in 

Wohnräumen, auf Balkonen oder Gartensitzplätzen, zu berücksichtigen 

sind (vgl. dazu Vollzugshilfe Lichtemissionen des Bundesamts für Umwelt 

[BAFU], Konsultationsentwurf Stand 12. April 2017, S. 86 

[Konsultationsentwurf BAFU]; LAI 2012 S. 4). Herangezogen werden 

können auch die weiterhin gültigen Empfehlungen des Bundesamts für 

Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, heute BAFU) zur Vermeidung von 

Lichtemissionen aus dem Jahre 2005, die in erster Linie das 

Vorsorgeprinzip konkretisieren und auch für private Emittenten gelten (vgl. 

auch Urteil des Bundesgerichts 1C_250/2013 vom 12. Dezember 2013 

E.4.3). Die sich weiterhin im Entwurfsstadium befindliche Vollzugshilfe 

https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/Fachleute/Photovoltaik_Leitfaeden/10403-Leitfaden_Solaranlagen.pdf
https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/Fachleute/Photovoltaik_Leitfaeden/10403-Leitfaden_Solaranlagen.pdf

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Lichtemissionen vom 12. April 2017 (Konsultationsentwurf BAFU) hat den 

Stellenwert als Instrument zur Konkretisierung von unbestimmten 

Rechtsbegriffen zur Förderung eines einheitlichen Gesetzesvollzugs. Als 

Entscheidungshilfen dienen ferner auch fachlich genügend abgestützte 

ausländische Richtlinien, sofern die Kriterien, auf welchen diese 

Unterlagen beruhen, vereinbar mit dem schweizerischen Umweltrecht sind 

(vgl. BGE 133 II 292 E.3.3). Dazu gehören insbesondere die 'Hinweise zur 

Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen' der 

deutschen Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft vom 13. September 2012 

(nachfolgend LAI 2012; vgl. BGE 140 II 33 E.4.2 f.; Urteile des 

Bundesgerichts 1C_250/2013 vom 12. Dezember 2013 E.4.3, 

1C_216/2010 vom 28. September 2010 E.3.2). Daraus ergibt sich der an 

sich unbestrittene Grundsatz, dass unnötige Lichtemissionen im 

Aussenraum zu vermeiden sind. Unnötig sind sie in Bezug auf eine 

Beleuchtung etwa dann, wenn sie keinem (legitimen) Beleuchtungszweck 

dienen oder anders gesagt, es soll nur beleuchtet werden, was beleuchtet 

werden muss und dies ist mit der geringstmöglichen Gesamtlichtmenge 

abzudecken (vgl. BGE 140 II 214 E.4.1 m.H.). Diese Grundsätze finden 

sich auch im Konsultationsentwurf des BAFU und stellen somit weiterhin 

anerkannte Leitlinien hinsichtlich der Emissionsbegrenzung an der Quelle 

dar.

3.5. Unbestritten ist vorliegend, dass die Vorschriften über die Sanierung 

(Art. 16 ff. USG) mangels nachträglicher Fehlerhaftigkeit der Anlage nicht 

zur Anwendung gelangen (vgl. VGU R 14 53 vom 12. März 2015 E.4c). 

Dies schliesst indes nicht aus, dass ein allenfalls vorschriftswidriger 

Zustand nachträglich zu korrigieren wäre. Ebenso unbestritten unter den 

Parteien ist, dass die Prüfung der nachträglichen Anordnung von 

Massnahmen zur Emissionsbegrenzung gerade in jenen Fällen als 

angezeigt erscheint, wo – wie im vorliegenden Fall – die Immissionen bei 

Erteilung der Bewilligung nicht oder nicht vollständig vorausgesehen 

- 16 -

werden konnten oder wo eine zuverlässige Prognose schwierig war. Die 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes setzt in diesen Fällen 

eine umfassende Interessenabwägung voraus, wobei dem Interesse an 

der Wahrung der Rechtssicherheit bzw. am Vertrauensschutz nicht 

dasselbe Gewicht zukommt, wie beim vollständigen Widerruf einer 

Verfügung, zumal der Eingriff in die Rechtsposition des Betroffenen 

weniger stark ausfällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_177/2011 vom 9. 

Februar 2012 E.4.2 m.w.H.). Somit steht die Rechtskraft der Bewilligung 

der Beschwerdegegnerin vom 21. Februar 2012 bezüglich der 

Photovoltaikanlage auf der Parzelle B._____ der nachträglichen 

Beurteilung und Anpassung von Lichtimmissionen und damit auch von 

Reflexionsstrahlung nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 E.4.2; VGU R 14 53 vom 12. März 

2015 E.4c).

3.6. Nach Art. 18a Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700) 

bedürfen genügend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung, sie 

sind lediglich der zuständigen Behörde zu melden. Eine Solaranlage gilt 

unter anderem dann als genügend angepasst, wenn sie nach dem Stand 

der Technik reflexionsarm ausgeführt wird (Art. 32a Abs. 1 lit. c der 

Raumplanungsverordnung [RPV; SR 700.1]). Demgemäss werden keine 

blendfreien Solarmodule verlangt (vgl. Entscheid des Departements Bau, 

Verkehr und Umwelt Kanton Aargau, EBVU 19.215 vom 14. Februar 2020; 

und Leitfaden BFE 2021 S. 29; Art. 32a Abs. 1 lit. c RPV in Verbindung mit 

Art. 18a RPG).

4.1. Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend – wie durch das 

Verwaltungsgericht in seinem Urteil R 14 53 wegleitend dargetan – in 

einem ersten Schritt geprüft, ob die umstrittene Anlage den 

umweltschutzrechtlichen Bestimmungen widerspricht bzw. ob das von der 

Photovoltaikanlage reflektierte Sonnenlicht – welches eine Einwirkung im 

- 17 -

Sinne von Art. 7 USG darstellt – als schädliche oder lästige Einwirkung im 

Sinne von Art. 1 Abs. 1 USG zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin 

begründete ihren Entscheid, wonach keine Verletzung von Art. 14 lit. b 

USG vorliege bzw. die Immissionen das Wohlbefinden der Bevölkerung 

bzw. der Beschwerdegegner nicht erheblich stören, im Wesentlichen 

damit, dass die Gemeindevertreter anlässlich des Augenscheins auf dem 

Balkon der Liegenschaft D._____ vom 21. Juli 2015 (ab 16.17 Uhr) „einen 

hell leuchtenden, stechenden Punkt, der die Sonne wiederspiegelt, 

festgestelltˮ hätten. Die Lichtreflexion sei stechend und lästig gewesen. 

Weder ein Blick auf den Reflexionspunkt, noch in die Sonne von bis zu 15 

Sekunden hätten die Gemeindevertreter ihren Augen zugetraut. Sie hätten 

den Blick abgewendet, sei es in den Raum zwischen Reflexionsflächen 

und Sonne, sei es auf eine reflexionsärmere Fläche der Anlage. Die 

Reflexion der Sonne auf der Photovoltaikanlage, gemessen ab dem 

Balkon der Liegenschaft D._____, 1.2 m ab Boden, durch den Gutachter 

Lichtgestaltende Ingenieure habe etwa eine Stunde gedauert und Werte 

zwischen 31'000 und 230'000 cd/m2 (mit Filter) aufgewiesen. In der 

Fragebeantwortung sei der Gutachter von einer Blenddauer von über 

50 Minuten über mehrere Wochen pro Jahr ausgegangen, wobei bei 

231'000 cd/m2 bzw. ab 100'000 cd/m2 eine Absolutblendung vorliegen 

würde. Die Leuchtdichte der Sonne werde (mit Filter) mit 1'228'969 cd/m2 

(recte: 1'228'969'697) angegeben (Messprotokoll). Aufgrund dieser 

Erkenntnisse sei der Gemeindevorstand zur Ansicht gelangt, dass die 

Reflexionswirkung auf der Photovoltaikanlage auf einer – gemessen an 

der gesamten Anlagefläche – kleinen Fläche (ca. 80 cm x 80 cm) in einem 

das Wohlbefinden störenden Mass im Sinne von Art. 14 lit. b USG 

stattfinde. In diesem Bereich falle die Blendwirkung intensiv aus, sei aber 

doch um einiges schwächer als jene der Sonne. Es entwickle sich in 

diesem Bereich eine Leuchtdichte, an welche sich das Auge kaum 

anpassen könne. Das menschliche Auge werde sich reflexartig auf 

benachbarte, weniger reflektierende Flächen seitlich des bezeichneten 

- 18 -

Punktes oder oberhalb, d.h. zwischen Sonne und Dachfirst bewegen. 

Entgegen der Ausführungen des Gutachters bestünden jedoch selbst auf 

der Anlage genügend grosse „Ausweichflächenˮ (vgl. 

beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 1). Auch wenn die nach Auffassung 

der Behörde kleinflächige Reflexion über eine längere Dauer pro Jahr 

wirke, so sei daran festzuhalten, dass sie sich auf eine kurze Dauer pro 

Tag beschränke. Diese Folgerung blieb von den Beschwerdeführern 

unbestritten.

4.2. Hingegen erachtete die Vorinstanz Art. 11 Abs. 2 USG als verletzt, 

weshalb sie die Beschwerdeführer mit dem (angefochtenen) Entscheid 

vom 20. Februar 2020 dazu verpflichtete, ein Baugesuch für eine 

aufgeständerte Photovoltaikanlage einzureichen.

4.3. Die Vorinstanz stützte sich bei ihrem (angefochtenen) Entscheid auf die 

durchgeführten Augenscheine vom 27. Mai 2015 (16.35 und 17.04 Uhr) 

sowie vom 21. Juli 2015 (ab 16.17 Uhr) unter Beizug einer Fachperson 

(O._____) und das 'Gutachten Sonnenreflexion, Voa M._____, F._____' 

der Lichtgestaltende Ingenieure L._____, Winterthur, vom 19. Dezember 

2018, ab. Durch den Gutachter wurden am 26. Juli 2018 von 15.56 bis 

16.58 Uhr die folgenden Messgrössen auf dem Balkon der 

Beschwerdegegner vorgenommen: Zeitdauer der Reflexion, 

Leuchtdichten (auftretende Helligkeit [Candela/m²]) der Reflexion, sowie 

der Umgebung, Wärmemessung mittels Thermografie und 

Oberflächentemperaturmessung mittels Vergleichsplatte. Gemäss 

Gutachten dauerte die Reflexion der Sonne auf der betroffenen 

Photovoltaikanlage, gemessen ab dem Balkon der Liegenschaft D._____ 

(1.2 Meter ab Boden), ca. eine Stunde wobei Werte zwischen 31'000 und 

230'000 cd/m² (mit Filter) gemessen wurden. Daraus resultierte eine 

Bandbreite des Kontrasts von 1:3 bis 1:115, wobei ab einem Verhältnis 

von 1:20 von psychologischer Blendung (sog. subjektive Empfindung, die 

- 19 -

zu Unwohlsein führen kann; vgl. Blendung – Theoretischer Hintergrund, 

IFA DGUV) ausgegangen werden kann und ab etwa 100'000 cd/m² eine 

Absolutblendung vorliegt, d.h. eine Anpassung des Auges an die 

Lichtverhältnisse nicht mehr möglich ist (s. auch Leuchtdichtekamera Bild 

Nr. 4; vgl. LAI 2012, Anhang 2, Kap. 2.1). Der Gutachter setzte dabei die 

gemessenen Daten in Bezug zum Konsultationsentwurf BAFU und der LAI 

2012 (ausdrücklich erwähnt in der BAFU Vollzugshilfe). Gemäss der LAI 

2012, Anhang 2, Kap. 4, kann in Anlehnung an die Hinweise zur Ermittlung 

und Beurteilung der optischen Immissionen von Windenergieanlagen 

(WEA-Schattenwurf-Hinweise) eine erhebliche Belästigung im Sinne des 

BlmSchG (Deutsches Bundes-Immissionsschutzgesetz) durch die 

maximal mögliche astronomische Blenddauer unter Berücksichtigung aller 

umliegenden Photovoltaikanlagen vorliegen, wenn diese mindestens 

30 Minuten am Tag oder 30 Stunden pro Kalenderjahr beträgt. Der 

Gutachter kam angesichts der bisher ergangenen Gerichtsentscheide und 

der LAI 2012 zum Schluss, dass ausgehend von einer gemessenen 

Lichtreflexionshelligkeit von weit über 100'000 cd/m² über 50 Minuten pro 

Tag über mehrere Wochen im Jahr von einer erheblichen und nicht mehr 

als zulässig erachteten Belästigung durch Lichtreflexionen auszugehen 

sei, da die Dauer der Reflexion mehrere Wochen über das doppelte, der 

als gerade vertretbar angesehenen knapp 30 Minuten über die Massen 

hoch sei und eine unvertretbar hohe Blendung bei der Nutzung des 

Balkons während der Reflexionsdauer auftrete, wohingegen der 

Temperaturanstieg mit 1.7°C Materialerwärmung innerhalb von 

45 Minuten und 3.3°C Hauterwärmung innerhalb des gleichen Zeitraumes 

vernachlässigbar sei (vgl. Bf-act. 30). Der Gutachter erachtete deshalb die 

vorliegende Anlage gemäss Begutachtung vor Ort als nicht reflexionsarm 

im Sinne von Art. 32a Abs. 1 lit. c RPV ausgeführt. Betreffend 

Blendungsvermeidung führte der Gutachter in seiner Antwort vom 

23. September 2019 auf die ergänzenden Fragen aus, dass es vom 

Balkon aus lediglich drei Blickwinkelbereiche gäbe: geradeaus in die 

- 20 -

Landschaft, nach links auf die Kirchenfront und nach rechts auf resp. über 

die Sonnenkollektoren hinweg (direkt in die Störung). Beim Blick 

geradeaus in die Landschaft ergebe sich eine seitliche (sog. Periphere) 

Einstrahlung ins Auge, wobei das Auge in diesem Bereich wesentlich 

empfindlicher auf Blendungen reagiere, was bedeute, dass die 

Betroffenen vorliegend beim Blick geradeaus Gletscherbrillen tragen 

müssten. Damit verbliebe nur noch die Möglichkeit, dem Emissionsort den 

Rücken zuzuwenden (vgl. Bf-act. 33). Der Gutachter empfahl 

abschliessend, entweder die Photovoltaik-Lamellen schräg (gegen die 

Sonne) aufzurichten, was neben der Reflexionsverhinderung deren 

Effizienz erhöhen sollte oder die Anlage abzubauen. Er riet von der 

nachträglichen Auflage von reflexionsarmer Verglasung oder 

entsprechenden Folien ab, da sie den Reflexionspunkt im vorliegenden 

Fall lediglich verbreitern, jedoch keine wesentliche Verminderung zur 

Folge hätten.

4.4. Das Verwaltungsgericht nahm am 29. Juli 2021 einen Augenschein 

betreffend die Blendungswirkung der Photovoltaikanlage der 

Parzelle B._____ auf dem Balkon der Beschwerdegegner vor, wobei es 

die Lichtstärke aufgrund der eigenen Wahrnehmung erfasste. Gestützt 

darauf erachtet das Gericht die durch die Photovoltaikanlage verursachten 

Sonnenlichtreflexionen auf dem Balkon der Beschwerdegegner zumindest 

als äusserst störend und unangenehm, ein Blicken in die Blendungen war 

unmöglich bzw. der Blick musste abgewendet werden, was die 

entsprechenden Fotoaufnahmen untermalen. Der Schluss, wonach die 

Blendungen als störend zu betrachten sind, kann nicht nur aufgrund der 

Bildaufnahmen des Gerichts und den von den Beschwerdegegnern am 

30. Juli 2021 eingebrachten Fotoaufnahmen gezogen werden, womit 

geltend gemacht wurde, dass die Reflexionen von Mitte April bis Anfang 

August auf dem Grundstück der Beschwerdegegner wahrnehmbar seien 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 6), sondern ergibt sich auch 

- 21 -

aus den Leuchtdichteaufnahmen im Gutachten vom 19. Dezember 2018 

(vgl. Bilder Leuchtdichtekamera, Bf-act. 30). Die anlässlich des 

Augenscheins vom 29. Juli 2021 gemachten Erkenntnisse entsprechen 

zudem grundsätzlich den Ausführungen des Gutachters. Die Vorinstanz 

durfte demnach ohne Rechtsverletzung davon ausgehen, dass die 

streitigen Blendwirkungen keinen Bagatellfall darstellen, auf welchen die 

vorsorglichen Emissionsbegrenzungen von Art. 11 Abs. 2 USG von 

vornherein keine Anwendung finden. Zu Recht argumentierte zudem die 

Vorinstanz, dass die vorsorglichen Massnahmen von den 

Beschwerdeführenden als Verursachern zu treffen sind, und es nicht 

Sache der betroffenen Nachbarn ist, den Reflexionen auszuweichen (vgl. 

Art. 2 und 11 USG; Urteil des Verwaltungsgerichts Kanton Zürich 

VB.2007.00307 vom 7. November 2007 E.7.2).

5.1. Im Folgenden ist deshalb zu prüfen, ob sich die angeordneten 

Massnahmen zur Emissionsbegrenzung auf das Vorsorgeprinzip stützen 

können und verhältnismässig sind (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 E.4.2).

5.2. Die Beschwerdeführer rügen, die Beschwerdegegnerin habe gegen 

Art. 11 Abs. 2 USG verstossen, indem sie es unterlassen habe, eingehend 

und einzelfallspezifisch zu prüfen, ob die angeordnete Aufständerung der 

bestehenden Anlage technisch und betrieblich machbar sei. Die 

Beschwerdegegnerin habe diese Voraussetzungen zu Unrecht bejaht. So 

habe sie sich mit keinem Wort zu möglichen Auswirkungen einer 

Aufständerung in Bezug auf die vorherrschenden Windkräfte und die damit 

einhergehenden Folgen für die Anlage selbst sowie die 38-jährige 

Dachkonstruktion geäussert. Eine Verstärkung des bestehenden Daches 

wäre wohl unausweichlich. Eine Aufständerung wäre somit mit 

wesentlichen baulichen Veränderungen verbunden, was bereits der 

Umstand zeige, dass eine aufgeständerte Solaranlage im Gegensatz zu 

- 22 -

einer auf das Dach aufgesetzten Anlage einer Baubewilligung bedürfe. Die 

angeordnete Aufständerung sei weder notwendig noch geeignet, um eine 

Reduktion der Blendwirkung zu erzielen, überdies stünde sie auch 

keineswegs in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen, die dem 

Beschwerdeführer auferlegt würden. Die Aufständerung brächte auch 

keine Erhöhung der Energieeffizienz, sondern nur höhere Kosten. Es wäre 

mit unnötigen Mehrkosten in der Grössenordnung von CHF 20'000.00 bis 

CHF 30'000.00 zu rechnen. Die Erstellungskosten hätten sich im Jahr 

2012 auf insgesamt CH 25'685.40 belaufen, abzüglich des 

Förderbeitrages von CHF 14'580.00 hätten die Eigeninvestitionen somit 

CHF 11'105.40 betragen. Die angeordnete Massnahme hätte also eine 

Verdoppelung bis Verdreifachung der gesamten Investitionskosten zur 

Folge und bei einer Bestätigung des angefochtenen Entscheids fiele einzig 

die Deinstallation der Solaranlage in Betracht, was sich beides mit Blick 

auf die geringfügige Reflexionswirkung unter keinem Gesichtspunkt 

rechtfertige. Eine solche Massnahme stünde auch in direktem 

Widerspruch mit den Zielen der Regierung, die u.a. mittels Förderung von 

Photovoltaikanlagen den CO2-Ausstoss im Gebäudebereich senken und 

die Energieeffizienz von Gebäuden steigern möchte. Die involvierten 

Liegenschaften lägen zudem alle in der Dorfzone, wo die einzelnen 

Gebäude wesentlich näher beieinanderlägen und die Anwohner demnach 

auch mehr Immissionen zu tolerieren hätten. Mit Art. 73 KRG (Schutz des 

Orts- und Landschaftsbildes) setze sich die Vorinstanz auch mit keinem 

Wort auseinander. Im Übrigen werde bestritten, dass durch die bergseitige 

Verschiebung der Solarpanels um ca. 75 cm das Störungspotential erhöht 

worden sei. Vielmehr habe daraus bloss eine geringfügige zeitliche 

Verschiebung der Sonnenlichtreflexion resultiert. An der Intensität und 

Dauer der Reflexion hätte dies indessen nichts geändert. Entscheidender 

als die effektive Reflexionsdauer sei aber, dass sogar auf der Anlage 

selbst genügend grosse 'Ausweichflächen' bestünden, auf die sich das 

menschliche Auge bewegen könne. Der drohende Abbruch der 

- 23 -

Solaranlage und der damit verbundene Nachteil für den Beschwerdeführer 

stünden daher in einem offensichtlichen Missverhältnis mit dem Nutzen. 

Die Nachbarn seien weder vor 17.00 Uhr noch nach 18.00 Uhr einer 

starken Sonnenlichtreflexion ausgesetzt. Dazwischen seien die 

Reflexionen nur kleinflächig und damit geringfügig, so dass es für die 

Nachbarn in dieser kurzen Zeitspanne ohne weiteres zumutbar wäre, der 

für sie subjektiv störenden Reflexion mit dem Aufstellen eines 

Sonnenschirms oder dem Aufsetzen einer Sonnenbrille entgegenzutreten. 

Wegen der direkten Sonnenlichteinstrahlung würde sich das eine oder 

andere regelmässig ohnehin aufdrängen. Die angeordnete Massnahme 

verletze damit auch den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und sei auch 

deshalb aufzuheben.

5.3. Die Beschwerdegegner bringen dazu vor, dass zuerst mit Massnahmen 

bei der Solaranlage angesetzt werden müsse und nicht etwa auf Seiten 

der von den Immissionen betroffenen Beschwerdegegnern. Die Absurdität 

des Vorschlages der Beschwerdeführer, wonach sich die 

Beschwerdegegner ganz einfach durch das Tragen von Sonnenbrillen 

gegen diese Blendungen schützen könnten, zeige sich auch darin, dass 

die Reflexionsblendungen von einem im Vergleich zum natürlichen 

Sonnenstand völlig ungewöhnlichen und unnatürlichen Winkel kämen. 

Durch die Aufständerung könne der Blendwinkel so verändert werden, 

dass die Sonneneinstrahlung nicht mehr zulasten der Beschwerdegegner 

reflektiert werde. Die angeordnete Aufständerung sei auch wirtschaftlich 

tragbar und technisch möglich. Sämtlichen Parteien sei das Angebot einer 

neutralen Drittfirma aus dem Jahre 2015 betreffend die Kosten von rund 

CHF 10'000.00 für den Umbau der Solaranlage bekannt. Nicht belegt 

seien hingegen die von den Beschwerdeführern behaupteten Kosten in 

der Höhe von CHF 20'000.00 bis CHF 30'000.00, welche den ihnen seit 

2015 bekannten Angaben widersprächen. Der Beschwerdeführer habe es 

in der Hand gehabt, unter Kostenbeteiligung der Nachbarn seine 

- 24 -

Solaranlage anzupassen, habe er doch anlässlich der (zweiten) 

Einigungsverhandlung vom 14. Juni 2016 völlig überraschend die ihm im 

Oktober 2015 gemachten Angebote (Anpassungskosten von 

CHF 10'000.00 zu je ⅓ pro Partei zu übernehmen) abgelehnt und eine 

Entschädigung von CHF 75'000.00 für die Entfernung der Anlage 

gefordert.

5.4. In einem zweiten Schritt prüfte die Vorinstanz, ob die nachträgliche 

Anordnung von Massnahmen zur Emissionsbegrenzung verhältnismässig 

sei. Sie begründete die angeordnete Massnahme damit, dass aufgrund 

der Ausführungen des beigezogenen Experten an den Augenscheinen 

vom 27. Mai und 21. Juli 2015 die Aufständerung der Solarpanels als 

geeignete Massnahme erachtet würde, um das Immissionsmass an den 

sensiblen Stellen zu reduzieren. Diese Massnahme sei der Verlegung auf 

eine andere Dachseite oder der Montage eines anderen Panelprodukts 

vorzuziehen. Wohl sei dabei auf technische Probleme, wie das Ändern der 

Aufhängung, hingewiesen worden. Indes sei die Machbarkeit, 

insbesondere auch unter dem Blickwinkel der Dachkonstruktion oder der 

Elektroanschlüsse von keiner Seite – auch nicht vom in diesen 

Angelegenheiten versierten Beschwerdeführer (A._____) – in Frage 

gestellt worden. Unter den verschiedenen besprochenen Möglichkeiten, 

die Reflexionen anders zu steuern, erscheine die Aufständerung sodann 

als die geeignetste Massnahme. Die Beschwerdegegnerin sei deshalb 

davon ausgegangen, dass die Aufständerung technisch und betrieblich 

möglich sei. Klarzustellen sei, dass störende Einflüsse grundsätzlich an 

der Quelle beim Verursacher zu beseitigen bzw. auf ein zulässiges Mass 

einzudämmen seien. Die Betrachtungsweise des Beschwerdeführers 

führte zu einer Umkehr dieses Prinzips, womit sich eine Massnahme 

letztlich nicht gegen den Störer, sondern gegen den Gestörten richten 

würde. Die Massnahme der Aufständerung sei zudem auch wirtschaftlich 

tragbar. Wäre die Anlage im Jahre 2012 (Erstellungskosten 

- 25 -

CHF 25'685.00 abzüglich EWZ-Beitrag CHF 14'580.00) in Beachtung der 

berechtigten Interessen der Nachbarschaft in der heute zur Debatte 

stehenden Form erstellt worden, wäre sie wohl teurer ausgefallen. Ein Teil 

der durch die Aufständerung verursachten Kosten (CHF 20'000.00 bis 

CHF 30'000.00) stellten damit 'Ohnehin-Kosten' dar. Weiter sei zu 

beachten, dass dem Beschwerdeführer auch gewisse Kosten anfallen 

würden, um die Anlage dem bewilligten Zustand zuzuführen. Die Anlage 

sei – mit der Verschiebung von ca. 75 cm gegen den bergseitigen 

Dachrand – abweichend von der Baubewilligung erstellt und damit das 

Störungspotential für die Liegenschaft D._____ erhöht worden: Der 

Reflexpunkt wandere auf der reflektierenden Fläche weiter als im Zustand, 

wo der Dachrandabstand eingehalten wäre. Die effektiven Kosten für die 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands beliefen sich somit auf 

rund CHF 10'000.00 bis CHF 15'000.00. In Anbetracht einer Restlaufzeit 

von rund 22 Jahren und einem jährlichen Ertrag von CHF 672.50 bzw. 

CHF 14'797.00 in 22 Jahren, stünden die Wiederherstellungskosten 

durchaus in einem vernünftigen Verhältnis. Ausserdem sei der 

Beschwerdeführer seit 2012 in vollem Umfang und ungeschmälert in den 

Genuss des gesamten Ertrags gekommen, wiewohl dies zum Teil zu 

Lasten des Wohlbefindens der Anwohner erfolgt sei. Gerade unter dem 

Blickwinkel der Verhältnismässigkeit sei festzuhalten, dass dem 

Beschwerdeführer die Beibehaltung und der Betrieb der Anlage nicht 

untersagt bzw. die ursprünglich erteilte Baubewilligung nicht entzogen 

werde. Im Rahmen des ursprünglichen Baubewilligungsverfahrens sei 

eine Prognose der Blendwirkung kaum möglich gewesen, da die damals 

eingereichten Unterlagen das Ausmass der Reflexionen nicht hätten 

vermuten lassen. Der Beschwerdeführer könne heute nicht verlangen, 

dass die Baubehörde damals mehr hinsichtlich der Lichtreflexionen hätte 

erkennen müssen, als er den Nachbarn damals zugesichert habe. Die 

Aufforderung, Pläne zur Aufständerung einzureichen, erscheine deshalb 

unter dem Blickwinkel von Art. 11 Abs. 2 USG bzw. dem 

- 26 -

Verhältnismässigkeitsprinzip und dem Vertrauensschutz durchaus 

rechtens.

5.5. Unabhängig von einer bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im 

Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und 

betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die 

Vorinstanz hatte somit im Einzelfall zu prüfen, ob die nachträgliche 

Anordnung von Massnahmen zur Emissionsbegrenzung verhältnismässig 

ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 

E.4.2). Dabei sind die öffentlichen und privaten Interessen an der 

Vermeidung von (unnötigen) Immissionen bzw. das Schutzbedürfnis der 

Anwohnerschaft mit den privaten Interessen der Beschwerdeführer 

abzuwägen. Die Beschwerdeführer bringen unter anderem das öffentliche 

Interesse an der Förderung von Photovoltaikanlagen vor, was einem 

Abbruch der Anlage entgegenstünde. Der Förderung erneuerbarer 

Energien kommt unbestrittenermassen ein hoher öffentlicher Stellenwert 

zu. Diese Interessen gehen jedoch den Regeln des 

Umweltschutzgesetzes über die Immissionsbegrenzungen nicht vor, so 

dass die Beschwerdeführer mit ihrem Einwand nichts zu ihren Gunsten 

ableiten können (vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Zürich, VB.2007.00307 vom 7. November 2007 E.6).

5.5.1. Vorliegend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht die Aufständerung 

der Solarpanels angeordnet hat bzw. ob einerseits die Aufständerung der 

Solarpanels gemäss Art. 11 Abs. 2 USG technisch möglich ist. Dass die 

Reflexion und die mögliche Blendwirkung stark mit dem Einfallswinkel des 

Sonnenlichts korrelieren, ist bekannt (vgl. auch Leitfaden Solaranlagen 

gemäss Art. 18a des RPG, Schweizerischer Fachverband für 

Sonnenenergie, Swissolar, S. 32; [abrufbar unter 

https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/160415_Leitfaden_RPG

_gelayoutet.pdf; zuletzt besucht am 13. Oktober 2021]). Bei störenden 

Blendungen ist deshalb die Neigung und Ausrichtung so zu wählen, dass 

https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/160415_Leitfaden_RPG_gelayoutet.pdf
https://www.swissolar.ch/fileadmin/user_upload/160415_Leitfaden_RPG_gelayoutet.pdf

- 27 -

Blendwirkungen minimiert werden können. Aus den Akten ergibt sich, 

dass im Rahmen der Augenscheine und Verhandlungen folgende 

Massnahmen zur Eindämmung der Reflexionen in Betracht gezogen 

worden waren: Die Verlegung der Anlage auf die Westseite des 

Gebäudes, eine Änderung der Neigung der Panels (Aufständerung) am 

bisherigen Ort oder die Verwendung anderer Panel-Modelle. Der 

Fachmann O._____ beurteilte eine Änderung der Panelmarke als nicht 

zweckgerichtet, da die Blendwirkung nicht nachhaltig vorteilhafter ausfalle, 

vielmehr das Licht mehr gestreut würde. Er war der Ansicht, dass unter 

Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse (Dachschnee, Rutschgefahr, 

Dachaufbauten auf der Westseite) noch die Aufständerung der Panels 

verbleibe, eventuell sei eine andere Aufhängung nötig und je nach 

Neigung auch die Verteilung auf dem Dach zu ändern (vgl. Protokolle der 

Augenscheine vom 27. Mai und 21. Juli 2015, Bf-act. 22 und 24). Auch im 

Gutachten vom 19. Dezember 2018 wird empfohlen, entweder die 

Photovoltaik-Lamellen schräg (gegen die Sonne) aufzurichten, was neben 

der Reflexionsverhinderung deren Effizienz erhöhen sollte, oder die 

Anlage abzubauen. Der Gutachter riet dagegen ebenso von der 

nachträglichen Auflage einer reflexionsarmen Verglasung oder 

entsprechenden Folien ab, da sie den Reflexionspunkt im vorliegenden 

Fall lediglich verbreitern, jedoch keine wesentliche Verminderung zur 

Folge hätten. Auch aus dem Schreiben der Rechtsanwälte Mengiardi und 

Fey vom 9. Juli 2013 an den Beschwerdeführer A._____ geht hervor, dass 

das neue Material der P._____ AG keine Verbesserung der Blendung 

bewirke, statt der direkt spiegelnden Reflexion der Sonne verteile sich das 

Sonnenlicht vielmehr über die gesamte Panelenfläche und führe zu einer 

gleissenden weissen weiterhin unerträglich stark blendenden Fläche. Als 

andere technische Lösung zur Vermeidung der Blendungen wurde 

deshalb die Abwinkelung der Solarpanels vorgeschlagen (vgl. Bf-act. 11). 

Weder die (unter anderem an den Augenscheinen anwesenden) 

Fachpersonen noch der Beschwerdeführer brachten fundiert Gründe dazu 

- 28 -

vor, dass der Aufständerung (nebst Mehrkosten) technisch etwas 

entgegenstünde. Damit ist nach Ansicht des Gerichts nichts ersichtlich, 

das technisch gesehen einer Aufständerung der beanstandeten 

Solarpanels entgegenstünde, allenfalls sind noch die baurechtlichen 

Vorgaben zu beachten (vgl. Bf-act. 30). Diesbezüglich ist indes 

festzuhalten, dass es gegen Treu und Glauben verstossen würde, wenn 

die Baubewilligungsbehörde die beantragte aufgeständerte 

Photovoltaikanlage mit Blick auf Art. 73 KRG (Schutz des Orts- und 

Landschaftsbildes) nicht gutheissen würde, nachdem die Vorinstanz die 

Beschwerdeführer zu deren Erstellung aufgefordert hatte. Art. 18a Abs. 4 

RPG statuiert zudem, dass die Interessen an der Nutzung der 

Solarenergie auf bestehenden oder neuen Bauten den ästhetischen 

Anliegen grundsätzlich vorgehen, so dass die Beschwerdeführer 

diesbezüglich nichts zu ihren Gunsten ableiten können.

5.5.2. Sodann ist die betriebliche Möglichkeit der Aufständerung zu prüfen bzw. 

wie sich eine Aufständerung zur Effektivität der Panels verhält. Gemäss 

dem Amt für Raumentwicklung des Kantons Graubünden (ARE) kann die 

Befürchtung, dass der Verlauf des Daches und die Ausrichtung der 

Solaranlage massgebend für den Ertrag der Anlage sind, stark relativiert 

werden. Einen hundertprozentigen Ertrag liefern thermische Anlagen und 

Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen), die gegen Süden ausgerichtet sind 

und eine Horizontalneigung von 30 bis 45 Grad aufweisen. Aber auch mit 

Anlagen, die von dieser Idealausrichtung deutlich abweichen, werden 

immer noch hohe Erträge erzielt. Eine nach Osten orientierte Anlage mit 

25 Grad Neigung beispielsweise kann einen Ertrag von knapp 85 Prozent 

liefern (vgl. Leitfaden für Solaranlagen des Amtes für Raumentwicklung 

des Kantons Graubünden, Chur 2014, S. 7 [abrufbar unter

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/aev/dokumentation 

/StromversorgungDokumente/Merkblatt%20Solaranlagen.pdf, zuletzt 

besucht am 13. Oktober 2021]). Gemäss Offerte der P._____ AG vom 10. 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/aev/dokumentation%20/StromversorgungDokumente/Merkblatt%20Solaranlagen.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/diem/aev/dokumentation%20/StromversorgungDokumente/Merkblatt%20Solaranlagen.pdf

- 29 -

September 2015 würde die (beanstandete) aufgeständerte 

Photovoltaikanlage bei einer Solarzellenleistung von 4.24 kWp einen 

geschätzten Jahresertrag von 4'700 kWh/Jahr erbringen. Die Simulation 

ergab einen Jahresertrag von 1'170 kWh pro kWp installierter Leistung 

(reduziert um 5 % aufgrund teilweiser Schneebedeckung; vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 2). Aus der Aufstellung des 

Beschwerdeführers ergeben sich betreffend die Stromproduktion der 

bestehenden Anlage, bei einer mittleren Jahresproduktion von 4'541 

kWh/Jahr und einem Eigenverbrauch von 2'126 kWh/Jahr à CHF 0.18 

(CHF 382.85), davon Rückspeisung 2'415 kWh/Jahr à CHF 0.12 

(CHF 289.75), ein jährlicher Gesamtertrag von CHF 672.60 (vgl. Bf-act 

35). Aus der Gegenüberstellung des geschätzten Jahresertrags einer 

aufgeständerten Anlage von 4'700 kWh/Jahr und der bestehenden Anlage 

von 4'541 kWh/Jahr ist ersichtlich, dass mit der Aufständerung allenfalls 

sogar eine höhere Leistung erzielt werden kann, so dass auch die 

betriebliche Möglichkeit der angeordneten Massnahme zu bejahen ist.

5.5.3. Schliesslich gilt es noch die wirtschaftliche Tragbarkeit der angeordneten 

Massnahme zu prüfen. Dabei ist entscheidend, wie es sich mit der 

wirtschaftlichen Tragbarkeit der (Mehr-)Kosten für eine Aufständerung 

verhält. Im Rahmen von Art. 11 Abs. 2 USG zu berücksichtigen ist, mit 

welchem Aufwand eine Begrenzung der Emissionen herbeigeführt werden 

kann. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist hingegen nicht 

massgebend, welche ursprünglichen Investitionen in den Bau einer 

Anlage getätigt wurden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_177/2011 vom 

9. Februar 2012 E.6.4). Die wirtschaftliche Tragbarkeit gilt als 

Konkretisierung der Zumutbarkeit (Verhältnismässigkeit im engeren 

Sinne), welche dann zu bejahen ist, wenn ein angemessenes Verhältnis 

zwischen dem Nutzen der Massnahme und der Schwere der damit 

verbundenen Nachteile besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_418/2019 vom 16. Juli 2020 E.3.2). Die wirtschaftliche Tragbarkeit 

- 30 -

spielt bei privaten Anliegen eine untergeordnete Rolle, ist dieses Kriterium 

doch auf gewinnorientierte Unternehmen ausgerichtet. Gehen jedoch die 

zu bekämpfenden Immissionen von einer anderen Quelle als 

marktwirtschaftlich geführten Unternehmungen aus, so fällt das Kriterium 

der wirtschaftlichen Tragbarkeit dahin. Es ist dann im Rahmen der 

allgemeinen Verhältnismässigkeitsprüfung zu beachten (vgl. BGE 127 II 

306 E.8 m.H.).

Die Vorinstanz führte dazu aus, dass die Kosten der Aufständerung nicht 

genau beziffert worden seien, diese aber CHF 20'000.00 – 30'000.00 nicht 

übersteigen dürften. Sie war der Ansicht, dass ein Teil dieser Kosten auch 

entstanden wäre, wenn die Aufständerung der Panels von Anfang an 

geplant und ausgeführt worden wäre. Aus der Offerte der P._____ AG vom 

10. September 2015 betreffend 'Umbau PVA Aufständerung' ergeben sich 

hingegen für die Aufständerung von 16 Modulen und die Demontage der 

18 bestehenden Module Kosten von insgesamt Netto CHF 10'148.20 

(Brutto CHF 10'526.05) bzw. für 18 Module ein Nettopreis von insgesamt 

CHF 11'139.30 (inkl. Materialaufwand, Dienstleistungen und Gerüst; vgl. 

Bg-act. 2). Der Beschwerdeführer macht geltend, die Erstellungskosten 

der bestehenden Anlage hätten insgesamt CHF 25'685.40 betragen, 

abzüglich des Förderbeitrags des EWZ von CHF 14'580.-- ergäbe sich ein 

Investitionsbetrag von CHF 11'105.40 (vgl. Bf-act. 35). Diesem Betrag 

steht der Nettopreis für eine Aufständerung von rund CHF 11'000.00 

gegenüber. Auch unter Berücksichtigung, dass die Voraussetzung der 

wirtschaftlichen Tragbarkeit vorliegend ausser Acht fällt, kann somit die 

Verhältnismässigkeit bzw. die Zumutbarkeit der getroffenen Massnahme 

bejaht werden.

5.5.4. Zieht man in Betracht, dass bei einer Aufständerung der Solarpanels die 

Anschlüsse auf derselben Dachseite verblieben, die Grösse der Anlage 

durch die Aufständerung kaum verändert würde (vgl. Offerte P._____ AG 

vom 10. September 2015, Bg-act. 2), die vorhandene Anlage im Weiteren 

- 31 -

nicht den Vorgaben gemäss Baubewilligung entspricht, und die Kosten – 

soweit sie überhaupt in die Güterabwägung einzubeziehen sind – in der 

Grössenordnung gemäss der genannten Offerte im Gegensatz zu den 

durch die Beschwerdegegnerin nicht belegten Kosten von CHF 20'000.00 

bis CHF 30'000.00, bzw. den durch die Vorinstanz für die 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes vorgesehenen 

tatsächlichen Kosten von ca. CHF 10'000.00 bis CHF 15'000.00, als 

tragbar erachtet werden, erscheint die durch die Vorinstanz getroffene 

Massnahme als verhältnismässig. Gestützt auf die Ausführungen der 

Fachperson und das Gutachten ist die getroffene Massnahme zudem – 

bei einer bestehenden Notwendigkeit – auch als geeignet anzusehen. Die 

Beschwerdegegnerin hat mit den durchgeführten Augenscheinen, dem 

Beizug einer Fachperson, dem Erstellenlassen des Gutachtens und dem 

verhältnismässig erforderlichen Entscheid dem umweltschutzrechtlichen 

Vorsorgeprinzip im Sinne von Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 USG 

Rechnung getragen. Mit der angeordneten Aufständerung hat die 

Beschwerdegegnerin zudem auch das mildest mögliche Mittel zur 

Abwendung der störenden Blendimmissionen gewählt, indem sie die 

technische Anpassung und nicht den Abbruch der Anlage verfügt hat. In 

diesem Zusammenhang ist schliesslich auch auf das der 

Beschwerdegegnerin beim Entscheid in baurechtlichen Belangen 

zustehende Ermessen im konkreten Anwendungsfall hinzuweisen. 

Schliesslich wird durch den Umbau der Anlage auch dem Verstoss gegen 

die Baubewilligung durch die Verschiebung von ca. 75 cm in Richtung 

bergseitigem Dachabschluss gegenüber den bewilligten Plänen 

Rechnung getragen. Die Massnahmen erweisen sich schliesslich auch in 

Bezug auf den Schluss des Gutachters, wonach von einer erheblichen und 

nicht mehr als zulässig erachteten Belästigung durch Lichtreflexionen 

auszugehen sei, als vertretbar.

- 32 -

5.5.5. Auch hinsichtlich der spärlich vorhandenen Rechtsprechung zu diesem 

Thema erweist sich die angeordnete Massnahme der Vorinstanz im 

Rahmen der Vorsorge als gerechtfertigt. Im Entscheid VB.2007.00307 

erachtete das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Blendwirkungen 

aufgrund von Reflexionen des Sonnenlichts auf einer Photovoltaikanlage, 

welche während 4.5 Monaten (April bis August) zwischen 15.30 und 16.30 

Uhr bis zu maximal 50 Minuten mit einer Lichtintensität von bis gegen 30 % 

des Sonnenlichtes auftraten, nicht als umweltschutzrechtlichen 

Bagatellfall, sondern als übermässig im Sinne des Umweltschutzgesetzes, 

weshalb Massnahmen zur vorsorglichen Emissionsbegrenzung als 

zumutbar beurteilt wurden (Urteil der Baurekurskommission des Kantons 

ZH, BRKE II Nr. 0119/2007 vom 5. Juni 2007, bestätigt durch das 

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, VB.2007.00307 vom 7. 

November 2007, BEZ 2008 Nr. 05).

Im Urteil 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 hingegen erachtete das 

Bundesgericht hinsichtlich einer Solaranlage mit einer Fläche von 15 m², 

einer Distanz der Anlage zum Nachbargrundstück zwischen 10 und 20 m 

und einer Blendwirkung von ca. 1½ Stunden an wandernden Punkten auf 

dem Nachbargrundstück, wobei die Blendungsdauer auf dem Sitzplatz 

maximal 30 Minuten betrug, die Umweltschutzbestimmungen als nicht 

verletzt. Es wies dabei auf die im Vergleich mit Sonnenlicht geringere 

Leuchtdichte und die natürlichen Abwehrreflexe des Menschen hin. 

Zudem stützte es den Entscheid der Vorinstanz, welche das Bestehen 

verhältnismässiger Massnahmen zur Reduktion der Blendwirkung 

aufgrund der damit verbundenen erheblichen Kosten verneinte.

Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen stützte sich am 28. Juli 

2015 auf dieses Bundesgerichtsurteil, als es eine Blenddauer über die 

Breite eines Wohnhauses von rund 45 Minuten bzw. an einem 

feststehenden Beobachtungspunkt von max. 20 Minuten, nicht als 

- 33 -

erhebliche Störung des Wohlbefindens taxierte (Verw-GE B 2014/48 vom 

28. Juli 2015 E.5.5).

Der Fall gemäss Bundesgerichtsentscheid 1C_177/2011 lässt sich jedoch 

nicht mit dem vorliegenden vergleichen, umfasst die vorliegende 

Photovoltaikanlage doch vielmehr eine Fläche von 35 m², beträgt die 

Distanz zum Grundstück der Nachbarn lediglich ca. 11 m und weist die 

Blendwirkung gemäss Gutachten während mehrerer Wochen im Jahr eine 

tägliche Dauer über 50 Minuten und weit über 30 Stunden pro 

Kalenderjahr auf. Die Immissionen sind im vorliegenden Fall somit um 

einiges stärker. Auch unter diesem Aspekt erweist sich die angeordnete 

Massnahme der Vorinstanz somit im Rahmen der Vorsorge als 

gerechtfertigt.

5.5.6. Erfüllt eine Solaranlage die Voraussetzungen gemäss Art. 18a Abs. 1 

RPG nicht, entfällt die Baubewilligungsfreiheit und es kann ein 

(nachträgliches) Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden. Da sich 

die angeordnete Massnahme als rechtens erweist, und für eine 

aufgeständerte Photovoltaikanlage eine Baubewilligung benötigt wird, hat 

die Beschwerdegegnerin zu Recht die Einreichung eines nachträglichen 

Baubewilligungsgesuchs mit ordentlicher Publikation angeordnet. Dieser 

Schluss ist auch aus dem Fazit des Gutachters zu ziehen, wonach die 

Solarpanels als nicht reflexionsarm im Sinne von Art. 32a Abs. 1 lit. c RPV 

ausgeführt zu erachten sind und damit den Anforderungen gemäss 

Art. 18a Abs. 1 RPG nicht genügen, womit die beanstandete Anlage nicht 

mehr bewilligungsfrei ist.

6.1. Schliesslich gilt es noch zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die 

vorgenommene Kostenüberwälzung betreffend Gutachten gegeben 

waren. Die Vorinstanz erlegte gestützt auf Art. 48 Abs. 2 USG (Kontroll-, 

Abklärungs- und Bearbeitungsgebühren) und Art. 2 USG die Gebühren für 

- 34 -

das Verfahren dem Beschwerdeführer A._____ auf. Diese Kosten setzen 

sich zusammen aus den Untersuchungshandlungen der Behörde, deren 

Sitzungsgeldern im Umfang von CHF 2'360.00 sowie den 

Gutachterkosten von CHF 12'863.40. Die Vorinstanz begründete dies im 

Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer als Betreiber (evtl. 

Eigentümer) der Photovoltaikanlage, von der die Lichtemissionen 

ausgingen, als Störer bzw. Verursacher zu qualifizieren sei. Die 

Abklärungen, ob eine zulässige Lichteinwirkung vorliege, übersteige den 

Rahmen und den Aufwand eines üblichen, gebührenbefreiten 

Kontrollganges. In Zweifelsfällen wo zu prüfen sei, ob eine Verletzung 

nach Art. 14 USG vorliege, oder ob überhaupt Massnahmen unter dem 

Titel der Vorsorge ergriffen werden müssten, erweise sich ein Gutachten 

als notwendig. Dies ergebe sich auch aus VGU R 14 52 (recte: 53) vom 

12. März 2015, wonach die Vorinstanz nur nach einem Augenschein 

beurteilen könne, ob „allenfalls die Einholung eines behördlichen 

Gutachtens angezeigt wäreˮ. Genau diesen Schluss habe die 

Beschwerdegegnerin nach der Durchführung der Augenscheine gezogen, 

zumal die tatsächlichen Leuchtwerte und deren rechtliche Zuordnung 

unklar gewesen seien. Mit der Anordnung eines Gutachtens habe eine 

objektive Entscheidungsgrundlage geschaffen werden können.

6.2. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Vorinstanz zu Unrecht davon 

ausgegangen sei, dass er diese Kosten verursacht habe, da er die 

Einholung eines Gutachtens weder veranlasst noch als notwendig 

erachtet hätte. Eine Expertise sei von Beginn weg nutzlos gewesen, da 

überhaupt keine Immissionsgrenzwerte existierten, anhand welcher sich 

eine Verletzung umweltschutzrechtlicher Bestimmungen durch 

reflektierendes Sonnenlicht ermitteln liesse. Ferner seien diese Kosten viel 

höher ausgefallen, als anlässlich des Augenscheins vom 21. Juli 2015 mit 

maximal CHF 6'500.00 bis CHF 7'000.00 in Aussicht gestellt.

- 35 -

6.3. Nach Art. 2 USG trägt die Kosten, wer Massnahmen nach diesem Gesetz 

verursacht (Verursacherprinzip). Die Kantone und Gemeinden erheben 

Gebühren für Verfügungen, Kontrollen und besondere Dienstleistungen 

nach dem KUSG und dem Bundesgesetz (vgl. Art. 11 Abs. 1 KUSG, 

Art. 48 Abs. 1 USG). Individuell zurechenbarer staatlicher Aufwand beim 

Vollzug des USG kann ausser im Rahmen einer Bewilligung oder einer 

Kontrolle auch als 'besondere Dienstleistung' überwälzt werden. Als 

besondere Dienstleistungen nach Art. 48 USG gelten namentlich 

„Emissions- und Immissionsmessungen bei Anlagen, die Beurteilung der 

Umweltverträglichkeit von Projekten mittels Gutachten [….], die Erstellung 

von Immissionsprognosen und Expertisen durch die Fachstellen sowie die 

Durchführung von Erhebungenˮ (vgl. STEINER, Die Umsetzung des 

Verursacherprinzips durch das Umweltschutzrecht, Diss. Zürich 1999, 

S. 244, m.w.H.; BBl 1979 III 821). Auf Gemeindeebene konkretisiert heisst 

das, dass die Gemeinden für ihren Aufwand im Baubewilligungsverfahren 

und in weiteren baupolizeilichen Verfahren Gebühren erheben. Auslagen 

für Leistungen Dritter wie Fachgutachten, Beratungen sowie 

Grundbuchkosten sind der Gemeinde zusätzlich zu vergüten (Art. 96 Abs. 

1 KRG). Kostenpflichtig ist, wer den Aufwand durch Gesuche aller Art oder 

durch sein Verhalten verursacht hat (Art. 96 Abs. 2 KRG).

6.4. Da die Behörden das Umweltschutzgesetz von Amtes wegen zu 

vollziehen haben, spielt es keine Rolle, ob die Kontrolle aufgrund einer 

Anzeige eines Dritten erfolgte oder nicht. Daraus folgt, dass die Kosten 

behördlicher Kontrollen grundsätzlich immer dem Anlageninhaber zu 

überbinden und nicht allenfalls als besondere Dienstleistung einem 

Dritten, der eine Kontrolle verlangte, zu überwälzen sind (vgl. STEINER, 

a.a.O., S. 243). Im vorliegend zu beurteilenden Fall hat die 

Beschwerdegegnerin auf die anfallenden Kosten hingewiesen (vgl. 

Schreiben vom 23. Juni 2017; Bg-act. 28) und die Abklärungen gegen den 

Willen des Beschwerdeführers, der Bauherr und Eigentümer der 

- 36 -

streitbetroffenen Photovoltaikanlage ist (vgl. Baugesuch vom 21. Januar 

2012, Bf-act. 2, und Vertrag betreffend Förderbeitrag aus dem 

Stromsparfonds mit dem EWZ, Bf-act. 40; VGU R 14 53 vom 12. März 

2015 E.6, Bf-act. 1), vorgenommen. Daraus und aus dem Urteil des 

Verwaltungsgericht VGU R 14 53 lässt sich ohne Weiteres schliessen, 

dass die Beschwerdegegnerin selbst Grund zur Annahme hatte, dass die 

Immissionen fachlich abzuklären waren und damit ein hinreichender 

Grund für die Vornahme der betreffenden Abklärungen bestand. Nach 

dem Gesagten durfte die Beschwerdegegnerin die Kosten somit dem 

Beschwerdeführer auferlegen. Die Beschwerde ist infolgedessen auch in 

diesem Punkt abzuweisen.

6.5. Aufgrund des Gesagten erweist sich somit die angeordnete Massnahme 

sowie die Auferlegung der Gutachtenkosten als rechtens, was zur 

Abweisung der Beschwerde und zur Bestätigung des angefochtenen 

Entscheids vom 20. Februar 2020 führt.

7.1. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG den unterliegenden Beschwerdeführern 

aufzuerlegen. Aufgrund des Umfangs und der Schwierigkeit der Sache ist 

die Staatsgebühr vorliegend auf CHF 3'000.00 festzusetzen (Art. 75 

Abs. 2 VRG). Diese ist zusammen mit den Kanzleiauslagen den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen.

7.2. Den anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnern ist gestützt auf Art. 78 

Abs. 1 VRG eine Parteientschädigung zuzusprechen. Ausgangspunkt 

dafür ist die eingereichte Honorarnote des Rechtsvertreters. Gemäss 

Kostennote vom 9. September 2020 und ergänzender Kostennote vom 

24. August 2021 macht der Anwalt der Beschwerdegegner eine 

Parteientschädigung von insgesamt CHF 4'243.15 (bestehend aus: 

Honorar gemäss Zeitaufwand von 15.30 h à CHF 250.00 [CHF 3'825.00], 

zzgl. einer Kleinspesenpauschale von 3 % [CHF 114.75] und 7.7% MWST 

- 37 -

[CHF 303.40] geltend. Der geltend gemachte Stundenansatz ist durch 

eine Honorarvereinbarung belegt, und der Aufwand erscheint dem Gericht 

in der vorliegenden Angelegenheit als angemessen, womit von diesem 

auszugehen ist. Somit haben die unterlegenen Beschwerdeführer die 

Beschwerdegegner im Betrag von CHF 4'243.15 zu entschädigen.

Bund, Kanton und Gemeinde sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 

zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen 

(Art. 78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht hier kein Anlass.

- 38 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 878.--

zusammen CHF 3'878.--

gehen je hälftig und unter solidarischer Haftbarkeit zulasten von A._____ 

und der STWEG Grundstück Nr. B._____.

3. A._____ und die STWEG Grundstück Nr. B._____ haben D._____ je 

hälftig und unter solidarischer Haftbarkeit mit insgesamt CHF 4'243.15 

(inkl. MWST) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Mit Urteil 1C_686/2021 vom 9. Januar 2023 hat das Bundesgericht die gegen 

diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit es darauf eingetreten 

ist.