# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53328344-1221-5f14-a250-1752b0abb966
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.03.2016 PS160020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS160020_2016-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS160020-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Diggelmann und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler 

Urteil vom 11. März 2016 

in Sachen 

 

A._____,  

Schuldner und Beschwerdeführer, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

gegen 

 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,  

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 
Hinwil vom 1. Februar 2016 (EK160002) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

Am 1. Februar 2016 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hinwil 

auf Begehren der Gläubigerin vom 4. Januar 2016 nach vorangegangener 

Betreibung den Konkurs über den Schuldner (act. 3 und 7). Dieser erhob da-

gegen mit Eingabe an das Obergericht vom 10. Februar 2016 rechtzeitig Be-

schwerde mit dem Antrag, es sei die Konkurseröffnung aufzuheben (act. 2; 

vgl. act. 8/10). Er macht im Wesentlichen geltend, mittlerweile die Forderung 

der Gläubigerin getilgt zu haben und auch zahlungsfähig zu sein (act. 2 Rz. 9, 

20 ff. und 27 ff.). 

Mit Präsidialverfügung vom 12. Februar 2016 wurde der Beschwerde an-

tragsgemäss aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 9). Die Kosten des 

obergerichtlichen Verfahrens wurden vom Schuldner aufforderungsgemäss 

mit Fr. 750.– bevorschusst (act. 9 und 11/2). Die erstinstanzlichen Akten wur-

den beigezogen (act. 8/1–11). 

II.  

Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des 

Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, 

Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Die Beschwerde ist innert ei-

ner Frist von 10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen. Das 

bedeutet, dass der Schuldner sowohl seine Zahlungsfähigkeit als auch einen 

der drei Konkurshinderungsgründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu 

machen bzw. durch Urkunden nachzuweisen hat. Neue Behauptungen und 

Urkundenbeweise über konkurshindernde Tatsachen sind innert der Rechts-

mittelfrist selbst dann zulässig, wenn sie nach dem erstinstanzlichen Ent-

- 3 - 

scheid eingetreten sind. Nachfristen sind hingegen keine zu gewähren (BGE 

136 III 294, 139 III 491). 

III. 

Die in Betreibung gesetzte Forderung beläuft sich gemäss Zahlungsbefehl 

und Konkursandrohung auf Fr. 5'329.– zuzüglich 5 % Zins seit 1. September 

2015 sowie Fr. 150.–; die Betreibungskosten betragen Fr. 160.60 (act. 8/3). 

Die "aktuelle" Aufstellung der Gläubigerin über ihre Forderung "inkl. Teilzah-

lungen bzw. Gutschriften" im Konkursbegehren vom 4. Januar 2016 präsen-

tiert sich wie folgt (act. 8/1): 
 Aufstellung Gläubigerin Zinsberechnung 
  Beschwerde- 
  instanz 

Kontokorrent Fr. 5'329.00 nebst Zinsen zu 5 % seit 01.09.15 Fr. 111.00 
Rückwirkende Mutation Fr. -79.10 nebst Zinsen zu 5 % seit 01.09.15 Fr. -1.65 
Einzahlung, 02.11.2015 Fr. -722.80 nebst Zinsen zu 5 % seit 02.11.15 Fr. -8.95 
Einzahlung, 09.11.2015 Fr. -995.00 nebst Zinsen zu 5 % seit 09.11.15 Fr. -11.35 
Kosten Zahlungsbefehl    Fr. 89.05 
   u. Konkursandrohung Fr. 160.60 
"Betreibungs"- und 
   Mahnkosten Fr. 150.00 
 Fr. 3'842.70 
Zins gemäss  
   Berechnung  
   Beschwerdeinstanz Fr. 89.05 
 Fr. 3'931.75 

Noch am Tag der Konkurseröffnung (aber nachdem diese erfolgt war) zahlte 

der Schuldner für die Gläubigerin beim Betreibungsamt Wetzikon den gemäss 

dessen Abrechnung ausstehenden Betrag von Fr. 3'931.55 (act. 2 Rz. 9, 21, 

act. 5/5). Damit ist die in Betreibung gesetzte Forderung samt Kosten und 

Zinsen getilgt. 

Weiter hat der Schuldner am 4. Februar 2016 beim Konkursamt einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 1'700.– geleistet. Zusammen mit dem vom Konkursge-

richt nicht benötigten Teil des diesem von der Gläubigerin geleisteten Barvor-

schusses von Fr. 1'800.– ist dieser Betrag hinreichend, um im Fall einer Gut-

heissung der Beschwerde die konkursamtlichen Kosten zu decken und der 

- 4 - 

Gläubigerin den ganzen dem Konkursgericht geleisteten Barvorschuss zu-

rückzuerstatten (act. 2 Rz. 22 f.; act. 5/7).  

Der Konkurshinderungsgrund nach Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG ist somit er-

füllt. Zu prüfen bleibt die Zahlungsfähigkeit des Schuldners. 

IV. 

1.   

Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden sind, 

mit welchen der Schuldner die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen be-

friedigen kann. Der Schuldner hat aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen 

laufenden Verpflichtungen nachzukommen und in absehbarer Zeit auch die 

bestehenden Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwie-

rigkeiten lassen den Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen. 

Anders verhält es sich, wenn keine Anzeichen für eine Verbesserung seiner 

finanziellen Lage zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit hinaus als il-

liquid erscheint. Absehbare Veränderungen, die dem Schuldner die Tilgung 

seiner Schulden erlauben würden, sind grundsätzlich zu berücksichtigen. Sie 

müssen jedoch so konkret dargelegt werden, dass die bloss vorübergehende 

Natur der gegenwärtigen Zahlungsschwierigkeiten wirklich glaubhaft ist (vgl. 

KUKO SchKG-Diggelmann, 2. Aufl., Art. 174 N 13).  

2.  

Den Akten lässt sich zu den Verhältnissen des Schuldners im Wesentlichen 

Folgendes entnehmen: 

2.1. Er ist seit Mai 2006 als Inhaber des Einzelunternehmens "B._____" mit 

Sitz in C._____ im Handelsregister eingetragen. Registrierter Zweck des Un-

ternehmens sind allgemeine Reinigungen (act. 2 Rz. 5, act. 5/3). Seit Oktober 

2012 ist der Schuldner auch einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der 

"D._____ GMBH" mit Sitz in C._____, die ebenfalls Reinigungsdienstleistun-

gen erbringe (act. 2 Rz. 6, act. 5/4). 

- 5 - 

2.2. Eine aktuelle, die Aktiven und Passiven des Schuldners ausweisende Bi-

lanz liegt nicht vor. Auch eine Kreditorenliste hat der Schuldner nicht einge-

reicht. Seine kurzfristigen Verbindlichkeiten sind nicht bekannt. Für das Jahr 

2013 wurde er von den Steuerbehörden mit Geschäftspassiven von 

Fr. 27'711.– veranlagt (act. 5/22, Berechnungsmitteilung S. 2). 

2.3. Ein offensichtlich vom Betreibungsamt Wetzikon erstellter Auszug über 

offene, gegen den Schuldner gerichtete Betreibungen per 8. Februar 2016 

nennt fünf Verfahren über Forderungen von insgesamt Fr. 52'092.50 

(act. 5/15): 

 Betr. Nr. Eingang Verfahrensstand Gläubiger Abrech-
nungs-Betrag 
/ Fr. 

a) … 07.09.2015 Konkursandrohung Stiftung Auffang-
einrichtung BVG 

  3'954.70 

b) … 06.11.2014 Rechtsvorschlag E._____ 2'548.40 

c) … 26.08.2014 Rechtsvorschlag F._____AG 13'844.40 

d) … 21.07.2014 Rechtsvorschlag G._____ AG 22'330.35 

e) … 05.02.2014 Rechtsvorschlag H._____ AG   9'414.65 

     
52'092.50 

Der Beschwerdeschrift und den Beilagen lässt sich dazu Folgendes entneh-

men: 

Die Betreibung a führte zur Konkurseröffnung. Der Schuldner hat die Schuld 

beim Betreibungsamt getilgt (Erw. III oben). 

Betreibung b (E._____): 

Der Schuldner und die Betreibungsgläubigerin haben sich mit gerichtlichem 

Vergleich vom 8. Juli 2015 im Wesentlichen auf Herabsetzung der Forderung 

auf pauschal Fr. 1'800.– geeinigt, zahlbar in 6 monatlichen Raten von 

Fr. 300.–, erstmals per 1. August 2015 (act. 5/16). Die Behauptung des 

Schuldners, die Ausstände seien beglichen, ist nicht belegt (act. 2 Rz. 32). 

Betreibung c (F._____AG): 

Der Schuldner bestreitet die Forderung. Die Betreibungsgläubigerin wurde im 

Dezember 2015 im Handelsregister gelöscht, nachdem der am 7. August 

- 6 - 

2015 über sie eröffnete Konkurs am 20. August 2015 mangels Aktiven einge-

stellt worden war (act. 2 Rz. 32, act. 5/17). 

Betreibung d (G._____ AG): 

Der Schuldner macht geltend, die in Zusammenhang mit einem Bauvorhaben 

stehende Forderung sei unbegründet. Die Betreibungsgläubigerin habe er-

folglos versucht, auf dem (ihm und seiner Ehefrau gehörenden) Grundstück 

… [Adresse] für diese Forderung ein Bauhandwerkerpfandrecht zu erwirken. 

Seither habe sie sich nicht mehr gemeldet (act. 2 Rz. 32). Zur Forderung hat 

sich das Einzelgericht im summarischen Verfahren aber nicht geäussert; es 

hat das Gesuch um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechtes 

mit Urteil vom 11. November 2014 abgewiesen, weil die Gesuchstellerin nicht 

glaubhaft gemacht habe, dass sie die gesetzliche Viermonatsfrist nach 

Art. 839 Abs. 2 ZGB eingehalten habe (act. 5/18).  

Betreibung e (H._____ AG): 

Der Schuldner bestreitet die ebenfalls im Zusammenhang mit einem Bauvor-

haben stehende Forderung und behauptet, die Betreibungsgläubigerin habe 

sich seit seinem Rechtsvorschlag nicht mehr vernehmen lassen (act. 2 

Rz. 32).  

2.4. An kurzfristig verfügbaren Mitteln weist der Schuldner per 5. Februar 

2016 drei Bankguthaben aus, die auf ihn und/oder seine Ehefrau lauten 

(act. 5/9, 5/11–12): 

Kontokorrent-Konto B._____: Fr. 954.60 
Privatkonto Eheleute: Fr. 32.42 
Privatkonto Ehefrau: Fr. 40'821.58 
 Fr. 41'808.60 

Der Schuldner behauptet, das Konto der Ehefrau enthalte Sparguthaben bei-

der Ehegatten. Die Ehefrau bestätigt mit Schreiben vom 5. Februar 2016, der 

Schuldner könne und dürfe zur Führung seines Einzelunternehmens und zur 

Bestreitung der gemeinsamen Lebenshaltungskosten jederzeit uneinge-

schränkt auf das auf ihren Namen lautende Konto zugreifen (act. 2 Rz. 30, 

act. 5/13; vgl. act. 5/14). Per 31. Dezember 2014 hatten der Schuldner und 

- 7 - 

seine Ehefrau den Steuerbehörden Guthaben von Fr. 17'021.– deklariert 

(act. 5/23). 

Zu den offenen Debitoren äussert sich der Schuldner nicht. Er hat zwar Ko-

pien der im Jahre 2015 geschriebenen Rechnungen eingereicht (act. 5/21; 

vgl. act. 2 Rz. 37 f.). Wie weit sie noch offen sind, ist jedoch nicht ersichtlich. 

2.5. Die Erfolgsrechnung des Schuldners für das Jahr 2014 und seine provi-

sorische Rechnung für 2015 ergeben folgendes Bild (act. 5/19–20; Beträge in 

Fr.): 

 2014 2015 
 
ERTRAG 229'789.54 276'177.61 
 
AUFWAND 
 Materialaufwand Produktion 17'260.60 13'118.38 
 Maschinenmiete 698.70 1'101.35 
 Lohn I._____  2'250.00 
 Lohn J._____  34'221.00 
 Lohn K._____  7'383.00 
 Lohn L._____  43'418.00 
 Entsorgung 2'006.25  
 Lohnaufwand 33'667.00 
 AHV, IV, EO, ALV 2'532.40 4'195.10 
 Vorsorgeeinrichtungen  722.80 
 Unfallversicherung 172.05 6'799.60 
 Leistungen Dritter 37'750.00 197.50 
 Miete, Raumaufwand 340.00 720.00 
 Unterhalt, Reparaturen, Ersatz mobile Sachanlagen  129.58 
 Fahrzeug- und Transportaufwand 5'356.23 3'308.04 
 Fahrzeugleasing und -mieten  137.96 

Sachversicherungen, Abgaben,  
   Gebühren, Bewilligungen 4'979.20 7'074.43 

 Autoversicherung 6'020.00 5'208.67 
 Energie- und Entsorgungsaufwand  568.93 
 Verwaltungsaufwand 34.70 1'338.89 
 Treuhand 3'100.00 578.70 
 Telefon, Internet usw. 6'156.25 6'931.99 
 Werbeaufwand 1'335.80 189.91 

Sonstiger betriebl. Aufwand, Arbeitskleider 1'308.05 3'124.66 
 Abschreibungen und Wertberichtigungen 1'800.00 
 Finanzaufwand 275.25 329.42 
 Direkte Steuern -1'980.40 
 MWST 2014 12'423.50 
Total Aufwand 135'235.58 143'047.91 
 
Gewinn 94'553.96 133'129.70 

- 8 - 

Der Schuldner bemerkt dazu, dass die BVG-, AHV- und SUVA-Abrechnungen 

per 31. Dezember 2015 noch nicht ganz abschliessend berücksichtigt seien. 

Eine massgebliche Veränderung sei indes kaum mehr zu erwarten (act. 2 

Rz. 35). Nicht in die Rechnung eingesetzt ist indessen namentlich auch die 

Mehrwertsteuer. 

2.6. Der Schuldner macht geltend, sein Lohn sei jeweils nicht als Aufwand 

verbucht; sein Einkommen entspreche dem jeweils ausgewiesenen Reinge-

winn des Unternehmens (act. 2 Rz. 36). In der Steuererklärung 2014 beziffer-

ten er und seine Ehefrau die Einkünfte des Schuldners aus selbständiger Er-

werbstätigkeit bei einem ausgewiesenen Gewinn von Fr. 94'553.96 allerdings 

nur mit Fr. 62'285.–. Daneben deklarierten sie Einkünfte aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit des Schuldners von Fr. 8'651.– und der Ehefrau von 

Fr. 36'113.– (act. 5/23). Das ergibt Einkünfte aus Erwerbstätigkeit von insge-

samt Fr. 107'049.– (entsprechend Fr. 8'921.– p.m.).  

2.7. Die Auslagen für sich und seine Familie beziffert der Schuldner wie folgt 
(act. 2 Rz. 43 ff.; in Fr.): 

Hypothekarzins   744.00 (act. 5/24) 
Gebäudeversicherung  32.00 (act. 5/25) 
Krankenkassenprämien  637.70 (act. 5/26) 
Unterhalt 11-jähriges Kind  947.00 
Unterhalt 13-jähriges Kind  1'267.00 
Grundbedarf Schuldner  850.00 
Lebensversicherung    300.00 (act. 5/27) 

  4'778.00 

Namentlich der Grundbedarf seiner Ehefrau fehlt in dieser Aufstellung. 

2.8. In der Steuererklärung 2014 vom 28. November 2015 deklarierten der 

Schuldner und seine Ehefrau Vermögenswerte von Fr. 638'521.–, darunter 

die Liegenschaft … [Adresse] im Wert von Fr. 620'000.–, sowie Schulden von 

Fr. 496'000.– (act. 5/23). Das Wohnhaus auf dem Grundstück, ein Neubau 

aus dem Jahr 2014, ist bei der kantonalen Gebäudeversicherung für 

Fr. 700'000.– versichert (act. 5/25 Bl. 2). Die Schulden von Fr. 496'000.– ent-

sprechen der auf der Liegenschaft lastenden Hypothek (act. 5/24). 

- 9 - 

3.   

Aufgrund der vorstehend aufgeführten Behauptungen und Unterlagen bleibt 

die Zahlungsfähigkeit des Schuldners zu beurteilen: 

Die Angaben zum Geschäftsvermögen des Schuldners sind dürftig. Das Ver-

hältnis der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu den kurzfristig verfügbaren Mit-

teln (namentlich Debitoren) ist nicht ersichtlich. Ein detaillierter Betreibungs-

registerauszug fehlt. Einen gewissen Einblick in das Zahlungsverhalten des 

Schuldners gibt aber auch der von ihm eingereichte summarische Auszug. 

Die Aufstellung der fünf offenen Betreibungen lässt vermuten, dass der 

Schuldner den laufenden Verbindlichkeiten grundsätzlich nachkommt. Die 

jüngste Betreibung vom September 2015 hat zur Konkurseröffnung geführt; 

die weiteren vier Verfahren über insgesamt Fr. 48'137.80 wurden im Jahre 

2014 angehoben und sind durch Rechtsvorschlag gehemmt. Die Gläubigerin 

einer Forderung von Fr. 13'844.40 – eine Aktiengesellschaft – wurde mittler-

weile im Handelsregister gelöscht. Zwei weitere namhafte Betreibungsgläubi-

ger mit Forderungen von insgesamt Fr. 31'745.– haben sich laut Darstellung 

des Schuldners seit 2014 nicht mehr gemeldet; wie weit ihre Forderungen be-

gründet sind, ist ungewiss. Angesichts des vom Schuldner und seiner Ehefrau 

für das Jahr 2014 deklarierten Einkommens und des Bankguthabens der Ehe-

frau darf davon ausgegangen werden, dass der Schuldner, wenn er sich mit 

seiner Familie einschränkt, in der Lage ist, den laufenden Verbindlichkeiten 

nachzukommen und die aufgelaufenen Schulden, soweit sie denn bestehen, 

in absehbarer Zeit abzutragen. Die Glaubhaftigkeit der Zahlungsfähigkeit ist 

deshalb zu bejahen. Sollte es erneut zu einer Konkurseröffnung kommen, 

müsste der Schuldner damit rechnen, dass höhere Anforderungen an die 

Glaubhaftmachung gestellt würden. 

- 10 - 

V. 

1.  
Zusammenfassend ergibt sich, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die 

Aufhebung des Konkurses erfüllt sind. Die Beschwerde ist gutzuheissen und 

das angefochtene Urteil aufzuheben. 

2.  

Der Schuldner hat für die Gläubigerin beim Betreibungsamt Fr. 3'931.55 be-

zahlt und damit seine Schuld einschliesslich Zinsen und Betreibungskosten 

getilgt (Erw. III vorn). Um nichts zu versäumen hat er mit Posteinzahlung vom 

8. Februar 2016 bei der Obergerichtskasse Fr. 60.– hinterlegt (act. 2 Rz. 12, 

25; act. 5/8, act. 11/1). Dieser Betrag ist ihm von der Obergerichtskasse zu-

rückzuerstatten.  

3.  

Die Kosten beider Instanzen sind dem Schuldner aufzuerlegen, weil er die 

Verfahren durch seine Zahlungssäumnis veranlasst hat. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes 

des Bezirksgerichtes Hinwil vom 1. Februar 2016, mit dem über den 

Schuldner der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 

2. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den vom Schuldner bei ihr hin-

terlegten Betrag von Fr. 60.– an den Schuldner zurückzuerstatten. 

3. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, dem 

Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss 

verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruch-

gebühr von Fr. 300.– wird bestätigt und ebenfalls dem Schuldner aufer-

legt. 

- 11 - 

4. Das Konkursamt Wetzikon ZH wird angewiesen, von dem bei ihm einbe-

zahlten Totalbetrag von Fr. 3'200.– (Fr. 1'700.– Zahlung des Schuldners 

sowie Fr. 1'500.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht ge-

leisteten Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und dem Schuld-

ner einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag 

auszuzahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Vorinstanz (unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten) und an das Konkursamt Wetzi-

kon ZH, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des 

Kantons Zürich, das Betreibungsamt Wetzikon ZH und das Grundbuch-

amt … ZH, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer sol-

chen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsa-

chen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbin-

dung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
versandt am: 
11. März 2016 
 

	Urteil vom 11. März 2016
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	1.
	2.
	2.1. Er ist seit Mai 2006 als Inhaber des Einzelunternehmens "B._____" mit Sitz in C._____ im Handelsregister eingetragen. Registrierter Zweck des Unternehmens sind allgemeine Reinigungen (act. 2 Rz. 5, act. 5/3). Seit Oktober 2012 ist der Schuldner a...
	2.2. Eine aktuelle, die Aktiven und Passiven des Schuldners ausweisende Bilanz liegt nicht vor. Auch eine Kreditorenliste hat der Schuldner nicht eingereicht. Seine kurzfristigen Verbindlichkeiten sind nicht bekannt. Für das Jahr 2013 wurde er von den...
	2.3. Ein offensichtlich vom Betreibungsamt Wetzikon erstellter Auszug über offene, gegen den Schuldner gerichtete Betreibungen per 8. Februar 2016 nennt fünf Verfahren über Forderungen von insgesamt Fr. 52'092.50 (act. 5/15):
	2.4. An kurzfristig verfügbaren Mitteln weist der Schuldner per 5. Februar 2016 drei Bankguthaben aus, die auf ihn und/oder seine Ehefrau lauten (act. 5/9, 5/11–12):
	2.5. Die Erfolgsrechnung des Schuldners für das Jahr 2014 und seine provisorische Rechnung für 2015 ergeben folgendes Bild (act. 5/19–20; Beträge in Fr.):
	2.6. Der Schuldner macht geltend, sein Lohn sei jeweils nicht als Aufwand verbucht; sein Einkommen entspreche dem jeweils ausgewiesenen Reingewinn des Unternehmens (act. 2 Rz. 36). In der Steuererklärung 2014 bezifferten er und seine Ehefrau die Einkü...
	2.7. Die Auslagen für sich und seine Familie beziffert der Schuldner wie folgt (act. 2 Rz. 43 ff.; in Fr.):
	2.8. In der Steuererklärung 2014 vom 28. November 2015 deklarierten der Schuldner und seine Ehefrau Vermögenswerte von Fr. 638'521.–, darunter die Liegenschaft … [Adresse] im Wert von Fr. 620'000.–, sowie Schulden von Fr. 496'000.– (act. 5/23). Das Wo...
	3.
	V.
	1.
	3.

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil vom 1. Februar 2016, mit dem über den Schuldner der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
	2. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den vom Schuldner bei ihr hinterlegten Betrag von Fr. 60.– an den Schuldner zurückzuerstatten.
	3. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, dem Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 300.– wird bestätigt und e...
	4. Das Konkursamt Wetzikon ZH wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 3'200.– (Fr. 1'700.– Zahlung des Schuldners sowie Fr. 1'500.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses) der Gläubigerin F...
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und an das Konkursamt Wetzi-kon ZH, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, das Betreibungsamt Wetzikon Z...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...