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**Case Identifier:** 8f8f9ce1-ef63-5d44-9163-0c88b3cee815
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.06.2016 200 2015 1114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1114_2016-06-08.pdf

## Full Text

200 15 1114 IV
SCI/COC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Juni 2016

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________ 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1980 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 3. Februar 2004 unter Hinweis auf eine seit einem Unfall 
vom xx. xx. 2003 bestehende Paraplegie bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1, 10). Daraufhin führte die 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und erwerbli-
che Erhebungen durch und erteilte Kostengutsprache für diverse Hilfsmittel 
(u.a. Änderungen am Motorfahrzeug, Rollstuhl, bauliche Änderungen; 
act. II 51, 62, 84 f., 91, 96 – 98) sowie für berufliche und medizinische 
Massnahmen (Arbeitstraining, Rehabilitationsaufenthalt; act. II 45, 47, 70). 
Ferner sprach die IVB ab November 2004 sowohl eine Hilflosenentschädi-
gung leichten Grades als auch eine ganze IV-Rente bei einem Invaliditäts-
grad (IV-Grad) von 70% zu (Verfügungen vom 8. März und 25. August 
2005; act. II 81, 100). Die Weiterausrichtung der laufenden ganzen IV-
Rente wurde in der Folge bestätigt (Mitteilungen vom 25. August 2006 und 
vom 11. Oktober 2007; Akten der IV [act. IIA] 116, 135). Zudem wurden 
weitere Kostengutsprachen für Hilfsmittel (u.a. bauliche Massnahmen) er-
teilt (act. IIA 125, 132, 146, 150, 155, 160 – 163).

Nachdem die Versicherte ihr Arbeitspensum von 30% auf 40% erhöht hat-
te, setzte die IVB mit Verfügung vom 15. Januar 2009 (act. IIA 159) die 
bisherige ganze IV-Rente bei einem neu ermittelten IV-Grad von 60% auf 
eine Dreiviertelsrente herab. Nach einem Stellenwechsel der Versicherten 
wurde diese Dreiviertelsrente mit Verfügung vom 16. März 2010 (act. IIA 
174) bei einem IV-Grad von 56% auf eine halbe IV-Rente reduziert. In der 
Folge bestätigte die IVB mit Mitteilung vom 26. April 2010 (act. IIA 179) den 
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades und mit Mittei-
lung vom 7. Juni 2012 (act. IIA 193) die Weiterausrichtung der halben IV-
Rente (IV-Grad 56%). 

Am 11. August 2014 beantragte die Versicherte einen Assistenzbeitrag der 
IV (act. IIA 209). Daraufhin liess die IVB einen Abklärungsbericht Assis-
tenzbeitrag (act. IIA 216, 218) erstellen und sprach mit Verfügung vom 

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9. Januar 2015 (Akten der IV [act. IIB] 224) ab dem 1. August 2014 einen 
Assistenzbeitrag in der Höhe von monatlich durchschnittlich Fr. 1‘675.40 
bzw. jährlich maximal Fr. 18‘429.40 zu. 

B.

Aufgrund der Geburt des Sohnes der Versicherten (…) führte die IVB von 
Amtes wegen eine Rentenrevision durch. Dabei liess sie insbesondere ei-
nen Abklärungsbericht Haushalt (act. IIB 221, 249) erstellen. Mit Vorbe-
scheid vom 18. Juni 2015 (act. IIB 251) stellte die IVB bei einem in Anwen-
dung der gemischten Methode (60% Erwerbstätigkeit und 40% Haushalt) 
ermittelten IV-Grad von 22% die Aufhebung der halben IV-Rente nach Zu-
stellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats in Aussicht. Mit 
diesem Vorbescheid zeigte sich die Versicherte nicht einverstanden 
(act. IIB 256, 266). Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD; act. IIB 269) und des Abklärungsdienstes 
(act. IIB 270) verfügte die IVB am 13. November 2015 wie im Vorbescheid 
angekündigt und hob die bisher ausgerichtete halbe IV-Rente auf Ende des 
der Eröffnung der Verfügung folgenden Monats (Ende Dezember 2015) auf 
(act. IIB 272). Einer allfälligen gegen diesen Entscheid gerichteten Be-
schwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung (S. 2).

C.

Hiergegen liess die Versicherte am 16. Dezember 2015 Beschwerde erhe-
ben und folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung vom 13. November 2015 sei aufzuheben und es 
sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, der Beschwerdefüh-
rerin rückwirkend ab dem 1. Juli 2015 eine Dreiviertelsrente 
auszurichten.

2. Eventualiter: Die Verfügung vom 13. November 2015 sei aufzu-
heben und die Sache sei zur Vornahme weiterer Abklärungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen verbunden mit der 

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Anordnung, eine neue Verfügung im Sinne der Beschwerde zu 
erlassen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2016 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit unaufgefordert eingereichter, beim Gericht am 12. Februar 2016 einge-
gangener Eingabe liess die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeantwort 
Stellung nehmen. 

Mit prozessleitender Verfügung vom gleichen Tag edierte der Instruktions-
richter bei der C.________ das Personaldossier der Beschwerdeführerin. 
Ferner forderte er die Beschwerdeführerin auf, Unterlagen betreffend die 
geltend gemachte(n) Weiterbildung(en) im …bereich einzureichen sowie 
Angaben zur aktuellen und früheren Tätigkeit des Ehemannes sowie zu 
allfälligen weiteren entgeltlichen oder unentgeltlichen Tätigkeiten der Be-
schwerdeführerin und des Ehemannes zu machen.

Am 19. Februar 2016 ging das Personaldossier der Beschwerdeführerin 
der C.________ und am 4. März 2016 eine Stellungnahme der Beschwer-
deführerin beim Gericht ein.

Mit Schlussbemerkungen vom 29. März 2016 und 13. April 2016 bestätig-
ten die Parteien ihre Anträge.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 

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die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. November 2015 
(act. IIB 272). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin und dabei insbesondere die revisionsweise Aufhebung der bis-
her ausgerichteten halben IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 
sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer-
den kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemes-
sung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in 
welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 141 
V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 149).

2.4 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.5 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der IV-Grad bestimmen lässt. Insoweit 
die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt wer-
den können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstän-

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de zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu 
vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 
29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

2.6 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.7 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). 

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob zwischen der Verfügung vom 16. März 2010 
(act. IIA 174) – anlässlich welcher die bisherige Dreiviertelsrente bei einem 
neu ermittelten IV-Grad von 56% auf eine halbe IV-Rente herabgesetzt 
worden war und damit die letzte materielle Überprüfung des Rentenan-
spruchs stattfand (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 
S. 135 E. 3.1.2) – und der hier angefochtenen Verfügung vom 13. Novem-
ber 2015 (act. IIB 272) eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad und folglich den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.7 hiervor). 

3.2 In der Verfügung vom 16. März 2010 (act. IIA 174) setzte die Be-
schwerdegegnerin das Invalideneinkommen gestützt auf das tatsächliche, 
bei der C.________ erzielte Einkommen fest (S. 2). Da die Beschwerdefüh-
rerin diese Anstellung seit dem 22. März 2015 nicht mehr inne hat (vgl. 
Auflösung Arbeitsvertrag vom 14. Januar 2015; act. IIB 229.4) und keine 
neue Arbeitsstelle angetreten hat, liegt offensichtlich bereits in erwerblicher 
Hinsicht ein Revisionsgrund vor. Das Invalideneinkommen ist daher – ent-
gegen der Annahme der Beschwerdegegnerin (act. IIB 249 S. 6 Ziff. 3.8; 
vgl. act. IIB 272 S. 2) – nicht mehr auf der Grundlage des effektiv bezoge-
nen Lohnes, sondern auf derjenigen der Tabellenlöhne (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1) zu ermitteln. Hinzu kom-
men auch Veränderungen hinsichtlich des Status und der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit, worauf zurückzukommen sein wird (vgl. E. 4.3 und 5.2 
hiernach). Der Rentenanspruch ist folglich in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leis-
tungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne 
Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 9

4.1.1 Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 20. April 2010 (act. IIA 178) mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine sensomotorisch komplette Paraple-
gie sub Th3, einen Status nach dorsaler Aufrichtung, Spondylodese Th2-8 
und Laminektomie Th5 sowie eine autonome Dysregulation mit Blasen-, 
Darm- und Sexualfunktionsstörungen. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit führte sie Begleitverletzungen bei Polytrauma am xx. xx. 2003 an. 
Ferner attestierte sie bis November 2009 eine 60%-ige und ab November 
2009 bis heute eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1). 

4.1.2 Im Bericht der Klinik E.________ vom 10. Januar 2011 (act. IIA 192 
S. 6 ff.) wurde eine sensomotorisch komplette Paraplegie sub Th3, eine 
autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörungen, 
Begleitverletzungen bei Polytrauma und eine leichtgradige Tendinose der 
Supra- und Infraspinatussehne rechts diagnostiziert (S. 6). Hinsichtlich der 
sensomotorischen Defizite zeige die Beschwerdeführerin weiterhin einen 
stabilen Verlauf. Auch die Gelenksbeweglichkeit der unteren Extremitäten 
habe sich nicht verändert (S. 7). Die Beschwerdeführerin habe im 
November 2009 ihr Arbeitspensum von 40% auf 50% gesteigert. Dieses 
Pensum „vertrage“ sie problemlos (S. 8).

Im weiteren Verlauf wurde im Bericht vom 6. Mai 2014 (act. IIA 214 
S. 14 ff.) neben den zuvor aufgeführten Diagnosen ein lumbaler Rücken-
schmerz diagnostiziert. Aktuell träten Spastik-Phänomene ausschliesslich 
beim Transfer für mehrere Sekunden mit einschiessender Spastik und bei 
zurückgelehnter Sitzhaltung auf. Die Ursache des geklagten, nach länge-
rem Sitzen über fünf bis sechs Stunden auftretenden, ausgeprägten lumba-
len, mittig gelegenen Rückenschmerzes, ausstrahlend ins Gesäss und dor-
sale Oberschenkel sei am ehesten ein muskulo-skelettaler Schmerz, ob-
wohl dieser unterhalb des neurologischen Levels auf injury gelegen sei. Ein 
sicherer Hinweis für einen neuropathischen Below-level spinal cord injury 
pain bestehe nicht (S. 14).

4.1.3 Dr. med. D.________ verwies im Bericht vom 10. Oktober 2014 
(act. IIA 214) auf die von ihr zuvor mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit gestellten Diagnosen und attestierte seit November 2009 bis heute 

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eine 40%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1). Der Gesundheitszustand sei statio-
när (S. 2).

4.1.4 Im Bericht der Klinik E.________ vom 31. August 2015 (act. IIB 266 
S. 3 f.) wurde ausgeführt, die dauernden Rückenschmerzen hätten sich 
nach einer Metallentfernung im Jahre 2006 und eine dauerhafte Urininkon-
tinenz nach einer Blasenaugmentationsoperation im Jahre 2007 gebessert. 
Nach einer vorübergehenden Besserung der neuropathischen Schmerzen 
und der Spastik im Rahmen einer Schwangerschaft hätten diese nun wie-
der zugenommen. Es bestünden belastungsabhängige Schmerzen, insbe-
sondere in der linken Schulter, dem Rücken, dem Gesäss sowie in beiden 
unteren Extremitäten inklusive der Füsse. Nebst der Betreuung eines … 
Monate alten Kindes bestehe ein erhöhter Aufwand für die Körperpflege 
von morgendlich 60 Minuten, ein intermittierender Katheterismus sechs Mal 
täglich, die Notwendigkeit einer täglichen Blasenspülung zur Vermeidung 
der rezidivierenden Harnwegsinfekte sowie ein Darmentleerungsregime mit 
rektal-digitalem Ausräumen, welches zwischen drei Mal wöchentlich und 
täglich variiere. Zudem hätten bis vor drei Monaten durch die Kompressi-
onsstrümpfe Druckstellen in beiden Kniekehlen bestanden, welche eben-
falls ein besonderes Augenmerk erfordert hätten. Im Rahmen der genann-
ten Probleme und des vermehrten Aufwandes sowie einer neu begonnenen 
antineuropathischen Medikation bestehe eine erhöhte Erschöpfbarkeit und 
ein vermehrter Rekreationsbedarf. Der Beschwerdeführerin wurde in ihrem 
angestammten Beruf als … mit Führungsaufgaben eine 25% bis 30%-ige 
Arbeitsfähigkeit attestiert (S. 3 f.).

4.1.5 Am 6. November 2015 nahm die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, im Rah-
men einer Aktenbeurteilung zum Gesundheitszustand der Beschwerdefüh-
rerin Stellung (act. IIB 269). Seit 2004 sei keine Verschlechterung des Ge-
sundheitsschadens objektiv ausgewiesen. Die genannten Schmerzen fän-
den sich bereits seit 2004 dokumentiert (S. 6). An funktionellen Einschrän-
kungen bestünden ein thorakales Querschnittssyndrom mit aufgehobener 
Schmerz- und Berührungsempfindung unterhalb des Dermatoms Th6 mit 
einer vollständigen, leicht spastischen Lähmung der Beine aber ohne Spitz-
fusskontrakturen und mit einem minimalen Streckdefizit in den Hüftgelen-

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ken. Wegen einer Blasenentleerungsstörung erfolge alle drei bis vier Stun-
den die Selbstkatheterisierung. Ferner räume die Beschwerdeführerin we-
gen einer Verstopfung bei verzögerter Darmentleerung drei Mal wöchent-
lich den Enddarm aus. Die Beweglichkeit der grossen Gelenke an Armen 
und Beinen und die Kraft in Armen und Händen seien nicht eingeschränkt. 
Die Hirnnervenfunktionen seien regelrecht. Das auch nach dem Unfall fort-
bestehende zielstrebige, bedürfnis- und leistungsorientierte Verhalten und 
die sportlichen Aktivitäten sprächen für unbeeinträchtigte kognitive Leistun-
gen, für eine hohe intrinsische Leistungsbereitschaft (Ehrgeiz) und für ein 
hohes Autonomiestreben. Unter Berücksichtigung der oben genannten 
Diagnosen und der oben dargestellten Funktionsstörungen sowie unter 
Zugrundelegung der bisherigen Berufsbiografie (Arbeitseinsatzzeiten) sei 
der Beschwerdeführerin zumutbar, Arbeiten leichter körperlicher Schwere, 
im Sitzen, mit der Möglichkeit zum Positionswechsel, überwiegend in ge-
schlossenen Räumen, mit der Möglichkeit jederzeit eine Toilette aufsuchen 
zu können, in Tageschicht (Früh- und Spätschicht), mit den betriebsübli-
chen Pausen, vier bis sechs Stunden täglich an bis zu fünf Tagen pro Wo-
che zu verrichten. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit einer … in der … könne 
mit dem bisherigen Pensum von 50% (und mehr) auch weiterhin verrichtet 
werden. Der Leistungseinschätzung im Bericht der Klinik E.________ vom 
31. August 2015 könne unter Berücksichtigung des bisherigen Arbeitsbe-
lastungsprofils und der geleisteten Arbeitseinsatzzeiten wie auch aufgrund 
des unveränderten Gesundheitsschadens und der hohen intrinsischen 
Leistungsbereitschaft nicht gefolgt werden. Diese Leistungseinschätzung 
sei nicht objektiv nachvollziehbar begründet (S. 7).

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 13. November 2015 (act. IIB 272) massgeblich auf den Bericht 
der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 6. November 2015 (act. IIB 269) 
gestützt. 

Dieser Aktenbericht genügt für eine abschliessende Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes der Beschwerdeführerin (vgl. E. 4.2 hiervor) jedoch 
nicht. Die RAD-Ärztin hat zwar ausgehend von den unbestrittenen Diagno-
sen schlüssig dargelegt, dass sich der Gesundheitszustand nicht (massge-
blich) verändert hat (act. IIB 269 S. 6 f.). Diese Einschätzung steht im Ein-
klang mit der Beurteilung der Hausärztin, die den Gesundheitszustand im 
Bericht vom 10. Oktober 2014 als stationär bezeichnete (act. IIA 214 S. 2). 
Auch aus dem Bericht der Klinik E.________ vom 31. August 2015 (act. IIB 
266 S. 3 f.) geht keine – medizinisch objektivierte – massgebende Verän-
derung des Gesundheitszustandes hervor. Mit Blick auf die Aktenlage fehlt 
jedoch sowohl seitens des RAD wie auch der behandelnden Ärzte eine 
nachvollziehbare und überzeugende Einschätzung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit. 

In den vorliegenden Akten sind – ausser direkt nach dem Unfall – keine auf 
einer umfassenden medizinisch-theoretischen Würdigung basierende Ar-
beitsfähigkeitsbeurteilungen enthalten. Vielmehr wurde die Arbeitsfähigkeit 
mit dem effektiv gearbeiteten Arbeitspensum gleichgesetzt und den effekti-
ven erwerblichen Veränderungen folgend angepasst. So wurde der Be-
schwerdeführerin insbesondere seit November 2009 eine 50%-ige Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 13

fähigkeit attestiert (act. IIA 178, 192 S. 8), was demjenigen Pensum ent-
sprach, das sie bei der C.________ inne hatte (act. IIB 228). Ab August 
2012 hat die Beschwerdeführerin berufsbegleitend eine Weiterbildung zur 
… absolviert. Dabei besuchte sie rund acht Schullektionen pro Woche. 
Sechs Stunden pro Woche wurden ihr von der Arbeitgeberin als Arbeitszeit 
angerechnet (vgl. Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 11 – 12). Unter 
Berücksichtigung des zusätzlich angefallen Lernaufwandes war die Be-
schwerdeführerin somit ab August 2012 offensichtlich in der Lage, neben 
ihrem 50%-igen Arbeitspensum weitergehende Leistungen zu erbringen. 
Ab Januar 2013 besuchte sie die weiterführende Weiterbildung zur … und 
schloss diese im Juni 2013 erfolgreich ab (act. I 17; jedoch ohne eidgenös-
sische Prüfung; vgl. Schlussbemerkungen vom 13. April 2016 S. 2). Diese 
Weiterbildung war von der Arbeitgeberin soweit ersichtlich nicht mehr be-
sonders unterstützt worden. Den gesamten zeitlichen Aufwand von 
wöchentlich 14 Schullektionen (noch ohne Lernaufwand; vgl. act. I 16) hat 
die Beschwerdeführerin damit zusätzlich zur Arbeitstätigkeit getragen. 
Dementsprechend hat sie den Tatbeweis erbracht, dass spätestens seit der 
Aufnahme der Weiterbildung zur … im Januar 2013 während längerer Zeit 
eine klarerweise über 50% liegende Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
standen haben muss. Diese Arbeits- und Leistungsfähigkeit hätte sie mit 
Blick auf die Schadenminderungspflicht auch erwerblich nutzen können 
und müssen. 

Daran ändert auch der Bericht der Klinik E.________ vom 31. August 2015 
(act. IIB 266 S. 3 f.) nichts, worin neu eine 25% bis 30%-ige Arbeitsfähigkeit 
attestiert worden ist. Denn zum einen ist bei dieser Beurteilung der von der 
Beschwerdeführerin erbrachte Tatbeweis einer bestehenden Arbeitsfähig-
keit von über 50% nicht beachtet worden. Zum anderen fehlt im besagten 
Bericht eine nachvollziehbare Begründung für die attestierte hohe Arbeits-
unfähigkeit. Insoweit wurde auch verkannt, dass die abschliessende (addi-
tive) Beurteilung von Einschränkungen im Erwerb und im Aufgabenbereich 
nicht Sache des Mediziners, sondern diejenige der Verwaltung ist. 
Schliesslich sind die mit Eingabe vom 3. März 2016 (in den Gerichtsakten) 
geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Schulter-
beschwerden beidseits) und die diesbezüglich eingereichten medizinischen 
Berichte (act. I 25 f.) vorliegend insoweit nicht massgebend, als sie sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 14

nicht zum Gesundheitszustand bis zum hier massgebenden Zeitpunkt der 
angefochtenen Verfügung äussern.

Wie hoch die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus 
objektiver medizinischer Sicht ist, kann gestützt auf die vorliegenden Akten 
nicht abschliessend beurteilt werden. Insbesondere können, nachdem die 
Beschwerdeführerin (…) Mutter geworden ist (act. IIB 249 S. 3 Ziff. 2.1) 
und ihre Erwerbstätigkeit per … 2015 aufgegeben hat (act. IIB 229.4), ab 
diesem Zeitpunkt keine Rückschlüsse mehr von der effektiv ausgeübten 
(Erwerbs-)Tätigkeit auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit gezogen wer-
den. 

4.4 Unter diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende 
Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit (insbesondere zum Zeitpunkt der Revisi-
onsverfügung) vorgenommen werden. Die angefochtene Verfügung ist 
deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt gutachterlich abklären 
lasse. 

5.

5.1 Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin als unzutreffend gerüg-
ten Festlegungen des Status und der Vergleichseinkommen durch die Be-
schwerdegegnerin bleibt festzuhalten, dass sie sich widersprüchlich ver-
hält, wenn sie zum einen behauptet, zufolge der Invalidenkarriere sei auch 
für die Validenkarriere von einem grossen beruflichen Erfolg auszugehen, 
hinsichtlich der Status-Entwicklung hingegen jeden Rückschluss von den 
tatsächlichen Verhältnissen als unzulässig bezeichnet (Beschwerde S. 7 ff. 
Art. 4 f., Replik S. 4 f. Art. 14 f.). Bei der seit dem frühen Erwachsenenalter 
behinderten und seit November 2004 (act. II 100) rentenberechtigten Be-
schwerdeführerin ist – wie von ihr sinngemäss geltend gemacht – in der Tat 
eine von der aktuellen Situation vollständig losgelöste Betrachtung nicht 
möglich. Der Seitenblick auf die Entwicklung mit der Behinderung kann 
jedoch nicht willkürlich auf allein einzelne Fragen erfolgen. Die umfassende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 15

Betrachtung beschlägt vielmehr jeden zu beurteilenden Bereich, d.h. neben 
dem Valideneinkommen auch den Status: 

5.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 15. Juni 2015 (act. IIB 249) 
wurde die Beschwerdeführerin nach der Geburt ihres Sohnes als Erwerbs-
tätige zu 60% und als Hausfrau zu 40% eingestuft (S. 4 ff. Ziff. 3.5 und 4). 
Dieser Status wird von der Beschwerdeführerin bestritten. Soweit sie gel-
tend macht, dass sie als Gesunde zu mindestens 80% einer Arbeitstätigkeit 
nachgehen würden (Beschwerde S. 8), widerspricht dies klar den Angaben 
beim ersten Hausbesuch des Abklärungsdienstes am 26. November 2014, 
anlässlich welchem sie nach einlässlicher Aufklärung einen Status von 60% 
bis 80% angegeben hat (act. IIB 221 S. 3 f. Ziff. 3.4). Diese sogenannte 
spontane „Aussage der ersten Stunde“ ist in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c 
S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2), weshalb sie höher zu gewichten 
ist als die Vorbringen in der Beschwerde. Diese Angabe ist ferner unter 
Berücksichtigung des Einkommens des Ehemanns (2013: Fr. 107‘221.65; 
2014: Fr. 110‘667.40; 2015: Fr. 115‘880.15; act. I 24) in einer gemäss An-
gaben der Beschwerdeführerin in Teilzeit nicht zu leistenden Kader-
Anstellung (act. IIB 249 S. 4 Ziff. 3.5; vgl. auch act. I 23) und der Tatsache, 
dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 
Gesundheitsfall eine Stelle als qualifizierte … im …-Bereich ohne Kader-
funktion (vgl. E. 5.3 hiernach) inne hätte und damit die Kinderbetreuung mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in etwas höherem Masse ihr zugefallen 
wäre, einleuchtend. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ändert auch ihre Anga-
be, wonach sie nicht sicher sei, ob sie bei guter Gesundheit überhaupt Kin-
der gehabt hätte (Beschwerde S. 8 und Replik S. 3 f. Art. 14; vgl. act. IIB 
249 S. 5), nichts am vorstehend Dargelegten. Es ist zwar durchaus mög-
lich, dass sie sich vor ihrem Unfall ein Leben ohne Kinder hat vorstellen 
können (Beschwerde S. 8). Es ist auch glaubhaft, dass sie sich damals 
noch keine konkreten Überlegungen zu einer allfälligen Familiengründung 
gemacht hat. So bekommen die in der Schweiz lebenden Frauen ihr erstes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 16

Kind durchschnittlich zwischen ihrem 31. und 32. Altersjahr (vgl. dazu die 
Angaben des Bundesamtes für Statistik zur Bevölkerungsbewegung, Indi-
katoren, Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt; abrufbar unter: 
www.bfs.admin.ch). Schliesslich können auch aus der erfolgten Stellenauf-
gabe keine Rückschlüsse auf einen höheren Status abgeleitet werden. Die 
Darstellung der Beschwerdeführerin, sie hätte an ihrer bisherigen Arbeits-
stelle nicht weiterarbeiten können (Beschwerde S. 16; Replik S. 7 f. 
Art. 18), ist aktenwidrig. Das Schreiben vom 14. Januar 2015 (act. IIB 
229.4) bringt klar zum Ausdruck, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnis-
ses mit der C.________ erfolgte, weil sich die Beschwerdeführerin nach 
der Geburt ihres Kindes nicht mehr in der Lage sah, ein 50%-iges Arbeits-
pensum zu leisten. Die im Beschwerdeverfahren eingereichte Bestätigung 
der ehemaligen Arbeitgeberin vom 9. Februar 2016 (act. I 10) sagt in dieser 
Hinsicht nichts anderes aus. Der von der Beschwerdeführerin selbst formu-
lierte Wortlaut dieser Bestätigung (vgl. Email vom 8. Februar 2016 im un-
paginierten Personaldossier der C.________ [act. III]) beweist vielmehr, 
dass sie ihre Stelle zum bisherigen 50%-igen Arbeitspensum hätte behal-
ten können. 

Damit ist der Aussage der ersten Stunde folgend von einem Erwerbsanteil 
von 60% bis 80% auszugehen. Soweit die Beschwerdegegnerin resp. der 
Abklärungsdienst den Status Erwerbstätigkeit auf 60% festgelegt hat 
(act. IIB 249 S. 6 Ziff. 4), widerspricht dies der Praxis, dass bei prozentua-
len Bandbreiten in der Regel auf den Mittelwert abgestellt wird (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. August 2009, 9C_226/2009, 
E. 3.2). Eine hinreichende Begründung, warum vorliegend nicht auf den 
gemittelten Wert der Angabe der ersten Stunde von 70% abgestellt wurde, 
bringt die Beschwerdegegnerin nicht vor und ist auch nicht ersichtlich. Der 
Status ist deshalb auf 70% Erwerbstätigkeit und 30% Haushalt festzulegen. 
Dies wird die Beschwerdegegnerin bei der erneuten Festlegung des IV-
Grades zu berücksichtigen haben.

5.3 Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin, dass die Beschwerde-
gegnerin dasjenige Einkommen, welches sie zuletzt als … bei der 
C.________ (act. IIB 228 S. 2 Ziff. 2.7) erzielt hat, als Valideneinkommen 
verwendet hat (vgl. act. IIB 249 S. 6 Ziff. 3.8). Dabei macht sie geltend, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 17

dass ihr beruflicher Werdegang als Invalide Rückschlüsse auf eine Vali-
denkarriere zuliesse, weshalb das Valideneinkommen mindestens nach 
dem Lohnniveau einer … mit Kaderfunktion zu bemessen sei (Beschwerde 
S. 9 f. Art. 5).

Die Beschwerdeführerin hat vor ihrem Unfall im November 2003 eine Aus-
bildung als … und anschliessend eine …schule abgeschlossen (act. II 1 
S. 4 und 9 – 12). Nachdem sie ca. zwei Jahre gearbeitet hatte ging sie auf 
Weltreise, anlässlich welcher der Unfall passiert ist (act. II 11 S. 3). Für die 
Zeit nach der Weltreise hatte sie eine Saisonstelle (…/…) in einem … in 
Aussicht (act. II 52 S. 1). Gestützt auf diesen beruflichen Werdegang ist 
das Anstreben einer beruflichen Karriere vor dem Unfall nicht ausgewiesen. 
Insbesondere bestehen keine Anzeichen dafür, dass (vor dem Unfall) eine 
Weiterbildung konkret geplant gewesen wäre. Vielmehr fehlen im Zeitpunkt 
des Ausbildungsabschlusses bzw. nach der ersten Anstellung als … (act. II 
12 S. 1 Ziff. 5) Hinweise auf eine spezifische Karriere. Daran ändert nichts, 
dass sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben hätte vorstel-
len können, in einem anderen als dem erlernten Beruf zu arbeiten („sozialer 
Beruf“; act. II 11 S. 3, 52 S. 1). Denn viele Menschen machen sich nach der 
Erstausbildung verschiedene Vorstellungen über ihren weiteren Lebens-
weg. Dies bedeutet noch nicht, dass eigentliche Karriereabsichten mit Ver-
wirklichungsmöglichkeit bestanden haben. In diesem Sinne wäre ein Be-
rufswechsel in den Bereich … letztlich denn auch nicht ein Karriereschritt 
(aus der erlernten Tätigkeit heraus), sondern vielmehr eine berufliche Seit-
wärtsbewegung gewesen.

Nach dem Unfall im Jahr 2003 hat sich die Beschwerdeführerin – bei noch 
wenig konkreten Vorstellungen – insbesondere über eine berufsbegleitende 
Ausbildung zur … informiert (act. II 52 S. 2). Acht Jahre später im Jahr 
2012 hat sie eine Weiterbildung als … in Angriff genommen und sowohl 
diese Weiterbildung wie auch die Folgeweiterbildung als … erfolgreich ab-
geschlossen (act. I 11 – 18). Damit hat die Beschwerdeführerin gezeigt, 
dass sie sich (auch) im als Invalide gewählten Bereich festigen und fort-
entwickeln wollte. Dabei ist zu beachten, dass die Ausbildung zur … von 
der Arbeitgeberin offenbar nicht mehr besonders unterstützt wurde, d.h. 
eine echte Mehrleistung der Beschwerdeführerin bezogen auf den konkre-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 18

ten Beruf vorliegt. Die Prüfung zur eidgenössisch diplomierten … hat sie 
nicht absolviert; dies gemäss eigenen Angaben aus gesundheitlichen 
Gründen (Schlussbemerkungen vom 13. April 2016 S. 2). Nachdem die 
Beschwerdeführerin jedoch die schulinterne Prüfung zur … mit einem No-
tendurchschnitt von 4.9 bestanden hatte (act. I 17), darf davon ausgegan-
gen werden, dass ein Bestehen auch der eidgenössischen Prüfung im Be-
reich des Möglichen gelegen hätte. Gestützt auf die erfolgte Weiterbildung 
als Invalide können somit Rückschlüsse auf die mutmassliche berufliche 
Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Gesundheitsschaden ge-
kommen wäre. Nach dem Dargelegten ist vorliegend davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführerin auch im Gesundheitsfall die erfolgte Ergän-
zung zu ihrer … Ausbildung mit dem Abschluss … sowie … absolviert hät-
te. Damit hätte sie neben dem allgemeinen …abschluss die Möglichkeit, im 
Bereich der … eine qualifizierte Anstellung anzutreten. Eine solche Stelle 
hatte sie bei der C.________ inne und dort bei einem 50%-igen Arbeits-
pensum auch einen den Verhältnissen in der freien Wirtschaft entspre-
chenden Lohn von Fr. 2‘951.80 pro Monat erzielt (act. IIB 228 S. 3 
Ziff. 2.12). 

Soweit die Beschwerdeführerin jedoch geltend macht, dass sie im Gesund-
heitsfall eine Kaderfunktion ausüben würde (Beschwerde S. 10 oben), kann 
ihr nicht gefolgt werden. Die von der Beschwerdeführerin absolvierte Wei-
terbildung beinhaltet keine eingehende Führungsausbildung. Für eine Ka-
derfunktion wäre die Ausbildung zur (eidgenössisch diplomierten) … not-
wendig (vgl. dazu die Angaben zu den einzelnen Berufsbildern unter 
www.____). 

Die Anstellung bei der C.________ hat die Beschwerdeführerin als Invalide 
angetreten und inzwischen aus invaliditätsfremden Gründen (Statuswech-
sel) wieder gekündigt. Wie hoch das Valideneinkommen wäre, wird die 
Beschwerdegegnerin anhand vorstehender Überlegungen neu zu bestim-
men haben.

5.4 Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin – nach den 
entsprechenden medizinischen Abklärungen – auf der Basis der Tabellen-
löhne (vgl. E. 3.2 hiervor) und unter Berücksichtigung des zuvor festgeleg-
ten Status (vgl. E. 5.2 hiervor) zu ermitteln. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 19

6.

Was die Einschränkungen im Aufgabenbereich Haushalt betrifft, wird die 
Beschwerdegegnerin auch diese anhand der Ergebnisse der medizinischen 
Abklärungen neu zu bestimmen haben. Soweit die Beschwerdeführerin in 
ihrer Beschwerde (S. 15 f. Art. 9) geltend macht, es sei bei der Haushalts-
abklärung zu Unrecht bzw. im Übermass von einer Mitwirkung der Famili-
enmitglieder im Haushalt ausgegangen worden, ist festzuhalten, dass die in 
der Beschwerde erwähnten, gemäss Abklärungsbericht vom 15. Juni 2015 
(act. IIB 249) vom Ehemann zu erledigenden Arbeiten nur unregelmässig 
anfallen und keineswegs einen „massgebenden Teil der Haushaltsarbeiten“ 
darstellen. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin bereits heute darauf hin-
zuweisen, dass bei einem Status von 70 % Erwerb und 30 % Haushalt ih-
rerseits und einer 100 %igen Erwerbstätigkeit des Ehemannes (d.h. einem 
gesamtehelichen Pensum von 30 % für den gemeinsamen Haushalt) 
durchaus von einer sich bereits aus dem Eherecht (auch im Gesundheits-
fall) ergebenden (vgl. Art. 159 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [ZGB; SR 210]) erheblichen Pflicht zur Mithilfe des Ehemannes aus-
gegangen werden muss und auch die Fremdbetreuung des Sohnes zu ei-
nem wesentlichen Teil nicht als Folge ihrer Invalidität zu betrachten ist, 
vielmehr auch Gesunde in der gleichen familiären Situation ihre Kinder 
durch Dritte betreuen lassen müssen.

An dieser Stelle kann schliesslich offen bleiben (Replik S. 8), welche Aus-
wirkungen das Urteil der zweiten Kammer des Europäischen Gerichtshofs 
für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016, Requête no 7186/09, Di 
Trizio c. Suisse, auf die Rechtsprechung allenfalls haben wird (vgl. auch 
Entscheide des BGer vom 18. April 2016, 8C_912/2015, E. 2.2, vom 
29. März 2016, 8C_116/2016, E. 4 und vom 12. Februar 2016, 
8C_633/2015, E. 4.3). Dieses Urteil wurde von der Schweiz angefochten 
und entfaltet dementsprechend keine Rechtswirkungen.

7.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 20

zuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt gutachterlich abklären 
lasse. Danach hat die Beschwerdegegnerin – wie zuvor aufgezeigt – in 
erwerblicher Hinsicht wie auch den Aufgabenbereich betreffend weitere 
Abklärungen vorzunehmen bzw. die entsprechenden Angaben zu aktuali-
sieren. Anschliessend hat sie über den Rentenanspruch neu zu verfügen.

Wird – wie hier – der Beschwerde gegen eine Verfügung, mit der die Rente 
oder eine Hilflosenentschädigung revisionsweise herabgesetzt oder aufge-
hoben wird, die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug 
bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen grundsätzlich – unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchlichen 
Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Ver-
waltung – auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis 
zum Erlass der neuen Verfügung an (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 
S. 112 E. 3.1).

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

8.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit Kostennote vom 13. April 2016 macht Rechtsanwalt B.________ eine 
Parteientschädigung von total Fr. 8‘478.-- geltend, bestehend aus einem 
Honorar von Fr. 7‘700.--, Auslagen von Fr. 150.-- und Mehrwertsteuer von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 21

Fr. 628.--. Dies erscheint angesichts der Tatsache, dass der Rechtsvertre-
ter die Beschwerdeführerin bereits im Verwaltungsverfahren vertreten hat 
(act. IIB 256, 266), und mit Blick auf die in ähnlich gelagerten Fällen gel-
tend gemachten Parteientschädigungen, als übersetzt. Unter Berücksichti-
gung der eher umfangreichen Akten, des grundsätzlich einfachen Schrif-
tenwechsels, der unaufgefordert eingereichten Eingabe vom 11. Februar 
2016, der gerichtlichen Beweismassnahmen und der darauf folgenden Stel-
lungnahmen zum Beweisergebnis erscheint eine Parteientschädigung von 
pauschal Fr. 6‘000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) als gerade noch 
angemessen. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 13. November 2015 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 6‘000.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/15/1114, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.