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**Case Identifier:** e5eaf2b0-477e-5f91-85f6-0e6c66f77243
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 05.03.2025 SBK.2025.42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-42_2025-03-05.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2025.42  
(HA.2025.85; STA.2025.553)  

Art. 69 

 

 

Entscheid vom 5. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari 

Oberrichterin Schär 

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, […] 

z.Zt.: Zentralgefängnis Lenzburg, Wilstrasse 51, 5600 Lenzburg  

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Matthias Fricker,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten,  

Kloster-Südflügel, Seetalstrasse 8, 5630 Muri AG  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

13. Februar 2025 betreffend Anordnung von Untersuchungshaft 

 

in der Strafsache gegen A._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten führt gegen A._____ ein Strafver-

fahren wegen Raubs, versuchter Nötigung und Hausfriedensbruchs, be-

gangen am 8. Februar 2025. A._____ wurde am 9. Februar 2025 festge-

nommen. 

 

2. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 11. Februar 2025 

versetzte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau A._____ 

mit Verfügung vom 13. Februar 2025 einstweilen bis am 9. Mai 2025 in Un-

tersuchungshaft. 

 

3. 

3.1. 

Gegen diese ihm am 17. Februar 2025 zugestellte Verfügung erhob 

A._____ mit Eingabe vom 20. Februar 2025 Beschwerde bei der Beschwer-

dekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau mit fol-

genden Anträgen: 

 

" 1. 
Der Beschwerdeführer sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen. 
 
2. 
Eventualiter sei der Beschwerdeführer unter Anordnung folgender (und al-
lenfalls weiterer) Ersatzmassnahmen unverzüglich aus der Haft zu entlas-
sen: 
 
- Verbot, mit B._____, C._____ und D._____ persönlich, schriftlich, te-

lefonisch oder sonst wie Kontakt aufzunehmen. 
- Verbot, sich B._____, C._____ und D._____ näher als 250 Meter zu 

nähern. 
- Anordnung einer Schriftensperre. 
- Auflage, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden. 
 
3. 
Subeventualiter sei Untersuchungshaft für die Dauer von 1 Monat, das 
heisst bis 9. März 2025, anzuordnen. 
 
4. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien auf die Staatskasse zu neh-
men und der amtliche Verteidiger sei im Rahmen des Hauptverfahrens zu 
entschädigen." 

 

3.2. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau teilte mit Eingabe 

vom 21. Februar 2025 mit, unter Hinweis auf die Begründung des ange-

fochtenen Entscheids auf eine Vernehmlassung zu verzichten. 

 

 - 3 - 

 

 

3.3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2025 beantragte die Staatsan-

waltschaft Muri-Bremgarten die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.4. 

Mit Eingabe vom 26. Februar 2025 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft Muri-

Bremgarten. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Als inhaftierte Person ist der Beschwerdeführer berechtigt, die Verfügung 

des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 13. Fe-

bruar 2025, mit der er in Untersuchungshaft versetzt wurde, mit Be-

schwerde anzufechten (Art. 222 StPO; Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO; Art. 382 

Abs. 1 StPO). Auf seine frist- und formgerecht erhobene (Art. 396 

Abs. 1 StPO; Art. 385 Abs. 1 StPO) Beschwerde ist einzutreten.  

 

2. 

Grundsätzlich bleibt eine beschuldigte Person in Freiheit. Sie darf nur im 

Rahmen der Bestimmungen der StPO freiheitsentziehenden Zwangsmass-

nahmen unterworfen werden (Art. 212 Abs. 1 StPO). Die Untersuchungs-

haft – als eine der vom Gesetz vorgesehenen freiheitsentziehenden 

Zwangsmassnahmen (Art. 197 Abs. 1 lit. a StPO) – ist gemäss Art. 221 

Abs. 1 StPO nur zulässig und darf lediglich dann angeordnet oder aufrecht-

erhalten werden, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder 

Vergehens dringend verdächtigt wird (allgemeiner Haftgrund des dringen-

den Tatverdachts) und zusätzlich ein besonderer Haftgrund vorliegt, also 

ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person sich durch Flucht 

dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtge-

fahr; lit. a), Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 

Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusionsgefahr; lit. b), oder durch 

Verbrechen oder schwere Vergehen die Sicherheit anderer unmittelbar er-

heblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt 

hat (sog. "einfache" Wiederholungsgefahr; lit. c). Untersuchungshaft ist ge-

mäss Art. 221 Abs. 1bis StPO ausnahmsweise zulässig (sog. "qualifizierte" 

Wiederholungsgefahr), wenn die beschuldigte Person dringend verdächtig 

ist, durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen die physische, psy-

chische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträchtigt zu ha-

ben (lit. a) und die ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, die beschul-

digte Person werde ein gleichartiges, schweres Verbrechen verüben (lit. b). 

Haft ist schliesslich zulässig, wenn die ernsthafte und unmittelbare Gefahr 

besteht, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen aus-

zuführen, wahrmachen (Ausführungsgefahr; Art. 221 Abs. 2 StPO). 

 - 4 - 

 

 

Freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen sind aufzuheben, sobald ihre 

Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind (Art. 212 Abs. 2 lit. a StPO), die 

von der StPO vorgesehene oder von einem Gericht bewilligte Dauer abge-

laufen ist (Art. 212 Abs. 2 lit. b StPO) oder Ersatzmassnahmen zum glei-

chen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 lit. c und Art. 237 ff. StPO). 

 

3. 

3.1. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte einen drin-

genden Tatverdacht betreffend Raub, versuchte Nötigung und Hausfrie-

densbruch. Es begründete dies mit den übereinstimmenden Aussagen der 

Geschädigten, den widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers 

und des Mitbeschuldigten E._____ (Bruder des Beschwerdeführers) sowie 

der Tatsache, dass der Beschwerdeführers und der Mitbeschuldigte 

E._____ im Besitz der entnommenen Gegenstände gewesen seien und 

Letzterer ein Elektroschockgerät mit sich geführt habe, welches der Be-

schreibung des Geschädigten entspreche (angefochtene Verfügung, 

E. 2.2.2). 

 

3.2. 

Der Beschwerdeführer bestritt den dringenden Tatverdacht mit der Begrün-

dung, er habe sich zwar am 8. Februar 2025 in der Wohnung an der Q-

Strasse in [...] aufgehalten, gegenüber den dort anwesenden Personen in-

dessen keine Gewalt angewendet oder diese bedroht. Die Geschädigten 

hätten teilweise massiv widersprüchlich ausgesagt, was vom Zwangs-

massnahmengericht des Kantons Aargau nicht berücksichtigt worden sei. 

Dazu passe auch die Aussage von F._____, an welchen der Mitbeschul-

digte E._____ die Schlüssel für die Wohnung an der Q-Strasse herausge-

geben habe und welcher am 19. Februar 2025 einvernommen worden sei. 

F._____ habe insbesondere bestritten, einem der Geschädigten die Woh-

nung übergeben zu haben. Die bisher erhobenen Beweismittel, insbeson-

dere die Aussagen der Geschädigten, vermöchten keinen dringenden Tat-

verdacht zu begründen (Beschwerde, S. 4 ff.). 

 

3.3. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verwies in ihrer Beschwerdeant-

wort auf ihre Ausführungen im Haftanordnungsantrag sowie im Entscheid 

des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau und machte gel-

tend, dass die vom Beschwerdeführer dargelegten Einwände den dringen-

den Tatverdacht nicht aufzuweichen vermöchten (Beschwerdeantwort 

S. 2 f.). 

 

3.4. 

Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts (Art. 221 Abs. 1 In-

gress StPO) ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine er-

schöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweiser-

 - 5 - 

 

 

gebnisse vorzunehmen. Macht ein Inhaftierter geltend, er befinde sich oh-

ne ausreichenden Tatverdacht in strafprozessualer Haft, ist vielmehr zu 

prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend 

konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Betei-

ligung des Beschuldigten daran vorliegen, die Strafbehörden somit das Be-

stehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen 

durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt der Nachweis von konkreten Ver-

dachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher 

Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. 

Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt hier nur wenig Raum für 

Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden Tatverdachts bzw. zur 

Schuldfrage hat das Haftgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren 

durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen. Vorbehal-

ten bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibeweises 

(BGE 143 IV 316 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 

3.5. 

3.5.1. 

Im Raum stehen gemäss Haftanordnungsantrag der Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten insbesondere das Verbrechen des Raubes gemäss 

Art. 140 Ziff. 1 StGB sowie das Vergehen der versuchten Nötigung gemäss 

Art. 181 StGB. 

 

3.5.2. 

3.5.2.1. 

Dem Beschwerdeführer wird ein Raubüberfall in der Wohnung an der Q-

Strasse in [...], begangen am 8. Februar 2025, vorgeworfen. Er bzw. 8–10 

Personen sollen die Geschädigten B._____, C._____ und D._____, welche 

sich in der Wohnung aufgehalten haben, geschlagen, bedroht und (teil-

weise mit einem Elektroschockgerät) verletzt haben und ihnen Portemon-

naies, Ausweise und ein Mobiltelefon entwendet haben (vgl. Haftanord-

nungsantrag der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten, S. 2 f.; Einvernah-

meprotokoll von B._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 9, 66 ff.; Strafantrag 

und Einvernahmeprotokoll von C._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 14 

ff., 21, 25, 32; Festnahmerapport der Kantonspolizei Aargau vom 10. Fe-

bruar 2025, S. 2 bzw. Antrag Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei Aar-

gau vom 10. Februar 2025, S. 2 f.).  

 

Wie die Geschädigten in die Wohnung an der Q-Strasse in [...] gelangt sind, 

ist unklar – mutmasslich über ein (Unter-)Mietverhältnis durch den als Ver-

mittler aufgetretenen F._____ (vgl. dazu Einvernahmeprotokoll von 

F._____ vom 19. Februar 2025, Beschwerdeantwortbeilage). Im Zusam-

menhang mit diesem mutmasslichen (Unter-)Mietverhältnis fand am Vortag 

des Raubüberfalls, d.h. am 7. Februar 2025, ein Treffen der Geschädigten 

mit dem Mitbeschuldigten E._____ statt. Zudem wurde am Abend des 

7. Februar 2025 in die Wohnung eingebrochen bzw. die Wohnungstüre 

 - 6 - 

 

 

beschädigt. Aufgrund dieser Zusammenhänge bestand für die Geschädig-

ten die Vermutung, dass der Beschwerdeführer sowie der Mitbeschuldigte 

E._____ als Besitzer der Wohnung und dessen/deren Verwandte mit dem 

Raub in Verbindung gebracht werden können. 

 

3.5.2.2. 

Die Ausweisschriften sowie das Mobiltelefon wurden der Polizei von einem 

(weiteren) Bruder des Beschwerdeführers (nebst dem Mitbeschuldigten 

E._____ hat der Beschwerdeführer noch drei weitere Brüder; vgl. Einver-

nahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, Frage 170) 

übergeben (vgl. Haftanordnungsantrag der Staatsanwaltschaft Muri-Brem-

garten, S. 3). Sie befanden sich zuvor in einem vom Vater des Beschwer-

deführers bzw. des Mitbeschuldigten E._____ gelenkten PW (vgl. Festnah-

merapport der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 2 bzw. An-

trag Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei Aargau vom 10. Fe-

bruar 2025, S. 3). Der Beschwerdeführer gab denn (nach anfänglichem Be-

streiten) auch zu, Pass, Mobiltelefon und zwei Portemonnaies der Geschä-

digten aus der Wohnung mitgenommen bzw. entwendet zu haben (vgl. Ein-

vernahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, Fragen 

130-140; Festnahmeeröffnungsprotokoll des Beschwerdeführers vom 

10. Februar 2025, Frage 11). Der Mitbeschuldigte E._____ wiederum 

sagte in Bezug auf die Wegnahme der Gegenstände widersprüchlich aus. 

Erst als er mit der Aussage des Beschwerdeführers konfrontiert wurde, gab 

er an, die fraglichen Gegenstände nicht von C._____, sondern vom Be-

schwerdeführer ausgehändigt erhalten zu haben (vgl. Einvernahmeproto-

koll des Mitbeschuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Fragen 129 ff.). 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau hielt demgemäss 

zutreffend fest, dass der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte 

E._____ unbestrittenermassen im Besitz der entnommenen Gegenstände 

waren. 

 

3.5.2.3. 

Der Beschwerdeführer will die entwendeten Gegenstände nicht durch eine 

Nötigungshandlung, sondern als Garantie für den Auszug aus der Woh-

nung am nächsten Tag weggenommen zu haben. Er bestritt, gedroht oder 

Gewalt angewendet bzw. Geld gewollt zu haben. Er habe nur gewollt, dass 

die mutmasslichen Geschädigten (aus der Wohnung) weggingen (vgl. Ein-

vernahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, Fra-

gen 73 ff.; Beschwerde S. 5, Ziff. 3.3; vgl. auch Einvernahmeprotokoll des 

Mitbeschuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Fragen 149 f., 153). 

 

Die Darstellung des Beschwerdeführers ist unglaubhaft. Wenn die Geschä-

digten nur mündlich aufgefordert worden wären, die Wohnung am nächsten 

Tag zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar, weshalb C._____ Panik bekom-

men hat, weshalb die Geschädigten zu schreien und "kicken" angefangen 

haben, die Polizei benachrichtigt worden ist und die Geschädigten B._____ 

 - 7 - 

 

 

und D._____ aufgrund von Verletzungen im Spital Muri behandelt worden 

sind (vgl. Festnahmerapport der Kantonspolizei Aargau vom 10. Fe-

bruar 2025, S. 2 bzw. Antrag Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei Aar-

gau vom 10. Februar 2025, S. 2; Einvernahmeprotokoll des Beschwerde-

führers vom 10. Februar 2025, Fragen 68, 77). Gerade wenn die Woh-

nungsvermittlung auf dubiose Weise durch F._____ zustande kam bzw. die 

Geschädigten offensichtlich ohne Mietvertrag und Anmeldung bei der Ge-

meinde in einer fremden Wohnung wohnten (vgl. dazu Einvernahmeproto-

koll von F._____ vom 19. Februar 2025, Beschwerdeantwortbeilage), hät-

ten sie kaum ohne Grund die Polizei einschalten wollen. Auch die Erklärung 

des Beschwerdeführers, C._____ habe Panik bekommen, weil sie auch ge-

dacht habe, dass er sie schlage (vgl. Einvernahmeprotokoll des Beschwer-

deführers vom 10. Februar 2025, Frage 88), ist nicht nachvollziehbar, wenn 

er nur gesagt hätte, dass sie am Folgetag ausziehen müssten (vgl. Einver-

nahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, 

Frage 119). Zudem gab er selbst an, gesagt bzw. gefragt zu haben "Sie 

wollen nicht zahlen und trotzdem bleiben?"; Geld war demnach offenbar 

ein Thema (vgl. Einvernahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 

10. Februar 2025, Frage 68). Auch der als Auskunftsperson einvernom-

mene F._____ bestätigte, dass der Beschwerdeführer D._____ zur Zah-

lung der Miete aufgefordert habe (vgl. dazu Einvernahmeprotokoll von 

F._____ vom 19. Februar 2025, Fragen 49 und 94 bzw. 67 f., Beschwerde-

antwortbeilage). 

 

Damit in Übereinstimmung können die Aussagen der Geschädigten ge-

bracht werden, welche allesamt schilderten, wie B._____ und D._____ von 

mehreren Personen geschlagen und mit dem Tod bedroht worden seien, 

sollten sie bis am Folgetag das Geld für die Miete nicht bezahlen bzw. die 

Wohnung nicht verlassen (vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 

9. Februar 2025, Fragen 9, 13, 28 ff.; Einvernahmeprotokoll von C._____ 

vom 9. Februar 2025, Fragen 2, 14, 17, 22 ff., 34; Einvernahmeprotokoll 

von D._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 4, 14, 27, 47 ff., 77, 80 f., 84 ff., 

102). Übereinstimmend sagten die Geschädigten zudem aus, dass die Tä-

ter Waffen – Metallgegenstand, Messer bzw. Schwerter und Elektroscho-

cker – in der Hand gehalten bzw. dabei gehabt (vgl. Einvernahmeprotokoll 

von B._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 32, 47, 51; Einvernahmeproto-

koll von D._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 43 f., 60; Einvernahmepro-

tokoll von C._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 30 und 34) bzw. das 

Elektroschockgerät eingesetzt hätten (vgl. Einvernahmeprotokoll von 

B._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 32, 49; Einvernahmeprotokoll von 

C._____ vom 9. Februar 2025, Frage 28; Einvernahmeprotokoll von 

D._____ vom 9. Februar 2025, Frage 80, 83). Allein durch das Mitführen 

bzw. Zeigen von Messern kann eine Nötigung bzw. ein Versuch dazu vor-

liegen, zumal die dadurch ausgelöste Zwangsintensität geeignet ist, die 

Handlungsfähigkeit der Geschädigten einzuschränken. D._____ erlitt zu-

dem eine Schnittverletzung (vgl. Einvernahmeprotokoll von D._____ vom 

 - 8 - 

 

 

9. Februar 2025, Frage 3), d.h. er wurde mit einem Messer angegriffen 

(vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 9. Februar 2025, Frage 54). 

Bei der Anhaltung des Mitbeschuldigten E._____ trug dieser ein Elektro-

schockgerät auf sich (vgl. Antrag Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei 

Aargau vom 10. Februar 2025, S. 3). Dass dieses Elektroschockgerät ent-

gegen der Darstellung von B._____ keine gelben Stellen aufweist, könnte 

damit zusammenhängen, dass dieser angab, zwei Personen hätten ein sol-

ches getragen bzw. das "etwas mit Gelb" könnte sich auf das zweite Elekt-

roschockgerät beziehen (vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 

9. Februar 2025, Fragen 47 und 48). Die Beschreibung (wie eine Taschen-

lampe, ca. 15-20cm; vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 9. Fe-

bruar 2025, Frage 48) passt jedenfalls zum Elektroschockgerät, das der 

Mitbeschuldigte E._____ bei der Anhaltung am nächsten Tag auf sich trug 

(vgl. Foto des Elektroschockgeräts, Beilage zur Einvernahme des Be-

schwerdeführers vom 10. Februar 2025 [vgl. Frage 112]). 

 

3.5.2.4. 

Zu den übrigen Einwänden des Beschwerdeführers hat sich das Zwangs-

massnahmengericht des Kantons Aargau bereits zutreffend geäussert 

(vgl. angefochtene Verfügung Ziff. 2.2.2). Der dringende Tatverdacht lässt 

sich dadurch nicht entkräften: 

 

Was die Täterbeschreibungen anbelangt (vgl. Beschwerde S. 6, 

Ziff. 3.4.2.4 sowie S. 7, Ziff. 3.4.3.5), ist festzustellen, dass der Beschwer-

deführer seine Anwesenheit in der Wohnung am 8. Februar 2025 gar nicht 

(mehr) bestreitet. 

 

Dass B._____ im Spital nach der Kontrolle offenbar kein CT vom Kopf ma-

chen wollte, vermag seine Aussagen nicht in Zweifel zu ziehen (vgl. Be-

schwerde S. 5, Ziff. 3.4.2.1), zumal er nicht angab, mit dem Gegenstand 

aus Eisen erheblich verletzt worden zu sein, sondern vielmehr keine anhal-

tenden Schmerzen oder Schwindel mehr zu haben (vgl. Einvernahmepro-

tokoll von B._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 1 und 40). 

 

Was seine Nichtbeachtung der polizeilichen Weisung, nicht in die Wohnung 

an der Q-Strasse in [...] zurückzukehren, anbelangt (vgl. Beschwerde S. 6, 

Ziff. 3.4.2.3), ist seine Erklärung nachvollziehbar, wonach er (ohne Doku-

mente, Geld und Mobiltelefon) keinen anderen Ort zum Schlafen gehabt 

habe (vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 9. Februar 2025, Frage 

99). 

 

Hinsichtlich der nur geringfügigen Verletzungen von D._____ (vgl. Be-

schwerde S. 8, Ziff. 3.4.4.7) kann auf dessen Erklärung verwiesen werden, 

wonach er eine dicke Winterjacke angehabt habe (vgl. Einvernahmeproto-

koll von D._____ vom 9. Februar 2025, Frage 48). 

 

 - 9 - 

 

 

Nicht weiter relevant sind schliesslich die Aussagen von D._____ betref-

fend sein kaputtgegangenes Mobiltelefon (vgl. Beschwerde S. 7, 

Ziff. 3.4.4.2), zumal dieses nicht entwendet wurde (vgl. Einvernahmeproto-

koll von B._____ vom 9. Februar 2025, Frage 67 f.) und sich allfällige Wi-

dersprüche in Details des Kaputtgehens nicht auf die grundsätzliche Glaub-

würdigkeit von ihm als Person auswirken. 

 

In Bezug auf den Einwand des Beschwerdeführers, die Täter hätten nicht 

wissen können, dass es sich bei D._____ um den Cousin von B._____ ge-

handelt habe (vgl. Beschwerde S. 8, Ziff. 3.4.4.6), ist festzustellen, dass der 

Bruder des Beschwerdeführers diese Information möglicherweise anläss-

lich des Treffens vom 7. Februar 2025 erhielt, zumal dieser davon sprach, 

eine Familie in der Wohnung angetroffen zu haben (vgl. Einvernahmepro-

tokoll von E._____ vom 10. Februar 2025, Fragen 22, 52, 72 ff.). Aufgrund 

der Meinungsverschiedenheit anlässlich dieses Treffens bestand für die 

Geschädigten die Vermutung, dass der Mitbeschuldigte E._____ als Besit-

zer der Wohnung sowie der Beschwerdeführer und dessen/deren Ver-

wandte mit dem Raub in Verbindung gebracht werden können (vgl. Fest-

nahmerapport der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 2 bzw. 

Antrag Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei Aargau vom 10. Fe-

bruar 2025, S. 2 f.; Einvernahmeprotokoll von C._____ vom 9. Fe-

bruar 2025, Fragen 49 ff:  Einvernahmeprotokoll von D._____ vom 9. Fe-

bruar 2025, Fragen 39, 41, 89, 109). D._____ gab an, dass der Mitbeschul-

digte E._____ am 7. Februar 2025 gedroht habe, dass er 8 Brüder habe 

und sein Cousin (B._____) sehen würde, was passieren werde, wenn er 

die Wohnung nicht sofort verlasse bzw. dass es Konsequenzen gäbe (vgl. 

Einvernahmeprotokoll von D._____ vom 9. Februar 2025, Fragen 19, 22).  

 

Nicht glaubhaft sind die Aussagen des Beschwerdeführers sowie des Mit-

beschuldigten E._____ hinsichtlich des Grundes, weshalb die Geschädig-

ten ausziehen sollten. Der dem Einvernahmeprotokoll von F._____ beilie-

genden Fotomappe sind nämlich – anders als dies von ihnen geschildert 

wird – weder Hinweise auf eine Unordnung noch auf einen Bordellbetrieb 

zu entnehmen (vgl. Einvernahmeprotokoll von E._____ vom 10. Fe-

bruar 2025, Fragen 66, 68, 71; Einvernahmeprotokoll des Beschwerdefüh-

rers vom 10. Februar 2025, Fragen 16, 18, 80 sowie Fotomappe).  

 

Am Abend des 7. Februar 2025 – und somit nach dem Treffen mit der Mei-

nungsverschiedenheit – wurde (in Abwesenheit der Geschädigten) die 

Wohnungstüre aufgebrochen (vgl. Einvernahmeprotokoll von B._____ vom 

9. Februar 2025, Frage 94; Einvernahmeprotokoll von D._____ vom 

9. Februar 2025, Frage 38; Einvernahmeprotokoll des Beschwerdeführers 

vom 10. Februar 2025, Frage 159; Einvernahmeprotokoll des Mitbeschul-

digten E._____ vom 10. Februar 2025, Fragen 27, 34). Nach Darstellung 

von C._____ wurde die Türe von innen aufgebrochen (Einvernahmeproto-

koll von C._____ vom 9. Februar 2025, Frage 51). Aufgrund der zeitlichen 

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Zusammenhänge stellt dies ein weiteres Indiz für die Täterschaft des Be-

schwerdeführers bzw. des Mitbeschuldigten E._____ vom 8. Februar 2025 

dar. C._____ gab zudem an, dass der Mitbeschuldigte E._____ am Telefon 

gesagt habe, sie sollten zuhause bleiben, sie sähen sich am Abend um 

20.00 Uhr. Kurz nach 20.00 Uhr sei dann die ganze Gruppe gekommen 

(vgl. Einvernahmeprotokoll von C._____ vom 9. Februar 2025, Frage 53). 

Der Beschwerdeführer gab schliesslich an, sie seien am 8. Februar 2025 

vier Personen gewesen und "die Anderen" – u.a. der Mitbeschuldigte 

E._____ zusammen mit seiner Tochter – seien im Auto gewesen (vgl. Fest-

nahmeeröffnungsprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, 

Frage 22 ff.). Die Namen seiner am 8. Februar 2025 bei seinen Eltern an-

wesenden Verwandten wollte er nicht angeben (vgl. Einvernahmeprotokoll 

des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, Frage 51 ff.). 

 

3.5.2.5. 

Zusammengefasst lassen sich die Aussagen der Geschädigten zum Kern-

geschehen in Übersteinstimmung bringen, weshalb mit dem Zwangsmass-

nahmengericht des Kantons Aargau auf ihre Aussagen abzustellen ist 

(vgl. angefochtene Verfügung, E. 2.2.2). Im Gegensatz hierzu sind die Aus-

sagen des Beschwerdeführers sowie des Mitbeschuldigten E._____ nicht 

überzeugend und die Einwände im Beschwerdeverfahren vermögen die Er-

wägungen des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau nicht in 

Frage zu stellen. Demnach ist der dringende Tatverdacht hinsichtlich eines 

Raubs i.S.v. Art. 140 Ziff. 1 StGB nach wie vor gegeben. 

 

3.5.3. 

Am 9. Februar um 13.18 Uhr erschien der Mitbeschuldigte E._____ in der 

Wohnung und forderte die anwesende C._____ erneut auf, die Wohnung 

zu verlassen. Er verabredete sich mit ihr zu einem Treffen gleichentags um 

15.00 Uhr, um ihr die entwendeten Gegenstände zu retournieren, wenn sie 

ihm im Gegenzug Fr. 300.00 aushändige (vgl. dazu Festnahmerapport der 

Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 2 bzw. Antrag Zwangs-

massnahmen der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 2). Der 

Mitbeschuldigte E._____ log eingestandenermassen in Bezug auf die 

Frage, wie die Gegenstände zu ihm gekommen waren (vgl. Einvernahme-

protokoll des Mitbeschuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Frage 140). 

Nicht glaubhaft ist somit auch seine Aussage, wonach die Fr. 300.00 für die 

Reparatur der Türe gewesen seien (vgl. Einvernahmeprotokoll des Mitbe-

schuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Frage 113). Der Mitbeschul-

digte E._____ sowie der Beschwerdeführer konnten in der Folge angehal-

ten und vorläufig festgenommen werden (vgl. Festnahmerapport der Kan-

tonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 2 bzw. Antrag Zwangsmass-

nahmen der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 3). Ebenfalls 

wurde G._____, der Vater der beiden, vor Ort angetroffen (vgl. Antrag 

Zwangsmassnahmen der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, 

S. 3).  

 - 11 - 

 

 

Nachdem der Mitbeschuldigte E._____ angab, er sei am 9. Februar 2025 

mit seinem Bruder, seinem Vater und seinem Cousin H._____ in der Woh-

nung erschienen (Einvernahmeprotokoll des Mitbeschuldigten E._____ 

vom 10. Februar 2025, Frage 110 f.) und C._____ gegenüber der Polizei 

(mündlich) angab, bei diesen Begleitpersonen handle es sich um einen der 

Täter des Raubes vom 8. Februar 2025 (vgl. Einvernahmeprotokoll des 

Mitbeschuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Frage 114), ist zum jet-

zigen Zeitpunkt auch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine 

versuchte Nötigung i.S.v. Art. 181 StGB beging. 

 

3.5.4. 

Es besteht damit der dringende Tatverdacht auf Raub gemäss Art. 140 

Ziff. 1 StGB bzw. auf versuchte Nötigung i.S.v. Art. 181 StGB. Mit dem 

Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau liegt damit ein für die An-

ordnung von Untersuchungshaft ausreichender dringender Tatverdacht 

i.S.v. Art. 221 Abs. 1 StPO vor. 

 

4. 

4.1. 

Untersuchungshaft nach Art. 221 Abs. 1 StPO setzt des Weiteren einen 

besonderen Haftgrund voraus (vgl. E. 2 hiervor). 

 

4.2. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte den beson-

deren Haftgrund der Kollusionsgefahr insbesondere mit der Begründung, 

die noch unbekannten Mittäter seien zu ermitteln und zu befragen und der 

Beschwerdeführer könnte in Freiheit versuchen, mit seinem Bruder und 

weiteren Mittätern Absprachen zu treffen oder Beweismittel wie Tatwaffen 

und Gegenstände zu beseitigen (angefochtene Verfügung, E. 2.3.3). 

 

4.3. 

Der Beschwerdeführer brachte dem entgegen, dass er eingehend befragt 

worden sei. Würden er und die Geschädigten ihre Aussagen plötzlich än-

dern, so würde dies auffallen und würde voraussichtlich auf seine ersten 

Aussagen abgestützt. Bezüglich allfälliger Mittäter sei anzumerken, dass er 

zwischen dem Vorfall am Abend des 8. Februar 2025 und seiner Anhaltung 

am 9. Februar 2025 um 15.00 Uhr genügend Zeit gehabt hätte, sich mit 

Mittätern abzusprechen. Absprachen könnten somit auch mit Anordnung 

von Untersuchungshaft nicht mehr verhindert werden, weshalb Untersu-

chungshaft nicht verhältnismässig sei (Beschwerde S. 10, Ziff. 4.2). 

 

4.4. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten brachte mit Beschwerdeantwort 

im Wesentlichen vor, dass es nicht nur darum gehe, was der Beschwerde-

führer sowie die Geschädigten bzw. Zivil- und Strafkläger in Zukunft sagen, 

 - 12 - 

 

 

sondern was die Mittäter aussagen würden. Die weiteren Ermittlungen wür-

den sich als aufwändig erweisen (Beschwerdeantwort S. 4). 

 

4.5. 

Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu 

befürchten ist, dass die beschuldigte Person Personen beeinflusst oder auf 

Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen 

(Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO). Die strafprozessuale Haft wegen Kollusions-

gefahr soll verhindern, dass die beschuldigte Person die Freiheit dazu 

missbrauchen würde, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu 

vereiteln oder zu gefährden. Als Kollusion gilt ein Verhalten, durch das die 

beschuldigte Person Beweismittel bzw. Spuren manipuliert oder beseitigt, 

z.B. indem sie sich mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen 

oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidri-

gen Aussagen veranlasst (MARC FORSTER, in: Basler Kommentar, Schwei-

zerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 6 zu Art. 221 StPO). Kon-

krete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich nach der Rechtspre-

chung des Bundesgerichts namentlich ergeben aus dem bisherigen Ver-

halten der beschuldigten Person im Strafprozess, aus ihren persönlichen 

Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des un-

tersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwi-

schen ihr und den sie belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkre-

ten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen 

Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung 

bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten 

Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen 

(BGE 137 IV 122 E. 4.2; FORSTER, a.a.O., N. 7 zu Art. 221 StPO). 

 

4.6. 

Zur Kollusionsgefahr im vorliegenden Fall kann vorab auf die zutreffenden 

Ausführungen in E. 2.3.3 der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 

Bis zur Anhaltung war dem Beschwerdeführer bzw. sämtlichen (Mit-)Tätern 

die Involvierung der Polizei nicht bekannt und der Beschwerdeführer und 

der Mitbeschuldigte E._____ haben sich offensichtlich nicht abgesprochen, 

was daraus hervorgeht, dass ihre Aussagen in zentralen Punkten Wider-

sprüche aufweisen. 

 

Was den Einwand des Beschwerdeführers anbelangt, er sei bereits aus-

führlich befragt worden und es würde voraussichtlich auf seine ersten Aus-

sagen abgestützt, ist festzustellen, dass er zwar anlässlich der Eröffnung 

seiner Festnahme angab, sie seien vier Personen gewesen, die Namen der 

Beteiligten wollte er indessen nicht nennen (vgl. Festnahmeeröffnungspro-

tokoll des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2025, Frage 22). U.a. er-

wähnte er zwar auch seinen Bruder bzw. den Mitbeschuldigten E._____. 

Dieser bzw. "die anderen" (der Fahrer und die Tochter des Mitbeschuldig-

ten E._____) seien allerdings im Auto gewesen. Damit ist nach seiner 

 - 13 - 

 

 

Befragung nach wie vor unklar, wer alles am 8. Februar 2025 in der Woh-

nung bzw. am Raub beteiligt war. Die Geschädigten sprachen von 8–10 in 

der Wohnung anwesenden Personen (vgl. dazu die angefochtene Verfü-

gung, E. 2.2.2 mit Hinweisen auf deren Aussagen), welche noch nicht er-

mittelt werden konnten (vgl. Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten, S. 4) und deren Aussagen relevant sind. Mutmasslich in-

volviert sind G._____, der Vater des Beschwerdeführers bzw. des ebenfalls 

inhaftierten Mitbeschuldigten E._____, sowie H._____, der Cousin der bei-

den. G._____ und H._____ waren laut Aussage von C._____ Begleitper-

sonen des Mitbeschuldigten E._____ (vgl. Einvernahmeprotokoll des Mit-

beschuldigten E._____ vom 10. Februar 2025, Frage 110 f.) und konnten 

am 9. Februar 2025 vor Ort bzw. im parkierten Auto mit den entwendeten 

Gegenständen angetroffen werden (vgl. dazu Antrag Zwangsmassnahmen 

der Kantonspolizei Aargau vom 10. Februar 2025, S. 3). Einer von ihnen 

konnte von C._____ als Täter des Raubes vom 8. Februar 2025 identifiziert 

werden (vgl. Einvernahmeprotokoll des Mitbeschuldigten E._____ vom 

10. Februar 2025, Frage 114; Einvernahmeprotokoll von C._____ vom 

9. Februar 2025, Frage 54). Sie sind zu befragen und die weiteren Beteilig-

ten zu ermitteln, nachdem bereits Fotowahlkonfrontationen mit den Ge-

schädigten durchgeführt wurden (vgl. Beschwerdeantwort der Staatsan-

waltschaft Muri-Bremgarten, S. 4).  

 

Es sind somit noch diverse Untersuchungshandlungen ausstehend. Dabei 

ist zu berücksichtigen, dass für die Befragungen bzw. Gegenüberstellun-

gen jeweils Dolmetscher beizuziehen sind, was eine längere Zeit in An-

spruch nehmen wird. Da bei Raub i.S.v. Art. 140 Ziff. 1 StGB eine Freiheits-

strafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren droht, hat der Beschwerde-

führer ein erhebliches Interesse daran, als unschuldig zu gelten oder sein 

Verschulden im Vergleich zu anderen Tatbeteiligten zumindest als mög-

lichst gering erscheinen zu lassen. In Anbetracht all dieser Umstände be-

steht eine erhebliche Gefahr, dass der Beschwerdeführer Mitbeschuldigte, 

Auskunftspersonen oder Zeugen beeinflussen würde, damit diese ein für 

ihn möglichst günstiges Aussageverhalten an den Tag legen, oder dass er 

sich mit ihnen über das Aussageverhalten absprechen würde. 

 

4.7. 

Unter diesen Umständen ist der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr 

(Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) mit dem Zwangsmassnahmengericht des Kan-

tons Aargau zu bejahen. 

 

4.8. 

Den ebenfalls von der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten in ihrem 

Haftanordnungsantrag bejahten besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr 

prüfte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau nicht (vgl. an-

gefochtene Verfügung, E. 2.4.1). Nachdem das Vorliegen des besonderen 

Haftgrunds der Kollusionsgefahr vorliegend klar gegeben ist (vgl. Urteil des 

 - 14 - 

 

 

Bundesgerichts 1B_197/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.5 bzw. Beschwerde 

S. 3, Ziff. 1), braucht vorliegend nicht weiter geprüft zu werden, ob auch der 

besondere Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben ist. 

 

5. 

5.1. 

Gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO ordnet das zuständige Gericht anstelle der 

Untersuchungs- oder Sicherheitshaft eine oder mehrere mildere Massnah-

men an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen. Mit dieser Be-

stimmung wird der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 36 Abs. 3 BV; 

Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO) konkretisiert. Untersuchungs- bzw. Si-

cherheitshaft ist somit "ultima ratio". Kann der damit verfolgte Zweck – die 

Verhinderung von Flucht-, Kollusions-, Wiederholungs- oder Ausführungs-

gefahr – mit milderen Massnahmen erreicht werden, sind diese anzuordnen 

(Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO). Die Ersatzmassnahmen müssen ihrerseits ver-

hältnismässig sein, insbesondere in zeitlicher Hinsicht (BGE 140 IV 74 

E. 2.2). 

 

5.2. 

Mit dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau (angefochtene 

Verfügung E. 4.2) sind keine tauglichen Ersatzmassnahmen nach Art. 237 

Abs. 1 StPO ersichtlich, mit welchen der gleiche Zweck wie mit der Haft 

erreicht werden könnte. Insbesondere ist das vom Beschwerdeführer vor-

gebrachte Kontakt- bzw. Annäherungsverbot gegenüber den Geschädigten 

(vgl. Beschwerde S. 10, Ziff. 4.2 bzw. Beschwerdeantrag Ziff. 2; vgl. auch 

Festnahmeeröffnungsprotokoll des Beschwerdeführers vom 10. Fe-

bruar 2025, Frage 50) ungeeignet, eine Beeinflussung von bzw. Absprache 

mit Mitbeschuldigten, Auskunftspersonen oder Zeugen (vgl. E. 4.6 oben) 

zu verhindern. Es liegt immer noch dieselbe Ausgangslage vor und es sind 

keine milderen Massnahmen ersichtlich, um dem Haftgrund der Kollusions-

gefahr wirksam zu begegnen. 

 

5.3. 

Die Dauer der bisherigen und einstweilen bis zum 9. Mai 2025 angeordne-

ten Untersuchungshaft erscheint mit Blick auf den dringenden Tatverdacht 

betreffend die im Raum stehenden Delikte als verhältnismässig. Es kann 

diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung, E. 3.2, verwiesen werden. Angesichts dessen, dass die noch 

durchzuführenden Befragungen bzw. Gegenüberstellungen eine längere 

Zeit beanspruchen werden (vgl. dazu oben, E. 4.6), ist auch der Subeven-

tualantrag des Beschwerdeführers (Anordnung von Untersuchungshaft le-

diglich für die Dauer von einem Monat) abzuweisen (vgl. Beschwerde 

S. 10, Ziff. 5 bzw. Beschwerdeantrag Ziff. 3). 

 

 - 15 - 

 

 

6. 

Zusammengefasst ist damit nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmass-

nahmengericht des Kantons Aargau den Beschwerdeführer mit Verfügung 

vom 13. Februar 2025 einstweilen bis am 9. Mai 2025 in Untersuchungshaft 

versetzt hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

 

7. 

7.1. 

Bei diesem Ausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 

Abs. 1 StPO). 

 

7.2. 

Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers des Beschwerdeführers ist 

am Ende des Strafverfahrens von der dannzumal zuständigen Instanz fest-

zulegen (Art. 135 Abs. 2 StPO).  

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 67.00, zusammen 

Fr. 1'067.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

 - 16 - 

 

 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 5. März 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Groebli Arioli