# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ff8a673-f600-5967-a794-c7acf4a8b891
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.07.2014 SB130549
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130549_2014-07-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB130549-O/U/gs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Ruggli, die 

Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw Mondgenast 

 

Urteil vom 11. Juli 2014 

 

in Sachen 

 
1. A._____,  

Beschuldigter und Erstberufungskläger 

2. B._____,  

Beschuldigter, Erstberufungskläger und Anschlussberufungskläger 

 

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

gegen 

 
1. Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

Anklägerin, Zweitberufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte 

2. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

1. C._____,  

Privatkläger und Drittberufungskläger  

2. ... 

 

-   2   - 

 

1 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ 

 
betreffend versuchte vorsätzliche Tötung etc. und Widerruf 

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 

23. September 2013 (DG120238) 

 

-   3   - 

Anklagen:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 20. Juli 

2012 (Urk. HD 35) sowie die Zusatzanklage der Staatsanwaltschaft See / Ober-

land vom 19. September 2012 gegen den Beschuldigten 1 (Urk. 36/12) sind die-

sem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte 1 A._____ ist schuldig 

- der versuchten vorsätzlichen Tötung i.S.v. Art. 111 StGB i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB, 

- Raufhandels i.S.v. Art. 133 Abs. 1 StGB sowie 

- der Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte 2 B._____ ist schuldig 

-  der versuchten schweren Körperverletzung i.S.v. Art. 122 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte 1 A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 73 

Monaten, wovon bis und mit heute 201 Tage durch Haft erstanden sind. 

4. Der Beschuldigte 2 B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 34 

Monaten, wovon bis zum vorzeitigen Strafantritt 207 Tage durch Haft er-

standen sind. 

5. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Beschuldigte 2 B._____ 

seit dem 6. Juli 2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet. 

6.  Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten 1 A._____ wird vollzogen. 

7. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten 2 B._____ wird vollzogen. 

-   4   - 

8. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

8. Abteilung, vom 9. April 2010 ausgefällten Freiheitsstrafe von 9 Monaten 

(abzüglich 1 Tag Haft) des Beschuldigten 2 B._____ wird widerrufen. 

9. Bezüglich des Beschuldigten 1 A._____ wird eine stationäre therapeutische 

Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Behandlung von 

psychischen Störungen) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des 

Beschuldigten 1 A._____ wird zu diesem Zweck aufgeschoben. 

10. Bezüglich des Beschuldigten 2 B._____ wird eine ambulante Behandlung im 

Sinne von Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) während des Strafvoll-

zugs angeordnet. 

11. Der Beschuldigte 1 A._____ und der Beschuldigte 2 B._____ werden ver-

pflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 4'000.--, zuzüglich 5 % Zins ab 

24. September 2013, unter solidarischer Haftung als Genugtuung zu bezah-

len.  

Der Beschuldigte 1 A._____ wird sodann verpflichtet, dem Privatkläger 

C._____ Fr. 10'217.20, zuzüglich 5 % Zins ab 24. September 2013, als Ge-

nugtuung zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ 

abgewiesen. 

12. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwe-

cken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der 

Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Sportschuhe der Marke "NI-

KE", grau/hellgrün, werden dem Beschuldigten 1 A._____ nach Eintritt der 

Rechtskraft herausgegeben. Holt der Beschuldigte 1 diese Schuhe nicht in-

nert 6 Monaten seit Eintritt der Rechtskraft ab, werden diese der Gerichts-

kasse zur gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung überlassen. 

13. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwe-

cken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der 

-   5   - 

Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Stiefel der Marke "Timber-

land", dunkelgrau, werden dem Beschuldigten 2 B._____ nach Eintritt der 

Rechtskraft herausgegeben. Holt der Beschuldigte 2 diese Schuhe nicht in-

nert 6 Monaten seit Eintritt der Rechtskraft ab, werden diese der Gerichts-

kasse zur gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung überlassen. 

14. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwe-

cken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der 

Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Halbschuhe der Marke 

"Caterpillar", beige, werden dem Privatkläger C._____ nach Eintritt der 

Rechtskraft herausgegeben. Holt der Privatkläger diese Schuhe nicht innert 

6 Monaten seit Eintritt der Rechtskraft ab, werden diese der Gerichtskasse 

zur gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung überlassen. 

15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 7'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'945.20   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 5'700.--   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 6'471.50   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 24'770.--   amtliche Verteidigung Beschuldigter 1 

Fr. 22'240.--   amtliche Verteidigung Beschuldigter 2 

Fr. 9'000.--   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft 

Fr. 31'863.60   Kosten Gutachten 

16. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden den Beschuldigten 

1 und 2 auferlegt, jedoch definitiv abgeschrieben. 

17. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 A._____, Rechtsanwalt 

lic.iur. X._____, wird mit Fr. 24'770.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barausla-

gen) entschädigt. 

-   6   - 

18. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 B._____, Rechtsanwalt 

lic.iur. Y._____ und Rechtsanwältin lic.iur. Y1._____ (Anwaltsbüro …), wird 

mit Fr. 22'240.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt. 

19. Die unentgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft C._____, Rechtsanwalt 

lic.iur. Z._____, wird mit Fr. 9'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) 

entschädigt. 

20. Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 1 A._____ werden 

auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

21. Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 2 B._____ werden 

auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich: 

(Urk. 185) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils, ausser betreffend Dispositivziffer 3 

(Strafzumessung), hier sei eine Bestrafung von A._____ mit 8 Jahren Frei-

heitsstrafe auszufällen.  

b) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

(Urk. 186 S. 23) 

1. Der Beschuldigte sei der schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 StGB, des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB 

sowie der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 StGB schuldig zu 

sprechen.  

-   7   - 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 31 Monaten zu be-

strafen. Die bisher erstandene Haft von 201 Tagen sei auf die Frei-

heitsstrafe anzurechnen.  

3. Es sei eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB anzu-

ordnen. Der Vollzug der Strafe sei zugunsten der ambulanten Mass-

nahme aufzuschieben.  

4. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteilsdispositiv zu bestätigen, res-

pektive es sei festzustellen, dass dieses bereits in Rechtskraft erwach-

sen ist.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

c) Des Vertreters der Privatklägerschaft: 

(Urk. 181, schriftlich) 

1. Die angefochtene Dispositivziffer 19 sei wie folgt zu ändern: "Die un-

entgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft C._____, Rechtsanwalt 

lic. iur. Z._____, wird mit Fr. 11'939.80 (inkl. Mehrwertsteuer und Bar-

auslagen) entschädigt." 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zulasten 

der Vorinstanz bzw. des Staates.  

 

Erwägungen: 

I. Formelles 

 Das Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, sprach den Beschuldigten A._____ 

mit Urteil vom 23. September 2013 schuldig der versuchten vorsätzlichen Tötung, 

-   8   - 

des Raufhandels sowie der Sachbeschädigung und bestrafte ihn mit 73 Monaten 

Freiheitsstrafe unbedingt (entspricht 6 Jahren und 1 Monat). Des Weiteren ordne-

te das Gericht für den Beschuldigten eine stationäre Massnahme zur Behandlung 

seiner psychischen Störungen an und schob zu diesem Zweck den Vollzug der 

Freiheitsstrafe auf. Mit gleichem Entscheid verurteilte das Gericht den Mitbe-

schuldigten B._____ der versuchten schweren Körperverletzung und bestrafte ihn 

mit 34 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt. Für diesen Beschuldigten ordnete das 

Gericht eine ambulante Behandlung (Suchtbehandlung Alkohol) während des 

Strafvollzugs an und widerrief den bedingten Vollzug einer Vorstrafe. 

 Gegen das Urteil meldeten am 24. bzw. 25. September 2013 beide Be-

schuldigten Berufung an (Urk. 121 und 122). Der Beschuldigte A._____ liess am 

10. Dezember 2013 seine Berufungserklärung folgen (Urk. 146): Demnach ficht er 

den Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung an; in diesem Punkt will 

er lediglich wegen schwerer Körperverletzung verurteilt und insgesamt mit einer 

Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren sowie mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 10.– bestraft werden. An Stelle der stationären Massnahme werden vom Be-

schuldigten A._____ eine ambulante Massnahme unter Aufschub des Strafvoll-

zugs beantragt sowie die Erteilung einer Weisung auf Abstinenz von Alkohol und 

Cannabis während der Dauer dieser Massnahme.  

 Die Anklägerin der Hauptanklage, die Staatsanwaltschaft IV des Kantons 

Zürich, meldete am 26. September 2013 hinsichtlich beider Beschuldigten eben-

falls Berufung gegen das Urteil vom 23. September 2013 an (Urk. 123). Die An-

klägerin der Nachtragsanklage gegen den Beschuldigten A._____, die Staatsan-

waltschaft See/Oberland, verzichtete demgegenüber am 12. Februar 2014 auf die 

Ergreifung von Rechtsmitteln und erklärte, sich am weiteren Verfahren nicht aktiv 

beteiligen zu wollen (Urk. 156). Die Staatsanwaltschaft IV reichte am 25. Novem-

ber 2013 ihre Berufungserklärung ein (Urk. 145) mit dem Antrag, die Freiheitsstra-

fe für A._____ auf 8 Jahre und diejenige für B._____ auf 3 ½ Jahre zu bemessen. 

Im Übrigen beantragte sie die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids.  

 Am 6. Dezember 2013 zog der Beschuldigte B._____ seine Berufung wieder 

zurück (Urk. 143), schloss sich mit Schreiben vom 25. Februar 2014 jedoch der 

-   9   - 

Berufung der Staatsanwaltschaft IV an mit dem Antrag auf eine privilegiertere 

Verurteilung und eine mildere Bestrafung (Urk. 157). Am 14. Mai 2014 zog die 

Staatsanwaltschaft IV ihre Berufung gegen den Beschuldigten B._____ jedoch zu-

rück (Urk. 174), sodass auch die Anschlussberufung dieses Beschuldigten dahin-

fällt.  

 Ebenfalls Berufung angemeldet hatte mit Datum vom 1. Oktober 2013 der 

Privatkläger C._____ (Urk. 124). Seine Berufungserklärung folgte unterm 12. De-

zember 2013 (Urk. 147). Er verlangte darin eine Änderung von Dispositivziffer 19 

des vorinstanzlichen Entscheids dahingehend, dass seine unentgeltliche Vertre-

tung mit Fr. 11'939.80 anstatt bloss mit Fr. 9'000.– entschädigt werde. Im Beru-

fungsverfahren modifizierte und begründete er seinen Antrag schriftlich und er-

suchte um Dispensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung, wel-

chem Gesuch stattgegeben wurde (Urk. 181; näheres unter Ziff. VI.). 

 Demnach ist festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil betreffend den 

Beschuldigten B._____ nicht mehr angefochten und deshalb bereits in Rechts-

kraft erwachsen ist. Was den Beschuldigten A._____ angeht, so sind folgende 

Dispositivziffern des vorinstanzlichen Urteils unangefochten geblieben und folglich 

ebenfalls in Rechtskraft erwachsen: 1 teilweise (Schuldspruch wegen Raufhandel 

und Sachbeschädigung), 11 (Genugtuung an Privatkläger C._____), 12 und 14 

(Herausgabe) sowie 15-17 und 20 (Kosten- und Entschädigungsdispositiv). Es ist 

festzustellen, dass diese Entscheide in Rechtskraft erwachsen sind.  

II.  Sachverhaltserstellung 

 Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wirft dem Beschuldigten den 

in der Anklageschrift vom 20. Juli 2012 umschriebenen Sachverhalt vor 

(Urk. HD 35; diesem Urteil beigeheftet).  

 Der Beschuldigte hat die Anklagevorwürfe im Wesentlichen eingestanden. 

Er zeigte sich grundsätzlich geständig, den Privatkläger sowohl am ganzen Kör-

per als auch gegen den Kopf getreten zu haben, als dieser bereits am Boden lag. 

Auch die erlittenen Verletzungen des Privatklägers stellte er nicht in Abrede; diese 

-   10   - 

sind sodann durch die Akten belegt. Im zentralen Punkt der Anklage (Anklagezif-

fer A.4.) stellte der Beschuldigte sich allerdings auf den Standpunkt, dem Privat-

kläger gemeinsam mit B._____ drei bis vier Fusstritte gegen den Kopf verpasst zu 

haben, ohne gewusst zu haben, dass der Privatkläger bewusstlos gewesen sei 

(Urk. HD 4/3 S. 7 f. und 4/8 S. 2 f.; Prot. I S. 4 ff. und Prot. II S. 31).  

 Es ist daher im Folgenden zu prüfen, ob und inwieweit sich auch der Ankla-

gevorwurf der rund sieben Fusstritte gegen das Gesicht und den Kopf des Privat-

klägers aufgrund der erhobenen Beweismittel erstellen lässt. Die Vorinstanz hat 

korrekte Ausführungen zu den Anforderungen an die Beweisführung und zu den 

Grundsätzen der Beweiswürdigung sowie insbesondere zur Würdigung von Aus-

sagen gemacht, auf die vorab verwiesen werden kann. Dasselbe gilt auch für die 

Ausführungen zur Glaubwürdigkeit der Beteiligten (Urk. 144 S. 9 ff.; Art. 82 Abs. 1 

StPO). 

 Die Anklage stützt sich bezüglich Anklageziffer A.4. im Wesentlichen auf die 

Aussagen des Beschuldigten und der Zeugin D._____. Ferner liegen als Beweis-

mittel insbesondere die medizinischen Akten betreffend die vom Privatkläger erlit-

tenen Verletzungen im Recht (Urk. HD 12/1). Zur Verwertbarkeit dieser Beweis-

mittel kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 144 S. 12 f.).  

 Die Vorinstanz hat die bisherigen Aussagen des Beschuldigten und der 

Zeugin D._____ richtig und umfassend wiedergegeben, worauf verwiesen werden 

kann (Urk. 144 S. 14 ff. und S. 24 ff.).  

 Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aus, der Pri-

vatkläger habe eine Bewegung gemacht, wie wenn er ihn mit einem Schrauben-

zieher habe angreifen wollen, weshalb er sich ohne nachzudenken gewehrt und 

den Privatkläger geschlagen habe. Es sei nicht so, wie es ihm vorgeworfen wer-

de; er habe nicht sieben bis acht Mal, sondern drei bis vier Mal gemeinsam mit 

B._____ den Privatkläger in den Kopfbereich gekickt und er habe nicht gewusst, 

dass dieser bewusstlos gewesen sei. Am Tag des Vorfalls habe er leichte Jog-

gingschuhe getragen und den Privatkläger mit dem Innern des Schuhs getreten. 

-   11   - 

Die Zeugin D._____ sei nicht in der Nähe gewesen, als er und B._____ auf den 

Privatkläger eingeschlagen hätten, zudem sei es dunkel gewesen. Sie sei mit 

dem Telefon abgelenkt gewesen und habe die Situation gar nicht richtig mitbe-

kommen, ansonsten hätte sie auch gesehen, dass der Privatkläger ihn angegrif-

fen habe (Prot. II S. 31 ff.).  

 Die Verteidigung machte zusätzlich geltend, die Zeugin D._____ sei selbst 

Teil eines äusserst dynamischen Geschehensablaufs gewesen, weshalb sie nicht 

bloss unbeteiligte Dritte gewesen sei, sondern mit den Beschuldigten und dem 

Privatkläger in Interaktion getreten sei, indem sie von diesen aufgefordert worden 

war, die Polizei zu verständigen und sie selbst die Parteien angewiesen habe, 

sich ruhig zu verhalten. Die Auseinandersetzung mit anschliessender Bewusstlo-

sigkeit des Privatklägers könne nur wenige Sekunden gedauert haben, wie sich 

dies aus dem Gespräch der Zeugin D._____ mit der Notrufzentrale ergäbe. In 

diesem kurzen Zeitraum sei es entgegen der Darstellung der Zeugin D._____ 

nicht möglich, den Privatkläger mit Fäusten zu traktieren, zu Boden zu reissen, 

sieben Mal in den Rumpf und dann noch sieben Mal gegen den Kopf zu treten. 

Weiter sei nicht erstellt, dass der Beschuldigte auch noch gegen den Kopf des 

Privatklägers getreten habe, als dieser bereits bewusstlos am Boden lag 

(Urk. 186 S. 3 ff.). 

 Anlässlich der unmittelbar nach dem Vorfall durchgeführten polizeilichen 

Einvernahme der Zeugin D._____ vom 16. November 2011 führte diese aus, der 

Beschuldigte sei während ihres Telefonats mit der Polizei in Rage geraten und 

habe den Privatkläger beschimpft und sofort mit erhobenen Fäusten attackiert. 

Als der Verletzte am Boden gelegen sei, habe der Beschuldigte sicherlich etwa 

fünf bis sechs Mal mit seinen nicht leichten Schuhen massiv gegen den Kopf des 

Privatklägers getreten, wobei sich dieser nach dem ersten Schuhtritt gegen sei-

nen Kopf sofort versteifte und keine Abwehrreflexe mehr gezeigt habe. Als ein 

Passant laut geschrien habe, hätten die beiden Täter vom Opfer abgelassen 

(Urk. HD 8/1 S. 2 f.). Anlässlich der Zeugeneinvernahme vom 24. Januar 2012 er-

innerte sie sich daran, dass der Beschuldigte etwa sieben Mal seitlich und frontal 

auf den Kopf des Opfers eingetreten habe. Die Täter seien weggelaufen, als ein 

-   12   - 

anderer Zeuge am Ende des Parks laut gerufen habe. Das Opfer sei regungslos 

dagelegen und habe nach einer Minute angefangen zu röcheln und zu krampfen. 

Sie führte weiter aus, beim Privatkläger keine Bewegung gesehen zu haben, die 

als Angriff mit einem Messer gedeutet werden könnte (Urk. HD 8/13 S. 3 ff.). Bei 

beiden Einvernahmen erklärte sie, nur der Beschuldigte habe auf den Kopf und 

das Gesicht des Privatklägers eingetreten (Urk. HD 8/1 S. 3 und 8/13 S. 4).  

 Die Zeugin konnte die Täter klar unterscheiden und führte aus, weder die 

beiden noch den Privatkläger zu kennen. Sie machte zum Vorfall sehr detaillierte 

und differenzierte Aussagen, an welchen sie konstant festhielt. Den Vorgang 

schilderte sie von sich aus und in eigenen Worten. Sie gab an, wenn sie sich nicht 

erinnern konnte oder eine Handlung aufgrund der Dunkelheit oder des geführten 

Telefonats nicht gesehen hatte. Weiter erwähnte sie, dass alle drei Beteiligten zu 

ihr sehr höflich gewesen seien und sie deshalb keine Angst gehabt habe. Es gibt 

sodann keine Anhaltspunkte, dass die Zeugin D._____ nicht die Wahrheit gesagt 

haben soll, weshalb vollumfänglich auf ihre glaubhaften Aussagen abgestellt wer-

den kann. Der Sachverhalt ist somit auch bezüglich der fünf bis sechs Fusstritte 

gegen das Gesicht und den Kopf des Privatklägers rechtsgenügend erstellt. Zu 

welchem Zeitpunkt der Privatkläger sein Bewusstsein verlor, kann dahingestellt 

bleiben; als erstellt gilt, dass er nach dem ersten Fusstritt des Beschuldigten keine 

Abwehrreflexe mehr zeigte, mithin wehrlos war. 

III. Rechtliche Würdigung 

 Hauptsächliche Streitfrage im Berufungsverfahren ist, ob die körperliche At-

tacke des Beschuldigten A._____ gegen den Privatkläger C._____ vom 16. No-

vember 2011 in einem Park beim …-Platz in Zürich als versuchte vorsätzliche Tö-

tung – so die Staatsanwaltschaft – oder als schwere Körperverletzung – nach Auf-

fassung der Verteidigung – zu qualifizieren sei.  

 Die Vorinstanz hat auf eventualvorsätzlich versuchte vorsätzliche Tötung er-

kannt. Sie hat in ihrer Urteilsbegründung die allgemeinen Regeln zur Unterschei-

dung der beiden Tatbestände sowie die diesbezügliche Gerichtspraxis zutreffend 

-   13   - 

wiedergegeben (Urk. 144 S. 38 f. und S. 42 unten). Es kann darauf verwiesen 

werden. Ausführlich und nachvollziehbar sind auch die Erwägungen der Vo-

rinstanz darüber, wie gemäss dem Gutachten des IRM (Urk. HD 12/3) die Verlet-

zungen des Opfers entstanden sein müssen, mithin welcher Art die Gewalteinwir-

kungen des Beschuldigten auf den Privatkläger gewesen sein müssen.  

 An dieser Stelle seien vorerst kurz die dem Privatkläger zugefügten Verlet-

zungen zu rekapitulieren: Er erlitt durch die mehrfach ausgeführten Tritte gegen 

den Kopf- und Gesichtsbereich ein Schädel-Hirn-Trauma, eine Kalottenfraktur 

temporal links, ein Epiduralhämatom temporoparietal und temporopolar links, ein 

leichtes linksseitiges Ödem mit Kompression des linken Seitenventrikels, eine Mit-

telgesichtsfraktur links mit Fraktur der Orbitawand medial und lateral, des Or-

bitabodens und der vorderen und hinteren Wand des Sinus maxillaris, eine Frak-

tur des Os nasale rechts und drei Rissquetschwunden der Kopfschwarte links 

(Urk. HD 12/1).  

 Gemäss Gutachten ist aufgrund dieser Verletzungen davon auszugehen, 

dass zum einen eine erhebliche stumpfe Gewalteinwirkung gegen die Augen- und 

Nasenpartie des Opfers stattgefunden hat; des Weiteren seien stumpfe Gewalt-

einwirkungen gegen die Kopfschwarte oberhalb der Hutkrempenlinie sowie eine 

grossflächige stumpfe Gewalteinwirkung an der rechten Kopfhälfte erfolgt. All die-

se Gewalteinwirkungen seien als Folge von Schlägen und mehreren Fusstritten 

gegen den Kopf des Opfers zu interpretieren (Urk. HD 12/3 S. 7 f.). Zudem muss 

– so die nachvollziehbare Interpretation der Vorinstanz (Urk. 144 S. 41) – mit dem 

Schuh auch frontal auf den Kopf des Opfers aufgestampft worden sein. Diese Er-

kenntnisse stehen im Einklang mit den Beobachtungen der Zeugin D._____. Ent-

gegen dem Vorbringen der Verteidigung erweist sich als unbedeutend, mit wel-

chen Schuhen der Beschuldigte getreten haben soll. Die Vorinstanz vermochte 

auch überzeugend die weitere Darstellung der Verteidigung zu widerlegen, wo-

nach der Beschuldigte nur mit dem Innenrist des Schuhs getreten habe (a.a.O. 

S. 41). Anlässlich der Berufungsverhandlung vermochte die Verteidigung des Be-

schuldigten nichts darzutun, was die Situation anders einschätzen liesse. Die Vo-

rinstanz verletzt sodann entgegen der Ansicht der Verteidigung keinesfalls das 

-   14   - 

Anklageprinzip, wenn sie ihrer rechtlichen Würdigung ein Stampfen auf den Kopf 

zu Grunde legt; ein solches Stampfen wird von den in der Anklage umschriebe-

nen heftigen Fusstritten gegen den Kopf gedeckt.  

 Wenn die Vorinstanz zur Auffassung gelangte, dass, wer einem Menschen 

mehrfache Tritte gegen den Kopf- und Gesichtsbereich versetzt und selbst dann 

nicht aufhört, wenn das Opfer bereits bewusstlos oder sonstwie wehrlos ist, den 

Eintritt von Verletzungen von der Art der eingetretenen, mithin von potentiell le-

bensbedrohlichen Verletzungen und damit auch den möglichen Todeseintritt in 

Kauf nehme, so ist ihr zu folgen. Richtig ist auch der Hinweis der Vorinstanz, dass 

der tatzeitliche Gemütszustand des Beschuldigten ebenfalls für eine eventualvor-

sätzliche Tötungshandlung spreche: nach eigenen Aussagen soll er wütend, nicht 

nachdenkend und ausgetickt gewesen sein, so dass davon ausgegangen werden 

muss, dass er seine Fusstritte nicht mehr zu dosieren vermocht hat. Auch wenn 

dem Beschuldigten ein direkter Tötungsvorsatz nicht rechtsgenügend nachgewie-

sen werden kann, so gehört es – so die Vorinstanz zutreffend – zum Allgemein-

wissen eines Durchschnittsmenschen, dass insbesondere der Kopfbereich eines 

Menschen ausserordentlich gefährdet und verletzungsempfindlich ist und heftige 

und wiederholte Schläge und Tritte gegen den Kopf potentiell lebensgefährlich 

sind. Die vom Privatkläger infolge der Attacke des Beschuldigten erlittenen fol-

genschweren Verletzungen sind denn auch nicht überraschend.  

 Weiter widerlegte die Vorinstanz in überzeugender Weise, dass der Be-

schuldigte sich aufgrund des Geschehensverlaufs auf Notwehr berufen könne. 

Ebenso wenig konnte die Rede davon sein, dass der Beschuldigte etwa schuldun-

fähig gewesen wäre. Der Beschuldigte ist durchschnittlich intelligent und sein 

Denken war vom Alkohol- und Drogenkonsum nicht erheblich getrübt; so reinigte 

er nach der Tat anerkanntermassen seine Schuhe und versuchte vorgängig mit 

Hilfe eines Nachbarn den Privatkläger aus seiner Wohnung zu locken (Urk. HD 

4/4 S. 2 f). Dies zeugt von einem koordinierten und überlegten Handeln.  

 Dass sich die Vorinstanz im Ergebnis der rechtlichen Würdigung der Staats-

anwaltschaft anschloss, war aus all diesen Gründen nahliegend und ist keines-

wegs zu bemängeln. Es kann sogar festgestellt werden, dass vorliegend kein 

-   15   - 

Grenzfall in der Anwendung der strittigen Tatbestände vorliegt. Der Schuldspruch 

hat deshalb auf versuchte vorsätzliche Tötung im Sinne von Art. 111 in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zu lauten.  

IV. Strafe 

 Die Vorinstanz hat den Strafrahmen für vorsätzliche Tötung und die allge-

meinen Strafzumessungsregeln richtig wiedergegeben, so dass darauf verwiesen 

werden kann; ebenfalls abgestellt werden kann auf ihre Erwägungen zur mittel-

gradig verminderten Schuldfähigkeit des Beschuldigten, die sich auf das psychiat-

rische Gutachten von PD Dr. E._____ zu stützen vermögen (Urk. 144 S. 56 ff.).  

 Bei der objektiven Tatschwere ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 

den Privatkläger erst gegen den ganzen Körper trat und ihm dann massive 

Fusstritte gegen den Kopf und das Gesicht versetzte, wodurch dieser sehr schwe-

re Verletzungen erlitt. Er liess erst vom regungslos am Boden liegenden Privat-

kläger ab, als andere Personen intervenierten. Sein Handeln zeugt von einer 

krassen Geringschätzung und einer erschreckenden Gleichgültigkeit gegenüber 

der körperlichen Unversehrtheit des Privatklägers. Nur dank rascher medizini-

scher Versorgung überlebte der Privatkläger. Er musste anschliessend rund vier 

Monate hospitalisiert werden und leidet auch heute noch unter fehlendem Sicher-

heitsgefühl. Die objektive Tatschwere ist damit insgesamt innerhalb des vorlie-

genden Strafrahmens als sehr schwer einzustufen und bewegt sich aufgrund des 

sehr grausamen Vorgehens in der Nähe eines Mordes, was bei Annahme einer 

vollendeten Tat eine Einsatzstrafe im Bereich von 16 Jahren Freiheitsstrafe an-

gemessen erscheinen liesse.  

 Wie bereits erwähnt, ist von einer mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit 

des Beschuldigten auszugehen. Eine schwere verminderte Schuldfähigkeit ist 

aufgrund des koordinierten Nachtatverhaltens des Beschuldigten auszuschlies-

sen. Entgegen den Ausführungen im Gutachten ergeben sich keine Anhaltspunk-

te, dass der Beschuldigte während der Tat unter dem Einfluss von Kokain stand. 

Der Beschuldigte konsumierte gemäss eigenen Angaben zuletzt mit 21 Jahren 

-   16   - 

Kokain und nahm vor der Tat Alkohol und Cannabis zu sich (Prot. II S. 19 und 

28). Die hypothetische Einsatzstrafe von 16 Jahren ist zufolge der mittelgradig 

verminderten Schuldfähigkeit auf 8 Jahre Freiheitsstrafe zu reduzieren.  

 Strafmindernd ist weiter zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte die Tat 

nicht mit direktem Vorsatz begangen hat; er strebte den Tod des Privatklägers 

nicht an, sondern nahm diesen in Kauf. Das Motiv allerdings wirkt belastend: Er 

handelte aus völlig nichtigem Anlass, weil ihn der Privatkläger angeblich zwei 

Wochen zuvor beleidigt haben soll.  

 Bezüglich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten und seiner Vor-

strafenlosigkeit kann ebenfalls auf die Begründung im angefochtenen Urteil ver-

wiesen werden (Urk. 144 S. 65). Dass sich daraus keine strafzumessungsrelevan-

ten Faktoren ableiten lassen, ist richtig. Seit dem Verfahren vor Vorinstanz hat 

sich diesbezüglich nichts geändert. Entgegen der Ansicht der Verteidigung ist das 

Alter des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt nicht strafmindernd zu berücksichtigen. 

Der Beschuldigte war damals 23 Jahre alt und durchaus in der Lage, die Schwere 

seiner Tat und die möglichen Folgen zu erkennen. Eine mangelnde Einsicht oder 

altersbedingte Unreife wurden vom Gutachter denn auch nicht festgestellt.  

 Der Vorinstanz beizupflichten ist sodann, dass das, wenn sachverhaltlich 

auch nur eingeschränkte Geständnis des Beschuldigten (wonach er das Opfer 

malträtiert habe) und auch sein Nachtatverhalten (Entschuldigung gegenüber dem 

Opfer, Zahlungen an dieses) strafmindernd auszufallen haben. Wie der Beschul-

digte anlässlich der Berufungsverhandlung ausführte, hat er die freiwillig besuchte 

Therapie Anfangs 2014 abgebrochen und sich noch nicht um eine Anschlusslö-

sung bemüht. Er zeigte sodann wenig Einsicht und Reue; vielmehr führte er aus, 

alle Beteiligten, somit auch der Privatkläger, trügen am Vorfall Schuld (Prot. II 

S. 18 und 34), was auf eine starke Bagatellisierungstendenz hinweist. Mit der Vo-

rinstanz ist festzuhalten, dass der Beschuldigte nichts dazu beigetragen hat, dass 

das Opfer überlebt hat. Dass es beim Versuch der Tötung geblieben ist, kann sich 

deshalb nur sehr leicht strafmindernd auswirken. Insgesamt erscheint es ange-

messen, die Einsatzstrafe von 8 Jahren Freiheitsstrafe um rund ein Jahr zu redu-

zieren.  

-   17   - 

 Eine Erhöhung der Strafe erfolgt aufgrund der zum Tötungsversuch hinzu-

tretenden zwei weiteren Delikte: Die Vorinstanz hielt dafür, dass für den nicht 

mehr leicht wiegenden Raufhandel und die eher leicht zu beurteilende Sachbe-

schädigung, hinsichtlich derer der Beschuldigte geständig war, bei Berücksichti-

gung der langen Verfahrensdauer und unter Anwendung des Asperationsprinzips 

die Freiheitsstrafe lediglich um einen Monat zu erhöhen sei. Dem ist beizupflich-

ten.  

 Im Ergebnis ist der Beschuldigte für die von ihm begangenen Delikte mit ei-

ner Freiheitsstrafe von sieben Jahren zu bestrafen. Die erstandene Haft von 201 

Tagen ist daran anzurechnen.  

V. Massnahme 

 Im psychiatrischen Gutachten von PD Dr. E._____ vom 31. Mai 2013 über 

den Beschuldigten wird eine manisch-depressive Erkrankung, die sich im Tatzeit-

punkt zumindest bereits angebahnt habe, diagnostiziert. In Kombination dazu sei 

damals eine Alkohol- und Cannabisintoxikation vorgelegen. Das Störungsbild ha-

be in einem motivationalen Zusammenhang mit der Tat vom 16. November 2011 

gestanden (Urk. 82). Die Behandlungsbedürftigkeit des Beschuldigten ist damit zu 

bejahen. Der Gutachter bezeichnete die Rückfallgefahr für weitere Gewalttaten 

beim Beschuldigten als deutlich erhöht. Hinsichtlich einer indizierten Massnahme 

sind gemäss Gutachten sowohl die Voraussetzungen für eine stationäre wie auch 

für eine ambulante Massnahme erfüllt. Allerdings könne – so der Gutachter weiter 

– bei gleichzeitigem oder vorzeitigem Strafvollzug der Behandlung nicht genü-

gend Rechnung getragen werden, da sich dadurch verschiedene Symptome der 

Erkrankung des Beschuldigten mit grosser Wahrscheinlichkeit verstärken würden. 

 Die Vorinstanz wog die Kriterien für die eine und andere Massnahmenart 

sorgfältig gegeneinander ab. Sie betonte dabei den Ausnahmecharakter eines 

Strafaufschubs zugunsten einer ambulanten Massnahme und nannte die entspre-

chenden Voraussetzungen. Die bisher nur geringen Sozialisierungsbemühungen 

des Beschuldigten in Freiheit sowie die auszufällende mehrjährige Strafe und die 

-   18   - 

schwerwiegende Anlasstat mit nicht mehr leichtem Verschulden liess die Vor-

instanz eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB in einer of-

fenen Einrichtung für angezeigt und verhältnismässig erscheinen. Eine stationäre 

Massnahme gemäss Absatz 3 dieser Bestimmung verwarf sie als klar unverhält-

nismässig.  

 Die Erwägungen der Vorinstanz überzeugen nach wie vor. Seit der Haupt-

verhandlung haben die allgemeinen Resozialisierungsbemühungen des Beschul-

digten keine markanten Fortschritte gebracht; er hat die bisher auf freiwilliger Ba-

sis erfolgte ambulante Behandlung abgebrochen und nach Ablauf seiner Prakti-

kumsstelle verfügt er über keine konkreten beruflichen Zukunftspläne. Entschei-

dend ist zudem, dass sich vorliegend der Aufschub der mehrjährigen Freiheits-

strafe zugunsten einer bloss ambulanten Behandlung mit der Rechtsgleichheit un-

ter vergleichbaren Fällen nicht mehr vereinbaren liesse. Das Berufungsgericht 

kommt deshalb zum gleichen Entscheid wie die Vorinstanz und hält einzig eine 

stationäre Massnahme für angezeigt. Gemäss Art. 57 Abs. 2 StGB hat die anzu-

ordnende stationäre Massnahme jedenfalls Vorrang vor dem Strafvollzug, wes-

halb dieser für die Dauer der Massnahme aufzuschieben ist.  

VI. Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers für die 
erste Instanz 

 Der Vertreter des Privatklägers C._____ hatte der Vorinstanz eine Honorar-

note für seine nach Stundenaufwand berechneten Bemühungen samt Barausla-

gen und Mehrwertsteuer über insgesamt Fr. 12'976.60 eingereicht (Urk. 118). Die 

Vorinstanz reduzierte die verlangte Entschädigung auf Fr. 9'000.–; sie begründete 

dies damit, dass der Privatkläger sich lediglich als Zivilkläger konstituiert habe und 

die Grundgebühr sich deshalb gemäss § 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV nach dem 

Streitwert richte (Urk. 144 S. 96).  

 Der Vertreter des Privatklägers appellierte gegen diesen Entscheid und ver-

langte in seiner Berufungserklärung nunmehr Fr. 11'939.80 inkl. Mehrwertsteuer 

-   19   - 

und Barauslagen (Urk. 147). Mit Zuschrift vom 8. Juli 2014 präzisierte er seine 

Forderung und begründete gleichzeitig seine Berufung schriftlich (Urk. 181). 

 Der Entschädigungsanspruch des Vertreters des Privatklägers richtet sich 

unabhängig vom Umfang der Konstituierung sinngemäss nach den Bestimmun-

gen über die Entschädigung der amtlichen Verteidigung und somit nach den Re-

geln für den Strafprozess (Art. 138 i.V.m. 135 StPO). Die amtliche Verteidigung 

wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons entschädigt, in 

dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Im Kanton Zürich 

ist die Verordnung vom 8. September 2010 über die Anwaltsgebühren (Anw-

GebV) massgebend. Die auszurichtende Vergütung setzt sich aus der Gebühr 

und den notwendigen Auslagen zusammen (§ 1 Abs. 2 AnwGebV). Im Allgemei-

nen sind bei der Festsetzung der Gebühr der Zeitaufwand und die Verantwortung 

des Anwalts sowie die Bedeutung und die Schwierigkeit des Falls entscheidend  

(§ 2 Abs. 1 lit. b-e AnwGebV). Die Grundgebühr für die Führung eines Strafpro-

zesses einschliesslich Vorbereitung des Parteivortrags und Teilnahme an der 

Hauptverhandlung beträgt vor den Bezirksgerichten Fr. 1'000.– bis Fr. 28'000.– 

(§ 17 Abs. 1 lit. b AnwGebV).  

 Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der Privatkläger nicht zuletzt scha-

densfallbedingt gesundheitlich angeschlagen war, was eine Instruktion erschwer-

te. Zudem hielt er sich nach seiner Entlassung aus der Rehabilitationsklinik in ei-

nem engmaschig betreuten Wohnheim auf und traute sich nicht aus dem Haus, 

insbesondere nicht nach Zürich, was den zeitlichen Aufwand für seinen Vertreter 

erhöhte. Nebst der durch die Grundgebühr abgedeckten Hauptverhandlung, fand 

fünf Tage später die separate Urteilseröffnung statt, an welcher der Vertreter des 

Privatklägers anwesend war. Der Betrag von Fr. 11'939.80, worin die effektive 

Dauer der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bereits berücksichtigt ist, erscheint 

angemessen und steht im Einklang mit den Ansätzen der AnwGebV.  

-   20   - 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren  

 Der Beschuldigte A._____ unterliegt mit seiner Berufung vollständig. Zu be-

achten ist sodann, dass die Staatsanwaltschaft mit ihrem Antrag auf eine höhere 

Freiheitsstrafe für den Beschuldigten A._____ ebenfalls nur teilweise durchdringt. 

Einen kleineren Kostenanteil hat auch zu tragen, wer seine Berufung zurückzieht 

bzw. wessen Anschlussberufung aus anderem Grund dahinfällt, wobei im Falle, 

dass die Kostenpflicht die Staatsanwaltschaft treffen würde, diese Kosten auf die 

Gerichtskasse zu nehmen sind. Es obsiegt mit seiner Berufung sodann der Pri-

vatkläger C._____, weshalb ihn keine Kostenpflicht trifft. 

 Die Kosten des Berufungsverfahrens exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigungen, inklusive derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung des 

Privatklägers, sind dem Beschuldigten A._____ zu 7/10 und dem Verurteilten 

B._____ zu 1/10 aufzuerlegen, jedoch beiden zu erlassen. Die übrigen Kosten 

sind samt denjenigen der amtlichen Verteidigungen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten für die Kosten der amtlichen 

Verteidigungen im Umfang von 7/10 (A._____) und 1/10 (B._____) bleibt vorbe-

halten.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte B._____ seine 

Berufung und die Staatsanwaltschaft IV ihre Berufung gegen diesen Be-

schuldigten zurückgezogen haben. Die Anschlussberufung des Beschuldig-

ten B._____ ist damit ebenfalls hinfällig. Das Urteil des Bezirksgerichtes Zü-

rich, 8. Abteilung, vom 23. September 2013 ist folglich bezüglich den Be-

schuldigten B._____ in Rechtskraft erwachsen.  

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abtei-

lung, vom 23. September 2013 bezüglich den Beschuldigten A._____ hin-

sichtlich folgender Dispositivziffern in Rechtskraft erwachsen ist: 1 teilweise 

(Schuldspruch wegen Raufhandel und Sachbeschädigung), 11 (Genugtuung 

-   21   - 

an Privatkläger C._____), 12 und 14 (Herausgabe) sowie 15-17 und 20 

(Kosten- und Entschädigungsdispositiv).  

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der versuchten vorsätzlichen 

Tötung im Sinne von Art. 111 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jah-

ren, wovon bis und mit heute 201 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Bezüglich des Beschuldigten A._____ wird eine stationäre therapeutische 

Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und 2 StGB (Behandlung psychi-

scher Störungen) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu die-

sem Zweck aufgeschoben.  

4. Die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers C._____, Rechtsanwalt lic. 

iur. Z._____, wird für die Untersuchung und das erstinstanzliche Gerichts-

verfahren mit Fr. 11'939.80 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) ent-

schädigt.  

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'804.95   amtliche Verteidigung Beschuldigter A._____  

Fr. 2'525.25   amtliche Verteidigung Beschuldigter B._____  

Fr. 1'340.30   unentgeltliche Vertretung Privatkläger C._____   

 
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigungen, inklusive derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung 

des Privatklägers, werden dem Beschuldigten A._____ zu 7/10 und dem 

Verurteilten B._____ zu 1/10 auferlegt, jedoch beiden erlassen. Die übrigen 

Kosten werden samt denjenigen der amtlichen Verteidigungen auf die Ge-

-   22   - 

richtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten für die 

Kosten der amtlichen Verteidigungen im Umfang von 7/10 (A._____) und 

1/10 (B._____) bleibt vorbehalten.  

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 1 

− die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 2  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste   
− die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers 1 (C._____) im Doppel 

für sich und zuhanden des Privatklägers 1   

− die Privatklägerin 2, F._____ AG, z.Hd. G._____, … [Adresse]  
 (Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 

eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 1  

− die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 2  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

-   23   - 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten. 

8. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

-   24   - 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 11. Juli 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Mondgenast  
 

 

	Urteil vom 11. Juli 2014
	1. Der Beschuldigte 1 A._____ ist schuldig
	- der versuchten vorsätzlichen Tötung i.S.v. Art. 111 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB,
	- Raufhandels i.S.v. Art. 133 Abs. 1 StGB sowie
	- der Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte 2 B._____ ist schuldig
	-  der versuchten schweren Körperverletzung i.S.v. Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB.

	3. Der Beschuldigte 1 A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 73 Monaten, wovon bis und mit heute 201 Tage durch Haft erstanden sind.
	4. Der Beschuldigte 2 B._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten, wovon bis zum vorzeitigen Strafantritt 207 Tage durch Haft erstanden sind.
	5. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Beschuldigte 2 B._____ seit dem 6. Juli 2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
	6.  Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten 1 A._____ wird vollzogen.
	7. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten 2 B._____ wird vollzogen.
	8. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 9. April 2010 ausgefällten Freiheitsstrafe von 9 Monaten (abzüglich 1 Tag Haft) des Beschuldigten 2 B._____ wird widerrufen.
	9. Bezüglich des Beschuldigten 1 A._____ wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten 1 A._____ wird zu d...
	10. Bezüglich des Beschuldigten 2 B._____ wird eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) während des Strafvollzugs angeordnet.
	a)
	b)

	11. Der Beschuldigte 1 A._____ und der Beschuldigte 2 B._____ werden verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 4'000.--, zuzüglich 5 % Zins ab 24. September 2013, unter solidarischer Haftung als Genugtuung zu bezahlen.
	Der Beschuldigte 1 A._____ wird sodann verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 10'217.20, zuzüglich 5 % Zins ab 24. September 2013, als Genugtuung zu bezahlen.
	Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ abgewiesen.
	12. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwecken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Sportschuhe der Marke "NIKE", grau/hellgrün, werden dem Be...
	13. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwecken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Stiefel der Marke "Timberland", dunkelgrau, werden dem Bes...
	14. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zu Beweismittelzwecken sichergestellten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich unter der Sachkautionsnummer SK … lagernden 1 Paar Halbschuhe der Marke "Caterpillar", beige, werden dem Priv...
	15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	16. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden den Beschuldigten 1 und 2 auferlegt, jedoch d...
	17. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 A._____, Rechtsanwalt lic.iur. X._____, wird mit Fr. 24'770.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt.
	18. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 B._____, Rechtsanwalt lic.iur. Y._____ und Rechtsanwältin lic.iur. Y1._____ (Anwaltsbüro …), wird mit Fr. 22'240.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt.
	19. Die unentgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft C._____, Rechtsanwalt lic.iur. Z._____, wird mit Fr. 9'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt.
	20. Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 1 A._____ werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	21. Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 2 B._____ werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	Berufungsanträge:
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils, ausser betreffend Dispositivziffer 3 (Strafzumessung), hier sei eine Bestrafung von A._____ mit 8 Jahren Freiheitsstrafe auszufällen.
	1. Der Beschuldigte sei der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB, des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB sowie der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 StGB schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 31 Monaten zu bestrafen. Die bisher erstandene Haft von 201 Tagen sei auf die Freiheitsstrafe anzurechnen.
	3. Es sei eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB anzuordnen. Der Vollzug der Strafe sei zugunsten der ambulanten Massnahme aufzuschieben.
	4. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteilsdispositiv zu bestätigen, respektive es sei festzustellen, dass dieses bereits in Rechtskraft erwachsen ist.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	1. Die angefochtene Dispositivziffer 19 sei wie folgt zu ändern: "Die unentgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft C._____, Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, wird mit Fr. 11'939.80 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt."
	2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zulasten der Vorinstanz bzw. des Staates.
	Erwägungen:
	I.  Formelles
	II.  Sachverhaltserstellung
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Strafe
	V.  Massnahme
	VI.  Entschädigung der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers für die erste Instanz
	VII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte B._____ seine Berufung und die Staatsanwaltschaft IV ihre Berufung gegen diesen Beschuldigten zurückgezogen haben. Die Anschlussberufung des Beschuldigten B._____ ist damit ebenfalls hinfällig. ...
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 23. September 2013 bezüglich den Beschuldigten A._____ hinsichtlich folgender Dispositivziffern in Rechtskraft erwachsen ist: 1 teilweise (Schuldspruch wegen Raufh...
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren, wovon bis und mit heute 201 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Bezüglich des Beschuldigten A._____ wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und 2 StGB (Behandlung psychischer Störungen) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben.
	4. Die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers C._____, Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, wird für die Untersuchung und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren mit Fr. 11'939.80 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) entschädigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigungen, inklusive derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers, werden dem Beschuldigten A._____ zu 7/10 und dem Verurteilten B._____ zu 1/10 auferle...
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 1
	 die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 2
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die unentgeltliche Vertretung des Privatklägers 1 (C._____) im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers 1
	 die Privatklägerin 2, F._____ AG, z.Hd. G._____, … [Adresse]
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1 im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 1
	 die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 2
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	8. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.