# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8dd0974a-fae1-5d87-9feb-e70b6afa6469
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.07.2023 NP230020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP230020_2023-07-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: NP230020-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. E. Pahud  

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic 

Urteil vom 27. Juli 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Forderung  
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im vereinfachten Verfahren 
des Bezirksgerichtes Winterthur vom 20. März 2023; Proz. FV220053 
 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(sinngemäss; act. 1; Prot. Vi S. 5 f.) 

Es sei der Beklagte zur Bezahlung von Fr. 15'574.50 zu verpflichten, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten. 

 

Urteil des Einzelgerichtes: 

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 15'125.– zu 

bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'550.– festgesetzt. 

Wird auf eine schriftliche Begründung dieses Entscheids verzichtet, ermäs-

sigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

3. Die Entscheidgebühr wird dem Beklagten auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5.-6. (Mitteilung / Frist schriftliche Begründung) 

Berufungsanträge: 

des Beklagten und Berufungsklägers (act. 33): 
 

" 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 20. März 2023 sei 
aufzuheben. 

 2.  Die Klage von B._____ sei abzuweisen. 
 3.  Eventualiter sei festzustellen, dass der Betrag von Fr. 15'125.-- 

für den Besuch der C._____ [Schule] vom Berufungskläger nicht 
geschuldet ist. 

 4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten" 

- 3 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1 Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan: Klägerin) und der Beklagte und 

Berufungskläger (fortan: Beklagter) waren verheiratet und haben zwei gemeinsa-

me Söhne. Die Parteien wurden mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

18. August 2014 geschieden.  

1.2 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet ein Streit über die Beteili-

gung an ausserordentlichen Kinderkosten, wobei es im Berufungsverfahren noch 

um den hälftigen Anteil an den Kosten für die C._____ in Zürich geht, die der älte-

re Sohn der Parteien, D._____, nach Abschluss der obligatorischen Schule wäh-

rend eines Jahres (August 2019 bis Juli 2020) besuchte. Die Kosten der Schule 

von insgesamt Fr. 30'200.– (Anmeldegebühr von Fr. 650.–, Schulgeld von 

Fr. 28'200.–, Nebenkosten für Schulunterlagen, Ausflüge etc. von Fr. 1'400.–) be-

zahlte die Klägerin (Prot. Vi S. 7, 12 f., 17 ff.).  

2. 

2.1 Die Klägerin reichte nach Durchführung des Schlichtungsverfahrens mit Ein-

gabe vom 28. September 2022 Klage beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Win-

terthur (Vorinstanz) ein (act. 1 und 2). Der Verlauf des erstinstanzlichen Verfah-

rens ist im angefochtenen Urteil vom 20. März 2023 dargestellt (act. 35 S. 3 f. 

[begründete Fassung]); darauf kann verwiesen werden. Das Urteilsdispositiv ist 

vorne wiedergegeben. 

2.2 Am 26. Mai 2023 erhob der Beklagte Berufung (act. 33). Die vorinstanzli-

chen Akten wurden beigezogen. Mit Verfügung vom 7. Juni 2023 wurde dem Be-

klagten Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt (act. 36), worauf 

dieser fristgerecht bezahlt wurde (act. 38). Weiterungen sind nicht erforderlich. 

Das Verfahren ist spruchreif (vgl. Art. 312 Abs. 1 HS 2 ZPO). 

3.  

3.1 Beim Urteil der Vorinstanz handelt sich um einen berufungsfähigen Ent-

scheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Die Berufung wurde form- und frist-

gerecht erhoben (Art. 311 Abs. 1 ZPO; vgl. act. 30) und der Kostenvorschuss wur-

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de geleistet. Der Beklagte ist durch das angefochtene Urteil beschwert, soweit er 

zur Bezahlung von Fr. 15'125.– verpflichtet wurde. Soweit die Klage im Mehrbe-

trag abgewiesen wurde, ist sinngemäss davon auszugehen, dass das Urteil inso-

weit nicht angefochten werden soll. Andernfalls würde es an einer Beschwer des 

Beklagten fehlen.  

3.2 Mit Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung. Abgesehen von of-

fensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht allerdings grundsätzlich auf 

die Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanz-

liche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken. Die Parteien haben mit-

tels klarer Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo 

sie die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden 

erhoben haben. Sie haben die von ihnen kritisierten Erwägungen des angefoch-

tenen Entscheids wie auch die Aktenstücke, auf die sie ihre Kritik stützen, genau 

zu bezeichnen. Es genügt nicht, die vor erster Instanz vorgetragenen Ausführun-

gen in der Rechtsmittelschrift zu wiederholen oder den angefochtenen Entscheid 

bloss in allgemeiner Weise zu kritisieren (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

4A_580/2015 vom 11. April 2016 E. 2.2).  

4.   

4.1 Im Urteil der Vorinstanz werden vorab die Standpunkte der Parteien wieder-

gegeben: 

4.1.1 Die Klägerin habe verschiedene Unterlagen ins Recht gelegt, insbesondere 

die von beiden Parteien unterzeichneten Dokumente "Conditions" (act. 4/4 S. 3), 

"Schulregeln" (act. 4/4 S. 4) und "School Rules" der C._____ (act. 4/4 S. 5), wei-

tere Informationen zur Schule (act. 4/4 S. 6 ff.), Zahlungsaufforderungen an den 

Beklagten (act. 4/4 S. 9 ff.; s.a. act. 4/4 S. 1 f.) und eine (nicht unterzeichnete) 

Kopie des Schulreglements auf Deutsch (act. 14 S. 2). Ihren Anspruch stütze die 

Klägerin auf die Klausel im Scheidungsurteil zur Tragung der ausserordentlichen 

Kinderkosten (act. 4/2, Dispositiv-Ziffer 4 Bst. c) und auf das unterzeichnete Do-

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kument "Conditions" der C._____ (Prot. Vi S. 5 ff.). Zum Dokument "Conditions" 

bzw. "Schulreglement" habe die Klägerin ausgeführt, dem Beklagten mitgeteilt zu 

haben, dass sie eine Unterschrift für die Schule brauche, worauf sie sich im Auto 

des Beklagten getroffen hätten, damit der Beklagte dieses unterschreiben könne. 

Im Auto habe sie dem Beklagten gesagt, dass die Schule etwas koste. Der Be-

klagte lebe auch lange genug in der Schweiz, dass er wisse, dass gar nichts gra-

tis sei. Es gebe keine unentgeltlichen Schulen in der Schweiz (act. 35 S. 7 f. 

m.H.a. Prot. Vi S. 9 ff., 14 f., 17).  

4.1.2 Der Beklagte habe nicht bestritten, das Dokument "Conditions" unterzeich-

net zu haben, mache jedoch geltend, einerseits sei kein Vertrag zwischen ihm 

und der Klägerin zustande gekommen, anderseits liege in Bezug auf das unter-

zeichnete Dokument "Conditions" ein Willensmangel vor. Er sei davon ausgegan-

gen, es handle sich bei der Schule um eine unentgeltliche öffentliche Schule bzw. 

gemäss einer WhatsApp-Nachricht der Klägerin vom 16. Februar 2019 (act. 20/2) 

um das 10. Schuljahr. In den unterzeichneten Schulregeln sei nicht die Rede von 

einer Privatschule und sei kein Preis vereinbart worden. Er könne kein Englisch 

und habe das Dokument in diesem Sinn gar nicht verstanden (act. 35 S. 8 ff. 

m.H.a. Prot. Vi S. 17 ff.; act. 19 Rz. 9 ff.).  

4.2.1 Die Vorinstanz qualifizierte das von den beiden Parteien unterzeichnete Do-

kument "Conditions" der C._____ als Unterrichtsvertrag, mit welchem die Schule 

mit der Beschulung des Sohnes der Parteien gegen ein entsprechendes Schul-

geld beauftragt worden sei. Die Parteien hätten den Vertrag beide unterzeichnet 

und damit gemeinschaftlich den Auftrag zur Beschulung des Sohnes gegeben. 

Gemäss dem auf den Unterrichtsvertrag analog anwendbaren Auftragsrecht haf-

teten die Parteien aufgrund des gemeinsam erteilten Auftrags gegenüber der Be-

auftragten solidarisch (Art. 403 Abs. 1 OR). Mangels spezieller Vereinbarung zur 

Tragung der Kosten hätten sie gemäss der Regelung von Art. 148 Abs. 1 OR die 

Kosten hälftig zu teilen. Da die Klägerin für sämtliche Schulkosten alleine aufge-

kommen sei, könne sie nach Art. 148 Abs. 2 OR für den hälftigen Anteil des Be-

klagten grundsätzlich Rückgriff auf diesen nehmen (act. 35 S. 9).  

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4.2.2 Mit Blick auf den vom Beklagten in Frage gestellten Konsens hielt die Vorin-

stanz fest, wesentlich sei beim Unterrichtsvertrag die Beauftragung mit der Be-

schulung gegen Schulgeld. Vorliegend werde bereits im ersten Absatz des unter-

zeichneten Dokuments "Conditions" (act. 4/4 S. 3) festgehalten, dass das unter-

schriebene Anmeldeformular zur Entrichtung des Schulgeldes verpflichte. Entge-

gen der Vorbringen des Beklagten liege somit ein Konsens über die wesentlichen 

Vertragspunkte vor und sei entsprechend der Vertrag zustande gekommen (act. 

35 S. 10).  

4.2.3 Hinsichtlich des Einwands des Beklagten, wonach er einem Willensmangel 

unterlegen sei, weil er kein Englisch spreche und das unterzeichnete englisch-

sprachige Dokument "Conditions" nicht verstanden habe, verwies die Vorinstanz 

auf die Voraussetzungen für die Geltendmachung eines Willensmangels. Eine An-

fechtung wegen Irrtums sei ausgeschlossen, wenn ersichtlich sei, "dass der Erklä-

rende im Bewusstsein der Unkenntnis des Inhalts des Erklärten sich allem, was 

der Gegner will, unterwirft" (act. 35 S. 11 m.H.a. BGE 49 II 167, 182; BGE 90 II 

449, 453; BSK-ORI-Schwenzer/Fountoulakis, Art. 24 N 4; BK OR-Schmidlin, 

Art. 23/24 N 51), oder wenn er von einem wirklichen Sachverhalt keine Kenntnis 

nehmen wolle oder die Unkenntnis in Kauf nehme (act. 35 S. 11 m.H.a. BK OR-

Schmidlin, Art. 23/24 N 51). Unterschreibe jemand einen in fremder Sprache ab-

gefassten Vertrag, obwohl er Gelegenheit gehabt hätte, den Vertrag übersetzen 

zu lassen, so sei die spätere Berufung auf Irrtum treuwidrig (act. 35 S. 11 m.H.a. 

Schwenzer/Fountoulakis, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 8. 

A. Bern 2020, S. 329). Vorliegend habe der Beklagte das Dokument "Conditions" 

unterschrieben, ohne sich genauer über dessen Inhalt zu erkundigen. Er habe 

sich auch nicht darum bemüht, das Dokument übersetzen zu lassen, entweder 

durch die bei der Unterzeichnung ebenfalls anwesende Klägerin oder eine Dritt-

person. Der Beklagte habe dementsprechend das Dokument bewusst unterzeich-

net, ohne genaue Kenntnis des Inhalts zu haben (act. 36 S. 11). Dass der Beklag-

te davon ausgegangen sei, dass es sich um ein 10. Schuljahr handle, habe ihn 

nicht von seiner Pflicht befreit, den Inhalt eines Vertrages zu lesen, bevor er ihn 

unterzeichne. Insbesondere hätten dem Beklagten durch die Vorlage eines engli-

schen Dokuments Zweifel kommen müssen, ob es sich bei der Schule tatsächlich 

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um eine öffentliche Schule handle. Zwar enthalte das Dokument "Conditions" die 

konkrete Höhe der Schulkosten nicht. Es werde jedoch auf die "school fees", "en-

rolment/registration fee", "payment", "additional expenses" und "examination fees" 

hingewiesen. Indem der Beklagte sich nicht weiter über den Inhalt des Dokuments 

informiert und dieses trotzdem unterschrieben habe, habe er seine Unkenntnis 

bewusst in Kauf genommen und sich dem Vertrag unterworfen. Unter diesen Um-

ständen sei eine Berufung auf einen Willensmangel nicht möglich (act. 36 S. 12). 

Darüber hinaus sei auch keine Täuschung der Klägerin ersichtlich, wie dies vom 

Beklagten geltend gemacht worden sei. In der WhatsApp-Nachricht vom 19. Feb-

ruar 2019 (act. 20/2) habe die Klägerin zwar von einem 10. Schuljahr gesprochen, 

sich aber nicht dazu geäussert, ob die Schule entgeltlich oder unentgeltlich sei. 

Daraus sowie auch aus dem weiteren Verhalten der Klägerin könne keine Täu-

schung über die Höhe der Schulkosten abgeleitet werden (act. 35 S. 12). 

4.2.4 Damit, so schloss die Vorinstanz, sei die Klägerin gestützt auf die Solidar-

schuld der Parteien berechtigt, die Hälfte der von ihr bezahlten Kosten vom Be-

klagten einzufordern. Ob die Klägerin auch aufgrund der entsprechenden Klausel 

im Scheidungsurteil einen Anspruch auf Rückerstattung der Schulkosten hätte, 

könne bei diesem Ergebnis offen bleiben (act. 36 S. 12). 

5.  

5.1 Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der anwaltlich vertretene 

Beklagte in der Berufung nicht auseinander. Der Beklagte zeigt nicht konkret auf, 

inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig festgestellt oder das Recht 

falsch angewandt haben soll. Vielmehr nimmt er gar keinen Bezug auf die Be-

gründung der Vorinstanz, sondern belässt es im Wesentlichen dabei, theoretische 

Ausführungen zu Konsens (act. 33 Rz. 5-7) und Willensmängeln (act. 33 Rz. 14-

17) zu machen und seine vor Vorinstanz eingenommenen Standpunkte zu wie-

derholen (act. 33 Rz. 12, 13, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24). An einer einzigen Stelle 

geht der Beklagte im Ansatz auf die vorinstanzliche Begründung ein. So verweist 

er auf die vorinstanzliche Qualifikation des Vertragsverhältnisses mit der C._____ 

als Unterrichtsvertrag sowie die analoge Anwendbarkeit des Auftragsrechts und 

hält dafür, bei einem Auftrag bestehe gestützt auf Art. 394 Abs. 3 OR die Vermu-

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tung der Unentgeltlichkeit (act. 33 Rz. 8). Allerdings ist das Gegenteil der Fall. 

Gemäss Art. 394 Abs. 3 OR ist dem Beauftragten eine Vergütung zu leisten, 

wenn sie verabredet oder üblich ist, wobei bei der Erbringung professioneller 

Dienstleistungen eine faktische Vermutung für die Entgeltlichkeit spricht (vgl. dazu 

BSK OR I-Oser/Weber, Art. 394 N 35; BK OR-Fellmann, Art. 394 N 366, 388). Für 

den Fall, dass Entgeltlichkeit zu vermuten sei, führt der Beklagte aus, Vertrags-

verhandlungen hätten nicht stattgefunden und beim Schulgeld handle es sich um 

einen objektiv und subjektiv wesentlichen Punkt, weshalb mangels Einigung kein 

Vertrag zustande gekommen sei (act. 33 Rz. 9 und 10). Zu den Ausführungen der 

Vorinstanz zum Vorliegen eines (normativen) Konsenses und zum Inhalt des un-

terzeichneten Dokuments "Conditions" (insbesondere zu den Hinweisen auf anfal-

lende Kosten) äussert sich der Beklagte nicht. Soweit der Beklagte dafür zu hal-

ten scheint, einem Vertragsschluss müssten zwingend Vertragsverhandlungen 

vorausgehen und die genaue Höhe der Kosten hätte im Dokument "Conditions" 

festgehalten werden müssen, geht er fehl. Es ist zum einen nicht erforderlich, 

dass vor dem Abschluss eines Vertrags die Konditionen individuell ausgehandelt 

werden (Individualabrede). Vielmehr ist es möglich und üblich, vorformulierte Ver-

tragsbedingungen zu übernehmen. Vom Konsens erfasst sind zum andern Bedin-

gungen, bei denen die zustimmende Partei die Möglichkeit hatte, sich von deren 

Inhalt in zumutbarer Weise Kenntnis zu verschaffen. Wie die Vorinstanz (im Zu-

sammenhang mit der Irrtumsanfechtung) festgehalten hat, hätte der Beklagte sich 

über die Tarife leicht informieren können. Der Beklagte setzt sich hiermit nicht 

auseinander. Auch mit seinen Vorbringen, wonach er im Wissen um die Höhe des 

Schulgelds "keinesfalls in diesen Vertrag eingewilligt" hätte (act. 33 Rz. 11), und 

der wortwörtlichen Wiederholung seiner Ausführungen vor Vorinstanz, wonach er 

von einer unentgeltlichen Schule ausgegangen sei (act. 33 Rz. 12 [= act. 33 

Rz. 18 = act. 19 Rz. 9]) und es in der Schweiz günstigere Schul- und Bildungs-

modelle gebe (act. 33 Rz. 13 [= act. 19 Rz. 16]), ignoriert er die Erwägungen der 

Vorinstanz zu Konsens und Willensmängeln. 

5.2 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass es dem Beklagten 

oblegen hätte darzutun, dass bzw. inwieweit aufgrund des vorbestehenden 

Rechtsverhältnisses zwischen den Parteien – namentlich gestützt auf die Klausel 

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im Scheidungsurteil zur Tragung ausserordentlicher Kinderkosten, nach welcher 

es grundsätzlich einer vorgängigen Einigung bedarf (act. 4/2, Dispositiv-Ziffer 4 

Bst. c) – entgegen der Regel von Art. 148 Abs. 2 OR im internen Verhältnis die 

Klägerin die Schulkosten des gemeinsamen Sohnes allein zu tragen habe. Wie 

ausgeführt geht er auf die Erwägungen der Vorinstanz insbesondere zu seinem 

eigenen Verhalten und seinen eigenen Versäumnissen bei der Unterzeichnung 

des Dokuments "Conditions" (vorne E. 4.2.2 und 4.2.3) nicht ein und stellt er die-

se nicht konkret in Frage. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu sehen, dass nicht 

auch im Innenverhältnis zwischen der Klägerin und dem Beklagten von einer Ei-

nigung auszugehen ist.  

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beklagte (abgesehen von der 

erwähnten Ausnahme) keinen konkreten Bezug auf die vorinstanzliche Begrün-

dung nimmt und insbesondere nicht dartut, inwiefern die Erwägungen der Vorin-

stanz – namentlich zu den Fragen der solidarischen Haftung gegenüber der 

C._____ im Aussenverhältnis, des Rückgriffsrechts der Klägerin gegenüber dem 

Beklagten im Innenverhältnis, des Konsenses und des Willensmangels – unrichtig 

sein sollen. Die Berufung ist abzuweisen, soweit angesichts der mangelhaften 

Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Urteil überhaupt auf sie einzutreten 

ist. 

6. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Berufungsverfahrens 

dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend vom Streitwert 

von Fr. 15'125.– und dem eher geringen Aufwand ist die Gerichtsgebühr in An-

wendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG auf 

Fr. 1'650.– festzusetzen. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen.  

 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. Das Urteil 

des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Winterthur vom 20. März 2023 wird 

bestätigt. 

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2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'650.– festgesetzt, dem 

Berufungskläger auferlegt und aus dem vom Berufungskläger geleisteten 

Vorschuss von Fr. 2'450.– bezogen; der Überschuss wird dem Berufungs-

kläger zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen Verrechnungsan-

spruchs. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge eines Doppels von act. 33, sowie an das Bezirksgericht Winterthur, je 

gegen Empfangsschein. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 15'125.-. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw B. Lakic 
 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 27. Juli 2023
	Rechtsbegehren: (sinngemäss; act. 1; Prot. Vi S. 5 f.)
	Urteil des Einzelgerichtes:
	1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 15'125.– zu bezahlen.
	Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'550.– festgesetzt.
	Wird auf eine schriftliche Begründung dieses Entscheids verzichtet, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	3. Die Entscheidgebühr wird dem Beklagten auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5.-6. (Mitteilung / Frist schriftliche Begründung)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	4.
	4.1 Im Urteil der Vorinstanz werden vorab die Standpunkte der Parteien wiedergegeben:
	4.1.1 Die Klägerin habe verschiedene Unterlagen ins Recht gelegt, insbesondere die von beiden Parteien unterzeichneten Dokumente "Conditions" (act. 4/4 S. 3), "Schulregeln" (act. 4/4 S. 4) und "School Rules" der C._____ (act. 4/4 S. 5), weitere Inform...
	4.1.2 Der Beklagte habe nicht bestritten, das Dokument "Conditions" unterzeichnet zu haben, mache jedoch geltend, einerseits sei kein Vertrag zwischen ihm und der Klägerin zustande gekommen, anderseits liege in Bezug auf das unterzeichnete Dokument "C...
	4.2.1 Die Vorinstanz qualifizierte das von den beiden Parteien unterzeichnete Dokument "Conditions" der C._____ als Unterrichtsvertrag, mit welchem die Schule mit der Beschulung des Sohnes der Parteien gegen ein entsprechendes Schulgeld beauftragt wor...
	4.2.2 Mit Blick auf den vom Beklagten in Frage gestellten Konsens hielt die Vorinstanz fest, wesentlich sei beim Unterrichtsvertrag die Beauftragung mit der Beschulung gegen Schulgeld. Vorliegend werde bereits im ersten Absatz des unterzeichneten Dok...
	4.2.3 Hinsichtlich des Einwands des Beklagten, wonach er einem Willensmangel unterlegen sei, weil er kein Englisch spreche und das unterzeichnete englischsprachige Dokument "Conditions" nicht verstanden habe, verwies die Vorinstanz auf die Voraussetzu...
	4.2.4 Damit, so schloss die Vorinstanz, sei die Klägerin gestützt auf die Solidarschuld der Parteien berechtigt, die Hälfte der von ihr bezahlten Kosten vom Beklagten einzufordern. Ob die Klägerin auch aufgrund der entsprechenden Klausel im Scheidungs...
	5.
	5.1 Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der anwaltlich vertretene Beklagte in der Berufung nicht auseinander. Der Beklagte zeigt nicht konkret auf, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig festgestellt oder das Recht falsch angew...
	6. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Berufungsverfahrens dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend vom Streitwert von Fr. 15'125.– und dem eher geringen Aufwand ist die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2...

	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. Das Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Winterthur vom 20. März 2023 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'650.– festgesetzt, dem Berufungskläger auferlegt und aus dem vom Berufungskläger geleisteten Vorschuss von Fr. 2'450.– bezogen; der Überschuss wird dem Berufungskläger zurückerstattet, unter Vorb...
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage eines Doppels von act. 33, sowie an das Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...