# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a8c6c9f-1946-5a69-9221-96242acd3feb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 16.08.2017 ZK1 2017 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-91_2017-08-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 16. August 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 91 18. August 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Pedrotti und Pritzi
Aktuar ad hoc Peng

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 31. Juli 2017 wurde X._____, geboren am _____ 1988, 
durch Dr. med. A._____ gestützt auf Art. 426 und Art. 429 f. ZGB für die Dauer 
von maximal 6 Wochen in der Klinik B._____, fürsorgerisch untergebracht. Als 
Grund für die Einweisung führte die Ärztin an, dass der Patient wegen akuter Sui-
zidalität (Beginn eines Selbstmordversuches) freiwillig in die Klinik eingetreten sei, 
dann aber zwecks Heroinkonsums entwichen sei. Der Patient sehe die Notwen-
digkeit der stationären Behandlung zur medikamentösen Einstellung und Sucht-
behandlung, möglichst auf Danis. Wegen der Suizidgedanken sei der Schutz der 
Klinik notwendig.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob X._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführer) mit Eingabe vom 3. August 2017 (Poststempel) Beschwerde an 
das Kantonsgericht von Graubünden, in welcher er sinngemäss die sofortige Auf-
hebung der fürsorgerischen Unterbringung beantragte.

C. Mit Schreiben vom 4. August 2017 informierte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden den Beschwerdeführer über allfäl-
lige Kostenfolgen des Beschwerdeverfahrens. Gleichentags ersuchte er die Klinik 
B._____ um Übermittlung eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, ob die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung weiterhin gegeben seien; 
zudem seien die wesentlichen Klinikakten über den Patienten, namentlich Bericht 
des einweisenden Arztes, Eintrittsbericht, Behandlungsplan und Krankengeschich-
te, einzureichen. Er setzte hierzu eine Frist bis zum 8. August 2017. 

D. Die Klinik B._____ stellte am 8. August 2017 die geforderten Unterlagen zu. 
In ihrem Kurzbericht wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 30. Juli 2017 
freiwillig nach einem Strangulationsversuch in suizidaler Absicht in die Klinik 
B._____ eingetreten sei. Aktuell handle es sich um die siebte Hospitalisation mit 
der Diagnose einer schweren depressiven Störung. Er leide ausserdem unter psy-
chischen und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Kon-
sum anderer psychotroper Substanzen. Bereits am Folgetag sei der Beschwerde-
führer über den Zaun geklettert und habe Heroin konsumiert, woraufhin er wegen 
Eigengefährdung rückbehalten worden sei. Am 31. Juli 2017 habe Dr. med. 
A._____ eine fürsorgerische Unterbringung wegen Suizidgedanken angeordnet. 
Am 1. August 2017 sei der Beschwerdeführer erneut entwichen und habe psycho-
trope Substanzen konsumiert. Aktuell bestehe weiter ein erhöhter Suchtdruck und 

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Weglauftendenz, er zeige sich nicht absprachefähig und sei dadurch anhaltend 
selbstgefährdet, so dass eine weniger einschneidende Massnahme als die Unter-
bringung auf der geschlossenen Station nicht ersichtlich sei.

E. Mit prozessleitender Verfügung vom 9. August 2017 wurde Dr. med. 
C._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung 
des Beschwerdeführers beauftragt. Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 
14. August 2017 und wurde dem Kantonsgericht gleichentags zugestellt. Gestützt 
auf die am 11. August 2017 durchgeführte Exploration des Beschwerdeführer so-
wie in Kenntnis der Vorakten und der eingeholten Fremdauskünfte (unter anderem 
von der Mutter des Beschwerdeführers) gelangte Dr. med. C._____ zum Ergebnis, 
dass der Beschwerdeführer aktuell an einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2), 
an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2) sowie an Störungen 
durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substan-
zen (Abhängigkeitssyndrom, ICD-10 F19.2) leide. Die erstgenannte Diagnose bil-
de die akute Suizidalität des Exploranden ab, dies auf der Basis seiner Grunds-
törung. Aus psychiatrischer Sicht bestünden aktuell weder depressive Symptome 
noch eine Aufmerksamkeitsstörung. Die dissoziale Persönlichkeitsstörung des 
Beschwerdeführers beeinflusse allerdings alle Bereiche seines Lebens und trage 
zu seinem Suchverhalten bei. Allem voran aber führe sie, so instabil und unbe-
handelt wie jetzt, massgeblich zum häufigen Auftreten akuter Suizidalität. Langfris-
tig müsse vor allem die Dissozialität grundlegend behandelt werden, wofür die 
Voraussetzungen in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik 
nicht gegeben seien. Aktuell sei aber eine akute Suizidalität aufgetreten, im Übri-
gen mindestens das zweite Mal in derselben Art und Weise innerhalb weniger 
Monate, die zum Schutz des Beschwerdeführers (Suizidalität nicht einschätzbar, 
instabiler Zustand, Fluchtgefahr möglich) zunächst den geschlossenen Rahmen 
unbedingt notwendig mache.

F. Am 16. August 2017 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Beschwerde-
führer persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird auf das se-
parat angefertigte Protokoll vom 16. August 2017 verwiesen. Nach durchgeführter 
Urteilsberatung wurde dem Beschwerdeführer sowie der ärztlichen Leitung der 
Psychiatrischen Klinik B._____ noch gleichentags das vorzeitige Entscheiddisposi-
tiv zugestellt.

G. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 

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wird, soweit erforderlich und rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 426 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzi-
ge kantonale Beschwerdeinstanz ist (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB in Ver-
bindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGz-
ZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um gerichtliche 
Überprüfung der am 31. Juli 2017 verfügten fürsorgerischen Unterbringung an das 
hierfür zuständige Gericht eingereicht.

1.2. Gegen eine gestützt auf Art. 426 und Art. 429 f. ZGB ärztlich angeordnete 
fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahestehende Per-
son innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde erheben 
(Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist nicht notwendig (Art. 439 Abs. 3 
ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend wurde die Beschwerdefrist mit der 
Eingabe vom 3. August 2017 (Poststempel) gewahrt. Da keine Begründungspflicht 
besteht und aus besagter Eingabe mit hinreichender Klarheit geschlossen werden 
kann, dass der Beschwerdeführer mit der fürsorgerischen Unterbringung in der 
Klinik B._____ nicht einverstanden ist und seine sofortige Entlassung beantragt, 
ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten.

2.1. Art. 439 Abs. 3 ZGB sieht für die gerichtliche Überprüfung einer ärztlich an-
geordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe Anwendung der Be-
stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (Art. 
450a ff. ZGB). Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an sich 
das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt. Vom 
Verweis nicht erfasst wird dagegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legi-
timation und die Form der Beschwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschlies-
send geregelt sind (vgl. dazu Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 38 zu 
Art. 439 ZGB). Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze 
des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 

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Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (vgl. Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte un-
eingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle 
festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwen-
dungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche 
Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – 
wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit 
des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
(vgl. Christoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). 
Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, 
dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Ange-
messenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zu-
kommt. Weil die Vorinstanz jeweils keine Behörde, sondern entweder ein Arzt 
oder eine Einrichtung ist, hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und 
diese nicht an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Urteil 
lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Massnahme (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

2.2. Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB, welcher aufgrund von  Art. 439 Abs. 3 ZGB 
sinngemäss anwendbar ist, muss bei psychischen Störungen für den Entscheid 
über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gut-
achten eingeholt werden. Dieses muss von einer unabhängigen, im laufenden 
Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt werden und in 
dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stel-
lenden Fragen äussern muss (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., 
N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_83/2017 vom 23. Februar 2017, E. 3.2 f., zur Publikation 
vorgesehen). Mit dem Kurzgutachten vom 14. August 2017 von Dr. med. C._____, 
welche den Beschwerdeführer am 11. August 2017 persönlich untersuchte, wurde 
dieser Vorschrift Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 

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Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 16. August 2017 
wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfah-
rensrechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der 
angefochtene Unterbringungsentscheid vom 31. Juli 2017 der anordnenden Ärztin, 
Dr. med. A._____, diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber 
hervor, dass der Beschwerdeführer durch die vorerwähnte Ärztin persönlich unter-
sucht und angehört worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die 
gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben und der Be-
schwerdeführer hat dessen Erhalt durch persönliche Unterschrift bestätigt. 
Schliesslich war Dr. med. A._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, als im Kanton Graubünden zur selbständigen Berufsausübung zugelassene 
Ärztin gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 EGzZGB zur Anordnung der Unterbrin-
gung in der Klinik B._____ legitimiert. 

4.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-
lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-
lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige Behinderung oder 
schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus dem Schwächezu-
stand ergebende Notwendigkeit der Behandlung beziehungsweise Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreu-

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ung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurück-
behaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1.). Die genannten Voraussetzungen bedin-
gen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu recht-
fertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung 
oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung 
nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeits-
prinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

4.2. Erste Voraussetzung für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbrin-
gung ist das Vorliegen eines gesetzlich genannten Schwächezustands. Aus dem 
Bericht der ärztlichen Leitung der Klinik B._____ vom 8. August 2017 (act. 4) geht 
hervor, dass der Beschwerdeführer in den Psychiatrischen Diensten Graubünden 
(PDGR) ambulant seit 2007 und stationär seit 2011 bekannt ist. Aktuell ist der Be-
schwerdeführer zum siebten Mal hospitalisiert, wobei seitens der Klinikärzte die 
Diagnose einer schweren depressiven Störung sowie psychische und Verhaltens-
störungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper 
Substanzen gestellt wird (vgl. dazu act. 04.2 S. 2). Dieselbe Diagnose –  konkret 
eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (F32.2) als 
Hauptdiagnose und als Nebendiagnose ein Abhängigkeitssyndrom (F. 19.2) sowie 
eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F.90.0) – war bereits an-
lässlich des letzten stationären Aufenthalts vom 17. Januar 2017 bis am 17. Fe-
bruar 2017 gestellt worden (act. 04.4 S. 4). Anlass zur damaligen (sechsten) Hos-
pitalisation hatte ein Suizidversuch des Beschwerdeführers (er hatte sich zu er-
hängen versucht, wobei er nach einem unbekannten Zeitintervall, wahrscheinlich 
einige Sekunden, von der Mutter heruntergeschnitten worden sei) gebildet, worauf 
er zunächst mit der Rega ins Kantonsspital überführt und anschliessend wegen 
seines stark agitierten Zustandes per fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik 
B._____ verlegt wurde (act. 04.4 S. 1). In Kenntnis der aus den Klinikakten her-
vorgehenden Diagnosen gelangt Dr. med. C._____ in ihrem Gutachten vom 14. 
August 2017 (act. 07) dagegen aufgrund einer persönlichen Exploration des Be-
schwerdeführers und der eingeholten Fremdauskünfte zum Schluss, dass beim 
Beschwerdeführer als Hauptdiagnose eine dissozialen Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.2) besteht. Zusätzlich diagnostiziert sie – nebst den auch von der 

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Klinik attestierten Störungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum an-
derer psychotroper Substanzen (Abhängigkeitssyndrom, ICD-10 F19.2) – eine 
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2), welche gemäss ihrer Beurteilung vor dem 
Hintergrund der Grundstörung des Beschwerdeführers dessen (nunmehr wieder-
holt aufgetretene) akute Suizidalität abbildet. Depressive Symptome konnte sie 
beim Beschwerdeführer anlässlich ihrer Exploration keine feststellen (act. 07 S. 5 
f.). Sowohl bei den von der Klinikärzten gestellten Diagnosen als auch bei den 
nach Einschätzung der Gutachterin vorliegenden Störungen handelt es sich um 
psychische Störungen im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 
ZGB (vgl. Christof Bernhart, a.a.O., insb. S. 120 f.). Der Beschwerdeführer hat im 
Rahmen der richterlichen Befragung an der Hauptverhandlung vom 16. August 
2017 die neue Diagnose der Gutachterin zwar in Abrede gestellt. Er sei weder dis-
sozial noch heroinsüchtig. Zugegeben hat er indessen, dass er seit dem zunächst 
freiwillig erfolgten Klinikeintritt bereits zwei Mal entwichen ist und er dabei Heroin 
konsumiert hat, welches er mit gestohlenen Zigaretten finanziert hat (act. 11 S. 2 
f.). Dies zeigt, dass eine gewisse Suchtproblematik nach wie vor besteht, auch 
wenn der Beschwerdeführer beteuert, nach dem letzten Klinikaufenthalt keine 
Drogen mehr konsumiert zu haben. Nicht in Abrede gestellt wird von ihm sodann, 
dass es ihm vor dem aktuellen Klinikeintritt aus privaten Gründen sehr schlecht 
gegangen ist und er Suizidgedanken hatte (act. 11 S. 1). Seinen im Eintrittsbericht 
der Klinik (act. 04.2) wiedergegebenen Angaben zufolge habe er sich am Nachmit-
tag aufhängen wollen; er habe das Seil schon um den Hals gehabt und sei auf 
dem Balkon gestanden, das Seil dann aber wieder abgenommen und seine Mutter 
angerufen, welche ihn daraufhin in die Klinik gebracht habe. Gestützt auf die Ein-
schätzungen der Fachärzte, die hinsichtlich der Diagnosen zwar divergieren, aber 
übereinstimmend von einer akuten Suizidalität sprechen, besteht für die urteilende 
Kammer daher kein Zweifel, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand 
in Form einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

4.3. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unter-
bringung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit ei-
ner Behandlung bzw. Betreuung. Diese wird sowohl im Kurzbericht der Klinik 
B._____ vom 8. August 2017 (act. 04) als auch im Kurzgutachten von Dr. med. 
C._____ vom 14 August 2017 (act. 07) eindeutig bejaht. Wie dem Behandlungs-
plan der Klinik (act. 04.3) zu entnehmen ist, steht aktuell die Krisenintervention, im 
Sinne einer psychischen Stabilisierung und Verhinderung suizidaler Handlungen, 
im Vordergrund, wobei zur Reizabschirmung die Unterbringung auf einer geeigne-
ten Station vorgesehen ist. Ein weiteres Behandlungsziel besteht in der medika-

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mentösen Einstellung, der Reduktion der depressiven Symptomatik respektive der 
Anspannung und Agitiertheit, sowie der Förderung von Compliance, Selbstsicher-
heit und der Krankheits- und Behandlungseinsichtigkeit. Zu diesem Zweck ist 
nebst der Psychopharmakatherapie eine regelmässige Teilnahme an Visiten-, 
Gruppen und Einzelgesprächen vorgesehen. In Zusammenarbeit mit den ambu-
lanten Behandlern und allenfalls auch Behörden soll schliesslich eine nachhaltige 
Strategie entwickelt und die Nachbehandlung organisiert werden. Dieser Behand-
lungsplan der Klinik wird durch die Gutachterin – trotz der abweichenden Haupt-
diagnose – nicht in Frage gestellt. In ihren Erwägungen zur aktuellen Unterbrin-
gung (act. 07 S. 6) führt sie zwar aus, dass langfristig vor allem die Dissozialität 
grundlegend behandelt werden sollte. Dafür müsse der Betroffene motiviert sein, 
ein entsprechendes therapeutisches Angebot vorfinden und sich ändern wollen, 
wobei ein Veränderungsprozess sehr viel Zeit brauche. Dieser Teil der bestehen-
den Problematik könne nicht in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen 
Klinik behandelt werden. Aktuell sei aber, und zwar mindestens das zweite Mal in 
derselben Art und Weise innerhalb weniger Monate, die akute Suizidalität aufge-
treten, die zum Schutz des Betroffenen den geschlossenen Rahmen notwendig 
mache. Auch die Gutachterin geht somit davon aus, dass der Beschwerdeführer 
wegen seines psychischen Zustandes einer Behandlung bedarf, welche in einem 
ersten Schritt in einer psychiatrischen Klinik erfolgen muss. Angesichts des Be-
richts der Klinik B._____ und des Gutachtens von Dr. med. C._____ erscheint die 
Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers somit ausgewiesen.

4.4.1. Sodann stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische Unterbringung wegen 
des schweren Eingriffs in die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers vorlie-
gend noch als verhältnismässig beurteilt werden kann. Der Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt werden 
darf, wenn und solange mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich 
sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffe-
nen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachter-
lich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbliebe (vgl. BGE 140 III 101 
E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Urteile des Bundesge-
richts 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Die Person hat mithin besonders schutzbedürftig zu erscheinen. Generell 
ist davon auszugehen, dass für eine stationäre Massnahme eine konkrete, unmit-
telbare und erhebliche Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen muss. Für eine 

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Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig sein, d.h. Schäden müssen drohen, 
wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die Gegenwärtigkeit der Gefahr ist dabei 
gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereignis unmittelbar bevorsteht. Ebenso 
muss für eine Unterbringung eine erhebliche Gefahr ausgewiesen werden (Chri-
stof Bernhart, a.a.O., N 386 ff.).

4.4.2. Nicht zur Diskussion steht vorliegend eine allfällige Fremdgefährdung, zu-
mal die Einweisung ausschliesslich mit den Suizidgedanken des Beschwerdefüh-
rers begründet wurde und auch die Gutachterin während der persönlichen  Explo-
ration vom 11. August 2017 keine Hinweise auf eine akute Fremdgefährdung vor-
gefunden hat. Entgegen den diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers, der davon auszugehen scheint, dass nur die Gefährdung Dritter eine fürsor-
gerische Unterbringung rechtfertigt, sieht das Gesetz eine solche indessen auch 
vor, um eine ohne die erforderliche Behandlung drohende Selbstgefährdung ab-
zuwenden. Vorliegend ist dem (zunächst freiwilligen) Klinikeintritt ein konkretes 
Suidizvorhaben vorausgegangen, wenn auch einzuräumen ist, dass der Be-
schwerdeführer von sich aus davon Abstand genommen und seine Mutter um Hil-
fe ersucht hat. Zur fürsorgerischen Unterbringung ist es in der Folge gekommen, 
weil der Beschwerdeführer aus der Klinik entwichen ist und er in der Stadt Heroin 
konsumiert hat. Dass zum damaligen Zeitpunkt eine konkrete Selbstgefährdung im 
Raum stand, wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Wie aus sei-
ner Befragung an der Hauptverhandlung hervorgeht, ist er allerdings der Auffas-
sung, dass nach drei bis vier Tagen alles wieder gut gewesen sei, was er den Ärz-
ten auch mitgeteilt habe, von diesen aber nicht ernst genommen werde (act. 11 S. 
1). Auslöser für den Selbstmordversuch im Januar sei der Tod seines Bruders ge-
wesen, womit er nur schwer umgehen könne. Dieses Mal habe er Probleme mit 
der Freundin gehabt, welche nicht wie vereinbart zu einem Treffen gekommen sei. 
In der Klinik habe er sich indes wieder auf die positiven Seiten konzentrieren kön-
nen, vor allem dass er einen Job habe. Die fürsorgerische Unterbringung habe 
ihm die ersten drei bis vier Tage geholfen, seither empfinde er sie jedoch als Stra-
fe und wolle unbedingt wieder in der Sägerei arbeiten (act. 11 S. 2). Der Be-
schwerdeführer beteuerte ferner, dass die Selbstmordgedanken, die er ausge-
sprochen habe, nicht ernst gemeint gewesen seien (act. 11 S. 4). Dieser Selbst-
einschätzung stehen sowohl die Auskünfte der behandelnden Ärzte und Pflege-
fachleute als auch die Beurteilung der Gutachterin entgegen. So gab etwa der As-
sistenzarzt Dr. D._____, gegenüber der Gutachterin am 11. August 2017 an, dass 
der Beschwerdeführer hinsichtlich der Suizidalität immer noch nicht einschätzbar 
sei, weshalb er lediglich Ausgang im geschlossenen Garten erhalte. Zudem sei 

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nach wie vor Fluchtgefahr vorhanden (act. 7 S. 3). Ähnlich äusserten sich die 
Pflegefachpersonen gegenüber der Gutachterin (act. 7 S. 3). Diese kam nach dem 
persönlichen Gespräch mit dem Beschwerdeführer, bei dem er mehrfach seine 
Stabilität respektive seine gute psychische Verfassung und seine hohe Motivation 
zur Weiterführung des kürzlich begonnenen Arbeitsversuches bei einer Sägerei 
betonte, zum Schluss, dass die Ereignisse der letzten Tage noch keine positive 
Veränderung oder gar Stabilität zeigen würden. Aus psychiatrischer Sicht sei die 
erneute Absicht, sich durch Strangulation das Leben zu nehmen, als höchste Sui-
zidalität ernst zu nehmen und könne nicht in nur wenigen Tagen zurückgehen. In 
jedem Fall sei aktuell noch keine Stabilität vorhanden. Wegen der schlechten Ein-
schätzbarkeit des Zustands sei zunächst der Verbleib auf der geschlossenen Ab-
teilung ratsam. Die Gutachterin hält dafür, dass in den nächsten Tagen versuchs-
weise Lockerungen des Regimes zweckmässig wären, um die Verlässlichkeit des 
Beschwerdeführers zu testen. Erst nach einer solchen Phase und mit einer gut 
vorbereiteten Entlassung sei der Übertritt auf eine offen geführte Abteilung denk-
bar. Zusammenfassend hält Dr. med. C._____ fest, dass es aus medizinisch-
psychiatrischer Sicht unerlässlich sei, den Beschwerdeführer einer stationären 
Behandlung zunächst in geschlossenem Rahmen zu unterziehen. Zurzeit sei eine 
ambulante Therapie unzureichend, weil sie die körperliche und geistige Gesund-
heit des Beschwerdeführers zu einem so frühen Zeitpunkt sehr gefährden würde 
(Suizidalität nicht einschätzbar, Fluchtgefahr möglich). Zurzeit sei nur eine Unter-
bringung und Behandlung im geschlossenen Rahmen (Dauer in Abhängigkeit von 
der Einschätzung der Klinikärzte) ausreichend (zum Ganzen act. 7 insb. S. 6 f.). 
Die urteilende Kammer sieht keinen Anlass, von dieser fachlichen Einschätzung 
abzuweichen. Die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen 
Befragung, wonach die ausgesprochenen Selbstmordgedanken nicht ernst ge-
meint gewesen seien und es ihm nun wieder gut gehe, vermögen die klaren 
Schlussfolgerungen der Gutachterin sowie auch der anderen Ärzte nicht entschei-
dend in Zweifel zu ziehen. Dies gilt umso mehr, als im Leben des Beschwerdefüh-
rers verschiedene Punkte noch ungeklärt sind (Umzug von den Eltern in eine be-
treute Wohngruppe, Trennung von seiner Freundin, hängiges Strafverfahren) und 
nicht auszuschliessen ist, dass er beim erneuten Auftreten von Schwierigkeiten 
oder Enttäuschungen wieder an einen Punkt gelangt, in dem ihm ein Suizid als 
einziger Ausweg erscheint. Damit besteht nach Auffassung des Gerichts eine hin-
reichend konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbstgefährdung, wenn die stati-
onäre Massnahme zurzeit unterbliebe. Im Ergebnis erweist sich die Anordnung 
der fürsorgerischen Unterbringung – jetzt wie auch zum Zeitpunkt der ärztlichen 
Einweisung – als verhältnismässig. 

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4.5. Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
PDGR eine geeignete Einrichtung für eine stationäre Behandlung in geschlosse-
nem Rahmen darstellt, steht im vorliegenden Fall ausser Frage, womit die fürsor-
gerische Unterbringung auch unter diesem Aspekt den Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit wahrt.

4.6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB – aufgrund einer psychischen 
Störung mit akuter Suizidalität – zum Zeitpunkt der ärztlichen Einweisung erfüllt 
waren und nach wie vor erfüllt sind. Die ärztliche Einweisung ist damit rechtmässig 
erfolgt und damit nicht zu beanstanden, weshalb die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen ist. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Beschwerde-
führer zwingend bis zum Ablauf der Maximaldauer der ärztlichen Unterbringung in 
der Klinik B._____ verbleiben müsste. Vielmehr werden die Ärzte der Klinik 
B._____ die fürsorgerische Unterbringung aufheben müssen, sobald es der Zu-
stand des Beschwerdeführers erlaubt und seine Nachbetreuung, namentlich die 
Wiederaufnahme der ambulanten Behandlung in der Tagesklinik E._____ und sei-
ne Beschäftigung in der Sägerei, sichergestellt ist. Dabei hat es der Beschwerde-
führer in der Hand, die Voraussetzungen für eine rasche Entlassung zu begünsti-
gen, indem er sich der in der Klinik B._____ angebotenen Behandlung konsequent 
unterzieht und sich kooperativ verhält.

5. Bei diesem Ausgang wären die Kosten des Beschwerdeverfahrens an sich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 60 Abs. 2 und Art. 63 Abs. 5 EGzZGB 
in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der finanziellen Verhältnisse 
des Beschwerdeführers, welcher – wie sich anlässlich der mündlichen Hauptver-
handlung ergeben hat – von seinen Eltern unterstützt wird und ansonsten weder 
über Einkommen noch Vermögen verfügt, rechtfertigt es sich vorliegend jedoch, 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'167.50 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'667.50 Gutachterkosten) verbleiben 
damit beim Kanton Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'167.50 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'667.50 Gutachterkosten) ver-
bleiben beim Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: