# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67483ce4-555f-5d56-a01b-b6acd861e306
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.07.2019 LC190016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC190016_2019-07-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LC190016-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. E. Iseli 

Urteil vom 29. Juli 2019 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller, Beklagter, Erstberufungskläger und Zweitberufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin, Klägerin, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y._____ 

 

betreffend Ehescheidung 
 
Berufungen gegen ein Urteil des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen am 
Bezirksgericht Hinwil vom 7. Dezember 2016 (FE090067-E) 
 
Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2019  
(vormaliges Verfahren LC170012-O, damit vereinigt LC170014-O) 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. Mit Urteil vom 7. Dezember 2016 des Einzelgerichts des Bezirksgerichtes 

Hinwil wurde die Ehe der Parteien geschieden und wurden die Kinderbelange so-

wie die finanziellen Folgen der Scheidung geregelt (Urk. 463). Gegen dieses Ur-

teil erhoben beide Parteien Berufung. Im Wesentlichen ging es dabei noch um gü-

terrechtliche Belange, insbesondere um die Höhe der vom Beklagten an die Klä-

gerin zu leistende Abgeltung. Mit Urteil vom 25. Januar 2018 verpflichtete die 

I. Zivilkammer den Beklagten in Dispositivziffer 5, der Klägerin zur Abgeltung ihrer 

güterrechtlichen Ansprüche einen Betrag von Fr. 585'827.-- zu bezahlen (Urk. 496 

S. 67). Das Bundesgericht hob auf Beschwerde des Beklagten hin diese Disposi-

tivziffer auf und erkannte, dass der Beklagte verpflichtet werde, der Klägerin zur 

Abgeltung ihrer ehegüterrechtlichen Ansprüche Fr. 480'324.-- zu bezahlen. Im 

Weiteren wurden die Dispositivziffern 10 und 11 (Kosten- und Entschädigungsfol-

gen) aufgehoben und die Sache zur Neuverlegung der Kosten für das kantonale 

Verfahren an das hiesige Gericht zurückgewiesen (Urk. 507 S. 14).  

 Zufolge der Pensionierung von Oberrichter Dr. H.A. Müller wirkt an diesem 

Verfahren Oberrichter lic. iur. A. Huizinga mit. 

 2.a) Ausgangsgemäss obsiegt der Beklagte nunmehr mit seiner Berufung 

vollumfänglich, indem er verpflichtet wird, der Klägerin Fr. 480'324.-- zur Abgel-

tung ihrer güterrechtlichen Ansprüche zu bezahlen, was fast genau dem von ihm 

beantragten Betrag von Fr. 480'498.-- entspricht (vgl. Urk. 462 S. 2). Da die Klä-

gerin mit ihrer Berufung praktisch vollständig unterliegt (vgl. Urk. 496 S. 57), sind 

die gesamten Kosten des Berufungsverfahrens der Klägerin aufzuerlegen (Art. 

106 Abs. 1 ZPO). 

 b) Entsprechend hat die Klägerin die Entscheidgebühr des Berufungsverfah-

rens von Fr. 16'000.-- zu tragen (vgl. Urk. 496 S. 57). Beide Parteien haben einen 

Kostenvorschuss geleistet (Klägerin: Fr. 8'000.--; Beklagter: Fr. 12'000.--), wel-

cher nun mit den Gerichtskosten zu verrechnen ist. Die Klägerin hat dem Beklag-

- 3 - 

ten den von diesem geleisteten Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 8'000.-- zu 

ersetzen. Über den Restbetrag (Fr. 4'000.--) des vom Beklagten geleisteten Vor-

schusses wird die Obergerichtskasse befinden.  

 Ausserdem hat die Klägerin dem Beklagten die volle Prozessentschädigung 

von Fr. 10'800.-- (inkl. 8% MwSt) zu bezahlen (vgl. Urk. 496 S. 58). 

Es wird erkannt: 

1. Die Kosten (Fr. 16'000.--) für das zweitinstanzliche Verfahren werden der 

Klägerin auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. 

Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten den geleisteten Vorschuss im 

Umfang von Fr. 8'000.-- zu ersetzen. 

2. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Ver-

fahren eine Parteientschädigung von Fr. 10'800.-- zu bezahlen. 

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Obergerichtskasse sowie an 

das Einzelgericht des Bezirksgerichts Hinwil, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 4 - 

Zürich, 29. Juli 2019 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Vorsitzende: 

 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. E. Iseli 
 
 
versandt am: 
mc 

	Urteil vom 29. Juli 2019
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Kosten (Fr. 16'000.--) für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten den geleisteten Vorschuss im Umfang von Fr. 8'000.-- zu...
	2. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 10'800.-- zu bezahlen.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Obergerichtskasse sowie an das Einzelgericht des Bezirksgerichts Hinwil, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...