# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b20f88e7-2e2e-5396-90ff-c91a7a0380e4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.06.2021 IV 2019/302
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-302_2021-06-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/302

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.06.2022

Entscheiddatum: 03.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2021
Art. 28 IVG. Würdigung des Beweiswerts eines polydisziplinären Gutachtens 
und eines bidiziplinären Verlaufsgutachtens sowie von Berichten 
behandelnder Ärzte und einer BEFAS-Abklärungsstelle (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2021, IV 
2019/302).

Entscheid vom 3. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider 

und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2019/302

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, 

St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 15./17. November 2014 wegen eines Bandscheibenleidens 

bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er sei seit ___ 199_ als Eisenleger 

angestellt (zu einem Bruttoeinkommen von derzeit monatlich Fr. 6'3__.--). - Dr. med. 

B.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, gab am 3. Dezember 2014 (IV-act. 10-1 f.) 

bekannt, es liege beim Versicherten eine Diskushernie S1 rechts vor. Er sei seines 

Wissens seit November 2014 arbeitsunfähig. Am _. Dezember 2014 sei eine Operation 

vorgesehen. - Med. pract. C.___, Praktischer Arzt, gab in einem IV-Arztbericht vom 

26. März 2015 (IV-act. 17) diverse Phasen von Arbeitsunfähigkeit (100 % und 50 %) 

des Versicherten ab 19. Dezember 2013 - mit Unterbruch vom 1. Februar 2014 bis 

6. Juli 2014 - an, zuletzt eine solche von 50 % bis 17. Oktober 2014. Es bestünden eine 

Lumboischialgie und ein zervikozephales Syndrom, daneben eine Prellung des linken 

Handgelenks und ein Impingement-Syndrom der Schulter. Am _. Dezember 2014 habe 

die mikrochirurgische Dekompression LWK5/SWK1 stattgefunden. Dr. B.___ hatte dem 

Arzt am 16. März 2015 (IV-act. 17-6) berichtet, der Versicherte sei bis zum 8. März 

2015 voll arbeitsunfähig gewesen und sei seither und noch bis zum 9. April 2015 zu 

50 % arbeitsunfähig. Danach dürfe er wieder voll arbeiten. Er habe keine 

Rückenschmerzen mehr und kaum noch Beinschmerzen und nehme keine 

Medikamente mehr ein.

A.a. 

Am 22. Januar 2015 und 31. März 2015 übermittelte die 

Krankentaggeldversicherung des Versicherten der IV-Stelle ihre Akten (vgl. 

Fremdakten, Fremd-act. 1-1 und 2-1). Am 18. Dezember 2013 (Fremd-act. 1-8) war 

eine Meldung über eine Arbeitsunfähigkeit des Versicherten ab 19. Dezember 2013 

A.b. 

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ergangen. Med. pract. C.___ hatte am 11. Oktober 2014 (Fremd-act. 1-10 ff.) in der 

Anamnese angegeben, am __. Oktober 2013 sei dem Versicherten beim Heben von ca. 

20 kg Eisen ein Stich in den Rücken gefahren. Seither träten rezidivierend 

Rückenbeschwerden auf. Bei einem Röntgenbild der LWS vom 23. November 2013 

seien lumbal orthograde Wirbelkörper regelrecht zur Darstellung gekommen. Die 

Intervertebralräume seien ausreichend weit, die Neuroforamina nicht eingeengt 

gewesen, in den Facettengelenken LWK3-5 habe eine diskret erhöhte Absorption 

bestanden. In einem MRT LWS vom 26. Juni 2014 seien eine Grössenzunahme der 

Diskushernie LWK5/SWK1 und eine Nervenwurzelkompression S1 rechtsrecessal 

sowie eine Diskusdehydratation LWK4/5, eine Protrusion ohne Wurzelkompression und 

mässige Intervertebralarthrosen festgestellt worden. - Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH 

für Innere Medizin, der mit einer spezialärztlichen Untersuchung beauftragt worden 

war, hatte am 17. Oktober 2014 (Fremd-act. 1-15 ff.) berichtet, der Versicherte habe 

seit bald einem Jahr persistierende chronische Lumbalgien mit Ausstrahlungen in beide 

Oberschenkel. Er sei als Eisenleger zurzeit zu 50 % einsatzfähig, allerdings nur bei 

leichten Arbeiten. - Von Seiten der Arbeitgeberin war am 31. Oktober 2014 (vgl. Fremd-

act. 1-3) erklärt worden, es sei schwierig, den Versicherten auf dem Bau einzusetzen; 

er selber halte einen solchen Einsatz für unwahrscheinlich. Eine andere Möglichkeit 

gebe es indessen bei ihr nicht. - In einem Assessmentbericht vom 25. März 2015 

(Fremd-act. 2-8 ff.) hatte eine Case Management-Unternehmung angegeben, der 

Versicherte habe mitgeteilt, Dr. B.___ sei sich nicht sicher, ob eine Rückkehr in die 

Arbeit als Eisenleger gut gehen werde. 

Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 10. April 

2015 (IV-act. 20) dafür, der postoperative Verlauf sei erfreulich. Ob dem Versicherten 

seine rückenbelastende bisherige Tätigkeit auf Dauer zumutbar sei, sei kritisch zu 

hinterfragen. - Nachdem der Versicherte wieder das volle Pensum aufgenommen hatte, 

teilte ihm die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle am 20. April 2015 (IV-act. 23) mit, es 

bestehe weder Anspruch auf berufliche Massnahmen - diese seien nicht nötig - noch 

auf Rentenleistungen. Er könne seiner Tätigkeit wieder nachgehen.

A.c. 

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B.  

Am 19. April 2016 (IV-act. 28) ging eine neue Anmeldung bei der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle ein. Der Versicherte erklärte, er sei seit 

18. Dezember 2015 voll arbeitsunfähig und nun zweimal operiert. Die Beeinträchtigung 

bestehe seit Dezember 2011. - Dr. B.___ hatte am 2. April 2016 (IV-act. 30) berichtet, 

nach der Revision LW5/SW1 rechts am 23. Februar 2016 bestünden kaum noch 

Beinschmerzen, lediglich noch etwas Rückenschmerzen beim Drehen. In der Tätigkeit 

als Eisenleger werde der Versicherte dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Ab dem 

25. Mai 2016 werde für eine angepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht 

werden. - Die Arbeitgeberin gab am 3. Mai 2016 (IV-act. 38) an, der Versicherte sei als 

Vorarbeiter tätig (letzter Arbeitstag 16. Dezember 2015).

B.a. 

In einem bei den am 6. Mai 2016 (Fremd-act. 3-76) eingereichten weiteren Akten 

der Krankentaggeldversicherung liegenden Schlussbericht des (von ihr beauftragten) 

Case Managements vom 6. Juli 2015 (Fremd-act. 3-69 f.) war festgehalten worden, der 

Versicherte habe seit dem 10. April 2015 ununterbrochen mit vollem Pensum 

gearbeitet. Seit dem 11. März 2015 habe keine Arztkonsultation mehr stattfinden 

müssen. - Am 25. Februar 2016 (Fremd-act. 3-71) hatte sich die 

Krankentaggeldversicherung an den Case Manager gewandt und mitgeteilt, am 

17. Dezember 2015 sei der Versicherte erneut voll arbeitsunfähig geworden. Schon im 

vergangenen Jahr sei die Frage nach einer beruflichen Neuorientierung angesprochen 

worden, doch sei der Versicherte damals dafür nicht offen gewesen. Voraussetzung 

einer zugestandenen nochmaligen Unterstützung durch ein Case Management sei, 

dass der Versicherte die Neuorientierung nun aktiv angehen wolle.

B.b. 

Dr. B.___ berichtete am 11. Mai 2016 (IV-act. 42-7), der Versicherte habe nun 

unerträgliche Rückenschmerzen. Die Beinschmerzen seien nicht mehr vorhanden. Am 

13. Juni 2016 (IV-act. 42-5) teilte er mit, es liege ein Facettensyndrom vor, das (sc. zum 

zweiten Mal) infiltriert worden sei. - Am 24. Juni 2016 (IV-act. 48) gab die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle bekannt, berufliche Eingliederungsmassnahmen 

seien zurzeit wegen des Gesundheitszustands des Versicherten nicht möglich. - Am 

29. Juni 2016 (IV-act. 51) berichtete Dr. B.___, dieser habe zurzeit einen sehr hohen 

Leidensdruck, komme aber - ohne Belastung - mit nur zwei Dafalgan (für ihn das 

B.c. 

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Maximum) ganz gut durch. Ein minimales Diskushernien-Rezidiv sei nicht zu 

bestätigen, doch habe der Versicherte einen Arthroseschmerz. Das Infiltrieren habe 

nicht geholfen. Es sei nun eine Spondylodese vorgesehen, bei deren Erfolg in 

rückenadaptierter Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % bestehen sollte. Am 

10. August 2016 (IV-act. 55) gab Dr. B.___ bekannt, tags zuvor sei diese Operation mit 

komplikationslosem postoperativem Verlauf erfolgt.

Am 18. August 2016 (IV-act. 53, Fremd-act. 4) teilte das von der 

Krankentaggeldversicherung beauftragte Case Management mit, das Mandat werde 

abgeschlossen. Im beigelegten Schlussbericht vom gleichen Tag (Fremd-act. 5) war 

festgehalten worden, zurzeit gebe es keinen Bereich, in welchem auf die Reintegration 

hingearbeitet werden könnte. Der Versicherte sei in Bezug auf die berufliche Zukunft 

sehr unsicher. Er halte dafür, körperlich könne er nicht mehr arbeiten und mit seiner 

Qualifikation könne er doch auch nicht im Büro arbeiten. Er wolle bei der Arbeitgeberin 

im Magazin oder in einer anderen Funktion arbeiten. 

B.d. 

Am 16. November 2016 (IV-act. 67-2) erklärte Dr. B.___, es gehe dem Versicherten 

nicht wesentlich besser. MRI und Röntgenbild zeigten jedoch keine 

Nervenwurzelkompressionen, keine Schraubenlockerung und ein blandes ISG. Der 

Rückenschmerz sei zentral über der Narbe und sei immer derselbe gewesen. Er 

(Dr. B.___) wisse zurzeit nicht, woher die Beschwerden kämen. Am 22. Februar 2017 

(IV-act. 75-8) teilte er mit, der Versicherte habe nachts und teilweise auch tagsüber 

belastungsabhängige Rückenschmerzen VAS 8-10, höre jedoch mit der Novalgin- 

(3 Tabletten pro Woche) und Tramal-Therapie (2 Tabletten) auf, weil sie ihm nicht gut 

tue. Auch ohne neurologische Störungen bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Er (der Arzt) 

habe das Facettengelenk LW4/5 bds. nochmals infiltriert. Im IV-Arztbericht vom 

22. Februar 2017 (IV-act. 75-6) hielt Dr. B.___ weiter fest, der Versicherte könne wegen 

der starken Rückenschmerzen auch in rückenadaptierter Tätigkeit nicht arbeiten. Nötig 

sei eine Vorstellung in der Schmerzsprechstunde. - Med. pract. C.___ hatte in einem 

IV-Arztbericht vom 27. Januar 2017 (IV-act. 73) erklärt, die bisherige Tätigkeit sei dem 

Versicherten nicht mehr zumutbar; es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. In 

welchem Umfang eine behinderungsangepasste Tätigkeit möglich sei, sei nicht 

bekannt und gegebenenfalls in einem Arbeits-Assessment zu prüfen.

B.e. 

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Das Schmerzzentrum am Kantonsspital St. Gallen gab in einem 

Erstkonsultationsbericht vom 28. April 2017 (IV-act. 97) bekannt, als Diagnose liege ein 

chronifiziertes Schmerzsyndrom der LWS vor mit Ausstrahlung ins Steissbein Stadium I 

nach Gerbershagen, gemischt nozizeptiv-neuropathisch und mit einem Failed back 

surgery syndrome (synonym Postlaminektomie-Syndrom). Vor der Konsultation seien 

zwei Tabletten Novalgin (550 mg) und eine Tablette Targin (Ret. 10 mg/5 mg) verordnet 

gewesen. Der Versicherte nehme Targin wegen Nebenwirkungen tagsüber nicht ein. Er 

erhalte nun Lyrica, bei guter Verträglichkeit sei der Aufbau eines Plasmaspiegels 

vorgesehen (sowie ein Ausschleichen und Absetzen von Targin). Alternativ könnten 

tagsüber auch Cymbalta oder Venlafaxin eingesetzt werden. - Dr. B.___ erklärte am 

10. September 2017 (IV-act. 102), der Versicherte habe plötzlich wieder starke 

Rückenschmerzen im Zugangsbereich links bekommen (VAS 5) und habe ausserdem 

Probleme mit der Invalidenversicherung. Er nehme Kytta-Salbe, Arnica, Jarsin, Melissa-

Tropfen und Solum-Öl; das helfe ihm leidlich. Er habe ihn für die Zeit vom 2. Juni bis 

2. Dezember 2017 zu 80 % arbeitsunfähig geschrieben. - In einem radiologischen 

Bericht vom 7. September 2017 (IV-act. 105-64) war im Vergleich zum 28. Februar 

2017 keine wesentliche Veränderung gefunden worden (Granulationsgewebe 

entsprechend mit Vorwölbung in den Spinalkanal, soweit sichtbar mit Einengung des 

Spinalkanals und Beeinflussung S1 vor allem links). - In einem radiologischen Bericht 

vom 7. November 2017 (IV-act. 105-66) wurde angegeben, es bestehe eine deutliche 

multisegmentale Facettengelenksarthrose und Osteochondrose mit Nachweis einer 

knöchern gedeckten links-mediolateralen Diskusprotrusion auf Höhe C6/7 links, die 

das linksseitige Neuroforamen einenge und zu einer Reizung der Wurzel C7 führen 

könne. - Dr. B.___ hielt am 8. November 2017 (IV-act. 105-65) fest, er nehme an, der 

Versicherte brauche eine PRT (periradikuläre Therapie) C7 links, und werde ihn hierfür 

anmelden. - Der Versicherte hatte am 22. September 2017 (IV-act. 105-59) mitgeteilt, 

das Arbeitsverhältnis sei auf den 28. Februar 2017 gekündigt worden (vgl. auch IV-

act. 116-2). 

B.f. 

Am 20. Dezember 2017 (IV-act. 105) erstattete das Swiss Medical Assessment- 

und Business-Center SMAB im Auftrag der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle ein 

polydisziplinäres Gutachten. Es liege eine linksbetonte Lumbago nach Spondylodese 

L5/S1 mit Neurolyse beider L5-Wurzeln am 9. August 2016 vor. Ohne Auswirkung auf 

B.g. 

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die Arbeitsfähigkeit seien eine Cervicobrachialgie links ohne radikuläre Reizung und ein 

Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss beidseits. In der bisherigen körperlich mittelschweren 

Tätigkeit als Eisenleger sei der Versicherte voll arbeitsunfähig. In einer dem 

Belastungsprofil entsprechenden Tätigkeit sei er jedoch voll arbeitsfähig. Wegen der 

aktuell vorhandenen Cervicobrachialgie links ohne radikuläre Reizung sei eine ca. ein- 

bis zweiwöchige Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar; eine generelle Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit ergebe sich daraus nicht, allenfalls eine qualitative Einschränkung des 

Belastungsprofils (vgl. IV-act. 105-14). Retrospektiv sei nachvollziehbar, dass der 

Versicherte in der bisherigen Tätigkeit als Eisenleger vom 12. November 2014 bis 

31. März 2015 voll und anschliessend bis 30. April 2015 zu 50 % arbeitsunfähig 

gewesen sei, und dass er (nach einer Phase voller Arbeitsfähigkeit) seit 3. Dezember 

2015 hierfür anhaltend voll arbeitsunfähig sei. Für eine adaptierte Tätigkeit habe - seit 

dem Beurteilungsbeginn vom 20. April 2015 - eine volle Arbeitsunfähigkeit für die Dauer 

der stationären Aufenthalte bestanden. Nach der Revision am 23. Februar 2016 sei eine 

volle Arbeitsunfähigkeit bis sechs Monate postoperativ nach der Spondylodese am 

9. August 2016, d.h. bis etwa Anfang Februar 2017, nachvollziehbar. Seither sei der 

Versicherte diesbezüglich voll arbeitsfähig (vgl. IV-act. 105-15, vgl. auch IV-

act. 105-31). - Der RAD schloss sich am 27. Dezember 2017 (IV-act. 106) dem 

Gutachten an.

Am 9. Januar 2018 legte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dar, es könne 

angesichts des (ehemals) hohen Lohns des Versicherten bei Gewährung eines 

Leidensabzugs von einem Umschulungsanspruch ausgegangen werden (IV-act. 107-6), 

und sprach ihm Berufsberatung zu (IV-act. 108). Am 2. März 2018 (IV-act. 119) hielt der 

Eingliederungsverantwortliche fest, es liege ein instabiler Gesundheitszustand vor und 

der Versicherte habe weder in seinem Herkunftsland noch hierzulande eine Ausbildung 

gemacht. Die Berufsberatung werde abgeschlossen. - Dr. B.___ hatte am 

18. Dezember 2017 (IV-act. 122-8) von einer regredienten Trizepsparese (derzeit 4+) 

berichtet; die Hypästhesien hätten unter Physiotherapie und Chiropraxis deutlich 

gebessert. Am 14. Februar 2018 (IV-act. 122-6) hatte er festgehalten, der Versicherte 

sei zurzeit zu 20 % arbeitsfähig und sollte langfristig eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 

haben.

B.h. 

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Am 3. März 2018 (IV-act. 122-4) berichtete Dr. B.___, der Versicherte wolle operiert 

werden, davon rate er ab. In einem IV-Arztbericht vom 25. April 2018 (IV-act. 122) 

erklärte Dr. B.___, es lägen eine Diskushernie HWK6/7 links (seit Ende Februar 2018), 

eine Trizepsparese linksseitig und ein chronischer Rückenschmerz nach dreimaliger 

Rückenoperation LW5/SW1 vor. Zurzeit sei der Versicherte zu 20 % arbeitsfähig, 

langfristig zu maximal 40 %. In einer Stellungnahme zum Gutachten hielt Dr. B.___ 

gleichentags (IV-act. 123) fest, mit einem FBA (Finger-Boden-Abstand) von 34 cm sei 

die Beweglichkeit nicht lediglich gering, sondern massiv eingeschränkt. Der Umstand, 

dass der Versicherte schmerzfrei sitzen könne, habe nichts damit zu tun, ob er im 

Liegen einen Pseudo-Lasègue habe bzw. bei Belastung Rückenschmerzen. Nach 

seiner Auffassung rufe auch nicht die postulierte Narbenbildung eine lokale Irritation 

des Weichteilgewebes hervor. Orthopädisch sei der Versicherte wahrscheinlich nicht 

messbar eingeschränkt. Es gehe um ein chronisches Schmerzproblem - und zwar 

einzig die LWS betreffend, nicht die HWS -, nämlich ein gemischt nozizeptives 

chronisches Schmerzsyndrom Gerbershagen II-III. Dieses habe keinen Zusammenhang 

mehr mit den anatomischen Strukturen. Es habe sich längst verselbständigt. Er könne 

nicht bestätigen, dass alle Waddell-Zeichen positiv seien. Die Beschwerden seien 

nachvollziehbar, auch im Ausmass. Der Versicherte, ein ängstlicher, wahrscheinlich 

auch depressiver Mann, sei zu maximal 40 % arbeitsfähig. - Am 21. Mai 2018 (IV-

act. 124) teilte Dr. B.___ mit, die Nackenschmerzen (HWK6/7 links) seien nach 

zweimaliger Infiltration nun deutlich besser. Dort bestehe nach seiner Auffassung kein 

grosses Problem. Es bestünden nun Nackenschmerzen unterhalb von BWK2/3 links, 

ohne dass die Trizepsparese noch nachweisbar wäre. Er werde dort nächste Woche 

infiltrieren. Chirurgisch könne er nicht weiterhelfen.

B.i. 

Am 11. Juli 2018 (IV-act. 133) teilte die damalige Rechtsvertreterin des Versicherten 

mit, dessen Einsatzprogramm sei beendet. Er habe nur noch Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung für etwa 100 Tage und gerate ohne IV-Leistungen in 

wirtschaftlich existenzielle Bedrängnis. In einem Bericht vom 10. Juli 2018 (IV-

act. 136-52 ff.) hatte der Leiter des Einsatzprogramms des Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrums (RAV; über das Programm vom 4. April bis 10. Juli 2018, 

vgl. IV-act. 136-55) festgehalten, man habe den Versicherten als motivierten und 

engagierten Mitarbeiter, in der Arbeitsweise überlegt sowie qualitäts- und 

B.j. 

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ordnungsbewusst, wahrgenommen. Es sei ihm zurzeit ein Arbeitspensum von maximal 

20 % möglich. Bezüglich Körperhaltung und Belastung seien nur sehr spezifische 

Arbeiten möglich, was ein zusätzliches Hindernis für eine Wiedereingliederung in den 

ersten Arbeitsmarkt darstelle.

In einem bidisziplinären Verlaufsgutachten vom 19. Oktober 2018 (IV-act. 136) 

benannte das SMAB als Diagnose eine belastungsabhängige Lumbago bei nicht-

knöchern konsolidierter Spondylodese L5/S1 mit Neurolyse beider L5-Wurzeln am 

09.08.2016. Daneben bestünden - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine 

geringe Schwäche des M. trizeps und der Fingerbeuger links bei Wurzel-Reizung C7 

links und der Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss beidseits. In der bisherigen Tätigkeit sei der 

Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig, in einer angepassten Tätigkeit aber voll 

arbeitsfähig (vgl. IV-act. 136-7). Retrospektiv sei der Versicherte in der bisherigen 

Tätigkeit seit dem 18. Dezember 2015 arbeitsunfähig. In einer adaptierten Tätigkeit sei 

er von etwa zu Beginn des Monats Februar 2017 bis zum 6. November 2017 voll 

arbeitsfähig gewesen, danach bis zum 18. Dezember 2017 vorübergehend nicht 

arbeitsfähig (vgl. IV-act. 136-8). Die analgetische Therapie mit Opiaten (Targin) sei nicht 

indiziert und sollte abgesetzt werden. Diese Medikamente würden aufgrund des 

Nebenwirkungsspektrums und des Herabsetzens der Schmerzschwelle dafür sorgen, 

dass der Versicherte sich nicht arbeitsfähig fühle (vgl. IV-act. 136-8). - In einem Bericht 

über ein CT der LWS vom 30. August 2018 (IV-act. 136-59 f.) war u.a. auf Höhe LWK5/

SWK1 ein im Vergleich zur Aufnahme vom 7. September 2017 unverändert 

bestehendes kleines knöchernes Fragment im Neuroforamen rechtsseitig erwähnt 

worden. - Am 24. Oktober 2018 (IV-act. 137) gab der RAD seine Stellungnahme zum 

Verlaufsgutachten ab.

B.k. 

In einem Schreiben vom 3. Dezember 2018 (IV-act. 157) legte Dr. B.___ dar, die 

gutachterliche orthopädische Einschätzung sei in keiner Weise nachvollziehbar. Sie sei 

eindimensional und lasse die Gesamtsituation des Versicherten, der früher jahrelang 

fleissig gearbeitet habe, völlig ausser Acht. Es bestehe ein chronisches, deutlich 

verschlechtertes Schmerzbild, auch wenn das im MRT nicht nachweisbar sei. Die 

Gutachterin meine, den Versicherten nur aufgrund der Bein- und 

Rückenschmerzsymptomatik beurteilen zu müssen, was am Ziel vorbeigehe. Er habe 

nunmehr auch eine "CDA", die sein Schmerzbild nochmals negativ beeinflusse. Die 

B.l. 

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festgestellte Diskrepanz zwischen der eigentlichen und der dargestellten Beweglichkeit 

sei auf die etwas ängstliche Grundpersönlichkeit des Versicherten zurückzuführen. 

Dass ein Schmerzbild simuliert werde, sei völlig ausgeschlossen. Es liege beim 

Versicherten - auch nach Auffassung der ihn behandelnden Dr. med. E.___, Fachärztin 

für Neurochirurgie und ___ Schmerzspezialistin - glaubhaft eine Schmerzstörung vor, 

welche die Beschwerden erkläre. Das Targin abzusetzen, sei komplett unsinnig. Der 

Versicherte habe wahrscheinlich eine somatoforme Schmerzstörung; das müsste 

psychiatrisch geklärt werden. - Dr. E.___ erklärte in einem Schreiben vom 

17. Dezember 2018 (IV-act. 158), der Versicherte befinde sich seit dem 2. Juli 2018 bei 

ihr in Behandlung. Er leide unter multilokulären, chronischen gemischt nozizeptiv 

neuropathischen Schmerzen mit einem Chronifizierungsgrad nach Gerbershagen III. 

Chronische Schmerzen seien eine eigenständige Erkrankung. Sie seien nicht mehr mit 

den Mitteln der Akutschmerzbehandlung therapierbar und auch nicht mit den 

Konzepten der Akutmedizin beurteilbar. Die Schmerzsituation des Versicherten habe in 

der Behandlung zusammen mit Dr. B.___ stabilisiert werden können. Sie rate davon ab, 

das Targin zu stoppen und ein Schmerztagebuch zu führen. Das sei nur bei einer 

Einstellung der Analgetika sinnvoll und fokussiere ansonsten den Patienten auf den 

Schmerz. Die Dosis liege mit einer Morphinäquivalenz von 40 mg/Tag im Rahmen und 

es würden auch Co-Analgetika eingesetzt. Der Versicherte sei zu maximal 40 % 

arbeitsfähig. - Der RAD hielt am 16. Januar 2019 (IV-act. 160) dafür, der Einwand sei 

der Begutachtungsstelle vorzulegen.

Das SMAB nahm am 5. Februar 2019 (IV-act. 171) Stellung. Eine 

versicherungsmedizinische orthopädisch-traumatologische Beurteilung erfolge 

aufgrund der subjektiven Beschwerdeangaben einer versicherten Person im Kontext 

mit den erhobenen objektivierbaren klinischen und radiologischen 

Untersuchungsbefunden. Bei der Begutachtung sei von psychiatrischer Seite geprüft 

worden, ob beim Versicherten eine somatoforme Störung vorliege. Es habe aber darauf 

bzw. auf eine psychogene Mitverursachung der Schmerzen keine Hinweise gegeben. 

Wie eine ängstliche Persönlichkeit für die gezeigten Verdeutlichungstendenzen und die 

zwei positiven Waddell-Zeichen verantwortlich sein sollte, sei nicht nachvollziehbar. Es 

finde sich auch keine nachvollziehbare Begründung für die Auffassung, dass der 

Versicherte zweifellos ein chronischer Schmerzpatient sei. Wenn Dr. B.___ darauf 

B.m. 

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hinweise, dass dieser vorher jahrelang fleissig gearbeitet habe und sicherlich motiviert 

sei, auch weitere Arbeiten durchzuführen, so gebe er dessen subjektive Angaben 

wieder. Auch dem Schreiben von Dr. E.___ seien keine schwerwiegenden 

objektivierbaren Befunde zu entnehmen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit begründen würden. - Der RAD folgte dieser 

Auffassung am 11. Februar 2019 (IV-act. 176). 

Inzwischen war dem Versicherten und seiner damaligen Rechtsvertreterin am 

3. Dezember 2018 (IV-act. 192) bei einem Gespräch von der IV-

Eingliederungsverantwortlichen erklärt worden, dass von einer Arbeitsfähigkeit von 

100 % ausgegangen werde. Der Versicherte hatte erklärt, er könne es im Rahmen von 

50 % versuchen. Die IV-Eingliederungsverantwortliche hatte angegeben, der 

Versicherte habe seine Situation glaubhaft geschildert. Er habe keine Vorstellung, was 

er arbeiten könnte. Es werde eine berufliche Abklärung vorbereitet. - Nach einem 

Wechsel in der Rechtsvertretung Ende Dezember 2018/Januar 2019 (IV-act. 150 und 

152 f.) hatte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle am 7. Februar 2019 (IV-act. 175) 

für die Zeit vom __. Februar bis _. März 2019 eine berufliche Abklärung in der BEFAS 

F.___ - mit grossem Taggeld (vgl. IV-act. 180 f.) - angeordnet (vgl. auch IV-act. 162, 

168, 172).

B.n. 

In ihrem Schlussbericht vom 26. März 2019 (IV-act. 184) hielt die BEFAS fest, der 

Versicherte habe während den Arbeitszeiten eine gute Leistung - von 80 % - erbracht. 

Er sei als freundlich, geduldig und fleissig beschrieben worden, seine Arbeiten seien 

von guter Qualität gewesen und sein Arbeitsplatz sei immer sauber gewesen. Er könne 

adaptierte Tätigkeiten ganztags ausführen, aber nicht durchgängig. Vielmehr habe er 

morgens und nachmittags behinderungsbedingte Pausen von je rund einer bis zwei 

Stunden einzulegen gehabt. Da solches in der Regel von einem Arbeitgeber nicht 

toleriert werde, kämen für ihn nur als Nischenarbeitsplätze zu bezeichnende Stellen in 

Frage, und zwar etwa in den Bereichen körperlich leichter Montagen, End-/

Qualitätskontrollen, leichter Verpackungsarbeiten und von Vergleichbarem. Bei der 

täglichen Arbeitszeit von durchschnittlich etwa fünf Stunden habe der Versicherte 

somit eine 50 % entsprechende Gesamtleistungsfähigkeit erzielen können. An seiner 

Eingliederungswilligkeit hätten keine Zweifel bestanden. Limitierend seien die knappen 

B.o. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/30

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C.

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng für den 

Betroffenen am 11. November 2019 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung aufzuheben. Dem 

Beschwerdeführer sei ab wann rechtens, spätestens ab Dezember 2014, eine ganze 

Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zuvor zur Vornahme weiterer 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Ausserdem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Prozessführung zu bewilligen. Was eine allfällige Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit anbelange, würden sich die 

Auffassungen der Gutachter des SMAB einerseits und der behandelnden Ärzteschaft 

sowie der Fachleute der BEFAS anderseits diametral voneinander unterscheiden. Mit 

ihrer retrospektiven Arbeitsfähigkeitsschätzung würden die Gutachter zumindest 

sinngemäss die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 20. April 2015 als 

Deutsch- und sehr knappen Schulkenntnisse sowie der Migrationshintergrund. Es sei 

fraglich, ob die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt verwertbar sei.

Der RAD hielt am 5. April 2019 (IV-act. 186) dafür, das Gutachten besitze eine weit 

höhere Beweisdichte als der BEFAS-Bericht. Daher bleibe es bei der bisherigen 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. dazu IV-act. 106 vom 27. Dezember 2017, IV-

act. 137 vom 24. Oktober 2018, IV-act. 160 vom 16. Januar 2019 und IV-act. 176 vom 

11. Februar 2019).

B.p. 

Mit Mitteilung vom 6. Juni 2019 (IV-act. 195) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab, da sich der Versicherte 

aufgrund seiner gesundheitlichen Situation nicht in der Lage fühle, einer 

Erwerbstätigkeit nachzugehen.

B.q. 

Auf einen Vorbescheid vom 21. August 2019 (IV-act. 198) hin, wonach ein 

Invaliditätsgrad von 19 % (Valideneinkommen Fr. 83'070.--, Invalideneinkommen 

Fr. 67'186.--) vorliege, liess der Versicherte am 24. September 2019 (IV-act. 201) durch 

seinen Rechtsvertreter einwenden, es sei spätestens ab Dezember 2014 eine ganze 

Rente zu entrichten. - Mit Verfügung vom 14. Oktober 2019 (IV-act. 202) lehnte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle den Rentenanspruch ab. Die Einschätzung der 

funktionellen Leistungsfähigkeit sei in erster Linie Sache des begutachtenden Arztes.

B.r. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/30

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offensichtlich unzutreffend erachten. Weshalb sie sich dennoch erst ab dem 20. April 

2015 zu einer allfälligen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten äusserten, 

leuchte nicht ein. Auch sonst sei ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht nachvollziehbar. 

Danach sei nach der Revision LW5/SW1 rechts am 23. Februar 2016 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bis sechs Monate, nach Spondylodese am 9. August 2016, das 

heisse bis etwa Anfang Februar 2017, nachvollziehbar und bestehe in der Folge eine 

volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Das (Letzteres) sei nicht begründet 

worden. Dr. B.___, Dr. E.___ und med. pract. C.___ würden den Beschwerdeführer und 

seine gesundheitlichen Störungen gut kennen und könnten sich davon und von den 

erwerblichen Auswirkungen ein zuverlässiges Bild machen. Die Gutachterin dagegen 

habe den Beschwerdeführer nur zweimal kurz (einmal zwei Stunden, einmal eineinhalb 

Stunden lang) gesehen. Nach dem Einsatzprogramm von mehr als drei Monaten Dauer 

sei er bezüglich Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt usw. durchgehend als den 

Anforderungen vollumfänglich entsprechend beschrieben worden. Ein Pensum von 

20 % sei machbar gewesen, der Beschwerdeführer sei aber klar an die Grenzen 

gekommen. Bei der von der Beschwerdegegnerin beauftragten BEFAS-Abklärung sei 

eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit festgestellt worden. Am 

Eingliederungswillen hätten keine Zweifel bestanden, was mit der Einschätzung von 

Dr. B.___ korrespondiere, wonach der Beschwerdeführer kein Beschwerdebild 

simuliere. Die beiden an der Abklärung beteiligten Fachpersonen, eine diplomierte 

Berufs- und Laufbahnberaterin mit Lizentiat in Psychologie sowie ein Arzt und 

zertifizierter Arbeitsfähigkeitsassessor SIM, seien bestens in der Lage, im Rahmen 

standardisierter Abklärungs- und Beurteilungsprozesse Beurteilungen abzugeben. Sie 

hätten das mit der nötigen Qualität und lege artis getan. Wie der RAD darauf komme, 

dass sehr stark auf das subjektive Verhalten und das subjektiv vorgetragene 

Beschwerdebild abgestützt worden sei, sei nicht begründet und nicht nachvollziehbar. 

Der Beschwerdeführer könne aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen kein 

Einkommen erzielen, und wenn doch, dann allenfalls ein sehr geringes Einkommen an 

einem Nischenarbeitsplatz. Er habe Anspruch auf eine ganze Rente. Bei Zweifeln daran 

sei ein Obergutachten zu erstellen. Der Rentenanspruch bestehe ab Dezember 2014, 

da der Beschwerdeführer damals ein Jahr lang durchschnittlich zu 40 % arbeitsunfähig 

gewesen sei. Die langandauernde Krankheit habe gemäss dem Bericht von med. pract. 

C.___ vom 26. März 2015 am 19. Dezember 2013 begonnen. Die offensichtlich 

unzutreffende formell rechtskräftige Mitteilung vom 20. April 2015 stehe dem nicht 

entgegen. - Am 11. November 2019 (IV-act. 203) hat der Rechtsvertreter für den 

Beschwerdeführer für den Fall einer nicht vollumfänglichen Gutheissung der 

Beschwerde ein neues Gesuch bzw. allenfalls ein Revisionsgesuch gestellt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/30

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D.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Dezember 2019 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Weder den BEFAS-Abklärungen 

noch den Ausführungen von Schmerztherapeuten könne hier ein Beweiswert zuerkannt 

werden. Bei BEFAS-Abklärungen sei meist gerade die subjektive Seite einer 

versicherten Person entscheidend, dienten sie doch dazu herauszufinden, was aus 

deren Sicht noch möglich sei, in wie weit sie persönliches Potential habe und welche 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen zu ihr passen würden. Die Massnahmen 

müssten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden, damit eine Arbeitssuche oder 

Integration gelingen könne. Im Rahmen der Überprüfung der Arbeitsfähigkeit aber habe 

eine BEFAS-Abklärung keine Bedeutung. Die Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich 

medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Die an einem Arbeitsplatz gezeigte Leistung sei 

hierfür nach der Rechtsprechung (gemäss Bundesgerichtsurteil vom 28. Mai 2009, 

9C_332/2009) nicht relevant. Denn es sei nicht möglich, den Anteil allfälliger 

Motivationsmängel von einem willentlich nicht steuerbaren Unvermögen, eine volle 

Leistung zu erbringen, auszuscheiden. Ähnliches gelte mit Bezug auf die Ausführungen 

von Schmerztherapeuten, deren Fokus auf die Behandlung von subjektiv geltend 

gemachten Schmerzen gerichtet sei und wo per se eine Befangenheitssituation 

bestehe. Vorliegend werde das dadurch verstärkt, dass eindeutige 

Verdeutlichungstendenzen und eine Krankheitsüberzeugung mit Tendenz zur 

Selbstlimitierung festgestellt worden seien. Ein organischer Ursprung der Schmerzen 

habe nicht nachvollzogen werden können und auch psychiatrisch hätten diese nicht 

begründet werden können. Ernsthafte Zweifel am Gutachten habe der 

Beschwerdeführer nicht darlegen können. Schliesslich sei zu Recht auf die Mitteilung 

(sc. vom 20. April 2015) abgestellt worden, denn bleibe eine Mitteilung unangefochten, 

entfalte sie die gleiche Rechtswirkung wie eine Verfügung. Damals sei letztmals 

abschliessend über den Gesundheitszustand befunden worden.

E.

Am 14. Januar 2020 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen worden.

F.

Mit Replik vom 18. März 2020 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vor, 

das Gutachten mit den Einschätzungen, die sich ganz wesentlich von denjenigen der 

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langjährig behandelnden Ärzte und Ärztinnen unterschieden, genüge als 

Entscheidgrundlage nicht. Auch die BEFAS-Abklärungen hätten den Nachweis 

erbracht, dass es nicht zutreffe. Die Beschwerdegegnerin mache nicht geltend, dass 

eine der Voraussetzungen für den ehemaligen Verfahrensabschluss durch Mitteilung 

(Leistungen, Forderungen oder Anordnungen, die nicht erheblich oder mit denen die 

versicherte Person einverstanden sei) erfüllt gewesen sei.

G.

In ihrer Duplik vom 7. April 2020 legt die Beschwerdegegnerin dar, den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, die 

aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatteten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangten, sei nach der Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 m.H.) im 

Sinn einer Richtlinie volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprächen. Den Berichten behandelnder Ärzte, 

handle es sich um Hausärzte oder um spezialärztlich behandelnde Ärzte, komme 

geringere Beweiskraft zu. Denn es sei eine Erfahrungstatsache, dass sie im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten 

ihrer Patienten aussagten. Ausserdem hätten ihre Berichte nicht den Zweck einer 

objektiven Beurteilung des Gesundheitszustands, die den abschliessenden Entscheid 

über Versicherungsansprüche erlaube, und erfüllten deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten.

Erwägungen

1.

Im Streit liegt die Verfügung vom 14. Oktober 2019. Die Beschwerdegegnerin hat darin 

dargelegt, sie weise damit das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 19. April 

2016 ab. Ein Rentenanspruch bestehe nicht. - Ein erstes Verfahren betreffend ein 

Gesuch vom 15./17. November 2014 hatte mit der (blossen) Mitteilung vom 20. April 

2015 geendet, dass jenes Gesuch - hinsichtlich beruflicher Massnahmen und einer 

Rente - abgewiesen werde. Gemäss Art. 51 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 Abs. 1 ATSG hätte 

indessen wegen der Erheblichkeit des Gegenstands eine Verfügung ergehen müssen 

(vgl. auch Art. 58 IVG und Art. 74  IVV). Der Mangel macht die Anordnung allerdings 

nicht nichtig, sondern diese kann dennoch Rechtswirksamkeit erlangen. Die 

Rechtsprechung (die für solche gesetzlich nicht ausdrücklich geregelten Sachlagen 

eine Analogie zu Art. 51 Abs. 2 ATSG zieht, vgl. BGE 134 V 145 E. 5.1) erwartet von 

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/30

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einer betroffenen Person im Regelfall, dass sie ein Nichteinverständnis innerhalb eines 

Jahres erklärt (eine längere Frist kommt allenfalls in Frage, wenn die Person in guten 

Treuen annehmen durfte, der Versicherer habe noch keinen abschliessenden Entscheid 

fällen wollen und sei mit weiteren Abklärungen befasst, vgl. BGE 134 V 145 E. 5.3.2). 

Die vorliegend ergangene Mitteilung enthielt den Hinweis auf die Möglichkeit, eine 

beschwerdefähige Verfügung zu verlangen (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG, Art. 74

Abs. 1 IVV). Dem (damals noch nicht anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer war 

gleichzeitig (IV-act. 22) ausserdem telefonisch die Möglichkeit einer Wiederanmeldung 

erklärt worden, falls es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands oder einer 

anderen Veränderung komme. Eine anfechtbare Verfügung hat er nicht angefordert. Es 

ist nach der Aktenlage denn auch vielmehr von seinem damaligen Einverständnis mit 

der Erledigung auszugehen. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin ist daher formell 

rechtskräftig geworden. Der Beschwerdeführer arbeitete in der Folge bis zum 

16. Dezember 2015 wieder bei vollem Pensum an seinem Arbeitsplatz (vgl. IV-act. 38; 

auch bei der Neuanmeldung vom 19. April 2016 brachte er keine rückwirkende 

Beanstandung an). Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht das Gesuch vom 

19. April 2016 beurteilt. - Berufliche Massnahmen beantragt der Beschwerdeführer im 

vorliegenden Verfahren nicht.

2.  

quater

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. auch BGE 102 V 165).

2.2. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 

lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/30

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3.  

Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29  IVV; Bundesgerichtsurteile vom 16. Februar 2018, 

8C_633/2017 E. 3.4, und vom 10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). Nach Art. 29 

Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten 

nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die 

Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG und 

Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich gebracht 

(vgl. Bundesgerichtsurteil vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1).

ter

Was zunächst den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers betrifft, sind sie im Oktober/November 2017 (letzte Untersuchung 

am 9. November 2017) polydisziplinär und später im August/September 2018 noch 

bidisziplinär begutachtet worden.

3.1. 

Das Gutachten vom 20. Dezember 2017 erging in Kenntnis der Vorakten und 

weiterer (bei IV-act. 105-10 f. erwähnter) Berichte. Es wurden in den Teil-Gutachten je 

die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, namentlich zum bestehenden 

Leiden, und zu den verschiedenen Aspekten der Anamnese erhoben (mit 

übersetzenden Personen) und spezialärztliche Untersuchungen durchgeführt.

3.2. 

Was im Einzelnen die internistische Begutachtung betrifft, hielt der Gutachter fest, 

der Beschwerdeführer habe erklärt, sich zurzeit eine berufliche Tätigkeit nicht vorstellen 

zu können, da er nicht lange sitzen, liegen oder gehen könne. Aufgrund der 

entsprechenden Exploration gab der Gutachter an, keine Erkrankung des 

Beschwerdeführers erhoben zu haben, weshalb die Arbeitsfähigkeit internistisch nicht 

als eingeschränkt betrachtet wurde (vgl. IV-act. 105-40).

3.3. 

Bei der neurologischen Begutachtung wurde ebenfalls kein zu diagnostizierendes 

Leiden vorgefunden. Der Beschwerdeführer habe massive Nackenschmerzen beklagt 

und den linken Arm bei der Untersuchung steif an den Körper angelegt (vgl. IV-

act. 105-45). Die HWS sei passiv frei beweglich gewesen. Die angegebene 

Schmerzausstrahlung über die Oberarmaussenseite bis zum Ellenbogen links 

entspreche nicht dem Verlauf eines Dermatoms. Sie passe weder zu einer C6- noch zu 

einer C7-Läsion. Gegen eine Wurzelschädigung spreche auch, dass die Reflexe 

seitengleich gewesen seien. Es handle sich um pseudoradikuläre Beschwerden. Es 

hätten sich bei der neurologischen Untersuchung keine Hinweise auf eine 

Radikulopathie, auf eine Plexusläsion oder auf eine andersartige Nervenschädigung 

ergeben. Im aktuellen CT der LWS (vom 7. September 2017) zeige sich eine Einengung 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/30

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des Spinalkanals und Beeinflussung der S1, vor allem links. Klinisch neurologisch 

fänden sich keine Hinweise auf eine S1-Symptomatik links; es bestünden keine 

Ausstrahlungen ins linke Bein. Der gesamte Neurostatus sei unauffällig (vgl. IV-

act. 105-46 f.). Die Gutachterin der Neurologie schloss, seit dem Abklingen der 

Beinschmerzen gebe es keine Hinweise auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf 

neurologischem Gebiet (vgl. IV-act. 105-47).  

Bei der (federführenden) orthopädisch-traumatologischen Begutachtung wurde 

festgehalten, der Beschwerdeführer habe im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule 

linksbetonte Schmerzen im Schraubenbereich beklagt. Die Rückenschmerzen seien 

nur im Liegen erträglich (vgl. IV-act. 105-24). Er könne sich zurzeit keine (berufliche) 

Tätigkeit vorstellen, da er nicht einmal staubsaugen, Wasser aus dem Keller holen oder 

anderes im Haushalt helfen könne (vgl. IV-act. 105-26). Die Gutachterin der Orthopädie 

legte dar, das Implantationsmaterial sei intakt und die Stellung der Spondylodese sei 

nicht verändert gewesen. Es habe lediglich eine lokale Irritation des umgebenden 

Weichteilgewebes vorgelegen. Aufgrund des erhobenen klinischen und des 

radiologischen Untersuchungsbefundes würden die Beschwerden des 

Beschwerdeführers auf diese durch die Spondylodese-Implantate und die 

Narbenbildung verursachte Irritation zurückgeführt. Sie seien teilweise nachvollziehbar, 

allerdings nicht im geschilderten Ausmass. Dafür spreche auch die nur bedarfsweise 

gering dosierte Einnahme von Novalgin. Ausserdem seien sämtliche (fünf genannten) 

Waddell-Zeichen als Hinweis auf eine nichtorganische Pathologie positiv gewesen (vgl. 

IV-act. 105-29 f.). Aufgrund der Lumbago wurden eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

für die angestammte, körperlich mittelschwere Tätigkeit als Eisenleger und eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % für eine dem Belastungsprofil entsprechende Tätigkeit 

festgelegt. Aufgrund der im MRI der HWS vom 7. November 2017 abgebildeten 

Schädigungen wurde des Weiteren eine Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von einer bis 

zwei Wochen attestiert, ausserdem allenfalls eine diesbezügliche zusätzliche qualitative 

Einschränkung des Belastungsprofils insofern, als Überkopf-Arbeiten oder andere 

Tätigkeiten mit Zwangshaltungen der Halswirbelsäule nicht geeignet seien (vgl. IV-

act. 105-30). Damit wurde der röntgenologisch nachgewiesenen HWS-

Diskusprotrusion und den entsprechenden Beschwerden Rechnung getragen 

(neurologisch war diesbezüglich kein Bedarf gefunden worden).

3.5. 

Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung wurde festgehalten, der 

Beschwerdeführer habe angegeben, aktuell (und seit 14 Tagen) sei ihm wegen der 

starken Nackenschmerzen keine berufliche Tätigkeit möglich. Davor hätte er sich 

zugetraut, wieder in seiner bisherigen Tätigkeit zu arbeiten, doch hätten ihm die 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/30

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4.  

Chirurgen davon dringend abgeraten. Eine leichte Arbeit traue er sich, wenn die 

Nackenschmerzen wieder abklängen, zu. In welchem Umfang dies der Fall sei, könne 

er schlecht einschätzen (vgl. IV-act. 105-52). Der Gutachter der Psychiatrie berichtete, 

der Beschwerdeführer habe sich themenbezogen (Schmerzen; sich daraus ergebende 

berufliche Schwierigkeiten) bedrückt gezeigt. Dabei handle es sich um eine im 

normalpsychologischen Spektrum liegende emotionale Reaktion auf eine körperliche 

Erkrankung. Eine komorbide Depressionserkrankung habe sich nicht entwickelt. 

Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung hätten nicht bestanden. Eine 

psychiatrische Diagnose sei nicht zu stellen. Der Beschwerdeführer sei durch die 

unsichere berufliche und finanzielle Zukunft belastet. Ressource sei ihm der stabile 

familiäre Hintergrund. Abgesehen von der derzeitigen Akutsituation sehe er sich 

durchaus als beruflich leistungsfähig, weshalb insofern keine Diskrepanz zwischen den 

nichtberuflichen Aktivitätenniveaus und dem beruflichen Bereich bestehe. Die 

Arbeitsfähigkeit sei psychiatrisch betrachtet nicht vermindert (vgl. IV-act. 105-54 f.).

Polydisziplinär wurde festgehalten, körperlich anhaltend mittelschwere Tätigkeiten 

mit Zwangshaltungen der Wirbelsäule sollten vermieden werden, um den 

Gesundheitszustand nicht zu gefährden (vgl. IV-act. 105-15).

3.7. 

Die Begutachtung erscheint zunächst insoweit als vollständig.3.8. 

Das am 19. Oktober 2018 erstattete bidisziplinäre Verlaufsgutachten basierte 

wiederum auf einer Aktenkenntnis und ausserdem auf Untersuchungen vom 28. August 

und 10. September 2018.

4.1. 

Anlässlich der orthopädisch-traumatologischen Verlaufsbegutachtung erklärte der 

Beschwerdeführer, nun im Schraubenbereich beidseits Schmerzen zu haben, da er im 

Auftrag des RAV drei Monate lang arbeiten gegangen sei. Die meisten Schmerzen habe 

er im unteren LWS-Bereich beim Treppensteigen und bei jeder Drehung, inzwischen 

mehr rechts. Seit dem Vorfall C7 spüre er ein Kribbeln in sämtlichen Fingerkuppen der 

linken Hand. Zunächst habe er links nicht einmal mehr ein Kilogramm heben können. 

Inzwischen sei es besser, doch der linke M. trizeps sei immer noch schwächer als der 

rechte (vgl. IV-act. 136-19). Er habe versucht, zu 20 % zu arbeiten, und habe gesehen, 

dass das nicht möglich sei. Er könne sich eine Tätigkeit ohne Rückenbelastung zu 

maximal 40 % vorstellen (vgl. IV-act. 136-21 f.). Die Gutachterin konnte bildgebende 

Befunde vom 30. August 2018 mitbeurteilen (vgl. IV-act. 136-24 f.). Sie gab an, es habe 

sich dort ein unveränderter postoperativer Status L5/S1 ohne knöcherne Durchbauung, 

aber mit intaktem Spondylodese-Material und mit möglicher rezessaler Affektion der 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/30

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5.  

S1-Nervenwurzeln dargestellt. Hinweise auf eine Reizung hätten sich bei fehlender 

Schon- und Fehlhaltung, fehlendem paravertebralem Muskelhartspann, seitengleich 

vorführbaren Gangvarianten und tiefer Hocke, negativen Zeichen nach Lasègue und 

Bragard sowie seitengleich auslösbaren Patellar- und Achillessehnenreflexen nicht 

ergeben. Der Untersuchungsbefund der Lendenwirbelsäule sei nahezu identisch 

gewesen mit jenem vom Oktober 2017 (vgl. IV-act. 136-25), derjenige der frei 

beweglichen Halswirbelsäule sei regelrecht gewesen. Eine Schmerzausstrahlung in den 

linken Arm sei nicht beschrieben worden. Die angegebene Hypästhesie sämtlicher 

Fingerkuppen habe nicht dem Dermatom C7 entsprochen (vgl. IV-act. 136-26). Seit der 

letzten Begutachtung habe im November 2017 (gemäss IV-act. 124-1 am 

14. November 2017) eine PRT C7 links stattgefunden, am 15. Februar 2018 eine 

Infiltration der HWS im Niveau C6/7 links und Ende Mai 2018 eine Infiltration von 

BWK2/3 links. Sie hätten Linderung gebracht (vgl. IV-act. 136-27). Dr. B.___ habe 

schon im Dezember 2017 eine Regredienz der Trizepsparese und der C7-Klinik links 

beschrieben (vgl. IV-act. 136-26) und am 21. Mai 2018 berichtet, bei HWK 6/7 bestehe 

kein grosses Problem (vgl. IV-act. 136-27). Es hätten erneut Verdeutlichungstendenzen 

bestanden (angesichts der - nunmehr - zwei von fünf Waddell-Zeichen). Es scheine 

eine ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung mit einer Tendenz zur 

Selbstlimitierung zu bestehen (vgl. IV-act. 136-28).

Bei der psychiatrischen Begutachtung wurde festgehalten, der Beschwerdeführer 

habe angegeben, wenn er sich nicht körperlich belaste, insbesondere nicht zu lange 

stehe (Stehen sei bis zu zwei Stunden möglich) und auch nicht zu lange sitze (Sitzen sei 

bis zu einer halben Stunde möglich), habe er nicht so starke Schmerzen. Halte er diese 

Belastungsgrenzen nicht ein, nähmen die Schmerzen deutlich zu. Psychisch sei er 

traurig und frustriert darüber, dass es mit den Schmerzen nicht besser werde. Er habe 

immer sehr gerne gearbeitet. Ohne die Schmerzen würde er das sofort wieder tun. 

Dass das nicht möglich sei, belaste ihn sehr, ebenso wie die Sorgen über die weitere 

soziale und finanzielle Zukunft (vgl. IV-act. 136-40). Er halte eine körperlich sehr leichte 

Arbeit für sich für möglich (vgl. IV-act. 136-42). Der Gutachter der Psychiatrie erklärte, 

eine psychiatrische Diagnose sei nicht zu stellen (vgl. IV-act. 136-45).

4.3. 

Auch das Ergebnis der Verlaufsbegutachtung erscheint insoweit zunächst 

plausibel.

4.4. 

Der Beschwerdeführer hält das seine Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit 

betreffende Ergebnis der beiden SMAB-Begutachtungen (von 100 %) jedoch für 

5.1. 

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unzutreffend, weil die behandelnde Ärzteschaft und die zu einer entsprechenden 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ebenfalls befähigten Fachpersonen der BEFAS zu ganz 

anderen Schlüssen gelangt seien und auch gemäss dem Bericht über das RAV-

Einsatzprogramm lediglich ein Pensum von 20 % machbar gewesen sei.

Der ihn behandelnde Neurochirurg Dr. B.___ hat dem Beschwerdeführer denn 

auch (betreffend eine wie erwähnt hier relevante angepasste Tätigkeit) wiederholt 

Phasen voller Arbeitsunfähigkeit und von Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert und 

rechnete langfristig mit einer Arbeitsfähigkeit von 50 % bzw. von maximal 40 %. 

Dr. E.___ ist ebenfalls von der letztgenannten Annahme (maximal 40 % Arbeitsfähigkeit) 

ausgegangen. Med. pract. C.___ hat die betreffende Arbeitsfähigkeit nicht festgelegt. 

Die BEFAS (unter Mitwirkung eines Arztes) hat festgehalten, der Beschwerdeführer 

habe eine Gesamtleistungsfähigkeit von 50 % erzielen können. Im Bericht über das 

RAV-Einsatzprogramm schliesslich ist wie vorgebracht berichtet worden, es sei ein 

Pensum von 20 % möglich gewesen. - Das Zusammentreffen mehrerer vom Gutachten 

stark abweichender Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen fällt entsprechend ins Gewicht.

5.2. 

Es trifft des Weiteren zu, dass namentlich die Einschätzung von Dr. B.___ auf einer 

Beobachtung des Beschwerdeführers und seines Leidens während eines langen 

Zeitraums der Behandlung beruht, was einen Überblick ermöglichte, während 

medizinische Begutachtungen in einem viel kürzeren zeitlichen Rahmen erfolgen 

müssen (Letztere stützen sich dafür auf eine umfassende Aktenkenntnis). Eine 

langjährige Betreuung bzw. die Möglichkeit zu einer längeren Beobachtungszeit kann 

den behandelnden Ärzten einen Vorteil bringen (vgl. dazu Bundesgerichtsurteile vom 

9. September 2009, 9C_468/2009 E. 3.3.1, und vom 21. Dezember 2005, 4P.254/2005 

E. 4.2, je m.H. auf den Entscheid vom 11. Juni 1997, I 255/96 E. 3a; und 

Bundesgerichtsurteil vom 17. Dezember 2014, 4A_526/2014 E. 2.4; zur 

diesbezüglichen Beweiswürdigung allgemein auch Bundesgerichtsurteil vom 23. März 

2017, 4A_571/2016 E. 4.2). Allerdings kann auch nicht ausser Acht gelassen werden, 

dass ihr Fokus (im Unterschied zu Gutachtern) in erster Linie nicht auf eine möglichst 

objektive Zumutbarkeitsbeurteilung der Arbeitsfähigkeit, sondern auf den 

therapeutischen Aspekt, den Behandlungsauftrag, gerichtet ist (vgl. dazu 

Bundesgerichtsurteil vom 29. März 2018 8C_733/2017 E. 4.3.3; vgl. auch 

Bundesgerichtsurteile vom 22. April 2014, 9C_184/2014, und vom 25. Mai 2007, 

I 514/2006). Sie befinden sich zudem in einer Vertrauensstellung zu ihren Patienten (vgl. 

Bundesgerichtsurteil vom 27. August 2008, 8C_588/2007; BGE 125 V 351 E. 3b/cc). - 

Diese Aspekte sind bei einer Würdigung ihrer Beurteilungen zu berücksichtigen.  

5.3. 

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6.  

Massgebend ist insgesamt, dass die fundierte Kenntnis der behandelnden 

Ärzteschaft vom Sachverhalt bei der Begutachtung nicht unberücksichtigt bleibt (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 25. April 2019, 9C_34/2019 E. 4.1, und 9C_468/2009 

E. 3.3.1). Ergeben sich aus ihren Berichten objektive Anhaltspunkte, die Zweifel am 

Ergebnis eines Gutachtens erwecken, ist ihnen nachzugehen.

5.4. 

Im Einzelnen kann aufgrund der Aktenlage davon ausgegangen werden, dass auch 

von Seiten der behandelnden Ärzteschaft rein somatisch gesehen (abgesehen von 

intermittierenden Phasen) keine besonders schwerwiegenden Befunde angenommen 

werden, hat doch der chirurgisch behandelnde Arzt dafürgehalten, der 

Beschwerdeführer sei orthopädisch betrachtet wahrscheinlich nicht messbar 

eingeschränkt. Die Ursache der Arbeitsunfähigkeit liege nicht in seinem 

diesbezüglichen Zustand, auch nicht betreffend die HWS. Auf Entsprechendes deutet 

auch der Befund hin, den das Schmerzzentrum am Kantonsspital St. Gallen am 

28. April 2017 (IV-act. 97) beschrieben hat. Es legte beim Befund dar, der Zehen- und 

der Fersenstand seien unsicher und mit einer Asymmetrie zu Ungunsten der rechten 

Seite erfolgt und das Lasègue-Zeichen sei rechts positiv gewesen, das Gangbild aber 

regelrecht. Es habe kein motorisches Defizit bestanden und auch die Sensorik sei 

unauffällig gewesen. Die Schmerzen seien nicht opiatsensibel. In dieselbe Richtung 

deuten auch die mehrfachen aktenkundigen Hinweise darauf, dass der 

Beschwerdeführer wenig Schmerzmittel ein- oder sie auch teilweise abgesetzt habe. 

Dr. E.___ schliesslich hat multilokuläre, chronische gemischt nozizeptiv neuropathische 

Schmerzen als eigenständige Erkrankung des Beschwerdeführers beschrieben.

6.1. 

In Bezug auf die Schmerzsituation des Beschwerdeführers weist Dr. B.___ zu 

Recht darauf hin, dass für eine stichhaltige Arbeitsfähigkeitsschätzung eine 

medizinische Gesamtbetrachtung einer versicherten Person und ihrer Beschwerden 

erforderlich ist. Es ginge denn auch nicht an, einzelne ihrer Leiden zu separieren und je 

für sich allein als die Arbeitsfähigkeit nicht tangierend zu bezeichnen, wenn sie dies in 

ihrer Gesamtheit tun. Auch Schmerzleiden (Dr. B.___ nimmt eine somatoforme 

Schmerzstörung an, vgl. unten E. 7) gehören in die Beurteilung. Der für die Belange der 

Rechtsanwendung massgebende invalidenversicherungsrechtliche Begriff der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung ist allerdings enger gefasst als das in der Medizin 

verbreitete bio-psycho-soziale Krankheitsmodell. Eine Abweichung von 

Arbeitsunfähigkeitsschätzungen kann also auch in der Verwendung unterschiedlicher 

krankheitsbegrifflicher Prämissen begründet sein (vgl. dazu Bundesgerichtsurteile vom 

28. Mai 2009, 9C_332/2009 E. 3.3, und vom 15. Januar 2019, 9C_292/2018 E. 5.2.3.2).

6.2. 

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7.  

Vorliegend kann festgestellt werden, dass weder bei der ersten noch bei der 

Verlaufsbegutachtung unterlassen worden ist, auch den psychischen 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zu explorieren.

7.1. 

Sämtliche psychischen Erkrankungen sind nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem 

jeweiligen Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu 

unterziehen. Die danach in der Regel massgeblichen Standardindikatoren werden in 

zwei Kategorien systematisiert, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen 

Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz. Soziale Belastungen etwa, die 

direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, wären danach bei der Beurteilung der 

Gesundheitsbeeinträchtigung auszuklammern (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. Mai 

2019, 9C_740/2018 E. 5.2.1), und es ist eine Abgrenzung zu reaktivem, 

invaliditätsfremdem Geschehen aufgrund von psychosozialen Belastungen erforderlich 

(vgl. dazu bezüglich depressiver Leiden BGE 143 V 409 E. 4.5.2). 

7.2. 

Bei den Begutachtungen wurde jeweils wie erwähnt keine psychiatrische 

Gesundheitsschädigung festgestellt. Der Gutachter der Psychiatrie hat sich anlässlich 

der Verlaufsbegutachtung, da die Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers 

organmedizinisch nicht ausreichend erklärbar sei, damit befasst, ob diagnostisch eine 

somatoforme Schmerzstörung oder etwa psychologische Faktoren und 

Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten vorlägen. Er legte dar, bei 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung trete der Schmerz in Verbindung mit 

emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Für die Diagnose müssten 

diese schwerwiegend genug sein, um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu 

gelten. Gravierende emotionale Konflikte oder psychosoziale Faktoren, die von 

entscheidender Bedeutung für die Entstehung der Schmerzen sein könnten, seien beim 

Beschwerdeführer nicht ansatzweise zu erkennen. Die andere Kategorie 

(psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren) sei zu verwenden, um psychische 

Verhaltenseinflüsse zu erfassen, die wahrscheinlich eine wesentliche Rolle in der 

Manifestation körperlicher Erkrankungen hätten, wie etwa Sorgen, emotionale Konflikte 

und Erwartungsangst. Auch solche Faktoren lägen nicht vor. Der Gutachter schloss, für 

eine psychogene Verursachung oder zumindest Mitverursachung gebe es beim 

Beschwerdeführer keine hinreichenden Hinweise (vgl. IV-act. 136-45). - Nicht ausser 

Acht gelassen werden kann bei der Würdigung dieser Ausführungen, dass der 

Beschwerdeführer mit dem Rückenleiden und dem Umstand, dass er seit Ende 2015 

nicht mehr in seiner angestammten, seit 17 Jahren ausgeübten, körperlich oft Heben 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/30

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von Gewichten bis 25 kg umfassenden (vgl. IV-act. 38-3) Arbeit, die er immer sehr gern 

ausgeübt habe, beruflich tätig sein konnte, für ihn Einschneidendes erlebt hat. Der 

Gutachter der Psychiatrie hat diesen Aspekt und die finanziellen Sorgen allerdings 

ebenso aufgenommen wie die Ressourcen des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 136-42 

und 136-46). Für eine ausreichende Verlässlichkeit seiner Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit (die ausschlaggebender ist als die diagnostische Einordnung) spricht 

ausserdem insbesondere der erhobene und beschriebene Befund, bei welchem keine 

psychiatrisch bedingten Fähigkeits- und Funktionsstörungen zu verzeichnen waren 

(vgl. IV-act. 136-43 f. und 136-46). 

Zu den Standardindikatoren ist zu beachten, dass anlässlich der polydisziplinären 

(ersten) Begutachtung festgehalten wurde, die Lumbago des Beschwerdeführers sei 

gering bis mässiggradig ausgeprägt (vgl. IV-act. 105-15). Es hätten 

Verdeutlichungstendenzen bestanden (vgl. IV-act. 105-16). Das Aktivitätenniveau 

scheine gering vermindert zu sein; zur eigenen Arbeitsfähigkeitsvorstellung habe der 

Beschwerdeführer aber verschiedene Angaben gemacht (vgl. IV-act. 105-20). Auch bei 

der Verlaufsbegutachtung wurde darauf hingewiesen, dass Art und Ausmass der 

angegebenen Beschwerden durch die Untersuchungsergebnisse nur teilweise 

nachvollziehbar gewesen seien, und dass wiederum Verdeutlichungstendenzen 

bestanden hätten. Es scheine eine ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung mit 

Tendenz zur Selbstlimitierung zu bestehen (vgl. IV-act. 136-8). Der Gutachter der 

Psychiatrie hielt bei der Verlaufsbegutachtung auch dafür, die Selbsteinschätzung der 

Arbeitsfähigkeit (von bei ihm angegebenen lediglich 20 %) scheine zu den 

Aktivitätenniveaus des Beschwerdeführers in Freizeit und Haushalt diskrepant zu sein 

(vgl. IV-act. 136-46). Polydisziplinär wurde darauf hingewiesen, dass sich der 

Beschwerdeführer zu maximal 40 % arbeitsfähig sehe und sich diesbezüglich direkt auf 

die Beurteilung seines behandelnden Neurochirurgen beziehe (vgl. IV-act. 136-8 oben, 

vgl. IV-act. 136-21 f.). Die Selbsteinschätzung lag damit zwar weit von der gutachterlich 

als zumutbar betrachteten Leistungsfähigkeit (von 100 %) entfernt, sie lag aber 

teilweise - zumindest was die Angabe einer Arbeitsfähigkeit von 40 % betrifft - bei den 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte. Einer tiefen Selbsteinschätzung 

der körperlichen Leistungsfähigkeit entsprach allerdings auch das Ergebnis des (später 

bei der BEFAS vorgenommenen) PACT-Tests (vgl. unten E. 8.2, zu den 

Standardindikatoren ergänzend auch E. 8.4).

7.4. 

Die gutachterlichen Annahmen halten den diesbezüglichen Einwänden demnach 

stand; das Ergebnis erscheint nachvollziehbar begründet. Die beiden SMAB-

Begutachtungen sind in Kenntnis der genannten Einschätzungen der behandelnden 

7.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/30

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8.  

Ärzteschaft und deren Grundlagen (sowie des Berichts über das RAV-

Einsatzprogramm) ergangen. Es ist nicht ersichtlich, dass in den Gutachten etwas aus 

den erwähnten ärztlichen Berichten übersehen worden wäre. Das gibt dem Gutachten 

einen vergleichsweise besonderen, hohen Beweiswert (hieran ändert auch der BEFAS-

Abklärungsbericht nichts, der damals noch nicht vorlag, vgl. dazu unten E. 8).

Für seinen Standpunkt beruft sich der Beschwerdeführer des Weiteren wie 

erwähnt auch auf die (zeitlich nach den medizinischen Begutachtungen ergangene) 

Beurteilung durch die BEFAS-Abklärungsstelle. Bei der Abklärung hat ein Arzt 

mitgewirkt. Ihr Ergebnis fusst im Weiteren auf einer Basisabklärung mit Tests und 

Übungen zur Beurteilung schulisch-intellektueller Fähigkeiten, ersten manuellen 

Arbeitsproben aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Aufgaben zur 

Selbsteinschätzung in der ersten Woche sowie auf anschliessenden Einsätzen bei 

verschiedenartigen handwerklich-praktisch orientierten Arbeiten in den restlichen drei 

Wochen (Dauer insgesamt 20 Arbeitstage). Es wurde dargelegt, während den 

Präsenzzeiten von 07.30 bis 11.30 und von 13.00 bis 16.30 Uhr habe der 

Beschwerdeführer immer wieder schmerzbedingt längere Liegepausen eingeschaltet, 

in der Regel jeweils vor- und nachmittags je rund eine Stunde. Eine Pause sei auch 

gemacht worden, nachdem die Arbeitszeit probeweise vorübergehend auf ein 

Halbtagespensum reduziert worden sei (vgl. IV-act. 184-4).

8.1. 

Einerseits wurde im BEFAS-Bericht festgehalten, der Beschwerdeführer sei 

sichtlich an seine Grenzen gegangen (er habe wiederholt erschöpft gewirkt und sei 

dabei teilweise schweissüberströmt gewesen) und aus allen Abteilungen sei gemeldet 

worden, er gebe sein Bestes. Anderseits sei auch darauf hingewiesen worden, dass 

seine Schmerzklagen und Hinweise auf Medikamenteneinnahmen erheblich und 

vergleichsweise betont gewesen seien (vgl. IV-act. 184-5). Der Beschwerdeführer habe 

in den Pausen regelmässig Analgetika in grösseren Mengen konsumiert und dann über 

Schwindel geklagt. Die Blutdruckwerte hätten jedoch immer im Normbereich gelegen. 

Im PACT-Test habe er lediglich 26 bzw. 31 Punkte erreicht, was nicht einmal einer 

leichten, sitzenden Tätigkeit entspreche (vgl. IV-act. 184-10). 

8.2. 

Wenn dennoch der (volle) tatsächlich in Anspruch genommene Pausenbedarf ohne 

nähere Begründung mit objektivierenden Aspekten in der Beurteilung anerkannt wurde, 

stellt das einen Hinweis auf einen massgeblichen Einfluss der subjektiven Darstellung 

des Beschwerdeführers dar. Die Ergebnisse einer konkreten leistungsorientierten 

beruflichen Abklärung können zwar rechtsprechungsgemäss durchaus bedeutsam sein 

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/30

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(vgl. Bundesgerichtsurteile vom 28. Mai 2009, 9C_332/2009 E. 3.4, und vom 

14. November 2018, 8C_563/2018 E. 6.1.1). Die Frage nach den noch zumutbaren 

Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren 

Gesundheitsschädigung ist jedoch in erster Linie durch die Ärzte, und nicht durch die 

Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven 

Arbeitsleistung, zu beantworten (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 18. Januar 2019, 

8C_334/2018 E. 4.2.1, und vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018). Vorliegend bestehen 

bezüglich der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die BEFAS (auf 50 %) gewisse Zweifel 

an einer ausreichenden Objektivierung. Beim ärztlich erhobenen Befund bei Eintritt (IV-

act. 184-15) war zwar im BEFAS-Bericht im Unterschied zu den Begutachtungen etwa 

dargelegt worden, die HWS-Beweglichkeit sei allseits eingeschränkt und die 

Muskulatur verspannt, der Lasègue beidseits positiv (bei 40°) und der Einbeinstand 

unsicher gewesen, der Zehen- und Fersengang war aber ohne Befund, die Kraft mit 

Ausnahme der diskret eingeschränkten Extension des linken Arms symmetrisch und 

die Reflexe waren ebenfalls symmetrisch gewesen (PSR links nicht sicher auslösbar; 

ehemals Achillessehnenreflex bei Gegenspannen nicht). Da auch keine 

Verschlechterung des Gesundheitszustands im relevanten Zeitablauf geltend gemacht 

wurde, kann insgesamt überwiegend wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass 

auch bei der BEFAS-Abklärung keine relevanten medizinischen Gesichtspunkte erkannt 

wurden, welche die Zuverlässigkeit der Begutachtungsergebnisse in Frage stellen 

würden.

In Bezug auf den geltend gemachten Eingliederungswillen (bzw. den Aspekt eines 

ausgewiesenen "eingliederungsanamnestischen Leidensdrucks") des 

Beschwerdeführers lässt sich auf der einen Seite dem Bericht über das RAV-

Einsatzprogramm entnehmen, dass dieser als motivierter Mitarbeiter wahrgenommen 

worden sei, und gemäss dem BEFAS-Bericht bestand kein Zweifel an seiner 

Eingliederungswilligkeit. Er verfügt demnach zudem über verschiedene gute 

persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten wie namentlich über ein gutes Qualitäts- 

und Ordnungsbewusstsein (vgl. hierzu auch das Arbeitszeugnis IV-act. 116-2). Zu 

berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang ferner wie erwähnt die Belastung, 

welcher er infolge des durch das Rückenleiden verursachten Arbeitsplatzverlusts 

sicherlich ausgesetzt ist. Auf der anderen Seite ist den Akten aber auch zu entnehmen, 

dass die Krankentaggeldversicherung ihm bereits im Rahmen des ersten Case 

Managements einen Tätigkeitswechsel empfohlen hat, während der Beschwerdeführer 

diesbezüglich - nach der Aktenlage zu schliessen - keine entsprechenden 

Anstrengungen unternahm. Wenn sein Interesse, bei der bisherigen Arbeitgeberin zu 

verbleiben, dabei auch grundsätzlich verständlich erscheint, wäre dennoch mit der Zeit 

8.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/30

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9.  

10.  

eine entsprechende Mitwirkung seinerseits in diese Richtung - wenn auch bei nach 

seiner Auffassung eingeschränkter Arbeitsfähigkeit - zu erwarten gewesen, zumal eine 

krankheitsbedingte (psychiatrische) Einschränkung der Fähigkeit zur Motivation oder 

zur Umstellung nicht vorliegt.

Zusammenfassend ist, was die dem Beschwerdeführer medizinisch zumutbare 

Arbeitsleistung betrifft, zunächst für die Zeit der jeweiligen Abklärungen - wenn auch 

nicht mit Sicherheit, so doch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit - auf die 

Ergebnisse der medizinischen Gutachten abzustellen, der Beschwerdeführer also für 

adaptierte Tätigkeiten als voll arbeitsfähig zu betrachten.

9.1. 

Diese Arbeitsfähigkeit von 100 % kann als auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

verwertbar betrachtet werden, sind dem Beschwerdeführer doch körperlich leichte bis 

selten leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen 

der Lendenwirbelsäule, ohne häufiges Bücken und ohne Überkopf-Arbeiten zumutbar 

(vgl. IV-act. 136-7). Der hohe Pausenbedarf, den die BEFAS angenommen hat und der 

nach ihrer Auffassung (welcher jedoch nicht ohne weiteres gefolgt werden kann) gegen 

eine Verwertbarkeit spricht, ist gemäss den medizinisch gutachterlichen Feststellungen 

nicht erforderlich. Damit entfällt ein rentenbegründender Invaliditätsgrad für die Zeit der 

anzunehmenden vollen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten. Das gilt - bei einem 

Invalideneinkommen von Fr. 66'803.-- gemäss dem statistischen 

Durchschnittseinkommen im Jahr 2016 - selbst bei dem vom Beschwerdeführer vor 

Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielten hohen (aber gemäss IK-Auszug, IV-

act. 37, erheblich schwankenden) Einkommen (Maximum bei Fr. 92'710.-- im Jahr 

2011; Valideneinkommen gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom Jahr 2016 und 

gemäss angefochtener Verfügung für 2015 Fr. 83'070.--, vgl. IV-act. 196). 

9.2. 

Im Hinblick auf einen allfälligen zurückliegenden (vorübergehenden) 

Rentenanspruch ist indessen auch der Sachverhalt in der Zeit vor und zwischen den 

Begutachtungen zu beachten, wobei allerdings zugleich die formelle Rechtskraft der 

Mitteilung vom 20. April 2015 zu respektieren ist, die einen Rentenanspruch bis dahin 

von vornherein ausschliesst. Angemerkt werden kann diesbezüglich Folgendes: Dem 

Bericht von med. pract. C.___ vom 26. März 2015 lässt sich zum früheren Sachverhalt 

entnehmen, dass eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten 

Tätigkeit ab 19. Dezember 2013 eintrat. Während der Zeit vom 1. Februar bis 6. Juli 

2014, somit während länger als einem Monat, war der Beschwerdeführer demnach 

10.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/30

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wieder arbeitsfähig (bzw. Arbeitsfähigkeit bis 22. Juni 2014, vgl. Fremd-act. 2-14, 

Fremd-act. 1-35 und Fremd-act. 1-33), weshalb im Hinblick auf die Erfüllung einer 

allfälligen Wartezeit von einem Unterbruch (vgl. Art. 29  IVV) auszugehen ist. Am 7. Juli 

2014 begann eine mögliche weitere einjährige Wartezeit, die ebenfalls nicht erfüllt 

wurde, weil der Beschwerdeführer ab 10. April 2015 selbst in seiner bisherigen 

Tätigkeit erneut voll arbeitsfähig war. - Inwiefern die Gutachter mit ihrer retrospektiven 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zumindest sinngemäss die Mitteilung der 

Beschwerdegegnerin vom 20. April 2015 als offensichtlich unzutreffend erachtet haben 

sollten, ist nicht ersichtlich. 

ter

Eine nächste Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit - dieses Mal 

anhaltend - trat in der Folge am 17. Dezember 2015 auf. In Bezug auf eine adaptierte 

Tätigkeit wurde gutachterlich erklärt, für die Zeit nach der (operativen) Revision am 

23. Februar 2016 (Tag der Revisionsoperation) sei eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 

sechs Monate postoperativ nach der Spondylodese am 9. August 2016, d.h. bis etwa 

Anfang Februar 2017, nachvollziehbar. Indessen ist diesbezüglich darauf hinzuweisen, 

dass Dr. B.___ echtzeitlich bereits am 2. April 2016 feststellen konnte, es bestünden 

kaum noch Beinbeschwerden, und dass er deshalb für die Zeit ab 25. Mai 2016 mit 

dem Wiedererreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Tätigkeit rechnete. Am 11. Mai 2016 berichtete der Arzt zwar dann von 

unerträglichen Rückenschmerzen des Beschwerdeführers, hielt aber fest, 

Beinschmerzen seien nicht mehr vorhanden. Am 29. Juni 2016 gab der Arzt an, der 

Beschwerdeführer komme mit wenig Arzneimitteln zurecht. Am 9. August 2016 nahm 

er jedoch die Spondylodese vor. Am 16. November 2016 erklärte er schliesslich, es 

gehe dem Beschwerdeführer nicht wesentlich besser. Beinschmerzen - nach deren 

Abklingen gemäss dem neurologischen Gutachten retrospektiv kein Hinweis mehr auf 

eine Einschränkung der diesbezüglichen Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. IV-act. 105-47) - 

erwähnte er indessen nicht. Vielmehr hielt er fest, die Ursache der Beschwerden sei 

zurzeit nicht ersichtlich. MRI und Röntgenbild zeigten keine 

Nervenwurzelkompressionen, keine Schraubenlockerung und ein blandes ISG. Zudem 

gab er bekannt, der Rückenschmerz des Beschwerdeführers sei immer derselbe 

gewesen. Das deutet auf einen objektiv damals bereits (und nicht erst ab den Berichten 

vom 22. Februar 2017) erheblich verbesserten Zustand hin. Schon bei 

frühestmöglichem Ablauf dieser Wartezeit im Dezember 2016 ist demnach mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr von einer Arbeitsunfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit auszugehen. Dass der Beschwerdeführer bis Ende Februar 2017 

tatsächlich noch angestellt war, vermag an der Massgeblichkeit der Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit (für die Bemessung der Invalidität) zu jenem Zeitpunkt nichts 

10.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/30

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11.

Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtmässig. - Ob der 

Beschwerdeführer angesichts der hohen, in der Berufstätigkeit erreichten Qualifikation 

allenfalls einen Anspruch auf Unterstützung durch berufliche 

Eingliederungsmassnahmen geltend machen könnte, ist vorliegend offen zu lassen.

12.  

zu ändern, da eine berufliche Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen zu jener 

Zeit wie erwähnt schon seit längerem (seit 2015, Fremd-act. 3-71) von ihm erwartet 

worden war (vgl. auch Bundesgerichtsurteil vom 7. April 2016, 9C_783/2015; BGE 139 

V 592 E. 2.3). - Im Verlaufsgutachten wurde ferner (nach einer Phase voller 

Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten bis zum 6. November 2017) vom 

7. November 2017 bis 18. Dezember 2017 nochmals eine vorübergehende volle 

Arbeitsunfähigkeit (wegen der HWS-Schädigung) attestiert. Seither sei der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit wieder voll arbeitsfähig (vgl. IV-

act. 136-8 f., 136-30, 136-32). - Damit ist in Anbetracht der gesamten Aktenlage nicht 

von erfüllten Voraussetzungen für einen vorübergehenden Rentenanspruch 

auszugehen.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.12.1. 

Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Der 

Beschwerdeführer ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihm die Gerichtskosten in der 

Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen sind. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen 

Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) am 14. Januar 2020 ist er jedoch von deren Bezahlung zu 

befreien.

12.2. bis

Der Staat ist aufgrund der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten, 

für die Kosten seiner Rechtsvertretung aufzukommen. Der Bedeutung der Streitsache 

und dem Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). Diese ist in Anwendung von Art. 31 

Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) um einen Fünftel auf 

Fr. 3'200.-- zu reduzieren.

12.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/30

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- befreit.

3.

Der Staat entschädigt den unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers mit 

Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm gestatten, kann der 

Beschwerdeführer zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die 

Vertretung verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).

12.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2021
	Art. 28 IVG. Würdigung des Beweiswerts eines polydisziplinären Gutachtens und eines bidiziplinären Verlaufsgutachtens sowie von Berichten behandelnder Ärzte und einer BEFAS-Abklärungsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2021, IV 2019/302).

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		2025-07-19T02:45:58+0200
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