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**Case Identifier:** caaca068-c3bb-522d-8ce7-61a5b48bd9fe
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.04.2021 720 18 87/109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-87-109_2021-04-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 29. April 2021 (720 18 87 / 109) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision einer IV-Rente: Die vorhandenen medizinischen Unterlagen lassen keine ab-

schliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und somit auch keinen Ent-

scheid über die Frage zu, ob seit der letzten materiellen Rentenüberprüfung eine Verbes-

serung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Rückweisung zur weiteren Abklärung 

und Neuverfügung. 

 
 

Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-
tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Philippe Zogg, Advokat, 
Oberwilerstrasse 54, Postfach 4618, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff IV-Rente 

 

 

 

A. Der 1961 geborene A.____ schloss zunächst eine Ausbildung als Feinmechaniker ab 

und war nach längerer Zeit in einer kaufmännischen Tätigkeit zuletzt bis 2010 in der IT-Branche 

selbständig erwerbstätig. Mit Gesuch vom 19. Oktober 2010 meldete er sich unter Verweis auf 

eine Sarkoidose bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 

 

 
 
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Ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % bejahte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-

Stelle) mit Verfügung vom 25. November 2014 einen Anspruch auf eine ganze IV-Rente ab 

1. April 2011. 

 

B. Im September 2016 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein und klärte die ge-

sundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse von A.____ ab. Gestützt auf die Ergebnisse eines 

von ihr eingeholten polydisziplinären Gutachtens vom 30. November 2017 ging die IV-Stelle 

davon aus, dass sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache verbessert habe. Auf-

grund eines ermittelten Invaliditätsgrads von 20 % stellte sie deshalb nach durchgeführtem Vor-

bescheidverfahren mit Verfügung vom 9. Februar 2018 die ganze Rente per 31. März 2018 ein. 

 

C. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Philippe Zogg, Advokat, am 9. März 2018 Be-

schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-

tonsgericht). Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwer-

degegnerin zu verurteilen, ihm eine ganze IV-Rente auszurichten, eventualiter seien ihm ange-

messene Eingliederungsmassnahmen und für deren Dauer Taggelder zuzusprechen; unter o/e-

Kostenfolge. 

 

D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 25. Mai 2018 auf Abweisung der Be-

schwerde. 

 

E. Aufgrund einer Eingabe des Rechtsvertreters vom 6. Juni 2018 und im Einverständnis 

mit der IV-Stelle wurde das Verfahren bis zum Abschluss weiterer medizinischer Abklärungen 

sistiert. 

 

F. Mit Eingabe vom 16. Oktober 2020 teilte der Rechtsvertreter mit, die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) habe zwischenzeitlich das Vorliegen einer Berufskrankheit 

anerkannt und prüfe die Ausrichtung entsprechender Leistungen. 

 

G. Das Kantonsgericht hob daraufhin mit Verfügung vom 22. Oktober 2020 die Sistierung 

des Verfahrens auf. 

 

H. Mit Vernehmlassung vom 20. November 2020 machte die IV-Stelle gestützt auf eine 

versicherungsinterne Beurteilung geltend, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich 

seit dem polydisziplinären Gutachten vom 30. November 2017 kontinuierlich verbessert. 

 

I. In seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2020 hielt der Beschwerdeführer fest, die 

Suva habe aufgrund einer nun diagnostizierten Berylliose eine Berufskrankheit anerkannt. Das 

polydisziplinäre Gutachten vom 30. November 2017, das sich noch auf die Diagnose Sarkoido-

se beziehe, könne aus diesem Grund keine Grundlage für die Beurteilung eines Anspruchs bil-

den. 

 

J. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht 

die die Berufskrankheit betreffenden Suva-Akten bei. 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 

vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 

Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-

keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-

teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 

Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-

handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 

erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 9. März 2018 ist demnach einzutreten. 

 

2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeits-

unfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG] vom 6. Oktober 2000) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf 

eine Viertelrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditäts-

grad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

 

2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-

gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-

stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

 

2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 

anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-

men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 

Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 

sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 

 

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2.4 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 

Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 

(BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen nach 

dem für den im Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-

weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozial-

versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-

teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 

Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 

die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berich-

tes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 

in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 

125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Einem Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versi-

cherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der 

Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). 

 

2.5 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-

fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 

ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 

das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-

stehen überzeugt sind (RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrens-

rechts, Eine systematische Analyse der Rechtsprechung, Bern 2020, Rz. 1313 mit weiteren 

Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-

derungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 

(BGE 144 V 429 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen). 

 

3. Streitig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten gan-

zen Rente. 

 

3.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel 

auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen 

Sachverhalt ab, vorliegend also auf den 9. Februar 2018. Tatsachen, die jenen Sachverhalt 

seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung 

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sein (BGE 116 V 251 E. I.1a, 143 V 411 E. 2.1, 134 V 397 E. 6, 121 V 366 E. 1b). Tatsachen, 

die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem 

Streitgegenstand in einem engen Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurtei-

lung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (Urteile des Bundesgerichts vom 

12. Juni 2007, 9C_101/2007, E. 3.1 und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1). Medizini-

sche Berichte und Gutachten, die nach Erlass der angefochtenen Verfügung vorgebracht wer-

den und in einem engen Sachzusammenhang mit dem streitigen Leistungsanspruch stehen, 

sind daher zu berücksichtigen, soweit sie Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand zur Zeit 

des Verfügungserlasses zulassen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2016, 

C-2263/2014, E. 2.1 und vom 16. November 2015, C-3733/2014, E. 2.2). 

 

3.2 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenrenten für die Zukunft zu erhöhen, 

herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch er-

heblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-

sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch 

zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesund-

heitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen 

Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist. Darüber hinaus ist 

eine Rente aber auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 

gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit 

Hinweisen). Es obliegt dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditäts-

grades nachzuweisen, wenn er eine Rente reduzieren oder aufheben will (Urteil des Bundesge-

richts vom 6. Dezember 2016, 8C_575/2016, E. 5.3 mit weiteren Hinweisen). Hintergrund bildet 

der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Verwaltung ver-

pflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder Fehlen ei-

nes Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchserhebliche 

Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor zugespro-

chenen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit erstellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast 

beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 

8C_48/2013, E. 2.4). 

 

3.3 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-

veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision (Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. September 2014, 8C_204/2014, E. 3.1.1; BGE 115 V 308 E. 4a/bb). 

Bloss auf einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind 

daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche 

Schlussfolgerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszu-

stand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizini-

schen Ermessens zurückzuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2011, 9C_243/2010, 

E. 3.4.2.3). Auch eine Veränderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern 

kann zu einer abweichenden ärztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tatsächlich gleich 

gebliebenen Zustandes führen. 

 

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3.4 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch eine Gegen-

überstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. Gegenstand des Beweises ist 

somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den – hier dem medizini-

schen Gutachten zu entnehmenden – Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitli-

chen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; 

sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsäch-

lich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert 

eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es 

sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. 

Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen 

Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend 

wäre (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich er-

forderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschät-

zung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesund-

heitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass 

die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben. 

 

3.5 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und 

des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 

abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 

wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 

Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetre-

tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht 

erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über 

eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend 

untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk-

te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti-

schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben. 

 

3.6 Ein Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelmässig nicht aus eigener 

Wahrnehmung beschreiben (ausser er ist schon als Vorgutachter tätig gewesen). Daher ist es 

erforderlich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundiert auseinandersetzt, wie sie 

sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben 

(ALFRED BÜHLER, Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichtsgutachten, in: Der Haftpflicht-

prozess, Fellmann/Weber [Hrsg.], 2006, S. 67). Dem Gutachten, welches die medizinischen 

Vorakten unzureichend berücksichtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft 

selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständi-

gen selber erhobenen Befundtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom 

Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden können (Urteil des Bundesgerichts vom 

25. Juni 2014, 8C_29/2014, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Diesem Beweiswertkriterium kommt 

hinsichtlich der Entscheidungsgrundlagen in Revisionsfällen – mit Blick auf deren vergleichende 

Natur – eine besondere Bedeutung zu. 

 

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3.7 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-

validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 

welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-

abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-

ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 

(BGE 133 V 114 E. 5.4, 130 V 75 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle mit unangefochten 

in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 25. November 2014 dem Versicherten rückwirkend 

ab 1. April 2011 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % basierende ganze Invalidenrente zu. 

Infolge des im September 2016 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens ge-

langte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Februar 2018 zur Auffassung, dass die dem Versi-

cherten im damaligen Zeitpunkt zugesprochene ganze Rente aufgrund einer Verbesserung des 

Gesundheitszustands per 31. März 2018 aufzuheben sei. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung 

der bis anhin ausgerichteten ganzen Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie 

er im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung vom 25. November 2014 bestanden hat, 

mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 9. Februar 2018. 

 

4.1.1 Im Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 25. November 2014 stützte sich die IV-Stelle 

auf die Beurteilung von Dr. med. B.____, Facharzt Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst 

(RAD) beider Basel, vom 14. April 2014. Dr. B.____ führte damals aus, aufgrund der Grunder-

krankung (Sarkoidose) des Versicherten könne von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgegangen werden. Zusätzlich leide der Versicherte seit 2014 

an einem Liposarkom, das ebenfalls eine vollständige Arbeitsunfähigkeit begründe. Der RAD-

Arzt stützte sich bei seiner Beurteilung im Wesentlichen auf den Verlaufsbericht von Dr. med. 

C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 12. Juni 2013, der die Diagnosen einer chro-

nisch-rezidivierenden Sarkoidose unter Immunsuppression seit März 2010, rezidivierender In-

fektkomplikationen (Atemwege, Lunge, Mittelohr, Nasennebenhöhlen), einer chronisch-

obstruktiven Lungenkrankheit, wahrscheinlich als Folge der Sarkoidose, sowie einer Nebennie-

renrindenatrophie unter langdauernder hochdosierter Prednisontherapie stellte. Dr. C.____ hielt 

fest, der Versicherte sei seit Ausbruch der Grunderkrankung im Jahr 2010 zu keinem Zeitpunkt 

mehr als 30 % arbeitsfähig gewesen. Seit März 2013 sei er wieder ununterbrochen zu 100 % 

arbeitsunfähig. Im Verlauf der Erkrankung habe zudem zu keinem Zeitpunkt eine verwertbare 

Arbeitsfähigkeit bestanden. 

 

4.1.2 Gestützt auf diese medizinischen Unterlagen erfolgte mit Verfügung vom 25. Novem-

ber 2014 die rückwirkende Zusprache einer ganzen IV-Rente ab 1. April 2011. 

 

4.2 Im Zusammenhang mit dem neu eingeleiteten Revisionsverfahren holte die IV-Stelle 

zur Abklärung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts ein polydisziplinäres Gutachten 

beim Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) ein, welches am 30. November 2017 (gutachterliche 

Untersuchungen vom 10., 18., 23. und 26. Oktober 2017) erstattet wurde. 

 

4.2.1 Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, begutachtete den Versicherten am 

10. Oktober 2017. In seiner Beurteilung führte er keine Diagnosen auf, sondern hielt Ausfüh-

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rungen des Versicherten zur Vorgeschichte, der sozialen Situation, zur Anamnese, zum jetzigen 

Leiden, zur neurologischen und rheumatologischen Situation, zum Liposarkom, zu den Gründen 

für die Arbeitsfähigkeit und zum allgemein-internistischen Teilstatus fest. 

 

4.2.2 Im pneumologischen Teilgutachten diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Pneumologie 

sowie FMH Allgemeine Innere Medizin, am 18. Oktober 2017 mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit eine Sarkoidose. Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer adaptierten Tä-

tigkeit gab er an, in einer stabilen Situation, namentlich wenn die ACE-Werte (Angiotensin-

konvertierendes Enzym) normal seien, keine Infektphase des Respirationstraktes und keine 

immunsuppressive Therapie vorlägen, sei von einer zeitlichen Arbeitsfähigkeit von 75 % bei 

einer um einen Drittel verminderten Leistungsfähigkeit auszugehen. Daraus ergebe sich eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 %. Dabei sei zu beachten, dass sowohl in der Dokumentation als auch 

im klinischen Verlauf unter der initialen immunsuppressiven Therapie eine deutliche Besserung 

bestätigt worden sei, die volle Arbeitsunfähigkeit also nicht dem Zustand unter optimaler Thera-

pie entspreche. Im Zeitraum von Februar 2014 bis September 2016 lasse sich die Arbeitsunfä-

higkeit aufgrund der Sarkoidose wegen fehlender Dokumentation nicht sicher beurteilen. Die 

Arbeitsunfähigkeit in diesem Zeitraum sei weitgehend durch die Erkrankung des Liposarkoms 

bestimmt worden. Die die Sarkoidose betreffende Arbeitsunfähigkeit könne aber in diesem Zeit-

raum trotzdem mit grosser Wahrscheinlichkeit geschätzt werden. So sei in diesem Zeitraum 

ebenfalls eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zu vertreten. Zum Zeitpunkt der Rentenrevision sei 

sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit von einer 50%igen Arbeits-

unfähigkeit auszugehen. Zur Prognose hielt er fest, der Verlauf der Sarkoidose sei unsicher, es 

sei mit periodisch wechselnden Arbeitsfähigkeiten zu rechnen. 

 

4.2.3 Dem neurologischen Teilgutachten von Dr. med. F.____, FMH Neurologie, vom 

23. Oktober 2017 sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Hypersomnie 

bei erhöhtem Schlafbedürfnis und Tagesmüdigkeit unklarer Ätiologie, differentialdiagnostisch 

bei Sarkoidose (Diagnose Juli 2010), ein Status nach neoadjuvanter Vorbehandlung mit kombi-

nierter Radio-/Chemotherapie (ab Februar 2014) bei retroperitonalem Sarkom im rechten Un-

terbauch und Tumorresektion mit lleocoecalresektion und Mitresektion des Samenstranges 

rechts am 25. Juni 2014 und ein Zervikalsyndrom mit linksseitiger Zervikobrachialgie und Sen-

sibilitätsstörung im Bereich der linken volaren Finger I-IV bei Verdacht auf eine radikuläre sen-

sible C6-Symptomatik links sowie zusätzlichem Karpaltunnelsyndrom links zu entnehmen. Hin-

sichtlich der Arbeitsfähigkeit hielt Dr. F.____ fest, aufgrund des Zervikalsyndroms bestehe eine 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Schwere Tätigkeiten sollten vermieden werden, zudem 

seien Tätigkeiten, welche feinmotorisches Geschick erforderten aufgrund der Sensibilitäts-

störung beeinträchtigt. Auch aufgrund der Hypersomnie bestehe eine verminderte Leistungsfä-

higkeit. Einfache und intermittierende mittelschwere körperliche, organisatorische und administ-

rative Tätigkeiten könnten dem Versicherten ganztags zugemutet werden, wobei von einer ver-

minderten Leistungsfähigkeit auszugehen sei. In einer entsprechend adaptierten Tätigkeit be-

stehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. 

 

4.2.4 Am 26. Oktober 2017 hielt Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie sowie FMH Physika-

lische Medizin und Rehabilitation, in seinem rheumatologischen Teilgutachten fest, es bestän-

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den aus rheumatologischer Sicht, rein bezogen auf den Bewegungsapparat, keine Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er verwies diesbezüglich auf das pneumologische Teil-

gutachten von Dr. E.____. Dr. G.____ diagnostizierte ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine muskuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits (Trapezius beidseits und Rhomboidei 

rechts), unspezifische Kreuzschmerzen und ansatztendinotische Beschwerden am medialen 

Beckenkamm (SIPS) rechts mehr als links, eine mechanische Irritation im Bereich der Interpha-

langealgelenke an beiden Daumen ohne Hinweise auf eine Arthritis, differentialdiagnostisch 

beginnende degenerative Veränderungen, einen Status nach Auffüllung einer Femurkopfzyste 

links ca. 1987, mechanische Hüftgelenksschmerzen links sowie Spreizfüsse. In seiner Beurtei-

lung führte er aus, es bestehe keine eigentliche rheumatologische Manifestation der Sarkoido-

se, weshalb er bezüglich der Beurteilung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf die 

pneumologische Begutachtung verweise. Aus rein rheumatologischer Sicht könne die beschrie-

bene Leistungseinbusse nicht erklärt werden und es bestehe keine Einschränkung in der Ar-

beitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit, dies gelte sowohl aktuell als auch retrospektiv. 

 

4.2.5 Gesamtmedizinisch diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit eine Sarkoidose, eine Hypersomnie bei erhöhtem Schlafbedürfnis und Tagesmüdigkeit 

unklarer Ätiologie, differentialdiagnostisch bei Sarkoidose (Diagnose Juli 2010), und ein Zervi-

kalsyndrom mit linksseitiger Zervikobrachialgie und Sensibilitätsstörung im Bereich der linken 

volaren Finger I-IV bei Verdacht auf eine radikuläre sensible C6-Symptomatik links sowie zu-

sätzlichem Karpaltunnelsyndrom links. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen eine 

muskuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits (Trapezius beidseits und Rhomboidei 

rechts), ein Status nach neoadjuvanter Vorbehandlung mit kombinierter Radio-/Chemotherapie 

(ab Februar 2014) bei retroperitonalem Sarkom im rechten Unterbauch und Tumorresektion mit 

lleocoecalresektion und Mitresektion des Samenstranges rechts am 25. Juni 2014, unspezifi-

sche Kreuzschmerzen und ansatztendinotische Beschwerden am medialen Beckenkamm 

(SIPS) rechts mehr als links, eine mechanische Irritation im Bereich der Interphalangealgelenke 

an beiden Daumen ohne Hinweise auf eine Arthritis, differentialdiagnostisch beginnende dege-

nerative Veränderungen, ein Status nach Auffüllung einer Femurkopfzyste links ca. 1987, me-

chanische Hüftgelenksschmerzen links sowie Spreizfüsse vor. 

 

Zusammengefasst hielten die Gutachter fest, es sei im Verlauf dank entsprechender Therapien 

zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation gekommen. Die damalige Beurteilung 

von Dr. C.____ sei nicht aufrecht zu erhalten, da die Arbeitsfähigkeit in diesem Zeitraum weit-

gehend durch die Erkrankung des Liposarkoms bestimmt worden sei. Schwere körperliche Tä-

tigkeiten sollten vermieden werden, zudem seien Tätigkeiten, die feinmotorisches Geschick 

erforderten aufgrund der Sensibilitätsstörungen beeinträchtigt. Infolge der Hypersomnie mit er-

höhtem Schlafbedürfnis bestehe ferner auch eine verminderte Leistungsfähigkeit. Hingegen 

seien dem Versicherten einfache und intermittierende mittelschwere körperliche, organisatori-

sche sowie administrative Tätigkeiten zumutbar. Ab Gutachten bestehe in einer entsprechend 

adaptierten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, wobei sie die Einschränkungen aus neurolo-

gischer und pneumologischer Sicht als nicht additiv sähen. 

 

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4.3 RAD-Arzt Dr. B.____ nahm mit Bericht vom 18. Dezember 2017 Stellung zum poly-

disziplinären Gutachten vom 30. November 2017 und hielt fest, die Sarkoidose sei gemäss zwei 

Berichten von Prof. Dr. med. H.____, FMH Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin 

(D), vom 7. September 2016 und 4. Januar 2017 nicht mehr aktiv. Die von Dr. C.____ berichte-

ten häufigen Infektazerbationen seien in der Häufigkeit erheblich zurückgegangen und würden 

keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit mehr begründen. Dies würden auch die aktuell besseren lun-

genfunktionalen Werte und die gute Leistungsfähigkeit in der Spiroergometrie zeigen. Antibioti-

katherapien wegen Atemwegsinfekten seien nur noch viermal im Jahr notwendig und der Versi-

cherte werde nicht mehr immunsuppressiv behandelt. Die noch bestehende Leistungsein-

schränkung gründe im Wesentlichen auf der immer noch bestehenden Fatigue-Hypersomnie. 

Die Beurteilung im BEGAZ-Gutachten, es habe anfänglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

vorgelegen, die dann durch die Therapie im Laufe der Zeit zu einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 

geführt habe, sei nachvollziehbar. Diese Beurteilung gelte jedoch nur für die atemwegsinfekt-

freien Zeiten. Die immer noch etwa viermal im Jahr auftretenden behandlungsbedürftigen 

Atemwegsinfekte würden im Durchschnitt nur eine 40%ige Arbeitsfähigkeit begründen. Den-

noch sei eine Besserung des allgemeinen Gesundheitszustandes nachgewiesen. Als Nachweis 

für die Verbesserung könne jedoch erst der Bericht von Prof. Dr. H.____ vom 7. Septem-

ber 2016 gelten, als keine Zeichen einer aktiven Sarkoidose mehr festgestellt worden seien, 

was auch die Gutachter so beurteilt hätten (Besserung seit mindestens 2. September 2016). 

Die Belastungen in der angestammten Tätigkeit würden das Leistungsprofil einer leidensange-

passten Tätigkeit nicht übersteigen. Aus diesem Grund sei die Leistungsfähigkeit in der ange-

stammten sowie in einer adaptierten Verweistätigkeit gleich zu beurteilen. Schliesslich führte 

Dr. B.____ aus, die Standardindikatoren seien teilweise erfüllt. Die Auswirkung der Hypersom-

nie auf alle Lebensbereiche sei evident und begründe nachvollziehbar die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. 

 

4.4 Gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen des BEGAZ vom 30. November 2017 

und auf die RAD-Stellungnahme von Dr. B.____ vom 18. Dezember 2017 ging die IV-Stelle in 

ihrer Verfügung vom 9. Februar 2018 in Würdigung des medizinischen Sachverhalts und der 

Arbeitsfähigkeit davon aus, dass seit der Zusprache der ganzen Rente mit Verfügung vom 

25. November 2014 eine anspruchserhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands einge-

treten sei, die eine revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten Rentenleistungen 

rechtfertige. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen unter Verweis auf 

den ärztlichen Bericht von Dr. med. I.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 

23. September 2020 sowie auf die Ergebnisse der Abklärungen der Suva (vgl. Suva-Akten) gel-

tend, auf das BEGAZ-Gutachten vom 30. November 2017 könne nicht mehr abgestellt werden, 

da die Gutachter damals von einer Sarkoidose ausgegangen seien, welche nun rückblickend 

als unzutreffend anzusehen sei, da neu die Diagnose einer Berylliose vorliege. Zudem habe es 

die IV-Stelle versäumt, vor der Rentenaufhebung Eingliederungsmassnahmen durchzuführen. 

Des Weiteren bringt er vor, die IV-Stelle habe nicht abgeklärt, ob bei ihm zumindest auch eine 

psychische Teilursache vorhanden sei. Schliesslich rügt er, die IV-Stelle habe das Validen-

einkommen zu niedrig bemessen. 

 

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5.1 Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.2 ff. hiervor) erfolgten die Ausführungen im BEGAZ-

Gutachten gestützt auf die Diagnose einer Sarkoidose. Der pneumologische Gutachter 

Dr. E.____ führte denn auch aus, die Diagnose einer Sarkoidose sei klar (S. 30 BEGAZ-

Gutachten). Von der in der Zwischenzeit vorliegenden Berylliose wird im ganzen Gutachten 

nicht ausgegangen. Die Suva-Akten wurden zudem weder von der IV-Stelle noch von den Gut-

achtern beigezogen. Dies, obschon sich bereits am 8. Juli 2013 ein Vermerk in den Suva-Akten 

befindet, wonach beim Beschwerdeführer der Verdacht auf eine Berufskrankheit, namentlich 

eine Berylliose, bestehe (Suva-Dok. 2). Auch im Arztbericht der Pneumologie des Spitals 

X.____ vom 9. Juni 2013 findet sich die Angabe einer differentialdiagnostischen Berylliose 

(Suva-Dok. 3). Allerdings wurde erst mit Bericht vom 28. Januar 2019 von Prof. Dr. J.____ vom 

Universitätsklinikum Y.____ eine Berylliose nachgewiesen und die entsprechende Diagnose 

gestellt. 

 

5.2 Neben der Tatsache, dass nun eine andere Diagnose als bei der Begutachtung im Ok-

tober 2017 vorliegt, ist auch dem Umstand, dass aufgrund der Berylliose eine neue Behandlung 

notwendig wurde, Rechnung zu tragen. So hielt die Suva-Kreisärztin Dr. med. K.____, Fachärz-

tin Arbeitsmedizin und Allgemeine Innere Medizin, in ihrem Bericht vom 24. Juli 2019 fest, die 

herkömmlichen Therapien hätten keinen Effekt auf die Berufskrankheit Berylliose gehabt, wes-

halb sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert habe. Es müsse nun eine 

neue Therapie mit Aviptadil angegangen werden. Diese Therapie sei die einzige Möglichkeit, 

um beim Versicherten eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu bewirken (Suva-

Dok. 106). Die Therapie mit Aviptadil wurde am 26. Juli 2019 begonnen (Suva-Dok. 115). 

 

5.3 Vor diesem Hintergrund ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass der nachträg-

lich neuen Diagnose Relevanz zugemessen werden muss. Wenngleich die neueren medizini-

schen Berichte nach dem Zeitpunkt der Verfügung (vgl. E. 3.1 hiervor) erstellt worden sind, be-

schlägt die neue Diagnose einer Berylliose den ganzen Zeitraum, den die IV-Stelle im vorlie-

genden Verfahren zu überprüfen hatte. Hinzu kommt, dass auch die BEGAZ-Gutachter von 

einer falschen Diagnose und somit von einer falschen Ausgangslage ausgegangen sind und 

darauf gestützt die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beurteilt haben. Zudem wurden die 

BEGAZ-Gutachter weder mit den neueren Unterlagen noch mit der neuen Diagnose bedient. Es 

fehlt somit insgesamt an einer umfassenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die 

neue Diagnose der Berylliose. Darüber hinaus wird aus pneumologischer Sicht eine 50%ige, 

aus neurologischer Sicht eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit festgehalten. In der gutachterlichen 

Gesamtbeurteilung wird diesem Umstand keine additive Wirkung beigemessen; eine Begrün-

dung für diese Annahme fehlt indes vollständig. Nach dem Gesagten kommt dem BEGAZ-

Gutachten vom 30. November 2017 somit kein Beweiswert zu. 

 

5.4 Auch die RAD-Beurteilung von Dr. B.____ vom 9. November 2020 ändert nichts am 

fehlenden Beweiswert des BEGAZ-Gutachten. Der RAD-Arzt geht davon aus, dass sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten durch die inhalative Therapie seit 2019 kontinuierlich 

gebessert habe. Gestützt auf diese Ausführung müsste allerdings geschlossen werden, dass 

vorher, also im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung, keine Besserung eingetreten ist, 

was wiederum der Auffassung der Beschwerdegegnerin widerspricht. Ferner gibt Dr. B.____ 

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an, er sehe keinen weiteren Abklärungsbedarf. Wird diese Aussage allerdings mit den Suva-

Akten verglichen, so ist ersichtlich, dass Prof. Dr. J.____ mit Bericht vom 28. Januar 2020 eine 

noch entzündliche Aktivität der chronischen Berylliose sowie Komplikationen mit Infektionen 

feststellte. Über die weitere Therapie und deren Dauer könne erst nach längerer Verlaufsbe-

obachtung entschieden werden (Suva-Dok. 121). Auch die Suva-Kreisärztin Dr. K.____ hielt in 

ihrem Bericht vom 30. Juli 2020 fest, dass eine deutlich erhöhte Restaktivität der Berylliose vor-

liege und lediglich von einem Teilansprechen der Berylliose-Aktivität auf die Aviptadil-Therapie 

gesprochen werden könne (Suva-Dok. 141). Diese ärztlichen Beurteilungen lassen doch erheb-

liche Zweifel an der Einschätzung des RAD-Arztes Dr. B.____ aufkommen, weshalb auch auf 

sie nicht abgestellt werden kann. 

 

5.5 Nach dem Gesagten lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen keine ab-

schliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und somit auch keinen Entscheid 

über die Frage zu, ob seit der letzten materiellen Rentenüberprüfung eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes eingetreten ist.  

 

6.1 Die angefochtene Verfügung ist im Ergebnis demnach aufzuheben. Gemäss bundes-

gerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entschei-

den, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat viel-

mehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen im Verwal-

tungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf-

tig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweis-

kräftig ist (BGE 139 V 100 E. 1.1, 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den mas-

sgebenden Sachverhalt nur unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des kantona-

len Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer 

Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung 

des Bundesgerichts nichts entgegen. Die IV-Stelle hat den aktuellen medizinischen Sachverhalt 

unter Berücksichtigung der nach der Begutachtung durch das BEGAZ vom 30. November 2017 

ergangenen medizinischen Berichte und unter besonderer Beachtung der revisionsrechtlichen 

Fragestellungen (vgl. E. 3.2 ff hiervor) nochmals – allenfalls durch ein Gutachten – abklären zu 

lassen. Dabei wird die IV-Stelle auch den Verlauf der gesundheitlichen Entwicklung und die 

Leistungsfähigkeit des Versicherten ab Dezember 2017 abzuklären haben, allenfalls indem sie 

eine Einschätzung dazu von Prof. Dr. J.____ einholt. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse 

wird sie anschliessend über das Vorliegen eines Revisionsgrundes und damit zusammenhän-

gend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Dabei steht es der 

IV-Stelle frei, die erwerbliche Situation, das tatsächlich erzielte Einkommen sowie das Validen-

einkommen erneut abzuklären und gestützt darauf den Invaliditätsgrad neu zu ermitteln. 

 

6.2 Aufgrund dieses Ergebnisses erübrigt es sich grundsätzlich, auf die weiteren Einwände 

des Versicherten näher einzugehen. Allerdings ist an dieser Stelle auf Folgendes hinzuweisen: 

 

6.2.1 Im Bereich der Invalidenversicherung gilt der Grundsatz, dass die invalide Person, be-

vor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer 

Invalidität bestmöglich zu mildern. Von den Versicherten können jedoch nur Vorkehren verlangt 

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werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten 

des Einzelfalls zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a). Nach der Rechtsprechung sind bei Perso-

nen, deren Rente revisions- oder wiedererwägungsweise herabgesetzt oder aufgehoben wer-

den soll, nach mindestens 15 Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückge-

legt haben, in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der 

Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotential mittels Ei-

genanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 141 V 5 E. 4.1; Urteile des 

Bundesgerichts vom 16. Oktober 2019, 9C_574/2019, E. 3.1 und vom 22. März 2018, 

8C_582/2017, E. 6.3 mit weiteren Hinweisen). Für die Ermittlung, ob die Eckwerte des 55. Al-

tersjahres respektive des 15-jährigen Rentenbezugs vorliegen, ist auf den Zeitpunkt der renten-

aufhebenden Verfügung bzw. auf den darin verfügten Zeitpunkt der Rentenaufhebung abzustel-

len (BGE 141 V 5 E. 4.2.1). Ausnahmen vom Grundsatz der Unzumutbarkeit einer Selbstein-

gliederung liegen namentlich vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invalidi-

tätsfremde Gründe zurückzuführen ist, die versicherte Person besonders agil, gewandt und im 

gesellschaftlichen Leben integriert ist oder über besonders breite Ausbildungen und Berufser-

fahrungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die 

versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Renten-

bezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das 

Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die 

versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leis-

tungspotential auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (Urteil des Bun-

desgerichts vom 16. Oktober 2019, 9C_574/2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Entzieht oder 

widersetzt sich die versicherte Person Eingliederungsmassnahmen, können ihr die Leistungen 

gekürzt oder verweigert werden. Vorausgesetzt ist immerhin, dass die IV-Stelle zuvor ein Mahn- 

und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hat (Art. 21 Abs. 4 ATSG i.V.m. Art. 7b IVG; Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.5). 

 

6.2.2 Die IV-Stelle lehnte den Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungs-

massnahmen gestützt auf die Aussage des Versicherten anlässlich der allgemein-

internistischen Begutachtung vom 10. Oktober 2017, er sehe sich in dieser Situation nicht ar-

beitsfähig (BEGAZ-Gutachten S. 23), ab. Es sei widersprüchlich, wenn der Beschwerdeführer 

geltend mache, vor der Aufhebung der Rente hätten Eingliederungsmassnahmen durchgeführt 

werden müssen, obschon er sich für vollständig arbeitsunfähig halte. 

 

6.2.3 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Bei Erlass der rentenaufhebenden Ver-

fügung war der Beschwerdeführer 56 Jahre alt. Damit hat er entsprechend dem Grundsatz der 

Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung bei über 55-Jährigen Anspruch auf Eingliederungs-

massnahmen. Indem die IV-Stelle darauf schloss, berufliche Eingliederungsmassnahmen könn-

ten gestützt auf die Aussagen des Versicherten gar nicht durchgesetzt werden, übersieht sie, 

dass der Versicherte anlässlich der pneumologischen Begutachtung vom 18. Oktober 2017 an-

gab, aus seiner Sicht liege seine Arbeitsfähigkeit bei 20 % (BEGAZ-Gutachten S. 27). Insofern 

kann gestützt auf die Aussagen des Versicherten nicht ohne Weiteres geschlossen werden, er 

würde sich Eingliederungsmassnahmen entziehen oder widersetzen, zumal es dafür keine kon-

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kreten Hinweise gibt. Die IV-Stelle hat daher vor einer allfälligen Aufhebung der Invalidenrente 

Massnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung durchzuführen. 

 

6.3 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, es sei abzuklären, ob eine psychi-

sche Teilursache vorhanden sei, weshalb eine psychiatrische Abklärung vorzunehmen sei. Der 

Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass eine psychiatrische Abklärung in der Vergangen-

heit nicht angezeigt war, zumal sich in den Akten keinerlei Hinweise auf eine psychische Beein-

trächtigung des Versicherten ergeben. Der Beschwerdeführer war zudem auch nie in psycholo-

gischer oder psychiatrischer Behandlung und es wurde auch keine fachärztliche (psychiatri-

sche) Diagnose gestellt. Vor diesem Hintergrund drängt sich eine psychiatrische Abklärung 

auch aktuell nicht auf. 

 

7. Somit ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen 

ist, als die angefochtene Verfügung vom 9. Februar 2018 aufzuheben und die Angelegenheit 

zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an 

die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 

 

8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 

 

8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-

sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefoch-

tenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sin-

ne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, 

so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende 

und der Versicherungsträger als unterliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 f., 132 V 235 E. 6.2, 

je mit Hinweisen; SUSANNE BOLLIGER, Basler Kommentar zum ATSG, 1. Aufl. 2020, Rz. 79 zu 

Art. 61 ATSG). 

 

8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-

wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 

denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-

renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 

fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-

tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wes-

halb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kos-

tenvorschuss zurückzuerstatten. 

 

8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Be-

schwerdeführer deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Dessen 

Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 20. Januar 2021 einen Zeitaufwand von 16,25 

Stunden à Fr. 300.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 84.20 geltend gemacht. Dieser Zeit-

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aufwand ist nicht zu beanstanden, allerdings sind die Bemühungen zu dem in Sozialversiche-

rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun-

denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist demnach für das vorlie-

genden Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'146.70 (16,25 

Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 84.20, ohne Mehrwertsteuer) zu Lasten der Be-

schwerdegegnerin zuzusprechen. 

 

9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 

17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwi-

schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 

über Ausstandsbegehren (Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-

genheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 

(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-

scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-

figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 

zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 

um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-

weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-

chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 

 

9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-

entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-

raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-

de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 2018 aufgehoben 

und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer 

neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegne-

rin zurückgewiesen wird.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-

schwerdegegnerin auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 4'146.70 (inkl. Auslagen, ohne Mehr-

wertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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