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**Case Identifier:** 5b58632a-943c-5738-8d6d-6c01f91b48ba
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.06.2019 720 18 122/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-122-138_2019-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Juni 2019 (720 18 122 / 138) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens. 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1963 geborene A.____ war zuletzt bis im Juni 2012 als Projektleiterin bei der B.____ 
AG tätig. Am 7. November 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Burnout, erhöhte Müdig-
keit, Schlafstörungen sowie Augenprobleme bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 

 
 
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zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen, gesundheitlichen und haushälteri-
schen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Inva-
lidenrente mit Verfügung vom 14. März 2018 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0% ab. 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Jan Herrmann, Advokat, 
am 17. April 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung der IV-Stelle vom 14. März 
2018 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ihr die gesetzlichen Leis-
tungen zuzusprechen und auszurichten. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 14. 
März 2018 aufzuheben und es sei eine gerichtliche medizinische Begutachtung zur Abklärung 
und Beurteilung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin einzuholen, subeventualiter sei 
die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme dieser Abklärungen zurückzuweisen; 
unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die unentgeltliche Pro-
zessführung mit Advokat Herrmann als unentgeltlichem Rechtsvertreter. 
 
C. Mit Schreiben vom 23. Mai 2018 teilte Advokat Herrmann dem Kantonsgericht mit, dass 
die Beschwerdeführerin neu durch seine Kollegin, Deborah Büttel, Advokatin, vertreten werde 
und sein Mandat hiermit beendet sei. Zufolge des Antrags um unentgeltliche Rechtspflege er-
suchte er um formelle Zustimmung des Kantonsgerichts hinsichtlich des Mandatswechsels.  
 
D. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Mai 2018 stimmte die instruierende Präsidentin 
dem Wechsel der Rechtsvertretung von Advokat Herrmann zu Advokatin Büttel zu. Das Kantons-
gericht bewilligte ferner die unentgeltliche Prozessführung und für den Zeitraum bis 23. Mai 2018 
die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Herrmann als unentgeltlichem Rechtsvertreter so-
wie für die Zeit danach die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Büttel als unentgeltlicher 
Rechtsvertreterin.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Juni 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 8. November 2018 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhande-
nen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen 
und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen.  
 
G. Mit Schreiben vom 27. Dezember 2018 beauftragte das Kantonsgericht PD 
Dr. med. C.____ FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstellung eines psychiatrischen 
Gutachtens, welches am 20. März 2019 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Ge-
legenheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse 
auf den Leistungsanspruch der Versicherten auswirken würden. Die Beschwerdeführerin machte 
am 23. April 2019 hiervon Gebrauch. Die IV-Stelle wiederum liess sich am 26. April 2019 zum 
Gutachten und zu dessen Auswirkungen auf den Leistungsanspruch vernehmen, wobei sie zu-
sätzlich eine weitere Beurteilung von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD) vom 2. April 2019 ins Recht legte.  
 

 
 
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Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen. 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. Oktober 2018, sodass die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene – Beschwerde vom 17. April 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.  
 
3.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf  eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 

 
 
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definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 
E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 
materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 
3.7.2). 
 
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
E. 1). 
 
4.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse 
sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 
IVG). 
 
4.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemes-
sen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versi-
cherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesund-
heitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich 
nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis IVV bis Ende 2017 gültig gewe-
senen Fassung). 
 
4.4 In Bezug auf die Bemessung der Invalidität aufgrund der gemischten Methode ist zu 
beachten, dass Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV in der ab dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung be-
stimmt, dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teil-
erwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach 

 
 
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Art. 16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teiler-
werbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätig-
keit hochgerechnet wird. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die Invaliditätsbe-
messung mittels der gemischten Methode nach dem neuen Berechnungsmodell gemäss Art. 27bis 
Abs. 2 bis 4 IVV in der Fassung vom 1. Dezember 2017 im Hinblick auf eine einheitliche und 
rechtsgleiche Behandlung der Versicherten erst ab dem Zeitpunkt des Inkraft- tretens dieser Be-
stimmung am 1. Januar 2018 erfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2018, 
8C_462/2017, E. 5.3 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, 
dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen 
Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfü-
gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. 
E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung 

 
 
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entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt es die Natur des Begutach-
tungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 
S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende − Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 
vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2018 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Februar 2015 (vgl. IV-
act. 41). Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätig-
keit als kaufmännische Angestellte vollumfänglich zumutbar sei. Den im Rahmen des Verwal-
tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er-
statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit 
erfolgten Urteilsberatung vom 8. November 2018 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur 
Auffassung, dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an 
den entsprechenden Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln gab zum einen der Um-
stand, dass Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Abweichung zu den gut-
achterlichen Ausführungen eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit perfektionistischen und 
histrionischen Anteilen (ICD-10 F61.0) diagnostizierte, wobei er die gemäss Mini-ICF-APP erho-
benen Einschränkungen ausführlich und nachvollziehbar begründete. Dabei fiel ins Gewicht, 
dass es anhand der medizinischen Aktenlage einige Anhaltspunkte für das Vorliegen der besag-
ten Diagnose gab. Ferner wurde die Beweiskraft des Gutachtens von Dr. E.____ auch dadurch 
geschmälert, dass Inkonsistenzen hinsichtlich der festgestellten Ressourcen ausgemacht werden 
konnten. Schliesslich mangelte es dem Gutachten auch an einer retrospektiven Arbeitsfähigkeits-
beurteilung. Nachdem sich dementsprechend mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 8. Novem-
ber 2018 die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht nun-
mehr das gerichtliche Gutachten von Dr. C.____ vom 20. März 2019 im Zentrum der medizini-
schen Beurteilung.  
 
6.2 In seinem Gutachten vom 20. März 2019 diagnostiziert Dr. C.____ mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit emotional insta-
bilen und histrionischen Anteilen, eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) und eine Somatisierungsstö-
rung (ICD-10 F45.0). Es sei zunächst vorwegzunehmen, dass anlässlich der gesamten Begut-

 
 
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achtung „durchs Band“ aufgefallen sei, dass die Explorandin in beinahe sämtlichen Beschreibun-
gen aus ihrer Anamnese wie auch aus ihrem aktuellen Leben kaum je die „Mitte“ habe einnehmen 
und wahren können, sondern die Schilderungen stets nach zwei Polen ausgerichtet gewesen 
seien. Beinahe sämtliche Schilderungen seien durch eine deutliche Tendenz zur Polarisierung 
und zur Externalisierung gekennzeichnet gewesen. Im Rahmen der Polarisierung habe sie haupt-
sächlich eine Tendenz zur Entwertung, manchmal aber auch zur Idealisierung gezeigt. Aus den 
Schilderungen der Explorandin könne entnommen werden, dass eine flache Hierarchie ihre Fa-
milienverhältnisse dominiert habe. Ferner falle auf, dass die Explorandin in verhältnismässig frü-
hem Alter bereits weitgehend autonom Entscheidungen nach dem Lustprinzip getroffen und be-
stehende Strukturen missachtet habe. Für die nachfolgenden Herausforderung-en im Kontakt mit 
dem Erwachsenen- bzw. Berufsleben hätte dies zur Folge gehabt, dass die Explorandin zum 
ersten Mal mit äusseren Strukturen konfrontiert gewesen sei. Diese weitgehend fehlende Erfah-
rung im Umgang mit normativen Strukturen führe dazu, dass Betroffene sich unverstanden, aus-
geschlossen und nicht dazugehörig fühlen würden, sodass ein ungünstiges Ungleichgewicht ent-
stehe mit einer gleichzeitig narzisstisch aufrechterhaltenen Grandiosität. Die Berufsanamnese 
der Explorandin würde hierzu „Bände“ sprechen. So sei es von Seiten der Explorandin wiederholt 
zu Kündigungen und beinahe bei jeder Arbeitsstelle zu Konflikten mit Vorgesetzten und Mitarbei-
tern gekommen. Die Anstellungen hätten häufig nur kurz gedauert. Einzig im Zentrum G.____, 
wo sie nicht mit verhältnismässig starren Strukturen konfrontiert gewesen sei, sei sie längere 
Jahre am Stück tätig gewesen, bei allen anderen Stellen sei es bald zum Zerwürfnis gekommen. 
Diese Auffälligkeiten würden eine ausgeprägte klassische Bindungsstörung der Explorandin dar-
stellen. Hinzu käme das während der Begutachtung gezeigte regelhaft polarisierende, hauptsäch-
lich entwertende, Verhalten. Würden die aversiven Attribute eines Gegenübers entwertet, so wür-
den auch deren Umgebungen und somit umliegende Attribute abgewehrt, wenn die Bindungsstö-
rung bzw. die Persönlichkeitsstörung besonders schwerwiegend sei. Ferner sei aufgefallen, dass 
die Explorandin anlässlich der Begutachtung immer wieder gelacht, affektiv vollständig unbe-
schwert aus ihrem Leben berichtet und externalisiert habe. Die Explorandin berichte über eine 
emotionale Instabilität, über eine gewisse Impulsivität und über ein Verhalten ohne Berücksichti-
gung der Konsequenzen. Damit seien sämtliche diagnostische Kriterien gemäss ICD-10 für den 
impulsiven Typ der emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen erfüllt. Zusätzlich könne bei der 
Explorandin eine gewisse verdeutlichende Selbstdarstellung nachgewiesen werden. Dies durch 
die anlässlich der Begutachtung gezeigten auffällig neutralen Affekte. Sie habe anamnestisch 
immer wieder den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gesucht, sodass wesentliche diagnostische 
Kriterien gemäss ICD-10 für eine histrionische Persönlichkeitsstörung ebenfalls erfüllt seien. Die 
festgestellten Besonderheiten im Arbeitsverhalten der Explorandin würden deutlich machen, dass 
diese von Beginn weg mit ihren innerpsychischen Ressourcen nicht ökonomisch habe umgehen 
können, wobei sie eine regelrechte Neurasthenie entwickelt habe. Die Explorandin sei im Ver-
laufe ihrer letzten Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt zunehmend erschöpft. Sie würde deutlich 
weniger ermüden, wenn sie in der Natur unterwegs sei. An diesem Beispiel zeige sich, wie aus-
geprägt die Bindungsstörung der Explorandin sei. Der Kontakt mit anderen Menschen würde die 
Erschöpfung erheblich fördern, während der fehlende Kontakt mit anderen Menschen diese Er-
schöpfung viel weniger zum Ausdruck bringen lasse. Hinsichtlich der Affektivität der Explorandin 
sei anzumerken, dass diese einzig im Rahmen ihrer emotional instabilen Persönlichkeitsanteile 
pathologisch sei. Hinweise für regelrechte depressive Episoden würden sich keine ergeben. 

 
 
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Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führt Dr. C.____ aus, dass nach Mini-ICF-APP-Kriterien schwere 
Beeinträchtigungen der Anpassung an Regeln und Routinen, der Flexibilität und Umstellungsfä-
higkeit, der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie der Kontaktfähigkeit zu Dritten bestehen 
würden. Was die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben angehe, so zeige die 
Explorandin im Bereich des Naturschutzes kaum eine Beeinträchtigung. Gehe es aber um Ar-
beitsgänge, so würde die Grundproblematik ihrer Bindungsstörung relevant hineinspielen, indem 
sie diese Arbeitsgänge entwerten und ablehnen müsse, sodass eine ausgeprägte Erschöpfung 
resultiere, mit der Folge, dass in diesen Situationen eine schwere Beeinträchtigung vorliege. Eine 
vollständige Beeinträchtigung liege im Bereich der Durchhaltefähigkeit und der Gruppenfähigkeit 
vor. Mittelgradig eingeschränkt sei die Selbstbehauptungsfähigkeit, leichte Einschränkungen wür-
den sich aufgrund der Neurasthenie in der Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten finden. Nicht 
eingeschränkt seien die Fähigkeit zur Selbstversorgung und die Wegefähigkeit. Aufgrund der ge-
führten Diskussion müsse festgehalten werden, dass bei der Explorandin für die in der bisherigen 
Berufsanamnese getätigten Arbeitsbereiche, insbesondere aufgrund der erheblichen Beeinträch-
tigung der sozialen Interaktionen und der Durchhaltefähigkeit, vollständig darniederliegende qua-
litative Funktionsfähigkeiten festgestellt werden müssten. Im Grunde sei die Explorandin an ei-
nem Arbeitsplatz auf Dauer ihren Vorgesetzten und Mitarbeitern nicht zumutbar, was in keinem 
Widerspruch zu ihrer guten Kooperationsbereitschaft im Rahmen der hiesigen Begutachtung 
stehe. Die ausserberuflichen Aktivitäten würden etwa einem Pensum von 25% entsprechen. Es 
sei jedoch in keiner Weise möglich, diese zu validieren. Die Tatsache, dass die Explorandin sai-
sonal am Strassenrand Kessel leere, um Amphibien zu schützen, seien einzelne Handlungen, 
die sie ganz alleine für sich tätigen könne. Auch als Vorstandsmitglied müsse sie lediglich an 
einzelnen Sitzungen präsent sein, tägliche Interaktionen seien aber nicht nötig. Wenn berück-
sichtigt werde, dass bei der Explorandin schwer gestörte Beziehungsgestaltungen vorliegen, so 
falle es schwer, einen Arbeitsrahmen zu definieren, der den Bedingungen des ersten Arbeits-
marktes noch entsprechen könnte. Je mehr Arbeitsrahmenbedingungen definiert werden müss-
ten, umso mehr würde man sich dem zweiten Arbeitsmarkt annähern. Hinsichtlich des ange-
stammten Berufes als kaufmännische Angestellte bestehe seit Juni 2012 eine vollumfängliche 
Arbeitsunfähigkeit. Es könnten dem zwischenzeitlichen Krankheitsverlauf keine Hinweise dafür 
entnommen werden, wonach sich die Arbeitsfähigkeit seither verbessert hätte. Die vollumfängli-
che Arbeitsunfähigkeit gelte unter Berücksichtigung des Dargelegten auch für Verweistätigkeiten.  
 
7.1 Während die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 23. April 2019 geltend macht, 
dass gestützt auf das Gutachten von Dr. C.____ von einer Arbeitsfähigkeit von 0% seit Juni 2012 
auszugehen sei, stellt sich die IV-Stelle mit Eingabe vom 26. April 2019 mit Verweis auf die Stel-
lungnahme des RAD vom 2. April 2019 auf den Standpunkt, dass nicht darauf abgestellt werden 
könne.  
 
7.2 Wie oben ausgeführt (E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe 
es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend besteht kein Anlass, von den Ergebnissen des 

 
 
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zitierten Gerichtsgutachtens abzuweichen. Das Gutachten ist umfassend und die darin dargeleg-
ten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind 
nachvollziehbar und überzeugend. Der Gutachter hat die Versicherte persönlich untersucht, eine 
umfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. Er 
setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander 
und begründet abweichende Einschätzungen in überzeugender Weise. So wird unter Hinweis auf 
die divergierenden Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit, namentlich auf das Gutachten von Dr. 
E.____ vom 16. Februar 2015, nachvollziehbar dargelegt, weshalb eine geringere Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit nicht begründet werden könne. Dabei wird schlüssig aufgezeigt, dass 
im Rahmen der bisherigen fachärztlichen Beurteilungen die frühen anamnestischen und die sich 
wiederholenden Auffälligkeiten keinerlei Würdigung erfahren hätten. Auf der Grundlage der nach-
vollziehbar begründeten Diagnosestellung, welche diese Auffälligkeiten würdigt, konnte der Gut-
achter sodann anhand der sorgfältig diskutierten Mini-ICF-Kriterien eine schwere Beeinträchti-
gung zahlreicher qualitativer Funktionsfähigkeiten ausmachen und damit eine schwergradige 
Ausprägung des psychischen Leidens bestätigen (vgl. E. 6.2 hiervor; Gutachten S. 36 und 37).  
 
7.3 Die mit Verweis auf den RAD-Bericht vom 2. April 2019 vorgebrachten Einwände der 
Beschwerdegegnerin sind nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweiskraft des Gerichtsgut-
achtens in Frage zu stellen. Unter Berücksichtigung des hiervor Dargelegten vermag die von der 
IV-Stelle vertretene Auffassung, wonach kein einziger Befund auszumachen sei, der einem 
schweren psychiatrischen Gesundheitsschaden entspreche und eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit allein schon aus diesem Grund nicht nachvollzogen werden könne, nicht zu überzeugen. 
Dies umso weniger, als der Gutachter selbst darauf hinweist, dass sich aufgrund des Umstands, 
wonach sich allein aus dem objektiven Psychostatus keinerlei Hinweise für relevante Beeinträch-
tigungen der qualitativen Funktionsfähigkeiten ergeben würden, prima vista auf keine relevante 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden könnte. Den gutachterlichen Ausfüh-
rungen zufolge sei es keine Seltenheit, wenn Patienten mit Persönlichkeitsstörungen anlässlich 
einzelner Begutachtungssitzungen eine weitgehend unauffällige Psyche präsentieren würden, 
während sie ausserhalb solcher Abklärungssituationen symptomatisch seien. Dabei führt der Gut-
achter diese im Rahmen eines Ersteindrucks vermittelte Unauffälligkeit explizit als Grund an, 
weshalb Dr. E.____ in seinem Gutachten lediglich von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% ausge-
gangen sei, weil hierbei die hinsichtlich des Einflusses auf die Arbeitsfähigkeit eine zentrale Rolle 
spielenden berufsanamnestischen Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem gezeigten polari-
sierenden Verhalten ausgeblendet worden seien. Nicht gefolgt werden kann ferner auch dem 
Einwand, demzufolge sich mit Blick auf das allgemeine Funktionsniveau der Beschwerdeführerin 
Diskrepanzen ergeben würden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin steht die Tat-
sache, dass die Versicherte den Haushalt bewältigen, administrative Aufgaben erledigen und mit 
ihrem Hund spazieren gehen kann, einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im 
ersten Arbeitsmarkt nicht entgegen. Gleichermassen verhält es sich hinsichtlich ihres Engage-
ments in Sachen Naturschutz. Unter Zuhilfenahme der Mini-ICF-APP-Kriterien werden die aus 
der Bindungsstörung resultierenden Einschränkungen durch den Gutachter dahingehend präzi-
siert, als diese sich namentlich bei Arbeitsgängen signifikant bemerkbar machen würden und eine 
erhebliche Erschöpfung resultiere. Dabei verdeutlicht der Gutachter geradezu anhand des Ein-
satzes der Explorandin für den Naturschutz, wie ausgeprägt die funktionellen Auswirkungen der 

 
 
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Bindungsstörung im ersten Arbeitsmarkt sind, indem er im Bereich der ausserberuflichen Tätig-
keit eine viel geringere Ermüdung ausmachen konnte, weil es hierbei kaum sozialer Interaktionen, 
geschweige denn solcher im Rahmen eines von Unterordnung geprägten Arbeitsverhältnisses 
bedarf. Vielmehr handle es sich bei diesen ausserberuflichen Tätigkeiten um einzelne Handlun-
gen, welche die Explorandin für sich alleine tätigen könne. Diese Erkenntnis führt der Gutachter 
sodann auch als Grund an, warum sich für diese ausserberuflichen Bereiche keine Arbeitsunfä-
higkeit verifizieren lässt und mit Blick auf die dabei zu berücksichtigenden Einschränkungen kein 
Anforderungsprofil formuliert werden kann, welches dem ersten Arbeitsmarkt noch gerecht wer-
den könnte. Damit läuft schliesslich aber auch das Vorbringen der Beschwerdegegnerin ins 
Leere, wonach die fehlende Beweiskraft des Gutachtens unter anderem darauf zurückzuführen 
sei, dass es kein Zumutbarkeitsprofil einer leidensadaptierten Tätigkeit enthält. Dies umso mehr, 
als sich der Gutachter entgegen ihrer Behauptung nicht mit einer einzigen Feststellung begnügt, 
sondern sich ausführlich mit der Frage auseinandersetzt, wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen 
der Funktionsfähigkeit ausserhalb der bisher getätigten Arbeiten sind. Insgesamt legt der Gut-
achter schlüssig dar, dass die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten aufgrund des komplexen 
Krankheitsbildes nicht anhand einer Momentaufnahme, sondern im Rahmen einer Gesamtwürdi-
gung, namentlich unter Berücksichtigung der frühen anamnestischen und beruflichen Auffällig-
keiten, zu beurteilen ist. Er gelangt dabei zum nachvollziehbaren Ergebnis, dass für jegliche Tä-
tigkeiten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit besteht. Gestützt auf das überzeugende Gut-
achten von Dr. C.____ ist demnach davon auszugehen, dass die Versicherte sowohl in ihrer an-
gestammten Tätigkeit als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit seit Juni 2012 vollumfänglich 
arbeitsunfähig ist. 
 
8. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
(vgl. E. 4.1 ff. hiervor). Dem Gutachten von Dr. C.____ zufolge besteht die Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit im attestierten Umfang seit Juni 2012. Damit kommt der Zeitpunkt des frühest-
möglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG unter Berücksichtigung des auf den 
besagten Monat festgelegten Beginns des Wartejahres und der sechsmonatigen Karenzfrist nach 
Eingang der Anmeldung am 7. November 2012 vorliegend auf den 1. Juni 2013 zu liegen. Der 
veranlassten Haushaltsabklärung vom 17. März 2017 zufolge besteht im Haushalt keine Beein-
trächtigung, was unbestritten ist. Unter Berücksichtigung einer ebenfalls unbestrittenen Sta-
tusaufteilung von 80% Erwerb und 20% Haushalt im hypothetischen Gesundheitsfall, resultiert 
anhand eines Prozentvergleichs ein Invaliditätsgrad von rund 80% (0.2 x 0% + 0.8 x 100%), wel-
cher deutlich über der anspruchsrelevanten Erheblichkeitsgrenze von 70% für eine ganze Rente 
liegt. Unter diesen Umständen kann ohne weiteres festgehalten werden, dass die Beschwerde-
führerin ab 1. Juni 2013 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in 
angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle 
als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 800.-- sind der IV-Stelle aufzuerlegen. 
 

 
 
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9.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme 
an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der 
Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-
Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist das Kan-
tonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 8. November 2018 zum Ergebnis ge-
langt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. 
Hintergrund bildete der Umstand, dass das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Gutachten 
von Dr. E.____ vom 16. Februar 2015 für die streitigen Belange nicht umfassend war (vgl. hierzu 
ausführlich E. 6.1 hiervor) und demnach die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein 
beweistaugliches Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a) nicht erfüllte. Das Kantonsgericht beschloss 
deshalb, die erforderliche zusätzliche Abklärung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen 
eines Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen. Damit war die gerichtliche Begutachtung durch 
Dr. C.____ nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der geschilderten Rechtspre-
chung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung von Dr. 
C.____ auf Fr. 6´000.-- belaufen (Rechnung vom 20. März 2019), folglich der Beschwerdegegne-
rin aufzuerlegen.  
 
9.3 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung zu. Der Honorarnote vom 11. Mai 2018 zufolge beläuft sich der geltend gemachte 
Aufwand von Advokat Herrmann bis zum Mandatswechsel am 23. Mai 2018 auf insgesamt 
9 Stunden und 54 Minuten, was sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen als angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Aus-
lagen im Umfang von insgesamt Fr. 127.80. Gleichermassen verhält es sich für die geltend ge-
machten Bemühungen von Advokatin Büttel ab diesem Zeitpunkt im Umfang von 13 Stunden und 
9 Minuten sowie die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 133.10. Die Bemühungen sind zu dem in 
Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelan-
genden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist demnach für 
die von Advokat Herrmann erbrachten Bemühungen eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2‘803.20 (9 Stunden und 54 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 127.80 und 7.7% 
Mehrwertsteuer) sowie für die erbrachten Bemühungen von Advokatin Büttel eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 3‘684.-- (13 Stunden und 9 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 133.10 und 7.7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 14. März 2018 wird aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2013 Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.--- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von Fr. 6‘000.-
- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.  

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin für die Be-
mühungen des Rechtsvertreters Jan Herrmann eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2‘803.20 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
und für die Bemühungen der Rechtsvertreterin Deborah Büttel eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘684.-- (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 

Vermerk eines allfälligen Weiterzugs