# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1963003a-2770-51df-a41a-35084b06a3ba
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 18.03.2022 F 2022 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2022-11_2022-03-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
Dr. iur. Aldo Elsener und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 18. März 2022 [Rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil 
b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Zwangsmassnahmen im Gesundheitswesen

F 2022 11

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Urteil F 2022 11

A. A.________ wurde am 18. Juli 2021 aufgrund akut wahnhaft psychotischen 
Verhaltens mit ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung in die Triaplus AG Klinik Zugersee 
eingewiesen (bestätigt durch das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil vom 
27. Juli 2021, F 2021 28). Dort wurde sie nach Ablauf der ärztlichen FU mit 
(rechtskräftigem) Entscheid Nr. 2021/1342 der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Zug vom 27. August 2021 zurückbehalten. Gemäss Behandlungsplan vom 4. Februar 
2022, gezeichnet von Oberarzt Dr. med. B.________, wurde eine paranoide 
Schizophrenie (ICD F20.0) diagnostiziert und u.a. die Behandlung mit einer 
antipsychotischen Medikation, notfalls zwangsweise, vorgesehen, konkret mit dem 
Antipsychotikum Fluanxol. Seit dem 21. Februar 2022 wurde als medizinische 
Zwangsmassnahme die Behandlung mit Fluanxol in steigender Dosis angeordnet, zuletzt 
am 14. März 2022 für eine Dauer von 7 Tagen (Anordnungsdokumente vom 21., 24. und 
25. Februar sowie vom 3., 8. und 14. März 2022). Die Anordnungsdokumente wurden 
jeweils vom behandelnden Assistenzarzt sowie vom verantwortlichen Oberarzt Dr. med. 
B.________ unterzeichnet und zusätzlich durch Chefarzt Dr. med. C.________ bzw. den 
stellvertretenden Chefarzt med. pract. D.________ (beide: Fachärzte für Psychiatrie und 
Psychotherapie) nachträglich visiert. In die entsprechenden Originaldokumente hatte das 
Gericht am 18. März 2022 Einsicht. 

B. Mit E-Mail vom 7. März 2022 bat A.________ um «sofortige Rechtshilfe und 
Staatsschutz», wobei sich ihrer Zuschrift entnehmen liess, dass sie mit der 
Zwangsmedikation nicht einverstanden sei. Mit Schreiben vom 8. März 2022 setzte das 
Gericht ihr eine Nachfrist bis zum 21. März 2022 an zur Verbesserung der Beschwerde 
(Einreichung einer Beschwerdeschrift mit handschriftlicher Originalunterschrift) und 
übersandte zu diesem Zweck einen Ausdruck des E-Mails vom 7. März 2022. Dieses 
unterzeichnete A.________ mit Datum vom 9. März 2022 (Eingang beim Gericht am 14. 
März 2022). 

C. Am 18. März 2022 wurde A.________ von der fürsorgerechtlichen Kammer des 
Verwaltungsgerichts in den Räumen der Klinik Zugersee angehört. An der Verhandlung 
nahmen seitens der Klinik Oberarzt Dr. med. B.________ und Frau E.________ 
(Psychologin und Bezugsperson der Beschwerdeführerin in der Klinik) teil. Als 
gerichtlicher Gutachter wirkte Dr. med. F.________, Facharzt FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, Zürich, mit. Im Anschluss an die Anhörung wurde die Verhandlung zur 
Beratung unterbrochen und danach der Urteilsspruch den Parteien mit kurzer Begründung 
mündlich eröffnet.

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Urteil F 2022 11

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 und Abs. 2 ZGB in der seit 1. Januar 2013 gel-
tenden Fassung kann die betroffene oder eine ihr nahestehende Person bei Behandlung 
einer psychischen Störung ohne Zustimmung innert zehn Tagen seit der Mitteilung 
schriftlich das zuständige Gericht anrufen. Zuständiges Gericht für die Beurteilung von 
Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss der per 1. Januar 2013 in Kraft 
getretenen Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Gesetzes betreffend die Einführung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den Kanton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das 
Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, wenn 
die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet des Kantons Zug angeordnet 
worden ist (BGE 146 III 377; § 58 Abs. 2 EG ZGB), was hier zutrifft. Die 
Zwangsmedikation wurde zuletzt mit Anordnungsdokumenten vom 3., 8. und 14. März 
2022 für einen Zeitraum bis zum 21. März 2022 verfügt, so dass ein aktuelles 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Anordnung der 
Zwangsmedikation weiterhin besteht. Die fristgerecht eingereichte bzw. verbesserte und 
den minimalen formellen Anforderungen entsprechende Beschwerde ist demnach durch 
das örtlich, sachlich und funktionell zuständige Verwaltungsgericht des Kantons Zug zu 
prüfen.

1.2 Hat die betroffene Person gegen eine Anordnung Beschwerde erhoben, hört sie 
die gerichtliche Beschwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 
ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf das Gutachten einer 
sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.
2.1 Wird eine Person zur Behandlung einer psychischen Störung in einer Einrichtung 
untergebracht (Art. 426 Abs. 1 ZGB), so erstellt der behandelnde Arzt unter Beizug der be-
troffenen Person und gegebenenfalls ihrer Vertrauensperson einen schriftlichen Behand-
lungsplan (Art. 433 Abs. 1 ZGB). Mit dem Behandlungsplan muss die betroffene Person 
über alle Umstände informiert werden, die im Hinblick auf die in Aussicht genommenen 

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medizinischen Massnahmen wesentlich sind, insbesondere über deren Gründe, Zweck, 
Art, Modalitäten, Risiken und Nebenwirkungen, über Folgen eines Unterlassens der 
Behandlung sowie über allfällige alternative Behandlungsmöglichkeiten (Art. 433 Abs. 2 
ZGB). Ein solcher Behandlungsplan ist unabdingbare Voraussetzung für eine Behandlung 
ohne Zustimmung gemäss Art. 434 Abs. 1 ZGB, die vom Chefarzt oder zumindest einem 
Kaderarzt einer Abteilung (siehe dazu BGE 143 III 337 E. 2.4.2) gestützt auf die im 
Behandlungsplan vorgesehenen medizinischen Massnahmen anzuordnen ist, wenn die in 
Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 bis 3 ZGB erwähnten weiteren Voraussetzungen erfüllt sind (wenn 
ohne Behandlung der betroffenen Person ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden droht 
oder das Leben oder die körperliche Integrität Dritter ernsthaft gefährdet ist [Ziff. 1], die 
betroffene Person bezüglich ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig ist [Ziff. 2] und 
keine angemessene Massnahme zur Verfügung steht, die weniger einschneidend ist 
[Ziff. 3]; vgl. zum Ganzen BGer 5A_1021/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 5.3.2). 
Vorbehalten bleibt die Anordnung medizinischer Massnahmen, die sofort aufgrund einer 
Notfallsituation umgesetzt werden müssen (Art. 435 ZGB). Die Behandlung ohne 
Zustimmung ist von Bundesrechts wegen lediglich im Rahmen einer fürsorgerischen 
Unterbringung vorgesehen, die zum Zweck der Behandlung einer psychischen Störung 
angeordnet worden ist (etwa: Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 
6. Aufl. 2018, N. 13 zu Art. 434/435 ZGB). Eine Zwangsbehandlung liegt auch dann vor, 
wenn die orale Medikamenteneinnahme unter dem Druck einer drohenden 
Zwangsapplikation (i.d.R.: Injektion) erfolgt (etwa: BGer 5A_834/2017 vom 28. November 
2017 E. 4.1 mit Hinweisen).

2.2 Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gilt auch im Bereich des 
Erwachsenenschutzes (vgl. Art. 389 Abs. 2 ZGB). Er verlangt, dass eine Massnahme für 
das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles (1.) geeignet 
und (2.) erforderlich ist und sich (3.) für die betroffene Person in Anbetracht der Schwere 
der Grundrechtseinschränkung als zumutbar erweist. Geeignet ist eine Massnahme, wenn 
sie das im öffentlichen oder privaten Interesse liegende Ziel – hier: die Abwendung der 
Gefahr, dass die Beschwerdeführerin ohne Behandlung einen ernsthaften 
gesundheitlichen Schaden erleidet (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB) – zu erreichen bzw. zu 
verwirklichen vermag und insofern tauglich ist; untaugliche Massnahmen sind 
unverhältnismässig. Unter dem Gesichtspunkt der Erforderlichkeit muss eine Massnahme 
in sachlicher, zeitlicher und persönlicher Hinsicht das mildeste Mittel darstellen, mit 
welchem der gesetzliche Zweck – hier: die Abwendung einer ernsthaften gesundheitlichen 
Schädigung – gerade noch erreicht werden kann. Anders ausgedrückt: Der 

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(abzuwendenden) Gefahr darf nicht durch eine weniger einschneidende Massnahme 
vorgebeugt werden können. Die entgegenstehenden privaten und öffentlichen Interessen 
sind dabei anhand der gegebenen Umstände objektiv zu würdigen und zueinander in 
Bezug zu setzen (etwa: BGer 5A_1021/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 5.1). 

3.
3.1 Im vorliegenden Fall liegt zweifelsohne eine Zwangsbehandlung im Sinne von 
Art. 434 ZGB vor, was von den Parteien auch nicht bestritten wird. Aktenkundig nimmt die 
Patientin das verordnete Medikament zwar i.d.R. oral ein, jedoch unter dem Druck, dass 
sie ansonsten mit einer intramuskulären Verabreichung rechnen muss. Die formellen 
Voraussetzungen einer medizinischen Massnahme ohne Zustimmung sind erfüllt: Die 
Beschwerdeführerin ist seit Juli 2021 fürsorgerisch in der Triaplus AG Klinik Zugersee 
untergebracht. Es liegt ein von Oberarzt Dr. med. B.________ unterzeichneter 
Behandlungsplan vom 4. Februar 2022 vor, der sich zu den Hintergründen, dem Zweck Art 
und Modalitäten, Risiken und Nebenwirkungen, Unterlassungsfolgen sowie Alternativen 
der medikamentösen (Zwangs-)Behandlung ausführlich äussert. Gestützt darauf sind von 
den behandelnden Assistenzärzten sowie Oberarzt Dr. med. B.________ (mit jeweils 
nachträglichem Visum des Chefarztes bzw. seines Stellvertreters) Anordnungen 
betreffend zwangsweise Verabreichung von Medikamenten getroffen worden. Eine 
Patientenverfügung liegt nicht vor. 

3.2 Materiell wird die Anordnung der Zwangsmedikation durch die Klinik begründet mit 
der Urteilsunfähigkeit der Patientin aufgrund einer paranoiden Schizophrenie, im Rahmen 
derer sie an einer anhaltend schweren Psychose mit ausgeprägten wahnhaften 
Vorstellungen leidet. Ohne medikamentöse Behandlung würden diese ihr Handeln 
bestimmen und sie in ihrer Lebensgestaltung massiv einschränken. Demgegenüber zeige 
sich unter der aktuellen Medikation mit Fluanxol das formale Denken der Patientin bereits 
deutlich gebessert. Nach wie vor sei jedoch die Einsicht in das Krankheitsgeschehen nicht 
gegeben. Bei Absetzen der Medikamente sei mit einer erneuten Verschlechterung des 
Krankheitsbildes bis hin zur Verwahrlosung und der Wiedereinweisung in die Klinik zu 
rechnen, wohingegen die konsequente Verabreichung der angeordneten Medikation 
Aussicht auf Verbesserung ihres Zustands biete. Um den bislang erreichten 
Behandlungserfolg nicht zu gefährden und die Patientin zu stabilisieren, müsse das 
Fluanxol notfalls auch zwangsweise appliziert werden. Ansonsten lasse sich ein 
ausreichender Wirkspiegel nicht erreichen und das Therapieziel wäre obsolet. Die notfalls 

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zwangsweise Verabreichung stelle angesichts des schwerwiegenden, sich lange 
hinziehenden Krankheitsbildes eine angemessene Massnahme dar. 

3.3 Bei der Beschwerdeführerin besteht gerichtsnotorisch (vgl. frühere Verfahren 
F 2021 28 und F 2021 37) seit ca. 2011 eine paranoide Schizophrenie. Sie befindet sich 
seit Juli 2021 mittels (zunächst ärztlicher und alsdann behördlicher) FU in der Klinik. Von 
der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie geht sowohl der behandelnde Arzt als auch 
der gerichtliche Gutachter in nachvollziehbarer Weise weiterhin aus. Die 
Beschwerdeführerin selbst ist der Auffassung, sie sei von einer allenfalls früher 
stattgehabten Schizophrenie vollständig genesen. Mit Blick auf ihre – nach wie vor – teils 
stark ausufernden, wahnhaften und schwer strukturierbaren Ausführungen sowohl 
anlässlich der Anhörung vom 18. März 2022 als auch in ihren zahlreichen Zuschriften via 
E-Mail an das Gericht (insgesamt gingen beim Verwaltungsgericht bis zum Urteilszeitpunkt 
elf E-Mails der Beschwerdeführerin ein, die sich jeweils schwerpunktmässig um ihre im 
Libanon lebende Tochter drehten und auch an zahlreiche weitere Stellen adressiert 
waren) überzeugen indes die übereinstimmenden Ausführungen des behandelnden Dr. 
med. B.________ sowie des Gerichtsgutachters Dr. med. F.________, wonach eine 
chronifizierte paranoide Schizophrenie nach wie vor besteht. Gemäss dem 
Gerichtsgutachter sind für diese Erkrankung symptomatisch etwa die wahnhaften 
Vorstellungen der Beschwerdeführerin dazu, dass ihre antipsychotische Medikation 
«Hirnschläge» auslösen würde oder etwa für einen Abszess am Fuss verantwortlich sei, 
aber auch das stark ausschweifende Antwortverhalten der Patientin, von dem sich das 
Gericht anlässlich der Anhörung vom 18. März 2022 selbst ein Bild machen konnte. Nach 
dem Gesagten steht zweifelsfrei fest, dass die Beschwerdeführerin an einer 
schwerwiegenden psychischen Störung leidet. Ebenfalls steht fest, dass ihr gegenwärtig 
aufgrund ihrer Störung die Urteilsfähigkeit hinsichtlich Krankheit und 
Behandlungsbedürftigkeit fehlt (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB): Wie sie anlässlich der 
Anhörung vom 18. März 2022 erklärt hat, ist sie der Ansicht, ihre in der Vergangenheit 
bestandenen «Hirnströmungen» (bzw. die Schizophrenie) seien seit ca. ein bis zwei 
Jahren, etwa seit Beginn der Corona-Pandemie, wie von Geisterhand verschwunden, 
nach Durchführung einer nicht näher spezifizierten Behandlung auf natürlicher Basis. 
Jeglicher antipsychotischen Behandlung mit Neuroleptika (wozu das aktuell verordnete 
Fluanxol gehört) steht sie aktenkundig ablehnend gegenüber, was sie auch anlässlich der 
Anhörung durch das Gericht bestätigt hat. 

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3.4 Gemäss übereinstimmenden Ausführungen des Gerichtsgutachters sowie der 
Klinikärzte bestehen bei der Beschwerdeführerin keine konkreten Hinweise auf akute 
Suizidalität; ebenfalls kein Thema ist eine Fremdgefährlichkeit. Hingegen drohe ihr ohne 
Behandlung insofern ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden als zu erwarten sei, dass 
sich ihr Zustand ohne Behandlung verschlechtere, bis hin zur Verwahrlosung und 
erneuten Einweisung. Zu berücksichtigen ist dabei nach Erläuterung des 
Gerichtsgutachters insbesondere, dass sich der Zustand voraussichtlich bei Absetzen der 
Medikation innert weniger Tage wieder verschlechtern würde und jeder so provozierte 
Krankheitsschub im Hirn bleibende Schäden hinterlasse, vergleichbar mit einer 
Lochfrasskorrosion bei Metall. Angesichts des Ausgeführten ist davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführerin ohne Behandlung ihrer Erkrankung ernsthafte gesundheitliche 
Schäden drohen (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB), indem mit der sukzessiven Schädigung 
ihres Gehirns durch jeden weiteren Krankheitsschub ihre noch verbleibende oder allenfalls 
mittel- bis langfristig wieder herstellbare Selbständigkeit gefährdet ist. 

3.5 Die Beschwerdeführerin wird aktuell mit einem Neuroleptikum behandelt, das nach 
übereinstimmender Einschätzung des behandelnden Psychiaters und des 
Gerichtsgutachters eine langfristige Stabilisierung ihres Zustandes verspricht. Eine solche 
Stabilisierung und hinreichende medikamentöse Einstellung sei nötig, damit sie aus der 
Klinik entlassen werden könne. Seit Sommer 2021 seien zur Behandlung verschiedene 
Neuroleptika ausprobiert worden, bis mit Fluanxol eines habe gefunden werden können, 
auf das die Beschwerdeführerin gut anspreche und für welches im Bedarfsfall auch eine 
Injektionslösung verfügbar sei, damit die kontinuierliche Gabe auch in Ermangelung der 
freiwilligen Einnahme sichergestellt werden könne. Es sei – so der Gutachter – davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin diese Medikation über einen Zeithorizont im 
zweistelligen Jahresbereich oder gar lebenslänglich werde nehmen müssen, da ihre 
Erkrankung mittlerweile chronifiziert sei und mithin – anders als bei einer Ersterkrankung – 
kaum Aussicht auf eine Remission bestehe nach Medikamentengabe über einen Zeitraum 
von einem oder zwei Jahren. Die Medikation mit Fluanxol habe bisher insofern zu einer 
deutlichen Verbesserung des Zustandes der Beschwerdeführerin geführt, als diese zwar 
nach wie vor wahnhaft und ausschweifend imponiere, sie jedoch im Affekt spürbar und ihr 
formales Denken deutlich verbessert sei. Nach Ausführung des Dr. med. B.________ 
äussert sich das insbesondere dahingehend, dass die Wahnideen, obschon noch 
vorhanden, nicht mehr handelnsbestimmend und das Vorgehen und Denken der Patientin 
deutlich geordneter seien. Eine Alternative zur neuroleptischen Behandlung besteht, 
ebenfalls nach übereinstimmender Ansicht von Gutachter und behandelndem Arzt, nicht. 

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Zusammenfassend steht gestützt auf die ärztlichen Angaben fest, dass die angeordnete 
Medikation mit Fluanxol geeignet ist, den Eintritt bzw. die Verschlimmerung schwerer 
gesundheitlicher Schäden von der hinsichtlich ihrer Krankheit und Behandlung 
urteilsunfähigen Beschwerdeführerin abzuwenden, wobei eine drohende Verschlechterung 
und Verwahrlosung sich nicht mit alternativen, weniger einschneidenden und doch 
wirksamen Massnahmen (etwa: Gespräche, Reizabschirmung) erreichen lässt. Es handelt 
sich dabei um die Behandlung lege artis, die voraussichtlich auf Dauer wird durchgeführt 
werden müssen. Eine spontane Remission ohne adäquate Medikation ist angesichts der 
sehr stark chronifizierten Störung nicht zu erwarten. Die Behandlung ist demnach geeignet 
und notwendig im Sinne von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB. 

3.6 Zu prüfen bleib die Zumutbarkeit der angeordneten Behandlung 
(Verhältnismässigkeit im engeren Sinn). Dabei geht es darum, den erwarteten Nutzen der 
Behandlung gegen allfällige Nebenwirkungen abzuwägen. Vorliegend ist der Nutzen der 
Behandlung offenkundig. Diese erscheint als einzige Chance der Beschwerdeführerin, 
mittel- bis langfristig in ein (weitgehend) selbstbestimmtes Leben zurück zu finden (vgl. 
Art. 388 Abs. 2 ZGB), in dem sie allenfalls auch wieder in der Lage sein könnte, 
gegenüber ihrer im Libanon lebenden Tochter ihre Mutterrolle auszufüllen, was für sie 
offensichtlich (und nachvollziehbarerweise) von grösster Bedeutung wäre. Dem gegenüber 
stehen die Nebenwirkungen der antipsychotischen Medikation. Den anlässlich der 
Anhörung vom 18. März 2022 gemachten Ausführungen der Beschwerdeführerin lässt 
sich entnehmen, dass das aktuell verabreichte Fluanxol insbesondere zu einem 
«Kieferbeissen» führt sowie zu Krämpfen. Diese Nebenwirkungen lassen sich nach 
Ausführungen des behandelnden Arztes gut mit Akineton als Beimedikation behandeln; 
ausweislich der Akten bezieht die Beschwerdeführerin dieses Mittel denn auch 
regelmässig. Auch weitere Nebenwirkungen (Tremor, erhöhter Speichelfluss) liessen sich 
gemäss dem fallführenden Arzt mit der Beimedikation sehr gut begrenzen. Die 
Beimedikation selber zeitigt laut Gerichtsgutachter jedenfalls in der bei der 
Beschwerdeführerin applizierten Dosierung keine nennenswerten Nebenwirkungen. 
Weitere Nebenwirkungen des Fluanxol sind gemäss Dr. med. B.________ bei der 
Beschwerdeführerin nicht beobachtet worden, insbesondere keine Schlaganfälle. Dem 
medizinischen Gutachter zufolge stehen die von der Beschwerdeführerin geltend 
gemachten «Hirnschläge», ein Abszess am Fuss oder auch eine Zyste am Hals in keinem 
Zusammenhang mit der angefochtenen antipsychotischen Medikation. Insgesamt beurteilt 
das Gericht dessen Einnahme in Abwägung seines ausgewiesenen, hohen Nutzens 

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gegenüber den damit in Zusammenhang stehenden vergleichsweise geringfügigen, 
medikamentös behandelbaren, Nebenwirkungen als zumutbar. 

4. Nachdem alle Voraussetzungen für eine medizinische Massnahme ohne Zustim-
mung der Beschwerdeführerin erfüllt sind, sind die vorgesehenen Massnahmen rechtmäs-
sig angeordnet worden. Die Beschwerde ist unbegründet und demnach abzuweisen.

Sollte die aktuelle Behandlung in der Klinik sich als nicht ausreichend erweisen um bei der 
Beschwerdeführerin eine Urteilsfähigkeit hinsichtlich Krankheit und 
Behandlungsnotwendigkeit herbeizuführen, und sollte sich deshalb ihre Entlassung aus 
der psychiatrischen Klinik weiterhin als nicht möglich erweisen, wäre gegebenenfalls durch 
die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die Anordnung einer Depotmedikation als 
Massnahme des kantonalen Rechts ausserhalb des Rahmens einer fürsorgerischen 
Unterbringung zu prüfen (§ 54 Abs. 2 Bst. b und Abs. 3 EG ZGB; zu den Voraussetzungen 
einer solchen Anordnung vgl. etwa Urteil 5A_386/2020 vom 11. Juni 2020 E. 2). Eine 
solche Anordnung ist vorliegend nicht Verfahrensgegenstand, weshalb sich Weiterungen 
dazu erübrigen. 

Der Vollständigkeit halber ist schliesslich die Klinik darauf hinzuweisen, dass hier 
offensichtlich keine Notfallbehandlung im Sinne des Art. 435 ZGB vorlag, zumal 
hinreichend Zeit bestand, einen Behandlungsplan zu erstellen und die medikamentöse 
Zwangsbehandlung bzw. deren Fortsetzung anzuordnen. Die Rechtsmittelbelehrung in 
den jeweiligen Anordnungsdokumenten enthält den folgenden Satz: «Wird dieses 
Rechtsmittel [Verwaltungsgerichtsbeschwerde] eingelegt, muss mit der Behandlung 
zugewartet werden», der nur als Erteilung der aufschiebenden Wirkung verstanden 
werden kann (Art. 430 Abs. 3 ZGB analog). Deren Gewährung ist im Falle der 
Zwangsmedikation grundsätzlich angezeigt, soweit aus medizinischer Sicht mit einer 
Behandlung bis zum Ablauf der Frist für die Anrufung des Gerichts zugewartet werden 
kann (etwa: Geiser/Etzensberger, N. 41 zu Art. 434/435 ZGB sowie N. 45 zu Art. 439 ZGB 
mit Hinweisen). Soll bei Verlängerung einer Zwangsmedikation zwecks Verhinderung 
eines Behandlungsunterbruchs einer allfälligen Beschwerde an das Verwaltungsgericht 
keine aufschiebende Wirkung zugestanden werden, wäre vom entsprechenden Hinweis in 
der Rechtsmittelbelehrung abzusehen, wobei dies idealerweise im Begründungsteil der 
Anordnung kurz anzusprechen wäre. Auch wird künftig darauf zu achten sein, dass dem 
sogenannten «Vieraugenprinzip», dem zufolge die Zwangsmassnahme durch einen 
leitenden Arzt oder eine leitende Ärztin angeordnet werden muss (vgl. bereits Urteil F 

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2022 9 vom 25. Februar 2022 E. 3), der oder die nicht gleichzeitig auch den 
Behandlungsplan erstellt hat, nicht erst durch nachträgliches Visum nachgelebt wird, 
sondern in jedem Fall vor Durchführung der entsprechenden Massnahme. Da den 
formellen Anforderungen jedenfalls im Urteilszeitpunkt Genüge getan ist (vgl. schon oben 
E. 3.1), kann indes auf weitere Ausführungen hierzu verzichtet werden. 

5. Das Verfahren ist kostenlos (§ 67 Abs. 3 des Gesetzes über das 
Gesundheitswesen im Kanton Zug [Gesundheitsgesetz; GesG] i.V.m. § 57 Abs. 2 EG 
ZGB), weshalb vorliegend keine Gerichtskosten zu erheben sind. Da die ohnehin nicht 
anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen vollumfänglich unterliegt, 
bleibt kein Raum für die Zusprechung einer Parteientschädigung (§ 28 Abs. 2 des 
Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; 
VRG; BGS 162.1]).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee, an die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Zug sowie an den Beistand 
G.________, Mandatszentrum Zug. 

11

Urteil F 2022 11

Zug, 18. März 2022

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am