# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8aa11754-ee93-5773-803d-4ed31b810818
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.05.2008 C-2651/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2651-2006_2008-05-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2651/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  M a i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident), 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

F._______,
vertreten durch Dr. Domenico Acocella,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2651/2006

Sachverhalt:

A.
Die italienische Staatsangehörige F._______ (nachfolgend: Beschwer-
deführerin), geboren am (...) 1956, arbeitete von 1982 bis 2000 in der 
Schweiz  als  landwirtschaftliche  Saisonarbeiterin  in  den  Bereichen 
Weinbau und Weinernte sowie Frucht- und Gemüseernte (vgl. act. 12). 
Am 7. Juli  2000 erlitt  sie einen Arbeitsunfall,  bei  dem sie von einem 
Kirschbaum stürzte und sich den Wirbel L1 brach (vgl. act. 2 S. 2). Am 
11.  Juli  2000  wurde  im  Kreisspital  X._______  durch  Dr. Z._______ 
eine  Osteosynthese  vorgenommen. Die  Beschwerdeführerin  war  bis 
zum 21. Juli 2000 hospitalisiert (vgl. act. 35). Danach kehrte sie nach 
Italien zurück und übte keine Erwerbstätigkeit mehr aus (vgl. act. 33).

Die  Société  d'Assurance  A._______  teilte  dem Arbeitgeber  der  Be-
schwerdeführerin mit Brief vom 2. August 2000 (act. 16 S. 5-6) mit, die 
Beschwerdeführerin habe ab dem 10. Juli 2000 Anspruch auf ein Tag-
geld der Unfallversicherung. Mit Schreiben vom 17. Januar 2001 (act. 
16 S. 4) informierte die Société d'Assurance A._______ den Arbeitge-
ber der Beschwerdeführerin, diese sei gemäss dem von Dr. Z._______ 
erstellten Bericht (nicht bei den Akten)  vom 7. Juli 2000 bis zum 14. 
Januar 2001 zu 100% und vom 15. Januar 2001 bis zum 28. Februar 
2001 zu 50% arbeitsunfähig. Mit Brief vom 21. Februar 2001 (act. 16 S. 
2) teilte die Versicherung der Beschwerdeführerin mit, die Taggeldzah-
lungen würden per 28. Februar 2001 eingestellt. 

B.
Mit Gesuch vom 27. Juni 2001 (act. 1), eingegangen beim italienischen 
Versicherungsträger  "Istituto  Nazionale  della  Previdenza  Sociale 
(nachfolgend: INPS) am 29. Juni 2001, beantragte die Beschwerdefüh-
rerin eine Invalidenrente. 

C.
Mit Vorbescheid vom 10. Mai 2002 (act. 14) teilte die IV-Stelle für Versi-
cherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) der Beschwerdeführerin 
mit, sie habe keinen Anspruch auf eine Rente, da sie keine Beiträge 
an die Invalidenversicherung entrichtet habe, und setzte eine Frist von 
60 Tagen zur Einreichung der entsprechenden Belege. Mit Schreiben 
vom  1.  Juli  2002  (act.  18)  liess  die  Beschwerdeführerin,  vertreten 
durch  O._______  vom Patronato  C._______  (...)  in  M._______  (IT), 

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Kopien  der  Korrespondenz  zwischen  ihrem  ehemaligen  Arbeitgeber 
und der Unfallversicherung (act. 16) übersenden.

D.
Mit Verfügung vom 15. Juli 2002 (act. 15) wies die Vorinstanz das Ge-
such ab. Zur Begründung führte sie an, die Beschwerdeführerin habe 
die  Mindestbeitragszeit  von  einem Jahr  gemäss  Art.  36  Abs. 1  IVG 
nicht erfüllt und könne daher keinen Anspruch auf eine Rente erheben. 
Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

E.
Mit Gesuch vom 18. September 2003 (act. 21) und Beilagen vom 20. 
Januar 2004 (act. 25) beantragte die Beschwerdeführerin unter Vorla-
ge eines am 11. April  2003 datierten  Kontoauszugs der  Schweizeri-
schen Ausgleichskasse (act. 20) erneut die Zusprechung einer Invali-
denrente. Ab dem 12. Juli 2004 liess sie sich wieder durch das Patro-
nato C._______ vertreten (vgl. act. 27).

F.
Der  IV-Stellenarzt  Dr.  S._______  erachtete  die  Beschwerdeführerin 
aufgrund der Akten mit Bericht vom 13. Dezember 2004 (act. 42) als 
zu 100% arbeitsunfähig vom 7. Juli 2000 bis zum 24. Januar 2001 und 
als zu 50% arbeitsunfähig vom 25. Januar 2001 bis zum 28. Februar 
2001. Ab 1. März 2001 habe noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit bestanden; in Verweistätigkeiten ohne Ar-
beiten in gefährlichen Positionen und ohne Tragen schwerer Lasten sei 
die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig.

G.
Gestützt auf diese Angaben ermittelte die Vorinstanz im Einkommens-
vergleich  vom 18.  Februar  2005  (act.  43)  einen  Invaliditätsgrad  von 
13.25% seit  dem 1. März 2001 und wies das Gesuch mit  Verfügung 
vom 29. April 2005 (act. 47) ab. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG habe An-
spruch auf  eine Rente,  wer  zu mindestens  40% invalid  sei. Die  Be-
schwerdeführerin erfülle diese Voraussetzung nicht. Weder liege eine 
bleibende Erwerbsunfähigkeit  noch eine ausreichende durchschnittli-
che Arbeitsunfähigkeit  während eines Jahres vor. Trotz des Gesund-
heitsschadens könne der Beschwerdeführerein die Ausübung einer Er-
werbstätigkeit  in  einem  Ausmass  zugemutet  werden,  welches  den 
Rentenanspruch ausschliesse. 

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H.
Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin, nunmehr ver-
treten durch Avvocato G._______, mit Eingabe vom 26. Mai 2005, der 
italienischen Post übergeben am 28. Mai  2005,  Einsprache (act. 48) 
mit dem Begehren, die Verfügung vom 29. April 2005 sei aufzuheben; 
nach Durchführung einer medizinischen Untersuchung sei der entspre-
chende Invaliditätsgrad und die daraus folgenden vom Gesetz vorge-
sehenen Leistungen anzuerkennen, zuzüglich der Entschädigung für 
die als Folge des Arbeitsunfalls erlittenen persönlichen Verletzungen. 
Zum Beweis legte sie einen Bericht des Chirurgen und Orthopäden Dr. 
P._______ vom 25. Mai 2005 vor.

Mit Schreiben vom 9. Juni 2005 (act. 49) erhob die Beschwerdeführe-
rin,  verteten  durch  O._______  vom Patronato  C._______  und  unter 
Vorlage einer entsprechenden Vollmacht vom 9. Juni 2005, ein zweites 
Mal  Einsprache  gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom  29.  April 
2005 (act. 47). Durch den erlittenen Gesundheitsschaden sei es ihr un-
möglich gewesen, eine ihren gesundheitlichen Verhältnissen entspre-
chende Arbeit zu finden. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, 
und ihr sei eine Invalidenrente auszurichten. Zum Beweis legte die Be-
schwerdeführerin einen Bericht des Radiologen Dr. L._______ vom 12. 
Januar 2005 vor.

I.
Auf entsprechende Nachfrage der Vorinstanz vom 27. September 2005 
(act. 52) benannte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 12. Ok-
tober 2005 (act. 53) Avvocato G._______ als ihren Rechtsvertreter, da 
das Mandat des Patronato C._______ widerrufen worden sei.

J.
Die im Zuge des Einspracheverfahrens von der Vorinstanz konsultierte 
IV-Stellenärztin  Dr. E._______ äusserte sich mit  Stellungnahme vom 
14. September 2005 (act. 51) dahingehend, der eingereichte Bericht 
von Dr. L._______ vom 12. Januar 2005 enthalte keine neuen Elemen-
te. Mit  Stellungnahme vom 7. Dezember 2005 (act. 55) ergänzte sie, 
auch der Bericht von Dr. P._______ vom 25. Mai 2005 vermöge an die-
ser Einschätzung nichts zu ändern. 

K.
Mit  Einspracheentscheid vom 15. Dezember  2005 (act. 56)  wies die 
Vorinstanz die Einsprache ab. Sie begründete ihren Entscheid im We-
sentlichen  damit,  dass  die  Beschwerdeführerein  nicht  bleibend  er-

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werbsunfähig sei. Nach den Feststellungen der  Ärzte könne sie  seit 
dem 1. März 2001 ihre bisherige Tätigkeit als landwirtschaftliche Arbei-
terin zu 80%, leichtere Tätigkeiten sogar zu 100% ausüben. Gegen-
stand der Versicherung sei nicht der Gesundheitszustand, sondern die 
Erwerbsfähigkeit.  Wer  Leistungen  aus  der  Sozialversicherung  bean-
spruche,  sei  nach  der  Rechtsprechung  gehalten,  Erwerbseinbussen 
durch  den  Einsatz  der  verbliebenen  Arbeitsfähigkeit  zu  vermindern, 
auch wenn dies mit grossen Anstrengungen verbunden sei.

L.
Gegen diesen Entscheid liess die Beschwerdeführerin, nunmehr ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. D._______, am 7. Februar 2006 bei der 
Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  Be-
schwerde  erheben  mit  den  Anträgen,  der  Einspracheentscheid  vom 
15. Dezember 2005 sei aufzuheben, und es sei der Versicherten eine 
ganze IV-Rente zu gewähren. Zum Beweis liess die Beschwerdeführe-
rin einen Bericht von Dr. P._______ vom 30. Januar 2006 beilegen.

M.
In ihrer  Vernehmlassung vom 1. Mai  2006 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der  Beschwerde. Sie  stützte sich  dabei  auf  die  Stel-
lungnahme von Dr. med. T._______ vom 12. April  2006 (act. 63). Im 
Unterschied zu Dr. S._______ und Dr. E._______, welche die Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin in angepassten Verweisungstätigkei-
ten mit 100% beziffert hatten (vgl. act. 42 und 46 bzw. act. 51 und 55), 
schätzte  Dr.  med.  T._______  die  Arbeitsfähigkeit  bei  Schonung  der 
Wirbelsäule auf  80%. Substantiell  würden durch den Bericht von Dr. 
P._______ vom 30. Januar 2006 keine neuen Elemente angeführt. Die 
Pathologie der Beschwerdeführerin sei ausreichend dokumentiert und 
erfordere keine weiteren Abklärungen.

Ausgehend von einem Grad der Arbeitsfähigkeit von 80% erstellte die 
Vorinstanz am 27. April 2006 einen neuen Einkommensvergleich (act. 
65),  welcher  unter  Berücksichtigung  eines  leidensbedingten  Abzugs 
von 10% einen Invaliditätsgrad von 30% ergab.

N.
Mit Replik vom 30. Juni 2006 hielt die Beschwerdeführerin an der Be-
schwerde fest, modifizierte jedoch ihr Begehren dahingehend, es sei 
ihr eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. 

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O.
Mit Duplik vom 19. Juli 2006 hielt die Vorinstanz an ihren Anträgen auf 
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Ent-
scheids  fest.  Der  Schriftenwechsel  wurde  am  24.  Juli  2006  abge-
schlossen.

P.
Das Beschwerdeverfahren wurde am 1. Januar 2007 durch das Bun-
desverwaltungsgericht übernommen. Gegen die mit Verfügung vom 26. 
Februar  2007 bekannt  gegebene Zusammensetzung des Spruchkör-
pers sind keine Ausstandsbegehren eingegangen.

Q.
Auf die genannten sowie weitere Vorbringen und auf die im Rahmen 
des Abklärungsverfahrens eingegangenen Unterlagen wird, soweit sie 
rechtserheblich sind, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsge-
setzes bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder 
bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. 
Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Beim 
angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im Sinn 
von Art. 5 VwVG. Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von 
Vorinstanzen  gemäss  Art.  33  VGG. Die  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) sind die Verfügungen der IV-
Stelle  für  Versicherte  im Ausland  direkt  beim Bundesverwaltungsge-
richt  anfechtbar. Das Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

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1.3
Die  Beschwerdeführerin  hat  am Verfahren vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen. Sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Inter-
esse (Art. 48 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG, SR 830.1]). Sie ist daher zur Beschwerdeführung legiti-
miert. 

1.4 Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 9. 
Januar 2006 zugestellt  (vgl. Beschwerdebeilage 2). Die Frist zur Ein-
reichung der Beschwerde hat am 10. Januar 2006 zu laufen begonnen 
(Art. 20 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 38 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit 
Art. 60 Abs. 2 ATSG) und am 8. Februar 2006 geendet (Art. 50 Abs. 1 
VwVG, vgl. auch Art. 60 Abs. 1 ATSG). Die am 7. Februar 2006 der 
schweizerischen Post übergebene Beschwerde ist somit rechtzeitig er-
hoben  worden.  Auch  die  Formvorschriften  gemäss  Art.  52  Abs.  1 
VwVG sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist.

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist im 
Folgenden, ob die Vorinstanz zu Recht das Gesuch der Beschwerde-
führerin um Zusprechung einer Invalidenrente abgewiesen hat. 

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

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4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  italienische  Staatsangehörige.  Bis 
zum 31. Mai 2002 war in ihrem Fall für die Ausrichtung von Leistungen 
der schweizerischen Invalidenversicherung das am 1. September 1964 
in Kraft  getretene Abkommen vom 14. Dezember 1962 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Italienischen  Republik 
über  Soziale  Sicherheit  (SR  0.831.109.454.2)  massgeblich. Gemäss 
Art. 2  des Abkommens waren die schweizerischen und italienischen 
Staatsangehörigen in den Rechten und Pflichten aus der Bundesge-
setzgebung über die Invalidenversicherung einander gleichgestellt, so-
weit in diesem Abkommen und seinem Schlussprotokoll nichts Abwei-
chendes bestimmt war. Seit dem 1. Juni 2002 ist das Abkommen zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. 
Juni  1999  (Freizügigkeitsabkommen,  nachfolgend  FZA,  SR 
0.142.112.681, in Kraft seit 1. Juni 2002) anwendbar (Art. 80a IVG in 
der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 
2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im 
Abkommen  zur  Änderung  des  Übereinkommens  zur  Errichtung  der 
EFTA, in Kraft  seit  1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt 
die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mit-
gliedstaaten  der  Europäischen Gemeinschaft  insoweit  aus,  als  darin 
derselbe  Sachbereich  geregelt  wird  (Art.  20  FZA).  Gemäss  Art.  8 
Bst. a  FZA werden  die  Systeme der  sozialen  Sicherheit  koordiniert, 
um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertrags-
staaten zu gewährleisten.

4.2.2 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord-
nung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft  getreten. 
Die entsprechenden Bestimmungen sind somit anwendbar auf Sach-
verhalte, die sich nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Da die 
Anmeldung der Beschwerdeführerin am 18. September 2003 beim ita-

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lienischen Versicherungsträger eingereicht worden ist (vgl. act. 21 S. 7) 
und Leistungen der Invalidenversicherung frühestens ab dem 18. Sep-
tember 2002 geltend gemacht werden können (siehe nachfolgend E. 
5.2), sind vorliegend bis zum 31. Dezember 2002 die Bestimmungen 
des IVG in der Fassung vom 9. Oktober 1986 (AS 1987 447), in Kraft 
vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002, massgeblich. Ab 1. Janu-
ar 2003 ist das ATSG in Verbindung mit dem IVG in der Fassung ge-
mäss Anhang Ziff. 8 ATSG anwendbar. Am 1. Januar 2004 sind die Än-
derungen  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  und 
des ATSG vom 21. März 2003 sowie der Verordnung über die Invali-
denversicherung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. 
AS 2003 3859) in Kraft getreten. Somit ist für die Prüfung von Ansprü-
chen, die nach diesem Zeitpunkt entstanden sind, die seit dem 1. Ja-
nuar 2004 gültige Fassung des IVG und des ATSG, vorbehältlich der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. März 2003 (AS 2003 
3850), anwendbar. Die Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Ok-
tober 2006 sowie der IVV und der ATSV vom 28. September 2007 (5. 
IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 
2008) sind im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar, da der ange-
fochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmun-
gen ergangen ist.

5.
5.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (IVG und gegebenenfalls 
ATSG) ist und beim Eintritt  der Invalidität  während mindestens eines 
vollen Jahres Beiträge an die Alters-,  Hinterlassenen- und Invaliden-
versicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis am 
31. Dezember 2007 gültig  gewesenen Fassung). Diese Bedingungen 
müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenan-
spruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

Die  Beschwerdeführerin  hat  gemäss  Auszug  aus  dem  individuellen 
Konto der Schweizerischen Ausgleichskasse vom 11. April 2003 (act. 
20)  während insgesamt 24 Monaten Beiträge an die schweizerische 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet. Die Vor-
aussetzung der  Mindestbeitragsdauer  für  den Anspruch auf  eine  or-
dentliche Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis am 31. 
Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) ist somit erfüllt. 

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5.2 Meldet sich eine Versicherte mehr als zwölf Monate nach Entste-
hen des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung von 
Art. 48 Abs. 1 IVG (in der Fassung vom 6. Oktober 2000, in Kraft vom 
1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007) lediglich für die zwölf der An-
meldung vorangehenden  Monate  ausgerichtet  (Art.  48  Abs. 2  erster 
Satz IVG in der Fassung vom 5. Oktober 1967, in Kraft vom 1. Januar 
1968 bis 31. Dezember 2002; vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 
2007 in der Fassung vom 6. Oktober 2000). Massgebend ist die Einrei-
chung des Gesuchs beim Versicherungsträger  des Wohnlandes (Art. 
86 der Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 
zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft  zu- und abwandern [SR 0.831.109.268.1],  in Kraft seit 
dem 1. Juni 2002). Vorliegend wurde das Gesuch am 18. September 
2003 beim italienischen Versicherungsträger eingereicht, weshalb all-
fällige  Leistungen  frühestens  ab  18.  September  2002  ausgerichtet 
werden könnten.

Demgemäss sind in Bezug auf die Entstehung des Anspruchs die Ver-
hältnisse vom 18. September 2002 bis zum 15. Dezember 2005 (Da-
tum des Einspracheentscheids) zu überprüfen, denn nach der Recht-
sprechung des Schweizerischen Bundesgerichts ist der rechtserhebli-
che  Sachverhalt  im  Beschwerdeverfahren  vor  dem  Sozialversiche-
rungsgericht nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlas-
ses der angefochtenen Verfügung zu beurteilen (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversiche-
rungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20).

5.3 Nach Art. 4  IVG (in  der  Fassung vom 9. Oktober  1986,  in  Kraft 
vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002) ist der Begriff "Invalidität" 
nicht nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern nach der Unfä-
higkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 
102 V 165). Nach Art. 4 Abs. 2 IVG (in der Fassung vom 9. Oktober 
1986, in Kraft vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002) gilt die In-
validität  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Begründung des  An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat. 

Ab 1. Januar 2003 können die Begriffsdefinitionen des ATSG herange-
zogen werden. Gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit  Art. 1 Abs. 1 
IVG sind die Bestimmungen des ATSG zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), 

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Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8), Bestimmung des Invali-
ditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und ande-
rer  Dauerleistungen  (Art.17)  auch  auf  die  Invalidenversicherung  an-
wendbar.  Das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössi-
sches Versicherungsgericht) hat erkannt, dass es sich bei den in Art. 
3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in  aller  Regel  um eine for-
mellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu 
den entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und 
sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwi-
ckelte  Rechtsprechung übernommen und weitergeführt  werden kann 
(vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des 
Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judika-
tur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten, welche 
weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 
2002 gültig gewesenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 
135 E. 2a und 2b). 

5.4 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG (in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung), 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei  Dritteln,  derjenige 
auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte und derjenige 
auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Nach 
dem ab 1. Januar 2004 geltenden Art. 28 Abs. 1 IVG (in Kraft bis 31. 
Dezember 2007) hat eine Versicherte Anspruch auf eine Viertelsrente 
bei  einem Invaliditätsgrad von 40%, auf  eine halbe Rente bei einem 
solchen von 50%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der Invali-
dität von 60% und auf eine ganze Rente bei einem solchen von 70%. 

Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der Fassung vom 9. Oktober 1986, in 
Kraft vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002; vom 1. Januar 2003 
bis 31. Dezember 2007 in der Fassung vom 6. Oktober 2000) werden 
Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, 
nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen 
Aufenthalt in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip 
gilt ab 1. Juni 2002 für Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie An-
gehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, welche 
Anspruch auf  Viertelsrenten haben,  wenn sie  in  einem Mitgliedstaat 
der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach der Rechtspre-
chung des Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG 
(in  der  jeweils  massgeblichen  Fassung)  nicht  eine  blosse  Auszah-

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lungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar 
(BGE 121 V 264 E. 5). 

5.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 28 Abs. 2 IVG in der Fassung vom 9. Oktober 1986, in Kraft 
von 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002; ab 1. Januar 2003 materi-
ell unverändert übernommen in Art. 16 ATSG).

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invali-
denversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzugren-
zen. Der Begriff  umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht 
zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; ander-
seits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her ei-
nen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen  Ge-
sichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall,  ob die invalide Person die 
Möglichkeit  hat,  ihre  restliche Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten und ob 
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder 
nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, 
dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine 
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit-
telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar-
beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 
1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne vo Art. 28 
Abs. 2 IVG (in der Fassung vom 9. Oktober 1986, in Kraft vom 1. Janu-
ar 1988 bis 31. Dezember 2002) bzw. von Art. 16 ATSG kann aber dort 
nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so 
eingeschränkter  Form  möglich  ist,  dass  sie  der  allgemeine  Arbeits-
markt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem 
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 
(SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

5.6 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrecht  geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 

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eine  in  ihrem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähige 
Versicherte gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen 
Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie 
möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 
2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt ei-
ner  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass  eine  Versicherte 
ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumut-
barem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. 
Diese  sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  die  Versicherte  an-
rechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 
S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob sie ihre Restarbeitsfähigkeit tat-
sächlich verwertet oder nicht.

6.
Die Beschwerdeführerin beantragt die Zusprechung einer Dreiviertels-
rente. Sie begründet das Begehren damit, die im Gutachten vom 10. 
September 2001 (Formular  E 213,  act. 2)  beschriebenen Einschrän-
kungen (Schmerzausstrahlungen im Rückenbereich, postoperative De-
fizite  aufgrund des chirurgischen Eingriffs) seien vom IV-Stellenarzt zu 
Unrecht nicht berücksichtigt worden. Dr. P._______, Spezialist für Or-
thopädie, habe die Beschwerdeführerin persönlich untersucht und eine 
schmerzbedingte Einschränkung der Wirbelsäule von 2/3 festgestellt. 
Dr. P._______ habe in seinem Untersuchungsbericht vom 30. Januar 
2006  schlüssig  dargelegt,  dass  die  Arbeitsunfähigkeit  als  landwirt-
schaftliche Arbeiterin 100% und in einer leichten Tätigkeit 50% betra-
ge. Der Einkommensvergleich sei deshalb unzutreffend; zudem müsse 
aufgrund des Alters der Beschwerdeführerin und deren Einschränkung 
auch in leichten Tätigkeiten ein Abzug von 20% vom Invalideneinkom-
men gewährt werden.

6.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung vom 9. Oktober 1986, 
in Kraft vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2007; ab 1. Januar 2003 
in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2000)  entsteht  der  Rentenanspruch 
frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die Versicherte mindestens zu 40 
Prozent bleibend erwerbsunfähig geworden ist  (Bst. a) oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu min-
destens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen war (Bst. b). Bei den Fol-
gen einer Wirbelfraktur handelt es sich um ein labiles pathologisches 
Geschehen,  welches nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf  der 
Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der jeweils massgebli-
chen  Fassung)  den  Rentenanspruch  auslöst  (Urteil  des  Eidgenössi-

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schen  Versicherungsgerichts  [heute  Bundesgericht]  I  163/2005  vom 
30. Mai 2005, BGE 119 V 98 E. 4a). Da im vorliegenden Fall die War-
tezeit am 7. Juli 2000 zu laufen begonnen hat, ist für die Beschwerde-
führerin als italienische Staatsangehörige das Abkommen vom 14. De-
zember  1962 zwischen der  Schweizerischen Eidgenossenschaft  und 
der  Italienischen  Republik  über  Soziale  Sicherheit  (SR 
0.831.109.454.2,  in  Kraft  seit  1.  September  1964)  massgeblich. Ge-
mäss dessen Art. 8 Bst. e wurden ordentliche Invalidenrenten für Ver-
sicherte, die weniger als zur Hälfte invalid waren, sowie Hilflosenent-
schädigungen  italienischen  Staatsangehörigen  nur  gewährt,  solange 
sie  ihren Wohnsitz  in  der  Schweiz  hatten. Demgemäss hatten  versi-
cherte Personen mit Wohnsitz im Ausland keinen Anspruch auf Ren-
ten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprachen (vgl. 
auch  Botschaft  des  Bundesrates  vom  21.  November  1984  über  die 
zweite  Revision  der  Invalidenversicherung,  BBl  1985 I  17  S. 35-36). 
Somit konnte bis zum Inkrafttreten des FZA am 1. Juni 2002 der Ren-
tenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt  entstehen,  in  dem die Be-
schwerdeführerin  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unter-
bruch durchschnittlich mindestens zu 50% arbeitsunfähig gewesen war 
und  der  Invaliditätsgrad  nach  Ablauf  der  Wartezeit  mindestens  50% 
betrug (BGE 121 V 264 E. 6c).

6.2 Für  die Beurteilung der  Frage,  ob die  Wartezeit  gemäss Art.  29 
Abs. 1 Bst. b IVG (in der Fassung vom 9. Oktober 1986, in Kraft vom 1. 
Januar 1988 bis 31. Dezember 2007; ab 1. Januar 2003 in der Fas-
sung vom 6. Oktober 2000) erfüllt ist, ist einzig die Arbeitsunfähigkeit 
im bisherigen Beruf massgeblich (BGE 130 V 97 E. 3.2 mit Hinweisen).

Die  Wiederaufnahme der  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  als  land-
wirtschaftliche Angestellte wurde von Dr. V._______, Spezialist für Or-
thopädie und Traumatologie sowie für plastische und wiederherstellen-
de Chirurgie, im Bericht vom 10. Januar 2001 (act. 36) als mit den Pa-
thologien der Beschwerdeführerin und mit der Art des erlittenen chirur-
gischen Eingriffs unvereinbar bezeichnet, während Dr. N._______ und 
Dr. I._______ in ihrem am 15. bzw. 17. Dezember 2003 unterzeichne-
ten Gutachten des italienischen Versicherungsträgers INPS (Formular 
E 213,  act. 40) die Arbeitsfähigkeit  der Beschwerdeführerin  in ihrem 
angestammten Beruf mit 50% angaben (vgl. act. 40 S. 10). Die Société 
d'Assurance A._______ hatte in ihren Schreiben vom 17. Januar 2001 
und vom 21. Februar 2001 (act. 16 S. 4 bzw. S. 2) auf den Bericht von 
Dr. Z._______ vom 15. Dezember 2000 hingewiesen, in dem dieser die 

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Beschwerdeführerin  vom 7. Juli  2000  bis  14. Januar  2001 zu 100% 
und vom 15. Januar 2001 bis 28. Februar 2001 zu 50% arbeitsunfähig 
eingestuft hatte. Der genannte Arztbericht befindet sich nicht bei den 
Akten. Die Feststellungen des Arztes bzw. der Versicherung wurden je-
doch nicht  bestritten,  so  dass  die  Einstellung  der  Taggeldzahlungen 
per 28. Februar 2001 verfügt und in der Folge nicht angefochten wur-
de.  Bezogen  auf  ihre  angestammte  Tätigkeit  als  landwirtschaftliche 
Angestellte ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 
von 100% vom 7. Juli 2000 bis 14. Januar 2001 und von 50% vom 15. 
Januar 2001 bis 28. Februar 2001 daher nicht anzuzweifeln. Soweit im 
Bericht  des IV-Stellenarztes Dr. S._______ (act. 41) und im Einkom-
mensvergleich (act. 42), beide vom 13. Dezember 2004, eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit vom 25. Januar 2001 bis zum 28. Februar 2001 ver-
merkt ist, muss es sich um ein Versehen handeln; denn in den Vorak-
ten wurde, soweit vorliegend, der Zeitraum der 50%igen Arbeitsunfä-
higkeit vom 15. Januar bis zum 28. Februar 2001 angegeben (vgl. Ge-
such der Beschwerdeführerin  datiert  vom 27. Juni 2001, act. 1 S. 5; 
Société d'Assurance A._______, act. 16). 

Was  die  Zeit  ab  1.  März  2001  betrifft,  ging  der  IV-Stellenarzt  Dr. 
S._______ in seinem Bericht vom 13. Dezember 2004 (act. 42) von ei-
ner 20%igen Arbeitsunfähigkeit  in der bisherigen Tätigkeit  aus, wäh-
rend der im Rahmen der Beschwerdevernehmlassung konsultierte IV-
Stellenarzt  Dr.  med.  T._______  die  Beschwerdeführerin  mit  Bericht 
vom 12. April 2006 (act. 63) als zu 50% arbeitsunfähig in ihrem bisheri-
gen Beruf erachtete. Die Vorinstanz verwies in ihrer Vernehmlassung 
vom 1. Mai 2006 auf den ärztlichen Bericht von Dr. med. T._______, 
und das Bundesverwaltungsgericht hat angesichts der relativ starken 
Belastung des Rückens in landwirtschaftlichen Tätigkeiten keine Ver-
anlassung, davon abzuweichen. Damit steht fest, dass das Erfordernis 
der  durchschnittlich  mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit  während 
eines Jahres, d. h. zwischen dem 7. Juli 2000 und dem 6. Juli  2001, 
vorliegend erfüllt ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG in der Fassung vom 9. 
Oktober 1986, in Kraft vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 2002). 

6.3 Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Invaliditätsgrad der Beschwer-
deführerin  nach  Ablauf  der  Wartezeit  50% oder  mehr  betragen  hat. 
Für  die  Bemessung des Invaliditätsgrades ist  –  im Unterschied zum 
Erfordernis der Wartzezeit – nicht die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen 
Beruf,  sondern  die  auf  dem gesamten  Arbeitsmarkt  verwertbare  Ar-
beitsfähigkeit zu berücksichtigen (BGE 130 V 97 E. 3.2). Zu beurteilen 

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ist daher vorliegend die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in rü-
ckenangepassten Tätigkeiten. Im erstinstanzlichen Verfahren erachtete 
der medizinische Dienst der Vorinstanz die Beschwerdeführerin in ent-
sprechenden  Verweisungstätigkeiten  ab  dem  1.  März  2001  als  zu 
100% einsetzbar (vgl. Bericht von Dr. S._______ vom 13. Dezember 
2004, act. 42) und korrigierte diese Einschätzung im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens mit Bericht von Dr. med. T._______ vom 12. April 
2006 (act. 63) auf 80%. Der mit der Beschwerde eingereichte Bericht 
von Dr. P._______ vom 30. Januar 2006 wurde von Dr. med. T._______ 
berücksichtigt. Seinen Ausführungen zufolge führte die operativ vorge-
nommene Versteifung der Wirbelsäule zwangsläufig zu einer vermin-
derten Flexion derselben. Bei Schonung des Rückens sei jedoch eine 
Tätigkeit  in  wechselnden Positionen und ohne Belastung über 12 kg 
ab dem 1. März 2001 zu 80% zumutbar. Aufgrund der Nachvollziehbar-
keit  der  Stellungnahme von Dr. med. T._______  vom 12. April  2006 
(act. 63) ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bis zum 
massgeblichen Zeitpunkt des 15. Dezember 2005 (vgl. E. 5.2 zweiter 
Abschnitt) für Tätigkeiten mittlerer und leichter Art zu 80% einsetzbar 
war.

Gestützt auf diese Angaben legte die Vorinstanz dem Einkommensver-
gleich vom 27. April 2006 (act. 65) Tätigkeiten als Maschinenstepperin 
in der Kleiderherstellung sowie als Arbeiterin im Druckerei-  und Ver-
lagsgewerbe  und  in  verwandten  Tätigkeiten  zu  einem  Pensum  von 
80% zugrunde. Nach Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs 
von 10% resultierte ein Invaliditätsgrad von 30%. Das Erfordernis einer 
Erwerbseinbusse von mindestens 50% (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c) bis 
zum Inkrafttreten des FZA am 1. Juni 2002 bzw. mindestens 40% für 
die Zeit danach (vgl. auch BGE 130 V 253) ist somit offensichtlich nicht 
erfüllt. Die gesundheitliche Situation hat sich nach Ablauf der Wartezeit 
am 6. Juli 2001 nicht geändert; aus den eingereichten Arztzeugnissen 
ergeben  sich  für  die  Zeit  bis  zum Datum des  Einspracheentscheids 
vom 15. Dezember  2005 keine Anhaltspunkte  für  eine Verschlechte-
rung des Gesundheitszustands. Die Voraussetzungen für den Renten-
anspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der bis am 31. Dezem-
ber 2007 gültig gewesenen Fassung) sind somit nicht erfüllt.

7.
Zusammenfassend wird festgestellt, dass sich die Beschwerde als un-
begründet erweist und daher abgewiesen werden muss. 

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8.
8.1 Nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist das Verfahren 
kostenlos  (Übergangsbestimmung  zur  Änderung  des  IVG  vom  16. 
Dezember 2005 [AS 2006 2004], Bst. c in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1bis IVG bzw. in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG).

8.2 Bei  diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschädi-
gung zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 
des  Reglements  vom 11. Dezember  2006 über  die  Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2] e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- Société d'Assurance A._______
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Alberto Meuli Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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