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**Case Identifier:** 6fb76895-512b-5ed8-bdc2-00a25a4289aa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.12.2008 IV 2007/292
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-292_2008-12-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/292

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.05.2020

Entscheiddatum: 11.12.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 11.12.2008
Art. 28 Abs. 2ter IVG: gemischte Methode. Die von den ABI-Gutachtern 
attestierte Arbeitsfähigkeit ist zumindest für den Gutachtenszeitpunkt 
überzeugend. Frage offen gelassen, ob sich im Verfügungszeitpunkt (gut ein 
halbes Jahr nach der Begutachtung) die Arbeitsfähigkeit der Versicherten im 
von den behandelnden Spezialärzten attestierten Ausmass verschlechtert 
hat. Selbst bei Annahme einer entsprechenden Verschlechterung der 
Arbeitsfähigkeit und bei Berücksichtigung eines Leidens- und 
Wechselwirkungsabzugs wird mit der gemischten Methode kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad erreicht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2008, IV 
2007/292).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Miriam Lendfers

Entscheid vom 11. Dezember 2008

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Walter Bär, Rechtskonsulent, Hörnlistrasse 78, 8400 Winterthur,

 gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

 Sachverhalt:

A.   

A.a  Die 1963 geborene D.___ meldete sich am 8. Juli 2005 bei der 

Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie gab an, in England 

die Schule besucht und eine Ausbildung als Nursery Nurse gemacht, jedoch nie auf 

diesem Beruf gearbeitet zu haben. Im März 1996 sei sie in die Schweiz gekommen, wo 

sie in Teilzeit Reinigungsarbeiten verrichtet und als Prüfungs-Assistentin gearbeitet 

habe. Nach den Reinigungsarbeiten habe sie jeweils starke Schmerzen in Schultern, 

Armen, Händen, Hüften und Beinen gehabt. Eine Untersuchung in der Rheumaklinik 

und am Institut für Physikalische Medizin des Universitätsspitals Zürich habe dann zur 

Diagnose Fibromyalgie geführt (IV-act. 1).

A.b Die A.___ GmbH teilte mit Fragebogen für den Arbeitgeber vom 31. August 2005 

mit, die Versicherte sei seit dem 1. Juni 2004 als Prüfungs-Assistentin bei ihr 

beschäftigt. Es handle sich um sporadische Einsätze auf Abruf, die mit Fr. 30.- pro 

Stunde entlöhnt würden (IV-act. 12). Der Allgemeinmediziner Dr. med. B.___ hielt im 

Arztbericht vom 16. September 2005 fest, die Versicherte leide an einer chronischen 

Überlastungssituation bei psychosozialen Stressfaktoren mit gelegentlicher 

Dekompensation und Phasen depressiver Stimmungen sowie an Fibromyalgie mit 

ausgeprägter muskulärer Insuffizienz, einem cervicospondylogenen Schmerzsyndrom 

rechtsbetont, einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom, einer 

Periarthropathia humeroscapularis rechtsbetont und einer Periarthropathia coxae 

rechtsbetont. Sie sei zudem Duchenne-Trägerin, was im Juli 2001 erstmals 

diagnostiziert worden sei. Der Krankheitsverlauf sei chronisch, stationär, derzeit schwer 

positiv beeinflussbar (IV-act. 14-8). Leichte Tätigkeiten mit wechselnder Körperhaltung 

und mit zusätzlichen Pausen, ohne Bücken, Heben und Tragen von Lasten seien der 

Versicherten noch zu etwa 50% zumutbar. Die Einschränkungen bestünden ungefähr 

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seit 2003, eine Verbesserung des Gesundheitszustandes könne durch intensive 

Therapien und psychiatrische Begleitung erzielt werden (IV-act. 14-10 f.). Die 

Psychiaterin Dr. med. C.___ teilte in ihrem Bericht vom 14. November 2005 mit, die 

Versicherte sei seit dem 5. Juli 2005 bei ihr in Behandlung. Seit ca. 1999 leide sie an 

einem depressiven Zustandsbild nach schwerer und langdauernder Traumatisierung in 

der Kindheit und aktueller psychosozialer Belastung, seit ca. 1996 an Fibromyalgie, 

wobei die Diagnose erst jetzt gestellt worden sei. Zudem sei sie Trägerin des 

Duchenne-Gens, was zum Teil auch bei Trägerinnen zu Muskelsymptomen führe. Diese 

Diagnosen hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ihr Gesundheitszustand sei 

besserungsfähig. Seit 1999 sei sie als Kleinkinderzieherin/Krippenleiterin zu 50% 

arbeitsunfähig (IV-act. 20-5).

A.c  Am 10. April 2006 fand eine Abklärung der Verhältnisse an Ort und Stelle statt. 

Dem Abklärungsbericht Haushalt ist zu entnehmen, dass die Versicherte gemäss 

eigener Aussage ohne Gesundheitsschaden heute zu 50% in ihrem erlernten Beruf als 

Kindererzieherin in einer Kinderkrippe tätig wäre. Sie sei beispielsweise von der Stadt 

St. Gallen angefragt worden, ob sie eine englische Spielgruppe gründen wolle. Aus 

gesundheitlichen Gründen sei sie dazu nicht imstande. Sie leide an erheblichen 

Muskelproblemen, die darauf zurückzuführen seien, dass sie Genträgerin für 

Muskeldystrophie vom Typ Duchenne sei. Ein Fibromyalgie-Syndrom, wie bisher 

vermutet, liege gemäss den am Muskelzentrum des Kantonsspitals St. Gallen 

durchgeführten Tests nicht vor. Eingeschränkt sei sie in den Bereichen Ernährung, 

Wohnungspflege, Wäsche und Kleiderpflege, Kinderbetreuung und Verschiedenes. Bei 

schwereren Arbeiten wie Fensterputzen, Grossreinigung, Wäschetransport und -

aufhängen sowie beim Tragen schwerer Einkaufstaschen sei sie auf die Mithilfe der 

Familienmitglieder und der Schwiegereltern angewiesen. Im Bereich Haushalt wurde 

unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht der Familienmitglieder eine 

Einschränkung von rund 15% ermittelt. Die Versicherte unterzeichnete diesen Bericht 

am 5. Mai 2006 und hielt ergänzend fest, ihre ältere Tochter arbeite in E.___ und 

komme jeweils nur am Donnerstag- und Freitagabend nach Hause, sodass ihre Mithilfe 

minimal sei (IV-act. 33).

A.d Mit Verlaufsbericht vom 11. Mai 2006 teilte Dr. C.___ mit, es habe sich 

zwischenzeitlich eine wesentliche Veränderung der Hauptdiagnose ergeben. Gemäss 

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beigelegtem Bericht des Muskelzentrums/ALS clinic des Kantonsspitals St. Gallen vom 

13. April 2006 sei die Versicherte symptomatische Dystrophinopathie-Konduktorin (Typ 

Duchenne) mit Gliedergürtelschwäche und generalisierten Muskelschmerzen. Diese 

Beschwerden seien chronisch und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch progredient 

und könnten nur symptomatisch gelindert werden. Unter diesen Umständen sei die 

psychiatrische Diagnose für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit völlig sekundär. Die 

chronische Erschöpfungsdepression müsse zwar mit Gesprächen und Medikamenten 

weiterhin behandelt werden, die Prognose sei diesbezüglich jedoch recht gut (IV-

act. 34-1 f.). Im Arztbericht vom 12. Mai 2006 hielt das Muskelzentrum/ALS clinic des 

Kantonsspitals St. Gallen fest, die Versicherte sei symptomatische Dystrophinopathie-

Konduktorin (Typ Duchenne) mit Gliedergürtelschwäche und generalisierten 

Muskelschmerzen. Zudem leide sie an einer reaktiven Depression bei psychosozialer 

Belastungssituation (behindertes Kind, Partnerschaftskonflikt). In ihrer Tätigkeit als 

Hausfrau und für Reinigungsarbeiten sei sie seit Januar 2005 zu 20% arbeitsunfähig. 

Eine berufliche Tätigkeit sei wegen des generalisierten Schmerzsyndroms derzeit nicht 

mehr möglich. Bei einer suffizienten Schmerztherapie, Psychotherapie und 

Psychopharmakotherapie der bestehenden Schmerzsymptomatik wären leichte 

Tätigkeiten ohne körperliche Belastung im Ausmass von sechs bis acht Stunden täglich 

zumutbar. (IV-act. 35-5, 35-9).

A.e Auf Anfrage hin hielt der IV-interne Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz in 

seiner Stellungnahme vom 9. Juni 2006 wegen der kontroversen Diskussion der 

Ursache der somatischen Beschwerden und des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit eine 

polydisziplinäre Abklärung für notwendig (IV-act. 36). Diese Exploration fand am 

20. Dezember 2006 bei der Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), Basel, statt. 

Dem Gutachten des ABI vom 15. Januar 2007 ist zu entnehmen, dass die Versicherte 

an einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) bei symptomatischer Dystrophinopathie-

Konduktorin vom Typ Duchenne, einem Verdacht auf Status nach hyperkinetischer 

Störung mit legasthenischer Lernstörung (ICD-10: F90) und als symptomatische 

Dystrophinopathie-Konduktorin Typ Duchenne (ICD-10: G71.0) an proximal betonter 

Myopathie und generalisierten Myalgien sowie multiplen Arthralgien, Periarthropathien 

und einem panvertebralen Schmerzsyndrom leide. Diese Diagnosen hätten Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolge aus medizinisch-

theoretischer Sicht, da die Versicherte nie auf ihrem erlernten Beruf als 

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Kinderbetreuerin gearbeitet habe. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der 

prolongierten Anpassungsstörung eine Arbeitsunfähigkeit von 25%. Aus 

rheumatologischer Sicht seien der Versicherten körperlich schwere und mittelschwere 

Tätigkeiten bleibend nicht mehr zumutbar, für eine geeignete, körperlich leichte 

Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit um 20% eingeschränkt. Zusammenfassend seien der 

Versicherten körperlich leichte, leidensadaptierte Tätigkeiten zu 75% ganztägig 

zumutbar. Die Einschränkungen ergänzten sich bezüglich möglicher Pausen und 

Erholung, es entstehe kein additiver Effekt. Für die häusliche Tätigkeit bestehe aus 

psychiatrischer Sicht keine eigentliche Einschränkung, die Versicherte dürfte wegen 

der Stimmungsschwankungen etwas verlangsamt sein, was im Haushalt jedoch kein 

entscheidendes Kriterium sei. Aus rheumatologischer Sicht bestehe aufgrund der 

erhobenen Befunde und Diagnosen eine Einschränkung von 20%, so dass die 

Arbeitsunfähigkeit im Haushalt 20% betrage. Medizinisch-theoretisch wäre der 

Versicherten neben dem Haushalt eine adaptierte Erwerbstätigkeit zumutbar. Die 

Versicherte selbst könne sich derzeit aufgrund ihrer psychischen und somatischen 

Beschwerden keine erwerbliche Berufstätigkeit vorstellen (IV-act. 44).

A.f Gestützt auf dieses Gutachten und die Stellungnahme des RAD vom 27. März 2007, 

der das Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar erachtete (IV-act. 47), kündigte 

die IV-Stelle mit Vorbescheid 5. Juni 2007 bei einem Invaliditätsgrad von 10% die 

Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 52). Gegen diesen Vorbescheid erhob Wal­

ter Bär, eidg. dipl. Sozialversicherungsexperte, Rechtskonsulent, Winterthur, für die 

Versicherte am 21. Juni 2007 Einwand und beantragte die Ausrichtung einer halben 

Invalidenrente. Die Versicherte sei in der Erwerbstätigkeit wie im Haushalt mindestens 

zu 50% eingeschränkt. Bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit und des Haushalts von je 

50% betrügen die Invaliditätsanteile je 25% und ergäben gesamthaft eine Invalidität 

von 50%, womit eine halbe Invalidenrente angebracht sei (IV-act. 56).

A.g Mit Verfügung vom 2. Juli 2007 wies die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten 

auf eine Invalidenrente ab. Die Versicherte sei zu 50% als Hausfrau und zu 50% als 

Erwerbstätige einzustufen. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei ihr zu 75% zumutbar, 

womit sie im Erwerb nicht eingeschränkt sei. Im Haushalt bestehe eine Einschränkung 

von 20%. Es ergebe sich insgesamt ein Invaliditätsgrad von 10%, weshalb kein 

Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung vorliege (act. G 1.2).

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B.  

B.a Mit Beschwerde vom 27. Juli 2007 beantragt der Rechtsvertreter der Versicherten 

die Aufhebung der Verfügung vom 2. Juli 2007. Der Versicherten sei eine halbe 

Invalidenrente zuzusprechen. Die Versicherte leide an der schweren Muskelerkrankung 

Dystrophinopathie-Konduktorin Typ Duchenne mit Gliedergürtelschwäche und 

generalisierten Muskelschmerzen sowie zusätzlich an einem Status nach reaktiver 

Depression. Die IV-Stelle unterschätze diese Leiden, die eine erhebliche Behinderung 

verursachten. Erforderlich sei eine Abklärung der Invaliditätsfrage durch auf solche 

Muskelkrankheiten spezialisierte Ärzte. Das Muskelzentrum des Kantonsspitals St 

Gallen attestiere der Versicherten im beigelegten Bericht vom 23. Juli 2007 eine 

Einschränkung sowohl in der Erwerbstätigkeit wie auch im Haushalt von 50% 

(act. G 1.3). Bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit und der Haushaltführung von je 50% 

ergebe sich somit eine Gesamtinvalidität von 50%. Die Versicherte habe damit 

Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. November 2007 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die Ärzte des Muskelzentrums des 

Kantonsspitals St. Gallen hätten der Beschwerdeführerin im Verlaufsbericht vom 

31. August 2007 eine Einschränkung von 50% sowohl im Erwerb wie auch im Haushalt 

attestiert (IV-act. 67). Das ABI-Gutachten vom 15. Januar 2007 sei demgegenüber noch 

von einer Einschränkung von 25% im Erwerb und von 20% im Haushalt ausgegangen. 

Es könne offen bleiben, ob diese Abweichung auf eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes oder auf eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts 

zurückzuführen sei. Selbst wenn man von der pessimistischen Einschätzung der Ärzte 

des Muskelzentrums ausgehe, habe die Beschwerdeführerin keinen Rentenanspruch. 

Da sie auch als Gesunde nur in einem 50%-Pensum arbeiten würde, erleide sie keine 

Erwerbseinbusse. Selbst wenn man im Haushalt eine Einschränkung von 50% anstatt 

20% berücksichtigen würde, würde daher der Gesamtinvaliditätsgrad lediglich 25% 

betragen (act. G 6).

B.c Mit Replik vom 17. November 2007 lässt die Beschwerdeführerin an den 

Beschwerdeanträgen festhalten. Die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Berichte 

des Muskelzentrums St. Gallen zeigten, dass gegenüber den Befunden bei der 

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Begutachtung durch das ABI eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands 

eingetreten sei und die Krankheit progredient verlaufe. Das Muskelzentrum bestätige 

erneut, dass sowohl im Erwerb wie auch im Haushalt je eine Einschränkung von 50% 

vorliege. Die Beschwerdeführerin könne höchstens vier Stunden täglich erwerbstätig 

sein, wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Bei einer zeitlichen 

Erwerbstätigkeit von 50% verursache somit die Behinderung eine 

Leistungseinschränkung von 50%, womit die Erwerbsunfähigkeit 25% betrage. 

Zusammen mit der Invalidität im Haushalt von

ebenfalls 25% ergebe sich eine Gesamtinvalidität von 50% und die 

Beschwerdeführerin habe Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (act. G 10).

B.d Mit Schreiben vom 27. November 2007 hat die Beschwerdegegnerin auf eine 

Duplik verzichtet (act. G 12).

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil 

in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei 

der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, und weil bei 

der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung 

vom 2. Juli 2007 eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 132 V 215 Erw. 3.1.1; 

Urteil 8C_589/2007 vom 14. April 2008, Erw. 3), sind vorliegend die bis zum 

31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

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Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Ist die versicherte Person vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen gilt nach Art. 8 Abs. 3 ATSG 

die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, als Invalidität.

2.2  Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen 

Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den 

Invaliditätsgrad festlegen zu können, sind daher medizinische Grundlagen wesentlich. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 

versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4; ZAK 1982 

S. 34; Rz. 3047 f. des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen 

Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 

[KSIH]). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf die 

Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz. 3049 KSIH). Ob die 

versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die 

Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz. 3046 KSIH).

3.   

3.1  Vorab ist die medizinische Aktenlage zu betrachten. Die Diagnosen des ABI-

Gutachtens vom 15. Januar 2007 lauten auf Anpassungsstörung, Verdacht auf Status 

nach hyperkinetischer Störung mit legasthenischer Lernstörung und symptomatische 

Dystrophinopathie-Konduktorin (Typ Duchenne) bei/mit proximal betonter Myopathie 

und generalisierten Myalgien sowie multiplen Arthralgien, Periarthropathien und 

panvertebralem Schmerzsyndrom. Aufgrund dieser Diagnosen sei die 

Beschwerdeführerin für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten bleibend seit 

1999 voll arbeitsunfähig, für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten bestehe eine 

zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 75%. Für die Tätigkeit im Haushalt 

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bestehe aufgrund der erhobenen Befunde und Diagnosen aus rheumatologischer Sicht 

eine Einschränkung von 20%. Aus psychiatrischer und internistischer Sicht lägen keine 

Einschränkungen vor, so dass die Arbeitsfähigkeit im Haushalt 80% betrage (IV-

act. 44-17 ff.). Der Bericht des Muskelzentrums/ALS clinic des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 12. Mai 2006 hält als Diagnosen fest, die Beschwerdeführerin sei 

symptomatische Dystrophinopathie-Konduktorin (Typ Duchenne) und leide an 

Gliedergürtelschwäche, generalisierten Muskelschmerzen sowie an einer reaktiven 

Depression bei psychosozialer Belastungssituation. Die bisherige Tätigkeit als 

Reinigungskraft sei ihr nicht mehr zumutbar, bei suffizienter Schmerzbehandlung sollte 

jedoch eine adaptierte Tätigkeit (ohne körperliche Belastung) zu sechs bis acht 

Stunden pro Tag zumutbar sein. Das Gutachten vom 15. Januar 2006 stimmt somit in 

Bezug auf die Diagnosen wie auch auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit mit dem Bericht der spezialisierten Ärzte des Muskelzentrums im 

Wesentlichen überein. Insbesondere belegen die vorhandenen medizinischen 

Unterlagen (vgl. IV-act. 44-22 und 24), dass die im Bericht des Muskelzentrums wie 

auch im ABI-Gutachten empfohlene medikamentöse Behandlung der Schmerzen und 

der Depression durchgeführt wurde. Zumindest für den Zeitpunkt des Gutachtens, d.h. 

Januar 2007, ist somit von einer Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 75% in 

einer adaptierten Tätigkeit und von 80% im Haushalt auszugehen.

3.2  Die Beschwerdeführerin lässt demgegenüber geltend machen, ihre Arbeitsfähigkeit 

sei weit geringer, so attestierten ihr die spezialisierten Ärzte des Muskelzentrums mit 

Schreiben vom 23. Juli 2007 lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von 50% sowohl in 

einer adaptierten Tätigkeit wie auch im Haushalt. In beiden Bereichen bestehe zudem 

eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50%, so dass die effektive Arbeitsfähigkeit 

(Erwerbstätigkeit und Haushalt) noch je 25% betrage.

3.3  Die Ärzte des Muskelzentrums/ALS clinic des Kantonsspitals St. Gallen attestierten 

der Beschwerdeführerin in ihrem Bericht vom 31. August 2007 eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustands, eine verbleibende Arbeitsfähigkeit von lediglich 50% sowie 

eine Einschränkung im Haushalt von ebenfalls 50% (IV-act. 67-6 f.). Die 

Beschwerdegegnerin lässt offen, ob es sich um eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands oder lediglich um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen 

gleich gebliebenen Sachverhalts handelt. Denn in Anwendung der bundesgerichtlichen 

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Praxis zur sog. gemischten Methode resultiere auch unter Annahme einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% bei einer 50%-igen Erwerbstätigkeit keine Einschränkung; 

eine um 50% verminderte Leistungsfähigkeit im Haushalt bei einem Anteil von ebenfalls 

50% würde im Ergebnis zu einem Invaliditätsgrad von 25% führen.

3.4  Tatsächlich muss nicht abschliessend beurteilt werden, ob sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Begutachtung durch das ABI im 

Dezember 2006 bzw. dem Bericht des Muskelzentrums vom Mai 2006 in einem 

Ausmass verschlechtert hat, dass nunmehr von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit von lediglich noch 50% anstatt 75% auszugehen ist und auch im Haushalt 

neu eine Einschränkung von 50% besteht. Denn selbst bei dieser Annahme entsteht 

noch kein Rentenanspruch, wie nachfolgend zu zeigen ist.

3.5  Laut eigenen Angaben wäre die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden in 

einem 50%-Pensum erwerbstätig. Dies erscheint aufgrund der aktenmässig belegten 

Sachumstände auch als überwiegend wahrscheinlich. Die Beschwerdegegnerin hat 

daher zur Ermittlung des Invaliditätsgrads zu Recht die gemischte Methode 

angewendet (vgl. Art. 28 Abs. 2  IVG).

3.6  Was die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit im Teil der Erwerbstätigkeit betrifft, ist sowohl bezüglich des Validen- 

wie des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen, denn die 

Beschwerdeführerin hat in den zurückliegenden Jahren – wohl bereits 

krankheitsbedingt – nur sporadisch gearbeitet und dabei kein für den Gesundheitsfall 

repräsentatives Einkommen erzielt. Damit entspricht die invaliditätsbedingte 

erwerbliche Einbusse der medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit (hier 50%). Mit 

Rücksicht auf die reduzierte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin selbst in einer 

adaptierten Tätigkeit (Verlangsamung, Notwendigkeit regelmässiger Pausen) erscheint 

ein zusätzlicher Abzug von 10% gerechtfertigt (vgl. BGE 126 V 75). Nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zur gemischten Methode wird die erwerbliche 

Teilinvalidität nun allerdings nach Massgabe der Differenz zwischen Pensum im 

Gesundheitsfall und Arbeitsunfähigkeit, die vorliegend Null ergibt, ermittelt, sodass aus 

dem Erwerbsteil nur der halbierte Leidensabzug, mithin 5 % zum Tragen kommt. Das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat diese Praxis vergeblich verworfen (so 

ter

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etwa im Entscheid IV 2005/21 vom 9. August 2005; vgl. auch den Entscheid IV 2006/27 

vom 20. Februar 2007, Erw. 3), ist damit aber nicht durchgedrungen (Entscheid 

I 669/05 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bzw. des heutigen 

Bundesgerichts in der erwähnten Sache vom 2. März 2006; vgl. ferner etwa die Urteile 

I 156/04, I 669/05 und I 711/05). In Nachachtung der höchstrichterlichen Praxis ist 

damit vorliegend für den Erwerbsteil von einem Teilinvaliditätsgrad von 5% 

auszugehen.

3.7  Im Haushalt ist die Beschwerdeführerin – selbst wenn auf den Bericht des 

Muskelzentrums vom 31. August 2007 abgestellt wird – höchstens zu 50% 

eingeschränkt. Gewichtet entsprechend dem Anteil der Haushalttätigkeit an der 

Gesamtaktivität der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall resultiert daraus ein 

Teilinvaliditätsgrad von 25%.

3.8  Die Beanspruchung in den beiden Teilbereichen (Haushalt und Erwerbstätigkeit) 

kann unter Umständen dazu führen, dass sich die Einschränkungen in den 

Teilbereichen erhöhen. Dieser Wechselwirkung ist nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung (BGE 134 V 9) allerdings nur Rechnung zu tragen, sofern sie nicht 

vermeidbar oder bei der Einschätzung der verbliebenen Leistungsfähigkeit in den 

jeweiligen Aufgabenbereichen nicht bereits berücksichtigt worden ist. Eine allfällige 

Wechselwirkung darf mit einem zusätzlichen Abzug von höchstens 15 % stets nur vom 

anteilsmässig bedeutenderen zum weniger bedeutenderen Bereich berücksichtigt 

werden; sofern Erwerbsteil und Haushalt mit je 50 % veranschlagt sind, ist die 

Wechselwirkung dort beachtlich, wo sie sich stärker auswirkt. Vorliegend hat die 

Beschwerdegegnerin sich mit der Frage, ob in Folge der Belastung der 

Beschwerdeführerin im einen Tätigkeitsbereich ihr Leistungsvermögen im anderen 

Bereich reduziert sein könnte, nicht auseinandergesetzt. Da die Beschwerdeführerin 

ihre Resterwerbsfähigkeit nicht verwertet, ist im Sinn der höchstrichterlichen Praxis 

davon auszugehen, dass allfällige Auswirkungen vom Haushalts- in den 

Erwerbsbereich zu berücksichtigen wären. Selbst wenn dabei vorliegend der 

Maximalabzug zugelassen würde, ergäbe dies noch keinen rentenbegründenden 

Invaliditätsgrad: (10% + 15%) x 0.5 + (50% x 0.5) = 37.5% (vgl. zur Berechnung den 

Entscheid 9C_49/08 des Bundesgerichts vom 28. Juli 2008). Damit hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Rente.

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4.   

Massgeblich für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist die Situation im 

Zeitpunkt der Verfügung (2. Juli 2007). Sollte seit diesem Zeitpunkt eine weitere 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sein, 

was gemäss dem Verlaufsbericht des Muskelzentrums/ALS clinic des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 31. August 2007 nicht auszuschliessen ist, kann sich die 

Beschwerdeführerin erneut bei der IV-Stelle anmelden. Diese hätte sodann neue 

medizinische Abklärungen, gegebenenfalls unter Beizug eines Spezialisten für 

Muskelkrankheiten, durchzuführen.

5.   

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.- festzusetzen. Dem Ausgang des Verfahrens 

gemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Gerichtskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Der von 

ihr geleistete Kostenvorschuss in selber Höhe wird angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.12.2008
	Art. 28 Abs. 2ter IVG: gemischte Methode. Die von den ABI-Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit ist zumindest für den Gutachtenszeitpunkt überzeugend. Frage offen gelassen, ob sich im Verfügungszeitpunkt (gut ein halbes Jahr nach der Begutachtung) die Arbeitsfähigkeit der Versicherten im von den behandelnden Spezialärzten attestierten Ausmass verschlechtert hat. Selbst bei Annahme einer entsprechenden Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit und bei Berücksichtigung eines Leidens- und Wechselwirkungsabzugs wird mit der gemischten Methode kein rentenbegründender Invaliditätsgrad erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2008, IV 2007/292).

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