# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 101c6055-1c1b-594e-9614-f982f4cd6a2a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.04.2025 E-1912/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1912-2025_2025-04-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1912/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter David R. Wenger, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;   

Gerichtsschreiber Jonas Attenhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch MLaw Nadiia Alekseieva,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

(…),  

 

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 11. März 2025 / N (…). 

 

 

 

E-1912/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 15. Juni 2024 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass sie am 27. Juni 2024 im Rahmen des sogenannten Dublin-Gesprächs 

befragt wurde, das SEM mit Entscheid vom 8. Juli 2024 auf das Asylgesuch 

vom 15. Juni 2024 nicht eintrat und sie nach Italien wegwies, 

dass das SEM, nachdem die Frist zur Überstellung nach Italien abgelaufen 

war, mit Verfügung vom 3. Februar 2025 das nationale Asyl- und Wegwei-

sungsverfahren wiederaufnahm, 

dass die Beschwerdeführerin am 28. Februar 2025 im Beisein ihrer Rechts-

vertretung vertieft zu ihren Gesuchsgründen angehört wurde, 

dass sie geltend machte, sie sei eritreische Staatsangehörige und stamme 

aus B._______, wo sie bis zu ihrer Ausreise gelebt habe, 

dass sie weiter geltend machte, sie habe während zehn Jahren in Eritrea 

die Schule besucht und sei nach ihrer Ausreise aus Eritrea während vier 

Jahren und vier Monaten in Äthiopien geblieben, wo sie eine Ausbildung 

zur Make-Up Artistin und Coiffeuse gemacht habe, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen subjektive 

Nachfluchtgründe und eine Reflexverfolgung durch staatliche Behörden 

vorbringt, 

dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin am 10. März 2025 Stel-

lung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz nahm, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 11. März 2025 die Flüchtlingsei-

genschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr Asylgesuch ablehnte und 

die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 20. März 2025 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat und 

beantragt, es sei die angefochtene Verfügung vollständig aufzuheben und 

die Beschwerdeführerin aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe als Flücht-

ling vorläufig aufzunehmen, 

dass sie eventualiter beantragt, sie sei aufgrund der Unzumutbarkeit der 

Wegweisung in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, 

E-1912/2025 

Seite 3 

dass sie subeventualiter beantragt, die Verfügung sei vollständig aufzuhe-

ben und die Sache zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung inklusive Kostenvorschussverzicht ersucht, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5) richten,  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

E-1912/2025 

Seite 4 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken, gelten und den frauenspezifischen Flucht-

gründen Rechnung zu tragen ist (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass die Vorinstanz ihren Asylentscheid damit begründet, die Vorbringen 

der Beschwerdeführerin hielten den Anforderungen an die Asylrelevanz 

nicht stand,  

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

eine Reflexverfolgung aufgrund der staatlichen Verfolgung ihres Vaters 

([…]) und subjektive Nachfluchtgründe infolge ihrer Ausreise geltend 

macht, 

dass sich die vorinstanzliche Verfügung mit dem Dossier der Eltern der Be-

schwerdeführerin – in welches der Beschwerdeführerin am 12. März 2025 

Einsicht gewährt wurde – auseinandersetzt und zum Schluss kommt, die-

sem sei keine Vorverfolgung der Tochter zu entnehmen und das niedrige 

politische Profil des Vaters dürfte sie in den Augen der eritreischen Behör-

den nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit als missliebige Person er-

scheinen lassen, womit die vorgebrachte Reflexverfolgung durch die Vo-

rinstanz rechtsgenüglich erörtert worden ist, 

dass die Feststellung des Sachverhalts auch sonst nicht zu beanstanden 

ist und dasselbe auch für die Begründungsdichte der angefochtenen Ver-

fügung gilt, womit das rechtliche Gehör und die Untersuchungspflicht ent-

gegen der Behauptung in der Rechtsmitteleingabe gewahrt sind und der 

Subeventualantrag der Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzu-

weisen ist, 

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass die 

Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 11. März 2025 mit überzeugender Be-

gründung zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-

rechtliche Beachtlichkeit nicht zu genügen vermögen,  

E-1912/2025 

Seite 5 

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es der 

Beschwerdeführerin nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhaltiges 

entgegenzusetzen, 

dass die Beschwerdeführerin mit der Vorinstanz zum Zeitpunkt ihrer Aus-

reise noch nicht dienstpflichtig war und keinen Militärdienst geleistet hatte, 

weshalb keine begründete Furcht vor flüchtlingsrechtlich relevanter Verfol-

gung durch die eritreischen Behörden infolge Dienstverweigerung oder De-

sertion besteht, 

dass mit der Vorinstanz weiter die geltend gemachte illegale Ausreise für 

sich alleine keine Furcht vor einer zukünftigen flüchtlingsrechtlich relevan-

ten Verfolgung durch die eritreischen Behörden zu begründen vermag (vgl. 

Urteil des BVGer D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 E. 5.1 [als Referenz-

urteil publiziert]), 

dass die geltend gemachte illegale Ausreise auch nicht durch eine Re-

flexverfolgung flüchtlingsrechtlich qualifiziert wird, da das politische Profil 

des Vaters mit der Vorinstanz dazu nicht ausreicht,  

dass die Beschwerdeführerin keine Vorverfolgung geltend macht und auch 

der Schulabbruch für sich allein oder zusammen mit der vorgebrachten il-

legalen Ausreise keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu begrün-

den vermag, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz 

das Asylgesuch zu Unrecht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 

E-1912/2025 

Seite 6 

Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass sich gemäss geltender Rechtsprechung der Vollzug der Wegweisung 

trotz eines möglichen Einzugs in den Nationaldienst als zulässig (vgl. 

BVGE 2018 VI/4 E. 6.1) und zumutbar (vgl. BVGE 2018 VI/4 E. 6.2) er-

weist, 

dass in Eritrea weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine Situation allgemei-

ner Gewalt, aufgrund derer eine Rückkehr generell unzumutbar wäre, 

herrscht, wobei angesichts der schwierigen allgemeinen Lage in Eritrea in 

Einzelfällen nach wie vor eine Existenzbedrohung gegeben sein kann (vgl. 

Referenzurteil des BVGer D-2311/2016 vom 17. August 2017 E. 17; Urteil 

des BVGer E-620/2025 vom 14. Februar 2025 E 8.3.3), 

dass eine solche Existenzbedrohung im Falle der erwachsenen und ge-

sunden Beschwerdeführerin, die über Arbeitserfahrung, ein familiäres Be-

ziehungsnetz in Eritrea und unterstützungsfähige Verwandte in der 

Schweiz verfügt, nicht gegeben ist, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für ihre Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG), womit das Eventualbegehren abzuweisen ist, 

E-1912/2025 

Seite 7 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass der Beschwerdeführerin demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1912/2025 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David R. Wenger Jonas Attenhofer 

 

 

Versand: