# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75426564-18e3-52bb-a2c8-95cc4a2a5753
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.02.2013 SB120479
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120479_2013-02-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB120479-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, Oberrichter lic. iur. S. Volken 

und Oberrichterin lic. iur. L. Chitvanni sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Baumgartner 

 

 

Urteil vom 18. Februar 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. R. Michel,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 

mehrfache Urkundenfälschung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 9. Juli 2012 
(DG110013) 
 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 31. März 2011 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 19). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 55) 

1. Der Beschuldigte ist schuldig (HD, ND 1, ND 2, ND 3, ND 4, ND 5, ND 7) 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

− des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB in 

Verbindung mit Art. 138 Ziff. 2 StGB 

− des vorsätzlichen Fahrens trotz Führerausweisentzug im Sinne von Art. 95 

Ziff. 2 SVG 

− des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Kontrollschildern im Sinne 

von Art. 97 Ziff. 1 lit. b SVG 

1. Der Beschuldigte ist des mehrfachen Betruges in den Sachverhalten gemäss HD 

Ziff. 1.1 und HD Ziff. 1.2 nicht schuldig und wird diesbezüglich freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 8 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufgeschoben und 

die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 8 Tage, die 

bis und mit heute durch Haft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die mit Verfügung des Bezirksamtes Kreuzlingen vom 18. Juli 2008 beschlagnahm-

ten Gegenstände und Unterlagen werden – soweit sie noch nicht herausgegeben 

wurden – eingezogen und bei den Akten belassen. 

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5. Die Privatklägerin 1 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des ordentlichen Zivilprozesses verwiesen. 

6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, C._____ (Privat-

kläger 4) EUR. 30'276.69 als Schadenersatz zu bezahlen. Der Privatkläger 4 wird 

mit seinen weitergehenden Schadenersatzbegehren auf den Weg des ordentlichen 

Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, D._____ (Privat-

klägerin 5) EUR. 73'000.– als Schadenersatz zu bezahlen. 

8. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 3'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 30.50   Kanzleikosten 

Fr.     Auslagen Untersuchung 

Fr. 16'939.0

 

  amtliche Verteidigung 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

9. Die Verfahrenskosten werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtli-

chen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen; eine Nachforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. Über die Höhe der Kosten der 

amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss entschieden. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel) 

 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 67): 

1.  Es sei die vom Bezirksgericht Dietikon ausgesprochene Freiheitsstrafe von 

32 Monaten aufzuheben und es sei der Beschuldigte und Berufungskläger 

mit einer bedingten Freiheitsstrafe von max. 18 Monaten zu bestrafen, dies 

unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren sowie unter Anrechnung der 

bereits erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft. 

2.  Eventualiter sei für den Fall, dass das Obergericht eine teilbedingte  

Freiheitsstrafe aussprechen sollte, der unbedingt zu vollziehende Teil mit 

6 Monaten zu bemessen. 

3.  Unter ausgangsgemässer Regelung der Kostenfolge. 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 62): 

(schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c) Der Privatklägerschaft: 

Keine Anträge. 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. Juli 20012 wurde der  

Beschuldigte der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 

StGB (HD/ND 2), des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 

-   5   - 

(HD Ziff. 1.3. u. 1.4.), der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 

Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 138 Ziff. 2 StGB (ND 3/ND 4/ND 5/ND 7), des 

vorsätzlichen Fahrens trotz Führerausweisentzugs im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 

SVG (ND 1) sowie des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Kontroll-

schildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 lit. b SVG (ND 1) schuldig gesprochen. Vom 

Vorwurf des mehrfachen Betrugs hinsichtlich HD Ziff. 1.1 und HD Ziff. 1.2 wurde 

der Beschuldigte freigesprochen. Das Bezirksgericht Dietikon bestrafte den  

Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten. Den Vollzug dieser Strafe 

schob das Gericht im Umfang von 20 Monaten auf und setzte die Probezeit auf 

3 Jahre fest. Für die übrigen 12 Monate wurde der Vollzug angeordnet. Neben 

dem Einzug diverser beschlagnahmter Gegenstände und Unterlagen entschied 

das Gericht auch über die Zivilforderung der Privatklägerin 1 (B._____), des Pri-

vatklägers 4 (C._____) und der Privatklägerin 5 (D._____). Schliesslich auferlegte 

es dem Beschuldigten die Verfahrenskosten mit Ausnahme der Kosten für die 

amtliche Verteidigung (Urk. 55). Dieses Urteil wurde dem Beschuldigten am 9. Juli 

2012 unbegründet per Fax eröffnet (Urk. 42/1). Die Staatsanwaltschaft nahm das 

unbegründete Urteil am 10. Juli 2012 entgegen (Urk. 41/2) und der Privatkläger-

schaft ging das unbegründete Urteil am 11. Juli 2012 (Urk. 46/1, Privatklägerin 1; 

Urk. 46/3, Privatklägerinnen 2 u. 3; Urk. 46/5, Privatklägerin 5) bzw. am 12. Juli 

2012 (Urk. 46/4, Privatkläger 4) zu. 

1.2. Am 10. Juli 2012 liess der Beschuldigte gegen das erwähnte Urteil  

Berufung erheben (Urk. 44). Das begründete Urteil wurde dem Beschuldigten mit 

Datum vom 29. Oktober 2010 zugestellt (Urk. 53/1). Am 15. November 2012 ging 

bei der hiesigen Kammer fristgerecht die Berufungserklärung des Beschuldigten 

ein, in welcher der Verteidiger den Verzicht auf das Stellen von weiteren Beweis-

anträgen mitteilte (Urk. 58). Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 

27. November 2012 die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und gab  

ebenfalls den Verzicht auf das Stellen von Beweisanträgen bekannt (Urk. 62). 

Seitens der Privatklägerschaft hat sich am Berufungsverfahren niemand beteiligt. 

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2. Prozessuales 

2.1. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung das Strafmass und damit ver-

bunden die Vollzugsregelung des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 58). Unter 

Verweis auf das erstinstanzliche Verfahren, beantragte er in seiner Berufungs-

erklärung die Bestrafung mit einer bedingten Freiheitsstrafe von max. 18 Monaten 

unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren sowie unter Anrechnung der  

bereits erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft (Urk. 40). Übereinstimmend 

lauteten die anlässlich der Berufungsverhandlung gestellten Anträge der Verteidi-

gung (Urk. 67, Prot. II S. 3). Somit sind im vorliegenden Verfahren die Ziffer 2 

(Strafmass) und die Ziffer 3 (Vollzug) des vorinstanzlichen Urteils angefochten 

und zu überprüfen (Art. 399 Abs. 4 lit. b StPO, Art. 404 Abs. 1 StPO). Hingegen 

sind die Schuldsprüche (Ziffer 1), die Freisprüche (Ziffer 2), die Einziehung (Ziffer 

5), die Regelungen betreffend die Zivilforderungen der Privatklägerschaft (Ziffer 6 

bis 8) sowie der Entscheid über die Verfahrenskosten (Ziff. 9 und 10) des  

vorinstanzlichen Urteils nicht angefochten und damit in Rechtskraft erwachsen, 

was festzustellen ist (Art. 402 StPO i.V.m. 437 Abs. 1 StPO). 

2.2. Die Berufungsverhandlung fand am 18. Februar 2013 statt. 

II. Sanktion 

3. Anwendbares Recht 

3.1. Die vorliegend zu beurteilenden Delikte beging der Beschuldigte teils vor 

und teils nach Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches 

am 1. Januar 2007. Die Vorinstanz ist in ihrem Urteil zum Schluss gelangt, dass 

im vorliegenden Fall neues Recht zur Anwendung gelangt. Auf die entsprechen-

den vollständigen Erwägungen der Vorinstanz kann verwiesen werden (Urk. 55 

S. 11 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.2. Die Staatsanwaltschaft beantragte im Berufungsverfahren die Bestätigung 

des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 62). Insoweit kann mit diesem Urteil in  

Beachtung des Verschlechterungsverbots keine höhere Sanktion als sie bereits 

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die Vorinstanz ausgesprochen hat, festgesetzt werden (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

Demzufolge hat sich die Strafhöhe auch im Berufungsverfahren in dem von der 

Vorinstanz abgehandelten Bereich der bedingten bzw. teilbedingten Strafe zu  

bewegen. Somit ist auch im Berufungsverfahren ohne weiteres neues Recht  

anzuwenden. 

4. Retrospektive Konkurrenz 

4.1. Der Beschuldigte wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft  

Winterthur/Unterland vom 5. November 2007 wegen Fahrens in fahrunfähigem 

Zustand und unter Einbezug des Widerrufs der bedingt ausgesprochenen Strafe 

von 2 Wochen Gefängnis durch das Bezirksamt Frauenfeld vom 24. August 2006 

zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à Fr. 350.-- als Gesamtstrafe verurteilt 

(Urk. 57). Die aktuell zu beurteilenden Delikte beging der Beschuldigte zwischen 

Dezember 2006 und August 2008, mithin teilweise vor und teilweise nach der  

genannten Verurteilung. Es liegt damit retrospektive Konkurrenz vor, weshalb sich 

gestützt auf Art. 49 Abs. 2 StGB grundsätzlich die Frage der Ausfällung einer  

teilweisen Zusatzstrafe stellt. Eine solche ist dann auszufällen, wenn die Voraus-

setzungen für die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB gegeben 

sind, mitunter müssen die bereits ausgesprochene und die neu auszufällende 

Strafe gleichartig sein (vgl. BGE 137 IV 57). Vorliegend wurde der Beschuldigte 

von der Vorinstanz zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten verurteilt, die  

Verteidigung plädierte im erstinstanzlichen Verfahren für eine Freiheitsstrafe von 

maximal 18 Monaten, welchen Antrag sie auch im Berufungsverfahren vertrat 

(Urk. 40, Urk. 58, Prot. II S. 3). Als teilweise Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl 

vom 5. November 2007 ausgesprochenen Grundstrafe käme nur eine Geldstrafe 

in Betracht. Aufgrund der mehrfachen und über einen längeren Zeitraum  

andauernden Delinquenz des Beschuldigten sowie unter Berücksichtigung der 

den jeweiligen Delikten zugrunde liegenden Strafandrohungen, erscheint eine 

Strafe von mehr als einem Jahr zum Vornherein als geboten. Diese Einschätzung 

bestätigt sich im Übrigen im Rahmen der nachfolgenden konkreten Strafzu-

messung. Damit ist aber die Verurteilung des Beschuldigten zu einer Geldstrafe 

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ausgeschlossen, weshalb keine teilweise Zusatzstrafe, sondern eine eigenständi-

ge Strafe auszufällen ist. 

5. Allgemeines zur Strafzumessung 

5.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass bei der Strafzumessung gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich sowohl auf verschiedene als auch 

auf mehrfach begangene, gleichartige Delikte bezieht und damit vorliegend  

anzuwenden ist, das vom Beschuldigten mit der schwersten Strafandrohung  

begangene Delikt den Ausgangspunkt bildet. Für dieses Delikt ist der Strafrahmen 

zu bestimmen und innerhalb dieses Strafrahmens ist eine Einsatzstrafe festzu-

legen. In einem weiteren Schritt ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der weiteren 

begangenen Delikte zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen. Wie die Vorinstanz  

zutreffend festhielt, geht das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung in  

Abweichung vom Gesetzeswortlaut von Art. 49 Abs. 1 StGB seit mehreren Jahren 

auch bei mehrfacher Tatbegehung und/oder Deliktsmehrheit stets vom ordentli-

chen Strafrahmen aus, falls nicht aussergewöhnliche Umstände ein Unter- oder 

Überschreiten dieses Rahmens rechtfertigen (vgl. BGE 136 IV 55 und Entscheid 

des Bundesgerichts 6S.73/2006 vom 5. Februar 2007). Ob eine Strafe innerhalb 

des ordentlichen Strafrahmens nicht mehr als angemessen und dem Rechts-

empfinden zuwiderlaufend erscheint, lässt sich erst am Schluss einer Strafzu-

messung entscheiden, wenn die Tat- und Täterkomponenten umfassend gewür-

digt sind. Ausgehend vom schwersten Delikt, der Veruntreuung im Sinne von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 und Ziff. 2 StGB, ist somit vorliegend von einem abstrakten 

Strafrahmen von einem Tagessatz Geldstrafe bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe 

auszugehen. 

5.2. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem  

Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen 

Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Ver-

schulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 

Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und  

Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 

und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu 

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vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Beim Verschulden ist zwischen Tat- und Täter-

komponente zu unterscheiden. Bei der Tatkomponente ist vorerst die objektive 

Tatschwere als Ausgangskriterium festzulegen und zu bemessen. Es gilt zu  

prüfen, wie stark das strafrechtlich geschützte Rechtsgut überhaupt beeinträchtigt 

worden ist. Darunter fallen etwa das Ausmass des Erfolges sowie die Art und 

Weise des Vorgehens. Bei der Bewertung des subjektiven Verschuldens stellt 

sich die Frage, wie dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen 

ist. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse 

sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren (Geständnis, Einsicht, 

Reue etc.). Bei der Beurteilung des Vorlebens fallen einerseits früheres Wohlver-

halten (Leumund), anderseits Zahl, Schwere und Zeitpunkt von Vorstrafen ins 

Gewicht. Unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Verhältnisse zu berück-

sichtigen ist ferner die Strafempfindlichkeit des Täters (Donatsch/Flachsmann/ 

Hug/Weder, Kommentar Schweizerisches Strafgesetzbruch, 18. Aufl., Zürich 

2010, Art. 47 StGB mit Verweisen auf die Praxis). 

5.3. Der Beschuldigte hat sich der mehrfachen Veruntreuung (begangen als  

berufsmässiger Vermögensverwalter; ND 3, ND 4, ND 5, ND 7), des mehrfachen 

Betrugs (HD 1.3 und 1.4), der mehrfachen Urkundenfälschung (HD 1.2, 1.3, 1.4, 

ND 2) sowie der Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes (ND 1) schuldig  

gemacht. Im Vordergrund stehen aufgrund der strengsten Strafandrohung die 

Veruntreuungen. Dabei stellt sich das Vorgehen des Beschuldigten bei den  

Veruntreuungen als bei allen Geschädigten nahezu identisch dar. Entsprechend 

dem Vorgehen der Vorinstanz rechtfertigt es sich daher, diese Deliktsgruppe als 

Einheit zu betrachten und damit die Festsetzung einer Einsatzstrafe für diese  

Deliktsgruppe und nicht für jede einzelne Tat dieser Gruppe festzusetzen. Danach 

wird diese Einsatzstrafe im Hinblick auf die Sanktionierung der weiteren Delikte 

angemessen zu erhöhen sein, wobei auch hinsichtlich der Delikte der Urkunden-

fälschung sowie denjenigen des Betrugs eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen 

sein wird. 

 

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6. Konkrete Strafzumessung 

6.1. Mehrfache Veruntreuung (ND 3, ND 4, ND 5, ND 7) 

6.1.1 Bei der objektiven Tatschwere der Veruntreuungen fällt vorab ins Gewicht, 

dass der Beschuldigte, das ihm anvertraute Geld von vier Geschädigten ver-

untreute. Insgesamt beläuft sich die Deliktssumme auf rund CHF 615'500.--, was 

einen erheblichen Betrag darstellt und welches Geld vom Beschuldigten vollstän-

dig verbraucht wurde. Wie auch die Vorinstanz aufführte, handelt es sich bei den 

Geschädigten um Privatpersonen, welche allesamt durch die Taten des Beschul-

digten einen Verlust in beachtlichem Umfang erlitten. So verlor die Geschädigte 

D._____ (ND 3) Euro 73'000.-- (rund CHF 116'237.--), die Geschädigte E._____ 

(ND 4) CHF 150'000.--, die Geschädigte F._____ (ND 5) CHF 300'000.-- sowie 

der Geschädigte C._____ (ND 7) Euro 30'000.-- (rund CHF 49'255.--). Weiter fällt 

der lange Deliktszeitraum ins Gewicht. Der Beschuldigte führte zwischen Dezem-

ber 2006 und Juli 2007 und später erneut im Juli 2008 kontinuierlich Transaktio-

nen zu Lasten der Kundenkonten der Geschädigten und zu Gunsten seiner Un-

ternehmung oder für sich persönlich aus (vgl. ND 3 Urk. 5/2, ND 4). Er bediente 

sich sozusagen nach Bedarf am Geld der Geschädigten, was auf eine massgebli-

che kriminelle Energie schliessen lässt. Weiter zeugt das Vorgehen von jeglicher 

Rücksichtslosigkeit gegenüber fremdem Eigentum, benützte der Beschuldigte das 

von den Geschädigten einbezahlte Geld jeweils umgehend zur Deckung  

laufender Ausgaben. Der Beschuldigte hat demnach in keinem Moment versucht, 

das Geld entsprechend der vertraglichen Vereinbarung zu investieren. Vielmehr 

kalkulierte er die unrechtmässigen Bezüge in seine Geschäftstätigkeit ein.  

Entgegen der Vorinstanz kann dem Beschuldigten nicht zugute gehalten werden, 

dass er sich nicht aktiv bemühte, die Kunden zu akquirieren, sondern sich die 

Kundenbeziehungen quasi von selbst ergaben. Denn die Geschäftsbeziehungen 

entstanden aus vorangehenden persönlichen Beziehungen, mitunter brachten die 

Geschädigten dem Beschuldigten bereits zum Vornherein ein gewisses Vertrauen 

entgegen. Im Übrigen scheute sich der Beschuldigte auch nicht, mit wahrheitswid-

riger Angaben das Vertrauen der Kunden zu pflegen. Insbesondere erscheint es 

als besonders dreist, dass er noch im Mai 2007 der Geschädigten E._____ ein 

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Schreiben zukommen liess, mit welchem er die Geschädigte über ein angebliches 

positives Rekordergebnis des Unternehmens informierte (vgl. ND 4 Urk. 2/4).  

Dieses und auch weitere Schreiben an Geschädigte verfasste der Beschuldigte 

teilweise unter anderem Namen, mit dem Ziel, den Anschein einer grösseren  

Firma zu erwecken (vgl. ND 4 Urk. 3/1 S. 5 f., ND 5 Urk. 3/1 S. 8, ND 7 Urk. 1/3 

S. 3). Auch dies zeugt von einem wohlüberlegten Handeln des Beschuldigten, um 

das Vertrauen der Geschädigten zu gewinnen. Dass der Beschuldigte dieses  

Vertrauen ausnutzte, kann ihm keinesfalls zugutegehalten werden, sondern ist als 

besonders verantwortungsloses Verhalten zu bewerten.  

Gestützt auf diese Ausführungen ist das objektive Tatverschulden des Beschul-

digten hinsichtlich der Veruntreuungen unter Berücksichtigung des weiten  

Strafrahmens als nicht mehr leicht einzustufen. 

6.1.2. Entsprechend den Erwägungen der Vorinstanz ist zur subjektiven Tatkom-

ponente vorab zu erwähnen, dass der Beschuldigte aus rein egoistischen Motiven 

handelte, zielten seine Handlungen einzig darauf ab, Gelder für sein gescheitertes 

Unternehmensprojekt und über dieses Unternehmen letztlich auch für sich selbst 

zu beschaffen. Soweit der Verteidiger vorbrachte, das Motiv des Beschuldigten 

habe letztlich in der Rettung seiner Unternehmen bestanden, so ändert dies an 

der Einschätzung des rein egoistischen Beweggrundes nichts. Denn das  

Unternehmen diente ja einzig dem Beschuldigten selber. Er suchte Prestige, was 

einiges an Kosten und damit an Verbindlichkeiten des Unternehmens generierte. 

So verfügte das Unternehmen über zwei Firmenwagen, unter anderem einen  

Porsche Cayenne, der Beschuldigte tätigte diverse Geschäftsreisen u.a. nach … 

[Staat in Europa], wobei er dabei nie geltend machte, dort geschäftsmässig erfolg-

reich gewesen zu sein, ebenfalls wurden grosszügige Büroräumlichkeiten gemie-

tet. An Löhnen hatte er im Deliktszeitraum, neben einer Assistentin, an welche nur 

ein geringer Lohn ausbezahlt wurde, nur seinen eigenen zu bezahlen (ND 3 Urk. 

5/2, Urk. 3/1 S. 5 ff.), so dass sich diesbezüglich für den Beschuldigten keine be-

sonderen Verpflichtungen ergaben. Familiäre Verpflichtungen hatte der Beschul-

digte im Tatzeitraum ebenfalls keine. Letztlich ergibt sich, dass die Gelder der 

Geschädigten einzig der Finanzierung des Lebensunterhalts des Beschuldigten 

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und seinem Wunschdenken dienten, ein erfolgreicher Vermögensverwalter zu 

sein. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte im Deliktszeitraum in seiner  

Einsichts- und/oder Handlungsfähigkeit eingeschränkt gewesen wäre ergeben 

sich keine und wurden auch nicht vorgebracht. Zutreffend ist wohl, wie von der 

Verteidigung vorgebracht, dass die Liquiditätsprobleme, welche der Beschuldigte 

in seinem Unternehmen hatte, der Auslöser für die Veruntreuungen waren 

(HD Urk. 40 S. 13). Jedoch musste ihm dabei klar sein, dass es sich eben nicht 

um momentane Liquiditätsengpässe handelte, sondern in Tat und Wahrheit die 

Firma schlicht nicht rentabel war. Schliesslich hatte er das Unternehmen erst im 

Dezember 2005 gegründet und war über jede Zahlung im Bild und damit auch 

über die gesamten finanziellen Verhältnisse. Entsprechend ist den Akten auch 

nicht zu entnehmen, dass es während der Deliktsperiode irgendwelche Anzeichen 

für eine Besserung der desolaten finanziellen Verhältnisse gegeben hätte, was im 

Übrigen auch der Beschuldigte nicht geltend macht. Vielmehr gab er an der  

Berufungsverhandlung an, es habe ein Loch nach dem anderen gestopft werden 

müssen (Urk. 66 S. 6). Mit diesem Wissen nahm er die Kundengelder entgegen 

und verbrauchte sie. Dieses direktvorsätzliche Handeln hat sich klar verschul-

denserhöhend auszuwirken. Der Verteidiger brachte an der Berufungsverhand-

lung vor, der Beschuldigte habe das Unternehmen in den Jahren 2006 und 2007 

keineswegs als gescheitert betrachtet und er sei stets willens gewesen, das sich 

angeeignete Geld zu ersetzen (Urk. 67 S. 3 f.). Jedoch brachte der Verteidiger in 

diesem Zusammenhang nicht vor, worauf die Vorstellungen des Beschuldigten 

beruhten, das Unternehmen lasse sich auf Erfolgskurs bringen. Der geltend  

gemachte Rückzahlungswille des Beschuldigten war demzufolge nicht mehr als 

eine vage Hoffnung und Spekulation. Einen realen Hintergrund hatte sein 

Wunschdenken nicht. Diese vage Hoffnung bezüglich der damaligen Zukunft 

vermag indessen das subjektive Verschulden des Beschuldigten nicht zu  

schmälern. Überdies sei bemerkt, dass dem Beschuldigte selbst dann keine 

Skrupel kamen, als ihn die ersten Geschädigten drängten, das Geld endlich  

zurück zu bezahlen und damit seine Scheinwelt schon längst angeschlagen war. 

Stattdessen akquirierte er neue Kundengelder (ND 7, Geschädigter C._____), 

welche er ebenfalls sofort benutzte, um einen Minussaldo bzw. um laufende 

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Rechnungen zu begleichen, welches Vorgehen seinen massgeblichen  

deliktischen Willen unterstreicht. Gestützt auf diese Erwägungen kann der  

Einschätzung der Verteidigung, das subjektive Verschulden des Beschuldigten sei 

als eher gering zu bewerten, klar nicht gefolgt werden. 

6.1.3. Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten, dass das objektive Verschul-

den durch die genannten subjektiven Faktoren insgesamt eine Erhöhung erfährt. 

Daraus resultiert für die Deliktsgruppe der Veruntreuungen eine etwas höhere als 

von der Vorinstanz veranschlagte hypothetische Einsatzstrafe von 3 Jahren  

Freiheitsstrafe. 

6.2. Mehrfacher Betrug (HD 1.3/1.4) 

6.2.1. Auch bezüglich dieser Delikte ist in objektiver Hinsicht die beträchtliche De-

liktssumme von CHF 400'000.-- hervorzuheben. Mit der Vorinstanz und entgegen 

der Verteidigung (Urk. 67 S. 5) ist weiter von Bedeutung, dass der Beschuldigte 

einen nicht unerheblichen Aufwand betrieb, um die Überweisung der Geldbeträge 

von zweimal CHF 200'000.-- zu erreichen. So erfand er für die erste Überweisung 

zur Täuschung der Bank einen Liegenschaftsverkauf, musste sich einen fiktiven 

Käufer und einen Preis ausdenken und alles vertraglich umsetzen. Für den fol-

genden Kredit von CHF 200'000.-- setzte die Bank die Schwelle zur Auszahlung 

abermals höher an. Der Beschuldigte liess sich auch dafür etwas einfallen und  

erstellte weitere fiktive Dokumente, bis die Anforderungen der Bank erfüllt waren. 

Der Beschuldigte liess sich mit anderen Worten nicht durch die von der Bank  

gemachten Vorgaben von seinem Plan abbringen, sondern hielt an seinem  

Vorhaben hartnäckig fest, was auf eine beachtliche kriminelle Energie schliessen 

lässt. Der Deliktszeitraum von einem Monat ist eher kurz, trotzdem liegt eine 

mehrfache Tatbegehung vor, welche dem Beschuldigten anzulasten ist. Mit der 

Vorinstanz ist zu erwähnen, dass die Tatsache, dass es sich bei der Privatkläge-

rin 1 um eine Grossbank handelt, welche vom finanziellen Verlust im Vergleich zu 

einer Privatperson deutlich weniger stark betroffen ist, die objektive Tatschwere 

etwas zu relativeren vermag. Damit ist das objektive Tatverschulden im noch nicht 

erheblichen Bereich anzusiedeln. 

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6.2..2 Bei der Bewertung der subjektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass diesen 

Delikten im Prinzip dieselben äusseren Umstände zugrunde liegen wie den  

Veruntreuungen. Der Beschuldigte benötigte für sein finanziell stark belastetes 

Unternehmen Geld. Das Tatmotiv erweist sich daher auch bei diesen Betrugs-

delikten rein finanzieller Natur und ist damit vorab von Egoismus geprägt. Ohne 

Hemmung verbrauchte der Beschuldigte auch diese Geldbeträge postwendend. 

Dies, obwohl ihm aus der Erfahrung mit den in diesem Zeitpunkt bereits verun-

treuten Geldbeträgen (ND 3, ND 4 und ND 5) in aller Deutlichkeit bewusst sein 

musste, dass er sich nicht rechtens verhielt. Dabei wird ohne weiteres klar, dass 

der Beschuldigte geplant und bewusst gehandelt hat, was seinen direkten Vorsatz 

bezüglich dieser beiden Delikte belegt. Damit vermag die subjektive Tatkompo-

nente die objektive Tatschwere nicht zu relativieren. 

6.2.3. Zusammenfassend ist die oben ermittelte hypothetische Einsatzstrafe von 

3 Jahren unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips deutlich zu erhöhen. 

6.3. Mehrfache Urkundenfälschung (HD 1.2/1.3/1.4) 

6.3.1. Der Taterfolg durch die vom Beschuldigten begangenen Urkundendelikte 

beläuft sich auf CHF 600'000.-- (wobei der Betrag von CHF 400'000.-- bereits bei 

den beiden Betrugsdelikten enthalten ist). Auch bei diesen Delikten legte der  

Beschuldigte eine ausgeprägte Beharrlichkeit an den Tag. Er erstellte einen  

fiktiven Zahlungsauftrag, später setzte er den für den angeblichen Kauf einer  

Liegenschaft von der Bank verlangten Vorkaufsvertrag auf, welchen er auch mit 

dem Namen des angeblichen Käufers unterzeichnete. Weiter änderte er einen 

weiteren Kontoauszug der G._____ [Bankinstitut] ab und rund zwei Wochen spä-

ter ergänzte er den Vorkaufsvertrag und unterschrieb erneut mit dem Namen des 

angeblichen Käufers der Liegenschaft. Schliesslich setzte der Beschuldigte ein 

Zahlungsversprechen unter Benutzung einer Finanzierungsbestätigung der 

H._____ [Bankinstitut] auf, welche er in regelrechter Bastelarbeit mehrfach zu 

seinem Vorhaben konform abänderte. Auch hier agierte der Beschuldigte mit Be-

harrlichkeit, um an sein Ziel zu gelangen, was erneut seine kriminelle Energie be-

tont. In subjektiver Hinsicht sind beim Motiv auch bei diesen Delikten einzig egois-

tische Momente zu erkennen. Der Beschuldigte setzte alles daran, seine unbe-

-   15   - 

rechtigten Interessen durchzusetzen. Somit ist auch bezüglich der Urkundendelik-

te von einem nicht mehr leichten Verschulden auszugehen. Jedoch ist darauf hin-

zuweisen, dass im vorliegenden Fall diese Urkundendelikte sehr eng mit den be-

trügerischen Handlungen in Zusammenhang stehen, weshalb sie im Verhältnis 

dazu stark in den Hintergrund treten, jedoch zufolge des Vorliegens von Realkon-

kurrenz trotzdem zu einer leichten Erhöhung der weiterhin hypothetischen Strafe 

führen. 

6.4. Urkundenfälschung (ND 2) 

6.4.1. Bezüglich der objektiven Tatschwere kann auf die vollständigen Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 55 S. 16, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Zu ergänzen ist einzig, dass dem Geschädigten schlussendlich ein Schaden von 

rund CHF 4'500.-- (ND 2 Urk. 6/1) geblieben ist, wobei es sich nicht um einen ho-

hen Betrag handelt. Mit der Vorinstanz ist hervorzuheben, dass die Tatausführung 

einmal mehr auf das fehlende Pflichtbewusstsein des Beschuldigten hinweist. So 

kam er einfach daher, gab sich dem Geschädigten gegenüber als erfolgreichen 

Unternehmer aus und präsentierte eine gefälschte Belastungsanzeige. 

6.4.2. Auch in subjektiver Hinsicht steht erneut, wie bei den bereits abgehandelten 

Delikten, der persönliche Geltungsdrang des Beschuldigten im Vordergrund.  

Sogar bei der Befragung der Kantonspolizei Thurgau am 24. Oktober 2008 gab 

der Beschuldigte noch an, er habe die vorauszuzahlenden Mietzinsen über 

Fr. 25'800.-- für die Büroräumlichkeiten an der …-Strasse wirklich bezahlen wol-

len, aufgrund von Liquiditätsproblemen sei die Zahlung aber nicht ausgelöst wor-

den. Bei Abschluss des Mietvertrages sei die Firma noch im Stande gewesen die 

Zahlungen zu leisten (ND 2 Urk. 5/1). Dies obwohl sein Unternehmen schon seit 

fast zwei Jahren am finanziellen Abgrund stand. Dass der Beschuldigte diese Re-

alität nicht annahm, sondern sie in egoistischer Weise planmässig negierte und 

nur sein Prestige vor Augen hatte, führt zu einer deutlichen Belastung der subjek-

tiven Tatkomponente. 

-   16   - 

6.4.3. Nichts desto trotz ist diese Urkundenfälschung neben den vorangehend 

behandelten Delikten als relativ unbedeutend zu werten, weshalb die bis dahin 

hypothetische Strafe erneut nur eine leichte Erhöhung erfährt. 

6.5. Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz (ND 1) 

6.6. Bezüglich der objektiven Tatkomponente ist grundsätzlich auf die vollstän-

digen Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 55 S. 17, Art. 82 Abs. 4 

StPO). Betreffend die versäumte Abgabe der Kontrollschilder erwähnte die Vor-

instanz, es sei nachvollziehbar und nicht unwahrscheinlich, dass diese auf eine 

Fehlorganisation in der Geschäftskorrespondenz zurückzuführen sei. Dazu bleibt 

jedoch anzumerken, dass sich diese vom Beschuldigten angebrachte Erklärung in 

der Einvernahme der Stadtpolizei Zürich geradezu schemenhaft in sein generelles 

Verhalten einfügt, immer einen äusseren Umstand für sein eigenes Fehlverhalten 

zu suchen und die Verantwortung stets von sich zu weisen. Schliesslich war er 

der Benutzer des Fahrzeugs und hatte offenbar auch die Rechnung und eine 

Mahnung der Versicherung erhalten (vgl. ND 1 Urk. 2/1). Er hätte sich demnach 

problemlos um die Angelegenheit kümmern können. In subjektiver Hinsicht ist der 

Begründung der Vorinstanz nichts beizufügen. Sie ist ohne weitere Ergänzungen 

zu übernehmen (Urk. 55 S. 18, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

6.7. Somit ergibt sich für diese beiden Delikte nur ein leichtes Verschulden, 

weshalb die nach wie vor hypothetische Strafe nur geringfügig zu erhöhen ist. 

6.8. Bei einer Gesamtwürdigung der Tatkomponente ist zusammenfassend von 

der ermittelten Einsatzstrafe für die mehrfachen Veruntreuungen von rund 3 Jah-

ren auszugehen. Unter Berücksichtigung des mehrfachen Betrugs, der mehrfa-

chen Urkundenfälschung sowie der Delikte gegen die Strassenverkehrsgesetzge-

bung erwiese sich asperiert eine Strafe im Bereich von 4 Jahren als angemessen 

(Art. 49 Abs. 1 StGB). Damit erweist sich die von der Vorinstanz nach Bewertung 

der Tatkomponenten erwogene Strafe von 38 Monaten als zu niedrig angesetzt. 

 

 

-   17   - 

6.9. Täterkomponente 

6.9.1. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse 

sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Unter dem Gesichts-

punkt der persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen ist etwa, ob sich der Täter 

im Strafverfahren kooperativ verhielt sowie ob er Einsicht und Reue zeigte und ob 

er besonders strafempfindlich ist. 

6.9.2. Mit der Vorinstanz ist bezüglich des Vorlebens des Beschuldigten auf die 

entsprechenden Angaben des Beschuldigten in der Untersuchung und im vor-

instanzlichen Verfahren zu verweisen (HD Urk. 15/16, HD Urk. 2/6, HD Urk. 38 

S. 3 f., HD Urk. 40 S. 8 ff.). Der Beschuldigte wuchs in … [Ortschaft in der 

Schweiz] in geordneten Familienverhältnissen auf, wo er auch die Primarschule 

besuchte. Die Schule bereitete dem Beschuldigten keinerlei Schwierigkeiten, 

weshalb auch der Übertritt in die Kantonsschule in … [Ortschaft in der Schweiz] 

problemlos verlief. In der Freizeit beschäftigte sich der Beschuldigte vorab mit 

Computern und Informatik. Der Beschuldigte begann bereits während der Gym-

nasialzeit in Teilzeit bei einer Informatikfirma in … [Ortschaft in der Schweiz] zu 

arbeiten. Nach erfolgreicher Matura nahm der Beschuldigte in Zürich eine Stelle 

im Informatikbereich an. Nach gut einem Jahr entschloss sich der Beschuldigte 

für eine selbständige Erwerbstätigkeit, vorab als Partner in einer Internetfirma in 

… [Ortschaft in der Schweiz] und nahm gleichzeitig ein Jus-Studium auf, welches 

er allerdings nach einem Jahr wieder abbrach. Im Jahr 2005 gründete der Be-

schuldigte schliesslich sein eigenes Vermögensverwaltungsunternehmen. Dieser 

Werdegang lässt keine Umstände erkennen, welche sich auf die Strafzumessung 

auszuwirken vermöchten. Insbesondere ist mit der Vorinstanz darauf hinzuwei-

sen, dass die Darstellungen des Beschuldigten, wonach er sich in seiner Kindheit 

teils als Aussenseiter gefühlt habe, sich in seiner Jugend freiwillig einer hohen  

Arbeitsbelastung ausgesetzt habe, früh den Luxus der Finanzleute bewundert  

habe und durch die Scheidung seiner Eltern belastet gewesen sei, keine Hinweise 

auf strafzumessungsrelevante Vorkommnisse zu liefern vermögen (vgl. Urk. 55 

S. 18, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

-   18   - 

6.9.3. Der Beschuldigte zeigte sich von Beginn weg des Verfahrens geständig. 

Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung legte die Vorinstanz richtig dar, dass 

sich eine Reduktion der Strafe um einen Drittel jedoch nicht rechtfertigt. Zum  

einen lag im Zeitpunkt der Geständnisse des Beschuldigten aufgrund der einge-

reichten Strafanzeigen samt Belegen der Geschädigten eine komfortable Beweis-

lage vor, zum anderen versuchte er in verschiedenen Einvernahmen betreffend 

die Veruntreuungen noch manches schönzureden und brachte vor, er hätte das 

Geld schon investiert, eine Rückzahlung sei dann aufgrund eines momentanen 

Engpasses nicht möglich gewesen, was klar nicht stimmte (vgl. z.B. ND 3 

Urk. 3/1). Insgesamt trifft es aber zu, dass sich der Beschuldigte während des ge-

samten Verfahrens kooperativ zeigte und wichtiges zum Untersuchungsergebnis 

beitrug, was sich mit dem Geständnis grundsätzlich stark strafmindernd auswirkt. 

Mit der Vorinstanz ist ebenfalls zu Gunsten des Beschuldigten zu veranschlagen, 

dass er einen – allerdings – kleinen Teil der Schadenssumme zurückerstattet hat 

und auch die Schadenersatzforderungen anerkannt hat. 

6.9.4. Diese positiven Punkte im Nachtatverhalten erfahren jedoch dadurch eine 

Relativierung, als dass der Beschuldigte die Urkundenfälschung vom August 2008 

(ND 2) sowie die Veruntreuung zum Nachteil von C._____ (ND 7) zwischen dem 

16. Juli 2008 und dem 23. Juli 2008 beging, mithin in einem Zeitpunkt, in welchem 

bereits das vorliegende Strafverfahren gegen ihn lief. Dieses nahm mit der Straf-

anzeige der H._____ vom 18. März 2008 seinen Anfang, was dem Beschuldigten 

anlässlich seiner Festnahme am 20. März 2008 zur Kenntnis gebracht wurde. 

Dass der Beschuldigte sein deliktisches Verhalten im Falle des Geschädigten 

C._____ (ND 7) schliesslich selber zur Anzeige brachte, kann ihm daher entge-

gen der Vorinstanz nicht als aufrichtige Reue, sondern allenfalls als (späte) Ein-

sicht zugute gehalten werden. Schliesslich sei bemerkt, dass diesbezüglich ohne-

hin keine Selbstanzeige im eigentlichen Sinne vorliegt, sondern der Beschuldigte 

anlässlich einer Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft bekannt gab, sich ge-

genüber dem Geschädigten C._____ ebenfalls strafbar verhalten zu haben, mit-

unter die Anzeige in einem Zeitpunkt erfolgte, in welchem der Beschuldigte be-

reits mit einer Anzeige seitens des Geschädigten C._____ gegen ihn rechnete 

bzw. rechnen musste (ND 6 Urk. 3/1). Eine Strafmilderung gestützt auf Art. 48 

-   19   - 

lit. d StGB, wie sie seitens der Verteidigung angesprochen wurde (Urk. 67 S. 9), 

fällt daher ausser Betracht. Die vom Beschuldigten vor Vorinstanz und an der Be-

rufungsverhandlung geäusserte Einsicht in sein Fehlverhalten erscheint hingegen 

glaubhaft und ist daher als positiv zu bewerten (Prot. I S. 9, Prot. II S. 5). Jedoch 

lassen sich neben diesen verbalen Äusserungen, wie auch die Vorinstanz be-

merkte und entgegen den Ausführungen der Verteidigung, keine besonderen 

Leistungen und Bemühungen des Beschuldigten erkennen, welche darauf hinwei-

sen würden, dass ihm besonders daran gelegen ist, den wirtschaftlichen Schaden 

wieder gut zu machen. Auf die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz ist 

daher zu verweisen (Urk. 55 S. 19 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Insbesondere ist zu 

erwähnen, dass der Beschuldigte vor Vorinstanz selber der Meinung war, er 

könnte mehr arbeiten als die 20% bis 50%, womit er lediglich ein Einkommen von 

Fr. 1'500.-- erzielte, dies aber dennoch nicht tat (Urk. 38 S. 4 ff.). Der Verteidiger 

führte denn auch vor Vorinstanz noch aus, dem Beschuldigten sei es wichtig, sich 

in persönlicher Hinsicht verwirklichen zu können (Urk. 40 S. 19). Ähnliches führte 

auch der Beschuldigte anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung aus, in-

dem er angab, etwas machen zu wollen, was ihm auch die nächsten 40 Jahre ge-

falle (Urk. 38 S. 6). Diese Ambitionen wiesen tatsächlich darauf hin, dass der Be-

schuldigte nach wie vor seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellte. 

Immerhin scheint der Beschuldigte diesbezüglich realistischer geworden zu sein 

und führte an der Berufungsverhandlung aus, sein Verteidiger habe ihm empfoh-

len, den Fokus auf eine reguläre Ausbildung in der Schweiz oder auf die Suche 

einer regulären Arbeitsstelle zu legen, um die Schulden zurückzahlen zu können 

(Urk. 66 S. 3). Jedoch fügte er dazu an, dass ihn das Scheitern seiner Unterneh-

mung und das Strafverfahren psychisch derart belasten würden, dass es für ihn 

sehr schwierig sei, im Arbeitsalltag Tritt zu fassen (Urk. 66 S. 3). Demnach hat der 

Beschuldigte noch immer keinen ersten konkreten Schritt in seine Zukunft bzw. in 

Richtung einer Wiedergutmachung gewagt. Im Moment ist der Beschuldigte über-

haupt nicht mehr erwerbstätig (Urk. 66 S. 4). Dass der Beschuldigte, wie er an-

gab, wegen seines gescheiterten Unternehmensprojekts und des Strafverfahrens 

unter psychischen Problemen leidet, wobei er offenbar diesbezüglich keine ärztli-

che oder therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt (Urk. 66 S. 2 und 5), ist ihm 

-   20   - 

nicht anzulasten, was im Übrigen auch die Vorinstanz nicht getan hat. Indessen 

kann dem Beschuldigten in Beachtung dieser Situation unter dem Aspekt der auf-

richtigen Reue keine weitere Strafminderung gewährt werden. Gestützt auf diese 

Darlegungen ist dem Beschuldigten betreffend Einsicht und Reue nur eine gerin-

ge Strafminderung zugute zu halten. 

6.9.5. Insgesamt rechtfertigt es sich, unter dem Aspekt des Nachtatverhaltens  

eine deutlich spürbare Strafminderung vorzunehmen.  

6.9.6. Zu Ungunsten des Beschuldigten sind die drei Vorstrafen zu berücksichti-

gen. Sie stammen alle aus Delikten im Bereich der Strassenverkehrsgesetz-

gebung und erweisen sich somit als einschlägige Vorstrafen zum aktuell zu  

beurteilenden SVG-Delikt. Die Vorinstanz erwog, dass aufgrund der damals  

relativ gering ausgefallenen Strafhöhe und dem leichten Verschulden in den  

aktuell zu beurteilenden Delikten nicht von einer völligen Uneinsichtigkeit und  

Unbelehrbarkeit ausgegangen werden müsse, weshalb die Vorstrafen leicht  

straferhöhend in Anschlag zu bringen seien (Urk. 55 S. 20). Dieser Argumentation 

kann nicht vollständig gefolgt werden, da die Vorstrafen nicht isoliert hinsichtlich 

der SVG-Delikte betrachtet werden dürfen. Die Vorstrafen datieren vom  

6. Dezember 2004 (Grobe Verletzung der Verkehrsregeln), vom 24. August 2006 

(Fahren in fahrunfähigem Zustand, qualifizierte Blutalkoholkonzentration) sowie 

vom 5. November 2007 (Fahren in fahrunfähigem Zustand, qualifizierte Blutalko-

holkonzentration). Daraus geht hervor, dass der Beschuldigte nicht einmal  

zwei Jahre am Stück straffrei geblieben ist, mitunter der Beschuldigte auch nach 

Eröffnung der letzten Vorstrafe weiter delinquierte, was letztlich nur auf Uneinsich-

tigkeit bzw. Unbelehrbarkeit zurückgeführt werden kann. Mithin führen die  

Vorstrafen zu einer empfindlichen Straferhöhung. 

6.9.7. Gestützt auf diese Ausführungen erweist sich die von der Vorinstanz  

vorgenommene Beurteilung der Täterkomponente und die daraus resultierende 

Minderung der Einsatzstrafe um 6 Monate als wohlwollend. Eine besondere 

Strafempfindlichkeit des Beschuldigten liegt nicht vor. Die Auswirkungen des 

Strafverfahrens und der Strafe selber auf die Lebensgestaltung des Beschuldigten 

sind direkte, kausale Folgen seines deliktischen Verhaltens, wofür er sich selber 

-   21   - 

entschieden hat. Damit besteht kein Raum für eine weitergehende Strafreduktion 

im Sinne der Vorbringen der Verteidigung. 

6.9.8. Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründe und der Schranke 

des Verschlechterungsverbots ist die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 

32 Monaten als wohlwollend zu beurteilen, indessen zu bestätigen. Der Anrech-

nung von 8 Tagen Untersuchungshaft steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

III. Vollzug 

7. Teilbedingter Strafvollzug 

7.1. Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem 

Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig 

ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 

StGB). Grundvoraussetzung für die teilbedingte Strafe im Sinne von Art. 43 StGB 

ist eine begründete Aussicht auf Bewährung. Zwar fehlt ein entsprechender Ver-

weis auf Art. 42 StGB, doch ergibt sich dies aus Sinn und Zweck von Art. 43 

StGB. Wenn und soweit die Legalprognose des Täters nicht schlecht ausfällt,  

verlangt die Bestimmung, dass zumindest ein Teil der Strafe auf Bewährung  

ausgesetzt wird. Die Auffassung, dass die subjektiven Voraussetzungen von 
Art. 42 StGB auch für die Anwendung von Art. 43 StGB gelten müssen, entspricht 
ganz überwiegender Lehrmeinung (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.3). Im Übrigen kann 

auf die ausführlichen theoretischen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen  

werden (Urk. 55 S. 21 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

7.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Bewährungsaussichten des 

Beschuldigten gut sind, ist doch davon auszugehen, dass seit der letzten hier zu 

beurteilenden Straftat im Jahr 2008 bis heute keine weiteren Strafverfahren gegen 

ihn eröffnet wurden. Zudem liess der Beschuldigte vor Vorinstanz und an der  

Berufungsverhandlung auch eine gewisse Einsicht in sein Fehlverhalten  

erkennen. Im Übrigen lebt der Beschuldigte in sozial geordneten Verhältnissen 

und wird offenbar in finanzieller Hinsicht vollumfänglich von seiner Mutter  

-   22   - 

unterstützt (Urk. 66 S. 4). Zu Recht hat die Vorinstanz angemerkt, dass auch  

unter der Berücksichtigung, dass ein Teil der heute auszusprechenden Strafe zu 

vollziehen sein wird, dem Beschuldigten eine günstige Prognose für die Zeit nach 

dem Strafvollzug gestellt werden kann, weshalb ihm der teilbedingte Strafvollzug 

zu gewähren ist (vgl. Urk. 55 S. 22). Es sei angemerkt, dass auch ein anderes  

Ergebnis der Gewährung des teilbedingten Vollzuges nicht entgegen stünde, da 

auch unter diesem Titel das Verschlechterungsverbot zu beachten ist (Art. 391 

Abs. 2 StPO). 

7.3. Erkennt das Gericht auf eine teilbedingte Strafe, hat es im Zeitpunkt des 

Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und 

die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB 

muss der unbedingt vollziehbare Teil mindestens sechs Monate betragen 

(Abs. 3), darf aber die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Abs. 2). Innerhalb des 

gesetzlichen Rahmens liegt die Festsetzung im pflichtgemässen Ermessen des 

Gerichts. Als Bemessungsregel ist das "Verschulden" zu beachten, dem in  

genügender Weise Rechnung zu tragen ist (Art. 43 Abs. 1 StGB). Das Verhältnis 

der Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legal-

bewährung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld anderseits  

hinreichend zum Ausdruck kommen (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.6). 

7.4. Vorweg ist festzuhalten, dass bei der ausgefällten Freiheitsstrafe von 

32 Monaten der unbedingt vollziehbare Teil mindestens 6 Monate (Art. 43 Abs. 3 

StGB) und höchstens 16 Monate (Art. 43 Abs. 2 StGB) beträgt. Die Vorinstanz 

legte den unbedingt vollziehbaren Teil auf 12 Monate fest, mithin 6 Monate über 

dem Minimum und 4 Monate unter dem Maximum fest (Urk. 55 S. 23). 

7.5. Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass dem Beschuldigten keine 

sehr gute Legalprognose attestiert werden kann. Dies schon deshalb, weil der 

Beschuldigte drei Vorstrafen aufweist und die heutige Verurteilung zum Ergebnis 

führt, dass sich der Beschuldigte zwischen Dezember 2004 und Januar 2008 vier 

Bestrafungen wegen Delikten im SVG-Bereich vorzuwerfen hat und er auch im 

Übrigen über eine längere Zeit delinquierte. Überdies ergab sich anlässlich der 

Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 13. September 

-   23   - 

2010, dass die einvernehmende Staatsanwältin den Beschuldigten fragte, ob er 

trotz dem "FinZ" (Fahren in nichtfahrfähigem Zustand), der ihm die Teilnahme an 

der letzten Einvernahme verunmöglicht habe, mit dem Auto da sei, was der  

Beschuldigte bejahte und anführte, es sei nur ein kleiner "FinZ" gewesen (ND 4 

Urk. 3/1 S. 8). Diese Antwort des Beschuldigten zeigt auf, dass er sein Fehl-

verhalten nach wie vor bagatellisiert. Weiter ist zu erwähnen, dass sich noch  

keine Vorhaben des Beschuldigten betreffend seine weitere berufliche Tätigkeit 

konkretisiert haben. Trotzdem ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte 

grundsätzlich über ausreichend Ressourcen verfügt, sich künftig ein solides  

Leben aufzubauen und er auch glaubhaft beteuerte, sich um die Rückzahlung der 

Schulden bemühen zu wollen. Schliesslich ist auch davon auszugehen, dass ihm 

das Strafverfahren eine Lehre war, um sich in Zukunft gesetzestreu zu verhalten. 

Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass hinsichtlich der Legalprognose der zu 

vollziehende Strafteil im Bereich der im vorliegenden Fall gegebenen oberen 

Grenze von 16 Monaten anzusetzen wäre. Nachdem sich die Vorwerfbarkeit der 

Hauptdelikte des Beschuldigten im mittleren Bereich bewegen, ist die von der  

Vorinstanz getroffene Anordnung, wonach 12 Monate der Freiheitsstrafe zu  

vollziehen und 20 Monate aufzuschieben sind ohne weiteres zu bestätigen. Der 

Festsetzung eines höheren Vollzugsanteil stünde im Übrigen auch hier zum 

Vornherein das Verschlechterungsverbot entgegen. 

7.6. Damit ist der zu vollziehende Strafteil auf 12 Monate (abzüglich 8 Tagen 

erstandener Untersuchungshaft) festzusetzen. Im Übrigen (20 Monate) ist die 

Freiheitsstrafe aufzuschieben. 

7.7. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist angesichts der konkreten  

Umstände und Verhältnisse, insbesondere unter Berücksichtigung der Vorstrafen 

des Beschuldigten die Probezeit auf 3 Jahre anzusetzen. 

-   24   - 

IV. Kosten 

8. Rechtsmittelverfahren 

8.1. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten dieses  

Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung, aufzuerlegen 

sind. Die Kosten für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten sind, unter  

Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO, auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

8.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzu-

setzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. Juli 

2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. Der Beschuldigte ist schuldig (HD, ND 1, ND 2, ND 3, ND 4, ND 5, ND 7) 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

− des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB 

in Verbindung mit Art. 138 Ziff. 2 StGB 

− des vorsätzlichen Fahrens trotz Führerausweisentzug im Sinne von 

Art. 95 Ziff. 2 SVG 

− des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Kontrollschildern im 

Sinne von Art. 97 Ziff. 1 lit. b SVG 

-   25   - 

2. Der Beschuldigte ist des mehrfachen Betruges in den Sachverhalten gemäss 

HD Ziff. 1.1 und HD Ziff. 1.2 nicht schuldig und wird diesbezüglich freige-

sprochen. 

3. … 

4. … 

5. Die mit Verfügung des Bezirksamtes Kreuzlingen vom 18. Juli 2008  

beschlagnahmten Gegenstände und Unterlagen werden – soweit sie noch 

nicht herausgegeben wurden – eingezogen und bei den Akten belassen. 

6. Die Privatklägerin 1 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des ordentlichen Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, C._____ (Pri-

vatkläger 4) EUR. 30'276.69 als Schadenersatz zu bezahlen. Der Privatkläger 

4 wird mit seinen weitergehenden Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

ordentlichen Zivilprozesses verwiesen. 

8. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, D._____ (Pri-

vatklägerin 5) EUR. 73'000.– als Schadenersatz zu bezahlen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 3'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.    Kanzleikosten 

Fr.     Auslagen Untersuchung 

Fr. 16'939.05   amtliche Verteidigung 
 
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.  

10. Die Verfahrenskosten werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen; eine  

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. Über die 

Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separatem Beschluss 

entschieden. 

-   26   - 

11. (Mitteilungen) 

12. (Rechtsmittel) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wo-
von 8 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate),  

abzüglich 8 Tagen, welche durch Untersuchungshaft erstanden sind, wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

   

 
5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten  

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 
StPO vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

-   27   - 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die Kasse des Bezirksgerichts Dietikon 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 18. Februar 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Baumgartner 
 

 
 

	Urteil vom 18. Februar 2013
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 55)
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB
	 des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB
	 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 138 Ziff. 2 StGB
	 des vorsätzlichen Fahrens trotz Führerausweisentzug im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG
	 des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Kontrollschildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 lit. b SVG

	Berufungsanträge:
	1.  Es sei die vom Bezirksgericht Dietikon ausgesprochene Freiheitsstrafe von 32 Monaten aufzuheben und es sei der Beschuldigte und Berufungskläger mit einer bedingten Freiheitsstrafe von max. 18 Monaten zu bestrafen, dies unter Ansetzung einer Probez...
	2.  Eventualiter sei für den Fall, dass das Obergericht eine teilbedingte  Freiheitsstrafe aussprechen sollte, der unbedingt zu vollziehende Teil mit 6 Monaten zu bemessen.
	3.  Unter ausgangsgemässer Regelung der Kostenfolge.
	Keine Anträge.
	Erwägungen:
	I. Verfahrensgang und Prozessuales
	1. Verfahrensgang
	1.1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. Juli 20012 wurde der  Beschuldigte der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (HD/ND 2), des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (HD Ziff. 1.3. u. 1.4.), der...
	1.2. Am 10. Juli 2012 liess der Beschuldigte gegen das erwähnte Urteil  Berufung erheben (Urk. 44). Das begründete Urteil wurde dem Beschuldigten mit Datum vom 29. Oktober 2010 zugestellt (Urk. 53/1). Am 15. November 2012 ging bei der hiesigen Kammer ...

	2. Prozessuales
	2.1. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung das Strafmass und damit verbunden die Vollzugsregelung des vorinstanzlichen Urteils an (Urk. 58). Unter Verweis auf das erstinstanzliche Verfahren, beantragte er in seiner Berufungserklärung die Bestraf...
	2.2. Die Berufungsverhandlung fand am 18. Februar 2013 statt.

	II. Sanktion
	3. Anwendbares Recht
	3.1. Die vorliegend zu beurteilenden Delikte beging der Beschuldigte teils vor und teils nach Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007. Die Vorinstanz ist in ihrem Urteil zum Schluss gelangt, dass im vorliegend...
	3.2. Die Staatsanwaltschaft beantragte im Berufungsverfahren die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 62). Insoweit kann mit diesem Urteil in  Beachtung des Verschlechterungsverbots keine höhere Sanktion als sie bereits die Vorinstanz ausges...

	4. Retrospektive Konkurrenz
	4.1. Der Beschuldigte wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft  Winterthur/Unterland vom 5. November 2007 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und unter Einbezug des Widerrufs der bedingt ausgesprochenen Strafe von 2 Wochen Gefängnis durch das B...

	5. Allgemeines zur Strafzumessung
	5.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass bei der Strafzumessung gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich sowohl auf verschiedene als auch auf mehrfach begangene, gleichartige Delikte bezieht und damit vorliegend  anzuwenden ist, das vom...
	5.2. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem  Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Sch...
	5.3. Der Beschuldigte hat sich der mehrfachen Veruntreuung (begangen als  berufsmässiger Vermögensverwalter; ND 3, ND 4, ND 5, ND 7), des mehrfachen Betrugs (HD 1.3 und 1.4), der mehrfachen Urkundenfälschung (HD 1.2, 1.3, 1.4, ND 2) sowie der Verletzu...

	6. Konkrete Strafzumessung
	6.1. Mehrfache Veruntreuung (ND 3, ND 4, ND 5, ND 7)
	6.1.1 Bei der objektiven Tatschwere der Veruntreuungen fällt vorab ins Gewicht, dass der Beschuldigte, das ihm anvertraute Geld von vier Geschädigten veruntreute. Insgesamt beläuft sich die Deliktssumme auf rund CHF 615'500.--, was einen erheblichen ...
	Gestützt auf diese Ausführungen ist das objektive Tatverschulden des Beschuldigten hinsichtlich der Veruntreuungen unter Berücksichtigung des weiten  Strafrahmens als nicht mehr leicht einzustufen.
	6.1.2. Entsprechend den Erwägungen der Vorinstanz ist zur subjektiven Tatkomponente vorab zu erwähnen, dass der Beschuldigte aus rein egoistischen Motiven handelte, zielten seine Handlungen einzig darauf ab, Gelder für sein gescheitertes Unternehmensp...
	6.1.3. Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten, dass das objektive Verschulden durch die genannten subjektiven Faktoren insgesamt eine Erhöhung erfährt. Daraus resultiert für die Deliktsgruppe der Veruntreuungen eine etwas höhere als von der Vorin...
	6.2. Mehrfacher Betrug (HD 1.3/1.4)
	6.2.1. Auch bezüglich dieser Delikte ist in objektiver Hinsicht die beträchtliche Deliktssumme von CHF 400'000.-- hervorzuheben. Mit der Vorinstanz und entgegen der Verteidigung (Urk. 67 S. 5) ist weiter von Bedeutung, dass der Beschuldigte einen nich...
	6.2..2 Bei der Bewertung der subjektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass diesen Delikten im Prinzip dieselben äusseren Umstände zugrunde liegen wie den  Veruntreuungen. Der Beschuldigte benötigte für sein finanziell stark belastetes Unternehmen Geld...
	6.2.3. Zusammenfassend ist die oben ermittelte hypothetische Einsatzstrafe von 3 Jahren unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips deutlich zu erhöhen.
	6.3. Mehrfache Urkundenfälschung (HD 1.2/1.3/1.4)
	6.3.1. Der Taterfolg durch die vom Beschuldigten begangenen Urkundendelikte beläuft sich auf CHF 600'000.-- (wobei der Betrag von CHF 400'000.-- bereits bei den beiden Betrugsdelikten enthalten ist). Auch bei diesen Delikten legte der  Beschuldigte ei...
	6.4. Urkundenfälschung (ND 2)
	6.4.1. Bezüglich der objektiven Tatschwere kann auf die vollständigen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 55 S. 16, Art. 82 Abs. 4 StPO). Zu ergänzen ist einzig, dass dem Geschädigten schlussendlich ein Schaden von rund CHF 4'500.-- (N...
	6.4.2. Auch in subjektiver Hinsicht steht erneut, wie bei den bereits abgehandelten Delikten, der persönliche Geltungsdrang des Beschuldigten im Vordergrund.  Sogar bei der Befragung der Kantonspolizei Thurgau am 24. Oktober 2008 gab der Beschuldigte ...
	6.4.3. Nichts desto trotz ist diese Urkundenfälschung neben den vorangehend behandelten Delikten als relativ unbedeutend zu werten, weshalb die bis dahin hypothetische Strafe erneut nur eine leichte Erhöhung erfährt.
	6.5. Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz (ND 1)
	6.6. Bezüglich der objektiven Tatkomponente ist grundsätzlich auf die vollständigen Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 55 S. 17, Art. 82 Abs. 4 StPO). Betreffend die versäumte Abgabe der Kontrollschilder erwähnte die Vorinstanz, es sei na...
	6.7. Somit ergibt sich für diese beiden Delikte nur ein leichtes Verschulden, weshalb die nach wie vor hypothetische Strafe nur geringfügig zu erhöhen ist.
	6.8. Bei einer Gesamtwürdigung der Tatkomponente ist zusammenfassend von der ermittelten Einsatzstrafe für die mehrfachen Veruntreuungen von rund 3 Jahren auszugehen. Unter Berücksichtigung des mehrfachen Betrugs, der mehrfachen Urkundenfälschung sowi...
	6.9. Täterkomponente
	6.9.1. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen ist etwa, ob sich der Täter im Strafverfahr...
	6.9.2. Mit der Vorinstanz ist bezüglich des Vorlebens des Beschuldigten auf die entsprechenden Angaben des Beschuldigten in der Untersuchung und im vorinstanzlichen Verfahren zu verweisen (HD Urk. 15/16, HD Urk. 2/6, HD Urk. 38 S. 3 f., HD Urk. 40 S....
	6.9.3. Der Beschuldigte zeigte sich von Beginn weg des Verfahrens geständig. Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung legte die Vorinstanz richtig dar, dass sich eine Reduktion der Strafe um einen Drittel jedoch nicht rechtfertigt. Zum  einen lag im Z...
	6.9.4. Diese positiven Punkte im Nachtatverhalten erfahren jedoch dadurch eine Relativierung, als dass der Beschuldigte die Urkundenfälschung vom August 2008 (ND 2) sowie die Veruntreuung zum Nachteil von C._____ (ND 7) zwischen dem 16. Juli 2008 und ...
	6.9.5. Insgesamt rechtfertigt es sich, unter dem Aspekt des Nachtatverhaltens  eine deutlich spürbare Strafminderung vorzunehmen.
	6.9.6. Zu Ungunsten des Beschuldigten sind die drei Vorstrafen zu berücksichtigen. Sie stammen alle aus Delikten im Bereich der Strassenverkehrsgesetzgebung und erweisen sich somit als einschlägige Vorstrafen zum aktuell zu  beurteilenden SVG-Delikt....
	6.9.7. Gestützt auf diese Ausführungen erweist sich die von der Vorinstanz  vorgenommene Beurteilung der Täterkomponente und die daraus resultierende Minderung der Einsatzstrafe um 6 Monate als wohlwollend. Eine besondere Strafempfindlichkeit des Besc...
	6.9.8. Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründe und der Schranke des Verschlechterungsverbots ist die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 32 Monaten als wohlwollend zu beurteilen, indessen zu bestätigen. Der Anrechnung von 8 Tagen Unte...

	III. Vollzug
	7. Teilbedingter Strafvollzug
	7.1. Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 StGB). Grundvoraussetzun...
	7.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Bewährungsaussichten des Beschuldigten gut sind, ist doch davon auszugehen, dass seit der letzten hier zu beurteilenden Straftat im Jahr 2008 bis heute keine weiteren Strafverfahren gegen ihn eröffnet...
	7.3. Erkennt das Gericht auf eine teilbedingte Strafe, hat es im Zeitpunkt des Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB muss der unbedi...
	7.4. Vorweg ist festzuhalten, dass bei der ausgefällten Freiheitsstrafe von 32 Monaten der unbedingt vollziehbare Teil mindestens 6 Monate (Art. 43 Abs. 3 StGB) und höchstens 16 Monate (Art. 43 Abs. 2 StGB) beträgt. Die Vorinstanz legte den unbedingt ...
	7.5. Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass dem Beschuldigten keine sehr gute Legalprognose attestiert werden kann. Dies schon deshalb, weil der Beschuldigte drei Vorstrafen aufweist und die heutige Verurteilung zum Ergebnis führt, dass sich d...
	7.6. Damit ist der zu vollziehende Strafteil auf 12 Monate (abzüglich 8 Tagen erstandener Untersuchungshaft) festzusetzen. Im Übrigen (20 Monate) ist die Freiheitsstrafe aufzuschieben.
	7.7. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist angesichts der konkreten  Umstände und Verhältnisse, insbesondere unter Berücksichtigung der Vorstrafen des Beschuldigten die Probezeit auf 3 Jahre anzusetzen.

	IV. Kosten
	8. Rechtsmittelverfahren
	8.1. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten dieses  Verfahrens, mit Ausnah...
	8.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzusetzen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. Juli 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig (HD, ND 1, ND 2, ND 3, ND 4, ND 5, ND 7)
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB
	 des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB
	 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 138 Ziff. 2 StGB
	 des vorsätzlichen Fahrens trotz Führerausweisentzug im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG
	 des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Kontrollschildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 lit. b SVG

	2. Der Beschuldigte ist des mehrfachen Betruges in den Sachverhalten gemäss HD Ziff. 1.1 und HD Ziff. 1.2 nicht schuldig und wird diesbezüglich freigesprochen.
	3. …
	4. …
	5. Die mit Verfügung des Bezirksamtes Kreuzlingen vom 18. Juli 2008  beschlagnahmten Gegenstände und Unterlagen werden – soweit sie noch nicht herausgegeben wurden – eingezogen und bei den Akten belassen.
	6. Die Privatklägerin 1 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses verwiesen.
	7. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, C._____ (Privatkläger 4) EUR. 30'276.69 als Schadenersatz zu bezahlen. Der Privatkläger 4 wird mit seinen weitergehenden Schadenersatzbegehren auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses...
	8. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, D._____ (Privatklägerin 5) EUR. 73'000.– als Schadenersatz zu bezahlen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	10. Die Verfahrenskosten werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen; eine  Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidi...
	11. (Mitteilungen)
	12. (Rechtsmittel)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 8 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate),  abzüglich 8 Tagen, welche durch Untersuchungshaft erstanden sind, wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten  der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gem...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kasse des Bezirksgerichts Dietikon

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen W...
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.