# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cadf5a3d-6d7e-5acc-a5cb-640e256d4d22
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 15.11.2023 KSK 2023 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2023-98_2023-11-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 15. November 2023

Referenz KSK 23 98

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Fleisch, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

B._____ GmbH
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Konkurseröffnung

Anfechtungsobj. Konkursdekret Regionalgericht Prättigau/Davos, Einzelrichter, 
vom 24.10.2023, mitgeteilt am 26.10.2023 (Proz. Nr. 335-2023-
100)

Mitteilung 17. November 2023

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Sachverhalt

A. Auf Begehren der B._____ GmbH vom 20. September 2023 eröffnete der 
Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos mit Konkursdekret vom 24. Ok-
tober 2023 den Konkurs über A._____. An der zuvor durchgeführten Konkursver-
handlung blieb A._____ fern. 

B. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2023 legte A._____ (nachfolgend: Beschwer-
deführer) beim Kantonsgericht einen Rechtsbehelf gegen das Konkursdekret ein. 
Dieser Rechtsbehelf enthielt sinngemäss ein Gesuch um Wiederherstellung (er-
neute Vorladung zur Konkursverhandlung) sowie eine Beschwerde gegen das 
Konkursdekret. Am 31. Oktober 2023 leitete der Vorsitzende das Wiederherstel-
lungsgesuch zuständigkeitshalber an das Regionalgericht Prättigau/Davos weiter. 
Mit Wiederherstellungsentscheid vom 2. November 2023 wies der Einzelrichter am 
Regionalgericht Prättigau/Davos das Wiederherstellungsgesuch ab (Dispositiv-
Ziffer 1). Dabei legte er die Kosten des Wiederherstellungsverfahrens auf 
CHF 300.00 fest und auferlegte diese dem Beschwerdeführer (Dispositiv-Ziffer 2). 
Was den Weiterzug des Wiederherstellungsentscheids angeht, hielt der Einzel-
richter fest, der Wiederherstellungsentscheid sei nicht eigens anfechtbar, doch 
könne der Beschwerdeführer diesen im Rahmen des bereits hängig gemachten 
Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht rügen (Dispositiv-Ziffer 3).

C. Mit Verfügung vom 6. November 2023 hielt der Vorsitzende fest, dass der 
Wiederherstellungsentscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 2. No-
vember 2023 nicht angefochten werden könne und dem Beschwerdeführer daher 
keine gerichtliche Frist zu dessen Anfechtung angesetzt werde. Mit separaten Ver-
fügungen vom gleichen Tag forderte es zum einen den Beschwerdeführer zur 
Leistung eines Kostenvorschusses von CHF 500.00 und zum anderen die Vorin-
stanz zur Einreichung der Akten auf. 

D. Mit Eingabe vom 8. November 2023 stellte der Beschwerdeführer sinn-
gemäss ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung. Zugleich machte er er-
gänzende Ausführungen zu seiner Beschwerde.

E. Das Regionalgericht reichte aufforderungsgemäss die Akten ein. Auf die 
Einholung einer Beschwerdeantwort bei der B._____ GmbH (nachfolgend: Be-
schwerdegegnerin) wurde verzichtet. Das Verfahren ist spruchreif.

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Erwägungen

1. Gegen den erstinstanzlichen Entscheid über die Konkurseröffnung ist die 
Beschwerde zulässig. Die Parteien können dabei neue Tatsachen geltend ma-
chen, wenn diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 
Abs. 1 SchKG). 

2. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vor, er habe am 25. Mai 
2023 eine Zahlung von CHF 300.00 geleistet. Damit macht er sinngemäss die Til-
gung der Forderung geltend. Nach Art. 172 Ziff. 3 SchKG weist das Gericht das 
Konkursbegehren ab, wenn der Schuldner durch Urkunden beweist, dass die 
Schuld, Zinsen und Kosten inbegriffen, getilgt ist oder dass der Gläubiger ihm 
Stundung gewährt hat. Wie sich aus den Akten ergibt, liegt dem Konkursbegehren 
eine Forderung der Beschwerdegegnerin gegen den Beschwerdeführer von 
CHF 1'274.15 zugrunde (RG act. 1). Diese Forderung geht auf den rechtskräftigen 
Urteilsvorschlag des Vermittleramts Prättigau/Davos vom 12. Juni 2023 zurück 
(RG act. 5, S. 2 ff.). Mit der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Zahlung 
von CHF 300.00 wurde die Konkursforderung nicht getilgt, jedenfalls nicht 
vollständig. Die vom Beschwerdeführer getätigte Zahlung steht der Konkurseröff-
nung somit nicht entgegen.

3. Der weitere Einwand des Beschwerdeführers, er hätte den Vertrag über 
den Kauf eines Druckers nicht abgeschlossen, wenn ihm die horrenden Kosten für 
die Druckerpatronen bekannt gewesen wären, kann nicht berücksichtigt werden. 
Zum einen können im vorliegenden Verfahren nur Tilgung und Stundung geltend 
gemacht werden, jedoch nicht andere Einwände gegen den Forderungsbestand 
(vgl. Art. 172 Ziff. 3 SchKG; OGer ZH PS210053 v. 21.4.2021 E. 2.2). Zum ande-
ren wurde die Forderung, welche der vorliegenden Betreibung zugrunde liegt, 
durch Urteilsvorschlag vom 12. Juni 2023 rechtskräftig festgestellt. Allfällige Wil-
lensmängel in Bezug auf das Rechtsgeschäft, aus dem die Forderung abgeleitet 
worden war, können somit nicht mehr zum Prozessthema erhoben werden (vgl. 
Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO). 

4. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Da dieses Ergebnis offensicht-
lich ist, ergeht der vorliegende Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 
Abs. 3 GOG). Umständehalber wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzich-
tet. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird damit gegenstandslos. 
Mangels Aufwands ist der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zuzu-
sprechen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientschädigungen 
zugesprochen.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: