# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb4d4ce5-e848-56d9-b5de-d0f73ce49fcb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 25.08.2021 470 21 159 (470 2021 159)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-21-159_2021-08-25.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

25. August 2021 (470 21 159) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafprozessrecht 

 

 

Akteneinsicht / Datenschutzrecht im Beschwerdeverfahren 

 

Ist eine Strafuntersuchung rechtshängig, so können Drittpersonen, welche über keine 

Parteirechte verfügen, Einsicht in die Verfahrensakten nehmen, wenn sie ein schüt-

zenswertes Interesse im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO nachzuweisen vermögen. 

Wird ihrem Akteneinsichtsgesuch nicht entsprochen, steht ihnen das Rechtsmittel der 

Beschwerde gemäss Art. 393 ff. StPO offen. Ist das Strafverfahren hingegen bereits vor 

dem Begehren um Akteneinsicht rechtskräftig abgeschlossen worden, richtet sich der 

Anspruch nach Datenschutzrecht, womit bei einem abweisenden Entscheid der verwal-

tungsrechtliche Rechtsmittelweg zu beschreiten ist (E. 1.2.1.1). 

 

Hat eine Strafbehörde während eines hängigen Strafverfahrens über ein Aktenein-

sichtsgesuch gemäss Art. 101 Abs. 3 StPO abschlägig entschieden, so bleibt die Be-

schwerdeinstanz zur Beurteilung eines hiergegen gerichteten Rechtsmittels zuständig, 

auch wenn das betreffende Strafverfahren – wie hier – nach Beschwerdeerhebung 

rechtskräftig abgeschlossen worden ist (E. 1.2.1.2). 

 

Sofern die Zuständigkeit der Beschwerdeinstanz – wie vorliegend – zu bejahen ist, be-

wirkt der auf die Beschwerdeerhebung folgende rechtskräftige Abschluss des Strafver-

fahrens, in dessen Akten Einsicht begehrt wird, keine nachträgliche Anwendbarkeit von 

Datenschutzrecht, womit der vorinstanzliche Entscheid anhand der Bestimmungen der 

StPO zu beurteilen ist (E. 1.2.1.2). 

 

  

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Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Daniel Häring (Ref.), 

Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Florian Jenal 

 

Parteien A.____, 

Beschwerdeführerin 

  

 

gegen 

 

 

 Strafgericht Basel-Landschaft, 

Grenzacherstrasse 8, Postfach 810, 4132 Muttenz 1,  

Beschwerdegegner 

 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Hauptabteilung WK, 

Rheinstrasse 27, Postfach, 4410 Liestal, 

Anklagebehörde 

 

B.____, 

vertreten durch Dr. Mark Livschitz, Rechtsanwalt, 

Weinbergstrasse 102, 8006 Zürich, 

Verfahrensbeteiligter 

 

C.____, 

vertreten durch Dr. Nicola Moser, Advokat, 

Kirchplatz 16, Postfach 916, 4132 Muttenz, 

Verfahrensbeteiligter 

  

Gegenstand Akteneinsichtsgesuch 

Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten des Strafgerichts 

Basel-Landschaft vom 16. Juni 2021 

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A. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Wirtschaftskriminalität (WK), 

führte gegen B.____ sowie C.____ ein Strafverfahren wegen ungetreuer Amtsführung bzw. Ge-

hilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung. 

 

B. Am 4. Juni 2021 fand die mündliche Urteilseröffnung vor den Schranken des Strafge-

richts Basel-Landschaft statt, anlässlich welcher ein freisprechendes Verdikt hinsichtlich beider 

Beschuldigter verkündet wurde. 

 

C. Mit Schreiben vom 4. Juni 2021 ersuchte A.____ gegenüber dem Strafgericht Basel-

Landschaft um vollständige Einsicht in die Akten des gegen B.____ und C.____ geführten 

Strafverfahrens. Im Eventualstandpunkt verlangte sie Einsicht in die Anklageschrift, das Proto-

koll der Befragung des anlässlich der Hauptverhandlung einvernommenen Zeugen D.____ so-

wie in die Plädoyernotizen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft sowie der Verteidigung der 

beiden Beschuldigten. 

 

D. Mit Verfügung vom 16. Juni 2021 hiess der Präsident des Strafgerichts Basel-

Landschaft das Eventualbegehren von A.____ gut und wies das Akteneinsichtsgesuch im Übri-

gen ab. 

 

E. Mit beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kan-

tonsgericht), eingereichter Beschwerde vom 28. Juni 2021 beantragt A.____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin), dass die Verfügung des Präsidenten des Strafgerichts Basel-Landschaft 

vom 16. Juni 2021 aufzuheben (Rechtsbegehren-Ziffer 1) und der Beschwerdeführerin vollum-

fängliche Akteneinsicht in die Verfahrensakten zu gewähren sei (Rechtsbegehren-Ziffer 2 

Abs. 1). Eventualiter sei die Vorinstanz zu verpflichten, vorgängig die notwendigen Anonymisie-

rungen vorzunehmen respektive jene Akten auszusondern, welche für die Beurteilung des 

Strafverfahrens gegen die beiden Beschuldigten B.____ und C.____ nicht relevant gewesen 

seien (Rechtsbegehren-Ziffer 2 Abs. 2). Subeventualiter sei das Verfahren an das Strafgericht 

Basel-Landschaft zur Fällung eines neuen Entscheides zurückzuweisen (Rechtsbegehren-Ziffer 

2 Abs. 3). Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates (Rechtsbegeh-

ren-Ziffer 3). 

 

F. Mit Verfügung des Präsidenten des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 7. Juli 2021 

wurden der Beschwerdeführerin die Akten gemäss dem mit Verfügung der Vorinstanz vom 

16. Juni 2021 gutgeheissenen, im Akteneinsichtsgesuch vom 4. Juni 2021 gestellten Eventual-

begehren in Kopie zugestellt. 

 

G. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzichtete mit Eingabe vom 7. Juli 2021 auf 

eine Stellungnahme zur Beschwerde vom 28. Juni 2021. 

 

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H. Mit Eingabe vom 7. Juli 2021 beantragte das Strafgericht Basel-Landschaft die Abwei-

sung der Beschwerde. 

 

I. B.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Mark Livschitz, begehrte mit Schreiben vom 

12. Juli 2021, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (Rechtsbegehren-Ziffer 1). Even-

tualiter sei sie abzuweisen (Rechtsbegehren-Ziffer 2). Alles unter Kosten- und Entschädigungs-

folge zulasten der Beschwerdeführerin (Rechtsbegehren-Ziffer 3). 

 

J. C.____, vertreten durch Advokat Dr. Nicola Moser, schloss mit Stellungnahme vom 

13. Juli 2021 auf Abweisung der Beschwerde (Rechtsbegehren-Ziffer 1). Alles unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin (Rechtsbegehren-Ziffer 2). 

 

K. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 14. Juli 2021 wurde der Schriftenwechsel ge-

schlossen und den Parteien der schriftliche Entscheid in Aussicht gestellt. 

 

 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1 Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO ist die Beschwerde zulässig gegen Verfügungen 

und Beschlüsse sowie Verfahrenshandlungen der erstinstanzlichen Gerichte. Unter den Begriff 

der Verfügungen und Beschlüsse fallen individuell-konkrete Anordnungen, mit denen gestützt 

auf die Strafprozessordnung eine für den Adressaten verbindliche und erzwingbare Rechtswir-

kung erzielt wird (vgl. PATRICK GUIDON, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 393 N 6; 

ANDREAS J. KELLER, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 393 N 10). Mit der Beschwer-

de können laut Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen, falsche Feststellungen des Sachver-

halts sowie Unangemessenheit gerügt werden. Da mit der Beschwerde alle Mängel des ange-

fochtenen Entscheids geltend gemacht werden können, verfügt die Rechtsmittelinstanz über 

volle Kognition (PATRICK GUIDON, a.a.O., Art. 393 StPO N 15). Die Beschwerde gegen schriftlich 

oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Be-

schwerdeinstanz einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Den Umfang der Begründung regelt 

Art. 385 Abs. 1 StPO. Zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich 

geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat (vgl. Art. 382 

Abs. 1 StPO). Parteien sind gemäss Art. 104 Abs. 1 StPO die beschuldigte Person (lit. a), die 

Privatklägerschaft (lit. b) und die Staatsanwaltschaft (lit. c). Nebst den Parteien gemäss Art. 104 

Abs. 1 StPO sind zur Beschwerde auch Dritte legitimiert, welche durch die angefochtenen Ver-

fahrenshandlungen beschwert sind (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. f StPO; PATRICK 

GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung [Beschwerde], 2011, 

Rz. 306). Beschwert ist eine Person, wenn sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-

hebung oder Änderung eines Entscheides hat, was dann zu bejahen bzw. gegeben ist, wenn 

sie selbst in ihren eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist (vgl. GUIDON, a.a.O., 

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Beschwerde, Rz. 233). In ihren eigenen Rechten betroffen ist eine Person, wenn die angefoch-

tene hoheitliche Verfahrenshandlung einen direkten, sofort ersichtlichen Einfluss auf ihre 

Rechtsstellung (und somit auf ihre rechtlich geschützten Interessen) hat (vgl. GUIDON, a.a.O., 

Beschwerde, Rz. 233). Zuständig für die Beurteilung von Beschwerden unter anderem gegen 

Verfahrenshandlungen und gegen nicht der Berufung unterliegende Entscheide der erstinstanz-

lichen Gerichte ist die Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 20 Abs. 1 lit. a StPO). Im Kanton Basel-

Landschaft wird die Funktion der Beschwerdeinstanz gemäss § 15 Abs. 2 des Einführungsge-

setzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung vom 12. März 2009 (EG StPO; SGS 250) 

durch die Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, ausgeübt. 

 

1.2.1 Vorliegend bestreitet der Verfahrensbeteiligte B.____ in seiner Stellungnahme vom 

12. Juli 2021 die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts. Er macht geltend, die Strafpro-

zessordnung regle mit Art. 101 StPO einzig die Einsicht in die Akten hängiger Strafverfahren. In 

casu sei jedoch das Strafverfahren, in dessen Akten die Beschwerdeführerin Einsicht begehrt, 

nach der Beschwerdeerhebung durch Freispruch rechtskräftig abgeschlossen worden. Zum 

Beleg reicht er das mit Rechtskraftbescheinigung versehene Dispositiv des Urteils des Strafge-

richts Basel-Landschaft vom 4. Juni 2021 zu den Akten. Der rechtskräftige Abschluss des Straf-

verfahrens bewirke, dass nunmehr nicht die Bestimmungen der StPO, sondern kantonales Da-

tenschutzrecht, mithin das Gesetz über die Information und den Datenschutz vom 10. Februar 

2011 (Informations- und Datenschutzgesetz, IDG; SGS 162) für die Beurteilung des Aktenein-

sichtsgesuchs der Beschwerdeführerin einschlägig sei. Da das IDG den verwaltungsrechtlichen 

Rechtsmittelweg vorsehe, sei die Zuständigkeit des Kantonsgerichts entfallen. Auf die Be-

schwerde sei daher nicht einzutreten. Im Übrigen dürfe auf die Beschwerde auch deshalb nicht 

eingetreten werden, weil die Beschwerdeführerin ihrer Begründungspflicht nicht nachgekom-

men sei. Sie habe nicht hinreichend genau bezeichnet, in welche Aktenstücke sie konkret Ein-

sicht verlange. 

 

1.2.1.1 Zu konstatieren ist zunächst, dass die StPO – wie sowohl die Vorinstanz als auch der 

Verfahrensbeteiligte B.____ zu Recht darlegen – das Recht auf Einsichtnahme in die Verfah-

rensakten nur für hängige Verfahren regelt, weshalb sich der Anspruch auf Akteneinsicht nach 

rechtkräftiger Erledigung grundsätzlich nach den Bestimmungen des Datenschutzrechts richtet 

(vgl. BGE 136 I 80 E. 2.1 ff.; NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Schweizerische Strafprozess-

ordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 102 N 11; MARKUS SCHMUTZ, Basler Kommentar 

StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 101 N 4; DANIELA BRÜSCHWEILER/CHRISTA GRÜNIG, Zürcher Kommen-

tar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 101 N 1b). Ebenso ist korrekt, dass in jenen Fällen, in denen Da-

tenschutzrecht anstelle der StPO anwendbar ist, der verwaltungsrechtliche Rechtsmittelweg zu 

beschreiten ist (vgl. BGE 136 I 80 E. 2.3; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 102 StPO N 11; 

BRÜSCHWEILER/GRÜNIG, a.a.O., Art. 101 StPO N 1b). 

 

Festzustellen ist vorliegend indes, dass das Akteneinsichtsgesuch der Beschwerdeführerin vom 

4. Juni 2021 unbestrittenermassen zu einem Zeitpunkt bei der Vorinstanz gestellt wurde, als 

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das Strafverfahren gegen die beiden Verfahrensbeteiligten (als beschuldigte Personen) noch 

nicht rechtskräftig abgeschlossen war. Das Begehren um Akteneinsicht der Beschwerdeführerin 

steht somit vorliegend nicht als Gesuch um Einsicht in Akten eines abgeschlossenen Verfah-

rens da, womit die Vorinstanz ihrem Entscheid zu Recht die Bestimmungen der StPO zugrunde 

gelegt hat. Beschwerdeobjekt ist die Verfügung eines erstinstanzlichen Gerichts im Sinne von 

Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO. Weiter steht fest, dass das streitgegenständliche Strafverfahren 

noch nicht rechtskräftig abgeschlossen war, als die Beschwerde vom 28. Juni 2021 beim Kan-

tonsgericht eingegangen und das Beschwerdeverfahren rechtshängig geworden ist. 

 

1.2.1.2 Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

ist demnach zu bejahen. Der Sinn und Zweck des Beschwerdeverfahrens liegt darin, den zur 

Beschwerde legitimierten Personen zu ermöglichen, die Nachprüfung und gegebenenfalls Auf-

hebung eines für sie nachteiligen Entscheids zu erwirken (vgl. VIKTOR LIEBER, Zürcher Kom-

mentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 379 N 2). Die Beschwerde dient ihrem Wesen nach somit dazu, 

unter den gegebenen Voraussetzungen korrigierend in hoheitliche Verfahrenshandlungen u.a. 

der erstinstanzlichen Gerichte einzugreifen (vgl. GUIDON, a.a.O., Art. 393 StPO N 2). Aufgabe 

der Beschwerdeinstanz ist es dementsprechend, das Beschwerdeobjekt auf seine Rechtmäs-

sigkeit hin zu überprüfen, in casu insbesondere im Lichte der geltend gemachten Rügen der 

unrichtigen Anwendung der Bestimmungen der StPO und damit der Verletzung von Bundes-

recht (vgl. Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO; GUIDON, a.a.O., Art. 393 StPO N 15a; GUIDON, a.a.O., 

Beschwerde, Rz. 583). 

 

1.2.2 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung in ihren eigenen Rech-

ten unmittelbar und direkt betroffen, da diese einen direkten, sofort ersichtlichen Einfluss auf 

ihre Rechtsstellung (und somit auf ihre rechtlich geschützten Interessen) hat. Durch die bean-

standete Verfügung ist der Beschwerdeführerin teilweise die Einsicht in die Unterlagen des ge-

gen B.____ und C.____ geführten Strafverfahrens verweigert worden, womit sie durch diese 

Verfügung beschwert ist. Die Gutheissung der Beschwerde würde ihr sodann eine weiterge-

hende Akteneinsicht ermöglichen, als ihr bereits gewährt worden ist, womit sie ein aktuelles und 

praktisches Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Verfügung hat. Die Beschwerdefüh-

rerin ist folglich zur Führung des vorliegenden Rechtsmittels legitimiert. 

 

1.2.3 Die Beschwerdeführerin kommt des Weiteren auch ihrer Begründungspflicht nach, in-

dem sie, wie von Art. 385 Abs. 1 StPO verlangt, angibt, welche Punkte des Entscheides sie 

anficht (lit. a), welche Gründe aus ihrer Sicht einen anderen Entscheid nahe legen (lit. b) und 

welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Nicht zu hören ist der Einwand des Verfahrensbeteiligten 

B.____, die Beschwerdeführerin lege nicht genügend dar, in welche spezifischen Unterlagen 

des Strafverfahrens sie Einsicht verlange. Dies ist gegebenenfalls bei der materiellen Prüfung 

des Anspruchs der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen, lässt die Beschwerde aber jeden-

falls nicht als in einer Weise ungenügend erscheinen, die einen Nichteintretensentscheid recht-

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fertigen würde. Da die Beschwerdeführerin ausserdem die Rechtsmittelfrist gewahrt hat sowie 

zulässige Rügen erhebt, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

 

 

2. Umfang der Überprüfung des Beschwerdeobjekts 

Vorab festzuhalten gilt es, dass einzig die Beschwerdeführerin gegen die angefochtene Verfü-

gung Rechtsmittel erhoben hat und der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukommt 

(Art. 387 StPO). Aus diesem Grund hat der Präsident der Vorinstanz mit Verfügung vom 7. Juli 

2021 die Akten gemäss des mit Akteneinsichtsgesuch der Beschwerdeführerin vom 4. Juni 

2021 gestellten und mit Verfügung vom 16. Juni 2021 gutgeheissenen Eventualbegehrens be-

reits in Kopie zugestellt. Das Kantonsgericht hat folglich die angefochtene Verfügung einzig 

anhand der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen zu prüfen, womit Gegenstand 

des vorliegenden Verfahrens nur die Frage bildet, ob ein über die bereits erteilte Akteneinsicht 

hinausgehender Anspruch auf Herausgabe der übrigen Verfahrensakten besteht. 

 

 

3. Parteistandpunkte 

3.1 Die Vorinstanz erwägt in der angefochtenen Verfügung, dass die Beschwerdeführerin 

in der medialen Berichterstattung zur Hauptverhandlung vor dem Strafgericht Basel-Landschaft 

im Verfahren gegen die beiden Verfahrensbeteiligten B.____ und C.____ als beschuldigte Per-

sonen prominent erwähnt worden sei. Da sich die Vorwürfe gegen die Beschwerdeführerin, 

welche in der Presse wiedergegeben worden seien, auf die anlässlich der Hauptverhandlung 

gemachten Depositionen des Zeugen D.____, die Parteivorträge sowie die Ausführungen in der 

Anklageschrift abstützen würden, habe sie ein legitimes Interesse daran, das Zeugeneinver-

nahmeprotokoll, die Plädoyernotizen der Parteien sowie die Anklageschrift einzusehen, um den 

gegen sie erhobenen Vorwürfen in der Öffentlichkeit begegnen zu können. Ein Anspruch auf 

Einsichtnahme in die übrigen Verfahrensakten sei demgegenüber zu verneinen, folglich der 

Eventualantrag der Beschwerdeführerin auf Zustellung der erwähnten Aktenstücke im Zusam-

menhang mit der vorinstanzlichen Hauptverhandlung gutzuheissen und das Gesuch im Übrigen 

abzuweisen. 

 

3.2 Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2021 begehrt die Vorinstanz unter Verweis auf die ange-

fochtene Verfügung vom 16. Juni 2021 die Abweisung der Beschwerde. 

 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde vom 28. Juni 2021 zusammenge-

fasst geltend, sie habe entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen sehr wohl ein schutzwürdi-

ges Interesse daran, die gesamten Verfahrensakten einzusehen. Dieses schutzwürdige Inte-

resse stütze sich zunächst auf Vorwürfe, welche der vorsitzende Gerichtspräsident anlässlich 

der mündlichen Urteilseröffnung gegen die Beschwerdeführerin geäussert habe und welche 

sich in der Folge in der Berichterstattung der Tagespresse wiedergefunden hätten. Zum Beleg 

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dieser Ausführungen reicht die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren di-

verse Zeitungsartikel, Zeitungskommentare sowie einen Liveticker zur mündlichen Urteilseröff-

nung zu den Akten (vgl. Beschwerdebeilagen 3 bis 12 sowie 14). Die Beschwerdeführerin müs-

se im Lichte dieser Berichterstattung in die Lage versetzt werden, zu prüfen, auf welche Unter-

lagen sich die gegen sie gemachten Anschuldigungen seitens des Gerichts stützen würden. 

Darüber hinaus benötige sie die Akteneinsicht auch deshalb, weil sie zurzeit mehrere Zivilver-

fahren führe und auf Dokumente aus dem Strafverfahren angewiesen sei, um sich verteidigen 

zu können. Dies betreffe einerseits zwei Verfahren wegen Persönlichkeitsverletzung respektive 

wegen Verstössen gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom 

19. Dezember 1986 (UWG; SR 241), in welchen sich die Tageszeitung E.____ sowie der Jour-

nalist F.____ als Beklagte zu verantworten hätten. Diese Verfahren führe die Beschwerdeführe-

rin einerseits am Zivilgericht Basel-Stadt und andererseits am Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Zivilrecht. Zum Beleg des Verfahrens vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-

teilung Zivilrecht, reicht die Beschwerdeführerin ein Schreiben der Gegenpartei vom 14. Juni 

2021 zu den Akten (vgl. Beschwerdebeilage 13). Andererseits benötige sie die Strafakten für 

ein Schiedsverfahren, in welchem G.____ Ansprüche gegen H.____ geltend mache. Als Nach-

weis für das Schiedsverfahren legt die Beschwerdeführerin eine Vorladung vom 14. Februar 

2019 des Schiedsgerichts ins Recht (vgl. Beschwerdebeilage 15). Zu beachten sei bei der Be-

urteilung der vorliegenden Beschwerde zudem, dass weder die Beschwerdeführerin noch 

H.____ je Partei des Strafverfahrens gewesen seien. Die Beschwerdeführerin habe aber nicht 

nur nie Parteistellung gehabt, sondern die Staatsanwaltschaft habe gar ein gegen unbekannte 

Täterschaft eröffnetes Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Betruges im 

Jahre 2018 rechtskräftig eingestellt. Die rechtskräftige Einstellung belege, dass sich nicht ein-

mal ein Tatverdacht gegen die Beschwerdeführerin habe erhärten lassen. Zum Beleg reicht sie 

eine Medienmitteilung der Medienstelle der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 20. Juni 

2018 zu den Akten (vgl. Beschwerdebeilage 2). Im Lichte dieser Umstände sei die Verfügung 

der Vorinstanz vom 16. Juni 2021 aufzuheben (Rechtsbegehren-Ziffer 1) und der Beschwerde-

führerin vollumfängliche Akteneinsicht zu gewähren (Rechtsbegehren-Ziffer 2 Abs. 1). Eventua-

liter sei die Vorinstanz zu verpflichten, vorgängig die notwendigen Anonymisierungen vorzu-

nehmen respektive jene Akten auszusondern, welche für die Beurteilung des Strafverfahrens 

gegen die beiden Verfahrensbeteiligten B.____ und C.____ nicht relevant gewesen seien 

(Rechtsbegehren-Ziffer 2 Abs. 2). Subeventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zur Fäl-

lung eines neuen Entscheides zurückzuweisen (Rechtsbegehren-Ziffer 2 Abs. 3). Alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des Staates (Rechtsbe-

gehren-Ziffer 3). 

 

3.4 Der Verfahrensbeteiligte B.____ führt in seiner Stellungnahme vom 12. Juli 2021 aus, 

die Voraussetzungen für die Akteneinsicht seien in casu weder nach IDG noch nach StPO er-

füllt. Zusammengefasst macht er geltend, die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie müsse 

anhand der Verfahrensakten die Ausführungen des Präsidenten der Vorinstanz anlässlich der 

mündlichen Urteilseröffnung richtigstellen, sei unzutreffend. Der Gerichtspräsident habe sich 

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nachweislich auf die Aussagen des durch das Strafgericht einvernommenen Zeugen und nicht 

auf weitere Verfahrensakten gestützt, womit die Beschwerdeführerin mit dem ihr inzwischen 

zugestellten Protokoll der Hauptverhandlung über alle Informationen verfüge, um die von ihr 

begehrte Richtigstellung der anlässlich der mündlichen Urteilsbegründung gemachten Äusse-

rungen zu bewerkstelligen. Ebenso unrichtig seien sodann die Vorbringen der Beschwerdefüh-

rerin, wonach sie sich im Strafverfahren nicht habe äussern können und sie die volle Aktenein-

sicht zur Herstellung von Waffengleichheit in Zivilverfahren benötige. Beim von der Beschwer-

deführerin ins Feld geführten Schiedsverfahren sei diese schon gar nicht Partei und bei jenem 

Zivilverfahren gegen Medienunternehmen und Journalisten sei sie Klägerin und nicht Beklagte. 

Im Übrigen verfüge das beklagte Medienunternehmen über dieselben Informationen wie die 

Beschwerdeführerin, womit eine Waffenungleichheit nicht ersichtlich sei. Davon abgesehen 

stünden den Interessen der Beschwerdeführerin, selbst wenn man diese als schutzwürdig an-

sehen wolle, überwiegende private und öffentliche Interessen entgegen, da einerseits der Ver-

fahrensbeteiligte B.____ nach dessen rechtskräftigem Freispruch einen Anspruch darauf habe, 

dass seine Persönlichkeitsrechte geschützt werden, und andererseits die Einräumung der voll-

umfänglichen Akteneinsicht gegenüber der Beschwerdeführerin den politischen Aufarbeitungs-

prozess, welcher nun allenfalls in Gang gesetzt werde, vereiteln könnte. Die Beschwerde sei 

daher, soweit auf sie eingetreten werden könne, abzuweisen. 

 

3.5 Der Verfahrensbeteiligte C.____ schliesslich beantragt in seiner Stellungnahme vom 

13. Juli 2021 ebenso die Abweisung der Beschwerde, weil die Beschwerdeführerin kein 

schutzwürdiges Interesse an der Akteneinsicht nachzuweisen vermöge. Zusammengefasst führt 

er aus, Vorwürfe in die Richtung der Beschwerdeführerin seien der Sache nach vom anlässlich 

der Hauptverhandlung einvernommenen Zeugen geäussert worden, und nicht vom Gerichts-

präsidenten anlässlich der mündlichen Urteilseröffnung. Das Protokoll der Zeugeneinvernahme 

habe die Beschwerdeführerin inzwischen erhalten. Weiter würden die Medien nicht über mehr 

Informationen als die Beschwerdeführerin verfügen, weshalb diese auch aus diesem Grund 

keine weitere Akteneinsicht benötige. Ferner habe sich die Beschwerdeführerin bereits ausführ-

lich öffentlich geäussert, weshalb nicht ersichtlich sei, warum und inwiefern sie sich ohne Ak-

teneinsicht gegen die von ihr geltend gemachten Vorwürfe nicht verteidigen können sollte. 

Schliesslich vermöchten von der Beschwerdeführerin geführte Zivilverfahren in casu ebenso 

wenig ein schutzwürdiges Interesse an der vollumfänglichen Akteneinsicht zu begründen, zumal 

sie die ihr zur Verfügung stehenden zivilprozessualen Mittel nicht ausgeschöpft habe. 

 

 

4. Prüfung der Voraussetzungen von Art. 101 Abs. 3 StPO 

4.1 Rechtliches 

4.1.1 Die StPO regelt das Akteneinsichtsrecht in Art. 101 f. Neben dem Recht auf Kenntnis-

nahme der Verfahrensakten durch die Parteien (Art. 101 Abs. 1 StPO), worunter gemäss 

Art. 104 Abs. 1 StPO die beschuldigte Person (lit. a), die Privatklägerschaft (lit. b) sowie die 

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Staatsanwaltschaft (lit. c) fallen, und jenem der Behörden (Art. 101 Abs. 2 StPO) sieht das Ge-

setz unter Umständen auch ein Akteneinsichtsrecht für Drittpersonen vor (Art. 101 Abs. 3 

StPO). Vorausgesetzt ist, dass die Drittperson ein entsprechendes Interesse geltend machen 

kann, wobei ein wissenschaftliches oder ein anderes schützenswertes Interesse in Betracht 

kommt. Vermag die Drittperson, welche um Akteneinsicht ersucht, ein schützenswertes Interes-

se darzulegen, so ist zusätzlich erforderlich, dass keine überwiegenden öffentlichen oder priva-

ten Interessen entgegenstehen. 

 

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung verlangt indes über den ungenauen Wortlaut von 

Art. 101 Abs. 3 StPO hinausgehend, dass die Drittperson tatsächlich über ein schützenswertes 

Interesse verfügt, und ein solches nicht einfach nur geltend macht, andernfalls von vornherein 

kein Akteneinsichtsrecht besteht (vgl. BGer 1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.3.1). Allerdings 

reicht bereits ein tatsächliches Interesse, ein rechtlich geschütztes Interesse ist nicht zwingend 

erforderlich (BGer 1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.3.1; BGer 1B_353/2015 vom 22. April 

2016 E. 4.3; BGer 1B_306/2014 vom 12. Januar 2015 E. 2.1; je mit Hinweisen). Im Regelfall hat 

die nicht verfahrensbeteiligte Drittperson ein geringeres Interesse an der Akteneinsicht als die 

Verfahrensparteien, welche diese zur Wahrung ihrer Rechte benötigen. Ein schützenswertes 

Interesse der Drittperson im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO ist daher gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung nur ausnahmsweise und nur in begründeten Fällen zu bejahen, andern-

falls Missbräuche und Verzögerungen drohen (BGer 1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.3.1; 

BGer 1B_590/2020 vom 17. März 2021 E. 7.1; BGer 1B_55/2019 vom 14. Juni 2019 E. 3.4 f.; 

BGer 1B_340/2017 vom 16. November 2017 E. 2.1; je mit Hinweisen). 

 

Sofern die Drittperson ein schützenswertes Interesse nachzuweisen vermag, folgt daraus aber 

noch nicht zwingend ein Anspruch auf Akteneinsicht, sondern es muss zusätzlich geprüft wer-

den, ob öffentliche oder private Interessen entgegenstehen. Ist dies der Fall und überwiegen 

diese entgegenstehenden Interessen, so besteht trotz vorhandenen Interesses kein Anspruch 

auf Akteneinsicht (vgl. BGer 1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.3.1; BGer 1B_340/2017 vom 

16. November 2017 E. 2.1; BGer 1B_353/2015 vom 22. April 2016 E. 4.3; BGer 1B_306/2014 

vom 12. Januar 2015 E. 2.1; BGer 1B_33/2014 vom 13. März 2014 E. 2; je mit Hinweisen). 

 

4.1.2 Ein schützenswertes Interesse bejaht hat das Bundesgericht etwa in einem Fall, in 

welchem eine am Strafverfahren nicht beteiligte Drittperson in einem Verantwortlichkeitsprozess 

im Zusammenhang mit einer BVG-Sammelstiftung eingeklagt wurde, wobei die Kläger über die 

Akten eines Strafverfahrens verfügten, welche sie zur Begründung ihrer zivilrechtlichen Ansprü-

che gegenüber dem Beklagten verwendeten. Das Bundesgericht kam hinsichtlich dieser Kons-

tellation zum Schluss, dass aufgrund des Prinzips der Waffengleichheit der Beklagte einen An-

spruch auf Einsicht in die Strafakten habe, um sich effektiv gegen die gegen ihn gerichtete zivil-

rechtliche Klage wehren zu können (vgl. BGer 1B_33/2014 vom 13. März 2014 E. 3.3). 

 

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Verneint hat das Bundesgericht hingegen das schutzwürdige Interesse eines Aktionärs, welcher 

Einsicht in die Strafakten zur Begründung einer aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage 

nehmen wollte. In seinem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass die Akteneinsicht von 

Drittpersonen nach Art. 101 Abs. 3 StPO nicht dazu diene, zivilrechtliche Regelungen zu umge-

hen, wie eine solche etwa mit den Auskunftsansprüchen der Aktionäre gemäss Art. 697 des 

Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter 

Teil: Obligationenrecht) vom 30. März 1911 (Obligationenrecht, OR; SR 220) bestehe. In jedem 

Falle müsse die um Akteneinsicht ersuchende Drittperson nachweisen, dass sie alle ihr zu-

stehenden zivilrechtlichen Mittel ausgeschöpft habe, bevor eine Entscheidung darüber, ob sie 

ein schutzwürdiges Interesse habe, überhaupt getroffen werden könne (vgl. BGer 1B_55/2019 

vom 14. Juni 2019 E. 3.6). 

 

Ebenfalls verneint hat das Bundesgericht das schutzwürdige Interesse einer Drittperson, welche 

eine Tageszeitung, die über die Akten eines Strafverfahrens verfügte, wegen übler Nachrede 

gemäss Art. 173 StGB anzeigen wollte. Das Bundesgericht erwog dabei, dass die Drittperson 

einzig nachzuweisen habe, dass sie eines ehrenrührigen Verhaltens bezichtigt worden sei. 

Nicht erforderlich sei es demgegenüber, dass sie auch die Unwahrheit der fraglichen Aussagen 

beweise, weil es Sache der beschuldigten Person sei, den Wahrheitsbeweis hinsichtlich ihrer 

Anschuldigungen anzutreten. Die Kenntnis der vollständigen Akten sei somit zur Anzeigestel-

lung wegen übler Nachrede nicht erforderlich (vgl. BGer 1B_306/2014 vom 12. Januar 2015 

E. 2.3). 

 

 

4.2 Prüfung des Anspruchs der Beschwerdeführerin 

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse im Sinne 

von Art. 101 Abs. 3 StPO an der Akteneinsicht hat. 

 

Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, sie müsse Gelegenheit erhalten, die Vorwürfe zu 

prüfen, welche Gerichtspräsident I.____ anlässlich der mündlichen Urteilseröffnung gegen sie 

geäussert habe. Dieses Argument vermag nicht zu überzeugen. Sollte die Beschwerdeführerin 

der Ansicht sein, die Äusserungen des Präsidenten seien ehr- respektive persönlichkeitsverlet-

zend, so müsste sie eine Straf- bzw. eine aufsichtsrechtliche Anzeige einreichen, für welche sie 

nicht auf vollumfängliche Einsicht in die Akten des Verfahrens angewiesen ist (vgl. BGer 

1B_306/2014 vom 12. Januar 2015 E. 2.3). Festzuhalten ist diesbezüglich insbesondere, dass 

es nicht Aufgabe der Beschwerdeführerin ist, die Rolle der Strafbehörden an sich zu ziehen. Ein 

Interesse im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO gestützt auf einen allfälligen ehr- respektive per-

sönlichkeitsverletzenden Charakter der Ausführungen von Gerichtspräsident I.____ anlässlich 

der mündlichen Urteilseröffnung, welches einen Anspruch auf Akteneinsicht zu begründen ver-

möchte, ist somit zu verneinen. 

 

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Ebenso wenig zu hören ist sodann das gänzlich unsubstantiierte Vorbringen der Beschwerde-

führerin, die Aussagen des Vorsitzenden würden sich auf mehr stützen, als auf die Aussagen 

des anlässlich der Hauptverhandlung einvernommenen Zeugen D.____. Entgegen der Behaup-

tung der Beschwerdeführerin lässt sich nichts Derartiges aus den von ihr ins Recht gelegten 

diversen Presseerzeugnissen ableiten. Den mit Beschwerdebeilagen 3 bis 7 ins Recht gelegten 

Berichterstattungen kann nur schon aufgrund des Datums ihrer Veröffentlichung nichts hinsicht-

lich der Äusserungen des Gerichtspräsidenten entnommen werden, weil sie vor der mündlichen 

Urteilseröffnung am 4. Juni 2021 publiziert worden sind. Soweit sich die weiteren Medienbeiträ-

ge auf die Urteilseröffnung beziehen und sich zu gegenüber der Beschwerdeführerin oder 

H.____ gemachten Vorwürfen äussern, legen diese nahe, dass die Grundlage der mündlichen 

Darlegungen des Vorsitzenden anlässlich der Urteilseröffnung die Aussagen des Zeugen 

D.____, und nicht weitere Akten waren. So ist dem mit Beschwerdebeilage 9 und 10 ins Recht 

gelegten Artikel vom 4. Juni 2021, welcher in der Tageszeitung E.____ sowie in der Tageszei-

tung J.____ publiziert wurde, zu entnehmen, der Gerichtspräsident habe die Aussagen des 

Zeugen als "sehr glaubwürdig" bezeichnet und gestützt auf dessen Darlegungen die Auffassung 

geäussert, es müssten Fragen betreffend die Beschwerdeführerin von den zuständigen politi-

schen Instanzen beantwortet werden (vgl. Beschwerdebeilage 9, S. 4 f.; Beschwerdebeilage 10, 

S. 3 ff.). Des Weiteren ist einem Artikel der Tageszeitung E.____ vom 7. Juni 2021 zu entneh-

men, I.____ habe anlässlich der mündlichen Urteilseröffnung seiner Sorge über "die von einem 

Zeugen" genannten Machenschaften Ausdruck verliehen und Politiker würden nach dem "vom 

Hauptzeugen" geschilderten Sachverhalt eine politische Aufarbeitung fordern (vgl. Beschwer-

debeilage 14, S. 2). Ferner findet sich in einem Artikel der Tageszeitung K.____ vom 24. Juni 

2021 auf etwas über einer Seite eine Zusammenfassung der Aussagen von D.____, welche 

sich auf H.____ sowie die Beschwerdeführerin bezogen haben (vgl. Beschwerdebeilage 8, 

S. 12 f.). Überdies wird in einem am 24. Juni 2021 in der Tageszeitung K.____ veröffentlichten 

Kommentar ausgeführt, die "unverblümte Zeugenaussage" habe sich als "veritabler Coup der 

Staatsanwaltschaft erwiesen", weil der Zeuge bestätigt habe, was bisher nur vermutet worden 

sei (vgl. Beschwerdebeilage 12, S. 2). Auch aus dem mit Beschwerdebeilage 11 ins Recht ge-

legten Kommentar vom 5. Juni 2021, welcher in der Tageszeitung E.____ erschienen ist, lassen 

sich keine gegenteiligen Schlüsse ziehen. Die Beschwerdeführerin versäumt es somit, konkrete 

Anhaltspunkte aufzuzeigen, die nahe legten, die kritisierten Ausführungen des Gerichtspräsi-

denten anlässlich der mündlichen Urteilseröffnung hätten sich auf weitere Akten gestützt. Es 

kommt hinzu, dass in den Erwägungen der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2021 aus-

drücklich darauf hingewiesen wird, die Medienberichterstattung habe sich auf die anlässlich der 

Hauptverhandlung gemachten Zeugenaussagen, auf die Parteivorträge sowie auf die Ausfüh-

rungen in der Anklageschrift abgestützt, nicht jedoch auf die übrigen Verfahrensakten. Überdies 

weist die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 7. Juli 2021 darauf hin, den Medien seien lediglich 

diejenigen Informationen zugänglich gemacht worden, über welche die Beschwerdeführerin 

aufgrund des mit der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2021 gutgeheissenen Eventu-

albegehrens nunmehr selbst verfüge. Ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 101 

Abs. 3 StPO ist daher auch unter diesem Titel nicht gegeben. 

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Ferner vermag die vermeintlich fehlende Waffengleichheit zwischen der Beschwerdeführerin 

und den von ihr zivilrechtlich eingeklagten Medienunternehmen und Journalisten kein Interesse 

an der Akteneinsicht im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO zu begründen. Zunächst ist nicht er-

sichtlich und von der Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, dass die Medien weitergehende 

Akteneinsicht erhalten hätten, als sie selbst, zumal dies von der Vorinstanz mit Stellungnahme 

vom 7. Juli 2021 ausdrücklich verneint wird. Bereits aus diesem Grund besteht offensichtlich 

keine Waffenungleichheit. Darüber hinaus wäre im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung das Argument der Waffengleichheit im Zivilverfahren in casu gar nicht einschlägig, weil 

die Beschwerdeführerin im von ihr dargelegten Zivilprozess gegen die Presse Klägerin und 

nicht Beklagte ist (vgl. BGer 1B_33/2014 vom 13. März 2014 E. 3.3). 

 

Soweit die Beschwerdeführerin ihr schutzwürdiges Interesse mit einem Schiedsverfahren be-

gründen will, in welchem G.____ als Kläger auftritt, ist dem Einwand des Verfahrensbeteiligten 

B.____ zuzustimmen, dass aus der von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Vorladung 

vom 14. Februar 2019 im fraglichen Schiedsverfahren die Tatsache hervorgeht, wonach die 

Beschwerdeführerin im nämlichen Verfahren nicht Beklagte ist, sondern H.____ (vgl. Be-

schwerdebeilage 15). Die Beschwerdeführerin bringt hier somit das Interesse einer Drittperson 

vor, womit sie von vornherein nicht zu hören ist, weil diese Drittperson weder Gesuchstellerin 

des streitgegenständlichen Akteneinsichtsgesuchs noch Partei des vorliegenden Beschwerde-

fahrens ist. Darüber hinaus verlangt die bundesgerichtliche Rechtsprechung die vorgängige 

Ausschöpfung der zivilrechtlichen Mittel zur Erlangung der für den Zivilprozess benötigten Be-

weise (vgl. BGer 1B_55/2019 vom 14. Juni 2019 E. 3.6), wobei im Rahmen eines Zivilverfah-

rens etwa ein Antrag auf schriftliche Auskunft gemäss Art. 190 Abs. 1 der Schweizerischen Zi-

vilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) beim zustän-

digen (Schieds-)Gericht denkbar wäre (im Schiedsverfahren gegebenenfalls verbunden mit dem 

Antrag, dass für die Beweisabnahme die Hilfe der staatlichen Gerichte gemäss Art. 375 Abs. 2 

ZPO in Anspruch zu nehmen sei). Aus der Beschwerde geht nicht hervor, die zivilrechtlichen 

Möglichkeiten seien ausgeschöpft worden. Es kommt hinzu, dass selbst unter der Annahme, 

die Beschwerdeführerin wäre Beklagte im erwähnten Schiedsverfahren und hätte die zivilrecht-

lichen Mittel erfolglos ausgeschöpft, sie ihr schutzwürdiges Interesse im Ergebnis selber ver-

neint. So legt sie dar, im nämlichen Verfahren von G.____ gegen H.____ seien umfangreiche 

Schriftsätze und dutzende von Beweismitteln vorgelegt worden, durch welche die Erfüllung der 

Leistungsvereinbarung von H.____ mit G.____ "einwandfrei erstellt" werde. Wenn dem so ist, 

ist – auch aus diesem Grund – nicht ersichtlich, wieso dennoch ein schutzwürdiges Interesse an 

der Einsicht in die gesamten Strafakten bestehen sollte. 

 

Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch nichts für sich aus dem Umstand abzuleiten, 

dass sie sich im streitgegenständlichen Strafverfahren nicht als Partei im formellen Sinne habe 

äussern können. Zutreffend ist zwar, dass sie nie Parteistellung i.S.v. Art. 104 Abs. 1 StPO in-

nehatte. Allerdings wurden – wie die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2021 darge-

legt hat – diverse Vertreter der Beschwerdeführerin als auch von H.____ im Strafverfahren ein-

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vernommen, so z.B. L.____. Darüber hinaus hat sie sich in der Presse und mit eigenen Stel-

lungnahmen geäussert. Dementsprechend ist bereits die Kritik unzutreffend, wonach die Be-

schwerdeführerin sich keinerlei Gehör habe verschaffen können. Davon abgesehen könnte die 

Akteneinsicht zum jetzigen Zeitpunkt nichts mehr an ihren Äusserungsmöglichkeiten während 

des hängigen Strafverfahrens ändern, da dieses inzwischen rechtskräftig abgeschlossen wurde. 

Die Akteneinsicht ist damit schon gar nicht geeignet, dieses von ihr vorgebrachte Ziel zu errei-

chen. Die vermeintlich fehlende Äusserungsmöglichkeit im Strafverfahren vermöchte somit – 

selbst wenn sie zu bejahen wäre – kein schutzwürdiges Interesse an der nachträglichen Akten-

einsicht im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO zu begründen. 

 

Da somit ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin an der Akteneinsicht zu vernei-

nen ist, erübrigen sich Ausführungen zu entgegenstehenden privaten oder öffentlichen Interes-

sen. 

 

Dementsprechend ist die Beschwerde der Beschwerdeführerin, mit welcher diese die Einsicht in 

die gesamten Akten der gegen die Verfahrensbeteiligten B.____ und C.____ geführten bzw. 

inzwischen rechtskräftig abgeschlossenen Strafuntersuchung verlangt, abzuweisen. 

 

Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass auch der Eventual- sowie der Subeventualan-

trag der Beschwerdeführerin abzuweisen sind. 

 

 

5. Kosten 

5.1 Abschliessend ist über die Verteilung der Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 428 

Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens gehen 

die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in der Höhe von CHF 1'050.-- (bestehend aus einer 

Gebühr von CHF 1'000.-- sowie Auslagen von CHF 50.--) in Anwendung von § 13 Abs. 1 der 

Verordnung über die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010 (Gebührentarif, GebT; 

SGS 170.31) zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

 

5.2 Die Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittelverfahren richten 

sich ferner gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO nach den Art. 429 bis 434 StPO. Diesen Bestim-

mungen ist zwar keine Regelung im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO zu entnehmen, dessen 

ungeachtet hat sich jedoch auch der Anspruch auf Entschädigung im Rechtsmittelverfahren 

nach Massgabe des Obsiegens oder Unterliegens zu richten (vgl. GUIDON, a.a.O., Beschwerde, 

Rz. 578; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 436 StPO N 1; STEFAN WEHRENBERG/ FRIEDRICH FRANK, 

Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 436 N 4 ff.). Die Entschädigungsberechtigung 

kommt dabei unter den gegebenen Voraussetzungen nicht nur den Parteien gemäss Art. 104 

Abs. 1 StPO, sondern auch den anderen Verfahrensbeteiligten gemäss Art. 105 Abs. 1 StPO 

zu, welche gemäss Art. 105 Abs. 2 StPO über die zur Wahrung ihrer Interessen erforderlichen 

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Verfahrensrechte einer Partei verfügen, sofern sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind 

(vgl. GUIDON, a.a.O., Beschwerde, Rz. 580 sowie 601). 

 

Da die Verfahrensbeteiligten B.____ und C.____ durch die von der Beschwerdeführerin begehr-

te vollumfängliche Akteneinsicht in ihren Rechten unmittelbar betroffen waren, kamen ihnen 

auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren die zur Wahrung ihrer Interessen erforderlichen 

Parteirechte im Sinne von Art. 105 Abs. 2 StPO zu, namentlich der Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welchen sie mit ihren jeweiligen Stellungnahmen wahrnahmen, womit sie zur antrags-

gemässen Entschädigung berechtigt sind. 

 

Nach § 2 Abs. 1 der kantonalen Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 

17. November 2003 (TO; SGS 178.112) ist bei der Festsetzung des Honorars in Strafsachen 

die Berechnung nach dem Zeitaufwand anwendbar. Laut § 3 Abs. 1 TO beträgt das Honorar 

CHF 200-350 pro Stunde, je nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit verbun-

denen Verantwortung und der persönlichen und finanziellen Verhältnisse der zahlungspflichti-

gen oder der auftraggebenden Person. Weil indes keiner der beiden Verfahrensbeteiligten im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Honorarnote eingereicht hat, ist die Entschädigung in 

Anwendung von § 18 Abs. 1 TO durch das Kantonsgericht nach Ermessen festzusetzen. Dem 

Verfahrensbeteiligten B.____ ist demzufolge eine Entschädigung von pauschal CHF 1'500.-- 

(inkl. Auslagen) zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer (=CHF 115.50), somit insgesamt 

CHF 1'615.50, sowie dem Verfahrensbeteiligten C.____ eine solche von pauschal CHF 500.-- 

(inkl. Auslagen) zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer (=CHF 38.50), somit insgesamt CHF 538.50, 

zuzusprechen. 

 

  

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Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total CHF 1'050.--, beste-

hend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 1'000.-- und Auslagen von 

pauschal CHF 50.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Verfahrensbeteiligten B.____ eine 

Parteientschädigung in der Höhe von pauschal CHF 1'500.-- (inkl. 

Auslagen) zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer (=CHF 115.50), somit 

insgesamt CHF 1'615.50, zu bezahlen. 

 

 4. Die Beschwerdeführerin hat dem Verfahrensbeteiligten C.____ eine 

Parteientschädigung in der Höhe von pauschal CHF 500.-- (inkl. Aus-

lagen) zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer (=CHF 38.50), somit insge-

samt CHF 538.50, zu bezahlen. 

 

 5. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

 

 

Präsident 

 

 

 

 

Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

Florian Jenal 

 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

 

 

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