# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c181d0ed-28bc-569d-8d35-ecb355e4f8cb
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Regierungsrat 08.11.2023 RRB Nr. 2023-001340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_RR_001_RRB-Nr--2023-001340_2023-11-08.pdf

## Full Text

PROTOKOLL DES REGIERUNGSRATS 
 

 

Sitzung vom 8. November 2023 Versand: 13. November 2023 

Regierungsratsbeschluss Nr. 2023-001340 

A._____, Q._____, Beschwerde vom 23. November 2021 (recte: 23. November 2022) gegen den 

Entscheid der Departemente Gesundheit und Soziales (Amt für Verbraucherschutz [Veterinär-

dienst]) und Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung Landschaft und Gewässer) vom 21. Oktober 

2022 betreffend Tierschutz und Naturschutz, Pflegeverbot für Igel und Entzug Ausnahmebe-

willigung für Igelpflegestation Q._____; Abweisung 

Sachverhalt 

(…) 

Erwägungen 

1. Beschwerdelegitimation 

Die Vorinstanz macht mit Beschwerdeantwort geltend, das Beschwerdeverfahren sei gegenstandslos 

geworden, weil die mit der angefochtenen Verfügung entzogene Ausnahmebewilligung am 31. De-

zember 2022 abgelaufen sei. Eine Wiederherstellung dieser Verfügung sei somit nicht möglich und 

es sei auch kein erneutes Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung gestellt worden (vgl. Be-

schwerdeantwort, S. 2, act. 37). Die Beschwerdeführerin macht hingegen geltend, ein Rechtsschutz-

interesse sei nach wie vor gegeben, da neben dem Entzug der inzwischen abgelaufenen Ausnahme-

bewilligung auch die Frage des Igelpflegeverbots zu beurteilen sei. Ein neues Gesuch habe aufgrund 

dieses Pflegeverbots auch gar nicht gestellt werden können, weil aufgrund des Pflegeverbots die  

Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung von vornherein nicht erfüllt werden könn-

ten (vgl. Replik, S. 4, act. 52). 

Gemäss § 42 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflege-

gesetz, VRPG) vom 4. Dezember 2007 ist zur Beschwerde befugt, wer ein schutzwürdiges eigenes 

Interesse an der Aufhebung oder der Änderung des Entscheids hat. Zur Beschwerdeführung ist ins-

besondere nur berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung hat (vgl. MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkontroll-

verfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege; Kommentar zu den 

§§ 38–72 VRPG; Zürich 1998, § 38 N 129; BGE 123 II 378). Massgebend ist, dass ein ausreichen-

des, tatsächliches und prozessrechtliches Rechtsschutzinteresse daran besteht, die angefochtene 

Verfügung aufzuheben oder abzuändern. 

Die Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018, welche es der Beschwerdeführerin gestattete, die 

Igelpflegestation zu betreiben, und welche dieser mit der angefochtenen Verfügung entzogen wurde, 

war befristet bis 31. Dezember 2022. Eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung hätte lediglich 

zur Folge, dass die Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 in ihrem ursprünglichen Umfang 

wieder aufleben würde. Die befristete Ausnahmebewilligung wäre somit zwischenzeitlich abgelaufen 

 

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und eine Gutheissung der Beschwerde würde nicht dazu führen, dass die Ausnahmebewilligung 

neue Gültigkeit erlangen würde. Insofern ist das aktuelle Rechtschutzinteresse grundsätzlich zu ver-

neinen.  

Trotz fehlenden aktuellen Rechtschutzinteresses kann es gerechtfertigt sein, die Verwaltungsrechts-

pflege in Anspruch zu nehmen. Dies ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung insbesondere 

dann der Fall, wenn sich die aufgeworfene Frage unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit 

wieder stellen könnte, eine rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und an ihrer 

Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse be-

steht (vgl. BGE 111 Ib 56, E. 2b sowie AGVE 1990, S. 329 f.). Vorliegend ist bereits fraglich, ob sich 

die aktuell aufgeworfenen Fragen ein weiteres Mal stellen könnten. Infrage steht der Entzug einer 

Ausnahmebewilligung; insofern ist zu beurteilen, ob die konkret erhobenen Vorwürfe diesen Entzug 

zu rechtfertigen vermögen. Damit sich die aufgeworfenen Fragen wieder stellen könnten, müsste die 

Beschwerdeführerin zunächst eine neue Ausnahmebewilligung erhalten und in der Folge müsste ihr 

diese Bewilligung wieder entzogen werden, wobei ihr die gleichen Mängel und Verstösse zur Last 

gelegt werden müssten wie im vorliegenden Verfahren. Die sich bei einem allfälligen künftigen er-

neuten Entzug einer Ausnahmebewilligung stellenden Fragen hängen aber vom künftigen Verhalten 

der beteiligten Personen ab. Die Möglichkeit, dass sich in einem weiteren Entzugsverfahren die glei-

chen Fragen wieder stellen könnten, erscheint deshalb insgesamt eher unwahrscheinlich. Darüber 

hinaus wären die vorliegend aufgeworfenen Fragen auch nicht im Rahmen eines Gesuchs um Ertei-

lung einer neuerlichen Ausnahmebewilligung zu beurteilen. Ginge es in einem solchen Verfahren 

doch um die Erfüllung der Bewilligungsvoraussetzungen, während es vorliegend um die Rechtmäs-

sigkeit des Entzugs der Ausnahmebewilligung geht. Insofern unterscheidet sich die vorliegende Situ-

ation von jener, in welcher eine Bewilligung nachgesucht und verweigert wurde, bei welcher die 

exakt gleichen Fragen bei einem neuerlichen Gesuch abermals zu beantworten wären (vgl. AGVE 

1990, S. 329 f.). Daran ändert auch nichts, dass im Rahmen der angefochtenen Verfügung gewisse 

Voraussetzungen aufgezählt wurden, welche die Beschwerdeführerin erfüllen müsste, um eine neue 

Ausnahmebewilligung zu erhalten. Sofern diese Voraussetzungen über die ohnehin zu erfüllenden 

Voraussetzungen zur Erlangung einer Ausnahmebewilligung hinausgehen, könnte deren Rechtmäs-

sigkeit ohne Weiteres im Rahmen der Prüfung eines erneuten Gesuchs auf Erteilung einer Ausnah-

mebewilligung überprüft werden. Des Weiteren ist vorliegend auch keine zeitliche Dringlichkeit in 

dem Sinne zu erkennen, dass eine Klärung der sich stellenden Fragen im Einzelfall nicht rechtzeitig 

erfolgen könnte. Die Nutzung einer Ausnahmebewilligung ist nicht an bestimmte Daten oder Fristen 

gebunden, wie dies beispielsweise bei der Teilnahme an Veranstaltungen der Fall sein könnte. Die 

Klärung der sich hier stellenden Fragen in jenem Zeitpunkt, in welchem diese aktuell sind, ist daher 

ohne Weiteres möglich und zumutbar. Nach dem Gesagten kann vorliegend in Bezug auf die Frage 

der Rechtmässigkeit des Entzugs der Ausnahmebewilligung nicht auf das Vorliegen eines aktuellen 

Rechtschutzinteresses verzichtet werden. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist dahingehend 

somit gegenstandslos geworden. 

Wie die Beschwerdeführerin jedoch zutreffend ausführt, hat die angefochtene Verfügung nicht nur 

den Entzug der Ausnahmebewilligung zum Gegenstand, sondern ebenfalls das gegenüber der Be-

schwerdeführerin ausgesprochene Pflegeverbot für Igel. Dieses Pflegeverbot hindert die Beschwer-

deführerin daran, in anderen Igelpflegestationen zu arbeiten. Insofern hat die Beschwerdeführerin ein 

aktuelles schutzwürdiges Interesse, die Rechtmässigkeit des ausgesprochenen Pflegeverbots für 

Igel beschwerdeweise überprüfen zu lassen. In diesem Rahmen werden auch die in der angefochte-

nen Verfügung erhobenen Vorwürfe, welche zum Entzug der Ausnahmebewilligung geführt haben, 

zu überprüfen sein, da diese ebenfalls für die Auferlegung des Pflegeverbots von Bedeutung waren. 

Die Frage des Entzugs der Ausnahmebewilligung kann mit anderen Worten letztlich nicht vollständig 

von der Beurteilung des Pflegeverbots getrennt werden.  

 

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2. Politischer Entscheid 

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, einen politisch motivierten Entscheid getroffen zu 

haben. Die Vorinstanz sei aufgrund der Handhabung eines Falls von Tierquälerei aus dem Jahr 2020 

massiv in der Kritik gestanden und habe deshalb die Kontrollen im Bereich der Tierhaltung ver-

schärft. Die Vorinstanz habe sich daher vorliegend einzig auf die Meldung einer ehemaligen Mitarbei-

terin der Beschwerdeführerin gestützt und es unterlassen, eigenständig stichhaltige Beweise zu er-

heben. Die anlässlich der Meldungen gemachten Zeugenaussagen seien einseitig und erweckten 

den Eindruck, dass diese in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Mitarbeiterin erstellt worden seien 

(vgl. Beschwerde, S. 7 f., act. 16 f.). 

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend mutmassliche Gründe für die Kontrolle der Igel-

pflegestation sind unerheblich. Grundsätzlich ist unwesentlich, weshalb eine Kontrolle stattfindet. Be-

deutsam sind einzig die an der Kontrolle gemachten Feststellungen. Gleiches gilt auch für das Vor-

bringen der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihre Kontrollen im Bereich der Tierhaltung 

verschärft. Grundsätzlich liegt es mangels entsprechender gesetzlicher Vorgaben allein im Ermessen 

der Vorinstanz, zu entscheiden, wie oft und in welchem Umfang sie Kontrollen durchführt. Ist sie der 

Ansicht, das bisherige Mass an Kontrolle sei nicht ausreichend, ist dies grundsätzlich nicht zu bean-

standen. Es ist daher nicht relevant, aus welchem Grund die unangekündigte Kontrolle vom 29. Juli 

2022 im vorliegenden Fall stattgefunden hat. Weiter ist festzuhalten, dass die Vorinstanz sich entge-

gen den Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht einzig auf die Meldungen und die mit diesen 

eingereichten Beweismittel gestützt hat. Vielmehr hat eine Kontrolle der Igelpflegestation stattgefun-

den, wobei der Beschwerdeführerin die Möglichkeit gegeben wurde, schriftlich zu den behördlichen 

Feststellungen Stellung zu nehmen. Von dieser Möglichkeit hat die Beschwerdeführerin auch Ge-

brauch gemacht, indem sie eine schriftliche Stellungnahme einreichte und diese zusätzlich noch er-

gänzte. Des Weiteren fand zwischen der Vorinstanz und der Beschwerdeführerin ein Gespräch statt, 

bei welchem Letztere sich nochmals zu den Vorwürfen äussern konnte. Es liegt somit – entgegen 

der Auffassung der Beschwerdeführerin – keine ungenügende oder einseitige Beweiserhebung vor. 

Die Ergebnisse der Beweiserhebung sind im Folgenden zu würdigen. 

3. Unzulässige Beweismittel 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die mit den Meldungen eingereichten Beweismittel seien un-

rechtmässig erlangt worden und hätten von der Vorinstanz daher nicht berücksichtigt werden dürfen. 

Insbesondere seien Ton- und Videoaufnahmen als Beweismittel vorgelegt worden, welche rechtswid-

rig sowie ohne Wissen und Zustimmung der Beschwerdeführerin erlangt worden seien (vgl. Replik, 

S. 6, act. 50).  

Die mit den Meldungen eingereichten Unterlagen sind differenziert zu betrachten. Bei den schriftli-

chen Schilderungen der Meldenden handelt es sich um Zeugenaussagen, welche von der Vorinstanz 

frei gewürdigt werden konnten. Soweit die Beschwerdeführerin moniert, die Fotografien der Behand-

lungsprotokolle seien unerlaubterweise gemacht worden, ist darauf hinzuweisen, dass die Mitarbei-

tenden der Igelpflegestation freien Zugang zu den Behandlungsprotokollen hatten und diese keinem 

Amts- oder Berufsgeheimnis unterstehen. Somit war es den Meldenden nicht untersagt, diese Proto-

kolle zu fotografieren und die erstellten Fotografien der Vorinstanz einzureichen. Die Beschwerdefüh-

rerin macht weiter geltend, es sei nicht sichergestellt, dass die mit den Meldungen eingereichten Be-

handlungsprotokolle durch die Beschwerdeführerin selbst ausgefüllt worden seien. Hierzu ist anzu-

merken, dass die Behandlungsprotokolle, welche mit den Meldungen eingereicht wurden, sowohl in 

ihrem Erscheinungsbild als auch hinsichtlich der ersichtlichen Handschrift mit jenen übereinstimmen, 

welche durch die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde selbst eingereicht wurden. Daher ist da-

von auszugehen, dass die Behandlungsprotokolle im Rahmen des normalen Betriebs der Igelpflege-

station und damit auch zu einem erheblichen Teil durch die Beschwerdeführerin selbst ausgefüllt 

 

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wurden. Ungeachtet dessen wäre es aber grundsätzlich ohnehin irrelevant, wer die Protokolle ausge-

füllt hat, da letztlich die Beschwerdeführerin als Leiterin der Igelpflegestation und Inhaberin der Aus-

nahmebewilligung die Verantwortung für die richtige Behandlung der Tiere trug. Insofern wäre es 

auch an ihr gelegen, Fehlbehandlungen durch ihre Mitarbeitenden durch Kontrolle der Behandlungs-

protokolle zu erkennen und in der Folge zu unterbinden. 

Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, die Ton- und Videoaufnahmen seien ohne ihr 

Wissen und ohne ihre Zustimmung erstellt worden (vgl. Beschwerde, S. 7, act. 16). Das Video, wel-

ches einen Igel in seinem Käfig zeigt, verletzt keine Rechte der Beschwerdeführerin. Die ehemalige 

Mitarbeiterin hatte auch Zugang zur Igelpflegestation, für die weder ein Amts- noch ein Berufsge-

heimnis gilt. Das Filmen war somit nicht verboten. Die Videoaufnahme, welche die Beschwerdeführe-

rin bei der Behandlung eines Igels zeigt, wurde überdies nicht verdeckt aufgenommen. Aus der Posi-

tionierung des Aufnahmegeräts ist erkennbar, dass die filmende Person direkt neben beziehungs-

weise hinter der Beschwerdeführerin stand und über deren Schulter gefilmt hat. Der Beschwerdefüh-

rerin musste somit bewusst gewesen sein, dass gefilmt wurde. Somit ist davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin nichts gegen die Aufnahme einzuwenden hatte.  

Bei den Tonaufnahmen handelt es sich um Videomaterial, welches so aufgenommen wurde, dass 

das Bild grösstenteils schwarz ist. Auch am Ton ist erkennbar, dass das Aufnahmegerät wahrschein-

lich nicht offen, sondern in Kontakt mit Kleidung getragen wurde. Insofern kann nicht ohne Weiteres 

davon ausgegangen werden, dass diese Aufnahmen mit dem Einverständnis der Beschwerdeführe-

rin gemacht wurden. Sollte dieses Tonmaterial damit also in Verletzung der Persönlichkeitsrechte der 

Beschwerdeführerin aufgenommen worden sein, stellt dieses rechtswidrig erlangtes Material dar, 

welches gemäss § 24 Abs. 4 VRPG in Verbindung mit Art. 152 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung (ZPO) vom 19. Dezember 2008 nur berücksichtigt werden darf, wenn das Interesse an 

der Wahrheitsfindung überwiegt. Vorliegend ist zu beachten, dass eine erhebliche Gefährdung des 

Tierwohls im Raum steht, womit das Interesse an der Wahrheitsfindung grundsätzlich entsprechend 

schwer wiegt. Die Frage kann indes letztlich offenbleiben, da die übrigen Beweismittel sowie die Stel-

lungnahmen der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz zur Beurteilung der Streitsache ausreichen 

und die Ton- und Videoaufnahmen keine neuen entscheidrelevanten Tatsachen enthalten. 

4. Kommunikation/Ausstand 

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Vorinstanz habe mehrfach die Presse mit Mittei-

lungen bedient, in denen das Verfahren faktenwidrig als abgeschlossen bezeichnet worden sei. Ins-

besondere habe der Vorsteher DGS während des laufenden Beschwerdeverfahrens einseitige und 

vernichtende Behauptungen gegenüber der Öffentlichkeit abgegeben. Da der Vorsteher DGS Mit-

glied der Beschwerdeinstanz sei, sei zumindest fraglich, inwieweit die Beschwerde von der Be-

schwerdeinstanz objektiv beurteilt werden könne (vgl. Beschwerde, S. 8, act. 15).  

Soweit die Beschwerdeführerin Bedenken hinsichtlich der Objektivität des Regierungsrats als Be-

schwerdeinstanz im vorliegenden Fall äussert, ist festzuhalten, dass – wenn der Entscheid eines De-

partements beim Regierungsrat angefochten wird – dessen Vorsteher lediglich beratende Stimme 

hat (sog. institutioneller Ausstand, vgl. § 16 Abs. 2 VRPG). Demzufolge haben der Vorsteher DGS 

sowie der Vorsteher BVU vorliegend lediglich beratende Stimme beziehungsweise befinden sich im 

institutionellen Ausstand. Inwiefern vorliegend eine darüber hinausgehende Befangenheit der Be-

schwerdeinstanz vorliegen soll, ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht 

dargetan. Bezeichnenderweise stellt die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin denn auch kein 

formelles Ausstandsbegehren.  

Soweit die Beschwerdeführerin behauptet, die Vorinstanz sei von sich aus auf die Medien zugegan-

gen und habe proaktiv Informationen über das vorliegende Verfahren herausgegeben, vermag die 

Beschwerdeführerin hierfür keine Belege beizubringen. Erstmals wurde am 14. August 2022 in der 

 

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Aargauer Zeitung über den Fall berichtet. Im Bericht ist festgehalten, es habe unter anderem die Lei-

terin der Igelpflegestation – also die Beschwerdeführerin – bestätigt, dass die Igelpflegestation ge-

schlossen worden sei. Des Weiteren ist im Bericht festgehalten, dass der Veterinärdienst DGS keine 

Auskunft zu dem Fall gebe, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Am 16. August 2022 er-

schien ein Beitrag auf Tele M1, in welchem die Beschwerdeführerin über das Vorgefallene Auskunft 

gab und ein Kamerateam in der Igelpflegestation herumführte. In dem Beitrag war auch eine Vertre-

terin des Veterinärdiensts DGS zu sehen, welche generelle Aussagen sowie Angaben zum Stand 

des konkreten Verfahrens machte. Der Bericht beinhaltete überdies den Hinweis, dass der Veterinär-

dienst DGS wegen des laufenden Verfahrens keine detaillierten Angaben machen könne. Es kann 

somit nicht die Rede davon sein, die Vorinstanz sei von sich aus und insbesondere vor der Be-

schwerdeführerin mit Informationen über den Fall an die Medien herangetreten. Vielmehr waren die 

Medien offenbar bereits über den Fall informiert und haben als Folge davon den Veterinärdienst 

DGS zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. Sowohl die Beschwerdeführerin als auch die  

Vorinstanz äusserten sich somit gleichzeitig in den Medien gegenüber der Öffentlichkeit. Der Fall er-

weckte offensichtlich ein grosses mediales Interesse. Dies zeigte sich auch darin, dass diverse Petiti-

onen eingereicht wurden. Auf diese antwortete der Vorsteher DGS jedoch erst, als die Öffentlichkeit 

bereits über den Fall informiert war und nur unter Zusammenfassung der in der angefochtenen Ver-

fügung gemachten Feststellungen.  

Es kann somit festgehalten werden, dass zwar eine Kommunikation der Vorinstanz gegenüber den 

Medien beziehungsweise der Öffentlichkeit stattfand. Allerdings ist nicht erkennbar, dass diese Kom-

munikation – wie von der Beschwerdeführerin behauptet – proaktiv von der Vorinstanz ausgegangen 

und einseitig oder faktenwidrig erfolgt wäre. So oder so kann aber offenbleiben, ob die Vorhaltungen 

der Beschwerdeführerin zutreffend sind, ist doch letztlich nicht ersichtlich, inwiefern sie für das vorlie-

gende Verfahren relevant sein sollen. Bezeichnenderweise führt die Beschwerdeführerin denn auch 

nicht aus, was sie aus der von ihr behaupteten, fehlerhaften Kommunikation der Vorinstanz zu ihren 

Gunsten ableiten will. Ihre diesbezüglichen Vorbringen sind somit unbeachtlich. 

5. Verstösse gegen das Tierschutzrecht 

5.1. 

Die Vorinstanz hält in der angefochtenen Verfügung fest, es seien diverse Verstösse gegen Auflagen 

der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 festgestellt worden. Die Frage, ob sich die Be-

schwerdeführerin an die Auflagen und Bedingungen der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 

2018 gehalten hat, ist zur Beurteilung der Gesamtsituation relevant und hat gemäss der Beurteilung 

der Vorinstanz zur Auferlegung des Pflegeverbots beigetragen. Da, wie einleitend festgehalten, das 

Pflegeverbot und der Entzug der Ausnahmebewilligung somit inhaltlich nicht eindeutig voneinander 

getrennt werden können, sind vorliegend auch die Vorwürfe hinsichtlich Einhaltung der Ausnahme-

bewilligung zu prüfen. Konkret wirft die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die Nichteinhaltung der 

minimalen Gehegegrösse, die fehlende Tierarzneimittelvereinbarung, die nicht ausreichende Doku-

mentation in den Behandlungsprotokollen, die unsachgemässe Lagerung von Tierarzneimitteln, die 

zu späte Auswilderung gepflegter Igel und die Nichteinreichung des Jahresberichts 2021 vor. Sämtli-

che Vorwürfe werden von der Beschwerdeführerin bestritten und sind im Folgenden zu prüfen. 

5.1.1 

Die Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 hält in Auflage Ziffer 1 fest, dass die Igelpflegesta-

tion über Gehege mit einer Mindestgrösse von 1 m2 verfügen muss. Es ist grundsätzlich unbestritten, 

dass die Gehege in der Igelpflegestation der Beschwerdeführerin lediglich eine Grösse von 0,6 m2 

anstatt wie von der Vorinstanz gefordert 1 m2 aufweisen. Die Beschwerdeführerin erklärt sich denn 

auch bereit, jeweils zwei Gehege zusammenzulegen, weist jedoch darauf hin, dass sie dann nur 

noch die Hälfte der Igel behandeln könne, während "das Schicksal" der anderen Hälfte mit der Ab-

 

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weisung besiegelt würde (vgl. Beschwerde, S. 17, act. 6). Ebenfalls seien auch gemäss dem Merk-

blatt "Anforderungen an die temporäre Haltung und Notpflege von Igeln" des Bundesamts für Umwelt 

(BAFU) vom Oktober 2017 (fortan: Merkblatt BAFU) aus medizinischen Gründen Ausnahmen von 

der Gehegegrösse von 1 m2 möglich. Dies sei vorliegend der Fall, da es sich um kranke und ver-

letzte Igel handle (vgl. Beschwerde, S. 16 f., act. 7 f.).  

Das erwähnte Merkblatt BAFU hält in Ziffer 4 wörtlich fest: "Grundsätzlich sollten die Igel in geeigne-

ten Räumen einzeln in Boxen mit einer Grundfläche von mindestens 1 m2 untergebracht werden 

(Ausnahmen müssen medizinisch begründet sein)." Ausnahmen von der Mindestgehegegrösse sind 

damit grundsätzlich möglich. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass eine geringere Gehegegrösse 

mit einer Grundfläche von nur knapp mehr als der Hälfte der ordentlichen Mindestgrundfläche in der 

Igelpflegestation zum Standard wird. Das Merkblatt BAFU ist unter anderem auf die Notpflege aus-

gerichtet. Entsprechend ist davon auszugehen, dass bei der Festlegung der Gehegegrösse bereits 

eine gewisse krankheits- oder verletzungsbedingte Mobilitätseinschränkung der Igel berücksichtigt 

wurde. Eine Verringerung der Gehegegrösse bedarf somit einer fundierten medizinischen Begrün-

dung. Nur in diesen Fällen ist eine kleinere Gehegegrösse vertretbar. Grundsätzlich haben die Ge-

hege jedoch eine Grundfläche von 1 m2 aufzuweisen.  

Daraus ergibt sich offensichtlich, dass das weitere Vorbringen der Beschwerdeführerin, mit grösse-

ren Gehegen könnten bei gleichem Platzangebot weniger Igel gepflegt werden, nicht stichhaltig ist. 

Das Argument des Platzmangels als Begründung für die Missachtung der grundsätzlichen Mindest-

gehegegrösse ist nicht zu hören.  

Indem die Igelgehege lediglich eine Grundfläche von 0,6 m2 aufweisen, verstösst die Beschwerdefüh-

rerin somit gegen die Auflage Ziffer 4 der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018. 

5.1.2. 

Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung weiter aus, es liege keine Tierarzneimittelver-

einbarung gemäss Auflage Ziffer 4 der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 vor. Ferner 

würde keine Kontrolle des Arzneimitteleinsatzes durch eine tierärztliche Fachperson stattfinden. 

Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, ihr sei erst mit Schreiben vom 5. August 

2022 mitgeteilt worden, dass Igelpflegestationen Nutztierbetrieben gleichgestellt würden, weshalb 

Tierarzneimittel nur mit Einverständnis des verantwortlichen Tierarzts eingesetzt werden dürften und 

eine Vereinbarung mit dem zuständigen Tierarzt geschlossen werden müsste. Es sei ihr lediglich mit-

geteilt worden, dass sie bestimmte Medikamente nicht mehr beziehen dürfe, woraus sich jedoch 

keine Gleichstellung mit Nutztierbetrieben ableiten liesse (vgl. Beschwerde, S. 14, act. 9). Die Vor-

instanz würde überdies fordern, dass sämtliche Igel zu einem Tierarzt gebracht würden, da in der 

Igelpflegestation ausnahmslos kranke und verletzte Tiere behandelt würden. Dies sei idealistisch und 

realitätsfremd, da bei den Tierärzten die Kapazitäten und bei der Igelpflegestation die finanziellen 

Mittel für solch weitreichende Untersuchungen fehlen würden (vgl. Beschwerde, S. 12, act. 11). 

Ob Igelpflegestationen mit Nutztierbetrieben gleichzustellen sind, ist vorliegend unerheblich. Die Be-

schwerdeführerin war aufgrund von Auflage Ziffer 4 der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 

dazu verpflichtet, eine Tierarzneimittelvereinbarung mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt zu 

schliessen. Dieser Pflicht ist sie unbestrittenermassen nicht nachgekommen, was klarerweise einen 

Verstoss gegen die Auflagen der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 darstellt. Die Be-

schwerdeführerin kann sich auch nicht darauf berufen, über diese Pflicht nicht in Kenntnis gesetzt 

worden zu sein, da diese als Auflage in der an sie adressierten Ausnahmebewilligung vom 19. Feb-

ruar 2018 enthalten war. Die Beschwerdeführerin bestätigt ausserdem, davon Kenntnis gehabt zu 

haben, dass bestimmte Medikamente nicht mehr bezogen werden dürfen. Dies ergibt sich auch aus 

dem Schreiben an die Beschwerdeführerin vom 15. September 2014 (vgl. S. 1, Vorakten act. C-7). 

Ungeachtet dessen hat die Beschwerdeführerin weiterhin Medikamente – insbesondere auch ver-

 

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schreibungspflichtige Antibiotika – auf Vorrat bezogen und ohne tierärztliche Kontrolle eingesetzt. In-

dem sie das tat, ohne dass eine Tierarzneimittelvereinbarung geschlossen wurde, beging sie einen 

Verstoss gegen Auflage Ziffer 4 der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018.  

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt (Beschwerdeantwort, S. 6, act. 33), sieht die Ausnahmebewil-

ligung vom 19. Februar 2018 entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht vor, dass 

sämtliche Tiere tierärztlich untersucht werden müssen. Vielmehr sind kranke und verletzte Tiere ih-

rem Zustand entsprechend adäquat unterzubringen und der Einsatz verschreibungspflichtiger Medi-

kamente muss unter der Verantwortung einer Tierärztin oder eines Tierarzts erfolgen. Auch wenn der 

Beschwerdeführerin insoweit zuzustimmen ist, als in der Igelpflegestation in der Regel kranke und 

verletzte Tiere behandelt werden, hat die Auflage Ziffer 4 nicht zur Folge, dass sämtliche Igel tierärzt-

lich untersucht werden müssen. Lediglich der Einsatz verschreibungspflichtiger Arzneimittel liegt ge-

mäss der Ausnahmebewilligung in der Verantwortung einer Tierärztin oder eines Tierarzts. Tiere, die 

keine verschreibungspflichtigen Medikamente erhalten, sind somit von dieser Auflage nicht betroffen. 

Darüber hinaus ist auch nicht ausgeschlossen, dass bei verschreibungspflichtigen Medikamenten 

nicht jedes Tier einzeln untersucht werden muss. Dies ergibt sich aus dem Factsheet Igelstation 

A._____ des Veterinärdiensts DGS vom 29. Oktober 2014, welches festhält, dass Antibiotika und 

weitere Medikamente abgegeben werden können, wenn alle zwei Wochen eine Kontrolle der Station 

durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt stattfindet (vgl. S. 1, Vorakten act. C-11). Das Vorbringen 

der Beschwerdeführerin, es müsse jedes Tier in einer Tierklinik untersucht werden, ist daher unzu-

treffend. Mit ihrem Verhalten hat die Beschwerdeführerin gegen Auflage Ziffer 4 der Ausnahmebewil-

ligung vom 19. Februar 2018 verstossen.  

5.1.3. 

Unter Vorlage der Behandlungsprotokolle der Jahre 2020–2022 macht die Beschwerdeführerin gel-

tend, der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente sei – im Widerspruch zu den Feststellun-

gen in der angefochtenen Verfügung – nachvollziehbar dokumentiert worden. Es sei willkürlich, dass 

sich die Vorinstanz einzig auf die Angaben der diversen Meldungen gestützt habe (vgl. Beschwerde, 

S. 18, act. 5). 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat sich die Vorinstanz bei Erlass der angefochtenen 

Verfügung nicht allein auf die Angaben der Meldungen gestützt. Vielmehr hat die Vorinstanz eigene 

Beweiserhebungen vorgenommen, indem sie eine Kontrolle der Igelpflegestation durchführte und der 

Beschwerdeführerin mehrfach die Möglichkeit gab, sich zu den gemachten Feststellungen sowie 

dem geplanten weiteren Vorgehen zu äussern. Auch kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, 

sich nicht auf die erst mit der Beschwerde eingereichten Behandlungsprotokolle gestützt zu haben, 

waren diese der Vorinstanz doch gar nicht bekannt. Der Beschwerdeführerin war hingegen bewusst, 

dass eine mangelhafte Dokumentation des Arzneimitteleinsatzes im Raum stand. Insofern wäre es 

unter Beachtung ihrer Mitwirkungspflicht an der Beschwerdeführerin gelegen, die Behandlungsproto-

kolle bereits in das vorinstanzliche Verfahren einzubringen.  

Die Vorinstanz zweifelt ferner an der Aussagekraft der mit der Beschwerde eingereichten Behand-

lungsprotokolle. Da diese erst zu einem so späten Zeitpunkt beigebracht wurden, würden Zweifel 

hinsichtlich Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt bestehen (vgl. Beschwerdeantwort, S. 7 f., 

act. 32 f.). Die eingereichten Behandlungsprotokolle entsprechen ihrem Erscheinungsbild nach 

grundsätzlich den anlässlich der Kontrolle vorgefundenen Behandlungsprotokollen. Insofern besteht 

keine Veranlassung, an der Aussagekraft der mit der Beschwerde vorgelegten Behandlungsproto-

kolle zu zweifeln. Es ist jedoch festzuhalten, dass auffällig wenige Behandlungsprotokolle eingereicht 

wurden, obwohl nach Aussage der Beschwerdeführerin sämtliche Protokolle aus den Jahren  

2020–2022 offengelegt wurden. Gemäss Jahresbericht 2021 (vgl. Beschwerdebeilage 33) wurden im 

Jahr 2021 insgesamt 765 Igel aufgenommen, wobei für dieses Jahr jedoch nur ca. 300 Behandlungs-

protokolle vorliegen. Gleiches gilt für das Jahr 2022, für welches ca. zwischen 200 und 250 Behand-

 

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lungsprotokolle eingereicht wurden. Auch wenn für dieses Jahr keine Zahl der insgesamt behandel-

ten Igel vorliegt, kann davon ausgegangen werden, dass nicht signifikant weniger Igel behandelt wur-

den als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Schliessung der Igelpflegestation im August 2022 ist 

für das Jahr 2022 von rund 400 behandelten Igeln auszugehen. Dies legt die Vermutung nahe, dass 

die Beschwerdeführerin nicht sämtliche Behandlungsprotokolle eingereicht hat. Letztlich kann dies 

indes offenbleiben, da die vorhandenen Protokolle eine Beurteilung des Sachverhalts grundsätzlich 

ermöglichen. 

Aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Behandlungsprotokollen (vgl. Beschwerdebeila-

gen 27–29) geht – ebenso wie aus den Protokollen, welche der Vorinstanz vorgelegen haben – her-

vor, dass es an einer lückenlosen und nachvollziehbaren Dokumentation des Tierarzneimitteleinsat-

zes mangelt. Insbesondere wurde in keinem der Protokolle die verabreichte Medikamentendosis 

festgehalten. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Dosierungstabellen, welche die angemessene 

Dosierung abhängig vom Gewicht des Igels festlegen würden und aus welchen die Dosierungen ab-

gelesen werden könnten. Die Behandlungsprotokolle sind somit ohne Beizug dieser Tabellen nicht 

selbsterklärend. Die von der Beschwerdeführerin gewählte Protokollierungsmethode führt zu einer 

geringen Nachvollziehbarkeit und ist überdies fehleranfällig. Insbesondere kann nachträglich nicht 

mehr festgestellt werden, ob und wann beim Ablesen der Tabelle möglicherweise ein Fehler began-

gen oder bewusst eine abweichende Dosierung gewählt wurde. Weiter ist nicht bei jedem Arzneimit-

teleinsatz das Gewicht des Igels festgehalten, was eine Bestimmung der Dosierung auch unter Bei-

zug der entsprechenden Tabellen verunmöglicht. Hinzu kommt, dass bei der Bezeichnung der 

meisten verabreichten Arzneimittel eine Abkürzung verwendet wurde. Dies erschwert per se die Les-

barkeit der Protokolle und für Drittpersonen wird damit die Medikamentenabgabe kaum mehr nach-

vollziehbar. Darüber hinaus birgt die Abkürzung der Medikamente bei namensähnlichen Arzneimit-

teln eine grosse Verwechslungsgefahr. Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist schliesslich die 

Bedeutung der häufig hinter der Medikamentenangabe vorzufindende Vermerk "1x", "2x" usw. Die 

Prüfung der Protokolle lässt vermuten, dass sich die Zahl wohl auf die im Rahmen einer mehrtägigen 

Behandlung verabreichte Dosis des gleichen Arzneimittels bezieht, also so zu verstehen ist, dass 

eine 1. Dosis, eine 2. Dosis und so weiter verabreicht wurde. Diese Dokumentierungsform könnte 

aber auch so verstanden werden, dass es sich bei den Vermerken "1x", "2x" usw. um die Anzahl ver-

abreichter Dosen pro Tag handelt. Auch dies erschwert die Nachvollziehbarkeit der Protokolle. Die 

Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 verlangt darüber hinaus auch, dass die das Medika-

ment abgebende Tierärztin beziehungsweise der abgebende Tierarzt sowie das Abgabedatum auf-

zuführen ist. Diese Angaben fehlen auf den Behandlungsprotokollen vollständig. 

Zusammenfassend ist somit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine genü-

gend nachvollziehbare Dokumentation über den Einsatz verschreibungspflichtiger Tierarzneimittel 

stattgefunden hat. Insbesondere sind nicht sämtliche, gemäss Ausnahmebewilligung vom 19. Feb-

ruar 2018 vorgesehenen Angaben enthalten. Dies stellt einen Verstoss gegen die Auflagen der er-

wähnten Ausnahmebewilligung dar.  

5.1.4. 

Die Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 hält in Auflage Ziffer 6 fest, dass Tierarzneimittel so 

gelagert werden müssen, dass unberechtigte Personen keinen Zugang zu diesen haben. 

In ihrer Beschwerde bestreitet die Beschwerdeführerin, dass anlässlich der Kontrolle der Igelpflege-

station eine Spritze mit Euthasol frei zugänglich vorgefunden worden sei. Dies, zumal im Schreiben 

der Vorinstanz vom 5. August 2022 noch die Rede von 10 ml des Mittels gewesen sei, wohingegen 

in der angefochtenen Verfügung 6 ml stehe. Diese zweifelhafte Darlegung der Vorinstanz zeige, 

dass keine korrekte Beweiserhebung vorgenommen worden sei (vgl. Beschwerde, S. 19, act. 4). 

Diese Ausführungen der Beschwerdeführerin widersprechen ihrer eigenen Stellungnahme vom 

18. August 2022, in welcher sie ausdrücklich bestätigt, dass die freie Zugänglichkeit der Arzneimittel, 

insbesondere auch des Arzneimittels Euthasol, anlässlich der Kontrolle gegeben war (vgl. S. 2, 

 

 9 von 23
 

Vorakten act. A-16). Ebenfalls wurde die mit dem Arzneimittel Euthasol aufgezogene Spritze anläss-

lich der Kontrolle vom 29. Juli 2022 fotografisch dokumentiert (vgl. Auswahl Fotodokumentation, Me-

dikamente Bild 38, Vorakten act. A-7). Auf dem Foto ist ersichtlich, dass es sich um 6 ml des Arznei-

mittels handelt. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde sind somit falsch. Bei 

der Mengenangabe im Schreiben der Vorinstanz vom 5. August 2022 handelt es sich offensichtlich 

um einen Schreibfehler. Darüber hinaus zeigt die von der Vorinstanz erstellte Fotodokumentation 

weitere Tierarzneimittel, welche frei zugänglich in Regalen aufbewahrt wurden (vgl. Auswahl Fotodo-

kumentation, Medikamente Bilder 1, 5 und 25, Vorakten act. A-7). Von einer zweifelhaften Darlegung 

oder einer nicht korrekten Beweiserhebung der Vorinstanz kann daher nicht die Rede sein. Hinzu 

kommt, dass die Beschwerdeführerin die mangelhafte Lagerung der Arzneimittel ursprünglich selbst 

eingeräumt hat. Daran vermag auch der offensichtliche Schreibfehler im Schreiben der Vorinstanz 

vom 5. August 2022 nichts zu ändern.  

Die Beschwerdeführerin hat demzufolge auch die Auflage Ziffer 6 der Ausnahmebewilligung vom 

19. Februar 2018 missachtet und unerlaubterweise Tierarzneimittel für Unberechtigte zugänglich auf-

bewahrt. 

5.1.5. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass Igel entgegen der Auflage gemäss Ziffer 7 der Ausnahme-

bewilligung vom 19. Februar 2018 länger als nötig in der Igelpflegestation zurückbehalten worden 

seien; hierfür würden im Übrigen auch keine Beweise vorliegen (vgl. Beschwerde, S. 19, act. 4).  

Die Vorinstanz beruft sich für diese Feststellung auf eine Aussage der Beschwerdeführerin, wonach 

sie Jungigel grundsätzlich erst mit 800 g auswildere. Das Gewicht für die Auswilderung sei jedoch 

immer in Relation zur Jahreszeit zu sehen, so seien bei guter Witterung 500 g bis 600 g ausreichend. 

Im Herbst könnten Igel noch mit 700 g ausgewildert werden (vgl. Beschwerdeantwort, S. 8, act. 31). 

Die Ausführungen der Vorinstanz sind schlüssig, da Witterung und Jahreszeit einen massgeblichen 

Einfluss sowohl auf das Futterangebot als auch auf die körperlichen Belastungen der Igel haben. 

Dies führt dazu, dass eine grundsätzliche Auswilderung sämtlicher Igel unabhängig der Witterung 

und Jahreszeit erst bei einem Gewicht von 800 g als zu spät zu beurteilen ist. Vorliegend kann je-

doch nicht eruiert werden, in welchem Zusammenhang die Beschwerdeführerin diese Aussage ge-

macht haben soll und ob sie tatsächlich so verstanden werden musste, dass sämtliche Igel erst ab 

einem Gewicht von 800 g ausgewildert wurden. Die Aussage ist auch nicht in den Kontrollberichten 

dokumentiert. Darüber hinaus befinden sich in den übrigen Akten keine Unterlagen, welche auf eine 

regelmässig zu späte Auswilderung der Igel schliessen lassen würden. Im Bericht der unangemelde-

ten Kontrolle der Igelstation vom 29. Juli 2022 ist zwar in Ziffer 3 festgehalten, dass bei einem frühe-

ren kurzen Besuch am 15. Dezember 2021 festgestellt worden sei, dass Tiere zu lange gehalten 

werden (vgl. Vorakten act. A-4, S. 3). Auch dazu liegen jedoch über diese eine Aussage im Kontroll-

bericht hinaus keine weiteren Belege vor. Nach dem Gesagten ist daher zugunsten der Beschwerde-

führerin davon auszugehen, dass die Igel nicht zu lange in der Igelpflegestation gehalten wurden.  

5.1.6. 

Die Beschwerdeführerin reicht mit der Beschwerde die Jahresberichte 2019–2021 ein und erklärt, sie 

bedauere, den Jahresbericht 2021 nicht rechtzeitig eingereicht zu haben (vgl. Beschwerde, S. 19, 

act. 4). Dass der Jahresbericht 2021 nicht, wie in der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 

gefordert, per Ende des Jahrs eingereicht wurde, ist somit unbestritten. Es liegt daher auch in dieser 

Hinsicht ein Verstoss gegen die Auflagen der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 vor. Da-

ran ändert auch nichts, dass der Jahresbericht mit der Beschwerde nachgereicht wurde, wurde die 

Beschwerdeführerin vorgängig doch mehrfach aufgefordert, den Jahresbericht 2021 einzureichen. 

Auch wenn sich anlässlich der Kontrolle vom 29. Juli 2022 dahingehend ein Missverständnis erge-

ben haben sollte, dass sie davon ausging, der Jahresbericht 2021 würde bei ihr abgeholt, wurde die-

 

 10 von 23
 

ses Missverständnis mit Schreiben vom 5. August 2022, spätestens aber im Gespräch vom 19. Sep-

tember 2022 geklärt. Die Beschwerdeführerin hätte den Jahresbericht 2021 somit ohne Weiteres be-

reits vor Erlass der angefochtenen Verfügung einreichen können, hat dies jedoch nicht getan.  

5.2. 

Neben der Nichteinhaltung der Bewilligungsauflagen werden der Beschwerdeführerin in der ange-

fochtenen Verfügung verschiedene Fehler bei der Behandlung der Igel – insbesondere bezüglich des 

Einsatzes von Arzneimitteln und Diagnosemethoden – vorgeworfen.  

5.2.1. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Igel deshalb nicht mit mikroskopischen Kotuntersuchun-

gen auf Endoparasiten zu prüfen, weil eine solche Untersuchung mehrere Tage dauern würde. Eine 

solche Verzögerung in der Behandlung könne zwischen Leben und Tod des Igels entscheiden. Auf-

grund ihrer Erfahrung könne sie anhand von Farbe und Konsistenz sowie am klinischen Krankheits-

bild die Parasitenart erkennen. Die prophylaktische Behandlung von Nutz- und Haustieren sei im Üb-

rigen gängige Praxis; bei Igeln als Wildtieren sei ohnehin davon auszugehen, dass sie Parasitenträ-

ger seien (vgl. Beschwerde, S. 10 f., act. 13 f.). 

Wie die Vorinstanz überzeugend ausführt, kann bereits das einmalige Mikroskopieren der Kotprobe 

ausreichen, um die Bestimmung der vorhandenen Parasiten und somit das Einleiten einer geeigne-

ten Behandlung zu erlauben. Nur bei einem negativen Resultat sei eine weitere mikroskopische Kot-

untersuchung am Folgetag erforderlich. Sollte der Igel bis dahin bereits verstorben sein, sei davon 

auszugehen, dass der Allgemeinzustand so schlecht gewesen sei, dass auch eine Behandlung am 

Vortag nicht mehr geholfen hätte. Gemäss veterinärmedizinischen Fachpersonen sei es nicht mög-

lich, mit blossem Auge anhand von Konsistenz und Farbe zu erkennen, von welchen Parasiten das 

Tier befallen ist, da Parasiten – mit wenigen Ausnahmen – mit blossem Auge nicht erkennbar seien 

(vgl. angefochtener Entscheid, S. 7). Dies ist überzeugend. Auch wenn die Beschwerdeführerin über 

eine langjährige Erfahrung verfügt und deshalb allenfalls tatsächlich in gewissem Mass aufgrund von 

Farbe und Konsistenz des Kots eine Ersteinschätzung des Zustands des Igels vorzunehmen mag, ist 

gemäss fachlicher Beurteilung diese Diagnosemethode allein nicht geeignet. Eine zuverlässige Diag-

nose, welche Endoparasiten der Igel hat, ist ohne mikroskopische Untersuchung nicht möglich. Die 

unzuverlässige Methode der Beschwerdeführerin beinhaltet das Risiko einer Fehlbeurteilung und als 

Folge davon besteht die Gefahr des Einsatzes eines falschen Medikaments. Parasitenmittel sind, wie 

die Vorinstanz plausibel ausführt, spezifisch und daher jeweils nur gegen bestimmte Gruppen von 

Parasiten wirksam (vgl. angefochtener Entscheid, S. 7). Ein falsches Arzneimittel ist jedoch nicht 

oder nur begrenzt wirksam und setzt im Widerspruch zur eigentlichen Absicht den Igel einer unnöti-

gen Medikamentenbelastung aus.  

Darüber hinaus ist bei Endoparasitika eine Mindestanwendungsdauer zu beachten. Die Vorinstanz 

führt dazu aus, dass die Mindestanwendungsdauer bei Endoparasiten besonders wichtig sei, weil 

diese einen bestimmten Lebenszyklus mit verschiedenen Entwicklungsstadien hätten. Diese Zyklen 

könnten nur zuverlässig unterbrochen werden, wenn die Medikationsvorgaben der Hersteller einge-

halten würden. Zudem dürften verschiedene Medikamente gegen Endoparasiten nicht gemischt wer-

den, da dies zu Organversagen führen könne (vgl. angefochtene Verfügung, S. 7). Das Igelzentrum 

Zürich hat in seiner Informationsbroschüre "Igel-Patienten in der Tierarztpraxis" aus dem Jahr 2013 

eine Tabelle mit der empfohlenen Dosierung und Anwendungsdauer für die gängigsten, bei Igeln 

verwendeten Arzneimittel aufgeführt. Gemäss dieser Tabelle muss beispielsweise das Arzneimittel 

Flubenol mindestens fünf Tage lang verabreicht werden, das Medikament Levamisol ist zwei Mal im 

Abstand von 48 Stunden einzugeben und das Medikament Caniquantel mindestens einmal. Aus den 

von der Beschwerdeführerin eingereichten Behandlungsprotokollen (vgl. Beschwerdebeilagen  

27–29) ergibt sich jedoch im Widerspruch zu diesen Vorgaben, dass das Medikament Flubenol teil-

weise weniger als fünf Tage verabreicht wurde. Beim Medikament Levamisol lagen gemäss den Be-

handlungsprotokollen zwischen der ersten und der zweiten Dosis teilweise mehr als 48 Stunden. 

 

 11 von 23
 

Ferner wurde oftmals mehrere Tage nach der ersten Behandlung eine dritte Dosis Levamisol verab-

reicht, ohne dass auf diese eine weitere Dosis folgte. Sodann wurden einige Igel mit verschiedenen 

Medikamenten gegen Endoparasiten behandelt. Dabei wurden die einzelnen Therapien nicht abge-

schlossen, sondern die unterschiedlichen Arzneimittel wurden an aufeinanderfolgenden Tagen ver-

abreicht. Hinzu kommt, dass die Dosierungen nicht vermerkt wurden, so dass im Nachhinein keine 

Kontrolle über eine korrekte Abgabe der Medikamente erfolgen kann. Ergänzend ist festzustellen, 

dass bei einigen Arzneimitteleingaben auch das Gewicht der Igel nicht erfasst wurde und in solchen 

Fällen die korrekte Dosierung gar nicht nachvollzogen werden kann. Damit ist erstellt, dass sich die 

Beschwerdeführerin einerseits im Umgang mit den Arzneimitteln gegen Endoparasiten nicht an die 

empfohlenen Verabreichungen gehalten hat und andererseits während laufenden Behandlungen mit 

einem Medikament zusätzlich andere Medikamente verabreicht hat.  

Insgesamt ist deshalb festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin sowohl bei der Diagnosestellung 

als auch bei der Medikamentenanwendung betreffend Endoparasiten in schwerwiegender Weise die 

tiermedizinisch angezeigten Vorgaben missachtet hat.  

5.2.2. 

Die angefochtene Verfügung hält weiter fest, die Beschwerdeführerin habe Antibiotika fehlerhaft an-

gewendet. Die Beschwerdeführerin führte in ihrer Stellungahme vom 18. August 2022 dazu aus: "Die 

minimale Anwendungsdauer von 3–5 Tagen wurde in der Regel eingehalten." (vgl. S. 2, Vorakten 

act. A-16). Mit Ergänzung zu dieser Stellungnahme (vgl. S. 1, Vorakten act. A-17) sowie in der Be-

schwerde (S. 10, act. 13) hält die Beschwerdeführerin fest, die minimale Anwendungsdauer von fünf 

Tagen sei stets eingehalten worden. Antibiotika seien ausserdem während der Behandlung nie ge-

wechselt worden. Die Diagnose für die Verabreichung von Antibiotika liege im stets zuoberst auf der 

Krankenakte vermerkten Grund für die Überbringung des Igels. Das Antibiotikum Baytril, welches für 

Igel am besten verträglich sei, dürfe bei adulten Igeln angewendet werden. Die Anwendung des Anti-

biotikums Marbocyl sei durch Tierärzte bei Igeln mit Darmentzündung geprüft worden, wobei auch 

bei halbwüchsigen Igeln nie Probleme aufgetreten seien (vgl. Ergänzung zur Stellungnahme vom 

18. August 2022, S. 1, act. A-17).  

Aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Behandlungsprotokollen (Beschwerdebeilagen 

27–29) geht hervor, dass sie vor allem die folgenden drei Antibiotika einsetzt: Duphamox, welches in 

den Behandlungsprotokollen mit "Duphi" abgekürzt wird, Marbocyl, welches in den Behandlungspro-

tokollen mit "Marbi" vermerkt ist, und Baytril. Gemäss der Informationsbroschüre "Igel-Patienten in 

der Tierarztpraxis" gelten für diese Antibiotika verschiedene minimale Anwendungsdauern. Dupha-

mox ist drei bis fünf Mal in einem Abstand von je 48 Stunden zu verabreichen. Baytril ist fünf bis sie-

ben Tage lang anzuwenden. Marbocyl muss fünf Tage lang eingegeben werden. Eine generelle Min-

destanwendungsdauer von drei bis fünf Tagen beziehungsweise von fünf Tagen ist somit nicht 

ersichtlich. Insofern ist die Ausführung der Beschwerdeführerin, wonach die minimale Anwendungs-

dauer drei bis fünf Tage betrage, nicht zutreffend. Die Behandlungsprotokolle zeigen, dass die vorge-

schriebenen minimalen Anwendungsdauern nicht immer eingehalten wurden (Beschwerdebeilagen 

27–29). Sowohl Baytril als auch Marbocyl wurden oft nach einer kürzeren Anwendungsdauer abge-

setzt. Andere Behandlungsprotokolle zeigen, dass die Duphamox-Dosen in zu grossen zeitlichen Ab-

ständen verabreicht wurden. Ebenfalls wurden bei Igeln teilweise mehrere Antibiotika eingesetzt, 

ohne dass aus den Behandlungsprotokollen ersichtlich ist, weshalb das Arzneimittel gewechselt 

wurde. Aus einem Behandlungsprotokoll geht gar hervor, dass zwischen einzelnen, in zu grossen 

zeitlichen Abständen verabreichten Duphamox-Dosen zusätzlich mehrfach Baytril eingesetzt wurde; 

letzteres wurde zudem nur dreimal anstatt mindestens fünfmal angewendet. Aus einem weiteren Be-

handlungsprotokoll ist überdies ersichtlich, dass nach einer zu kurzen Behandlung mit Marbocyl zu-

nächst Baytril, am nächsten Tag Marbocyl, danach wiederum Baytril und am übernächsten Tag 

nochmals Baytril verabreicht wurde. Die beiden Antibiotika wurden also abwechselnd angewendet 

und somit vermischt. In einem Fall wurde gemäss Behandlungsprotokoll Baytril bei einem Igel einge-

 

 12 von 23
 

setzt, bei welchem "evt. trächtig" vermerkt war. Baytril darf jedoch weder bei trächtigen noch bei lak-

tierenden Tieren angewendet werden (vgl. angefochtene Verfügung, S. 1). Ebenfalls wurde in einem 

Behandlungsprotokoll festgehalten, dass einem Igel zweimal am gleichen Tag Baytril verabreicht 

wurde. Es liegen somit mehrere Behandlungsprotokolle vor, welche zeigen, dass sich die Beschwer-

deführerin beim Einsatz von Antibiotika wiederholt nicht an die Anwendungsvorgaben gehalten hat. 

Die Beschwerdeführerin hat die Antibiotikakuren teilweise unterbrochen, vorzeitig abgebrochen oder 

verschiedene Antibiotika vermischt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Prüfung der korrekten Do-

sierung nicht möglich war, da diese in den Behandlungsprotokollen nicht ordnungsgemäss festgehal-

ten wurden.  

Ebenfalls ist aus der Mehrzahl der von der Beschwerdeführerin eingereichten Behandlungsprotokolle 

nicht ersichtlich, welche Indikation für die Verabreichung von Antibiotika (oder auch generell von 

Tierarzneimitteln) vorlag. Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, die Diagnose liege im Grund für 

die Überbringung des Igels, welcher oben auf den Behandlungsprotokollen notiert werde, kann ihr 

nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin notierte in einigen der Behandlungsprotokolle, wie der 

Allgemeinzustand des Igels war (beispielsweise "Igel atmet schwer" oder "Igel röchelt"), als dieser in 

die Igelstation gebracht wurde. Teilweise hielt sie auch fest, wie die Umstände des Auffindens des 

Igels waren (beispielsweise, dass der Igel sich in einem Zaun verfangen hatte). Oftmals fehlt jedoch 

eine solche Überbringungsursache oder diese ist zu wenig aussagekräftig, um eine bestimmte Be-

handlung zu begründen. Insbesondere wurde auch Igeln, welche als unauffällig oder lediglich als 

"schlapp" eingestuft wurden, Antibiotika verabreicht. Im Weiteren vermag der Grund für die Überbrin-

gung des Igels insbesondere dann nicht als Diagnose zu genügen, wenn die Arzneimittel erst meh-

rere Tage nach der Überbringung verabreicht wurden. Es kann somit nicht nachvollzogen werden, ob 

der Einsatz von Antibiotika angezeigt war. Die Beschwerdeführerin verfügte dabei auch nicht – wie 

es vorgeschrieben wäre – über eine tierärztliche Betreuung (vgl. E-Mail Tierklinik Aarau West, S. 3, 

act. A-29).  

Ein unsachgemässer Einsatz von Antibiotika erhöht die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Resisten-

zen. Ausserdem werden die Tiere durch eine falsche Behandlung unnötig belastet (vgl. angefoch-

tene Verfügung, S. 8). Insbesondere aufgrund der Resistenzproblematik ist es wichtig, dass Antibio-

tika gezielt eingesetzt werden, da die Entwicklung von Resistenzen zur Unwirksamkeit der Antibiotika 

führen kann. Dies stellt nicht nur eine Gefahr für die behandelten Igel dar, sondern für sämtliche 

Tiere, die mit diesen Medikamenten behandelt werden können. Entsprechend wurde der Beschwer-

deführerin bereits im Jahr 2014 mitgeteilt, dass verschreibungspflichtige Medikamente nicht mehr ab-

gegeben werden dürfen (vgl. Schreiben vom 15. September 2014, S. 1, act. C-7). Gemäss Factsheet 

Igelstation vom 29. Oktober 2014 (vgl. S. 1, act. C-11) hätte die Vorinstanz die Abgabe von Antibio-

tika auch als zulässig erachtet, wenn regelmässig alle zwei Wochen eine Kontrolle der Igelpflegesta-

tion durch eine tiermedizinische Fachperson durchgeführt worden wäre. Vorliegend ist unbestritten, 

dass solche Kontrollen nicht stattgefunden haben. Die Beschwerdeführerin stand somit beim Einsatz 

von Antibiotika unter keinerlei fachlicher Aufsicht. 

Die Beschwerdeführerin hat somit ohne Aufsicht einer Tierärztin oder eines Tierarzts Antibiotika ver-

abreicht. Hierbei hat sie mehrfach die vorgeschriebene Mindestanwendungsdauer nicht beachtet. 

Zudem wurden mehrfach Antibiotikakuren falsch durchgeführt, indem sie teilweise unterbrochen, vor-

zeitig abgebrochen oder gleichzeitig mehrere Antibiotika verabreicht wurden. Des Weiteren fehlt die 

Indikation für die Verabreichung der Antibiotika häufig auf dem Behandlungsprotokoll oder ist zumin-

dest nicht nachvollziehbar.  

5.2.3. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, wie in der angefochtenen Verfügung festgehalten, Insekten-

spray direkt am Igel eingesetzt zu haben, obwohl ein solcher Einsatz direkt am Körper der Tiere als 

problematisch erachtet wird. Die Beschwerdeführerin führt aus, sie habe während ihrer jahrelangen 

 

 13 von 23
 

Tätigkeit feststellen können, dass dieser Einsatz von Insektenspray zum Erfolg führe. Die formalisti-

sche und realitätswidrige Durchsetzung von nicht praxisbezogenen Anweisungen zum Nachteil des 

behandelten Igels könne sogar zu dessen Tod führen (vgl. Beschwerde, S. 11, act. 12). Das von der 

Beschwerdeführerin verwendete Bio-Kill enthalte den Wirkstoff Permethrin, welcher bei Nutztieren 

angewendet werde. Auf Permethrinbasis sei ferner ein Ektoparasitikum für Igel hergestellt worden, 

welches während mehrerer Wochen auf der Igelpflegestation Winterthur und im Igelzentrum Zürich 

angewendet worden sei und keinerlei Nebenwirkungen gehabt habe (vgl. Stellungnahme vom 

18. August 2022, S. 2, act. A-16). 

Die Beschwerdeführerin verkennt, dass der von ihr verwendete Insektenspray, anders als das spezi-

ell für Igel entwickelte Ektoparasitikum, gerade nicht für die Anwendung am Körper der Tiere vorge-

sehen ist. Dabei ist es nicht erheblich, ob der Spray einen Wirkstoff aufweist, der für die Behandlung 

von Igeln grundsätzlich geeignet ist. Vielmehr ist entscheidend, welche zusätzlichen Stoffe der Spray 

enthält. Diese können nämlich für Igel potenziell schädlich sein. Die Ausführung der Beschwerdefüh-

rerin, die Erfahrung habe gezeigt, dass das Mittel für Igel nicht schädlich sei, vermag nicht zu über-

zeugen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, stellt bereits der einmalige Einsatz dieses Mittels 

eine Gefährdung der Tiere dar (vgl. Beschwerdeantwort, S. 5, act. 34). Auch wenn im Sinne der Be-

schwerdeführerin davon auszugehen wäre, dass der von ihr eingesetzte Insektenspray den Igeln tat-

sächlich nicht schadet, hat die Beschwerdeführerin diesen offensichtlich zu einem früheren Zeitpunkt 

unter Missachtung der Herstellerangaben an Tieren verwendet, wobei sie nicht wissen konnte, wie 

sich die enthaltenen Stoffe auf die Igel auswirken würden. Dieser vorgabenwidrige Einsatz des In-

sektensprays stellte eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Tiere und damit eine Gefährdung 

des Tierwohls dar. Das Handeln der Beschwerdeführerin wiegt umso schwerer, als reguläre Arznei-

mittel zur Verfügung gestanden hätten, welche die Beschwerdeführerin hätte anwenden können (vgl. 

angefochtene Verfügung, S. 7). Von einer formalistischen und realitätswidrigen Durchsetzung der 

Anwendungsanweisungen des Insektensprays kann daher nicht die Rede sein. Erschwerend kommt 

hinzu, dass die Beschwerdeführerin keinerlei Einsicht zeigt, dass sie sich mit dem Einsatz des Insek-

tensprays fehlverhalten hat. Ein allfälliger Einsatz von Arzneimitteln ausserhalb der regulären Ver-

wendungsvorgaben darf lediglich durch eine medizinische Fachperson erfolgen, welche über die ent-

sprechenden Erfahrungen im Arzneimitteleinsatz verfügt und in der Lage ist, die Wirkungsweise der 

Arzneimittel abzuschätzen.  

Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin durch den Gebrauch des In-

sektensprays an Igeln die Tiere gefährdet und somit das Tierwohl missachtet hat. Aufgrund der feh-

lenden Einsicht der Beschwerdeführerin kann darüber hinaus nicht ausgeschlossen werden, dass sie 

auch künftig Medikamente nicht korrekt einsetzen würde. 

5.2.4. 

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Tierarzneimitteln hält die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung darüber hinaus die folgenden weiteren Mängel fest: 

5.2.4.1. 

Die Beschwerdeführerin soll bei einem Igel eine Wundhöhle mit Betadine gespült haben, obwohl das 

Mittel für eine solche Anwendung nicht zugelassen sei. Es verursache Schleimhautreizungen und bei 

einer Wundhöhle unbekannter Tiefe könne das Mittel sogar bis in die Körperhöhle gelangen (vgl. an-

gefochtene Verfügung, S. 7). Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin Betadine zur Desinfek-

tion von Wunden anwendet. Sie bestreitet jedoch, das Mittel in offene Wunden gespritzt zu haben. 

Gemäss einem durch die Beschwerdeführerin eingereichten Behandlungsprotokoll hat sie bei einem 

Igel zunächst mittels einer Spritze ca. 50 mal 3 ml Eiter aus einem grossen Abszess abgesaugt und 

danach "mehrere Betadinespülungen" gemacht (vgl. Beschwerdebeilage 29). Das Behandlungspro-

tokoll legt nahe, dass die Wundhöhle tatsächlich mit Betadine gespült wurde. Aufgrund der unklaren 

Formulierung ist aber nicht völlig auszuschliessen, dass es sich allenfalls um eine lediglich äusserli-

 

 14 von 23
 

che Anwendung oder gar um die Behandlung einer anderen Verletzung gehandelt hat. Ob diese kon-

krete Anwendung sachgemäss war, kann vorliegend jedoch nicht beurteilt werden und muss somit 

offenbleiben.  

5.2.4.2. 

Weiter hält die Vorinstanz fest, bei einem Igel seien nach der Behandlung mit Nizoralsalbe Nebenwir-

kungen (rissige Haut, blutige Stellen) aufgetreten und unbehandelt geblieben. Diese hätten schliess-

lich zum Tod des Igels geführt (vgl. angefochtene Verfügung, S. 8). Die Beschwerdeführerin gibt 

demgegenüber an, der Igel habe nach der einmaligen Behandlung mit der Salbe keine Nebenwirkun-

gen gezeigt und die Todesursache sei, wie die Untersuchung des Instituts für Veterinärpathologie 

der Universität Zürich ergeben habe, eine Lungenentzündung gewesen (vgl. Ergänzung zur Stellung-

nahme vom 18. August 2022, S. 3, Vorakten act. A-17). Unklar ist, ob es sich bei dem in einer der 

ursprünglichen Meldungen dokumentierten Tier um denjenigen Igel handelt, welcher vom Institut für 

Veterinärpathologie untersucht wurde, wenngleich auch der untersuchte Igel gemäss Bericht mit 

Nizoralsalbe behandelt worden war (vgl. Beschwerdebeilage 17). Ohnehin hält der Bericht des Insti-

tuts für Veterinärpathologie ausdrücklich fest, dass nicht mit Sicherheit eine Erregereintrittspforte be-

stimmt werden konnte. Aufgrund dieser Umstände lässt sich nicht feststellen, ob in diesem Fall eine 

Fehlbehandlung mit Todesfolge stattgefunden hat.  

5.2.5 

Zusammenfassend ist – wie vorgängig einlässlich dargelegt – festzuhalten, dass die Beschwerdefüh-

rerin sowohl bei der Behandlung von Igeln als auch beim Einsatz von Tierarzneimitteln mehrfach 

Fehler begangen hat. So hat die Beschwerdeführerin vor dem Einsatz von Endoparasitika keine mik-

roskopischen Kotuntersuchungen durchgeführt und die verschiedenen Mittel nicht stets gemäss der 

empfohlenen Anwendung verabreicht. Die Beschwerdeführerin hat zudem ohne entsprechende Tier-

arzneimittelvereinbarung und ohne Aufsicht durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt Antibiotika ein-

gesetzt, wobei sie verschiedene Fehler in der Anwendung beging. Darüber hinaus hat die Beschwer-

deführerin einen Insektenspray, welcher nicht für die Anwendung am Tier zugelassen ist, direkt am 

Körper der Igel eingesetzt. 

5.3. 

Der Beschwerdeführerin wird weiter vorgeworfen, chirurgische Eingriffe an Igeln vorgenommen zu 

haben, obwohl diese nur durch Tierärztinnen oder Tierärzte durchgeführt werden dürfen. Sie führt 

dazu aus, die Vorinstanz stütze sich hierbei auf Vorkommnisse, bei denen es sich um Einzelfälle 

handle. Darüber hinaus sei vom Leiter der Tierklinik Aarau West bestätigt worden, dass operative 

Eingriffe stets in der Tierklinik vorgenommen worden seien. Die Beschwerdeführerin habe immer 

zum Wohl der Tiere gehandelt und so unzählige Igel gerettet (vgl. Beschwerde, S. 15, act. 8). 

Unbestritten ist, dass chirurgische Eingriffe nur durch entsprechend ausgebildetes Fachpersonal 

durchgeführt werden dürfen und die Beschwerdeführerin nicht über die erforderliche Ausbildung ver-

fügt. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Vorinstanz stütze sich in ihrem Entscheid le-

diglich auf Einzelfälle, ist in aller Deutlichkeit festzuhalten, dass auch die einzelfallweise durch die 

Beschwerdeführerin vorgenommenen Operationen nicht zulässig waren, setzte sie sich doch damit 

über geltende Bestimmungen zum Schutz des Tierwohls hinweg. Im Übrigen kann gerade die Kennt-

nis über solche Einzelfälle auf grundlegendere Mängel hinweisen. Hinsichtlich der Bedeutung der 

Bestätigung des Leiters der Tierklinik Aarau West ist anzumerken, dass dieser mangels permanenter 

Anwesenheit in der Igelstation von vorneherein nicht zu bescheinigen vermag, es seien durch die 

Beschwerdeführerin nie selbstständig chirurgische Eingriffe vorgenommen worden. Entsprechend 

bestätigt der Leiter der Tierklinik Aarau West auch lediglich, dass in der Tierklinik Operationen an 

Igeln der Beschwerdeführerin vorgenommen wurden, nicht jedoch, dass sämtliche Operationen an 

Igeln der Beschwerdeführerin durch die Tierklinik vorgenommen wurden (vgl. E-Mail Tierklink Aarau 

West, S. 3, act. A-29). Des Weiteren ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die guten Absichten der 

 

 15 von 23
 

Beschwerdeführerin und ihren jahrelangen Einsatz für die Igel keineswegs verkennt. Jedoch vermö-

gen gute Absichten ein Fehlverhalten nicht aufzuwiegen. Dies insbesondere nicht, wenn massive 

Kompetenzüberschreitungen, wie durch Laien durchgeführte Operationen an Tieren, zur Diskussion 

stehen.  

Schliesslich sind die Aussagen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Durchführung chirurgischer 

Eingriffe widersprüchlich. Während im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Eingriffe insgesamt 

abgestritten werden, hat die Beschwerdeführerin im Verfahren vor der Vorinstanz verschiedentlich 

bestätigt, dass gewisse Eingriffe vorgenommen wurden. So hielt die Beschwerdeführerin fest, bei 

mindestens einem Igel Zähne entfernt zu haben. Diese hätten gewackelt, seien faul gewesen und 

hätten sich quasi ohne Widerstand gelöst. Ebenso habe sie bei einem Igel nekrotisches Gewebe ent-

fernt (vgl. Stellungnahme vom 18. August 2022, S. 3, Vorakten act. A-16). Des Weiteren führte die 

Beschwerdeführerin anlässlich des Gesprächs vom 21. September 2022 (Vorakten act. A-32) aus, 

dass sie bei Igeln Augen entfernt habe, welche durch Marderbisse irreparabel geschädigt worden 

waren. Diese Igel könne sie nicht in die Tierklinik bringen, da die Tiere dort euthanasiert würden, weil 

die Marderbisse fälschlicherweise für Katzenbisse gehalten würden. Auf diese Weise habe sie schon 

viele Tiere retten können. Dass die Beschwerdeführerin in mindestens einem Fall einem Igel ein ver-

letztes Auge entfernte, wurde im Übrigen auch durch eine Mitarbeiterin der Igelpflegestation in einem 

durch die Beschwerdeführerin mit der Replik eingereichten Schreiben bestätigt (vgl. Replikbeilage 2).  

5.3.1. 

Die Vorinstanz hält fest, dass das Ziehen loser, fauler Zähne auch von tiermedizinischen Laien 

durchgeführt werden könne, sofern eine angemessene Betäubung, Schmerzausschaltung und nach-

folgende Behandlung sichergestellt seien. Ausreichend belegte Feststellungen, dass Zähne gezogen 

wurden, welche diese Voraussetzungen nicht erfüllen, liegen keine vor. Zugunsten der Beschwerde-

führerin ist demnach davon auszugehen, dass sie sich betreffend diese Thematik korrekt verhalten 

hat.  

5.3.2. 

Zur Behandlung von Abszessen erklärte die Beschwerdeführerin in der Ergänzung zur Stellung-

nahme vom 18. August 2022, Abszesse müssten immer geöffnet und das nekrotische Gewebe ent-

fernt werden (vgl. S. 3, Vorakten act. A-17). Dies bestätigt die Vorinstanz grundsätzlich, wobei sie 

nachvollziehbar festhält, dass bei der Entfernung des nekrotischen – also toten – Gewebes immer 

auch ein Teil des gesunden Gewebes mitentfernt werden müsse. Nur so könne die Wunde sich über-

haupt schliessen. Die Beschwerdeführerin habe – wenn nur nekrotisches Gewebe entfernt wurde –

die Behandlung somit nicht sachgemäss durchgeführt oder sie habe wissentlich auch gesundes Ge-

webe entfernt. Letzteres stelle jedoch einen Eingriff dar, der nur von tiermedizinischen Fachpersonen 

durchgeführt werden dürfe (vgl. angefochtener Entscheid, S. 9). Es kann offenbleiben, welche Kons-

tellation vorliegend zutrifft. Die Beschwerdeführerin hat bestätigt, in mindestens einem Fall einen 

Abszess geöffnet und nekrotisches Gewebe entfernt zu haben. Somit hat die Beschwerdeführerin so 

oder so eine nicht sachgemässe Behandlung respektive eine ihr nicht erlaubte Operation vorgenom-

men. Die Aussage der Beschwerdeführerin, Abszesse müssten immer geöffnet und das nekrotische 

Gewebe entfernt werden, lässt überdies darauf schliessen, dass sie diese Vorgehensweise auch bei 

anderen Igeln angewendet hat.  

5.3.3. 

Zum Vorwurf der Vorinstanz, sie habe Igeln unheilbar verletzte Augen entfernt, äussert sich die Be-

schwerdeführerin im Beschwerdeverfahren nicht ausdrücklich, sondern beschränkt sich darauf, die 

Vornahme operativer Eingriffe generell zu bestreiten (vgl. Replik, S. 10, act. 46). Jedoch gab sie an-

lässlich der Besprechung vom 21. September 2022 an, Igeln Augen zu entfernen, die durch Tier-

bisse irreparabel geschädigt seien. Dadurch habe sie schon viele Igel retten können. Die Tierklinik 

würde diese Igel einschläfern, weil sie fälschlicherweise davon ausgehen würde, es handle sich um 

 

 16 von 23
 

einen Katzen- und nicht um einen Marderbiss (vgl. Aktennotiz vom 21. September 2022, S. 2,  

act. A-32). Darüber hinaus bestätigt das von der Beschwerdeführerin mit ihrer Replik eingereichte 

Schreiben einer Nutzerin der Igelpflegestation, dass die Beschwerdeführerin zumindest in einem Fall 

einem Igel ein zufolge eines Tierbisses verletztes Auge entfernt habe (vgl. Replikbeilage 2, S. 1). Da 

diese Aussage von der Beschwerdeführerin selbst eingereicht und von ihr nicht bestritten wurde, ist 

davon auszugehen, dass der Vorfall sich wie geschildert ereignet hat. 

Das Entfernen eines Auges stellt – auch wenn dieses verletzt ist oder "nur noch an einem Faden" 

hängt (Replikbeilage 2, S. 1) – ohne Zweifel einen schweren operativen Eingriff dar. Dabei ist insbe-

sondere zu beachten, dass es sich beim oben erwähnten "Faden um Gewebe wie Muskeln oder gar 

um den Sehnerv gehandelt haben muss. Mit einem solchen Eingriff überschreitet die tiermedizinisch 

nicht ausgebildete Beschwerdeführerin ihre Kompetenzen massiv. Daran vermag auch das Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, dass die betroffenen Tiere in einer Tierklinik direkt 

eingeschläfert worden wären. Dies insbesondere, weil gemäss den Fachexperten des Veterinär-

diensts DGS nicht ersichtlich sei, inwiefern es einen Unterschied machen sollte, ob die Igel durch ei-

nen Marder oder durch eine Katze verletzt wurden (vgl. angefochtene Verfügung, S. 9). Hinzu 

kommt, dass auch die Beschwerdeführerin nicht mit Sicherheit ausschliessen kann, dass die Igel 

durch eine Katze verletzt wurden. Die Beschwerdeführerin missachtete somit mit ihrem Vorgehen 

bewusst das eigentlich korrekterweise angezeigte Vorgehen. 

Die Vorinstanz hält überzeugend fest, dass die Beschwerdeführerin zur Narkose für Eingriffe ledig-

lich Isofluran verwendet habe. Dieses habe keine ausreichende schmerzausschaltende Wirkung, 

sondern es handle sich dabei um ein Betäubungsmittel (Hypnotikum), welches für operative Eingriffe 

nicht geeignet sei (vgl. angefochtene Verfügung, S. 9). Zu diesem Vorbringen äussert sich die Be-

schwerdeführerin nicht. Anlässlich der unangemeldeten Kontrolle der Igelpflegestation wurde durch 

die Vorinstanz eine Inventarliste der vorhandenen Tierarzneimittel erstellt (vgl. Vorakten A-6). Ge-

mäss dieser Liste wurden in der Station keine Narkosemittel gefunden, sondern lediglich das für die-

sen Anwendungsbereich nicht ausreichende Tierarzneimittel Isofluran. Darüber hinaus wurden auch 

keine Opioide gefunden, welche gemäss den Empfehlungen für die Schmerztherapie bei Kleintieren 

der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie (Stand: Februar 2012; S. 14) bei der Entfernung des 

Auges zur Behandlung der Schmerzen eingesetzt werden sollten. Insofern ist davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage war, die postoperativen Schmerzen der Igel ange-

messen zu behandeln.  

Mit der Entfernung eines – wenn auch verletzten – Auges bei einem Igel hat die Beschwerdeführerin 

ihre Befugnisse erheblich überschritten. Ihr Verhalten stellt eine schwere Gefährdung beziehungs-

weise Verletzung des Tierwohls dar. 

5.3.4. 

Es kann somit festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin mit der Entfernung eines Auges 

respektive mit der Entfernung von nekrotischem Gewebe bei Igeln unerlaubte operative Eingriffe be-

ziehungsweise unsachgemässe Behandlungen vorgenommen hat.  

5.4. 

Hinsichtlich der beanstandeten Infrastruktur der Igelpflegestation macht die Beschwerdeführerin gel-

tend, während den achtzehn Jahren, in denen die Station an diesem Standort betrieben worden sei, 

seien nie entsprechende Mängel beanstandet worden. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die In-

frastruktur nun unzureichend sein soll und plötzlich nicht mehr toleriert werden könne (vgl. Be-

schwerde, S. 16, act. 7).  

Vorab ist der Beschwerdeführerin insoweit zuzustimmen, dass einige der nun beanstandeten Mängel 

wohl bereits seit Eröffnung der Igelpflegestation an diesem Standort bestehen. Dies gilt insbeson-

dere bezüglich des fehlenden Wasser- und Kanalisationsanschlusses. Ebenso dürften wohl auch die 

Gehege für die Igel seit Aufnahme der Tätigkeit an diesem Standort die gleiche Grösse aufweisen. 

 

 17 von 23
 

Diese Mängel hätten – wie die Beschwerdeführerin zu Recht moniert – bereits bei früheren Kontrol-

len auffallen und beanstandet werden müssen. Weshalb dies nicht geschah beziehungsweise wes-

halb diese Mängel erst bei der Kontrolle vom 29. Juli 2022 festgehalten wurden, ist letztlich jedoch 

unerheblich, da die Igelpflegestation grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt den gesetzlichen Vorgaben 

entsprechen muss. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind allenfalls aus Gründen des Vertrauens-

schutzes vertretbar, jedoch lediglich bei der Festlegung einer angemessene Übergangsfrist zur Be-

hebung der festgestellten Mängel zu berücksichtigen. Eine rechtswidrige Situation kann nicht dauer-

haft toleriert werden. Deshalb ist im Folgenden zu prüfen, ob die von der Vorinstanz geltend gemach-

ten Mängel gegeben sind. 

5.4.1. 

Unbestritten ist, dass die Igelpflegestation nicht über einen Wasseranschluss verfügt; im Aussenbe-

reich hat es lediglich einen Brunnen, welcher in den Wintermonaten jedoch ausser Betrieb ist. Die 

Mitarbeitenden bringen den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge deshalb Wasser in Flaschen 

von zu Hause mit, welches dann in der Igelpflegestation verwendet wird (vgl. Aktennotiz vom 

21. September 2022, S. 2, Vorakten act. A-32). Dies kann jedoch offenkundig zu Problemen führen, 

wenn nicht genügend Wasser mitgebracht wird beziehungsweise mitgebracht werden kann. In einer 

Einrichtung, welche sich um die Gesundheit von Tieren kümmert, muss jederzeit ausreichend Was-

ser zur Verfügung stehen. Die Vorinstanz fordert deshalb richtigerweise einen (ganzjährigen) Was-

seranschluss. 

Ebenfalls unbestritten ist, dass kein Abwasseranschluss vorhanden ist. Die Beschwerdeführerin führt 

betreffend Abwasserentsorgung aus, es sei nicht zutreffend, dass sie mit Fäkalien verunreinigtes 

Wasser einfach in die Natur ausschütte. Die Gehege der Igel seien mit Zeitungen ausgelegt, auf wel-

chen die Igel ihr Geschäft verrichten würden. Das Zeitungspapier werde täglich gewechselt und mit 

dem Abfall entsorgt. Das verunreinigte Wasser werde ferner vor der Entleerung am Waldrand mittels 

eines Siebs von Feststoffen befreit (vgl. Beschwerde, S. 16, act. 7).  

Die Vorinstanz erklärt, diese Handhabung sei für die einheimische Fauna und das Grundwasser 

problematisch, da das entsorgte Wasser mit Medikamenten und Keimen belastet sei. Die Beschwer-

deführerin habe sich noch anlässlich der Besprechung vom 19. September 2022 hinsichtlich dieser 

Problematik uneinsichtig gezeigt und vorgebracht, mit Medikamenten behandelte Hunde würden 

schliesslich auch in der Natur urinieren (vgl. angefochtener Entscheid, S. 3). Die Ausführungen der 

Vorinstanz sind überzeugend. Auch wenn das verunreinigte Wasser von Feststoffen befreit wird, be-

finden sich darin weiterhin Medikamentenrückstände und Keime. Diese gelangen durch das Aus-

schütten des Wassers am Waldrand in die Natur und belasten diese. Diese ortsspezifische, kon-

zentrierte und regelmässige Belastung der Umwelt erweist sich als ungleich grösser als das zufällige 

Urinieren einzelner Hunde. Die Belastung durch die Igelpflegestation ist somit deutlich grösser als sie 

durch mit Medikamenten behandelte Haustiere sein kann, gibt die Beschwerdeführerin doch selbst 

an, jährlich rund 700 Igel aufzunehmen. Anlässlich der Kontrolle der Vorinstanz wurde festgehalten, 

dass ca. 60 Igel in der Station waren (vgl. Bericht Unangemeldete Kontrolle Igelstation Q._____, 

S. 2, act. A-4). Es ist also davon auszugehen, dass jederzeit mindestens 50 Igel in der Station wa-

ren. Die Umwelt direkt um die Igelpflegestation wurde entsprechend täglich durch mit Medikamenten-

rückständen und Keimen verunreinigtes Wasser von 50 Igeln belastet.  

Es steht somit fest, dass die Igelpflegestation weder über einen Anschluss an die Kanalisation ver-

fügt, obwohl ein solcher für das verunreinigte Abwasser zwingend erforderlich wäre, noch einen ge-

nügenden Wasseranschluss aufweist.  

5.4.2. 

Die Vorinstanz erachtet sodann die Hygiene und insbesondere die Reinigung der Igelgehege für un-

genügend. Die Beschwerdeführerin gibt an, die Igelgehege würden mit abgekochtem Wasser gerei-

 

 18 von 23
 

nigt (vgl. Ergänzung zur Stellungnahme vom 18. August 2022, S. 2, Vorakten act. A-17). Ein Desin-

fektionsspray für die Gehege wurde anlässlich der unangemeldeten Kontrolle durch die Vorinstanz 

nicht gefunden (vgl. Bericht Unangemeldete Kontrolle Igelstation Q._____, S. 1, Vorakten act. A-4). 

Daraus ist zu folgern, dass die Gehege lediglich mit Wasser gereinigt, aber nicht desinfiziert wurden. 

Wasser hat jedoch – auch wenn es abgekocht ist – keine ausreichend desinfizierende Wirkung. 

Keime und Krankheitserreger werden durch die Reinigung allein mit Wasser nicht zuverlässig abge-

tötet und entfernt. Die für die Durchführung medizinischer Behandlungen erforderliche möglichst ste-

rile Umgebung lässt sich bei einer derart hohen Keimbelastung nur durch den Einsatz besonderer 

Desinfektionsmittel erreichen. Ebenso wurde anlässlich der unangemeldeten Kontrolle festgestellt, 

dass dasselbe Wasser für die Reinigung mehrerer Gehege benutzt wurde (vgl. Kontrollbericht, S. 2, 

Vorakten act. A-5). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, können so Keime und Krankheitserreger 

von einem Gehege in ein anderes gelangen und damit von einem Igel auf einen anderen übertragen 

werden. Das gleiche Risiko besteht, wenn die Gehege vor der Neubelegung durch einen anderen 

Igel nicht ausreichend desinfiziert werden. Es besteht daher eine erhebliche Gefahr, dass die Igel 

sich gegenseitig mit Krankheitserregern anstecken. Die Gehegereinigung war somit aus hygienischer 

Sicht klarerweise nicht genügend.  

5.4.3. 

Weiter stellte die Vorinstanz bei ihrer unangemeldeten Kontrolle fest, dass keine Inventarliste der ge-

lagerten Arzneimittel vorhanden war, die Arzneimittel nicht mit dem Öffnungsdatum versehen und 

teilweise mehrere Flaschen des gleichen Arzneimittels angebrochen waren. Mindestens ein Medika-

ment sei abgelaufen gewesen. Darüber hinaus seien die Medikamente nicht korrekt gelagert gewe-

sen. Insbesondere sei eine mit Euthasol aufgezogene Spritze frei zugänglich gewesen (vgl. ange-

fochtene Verfügung, S. 11).  

Die Beschwerdeführerin führte diesbezüglich zunächst aus, die fehlende Beschriftung sei unbestrit-

ten (vgl. Stellungnahme vom 18. August 2022, S. 3, Vorakten act. A.16). In der Ergänzung zur ur-

sprünglichen Stellungnahme brachte sie dann aber neu vor, die Öffnungsdaten seien im Deckel der 

jeweiligen Schachtel festgehalten (vgl. Ergänzung zur Stellungnahme vom 18. August 2022, S. 2, 

Vorakten act. A-17) Letzteres wird zumindest teilweise durch die Fotodokumentation der unangemel-

deten Kontrolle bestätigt. Diese zeigt eine Medikamentenschachtel in Grossaufnahme, in welcher 

das Öffnungsdatum notiert wurde. Ebenfalls ist auf einem weiteren Bild zu erkennen, dass ein Datum 

im Deckel der Schachtel notiert wurde. Auf anderen Schachteln scheint indes kein Datum vermerkt 

worden zu sein (vgl. Auswahl Fotodokumentation, Medikamente Bilder 30–32, Vorakten act. A-7). Es 

ist deshalb nicht ausreichend klar, ob das Öffnungsdatum auf sämtlichen Schachteln notiert wurde 

oder ob auch Medikamente ohne jegliches Öffnungsdatum vorhanden waren. Die Fotodokumenta-

tion lässt vermuten, dass Medikamente teilweise ohne Verpackungen aufbewahrt wurden. Es ist je-

doch festzuhalten, dass die Öffnungsdaten zumindest in einigen Fällen notiert wurden, jedoch nicht 

auf den eigentlichen Arzneimittelflaschen, sondern auf der Umverpackung. Diese Praxis ist fehleran-

fällig, da das Risiko besteht, dass die Umverpackung verloren geht oder die Flaschen, gerade wenn 

mehrere Flaschen des gleichen Arzneimittels angebrochen werden, nicht richtig zurückgestellt wer-

den. Unbestritten ist indes, dass anlässlich der unangemeldeten Kontrolle in der Igelpflegestation 

keine Arzneimittelliste vorhanden war.  

Wie bereits dargelegt (vgl. oben Ziffer 5.1.4), konnte anlässlich der Kontrolle festgestellt werden, 

dass eine Spritze mit 6 ml Euthasol frei zugänglich in der Igelpflegestation aufbewahrt wurde. Da die-

ses Medikament gemäss Angaben der Vorinstanz bereits in kleinen Mengen auch für den Menschen 

tödlich sein kann, ist eine fachgerechte Verwahrung im Safe erforderlich. Die Vorinstanz hielt fest, 

anlässlich der unangemeldeten Kontrolle habe die Beschwerdeführerin ausgesagt, der Code zum 

Safe müsse erst noch geändert werden, da dieser einer ehemaligen Mitarbeiterin bekannt sei (vgl. 

Bericht unangemeldete Kontrolle Igelstation Q._____, S. 5, Vorakten act. A-4). Dieses Vorbringen ist 

offenkundig nicht stichhaltig. Ein gefährliches Arzneimittel ist jederzeit sicher und nur kontrolliert zu-

gänglich aufzubewahren. Darüber zeigen verschiedene Bilder der anlässlich der Kontrolle vom 

 

 19 von 23
 

29. Juli 2022 erstellten Fotodokumentation eine ungeordnete Aufbewahrung der Arzneimittel (vgl. 

Auswahl Fotodokumentation, Medikamente Bild 1 und 5, Vorakten act. A-7; Bericht unangemeldete 

Kontrolle Igelstation Q._____, S. 2 Foto Arbeitsplatz, Vorakten act. A-4). Ebenfalls hat die Vorinstanz 

mit dem Foto "Medikamente Bild 20" der erwähnten Fotodokumentation ein Medikament dokumen-

tiert, welches bereits am 1. Oktober 2017 abgelaufen war (vgl. Vorakten act. A-7). Die Lagerung der 

Medikamente ist damit nicht ordnungsgemäss und verstösst insbesondere im Hinblick auf die frei zu-

gängliche Euthasol-Spritze und das – im Zeitpunkt der Kontrolle – seit fünf Jahren abgelaufene Medi-

kament gegen die Vorschriften im Umgang mit Arzneimitteln.  

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass diverse, teilweise schwerwiegende Mängel in der 

Lagerung der Medikamente vorlagen. 

5.4.4. 

Die Beschwerdeführerin stimmt der Vorinstanz zu, dass es im administrativen Bereich Mängel gebe. 

So läge weder eine schriftliche Vereinbarung der Zusammenarbeit mit einem Tierarzt noch der Jah-

resbericht 2021 vor. Sie gibt jedoch an, sie wende für die Betreuung der Igel selten weniger als zehn 

Stunden pro Tag auf (vgl. Stellungnahme vom 18. August 2022, S. 3, Vorakten act. A-16). Ebenfalls 

ergibt sich aus dem erst mit der Beschwerde eingereichten Jahresbericht 2021, dass die Beschwer-

deführerin keine Angaben dazu machen konnte, wie viele Medikamente und wie viel Spezialmilch in 

der Berichtsperiode verbraucht wurden, weil das Eruieren dieser Verbrauchswerte zu viel Zeit in An-

spruch nehmen würde (vgl. Beschwerdebeilage 33).  

Unbestritten ist, dass die Igelpflegestation der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Administration 

Mängel aufweist. Dass zufolge administrativer Arbeiten weniger Zeit für die Pflege der Igel eingesetzt 

werden kann, ist nachvollziehbar. Dies entschuldigt die Vernachlässigung der Administration und ins-

besondere der Dokumentation jedoch nicht. Gerade die Dokumentation ermöglicht es der zuständi-

gen Behörde, die Igelpflegestationen zu kontrollieren und sicherzustellen, dass das Wohl der Tiere 

gewährleistet ist. Ebenso erlaubt eine korrekte Dokumentation der Beschwerdeführerin und ihren 

Mitarbeitenden, die Behandlung und die eingesetzten Arzneimittel auch später nachvollziehen zu 

können.  

5.5. 

Zur Frage der erforderlichen Ausbildung gibt die Beschwerdeführerin an, in den letzten Jahren zahl-

reiche Aus- und Weiterbildungen absolviert zu haben, welche von der Vorinstanz anerkannt würden. 

Ihr Grundwissen habe sie von den ersten anerkannten Igelforschern von "Pro Igel Deutschland" er-

worben. Dieses Wissen habe sie während ihrer langjährigen praktischen Tätigkeit stets erweitert. 

Durch den intensiven Austausch mit anderen Igelfachpersonen habe sie sicherstellen können, dass 

sie Kenntnis von den medizinischen Fortschritten erlange. Ebenso habe sie zahlreiche Igelpflegesta-

tionen besucht, um diese in ihrer Arbeit zu unterstützen und zu beraten. Es sei willkürlich, dass die 

Qualifikation und der Wissensstand der Beschwerdeführerin nun plötzlich nicht mehr den Anforde-

rungen entsprechen sollen (vgl. Beschwerde, S. 9, act. 14). Zum Beleg ihrer Behauptung legt die Be-

schwerdeführerin weder Aus- noch Weiterbildungsbestätigungen vor. Sie konnte entsprechende 

Nachweise, nachdem die Vorinstanz in der Beschwerdeantwort auf das Fehlen solcher hingewiesen 

hatte (vgl. Beschwerdeantwort, S. 4, act. 35), auch im Rahmen ihrer Replik nicht beibringen. Fortbil-

dungen sind somit nicht belegt.  

5.6.  

Insgesamt kann abschliessend festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin ihre Kompeten-

zen mehrfach und teilweise in schwerwiegender Weise missachtet hat. Sie hat unerlaubterweise 

operative Eingriffe vorgenommen, Medikamente nicht gemäss den Anwendungsempfehlungen und 

teilweise ohne die erforderliche tierärztliche Überwachung und ohne nachvollziehbare Indikation ver-

abreicht, Diagnosen nicht pflichtgemäss durchgeführt und ein Insektizid unerlaubterweise direkt am 

 

 20 von 23
 

Körper des Igels verwendet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin sich in meh-

rerlei Hinsicht nicht einsichtig zeigt. 

Darüber hinaus wurden sowohl bei der Infrastruktur als auch in der Administration der Igelpflegesta-

tion Mängel festgestellt.  

5.7. 

Lediglich der Vollständigkeit halber sei hier noch festgehalten: Aufgrund der vorstehend festgestell-

ten, teilweise schwerwiegenden Verstösse gegen das Tierschutzrecht und diverse Auflagen der Aus-

nahmebewilligung vom 19. Februar 2018, erscheint der vorinstanzlich verfügte Entzug derselben 

rechtens. Selbst wenn die Beschwerde, soweit sich diese gegen den Entzug der Ausnahmebewilli-

gung vom 19. Februar 2018 richtet, nicht gegenstandslos wäre, müsste diese demzufolge abgewie-

sen werden. 

6. Pflegeverbot 

6.1. 

Gemäss Art. 23 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes (TSchG) vom 16. Dezember 2005 kann die zustän-

dige Behörde das Halten oder die Zucht, den Handel oder die berufsmässige Beschäftigung mit Tie-

ren auf bestimmte oder unbestimmte Zeit Personen verbieten, (lit. a) wegen wiederholter oder 

schwerer Zuwiderhandlung gegen die Tierschutzgesetzgebung, oder (lit. b) die aus anderen Grün-

den unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten. Unfähigkeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. b 

TSchG liegt vor, wenn die betreffende Person nicht die grundsätzlichen Verhaltensgebote und -ver-

bote des Tierschutzgesetzes zu befolgen vermag (vgl. Urteile 2C_958/2014 vom 31. März 2015 

E. 2.1, mit Hinweisen; 2C_79/2007 vom 12. Oktober 2007 E. 4.2.2). Da es bei dieser Massnahme 

nicht in erster Linie um eine Bestrafung der betroffenen Person, sondern um den Schutz der Tiere 

geht, ist es unerheblich, ob die betroffene Person ein Verschulden trifft. Relevant ist vielmehr das Be-

stehen eines rechtswidrigen Zustands (vgl. BGer 2C_122/2019, E. 5.3). 

6.2. 

Wie bereits festgehalten, wurden in der Igelpflegestation der Beschwerdeführerin eine beträchtliche 

Anzahl teilweise schwerer Mängel im Bereich der Tierhaltung festgestellt. Dass die Beschwerdefüh-

rerin im Glauben handelte, zum Wohl der Tiere zu wirken, ändert nichts am Vorhandensein dieser 

Mängel. Bedenklich ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin trotz der nachvollziehbaren und aus-

führlichen Darlegungen der Vorinstanz und der vorliegenden Beweise hinsichtlich der festgestellten 

Mängel nicht einsichtig ist und keinerlei Bereitschaft zeigt, ihre Verhaltensweise zu ändern. Vielmehr 

verweist die Beschwerdeführerin wiederholt auf ihre 38-jährige Erfahrung im Bereich der Igelpflege 

und darauf, dass sie eben stets zum Wohl der Tiere gehandelt habe. Eine korrekte und sichere Be-

handlung der Tiere kann durch die Beschwerdeführerin nicht sichergestellt werden. Entsprechend ist 

die Beschwerdeführerin somit gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG nicht in der Lage, Tiere pflichtge-

mäss zu pflegen (vgl. auch BGer 2C_122/2019, E. 5.4).  

6.3 

Auch wenn die Voraussetzung für die Anordnung einer Verwaltungsmassnahme grundsätzlich erfüllt 

ist, muss diese dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit entsprechen. Dieser erfordert, dass die Ver-

waltungsmassnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und 

erforderlich sind. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den 

Belastungen stehen, die den Privaten auferlegt werden (ULRICH HÄFELIN, GEORG MÜLLER, FELIX UHL-

MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514; Art. 5 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV]; § 3 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG] vom 4. Dezem-

ber 2007).  

 

 21 von 23
 

6.3.1. 

Das mit der angefochtenen Verfügung und insbesondere dem Pflegeverbot für Igel verfolgte öffentli-

che Interesse ist die Gewährleistung des Tierschutzes, welcher bereits in der Bundesverfassung ver-

ankert ist (vgl. Art. 80 BV). Ein öffentliches Interesse an der Massnahme liegt somit vor, erweisen 

sich doch die festgestellten Mängel in der Igelpflegestation als teilweise schwerwiegende Verletzun-

gen des Tierwohls. Mit dem Igelpflegeverbot wird sichergestellt, dass die Verletzungen nicht wieder-

holt werden. Das Igelpflegeverbot ist offensichtlich auch geeignet, das öffentliche Interesse der Wah-

rung des Tierwohls zu gewährleisten.  

6.3.2. 

Zu prüfen bleibt, ob das Pflegeverbot auch erforderlich war oder ob ein milderes Mittel zur Verfügung 

gestanden hätte, welches gleich geeignet wäre, das angestrebte Ziel, nämlich den Schutz der Igel, 

zu erreichen. Der zuständigen Behörde kommt ein erheblicher Ermessensspielraum zu bei der Beur-

teilung, welche Massnahmen im Einzelfall am zweckmässigsten sind (vgl. BGer 2C_804/2018 vom 

11. März 2019, E. 2.2). Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass der Entzug der Ausnahmebewilligung 

in Kombination mit einem Pflegeverbot notwendig ist. Sie begründet, das Pflegeverbot solle verhin-

dern, dass die Beschwerdeführerin in einer anderen Igelpflegestation Igel betreuen kann (vgl. Be-

schwerdeantwort, S. 9, act. 30). Es stellt sich die Frage, ob ein solches Pflegeverbot erforderlich ist, 

da jede Igelpflegestation über eine entsprechende Ausnahmebewilligung verfügen muss, welche sie 

nur erhält, wenn sie das erforderliche Fachwissen aufweisen kann. Insofern könnte eingewendet 

werden, dass die Beschwerdeführerin, würde sie in einer anderen Igelpflegestation arbeiten, unter 

der Aufsicht und Kontrolle der die Pflegestation leitenden Person stehen würde. Angesichts der lang-

jährigen Erfahrung der Beschwerdeführerin ist jedoch nicht auszuschliessen, dass ihr auch in einer 

anderen Igelpflegestation viel Freiraum bei der Pflege der Igel gelassen würde. Aufgrund der vielen 

vorgängig dargelegten Mängel bei der Tierpflege und beim Betrieb der Igelstation bestünde gerade 

angesichts der Uneinsichtigkeit der Beschwerdeführerin eine erhebliche Gefahr, dass sie sich erneut 

fehlverhalten würde. Insofern lässt sich ohne Pflegeverbot nicht ausreichend ausschliessen, dass 

sich die festgestellten Mängel bei der Behandlung der Igel wiederholen. Die Schlussfolgerung der 

Vorinstanz, die Wiederholung der festgestellten Mängel könne nur mit einem Pflegeverbot effektiv 

verhindert werden, ist somit nachvollziehbar. Der blosse Entzug der Ausnahmebewilligung wäre so-

mit nicht gleich geeignet wie ein Pflegeverbot, um die Beachtung des Tierwohls zu garantieren. Das 

von der Vorinstanz ausgesprochene Pflegeverbot ist daher in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden. 

Weiter ist im Sinne der Verhältnismässigkeit zu prüfen, ob bereits die Androhung eines Igelpflegever-

bots ausreichend wäre (vgl. BGer 2C_737/201 vom 18. Juni 2011, E. 4.2). Vorgängig ist einlässlich 

dargelegt worden, dass sich die Beschwerdeführerin in Bezug auf die in ihrer Igelstation festgestell-

ten Mängel und die Notwendigkeit von Anpassungen und Änderungen bei der Behandlung und 

Pflege von Igeln in keiner Art und Weise einsichtig zeigt. Die blosse Androhung eines Pflegeverbots 

würde nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sich die Adressatin der bestehenden Mängel be-

wusst wäre und eine Bereitschaft für Verbesserungen zeigen würde. Dies ist jedoch nicht der Fall. 

Das von der Vorinstanz verfügte, auf Igel beschränkte Pflegeverbot ist daher vorliegend das mildeste 

geeignete Mittel. 

Nicht zu hören ist die Beschwerdeführerin mit ihrer vorgebrachten Erwartung, die Vorinstanz hätte 

sie bei der Behebung der Mängel begleiten und unterstützen müssen (vgl. Beschwerde, S. 6, 

act. 17). Sie verkennt, dass es grundsätzlich ihre alleinige Pflicht gewesen wäre, die festgestellten 

Mängel zu beheben. Zwar wäre es wohl nicht ausgeschlossen gewesen, dass die Vorinstanz die Be-

schwerdeführerin beratend unterstützt hätte. Dies hätte jedoch eine entsprechende Anfrage der Be-

schwerdeführerin vorausgesetzt. Eine solche ist vorliegend weder ersichtlich noch behauptet. Eine 

Begleitung und Unterstützung durch die Vorinstanz würde im Übrigen bedingen, dass die Beschwer-

deführerin die Mängel bei der Führung der Igelstation anerkennen und Bereitschaft zu Änderungen 

zeigen würde. 

 

 22 von 23
 

6.3.3. 

Nachdem es sich beim Pflegeverbot demnach um das mildeste geeignete Mittel zur Erreichung des 

verfolgten öffentlichen Interesses handelt, ist eine Abwägung der beteiligten Interessen vorzuneh-

men. Es besteht ein hohes Interesse an einer tiergerechten Haltung sowie am Schutz des Wohlerge-

hens der Tiere. Die Beschwerdeführerin macht zwar wiederholt geltend, die von ihr geführte Igelpfle-

gestation liege im öffentlichen Interesse des Tierwohls und des Tierschutzes, da sie helfe, die be-

drohten Igel zu schützen. Die festgestellten und teilweise schwerwiegenden Mängel zeigen jedoch, 

dass die Beschwerdeführerin diesen Schutz gerade nicht gewährleisten kann. Infolgedessen über-

wiegt das öffentliche Interesse an der Gewährleistung des Schutzes der Tiere und ihres Wohlerge-

hens offensichtlich gegenüber ihrem Bedürfnis, weiterhin Igel pflegen zu dürfen. 

7. Entzug der aufschiebenden Wirkung 

Eine Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, wenn nicht aus wichtigen Gründen im angefochtenen 

Entscheid oder durch besondere Vorschrift etwas anderes bestimmt wird (§ 46 Abs. 1 VRPG). Ge-

mäss § 46 Abs. 2 VRPG prüft die Beschwerdeinstanz oder das ihr vorsitzende Mitglied, ob eine ge-

genteilige Anordnung oder andere vorsorgliche Massnahmen zu treffen sind. 

Wie vorstehend ausgeführt, wurden diverse, teilweise schwerwiegende Verstösse der Beschwerde-

führerin gegen das Tierwohl festgestellt. Das ausgesprochene und zu bestätigende Pflegeverbot soll 

verhindern, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Igel pflegt und sich die festgestellten Verstösse 

wiederholen. Dies ist nicht wirksam möglich, wenn das Inkrafttreten des Pflegeverbots durch eine 

Beschwerdeerhebung hinausgezögert werden könnte. Ansonsten könnte die Beschwerdeführerin 

nämlich bis zu einem rechtskräftigen Entscheid weiterhin in der Igelpflege arbeiten, was – wie gese-

hen – eine Gefährdung des Tierwohls darstellen würde. Aus denselben Gründen wurde im Übrigen 

bereits der Beschwerde an den Regierungsrat die aufschiebende Wirkung entzogen. Insofern ist es 

nur folgerichtig, auch einer allfälligen Beschwerde ans Verwaltungsgericht die aufschiebende Wir-

kung zu entziehen. Entsprechend wird einer allfälligen Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Dis-

positivziffer 1 dieses Entscheids die aufschiebende Wirkung entzogen. 

8. Fazit und Kosten 

Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung der Akten kommt der Regierungsrat zum Schluss, 

dass die Beschwerde hinsichtlich des Entzugs der Ausnahmebewilligung vom 19. Februar 2018 auf-

grund mangelnden aktuellen Rechtsschutzinteresses gegenstandslos geworden ist. 

Das der Beschwerdeführerin auferlegte Pflegeverbot für Igel hat die Vorinstanz zu Recht erteilt. Die 

festgestellten und dokumentierten Mängel zeigen, dass die Beschwerdeführerin ihre Kompetenzen 

zum Teil massiv überschritten hat. Weiter wurden Fehler im Umgang mit Tierarzneimitteln sowie 

Mängel bei der Infrastruktur der Igelpflegestation festgestellt. Schliesslich hat die Beschwerdeführe-

rin gegen verschiedene Auflagen der Ausnahmebewilligung verstossen.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (§ 31 Abs. 2 

VRPG). Parteikosten sind keine zu ersetzen (§ 32 Abs. 2 und § 29 VRPG). 

Beschluss 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit diese nicht gegenstandslos geworden ist. 

  

 

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2. 

Die Kosten des Verfahrens vor dem Regierungsrat, bestehend aus einer Staatsgebühr von 

Fr. 3'500.– sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen von Fr. 359.40, insgesamt Fr. 3'859.40, wer-

den der Beschwerdeführerin A._____ auferlegt. Abzüglich des bereits geleisteten Kostenvorschus-

ses von Fr. 2'000.– hat die Beschwerdeführerin somit noch Fr. 1'859.40 zu bezahlen. 

3. 

Die Ausrichtung einer Parteientschädigung entfällt. 

4. 

Einer allfälligen Beschwerde gegen Dispositivziffer 1 dieses Entscheids wird die aufschiebende Wir-

kung entzogen.