# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec0f84dc-e2db-5a2c-a5f6-faaaaf7ee59f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 04.06.2021 510 21 3 (510 2021 3)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-21-3_2021-06-04.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 4. Juni 2021 (510 21 3) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Qualifikation als Liegenschaftsunterhalt    

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter J. Felix (Ref.), 
Dr. L. Schneider, S. Schmid, M. Angehrn, Gerichtsschreiber i.V.  
J.-P. Stoll 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Treuhandbüro Wyss AG, Herr A. Wyss,  
Hauptstrasse 55, 4147 Aesch, 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2017 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 

 

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Steuererklärung der Staatssteuer 2017 vom 4. April 2019 deklarierte der Pflichtige Liegen-

schaftsunterhaltskosten für Liegenschaften innerhalb des Kantons Basel-Landschaft in Höhe 

von Fr. 113'828.-- und ein steuerbares Einkommen von Fr. 132'534.--. 

 

Mit Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019 kürzte die Steuerverwaltung die steuerlich ab-

zugsfähigen Liegenschaftsunterhaltskosten auf Fr. 4'704.-- und setzte das steuerbare Einkom-

men auf Fr. 259’608.-- fest. Als Bemerkung wurde angefügt, dass sich in den Steuerakten ledig-

lich eine Aufstellung über die effektiven Liegenschaftsunterhaltskosten mit ungenauen Angaben 

über die Ausführungsart befände. Kosten für Umgebungsarbeiten und eine komplette Neuge-

staltung mit Stützmauern und Teich seien nicht abzugsfähig. Mittels Einsprache könne der ef-

fektive Liegenschaftsunterhalt nochmals beantragt werden, wobei sämtliche Rechnungen bei-

gefügt werden müssten. Ferner müsse die Gleichwertigkeit des Ersatzes mit Vorher-Nachher-

Fotos nachgewiesen werden. Ausserdem sei die Bezeichnung «Baumaterial» zu wenig aussa-

gekräftig, um zu beurteilen, ob die Materialien für wertvermehrende oder werterhaltende Bauten 

benötigt worden seien. Deshalb sei ein klärender Hinweis zu jedem Posten nötig. Aus diesem 

Grund würden vorerst nur die pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten anerkannt. 

 

 

B. 

Am 26. Juli 2019 erhob die Vertreterin des Pflichtigen Einsprache und beantragte u.a., dass der 

Liegenschaftsunterhalt gemäss Deklaration mit Fr. 113'828.-- und aufgrund noch weiterer auf-

getauchter Rechnungen im Umfang von Fr. 18'761.90 mit 80% zum Abzug zugelassen werde. 

Normalerweise erhalte man von der Steuerverwaltung ein Schreiben, wonach die Rechnungen 

des Liegenschaftsunterhalts nachgereicht werden müssten. Hier sei jedoch direkt veranlagt 

worden und sämtliche Liegenschaftsunterhaltskosten seien aufgerechnet worden. Es sei ver-

wunderlich, dass die Abweichungsbegründung einerseits von einer kompletten Neugestaltung 

mit Stützmauern und Teich ausgegangen sei, aber andererseits Vorher-Nachher-Fotos verlangt 

werden würden. Weiter sei es befremdlich, dass der zuständige Sachbearbeiter jegliche Korrek-

tur oder Verhandlung aufgrund der per E-Mail nachgereichten Unterlagen abgelehnt hätte. Mit 

den nun beigelegten Fotos, Rechnungskopien sowie der Gebäudeversicherungspolice werde 

dargelegt, dass der Weidestall in der Gebäudeversicherung mitberücksichtigt sei, weshalb Un-

terhaltsarbeiten im Zusammenhang mit dem Weidestall abzugsfähig seien, sowie dass der Er-

satz der Stützmauern zur Hangsicherung erforderlich gewesen und auch von der Gemeinde 

B.____ zur Senkung des Hochwasserrisikos auferlegt worden sei. Den Fotos sei auch zu ent-

nehmen, dass die Erneuerung des Vorplatzes gemäss Merkblatt zu Liegenschaftsunterhalt, 

Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen sowie Denkmalpflege vollum-

fänglich abzugsfähig sei. Mit einem Anteil von 20% werde den wertvermehrenden Arbeiten 

(teilweise etwas höhere Stützmauern, Erneuerung Teich, etc.) und den nicht abzugsfähigen 

Kosten (Humus, etc.) entsprechend Rechnung getragen. Somit sei der Liegenschaftsunterhalt 

 
 
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gemäss Deklaration zu veranlagen. Die zusätzlichen Rechnungen seien ebenfalls mit 80% zu 

berücksichtigen. 

 

Mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 ersuchte die Steuerverwaltung um weitere Unterlagen 

betreffend die Stützmauern, die das Hochwasserrisiko aufgrund des Baches senken würden. 

Am 2. November 2020 reichte die Vertreterin des Pflichtigen ein Schreiben des Bauinspektorats 

Basel-Landschaft nach. Per E-Mail vom 23. November 2020 wurde noch eine fehlende Rech-

nung nachgereicht, welche die Steuerverwaltung einverlangt habe. 

 

Mit Entscheid vom 1. Dezember 2020 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache hinsichtlich 

des Liegenschaftsunterhalts teilweise gut. Ausser bei den eingefallenen Mauern, Stützmauern 

und dem Ersatz des Teerbelags des Vorplatzes handle es sich aber hauptsächlich um Verbes-

serungen und nicht um einen Ersatz oder eine Wiederherstellung des bisherigen Zustands.  

Einige zusätzliche Zufahrtswege, Vorplätze, Sitzplätze, Mauern sowie der Teich seien erstellt 

worden. Nach der Beurteilung der Steuerverwaltung diene die Böschungsmauer gemäss Beila-

ge 6.1 nicht dazu, Schäden vom bestehenden Wohnhaus abzuwehren. Wenn keine genaue 

Zuordnung der Kosten möglich oder keine sachgerechte Aufteilung durch den Pflichtigen erfolgt 

sei, rechtfertige es sich, eine pauschale Quote als Unterhalt zu qualifizieren. Aufgrund der um-

fangreichen Umgebungsarbeiten, den diversen Belegen für Materialkosten und den pauschalen 

Kosten der Bauleitung sei keine konkrete Zuordnung für den Ersatz der Zufahrt und den einge-

brochenen oder in Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz stehenden Mauern möglich. 

Ausserdem könne nicht beurteilt werden, ob in den Vorjahren oder Folgejahren ebenfalls Un-

terhaltsarbeiten aufgeführt worden seien. Ermessensweise werde ein Anteil von Fr. 32'210.-- 

(1/5 von Fr. 161'046.85) als steuerlich abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt (Anteil Zufahrt, 

Mauern, Objektschutzmassnahmen) anerkannt. Der gekürzte Liegenschaftsunterhaltsabzug 

werde entsprechend von Fr. 4'704.-- auf Fr. 32'704.-- erhöht. 

 

 

C. 

Mit Eingabe vom 4. Januar 2021 erhebt die Vertreterin des Pflichtigen Rekurs und begehrt, 

dass der Liegenschaftsunterhalt gemäss der detaillierten Aufstellung in Höhe von 

Fr. 128'086.95 zum Abzug zugelassen werde. Als Begründung wird angeführt, mittels der ein-

gereichten Rechnungen könne festgestellt werden, dass es sich bei den Materiallieferungen um 

Mörtel, Bruchsteine, Zement, Bodenplatten etc. handle, die die Einfahrt, die Untermauerung 

sowie die Stützmauer des Weidestalls betreffen würden. Teile des Materials für den neuen Bo-

denbelag im Weidestall und der Humus seien als wertvermehrend deklariert worden. Die von 

der Firma C.____ in Rechnung gestellten werterhaltenden Arbeiten am Weidestall seien sepa-

rat von den wertvermehrenden Umgebungs- und Teicharbeiten verrechnet worden. Die Firma 

D.____ habe die Kellertreppe ersetzt und die Firma E.____ habe die bestehende Aussentreppe 

neu gefliest. Diese Kosten seien ebenfalls als werterhaltend aufgeführt. Auch die Enthärtungs-

anlage inklusive Inbetriebnahme seien als wertvermehrend deklariert worden. Das Bauleitungs-

honorar sei anhand der wertvermehrenden und werterhaltenden Kosten anteilsmässig aufgeteilt 

worden. Das Architektenhonorar sei je hälftig zugeordnet worden. 

 
 
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Mit Vernehmlassung vom 27. April 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung des 

Rekurses und verweist zur materiellen Begründung auf den Einspracheentscheid vom 

1. Dezember 2020. Ergänzend wird festgehalten, dass die Vorbingen des Rekurrenten allge-

mein gehalten und damit pauschaler Natur seien. Die tabellarische Auflistung der geltend ge-

machten Rechnungen, bei denen keine Bezeichnung des Gegenstands, sondern teilweise  

lediglich eine Artikelbezeichnung ohne weitere Abzugsbegründung aufgeführt sei, genüge dem 

Beweiserfordernis nicht. Es sollte auch nicht die Aufgabe des Gerichts sein, anhand einer Ta-

belle ohne klare Bezeichnung der Gegenstände über deren Abzugsfähigkeit zu befinden. Das 

sei die Aufgabe des Rekurrenten. Überhaupt stehe die Eintretensfrage im Raum, da fraglich sei, 

ob der Substantiierungspflicht in diesem Punkt in gehöriger Weise nachgekommen worden sei. 

Die Fotos liessen den Schluss zu, dass offensichtlich mehr gemacht worden sei als bloss eine 

Instandstellung. Es gäbe zudem diverse Unstimmigkeiten bei den eingereichten Rechnungen: 

Die Rechnungen der C.____ (F.____) würden keine Firmenadresse oder MWST-Nummer auf-

weisen und die beteiligten Mitarbeiter würden nicht namentlich genannt, der Kaufpreis eines 

Dumper Kipper, welcher F.____ erworben hätte, werde unter den Unterhaltskosten angegeben 

und diverse Rechnungen seien an die G.____ AG oder an F.____ adressiert. Aufgrund dieses 

Durcheinanders von Rechnungsadressaten und ausgeführten Arbeiten dürfe es nicht Aufgabe 

der Steuer- und Steuerjustizbehörden sein, dieses zu entflechten und eine saubere Aufstellung 

vorzunehmen. Der Rekurs sei deshalb abzuweisen. 

 

An der heutigen Verhandlung halten die Parteien an ihren Begehren fest. 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

1.1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- 

und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekur-

ses zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie 

im vorliegenden Fall Fr. 10'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richte-

rinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. 

 

1.2. Die Steuerverwaltung bringt vor, dass zunächst fraglich sei, ob der Rekurrent seiner Sub-

stantiierungspflicht in gehöriger Weise nachgekommen sei und das Steuergericht auf den Re-

kurs überhaupt eintreten könne. Das Vorliegen von Sachurteilsvoraussetzungen wie der Sub-

stantiierungspflicht wird vom Amtes wegen geprüft. Sind diese erfüllt, spricht sich das Gericht 

über die Begründetheit oder Unbegründetheit des in Frage stehenden Begehrens aus. Sind sie 

jedoch nicht erfüllt, fehlt es also an einer Sachurteilsvoraussetzung, so tritt die Behörde auf ein 

Begehren nicht ein und fällt einen Nichteintretensentscheid (vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/ 

THURNHERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Grundlagen und Bundesrechtspflege, 

 
 
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3. Aufl., Basel 2014, Rn. 1036). In formellrechtlicher Hinsicht wird verlangt, dass sich die Re-

kursschrift dazu äussert, weshalb der angefochtene Entscheid abzuändern sei, und sie muss 

erkennen lassen, mit welchen Überlegungen der Antrag gestellt wird (vgl. Urteil des Bundesge-

richts [BGer] 2C_32/2010 vom 20. Mai 2010, E. 1.3). Weiter setzt die Substantiierungspflicht 

voraus, dass die zugrundeliegenden Tatsachen in Bezug auf ihren Bestand und Umfang nach-

gewiesen werden müssen. Als substantiiert gilt eine Sachverhaltsdarstellung, welche hinsicht-

lich Art, Motiv und Rechtsgrund alle Tatsachenbehauptungen enthält, die - ohne weitere Unter-

suchungen, aber vorbehaltlich der Beweiserhebung - die rechtliche Würdigung der geltend ge-

machten Steuerminderungen erlaubt (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zür-

cher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 2013, § 221 N 16). 

 

Hierzu ist anzuführen, dass in der Rekursschrift eine im Vergleich zur Einsprache etwas detail-

liertere Sachverhaltsdarstellung erkennbar ist. Auch in der überarbeiteten tabellarischen Rech-

nungsübersicht ist nun erkennbar, welches Material für welches Objekt verwendet wurde. Inso-

weit ist das Steuergericht imstande, eine Würdigung der vorliegenden Beweise vorzunehmen 

und sich der materiell zu stellenden Frage, ob es sich um werterhaltenden Liegenschaftsunter-

halt handelt bzw. ob die eingereichten Unterlagen den werterhaltenden Charakter zu beweisen 

vermögen, anzunehmen. Damit ist die dem Rekurrenten obliegende Substantiierungspflicht 

erfüllt und den in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen wurde Genü-

ge getan. Es ist auf den Rekurs einzutreten. 

 

 

2. 

Materiell gilt es nun zu beurteilen, ob die vom Rekurrenten geltend gemachten Aufwendungen 

in Höhe von Fr. 128'086.95 als Liegenschaftsunterhalt zu qualifizieren sind und somit bei der 

Einkommenssteuer zum Abzug gebracht werden können. 

 

2.1. Gemäss § 29 Abs. 1 lit. e StG können die notwendigen Kosten für die Verwaltung des 

Vermögens, dazu bei Liegenschaften die Aufwendungen für den Unterhalt, von den steuerba-

ren Einkünften abgezogen werden. Die Kosten des Unterhalts und der Verwaltung von Grund 

und Boden können in ihrem tatsächlichen Umfang, jene von Gebäuden, sofern sie nicht zum 

Geschäftsvermögen gehören, nach der Wahl des Steuerpflichtigen für jede Veranlagungsperio-

de entweder in ihrem tatsächlichen Umfang oder in Form einer Pauschale abgezogen werden 

(§ 29 Abs. 2 StG). Werden sie in ihrem tatsächlichen Umfang geltend gemacht, sind sie als 

steuermindernde Tatsachen im Rahmen der Beweislastverteilung von der steuerpflichtigen Per-

son nicht nur zu behaupten, sondern durch substantiierte Sachdarstellung zu beweisen. Die 

Beweislosigkeit wirkt sich dabei zu Ungunsten der steuerpflichtigen Person aus, da sie die Be-

weislast trägt (Urteile des Bundesgerichts [BGE] 140 II 248, E. 3.5; 121 II 273, E. 3c/aa; Urteil 

des Steuergerichts [StGE] vom 22. Mai 2015, 510 14 89, E. 2a, m.w.H.).  

 

Als Aufwendungen für den Unterhalt von Liegenschaften gelten gemäss § 6 des Dekrets vom 

19. Februar 2009 zum Steuergesetz (SGS 331.1) insbesondere die Reparatur- und Erneue-

rungskosten (lit. a), die Prämien für Sachversicherungen, soweit sie sich auf das Gebäude oder 

 
 
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seine Umgebung beziehen (Brand-, Haushaftpflicht-, Wasserschaden-, Glasschadenversiche-

rung usw.; lit. b) und die Verwaltungskosten (lit. c). Bei den Unterhaltskosten handelt es sich 

demgemäss um Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte bezwecken und die 

nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Mit anderen Worten sind 

Unterhaltsarbeiten Aufwendungen, welche ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form und 

Zweckbestimmung unverändert weiterbestehen lassen; es werden einzig die mangelhaften Tei-

le ersetzt oder instand gestellt (StGE vom 22. Mai 2015, 510 14 89, E. 2b, m.w.H.).  

 

Nicht abzugsfähig sind die Aufwendungen für die Anschaffung und die Verbesserung von Ver-

mögensgegenständen (§ 29 Abs. 3 StG), also diejenigen Aufwendungen, welche zur Wertver-

mehrung eines Grundstückes führen. Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertver-

mehrung erfolgt nach objektiv-technischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grund-

stück in einen besseren Zustand versetzen, z.B. ein Haus in den Rang eines besser ausgestat-

teten, wertvolleren Gebäudes aufrücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Auf-

wendungen für die Instandstellung oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer ei-

gentlichen Neueinrichtung gleichkommen, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig. 

Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden Aufwendun-

gen hat die Rekursgegnerin im Merkblatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, 

Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, Denkmalpflege“, Stand 1. Januar 2020, einen nicht ab-

schliessenden Katalog aufgestellt (StGE vom 22. Mai 2015, 510 14 89, E. 2d, m.w.H.). 

 

2.2. Konkret gilt es zu erörtern, ob die vom Rekurrenten ins Recht gelegten Dokumente rechts-

genüglich nachweisen können, ob werterhaltende Liegenschaftsunterhaltsarbeiten in Höhe von 

Fr. 128'086.95 geleistet wurde: Als steuermindernde Tatsache obliegt es dem Rekurrenten, den 

Nachweis entsprechender Arbeiten zu erbringen. Gelingt ihm dies nicht, so geht die Beweislo-

sigkeit zu seinen Lasten. 

 

Die vom Rekurrenten ins Recht gelegte Tabelle ist eine Übersicht über die ebenfalls in den Ak-

ten befindlichen Rechnungen. Auf ihr sind jeweils die Rechnungsdaten, die Lieferanten, die Ar-

beitsgattung, der Betreff, die Rechnungsbeträge sowie eine Zuteilung, ob die Arbeiten werter-

haltend oder wertvermehrend gewesen seien, ersichtlich. Bei den insgesamt 68 Rechnungen 

handelt es sich einerseits um Belege über Materialeinkäufe, die mehrheitlich vom Rekurrenten 

selbst getätigt wurden, und andererseits um Rechnungen von Dritten über geleistete Arbeiten. 

Letztere führen meist pauschale Dienstleistungen wie «Wiederinstandsetzung der Umgebung 

(Parkplatz, Einfahrt und Garten)», «Muldenservice», «Spitz- und Plattenarbeiten» oder «Holz-

bauarbeiten» auf.  

 

2.3. Es ist überdies festzustellen und es wird sodann auch nicht bestritten, dass zusammen mit 

den vom Rekurrenten als Liegenschaftsunterhalt deklarierten Arbeiten auch Umgebungsarbei-

ten vorgenommen wurden. Diese beinhalten insbesondere die Neuanlegung eines Teiches und 

die Erstellung von diversen Kieswegen sowie Sitzplätzen. Umgebungsarbeiten sind bei der Ein-

kommenssteuer des Kantons Basel-Landschaft nicht abzugsfähig, da sich der Umschwung 

nicht im Eigenmietwert niederschlägt (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 

 
 
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22. Januar 2014, publ. in: Basellandschaftliche Steuerpraxis [BLStPra], Band XXII, Heft 2, 

S. 62 ff.). 

 

2.4. Aus den Rechnungen erschliesst sich jedoch verschiedentlich nicht, welche Arbeiten konk-

ret ausgeführt wurden. So fehlt es beispielsweise an detaillierten Baubeschrieben oder Arbeits-

rapporten, die erkennen lassen, in welcher Art und Weise der Weidestall instandgesetzt wurde. 

In Anbetracht der Aussage des Rekurrenten, es sei eine umfassende Renovation des Weide-

stalls vorgenommen worden, würde sich auch die Frage des wirtschaftlichen Neubaus (vgl. 

BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2016, E. 2.4.1.) oder zumindest die der nicht abzieh-

baren funktionalen Verbesserung des Weidestalls (vgl. § 29 Abs. 3 StG) stellen. Auch die 

Rechnungsbeilagen der C.____, betitelt mit «Beschreibung der verschiedenen Arbeiten», liefern 

keinen Aufschluss darüber, welche spezifischen Arbeiten geleistet wurden, sondern nur wie 

viele Stunden an den jeweiligen Tagen gearbeitet worden sei. Mittels der eingereichten Rech-

nungen und der zur Übersicht dienenden Tabelle kann somit einzig nachvollzogen werden, wel-

chem Objekt die betreffende Arbeit oder das betreffende Material zugeführt wurde. Es ist dage-

gen nicht ersichtlich, ob und inwieweit die Position einen werterhaltenden Beitrag zugunsten der 

Liegenschaft geleistet haben soll, zumal bei so umfangreichen Arbeiten wie im vorliegenden 

Fall immer auch eine gewisse wertvermehrende Komponente in Bezug auf Wert und Qualität 

miteinbezogen ist (vgl. BGer 2C_674, 675/2014 vom 11. Februar 2014, E. 4.2). Des Weiteren 

bleibt offen, ob Teile des für den Liegenschaftsunterhalt deklarierten Material nicht auch für die 

oben genannten Umgebungsarbeiten verwendet wurde, da die Aufstellung des Rekurrenten für 

letztere Arbeiten kaum Material ausweist, was wenig plausibel erscheint. Der Nachweis, dass 

der gesamte geltend gemachte Betrag von Fr. 128'086.95 effektiver Liegenschaftsunterhalt ge-

wesen sein soll, wurde bei dieser Sachlage mithin nicht erbracht.  

 

2.5. Nichtsdestotrotz ist den gesamthaft erbrachten Arbeiten ein gewisser werterhaltender Anteil 

erfahrungsgemäss nicht abzusprechen. Gerade bei umfangreichen Vorhaben mit Mischcharak-

ter wie im vorliegenden Fall können bauliche Massnahmen oder Anschaffungen nicht als Gan-

zes entweder dem Liegenschaftsunterhalt oder den wertvermehrenden Aufwendungen zuge-

ordnet werden, da sie Elemente beider Kategorien umfassen. Es ist sodann eine proportionale 

Aufteilung vorzunehmen, wobei die Anteile zu schätzen sind (StGE vom 4. Mai 2018, 510 18 9, 

E. 3.5.; BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2016, E. 2.6.; 2C_674, 675/2014 vom 

11. Februar 2014, E. 4.2). In diesem Zusammenhang hat die Steuerverwaltung auch selbst wei-

tere Sachverhaltsabklärungen vorgenommen und den werterhaltenden Anteil schliesslich im 

Rahmen ihres Ermessens auf einen Fünftel der gesamten Kosten von Fr. 161'046.85, ausma-

chend Fr. 32'210.--, geschätzt. Die Gewährung einer pauschalen Quote dient letztlich dem 

Steuerpflichtigen, denn mangels rechtsgenüglichem Beweis wäre bei einer strengen Anwen-

dung der Beweislastverteilung im Steuerrecht kein Teilbetrag als werterhaltender Liegen-

schaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen. Das Steuergericht kommt zum Schluss, dass aufgrund 

der Rechnungen, der Fotos und den weiteren Unterlagen, die bereits im Einspracheverfahren 

vorlagen, die ermessensweise Schätzung des Liegenschaftsunterhalts durch die Steuerverwal-

tung nicht zu beanstanden ist. Der Rekurs erweist sich demnach als unbegründet. 

 

 
 
Seite 8   

 

3. 

Nach dem Ausgeführten ist der Rekurs abzuweisen. 

 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei in an-

gemessenem Ausmass aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 

16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungspro-

zessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde der Rekurs abgewiesen, weshalb die Ge-

richtskosten in Höhe von Fr. 2'000.-- dem Rekurrenten aufzuerlegen sind. Eine Parteientschä-

digung wird im Unterliegensfall nicht ausgerichtet (§ 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO e contra-

rio). 

 

 

 
 
Seite 9   

Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

4. 

Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. des Rekurrenten (2), die Gemeinde B.____ (1) 

und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

 

 

 

 

 

Gegen dieses Urteil wurde am 27. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 

Verfassungs- und Verwaltungsrecht erhoben.