# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67aecc67-f4ac-5483-a509-b24b023e4b0a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 19.12.2023 SST.2022.240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2022-240_2023-12-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

SST.2022.240 
(ST.2021.53; StA.2020.576) 

 

 

Urteil vom 19. Dezember 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichter Fedier 

Oberrichterin Vasvary 

Gerichtsschreiberin Rosset 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg, 

Riburgerstrasse 4, 4310 Rheinfelden  

 

Privatklägerin   A._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Lea Leiser,  

[…] 

 

 
    

Beschuldigter   B._____,  

geboren am tt.mm.2000, von Aefligen, 

[…] 

verteidigt durch Advokat Christian von Wartburg,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Schändung, sexuelle Handlungen mit einem Kind, Verabreichen 

gesundheitsgefährdender Stoffe an ein Kind 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 31. Mai 2021 erhob die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg 

Anklage gegen den Beschuldigten wegen Schändung gemäss Art. 191 

StGB, sexueller Handlungen mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 4 StGB und Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an ein 

Kind gemäss Art. 136 StGB.  

 

2. 

Mit Urteil vom 31. März 2022 sprach das Bezirksgericht Rheinfelden den 

Beschuldigten von Schuld und Strafe frei und wies die Zivilklage der 

Privatklägerin ab. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 27. September 2022 beantragte die 

Privatklägerin, der Beschuldigte sei im Sinne der Anklage schuldig zu 

sprechen und zu bestrafen. Weiter beantragte sie, dass ein lebenslanges 

Tätigkeitsverbot anzuordnen und der Beschuldigte zu verpflichten sei, ihr 

einen Schadenersatz von Fr. 901.40 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Januar 2020 

sowie eine Genugtuung von Fr. 15'000.00 zu bezahlen.  

 

3.2. 

Am 18. Oktober 2022 bezahlte die Privatklägerin die von ihr mit Verfügung 

vom 29. September 2022 einverlangte Sicherheitsleistung von 

Fr. 4'000.00.  

 

3.3. 

Mit Eingabe vom 25. Oktober 2022 beantragte der Beschuldigte, auf die 

Berufungsanträge der Privatklägerin zur Strafe sowie zum lebenslangen 

Tätigkeitsverbot sei nicht einzutreten.  

 

3.4. 

Am 12. Dezember 2022 reichte die Privatklägerin vorgängig zur 

Berufungsverhandlung eine schriftliche Berufungsbegründung ein. 

 

3.5. 

Mit vorgängiger Berufungsantwort vom 24. Februar 2023 beantragte der 

Beschuldigte, die Berufung der Privatklägerin sei vollumfänglich 

abzuweisen.  

 

3.6. 

Am 12. April 2023, 17. Mai 2023 und 7. Juni 2023 reichten die Privatklägerin 

und der Beschuldigte freigestellte Stellungnahmen ein. 

 

 - 3 - 

 

 

3.7. 

Die Berufungsverhandlung fand am 19. Dezember 2023 statt. Die 

Privatklägerin A._____ änderte ihre bereits gestellten Anträge 

dahingehend ab, als dass sie nur noch an den Rechtsbegehren betreffend 

die Schuldsprüche und damit einhergehend einer angemessenen Strafe 

und den Zivilforderungen festhielt. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Privatklägerin A._____ hat mit Berufung einen Schuldspruch gemäss 

Anklage beantragt. Nachdem das Verabreichen gesundheitsgefährdender 

Stoffe an ein Kind der Anklage zufolge ausschliesslich zum Nachteil von 

D._____ begangen worden sein soll, wurde A._____ diesbezüglich nicht 

unmittelbar in ihren Rechten verletzt, weshalb sie nicht beschwert ist und 

den vorinstanzlich ergangenen Freispruch vom vorgenannten Vorwurf nicht 

anfechten kann. Diesbezüglich ist auf die Berufung nicht einzutreten. 

 

Sodann kann A._____ als Privatklägerin einen Entscheid allein hinsichtlich 

der ausgesprochenen Sanktion zwar nicht anfechten (Art. 382 Abs. 2 

StPO). Richtet sich ihre Berufung – wie vorliegend – aber gegen einen 

Freispruch, muss das Berufungsgericht im Falle der Gutheissung der 

Berufung der Privatklägerin auch dann eine dem Schuldspruch 

entsprechende Sanktion ausfällen, wenn die Staatsanwaltschaft keine 

Berufung oder Anschlussberufung erhoben hat (BGE 139 IV 84). Dabei ist 

das Berufungsgericht nicht an die mit Anklage, Berufung oder 

Anschlussberufung gestellten Anträge zum Strafmass gebunden. Mithin 

kommt es auf die von A._____ mit Berufungserklärung gestellten Anträge 

zum Strafmass in der vorliegenden Konstellation gar nicht an und der 

Beschuldigte ist dadurch auch nicht beschwert. 

 

Die Privatklägerin hat an ihrem Antrag, es sei ein lebenslängliches 

Tätigkeitsverbot auszusprechen, zurecht nicht festgehalten. Hinsichtlich 

dieser Massnahme, die – anders als z.B. eine Friedensbürgschaft oder ein 

Kontaktverbot – nicht dem unmittelbaren Schutz der rechtlich geschützten 

Interessen der Privatklägerin dient, kann allein die Staatsanwaltschaft ein 

Rechtsmittel einlegen (vgl. BÄHLER, in: Basler Kommentar StPO, 3. Auflage 

2023, N. 10 zu Art. 382 StPO). 

 

2.  

2.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten vom Vorwurf der Schändung 

freigesprochen.  

 

 - 4 - 

 

 

Die Privatklägerin beantragt mit Berufung, der Beschuldigte sei der 

Schändung gemäss Art. 191 StGB schuldig zu sprechen 

(Berufungserklärung S. 2). Der Beschuldigte beantragt, die Berufung der 

Privatklägerin sei vollumfänglich abzuweisen (Berufungsantwort S. 1).  

 

2.2. 

Die Anklage wirft dem Beschuldigten zusammenfassend vor, sich der 

Schändung gemäss Art. 191 StGB schuldig gemacht zu haben, indem er 

am 3. November 2019 ab ca. 00.30 Uhr in einem Schlafzimmer der 

Wohnung eines Verwandten am […]weg […] in Rheinfelden A._____ 

geküsst, sie an deren Vagina massiert, diese ausgezogen und mit ihr den 

Geschlechtsverkehr bis hin zum Samenerguss vollzogen habe, obwohl 

diese aufgrund ihres Alkoholisierungsgrades eingeschlafen oder 

ohnmächtig und deshalb nicht dazu in der Lage gewesen sei, in sexueller 

Hinsicht eigenverantwortlich zu entscheiden und zu handeln. A._____ sei 

während der sexuellen Handlungen nicht in der Lage gewesen, ihre 

Wünsche zu äussern und aktiv am Geschehen teilzunehmen. Ihre 

Teilnahme- und Bewegungslosigkeit sei für den Beschuldigten auffallend 

gewesen. Trotzdem habe er wissentlich und willentlich, zumindest 

eventualvorsätzlich, den Geschlechtsverkehr mit ihr vollzogen. A._____ 

habe während des Geschlechtsverkehrs schlimme Schmerzen verspürt, 

was der Beschuldigte bemerkt habe, woraufhin er A._____ mitgeteilt habe, 

langsamer zu machen. Mit dem Geschlechtsverkehr habe er jedoch nicht 

aufgehört (vgl. Anklageziffer I).  

 

2.3. 

Der Schändung gemäss Art. 191 StGB macht sich schuldig, wer eine 

urteilsunfähige oder eine zum Widerstand unfähige Person in Kenntnis 

ihres Zustandes zum Beischlaf, zu einer beischlafsähnlichen oder einer 

anderen sexuellen Handlung missbraucht. Widerstandsunfähig ist, wer 

nicht im Stande ist, sich gegen ungewollte sexuelle Kontakte zu wehren. 

Die Bestimmung schützt somit Personen, die einen zur Abwehr 

ausreichenden Willen zum Widerstand gegen sexuelle Übergriffe nicht oder 

nicht sinnvoll bilden, äussern oder betätigen können. Dabei genügt, dass 

das Opfer nur vorübergehend zum Widerstand unfähig ist. Der Grund kann 

u.a. in Fällen hochgradiger Intoxikation durch Alkohol bestehen. 

Erforderlich ist allerdings, dass die Widerstandsfähigkeit gänzlich 

aufgehoben und nicht nur beeinträchtigt oder eingeschränkt ist. Ist nur die 

Hemmschwelle, z.B. alkoholbedingt, herabgesetzt, liegt keine 

Widerstandsunfähigkeit vor. Bewusstlosigkeit im Sinne eines komatösen 

Zustands wird nicht vorausgesetzt. Missbrauch liegt vor, wenn der Täter 

die Schutzlosigkeit des Opfers ausnützt (BGE 119 IV 230 E. 3a; BGE 133 

IV 49 E. 7.2). 

 

 - 5 - 

 

 

2.4. 

Der Beschuldigte bestreitet nicht, dass es am 3. November 2019 in der 

Wohnung von E._____, dem Cousin des Beschuldigten (Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 21; 41), zum Geschlechtsverkehr mit A._____ 

gekommen ist (UA act. 260; GA act. 65; Protokoll Berufungsverhandlung 

S. 43 ff.). Er macht jedoch geltend, dass die sexuellen Handlungen 

einvernehmlich erfolgt seien und keine Widerstandsunfähigkeit von 

A._____ vorgelegen habe (Plädoyer des Verteidigers an der 

Berufungsverhandlung S. 1 ff.; Protokoll Berufungsverhandlung S. 43 ff.; 

Berufungsantwort S. 3 ff.). Die Privatklägerin A._____ bringt dagegen mit 

Berufung vor, aufgrund des zu sich genommenen Alkohols 

widerstandsunfähig gewesen zu sein, was der Beschuldigte bewusst 

ausgenutzt habe (Berufungsbegründung S. 3).  

 

Hinsichtlich des eigentlichen Kerngeschehens liegen nur die Aussagen des 

Beschuldigten und von A._____ vor, soweit sie gemäss Anklage aufgrund 

ihres Alkoholisierungsgrades nicht eingeschlafen oder ohnmächtig 

gewesen ist. Als weitere Beweismittel liegen die Aussagen der in der 

fraglichen Nacht in der Wohnung ebenfalls anwesenden C._____, bei 

welcher es sich um eine sehr gute Freundin von A._____ handelte, sowie 

D._____, einem Coucousin des Beschuldigten, und diverse Text- und 

Sprachnachrichten vor. Weiter liegt der rechtsmedizinische Befundbericht 

vom 23. März 2020 über die am 4. November 2019 vorgenommene 

körperliche Untersuchung von A._____ vor, welchem jedoch in Bezug auf 

den Vorwurf der Schändung und die Frage einer Widerstandsunfähigkeit 

keine relevanten Angaben entnommen werden können, weshalb nicht 

weiter darauf einzugehen ist (vgl. UA act. 226 ff.). Auch dem Blutalkohol-

Gutachten vom 30. März 2020, welches betreffend die am 4. November 

2019 um 20.00 Uhr und somit ca. 43 Stunden nach dem Vorfall 

durchgeführte Blutentnahme keinen Alkohol im Blut von A._____ 

nachweisen konnte, kann aufgrund des späten Zeitpunkts der Blutabgabe 

nichts beweisrelevantes entnommen werden (UA act. 230).  

 

Gemäss der Anklage soll der Beschuldigte die Schändung am 3. November 

2019 gegen 00.30 Uhr begangen haben. A._____ hat ihren eigenen 

Angaben zufolge nach dem Vorfall noch in der Wohnung, wo sie 

übernachtet hatte, C._____ und sodann gleichentags eine Freundin, ihre 

Schwester sowie ihre Eltern über den Vorfall informiert (UA act. 285 ff.; 

Protokoll Berufungsverhandlung S. 7 ff.). Die Meldung bei der 

Staatsanwaltschaft erfolgte jedoch erst am 13. Februar 2020 und somit 

mehr als drei Monate nach dem Vorfall durch die damalige Vertreterin von 

A._____ (UA act. 245). Ihre erste Befragung erfolgte am 25. Juni 2020 und 

somit beinahe acht Monate nach dem Vorfall in Form einer 

Videoeinvernahme (UA act. 278). Nachdem keine tatnahen Aussagen von 

A._____ zum gesamten Geschehen vorliegen und sodann eine 

alkoholbedingte Widerstandsunfähigkeit geltend gemacht wird, welche 

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betreffend das Kerngeschehen zu einem sogenannten Filmriss und somit 

zum Fehlen von Erinnerungen geführt habe, ist eine Aussagenanalyse 

nicht zielführend. Hinzukommt, dass bei einer erst spät erfolgten ersten 

Einvernahme zahlreiche Sekundäreinflüsse in Form von Gesprächen, 

Beratungen und Therapien möglich sind. Weiter besteht die Möglichkeit 

von autosuggestiven Prozessen, die teilweise auch von aussen 

angestossen werden und ihren Ausgangspunkt häufig in einem schlechten 

psychischen Befinden haben (vgl. VOLBERT, in: Handbuch der 

Rechtspsychologie, 2008, S. 333). Hierzu ist zu berücksichtigen, dass 

Schilderungen, die auf voll ausgebildeten Pseudoerinnerungen beruhen, 

eine ähnlich hohe Qualität erreichen können wie erlebnisbasierte 

Schilderungen. Sind mithin in der Entstehungs- und Entwicklungs-

geschichte der Aussage auto- und/oder fremdsuggestive Prozesse 

begründbar, stellt die Inhaltsanalyse im Einzelfall kein valides Mittel mehr 

zur Verifizierung von Aussagen dar (vgl. SCHILLING/HAUCH, Wahrheit oder 

Lüge – Unterscheidbar?, in: Wahrheit Täuschung und Lüge, 

Schweizerische Arbeitsgruppe für Kriminologie, 2016, Band 33, S. 33). 

A._____ hat angegeben, bereits am Tag des Vorfalls mit zwei Freundinnen 

sowie mit ihrer Familie über das Vorgefallene geredet und vor ihrer ersten 

Einvernahme bereits eine Therapie absolviert zu haben (GA act. 50). Somit 

steht fest, dass der nunmehr im Raum stehende Vorfall inner- als auch 

ausserfamiliär besprochen worden ist. Folglich können weder 

Sekundäreinflüsse noch auto- oder fremdsuggestive Prozesse 

ausgeschlossen werden. Damit sind die Aussagen von A._____ einer 

inhaltlichen Analyse anhand von Realkennzeichen und somit einer 

Überprüfung des Wahrheitsgehalts nicht bzw. nur derart beschränkt 

zugänglich, als dass ausgehend von der Nullhypothese keine Verurteilung 

erfolgen könnte.  

 

2.5. 

2.5.1. 

Für das Obergericht ist erstellt, dass sich der Sachverhalt nicht so 

zugetragen hat, wie er in der Anklage umschrieben wird. Es lässt sich nicht 

erstellen, dass die sexuellen Handlungen nicht einvernehmlich erfolgt sind: 

 

2.5.2. 

Aus den zwischen A._____ und ihrer damals sehr guten Freundin C._____ 

vor dem Treffen versendeten Textnachrichten geht hervor, dass sich 

A._____ wünschte, mit dem Beschuldigten in einer Beziehung zu sein. So 

antwortete sie auf die Nachricht: «stell dir mol vor mir were sone 4 couple 

den» von C._____ mit: «Weisch wie goalssss» (UA act. 96). Weiter 

bezeichnete A._____ den Beschuldigten als «E sau schnegggg» und 

erkundigte sich nach dessen Alter sowie danach, ob er eine Freundin habe 

(UA act. 275). Auch aus einer von A._____ vor dem Treffen an C._____ 

versendeten Sprachnachricht geht hervor, dass Erstgenannte den 

Beschuldigten optisch sehr anziehend fand, bezeichnete sie diesen doch 

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als «parat» und dass dieser ein «Goal» sei, wobei sie jedoch befürchte, 

dass er sie nie nehmen würde, da er über ihrer Liga spiele (UA act. 267 f.). 

Aus den zwischen dem Beschuldigten und A._____ versendeten 

Textnachrichten geht hervor, dass die beiden vor dem Vorfall schriftlich 

miteinander geflirtet haben, haben sie sich doch beispielsweise gegenseitig 

mitgeteilt, dass sie den anderen hübsch finden würden (UA act. 156). Die 

Aussage von A._____, wonach sie vor dem Vorfall mit C._____ besprochen 

habe, dass es lustig wäre, wenn sie beide in derselben Nacht entjungfert 

würden (GA act. 57), führt vor Augen, dass A._____ vor dem Treffen 

grundsätzlich nicht abgeneigt war, mit dem Beschuldigten 

Geschlechtsverkehr zu haben. Dasselbe geht denn auch aus den zwischen 

A._____ und D._____ im Instagram-Chat versendeten Nachrichten hervor. 

So haben die beiden vor dem Treffen bereits besprochen, wie weit A._____ 

in sexueller Hinsicht bereit sei, mit dem Beschuldigten zu gehen. So 

antwortete A._____ auf die Frage von D._____, ob sie denke, dass mehr 

drin liege als ein blosses Herummachen, ob er komplett rein meine, 

woraufhin er klarstellte, dass er einen Blowjob meine (UA act. 152). Dass 

A._____ daraufhin klargestellt hätte, dass sie kein Interesse am 

Beschuldigten sowie an sexuellen Handlungen mit diesem habe, wie sie 

dies anlässlich ihrer ersten Einvernahme geltend gemacht hat (UA 

act. 282), geht in keiner Weise aus den späteren Nachrichten hervor (UA 

act. 153 ff.). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass A._____ 

Interesse am Beschuldigten sowie an einer Beziehung mit diesem hatte 

und grundsätzlich nicht abgeneigt war, mit diesem den Koitus zu vollziehen.  

 

Das Verhalten des Beschuldigten nach dem Treffen vom 2. auf den 

3. November 2019 widersprach jedoch diametral der Erwartung von 

A._____ auf eine ernstgemeinte Beziehung. Aus ihren Aussagen geht 

hervor, dass der Beschuldigte auf sie am Morgen nach dem Vorfall 

aggressiv, wütend, angeekelt und kalt gewirkt habe. Es sei ihr 

vorgekommen, als würde sie wie eine Spinne, etwas Hässliches, behandelt 

werden, die keiner wolle. Als es darum gegangen sei, am Morgen wieder 

nachhause zu fahren, habe der Beschuldigte nicht gewollt, dass sie sich im 

Auto neben ihn setze. Weiter habe sie über D._____ erfahren, dass der 

Beschuldigte in ihrer Abwesenheit gesagt habe, dass sie nicht das Gelbe 

vom Ei und richtig eklig sei. Der Beschuldigte habe gesagt, nachdem er es 

mit A._____ gemacht habe, habe er sie nicht mehr ansehen wollen. Als 

A._____ dies mitbekommen habe, sei es ihr endgültig zu viel gewesen (UA 

act. 286). Der Beschuldigte bestätigte denn auch, sich in den Tagen nach 

dem Treffen nicht mehr bei A._____ gemeldet zu haben, weil er davon 

ausgegangen sei, dass dies ein One-Night-Stand gewesen sei. Er selbst 

habe in dieser Zeit keine feste Freundin gewollt (GA act. 66 f.). In den am 

3. November 2019 ab 17.27 Uhr an C._____ versendeten 

Sprachnachrichten führte A._____ aus, dass es nicht darum gehe, dass es 

passiert sei, sondern wie er, also der Beschuldigte, damit umgehe und dass 

es ihn nicht jucke. Sie mache sich viele Gedanken wegen dem, was im 

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Nachhinein über sie gesagt worden sei. Dies habe ihr Selbstbewusstsein, 

mit welchem sie ohnehin bereits zu kämpfen habe, zerstört. Er habe sie 

ficken wollen, was er geschafft habe, und habe sie dann links liegen lassen 

und gesagt, sie sei hässlich. Das nage an ihrem Selbstbewusstsein. Er 

habe dies nicht machen dürfen, da sie «knöcki», also «knocked-out», 

gewesen sei. Sie habe sich nicht gut bewegen und schon gar nicht wirklich 

reden können. Klar habe sie nicht nein gesagt und klar sei sie selber schuld, 

aber dass er dann so reagiere und nicht unterstützend sei, obwohl er 

gewusst habe, dass es ihr erstes Mal gewesen sei, das verstehe sie nicht 

(UA act. 46, Audioaufnahmen 3 und 5). Diese Nachrichten führen deutlich 

vor Augen, dass keine Widerstandsunfähigkeit von A._____ vorgelegen hat 

und dass der Koitus in ihrem Einverständnis erfolgt ist. Weiter geht daraus 

hervor, dass A._____ sich nach dem Treffen nicht daran störte, dass es 

zum Geschlechtsverkehr mit dem Beschuldigten gekommen war, sondern 

an dessen nachträglichen Verhalten. So war A._____ aufgrund des 

Verhaltens des Beschuldigten nach dem Treffen enttäuscht, entsprach 

dieses doch nicht ihren Erwartungen, verletzte sie in ihren Gefühlen und 

minderte ihr Selbstwertgefühl. Dass A._____ den Geschlechtsverkehr im 

Nachhinein als enttäuschend und verletzend empfunden hat, führt nicht 

dazu, dass deshalb im Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs von einer 

erheblichen Widerstandsunfähigkeit oder einem vom Beschuldigten 

erzwungenen Sexualakt gegen den Willen von A._____ auszugehen wäre. 

 

2.5.3. 

Dass während den sexuellen Handlungen keine gänzlich aufgehobene 

Widerstandsunfähigkeit von A._____ vorgelegen haben kann, ergibt sich 

auch aus ihren widersprüchlichen Aussagen. An der Berufungs-

verhandlung führte sie aus, immer wieder ohnmächtig oder ausser sich 

gewesen zu sein (Protokoll Berufungsverhandlung S. 10). Anlässlich der 

vorinstanzlichen Hauptverhandlung gab sie an, zu wissen, dass sie immer 

wieder das Bewusstsein verloren habe (GA act. 57), während sie an ihrer 

ersten Einvernahme angegeben hatte, sich nicht sicher zu sein, ob sie 

ohnmächtig gewesen sei (UA act. 284). Am 9. November 2019 schrieb sie 

C._____, dass sie nicht ohnmächtig gewesen sei (UA act. 55). Weiter 

erscheint es nicht nachvollziehbar, dass A._____ dem Beschuldigten 

während einer gänzlich aufgehobenen Widerstandsfähigkeit hätte zu 

verstehen geben können, dass sie Schmerzen verspüre, wie sie dies zu 

Protokoll gegeben hat (UA act. 285 f.). Daraufhin habe der Beschuldigte ihr 

gesagt, dass er langsamer machen würde. Sie habe sich dann während 

des Geschlechtsverkehrs überlegt, dass der Schmerz vielleicht nachlassen 

würde, wenn sie sich nicht mehr dermassen anspannen würde. Weiter 

habe sie vom Beschuldigten mitgeteilt bekommen, dass das Kondom 

gerissen sei (UA act. 285). Dass A._____ das durch den Beschuldigten in 

diesem Moment Gesagte noch aufnehmen und in Erinnerung behalten 

konnte und sich sodann zusätzlich ein Vorgehen überlegen konnte, wie sie 

weniger Schmerzen verspüren würde, spricht gegen das Vorliegen einer 

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Widerstandsunfähigkeit. Weiter stellt sich die Frage, wie A._____ nach dem 

Geschlechtsverkehr gemerkt haben soll, dass der Beschuldigte zufrieden 

schlafen gegangen sei, wie sie zu Protokoll gegeben hat (UA act. 295), 

wenn sie aufgrund einer Intoxikation widerstandsunfähig gewesen sein soll. 

Dasselbe gilt betreffend die – der vorgenannten Angabe im Übrigen 

widersprechende – Aussage von A._____, wonach sich der Beschuldigte 

nach dem Geschlechtsverkehr ganz wütend und fast angewidert auf das 

Bett gelegt habe und zu ihr gesagt habe, «Ih, geh weg, du bist zu nah» (GA 

act. 54). 

 

Weiter lässt auch der Umstand, dass A._____ nach dem Vorfall das T-Shirt 

des Beschuldigten angezogen und dieses auch noch nach dem Aufstehen 

am nächsten Morgen, bis zum Zeitpunkt, in welchem der Beschuldigte sein 

T-Shirt zurückverlangt hat, anbehalten hat, Zweifel an ihrer Schilderung des 

Geschehens, wie sie Eingang in die Anklage genommen haben, 

aufkommen. So erstaunt es, dass A._____ das T-Shirt des Beschuldigten, 

welches wohl auch nach diesem roch, am Morgen freiwillig anbehalten hat, 

nachdem sie dieses in der Nacht zuvor angezogen hatte, weil sie eigenen 

Angaben zufolge im Dunkeln nur dieses Kleidungsstück gefunden hatte, 

um sich etwas überzuziehen (UA act. 285 f.; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 9; 17). Im Falle einer Ausnützung der 

Widerstandsunfähigkeit durch den Beschuldigten, wäre ein solches 

Verhalten nicht zu erwarten gewesen. Auch der Umstand, dass A._____ 

am Morgen des 3. November 2019 um 6.33 Uhr der Mutter von C._____ 

eine Nachricht geschickt hat, wonach es ihr und C._____ super gehe (UA 

act. 85), spricht gegen eine zuvor stattgefundene Schändung durch den 

Beschuldigten. 

 

2.5.4. 

Der Beschuldigte hat konstant, schlüssig und nachvollziehbar ausgesagt, 

dass die von ihm unbestritten gebliebenen sexuellen Handlungen mit 

A._____ einvernehmlich waren. 

 

Das Obergericht konnte sich anlässlich der Berufungsverhandlung ein 

eigenes Bild des Beschuldigten sowie von dessen Aussagen machen, 

welche – entgegen dem Vorbringen der Privatklägerin A._____ (Plädoyer 

der Vertreterin an der Berufungsverhandlung S. 13 ff.) – als glaubhaft zu 

qualifizieren sind. Der Beschuldigte hat konstant angegeben, dass der 

Geschlechtsverkehr einvernehmlich stattgefunden habe und dass er 

A._____ davor noch gefragt habe, ob sie noch möge und noch Lust habe, 

was sie bejaht habe. A._____ habe sich unmittelbar vor den sexuellen 

Handlungen noch selber die Zähne geputzt und sei während der 

Zungenküsse gestanden. Im Zimmer habe A._____ C._____ mitgeteilt, 

dass sie die Salatschale, welche C._____ ihr brachte, falls sie erbrechen 

müsse, nicht brauche. Weiter habe sie dem Beschuldigten vor und während 

des Geschlechtsverkehrs mitteilen können, dass sie nicht wolle, dass er 

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das Licht anzünde. Sie habe dies zusätzlich auch noch begründet, indem 

sie angegeben habe, dass sie kein Licht wolle, weil sie scheisse aussehe. 

Als er sein Glied eingeführt habe, habe sie ihm gesagt, dass sie Schmerzen 

empfinde. Während des Koitus habe sie sich aktiv beteiligt und sei nicht 

ohnmächtig gewesen. Nach dem Geschlechtsverkehr habe sie ihn 

gebeten, noch nicht einzuschlafen, um noch miteinander reden zu können. 

Am Morgen nach dem Vorfall habe A._____ Witze darüber gemacht, 

wonach sie es lustig finden würde, wenn sie schwanger sei, weil es 

während des Geschlechtsverkehrs Probleme mit dem Kondom gegeben 

habe (UA act. 260; GA act. 64 ff.). Sodann konnte der Beschuldigte auch 

für das Obergericht nachvollziehbare Gründe dafür angeben, weshalb 

A._____ ihn fälschlicherweise einer Schändung anschuldigen sollte. So 

gab er an, er habe das Gefühl, dass sich A._____ möglicherweise verletzt 

gefühlt habe, weil er nach dem Geschlechtsverkehr habe schlafen wollen, 

anstatt mit ihr zu reden und zu kuscheln und weil er sich nach dem Treffen 

nicht mehr bei ihr gemeldet habe. Weiter könne er sich vorstellen, dass es 

daran gelegen habe, dass sie die «Pille danach» habe einnehmen müssen, 

weil sie dies sehr unangenehm gefunden habe. Sodann habe sie dies 

vielleicht zu ihrem eigenen Selbstschutz gesagt, nachdem bei ihr zuhause 

herausgekommen sei, dass sie ihre Eltern angelogen habe, sie würde in 

dieser Nacht bei C._____ übernachten (GA act. 71; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 40 ff.).  

 

2.5.5. 

Sodann sprechen auch die von C._____ gemachten Aussagen gegen 

einen so hohen Alkoholisierungsgrad von A._____, dass sie deshalb nicht 

mehr widerstandsfähig gewesen wäre. So hat C._____ ausgeführt, 

A._____ noch in ihr Schlafzimmer begleitet zu haben, als sie alle schlafen 

gegangen seien, weil A._____ den Laptop gewollt habe, um Netflix zu 

schauen. Sie habe dabei A._____ zwar stützen müssen und diese habe 

nicht mehr normal reden können, wobei man sie aber noch verstanden 

habe. Nachdem sie A._____ gefragt habe, ob sie noch Netflix schauen 

wolle, habe diese ihr deutlich ja gesagt. Sie selbst habe nicht das Gefühl 

gehabt, dass A._____ extrem betrunken gewesen sei (UA act. 313; 319; 

GA act. 44; Protokoll Berufungsverhandlung S. 33 f.). Aufgrund dieser 

Aussage drängt sich die Annahme, A._____ sei kurz vor einem komatösen 

Zustand gewesen, nicht auf. Am nächsten Morgen sei die Stimmung gut 

gewesen und A._____ habe C._____ erzählt, dass sie Geschlechtsverkehr 

mit dem Beschuldigten gehabt habe und dass das Kondom gerissen sei. 

Aufgrund dessen habe A._____ Witze über eine mögliche 

Schwangerschaft gemacht. So habe sie C._____ gesagt, dass diese 

vielleicht Gotte werden würde und dass sie einen Kinderwagen kaufen 

müssten (UA act. 314; Protokoll Berufungsverhandlung S. 34 ff.). A._____ 

bestätigte im Übrigen an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, dass es 

gut sein könne, dass sie am Morgen solche Sprüche gemacht habe (GA 

act. 55). C._____ führte weiter aus, als A._____ ihr erzählt habe, dass sie 

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Geschlechtsverkehr mit dem Beschuldigten gehabt habe, habe sie gelacht. 

In diesem Moment habe sie nichts Negatives über den Beschuldigten 

gesagt (GA act. 45). An der Berufungsverhandlung bestätigte A._____, am 

Morgen sicher auch mitgelacht zu haben (Protokoll Berufungsverhandlung 

S. 12). C._____ zufolge habe A._____ ihr erst im Nachhinein per 

Textnachricht erzählt, dass sie während des Geschlechtsverkehrs 

ohnmächtig gewesen sei. Über den Geschlechtsverkehr an sich habe 

A._____ vor Ort nur erzählt, dass dieser schmerzhaft gewesen sei und 

dass das Kondom gerissen sei (UA act. 320 f.; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 35). Es erscheint nicht nachvollziehbar, dass 

sich A._____ ihrer damaligen sehr guten Freundin nicht direkt anvertraut 

hat, wie dies im Falle einer vermuteten Schändung zu erwarten gewesen 

wäre, handelte es sich bei C._____ doch damals um eine sehr enge 

Vertraute von A._____. C._____ habe aufgrund des Vorgefallenen 

mittlerweile keinen Kontakt mehr zu A._____. Sie finde es dumm, was 

A._____ erzähle, und sei der Überzeugung, dass man sich nach einem 

solchen Vorfall anders verhalten würde, anstatt das T-Shirt der anderen 

Person zu tragen und Spässe zu machen. Sie sei der festen Überzeugung, 

dass es zu keiner Schändung von A._____ gekommen sei, weil deren 

Verhalten am Morgen nicht zu einer Schändung passe (UA act. 323; 325; 

GA act. 42; Protokoll Berufungsverhandlung S. 32 ff.). 

 

D._____, der Coucousin des Beschuldigten, führte zum Zustand von 

A._____ am Abend des Vorfalls aus, dass er das Gefühl gehabt habe, dass 

sie bloss so getan habe, als wäre sie stark alkoholisiert. Dies sei nur 

gespielt gewesen. Seiner Meinung nach sei sie bloss angetrunken, nicht 

jedoch betrunken gewesen (UA act. 342 f.; Protokoll Berufungsverhandlung 

S. 23). Weiter habe A._____ am Morgen nach dem Vorfall auch ihm 

gegenüber erzählt, dass das Kondom gerissen sei. Sie habe aufgrund 

dessen Witze über eine mögliche Schwangerschaft gemacht (UA act. 340). 

Von der geltend gemachten Schändung habe er selbst am Morgen nichts 

mitbekommen. Sie habe glücklich und fröhlich gewirkt. Eine Schändung sei 

nicht thematisiert worden, obwohl sie über den Geschlechtsverkehr geredet 

hätten. A._____ habe am Morgen nicht geweint (GA act. 40; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 24; 30). Bei der Verabschiedung hätten sich 

A._____ und der Beschuldigte umarmt (UA act. 341; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 24). Folglich lassen sich auch aus den Aussagen 

von D._____, welche zwar mit Zurückhaltung zu würdigen sind, da es sich 

um den Coucousin des Beschuldigten handelt und er angegeben hat, der 

Beschuldigte sei für ihn wie ein Bruder (GA act. 39), keinerlei konkrete 

Hinweise auf eine Widerstandsunfähigkeit finden. Ganz im Gegenteil 

sprechen die Angaben, wonach A._____ den Beschuldigten zum Abschied 

noch umarmt habe und am Morgen Witze gemacht und fröhlich gewirkt 

habe, gegen eine in der Nacht stattgefundene Schändung. 

 

 - 12 - 

 

 

2.6. 

Zusammenfassend lässt sich nicht erstellen, dass sich der Sachverhalt so 

zugetragen hat, wie er in der Anklage umschrieben wird. Für das 

Obergericht ist nicht erstellt, dass bei A._____ während des 

Geschlechtsverkehrs eine Widerstandsunfähigkeit vorgelegen hätte oder 

der Geschlechtsverkehr gegen ihren erkennbaren Willen erfolgt wäre. Bei 

einer aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Beweiswürdigung ist 

vielmehr davon auszugehen, dass die sexuellen Handlungen im 

gegenseitigen Einvernehmen erfolgt sind. Die Berufung der Privatklägerin 

A._____ erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. Der Beschuldigte 

ist deshalb vom Vorwurf der Schändung freizusprechen.  

 

3. 

3.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten vom Vorwurf der sexuellen 

Handlungen mit einem Kind freigesprochen.  

 

Die Privatklägerin A._____ beantragt mit Berufung, der Beschuldigte sei 

der sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 4 StGB schuldig zu sprechen (Berufungserklärung S. 2). Der 

Beschuldigte beantragt, die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen 

(Berufungsantwort S. 1). 

 

3.2. 

Die Anklage wirft dem Beschuldigten zusammenfassend vor, sich der 

sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 4 

StGB schuldig gemacht zu haben, da A._____ bei den am 3. November 

2019 stattgefundenen sexuellen Handlungen noch nicht 16 Jahre alt 

gewesen sei. Er habe in den Tagen vor dem Vorfall über Instagram Kontakt 

zu A._____ aufgenommen und gefragt, wie alt sie sei, woraufhin diese dem 

Beschuldigten geschrieben habe, bereits 16 Jahre alt zu sein. Der 

Beschuldigte habe vor dem Treffen gegenüber seinem Verwandten 

D._____ verlauten lassen, dass er keine unter 16-Jährige treffen wolle und 

er diesfalls nicht an das Treffen mitkommen würde, woraufhin D._____ ihm 

versichert habe, dass A._____ bereits 16 Jahre alt sei. Der Beschuldigte 

habe in der irrigen Vorstellung gehandelt, A._____ sei mindestens 16 Jahre 

alt. Diesen Irrtum habe er jedoch bei pflichtgemässer Vorsicht, durch die 

Kontrolle ihres Ausweises, vermeiden können. Folglich habe er aus 

pflichtwidriger Unvorsichtigkeit den Geschlechtsverkehr mit der noch nicht 

16 Jahre alten A._____ vollzogen (vgl. Anklageziffer I).  

 

3.3. 

Der sexuellen Handlung mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB macht 

sich u.a. strafbar, wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine sexuelle 

Handlung vornimmt. Handelte der Täter in der irrigen Vorstellung, das Kind 

 - 13 - 

 

 

sei mindestens 16 Jahre alt, hätte er jedoch bei pflichtgemässer Vorsicht 

den Irrtum vermeiden können, ist Art. 187 Ziff. 4 StGB anwendbar. 

 

3.4. 

Der Beschuldigte bestreitet nicht, dass es am 3. November 2019 zum 

Geschlechtsverkehr mit A._____, welche in diesem Zeitpunkt noch nicht 

16 Jahre alt war, gekommen ist (UA act. 260; GA act. 65; Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 43 ff.). Er macht jedoch geltend, seiner 

Sorgfaltspflicht hinreichend nachgekommen zu sein, indem er sich nicht nur 

von A._____, sondern zusätzlich auch noch von D._____ und C._____ 

habe versichern lassen, dass A._____ älter als 16 Jahre alt sei (Plädoyer 

des Verteidigers an der Berufungsverhandlung S. 5 ff.; Berufungsantwort 

S. 5). A._____ bringt dagegen mit Berufung vor, dass der Beschuldigte ihr 

Alter hätte kontrollieren sollen und sich nicht auf die Aussagen hätte 

verlassen dürfen (Berufungsbegründung S. 5).  

 

3.5. 

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Beschuldigte nach den 

gegebenen Umständen und seinen persönlichen Verhältnissen seiner 

Sorgfaltspflicht hinreichend nachgekommen ist, indem er bei mehreren 

Personen nach dem Alter von A._____ gefragt und anschliessend auf die 

übereinstimmenden Antworten vertraut hat: Am 3. November 2019 war 

A._____ beinahe 15 Jahre und 8 Monate alt. Der Beschuldigte war damals 

19 Jahre und 1 Monat alt. Es lag somit ein geringfügiger Altersunterschied 

von weniger als dreieinhalb Jahren vor, weshalb der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zufolge kein allzu strenger Massstab anzuwenden ist 

(BGE 119 IV 138 E. 3e; Urteil des Bundesgerichts 6B_214/2007 vom 

13. November 2007 E. 3.3). Zum äusseren Erscheinungsbild von A._____ 

im November 2019 ist festzuhalten, dass diese auf den im Instagram-Profil 

veröffentlichten Fotoaufnahmen nicht wie eine unter 16 Jahre alte 

Jugendliche wirkt (vgl. UA act. 155). Auch die Körpergrösse von A._____ 

im November 2019 von ungefähr 1.73 Meter (UA act. 298) spricht für ein 

älter wirkendes Erscheinungsbild. Hinzukommt, dass sie eigenen Angaben 

zufolge in der Nacht des Vorfalls stark geschminkt gewesen sei (UA 

act. 283), was in diesem Alter notorischerweise zu einem älteren 

Erscheinungsbild führt. Somit bestand aufgrund des äusseren 

Erscheinungsbildes von A._____ keine erhöhte Sorgfaltspflicht. Der 

Beschuldigte hat vor dem gemeinsamen Treffen A._____ per Textnachricht 

gefragt, wie alt sie sei, woraufhin sie ihm mitgeteilt hat, sie sei 16 Jahre alt 

(UA act. 157; Protokoll Berufungsverhandlung S. 6). Er hat es jedoch nicht 

auf dieser einen Antwort beruhen lassen und hat zusätzlich bei seinem 

Coucousin D._____ nachgefragt, wie alt A._____ sei, woraufhin dieser ihm 

versicherte, dass sie 16 Jahre alt sei (UA act. 258; 282; 340; GA act. 38; 

Protokoll Berufungsverhandlung S. 22). Folglich hat sich der Beschuldigte 

nicht bloss bei A._____, sondern auch bei D._____ und damit bei einer 

Drittperson nach dem Alter von A._____ erkundigt, um sicherzustellen, 

 - 14 - 

 

 

dass diese nicht jünger als 16 Jahre alt war. Er hat denn auch bei D._____ 

deutlich klargestellt, dass er nichts mit jemandem unter 16 Jahren haben 

wolle (UA act. 282). Gerade unter Berücksichtigung dessen, dass es sich 

bei D._____ um einen Coucousin des Beschuldigten handelt, zu dem der 

Beschuldigte im damaligen Zeitpunkt ein sehr gutes Verhältnis hatte, 

beschrieb er diesen doch als kleinen Bruder (UA act. 258), durfte er auf 

dessen Zusicherung hinsichtlich des Alters von A._____ vertrauen. Dies 

umso mehr, als sich die Aussage von D._____ denn auch tatsächlich mit 

derjenigen von A._____ deckte. Unter Berücksichtigung der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach grundsätzlich erst ab einem 

grossen und ersichtlichen Altersunterschied eine Erkundigung bei einer 

Drittperson notwendig ist (BGE 119 IV 138 E. 3e), kann dem Beschuldigten 

– entgegen dem Vorbringen von A._____ (Berufungsbegründung S. 5) – 

nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er sich nicht noch zusätzlich die 

Identitätspapiere von A._____ hat zeigen lassen. Vielmehr ist der weniger 

als dreieinhalb Jahre ältere Beschuldigte seiner Sorgfaltspflicht hinsichtlich 

der Abklärung des Alters von A._____ hinreichend nachgekommen, indem 

er nicht nur sie selbst, sondern zusätzlich auch noch D._____ nach dem 

Alter gefragt und auf diese Antworten vertraut hat. Die Berufung der 

Privatklägerin A._____ erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet 

und der Beschuldigte ist vom Vorwurf der sexuellen Handlungen mit einem 

Kind freizusprechen.  

 

4.  

4.1. 

Die Vorinstanz hat die Zivilforderung der Privatklägerin A._____ 

abgewiesen.  

 

Die Privatklägerin A._____ beantragt mit Berufung, ausgehend von den 

von ihr beantragten Schuldsprüchen, der Beschuldigte sei dazu zu 

verpflichten, ihr einen Schadenersatz von Fr. 901.40 zzgl. Zins zu 5 % seit 

1. Januar 2020 sowie eine Genugtuung von Fr. 15'000.00 zu bezahlen 

(Berufungserklärung S. 2). 

 

Insoweit die Privatklägerin A._____ erstmals an der Berufungsverhandlung 

beantragt hat, der Beschuldigte sei zusätzlich zu 100 % für sämtlichen 

Schaden, welcher ihr durch die strafbaren Handlungen entstanden sei, für 

haftbar zu erklären und dazu zu verpflichten, zuzüglich zur beantragten 

Genugtuung einen Zins zu 5 % seit 4. November 2019 zu bezahlen 

(Plädoyer der Vertreterin an der Berufungsverhandlung S. 24), ist darauf 

nicht weiter einzugehen, ist doch eine Ausdehnung der bereits gestellten 

Anträge im Berufungsverfahren ausgeschlossen (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_492/2018 vom 13. November 2018 E. 2.3). 

 

 - 15 - 

 

 

4.2. 

Das Gericht entscheidet unter anderem dann über die anhängig gemachte 

Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person freispricht und der Sachverhalt 

spruchreif ist (Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO). Gemäss Art. 41 Abs. 1 OR ist, 

wer einem anderen widerrechtlichen Schaden zufügt, sei es mit Absicht, 

sei es aus Fahrlässigkeit, ihm zum Ersatze verpflichtet. Art. 41 OR setzt 

voraus, dass ein Schaden besteht, welcher schuldhaft durch eine 

widerrechtliche Handlung verursacht wurde und dass zwischen Handlung 

und Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Verstösst eine 

Person gegen Normen des Strafgesetzes, so ist diese Handlung 

grundsätzlich widerrechtlich. Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich 

verletzt wird, hat gestützt auf Art. 49 Abs. 1 OR Anspruch auf Leistung einer 

Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung es 

rechtfertigt und diese nicht anders wiedergutgemacht worden ist. 

 

4.3. 

Aufgrund der mit vorliegendem Urteil ergehenden Freisprüche entfällt die 

Grundlage für die Zusprechung von Schadenersatz oder einer 

Genugtuung. So liegt in Bezug auf den Vorwurf der Schändung weder die 

von Art. 41 OR vorausgesetzte widerrechtliche Handlung noch eine 

widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung i.S.v. Art. 49 OR vor. Hinsichtlich 

des Tatbestands der sexuellen Handlungen mit einem Kind wird der 

Beschuldigte freigesprochen, da er seiner Sorgfaltspflicht hinsichtlich der 

Abklärung des Alters von A._____ hinreichend nachgekommen ist. Es kann 

ihm deshalb diesbezüglich weder ein strafrechtlich schuldhaftes Verhalten 

noch ein gegenüber A._____ zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten 

vorgeworfen werden, zumal es sich um einvernehmliche sexuelle 

Handlungen gehandelt hat. Auch diesbezüglich fehlt es somit an einer 

Grundlage für die Zusprechung von Schadenersatz oder einer 

Genugtuung. Die Berufung erweist sich somit auch im Zivilpunkt als 

unbegründet und die Zivilklage der Privatklägerin A._____ ist abzuweisen. 

 

5.  

5.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Berufung 

der Privatklägerin A._____ ist vollumfänglich abzuweisen. Der 

Beschuldigte, welcher die Abweisung der Berufung beantragt hat, obsiegt. 

Die Staatsanwaltschaft hat im Berufungsverfahren keine Anträge gestellt. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Privatklägerin A._____ die 

Kosten des obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 (§ 18 

VKD) vollumfänglich aufzuerlegen. Sie sind mit der von ihr geleisteten 

Sicherheitsleistung von Fr. 4'000.00 zu verrechnen. 

 

 - 16 - 

 

 

5.2. 

Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage. Der anwaltlich 

vertretene Beschuldigte hat Anspruch auf Entschädigung seiner 

Aufwendungen für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte 

(Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO; BGE 147 IV 47 

E. 4.2.6). Ausgangsgemäss ist die Privatklägerin A._____ dazu zu 

verpflichten, dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren gestützt auf 

die anlässlich der Berufungsverhandlung von seinem Verteidiger 

eingereichte Kostennote, angepasst an die effektive Dauer der 

Berufungsverhandlung sowie an den Stundenansatz von Fr. 220.00 (§ 9 

Abs. 2bis AnwT in der bis 31. Dezember 2023 geltenden Fassung), eine 

Parteientschädigung von gerundet Fr. 9'000.00 (inkl. Auslagen und 

Mehrwertsteuer) auszurichten. 

 

5.3. 

Nachdem der Kostenentscheid die Entschädigungsfrage präjudiziert, hat 

die vollumfänglich unterliegende Privatklägerin A._____ ihre Parteikosten 

des Berufungsverfahrens selber zu tragen. 

 

5.4. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 

Abs. 3 StPO). Die Vorinstanz hat die erstinstanzlichen Verfahrenskosten 

auf die Staatskasse genommen, was unter Berücksichtigung des 

vollumfänglichen Freispruchs nicht zu beanstanden ist (Art. 426 Abs. 1 

StPO e contrario). 

 

5.5. 

Die Höhe der Entschädigung des Wahlverteidigers von Fr. 13'737.90 ist im 

Berufungsverfahren unbestritten geblieben, weshalb darauf nicht 

zurückzukommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 

28. Januar 2019 E. 2.4).  

 

Nachdem es sich bei der Schändung und den sexuellen Handlungen mit 

einem Kind um Offizialdelikte handelt, sind die erstinstanzlichen 

Parteikosten des Beschuldigten diesem ausgangsgemäss aus der 

Staatskasse zu entschädigen (BGE 147 IV 47 E. 4.2.6). 

 

5.6. 

Der Beschuldigte wird vollumfänglich freigesprochen und die Zivilforderung 

der Privatklägerin A._____ wird abgewiesen. Ausgangsgemäss hat sie ihre 

vorinstanzlichen Parteikosten selbst zu tragen (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO 

e contrario). 

 

 - 17 - 

 

 

6. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 Abs. 

1 StPO, Art. 81 StPO). Dies ist auch der Fall, wenn eine Berufung 

vollumfänglich abgewiesen wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_761/2017 

vom 17. Januar 2018 E. 4 mit Hinweisen). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Der Beschuldigte wird von Schuld und Strafe freigesprochen. 

 

2. 

Die Zivilklage der Privatklägerin A._____ wird abgewiesen. 

 

3. 

3.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 werden der 

Privatklägerin A._____ auferlegt und mit der von ihr geleisteten 

Sicherheitsleistung von Fr. 4'000.00 verrechnet. 

 

3.2. 

Die Privatklägerin A._____ wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das 

Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 9'000.00 auszu-

richten. 

 

3.3. 

Die Privatklägerin A._____ hat ihre Parteikosten für das Berufungs-

verfahren selbst zu tragen.  

 

4. 

4.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse 

genommen. 

 

4.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, dem Beschuldigten für das erstinstanzliche 

Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 13'737.90 auszurichten. 

 

4.3. 

Die Privatklägerin A._____ hat ihre erstinstanzlichen Parteikosten selbst zu 

tragen. 

 

 

 - 18 - 

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 19. Dezember 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Rosset