# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88cd3b81-7ba6-5c7a-a609-9d7f25e3edd5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.04.2016 A-6318/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6318-2015_2016-04-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-6318/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  A p r i l  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richter Christoph Bandli,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Billag AG,  

Avenue de Tivoli 3, Postfach, 1700 Freiburg,    

Erstinstanz,  

 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,  

Abteilung Medien und Post,  

Sekt. Radio- und Fernsehempfangsgebühren,  

Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel BE,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Radio- und Fernsehempfangsgebühren. 

 

 

 

A-6318/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ ist seit dem 1. Januar 1998 für den privaten Radioempfang und 

seit dem 1. Januar 2008 für den privaten Fernsehempfang bei der Billag 

AG gemeldet. 

Am 1. Februar 2013 stellte die Billag AG A._______ Empfangsgebühren in 

der Höhe von Fr. 462.40 (inkl. Mehrwertsteuer) für die Bezugsperiode 

1. Januar bis 31. Dezember 2013 in Rechnung. Anlässlich einer Zahlungs-

mahnung vom 15. Mai 2013 erklärte A._______ mit Schreiben vom 28. Mai 

2013 gegenüber der Billag AG, er habe sämtliche Kanäle von SF DRS Ra-

dio und Fernsehen ausgeschaltet. Er sei deshalb von der Liste der Abon-

nenten zu streichen. Die Billag AG antwortete A._______ am 22. Juli 2013, 

eine Abmeldung sei nicht möglich, da er nach eigenen Angaben betriebs-

bereite Empfangsgeräte besitze. Am 6. September 2013 zahlte A._______ 

einen Betrag von Fr. 318.15, womit eine Forderungsdifferenz von 

Fr. 144.25 verblieb. 

In der Folge leitete die Billag AG gegen A._______ die Betreibung ein. Ge-

gen den entsprechenden Zahlungsbefehl erhob dieser am 18. Februar 

2014 Rechtsvorschlag.  

Mit Verfügung vom 11. August 2014 beseitigte die Billag AG den Rechts-

vorschlag, erteilte die definitive Rechtsöffnung und verpflichtete A._______ 

zur Bezahlung von Radio- und Fernsehempfangsgebühren in der Höhe 

von Fr. 144.25 nebst Mahn- und Betreibungsgebühren. 

B.  

A._______ focht diese Verfügung der Billag AG (nachfolgend: Erstinstanz) 

mit Eingabe vom 20. August 2014 beim Bundesamt für Kommunikation 

(BAKOM) an, das die Beschwerde am 11. September 2015 in Bezug auf 

die Höhe der Mahngebühren teilweise guthiess und im Übrigen abwies. Es 

bestätigte, dass A._______ für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 

2013 den privaten Radio- und Fernsehgebühren unterliege. Gleichzeitig 

wurde der in der Betreibung Nr. (…) des Betreibungsamtes (…) erhobene 

Rechtsvorschlag für folgende Forderungen beseitigt: Empfangsgebühren 

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 in der Höhe von 

Fr. 144.25, Mahngebühren von Fr. 15.00 und Betreibungsgebühren von 

Fr. 20.00. Für den Entscheid der Vorinstanz wurden A._______ reduzierte 

Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 335.00 auferlegt. 

A-6318/2015 

Seite 3 

C.  

Dagegen erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 6. Oktober 2015 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und 

beantragt sinngemäss die Aufhebung des Entscheids des BAKOM (nach-

folgend: Vorinstanz). Er bringt vor, da er weder die Dienste des Radios 

noch des Fernsehens der Schweiz in Anspruch nehme, sei er nicht bereit, 

die Gebühr zu bezahlen. 

D.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 27. November 2015 die 

Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie eingetreten werden könne.  

E.  

Die Erstinstanz stellt in ihrer Vernehmlassung vom 2. Dezember 2015 den 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde im Sinne der Erwägungen. 

F.  

Der Beschwerdeführer reicht am 3. Februar 2016 eine weitere Eingabe ein.  

G.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Der angefochtene Beschwerde-

entscheid im Sinne von Art. 61 VwVG stellt damit ein zulässiges Anfech-

tungsobjekt dar (Art. 5 Abs. 2 VwVG). Da er von einer Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 Bst. d VGG erlassen wurde und keine Ausnahme gemäss 

Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, sofern das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG). 

A-6318/2015 

Seite 4 

1.3 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt 

und ist als Adressat des angefochtenen Entscheides, mit welchem sein Be-

gehren teilweise abgewiesen wurde, sowohl formell als auch materiell be-

schwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. Art. 48 Abs. 1 

VwVG). 

1.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Die 

Rechtsanwendung erfolgt von Amtes wegen, ohne Bindung an die Partei-

begehren (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

3.  

3.1 Wer ein zum Empfang von Radio- und Fernsehprogrammen geeigne-

tes Gerät (Empfangsgerät) zum Betrieb bereithält oder betreibt, muss eine 

Empfangsgebühr bezahlen (Art. 68 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes 

vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen [RTVG, SR 784.40]). Auch 

ein Computer mit Breitbandinternetanschluss stellt ein Empfangsgerät im 

Sinne von Art. 68 Abs. 1 RTVG dar (Urteil des BVGer A-4090/2015 vom 

23. Februar 2016 E. 3.2 mit Verweisen, eingehend Urteil des BVGer 

A-2811/2011 vom 13. April 2012 E. 5). Die Gebührenpflicht knüpft nicht an 

den tatsächlichen Radio- oder Fernsehkonsum an, sondern an die blosse 

Möglichkeit, entsprechende Programme zu empfangen (vgl. Urteil des 

BVGer A-4090/2015 vom 23. Februar 2016 E. 3.1 mit Verweisen). Bei der 

Empfangsgebühr handelt es sich gemäss neuester bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung nicht um eine Regalabgabe, sondern sie ist eher als eine 

Zwecksteuer oder Abgabe sui generis zu qualifizieren. Sie ist eine hoheit-

lich erhobene Abgabe, die der Bund erhebt, um damit gebührenfinanzierte 

Veranstalter, namentlich die SRG, unterstützen zu können. Gemäss Bun-

desgericht ist sie etwa vergleichbar mit einer Kurtaxe: Das Gemeinwesen 

erhebt von einem bestimmten Personenkreis eine Kurtaxe und leitet den 

Ertrag weiter an Kur- oder Verkehrsvereine, damit diese im öffentlichen In-

teresse bestimmte Leistungen erbringen, welche die Abgabepflichtigen 

zwar benützen können, aber keineswegs zwangsläufig benutzen, die dafür 

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Seite 5 

aber auch anderen Personen zugutekommt. Die Empfangsgebühr wird ge-

mäss Bundesgericht nicht bezahlt, um dafür vom Bund eine bestimmte 

Leistung zu erhalten (BGE 141 II 182 E. 6.7 mit zahlreichen Verweisen).  

Nach dem Gesagten ist es somit für die Gebührenpflicht irrelevant, ob der 

Beschwerdeführer die Dienste des Radios und/oder des Fernsehens der 

Schweiz in Anspruch nimmt oder nicht. Relevant ist einzig, dass er über 

Geräte verfügt, bei denen die Möglichkeit vorhanden ist, diese Programme 

zu empfangen. Der Beschwerdeführer anerkennt im Schreiben vom 

20. August 2014 ausdrücklich, dass er Empfangsgeräte besitzt. Er hat 

denn auch einen Anteil der Radio- und Fernsehempfangsgebühren des 

Jahres 2013 bereits bezahlt. Die eigenmächtig vorgenommene Gebühren-

reduktion begründete er im erwähnten Schreiben ausschliesslich damit, er 

konsumiere kein Schweizer Fernsehen oder Radio. Besitzt der Beschwer-

deführer jedoch Empfangsgeräte, unterliegt er in vollem Umfange der Ge-

bührenpflicht.  

3.2 Die Radio- und Fernsehgesetzgebung sieht sowohl eine Gebührenbe-

freiung von Gesetzes wegen als auch auf schriftliches Gesuch hin vor. In 

die Kategorie der von Gesetzes wegen von der Gebührenpflicht befreiten 

Benutzerinnen und Benutzer fallen – unter bestimmten Voraussetzungen – 

Personen mit Wohnsitz im Ausland, die Bewohnerinnen und Bewohner von 

Pflegeheimen ab einer bestimmten Pflegebedarfsstufe, die Bundesbehör-

den in Dienst- und Aufenthaltsräumen sowie die diplomatischen Vertretun-

gen und deren Personal (Art. 68 Abs. 6 RTVG i.V.m. Art. 63 der Radio- und 

Fernsehverordnung vom 9. März 2007 [RTVV, SR 784.401]). Die Aufzäh-

lung der Gebührenbefreiungsgründe ist abschliessend (Urteil des BVGer 

A-1855/2013 vom 10. März 2013 E. 4 mit Verweisen; vgl. bereits ROLF H. 

WEBER, Rundfunkrecht: Bundesgesetz vom 24. März 2006 über Radio und 

Fernsehen [RTVG], Handkommentar, 2008, zu Art. 68 Rz. 12). Vorliegend 

fällt der Beschwerdeführer unter keine der Kategorien von Personen, wel-

che von Gesetzes wegen von der Gebührenpflicht befreit sind. Sodann 

liegt für das Jahr 2013 kein schriftliches Gesuch des Beschwerdeführers 

vor, wonach er ein AHV- oder IV-Berechtigter mit Ergänzungsleistungen 

wäre und eine Befreiung beantragt hätte (vgl. Art. 64 Abs. 1 RTVV). Damit 

ist der Beschwerdeführer nicht von der Gebührenpflicht befreit.  

3.3 Die konkreten Gebühren sind in der Höhe (exkl. Mehrwertsteuer) in 

Art. 59 Abs. 1 RTVV festgelegt. Dementsprechend beträgt die Gebühr für 

den privaten Radio- und Fernsehempfang im Jahr 2013 Fr. 451.10 (exkl. 

Mehrwertsteuer). Davon bezahlte der Beschwerdeführer am 6. September 

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2013 Fr. 318.15, so dass eine Forderungsdifferenz von Fr. 132.95 (exkl. 

Mehrwertsteuer) verbleibt, die geschuldet ist. In diesem Umfange erweist 

sich die Beschwerde als unbegründet. 

4.  

Der Beschwerdeführer wendet sich sodann nicht explizit gegen die verblei-

benden Mahngebühren von Fr. 15.00 für drei Mahnungen à Fr. 5.00 sowie 

die Betreibungsgebühren von Fr. 20.00. Dies zu Recht, da die diesbezüg-

lichen Erwägungen der Vorinstanz gestützt Art. 62 Abs. 1 Bst. b und c 

RTVV nicht zu beanstanden sind.  

5.  

5.1 Schliesslich bleibt zu prüfen, wie es sich mit der Mehrwertsteuer von 

Fr. 11.30 (2,5 % auf Fr. 451.10) verhält. Die Vorinstanz begründet weder 

im angefochtenen Entscheid noch in der Vernehmlassung, weshalb die 

Mehrwertsteuer geschuldet und die definitive Rechtsöffnung hierfür zu er-

teilen sei.  

5.2 Aus dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankerten Grund-

recht auf rechtliches Gehör und dessen Konkretisierung für das Bundes-

verwaltungsverfahren in Art. 29 ff. VwVG ergibt sich das Recht bzw. die 

Pflicht, dass die verfügende Behörde ihre Verfügung begründet (Art. 35 

Abs. 1 VwVG). Dabei muss die Begründung einer Verfügung – im Sinne 

einer Minimalanforderung – jedenfalls so abgefasst sein, dass sich der Be-

troffene über deren Tragweite Rechenschaft geben und sie sachgerecht 

anfechten kann. Es sind wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, 

von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 

stützt. Welchen Anforderungen eine Begründung zu genügend hat, ist im 

Einzelfall anhand der konkreten Umstände und der Interessen der Betroffe-

nen festzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 129 I 232 E. 3, 112 Ia 107 E. 2b; 

Urteile des BVGer A-3593/2014 vom 13. April 2015 E. 3.2 und 

A- 6377/2013 vom 12. Januar 2015 E. 3.3; UHLMANN/SCHILLING-SCHWANK 

in: Waldmann/Weissenberger (Hrsg.), Praxiskommentar VwVG, 

2. Aufl. 2016, Art. 35 Rz. 17 ff., KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsver-

fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 629 ff., 

RENÉ WIEDERKEHR, Die Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV und die 

Heilung bei Verletzung, ZBl, 2010 S. 484 ff.; je mit Verweisen). Kommt eine 

Behörde ihrer Begründungspflicht nicht hinreichend nach, führt dies unge-

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achtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Auf-

hebung der fraglichen Verfügung. Die Heilung solcher Mängel im Rechts-

mittelverfahren ist zwar möglich, soll aber die Ausnahme bleiben (MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, S. 194 Rz. 3.113 f. mit Verweisen). 

5.3 Das Bundesgericht hat sich in dem eingangs erwähnten Urteil vom 

13. April 2015 eingehend mit der Frage der Mehrwertsteuer auseinander-

gesetzt und entschieden, dass die Empfangsgebühr nicht der Mehrwert-

steuerpflicht untersteht (BGE 141 II 182 E. 6). Der Entscheid des Bundes-

gerichts und dessen möglichen Folgen wurden in der Öffentlichkeit und in 

Fachkreisen breit diskutiert. Auch wenn es sich beim Inkasso der Emp-

fangsgebühren fraglos um eine Massenverwaltung handelt und der Betrag 

mit Fr. 11.30 im Einzelfall gering ist, hätte die Vorinstanz angesichts der 

jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zumindest kurz ausführen 

müssen, weshalb sie den Beschwerdeführer zur Zahlung der Mehrwert-

steuer verpflichtet. Damit hat die Vorinstanz ihre Begründungspflicht und 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf Gewährung des rechtlichen Ge-

hörs verletzt. In der Regel entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache 

selbst und weist diese nur ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen 

an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Eine Rückweisung hat, 

wie bereits dargelegt, insbesondere dann zu erfolgen, wenn der angefoch-

tene Entscheid ungenügend begründet und der Mangel nachträglich im Be-

schwerdeverfahren nicht zu heilen ist. Mit Blick auf die Wahrung des In-

stanzenzuges und insbesondere angesichts einer allfälligen präjudiziellen 

Wirkung auf andere offene Gebührenrechnungen mit Mehrwertsteuer – bei 

der Erst- und Vorinstanz dürften wohl noch etliche solcher Fälle pendent 

sein – kommt eine Heilung des Mangels vorliegend nicht in Betracht. Eine 

Rückweisung bewirkt ferner keinen formalistischen Leerlauf. Die Sache ist 

somit in diesem Punkt zur Neubeurteilung bzw. zur Begründung an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen. 

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Gebührenpflicht des Be-

schwerdeführers für den privaten Radio- und Fernsehempfang 2013 zu be-

stätigen ist. Der Restbetrag der Gebührenrechnung 2013 von Fr. 132.95 

(exkl. Mehrwertsteuer) sowie die Mahn- und Betreibungsgebühren von 

Fr. 35.00 sind geschuldet. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. (…) 

des Betreibungsamtes (…) ist entsprechend in der Höhe von Fr. 167.95 zu 

beseitigen (vgl. Art. 79 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über 

Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG, SR 281.1] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 

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RTVG und Art. 65 Abs. 2 Bst. b RTVV; statt vieler Urteil des BVGer 

A-4898/2011 vom 20. Februar 2012 E. 5 mit Verweisen). In der Hauptsache 

erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

Im Übrigen, d.h. soweit die Mehrwertsteuer von Fr. 11.30 im Streit liegt, ist 

die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Neubeurteilung bzw. zur 

Begründung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Rechtsvorschlag in 

der genannten Betreibung wird in diesem Umfange nicht beseitigt. Die Kos-

tenregelung des vorinstanzlichen Entscheids (Ziff. 2 des Dispositivs der 

angefochtenen Verfügung) ist dementsprechend durch die Vorinstanz an-

zupassen.  

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten 

ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). In der Verwaltungsrechtspflege des Bun-

des gilt die Rückweisung in der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Ab-

klärungen und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) praxisge-

mäss als volles Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (vgl. statt vie-

ler BGE 132 V 215 E. 6.1; Urteil des BVGer A-3982/2015 vom 4. Januar 

2016 E. 8.1). 

Der Beschwerdeführer unterliegt vorliegend in der Hauptsache. In einem 

Nebenpunkt wird die Angelegenheit mit noch offenem Ausgang an die Vo-

rinstanz zurückgewiesen. Unter diesen Umständen ist der Beschwerdefüh-

rerin insgesamt als zu 7/8 unterliegend einzustufen. In Bezug auf die Ver-

fahrenskosten hat dies zur Folge, dass ihm 7/8 der Kosten für den Be-

schwerdeentscheid von Fr. 800.00, mithin Fr. 700.00, aufzuerlegen sind. 

Die ihm überbundenen Verfahrenskosten werden dem geleisteten Kosten-

vorschuss von Fr. 800.00 entnommen. Die Vorinstanz trägt als Bundesbe-

hörde ungeachtet des Ausgangs des Verfahrens keine Verfahrenskosten 

(Art. 62 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Ganz oder teilweise obsiegenden Parteien ist sodann von Amtes we-

gen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihnen erwachsene notwen-

dige oder verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 

VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Der Beschwerdeführer ist nicht anwaltlich vertreten, weshalb 

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ihm trotz teilweisen Obsiegens keine Parteientschädigung zuzusprechen 

ist (Art. 8 Abs. 1 VGKE).  

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung der Vor-

instanz vom 11. September 2015 im Sinne der Erwägungen teilweise auf-

gehoben wird. 

Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, an die Erstinstanz Fr. 167.95 

(Fr. 132.95 Restbetrag Gebührenrechnung 2013 [exkl. Mehrwertsteuer], 

Fr. 35.00 Mahn- und Betreibungsgebühren) zu bezahlen. Der Rechtsvor-

schlag vom 18. Februar 2014 in der Betreibung Nr. (…) des Betreibungs-

amtes (…) wird in diesem Umfange beseitigt.  

Im Übrigen wird die Sache zur Neubeurteilung bzw. zur Begründung an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.  

2.  

Dem Beschwerdeführer werden reduzierte Verfahrenskosten von 

Fr. 700.00 auferlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss von 

Fr. 800.00 entnommen. Der Restbetrag von Fr. 100.00 wird dem Be-

schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-

rückerstattet. Hierzu hat der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungs-

gericht einen Einzahlungsschein zuzustellen oder seine Kontonummer be-

kannt zu geben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

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Seite 10 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christine Ackermann Flurina Peerdeman 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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