# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65835d66-0df1-5495-86a2-c60f6358d2ae
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.11.2023 S 2022 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-69_2023-11-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. November 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2022 69

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Urteil S 2022 69

A. Der 1970 geborene A.________ zog sich anlässlich eines Skiunfalls vom 7. Fe-
bruar 2014 eine Kompressionsfraktur Th7 zu, welche einen stationären Aufenthalt im Spi-
tal und medizinische und therapeutische Nachbehandlungen erforderlich machten (vgl. IV-
act. 6). Die Unfallversicherung kam für Heilkosten- und Taggeldleistungen infolge der an-
haltenden Arbeitsunfähigkeit auf. Am 8. Juni 2015 meldete sich der Versicherte auch bei 
der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle tätigte in der Folge er-
werbliche sowie medizinische Abklärungen und legte das Dossier dem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD) vor. Da dem Versicherten die angestammte Tätigkeit als Hauswart und 
Landschaftsgärtner nur noch in einem 50 %-Pensum zumutbar war, in gut angepasster 
leichter körperlicher Tätigkeit dagegen von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wur-
de (IV-act. 31), gewährte ihm die IV-Stelle eine Umschulung zum Lastwagenchauffeur CE, 
um seine angestammte Tätigkeit mit Transportaufträgen ergänzen zu können (IV-act. 59). 
Die Umschulung wurde vom 1. Februar bis 31. Dezember 2019 absolviert (IV-act. 59 und 
65). Anfangs Sommer 2020 machte der Versicherte eine Verschlechterung seines Ge-
sundheitszustandes geltend. Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine polydisziplinäre Be-
gutachtung in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie und Orthopädie (IV-
act. 87 und 90). Das Gutachten des Medizinischen Gutachtenzentrum Region St. Gallen 
(MGSG; nachfolgend MGSG-Gutachten) datiert vom 1. Dezember 2021 (Datum der Fer-
tigstellung des Gesamtgutachtens; IV-act. 103). Gestützt darauf wies die IV-Stelle das 
Leistungsbegehren mit Vorbescheid vom 20. Januar 2022 (IV-act. 109) bzw. Verfügung 
vom 5. Mai 2022 (IV-act. 117) ab. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 1. Juni 2022 liess A.________ beantra-
gen, die Verfügung vom 5. Mai 2022 sei aufzuheben und ihm sei spätestens ab dem 
1. Dezember 2015 mindestens eine Viertelsrente auszurichten; unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 2. Juni 2022 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 22. August 2022 beantragte die IV-Stelle die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträ-
gen und Begründungen fest (act. 7 und 9). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit not-
wendig – erwägungsweise einzugehen sein. 

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Urteil S 2022 69

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in casu: 
5. Mai 2022) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Zwar datiert die angefochtene 
Verfügung vom 5. Mai 2022, womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 
19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entste-
hung des Rentenanspruchs (in casu: 1. Dezember 2015) vor dem 1. Januar 2022, wes-
halb die bis 31. Dezember 2021 gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall An-
wendung finden (vgl. auch Ziff. 9100 f. des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung [KSIR]) und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort der IV-
Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 5. Mai 2022; die-
se ging am 6. Mai 2022 beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein. In Anwendung 
von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versiche-
rungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 1. Juni 2022 der Post über-
geben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Beschwerdefüh-
rer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. 
Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen 

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Urteil S 2022 69

Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurtei-
lung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwal-
tungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-
nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-
res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität von 40 % 
besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf eine Drei-
viertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 
S. 69 E. 4b/cc). 

4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stellt zur Beurteilung des Rentenanspruchs im Wesentli-
chen auf das polydisziplinäre Gutachten des MGSG vom 1. Dezember 2021 ab. Der or-

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Urteil S 2022 69

thopädische Gutachter stellte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Thoracovertebralsyndrom bei Status nach Hyperkyphose der Brustwirbelsäule nach kon-
servativer Behandlung einer Kompressionsfraktur Th7 mit Keilwirbelbildung fest. Sowohl in 
internistischer als auch in neurologischer Hinsicht konnten demgegenüber keine Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Der häufig auftretende episo-
dische Spannungskopfschmerz wurde vom neurologischen Sachverständigen als ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit angesehen. Zudem hielt er einen Status nach Commotio 
cerebri nach Skiunfall am 7. Februar 2014 ohne weitere gesundheitliche Folgen aus neu-
rologischer Sicht und ohne Traumafolgen im MRI des Schädels fest. Aufgrund der in or-
thopädischer Hinsicht diagnostizierten Beeinträchtigung kam der Orthopäde zum Schluss, 
dass körperlich mittelschwere Tätigkeiten, primär sitzend oder stehend, mit häufig inklinier-
ter und reklinierter Körperhaltung nicht mehr vollumfänglich zugemutet werden könnten. In 
der bisherigen Tätigkeit in der eigenen Firma habe im Rahmen der posttraumatischen Re-
habilitation von Februar bis Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im 
Rahmen eines Aufbautrainings könne ab Juli 2014 gesamthaft von einer 30%igen Arbeits-
fähigkeit ausgegangen werden. Ab August 2014 betrage die Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit bei voller Stundenpräsenz 50 %. Die Arbeitsfähigkeit als LKW-
Chauffeur, primär sitzend, ohne Heben und Tragen von Lasten, betrage seit August 2021 
bei voller Stundenpräsenz 70 %. Für adaptierte Tätigkeiten habe im Rahmen der post-
traumatischen Rehabilitation von Februar bis Juni 2014 ebenfalls eine volle Arbeitsun-
fähigkeit bestanden. Ab Juli 2014 könnten körperlich leichte Tätigkeiten, abwechselnd sit-
zend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, bei 
vermehrtem Pausenbedarf und voller Stundenpräsenz zu 90 % (Arbeitsunfähigkeit von 
10 %) zugemutet werden (IV-act. 103). 

4.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, so-
lange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 
V 351 E. 3b/bb).

4.3 Das polydisziplinäre Gutachten des MGSG ist umfassend, basiert auf Kenntnis der 
Vorakten und beruht auf einer eingehenden internistischen, neurologischen und orthopä-
dischen Abklärung. Zudem enthält das Gutachten anamnestische Angaben, es berück-
sichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und vermittelt ein vollständi-

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Urteil S 2022 69

ges Bild seines Gesundheitszustandes. Die Schlussfolgerungen sind zudem begründet, 
einleuchtend und nachvollziehbar. Dem Gutachten kommt damit grundsätzlich voller Be-
weiswert zu. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Rügen und Einwendungen gegen das Gutachten stichhaltig sind und an dessen Beweis-
wert etwas zu ändern vermögen.

4.3.1 Die Parteien sind sich darin einig, dass dem Beschwerdeführer seine angestamm-
te Tätigkeit als Hauswart und Landschaftsgärtner noch zu 50 % zumutbar ist und die Ar-
beitsfähigkeit als Lastwagenchauffeur 70 % beträgt. Diesbezüglich beanstandet der Be-
schwerdeführer die gutachterliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung nicht. Soweit die Gutach-
ter demgegenüber in einer leidensangepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit von 
90 % annehmen, kann er ihnen nicht folgen. Dabei kritisiert der Beschwerdeführer, im 
Gutachten würde die Diskrepanz zwischen 70%iger Arbeitsfähigkeit als Lastwagenfahrer 
und 90%iger Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht begründet. Diese Differenz sei 
insofern nicht nachvollziehbar, als es sich bereits bei der Arbeit als Lastwagenchauffeur 
um eine leidensangepasste Tätigkeit handle. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden 
Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Wie aus dem Gutach-
ten hervorgeht, gehen die Gutachter davon aus, dass die Tätigkeit als Lastwagenchauffeur 
vorwiegend im Sitzen ausgeführt wird. Demgegenüber wäre eine optimal angepasste 
Tätigkeit ihrer Ansicht nach abwechselnd sitzend und stehend auszuführen (vgl. IV-
act. 103 S. 19). Die 90%ige Arbeitsfähigkeit bezieht sich somit auf eine der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung noch besser angepasste Tätigkeit als diejenige des Lastwagen-
chauffeurs. Insofern erscheinen die gutachterlichen Ausführungen durchaus nachvollzieh-
bar. 

Zudem ist nicht ersichtlich, was aus versicherungsmedizinischer Sicht gegen die gutach-
terliche Annahme einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in optimal angepasster Tätigkeit (zu leis-
ten bei 100%iger Präsenz mit Pausen) sprechen könnte. Die gegenteilige Auffassung – 
30%ige Einschränkung in allen ihm noch möglichen Tätigkeitsbereichen – untermauert der 
Beschwerdeführer mit keinerlei medizinischen Ausführungen eines Arztes. Ohnehin liegen 
überhaupt keine ärztlichen Berichte oder Stellungnahmen vor, die sich zur gutachterlichen 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit äussern und aufzeigen würden, weshalb darauf nicht ab-
gestellt werden kann. Vielmehr bestätigte RAD-Arzt Dr. Dr. med. C.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, mit Stellungnahme vom 11. Januar 2022 (IV-act. 107), dass 
das MGSG-Gutachten den Qualitätsleitlinien entspreche und auf die Beurteilung der Gut-
achter abgestellt werden könne. Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in angestammter 

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und angepasster Tätigkeit war für ihn gerade nachvollziehbar. Etwas anderes ergibt sich 
auch für das Gericht nicht.

4.3.2 Ebenso wenig kann dem Beschwerdeführer gefolgt werden, wonach die nur medi-
zinisch theoretisch behauptete, aber wenig plausible Restarbeitsfähigkeit von 90 % im 
Rahmen einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) tatsächlich hätte aus-
getestet werden müssen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung genügt in der 
Regel eine medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Grundlage für die 
Bemessung der Invalidität. Ein EFL-Testverfahren ist somit nicht in jedem Fall durchzu-
führen, sondern nur dann in Betracht zu ziehen, wenn die beteiligten Fachärzte ausser 
Stande sind, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzuneh-
men und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als zweckmässig 
erachten (BGer 9C_512/2009 vom 25. November 2009 E. 5.2). Im vorliegenden Fall hat 
sich das MGSG-Gutachten vom 1. Dezember 2021 hinsichtlich der Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit als weder widersprüchlich noch unzuverlässig, sondern im Gegenteil als 
schlüssig und nachvollziehbar erwiesen (vgl. E. 4.3.1 vorstehend), sodass darauf abge-
stellt werden konnte. Da damit eine nachvollziehbare und schlüssige medizinisch-
theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorlag, durfte die Beschwerdegegnerin auf 
die Durchführung einer EFL-Testung verzichten. Es ist jedenfalls nicht davon auszugehen, 
dass eine EFL zusätzliche neue Erkenntnisse gebracht hätte. Eine Verletzung der Ab-
klärungspflicht i.S.v. Art. 43 Abs. 1 ATSG kann der Beschwerdegegnerin in diesem Zu-
sammenhang somit nicht vorgeworfen werden.

4.4 Nach dem soeben Dargelegten ist festzuhalten, dass sich die Vorbringen des Be-
schwerdeführers insgesamt nicht als stichhaltig erwiesen haben, um die ausschlaggeben-
de Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens in Frage zu stellen. Dementsprechend ist 
es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das genannte Gutachten vom 
1. Dezember 2021 als beweiskräftig angesehen und darauf abgestellt hat. Daraus folgt, 
dass der Beschwerdeführer bei Ablauf des Wartejahres im Februar 2015 in seiner ange-
stammten Tätigkeit noch zu 50 % arbeitsfähig war, während in einer leidensangepassten 
Tätigkeit eine 90%ige Arbeitsfähigkeit bestand. Soweit sich der Beschwerdeführer demge-
genüber auf den Standpunkt stellt, ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn habe gemäss 
dem MGSG-Gutachten auch in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit bestanden, geht er fehl. Wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Du-
plik zutreffend darauf hingewiesen hat, äussert sich der orthopädische Sachverständige 
unter Ziff. 8 "Ausführung und Beantwortung der Fragen" zur Arbeitsfähigkeit dahingehend, 

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dass für adaptierte Tätigkeiten im Rahmen der posttraumatischen Rehabilitation von Fe-
bruar bis Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Ab Juli 2014 hinge-
gen geht der Gutachter in körperlich leichten Tätigkeiten, abwechselnd sitzend und ste-
hend, ohne häufig inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, bei vermehrtem 
Pausenbedarf und voller Stundenpräsenz von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-
act. 103 S. 12). Geht die Beschwerdegegnerin somit davon aus, dass bei Ablauf des War-
tejahres eine Arbeitsfähigkeit von 90 % für leidensangepasste Tätigkeiten gegeben war, 
steht dies im Einklang mit der gutachterlichen Einschätzung. Damit hat es sein Bewenden. 

5. Der Beschwerdeführer beanstandet im Weiteren die von der Beschwerdegegnerin 
vorgenommene Invaliditätsbemessung. 

5.1
5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat 
dabei so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die 
versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist. 
Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 
E. 4.1 mit Hinweis). Auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnitts-
verdienst ist abzustellen, wenn das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke 
und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen aufweist (ZAK 
1985 S. 466 E. 2c; vgl. auch AHI 1999 S. 240 E. 3b mit Hinweisen und ZAK 1990 S. 519 
E. 3c).

5.1.2 Der Beschwerdeführer verunfallte am 7. Februar 2014. Zur Bestimmung des Vali-
deneinkommens ist daher von den bis Ende 2013 erzielten Einkünften auszugehen. Zum 
damaligen Zeitpunkt war der Beschwerdeführer bei der D.________ AG erwerbstätig. Da 
das dabei vom Beschwerdeführer erzielte Einkommen gemäss IK-Auszug vom 22. Juni 
2015 (IV-act. 4) starke Schwankungen aufwies, stellte die Beschwerdegegnerin auf den 
Durchschnittslohn der letzten fünf Jahre vor dem Unfall (2009 bis 2013) ab. Soweit der 
Beschwerdeführer dagegen vorbringt, er habe sich erst kurz vor dem Unfallereignis anstel-
len lassen, weshalb er aufgrund der Startphase finanziell noch nicht auf dem Level gewe-
sen sei, wie er es per 1. Dezember 2015 aufgrund der raschen Weiterentwicklung seines 
Betriebes im Validenfall gewesen wäre, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Beschwer-
degegnerin zutreffend aufgezeigt hat, war der Beschwerdeführer bereits seit Januar 2001 

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bei der D.________ AG anstellt. Dies geht sowohl aus dem IK-Auszug hervor, indem ab 
Januar 2001 bis Ende 2013 – mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2004 – Einkommen 
der D.________ AG abgerechnet wurden (vgl. IV-act. 4), als auch aus der Schadenmel-
dung UVG (vgl. IV-act. 6 S. 2) und dem Fragebogen für Arbeitgebende vom 3. Juli 2015 
(vgl. IV-act. 7 S. 1) mit Angabe des Anstellungsbeginns im Januar 2001. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers kann somit nicht von einem kurz vor dem Unfall ein-
gegangenen Anstellungsverhältnis die Rede sein, zumal im Einwand vom 18. Februar 
2022 im Widerspruch dazu noch vorgebracht wurde, er habe sich kurz vor dem 
Unfallereignis selbständig erwerbend gemacht (vgl. IV-act. 112 S. 2). 

Ebenfalls nicht gehört werden kann der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, sein 
Arbeitspensum habe vor Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich 50 % betragen, 
sodass er auch nur in diesem Umfang entlöhnt worden sei. Aktenkundig ist, dass der 
Beschwerdeführer selbst sowohl in der IV-Anmeldung (vgl. IV-act. 1 S. 4) als auch in der 
Schadenmeldung UVG (vgl. IV-act. 6 S. 2) sein Arbeitspensum bei der D.________ AG 
zum Unfallzeitpunkt mit 100 % angegeben hat. Nichts anderes geht aus dem 
Arbeitgeberfragebogen hervor, ist auch darin die Rede davon, dass der Beschwerdeführer 
vor Eintritt des Gesundheitsschadens bei der D.________ AG in einer 42-Stunden-Woche, 
mithin einem Vollzeitpensum, beschäftigt gewesen und das Pensum erst im Frühjahr 
2014, mithin nach dem Unfall, reduziert worden sei (ca. 20-Stunden-Wochen; vgl. IV-act. 7 
S. 2). Mit der Beschwerdegegnerin ist somit einig zu gehen, dass der Beschwerdeführer 
schon vor dem Unfall in einem Vollzeitpensum erwerbstätig war. Davon geht im Übrigen 
auch die Unfallversicherung in ihrer Verfügung vom 18. Dezember 2017 aus (vgl. IV-
act. 48 S. 4). Entsprechend kann der Beschwerdeführer auch aus dem Schreiben der 
D.________ AG vom 10. März 2022 (IV-act. 114 S. 2) nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Dabei ist noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem 
Unfallereignis ein Vollzeitpensum leistete. Angesichts des soeben Ausgeführten besteht 
keine Veranlassung, das von der Verwaltung angenommene Valideneinkommen in der 
Höhe von Fr. 32'692.– einem 50 %-Pensum zuzuordnen und auf ein Vollpensum 
(Fr. 65'384.–) hochzurechnen. Dieser Schluss verbietet sich auch deshalb, weil im 
Arbeitgeberfragebogen explizit angegeben wurde, dass der Jahreslohn von Fr. 30'000.– 
der Arbeitsleistung, die ja gleichzeitig mit einer 42-Stunden-Woche angegeben wurde, 
entspreche (vgl. IV-act. 7 S. 2). Da von einer Einvernahme seiner Ehefrau sowie einer 
Befragung des Beschwerdeführers selbst diesbezüglich keine neuen Erkenntnisse zu er-
warten sind, ist dieser Beweisantrag in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung abzuwei-
sen. 

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Urteil S 2022 69

Geht die Beschwerdegegnerin von einem auf das Jahr 2015 aufindexierten 
Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 32'692.– aus, trug sie den 
Einkommensschwankungen der letzten Jahre vor dem Unfall Rechnung. Wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hingewiesen hat, gibt es vorliegend keinerlei 
Anhaltspunkte für das vom Beschwerdeführer mit über Fr. 65'000.– geltend gemachte 
Valideneinkommen, zumal in den letzten drei Jahren vor dem Unfall lediglich Einkommen 
zwischen Fr. 15'000.– und Fr. 30'000.– abgerechnet wurden (vgl. IV-act. 4 S. 3). Im 
Übrigen ist zu berücksichtigen, dass sowohl in der Verfügung der Unfallversicherung vom 
18. Dezember 2017 (vgl. IV-act. 48 S. 4) als auch in der Verfügung der IV-Stelle betreffend 
Berechnung des Taggeldansatzes (vgl. IV-act. 60) von einem Jahreseinkommen zum 
Unfallzeitpunkt von Fr. 30'000.– ausgegangen wurde und der Beschwerdeführer dagegen 
keinerlei Einwände vorgebracht hat. Darüber hinaus gab auch der Beschwerdeführer 
selbst sein monatliches Bruttoeinkommen in der IV-Anmeldung mit Fr. 2'500.– an (vgl. IV-
act. 1 S. 4), was hochgerechnet auf ein Jahr ebenfalls einem Einkommen von Fr. 30'000.– 
entspricht. Im Arbeitgeberfragebogen vom 3. Juli 2015 ist sodann ebenfalls von einem 
AHV-beitragspflichtigen Lohn für das Jahr vor dem Unfall in der Höhe von Fr. 30'000.– die 
Rede (vgl. IV-act. 7 S. 2). Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin von einem Valideneinkommen in der gleichen Grössenordnung 
ausgegangen ist. Entgegen der Berechnung der Beschwerdegegnerin resultiert aus dem 
Durchschnitt der letzten fünf Jahre jedoch ein leicht höheres Jahreseinkommen von 
Fr. 32'396.– ([Fr. 56'979.– + Fr. 45'000.– + Fr. 30'000.– + Fr. 15'000.– + Fr. 15'000.–] / 5). 
Angepasst an die Nominallohnentwicklung ist ein Valideneinkommen in der Höhe von 
Fr. 32'712.– (Fr. 32'396.– / 102.5 [2013] x 103.5 [2015]) anzunehmen. 

5.2
5.2.1 Bezüglich des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin vom Durch-
schnittslohn der Männer, Tabelle TA1, ganzer privater Sektor, Kompetenzniveau 1 aus. 
Bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 Stunden und angepasst an 
die Nominallohnentwicklung sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs 
in der Höhe von 10 % ergab sich bei einer 90%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkom-
men von Fr. 53'973.– (vgl. IV-act. 108). 

5.2.2 Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer eine rechtsfehlerhafte Ermittlung des In-
valideneinkommens und beruft sich dabei auf das Rechtsgutachten "Grundprobleme der 
Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" vom 22. Januar 2021 und die 

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Schlussfolgerungen daraus. Diese Einwände sind nicht stichhaltig. Das Bundesgericht hat 
nämlich mit BGE 148 V 174 E. 9.2.3 und 9.2.4 mit Blick auf die vom Beschwerdeführer 
angerufenen Rechtsgutachten und Schlussfolgerungen entschieden, dass keine ernsthaf-
ten sachlichen Gründe für eine Änderung der bisherigen Rechtsprechung zur Ermittlung 
des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte vorliegen. Betreffend Fälle, welche – 
wie vorliegend – nach der bisherigen Rechtslage zu beurteilen sind, hält das Bundesge-
richt somit ausdrücklich an der Anwendbarkeit der LSE-Tabellen fest und stellt dabei wei-
terhin auf den LSE-Medianlohn statt das unterste Quartil Q1 des Tabellenwerts ab. Als 
Korrekturinstrumente für eine einzelfallgerechte gegenüber einer standardisierten Betrach-
tung verweist das Bundesgericht auf die Möglichkeiten eines Abzugs vom Tabellenlohn 
sowie der Parallelisierung. Wie das soeben Dargelegte zeigt, entspricht das Abstellen auf 
die Tabelle TA1, Totalwert und Zentralwert (Median) der Rechtsprechung. Gemäss den 
Erwägungen des Bundesgerichts besteht kein Anlass, davon abzuweichen und auf den 
unteren Quartilsbereich Q1 abzustellen, weshalb der Beschwerdeführer mit seinen dies-
bezüglichen Einwänden nicht zu hören ist. 

5.2.3 Darüber hinaus rügt der Beschwerdeführer den von der Beschwerdegegnerin vor-
genommene leidensbedingte Abzug von 10 % und beantragt einen solchen von mindes-
tens 20 %. Zur Begründung verweist er auf die leidensbedingten Einschränkungen, den 
vermehrten Pausenbedarf und den Beschäftigungsgrad. Zunächst ist zu bedenken, dass 
die Höhe des Abzuges – im Gegensatz zur Frage, ob überhaupt ein leidensbedingter Ab-
zug vorzunehmen ist – eine Ermessensfrage darstellt und das Sozialversicherungsgericht 
sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzt 
(BGE 126 V 75 E. 6). Vorliegend besteht gerade kein Anlass, in das diesbezügliche Er-
messen der Verwaltung einzugreifen. Mit der Beschwerdegegnerin ist einig zu gehen, 
dass sich beim Beschwerdeführer lediglich das Kriterium der leidensbedingten Einschrän-
kungen einkommensmindernd auswirkt. Dem wurde mit der Gewährung eines leidensbe-
dingten Abzugs von 10 % angemessen Rechnung getragen. Die Rechtsprechung aner-
kennt unter dem Titel Beschäftigungsgrad lediglich bei Männern, welche aus gesundheitli-
chen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, einen Abzug vom Tabellen-
lohn nach BGE 126 V 75. Dagegen rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich voll-
zeitlich arbeitsfähige versicherte Person krankheitsbedingt lediglich reduziert leistungs-
fähig ist, keinen über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähigkeit und 
damit des Rendements hinausgehenden Abzug (BGer 9C_380/2015 vom 17. November 
2015 E. 3.2.3). Da der Beschwerdeführer lediglich noch zu 90 % arbeitsfähig ist, indessen 
nichts dagegenspricht, dass er diese in einem ganztägigen Pensum verwerten kann, 

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Urteil S 2022 69

rechtfertigt sich somit unter dem Titel Beschäftigungsgrad kein Abzug. Dem vermehrten 
Pausenbedarf wurde bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit auf 90 % ebenfalls ge-
bührend Rechnung getragen. Eine nochmalige Berücksichtigung ist nicht statthaft. Nicht 
ins Gewicht fällt sodann die Ausländereigenschaft des Beschwerdeführers, da er im Besit-
ze einer Niederlassungsbewilligung der Kategorie C ist und seiner Erwerbstätigkeit seit 
1988 immer in der Schweiz nachgegangen ist. Zu guter Letzt wirken sich auch die Fakto-
ren Alter und Dienstjahre bzw. Betriebszugehörigkeit rechtsprechungsgemäss im Kompe-
tenzniveau 1 nicht zwingend lohnsenkend aus (BGer 9C_439/2018 vom 31. Januar 2019 
E. 4.3.2 mit weiteren Hinweisen). Insgesamt besteht somit keine Veranlassung, im Zu-
sammenhang mit dem gewährten Leidensabzug in das diesbezügliche Ermessen der 
Verwaltung einzugreifen, zumal selbst bei Berücksichtigung des maximalen Abzugs von 
25 % kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde. Damit ist das von der 
Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen von Fr. 53'973.– nicht zu 
beanstanden.

5.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 32'712.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 53'973.– ergibt sich keine Erwerbseinbusse, weshalb die Ablehnung des Renten-
anspruchs nicht zu beanstanden ist. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet 
und sie ist vollumfänglich abzuweisen.

6. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensausgang angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen. 

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Urteil S 2022 69

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 29. November 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am