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**Case Identifier:** 442df324-f920-5a56-b8b1-2b568b676d90
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.03.2024 IV 2023/57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-57_2024-03-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/57

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.07.2024

Entscheiddatum: 04.03.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2024
Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweiskräftigem Gutachten ist der 
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. Indes 
besteht retrospektiv befristet eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit. Unter 
Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % ist die Beschwerde 
teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer befristet eine halbe 
Rente zuzusprechen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 4. März 2024, IV 2023/57). Aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_236/2024.

Entscheid vom 4. März 2024

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela 

Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2023/57

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Sébastien Touton, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) Staatsangehöriger von B.___ und C.___ und am 

5. Oktober 2014 in die Schweiz eingereist (IV-act. 73-5), war bei der D.___ AG als 

Hilfsarbeiter im Bereich Heizung-Sanitär tätig (Angaben Arbeitgeberin vom 

1. Dezember 2016, IV-act. 10), als er am 14. Januar 2016 auf der Baustelle ausrutschte 

und auf die linke Schulter fiel (Schadenmeldung UVG, Fremdakten, act. 1). Eine MRT 

des linken Schultergelenkes am 18. März 2016 ergab eine höhergradige SLAP-Läsion 

sowie Tendinopathien der langen Bizeps-, der Subscapularis- und der 

Supraspinatussehne (Fremdakten, act. 26).

A.a. 

Wegen persistierender Beschwerden stellte der Versicherte am 26. Oktober 2016 

ein erstes Gesuch um Leistungen der IV (IV-act. 1). Die Schulterverletzung wurde am 

17. Februar 2017 operativ versorgt (Schulterarthroskopie links mit Weichteiltenodese 

der langen Bicepssehne sowie Anfrischung der Subscapularisruptur und des 

Footprints, Acromioplastik, Operationsbericht vom 23. Februar 2017, IV-act. 16-26 f.; 

Austrittsbericht Spital Wil vom 24. Februar 2017, IV-act. 16-22 ff.). Vom 3. Oktober bis 

7. November 2017 erfolgte eine stationäre Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon, die 

dem Versicherten bei Austritt für die bisherige Tätigkeit als angelernter Sanitär eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit und für leichte Tätigkeiten eine ganztägige 

Arbeitsfähigkeit attestierte (Austrittsbericht vom 13. November 2017, Fremdakten, 

act. 156).

A.b. 

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Die RAD-Ärztin hielt in ihrer Stellungnahme vom 15. Dezember 2017 fest, es 

bestehe ab sofort Eingliederungspotential und eine Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten von 100 % (IV-act. 32). Die IV-Stelle wies das Gesuch um berufliche 

Massnahmen (Mitteilung vom 8. Januar 2018, IV-act. 35) und das Rentenbegehren ab 

(Verfügung vom 24. Mai 2019, IV-act. 55). Die vorsorglich erhobene Beschwerde liess 

der Beschwerdeführer am 12. Juli 2019 vorbehaltlos zurückziehen (IV-act. 65 ff.; 

Abschreibungsverfügung Versicherungsgericht Verfahren IV 2019/165 vom 30. Juli 

2019 IV-act. 66).

A.c. 

Zwischenzeitlich ergaben MRT-Untersuchungen vom 17. April 2019 

zusammenfassend degenerative Veränderungen im Bereich der HWK 4 bis 7 und einen 

unauffälligen Befund der linken Schulter (IV-act. 80). Med. pract. E.___, Fachärztin für 

Neurologie, fand elektrophysiologisch Hinweise auf ein sensomotorisches 

Carpaltunnelsyndrom rechts und ein rein sensibles Carpaltunnelsyndrom links (Bericht 

vom 11. Oktober 2017, Fremdakten, act. 145-2). Der Versicherte nahm am 

5. September 2019 eine Therapie bei Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, auf, der eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.11) und 

eine PTBS (ICD-10 F43.1) nach einem Arbeitsunfall 2016 diagnostizierte (Arztbericht 

vom 30. Dezember 2019, IV-act. 84).

A.d. 

Am 5. Dezember 2019 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 71). Die RAD-Ärztin befand, aus somatischer Sicht bestehe 

eine 100%ige und aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, steigerbar, 

mit sofortigem Eingliederungspotential (Stellungnahme vom 12. Januar 2021, IV-

act. 103). Die IV-Stelle sprach dem Versicherten Arbeitsvermittlung (Mitteilung vom 

21. Juli 2021, IV-act. 137) sowie eine berufliche Abklärung in der Werkstatt G.___ vom 

19. April 2021 bis 18. Oktober 2021 zu (Eingliederungspläne vom 25. März 2021, IV-

act. 118, und vom 20. Juli 2021, IV-act. 135; Mitteilungen vom 6. April 2021, IV-

act. 121, und 21. Juli 2021, IV-act. 138). In dessen Rahmen wurde der Versicherte bei 

der H.___ & Co. in der Instandhaltung eingesetzt. Das Pensum von 50 % konnte der 

Versicherte stabil einhalten, eine Steigerung auf 6 Std./Tag scheiterte gemäss dem 

Versicherten wegen der Schmerzen (zum Ganzen vgl. Gesprächs- und 

Verlaufsprotokolle IV-act. 127, IV-act. 125, IV-act. 134, IV-act. 129, IV-act. 155, IV 144, 

Schlussbericht berufliche Abklärung, IV-act. 145, sowie Assessment- und 

A.e. 

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Verlaufsprotokoll, IV-act. 146). Die beruflichen Massnahmen wurden mit Hinweis auf 

die erfolgte Wiedereingliederung an einem Nischenarbeitsplatz mit einem Pensum von 

60 % abgeschlossen (IV-act. 146-12; Mitteilung vom 8. November 2021, IV-act. 148).

Nach Aktualisierung der medizinischen Unterlagen gab die IV-Stelle ein 

polydisziplinäres Gutachten (Orthopädie, Innere Medizin, Psychiatrie, Neurologie) in 

Auftrag, welches der Swiss Medical Assessment- and Business- Center AG (SMAB) 

St. Gallen zugelost wurde (IV-act. 170). Die Gutachter diagnostizierten als für die 

Arbeitsfähigkeit relevant einen St. n. Schulterarthroskopie links mit Anfrischung 

subscapularis, Bizepssehnentenodese und Acromioplastik am 17. Februar 2017, 

Stenosen der Neuroforamina C4/5 rechts, C5/6 beidseits sowie C6/7 rechts mehr als 

links mit Protrusionen sowie ein Carpaltunnelsyndrom beidseits. Ohne Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit bestünden unter anderem eine mittelgradige depressive Störung, 

aktuell remittiert (ICD-10: F32.5), eine posttraumatische Belastungsstörung in 

subsyndromaler Form (ICD-10: F43.1), Probleme im Zusammenhang mit anderen 

psychosozialen, persönlichen und umgebungsbedingten Umständen (ICD-10: Z65.9) 

sowie ein Tremor des linken Arms unklarer Genese (IV-act. 177-7). Die Experten kamen 

zum Schluss, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 % seit 17. Februar 2017. In einer angepassten Tätigkeit sei der Versicherte zu 

100 % arbeitsfähig. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit habe nach der 

Schulterarthroskopie vom 17. Februar 2017 bis 1. April 2021 (richtig: 2017, IV-act. 182) 

bestanden (Gutachten vom 1. September 2022; IV-act. 177-10). Der RAD hielt in der 

Stellungnahme vom 8. September 2022 fest, auf das Gutachten könne abgestellt 

werden (IV-act. 179).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 2. Dezember 2022 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Rentengesuchs. Zur 

Begründung führte sie aus, dass gestützt auf das Gutachten eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestehe und der Versicherte keine 

invaliditätsberechtigende Erwerbseinbusse erleide (IV-act. 183).

A.g. 

Mit Einwand vom 23. Januar 2023 liess der Versicherte im Wesentlichen geltend 

machen, gemäss der beruflichen Abklärung und den behandelnden Ärzten sei er an 

einem Nischenarbeitsplatz zu maximal 50 % arbeitsfähig. Aufgrund des Alters und der 

A.h. 

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B.  

fehlenden Sprachkenntnisse könne er die Arbeitsfähigkeit an einem anderen 

Arbeitsplatz nicht verwerten. Es sei daher von einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 % auszugehen (IV-act. 191).

Die IV-Stelle verfügte am 10. Februar 2023 gemäss Vorbescheid. Sie führte aus, im 

Einwand würden keine neuen medizinisch begründbaren wesentlichen Änderungen der 

Befunde oder Symptome mitgeteilt, welche nicht bereits zum Zeitpunkt des 

Vorbescheides bekannt gewesen seien. Auch würden keine Gründe vorgebracht, 

weshalb die (gutachterliche) medizinische Beurteilung falsch sei. Es seien sodann keine 

Gründe ersichtlich, weshalb die Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet werden könne (IV-

act. 193).

A.i. 

Mit Beschwerde vom 16. März 2023 beantragt der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt MLaw S. Touton, die Verfügung vom 

10. Februar 2023 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen vollumfänglich 

aufzuheben und es sei ihm mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen; eventualiter 

sei die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen. Weiter seien ihm die unentgeltliche Rechtspflege und die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen. Er rügt, die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Gutachter stehe im Widerspruch zu sämtlichen 

Bemühungen zur Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit und zur Einschätzung 

des behandelnden Psychiaters. Für die Festsetzung des Invaliditätsgrades könne somit 

nicht auf das polydisziplinäre Gutachten abgestellt werden. Trotz Bemühungen sei es 

ihm aufgrund der persistenten Schmerzen nicht möglich gewesen, das Arbeitspensum 

auf über 60 % zu steigern. Die linke Hand könne er nur als Zudienhand nutzen, wobei 

bei einer Überforderung verstärkte Schmerzen aufträten. Eine arbeitslimitierende 

Einschränkung der linken Hand bzw. des linken Arms sei im Gutachten vom 1. 

September 2022 jedoch mit keinem Wort erwähnt worden. Inzwischen arbeite er an 

einem Nischenarbeitsplatz des Unternehmens H.___ & Co. in einem Pensum von 

65,2 % (siehe dazu den beigelegten Arbeitsvertrag vom 27. September 2022, 

act. G 1.1.2), wobei die Arbeitgeberin ansonsten grundsätzlich keine 

Nischenarbeitsplätze im Teilzeitpensum anbiete. Hierbei handle es sich um einen 

B.a. 

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Nischenarbeitsplatz auf dem zweiten Arbeitsmarkt mit leichten und wenig 

anspruchsvollen Tätigkeiten. Eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt habe sich 

nach dem Praktikum und den Massnahmen zur beruflichen Integration als unrealistisch 

erwiesen, weil er hierfür zwei gesunde Hände benötigen würde. Mit dem Hinweis, dass 

der Arbeitsmarkt Stellen biete, bei denen leichte Maschinenarbeiten zu verrichten 

seien, komme die Beschwerdegegnerin der diesbezüglichen Konkretisierungspflicht 

nicht genügend nach. Unter Berücksichtigung der mangelhaften Ausbildung und 

fehlenden Sprachkenntnissen sei eine längerfristige Anstellung auf dem ersten 

Arbeitsmarkt erst recht unrealistisch. Für die Berechnung des Invaliditätsgrades sei auf 

den aktuellen Monatslohn von Fr. 800.-- und ein Valideneinkommen von Fr. 67'963.-- 

abzustellen (act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, die 

psychiatrische Gutachterin sei auf die Diagnose (einer PTBS) von Dr. F.___ dezidiert 

eingegangen und habe sich mit dem funktionellen Schweregrad und der Konsistenz 

ausführlich auseinandergesetzt. Das polydisziplinäre bzw. psychiatrische Gutachten 

entspreche den Anforderungen der Rechtsprechung. Insgesamt lasse der 

Beschwerdeführer keine feststellbaren Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen 

der Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet seien, zu einer abweichenden 

Beurteilung zu führen. Die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit begründeten sich 

nachvollziehbar im orthopädischen und neurologischen Fachgebiet. Die gutachterliche 

Einschätzung sei unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den 

Eingliederungsmassnahmen erfolgt. Mangels medizinischen Fachwissens seien 

Eingliederungsverantwortliche zudem nicht in der Lage zu beurteilen, welche 

Belastungen die versicherte Person maximal tolerieren könne, ohne dass ihre 

Gesundheit dadurch weiter beeinträchtigt würde. Dass der Beschwerdeführer motiviert 

sei, gern arbeite und über gute handwerkliche Fähigkeiten verfüge, bedeute nicht 

zwingend, dass er den maximal zumutbaren Einsatz geleistet habe. Die beim 

Beschwerdeführer vorliegenden ausschliesslich qualitativen Einschränkungen seien 

nicht derart gravierend, dass geeignete Stellen auf dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht 

denkbar wären. Weitergehende Sprachkenntnisse seien für eine Vielzahl von 

Tätigkeiten nicht nötig. Für die Bemessung des Invalideneinkommens sei das 

B.b. 

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Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Zumutbarkeitsprofil gemäss Gutachten massgebend. Für die Berücksichtigung des 

tatsächlichen Lohns bestehe daher kein Raum (act. G 3).

Die Präsidentin des Versicherungsgerichts bewilligt dem Beschwerdeführer am 

4. Mai 2023 die unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung; act. G 5).

B.c. 

In seiner Replik vom 16. August 2023 führt der Beschwerdeführer aus, eine 

eingehende Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen aus den 

Eingliederungsmassnahmen habe nicht stattgefunden. Der orthopädische Gutachter 

habe nicht berücksichtigt, dass die geschilderten Schmerzen aufgrund der 

Überbelastung erst nach einer gewissen Zeit aufträten und diese im Rahmen der 

einmaligen Untersuchung gar nicht abschätzen können. Eingliederungsfachleute seien 

zwar keine Mediziner, aber dennoch gerade beim hier offensichtlichen Zittern der Hand 

nach einer Überbelastung in der Lage abzuschätzen, ob eine weitere Arbeitstätigkeit 

sinnvoll und angemessen sei. Die sinngemäss ausgedrückte Annahme der 

Beschwerdegegnerin, dass er seine Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpfe, stehe im 

Widerspruch zu den Erkenntnissen aus den Eingliederungsmassnahmen. Die 

Beschwerdegegnerin verkenne, dass er bereits an einem Nischenarbeitsplatz arbeite 

und es ihm nicht möglich (gewesen) sei, eine andere Stelle, bei welcher er ein 

rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne, zu finden und anzutreten. Selbst 

die Eingliederungsverantwortlichen hätten festgehalten, dass ein Praktikum in einem 

anderen Betrieb oder eine Arbeitsvermittlung nicht zielführend sei. Unter den 

gegebenen Umständen sei es ihm nicht möglich, seine allfällige Restarbeitsfähigkeit 

vollständig auszuschöpfen (act. G 12).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 14). B.e. 

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Erwägungen

1.  

Der Anspruch auf eine ordentliche Rente der IV setzt unter anderem voraus, dass 

die versicherte Person bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren 

Beiträge geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Im eurointernationalen Verhältnis sind die in 

EU/EFTA-Staaten erworbenen Beitragszeiten mitzuberücksichtigen, wobei die in der 

Schweiz erbrachte Beitragszeit mindestens ein Jahr betragen muss (vgl. U. Meyer/

M. Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N 3 f. zu 

Art. 36). Der Beschwerdeführer erfüllt dies unter Berücksichtigung der in B.___ 

geleisteten Beiträge (IV-act. 46-2 und IV-act. 76-1).

1.1. 

Nach vorgängiger rechtskräftig gewordener Abweisung eines Rentenanspruchs 

trat die Beschwerdegegnerin aufgrund des veränderten Gesundheitszustandes zu 

Recht auf das neue Gesuch vom 5. Dezember 2019 (IV-act. 71) ein und prüfte es 

umfassend.

1.2. 

In der angestammten Tätigkeit als Hilfssanitär liegt unbestritten seit der 

Schulteroperation vom 17. Februar 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor (RAD-

Stellungnahme vom 8. September 2022, IV-act. 179-3). Ein allfälliger Rentenanspruch 

besteht somit nach erfülltem Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und nach 

Ablauf der sechsmonatigen Frist nach Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab 1. Juni 2020 

(vgl. BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.).

1.3. 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 10. Februar 2023. Am 1. Januar 2022 sind 

mit der Revision zur Weiterentwicklung der Invalidenversicherung verschiedene 

Änderungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 

831.201) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). 

Demnach sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 

anwendbar, da die angefochtene Verfügung einen unter Geltung des alten Rechts 

entstandenen Rentenanspruch zum Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über 

Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Diese werden 

nachfolgend in dieser Fassung zitiert.

1.4. 

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Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.5. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.6. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -

ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

1.7. 

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2.  

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.8. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.9. 

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das SMAB-

Gutachten, gemäss welchem dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit zumutbar ist. Zu prüfen ist die Beweistauglichkeit des 

Gutachtens.

2.1. 

Die Gutachter erhoben in ihren Teilgutachten ausführlich die Anamnesen. Dabei 

beklagte der Beschwerdeführer hauptsächlich Schmerzen in der linken Schulter und 

Beschwerden im linken Arm, den er kaum anheben könne. Ein Tremor an der linken 

Hand bestehe seit der Schulteroperation und würde durch Nervosität und Schmerzen 

hervorgerufen bzw. verstärkt. Auch habe er linksseitig Nackenschmerzen (IV-

act. 177-32, 34 ff.; IV-act. 177-47, 49 ff.; IV-act. 177-57, 59 ff.; IV-act. 177-73, 75 ff.). In 

üblicher Art und Weise wurden die Befunde erhoben, wobei von der linken Schulter 

eine Röntgenaufnahme angefertigt wurde (IV-act. 177-36; IV-act. 177-51 ff.; IV-

act. 177-62 ff.; IV-act. 177-78 ff.). Die medizinische Beurteilung erfolgte, soweit 

relevant, gestützt auf die medizinischen Vorakten, namentlich auf den Austrittsbericht 

der Rehaklinik Bellikon vom 13. November 2017 (IV-act. 177-38 f.), die Berichte der 

Dres. F.___ (IV-act. 177-66) und E.___ (IV-act. 177-80 f.).

2.2. 

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Zu keiner Diskussion Anlass gibt das internistische Gutachten, wonach ein oral 

therapierbarer Diabetes mellitus Typ II ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

besteht (IV-act. 177-52).

2.3. 

Der orthopädische Gutachter kam nachvollziehbar zum Schluss, eine konsistente 

signifikante Funktionseinschränkung finde sich an der linken Schulter insgesamt nicht 

(IV-act. 177-39). Der bildgebende Befund der Halswirbelsäule zeige keine 

Neurokompression; in der klinischen Untersuchung sei die HWS frei und schmerzlos 

beweglich gewesen. Aus präventivmedizinischer Sicht bestehe aufgrund der 

Neuroforamenstenose eine verminderte Belastbarkeit (IV-act. 177-39). Aufgrund 

dessen erweist sich die attestierte volle Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten mit einer 

Gewichtslimite von 10 kg ohne Arbeiten in Vorneige, Zwangshaltungen, repetitives 

Beugen des linken Armes, Überkopfarbeit und ohne Ersteigen von Leitern oder 

Gerüsten als nachvollziehbar.

2.4. 

Der behandelnde Psychiater Dr. F.___ hatte gemäss Verlaufsbericht vom 

4. Oktober 2021 bei einer diagnostizierten mittelgradigen depressiven Störung und 

einer PTBS nach Arbeitsunfall noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in physisch nicht 

anstrengenden Tätigkeiten ohne Zeit- und Leistungsdruck attestiert (IV-act. 142). Bei 

der Befragung durch die psychiatrische Gutachterin gab der Beschwerdeführer an, 

aufdrängende, wie ein Film ablaufende belastende Erinnerungen kenne er nicht. Ab und 

zu träume er vom Unfall. Er sei in der Lage, positive Gefühle zu empfinden. 

Wutausbrüche ohne oder aus geringem Anlass kenne er nicht. Wegen fehlender Arbeit 

träten ab und zu Versagensgefühle auf und er distanziere sich von anderen Menschen, 

um mögliche Fragen zu vermeiden (IV-act. 177-59). Die psychiatrische Gutachterin 

konnte keine Befunde wie Antriebsminderung, Lust- und Interesselosigkeit, 

Konzentrationsschwierigkeiten und Ermüdbarkeit feststellen. Sie fand gestützt auf die 

erhobenen Befunde keine auf eine behandlungsbedürftige Depression oder 

Angststörung hinweisenden Auffälligkeiten mehr, weshalb ihre Beurteilung der 

Depression als remittiert einleuchtet. Ebenfalls schlüssig legt sie dar, inwiefern die 

Diagnosekriterien einer manifesten PTBS nicht vorlägen (vgl. IV-act. 177-66 f.). Ihre 

Einschätzung einer psychisch bedingten 50%igen Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt 

der Begutachtung und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab dieser (IV-act. 177-68 f.) 

ist damit nachvollziehbar und stimmt mit den vorliegenden Beurteilungen von Dr. F.___ 

überein.

2.5. 

Der neurologische Gutachter konnte keine eindeutigen klinischen Hinweise für eine 

Radikulopathie C6 links erheben. Er führte aus, hinsichtlich des Carpaltunnelsyndroms 

würden keine alltagsrelevanten Beeinträchtigungen angegeben und es fänden sich 

2.6. 

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3.  

Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die gutachterliche Einschätzung stehe im 

Widerspruch zur Beurteilung behandelnder Ärzte sowie zu den Erkenntnissen aus der 

beruflichen Abklärung in den Werkstätten G.___ bzw. im Unternehmen H.___ & Co., 

welche von den Gutachtern nicht gewürdigt worden seien. 

auch keine klinisch-neurologisch wegweisenden Befunde. Indes könnten repetitive 

Beugebewegungen in den Handgelenken zu einer deutlichen Verschlechterung führen. 

Die ätiologische und nosologische Zuordnung des Tremors links bleibe unklar. Gegen 

einen essenziellen Tremor sprächen – neben der Einseitigkeit – der berichtete zeitliche 

Zusammenhang zur Schulteroperation und das häufig zu beobachtende Sistieren bei 

Ablenkung. Er sei nicht konsistent zu beobachten. Für grobmotorische Aufgaben dürfte 

dieser nicht relevant sein (IV-act. 177-81). Während der beruflichen Massnahme 

verschwand der Tremor bei Handeinsatz (IV-act. 150-3), weshalb plausibel erscheint, 

dass er die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigt. In Anbetracht dieser 

Ausführungen erscheint die attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten folgerichtig.

Zusammenfassend erfüllt das polydisziplinäre Gutachten die Anforderungen der 

Rechtsprechung an die Beweistauglichkeit (so auch die RAD-Stellungnahme vom 

8. September 2022, IV-act. 179).

2.7. 

Dr. med. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, begründete seine 

Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten in den 

Verlaufsberichten vom 2. April 2020 (IV-act. 93-2 ff.), vom 21. Januar 2021 (IV-act. 105) 

und vom 4. Februar 2022 (IV-act. 152-2 ff.) lediglich mit dem Hinweis bzw. mit der 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer in diesem Umfang im Rahmen der beruflichen 

Abklärung an einem geschützten Arbeitsplatz arbeite. Gegenüber der 

Eingliederungsverantwortlichen äusserte er, die Schulter- und Nackenschmerzen des 

Beschwerdeführers seien chronisch und der linke Arm sei nicht belastbar (IV-

act. 146-2, Eintrag vom 8. Juni 2021). Weiter legt er nicht dar, inwiefern und inwieweit 

sich die bildgebend erhobenen Befunde auf die klinisch objektivierte funktionelle 

Leistungsfähigkeit auswirken würden. Dr. F.___ hielt im aktuellsten vorhandenen 

Verlaufsbericht vom 4. Oktober 2021 fest, nach dem bisherigen Verlauf der Therapie 

und dem aktuellen psychischen Zustand sei auch in Zukunft höchstens mit einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (IV-act. 142-2). Diese prognostische Aussage 

vermag die echtzeitliche Beurteilung der psychiatrischen Gutachterin nicht zu 

entkräften, wonach ab dem Zeitpunkt ihrer Untersuchung am 27. Juni 2022 keine 

relevanten Befunde mehr zu erheben waren (s. E. 2.5). Weitere Einschätzungen der 

3.1. 

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Arbeitsfähigkeit existieren für den massgebenden Zeitraum (Beginn Wartejahr am 

1. Juni 2019 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. Februar 2023) nicht. 

Somit sind keine Berichte behandelnder Ärzte vorhanden, welche die gutachterliche 

Beurteilung in Zweifel ziehen könnten.

 3.2. 

Die berufliche Abklärung dauerte insgesamt vom 19. April 2021 bis 18. 

Oktober 2021. Die Massnahme erfolgte zunächst intern in der Werkstätte G.___ und ab 

dem 17. Mai 2021 extern an einem Nischenarbeitsplatz im Unternehmen H.___ &Co. 

(IV-act. 127-4). Der Beschwerdeführer begann mit einem Pensum von 4 Stunden an 

5 Tagen (IV-act. 145-6; IV-act. 127). Am 17. Mai 2021 arbeitete er erstmals 6 Stunden, 

wodurch seine Schmerzen viel stärker wurden und der Hausarzt ihn bis zunächst zum 

8. Juni 2021 zu 50 % arbeitsunfähig schrieb (IV-act. 127-3). Der Beschwerdeführer gab 

zu Protokoll, einer Steigerung von 50 % auf 100 % stehe die Beurteilung des 

Hausarztes Dr. I.___ entgegen (IV-act. 145-4). Dieser schrieb den Beschwerdeführer ab 

8. Juni 2021 weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig (IV-act. 132). Dennoch konnte dieser per 

1. Juni 2021 seine Arbeitszeit dauerhaft auf 5 Stunden (entsprechend einem Pensum 

von rund 60 %) steigern (IV-act. 145-6). Weitere Versuche, das Pensum zu erhöhen, 

erfolgten am 19. Juli 2021 und am 23. August 2021, worauf jeweils durch 

Überforderung verursachte Beschwerden auftraten (IV-act. 145-4; IV-act. 146-7).

3.2.1. 

Der Jobcoach führte aus, der Beschwerdeführer habe sein Pensum auf 60 % 

steigern und stabilisieren können. Dabei habe er eine durchschnittliche Leistung von 

80 % erreicht bei einfachen Arbeiten, welche mit der gesunden Hand hätten erledigt 

werden können. Dies ergebe eine Leistungsfähigkeit von knapp 50 % im ersten 

Arbeitsmarkt (IV-act. 145-6). Die Eingliederungsverantwortliche hielt abschliessend fest, 

die linke Hand könne lediglich als Zudienhand benutzt werden. Bei Überforderung 

zittere sie permanent und es träten verstärkte Schmerzen auf. Nach der Arbeit müsse 

sich der Beschwerdeführer ausruhen (IV-act. 146-11). Der Jobcoach schätzte die 

Leistung des Beschwerdeführers auf bis zu 80 %, was im ersten Arbeitsmarkt einer 

Leistungsfähigkeit von knapp 50 % entspreche (IV-act. 145-6; IV-act. 146-8, 11). 

Seitens der H.___ & Co. wurde indes vorgebracht, die Anforderungen an einem 

Realarbeitsplatz "spielten" punkto Pensum und Anforderungen "in einer anderen Liga" 

als im bisherigen quasi geschützten Arbeitsplatz des Beschwerdeführers (IV-

act. 145-7). Demnach weicht die im Rahmen der beruflichen Eingliederung erbrachte 

quantitative Leistungsfähigkeit von unter 50 % im ersten Arbeitsmarkt erheblich von 

der gutachterlichen Einschätzung ab. Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, 

3.2.2. 

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äussern sich die Gutachter dazu nicht direkt. Jedoch haben ihnen sowohl die Berichte 

über die berufliche Abklärung bei der J.___ bzw. bei der H.___ & Co. vorgelegen (IV-

act. 177-28 f.) als auch der vom RAD zusammengefasste medizinische Sachverhalt mit 

ausdrücklichem Hinweis auf die in den Berichten über die beruflichen Massnahmen 

beschriebenen Arbeitsfähigkeit von 50 % auf dem ersten Arbeitsmarkt (IV-act. 177-4).

 3.3. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung obliegt die abschliessende 

Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen 

Leistungsfähigkeit in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin, nicht den Fachleuten 

der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Steht indes eine medizinische 

Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu 

einer Leistung, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei 

einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert 

wurde und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag 

dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist das Einholen 

einer klärenden medizinischen Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar (Urteile vom 

27. Juni 2018, 8C_48/2018, E. 4.3.1 und vom 15. Februar 2019, 9C_534/2018, E. 2.2, 

mit weiteren Verweisen).

3.3.1. 

Die Eingliederungsfachpersonen bescheinigten dem Beschwerdeführer eine 

hohe Motivation; er habe die Arbeitszeiten stets pünktlich eingehalten und die 

Vorgesetzten seien mit seiner Arbeit sehr zufrieden gewesen (IV-act. 127-2; IV-

act. 129-2; IV-act. 134-2; IV-act. 141-2 f.; IV-act. 144-2). Das Zittern der linken Hand 

konnte beobachtet werden (IV-act. 127-2; IV-act. 146-3), verschwand jedoch bei 

Handeinsatz (IV-act. 150-3). Die Tochter des Beschwerdeführers berichtete, der linke 

Arm schwelle unterhalb des Ellbogens innert kurzer Zeit an, wenn es ihm schlecht gehe 

(IV-act. 140-2). Dem gegenüber führte der orthopädische Gutachter aus, die geklagten 

Symptome und Funktionseinbussen an der linken Schulter seien nicht konsistent und 

plausibel (aktives Gegenspannen bei der passiven Bewegungsprüfung, höhere aktive 

Elevation im Zusammenhang mit einer Rumpfbeuge). Weiter weise der 

Beschwerdeführer an beiden Handinnenflächen deutliche Hornhautschwielen auf, die 

nur mit starker körperlicher Belastung möglich und mit den initial vom 

Beschwerdeführer gezeigten Funktionseinschränkungen nicht vereinbar seien. 

Übereinstimmend damit sei bereits im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon von einer 

erheblichen Symptomausweitung berichtet worden und im Arztbericht vom 

23. November 2018 (Dr. K.___) festgehalten worden, dass die Beschwerden an der 

3.3.2. 

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4.

Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, die ihm mögliche Arbeitsfähigkeit sei 

nicht verwertbar.

linken Schulter nicht durch eine Reizung des Rest-AC-Gelenks erklärbar sei, sondern 

wohl von einer Schmerzstörung ausgegangen werden müsse (IV-act. 177-38). Zum 

Tremor führte der neurologische Gutachter aus, dieser sei nicht konsistent zu 

beobachten gewesen; er habe bei Ablenkung sistiert (IV-act. 177-81).

Den Gutachtern haben die Akten der beruflichen Abklärung vorgelegen (IV-

act. 177-28 f.). In der beruflichen Abklärung sind keine Beschwerden aufgetreten, 

welche die Gutachter nicht berücksichtigt hätten. Die psychiatrische Gutachterin 

befasste sich zwar nicht mit dem Vorliegen einer möglichen Schmerzausweitung bzw. 

einer Schmerzstörung, sie führte jedoch aus, der Beschwerdeführer habe auf konkret 

gestellte Fragen oft abweichende Antworten gegeben mit ersichtlicher Tendenz, immer 

wieder die aktuelle soziale Situation in den Mittelpunkt zu stellen. Es lägen jedoch keine 

Hinweise auf Verdeutlichungstendenzen oder auf ein demonstrativ-appellatives 

Verhaltensmuster im Sinne einer Aggravation vor (IV-act. 177-62). Damit schliesst sie 

eine relevante Schmerzstörung aus. Insgesamt liegt zwar eine nicht zu beanstandende 

Arbeitsmotivation des Beschwerdeführers vor, jedoch konnten seine geltend 

gemachten Beschwerden nicht objektiviert werden. Die Berichte über die berufliche 

Abklärung vermögen somit die Beweistauglichkeit des Gutachtens nicht in Frage zu 

stellen.

3.3.3. 

Zusammenfassend ist mit dem RAD (Stellungnahme vom 8. September 2022, IV-

act. 179) auf die gutachterliche Einschätzung abzustellen und von einer 100 %igen 

Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auszugehen. Retrospektiv gilt die 

psychiatrische Einschätzung allerdings erst ab der gutachterlichen Untersuchung vom 

27. Juni 2022. Zuvor ist entsprechend den Angaben des behandelnden Psychiaters 

von einer aus psychiatrischer Sicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % 

auszugehen (vgl. E. 2.5). Der Beschwerdeführer leistete zwar bereits während der 

beruflichen Abklärung einen Einsatz von rund 60 %. Aufgrund der reduzierten 

Anforderungen an diesen Arbeitsplatz rechtfertigt sich jedoch die Annahme einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung.

3.4. 

Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten 

Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und 

Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 

4.1. 

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Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich. Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine 

theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die 

verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. Er umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit 

einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen können. Unverwertbarkeit 

der Restarbeitsfähigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die zumutbare 

Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4 mit Verweisen). An die 

Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten betreffend Verweistätigkeiten sind 

rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Dezember 2016, 9C_469/2016, E. 3.2).

Ein fortgeschrittenes Alter kann zusammen mit weiteren persönlichen und 

beruflichen Gegebenheiten dazu führen, dass die einer versicherten Person verbliebene 

Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 

mehr nachgefragt wird (Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2021, 

8C_535/2021, E. 5.3.2). Massgebend für die Beurteilung der Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit ist der Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit 

einer (Teil-)erwerbstätigkeit. Dies ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen 

eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 461 f. E. 3.3 f.). 

Vorliegend datiert das Gutachten vom 1. September 2022, welches grundsätzlich 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als massgebliches Datum gilt. Zu diesem 

Zeitpunkt war der Beschwerdeführer bereits 60 Jahre alt. Im vorliegenden Fall gilt es 

allerdings festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer bereits früher bewusst sein 

musste, dass er über eine Restarbeitsfähigkeit verfügt. Denn während der 

Eingliederung strebte er einen Realarbeitsplatz bei der H.___ & Co. an. Im 

Schlussbericht vom 15. bzw. 18. Oktober 2021 ging man von einer Restarbeitsfähigkeit 

von 50% auf dem ersten Arbeitsmarkt aus (IV-act. 145). Demnach hätte der 

Beschwerdeführer spätestens zum Zeitpunkt des Abschlusses der 

Eingliederungsmassnahmen im Oktober 2021 Kenntnis davon gehabt, dass er über 

eine Restarbeitsfähigkeit verfügt. Damals war der am 15. Mai 1962 Geborene 59 1/2 

Jahre alt. Allerdings bejaht das Bundesgericht die Verwertbarkeit der 

4.2. 

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Restarbeitsfähigkeit auch bei über 60-jährigen Versicherten und verneint sie lediglich, 

wenn die Restarbeitsfähigkeit sehr eingeschränkt ist, allenfalls bereits eine IV-Teilrente 

bezogen wird, eine längere Arbeitsmarktabsenz vorliegt, eine eigenes Unternehmen 

aufgegeben werden muss, ein grosser Umschulungsaufwand nötig würde, mit einer 

geringen Anpassungsfähigkeit hinsichtlich der neuen Branche/Tätigkeit zu rechnen ist 

oder keine/kaum feinmotorische Fähigkeiten sowie Kompetenzen und Erfahrungen in 

den Verweistätigkeiten vorhanden sind (vgl. Philipp Egli / Martina Filippo / Thomas 

Gächter / Michael E. Meier, Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der 

Invalidenversicherung, Zürich 2021, Rz 89 ff. S. 42, Rz 125, S. 53 und Rz 147, S. 58, je 

mit Verweisen). Das Alter des Beschwerdeführers bildet vorliegend keinen 

entscheidenden Faktor für die Beurteilung der Verwertbarkeit seiner 

Restarbeitsfähigkeit (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2019, 

9C_574/2019, E. 2.2 ff.).

Der Beschwerdeführer arbeitet mittlerweile unbefristet bei der H.___ & Co. an 

einem Arbeitsplatz für Mitarbeitende mit einer Behinderung in einem 65%-Pensum 

(act. G 1.1.2). Ob der Arbeitsplatz des Beschwerdeführers noch als zum ersten 

Arbeitsmarkt zählender Nischenarbeitsplatz oder bereits als zum zweiten Arbeitsmarkt 

gehörend einzuordnen ist, kann an dieser Stelle offenbleiben. Denn die 

Eingliederungsfachleute haben festgehalten, die vom Beschwerdeführer gezeigte 

Leistung entspreche einer Leistungsfähigkeit von knapp 50 % bezogen auf den ersten 

Arbeitsmarkt (IV-act. 146-11). Dass der Beschwerdeführer keinen so genannten 

Realarbeitsplatz bei der H.___ & Co. erhalten hat, liegt lediglich daran, dass das 

Unternehmen diese Stellen nur mit vollzeitlich arbeitenden Personen besetzt (IV-

act. 144-3; IV-act. 145-5). Gemäss dem beweistauglichen Gutachten wäre dem 

Beschwerdeführer in Tätigkeiten unter anderem ohne längere/repetitive Flexion der 

Hände und ohne besonderen Anspruch an feinmotorische Funktionen ein vollzeitliches 

Pensum zumutbar (IV-act. 177-9). Hinweise, dass der Beschwerdeführer seine 

Arbeitsfähigkeit nur an einem "geschützten" Arbeitsplatz bzw. im zweiten Arbeitsmarkt 

verwerten könnte, ergeben sich aus dem Gutachten nicht. Der Beschwerdeführer hat 

eine Steigerung des Pensums auf eine 100 % Stelle bei H.___ & Co. aus 

invaliditätsfremden Gründen unterlassen und dadurch die Möglichkeit, dort an einem 

Realarbeitsplatz zum Einsatz zu kommen und allenfalls auf angestellt zu werden, 

verhindert. Zudem ist die Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit in einem anderen 

Betrieb nicht ausgeschlossen. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers werden 

für eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auch nicht zwei gesunde Hände benötigt. 

Denn selbst bei funktioneller Einarmigkeit der dominanten Seite und Zumutbarkeit von 

ausschliesslich körperlich leichter Arbeit ist von der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/22

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5.

​Zu prüfen bleibt der Einkommensvergleich.

auszugehen. Es besteht ein ausreichendes Angebot an Stellen, die selbst einhändig 

ausgeführt werden könnten, etwa einfache Überwachungs-, Prüf- und 

Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) 

automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.4.1, vom 27. August 2020, 8C_462/2020, E. 5.1, 

vom 28. Oktober 2019, 9C_300/2019, E. 5.3.3, vom 10. April 2019, 8C_811/2018, 

E. 4.4.2 und vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.1). So sah die 

Eingliederungsverantwortliche den Beschwerdeführer in Tätigkeiten wie einfachen 

Montage- und Kontrollarbeiten, welche mit einer Hand ausführbar seien, und als 

Transportfahrer – der Beschwerdeführer verfügt über die Prüfung Kat. B für 

Personenwagen und Lieferwagen bis 3,5 Tonnen –, sofern er keine schweren Waren 

anheben muss (IV-act. 146-12). Auch diese Tätigkeiten entsprechen dem 

gutachterlichen Adaptionsprofil und es ist kein Grund ersichtlich, weshalb dem 

Beschwerdeführer eine solche Tätigkeit nicht zumutbar sein soll. Somit ist von der 

Verwertbarkeit der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 

auszugehen.

Bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens (Operation am 17. Februar 2017) 

erzielte der Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter bei der D.___ AG ein Jahreseinkommen 

von Fr. 58'500.-- (Angaben Arbeitgeberin vom 1. Dezember 2016, IV-act. 10-5, und 

vom 24. Februar 2020 [Posteingang], IV-act. 87). Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung 2017 bis zum Jahr 2020 (Index gemäss Lohnstrukturerhebung 

[LSE] Männer Kompetenzniveau 1: 2249 und 2298; [vgl. Informationsstelle AHV/IV, IV, 

Ausgabe 2022, Anhang 2] würde dieses Fr. 59'774.-- betragen. Aufgrund der fehlenden 

Berufsbildung und der kurzen Erwerbszeit als Hilfsarbeiter in der Schweiz ist es nicht 

zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des 

Valideneinkommens vom Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik (BSV) ausgegangen ist (vgl. IV-act. 180). Dies wird vom 

Beschwerdeführer auch nicht bestritten.

5.1. 

 5.2. 

Bezüglich des Invalideneinkommens bringt der Beschwerdeführer vor, ein 

solches sei aufgrund seines aktuellen Einkommens am geschützten Arbeitsplatz bei 

der H.___ & Co. mit einem Pensum von rund 65,2 % zu bemessen, welches Fr. 800.-- 

betrage.

5.2.1. 

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Für die vorliegend streitige Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss 

bisheriger Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der 

Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 

Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das 

Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt 

grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 148 V 181 E. 6.2; 

Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2022, 8C_72/2022, E. 7.1).

5.2.2. 

Ob der Beschwerdeführer seine verbleibende Arbeitsfähigkeit ausschöpft, 

beurteilt sich vorliegend anhand der als beweistauglich befundenen gutachterlichen 

Einschätzung, wonach medizin-theoretisch in adaptierten Tätigkeiten eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit besteht, die im ersten Arbeitsmarkt verwertbar wäre (s. E. 4.3). Auch 

wenn der subjektiv an der Belastungsgrenze des Beschwerdeführers liegende Einsatz 

positiv anzuerkennen ist, schöpft er mit seiner 65,2%igen Tätigkeit die verbleibende 

Arbeitsfähigkeit nicht voll aus. Auch entspricht der von ihm erzielte Lohn nicht 

demjenigen, welchen er als Hilfsarbeiter erzielten könnte. Denn der Beschwerdeführer 

erhält unter der Annahme des Arbeitgebenden, dass es sich lediglich um eine Tätigkeit 

auf dem 2. Arbeitsmarkt handelt, ein monatliches Einkommen von nur Fr. 800.--. 

Dieses kann für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht herangezogen werden, 

da – wie bereits ausgeführt (E. 4.3) – nichts gegen eine Tätigkeit auf dem 1. 

Arbeitsmarkt spricht. Somit entfällt auch die Möglichkeit der Hochrechnung auf ein 

Vollzeitpensum (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 15. November 2010, 

9C_721/2010, E. 4.1.2, und vom 5. Dezember 2017, 8C_475/2017, E. 6.1). Der dem 

Beschwerdeführer ausgerichtete Lohn bietet somit keine zuverlässige Grundlage für die 

Ermittlung des Invalideneinkommens. Die Beschwerdegegnerin hat für die Bemessung 

des Invalideneinkommens somit zu Recht den Tabellenlohn herangezogen.

5.2.3. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten 

wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert gemäss bisheriger 

Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte 

Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung 

5.2.4. 

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6.

Aufgrund der psychisch bedingten 50%igen Arbeitsunfähigkeit von Dezember 2019 bis 

zum Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung vom 27. Juni 2022 (IV-act. 177-69) 

hat der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV mit Wirkung 

vom 1. Juni 2020 (siehe E. 1.2) bis 30. September 2022 Anspruch auf eine halbe Rente. 

Zwar nahm der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum an Eingliederungsmassnahmen 

teil, jedoch wurde ihm gemäss den vorliegenden Akten kein Taggeld ausgerichtet (IV-

act. 119-2 und 123).

7.  

der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

und darf 25 % nicht übersteigen. Dem Abzug kommt als Korrekturinstrument bei der 

Festsetzung eines möglichst konkreten Invalideneinkommens überragende Bedeutung

zu (BGE 148 V 174 E. 9.2.2, mit Verweisen).

Im vorliegenden Fall zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer bereits in 

einem fortgeschrittenen Alter ist, seine linke Hand nur als Zudienhand benutzen kann 

und er somit nur ideal leidensadaptierte Tätigkeiten ausüben kann. Dies führt zu einer 

eingeschränkten Auswahl an Arbeitstätigkeiten und selbst bei einer geeigneten 

Tätigkeit ist weder ein flexibler Einsatz noch eine Mehrarbeit seitens des 

Beschwerdeführers möglich, sodass mit einem gewissen Entgegenkommen eines 

Arbeitgebenden gerechnet werden muss. Zudem werden in der LSE tatsächlich erzielte 

Einkommen von zumeist nicht behinderten Personen erhoben (vgl. BGE 148 V 174 E. 

9.2.2; erläuternder Bericht [nach Vernehmlassung] zur Änderung der IVV Umsetzung 

der Motion SGK-N 22.3377 «Invaliditätskonforme Tabellenlöhne bei der Berechnung 

des IV-Grads) und sie beinhalten auch Löhne für körperlich schwere Tätigkeiten. Es ist 

somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht mit 

demselben ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde Person. Daher 

erscheint die Vornahme eines Abzugs von 10 % vom Tabellenlohn angemessen.

5.2.5. 

Bei 100%iger Arbeitsfähigkeit ergibt sich somit ein Invaliditätsgrad von 90 %, bei 

50%iger Arbeitsfähigkeit ein solcher von 55 % (1 - 0,9 x 50 %).

5.2.6. 

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der 

Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Juni 2020 bis 

30. September 2022 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im 

Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 21/22

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Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Aufgrund 

der vollumfänglichen Ablehnung eines Rentenanspruchs in der angefochtenen 

Verfügung hat sich der Beschwerdeführer zu Recht zur Erhebung einer Beschwerde 

veranlasst gesehen. Allerdings hat er nicht nur eine befristete, sondern eine 

unbefristete Invalidenrente beantragt. Aufgrund dieser Umstände rechtfertigt es sich, 

die Gerichtskosten der Parteien hälftig aufzuerlegen. Ihm ist daher ermessensweise die 

Hälfte der Kosten, d.h. Fr. 300.--, aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege 

ist der Beschwerdeführer für seinen Teil der Gerichtsgebühr von der Bezahlung zu 

befreien. Den Restbetrag von Fr. 300.-- hat die Beschwerdegegnerin zu bezahlen.

7.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat 

er einen reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

keine Honorarnote eingereicht. Bei vollständigem Obsiegen wäre im Hinblick auf 

vergleichbare Fälle eine Parteientschädigung von rund Fr. 4'000.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Da der Beschwerdeführer nur teilweise 

obsiegt, hat er entsprechend dem Ausmass des Obsiegens (siehe E. 7.2) einen 

reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Vorliegend erscheint eine 

Parteientschädigung von rund Fr. 2'000.-- als gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin 

hat den Beschwerdeführer somit mit Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

7.3. 

Die Differenz zur Parteientschädigung, die bei vollem Obsiegen geschuldet wäre, 

bezahlt der Staat zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung, jedoch ist der 

Differenzbetrag um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes; sGS 

963.70]). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit 

Fr. 1'600.-- ([Fr. 4'000.-- Pauschalbetrag - Fr. 2'000.-- für das hälftige Obsiegen] x 80% 

für Kürzung um einen Fünftel; inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 22/22

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Entscheid

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Juni 2020 bis 

30. September 2022 eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung wird die Sache im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen der Beschwerdeführer und die 

Beschwerdegegnerin je im Umfang von Fr. 300.--. Der Beschwerdeführer wird zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege von der Bezahlung befreit.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

7.5. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2024
	Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweiskräftigem Gutachten ist der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. Indes besteht retrospektiv befristet eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit. Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer befristet eine halbe Rente zuzusprechen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. März 2024, IV 2023/57). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_236/2024.

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