# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68e4f63c-7dd8-5755-a0a5-3fab6e9722b0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.07.2008 IV 2007/115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-115_2008-07-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/115

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 17.07.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 17.07.2008
Hält sich eine versicherte Person subjektiv für 100% arbeitsunfähig und gibt 
an, nicht bereit zu sein, eine adaptierte Tätigkeit aufzunehmen oder an 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, hat die IV-Stelle die 
Arbeitsvermittlung zu Recht abgeschlossen. Eine abweichende 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person durch die 
behandelnden Ärzte, bei übereinstimmender Diagnose, ist nicht geeignet, 
ein MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Juli 2008, IV 
2007/115). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2008.

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Christina Angst

Entscheid vom 17. Juli 2008

in Sachen

L.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer, Bahnhofstrasse 32A, Postfach, 

8360 Eschlikon TG,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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 betreffend

Rente und Eingliederungsmassnahmen

Sachverhalt:

A.   

A.a  Die 1960 geborene L.___ meldete sich am 3. April 2003 bei der 

Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung, Umschulung auf 

eine neue Tätigkeit und eine Rente. Sie gab an, im ehemaligen Jugoslawien acht Jahre 

die Grundschule besucht, jedoch keine Lehre gemacht zu haben. Am 1. Februar 1983 

sei sie in die Schweiz gekommen, wo sie als Hilfsarbeiterin, zuletzt seit dem 

1. September 2001 als Hausdienstangestellte im Alterszentrum A.___ gearbeitet habe. 

Seit dem 21. August 2002 sei sie wegen Schmerzen im Knie und im Rücken, einer 

Krampfadernoperation mit Komplikationen, geschwollenen Beinen und einer 

Depression zu 100% arbeitsunfähig (act. G 3.1/1).

A.b Dr. med. B.___ teilte mit Arztbericht vom 16. April 2003 (act. G 3.1/7 und 9) mit, die 

Versicherte leide an einer Chondropathia patella beidseits (rechts mehr als links), einer 

hinteren Kreuzbandläsion rechts, einem lumbospondylogenen Syndrom, einem 

Piriformis-Syndrom, einer depressiven Entwicklung, einer leichten Chondromalazie 

(Frühzeichen einer Arthrose), einem PHS rechts, einem Status nach Varizenoperation 

im Mai 2002 sowie an Lymphödemen im rechten Oberschenkel. Diese Diagnosen 

hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte sei vom 22. Mai bis 9. Juni 

2002 zu 100%, vom 10. Juni bis 8. Juli 2002 zu 50%, vom 13. Juli bis 18. Juli 2002 zu 

100% und seit dem 21. August 2002 bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig 

gewesen. Ihr Gesundheitszustand sei stationär, durch medizinische Massnahmen 

könne die Arbeitsfähigkeit nicht verbessert werden und berufliche Massnahmen seien 

nicht angezeigt. Zur Zeit sei die Versicherte für jegliche, auch leidensadaptierte, 

Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig, wegen Schmerzen in den Beinen, bei Status nach 

dreifacher Varizenoperation, und einem grossen Beinödem rechts sowie vor allem auch 

aus psychischen Gründen.

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A.c  Da Dr. med. C.___, bei dem die Versicherte in psychiatrischer Behandlung war, 

auch nach der zweiten Mahnung keinen Arztbericht einreichte, ordnete die IV-Stelle 

nach Rückfrage beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Ostschweiz (act. G 3.1/12) 

eine Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz, St. Gallen, an.

A.d Diese Exploration fand vom 15. bis 17. August 2005 statt. Dem Gutachten vom 

30. November 2005 (act. G 3.1/22) ist zu entnehmen, dass die Versicherte an einem 

chronifizierten lumbospondylogenen Schmerzsyndrom mit sekundärer 

Schmerzausweitung und Tendenz zu einem chronischen, diffusen, generalisierten 

Schmerzsyndrom, einer leichten lumbalen Hyperlordose, Skoliose, einer 

Osteochondrose L4/5 mit breitbasiger Diskusprotrusion L4/5 und anulärem Riss des 

Anulus fibrosus, einer Spondylose, hypertrophierenden Spondylarthrose der distalen 

LWS, einem Piriformis-Syndrom, einer Adipositas I (BMI 31 kg/m ), einer leichten bis 

mittelgradigen depressiven Störung mit somatischen Symptomen sowie an einem 

Problem der Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom leidet. 

Diese Diagnosen hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit seien die linksbetonte Chondropathia patellae, die Periarthropathia 

humeroscapularis tendinopathica rechts, die partielle Ruptur des hinteren Kreuzbandes 

rechts (MRI 09/02), die rezidivierende Varicosis beidseits bei Crossektomie beidseits 

und Entfernung der Vena hemicircularia rechts und Varizenoperation links 1989, 

Crossenrevisionsoperation und Phlebektomie rechts im Mai 2002 und Recrossektomie 

rechts im Mai 2003. Sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Service- und 

Reinigungsangestellte wie auch in anderen, körperlich leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeiten unter Vermeidung repetitiven Lastenhebens über 15 kg, Arbeiten in 

ausgesprochenen Wirbelsäulen-Zwangshaltungen, des Weiteren von Tätigkeiten, 

welche kniend oder in der Hocke ausgeführt werden müssen oder mit repetitiven 

Knieflexionen/-extensionen verbunden sind, bestehe unter Berücksichtigung aller 

gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 

schätzungsweise 35%. Therapeutisch sollte die bereits eingeleitete psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung unbedingt fortgeführt werden, aus somatischer 

Sicht wäre eine Gewichtsreduktion anzustreben und ein muskuläres Aufbautraining 

durchzuführen. Dies scheitere jedoch an der tiefen Selbsteinschätzung der 

Leistungsfähigkeit der Versicherten. Die Prognose sei bei diesem bereits chronifizierten 

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Krankheitsbild

eher ungünstig.

A.e Mit Schreiben vom 11. Januar 2006 (act. G 3.1/29) reichte Rechtsanwalt lic. iur. 

Max Auer für die Versicherte Arztberichte von Dr. med. C.___, Spezialarzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. August 2005 und von Dr. med. D.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie FMH, vom 2. Juli 2004 ein. Dr. D.___ diagnostizierte eine 

Coxa profunda beidseits mit Protrusionscoxarthrose beidseits, stärker rechts, und 

eingeschränkter Beweglichkeit in beiden Hüften, eine Fibromyalgie, ausgeprägte 

Adipositas und Beinödeme bei St. n. fünfmaliger Beinvenenoperation und attestierte 

der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 75% bei hoch eingeschränkter Steh- und 

Gehfähigkeit. Dr. C.___ attestierte der Versicherten aus psychiatrischer Sicht eine 

zumindest 75%ige Arbeitsunfähigkeit bei einer mittelgradigen depressiven Störung mit 

somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11), einer Chondropathia patella beidseits und 

einem lumbospondylogenen Syndrom. Der Rechtsvertreter der Versicherten 

beantragte, aufgrund dieser beiden Arztberichte sei der Versicherten eine volle Rente 

zuzusprechen. Dem Schreiben lag auch ein Fragebogen der IV-Stelle bei, in welchem 

die Versicherte angegeben hat, nicht bereit zu sein, eine Stelle, welche die 

Bedingungen an eine leidensadaptierte Tätigkeit erfüllt, anzutreten, an 

Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen oder sich regelmässig selbst zu bewerben. 

Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) G.___ habe sie aufgrund der 

Arztzeugnisse, welche sie zu 100% arbeitsunfähig schrieben, als nicht 

vermittlungsfähig abgelehnt.

A.f Im Schlussbericht vom 17. Januar 2006 (act. G 3.1/30) hielt die IV-

Eingliederungsberaterin fest, da die Versicherte, wie sie im Fragebogen angegeben 

habe, überzeugt sei, nicht im von der MEDAS attestierten Ausmass arbeitsfähig zu 

sein, könnten keine beruflichen Massnahmen und/oder Begleitung bei der Stellensuche 

angeboten werden. Für den Einkommensvergleich sei beim Valideneinkommen gemäss 

Auskunft des Alterszentrums A.___ von einem Jahresverdienst von Fr. 51'411.-- (13 x 

Fr. 3'954.70) auszugehen. Das Invalideneinkommen sei anhand der vom Bundesamt für 

Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln. 

Bei einer Arbeitsfähigkeit von 65% betrage das Invalideneinkommen Fr. 32'323.-- pro 

Jahr.

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A.g Mit Verfügung vom 24. Februar 2006 (act. G 3.1/35) wies die IV-Stelle bei einem 

Invaliditätsgrad von 37% den Anspruch der Versicherten auf eine IV-Rente ab. 

Ebenfalls am 24. Februar 2006 (act. G 3.1/36) verfügte die IV-Stelle, dass die 

Arbeitsvermittlung zur Zeit nicht möglich sei, da sich die Versicherte subjektiv nicht 

arbeitsfähig fühle.

A.h Gegen diese beiden Verfügungen erhob Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer am 

30. März 2006 (act. G 3.1/39) Einsprache mit den Anträgen, die Verfügungen vom 

24. Februar 2006 seien aufzuheben und der Versicherten sei eine halbe IV-Rente 

zuzusprechen sowie eine Arbeitsvermittlung zu gewähren. Mit Einsprachebegründung 

vom 12. Mai 2006 (act. G 3.1/43) beantragte Rechtsanwalt Auer, die Verfügungen vom 

24. Februar 2006 seien aufzuheben und der Versicherten sei eine ganze IV-Rente 

zuzusprechen sowie eine Arbeitsvermittlung zu gewähren. Aufgrund der Verfügung 

vom 24. Februar 2006 habe Dr. med. C.___ am 10. März 2006, in Kenntnis des 

MEDAS-Gutachtens vom 30. November 2005, einen einlässlichen Arztbericht 

(act. G 3.1/44) verfasst, in welchem er ausführe, dass er die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten auch aus forensischer Sicht anhand der bio-psychischen Faktoren 

beurteilt habe und nach wie vor zum Ergebnis gelange, dass die Versicherte für jede 

noch zumutbare Tätigkeit maximal zu 30% arbeitsfähig und zu 70% arbeitsunfähig sei. 

Dieser Arztbericht widerlege klar die Ausführungen im MEDAS-Gutachten und es sei 

zwingend auch darauf abzustellen. Mit dem einlässlichen Arztbericht von Dr. C.___ sei 

somit der klare Nachweis erbracht, dass die Versicherte zu 70% arbeitsunfähig sei und 

deshalb grundsätzlich Anspruch auf eine volle Rente habe. Ausserdem habe die IV-

Stelle abzuklären, welche Tätigkeiten der Versicherten tatsächlich möglich seien und 

welches das relevante Jahreseinkommen dieser noch zumutbaren Tätigkeit sei, um 

sodann den Einkommensvergleich vorzunehmen.

A.i  Auf Anfrage hin führte der RAD Ostschweiz am 7. August 2006 (act. G 3.1/46) aus, 

das interdisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 30. November 2005 sei sorgfältig und 

umfassend, insbesondere sei auch das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. 

E.___ in sich schlüssig und bezüglich der Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

nachvollziehbar. Der Bericht von Dr. med. C.___ vom 10. März 2006 bringe keine neuen 

bisher unberücksichtigten Fakten, Dr. C.___ gebe als behandelnder Psychiater lediglich 

eine andere Wertung bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Der RAD Ostschweiz 

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empfahl aber, bei der MEDAS eine Stellungnahme zum Bericht von Dr. C.___ vom 

10. März 2006 einzuholen.

A.j  In seiner Stellungnahme vom 23. November 2006 (act. G 3.1/49) hielt Dr. med. 

E.___ an seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung fest. Während seiner psychiatrischen 

Exploration habe die Versicherte den Hauptakzent ihrer Auslegung auf die körperlich 

empfundenen Beschwerden gelegt. Sie habe auch von psychischen Störungen 

berichtet, die im Grossen und Ganzen mit den von Dr. med. C.___ aufgeführten 

übereingestimmt hätten, woraus auch die Übereinstimmung in der Diagnose resultiert 

habe. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der MEDAS Ostschweiz und von Dr. C.___ 

divergierten beträchtlich. Nach Auffassung von Dr. E.___ besteht das Problem in der 

unterschiedlichen Wertung des Schmerzsyndroms, also der somatischen Seite. Falls 

die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nur auf dem psychischen 

Befund basiere, müsse man die Schlussfolgerung ziehen, dass der gleiche Sachverhalt 

unterschiedlich gewichtet worden sei. Der Bericht von Dr. C.___ sei im Hinblick auf die 

Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit zumindest unklar, weshalb sich keine Modifikation 

der im MEDAS-Gutachten festgesetzten Arbeitsunfähigkeit aufdränge.

A.k  Mit Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 (act. G 1.1.2) wies der Rechtsdienst 

der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen die Einsprache ab. Die 

Versicherte sei in der MEDAS polydisziplinär untersucht worden. Das MEDAS-

Gutachten vom 30. November 2005 habe ihr eine schätzungsweise 35%ige 

Arbeitsunfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Service- und 

Reinigungsangestellte wie auch in anderen leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten 

unter Vermeidung repetitiven Lastenhebens über 15 kg, Arbeiten in ausgesprochenen 

Wirbelsäulen-Zwangshaltungen, des Weiteren von Tätigkeiten, welche kniend oder in 

der Hocke ausgeführt werden müssten oder mit repetitiven Knieflexionen/-extensionen 

verbunden seien attestiert. Die MEDAS-Begutachtung sei von qualifizierten 

Begutachtern vorgenommen worden und basiere auf umfassenden Kenntnissen des 

Sachverhalts. Die Anamnese sowie die Befunde seien erhoben worden und die 

Begutachtung habe ein rheumatologisches sowie ein psychiatrisches Teilgutachten 

beinhaltet. Auch die Beschwerdebeschreibung der Versicherten sowie sämtliche IV-

Akten hätten in das Gutachten Eingang gefunden. Die Beurteilung der zumutbaren 

Arbeitsleistung sei nach Kenntnisnahme der Vorakten abgegeben worden. Somit 

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entsprächen die beiden Teilgutachten den Anforderungen der Rechtsprechung. Die 

Einschätzung von Dr. med. C.___ vermöge daher keine Zweifel an der Richtigkeit der 

Angaben im MEDAS-Gutachten zu wecken noch gar diese zu widerlegen und selbst zu 

überzeugen. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die Versicherte in leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeiten unter Berücksichtigung aller 

gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren 35% arbeitsunfähig sei. Bezüglich der 

Arbeitsvermittlung habe die Versicherte beim Fragebogen angegeben, dass sie nicht 

bereit sei, Stellen anzutreten. Auch sei sie nicht bereit, an Eingliederungsmassnahmen 

der IV teilzunehmen. In der Einsprache mache sie weiterhin geltend, dass sie nicht zu 

35%, sondern zu 70% arbeitsunfähig sei. Der subjektive Eingliederungswille der 

Versicherten sei nach wie vor nicht ausgewiesen, weshalb die IV-Stelle die 

Arbeitsvermittlung zu Recht abgeschlossen habe.

B.  

Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer 

für die Betroffene am 9. März 2007 erhobene Beschwerde (act. G 1) mit den Anträgen, 

der Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin sei eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei der 

Beschwerdeführerin eine halbe IV-Rente zuzusprechen. In jedem Fall sei ihr eine 

Arbeitsvermittlung durch die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zu 

gewähren. Zur Begründung führt Rechtsanwalt Auer im Wesentlichen aus, Dr. med. 

C.___ habe aufgrund der IV-Verfügung vom 24. Februar 2006 am 10. März 2006 einen 

einlässlichen Arztbericht verfasst und darin ausdrücklich ausgeführt, dass er das 

Gutachten der MEDAS vom 30. November 2005 zur Kenntnis genommen habe. In 

Kenntnis dieses Gutachtens bestätige Dr. C.___, dass aufgrund seiner langjährigen 

Behandlung und seines Fachwissens und dabei insbesondere auch aufgrund seiner 

Begutachtung aus forensischer Sicht anhand der bio-psychischen Faktoren eindeutig 

erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin zu 70% arbeitsunfähig sei. Somit sei erstellt, 

dass der Arztbericht von Dr. C.___ vom 10. März 2006 die Ausführungen im MEDAS-

Gutachten klar widerlege und zwingend auf diese Ausführungen abzustellen sei. Da 

dem MEDAS-Gutachten eine Begutachtung des Psychiaters während rund einer 

Stunde zugrunde liege, Dr. C.___ die Beschwerdeführerin hingegen über Jahre kenne, 

sei das Gutachten von Dr. C.___ von seiner Tragweite und seinem Gehalt her 

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höherwertig als das MEDAS-Gutachten und es sei zwingend auf das Arztgutachten von 

Dr. C.___ abzustellen. Somit sei eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit 

ausgewiesen und der Beschwerdeführerin sei eine ganze Rente zuzusprechen. Die 

Ausführungen von Dr. C.___ würden auch durch den Austrittsbericht von Dr. med. 

F.___, Klinik Gais, Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation, Gais, 

vom 9. November 2006 (act. G 1.1.3) gestützt. In diesem Austrittsbericht werde 

unmissverständlich festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin für jegliche 

Tätigkeit 100% arbeitsunfähig fühle und die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer 

Sicht auf ca. 50% geschätzt werde. Somit sei klar erstellt, dass die von Dr. med. E.___ 

attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35% nicht korrekt sei. Es sei in jedem Fall auf das 

Gutachten von Dr. F.___ abzustellen, in welchem der Beschwerdeführerin im Minimum 

eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit attestiert werde. Im Übrigen sei 

festzuhalten, dass der Bericht von Dr. F.___ mit Abstand der aktuellste Arztbericht sei, 

welcher über den Gesundheitszustand und die Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin Auskunft gebe. Das MEDAS-Gutachten liege hingegen über ein 

Jahr zurück. Es sei daher im Minimum auf die von Dr. F.___ attestierte 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Im Einkommensvergleich resultiere sodann bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 51'411.-- und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs 

von mindestens 10% ein Invaliditätsgrad von 52%, womit die Beschwerdeführerin 

Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe. Bezüglich der Arbeitsvermittlung führt der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin aus, bei einer Arbeitsunfähigkeit von 70% und 

damit der Ausrichtung einer ganzen Rente benötige die Beschwerdeführerin tatsächlich 

keine Arbeitsvermittlung. Gehe man jedoch von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% aus, 

sei eine Arbeitsvermittlung angezeigt.

C.  

Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2007 (act. G 3) beantragt die 

Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf den Einspracheentscheid Abweisung der 

Beschwerde. Ergänzend führt sie aus, im Bericht von Dr. med. F.___ würden dieselben 

Diagnosen gestellt wie von Dr. med. C.___, nämlich eine mittelgradige depressive 

Episode mit somatischen Symptomen und ein chronisches Schmerzsyndrom. Aus rein 

psychiatrischer Sicht werde der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50% 

attestiert. Diesbezüglich sei darauf hinzuweisen, dass der Bericht eines behandelnden 

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Arztes aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten mit 

Vorbehalt zu würdigen sei. Im Übrigen beschreibe der Bericht nicht im Einzelnen, 

weswegen die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer depressiven Episode nicht mehr 

arbeiten können solle. Es sei daher davon auszugehen, dass der gleiche Sachverhalt 

unterschiedlich gewichtet worden sei. Insgesamt könne daher weiterhin an der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS, also an einer 35%igen 

Arbeitsunfähigkeit, festgehalten werden. Die von Dr. C.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit 

von 70% könne auch aufgrund des neueren Berichts von Dr. F.___ definitiv nicht 

bestätigt werden.

D.  

Mit Replik vom 7. Mai 2007 (act. G 5) hält Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer für die 

Betroffene an den Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde fest. Abzustellen sei 

auf die Begründetheit einer ärztlichen Aussage und Diagnose. Der Arztbericht von Dr. 

med. F.___ bestätige sowohl die Diagnose wie auch die Anamnese und entspreche den 

Voraussetzungen eines unabhängigen Gutachtens. Es sei somit zwingend erstellt, dass 

der Arztbericht von Dr. F.___ vom 9. November 2006 den Beweis erbringe, dass die 

Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids zu 50% arbeitsunfähig 

gewesen sei. Die angefochtene Verfügung sei daher aufzuheben und der IV-Grad sei 

auf dieser minimalen Basis entsprechend anzupassen.

E.  

Am 15. Mai 2007 (act. G 7) erklärt die Beschwerdegegnerin, an den Ausführungen und 

am Antrag in der Beschwerdeantwort vollumfänglich festzuhalten. Im Übrigen hat sie 

aber auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Dadurch sind im 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) verschiedene 

Änderungen erfolgt. Da der streitige Einspracheentscheid am 7. Februar 2007, mithin 

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vor dem 1. Januar 2008, erging, sind vorliegend noch die bis zum 31. Dezember 2007 

geltenden materiellen Bestimmungen anwendbar (BGE 127 V 467 E. 1 und BGE 

121 V 366 E. 1b).

2.   

2.1  Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann der Einkommensvergleich zur 

Ermittlung des Invaliditätsgrades erst erfolgen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden sind bzw. wenn aufgrund der 

Sachverhaltsabklärungen feststeht, dass keine Eingliederung möglich ist 

("Eingliederung vor Rente"; vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, N 15 zu Art. 16 und N 11 

zu Art. 7). Mögliche Eingliederungsmassnahmen sind nach Art. 8 Abs. 3 IVG neben 

medizinischen Massnahmen Massnahmen beruflicher Art wie Berufsberatung, 

Umschulung und Arbeitsvermittlung.

2.2  Im Gutachten vom 30. November 2005 wird aus somatischer Sicht eine 

Gewichtsreduktion sowie ein muskuläres Aufbautraining empfohlen. Es wird jedoch 

festgehalten, dass sich diese Massnahmen nur schwer realisieren lassen dürften. Im 

Übrigen scheint die im Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35% im 

Wesentlichen nicht auf die somatischen, sondern auf die psychiatrischen Befunde 

zurückzuführen sein. Aus psychiatrischer Sicht sollte gemäss Gutachten die 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung unbedingt fortgesetzt werden. Diese 

Empfehlung befolgt die Beschwerdeführerin offensichtlich, da sie gemäss Arztbericht 

vom 10. März 2006 nach wie vor bei Dr. med. C.___ in Behandlung steht und vom 

21. September bis 4. Oktober 2006 in der Klinik Gais stationär behandelt wurde. Ihrer 

Pflicht, sich medizinischen Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen, kommt die 

Beschwerdeführerin somit nach.

2.3  Für die berufliche Eingliederung ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall 

grundsätzlich eine Eingliederungspflicht besteht, da die behinderungsbedingte 

Einschränkung eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben könnte. 

Da aber die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in allen Tätigkeitsbereichen (aus 

psychiatrischen Gründen) gleichermassen um 35% eingeschränkt ist, könnte ihre 

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behinderungsbedingte Einbusse einzig durch berufliche Massnahmen erheblich 

reduziert werden, die sie ausbildungsmässig qualifizieren und über das vorher besetzte 

Lohnniveau hinausheben würden. Die Beschwerdeführerin hat im ehemaligen 

Jugoslawien die Grundschule abgeschlossen, jedoch keinen Beruf erlernt (vgl. 

act. G 3.1/1). In der Schweiz war sie immer als Hilfsarbeiterin tätig. Ihre 

Deutschkenntnisse schätzt die Beschwerdeführerin zwar als gut ein, jedoch nur im 

mündlichen Ausdruck (vgl. act. G 3.1/29); sie beherrscht die deutsche Sprache aber 

nicht genügend, um sich darin auch schriftlich ausdrücken zu können. 

Erwerbswirksame berufliche Massnahmen müssten damit nicht nur in der Vermittlung 

ausreichender Deutschkenntnisse bestehen, sondern würden darüber hinaus eine 

erstmalige Berufsausbildung erforderlich machen. Dies jedoch erscheint unter den 

gegebenen Umständen als unverhältnismässig. Auf die Durchführung beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen ist daher zu Recht verzichtet worden.

2.4  Dies gilt nicht für die Arbeitsvermittlung. Allerdings ist die Arbeitsvermittlung nicht 

geeignet, die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse zu vermindern, denn sie 

bezweckt nur, die Verwertung einer bestehenden (Rest-) Erwerbsfähigkeit auf dem 

realen und aktuellen Arbeitsmarkt zu fördern. Das RAV G.___ hat die 

Beschwerdeführerin gemäss deren Angaben im Fragebogen vom 11. Januar 2006 

(act. G 3.1/29) aufgrund der von ihr vorgelegten Arztzeugnisse als nicht 

vermittlungsfähig erachtet. Die Beschwerdeführerin selbst fühlt sich nach wie vor zu 

100% arbeitsunfähig (vgl. act. G 1.1.3) und hat erklärt, sie sei nicht bereit eine 

adaptierte Tätigkeit anzutreten oder an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen 

(act. G 3.1/29). Da die Beschwerdeführerin somit ihre Restarbeitsfähigkeit nicht in 

zumutbarem Umfang ausgeschöpft hat, ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin vorliegend von weiteren Eingliederungsmassnahmen abgesehen 

hat. Die Verfügung vom 24. Februar 2006, mit welcher die Arbeitsvermittlung 

abgeschlossen wurde, erweist sich daher als rechtens.

3.   

3.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

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50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Ist die versicherte Person vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen, gilt nach Art. 8 Abs. 3 ATSG 

die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, als Invalidität.

3.2  Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen 

Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den 

Invaliditätsgrad festlegen zu können, sind daher medizinische Grundlagen wesentlich. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 

versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 

S. 34; Rz 3047 f des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen 

Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = 

KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf die 

Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die 

versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die 

Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).

4.   

4.1  Strittig ist vorliegend die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Während sich 

die Beschwerdegegnerin gestützt auf das Gutachten der MEDAS Ostschweiz auf den 

Standpunkt stellt, eine adaptierte Tätigkeit könne von der Beschwerdeführerin zu 65% 

ausgeführt werden, vertritt ihr Rechtsvertreter die Auffassung, dies sei höchstens zu 

50% möglich.

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4.2  Die Beschwerdeführerin lässt geltend machen, laut den ärztlichen Berichten von 

Dr. med. C.___ vom 10. März 2006 und von Dr. med. F.___ vom 9. November 2006 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50%. Da diese Berichte aktueller seien als 

das Gutachten der MEDAS Ostschweiz, sei von einer Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von maximal 50% auszugehen. Diese Sichtweise kann nicht geteilt 

werden. Das Gutachten der MEDAS Ostschweiz diagnostiziert eine leichte bis 

mittelgradige depressive Störung mit somatischen Symptomen und ein Problem der 

Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom. Die psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung habe bisher keinen Erfolg gehabt, da die 

Beschwerdeführerin auf die somatischen Beschwerden fixiert sei. Die tiefe 

Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit lasse sich psychiatrisch nicht begründen, die 

psychischen Störungen begründeten lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 35%. Dass 

sich der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin seit Erstellung des 

Gutachtens verschlechtert hätte, ist trotz der Arztberichte von Dr. C.___ vom 10. März 

2006 (act. G 1.1.4) und von Dr. F.___ vom 9. November 2006 (act. G 1.1.3), welche der 

Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 70% resp. 50% attestieren, nicht 

ausgewiesen. Dr. C.___ hält in seinem Bericht ausdrücklich fest, er stimme mit Dr. med. 

E.___ überein, dass eine mittelgradige depressive Störung mit somatischen 

Symptomen und ein chronifiziertes Schmerzsyndrom vorliege. Dr. F.___ seinerseits 

diagnostiziert in seinem Bericht vom 9. November 2006 ebenfalls eine mittelgradige 

depressive Episode mit somatischen Symptomen und ein chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom. Hinsichtlich der Diagnose stimmen somit die 

beiden von der Beschwerdeführerin eingereichten Arztberichte mit dem MEDAS-

Gutachten überein, sie weichen lediglich in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 

diesem ab. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht 

ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater deshalb 

praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 

medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 

sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der 

Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht 

angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage 

zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten (Bundesgerichtsentscheid i/S H. vom 18. April 

2006 [I 783/2005] E. 2.2). Nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist 

überdies stets der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/

S S. vom 17. August 2005 [I 212/05]). Die zumutbare Leistungsfähigkeit wird im 

Rahmen der therapeutischen Bemühungen oft bewusst tief angesetzt. 

Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass weder der Arztbericht von Dr. C.___ 

vom 10. März 2006 noch derjenige von Dr. F.___ vom 9. November 2006 geeignet sind, 

das MEDAS-Gutachten vom 30. November 2005 in Zweifel zu ziehen. Die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS Ostschweiz erfolgte unter Berücksichtigung 

sowohl der körperlichen Beschwerden wie auch der psychischen Probleme. Sie bezieht 

sich auf eine bei gutem Willen objektiv zumutbare Leistung in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit. Ihr ist der Vorrang zu geben. Es ist deshalb davon auszugehen, dass eine 

Arbeitsfähigkeit von 65% besteht.

5.   

5.1  Für die Invalidität massgebend sind die erwerblichen Auswirkungen der 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist 

nach der Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden 

Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu 

erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn, welchen die versicherte Person 

vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 20. November 2001 [I 716/00]; ZAK 

1980 S. 593), da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (vgl. Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S S. vom 27. Februar 2004 [I 601/03]; BGE 129 V 224 E. 4.3.1). 

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) ist für die Vornahme des 

Einkommensvergleichs auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222). Vorliegend ist der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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Einkommensvergleich für 2003 vorzunehmen, da die einjährige Wartezeit (vgl. Art. 29 

Abs. 2 IVG) im August jenes Jahres ablief (nach den medizinischen Unterlagen trat bei 

der Beschwerdeführerin am 21. August 2002 eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit auf).

5.2  Im Jahr 2003 betrug der monatliche Lohn der Beschwerdeführerin Fr. 3'766.40 

(act. G 3.1/8). Inklusive 13. Monatslohn ergibt sich ein Jahreseinkommen von 

Fr. 48'963.--, was dem möglichen Valideneinkommen für das Jahr 2003 entspricht.

6.   

6.1  Nach Art. 16 ATSG ist beim Einkommensvergleich als Invalideneinkommen 

dasjenige Erwerbseinkommen einzusetzen, welches die versicherte Person nach Eintritt 

der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Im 

vorliegenden Fall arbeitet die Beschwerdeführerin seit August 2002 nicht mehr, womit 

sie die ihr mit Gutachten der MEDAS Ostschweiz attestierte Arbeitsfähigkeit von 65% 

nicht ausschöpft. Für die Ermittlung des Invaliditätsgrades ist daher die vom 

Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 

heranzuziehen. Der monatliche Durchschnittslohn im Anforderungsniveau 4 betrug im 

Jahr 2002 für Frauen Fr. 3'820.-- (TA1 S. 43) oder pro Jahr Fr. 45'840.--. Um die 

Nominallohnentwicklung erhöht ergibt dies für das Jahr 2003 ein Einkommen von 

Fr. 46'498.-- (2002 111.5 Punkte, 2003 113.1 Punkte; vgl. LE 2003). Da diese Werte auf 

einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beruhen, sind sie 

noch auf die im Jahre 2003 betriebsüblich gewesene Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

umzurechnen. Dies ergibt ein Einkommen von Fr. 48'474.-- pro Jahr. Der 

Beschwerdeführerin ist ein Pensum von 65% zumutbar. Das Jahreseinkommen beläuft 

sich bei 65% auf Fr. 31'508.--.

6.2  In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens 

herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn versicherte Personen, die in ihrer letzten 

Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig 

von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere 

persönliche

oder berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller 

Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) auf das Invalideneinkommen unter 

Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller 

jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen 

(vgl. BGE 126 V 75).

6.3  Die Beschwerdegegnerin hat keinen solchen Abzug vorgenommen. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht geltend, es sei mindestens ein Abzug 

von 10% vorzunehmen. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass die 

Beschwerdeführerin wegen ihres chronifizierten lumbospondylogenen 

Schmerzsyndroms, der leichten lumbalen Hyperlordose, der Osteochondrose L4/5 mit 

breitbasiger Diskusprotrusion L4/5 und anulärem Riss des Anulus fibrosus, der 

Spondylose, hypertrophierenden Spondylarthrose der distalen LWS, des Piriformis-

Syndroms und der Adipositas I nur noch leichte wechselbelastende Tätigkeiten unter 

Vermeidung von repetitivem Lastenheben über 15 kg, von Arbeiten in 

ausgesprochenen Wirbelsäulen-Zwangshaltungen und von Tätigkeiten, welche kniend 

oder in der Hocke ausgeführt werden müssen oder mit repetitiven Knieflexionen/-

extensionen verbunden sind, ausüben kann. In allen körperlich geeigneten Tätigkeiten 

ist die Beschwerdeführerin zudem aufgrund ihrer psychischen Einschränkung nur zu 

65% einsatzfähig. Da die Schweizerische Lohnstrukturerhebung auf den Löhnen 

gesunder Arbeitnehmerinnen basiert, erscheint vorliegend ein Leidensabzug 

gerechtfertigt, der unter den gegebenen Umständen auf 10% festzusetzen ist. Es 

resultiert ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 28'357.--. Der Verdienstausfall 

macht Fr. 20'606.-- aus, womit sich ein Invaliditätsgrad von 42% ergibt. Damit hat die 

Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.

7.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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7.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 ist aufzuheben und die Sache ist zur 

Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

7.2  Gemäss den Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember 

2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen 

Einsprachen das bisherige Recht (lit. b der Schlussbestimmungen). Somit gelangt 

Art. 69 Abs. 1  IVG zur Kostenpflicht von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die 

Verweigerung von IV-Leistungen im kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur 

Anwendung. Gerichtskosten sind demnach keine zu erheben.

7.3  Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Beschwerdebegehren nur teilweise 

durchgedrungen. Trotzdem ist von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, 

denn die Beschwerdeführerin war gezwungen, Beschwerde zu führen, um eine 

Korrektur des teilweise rechtswidrigen Einspracheentscheids vom 7. Februar 2007 zu 

erreichen. Der ihr entstandene Vertretungsaufwand ist deshalb grundsätzlich als 

notwendig zu qualifizieren und zwar unabhängig davon, ob sie mit ihrem konkreten 

Beschwerdebegehren ganz oder nur teilweise durchgedrungen ist. In Analogie zur 

höchstrichterlichen Rechtsprechung betreffend den Anspruch auf eine 

Parteientschädigung bei einer Rückweisung zur weiteren Abklärung des Sachverhalts, 

bei dem die Beschwerde führende versicherte Person trotz eines weitergehenden 

Beschwerdebegehrens ebenfalls "nur" die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

erreicht hat (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), ist deshalb davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin mit ihrem eigentlichen Beschwerdebegehren, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei als rechtswidrig aufzuheben, vollumfänglich obsiegt hat. Es 

besteht deshalb keine Veranlassung, in Analogie zum zivilprozessualen Klageverfahren 

von einem nur teilweisen Obsiegen auszugehen und nur eine reduzierte 

Parteientschädigung auszusprechen (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 8. Januar 2008 [IV 2007/214]).

7.4  Die Parteientschädigung wird vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der 

bis

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Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint vorliegend eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin wird eine Viertelsrente der 

Invalidenversicherung zugesprochen.

2.  Die Streitsache wird zur Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.07.2008
	Hält sich eine versicherte Person subjektiv für 100% arbeitsunfähig und gibt an, nicht bereit zu sein, eine adaptierte Tätigkeit aufzunehmen oder an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, hat die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung zu Recht abgeschlossen. Eine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person durch die behandelnden Ärzte, bei übereinstimmender Diagnose, ist nicht geeignet, ein MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Juli 2008, IV 2007/115). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2008.

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