# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd10283d-a003-5314-ac36-ea80bb87c3bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2010 D-4441/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4441-2010_2010-06-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4441/2010
law/joc/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Markus König;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A.___________, geboren (...),
Benin,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 28. Mai 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4441/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Benin – ge-
mäss eigenen Angaben am 17. Januar 2010 seinen Heimatstaat ver-
liess  und  mittels  eigenem  Reisepass  und  einem  Visum  für  Belgien 
nach Brüssel  und von dort  aus am 25. Januar  2010 via Paris  in  die 
Schweiz gelangte, wo er am 26. Januar 2010 im Empfangs- und Verfah-
renszentrum (EVZ) Basel um Asyl nachsuchte,

dass er im EVZ Basel am 9. Februar 2010 summarisch zu seinen Asyl-
gründen befragt wurde, wobei er im Wesentlichen darlegte, durch seine 
Familie, insbesondere seinen Vater und seine Brüder bedroht worden zu 
sein, weil er als Muslim mit einer Frau christlichen Glaubens, mit der er 
ein Kind habe, im Konkubinat gelebt habe, 

dass ihn am 14. Oktober 2009 Unbekannte angegriffen und auf ihn ein-
gestochen und ihn dabei am Rücken verletzt hätten, 

dass seine Lebenspartnerin und sein Kind am 16. Oktober 2009 abge-
reist respektive seit diesem Datum verschwunden seien und er auf der 
Suche  nach  ihnen  durch  eine  Tante  seiner  Lebenspartnerin  erfahren 
habe, dass sie durch seine Eltern bedroht worden sei, 

dass er aufgrund dieser Ereignisse und da er nach dem Verschwinden 
seiner  Lebenspartnerin  zudem Probleme  mit  deren  Vater  bekommen 
habe, sein Heimatland verlassen habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Vorbringen ein  Flug-
ticket (gültig für einen Flug von Cotonou via Tripolis nach Brüssel am 
18. Januar und einen entsprechenden Rückflug am 8. Februar 2010), 
zwei Bustickets (für eine Fahrt am 23. Januar 2010 von Brüssel nach 
Paris sowie für eine Fahrt von Paris nach Zürich am 24. Januar 2010) 
und  einen  Reisepass  der  Republik  Benin  (enthaltend  zwei  im  Jahre 
2009  abgelaufene  Visa  sowie  ein  bis  am  10.  Februar  2010  gültiges 
Visum für den Schengenraum) einreichte, 

dass  dem Beschwerdeführer  in  der  Befragung  vom 9.  Februar  2010 
durch das BFM das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung 
nach Belgien gewährt wurde, wobei der  Beschwerdeführer erklärte, er 
kenne sich im Verfahren nicht aus und er sei in die Schweiz gekommen, 
um Schutz zu finden, 

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dass  das  BFM  gestützt  auf  Art.  9  Abs.  1  Dublin-II-VO  (Verordnung 
Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 
Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 
gestellten  Asylantrags  zuständig  ist)  die  belgischen  Behörden  am 
19. Februar 2010 um Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte 
und diese am 21. April 2010 gestützt auf Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO ihre 
Zustimmung erteilten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Mai 2010 – eröffnet am 10. Juni 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers vom 26. Januar 2010 nicht  eintrat,  die Wegweisung 
nach Belgien verfügte, den Vollzug der Wegweisung anordnete,  fest-
stellte, einer allfälligen Beschwerde komme keine  aufschiebende Wir-
kung zu sowie dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-
mäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass das BFM zur Begründung ausführte,  der Beschwerdeführer sei 
im  Besitz  eines  belgischen  Visums,  ausgestellt  durch  die  belgische 
Botschaft in Cotonou, Benin, und sei mit diesem am 17. Januar 2010 
in Brüssel eingereist, 

dass gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zustän-
digen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der  
Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR  0.142.392.68]) bzw.  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für  die Prüfung eines in der Schweiz,  in Island oder in Nor-
wegen gestellten Asylantrags (SR 0.360.598.1), Belgien für die Durch-
führung des Asylverfahrens zuständig sei, 

dass Belgien am 21. April  2010 einer  Übernahme des Beschwerde-
führers gestützt auf Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO zugestimmt habe, 

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dass die  Rückführung  – vorbehältlich  einer  allfälligen Unterbrechung 
oder einer Verlängerung (Art. 19 Dublin-II-VO)  – bis  spätestens zum 
21. Oktober 2010 zu erfolgen habe, 

dass  der  Einwand des  Beschwerdeführers  im Rahmen des  ihm ge-
währten rechtlichen Gehörs vom 9. Februar 2010, er kenne sich hin-
sichtlich des Verfahrens nicht aus und sei in die Schweiz gekommen, 
um Schutz zu finden, an der Zuständigkeit Belgiens nichts zu ändern 
vermöge, 

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers 
nach Belgien zudem als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit – an das BFM 
adressierter und von diesem weitergeleiteten – Eingabe vom 16. Juni 
2010  beim  Bundesverwaltungsgericht  (Eingang:  21.  Juni  2010)  Be-
schwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde 
sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, 

dass er seine Beschwerde im Wesentlichen damit begründete, er sei in 
die Schweiz gekommen, da ihm Belgien keinen Schutz gewährleisten 
könne und er daher dort kein Asylgesuch stellen wolle, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Instruktionsverfügung vom 
21. Juni  2010  den  Vollzug  der  Wegweisung  im  Sinne  einer  vorsorg-
lichen Massnahme aussetzte, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32]);  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 
Missbrauch und Überschreitung des Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  einzig  zu  prüfen  ist,  ob 
das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist und  infolge-
dessen die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311)  die  Prüfung der staats-
vertraglichen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach 
den Kriterien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat, 

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dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG im Weiteren voraussetzt,  dass der 
staatsvertraglich zuständige Staat  einer Übernahme der  asylsuchen-
den Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1),

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-VO die Mitgliedstaaten jeden Asyl-
antrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im 
Hoheitsgebiets  eines  Mitgliedstaates  stellt,  wobei  der  Antrag  von 
einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des 
Kapitels III Dublin-II-VO als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates 
eingeleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals in einem Mitgliedstaat 
gestellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der in 
Kapitel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge (vgl. Art. 5-14 Dublin-
II-VO) anzuwenden sind sowie von der Situation zum Zeitpunkt, in dem 
der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, 
auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO), 

dass für  den Fall,  dass ein Asylbewerber ein gültiges Visum besitzt, 
der Mitgliedstaat, der das Visum erteilt hat, für die Prüfung des Asyl -
antrages zuständig ist, es sei denn, das Visum sei in Vertretung oder 
mit schriftlicher Zustimmung eines anderen Mitgliedstaates erteilt wor-
den; in diesem Fall ist der letztgenannte Mitgliedstaat für die Prüfung 
des Asylantrages zuständig (vgl. Art. 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 Dublin-II-
VO), 

dass  diese Bestimmung unter  den in  Art. 9  Abs. 4  Dublin-II-VO ge-
nannten  Voraussetzungen  selbst  bei  abgelaufenem  Aufenthaltstitel 
oder Visa zur Anwendung gelangt, 

dass gemäss des ersten Abschnitts von Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO ein 
Asylbewerber,  der  einen  oder  mehrere  Aufenthaltstitel  besitzt,  die 
weniger als zwei Jahre zuvor abgelaufen sind oder der über ein oder 
mehrere Visa verfügt, die seit weniger als sechs Monaten abgelaufen 
sind,  aufgrund  deren  er  in  das  Hoheitsgebiet  eines  Mitgliedstaates 
einreisen konnte, die Absätze 1, 2 und 3 des Art. 9 Dublin-II-VO an-
wendbar  sind,  solange  der  Antragsteller  das  Hoheitsgebiet  der  Mit-
gliedstaaten nicht verlassen hat, 

dass  aufgrund  des  vom Beschwerdeführer  benutzten  Flugtickets  mit 
Flugdatum vom 18. Januar 2010 und der Destination Brüssel, des in 
Brüssel ausgestellten Bustickets vom 23. Januar 2010 sowie den An-

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gaben des Beschwerdeführers (vgl. act. A1/9 S. 6) feststeht, dass sich 
dieser  vor  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  in  Belgien,  einem 
Mitgliedstaat der Europäischen Union, aufgehalten hat, 

dass  sich  dem  eingereichten  Reisepass  sodann  entnehmen  lässt, 
dass  der  Beschwerdeführer  wie  von  ihm  im  EVZ erwähnt  (vgl.  act. 
A1/9  S.  6)  über  ein  Schengen-Visum  verfügte,  welches  durch  die 
belgische Botschaft  in Cotonou für den Zeitraum vom 27. Dezember 
2009 bis am 10. Februar 2010 ausgestellt wurde, 

dass  demnach  das  BFM  die  belgischen  Behörden  am  19.  Februar 
2010 zu Recht um Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte, 
da  Belgien  aufgrund  des  – seit  nunmehr  über  vier  Monate  – abge-
laufenen Visums gestützt auf Art. 9 Abs. 2 und 4 Dublin-II-VO  – und 
nicht  wie  vom BFM  angenommen  in  Anwendung  von  Art.  9  Abs.  1 
Dublin-II-VO  (vgl.  act.  A8/6  S.  5)  – zur  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständig ist, 

dass  die  Anfrage  des  BFM  zudem  innerhalb  der  in  Art.  17  Abs.  1 
Dublin-II-VO vorgegebenen Frist erfolgte, 

dass die belgischen Behörden mit Schreiben vom 21. April 2010 – und 
damit innerhalb der in Art. 18 Abs. 1 Dublin-II-VO vorgesehenen Frist – 
einer  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  zustimmten  (vgl.  act. 
A15/1) und damit Belgien die Zuständigkeit  zur Prüfung des Asylge-
suches des Beschwerdeführers anerkannte,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift die Zuständig-
keit  Belgiens  grundsätzlich  nicht  bestreitet,  jedoch  argumentiert,  in 
Belgien kein Asylgesuch stellen zu wollen, da ihm dieses Land keinen 
Schutz gewähren könne, 

dass  dieser  Einwand  unbegründet  ist,  da   Belgien  unter  anderem 
Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechts-
stellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und  der  EMRK  ist,  das 
Übereinkommen  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) ratifiziert hat und keine konkreten Hinweise dafür be-
stehen,  Belgien  würde  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  Ver-
pflichtungen halten, 

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dass  Belgien  zudem  im  Vorfeld  der  Aufnahme  in  die  Europäische 
Union  (EU),  wie  alle  Beitrittskandidaten,  hinsichtlich  der  Einhaltung 
seiner  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  (auch  im Asylbereich)  über-
prüft wurde und mit der Aufnahme in die EU den acquis der EU im Be-
reich Menschenrechte übernommen hat, 

dass somit keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt  des BFM 
gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten, 

dass das BFM demzufolge zu Recht in Anwendung von Art.  34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Auslände-
rinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Belgien zu Recht  als  zulässig,  zumutbar  und möglich bezeich-
nete,

dass es dem Beschwerdeführer demzufolge nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit  dem Urteil  in  der  Hauptsache das Gesuch um Gewährung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos gewor-
den ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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