# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf9fab49-30dd-59f8-8fa4-c123010ffe11
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.07.2014 100 2013 160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-160_2014-07-24.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 27. April 2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_740/2014).

100.2013.160U
HER/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Juli 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
5. April 2013; BD 089/12)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1984 in Bern, ist Staatsangehöriger von Sri Lanka 
tamilischer Ethnie. Er wurde seit seiner Jugendzeit mehrfach straffällig. Zuletzt 
verurteilte ihn das Obergericht des Kantons Bern am 12. Oktober 2010 zu einer 
Freiheitsstrafe von 33 Monaten unter anderem wegen Raubes und des Versuchs dazu, 
mehrfacher Diebstähle mit Hausfriedensbruch, mehrfacher Widerhandlungen gegen 
das Betäubungsmittelgesetz und die Strassenverkehrsgesetzgebung. Der Strafantritt 
erfolgte am 14. Dezember 2010. 

Nachdem die Aufenthaltsbewilligung von A.________ letztmals bis am 9. Juni 2010 
verlängert worden war, verfügte das Amt für Migration und Personenstand des Kantons 
Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), am 21. Februar 2012 den Widerruf (bzw. die 
Nichtverlängerung) der Aufenthaltsbewilligung von A.________, ordnete seine 
Wegweisung aus der Schweiz an und bestimmte die Ausreise auf den Tag seiner Haft-
entlassung. 

B.

Dagegen erhob A.________ am 23. März 2012 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 

Am 4. September 2012 wurde A.________ aus dem Strafvollzug entlassen, unter 
Auferlegung einer Probezeit von einem Jahr. 

Mit Entscheid vom 5. April 2013 trat die POM auf den Antrag auf vorläufige Aufnahme 
nicht ein, wies die Beschwerde ab und setzte A.________ eine Frist zur Ausreise bis 
zum 17. Mai 2013 an. Sie gewährte ihm zudem die unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 3

C.

Am 13. Mai 2013 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den 
folgenden Rechtsbegehren in der Sache: 

«1. Der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
5. April 2013 sei im Punkt 1 wegen der Verletzung der Begründungspflicht 
aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

2. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 5. April 2013 im Punkt 1 aufzuheben und die Sache sei zur 
vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes und 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 5. April 2013 im Punkt 1 aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer sei die Aufenthaltsbewilligung B zu verlängern. 

4. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 5. April 2013 im Punkt 1 aufzuheben und es sei die 
Unzulässigkeit evtl. Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges festzustellen. Der 
Migrationsdienst des Kantons Bern sei anzuweisen, dem Bundesamt für Migration 
die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden (richtig: des Be-
schwerdeführers) in der Schweiz zu beantragen.»

Er hat zudem um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Mit Vernehmlassung vom 
6. Juni 2013 beantragt die POM die Abweisung der Beschwerde; zum Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege enthält sie sich eines Antrags. Mit Verfügung vom 19. Juni 
2013 hat der damalige Instruktionsrichter die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 
A.________ dessen Rechtsanwalt als amtlichen Anwalt beigeordnet. Im weiteren 
Verfahren wurden umfangreiche Beweismassnahmen getroffen (u.a. Edition der Akten 
der Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug [ASMV], weitere Berichte des 
behandelnden Psychiaters sowie Bericht der Bewährungshilfe, Stellungnahme der 
Vorinstanz zur Lage in Sri Lanka). A.________ hat sich am 10. Juli und am 23. August 
2013 sowie abschliessend am 10. Februar 2014 zur Sache geäussert. Die 
Verfahrensbeteiligten halten sinngemäss an ihren Begehren fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 
hiernach).

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter, es sei die «Unzulässigkeit evtl. 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges» festzustellen und der MIDI sei 
anzuweisen, dem Bundesamt für Migration (BFM) die vorläufige Aufnahme zu 
beantragen (Rechtsbegehren 4). – Im ausländerrechtlichen Verfahren hat die 
betroffene Person keinen Anspruch auf vorläufige Aufnahme. Nach Art. 83 Abs. 6 des 
Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
(AuG; SR 142.20) kann nur die kantonale Behörde diese Ersatzmassnahme beim BFM 
beantragen und dieses entscheidet über die vorläufige Aufnahme (BGE 137 II 305 
E. 3.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 7.1). Feststellungsanträge im 
Zusammenhang mit der vorläufigen Aufnahme sind daher ebenso wenig zulässig wie 
Anträge auf vorläufige Aufnahme oder der Antrag auf Rückweisung der Sache unter 
Anweisung der Ausländerbehörde, beim BFM entsprechend Antrag zu stellen (vgl. 
VGE 2013/101 vom 14.3.2014, E. 1.2 [insoweit rechtskräftig], 2013/225 vom 
19.6.2014, E. 1.2 [noch nicht rechtskräftig], 2012/203 vom 18.12.2012, E. 1.2 [bestätigt 
durch BGer 2C_114/2013 vom 10.9.2013]). Das Rechtsbegehren 4 ist daher 
unzulässig; insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. aber hinten E. 8).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 5

2.

Der Beschwerdeführer rügt Verletzungen des rechtlichen Gehörs und verlangt die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zum neuen Entscheid. Zum einen habe die 
Vorinstanz die Begründungspflicht verletzt, indem sie seine Vorbringen nicht sorgfältig 
gewürdigt habe (Rechtsbegehren 1). Zum andern sei er trotz entsprechender Anträge 
weder im Verfahren vor dem MIDI noch vor der POM persönlich angehört worden, 
weshalb der Sachverhalt unvollständig festgestellt worden sei (Rechtsbegehren 2).

2.1 Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergibt sich in erster Linie aus 
Art. 21 ff. VRPG. Ergänzend greifen die verfassungsrechtlichen Mindestansprüche 
nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der in ihrer Rechtsstellung Betroffenen effektiv 
zu prüfen und beim Entscheid zu berücksichtigen. Folge dieser Prüfungspflicht und 
zugleich Bedingung einer wirksamen Selbstkontrolle ist die behördliche 
Begründungspflicht (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids 
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt 
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 
stützt. Dagegen wird nicht verlangt, dass sich die Begründung mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 
widerlegt (statt vieler BGE 138 I 232 E. 5.1, 136 I 229 E. 5.2; BVR 2013 S. 407 E. 3.2, 
2012 S. 326 E. 4.1, S. 109 E. 2.3.3). – Wie noch zu zeigen sein wird, hat sich die 
Vorinstanz eingehend mit den Einwänden des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. 
Wenn sie einigen Aspekten nach Auffassung des Beschwerdeführers zu wenig 
Gewicht beigemessen hat, ist dies nicht eine Frage der Erfüllung der 
Begründungspflicht, sondern betrifft die materielle Frage, ob der Entscheid korrekt ist 
bzw. die Interessenabwägung korrekt vorgenommen wurde. Eine Gehörsverletzung ist 
nicht dargetan. Ob die Beurteilung der Vorinstanz der Rechtskontrolle standhält, wird in 
der Sache zu prüfen sein.

2.2 Der Gehörsanspruch umfasst das Recht der Betroffenen, sich vor Erlass eines 
in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, wobei die Art 
der Anhörung – mündlich oder schriftlich – grundsätzlich keine Rolle spielt (Art. 21 
Abs. 1 VRPG; BGE 134 I 140 E. 5.3; BVR 1993 S. 341 E. 2c/bb; vgl. auch BVR 2010 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 6

S. 157 E. 2.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 21 N. 6). Weiter beinhaltet der Gehörsanspruch das Recht der Betroffenen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und sich zum Beweisergebnis zu 
äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. auch Art. 24 
VRPG; BGE 135 II 286 E. 5.1; BVR 2012 S. 28 E. 2.3.1, 2011 S. 27 E. 2.2). Die 
Behörde darf aber von der Beweisabnahme absehen und Beweisanträge ablehnen, 
wenn sich in antizipierter Beweiswürdigung ergibt, dass ein Beweis nicht geeignet ist, 
das Beweisergebnis zu verändern oder den Entscheid zu beeinflussen (statt vieler 
BGE 136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3, BVR 2013 S. 543, nicht publ. E. 2.1 
[VGE 2012/86 vom 9.1.2013], 2012 S. 252 E. 3.3.3, 2011 S. 97 E. 4.2.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 8 ff.). – Nach Auffassung der Vorinstanz 
ist nicht ersichtlich, inwiefern eine persönliche Anhörung zusätzliche 
entscheidwesentliche Erkenntnisse versprochen hätte (angefochtener Entscheid 
E. 7e). Dies ist nicht zu beanstanden, da der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen 
Verfahren ausreichend Gelegenheit hatte, seinen Standpunkt und Beweismittel 
einzubringen (vgl. Akten POM pag. 99 ff.), und die rechtliche Beurteilung unter 
Würdigung namentlich seines Entwicklungs- und Reifeprozesses nicht entscheidend 
vom persönlichen Eindruck abhängt, welchen sich die Behörde durch eine Anhörung 
verschaffen könnte (vgl. auch hinten E. 5.3.2 f.). Im Übrigen hat die Vorinstanz 
umfassende Vorkehren zur Erhebung des rechtswesentlichen Sachverhalts getroffen, 
auch zu Aspekten, welche der Beschwerdeführer aufgrund seiner Mitwirkungspflicht 
(Art. 90 AuG, Art. 20 VRPG) von sich aus hätte aufhellen und belegen müssen (vgl. 
Akten POM, insb. pag. 84-87). Der Gehörsanspruch wurde auch insoweit nicht verletzt 
und die Vorinstanz hat ihren Entscheid auf (damals) vollständigen tatbeständlichen 
Grundlagen gefällt. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegründet.

3.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Wird in der Schweiz ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit oder ein mehr als 
dreimonatiger Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit beabsichtigt, so ist dafür eine 
Bewilligung erforderlich (Art. 10 und 11 AuG). Die Aufenthaltsbewilligung wird für 
Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AuG). Sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 7

ist befristet und kann verlängert werden (vgl. Art. 33 Abs. 3 AuG). Demnach besteht 
grundsätzlich kein Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung einer 
Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, die um eine Bewilligung ersuchende Person oder 
ihre in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine besondere Norm des 
Bundesrechts (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines Staatsvertrags 
berufen (BGE 133 I 185 E. 2.3). Andernfalls entscheidet die zuständige Behörde nach 
pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungserteilung bzw. 
Bewilligungsverlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). Das AuG 
unterscheidet demnach zwischen Bewilligungen, auf deren Erteilung ein 
Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und Bewilligungen, über welche 
die Behörde ermessensgeprägt entscheidet (sog. Ermessensbewilligung). 

3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass er keinen gesetzlichen 
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat (vgl. Art. 33 Abs. 3 AuG). 
Hingegen leitet er einen Bewilligungsanspruch aus Art. 13 Abs. 1 der 
Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) ab. Die Vorinstanz hat erwogen, dass 
ein Bleiberecht aus dem Schutz des Privatlebens in Betracht falle, weil der 
Beschwerdeführer in der Schweiz geboren wurde, ständig hier gelebt hat und seine 
Aufenthaltsbewilligung bis ins Alter von 26 Jahren regelmässig verlängert worden ist. 
Mit Blick auf sein persönliches Umfeld könnte allenfalls auch der kombinierte 
Schutzbereich des Privat- und Familienlebens berührt sein. Ob die Vorinstanz letztlich 
von einem verfassungs- bzw. konventionsrechtlichen Anwesenheitsrecht ausgegangen 
ist, bleibt unklar (vgl. E. 5b des angefochtenen Entscheids). Jedenfalls hat sie die 
strittige Entfernungsmassnahme im Licht von Art. 8 Ziff. 2 EMRK geprüft. 

3.3 Soweit ersichtlich begründet nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die 
Tatsache allein, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren ist und sein 
ganzes bisheriges Leben hier verbracht hat, keinen Anwesenheitsanspruch unter dem 
Aspekt des Schutzes des Privatlebens. Die Praxis zum Recht auf Privatleben mit Blick 
auf ausländische Personen zweiter Generation erscheint freilich nicht restlos klar (vgl. 
z.B. BGer 2C_536/2013 vom 30.12.2013, E. 2.2, 2C_480/2013 vom 24.10.2013, 
E. 4.4, 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 8.2). Zumindest müsste wohl auch in diesen 
Fällen eine über die normale Integration hinausgehende Verwurzelung in der hiesigen 
Gesellschaft dargetan sein (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1). Davon kann angesichts der 
deliktischen Vergangenheit des Beschwerdeführers und des Umstands, dass er bis 

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heute nicht in der Lage ist, selbst (vollständig) für seinen Lebensunterhalt aufzukom-
men (vgl. hinten insb. E. 5 und 6.1), nicht ausgegangen werden. In Frage stehen 
könnte hier daher wohl einzig ein Anwesenheitsrecht aus dem kombinierten 
Schutzbereich von Privat- und Familienleben (vgl. auch Achermann/Caroni, in 
Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 6.37).

3.4 Der Beschwerdeführer beruft sich gestützt auf seine Beziehung zu B.________ 
und das gemeinsame Kind auf den Schutz des Familienlebens (Beschwerde S. 4, 11 
und 13).

3.4.1 Art. 8 Ziff. 1 EMRK erfasst auch nicht rechtlich begründete familiäre 
Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung seit 
Langem eheähnlich gelebt wird. Entscheidend ist die Qualität des Familienlebens und 
nicht dessen rechtliche Begründung (BGE 135 I 143 E. 3.1; BGer 2C_458/2013 vom 
23.2.2014, E. 2.1, 2C_702/2011 vom 23.2.2012, E. 3, 2C_97/2010 vom 4.11.2010, 
E. 3). Eine Konkubinatsbeziehung muss daher bezüglich Art und Stabilität in ihrer 
Substanz einer Ehe gleichkommen. Dabei ist wesentlich, ob das Paar in 
gemeinsamem Haushalt lebt; zudem ist bei der Beurteilung der Natur und Dauer der 
Beziehung sowie ihrem Interesse und ihrer Bindung aneinander, etwa durch Kinder 
oder andere Umstände wie die Übernahme von wechselseitiger Verantwortung, 
Rechnung zu tragen (vgl. BGE 138 III 157 E. 2.3.3 [Pra 101/2012 Nr. 120]; 
VGE 2012/438 vom 7.8.2013, E. 5.3.3 [bestätigt durch BGer 2C_764/2013 vom 
15.4.2014, E. 3.4]; EGMR 3976/05 vom 2.11.2010 [Grosse Kammer] i.S. Yigit gegen 
Türkei, Ziff. 93 ff.). – Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die schweizerisch-
…. Doppelbürgerin B.________ seit einigen Jahren kennt, sich die Freundschaft 
während des Strafvollzugs zu einer Beziehung entwickelt hat und er seit September 
2012 bei ihr wohnt (Beschwerde S. 4; vgl. auch Akten ASMV pag. 82 ff., 145; Akten 
POM, Beschwerdebeilagen [BB] 1 und 2). Verschiedentlich hat der Beschwerdeführer 
geäussert, B.________ heiraten zu wollen (Akten MIDI pag. 266; Akten POM pag. 96; 
Akten ASMV pag. 422). Er ist jedoch seit 6. März 2010 mit einer Landsfrau verheiratet; 
die Ehe wurde in Sri Lanka geschlossen (Akten POM pag. 41-45). Er bestreitet die 
rechtliche Gültigkeit dieser Ehe nicht, bringt aber vor, er sei «zwangsweise durch die 
Initiative seiner Mutter verheiratet» worden und habe «zu keinem Zeitpunkt eine 
Beziehung zu seiner ʹEhefrauʹ unterhalten» (Beschwerde S. 13). Er habe nun in 
Erfahrung bringen können, dass sich die Ehefrau in Deutschland aufhalte; «es soll in 
nächster Zeit versucht werden, ein Ehescheidungsverfahren einzuleiten» (act. 25 S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 9

Selbst wenn der Beschwerdeführer in seiner Zustimmung zu dieser Ehe nicht völlig frei 
gewesen wäre (vgl. dazu hinten E. 6.1.1), muss er sich entgegenhalten lassen, dass er 
erst knapp drei Jahre nach Eheschluss auf Vorhalt der Mutationsmeldung der Stadt … 
im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren behauptet hat, die Heirat sei unter Zwang 
erfolgt (vgl. Akten POM pag. 85, 45-41, 97 f.; vgl. auch Akten ASMV pag. 393 f.). 
Zudem hat er weder Anstrengungen dokumentiert, den Aufenthaltsort der Ehefrau 
zwecks Scheidung früher zu erfahren, noch hat er bis zum Urteilszeitpunkt substantiiert 
oder belegt, dass er zwischenzeitlich konkrete Schritte zur Auflösung der Ehe 
unternommen hat, obschon B.________ im September 2013 ein, wie er vorbringt, 
gemeinsames Kind geboren hat (vgl. E. 3.4.2 hiernach). Der Beschwerdeführer legt im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren im Übrigen nichts Näheres zur Entwicklung der 
Beziehung zu B.________ dar; seine letzten Angaben stammen vom 5. März 2013 
(vgl. Akten POM, BB 1 und 2). Namentlich zeigt er nicht auf, in welcher Art sie beide 
seit der Geburt des Kindes gegenseitige Verantwortung übernehmen. Unter diesen 
Umständen hat die Vorinstanz zu Recht kein anspruchsbegründendes Konkubinat 
angenommen, zumal praxisgemäss ein verheirateter Mann und die im Konkubinat 
lebende Frau nicht als Familie im Sinn der Konvention gelten (vgl. BGer 2C_384/2011 
vom 27.12.2011, E. 1.2, 2C_846/2010 vom 22.11.2010, E. 2.1.2; VGE 2009/235 vom 
23.2.2010, E. 5.2). 

3.4.2 Laut dem Bericht der Abteilung Bewährungshilfe und alternativer Strafvollzug 
(ABaS) vom 11. September 2013 hat die Freundin des Beschwerdeführers am 
…. September 2013 einen Sohn zur Welt gebracht (act. 17A, S. 2); dieser besitzt 
vermutlich das Schweizer Bürgerrecht. Die Vater-Kind-Beziehung kann grundsätzlich 
einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz vermitteln (sog. «umgekehrter 
Familiennachzug», vgl. BGE 137 I 247 E. 4.2.3). Allerdings hat der Beschwerdeführer 
das Kind bis heute nicht anerkannt; er verfüge «im Moment nicht über die notwendigen 
Dokumente (z.B. Aufenthaltsbewilligung B in Papierform)» (act. 25 S. 4). Er legt freilich 
auch nicht dar, auf welche Art er Verantwortung für das Kind übernimmt. Zumindest 
dies wäre ihm ohne weiteres möglich gewesen und dazu ist er aufgrund seiner 
Mitwirkungspflicht gehalten, will er aus dieser Beziehung etwas für sich ableiten (vgl. 
Art. 90 AuG, Art. 20 VRPG).

3.5 Ob die vorgebrachten Beziehungen des Beschwerdeführers zu seiner Freundin 
oder zum Kind je für sich allein oder kombiniert oder zusätzlich kombiniert mit seinem 
Status als Ausländer zweiter Generation in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 10

fallen (vgl. vorne E. 3.3), muss unter den dargelegten Umständen bezweifelt werden, 
zumal mangels zumutbarer Mitwirkung des Beschwerdeführers jedenfalls hinsichtlich 
der Vater-Kind-Beziehung nicht ohne weiteres von einer nach Art und Intensität kon-
ventionsrechtlich geschützten Beziehung ausgegangen werden kann (vgl. E. 3.4.2 
hiervor). Auch im vorliegenden Verfahren kann die Frage aber letztlich offenbleiben, da 
in der Folge der strittige Eingriff (wie bereits vorinstanzlich) nach Massgabe von Art. 8 
Ziff. 2 EMRK geprüft wird. Die persönliche Befragung des Beschwerdeführers und 
seiner Freundin sind unter diesen Umständen verzichtbar; die diesbezüglichen 
Beweisanträge (Beschwerde S. 11, 14) werden abgewiesen.

4.

4.1 Auch ein Eingriff in das verfassungs- und konventionsrechtlich geschützte 
Privat- und Familienleben durch Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung aus der Schweiz ist statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen und in einer 
demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, 
für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur 
Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz 
der Rechte und Freiheiten anderer. Ein ausländerrechtlicher Widerrufsgrund und damit 
ein nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV grundsätzlich zulässiger Eingriff liegt 
insbesondere dann vor, wenn eine ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 62 Bst. b AuG). Als «längerfristig» gilt eine 
Freiheitsstrafe, wenn ihre Dauer ein Jahr überschreitet, und zwar unabhängig davon, 
ob sie bedingt, teilbedingt oder unbedingt zu vollziehen ist (BGE 139 I 31 E. 2.1, 16 
E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2013 
S. 543 E. 3.1). Gesetzliche Grundlage im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 EMRK für den Eingriff 
in die von dieser Vorschrift geschützten Garantien bildet Art. 33 Abs. 3 AuG i.V.m. 
Art. 62 AuG (BGer 2C_711/2011 vom 27.3.2012, E. 3.2; vgl. auch Art. 13 i.V.m. Art. 36 
Abs. 1 BV). – Unbestritten ist, dass mit der Freiheitsstrafe von 33 Monaten (vorne 
Bst. A) der Widerrufsgrund von Art. 62 Bst. b AuG erfüllt ist. Der Beschwerdeführer 
macht hingegen geltend, seine privaten Interessen würden das öffentliche Interesse an 
der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung deutlich 
überwiegen (Beschwerde S. 14).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 11

4.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer wie folgt zu 
Freiheitsstrafen bzw. Massnahmen verurteilt worden ist (Akten POM, BB 9; Akten MIDI 
pag. 34, 149):

– Urteil des Jugendgerichts Emmental-Oberaargau vom 20. Mai 2003 wegen 
Sachbeschädigung, Diebstahls (unvollendeter Versuch), Verletzung der 
Verkehrsregeln sowie Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung 
(alles begangen in der Zeit vom 1.4. bis 31.10.2001): Anordnung einer 
Erziehungshilfe;

– Urteil des Gerichtskreises Bern-Laupen vom 6. Oktober 2004 wegen Raubes 
(begangen am 22.6.2003), Diebstahls (begangen am 8.12.2003), 
Sachbeschädigung (begangen am 8.12.2003), Hausfriedensbruchs (begangen am 
8.12.2003), Vergehen gegen das Waffengesetz (begangen am 8.12.2003), 
Übertretung des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel 
und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121; 
begangen in der Zeit vom 23.3.2003 bis 20.8.2004): acht Monate Gefängnis bedingt 
vollziehbar, vier Jahre Probezeit;

– Urteil des Obergerichts vom 12. Oktober 2010 wegen versuchten Raubes 
(begangen am 17.5.2008), Raubes (begangen am 11.1.2009), mehrfachen 
Diebstahls (begangen am 17.6., 10.10., 2.12.2008 und am 21.1. und 22.1.2009), 
mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs (beides 
begangen am 10.10. und 2.12.2008, 21.1. und 22.1.2009), mehrfacher Übertretung 
des BetmG (begangen in der Zeit vom 11.12.2008 bis 23.1.2009, 9.7.2009) sowie 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (begangen am 
27.5.2008): 33 Monate Freiheitsstrafe und Busse von Fr. 700.--.

Weiter ergingen gegen den Beschwerdeführer 12 Bussenverfügungen und drei 
Strafmandate wegen Benützens eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültigen 
Fahrausweis (Verfügungen ab Mai 2006 bis Juni 2010; Akten MIDI pag. 52 ff., 67 und 
69; Akten ASMV pag. 332 ff. auch zum Folgenden). Zudem sind fünf Verurteilungen zu 
Bussen wegen Besitzes und Konsums von Betäubungsmitteln aktenkundig 
(Verfügungen ab April 2008 bis Dezember 2010). Sodann wurde er am 24. Februar 
2009 wegen geringfügigen Diebstahls (begangen am 31.12.2008) gebüsst (Akten MIDI 
pag. 100 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 12

4.3 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegweisung ist 
auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn sie aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 
Abs. 2 bzw. Art. 36 BV und Art. 96 AuG). Dabei ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall zu berücksichtigen, namentlich die 
Schwere des Verschuldens der Betroffenen, ihr Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie 
oder anderen Angehörigen drohenden Nachteile. Bei wiederholter oder schwerer 
Straffälligkeit ist eine Entfernungsmassnahme selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn 
der Ausländer hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht 
hat (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1 mit weiteren 
Hinweisen). Im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind für die Beurteilung der 
Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen auch bei Ausländern der zweiten 
Generation die gleichen Elemente ausschlaggebend (vgl. im Einzelnen BGE 139 I 16 
E. 2.2.2, 31 E. 2.3.3 je mit Praxisnachweisen). In die Beurteilung sind ausserdem die 
nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 
(KRK; SR 0.107) zu berücksichtigenden Interessen von Kindern Betroffener 
einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 

Für die Interessenabwägung ist vorliegend zudem Folgendes zu beachten: Im 
ausländerrechtlichen Verfahren wird in der Regel mit dem negativen 
Bewilligungsentscheid gleichzeitig die Wegweisung als Vollstreckungsverfügung und 
Konsequenz der fehlenden Aufenthaltsberechtigung angeordnet (Art. 64 Abs. 1 Bst. c 
AuG) sowie den Betroffenen eine angemessene Ausreisefrist angesetzt (Art. 64d 
Abs. 1 AuG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht 
zumutbar, verfügt das BFM die vorläufige Aufnahme als Ersatzmassnahme für die 
Wegweisung (Art. 83 Abs. 1 AuG). Wurde jedoch die weggewiesene Person wie hier 
zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt, werden Aspekte, welche die Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs betreffen, bei der vorläufigen Aufnahme gestützt 
auf Art. 83 Abs. 7 Bst. a AuG nicht geprüft, weshalb sie im bewilligungsrechtlichen 
Zusammenhang Teil der umfassenden Interessenabwägung bilden müssen, 
andernfalls sie unberücksichtigt blieben (vgl. BGE 135 II 110 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 
E. 4.1). In die Verhältnismässigkeitsprüfung einzubeziehen ist somit auch die 
Behauptung des Beschwerdeführers, ihm sei die Rückkehr in sein Heimatland nicht 
zumutbar (vgl. hinten E. 6.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 13

5.

Die Vorinstanz erachtet das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung des Beschwerdeführers als sehr gewichtig 
(E. 6d des angefochtenen Entscheids). 

5.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). – Die Vorinstanz ist gestützt auf die zutreffend wiedergegebene 
Rechtsprechung aufgrund des Strafmasses sowie der Art und Umstände der Delikte 
unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Strafgerichte in fremdenpolizeilicher 
Hinsicht von einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen (vgl. 
E. 6a/bb des angefochtenen Entscheids). Der Verurteilung vom 12. Oktober 2010 
lagen u.a. folgende Vorkommnisse zu Grunde: Am 11. Januar 2009 begingen der 
Beschwerdeführer und zwei weitere Beteiligte einen Raubüberfall auf eine Filiale einer 
Schnellimbisskette, wobei der Beschwerdeführer und der Haupttäter mit maskierten 
Gesichtern und als solche nicht erkennbaren Spielzeugpistolen eine Summe von über 
Fr. 10ʹ000.-- erbeuteten. Mit demselben Haupttäter versuchte der Beschwerdeführer 
am 17. Mai 2008 eine Privatperson auszurauben; der Erfolg blieb bloss deshalb aus, 
weil das Opfer kein Geld auf sich hatte (Urteilsbegründung des Kreisgerichts, Akten 
ASMV pag. 144 ff., 148 ff.). Dabei haben die Strafgerichte berücksichtigt, dass der 
Beschwerdeführer bei den Raubdelikten im Vergleich zum Haupttäter «offensichtlich 
weniger aggressiv und brutal» vorgegangen ist und seine Motive primär finanzieller 
Natur waren (vgl. Urteilsbegründung des Kreisgerichts, Akten ASMV pag. 188 f.). 
Anders als der Beschwerdeführer meint (Beschwerde S. 4), vermögen die schwierigen 
Familienverhältnisse in seiner Kinder- und Jugendzeit (s. dazu hinten E. 6.1.1) und 
Defizite bei der Persönlichkeitsentwicklung sein Verschulden nicht zu relativieren, da 
die persönlichen Komponenten, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat (vgl. 
E. 6a/cc des angefochtenen Entscheids), bereits in das Strafmass eingeflossen sind; 
im ausländerrechtlichen Verfahren besteht regelmässig kein Raum mehr, die 
strafrichterliche Beurteilung in Bezug auf das Verschulden zu relativieren (vgl. 
BVR 2012 S. 193 E. 4.4.4 am Ende; VGE 2012/438 vom 7.8.2013, E. 4.1.2 [bestätigt 
durch BGer 2C_764/2013 vom 15.4.2014]; Silvia Hunziker, in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 14

Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar AuG, 2010, Art. 63 N. 11 mit 
Hinweisen; vgl. auch VGE 2012/93 vom 11.1.2013, E. 4.1.2 [betreffend einen Mittäter 
beim Raub vom 11.1.2009]). Bei schweren Straftaten, wozu namentlich Raubdelikte 
gehören, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende private oder 
familiäre Bindungen vorbehalten – ein öffentliches Interesse daran, zur 
Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die 
Anwesenheit auch von Ausländern der zweiten Generation zu beenden (vgl. 
BGE 139 I 31 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Nach dem Gesagten ist die Würdigung der 
Vorinstanz zum Verschulden des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. 

5.2 Zu Recht hat die Vorinstanz weiter das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen berücksichtigt. Bei 
Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund 
ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der 
Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in beson-
derer Weise, dass sich die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken 
lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige 
Rechtsordnung zu halten (BGE 122 II 433 E. 2d; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit 
Hinweisen). – Der Beschwerdeführer trat erstmals mit 17 Jahren (jugend-)strafrechtlich 
wegen Sachbeschädigung, Eigentums- und Strassenverkehrsdelikten in Erscheinung 
mit der Folge, dass das Jugendgericht am 20. Mai 2003 eine Erziehungshilfe 
anordnete, wobei er bereits per 27. November 2002 in die kantonale 
Beobachtungsstation eintrat. Diese Massnahme hielt den Beschwerdeführer nicht 
davon ab, unter anderem bereits am 22. Juni 2003 einen Raub sowie am 8. Dezember 
2003 einen Diebstahl mit Hausfriedensbruch zu begehen, was zu einer bedingten Ge-
fängnisstrafe von acht Monaten führte. Nach einer Zwischenphase mit zahlreichen 
Widerhandlungen gegen die Transport- und Betäubungsmittelgesetzgebung, nunmehr 
längst dem Jugendstrafrechtsalter entwachsen, wurde der Beschwerdeführer erneut 
schwer straffällig und verübte ab Mai 2008 bis Januar 2009 diejenigen Delikte, die zur 
bisher höchsten Verurteilung führten (vorne E. 4.2). Die Steigerung der deliktischen 
Intensität bestreitet der Beschwerdeführer nicht (Beschwerde S. 4). Weder die vier-
jährige Probezeit, Strafuntersuchungen noch Verurteilungen oder die aus-
länderrechtliche Verwarnung vom 16. März 2005 konnten ihn von der Deliktsbegehung 
abhalten. Sodann fällt bei der Übertretung wegen Konsums von Betäubungsmitteln 
vom 2. November 2010 – kurz nach der Verurteilung durch das Obergericht – negativ 
ins Gewicht, dass sich der Beschwerdeführer abermals unkooperativ verhalten hat (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 15

Akten MIDI pag. 168 f.; hinsichtlich seines unkooperativen Verhaltens im vorangegan-
genen Strafverfahren Akten MIDI pag. 202 und Akten ASMV pag. 190 f.). Zudem hat er 
zahlreiche Bussen (vorne E. 4.2) nicht beglichen, weshalb 17 Ersatzfreiheitsstrafen von 
gesamthaft 56 Tagen angeordnet werden mussten (Akten POM pag. 63-52). 
Schliesslich erwecken die insgesamt 17 Disziplinarverfügungen während des 
Strafvollzugs nicht den Eindruck, es falle ihm leicht, Regeln zu befolgen (vgl. Akten 
ASMV pag. 341 und 358). Das Verwaltungsgericht teilt unter diesen Umständen die 
Einschätzung der Vorinstanz (E. 6b), dass das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Ordnung dem sicherheitspolitischen Interesse an der 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zusätzliches Gewicht verleiht. 

5.3 Mit Blick in die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. Der konkreten 
Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem 
Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden 
Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1).

5.3.1 Nach Ansicht der Vorinstanz besteht ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, 
dass der Beschwerdeführer erneut strafbare Handlungen begehen könnte. Dabei hat 
die Vorinstanz anerkannt, dass er seit der Entlassung aus dem Strafvollzug nicht mehr 
straffällig geworden ist (vgl. act. 17A S. 2). Sie bemerkt jedoch grundsätzlich zu Recht, 
dass sein Wohlverhalten vor dem Hintergrund der erst im September 2013 beendeten 
Probezeit (vgl. vorne Bst. B) sowie der drohenden Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung nicht entscheidend ins Gewicht fällt (angefochtener Entscheid E. 6b/aa und 
c/bb; vgl. BGE 139 I 31 E. 3.2 S. 37, 137 II 233 E. 5.2.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 
Nr. 87]; BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz stützt diese 
Einschätzung auch auf jene des Psychotherapeuten der Strafanstalt … im Juli 2012, 
wonach eine positive Legalprognose von einer nachhaltigen zukünftigen 
Drogenabstinenz abhängt (angefochtener Entscheid E. 6c/aa, Akten ASMV pag. 347). 

5.3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe «seit der letzten behördlichen 
Einschätzung im Oktober 2010» (angesprochen ist die Beurteilung durch das 
Obergericht) einen «grossen Entwicklungs- und Reifeprozess durchgemacht». Dies sei 
durch seine Anhörung zu erhärten; auch sei ein Gutachten zu seinem psychischen 
Gesundheitszustand einzuholen (vgl. Beschwerde S. 7 f., 8, 10 f.). – Der 
Beschwerdeführer wurde bedingt aus dem Strafvollzug entlassen mit der Weisung, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 16

sich während der Dauer der Probezeit in eine ambulante therapeutische Behandlung 
zu begeben sowie die mit der Therapiestelle getroffenen Vereinbarungen und 
festgelegten Termine strikt einzuhalten (Verfügung vom 13.8.2012, Akten ASMV 
pag. 354 ff., 356). Antragsgemäss hat das Verwaltungsgericht beim behandelnden 
Psychiater ….. aktuelle Berichte zur Diagnose sowie zum Behandlungsverlauf und zum 
Suchtverhalten einverlangt. Nach dem Bericht des behandelnden Psychiaters vom 
3. April 2013 (Akten ASMV pag. 381 f., vgl. auch pag. 383 ff. und 422) befand sich der 
Beschwerdeführer seit Ende September 2012 bei ihm in psychiatrischer Behandlung. 
Der Therapieverlauf hat sich aufgrund der unregelmässigen Teilnahme des 
Beschwerdeführers schwierig gestaltet. Während bei der ersten Haaranalyse (20. März 
2013) ein häufiger Kokainkonsum, jedoch auch Amphetamin- und MDMA und 
Cannabiskonsum festgestellt werden konnte, ergab die nächste Analyse vom 8. Juli 
2013 – ausser für Cannabis – einen unauffälligen Befund. Im gerichtlich eingeholten 
Bericht vom 31. Juli 2013 (act. 12) umschreibt der behandelnde Arzt die Diagnose als 
«anamnestisch bekannte Suchterkrankung von multiplen psychotropen Substanzen 
F19.24», wobei aktuell nur noch ein Cannabismissbrauch bestehe. Hauptziel der 
Therapie sei die Einleitung und Kontrolle des Abstinenzverhaltens sowie die 
Minimierung des Rückfallrisikos sowie die Entwicklung von rückfallprophylaktischen 
Massnahmen. In diesem Zusammenhang werde ein deliktorientiertes kognitiv- und 
verhaltenstherapeutisches Setting durchgeführt. Auf gerichtliche Nachfrage zum 
weiteren Verlauf der Therapie hat der Arzt am 14. Januar 2014 (act. 22) mitgeteilt, der 
Beschwerdeführer befinde sich seit Anfang September 2013 nicht mehr bei ihm in 
psychiatrischer Behandlung; den letzten Termin vom 23. Oktober 2013 habe er 
unentschuldigt nicht wahrgenommen. In der Sitzung vom August habe ihm der Patient 
berichtet, dass er weiterhin Cannabis konsumiere, jedoch weniger als früher, maximal 
dreimal wöchentlich; den Konsum harter Drogen habe er verneint. Der Arzt hält weiter 
fest, dass die Straf- und Massnahmenvollzugsbehörde die fragliche Auflage nun 
aufgehoben habe (richtig: die Auflage endete automatisch mit der Beendigung der 
Probezeit, vgl. Ziff. 3a der Verfügung der ASMV vom 13.8.2012, Akten ASMV 
pag. 356). Zwar sei ursprünglich die Fortsetzung der Therapie auf freiwilliger Basis 
vereinbart worden. Dazu sei es aber nicht gekommen. Die Versicherung des 
Beschwerdeführers, nach dem Ende der Probezeit die Therapie beim behandelnden 
Psychiater fortzusetzen, geht aus dem Bericht der Bewährungshilfe vom 
11. September 2013 hervor, welcher mit Blick auf den Ablauf der Probezeit der ASMV 
erstattet wurde (act. 17A S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 17

5.3.3 Die Rückfälle bestreitet der Beschwerdeführer nicht (Beschwerde S. 10). Dass 
er zunehmend Einsicht zeige und von einer günstigen Entwicklung auszugehen sei 
(act. 15 S. 2), ist allerdings fraglich, da er, wie die gerichtlichen Abklärungen ergeben 
haben, bislang nicht in der Lage ist, den Drogenkonsum vollständig aufzugeben (vgl. 
E. 5.3.2 hiervor). Seine Therapie kam nur zögerlich ins Laufen und dauerte bloss 
knapp ein Jahr bei loser Sitzungsfolge (zuletzt jedenfalls monatliche Sitzungen). Die 
Behandlung hat der Beschwerdeführer nach dem Ende der Probezeit (3.9.2013) nicht 
weitergeführt, obschon er dies gegenüber der Betreuungshilfe versichert hatte (vgl. 
E. 5.3.2 hiervor). Zwar bringt er mit Eingabe vom 10. Februar 2014 vor, dass er sich 
zwischenzeitlich im Zusammenhang mit seinem Cannabiskonsum durch den Hausarzt 
in eine (andere?) Therapie habe überweisen lassen und er auf die entsprechenden 
Termine warte (vgl. act. 25 S. 4). Belegt hat er einen neuerlichen Therapiebesuch 
indessen bis zum Urteilszeitpunkt nicht. Es ist daher davon auszugehen, dass er seit 
September 2013 nicht mehr an der Überwindung seiner Suchtproblematik arbeitet. 
Insgesamt dokumentieren weder die Berichte des Psychiaters noch der 
Bewährungshilfe eine entscheidende Verhaltensänderung des Beschwerdeführers. 
Auch die Bewährungshilfe hält namentlich fest, dass er weiterhin regelmässig 
Cannabis konsumiert und seine Drogenabstinenz nicht gesichert ist (act. 17A S. 2). 
Damit ist die Rückfallgefahr auf Basis des im Rahmen der Instruktion vervollständigten 
und aktualisierten Sachverhalts nach wie vor gegeben, auch wenn dem 
Beschwerdeführer ein gewisser Entwicklungs- und Reifeprozess wohl trotz Abbruchs 
der von ihm selbst als nach wie vor als erforderlich beurteilten Therapie zu attestieren 
ist. An dieser Beurteilung vermöchte auch ein positiver Eindruck anlässlich einer 
persönlichen Anhörung nichts zu ändern. Der entsprechende Beweisantrag wird daher 
abgewiesen.

5.3.4 Schliesslich hat die Vorinstanz zu Recht auch darauf hingewiesen, dass im 
Anwendungsbereich des AuG die Feststellung einer gegenwärtigen Gefahr nicht 
Voraussetzung für die Anordnung einer Entfernungsmassnahme ist (E. 6c/bb). 
Generalpräventive Überlegungen dürfen mitberücksichtigt werden (vgl. BVR 2011 
S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen).

5.4 Mit Blick auf das schwere Verschulden, welches der Beschwerdeführer mit 
seiner wiederholten, zuletzt schweren Delinquenz auf sich geladen hat, und die 
fortbestehende Rückfallgefahr besteht insgesamt auch aus Sicht des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 18

Verwaltungsgerichts ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung aus der Schweiz.

6.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration in der 
Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen drohenden 
Nachteile zu berücksichtigen.

6.1 Zur Integration ergibt sich was folgt:

6.1.1 Der Beschwerdeführer verbrachte als «Ausländer zweiter Generation» die 
prägenden Abschnitte seiner Kindheit und Jugend in der Schweiz, durchlief hier die 
obligatorische Schulzeit, weshalb erwartet werden darf, dass er die deutsche Sprache 
normal beherrscht und mit den hiesigen Verhältnissen vertraut ist (E. 7a des 
angefochtenen Entscheids). Zu seiner Kinder- und Jugendzeit ist Folgendes 
aktenkundig (vgl. Urteilsbegründung Kreisgericht, Akten ASMV pag. 189 f.; 
Abklärungsbericht Kantonale Beobachtungsstelle vom 5.5.2003, Akten MIDI 
pag. 220 ff.; Leumundsbericht der Kantonspolizei Bern vom 30.8.2010, Akten MIDI 
pag. 137 ff.): Er wuchs mit zwei jüngeren Brüdern bei den Eltern in C.________ auf. 
Diese waren als Erwachsene in die Schweiz eingereist. Die Eltern waren mit der 
Erziehung der Kinder chronisch überfordert; die Kinder wurden auch geschlagen. Auf-
grund von Verhaltensauffälligkeiten kam der Beschwerdeführer mit 14 Jahren zunächst 
in ein Tagesheim in C.________. Nach einer akuten Krise infolge dauernder familiärer 
Belastung und schulischer Schwierigkeiten wurde er im November 1999 in ein Heim im 
Berner Oberland verlegt, wo er im Internat das 8. und 9. Schuljahr besuchte. Im Juli 
2001, nach Ende der Schulzeit, zog der Beschwerdeführer zu seiner Mutter, welche 
sich inzwischen von ihrem Mann getrennt hatte und von C.________ weggezogen war; 
der Beschwerdeführer verbrachte teilweise die Wochenenden beim Vater in 
C.________. Von November 2002 bis September 2003 war er in der kantonalen Be-
obachtungsstation platziert, anschliessend kehrte er zur Mutter zurück. Für das auch 
vor dem Verwaltungsgericht weder näher substantiierte noch belegte Vorbringen, er sei 
bereits als 7-Jähriger fremdplatziert worden (Beschwerde S. 4), bestehen keinerlei 
Anhaltspunkte. Es ist daher davon auszugehen, dies treffe nicht zu, zumal dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 19

Beschwerdeführer mit Blick auf E. 7c/bb des angefochtenen Entscheids klar sein 
musste, dass er seine der Aktenlage widersprechende Behauptung belegen müsste, 
hielte er ernsthaft daran fest. Mit dem unter Alkoholeinfluss mitunter gewalttätigen 
Vater hatte der Beschwerdeführer auch nach der Trennung der Eltern bis zu seinem 
Tod im November 2007 Kontakt, der manchmal gut gewesen sei, manchmal schlecht 
(vgl. Untersuchungen des behandelnden Psychiaters vom 5.11., 13.11., 4.12. und 
11.12.2012, Akten ASMV pag. 389 ff., 394 f. 402; Urteilsbegründung Kreisgericht, 
Akten ASMV pag. 190). Die Mutter hatte laut seinen Angaben in seiner Kinder- und 
Jugendzeit mit psychischen Problemen zu kämpfen. Nach dem durch sie arrangierten 
Eheschluss in Sri Lanka sei er kaum mehr in Kontakt mit ihr gestanden (vgl. genannte 
Untersuchungen des behandelnden Psychiaters, Akten ASMV pag. 393 ff.; Akten POM 
pag. 97). Unterdessen hat sich die Beziehung zwischen ihm und der Mutter wieder 
eingerenkt. Die Mutter hat sich 2009 ein zweites Mal verheiratet; seine Beziehung zum 
Ehemann der Mutter bezeichnet der Beschwerdeführer als normal (Akten ASMV 
pag. 395). Mit seinen Brüdern steht er in regelmässigem Kontakt (vgl. Bericht 
Bewährungshilfe vom 11.9.2013, act. 17A S. 2). 

6.1.2 Die berufliche Integration des Beschwerdeführers gestaltete sich schwierig, da 
er Lehr- und Arbeitsstellen teilweise nach kurzer Zeit wieder verliess (vgl. Akten ASMV 
pag. 189 f.; Akten MIDI pag. 295). Im August 2004 trat er eine Kochlehre in einem 
Hotel in … an, die er im dritten Lehrjahr abbrach, nach seiner Darstellung wegen 
Problemen mit seinem Vater; dies war kurz vor dessen Tod (vgl. Akten ASMV 
pag. 391 f.). Anzuerkennen ist, dass der Beschwerdeführer im Strafvollzug eine ein-
jährige Attestausbildung zum Küchenangestellten absolviert hat. Seit April 2013 ist er 
bei einem kleinen Gastronomiebetrieb auf Abruf tätig, wobei ihn der Arbeitgeber 
schätzt; ergänzend bezieht er Sozialhilfe (vgl. Beschwerde S. 13 und 16; act. 1C/3 und 
4, act. 3A, act. 17A S. 2). Eine stabile Erwerbssituation hat er sich demnach auch seit 
der Entlassung aus dem Strafvollzug nicht schaffen können. Zur finanziellen Situation 
ergibt sich weiter, dass gegen den Beschwerdeführer Betreibungen im Umfang von 
Fr. 51ʹ023.60 sowie offene Verlustscheine von insgesamt Fr. 65ʹ854.65 bestehen (vgl. 
Akten POM, BB 8). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es könne nicht von einer 
geglückten beruflichen oder wirtschaftlichen Integration gesprochen werden (E. 7b), 
gibt somit zu keinen Beanstandungen Anlass.

6.1.3 In sozialer Hinsicht steht die Beziehung zur Freundin und das nun geborene 
Kind im Vordergrund, mit denen er zusammenlebt (vgl. vorne E. 3.4.1). Wichtige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 20

Bezugspersonen scheinen auch die Brüder und die Mutter zu sein (vgl. E. 6.1.2 
hiervor). Er macht weiter allgemein eine gute soziale Vernetzung geltend, ohne aber 
vertiefte Kontakte zu Schweizerinnen und Schweizern zu nennen (Beschwerde S. 12; 
vgl. auch act. 17A, S. 2). Nichts abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus dem 
Umstand, dass seine Problematik ihren Ursprung nicht in der fehlenden Integration, 
sondern in einer ungenügenden Sozialisierung haben soll; die Sozialisation bildet im 
ausländerrechtlichen Kontext Bestandteil der Integration (vgl. VGE 2013/101 vom 
14.3.2014, E. 4.2 [noch nicht rechtskräftig]). Sodann führt die Vorinstanz zutreffend 
aus, dass seine wiederholte und zuletzt gravierende Delinquenz gegen eine 
erfolgreiche Integration spricht, ist doch die Respektierung der rechtsstaatlichen 
Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration (vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung 
vom 24.10.2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; 
SR 142.205]). Auch wenn von einer durchschnittlichen sozialen Integration 
ausgegangen wird, kann daher insgesamt beim Beschwerdeführer nicht von einer 
guten oder gelungenen Integration gesprochen werden (vgl. z.B. BGer 2C_1193/2013 
vom 27.5.2014, E. 3.4).

6.2 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen 
durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile. Der Beschwerdeführer beruft 
sich auf die Beziehung zu seiner Freundin und auf das gemeinsame Kind. 

6.2.1 Wie für die Vorinstanz steht auch für das Verwaltungsgericht ausser Frage, 
dass die Entfernungsmassnahme den Beschwerdeführer mit Blick auf die dadurch 
voraussichtlich bedingte Trennung von seiner Freundin und vom Kind hart treffen 
würde. Der schweizerisch-… Freundin dürfte eine Übersiedlung nach Sri Lanka mit 
dem Sohn nicht zuzumuten sein. Allerdings ist auch bei dieser Sachlage ein Eingriff in 
den Schutzbereich des Grundrechts statthaft, wenn er sich insgesamt als verhältnis-
mässig erweist (BGE 137 I 247 E. 4.1; s. auch vorne E. 4.3). Der Beschwerdeführer 
war, als er die Beziehung mit B.________ eingegangen ist, bereits rechtskräftig zu 
33 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt; die Freundschaft entwickelte sich im Strafvollzug 
zu einer Beziehung (vgl. vorne E. 3.4.1). Damit konnte B.________, was bereits die 
Vorinstanz unbestritten festgestellt hat (E. 7c/cc), von Beginn der Beziehung an nicht 
damit rechnen, diese nach Beendigung des Strafvollzugs in der Schweiz leben zu 
können. Das im September 2013 geborene Kind wurde gezeugt, als die 
Entfernungsmassnahme bereits verfügt worden war; B.________ musste daher in 
jenem Zeitpunkt mit dem Verlust des Aufenthaltsrechts des Beschwerdeführers 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 21

rechnen und damit, dass ihr Kind allenfalls ohne diesen würde aufwachsen müssen 
(vgl. auch BGE 139 I 31 E. 3.2, 145 E. 3.6; BGer 2C_836/2013 vom 10.2.2014, 
E. 3.3.3; VGE 2012/438 vom 7.8.2013, E. 5.3.5 [bestätigt durch BGer 2C_764/2013 
vom 15.4.2014, E. 3.4]). Das private Interesse des Beschwerdeführers und von 
B.________ an seinem Verbleib in der Schweiz ist vor diesem Hintergrund zu 
relativieren. Dass die persönlichen Kontakte durch die Wegweisung erschwert werden, 
ist bedauerlich. Immerhin können sie, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, 
über die Distanz aufrechterhalten werden (vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 
2013/101 vom 14.3.2014, E. 4.3.1).

6.2.2 Die Beziehungen des Beschwerdeführers zu seiner Mutter und zu den Brüdern 
fallen in der Abwägung nicht wesentlich ins Gewicht, da sie nicht zur Kernfamilie 
zählen und zwischen ihnen und dem Beschwerdeführer kein besonderes 
Abhängigkeitsverhältnis besteht, das über die normalen affektiven Beziehungen 
hinausgeht (vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 mit Hinweis; BGer 2C_864/2011 vom 
11.4.2012, E. 4, 2C_839/2011 vom 28.2.2012, E. 3.3; VGE 2013/309 vom 19.12.2013, 
E. 4.3.2, 2012/93 vom 11.1.2013, E. 5.3.4). 

6.3 Was allfällige weitere dem Beschwerdeführer durch die strittige Massnahme 
drohende Nachteile angeht, ist Folgendes zu erwägen:

6.3.1 Bezüglich der Wiedereingliederung in Sri Lanka ist die Vorinstanz von 
erschwerten Integrationsbedingungen ausgegangen. Sie hat dabei erwogen, dass die 
wesentlichen kulturellen und sozialen Gepflogenheiten dem Beschwerdeführer durch 
seine Eltern vermittelt worden seien. Als nicht unbedeutend hat sie die Tatsache 
gewertet, dass er zweimal in seine Heimat gereist ist. Obschon er nach seinen 
Angaben nicht auf ein bestehendes Beziehungsnetz zurückgreifen könne, erscheine es 
mit Blick auf seine Erfahrungen in der Gastronomie nicht ausgeschlossen, dass es ihm 
gelingen werde, beruflich Fuss zu fassen (E. 7c/bb und d des angefochtenen 
Entscheids). Hinsichtlich der aktuellen Lage in Sri Lanka sah sich die Vorinstanz 
ausserstande, eine Beurteilung abzugeben. Eine konkrete Gefährdung des 
Beschwerdeführers hielt sie jedoch für nicht dargetan und die Rückkehr weiterhin für 
zumutbar (act. 20 S. 2). – Der Beschwerdeführer bestreitet diese Darstellung und 
bringt vor, er sei bereits im Alter von sieben Jahren bei Pflegeeltern fremdplatziert 
worden, weshalb er die tamilische Sprache nicht einmal in mündlicher Form 
ausreichend beherrsche und daher auch keine Kenntnisse über die kulturellen und 
gesellschaftlichen Regeln habe. Da er zu seinen Verwandten in Sri Lanka keinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 22

Kontakt habe und über kein soziales Netz verfüge, drohe ihm die dauerhafte 
Verarmung und Verelendung (Beschwerde S. 6). In den Norden könne er nicht 
zurückkehren, da er dort Druckversuchen seiner entfernten Familienangehörigen 
ausgesetzt wäre bzw. diese ihm feindselig gegenüberstehen würden, da er mit der sri-
lankischen Ehefrau keine Ehegemeinschaft habe eingehen wollen (Beschwerde S. 4, 
15; act. 25 S. 3 f.). Er rügt in verschiedener Hinsicht eine fehlerhafte Feststellung des 
Sachverhalts.

6.3.2 Die Vorinstanz durfte ihre Würdigung auf die Annahme stützen, dass der 
Beschwerdeführer in einem Mass mit den kulturellen, sprachlichen und sozialen 
Gepflogenheiten seines Heimatlandes vertraut ist, welches die Rückkehr nicht 
schlechterdings unzumutbar erscheinen lässt: Wie dargelegt, wuchs der 
Beschwerdeführer bei seinen Eltern auf, bis er 14-jährig war (vorne E. 6.1.1). Laut dem 
Abklärungsbericht der kantonalen Beobachtungsstation Bolligen vom 5. Mai 2003 
beherrschten die Mutter und der inzwischen verstorbene Vater die deutsche Sprache 
nur sehr gebrochen und zu Hause wurde tamilisch gesprochen (Akten MIDI 
pag. 223 f.). Sowohl nach der Zeit im Internat als auch nach dem Lehrabbruch hielt er 
sich wieder bei der Mutter auf, mit der er vor gegebenem Hintergrund wiederum in der 
Muttersprache kommuniziert haben dürfte (vorne E. 6.1.1). An der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht IV Wangen-Aarwangen am 31. März 2010 gab 
er zudem zu Protokoll, «er sei für längere Zeit in Sri Lanka in den Ferien gewesen […]» 
(Akten ASMV pag. 191). Mit der Vorinstanz ist daher davon auszugehen, dass dem 
Beschwerdeführer die tamilische Sprache sowie die kulturellen und gesellschaftlichen 
Gepflogenheiten seines Herkunftslands im Wesentlichen vermittelt worden sind. Sein 
Heimatland ist ihm nicht gänzlich unbekannt. Zwar verfügt der Beschwerdeführer nach 
eigenen Angaben über keine Kenntnisse des Singhalesischen, welches in den übrigen 
Teilen Sri Lankas hauptsächlich gesprochen wird; die berufliche Eingliederung dürfte in 
diesen Regionen mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden sein. Sprachdefizite 
lassen sich freilich vor allem in seinem Alter beheben. Zutreffend ist dagegen, dass er 
in Sri Lanka nicht auf ein eigentliches soziales Beziehungsnetz greifen könnte. Es gibt 
aber klare Hinweise darauf, dass seine Mutter die Beziehungen zu ihrem Heimatland 
aufrechterhalten hat, andernfalls sie kaum den Wunsch gehabt hätte, ihren ältesten 
Sohn mit einer Landsfrau zu verheiraten, und umso weniger die Energie, diesen 
Wunsch in die Tat umzusetzen. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass sie 
ihren Sohn von der Schweiz aus bei der Wiedereingliederung unterstützen könnte; 
davon ist auch mit Blick auf die Mutter-Sohn-Beziehung auszugehen, die sich wieder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 23

normalisiert hat (vgl. vorne E. 6.1.1). Schwierigkeiten, in Sri Lanka wirtschaftlich ein 
Auskommen zu finden, können nicht in Abrede gestellt werden; auch dürften die 
sozialen Auffangnetze in Sri Lanka weniger stark ausgebaut sein als in der Schweiz. 
Hierbei handelt es sich freilich um Umstände, welche für alle Bewohnerinnen und Be-
wohner des Landes gelten. Die Chance der weiteren therapeutischen Bearbeitung 
seines Drogenproblems nimmt er im Übrigen auch in der Schweiz nicht wahr (vgl. 
vorne E. 5.3.3). Insgesamt finden sich keine konkreten Hinweise, dass der 
Beschwerdeführer aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder 
gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten würde.

6.3.3 Hinsichtlich der Zumutbarkeit der Rückkehr ist von Belang, dass sich die 
allgemeine Lage in Sri Lanka nach Beendigung des militärischen Konflikts im Mai 2009 
verändert hat. Die nach dem Kriegsende vorherrschende Hoffnung auf eine 
Versöhnung hat sich so nicht realisiert, der Druck auf die Diaspora ist gestiegen 
(Medienmitteilung des BFM vom 26.5.2014, einsehbar unter 
<http://www.bfm.admin.ch>; vgl. auch BVGE 2011/24). Allerdings hat der 
Beschwerdeführer weder vorgebracht noch belegt, dass er sich in eine Gegend mit 
instabiler Sicherheitslage begeben müsste. Dass er in Puthur Nord, Distrikt Jaffna, 
geheiratet hat (vgl. Eheschein, Akten POM pag. 50), lässt noch nicht darauf schliessen, 
er stamme aus der besagten Provinz. Auch bringt er nicht vor, einer spezifischen 
Risikogruppe anzugehören, sondern möchte sich bloss aufgrund nicht näher 
substantiierter Druckversuche seiner Verwandten nicht in den Norden von Sri Lanka 
begeben (vorne E. 6.3.1). Im Übrigen äussert der Beschwerdeführer einzig allgemeine 
Bedenken zur generellen Situation in Sri Lanka und macht geltend, er stehe als 
tamilischer Rückkehrer aus einem «Exilzentrum der LTTE» grundsätzlich unter 
«Generalverdacht» (vgl. hinten E. 8.1). – Ob sich die Rückkehr aufgrund der 
vorgebrachten Elemente als unzumutbar erweisen würde, erscheint fraglich. Die Frage 
kann aber offenbleiben, da eine allfällige Gefährdung im bewilligungsrechtlichen 
Zusammenhang nur ein Element darstellt, welches in die gesamte Interes-
senabwägung einzubeziehen ist, und noch nicht zur Folge hat, dass dem 
Beschwerdeführer ein reguläres Anwesenheitsrecht erhalten bleiben müsste (vgl. auch 
BVR 2013 S. 543 E. 6.1; VGE 2013/225 vom 19.6.2014, E. 4.7 [noch nicht 
rechtskräftig], 2013/101 vom 14.3.2014, E. 4.3.4 [noch nicht rechtskräftig]). So verhält 
es sich hier (vgl. E. 7 hiernach). Die Einholung eines Berichts bei der Schweizerischen 
Flüchtlingshilfe zur Gefährdungssituation (Beschwerde S. 11) kann daher zumindest in 
diesem Zusammenhang unterbleiben (vgl. dazu auch hinten E. 8.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 24

7.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: 

7.1 Der Beschwerdeführer wurde unter anderem wegen Raubversuchs, Raubes 
und mehrfacher Diebstähle mit Hausfriedensbruch zu einer Freiheitsstrafe von 
33 Monaten verurteilt. Bereits mit diesen Taten hat er eine schwere Schuld auf sich 
geladen. Darüber hinaus ist er seit seiner Jugend wiederholt straffällig geworden. 
Seinen Drogenkonsum hat er bis heute nicht vollständig aufgeben können und er 
arbeitet nicht mehr an seiner Suchtproblematik, weshalb ein gewisses Risiko, dass er 
erneut straffällig wird, nicht ausgeschlossen werden kann; dies setzte in seinem Fall 
eine nachhaltige Drogenabstinenz voraus. Ein solches Risiko muss angesichts seiner 
wiederholten und erheblichen Straffälligkeit nicht hingenommen werden. Damit besteht 
ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz. Die privaten Interessen an seinem Verbleib 
gewichten nicht leicht. Er verbrachte sein gesamtes bisheriges Leben in der Schweiz 
und seiner Freundin kann die Nachfolge nach Sri Lanka mit dem Kind nicht zugemutet 
werden. Jedoch konnte die Freundin bereits bei Eingehen der Beziehung und noch 
klarer im Zeitpunkt der Zeugung des Kindes nicht damit rechnen, die Partnerschaft und 
ein Familienleben künftig gemeinsam in der Schweiz leben zu können. Obwohl der 
Beschwerdeführer hier geboren ist, hat er sich auch abgesehen von seinem 
deliktischen Verhalten nicht integrieren können. Trotz einiger Berufserfahrungen ist ihm 
der Schritt in die wirtschaftliche Unabhängigkeit nicht geglückt. Auch in sozialer 
Hinsicht lässt er keine besondere Verbundenheit mit der schweizerischen Gesellschaft 
erkennen. Die Wiedereingliederung in Sri Lanka dürfte dem Beschwerdeführer schwer 
fallen, zumal er nicht auf ein eigenes Beziehungsnetz zurückgreifen kann. Immerhin 
hat er sich unter zwei Malen nach Sri Lanka begeben, verfügt über elementare 
Kenntnisse des Tamilischen und der dortigen Gebräuche und Gepflogenheiten, kann 
auf Kontakte zurückgreifen, welche seine Mutter im Heimatland pflegt, ist – abgesehen 
von der Suchterkrankung – gesund und im arbeitsfähigen Alter, weshalb die 
Wiedereingliederung insoweit nicht mit unüberwindbaren Hindernissen verbunden ist. 
Gewisse sprachliche Defizite kann er in seinem Alter ohne grössere Schwierigkeiten 
aufholen. Das vorgebrachte Risiko einer Gefährdung im Falle der Rückkehr nach Sri 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 25

Lanka vermag vor diesem Hintergrund nicht den Ausschlag für eine Aufenthalts-
bewilligung zu geben. 

7.2 Aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 
16. April 2013 i.S. Udeh gegen Schweiz, Ziff. 50, kann der Beschwerdeführer nichts 
Weitergehendes zu seinen Gunsten ableiten (vgl. Beschwerde S. 12). Es handelt sich 
um einen Anwendungsfall der Boultif-Praxis des EGMR ohne weitergehende 
grundsätzliche Bedeutung (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]).

7.3 In der Abwägung der gegenläufigen Interessen erweist sich die Nicht-
verlängerung der Aufenthaltsbewilligung somit als verhältnismässig. Der angefochtene 
Entscheid hält der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, 
soweit auf sie einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2).

8.

Aufgrund der gegenwärtigen Situation in Sri Lanka stellt sich die Frage, ob der 
Wegweisungsvollzug unzulässig im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG ist (vgl. vorne E. 4.3).

8.1 Der Beschwerdeführer hat zur aktuellen Sicherheitslage in Sri Lanka 
umfangreiche Unterlagen und Beweismittel eingereicht (act. 1C; act. 25, 25A und B). 
Er bringt vor, tamilische Rückkehrer aus einem sogenannten «Exilzentrum der LTTE» 
würden grundsätzlich unter einem Generalverdacht der Unterstützung der Liberation 
Tigers of Tamil Eelam (LTTE) stehen. Obschon er keinerlei Beziehungen zu dieser 
Bewegung habe (Beschwerde S. 11), laufe er bei einer Einreise Gefahr, besonders 
überprüft und sogar verhaftet zu werden; dabei drohe die Gefahr von Misshandlungen 
und Folterungen (act. 25 S. 3; act. 25B S. 10). Überdies würde er wegen seiner 
mangelhaften Kenntnisse der tamilischen Sprache auffallen, was den Verdacht der sri-
lankischen Sicherheitskräfte wecken würde (Beschwerde S. 11, 15; act. 25 S. 3). Die 
Vorinstanz hält den Wegweisungsvollzug demgegenüber für zulässig mit der 
Begründung, es lägen in seinem Fall keine objektiven Anhaltspunkte vor, die auf eine 
reale und ernsthafte Gefahr an Leib und Leben schliessen lassen (act. 20 S. 2). 

8.2 Das BFM hat am 26. August 2013 beschlossen, Rückführungen nach Sri Lanka 
vorläufig zu sistieren, und ist in der Folge dazu übergegangen, unbesehen der 
konkreten Umstände keine Ausreisefristen mehr anzusetzen und bereits angeordnete 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 26

Ausreisefristen aufzuheben (Medienmitteilung des BFM vom 3.10.2013, einsehbar 
unter <http://www.bfm.admin.ch>; vgl. auch zuletzt BVGer E-2223/2012 vom 
21.5.2014, E. 3.1). Es bestehen Anhaltspunkte, dass sri-lankische Rückkehrerinnen 
oder Rückkehrer Gefahr laufen, bei ihrer Einreise in Sri Lanka besonders kontrolliert 
und in Haft genommen zu werden. Folter oder unmenschliche Behandlung durch die 
sri-lankischen Behörden können gegen Art. 3 EMRK verstossen und den 
Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen lassen. Gemäss Medienmitteilung vom 
26. Mai 2014 hat das BFM aufgrund umfassender Abklärungen eine neue 
Lagebeurteilung vorgenommen und die sogenannten Risikoprofile angepasst. 
Gleichzeitig hat es eine neue Asyl- und Wegweisungspraxis für Sri Lanka definiert und 
den Wegweisungsstopp aufgehoben. – Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, das 
auf eine Gefährdung im Sinn der früheren Praxis der Asylbehörden schliessen lässt. 
Die angeblichen Druckversuche seiner Verwandten (vgl. vorne E. 6.3.1) vermögen von 
vornherein keine Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs zu begründen und er bringt 
nicht vor, dass er aus einer Gegend stammt oder dahin ausreisen müsste, in der er 
notorisch gefährdet wäre (sog. «Vanni»-Gebiet). Mit Blick darauf, dass der 
Beschwerdeführer sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat, wo 
zumindest exilpolitisch tätige Organisationen aktiv sind, und er nicht perfekt Tamilisch 
sprechen dürfte, erscheint aber nicht unplausibel, dass er bei sri-lankischen Behörden 
auffallen könnte. Es kann daher in der aktuellen Situation und ohne Kenntnis der 
neuen Wegweisungspraxis des BFM (diese ist soweit ersichtlich nicht publiziert) nicht 
ohne weiteres davon ausgegangen werden, der Beschwerdeführer sei als Rückkehrer 
keiner rechtserheblichen Gefährdung ausgesetzt. Es stellt sich deshalb die Frage nach 
der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG. Es ist 
daher ein Verfahren auf Prüfung einer vorläufigen Aufnahme beim BFM zu 
veranlassen. Dieses wird gestützt auf seine jüngst begründete Praxis abklären 
müssen, ob im Fall des Beschwerdeführers Unzulässigkeitsgründe vorliegen, welche 
seine vorläufige Aufnahme rechtfertigen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 7.1 und 7.3; 
VGE 2013/101 vom 14.3.2014, E. 6.3 [insoweit rechtskräftig]). Für das 
Verwaltungsgericht erübrigt es sich somit auch unter diesem Gesichtspunkt, bei der 
Schweizerischen Flüchtlingshilfe einen Bericht zur Gefährdungssituation einzuholen 
(vorne E. 6.3.3). Die von der Vorinstanz bestätigte Ausreiseverpflichtung unter 
Ansetzen einer Ausreisefrist ist aufzuheben (Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 27

9.

Zusammenfassend kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu Recht nicht verlängert worden ist. 
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Es bestehen 
jedoch gewisse Anhaltspunkte dafür, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig im Sinn 
von Art. 83 Abs. 3 AuG sein könnte. Die Akten sind daher an das MIP zu weisen, damit 
dieses beim BFM die Einleitung eines Verfahrens auf vorläufige Aufnahme des Be-
schwerdeführers veranlasse, und die von der POM bestätigte Ausreiseverpflichtung ist 
aufzuheben.

10.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
grundsätzlich kostenpflichtig und ihm ist kein Parteikostenersatz zuzusprechen 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Der damalige Instruktionsrichter hat ihm mit Verfügung 
vom 19. Juni 2013 indessen das Recht auf unentgeltliche Rechtspflege gewährt und 
ihm seinen Rechtsvertreter als amtlichen Anwalt beigeordnet (act. 8).

10.1 Die Verfahrenskosten, bestehend aus der Pauschalgebühr und den Kosten für 
die Dienstleistungen des behandelnden Psychiaters in Höhe von Fr. … (Rechnung 
vom 31.7.2013; act. 13), sind infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton 
Bern zu tragen (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]).

10.2 Der tarifmässige Parteikostenersatz ist im vorliegenden Fall entsprechend der 
Kostennote, welche mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu keinen 
Bemerkungen Anlass gibt (vgl. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]), auf ein pauschales Honorar von Fr. 5ʹ000.--, 
zuzüglich Fr. 114.90 Auslagen und Fr. 409.20 MWSt (8 % von Fr. 5ʹ114.90), insgesamt 
Fr. 5ʹ524.10, festzusetzen (vgl. Art. 42a Abs. 3 KAG).

Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 
KAG. Demnach bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 28

eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst 
und höchstens dem Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz 
entspricht (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 KAG). Der Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 
Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]). Auslagen und 
Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 Satz 3 KAG). Bei einem 
massgeblichen Zeitaufwand von 21 Stunden ist die amtliche Entschädigung auf 
Fr. 4ʹ200.-- (21 x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 114.90 Auslagen und Fr. 345.20 MWSt (8 % 
von Fr. 4ʹ314.9), insgesamt Fr. 4ʹ660.10, festzusetzen.

Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der 
Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur 
Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a 
Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Akten gehen an das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, 
Migrationsdienst, damit dieses beim Bundesamt für Migration die Einleitung des 
Verfahrens betreffend vorläufige Aufnahme von A.________ veranlasse. Die 
gegenüber dem Beschwerdeführer angeordnete Ausreiseverpflichtung wird 
aufgehoben.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, zuzüglich die Gutachterkosten von Fr. …, werden 
dem Beschwerdeführer auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz wird im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
auf Fr. 5ʹ524.10 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … 
aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 4ʹ660.10 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.07.2014, Nr. 100.2013.160U, Seite 29

Entschädigung vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (vgl. Ziff. 2)
- der Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug des Kantons Bern (mit den Akten 

ASMV Nr. 1376/10)
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.