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**Case Identifier:** 429916ac-03e3-5f75-a702-1c7b68396442
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 08.07.2021 A1 21 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-21-34_2021-07-08.pdf

## Full Text

A1 21 34 

 

 

URTEIL VOM 8. JULI 2021 

 

Kantonsgericht Wallis 

Öffentlichrechtliche Abteilung 

 

Es wirken mit: Christophe Joris, Präsident, Jean-Bernard Fournier und Thomas Brunner, 

Richter, sowie Vanessa Brigger, Gerichtsschreiberin, 

 

in Sachen 

 

EINWOHNERGEMEINDE A _________, Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

STAATSRAT DES KANTONS WALLIS, 1950 Sitten, Vorinstanz, 

 

 

(Diverses) 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid vom 13. Januar 2021. 

  

- 2 - 

Sachverhalt 

 

A.  Am 14. August 2017 reichte die Einwohnergemeinde A _________ (Gemeinde) beim 

kantonalen Amt für Feuerwesen (KAF) einen Subventionsantrag für ein neues Tank-

löschfahrzeug für die Stützpunktfeuerwehr A _________ im Betrage von Fr. 378 432.-- 

ein. Das alte Fahrzeug aus dem Jahre 1980 müsse ersetzt werden, da es Erschwernisse 

bei Reparaturen gebe und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei. Die Dienststelle 

für zivile Sicherheit und Militär antwortete hierzu am 31. August 2017, das kantonale Amt 

werde im laufenden Jahr ein neues Fahrzeugkonzept ausarbeiten, welches als Ziel 

habe, «die entsprechende Zuteilung von subventionierten Fahrzeugen mit dem entspre-

chenden Subventionsansatz bei allen Feuerwehren festzulegen». Das Dossier des Sub-

ventionsgesuches wurde aber zurückgesandt mit der Bitte, dieses nochmals einzu-

reichen, «sobald das neue Konzept in Kraft ist». 

B.  In der Folge erwarb die Gemeinde mit Kaufvertrag 30. Januar/7. Februar 2018 von 

der Firma B _________ AG das «Vorführ-Tanklöschfahrzeug xxx Unimog U 430 K 4x4» 

zum Preis von Fr. 355 000.--, nebst Mehrwertsteuer von 7.7 % (Fr. 26 980.80), also ins-

gesamt Fr. 377 380.80. 

Im Vorfeld der Anschaffung ist die Gemeinde mit E-Mailschreiben vom 8. Februar 2016 

mit der Frage ans Departement für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung 

(DVER) gelangt, ob für den Erwerb eines Vorführfahrzeuges zu einem reduzierten Preis 

eine öffentliche Ausschreibung nötig oder eine freihändige Vergabe möglich sei. Hierzu 

antwortete der stellvertretende Generalsekretär des DVER am 16. bzw. 26. Februar 

2016, dass ausnahmsweise eine freihändige Vergabe gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. j des 

Gesetzes betreffend den Beitritt des Kantons Wallis zur Interkantonalen Vereinbarung 

über das öffentliche Beschaffungswesen vom 8. Mai 2003 (kGIVöB; SGS/VS 726.1) an-

gewendet werden könne, wenn es sich tatsächlich um ein Vorführfahrzeug handle und 

die Ersparnis mindestens 20 % betrage (Do. Staatsrat S. 85 ff.). 

C.  Am 1. Juli 2019 teilte das KAF den Gemeinden mit, falls sie in den nächsten zwei 

Jahren ein Zugfahrzeug anschaffen möchten, sie sich melden sollten, damit eine ge-

meinsame Anschaffung getätigt werden könne (Do. Staatsrat S. 48 f.). In der Folge 

stellte die Gemeinde am 8. Juli 2019 dem KAF das Subventionsgesuch vom 14. August 

2017 für das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr «zur erneuten Prüfung zu» (Do. Staats-

rat S. 46). Am 26. November 2019 erneuerte die Gemeinde das Gesuch an die KAF und 

legte dar, warum sie auf eine öffentliche Ausschreibung gemäss den Bestimmungen des 

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öffentlichen Beschaffungswesens verzichtet hatte und die Anschaffung im freihändigen 

Verfahren durchgeführt wurde. 

Mit Verfügung vom 9. Januar 2020 lehnte das KAF den Subventionsantrag ab, weil das 

durchgeführte Verfahren nicht den gesetzlichen Anforderungen entspreche, das Fahr-

zeug ohne jegliche staatliche Subventionszusicherung angeschafft worden sei, «keine 

Unterlagen betreffend den Verlauf des öffentlichen Beschaffungswesens» unterbreitet 

und die Vorgaben für den Erwerb im freihändigen Verfahren nicht respektiert worden 

seien. 

D.  Dagegen reichte die Gemeinde am 12. Februar 2020 eine Verwaltungsbeschwerde 

beim Staatsrat ein und beantragte die Aufhebung des Entscheids des KAF und die Gut-

heissung des Subventionsantrages für das Tanklöschfahrzeug. Das alte Hilfslöschfahr-

zeug habe zwingend ersetzt werden müssen, da es nicht mehr einsatzfähig gewesen 

sei. Für die Ersatzanschaffung habe ein Vorführfahrzeug zu einem erheblich reduzierten 

Preis erstanden werden können und der Kauf nach freihändigem Verfahren sei vorgän-

gig vom Rechtsdienst für Wirtschaftsangelegenheiten bestätigt worden. Der Kauf sei 

nach dem Subventionsgesuch vom 14. August 2017 erfolgt. Nach der Retournierung des 

Gesuches und der Ausarbeitung eines neuen Fahrzeugkonzepts habe das KAF erst zwei 

Jahre später die Gemeinde auf eine Erneuerung des Gesuches aufmerksam gemacht, 

was ihr nun nachträglich nicht als Nachteil angelastet werden könne. Es sei der Ge-

meinde daher gar nicht möglich gewesen, vor der Ersatzanschaffung des Hilfslöschfahr-

zeuges eine Subventionszusicherung vom Kanton zu erhalten. Der Anschaffungspreis 

sei bedeutend tiefer als der Neupreis. Aufgrund der engen Strassenverhältnisse in 

A _________ sowie der Bahnunterführungen könne ein standardisiertes Feuerwehrfahr-

zeug nicht eingesetzt werden. Die geforderten Unterlagen für ein Vergabeverfahren 

seien aufgrund der freihändigen Vergabe hinfällig geworden Die Verweigerung von Sub-

ventionen sei daher unverhältnismässig und auch willkürlich. 

Am 12. März 2020 beantragte das KAF, die Beschwerde abzulehnen. Die Bedingungen 

betreffend die Materialsubventionierung seien nicht erfüllt, da die Wahl des Materials 

nicht vorgängig von der Dienststelle genehmigt worden sei. Die Gemeinde argumentiere 

mit der Dringlichkeit, obwohl schon im Februar 2016 ersichtlich gewesen sei, dass ein 

neues Tanklöschfahrzeug notwendig sei. Die Subventionsberechtigung sei an die vor-

geschriebenen Kontrollbestimmungen gebunden und das öffentliche Beschaffungswe-

sen müsse eingehalten werden. Das von der Gemeinde gekaufte Fahrzeug sei jedoch 

erheblich teurer (Fr. 377 380.-- inkl. MwSt) als der ursprünglich angegebene Preis von 

Fr. 320 000.--. Es liege kein Beweis vor, dass es zu einem Preis beschafft worden sei, 

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der erheblich unter den üblichen Preisen liege. Zudem müsse ein Vorführfahrzeug bei 

Vertragsabschluss zur Verfügung stehen. Das Kontrollorgan müsse über die Einleitung 

eines freihändigen Verfahrens informiert werden und der Zuschlag müsse veröffentlicht 

werden. 

E.  Mit Entscheid vom 13. Januar 2021 wies der Staatsrat die Beschwerde der Gemeinde 

ab. Im Subventionsgesuch sei von einem Vorführfahrzeug von rund Fr. 320 000.-- an-

statt Fr. 400 000.-- die Rede gewesen und es habe der Hinweis gefehlt, dass die Be-

schaffung des neuen Löschfahrzeuges dringlich sei. Es sei unverständlich, dass die Ge-

meinde das KAF vor dem Erwerb nicht erneut kontaktiert habe. Die Firma 

B _________habe den Unimog als Demofahrzeug Anfang November 2017 bestellt, der 

Kaufvertrag sei am 30. Januar/7. Februar 2018 abgeschlossen worden und die Verzol-

lung sei dann am 21. März 2018 erfolgt. Es handle sich nicht um ein Vorführfahrzeug, 

da es Fr. 377 380.-- inkl. MwSt. gekostet habe und damit erheblich teurer gewesen sei, 

als vorgängig erklärt worden sei. Die Bedingungen des freihändigen Verfahrens seien 

nicht gegeben. Die Gemeinde habe die Weisungen der Modalitäten der Selbstkontrolle 

und der Überwachung der Vergabeverfahren ebenfalls nicht eingehalten. 

F.  Gegen diesen Entscheid des Staatsrats erhob die Einwohnergemeinde A _________ 

(Beschwerdeführerin) am 12. Februar 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde bei der öf-

fentlichrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts und stellte folgende Rechtsbegehren: 

"1. Der Entscheid des Beschwerdegegners vom 13. Januar 2021 sei abzuweisen – unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. 

 2. Der Entscheid des KAF sei aufzuheben. 

 3. Der Subventionsantrag der EWG vom 14. August 2017/8. Juli 2019 resp. 26. November 2019 für 
das Tanklöschfahrzeug (TLF) der Stützpunktfeuerwehr A _________ (SPFW) sei gutzuheissen." 

 

Die Beschwerdeführerin machte geltend, nur dank der Reparaturen in der betriebseige-

nen Werkstatt habe die Lebensdauer des alten Hilfslöschfahrzeugs verlängert werden 

können. Die Anschaffung des neuen Fahrzeugs sei unter Berücksichtigung der vorgän-

gig durchgeführten Abklärungen der freihändigen Vergabe getätigt worden. Die Verwei-

gerung der Anhandnahme des Subventionsgesuches vom 14. August 2017 stelle eine 

Verletzung der Rechtssicherheit dar. Das Problem liege auch beim Versäumnis der Er-

stellung des neuen Fahrzeugbeschaffungskonzepts. Zum Zeitpunkt des notgedrunge-

nen Erwerbs hätten deshalb keine Normen und Richtlinien vorgelegen, so dass es nichts 

gab, «was hätte erfüllt werden können». Nach der Mitteilung der Dienststelle über das 

neue Fahrzeugkonzept habe die Gemeinde innert Wochenfrist die Pflicht wahrgenom-

men und am 8. Juli 2019 ein neues Subventionsgesuch eingereicht. Es sei gar nicht 

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möglich gewesen, vor der Ersatzbeschaffung eine Subventionszusicherung vom Kanton 

zu erhalten. Vor dem Erwerb sei eine Grundsatzabklärung für ein Vorführfahrzeug ge-

macht worden. Die aktualisierte Offerte vom 29. Juli 2017 sei massgebend gewesen für 

den Kaufvertrag vom 7. Februar 2018. Das neue Tanklöschfahrzeug sei schlussendlich 

als Vorführfahrzeug zum Betrag von Fr. 350 400.-- (exkl. MwSt.) angeschafft worden. 

Dies ergebe zum effektiven Preis von Fr. 438 000.-- (exkl. MwSt.) einen Preisnachlass 

von Fr. 88 000.--, was einer Differenz von 20.1 % entspreche. Dementsprechend seien 

die Voraussetzungen von Art. 13 Abs. 1 lit. j kGIVöB erfüllt. Die Ausschreibungsunterla-

gen seien hinfällig, da aufgrund der freihändigen Vergabe gar kein Submissionsverfah-

ren durchzuführen war. Die vollständige Verweigerung von Subventionen sei in jedem 

Fall unverhältnismässig und damit auch willkürlich.  

G.  Die Beschwerde wurde am 15. Februar 2021 an den Staatsrat zur Vernehmlassung 

weitergeleitet. Am 10. März 2021 verzichtete der Staatsrat auf die Abgabe einer Stel-

lungnahme, beantragte aber gestützt auf den angefochtenen Staatsratsentscheid die 

Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig hinterlegte er die Akten und ein Schreiben der 

Dienststelle für zivile Sicherheit und Militär vom 3. März 2021, welche ebenfalls auf eine 

Stellungnahme verzichtete. 

Es wurden keine weiteren Rechtsschriften eingereicht. 

 

Erwägungen 

 

1.  Der angefochtene Entscheid des Staatsrats stellt eine letztinstanzliche Verfügung im 

Sinne von Art. 72 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungs-

rechtspflege vom 6. Oktober 1976 (VVRG; SGS/VS 172.6) dar, die mangels Ausschlus-

ses in den Art. 74 bis Art. 77 VVRG der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterliegt. 

1.1  Gemeinden und Gemeindeverbände sind zur Beschwerde an das Kantonsgericht 

berechtigt, wenn sie durch eine Verfügung berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Aufhebung oder Abänderung haben (Art. 156 Abs. 1 des Gemeindegesetzes 

vom 5. Februar 2004 [GemG; SGS/VS 175.1]; Art. 80 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 44 Abs. 1 

lit. a VVRG; Urteile des Kantonsgerichts A1 20 33 vom 15. September 2020 E. 1.1 und 

A1 14 158 vom 6. Februar 2015 E. 1.1). Gemeinden und Gemeindeverbände sind auch 

ohne eine solche Beeinträchtigung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert, 

wenn das Gesetz sie hierzu ermächtigt (Art. 80 Abs. 1 lit. a i.V.m. 44 Abs. 1 lit. b VVRG; 

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Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., 2020, 

N. 1157). Nach der Rechtsprechung kann ein Gemeinwesen auch zur Beschwerde legi-

timiert sein, wenn es durch den angefochtenen Entscheid in seinen hoheitlichen Befug-

nissen und öffentlichen Anliegen berührt wird (BGE 140 I 90 E. 1.1; 135 I 43 E. 1.2;). 

Zudem können gemäss Art. 156 Abs. 2 GemG Erlasse und Entscheide der Aufsichtsbe-

hörde, welche die Gemeindeautonomie verletzen, mit Beschwerde an das Kantonsge-

richt angefochten werden.  

1.2  Mit dem Entscheid vom 13. Januar 2021 hat der Staatsrat die Beschwerde der Ge-

meinde abgewiesen. Als Adressatin des für die Gemeinde negativ ausfallenden Staats-

ratsentscheids und in einer ihrer Kernaufgaben (vgl. Art. 6 lit. f GemG) ist sie folglich 

durch diesen berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder 

Aufhebung, so dass sie gemäss Art. 80 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a VVRG zur 

Beschwerdeführung legitimiert ist. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 80 Abs. 1 lit. b und c i.V.m. Art. 46 und Art. 48 

VVRG). 

2.  Das Gericht hat die Angelegenheit nicht unter allen Gesichtspunkten zu überprüfen, 

sondern kann sich im Wesentlichen auf die gerügten Punkte beschränken (Art. 48 Abs. 2 

i.V.m. Art. 80 Abs. 1 lit. c VVRG). Es können zudem nur Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Überschreitungen oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige o-

der unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht 

werden. Die Unzweckmässigkeit der Verfügung kann jedoch nur in Fällen, die hier nicht 

zutreffen (Art. 78 VVRG), überprüft werden. 

3.  Das Kantonsgericht hat die von der Beschwerdeführerin eingereichten Dokumente 

zu den Akten genommen. Der Staatsrat hat am 10. März 2021 das Aktendossier des 

Verwaltungsbeschwerdeverfahrens eingereicht. Die vorhandenen Akten enthalten mit-

hin die entscheidrelevanten Sachverhaltselemente und genügen, wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen, zur Beurteilung der rechtserheblichen Fragen. Deshalb wird in an-

tizipierter Beweiswürdigung auf zusätzliche Beweisabnahmen verzichtet. 

4.  Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Ablehnung des KAF um Subventio-

nierung des Vorführtanklöschfahrzeugs der Gemeinde zu Recht bestätigt hat.  

4.1  Der Kanton kann gestützt auf Art. 38 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz gegen Feuer 

und Naturelemente vom 18. November 1977 (GSFN; SGS/VS 540.1) den Gemeinden 

Beiträge für Materialanschaffungen und Einrichtungen zur Verhütung und Bekämpfung 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-140-I-90
http://links.weblaw.ch/de/BGE-135-I-43

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von Bränden gewähren. Die Wahl des Materials und die geplanten Anlagen müssen vor-

gängig von der Dienststelle genehmigt worden sein (Art. 38 Abs. 3 GSFN). Gemäss Art. 

40 Abs. 1 des Reglements vom 12. Dezember 2001, welches die Ausführungsbestim-

mungen zum Schutz gegen Feuer und Naturelemente festlegt (RSFN; SGS/VS 

540.100), werden die Subventionen nur jenen Gemeinden gewährt, welche die Weisun-

gen des Departements einhalten und deren Feuerwehrdienst den Anforderungen des 

Kantonalen Konzeptes entspricht. Zudem ist die Subventionsberechtigung an die Reg-

lemente betreffend die Vergabe von subventionierten Arbeiten und an die vom Staat 

vorgeschriebenen Kontrollbestimmungen gebunden (Art. 40 Abs. 6 RSFN). Ergänzend 

zu den Bestimmungen des GSFN und RSFN kommt das kantonale Subventionsgesetz 

vom 13. November 1995 (SuG; SGS/VS 616.1) zur Anwendung (Art. 38a GSFN). 

4.2  Das SuG gilt grundsätzlich für sämtliche kantonalen Subventionen (Art. 3 SuG) und 

zielt darauf ab, eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen, die Subventionen nach 

gleichen Grundsätzen zu gewähren und die öffentlichen Gelder wirkungsorientiert und 

sparsam zu verwenden (Art. 1 lit. a und b SuG; vgl. Klaus A. Vallender/Peter Hettich/Jens 

Lehne, Wirtschaftsfreiheit und begrenzte Staatsverantwortung: Grundzüge des Wirt-

schaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrechts, 4. A., 2006, S. 316 Rz. 79 mit 

Hinweisen). Gemäss Art. 4 Abs. 1 SuG sind Subventionen geldwerte Leistungen, die der 

Staat aufgrund des kantonalen öffentlichen Rechts zur Wahrung eines öffentlichen Inte-

resses an Dritte leistet, ohne Anspruch auf direkte Gegenleistung. 

Finanzhilfen sind Teil der Leistungsverwaltung, bei welcher der Staat Unterstützung leis-

tet, ohne dass der Subventionsempfänger aufgrund eines Rechtssatzes zu einer Verhal-

tensweise verpflichtet wäre, während Abgeltungen Teil der Eingriffsverwaltung sind, da 

sie einen Ausgleich für einseitig vorgenommene Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bür-

ger bedeuten (vgl. Art. 6 SuG; Fabian Möller, Rechtsschutz bei Subventionen: Die 

Rechtsschutzmöglichkeiten Privater im Subventionsverfahren des Bundes unter Berück-

sichtigung der neueren Entwicklungen des nationalen und internationalen Subventions- 

und Beihilferechts, Basel 2006, S. 24 ff. mit weiteren Hinweisen). Man unterscheidet 

zwischen direkten und indirekten Subventionen. Eine direkte Subvention liegt vor, wenn 

das Gemeinwesen eine positive Leistung erbringt. Um eine indirekte Subvention handelt 

es sich dagegen, wenn die Vergünstigung im Verzicht des Gemeinwesens auf eine ihm 

zustehende Einnahme besteht (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, a.a.O., 

N. 2526). 

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Gemäss Art. 6 Abs. 1 SuG besteht ein Rechtsanspruch auf Abgeltungen, wenn der Ge-

suchsteller die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, während auf Finanzhilfen grund-

sätzlich kein Rechtsanspruch besteht, ausser für die in der Spezialgesetzgebung vorge-

sehenen Fälle (Abs. 2). 

4.3  Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein Anspruch auf einen Beitrag 

zu bejahen, wenn das Recht selber die Bedingungen umschreibt, unter welchen Leis-

tungen zu gewähren sind, ohne dass es im Ermessen der gesetzesanwendenden Be-

hörde läge, ob sie einen Beitrag gewähren will oder nicht (BGE 138 II 191 E. 4.2.4 und 

118 V 16 E. 3a mit Hinweisen). Beiträge, deren Ausrichtung im Ermessen der Behörden 

liegen, werden in Lehre und Rechtsprechung auch Ermessenssubventionen – als Ge-

genteil zu Anspruchssubventionen – genannt. Liegt eine Ermessenssubvention vor, be-

steht kein Anspruch auf Subventionen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

B-2184/2017 vom 7. Februar 2018 E. 4.3.1; vgl. Barbara Schaerer, Subventionen des 

Bundes, 1. A. 1992, S. 173 ff. und 201-202). 

Der Dienststelle wird durch das eingeräumte Ermessen ein Spielraum für den Entscheid 

im Einzelfall eingeräumt. Dies bedeutet aber nicht, dass die Behörde in ihrer Entschei-

dung völlig frei ist, sondern sie hat innerhalb ihres Entscheidungsspielraums die zweck-

mässigste Lösung zu treffen. Dabei hat sie das Ermessen pflichtgemäss auszuüben, das 

heisst, der Entscheid hat rechtmässig und angemessen zu sein. Die Dienststelle und der 

Staatsrat sind dabei insbesondere an die allgemeinen Verfassungsgrundsätze – wie das 

Willkürverbot, das Verhältnismässigkeitsprinzip und die Pflicht zur Wahrung des öffent-

lichen Interesses – gebunden. Besondere Bedeutung kommt sodann dem Gleichbe-

handlungsgebot zu. Das Gericht hat den beschriebenen Ermessensspielraum zu res-

pektieren und nicht sein Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz zu setzen 

(vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2600/2020 vom 16. Februar 2021, A-

6830/2017 vom 15. Januar 2019 E. 7.3 mit Hinweisen): 

4.4  Zur Abweisung des Subventionsgesuches der Beschwerdeführerin machte die 

Dienststelle geltend, das Fahrzeug sei ohne jegliche staatliche Subventionszusicherung 

angeschafft worden. Und der Staatsrat hielt fest, dass es unverständlich sei, dass die 

Gemeinde das KAF vor dem Erwerb nicht erneut kontaktiert habe. Das Gesuch vom 14. 

August 2017 ist retourniert worden, da ein neues Fahrzeugkonzept ausgearbeitet wor-

den ist. Dieses Konzept ist als Verwaltungsverordnung zu qualifizieren. Verwaltungsver-

ordnungen sind Meinungsäusserungen der Verwaltung über die Auslegung der anwend-

baren Gesetzesbestimmungen. Sie dienen der einheitlichen und rechtsgleichen Verwal-

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tungspraxis, insbesondere im Ermessensbereich. Für Private sind Verwaltungsverord-

nungen insofern von rechtlicher Bedeutung, als diese nach Art. 8 BV einen Anspruch auf 

Gleichbehandlung haben (vgl. Benjamin Schindler, in: Die schweizerische Bundesver-

fassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, zu Art. 5 BV N. 23; Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts B-3259/2018 vom 20. Juli 2020 E 7.2). Unabhängig von der Frage nach 

dem Vorliegen einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage erscheint es sinnvoll und 

zweckmässig, dass die Modalitäten der Gesuchseinreichung im Rahmen einer für alle 

Gesuchstellenden rechtsgleich und einheitlich anwendbaren Weisung konkretisiert wer-

den und auch Fristen vorgesehen sind. Die Fristen dienen dabei der Planungssicherheit 

und einer gerechten Verteilung der begrenzten Mittel. 

4.5  Die Vorinstanz stützt sich auf Art. 38 Abs. 3 GSFN, wonach die Wahl des Materials 

und die geplanten Anlagen vorgängig von der Dienststelle genehmigt werden müssen. 

Dabei handelt es sich nicht um eine Verwirkungs-, sondern um eine Ordnungsfrist. Ord-

nungsfristen weisen den Charakter einer reinen Ordnungsvorschrift auf und sollen den 

geordneten Verfahrensgang gewährleisten, sind aber nicht mit Verwirkungsfolgen ver-

bunden. Die Verfahrenshandlung kann auch noch nach Fristablauf vorgenommen wer-

den, soweit und solange der geordnete Verfahrensgang dies nicht ausschliesst. Behörd-

lich oder richterlich angeordnete Fristen haben nur dann den Charakter einer Verwir-

kungsfrist, wenn sie als solche angesetzt wurden und zugleich auf die Säumnisfolge 

aufmerksam gemacht wurde (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2569/2020 

vom 12. April 2021 E. 4.4.2 und B-4003/2014 vom 24. Juni 2015 E. 4.2). Dies wurde von 

der Vorinstanz vorliegend nicht vorgenommen. 

4.6  Insofern dies mit einem geordneten Verfahrensgang vereinbar ist, sind demnach 

auch verspätet eingereichte Gesuche zu berücksichtigen, insbesondere dann, wenn hin-

reichende Gründe für die Verspätung vorliegen und die Grundsätze eines fairen und 

rechtsgleichen Verfahrens gewährleistet bleiben. 

4.6.1  Im vorliegend zu beurteilenden Einzelfall sind diese Umstände aus den folgenden 

Gründen gegeben: Die Gesuchstellung zum Erhalt der in Frage stehenden Subvention 

wurde von der Gemeinde bereits am 14. August 2017 eingereicht. Der Gemeinde war 

wohl bekannt, dass Subventionsgesuche an Fristen gebunden sind. Die Dienststelle 

teilte dann aber am 31. August 2017 mit, dass ein Gesuch erst wieder einzureichen sei, 

sobald das neue Fahrzeugkonzept in Kraft sei. Aus den Akten geht sodann hervor, dass 

das Versäumnis der Einreichung des Subventionsgesuches vor dem Erwerb in erster 

Linie auf diesen Hinweis der Dienststelle zurückzuführen ist und nicht etwa, weil die Ge-

meinde die rechtzeitige Gesuchseinreichung verpasste. Nachdem die Dienststelle am 1. 

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Juli 2019 die Gemeinde auf das neue Konzept aufmerksam gemacht hatte, reichte die 

Gemeinde in der Folge ohne Verzögerung am 8. Juli 2019 das neue Subventionsgesuch 

ein. Es fragt sich, ob diesbezüglich die Eingabe vom 14. August 2017 bereits als Gesuch 

im formellen Sinne anzusehen ist. Auf jeden Fall ist die neue Eingabe hinreichend er-

klärbar. Es ergibt sich daher, dass einerseits die Dienststelle die Gemeinde rechtzeitig 

zur Gesuchseinreichung/-erneuerung hätte auffordern müssen, oder ist unter den dar-

gelegten Umständen von einer Verletzung des Vertrauensgrundsatzes auszugehen. Die 

Verantwortung für die fristgerechte Einreichung des Gesuchs liegt vorliegend bei der 

Dienststelle (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6841/2018 vom 5. März 2020 

E. 5.1). 

4.6.2  Nach dem Gesagten handelt es sich bei der Gesuchsfrist bloss um eine Ord-

nungsfrist. Das Gesuch der Gemeinde kann aufgrund der gesamten Umstände vorlie-

gend nicht als verspätet angesehen werden. Eine Verweigerung einer Subventionierung 

ist deshalb nicht gerechtfertigt. Die Dienststelle hat demnach zu Unrecht das Gesuch für 

die Subventionierung des Vorführfahrzeuges nicht berücksichtigt. 

5.  Schliesslich machte die Vorinstanz geltend, dass die Bedingungen des freihändigen 

Verfahrens im Sinne von Art. 13 Abs. 1 lit. j kGIVöB nicht gegeben seien und das Fahr-

zeug auf dem Weg des offenen Verfahrens hätte beschafft werden müssen. Hierzu legte 

die Gemeinde in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dar, dass vor dem Erwerb beim 

Rechtsdienst für Wirtschaftsangelegenheiten eine Grundsatzabklärung für ein Vorführ-

fahrzeug gemacht worden sei. Auf Grund der aktualisierten Offerte sei das Vorführfahr-

zeug zum Betrag von Fr. 350 400.-- (exkl. MwSt.) angeschafft worden. Dies ergebe zum 

effektiven Preis von Fr. 438 000.-- (exkl. MwSt.) einen Preisnachlass von Fr. 88 000.--, 

was einer Differenz von 20.1 % entspreche. Dementsprechend seien die Voraussetzun-

gen von Art. 13 Abs. 1 lit. j kGIVöB erfüllt. 

5.1  Das freihändige Verfahren ist ein einfaches Verfahren, das grundsätzlich an keine 

Form gebunden ist. Die direkte Mitteilung an die Anbieter erfolgt formlos (z. B. telefo-

nisch), Offerten werden nur teilweise schriftlich eingereicht und es werden keine Eig-

nungs- und Zuschlagskriterien bekannt gegeben. Das freihändige Verfahren kommt ei-

nerseits zur Anwendung, wenn die Schwellenwerte für das Einladungsverfahren nicht 

erreicht werden, und andererseits, wenn die Schwellenwerte für das Einladungsverfah-

ren zwar erreicht werden, jedoch ein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (vgl. Art. 13 

kGIVöB). Die Ausnahmetatbestände sehen gewisse Gründe vor, bei welchen legitimer-

weise auf den Wettbewerb verzichtet werden kann. Die Kontroverse zwischen den Ziel-

setzungen des wirtschaftlichen Einsatzes der öffentlichen Mittel und der Stärkung des 

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Wettbewerbs wird bei Erfüllung der Ausnahmetatbestände zugunsten der Wirtschaftlich-

keit gelöst (Ruth Aeschbacher Ruth/Rebekka Krebs, Handkommentar zum Schweizeri-

schen Beschaffungsrecht, 2020, S. 292 ff., S. 295). Die Vergabebehörden haben sich 

aber auch im freihändigen Bereich an den Grundsätzen verfassungsmässigen Handelns 

zu orientieren wie dem Willkürverbot, dem Grundsatz von Treu und Glauben sowie dem 

Gebot der Gleichbehandlung und des fairen Verfahrens (vgl. hierzu Dominik Kuonen, 

Das Einladungsverfahren im öffentlichen Beschaffungsrecht, Diss 2005, S. 46 ff.). Im 

freihändigen Verfahren ist der Rechtsschutz auf die Frage nach der richtigen Verfah-

renswahl beschränkt (Dominik Kuonen, a.a,O., S. 89 in fine). Der Zuschlag kann nicht 

angefochten werden (Art. 12 Abs. 2 GIVöB; vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.189/2004 

vom 11. Februar 2005). 

5.2  Als Ausnahmetatbestand gilt nach Art. 13 Abs. 1 lit. j kGIVöB auch, wenn der Auf-

traggeber Güter im Rahmen einer günstigen, zeitlich befristeten Gelegenheit zu einem 

Preis beschaffen kann, der erheblich unter den üblichen Preisen liegt. Diese Bestim-

mung soll dort zur Anwendung kommen, wo offensichtlich das günstigste Angebot nicht 

im Rahmen eines Beschaffungsverfahrens ermittelt werden kann (hierzu und nachfol-

gend Christoph Meyer, Freihändige Vergabe als Ausnahme von der Ausschreibungs-

pflicht im öffentlichen Beschaffungsrecht, AJP 2005 S. 716 ff., S. 725). Auf Grund be-

sonderer Umstände kann ausnahmsweise ein Anbieter zu ungewöhnlich günstigen Be-

dingungen liefern, welche von den übrigen im Beschaffungsverfahren nicht geboten wer-

den können. Aus zeitlichen oder anderen Gründen kann vom Anbieter in diesem beson-

deren Fall jedoch nicht erwartet werden, dass er an einem Beschaffungsverfahren teil-

nimmt.  

5.3  Lieferaufträge wie im vorliegenden Fall sind im offenen oder selektiven Verfahren 

zu vergeben, wenn der geschätzte Wert des Einzelauftrags den Schwellenwert über-

steigt. Dieser Betrag wird vom zu beschaffenden Tanklöschfahrzeug, auch von einem 

Vorführfahrzeug, klar überschritten. In unserem Fall rechtfertigt sich aber der Erwerb im 

freihändigen Verfahren in zweifacher Hinsicht. Einerseits konnte sich die Gemeinde auf 

die Antwort des stellvertretenden Generalsekretärs des DVER vom 16. bzw. 26. Februar 

2016 verlassen, dass ausnahmsweise eine freihändige Vergabe gemäss Art. 13 Abs. 1 

lit. j kGIVöB; SGS/VS 726.1 angewendet werden könne, wenn «das Argument des Vor-

führfahrzeuges in den Vordergrund» rücke und die Ersparnis mindestens 20 % betrage. 

Die Gemeinde konnte sich in der Folge auf diese Auskunft stützen. Die Gemeinde hatte 

bereits beim Subventionsantrag vom 14. August 2017 auf die Erschwernisse bei Repa-

raturen am alten Fahrzeug und die nicht mehr vollumfänglich gewährleistete Sicherheit 

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aufmerksam gemacht. Anderseits ist ein Ausnahmetatbestand gegeben, der eine frei-

händige Vergabe rechtfertigt. Insbesondere stellt der Entscheid für ein preisgünstigeres 

Vorführfahrzeug eine Ausnahme dar. Die Gemeinde hat schliesslich auf Grund der ak-

tualisierten Offerte vom 29. Juli 2017 (Beilage 13) und des Kaufvertrages vom 7. Februar 

2018 (Beilage 6) das neue Tanklöschfahrzeug schlussendlich als Vorführfahrzeug zum 

Betrag von Fr. 350 400.-- (exkl. MwSt.) angeschafft. Dies ergibt zum effektiven Preis von 

Fr. 438 000.-- (exkl. MwSt.) einen Preisnachlass von Fr. 88 000.--, was eine Differenz 

von 20 % ergibt, wie dies die Gemeinde darlegte. Dies entspricht denn auch der Erspar-

nis, wie sie vom DVER verlangt wurde. Die Gemeinde hat sich somit letztlich richtiger-

weise dafür entschieden, das Vorführfahrzeug in der freihändigen Vergabe zu erwerben. 

In diesem Sinne hat die Gemeinde das anzuwendende Verfahren und das bestehende 

Ermessen nicht überschritten. 

6.  Nach dem Gesagten wird die Beschwerde gutgeheissen und der angefochtene Ent-

scheid des Staatsrats vom 13. Januar 2021 wird aufgehoben. Der Subventionsantrag 

der Gemeinde für das Vorführtanklöschfahrzeug wird gutzuheissen und das Dossier wird 

zurückgewiesen an das KAF, um über die Höhe der Subvention zu entscheiden. 

6.1  Im Beschwerdeverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu 

tragen (Art. 89 Abs. 1 VVRG). Ausnahmsweise können die Kosten ganz oder teilweise 

erlassen werden (Art. 89 Abs. 2 VVRG). Den Behörden des Bundes, des Kantons und 

den Gemeinden, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis und ohne dass es sich um ihr 

Vermögensinteresse handelt, als Parteien oder Vorinstanzen in einem Verfahren auftre-

ten, werden in der Regel keine Kosten auferlegt (Art. 89 Abs. 4 VVRG). Vorliegend wird 

daher keine Gerichtsgebühr erhoben.  

6.2  Die unterliegende Partei hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 91 

Abs. 1 VVRG e contrario), weshalb vorliegend von einer solchen abzusehen ist. Den 

Behörden oder mit öffentlichen Aufgaben betrauten Organisationen, welche obsiegen, 

darf in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen werden (Art. 91 Abs. 3 

VVRG). 

  

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Demnach erkennt das Kantonsgericht: 

 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid des Staatsrats 

vom 13. Januar 2021 wird aufgehoben. 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben und keine Parteientschädigung zugespro-

chen. 

3. Das Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Staatsrat des Kantons Wallis 

schriftlich mitgeteilt. 

 

Sitten, 8. Juli 2021