# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b23d9cf-31a2-501e-aa9c-0ffe92e249b7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.07.2020 810 20 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-92_2020-07-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 13. Juli 2020 (810 20 92) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Grundsätze der Gebührenerhebung / Begründungsanforderungen 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Daniel Häring, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber 
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Aufhebung der Kindesschutzmassnahmen (Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 11. März 2020) 
 
 
 
 
A. D.____ (geb. 2006) ist die Tochter der unverheirateten Eltern C.____ und A.____. Am 
14. September 2015 erklärten die Kindseltern gegenüber der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde B.____ (KESB) die gemeinsame elterliche Sorge für D.____ und bestätigten, dass sie 
sich über die Obhut, den persönlichen Verkehr und den Unterhaltsbeitrag verständigt hätten. 

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Nach der Trennung der Kindseltern im Mai 2016 entstand zwischen ihnen ein Dauerkonflikt be-
treffend Obhut sowie Besuchs- und Ferienrecht, der auch mehrfach Gegenstand kantonsge-
richtlicher Verfahren war. 
 
B. Mit Entscheid vom 7. Juni 2017 teilte die KESB die Obhut über D.____ bis zum Ab-
schluss einer erneuten Überprüfung nach den Herbstferien 2017 der Kindsmutter zu, legte das 
Besuchsrecht während der Schulzeit und der Sommer- und Herbstferien fest und errichtete für 
D.____ eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 des Schweizerischen Zivil-
gesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 zur Überwachung des persönlichen Verkehrs. Als 
Beiständin wurde eine Berufsbeiständin der sozialen Dienste E.____ eingesetzt. 
 
C. Mit Entscheid vom 14. März 2018 teilte die KESB die Obhut über D.____ der Kinds-
mutter zu und erliess eine detaillierte Besuchs- und Ferienregelung. Auf eine vom Kindsvater 
am 18. Dezember 2018 dagegen erhobene Beschwerde trat das Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 9. Januar 2019 (Verfahren 810 
18 333) zufolge abgelaufener Rechtsmittelfrist nicht ein. Auf die dagegen gerichtete Beschwer-
de des Kindsvaters trat das Bundesgericht mit Urteil 5A_70/2019 vom 25. Januar 2019 nicht 
ein. 
 
D. Obschon sich der elterliche Konflikt zwischenzeitlich nur teilweise beruhigt hatte und 
sich die Betreuungssituation nach wie vor problembehaftet präsentierte, verzichtete die KESB in 
Ermangelung erfolgversprechender Optionen mit Entscheid vom 30. Januar 2019 auf die Errich-
tung weiterer Kindesschutzmassnahmen. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kan-
tonsgericht mit Urteil vom 11. September 2019 im Kostenpunkt teilweise gut (Verfahren 810 19 
32). Auch dieses Urteil zog A.____ erfolglos ans Bundesgericht weiter (Urteil des BGer 
5A_36/2020 vom 20. Januar 2020). Der von der KESB gestützt auf die Rückweisung neu ge-
troffene Entscheid vom 12. Februar 2020 bildet Gegenstand einer mit heutigem Datum im Ver-
fahren 810 20 81 abgewiesenen Beschwerde. 
 
E. Mit Entscheid vom 19. Februar 2020 genehmigte die KESB den Zwischenbericht der 
Beiständin vom 24. Juli 2019. Sie sprach der Beiständin eine Entschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'097.50 zu und stellte fest, dass gemäss Art. 276 ZGB die Kosten von Kindesschutzmass-
nahmen von den Eltern zu bezahlen seien. Die Entschädigung für die Berufsbeiständin falle an 
den Arbeitgeber und sei vorliegend an die KESB zu bezahlen. Die KESB legte die Verfahrens-
kosten weiter auf Fr. 230.-- fest. Diese wurden den Eltern je zur Hälfte unter solidarischer Haf-
tung für den Gesamtbetrag auferlegt. Auf die von A.____ dagegen erhobene Beschwerde trat 
das Kantonsgericht mit Präsidialurteil vom 12. Juni 2020 im Verfahren 810 20 129 zufolge ab-
gelaufener Rechtsmittelfrist sowie fehlender Begründung nicht ein. 
 
F. Mit Entscheid vom 11. März 2020 hob die KESB die bestehenden Kindesschutzmass-
nahmen per sofort auf (Dispositiv-Ziff. 1) und entliess die Berufsbeiständin aus ihrem Amt (Dis-
positiv-Ziff. 2). Die Beiständin wurde aufgefordert, bis zum 31. Mai 2020 für die Periode vom 
1. April 2019 bis zum 11. März 2020 ihren Schlussbericht einzureichen (Dispositiv-Ziff. 3). Die 
Verfahrenskosten in der Höhe von gesamthaft Fr. 361.25 wurden zu gleichen Teilen den Kind-

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seltern auferlegt (Dispositiv-Ziff. 4). Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass 
sich die Situation erheblich beruhigt habe, weshalb die Aufhebung der Kindesschutzmassnah-
men angezeigt sei. 
 
G. Gegen den Entscheid vom 11. März 2020 erhob A.____ mit Eingabe vom 20. März 
2020 Beschwerde beim Kantonsgericht mit den sinngemässen Begehren, es seien den Eltern 
keine Kosten aufzuerlegen und es sei auf die Einholung eines Schlussberichts zu verzichten. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Sachverhaltsfeststellung der KESB 
entspreche nicht der Wahrheit, die in Rechnung gestellten Aufwände seien nicht ausgewiesen 
und ein Schlussbericht der Beiständin verursache hohe Kosten und sei unnötig. 
 
H. Mit einer zweiten vom 20. März 2020 datierten Eingabe (Eingang beim Kantonsgericht 
am 7. April 2020) begehrt der Beschwerdeführer in Bezug auf das vorliegende Verfahren neu, 
dieses sei zufolge Befangenheit des Gerichts in einen anderen Kanton, vorzugsweise den Kan-
ton Solothurn, zu verlegen. Hierzu führt er aus, dass die Mitglieder des Spruchkörpers der 
KESB alle Richter am Kantonsgericht kennen würden und dass insbesondere Kantonsrichter 
Niklaus Ruckstuhl als befangen zu gelten habe. 
 
I. Am 20. April 2020 liess sich die Vorinstanz vernehmen und schloss auf kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Kindsmutter hat sich nicht ver-
nehmen lassen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen 
Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden Beschwerde beim Kantonsgericht 
erhoben werden. Diese gesetzliche Zuständigkeitsordnung ist zwingendes Recht, es besteht 
keine Wahlfreiheit in Bezug auf die Rechtsmittelinstanz. Genauso ist es dem Kantonsgericht 
verwehrt, in seine Zuständigkeit fallende Beschwerdeverfahren an andere Gerichte abzutreten 
(vgl. BGE 133 II 181 E. 5.1.3; RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen Ver-
fahrensrechts, Bern 2020, N 1580). Der Antrag des Beschwerdeführers auf Verlegung des Ver-
fahrens in einen anderen Kanton ist somit unzulässig. 
 
1.2 Insoweit im Antrag auf Verlegung des Beschwerdeverfahrens in einen anderen Kanton 
ein Ausstandsbegehren gegen Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl erblickt werden kann, ist die-
ses gegenstandslos, da Kantonsrichter Ruckstuhl am vorliegenden Verfahren nicht mitwirkt. Für 
den Fall, dass sich das Begehren pauschal gegen das gesamte Richtergremium richten sollte, 
ist festzustellen, dass ein solches Rekusationsersuchen nur zulässig ist, wenn der Gesuchstel-
ler die Befangenheitsgründe gegen alle Einzelmitglieder im Ausstandsgesuch ausreichend sub-
stanziiert (Urteil des BGer 1B_418/2014 vom 15. Mai 2015 E. 4.5 m.w.H.). Dies hat der Be-
schwerdeführer vorliegend unterlassen und sich mit der undifferenzierten Behauptung begnügt, 
die Mitglieder des Spruchkörpers 2 der Vorinstanz würden alle Richter des Kantonsgerichts 

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kennen. Selbst wenn dem so wäre, wäre damit kein Ausstandsgrund dargetan (vgl. zu den 
Ausstandsgründen § 36 f. des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 
22. Februar 2001). Sollte in den Ausführungen des Beschwerdeführers ein sinngemässes Aus-
standsbegehren gegen das Gesamtgericht gestellt worden sein, so wäre dieses klarerweise 
unzulässig. Offensichtlich unzulässige Ausstandsgesuche, deren Beurteilung keinerlei Ermes-
sensbetätigung erfordert, können nach ständiger bundesgerichtlicher Praxis ohne Durchführung 
eines separaten Ausstandsverfahrens unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtspersonen be-
urteilt werden (vgl. Urteil des BGer 6B_156/2020 vom 5. März 2020 E. 2; Urteil des BGer 
6B_1370/2016 vom 11. April 2017 E. 3 m.w.H.). Auf die in der zweiten Eingabe des Beschwer-
deführers vom 20. März 2020 gestellten Anträge ist nach dem Gesagten gesamthaft nicht ein-
zutreten. 
 
1.3 Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Es prüft 
insbesondere von Amtes wegen, ob die Eintretens- bzw. Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt 
sind. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 
ZGB). An Laienbeschwerden dürfen in sprachlicher und formeller Hinsicht jedoch keine allzu 
strengen Anforderungen gestellt werden (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, 
Bundesblatt [BBl] 2006 7001, S. 7085). Ein von einer betroffenen urteilsfähigen Person unter-
zeichnetes Schreiben ist hinreichend, sofern das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und daraus 
hervorgeht, welcher Antrag sinngemäss gestellt wird und warum die Person mit der getroffenen 
Anordnung ganz oder teilweise nicht einverstanden ist (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 20. Februar 2019 [810 18 273] E. 1.2; 
LORENZ DROESE/DANIEL STECK, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilge-
setzbuch, 6. Aufl., Basel 2018, N 42 zu Art. 450 ZGB). Der Beschwerdeführer begründet seine 
Anträge äusserst knapp und – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – im Wesentlichen mit 
pauschalen und teilweise auch sachfremden Behauptungen. Die entsprechenden Ausführungen 
vermögen den Anforderungen an eine hinreichende Laienbegründung deshalb nur bei grosszü-
giger Anwendung der kantonsgerichtlichen Praxis zu genügen, zumal der Beschwerdeführer im 
Rahmen der zahlreichen durch ihn angestrengten Verfahren wiederholt auf die gesetzlichen 
Begründungsanforderungen hingewiesen worden ist (vor Kantonsgericht z.B. im Verfahren 810 
2018 31 mit verfahrensleitender Verfügung vom 1. Februar 2018; vor Bundesgericht in den Ur-
teilen 5A_34/2020 vom 20. Januar 2020 E. 2 bzw. 5A_36/2020 vom 20. Januar 2020 E. 2). In 
Anbetracht der hinreichend klaren Begehren ist die Beschwerde jedoch gesamthaft gerade 
noch als genügend substanziiert zu bewerten. 
 
1.4 Im angefochtenen Entscheid wurden die Verfahrenskosten den Eltern je zur Hälfte auf-
erlegt. Soweit der Beschwerdeführer nicht nur die ihm auferlegten Kosten beanstandet, sondern 
auch die Streichung der auf die Kindsmutter entfallenden Hälfte der Kosten beantragt, ist er 
durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert und hätte ein gutheissender Entscheid für 
ihn keinen praktischen Nutzen. Da ihm in dieser Hinsicht das Rechtsschutzinteresse fehlt, ist 
auf die Beschwerde in diesem Umfang nicht einzutreten. Ansonsten sind die Eintretens-
voraussetzungen erfüllt, weshalb auf die Beschwerde im aufgezeigten Umfang einzutreten ist. 

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1.5 Vorliegend handelt es sich um einen klaren Fall, weshalb nach § 1 Abs. 4 VPO ohne 
Weiterungen im Zirkulationsverfahren entschieden wird. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
(Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei 
der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Die Vorinstanz rekapituliert im angefochtenen Entscheid den Verlauf des von ihr ge-
führten Kindesschutzverfahrens. Der Beschwerdeführer bringt vor, diese Sachverhaltsdarstel-
lung entspreche nicht der Wahrheit. Er bringt seine tiefe Unzufriedenheit mit der ursprünglichen 
Anordnung der nunmehr aufgehobenen Kindesschutzmassnahme und dem Gesamtverlauf des 
Kindesschutzverfahrens zum Ausdruck. So werde eine Gefährdung des Kindes beschrieben, 
die nie vorhanden gewesen sei, denn keine Institution oder private Person habe je eine Gefähr-
dungsmeldung bei der KESB erstattet. Die KESB sei sodann fälschlicherweise der Meinung 
gewesen, dass eine geteilte Obhut für das Kind nicht das Richtige sei; erst aufgrund "diverser 
Prozesse" hätten die KESB und die Kindsmutter ihre Meinung ändern müssen. Zudem sei es 
ihm verboten worden, eine Protokollführerin an die Sitzungen mitzubringen oder Tonbandauf-
nahmen zu machen. Im Protokoll seien dann ganze Absätze weggelassen und Tatsachen ver-
dreht worden. Die vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Streitfragen betreffen grösstenteils 
Jahre zurückliegende und längst rechtskräftige Entscheide. Mit der Beschwerde kann aber wie 
soeben aufgezeigt ohnehin nur die unrichtige oder unvollständige Feststellung des für den an-
gefochtenen Entscheid rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 450a Abs. 1 Ziff. 2 
ZGB). Der Sachverhalt ist dann rechtserheblich, wenn er für die Rechtsanwendung entschei-
dend ist und damit den Ausgang der Streitigkeit beeinflussen kann. Die Ausführungen des Be-
schwerdeführers zum Sachverhalt stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang mit dem 
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens, nämlich der Kostenregelung und der Einforde-
rung des Schlussberichts. Eine Korrektur der von ihm bemängelten Passagen der Sachver-
haltszusammenfassung hätte keinen Einfluss auf die Beantwortung der durch seine Beschwer-
de aufgeworfenen Rechtsfragen. Er kann deswegen mit seinen Sachverhaltsrügen nicht gehört 
werden. 
 
4. Der Beschwerdeführer wehrt sich zunächst dagegen, dass die Vorinstanz von der Bei-
ständin einen Schlussbericht einfordert. Ein solcher Bericht verursache hohe Kosten und sei 
unnötig. Gemäss Art. 425 Abs. 1 ZGB erstattet der Beistand oder die Beiständin der Erwachse-
nenschutzbehörde bei Beendigung seines Amtes den Schlussbericht. Von dieser Bestimmung 
sind auch sämtliche Mandate erfasst, die aufgrund des Kindesschutzrechts geführt werden. 
Namentlich ist von der Pflicht zur Schlussberichterstattung auch die Erziehungsbeistandschaft 
gemäss Art. 308 ZGB mitumfasst (URS VOGEL/PETER AFFOLTER, in: Basler Kommentar, a.a.O., 
N 6 zu Art. 425 ZGB). Anders als der Beschwerdeführer meint, muss kein Zwischenbericht vor-
liegen, um einen Schlussbericht einzuholen, wobei vorliegend sowieso ein Zwischenbericht vom 
24. Juli 2019 aktenkundig ist. Endet die Beistandschaft, weil die Gefährdungssituation dahinge-
fallen ist, so ist ein Schlussbericht entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers auch 
nicht unnötig. Der Zweck der Schlussberichterstattung besteht diesfalls in der Komplettierung 

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der Dokumentation der abgeschlossenen Massnahme sowie der Information der betroffenen 
Person resp. derer Eltern, anderer Behörden, aber auch in der Aufsicht durch die KESB. Der 
Schlussbericht ist entsprechend zwar nicht mehr gleich umfangreich wie ein Rechenschaftsbe-
richt, aber keineswegs entbehrlich (vgl. DANIEL ROSCH, Leitfaden für Berufsbeiständinnen und 
Berufsbeistände, 2. Aufl., Bern 2019, S. 56). Die KESB prüft und genehmigt den Schlussbericht 
und die Schlussrechnung auf die gleiche Weise wie die periodischen Berichte und Rechnungen 
(Art. 425 Abs. 2 ZGB). Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass es sich bei der Schlussbe-
richterstattungspflicht des Beistands um zwingendes Recht handelt, von dem nicht abgewichen 
werden darf. Die einzige gesetzlich vorgesehene Ausnahme, wonach der Beistand im Falle ei-
ner Beendigung des Arbeitsverhältnisses von der Berichterstattungspflicht entbunden werden 
kann (Art. 425 Abs. 1 Satz 2 ZGB), ist hier nicht einschlägig. Der KESB kommt wie auch dem 
Kantonsgericht in der vorliegenden Konstellation kein Ermessen zu, weshalb die entsprechende 
Aufforderung zur Beibringung des Schlussberichts gemäss Ziffer 3 des vorinstanzlichen Ent-
scheiddispositivs zu schützen ist. 
 
5.1 Der Beschwerdeführer beanstandet sodann den Kostenentscheid der Vorinstanz. 
Diesbezüglich führt er in seiner Beschwerde aus, die Abrechnungen der KESB seien "mit Stun-
den überladen". Zudem seien die Rapporte nicht vorhanden und auch nicht kontrollierbar. 
 
5.2 Die KESB erhebt im angefochtenen Entscheid Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 361.25 (inklusive Auslagen in der Höhe von Fr. 20.--), welche sie je hälftig den Kindseltern 
auferlegt. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2020 hält die KESB fest, diese Kosten ent-
sprächen dem tatsächlichen Aufwand für die Vorbereitung, die Verhandlung und die Verschrift-
lichung des angefochtenen Entscheids. 
 
5.3 Gemäss § 158 Abs. 1 EG ZGB werden für Verrichtungen und Verfügungen, wie sie im 
ZGB und in dem Einführungsgesetz zum ZGB vorgesehen sind, Aufwandgebühren erhoben. 
Der Regierungsrat erlässt einen Gebührentarif (§ 158 Abs. 3 EG ZGB). Gestützt auf diese De-
legationsnorm hat der Regierungsrat eine Gebührenverordnung erlassen, welche die Gebüh-
renerhebung für Bewilligungen und Verrichtungen durch die kantonalen und kommunalen 
Amtsstellen, wie sie im schweizerischen und kantonalen Zivilrecht vorgesehen sind, regelt (§ 1 
der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht [GebV] vom 8. Januar 1991). Die Gebühr ist 
das Entgelt für einen Geschäftsakt und alle damit notwendig zusammenhängenden Tätigkeiten 
wie Abklärungen, Beratungen, Verhandlungen, Ausfertigung des Aktes sowie die notwendigen 
Mitteilungen (§ 2 Abs. 1 GebV). Die festen Gebührensätze dieser Verordnung sind nach dem 
Prinzip der Vollkostendeckung und nach zeitlicher Gewichtung für die einzelnen Dienstleistun-
gen festgelegt (§ 2a Abs. 1 GebV). Gemäss § 6 Abs. 2bis GebV werden Gebühren und Ausla-
gen, die in kindesschutzrechtlichen Verfahren betreffend Minderjährige anfallen, beiden Eltern 
je zur Hälfte auferlegt. In besonderen Fällen kann eine andere Kostenaufteilung verfügt werden. 
 
5.4 Gemäss § 17 lit. b Ziff. 6 GebV beträgt die Gebühr für Erziehungsbeistandschaften inkl. 
Ernennung der Beiständin bzw. des Beistandes (Art. 308 ZGB) zwischen Fr. 650.-- und 
Fr. 2'950.--. Die Aufhebung und die Abänderung von Massnahmen und Anordnungen sind in 
gleicher Weise gebührenpflichtig wie deren Anordnung (§ 17 lit. b Ziff. 25 Satz 2 GebV). Bewegt 

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sich eine Gebühr innerhalb des Gebührenrahmens und liegen keine besonderen Umstände vor, 
ist eine gewisse Schematisierung und Pauschalisierung bei der Bemessung der Gebühr zuläs-
sig und wird der Behörde ein grosser Ermessensspielraum zugestanden. Diese muss in einem 
solchen Fall die Höhe der auferlegten Gebühr nicht im Detail begründen, da sich deren Ange-
messenheit – und damit als Richtschnur in erster Linie der Verfahrensaufwand – aufgrund der 
Akten grundsätzlich genügend genau nachvollziehen lässt. Ein detailliertes Zeitblatt über den 
Aufwand für die jeweiligen Posten, wie dies der Beschwerdeführer fordert, ist nicht notwendi-
gerweise vorzulegen (vgl. KGE VV vom 23. September 2015 [810 15 50] E. 5.6; KASPAR PLÜSS, 
in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl., 
Zürich 2014, N 24 ff. zu § 13 VRG). 
 
5.5 Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, die KESB habe zu viele Stunden in Rechnung 
gestellt und die Arbeitszeitrapporte seien nicht kontrollierbar, bleibt unklar, auf welche Abrech-
nungen er konkret Bezug nimmt. In zwei weiteren Verfahren vor Kantonsgericht (810 19 32 und 
810 20 81) hat der Beschwerdeführer Aufwandsrapporte der KESB für frühere Zeiträume mit 
dem gleichen Wortlaut gerügt, weshalb davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer sich 
hierauf bezieht. Die besagten Aufwände sind für die vorliegend zu entscheidende Kostenfrage 
bezüglich der Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft allerdings ohne Relevanz, weshalb die 
diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers am Beschwerdegegenstand vorbeigehen. 
 
5.6 Mit einer Höhe von Fr. 341.25 (exkl. Auslagen) liegt die von der Vorinstanz im vorlie-
genden Fall erhobene Gebühr unter der gesetzlich vorgesehenen Mindestgebühr von Fr. 650.--. 
Nach dem oben Ausgeführten wäre die Vorinstanz verpflichtet gewesen, ihr Abweichen vom 
anwendbaren Gebührenrahmen zu begründen. Ihr Verweis auf den Aufwand ist wohl so zu ver-
stehen, dass sie die Gebühr nach dem tatsächlichen Aufwand bemessen hat, der offenbar ge-
ring ausgefallen ist. In einem solchen Fall wäre die Gebühr im erwähnten System der schemati-
sierten Erhebung innerhalb des Gebührenrahmens am untersten Rand anzusetzen und dem-
entsprechend vorliegend die Minimalgebühr von Fr. 650.-- zu erheben gewesen, die für derarti-
ge Fälle gedacht ist. Eine anschliessende Reduktion der Gebühr ist zwar namentlich zulässig, 
wenn sie in einem offensichtlichen Missverhältnis zum getätigten Aufwand steht (§ 17a Abs. 2 
GebV). Ein teilweiser Gebührenverzicht unterliegt allerdings der (minimalen) Begründungs-
pflicht, zumal im vorliegenden Fall nicht geradezu ins Auge sticht, dass die Erhebung der Mini-
malgebühr zu einem solchen eklatanten Missverhältnis geführt hätte. Auch sind keine Anhalts-
punkte ersichtlich, nach welchen vorliegend aus einem anderen Grund ermessens- und aus-
nahmsweise teilweise auf die Gebührenerhebung zu verzichten gewesen wäre. Insoweit ist 
dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass der Kostenentscheid der Vorinstanz ein 
Transparenzdefizit aufweist. Allerdings profitiert der Beschwerdeführer von diesem Makel, in-
dem er weniger bezahlen muss, als in der Gebührenverordnung dafür eigentlich vorgesehen 
wäre. Er hat kein Rechtsschutzinteresse daran zu erfahren, weshalb die Gebühr so ungewöhn-
lich tief ausgefallen ist, oder gar an einer Korrektur nach oben auf das vom Gebührentarif vor-
gesehene Mindestmass. Eine gerichtliche Korrektur zu seinen Ungunsten fällt schon aus pro-
zessualen Gründen ausser Betracht (vgl. § 18 Abs. 1 VPO). Im Ergebnis ist die im Kostenpunkt 
erhobene Beschwerde somit unbegründet. 
 

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6. Entsprechend den obigen Ausführungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass die 
KESB gesetzlich verpflichtet und auch befugt war, die Beiständin zur Erstattung ihres Schluss-
berichtes aufzufordern; gleichfalls ist die Kostenverlegung nicht zu beanstanden. Die Be-
schwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 1'400.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber