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**Case Identifier:** c3be69e9-2ac7-58b4-94c6-073ea766a877
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.08.2014 200 2014 566
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-566_2014-08-06.pdf

## Full Text

200 14 566 KV
MAW/JAP/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 6. August 2014

Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

KPT Krankenkasse AG
Recht, Postfach 8624, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Mai 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2014, KV/14/566, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1977 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) ist bei der KPT Krankenkasse AG (fortan KPT bzw. Beschwerdegegne-
rin) obligatorisch krankenpflegeversichert (vgl. Akten der KPT, Antwortbei-
lage [AB] 1). Wegen einer Tumorerkrankung der linken Ohrspeicheldrüse 
unterzog sie sich im August 2011 einem operativen Eingriff mit anschlies-
sender Radiotherapie (vgl. AB 6).

Mit Zahnschadenformular vom 19. Dezember 2012 (AB 3) ersuchte der 
behandelnde Zahnarzt für die Versicherte bei der KPT um Kostengutspra-
che für Zahnbehandlungen, wobei er Diagnosen vermerkte, die er auf die 
Bestrahlung im Jahr 2011 zurückführte. Nachdem die KPT Erkundigungen 
und Unterlagen beim behandelnden Zahnarzt eingeholt hatte, wies sie das 
Kostengutsprachegesuch ihm gegenüber am 8. Februar 2013 formlos ab 
(vgl. AB 5). Die Versicherte erklärte sich hiermit nicht einverstanden und 
reichte weitere Unterlagen ein (vgl. AB 6), worauf die KPT gestützt auf eine 
vertrauenszahnärztliche Beurteilung am 14. Mai 2013 an ihrer Ablehnung 
festhielt (vgl. AB 7). Nach einer weiteren Intervention der Versicherten (vgl. 
AB 8) erliess die KPT am 28. Mai 2012 eine Verfügung (AB 9), worin sie 
die Kostenübernahme der geplanten Behandlung der Zähne 45 (Wurzelbe-
handlung und Schraubenaufbau), 15, 26 und 27 (Kompositfüllungen) sowie 
die Zahnreinigung beim behandelnden Zahnarzt ablehnte.

B.

Eine hiergegen seitens der Versicherten am 24. Juni 2013 erhobene Ein-
sprache (AB 10) wies die KPT mit Entscheid vom 13. Mai 2014 (AB 11) ab 
und verneinte zusätzlich die Kostenvergütung für sämtliche künftigen im 
Kausalzusammenhang mit der Tumorerkrankung stehenden Zahnbehand-
lungskosten.

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C.

Mit Eingabe vom 11. Juni 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch Für-
sprecher B.________, Beschwerde und beantragte, der angefochtene Ein-
spracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 
zu verpflichten, aufgelaufene und künftige mit der Tumorerkrankung in Zu-
sammenhang stehende Zahnbehandlungskosten zu übernehmen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 15. Juli 2014 legte die Beschwerdeführerin einen weiteren medizini-
schen Bericht vom 26. Juni 2014 (Akten der Beschwerdeführerin, Be-
schwerdebeilage [BB] 7) ins Recht. Aufforderungsgemäss reichte ihr 
Rechtsvertreter zudem am 4. August 2014 seine Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Mai 
2014 (AB 11). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Übernahme der 
Zahnbehandlungskosten gemäss Zahnschadenformular bzw. Kostenschät-
zung vom 19. Dezember 2012 (AB 3). Die Beschwerdegegnerin verneinte 
zusätzlich die Kostenpflicht für «alle künftigen im Kausalzusammenhang 
mit der Tumorerkrankung stehenden Zahnbehandlungskosten» (vgl. AB 11 
[Entscheiddispositiv]; Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. II Ziff. 7) und beschwer-
deweise wird dementsprechend auch die Übernahme von künftigen mit der 
Tumorerkrankung in Zusammenhang stehenden Zahnbehandlungskosten 
verlangt. Diese zukünftigen Aufwendungen beziehen sich offenbar auf die 
in der Kostenschätzung erwähnten zusätzlichen Fr. 380.-- für die halbjährli-
chen dentalhygienischen Behandlungen. Anderweitige rein hypothetische 
und noch nicht näher konkretisierte Leistungen stehen gar nicht in Frage 
und liessen sich im heutigen Zeitpunkt kaum prospektiv beurteilen, zumal 
das angerufene Sozialversicherungsgericht die Sachverhaltsentwicklung 
prinzipiell lediglich bis zum angefochtenen Entscheid berücksichtigt (vgl. 
BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Hierüber liesse sich momentan kein Gestal-
tungsurteil erwirken und es bestünde kaum ein schutzwürdiges Interesse 
an der Feststellung der Leistungspflicht eines bloss möglichen künftigen 
Zahnschadens. Der Beschwerdeführerin bleibt es unbenommen, die Be-
schwerdegegnerin dereinst um die Übernahme gegebenenfalls anfallender 
weiterer Zahnbehandlungskosten zu ersuchen und auf diese Weise nöti-
genfalls den Erlass einer anfechtbaren Verfügung herbeizuführen.

1.3 Gemäss approximativer Kostenschätzung betragen die Kosten 
Fr. 1‘957.75, wobei zusätzliche alle sechs Monate dentalhygienische Be-
handlungen im Umfang von zirka Fr. 380.-- hinzutreten sollen (vgl. AB 3). 
Selbst unter Berücksichtigung dieser zusätzlichen dentalhygienischen Be-
handlungen mit ungewisser Dauer liegt der Streitwert jedenfalls unter 
Fr. 20'000.-- (vgl. Art. 57 Abs. 1 GSOG i.V.m. Art. 92 Abs. 2 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]), 
weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2. Die Leistungen, deren Kosten von der obligatorischen Krankenpfle-
geversicherung bei Krankheit zu übernehmen sind, werden in Art. 25 des 
Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 18. März 1994 (KVG; 
SR 832.10) in allgemeiner Weise umschrieben. Im Vordergrund stehen die 
Leistungen der Ärzte und Ärztinnen, dann aber auch der Chiropraktoren 
und Chiropraktorinnen sowie der Personen, die im Auftrag von Ärzten und 
Ärztinnen Leistungen erbringen (BGE 129 V 80 E. 1.1 S. 82, 128 V 135 
E. 2a S. 136, 127 V 328 E. 2 S. 330).

2.1 Die Leistungen der Zahnärzte und Zahnärztinnen sind in Art. 25 
KVG nicht aufgeführt. Die Kosten dieser Leistungen sollen im Krankheits-
falle der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nur in eingeschränk-
tem Masse überbunden werden, nämlich wenn die zahnärztliche Behand-
lung durch eine schwere, nicht vermeidbare Erkrankung des Kausystems 
(Art. 31 Abs. 1 lit. a KVG) oder durch eine schwere Allgemeinerkrankung 
oder ihre Folgen bedingt (Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG) oder zur Behandlung 
einer schweren Allgemeinerkrankung oder ihrer Folgen notwendig ist 
(Art. 31 Abs. 1 lit. c KVG).

2.2 Gestützt auf Art. 33 Abs. 2 und 5 KVG i.V.m. Art. 33 lit. d der Ver-
ordnung über die Krankenversicherung vom 27. Juni 1995 (KVV; 
SR 832.102) hat das Departement des Innern in der Verordnung über Leis-
tungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vom 29. Septem-
ber 1995 (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV; SR 832.112.31) diese 
zahnärztlichen Behandlungen in den Art. 17 bis 19a aufgelistet. In Art. 17 
KLV werden die schweren, nicht vermeidbaren Erkrankungen des Kausys-
tems aufgezählt, bei denen daraus resultierende zahnärztliche Behandlun-
gen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu übernehmen 
sind. In Art. 18 KLV werden die schweren Allgemeinerkrankungen und ihre 
Folgen aufgelistet, die zu zahnärztlicher Behandlung führen können und 
deren Kosten von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu tragen 

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sind. Hier müssen die Allgemeinerkrankungen oder ihre Folgen schwer 
sein, nicht hingegen die dadurch bedingte Erkrankung des Kausystems 
(BGE 127 V 339 E. 2b S. 341). In Art. 19 KLV werden die schweren Allge-
meinerkrankungen aufgezählt, bei denen die zahnärztliche Massnahme 
notwendiger Bestandteil der Behandlung darstellt. Art. 19a KLV schliesslich 
beschlägt die Pflichtleistungen des Krankenversicherers, die durch ein Ge-
burtsgebrechen bedingt sind (vgl. zum Ganzen: GEBHARD EUGSTER, Bun-
desgesetz über die Krankenversicherung, 2010, S. 183 ff.).

2.3 Des Weiteren sind rechtsprechungsgemäss immer die 
Anforderungen an die zumutbare Schadenminderungspflicht zu beachten. 
So erkannte das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: 
Bundesgericht) in BGE 128 V 59, dass Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG i.V.m. Art. 
18 KLV nur bei nicht vermeidbaren Erkrankungen des Kausystems 
Pflichtleistungen der obligatorischen Krankenversicherung auslöst. Dabei 
muss nicht die schwere Allgemeinerkrankung, sondern die 
Kausystemerkrankung unvermeidbar gewesen sein. Vorausgesetzt wird 
eine objektive Unvermeidbarkeit. Dies verlangt eine nach dem jeweiligen 
Wissensstand der Zahnheilkunde genügende Mundhygiene. Massgebend 
ist, ob beispielsweise Karies hätte vermieden werden können, wenn die 
Mundhygiene genügend gewesen wäre, ohne Rücksicht darauf, ob die 
versäumte Prophylaxe im Einzelfall als subjektiv entschuldbar zu 
betrachten ist (BGE 128 V 62 f. E. 4a). In diesem Fall, der eine an 
Xerostomie infolge einer Speicheldrüsenerkrankung leidende 
Beschwerdeführerin betraf, erwog das EVG, es könne nicht entscheidend 
sein, ob diese eine weniger gute Mundhygiene gehabt habe, als vom 
Krankenversicherer als nötig und zumutbar erachtet werde, sondern 
vielmehr, ob die Zahnbehandlungen bei der Speicheldrüsenerkrankung und 
der dadurch verursachten Mundtrockenheit mit erhöhter Kariesanfälligkeit 
durch eine genügende und zumutbare Mundhygiene hätten vermieden 
werden können. Ersteres würde auf eine Sanktionierung der 
Beschwerdeführerin hinauslaufen, indem sie wegen ungenügender 
Mundhygiene der Pflichtleistung selbst dann verlustig ginge, wenn die 
Zahnschäden trotz optimaler, d.h. genügender und zumutbarer 
Mundhygiene nicht vermeidbar wären. Eine versicherte Person, die 
aufgrund ihrer Konstitution, durchgemachten Krankheiten oder 

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durchgeführten Zahnbehandlungen eine erhöhte Anfälligkeit für 
Zahnerkrankungen habe, könne es nicht mit der allgemein üblichen 
Mundhygiene bewenden lassen. Die Mundhygiene müsse aber in jedem 
Fall sowohl in der täglichen Durchführung wie auch hinsichtlich des 
periodischen Ganges zum Zahnarzt und der Dentalhygiene in vernünftigem 
und zumutbarem Rahmen bleiben (BGE 128 V 65 E. 6c und d).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Zusammenhang mit einer fakturierten Behandlung vom 7. bis 
9. September 2011 wurde seitens des Spitals C.________ gegenüber der 
Beschwerdegegnerin als Diagnose ein Parotistumor (Ohrspeicheldrüsen-
tumor [vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 263. Aufl. 2011, 
S. 1556]) und als Indikation eine Zahnsanierung sowie eine Strahlen-
schutzschiene für die Radiotherapie im Sinne von Art. 19 lit. c KLV ange-
geben (vgl. AB 6). Das am 7. September 2011 angefertigte Orthopantomo-
gramm (OPT) zeigte einen sanierten Zahnstatus sowie eine regelrecht 
belüftete Kieferhöhle und ergab keinen Hinweis auf eine Periodontitis bzw. 
keinen sicheren Hinweis auf eine ossäre Läsion (vgl. BB 3).

3.1.2 Im Bericht vom 18. September 2012 (vgl. AB 6) über die Tumor-
sprechstunde im Spital C.________ vom 13. September 2012 wurde als 
Diagnose ein im August 2011 erstdiagnostizierter Parotistumor links mit 
Anteil eines Azinuszell-Karzinoms erwähnt (initiale Tumorklassifikation: 
mindestens pT1 cN0 Vx Lx Pnx R1-R2 [vgl. zur TNM-Tumorklassifikation: 
PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 2074; WITTEKIND/MEYER, TNM Klassifikation ma-
ligner Tumoren, 7. Aufl. 2010]). Zudem wurde ausgeführt, dass am 10. Au-
gust 2011 eine laterale Parotidektomie durchgeführt worden sei und die 
Pathologie (Exzisat Parotis links) Restinfiltrate ohne «high grade»-Anteile 
von etwa einem Millimeter Ausdehnung des vordiagnostizierten Azinuszell-
Karzinoms bzw. ein intraparotidealer Lymphknoten ohne Karzinom-Infiltrate 
ergeben habe. Vom 27. September bis 15. November 2011 habe sich die 
Beschwerdeführerin einer adjuvanten Radiotherapie mit Einzeldosen von 

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2 Gray bis zu einer Gesamtdosis von 72 Gray unterzogen. Als klinischer 
Befund wurde unter anderem festgestellt, dass beim Massieren der Parotis 
rechts Speichel austrete, links dagegen kein Speichel sichtbar sei. 

3.1.3 Der behandelnde Zahnarzt, dipl. med. dent. D.________, diagnosti-
zierte gestützt auf eine Befundaufnahme vom 22. November 2012 im 
Zahnschadenformular gegenüber der Beschwerdegegnerin eine Xerosto-
mie sowie eine erhöhte Kariesanfälligkeit aufgrund der Bestrahlung im Jahr 
2011 im Sinne von Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV. Seine Kostenschätzung vom 
19. Dezember 2012 (AB 3) für eine konservierende Behandlung sowie 
Dentalhygiene bezog sich auf die Zähne 15, 26, 27 (insbesondere Kompo-
sit-Füllungen) und 45 (insbesondere Wurzelbehandlung, Stiftaufbau [vgl. 
zum Gebissschema nach FDI: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 726 f.]). Am 
28. Januar 2013 überprüfte er die Speichelfliessrate, wobei sich ohne Sti-
mulation ein Wert von eineinhalb bis zwei Milliliter pro fünf Minuten und mit 
Stimulation ein solcher von zweieinhalb bis drei Milliliter pro fünf Minuten 
ergab (vgl. AB 4).

3.1.4 Der Vertrauenszahnarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. dent. 
E.________, kam in seiner Aktenbeurteilung vom 26. April 2013 (vgl. AB 7) 
zum Schluss, dass die Speichelfliessratenmessung eine genügende Spei-
chelmenge ergeben habe, was auch zu erwarten sei, da noch immer eine 
Parotis normal funktioniere und auch die sublingualen Drüsen nicht betrof-
fen seien. Die Beschwerdeführerin habe eine Fluoridierungsschiene, die sie 
offenbar nicht trage. Bei genügender Hygiene und Fluoridierung sei in die-
sem Fall die Karies vermeidbar.

3.1.5 Dipl. med. dent. D.________ erklärte in seiner Stellungnahme vom 
10. Juni 2014 (BB 4) gegenüber der Beschwerdeführerin hauptsächlich, 
dass die Beschwerdeführerin bei ihm bzw. seinem Vorgänger regelmässig 
zur Kontrolle und Zahnreinigung erschienen sei und zwischen Januar 2007 
und Februar 2010 die Zähne 17, 16 und 27 erweitert versiegelt sowie der 
insuffiziente Schraubenaufbau am Zahn 36 entfernt und mit einem Stiftauf-
bau bzw. einer Verblend-Metall-Keramikkrone versorgt worden seien. Be-
dingt durch die Tumorbehandlung, während der die Beschwerdeführerin 
nach eigenen Angaben weiterhin zahnärztlich und dentalhygienisch durch 
das Spital C.________ betreut worden sei, habe sie ihn erst am 29. August 

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2012 wieder konsultiert. Eine Röntgenuntersuchung im November 2012 
habe an den Zähnen 15, 26 sowie 27 Karies bzw. am Zahn 45 einen Zu-
stand nach Beginn Endotoxine (profunde Karies) gezeigt. Aufgrund der – 
im Gegensatz zu den Vorjahren – augenscheinlich deutlich erhöhten 
Kariesanfälligkeit habe er die Verkürzung der Kontrolltermine auf sechs 
Monate, die konsequente Anwendung der Hygieneempfehlungen der Den-
talhygienikerin sowie die Verwendung hochfluoridhaltiger Zahnpaste bzw. 
salivationsfördernder Spülungen empfohlen. Zum Thema Fluoridierungs-
schiene habe er sich gegenüber der Beschwerdegegnerin lediglich dahin-
gehend geäussert, dass er nicht wisse, ob die Beschwerdeführerin eine 
solche besitze, weil er keinen Bericht des Spitals C.________ erhalten ha-
be. Die bereinigten Werte der getesteten Speichelfliessrate lägen deutlich 
an der Grenze zwischen Hyposalvation und Xerostomie.

3.1.6 Im Bericht des Spitals C.________ vom 26. Juni 2014 (BB 7) erklär-
te Dr. med. F.________, während der Strahlentherapie seien Strahlen-
schutzschienen getragen und tägliche Fluoridierungen durchgeführt wor-
den. Im Rahmen der Strahlentherapie sei es zu einer Belastung der Kiefer 
und Zähne links bis zu einer Dosis von 36 Gray gekommen. In der Nach-
kontrolle habe sich eine Xerostomie Grad I als weiterer Risikofaktor für 
Strahlenkaries gezeigt. Ein Zusammenhang zwischen der durchgeführten 
Strahlentherapie und der jetzt notwendigen Zahnsanierung sei sehr wahr-
scheinlich.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Mai 2014 (AB 11) 
basiert in medizinischer Hinsicht auf der Aktenbeurteilung des Vertrauens-
zahnarztes vom 26. April 2014 (AB 7). Dr. med. dent. E.________ ging 
davon aus, dass die Beschwerdeführerin «offenbar» keine Fluoridierungs-
schiene trug und erklärte, dass bei genügender Hygiene und Fluoridierung 
die Karies vermeidbar gewesen wäre. Die Annahme bezüglich der Fluori-
dierungsschiene stützte sich auf eine Telefonnotiz der Beschwerdegegne-
rin vom 24. Januar 2013 (AB 4), wonach dipl. med. dent. D.________ am 
23. Januar 2013 angegeben habe, dass seine Patientin keine Fluoridie-
rungsschiene trage. Die entsprechende Aktennotiz betrifft indes nicht bloss 
ein Indiz oder eine Hilfstatsache, sondern ist im vorliegenden Kontext zen-
tral für die (sowohl im sachlichen Anwendungsbereich von Art. 17 als auch 
Art. 18 KLV [vgl. E. 2.2 f. hievor] massgebende) Frage der Unvermeidbar-
keit der Erkrankung des Kausystems. Diese Auskunft zu einem wesentli-
chen Punkt des rechtserheblichen Sachverhalts hätte deshalb prinzipiell in 
Form einer schriftlichen Anfrage eingeholt oder mündlich erfragt und proto-
kolliert werden müssen (vgl. BGE 119 V 208 E. 4b S. 213, 117 V 282 E. 4c 
S. 284). Die Aktennotiz stellt somit kein taugliches Beweismittel dar, zumal 
nebst dem Nichtbeachten der formellen Anforderungen seitens des behan-
delnden Zahnarztes bestritten wird, diese Aussage inhaltlich so getätigt zu 
haben (vgl. BB 4). Überdies wurde die Aktennotiz der Beschwerdeführerin 

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nie zur Kenntnis gebracht und auch nicht in der Verfügung vom 28. Mai 
2012 (AB 9), sondern erstmals im Einspracheentscheid vom 13. Mai 2014 
(AB 11) zur Begründung der Leistungsablehnung verwendet. Darauf bestritt 
die Beschwerdeführerin sofort, die Fluoridierungsschiene nicht getragen zu 
haben (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 5). Entgegen der in der Beschwer-
deantwort (S. 4 Ziff. II Ziff. 6, Lemma 1) geäusserten Auffassung käme der 
Aussage des behandelnden Zahnarztes selbst dann keine erhöhte Beweis-
kraft zu, wenn er den Wortlaut der Aktennotiz nicht bestritten hätte. Eine 
Fluoridierungsschiene wird nicht ununterbrochen getragen (vgl. ANDREI 
M. KIELBASSA, Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich, Implikationen für 
Zahnärzte, HNO-Ärzte und Radiotherapeuten, 2004, Ziff. 7.4 S. 83 f.) und 
dipl. med. dent. D.________ konnte die Beschwerdeführerin in der fragli-
chen Zeit nicht dauernd «beaufsichtigen», so dass er ohnehin keine ver-
lässliche Auskunft darüber hätte geben können, ob die Fluoridierungs-
schiene getragen wurde oder nicht. 

3.4 Weil die Beurteilung von Dr. med. dent. E.________ vom 26. April 
2013 (AB 7) sich nach dem Dargelegten auf eine bestrittene bzw. unbewie-
sene Annahme stützte, erfüllt sie die beweisrechtlichen Anforderungen 
nicht (vgl. E. 3.2 hievor). Bei dieser Ausgangslage ist über die von der Be-
schwerdeführerin getätigte Zahnhygiene bzw. Kariesprophylaxe Beweis zu 
führen (die «Übersicht Zahnarztbesuche» [vgl. AB 10] hat diesbezüglich 
nur eine beschränkte Aussagekraft) und anschliessend das Ergebnis einem 
bisher nicht mit der Streitsache befassten Experten zur Beurteilung zu un-
terbreiten. Dieser wird sich insbesondere auch dazu zu äussern haben, ob 
der gemäss dem Speichelflussraten-Test (vgl. AB 4) im Vergleich zu den 
Referenzwerten (vgl. <http://de.wikipedia.org/wiki/Speicheltest>) zweifellos 
verminderte Speichelfluss bzw. die Bestrahlung des Parotistumors zu nicht 
vermeidbaren Kariesschäden in fast allen Quadranten des Gebisses führte 
(vgl. ADAMIETZ/KNECHT/LAUBERT/SCHILCHER, Maligne Rezidive im Kopf-
Hals-Bereich, 2003, S. 189). Diesbezüglich kann mit Blick auf den massge-
benden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 138 
V 218 E. 6 S. 221) nicht auf den Bericht des Spitals C.________ vom 
26. Juni 2014 (BB 7) abgestellt werden. Ob ausschlaggebend ist, ob dia-
gnostisch von einer Xerostomie oder einer Oligosialie auszugehen ist (vgl. 
AB 11 S. 5 E. 15 f. bzw. die für das Sozialversicherungsgericht unverbindli-

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chen [BGE 124 V 351 E. 2e S. 354] Empfehlungen im von der Schweiz. 
Zahnärzte-Gesellschaft SSO herausgegebenen Atlas der Erkrankungen mit 
Auswirkungen auf das Kausystem, 3. Aufl. 2008, S. 92), wird von der sach-
verständigen Person zu beantworten sein. Erst nach Vorliegen des ent-
sprechenden Beweisergebnisses wird der Leistungsanspruch (unter dem 
Titel einer Erkrankung des Kausystems im Sinne von Art. 17 lit. c Ziff. 2 
KLV oder einer Allgemeinerkrankung nach Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV [vgl. 
z.B. Entscheid des EVG vom 14. Dezember 2001, K 104/99; Entscheid des 
Bundesgerichts vom 27. August 2012, 9C_956/2011, BGE 128 V 59]) ma-
teriell beurteilt werden können. 

Die Beschwerde vom 11. Juni 2014 erweist sich folglich insoweit als be-
gründet, als die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, 
damit sie die entsprechenden Sachverhaltserhebungen trifft und danach 
erneut über den strittigen Leistungsanspruch befindet.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 
lit. g ATSG). 

In der Kostennote vom 4. August 2014 hat Fürsprecher B.________ ein 
Honorar von Fr. 2‘125.-- sowie Auslagen von Fr. 43.20 und die 
Mehrwertsteuer von Fr. 173.45 geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht 
zu beanstanden. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf 
Fr. 2‘341.65 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2014, KV/14/566, Seite 13

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2014, KV/14/566, Seite 14

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 13. Mai 2014 aufgehoben und die Sache an die Beschwer-
degegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Abklärun-
gen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘341.65 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt einge-

reichten Akten)
- KPT Krankenkasse AG (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Gesundheit

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.