# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d55862c5-93c1-558b-abc6-c3f06bd8173b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2008 B-4492/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4492-2008_2008-11-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4492/2008/f lr/ lua/san
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Ronald Flury (Vorsitz), 
Richter Francesco Brentani, Richter Jean-Luc Baechler, 
Gerichtsschreiber Kaspar Luginbühl.

W._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Landwirtschaft und Wald (lawa),

Vorinstanz.

Rückforderung Direktzahlungen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4492/2008

Sachverhalt:

A.
W._______ (Beschwerdeführer) ist Landwirt und pflanzt u.a. auf 5,4 ha 
Winterweizen  an.  Diese  Kulturen  haben  am  25. Juni  2006 
Hagelschäden erlitten. Da das Getreide beim Dreschen offenbar be-
reits keimte, verzichtete der Beschwerdeführer in der Folge auf die An-
saat  einer  Folge-  bzw. Winterkultur. Im Frühling 2007 mulchte er  die 
betroffene  Anbaufläche  und säte  darauf  Mais  an. Am 14. November 
2007 fand auf dem Betrieb des Beschwerdeführers die ÖLN-Kontrolle 
statt,  worauf  der  Kontrolleur  bei  der  Dienststelle  Landwirtschaft  und 
Wald (lawa, Vorinstanz) eine Beitragskürzung aufgrund des nicht  er-
folgten Anbaus einer Folgekultur beantragte. Die Vorinstanz kürzte dar-
aufhin mit Verfügung vom 14. Januar 2008 die Direktzahlungen an den 
Beschwerdeführer um Fr. 6'210.– (=5,4 x Fr. 1'150.–). Zur Begründung 
brachte sie vor, der Beschwerdeführer habe die Bedingungen und Auf-
lagen im Bereich Bodenschutz auf  der  erwähnten Anbaufläche nicht 
vollständig erfüllt.

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
7. Februar 2008 Einsprache bei der Vorinstanz. Er beantragte sinnge-
mäss, von den Beitragskürzungen abzusehen. Zur Begründung brach-
te er vor, dass der Bodenschutz jederzeit und flächendeckend gewähr-
leistet gewesen sei. Indem er keine Folgekultur angesät habe, habe er 
überdies  eine unnötige  Luftbelastung verhindert.  Die  Vorinstanz  ver-
langte daraufhin von der Kontrollorganisation Qualinova AG einen Mit-
bericht  in  der  Sache,  welcher  mit  Eingabe  vom 24. April  2008  zum 
Schluss kam, an der Beitragskürzung sei festzuhalten.

Mit Einspracheentscheid vom 4. Juni 2008 hielt die Vorinstanz die Kür-
zung der Direktzahlungen um Fr. 6'210.– aufrecht. Sie begründete ih-
ren Entscheid damit,  dass gemäss Ziff. 5.1 Bst. a  und b der  techni-
schen  Weisungen  zum  ÖLN im  Anhang  zur  Verordnung vom 7. De-
zember  1998  über  die  Direktzahlungen  an  die  Landwirtschaft  (DZV, 
SR 910.13) für die Bodenbedeckung auf Betrieben mit mehr als 3 ha 
Ackerfläche entweder eine Winterkultur, Zwischenfutter oder Gründün-
gung anzupflanzen seien. Ausfallgetreide werde in diesem Zusammen-
hang explizit  nicht als Folgekultur genannt. Ausfallgetreide als Folge-
kultur sei problematisch, weil durch den Auflauf des Getreides Pilzkul-
turen entstehen könnten. Der Beschwerdeführer bestreite nicht, dass 
die  fragliche  Anbaufläche  nicht  korrekt  bewachsen  gewesen  sei.  Er 

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habe demnach mit seiner Vorgehensweise die technischen Weisungen 
zum ÖLN missachtet,  weshalb eine Beitragskürzung schon aufgrund 
der  eingesparten  Bodenbearbeitungs-  und  Saatkosten  angemessen 
sei. Die Beitragskürzung sei im Beitragsjahr 2007 vorgenommen wor-
den, weil die fehlbare Handlung anlässlich der Kontrolle 2007 entdeckt 
worden sei und sich bis im Frühling 2007 ausgewirkt habe. Eine Kür-
zung für die Beitragsjahre 2006 und 2007 habe sich nicht aufgedrängt. 

B.
Gegen diesen Entscheid führt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
4. Juli  2008 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Er bean-
tragt  die Aufhebung der  Beitragskürzung im Umfang von Fr. 6'210.–. 
Zur Begründung bringt er vor, dass der von ihm angeblich begangene 
Fehler nicht im Beitragsjahr 2007 liege. Ihm sei bewusst, dass die Art 
der von ihm gewählten Begrünung ungewöhnlich sei. Jedoch gelte es 
festzuhalten, dass die Bodenbedeckung stets dicht gewesen sei, und 
somit zu keiner Zeit Erosionsgefahr bestanden habe. Selbst wenn er 
die fragliche Fläche vorschriftsgemäss begrünt hätte, hätte er anläss-
lich der (mechanischen) Aussaat zusätzlich den Mulch verwendet. In-
dem er  die  Fläche  lediglich  gemulcht  habe,  habe  eine  Nitrifizierung 
derselben verhindert werden können. In diesem Zusammenhang seien 
die  von  der  Vorinstanz  vorgebrachten  phyto-sanitarischen  Kriterien 
zwecks Bodenschutz nicht relevant. Schliesslich sei eine Kürzung der 
Direktzahlungen in der Höhe von Fr. 1'150.– pro Hektare nicht verhält-
nismässig.  Entsprechendes  Saatgut  hätte  pro  Hektare  lediglich 
Fr. 220.– gekostet.

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 14. Juli 2008 hält die Vorinstanz an ihren 
Ausführungen fest. Sie bringt  neu vor, dass sich der pro Hektare zu 
kürzende  Betrag  um  Fr. 50.–  erhöhen  würde,  wenn  die  Kürzung  im 
Sinn von Art. 171 des  Bundesgesetzes  vom 29. April  1998 über  die 
Landwirtschaft  (LwG,  SR 910.1)  (recte:  Art. 170  LwG)  für  das  Jahr 
2006 vorgenommen würde.

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW führt in seiner Stellungnahme 
vom  3. September  2008  aus,  der  Entscheid  der  Vorinstanz  sei  als 
rechtens zu erachten. Art. 14 DZV halte fest, dass die technischen Re-
geln des ÖLN im Anhang aufgeführt  seien. Das BLW habe bis Ende 
des Jahres 2007 Regeln anerkennen können, welche die Anforderun-
gen des ÖLN oder  mindestens gleichwertige  Anforderungen enthiel-

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ten. Dabei  seien die KIP- und die PIOCH-Richtlinien anerkannt  wor-
den,  welche  neben  Ziff. 5.1  der  technischen  Weisungen  anwendbar 
seien. Diese Richtlinien hielten ausdrücklich fest, dass die Ansaat ei-
ner  Gründüngung  oder  einer  Kunstwiese  verlangt  werde,  wenn  im 
Herbst  keine Winterkultur  angesät  werde. Einzige erlaubte Selbstbe-
grünung  sei  Ausfallraps. Die  PIOCH-Richtlinien  schlössen  Ausfallge-
treide explizit aus. Es liege daher nicht im Ermessen des Beschwerde-
führers, welche Massnahmen er für einen geeigneten Bodenschutz er-
greifen wolle.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der  Einspracheentscheid  der  Vorinstanz  vom 4. Juni  2008 ist  ein  in 
Anwendung  von  Bundesverwaltungsrecht  ergangener  Entscheid  und 
stellt  somit  eine  Verfügung  i.S.v. Art. 5  Abs. 2  des  Bundesgesetzes 
über  das  Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember  1968 (VwVG, SR 
172.021) dar. Als Verfügung einer letzten kantonalen Instanz gemäss 
Art. 33  Bst. i  des  Bundesverwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) und § 143 lit. c, § 148 lit. a und § 149 des Ge-
setzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972 (VRPG, Sys-
tematische Rechtssammlung des Kantons Luzern [SRL] Nr. 40) ist die-
ser  Entscheid  gemäss  Art. 166  Abs. 2  des  Landwirtschaftsgesetzes 
vom 29. April 1998 (LwG, SR 910.1) und im Rahmen der allgemeinen 
Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege beim Bundes-
verwaltungsgericht anfechtbar (Art. 31 ff. und Art. 37 ff. VGG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men, ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwür-
diges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 
Bst. a-c  VwVG).  Die  Beschwerde  erfolgte  rechtzeitig  (Art. 50  VwVG) 
und die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind 
gewahrt (Art. 52 Abs. 1 VwVG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.
Vorliegend ist in materieller Hinsicht zu prüfen, ob der Beschwerdefüh-
rer  eine Fläche von 5,4 ha mit Ausfallweizen anstelle einer  Winterkul-
tur bzw. Zwischenfutter oder einer Gründüngung begrünen durfte und 
ob die darauf gestützten Kürzungen von Direktzahlungen zulässig und 
verhältnismässig sind.

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2.1 Dem  Grundsatz  nach  ist  der  geeignete  Bodenschutz,  worunter 
eine adäquate Ansaat für die Wintermonate fällt,  in Art. 9 DZV gere-
gelt. Konkretisiert werden die Vorgaben von Art. 9 DZV u.a. in Ziff. 5.1 
Bst. a  und  b  des  Anhangs  zur  DZV  (Anhang),  wonach  auf  offenen 
Ackerflächen ab 3 ha, welche vor dem 31. August abgeerntet werden, 
eine Winterkultur, Zwischenfutter oder eine Gründüngung angesät wer-
den muss. 

Es stellt  sich die Frage, ob diese Aufzählung abschliessend ist, oder 
ob allenfalls – wie vom Beschwerdeführer vorgebracht – auch andere 
Arten der Begrünung von Art. 9 DZV i.V.m. Ziff 5.1 Bst. a und b des 
Anhangs gedeckt wären. Der Wortlaut  von Ziff. 5.1 Bst. a und b des 
Anhangs legt nahe, dass die Aufzählung abschliessend ist. Aus dem 
Wortlaut des ersten Satzes von Ziff. 5.1 des Anhangs ergibt sich, dass 
"offene Ackerflächen [...] wie folgt bedeckt" werden "müssen". Danach 
folgen  Bst. a  und  b,  welche  als  zulässige  Bodenbedeckungen  eine 
Winterkultur, Zwischenfutter oder eine Gründüngung bezeichnen. Zu-
sätze wie "oder Ähnliches" bzw. "oder Gleichartiges" lassen sich nicht 
finden. Bei  den Vorgaben von Ziff. 5.1 des Anhangs handelt  es sich 
folglich um einen Imperativ, welcher dem Betroffenen keine weiterge-
hende Wahl belässt.

Dass Ziff. 5.1 des Anhangs nicht anders verstanden werden kann, er-
gibt sich weiter aus den vom BLW zitierten KIP-Richtlinien, welche zur 
Zeit der sachverhaltsrelevanten Unterlassung durch den Beschwerde-
führer auch für den Kanton Luzern Geltung hatten. Deren Ziff. 4.1 gibt 
den Inhalt  von Ziff. 5.1 des Anhangs wieder,  führt  aber  präzisierend 
aus, dass auch eine flächendeckende Selbstbegrünung durch Ausfall-
raps als Zwischenkultur gilt. Ziff. 4.1 der KIP-Richtlinien lässt sich mit-
hin nicht entnehmen, dass nebst den genannten Ansaaten noch weite-
re in Frage kommen. Dass Ziff. 5.1 des Anhangs die erlaubten Ansaa-
ten durchaus abschliessend (und restriktiv) regelt, ergibt sich schliess-
lich in aller Deutlichkeit aus Ziff. 4.1 der PIOCH-Richtlinien. Demnach 
werden  u.a.  Ausfallgetreide  ("repousses  de  céréales")  ausdrücklich 
nicht als Gründüngung zugelassen. Auch wenn die PIOCH-Richtlinien 
auf  den  zu  beurteilenden  Sachverhalt  in  örtlicher  Hinsicht  nicht  an-
wendbar sind, so verdeutlichen sie doch den Wortlaut von Ziff. 5.1 des 
Anhangs. Durch  die  Genehmigung  der  PIOCH-Richtlinien  durch  das 
BLW hat  dieses  deren  Konformität  mit  der  einschlägigen  Gesetzge-
bung bestätigt; Gründe, welche eine gegenteilige Annahme nahelegen, 
bestehen  keine  und  werden  vom  Beschwerdeführer  auch  nicht 

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vorgebracht.

2.2 Unter diesen Umständen können die Vorbringen des Beschwerde-
führers  nicht  gehört  werden.  Die  Vorgaben  in  Ziff. 5.1  des  Anhangs 
sind als gesetzliche Fiktionen zu betrachten. Dies bedeutet, dass der 
Bodenschutz in rechtlicher Hinsicht nur dann als gewährleistet ange-
sehen wird, wenn der Beschwerdeführer die in Ziff. 5.1 des Anhangs 
genannten Kulturen ansät. Ob der Bodenschutz bzw. die phyto-sanita-
rischen Kriterien allenfalls auch durch andere Ansaaten sichergestellt 
werden könnten, ist daher vorliegend nicht zu beurteilen.

3.
Bei den dem Beschwerdeführer gekürzten Beiträgen handelt  es sich 
um  Flächenbeiträge  i.S.v.  Art. 27  Abs. 1  DZV. Für  das  Beitragsjahr 
2007 hatte der Beschwerdeführer demnach Anspruch auf Fr. 1'150.– 
pro  Hektare. Die  Kürzung  von Beiträgen ist  in  Art. 70  DZV geregelt 
und richtet sich nach der Richtlinie der Landwirtschaftsdirektorenkon-
ferenz vom 27. Januar 2005 zur Kürzung der Direktzahlungen (Richtli-
nie). Gemäss Art. 70 Abs. 1 Bst. d DZV hat eine Kürzung dann zu er-
folgen,  wenn der  Beitragsberechtigte die Bedingungen und Auflagen 
der DZV sowie allfällige weitere, die ihm auferlegt wurden, nicht ein-
hält. Aus Ziff. 1.1.5 der Richtlinie ergibt sich, dass 100% der Flächen-
beiträge abzuziehen sind, wenn – wie vorliegend – die Saat fehlt.

Insofern ist die Kürzung durch die Vorinstanz zu Recht erfolgt. Da die 
Richtlinie  unmissverständlich  vorschreibt,  dass  die  Flächenbeiträge 
vollständig zu kürzen sind wenn die Saat fehlt, hat die Vorinstanz kei-
nen Ermessensspielraum bei  der Festlegung der Höhe der Kürzung. 
Unter  diesen  Umständen  kann  denn  auch  das  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers, wonach die ihm auferlegte 100%-ige Kürzung unver-
hältnismässig sei, nicht gehört werden.

4.
Schliesslich  bringt  der  Beschwerdeführer  vor,  die  Kürzung  der  Flä-
chenbeiträge  hätte  für  das  Beitragsjahr  2006  und  nicht  für  das 
Beitragsjahr 2007 vorgenommen werden müssen.

Gemäss Art. 170 Abs. 2 LwG haben Kürzungen mindestens für  jene 
Jahre zu erfolgen, in denen der Beitragsberechtigte die anwendbaren 
Bestimmungen  verletzt  hat.  Vorliegend  hat  der  Beschwerdeführer 
Art. 9 DZV i.V.m. Ziff 5.1 Bst. a und b des Anhangs klarerweise im Jahr 

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2006 verletzt, indem er nach den Hagelschäden im Sommer 2006 die 
entsprechende Ackerfläche nicht  neu begrünt  hat. Insofern hätte die 
Kürzung  in  der  Tat für  das  Beitragsjahr  2006 vorgenommen werden 
müssen. Indem dies nicht geschehen ist, wurden dem Beschwerdefüh-
rer demnach für das Beitragsjahr 2006 unrechtmässig Flächenbeiträge 
für  die  in  Frage  stehenden  5,4 ha  ausgerichtet.  Gemäss  Art. 171 
Abs. 1 und 2 LwG können unrechtmässig bezahlte Beiträge von der 
ausrichtenden Behörde entweder ganz oder teilweise zurückgefordert 
oder verrechnet werden. Die Kürzung (und Nichtauszahlung) der Flä-
chenbeiträge  für  das  Beitragsjahr  2007  kann  demnach  als  Verrech-
nung i.S.v. Art. 171 Abs. 2 LwG angesehen werden und ist nicht zu be-
anstanden.  Die  angefochtene  Verfügung  ist  daher  im  Ausmass  des 
Verrechnungsbetrages zu schützen.

Es stellt  sich hingegen die Frage, ob der ganze zu kürzende Betrag 
verrechnet worden ist. Die Kürzung im Jahr 2006 hätte Fr. 1'200.– pro 
Hektare betragen und wäre somit um Fr. 50.– pro Hektar höher ausge-
fallen.  Die  Differenz  bei  5,4 ha  betrüge  Fr. 270.–,  welche  von  der 
Vorinstanz noch zurückgefordert  werden müssten. Aus Ziff. 1.1.5 der 
Richtlinie  der  Landwirtschaftsdirektorenkonferenz  vom  27.  Januar 
2005  zur  Kürzung  der  Direktzahlungen  ergibt  sich,  dass  Kürzungen 
unter Fr. 200.– nicht eingezogen werden. Inwiefern die Vorinstanz den 
Fr. 200.–  übersteigenden Betrag von Fr. 70.–  nachfordern  will,  bleibt 
im  Rahmen  des  Opportunitätsprinzips  ihrem  Ermessen  anheim  ge-
stellt, müsste jedoch neu verfügt werden.

5.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde aus den genann-
ten Gründen abzuweisen ist.

6.
Aufgrund dieses Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Ver-
fahrenskosten  werden  auf  Fr. 800.–  festgesetzt  und  mit  dem  am 
31. Juli  2008 geleisteten Kostenvorschuss in selber Höhe verrechnet 
(Art. 4  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).  Eine  Parteientschädigung  wird  nicht  zugesprochen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

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1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit  dem geleisteten Kostenvorschuss in selber 
Höhe nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils verrechnet.

3.
Parteientschädigung wird keine ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. xyz; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Landwirtschaft (Einschreiben)
- das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Ronald Flury Kaspar Luginbühl

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 24. November 2008

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