# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19940565-b4e7-5a97-a029-7a6921d49751
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2023 A-3781/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3781-2021_2023-12-04.pdf

## Full Text

,  B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3781/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Alexander Misic (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann,  

Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiberin Anna Wildt. 
 

 
 

Parteien 
 X._______ GmbH,    

vertreten durch  

lic. iur. Louis Fiabane, Rechtsanwalt,  

advokatur am brühl,   

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Fonds für Verkehrssicherheit FVS,    

vertreten durch  

Dr. Andreas Galli,  

Grossenbacher Rechtsanwälte AG,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Abrechnung 2020 und Gesuch 2021. 

 

A-3781/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die X._______ GmbH stellt laut Handelsregistereintrag Dienstleistungen 

im Bereich der Digitalproduktion, Webtechnologien, Marketing, Werbung 

und Kommunikation zur Verfügung und handelt mit Waren und Geräten.  

Ab 2007 leitete sie das «A._______-Präventionsprojekt» mit dem Ziel, Per-

sonen, die Alkohol konsumieren, vom Autofahren abzuhalten und somit Au-

tounfällen vorzubeugen. Sie erhielt dafür Beiträge aus dem Fonds für Ver-

kehrssicherheit (FVS). A._______ wurde als Belohnungsprogramm für 

junge Leute konzipiert, die beim Besuch von Veranstaltungen weniger oder 

keinen Alkohol konsumieren; vor dem Nachhausegehen können sie einen 

Atemtest machen und Punkte erhalten, die sie im Internet verwalten und 

gegen Angebote wie CDs, DVDs, Konzerttickets, Kinokarten, Musik- und 

Filmgutscheine und vieles mehr eintauschen können.  

B.  

B.a Mit Gesuch vom 26. September 2019 begehrte die X._______ GmbH 

Unterstützung für das Projekt vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 

2020.  

B.b Mit Verfügung vom 18. Dezember 2019 bewilligte der FVS die Unter-

stützung für das Projekt [19] im Sinne eines Kostendachs bis maximal 

Fr. 200’000.–.  

B.c Am 3. Januar 2020 ersuchte die X._______ GmbH um Akontozahlung 

von Fr. 160’000.– für das Projekt [19]. Am 6. Januar 2020 wurde der Fi-

nanzdienst FVS zur Auszahlung des gewünschten Betrags angewiesen. 

C.  

Die X._______ GmbH legte dem FVS einen mit September 2020 datierten 

Bericht über den Verlauf des Projekts [19] bis zum 31. August 2020 vor. 

D.  

Mit Eingabe vom 12. Oktober 2020 stellte die X._______ GmbH ein Ge-

such um Unterstützung für das Jahr 2021 (Projekt [20]). Zur Zeitplanung 

führte sie aus, dass das aktuelle Projekt [19] planmässig laufe und bis Ende 

2020 noch mindestens 37 weitere Parkplatzaktionen durchgeführt würden. 

Unter der Rubrik Risikoanalyse führte sie an, das Projekt habe auch 

coronakonform umgesetzt werden können. 

A-3781/2021 

Seite 3 

E.  

Mit E-Mail vom 3. November 2020 empfahl der FVS der X._______ GmbH, 

die Abrechnung für das Jahr 2020 zurückzuziehen und erneut per 15. Ja-

nuar oder per 15. April 2021 vorzulegen. Aufgrund der Pandemie könne 

eine Planung für das Jahr 2020 nicht gelten gelassen werden. Im Weiteren 

fehle eine detaillierte Übersicht über ihre Aktivitäten im Jahr 2020. 

F.  

Mit Verfügung vom 11. Januar 2021 entsprach der FVS dem Gesuch vom 

12. Oktober 2020 (vgl. Sachverhalt Bst. D) und bewilligte für das Projekt 

[20] (Jahr 2021) einen Betrag von maximal Fr. 200’000.–. Als Auflage 

wurde festgehalten:  

«Das Gesuch wird zum letzten Mal genehmigt und ein Beitrag von max. CHF 200’000.– 

bewilligt mit der Auflage der Vorlage einer detaillierten Abrechnung. Eine erneute Ge-

nehmigung des Gesuchs wird von einer positiven Evaluation abhängig gemacht. Dieser 

Betrag ist als Kostendach zu verstehen.» 

G.  

Mit Eingabe vom 20. Februar 2021 stellte die X._______ GmbH ein Ge-

such um Akontozahlung von Fr. 100'000.– für das Projekt [20]. 

H.  

Mit Abrechnung [19] vom 23. Februar 2021 verrechnete die X._______ 

GmbH für den Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2020 Projektkos-

ten in der Höhe von Fr. 185.000.– und legte einen Bericht vor.  

I.  

Mit E-Mail vom 18. März 2021 teilte der FVS der X._______ GmbH mit, 

dass noch nicht alle Fragen zur Abrechnung geklärt seien und eine externe 

Treuhandüberprüfung angeordnet worden sei. Für die ausstehende Akon-

tozahlung für das Jahr 2021 (vgl. Sachverhalt Bst. G) werde die Hälfte des 

gewünschten Betrags ausbezahlt.  

J.  

Mit Zahlungsauftrag vom 9. April 2021 wurde der Finanzdienst des FVS 

angewiesen, den Betrag von Fr. 50'000.– für das Projekt [20] auszuzahlen.   

K.  

Im Bericht vom 21. Mai 2021 zur Treuhandüberprüfung der Abrechnung 

[19] kam die vom FVS beauftragte B._______ AG unter anderem zum Er-

gebnis, dass sowohl die internen als auch die externen Personalkosten – 

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Seite 4 

somit mehr als 90% der Projektkosten – nicht hätten nachgewiesen werden 

können.  

L.  

Mit Verfügung vom 22. Juni 2021 lehnte der FVS gestützt auf den Bericht 

der B._______ AG die Zahlung des ausstehenden Beitrags von 

Fr. 25'000.– für das Projektjahr 2020 ab und forderte die am 22. Januar 

2020 erfolgte Zahlung von Fr. 160'000.– zurück (Dispositivziffer 1).  

In der gleichen Verfügung kam der FVS auf den Entscheid vom 11. Januar 

2021 zurück, mit dem er das Gesuch um Beiträge für das Jahr 2021 bewil-

ligt hatte. Er brach das Projekt ab und forderte die am 27. April 2021 ge-

leistete Akontozahlung in der Höhe von Fr. 50'000.– zurück (Dispositivzif-

fer 2).  

Zur Zahlung der Rückforderungen von Fr. 210'000.– setzte er eine Frist 

von 20 Tagen an (Dispositivziffer 3). 

M.  

Gegen die Verfügung des FVS (nachfolgend: Vorinstanz) erhob die 

X._______ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 

24. August 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung betreffend Abrechnung 2020 und Gesuch 2021 vom 22. Juni 

2021 sei aufzuheben. 

2. Die Abrechnung A._______ Vollbetrieb Januar 2020 bis Dezember 2020 ([19]) 

vom 23. Februar 2021 sei zu genehmigen. 

3. Das Gesuch um Finanzierungsbeiträge A._______ Vollbetrieb von Januar 

2021 bis Dezember 2021 ([20]) vom 12. Oktober 2020 sei zu bewilligen. 

4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.  

N.  

Mit Vernehmlassung vom 28. Dezember 2021 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. 

O.  

In der Replik vom 2. März 2022 bzw. Duplik vom 14. April 2022 hielten die 

Beschwerdeführerin und die Vorinstanz an ihren jeweiligen Anträgen fest. 

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Seite 5 

P.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 7. Juni 2022 hielt die Beschwerdefüh-

rerin an ihrer Beschwerde fest.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 des 

Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 

(VwVG, SR 172.021). Bei der Vorinstanz handelt es sich um eine öffentli-

che Anstalt mit Rechtspersönlichkeit, die von Gesetzes wegen beauftragt 

ist, Massnahmen zur Verhütung von Unfällen im Strassenverkehr zu för-

dern (vgl. Art. 3 f. des Unfallverhütungsbeitragsgesetzes vom 25. Juni 1976 

[UVBG, SR 741.81]). Da Verfügungen des FVS vor Bundesverwaltungsge-

richt anfechtbar sind und keine das Sachgebiet betreffende Ausnahme vor-

liegt, ist das Gericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. Art. 9 

UVBG; Art. 31 ff. und Art. 33 Bst. e des Bundesgesetzes über das Bundes-

verwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).   

Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts ande-

res bestimmt (Art. 37 VGG). 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen 

und ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung sowohl formell als 

auch materiell beschwert, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG) 

Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

Es wendet das Recht von Amtes wegen an und ist an die Begründung der 

Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

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Seite 6 

3.   

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt unter anderem eine Verletzung des recht-

lichen Gehörs, weil sie im Vorverfahren zum Bericht der B._______ AG 

nicht habe Stellung nehmen können. 

Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin habe ihre 

Sicht der Dinge hinreichend einbringen können. Ihr sei bekannt gewesen, 

dass die Abrechnung für das Jahr 2020 einer gründlichen Prüfung unterzo-

gen worden sei. Sie habe am Prüfverfahren mitgewirkt und wiederholt Aus-

künfte über die Personalkosten erteilt. Daraus ergebe sich, dass ihr durch 

die beauftragte B._______ AG hinreichend Gelegenheit gegeben worden 

sei, am Verfahren mitzuwirken. Sie hätte den ihr bekannten Prüfbericht ein-

sehen können. Sie habe es aber versäumt, um Einsicht nachzusuchen. 

Auch wenn sie vor Erlass der angefochtenen Verfügung keine Kenntnis 

vom Prüfbericht erhalten haben sollte, hätte sie den Inhalt und die Konse-

quenzen antizipieren können, nachdem sie die internen sowie die externen 

Personalkosten nicht mit Urkunden belegt habe. 

3.2 Parteien haben im Verwaltungsverfahren und im verwaltungsgerichtli-

chen Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [BV, SR 101] und Art. 29 ff. VwVG). Es dient der Sachaufklärung und 

stellt ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar (vgl. 

BGE 144 I 11 E. 5.3, 140 I 99 E. 3.4). Dazu gehört insbesondere das Recht 

einer betroffenen Partei, sich vor Fällung des Entscheids zur Sache zu äus-

sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 

mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 

wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-

weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-

einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-

recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 

einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 

135 II 286 E. 5.1; 140 I 99 E. 3.4; 144 II 427 E. 3.1). Das Recht auf vorgän-

gige Anhörung (Art. 30 Abs. 1 VwVG) sieht insbesondere vor, dass die Be-

hörde sich beim Erlass ihrer Verfügung nicht auf Tatsachen abstützen darf, 

zu denen sich die von der Verfügung betroffene Partei nicht vorgängig äus-

sern und diesbezüglich Beweis führen konnte (BVGE 2015/10 E. 3.3).  

Die Gewährung des rechtlichen Gehörs beinhaltet sodann, dass die Be-

hörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung 

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Seite 7 

Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksich-

tigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begrün-

den. Dabei kann sie sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte 

beschränken. Hingegen ist nicht erforderlich, dass sich die Begründung mit 

allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne 

Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 137 II 266 E. 3.2; 142 II 49 E. 9.2). 

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine nicht besonders 

schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als 

geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor 

einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die den Sachverhalt und die Rechts-

lage frei überprüfen kann. Sodann ist selbst bei einer schwerwiegenden 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückwei-

sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzöge-

rungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Inte-

resse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 

nicht zu vereinbaren wären (statt vieler: BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 133 I 201 

E. 2.2; 142 II 218 E. 2.8.1). 

3.3 Unbestritten ist, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin das im 

Bericht zur treuhänderischen Überprüfung enthaltene Ergebnis nicht zur 

Kenntnis gebracht hat. Folglich konnte die Beschwerdeführerin auch keine 

Einsicht nehmen und sich nicht dazu äussern. Holt die Vorinstanz fachkun-

dige Auskünfte von Drittpersonen ein (Art. 12 Bst. c VwVG), hat sie der 

betroffenen Partei Gelegenheit einzuräumen, sich zum Abklärungsergeb-

nis zu äussern, bevor sie ihren Entscheid darauf stützt (Art. 30 Abs. 1 

VwVG). Dieser Anforderung wird die Vorinstanz mit ihrem Standpunkt nicht 

gerecht, die B._______ AG habe der Beschwerdeführerin hinreichend Ge-

legenheit gegeben, am Verfahren mitzuwirken, indem sie die Möglichkeit 

erhalten habe, Belege nachzureichen bzw. sich zu fehlenden Belegen zu 

äussern. Da sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung massge-

blich auf das Ergebnis der Treuhandüberprüfung gestützt hat, ohne der Be-

schwerdeführerin Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben, hat sie deren 

Anspruch auf rechtliches Gehör in schwerwiegender Weise verletzt.   

3.4 Hingegen konnte sich die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung 

vom 22. Juni 2021 wirksam zur Wehr setzen. Ihr lagen im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens alle Verfahrensakten vor und die Vorinstanz hat 

sich einlässlich zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin geäussert. Aus 

der Vernehmlassung vom 28. Dezember 2021 geht deutlich hervor, aus 

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Seite 8 

welchen Gründen sie die Abrechnung als fehlerhaft qualifiziert hatte und 

warum sie davon ausging, dass die Beschwerdeführerin ihre Aufgaben 

nicht erfüllt habe (vgl. E. 4.2 hiernach). Zudem urteilt das Bundesverwal-

tungsgericht mit voller Kognition (vgl. E. 2 hiervor).  

3.5 Nach dem Gesagten wiegt der gerügte Verfahrensmangel zwar 

schwer. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ist aber nach der 

Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels ausnahmsweise von ei-

ner Heilung auf Beschwerdeebene auszugehen, da eine Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 

unnötigen Verzögerungen führen würde. Der Gehörsverletzung ist aber bei 

der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen angemessen Rech-

nung zu tragen (vgl. E. 9 hiernach).  

4.  

4.1 In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei kein 

gesetzlich festgelegter Grund ersichtlich, der zur Abweisung der Abrech-

nung [19] hätte führen können. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die 

Bewilligung des Gesuchs seien erfüllt gewesen. Es sei auch kein Grund 

ersichtlich, der zur Abweisung des Gesuchs für die Unterstützung des Pro-

jekts [20] von Januar 2021 bis Dezember 2021 berechtigen würde.  

Das Projekt entspreche dem Sinn und Zweck des Fonds. Die Gewährung 

der Finanzierungsbeiträge sei ohne weiteres gerechtfertigt. Dass sie – wie 

im Prüfbericht behauptet – 90% der Projektkosten nicht nachgewiesen 

habe, sei eine reine Mutmassung. Obwohl derselbe Abrechnungsmodus 

seit 14 Jahren bestehe und es nie Anlass für Bedenken gegeben habe, 

würden plötzlich nicht mehr nachvollziehbare Personalkosten behauptet. 

Es gebe aber keinen Grund zur Annahme, das Projekt würde nicht den 

Schwerpunktthemen und dem Schwerpunktprogramm des Fonds entspre-

chen. 

Sie, die Beschwerdeführerin, habe ein berechtigtes Vertrauen in den Ab-

rechnungsmodus über das Internetportal des FVS aufgebaut (bestehend 

aus einer Liste der Aktionen). Am Anfang habe sie noch deutlich mehr Be-

lege eingereicht als in den letzten vier Jahren. Mit der Zeit habe sich ein 

gegenseitiges Vertrauen entwickelt, so dass die Einreichung von Belegen 

als nicht mehr notwendig erachtet worden sei. Für die Vorinstanz sei es 

sehr einfach gewesen, die Kampagne im Internet mitzuverfolgen, denn dort 

seien sämtliche Bewegungen und Punkteverteilungen ersichtlich gewesen. 

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Seite 9 

Der einzige Unterschied in der Abrechnung der Projektkosten für das Jahr 

2020 habe darin bestanden, dass sie ausführlich erklärt habe, inwiefern die 

Aktionen den Coronamassnahmen hätten angepasst werden müssen, und 

dass die Anpassung mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden ge-

wesen sei. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso das Gesuch und die Abrech-

nung nun auf einmal nicht mehr bewilligt würden. Es genüge nicht, einzig 

für das Jahr 2020 die Abrechnung unbegründet zu hinterfragen und Kritik 

auszuüben. 

Sie habe der Vorinstanz am 23. Februar 2021 den Bericht bzw. das Ab-

rechnungsformular für das Jahr 2020 zugestellt und der besonderen Lage 

mit der Reduktion des Budgets genüge getan (da sie aufgrund der Pande-

mie nur 91 statt der geplanten 100 Aktionen durchgeführt habe). «Trotz der 

Anordnung der Überprüfung (welche die Beschwerdeführerin unter Beach-

tung der neuen Auflage, nämlich die Pflicht einer detaillierten Abrechnung, 

begrüsste), bezahlte die Beschwerdegegnerin den Akontobeitrag in der 

Höhe von Fr. 50'000.–.» Durch den abrupten Abbruch des Projekts sei ihr 

die Möglichkeit genommen worden, der mit Verfügung vom 11. Januar 

2021 neu eröffneten Auflage einer detailliierten Abrechnung überhaupt 

nachzukommen. Es gehe nicht an, gestützt auf eine neue Auflage Verfü-

gungen zu erlassen, die sich retrospektiv auswirkten.    

4.2 Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, sie habe nicht angezweifelt, 

dass die von der Beschwerdeführerin definierten Ziele förderungswürdig 

seien. Es verstehe sich aber von selbst, dass auch im Nachgang der Be-

weis erbracht werden müsse, dass die Mittel dafür rechtmässig verwendet 

worden seien. Bei Nichterfüllung der Aufgaben sei die Auszahlung zu ver-

weigern oder es müssten bereits ausgerichtete Mittel zurückerstattet wer-

den. Die Beschwerdeführerin habe ihre externen und internen Personal-

kosten nicht ausweisen können, trotz der mehrfachen Aufforderung, Be-

lege beizubringen (Arbeitsrapporte, Auszahlungsbelege und Lohnabrech-

nungen). Daran ändere der Umstand nichts, dass es in den vorangegan-

genen Jahren keine Veranlassung gegeben habe, an der Abrechnung der 

Beschwerdeführerin zu zweifeln. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und 

des über weite Strecken nicht existenten Nachtlebens habe es hinsichtlich 

der Unterstützungsbeiträge für die Beschwerdeführerin besonders des 

Nachweises bedurft, weshalb es zu denselben Personalkosten wie in den 

Vorjahren gekommen sei. Ihre Erklärungen, sie habe im Jahr 2020 wäh-

rend sechs Monaten keine Aktionen durchführen können, aber die verpass-

ten Aktionen in den anderen Monaten aufholen können bzw. die notwendi-

gen Anpassungen hätten zu Mehraufwand geführt, woraus die 

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Seite 10 

aufgeführten Personalkosten resultierten, seien nicht ohne weiteres ein-

leuchtend. Deshalb habe sie eine genaue Prüfung der Abrechnung veran-

lasst.  

Die Beschwerdeführerin könne sich auch nicht aufgrund des Abrechnungs-

modus der vergangenen Jahre auf den Vertrauensschutz berufen. Sie 

habe gewusst, dass sie nicht voraussetzungslos Unterstützungsbeiträge, 

sondern vielmehr ein Kostendach erhalte, für das sie die tatsächlichen Aus-

lagen erklären und im Bedarfsfalle auch belegen können müsse. Es be-

stehe ein fundamentales Interesse daran, sicherstellen zu können, dass 

die Verwendung öffentlicher Gelder lückenlos belegt werden könne, um 

Missbrauch zu vermeiden. Gelinge es einem Mittelempfänger nicht, den 

Beleg für die bestimmungsgemässe Verwendung öffentlicher Gelder zu er-

bringen, müssten diese zwingend zurückgefordert werden. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz fördert und koordiniert Massnahmen zur Verhütung von 

Unfällen im Strassenverkehr. Sie verwaltet die aus den Unfallverhütungs-

beiträgen zur Verfügung gestellten Mittel und entscheidet über deren Ver-

wendung (Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 UVBG). Ihre Organe bestehen aus der 

Verwaltungskommission und dem Sekretariat (Art. 5 UVBG). Unter ande-

rem erlässt die Verwaltungskommission ein Organisationsreglement sowie 

ein Reglement über die Verwendung der Unfallverhütungsbeiträge; sie ent-

scheidet über die Verwendung der Mittel im Einzelfall (Art. 6 Abs. 2 Bst. a 

und Bst. d UVBG). 

5.2 Gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVBG hat die Verwaltungskommission das 

Reglement vom 5. Dezember 1989 über die Verwendung der Mittel des 

Fonds für Verkehrssicherheit erlassen (Reglement, SR 741.816), das mit 

Genehmigung durch den Bundesrat vom 18. Juli 1990 in Kraft getreten ist.  

5.2.1 Gesuche um Finanzhilfen aus dem Fonds müssen die Notwendigkeit 

der eingereichten Projekte nachweisen und deren unfallverhütende Wir-

kung begründen. Die Verwaltungskommission bewilligt Gesuche, die 

Schwerpunktthemen/Schwerpunktprogramme berühren, wenn sich diese 

integrieren lassen (Art. 2 Abs. 1 Bst. a). Unvollständige oder unklare Gesu-

che werden zur Ergänzung oder Verdeutlichung an den Gesuchsteller zu-

rückgewiesen (Art. 2 Abs. 3). Gesuchsteller, die regelmässig Anträge stel-

len, müssen ihre Gesuche für das betreffende Jahr jeweils bis zum 

31. März einreichen (Art. 2 Abs. 4).  Die Verwaltungskommission 

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Seite 11 

entscheidet über die Gesuche durch Verfügung (Art. 3). Die Finanzhilfen 

werden dem Gesuchsteller auf begründetes Begehren ausbezahlt; jedoch 

jeweils höchstens 80 Prozent des bewilligten Betrags (Art. 4 Abs. 1). Die 

Restzahlung erfolgt innerhalb von 30 Tagen nach Genehmigung der Ab-

rechnung und des Schlussberichts (Art. 4 Abs. 2). 

5.2.2 Gesuchsteller müssen nach Abschluss der Arbeit, oder wenn sie re-

gelmässig Gesuche stellen, bis spätestens 31. März der Verwaltungskom-

mission unter anderem folgende Unterlagen zur Genehmigung einreichen: 

einen Schlussbericht über Verlauf und Ergebnisse des Projekts und eine 

detaillierte, nach Budgetpositionen gegliederte Abrechnung (Art. 5 Abs. 2 

Bst. a und Bst. b). 

5.2.3 Die Geschäftsstelle begleitet das Projekt. Die Verwaltungskommis-

sion, die Präsidentin oder der Präsident können eine umfassende Überprü-

fung der Abrechnung anhand der Belege anordnen (Art. 6 Abs. 1 und 2). 

5.2.4 Der Empfänger von Finanzhilfen darf Änderungen am Projekt nur mit 

Zustimmung der Verwaltungskommission vornehmen (Art. 7). 

5.2.5 Unterbricht der Empfänger von Finanzhilfen seine Arbeit, hat er un-

verzüglich die Verwaltungskommission zu informieren; bricht er die Arbei-

ten ab, so muss er bereits ausbezahlte Beträge zurückerstatten (Art. 11 

Abs. 1).  

Wird die Aufgabe trotz Mahnung nicht oder nur mangelhaft erfüllt oder wer-

den die Bestimmungen und Auflagen oder Korrekturwünsche der Verwal-

tungskommission nicht beachtet, entrichtet der Fonds keinen Beitrag; be-

reits bezahlte Beträge fordert er samt einem Zins von jährlich 5 Prozent 

seit der Auszahlung zurück. In leichteren Fällen kann die Verwaltungskom-

mission den Beitrag bloss kürzen bzw. auf eine Rückforderung bereits be-

zahlter Finanzhilfen teilweise oder ganz verzichten (Art. 11 Abs. 2).  

5.3 Auf alle im Bundesrecht vorgesehenen Finanzhilfen und Abgeltungen 

sind Art. 11 bis 40 des Subventionsgesetzes (SuG, SR 616.1) anwendbar, 

soweit allgemeine Bestimmungen anderer Bundesgesetze oder allgemein-

verbindliche Bundesbeschlüsse nichts Abweichendes vorschreiben (vgl. 

Art. 2 Abs. 2 SuG).  

Wer um eine Finanzhilfe nachsucht, muss der zuständigen Behörde alle 

erforderlichen Auskünfte erteilen. Diese Pflicht besteht auch nach der Ge-

währung von Finanzhilfen, damit die zuständige Behörde die notwendigen 

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Kontrollen durchführen und allfällige Rückforderungsansprüche abklären 

kann (vgl. Art. 15c Abs. 1 und Abs. 2 SuG).  

Die zuständige Behörde widerruft eine Finanzhilfe- oder Abgeltungsverfü-

gung, wenn sie die Leistung in Verletzung von Rechtsvorschriften oder auf-

grund eines unrichtigen oder unvollständigen Sachverhalts zu Unrecht ge-

währt hat (Art. 30 Abs. 1 SuG). Sie verzichtet auf den Widerruf, wenn der 

Empfänger aufgrund der Verfügung Massnahmen getroffen hat, die nicht 

ohne unzumutbare finanzielle Einbussen rückgängig gemacht werden kön-

nen (Art. 30 Abs. 2 Bst. a SuG), die Rechtsverletzung für ihn nicht leicht 

erkennbar war (Bst. b) und eine allfällig unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des Sachverhalts nicht auf schuldhaftes Handeln des Emp-

fängers zurückzuführen ist (Bst. c). Diese Kriterien gelten kumulativ (Urteile 

des BVGer A-4778/2019 vom 2. September 2020 E. 5.4.1 in fine;  

A-6543/2018 vom 24. März 2020 E. 7.3 m.H; Botschaft zum SuG, BBl 1987 

I 415). 

6.  

Strittig und zu beurteilen ist, ob die Projektkostenabrechnung [19] korrekt 

erfolgt ist.  

6.1 Die Abrechnung weist unter der Rubrik «Interne Personalkosten» fol-

gende Positionen auf:  

- Kosten für die Projektleitung in der Höhe von Fr. 196'560.– mit einem 

Zeitaufwand von 1'456 Stunden (Stundenansatz Fr. 135.–)  

- Kosten für die Projektmitarbeit/Sachbearbeitung von Fr. 95'000.– mit 

einem Zeitaufwand von 950 Stunden (Stundenansatz Fr. 100.–) 

Unter der Rubrik «Externe Personalkosten» weist die Abrechnung folgende 

Positionen auf: 

- Teamkosten von Fr. 43’680.– bei einem Zeitaufwand von 1'092 Stun-

den (Stundenansatz Fr. 40.–) 

- Kosten für Security/Support in der Höhe von Fr. 2'000.– bei einem Zeit-

aufwand von 20 Stunden (Stundenansatz Fr. 100.–) 

6.2 Dem Bericht für das Projekt [19] vom 23. Februar 2021 ist zu entneh-

men, dass aufgrund der Pandemie 91 Aktionen durchgeführt worden seien 

(statt der ursprünglich geplanten 100 Aktionen). Von März bis Mai 2020 

A-3781/2021 

Seite 13 

und von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2020 habe die Kampagne aber 

nicht umgesetzt werden können. Im Juni 2020 seien der Betrieb wieder 

aufgenommen und die während des Lockdown 1 nicht durchgeführten Ak-

tionen mit Pop-Up-Aktionen aufgeholt worden.  

6.3 Aus der undatierten Aufstellung «Parkplatzaktionen 2020» ergibt sich, 

dass vom 18. Januar bis zum 25. Februar 2020 insgesamt 19 Aktionen an 

sechs Wochenenden und vom 25. Juni bis zum 17. Oktober 2020 insge-

samt 72 Anlässe an 17 Wochenenden stattgefunden hätten. 

6.4 Aus der undatierten Tätigkeitsaufstellung geht hervor, dass jeweils am 

Montag die Sachbearbeitung eine Eventrecherche im Umfang von acht 

Stunden durchgeführt habe und die Projektleitung im Umfang von acht 

Stunden Belohnungen (bei Musiklabels, Filmgesellschaften, Verlagen 

u.v.m.) beschafft sowie festgestellt habe, wie viele Belohnungen zur Verfü-

gung stünden und was «in die Teaser reinmüsse». Am Dienstag habe die 

Projektleitung während drei Stunden pro Woche bestimmte Veranstaltun-

gen im Internet angekündigt sowie nach der Zusage die Belohnungen mit 

einem Aufwand von insgesamt acht Stunden im Internet angeboten und 

beworben. Am Dienstag habe die Sachbearbeitung während acht Stunden 

mit örtlichen Akteuren (Veranstalter, Partner) telefoniert, um eine reibungs-

lose Umsetzung sicherzustellen, dies jeweils ein Monat vor dem Anlass.  

Am Mittwoch und Donnerstag sei es vorgekommen, dass Teamleute kurz-

fristig abgesagt hätten, weshalb diese Lücken durch Telefonate in der Re-

gion zu schliessen gewesen seien (Aufwand eine Stunde pro Woche für 

die Projektleitung). Am Freitag und Samstag sowie teilweise am Donners-

tag sei es zu Fahrten zu den Anlässen gekommen (Aufwand vier Stunden 

pro Woche für die Projektleitung); für die Schulungen neuer Teammitglieder 

sei die Projektleitung vor Ort anwesend gewesen (Aufwand zwei Stunden 

pro Woche); als Teambegleitung vor Ort hätte sie die Aktionen beobachten 

und bei Problemen aushelfen müssen, wobei an Wochenenden mit meh-

reren Veranstaltungen beide Projektleiter im Einsatz gewesen seien (mit 

einem Aufwand von insgesamt sechs Stunden pro Woche). 

6.5 Aus dem Bericht der B._______ AG über die Treuhandüberprüfung der 

Abrechnung [19] geht hervor, dass die geltend gemachten Personalkosten 

nicht nachgewiesen werden konnten. Es existierten keine Arbeitsrapporte, 

aus denen ersichtlich gewesen wäre, welche Tätigkeit an welchem Datum 

für wie lange ausgeführt worden sei. Die nachträglich auf Verlangen zur 

Verfügung gestellte Aufstellung des Arbeitsaufwands (für die Projektleitung 

A-3781/2021 

Seite 14 

und Sachbearbeitung) erscheine als sehr hoch, umso mehr als im Jahr 

2020 infolge Corona nur in 23 Wochen Parkplatzaktionen durchgeführt 

worden seien und damit der Aufwand für die Kontaktaufnahme mit Veran-

staltern, Teameinteilung und -komplettierung, Fahrten zu den Anlässen und 

Teambegleitung vor Ort lediglich reduziert angefallen sein könnten. Aber 

auch die geltend gemachten Stunden für Eventrecherche und die Beschaf-

fung von Belohnungen und deren Einpflegen auf der Website von 27 Stun-

den pro Woche könnten nicht plausibilisiert werden.   

Die externen Personalkosten hätten Fr. 45'680.– für die Einsatzteams und 

Security/Support betragen. Gemäss Aufstellung der X._______ GmbH 

seien 91 Parkplatzaktionen durchgeführt worden mit jeweils vier Zweierte-

ams und einem Teamleader (zwölf Personen). Die Höhe der Entschädi-

gung von Fr. 40.– pro Stunde erscheine mehr als angemessen, jedoch 

existierten keine Belege/Quittungen über die Auszahlung an die Teams. 

Die Entschädigungen würden über das Kontokorrent des Geschäftsführers 

verbucht. Die Auszahlungen könnten deshalb auch nicht anhand von Bank-

belastungen nachgewiesen werden. Es könne nicht überprüft werden, ob 

tatsächlich 91 Parkplatzaktionen durchgeführt worden seien. Allerdings 

existiere eine sehr detaillierte Auswertung über die Ergebnisse der jeweili-

gen Parkplatzaktionen, welche die Durchführung der Aktionen wahrschein-

lich erscheinen liessen. 

6.6 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Vorinstanz ihren 

Entscheid zu Recht auf den nachvollziehbaren und mit den Akten überein-

stimmenden Bericht der B._______ AG gestützt hat. Das Ergebnis der 

Treuhandüberprüfung, wonach mehr als 90% der abgerechneten Projekt-

kosten nicht nachgewiesen werden konnten, ist schlüssig. Die Abrechnung 

[19] ist daher als nicht korrekt zu bewerten.  

Unbestritten betragen die Personalkosten über 90% der geltend gemach-

ten Projektausgaben. Bereits mit Blick auf den grössten Abrechnungspos-

ten von Fr. 196'560.– ist dabei festzustellen, dass sich die Angaben zum 

Aufwand der Projektleitung (1'456 Stunden à Fr. 135.– pro Stunde) ohne 

Arbeitsrapporte nicht nachvollziehen lassen.  

Aus der undatierten Tätigkeitsaufstellung der Beschwerdeführerin wird 

nicht ersichtlich, wann und mit welchem Aufwand die Projektleitung die ein-

zelnen Aktionen konkret begleitet hat. Die darauf bezogenen Tätigkeiten 

der Projektleitung «Teams komplettieren», «Fahrten zu den Events», 

«Schulungen vor Ort» und «Teambegleitung vor Ort» ergeben 13 Stunden 

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Seite 15 

Aufwand pro Woche. Laut der Aufstellung der durchgeführten Parkplatzak-

tionen haben pandemiebedingt vor dem ersten Lockdown nur an sechs 

Wochenenden sowie danach an 17 Wochenenden Aktionen stattgefunden. 

Die pauschal pro Wochentag ausgewiesenen Arbeitsstunden würden auf 

299 Stunden für die Projektleitung schliessen lassen (23 Wochen x 13 

Stunden pro Woche).    

Bei etwa 300 Stunden Aufwand für die Begleitung der Aktionen ergibt sich 

dann aber nicht, wofür die Projektleitung die übrigen mehr als 1'100 Stun-

den aufgewendet hat. Die Beschwerdeführerin führt in der undatierten Tä-

tigkeitsaufstellung insgesamt 19 Stunden pro Woche für «Events auf der 

Website einpflegen», «Belohnungen auftreiben» und «Belohnungen auf 

der Website einpflegen» an. Die B._______ AG hat diesbezüglich den wö-

chentlichen Stundenaufwand zutreffend für sehr hoch befunden, wenn 

auch der Stundenansatz als niedrig anzusehen war. Hinsichtlich der zeitli-

chen Begrenzung der Aktionen auf 23 Wochen ist es auch für das Gericht 

nicht nachvollziehbar, warum die genannten Tätigkeiten während des ge-

samten Lockdowns zwischen Mitte März und April sowie danach ab Mitte 

Oktober bis Ende Dezember in vollem Umfang stattgefunden haben soll-

ten. Ein grosser Teil des für die Projektleitung geltend gemachten Auf-

wands ist durch die nachträglich eingereichte, undatierte Tätigkeitsaufstel-

lung nicht erklärbar und der gesamte Aufwand ist nicht belegt. Es ist auch 

nicht nachvollziehbar, dass die Anpassung an die Situation aufgrund der 

Pandemie monatelange zusätzliche Büroarbeit der Projektleitung bedingt 

haben könnte. 

Im Übrigen sind auch die weiteren Ausführungen der B._______ AG zu den 

ebenfalls nicht belegten Angaben über den Aufwand der Sachbearbeitung 

sowie zu den fehlenden Nachweisen der ausbezahlten Teamkosten zutref-

fend. 

6.7 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Abrechnung [19] 

schwere Mängel aufweist. Die Beschwerdeführerin hat es zu verantworten, 

dass sich die Erfassung der Personalkosten nicht nachvollziehen lässt, 

nachdem ihre Abrechnung auf Angaben beruht, die nicht durch Belege 

nachgewiesen werden konnten. Sie legt auch auf Beschwerdeebene keine 

Beweismittel vor, die es ermöglichen würden, die Projektausgaben für den 

Personalaufwand nachzuvollziehen. Wie die Vorinstanz in der Vernehm-

lassung zutreffend angemerkt hat, hätte zumindest die behauptete Bezah-

lung der Teams mittels Bankauszügen vom Konto des Geschäftsführers 

nachgewiesen werden können, was die Beschwerdeführerin jedoch nicht 

A-3781/2021 

Seite 16 

getan hat. Bei dieser Sachlage ist auch die von der Beschwerdeführerin 

angebotene Parteibefragung zur Abrechnung in antizipierter Beweiswürdi-

gung abzulehnen, nachdem sie sich im Rahmen des Schriftenwechsels 

bereits mehrmals umfassend zu den in den Akten liegenden Beweismitteln 

geäussert hat (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.4.1). 

7.     

7.1 Wie dargelegt, gelangen die spezialgesetzlich geregelten Bestimmun-

gen zur Rückforderung von Beiträgen zur Anwendung, wenn im Nachgang 

zur ursprünglich korrekt erteilten Bewilligung eines Gesuchs Mängel bei 

der Ausführung eines Projekts auftreten (vgl. Art. 11 Abs. 2 Reglement 

i.V.m. Art. 6 Abs. 2 UVBG). Der Wortlaut des Art. 11 Abs. 2 Reglement sieht 

eine vorgängige Mahnung vor, wenn Aufgaben nicht oder nur mangelhaft 

erfüllt werden. Werden hingegen die Bestimmungen der Verwaltungskom-

mission missachtet, entrichtet der Fonds – entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin ohne vorgängige Mahnung – keine Beiträge mehr 

bzw. muss er die bereits ausbezahlten Beiträge zurückfordern. Ist – wie 

hier – die eingereichte Abrechnung nicht korrekt, weil sie nicht nachvoll-

ziehbar ist und Belege fehlen, ist ohne weiteres von einer fehlenden Be-

achtung der Bestimmungen der Verwaltungskommission auszugehen 

(vgl. E. 5.2.2 ff.). Lediglich in leichteren Fällen besteht die Möglichkeit, auf 

eine Rückforderung bereits bezahlter Finanzhilfen teilweise oder ganz zu 

verzichten. Vorliegend ist es aber der Beschwerdeführerin anzulasten, 

dass insgesamt über 90% der abgerechneten Projektkosten nicht nachvoll-

ziehbar sind, weshalb nicht von einem leichteren Fall im Sinne des Regle-

ments auszugehen ist (vgl. E. 5.2.5 und E. 6.7).  

Die Vorinstanz hat daher zu Recht die Beiträge für das Projekt [19] in der 

Höhe von Fr. 160'000.– zurückgefordert und den zusätzlich mit der Abrech-

nung geltend gemachten Betrag von Fr. 25'000.– nicht ausbezahlt. 

7.2 Zum strittigen Widerruf der Verfügung vom 11. Januar 2021 ist festzu-

halten, dass die Beschwerdeführerin ihr Gesuch [20] mit dem Verlauf des 

Projekts [19] begründet und bei Gesuchstellung einen Bericht zu diesem 

Projekt vorgelegt hat, der von der Vorinstanz zurückgewiesen wurde 

(Sachverhalt Bst. D und Bst. E). Zwar wurde mit der Verfügung ein Kosten-

dach für das Projekt [20] bewilligt mit der Auflage, eine detaillierte Abrech-

nung vorzulegen (Sachverhalt Bst. F). Auch wenn eine Präzisierung in der 

Verfügung vom 11. Januar 2021 wünschenswert gewesen wäre, ist die kor-

rekte Abrechnung [19] erkennbare Voraussetzung für die Bewilligung vom 

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Seite 17 

11. Januar 2021 gewesen, nachdem sich die Beschwerdeführerin in der 

Begründung ihres Gesuchs auf den positiven Projektverlauf des Jahres 

2020 gestützt hatte und der Bericht sowie die Abrechnung [19] erst am 

23. Februar 2021 vorgelegt wurden.  

Bei der ursprünglichen Fehlerhaftigkeit einer Bewilligung gelangt das SuG 

zur Anwendung, das den Widerruf vorsieht (E. 5.3). Die Beschwerdeführe-

rin hat den angeblich positiven Verlauf des Projekts 2020 zur Begründung 

ihres Gesuchs herangezogen. Da die darauf gestützte Bewilligung vom 

11. Januar 2021 unter der Annahme zustande kam, die Beschwerdeführe-

rin werde – nach dem Rückzug der Abrechnung [19] vom November 2020 

– noch eine korrekte Abrechnung samt Bericht zum Projekt [19] vorlegen, 

haftet der Verfügung eine ursprüngliche Fehlerhaftigkeit im Sinne von 

Art. 30 Abs. 1 SuG an. Die Vorinstanz hätte auch nicht unter Anwendung 

von Art. 30 Abs. 2 SuG auf den Widerruf verzichten können, da die Fehler-

haftigkeit der Bewilligung für die Beschwerdeführerin leicht erkennbar ge-

wesen wäre, zumal sie gehalten ist, eine korrekte Abrechnung [19] vorzu-

legen, die einer Überprüfung standhält, was sie jedoch nicht getan hat.  

Die Vorinstanz ist daher zu Recht auf die Bewilligung der Beiträge für das 

Projekt [20] zurückgekommen und hat zutreffend die Rückerstattung der 

Akontozahlung in der Höhe von Fr. 50'000.– verlangt. 

7.3 An diesem Ergebnis vermögen die übrigen Vorbringen der Beschwer-

deführerin nichts zu ändern.  

Soweit sie pauschal eine Unangemessenheit rügt, wird – wie bereits er-

wähnt – der Vorinstanz zwar in leichteren Fällen bei der Beurteilung ein 

Ermessen eingeräumt, ob und in welchem Umfang Finanzhilfen zurückzu-

fordern sind (vgl. E. 5.2.5). Da aber vorliegend von schweren Mängeln bei 

der Abrechnung in Bezug auf über 90% der Projektkosten auszugehen war, 

lag kein leichterer Fall vor, der diesen Spielraum offengelassen hätte. Viel-

mehr war die Vorinstanz gehalten, die Beiträge vollumfänglich zurückzu-

fordern, da deren zweckmässige Verwendung nicht überprüfbar war.  

Auch ist bezüglich des Abrechnungsmodus nicht von einer Verletzung des 

Vertrauensschutzes auszugehen. Nach der Bewilligung der Finanzhilfe 

bleibt die Beschwerdeführerin im selben Ausmass auskunftspflichtig wie 

vor deren Gewährung. Die Vorinstanz hat daher zu Recht eine umfassende 

Überprüfung der Abrechnung anhand der Belege vornehmen lassen 

(vgl. E. 5.2.2 f. und E. 5.3). Art. 6 Abs. 2 des Reglements sieht ausdrücklich 

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Seite 18 

vor, dass die Überprüfung der Korrektheit der Abrechnung anhand von Be-

legen jederzeit vorgenommen werden kann. Demnach stellt ein Abrech-

nungsmodus der vorangegangenen Jahre, im Zuge dessen keine zusätzli-

chen Belege eingereicht wurden, keine Vertrauensgrundlage dar.   

Da es im Übrigen für die Beschwerdeführerin leicht erkennbar war, dass 

die Verfügung vom 11. Januar 2021 auf einem unrichtig festgestellten 

Sachverhalt beruhte (vgl. E. 7.2), fehlt es auch an einem schützenswerten 

Vertrauen in diese Verfügung (vgl. Botschaft SuG, BBl 1987 I 369, S. 415). 

8.  

Zusammengefasst hat die Vorinstanz mit Verfügung vom 22. Juni 2021 zu 

Recht die Zahlung von Beiträgen für das Projektjahr 2020 abgelehnt und 

den bereits ausbezahlten Betrag von Fr. 160'000.– zurückgefordert. Mit der 

gleichen Verfügung hat sie auch zu Recht die Bewilligung des Gesuchs um 

Projektunterstützung für das Jahr 2021 widerrufen und den mit Akontozah-

lung geleisteten Betrag von Fr. 50'000.– zurückgefordert. Die Beschwerde 

ist daher unbegründet und abzuweisen. 

9.   

9.1 Aufgrund des Verfahrensausgangs gilt die Beschwerdeführerin als un-

terliegend und sie hätte die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 VwVG). 

Sie hat aber zu Recht eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen 

Gehörs gerügt (vgl. vorstehend E. 3.3). Dies ist bei den Kostenfolgen zu 

berücksichtigen (vgl. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Es rechtfertigt sich daher, der Beschwerdeführerin 

keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 8’500.– ist ihr nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuer-

statten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

9.2 Ganz oder teilweise obsiegenden Parteien ist von Amtes wegen oder 

auf Begehren eine Entschädigung für ihnen erwachsene notwendige und 

verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 

Abs. 1 VGKE). Der Anspruch auf rechtliches Gehör stellt eine Verfahrens-

pflicht im Sinne des Art. 63 Abs. 3 VwVG dar. Wurde diese – wie vorlie-

gend – in schwerwiegender Weise verletzt und führte die Verletzung zu 

Kosten, die ohne sie nicht angefallen wären, so kann es sich rechtfertigen, 

die verantwortliche Partei zur Leistung an die (in der Sache unterliegende) 

A-3781/2021 

Seite 19 

Gegenpartei zu verpflichten (vgl. statt vieler Urteile des BGer 9C_39/2020 

vom 9. Oktober 2020 E. 2.2 m.H.; 2C_128/2023 vom 5. Juli 2023 E. 4).  

Der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist daher zu Lasten der Vor-

instanz eine reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen. Da der 

Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht hat, setzt das Gericht die 

Parteientschädigung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter 

Berücksichtigung der massgebenden Berechnungsfaktoren (Art. 8 ff. 

VGKE) ist sie auf Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag) 

festzulegen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, der Beschwerdeführerin die-

sen Betrag nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils als Par-

teientschädigung zu entrichten. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

A-3781/2021 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin in der Höhe von Fr. 8'500.– geleistete Kostenvorschuss wird ihr nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 3'000.– zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Alexander Misic Anna Wildt 

 

 

  

A-3781/2021 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG).