# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4707dfd-0597-5a2c-b5e3-70acc3e07322
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.06.2008 IV 2007/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-79_2008-06-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 26.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 26.06.2008
Art. 28 Abs. 1 IVG: Indem das Valideneinkommen des Beschwerdeführers 
unter den statistischen Werten der LSE liegt, ist für die Berechnung des 
Invaliditätsgrads sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen 
gemäss LSE massgeblich. Somit entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit, in casu 30%. Selbst bei Gewährung eines Abzugs von 
10% auf dem Invalideneinkommen liegt der Invaliditätsgrad allerdings im 
rentenausschliessenden Bereich (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 26. Juni 2008, IV 2007/79).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 26. Juni 2008

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch A.___,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a  B.___, Jahrgang 1951, meldete sich im Januar 2005 zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung (IV) an und beantragte Umschulung auf eine neue Tätigkeit 

sowie die Ausrichtung einer Rente (IV-act. 1). Im Arztbericht vom 21. Februar 2005 (IV-

act. 16) diagnostizierte Dr. med. C.___, Neurochirurgie FMH, Klinik Stephanshorn, St. 

Gallen, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine zervikale Myelopathie bei zervikaler 

Diskushernie C5/6 mit invalidisierender Ulnaris-Neuropathie rechts. Die Ärztliche 

Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), Basel, erstattete am 21. August 2006 ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 36). Nach einer internistischen, einer 

neurologischen und einer psychiatrischen Untersuchung wurden mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit die Diagnosen einer leichten zervikalen Myelopathie HWK5/6 (ICD-10 

M53.0) mit/bei Status nach Dekompressionsoperation am 2. April 2003 und 

persistierendem neuropathischem Schmerzsyndrom an der rechten Hand sowie 

chronischem Zervikalsyndrom, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4) sowie eine leichte chronifizierte, 

depressive Episode (ICD-10 F32.0) im Sinn einer chronifizierten Anpassungsstörung 

hauptsächlich vom depressiven Typ erhoben. Aus neurologischer Sicht sei der 

Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit als Monteur von Deckenverkleidungen nicht 

mehr arbeitsfähig. Aufgrund des chronischen HWS-Syndroms seien Tätigkeiten als 

Bauarbeiter und angesichts der deutlich eingeschränkten Beweglichkeit im HWS-

Bereich Arbeiten über Kopfniveau nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht 

bestehe aufgrund der Schmerzproblematik und der damit verbundenen depressiven 

Symptomatik eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit. Aus internistischer Sicht bestehe keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend bestehe für die angestammte, 

körperlich schwere Tätigkeit des Versicherten im Baugewerbe seit dem 5. August 2002 

eine bleibende volle Arbeitsunfähigkeit. In einer adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte 

aus neurologischer Sicht 100% arbeitsfähig. Auch im Bereich manueller Tätigkeiten mit 

der rechten Hand bestehe keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Eher 

ungünstig seien Tätigkeiten, welche hohe Anforderungen an die Feinmotorik oder an 

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die Sensibilität der Hand stellen würden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund 

der festgehaltenen Diagnosen eine Arbeitsunfähigkeit von 30%. Aus internistischer 

Sicht sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszumachen. Zusammenfassend 

bestehe für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit, auch mit manueller 

Belastung der rechten Hand, jedoch ohne Arbeiten über Kopfniveau, eine ganztägig 

zumutbare Arbeitsfähigkeit von 70%.

A.b Mit Schreiben vom 31. Oktober 2006 (IV-act. 42) teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit, dass die Grundvoraussetzungen für berufliche Massnahmen nicht 

erfüllt seien.

A.c  Gestützt auf das ABI-Gutachten stellte die IV-Stelle im Vorbescheid vom 31. 

Oktober 2006 (IV-act. 44) in Aussicht, den Anspruch auf eine Rente zu verneinen, da 

der Invaliditätsgrad unter 40% liege. Am 4. Dezember 2006 (IV-act. 49) nahm die A.___ 

in Vertretung des Versicherten dazu Stellung. 

A.d Mit Verfügung vom 11. Januar 2007 verneinte die IV-Stelle wie angekündigt einen 

Anspruch auf eine Invalidenrente. Für körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten, 

auch mit manueller Belastung der rechten Hand, jedoch ohne Arbeiten über Kopfniveau 

sei eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinschränkung von 30% 

zumutbar. Entsprechend dem Einwand der A.___ werde das durchschnittliche 

Einkommen von Fr. 53'382.-- übernommen und mit der Gesamtteuerung aufgerechnet. 

Die Voraussetzungen für einen Leidensabzug seien hingegen nur teilweise erfüllt. Da 

der Invaliditätsgrad auch unter Berücksichtigung des angepassten 

Einkommensvergleichs unter 40% liege, werde das Leistungsbegehren abgewiesen.

B.  

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von der A.___ im Namen des Versicherten 

erhobene Beschwerde vom 12. Februar 2007 mit den Anträgen, die Verfügung vom 

11. Januar 2007 sei aufzuheben und der Invaliditätsgrad sei neu zu berechnen. Die IV-

Stelle gehe von einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 36'401.-- aus. Dieses 

wäre zumutbar und zu erreichen, wenn der Beschwerdeführer die Nebenwirkungen 

seiner Schmerzmedikamente nicht zu verkraften hätte. Die Nebenwirkungen - 

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Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Schwindel - seien im ABI-Gutachten vom 30. 

August 2006 vernachlässigt und zu gering geschätzt worden. Sodann seien die 

Schmerzen trotz der Medikamenteneinnahme vorhanden. Der Invaliditätsgrad von 35% 

werde der komplexen und schwerwiegenden gesundheitlichen Situation des 

Beschwerdeführers nicht gerecht. In der Begründungsergänzung vom 30. März 2007 

führte die A.___ im Namen des Versicherten im Wesentlichen aus, der 

Beschwerdeführer schildere die Problematik der Nebenwirkungen eindrücklich und 

glaubhaft. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Medikamentenwirkung sei 

im ABI-Gutachten nicht wirklich erfasst worden, sie sei durch längere Belastungstests 

in geschütztem Rahmen herauszufinden. Somit werde zusätzlich zu den bereits 

gestellten Anträgen die Rückweisung zur Neuabklärung im erwähnten Sinn beantragt.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Das ABI-Gutachten erfülle sämtliche Kriterien für eine 

beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage. Es sei davon auszugehen, dass 

die ABI-Gutachter in Kenntnis der Vorakten und der Medikation des 

Beschwerdeführers sich der Problematik von Nebenwirkungen einer solchen 

Medikation bewusst seien und sie bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung entsprechend 

berücksichtigt hätten. Massgebend sei, dass dem Beschwerdeführer aufgrund des 

ABI-Gutachtens die Willensanstrengung zumutbar sei, trotz subjektiv empfundener 

Beschwerden (auch Nebenwirkungen der Medikamente) einer somatisch adaptierten 

Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dem Beschwerdeführer würden neben körperlich 

leichten Hilfstätigkeiten auch mittelschwere Tätigkeiten offen stehen und er könne 

seine Restarbeitsfähigkeit von 70% in zeitlicher Hinsicht in einem Vollzeitpensum mit 

einer um 30% reduzierten Leistungsfähigkeit ausüben. Unter diesen Umständen falle 

ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn nicht in Betracht.

B.c Der Beschwerdeführer hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet.

C.  

In der Beschwerde vom 12. Februar 2007 stellte die A.___ im Namen des Versicherten 

ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Befreiung von der 

Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses. Am 15. Mai 2007 wurde dem Gesuch um 

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Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) für 

das Verfahren vor dem Versicherungsgericht entsprochen (act. G 8). 

 Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil 

in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei 

der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 

467 Erw. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung vom 11. Januar 2007 eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist 

(BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Verfahrendie bis zum 31. Dezember 

2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.

2.   

Streitig und im vorliegenden Verfahren zu überprüfen ist, ob der Invaliditätsgrad des 

Beschwerdeführers unter 40% liegt und dementsprechend die Beschwerdegegnerin zu 

Recht den Anspruch auf eine Invalidenrente verneint hat. Dabei sind sich die Parteien 

auch uneinig darüber, ob bei der Festlegung des Invalideneinkommens ein Abzug 

gerechtfertigt ist oder nicht.

3.   

3.1  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

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versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn der Versicherte mindestens zu 70%, 

derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn er wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

3.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt 

der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in 

das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 

Erw. 2a in fine, BGE 122 V 161 Erw. 1c).

4.   

4.1  Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf das ABI-Gutachten 

vom 21. August 2006. Die Gutachter kamen zum Ergebnis, dass für eine körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit, auch mit manueller Belastung der rechten Hand, 

jedoch ohne Arbeiten über Kopfniveau, eine ganztägig zumutbare Arbeitsfähigkeit von 

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70% bestehe. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bemängelt am ABI-

Gutachten, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die 

Medikamentenwirkung nicht wirklich erfasst worden sei. Als Nebenwirkungen wurden 

Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Schwindel erwähnt.

4.2  Der psychiatrischen Anamnese im ABI-Gutachten ist zu entnehmen, dass sich der 

Beschwerdeführer aufgrund der Schmerzen und Medikamente "schlapp" fühle. Er lebe 

unregelmässig, geplagt von seinen Schmerzen. Des Weiteren ist aufgrund der 

Anamnesen im Gutachten die Medikation (Oxicontin, Surmontil, Methadon) des 

Beschwerdeführers ersichtlich. Der Beschwerdeführer teilte in der E-Mail vom 17. März 

2007 (act. G 4.1) mit, dass er die erwähnten Nebenwirkungen der 

Medikamenteneinnahme u.a. auch den ABI-Gutachtern mitgeteilt habe. Gegenüber 

dem Berufsberater erwähnte er am 10. Februar 2006 (IV-act. 29), dass er sich nach der 

Einnahme der Medikamente jeweils "beduselt" fühle. Die ABI-Gutachter waren bei der 

Erstellung des Gutachtens im Besitz des Schlussberichts des Berufsberaters. Aufgrund 

dieser Aktenlage ist rechtsgenüglich erstellt, dass die Gutachter Kenntnis von der 

Medikation des Beschwerdeführers und deren Nebenwirkungen hatten. In der 

psychiatrischen Untersuchung wird festgehalten, dass Methadon, wenn auch in einer 

niedrigen Dosierung, sicherlich zu Schlafstörungen führe (IV-act. 36/19). Es wird 

empfohlen, das bisher eingenommene Surmontil höher zu dosieren oder mit einem 

anderen Schlafmittel zu ergänzen, um die Schlafqualität des Beschwerdeführers zu 

verbessern. Auch aufgrund der übrigen Ausführungen besteht kein Grund zur 

Annahme, dass die Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die 

Nebenwirkungen (Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen) der 

Medikamenteneinnahme nicht genügend mitberücksichtigt hätten. Das Gutachten lässt 

sich diesbezüglich nicht beanstanden.

4.3  Das ABI-Gutachten erfüllt auch die weiteren Kriterien für ein beweiskräftiges 

Gutachten. Im Hinblick auf die Würdigung der medizinischen Situation kann 

festgehalten werden, dass die polydisziplinäre Begutachtung auf eigenständigen 

interdisziplinären Abklärungen, mithin auf allseitigen Untersuchungen beruht und damit 

für die streitigen Belange umfassend ist. Den Gutachtern standen sämtliche Vorakten 

zur Verfügung und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden wurden 

berücksichtigt. In der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

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medizinischen Situation ist das Gutachten einleuchtend und die Schlussfolgerungen - 

insbesondere die Umschreibung der leidensadaptierten Tätigkeit und deren Umfang - 

sind begründet und nachvollziehbar. Auf das beweiskräftige Gutachten kann vorliegend 

abgestellt werden. Damit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der im Gutachten 

festgestellten Restarbeitsfähigkeit zu prüfen.

5.   

5.1  Die Beschwerdegegnerin ist in der angefochtenen Verfügung von einem Validen­

einkommen für das Jahr 2006 von Fr. 56'100.-- ausgegangen. Ein Vergleich des 

aufgrund früherer Einkommen berechneten Valideneinkommens (aufgerechnet auf das 

Jahr 2006) mit den Löhnen der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 von Fr. 59'197.-- 

(Fr. 4'732.-- x 12; umgerechnet von 40 auf 41.7 Stunden betriebsübliche 

durchschnittliche Wochenarbeitszeit) zeigt, dass der bisherige Verdienst unter den 

statistischen Werten lag. Diesem Umstand ist beim Einkommensvergleich Rechnung zu 

tragen. Das Valideneinkommen ist daher wie das Invalideneinkommen anhand der 

statistischen Werte zu ermitteln. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend 

vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. 

Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (SVR 1/2008 IV Nr. 2 E. 

5.4).

5.2  Zu beurteilen bleibt daher die Frage, ob ein Abzug auf dem Invalideneinkommen 

vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 

25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte 

Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das 

durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U 242 S. 412 E. 4b/bb) 

bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei 

handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 

5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalls ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

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Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzugs ist unzulässig (BGE 

126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

Für eine körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeit besteht eine 

ganztägig zumutbare Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinbusse von 30%. Gemäss 

Rechtsprechung besteht für einen Teilzeitabzug bei einer vollzeitlichen Arbeitsfähigkeit 

mit reduzierter Leistungsfähigkeit keine rechtsgenügliche Grundlage (vgl. Urteil vom 2. 

November 2007, I 69/07, E. 5). Die gesundheitlichen Einschränkungen des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit sind nicht als besonders 

schwerwiegend zu bezeichnen. Aus neurologischer Sicht besteht auch bei einer 

manuellen Tätigkeit mit der rechten Hand keine wesentliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit, ein zusätzlicher Abzug ist diesbezüglich nicht angezeigt. Das Alter des 

Beschwerdeführers (Jahrgang 1951) fällt vorliegend nicht stark ins Gewicht, da 

Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt werden und sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch 

nicht lohnsenkend auswirkt (AHI 1999 S. 242 E. 4c). Somit ist diesbezüglich kein Abzug 

vom Invalideneinkommen angezeigt, ebenso wenig aufgrund der Anzahl Dienstjahre. 

Seine letzte Tätigkeit bei einem Arbeitgeber hat der Beschwerdeführer im Jahr 2002 

aufgenommen. Indessen weist der Beschwerdeführer allein als Folge der Tatsache, 

dass sein auf 70% reduzierter Beschäftigungsgrad auf eine 

Gesundheitsbeeinträchtigung zurückzuführen ist, einen Konkurrenznachteil auf. Ein 

ökonomisch handelnder potentieller Arbeitgeber würde nämlich den gesunden 

Bewerber um eine entsprechende Teilzeitstelle bevorzugen, weil er bei diesem 

Arbeitnehmer nicht mit überdurchschnittlich vielen Krankheitsabsenzen rechnen 

müsste, weil er und die anderen Mitarbeiter nicht (z.B. wegen schwankender 

Leistungsfähigkeit) besondere Rücksicht auf den neuen Kollegen nehmen müssten und 

weil bei Bedarf Überstunden geleistet werden könnten, wozu der Beschwerdeführer 

behinderungsbedingt nicht oder nur sehr eingeschränkt in der Lage wäre. Diese 

Nachteile gegenüber gesunden Konkurrenten kann der Beschwerdeführer nur 

kompensieren, indem er seine Arbeitskraft zu einem "Preis" anbietet, der unter 

demjenigen der gesunden Konkurrenten, d.h. unter dem Durchschnittseinkommen 

liegt. Dies rechtfertigt es, von dem aufgrund der Tabellenlöhne gemäss LSE unter 

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Berücksichtigung des reduzierten Beschäftigungsgrades errechneten 

Invalideneinkommen einen zusätzlichen Abzug vorzunehmen. Mit Blick auf die 

Einschränkungen des Beschwerdeführers erscheint ein Abzug von 10% als 

angemessen.

5.3  Die obigen Erwägungen haben gezeigt, dass bei der Ermittlung des 

Invaliditätsgrads sowohl beim Valideneinkommen als auch beim Invalideneinkommen 

von den Tabellenlöhnen der LSE auszugehen ist. Unter Berücksichtigung eines Abzugs 

von 10% auf dem Invalideneinkommen, das 70% der Vergleichsgrösse entspricht, 

ergibt sich ein Invaliditätsgrad im rentenausschliessenden Bereich von 37%. Die 

Verfügung vom 11. Januar 2007 ist damit im Ergebnis nicht zu beanstanden.

6. 

Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeergänzung vom 30. März 2007 eine 

Rückweisung zur Neuabklärung beantragen. Insbesondere sei die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit durch die Medikamentenwirkung durch längere Belastungstests in 

geschütztem Rahmen herauszufinden. Im ABI-Gutachten wurde festgehalten, dass 

eine BEFAS-Abklärung zur Überprüfung der 70%igen Arbeitsfähigkeit sinnvoll wäre. 

Bei der vorhandenen Selbstlimitierung sei jedoch eine verwertbare Umsetzung sehr 

fragwürdig, weshalb eine derartige Massnahme nicht glaubhaft vorgeschlagen werden 

könne. Da das ABI-Gutachten auch in diesem Punkt das Ergebnis einer sorgfältigen 

Abklärung und Abwägung ist, besteht kein Grund, davon abzuweichen. Eine 

verlässlichere Arbeitsfähigkeitsschätzung wäre weder von weiteren medizinischen 

Abklärungen noch von einer beruflichen Abklärung zu erwarten, weshalb darauf zu 

verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157, Erw. 1d).

7.   

Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. Der unterliegende 

Beschwerdeführer hat zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. 

Art. 69 Abs. 1  IVG, Art. 95 Abs. 1 VRP/SG, Art. 29 Abs. 3 Satz 1 BV, Art. 282 ZPG/

SG) Anspruch auf Befreiung von den Gerichtskosten.

bis

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Der Beschwerdeführer ist von der Bezahlung der Gerichtskosten von Fr. 600.-- 

befreit.

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