# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab7fe79e-d74f-5fcc-b017-4808452204f8
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.05.2024 CN.2024.11
**Docket/Reference:** CN.2024.11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CN-2024-11_2024-05-10

## Full Text

Ausstand der Berufungskammer (Art. 38c StBOG); Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens;;Ausstand der Berufungskammer (Art. 38c StBOG); Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens;;Ausstand der Berufungskammer (Art. 38c StBOG); Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens;;Ausstand der Berufungskammer (Art. 38c StBOG); Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens

Beschluss vom 10. Mai 2024 
Ausserordentliche Berufungskammer 

Besetzung  Ausserordentliche Richter 

Roland Hofmann, Vorsitzender, 

Marc Siegwart und Thomas Flückiger, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

Parteien  Michel François PLATINI, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dominic Nellen, 

Gesuchsteller  

 

 

gegen 

  1. Andrea BLUM, Vizepräsidentin der Berufungs-

kammer, 

2. Beatrice KOLVODOURIS JANETT, Nebenamt-

liche Richterin der Berufungskammer, 

3. Thomas FRISCHKNECHT, Nebenamtlicher 

Richter der Berufungskammer, 

4. A., Gerichtsschreiber der Berufungskammer, 

5. B., Richter der Berufungskammer, 

6. C., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

7. D., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

8. E., Richter der Berufungskammer, 

9. F., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  CN.2024.11 

- 2 - 

10. G., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

11. H., Nebenamtlicher Richter der Berufungs-

kammer, 

12. I., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

13. J., Richterin der Berufungskammer, 

14. K., Präsident der Berufungskammer, 

15. L., Nebenamtliche Richterin der Berufungs-

kammer, 

16. M., Nebenamtlicher Richter der Berufungs-

kammer, 

17. N., Gerichtsschreiber der Berufungskammer, 

18. O., Gerichtsschreiber der Berufungskammer, 

19. P., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer, 

20. Q., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer, 

21. R., Gerichtsschreiber der Berufungskammer (bis 

31. Januar 2023), 

22. S., Gerichtsschreiber der Berufungskammer (bis 

31. Dezember 2023), 

23. T., Gerichtsschreiber der Berufungskammer (ab 

1. April 2023), 

24. AA., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer, 

25. BUNDESANWALTSCHAFT, 

26. FÉDÉRATION INTERNATIONALE DE FOOT-

BALL ASSOCIATION (FIFA), vertreten durch 

Rechtsanwältin Catherine Hohl-Chirazi, 

27. Joseph S. BLATTER, vertreten durch 

Rechtsanwalt Lorenz Erni, 

Gesuchsgegner  

 

Gegenstand 

 

Ausstand der Berufungskammer (Art. 38c StBOG); 

Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 

des Ausstandsverfahrens 

- 3 - 

Die ausserordentliche Berufungskammer hält fest, dass: 

− Michel François Platini mit Ausstandsgesuch vom 31. Oktober 2022 an die 

Berufungskammer des Bundesstrafgerichts gelangte und im Wesentlichen den 

Ausstand sämtlicher Richterinnen und Richter wie auch aller Gerichtsschreibe-

rinnen und Gerichtsschreiber der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts im 

Berufungsverfahren CA.2022.25 verlangte; 

− die ausserordentliche Berufungskammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss 

CN.2022.16 vom 25. April 2023 das Ausstandsgesuch von Michel François 

Platini vom 31. Oktober 2022 teilweise guthiess und anordnete, dass sämtliche 

Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber der Berufungskammer des Bun-

desstrafgerichts im Berufungsverfahren CA.2022.25 in den Ausstand zu treten 

haben, und im Übrigen das Ausstandsgesuch abwies; 

− das Bundesgericht mit Urteil 7B_173/2023 vom 15. März 2024 die dagegen er-

hobene Beschwerde von Michel François Platini guthiess und anordnete, dass 

der Beschluss des Bundesstrafgerichts CN.2022.16 vom 25. April 2023 insoweit 

abgeändert wird, als das Ausstandsgesuch von Michel François Platini vom 

31. Oktober 2022 vollumfänglich gutgeheissen wird und sämtliche Richter und 

Richterinnen der (ordentlichen) Berufungskammer des Bundesstrafgerichts im 

Berufungsverfahren CA.2022.25 in den Ausstand versetzt werden (act. 1); 

− es im Übrigen die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfol-

gen des Ausstandsverfahrens an die ausserordentliche Berufungskammer zu-

rückwies (act. 1); 

− die ausserordentliche Berufungskammer des Bundesstrafgerichts unter der 

Nummer CN.2024.11 ein neues Verfahren betreffend Neuverlegung der Kosten- 

und Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens eröffnete; 

− die ausserordentliche Berufungskammer des Bundesstrafgerichts mit Schreiben 

vom 12. April 2024 den Parteien des Ausstandsverfahrens mitteilte, dass sie das 

Verfahren CN.2024.11 als spruchreif erachte (act. 2); 

− die eingeschriebene Postsendung an S. am 15. April 2024 zur Abholung gemel-

det wurde und diese mit dem Vermerk «nicht abgeholt» an die ausserordentliche 

Berufungskammer zurückgesandt wurde (act. 3, 3.1); 

− die eingeschriebene Postsendung an C. am 15. April 2024 zur Abholung ge-

meldet wurde; sie mit dem Vermerk «nicht abgeholt» an die ausserordentliche 

Berufungskammer zurückgesandt wurde (act. 4, 4.1). 

- 4 - 

Die ausserordentliche Berufungskammer zieht in Erwägung, dass: 

− dem Ausgang des Ausstandsverfahrens entsprechend keine Gerichtskosten zu 

erheben sind (vgl. Art. 59 Abs. 4 Satz 1 StPO); 

− dem Ausgang des Ausstandsverfahrens entsprechend der Gesuchsteller für 

seine Aufwendungen zu entschädigen ist (vgl. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO; Urteil 

des Bundesgerichts 1B_51/2013 vom 27. September 2013 E. 3.2; KELLER, 

Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 59 StPO N. 12); 

− dem Gesuchsteller für das Ausstandsverfahren eine Entschädigung von 

Fr. 6'600.– (inkl. Auslagen und MwSt.) aus der Staatskasse auszurichten ist (vgl. 

Beschluss des Bundesstrafgerichts CN.2022.16 vom 25. April 2023 E. 8.2). 

 

  

- 5 - 

Die ausserordentliche Berufungskammer beschliesst: 

1. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

2. Dem Gesuchsteller wird eine Parteientschädigung von Fr. 6'600.– aus der 

Staatskasse ausgerichtet. 

Im Namen der ausserordentlichen Berufungskammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Roland Hofmann Stephan Ebneter 

Zustellung an (brevi manu): 

- Andrea Blum, Vizepräsidentin der Berufungskammer 

- A., Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- B., Richter der Berufungskammer 

- E., Richter der Berufungskammer 

- J., Richterin der Berufungskammer 

- K., Präsident der Berufungskammer 

- N., Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- O., Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- Q., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer 

- T., Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- AA., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer 

- Bundesstrafgericht, Präsident des Bundesstrafgerichts 

- in das Verfahren CA.2022.25 

Zustellung an (Gerichtsurkunde): 

- Rechtsanwalt Dominic Nellen 

- Beatrice Kolvodouris Janett, Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- Thomas Frischknecht, Nebenamtlicher Richter der Berufungskammer 

- C., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- D., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- F., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- 6 - 

- G., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- H., Nebenamtlicher Richter der Berufungskammer 

- I., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- L., Nebenamtliche Richterin der Berufungskammer 

- M., Nebenamtlicher Richter der Berufungskammer 

- P., Gerichtsschreiberin der Berufungskammer 

- R., ehemaliger Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- S., ehemaliger Gerichtsschreiber der Berufungskammer 

- Bundesanwaltschaft 

- Rechtsanwältin Catherine Hohl-Chirazi 

- Rechtsanwalt Lorenz Erni 

Nach Eintritt der Rechtskraft Zustellung an: 

- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide der (ausserordentlichen) Berufungskammer des 
Bundesstrafgerichts über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 78, 
Art. 80 Abs. 1, Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 
Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung 
beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der 
Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schwei-
zerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle 
der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für die Über-
mittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 Abs. 1 BGG). Der Instruktionsrichter 
oder die Instruktionsrichterin kann über die aufschiebende Wirkung von Amtes wegen oder auf Antrag einer 
Partei eine andere Anordnung treffen (Art. 103 Abs. 3 BGG). 
 
Das Verfahren richtet sich im Übrigen nach den Artikeln 90 ff. BGG. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Versanddatum (Post): 17. Mai 2024 
 Versanddatum (brevi manu): 21. Mai 2024