# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ed03761-a36f-5f0b-ae99-28735c9f0833
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.09.2023 D-4912/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4912-2023_2023-09-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4912/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;  

Gerichtsschreiber Martin Scheyli 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am [...], 

Afghanistan,  

Bundesasylzentrum Brugg,  

[...],   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 6. September 2023  

 

 

 

D-4912/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger, am 

17. August 2023 unkontrolliert in die Schweiz einreiste und gleichentags 

ein Asylgesuch stellte,  

dass er gemäss Einträgen in der Datenbank "Eurodac" am 8. August 2023 

in Kroatien daktyloskopisch erfasst worden war, 

dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 22. August 2023 an die 

zuständige kroatische Behörde die Mitteilung richtete, gestützt auf die ein-

schlägigen Staatsverträge (Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemein-

schaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 

Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz 

gestellten Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen, SR 0.142.392. 

68]; Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist [Dublin-III-VO]; Verordnung 

[EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durch-

führungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates 

[DVO Dublin]) werde Kroatien als zur Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig erachtet, 

dass der Beschwerdeführer am 23. August 2023 den Rechtsschutz für 

Asylsuchende im Bundesasylzentrum Region Zürich mit seiner Rechtsver-

tretung mandatierte,  

dass die damalige Rechtsvertreterin mit Eingabe an das SEM vom 31. Au-

gust 2023 Kopien zweier afghanischer Identitätsdokumente des Beschwer-

deführers sowie die Kopie einer schweizerischen Aufenthaltsbewilligung 

betreffend dessen Schwester einreichte, 

dass das SEM mit dem Beschwerdeführer am 1. September 2023 ein 

rechtliches Gehör zur Anwendung der Rechtsbestimmungen des Dublin-

Regimes durchführte, 

dass die zuständige kroatische Behörde am 5. September 2023 der Über-

nahme des Beschwerdeführers zustimmte, 

D-4912/2023 

Seite 3 

dass das SEM mit Verfügung vom 6. September 2023 (Datum der Eröff-

nung: 7. September 2023) gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung 

nach Kroatien sowie den Vollzug anordnete und ihn anwies, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, wobei 

es festhielt, dass eine Beschwerde gegen diese Verfügung keine aufschie-

bende Wirkung habe, 

dass die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Erklärung 

vom 7. September 2023 ihr Mandat für beendet erklärte, 

dass der Beschwerdeführer den genannten Entscheid des SEM mit Ein-

gabe vom 13. September 2023 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht, 

dass er dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

das SEM anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und es materiell zu 

prüfen, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts 

an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei das SEM anzuwei-

sen, in Bezug auf die Aufnahmebedingungen in Kroatien von den dortigen 

Behörden Zusicherungen einzuholen,  

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen, 

dass er in prozessualer Hinsicht zudem beantragte, es sei ihm die unent-

geltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls über Be-

schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG),  

dass das Bundesverwaltungsgericht – mit einer vorliegend nicht zutreffen-

den Ausnahme – endgültig entscheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung hat, wo-

mit er zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG; 

Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 4 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche 

handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen 

ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass im vorliegenden Fall auf die Durchführung eines Schriftenwechsels 

verzichtet wird (Art. 111a Abs. 1 AsylG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, 

die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 

eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz, falls sie den Nichteintretens-

entscheid als unrechtmässig erachtet, einer selbständigen materiellen Prü-

fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer 

Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 E. 3), 

dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf Asylgesuche in der Regel 

nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in einen Drittstaat ausreisen 

können, der für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 

staatsvertraglich zuständig ist, 

dass das SEM zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates 

die Zuständigkeitskriterien gemäss der Dublin-III-VO prüft,  

dass das SEM auf das Asylgesuch nicht eintritt, sofern die Prüfung der Zu-

ständigkeitskriterien zur Feststellung führt, dass ein anderer Mitgliedstaat 

für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, und der betreffende Mit-

gliedstaat einer Übernahme zugestimmt hat oder von dessen Zustimmung 

infolge unterlassener Antwort innerhalb der einschlägigen Frist auszuge-

hen ist (Art. 22 Abs. 7 sowie Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

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Seite 5 

dass die zuständige kroatische Behörde am 5. September 2023 innert der 

dafür vorgesehenen Frist (Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO) der Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers zustimmte, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs zur An-

wendung der Rechtsbestimmungen des Dublin-Regimes sowie mit seinen 

beschwerdeweisen Eingaben vorbrachte, in der Schweiz lebe eine 

Schwester mit einer Aufenthaltsbewilligung, 

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten ist, dass die Dublin-III-VO 

den Schutzsuchenden grundsätzlich kein Recht einräumt, den ihren Antrag 

prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3),  

dass zwar gemäss Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO ein Mitgliedstaat in der Re-

gel entscheidet, die antragstellende Person nicht von ihren Kindern, Ge-

schwistern oder einem Elternteil zu trennen, wenn sie wegen Schwanger-

schaft, eines neugeborenen Kindes, schwerer Krankheit, ernsthafter Be-

hinderung oder hohen Alters auf deren Unterstützung angewiesen ist und 

sich diese rechtmässig in einem Mitgliedstaat aufhalten, oder wenn umge-

kehrt ihr Kind, eines ihrer Geschwister oder ein Elternteil, das/der sich 

rechtmässig in einem Mitgliedstaat aufhält, auf die Unterstützung der an-

tragstellenden Person angewiesen ist, 

dass, sind die Voraussetzungen von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO gegeben 

und halten sich die betroffenen Personen in demselben Mitgliedstaat auf, 

die entscheidende Behörde, ausserordentliche Umstände vorbehalten, 

sich für zuständig zu erklären hat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 8.3.3), 

dass im vorliegenden Fall durch den Beschwerdeführer keinerlei Abhän-

gigkeitsverhältnis im erwähnten Sinn bezüglich seiner in der Schweiz sich 

aufhaltenden Schwester geltend gemacht wird, 

dass dieses Vorbringen an der Zuständigkeit Kroatiens folglich nichts zu 

ändern vermag,  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

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Seite 6 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung aus humanitären Gründen auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,  

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass den Akten keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, Kroa-

tien werde im Fall des Beschwerdeführers den Grundsatz des Non-Refou-

lements missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein 

Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 

AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein 

solches Land gezwungen zu werden,  

dass auch davon ausgegangen werden darf, Kroatien anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, dass aktuell, auch unter Wür-

digung von kritischen Berichten nationaler und internationaler Organisatio-

nen bezüglich des kroatischen Asylverfahrens, keine Gründe für die An-

nahme vorliegen, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für 

Antragstellende in Kroatien würden systemische Schwachstellen im Sinne 

von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. insb. das Re-

ferenzurteil E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5; im Anschluss daran 

etwa die Urteile des BVGer D-4634/2023 vom 4. September 2023 E. 7.2, 

E-4075/2023 vom 2. August 2023 E. 5, E-521/2023 vom 21. Juli 2023 E. 8, 

D-761/2023 vom 10. Juli 2023 E. 5.2), 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs vom 

1. September 2023 zur Anwendung der Rechtsbestimmungen des Dublin-

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Regimes gegenüber der Vorinstanz im Wesentlichen geltend machte und 

auch in der Beschwerdeschrift vorbringt, er sei in Kroatien nach seinem 

Grenzübertritt durch die dortige Polizei geschlagen und bedroht worden, er 

habe in unhygienischen, menschenverachtenden Verhältnissen übernach-

ten müssen und habe, obwohl er krank in der Aufnahmeeinrichtung ange-

kommen sei, keine medizinische Unterstützung erhalten, 

dass das Bundesverwaltungsgericht zwar anerkennt (vgl. u.a. Urteil des 

BVGer D-4634/2023 vom 4. September 2023 E. 8.2), dass das Verhalten 

der kroatischen Grenzbehörden und die Behandlung von Asylsuchenden 

im Rahmen der Erstaufnahme bis zur Gesuchstellung in Kroatien proble-

matisch sein können, 

dass indessen zum heutigen Zeitpunkt nicht mit ausreichend hoher Wahr-

scheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass dies auch bei einer 

Rückkehr in diesen Staat im Rahmen des Dublin-Verfahrens der Fall ist, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die kroatischen Behörden würden in seinem Fall ihren völkerrecht-

lichen Verpflichtungen nicht nachkommen, zumal er sich nach der Dublin-

Überstellung in einer anderen Situation als bei seiner ersten (illegalen) Ein-

reise nach Kroatien befinden wird, 

dass er sich sodann bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung 

der ihm zustehenden Aufnahmebedingungen an die kroatischen Behörden 

zu wenden und seine Rechte auf dem Rechtsweg einzufordern hätte (vgl. 

Art. 26 Aufnahmerichtlinie), wobei ihm ausserdem die Möglichkeit offen-

steht, die vor Ort tätigen karitativen Organisationen zu kontaktieren, 

dass dies auch in Bezug auf ein allfälliges Fehlverhalten der kroatischen 

Polizei gilt, 

dass den in der Beschwerdeschrift gemachten Vorbringen hinsichtlich feh-

lenden oder mangelhaften Rechtsschutzes in Kroatien zum heutigen Zeit-

punkt nicht gefolgt werden kann, 

dass in der Beschwerdeschrift hinsichtlich der Durchführbarkeit des Voll-

zugs der Wegweisung nach Kroatien weiter geltend gemacht wird, wegen 

des in Kroatien Erlebten leide der Beschwerdeführer unter Albträumen und 

Angstzuständen, und im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens habe er 

seine psychischen Probleme beim zuständigen Gesundheitsdienst man-

gels eines Dolmetschers nicht vorbringen können, 

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dass auf dieser Grundlage, so in der Beschwerdeschrift weiter, der medi-

zinische Sachverhalt nicht als vollständig abgeklärt gelten könne, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich des rechtlichen Gehörs vom 1. Sep-

tember 2023 in gesundheitlicher Hinsicht im Wesentlichen zu Protokoll 

gab, es gehe ihm psychisch nicht gut, denn er mache sich Sorgen um seine 

Familie und seine Frau, und das in Kroatien Erlebte beschäftige ihn sehr, 

dass er deshalb im Bundesasylzentrum zum Arzt gegangen sei, wo er ei-

nen Tee, Lutschtabletten gegen Halsschmerzen sowie Schlaftabletten er-

halten habe, die aber nicht gewirkt hätten, 

dass er seine psychischen Probleme gegenüber dem Gesundheitsdienst 

nicht erwähnt habe, weil es vor Ort keinen Dolmetscher gehabt habe, und 

er deshalb nur äusserlich begutachtet worden sei, 

dass er gemäss Protokoll des rechtlichen Gehörs vom 1. September 2023 

durch das SEM aufgefordert wurde, nochmals einen Termin beim Gesund-

heitsdienst mit einem Dolmetscher zu beantragen, 

dass einer vorinstanzlichen Aktennotiz vom 6. September 2023 zum medi-

zinischen Sachverhalt zu entnehmen ist, dass sich der Beschwerdeführer 

am 31. August 2023 beim Gesundheitsdienst wegen psychischer Prob-

leme und Schlafschwierigkeiten gemeldet habe, weshalb ihm ein pflanzli-

ches Mittel verabreicht worden sei, 

dass er im Anschluss daran mitgeteilt habe, dass das genannte Mittel nicht 

genügend Wirkung gezeigt habe, weshalb ihm Mirtazapin (ein Antidepres-

sivum) verschrieben worden sei, 

dass er aufgefordert worden sei, sich nochmals zu melden, wenn die Tab-

letten nicht wirken würden, was er offensichtlich auch getan habe, 

dass der Aktennotiz weiter zu entnehmen ist, dass bezüglich des Be-

schwerdeführers beim Gesundheitsdienst des Bundesasylzentrums Brugg 

kein ärztlicher Bericht vorliege und auch kein offener Termin bestehe,  

dass hinsichtlich bestehender medizinischer Probleme festzuhalten ist, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Beschwerden nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK dar-

zustellen vermag, 

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Seite 9 

dass eine entsprechende, vom Europäischen Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) definierte Konstellation Schwerkranke betrifft, die durch die 

Abschiebung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Ziel-

staat – mit einem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernsten, raschen 

und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 

ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen 

Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR Pa-

poshvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016 [Grosse Kammer], Be-

schwerde Nr. 41738/10, Ziff. 180–193, m.w.N.), 

dass, ohne die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdefüh-

rers verharmlosen zu wollen, die von ihm geltend gemachten Probleme die 

soeben genannte hohe Schwelle einer schweren Erkrankung nicht errei-

chen, welche gegebenenfalls einer Wegweisung nach Kroatien entgegen-

stehen könnte, 

dass vielmehr im vorliegenden Fall keine gesundheitlichen Probleme ak-

tenkundig sind, die aus heutiger Sicht konkreten Anlass zur Annahme bie-

ten könnten, dem Beschwerdeführer drohe im Falle seiner Überstellung 

nach Kroatien aus gesundheitlichen Gründen ein Verstoss gegen Art. 3 

EMRK (vgl. BVGE 2011/9 E. 7), 

dass Kroatien im Übrigen grundsätzlich über eine ausreichende medizini-

sche Infrastruktur verfügt, wobei nebst den staatlichen Einrichtungen auch 

Angebote von Nichtregierungsorganisationen für die psychologische Be-

treuung bestehen, womit auch diesbezüglich – falls erforderlich – von ei-

nem genügenden Behandlungsangebot auszugehen ist (vgl. etwa die Ur-

teile des BVGer D-4634/2023 vom 4. September 2023 E. 8.3 m.w.N., Re-

ferenzurteil E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 10.3, sowie ausführlich  

D-5422/2022 vom 23. Januar 2023 E. 9.3.2 m.w.N.), 

dass auch keine Hinweise vorliegen, wonach in Kroatien dem Beschwer-

deführer eine adäquate medizinische Behandlung verweigert würde, sollte 

er eine solche tatsächlich benötigen,  

dass dem Beschwerdeführer ferner zugemutet werden kann, in Kroatien 

seine Rechte in Bezug auf die medizinische Versorgung und sonstige Un-

terstützung gemäss Art. 19 Aufnahmerichtlinie gegebenenfalls bei den zu-

ständigen staatlichen Stellen geltend zu machen, 

dass weder den Angaben des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Ver-

fahren noch in der Beschwerdeschrift sonstige konkrete Gründe zu 

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entnehmen sind, die gegen den Vollzug der Wegweisung nach Kroatien 

sprechen könnten,  

dass dem SEM im Übrigen bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 

ein Ermessen zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine 

Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 

Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist 

und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Abs. 1 Bst. a AsylV 1),  

dass nach den voranstehenden Erwägungen zu den Aufnahmebedingun-

gen, welche der Beschwerdeführer in Kroatien mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit zu erwarten hat, auch kein konkreter Anlass ersichtlich ist, 

an die Adresse des SEM die Einholung von entsprechenden Zusicherun-

gen seitens der kroatischen Behörden anzuordnen, womit der entspre-

chende Eventualantrag abzuweisen ist, 

dass die Beschwerde folglich abzuweisen ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist,  

dass das mit der Beschwerdeschrift gestellte Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die hauptsächlichen Be-

gehren – wie sich aus den angestellten Erwägungen ergibt – als von vorn-

herein aussichtslos zu bezeichnen waren, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Martin Scheyli 

 

 

Versand: