# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 592b9143-b86a-5adf-ac68-a3dde6d7476e
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-12
**Language:** de
**Title:** Untergeschoss. Decke als zugehöriger Teil.
**Docket/Reference:** BRKE III Nr. 0128/2009
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_III_0128_2009_578.pdf

## Full Text

BRKE III Nr. 0128/2009 vom 12. August 2009 in BEZ 2009 Nr. 63

5.2.2  Die  Bauherrschaft  ist  bei  ihrer  Berechnung  des  unter  dem  gewachsenen 
Boden  befindlichen  Teils  der  Unter(Garten-)geschosse  davon  ausgegangen,  dass 
Teil  dieser  Gebäudeabschnitte  auch  die  Geschossdecken  zum  darunter  liegenden 
Gebäudeabschnitt (zweites Untergeschoss mit der Unterniveaugarage) bilden. Nicht 
mehr  den  fraglichen  Gebäudeabschnitten  zugerechnet  wurden,  was  ein  Vergleich 
mit  den  Höhenkoten  in  den  West- und  Ostfassadenplänen  ergibt,  demgegenüber 
deren Decken. Vielmehr wurde jeweils lediglich bis Unterkant Decke (zum darüber-
liegenden ersten Vollgeschoss) gerechnet. (…)

5.2.3  Dieses  Vorgehen  erweist  sich  als  unzulässig.  Daran  ändert  der  Verweis 
der Bauherrschaft auf einen Vermerk in der Publikation Fritzsche/Bösch, wonach bei 
der  Anwendung  von  §  9  ABV  das  Volumen  von  Untergeschossen  von  «Unterkant 
Fussboden  bis  Unterkant  Decke»  zu  messen  sei,  nichts  (Ch.  Fritzsche/P.  Bösch, 
Zürcher  Planungs- und  Baugesetz,  4.  A.,  2006,  11-26).  Teil  des  Untergeschosses 
bildet  auch  dessen  Betondecke.  Dies  ergibt  sich  schon  aus  der  Definition  von  §  2 
Abs.  1  der  Allgemeinen  Bauverordnung  (ABV),  wonach  Gebäude  gegen  äussere, 
namentlich  atmosphärische  Einflüsse  abschliessen,  was  einen  oberen  Abschluss, 
bei  Geschossen  also  eine  Decke  voraussetzt.  Zum  gleichen  Schluss  führt  alsdann 
auch die fachsprachliche Betrachtungsweise, wonach die horizontale Trennung zwi-
schen zwei Geschossen als Decke und nicht als Boden bezeichnet wird, diese bau-
liche Trennung also jeweils dem unteren Geschoss als dessen Decke zuzurechnen 
ist.  Schliesslich  zeigt  sich  die  Unhaltbarkeit  der  von  der  Bauherrschaft  vertretenen 
gegenteiligen  Auffassung  auch  an  Folgendem:  Würde  diese  zu  Ende  gedacht,  so 
endete bei Flachdachgeschossen deren Kubatur Unterkant Decke und wäre darüber 
eine keinem Geschoss mehr zuzurechnende zusätzliche Kubatur in Form der Decke 
des Dachgeschosses vorhanden, welches Ergebnis offenkundig unhaltbar wäre. 

nicht 

bislang 

Verwiesen werden kann in diesem Zusammenhang überdies auf den vor kurzen 
ergangenen, 
Verwaltungsgerichtsentscheid 
publizierten 
VB.2008.00163. Bei diesem war zu beurteilen, in welcher Weise für Besondere Ge-
bäude  erlaubte  (zusätzliche)  Baumasse,  die  nach  der  Bauordnung  zur  Hälfte  auch 
Hauptgebäuden  «zugeschlagen»  werden  durfte,  bei  der  Realisierung  im  Hauptge-
bäude zu berechnen sei. Das Verwaltungsgericht erachtete damals als sachgerecht, 
dass die Decke der Unterniveaugarage (noch) der ins Hauptgebäude transferierten 
Baumasse für Besondere Gebäude zugerechnet wird. Den Fertigboden des darüber-
liegenden Geschosses bezeichnete es hingegen als «eindeutig» jenem Gebäudeab-
schnitt zugehörig (E. 4.2.7).