# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5e72c03-a2c9-578f-b5c0-ee5ee2d345a4
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-02-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.02.2023 SK.2023.11
**Docket/Reference:** SK.2023.11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2023-11_2023-02-08

## Full Text

Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR);
Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR);
Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR);
Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR);
Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR)

Verfügung vom 8. Februar 2023 
Strafkammer 

Besetzung  

Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Elena Inhelder  

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 

Staatsanwalt des Bundes Alexander Medved, 

Leiter Rechtsdienst, 

  

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, 

Generalsekretariat EFD, vertreten durch  

Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst,  

  

 

gegen 

  A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Friedrich 

Frank, 

 

Gegenstand 

 

Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung 

(Art. 78 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VStrR); 

Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 3 VStrR) 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2023.11 

- 2 - 

SK.2023.11 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

‒ das Eidgenössische Finanzdepartement (nachfolgend: EFD) gestützt auf die An-

zeige der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA vom 8. Oktober 2018 am 

30. November 2020 gegen A. und B. ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Ver-

dachts auf Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 37 des Bundesgesetzes vom 

10. Oktober 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfi-

nanzierung (Geldwäschereigesetz, GwG; SR 955.0) eröffnete (EFD pag. 20.1);   

‒ das EFD mit Strafverfügung vom 14. November 2022 B. wegen Verletzung der Mel-

depflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 GwG, mehrfach begangen vom 

1. Dezember 2012 bis zum 5. August 2016 schuldig sprach und zu einer Busse von 

Fr. 150’000.-- sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 10’880.-- verur-

teilte (Art. 70 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstraf-

recht [VStrR; SR 313.0]; EFD pag. 100.1 ff.); 

‒ das EFD mit Strafverfügung vom 14. November 2022 A. wegen Verletzung der Mel-

depflicht gemäss Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 1 GwG, mehrfach begangen vom 

24. März 2010 bis 5. August 2016 schuldig sprach und zu einer Busse von 

Fr. 40'000.-- sowie zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 10’890.-- verurteilte 

(Art. 70 VStrR; EFD pag. 101.1 ff.); 

‒ B. mit Schreiben vom 22. November 2022 und A. mit Schreiben vom 29. November 

2022 beim EFD die gerichtliche Beurteilung verlangten (Art. 72 VStrR; TPF pag. 

6.100.5 f.; -7 f.); 

‒ das EFD in Anwendung von Art. 50 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Eidgenös-

sische Finanzmarktaufsicht vom 22. Juni 2007 (Finanzmarktaufsichtsgesetz, FIN-

MAG; SR 956.1) die Akten mit Schreiben vom 8. Dezember 2022 an die Bundesan-

waltschaft zuhanden des Bundesstrafgerichts überwies (TPF pag. 6.100.3 f.); 

‒ die Bundesanwaltschaft am 14. Dezember 2022 die Akten des EFD zusammen mit 

dem Begehren um gerichtliche Beurteilung beim Bundesstrafgericht einreichte, wo-

bei die Überweisung als Anklage gilt (Art. 50 Abs. 2 FINMAG i.V.m. Art. 73 

Abs. 2 VStrR; TPF pag. 6.100.1 ff.); 

‒ das Gericht prüft, ob ein rechtzeitig eingereichtes Begehren um gerichtliche Beur-

teilung vorliegt (Art. 75 Abs. 1 VStrR);  

‒ das Begehren um gerichtliche Beurteilung vom 29. November 2022 form- und frist-

gerecht erfolgte (Art. 72 Abs. 1 und 2 VStrR; EFD pag. 101.90; TPF pag. 6.100.7 f.);  

- 3 - 

SK.2023.11 

‒ der Beschuldigte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung zurückziehen kann, so-

lange das Urteil erster Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. 

Abs. 1 VStrR); 

‒ A. sein Begehren um gerichtliche Beurteilung mit Schreiben vom 2. Februar 2023 

zurückzog; 

‒ das gegen A. geführte Strafverfahren vom Verfahren SK.2022.54 abgetrennt und 

neu unter der Verfahrensnummer SK.2023.11 weitergeführt wird (Art. 30 StPO 

i.V.m. Art. 82 VStrR); 

‒ die Strafverfügung des EFD gegen A. vom 14. November 2022 infolge Rückzugs 

einem rechtskräftigen Urteil gleichsteht (Art. 72 Abs. 3 VStrR) und das Verfahren 

SK.2023.11 infolgedessen eingestellt wird (Art. 78 Abs. 3 VStrR);   

‒ sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich 

nach Art. 73 - 81 VStrR bestimmen (Art. 82 VStrR);  

‒ die Kosten des gerichtlichen Verfahrens diejenige Partei zu tragen hat, welche den 

Rückzug erklärt und damit die Einstellung des gerichtlichen Verfahrens herbeige-

führt hat (Art. 78 Abs. 4 VStrR; vgl. u.a. Verfügung der Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts SK.2016.37 vom 1. Februar 2017);   

‒ A. die Einstellung des Verfahrens durch den Rückzug seines Begehrens um gericht-

liche Beurteilung beantragt und demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat; 

‒ neben den in der (nun rechtskräftigen) Strafverfügung auferlegten Verfahrenskosten 

zusätzlich die Kosten für die nach dem Stellen des Begehrens um gerichtliche Be-

urteilung vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen;   

‒ der Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung frühzeitig erfolgte und das 

Gericht im Rahmen der Prozessvorbereitung noch keine wesentlichen Kosten und 

Auslagen hatte;  

‒ in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organi-

sation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 1 Abs. 4, Art. 5 

und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; 

SR 173.713.162) eine Pauschalgebühr von Fr. 500.-- festzusetzen ist.   

 

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SK.2023.11 

Der Einzelrichter verfügt: 

I. 

1. Das gegen A. geführte Strafverfahren wird vom Verfahren SK.2022.54 abgetrennt 

und neu unter der Verfahrensnummer SK.2023.11 weitergeführt.  

2. Das Strafverfahren SK.2023.11 wird infolge Rückzugs des Begehrens um gerichtli-

che Beurteilung eingestellt.  

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird A. auferlegt. 

II. 

Diese Verfügung wird den Parteien des Verfahrens SK.2023.11 schriftlich eröffnet. Der 

Verteidigung des im Verfahren SK.2022.54 Beschuldigten B. wird eine Kopie des Ent-

scheids zugestellt. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

  

- 5 - 

SK.2023.11 

Geht an 

− Bundesanwaltschaft, Herrn Alexander Medved, Leiter Rechtsdienst 

− Eidg. Finanzdepartement, Herrn Christian Heierli, Leiter Strafrechtsdienst EFD 

− Herrn Rechtsanwalt Friedrich Frank, Verteidiger von A. (Beschuldigter) 

 

Kopie 

− Herrn Rechtsanwalt Andrea Taormina, Verteidiger von B. (Beschuldigter im Verfah-

ren SK.2022.54) 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

− Eidgenössisches Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD, als Vollzugsbehörde 

(vollständig; Art. 90 Abs. 1 VStrR) 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

  Versand: 8. Februar 2023