# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89f884e6-39d2-5ab7-a989-9c70e38b128e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.05.2024 PQ240032
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ240032_2024-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ240032-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Beschluss und Urteil vom 27. Mai 2024

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

betreffend Beistandschaft nach Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 ZGB 

Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer II des Bezirksrates Zürich vom 
4. April 2024; VO.2024.4 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt 
Zürich)

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Erwägungen:

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf

1.1. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) wandte sich mit Schreiben vom 

17. August 2023 an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich 

(nachfolgend KESB) und bat um Errichtung einer Beistandschaft zur Unterstüt-

zung in administrativen und finanziellen Belangen (KESB act. 1). Nach entspre-

chenden Abklärungen und nach Anhörung der Beschwerdeführerin errichtete die 

KESB mit Beschluss vom 19. Dezember 2023 eine Vertretungsbeistandschaft mit 

Vermögensverwaltung nach Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 ZGB und er-

nannte B._____ zur Beiständin. Die auf Fr. 1'600.– festgesetzten Gebühren wur-

den der Beschwerdeführerin auferlegt, jedoch zufolge der gewährten unentgeltli-

chen Rechtspflege auf die Staatskasse genommen (KESB act. 17). 

1.2. Mit Eingabe vom 17. Januar 2024 gelangte die Beschwerdeführerin erneut 

an die KESB und erklärte, dass sie mit dem Beschluss vom 19. Dezember 2023 

nicht einverstanden sei (KESB act. 20). Die KESB übermittelte diese Eingabe 

dem Bezirksrat (BR act. 1), welcher ein Beschwerdeverfahren eröffnete und die 

KESB ersuchte, sich zur Wahrung der Rechtsmittelfrist zu äussern (BR act. 3). 

Dieser Aufforderung kam die KESB mit Eingabe vom 2. Februar 2024 nach (BR 

act. 7). Mit Urteil vom 4. April 2024 wies der Bezirksrat die Beschwerde ab und 

auferlegte der Beschwerdeführerin die Entscheidgebühr von Fr. 500.– (BR act. 13 

= act. 3 [Aktenexemplar] und act. 6). 

1.3. Mit Eingabe vom 3. Mai 2024 richtet sich die Beschwerdeführerin an den Be-

zirksrat. Sie verlangt wiederum die Aufhebung des Beschlusses der KESB und 

bittet darum, dass die Unterlagen ohne weitere Kosten erneut geprüft würden. 

Ausserdem ersucht sie um Erlass der Kosten von Fr. 500.– (BR act. 15). Der Be-

zirksrat leitete diese Eingabe am 6. Mai 2024 an die Kammer weiter (act. 4 und 

5). 

1.4. Es wurde das vorliegende Beschwerdeverfahren angelegt und die Akten der 

KESB (act. 8/1-28; zitiert als KESB act.) und der Vorinstanz (act. 7/1-15; zitiert als 

BR act.) von Amtes wegen beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

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2. Prozessuales

2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet 

sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) und 

des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR, 

LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfahren vor 

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichtsorganisa-

tionsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Bestimmun-

gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 40 EG 

KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom 

Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i.V.m. 

§§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). 

2.2. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen das Urteil der Kammer II des 

Bezirksrats Zürich vom 4. April 2024, weshalb die angerufene Kammer gestützt 

auf Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 64 EG KESR dafür zuständig ist. Die Beschwer-

deführerin ist zur Beschwerde an die Kammer legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 

ZGB). 

2.3. Das angefochtene Urteil wurde der Beschwerdeführerin am 8. April 2024 zu-

gestellt (BR act. 14/1), so dass die Beschwerdefrist am 8. Mai 2024 endete. Die 

Beschwerde (act. 2) wurde am 3. Mai 2024 der Post übergeben (§ 40 Abs. 3 EG 

KESR i.V.m. Art. 143 Abs. 1 ZPO) und ging – nach Übermittlung durch den Be-

zirksrat – am 6. Mai 2024 bei der Kammer ein (act. 2). Die Beschwerde wurde so-

mit rechtzeitig erhoben. Die Einreichung der Beschwerde beim Bezirksrat hätte 

mit Blick auf die Wahrung der Beschwerdefrist ohnehin nicht geschadet. 

2.4. Nach Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde schriftlich und begründet ein-

zureichen. Von der Beschwerde führenden Partei ist darzulegen und aufzuzeigen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid fehlerhaft sein soll. Sie muss sich sachbe-

zogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinander-

setzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. 

den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll (vgl. Art. 450a ZGB). Dies gilt 

auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG 

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KESR; BGE 141 III 569 E. 2.3.3 mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Bei 

Beschwerden von Laien dürfen jedoch keine überspitzten Anforderungen an die 

Begründung gestellt werden. Es reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum 

Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet resp. 

weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerde führen-

den Partei unrichtig sein soll. Ob die vorliegende Beschwerde den für Laien her-

abgesetzten Begründungsanforderungen gerecht wird, wird nachfolgend zu prü-

fen sein. 

2.5. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbefugnis 

zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-DROESE, 

Art. 450a N 3 und 10). 

3. Zur Beschwerde im Einzelnen

3.1. Die Vorinstanz verwies einleitend auf die Erwägungen der KESB, wonach 

deren Abklärungen gezeigt hätten, dass die Beschwerdeführerin sowohl psy-

chisch als auch körperlich in einer schlechten Verfassung sei. Sie benötige Hilfe 

in verschiedenen Lebensbereichen. Die Unterstützung durch nahestehende Per-

sonen oder private oder öffentliche Dienste reiche zu ihrem Schutz und zur Wah-

rung ihrer Interessen nicht aus. In der Folge nahm die Vorinstanz Bezug auf die 

von der Beschwerdeführerin selbst erwähnte, nicht näher bezeichnete psychische 

Erkrankung, die Einschätzung der städtischen Gesundheitsdienste vom 25. Sep-

tember 2023 sowie auf die anlässlich der Anhörung vor der KESB protokollierten 

Schilderungen der Beschwerdeführerin und der sie begleitenden psychosozialen 

Beraterin der Mobilen Krisenintervention der PUK. Die Vorinstanz hielt fest, die 

Beschwerdeführerin habe eine psychische Erkrankung, einen unlängst erfolgten 

Aufenthalt in der PUK sowie ein "Dauertief" eingeräumt und in der Beschwerde 

nicht in Frage gestellt. Die psychosoziale Beraterin habe die psychischen Pro-

bleme der Beschwerdeführerin bestätigt und die juristische Adjunktin der KESB 

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habe ebenfalls auf psychische Probleme der Beschwerdeführerin geschlossen. 

Damit sei ein Schwächezustand bei der Beschwerdeführerin hinreichend erstellt, 

auch wenn keine ärztliche Diagnose vorliege (act. 3 S. 4 f.). Weiter erwog die 

Vorinstanz, aus den Akten gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr 

in der Lage sei, ihre administrativen und finanziellen Belange selbst hinreichend 

zu besorgen. Dabei verwies die Vorinstanz auf die Ausführungen der Beschwer-

deführerin im Gesuch vom 17. August 2023, auf Angaben der psychosozialen Be-

raterin, auf den Betreibungsregisterauszug sowie auf die Schilderungen der Be-

schwerdeführerin anlässlich der Anhörung bei der KESB und hielt fest, die Be-

schwerdeführerin zeige in ihrer Beschwerde nicht auf, dass sich diese Situation 

wesentlich verändert habe. Auch wenn die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich 

einen RAV-Kurs und ein Wiedereingliederungsprogramm besuchen könne und 

die finanziellen Schwierigkeiten dadurch reduziert würden, sei damit weder der 

Schwächezustand noch das daraus resultierende soziale Unvermögen behoben. 

Nichts deute darauf hin, dass die Beschwerdeführerin ihre administrativen oder fi-

nanziellen Angelegenheiten inzwischen allein erledigen könne, zumal sie auch 

nicht darlege, dass die sozialversicherungsrechtlichen Probleme beseitigt seien. 

Es sei nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin bereits heute wieder ihre An-

gelegenheiten selbständig, dauerhaft und ausreichend erledigen könne (act. 3 

S. 5 f.).

3.2. Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde an die Kammer geltend, 

anlässlich des Gesprächs bei der KESB vom 30. November 2023 sei ihr zugesi-

chert worden, dass sie jederzeit (gegen die Errichtung der Beistandschaft) Ein-

spruch erheben könne, wenn es wieder besser werde, was sie belegen und Frau 

C._____ und Frau D._____ bezeugen könnten. Sie habe bis heute weder mit der 

KESB noch mit der Beiständin Kontakt gehabt und auch keine schriftliche Mittei-

lung erhalten. Erstaunlich sei auch, dass sie im Jahr 1991 für fünf Wochen in der 

PUK gewesen sein solle. Sie sei im Jahr 1980 in Österreich geboren und erst 

2002 in die Schweiz gekommen (act. 2). 

3.3. Die Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft im Sinne von Art. 394 ZGB 

setzt zunächst einen Schwächezustand voraus. Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 

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errichtet die Behörde eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen 

einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in 

der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder 

gar nicht besorgen kann. Mit eigenen Angelegenheiten sind Aufgaben gemeint, 

die im Interesse der betroffenen Person liegen und in Bezug zu ihrer gegenwärti-

gen Lebenssituation stehen; sie können namentlich die Personensorge, die Ver-

mögenssorge oder den Rechtsverkehr betreffen. Das Unvermögen bzw. die dar-

aus resultierende Hilfs- und Schutzbedürftigkeit muss sich auf die konkret zu be-

sorgende Angelegenheit beziehen (vgl. BSK ZGB I-BIDERBOST, 7. Aufl. 2022, 

Art. 390 N 17 ff.). Entsprechend dem Verhältnismässigkeits- und Subsidiaritäts-

prinzip darf ausserdem anderweitige Abhilfe nicht möglich und ausreichend sein; 

die anvisierte Massnahme muss geeignet und erforderlich sein (vgl. Art. 389 

ZGB). Die Vertretungsbefugnis des Beistandes darf nicht Geschäfte umfassen, 

welche die betroffene Person selbst hinreichend besorgen kann (BSK ZGB I-BI-

DERBOST, a.a.O., Art. 394 N 6).

3.4. In ihrer Aktennotiz zur Anhörung vom 30. November 2023 hielt die juristi-

sche Adjunktin der KESB fest, die Beschwerdeführerin habe auf Befragen unter 

anderem ausgeführt, dass sie nach der Scheidung einen stationären Aufenthalt 

gehabt habe, im Jahre 1991 sei sie insgesamt für ca. 5 Wochen in der PUK gewe-

sen (KESB act. 16). Auf diese Aktennotiz bezog sich die Vorinstanz an der von 

der Beschwerdeführerin monierten Stelle der Urteilsbegründung. Selbst wenn die 

Jahresangabe bzw. der fünfwöchige stationäre Aufenthalt der Beschwerdeführerin 

in der PUK nicht zutreffen sollten, könnte die Beschwerdeführerin daraus nichts 

zu ihren Gunsten ableiten. Aufgrund der Akten ging die Vorinstanz bei der Be-

schwerdeführerin zu Recht von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 390 

Abs. 1 Ziff. 1 ZGB aus. Allein der Umstand, dass die Beschwerdeführerin aktuell 

einen Kurs des RAV besucht und in ein Wiedereingliederungsprogramm aufge-

nommen worden ist, belegt nicht, dass sie den aufgrund der Akten ausgewiese-

nen Schwächezustand überwunden hat. Auch mit dem pauschalen Hinweis, dass 

es ihr wieder besser gehe, vermag die Beschwerdeführerin diesen nicht zu ent-

kräften. Aufgrund der Akten ist insbesondere davon auszugehen, dass es der Be-

schwerdeführerin zeitweise vorübergehend besser geht, dieser Zustand in der 

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Vergangenheit aber jeweils nicht lang angedauert hat (KESB act. 11, 14, 16 S. 2). 

Eine nachhaltige Verbesserung ihres psychischen Zustands ist aufgrund der pau-

schalen Angaben der Beschwerdeführerin jedenfalls nicht dargetan. 

3.5. Die Beschwerdeführerin führt in der Beschwerde auch nicht konkret aus, 

dass sie nun in der Lage sei, ihre administrativen Aufgaben anzupacken und zu 

erledigen. Obwohl die Vorinstanz die sozialversicherungsrechtlichen Probleme 

der Beschwerdeführerin explizit erwähnt hat (act. 3 S. 6 f.), geht die Beschwerde-

führerin in der Beschwerde nicht darauf ein. Sie behauptet nicht, dass sich die so-

zialversicherungsrechtlichen Fragen (vgl. KESB act. 11) bzw. die bestehenden 

Divergenzen mit der Krankenkasse E._____ (vgl. KESB act. 14 und act. 16) in der 

Zwischenzeit geklärt hätten. Der Umstand, dass weder die KESB noch die Bei-

ständin in der Zwischenzeit mit der Beschwerdeführerin in Kontakt getreten sind, 

ist darauf zurückzuführen, dass die mit Beschluss der KESB vom 19. Dezember 

2023 angeordnete Beistandschaft aufgrund des hängigen Beschwerdeverfahrens 

noch nicht umgesetzt worden ist (Art. 450c ZGB). Die Beschwerdeführerin ist dar-

auf hinzuweisen, dass sie eine Aufhebung der Beistandschaft beantragen kann, 

wenn sie konkret dartun kann, dass sie nicht nur vorübergehend wieder in der 

Lage ist, die anstehenden administrativen und finanziellen Belange selbständig zu 

erledigen. 

3.6. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen Dispositiv-Ziffer I des be-

zirksrätlichen Urteils abzuweisen.

4. Kostenauflage im bezirksrätlichen Beschwerdeverfahren

4.1. Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– fest und auferlegte 

sie der unterliegenden Beschwerdeführerin (act. 3 S. 7 f., Dispositiv-Ziff. II). 

4.2. Die Beschwerdeführerin stört sich daran, dass sie mit einer Entscheidgebühr 

gebüsst werde, nachdem sie sich wegen finanzieller Probleme, die sie in der Zwi-

schenzeit wieder selber lösen könne, an die KESB gewandt habe. Sie möchte, 

dass ihr die Entscheidgebühr erlassen wird (act. 2). 

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4.3. Im bezirksrätlichen Beschwerdeverfahren ist Art. 106 ZPO als kantonales 

Recht anwendbar. Demnach können die Kosten der unterliegenden Partei aufer-

legt werden (§ 40 Abs. 3 EG KESR i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kostenauf-

lage zu Lasten der Beschwerdeführerin in Dispositiv-Ziff. II des angefochtenen 

Urteils ist deshalb nicht zu beanstanden.

4.4. Nach Art. 117 ZPO hat eine Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. Mittellosigkeit) 

und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Im Rechtsmittelverfahren ist 

die unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 119 Abs. 5 ZPO neu zu beantragen. 

Die Beschwerdeführerin hat im bezirksrätlichen Verfahren kein Gesuch um unent-

geltliche Rechtspflege gestellt. Die KESB hatte der Beschwerdeführerin im Be-

schluss vom 19. Dezember 2023 die unentgeltliche Rechtspflege mit der Begrün-

dung gewährt, die Beschwerdeführerin verfüge nicht über genügend finanzielle 

Mittel, um neben ihrem Lebensunterhalt für die Gebühren des Verfahrens aufzu-

kommen (KESB act. S. 3 und 4, Dispositiv-Ziff. 4). Im Verfahren vor der KESB 

hatte die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich – kein (zumindest kein explizi-

tes) Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt. Vor die-

sem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 

die unentgeltliche Rechtspflege hätte von Amtes wegen gewähren müssen oder 

ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin in Anwendung des Vertrauensgrund-

satzes nach Art. 52 ZPO zumindest auf die Möglichkeit eines entsprechenden Ge-

suches hätte hinweisen müssen. 

4.5. Wie erwähnt ist für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege neben 

der Mittellosigkeit erforderlich, dass das Rechtsbegehren nicht aussichtslos er-

scheint. Wie gesehen hat die Vorinstanz die Beschwerde vollumfänglich abgewie-

sen und dabei festgehalten, die Beschwerdeführerin zeige nicht auf, dass sich die 

Situation wesentlich geändert habe (act. 3 S. 6). Unter diesen Umständen durfte 

die Vorinstanz die Beschwerde als von Vorneherein aussichtslos qualifizieren. 

Entsprechend war die Vorinstanz nicht verpflichtet, die Beschwerdeführerin in An-

wendung des Vertrauensgrundsatzes nach Art. 52 ZPO auf die Möglichkeit der 

unentgeltlichen Rechtspflege hinzuweisen. Es mag stossend erscheinen, dass die 

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Vorinstanz bei der Beschwerdeführerin von einem Schwächezustand im Sinne 

von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB ausgeht und sie für unfähig hält, ihre administrati-

ven Angelegenheiten zu besorgen, sie aber im Ergebnis dennoch auf der Aus-

sichtslosigkeit ihrer Beschwerde behaftet und ihr Kosten auferlegt. Gestützt auf 

Art. 106 ZPO und auf das im Verwaltungsverfahren geltende Verursacherprinzip 

ist dieses Vorgehen indessen rechtskonform. 

4.6. Gegen die Höhe der Gebühr bringt die Beschwerdeführerin nichts Konkretes 

vor. Eine Reduktion der Gebühr würde ohnehin an einem bezifferten Beschwerde-

antrag scheitern.

4.7. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde ein Gesuch um Erlass 

der Verfahrenskosten stellen möchte (vgl. Art. 112 ZPO), ist sie darauf hinzuwei-

sen, dass die Kammer zur Behandlung nicht zuständig ist. Der Bezirksrat waltet in 

Erwachsenenschutzverfahren zwar als erstinstanzliche (gerichtliche) Beschwer-

deinstanz, deren Entscheide beim Obergericht angefochten werden können (§ 50 

lit. b GOG und § 63 EG KESR). Der Bezirksrat untersteht jedoch in Angelegenhei-

ten der Justizverwaltung, in deren Bereich das Inkasso der auferlegten Entscheid-

gebühr fällt, nicht der Aufsicht des Obergerichts (§§ 67 ff. GOG). § 18 Abs. 1 lit. q 

der Verordnung über die Organisation des Obergerichts findet keine Anwendung. 

Gemäss § 29 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG, LS 175.2) vollstreckt jede 

Verwaltungsbehörde die von ihr getroffene Anordnung selbst. Die den Parteien 

auferlegten Verfahrenskosten werden von der entscheidenden Instanz bezogen, 

welche auch über den Erlass oder die Stundung auferlegter Verfahrenskosten 

entscheidet (TOBIAS JAAG in: Kommentar VRG, § 13 N 104 und § 29 N 9). Die Be-

schwerdeführerin hätte ein allfälliges Stundungs- oder Erlassgesuch folglich dem 

Bezirksrat Zürich einzureichen. Zu bemerken bleibt, dass jedenfalls in den Erlass-

gesuchen für Kosten der Bezirksgerichte oder des Obergerichts die Verweigerung 

der unentgeltlichen Rechtspflege infolge Aussichtslosigkeit nicht über den Kosten-

erlass korrigiert werden könnte (OGer ZH KD160001 vom 18. Mai 2016 E. 3.3). 

Dem Gesuch um Kostenerlass kann demnach nicht entsprochen werden.

4.8. Damit ist auch die Beschwerde gegen die Kostenauflage abzuweisen, so-

weit darauf einzutreten ist.

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5. Kosten- und Entschädigungsfolgen des obergerichtlichen Verfahrens

5.1. Umständehalber ist auf die Erhebung von Kosten für das vorliegende Be-

schwerdeverfahren zu verzichten. Damit wird das von der Beschwerdeführerin 

sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos 

und ist abzuschreiben. 

5.2. Eine Parteientschädigung steht der Beschwerdeführerin mangels Antrags 

sowie mangels Rechtsgrundlage nicht zu.

Es wird beschlossen:

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die Beiständin B._____, 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Stadt Zürich sowie an den Be-

zirksrat Zürich, Kammer II, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

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