# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c2ba2b9-dd62-511b-a87a-846aba1296ae
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-6177/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6177-2011_2011-11-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6177/2011

U r t e i l   v om   1 7 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Ghana, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 11. November 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer unter Verwendung gefälschter (…) Ausweise 
eigenen Angaben zufolge Accra am 27. Oktober 2011 auf dem Luftweg in 
Richtung  B.______  verliess,  von  wo  er  über  C.______  nach  Zürich 
weiterflog,

dass er dort an der Weiterreise nach D.______ gehindert wurde und  am 
30. Oktober  2011  im  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  das  BFM  ihm  gleichentags  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig 
verweigerte  und  ihm  für  die  Dauer  des  weiteren  Asylverfahrens  bis 
maximal  60  Tage  der  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  als 
Aufenthaltsort zugewiesen wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  am  31. Oktober  2011  summarisch  befragt 
und  am  11. November  2011  durch  den  Dienst  Flughafenverfahren  des 
BFM einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde,

dass  er  dabei  im  Wesentlichen  vorbrachte,  er  sei  (…)  im  (…)  von 
E.______ entfernten Dorf F.______ wohnhaft gewesen,

dass  ihm  G.______  vor  einigen  Jahren  kurz  vor  seinem  Tod  ein  (…) 
vermacht habe, was die restlichen Verwandten nicht akzeptiert hätten,

dass  er  in  der  Folge  ins  (…)  von  E._______  umgezogen  und  dort  im 
Laufe  der  Zeit  von  unbekannten  Personen  bedroht  worden  sei,  wobei 
vermutlich Verwandte von ihm für die Drohungen verantwortlich gewesen 
seien,

dass  er  (…)  zum  Dorfoberhaupt  gegangen  sei,  um  gegen  diese 
Verwandten zu klagen,

dass  die Verwandten  vom Dorfoberhaupt  vorgeladen worden  seien  und 
dabei abgestritten hätten, etwas mit den Drohungen zu tun zu haben,

dass  der  Beschwerdeführer  (…)  einen  Drohzettel  vor  seiner  Türe 
gefunden  und  sich  aus  Angst  vor  weiteren  Behelligungen  entschlossen 
habe,  seinen  Heimatstaat  zu  verlassen,  woraufhin  er  sich  nach  Accra 
begeben und dort die Ausreise vorbreitet habe,

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dass  das  BFM  mit  am  selben  Tag  eröffneter  Verfügung  vom 
11. November  2011  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  dessen  Asylgesuch  ablehnte  und  die 
Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  hielten  weder  den 
Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) noch denjenigen an 
die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG stand,

dass er keine staatliche Verfolgung geltend mache,

dass  das  Dorfoberhaupt,  welchem  die  Rolle  einer  erstinstanzlichen 
staatlichen  Behörde  zukomme,  auf  die  Intervention  seitens  des 
Beschwerdeführers  hin  ein  Schlichtungsverfahren  eingeleitet  und  damit 
den verlangten Schutz geboten habe,

dass es dem Beschwerdeführer in der Folge auch offen gestanden wäre, 
sich  an  die  offiziellen  Polizei­  und  Justizbehörden  zu  wenden,  weshalb 
der  Staat  vor  diesem  Hintergrund  seiner  Schutzpflicht  nachgekommen 
sei,

dass er aus  regional beschränkten Verfolgungsmassnahmen abgeleitete 
Nachteile  geltend  mache,  weshalb  er  über  eine  innerstaatliche 
Fluchtalternative,  beispielsweise  in  Accra,  verfüge,  und mithin  nicht  auf 
den Schutz der Schweiz angewiesen sei,

dass  im  Übrigen  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  im 
Zusammenhang mit der geltend gemachten Verfolgung nicht glaubhaft 
seien,  da  sie  äusserst  ungenau,  logisch  nicht  stringent  und  zeitlich 
nicht nachvollziehbar seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  14. November  2011 
(vorab  per  Telefax)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei unter Kosten 
und  Entschädigungsfolge  beantragte,  es  sei  der  angefochtene 
Entscheid  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen  und 
Asyl  zu  gewähren,  die  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 

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Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  festzustellen  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  um  Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, und zudem beantragte, 
im Sinne einer vorsorglichen Massnahme seien die Vollzugsbehörden 
anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  sowie  jede  Weitergabe  von  Daten  an  denselben  zu 
unterlassen,

dass  er  eventualiter  über  eine  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  in 
einer separaten Verfügung zu informieren sei,

dass  er  schliesslich  beantragte,  es  sei  eventuell  die  aufschiebende 
Wirkung wiederherzustellen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14. November  2011  vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 50 und 
52 VwVG),

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dass  die  Beschwerde  zwar  nicht  in  einer  Amtssprache  des  Bundes 
abgefasst  ist (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101),  indes  auf  die 
Ansetzung  einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung  praxisgemäss 
verzichtet  werden  kann,  da  der  in  Englisch  verfassten 
Beschwerdeeingabe  genügend  klare  Rechtsbegehren  und  deren 
Begründung  zu  entnehmen  sind  und  ohne  Weiteres  darüber  befunden 
werden kann,

dass somit – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – auf die 
frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden  ist 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend  –  wie  nachfolgend 
aufgezeigt – um eine solche handelt, weshalb auf einen Schriftenwechsel 
zu  verzichten  und  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  hat  (Art.  42  Abs.  1 
AsylG)  und  das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung  nicht  entzogen  hat  (Art.  55 Abs.  2 VwVG), weshalb  auf  den 
Eventualantrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung 
nicht einzutreten ist,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  anerkannt  wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung ausführlich  und  –  nach 
Überprüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – 
zu  Recht  festgestellt  hat,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
genügten weder  den Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  noch 
denjenigen an die Glaubhaftigkeit,

dass  diesbezüglich  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die 
nicht  zu  beanstandenden Erwägungen  in  der  angefochtenen Verfügung 
verwiesen  werden  kann  und  lediglich  zu  ergänzen  bleibt,  dass – 
ungeachtet  der  fehlenden  Glaubhaftigkeit  der  geltend  gemachten 
Verfolgungsvorbringen – diese nicht aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG 
genannten  Gründe  erfolgt  wären  und  auch  aus  diesem  Grund  als 
asylrechtlich nicht relevant zu qualifizieren wären,

dass  es  dem Beschwerdeführer  nicht  gelingt,  die Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das 
Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass  auch  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  dieser 
Feststellung nichts zu ändern vermögen, zumal sich jene weitgehend auf 
eine Wiederholung der bisherigen Vorbringen beschränken,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  732),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 

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nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art. 3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihm  in 
Ghana droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die in Ghana herrschende politische Situation noch andere 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  dorthin 
sprechen,

dass insbesondere keine individuellen Gründe ersichtlich sind, die dem 
Vollzug der Wegweisung allenfalls entgegenstehen könnten, zumal es 
sich  beim  Beschwerdeführer  um  einen  –  soweit  aktenkundig – 
gesunden,  noch  relativ  jungen  Mann  handelt,  der  sein  ganzes 

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bisheriges  Leben  in  Ghana  verbracht  und  dort  eigenen  Angaben 
zufolge (…) absolviert hat,

dass  er  in  der  Folge  während mehreren  Jahren  erfolgreich  (…)  tätig 
war,  weshalb  es  ihm  zuzumuten  ist,  sich  in  seinem  Heimatstaat  um 
eine Erwerbstätigkeit zu bemühen,

dass  der  Beschwerdeführer  nebst  seiner  Muttersprache  auch  (…) 
spricht  und  in  seinem  Heimatstaat  über  ein  familiäres  und  soziales 
Beziehungsnetz verfügt,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation 
geraten,  die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AsylG),

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich 
möglich  (Art. 83  Abs. 2  AuG)  erscheint,  da  es  Pflicht  des 
Beschwerdeführers  ist, sich um die Beschaffung der  für die Rückkehr 
notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  unter 
anderem  beantragte,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich 
anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jede 
Datenweitergabe an denselben zu unterlassen,

dass  Personendaten  von  Asylsuchenden,  anerkannten  Flüchtlingen 
und Schutzbedürftigen dem Heimat­ oder Herkunftsstaat nicht bekannt 
gegeben  werden,  wenn  dadurch  die  betroffene  Person  oder  ihre 
Angehörigen  gefährdet  würden,  und  über  ein  Asylgesuch  keine 
Angaben gemacht werden dürfen (Art. 97 Abs. 1 AsylG),

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dass jedoch die für die Organisation der Ausreise zuständige Behörde 
zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Wegweisung notwendigen 
Reisepapiere mit dem Heimat­ oder Herkunftsstaat Kontakt aufnehmen 
kann, wenn  in erster  Instanz das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft 
verneint wurde (Art. 97 Abs. 2 AsylG),

dass gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über 
den  Vollzug  der Weg­  und  Ausweisung  von  ausländischen  Personen 
(VVWA,  SR  142.281)  das  Vorliegen  der  Flüchtlingseigenschaft  als 
verneint  gilt,  wenn  das  Asylgesuch  abgelehnt  oder  ein 
Nichteintretensentscheid verfügt wurde,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  11. November  2011  abgelehnt  hat,  weshalb  formal  die 
Voraussetzungen gemäss Art. 97 Abs. 2 AsylG erfüllt sind,

dass  im Übrigen aufgrund der  dem Bundesverwaltungsgericht  derzeit 
vorliegenden  Akten  nichts  auf  eine  konkrete  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers  durch  eine  allfällige  Bekanntgabe  der  in  Art. 97 
Abs. 3  Bstn.  a­c  AsylG  erwähnten  Personendaten  gegenüber  der 
zuständigen ausländischen Behörde hindeutet,

dass  folglich  der  in  der  Beschwerde  mit  keinem  Wort  begründete 
Antrag,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich  anzuweisen,  die 
Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jegliche 
Datenweitergabe an denselben zu unterlassen, abzuweisen ist,

dass  aus  den  dem  Gericht  vorliegenden  Akten  nicht  hervorgeht,  die 
Vorinstanz  habe  den  Beschwerdeführer  betreffende  Daten  an  den 
Heimatstaat  weitergegeben,  weshalb  auf  das  Eventualbegehren,  der 
Beschwerdeführer  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  in  einer 
separaten Verfügung zu  informieren, mangels Rechtsschutzinteresses 
im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist,

dass  der  Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, 
weshalb darüber nicht mehr zu befinden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  gemäss  Art. 65  Abs. 1  VwVG,  ungeachtet  der  vom 
Beschwerdeführer  nicht  nachgewiesenen  prozessualen  Bedürftigkeit, 

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abzuweisen  ist,  da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als 
aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne 
von Art. 65 Abs. 2 VwVG mangels Erfüllung der Voraussetzungen von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.  
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  und 
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: