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**Case Identifier:** abf96d2e-7ef0-5039-8aa2-639816fd4add
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.08.2020 730 19 199/212
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-19-199-212_2020-08-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. August 2020 (730 19 199 / 212) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

Gebot der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmässigkeit bei Zahnprothesen. Die Beschwer-

degegnerin hat zu Recht die kostengünstigere Modellgussprothese als wirtschaftlich qua-

lifiziert und deshalb die Kostenübernahme für ein Implantat abgelehnt. 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Avenir Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, 
Postfach, 1919 Martigny, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1955 geborene A.____ ist bei der Avenir Krankenversicherung AG (Avenir) obligato-
risch krankenpflege- und unfallversichert. Am 27. August 2016 erlitt er bei einem Stolpersturz 
unter anderem eine Kontusion der Zähne 11 und 21 sowie eine Wurzelfraktur des Zahns 11. Am 
20. September 2016 reichte sein behandelnder Zahnarzt Dr. med. dent.  B.____ der Avenir ein 
Zahnschadenformular inkl. Kostenvoranschlag vom 20. September 2016 in der Höhe von Fr. 
2'538.35 zuzüglich Laborkosten in der Höhe von insgesamt Fr. 2'071.85 für die Behandlung der 
vom Sturzereignis betroffenen Zähne 11 und 21 ein. Dieser Kostenvoranschlag sah eine Extrak-
tion und eine provisorische Prothese des Zahns 11 für die Dauer eines halben Jahres sowie eine 
anschliessende dreigliedrige Brückenversorgung von Zahn 12 auf Zahn 21 vor. 

 
 
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B. Nachdem die Avenir gegenüber Dr. B.____ am 30. Dezember 2016 zunächst die Über-
nahme des Kostenvoranschlags vom 20. September 2016 im Umfang von insgesamt Fr. 4'640.20 
bestätigt hatte, berichtete Dr. B.____ am 15. Mai 2017 über den Verlauf der Zahnsanierung. Nach 
einer sechsmonatigen Beobachtungszeit habe sich eine stark erhöhte Beweglichkeit des mitbe-
troffenen Zahns 21 gezeigt. Ausserdem habe das Röntgenbild eindeutig eine Querfraktur der 
Wurzel nachgewiesen. Es habe deshalb eine neue provisorische Prothese für den Ersatz der 
Unfallzähne 11 und 21 hergestellt und der nicht mehr zu erhaltende Zahn 21 extrahiert werden 
müssen. Aus Stabilitätsgründen müsse nunmehr eine sechsgliedrige Brücke hergestellt werden. 
Zusammen mit diesem Schreiben reichte Dr. B.____ der Avenir ein neues Zahnschadenformular 
samt Kostenvoranschlag vom 15. Mai 2017 im Umfang von Fr. 4'033.10 für zahnärztliche Arbei-
ten sowie Laborkosten je nach Material der Brückenkonstruktion alternativ im Umfang von Fr. 
3’503.60 oder von Fr. 3'426.30 ein. Im Weiteren wurde die Herstellung einer neuen provisori-
schen Prothese für die Zähne 11 und 21 und nach der Heilungsphase schliesslich die Implemen-
tierung einer sechsgliedrigen VMK-Brücke der Oberkieferzähne in Aussicht gestellt.  
 
C. Nachdem die Avenir von Dr. B.____ in der Folge einen alternativen Kostenvoranschlag 
für eine Modellgussprothese angefordert hatte, teilte der behandelnde Zahnarzt am 20. Oktober 
2017 mit, dass eine Modellgussprothese obsolet sei, da ausschliesslich eine feste MVK-Brücke 
eine wirtschaftliche, korrekte prothetische Versorgung darstelle. Nach wiederholten Stellungnah-
men des Vertrauensarztes der Avenir, wonach eine Modellgussprothese deutlich wirtschaftlicher 
als eine Brückenlösung sei, lehnte die Avenir nach weiteren Schriftwechseln zwischen den Par-
teien mit Verfügung vom 28. Februar 2019 die Kostenübernahme für die geplante Behandlung 
gemäss Kostenvoranschlag von Dr. B.____ über Fr. 2'071.85 ab. Zur Begründung machte sie im 
Wesentlichen geltend, dass bei vergleichbarem Nutzen die von Dr. B.____ geplante, sechsglied-
rige Brücke als teurere Alternative zu einer Modellgussprothese nicht zu Lasten der obligatori-
schen Krankenpflegeversicherung vergütet werden dürfe. Eine hiergegen am 19. April 2019 er-
hobene Einsprache des Versicherten wies die Avenir nach nochmaliger Konsultation ihres Ver-
trauensarztes mit Einspracheentscheid vom 13. Mai 2019 ab. Zur Begründung verwies sie auf 
die Erwägungen in ihrer vorangehenden Verfügung. Weiter hielt sie fest, dass auch die vom be-
handelnden Zahnarzt alternativ vorgeschlagene viergliedrige Brücke als teurere Alternative zu 
einer Modellgussprothese nicht zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergü-
tet werden dürfe. 
 
D. Hiergegen erhob der Versicherte am 4. Mai 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte 
die Kostenübernahme seiner zahnärztlichen Behandlung in Form einer festsitzenden Brückenlö-
sung. Zur Begründung brachte er zusammenfassend vor, dass eine Modellgussprothese keinen 
funktionell vertretbaren, definitiven Zahnersatz darstelle. 

 
E. Mit Vernehmlassung vom 25. Juli 2019 schloss die Avenir auf Abweisung der Be-
schwerde.  

 

 
 
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F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 6. September 2019 erwog die instruierende Prä-
sidentin des Kantonsgerichts, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt 
auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich und deshalb ein gerichtliches Gutach-
ten in Auftrag zu geben sei. Dieses erging am 29. Februar 2020. 

 
G. Mit Eingabe vom 26. März 2020 hielt die Avenir unter Hinweis auf eine Stellungnahme 
ihres Vertrauensarztes daran fest, dass für eine definitive Versorgung eine Modellgussprothese 
als kostengünstigere Variante zu bevorzugen sei. Der Versicherte hielt mit undatierter Eingabe 
(Eingang am 2. Juni 2020) fest, dass der Vorschlag seines Zahnarztes die beste Lösung darstel-
len würde.  

 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n   E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung 
mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 20. März 1981 
kann gegen Einspracheentscheide der Krankenversicherer Beschwerde erhoben werden. Zu-
ständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person ihren 
Wohnsitz hat (vgl. Art. 58 ATSG). Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.  
 
1.2 Strittig zwischen den Parteien ist der Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Ave-
nir für den am 27. August 2016 erlittenen Schaden an den Zähnen 11 und 21 und dabei insbe-
sondere der Umfang der Versorgung entweder in Form einer Modellgussprothese oder einer Brü-
ckenversorgung. Gemäss § 55 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung So-
zialversicherungsrecht des Kantonsgerichts über Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 
Fr. 20'000.--. Im vorliegenden Fall sind die Kosten für die umstrittene Prothesenversorgung in 
Form einer festen vier- oder sechsgliedrigen Zahnbrücke gemäss den von Dr. B.____ alternativ 
eingereichten Kostenvoranschlägen vom 20. September 2016 bzw. vom 15. Mai 2017 jeweils 
tiefer als Fr. 20'000.--. Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Gemäss Art. 31 Abs. 2 lit. b KVG übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung die Kosten der Behandlung von Schäden des Kausystems, die durch einen Unfall verursacht 
worden sind, soweit dafür keine Unfallversicherung aufkommt. Letztere Voraussetzung ist vorlie-
gend unstreitig gegeben. Ausserdem ist unbestritten, dass das erlittene Ereignis vom 27. August 
2016 die Voraussetzungen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt. Umstritten ist jedoch 
der Umfang der daraus resultierenden Behandlungskosten und dabei insbesondere, ob der Ver-
sicherte Anspruch auf eine definitive Zahnversorgung in Form einer festen Zahnbrücke oder in 
Form lediglich einer abnehmbaren Modellgussprothese besitzt.  

 
 
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2.2 Nach Art. 32 Abs. 1 KVG müssen die Leistungen nach den Art. 25 – 31 KVG wirksam, 
zweckmässig und wirtschaftlich sein. Zweckmässigkeit und Wirksamkeit (als Teilgehalt der 
Zweckmässigkeit; vgl. ALFRED MAURER, Das neue Krankenversicherungsrecht, Basel und Frank-
furt am Main 1996, S. 51 f.) setzen voraus, dass die Massnahme geeignet ist, das angestrebte 
Ziel zu erreichen. Die Wirksamkeit muss nach wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein 
(Satz 2). Die Wirksamkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen wer-
den periodisch überprüft (Abs. 2). Welche von mehreren in Betracht fallenden Massnahmen als 
geeignet erscheint, ist im Rahmen dieser Voraussetzungen nicht entscheidend. Nach der gesetz-
lichen Regelung genügt es, dass die vom Arzt oder der Ärztin angeordnete Massnahme zweck-
mässig ist. Sind gleichzeitig mehrere Leistungen als zweckmässig zu qualifizieren, beurteilt sich 
die Leistungspflicht des Krankenversicherers unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit 
(Art. 56 KVG). Nach dieser Vorschrift haben die Krankenversicherer die Leistungen auf jenes 
Mass zu beschränken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den Behandlungszweck 
erforderlich ist (Abs. 1). Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Vergütung 
verweigert werden (Abs. 2). Indem das Gesetz auf das Interesse der Versicherten Bezug nimmt, 
wird zum Ausdruck gebracht, dass der Begriff der Wirtschaftlichkeit der Behandlung nicht eng 
auszulegen ist (vgl. RKUV 1999 Nr. KV 64 S. 67 f. E. 3a mit Hinweis). Bei vergleichbarem medi-
zinischem Nutzen ist jedoch stets die kostengünstigste Variante beziehungsweise diejenige mit 
dem besten Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu wählen. Von zwei gleichermassen zweckmässigen Be-
handlungsalternativen gilt daher grundsätzlich nur die kostengünstigere Variante als notwendig 
und wirtschaftlich (BGE 128 V 66 E. 6 mit Hinweisen).  
 
2.3 Soweit ein ästhetischer Mangel Beschwerden mit Krankheitswert im Rechtssinne verur-
sacht, stellt die medizinische Behandlung dieser krankhaften Folgeerscheinungen durch opera-
tive Behebung des ästhetischen Mangels als eigentliche Krankheitsursache ebenfalls eine Pflicht-
leistung der Krankenkasse dar (Urteil des EVG vom 17. Januar 2006, K 135/04, E. 1 mit weiteren 
Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2011, 9C_179/2011, E. 2). Voraussetzung ist 
allerdings, dass die Beschwerden erheblich sind und andere, vor allem ästhetische Motive genü-
gend zurückdrängen (BGE 121 V 213 E. 4). Dies gilt etwa für Narben, die namhafte Schmerzen 
bewirken oder die Beweglichkeit erheblich einschränken, aber auch in Bezug auf Zahnschäden: 
Demnach besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Versorgung mittels eines Implantats, 
wenn eine Behandlung der Oberkieferfront auf zweckmässige und kostengünstigere Weise 
mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wiederhergestellt werden kann (Urteil 
des Bundesgerichts vom 28. März 2019, 9C_637/2018, E. 4.4, mit Verweis auf BGE 128 V 
54 E. 3c).  
 
3.1 Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Personen notwendi-
gen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrund-
satz die verfügende wie auch die eine Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht von 
Amtes wegen vorzunehmen. Sowohl die Krankenkasse wie auch das Sozialversicherungsgericht 
haben demnach von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und vollstän-
dige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren 
Vorliegen es abhängt, in welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten Person zu 

 
 
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entscheiden ist. Dabei sind gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in denen medizinische Sach-
verhalte zu klären sind, sowohl die Verwaltung als auch die Justiz zur Beurteilung der sich stel-
lenden Rechtsfragen auf Unterlagen angewiesen, die eine Ärztin bzw. ein Arzt und gegebenen-
falls andere Fachpersonen zur Verfügung zu stellen haben (THOMAS LOCHER, Grundriss des So-
zialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70, N 2 f. und 8 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2.1 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 
469 f. E. 4.4 und 4.5). Solche ärztlichen Stellungnahmen sind, wie alle Beweise im Sozialversi-
cherungsprozess, von der rechtsanwendenden Behörde frei sowie umfassend und pflichtgemäss 
zu würdigen (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, S. 278). Dabei ist für den 
Beweiswert grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels, noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt ausschlaggebend. Letztendlich ist entscheidend, ob der fragliche Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, 
und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a und 122 
V 160 E. 1c mit weiteren Hinweisen; ALFRED BÜHLER, Versicherungsinterne Gutachten und Pri-
vatgutachten in: Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. 
Gallen 1997, S. 179 ff.). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten soll und darf das Gericht 
dabei der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten 
aussagen. 
 
3.2.2 Andererseits sind Krankenversicherungen oder ihre Verbände gemäss Art. 57 Abs. 1 
KVG verpflichtet, nach Rücksprache mit den kantonalen Ärztegesellschaften Vertrauensärzte 
bzw. Vertrauensärztinnen zu bestellen. Diese wiederum haben die Krankenversicherungen ge-
mäss Art. 57 Abs. 4 und 5 KVG in medizinischen Fachfragen zu beraten und insbesondere die 
Voraussetzungen der Leistungspflichten zu überprüfen. Sie sind in ihrem Urteil unabhängig und 
weder die Krankenversicherung noch die Leistungserbringer können ihnen Weisungen erteilen. 
Berichte und Gutachten der Vertrauensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht den gleichen 
Stellenwert wie verwaltungsinterne Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (GEBHARD 
EUGSTER, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Basel/Genf/München 2007, Kran-
kenversicherung, N 209 ff.). Solchen Berichten kommt deshalb nicht derselbe Beweiswert wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
einem Gerichtsgutachten zu. Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als keine geringen Zweifel 
an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 
3.2.3 Zu den Gerichtsgutachten führte das Bundesgericht hingegen aus, dass das Gericht "nicht 
ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Experten abweicht, des-
sen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen 

 
 
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bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund für ein 
Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist; eine abweichende 
Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, 
sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schluss-
folgerungen zieht (BGE 118 V 290 E. 1b, 112 V 32 f. mit Hinweisen). 
 
3.3 Das Sozialversicherungsgericht darf eine rechtserhebliche Tatsache erst dann als be-
wiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Dabei hat es seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (LOCHER, 
a.a.O., § 70, N 58). 
 
4. Zur Beurteilung der Leistungspflicht für die Übernahme der Zahnbehandlung sind im 
Wesentlichen nachfolgende Berichte zu berücksichtigen: 
 
4.1. Gemäss Schreiben von Dr. B.____ vom 20. Oktober 2017 an die Avenir habe der Versi-
cherte anlässlich des erlittenen Unfalls die beiden Zähne 11 und 21 verloren. Die vom Vertrau-
ensarzt der Avenir postulierte Behandlung mittels Modellgussprothese sei obsolet und könne aus 
ethischen Gründen nicht vertreten werden. Eine feste VMK-Brücke mit den Pfeilern 12/13/22/23 
und den Zwischengliedern 11/21 sei eine wirtschaftliche korrekte prothetische Lösung. 
 
4.2. Dem Schreiben von Dr. B.____ an die Ombudsstelle Krankenversicherung vom 20. Au-
gust 2018 ist zu entnehmen, dass der Vertrauensarzt der Avenir zunächst am 30. Dezember 2016 
eine Kostengutsprache für eine feste dreigliedrige Brücke erteilt habe. Bei der Nachkontrolle rund 
ein halbes Jahr nach dem Unfall sei jedoch klargeworden, dass auch der zweite Unfallzahn 21 
nicht mehr gerettet werden könne. Deshalb sei eine grössere feste Brücke nötig. Plötzlich komme 
eine solche feste Brückenlösung seitens der Avenir jedoch nicht mehr in Frage, sondern es soll-
ten die zwei verlorenen Frontzähne nunmehr durch eine Modellgussprothese ersetzt werden. Das 
Vorgehen der Krankenkasse sei nicht korrekt.  
 
4.3 Gemäss Schreiben des Vertrauensarztes der Avenir, Dr. med. dent. C.____, vom 
27. Oktober 2018 stelle sowohl eine abnehmbare Prothese als auch eine Brücke einen geeigne-
ten Ersatz für fehlende Zähne dar. Da sie im Gegensatz zu einer Brücke zwecks Reinigung ent-
fernt werden müsse, sei der Komfort einer Modellgussprothese geringer als bei einer Brücke. Die 
Reinigung sei aber um ein Vielfaches einfacher, und die Pfeilerzähne seien weniger gefährdet für 
Sekundärkaries. Sobald sich der Patient an die Prothese gewöhnt habe, bestehe kein Unter-
schied mehr. Für eine Brückenlösung müssten vorliegend die beim Unfall nicht betroffenen Eck-
zähne miteinbezogen werden. Eine Modellgussprothese sei reparierbar, demgegenüber eine 
Brücke bei Bedarf neu angefertigt werden müsse. Die Lebensdauer einer Modellgrussprothese 

 
 
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übertreffe jene einer Brücke in der Regel um Jahre. Eine provisorische Prothese würde gegen-
wärtig aus Kunststoff hergestellt. Diese könne unterfüttert und nötigenfalls erweitert werden. 
 
4.4. Der vertrauensärztlichen Stellungnahme von Dr. C.____ vom 25. Februar 2019 zufolge 
beschreibe die von Dr. B.____ am 19. Mai 2017 eingereichte Neubeurteilung eine Querfraktur 
von Zahn 21 mit einem Infekt, so dass auch dieser Zahn habe extrahiert werden müssen. Als 
Vorschlag für die Zwischenbehandlung habe der Behandler die Herstellung einer neuen proviso-
rischen Prothese erwähnt und eine sechsgliedrige Brücke von Zahn 13 auf Zahn 23 mit zusätzli-
chen Pfeilern 12 und 22 vorgeschlagen, alternativ entweder als VMK- oder aber als Zirkonoxyd-
Variante. Dieses Vorgehen sei abgelehnt worden, und es sei ein Kostenvoranschlag für eine Mo-
dellgussprothese verlangt worden, was wiederum durch Dr. B.____ abgelehnt worden sei, der an 
einer festsitzenden Versorgung festhalte. Ein fehlender Frontzahn könne durch ein Implantat, 
eine dreigliedrige Brücke oder eine Modellgussprothese ersetzt werden. Alle drei Varianten wür-
den zu einer ästhetischen und funktionellen Wiederherstellung der Kaufähigkeit führen. Deshalb 
sei zunächst der vorgeschlagenen Brückenversion zugestimmt worden. Nachdem sich im Verlauf 
der Behandlung herausgestellt habe, dass auch Zahn 21 ersetzt werden müsse, schlage der 
behandelnde Zahnarzt nunmehr den Einbezug der Eckzähne vor, weil die Zähne 12 und 22 nach 
dem Beschleifen vermutlich zu wenig widerstandsfähig seien. Dies bedeute aber den Einbezug 
von zwei nicht am Unfall beteiligten Zähnen. Beim Beschleifen dieser Zähne als Brückenpfeiler 
würden drei Fünftel des gesunden Zahns verloren gehen. Dies stelle ein gewaltiges Risiko für die 
Vitalität dieser Zähne dar. Zudem würden die Behandlungskosten beim Zahnarzt und bei der 
Zahntechnik massiv höher ausfallen. Bei der Anfertigung einer Modellgussprothese würden die 
gerüsttragenden Zähne kaum beschliffen und bei einer guten Mundhygiene auch künftig nicht 
gefährdet. Obwohl der Tragkomfort für den Patienten anfangs bei einer abnehmbaren Lösung 
kleiner sei als bei einer festsitzenden Lösung, seien beide Varianten in ästhetischer  und funktio-
neller Hinsicht gleichwertig. Die Modellgussprothese sei aber bedeutend kostengünstiger als eine 
sechsgliedrige Brücke. 
 
4.5 Der von Dr. B.____ mitverfassten Einsprachebegründung des Versicherten vom 19. Ap-
ril 2019 ist zu entnehmen, dass beim Studium des Modells des Ober- und Unterkiefers sowie 
nach Durchsicht der Röntgenbilder der seitlichen Zähne klar werde, dass es aus anatomischen 
und technischen Gründen nicht möglich sei, die Frontzähne mit einer gut funktionierenden, einer 
festen Brücke gleichwertigen, abnehmbaren Modellgussprothese zu schliessen. Der Versicherte 
habe einen massiven Tiefbiss mit starker Protrusion der Oberkieferzähne 1 und 2. Dies sei eine 
sehr ungünstige Voraussetzung für die Inkorporation einer Modellgussprothese. Um die Modell-
gussprothese zu befestigen und gut abzustützen, müssten Gussklammern an den 3er und 6er, 
eventuell an den 5er-Zähnen angebracht werden. Wie auf dem Gipsmodell ersichtlich sei, böten 
die sehr kurzen, natürlichen Kronen der Zähne 13 und 23 aber keinen Unterschnitt für den Halt 
der Retentionsarme einer Klammer. Die Prothese finde bei den als Klammerzähnen unverzicht-
baren 3er-Zähnen deshalb keinen Halt. Der Tiefbiss sei derart stark, und die natürliche Krone des 
Zahnes 13 sei derart kurz, dass es bei diesem nicht verzichtbaren Klammerzahn wegen des feh-
lenden Platzes nicht möglich sei, eine Auflage und einen Verbinder im Interdentalraum 13/14 
anzubringen. Die kurzen natürlichen Kronen der Zähne 16 und 15 seien wegen ihres starken 

 
 
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Zerstörungsgrades für eine langfristige Aufnahme einer Gussklammer ausserdem schlecht ge-
eignet. Beide Zähne müssten als vorbereitende Massnahmen deshalb mit einer VMK-Krone ver-
sorgt werden. Dies führe zu einer Verteuerung der Modellgussprothese und damit zu zusätzlichen 
Kosten. Die von aussen gut sichtbaren Metall-Retentionsklammern einer Modellgussprothese an 
den Frontzähnen 13 und 23 seien zudem alles andere als ästhetisch. Bei einer festen Brücke 
störe hingegen nichts von aussen, und die optische Situation sei identisch wie jene mit eigenen 
Zähnen. In den nächsten zehn Jahren müsse eine Modellgussprothese wegen der natürlichen 
Knochenatrophie mindestens zwei Mal unterfüttert werden. Auch dies bedeute zusätzliche Kos-
ten. Bei Modellgussprothesen müsse zudem wiederkehrend mit dem Bruch von Klammern ge-
rechnet werden. Auch diese Reparaturen seien teilweise sehr anspruchsvoll und kostspielig. Bei 
den kurzen, nicht bombierten 3er-Zähnen würden die Klammern keinen Halt finden und müssten 
dauernd angespannt werden, was ebenfalls einiges an zusätzlichen Kosten und die Gefahr eines 
Bruchs mit sich bringe. Die Kosten für die Herstellung einer festen Brücke entstünden in der Regel 
jedoch nur einmal. Hinzu würden funktionelle Unterschiede treten. Nach jedem Essen und 
manchmal auch während des Essens müsse die Modellgussprothese gereinigt werden. Beim 
Schlucken schlage die Zunge an das störende Metallgerüst hinter den beiden 1er Zähnen an. 
Daran würden sich die Patienten erfahrungsgemäss sehr schlecht gewöhnen. Demgegenüber 
störe eine feste Brücke beim Schlucken nicht. Schliesslich bedecke das Gerüst der Modell-
gussprothese den für ein taktiles Gefühl erforderlichen vorderen Teil des Gaumens vollständig 
mit einer Metallplatte. Dies bleibe störend. Bei einer festen Brücke bestünden keine solchen Stö-
rungen. Im Vergleich zu einer festen Brücke könne eine Modellgussprothese deshalb nicht gleich-
wertig sein. Die Aussage des Vertrauensarztes, dass sich Patienten an eine Modellgussprothese 
gewöhnen würden, treffe im vorliegenden Fall nicht zu, weil das vordere Drittel des Gaumens mit 
einer Metallplatte bedeckt sei. Nur wenn es keine andere Möglichkeit gebe, würde sich ein Patient 
mit der Situation letztlich arrangieren. Bei einer festen Brücke bestünden keine derartigen Prob-
leme. Der Patient habe mehrmals beteuert, dass er sich mit einer den Gaumen im vorderen Teil 
bedeckenden Platte nicht abfinden könne und deshalb auf einer festen Brücke beharre. Obschon 
nicht gleich stabil wie bei einer sechsgliedrigen Brücke wäre es technisch möglich, auch eine 
viergliedrige Brücke herzustellen.  
 
4.6 Gemäss der vertrauensärztlichen Stellungnahme von Dr. C.____ vom 2. Mai 2019 ent-
spreche es keinesfalls den Tatsachen, dass die Anfertigung einer Modellgussprothese aus ana-
tomischen und technischen Gründen nicht möglich sei. Es sei zwar ein Tiefbiss vorhanden. Die-
ser verunmögliche aber keinesfalls eine Modellgussprothese. Diese müsse nicht zwingend an 
den 3er und 6er-Zähnen angebracht werden, sondern es könne eine Auflage auf Zahn 24 distal 
und auf Zahn 26 mesial eingeschliffen werden. Auf der Gegenseite sei   trotz der grossen Kom-
positfüllung Zahn 16 als Auflage geeignet, ebenso Zahn 17 distal oder allenfalls Zahn 18 mesial. 
Deren Form sei konvex, so dass ein guter Halt der Klammern gewährleistet sei. Es sei keines-
wegs zwingend, die Eckzähne in die Konstruktion der Klammerzähne miteinzubeziehen. Vielfach 
werde gar aus ästhetischen Gründen darauf verzichtet.  Ästhetisch stelle eine Modellgusspro-
these im Oberkiefer, wenn sie nicht an den Eckzähnen befestigt sei, keine Beeinträchtigung dar. 
Keinesfalls zwingend sei auch die Überkronung der Zähne 15 und 16, weil die Überlebensrate 
einer Krone nicht massiv höher sei als die einer korrekt gelegten Kompositfüllung. Es sei zwar 

 
 
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zutreffend, dass eine Modellgussprothese innerhalb von bis zu zwei Jahren ein- bis zweimal un-
terfüttert werden müsse. Der Aufwand und die dabei anfallenden Kosten seien jedoch relativ ge-
ring. Gut angefertigte, auf den Zähnen abgestützte Modellgussprothesen würden ausserdem nur 
sehr selten einen Klammerbruch aufweisen. Selbstverständlich müsse eine Modellgussprothese 
zur Reinigung entfernt werden. Dies müsse jedoch bei technisch guter Anfertigung nicht nach 
jedem Essen geschehen. Auch blieben nicht bedeutend mehr Essensresten hängen als unter 
dem Zwischenglied einer Brücke. Die Patienten würden sich in der Regel relativ rasch an eine 
Modellgussprothese gewöhnen. Auch die Einschränkungen der Zunge seien minim. Der alterna-
tive Vorschlag von Dr. B.____ einer viergliedrigen Brücke mit den Zähnen 12 und 22 als Pfeiler-
zähne sei nicht zweckmässig, da sie jeweils einen grossen paradontalen Knochenverlust aufwei-
sen würden. Die Stabilität und damit eine lange Überlebensdauer seien deshalb nicht garantiert. 
Schliesslich sei eine Modellgussprothese reparatur- und ausbaufähig, falls ein nicht vom Unfall 
betroffener Zahn einst extrahiert werden müsste. Sie sei noch immer massiv günstiger als eine 
viergliedrige Brücke, selbst wenn eine solche Fixlösung eventuell ästhetischer und komfortabler 
sein sollte.  
 
4.7. Nachdem die Präsidentin des Kantonsgerichts mit verfahrensleitender Verfügung vom 
6. September 2019 unter Berücksichtigung der in BGE 137 V 210 ff. dargelegten Rechtsprechung 
zur Klärung der medizinischen Sachlage ein Gerichtsgutachten angeordnet hatte, steht hinsicht-
lich der zahnmedizinischen Verhältnisse mittlerweile das gerichtliche Gutachten von Dr. Dr. med. 
D.____, FMH Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, vom 29. Februar 2020 im Zentrum der medi-
zinischen Aktenlage. In diesem Gutachten diagnostiziert der Gerichtsgutachter einen Status nach 
Stolpersturz am 27. August 2016 unter anderem mit einer horizontalen Wurzelfraktur der Zähne 
11 und 21. Als Befund seien unter anderem ein Tiefbiss und nach mesial abgespreizte Front-
zähne zu erheben. Eine zusätzliche Untersuchung mittels Computertomograms habe einen stark 
paradontalen Knochenverlust teilweise bis zur Wurzelspitze an den Zähnen 16, 14, 24 und 26 
ergeben. Die Immediatprothese sitze mit Klammern in eindeutiger Position, sei aber am Weich-
gewebe nicht unterstützt und nach der initialen Herstellung nicht unterfüttert worden. Entspre-
chend sei sie nicht dem natürlichen Knochenverlust angepasst worden. Dies bewirke eine hohe 
Beweglichkeit der Prothese in ihrer Höhenposition. Festzustellen sei schliesslich ein Haarriss zwi-
schen der mittig ausgesparten Gaumenplatte und dem Zahn tragenden Anteil. In Beantwortung 
des Fragenkatalogs kam Dr. D.____ zum Schluss, dass ein Tiefbiss vorliege. Dieser sei jedoch 
nicht schwerwiegend, sondern bestehe in einer mittelgradigen Ausprägung. Ein starker Tiefbiss 
würde eine Prothese für die Oberkiefer-Frontzähne weitgehend verunmöglichen. Vorliegend sei 
dies  jedoch nicht der Fall. Auch eine 4-gliedrige Brücke sei technisch machbar. Im Fall eines 
Tiefbisses müsse jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem Druck der Unterkiefer-
frontzähne auf den zungenseitigen Anteil der Brücke komme, andernfalls diese bei insbesondere 
nur zwei Pfeilerzähnen äusserst stark beansprucht werde, was wiederum die zwei Pfeilerzähne 
schneller locker werden liesse. Die Zweckmässigkeit einer Modellgussprothese sei durch den 
vorhandenen Tiefbiss im hier vorliegenden Fall nicht in Frage zu stellen. Auch eine viergliedrige 
Brückenversorgung könne zweckmässig sein. Der mässiggradige Tiefbiss erhöhe allerdings die 
Ansprüche an die technische Versorgung sowie das Risiko für den Verlust der sie tragenden 
Zähne. Der Versicherte trage seit dem Unfall eine Immediatprothese. Es sei unvermeidbar, dass 
eine abnehmbare Prothese im Oberkiefer ein Auflager auf der Gaumenseite besitze. Dieses 

 
 
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werde bei gutem Design möglichst klein und flach gehalten, damit die Unannehmlichkeiten für 
den Tragenden ebenfalls möglichst klein gehalten würden. Es sei aber unweigerlich so, dass 
zumindest zu Beginn die Form bemerkt werde, was zu Defiziten bei der Artikulation und zu Prob-
lemen beim Essen führen könne. Es folge eine Phase der Anpassung an die Situation, welche – 
mit oder ohne kleineren Anpassungen – üblicherweise zu einer guten Akzeptanz der Situation 
führe. Dies gelte in Bezug auf die Zweckmässigkeit jeder abnehmbaren Prothese. Vorliegend 
handle es sich bei einer Modellgussprothese um eine zweckmässige Massnahme. Auch eine 
viergliedrige Brücke stelle vorliegend eine zweckmässige Versorgung dar. Das Beschleifen der 
Zähne 12 und 22 sei für das Aufsetzen einer langzeit-stabilen Brücke unabdingbar. Um eine 
stabilere Rekonstruktion zu erreichen, müssten aber auch die Zähne 13 und 23 einbezogen wer-
den. Das Beschleifen dieser Zähne sei problemlos möglich, die Rekonstruktion sei jedoch an-
spruchsvoll. Für den Fall einer Versorgung mit einer Modellgussprothese würden die vorbereiten-
den Massnahmen mittels VMK-Kronen der Zähne 15 und 16 unweigerlich die Kosten im Umfang 
mehrerer tausend Franken erhöhen. Jedoch sei es nicht zweckmässig, die Zähne 15 und 16 zu 
überkronen. Gleiches gelte für die Zähne 25 und 26. Alle vier Zähne würden einen starken Kno-
chenverlust aufweisen. Ihre zu erwartende Stabilität lasse weder die Investition in eine Überkro-
nung als sinnvoll erscheinen, noch wäre es vorausschauend, sie in irgendeiner Weise als Anker 
für die Prothese zu verwenden. Es sei vielmehr sinnvoll, die Klammern möglichst zu den zweiten 
Molaren nach distal zu tragen und interimistisch Klammern auf den 5er- und 6er-Zähnen zu be-
lassen, damit diese Zähne bei einem Verlust in die Prothese eingegliedert werden könnten. 
 
5.1 Zu Recht von keiner der Parteien wird in Frage gestellt, dass es sich sowohl bei einer 
Modellgussprothese als auch bei einem Brücken-Implantat um eine wirksame Behandlungsme-
thode handelt (oben, Erwägung 4.3). In seiner Beschwerde stellt sich der Beschwerdeführer in-
dessen auf den Standpunkt, dass eine abnehmbare Modellgussprothese unzweckmässig sei. 
Infolge seines Tiefbisses und seiner kurzen, teils nicht bombierten Zähne stelle eine abnehmbare 
Versorgung keinen definitiven, funktionell vertretbaren Zahnersatz dar. Demgegenüber vertritt die 
Beschwerdegegnerin die Auffassung, sowohl eine Modellgussprothese als auch eine feste Brü-
ckenlösung würden eine zweckmässige Versorgung darstellen. Weil eine Modellgussprothese 
jedoch viel kostengünstiger sei, sei sie zu bevorzugen.  
 
5.2 Beide Behandlungsansätze sind insofern zweckmässig, als mit ihnen die unfallbedingt 
in Mitleidenschaft gezogene Oberkieferfront geschlossen werden kann, ohne dass massgebliche 
funktionale Einschränkungen verbleiben. Es kann in dieser Hinsicht auf die Ausführungen des 
Gerichtsgutachters verwiesen werden, wonach eine abnehmbare Prothese zumindest zu Beginn 
mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden ist und bei der Artikulation und beim Essen zwar 
zu Problemen führen kann. Entgegen der vom behandelnden Zahnarzt vertretenen Auffassung 
kann jedoch nicht davon gesprochen werden, dass die Zweckmässigkeit einer Versorgung mittels 
Modellgussprothese deshalb per se zu verneinen ist. Auch wenn allenfalls gewisse Unannehm-
lichkeiten verbleiben, wird eine Modellgussprothese bei einem guten Design mit einem möglichst 
klein und flach gehaltenem Auflager nach einer Anpassungsphase üblicherweise gut akzeptiert 
(oben, Erwägung 4.7). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, dass 
er bereits seit 2016 eine äusserst unkomfortable Prothese ertragen müsse, ist ihm entgegen zu 
halten, dass es sich bei dieser Immediatprothese um ein Provisorium handelt, welches mangels 

 
 
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Unterfütterung dem natürlichen Knochenverlust bisher noch nicht angepasst worden ist und somit 
eine hohe Beweglichkeit aufweist. Mithin ist davon auszugehen, dass eine definitive Versorgung 
unter Berücksichtigung der seitens des Gerichtsgutachters erwogenen Vorgaben stabiler und da-
mit letztlich auch verträglicher sein wird. Zweifelsohne besteht beim Versicherten sodann ein Tief-
biss. Ebenfalls trifft es zu, dass ein starker Tiefbiss eine Modellgussprothese für die Oberkiefer-
Frontzähne verunmöglichen würde. Gemäss den Ausführungen des Gerichtsgutachters liegt aber 
eine lediglich mittelgradige Ausprägung des Tiefbisses vor, was die Zweckmässigkeit einer Mo-
dellgussprothese nicht in Frage stellen kann (oben, Erwägung 4.7). Anlass, in diesem Zusam-
menhang an den Aussagen des Gerichtsgutachters zu zweifeln, besteht nicht. Die Aussagen des 
Gerichtsgutachters decken sich vielmehr mit der Einschätzung von Dr. C.____ vom 2. Mai 2019, 
wonach eine Modellgussprothese aus anatomischen Gründen trotz des vorhandenen Tiefbisses 
getragen werden kann. Es tritt hinzu, dass eine abnehmbare Prothese nicht zwingend an den 3er 
und 6er-Zähnen angebracht werden muss (oben, Erwägung 4.6). Damit aber ist zugleich gesagt, 
dass auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, die Prothesenklammern würden bei sei-
nen kurzen, nicht bombierten 3er-Zähnen keinen Halt finden, ebenso ins Leere läuft wie seine 
Rüge, die seitlich angebrachten Klammern seien unästhetisch. Ohnehin vermögen rein ästheti-
sche Gründe alleine die Zweckmässigkeit einer bestimmten Versorgung rechtsprechungsgemäss 
nicht in Frage zu stellen (oben, Erwägung 2.3 a. E.).  
 
5.3 Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit hat nur dann zu erfolgen, wenn andere geeignete und 
zweckmässige Massnahmen als Alternative zur Diskussion stehen. Unter verschiedenen mögli-
chen gleichwertig zweckmässigen Massnahmen muss die kostengünstigste gewählt werden 
(RIEMER-KAFKA GABRIELA, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 7. Aufl., Bern 2019, S. 
170). Dies gilt auch im vorliegenden Fall, in welchem eine Behandlung der Oberkieferfront 
auf eine kostengünstigere Weise mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wieder-
hergestellt werden kann. Es ist notorisch und letztlich auch unbestritten geblieben, dass so-
wohl die von Dr. B.____ ursprünglich vorgeschlagene Versorgung durch eine sechsgliedrige 
Brücke als auch die von ihm alternativ vorgeschlagene Brückenversorgung mit vier Gliedern 
deutlich teurer als eine Versorgung mittels Modellgussprothese ausfallen wird. Weil die dabei 
anfallenden Kosten relativ gering sind, ändert daran nichts, dass eine abnehmbare Versor-
gungslösung alle zwei bis drei Jahre neu unterfüttert werden muss (oben, Erwägung 4.6). 
Zumal der Versicherte gemäss der Diagnose des Gerichtsgutachters an diversen Zähnen 
einen teils starken paradontalen Knochenverlust aufweist (oben, Erwägung 4.7), tritt hinzu, 
dass der alternative Versorgungsvorschlag mittels einer nur viergliedrigen Brücke ohnehin 
bereits aus Gründen der Zweckmässigkeit dahingehend zu relativieren ist, dass eine solche 
nur viergliedrige Brückenlösung gemäss den Aussagen sowohl des behandelnden Zahnarz-
tes als auch des Gerichtsgutachters weniger stabil und die technische Versorgung der sie 
tragenden Zähne deshalb erhöht ist (oben, Erwägungen 4. 6 f.). Unter diesem Blickwinkel 
käme deshalb letztlich wohl wiederum nur eine sechsgliedrige und mithin deutlich teurere 
Brücke in Frage, wie sie Dr. B.____ mit Kostenvoranschlag vom 15. Mai 2017 veranschlagt 
hatte (Beilage 13 zur Vernehmlassung der Avenir). Zu berücksichtigen wäre allerdings auch 
hier, dass das Beschleifen der als Brückenpfeiler einbezogenen Eckzähne ein Risiko für die 
Vitalität dieser vom Unfall unbeteiligten Zähne darstellen und damit sogar die Zweckmässig-
keit einer sechsgliedrigen Brücke in Frage stellen würde (oben, Erwägung 4.4). Wie es sich 

 
 
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damit im Detail verhält, kann an dieser Stelle dahingestellt bleiben. Selbst wenn eine nur 
viergliedrige Brückenversorgung zweckmässig wäre, fällt eine fixe Brückenversorgung so o-
der anders deutlich kostenintensiver aus als eine Modellgussprothese. Daran ändert auch 
nichts, dass gemäss Behandlungsvorschlag von Dr. B.____ eine vorgängige Überkronung 
der als Klammerzähne verwendeten Zähne 15 und 16 zusätzliche Kosten verursachen würde 
(oben, Erwägung 4.5). Dies ist nicht der Fall. Der Gerichtsgutachter bestätigt nämlich die 
Auffassung von Dr. C.____ vom 2. Mai 2019, dass es gerade nicht zweckmässig sei, die 
Zähne 15 und 16 als vorbereitende Massnahmen für eine Klammerung der Modellgusspro-
these zu überkronen (oben, Erwägung 4.6). Hintergrund bildet der Umstand, dass der starke 
Knochenverlust die Stabilität dieser Zähne in Frage stellt, und die Klammern deshalb ander-
weitig anzubringen sind. Diese Beurteilung entspricht auch den Empfehlungen der Vereinigung 
der Kantonszahnärzte und der Kantonszahnärztinnen der Schweiz (VKZS), welche die unbe-
stimmten Rechtsbegriffe der Einfachheit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit konkretisieren 
(Urteil KG FR 608 2016 57 vom 17. Januar 2018 E. 2b mit Hinweis). Nach diesen Empfehlungen 
sind Kronen und Brücken nur im Ausnahmefall und insbesondere nur bei einer Langzeitprognose 
von normalerweise mehr als zehn Jahren bewilligungsfähig. Diese Voraussetzungen sind den 
Akten zufolge hier nicht erfüllt. Eine zusätzliche Investition in eine Überkronung erweist sich 
deshalb nicht als sinnvoll (oben, Erwägung 4.7). Allfällige deutliche Mehrkosten sind bei einer 
Versorgung mittels Modellgussprothese somit nicht zu erwarten. 
 
5.4 Von verschiedenen zweckmässigen Massnahmen kann nur die deutlich kostengünsti-
gere eine Pflichtleistung sein (BGE 139 V 135 E. 4.4.3 S. 140; 128 V 66 E. 6; 124 V 196 E.  3; 
GEBHARD EUGSTER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum KVG, 2. Aufl. 2018, S. 244 Rz. 46 
zu Art. 31 KVG). Dementsprechend besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Versorgung mit 
Implantaten, wenn die Verschliessung der Oberkieferfront auf zweckmässige und kostengünsti-
gere Weise auch mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wiederhergestellt werden 
kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_637/2018 vom 28.03.2019 E. 4.4). Im vorliegenden Fall mag 
es zwar zutreffen, dass die Behandlung mit Implantaten im Vergleich zu einer herausnehmbaren 
Prothese gewisse Vorteile für den Beschwerdeführer in Bezug insbesondere auf den Komfort 
bietet. Diese Vorteile vermögen jedoch die beträchtlichen Mehrkosten im Vergleich zu den Kos-
ten, welche mit einer ebenfalls zweckmässigen Modellgussprothese verbunden sind, nicht zu 
rechtfertigen. Gestützt auf die Ausführungen des Gerichtsgutachters sind jedenfalls keine derart 
signifikanten Unannehmlichkeiten bei einer Modellgussprothese zu erwarten, dass diese eine 
Kostengutsprache für eine feste Brückenversorgung rechtfertigen würden (BGE 128 V 54 E. 3c 
mit Hinweisen). Unabhängig davon, dass je nach Ausführungsart eine Brückenversorgung unter 
dem Blickwinkel der Zweckmässigkeit nicht restlos zu überzeugen vermag (oben, Erwägung 5.3), 
ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die kostengünstigere Modell-
gussprothese als wirtschaftlich qualifiziert und dementsprechend die Kostenübernahme für die 
von Dr. B.____ geplante Behandlung mit einem Implantat abgelehnt hat. Dies führt zur Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  

 
 
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6.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtlichen Abklärungen und die gerichtliche 
Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versi-
cherungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet 
hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, 
wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. 
entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig 
erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen 
mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in 
Auftrag gegebenen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bun-
desgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar 
(BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist die instruierende Präsidentin des Kantonsgerichts mit 
verfahrensleitender Verfügung vom 6. September 2019 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachent-
scheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Hintergrund bildete der 
Umstand, dass sich die Beurteilung des behandelnden Zahnarztes den vertrauensärztlichen und 
damit versicherungsinternen (oben, Erwägung 3.2.2) Einschätzungen der Beschwerdegegnerin 
diametral widersprochen hatte. Aufgrund der divergierenden Meinungen der beiden Dentalmedi-
ziner blieb insbesondere ungeklärt, in welchem Ausmass beim Beschwerdeführer ein Tiefbiss 
vorliegt, der eine Versorgung mittels einer seitens des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin 
vorgeschlagenen Modellgussprothese ausgeschlossen und damit letztlich deren Zweckmässig-
keit in Frage gestellt hätte. Unklar geblieben war ebenso, ob das bei einer Brückenversorgung 
notwendige Beschleifen unbeteiligter Zähne angesichts der konkreten, dentalen Verhältnisse 
überhaupt möglich ist. Schliesslich war offengeblieben, ob einer Modellgussprothese die Zweck-
mässigkeit nicht deshalb abzusprechen ist, weil die Sprechfähigkeit durch ein Anschlagen der 
Zunge am durch eine Metallplatte bedeckten Gaumen auf Dauer massgebend erschwert würde. 
Zumal an den versicherungsinternen Stellungnahmen von Dr. C.____ mit Blick auf diese Unklar-
heiten sowie den in dieser Hinsicht geradezu veritablen Meinungsstreit zwischen den beteiligten 
Ärzten mehr als nur geringe Zweifel anzubringen waren (oben, Erwägung 3.2.2), haben sich die 
Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren mithin offensichtlich als nicht ausreichend 
beweiskräftig genug erwiesen. Das im Anschluss in Auftrag gegebene Gerichtsgutachten vom 
29. Februar 2020, dessen Schlussfolgerungen sich die Beschwerdegegnerin letztlich denn auch 
angeschlossen hat (Stellungnahme der Avenir vom 26. März 2020), hat sich für die Entscheidfin-
dung des Gerichts deshalb zweifellos als unerlässlich erwiesen. Im Lichte der geschilderten bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung sind die resultierenden Kosten für die gerichtliche Begutach-
tung, welche sich insgesamt auf Fr. 4'527.50 belaufen (Rechnung von Dr. D.____vom 29. März 
2020), demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
6.3 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist keine Parteientschädigung auszurich-
ten.  
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von insgesamt 
Fr. 4'527.50 werden der Avenir Krankenversicherung AG auferlegt. 

 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.