# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7496f2d3-3132-5872-8bc3-7df3190ec1bb
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1984-12-04
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 04.12.1984 Verwaltung ARGVP 1988 1148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1984-12-04.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1147, 1148

tigten Planung nicht zuwiderlaufen. Die Verhängung einer Planungszone 
erfordert somit, dass Änderungen der Gesetzgebung oder der Planung 
sich bereits in einer bestimmten, konkreten Phase befinden (RRB vom 
23. Juli 1985 i.S. R. AG).

RRB 25.2.1986

1148

Baulandum legung. Begriff und Voraussetzung.

Art. 113 Abs. 3 EG zum ZGB1 sieht vor, dass im Quartierplan die Umlegung 
von Bauland vorgesehen werden kann. Ferner ist nach A rt.114 EG zum 
ZGB1 2 eine Grenzregulierung auch ohne Quartierplanverfahren möglich, 
wenn ein Grundstück sonst nicht überbaut oder bewirtschaftet werden 
kann. Die Baulandumlegung als planungsrechtliches Instrument ist eine 
öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung (vgl. BGE 95 I 372), wofür 
eine gesetzliche Grundlage bestehen muss. Diese ist hier, wie ausgeführt, 
in einem formellen Gesetz vorhanden.

Für die Baulandumlegung ist sodann begriffswesentlich, dass das 
Eigentum sowohl in bezug auf den Wert, die Art der Nutzung und die 
Grösse des Grundstückes erhalten bleibt (L. Schürmann, Bau- und Pla­
nungsrecht, 2.erw. Auflage, S. 85). Die Landumlegung basiert somit auf 
dem Prinzip des Realersatzes (BGE 9 5 1372). Sie ist deshalb keine formelle 
Enteignung, sondern mit ihr lediglich sachverwandt. Aus dieser Sachver- 
wandtschaft ergibt sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass 
ein Eigentümer die Garantien des Expropriationsverfahrens anrufen kann, 
wenn das Umlegungsverfahren seinen berechtigten Ersatzansprüchen 
nicht genügen kann (BGE 100 lb 84). Das wird etwa der Fall sein, wenn ein 
Gebäude oderein Quellenrecht von der Umlegung erfasst wird. In solchen 
Fällen ist Realersatz wohl regelmässig unmöglich.

RRB 4.12.1984

1 Heute: vgl. Art. 59 EG zum RPG (bGS 721.1)
2 Heute: vgl. Art. 60 EG zum.RPG (bGS 721.1)

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