# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d08b962-045f-5079-af98-adc9f0cee47b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.02.2021 SB190126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190126_2021-02-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB190126-O/U/as 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur Haus Ste-

bler und Ersatzoberrichterin lic. iur Nabholz Castrovilli sowie der Ge-

richtsschreiber MLaw Orlando 

 

Urteil vom 15. Februar 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend gewerbsmässigen Diebstahl etc.   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, Einzelgericht in Zivil- 
und Strafsachen, vom 7. September 2018 (GG180010) 
 

 

  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See-Oberland vom 27. März 2018 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1/96). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Die Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen 

 des Diebstahls am 15. März 2012 im Betrag von Fr. 1'500.– und der 
Urkundenfälschung in diesem Zusammenhang, 

 des Diebstahls ca. am 18. April 2013 im Betrag von Fr. 195.30, 

 des Diebstahls am 30. April 2013 im Betrag von Fr. 99.95, 

 des Diebstahls ca. am 23. Mai 2013 im Betrag von Fr. 297.90 sowie 

 des Diebstahls ca. am 21. September 2013 im Betrag von ca. 
Fr. 1'200.– bis Fr. 1'500.– (Einnahmen Essensbons). 

2. Die Beschuldigte ist schuldig 

 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 139 Ziff. 2 StGB, 

 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 
Abs. 1, 2 und 4 StGB sowie 

 der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 
und 3 StGB. 

3. Die Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen à Fr. 110.– 

sowie mit einer Busse von Fr. 6'600.– bestraft. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen.  

6. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Schadenersatz in Höhe 

von Fr. 59'142.95 zuzüglich 5% Zins seit 18. November 2013, Fr. 9'903.60 

zuzüglich 5% Zins seit 7. Februar 2014, Fr. 2'628.– zuzüglich 5% Zins seit 

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17. Dezember 2014 und Fr. 5'000.– zuzüglich 5% Zins seit 24. Mai 2018 zu 

bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird der Privatkläger mit seinem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 75'533.– (inkl. Bar-

auslagen und 7.7% MWSt.) für notwendige Aufwendungen in diesem Ver-

fahren zu bezahlen. 

8. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 10'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 7'000.–  Gebühr für das Vorverfahren, 

Fr. 221.–  Zeugenentschädigung. 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermäs-

sigt sich die Gerichtsgebühr auf zwei Drittel. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der 

Beschuldigten auferlegt. 

10. [Mitteilungen] 

11. [Rechtsmittel] 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

(Urk. 144 S. 1) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 7. September 2018 

(GG180010-E) sei mit Ausnahme von Ziffer 1 und Ziffer 8 vollumfäng-

lich aufzuheben. 

2. Die Berufungsklägerin sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizu-

sprechen. 

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3. Das Schadenersatzbegehren der Berufungsbeklagten 2 sei abzuwei-

sen. 

4. Die Kosten der Untersuchung, des erst- sowie zweitinstanzlichen Ver-

fahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

5. Der Berufungsklägerin sei eine angemessene Entschädigung und Ge-

nugtuung zuzusprechen. 

b) Der Staatsanwaltschaft See/Oberland: 

(schriftlich; Urk. 133) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Untersuchungs- und erstinstanzliches Verfahren 

1.1. Die Beschuldigte meldete am 18. November 2013 beim Polizeiposten in 

B._____ den Diebstahl von ca. Fr. 25'000.-- aus dem Tresor des Instituts C._____ 

in ... D._____ (fortan Geschädigter oder Privatkläger genannt). Kurz darauf wurde 

die Hauptkasse des Instituts C._____ durch einen externen Treuhandexperten 

geprüft, welcher gegenüber dem Vorstand des Instituts die Empfehlung abgab, 

die Einleitung einer Strafanzeige gegen die Beschuldigte zu prüfen (Urk. 1/1 S. 2). 

In der Folge wurde E._____ als Vertreterin des Geschädigten am 12. Februar 

2014 als polizeiliche Auskunftsperson befragt (Urk. 1/29.1). Anlässlich der Einver-

nahme reichte diese verschiedene Unterlagen ein (Urk. 1/29.2). Nach einer ersten 

polizeilichen Befragung der Beschuldigten am 4. März 2014 (Urk. 1/28.1) erteilte 

die Staatsanwaltschaft See / Oberland (fortan Staatsanwaltschaft) am 7. Mai 2014 

der Kantonspolizei Zürich den Auftrag, die Ermittlungen wegen Veruntreuung etc. 

zu ergänzen (Urk. 1/3). Der Rapport der zuständigen polizeilichen Sachbearbeite-

rin zeigt die Ergebnisse der weiteren Ermittlungen auf, wonach sich der Verdacht 

erhärtete, dass die Beschuldigte strafbare Handlungen begangen habe (Urk 1/4). 

In der Folge wurde ein Untersuchungsverfahren gegen die Beschuldigte geführt. 

Der Geschädigte konstituierte sich als Privatkläger (Urk. 1/90.2 und 1/90.5). Das 

Untersuchungsverfahren wurde aufgrund weiterer Eingaben des Privatklägers in 

den Jahren 2016 und 2017 auch auf Vorgänge in den Jahren 2011 und 2012 

ausgedehnt (Urk. 1/10+12).  

1.2. Nach durchgeführter Untersuchung erhob die Staatsanwaltschaft am 

27. März 2018 Anklage gegen die Beschuldigte wegen gewerbsmässigen Dieb-

stahls, mehrfacher Urkundenfälschung sowie Irreführung der Rechtspflege 

(Urk. 1/96). Zum erstinstanzlichen Verfahrensgang kann auf die Ausführungen im 

Urteil der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 124 = Urk. 127 S. 3). Die vorinstanz-

liche Hauptverhandlung fand am 24. Juli 2018 statt (Prot. I S. 5 ff.).  

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1.3. Mit eingangs wiedergegebenem Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, Einzel-

gericht, vom 7. September 2018 wurde die Beschuldigte von den Vorwürfen des 

Diebstahls am 15. März 2012, ca. am 18. April 2013, am 30. April 2013 und ca. 

am 23. Mai 2013 sowie ca. am 21. September 2013 frei gesprochen. Sie wurde 

jedoch wegen gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 139 Ziff. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung im Sin-

ne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 4 StGB sowie der Irreführung der Rechtspfle-

ge im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB schuldig gesprochen. Sie wur-

de bestraft mit einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu Fr. 110.– sowie mit einer 

(Verbindungs-)Busse von Fr. 6'600.–. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufge-

schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Für den Fall der schuldhaften 

Nichtbezahlung der Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen ausge-

sprochen. Die Beschuldigte wurde sodann verpflichtet, dem Privatkläger Scha-

denersatz in Höhe von Fr. 59'142.95, Fr. 9'903.60, Fr. 2'628.-- sowie Fr. 5'000.-- 

je zuzüglich 5% ab verschiedenen Daten zu bezahlen. Im Mehrbetrag wurde der 

Privatkläger mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen. Ferner wurde die Beschuldigte verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 

75'533.-- inklusive Barauslagen und Mehrwertssteuer für notwendige Aufwendun-

gen in diesem Strafverfahren zu bezahlen. Im Mehrbetrag verwies die Vorinstanz 

den Privatkläger mit seinem Schadenersatzanspruch auf den Weg des Zivilpro-

zesses. Schliesslich wurden die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen 

Verfahrens der Beschuldigten auferlegt (Urk. 127 S. 60 f.). 

2. Berufungsverfahren 

2.1. Gegen das am 13. September 2018 schriftlich im Dispositiv zugestellte Ur-

teil vom 7. September 2018 (Urk. 118 und 119), meldete der Verteidiger der Be-

schuldigten mit Eingabe vom 17. September 2018 (Urk. 121) innert Frist die Beru-

fung an. Das begründete Urteil wurde den Parteien am 4. respektive 7. Januar 

2019 zugestellt (Urk. 124 und 125). 

2.2. Die Beschuldigte legte die Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 

Abs. 3 StPO mit Schreiben vom 15. Januar 2019 fristgerecht ein. Beweisanträge 

wurden keine gestellt (Urk. 128). Mit Präsidialverfügung vom 11. März 2019 wur-

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de der Staatsanwaltschaft sowie dem Privatkläger Frist zur Erhebung einer allfäl-

ligen Anschlussberufung angesetzt (Urk. 131). Die Staatsanwaltschaft verzichtete 

mit Eingabe vom 9. April 2019 auf Anschlussberufung, beantragte die Bestätigung 

des vorinstanzlichen Urteils und erklärte, sie werde sich am weiteren Verfahren 

nicht aktiv beteiligen (Urk. 133). Mit Eingabe vom 8. Mai 2019 teilte die vom Pri-

vatkläger bevollmächtigte Vertreterin, Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____, mit, sie 

erteile Substitutionsvollmacht an Rechtsanwältin Y2._____. Im übrigen verzichtete 

der Privatkläger sinngemäss auf eine Anschlussberufung (Urk. 135). 

2.3. Die Parteien wurden auf den 29. Oktober 2019 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2019 brachte der Verteidiger im Hinblick 

auf die Berufungsverhandlung verschiedene Einwendungen gegen den Schuld-

spruch der Vorinstanz vor. Er legte sodann die Stellungnahme der Beschuldigten 

persönlich zu den einzelnen Anklagesachverhalten bei (Urk. 137/1+2). Mit Präsi-

dialverfügung vom 10. Oktober 2019 wurden diese Eingaben der Staatsanwalt-

schaft und dem Privatkläger zugestellt und gleichzeitig eine kurze Frist zur Stel-

lung von allfälligen Beweisanträgen angesetzt (Urk. 138). Die Staatsanwaltschaft 

erklärte am 16. Oktober 2019 Verzicht auf Vernehmlassung und Stellung von Be-

weisanträgen (Urk. 140).  

2.4. Die Vertreterin des Privatklägers äusserte sich im Rahmen der Berufungs-

verhandlung unter anderem zu diesen Einwendungen. Sie reichte in diesem Zu-

sammenhang eine Bildschirmaufnahme betreffend einen Benutzer des Buchhal-

tungssystems Abacus beim Privatkläger ein, welche vom IT-Verantwortlichen, 

F._____ von der G._____ AG, erstellt worden sei (Urk. 142). Rechtsanwalt 

Dr. X._____ beantragte die Einvernahme von H._____ als Zeuge; dieser war frü-

her als Abacus-Berater bei der G._____ AG angestellt und für den Privatkläger 

zuständig (Urk. 1/68 S. 3). Rechtsanwältin Y2._____ beantragte die Einvernahme 

von H._____ und F._____ als Zeugen (Prot. II S. 19 f. und 22). Nach Erstattung 

der Parteivorträge wurde über die Anträge der Parteivertreter betreffend die Ein-

vernahme der Herren H._____ und F._____ als Zeugen beraten (Prot. II S. 32). 

Nachdem die Vertreterin des Privatklägers deren Adressen bekannt gegeben hat-

te, wurden die Zeugeneinvernahmen am 6. November 2019 beschlossen (Prot. II 

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S. 32, Urk. 146 und 147). Die Zeugen sowie die Parteivertreter wurden dement-

sprechend in der Folge auf den 18. März 2020 vorgeladen (Urk. 149). 

2.5. Die auf den 18. März 2020 anberaumte Verhandlung musste im Zusam-

menhang mit der Corona-Pandemie verschoben werden. Am 13. August 2020 

wurden die Zeugen H._____ und F._____ einvernommen (Prot. II S. 34 ff.). Die 

Parteivertreter sowie die Beschuldigte erhielten in der Folge Gelegenheit, zu den 

Befragungen und zu den jeweiligen Eingaben der Parteivertreter schriftlich Stel-

lung zu nehmen (Urk. 159, 160, 166 und 170). Das Verfahren erweist sich nun-

mehr als spruchreif. Die Parteien haben auf eine mündliche Urteilseröffnung ver-

zichtet (Prot. II S. 72). 

3. Umfang der Berufung 

Die Verteidigung wendet sich mit ihrer Berufung gegen die Verurteilung der Be-

schuldigten und beantragt mit Ausnahme von Ziffer 1 und 8 die vollumfängliche 

Aufhebung des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 7. September 2018 

(Prot. II S. 19). Somit sind lediglich Ziffer 1 (Freisprüche) sowie Ziffer 8 (Kosten-

festsetzung) in Rechtskraft erwachsen. Davon ist vorab mittels Beschlusses Vor-

merk zu nehmen. 

II. Schuldpunkt 

A. Sachverhalt 

1. Anklagevorwurf und Parteistandpunkte 

1.1. Der Beschuldigten wird in der Anklage zusammengefasst vorgeworfen, 

über einen längeren Zeitraum ab ca. Februar 2011 wiederholt verschieden grosse 

Beträge in der Höhe von insgesamt Fr. 62'771.80.-- entweder - anstatt in die Kas-

se des Privatklägers zu legen - selber behalten oder aus der Kasse entnommen 

und für eigene Bedürfnisse verwendet zu haben. Zur Vertuschung ihres Bemäch-

tigens der Geldbeträge habe die Beschuldigte teilweise Buchungen unterlassen 

oder fiktive Buchungen vorgenommen und mehrfach falsche Belege erstellt. In 

der Anklageschrift sind die einzelnen Vorgänge ausführlich geschildert (vgl. Urk. 

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1/96). Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Täterschaft der Beschuldigten 

hinsichtlich einiger Tatvorwürfe, nämlich derjenigen vom 15. März 2012 (Fr. 

1'500.--), ca. vom 18. April 2013 (Fr. 195.30), vom 30. April 2013 (Fr. 99.95) und 

ca. vom 23. Mai 2013 (ca. Fr. 297.90) sowie ca. vom 21. September 2013 (ca. Fr. 

1'200.-- bis Fr. 1'500.--) im Deliktsbetrag von total Fr. 3'293.15 nicht erstellt ist. 

Somit beträgt der Deliktsbetrag der heute noch zu beurteilenden Vorwürfe ge-

samthaft rund knapp Fr. 60'000.--. 

1.2. Die Beschuldigte macht seit ihrer Anzeige vom 18. November 2013 gel-

tend, es sei ein grösserer Bargeldbetrag - enthalten in zwei Couverts - aus dem 

Tresor im Sekretariat des Privatklägers gestohlen worden. Sie selber habe keine 

Gelder für sich behalten oder aus der Kasse behändigt und folglich auch keine 

Vertuschungshandlungen vorgenommen. Bei dieser Darstellung blieb sie wäh-

rend der ganzen Untersuchung und auch anlässlich der Befragung in der vo-

rinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 1/28.1 S. 2 ff. und Prot. I S. 11 ff.). Die 

Einzelheiten ihrer Stellungnahme zu den Tatvorwürfen, wonach sie die Kasse 

nicht zuverlässig habe abstimmen können, weil mehrere Personen diese - auch 

ausserhalb der Kassenstunden - bedient sowie Belege und Gelder gefehlt hätten 

und dass aufgrund weiterer Umstände das Führen eines Kassenbuchs nur 

schwer möglich gewesen sei und deshalb der Saldo der Buchhaltung nie ge-

stimmt habe, hat die Vorinstanz zutreffend dargestellt; es kann darauf verwiesen 

werden (Urk. 127 S. 5 f. Ziff. 2.3.1). 

1.3. Das erstinstanzliche Gericht schilderte auch die weiteren Parteistandpunk-

te korrekt. Dies betrifft zunächst die Vorbringen des Privatklägers anlässlich der 

Hauptverhandlung, woraus er die Täterschaft der Beschuldigten ableitet (Urk. 127 

S. 4 f. Ziff. 2.2.). Ebenso zeigte die Vorinstanz zusammengefasst die Argumenta-

tionslinie des Verteidigers auf: Danach sei einseitig gegen die Beschuldigte ermit-

telt und eine andere Täterschaft nie geprüft worden; beim Privatkläger hätten 

grosse Defizite bestanden, was die Datensicherheit, den Zugang zu Bargeld und 

Wertgegenständen sowie zu vertraulichen Dokumenten betreffe; von diesen Un-

zulänglichkeiten hätte abgelenkt werden sollen. Da die Polizei alles unkritisch von 

der Heimleitung übernommen und keine Beweissicherung vorgenommen habe, 

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hätte eine allfällige interne Täterschaft nach der Diebstahlsanzeige durch Manipu-

lationen den Verdacht auf die Beschuldigte lenken können; so hätten auch ohne 

weiteres andere Mitarbeiterinnen Buchungen im Abacus Buchhaltungssystem 

machen können (Urk. 127 S. 6 f. Ziff. 2.3.2). Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann auf diese Darstellungen verwiesen werden. Auf weitere Einwendungen der 

Verteidigung in der Eingabe vom 9. Oktober 2019 und anlässlich der Berufungs-

verhandlung ist nachfolgend im Zusammenhang mit der Sachverhaltserstellung 

einzugehen. 

2. Vorbemerkungen 

2.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze des Beweisrechts zutreffend dargestellt 

(Urk. 127 S. 8 Ziff. 3.1.).  

2.2. Die Verteidigung monierte vor Vorinstanz, die Untersuchung sei einseitig 

gegen die Beschuldigte geführt worden, es seien keine Unterlagen beschlag-

nahmt und keine Daten gesichert worden. Alle für die Untersuchung verwendeten 

Unterlagen seien von der Privatklägerschaft geliefert worden und die Liste der 

fehlenden Belege sei beispielsweise im Auftrag der Heimleiterin E._____ erstellt 

worden. Zudem sei diese zunächst als Zeugin statt als Auskunftsperson befragt 

worden (Urk. 116 S. 3 f.).  

Die Beschuldigte hatte die Buchhaltungsbelege betreffend Kasse 2013 enthalten-

den zwei Bundesordner offenbar nach ihrer Diebstahlsanzeige und bis zu ihrer 

Kündigung zusammengestellt, das Fehlen von Buchungsbelegen festgestellt und 

mit violetten "Post-it" - Zetteln mit handschriftlichen Hinweisen auf den fehlenden 

Beleg versehen der Heimleiterin E._____ übergeben (Urk. 1/29.1 S. 2 f. Frage 5). 

Die beiden Ordner wurden auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft im Schreiben 

vom 20. Februar 2017 von I._____ anlässlich der Einvernahme vom 23. Mai 2017 

zu den Akten gegeben (Urk. 1/7, 1/8 und 1/31 S. 21 sowie Urk 1/32/1+2). Die von 

der Verteidigung als mangelhaft bezeichnete Liste der fehlenden Buchungsbelege 

von der Bargeldkasse (Urk. 1/29.2.1) wurde von E._____ aufgrund der Markie-

rungen durch die Beschuldigte erstellt (Urk. 1/29.20 S. 15, Frage 79). Die Be-

schuldigte sagte dazu gar aus, sie selber habe die Liste mit den fehlenden Bele-

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gen erstellt (Urk. 1/28.6 S 3). Auf den in den Ordnern angebrachten Zetteln ist - 

bei einem Vergleich mit den handschriftlichen Ergänzungen der Beschuldigten in 

der polizeilichen Einvernahme vom 4. März 2014 - unschwer deren Handschrift zu 

erkennen; die Liste basiert somit auf den eigenen Feststellungen der Beschuldig-

ten, welche Belege fehlten. Auf diese von der Heimleitung eingereichten Unterla-

gen darf somit ohne weiteres abgestellt werden (Urk. 1/29.1 z.B. S. 5 und 7 ff. 

sowie Urk. 1/29.20 S. 15 f. Frage 79).  

Die Heimleiterin E._____ war nicht aktiv in der Buchhaltung tätig und entnahm nur 

selten Geld aus der Kasse. Da sich aus den polizeilichen Befragungen zudem 

keine Verdachtsmomente gegen sie ergaben, ist nachvollziehbar und nicht zu be-

anstanden, dass sie zunächst als Zeugin befragt wurde (vgl. dazu auch Urk. 

1/88.5). Die Einvernahme fand am 17. Februar 2017 statt (Urk. 1/29.20), erst ge-

gen Ende derselben kam die Rede auf die Zugriffsberechtigungen im Buchhal-

tungssystem Abacus (S. 24 Frage 118). Zudem erstattete die Verteidigung der 

Beschuldigten erst nach dieser Einvernahme mit Eingabe vom 16. März 2017 

Strafanzeige gegen unbekannt (Urk. 1/9). Danach wurde E._____ ein weiteres 

Mal am 18. August 2017 durch die Staatsanwaltschaft einvernommen und zwar 

als Auskunftsperson gemäss Art. 178 lit. d StPO (Urk. 1/29.23 S. 1 ff.). Somit wa-

ren erst gegen Ende der Zeugeneinvernahme und danach Tatsachen aufge-

taucht, die eine Tatbeteiligung von E._____ nicht als gänzlich ausgeschlossen er-

scheinen liessen, weshalb sämtliche Aussagen, auch diejenigen als Zeugin, ver-

wertbar sind (Schmid, Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, 3. 

Aufl., Zürich 2017, S. 382 Rz 927). 

2.3. Die Anklage beruht sodann auf Buchhaltungsunterlagen und weiteren Un-

terlagen aus dem Geschäftsbetrieb des Privatklägers sowie auf zahlreichen Aus-

sagen von Personen, die beim Privatkläger in verschiedenen Funktionen tätig 

sind oder waren und teilweise mit der Beschuldigten zusammenarbeiteten. Die 

formellen Anforderungen wie insbesondere die Einhaltung der Teilnahmerechte 

und das Recht auf Stellungnahme wurden stets eingehalten respektive gewährt, 

so dass grundsätzlich von der Verwertbarkeit der Beweismittel auszugehen ist. Im 

übrigen gab die Heimleiterin E._____ anlässlich ihrer Befragung bei der Staats-

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anwaltschaft am 17. Februar 2017 an, sie hätten nach Bekanntwerden des Dieb-

stahls am 18. November 2013 das Schloss zum Sekretariat ausgewechselt, da 

sie von einem Einbruch ausgegangen seien. Die drei Heimleitungsmitglieder so-

wie die Sekretariatsmitarbeiterinnen hätten weiterhin Zugang zum Sekretariat ge-

habt. Die Buchhaltungsunterlagen 2013 hätten sich ab dann bis zur Prüfung durch 

Herrn J._____ weiterhin dort im Sekretariat befunden; dies allerdings mit Aus-

nahme der zwei dicken Ordner, wo sich alle Belege und die Post-it-Zettel betref-

fend fehlende Belege befunden hätten. Diese zwei Ordner habe sie - so E._____ - 

zu sich genommen, nachdem die Beschuldigte diese Belege ca. bis zwei Wochen 

nach der Diebstahlsmeldung zusammen getragen und ihr die Ordner übergeben 

habe (Urk. 22 Frage 108 ff.). Sie erklärte weiter, gleich nachdem Frau A._____ 

nicht mehr am Arbeitsplatz gewesen sei, hätten sie Sicherheitsvorkehrungen ge-

troffen und alles fixiert und gespeichert so, wie es Frau A._____ am letzten Ar-

beitstag zurück gelassen habe. Diese Daten könnten sie einer tieferen Untersu-

chung vorlegen (Urk. 1/29.20 S. 23 Frage 113 ff.). Dieses Vorgehen zeigt, dass 

die Heimleitung umsichtig handelte und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 

beim Privatkläger nach dem Weggang der Beschuldigten Vertuschungshandlun-

gen oder gar Manipulationen im Zusammenhang mit Unterlagen vorgenommen 

wurden. 

3. Grundsätzliche Einwendungen der Beschuldigten 

Das erstinstanzliche Gericht hat sich auch mit den weiteren grundsätzlichen Ein-

wendungen der Beschuldigten und der Verteidigung einlässlich befasst (Urk. 127 

S. 13 ff. Ziff. 3.3.). Es kann in erster Linie darauf verwiesen werden. Namentlich 

auf die Ausführungen unter Ziff. 3.3.5. und 3.3.6. 

3.1. Bezüglich der Frage, ob die Beschuldigte die Verantwortung für die Kasse 

inne hatte, ist zur Verdeutlichung der vorinstanzlichen Ausführungen unter 

Ziff. 3.3.1. nochmals festzuhalten, dass dies für die Strafbarkeit an sich nicht aus-

schlaggebend ist. Indessen ergibt es sich einerseits aus ihrer Funktion als Rech-

nungsführerin respektive Rechnungssekretärin (Urk. 1/8.1) und andererseits aus 

ihrem Tätigkeitsbereich gemäss Arbeitsvertrag, der sowohl die Leitung des Sekre-

tariats, als auch die gesamte Buchhaltung umfasste (Urk. 1/8.2). Desweitern be-

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nannten die verantwortliche Heimleiterin E._____ (Urk. 1/29.1 Frage 11 und 

1/29.20 Frage 42) und die Sekretariatsmitarbeiterinnen I._____ (Urk. 1/31 S. Fra-

ge 56) und K._____ (Urk. 1/35 S. 7 Frage 57) die Beschuldigte übereinstimmend 

als für die Führung der Kasse Hauptverantwortliche. Zahlreiche weitere Personen, 

mit denen die Beschuldigte während ihrer Anstellung beim Privatkläger in Kontakt 

kam, bestätigten, dass diese jeweils Bargeldauszahlungen aus der Kasse tätigte 

sowie Bargeldbeträge entgegen nahm (vgl. beispielhaft die Aussagen des Sozial-

pädagogen L._____ [Urk. 1/36 S. 4 Fragen 24, 26-28], der Gesamtleiterin der Er-

wachsenenbetreuung sowie der Standortleiterin "M._____" N._____ [Urk. 1/61 S. 

5 f. Fragen 35 ff.] und von O._____ [Urk. 1/63 S. 4 Fragen 24 - 26] sowie von 

P._____ [Urk. 1/74 S. 4 ff. Fragen 23 ff.]). Weiter ist zwar bekannt und im Prü-

fungsbericht vom 20. Dezember 2013 des Treuhandexperten J._____ festgehal-

ten, dass bei einer Abwesenheit der Beschuldigten oder an Wochenenden auch 

die weiteren Sekretariatsmitarbeiterinnen und Heimleitungsmitglieder Gelder aus 

der Kasse nehmen konnten und dies ausnahmsweise auch machten (Urk. 

1/29/2.5 S. 2). Die getätigten Bezüge oder Einlagen wurden jedoch gemäss den 

überzeugenden Aussagen der jeweiligen Personen durch entsprechende Belege 

und von I._____ durch das Führen eines Kassabuches dokumentiert (E._____ 

Urk. 1/29/23 S. 2 f. Fragen 8 bis 13; I._____ Urk. 1/31 S. 8 f. Fragen 59 bis 67 

und O._____ 1/63 S. 4 f. Fragen 27-32 sowie 64). Dass dennoch vereinzelt eine 

Entnahme ohne Hinterlegung eines Beleges in der Kasse erfolgte, kann nicht 

gänzlich ausgeschlossen werden, ein gehäuftes Vorkommen scheint aber höchst 

unwahrscheinlich. K._____ war an sich ebenfalls befugt, während der Abwesen-

heit der Beschuldigten Geld aus der Kasse zu nehmen; sie hatte Zugang zum 

Tresor und legte gelegentlich Bargeld hinein, bediente jedoch die Kasse nicht, 

weil die Kassette zu schwer war und sie diese wegen ihrer körperlichen Konstitu-

tion nicht selber heraus heben konnte (Urk. 1/35 S. 7 f. Frage 62 - 64), was 

E._____ bestätigte (Urk. 1/29.23 S. 3 Frage 13). Im übrigen erklärte K._____, 

dass sie fakturiere und keine Buchungen vornehme, dies sei auch in den Jahren 

2011 bis 2013 so gewesen (Urk 1/35 S. 5 Frage 36 + 36). Folglich kommt sie für 

die zu Vertuschungszwecken vorgenommenen Buchungen ohnehin nicht in Frage 

(vgl. dazu auch nachfolgend Ziff. 4.2). Dies deckt sich mit den Angaben zu den 

-   14   - 

Berechtigungen für das Buchhaltungssystem in Urk. 1/29.25.1.2. Auch Q._____, 

der per Ende 2014 pensionierte Dritte des Heimleitungsteams, nahm zunächst an, 

dass er keinen Zugang zur Kasse hatte (Urk. 1/64 S. 4. Frage 22); die weiteren 

beiden Heimleitungsmitglieder gingen ebenfalls davon aus, dass Q._____ keine 

Bezüge aus der Kasse tätigte, da er nicht gewusst habe, wo der Tresorschlüssel 

aufbewahrt wurde (E._____ Urk. 1/29.23 S. 3 Frage 13 und O._____ Urk. 1/63 S. 

5 Frage 33). Im Verlauf der weiteren Befragung gab Q._____ indessen an, er ha-

be nicht gewusst, wo die Kasse sei, habe dann aber einmal, als er im Büro gewe-

sen sei, gesehen, wie Frau K._____ Geld aus der Kasse genommen habe und 

dabei gesehen, wo der Tresorschlüssel aufbewahrt worden sei. Er führte weiter 

aus, er erinnere sich nicht mehr genau, wann es gewesen sei, an einem Fest oder 

einem Elterntag, dass er Geld von Eltern erhalten habe, welches er in die Kasse 

gelegt habe mit dem entsprechenden Vermerk, er wisse jetzt auch nicht mehr, ob 

er das Geld in die Festkasse oder in die Tresorkasse gelegt habe. Angesichts der 

von Q._____ geäusserten Unsicherheiten ist durchaus möglich, dass dieser nicht 

K._____, sondern eine andere Mitarbeiterin beim Herausnehmen der Kasse beo-

bachtet hatte oder K._____ zusah, als sie einmal den Tresor öffnete, um Geld 

hinein zu legen (ohne die Kasse herauszunehmen), wie sie dies geschildert hatte. 

Q._____ erinnerte sich zwar nicht mehr genau, ob er auch einmal mit einem ent-

sprechenden Vermerk etwas aus der Kasse genommen hatte, gab jedoch an, er 

sei zu 100 % sicher, dass diesfalls eine Quittung dabei gewesen sei (Urk. 1/64 S. 

4. Frage 24).  

Wie bereits die Vorinstanz ausführte, ist die Darstellung der Beschuldigten, sie 

habe immer wieder auf Missstände hingewiesen und die Verantwortung für die 

Kasse wegen Unregelmässigkeiten eigentlich ablehnen wollen, nicht glaubhaft, da 

diese jedenfalls nicht auf Zugriffe durch andere Berechtigte zurückzuführen sind. 

Diese Begründung steht sodann auch im Widerspruch mit den Angaben von 

E._____, wonach die Beschuldigte ihr erst am Schluss gesagt habe, sie könne die 

Kasse nicht mehr führen, in den Jahren ab 2009 sei dies nie ein Thema gewesen. 

Es sei schon seit langem vorgesehen gewesen, dass Frau I._____ die Führung 

der Kasse übernehmen würde (Urk. 1/29.1 S. 5 Frage 11 und 1/29.10 S. 6 Frage 

17). Auch I._____ bestätigte, dass sie eigentlich die Kasse seit längerem hätte 

-   15   - 

übernehmen sollen. Dazu sei es aber nicht gekommen, weil die Beschuldigte die-

se nie übergeben habe (Urk. 1/31 S. 5 Frage 38). Hätte es so grosse Missstände 

gegeben, hätte die Beschuldigte die Verantwortung über die Kasse wohl lieber 

früher als später an eine andere Person abgegeben.  

3.2. Im Zusammenhang mit den geltend gemachten "Sicherheitsproblemen" ist 

ergänzend zu den treffenden Erwägungen des Vorderrichters unter Ziff. 3.3.2. fol-

gendes zu bemerken: Zu den von der Beschuldigten erwähnten Problemen mit 

dem Buchhaltungssystem Abacus (vgl. Plädoyer Verteidigung anlässlich der 

Hauptverhandlung vor Vorinstanz Urk. 116 S. 2) sagte der für die Einführung der 

Abacus Softwarelösung beim Privatkläger zuständige Projektleiter R._____, eine 

Analyse des Jahres 2013 habe ergeben, dass für 80 % der Probleme Anwender-

fehler und nicht eigentliche Systemfehler verantwortlich gewesen seien (Urk. 1/65 

S. 5 Frage 29). Offenbar konnten die anderen Mitarbeiterinnen - Frau K._____ 

zumindest nach einer gewissen Einführungszeit und Frau I._____ von Anfang an - 

gut mit dem System Abacus arbeiten (vgl. dazu die Aussagen von E._____ Urk. 

1/29.10 S. 9 f. Fragen 35 f.). 

3.3. Bezüglich Ziffer 3.3.3. der vorinstanzlichen Erwägungen ist zusätzlich fest-

zuhalten, dass der Beschuldigten der Fragenkatalog, der von Frau E._____ der 

Polizei übergeben worden war, bereits vom Privatkläger unterbreitet worden war. 

Die darin enthaltenen Fragen, die ihr nebst anderen anlässlich der polizeilichen 

Einvernahme vom März 2014 gestellt wurden, trafen sie somit nicht unvorbereitet 

(Urk. 1/28/1 S. 3 f. Frage 11 f. und Urk. 1/29.1 S. 4 f. Frage 8). 

3.4. Sodann kann - in Bekräftigung der Ausführungen der Vorinstanz unter 

Ziff. 3.3.4. - nahezu ausgeschlossen werden, dass von der Beschuldigten getätig-

te Buchungen nachträglich durch andere Personen manipuliert wurden: Dies 

ergibt sich insbesondere aus den Angaben der Zeugen R._____, S._____ und 

H._____, wonach weder der Urheber einer Buchung noch die automatisch verge-

benen Buchungsnummern nachträglich verändert werden könnten und Änderun-

gen jedenfalls ersichtlich wären (Urk. 1/65 S. 7 f. Frage 45 f. und 52 sowie S. 10 

Frage 74, Urk 1/67 S. 6 f. Fragen 33 und 41 sowie Urk. 1/68 S. 6 f. Fragen 31 und 

38 und Urk. 1/69.4). Entgegen den Ausführungen der Verteidigung vor Vorinstanz 

-   16   - 

(Urk. 116 S. 7), wonach den Revisoren - sinngemäss wohl in den Vorjahren - je-

weils keine Unregelmässigkeiten aufgefallen seien, enthält das Revisionsprotokoll 

vom 22. Juli 2014 den Hinweis, dass anlässlich der Schlussrevision 2012 grösse-

re Saldi hätten ausgebucht werden müssen, die nicht hätten erklärt werden kön-

nen und deren Ursache zum Teil im Jahr 2011 gelegen sei. Die Bilanz sei per 

31.12.2012 bereinigt worden. In der ergänzenden Berichterstattung sei der Ver-

einsvorstand darauf hingewiesen worden, dass im Jahr 2013 keine unbegründe-

ten Ausbuchungen mehr akzeptiert werden könnten (Urk. 1/29.16 S. 4). Dies 

ergibt sich auch aus dem Protokoll der Besprechung zum Jahresabschluss 2012 

(Urk 1/29.1 S. 6 Frage 15 und 1/29.2.8). 

3.5. Hinsichtlich der Erwägungen des erstinstanzlichen Richters unter Ziff. 3.3.7 

ist zu ergänzen, dass die Beschuldigte vor Vorinstanz geltend machen liess, ihr 

Benutzerkonto sei zunächst inaktiviert und zu einem unbekannten späteren Zeit-

punkt von einer unbekannten Person gelöscht worden. Es sei also möglich, dass 

ein beliebiger Täter mit ihrem Passwort oder ihrem Administratorenzugang nach-

träglich Buchungen vorgenommen habe (Urk. 114 S. 6). Die Verteidigung wies 

sodann in ihrer Eingabe vom 9. Oktober 2019 darauf hin, der Benutzer "A'._____" 

sei erst einige Zeit nach dem Austritt der Beschuldigten gelöscht worden und ge-

mäss Aussagen von Herrn R._____, habe Frau I._____ einige Zeit nach deren 

Austreten mit dem Benutzer "A'._____" weiter gearbeitet (Urk. 137/1 S. 2). Auch 

anlässlich der Berufungsverhandlung wurde von der Verteidigung vorgebracht, 

das Passwort sei leicht zugänglich herum gelegen, so dass auch jemand anderes 

sich als "A'._____" eingeloggt haben könnte; man wisse nicht, wann genau und 

durch wen der User "A'._____" gelöscht worden sei und wie lange dieser insbe-

sondere auch nach dem Austritt der Beschuldigten noch weiter bestanden habe 

und allenfalls benutzt worden sei (Urk. 144 S. 9). Eine solche Aussage, dass 

I._____ einige Zeit nach dem Austreten der Beschuldigten mit deren Benutzer 

"A'._____" weitergearbeitet habe, ist indessen in der Einvernahme von Herrn 

R._____ nicht enthalten (Urk. 1/65). Gemäss Ausführungen des Vertreters des 

Privatklägers habe dieser nach den Vorfällen im November und Dezember 2013 

die Sperrung des Users "A'._____" im Abacus veranlasst. Ab dem 18. Dezember 

2013 habe der User "A'._____" keine Buchungen mehr vornehmen können (Urk. 

-   17   - 

1/20 S. 2). Es finden sich keine Hinweise in den Akten, dass I._____ nach dem 

Austritt der Beschuldigten mit deren Benutzername A'._____ weiter gearbeitet hat 

(vgl. dazu auch nachfolgend unter Ziff. 4.5.). Im Anschluss an die Zeugeneinver-

nahmen reichte die Vertreterin des Privatklägers am 13. August 2020 ein Email-

Schreiben der Mitarbeiterin K._____ an die Firma T._____ ein, aus welchem her-

vorgeht, dass die Sperrung des Benutzers A._____ am 18. Dezember 2013 ver-

anlasst worden war (Urk. 156). 

4. Hinweise auf die Täterschaft der Beschuldigten 

4.1. Der Vorderrichter leitete in seiner Urteilsbegründung unter Zugrundelegung 

der wesentlichen Umstände sorgfältig die Täterschaft der Beschuldigten her. 

Auch darauf ist vorab zu verweisen (Urk. 127 S. 9 f. Ziff. 3.2.).  

4.2. Die Verteidigung wendete anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhand-

lung ein, weitere Personen wie zum Beispiel Frau I._____, Frau K._____ und 

Frau N._____ hätten die Möglichkeit gehabt, Buchungen vorzunehmen. Auch das 

Administratorenpasswort habe nicht nur die Beschuldigte selbst, sondern gemäss 

Aussage des Zeugen R._____ nebst der Beschuldigten auch Frau K._____ ge-

habt (Urk. 1/116 S. 4 mit Verweis). Die Heimleiterin E._____ hatte sodann erklärt, 

sie habe das Administratorenpasswort bei sich unter Verschluss gehabt, konnte 

sich aber nicht erinnern, dieses je weiter gegeben zu haben (Urk. 1/29.20 S. 24 

Frage 118). Da davon auszugehen ist, dass K._____ weder Buchungen im Aba-

cus System - mit Ausnahme von Rechnungen in der Debitorenbuchhaltung (vgl. 

Urk. 167/2) - vornahm, noch Bargeld aus der Kasse behändigte, kommt sie man-

gels Erfahrung in diesem Bereich und wegen ihrer körperlichen Konstitution - wie 

bereits ausgeführt - als Täterin mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht in Frage. 

E._____ hatte als Mitglied der Heimleitung nur ein Einsichtsrecht; und selbst 

wenn sie mittels Administratorenpasswort selber unter einem fremden Kürzel, 

beispielsweise demjenigen der Beschuldigten "A'._____", hätte Buchungen vor-

nehmen können, scheidet sie aufgrund des Umstandes, dass sie in Buchhal-

tungsfragen über keine vertiefteren Kenntnisse verfügt und die Aufsichtspflicht im 

Bereich Buchhaltung an den Quästor abgegeben hatte (Urk. 1/29/20 S. 9 Frage 

41 und S. 24 f. Fragen 118 ff. ), ebenfalls als Täterin aus.  

-   18   - 

4.3. Bekanntlich wurde das Benutzerkonto der Beschuldigten für das Abacus 

System auf unbekannte Weise gelöscht. Bei den anderen ausgetretenen Mitarbei-

tenden U._____ (Benutzer Nr. 9, Kürzel U'._____) und V._____ (Benutzerin Nr. 

11, Kürzel V'._____) wurden die Benutzerprofile nicht gelöscht, so dass sie als 

"user" bezüglich der von ihnen vorgenommenen Buchungen noch mit den ent-

sprechenden Kürzeln identifizierbar sind (vgl. z.B. zwei Buchungen KÜRZEL 

U'._____ in Urk. 1/21/2). Gemäss den Angaben des bei der Firma W._____ AG 

als Abacus-Berater unter anderem ab dem zweiten Semester 2014 für den Privat-

kläger tätigen Zeugen H._____ gab es in der Abacus Installation des Privatklä-

gers nur einen einzigen gelöschten Benutzer. In der Folge erschien bei den unter 

dem Kürzel "A'._____" getätigten Buchungen dieses Kürzel nicht mehr, sondern 

wurde auf "0" umgeschrieben. Der Zeuge H._____ leitete aus dem Umstand, 

dass der Benutzer mit dem Kürzel "A'._____" (= Kürzel der Beschuldigten 

A._____) als einziger User gelöscht worden sei, aufgrund des Ausschlussprinzips 
ab, dass die Buchungen mit "0" oder keiner Bezeichnung durch den gelöschten 

User erfasst oder geändert worden seien (Urk. 1/68 S. 6 Frage 35 und Urk. 

1/69.3). Auf Nachfrage des Vertreters des Privatklägers bestätigte der Zeuge 

H._____, dass alle Buchungen, welche in der Spalte "Benutzerkürzel" keine An-

gaben enthielten, vom gelöschten Benutzer "A'._____" vorgenommen worden 

seien (Urk. 1/68 S. 9 Fragen 52 f. und Urk. 1/69.3). Damit wäre an sich - so die 

Schlussfolgerung der Vorinstanz - bereits erstellt, das die Beschuldigte - oder al-

lenfalls jemand, der sich mit ihrem Benutzerpasswort eingeloggt hätte - Urheberin 

der Buchungen mit "0" war.  

Mit Eingabe vom 9. Oktober 2019 brachte die Verteidigung jedoch unter anderem 

vor, es sei auf dem vom Zeugen H._____ eingereichten USB-Stick vorhandenen 

Screenshot der Benutzerverwaltung und der dort abgebildeten Benutzeroberflä-

che und Datenbank ersichtlich, dass nebst dem Benutzer Nr. 5 ("A'._____") auch 

der Benutzer Nr. 3 fehle; es sei unbekannt, welche Person als Benutzer Nr. 3 ge-

arbeitet habe, und der Zeuge H._____ habe sich dazu auch nicht geäussert. Des-

halb bestehe die erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur ein, sondern zwei 

User gelöscht worden seien (Urk. 137/1 S. 1 f. mit Verweis auf Urk. 1/69/3 und 5). 

-   19   - 

Dieses Vorbringen wiederholte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhand-

lung (Urk. 144 S. 7 f. und Urk. 143). 

Gleich im Anschluss an die Zeugenbefragung bei der Staatsanwaltschaft tätigte 

der Zeuge H._____ sodann Abklärungen, weshalb zwar ein gelöschter Benutzer 

in der Datenbanktabelle unter "Benutzer" noch vorhanden und nur als gelöscht 

markiert sei, im Feld "Benutzerreferenz" jedoch auf den einzelnen Fibu-

Buchungen der Bezug zum gelöschten Benutzer nicht vorhanden sei. Es ergab 

sich, dass bei einem Datenupdate ein Fehler unterlaufen war, indem die Referen-

zen von gelöschten Benutzern verloren gingen. Bei Verwendung der tatzeitaktuel-

len Programmversion, habe er anhand von Stichproben zeigen können, dass dort, 

wo die ursprünglichen Auswertungen 0 gezeigt hätten, jetzt eine 5 erscheine (vgl. 

E-Mail Nachricht vom 25. August 2017, Urk. 1/70). Diese Ergänzung erfolgte zeit-

nah an die Zeugenbefragung vom 24. August 2017 und wurde der Beschuldigten 

zur Stellungnahme unterbreitet (Urk. 1/28.31 S. 12 Frage 31). Die Erklärung ist 

nachvollziehbar und einleuchtend. H._____ gab anlässlich seiner zweiten Befra-

gung als Zeuge vor dem Berufungsgericht am 13. August 2020 auf Vorhalt seines 

damaligen schriftlichen Nachtrags an, er könne bestätigen, was er damals ge-

schrieben habe, es habe haargenau den Tatsachen entsprochen, er habe auch 

nichts hinzugefügt oder weggelassen (Prot. II S. 38). Bei den getätigten Stichpro-

ben war offenbar kein Benutzer Nr. 3 aufgetaucht.  

Aus dem angerufenen Screenshot Urk. 1/69/3 (erstellt respektive eingereicht vom 

Zeugen H._____ anlässlich der ersten Zeugeneinvernahme bei der Staatsanwalt-

schaft am 24. August 2017) sowie aus den Unterlagen gemäss Urk. 143, 1. Seite, 

ergibt sich tatsächlich, dass auf dem "Bild der Benutzeroberfläche" sowohl die 

Nr. 3 als auch die Nr. 5 fehlen. Unter "Name/ Voller Name" wird Nr. 1 dem Admi-

nistrator zugeordnet, Nr. 2 steht neben AA._____, ab Nr. 4 sind die verschiede-

nen Benutzer, d.h. natürliche Personen beim Privatkläger aufgeführt und bei Nr. 8 

die Heimleitung sowie bei Nr. 10 "T._____" (= Firma die ABACUS beim Privatklä-

ger einführte, vgl. z.B. Urk. 1/29.25.1.2). Gemäss dem "Bild der Datenbank" wird 

hingegen die Nr. 5 in der Spalte "Number" aufgeführt, nicht jedoch die Nr. 3. In 

der Spalte "CODE" wird überall eine 0 aufgeführt ausser bei Nr. 5, wo als Code 

-   20   - 

die Zahl "13" aufgeführt ist. Die Zahl 13 steht gemäss Angaben des Zeugen 

H._____ offenbar für einen gelöschten Benutzer. Wäre der User Nr. 3 dannzumal 

gelöscht gewesen, wäre zu erwarten, dass er ebenfalls mit dem CODE "13" ver-

sehen aufgeführt worden wäre. Es stellt sich die Frage, wer oder was der fehlen-

de Benutzer Nr. 3 sein könnte: In den von der Heimleiterin E._____ eingereichten 

"manuell erstellten" Unterlagen betreffend Zugriffsrechte für den Zeitraum 2011-

2017 ist beispielsweise in den Jahren 2011 und 2012 auch der Quästor AB._____ 

aufgeführt mit dem Benutzername "AB'._____" (vgl. Urk. 1/29.25.1.1+2). In der 

weiter eingereichten "Übersicht der Benutzer 2011-2017 wurde A._____ mit der 

Nr. 5 nicht aufgeführt. Die Nr. 3 fehlt ebenfalls auf der Übersicht (Urk 

1/29.25.1.13). Es scheint höchst unwahrscheinlich, dass es einmal einen Benut-

zer (natürliche Person) mit der Nr. 3 gab, der später gelöscht wurde, nannte die 

Beschuldigte doch im Rahmen der Befragungen selber auch keine weiteren Be-

nutzer als jene, die auf den fraglichen Listen (Urk. 1/29.25.1.1 und /129.25.1.13) 

stehen. Insbesondere war AB._____ im Jahr 2013 offenbar nicht mehr berechtigt. 

Dannzumal wurden aber noch verschiedene Buchungen vorgenommen wie die 

nachstehenden Ausführungen zu den Anklagevorwürfen 25 ff. zeigen. Im übrigen 

ist auch den Aussagen der Beschuldigten zu entnehmen, dass der Quästor nicht 

im Tagesgeschäft tätig war, sondern dieser sei nur bei Fragen zur Verfügung ge-

standen oder wenn die Revision angestanden habe (Urk.1/28.6 S. 4). Schliesslich 

bestätigte der Zeuge H._____, Herrn AB._____ gebe es nicht auf der EDV-

Benutzerliste und erklärte, er habe den Namen noch nie gehört (Prot. II S. 54). 

Somit kann AB._____ als Benutzer Nr. 3 oder Urheber von Buchungen in der Fi-

nanzbuchhaltung nahezu ausgeschlossen werden.  

4.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung legte die Vertreterin des Privatklä-

gers einen Beleg vor, wonach es sich gemäss Überprüfungen des IT-

Verantwortlichen des Privatklägers, Herr F._____, beim Benutzer Nr. 3 um den 

Systemnutzer handle (Urk. 142, Bildschirmaufnahme). Dieser könne keine Bu-

chungen vornehmen. Er sei nur eröffnet worden, um automatische Prozesse – 

bspw. Schnittstellenverarbeitungen – durchzuführen. Der Benutzer Nr. 3 sei auch 

nach wie vor aktiv. Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____ erklärte auf entsprechende 

Nachfrage des Präsidenten, F._____ von der G._____ AG habe als IT-

-   21   - 

Verantwortlicher des Privatklägers die Bildschirmaufnahme erstellt. Mithin sei 

dadurch erwiesen, dass der zweite, angeblich gelöschte Benutzer wegfalle. Es 

gebe nur einen Benutzer, welcher gelöscht worden sei, wobei es sich bei diesem 

um die Beschuldigte handle (Prot. II S. 19 f.).  

Durch die Befragung der Zeugen H._____ und F._____ konnte geklärt werden, 

dass es sich beim Benutzer Nr. 3 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit effektiv um 

den Systemnutzer und um keine natürliche Person handeln dürfte: Vorab ist fest-

zuhalten, dass die Angaben des Zeugen H._____ - entgegen der Meinung der 

Verteidigung (Urk. 159 S. 1 f.) - insgesamt reflektiert und kompetent wirken, gera-

de weil er sich zu gewissen Fragen vorsichtig zurückhaltend äusserte, wenn er 

sich nicht (mehr) sicher war und dies nicht im Rahmen der Befragung fundiert prü-

fen konnte. Demgegenüber antwortete der Zeuge AC._____ mehrfach rasch und 

bestimmt, ohne die Antworten näher begründen zu können. Er musste jedoch 

seine Angaben verschiedene Male relativieren. Dies lässt zumindest daran zwei-

feln, ob seine Aussagen fundierter sind als diejenigen von Zeuge H._____. 

So gab H._____ an, der Benutzer Nr. 3 sei der Systemnutzer, welcher auf der 

damaligen Version nicht vergeben worden sei, der aber auf der aktuellen Version 

angezeigt werde. Er könne die genaue Funktionalität von Benutzer Nr. 3 nicht er-

klären, es sei aber auf jeden Fall ein Nutzer, der mit sämtlichen Installationen 

ausgeliefert werde. Man könne sich mit diesem nicht anmelden und auch nicht 

selber etwas mit dem Namen "System" machen. Es sei keine Person (Prot. II S. 

39 f.). Der Zeuge AC._____ gab auf Vorhalt von Urk. 143 an, er wisse nicht, ob es 

einen Benutzer 3 mal gegeben habe. Sie (gemeint jemand - mutmasslich Frau 

E._____ - vom Privatkläger) seien in Kontakt gewesen und er habe verschiedene 

Auswertungen machen müssen. Auf Vorhalt der entsprechenden Urk. 

1/29.25.1.13 und Urk. 1/69.3 und des entsprechenden Hinweises, darauf gebe es 

keinen Benutzer Nr. 3, mutmasste der Zeuge F._____, wie es aussehe, müsse 

dieser gelöscht worden sein. Und auf Nachfrage, erklärte er, theoretisch könnte 

dies auch ein Benutzer für einen internen Job, d.h. keine Person, sondern ein 

Service sein, das sehe er da drauf nicht. Er konnte sich nicht mehr konkret daran 

erinnern, dass er die auf Urk. 142 als von ihm stammende wie folgt festgehaltene 

-   22   - 

Auskunft erteilt hatte: "Der Abacus-User Nr. 3 'System' ist kein Benutzer von einer 

Person. Dieser Benutzer wurde eröffnet, damit z.B. mit diesem User automatisier-

te Prozesse (z.B. Schnittstellen verarbeiten) gestartet werden können." Der Zeuge 

F._____ meinte aber, es könnte sein. Wenn er das so lese, schliesse er eigent-

lich, dass es ein Systemuser sei und keine natürliche Person (Prot. II S. 59 f.). 

Der Zeuge erklärte schliesslich, der Fall liege sehr weit zurück, er wisse aber 

noch, dass er für Frau E._____ Auswertungen habe machen müssen, diese habe 

er während dem Telefonieren gemacht, es sei um die Usernummer 3 oder 5 ge-

gangen. Auf Vorhalt von Urk. 142 sagte er dann aus, es sei möglich, dass er sol-

che Screenshots gemacht habe. Schliesslich gab der Zeuge F._____ zu Protokoll, 

wenn man das Passwort des Users kenne, sei es möglich, mit User Nr. 3 Bu-

chungen zu machen, dann würde aber das Kürzel "System" da stehen. Er bestä-

tigte demgegenüber jedoch, dass Systemuser im Hintergrund laufen und automa-

tische Prozesse verarbeiten würden (Prot. II S. 64 ff.). Im Gegensatz zu seiner 

früheren Antwort, dass der User Nr. 3 gelöscht worden sein müsse, erklärte er auf 

Vorhalt von Urk. 151 (recte: 152, Benutzertabelle Stand 12.8.2020), auf welchem 

Ausdruck der User Number 3 mit dem Code 0 (für nicht gelöschter User) er-

scheint, und dem Hinweis, Benutzer Nr. 3 weise in der ersten Spalte "RE…" eine 

auffallend hohe Zahl (149) auf, nach seiner Logik müsste eigentlich der User Nr. 3 

nach dem User Nr. 16 erfasst worden sein, welcher die Nr. 148 habe, von der 

chronologischen Reihenfolge her, dass man also den Systemnutzer vorher nicht 

gebraucht und erst für die automatische Prozessverarbeitung eingesetzt habe 

(Prot. II S. 68). Diese letzte Aussage würde sich decken mit den Angaben des 

Zeugen H._____. Aus Urk. 152 geht klar hervor, dass der User mit der Nr. 3 im 

August 2020 (noch) existierte. Nachdem auf Urk. 1/69.3 vom Zeugen H._____ 

ausdrücklich festgehalten wurde (vgl. auch entsprechendes Dokument auf dem 

anlässlich der Zeugeneinvernahme vom 24. August 2017 vom Zeugen eingereich-

ten Stick), gelöschte Benutzer könnten nicht wieder hergestellt werden, und in 

den Benutzertabellen 1/69.3 und Urk. 152 nur Benutzer Nr. 5 mit dem Kürzel 

A'._____ den Code 13 (gelöschter Nutzer) trägt, steht rechtsgenügend fest, dass 

es nur einen gelöschten Benutzer gab, nämlich denjenigen der Beschuldigten 

A._____. 

-   23   - 

Demzufolge ist auch klar, dass die Beschuldigte - oder allenfalls jemand, der sich 

mit ihrem Benutzerpasswort eingeloggt hätte - Urheberin der Buchungen mit 

"000" war. Die fraglichen Buchungen gemäss Anklageschrift können somit dem 

oder der Benutzer/in Nr. 5 zugeordnet werden. 

4.5. Wie bereits die Vorinstanz ausführte, ist zwar rein theoretisch möglich, 

dass sich jemand mit dem Passwort der Beschuldigten, das gemäss den Aussa-

gen des Sohnes der Beschuldigten auf ihrem Schreibtisch zugänglich war, an-

meldete (Urk. 1/62 S. 4 f. Frage 27). Als Täter oder Täterin kommen jedoch nur 

die damals angestellten und in Buchhaltungsfragen versierten sowie mit dem 

Buchhaltungs-System Abacus vertrauten Personen in Frage, die jederzeit Zutritt 

zum Büro hatten. Dies waren beim Privatkläger in der fraglichen Zeit bekanntlich 

nebst der Beschuldigten in der Zeit von ca. Sommer 2010 bis ca. Oktober 2012 

(Urk. 1/62 S. 3 Frage 11) ihr Sohn U._____ und nach dessen Austreten ab Sep-

tember 2012 I._____ (Urk. 1/30 S. 1 Frage 5 und Urk. 1/31 S. 2 Frage 9) sowie 

Frau K._____, die bereits ausgeschlossen werden konnte. Da die Vorinstanz da-

von ausging, dass die angeklagten Tathandlungen im Zeitraum zwischen Frühjahr 

2011 und bis im Spätherbst 2013 ausgeführt wurden, kam sie zum Schluss, 

U._____ und I._____, kämen als Täter respektive Täterin nicht in Frage.  

Die Verteidigung brachte anlässlich der Berufungsverhandlung dagegen vor, bei 

einer Datei, die als Anhang zu einer E-Mail von E._____ zu den Akten gekommen 

sei, im Dokument "Zugriffsrechte Mitarbeiter Instituts C._____ 2011-2013 fehle ei-

genartigerweise I._____, und zwar sowohl im 2012 als auch im 2013. Damit ist 

wohl Urk. 1/29.25.1.1.1 gemeint. Ferner weist die Verteidigung darauf hin, der 

Zeuge R._____ habe ausgesagt, er habe einmal das Konto von Frau A._____ in-

aktivieren müssen, weil ja dann deren Nachfolgerin, Frau I._____, deren Stelle 

übernommen habe. Es erschliesse sich ihnen nicht, was es für einen Grund ge-

ben könnte, einen User, nachdem er inaktiviert worden sei, noch gänzlich zu lö-

schen. Wäre dieser nicht gelöscht worden, wäre heute alles noch nachvollziehbar. 

Es sei aber nicht bekannt, wann der User der Beschuldigten gelöscht worden sei, 

deshalb könne man nicht sagen, bis wann noch mit diesem User Buchungen ge-

tätigt worden seien (Urk. 144 S. 8). Die Beschuldigte macht sinngemäss geltend, 

-   24   - 

I._____ könnte in den Jahren 2012 und 2013 und wohl auch noch nach dem Aus-

treten der Beschuldigten unter deren Kürzel gebucht haben. Dies erscheint aber 

sehr unwahrscheinlich, ergibt sich doch aus den bei den Akten befindlichen CDs, 

dass die Buchungen mit den "000" ganz kurz vor dem Austritt der Beschuldigten 

aufhörten (Urk. 1/21.3 und 1/69.5). Ebenso ergibt sich daraus, dass I._____ min-

destens seit anfangs 2013 mit dem Kürzel I'._____ Buchungen tätigte. Es dürfte 

sich um ein bedauerliches Versehen handeln, dass I._____ in der Zusammenstel-

lung der Zugriffsrechte (Urk. 1/29.25.1.1.1) nicht aufgeführt ist.  

Die Verteidigung machte in der Eingabe vom 9. Oktober 2019 weiter geltend, die 

Vorinstanz verkenne, dass die Manipulationsbuchungen gerade nicht am jeweili-

gen Buchungsdatum vorgenommen worden seien, sondern erst nachträglich, 

teilweise erst wesentlich später. Dies sei erkennbar an den durchwegs hohen Bu-

chungsnummern, welche beim Erfassen einer Buchung laufend erteilt würden, 

auch wenn ein weiter zurück liegendes Buchungsdatum eingegeben werde. Somit 

könne insbesondere Frau I._____ nicht ohne weiteres als Täterin ausgeschlossen 

werden (Urk. 137 S. 2 f. Ziff. 5). Diese Argumentationslinie wiederholte die Vertei-

digung anlässlich der Berufungsverhandlung und machte geltend, man könne 

grossmehrheitlich ausschliessen, dass die angeklagten "Verschleierungsbuchun-

gen" tatsächlich am Tag des entsprechenden Geschäftsvorgangs eingebucht 

worden seien: Wenn man die jeweiligen Buchungsnummern anschaue, sehe 

man, dass diese Buchungen jeweils sehr viel später eingebucht worden sein 

müssten; so ergebe sich aus Dateien auf dem vom Zeugen H._____ eingereich-

ten USB-Stick, dass Buchungen für das Geschäftsjahr 2011 teilweise sogar "Er-

fassungsdaten" aufwiesen, welche erst im Jahr 2013 lägen. Dies sei merkwürdig, 

denn inzwischen werde ja der Jahresabschluss 2011 längst erstellt worden sein. 

Es frage sich also, ob sogar nachträglich noch Änderungen vorgenommen wor-

den seien. Jedenfalls dürfe man nicht einfach davon ausgehen, dass alle Ver-

schleierungshandlungen des Jahres 2011 auch in dem Jahr vorgenommen wor-

den seien (Urk. 144 S. 3 f. mit Verweis auf die Dateien 14-61, insbesondere ganz 

am Ende, 15-62 und 16-63 auf dem vom Zeugen H._____ eingereichten USB-

Stick Urk. 1/69.5). Eine weitere offene Frage sei, was das eigentlich für ein Datum 

sei, welches in den genannten Excel-Dateien (14-61, 15-62 und 16-63) in der 

-   25   - 

Spalte "Erfassungsdaten" erscheine. Es sei alles andere als sicher, dass es sich 

dabei um das Datum handle, an dem die Buchung eingegeben worden sei. So fal-

le auf, dass diese Excel-Listen im Dateinamen den Zusatz "ohne Korrekturen" 

trügen. Auf dem USB-Stick gebe es aber auch noch Journale mit dem Zusatz 

"inkl.Korrrekturen", bei welchen auffalle, dass viele Buchungen in der Spalte 

"Text" mit "Mutation" und einem entsprechenden Datum bezeichnet seien. Bei 

diesen seien sehr viele Buchungen aufgeführt, die in der Spalte "BuchNr." nicht 

eine Buchungsnummer, sondern die Abkürzung "Korr." aufweisen würden. Merk-

würdigerweise seien gewisse Buchungen gleich mehrfach nachträglich mutiert 

worden, wobei der Grund hiefür aus den Journals nicht ersichtlich sei. Der Zeuge 

H._____ habe dazu (bei der Staatsanwaltschaft) nichts gesagt und auch nicht er-

klärt, was das genau für ein Datum sei, welches in den Journals "ohne Korrektu-

ren in der Spalte "Erfassungsdatum " erscheine (Urk. 144 S. 5). 

Die aufgeführten Buchungsdaten im System wurden wahrscheinlich jeweils am 

Tag der entsprechenden Buchung automatisch gespeichert; diese konnten mut-

masslich nachträglich nicht unbemerkt verändert werden. Dies ergibt sich indirekt 

aus der Aussage von R._____, wonach das einzige, was man manuell eingeben 

könne, die Belegnummer sei (Urk. 1/65 S. 8 Frage 52). Die vom Privatkläger ein-

gereichten Logfiles (Urk. 1/21.1+2) wurden aufgrund der von H._____ erstellten 

vollständigen Logfiles der Buchungen im Buchhaltungssystem des Privatklägers 

in den Jahren 2011, 2012 und 2013 im Excelformat (vgl. E-Mail und Eingabe von 

RA Dr. AD._____ vom 21. Juni 2017 und 22. Juni 2017 [Urk.1/19 und 1/20]) zu-

sammengestellt (Urk. 1/67 S. 8 Fragen 47 ff.); diese zeigen gemäss den Angaben 

des Anwalts der Privatkläger die effektiven Buchungsdaten (Urk.1/20 S. 3 Rz 11): 

Ob die Logfiles tatsächlich die effektiven Buchungsdaten zeigen, kann das Ge-

richt - mangels Sachkunde im Buchhaltungsprogramm Abacus - nicht ohne weite-

res zuverlässig beurteilen. H._____ bestätigte anlässlich der Zeugenbefragung 

vom 24. August 2017, dass er die Excel-Dateien über die Buchhaltung 2011, 

2012 und 2013 des Institut C._____ - dabei dürfte es sich um Urk. 1/21/3 und um 

Urk. 1/69.5 handeln - erstellt habe. Auf die Frage, was die Dateien enthalten, führ-

te der Zeuge H._____ die Spaltentitel an, nämlich "Buchungsnummer, Belegda-

tum, Erfassungs - / Mutationsdatum, Belegnummer sofern vorhanden, Konto 

-   26   - 

oder Kostenart, Kostenstelle, Gegenkonto oder Gegenkostenart, Gegenkosten-

stelle, Textzeilen 1 und 2, Buchungsherkunft (Applikation), Leitwährungsbetrag, 

Benutzerkürzel, Benutzungsnummer (Hash); es handle sich hierbei um eine les-

bare Darstellungsform des Abacus-Erfassungsjournals FIBU (Urk. 1/67 S. 8 Frage 

49). Dies könnte man dahingehend deuten, dass diese Daten - mit Ausnahme der 

Belegnummer - und somit auch das Erfassungsdatum automatisch gespeichert 

werden. Eine klare Aussage, dass man Erfassungsdaten nicht rückdatieren oder 

manuell erfassen kann, existierte jedoch im Untersuchungsverfahren nicht. Es er-

scheint indessen unwahrscheinlich, dass die im ersten Halbjahr 2011 getätigten 

unrechtmässigen Behändigungen allesamt erst nach dem Eintritt von I._____ d.h. 

nach September 2012 verbucht wurden.  

H._____ wurde auf Antrag der Parteien am 13. August 2020 nochmals befragt 

und bestätigte als Zeuge, dass die aufgeführten Buchungen effektiv an den in der 

Rubrik "Erfassungsdatum" genannten Daten erfolgten. Das Belegdatum sei hin-

gegen das Datum, welches zeige, in welcher Zeitperiode die Buchung buchhalte-

risch erscheinen müsse. Das Erfassungsdatum zeige, an welchem Tag der Buch-

halter die Buchung erfasst habe; ob die Buchung an diesem Datum eingegeben 

oder korrigiert worden sei, da sei er nicht ganz sicher, seines Wissens werde aber 

das Erfassungsdatum bei einer Korrektur angepasst. Das Erfassungsdatum kön-

ne nicht manuell erfasst und somit auch nicht rückdatiert werden. Buchungen im 

System Abacus seien auch in späteren Geschäftsjahren in einem alten Ge-

schäftsjahr möglich, solange dieses frühere Geschäftsjahr nicht definitiv abge-

schlossen sei (Prot. II S. 41). Auch der Zeuge F._____ erklärte, Erfassungsdaten 

würden vom System zugeteilt und könnten nicht beeinflusst werden; eine Rückda-

tierung von Erfassungsdaten sei seiner Meinung nach nicht möglich (Prot. II S. 61 

und 63). Weiter erklärte der Zeuge H._____, bei den auf dem Buchhaltungsstick 

enthaltenen Listen mit dem Zusatz "inkl. Korrekturen" handle es sich um PDF-

Dokumente, in denen man die Korrekturen mitsamt dem Datum derselben sehe. 

Die Excel-Tabellen mit der Bezeichnung "ohne Korrekturen" zeigten die zuletzt er-

fasste Version, d.h. so wie die Buchungen schlussendlich verbucht worden seien 

(Prot. II S. 46 ff.). Ein beispielhafter Vergleich der auf der Buchhaltungs-CD Urk. 

1/69.5 vorhandenen PDF-Listen mit den entsprechenden Excel-Tabellen, nämlich 

-   27   - 

im Jahr 2011 betreffend Buchungsnummern 2656 und 2658 (vgl. dazu "41 Jour-

nal 2011 inkl Korrekturen" und "61 Erfassungsjournal 2011 ohne Korrekturen"), im 

Jahr 2012 betreffend Buchungsnummern 1635 und 6933 (vgl. dazu "42 Journal 

2012 inkl Korrekturen" und "62 Erfassungsjournal 2012 ohne Korrekturen") und im 

Jahr 2013 betreffend Buchungsnummern 9461, 9462 und 9500 sowie 9501 (vgl. 

dazu "43 Journal 2013 inkl Korrekturen" und "63 Erfassungsjournal 2013 ohne 

Korrekturen") zeigt, dass bei den Buchungen in der Excel-Tabelle jeweils das Da-

tum der jüngsten Korrektur oder Mutation als Erfassungsdatum aufgeführt ist. 

Somit trifft die von der Vertreterin der Privatklägerin anhand einer nachträglich 

vorgenommenen Korrektur gezeigte Schlussfolgerung zu, dass sich die als Erfas-

sungsdaten aufgeführten Daten auf das Datum der ursprünglichen Erfassung be-

ziehen, falls keine Korrekturen erfolgt sind, oder auf das Datum der letzten Kor-

rektur, falls solche im Nachhinein vorgenommen wurden (Urk. 166 S. 2 mit Ver-

weis auf Urk. 167/1). Damit steht fest, dass die Buchungen tatsächlich an den in 

der Rubrik "Erfassungsdatum" aufgeführten Daten erfolgten. 

4.6. Ein weiteres, wenn auch nicht ausschlaggebendes Indiz für die Täterschaft 

der Beschuldigten, ergibt sich beim Vergleich der Umsätze in Soll und Haben der 

Bargeldkasse: So waren diese im Durchschnitt in den Jahren 2011-13 deutlich 

(ungefähr CHF 50'000.–) höher als nach Beendigung der Tätigkeit der Beschul-

digten per Dezember 2013 in den Jahren 2014-2016 (vgl. Eingabe vom 12. Sep-

tember 2017 [Urk. 1/26] und Beilagen [Urk. 1/11/3 und 1/13/1+2 sowie 1/27/5-7]). 

4.7. Letztlich stellt - worauf bereits die Vorinstanz zutreffend hingewiesen hat - 

der Umstand, dass die Beschuldigte als einzige der in Frage kommenden Perso-

nen - mit Ausnahme von Sonntag 17. Februar 2013 - an allen Daten, an denen 

(ein Grossteil der) in der Anklageschrift erwähnten Buchungen getätigt wurden, im 

Büro anwesend war, einen zusätzlichen wichtigen Hinweis auf ihre Täterschaft 

dar. Dies ist aufgrund der fraglichen Buchungsdaten (Urk. 1/21/1+2) - nachdem 

davon auszugehen ist, dass diese effektiv an den aufgeführten Erfassungsdaten 

erfolgten - und der Arbeitszeiterfassungen der weiteren Mitarbeiterinnen und Mit-

arbeiter für die Zeit von Juli 2011 bis Ende März 2013 belegt (Urk. 1/26 S. 1 und 

1/27/1-3). Die Beschuldigte war am 11. Dezember 2013 das letzte Mal im Büro 

-   28   - 

beim Privatkläger anwesend (Urk. 1/28.1 S. 11 und Urk. 1/28.5 S. 2 sowie Urk. 

1/29.1 S. 4); somit kommt sie auch für die weiteren ab 2013 (ab Seite 16 der An-

klageschrift) eingeklagten Daten als Täterin in Frage. Die Buchungen zu den in 

der Anklageschrift im Jahr 2013 aufgeführten Anklagevorwürfen 25, 26, 31, 33 

und 34, 36 und 37 sowie 40 (vgl. nachfolgend auch unter Ziff. 5.) wurden ausge-

führt, was aus dem Auszug "Konto 1000 Kasse" betreffend das Jahr 2013 ersicht-

lich ist (Urk. 1/11.3 S. 4 f., 7 f. und 10). Aus den eingereichten Buchhaltungs-CDs 

(Urk. 1/21/3 und 1/69.5) ergibt sich bezüglich dieser im Jahr 2013 aufgeführten 

Anklagevorwürfe (vgl. nachfolgend auch unter Ziff. 5.), dass an den fraglichen Da-

ten der Buchungen - mit einer Ausnahme im Anklagesachverhalt 40, wo "I'._____" 

die Buchung vornahm - keine Angaben zum Kürzel des Users und in der hinters-

ten Spalte zahlreiche "0" aufgeführt sind, so dass diese einem gelöschten User 

zugeordnet werden können. 

Wie die nachfolgenden Ausführungen zu den einzelnen Sachverhaltsvorwürfen 

zeigen, lässt sich die Täterschaft der Beschuldigten für viele Anklagevorwürfe er-

stellen, jedoch auch aufgrund weiterer Umstände (vgl. dazu auch die Zusammen-

fassung unter Ziff. 5.42). 

5. Einzelne Sachverhaltsvorwürfe 

5.1. Die Vorinstanz kam aufgrund der Vorbringen der Verteidigung anlässlich 

der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 116 S. 7 f.) zum Schluss, der Vorfall 

gemäss Anklagevorwurf 1 habe sich in chronologischer Hinsicht wohl anders zu-

getragen als in der Anklageschrift geschildert. In diesem Zusammenhang brachte 

die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung vor, die Umdeutung der 

Buchungsdaten sei eine unzulässige Abweichung vom Anklagesachverhalt, des-

halb sei das Anklageprinzip verletzt (Urk. 144 S. 10). Das erstinstanzliche Gericht 

hielt fest, wesentlich sei, dass die Beschuldigte den Geschäftsfall doppelt gebucht 

habe, was nur dazu gedient haben könne, eine widerrechtliche Entnahme von 

Fr. 2'954.-- oder Fr. 3'000.-- zu vertuschen. Die fraglichen Buchungen seien vom 

gelöschten Benutzer, folglich von der Beschuldigten vorgenommen worden und 

an den effektiven Buchungsdaten 27. Juli 2011 und 17. April 2012 sei die Be-

schuldigte im Büro anwesend gewesen, während K._____ am 27. Juli 2011 in den 

-   29   - 

Ferien geweilt habe (Urk. 127 S. 21 f. mit Verweis auf Urk. 1/13.1 S. 4, 1/13.5 und 

Urk. 1/21.1 sowie 1/27.1). Diesen Ausführungen kann beigepflichtet werden, ins-

besondere ist der Anklagevorwurf, der Vorfall sei von der Beschuldigten doppelt 

gebucht worden, genügend konkret, damit sie sich verteidigen kann. Der Vorgang 

wurde effektiv doppelt gebucht (Urk. 1/13.3) und beide Buchungen in der Buch-

haltung des Privatklägers sind keinem bestimmten Benutzer zugeordnet, sondern 

weisen stattdessen in der hintersten Spalte viele Nullen auf (vgl. Urk. 1/21/1 sowie 

Urk. 1/69.5 Erfassungsjournal 2011 ohne Korrektur). Der Sachverhalt ist somit er-

stellt, da die fraglichen Buchungen der einzigen gelöschten Benutzerin Nr. 5, mit-

hin der Beschuldigten, zugeschrieben werden können. Daran vermögen die sinn-

gemässen Vorbringen der Beschuldigten, es sei unwahrscheinlich, dass die kor-

rekte Buchung gemäss den Erwägungen der Vorinstanz erst fünf Monate und die 

fiktive erst über ein Jahr später erfolgt seien (Urk. 137/2 S. 1), nichts zu ändern. 

5.2. Die Vorinstanz ging bezüglich Anklagevorwurf 2 wiederum davon aus, dass 

wohl die frühere Buchung Nr. 3231 korrekt sei, die spätere Buchung Nr. 20752 

hingegen die fiktive Buchung darstelle und es sich beim Beleg Urk. 1/13.8 mög-

licherweise um den Beleg für die Buchung 3231 handle (Urk. 127 S. 22 f.). Dies 

kann offenbleiben. N._____ gab klar an, dass sie den Lohnvorschuss aus der 

Kasse M._____ nahm und AE._____ gegen Quittung aushändigte. Ferner sagte 

sie überzeugt aus, dass sie von keiner weiteren Barzahlung an AE._____ Kennt-

nis habe, eine solche hätte jedoch mit ihr abgesprochen werden müssen (Urk. 

1/61 S. 7 f. Fragen 54 ff.). Beizupflichten ist deshalb den Ausführungen der Vo-

rinstanz, wonach aufgrund der an sich zurückhaltenden Angaben von AE._____, 

die jedoch die Bar-Auszahlung logisch mit der verzögerten Auszahlung von Kin-

derzulagen im Mai 2011 in Verbindung brachte, und der klaren Aussage von 

N._____, ausgeschlossen werden kann, dass AE._____ aus der Hauptkasse eine 

zweite Vorschusszahlung im Betrag von Fr. 2'000.-- erhielt (vgl. die Aussagen in 

Urk. 1/51 Fragen 4 und 20 ff., insbesondere Frage 25 und Urk. 1/61 Fragen 50 ff. 

und 64 ff. sowie Belege Urk. 1/13.6-8). Nachdem beide fraglichen Buchungen 

existieren (Urk. 1/13.1 S. 9 und 1/13.7) und die Buchung im Konto der Hauptkas-

se ebenso von einem gelöschten User vorgenommen wurde (Urk. 1/21.1), wie 

auch die Buchung im Konto der Kasse M._____ (Urk. 1/69.5 Erfassungsjournal 

-   30   - 

2011 ohne Korrektur), können diese der Beschuldigten zugeordnet werden (auf-

grund des Nachweises, dass nur ein gelöschter User existiert und die Buchungen 

dem User Nr. 5 mit dem Kürzel A'._____ zugewiesen werden können). 

5.3. Betreffend Anklagevorwurf 3 führt die Beschuldigte in ihrer eigenen Stel-

lungnahme im Vorfeld der Berufungsverhandlung aus, die Lohnabrechnung datie-

re vom 18. Juli 2011, dieser Lohn sei AF._____ gemäss Lohnabrechnung auf das 

ZKB-Konto überwiesen worden, wobei dieses auf ihren Mann gelautet habe. Des-

halb sei das Geld zurücküberwiesen worden, wofür die Beschuldigte auf einen 

beigelegten Rücküberweisungsbeleg der CS verweist. Sie habe versucht, Frau 

AF._____ telefonisch zu erreichen, um eine korrekte Kontonummer zu erhalten. 

Auf ihre Nachricht auf dem Telefonbeantworter habe sich Frau AF._____ gemel-

det und bestätigt, dass es sich um die Kontonummer ihres Ehemannes handle. 

Deshalb sei es dann zur Barauszahlung gekommen, wobei sie nicht mehr wisse, 

ab an Frau AF._____ direkt oder über N._____. Eine zweite Überweisung an das 

korrekte ZKB-Konto von Frau AF._____ durch die Bank habe sie im CS-Konto-

Auszug 2011 nicht gefunden (Urk. 137/2 S. 2). Tatsächlich datiert die "Lohnab-

rechnung per 18. Juli 2011" vom 25. Juli 2011 und trägt den handschriftlichen 

Vermerk "Bar ausbezahlt 25.07.11" mit dem Visum A'._____, wobei es sich um 

die Handschrift der Beschuldigten handeln dürfte. Frau AF._____ war offenbar 

dann in den Ferien (vgl. Anhang zu Urk. 1/50). Falls die Auszahlung an Frau 

N._____ erfolgt wäre, wäre ein entsprechender Hinweis, "Auszahlung an Frau 

N._____ zu Handen Frau AF._____" oder ähnliches zu erwarten gewesen oder 

eine Unterschrift von N._____ für die Entgegennahme des recht hohen Barbetra-

ges. Anlässlich der Einvernahme bestätigte AF._____, dass ihr der Lohn im Jahr 

2011 monatlich ausbezahlt und ihr jeweils auf das Konto von ihr und ihrem Mann 

AG._____ bei der ZKB überwiesen worden sei; das Konto laute deshalb möglich-

erweise nicht auf sie. Sie könne sich nicht daran erinnern, dass ihr der Lohn je 

aus der Bargeldkasse ausbezahlt worden sei, sie glaube eher nicht. Jedenfalls 

könne es aber nicht stimmen, dass sie wie in der Lohnabrechnung per 18. Juli 

2011 aufgeführt, 180 Stunden gearbeitet und dafür mit Fr. 5'030.65 entlöhnt wor-

den sei. Sie sei für die Zeit von Februar bis August 2011 auf insgesamt Fr. 

2'650.40 gekommen, da sie einen Tag pro Woche, dies nicht regelmässig, jeweils 

-   31   - 

am Freitag Betreuung gemacht habe; d.h. sie habe mit den behinderten Jugendli-

chen geputzt. Dies in der Zeit von Februar bis Juli 2011 (Urk. 1/50 S. 2 f. Frage 9 

f. und S. 3 f. Frage 18 ff.). Beim erwähnten CS-Beleg betreffend Rücküberwei-

sung handelt es sich gemäss den Ausführungen im Plädoyer der Verteidigung an-

lässlich der Berufungsverhandlung um den Credit-Suisse Kontoauszug des Pri-

vatklägers per 30.09.2011 S. 3 (Urk. 144 S. 11). Der erwähnte Auszug weist per 

21. Juli 2011 tatsächlich eine Vergütung der Zürcher Kantonalbank über Fr. 

5'030.65 an den Privatkläger aus (Urk. 1/85/9, Kontoauszug CS per 30.09.2011 

S. 3). Es steht jedoch kein Zahlungsgrund dabei. Auf dem von AF._____ einge-

reichten Kontoauszug der ZKB lautend auf AG._____, auf welches gemäss Lohn-

abrechnung per 18. Juli 2018 der Lohn überwiesen wurde, ist bis Ende Juli 2011 

keine Rücküberweisung ersichtlich (vgl. Anhang zur Einvernahme Urk. 1/50 am 

Ende). Der CS Bankauszug belegt jedenfalls keine anschliessende effektive Bar-

auszahlung von Fr. 5'030.65 an AF._____. AF._____ sagte als Zeugin glaubhaft 

aus, sie erinnere sich nicht, je eine Lohnauszahlung in bar erhalten zu haben, und 

sie habe während ihrer ganzen Beschäftigungsdauer insgesamt nur Lohnansprü-

che von gut der Hälfte der geltend gemachten Barauszahlung für den Juli-Lohn 

gehabt. Deshalb und weil die Barauszahlung lediglich durch die handschriftliche 

Notiz der Beschuldigten versehen mit ihrem Kürzel "A'._____" bestätigt wird, ist 

nicht belegt, dass AF._____ Fr. 5'030.65 in bar erhielt. Folglich ist dieser Sach-

verhalt erstellt. 

5.4. Zum Anklagevorwurf 4 und den von der Verteidigung anlässlich der vo-

rinstanzlichen Hauptverhandlung erhobenen Einwendungen, machte die Vo-

rinstanz überzeugende Ausführungen (Urk. 127 S. 25 ff.). Es kann vorab darauf 

verwiesen werden. Die Beschuldigte bringt vor, es habe dokumentiert und belegt 

werden können, dass namentlich im Februar 2012 auch die von AH._____ privat 

für E._____ geleisteten Stunden entsprechend Fr. 615.-- über den Privatkläger 

gelaufen seien (Urk. 116 S. 10 und 137/2 S. 2). Die Verteidigung wiederholte die-

se Vorbringen im Rahmen der Berufungsverhandlung (Urk. 144 S. 12). Aus den 

auf Antrag der Beschuldigten vom Privatkläger edierten Stundenzusammenstel-

lungen (Urk. 1/93/13.2) ergeben sich tatsächlich Hinweise, dass auch teilweise 

die privat geleisteten Stunden vom Privatkläger überwiesen wurden. Indessen ist 

-   32   - 

das klar dokumentiert (vgl. z.B. E-Mail Schreiben E._____ vom 8. Mai 2012 im 

Anhang zur Stundenzusammenstellung bis Mitte Mai 2012) und die Beschuldigte 

quittierte denn auch, dass sie den entsprechenden Betrag in bar von der Heimlei-

terin E._____ erhalten hatte. Im übrigen ist nachvollziehbar, dass sich AH._____ 

anlässlich ihrer Einvernahme vom 29. Juni 2017 angesichts des Zeitablaufs nicht 

mehr im Detail erinnern konnte, dass sie ein oder evtl. mehrere Male die privat 

geleisteten Stunden mit den Zahlungen der für den Privatkläger erbrachten Ar-

beitsstunden erhalten hatte. Entscheidend ist jedoch, dass sie angab, die Lohn-

zahlungen immer auf ihr Konto erhalten zu haben und die Auszahlung von Barbe-

trägen klar verneinte; hierfür existieren denn auch keine von AH._____ unter-

zeichneten Quittungen (vgl. zu den Anklagevorwürfen 9 und 17 die Lohnabrech-

nungen per 2. Februar 2012 und vom 27. September 2012, je mit dem in der 

Handschrift der Beschuldigten geschriebenen Vermerk "Bar ausbezahlt" im An-

hang zur Einvernahme Urk. 1/49). Die fragliche Buchung wurde vom gelöschten 

User vorgenommen (Urk. 1/21/1); da es sich dabei praktisch nur um die Beschul-

digte handeln kann, ist der Sachverhalt erwiesen.  

5.5. Betreffend Anklagevorwurf 5 (Zahlung an AI._____) ging die Vorinstanz auf 

die Vorbringen der Verteidigung anlässlich der Hauptverhandlung ein (Urk. 127 

S. 27). In ihrer Eingabe vom 9. Oktober 2019 warf die Beschuldigte die Frage auf, 

inwiefern die korrekte Buchung mit einer Buchungsnummer von etwas mehr über 

6000, wie sie im September 2011 verwendet worden seien, erst am 17. April 2012 

habe verbucht werden können (Urk. 137/2 S. 2). Auch anlässlich der Berufungs-

verhandlung brachte die Verteidigung vor, gemäss Urteil der Vorinstanz solle die 

korrekte Buchung die Belegnummer 6233 tragen und die falsche die Belegnum-

mer 6231, so dass diese wegen den nahe beieinanderliegenden Buchungsnum-

mern in unmittelbarer zeitlicher Nähe zueinander hätten eingebucht worden sein 

müssen. Die relevanten Buchungen sollten jedoch vom 12. Oktober 2011 und 

vom 17. April 2012 datieren und somit über ein halbes Jahr auseinanderliegen. 

Dies könne definitiv nicht stimmen. Da die Buchungsnummern nicht manipuliert 

werden könnten, stimmten vermutlich die Buchungsdaten nicht, so dass auch 

nicht ausschlaggebend sei, wer an diesen Daten im Büro anwesend gewesen sei 

(Urk. 144 S. 12 f.). Die Vorinstanz kam mit der überzeugenden Begründung, dass 

-   33   - 

der Rechnungsbetrag für 80 Palettgitteraufsätze à Fr. 45.-- Fr. 3'600.-- ergebe, 

dieser Betrag mittels Einzahlungsschein bei der Post AJ._____ beglichen worden 

und gemäss glaubhafter Aussage des Zeugen AI._____ nur eine Lieferung erfolgt 

sei, zum Schluss, dass mangels Hinweisen auf weitere Forderungen oder Zah-

lungen an AI._____ davon auszugehen sei, die Beschuldigte habe das Durchei-

nander bei den Buchungen zur Vertuschung der unrechtmässigen Entnahme von 

Fr. 2'000.-- verursacht (Urk. 127 S. 27 mit Verweis auf Urk. 1/71). Die fraglichen 

zwei Buchungen über Fr. 2'000.-- und 3'600.-- sind in Urk. 1/13.1 S. 13 vorhanden 

und wurden vom gelöschten User vorgenommen (Urk 1/21.1). Nachdem sie der 

Beschuldigten zugeordnet werden können, ist der Sachverhalt erstellt.  

5.6. Zum Anklagevorwurf 6 kann wiederum auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden, wonach der Mitarbeiter AK._____ glaubhaft 

ausgesagt habe, dass nie eine Lohnzahlung in bar erfolgt sei (Urk. 127 S. 28 mit 

Verweis auf Urk. 1/72). Zu ergänzen ist diesbezüglich, dass AK._____ - nach Ein-

blick in die von ihm mitgebrachten Unterlagen - als Auskunftsperson angab, er 

habe im Dezember 2011 das Salär in der Höhe von CHF 6'695.35 auf sein Konto 

bei der PostFinance ausbezahlt erhalten (Urk. 1/72 S. 4 f. Fragen 29 ff.). Folglich 

bleibt ohne Auswirkung, dass sich keine Lohndeklaration respektive Lohnjournale 

betreffend AK._____ bei den Akten befinden, wie die Beschuldigte in der Eingabe 

vom 9. Oktober 2019 und anlässlich der Berufungsverhandlung einwendete (Urk. 

137/2 S. 3 und Urk. 144 S. 13). Da die Buchungen durch den gelöschten User der 

Beschuldigten zugeschrieben werden können, ist der Sachverhalt erstellt.  

5.7. Auch betreffend Anklagevorwurf 7 (Lohnzahlung an AL._____) überzeugen 

die Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 127 S. 29). Die Beschuldigte wies in ihrer 

Eingabe vom 9. Oktober 2019 auf Ungereimtheiten in der Abfolge der Buchungs-

nummern hin (Urk. 137/2 S. 3 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung brachte 

die Verteidigung vor, es lägen zwei Buchungen aus der Lohnbuchhaltung vor, die 

sich gegenseitig aufheben würden, womit die Dritte wiederum durchaus korrekt 

sein könnte (Urk. 144 S. 13). Letztlich entscheidend ist jedoch, dass die fraglichen 

Buchungen über denselben Betrag von Fr. 2'546.65 mit dem Vermerk "Kasse, 

Barauszhg Lohn AL'._____ 1029" respektive "Kasse, Barauszhg Lohn AL._____" 

-   34   - 

zwei Mal erfolgten, nämlich per 21. Dezember 2011 (Urk. 1/13.1 S. 18 und Urk. 

1/21.1) und nochmals per 16. Januar 2012 (Urk. 1/13.2 S. 1 und Urk. 1/21.2, 

BuchNr. 2233), und von einem gelöschten User getätigt wurden. Es liegt jedoch 

nur ein Beleg mit der Nr. 2233 vor, auf dem AL._____ den Erhalt einer Lohn-

Barzahlung quittierte (Urk. 1.13.13): Nachdem rechtsgenügend feststeht, dass die 

Beschuldigte die einzige gelöschte Nutzerin war, ist der Sachverhalt erstellt.  

5.8. Anklagevorwurf 8 (Auslagen AM._____): Die Verteidigung brachte vor Vo-

rinstanz vor, die Nebenkostenabrechnung von AM._____ sei offenbar unter der 

falschen Kostenstelle (220 statt 520) gebucht worden. Die Beschuldigte habe 

aber nie Debitorenrechnungen gestellt; Nebenkostenabrechnungen für M._____-

Betreute seien immer von N._____ gestellt worden (Urk. 116 S. 12). Die Vo-

rinstanz kam zum Schluss, es sei nicht ersichtlich, weshalb die Buchung unter ei-

ner falschen Kostenstellennummer für die Schuldfrage massgebend sein solle, 

die Nebenkostenabrechnung sei sodann in der Tat von N._____ ausgestellt wor-

den, diese habe jedoch keine Buchungen vorgenommen. Die fiktive Buchung sei 

am 12. Januar 2012 vom gelöschten User und folglich von der Beschuldigten vor-

genommen worden (Urk. 127 S. 29). Die Beschuldigte warf in ihrer Eingabe vom 

9. Oktober 2019 verschiedene Fragen auf (Urk. 137/2 S. 4). Die Verteidigung 

brachte sodann anlässlich der Berufungsverhandlung vor, es sei nicht erörtert 

worden, weshalb die vom gelöschten User vorgenommene Buchung fiktiv sein 

solle (Urk. 144 S. 13). Der Betrag von Fr. 1'010.20 wurde zwei Mal als Auslage 

gebucht, einmal auf die Hauptkasse und einmal auf die Kasse M._____, obwohl 

die Kosten offensichtlich nur einmal entstanden und der zuständigen Behörde 

(AN._____ Bezirk …) auch nur einmal in Rechnung gestellt worden waren (Urk. 

1/77). Dies ist auffällig und ein Indiz für eine unrechtmässige Entnahme aus der 

Kasse. Gemäss Anklageschrift entnahm N._____ ca. Ende Dezember 2011 der 

Kasse M._____ Fr. 1'020.10 für Auslagen, die für AM._____ entstanden waren 

und stellte am 4. Januar 2012 entsprechend Rechnung an die zuständige 

AN._____ …. Nachdem dieser Vorgang von I._____ gemäss Anklageschrift erst 

anfangs 2013 mit Belegdatum 04.01.2012 korrekt verbucht wurde, steht nicht 

zweifelsfrei fest, dass die von einem gelöschten User vorgenommene Buchung 

vom 12. Januar 2012 unter dem Belegdatum "31.12.2011" (Urk. 1/21/1) fiktiv war. 

-   35   - 

Dies wäre anders zu beurteilen, wenn beide Buchungen vom gelöschten User ge-

tätigt worden wären und der Beschuldigten zugeordnet werden könnten. Es könn-

te sich bei der Buchung vom 12. Januar 2012 jedoch auch um eine irrtümlich auf 

die Hauptkasse Konto 1000 statt auf das Konto Kasse M._____ 1003 vorgenom-

mene Buchung handeln. Hier hat in Nachachtung des Grundsatzes "in dubio pro 

reo" ein Freispruch zu erfolgen.  

5.9. Zu Anklagevorwurf 9 kann auf die Ausführungen unter Ziff. 5.4. betreffend 

Anklagevorwurf 4 verwiesen werden. Die fragliche Buchung wurde vom gelösch-

ten User vorgenommen (Urk. 1/21/2).  

5.10.  Bezüglich Anklagevorwurf 10 sind die Ausführungen der Vorinstanz 

schlüssig (Urk. 127 S. 30). Die Beschuldigte bringt in der Eingabe vom 9. Oktober 

2019 vor, es sei auffällig, dass die Buchung gemäss Anklage erst am 18.02.2013 

erfolgt sein solle, die fiktive Buchung aber die korrekte Höhe der Belegnummern 

vom Februar 2012 aufweise. Dies sei nicht möglich nach den Aussagen von 

H._____ und R._____. Auffällig sei auch, dass im Kassenkonto ein paar Buchun-

gen später jedoch auf der gleichen Seite der gleich hohe Betrag nochmals er-

scheine (Urk.137/2 S. 4 mit Verweis wohl auf Urk. 1.13.17+18). Diese Vorbringen 

wiederholte die Verteidigung sinngemäss anlässlich der Berufungsverhandlung 

und machte geltend, es könnte eine Doppelzahlung vorliegen. Aufgrund der Un-

gereimtheiten mit den Buchungsnummern und -daten sei ein Abgleich mit den An- 

und Abwesenheiten der verschiedenen Mitarbeiterinnen ungeeignet, um die Tä-

terschaft zu eruieren (Urk. 144 S. 14). Die Zahlung der fraglichen Rechnung Nr. 

54706 auf das Postcheck-Konto der AO._____ AG ist belegt (Urk. 81/6-8). Die 

Buchung der (weiteren) Barzahlung an die AO._____ AG im gleichen Betrag von 

Fr. 3'588.90 wurde vom gelöschten User vorgenommen. Da diese der Beschul-

digten zugeordnet werden kann (Urk. 1/13.2 S. 3 und 1/21/2), ist dieser Sachver-

halt ebenfalls erstellt. 

5.11.  Betreffend Anklagevorwurf 11 kann erneut vorab auf die überzeugende 

Begründung der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 127 S. 31). Die Beschuldigte 

bringt vor, die fiktive Buchung vom 29. Februar 2012 über Fr. 2'150.-- sei am 

18.02.2013 verbucht worden mit der Buchungsnummer 754, was der korrekten 

-   36   - 

Höhe der Belegnummer für Februar 2012 entspreche. Dies sei nicht möglich nach 

den Aussagen von H._____ und R._____ (137/2 S. 5). Auch hier ist der Sachver-

halt rechtsgenügend erstellt, da die fragliche Buchung durch den gelöschten Be-

nutzer ohne unüberwindbare Zweifel der Beschuldigten zugeordnet werden kann.  

5.12. Die Beschuldigte wurde von der Vorinstanz vom Anklagevorwurf 12 (Vor-

schuss Küche an AP._____, Fr. 1'500.--) frei gesprochen. Der Freispruch ist in 

Rechtskraft erwachsen.  

5.13. Was die unter Anklagevorwurf 13 erwähnte Lohnzahlung an AQ._____ be-

trifft, erscheint die Argumentation der Vorinstanz wiederum nachvollziehbar, ins-

besondere, dass keine Bestätigung einer Barauszahlung durch AQ._____ erfolgt 

ist und die Buchung mutmasslich der Beschuldigten zugeordnet werden könne 

(Urk. 127 S. 32). Die Beschuldigte verweist jedoch in ihrer Stellungnahme vom 

9. Oktober 2019 darauf, dass auch zwei weitere Zahlungen in bar an diese Mitar-

beiterin erfolgt seien: So seien ihr am 4. Juli 2011 Fr. 2'200.-- Vorschuss und am 

14. Juli 2012 nochmals Fr. 1'211.10, welcher Betrag sich auch nicht im Kumula-

tivjournal befinde, ausbezahlt worden (Urk. 137/2 S. 5). Dies wiederholte die Ver-

teidigung anlässlich der Berufungsverhandlung und machte geltend, die Bu-

chungstexte suggerierten alle, dass die entsprechenden Zahlungen aus der Kas-

se, also in bar vorgenommen worden seien (Urk. 144 S. 15). Die erwähnten Bar-

zahlungen sind in den Auszügen "Konto 1000 Kasse" der Jahre 2011 mit dem 

Buchungstext "Kasse, Vorschuss AQ._____" (Urk. 1/13.1 S. 9) und 2012 mit dem 

Buchungstext "Kasse, Lohn AQ._____ 19.6.-12.7.2012" (Urk. 1/13.2 S. 11) ent-

halten. AQ._____ konnte nicht mehr aufgefunden und deshalb nicht zu den Vor-

gängen befragt werden. Es kann - davon ist zugunsten der Beschuldigten auszu-

gehen - aufgrund der weiteren Buchungen betreffend Lohnzahlungen in bar nicht 

ausgeschlossen werden, dass der Mitarbeiterin AQ._____ im Sinne einer Aus-

nahme und entgegen der Gepflogenheiten beim Privatkläger doch ein oder meh-

rere Male Lohnzahlungen in bar ausgerichtet wurden. Die Beschuldigte ist dies-

bezüglich vom Vorwurf des Diebstahls frei zu sprechen.  

-   37   - 

5.14. Betreffend Anklagevorwurf 14 (Einkauf von AR._____ an der Blumenbörse, 

Fr. 246.40) gibt es der treffenden Begründung im erstinstanzlichen Urteil nichts 

beizufügen (Urk. 127 S. 33). Der Sachverhalt ist erstellt.  

5.15. Die Beschuldigte brachte bezüglich Anklagevorwurf 15 (Rechnung Firma 

AS._____, Fr. 10'000.--) in ihrer Stellungnahme vom 9. Oktober 2019 vor, die Be-

legnummern der zwei Barbezüge à Fr. 5'000.-- an den geltend gemachten Bu-

chungsdaten 15. November 2011 seien nicht möglich, da die Höhe der Beleg-

nummern (gemeint wohl Buchungsnummern) denjenigen von Oktober 2012 ent-

sprächen (Urk. 137/2 S. 5). Anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Ver-

teidigung vor, sowohl die korrekte, wie auch die angeblich fiktive Buchung seien 

auf dasselbe Sanierungskonto gebucht worden. Dies sei deshalb relevant, weil 

sich in diesem Konto nur sehr wenige Buchungen befänden und dieses nach Ab-

schluss der Sanierung saldiert und auf das betreffende Liegenschaftenkonto um-

gebucht worden sei. Diese Doppelbuchung hätte somit auffallen müssen. Sanie-

rungen seien grundsätzlich subventioniert worden, wozu man das Sanierungskon-

to mit Details also z.B. Rechnungen habe einreichen müssen (Urk. 144 S. 16 und 

Urk. 137/2 S. 6). Die erstinstanzlichen Erwägungen sind überzeugend (vgl. 

Urk. 127 S. 33 f.). Es ist belegt, dass vom Privatkläger sowohl die Akontozahlung 

als auch der Restbetrag und somit der ganze Rechnungsbetrag auf das Firmen-

konto der AS._____ bei der ZKB überwiesen wurden. Folglich flossen keine Bar-

beträge (Urk. 1/57/2-5). Da die Buchung der zwei Mal Fr. 5'000.-- durch den ge-

löschten Benutzer der Beschuldigten angerechnet werden kann, spielt das effekti-

ve Buchungsdatum und, dass eine Doppelbuchung auffällig gewesen wäre, keine 

entscheidende Rolle.  

5.16. Bezüglich Anklagevorwurf 16 bringt die Beschuldigte vor, sie habe von der 

Auszahlung von Fr. 1'000.-- gemäss Urk. 1/13.34 nichts gewusst. Bezüglich des 

weiteren Beleges Urk. 1/13.36 sei es offensichtlich zu einer Barauszahlung ge-

kommen, evtl. habe sie diesen und das Geld bereit gestellt und dann zur Auszah-

lung und Unterschrift weiter gegeben (Urk. 137/2 S. 6). P._____ sagte klar aus, 

sie habe die Bargeldbezahlung von Fr. 1'000.-- gemäss Beleg 5948 (Urk. 1/13.34) 

von der Beschuldigten erhalten. Es sei ihr in den Jahren 2012 und 2013 nie Bar-

-   38   - 

geld von jemand anderem als der Beschuldigten ausbezahlt worden. Weiter gab 

sie an, die Auslagen von insgesamt CHF 335.75 (gemäss Quittungen Urk. 

1/13.35) habe sie vom Bargeldbetrag von Fr. 1'000.-- bezahlt. Das restliche Geld 

in der Höhe von Fr. 664.25 habe sie ins Büro zurück gebracht und A._____ über-

geben (Urk. 1/74 S. 4 ff. Fragen 23 ff.). Diese Aussagen wirken sehr glaubhaft. 

Die Beschuldigte bestreitet, dass die BelegNr. auf Urk. 1/13.34 von ihr stamme. 

Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass es sich durchaus um die Handschrift der 

Beschuldigten handeln könnte. Die Buchung unter Beleg Nr. 5948 mit dem Be-

legdatum 19.07.2012, Erfassungsdatum 11.10.2012 mit der Textzeile, Kasse, 

Auslagen P._____ Möbel Gr. 4 fehlt zwar im Stichproben-Auszug aus der Finanz-

buchhaltung betreffend das Geschäftsjahr 2012 (Urk. 1/21/2). Jedoch kann auf-

grund des Datensticks, welcher der Zeuge H._____ anlässlich seiner Zeugenein-

vernahme eingereicht hat, festgestellt werden, dass die fragliche Buchung vom 

gelöschten Benutzer getätigt wurde (Urk. 1/69.5 Erfassungsjournal 2012 ohne 

Korrektur). Da erstellt werden konnte, dass es keinen weiteren gelöschten Benut-

zer gibt, ist der Sachverhalt rechtsgenügend nachgewiesen.  

5.17. Zu Anklagevorwurf 17 kann auf die Ausführungen unter Ziff. 5.4. betreffend 

Anklagevorwurf 4 und die Erwägungen der Vorinstanz zu diesem Anklagesach-

verhalt (Urk. 127 S. 35) verwiesen werden. Der Sachverhalt ist nachgewiesen. 

Die fragliche Buchung wurde von einem gelöschten User vorgenommen (Urk. 

1/21/2). 

5.18. Betreffend Anklagevorwurf 18 (Rechnung von Dr. med. AT._____, Fr. 800.-

-) ist auf die zutreffende Begründung im erstinstanzlichen Urteil zu verweisen 

(Urk. 127 S. 35 f.). Aufgrund des Datensticks, welcher der Zeuge H._____ anläss-

lich seiner Zeugeneinvernahme eingereicht hat, kann sodann festgestellt werden, 

dass die fraglichen Buchungen 22294 und 22295 auch von einem gelöschten Be-

nutzer getätigt wurden (Urk. 1/69.5 Erfassungsjournal 2012 ohne Korrektur). Der 

Sachverhalt ist erstellt, da die Buchungen Nr. 22293 bis 22295 vom 13. Februar 

2013 mit Belegdatum 21.12.2012 der Beschuldigten zugeordnet werden können.  

5.19.-20. Zu Anklagevorwurf 19 und 20 (Lebensmitteleinkauf sowie Kilometerspe-

sen von AP._____, Fr. 356.95 und Fr. 177.70) kann erneut auf die schlüssigen 

-   39   - 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Die Beschuldigte bringt vor, es 

handle sich jeweils um Spesen für das Vorjahr, die bis Ende Januar des neuen 

Jahres getätigt worden seien, es bedeute jedoch nicht, dass diese Spesen vom 

31. Dezember gewesen seien. Kilometerspesen seien Ende Jahr generell per 

31.12. datiert worden. Dies bestätige auch das Buchungsdatum des Vorganges 

gemäss Urteil am 13.02.2013. Die Höhe der Buchungsnummern sei für den Mo-

nat Dezember korrekt und die Belege seien jeweils im Kassenordner abgelegt 

worden. Bezüglich der Kilometerspesen argumentierte die Beschuldigte indessen 

wiederum angesichts der Dezember 2012 entsprechenden Buchungsnummer sei 

nicht möglich, dass der Betrag von Fr. 177.70 so spät, nämlich am 4. März 2013 

eingebucht worden sei (Urk. 137/2 S. 7). Nachdem die Buchungen der Beschul-

digten zugeschrieben werden können, spielt das effektive Buchungsdatum keine 

entscheidende Rolle. Der Sachverhalt ist bewiesen.  

5.21.-24. Die Anklagvorwürfe 21-24 (diverse Auslagen von E._____, insgesamt 

Fr. 1'181.90 [Fr. 609.05, Fr. 176.80, Fr. 372.65 und Fr. 23.40]). Hier gilt wiederum, 

dass die Sachverhalte aufgrund der überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz 

(Urk. 127 S. 37 f.) erstellt sind: Namentlich ist die Überweisung auf das Konto von 

E._____ belegt (Urk. 1/13.48+49), sodass die nicht dokumentierten Barauszah-

lungen fingiert sind, da die entsprechenden Buchungen der Beschuldigten zuge-

ordnet werden können.  

5.25. Entgegen der Vorinstanz ist die fragliche Buchung gemäss Anklagevorwurf 

25 (Mitarbeitergeschenk, Fr. 82.20) in Urk. 1/13.2 S. 24 nicht ersichtlich, und es 

ergibt sich auch nicht aus Urk. 1/21/2, dass diese von einem gelöschten Benutzer 

getätigt wurde. Die Buchung findet sich vielmehr in Urk. 1/11/.3 S. 4 unter der Be-

legNr 6737 und weist als BelDatum den 9. März 2013 auf. Auf der Buchhaltungs-

CD ist diese Buchung unter der Belegnummer und dem Erfassungsdatum 

03.12.2013 zu finden, wobei in der Spalte Benutzer zahlreiche Nullen stehen und 

die Buchung somit von einem gelöschten Benutzer stammt (Urk. 1/21.3). Auch 

dieser Sachverhalt ist erstellt, nachdem die Buchung der Beschuldigten zugeord-

net werden kann.  

-   40   - 

5.26. Betreffend Anklagevorwurf 26 findet sich die fragliche Buchung in Urk. 

1/11.3 S. 5 unter Bel.Datum 26. März 2013; gemäss den Ausführungen der Vo-

rinstanz wurde die Buchung am 3. Dezember 2013 vom gelöschten User vorge-

nommen (Urk. 127 S. 39 f. mit Verweis auf Urk. 1/21.3). Die Buchung unter der 

BelegNr. 5848 findet sich auf der Buchhaltungs-CD. Der Sachverhalt ist wie oben 

- da die Buchung der Beschuldigten zugeordnet werden kann - erwiesen.  

5.27. Bezüglich Anklagevorwurf 27 (Einzahlung von K._____ für Einkäufe mit Ma-

norkarte, Fr. 2'400.--) kann einstweilen auf die zutreffenden Erwägungen der Vo-

rinstanz verwiesen werden (Urk. 127 S. 40). Die Beschuldigte bezieht sich in ihrer 

Stellungnahme vom 9. Oktober 2019 auf eine Aufstellung mit den Eingängen Ma-

norkarten des Kassenkontos, welche klar die von ihr quittierten Einnahmen bele-

gen würden (Urk. 137/2 S. 8). Diese Aufstellung war der Eingabe nicht beigelegt. 

Die Verteidigung argumentiert, es sei nicht relevant, von welchem Mitarbeiter die 

Einkäufe getätigt worden seien, wichtig sei, dass das Geld nicht entwendet, son-

dern richtig verbucht worden sei (Urk. 144 S. 17). Die Beschuldigte stellt offenbar 

nicht in Abrede, am 26. März 2013 Fr. 2'400.-- von K._____ entgegen genommen 

zu haben (Urk. 1/37/2 S. 8, vgl. Beleg im Anhang 2 zu Urk. 1/34). Die Verteidi-

gung machte anlässlich der Berufungsverhandlung jedoch geltend, die Soll-

Buchungen vom 5. März 2013 in der Höhe von CHF 1'470.00 sowie jene vom 

13. März 2013 in der Höhe von CHF 1'015.55 ergäben zusammen gerade etwa 

den von der Beschuldigten quittierten Betrag von Fr. 2'400.- (Urk. 144 S. 17). Es 

ist zwar nicht nachvollziehbar, weshalb die quittierte Barzahlung von Fr. 2'400.-- 

in der Buchhaltung nicht als Akontozahlung erfasst wurde. Indessen befinden sich 

in den grünen Ordnern mit Belegen betreffend das Geschäftsjahr 2013 tatsächlich 

Aufstellungen vom 16. Februar und 16. März 2013 mit dem Titel "manor-

Abrechnung". Bei der Februarrechnung steht unter dem Total ein Abzug von Fr. 

1'000.-- mit dem Vermerk "Heimkasse", in der Märzabrechnung wurde ein Abzug 

von Fr. 1'400.-- mit dem Vermerk "Heimkasse" aufgeführt. Kopien von diesen 

Aufstellungen werden als Urk. 151/1+2 zu den Akten genommen. Die in den bei-

den Abrechnungen aufgeführten Beträge wurden mit Ausnahme von Fr. 38.60, 

die offenbar über die Bank bezahlt wurden, allesamt in der Buchhaltung im Konto 

„1000 Kasse„ im Soll verbucht (Urk. 1/11.3 S. 4 bis 6 oben). Es kann somit nicht 

-   41   - 

erstellt werden, dass die Beschuldigte das übergebene Bargeld von Fr. 2'400.-- 

für sich behalten hat. Es hat hier ein Freispruch zu ergehen.  

5.28. Betreffend Anklagevorwurf 28 (Einnahmen des Ostermarktes, Fr. 4'021.85) 

ist auf die schlüssige Begründung im erstinstanzlichen Urteil zu verweisen 

(Urk. 127 S. 40 f.). Es kann offen bleiben, ob die Beschuldigte geltend machte, 

dass die Einnahmen aus dem Ostermarkt in anderen Jahren auch nicht in die 

Hauptkasse gegangen seien oder meinte, die Buchung sei jeweils erst nach Fest-

legung des Verwendungszwecks erfolgt (Urk. 137/2 S. 8): Jedenfalls finden sich 

in den Vorjahren entsprechende Buchungen unter dem Belegdaten 31.05.2011 

beziehungsweise 18.04.2012 in der Hauptkasse (Urk. 1/13.1 S. 8 und Urk. 1/13.2 

S. 7). Dass über die Verwendung des Erlöses des Ostermarktes im Jahr 2013 bis 

im Dezember noch nicht entschieden und deshalb (noch) keine Buchung vorge-

nommen wurde, scheint lebensfremd. Der Sachverhalt ist mangels Buchung als 

Einnahme im Jahr 2013 bewiesen.  

5.29. Betreffend Anklagevorwurf 29 (Rechnung für Material von AU._____, 

Fr. 195.30) ist der vorinstanzliche Freispruch in Rechtskraft erwachsen. 

5.30. Betreffend Anklagevorwurf 30 (Privateinkauf von AU._____ bei AV._____ 

AG, Fr. 99.95) wurde die Beschuldigte ebenfalls frei gesprochen. Der Freispruch 

ist in Rechtskraft erwachsen.  

5.31. Die Ausführungen der Vorinstanz mit Bezug auf Anklagevorwurf 31 sind 

wiederum überzeugend (Urk. 127 S. 43); die Beschuldigte bringt nichts Neues 

dazu vor (Urk. 137/2 S. 9). Die fraglichen Buchungen wurden durch einen ge-

löschten Anwender vorgenommen (Urk. 1/11.3 S. 7 f. und Urk. 21.3). Der Sach-

verhalt ist rechtsgenügend erstellt, da diese der Beschuldigten zugeordnet wer-

den können. 

5.32. Betreffend Anklagevorwurf 32 (Rechnung für Material von AU._____, 

Fr. 195.30) ist der vorinstanzliche Freispruch in Rechtskraft erwachsen. 

5.33. und 34. Auch mit Bezug auf die Anklagevorwürfe 33 und 34 wird auf die zu-

treffenden Erwägungen des erstinstanzlichen Richters verwiesen (Urk. 127 

-   42   - 

S. 44 f.). Die fraglichen Buchungen vom 10. September 2013 sind dokumentiert 

(Urk. 1/11.3 S. 8) und wurden vom gelöschten User - somit von der Beschuldigten 

- ausgeführt (Urk. 1/21.3). 

5.35. Zu Anklagevorwurf 35 bringt die Beschuldigte wohl sinngemäss vor, das 

Rückgeld von Fr. 485.40 (Klassenlager Oberstufe 1, Rückgeld) sei nicht als Ein-

nahme verbucht worden, weil die Totalkosten vom Vorschuss von Fr. 2'500.-- ab-

gezogen und letztlich nur die effektiven Auslagen von Fr. 2'287.35 Kasse Lager 

Gr. 5 gebucht worden seien (Urk. 137/2 S. 9). Nachdem im Kassenbuch der Ein-

gang des Rückgeldes am 10. Juni 2013 fest gehalten und erst am 18. Juni 2013 

der Barvorschuss von Fr. 2'500.-- notiert wurde (Urk. 1/31 Anhang), ist sehr un-

wahrscheinlich, dass diese Zahlen dasselbe Lager betrafen. Unter Verweis auf 

die schlüssige Begründung der Vorinstanz (Urk. 127 S. 45 f.) ist mangels Bu-

chung des Rückgeldes in Urk. 1/11.3 diesbezüglich der Sachverhalt rechtsgenü-

gend nachgewiesen. 

5.36. Die Beschuldigte macht betreffend Anklagevorwurf 36 geltend, es treffe 

nicht zu, dass AW._____ jeweils nur die Fahrtkosten zu Weiterbildungen vorge-

schossen und nachher aus der Kasse zurückerstattet erhalten habe. Aus Beilage 

Konto Kasse 2011/2012 ergebe sich, dass jeweils Weiterbildungskosten zurück 

erstattet worden seien (Urk. 137/2 S. 10). In den Kontenauszügen betreffend die 

Jahre 2011 und 2012 (Urk. 1/13.1.+2.) finden sich zwar zahlreiche Auszahlungen 

für Weiterbildungen respektive Weiterbildungsspesen; indessen erhielt AW._____ 

nur einmal am 6. November 2011 den Betrag von Fr. 125.-- (Urk. 1/13.2 S. 18). 

Die Buchung über den wesentlich höheren Betrag von Fr. 388.50 wurde vom ge-

löschten Nutzer ausgeführt (Urk. 1/21.3), nachdem diese der Beschuldigten zu-

gewiesen werden kann, ist der Sachverhalt erstellt.  

5.37. Die Beschuldigte wendet betreffend Anklagevorwurf 37 ein, Frau BA._____ 

habe ein Jahr zuvor auch eine Weiterbildung besucht und die Kosten hätten 

Fr. 333.60 betragen. Die erwähnte Beilage ist nicht mitgeschickt worden 

(Urk. 137/2 S. 10). Indessen ist ausschlaggebend, wie die Vorinstanz zutreffend 

vorbringt, dass ein Beleg für die Barauszahlung fehlt und die fragliche Buchung 

(Urk. 1/11.3. S. 10) von einem gelöschten User ausgeführt wurde (Urk. 1/21.3). 

-   43   - 

Weil es sich beim gelöschten User um die Beschuldigte handelt, ist auch dieser 

Sachverhalt erstellt.  

5.38. Zu Anklagevorwurf 38 kann zunächst auf die überzeugende Begründung im 

erstinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 127 S. 47 f). Die Beschuldigte un-

terzeichnete am 12. September 2013 eine Quittung über den fraglichen Betrag 

von Fr. 1‘100.— (Urk. 1/34. Anhang 2), und es wurde keine entsprechende Bu-

chung vorgenommen. Die Verteidigung verweist auf ihre Ausführungen unter An-

klagevorwurf 27 (Urk. 144 S. 18). Die Beschuldigte macht hierzu - wie bei Ankla-

gevorwurf 27 - sinngemäss geltend, sie habe Barvorschüsse erhalten und eine 

Zusammenstellung der Eingänge Manorkarten des Kassenkontos beigelegt, wel-

che ganz klar die Einnahmen belegen würden, die von ihr quittiert worden seien 

(Urk. 137/2 S. 8). Eine entsprechende Zusammenstellung wurde nicht eingereicht. 

Auf der Quittung vom 12. September 2013 sind Einzelbeträge von Fr. 50.— Juli, 

Fr. 550.—, Fr. 150.— und nochmals Fr. 150.— je mit August aufgeführt. Diesbe-

züglich existiert in den Ordnern mit Belegen für das Jahr 2013 nur eine Aufstel-

lung manor-Abrechnung vom 16. Juni 2013, abgelegt im Juli und im September 

Register, aus welcher ein Abzug „Heimkasse“ von Fr. 50.— hervorgeht `(vgl. Ko-

pie Urk. 151/4). Die dort aufgeführten Beträge sind im Konto Kasse als Einnah-

men gebucht, nämlich Fr. 31.40 (AW._____, Urk. 1/11.3 S. 9), Fr. 96.30 

(BB._____, S. 10) und Fr. 17.80 (BC._____ S. 16). Weitere Abrechnungen sind 

nicht auffindbar. Aus dem Konto Kasse 1000 für das Jahr 2013 sind in der zwei-

ten Jahreshälfte auch keine entsprechenden Buchungen die Monate Juli und Au-

gust betreffend auffindbar (Urk. 1/11.3). Somit ist der Sachverhalt im Fr. 50.— 

übersteigenden Betrag erstellt. 

5.39. Der Freispruch hinsichtlich Anklagevorwurf 39 der Vorinstanz ist in Rechts-

kraft erwachsen. 

5.40. Zum Anklagesachverhalt 40 gilt zu sagen, dass die Beschuldigte in ihrer 

Eingabe vom 9. Oktober 2019 sogar bestätigt, sie habe das Geld entgegen ge-

nommen; sie macht jedoch geltend, sie habe den Vorgang bis zu ihrem Weggang 

nicht verbucht; sie wisse nicht, was mit dem Geld passiert sei (Urk. 137/2 S. 10). 

Hierzu kann vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen 

-   44   - 

werden; das Vorbringen ist angesichts des Umstandes, dass die Beschuldigte die 

Rechnung zur Zahlung weitergab, ohne die Barzahlung zu verbuchen, als 

Schutzbehauptung zu werten (Uri. 127 S. 48 f.).  

5.41. Zu Anklagesachverhalt 41: Die Verteidigung monierte in der Eingabe vom 

9. Oktober 2019, die Vorinstanz habe das Eintrittsdatum von Frau I._____ 

(1. September 2012) grosszügig übersehen: So erachte sie es als glaubhaft, dass 

diese bestätigt habe, Frau K._____ habe der Beschuldigten das Geld aus der Kaf-

feekasse jeweils "über den Tisch" zwecks Verbuchung übergeben. Indessen kön-

ne Frau I._____ aber bei keiner der von Frau K._____ handschriftlich notierten 

Geldübergaben vom 15. Juli 2010, 20. April 2011 und 3. Juli 2012 anwesend ge-

wesen sein, da sie erst am 1. September 2012 eingetreten sei (Urk. 137/1 S. 3 f.). 

Dazu ist zu bemerken, dass K._____ erklärte, Frau E._____ habe ihre Notizen 

betreffend Bargeldübergaben an die Beschuldigte aus dem Verkauf von Kaffee-

kapseln bereits zu den Akten gereicht; vom Jahr 2013 fehlten die Notizen kom-

plett, da sie ihr das Geld - ein bis zweimal - zu den Kassastunden übergeben ha-

be, weil Frau A._____ zu wenig Geld in der Kasse gehabt habe. Dies habe jedoch 

Frau I._____ gesehen (Urk. 1/34 S. 5 Fragen 17 und 18 sowie Urk. 1/35 S. 11 f. 

Fragen 92 bis 94). I._____ gab in der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft 

vom 23. Mai 2017 an, man könne ausschliessen, dass sie bei sämtlichen Über-

gaben von Geld aus der Kaffeetasse von Frau K._____ an Frau A._____ anwe-

send gewesen sei. Sie sei ja keine Hellseherin. Sie habe mitbekommen, dass 

Frau A._____ gedrängt habe, dass sie fast nichts mehr in der Kasse habe und 

dann Frau K._____ über den Tisch das Geld aus der Kaffeekasse für die Kasse 

übergeben habe. Frau K._____ sei gutgläubig gewesen und habe das ohne ir-

gendeinen Beleg gemacht und gedacht, dass das Geld dann in die Kasse fliesse. 

Sie erklärte auf Nachfrage, wie oft das vorgekommen sei, die Staatsanwältin solle 

Frau K._____ fragen, sie habe das einige Male, ein paar Mal mitbekommen, aber 

sie wolle sich nicht festlegen (Urk. 1/31 S. 18 Frage 124). I._____ deklarierte klar, 

dass sie nicht bei sämtlichen Übergaben dabei gewesen sein konnte. Die Aussa-

gen bei