# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfeac7cf-7e15-5278-aff3-2e6c22191d63
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.05.2007 C-3054/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3054-2006_2007-05-09.pdf

## Full Text

072_d

{T 0/2}

Geschäfts-Nr. C-3054/2006
ace/scw

Abschreibungsverfügung vom 9. Mai 2007
Eduard Achermann, Einzelrichter

Wilhelm-Ulrich Schodde, Gerichtsschreiber

M.______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im Ausland, 
Postfach 3100, 1211 Genf 2, Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Abtei lung III

Postfach
CH-3000 Bern 14
Telefon +41 (0)58 705 26 20
Fax +41 (0)58 705 29 80
www.bundesverwaltungsgericht.ch

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) mit Verfügung vom 2. Oktober 
2006 dem am 6. Dezember 1944 geborenen deutschen Staatsangehörigen M._______ 
mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2003 bis zum 31. Juli 2005 eine ganze und mit Wirkung 
ab dem 1. August 2005 eine halbe Invalidenrente zusprach,

dass  M._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)   gegen  diese  Verfügung  am  10. 
November 2006 bei der IV-Stelle Beschwerde einreichte und geltend machte, auch nach 
dem 1.  August  2005  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  zu  haben,  mit  der  Be-
gründung, dass er zu 60% schwerbehindert sei und nicht mehr als drei Stunden täglich 
arbeiten könne,

das die IV-Stelle die Beschwerde an die Eidgenössische Rekurskommission der Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen Be-
schwerde weiterleitete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht,  sofern  es  zuständig  ist,  die  Beurteilung  der  am 
1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei 
den  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel  übernimmt,  wobei 
das neue Verfahrensrecht  anwendbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32),

dass es gemäss Art. 31 VGG Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bun-
desgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021)  beurteilt,  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt,  und  zu  den 
Vorinstanzen gemäss Art.  33 VGG auch die IV-Stelle  gehört,  welche Verfügungen im 
Bereich der Festsetzung von IV-Renten erlässt (Art. 69 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilnahm,  dass  er  als 
Adressat  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung dieser Verfügung hat (vgl. Art. 48 Abs. 1 
VwVG),

dass er demzufolge zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist,

dass demnach auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  einzutreten ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  seiner  prozessleitenden  Verfügung  vom  25. 
Januar  2007  für  den  Fall  des  Vorliegens  der  entsprechenden  Voraussetzungen  eine 
einzelrichterliche Beurteilung des vorliegenden Verfahrens vorbehielt,

dass  der  Beschwerdeführer  innert  der  ihm  gesetzten  Frist  dagegen  keine  Einwände 
erhob,

das der Beschwerdeführer den mit Verfügung vom 28. März 2007 einverlangten Kosten-
vorschuss von Fr. 400.-- fristgerecht überwies,

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dass es im Rahmen der Beurteilung eines Leistungsbegehrens grundsätzlich Sache der 
IV-Stelle  ist,  die  zur  Beurteilung  des  Begehrens  erforderlichen  medizinischen  Ab-
klärungen rechtsgenüglich vorzunehmen (vgl.  Art.  69 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201],

dass die IV-Stelle in ihrer Duplik vom 1. Mai 2007 gestützt  auf die Ausführungen des 
ärztlichen  Dienstes  der  IV-Stelle  RAD  Rhone  vom  26.  April  2007  sinngemäss  die 
teilweise  Gutheissung  der  Beschwerde,  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
und die Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die 
Vorinstanz beantragte,

dass damit  davon auszugehen ist,  dass die angefochtene Verfügung vom 2.  Oktober 
2006 auf einem noch nicht ausreichend abgeklärten Sachverhalt beruht,

dass  die  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  einen 
Beschwerdegrund darstellt (Art. 49 VwVG),

dass die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen und die Sache zur Neubeurtei-
lung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist,  welche  ein  ärztliches  Gutachten   eines 
Facharztes für Rheumatologie betreffend den aktuellen Zustand (subjektiv und objektiv) 
einzuholen  hat,  wobei  folgende  aktuelle  Laborbefunde  zu  verlangen  sind:  BB,  CRP, 
Rh.faktor  CCP,  ANA,  Granulozyten,  Cytoplasma,  Antikörper  und  BSG;  dazu 
antragsgemäss Röntgenaufnahmen bds Hände Ap/seitlich HWS und LWS Ap/seitlich,

dass  die  IV-Stelle  danach  in  einer  neuen  Verfügung  über  das  Leistungsbegehren  zu 
befinden hat,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind,

dass  dem  teilweise  obsiegenden  Beschwerdeführer  keine  Parteientschädigung  zuzu-
sprechen  ist,  da  ihm  durch  die  Beschwerdeführung  keine  notwendigen  und 
verhältnismässig hohen Kosten erwachsen sind (Art. 64 Abs. 1 VwVG),

dass dem Beschwerdeführer der von ihm einbezahlte Kostenvorschuss von Fr.  400.-- 
zurückzuerstatten ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird  teilweise gutgeheissen.  Die angefochtene Verfügung vom 
2.  Oktober 2006 wird aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die weiter gehenden Anträge werden zurzeit abgewiesen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der von 
ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.-- zurück erstattet.

4. Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Beschwerdeführer (eingeschrieben mit Rückschein)

- der Beschwerdegegnerin (eingeschrieben mit Rückschein, Ref. Nr. x)

- dem  Bundesamt  für  Sozialversicherung  (eingeschrieben  mit  Rück-
schein)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Eduard Achermann Wilhelm-Ulrich Schodde

Rechtsmittelbelehrung

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
geführt  werden (Art.  82 ff.,  90 ff.  und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]).  Die Rechtsschrift  hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 
und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

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