# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5dc76e9-df55-5d7a-9860-78566410268a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.02.2023 715 22 206 / 54 (715 2022 206 / 54)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-22-206---54_2023-02-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 17. Februar 2023 (715 22 206 / 54) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung  
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
(Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV); Selbstkündigung infolge ge-
sundheitlicher Probleme am Arbeitsplatz  
 
 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1996 geborene A.____ ist Informatiker und war seit dem 1. Oktober 2019 für die 
B.____ tätig. Mit Schreiben vom 22. März 2020 kündigte er das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung 
der ordentlichen Kündigungsfrist per 30. April 2020. Am 22. April 2020 meldete er sich bei der 

 

 
 
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Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) zum Bezug von Arbeitslosenent-
schädigung ab dem 1. Mai 2020 an. Mit Verfügung vom 3. Juli 2020 stellte die Arbeitslosenkasse 
A.____ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab dem 1. Mai 2020 für 31 Tage in der An-
spruchsberechtigung ein. Zur Begründung brachte sie vor, dass der Versicherte seine Arbeits-
stelle gekündigt habe, ohne dass ihm eine neue Stelle vertraglich zugesichert gewesen sei. Mit 
Entscheid vom 3. Februar 2021 hiess die Einspracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, 
Gewerbe und Arbeit Basel-Landschaft (KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse Basel-
land, die gegen die Verfügung vom 3. Juli 2020 erhobene Einsprache teilweise gut und reduzierte 
die Einstelldauer auf 28 Tage. Dies begründete sie im Wesentlichen damit, dass aufgrund der 
gesundheitlichen Probleme des Versicherten ein Abzug von vier Einstelltagen statt einem, wie es 
die Arbeitslosenkasse verfügt habe, zu gewähren sei. 
 
B. Gegen diesen Entscheid reichte A.____ am 3. März 2021 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) ein. Mit Urteil 
vom 22. September 2021 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde gut und wies die Angelegen-
heit zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Arbeitslosenkasse zurück. In der Begründung wurde im Wesentlichen ausge-
führt, dass die Arbeitslosenkasse den Sachverhalt ungenügend abgeklärt habe.  
 
C. In der Folge holte die Arbeitslosenkasse einen Bericht des behandelnden Psychiaters, 
Dr. med. C.____, ein. Gestützt auf den Bericht vom 11. Januar 2022, welcher von Dr. C.____ und 
dem Psychologen D.____ verfasst wurde, verfügte die Arbeitslosenkasse am 19. Januar 2022 
erneut die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 28 Tagen wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit ab 1. Mai 2020. Die vom Versicherten am 13. Februar 2022 erhobene 
Einsprache wies die Einspracheinstanz des KIGA, Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse Ba-
selland, am 22. Juni 2022 ab. 
 
D. Dagegen erhob der Versicherte am 3. August 2022 Beschwerde ans Kantonsgericht mit 
dem Antrag, es sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 28 Tagen abzusehen. 
Zur Begründung brachte er vor, dass die Arbeitslosenkasse im angefochtenen Entscheid richtig 
festgestellt habe, dass ein Konflikt zwischen ihm und Dr. C.____ bzw. dem Psychologen D.____ 
bestanden habe. Aufgrund dieses Konflikts hätten die beiden Fachpersonen keine objektive Be-
urteilung verfassen können. Da er nur während der Anstellung bei der ehemaligen Arbeitgeberin 
psychische Probleme mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gehabt habe, sei erstellt, dass es 
sich um einen krankmachenden Arbeitsplatz gehandelt habe und das dortige Verbleiben ihm nicht 
mehr zumutbar gewesen sei. Inzwischen habe er gegen den Psychologen D.____ eine Be-
schwerde bei der Berufsethikkommission der FSP (BEK) eingereicht. Der Entscheid sei noch 
ausstehend. Bevor der vorliegende Fall beurteilt werde, sei abzuwarten, bis die BEK entschieden 
habe. 
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 21. September 2022 schloss die Arbeitslosenkasse auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 

 

 
 
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F. Mit Replik vom 23. Oktober 2022 und Duplik vom 17. November 2022 hielten die Parteien 
an ihren Rechtsbegehren und Ausführungen fest.  
 
  
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend er-
füllte der Versicherte seine Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. De-
zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die beim sachlich und 
örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 3. August 2022 
ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 
Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse den Versicherten zu Recht 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberech-
tigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 174.65 beläuft sich der Streitwert auf 
Fr. 4'820.90. Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Das Kantonsgericht setzte sich bereits in seinem Urteil vom 22. September 2021 (715 21 
89 / 260) mit der gegenüber dem Versicherten verfügten Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit auseinander. Dabei legte es die materiellen 
Rechtsgrundlagen, die darauf beruhende Rechtsprechung für die Voraussetzungen einer Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 
44 Abs. 1 lit. b AVIV sowie die Lehre dar (Erwägungen 2.2 – 2.7). Ausserdem führte es die für 
das vorliegende Verfahren geltenden Verfahrensgrundsätze auf (Erwägung 3). Es wird darauf 
verwiesen. 
 
2.2. Wie bereits im Urteil des Kantonsgerichts vom 22. September 2021 in der Erwägung 2.4 
ausgeführt, findet die Schadenminderungspflicht im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach 
Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV ihre Grenze im Zumutbarkeitsgedanken, der in Art. 16 Abs. 1 AVIG 
verankert ist. Nach Art. 16 Abs. 1 AVIG gilt eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und 
ortsüblichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, 
den Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die 

 

 
 
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Wiederbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Wenn nicht besondere Um-
stände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens so lange am 
Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; GERHARD 
GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Bern 1988, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE CHOPARD, Die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 116). Im Falle eines in ausgeprägtem 
Masse belasteten Betriebs- und Arbeitsklimas kann aus medizinischen Gründen aber ein soforti-
ges Ausscheiden aus dem Betrieb angezeigt sein, um schwerwiegende gesundheitliche Störun-
gen abzuwenden (Urteile des Bundesgerichts vom 5. April 2004, C 8/04, E. 2.2.1 und vom 10. 
Februar 2003, C 135/02, E. 2.2.2; vgl. Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG). Dagegen vermögen ein schlech-
tes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grund-
sätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu begründen (SVR 1997 
ALV Nr. 105 S. 323, C128/96).  
 
2.3 Das Kantonsgericht stellte weiter fest, dass der Versicherte das Arbeitsverhältnis bei der 
B.____ am 22. März 2020 unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist per 30. April 2020 
aufgelöst habe, ohne dass ihm zum damaligen Zeitpunkt von anderer Seite verbindlich eine neue 
Arbeitsstelle zugesichert gewesen sei. Die Frage der Rechtmässigkeit der Einstellung in der An-
spruchsberechtigung beurteile sich somit danach, ob dem Versicherten ein Verbleiben an der 
bisherigen Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer neuen zumutbar gewesen wäre (Erwägung 5.1). 
Aus den Akten gehe nicht hervor, dass die Hausärztin des Versicherten, Dr. med. E.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, und der behandelnde Psychiater Dr. C.____ eine Selbstkündigung 
als medizinisch angezeigt erachtet hätten. Daraus könne jedoch nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit geschlossen werden, dass die Kündigung nicht medizinisch indiziert gewesen sei. 
Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen wäre die Arbeitslosenkasse verpflichtet 
gewesen, aufgrund der unklaren und nicht rechtsgenüglichen Arztzeugnisse weitere Abklärungen 
vorzunehmen. Da Dr. E.____ den Versicherten zur genaueren Diagnostik an Dr. C.____ über-
wiesen habe und von ihm lediglich das Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 22. April 2020 vorliege, 
hätte die Arbeitslosenkasse bei diesem weitere Abklärungen vornehmen müssen. Da sie darauf 
verzichtet habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt, weshalb die Sache zur ergän-
zenden Abklärung an sie zurückzuweisen sei (Erwägung 5.2).  
 
2.4 Aufgrund des kantonsgerichtlichen Urteils holte die Arbeitslosenkasse bei Dr. C.____ ei-
nen ärztlichen Bericht ein. Gestützt auf den Bericht von Dr. C.____ und des Psychologen D.____ 
verfügte sie am 11. Januar 2022 erneut die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang 
von 28 Tagen. 
 
3.1.1 Im vorliegenden Verfahren bestreitet der Versicherte erneut die Rechtmässigkeit der von 
der Arbeitslosenkasse verfügten Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 28 Ta-
gen. Dabei reichte er Kopien aus der Patientenakte sowie Auszüge aus dem E-Mail-Verkehr mit 
dem Psychologen D.____ ein. In der Patientenakte führte der Psychologe D.____ aus, dass der 
Versicherte bereits in der Rekrutenschule 2015/2016 an psychischen Problemen mit möglicher 
depressiver Episode gelitten habe. Aufgrund einer ungenügenden Einarbeitung und struktureller 
Probleme an der Arbeitsstelle bei der B.____ sowie Konflikten mit dem Vorgesetzten sei wieder 
eine depressive und ängstliche Symptomatik aufgetreten, welche im Verlauf zugenommen habe. 

 

 
 
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Grundsätzlich liege beim Versicherten eine ängstlich-selbstunsichere Persönlichkeitsstruktur vor. 
Da dieser zurzeit depressiv, ängstlich sowie ausgeprägt verunsichert bezüglich der Selbstidentität 
und der Zukunft sei, sei eine psychotherapeutische Behandlung dringend indiziert (Eintrag vom 
18. März 2020). Weiter ist dem Eintrag vom 7. April 2020 zu entnehmen, dass der Versicherte im 
Alter von 18 Jahren begonnen habe, Cannabis zu konsumieren. Anlässlich der Konsultation vom 
22. April 2020 forderte der Psychologe den Versicherten schliesslich auf, einen Entscheid in Be-
zug auf den Cannabiskonsum zu treffen. Nur wenn er sich für eine Abstinenz entscheide, werde 
eine über den 17. Mai 2020 hinausgehende Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Bei den nächsten 
beiden Arztbesuchen am 14. und 20. Mai 2020 konnte er beim Versicherten eine leichte Besse-
rung der depressiven Symptomatik feststellen. Er attestiere keine Arbeitsunfähigkeit mehr, weil 
nebst dem verbesserten gesundheitlichen Zustand auch die Leistungsfähigkeit des Versicherten 
aufgrund des Cannabis-Konsums nicht beurteilt werden und er keine Motivation zu Veränderun-
gen sehen könne. Im Verlaufseintrag vom 20. Mai 2020 hielt er fest, dass der Versicherte seine 
Hausärztin gebeten habe, die medizinische Indikation für die Selbstkündigung zu bestätigen. Am 
25. Mai 2020 bemerkte der Psychologe, dass die vagen Aussagen des Therapeuten betreffend 
die Arbeitsfähigkeit den Versicherten irritiert hätten. Dieser hätte sich gewünscht, dass ihm bereits 
an der letzten Sitzung gesagt worden wäre, dass keine weitere Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 
werde. Gemäss Eintrag vom 31. August 2020 kontaktierte die Mutter des Versicherten den 
Psychologen telefonisch. Der Psychologe fühlte sich von ihr unter Druck gesetzt, die Bescheini-
gung betreffend Arbeitsunfähigkeit für das zuständige Regionale Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) auszufüllen.  
 
3.1.2 Beim E-Mail-Verkehr zwischen dem Versicherten und dem Psychologen D.____ handelt 
es hauptsächlich um die Bescheinigung von Arbeitsunfähigkeiten und um die Beantwortung der 
von der Arbeitslosenkasse an Dr. C.____ gestellten Fragen. Für das vorliegende Verfahren sind 
vor allem die E-Mails vom 17. August 2020 und vom 19. August 2020 von Bedeutung. Aus der 
E-Mail vom 17. August 2020 geht hervor, dass der Versicherte den Psychologen D.____ nach 
Vorliegen der Einstellungsverfügung bat, einen Bericht zu verfassen, in welchem bestätigt würde, 
dass er die Stelle bei der B.____ aus medizinischen Gründen gekündigt habe. Der Psychologe 
teilte dem Versicherten am 19. August 2020 mit, dass er nach Rücksprache mit Dr. C.____ zum 
Schluss gekommen sei, es habe kein triftiger Grund bestanden, die Arbeitsstelle bei der B.____ 
zu kündigen. Er könne deshalb das Anliegen des Versicherten nicht unterstützen. 
 
3.2 Im Antwortschreiben vom 11. Januar 2022 führten Dr. C.____ und der Psychologe D.____ 
aus, dass die erste Behandlung des Versicherten am 18. März 2020 und die letzte am 5. Juni 
2020 erfolgt seien. Zu Behandlungsbeginn seien hauptsächlich eine ausgeprägte depressive 
Symptomatik mit Deprimiertheit, Antriebsstörungen und Erschöpfung sowie leichte Angstzu-
stände vorgelegen. Sie diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit-
telgradige depressive Episode, eine Cannabis-Abhängigkeit, einen Verdacht auf eine soziale 
Phobie und akzentuierte Persönlichkeitszüge. Aus den Schilderungen des Versicherten würden 
sie folgern, dass die Arbeitstätigkeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin sich verstärkend auf die 
depressive Symptomatik ausgewirkt und seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt habe. Es sei zu 
vermuten, dass zum Zeitpunkt der Kündigung zumindest eine teilweise Arbeitsunfähigkeit bestan-

 

 
 
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den habe. Ausserdem sei zu erwähnen, dass ein regelmässiger Cannabis-Konsum vorliege, wel-
cher sich in der Regel negativ auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirke. In Anbe-
tracht der vorliegenden Informationen sei eine Selbstkündigung aus medizinischen Gründen aber 
nicht indiziert gewesen. Sie hätten den Verdacht, dass der Versicherte von ihnen vor allem wün-
sche, eine weitergehende Arbeitsunfähigkeit zu attestieren und zu bestätigen, dass die Selbst-
kündigung medizinisch indiziert gewesen sei.   
 
3.3 In seiner Stellungnahme vom 26. Mai 2022 schilderte der Versicherte, dass er an seinem 
ehemaligen Arbeitsplatz schikaniert, kritisiert, kontrolliert und erniedrigt worden sei. Sein Selbst-
wertgefühl sei zunichtegemacht worden. In dieser Situation sei er nicht mehr fähig gewesen, zu-
erst eine neue Arbeitsstelle zu suchen und erst dann zu kündigen. Erst nach seiner Kündigung 
habe er wieder durchatmen, klar denken, vorwärtsblicken können. Dr. C.____ und der Psycho-
loge D.____ hätten – im Gegensatz zu seiner Hausärztin Dr. E.____ – seinen damaligen gesund-
heitlichen Zustand nicht richtig einordnen können. Zum Bericht von Dr. C.____ und des Psycho-
logen D.____ vom 11. Januar 2022 führte er an, dass der von Dr. C.____ und D.____ geäusserte 
Verdacht nicht zutreffe. Kein vernünftiger Mensch würde sich für eine Psychotherapie anmelden 
und sich damit "abquälen", nur um ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis zu erlangen. Dies umso weni-
ger, als er die Psychotherapie selber bezahlen müsse und er zu Beginn der Behandlung noch 
nicht gewusst habe, dass er bei einer Selbstkündigung ein ärztliches Zeugnis vorlegen müsse. 
Er wies weiter darauf hin, dass zwischen ihm und den beiden Fachpersonen sich ein Konflikt 
angebahnt habe, weil er sich von ihnen zunehmend missverstanden, nicht ernst genommen und 
falsch eingeschätzt gefühlt habe. Als sich Dr. C.____ und der Psychologe D.____ geweigert hät-
ten, das Arztzeugnis betreffend Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Grün-
den auszufüllen, sei es zur Eskalation gekommen. Aufgrund dieses Konflikts hätten sich Dr. 
C.____ und der Psychologe D.____ in ihrem Bericht vom 11. Januar 2022 nicht objektiv geäus-
sert. Sie hätten ihn für einen Simulanten gehalten, weshalb es nicht erstaune, dass sie eine me-
dizinische Indikation für die Selbstkündigung verneinten. 
 
4.1 Aus dem Bericht vom 11. Januar 2022 und der E-Mail vom 19. August 2020 geht unmiss-
verständlich hervor, dass die vom Versicherten ausgesprochene Kündigung nicht medizinisch 
indiziert war. Aufgrund der Akten steht aber auch fest, dass sich die behandelnden Fachpersonen 
und der Versicherte in Bezug auf die Bescheinigung von Arbeitsunfähigkeiten und der medizini-
schen Indikation der Selbstkündigung uneins waren. So ist den E-Mails vom 17. August 2020 und 
vom 19. August 2020 zu entnehmen, dass der Psychologe der Bitte des Versicherten, er solle 
bestätigen, dass die Selbstkündigung bei der B.____ medizinisch indiziert gewesen sei, nicht 
nachkam. Von dieser Auffassung wich der Psychologe auch nach dem Telefonat mit der Mutter 
des Versicherten vom 31. August 2020 nicht ab. Der Konflikt setzte sich fort, als die Arbeitslosen-
kasse gestützt auf das Urteil des Kantonsgerichts vom 22. September 2021 eine amtliche Erkun-
digung bei Dr. C.____ bzw. beim Psychologen D.____ anstrengte (vgl. Schreiben vom 20. De-
zember 2021). Der Psychologe stellte für die Berichterstattung verschiedene Bedingungen (Ent-
schädigung für das Verfassen des Berichts und Löschung der vom Versicherten geschriebenen 
Rezension auf der Website, vgl. E-Mail vom 2. und 5. Januar 2022 und Schreiben der Arbeitslo-
senkasse vom 5. Januar 2022). Erst als die Arbeitslosenkasse Dr. C.____ am 5. Januar 2022 auf 
die gesetzliche Auskunftspflicht hinwies und mitteilte, dass die Kosten für die Bemühungen der 

 

 
 
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Berichterstellung erstattet würden, ging der verlangte Bericht vom 11. Januar 2002 bei der Ar-
beitslosenkasse ein. Schliesslich reichte der Versicherte bei der BEK am 15. Februar 2022 Be-
schwerde gegen den Psychologen D.____ ein (vgl. Eröffnungsverfügung vom 23. März 2022). 
Bei dieser Sachlage ist es möglich, dass aufgrund des Konflikts zwischen Dr. C.____ bzw. dem 
Psychologen D.____ und dem Versicherten sachfremde bzw. persönliche Überlegungen in den 
Bericht vom 11. Januar 2022 eingeflossen sind. Der Versicherte übersieht jedoch, dass der Psy-
chologe zusammen mit Dr. C.____ bereits im August 2020 zur Auffassung gelangte, dass keine 
medizinische Indikation zur Selbstkündigung bestanden habe (vgl. E-Mail vom 19. August 2020). 
Zu diesem Zeitpunkt bestand hinsichtlich der Frage der Unzumutbarkeit des Verbleibens an der 
Arbeitsstelle bei der B.____ noch kein Konflikt; dieser entwickelte sich erst unmittelbar danach. 
Die Tatsache, dass der Psychologe nicht im Sinne des Versicherten gehandelt hat, ist nicht ge-
eignet, eine Voreingenommenheit von Dr. C.____ und des Psychologen zu begründen. Daran 
ändert auch der vom Versicherten beschriebene Vertrauensverlust nichts. Denn bei der Beurtei-
lung der Befangenheit bzw. der Voreingenommenheit von Dr. C.____ bzw. des Psychologen kann 
nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abgestellt werden (BGE 125 II 544 E. 4a.). 
Es ist zwar befremdlich, dass der Psychologe bei den Konsultationen vom 22. April 2020, 14. und 
20. Mai 2020 für die Ausstellung eines Arbeitsunfähigkeitszeugnisses eine Cannabisabstinenz 
als Bedingung stellte. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Dr. C.____ und der Psychologe auf-
grund ihrer Befunde zum Schluss gelangten, dass es dem Versicherten aus medizinischer Sicht 
zuzumuten gewesen wäre, am bisherigen Arbeitsplatz bei der B.____ zu verbleiben. Es liegen in 
Bezug auf die E-Mail vom 19. August 2020 keine objektiven Hinweise vor, welche eine Voreinge-
nommenheit von Dr. C.____ bzw. des Psychologen in Bezug auf ihre Beurteilung des Gesund-
heitszustandes im Zeitpunkt der Kündigung als begründet erscheinen lassen. Anders wäre mög-
licherweise zu entscheiden, wenn sich die beiden Fachpersonen erstmals im Bericht vom 11. 
Januar 2022 zur Frage der Unzumutbarkeit geäussert hätten. Unter Umständen könnte das vom 
Psychologen gezeigte Verhalten gegenüber dem Versicherten im Zusammenhang mit der amtli-
chen Erkundigung einen Befangenheitsgrund darstellen. Da dies vorliegend nicht der Fall ist, wird 
darauf nicht weiter eingegangen.  
 
4.2 Es ist durchaus glaubhaft, dass der Versicherte wegen des Verhaltens des Vorgesetzten, 
der mangelhaften Einarbeitung und der strukturellen Betriebsprobleme grossen psychischen Be-
lastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt war, welche seine Gesundheit und seine Arbeitsfähigkeit 
beeinträchtigten. Dies wurde sowohl von der Hausärztin Dr. E.____ als auch von Dr. C.____ bzw. 
vom Psychologen D.____ bestätigt. Aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht ist jedoch 
massgebend, ob dem Versicherten das Verbleiben bei der B.____ im Zeitpunkt der Kündigung 
vom 22. März 2020 noch zumutbar war oder nicht. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen ist in erster Linie durch ein Arztzeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Beweis-
mittel) zu belegen (BGE 124 V 234 E. 4b/bb; Urteile des Bundesgerichts vom 7. November 2018, 
8C_513/2018, E. 2.2, vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, E. 2, vom 17. Juni 2013, 8C_201/2013, E. 
2 und vom 13. März 2013, 8C_943/2012, E. 2). Vorliegend stellte das Kantonsgericht in seinem 
Urteil vom 22. September 2021 fest, dass aus den in den Akten liegenden Berichten von Dr. 
E.____ vom 27. März 2020, 12. Juni 2020, 25. August 2020 und 1. April 2021 nicht hervorgehe, 
dass die Selbstkündigung medizinisch angezeigt gewesen wäre (vgl. Erwägung 5.2 des zitierten 

 

 
 
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Urteils). Diese Berichte genügen demgemäss nicht, um eine Unzumutbarkeit aus gesundheitli-
chen Gründen nachzuweisen. Es liegen auch keine neuen Berichte der Hausärztin vor, welche 
Anlass bieten würden, von dieser Auffassung abzuweichen. Zwar bescheinigte die Hausärztin, 
dass der Versicherte am Arbeitsplatz bei der B.____ sehr gelitten und unter Druck gestanden 
habe. Sie sprach auch von krankmachenden Arbeitsplatzbedingungen und von einer starken 
Kränkung, was den Versicherten daran gehindert habe, zur Arbeit zu gehen, und ihn veranlasst 
hätten zu kündigen. Sie äusserte sich aber nie dazu, ob ihm das Verbleiben an der bisherigen 
Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer neuen Stelle unzumutbar gewesen wäre. Sie bestätigte des-
halb auch nicht, dass die Kündigung aus medizinischer Sicht angezeigt gewesen sei. Vielmehr 
liess sie diese Frage als Ärztin, deren Fachgebiet nicht in der Psychiatrie liegt, offen und überwies 
den Versicherten stattdessen zur genaueren Diagnostik und Gesprächstherapie an eine psychi-
atrische Fachperson. Damit vermag der Versicherte mit ihren Arztberichten nicht zu belegen, 
dass die Fortführung des Arbeitsverhältnisses bei der B.____ bis zum Auffinden einer neuen Ar-
beitsstelle aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar gewesen wäre.  
 
4.3 Mit der E-Mail vom 19. August 2020 und dem Bericht vom 11. Januar 2022 liegen eindeu-
tige ärztliche Zeugnisse vor, welche bestätigen, dass die vom Versicherten ausgesprochene Kün-
digung nicht medizinisch indiziert gewesen ist. Andere geeignete Beweismittel, die auf eine Un-
zumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses bei der B.____ schliessen lassen würden, 
liegen nicht vor. Damit fehlt es am rechtsgenüglichen Nachweis für die Annahme einer Unzumut-
barkeit aus gesundheitlichen Gründen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV. Im Hinblick auf den 
strengen Massstab bei der Beurteilung der Zumutbarkeit zum Verbleib an der bisherigen Stelle 
(BGE 124 V 234 E. 4b/bb) ist bei dieser Sachlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass es dem Versicherten in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht zumut-
bar gewesen wäre, seine Anstellung – gegebenenfalls unter einer vorübergehenden (längeren) 
Krankschreibung und/oder einer (fach)ärztlichen Therapie – vorerst beizubehalten. In Anbetracht 
der geschilderten Situation am früheren Arbeitsplatz kann der Wunsch des Versicherten nach 
einem Stellenwechsel zwar nachvollzogen werden. Eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses 
mit der Folge des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung zu Lasten der Versichertengemein-
schaft rechtfertigt sich deshalb aber nicht, weshalb der Tatbestand der selbstverschuldeten Ar-
beitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG als erfüllt zu betrachten ist. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung ist demnach im Grundsatz nicht zu beanstanden. 
 
4.4 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, sind vom Entscheid der BEK keine neuen ent-
scheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten. Es besteht daher kein Anlass, das vorliegende Ver-
fahren bis zur Erledigung der bei der BEK hängigen Streitsache zu sistieren (sog. antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 90 E. 4b und 159 E. 
1d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinweisen).  
 
4.5 An dieser Stelle ist zu bemerken, dass der von der Arbeitslosenkasse vorgebrachte Zu-
sammenhang zwischen dem Cannabiskonsum und dem Bezug von Arbeitslosenentschädigung 
nicht nachvollzogen werden kann (vgl. Vernehmlassung vom 21. September 2022, S. 5). Zwar 

 

 
 
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trifft es zu, dass der Versicherte seinen Cannabiskonsum nicht reduziert hat. Aus welchen Grün-
den eine Reduktion nicht gelungen ist, geht aus den ärztlichen Berichten aber nicht hervor. Es ist 
durchaus möglich, dass er ohne therapeutische Hilfe nicht in der Lage ist, weniger Cannabis zu 
konsumieren. Aus diesem Grund ist die Aussage der Arbeitslosenkasse verfehlt, wonach der 
Versicherte für einen reduzierten Cannabiskonsum nicht zu motivieren sei, demgegenüber aber 
bereit gewesen sei zu kündigen und Arbeitslosengeld zu beziehen, zumal zwischen der Anmel-
dung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung und dem Cannabiskonsum kein Zusammen-
hang besteht.  
 
5.1 Zu prüfen bleibt, ob die durch die Arbeitslosenkasse verfügte Einstellung in der An-
spruchsberechtigung im Umfang 28 Tagen angemessen ist. Die Dauer der Einstellung bemisst 
sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage 
bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden 
(Art. 45 Abs. 2 AVIV). Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosenkasse ihren Entscheid nach 
pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung 
des Kantonsgerichts bzw. deren präsidierende Person bei Präsidialentscheiden die angefochtene 
Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen, sie greift jedoch bei der Beurteilung 
der angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in dessen Ermessens-
spielraum ein. 
 
5.2 Gemäss Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV liegt schweres Verschulden vor, wenn die versicherte 
Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen 
Arbeitsstelle aufgegeben hat. Dementsprechend hat die Arbeitslosenkasse das Verhalten des 
Versicherten grundsätzlich als schweres Verschulden qualifiziert. Von den festgelegten 36 Ein-
stelltagen hat sie in der Folge zugunsten des Versicherten jedoch zu Recht verschiedene Abzüge 
im Umfang von insgesamt 8 Tagen (Probleme am Arbeitsplatz, gesundheitlichen Probleme und 
Verhalten des Arbeitgebers) vorgenommen. Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung im Umfang von 28 Tagen erscheint somit im Lichte der besonderen Umstände des Falles 
und der persönlichen Situation des Versicherten als angemessen und es besteht kein Anlass, in 
das Ermessen der Arbeitslosenkasse einzugreifen.  
 
5.3 Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 22. Juni 2022 
nicht zu beanstanden ist. Der Versicherte konnte nicht rechtsgenüglich darlegen, dass ihm aus 
gesundheitlichen Gründen ein Verbleib an der bisherigen Arbeitsstelle zumindest bis zur Zusi-
cherung einer neuen Arbeitsstelle nicht zumutbar gewesen wäre. Die Arbeitslosenkasse hat so-
dann ihr Ermessen bei der Festlegung der Einstelltage korrekt ausgeübt. Die Beschwerde erweist 
sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.