# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 281e8c3b-9ce1-538f-9af1-25cc536635e8
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.11.2008 SK.2008.12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2008-12_2008-11-05.pdf

## Full Text

Entscheid vom 5. November 2008/ 
2. Dezember 2008 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Peter Popp, Vorsitz, 
Walter Wüthrich und Miriam Forni,  
Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien  
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  
Lucienne Fauquex, Staatsanwältin des Bundes,  
 

 gegen 

 
 C., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Hans 

Ludwig Müller,  
 

Gegenstand 
 

Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz; mehrfache Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz zum eigenen 
Konsum, Fälschung von Ausweisen sowie mehrfache 
Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Auf-
enthalt und Niederlassung der Ausländer 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2008.12 
 

 

 

- 2 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 
 
1. Der Angeklagte sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 2, al. 3, al. 4, al. 5 
BetmG sowie der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG i.V.m. Art. 19 
Ziff. 1 al. 2, al. 3, al. 4 und al. 5 BetmG, jeweils i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. a und 
lit. b BetmG;  

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG i.V.m. Art. 19  
Ziff. 1 al. 5 BetmG;  

- der Fälschung von Ausweisen i.S. von Art. 252 al. 1 und al. 4 StGB sowie 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen alt Art. 23 Abs. 1 al. 4 des Bundesgeset-
zes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer. 

 
2. Der Angeklagte sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren zu bestrafen, unter An-

rechnung der erstandenen Haft. 
 
3. Es sei der zuständige Kanton mit dem Vollzug der Freiheitsstrafe zu beauftragen. 
 
4. Es seien die sichergestellten und unter Lager-Nr. 1 (A.) sowie 2 (J.; Beschlagnah-

meverfügung der Bundesanwaltschaft vom 21. November 2005) bei der Kantons-
polizei Zürich gelagerten Betäubungsmittel einzuziehen und nach Eintritt der 
Rechtskraft durch die Kantonspolizei Zürich vernichten zu lassen.  

 
5. Es sei das an A. adressierte und von der Bundesanwaltschaft am 2. Mai 2006 be-

schlagnahmte Paket einzuziehen und nach Eintritt der Rechtskraft durch die Bun-
deskriminalpolizei vernichten zu lassen.  

 
6. Es seien die folgenden, von der Bundesanwaltschaft am 23. November 2005 be-

schlagnahmten Gegenstände einzuziehen: Vorhang, Kunststoffbox, Sporttasche 
mit Etikett „C.“, Abluftfilter, Hammer, zwei Schraubenschlüssel und ein Wagenhe-
ber. Diese seien nach Eintritt der Rechtskraft durch die Bundeskriminalpolizei ver-
nichten zu lassen.  

 
7. Es seien die von der Bundesanwaltschaft am 23. November 2005 beschlagnahm-

ten fünf Originalquittungen über je 1 000 Fr. nach Eintritt der Rechtskraft dem Be-
rechtigten herauszugeben.  

 
8. Es sei das von der Bundesanwaltschaft am 23. November 2005 beschlagnahmte 

Original-Anmeldeformular nach Eintritt der Rechtskraft dem Berechtigten heraus-
zugeben.  

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9. Es sei das von der Bundesanwaltschaft am 12. Januar 2006 beschlagnahmte eine 
Farbfoto, mit eventuell „D.“, bei den Akten zu belassen.  

 
10. Es seien die von der Bundesanwaltschaft am 19. Mai 2006 beschlagnahmten zwei 

unbrauchbaren Fotoaufnahmen und der entwickelte Film einzuziehen und nach 
Eintritt der Rechtskraft durch die Bundeskriminalpolizei vernichten zu lassen.  

 
11. Es sei das von der Bundesanwaltschaft am 9. Juli 2007 beschlagnahmte Mobilte-

lefon Motorola inkl. Ladegerät einzuziehen und nach Eintritt der Rechtskraft durch 
die Bundeskriminalpolizei vernichten zu lassen.  

 
12. Es sei der von der Bundesanwaltschaft am 9. Juli 2007 beschlagnahmte spani-

sche Reisepass, lautend auf B., in die sistierte Voruntersuchung gegen B. zu ge-
ben.  

 
13. Es sei die von der Bundesanwaltschaft am 9. Juli 2007 beschlagnahmte Karte 

„Euro 26“, lautend auf E., nach Eintritt der Rechtskraft dem Berechtigten heraus-
zugeben.  

 
14. Es sei das von der Bundesanwaltschaft am 25. Juni 2007 beschlagnahmte Mobil-

telefon Nokia inklusive Ladegerät einzuziehen und nach Eintritt der Rechtskraft 
durch die Bundeskriminalpolizei vernichten zu lassen.  

 
15. Es seien die von Bundesanwaltschaft am 2. Mai 2006 beschlagnahmten zwei 

Agenden 2003 nach Eintritt der Rechtskraft an F., die sie eingereicht hatte, he-
rauszugeben.  

 
16. Es sei die Kopie des Auszugs aus dem kolumbianischen Geburtsregister betref-

fend H. in den Akten zu belassen. 
 
17. Es seien dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens gemäss separater und 

korrigierter Aufstellung aufzuerlegen. 
 
 
Anträge der Verteidigung: 
 
1. Der Angeklagte sei der mehrfachen Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 i.V.m. Art. 19 

Ziff. 1 al. 5 BetmG schuldig zu sprechen, für die Taten ab dem 4. November 2005. 
 
2. Der Angeklagte sei freizusprechen von den Vorwürfen  

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 2–6, jeweils i.V.m.  
Art. 19 Ziff. 2 lit. a und lit. b BetmG;  

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- der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 al. 1 und al. 4 StGB sowie  

- der mehrfachen Widerhandlung gegen alt Art. 23 Abs. 1 al. 4 des Bundesgeset-
zes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer. 

 
3. Der Angeklagte sei mit einer Busse von 500 Fr. zu bestrafen.  
 
4. Dem Angeklagten sei für die zu Unrecht erlittene Haft von 991 Tagen eine Ent-

schädigung samt Genugtuung von 148 650 Fr. zuzusprechen.  
 
5. Die Kosten der Untersuchung und des Gerichtsverfahrens seien inklusive der Ko-

sten der amtlichen Verteidigung auf die Bundeskasse zu nehmen.  
 
6. Das beschlagnahmte Mobiltelefon Motorola inklusive das Ladegerät seien dem 

Angeklagten herauszugeben.  
 
 
Prozessgeschichte: 

A. Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 13. Januar 2005 ein gerichtspolizeiliches 
Ermittlungsverfahren gegen C., seinen Zwillingsbruder B. sowie unbekannte Tä-
terschaft wegen Verdachts der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 BetmG), teilweise ausgehend von 
einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB). Es bestand der Verdacht, dass 
sie an einer international tätigen kriminellen Organisation mitwirkten in der Ab-
sicht, Kokain im Mehrkilobereich aus Mittel- und Südamerika in die Schweiz ein-
zuführen und sich hier unter Mithilfe von Vertrauenspersonen am Kokainhandel 
zu beteiligen.  

B. Am 17. Februar 2006 wurde C. durch die Schweizer Grenzwacht arretiert und 
am 25. Februar 2006 in Untersuchungshaft versetzt.  

C. Am 13. Juli 2006 vereinigte die Bundesanwaltschaft das bis anhin durch das 
Untersuchungsrichteramt Schaffhausen gegen C. geführte Verfahren wegen Fäl-
schung von Ausweisen in der Zuständigkeit der Bundesbehörden. Gestützt auf 
zwei Vereinigungsverfügungen vom 14. Juni 2007 betreffend die Zuständigkeit 
des Kantons Zürich sowie des Kantons Genf, dehnte sie gleichentags das ge-
richtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen C. auf den Tatbestand der mehrfa-
chen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie den Tatbestand 
der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und 
Niederlassung der Ausländer aus.  

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D. Das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt eröffnete am 7. August 2007 die 
Voruntersuchung in dieser Sache. Am 20. Februar 2008 wurde das Verfahren 
gegen B. vorläufig eingestellt. Am 15. April 2008 schloss es die Voruntersuchung 
und erstellte einen Schlussbericht.  

E. Am 18. Juni 2008 erhob die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht Ankla-
ge gegen C. wegen mehrfacher einfacher und qualifizierter Widerhandlung ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz, Fälschung von Ausweisen sowie mehrfacher 
Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer. C. trat auf Verfügung des Vorsitzenden vom 8. August 2008 vorzeitig 
die Freiheitsstrafe an (SN.2008.29).  

F. Am 4. und 5. November 2008 fand die Hauptverhandlung beim Bundesstrafge-
richt statt. Mit Entscheid der Strafkammer vom 10. November 2008 wurde C. aus 
dem vorzeitigen Strafvollzug entlassen (SN.2008.43).  

 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Die Verfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz unterstehen gemäss Art. 337 Abs. 1 StGB unter anderem dann der 
Bundesgerichtsbarkeit, wenn sie Verbrechen sind, die von einer kriminellen Or-
ganisation im Sinne von Art. 260ter StGB ausgehen. Vorliegend hat sich der Ver-
dacht auf das Bestehen einer kriminellen Organisation nicht erhärtet. Die Straf-
kammer hat dennoch ihre Zuständigkeit nicht zu prüfen (BGE 133 IV 235 E. 7.1). 
Für die übrigen eingeklagten Delikte besteht sachliche Zuständigkeit aufgrund 
der Vereinigungsverfügungen (Art. 18 Abs. 2 BStP). 

1.2 Die Verteidigung stellt in Bezug auf den Anklagepunkt 1a/cc, zweiter Absatz, den 
Antrag, dieser sei „zu streichen“ (HV-Prot. S. 4). Das Bundesstrafgericht sei in 
diesem Punkt nicht zuständig. Die Strafverfolgungsbehörden hätten mit Brasilien 
und Kolumbien eine allfällige Auslieferung des Angeklagten abklären sollen. Die 
Bundesanwaltschaft macht in ihrer Stellungnahme geltend, dieser Anklagepunkt 
umschreibe nicht das strafbare Verhalten des Angeklagten, sondern diene der 
Umschreibung des Umfelds der deliktischen Tätigkeit, weshalb er diesbezüglich 
nicht schuldig zu sprechen sei (HV-Prot. S. 4). 

 Der Angeklagte hat einen Anspruch, dass die gegen ihn erhobenen Anschuldi-
gungen materiell oder wenigstens formell entschieden werden, wenn gegen ihn 

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Anklage erhoben wurde (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Straf-
prozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 50 N. 8). Ein Rückzug eines Anklagepunk-
tes ist somit wegen dem Grundsatz der Unveränderbarkeit der Anklage nicht 
möglich. Grundsätzlich ist es zulässig, dass die Anklageschrift das Umfeld des 
strafbaren Verhaltens darstellt, um ein Vorverständnis des mutmasslichen Ge-
schehens zu vermitteln. Es darf aber nicht dem jeweiligen Verständnis des Le-
sers überlassen werden, ob eine Formulierung das Umfeld der mutmasslich 
strafbaren Handlung umschreibt oder als Anklage einer strafbaren Handlung zu 
betrachten ist. Die Anklageschrift hat genau zu bezeichnen und zu umschreiben, 
welche Handlungen sie als strafbar erachtet (Art. 126 Abs. 1 Ziff. 2 BStP). Dies 
entspricht dem Anklagegrundsatz (siehe dazu Urteil des Bundesgerichts 
6P.122/2004 vom 8. März 2004 E. 4.1; BGE 120 IV 348 E. 2b S. 353 f.). Die 
Bundesanwaltschaft bringt mit der Formulierung „indem er“ auf Seite drei der An-
klageschrift grundsätzlich zum Ausdruck, dass 1a/cc, 2. Absatz, zum Anklagesatz 
gehört. Für die Auffassung der Bundesanwaltschaft, wonach der erwähnte Ab-
satz lediglich das Umfeld des strafbaren Verhaltens umschreibt, spricht indessen, 
dass im Ingress von I. 1. die Tatbestandsvariante der Ausfuhr der Kokainpakete 
nicht erwähnt ist. In Anbetracht dieser Unklarheit ist zu Gunsten des Angeklagten 
festzustellen, dass der Anklagepunkt 1a/cc, 2. Absatz, keinen Anklagesatz dar-
stellt. Das Gericht fällt somit betreffend diesen Abschnitt kein Urteil.  

1.3 Die Verteidigung macht ein Verwertungsverbot betreffend die belastenden Aus-
sagen der Zeugin I. geltend: Diese sei bei ihrer Einvernahme mit einer Skizze 
der Polizei orientiert worden, „wie alles von statten“ gegangen sei (cl. 12 
pag. 12.9.220 Z. 30 f.). Dadurch sei sie auf unzulässige Weise zu Belastungen 
gegenüber dem Angeklagten veranlasst worden. Die Skizze sei zudem nicht ak-
tenkundig.  

Der Verteidiger rügt eine Verletzung des Prinzips des fairen Verfahrens. Dieses 
Gebot (fair trial) gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV verlangt ein 
nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Billigkeit ausgestaltetes Verfah-
ren (MAURER, Das bernische Strafverfahren, 2. Aufl., Bern 2003, S. 23). Unter-
sagt sind bei der Einvernahme von Personen Täuschungen und so genannte ein-
gebende Fragen (MAURER, a.a.O., S. 37). Unzulässig sind alle Einvernahmeme-
thoden, welche eine Beeinflussung der Zeugenaussagen bewirken können, da 
diese neutral zu erfolgen haben. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung 
befindet sich in den Akten eine Skizze vom 3. Januar 2005 (cl. 1 pag. 2.1.22). I. 
wurde am 25. Januar 2005 einvernommen (cl. 12 pag. 12.9.23 ff.). Der zeitliche 
Ablauf deutet darauf hin, dass die Polizei die Skizze im Hinblick auf die Einver-
nahme erstellt hat. Ob es sich indessen mit Bestimmtheit um die von der Zeugin 
erwähnte Skizze handelt, kann nicht gesagt werden, da sie keine genauen Anga-
ben zur Skizze gemacht hat (cl. 12 pag. 12.9.220 Z. 30 f.). Es ist grundsätzlich 

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nicht ausgeschlossen, dass die Polizei die Skizze angefertigt und sie bei der Ein-
vernahme als Arbeitsinstrument verwendete. Jedenfalls sind keine Anzeichen er-
sichtlich dafür, dass Frau I. auf der Grundlage der Skizze irgendwie beeinflusst 
und zu falschen Aussagen verleitet worden wäre. Ihre Aussagen sind somit zu-
lässig erhoben worden, mithin verwertbar, zumal die Verteidigungsrechte hin-
sichtlich der aktenkundigen Urkunde stets gewahrt waren, da die Verteidigung 
jederzeit vollumfänglich Akteneinsicht hatte. Der Einwand der Verteidigung ist 
somit unbegründet.  

1.4 Die Verteidigung rügt im Zusammenhang mit den Aussagen der Auskunftsper-
son J., wonach die Wohnung in Winterthur von Ende November 2004 bis Mai 
2005 leer gestanden sei (cl. 13 pag. 12.13.61 Z. 26 f.), eine Verletzung des Kon-
frontationsrechts, weshalb diese nicht verwertbar seien.  

 Das Bundesgericht hat entschieden, dass ein Angeschuldigter in einem Strafver-
fahren gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK Anspruch darauf hat, bei der Befragung 
von Belastungszeugen anwesend zu sein und diesem Fragen zu stellen 
(BGE 131 I 476 E. 2.2; 118 Ia 462 E. 5.a; 116 Ia 289 E. 3). Mit Art. 6 Ziff. 3 lit. d 
EMRK soll ausgeschlossen werden, dass ein Strafurteil auf Aussagen von Zeu-
gen abgestützt wird, ohne dass dem Beschuldigten wenigstens einmal eine an-
gemessene und hinreichende Gelegenheit gegeben wurde, das Zeugnis in Zwei-
fel zu ziehen und Fragen an den Zeugen zu stellen (BGE 131 I 476 E. 2.2; 118 Ia 
462 E. 5.a; 116 Ia 289 E. 3.a; 113 Ia 422 E. 3.c). Dem Anspruch, den Bela-
stungszeugen Fragen zu stellen, kommt insofern grundsätzlich ein absoluter 
Charakter zu; er erfährt aber in der Praxis eine gewisse Relativierung (BGE 131 I 
476 E. 2.2): So gilt er nur, wenn dem streitigen Zeugnis alleinige oder ausschlag-
gebende Bedeutung zukommt, dieses also den einzigen oder wesentlichen Be-
weis darstellt (BGE 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1). Dem Angeklagten war 
somit grundsätzlich die Möglichkeit einzuräumen, der Auskunftsperson Fragen zu 
stellen. Die Verteidigung hatte während des ganzen Verfahrens Akteneinsicht 
und jederzeit die Möglichkeit, die erneute Einvernahme von J. zu verlangen und 
ihm Fragen zu stellen. Sie hat trotz Aktenkenntnis verzichtet, eine Gegendarstel-
lung zur angeblich leer stehenden Wohnung aufzustellen und allenfalls Anträge 
zu stellen. Dies hätte sie bis zum Schluss des Beweisverfahrens in der Haupt-
verhandlung vorbringen können, was aber nicht geschehen ist. Eine Verletzung 
des Konfrontationsrechts ist somit nicht gegeben. Auch bilden die Aussagen von 
J. nicht das ausschlaggebende Beweismittel.  

1.5 Die Verteidigung macht geltend, die Assistenz-Staatsanwältin des Bundes habe 
Suggestivfragen gestellt, nämlich bei der Einvernahme der Auskunftsperson I. in 
cl. 12 pag. 12.9.99 Z. 5 f.; pag. 12.9.102 Z. 24–12.9.103 Z. 2 f. sowie bei der 
Einvernahme der Zeugin G. in cl. 14 pag. 12.17.91 Z. 26, weshalb die entspre-

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chenden Aussagen nicht verwertbar seien. Zudem habe sie bei der Einvernahme 
von G. in cl. 14 pag. 12.17.153 ff. mehrmals die gleichen Fragen gestellt und un-
zulässigerweise der Zeugin den Hinweis gegeben, sie könne immer auf ihre frü-
heren Aussagen verweisen, wenn sie eine Frage bereits beantwortet habe (cl. 14 
pag. 12.17.160 Z. 34–37). In der Folge habe die Zeugin mehrmals auf ihre frühe-
ren Aussagen verwiesen (cl. 14 pag. 12.17.162; 12.17.164; 12.17.166–169). Die 
Verteidigung sei damit in ihrem Fragerecht beschnitten worden.  
 
Gemäss Art. 85 Abs. 3 Satz 1 BStP sollen die Fragen des Richters die Antwort 
des Zeugen nicht beeinflussen. Zu vermeiden sind Suggestivfragen, welche eine 
bestimmte Antwort nahe legen, weil auch sie die Wahrheitsfindung verfälschen 
können (BGE 98 Ia 250 E. 1c; HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 61 N. 11, 
zur Befragung des Beschuldigten). Die für die Einvernahme von Zeugen aufge-
stellten Formvorschriften dienen dem Schutz des Beschuldigten vor unzulässigen 
Einvernahmemethoden durch Suggestivfragen (BGer., a.a.O.). Allerdings ist eine 
Aussage, die auf Suggestivfragen beruht, nicht schlechterdings unverwertbar; 
vielmehr muss der Richter diesem Umstand bei der Beweiswürdigung nach 
Art. 249 BStP Rechnung tragen (vgl. dazu BGE 98 Ia 253 E. 1c; HAU-
SER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 61 N. 11). Nun stützt sich das Gericht, wie 
später zu zeigen ist, nicht auf die gerügten Aktenstellen (E. 2.2.3 und 2.2.4), 
weshalb es nicht darauf ankommt, ob die Einvernahmen in diesen Teilen korrekt 
durchgeführt wurden. Eine allgemeine Einschüchterung der befragten Personen 
ist weder behauptet noch ersichtlich.   
 
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Ermittlungsbehörde einen gleichen Sach-
verhalt mehrmals zum Gegenstand von Fragen machen, etwa um zu prüfen, ob 
sich die einvernommene Person in Widersprüchlichkeiten verwickelt oder kon-
stant aussagt. Die Assistenz-Staatsanwältin hatte somit das Recht, Fragen 
mehrmals zu stellen. Der damit verbundene Hinweis vermochte allerdings die 
Zeugin bei allfälligen Erinnerungslücken dazu zu verleiten, auf ihre früheren Aus-
sagen zu verweisen. Insofern stellt dies eine unzulässige Beeinflussung (Art. 83 
Abs. 3 Satz 1 BStP) dar. Allerdings wäre dem Verteidiger unbenommen gewesen 
nachzufragen, was die Zeugin über den Inhalt der früheren Aussagen wisse, oder 
während der Einvernahme sowie bis zum Schluss des gerichtlichen Verfahrens 
eine weitere Konfrontationseinvernahme zu verlangen und Fragen zu stellen. Er 
hat davon keinen Gebrauch gemacht. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach  
Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK ist im Rahmen der Verfahrensregeln geltend zu machen 
(BGE 125 I 127 E. 6 c/bb). Mit seinem Einwand im Plädoyer ist er nicht mehr zu 
hören.  

1.6 Die Verteidigung macht hinsichtlich des Anklagepunkts 1a eine Verletzung des 
Anklageprinzips geltend, weil die vorgeworfene Tatbeteiligung des Angeklagten 

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als Mittäter ungenügend substantiiert sei. Beim Anklagepunkt 1b sei nicht klar, 
um welches Paket es sich handle.  

Die Anklageschrift legt dem Angeklagten explizit Mittäterschaft mit B. sowie mit 
den im Anklagesatz genannten Personen vor. Diese umschreibt sie für alle Wi-
derhandlungen gegen das BemtG in Ziff. I. 1. wie folgt: „…gemeinsam mit B. und 
den nachstehend genannten Personen bei der Entschliessung, Planung und 
Ausführung wissentlich und willentlich zusammengewirkt und demnach in mass-
gebender Weise, arbeitsteilig und in für den Erfolg wesentlicher Weise mit diesen 
bei der Begehung der Handlungen bzw. bei der Ausführung mitgewirkt sowie 
über deren tatsächliche Begehung gemeinsam mit B. und mit diesen entschie-
den.“ Auf diese Weise habe der Angeklagte – so die Anklageschrift unter lit. a – 
drei Pakete in die Schweiz senden lassen, von denen das eine in der vom Ver-
teidiger gerügten Passage näher beschrieben wird, nämlich durch die Adressatin 
und den effektiven Empfänger. Die Beteiligung des Angeklagten stellt die Ankla-
geschrift in den nachfolgenden Abschnitten dar (S. 3 unten und S. 4), nämlich als 
Besorgung des Kokains, Veranlassung des Paketversandes und Bestimmung der 
Paketadressaten über Drittpersonen. Es folgt der Vorwurf der Miete einer Woh-
nung im Hinblick auf Verkauf bzw. Abgabe des Kokains und des Vorhabens, die-
ses zu Verkaufszwecken an Dritte zu liefern beziehungsweise sich daran zu be-
teiligen. Der äussere Ablauf des Geschehens und die Beteiligung des Angeklag-
ten daran sind auf diese Weise mit aller nur wünschenswerten Klarheit geschil-
dert. Die vom Verteidiger genannte Stelle umschreibt nur ein Handlungsobjekt, 
nicht die Handlung. Die Rüge der Verletzung des Anklagegrundsatzes ist dem-
nach offensichtlich unbegründet.   
 
Dem Anklagepunkt 1b ist in der Tat nicht zu entnehmen, welche Vertrauensper-
son ein weiteres Paket „auf dieselbe oder ähnliche Weise“ bekommen und an 
den Angeklagten und/oder seinen Bruder übergeben habe. Diesbezügliche Hin-
weise sind lediglich den Akten zu entnehmen. Diese Lücke der Anklageschrift ist 
insoweit nicht von Bedeutung, als sie den Brüdern weiterhin vorwirft, dafür ge-
sorgt zu haben, dass der Drogeninhalt des Paketes in der gemieteten Wohnung 
weiter verarbeitet und weiter verkauft oder gereicht werde. Dafür ist, wie sich 
später ergeben wird, kein hinreichender Beweis erbracht worden, weshalb es aus 
diesem Grund nicht zu einem Schuldspruch kommt (E. 2.3.3).  

1.7 Die Verteidigung rügt weiter, sie habe bei der Einvernahme der Zeugin G. keine 
Einsicht in die bei der Polizei eingereichten Agenden – cl. 14 pag. 12.17.161 
Z. 37 f. – erhalten.  

Das Recht auf Akteneinsicht und Besichtigung von Beweismitteln ist als Grundla-
ge des Äusserungs- und Antragsrechts eines Prozessbeteiligten elementarer 

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Bestanteil des rechtlichen Gehörs (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 55  
N. 12 m.w.H.). Bei der Einvernahme war der Verteidiger anwesend, als die zwei 
Agenden erwähnt wurden. Die von der Zeugin eingereichten Agenden wurden zu 
den Akten genommen (Asservat 16). Der Verteidiger hatte während der Einver-
nahme – sowie während des ganzen Strafverfahrens – die Möglichkeit, Einsicht 
in die Agenden zu nehmen. Von dieser Möglichkeit hat er keinen Gebrauch ge-
macht. Die Rüge ist somit unbegründet.  

2. Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz  

2.1  

2.1.1 Die vorsätzliche Beteiligung am illegalen Verkehr mit Betäubungsmitteln wird im 
Grundtatbestand des Art. 19 Ziff. 1 BetmG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder mit Geldstrafe bestraft. Mit der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Ge-
setzesrevision wurden nur die Sanktionen, nicht aber die Tatbestandsmerkmale 
geändert, weshalb die Frage des anwendbaren Rechts erst bei der Strafzumes-
sung beantwortet wird (E. 6.1). Strafbar sind alle Formen einer Beteiligung am 
unbefugten Drogenverkehr. In al. 2 bis al. 6 von Art. 19 Ziff. 1 BetmG werden 
namentlich etwa das Einführen, Lagern, Befördern, der Verkauf, die Vermittlung, 
das Besitzen, das Aufbewahren sowie das Anstalten-Treffen hierzu erwähnt. Für 
einen Schuldspruch genügt es, wenn von mehreren eingeklagten Handlungen, 
die sich jeweils auf die gleiche Drogenart und -menge beziehen, eine Handlung 
tatsächlich erwiesen ist und rechtlich unter eine Tatbestandsvariante von Art. 19 
Ziff. 1 BetmG fällt (siehe dazu ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäu-
bungsmittelgesetzes, 2. Aufl., Bern 2007, N. 185 zu Art. 19 BetmG).  

2.1.2 Nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG liegt ein schwerer Fall vor, wenn der Täter weiss 
oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von Betäu-
bungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen 
kann. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beträgt die relevante 
Grenzmenge für Kokain 18 g (BGE 109 IV 143 E. 3b; 118 IV 342 E. 1). Mass-
geblich ist stets die Menge des reinen Stoffes (BGE 119 IV 180 E. 2d; 111 IV 
100. E. 2). Ist der Qualifikationsgrund nach lit. a gegeben, muss nicht geprüft 
werden, ob allenfalls noch ein weiterer Qualifikationsgrund vorliegt (BGE 124 IV 
295 E. 3; 122 IV 265 E. 2c mit Hinweis).  

2.1.3 Die Widerhandlungen nach Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG sind nur bei Vorsatz 
strafbar, wobei Eventualvorsatz genügt. Der auf Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bezo-
gene Vorsatz erfordert in erster Linie die Kenntnis des Täters über die Art und 
die Menge der erworbenen oder weitergegebenen Betäubungsmittel. Dafür ge-

- 11 - 

nügt das Bewusstsein des Täters, dass die von ihm verkaufte Drogenmenge 
quantitativ erheblich ist und der Gebrauch des betreffenden Betäubungsmittels 
beträchtliche Schädigungen der menschlichen Gesundheit zu bewirken vermag 
(BGE 104 IV 211 E. 2; ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 BetmG N. 177 m.w.H.).  

2.1.4 Wer in eigener Person die Merkmale eines der gesetzlichen Straftatbestände 
von Art. 19 Ziff. 1 BetmG objektiv und subjektiv erfüllt, ist Täter und untersteht als 
solcher der vollen Strafdrohung (BGE 106 IV 72 E. 2b).  

2.2 Anklagepunkt 1.a 

2.2.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe sich in Mittäterschaft 
mit seinem Zwillingsbruder B. und weiteren Personen der mehrfachen und quali-
fizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht. 
Dies sei auf die in E. 1.6 geschilderte Weise geschehen. Im einzelnen wird in der 
Anklageschrift ausgeführt, am 12., 13. und 16. August 2004 seien beim Flugha-
fen Zürich durch Zollorgane drei Drogenpakete von insgesamt rund 10,7 Kilo-
gramm Kokaingemisch (4'257,4 Gramm + 3'584,8 Gramm + 2'893,7 Gramm = 
10’735 Gramm), d.h. mit einer reinen Kokainsubstanz von insgesamt rund 7,7 Ki-
logramm (3'091 Gramm + 2'512 Gramm + 2'183 Gramm = 7'786 Gramm) sicher-
gestellt worden (cl. 9 pag. 8.3.1.1 ff.; cl. 10 pag. 10.1.1.2 ff.; pag. 10.1.4.1). Die 
Pakete trügen als Absender K. und seien in X./Brasilien aufgegeben worden 
(cl. 9 pag. 8.3.2.1 ff.). Sie seien an A., J. sowie L. adressiert gewesen (cl. 9 
pag. 8.3.2.1 ff.). Das enthaltene Kokain sei durch die Polizei ausgebaut und 
durch einen Ersatzstoff ersetzt worden. Das an A. adressierte Paket sei am 
16. August 2004 mit dem Ersatzstoff an seine Ehefrau, I., zugestellt worden. Die 
beiden anderen Pakete seien am 30. August 2004 mit dem Ersatzstoff an J. und 
M., den Ehemann von L., zugestellt worden. Der Angeklagte habe vor dem Ein-
treffen der Pakete in der Schweiz die erforderlichen Vorbereitungshandlungen 
getroffen, indem er durch Bestimmung der Paketadressaten dafür gesorgt habe, 
dass Vertrauenspersonen, wie beispielsweise seine damalige Geliebte I., J. oder 
L. Empfänger der Pakete gewesen seien, bei denen Gewähr dafür bestanden 
habe, dass das Kokain nach der Ankunft in den Besitz von ihm und seinem Bru-
der gelangen würde. Er habe zum Zweck der Be- und Verarbeitung des Kokains 
und im Hinblick auf dessen Verkauf, zusammen mit B. und E., per Juni 2004 eine 
Wohnung in Winterthur gemietet. Der Angeklagte habe sich an den Verkaufs- 
und Abgabehandlungen zu seinem persönlichen Vorteil beteiligen wollen.  

2.2.2 Der Angeklagte bestreitet die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen (cl. 15 
pag. 13.1.01 ff.; cl. 16 pag. 312 ff.; cl. 38 pag. 476 ff.): Er habe mit der Beschaf-
fung der Drogen nichts zu tun (cl. 38 pag. 13.1.479 Z. 144; pag. 13.1.480 
Z. 161 f. und Z. 245), ebenso wenig mit dem an I. gesandten Paket (cl. 38 

- 12 - 

pag. 13.1.479 Z. 109 f.). Hinsichtlich den an J. sowie an L. gesandten Paketen 
könne er nichts sagen, da er diese Personen nicht kenne (cl. 38 pag. 13.1.479 
Z. 112–136). Zum Vorhalt, wie die Übergabe der Drogen von den Vertrauens-
personen an ihn gewesen sein soll, gab er an, nichts dazu sagen zu können 
(cl. 38 pag. 13.1.480). Er bestritt, dass er Kokain gekauft und für den Weiterver-
kauf bearbeitet habe (cl. 38 pag. 13.1.481 Z. 203). Den Vorhalt, er habe mit dem 
mutmasslichen Verkauf der Drogen einen Gewinn erwirtschaften wollen, bestritt 
er ebenfalls (cl. 38 pag. 13.1.480 Z. 208 f.). Die rechtshilfeweise in Brasilien er-
hobenen Aussagen von N., O. und K. nahm der Angeklagte zur Kenntnis, ohne 
dazu Stellung nehmen zu wollen (cl. 38 pag. 13.1.512 Z. 43 ff.).  

2.2.3 Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft erfüllt das Handeln des Angeklagten 
mehrere Tatvarianten gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 2–5 BetmG, ferner das Anstalten-
Treffen zu einzelnen dieser und zu weiteren Varianten. Für die Strafbarkeit ge-
nügt es, wenn eine der im Gesetz enthaltenen Tatbestandsalternativen erfüllt ist; 
hinsichtlich der übrigen beseht unechte Konkurrenz (TPF 2006 221 E. 2.2.2). Die 
meisten Beweise werden vorgelegt für den Vorwurf des geplanten Übergangs 
der Drogen von den Paketempfängern an die Gebrüder B. und C., was dem An-
stalten-Treffen zum Besitz oder zum Sonstwie-Erlangen der Drogen entspricht. 
Dementsprechend prüft das Gericht diese Handlungsalternative in erster Linie. 
 
Zum Drogenverkehr trifft Anstalten, wer eine der in Art. 19 Ziff. 1 al. 1–5 BetmG 
umschriebenen Handlungen versucht oder wer eine solche in qualifizierter Weise 
vorbereitet (BGE 130 IV 131 E. 2.1). Diese Qualifikation ist gegeben, wenn die 
Handlung nach ihrem äusseren Erscheinungsbild einen auf Drogenverkehr ge-
richteten Zweck erkennen lässt, also nicht ebenso gut als Ausdruck einer legalen 
Handlungsabsicht gelten kann (BGE 117 IV 309 E. 1d); als Beispiele werden Er-
kundigungen über Bezugsquellen von Drogen, Auskundschaften der Grenzkon-
trollen, Kontaktaufnahme im Drogenmilieu genannt (BGE 112 IV 106 E. 3b).  

2.2.4 Als Beweis für die angeklagte Tat kommt in Betracht:  

a) G. (vorehelich F.) sagte aus, ihre Tante I. habe ihr den Ablauf der Drogenge-
schäfte erklärt (cl. 14 pag. 12.17.18 N. 3; pag. 12.17.5 N. 13). Es sei ihr gesagt 
worden, es seien von Brasilien aus mindestens 15 Kilogramm Kokain in die 
Schweiz gesandt worden (cl. 14 pag. 12.17.4 N. 12; pag. 12.17.5 N. 16). In je-
dem Paket seien jeweils rund fünf Kilogramm Kokain (cl. 14 pag. 12.17.10 
N. 39). Sie habe von ihrer Tante erfahren, dass fünf Kilogramm Kokain zu ihr 
nach Hause kämen, weitere fünf Kilogramm zu L. und fünf Kilogramm zu einem 
P. nach Winterthur (cl. 14 pag. 12.17.42 Z. 9–16). B. sei der Organisator in Süd-
amerika gewesen (cl. 14 pag. 12.17.5 N. 15). Er und der Angeklagte hätten je-
den Paketempfänger gekannt (cl. 14 pag. 12.17.46 Z. 20–22; pag. 12.17.102 

- 13 - 

Z. 37–39; pag. 12.17.103 Z. 7–17). Die Drogenpakete seien für den Angeklagten 
und B. bestimmt gewesen (cl. 14 pag. 12.17.102 Z. 14–16). Ihre Mutter habe in 
Brasilien die erforderlichen Kontakte zwischen B. und der kolumbianischen Dro-
genmafia hergestellt (cl. 14 pag. 12.17.6 N. 21). I. habe die Zahlungen erledigt 
(cl. 14 pag. 12.17.7 N. 25). B. habe zum Ankauf von Drogen von der Schweiz 
aus Geld auf das Konto ihrer Mutter senden lassen (cl. 14 pag. 12.17.6 N. 21). 
Sie wisse von einem Mal, als I. 10 000 Euro auf das Konto ihrer Mutter überwie-
sen habe (cl. 14 pag. 12.17.24). B. habe die Drogen in Kolumbien besorgt und 
diese von X./Brasilen aus an I. oder an eine von ihr angegebene Zustelladresse 
gesandt (cl. 14 pag. 12.17.5 N. 15). I. habe die Drogen an den Angeklagten wei-
tergeleitet (cl. 14 pag. 12.17.5 N. 15). I., L. und Q. seien vor dem Eintreffen der 
Drogen vom Angeklagten und B. für die Annahme der Drogenpakete bezahlt 
worden (cl. 14 pag. 12.17.8 N. 29). Sie wisse aber nicht, wie die Geldübergabe 
erfolgt sei (cl. 14 pag. 12.17.8 N. 29). Die Pakete, welche bei I. angekommen 
seien, seien direkt vom Angeklagten und B. abgeholt worden (cl. 14 pag. 12.17.8 
N. 31), respektive von C. allein (cl. 14 pag. 12.17.27 N. 51). Die Wohnung in 
Winterthur sei fast ausschliesslich für die Präparation der angelieferten Drogen 
gemietet worden (cl. 14 pag. 12.17.6 N. 17). Diese Wohnung hätten unter ande-
ren E., der Angeklagte, B. sowie I. frequentiert (cl. 14 pag. 12.17.19 N. 6). Der 
Angeklagte habe dort einmal den chemischen Prozess für die Extraktion der 
Drogen gezeigt (cl. 14 pag. 12.17.20 N. 10). Es habe im Übrigen jeweils Treffen 
von I., Q., E., dem Angeklagten und B. gegeben, bei welchen die Einzelheiten 
der Drogengeschäfte und die zu erwartenden Drogenpakete besprochen worden 
seien (cl. 14 pag. 12.17.12 N. 56; pag. 12.27.58 f. Z. 29 ff.; ebenso pag. 12.17.28 
N. 59).   
 
b) Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 20. März 2006 wurde I. 
unter anderem wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Bundesgesetz 
über die Betäubungsmittel verurteilt (cl. 20 pag. 19.1.2.76 ff.). Dem erstinstanzli-
chen Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 9. Juni 2005 ist zu entnehmen – wo-
von auch das Obergericht ausging –, dass I. am 16. August 2004 im Auftrag von 
B. 4'257 Gramm Kokain entgegengenommen habe (cl. 20 pag. 19.1.2.15).  
I. hatte ursprünglich ausgesagt, sie habe zwei Kokainpakete erhalten (cl. 12 
pag. 12.9.55 N. 9); in späterer Einvernahme war sie wegen eines zweiten unsi-
cher (cl. 12 pag. 12.9.162 ff.). Sie sei die Geliebte des Angeklagten gewesen und 
von ihm ausgenutzt worden (cl. 12 pag. 12.9.54 N. 3; pag. 12.9.154 Z. 10–12). 
Sie habe G. hinterher die gesamten Zusammenhänge über die Drogengeschäfte 
erzählt (cl. 9 pag. 12.9.57 N. 17). Sie habe das eine Paket in Empfang genom-
men, weil B. sie gefragt und gesagt habe, dass sie ein Paket empfangen werde 
(cl. 12 pag. 12.9.162 Z. 30; pag. 12.9.178). B. habe dem Angeklagten gesagt, 
was zu tun sei (cl. 12 pag. 12.9.162 Z. 14–20); B. sei gegenüber dem Angeklag-
ten der Dominierende gewesen (cl. 12 pag. 12.9.162 Z. 18–20). Sie sei am Tag, 

- 14 - 

als das zweite Drogenpaket gekommen sei, kurz vorher vom Angeklagten ange-
rufen worden und sie habe ihm gesagt, dass das Paket noch nicht angekommen 
sei (cl. 12 pag. 12.9.74 N. 31). Sie habe am selben Tag auf das Handy des An-
geklagten angerufen (cl. 12 pag. 12.9.183). Der Angeklagte und B. würden L. 
(cl. 12 pag. 12.9.217 Z. 24–26) und „D.“ kennen (cl. 12 pag. 12.9.221 Z. 37 ff.). 
Diese Personen hätten ebenfalls Pakete erhalten (cl. 12 pag. 12.9.164 Z. 34). 
Sie habe mit dem Angeklagten eine Überweisung auf ein Konto ihrer Mutter bei 
der Bank R. getätigt (cl. 12 pag. 12.9.58 N. 23). Sie sei vom Angeklagten gebe-
ten worden, über T. mehrere tausend Franken für dessen Bruder nach Brasilien 
zu überweisen (cl. 12 pag. 12.9.211 Z. 6 ff.). Der Angeklagte sei mitgekommen 
(cl. 12 pag. 12.9.212 Z. 2–4; pag. 12.9.214 Z. 35–39).   
 
c) E. sagte aus, der Angeklagte sowie B. hätten ihm im Oktober oder November 
2004 gesagt, es sei etwas Gefährliches passiert und sie würden von Leuten ge-
sucht (cl. 13 pag. 12.12.10 N. 54). Den rechtshilfeweise in Brasilien erhobenen 
Aussagen kann nichts Be- oder Entlastendes entnommen werden. Q. bestätigte 
die Aussagen, welche sie bei den Behörden des Kantons Zürich machte, rechts-
hilfeweise nicht mehr (cl. 39 pag. 18.2.1.402–427). 
 
d) Die Wohnung in Winterthur wurde vom Angeklagten, B. sowie E. gemietet 
(cl. 15 pag. 13.1.88 Z. 8–11; pag. 13.1.113 Z. 38 f.; EV-Prot. S. 6). Jeder hat 
300 Fr. bezahlt und die Kaution wurde anteilmässig geleistet (cl. 15 
pag. 13.1.41). E. hatte einen Schlüssel; den anderen benutzten der Angeklagte 
und B. (cl. 15 pag. 13.1.43). Am 10. März 2005 erfolgte dort in der Küche eine 
Spurensicherung. Den beiden IMS-Analyse Berichten ist zu entnehmen, dass 
der Küchenvorhang, der Küchenabluftfilter, die Küchenabdeckung, das Küchen-
fenster, das Fensterbrett, die danebenliegende Steckdose und der Bereich des 
Abwaschbeckens mit Kokainrückständen behaftet waren (cl. 3 pag. 5.2.151). Die 
in den Nebenräumen aufgefundenen Gegenstände, darunter eine Sporttasche 
mit der Adressetikette des Angeklagten (cl. 9 pag. 8.1.6.22), waren gemäss die-
ser Analyse ebenfalls mit Kokain kontaminiert (cl. 3 pag. 5.2.152).  

2.2.5 a) Bei der Würdigung des Aussageverhaltens von G. ist zu beachten, dass sie 
eine Zeugin vom „Hörensagen“ ist – cl. 14 pag. 12.17.5 N. 13; 12.17.100 Z. 33–
37 – und insofern ein indirektes Zeugnis ablegt. Ihre Informationen hat sie von I.. 
Sie war die Geliebte von B.. Ihre Beziehung ging auseinander. Dieser Umstand 
könnte allenfalls ein Motiv für eine falsche Anschuldigung darstellen, zumal sie 
mit ihren Aussagen den Angeklagten direkt belastet hat (cl. 14 pag. 12.17.1 ff.). 
Zu diesem Punkt erklärte sie indessen, dass sie ihm nicht feindlich gesinnt sei, 
sondern nur noch Mitleid mit ihm habe (cl. 14 pag. 12.17.86 Z. 15–17). Im Zu-
sammenhang mit den Drogenpaketen von Mitte August 2004 hat sie sich selbst, 
ihre Mutter Q. sowie ihre Tante I. belastet (cl. 14 pag. 12.17.4). Die Selbstbela-

- 15 - 

stung spricht gegen eine falsche Anschuldigung. G. wurde aufgrund ihrer Selbst-
belastungen mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. November 2005 ver-
urteilt (cl. 20 pag. 19.1.7.11). Ihre Aussagen waren mit ausschlaggebend für die 
Verurteilung ihrer Tante (E. 2.2.3; cl. 20 pag. 19.102.12). Sie hat den Angeklag-
ten nicht mehr als nötig belastet (cl. 14 pag. 12.17.55 Z. 25–28; pag. 12.17.126 
Z. 23–30). So behauptete sie nicht, sie habe die drei Drogenpakete gesehen 
oder der Angeklagte habe die Drogen in Brasilien mit besorgt. Zudem gibt sie Er-
innerungslücken zu (cl. 14 pag. 12.17.114). Ihre Aussagen sind zwar nicht immer 
konstant. Sie wurde freilich im Zeitraum vom Dezember 2004 bis Sommer 2006 
mehrfach einvernommen, weshalb kleinere Abweichungen und Widersprüche 
von früheren Aussagen nicht ungewöhnlich sind und gerade gegen eine im We-
sentlichen erfundene Geschichte sprechen. Gesamthaft betrachtet sind keine 
Anzeichen für Lügen oder Irrtümer vorhanden.  
 
b) Bei der Beweiswürdigung der Aussagen von I. ist zu beachten, dass sie die 
Geliebte des Angeklagten war. Ihre Beziehung ging auseinander. Sie sagte aus, 
dass sie durch den Angeklagten und B. in das Strafverfahren geraten und des-
halb böse gewesen sei, dies jedoch für sie keinen Grund darstelle, falsch auszu-
sagen (cl. 12 pag. 12.9 158 Z. 12–24; pag. 12.9.157 Z. 13; 12.9.158 Z. 23). Ihre 
Erklärungen waren wie diejenigen von G. nicht in allen Punkten konstant. Vor 
den Zürcher Strafbehörden (cl. 12 pag. 12.9.1 ff.) belastete sie den Angeklagten 
mehr, als bei den Einvernahmen bei der Bundesanwaltschaft (cl. 12 
pag. 12.9.150 ff.). Sie wollte sich beispielsweise vor Bundesanwaltschaft nicht 
mehr erinnern, dass der Angeklagte sie am Tag des Empfangs des Paketes vom 
16. August 2004 telefonisch kontaktiert habe (cl. 12 pag. 12.9.184 und 189), ob-
wohl sie dies bei früheren Einvernahmen gesagt hatte (cl. 12 pag. 12.9.74 
N. 32). Sie räumte selbst ein, anfänglich nicht immer die Wahrheit gesagt zu ha-
ben (cl. 12 pag. 12.9.48; 12.9.151 Z. 20 ff.). Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie 
erklärte später, sie habe den Albtraum des Verfahrens hinter sich bringen wollen 
(cl. 12 pag. 12.9.238 Z. 26 ff.). Während es im kantonalen Verfahren um ihre ei-
gene Verantwortung als Tatverdächtige ging, wurde sie von den Bundesbehör-
den zur Strafbarkeit der Gebrüder B. und C. befragt. In diesem Verfahrensab-
schnitt, erklärte sie, habe sie Angst gehabt, ihr und ihrer Familie könne etwas 
passieren (cl. 12 pag. 12.9.151 Z. 37 ff.). Dafür war wohl die Anwesenheit des 
Angeklagten bei der Befragung von nicht unwesentlicher Bedeutung. Es kommt 
dazu, dass sie erst im Bundesverfahren die Stellung einer Zeugin hatte, verbun-
den mit der entsprechenden strafbewehrten Wahrheitspflicht. Weiterhin erklärte 
sie am Anfang des Bundesverfahrens, sie habe sich mit G. nicht abgesprochen, 
sondern dieser vielmehr von einer Aussage abgeraten (cl. 12 pag. 12.9.158 
Z. 1–7). Es gibt damit gute konkrete Gründe, weshalb ihre Erklärungen im Bun-
desverfahren vorsichtiger ausfielen. Anzeichen für allgemeine Unzuverlässigkeit 

- 16 - 

als Zeugin bestehen deshalb nicht. Dies erlaubt, wenigstens die in dieser Stel-
lung gemachten Aussagen für einen Schuldspruch zu verwenden.  
 
c) Bei den brasilianischen Zeugen war dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 
keine Konfrontation stattfand. Den Aussagen der übrigen Zeugen konnten keine 
Anzeichen entnommen werden, wonach diese bewusst falsch ausgesagt hätten.  
 
d) Die Erklärungen des Angeklagten stimmen in mehreren wesentlichen Aspek-
ten bezüglich den angeklagten Vorbereitungen zum Erlangen der Drogen nicht 
mit den anderen Beweisen überein. Das gilt einmal für seine Bestreitung, J. und 
L. zu kennen. Demgegenüber soll er gemäss den Aussagen von G. sämtliche 
Vertrauenspersonen gekannt haben (cl. 12 pag. 12.9.217 Z. 24–26; 
pag. 12.9.221 f. Z. 37 ff.; cl. 14 pag. 12.17.46 Z. 20–22; pag. 12.17.102 Z. 37–
39). Auch E. sagte aus, der Angeklagte habe J. gekannt (cl. 13 pag. 12.12.6. 
N. 26). J. war der Adressat eines Pakets und zugleich der Vermieter der Woh-
nung in Winterthur, in welcher sich der Angeklagte nachweislich aufhielt. Dies ist 
ein weiteres Indiz, dass der Angeklagte ihn kannte. In Bezug auf die Wohnung in 
Winterthur sagte er zuerst aus, dass er diese zusammen mit B. und E. eingerich-
tet habe (cl. 15 pag. 13.1.90 Z. 10–14). Dies stellte er kurz darauf in Abrede 
(cl. 15 pag. 13.1.113 Z. 29–39). Soweit S. betreffend, bestritt er zunächst, diesen 
zu kennen (cl. 15 pag. 13.1.131 Z. 8–10), obwohl er auf seinem Mobiltelefon 
dessen Festnetznummer gespeichert hatte (cl. 16 pag. 13.1.413). Erst auf Vor-
halt der Aussagen von S. gestand er, diesen zu kennen (cl. 15 pag. 13.1.131 
Z. 22–24). Auf einmal fiel ihm sogar ein, dass B. von S. 3 000 Fr. bis 5 000 Fr. 
erhalten habe (cl. 15 pag. 12.1.192 Z. 16–20; EV-Prot. S. 7). Auch war seine 
Aussage, wonach I. seine Mobiltelefonnummer nicht gehabt habe, nachweislich 
falsch (cl.15 pag. 13.1.72 Z. 8–10, cl. 3 pag. 5.2.36). Seine Angaben zum Code 
seines Mobiltelefons waren ebenfalls nicht richtig (cl. 2 pag. 5.101.101 f.; cl. 15 
pag. 13.1.60 Z. 5 ff.). Zudem behauptete er, nie in X. in Brasilien gewesen zu 
sein (cl. 15 pag. 13.1.122 Z. 2–4), obwohl I. das Gegenteil angab, ohne ihn aber 
irgendwie durch seinen Brasilienaufenthalt mit Drogengeschäften in Verbindung 
zu bringen (cl. 12 pag. 12.9.101 Z. 4–8). In Bezug auf die Geldüberweisung via T. 
nach Brasilien gab er zunächst an, er sei nie mit I. bei T. gewesen (cl. 15 
pag. 13.1.125 Z. 20–22). Erst auf Vorhalt der Aussagen von I. gab er zu, er habe 
sie zweimal zu T. begleitet (cl. 15 pag. 13.1.205 Z. 5–13). Die Frage, ob er Ko-
kain konsumiere, verneinte er zuerst (cl. 15 pag. 13.1.228 f.), obwohl ihm das 
Gegenteil nachgewiesen werden konnte (cl. 15 pag. 13.1.239 ff). Zudem bestritt 
der Angeklagte während mehrerer Einvernahmen ein Treffen mit I. und B., bis er 
ein solches letztlich zugab (cl. 15 pag. 13.1.275 Z. 16–23).  
 
Insgesamt hat sich mehrfach erwiesen, dass die Aussagen des Angeklagten im 
Widerspruch zu anderen, verlässlichen Beweisen stehen. Auch liess er sich 

- 17 - 

mehrfach auf Themen erst dann ein, wenn ihm die Darstellungen anderer vor-
gehalten worden waren. Zwar betreffen nicht alle der hier dargestellten Erklärun-
gen des Angeklagten den eigentlichen strafrechtlichen Vorwurf, stehen aber min-
destens im engen Zusammenhang mit ihm. Sie vermögen insgesamt die Beweis-
kraft der anderen Beweismittel nicht zu erschüttern.  

2.2.6 Durch diese Beweismittel ist der äussere Ablauf der Drogengeschäfte wie folgt 
erwiesen: Die Mitte August 2004 beim Postzollamt Flughafen Zürich sicherge-
stellten drei Drogenpakete mit insgesamt rund 10,7 Kilogramm Kokaingemisch 
beziehungsweise einer entsprechend reinen Kokainsubstanz von insgesamt rund 
7,7 Kilogramm wurden in Brasilien per Post aufgegeben, waren an die in der 
Schweiz wohnhaften Vertrauenspersonen I., J. sowie L. adressiert (cl. 9 
pag. 8.3.1.1 ff; pag. 8.3.2.1 ff.; cl. 10 pag. 10.1.1.1 ff.) und wurden diesen nach 
Entfernung der Drogen durch die Polizei zugestellt (cl. 40 pag. 22.43 f.). Der An-
geklagte und B. kannten alle Paketadressaten (cl. 12 pag. 12.9.217 Z. 24–26; 
cl. 12 pag. 12.9.221 f. Z. 37 ff.; cl. 14 pag. 12.17.46 Z. 20–22; cl. 14 
pag. 12.17.102 Z. 37–39). B. hat als Erstempfängerin für das Kokainpaket I. or-
ganisiert (cl. 12 pag. 12.9.162 Z. 30; pag. 12.9.178; cl. 14 pag. 12.17.5 N. 15). In 
Bezug auf das Paket an L. ist erstellt, dass mit ihr ein Telefongespräch geführt 
wurde (cl. 13 pag. 12.11.110; cl. 37 pag. 12.11.125 Z. 44–48). In Bezug auf das 
Paket an J. konnte kein Beweis gefunden werden, dass er hinsichtlich des Emp-
fangs des Paketes am 30. August 2004 direkt in die Pflicht genommen worden 
wäre. Nachdem die drei Pakete denselben Absender hatten und die Bemühun-
gen, die Pakete bei L. und J. wieder in Besitz zu nehmen gescheitert sind, nach-
dem I. verhaftet worden und das ihr zugestellte Paket in polizeilichen Gewahr-
sam gekommen war, muss zwingend geschlossen werden, dass die Zustellung 
aller drei Pakete auf die identische Absicht derselben Täterschaft zurück geht, 
Drogen im Verborgenen ins Inland zu schleusen und sie von vorgeschobenen, 
im Wesentlichen unwissenden Empfängern übernehmen zu lassen. Ausserdem 
hatten die Gebrüder B. und C. und E. in Winterthur eine Wohnung gemietet, in 
welcher Kokainspuren gefunden wurden (cl. 3 pag. 5.2.151). Diese stammten 
zwar nicht von den drei Mitte August 2004 sichergestellten Kokainpaketen, weil 
das Drogenmaterial polizeilich entfernt worden war (cl. 40 pag. 22.43 f.), belegen 
aber, dass diese Lokalität für die Lagerung, wenn gar Verarbeitung von Drogen 
benutzt worden war. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Woh-
nung für das zeitweise Deponieren des Inhalts auch der drei hier erörterten Pa-
kete dienen sollte. Bei dieser Sachlage ist der Tatbestand des Anstalten-Treffens 
zu Besitz oder sonstigem Erlangen objektiv erfüllt.  

2.2.7 Für die Frage, welchen Anteil der Angeklagte an diesen Vorbereitungen hatte, 
sind folgende Umstände in Betracht zu ziehen: I. berichtete im kantonalen Ver-
fahren von zwei Anrufen, die sie vom Angeklagten am 16. August 2004, als das 

- 18 - 

Paket eintraf, erhalten habe. Beide Male sei es um den Eingang des Drogenpa-
kets gegangen; sie habe erklärt, „dass das Paket noch nicht gekommen sei“ 
(cl. 4 pag. 6.1.2.140 N. 31 und 32; cl. 12 pag. 12.9.74 N. 32; cl. 3 pag. 5.2.35 ff.). 
Wenn diese früheren Aussagen auch für sich allein nicht beweisbildend sein 
können (E. 2.2.5) und im Bundesstrafverfahren stark relativiert wurden (cl. 12 
pag. 12.9.189), so sind sie doch in den Zusammenhang dessen zu stellen, was 
sich über die Benutzung des Mobiltelefons von I. (cl. 3 pag. 5.2.35 ff.) eruieren 
liess: Frau I. wurde am Tag des Paketempfangs von der Nummer 3 angerufen 
und hat selbst diese Nummer kontaktiert (cl. 3 pag. 5.2.36). Die Nummer war auf 
ihrem Mobiltelefon unter P1 gespeichert. I. bestätigte auf Vorhalt des im Spei-
cher ihres Mobiltelefons vorgefundenen SMS mit der Sendernummer Nr. 3, dass 
dieses vom Angeklagten stamme (cl. 12 pag. 12.9.185 i.V.m. cl. 12 
pag. 12.9.200). Die Nachbesprechungen nach der Polizeiaktion bei I., bei wel-
chen der Angeklagte mit I., Q., E. und B. die Einzelheiten der Drogengeschäfte 
besprach (cl. 14 pag. 12.17.12 N. 56), deuten ebenfalls darauf hin, dass er an 
diesen wesentlich beteiligt war. Nach der Verhaftung von I. sagte er gegenüber 
E. aus, es sei etwas Gefährliches passiert und er werde gesucht (cl. 12 
pag. 12.12.10). Der Angeklagte hat zudem die mit Kokain kontaminierte Woh-
nung benutzt (cl. 15 pag. 13.1.26 f.; pag. 13.1.39). Ein weiters Indiz ist, dass kurz 
nach dem gescheiterten Eintreffen der Pakete die Wohnung aufgegeben wurde 
(cl. 13 pag. 12.12.38 Z. 19 f. i.V.m. pag. 12.12.39 Z. 9 f.). E. löste das Mietver-
hältnis im November 2004 auf (cl. 13 pag. 12.12.38 Z. 20; pag. 12.13.50 Z. 28–
30). Die Hauptbelastungszeuginnen qualifizierten ihn als Hauptbeteiligten. Den 
Aussagen ist zu entnehmen, dass die Drogenpakete für C. und B. bestimmt ge-
wesen seien (cl. 14 pag. 12.17.102 Z. 13–16) und von beiden abgeholt worden 
wären (cl. 14 pag. 12.17.8 N. 31; pag. 12.17.103 Z. 14–22; pag. 12.17.104 
Z. 21–28). Weiteren Aussagen ist zu entnehmen, dass B. das Paket bei I. habe 
abholen wollen (cl. 12 pag. 12.9.178). I. habe die Drogen an den Angeklagten 
weitergeleitet. Ein anderes Mal ist den Aussagen zu entnehmen, die Drogen sei-
en vom Angeklagten abgeholt worden (cl. 14 pag. 12.17.103 Z. 26–30). In ihrer 
Gesamtheit zeigen die Indizien, dass die Version des Angeklagten, wonach er 
mit den Kokainpaketen nichts zu tun habe, nicht stimmen kann. 

2.2.8 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Angeklagte die nachgewiesenen Anstal-
ten nicht allein getroffen hat. Deshalb stellt sich die Frage der Beteiligung. Als 
Mittäter ist strafbar, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung des 
Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern in der Weise 
zusammenwirkt, dass er als Hauptbeteiligter dasteht (BGE 120 IV 265 E. 2b) 
oder, wie das Bundesgericht es in neueren Urteilen formuliert, wessen Tatbeitrag 
„nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung 
des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt“ (BGE 130 IV 58 
E. 9.2.1). Da bei Betäubungsmitteldelikten das Gesetz selbst verschiedene Tat-

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beiträge als selbständige Tatbestände ausformuliert hat, ist (Mit-) Täterschaft 
anzunehmen, wenn der Betreffende eine der gesetzlichen Tatformen im genann-
ten Sinne verübt, und liegt Gehilfenschaft zu Widerhandlungen gegen Betäu-
bungsmittelgesetz nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines ande-
ren sich auf einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt 
erfassten Beitrag beschränkt (BGE 133 IV 187 E. 3.2 m.w.H.). Als Gehilfe zum 
Anstaltentreffen kommt folglich jemand nur in Betracht, wenn davon auszugehen 
ist, dass er nicht die Absicht gehabt hat, sich an einer strafbaren Handlung nach 
Art. 19 Ziff. 1 al. 1–5 BetmG als Täter oder als Mittäter zu beteiligen (BGE 133 IV 
187 E. 3.4). 

2.2.9 Zur Klärung der Frage nach der Beteiligungsform des Angeklagten sind folgende 
Umstände zu berücksichtigen: In subjektiver Hinsicht bestehen keine Anzeichen 
auf eine Deliktsabsprache zwischen den B. und C. Es gibt dafür keine objektiven 
Anhaltspunkte. Soll das Anstalten treffen mittäterschaftlich begangen worden 
sein, so muss die Mittäterschaft für die Verübung einer der Tatvarianten nach 
Art. 19 Ziff. 1 StGB geplant gewesen sein und das eigene Handeln einen Beitrag 
hierzu darstellen. In objektiver Hinsicht bestehen dafür Anzeichen, nämlich das 
gemeinsame Verlassen der Wohnung nach Eintreffen der Pakete, die gemein-
same Wohnungsmiete, die Telefonate am 16. August 2004 mit I. und die Nach-
besprechungen. Aber es liegt diesbezüglich keine hinreichende Gewissheit vor. 
Daran vermögen die Einschätzungen der Zeuginnen, wonach der Angeklagte 
Hauptbeteiligter sei, nichts zu ändern, zumal ihre Aussagen in diesem Punkt 
nicht konsistent, ja teilweise widersprüchlich sind. Den Aussagen ist nämlich 
ebenso zu entnehmen, dass B. die Verantwortung für die Drogengeschäfte ge-
tragen (cl. 12 pag. 12.9.217 Z. 6) und dem Angeklagten gesagt habe, was er zu 
tun habe (cl. 12. pag. 12.9.162 Z. 15 f.): Es wird von mehreren Pakten gespro-
chen, welche der Angeklagte bei I. abgeholt haben soll, obwohl nur das eine am 
16. August 2004 ihr zugestellte Paket sichergestellt wurde. Auch der Gehilfe 
kann durch seine aktive Beteiligung an der Haupttat eine äusserliche Verbindung 
zu dieser und dem Täter manifestieren, was vorliegend der Fall ist. Entgegen der 
Auffassung der Bundesanwaltschaft lässt sich auch anhand der Überweisung via 
T. keine Mittäterschaft des Angeklagten herleiten. I. überwies am 6. April 2004 
via T. und unter Vorweisung ihres Passes 4 896 Fr. an ihre Mutter N. (cl. 8 pag. 
7.3.1.3.8). Die Überweisung hatte die Belegnummer 56521 (cl. 8 pag. 7.3.1.3.8). 
Gleichentags erfolgte unter dem Namen von B. die Überweisung desselben Be-
trages mit der Belegnummer 56520 an Q., der Schwester von I. (cl. 8 
pag. 7.3.1.1.4). Der Angeklagte gab lediglich an, dass er I. bei der Geldüberwei-
sung begleitet, aber nie Geld nach Brasilien geschickt habe (EV-Prot. S. 7). Auf-
grund der unmittelbar folgenden Belegnummer ist erstellt, dass die Überweisun-
gen direkt nacheinander erfolgten. Aufgrund dieses Umstandes und der Präsenz 
des Angeklagten ist zwar nicht auszuschliessen, dass er die zweite Überweisung 

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im Auftrag und unter Vorweisung des Passes von B. vornahm, zumal B. nie sel-
ber zum Geldinstitut T. gegangen sein soll (cl. 14 pag. 12.17.7 N. 25). Daran be-
stehen aber erhebliche Zweifel, zumal die Belegnummer 56520 den Namen von 
B. aufweist. Zu Gunsten des Angeklagten ist davon auszugehen, dass er zwar 
bei der Überweisung der zwei Beträge präsent war, indessen selber keine Über-
weisung getätigt hat. Die Überweisungen sind für B. bestimmt gewesen und er-
folgten – dies in Übereinstimmung mit dem Urteil des Obergerichts des Kantons 
Zürich vom 20. März 2006 – aufgrund des Drucks des Letztgenannten und in 
dessen Auftrag. Der Geldtransfer ist deshalb als eine Vorbereitungshandlung 
von B. zum Kauf der Drogen in Südamerika zu qualifizieren (siehe cl. 14 
pag. 12.17.6 N. 21 f.). Der Nachweis für eine Tatherrschaft des Angeklagten ist 
nicht zu erbringen. Die erwähnten Indizien zeigen aber, dass der Angeklagte am 
äusseren Geschehen beteiligt war und dieses gefördert hat. Der Angeklagte hat 
durch seine Tatbeiträge mindestens eine äussere oder psychische Unterstützung 
des Tatgeschehens getätigt und wollte diese Unterstützungshandlungen. Die er-
stellten Tatbeiträge (E. 2.2.7) können vernünftigerweise bloss vorsätzlich began-
gen worden sein. Es sind keine gegenteiligen Anhaltspunkte ersichtlich. Seine 
Tatbeiträge sind als untergeordnet zu qualifizieren. Er hat durch die erwähnten 
Hilfeleistungen zu den Vorbereitungshandlungen von B. dazu beigetragen, dass 
die Drogengeschäfte von dessen Gruppierung gefördert wurden, ohne indessen 
die Absicht gehabt zu haben, sich weiter daran zu beteiligen. Es bestehen keine 
objektiven Anhaltspunkte für eine solche Absicht.  

 Zusammenfassend steht fest, dass B. Anstalten getroffen hat für die Inbesitz-
nahme von rund 7,7 Kilogramm reinen Kokains (Art. 19 Ziff. 1 al 5 und al. 6 
BetmG). Es besteht keine hinreichende Gewissheit, dass der Angeklagte die 
Entschliessung, Planung und Ausführung des Delikts beabsichtigt und in mass-
geblicher Weise daran mitgewirkt haben soll, so dass er als Hauptbeteiligter da-
stehen würde. Eine tragende Rolle in dem Sinne, dass er das Geschehen in 
Händen gehalten hätte und Einfluss darauf gehabt hätte, wie sich die Tat entwik-
keln sollte, ist nicht nachweisbar. Der Angeklagte hat nicht eine selbstständige 
Handlung nach Art. 19 Ziff. 1 BetmG vorgenommen. Er hatte nicht die Absicht, 
sich an einer strafbaren Handlung nach Art. 19 Ziff. 1 al. 1–5 BetmG als Mittäter 
zu beteiligen. Diesbezüglich liegen keine objektiven Anhaltspunkte vor. Er hat die 
Drogengeschäfte von B. mit seinen Hilfeleistungen aber gefördert. Er hat be-
wusst mitgewirkt und hatte den Willen, die Tat von B. zu unterstützen. Der erfor-
derliche Vorsatz ist aufgrund des erstellten Ergebnisses bezüglich seiner Tatbe-
teiligung nachgewiesen. Seine Beteiligung beschränkt sich auf einen untergeord-
neten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten Tatbeitrag (siehe da-
zu BGE 133 IV 187 E. 3.2). Die dem künftigen Besitz nützlichen Handlungen des 
Angeklagten sind daher als Gehilfenschaft gemäss Art. 25 StGB zu qualifizieren. 

- 21 - 

2.2.10 Die Paketlieferung, die Heimlichkeit der Einfuhr sowie die Höhe des überwiese-
nen Geldes bei T. sind Anzeichen für einen mengenmässig grossen Drogenim-
port. Aufgrund dieser Umstände waren ihm die etwaige Menge im Mehrkilobe-
reich und die Art der Drogen bekannt. Er war selber Kokainkonsument und wuss-
te, dass die importierte Menge die Gesundheit vieler Menschen gefährden kann. 
Es musste ihm auch bewusst sein, dass die Gruppierung um B. Kokain über-
nehmen wollte, das nicht Gassenqualität sondern einen relativ hohen Reinheits-
grad aufweisen würde. Es war ihm als Drogenkonsument bewusst, dass der 
Reinheitsgrad von Drogen, welche erst eingeführt werden und noch nicht Gas-
senqualität aufweisen, relativ hoch ist. Jede der drei sichergestellten Kokainliefe-
rungen mit einem Reinheitsgrad von 90 % übersteigt die Grenze zu einem men-
genmässig schweren Fall bei weitem, weshalb Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG anzu-
wenden ist. Der Angeklagte hat sich somit schuldig gemacht der Gehilfenschaft 
zu mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 5 und al. 6 BetmG i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG und 
Art. 25 StGB. 

2.3 Anklagepunkt 1.b 

2.3.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe auf ähnliche Weise 
mindestens ein Paket derselben Herkunft mit Drogen im Äquivalent von ungefähr 
zwei bis drei Kilogramm reinen Kokains im April/Mai oder Juni 2004 per Post in 
die Schweiz senden lassen. Dieses Paket sei von ihm bekannten Adressaten 
entgegengenommen und danach dem Angeklagten und/oder B. übergeben wor-
den, worauf er und/oder B. ab dem 15. Juni 2004 bis Ende November 2004 in 
der gemeinsam gemieteten Wohnung für die Be- und Verarbeitung des Kokains 
und den Weiterverkauf besorgt gewesen sein sollen. Der Angeklagte wies diesen 
Vorwurf von sich (cl. 15 pag. 13.1.208 Z. 13).  

2.3.2 Mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. November 2005 wurde G. wegen 
Beihilfe zur Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel 
verurteilt, da sie auf Anweisung ihrer Tante I. im Sommer/Herbst 2003 an deren 
Wohnort im Kanton Zürich ein aus Brasilien stammendes Paket mit Kokain ent-
gegen genommen habe (cl. 20 pag. 19.1.7.4 ff.). Laut G. habe eine Person na-
mens „AA.“ im Juni 2004 für I. ein Paket angenommen (cl. 14 pag. 12.17.4 f.). 
Der Angeklagte sagte aus, sich dazu nicht äussern zu können; er bestritt sämtli-
che belastenden Aussagen (cl. 38 pag. 13.1.491 Z. 677 und Z. 693). 

2.3.3 Der angeklagte Sachverhalt ist nicht bloss hinsichtlich des Zeitpunkts der angeb-
lichen Widerhandlung ungenau, sondern auch hinsichtlich der mutmasslichen 
Drogenmenge im Paket. Diesbezügliche Angaben beruhen bloss auf Hörensa-
gen und sind unpräzise (cl. 14 pag. 12.17.4 f. N. 12). Grundlage dieser Aussa-

- 22 - 

gen sind nicht eigene Wahrnehmungen. Sachbeweise liegen nicht vor. Anhand 
der Anklage ist unklar, wer die Adressatin des Paketes gewesen sein soll. Dies-
bezügliche Anhaltspunkte sind lediglich den Akten zu entnehmen (cl. 14 
pag. 12.17.4 f.). Sie deuten aufgrund der zeitlichen Angaben von G. am  
ehesten auf „AA.“ hin. Die Herkunft des Paketes ist ebenfalls nicht erstellt. Es 
wurde nicht sichergestellt, sein Inhalt nicht eruiert. Alleine aus dem Umstand, 
dass das Paket eine ähnliche Verpackung gehabt haben soll wie die drei Mitte 
August 2004 sichergestellten, kann nicht geschlossen werden, dass sich darin 
zwei bis drei Kilogramm Kokain befunden hätten. Es ist nicht einmal auszu-
schliessen, dass in diesem Paket gar keine Drogen waren und es sich um ein 
Testpaket handelte. Eine Beteiligung des Angeklagten am Paket ist jedenfalls 
nicht erstellt. Der angeklagte Sachverhalt ist somit nicht nachweisbar. Der Ange-
klagte ist somit vom Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz gemäss Anklagepunkt 1.b freizusprechen.  

3. Mehrfacher Konsum von Betäubungsmitteln 

3.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Zeitraum von Au-
gust/September 2005 bis Februar 2006 im Kanton Zürich ungefähr fünf bis zehn 
Gramm Kokain pro Monat und zwar circa zwei bis drei Mal pro Woche konsu-
miert zu haben. Die chemische Untersuchung der Haarprobe hat ergeben, dass 
der Angeklagte im erwähnten Zeitraum Kokain konsumiert hat (cl. 15 pag. 
13.1.239 ff.). Der Angeklagte anerkennt diesen Vorwurf (cl. 15 pag. 13.1.230 f. 
Z. 22 ff.; pag. 13.1.281 ff. Z. 19 ff.; cl. 16 pag. 13.1.316 ff Z. 31 ff.; cl. 38 
pag. 13.1.493 Z. 792–799; EV-Prot. S. 8), der Sachverhalt ist erstellt.  

3.2 Gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird mit Busse bestraft, wer unbefugt Betäu-
bungsmittel vorsätzlich konsumiert und wer zum eigenen Konsum eine Wider-
handlung im Sinne von Art. 19 BetmG begeht.  

3.3 Beim Konsum von Betäubungsmitteln handelt es sich um eine Übertretung. Die 
Verfolgungsverjährung beträgt drei Jahre (Art. 109 StGB). Art. 101 ff. StGB fin-
den auch auf das Nebenstrafrecht des Bundes Anwendung, sofern die Spezial-
gesetzgebung keine anders lautenden Verjährungsregeln aufstellt (Art. 333 
Abs. 1 StGB). Das ist im BetmG nicht der Fall. Nachdem das Bundesgericht die 
verjährungsrechtliche Einheit aufgegeben hat (BGE 131 IV 83 E. 2.4), sind alle 
von der Bundesanwaltschaft eingeklagten Konsumhandlungen, welche der An-
geklagte früher als drei Jahre vor der Urteilseröffnung vom 5. November 2008 
begangen hat, verjährt. Diesbezüglich wird der Angeklagte freigesprochen. Das 
strafbare Verhalten endete mit der Verhaftung am 17. Februar 2006. Der Ange-
klagte hat sich somit schuldig gemacht des mehrfachen Konsums von Betäu-

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bungsmitteln im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, begangen vom 5. November 
2005 bis 17. Februar 2006.  

4. Fälschung von Ausweisen 

4.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe sich am 17. Februar 
2006, nachdem er den beabsichtigten Grenzübertritt nach Deutschland abgebro-
chen habe, den Schweizer Grenzbehörden am Grenzwachtposten Z. im Kanton 
Schaffhausen gegenüber mit einem echten, spanischen Reisepass, lautend auf 
B., ausgewiesen und sich als sein Zwillingsbruder ausgegeben. Damit habe er 
verhindern wollen, dass er verhaftet oder sonst polizeilich angehalten werde, da 
BB. gegen ihn bei der Stadtpolizei Zürich am 14. Februar 2006 unter anderem 
eine Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet habe.  

4.2 Der Angeklagte gab den äusseren Sachverhalt zu (cl. 38 pag. 13.1.494 Z. 803–
823), bestritt aber, sich schuldig gemacht zu haben (cl. 38 pag. 13.1.495 f.  
Z. 888–898). Er habe den Reisepass von B. versehentlich bei sich gehabt (cl. 38 
pag. 13.1.494 Z. 835–835; cl. 43 pag. 43.910.19 Z. 21). Als er bemerkt habe, 
dass es nicht sein Pass war, habe er verhindern wollen, dass es bei der Polizei 
länger dauern würde (cl. 38 pag. 13.1.494 Z. 825–829; cl. 43 pag. 43.910.19 
Z. 1 ff.).  

4.3 Gemäss Art. 252 al. 1 und al. 4 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, sich oder einem anderen das Fort-
kommen zu erleichtern, u.a. eine echte, nicht für ihn bestimmte Ausweisschrift 
zur Täuschung missbraucht. Das strafbare Verhalten besteht darin, dass mit Hil-
fe eines Ausweises, der nicht auf die betreffende Person lautet, aber ordentlich 
auf eine andere Person ausgestellt wurde, ein Irrtum über die Identität erweckt 
wird. Dazu kommt es in erster Linie dadurch, dass der Ausweis vorgewiesen 
wird. Allerdings erstreckt sich der tatbestandsmässige Missbrauch auf das Auf-
rechterhalten des Anscheins einer falschen Identität, den ein fremder Ausweis 
bei demjenigen schafft, der ihn in Gewahrsam behält (ähnlich BGE 120 IV 122 
E. 5c/cc für das Einsehen-Können in eine Urkunde). Der Tatbestand von Art. 23 
Abs. 1 ANAG geht aufgrund der Strafandrohung mit Gefängnis bis sechs Mona-
ten, mit der Möglichkeit einer Busse bis zu 10 000 Fr., weniger weit. Der Ge-
brauch eines gefälschten fremdenpolizeilichen Ausweispapiers ausschliesslich 
zu fremdenpolizeilichen Zwecken ist einzig nach Art. 23 Abs. 1 al. 1 ANAG und 
nicht auch nach Art. 252 StGB strafbar.  

4.4 Der Angeklagte hat gegenüber den Schweizer Grenzbehörden beim Grenz-
wachtposten den echten, spanischen Reisepass von B. vorgewiesen und sich 

- 24 - 

als dieser ausgegeben. Es kann offen bleiben, ob er sich bewusst war, mit einem 
auf den Bruder lautenden Pass zu reisen und diesen vorzuweisen. Der Ange-
klagte gibt nämlich zu, dass er nichts unternommen und den Irrtum gegenüber 
der Polizei nicht offen gelegt hat, nachdem er bemerkt hat, dass der Ausweis auf 
seinen Bruder lautet (cl. 38 pag. 13.1.494 Z. 825–829; EV-Prot. S. 10). Er hat 
sogar das Effektenverzeichnis und das Protokoll der Schaffhauser Polizei vom 
17. Februar 2006 mit B. unterschrieben (cl. 17 pag. 14.1.11 f.). Er hat somit den 
Anschein der anderen Identität aufrecht erhalten. Erst nach der Zuführung an die 
Bundesanwaltschaft vom 23. Februar 2006 im Bezirksgefängnis Dielsdorf erklär-
te er dort, dass er C. sei (cl. 4 pag. 6.1.2.81 ff.). Die Vorteilsabsicht war dadurch 
gegeben, dass er sich mit der Vortäuschung und Aufrechterhaltung der falschen 
Identität während rund fünf Tagen erhofft hat, sein Arrest bei der Polizei nehme 
schneller ein Ende. Sein Handeln war demnach nicht bloss fremdenpolizeilich 
motiviert. Der Angeklagte hat somit die objektiven und subjektiven Tatbestands-
elemente von Art. 252 al. 1 und 4 StGB erfüllt und ist in diesem Sinne schuldig 
zu erklären.  

5. Widerhandlung gegen das ANAG (am 1. Januar 2007 mit dem AuG ersetzt) 

5.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er sei ungefähr im Sommer 
beziehungsweise spätestens Ende Oktober 2005 bei Genf in die Schweiz einge-
reist, ohne im Besitze des hierfür notwendigen gültigen Ausweispapiers zu sein. 
Er habe lediglich den spanischen Reisepass seines Zwillingsbruders bei sich ge-
habt. Er sei bis zum 17. Februar 2006 illegal in der Schweiz geblieben, obwohl er 
keinen gültigen Aufenthaltstitel gehabt habe, da seine Niederlassungsbewilligung 
zuvor erloschen sei. Er sei nämlich im September 2004 bei der Einwohnerkon-
trolle Winterthur abgemeldet worden und habe spätestens Ende Dezember 2004 
die Schweiz verlassen.  

5.2 Der Angeklagte bestritt diesen Vorwurf in der Voruntersuchung pauschal  
(cl. 38 pag. 13.1.495 Z. 866–886). In der Hauptverhandlung hat er die Einreise 
zugegeben, er habe jedoch geglaubt, die Niederlassungsbewilligung gelte noch 
(EV-Prot. S. 11). 

5.3 Gemäss Art. 23 Abs. 1 al. 4 i.V.m. al. 6 ANAG wurde mit Gefängnis bis zu sechs 
Monaten und einer fakultativen Busse bis 10 000 Fr. bestraft, wer rechtswidrig 
das Land betritt oder darin verweilt. Die Einreise war nicht nur rechtswidrig, wenn 
kein Aufenthaltsrecht im Inland bestand, sondern auch wenn es an den in Art. 1 
Abs. 2 ANAV umschriebenen Voraussetzungen fehlte; dazu gehörte, dass der 
Ausländer einen persönlichen Ausweis mit sich führen musste. Mit der am 1. Ja-

- 25 - 

nuar 2007 in Kraft getretenen Totalrevision (Art. 115 Abs. 1 AuG) wurde der Tat-
bestand nicht geändert (Botschaft AuG, BBl 2002 3709).  

5.4 Der Angeklagte kehrte nach eigenen Angaben im September/Oktober 2005 in 
die Schweiz zurück (cl. 15 pag. 13.1.260 Z. 15–22). Er reiste mit dem Pass sei-
nes Zwillingsbruders ein (cl. 15 pag. 13.1.260 Z. 15–16; EV-Prot. S. 11). Aller-
dings ist nicht belegt und auch nicht wahrscheinlich, dass er sich beim Grenz-
übertritt ausweisen musste. Er glaubte, noch niederlassungsberechtigt zu sein 
(vgl. im Folgenden) und es bestand damals gegen ihn kein Haftbefehl im Zu-
sammenhang mit seinen häuslichen Schwierigkeiten mit seiner jetzigen Ehefrau 
(cl. 1 pag. 3.1.1.25 f. Z. 31 ff.). Er hatte somit in diesem Sinne keinen Anlass, 
sich eine falsche Identität zu geben. Einen Vorteil in der Verwendung des fal-
schen Passes ist nicht ersichtlich. Aus diesen Gründen kann nicht ausgeschlos-
sen werden, dass er tatsächlich hinsichtlich der Verwendung des Passes einem 
Irrtum unterlag.  

 Seinen Aufenthalt in der Schweiz betreffend ist festzustellen, dass er am 
30. September 2004 in Winterthur nach Spanien abgemeldet wurde (cl. 17 
pag. 14.2.1; cl. 1 pag. 3.1.1.24 Z. 10–14) und rund ein Jahr später in die Schweiz 
zurückkehrte. Er hat sich folglich mehr als sechs Monate im Ausland aufgehalten, 
womit seine Niederlassungsbewilligung erloschen war (Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG). 
Das Vorbringen der Verteidigung, der Angeklagte sei zwischen Ende November 
2004 und Ende Oktober 2005 nicht dauernd im Ausland gewesen, wird durch 
kein Indiz wahrscheinlich gemacht. Es handelt sich um eine reine Schutzbehaup-
tung. Der Angeklagte hat die Schweiz aber nach seiner Einreise und bis zur Ver-
haftung auch nicht wieder verlassen. Den Aussagen des Angeklagten zu seinem 
Betäubungsmittelkonsum kann nämlich entnommen werden, dass er Drogen in 
Winterthur und Zürich besorgt hat (cl. 15 pag. 13.1.230 ff.). Er logierte nach sei-
ner Einreise bis Neujahr 2006 in der Wohnung seiner damaligen Freundin (cl. 11 
pag. 12.7.9–10). Im Januar oder Februar 2006 soll er mit ihr eine handgreifliche 
Auseinandersetzung gehabt haben, weshalb er angezeigt wurde (cl. 1 
pag. 3.1.1.25 f. Z. 31 ff.). Er wurde am 17. Februar 2006 in der Schweiz verhaftet 
(cl. 4 pag. 6.1.2.10). Der Angeklagte hielt sich also nach seiner Einreise bis zu 
diesem Datum in der Schweiz auf. Ein bewilligungsfreier Aufenthalt war während 
drei Monaten möglich (Art. 2 Abs. 1 ANAG). Das neue Recht gemäss Art. 10 
Abs. 1 AuG ist nicht milder. Zugunsten des Angeklagten wird davon ausgegan-
gen, dass er erst Ende Oktober 2005 in die Schweiz gelangte. Die Periode des 
regulären Aufenthalts endete somit Ende Januar 2006. Der Angeklagte war folg-
lich ab anfangs Februar 2006 bis am 17. Februar 2006 illegal in der Schweiz. 
Was die subjektive Seite betrifft, so sagte der Angeklagte zunächst aus, dass er 
gedacht habe, er sei in Winterthur noch angemeldet (cl. 15 pag. 13.1.262 f. 
Z. 39 ff.). Auf Nachfrage gab er zu Protokoll, dass seine Mutter oder sein Vater 

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ihn per 30. September 2004 bei der Einwohnerkontrolle in Winterthur abgemeldet 
hätten (cl. 15 pag. 13.1.278; EV-Prot. S. 11). Die Konsequenzen des sechs Mo-
nate überdauernden Auslandaufenthaltes und der Abmeldung sind auf der Rück-
seite seines Ausweises C abgedruckt. Der Angeklagte glaubte, sie gelesen zu 
haben, erklärte aber, dass ihm diese Folgen nicht bekannt gewesen seien (EV-
Prot. S. 11 f.). Das ist indessen nicht glaubwürdig, hatte er doch die Niederlas-
sungsbewilligung während längerer Zeit inne und beherrscht die deutsche Spra-
che; während dieser Zeit musste er den Ausweis C nicht nur verwendet, sondern 
dessen Aufdruck zur Kenntnis genommen haben. Der Vorsatz des illegalen Auf-
enthaltes ist damit erstellt.  

5.5 Der Angeklagte ist somit freizusprechen vom Vorwurf der Widerhandlung gegen 
das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer hinsichtlich 
der rechtswidrigen Einreise. Hingegen ist er schuldig zu sprechen wegen 
rechtswidrigen Verweilens im Lande von anfangs Februar 2006 bis 17. Februar 
2006.  

6. Strafzumessung 

6.1 Der Angeklagte hat die ihm zur Last gelegten Delikte vor Inkrafttreten des neuen 
Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches begangen, weshalb sich die Frage des 
anwendbaren Rechts stellt. Ob für eine Tat das neue Recht das mildere und da-
her massgebliche ist (Art. 2 Abs. 2 StGB), entscheidet sich zunächst nach dem 
Tatbestand; ist dieser unverändert, kommt es auf den Vergleich der Sanktion an 
(BGE 134 IV 82 E. 6.2.1). In Bezug auf diese ist konkret, d.h. nach Massgabe 
des für die jeweilige Tat Angemessenen, zu vergleichen und dabei stufenweise 
vorzugehen, d.h. von der Sanktionsart zu Modalitäten des Vollzugs und schliess-
lich nach dem adäquaten Mass (BGE 134 IV 82 E. 7.1). Die Freiheitsstrafe gilt 
immer als einschneidender als die Geldstrafe, unabhängig von den persönlichen 
und wirtschaftlichen Verhältnissen des Bestraften. Busse (Geldsummensystem) 
und Geldstrafe (im Tagessatzsystem) sind qualitativ gleichwertig, wobei im direk-
ten Vergleich die konkret ermittelte Höhe des Geldbetrages und die Möglichkeit 
des bedingten Vollzugs über die Frage des milderen Rechts entscheidet 
(BGE 134 IV 82 E. 7.2.1 und E. 7.2.4). Hat sich der Täter mehrerer strafbarer 
Handlungen schuldig gemacht, so hat der Richter übergangsrechtlich für jede 
einzelne Tat das mildere Recht zu bestimmen und gegebenenfalls eine Gesamt-
strafe in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB zu bilden (BGE 134 IV 82 E. 6.2.3).  

 Nach diesen Vorgaben ist zunächst der Vergleich bezüglich der qualifizierten 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz anzustellen. Die dafür mass-
gebliche Strafdrohung gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 9 Satz 2 BetmG wurde hinsicht-

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lich der Freiheitsstrafe nicht geändert. Hingegen wurde die fakultative Busse von 
maximal einer Mio. Fr. durch Geldstrafe von maximal 360 Tagessätzen à 
3 000 Fr. (Art. 34 Abs. 2 StGB), das heisst von höchstens 1 080 000 Fr. ersetzt. 
Konkret ist für diese Tat eine Freiheitsstrafe mit einer Dauer in Betracht zu zie-
hen, welche auch nach neuem Recht weder bedingt noch teilbedingt ausgefällt 
werden kann. Auf eine gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 7 BetmG kumulativ mögliche fi-
nanzielle Sanktion ist vorliegend aufgrund der finanziellen Situation des Ange-
klagten zu verzichten. Was den Konsum von Betäubungsmitteln betrifft, so sieht 
Art. 19a Ziff. 1 BemtG in der neuen Fassung nurmehr Busse, nicht mehr die frü-
her alternative Haft vor und ist insofern milder. Hinsichtlich der Fälschung von 
Ausweisen käme wegen ihrer relativ geringen konkreten Bedeutung unter altem 
Recht keine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten in Betracht, in welchem 
Falle das neue Recht wegen des Vorrangs der Geldstrafe (Art. 41 Abs. 1 StGB) 
milder wäre. Die Widerhandlung gegen das ANAG schliesslich war mit Gefängnis 
bis zu sechs Monaten und fakultativ kumulativer Busse bis zu 10 000 Fr. bedroht; 
heute (AuG) ist nurmehr Geldstrafe vorgesehen und herrscht insofern milderes 
Recht – im unteren Bereich auch wegen der Möglichkeit des bedingten Vollzugs 
(Art. 42 Abs. 1 StGB). Intertemporal wären daher für die schwerste Tat eine Frei-
heitsstrafe von über drei Jahren und für die weiteren Taten Busse respektive 
Geldstrafe auszusprechen. Das würde sowohl nach altem wie neuem Recht die 
Anwendung des Asperationsprinzips ausschliessen, welches nur bei Anwendung 
gleichartigen Sanktionen zum Zuge kommt (Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB, Art. 49 
Abs. 1 StGB), und dazu zwingen, entsprechend dem Kumulationsprinzip die 
Sanktionen für die einzelnen Taten zu bemessen und zu addieren (BGE 102 IV 
242 E. 5; Entscheide des Bundesgerichts 6S.24/2001 vom 23. Januar 2001 
E. 2b, 6B_806/2007 vom 13. Juni 2008 E. 4.3). Allerdings erscheint es unum-
gänglich, intertemporal beim Vergleich der Ergebnisse – dessen, wie der Täter 
„wegkommt“ (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1, S. 87) – auch die Konkurrenzregel mit ein-
zubeziehen. In dieser Hinsicht ist entscheidend, dass das Asperationsprinzip, al-
so die bloss straferhöhende Berücksichtigung anderer Taten auf die Sanktion der 
schwersten Tat, den Verurteilten günstiger stellt als das Kumulationsprinzip, nach 
welchem die Sanktionen aller einzelnen Taten addiert werden (STRATENWERTH, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 3. Aufl., Bern 2005, § 19 N. 27; 
KILLIAS/KUHN/DONGOIS/AEBI, Précis de droit pénal général, 3ème èd., Bern 2008 
no 1124 ; ähnlich HURTADO POZO, Droit pénal, Partie générale, Genève etc. 2008, 
no 1464, 1467; vgl. nun auch BGE 6B_765/2008 vom 7. April 2009 E. 2.4.1: „ge-
wisse Privilegierung“ infolge des Asperationsprinzips). Unter Berücksichtigung 
der Sanktionsbemessung bei Deliktsmehrheit ist das neue Recht im konkreten 
Fall nicht milder, weil es die Verhängung von pekuniären Sanktionen kumulativ 
neben der für das qualifizierte Drogendelikt angezeigten unbedingten Freiheits-
strafe geböte, Aus diesen Gründen ist die Strafzumessung nach dem zur Tatzeit 
geltenden bisherigen Recht vorzunehmen. 

- 28 - 

6.2 Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; er berücksich-
tigt, dabei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 
des Schuldigen (Art. 63 StGB).  

  
Nach der Praxis des Bundesgerichts zum alten Allgemeinen Teil des Strafge-
setzbuches (vgl. den Grundsatzentscheid BGE 117 IV 112 E. 1 S. 114, der zwi-
schenzeitlich mehrmals bestätigt wurde [BGE 129 IV 6 E. 6.1; 123 IV 150 E. 2a; 
121 IV 193 E. 2a; 120 IV 136 E. 3a]; siehe auch STRATENWERTH, Schweizeri-
sches Strafrecht, Allgemeiner Teil II Bern 1989, § 7 N. 57) bezieht sich der Begriff 
des Verschuldens im Sinne von Art. 63 aStGB auf den gesamten Unrechts- und 
Schuldgehalt der konkreten Straftat. Im Rahmen der so genannten Tatkompo-
nente waren insbesondere folgende Faktoren zu beachten: Das Ausmass des 
verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges, die 
Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat und die Beweggründe des 
Schuldigen, die Art. 63 aStGB ausdrücklich erwähnte. Das Verschulden erschien 
wesentlich durch das Mass an Entscheidungsfreiheit bestimmt, das dem Täter 
zugeschrieben werden musste: Je leichter es für ihn gewesen wäre die Norm zu 
respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie (BGE 117 IV 112 
E. 1 S. 114). Die Täterkomponente umfasste das Vorleben, die persönlichen 
Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, beispiels-
weise Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit.  

6.3 Der schwere Fall der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz wird mit 
Zuchthaus oder Gefängnis (neu Freiheitsstrafe) nicht unter einem Jahr, womit 
eine Busse bis zu einer Million Franken verbunden werden kann (Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 9, 2. Satz aStGB), bestraft. Dieser Strafrahmen bildet in Anwendung von 
Art. 68 aStGB Ausgangspunkt für die Strafzumessung. Die Tatmehrheit wirkt 
sich strafschärfend aus, darf jedoch zu keiner Überschreitung des gesetzlich 
festgelegten Höchstmasses von 20 Jahren Freiheitsstrafe führen (Art. 35 
aStGB). Bei der Tatform der Gehilfenschaft kann die Strafe gemildert werden 
(Art. 25 aStGB). Sieht das Gesetz eine Strafmilderung nach freiem Ermessen 
vor, ist der Richter zwar an das gesetzliche Mindestmass der Strafart gebunden, 
nicht hingegen an die Strafart und das Strafmass, die für Verbrechen und Verge-
hen angedroht sind (Art. 66 Abs. 1 und 2 aStGB). Mildernde Umstände des All-
gemeinen Teils, wie z.B. die Teilnahmeformen (Art. 24 f. aStGB), die zu Straf-
rahmenveränderungen führen, sind für die Bestimmung des Strafrahmens für die 
schwerste Tat jedoch nicht zu berücksichtigen (ACKERMANN, Basler Kommentar, 
Basel 2003, Art. 68 StGB N. 32). Der konkrete Strafrahmen umfasst somit eine 
Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu 20 Jahren und eine fakultative 
Busse bis zu einer Million Franken (Art. 19 Ziff. 1 al. 9 Satz 2 BetmG i.V.m. 
Art. 25 aStGB, Art. 35 aStGB). 

- 29 - 

6.4 Was das Verschulden des Angeklagten betrifft, so wiegt das qualifizierte Betäu-
bungsmitteldelikt aus mehreren Gründen schwer. Das gilt in erster Linie für die 
relativ grosse Menge an illegalen Drogen. Die Art und Weise der Tatausführung 
war raffiniert und dreist, wurden doch für die Einfuhr ein unverdächtiges Präparat 
und unauffällige Versandwege benutzt. Auch wurde die Harmlosigkeit der Paket-
adressaten ausgenutzt. Allerdings beschränkt sich der Tatbeitrag des Angeklag-
ten auf eine Unterstützungshandlung und auch dies nur zu einer Vorbereitung 
strafbaren Drogenverkehrs, wie es das Anstalten-Treffen darstellt. Die subjekti-
ven Aspekte haben nicht dieselbe Schwere, weil sie innerhalb des für dieses De-
likt Üblichen liegen. Das gilt für den direkten Vorsatz und die finanziellen Motive, 
über welche zwar keine Beweise vorliegen, die jedoch mit einem Mangel an 
Vermögen und an regelmässiger Erwerbstätigkeit einhergehen – Lebensum-
stände die nach Rückkehr des Angeklagten in die Schweiz manifest wurden. 
Demgegenüber ist zu seinen Gunsten zu berücksichtigen, dass er selbst von 
Drogen abhängig war.  

6.5 Folgendes hat sich zur Täterseite ergeben: Der 30-jährige Angeklagte ist Spanier 
und besuchte in Spanien die Primarschule (cl. 1 pag. 3.1.1.11 f.). Im Anschluss 
kam er mit seinen Eltern in die Schweiz und lebte bei ihnen in Winterthur. Er hat 
eine Spezialschule besucht, um Deutsch zu lernen (EV-Prot. S. 2). Danach hat 
er die Realschule und eine Handelsschule mit integrierter Fussballschule be-
sucht (cl. 1 pag. 3.1.1.12; pag. 3.1.1.24 Z. 4; EV-Prot. S. 2), diese allerdings 
nicht beendet, da er arbeiten ging. Er hat eine Lehre bei CC. angefangen, aber 
nicht abgeschlossen. Nach einer Tätigkeit bei der DD. arbeitete er temporär in 
der metallverarbeitenden Branche und auf Baustellen. Mit den Arbeiten von 2001 
bis 2005 verdiente er in unregelmässigen Abständen durchschnittlich 3 500 Fr. 
bis 4 000 Fr. (cl. 1 pag. 3.1.1.26 Z. 17). Er hat weder Vermögen noch Schulden 
(cl 1 pag. 3.1.1.26 Z. 27). Sein Verhältnis zu seinen Eltern hat sich laut seiner 
Einschätzung wegen vieler Bussenbescheide und wegen seines Privatlebens 
verschlechtert (cl. 1 pag. 3.1.1.23 Z. 25 ff.). Er ging 2004 nach Spanien (cl. 1 
pag. 3.101.23 Z. 29). Er war Drogenkonsument. Der Angeklagte hat am 30. Mai 
2008 im Gefängnis Pfäffikon geheiratet (cl. 43 pag. 43.251.1). Im Schlusswort 
gab er an, dass er die Zukunft an der Seite seiner Frau sehe und ein Leben wie 
ein normaler Bürger führen möchte (HV-Prot. S. 6). Gemäss Strafregisterauszug 
ist er vorbestraft (cl. 1 pag. 3.1.1.6 f.): er wurde mit Urteil des Bezirksgerichts 
Winterthur vom 20. Oktober 1999 wegen mehrfachen Raubs, mehrfacher einfa-
cher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Diebstahl etc. zu 18 Monaten Ge-
fängnis, bedingt vollziehbar mit einer Probezeit von 4 Jahren, verurteilt (cl. 1 
pag. 3.1.1.4 f.). Zudem wurde eine Landesverweisung von 10 Jahren ausge-
sprochen, mit einer Probezeit von 4 Jahren (cl. 1 pag. 3.1.1.7). Am 24. Septem-
ber 2002 wurde er von der Bezirksanwaltschaft Winterthur wegen Vergehens 
gegen das Waffengesetz zu einer Busse von 300 Fr. verurteilt und verwarnt (cl. 1 

- 30 - 

pag. 3.1.1.5 ff.). Die beiden Vorstrafen liegen nicht lange zurück und hätten eine 
Warnung bleiben sollen. Jedoch wollte er sich bereits bei der Einvernahme vom 
12. April 2006 nicht mehr an die zweite Verurteilung erinnern, mit der Begrün-
dung, dass es sich wohl um eine Kleinigkeit gehandelt habe (cl. 1 pag. 3.1.1.25 
Z. 22–28). Dies zeigt, dass jene Urteile auf den Angeklagten nicht den nötigen 
nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.  
 
Die Vorstrafen wirken sich straferhöhend aus. Die sonstigen persönlichen Ver-
hältnisse wirken sich weder erhöhend noch mindernd aus. Strafminderung we-
gen Einsicht in das Unrecht seines Tuns, Reue oder Kooperation im Rahmen 
des Strafverfahrens kann der Angeklagte nicht beanspruchen. Zum Verhalten 
während des Strafverfahrens ist anzumerken, dass während der Untersu-
chungshaft im Gefängnis Dielsdorf. in der Zelle des Angeklagten am 7. Dezem-
ber 2006 unzulässigerweise ein Mobiltelefon der Marke Nokia gefunden wurde 
(cl. 9 pag. 8.5.3). Dem Angeklagten ist indessen zu Gute zu halten, dass die 
Führungsberichte der Strafanstalten sehr gut sind (cl. 43 pag. 43.251.9 ff.). 

6.6 In Ansehung der Tat- und Täterkomponenten ist für das qualifizierte Betäu-
bungsmitteldelikt eine Freiheitsstrafe zwischen dreieinhalb und vier Jahren als 
Einsatzstrafe angemessen. Diese Sanktion ist wegen der Konkurrenz mit Betäu-
bungsmittelkonsum, Fälschung von Ausweisen und rechtswidrigem Inlandauf-
enthalt angemessen zu erhöhen (BGE 132 IV 102 E. 8.1; siehe nun auch Urteil 
des Bundesgerichts 6B_579/2008 vom 27. Dezember 2008 E. 4.2.2 und 4.4). 
Diese Delikte haben ein wesentlich geringeres Gewicht. Der Drogenkonsum er-
streckte sich zwar über längere Zeit, wird aber vom Gesetzgeber als eher gering-
fügige Straftat erachtet (BGE 108 IV 196 E. 1a, 1b). Die beiden anderen Delikte 
stehen im Zusammenhang mit einem rechtlich unzulässigen Inlandaufenthalt, 
wiegen aber eher gering, weil der Angeklagte während Jahren in der Schweiz 
lebte und das Aufenthaltsrecht nur durch Zeitablauf verloren hatte. Unter Be-
rücksichtigung dieser Elemente ist eine Freiheitsstrafe von insgesamt vier Jahren 
angemessen. An diese Dauer ist die Untersuchungshaft von 902 Tagen anzu-
rechnen (Art. 51 StGB, Art. 69 aStGB), nicht aber der vorzeitige Strafvollzug 
(METTLER, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 51 StGB N. 28). Die 
Strafe ist zwingend integral zu vollziehen (Art. 42 f. je Abs. 1 StGB, Art. 41 Ziff. 1 
Al. 1 aStGB). Der Vollzug ist dem Kanton Zürich zu übertragen (Art. 241 Abs. 1 
BStP), weil auf dessen Gebiet die strafbaren Handlungen stattfanden und der 
Verurteilte dort lange Zeit wohnte.  

 

 

- 31 - 

7. Einziehung 

7.1 Das BetmG enthält keine Bestimmungen zur Einziehung. Entsprechend Art. 26 
BetmG gelten somit die allgemeinen Bestimmungen des StGB. Gemäss Art. 69 
Abs. 1 StGB verfügt das Gericht ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer Peson 
die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient ha-
ben oder bestimmt waren oder die durch die Straftat hervorgebracht worden 
sind, wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder 
die öffentliche Ordnung gefährden. 

7.2 Mitte August 2004 wurden drei Drogenpakete sichergestellt. Mit Beschlagnah-
meverfügung vom 23. November 2005 wurden das an J. adressierte Kokain so-
wie weitere Drogenutensilien beschlagnahmt (cl. 9 pag. 8.6.3). Bei der am 
28. Dezember 2004 erfolgten Hausdurchsuchung in Winterthur wurden 5 Quit-
tungen, ein Anmeldeformular für die erwähnte Liegenschaft sowie ein Foto si-
chergestellt (cl. 40 pag. 22.42). Zudem wurden bei weiteren Hausdurchsuchung 
vom 4. und 10. März 2005 eine Sporttasche mit der Adressetikette „C.“, ein 
weiss/blau karierter Vorhang, eine Kunststoffbox sowie ein Abluftfilter der Kü-
chenablüftung, ein Hammer und zwei Schraubenschlüssel, welche mit Kokain 
kontaminiert waren, beschlagnahmt (cl. 9 pag. 8.6.3 f.; cl. 40 pag. 22.42). Im Zu-
sammenhang mit der Verhaftung des Angeklagten am 17. Februar 2006 wurden 
ein Mobiltelefon Motorola, ein SIM-Karte, ein spanischer Reisepass, lautend auf 
B., sowie eine Karte Euro 26, lautend auf E., beschlagnahmt (cl. 9 pag. 8.4.32 
ff.). Bei einer Kontrolle im Gefängnis Dielsdorf. am 7. Dezember 2006 wurden in 
der Zelle des Angeklagten das Mobiltelefon der Marke Nokia mit SIM-Karte und 
Ladegerät gefunden, welche ebenfalls beschlagnahmt wurden (cl. 9 pag. 8.5.2 
f.). Mit Verfügung vom 2. Mai 2006 wurden zwei Agenden mit einem Briefum-
schlag beschlagnahmt (cl. 9 pag. 8.6.17 f.).  

7.3 Der Angeklagte ist unter anderem wegen Gehilfenschaft zu mehrfacher qualifi-
zierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verurteilen. Es ist 
zwar gerichtsnotorisch, dass in Drogenkreisen das Mobiltelefon als Kommunika-
tionsmittel verwendet wird. Die Schuldsprüche stützen sich aber nicht auf abge-
hörte Telefongespräche, welche mit dem erwähnten Mobiltelefon Motorola ge-
führt wurden. Das Asservat Nr. 12 ist somit dem Angeklagten herauszugeben.  

7.4 Das Strafverfahren gegen B. wurde sistiert (cl. 40 pag. 22.85 f.). Eine Anklageer-
hebung gegen B. ist somit noch möglich. Diesfalls wären die übrigen sicherge-
stellten und beschlagnahmten Gegenstände unter Umständen als Beweismittel 
notwendig. Die restlichen Beschlagnahmungen und Sicherstellung gemäss Ver-
zeichnis der Bundesanwaltschaft in Ziff. IV. der Anklageschrift werden daher 
freigegeben für das Strafverfahren der Bundesanwaltschaft gegen B..  

- 32 - 

8. Verfahrenskosten 

8.1 Die Verfahrenskosten hat grundsätzlich der Verurteilte zu tragen (Art. 172 Abs. 1 
BStP). 

 Der Ersatz der bei der Bundesanwaltschaft, bei der Bundeskriminalpolizei und 
beim Eidgenössischen Untersuchungsrichteramt entstandenen Verfahrenskosten 
(Gebühren und Auslagen) bestimmt sich nach der Verordnung vom 22. Oktober 
2003 über die Kosten der Bundesstrafrechtspflege (SR 312.025). Diese gibt für 
die einzelnen Verfahrensschritte je einen Gebührenrahmen vor (Art. 4); bei der 
Festlegung der Gebühren sind die Bedeutung des Falls sowie der Zeit- und Ar-
beitsaufwand zu berücksichtigen (Art. 3 Abs. 1).  

8.2 Die Bundesanwaltschaft macht Gebühren für das gerichtspolizeiliche Ermitt-
lungsverfahren von 6 500 Fr., für die Voruntersuchung von 5 000 Fr. und für die 
Anklagevertretung von 4 000 Fr., geltend (cl. 43 pag. 43.910.23). Die beantrag-
ten Gebühren für die Voruntersuchung und Anklagevertretung entsprechen den 
gesetzlichen Grundlagen und sind angemessen. Die beantragte Gebühr für das 
Ermittlungsverfahren entspricht ebenfalls den gesetzlichen Grundlagen, ist aber 
für ein Verfahren dieses Umfangs etwas übersetzt und wird auf 6 000 Fr. festge-
setzt.  

 Weiter verlangt die Bundesanwaltschaft den Ersatz eigener Auslagen für das 
gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren in der Höhe von 82 361.30 Fr. (cl. 43 
pag. 43.910.23 f.). Diese setzen sich zusammen aus Kosten für Haft von 
67 520 Fr., Kosten für Überwachungsmassnahmen von 3 888 Fr., Kosten für  
Übersetzung von 9 947.50 Fr., Entschädigungen für Zeugen/Auskunftspersonen 
von 579.60 Fr. sowie Spesen für die Dienstreise nach Spanien von 426.20 Fr. 
Zusätzlich werden nicht belegte Haftkosten von 13 600 Fr. geltend gemacht.  
 
Die Spesen für die Dienstreise nach Spanien sind durch die Pauschalgebühr der 
Bundesanwaltschaft abgegolten und können dem Angeklagten nicht auferlegt 
werden. Zu den erstattungspflichtigen Auslagen gehören die Haftkosten sowie 
die Kosten für die medizinische Betreuung während der Haft (BGE 133 IV 187  
E. 6.3). Bezüglich der Übersetzerkosten ist zu berücksichtigen, dass der Ange-
klagte Spanier ist und mit der deutschen Sprache vertraut ist. Er verstand auch 
die rechtshilfeweise aus Brasilien übermittelten Unterlagen. Diese mussten nicht 
wegen ihm übersetzt werden, sondern weil die Strafverfolgungsbehörde und das 
Gericht diese sonst nicht verstanden hätten. Die Voraussetzungen für eine Ko-
stenfreiheit nach Art. 6 Abs. 3 lit. e EMRK fehlen daher (vgl. BGE 133 IV 324 
E. 5.1). Die Übersetzungskosten betragen indessen aufgrund eines Rechnungs-

- 33 - 

fehlers in der Rechnung vom 14. Juni 2007 nicht 9 947.50 Fr., sondern 
10 037.50 Fr. (cl. 22 pag. 20.70).  

  
Die Bundesanwaltschaft macht weiter Auslagen des Untersuchungsrichteramtes 
im Betrage von 19 286.90 Fr. geltend (cl. 43 pag. 43.910.24), die sich aus Ko-
sten für Haft von 14 720 Fr., Kosten für Übersetzung von 2 338.65 Fr., Kosten für 
Gutachten von 2 100 Fr., Porti von 66.50 Fr. sowie diversen Kosten von  
61.75 Fr. zusammensetzen.  

  
 
Die Porti und diversen Kosten sind bereits in der Pauschalgebühr für die Vorun-
tersuchung abgegolten und sind bei den Auslagen in Abzug zu bringen. Die übri-
gen Kosten sind nicht zu beanstanden. Die Übersetzungskosten im Rahmen der 
Voruntersuchung sind aus den genannten Gründen dem Angeklagten aufzuerle-
gen. Die von der Bundesanwaltschaft geltend gemachten Haftkosten für das 
Stadium der Anklageerhebung vom 15. April 2008 bis 18. Juni 2008 von 15 015 
Fr. sind anzuerkennen.  

8.3 Für das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht ist die Gerichtsgebühr in Anwen-
dung von Art. 245 Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 2 Abs. 1 lit. b des Reglements vom  
11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht 
(SR 173.711.32) und unter Berücksichtigung des nicht erheblichen Aufwands 
sowie der bescheidenen finanziellen Verhältnisses des Angeklagten auf 
3 500 Fr. festzusetzen.   
 
Der Angeklagte beantragte am 1. August 2008 den vorzeitigen Strafantritt. Mit 
Entscheid der Strafkammer vom 8. August 2008 wurde ihm dieser gewährt, da 
seit Anklageerhebung vom 18. Juni 2008 kein Grund mehr für die Untersu-
chungshaft bestand (SN.2008.29 vom 8. August 2008 E. 3.1). Als Haftkosten ist 
nur der Aufwand bis zu der dem Gericht frühesten möglichen Entlassung zu 
überbinden; dieser ist mit pauschal 500 Fr. zu bemessen. Die Kosten für den 
vorzeitigen Strafvollzug vom 8. August 2008 bis 11. November 2008 können dem 
Angeklagten nicht auferlegt werden, da diese nicht zu den Untersuchungskosten 
gehören (BGE 133 IV 187 E. 6.4). 

8.4 Das Total der anrechenbaren Verfahrenskosten beträgt 133 298.75 Fr. Von der 
Auflage der gesamten Kosten kann gemäss Art. 172 Abs. 1 Satz 2 BStP aus be-
sonderen Gründen abgewichen werden. Eine Kostenreduktion ist denkbar für 
den Fall, dass bestimmte Gründe vorliegen, die eine ernsthafte Gefährdung der 
Resozialisierung des Täters erkennen lassen und wenn eine Reduktion für eine 
Wiedereingliederung unerlässlich erscheint (BGE 133 IV 187 E. 6.3 S. 197). Eine 

- 34 - 

Befreiung kann vorgenommen werden bei offenkundiger Bedürftigkeit des Verur-
teilten (Entscheid des Bundesgerichts 6S.421/2006 vom 6. März 2006 E. 2.1.2).  

In diesem Sinne fällt in Betracht, dass vier Gutachten auch der Strafverfolgung 
von B. dienten (cl. 40 pag. 20.73 f.; pag. 20.76–81; cl. 37 pag. 10.1.6.16 ff.; 
pag. 10.1.6.4–15). Zudem ist zu berücksichtigen, dass die beruflichen Aussichten 
des Angeklagten nach der Haftentlassung mit Rücksicht auf seine bescheidene 
Ausbildung und das Risiko der Wegweisung aus der Schweiz sehr ungünstig 
sind. Aus diesem Gründen ist der Angeklagte nur zur teilweisen Kostentragung 
zu verpflichten; angemessen erscheint ein Betrag von 65 000 Fr.  

9. Entschädigung 

9.1 Der Verteidiger wurde ab Verfahrensbeginn amtlich beigeordnet. Die Entschädi-
gung der amtlichen Verteidiger wird durch das Gericht festgesetzt (Art. 38 Abs. 1 
BStP). Die Anwaltskosten umfassen das Honorar und den Ersatz der notwenigen 
Auslagen (Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 26. September 2006 über die Ent-
schädigungen in Verfahren vor dem Bundesstrafgericht [SR 173.711.31]). Das 
Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewiesenen Zeitaufwand des An-
walts oder der Anwältin bemessen. Der Stundenansatz beträgt mindestens 
200 Fr. und höchstens 300 Fr. (Art. 3 Abs. 1 des Reglements).  

9.2 Der Verteidiger machte einen Zeitaufwand von 265,17 Stunden zu einem Stun-
denansatz von 230 Fr. geltend und verlangte unter Berücksichtigung der Ausla-
gen von 2 530.90 Fr. und der Mehrwertsteuer eine Entschädigung von  
49 331.25 Fr. (cl. 43 pag. 43.721.1 ff.). Die Kostennote des Verteidigers enthält 
einen Rechnungsfehler, indem der geltend gemachte Zeitaufwand von 265,7 
Stunden zu einem Stundenansatz von 230 Fr. inkl. Auslagen und MWST einen 
Betrag von 67 218.03 Fr. und nicht 49 331.25 Fr. ergibt.  

9.3 Der Straffall warf in mehreren Punkten Schwierigkeiten in tatsächlicher Hinsicht, 
indessen nicht aussergewöhnlich komplizierte rechtliche Probleme auf. Der 
Stundenansatz wird deshalb in Anwendung des erwähnten Reglements auf  
230 Fr. festgesetzt. Hingegen beträgt der Stundenansatz für die zu vergütende 
Reisezeit gemäss ständiger Praxis des Bundesstrafgerichts 200 Fr. (vgl. TPF 
SK.2007.15 vom 26. September 2007 E. VIII 3). Schliesslich liegt der Ansatz für 
die zu erstattenden Kosten für Fotokopien bei je 0.50 Fr. (Art. 4 Abs. 1 des Re-
glements). 

9.4 Der geltend gemachte Zeitaufwand setzt sich aus 64,8 Stunden für die Bespre-
chung mit dem Klienten, 79,8 Stunden für die Teilnahme an der Beweisaufnah-

- 35 - 

me, 2,5 Stunden für Eingaben an die Bundesanwaltschaft, 4,1 Stunden für Ein-
gaben an das Untersuchungsrichteramt, 1,4 Stunden Eingaben an das Bundes-
strafgericht, 53,8 Stunden für die Teilnahme an der Hauptverhandlung inkl. Vor-
bereitung und Nachbesprechung, 29,4 Stunden für das Studium der Akten, 23,8 
Stunden für Telefone und Briefe sowie 6 Stunden für die Reisezeit zusammen. 
Dieser erscheint angemessen, was den Aufwand für die Teilnahme am Beweis-
verfahren und die Eingaben betrifft. Der übrige Aufwand geht über das hinaus, 
was für eine gewissenhafte Vertretung und unter Berücksichtigung der nicht au-
ssergewöhnlichen Schwierigkeiten erforderlich war, und ist dementsprechend zu 
kürzen, nämlich auf 24 Stunden für die Besprechung mit dem Klienten, auf 30 
Stunden für die Hauptverhandlung inkl. Vorbereitung und Nachbesprechung, um 
2/5 für das Studium und auf 5 Stunden für Telefongespräche und Briefe. Die gel-
tend gemachte Reisezeit erscheint ausgewiesen, ebenso die geltend gemachten 
Barauslagen, mit Ausnahme der Dolmetscherkosten von 350 Fr., spricht doch 
der Angeklagte Deutsch.  

9.5 Es ergibt sich, dass dem Verteidiger Arbeitsaufwand von (gerundet) 165 Stunden 
zu 230 Fr. und Reisezeit von 6 Stunden zu 200 Fr. zu vergüten sind; dies ergibt 
inklusive der Mehrwertsteuer den Betrag von 42 125,40 Fr. Dazu kommt der Er-
satz von Sachaufwand von 2 189,90 Fr.; in diesen Auslagen ist die Mehr-
wertsteuer bereits enthalten. Dies ergibt die Summe von 44 306,40 Fr. In Ziff. I./6 
des Dispositivs vom 5. November 2008 blieb die Entschädigung des Verteidigers 
noch unbeziffert. Diese Lücke wurde mit Entscheid vom 2. Dezember 2008 durch 
die neue Ziff. I./7 geschlossen, irrtümlich mit einem höheren Betrag, nämlich von 
44 341.70 Fr., abzüglich allfälliger Abschlagszahlungen. Damit muss es sein 
Bewenden haben. Weiter ist die bedingte künftige Ersatzpflicht des Verurteilten 
für diese Zahlung (Art. 64 Abs. 4 BGG i.V.m. Art. 245 Abs. 1 BStP) festzustellen.  

- 36 - 

Die Strafkammer erkennt: 

I.  

1. C. wird freigesprochen von den Anklagen 

- der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz hinsichtlich 
Ziff. I 1 b der Anklageschrift;  

- des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG, 
soweit vor dem 5. November 2005 begangen, und 

- der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer hinsichtlich der Einreise im Zeitraum September/Oktober 2005. 

2. C. wird schuldig gesprochen 

- der Gehilfenschaft zu mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 5 und 6 i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. a 
BetmG und Art. 25 StGB; 

- des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
in der Zeit vom 5. November 2005 bis 17. Februar 2006;  

- der Fälschung von Ausweisen gemäss Art. 252 al. 1 und 4 StGB, und  

- der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer gemäss Art. 23 Abs. 1 al. 4 ANAG hinsichtlich des Inlandaufent-
halts im Februar 2006. 

3. C. wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, unter Anrechung von 902 
Tagen Untersuchungshaft.  

 Die Strafe wird durch den Kanton Zürich vollzogen. 

4.  
4.1 Das Asservat Nr. 12 wird C. herausgegeben.  

4.2 Die übrigen Beschlagnahmungen und Sicherstellungen werden freigegeben für das 
Strafverfahren der Bundesanwaltschaft gegen B.. 

- 37 - 

5.  
5.1 Die Gebühren betragen 

 Fr. 10’000.00 Gebühren Bundesanwaltschaft  
 Fr. 5’000.00 Gebühr Eidg. Untersuchungsrichteramt 
 Fr. 3’500.00 Gerichtsgebühr 

 
5.2 Davon und von den Auslagen im Strafverfahren werden C. Fr. 65'000.-- auferlegt.  

6. … 

7. Rechtsanwalt Hans Ludwig Müller wird für die amtliche Verteidigung mit  
Fr. 44'341.70 (inkl. MWST) aus der Kasse des Bundesstrafgerichts entschädigt, ab-
züglich allenfalls geleisteter Akontozahlungen. 

 C. hat der Kasse des Bundesstrafgerichts hiefür Ersatz zu leisten, wenn er später 
dazu imstande ist.  

II. 

Dieser Entscheid wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Vorsitzenden 
mündlich begründet sowie der Justizdirektion sowie dem Migrationsamt des Kantons 
Zürich mitgeteilt.  

Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird den Parteien zugestellt. 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

 

i.V. Walter Wüthrich 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 
- Migrationsamt des Kantons Zürich (vollständig) 
 

- 38 - 

 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be-
schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 

Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 BGG). 
Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf 
einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).