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**Case Identifier:** 7b1c9b4b-3f87-5a3a-9eec-aef6645d1d8a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.10.2023 100 2023 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-150_2023-10-25.pdf

## Full Text

100.2023.150U
STN/MIL/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Oktober 2023

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Minder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern
Münstergasse 2, Postfach, 3000 Bern 8

betreffend Nichtbestehen der Notariatsprüfung (Entscheid der Direktion für 
Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 27. April 2023; 2021.DIJ.8993)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.10.2023, Nr. 100.2023.150U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ legte im Oktober und November 2021 die Notariatsprüfungen 
im Kanton Bern zum zweiten Mal ab. Sie erzielte in den drei schriftlichen 
Prüfungen die Noten 3 (Urkunde A), 4,5 (Urkunde B) und 3 (Urteil). In den 
mündlichen Prüfungen erreichte sie die Noten 3 (Notariatsrecht und 
notarielle Geschäfte), 4 (Eheliches Güterrecht und Erbrecht), 
4,5 (Immobiliarsachenrecht mit Einschluss des Grundbuchrechts [nachfol-
gend Immobiliarsachenrecht]), 4,5 (Bernisches Staats- und Verwaltungs-
recht mit Einschluss des Verfahrensrechts), 4,5 (Strafprozessrecht mit 
Einschluss des materiellen Rechts), 5 (Nationales und internationales 
Zivilprozessrecht mit Einschluss des nationalen und internationalen 
Privatrechts, des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts und der 
Schiedsgerichtsbarkeit) und 3,5 (Steuerrecht mit Einschluss des 
interkantonalen Steuerrechts [nachfolgend Steuerrecht]). Dies ergibt unter 
Berücksichtigung der Note 4,5 in der Vorprüfung im Fach Buchhaltung einen 
Notendurchschnitt von 3,89, bei vier Noten unter 4. Aufgrund dieses 
Ergebnisses informierte die Notariatsprüfungskommission des Kantons Bern 
(NPK) A.________ mit Verfügung vom 22. November 2021, sie habe die 
Notariatsprüfung nicht bestanden.

B.

Hiergegen erhob A.________ am 20. Dezember 2021 Beschwerde bei der 
Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (DIJ). Mit Entscheid vom 
27. April 2023 wies die DIJ die Beschwerde gegen den zweiten 
Prüfungsversuch ab, soweit sie darauf eintrat.

C.

Gegen den Entscheid der DIJ hat A.________ am 26. Mai 2023 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt zusammenfassend, 

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der angefochtene Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1). Es sei festzustellen, 
dass sie die Prüfungen in den schriftlichen Teilen Urkunde A und Urteil sowie 
in den mündlichen Teilen Notariatsrecht und notarielle Geschäfte sowie 
Steuerrecht bestanden und dass sie im schriftlichen Teil Urkunde B anstatt 
die Note 4,5 mindestens die Note 5 erzielt habe (Ziff. 2). Im Fall der Abwei-
sung der Anträge nach Ziff. 2 sei die Sache an die Vorinstanz bzw. an die 
NPK zur Neubeurteilung durch unabhängige, nicht befangene Expertinnen 
und Experten und zur Wiederholung der ungenügenden schriftlichen und 
mündlichen Teile der Prüfung zurückzuweisen (Ziff. 3). Im Fall der Gutheis-
sung der Anträge nach Ziff. 3 seien die Noten 4 (Urkunde A) und 5 (Notari-
atsrecht und notarielle Geschäfte) des ersten Prüfungsversuchs (Oktober 
und November 2020) anzurechnen und ihr das Notariatspatent zu erteilen 
(Ziff. 4). In prozessualer Hinsicht stellt sie den Antrag, die Verfah-
ren 100.2023.150 und 100.2022.227 (Beschwerde ans Verwaltungsgericht 
gegen den ersten Prüfungsversuch) seien zu vereinigen (Ziff. 5). Im Fall der 
Gutheissung der Anträge nach Ziff. 4 und/oder jener nach Ziff. 4 ihrer Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde vom 23. Juli 2022 (Verfahren 100.2022.227) 
sei ihr das Notariatspatent zu erteilen (Ziff. 6).

Mit Urteil vom 1. Juni 2023 wies das Verwaltungsgericht die von A.________ 
gegen den ersten Prüfungsversuch erhobene Beschwerde ab, soweit es auf 
diese eintrat (Verfahren 100.2022.227).

Die DIJ beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Juli 2023 die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Mit Replik vom 29. Juli 2023 hat 
sich A.________ erneut zur Sache geäussert und insbesondere ihren Antrag 
auf Verfahrensvereinigung zurückgezogen und ihr Rechtsbegehren 2 
ergänzt; sie beantragt zusätzlich, es sei festzustellen, dass ein Ermessens-
missbrauch der NPK vorliege. Die übrigen Rechtsbegehren hat sie im Grund-
satz bestätigt. Die DIJ hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind einge-
halten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter 
Vorbehalt von E. 1.3 f. hiernach einzutreten.

1.2 Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei festzustellen, dass 
sie die schriftlichen Prüfungen Urkunde A und Urteil sowie die mündlichen 
Prüfungen Notariatsrecht und notarielle Geschäfte sowie Steuerrecht be-
standen habe (Ziff. 2), stellt sie sinngemäss ein rechtsgestaltendes Begeh-
ren auf Anhebung der entsprechenden Noten auf (mindestens) 4.

1.3 Die Beschwerdeführerin beantragt ergänzend, es sei festzustellen, 
dass ein Ermessensmissbrauch der NPK vorliege. Desbezüglich fehlt es ihr 
an einem ausgewiesenen Feststellungsinteresse, soweit dieser Antrag nicht 
ohnehin verspätet ist (sog. Eventualmaxime; vgl. Art. 33 Abs. 3 VRPG; 
Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 33 N. 17). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutre-
ten.

1.4 Die Beschwerdeführerin beantragt die vollumfängliche Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids (vgl. vorne Bst. C). Die DIJ ist auf das 
Rechtsmittel nicht eingetreten, soweit die Beschwerdeführerin Unangemes-
senheit rügte. Die Beschwerdeführerin begründet nicht, weshalb dies rechts-
fehlerhaft sein sollte. Die Beschwerde genügt diesbezüglich den gesetzli-
chen Begründungsanforderungen von Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 2 
VRPG nicht (BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 22). Insoweit ist 
auf sie nicht einzutreten.

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1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG; vgl. auch Art. 5a Abs. 2 
des Kantonalen Notariatsgesetzes vom 22. November 2005 [NG; 
BSG 169.11). In Bezug auf die Beurteilung von Prüfungsleistungen auferlegt 
sich das Verwaltungsgericht im Rahmen der Rechtskontrolle praxisgemäss 
eine gewisse Zurückhaltung, weil es wesentliche Sachumstände nicht genü-
gend namhaft machen kann, um sie gleich kompetent zu würdigen wie die 
verfügende Instanz. Es beschränkt sich darauf zu untersuchen, ob die Prü-
fungsaufgabe dem vorgeschriebenen Prüfungsgegenstand entspricht, die 
Transparenz (Nachvollziehbarkeit) des konkreten Bewertungsvorgangs ge-
währleistet ist und ob sich die Prüfungsbehörde bei der Begründung der Leis-
tungsbewertung von sachlichen Überlegungen hat leiten lassen. Diese Zu-
rückhaltung auferlegt sich das Verwaltungsgericht auch dann, wenn es – wie 
etwa bei juristischen Prüfungen – aufgrund seiner Fachkenntnisse zu einer 
weitergehenden Prüfung befähigt wäre. Steht nicht die konkrete Bewertung 
einer Prüfungsleistung in Frage, sondern ist die Auslegung und Anwendung 
von Rechtssätzen strittig oder werden Verfahrensmängel gerügt, prüft das 
Verwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen im Rahmen seiner ge-
setzlichen Kognition (Rechtskontrolle) uneingeschränkt (vgl. BVR 2012 
S. 152 E. 1.2, 2011 S. 324 E. 4.2; BGE 136 I 229 E. 5.4.1; Ruth Herzog, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 80 N. 16, Art. 66 N. 20).

2.

2.1 Die bernische Notariatsprüfung besteht aus einem schriftlichen und 
einem mündlichen Teil (Art. 12 Abs. 1 der Verordnung vom 25. Oktober 2006 
über die Notariatsprüfung [NPV; BSG 169.221]). Die Prüfungsleistungen 
werden nach einer Notenskala von 1 bis 6 bewertet, wobei genügende Prü-
fungsleistungen mit Noten von 4 bis 6 bewertet werden (6 = ausgezeichnet; 
5,5 = sehr gut; 5 = gut; 4,5 = befriedigend; 4 = ausreichend), ungenügende 
Leistungen mit Noten zwischen 1 und 3,5 (Art. 19 Abs. 1 und 2 NPV). Die 
Prüfung wird von einer Prüfungskommission durchgeführt, die auch über das 
Bestehen der Prüfung entscheidet (Art. 16 ff. NPV). Nach Abschluss des 
schriftlichen und mündlichen Teils stellt die Notariatsprüfungskommission 

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die Noten der einzelnen Fächer zusammen. Die Noten werden auf Vorschlag 
der prüfenden Mitglieder durch die Notariatsprüfungskommission festgesetzt 
(Art. 20 NPV). Die Notariatsprüfung ist bestanden, wenn der Notendurch-
schnitt mindestens 4 beträgt und nicht mehr als drei ungenügende Noten 
vorliegen; für die Berechnung des Durchschnitts zählen die Noten der schrift-
lichen Prüfungen mit Ausnahme der Buchhaltung doppelt (Art. 19 Abs. 3 
NPV).

2.2 Die Beschwerdeführerin hat im Oktober und November 2021 im 
schriftlichen und mündlichen Teil der Notariatsprüfung einen Notendurch-
schnitt von 3,89 erreicht, bei vier ungenügenden Noten. Sie hat damit die 
Notariatsprüfung gesamthaft nicht bestanden. Da sie im zweiten Versuch er-
folglos war, ist die ordentliche Wiederholungsmöglichkeit nach Art. 23 Abs. 1 
NPV ausgeschöpft (vgl. Vorakten NPK [act. 5B] Aktenstück A 17).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine rechtsfehlerhafte Durchführung der 
mündlichen Prüfungen. Zum einen bringt sie vor, die Tür eines Prüfungs-
raums habe wegen eines Defekts am Türschloss nicht richtig geschlossen 
werden können. Die Tür sei deshalb «mit einem Stuhl gesichert» worden. 
Dies habe zu einem verspäteten Beginn der mündlichen Prüfungen geführt. 
Zudem seien Gespräche aus dem Gang hörbar gewesen und die Tür sei von 
nachfolgenden Expertinnen und Experten «störend geöffnet» worden. Dies 
habe sich negativ auf ihre Konzentrationsfähigkeit ausgewirkt 
(vgl. Beschwerde S. 7).

3.2 Auf einen Mangel des Prüfungsverfahrens kann sich grundsätzlich 
nur berufen, wer den Mangel rechtzeitig rügt. Ob es der Kandidatin oder dem 
Kandidaten zumutbar ist, bestimmte, während der Prüfung auftretende hin-
derliche Sachumstände (Verfahrensmängel oder wesentliche persönliche 
Beeinträchtigungen) unmittelbar geltend zu machen, muss im konkreten Ein-
zelfall beurteilt werden. Allemal gilt jedoch, dass Verfahrensmängel und we-
sentliche Beeinträchtigungen der Prüfungsfähigkeit so früh wie möglich zu 
rügen sind, selbst wenn noch nicht feststeht, ob sie sich ausschlaggebend 

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auf das Prüfungsergebnis auswirken werden; andernfalls verwirkt das Rüge-
recht. Die Rüge ist jedenfalls als verspätet zu erachten, wenn sie erst nach 
Kenntnis des negativen Prüfungsentscheids erfolgt. Dies ergibt sich aus dem 
Grundsatz von Treu und Glauben sowie der Chancengleichheit, wonach sol-
che Rügen in jedem Fall unverzüglich mitzuteilen sind; Betroffene sollen sich 
nicht durch Zuwarten eine weitere, den anderen Kandidatinnen und Kandi-
daten nicht offenstehende Prüfungschance verschaffen können (vgl. 
BVR 2013 S. 311 E. 5.5).

3.3 Nach dem Gesagten erweist sich die Rüge der Beschwerdeführerin 
betreffend die Lärmbeeinträchtigungen als verspätet, weil sie ohne ersichtli-
chen Grund erst nach Kenntnis des negativen Prüfungsentscheids vorge-
bracht wurde.

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die elektronische Prüfungsplatt-
form habe die letzte von ihr (besonders auf Tipp- und Schreibfehler) korri-
gierte Version des schriftlichen Teils «Urteil» nicht gespeichert, weshalb 
solche Fehler in der abgegebenen Version noch enthalten gewesen seien 
(vgl. Beschwerde S. 4 f.).

4.2 Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, fehlen konkrete Anhalts-
punkte, dass das Prüfungsprogramm die von der Beschwerdeführerin ange-
führten nebensächlichen Korrekturen (Tipp- und Schreibfehler) nicht gespei-
chert haben könnte. Mit der Vorinstanz ist vielmehr davon auszugehen, dass 
es die Beschwerdeführerin vergessen hat, diese Korrekturen vorzunehmen. 
Es besteht daher kein Anlass, Nachforschungen zu möglichen technischen 
Problemen der Prüfungsplattform anzustellen (vgl. zum Ganzen angefochte-
ner Entscheid E. 3.2). Es ist nicht von einem fehlerhaften Prüfungsablauf 
auszugehen.

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5.

5.1 Die Beschwerdeführerin macht erstmals vor Verwaltungsgericht sinn-
gemäss eine Vorbefassung der beiden Experten der schriftlichen Prüfungen 
«Urkunde A» und «Urkunde B» geltend. Diese hätten ihre Leistungen bereits 
im ersten erfolglosen Prüfungsversuch negativ bewertet und beim zweiten 
Versuch absichtlich verhindert, dass sie die Prüfung bestehe. Ein Beizug un-
befangener Drittexpertinnen oder -experten wäre hier notwendig gewesen 
(Beschwerde S. 9 f.).

5.2 Die Kandidatinnen und Kandidaten geben bei den schriftlichen Prü-
fungen nicht ihre Namen, sondern einzig die ihnen zugeteilte Nummer auf 
den Prüfungsbogen an. Die beiden bewertenden Experten der schriftlichen 
Prüfungsteile «Urkunde A» und «Urkunde B» konnten daher keinerlei Rück-
schlüsse auf die Identität der Beschwerdeführerin ziehen. Die Rüge erweist 
sich als in der Sache unbegründet. Darüber hinaus ist die erstmals erhobene 
Rüge aber ohnehin verspätet, da die Beschwerdeführerin spätestens im Zeit-
punkt der Beschwerdeerhebung an die Vorinstanz Kenntnis der Experten 
hatte.

6.

6.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet sodann die Bewertung ihrer 
schriftlichen Prüfungen «Urkunde A», «Urkunde B» und «Urteil». Die Erwä-
gungen der Vorinstanz basierten auf einer unrichtigen Feststellung des 
Sachverhalts und seien rechtsfehlerhaft (Ermessensmissbrauch; 
Beschwerde S. 8, 10; Replik S.2). Wie bereits im vorinstanzlichen Beschwer-
deverfahren macht sie insbesondere geltend, es fehle ein einheitliches Be-
urteilungskonzept. Zudem seien ihr Punkte für Schreibfehler abgezogen 
worden, weshalb sie als fremdsprachige Kandidatin diskriminiert worden sei 
(Beschwerde S. 5, 9).

6.2 Die Würdigung der erbrachten Prüfungsleistungen ist in erster Linie 
Aufgabe der fachkundigen Prüferinnen und Prüfern. Mit der Korrektur schrift-
licher Prüfungsarbeiten ist regelmässig ein gewisser Beurteilungs- und Be-
wertungsspielraum verbunden. Wird dieser nach sachlichen Kriterien ausge-

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übt, liegt darin keine Rechtsverletzung (BVR 2016 S. 97 E. 5.4 mit Hinwei-
sen).

6.3 Die DIJ hat eingehend dargelegt, dass die Lösungsskizzen zu den 
schriftlichen Prüfungen «Urkunde A», «Urkunde B» und «Urteil» im Detail 
aufführen, für welche Elemente wie viele Punkte verteilt werden und wie viele 
Punkte die Beschwerdeführerin erreicht hat (Vorakten NPK [act. 5B] 
Aktenstück A 7, A 8 und A 9 am Ende). Sowohl die Lösungsskizzen wie auch 
die Argumentation der NPK sind mit der Vorinstanz als nachvollziehbar, 
sachbezogen und schlüssig zu beurteilen. Den überzeugenden Erwägungen 
der Vorinstanz ist nichts anzufügen. Ein Punkteabzug für Rechtschreibefeh-
ler ist nicht ersichtlich. Eine Diskriminierung liegt nicht vor. Ebenso wenig 
kann der Vorinstanz ein Ermessensmissbrauch angelastet werden. Die dies-
bezüglichen Rügen der Beschwerdeführerin sind unbegründet.

7.

7.1 Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, die Benotung der 
mündlichen Prüfungen Notariatsrecht und notarielle Geschäfte sowie Steu-
errecht seien rechtsfehlerhaft und willkürlich. Das ursprüngliche handge-
schriebene Prüfungsprotokoll sei ihr nicht ausgehändigt worden und das 
(nachträglich erstellte) maschinengeschriebene Prüfungsprotokoll enthalte 
nicht die von ihr gegebenen Antworten (Beschwerde S. 5 ff., 12 f.).

7.2 Der konkrete Prüfungsablauf wird durch das Prüfungsprotokoll be-
weismässig gesichert, für dessen Erstellung die Beisitzenden zuständig sind. 
Die Expertinnen und Experten müssen den Prüfungsverlauf zumindest in 
groben Zügen nachzeichnen können. Die Begründung der Benotung braucht 
sich indes nicht allein aus den Prüfungsprotokollen zu erschliessen. Es ge-
nügt, wenn die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prüfungsbewertung 
nachträglich, allenfalls erst im Rechtsmittelverfahren durch das Einholen von 
Stellungnahmen der Prüfenden, hergestellt wird (vgl. zum Ganzen 
BVR 2012 S. 326 E. 4.2.2).

7.3 Die Vorinstanz hat sich einlässlich mit diesen Vorbringen der Be-
schwerdeführerin auseinandergesetzt (angefochtener Entscheid E. 9 

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und 10). Diese vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern die Erwägungen zur Be-
notung der mündlichen Prüfungen rechtsfehlerhaft sein sollen. Aus den Prü-
fungsprotokollen der mündlichen Prüfungen Notariatsrecht und notarielle 
Geschäfte sowie Steuerrecht geht deutlich hervor, dass die Beschwerdefüh-
rerin auf Fragen der Expertinnen und Experten wiederholt gar nicht oder 
nicht richtig antwortete beziehungsweise (als einzige Kandidatin bei der 
Prüfung Notariatsrecht und notarielle Geschäfte) die angesprochene Proble-
matik nicht erkannte. Zudem konnten weitere Prüfungsfragen wegen Zeitab-
laufs nicht mehr gestellt werden (Vorakten NPK [act. 5B] Aktenstücke A 10 
und 16). Mit der Vorinstanz können die ungenügenden Beurteilungen der 
Prüfungen gestützt auf diese Protokolle nachvollzogen werden. Die 
Beschwerdeführerin belegt ihre Behauptung, wonach im elektronisch 
erstellten Prüfungsprotoll die Fragen und ihre Antworten falsch dargestellt 
worden seien, in keiner Art und Weise.

8.

8.1 Zusammenfassend erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin 
als nicht stichhaltig. Ihren Anträgen auf Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids und auf Wiederholung der Prüfung bzw. Neubeurteilung der Prü-
fungsergebnisse kann nicht entsprochen werden (Rechtsbegehren 1 bis 3). 
Ein Eingehen auf die für den Fall der Gutheissung des Begehrens 3 bzw. 4 
gestellten Rechtsbegehren 4 bzw. 6 erübrigt sich damit.

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet. Sie ist abzuwei-
sen, soweit auf sie einzutreten ist. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche 
Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1]).

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Be-
schwerdeführerin kostenpflichtig. Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

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9.

Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide über 
das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, nament-
lich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsaus-
übung. Zulässig ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheit 
demgegenüber, wenn organisatorische Fragen im Zusammenhang mit einer 
Prüfung streitig sind (BGE 138 II 42 E. 1.2, 138 I 196 nicht publ. E. 1.1; 
BGer 2C_235/2017 vom 19.9.2017 E. 1.1.1). Die Beschwerdeführerin bean-
standet sowohl die Bewertung ihrer Prüfungen als auch organisatorische As-
pekte des Prüfungsverfahrens. Dementsprechend wird in der Rechtsmittel-
belehrung auf beide Rechtsmittel verwiesen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- 
entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) bzw. subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.