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**Case Identifier:** a00f41c7-4c34-511d-a972-23078fb0e9e3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.08.2010 UV 2009/58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-58_2010-08-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/58

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 25.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2010
Art. 6 UVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG. Einstellung der Leistungen nach banalem 
Unfall bei vorbestehenden Schädigungen des rechten Handgelenks. 
Rückweisung zu weiteren Abklärungen, da trotz einer vom Kreisarztbericht 
abweichenden, nachvollziehbaren ärztlichen Beurteilung der medizinische 
Dienst nicht mehr zur Stellungnahme dazu eingeladen wurde. Auch über die 
Frage der Rentenrevision infolge einer Beschwerdezunahme in beiden 
Handgelenken ist nach weiteren Abklärungen nochmals zu verfügen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. 
August 2010, UV 2009/58).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 25. August 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Willi Füchslin, Zürcherstrasse 49, Postfach 644, 

8853 Lachen SZ,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1962 geborene B.___ war als Akkordmaurer bei der A.___ tätig und dadurch 

bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 29. September 2002 

von einem Vordach stürzte und sich mehrfragmentäre distale Radiusfrakturen mit 

intraartikulärer Beteiligung und Abriss des Processus styloideus beidseits zuzog (Suva-

act. 14.1/1, 14.1/6). Für die verbliebenen Beeinträchtigungen aus diesem Unfall richtete 

die Suva dem Versicherten ab 1. November 2003 eine Invalidenrente auf Grund eines 

Erwerbsunfähigkeitsgrads von 25% sowie für die Integritätseinbusse im Bereich des 

linken Handgelenks eine Integritätsentschädigung von 10% aus (Suva-act. 14.1/61). 

Diese Leistungsansprüche wurden mit Entscheid vom 20. Januar 2007 vom 

Bundesgericht vollumfänglich bestätigt (Suva-act. 14.1/114).

A.b   Am 29. Januar 2007 schlug der Versicherte das rechte Handgelenk an einem 

Winkeleisen an (Suva-act. 14.2/1), woraufhin starke Schmerzen sowie eine leichte 

Schwellung auftraten. Der am 27. März 2007 aufgesuchte Dr. med. C.___, Chirurgie 

Spez. Arzt FMH, konnte radiologisch keine frische Fraktur feststellen, dokumentierte 

jedoch eine posttraumatische Arthrose. Er attestierte dem Versicherten ab 25. März 

2007 eine volle Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres (Suva-act. 14.2/2).

A.c   Anlässlich der Untersuchung vom 9. August 2007 hielt Kreisarzt Dr. med. D.___ im 

gleichentags erstellten Bericht fest, dass das Unfallereignis von Januar 2007 im 

Rahmen einer temporären Verschlimmerung der vorbestehenden 

Handgelenksproblematik zu sehen sei, welche nun fünfeinhalb Monate nach dem 

Anschlagen abgeheilt sein sollte. Im Vergleich zur Befundaufnahme des Jahres 2003 

fehle eine wesentliche Progredienz. Das damals erhobene Zumutbarkeitsprofil sei 

weiterhin anwendbar (Suva-act. 14.2/4).

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A.d   Mit Verfügung vom 15. August 2007 stellte die Suva ihre Leistungen (Taggelder 

und Heilbehandlung) per 31. August 2007 ein und hielt fest, dass der Versicherte im 

Rahmen seiner 25%-Rente für eine leichte bis mittelschwere Erwerbstätigkeit wieder 

voll arbeitsfähig sei (Suva-act. 6).

B.       

B.a   Dr. med. E.___, Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie, Praxis für Hand- und 

Mikrochirurgie sowie Chirurgie der peripheren Nerven, beurteilte den Zustand der 

beiden Handgelenke mit Bericht vom 19. September 2007 (Suva-act. 14.2/20). Am 28. 

Januar 2008 wurde der Versicherte von Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Neurologie, 

untersucht, welcher aus neurologischer Sicht normale Befunde festhielt (Suva-

act. 14.2/23).

B.b   Die gegen die Verfügung vom 15. August 2007 erhobene Einsprache wies die 

Suva mit Einspracheentscheid vom 23. April 2009 ab (Suva-act. 14.2/27).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Willi Füchslin, 

Lachen, für den Versicherten erhobene Beschwerde vom 22. Mai 2009. Der 

Rechtsvertreter beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 23. April 2009 

sowie die Zusprache der gesetzlichen Leistungen über den 31. August 2007 hinaus, 

insbesondere eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 

63% sowie zusätzlich zur bereits ausgerichteten Entschädigung eine 

Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von mindestens 10%. 

Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Rechtsvertretung in der Person des Unterzeichneten zu gewähren; unter 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

C.b   Am 17. Juni 2009 sistierte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen das 

Verfahren auf Antrag der Beschwerdegegnerin bis zum Vorliegen von bereits durch die 

IV-Stelle in Auftrag gegebenen beruflichen Abklärungen (act. G 6, 7) und hob die 

Sistierung am 6. November 2009, nach Eingang des Schlussberichts des BEFAS vom 

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1. Juli 2009 (act. G 10, Suva-act. 14.1/130) sowie des Abklärungsberichts des Werk- 

und Technologiezentrums Linthgebiet (WTL), Jona, vom 1. Oktober 2009 (act. G 12.1), 

auf (act. G 13).

C.c   Unterdessen bewilligte der Präsident des Versicherungsgerichts am 7. Juli 2009 

das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch 

seinen Rechtsanwalt (Suva-act. G 9).

C.d   In der Beschwerdeantwort vom 26. November 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Insbesondere hätten die medizinischen und arbeitsbezogenen BEFAS-Abklärungen 

vom 11. Mai bis 8. Juni 2009 ergeben, dass der Beschwerdeführer auch nach dem 

Unfall 2007 in einer leidensangepassten Tätigkeit weiterhin ganztägig voll einsatz- und 

arbeitsfähig sei.

C.e   Mit Replik vom 10. Dezember 2009 (act. G 16) hielt der Beschwerdeführer an 

seinen Anträgen fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer 

Duplik.

C.f    Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen 

Einspracheentscheids (hier: 23. April 2009) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 4 

E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit Hinweis). Berichte, welche nach diesem Zeitpunkt 

datieren, sind zu berücksichtigen, sofern sie Rückschlüsse in Bezug auf die im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung bestehende Situation erlauben (BGE 121 V 366 E. 

1b, 99 V 102, je mit Hinweisen). Soweit Berichte jedoch über nachträgliche 

Veränderungen als Folge einer Operation oder weiterer medizinischer Behandlungen 

eingereicht wurden, ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht auf sie abzustellen. 

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Demgegenüber könnten sie allenfalls zu einer Revision Anlass geben. Folglich ist der 

Bericht von Dr. E.___ vom 20. Oktober 2009 (act. G 12.2) in Bezug auf das 

Hyperflexionstrauma des linken Handgelenks vom 13. August 2009 im vorliegenden 

Verfahren nicht zu berücksichtigen.

1.2    In der dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 15. 

August 2007 wird der mögliche Streitgegenstand - entgegen den Vorbringen der 

Beschwerdegegnerin - nicht nur auf die Prüfung der Frage begrenzt, ob die nach dem 

Ereignis vom 29. Januar 2007 geltend gemachte Beschwerdezunahme der rechten 

Hand die Beschwerdegegnerin über den Einstellungszeitpunkt vom 31. August 2007 

hinaus zu Leistungen verpflichtet, sondern auch auf diejenige, ob die gemäss 

Rückfallmeldung vom 24. April 2007 geklagte Zunahme der Einschränkungen in beiden 

Handgelenken zu einer Rentenerhöhung und Neubemessung der 

Integritätsentschädigung führt (vgl. BGE 125 V 413). Dies ergibt sich aus der Tatsache, 

dass die Veränderungen im Bereich des linken Handgelenks bereits in der Verfügung 

vom 15. August 2007 abgehandelt und eine Anpassung des Integritätsschadens 

verneint wurde, aber auch daraus, dass der Beschwerdeführer zuvor schon durch 

Kreisarzt Dr. D.___ sowohl hinsichtlich der Folgen des neuen Unfalls als auch in Bezug 

auf allfällige gesundheitliche Veränderungen auf Grund des ersten Unfalls untersucht 

und beurteilt wurde. Schliesslich wurde der Streitgegenstand weder durch die 

Einsprache noch durch die Beschwerde des Beschwerdeführers eingeschränkt.

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des 

Unfalls vom 29. Januar 2007 und erbrachte Heilkosten- und Taggeldleistungen. Zu 

prüfen ist vorerst einmal, ob sie auch für die nach dem 31. August 2007 

(Leistungseinstellung) im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Anschlagen geltend 

gemachten zusätzlichen Beschwerden des rechten Handgelenks entsprechende 

Versicherungsleistungen zu erbringen hat.

2.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

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Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 157 E. 1a und 121 V 204 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die erwähnte Beweislastregel, wonach im 

Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, greift deshalb erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf 

Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b 

mit Hinweisen).

2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

3.        

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3.1    Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 und 399 sowie 117 V 359 

und 369). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 und 118 V 289). Der Unfallversicherer 

haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid (Erwägung 1) die 

rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung zutreffend dar; 

darauf kann verwiesen werden. Wird durch einen Unfall ein krankhafter oder 

unfallbedingter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die 

Leistungspflicht des beim Unfalleintritt zuständigen Unfallversicherers erst, wenn 

entweder der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder aber derjenige Zustand, der sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines Vorzustands auch ohne den Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

sine), erreicht ist (vgl. analog zum lediglich krankhaften Vorzustand: RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Im Rahmen der 

Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin 

für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der 

Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt.

3.2    Beim Anschlagen der rechten Hand am 29. Januar 2007 erlitt der 

Beschwerdeführer eine Kontusion des rechten ulnaren Handgelenks (Suva-act. 14.2/4 

S. 3, 14.2/20), was zu massiven Schmerzen und einer leichten Schwellung der lateralen 

Seite des Handgelenks führte (Suva-act. 14.2/2). Gemäss den von Dr. C.___ 

veranlassten Röntgenbildern war keine frische Fraktur erkennbar. Der Arzt hielt einzig 

eine posttraumatische Arthrose nach intraartikulärer Radius-Trümmerfraktur fest (Suva-

act. 14.2/2). Dr. E.___ stellte gemäss Bericht vom 20. September 2007 eine erhebliche 

Druckdolenz ulno-carpal im Bereich des Processus styloideus ulnae, jedoch auch im 

ganzen Bereich des TFCC (triangular fibrocartilage complex) fest. Ebenfalls 

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schmerzhaft destabilisiert sei das distale Radioulnargelenk. Gleichzeitig bestehe eine 

Druckdolenz in der Tabatière (Suva-act. 14.2/20), was grundsätzlich aber kein 

fassbares organisches Substrat darstellt (vgl. EVG-Urteile vom 3. August 2005 i/S M. 

[U 9/05] E. 4 und vom 23. November 2004 i/S B. [U 109/04] E. 2.2). Im Weiteren 

besteht laut Dr. E.___ der dringende Verdacht auf eine TFCC-Läsion bei gleichzeitigem 

posttraumatischem Ulnavorschub (Suva-act. 14.2/20). Dieser Verdacht blieb sodann 

aber ärztlich unbestätigt. Vielmehr war im TFCC-Bereich auch schon ein knappes Jahr 

nach dem Unfall vom 29. September 2002 eine leichte Druckdolenz festgestellt worden 

(Suva-act. 14.1/23). Wie Dr. F.___ im Bericht vom 29. Januar 2008 festhielt, lässt sich 

schliesslich auch keine Läsion des Nervus medianus nachweisen (Suva-act. 14.1/23). 

Damit steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bereits fest, 

dass der Beschwerdeführer durch den fraglichen Unfall keine klar ausgewiesene neue, 

bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung erlitten hat.

3.3    Gemäss der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2003 zog 

sich der Beschwerdeführer bei seinem Sturz vom 29. September 2002 am rechten 

Handgelenk eine intraartikuläre distale Radiusfraktur mit Abbruch des medialen 

Fragments zu, was mittels eines Fixateurs externe behandelt wurde. Die 

Handgelenkfunktion wurde dadurch nicht invalidisierend eingeschränkt. Palpatorisch 

bestanden Druckdolenzen am radiokarpalen Gelenkspalt ulnarseits sowie über dem 

radioulnaren Gelenkspalt (Suva-act. 14.1/34). Damit ist beim rechten Handgelenk des 

Beschwerdeführers von einem unfallbedingten Vorzustand auszugehen. Grundsätzlich 

kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausgelöst oder vorübergehend verschlimmert 

werden. Möglich ist aber auch eine richtunggebende Verschlimmerung eines 

Vorzustands. In beiden Fällen käme dem Unfall damit eine Teilursächlichkeit zu. Im Fall 

einer Auslösung oder vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustands 

übernimmt die Unfallversicherung jedoch lediglich den durch das Unfallereignis 

ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen).

3.4    Laut kreisärztlichem Untersuchungsbericht von Dr. D.___ vom 9. August 2007 

zeigen die Röntgenaufnahmen vom März 2007 keine wesentliche Progredienz. Da die 

passive Beweglichkeit des rechten Handgelenks immer noch gleich bzw. sogar 

geringgradig besser sei als bei der Abschlussuntersuchung im Jahr 2003, müsse von 

einem weitgehend gleichen Zustandsbild ausgegangen werden (Suva-act. 14.2/4). Dies 

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würde offensichtlich gegen eine richtunggebende Verschlimmerung des 

unfallbedingten Vorzustands sprechen. Dr. E.___ hielt am 20. September 2007 jedoch 

fest, dass auf der rechten Seite der dringende Verdacht auf TFCC-Läsion bei 

gleichzeitigem posttraumatischem Ulnavorschub bestehe, wobei es sich höchst 

wahrscheinlich um die Folge des ersten Unfalls mit Verschlechterung nach erneuter 

direkter Traumatisierung im Januar 2007 handle (Suva-act. 14.2/20). Diese Beurteilung 

des Handchirurgen, die doch beträchtlich von der kreisärztlichen vom 9. August 2007 

abweicht, aber ebenfalls auf seriösen Untersuchungen und differenzierten 

Ausführungen zu beruhen scheint, wurde dem medizinischen Dienst der 

Beschwerdegegnerin nicht mehr zur Stellungnahme unterbreitet. Auch der 

Einspracheentscheid vom 23. April 2009 führt nicht aus, weshalb die Ergebnisse von 

Dr. E.___ keine Beachtung finden. Damit kann eine richtunggebende Verschlimmerung, 

wie sie von Dr. E.___ für "höchst wahrscheinlich" gehalten wurde, nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die 

Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich weitere Abklärungen zu tätigen und die Frage, 

ob gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.___ von einer richtunggebenden 

Verschlimmerung auszugehen sei, dem ärztlichen Dienst oder einem externen 

Begutachter zu unterbreiten.

3.5    Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom Januar 2007 

erlittenen Kontusion kann daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

ausgeschlossen werden, dass diese im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine 

Verletzungsfolgen mehr zeitigte. Zwar entspricht es - wie Dr. D.___ am 9. August 2007 

festgehalten hat - einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass harmlose Traumen mit 

fehlenden strukturellen Schädigungen der Gelenke und Knochen, wie beispielsweise 

Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen normalerweise innert kurzer Zeit - laut Dr. 

D.___ innerhalb von wenigen Wochen bzw. Monaten - folgenlos abheilen und sich die 

damit verbundenen Schmerzen gänzlich zurückbilden. Obgleich die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungen erst sieben Monate nach der geltend gemachten 

Kontusion einstellte, kann aber auf Grund der widersprüchlichen Beurteilungen in den 

Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass 

die über den 31. August 2007 hinaus geklagten Beschwerden im rechten Handgelenk 

somatisch nicht mehr mit dem Ereignis vom Januar 2007 erklärbar wären.

4.        

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4.1    Die entsprechende Schadenmeldung der Arbeitgeberin erfolgte am 24. April 2007 

zuerst unter dem Titel eines Rückfalls (Suva-act. 14.1/115) und am 9. August 2007 

nochmals durch Mitteilung eines neuen Unfalls (Suva-act. 14.2/1). Nachfolgend bleibt 

somit zu prüfen, ob die bezüglich beider Handgelenke geltend gemachte 

Beschwerdezunahme Anlass zu einer Revision gibt.

4.2    Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin 

für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG 

massgeblichen Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu 

beeinflussen. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung 

eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts stellt dagegen praxisgemäss 

keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b). Ob eine 

revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des 

Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der versicherten Person eröffneten) 

rechtskräftigen Verfügung bestand, die auf einer umfassenden materiellen Prüfung des 

Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in 

den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), 

mit dem Sachverhalt zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2). 

Der Beschwerdeführer wurde am 21. Oktober 2003 kreisärztlich untersucht (Suva-act. 

14.1/33-35). Gestützt auf diesen Kreisarztbericht sprach ihm die Beschwerdegegnerin 

mit Verfügung vom 9. Januar 2004 eine Rente auf Grund eines Invaliditätsgrads von 

25% zu (Suva-act. 14.2/61). Seither wurde der Beschwerdeführer am 9. August 2007 

durch Dr. D.___ erneut kreisärztlich untersucht (Suva-act. 14.2/4). Im vorliegenden 

Verfahren ist deshalb der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Verfügung vom 9. Januar 

2004 mit dem Sachverhalt zur Zeit des Einspracheentscheids vom 23. April 2009 

(Suva-act. 14.2/27) zu vergleichen.

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4.3    Auf Grund der Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2003 hielt Kreisarzt 

Dr. G.___ fest, dass in Bezug auf die rechte Hand ein vollkommener symmetrischer 

Faustschluss bei uneingeschränkter Daumenfunktion bestehe. Die aktive 

Handgelenkfunktion sei nicht invalidisierend eingeschränkt. Palpatorisch bestünden 

Druckdolenzen am radiokarpalen Gelenkspalt ulnarseits sowie über dem radioulnaren 

Gelenkspalt. Die linke Hand werde spontan in vermehrter Radialduktion gehalten. Die 

Trophik sei gut, Druckdolenz bestehe über dem Carpus und in der proximalen Palma 

manus. Funktionell bestehe mit einer Flexion von 15° eine Einschränkung. Pro- und 

Supination seien wie rechts nicht invalidisierend eingeschränkt. Radiologisch bestehe 

am linken Handgelenk eine Stufe im radiokarpalen Gelenk. Eine vorzeitige 

Arthrosebildung sei bereits absehbar (Suva-act. 14.1/33-35). In der 

Integritätsschadensbeurteilung vom 21. Oktober 2003 befand Dr. G.___ in Bezug auf 

die rechte Hand, dass hier noch kein Integritätsschaden geschuldet sei. Die 

intraartikuläre Fraktur sei in einer guten Stellung konsolidiert und das Handgelenk 

weise noch keine Arthrosezeichen auf (Suva-act. 14.1/37). Laut Kreisarzt Dr. D.___ fand 

sich bei seiner Untersuchung vom 9. August 2007 klinisch eine eingeschränkte aktive 

Beweglichkeit. Passiv erreiche der Beschwerdeführer ein sehr schönes Ergebnis. 

Hinweise für ein CRPS fänden sich keine. Die bereits im Abschlussbericht vom 21. 

Oktober 2003 beschriebene Bajonettfehlstellung des linken Handgelenks könne immer 

noch festgehalten werden. Zudem würden die Aufnahmen der radiologischen Kontrolle 

vom 27. März 2007 bei Dr. C.___ keine neuen posttraumatischen Veränderungen 

zeigen. Die Röntgenbilder seien weitgehend analog zu denjenigen vom 20. März 2003. 

Zwar zeige sich insgesamt gegenüber der Befundaufnahme aus dem Jahr 2003 aktiv 

eine etwas schlechtere Beweglichkeit, passiv sei der Bewegungsumfang insgesamt 

sogar aber etwas besser für Flexion und Extension. Die Röntgenaufnahmen zeigten im 

Bereich des rechten Handgelenks keine wesentlich progrediente radiocarpale Arthrose. 

Dies entspreche auch der Beurteilung von Dr. G.___. Die Veränderungen im Bereich 

des linken Handgelenks seien ebenfalls zu den Röntgenbildern vom 23. Januar 2006 

sowie vom 22. Februar 2003 ohne Nachweis einer wesentlichen Progredienz. Da die 

passive Beweglichkeit des Beschwerdeführers immer noch gleich bzw. sogar 

geringgradig besser sei als bei der Abschlussuntersuchung, müsse von einem 

weitgehend gleichen Zustandsbild ausgegangen werden (Suva-act. 14.2/4). Hierzu ist 

festzuhalten, dass der Verweis von Dr. D.___ auf die Feststellung von Kreisarzt Dr. 

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G.___ vom Oktober 2003 in Bezug auf Arthroseanzeichen im rechten Handgelenk nicht 

ganz korrekt war. So stellte Dr. G.___ dannzumal klar fest, dass "noch keine 

Arthrosezeichen" im rechten Handgelenk zu finden seien, wogegen Dr. D.___ "keine 

wesentlich progrediente Arthrose" dokumentiert hat. Dies spricht im Jahr 2007 doch 

immerhin für das Vorliegen einer, wenn allenfalls auch noch nicht so stark 

ausgeprägten Arthrose.

4.4    Weiter widersprechen auch die Ausführungen von Dr. E.___ der Beurteilung von 

Dr. D.___ in Bezug auf das seit dem Jahr 2003 unveränderte Zustandsbild. Zwar war 

der von Dr. E.___ festgehaltene Ulnavorschub sowohl im rechten als auch im linken 

Handgelenk gemäss dem Bericht von Dr. med. H.___, FMH Handchirurgie und 

Orthopädische Chirurgie, vom 26. August 2003 bereits im Zeitpunkt der 

Rentenfestlegung im Jahr 2003 in etwa dem selben Ausmass existent (vgl. Suva-act. 

14.2/20, 14.1/23). Dennoch geht Dr. E.___ von einer Verschlechterung des Zustands 

des rechten Handgelenks nach der erneuten Traumatisierung im Januar 2007 bei 

dringendem Verdacht auf TFCC-Läsion aus (Suva-act. 14.2/20). Zu dieser 

Unstimmigkeit bzw. zur Beurteilung von Dr. E.___ insgesamt nahm der medizinische 

Dienst der Beschwerdegegnerin jedoch keine Stellung.

4.5    Dasselbe gilt für die neurologische Untersuchung von Dr. F.___ vom 28. Januar 

2008, die ebenfalls unkommentiert blieb. Immerhin ergaben seine Abklärungen normale 

Befunde, keine Läsionen und keine Hinweise für ein Carpaltunnelsyndrom. Zudem hielt 

Dr. F.___ fest, dass die Beschwerden an beiden Händen ausschliesslich von den 

Gelenken ausgehen würden und durch die Fehlstellungen bedingt seien (Suva-

act. 14.2/23).

4.6    Was sodann die zumutbare Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers betrifft, 

resultierten auch dazu nicht einheitliche Ansichten: Gemäss Dr. D.___ ist der Grund für 

die Einschränkung der aktiven Beweglichkeit bei der doch problemlos erreichbaren 

passiven guten Beweglichkeit, anatomisch/strukturell nicht klar nachvollziehbar. 

Insofern sei deshalb das Zumutbarkeitsprofil der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung (vom 21. Oktober 2003) weiterhin anzuwenden. Es sei aber 

klar, dass die Tätigkeit als Maurer, welche der Beschwerdeführer nach der 

Rentenzusprache ausgeübt habe, beim Status nach beidseitiger intraartikulärer 

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Radiusfraktur sicher nicht geeignet sei (Suva-act. 14.2/4). Laut besagtem 

Zumutbarkeitsprofil vom 21. Oktober 2003 ist dem Beschwerdeführer eine leichte bis 

höchstens mittelschwere Arbeit ganztags zumutbar. Das Gewicht von zu hebenden 

Lasten ist dabei auf 15kg limitiert. Repetitive Arbeiten mit der linken Hand sollten 

vermieden werden und Tätigkeiten, die mit Impulswirkung verbunden sind, wie das 

Arbeiten mit vibrierenden Geräten, sind ungeeignet (Suva-act. 14.1/33). Dr. E.___ 

schränkte die zumutbare Belastbarkeit der beiden Handgelenke demgegenüber noch 

weiter ein. Seiner Beurteilung nach ist das linke Handgelenk trotz relativ kräftigem 

Faustschluss praktisch nicht mehr belastbar, da hier nebst der radio-carpalen 

Komponente auch noch die erhebliche schmerzhafte Instabilität des distalen 

Radioulnargelenks besteht. Das bedeute, dass sämtliche Rotationsbewegungen mit 

nur leichter Belastung nicht möglich seien. Da der Beschwerdeführer nicht auf das 

rechte Handgelenk ausweichen könne (schmerzhafte posttraumatische Instabilität des 

rechten distalen Radioulnargelenks), könne auch keine einhändige manuelle Tätigkeit 

ins Auge gefasst werden. Daneben seien auch sämtlichen repetitiven Bewegungen 

nicht möglich, worunter schon das längere Arbeiten am Computer falle (Suva-

act. 14.2/20). Demgegenüber ist die Beurteilung von Dr. F.___, der von einer 

entsprechend beruflich angepassten maximalen Arbeitsfähigkeit von 40% ausgeht 

(Suva-act. 14.2/23), weder konkret begründet noch nachvollziehbar, weshalb sie auch 

nicht weiter zu berücksichtigen ist. Insgesamt fehlt es jedoch allen ärztlichen 

Beurteilungen, welche nach dem Kreisarztbericht vom 9. August 2007 datieren, an 

einer konkreten medizinischen Auseinandersetzung durch den ärztlichen Dienst der 

Beschwerdegegnerin bzw. allenfalls durch einen unabhängigen medizinischen 

Experten.

4.7    Die Beschwerdegegnerin argumentiert weiter, dass die Abklärungen des BEFAS 

gemäss Bericht vom 1. Juli 2009 (Suva-act. 14.1/130) ihren Standpunkt stütze, da auch 

er von einer ganztägigen Einsatzfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

leidensangepassten Tätigkeit ausgehe. Dem kann so aber nicht gefolgt werden, war 

das Ziel der BEFAS-Abklärungen doch die Klärung der Integrationsmöglichkeiten auf 

Grund der vorhandenen Ressourcen sowie von konkreten Umschulungsmassnahmen. 

Nachdem sich der Beschwerdeführer jedoch infolge finanzieller und arbeitsbezogener 

Schwierigkeiten nicht auf die Arbeitsproben hatte konzentrieren können und sich bei 

diesem ausgesprochenen Praktiker/Handwerker mit lediglich knappen schulisch-

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intellektuellen Ressourcen eine blockierte Situation gezeigt hatte, hätte auch hier zuerst 

eine medizinische Würdigung durch die Beschwerdegegnerin erfolgen müssen. Aus 

diesen Gründen kann nicht gefolgert werden, dass sich das Zumutbarkeitsprofil seit 

dem kreisärztlichen Abschlussbericht vom Oktober 2003 nicht mehr geändert habe.

4.8    Was die Frage eines zusätzlichen Anspruchs auf Integritätsentschädigung 

anbelangt, kann ebenfalls nicht ohne weiteres auf die Ausführungen von Dr. D.___ 

abgestellt werden. Gemäss dem Kreisarztbericht vom 9. August 2007 haben sich die 

radiologischen Befunde zwischen dem Unfallereignis im 2002 und dem Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung im August 2007 nur unwesentlich verändert, weshalb keine 

Anpassung der Integritätsschadensbeurteilung zu erfolgen habe. Dagegen sprechen 

sowohl das Arztzeugnis von Dr. C.___ vom 26. Juni 2007, das eine Arthrose im rechten 

Handgelenk beim Status nach Fraktur des Processus styloideus ulnar festhält (Suva-

act. 14.2/2), als auch die Ausführungen von Dr. E.___ für den Eintritt einer 

Verschlechterung des Zustandbilds v.a. im rechten Handgelenk (Suva-act. 14.2/20). 

Auf Grund dieser Widersprüche hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine 

zusätzliche Integritätsentschädigung ebenfalls nochmals zu untersuchen und allenfalls, 

sofern die Abklärungen einen Integritätsschaden erst zu einem späteren Zeitpunkt 

ergeben würde, dann darauf zurückzukommen.

4.9    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Leistungseinstellung der 

Beschwerdegegnerin per 31. August 2007 ohne die notwendigen hinreichenden 

medizinischen Abklärungen erfolgte. Sowohl hinsichtlich des Gesundheitszustands 

beider Handgelenke als auch bezüglich des anwendbaren Zumutbarkeitsprofils 

bestehen erhebliche Widersprüche in den medizinischen Akten. Diese sind anhand 

weiterer Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin zu klären.

5.        

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 22. Mai 2009 in 

dem Sinn gutzuheissen, als der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

23. April 2009 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinn der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind 

keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende 

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Beschwerde führende Partei hingegen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles 

Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender 

Abklärungen (BGE 127 V 234 E. 2b/bb). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

hat am 20. Mai 2010 eine Kostennote eingereicht (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG [sGS 

963.70]; act. G 19). Die vorliegend anwendbare st. gallische Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS 963.75) sieht für die Verwaltungsrechtspflege 

das Pauschalhonorar als Regelfall vor. Vorliegend sind keine Gründe für ein Abweichen 

von dieser Regel ersichtlich und werden vom Rechtsvertreter auch nicht geltend 

gemacht. In unfallversicherungsrechtlichen Verfahren mit üblicherweise doppeltem 

Schriftenwechsel spricht das Versicherungsgericht regelmässig eine pauschale 

Entschädigung von Fr. 3'500.-- bis Fr. 4'500.--, mit einer mittleren Entschädigung von 

Fr. 4'000.-- zu. Im vorliegenden Fall sind keine Besonderheiten wie z.B. 

überdurchschnittlicher Aufwand oder besondere Schwierigkeiten auszumachen, die ein 

Abweichen von diesem Entschädigungsrahmen begründen würden. Es rechtfertigt sich 

daher, dem obsiegenden Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer), wie in vergleichbaren Fällen üblich, 

zuzusprechen. Bei diesem Prozessausgang wird das Gesuch des Beschwerdeführers 

um unentgeltliche Rechtsverbeiständung gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 23. April 2009 aufgehoben und die Angelegenheit zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4.       Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung wird als gegenstandslos 

abgeschrieben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.08.2010
	Art. 6 UVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG. Einstellung der Leistungen nach banalem Unfall bei vorbestehenden Schädigungen des rechten Handgelenks. Rückweisung zu weiteren Abklärungen, da trotz einer vom Kreisarztbericht abweichenden, nachvollziehbaren ärztlichen Beurteilung der medizinische Dienst nicht mehr zur Stellungnahme dazu eingeladen wurde. Auch über die Frage der Rentenrevision infolge einer Beschwerdezunahme in beiden Handgelenken ist nach weiteren Abklärungen nochmals zu verfügen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2010, UV 2009/58).

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