# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3876e90-dd4d-586d-8253-1205dcc009a4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 720 19 322/101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-322-101_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (720 19 322 / 101) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1953 geborene A.____ arbeitete seit 22. Juni 1992 als LKW-Chauffeur bei der 
B.____ AG. Nachdem bei ihm im Dezember 2008 eine Krebserkrankung diagnostiziert worden 
war, konnte er diese Tätigkeit nicht mehr ausüben. Am 5. Oktober 2009 meldete sich A.____ 
unter Hinweis auf diese Krebserkrankung und verschiedene weitere gesundheitliche Beein-
trächtigungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen 
an. Nach Vornahme der erforderlichen Abklärungen sprach ihm die die IV-Stelle Basel-

 

 
 
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Landschaft mit Verfügung vom 18. März 2011 für die Zeit vom 1. April bis 31. Juli 2010 eine 
befristete halbe Rente zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
Am 19. September 2011 meldete sich A.____ - wiederum unter Hinweis auf verschiedene ge-
sundheitliche Beeinträchtigungen - erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Mit Verfü-
gung vom 17. September 2012 trat die IV-Stelle jedoch auf dieses neue Leistungsbegehren 
nicht ein. Zur Begründung machte sie geltend, der Versicherte habe mit seinem neuen Gesuch 
nicht glaubhaft gemacht, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung 
wesentlich verändert hätten. Gegen diese Verfügung erhob A.____ Beschwerde beim Kantons-
gericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). In der Folge teilte die IV-Stelle 
dem Kantonsgericht mit, die erneute Überprüfung des Sachverhalts habe ergeben, dass für die 
Beurteilung des Gesundheitszustands des Versicherten weitere medizinische Abklärungen er-
forderlich seien. Man habe deshalb die Nichteintretensverfügung vom 19. September 2012 mit 
einer neuen Verfügung vom 4. Januar 2013 lite pendente „zwecks weiterer Abklärungen des 
medizinischen Sachverhaltes durch die IV-Stelle“ aufgehoben. Gestützt auf diese Ausführungen 
und einen entsprechenden Antrag der IV-Stelle schrieb das Kantonsgericht das Beschwerde-
verfahren (Verfahren-Nr. 720 12 320) mit Präsidialbeschluss vom 28. Februar 2013 als gegen-
standslos ab.  
 
Mehr als drei Jahre später - im Mai 2016 - liess A.____ der IV-Stelle durch seinen damaligen 
Rechtsvertreter verschiedene aktuelle Arztberichte einreichen. Aus denen ergebe sich, dass 
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands mehr als evident sei. Er ersuche deshalb 
um Ausrichtung der entsprechenden Leistungen. Gestützt auf die in der Folge vorgenommenen 
medizinischen Abklärungen erliess die IV-Stelle am 25. Oktober 2017 eine Verfügung, mit wel-
cher sie A.____ ab 1. Februar 2017 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100 % eine ganze 
Rente zusprach. Hiergegen erhob A.____ wiederum Beschwerde beim Kantonsgericht mit dem 
Begehren, es sei ihm bereits ab 1. August 2010 eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen. 
Mit Urteil vom 1. März 2018 hiess das Kantonsgericht diese Beschwerde in dem Sinne gut, als 
es die angefochtene Verfügung aufhob und die Angelegenheit - insbesondere im Hinblick auf 
die Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten für den Zeitraum zwischen 1. März 
2012 und 31. Januar 2017 - zur Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts an 
die IV-Stelle zurückwies.  
 
Nach Vornahme weiterer Abklärungen entschied die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren mit Verfügung vom 21. August 2019 erneut, dass A.____ (erst) ab 1. Februar 
2017 Anspruch auf eine ganze Rente habe. Gleichzeitig lehnte sie damit einen früher begin-
nenden Rentenanspruch des Versicherten ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 18. September 2019 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht. Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm 
zusätzlich zur ganzen Rente ab 1. Februar 2017 auch für den Zeitraum vom 1. März 2012 bis 
zum 31. Januar 2017 eine ganze Rente zuzusprechen. Nachdem das Kantonsgericht dem Ver-
sicherten - entsprechend seinem Ersuchen - die medizinischen Akten zur Einsichtnahme zuge-
stellt hatte, beantragte er innert der ihm eingeräumten Frist mit Beschwerdeergänzung vom 

 

 
 
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9. Oktober 2019 überdies, es seien bei Prof. Dr. med. C.____, Chefarzt, Spital D.____, und 
Dr. med. E.____, Innere Medizin FMH, weitere Berichte bezüglich seiner Cancer-related Fati-
gue einzuholen und es sei ihm für dieses Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege 
zu bewilligen.  
 
C. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2019 wies das Kantonsgericht das Gesuch des Be-
schwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mangels prozessualer Be-
dürftigkeit ab. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 9. Dezember 2019 beantragte die IV-Stelle die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 12. März 2020 zog das Kantonsgericht in Betracht, 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur nochmaligen Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts und anschliessender Neuentscheidung an die IV-Stelle zu-
rückzuweisen. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach der Be-
schwerde führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist, 
wenn eine rentenzusprechende Verfügung aufgehoben und die Sache zu weiterer Abklärung 
und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen werden soll (BGE 137 V 314), be-
schloss es, den Fall auszustellen und dem Versicherten vorab Gelegenheit zu geben, seine 
Beschwerde zurückzuziehen. 
 
F. Mit Eingabe vom 3. April 2020 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er die Beschwer-
de nicht zurückziehe. Gleichzeitig beantragte er, es sei Prof. Dr. C.____ als unabhängiger 
Sachverständiger zu beauftragen, ein internistisch-onkologisches Gutachten seines Gesund-
heitszustands zu erstellen, und es sei gestützt auf dieses unabhängige Gutachten zu entschei-
den.  
 
G. An der parteiöffentlichen Sitzung vom 12. März 2020, bei welcher der Beschwerdefüh-
rer als Zuhörer zugegen war, beriet das Kantonsgericht einlässlich über dessen Beschwerde. 
Der Fall wurde damals lediglich deshalb ausgestellt, weil dem Versicherten vor der Urteilsfäl-
lung noch die Möglichkeit eingeräumt werden musste, allenfalls seine Beschwerde zurückzu-
ziehen. In der Zwischenzeit erklärte der Versicherte am 3. April 2020, dass er an seinem 
Rechtsmittel festhalte. Auch wenn der Versicherte in dieser Eingabe einen zusätzlichen Verfah-
rensantrag zu den in Betracht gezogenen weiteren Abklärungen stellte, ist es unter den ge-
schilderten Umständen vertretbar, von der Ansetzung einer erneuten Urteilsberatung abzuse-
hen und den vorliegenden Entscheid mit derselben personellen Besetzung des Spruchkörpers 
auf dem Zirkulationsweg zu fällen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

 

 
 
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rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die Beschwerde des Versicherten vom 
18. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 

 

 
 
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erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

 

 
 
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gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
5.1 Mit Verfügung vom 25. Oktober 2017 hatte die IV-Stelle dem Versicherten unter Hin-
weis auf einen seit 18. Februar 2016 bestehenden Invaliditätsgrad von 100 % rückwirkend ab 
1. Februar 2017 eine unbefristete ganze Rente zugesprochen. In medizinischer Hinsicht stützte 
sie sich bei ihrem Entscheid im Wesentlichen auf die Arztberichte von Dr. E.____vom 7. Mai 
2016 und 5. Dezember 2016, der Klinik F.____ vom 28. April 2016, der Klinik G.____ vom 
17. August 2016 und des Spitals D.____ vom 2. Mai 2016 und 21. September 2016 sowie auf 
eine Beurteilung der medizinischen Akten durch Dr. med. H.____, Facharzt für Allgemeinmedi-
zin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 19. Juli 2017. Aus diesen medizini-
schen Unterlagen ergebe sich, so die Schlussfolgerung der IV-Stelle, dass der Versicherte auf-
grund verschiedenster, zum Teil schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigungen seit 18. Februar 
2016 in allen Tätigkeiten bis auf weiteres vollständig arbeitsunfähig sei. In seinem Urteil vom 
1. März 2018 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass diese vorinstanzliche Beweis-
würdigung nicht zu beanstanden sei, weshalb für die Zeit ab Februar 2016 bei der Beurteilung 
des Rentenanspruchs des Versicherten darauf abgestellt werden könne.  
 
5.2 Anders verhalte es sich, so das Kantonsgericht im genannten Urteil vom 1. März 2018 
weiter, hinsichtlich der schon damals umstrittenen Frage, wie sich die gesundheitliche Situation 
vor dem 18. Februar 2016 präsentiert habe. In Bezug auf diesen Zeitraum sei die IV-Stelle ihrer 
Abklärungspflicht nicht ausreichend nachgekommen. So sei sie der bereits im Gutachten der 
academy of swiss insurance medicine (asim) vom 1. Juli 2010 diagnostizierten Cancer-related 
Fatigue nicht nachgegangen, obwohl die asim-Gutachter eine internistisch-onkologische Beur-
teilung der Symptomatik postuliert hätten. Ebenso habe sie die Entwicklung der im damaligen 
Zeitraum beschriebenen depressiven Symptomatik nicht weiter abgeklärt. Diese Unterlassun-
gen seien umso stossender, als die IV-Stelle ihre in der vorliegenden Angelegenheit ursprüng-
lich ergangene Nichteintretensverfügung vom 19. September 2012 mit einer neuen Verfügung 
vom 4. Januar 2013 lite pendente „zwecks weiterer Abklärungen des medizinischen Sachver-

 

 
 
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haltes durch die IV-Stelle“ aufgehoben habe. Obwohl also sie selber in Bezug auf die Cancer-
related Fatigue und die depressive Symptomatik weitere medizinische Abklärungen für ange-
zeigt erachtet habe, seien solche in der Folge unterblieben. Die damalige Untätigkeit der IV-
Stelle führe dazu, dass eine Abklärung - insbesondere auch aufgrund der beim Versicherten in 
der Zwischenzeit zusätzlich aufgetretenen schweren Leiden - nunmehr deutlich schwieriger sei. 
Dies entlaste die IV-Stelle jedoch nicht von der Vornahme nachträglicher Abklärungen. Es ob-
liege ihr namentlich zu klären, bei wem der Versicherte im fraglichen Zeitraum in Behandlung 
gestanden habe, und durch Rückfragen und den Beizug medizinischer Akten bei den behan-
delnden Ärzten den damaligen Gesundheitszustand und seine Auswirkungen auf die Arbeitsfä-
higkeit retrospektiv zu beurteilen. 
 
5.3 In Nachachtung dieser Vorgaben im kantonsgerichtlichen Rückweisungsentscheid vom 
1. März 2018 zog die IV-Stelle die Akten der Krankenkasse des Versicherten bei. Zudem holte 
sie beim Hausarzt Dr. E.____ und bei Dr. med. I.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
Behandlungsberichte ein.  
 
6.1 Aus den Akten der Krankenkasse, die sämtliche Arztbesuche dokumentieren, geht 
hervor, dass die einzige regelmässige ärztliche Behandlung im vorliegend interessierenden 
Zeitraum von März 2012 bis zum 18. Februar 2016 durch den Hausarzt Dr. E.____ erfolgte. 
Ganz am Anfang der Zeitspanne fand noch eine fachpsychiatrische Behandlung bei Dr. I.____ 
statt, allerdings handelte es sich lediglich um drei Konsultationen zwischen März 2012 und Ok-
tober 2012. Für diesen Zeitraum attestierte dieser dem Versicherten eine mittelgradige depres-
sive Episode. In der Folgezeit ist während mehr als zwei Jahren keine fachpsychiatrische Be-
handlung mehr dokumentiert; ein weiterer und letzter Behandlungstermin bei Dr. I.____ findet 
sich erst unter dem Datum des 29. Dezember 2014. Der Facharzt hält dazu in seinem Schrei-
ben vom 2. Februar 2019 auf Frage der IV-Stelle fest, er wisse nicht mehr, weshalb sich der 
Versicherte Ende 2014 nochmals gemeldet habe. Aufgrund des Eintrags in der Krankenge-
schichte scheine die Stimmung des Patienten im Nachhinein gesehen sicher nicht depressiv 
gewesen zu sein. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er lediglich wenige Male beim 
Psychiater Dr. I.____ in Behandlung gewesen ist. Er macht diesbezüglich aber geltend, dass 
die psychiatrische Therapie im fraglichen Zeitraum durch seinen Hausarzt Dr. E.____ erfolgt 
sei. Der Hauptgrund dafür liege im Umstand, dass er mit diesem in seiner Muttersprache habe 
kommunizieren können. Aus den Unterlagen der Krankenkasse geht tatsächlich hervor, dass 
Dr. E.____ dem Versicherten regelmässig Antidepressiva verschrieben hat, sodass davon aus-
gegangen werden kann, dass ab 2012 die psychiatrische Grundversorgung durch den Hausarzt 
übernommen worden war. Der RAD-Arzt pract. med. J.____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, führt dazu in seiner Aktennotiz vom 22. Mai 2019 aus, die hausärztliche Behand-
lung allfälliger psychiatrischer Symptome ab 2012 habe sich im Wesentlichen auf die Abgabe 
zahlreicher Antidepressiva, Neuroleptika und Hypnotika sowie auf eine psychotherapeutische 
Beratung beschränkt. Eine neuerliche Überweisung an einen psychiatrischen Facharzt sei aber 
unterblieben. Fachpsychiatrisch sei somit seit 2012 nie mehr eine depressive Symptomatik mit 
einer dazugehörigen Diagnose festgestellt worden, was die vom Hausarzt diagnostizierte re-
zidivierende depressive Störung deutlich relativiere bzw. in Frage stelle. Im Übrigen habe 
Dr. E.____ diese Diagnose nicht nach ICD-10 kodiert und auch keinen Schweregrad der De-

 

 
 
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pression angegeben. Zu beachten sei ferner, dass allfällige depressive Symptome zumindest 
anteilig durch die regelmässig verordneten Hypnotika mitbedingt gewesen sein könnten. Als 
Fazit sei daher festzuhalten, dass im fraglichen Zeitraum anhand der dokumentierten Behand-
lungsumstände nicht auf eine relevante, die Arbeitsfähigkeit beeinflussende depressive Symp-
tomatik geschlossen werden könne.  
 
6.2 In seiner aus somatischer Sicht verfassten Stellungnahme vom 21. Mai 2019 wies der 
RAD-Arzt Dr. H.____ darauf hin, dass der behandelnde Arzt Dr. E.____ die volle Arbeitsunfä-
higkeit seines Patienten zwischen der asim-Begutachtung im Jahr 2010 und dem 18. Februar 
2016 hauptsächlich mit den subjektiv geklagten Beschwerden des Versicherten begründe. We-
sentliche somatische Beschwerden mit einer IV-relevanten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
in diesem Zeitraum würden auch jetzt nicht geltend gemacht. Selbst der damalige Rechtsvertre-
ter des Versicherten habe in seiner Beschwerde vom 31. Januar 2012 keine wesentlichen, kli-
nisch objektivierbaren somatischen Gründe angeführt, sondern seine Begründung auf die sub-
jektiv geklagten Beschwerden des Versicherten abgestellt, dies im Sinne einer von Dr. E.____ 
neu gestellten Diagnose einer Cancer-related Fatigue. Die neutralen asim-Guatchter hätten 
aber keine diesbezügliche wesentliche Symptomatik bzw. Diagnose bestätigen können. Aus 
somatischer Sicht könne demnach an allen früheren RAD-Stellungnahmen festgehalten wer-
den.  
 
6.3 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im We-
sentlichen auf die geschilderten Stellungnahmen ihrer RAD-Ärzte Dr. H.____ und pract. med. 
J.____ vom 21. und 22. Mai 2019. Sie ging demzufolge davon aus, dass ab Oktober 2012 keine 
fachärztliche psychiatrische Behandlung mehr stattgefunden habe, dass sich die medizinische 
Behandlung im vorliegend interessierenden Zeitraum zwischen März 2012 bis 18. Februar 2016 
auf die hausärztliche Betreuung beschränkt habe und dass der Versicherte während dieser Zeit 
mit den verbliebenen Restbeschwerden in der Lage gewesen sei, einer ganztägigen Tätigkeit 
nachzugehen. 
 
6.4.1 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden, soweit es um die 
Auswirkungen allfälliger psychischer Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten geht. In dieser Hinsicht stützte sich die IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-
gung zu Recht auf die Beurteilung des RAD-Arztes pract. med. J.____, wonach im fraglichen 
Zeitraum anhand der dokumentierten Behandlungsumstände nicht auf eine relevante, die Ar-
beitsfähigkeit beeinflussende depressive Symptomatik geschlossen werden könne. Diese Ein-
schätzung des RAD-Facharztes und die ihr zu Grunde liegende Begründung vermögen zu 
überzeugen, sodass - mit der Beschwerdegegnerin - darauf abgestellt werden kann. Es kann 
deshalb vollumfänglich auf die oben wiedergegebenen (vgl. E. 6.1 hiervor), schlüssigen Ausfüh-
rungen von pract. med. J.____ verwiesen und an dieser Stelle von Weiterungen hierzu abgese-
hen werden.  
 
6.4.2 Nicht gefolgt werden kann hingegen der vorinstanzlichen Beurteilung des somatischen 
Gesundheitszustands. Wie den Akten entnommen werden kann, hatte Prof. Dr. C.____ in sei-
nem Bericht vom 20. April 2012 explizit festgehalten, dass beim Versicherten die spezifischen 

 

 
 
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Kriterien für eine Cancer-related Fatigue erfüllt seien. In Anbetracht dieser ausdrücklich gestell-
ten Diagnose stehen die Fragen im Raum, ob und wie sich dieses Leiden damals und in den 
Folgejahren auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgewirkt hat. Eine entsprechen-
de Beurteilung hat fachärztlicherseits aus internistisch-onkologischer Sicht zu erfolgen. Im glei-
chen Sinne hatte bereits das asim-Gutachten vom 1. Juli 2010 festgehalten, dass die chroni-
sche Müdigkeit des Versicherten (zusätzlich) aus internistisch-onkologischer Sicht beurteilt 
werden sollte. Obwohl das Kantonsgericht in seinem Rückweisungsentscheid vom 1. März 
2018 auf diese Ausführungen der asim-Gutachter vom 1. Juli 2010 hingewiesen hatte, betraute 
die IV-Stelle in der Folge mit Dr. H.____ ausschliesslich einen Facharzt für Allgemeinmedizin 
mit der Prüfung und Beantwortung der aufgeworfenen Fragen. Auf dessen Einschätzung kann 
somit schon aus diesem Grunde nicht abgestellt werden. Dazu kommt, dass sich Dr. H.____ 
inhaltlich gar nicht mit den aufgeworfenen Fragen, ob und wie sich die diagnostizierte Cancer-
related Fatigue im hier interessierenden Zeitraum auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers ausgewirkt hat, befasst. Zudem geht er in seiner Aktennotiz vom 21. Mai 2019 fälschli-
cherweise von der Annahme aus, dass die Diagnose einer Cancer-related Fatigue "vom behan-
delnden Internisten Dr. E.____" gestellt worden sei. Unter diesen Umständen kann aber - ent-
gegen der Ansicht der IV-Stelle - in Bezug auf die hier interessierende Fragestellung klarer-
weise nicht auf die Einschätzung des Allgemeinmediziners Dr. E.____ abgestellt werden. Der 
medizinische Sachverhalt bedarf in somatischer Hinsicht einer nochmaligen spezialärztlichen 
Abklärung.  
 
6.5 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene medizinische Aktenlage - nach wie vor - 
keine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten für den hier interes-
sierenden Zeitraum vom März 2012 bis 18. Februar 2016 zulässt. Der relevante medizinische 
Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Insbesondere sind die Fragen, ob und wie sich 
die beim Versicherten ausdrücklich diagnostizierte Cancer-related Fatigue im hier interessie-
renden Zeitraum auf dessen Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hat, aus internistisch-onkologischer 
Sicht gutachterlich abklären zu lassen. Auch wenn sich die Beantwortung der aufgeworfenen 
Fragen retrospektiv - vor allem auch aufgrund des seit 18. Februar 2016 drastisch verschlech-
terten Gesundheitszustands des Versicherten und der seither verstrichenen Zeit - als schwierig 
erweisen dürfte, hat sich die IV-Stelle, an welche die Angelegenheit zurückzuweisen ist, um 
eine entsprechende Klärung zu bemühen. So dürfte es angezeigt sein, bei Dr. E.____ das voll-
ständige, den Zeitraum vom März 2012 bis 18. Februar 2016 betreffende Patientendossier des 
Versicherten beizuziehen. Allenfalls hat der internistisch-onkologische Gutachter, dem dieses 
Dossier nebst den gesamten IV-Akten vorzulegen ist, zusätzlich mit Dr. E.____ persönlich 
Rücksprache zu nehmen. Selbstverständlich steht es dem Gutachter auch frei, den Versicher-
ten persönlich zu befragen und allenfalls weitere, nützlich erscheinende fremdanamnestische 
Auskünfte einzuholen.  
 
6.6 Soweit der Versicherte in seiner abschliessenden Stellungnahme vom 3. April 2020 
beantragte, es sei Prof. Dr. C.____ als unabhängiger Sachverständiger zu beauftragen, ein in-
ternistisch-onkologisches Gutachten seines Gesundheitszustands zu erstellen und es sei ge-
stützt auf dieses unabhängige Gutachten zu entscheiden, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie 
vorstehend ausgeführt, hat die IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt in Bezug auf den hier 

 

 
 
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interessierenden Zeitraum bis anhin nur unvollständig abgeklärt, weshalb es ihre Aufgabe ist, 
für die erforderliche Aktenvervollständigung zu sorgen. Zudem übersieht der Beschwerdeführer, 
dass ihn Prof. Dr. C.____ im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bereits einmal aus fachärztli-
cher Sicht untersucht und einen Bericht zu seinem Gesundheitszustand verfasst hat. Aus die-
sem Grund würde der vorgeschlagene Experte vorliegend wohl ohnehin nicht (mehr) als unab-
hängiger Gerichtsgutachter in Frage kommen.  
 
6.7 Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne 
gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 21. August 2019 aufzuheben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 
 
7. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Ange-
legenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei 
als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 
und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Beim vorliegenden Prozessausgang sind 
deshalb die Verfahrenskosten der IV-Stelle zu auferlegen.  
 
8. Gemäss Art. 90 BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an 
das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig 
eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zustän-
digkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil 
bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort 
einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten 
für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den 
Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen 
Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt 
auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehre-
ren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. 
E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-

 

 
 
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gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 21. August 2019 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 

 

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