# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a7bdd3b-2aff-517a-a01c-d5b423cb04c1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.03.2010 BB.2010.13
**Docket/Reference:** BB.2010.13
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2010-13_2010-03-23

## Full Text

Nichtfolgegebung einer Anzeige (Art. 100 Abs. 3 BStP).;;Nichtfolgegebung einer Anzeige (Art. 100 Abs. 3 BStP).;;Nichtfolgegebung einer Anzeige (Art. 100 Abs. 3 BStP).;;Nichtfolgegebung einer Anzeige (Art. 100 Abs. 3 BStP).

Entscheid vom 23. März 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., 

 
Beschwerdeführer 

 
 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Nichtfolgegebung einer Anzeige 
(Art. 100 Abs. 3 BStP) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2010.13 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- der Beschwerdeführer am 18. Januar 2010 bei der Bundesanwaltschaft 
verschiedene Auskunftsbegehren stellte, welche diese am 1. Februar 2010 
beantwortete bzw. zur Beantwortung an das Bundesamt für Polizei weiter-
leitete (act. 1.3 und 1.4); 
 

- der Beschwerdeführer am 18. Februar 2010 bei der Bundesanwaltschaft of-
fenbar gegen verschiedene Behördenmitglieder des Kantons Luzern wegen 
Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB) und/oder Amtsmissbrauch 
(Art. 312 StGB) Strafanzeige einreichte; 

 
- die Bundesanwaltschaft dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

10. März 2010 mitteilte, dass sie sich mangels Zuständigkeit nicht mit der 
Angelegenheit befassen könne, und die Strafanzeige an die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Luzern weiterleitete (act. 1.1); 

 
- der Beschwerdeführer am 15. März 2010 mit „staatsrechtlicher Beschwer-

de“ hiergegen sowie gegen ein Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern 
vom 29. Oktober 2009 an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts gelangte und nebst verschiedenen Auskünften, die Untersuchung der 
durch Behördenmitglieder des Kantons Luzern angeblich begangenen Ur-
kundenfälschung sowie die Rückweisung der Sache an die Bundesanwalt-
schaft zur Neubeurteilung verlangte (act. 1); 

 
- das Bundesstrafgericht nicht für die Überprüfung kantonaler Strafurteile zu-

ständig ist; 
 

- die Nichtfolgegebung einer Anzeige durch die Bundesanwaltschaft gemäss 
Art. 100 Abs. 5 BStP nur vom Opfer im Sinne von Art. 1 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe von Opfer von Straftaten 
(Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) angefochten werden kann; 

 
- hinsichtlich der vom Beschwerdeführer zur Anzeige gebrachten Delikte kei-

nerlei unmittelbare Beeinträchtigung seiner körperlichen, psychischen oder 
sexuellen Integrität erkennbar ist, weswegen er über keine Opfereigen-
schaft gemäss Art. 1 Abs. 1 OHG und somit über keine Legitimation zur 
Beschwerdeführung verfügt; 

 

- 3 - 

 

 

- sich die Beschwerde daher als sofort unzulässig erweist und auf die Einho-
lung weiterer Stellungnahmen verzichtet wird (Art. 219 Abs. 1 BStP e 
contrario); 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichts-

kosten zu tragen hat (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG); 
 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 245 Abs. 2 BStP und 
Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren 
vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32); 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 23. März 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.