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**Case Identifier:** e760b015-c9d6-53e5-b24f-fe13e0d69f07
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.05.2020 810 19 241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-241_2020-05-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. Mai 2020 (810 19 241) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Umweltschutz, Wasser, Energie 

 

 

Kostenverteilung nach USG 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin 
Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Prof. Dr. Beatrice 
Wagner Pfeifer, Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Kostenverteilung nach USG (RRB Nr. 1171 vom 3. September 2019) 
 
 
 
A. Die Unterstation B.____ wurde ab dem Jahr 1930 auf der Parzelle Nr. XX, Grundbuch 
(GB) B.____, erstellt. Seit Anbeginn wurde auf der Parzelle eine Unterstation zur Abtransformie-
rung und Weiterleitung von Strom betrieben. Im Jahr 1969 wurde die ehemalige Parzelle Nr. XX 
im Rahmen eines Landkaufs in zwei Parzellen aufgeteilt. Der westliche Teil wurde zur Nr. YY, 
GB B.____, der östliche Teil behielt die Nr. XX, GB B.____. Eigentümerin der Parzelle Nr. YY 
ist heute die A.____ AG. Eigentümer der Parzelle Nr. XX sind heute die C.____. Auf der heuti-
gen Parzelle Nr. YY befindet sich seit den 1930er Jahren eine Unterstation. Am 5. Juli 1968 

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explodierte in Folge eines Blitzschlags ein Transformator (Trafo 2). Als Folge davon versicker-
ten 3'500 Liter Isolieröl ins Erdreich. Betroffen war die Parzelle Nr. YY. Im Rahmen von damali-
gen Sofortmassnahmen wurde ein Teil des kontaminierten Erdreichs ausgehoben und entsorgt. 
Des Weiteren wurden im Umfeld der Unfallstelle mehrere Grundwassermessstellen errichtet 
und wurde das Grundwasser während einiger Jahre periodisch beprobt und überwacht. Die 
Überwachung wurde 1971 in Rücksprache mit der zuständigen Behörde eingestellt, da zu kei-
nem Zeitpunkt auffällige Schadstoffgehalte im Grundwasser gemessen worden waren.  
 
B. Im Rahmen der Erhebung des Amtes für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-
Landschaft (AUE) zur Erstellung des Katasters der belastenden Standorte Basel-Landschaft 
(KbS) und nachdem die A.____ AG (ehemals D.____ AG) einen Erhebungsbogen für den Un-
fallstandort mit der Nr. ZZZ1 erhalten hatte, informierte das AUE die A.____ AG mit Schreiben 
vom 26. März 2008 betreffend definitiven Katastereintrag, dass die Parzelle Nr. YY infolge des 
Unfalls im KbS definitiv mit der Nr. ZZZ1 als belastet eingetragen werden solle. Zudem sollten 
die Parzellen Nr. YY und XX als Betriebsstandorte wegen der Nutzung als Unterwerk im KbS 
eingetragen werden. Mit jeweiligen Schreiben vom 20. Juli 2009 betreffend definitiven Katas-
tereintrag als Betriebsstandort mit der Nr. ZZZ2 wurden die A.____ AG und die C.____ (bzw. 
ihre Vorgängerin: die E.____) informiert, dass ihr jeweiliges Grundstück als belastet mit Unter-
suchungsbedarf im KbS eingetragen werden solle. Die C.____ (bzw. die E.____) informierten 
das AUE mit Schreiben vom 20. August 2009, dass sie nach Prüfung der Unterlagen zum 
Schluss gekommen seien, dass eine historische und technische Untersuchung zwingend not-
wendig sei, und stellten aus diesem Grund das Gesuch um Sistierung des Verfahrens betref-
fend definitiven Katastereintrag bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse. Mit Schreiben 
vom 27. August 2009 teilte das AUE der A.____ AG unter dem Betreff "Betriebsstandort 
Nr. ZZZ2 und Unfallstandort Nr. ZZZ1" mit, dass es für das weitere Vorgehen auch im Hinblick 
auf das geplante Bauvorhaben eine Abklärung gemäss der Verordnung über die Sanierung von 
belasteten Standorten (Altlasten-Verordnung, AltlV) vom 26. August 1998 vorsehe, welche in 
einer ersten Phase eine historische Untersuchung umfasse. Da die Nachbarsparzelle Nr. XX 
ebenfalls vom Standort betroffen sei und sich die Eigentümerin beim AUE bereits gemeldet ha-
be, empfehle das AUE den zwei Eigentümerinnen ein gemeinsames Vorgehen. Der Eintrag im 
öffentlichen Kataster der belasteten Standorte werde bis auf Weiteres sistiert.  
 
C. Ausgelöst durch das geplante Bauvorhaben, die damals bestehende Freiluftanlage 
durch eine geplante kompakte gasisolierte Schaltanlage (GIS) zu ersetzen, wurde im Herbst 
2010 im Auftrag der A.____ AG und der C.____ eine historische Untersuchung durchgeführt. 
Der Bericht des Fachbüros F.____ AG vom 16. November 2010 sowie das Pflichtenheft für die 
anschliessende technische Untersuchung wurden dem AUE, Fachstelle Altlasten, zur Stellung-
nahme zugestellt. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2010 wurde das weitere Vorgehen mit Er-
gänzungen gutgeheissen. Die technische Untersuchung des Standortes erfolgte in insgesamt 
drei Etappen im Zeitraum von 2011 bis 2016. Es wurden unterschiedliche Teilbereiche beider 
Standorte untersucht. Die Ergebnisse sind in den Berichten der F.____ AG vom 31. Oktober 
2011, 19. Februar 2015 und 11. April 2016 dargestellt.  
 

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D. Der Bericht der ersten Etappe wurde der Fachstelle Altlasten im Februar 2013 zur Stel-
lungnahme eingereicht. Diese hielt im Schreiben vom 29. Mai 2013 einleitend fest, dass der 
Betriebsstandort Nr. ZZZ2 und der Unfallstandort Nr. ZZZ1 als untersuchungsbedürftig einge-
stuft worden seien, der Eintrag jedoch jeweils sistiert worden sei. Im Rahmen eines aktuellen 
Neubauprojektes sei die technische Untersuchung gemäss Pflichtenheft vom 18. November 
2010 durchgeführt worden, allerdings nur in Form einer ersten Etappe. Nicht untersucht worden 
seien der Verdachtsbereich A (Schopf) sowie der eigentliche Unfallbereich. Weiter führte die 
Fachstelle Altlasten aus, dass aller Voraussicht nach weder für den Unfall- noch für den Be-
triebsstandort ein Überwachungs- oder Sanierungsbedarf bestehe. Begründet wurde dies da-
mit, dass in den fünf Grundwassermessstellen im Abstrombereich der beiden Standorte (Mess-
punkt 112.P.3 umfasste den unmittelbaren Abstrom des Unfallstandorts, die anderen Messstel-
len umfassten den Abstrom des gesamten Betriebsstandortes) keine erhöhten Gehalte an Koh-
lenwasserstoffen (KW), polychlorierten Biphenylen (PCB) oder Schwermetallen ermittelt worden 
seien.  
 
E. Weiter erstellte die F.____ AG ein Überwachungs-, Alarm- und Bereitschaftsdispositiv 
(Bericht vom 11. April 2016, nachfolgend Überwachungskonzept) sowie ein Vorgehens- und 
Entsorgungskonzept (Bericht vom 12. April 2016, nachfolgend Entsorgungskonzept) für den 
Rückbau und die Aushubarbeiten. Im Bericht vom 12. April 2016 wird ausgeführt, dass der Un-
tergrund am Standort aus siltigem, sandigen Kies gebildet werde, der bereichsweise verhärtet 
sei und in den vereinzelten Siltlagen eingelagert sei. Der eigentliche Grundwasserspiegel werde 
etwa 9 m unter Terrain angetroffen. Allerdings staue sich Wasser auch lokal auf Siltlagen sowie 
auf dem verhärteten Kieshorizont. Des Weiteren wird erklärt, dass für die Untersuchung der 
Restbelastung vom Ölunfall von 1968 im Bereich um den havarierten Trafo 2 aus Platz- und 
Sicherheitsgründen habe abgewartet werden müssen, bis die beiden zuletzt betriebenen Trafos 
ausser Betrieb seien. Nach Abschalten und Rückbau der beiden Trafos habe diese Untersu-
chung am 10./11. März 2016 schliesslich durchgeführt werden können. Mit den Sondierungen 
sei unmittelbar beim ehemaligen Trafostand noch eine massive Belastung mit Öl festgestellt 
worden. Gestützt auf die vorangehenden Untersuchungen für das Entsorgungskonzept ging das 
Fachbüro davon aus, dass bei der Ölverunreinigung von einer etwa konzentrischen Ausdeh-
nung von 12 - 15 m Durchmesser um den Trafostandplatz auszugehen sei. Die Ölverunreini-
gung reiche bis in eine Tiefe von maximal 2.4 - 2.5 m unter Gelände, wo sie auf einer 50 - 
60 cm mächtigen Silt- bis Feinsandlage gestaut werde. Der Schotter unterhalb dieser Lage sei 
visuell und geruchlich unauffällig. Des Weiteren sei aufgrund der Untersuchungen klar, dass der 
seinerzeit havarierte Trafo kein PCB-haltiges Trafoöl enthalten habe. Im Bericht vom 11. April 
2016 wurde zudem festgehalten, "es besteht das Risiko von dem nicht untersuchten Bereich, 
dass die Ausdehnung der Verunreinigung noch grösser ist als angenommen." Des Weiteren 
wurde ausgeführt, dass die vom damaligen Trafounfall noch im Untergrund verbliebenen Belas-
tungen mit Trafoöl entfernt würden, um eine Entlassung aus dem KbS zu erreichen. Jeder Ein-
griff in den Untergrund über Grundwasservorkommen berge die Gefahr einer Grundwasserver-
unreinigung, auch wenn alle gesetzlich geforderten Vorkehrungen getroffen würden. In der 
Plangenehmigungsverfügung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) werde des-
halb u.a. verlangt, dass das gesamte Projekt durch einen Hydrologen zu begleiten sei. Des 
Weiteren müssten ein situationsgerechtes Überwachungs-, Alarm- und Bereitschaftsdispositiv 

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sowie ein Unfalldispositiv erarbeitet und vor Beginn der Arbeiten dem ESTI eingereicht werden. 
Da vorgesehen sei, sämtliche Verunreinigungen zu entfernen, sei eine Gefährdung des Grund-
wassers allein auf den Zeitraum der damit verbundenen Aushubarbeiten beschränkt. Relevant 
für das Grundwasser könne allenfalls die verbliebene Restbelastung mit Öl im Bereich um den 
damals havarierten Trafo sein. Die übrige auf dem Betriebsstandort festgestellte Belastung be-
schränke sich auf schwerlösliche Schwermetalle und zudem ausschliesslich auf die obersten 
Bodenschichten. Ein Auswaschen infolge Niederschläge in den tieferen Untergrund oder gar ins 
Grundwasser sei ausgeschlossen. Ebenfalls wird ausgeführt, dass die Aushubarbeiten im Be-
reich des ehemaligen Unfallstandortes nur bei trockener Witterung durchgeführt würden.  
 
F. Die Rückbauarbeiten auf dem Areal erfolgten gestützt auf die Plangenehmigungsverfü-
gung des ESTI vom 16. Mai 2013 von Mai 2016 bis Juli 2017. Anfangs 2016 wurde der Betrieb 
der alten Freiluftschaltanlagen des Unterwerks eingestellt und diese wurden durch moderne 
gasisolierte Schaltanlagen ersetzt. Im November 2016 stellte das Fachbüro während der Aus-
hubarbeiten fest, dass die Ölverunreinigung wahrscheinlich eine deutlich grössere Ausdehnung 
habe als angenommen. Es habe sich gezeigt, dass insbesondere in Bereichen, wo die Lehm-
schicht durch den Aushub für Fundamente teilweise gar nicht mehr existent gewesen sei, das 
Öl mehrere Meter tief (bis ca. 7.5 m unter dem ehemaligen Gelände) in die darunterliegenden 
Schotter eingedrungen sei. In diesem Zusammenhang nahm das Fachbüro Kontakt mit der 
Fachstelle Grundwasser auf und liess dieser am 9. sowie am 16.  Dezember 2016 je ein Memo 
zukommen. Aus diesen Memos ergibt sich, welche Vorkehrungen betreffend Schutz des 
Grundwassers während des von der Bauherrschaft vorgesehenen längeren Arbeitsunterbruchs 
(von 22. Dezember 2016 bis 22. Januar 2017) mit der Fachstelle Grundwasser vereinbart wor-
den waren. Das Fachbüro stellte am 16. März 2017 bei der Fachstelle Grundwasser mündlich 
das Gesuch um eine Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser, um die unerwartet tief in den 
Untergrund eingedrungenen Belastungen im Schwankungsbereich des Grundwassers auszu-
heben. Die gewässerschutzrechtliche Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser wurde um-
gehend mündlich erteilt und mit Bewilligung vom 24. März 2017 bestätigt. Ein weiteres Memo 
der F.____ AG vom 2. Mai 2017 zeigte der Fachstelle Grundwasser den Stand der Arbeiten auf. 
Bei den Aushubarbeiten wurde das gesamte belastete Material auf der Parzelle Nr. YY entfernt 
(Totaldekontamination).  
 
G. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2017 stellte die A.____ AG bei der Fachstelle Altlasten 
ein Gesuch um Kostenverteilung für die im Rahmen der Totaldekontamination entstandenen 
Kosten. Darin beantragte sie, es sei der Zustandsstöreranteil der Gesuchstellerin auf maximal 
5 % der Kosten für altlastenrechtlich notwendige Massnahmen festzusetzen (1). Die restlichen 
Kosten seien der Einwohnergemeinde G.____ als Verhaltensstörerin, eventualiter dem Kanton 
H.____ oder den C.____, aufzuerlegen (2). Zudem beantragte die Beschwerdeführerin, es sei 
vorfrageweise festzustellen, dass hinsichtlich des Unfallstandorts ZZZ1 ein Sanierungsbedarf 
im Sinne der AltlV bestanden habe (3). In der Begründung des Gesuchs erklärte die Beschwer-
deführerin, es seien für Untersuchungs-, Überwachungs- und Sanierungsmassnahmen Kosten 
in der Höhe von Fr. 3'719'788.-- angefallen, für welche die Kostenverteilung nach Art. 32d USG 
verlangt werde. Sie hielt fest, dass sich das Kostenverteilungsgesuch auf die Massnahmenkos-
ten betreffend den Unfallstandort beschränke. Dem Gesuch waren der Schlussbericht der 

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F.____ AG vom 15. November 2017 zur Aushubbegleitung (nachfolgend Aushubbericht) sowie 
ein Bericht der I.____ AG vom 24. November 2017 über eine Grundwassermodellierung und 
Gefährdungsabschätzung (nachfolgend Modellierung) beigelegt. Gleichzeitig stellte die A.____ 
AG ein Gesuch auf Entlassung der Parzellen Nr. YY und XX aus dem KbS. Im Aushubbericht 
vom 15. November 2017 wird festgehalten, dass in der Kalenderwoche 4/2017 die Arbeiten 
wieder aufgenommen worden seien und sich dabei herausgestellt habe, dass die Verunreini-
gungen grösser als erwartet gewesen seien. Da befürchtet habe werden müssen, dass sich die 
Ölverunreinigung bis ins Grundwasser ausgedehnt habe, sei bei der Fachstelle Grundwasser 
vorsorglich um eine Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser ersucht worden, welche am 
24. März 2017 schriftlich bestätigt worden sei. Tatsächlich habe sich bei den anschliessenden 
Aushubarbeiten gezeigt, dass auch das Material im Grundwasser belastet gewesen sei. Die 
Belastung der Schotter im Grundwasser sei sogar noch deutlich höher als die der Schotter der 
ungesättigten Zone gewesen. Eine Sondage im Grundwasser durch die Belastung hindurch 
habe ergeben, dass sie maximal auf die obersten 0.8 m unter dem Grundwasserspiegel, d.h. 
auf den Grundwasserschwankungsbereich beschränkt gewesen sei. In der Kalenderwoche 
11/2017 sei die Baugrube bis unmittelbar auf den Grundwasserspiegel in 9 m Tiefe unter Ge-
lände abgeteuft gewesen. Die F.____ AG kam im Bericht zum Schluss, dass die Lehmschicht 
an zahlreichen Orten durch die Erstellung von Fundamenten für Masten, Gerüste und Trafo-
standorte durchbrochen worden sei, die in den tieferen Untergrund fundiert gewesen seien. An 
diesen Orten habe das Öl punktuell in den unter der Lehmschicht liegenden Schotter gelangen 
können und habe sich von dort aus diffus ausgebreitet bzw. sei punktuell sogar in den Schwan-
kungsbereich des Grundwassers vorgedrungen, wo es auf dem Wasser gestaut worden sei. Im 
Schwankungsbereich des Grundwassersspiegels habe sich das Öl schliesslich angereichert 
und lateral ausgebreitet. Daraus resultiere eine etwa 0.8 m mächtige stark verölte Kiesschicht. 
Die Fläche der stark verölten Kiesschicht (Hotspot) im Schwankungsbereich des Grundwasser-
spiegels habe rund 300 m2 erreicht. Bei einer Mächtigkeit von rund 0.8 m habe dies ein Volu-
men von rund 240 m3 stark verunreinigtem Kies ergeben. Die F.____ AG kam zum Schluss, 
dass mindestens 18'000 Liter Öl ausgetreten seien. Des Weiteren führte sie aus, dass die 
Abstrommessstelle für die Überwachung des direkten Abstroms nicht optimal gelegen habe. 
Möglicherweise würden die geringen in der Messstelle 112.P.3 nachgewiesenen KW-
Konzentrationen genau daran liegen, dass die Bohrung nicht an der optimalen Position erstellt 
gewesen sei. Im Zustrom von 112.P.3 habe die Hauptverunreinigung oberhalb der Lehmschicht 
gelegen, die die Messstelle wohl kleinräumig vor einem Eintrag abgeschirmt habe, während 
westlich davon die Verunreinigung bis ins Grundwasser habe vordringen können. Es sei durch-
aus möglich bzw. wahrscheinlich, dass eine deutlich massivere Belastung im Grundwasser 
festgestellt worden wäre, wenn die Abstrommessstelle seinerzeit einige Meter weiter westlich 
erstellt worden wäre. Dies werde durch eine Modellierung der Schadstofffahne bestätigt. Eine 
Quantifizierung sei jedoch äusserst schwierig und spekulativ.  
 
H. Mit zwei separaten Schreiben vom jeweils 2. Mai 2018 teilte das AUE, Fachstelle Altlas-
ten, der A.____ AG mit, dass aufgrund der erfolgreichen Entfernung aller Belastungen sowohl 
der Betriebsstandort (Standort Nr. ZZZ2) als auch der Unfallstandort (Standort Nr. ZZZ1) nicht 
im KbS eingetragen würden. In einem dritten Schreiben vom 2. Mai 2018 teilte das AUE der 
A.____ AG mit, dass dem Kostenverteilungsgesuch nicht entsprochen werden könne, da kein 

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altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf für den Unfallstandort bestanden habe. Lediglich die Kos-
ten für die altlastenrechtlich notwendigen Massnahmen, also die altlastenrechtliche Voruntersu-
chung des Standorts, könnten gemäss Art. 32d des Bundesgesetzes über den Umweltschutz 
(Umweltschutzgesetz, USG) vom 7. Oktober 1983 zwischen Zustands- und Verhaltensstörer 
verteilt werden. Die Stellungnahme der Abteilung Altlasten sei dem Bundesamt für Umwelt 
(BAFU) vorgelegt worden. Dieses sei ebenso zum Schluss gekommen, dass kein Sanierungs-
bedarf vorgelegen habe. Die Fachstelle Altlasten wies die A.____ AG darauf hin, dass sie eine 
Feststellungsverfügung verlangen könne, wenn sie mit dieser Stellungnahme nicht einverstan-
den sei.  
 
I. Mit Schreiben vom 26. September 2018 ersuchte die A.____ AG um Erlass einer Fest-
stellungsverfügung betreffend ihr Gesuch um Kostenverteilung nach Art. 32d USG.  
 
J. Mit Feststellungsverfügung vom 14. Januar 2019 kam das AUE zum Schluss, dass zu 
keinem Zeitpunkt ein Sanierungsbedarf bestanden habe, weshalb die angefallenen Kosten für 
die Entfernung des belasteten Untergrunds nicht gemäss Art. 32d USG verteilt werden könnten. 
Lediglich die Kosten für die altlastenrechtlich notwendigen Massnahmen, also für die altlasten-
rechtliche Voruntersuchung des Standortes, könnten gemäss Art. 32d USG zwischen Zustands- 
und Verhaltensstörer verteilt werden.  
 
K. Gegen diese Verfügung erhob die A.____ AG, vertreten durch Iris Schmid und Lorenz 
Lehmann, Rechtsanwälte, mit Eingabe vom 25. Januar 2019 Beschwerde beim Regierungsrat 
des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Sie beantragte, die Verfügung sei unter o/e-
Kostenfolge aufzuheben. Weiter sei festzustellen, dass ein altlastenrechtlicher Sanierungsbe-
darf vorliege. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  
 
L. Mit Beschluss Nr. 1171 (RRB) vom 3. September 2019 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde vollumfänglich ab. Zusammengefasst hielt der Regierungsrat fest, dass die A.____ 
AG unter Missachtung der altlastenrechtlichen Verfahrensregeln einen freiwilligen Komplettaus-
hub am Standort vorgenommen habe. Es habe weder eine schädliche noch lästige Einwirkung 
noch eine konkrete Gefahr einer solchen vorgelegen. Es handle sich beim vorliegenden Stand-
ort nicht um einen ursprünglich sanierungsbedürftigen belasteten Standort gemäss Art. 2 Abs. 2 
AltlV. Aus all diesen Gründen sei es nicht möglich, "die im Rahmen des Totalaushubs angefal-
lenen Kosten nach Art. 32d USG geltend zu machen."  
 
M. Gegen diesen Regierungsratsbeschluss erhob die A.____ AG, nunmehr vertreten durch 
Prof. Dr. Beatrice Wagner Pfeifer, Rechtsanwältin, mit Eingabe vom 13. September 2019 beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde. 
Sie beantragte, es sei der Regierungsratsbeschluss Nr. 1171 vom 3. September 2019 aufzuhe-
ben. Des Weiteren sei das AUE anzuweisen, betreffend Parzelle Nr. YY, ehemaliger KbS-
Unfallstandort Nr. ZZZ1, B.____, ein Kostenverteilungsverfahren durchzuführen; unter o/e-
Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdegegners. Mit Eingabe vom 8. November 2019 reichte 
die Beschwerdeführerin die Beschwerdebegründung ein.  
 

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N. Mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2020 beantragte der Regierungsrat, vertreten 
durch die Rechtsabteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
O. Mit präsidialer Verfügung vom 25. Februar 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegen-
heit gegeben. Die Beschwerdeführerin ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier nicht 
vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Unbestritten ist, dass es vorliegend allein um den Unfallstandort ZZZ1 geht und es sich 
bei diesem um einen belasteten Standort gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. c AltlV handelte. Der Standort 
konnte aufgrund der Entfernung der Schadstoffbelastung im Rahmen des Bauvorhabens ab-
schliessend als unbelastet klassiert werden. Der anfänglich sistierte Eintrag im KbS wurde des-
halb zu Recht endgültig gelöscht. Strittig ist, wer für die angefallenen Kosten des erfolgten To-
talaushubs aufzukommen hat. Vorweg stellt sich jedoch die Frage, ob das AUE zu Recht kein 
Kostenverteilungsverfahren eröffnet hat, sondern in Bezug auf die Aushubkosten eine Feststel-
lungsverfügung erlassen und in Bezug auf die Kosten für die altlastenrechtliche Voruntersu-
chung die Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens nach Einreichung der entsprechenden 
Belege durch die Beschwerdeführerin in Aussicht gestellt hat. 
 
4.1.1. In seiner Feststellungsverfügung hat das AUE festgehalten, dass zu keinem Zeitpunkt 
ein Sanierungsfall bestanden habe. Da der Standort nicht sanierungsbedürftig gewesen sei, 
könnten die angefallenen Kosten für die Entfernung des belasteten Untergrunds nicht gemäss 
Art. 32d USG verteilt werden. Lediglich die Kosten für die altlastenrechtlich notwendigen Mass-
nahmen, also für die altlastenrechtliche Voruntersuchung des Standortes, könnten gemäss 
Art. 32d USG zwischen Zustands- und Verhaltensstörer verteilt werden. Die Beschwerdeführe-
rin macht erstmals vor Kantonsgericht geltend, das AUE hätte das Kostenverteilungsverfahren 
nicht vorweg auf die Voruntersuchungskosten beschränken dürfen. Es hätte auf das Kostenver-

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teilungsgesuch vollumfänglich eintreten müssen und alsdann bei der materiellen Beurteilung 
entscheiden müssen, welche Kosten zu berücksichtigen seien und welche nicht. Die Beschwer-
deführerin erklärt, dass sich die vorliegende Beschwerde deshalb ausschliesslich auf die Pflicht 
zur Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens, d.h. auf die Eintretensfrage, zu beziehen ha-
be, und verlangt die Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens.  
 
4.1.2. Art. 32d USG statuiert, dass der Verursacher die Kosten für notwendige Massnahmen 
zur Untersuchung, Überwachung und Sanierung belasteter Standorte trägt (Abs. 1). Er regelt 
die Verteilung der Kosten bei der Beteiligung mehrerer Verursacher (Abs. 2). Die Behörde er-
lässt eine Verfügung über die Kostenverteilung, wenn ein Verursacher dies verlangt oder die 
Behörde die Massnahmen selber durchführt (Abs. 4). Gemäss Art. 36 USG obliegt der Vollzug 
dieses Bereichs des USG den Kantonen. Der Klarheit halber wird hier vorweg festgehalten, 
erstens dass ein belasteter Standort nicht zugleich auch ein sanierungsbedürftiger Standort ist 
(vgl. Urteil des BGer 1C_282/2016, 1C_249/2016 vom 21. Februar 2018 E. 2.1 f.; Urteil des 
BGer 1C_366/2015 vom 4. Juli 2016 E. 3.1 ff.) und zweitens dass aufgrund des Untersu-
chungsbedarfs eines Standorts grundsätzlich ein Anspruch auf Kostenverteilung der Kosten für 
die durchgeführten altlastenrechtlichen Voruntersuchungen besteht, hingegen nur ein Anspruch 
auf Kostenverteilung bezüglich der Sanierungskosten besteht, sofern zusätzlich ein Sanie-
rungsbedarf vorliegt.  
 
4.2.1. Im Kostenverteilungsgesuch vom 15. Dezember 2017 hatte die Beschwerdeführerin die 
vorfrageweise Feststellung des Sanierungsbedarfs verlangt. Begründet wurde das Gesuch da-
mit, es seien für Untersuchungs-, Überwachungs- und Sanierungsmassnahmen Kosten in der 
Höhe von Fr. 3'719'788.-- angefallen, für welche die Kostenverteilung nach Art. 32d USG zu 
erfolgen habe.  
 
4.2.2. Das AUE lehnte das Kostenverteilungsgesuch der Beschwerdeführerin mit Schreiben 
vom 2. Mai 2018 mit der Begründung ab, ein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf für den Un-
fallstandort habe nicht bestanden. Das BAFU sei ebenso zum Schluss gekommen, dass kein 
Sanierungsbedarf vorgelegen habe. Lediglich die Kosten für die altlastenrechtlich notwendigen 
Massnahmen, also die altlastenrechtliche Voruntersuchung des Standorts, könnten gemäss 
Art. 32d USG zwischen Zustands- und Verhaltensstörer verteilt werden. Zur Verteilung der Vor-
untersuchungskosten gemäss Art. 32d USG müsse die Beschwerdeführerin ein entsprechen-
des Gesuch mit den notwendigen Belegen einreichen. Aus dem Schreiben des AUE vom 2. Mai 
2018 und dessen Feststellungsverfügung vom 14. Januar 2019 ist zu schliessen, dass es in 
Bezug auf die Kosten für die altlastenrechtliche Voruntersuchung des Standorts ein Kostenver-
teilungsverfahren eröffnen wird, sobald die Beschwerdeführerin ein entsprechendes Gesuch mit 
den notwendigen Belegen eingereicht hat.  
 
4.2.3. Im Verfahren vor dem Regierungsrat blieb die Feststellung des Sanierungsbedarfs 
Streitgegenstand. Der Regierungsrat stellt sich wie das AUE auf den Standpunkt, dass eine 
Verteilung der Kosten für die altlastenrechtlich notwendigen Untersuchungsmassnahmen nicht 
bestritten werde. Strittig sei hingegen, wer für die angefallenen Kosten des Totalaushubs aufzu-
kommen habe. In seiner Vernehmlassung vom 13. Januar 2020 bestätigt der Regierungsrat, 

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dass das AUE das Kostenverteilungsverfahren mit Bezug auf die altlastenrechtlich notwendigen 
Untersuchungsmassnahmen an die Hand nehmen werde, sobald das vorliegende Verfahren vor 
Kantonsgericht abgeschlossen sei.  
 
4.3. Die Frage nach dem Sanierungsbedarf war demnach Gegenstand des verwaltungsinter-
nen Verfahrens. Wäre ein Sanierungsbedarf bejaht worden, hätten die Kosten für die Sanie-
rungsmassnahmen und damit insbesondere die Kosten für die Entfernung des belasteten Un-
tergrunds nach Art. 32d USG verteilt werden können.  
 
4.4. Damit eine Kostenverteilung nach Art. 32d USG für die Sanierung eines Grundstückes 
und somit wie vorliegendenfalls für die Entfernung des belasteten Untergrunds (nicht für die 
Voruntersuchung) vorgenommen werden kann, muss ein Sanierungsbedarf bestehen. Es 
machte demzufolge durchaus Sinn, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch vorfragewei-
se geklärt haben wollte, ob ein Sanierungsbedarf bestehe. Das AUE und der Regierungsrat 
haben den Anträgen der Beschwerdeführerin entsprechend vorerst die Frage des Sanierungs-
bedarfs behandelt und, da sie einen solchen verneint haben, das Nichtbestehen des Sanie-
rungsfalls festgestellt. Es entspricht der Prozessökonomie, das Streitthema auf die Frage des 
Sanierungsbedarfs zu beschränken, wenn – wie vorliegend – die Verneinung des Sanierungs-
bedarfs dazu führt, dass keine Kostenverteilung stattfinden kann und damit ein Weiterführen 
des Verfahrens nach der Feststellung des mangelnden Sanierungsbedarfs bzw. das Durchfüh-
ren des Kostenverteilungsverfahrens sinnlos ist. Hätte das AUE ein Kostenverteilungsverfahren 
eröffnet, hätte als erstes die Frage des Sanierungsbedarfs behandelt werden müssen. Bei des-
sen Nichtvorliegen wäre das Gesuch infolge mangelnden Sanierungsbedarfs abgewiesen wor-
den bzw. wären die Kosten nicht auf andere überwälzt worden. Es ist nicht ersichtlich, welche 
Nachteile der Beschwerdeführerin dadurch erwachsen sein sollen, dass das AUE kein Kosten-
verteilungsverfahren durchgeführt hat, nachdem es die Frage des Sanierungsbedarfs materiell 
eingehend behandelt und die Verneinung desselben in einer anfechtbaren Feststellungsverfü-
gung festgehalten hat. Im Übrigen gilt das Verbot des widersprüchlichen Verhaltens als Teil-
gehalt des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht nur für die staatlichen Behörden, es ver-
bietet auch den Privaten, sich in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen widersprüchlich 
oder rechtsmissbräuchlich zu verhalten (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All-
gemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 621, 717). Die Beschwerde-
führerin hat vor dem AUE vorfrageweise die Feststellung des Sanierungsbedarfs verlangt, als-
dann beim AUE den Erlass einer Feststellungsverfügung beantragt und auch beim Regierungs-
rat die Aufhebung der Feststellungsverfügung und die Feststellung verlangt, dass ein Sanie-
rungsbedarf vorgelegen habe. Erst vor Kantonsgericht macht sie geltend, eine Feststellungsver-
fügung hätte vom AUE gar nicht erlassen werden dürfen, da das AUE vollständig auf das Ge-
such hätte eintreten müssen. Dieses Verhalten widerspricht dem Grundsatz von Treu und 
Glauben.  
 
4.5. Wie in der E. 4.1.2 hiervor ausgeführt, erlässt die Behörde gemäss Art. 32d Abs. 4 USG 
eine Verfügung über die Kostenverteilung, wenn ein Verursacher dies verlangt oder die Behör-
de die Massnahmen selber durchführt. Gemäss Art. 36 USG obliegt der Vollzug dieses Be-
reichs des USG den Kantonen. § 2 Abs. 1 lit. b des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-

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Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 sieht die Feststellung des Bestehens, Nichtbeste-
hens oder Umfanges von Rechten oder Pflichten mittels Verfügung vor. Feststellungsanträge 
sind gegenüber rechtsgestaltenden oder leistungsverpflichtenden Rechtsbegehren grundsätz-
lich subsidiär (Urteil des BGer 8C_95/2015 vom 1. Juni 2015 E. 2.1 m.w.H.; RENÉ RHINOW/
HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Pro-
zessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 1280). Vom Grundsatz der Subsidiarität der Feststellungs-
verfügung kann jedoch im öffentlichen Recht in besonderen Fällen abgewichen werden. Der 
Anspruch auf eine Feststellungsverfügung trotz bestehender Voraussetzungen für eine definiti-
ve und vollstreckbare Leistungs- oder Gestaltungsverfügung ist zu bejahen, sofern dafür ein 
spezifisches schutzwürdiges Interesse vorliegt. Ein solcher Fall liegt insbesondere vor, wenn 
mit der Feststellungsverfügung gewisse grundlegende Rechtsfragen vorweg gelöst werden 
können und damit auf die Einleitung eines unter Umständen aufwendigen Verfahrens verzichtet 
werden kann (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Auf., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 352). Im Kostenvertei-
lungsverfahren werden die Kosten für die notwendigen Massnahmen, u.a. zur Sanierung belas-
tender Standorte, auf die Verursacher i.S. des USG verteilt. Damit eine derartige Kostenvertei-
lung jedoch überhaupt vorgenommen werden kann, muss beim sanierten Ort ein Sanierungs-
bedarf im Sinne der AltlV bestanden haben. Liegt kein solcher Sanierungsbedarf vor, kann für 
die Sanierungskosten keine Kostenverteilung im Sinne von Art. 32d USG stattfinden. Es ist so-
mit nicht zu beanstanden, dass das AUE im Hinblick auf die Verfahrensökonomie mit einer 
Feststellungsverfügung vorfrageweise die grundlegende Rechtsfrage des Sanierungsbedarfs 
klärt, bevor es das Kostenverteilungsverfahren gemäss Art. 32d USG einleitet. Dieses Vorge-
hen ist für die Beschwerdeführerin nicht mit Nachteilen verbunden. Die Frage des Sanierungs-
bedarfs wurde materiell von allen Instanzen geprüft und abgehandelt. Würde die Angelegenheit 
zur Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens an die verfügende Behörde zurückgewiesen, 
würde diese das Kostenverteilungsverfahren wie angekündigt über die Untersuchungskosten 
eröffnen und die Beschwerdeführerin würde erneut darüber Beschwerde führen, dass sich das 
Kostenverteilungsverfahren auch auf die Entsorgungskosten zu erstrecken habe. Eine Rück-
weisung an das AUE wäre somit ein prozessualer Leerlauf. Die Beschwerdeführerin war ge-
mäss ihren Anträgen bis und mit Verfahren vor Regierungsrat mit dem Vorgehen des AUE (Klä-
rung des Sanierungsbedarfs mittels Feststellungsverfügung) einverstanden. Die Beschwerde-
führerin selbst hat sogar die vorfrageweise Klärung des Sanierungsbedarfs verlangt. Weder das 
USG noch die kantonalen Gesetze verbieten ein derartiges Vorgehen. Die Beschwerdeführerin 
geht in ihrer Rechtsschrift ausführlich auf die Frage des Sanierungsbedarfs des ehemaligen 
KbS-Unfallstandortes Nr. ZZZ1 ein, trotz ihres Einwands, die vorliegende Beschwerde beziehe 
sich nur auf die Pflicht zur Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens. Das Prozessthema ist 
mithin, entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin, nicht auf die Pflicht zur Eröffnung eines 
Kostenverteilungsverfahrens zu beschränken. Vielmehr geht es darum zu prüfen, ob ein Sanie-
rungsbedarf bestand. Der Antrag der Beschwerdeführerin, das Verfahren auf die Frage der 
Pflicht zur Eröffnung eines Kostenverteilungsverfahrens einzugrenzen, wird somit abgewiesen.  
 
5.1. Als nächstes ist zu prüfen, ob beim Unfallstandort ZZZ1, bei welchem es sich um einen 
belasteten Standort gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. c AltlV handelte, auch eine Sanierungspflicht nach 
Art. 32c USG bestand, welche eine Verlegung der Kosten nach Art. 32d USG nach sich zieht.  

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5.2.1. Die Sanierung belasteter Standorte wird in den Artikeln 32c bis 32e USG geregelt. Nach 
Art. 32c Abs. 1 USG sorgen die Kantone dafür, dass Deponien und andere durch Abfälle belas-
tete Standorte saniert werden, wenn sie zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führen oder 
die konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen. Belastete Standorte sind 
nach Art. 2 Abs. 1 AltlV Orte, deren Belastung von Abfällen stammt und die eine beschränkte 
Ausdehnung aufweisen. Sie umfassen Ablagerungsstandorte, Betriebsstandorte und Unfall-
standorte (Art. 2 Abs. 1 lit. a bis c AltlV). Zur Begründung eines Sanierungsbedarfs genügt da-
mit die Belastung eines Standorts mit Abfällen nicht, sondern es ist zusätzlich erforderlich, dass 
die Belastung zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führt oder die konkrete Gefahr solcher 
Einwirkungen besteht (Art. 32c Abs. 1 USG; Art. 2 Abs. 2 AltlV). Der Standort als solcher stellt 
somit kein eigenständiges Schutzgut dar, vielmehr bildet er eine mögliche Quelle von Einwir-
kungen auf die gesetzlich vorgesehenen Schutzgüter, wozu das Grundwasser, oberirdische 
Gewässer, die Luft und der Boden gehören. Nach dieser Definition der Altlast liegt noch kein 
Sanierungsbedarf vor (sondern i.d.R. ein Überwachungsbedarf), wenn sich gefährliche Sub-
stanzen im Untergrund des belasteten Standorts ausbreiten (z.B. im Sickerwasser), solange 
noch keine Einwirkung auf oder eine konkrete Gefahr für die genannten Schutzgüter besteht. 
Die AltlV regelt die Schritte zur Feststellung eines möglichen Sanierungsbedarfs näher. Altlas-
ten sind sanierungsbedürftige belastete Standorte (Art. 2 Abs. 3 AltlV). Art. 3 AltlV befasst sich 
mit der Erstellung und Änderung von Bauten und Anlagen auf belasteten Standorten. Nach 
Art. 3 AltlV dürfen belastete Standorte durch die Erstellung oder Änderung von Bauten und An-
lagen nur verändert werden, wenn sie nicht sanierungsbedürftig sind und durch das Vorhaben 
nicht sanierungsbedürftig werden (lit. a); oder ihre spätere Sanierung durch das Vorhaben nicht 
wesentlich erschwert wird oder sie, soweit sie durch das Vorhaben verändert werden, gleichzei-
tig saniert werden (lit. b).  
 
5.2.2. Das Bauvorhaben darf gemäss Art. 3 lit. a AltlV nicht dazu führen, dass ein nicht sanie-
rungsbedürftiger belasteter Standort zum Sanierungsfall wird. Besteht die Gefahr, dass das 
Bauvorhaben einen solchen Fall auslösen kann, sind Massnahmen zur Verhinderung der Sa-
nierungsbedürftigkeit einzuleiten. Wenn jedoch ein Sanierungsfall durch das Bauvorhaben be-
reits entstanden ist, so ist die Sanierungsbedürftigkeit zu beseitigen. Massnahmen, die nur auf 
Grund des Bauvorhabens auf dem belasteten Standort anfallen, sind altlastenrechtlich gesehen 
nicht notwendig, auch wenn schlussendlich die Abwehrmassnahmen den Anforderungen 
der AltlV entsprechen müssen. Gemäss Art. 3 lit. b AltlV darf das Bauvorhaben die Sanierung 
auf dem von Beginn weg sanierungsbedürftigen Standort nicht wesentlich erschweren. Eine 
wesentliche Erschwernis der Sanierung durch ein Bauvorhaben dürfte angenommen werden, 
wenn eine Sanierung einen zusätzlichen erheblichen technischen Aufwand erfordert und 
dadurch beträchtliche Mehrkosten entstehen. Allenfalls kann der sanierungsbedürftige Standort, 
soweit er durch das Bauvorhaben verändert wird, gleichzeitig mit dem Bauvorhaben saniert 
werden. Gemäss Art. 24 lit. c AltlV kann von dem in der AltlV geregelten Verfahren abgewichen 
werden, wenn ein belasteter Standort durch die Erstellung oder Änderung einer Baute oder An-
lage verändert wird. Es ist jedoch nicht nur der Bauperimeter altlastenrechtlich zu beurteilen, 
sondern eine parzellenunabhängige Standortbeurteilung vorzunehmen. Entsprechend ist auf 
einer Altlast ein Gesamtkonzept auszuarbeiten, das die einzelnen Etappen der Sanierung ent-

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hält. Eine auf dem Bauperimeter beschränkte Sanierung kann eine etappierte Teilsanierung des 
Standortes sein. Bauvorhaben auf überwachungsbedürftigen Standorten fallen vorab un-
ter Art. 3 lit. a AltlV, da der Standort nicht sanierungsbedürftig ist. Das Bauvorhaben darf Art. 3 
lit. a AltlV entsprechend nicht zu einem sanierungsbedürftigen Standort führen. Da ein überwa-
chungsbedürftiger Standort definitionsgemäss sanierungsbedürftig werden kann, muss das 
Bauvorhaben ebenfalls die Anforderungen nach Art. 3 lit. b AltlV erfüllen. Das Bauvorhaben ist 
demnach so zu realisieren, dass es im Falle einer Sanierungsbedürftigkeit eine spätere Sanie-
rung nicht wesentlich erschwert. An baubedingte Massnahmen werden keine Abgeltungen des 
Bundes geleistet, da diese nicht standortbedingt angefallen sind, sondern durch das Bauvorha-
ben ausgelöst wurden. Abgeltungen an Voruntersuchungen werden geleistet, wenn der Stand-
ort untersuchungsbedürftig gemäss Art. 5 Abs. 4 lit. b AltlV ist und die Massnahmen eine Vorun-
tersuchung im Sinne von Art. 7 AltlV darstellen. Dies ist im Einzelfall zu prüfen. Abgeltungen 
durch den Bund aus dem VASA-Altlasten-Fonds (Verordnung über die Abgabe zur Sanierung 
von Altlasten [VASA] vom 26. September 2008) an die Sanierung werden nur geleistet, wenn 
der Nachweis des Sanierungsbedarfs erbracht ist. Der Sanierungsbedarf darf nicht durch das 
Bauvorhaben ausgelöst worden sein und die Sanierung darf nicht wesentlich durch das Bau-
vorhaben erschwert werden (SIBYLLE DILLON/SIEGFRIED LAGGER, Aktuelle Rechts- und Vollzugs-
fragen bei der Anwendung der VASA, in: URP 2011 S. 633 ff., S. 641 ff., vgl. auch LORENZ 
LEHMANN, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 
Rz. 4.403). 
 
5.2.3. Gemäss Art. 32d Abs. 1 USG trägt der Verursacher die Kosten für notwendige Mass-
nahmen zur Untersuchung, Überwachung und Sanierung belasteter Standorte (Abs. 1). Sind 
mehrere Verursacher beteiligt, so tragen sie die Kosten entsprechend ihren Anteilen an der 
Verursachung. In erster Linie trägt die Kosten, wer die Massnahmen durch sein Verhalten ver-
ursacht hat. Wer lediglich als Inhaber des Standortes beteiligt ist, trägt keine Kosten, wenn er 
bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt von der Belastung keine Kenntnis haben konnte 
(Abs. 2). Die Behörde erlässt eine Verfügung über die Kostenverteilung, wenn ein Verursacher 
dies verlangt oder die Behörde die Massnahmen selber durchführt (Abs. 4). 
 
5.2.4. Das Bundesgericht hat mehrfach entschieden, dass Kosten, die durch ein Bauvorhaben 
auf einem belasteten, aber nicht sanierungsbedürftigen Standort anfallen, keine Sanierungskos-
ten im Sinne von Art. 32e Abs. 3 USG sind, für die eine Abgeltung aus dem VASA-Altlasten-
Fonds beansprucht werden kann (Urteile des BGer 1C_414/2014 vom 2. März 2015, in: URP 
2015 S. 516, und 1C_44/2013 vom 16. Januar 2014 E. 8, in: URP 2014 S. 265). Das Bundes-
gericht hat weiter festgehalten, dass es sich vielmehr um einen Anwendungsfall von Art. 3 lit. a 
AltlV handle, wonach belastete (aber nicht sanierungsbedürftige) Standorte durch die Erstellung 
von Bauten und Anlagen nur verändert werden dürften, wenn sie durch das Vorhaben nicht sa-
nierungsbedürftig würden. Aus den Gesetzesmaterialien ergebe sich, dass die für Abgeltungen 
geäufneten Mittel für notwendige Sanierungen reserviert seien; bei Bauprojekten habe der Bau-
herr indessen die Wahl, das Bauprojekt auszuführen (mit den zur Abwendung der Sanierungs-
bedürftigkeit erforderlichen Schutzmassnahmen) oder aber auf das Bauprojekt zu verzichten 
bzw. dieses allenfalls zu modifizieren. Für Fälle, wie dem hier vorliegenden, in welchen es zwar 
nicht um Abgeltungen aus dem VASA-Fonds nach Art. 32e USG, sondern um die Kostentra-

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gungspflicht der Verursacher nach Art. 32d USG geht, hat das Bundesgericht weiter festgehal-
ten, dass diese Bestimmung aber ebenfalls (gemäss Abs. 1) nur auf die Kosten für notwendige 
Massnahmen zur Untersuchung, Überwachung und Sanierung belasteter Standorte anwendbar 
sei. Es liege deshalb nahe, auch in diesem Zusammenhang Massnahmen nach Art. 3 lit. a 
AltlV auf einem belasteten, aber nicht sanierungsbedürftigen Standort nicht als "Sanierungskos-
ten" anzuerkennen.  Diese Auslegung werde durch die Gesetzessystematik bestätigt: Nach 
Art. 32 Abs. 1 USG trage der Inhaber der Abfälle die Kosten der Entsorgung, sofern nichts An-
deres bestimmt werde. Eine Sanierungspflicht bestehe nach Art. 32c Abs. 1 USG nur, wenn ein 
belasteter Standort zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führe oder die konkrete Gefahr 
bestehe, dass solche Einwirkungen entstünden. Das Bundesgericht hat weiter ausgeführt, dass 
im Falle, dass der Inhaber eines Grundstücks Material aus einem belasteten Standort, das nicht 
wegen einer Sanierung nach Art. 32c USG entsorgt werden müsse, entferne, er nur unter den 
besonderen Voraussetzungen nach Art. 32bbis Abs. 1 USG Rückgriff auf den Verursacher der 
Belastung nehmen könne. Dieser Anspruch sei auf dem Zivilrechtsweg geltend zu machen 
(Abs. 2). Eine derartige Entfernung von Material aus einem belasteten, aber nicht sanierungs-
bedürftigen Grundstück könne geboten sein, um zu verhindern, dass der Sanierungsbedarf 
durch das Bauvorhaben selbst ausgelöst werde, denn gemäss Art. 3 lit. a AltlV dürften belastete 
Standorte durch die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen nur verändert werden, 
wenn sie nicht sanierungsbedürftig seien und durch das Vorhaben nicht sanierungsbedürftig 
würden. Eine Kostenverteilungsverfügung könne der Inhaber des Grundstücks unter diesen 
Umständen somit nicht verlangen (Urteile des BGer 1C_282/2016, 1C_294/2016 vom 21. Feb-
ruar 2018 E. 2.1 ff.; 1C_366/2015 vom 4. Juli 2016 E. 3 f. m.H., in: URP 2016 S. 470). Vom Be-
griff des belasteten Standorts ist somit derjenige der Altlast strikt zu trennen (LEHMANN, a.a.O., 
Rz. 4.391, 4.384 f.). Eine Verteilung der Kosten nach Art. 32d USG für einen Totalaushub liegt 
damit nicht vor bei belasteten Standorten, dessen Sanierungspflicht erst durch das Bauvorha-
ben ausgelöst wurde. Hingegen ist in diesen Fällen eine Kostenverteilung nach Art. 32d USG 
für Untersuchungs- und Überwachungskosten möglich (Urteil des BGer 1C_366/2015 vom 
4. Juli 2016 E. 3 f.).  
 
5.3.1. Nach Art. 7 AltlV verlangt die Behörde auf Grund der Prioritätenordnung für die untersu-
chungsbedürftigen Standorte innert angemessener Frist die Durchführung einer Voruntersu-
chung, die in der Regel aus einer historischen und einer technischen Untersuchung besteht. 
Damit werden die für die Beurteilung der Überwachungs- und Sanierungsbedürftigkeit erforder-
lichen Angaben ermittelt und im Hinblick auf die Gefährdung der Umwelt bewertet (Gefähr-
dungsabschätzung). Gemäss Art. 8 AltlV beurteilt die Behörde auf Grund der Voruntersuchung, 
ob der belastete Standort überwachungs- oder sanierungsbedürftig ist (Abs. 1). Sie gibt im Ka-
taster an, ob ein belasteter Standort überwachungsbedürftig ist (Abs. 2 lit. b), sanierungsbedürf-
tig ist (Altlast; Abs. 2 lit. b); weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig ist (Abs. 2 lit. c). Ist 
der Standort sanierungsbedürftig, dann handelt es sich um eine Altlast (Art. 2 Abs. 3 und Art. 8 
Abs. 2 lit. b AltlV).  
 
5.3.2. Ist ein belasteter Standort überwachungsbedürftig, so verlangt die Behörde, dass ein 
Konzept zur Überwachung erstellt wird und diejenigen Massnahmen getroffen werden, mit de-
nen eine konkrete Gefahr schädlicher oder lästiger Einwirkungen festgestellt werden kann, be-

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vor sich diese verwirklicht. Die Überwachungsmassnahmen müssen so lange durchgeführt 
werden, bis nach den Art. 9 – 12 AltlV keine Überwachungsbedürftigkeit mehr besteht (Art. 13 
Abs. 1 AltlV). Ist ein belasteter Standort sanierungsbedürftig (Altlast), so verlangt die Behörde, 
dass innert angemessener Frist eine Detailuntersuchung durchgeführt wird und der Standort bis 
zum Abschluss der Sanierung überwacht wird (Art. 13 Abs. 2 lit. a und b AltlV). Die Behörde 
verlangt, dass der Inhaber eines belasteten Standorts bei Altlasten entsprechend der Dringlich-
keit der Sanierung ein Sanierungsprojekt ausarbeitet. Dieses hat insbesondere die Sanierungs- 
und Überwachungsmassnahmen und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu beschreiben 
(Art. 17 i.V.m. Art. 20 AltlV). 
 
5.3.3. Nach Art. 9 Abs. 2 AltlV ist ein belasteter Standort hinsichtlich des Schutzes des Grund-
wassers sanierungsbedürftig, wenn: bei Grundwasser im Gewässerschutzbereich Au: im 
Abstrombereich unmittelbar beim Standort die Konzentration von Stoffen, die vom Standort 
stammen, die Hälfte eines Konzentrationswerts nach Anhang 1 überschreitet (lit. b) oder bei 
Grundwasser ausserhalb des Gewässerschutzbereichs Au: im Abstrombereich unmittelbar beim 
Standort die Konzentration von Stoffen, die vom Standort stammen, das Zweifache eines Kon-
zentrationswerts nach Anhang 1 überschreitet (lit. c). 
 
5.3.4.  Die Behörde beurteilt das Sanierungsprojekt und erlässt eine Sanierungsverfügung, 
welche die Sanierungsziele, die Sanierungsmassnahmen, die Erfolgskontrolle, die einzuhalten-
den Fristen sowie die weiteren Auflagen und Bedingungen zum Schutz der Umwelt festhält 
(Art. 18 Abs. 2 AltlV; vgl. auch die Vollzugshilfe des BAFU, Sanierungsbedarf sowie Ziele und 
Dringlichkeit einer Sanierung, Bern 2018, S. 8). Die Behörde ist gehalten die Zusammenarbeit 
mit den Betroffenen zu suchen. Bevor sie verfügt, strebt sie an, sich mit den direkt Betroffenen 
über die erforderlichen Beurteilungen und Massnahmen ins Einvernehmen zu setzen (Art. 23 
Abs. 2 AltlV). Zur Bearbeitung der belastenden Standorte stehen der Behörde grundsätzlich die 
üblichen Formen des Verwaltungshandelns zur Verfügung. Sie können auf den Erlass von Ver-
fügungen verzichten, wenn die Durchführung der erforderlichen Untersuchungs-, Überwa-
chungs- und Sanierungsmassnahmen auf andere Weise gewährleistet ist (Art. 23 Abs. 3 AltlV). 
Eine Pflicht zu verfügen besteht von Amtes wegen zur Festlegung der abschliessenden Sanie-
rungsziele und der Sanierungsmassnahmen (Art. 18 Abs. 2 AltlV). Jedoch ist ein Verfügungs-
verzicht auch bezüglich der Sanierungsverfügung möglich (PIERRE TSCHANNEN, in: Vereinigung 
für Umweltrecht [Hrsg.], Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 
2000, Rz. 45 f. zu Art. 32 c USG). 
 
5.3.5. Von dem in der Verordnung geregelten Verfahren mit den vier Phasen der Erfassung 
der belasteten Standorte, der Voruntersuchung zur Beurteilung des Überwachungs- oder Sanie-
rungsbedarfs, der Detailuntersuchung zur Beurteilung der Ziele und der Dringlichkeit der Sanie-
rung und Ausarbeitung des Sanierungsprojektes und Festlegung der erforderlichen Massnah-
men kann nach Art. 24 AltlV nur abgewichen werden, wenn zum Schutz der Umwelt Sofortmas-
snahmen nötig sind (lit. a), die Überwachungs- oder Sanierungsbedürftigkeit oder die erforderli-
chen Massnahmen auf Grund bereits vorhandener Angaben beurteilt werden können (lit. b); ein 
belasteter Standort durch die Erstellung oder Änderung einer Baute oder Anlage verändert wird 
(lit. c) oder freiwillige Massnahmen der direkt Betroffenen einen gleichwertigen Vollzug dieser 

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Verordnung gewährleisten (lit. d). Dabei können sachlich entbehrliche Arbeitsschritte über-
sprungen und andere Arbeitsschritte zusammengelegt werden (TSCHANNEN, a.a.O., Rz. 36 zu 
Art. 32c). Es kommt relativ häufig vor, dass Bauherren zwecks Steigerung des Grundstückwerts 
ohnehin von vornherein beabsichtigen, ohne vorgängige Altlastenuntersuchungen eine voll-
ständige Entfernung der umweltgefährdenden Stoffe (Totaldekontamination) durchzuführen. So 
kann bei Bauvorhaben gemäss Art. 24 lit. c AltlV von dem in der AltlV geregelten Verfahren ab-
gewichen werden. Es können einzelne Verfahrensschritte wegfallen (z.B. eine Erstbewertung) 
oder zusammenfallen, z.B. indem die Detailuntersuchung und das Sanierungsprojekt zusam-
mengeführt werden. Damit können aber wesentliche Anforderungen und Verfahrensschritte der 
AltlV nicht vollständig weggelassen werden. In jedem Fall sind im Zusammenhang mit Bauvor-
haben auf belasteten Standorten diejenigen Untersuchungen oder Massnahmen durchzuführen, 
die notwendig sind, damit Art. 3 AltlV angewendet werden kann. Vom geregelten Verfahren 
nach AltlV darf nur entsprechend Art. 24 lit. c AltlV abgewichen werden, wenn gewährleistet ist, 
dass während und nach dem Bauvorhaben keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen auf 
Schutzgüter entstehen. Ein Abweichen vom geregelten Verfahren nach AltlV bedarf der recht-
zeitigen Information der Vollzugsbehörden und in der Regel einer besonders engen Begleitung 
des Bauvorhabens durch die Behörden, damit jederzeit gewährleistet ist, dass kein rechtswidri-
ger Zustand nach der Altlastengesetzgebung entstehen kann (Vollzugshilfen des BAFU, Bau-
vorhaben und belastete Standorte, Bern 2016, S. 15 f.). 
 
5.4. Von den altlastenrechtlich notwendigen Massnahmen sind die abfallrechtlich notwendi-
gen Massnahmen zu unterscheiden. Bei allen Bauprojekten fallen durch Aushubtätigkeiten und 
Rückbau bestehender Gebäudesubstanzen Bauabfälle an. Bei Vorhaben auf belasteten Stand-
orten liegt es nahe, dass diese Bauabfälle unabhängig von der altlastenrechtlichen Qualifikation 
des Standortes mit umweltgefährdenden Schadstoffen belastet sind. Aus diesen Gründen sind 
beim Bauen auf belasteten Standorten regelmässig auch verschiedene abfallrechtlich notwen-
dige Massnahmen gemäss der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfäl-
len (Abfallverordnung, VVEA) vom 4. Dezember 2015 umzusetzen (LEHMANN, a.a.O., Rz. 4.391, 
4.384 f.). Um die Einhaltung der Anforderungen nach VVEA kontrollieren zu können, verlangt 
Art. 16 Abs. 1 VVEA, dass die Bauherrschaft der für die Bewilligung zuständen Behörde anläss-
lich des Baubewilligungsgesuchs Angaben über die Art, Qualität und Menge der anfallenden 
Abfälle und über die vorgesehene Entsorgung macht, wenn voraussichtlich mehr als 200 m3 
Bauabfälle anfallen oder Bauabfälle mit gewissen umwelt- oder gesundheitsgefährdenden Stof-
fen zu erwarten sind (sog. Entsorgungskonzept; LEHMANN, a.a.O., Rz. 4.391, 4.389). 
 
6.1. Zu prüfen ist, ob dem AUE bzw. der Fachstelle Altlasten oder der Beschwerdeführerin 
vorgeworfen werden kann, es versäumt zu haben, notwendige altlastenrechtliche Schritte vor-
zunehmen. Alsdann ist festzustellen, ob ein Sanierungsbedarf bestand.  
 
6.2. Die Beschwerdeführerin hatte vor dem Regierungsrat geltend gemacht, dass am Stand-
ort bereits eine Verunreinigung des Grundwassers vorgelegen und sich somit die konkrete Ge-
fahr einer Verunreinigung nach Art. 32c USG bereits verwirklicht habe. Des Weiteren vertrat sie 
vor der Vorinstanz den Standpunkt, mit der Erkenntnis, dass das Öl bis in den Grundwasser-
schwankungsbereich vorgedrungen sei, sei schliesslich klar gewesen, dass es sich um eine 

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Altlast im Sinne von Art. 2 Abs. 3 AltlV handle. Die Beschwerdeführerin stützte dies mit der in 
der Messstelle 112.P.3 festgestellten Schadstoffbelastung. Der Regierungsrat kam in seinem 
Beschluss zum Schluss, dem Aushubbericht sei zu entnehmen, dass der grösste Anteil des 
belasteten Materials am Standort deutlich oberhalb des Grundwasserspiegels gelegen habe. 
Nur eine rund 0.8 Meter mächtige Schicht sei in den Grundwasserschwankungsbereich zu lie-
gen gekommen. Darunter sei das Material bereits unverschmutzt gewesen. Es handle sich wei-
ter um langkettige, nur schwer mobile Kohlenwasserstoffe. Es sei nicht von einer konkreten 
Gefahr gemäss Art. 32c USG auszugehen, die einen altlastenrechtlichen Sanierungsbedarf 
begründen würde. 
 
6.3. Die Beschwerdeführerin wendet in ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht ein, dass 
unstreitig bereits im Dezember 2016 gewässerschädliche Mineralöle bis unterhalb des Grund-
wasserspiegels entdeckt worden seien. Angesichts dieses Befunds hätte das AUE im Dezem-
ber 2016 vertiefte altlastenrechtliche Untersuchungen bzw. eine Detailuntersuchung anordnen 
bzw. verlangen müssen. In dieser Lage hätte die Behörde nicht einzig auf die Ergebnisse der 
Voruntersuchungen abstellen dürfen, zumal im Bericht der Fachstelle Altlasten vom 29. Mai 
2013 der Verdachtsbereich A (Schopf) sowie der eigentliche Unfallbereich nicht untersucht 
worden seien. Erst gestützt auf weitere Untersuchungsergebnisse hätten die Behörden über 
den Sanierungsbedarf entscheiden dürfen. Aus der Tatsache, dass das AUE bzw. seine Fach-
stelle im Winter 2016/2017 davon abgesehen habe, den Sanierungsbedarf abklären zu lassen 
und Sanierungsziele festzulegen, die sich auf die Ergebnisse einer Detailuntersuchung hätten 
stützen können, lasse sich heute nicht schliessen, dass damals kein altlastenrechtlicher Sanie-
rungsbedarf vorgelegen habe. Die Fachstelle Altlasten und das AUE als zuständiges Amt hät-
ten die Fortführung der Bauarbeiten nach der Baustillzeit Mitte Januar 2017 nicht tolerieren dür-
fen, ohne die gesetzlich gebotenen altlastenrechtlichen Abklärungen anzuordnen. Da für das 
Kostenverteilungsverfahren das AUE die zuständige Leitbehörde sei, wäre es ihre Aufgabe ge-
wesen, im Zeitpunkt, als der Detailuntersuchungsbedarf erkennbar gewesen sei (Novem-
ber/Dezember 2016), im Interesse aller Beteiligten auf die Vorschriften über die Kostenvertei-
lung nach Verursacherprinzip hinzuweisen. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die zuständige 
Behörde nie eine Detailuntersuchung und ein Sanierungsprojekt verlangt habe. Das AUE habe 
vielmehr mit der Verfügung vom 24. März 2017 ("Altlastensanierung") unmittelbar die Sanierung 
des Standorts verfügt, indem es die Bewilligung zum Aushub des belasteten Materials im 
Schwankungsbereich des Grundwassers erteilt habe. Des Weiteren habe der Leiter des AUE, 
welches die für den Vollzug der AltlV zuständige Behörde sei, selber in der Verfügung vom 
24. März 2017 von Altlastensanierung gesprochen und festgehalten, dass das vorliegende Poli-
zeigut in diesem Fall das Grundwasser sei. Nachdem diese Gefahr für das altlastenrechtliche 
Schutzgut Grundwasser vom Amtsleiter des AUE erkannt worden sei, stelle es einen Verstoss 
gegen die AltlV dar, wenn das AUE bzw. die Fachstelle Altlasten trotzdem keine weiteren Un-
tersuchungsmassnahmen verlangt habe. Für diese Unterlassung sei nicht die Bauherrschaft 
verantwortlich. Anstatt eine Detailuntersuchung anzuordnen, habe das AUE beschlossen, un-
mittelbar Massnahmen anzuordnen, welche im Ergebnis eine altlastenrechtliche Sanierung be-
inhalten würden. Aus dieser Verfügung sei zu schliessen, dass das AUE angesichts der festge-
stellten Gefahrenlage von einem Sanierungsbedarf ausgegangen sei oder zumindest einen Sa-
nierungsbedarf für möglich erachtet habe. Das AUE habe aber ein abgekürztes Verfahren ge-

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mäss Art. 24 AltlV gewählt und auf weitere Abklärungen verzichtet. Wenn die Beweislage be-
züglich eines Sanierungsbedarfs ungewiss bleibe, weil behördliche Anordnungen zur Untersu-
chung der Gefährdungssituation und zur Feststellung der damaligen Sachlage unterblieben 
seien, so dürften die Konsequenzen aus dieser Beweisnot nicht einseitig der Beschwerdeführe-
rin zugerechnet werden.  
 
6.4.1. Der Regierungsrat führt in seinem Beschluss aus, die Beschwerdeführerin habe vorlie-
gend in grober Weise das altlastenrechtlich geregelte Verfahren missachtet. Wie die Beschwer-
deführerin selbst in der Replik an den Regierungsrat betone, seien ihr und dem von ihr beauf-
tragten Altlastenfachbüro die entsprechenden Verfahrensschritte gut bekannt. Sie habe jedoch 
ab Kenntnis der tatsächlichen Belastung keinen der notwendigen altlastenrechtlichen Verfah-
rensschritte unternommen. Insbesondere habe sie auch nicht die zuständige Fachstelle Altlas-
ten über das Vorliegen der neuen Tatsachen informiert. Gemäss den Angaben im Aushubbe-
richt vom 15. November 2017 habe das Fachbüro bereits in der Kalenderwoche 47/2016, also 
in der Woche ab dem 21. November 2016, festgestellt, dass die Belastungen im Untergrund 
grössere Ausmasse aufgewiesen hätten als angenommen. Am 2. Dezember 2016 habe das 
Fachbüro unterhalb der schützenden Lehmschicht Ölverschmutzungen entdeckt. Bis zum 
8. Dezember 2016, also über einen Zeitraum von über zwei Wochen, sei der weitere Aushub 
durch die Beschwerdeführerin ohne Rücksprache mit der zuständigen Fachstelle vorangetrie-
ben worden. Am 8. Dezember 2016 habe das Fachbüro lediglich mit der Fachstelle Grundwas-
ser Kontakt aufgenommen, um nachzufragen, ob die Böschungen der Baugrube während der 
Baustillstandzeit von Mitte Dezember 2016 bis Mitte Januar 2017 offenbleiben könnten. Die 
Fachstelle Grundwasser habe sodann angeordnet, dass der Bereich abgedeckt werden müsse, 
und die Fachstelle Altlasten mit dieser Anordnung per Mail vom 8. Dezember 2016 erstmals in 
Kenntnis gesetzt. In keinem der beiden Memos der F.____ AG vom 9. und 16. Dezember 2016 
sei ein möglicher altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf erwähnt. Die Arbeiten am Standort sei-
en gemäss Aushubbericht in der Kalenderwoche 4/2017, d.h. ab dem 23. Januar 2017, weiter-
geführt worden. Ab diesem Zeitpunkt sei vom Fachbüro sodann vermutet worden, dass die Öl-
belastungen auch bis in den Grundwasserschwankungsbereich reichen könnten. Daher habe 
die F.____ AG erneut und ausschliesslich bei der Fachstelle Grundwasser um eine gewässer-
schutzrechtliche Bewilligung für die Arbeiten im Grundwasser ersucht. Die Fachstelle Altlasten 
habe bereits mit Schreiben vom 29. Mai 2013 festgehalten, dass aller Voraussicht nach für den 
Unfallstandort kein Überwachungs- oder Sanierungsbedarf bestehe. Sie habe damit eine Beur-
teilung nach Art. 8 Abs. 2 lit. c AltlV vorgenommen. Belastete Standorte, die weder überwa-
chungs- noch sanierungsbedürftig seien, würden gemäss Art. 3 AltlV bei Bauvorhaben speziel-
len Anforderungen unterliegen. Dazu würde die vorgängige Erstellung eines Vorgehens- und 
Entsorgungskonzeptes (vgl. dazu Merkblatt des AUE "Bauen auf belasteten Standorten" vom 
November 2011 sowie Ziff. 2.17 der Plangenehmigungsverfügung des ESTI vom 16. Mai 2013) 
gehören. Gemäss Merkblatt (Bst. C, S. 3) sei bei Antreffen von unerwarteten Belastungen und 
Abweichungen vom Konzept während der Bauphase die fachtechnische Begleitung dafür zu-
ständig, Rücksprache mit der Fachstelle Altlasten zu nehmen. Dies solle Gewähr leisten, dass 
auch bei unerwarteten Befunden die richtigen Massnahmen getroffen würden. Weiter sei ge-
mäss Auflagen der Plangenehmigungsverfügung des ESTI zum Schutz des Grundwassers ein 
Überwachungskonzept vom 11. April 2016 erstellt worden. Dieses zeige u.a. Notfallmassnah-

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men auf, die während der Bauphase zu ergreifen seien, v.a. hinsichtlich potentieller Unfälle mit 
wassergefährdenden Mitteln. Es beschreibe die geplante Grundwasserüberwachung während 
der Bauphase in der Messstelle 112.P.3. Solche Grundwassermonitorings würden bei belaste-
ten Standorten, die weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig sind, öfters gefordert 
(vgl. dazu Pflichtenheft des AUE zum "Vorgehens- und Entsorgungskonzept bei Bauvorhaben 
auf belasteten Standorten" vom Mai 2017). Die Beschwerdeführerin bzw. das von ihr beauftrag-
te Altlastenfachbüro habe gewusst oder hätte aufgrund seiner Erfahrung wissen müssen, dass 
spätestens mit der Vermutung im Januar 2017, dass die Belastung bis ins Grundwasser reichen 
und sich daraus eventuell ein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf ergeben könnte, die weite-
ren notwendigen Verfahrensschritte gemäss AltlV in Rücksprache mit der Fachstelle Altlasten 
hätten festgelegt werden müssen. Zudem hätten die ersten Grundwassermessergebnisse aus 
der Messstelle 112.P.3 bereits Ende November 2017 vorgelegen.  
 
6.4.2. Die Beschwerdeführerin hatte vor dem Regierungsrat betont, dass in der gewässer-
schutzrechtlichen Bewilligung vom 24. März 2017 von "Altlastensanierung" die Rede sei, und 
moniert, dass die Fachstelle Altlasten dies nicht beanstandet habe. Somit sei klar gewesen, 
dass es sich um eine Altlast im Sinne von Art. 2 Abs. 3 AltlV handle. Das AUE sei somit stets 
über die Entwicklung auf der Baustelle sowie über alle Arbeiten im Bilde und mit den Ausfüh-
rungen einverstanden gewesen. Der Regierungsrat führt in seinem Beschluss aus, im Entsor-
gungskonzept der F.____ AG vom 12. April 2016 sei stets erwähnt worden, dass eine "Sanie-
rung" durchgeführt werden solle. Diese Bezeichnung erscheine dann erneut auch in der gewäs-
serschutzrechtlichen Bewilligung vom 24. März 2017 als "Altlastensanierung". Es möge der 
Fachstelle Altlasten nun vorgehalten werden, dass sie sowohl die vom Fachbüro als auch die 
von der Fachstelle Grundwasser falsch verwendeten Begriffe nicht korrigiert habe. Der Begriff 
"Totalaushub" wäre zur Vermeidung von potentiellen Unklarheiten wohl geeigneter gewesen. 
Indes schade die fälschlicherweise erfolgte Bezeichnung in der Bewilligung nicht. Sie sei nicht 
im Rahmen einer Sanierungsverfügung nach Art. 18 Abs. 2 AltlV erteilt worden. Auch in den 
Auflagen der Fachstelle Grundwasser seien keine altlastenspezifischen Auflagen aufgeführt 
worden. Die Beschwerdeführerin könne aus dem falsch verwendeten Begriff keinen Sanie-
rungsbedarf ableiten. Weiter hätte die Fachstelle Altlasten zwar nach lnkenntnissetzung durch 
die Fachstelle Grundwasser am 8. Dezember 2016 oder auch noch später im Zuge der Ertei-
lung der gewässerschutzrechtlichen Bewilligung vom 24. März 2017 beim Fachbüro nachfragen 
können, welche Arbeiten mit welchem Ziel am Standort vorgenommen worden seien. Sie habe 
aber ohne eine entsprechende Information durch das Fachbüro an sie einerseits davon ausge-
hen können, dass es sich bei den Arbeiten auf der Baustelle um Vorkehrungen gemäss Art. 3 
lit. a AltlV handeln würde, zumal das Fachbüro im Vorfeld stets direkt mit ihr Kontakt aufge-
nommen hatte (so im Rahmen der Altlastenvoruntersuchungen ab 2011 oder für Besprechun-
gen vor Ort wie z.B. am 6. Juni 2016). Andererseits seien die durchgeführten Arbeiten bereits 
im Vorgehenskonzept und im Überwachungskonzept beschrieben worden und daher für einen 
belasteten – und überdies nicht sanierungsbedürftigen – Standort auch nicht unüblich.  
 
6.4.3. Weiter führt der Regierungsrat aus, durch direkte Kontaktaufnahme des Fachbüros mit 
der Fachstelle Altlasten hätte eine allfällige Fehleinschätzung des Sanierungsbedarfs korrigiert 
werden können. Anschliessend hätten bei Bedarf das Sanierungsziel und die notwendigen Sa-

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nierungsmassnahmen festgelegt werden können. Die entsprechende Sanierungsverfügung hät-
te sodann den potenziell Kostenpflichtigen zugestellt werden müssen. Es sei aus heutiger und 
auch damaliger Sicht durchaus davon auszugehen, dass ein verkürztes Verfahren gemäss 
Art. 24 AltlV möglich gewesen wäre. Gestützt auf die vorliegenden Angaben habe kein beson-
ders dringlicher Fall vorgelegen, der unmittelbar zu vollziehende Sicherungs- und Behebungs-
massnahmen erfordert hätte. Entgegen den notwendigen Schritten gemäss AltlV habe die Be-
schwerdeführerin auf eigenen Entscheid eine Totaldekontamination am Standort vorgenom-
men. Sie habe das Sanierungsziel von sich aus und ohne Absprache mit der Vorinstanz festge-
legt und diese freiwillige Totaldekontamination verfolgt, um damit die Entlassung aus dem KbS 
zu bewirken. Grundsätzlich könne die Eigentümerin eines sanierungsbedürftigen Standorts die 
Sanierungsmassnahmen zwar selbst bestimmen, solange damit das Sanierungsziel erreicht 
werde. Sie könne somit auch über die notwendigen Sanierungsmassnahmen hinaus freiwillig 
Sanierungen vornehmen. Jedoch könnten dann die entstandenen Kosten nicht gemäss Art. 32d 
USG verteilt werden. In einem solchen Fall sei die Behörde nach Art. 32c USG lediglich ver-
pflichtet, dafür zu sorgen, dass sanierungsbedürftige Standorte auch wirklich saniert würden. 
Dies gelte erst recht, wenn es sich um eine freiwillige Totaldekontamination eines an sich nicht 
sanierungsbedürftigen Standorts handle. Zusammenfassend lasse sich feststellen, dass die 
Beschwerdeführerin unter Missachtung der altlastenrechtlichen Verfahrensregeln einen freiwilli-
gen Komplettaushub am Standort vorgenommen habe. Gestützt auf die obigen Ausführungen 
könne sie dann jedoch die Kosten nicht nach Art. 32d USG geltend machen. 
 
6.5. Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht den Vorwurf, 
dass sie das altlastenrechtlich geregelte Verfahren in grober Weise missachtet habe, entschie-
den zurück. So habe sie bzw. die von ihr beigezogene Gutachterin das AUE sehr wohl über die 
neuen Tatsachen informiert, und zwar umgehend anfangs Dezember 2016. Das werde auch im 
angefochtenen Entscheid anerkannt: Wie auf Seite 5, drittletzter Absatz, ausgeführt werde, ha-
be das Fachbüro die Ölverschmutzungen unterhalb der "schützenden" Lehmschicht am 
2. Dezember 2016 entdeckt. Am 8. Dezember, also innerhalb von sechs Tagen einschliesslich 
Wochenende, habe die F.____ AG die Fachstelle Grundwasser über diesen Befund informiert. 
In der Folge sei ein Baustopp angeordnet worden. Wie ebenfalls aus dem Entscheid des Regie-
rungsrats hervorgehe, habe die Fachstelle Grundwasser gleichentags (8. Dezember 2016) die 
Fachstelle Altlasten über die vorgenommenen Schritte informiert. Somit habe seit 8. Dezember 
2016 nicht nur das zuständige Amt (AUE), sondern innerhalb dieses Amts auch die zuständige 
Fachstelle Altlasten über die erforderlichen Kenntnisse der Sachlage verfügt. 
 
6.6.1. In den Memos der F.____ AG vom 9. Dezember 2016 wird ausgeführt, dass sich im Zu-
ge der Aushubarbeiten insbesondere nach Osten eine deutlich grössere Ausdehnung des Öls 
als nach den Sondierungen prognostiziert ergeben habe. Zudem habe sich gezeigt, dass das Öl 
nicht wie vermutet von der in 2.4 m Tiefe liegenden, etwa einen halben Meter mächtigen Lehm- 
bis Feindsandschicht wirksam zurückgehalten worden sei, sondern diese durchdrungen habe. 
Schliesslich sei die Lehmschicht durch den Aushub für Fundamente teilweise gar nicht mehr 
existent gewesen, sodass sich das Öl unterhalb der Lehmschicht in den darunterliegenden 
Schottern habe ausbreiten können. Als Ergebnis müsse davon ausgegangen werden, dass die 
Ölverschmutzung "sowohl horizontal als auch lateral" eine grössere Ausdehnung als ursprüng-

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lich angenommen habe, so dass deutlich mehr ölverunreinigtes Erdreich habe ausgehoben und 
entsorgt werden müssen. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin wurde kein 
Baustopp verfügt. Vielmehr stand ein von der Bauherrschaft geplanter längerer Arbeitsunter-
bruch aufgrund des Jahresendes bevor. Dies war, wie die Memos aufzeigen, auch der Grund, 
weshalb die F.____ AG mit E-Mail vom 8. Dezember 2016 an die Fachstelle Grundwasser ge-
langte. So wird im Memo vom 9. Dezember 2016 ausgeführt, dass die F.____ AG mit der Fach-
stelle Grundwasser Kontakt aufgenommen habe, um abzuklären, welche Vorkehrungen betref-
fend Schutz des Grundwassers getroffen werden müssten, weil das Jahresende mit einem län-
geren Arbeitsunterbruch nahe und die Verunreinigung bis dahin nicht vollständig entfernt wer-
den könne. Es wurde unter anderem ein gezielter Aushub vom Rand zum Zentrum des Scha-
densortes vorgesehen, des Weiteren sollte die Betonplatte im nördlichen Bereich als Schutz vor 
Auswaschung des Öls durch eindringendes Niederschlagswasser belassen, ein Teil des Be-
reichs sollte abgedeckt und das Meteorwasser speziell entwässert werden. Im Memo vom 
16. Dezember 2016 wird wiederum ausgeführt, dass die Aushubarbeiten im Bereich des Unfall-
standortes beim damaligen Trafo 2 schon weit fortgeschritten seien. Dabei habe sich herausge-
stellt, dass die Ölverunreinigung "sowohl horizontal als auch lateral" eine grössere Ausdehnung 
als ursprünglich angenommen habe. Es habe sich gezeigt, dass insbesondere in Bereichen, wo 
die Lehmschicht durch den Aushub für Fundamente teilweise gar nicht mehr existent gewesen 
sei, das Öl mehrere Meter tief (bis ca. 7.5 m unter ehem. Gelände) in den darunterliegenden 
Schotter eingedrungen sei.  
 
6.6.2. Gemäss den Memos wurde vermutet, dass die Verunreinigung grösser als erwartet war. 
Es wird aber primär erklärt, dass dort, wo die Lehmschicht durch den Aushub für Fundamente 
teilweise gar nicht existent war, das Öl mehrere Meter tief in den unter der Lehmschicht liegen-
den Schotter eingedrungen war. Da mehr ölverschmutztes Erdreich ausgehoben werden muss-
te als angenommen, der Arbeitsunterbruch nahte und die Verunreinigung bis dahin nicht voll-
ständig hatte entfernt werden können, nahm das Fachbüro Kontakt mit der Fachstelle Grund-
wasser auf, um Vorkehrungen bezüglich des Schutzes des Grundwassers zu treffen. Eine allfäl-
lige Grundwassergefährdung sollte damit verhindert werden, weil nicht das ganze verschmutzte 
Erdreich vor der Arbeitsunterbrechung hatte entfernt werden können. Es sollte verhindert wer-
den, dass durch allfälliges Regenwasser das Grundwasser gefährdet werde. Aus den Memos 
und den vereinbarten Massnahmen geht nicht hervor, dass das Fachbüro von einem Fall von 
Altlasten ausging und die Behörde von einer solchen auszugehen hatte. Die Memos besagen 
zudem, dass die Ölverschmutzungen grösser waren als angenommen. Ein Eindringen in den 
unter der Lehmschicht liegenden Schotter wurde insbesondere festgestellt, wo diese durch den 
Aushub nicht mehr existent war, was wiederum den Schluss nahelegt, dass dieser Zustand 
durch die Bauarbeiten entstanden ist.  
 
6.6.3. Die Beschwerdeführerin erklärt, dass die Fachstelle Altlasten hätte eingreifen müssen, 
nachdem sie von der Fachstelle Grundwasser am 8. Dezember 2016 eine Kopie ihrer E-Mail an 
die F.____ AG und somit Kenntnis über die Situation erhalten hatte. In der genannten E-Mail 
vom 8. Dezember 2016 wird jedoch lediglich festgehalten, dass der Fall der offenen Baugrube 
intern besprochen worden sei und die Fachstelle Grundwasser zum Schluss gekommen sei, 
dass auf eine Abdichtung des belasteten Areals nicht verzichtet werden könne. Die verschmutz-

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te Fläche sei während des Unterbruchs der Bauarbeiten mit Plastikplanen zu bedecken und zu 
entwässern. Die Fachstelle Grundwasser bitte die F.____ AG demzufolge, die Abdichtung zu 
dokumentieren. Auch aus dieser E-Mail geht nicht hervor, dass es sich um eine altlastenrechtli-
che Massnahme handeln solle.  
 
6.6.4. Wie in der Erwägung 5.4. hiervor ausgeführt, liegt es bei Vorhaben auf belasteten 
Standorten nahe, dass diese Bauabfälle unabhängig von der altlastenrechtlichen Qualifikation 
des Standortes mit umweltgefährdenden Schadstoffen belastet sind. Aus diesen Gründen sind 
beim Bauen auf belasteten Standorten regelmässig auch verschiedene abfallrechtliche Mass-
nahmen gemäss der VVEA notwendig. Um eine derartige Massnahme handelt es sich bei den 
genannten Massnahmen zum Schutz des Grundwassers während des geplanten Arbeitsunter-
bruchs.  
 
6.6.5. Wie im Merkblatt Nr. 4 "Belastete Standorte und Altlasten / Bauen auf belasteten Stand-
orten" des AUE vom Juni 2005 festgehalten wird, darf gemäss Art. 3 AltlV ein belasteter Stand-
ort überbaut werden, falls er nicht im Sinne der AltlV sanierungsbedürftig ist oder eine spätere 
Sanierung nicht wesentlich erschwert wird oder die Sanierung gleichzeitig mit dem Bauprojekt 
durchgeführt wird. Des Weiteren wird auf Seite 3 des Merkblattes ausdrücklich erklärt, dass bei 
unerwarteten Feststellungen das AUE, Fachstelle Altlasten, unverzüglich zu benachrichtigen ist 
und die Aushubarbeiten sowie der Abtransport von Material bis zur Klärung des weiteren Vor-
gehens einzustellen sind. Die F.____ AG hat sich – entgegen dem Merkblatt – nicht an die 
Fachstelle Altlasten, sondern an die Fachstelle Grundwasser gewandt, obwohl sie als Fachbüro 
im hiesigen Kanton tätig ist und im Vorfeld stets direkt mit dem Fachbüro Altlasten Kontakt auf-
genommen hatte, so im Rahmen der Altlastenvoruntersuchungen ab 2011 oder auch für die 
Besprechungen vor Ort wie z.B. am 6. Juni 2016. Es widerspricht dem Grundsatz von Treu und 
Glauben, wenn nun die Beschwerdeführerin geltend macht, dass dadurch, dass die Fachstelle 
Grundwasser die Fachstelle Altlasten über die Notwendigkeit während des Unterbruchs der 
Bauarbeiten und Aushubarbeiten das Gelände abzudecken und zu entwässern, informiert hat, 
die Fachstelle Altlasten von etwas Anderem als von einem Sanierungsfall gemäss Art. 3 lit. b 
AltlV auszugehen gehabt hätte und von sich aus aktiv hätte werden müssen, zumal der Unfall-
ort nie als sanierungsbedürftig erklärt worden war. Auch geht aus den Memos nicht hervor, 
dass die Beschwerdeführerin von einem möglichen altlastenrechtlichen Sanierungsfall ausgehe. 
Dies deckt sich mit den Ausführungen im Bericht der F.____ AG vom 15. November 2017 
(S. 15), in welchem ausgeführt wurde, dass nach erfolgter Teilauffüllung die Böschungen der 
Baugrube in Absprache mit dem AUE (Absprachen zwischen dem 8. und 16. Dezember 2016) 
für den längeren Arbeitsunterbruch über den Jahreswechsel mit Plastikplanen abgedeckt wor-
den seien, um Auswaschungen der Belastungen in den Böschungen zu verhindern und damit 
das Grundwasser vor Verunreinigungen zu schützen. Diese Ausführungen deuten ebenso we-
nig darauf hin, dass das Fachbüro in jenem Zeitpunkt von einem möglichen altlastenrechtlichen 
Sanierungsfall ausging.  
 
6.6.6. Aufgrund der Ausführungen in den beiden Memos wurde die Fachstelle Grundwasser 
zwar in Kenntnis gesetzt, dass die Ölverunreinigung eine grössere Ausdehnung hatte als ur-
sprünglich angenommen. Die in den Memos festgestellte grössere Ausdehnung beschränkte 

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sich aber darauf, dass das Öl teilweise die Lehmschicht durchdrungen hatte und dass die 
Lehmschicht durch den Aushub für Fundamente teilweise gar nicht mehr existent war, so dass 
das Öl sich unterhalb der Lehmschicht im darunterliegenden Schotter ausbreiten konnte. Zu 
diesem Zeitpunkt war noch nicht die Rede davon, dass sich die Ölbelastung bis in den Grund-
wasserschwankungsbereich ausgedehnt haben soll. In den Memos ging es vielmehr darum, wie 
das Grundwasser vor einem möglichen Auswaschen der Belastung durch Niederschlag wäh-
rend der Baupause geschützt werden könne. Es wurde also scheinbar davon ausgegangen, 
dass das Grundwasser nicht belastet sei und vor einer eventuellen Einwirkung durch Regenfälle 
geschützt werden solle. Da entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin im Dezember 
2016 dem AUE der Befund betreffend Ausdehnung und Vordringen des Öls bis unterhalb des 
Grundwasserspiegels nicht vorlag, bestand aus fachlicher Sicht kein Anlass für die Fachstelle 
Altlasten, in die Bauarbeiten einzugreifen und eine erneute Untersuchung des Standorts zu ver-
langen, zumal ein solches Vorgehen zu diesem Zeitpunkt sicherlich auch nicht auf Verständnis 
bei der Beschwerdeführerin gestossen wäre und kaum hätte begründet werden können. Die 
Beschwerdeführerin stellt sich nun auf den Standpunkt, dass eine Detailuntersuchung hätte 
angeordnet werden müssen. Gemäss Art. 13 Abs. 2 AltlV kann eine Detailuntersuchung jedoch 
nur angeordnet werden, wenn ein Sanierungsbedarf besteht. Ohne entsprechende Anhalts-
punkte kann die zuständige Behörde keine Detailuntersuchung anordnen. Es kann der Fach-
stelle Altlasten demzufolge auch nicht vorgeworfen werden, dass sie keine Massnahmen ange-
ordnet und damit verfahrensrechtliche Pflichten missachtet habe. Deshalb kann der Auffassung 
der Beschwerdeführerin, wonach die Fachstelle Altlasten bzw. das AUE die Fortführung der 
Bauarbeiten nach der Baustillstandszeit Mitte Januar 2017 nicht hätte tolerieren dürfen, ohne 
die gesetzlich gebotenen altlastenrechtlichen Abklärungen anzuordnen, nicht gefolgt werden. 
 
Eine grössere Ausdehnung der Ölverunreinigung führt lediglich zur Annahme einer grösseren 
Fläche bzw. eines grösseren Umfangs des belasteten Standorts, was jedoch bei Bauprojekten 
auf belasteten Standorten nicht unüblich ist. 
 
6.7.1. Gemäss dem Bericht der F.____ AG vom 15. November 2017 (S. 16) wurden ab 
23. Januar 2017 (Kalenderwoche 4/2017) die Arbeiten wiederaufgenommen. Es habe befürch-
tet werden müssen, dass sich die Ölverschmutzung bis ins Grundwasser ausgedehnt habe. 
Deshalb habe die F.____ AG beim AUE, Fachstelle Grundwasser, vorsorglich um eine Bewilli-
gung für Bauarbeiten im Grundwasser ersucht. Gemäss Verfügung des AUE wurde das Gesuch 
am 16. März 2017 mündlich gestellt. Die gewässerschutzrechtliche Bewilligung wurde umge-
hend mündlich erteilt und mit Schreiben vom 24. März 2017 bestätigt. Die F.____ AG wandte 
sich wiederum mit dem Gesuch an die Fachstelle Grundwasser und nicht an die Fachstelle Alt-
lasten. Aus dieser Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser lässt sich kein Sanierungsbe-
darf ableiten. Es handelt sich bei dieser Bewilligung nicht um die Anordnung einer altlasten-
rechtlichen Massnahme. Eine solche Bewilligung ist unter Anwendung von Art. 32 der Gewäs-
serschutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 und § 4 des kantonalen Gesetzes über 
die Nutzung und den Schutz des Grundwassers (Grundwassergesetz) bei jedem Eingriff ins 
Grundwasser einzuholen. Dies wird in der Bewilligung vom 24. März 2017 auch so festgehalten. 
Diese Bewilligung ist beim Eingriff ins Grundwasser unabhängig von einem allfälligen altlasten-

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rechtlichen Status des Grundstücks einzuholen. Aus der Erteilung einer Bewilligung für Bauar-
beiten im Grundwasser lässt sich kein Sanierungsbedarf ableiten.  
 
6.7.2. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die Behörden im März 2017 im 
Rahmen des Antrags auf Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser hätten aktiv werden 
müssen. In der Bewilligung vom 24. März 2017 wird erklärt, dass die F.____ AG am 16. März 
2017 das Gesuch gestellt habe, bei der Sanierung des Ölunfalls der Transformatorenstation die 
unerwartet tief in den Untergrund eingedrungenen Belastungen im Schwankungsbereich des 
Grundwassers ausheben und mit sauberem Material wieder auffüllen zu dürfen.  
 
6.7.3. Wie der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung an das Kantonsgericht zu Recht fest-
hält, bestand gemäss fachlicher Beurteilung durch das AUE auf dem streitgegenständlichen 
Standort nie ein Sanierungsbedarf. Anlässlich der technischen Untersuchung des Standorts 
wurden 5 Grundwassermessstellen beprobt, wobei die Konzentrationen für KW C10-C40 und 
PCB unter der jeweiligen Bestimmungsgrenze lagen. Hätten sich durch die Belastungen im 
Grundwasserschwankungsbereich Schadstoffe gelöst, wäre dies in einer der Messstellen im 
Abstrom festgestellt worden. Daraus ergab sich die Beurteilung des AUE vom 29. Mai 2013, 
dass kein Sanierungsbedarf bestehe. Die Beschwerdeführerin entschloss sich dazu, den belas-
teten Standort zu überbauen und eine freiwillige Totaldekontamination durchzuführen, damit der 
Standort aus dem KbS gelöscht werden konnte. Unter anderem war vorgesehen, das Grund-
wasser baubegleitend zu überwachen. Die entsprechenden Beprobungen des Grundwassers 
während des Jahreswechsels 2016/2017 erfolgten daher auch erst, nachdem bereits mit den 
Bauarbeiten begonnen worden war. Die Schwankungen bei den gemessenen Konzentrationen 
deuten darauf hin, dass die KW aufgrund von Erschütterungen beim Rückbau und Aushub mo-
bilisiert wurden und ins Grundwasser gelangten. Da die Grundwasserproben baubedingt in ei-
nem gestörten Grundwasserleiter entnommen wurden, können sie nicht als repräsentativ be-
wertet werden und somit auch nicht zur Beurteilung dienen, ob ein Sanierungsbedarf vor Be-
ginn der Bauarbeiten vorgelegen hatte. Bereits aus diesem Grund bestand vor Beginn der Bau-
arbeiten kein Sanierungsbedarf. An dieser Beurteilung hätte sich nichts geändert, wenn nach 
Entdeckung der grösseren Ausbreitung des Öls weitere Untersuchungen vorgenommen worden 
wären, da die Bauarbeiten bereits im Gange waren und erneute Grundwasserproben damit 
nicht mehr im ungestörten Grundwasserleiter hätten entnommen werden können. Die Beurtei-
lung der Messungen um den Jahreswechsel 2016/2017 führt mithin zum selben Ergebnis, dass 
kein Sanierungsbedarf besteht. Aufgrund der Stoffeigenschaften KW C10-C40 gab es bei Vor-
kommnissen mit diesem Stoffgemisch gemäss der Praxis des AUE noch nie einen Sanierungs-
bedarf bezogen auf das Schutzgut Grundwasser, da es praktisch immobil ist und nicht gelöst 
wird. Hätte ein Sanierungsbedarf bestanden, wäre eine Verfügung über die Kostenverteilung im 
Nachhinein ohnehin nicht mehr möglich, weil im vorliegenden Fall das Verfahren gemäss AltlV 
nicht eingehalten wurde. Es wurden keine altlastenrechtlichen Sanierungsziele definiert, son-
dern es wurde der Totalaushub angestrebt. Aus diesem Grund kann nicht mehr beurteilt wer-
den, welche der vorgenommenen Massnahmen im Rahmen der erfolgten Totalkontamination 
altlastenrechtlich tatsächlich notwendig gewesen wären, um die Sanierungsziele zu erreichen, 
und welche darüber hinaus gingen. Das AUE wurde zu keinem Zeitpunkt darüber informiert, 
dass die Beschwerdeführerin bzw. das Fachbüro etwas entdeckt hatte, das entgegen den ur-

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sprünglichen Einschätzungen doch zu einem Sanierungsbedarf führen könnte. Das AUE erhielt 
erst Kenntnis von den entsprechenden Messungen, nachdem alles belastete Material ausgeho-
ben und das Grundstück mit neuem Material wieder aufgefüllt worden war. Während der Bau-
arbeiten bestand zu keinem Zeitpunkt ein Anlass für das AUE, weitere Untersuchungsmass-
nahmen anzuordnen und proaktiv vom abfallrechtlichen Verfahren gemäss dem genehmigten 
Vorgehens- und Entsorgungskonzept in das altlastenrechtliche Verfahren zu wechseln. Aus 
diesem Grund kann der Meinung der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, dass sich das 
AUE für ein abgekürztes Verfahren im Sinne von Art. 24 AltlV entschieden habe. Das zuständi-
ge Fachbüro, welches die Zuständigkeiten im Kanton Basel-Landschaft aufgrund seines Tätig-
keitsbereichs, aber auch aufgrund der in Bezug auf den vorliegenden Unfallstandort stattgefun-
denen Kontakte in den Jahren vor dem Totalaushub kannte, hat sich während des Totalaus-
hubs nicht bei der Fachstelle Altlasten gemeldet. Vielmehr wandte sie sich immer an die Fach-
stelle Grundwasser, welche für die abfallrechtlich notwendigen Massnahmen zuständig ist. Die 
F.____ AG hat sich nicht an die Fachstelle Altlasten gewandt, wie sie es hätte tun sollen, als sie 
zum Schluss kam, es sei ein möglicher Fall eines sanierungsbedürftigen belasteten Standorts. 
Damit hat sie auch die möglichen Verzögerungen des Bauvorhabens, welche alsdann die an-
zuordnenden Untersuchungen mit sich gebracht hätten, verhindert.  
 
6.7.4. Abgesehen davon, dass für das AUE zu keinem Zeitpunkt ein allfälliger Detailuntersu-
chungsbedarf erkennbar gewesen war, hat auch gemäss den neusten Erkenntnissen und Mes-
sungen (wie dem AUE mit Schlussbericht vom 15. November 2017 zur Kenntnis gebracht) und 
der fachlichen Beurteilung der Fachstelle Altlasten sowie in Übereinstimmung mit der Einschät-
zung des BAFU nach wie vor auf dem Standort kein Sanierungsbedarf bestanden. Es handelte 
sich damit nie um einen sanierungsbedürftigen Standort, sondern seit Beginn um eine soge-
nannte Bauherrenaltlast. Im Übrigen teilen letztlich die Beschwerdeführerin und das von ihr be-
auftragte Fachbüro diese Auffassung. Zu keinem Zeitpunkt vor dem Datum des Schlussberichts 
wurde von irgendeiner Seite die Einschätzung, dass kein Sanierungsbedarf bestehe, in Frage 
gestellt.  
 
6.7.5. Erst im Nachhinein und zwar mit Schlussbericht vom 15. November 2017 führt das 
Fachbüro aus, dass während der Zeit im Dezember 2016 bis Januar 2017 Messungen im 
Grundwasser stattgefunden hätten und die dabei ermittelten Konzentrationen ihrer Meinung 
nach für einen Sanierungsbedarf sprächen. Bis im November 2017 und somit fast über ein Jahr 
wurde diese Information zurückgehalten und weder dem AUE noch der Fachstelle Altlasten 
mitgeteilt. Ob es sich seitens des Fachbüros um ein Versehen oder Absicht handelt, weil es 
selbst die Messungen nicht als geeignet erachtete, um einen Sanierungsbedarf anzunehmen, 
kann offengelassen werden. In jedem Fall wurde diese Information aber nicht vorher an das 
AUE herangetragen, was dazu führt, dass dieser Umstand der Beschwerdeführerin anzulasten 
ist.  
 
6.8.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass es sich bei der Bewilligung vom 24. März 
2017 um einen Anwendungsfall von Art. 24 AltlV handle. Nach dieser Bestimmung kann von 
dem in der AltlV geregelten Verfahren abgewichen werden, wenn zum Schutz der Umwelt So-
fortmassnahmen nötig sind (lit. a); die Überwachungs- oder Sanierungsbedürftigkeit oder die 

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erforderlichen Massnahmen auf Grund bereits vorhandener Angaben beurteilt werden können 
(lit. b); ein belasteter Standort durch die Erstellung oder Änderung einer Baute oder Anlage ver-
ändert wird (lit. c); freiwillige Massnahmen der direkt Betroffenen einen gleichwertigen Vollzug 
dieser Verordnung gewährleisten (lit. d). 
 
6.8.2. Die Fachstelle Grundwasser erteilte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
24. März 2017 betreffend Bauarbeiten im Grundwasser die Bewilligung, beim Aushub in das 
Grundwasser einzugreifen. So wurde die gewässerschutzrechtliche Bewilligung nach Art. 32 
GSchV für den Aushub der Belastungen im Schwankungsbereich des Grundwassers erteilt. 
Dabei handelte es sich um Vorkehrungen, um das Schutzgut Grundwasser von den Ölbelas-
tungen zu schützen. Dies bedeutet gerade, dass keine Belastung im Grundwasser vorhanden 
war bzw. vermutet werden musste. Es handelte sich um Vorkehrungen im Sinne von Art. 3 AltlV 
und damit um Schutzvorkehrungen, damit der belastete Standort durch die Bauarbeiten nicht 
nachträglich sanierungsbedürftig wurde. Dies ist nicht unüblich und daher auch kein Anlass für 
die Fachstelle Altlasten, einen Sanierungsbedarf zu vermuten. Es handelte sich bei dieser Be-
willigung aus diesen Gründen nicht um einen Anwendungsfall von Art. 24 AltlV.  
 
6.9. Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass in der Baubewilligung vom 24. März 2017 von 
Altlastensanierung die Rede ist. Der Begriff Altlastensanierung wird im Dispositiv nicht verwen-
det, sondern im Teil "Rechtliches", in welchem ausgeführt wird, dass die Bewilligung nicht an-
fechtbar und sofort vollziehbar sei, da die Massnahmen zum Schutz polizeilicher Güter (vorlie-
gendenfalls das Grundwasser) vollziehbar seien. Im Dispositiv wird ausgeführt, dass es sich um 
eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung nach Art. 32 GSchV handle. Auch diese Verfügung 
wurde – wie bereits die E-Mail vom 8. Dezember 2016 – der Fachstelle Altlasten in Kopie zuge-
stellt. Daraus geht hervor, dass die Verfügung vom 24. März 2017 zwar formell vom AUE erlas-
sen wurde, aber innerhalb des AUE nicht von der Fachstelle Altlasten, welche für altlastenrecht-
liche Massnahme zuständig gewesen wäre, sondern von der Fachstelle Grundwasser, welche 
für abfallrechtliche Massnahmen zuständig war. Es ist zwar unzutreffend, wenn in der Bewilli-
gung für Bauarbeiten im Grundwasser vom 24. März 2017 der Begriff Altlastensanierung be-
nutzt wird. Daraus kann aber, vor allem nicht von einem qualifizierten Fachbüro, welches die 
Abläufe und die für die jeweiligen Aufgaben zuständigen Abteilungen der kantonalen Verwal-
tung kennt und im Vorfeld sich bei Bedarf an die Fachstelle Altlasten gewandt hatte, der 
Schluss gezogen werden, es handle sich bei der Bewilligung für Bauarbeiten im Grundwasser 
um etwas Anderes als um abfallrechtliche Massnahmen.  
 
6.10. Soweit die Beschwerdeführerin in der Beschwerde aus der Vorgehensweise im Kanton 
Zürich in Bezug auf altlastenrechtliche Massnahmen und Kostenverteilungsverfahren etwas zu 
ihren Gunsten ableiten will, muss dem entgegengehalten werden, dass der Kanton Basel-
Landschaft eine andere Praxis hat und diese in ihren Merkblättern, welche dem Fachbüro be-
kannt waren, festhält.  
 
6.11. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass es aufgrund der vom Fachbüro geliefer-
ten Informationen und Anfragen und der Vorgeschichte für das AUE und für die Fachstelle Alt-
lasten keine Veranlassung gab, von sich aus weitere Untersuchungen im Rahmen einer Altlas-

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tensanierung anzuordnen und den Sanierungsbedarf abklären zu lassen, und sich dieser im 
Übrigen aufgrund der Vorgehensweise der Beschwerdeführerin auch nicht mehr feststellen 
lässt, was zu Lasten der Beschwerdeführerin geht.  
 
7.1. Die Beschwerdeführerin fordert wie bereits vor der Vorinstanz, der Standort sei gemäss 
Art. 9 Abs. 2 lit. b AltlV nachträglich als sanierungsbedürftig einzustufen. Dies wird mit der un-
günstigen Lage der Messstelle 112.P.3 begründet, da diese nicht im unmittelbaren Abstrom des 
Unfallstandortes liege. Diese Messstelle genüge damit auch nicht den Vorgaben gemäss der 
Vollzugshilfe des BAFU "Probenahme von Grundwasser bei belasteten Standorten". Nach Auf-
fassung der Beschwerdeführerin müsse eine repräsentative Messstelle vielmehr im Abstrom 
des Hotspots positioniert sein. Die ideale Messstelle liege rund 20 Meter weiter westlich. Der 
Regierungsrat vertritt die Auffassung, dass die Messstelle 112.P.3 sowohl für die Beurteilung 
der Untersuchungsergebnisse aus der technischen Untersuchung im Jahr 2011 als auch für die 
Auswertung der Messungen während der Aushubbegleitung im Zeitraum 2016/17 repräsentativ 
gewesen sei. Sie decke den in Art. 9 Abs. 2 AltlV erforderlichen unmittelbaren Abstrombereich 
ausreichend ab. Ob in einer zusätzlichen Messstelle weiter westlich höhere Konzentrationen 
festgestellt worden wären, wie dies die Beschwerdeführerin mutmasst, sei rein spekulativ. Die-
se Frage könne vorliegend nicht beantwortet werden. Ebenso wenig könne zum heutigen Zeit-
punkt mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bewiesen oder widerlegt werden, ob die gemesse-
nen geringen Konzentrationen in der Messstelle 112.P.3 nun auf eine Mobilisation während der 
Bauarbeiten zurückzuführen seien. 
 
7.2. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht aus, dass 
problematisch bei der Messstelle 112.P.3 gewesen sei, dass sich diese an einem Ort befunden 
habe, an dem sich die Ölbelastung überwiegend auf der Lehmschicht gestaut habe, d.h. das Öl 
sei an dieser Stelle gar nicht bis ins Grundwasser vorgedrungen. Diese Messstelle sei für die 
Voruntersuchung konzipiert und für die Überwachungsmassnahmen beibehalten worden, aus-
gehend vom ursprünglich angenommenen Sachverhalt. Nach einer Detailuntersuchung und 
nach erstelltem Befund "Öl in Phase" hätte das AUE diese Messstelle mit Sicherheit nicht als 
hinreichend angesehen. Im Rahmen einer Detailuntersuchung, wie sie von der AltlV in dieser 
Sachlage verlangt werde, hätte eine zweite Messstelle verlangt werden müssen, die sich an 
einem anderen Ort auf der "schwarzen Linie" befunden hätte, nämlich an einem Ort, an dem die 
Ölbelastungen "effektiv in Phase" vorhanden gewesen wären. Es vermöge daher nicht zu über-
zeugen, wenn heute aufgrund unzulänglicher Messungen behauptet werde, dass damals kein 
Sanierungsbedarf vorgelegen habe. 
 
7.3. Kann dem AUE nicht vorgeworfen werden, es hätte ab Dezember 2016 eine Detailun-
tersuchung anordnen müssen, bleibt auch für den Vorwurf, dass eine weitere am geeigneten 
Ort platzierte Messstelle ein anderes Ergebnis hervorgebracht hätte, aufgrund dessen ein Sa-
nierungsbedarf nachträglich festgestellt worden wäre, kein Raum.  
 
8.1. Umstritten ist, ob für die Beurteilung der in der Messstelle 112.P.3 gemessenen Gehalte 
an KW C10 - C40 der deutsche Geringfügigkeitsschwellenwert (GFS) von 100 µg/1 oder der in 
der schweizerischen Verordnung des Eidgenössischen Departements des Innern vom 

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16. Dezember 2016 über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und 
Duschanlagen (TBDV) angegebene Wert von 20 µg/l heranzuziehen ist.  
 
8.2. Der Regierungsrat kommt zum Schluss, dass mangels eines schweizerischen Altlasten-
konzentrationswertes für KW C10 - C40 auf den deutschen GFS von 100 µg/I und nicht auf den 
schweizerischen Wert von 20 µg/I gemäss TBDV, welcher für Wasser als Lebensmittel gelte, 
abzustellen sei. Die TBDV und die AltlV würden unterschiedliche Ziele anstreben. Die Altlasten-
konzentrationswerte seien tendenziell höher als die vorsorgeorientierten Trinkwasserwerte. 
Ausserdem würden die Probenahmen für die Beurteilung der Toleranzwerte der TBDV ab Quel-
le oder im Trinkwasserverteilnetz erfolgen und nicht direkt im Grundwasserleiter und schon gar 
nicht im Abstrom eines belasteten Standortes. Die deutschen GFS seien im Übrigen in der Re-
gel sehr viel niedriger und damit konservativer angesetzt als die Konzentrationswerte der 
schweizerischen AltlV.  
 
8.3. Die Beschwerdeführerin vertritt die Auffassung, dass für die Beurteilung der in der 
Messstelle 112.P.3 gemessenen Gehalte an KW C10 - C40 der in der TBDV angegebene Wert 
von 20 µg/l heranzuziehen sei. Dabei nimmt sie unter anderem Bezug auf die verschiedenen 
Grundlagen und Vollzugshilfen des BAFU. Nach schweizerischem Altlastenrecht sei der Sanie-
rungsbedarf zu bejahen, wenn die Belastungen am Standort zu schädlichen oder lästigen Ein-
wirkungen führen würden oder wenn die konkrete Gefahr bestehe, dass solche Einwirkungen 
entstünden (Art. 2 Abs. 2 AltlV). Im vorliegenden Fall sei es bereits zu "schädlichen oder lästi-
gen Einwirkungen" gekommen. Es sei also nicht bloss um eine konkrete Gefahr solcher Einwir-
kungen gegangen, sondern die Gefahr habe sich bereits verwirklicht, nachdem das Öl bis unter 
den Grundwasserspiegel gelangt sei und sich folglich mit dem Grundwasser habe ausbreiten 
können. Wenn bei dieser Sachlage keine Konzentrationswerte nach AltlV verfügbar seien, so 
gebe die TBDV wenigstens Anhaltspunkte dafür, was in der Schweiz maximal akzeptiert werde. 
Die vom Beschwerdegegner zitierte Formulierung "tendenziell höher" sei nach üblichem 
Sprachgebrauch jedenfalls nicht so zu verstehen, dass der deutsche Wert von 100 µg/I näher-
liegen würde als der schweizerische Trinkwasserwert von 20 µg/I. Der höchste gemessene 
Wert von 30 µg/I (= 0.03 mg/I) schliesse insofern einen Sanierungsbedarf infolge der Ölbelas-
tungen nicht klarerweise aus.  
 
8.4. Nach schweizerischem Altlastenrecht ist der Sanierungsbedarf zu bejahen, wenn die 
Belastungen an einem Standort zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führen oder wenn 
die konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen. Nicht jede Einwirkung auf 
ein Schutzgut ist automatisch eine schädliche oder lästige Einwirkung, welche einen Sanie-
rungsbedarf nach sich zieht. Ein solcher ist nur gegeben, wenn ein Mindestmass an Verunreini-
gung vorliegt. Gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. b AltlV ist ein belasteter Standort hinsichtlich des Schut-
zes des Grundwassers sanierungsbedürftig, wenn bei Grundwasser im Gewässerschutzbereich 
Au im Abstrombereich unmittelbar beim Standort die Konzentration von Stoffen, die vom Stand-
ort stammen, die Hälfte eines Konzentrationswerts nach Anhang 1 überschreitet. Dies ist vorlie-
gend nicht der Fall. Schädlich oder lästig wäre die Einwirkung allenfalls gewesen, wenn ent-
sprechende Werte in einer Trinkwasserfassung gemessen worden wären. Da aber keine Trink-
wasserfassung von der Einwirkung betroffen war und auch keine Gefahr bestand, dass das 

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betroffene Grundwasser in eine Trinkwasserfassung gelangen könnte, gab es keine schädliche 
oder lästige Einwirkung und auch keine entsprechende konkrete Gefahr. Die TBDV gibt An-
haltspunkte dafür, was in der Schweiz im Trinkwasser akzeptiert wird. Für die Begründung ei-
nes Sanierungsbedarfs kann hingegen nicht subsidiär auf die Werte der TBDV abgestellt wer-
den. Diese Verordnung regelt die Aufbereitung, die Bereitstellung und die Qualität von Trink-
wasser als Lebensmittel und von Wasser als Gebrauchsgegenstand (Art. 1 Abs. 1 TBDV) und 
verfolgt damit einen völlig anderen Zweck als die AltlV. Bei der Beurteilung, ob ein Standort sa-
niert werden muss, geht es nicht darum, dass das Grundwasser Trinkwasserqualität aufweist. 
Die Vollzugshilfe des BAFU zeigt dies auf, indem dort die Trinkwasserwerte vorsorgeorientiert 
und somit grundsätzlich tiefer angegeben werden als massnahmenorientierte altlastenrechtlich 
relevante Konzentrationswerte. Wie der Regierungsrat ausführt, hat das AUE zu Recht hilfswei-
se den Geringfügigkeitswert des deutschen Rechts beigezogen, um aufzuzeigen, dass sich die 
gemessenen Konzentrationen im Rahmen nicht zu einem Sanierungsbedarf führender Werte 
bewegen. 
 
9.1. Umstritten ist, ob der altlastenrechtliche Sanierungsbedarf durch die Modellierung des 
Geologiebüros I.____ AG vom 7. November 2017 sowie durch die Beurteilung vom 3. Septem-
ber 2018 bestätigt werden kann bzw. wer den Beweis für einen Sanierungsbedarf vor Aushub-
beginn zu erbringen hat. 
 
9.2. Der Regierungsrat kommt zum Schluss, dass weder Modellierung noch Gutachten als 
Beweis dafür taugen würden, dass vor Aushubbeginn ein Sanierungsbedarf nach Art. 9 Abs. 2 
lit. b AltlV bestanden habe.  
 
9.3. Die Beschwerdeführerin vertritt den Standpunkt, sie müsse keinen Beweis für einen Sa-
nierungsbedarf vor Aushubbeginn erbringen. Stattdessen obliege es dem AUE, den Nachweis 
zu erbringen, dass kein Sanierungsbedarf vorgelegen habe, obwohl es selber in seiner Bewilli-
gung vom 24. März 2017 eine Altlastensanierung bewilligt habe, nachdem es zu Einwirkungen 
auf das Grundwasser gekommen sei. Der vom AUE zu verantwortende Entscheid, die