# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fbb5dba-407c-59d3-9b0d-6e2c8d7a2b3d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.03.2012 E-1282/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1282-2012_2012-03-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1282/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   

Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, (…) 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 2. Februar 2012 / N (…). 

 

 

E-1282/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer erstmals am 5. Oktober 1987 in der Schweiz 

ein Asylgesuch gestellt und dabei geltend gemacht hat, er sei kurdischer 

Ethnie und stamme ursprünglich aus B._______ (Pazarcik), 

dass er Sympathisant der PKK sei, die er mit Proviant und Geld unter-

stützt habe, sein Vater - ein Mitglied der PKK - im Jahre 1981 festge-

nommen und zu 24 Jahren Haft verurteilt worden sei, worauf der Be-

schwerdeführer einige Male für kurze Zeit festgenommen und zu seinem 

Vater befragt worden sei, 

dass dieses Asylgesuch mit Verfügung des damaligen Delegierten für das 

Flüchtlingswesen (DFW) vom 14. August 1990 abgelehnt worden ist, da 

seine Vorbringen weder glaubhaft noch asylrelevant seien, 

dass eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid des Beschwer-

dedienstes des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) 

vom 28. März 1991 negativ entschieden worden ist, 

dass der Beschwerdeführer am 25. September 1996 in der Schweiz ein 

zweites Asylgesuch gestellt hat und mit Verfügung vom 21. Oktober 1996 

vorsorglich nach Deutschland weggewiesen worden ist, 

dass er eigenen Angaben zufolge Ende 1996/anfangs 1997 von Deutsch-

land freiwillig in die Türkei zurückgekehrt sei, 

dass er am 11. August 2010 sein Heimatland erneut verlassen habe und 

am 16. August 2010 in die Schweiz eingereist sei, wo er am 17. August 

2010 um Asyl nachsuchte,  

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum C._______ vom 24. August 2010 sowie der direkten Anhörung vom 

22. Oktober 2010 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-

tend machte, er sei Sympathisant der PKK und habe diese ab 2009 mit 

Nahrungsmitteln und Informationen unterstützt, 

dass er zudem an Demonstrationen teilgenommen und seit seiner Einrei-

se in die Schweiz kurdische Zeitschriften verteilt habe, 

dass er im (…) 2009 und im (…) 2010 von Soldaten festgenommen und 

auf den Militärposten von Narli geführt worden sei, wobei er unter dem 

E-1282/2012 

Seite 3 

Vorwurf, die PKK zu unterstützen ein bis zwei Tage lang festgehalten und 

misshandelt worden sei,  

dass er sich nach seiner Entlassung bei einem Freund versteckt habe 

und dort von der Polizei gesucht worden sei, worauf er sich an anderen 

Orten versteckt und sich zur Ausreise entschlossen habe, 

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen ein Schreiben 

der Staatsanwaltschaft Gaziantep an die Polizeidirektion Gaziantep vom 

(…) einreichte, 

dass das BFM in einer amtsinternen Dokumentenprüfung zum Schluss 

kam, dass es sich dabei um eine Totalfälschung handle, wozu es dem 

Beschwerdeführer am 28. März 2011 das rechtliche Gehör gewährte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 15. April 2011 

an der Echtheit des Schreibens festhielt, 

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 

vom 2. Februar 2012 – eröffnet am 6. Februar 2012 – ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen des 

Beschwerdeführers würden weder den Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft standhalten,  

dass es sich beim eingereichten Schreiben der Staatsanwaltschaft Gazi-

antep an die Polizeidirektion von Gaziantep vom (…), das einer amtsin-

ternen Expertise unterzogen worden sei, um eine Totalfälschung handle,  

dass es sich einerseits um ein rein amtsinternes Schreiben handle, wobei 

ausgeschlossen erscheine, die Behörden hätten das Original dieses 

Schreibens dem Grossvater des Beschwerdeführers ausgehändigt, ande-

rerseits erscheine praxiswidrig, dass die Personalien der festzunehmen-

den Person im Schreiben zweimal und zudem abweichend aufgelistet 

seien, 

dass im Schreiben von der Umwandlung eines Abwesenheitshaftbefehls 

in einen Anwesenheitshaftbefehl die Rede sei, was gestützt auf den Ver-

fahrensstand gar nicht möglich wäre, 

E-1282/2012 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer die Fälschungsmerkmale in seiner Stellung-

nahme vom 15. April 2011 nicht habe aus dem Weg räumen können, zu-

mal es sich beim eingereichten Dokument um ein sogenanntes Dienst-

wegschreiben handle, in dessen Besitz der Beschwerdeführer zwingend 

nicht hätte gelangen können, 

dass der Beschwerdeführer zudem angegeben habe, er habe Mitte Mai 

2010 von seinem Grossvater vom Bestehen eines Haftbefehls gegen ihn 

erfahren, das Dokument demgegenüber jedoch vom (…) datiere, wobei 

der Beschwerdeführer diesen Widerspruch nicht habe erklären können, 

dass er offensichtlich versucht habe, seine Vorbringen mit einem ge-

fälschten Dokument zu belegen, womit auch seine persönliche Glaub-

würdigkeit massiv in Zweifel gezogen werden müsse, 

dass er zudem widersprüchliche Angaben zur Festnahme vom (…) ge-

macht habe, und auch seine Ausführungen betreffend der Informations-

weitergabe an die PKK unsubstantiiert ausgefallen seien, 

dass weder die geltend gemachte Suche noch seine Verhaftungen noch 

seine Kontakte zur PKK geglaubt werden könnten, 

dass ferner nicht davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer hätte we-

gen seines Vaters oder anderer Verwandter in Zukunft etwas zu befürch-

ten, da er seit 1997 ausser den zwei unglaubhaften Festnahmen keine 

weiteren Behelligungen erlitten habe, 

dass auch hinsichtlich der geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeit 

nicht von einer begründeten Furcht vor künftiger Verfolgung auszugehen 

sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. März 2012 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde erhob und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung sowie die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewäh-

rung von Asyl, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, allenfalls 

der Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung und die Gewährung 

der vorläufigen Aufnahme beantragte, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ersuchte und diesbezüglich eine Fürsorgebe-

stätigung einreichte, 

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Seite 5 

dass er zudem einen ärztlichen Bericht von Dr. med. D._______ vom (…) 

zu den Akten reichte, 

dass er zur Begründung der Beschwerde im Wesentlichen anführte, er 

stamme aus einer kurdischen Familie, die sich seit langer Zeit für die kur-

dische Sache einsetze und aufgrund ihres Engagements immer wieder 

Repressionen ausgesetzt gewesen sei, 

dass sein Vater und zahlreiche weitere Verwandte aus politischen Grün-

den verfolgt und in der Schweiz als Flüchtlinge anerkannt worden seien, 

dass die Vorinstanz das eingereichte Dokument zu Unrecht als Fälschung 

bezeichnet habe,  

dass sein Grossvater dieses Dokument erhalten habe und das Ausstellen 

desselben als Original auf die unterschiedliche Praxis der betreffenden 

Behörden zurückzuführen sei, wobei die darin aufgeführten unterschiedli-

chen Vornamen auf einen Irrtum des Verfassers zurückzuführen seien, 

dass sich der Beschwerdeführer den von der Vorinstanz festgestellten 

Widerspruch, wonach er Mitte 2010 von seinem Grossvater erfahren ha-

be, dass ein Haftbefehl gegen ihn bestehe, das betreffende Dokument je-

doch vom (…) datiere, nicht erklären könne und wohl auf einem Missver-

ständnis beruhe, 

dass die festgestellten Widersprüche betreffend seine Festnahmen auf 

seine psychischen Probleme zurückzuführen seien, die durch die erlitte-

nen Folterungen ausgelöst worden seien,  

dass seine Ausführungen betreffend die Weiterleitung von Informationen 

an die PKK nicht unsubstantiiert ausgefallen seien, habe die PKK doch 

aufgrund der politischen Vergangenheit seiner Familie zu ihm Vertrauen 

gehabt, 

dass er schliesslich unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts und die dort zitierte Berichterstattung auf die nach wie vor 

schlechte Menschenrechtslage in der Türkei hinwies, unter der die Kur-

den zu leiden hätten, 

dass zudem gestützt auf das Gesagte eine Reflexverfolgung vorliege, 

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Seite 6 

dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verweisen 

ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 8. März 2012 den Eingang der 

Beschwerde bestätigte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, 

SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Ausliefe-

rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, 

SR 142.31] i. V. m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 50 und 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

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Seite 7 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 

111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG vorliegend auf einen 

Schriftenwechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben 

hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass sich die Erwägungen der Vorinstanz nach Prüfung der Akten durch 

das Bundesverwaltungsgericht als zutreffend erweisen und auf diese zu 

verweisen ist (Art. 109 Abs. 3 BGG), 

dass der Beschwerdeschrift keinerlei Argumente zu entnehmen sind, wel-

che an der Würdigung der Vorinstanz etwas zu ändern vermögen, 

dass vorab die Einschätzung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdefüh-

rer eine Totalfälschung eingereicht hat, vollumfänglich bestätigt werden 

muss,  

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Seite 8 

dass insbesondere die in der angefochtenen Verfügung aufgeführten Fäl-

schungsmerkmale (Original eines amtsinternen Schreibens, unterschied-

liche Vornamen, Bezeichnung des Dokuments) überzeugen und daher 

nicht zu beanstanden sind, 

dass dem Beschwerdeführer im eingereichten ärztlichen Bericht vom (…) 

eine posttraumatische Belastungsstörung und eine mittelgradige bis 

schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome attestiert 

werden, welche eine Folge der erlittenen Folter im Heimatstaat seien, 

dass der Beschwerdeführer die festgestellten Ungereimtheiten betreffend 

des Zeitpunkts seiner Entlassung aus der Festnahme vom (…) jedoch 

nicht mit psychischen Problemen zu erklären vermag,  

dass er gemäss dem Arztbericht bereits seit dem 27. Juni 2011 in Be-

handlung sein soll, er jedoch weder eine solche noch psychische Proble-

me bisher erwähnt hat, obwohl dies von ihm hätte erwartet werden kön-

nen, zumal er bereits im vorinstanzlichen Verfahren vom jetzigen Rechts-

vertreter vertreten worden ist,  

dass auch dem Befragungsprotokoll vom 22. Oktober 2010 nicht ent-

nommen werden kann, der Beschwerdeführer sei wegen seines gesund-

heitlichen (psychischen) Zustandes nicht in der Lage gewesen, seine 

Vorbringen widerspruchsfrei vorzutragen (vgl. Akte C17), 

dass die bei der Bundesanhörung anwesende Hilfswerksvertreterin auch 

keine Bemerkungen angebracht hat, wonach der Beschwerdeführer ein-

geschüchtert oder verängstigt gewirkt hätte und deshalb daran gehindert 

gewesen wäre, seine Asylgründe widerspruchsfrei vorzutragen, 

dass auch der Erklärungsversuch des Beschwerdeführers, wonach er als 

Mitglied einer politischen Familie das Vertrauen der PKK gehabt habe 

und deshalb zur Herausgabe von Informationen aufgefordert worden sei, 

die von der Vorinstanz festgestellten unsubstantiierten Vorbringen nicht 

zu erklären vermag, soll es sich doch dabei um bloss allgemeine Informa-

tionen gehandelt haben (vgl. Akte C17 S. 6), 

dass insgesamt nicht geglaubt werden kann, der Beschwerdeführer habe 

Kontakte zur PKK gepflegt und sei aus politischen Gründen zweimal fest-

genommen und dabei gefoltert worden, 

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Seite 9 

dass gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers auch nicht auf 

eine Reflexverfolgung geschlossen werden kann, zumal er eigenen An-

gaben zufolge wegen seiner Verwandten seit seiner Kindheit keine Be-

nachteiligungen mehr erlitten habe, und damit den damaligen Vorkomm-

nissen der notwendige zeitliche und sachliche Kausalzusammenhang zur 

viele Jahre späteren Ausreise abzusprechen ist, 

dass ferner aufgrund der geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeit des 

Beschwerdeführers auch nicht auf eine begründete Furcht vor künftiger 

Verfolgung geschlossen werden kann, da es sich beim blossen Verteilen 

von Zeitungen nicht um eine herausragende Aktivität handelt, welche im 

Sinne der Rechtsprechung zu einer begründeten Furcht führen könnte, 

dass auch die Benachteiligungen, unter denen die kurdische Bevölkerung 

in der Türkei zu leiden hat, gemäss Rechtsprechung für sich allein nicht 

zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen kann und der Be-

schwerdeführer wie hievor festgestellt, keine darüber hinausgehenden 

Nachteile glaubhaft machen konnte, 

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde-

schrift einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können, 

dass es dem Beschwerdeführer somit offensichtlich nicht gelungen ist, die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei-

lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 

Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzli-

chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ange-

ordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

E-1282/2012 

Seite 10 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vor-

gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-

lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-

länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei-

ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 

von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) 

und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er-

sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

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Seite 11 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe 

auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr der Beschwerde-

führers schliessen lassen,  

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen (…)-jährigen Mann han-

delt, der über mehrere Jahre Berufserfahrungen verfügt und in seinem 

Heimatstaat auf ein Beziehungsnetz (Grossvater, in dessen (…) er gear-

beitet habe, sowie mehrere Onkel und Tanten; vgl. Akte C1 S. 3 f.) zu-

rückgreifen kann, 

dass allfällige psychische Probleme des Beschwerdeführers auch in der 

Türkei behandelbar sind und daher ein Aufenthalt in der Schweiz nicht 

notwendig erscheint, 

dass der Vollzug der Wegweisung daher auch als zumutbar zu erachten 

ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Türkei 

schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 

Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung 

gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  

 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

 

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Seite 12 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1282/2012 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener 

 

 

Versand: