# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 870535f2-2107-5773-a0ef-99a8e949ab96
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 29.04.2021 U 2021 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2021-32_2021-04-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 21 32

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterIn Racioppi und von Salis

Aktuar ad hoc Brunner

URTEIL

vom 29. April 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Bundesamt für Justiz BJ,
Beschwerdeführer

gegen

Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden,

Beschwerdegegner

und

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Mengiardi,

Beschwerdegegnerin

betreffend Bewilligungspflicht

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I. Sachverhalt:

Mit Urteil 2C_589/2020 vom 22. März 2021 hiess das Bundesgericht die 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes 

für Justiz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubün-

den U 18 58 vom 3. Juni 2020 in Sachen Grundstückserwerb durch Per-

sonen im Ausland gut und hob das betreffende Verwaltungsgerichtsurteil 

auf (vgl. Dispositivziffer 1). In Dispositivziffer 2 stellte das Bundesgericht 

fest, dass der Erwerb der auf dem Stammgrundstück Nr. B._____ in der 

Gemeinde C._____ geplanten Stockwerkeinheiten, welche als Personal-

wohnungen genutzt werden sollen, durch eine Person im Ausland der Be-

willigungspflicht gemäss dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grund-

stücken durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) untersteht. 

Für das bundesgerichtliche Verfahren hatte die A._____ AG den Be-

schwerdeführer mit CHF 3'000.00 zu entschädigen (vgl. Dispositivziffer 3). 

Zudem wies das Bundesgericht die Angelegenheit zur Neuverlegung der 

Kosten und Entschädigung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurück (vgl. Dispositiv-

ziffer 4).

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, 

also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, also 

den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an 

die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neube-

urteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht [BGG; SR 173.110]) (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1640; DORMANN, in: Niggli/Uebersax/Wi-

prächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsge-

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setz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff. m.w.H.). Dabei kann das Bun-

desgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder 

die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. 

Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, da-

mit diese über die Kostenverteilung entscheidet oder entscheidet selbst 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: Niggli/Ueber-sax/Wi-

prächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsge-

setz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 Rz. 24 f.). Bei einer 

Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die entscheidwesentlichen 

Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vor-

instanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, 

a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 und 135 III 334 

E.2.1).

2. Somit sind laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts entspre-

chend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten und die ausser-

gerichtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren U 18 58 vom 

Verwaltungsgericht in Anwendung von Art. 73 und Art. 78 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) neu zu verlegen.

3. Im Urteil U 18 58 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten in der 

Höhe von CHF 2'295.00 (Staatsgebühr: CHF 2'000.00 sowie Kanzleiaus-

lagen: CHF 295.00) dem Bundesamt für Justiz zur Bezahlung auferlegt. 

Weiter wurde das Bundesamt für Justiz verpflichtet, die A._____ AG aus-

sergerichtlich mit CHF 3'296.00 zu entschädigen.

4. Da der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vor Bundesgericht 

durchgedrungen ist, ist er im Verfahren U 18 58 vor dem Verwaltungsge-

richt so zu stellen, als hätte er obsiegt. Deshalb gehen die Gerichtskosten 

neu in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG im Umfang von 

CHF 2'295.00 je hälftig zu Lasten der A._____ AG und des Kantons 

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Graubünden (Grundbuchinspektorat und Handelsregister). Eine Parteien-

tschädigung wird nicht gesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden von total CHF 2'295.00 gehen je hälftig zu 

Lasten der A._____ AG und des Kantons Graubünden (Grundbuchinspek-

torat und Handelsregister). Die jeweiligen Kostenanteile sind innert 30 Ta-

gen seit Zustellung des Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

2. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]