# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc4a99aa-9240-5243-8929-8e36a5abe451
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.09.2016 SB160120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160120_2016-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160120-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. B. Gut und  

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Wenker sowie der Gerichtsschreiber 

Dr. iur. F. Manfrin 

 

Urteil vom 29. September 2016 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. A. Kaegi,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 
A._____,  

Beschuldigte und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin  

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

betreffend  
versuchte schwere Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom  
14. Dezember 2015 (DG150295)  

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

22. September 2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 21). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 46 S. 55 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne 

von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB wird die Beschuldigte freige-

sprochen. 

3. Die Beschuldigte wird bestraft mit 21 Monaten Freiheitsstrafe. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt.  

5. Die nachfolgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten  

Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden dem/der Inhaber/in der Bar "B._____", … [Ad-

resse], innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin zurückgege-

ben und hernach der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- 3 Whiskygläser, 

- 1 Bierflasche "Heineken". 

6. Die nachfolgenden, von der Privatklägerin eingereichten, mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmten und 

bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden der Pri-

vatklägerin innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin zurück-

gegeben und hernach der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- 1 Bundesordner mit diversen Modezeichnungen, 

- 1 Stoffsack mit diversen Stoffresten. 

7. Die von der Beschuldigten eingereichte, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des  

Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse 

gelagerte Stofftasche mit 3 Kleidern (Sachkaution-Nr. …) wird der Beschuldigten innert 

3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin zurückgegeben und her-

nach der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

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8. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von Fr. 1'052.35 

zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen. 

9. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 

8. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'200.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 581.25   Auslagen Untersuchung 

Fr. 17'300.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 11'000.–   unentgeltliche Rechtsvertreterin Privatklägerin 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin, 

werden der Beschuldigten auferlegt. 

12. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 17'300.– (gerundet, inkl. Mehrwertsteuer) entschä-

digt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin wird mit Fr. 11'000.– (pauschal, inkl. 

Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vor-

behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 426 Abs. 1 und Abs. 4 StPO, Art. 138 

Abs. 1 und Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. (Mitteilungen.) 

15./16. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4 f.) 

a) der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

(schriftlich, Urk. 68 S. 1) 

1. Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils betreffend den Schuldspruch 

gemäss Urteil-Dispositiv Ziffer 1 (versuchte schwere Körperverletzung 

im Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

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StGB) sowie den Freispruch gemäss Urteil-Dispositiv Ziffer 2 (Nöti-

gung). 

2. Die Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 3 ¾ Jahren zu be-

strafen. 

3. Es seien der Beschuldigten sämtliche Kosten dieses Verfahrens, 

inkl. Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsbeistandschaft 

seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

b) der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten: 

(Anschlussberufung, schriftlich, Urk. 69 S. 1 f.) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezember 2015 in die-

ser Sache sei im Schuldpunkt zu bestätigen; dagegen sei die ausgefäll-

te Strafe auf 18 Monate zu reduzieren, wobei der Vollzug der Strafe 

aufzuschieben sei, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren; 

2. Eventualiter sei die erstinstanzliche Freiheitsstrafe von 21 Monaten be-

dingt zu bestätigen; 

3. Sämtliche Zivilansprüche seien abzuweisen oder ins Zivilverfahren zu 

verweisen; 

4. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen. Eventuali-

ter seien sie teilweise auf die Staatskasse zu nehmen. 

c) der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft: 

(schriftlich, Urk. 70 S. 1) 

1. Es sei Antrag Ziffer 2 der Anschlussberufung der Beschuldigten vom 

29. April 2016 (Schadenersatz- und Genugtuungsforderung) voll-

umfänglich abzuweisen und Dispositiv Ziffer 8 und Ziffer 9 des Urteils 

des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 14. Dezember 2015, zu 

bestätigen. 

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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Auslagen und 

MWSt) zu Lasten der Beschuldigten. 

prozessuales Gesuch: 

Es sei der Privatklägerin für das vorliegende Berufungsverfahren die unent-

geltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von RAin lic. iur. 

Y._____ ab dem 25. April 2016 eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu er-

nennen. 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Umfang der Berufung 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit Urteil vom 14. Dezember 2015 sprach das Bezirksgericht Zürich, 

3. Abteilung, die Beschuldigte und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungs-

klägerin (hernach die Beschuldigte) der versuchten schweren Körperverletzung im 

Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig. 

Vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB wurde die Beschuldigte 

demgegenüber freigesprochen. 

Die Beschuldigte wurde mit 21 Monaten Freiheitsstrafe bestraft. Der Vollzug der 

Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.  

Weiter wurde festgehalten, dass die beschlagnahmten Whiskygläser und die Bier-

flasche dem/der Inhaber/in der Bar "B._____" auf dessen/deren Verlangen hin zu-

rückgegeben und andernfalls nach drei Monaten der Lagerbehörde zur gutschei-

nenden Verwendung überlassen werden. Gleich verfahren hat die Vorinstanz mit 

Bezug auf die von der Privatklägerin und der Beschuldigten eingereichten und 

hernach beschlagnahmten Gegenstände (Privatklägerin: Bundesordner und di-

verse Modezeichnungen bzw. Beschuldigte: Stofftasche mit 3 Kleidern), welche – 

sollten jene nicht innert drei Monaten von der daran Berechtigten herausverlangt 

werden – der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen wurden. 

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Weiter wurde die Beschuldigte verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von 

Fr. 1'052.35 zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 sowie eine Genugtuung 

von Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen, wobei das 

Genugtuungsbegehren im Mehrbetrag abgewiesen wurde. 

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltliche Rechtsvertreterin 

der Privatklägerin, wurden der Beschuldigten auferlegt. 

1.2. Gegen das Urteil meldete die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit 

Eingabe vom 16. Dezember 2015 rechtzeitig Berufung an (vgl. Urk. 39). Mit Ein-

gabe vom 9. März 2016 erstattete die Staatsanwaltschaft die schriftliche Beru-

fungserklärung (Urk. 47). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 8. April 2016 wurde der Beschuldigten sowie der 

Privatklägerin unter Zustellung einer Kopie der Berufungserklärung der Staatsan-

waltschaft Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten 

auf die Berufung zu beantragen (Urk. 51; Zustellungsbestätigung Urk. 52). 

1.4. Mit Eingabe vom 25. April 2016 wurde seitens der Privatklägerin mitgeteilt, 

dass auf Anschlussberufung verzichtet werde (Urk. 53).  

1.5. Die Beschuldigte erhob demgegenüber mit Eingabe vom 29. April 2016  

Anschlussberufung (Urk. 55). 

1.6. Mit Präsidialverfügung vom 3. Mai 2016 wurde der Privatklägerin und der 

Staatsanwaltschaft eine Kopie der schriftlichen Anschlussberufungserklärung der 

Beschuldigten bzw. der Staatsanwaltschaft sowie der Beschuldigten eine Kopie 

der Eingabe der Privatklägerin vom 25. April 2016 zugestellt (Urk. 57; Zu-

stellungsbestätigung Urk. 58). 

1.7. Am 29. Juni 2016 ergingen die Vorladungen an die Staatsanwaltschaft, die 

Privatklägerin und die Beschuldigte zur heutigen Berufungsverhandlung 

(vgl. Urk. 59). 

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2. Umfang der Berufung 

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Berufung auf Dispositiv-Ziffer 3 (Sanktion), sinn-

gemäss einschliesslich Dispositiv-Ziffer 4 (Vollzug), beschränkt (vgl. Urk. 47; 

Urk. 68 S. 1; Prot. II S. 4). 

Seitens der Beschuldigten wurden im Rahmen ihrer Anschlussberufung die  

Dispositiv-Ziffern 1 (Schuldspruch schwere Körperverletzung), 3 (Sanktion), 

8 (Schadenersatz), 9 (Genugtuung) und 11 (Kostenauflage) angefochten (Urk. 69 

S. 1 f.; Prot. II S. 5). In der abschliessenden Antragsstellung im Rahmen des Par-

teivortrags wurde der Schuldspruch wegen schwerer Körperverletzung allerdings 

akzeptiert. Dispositiv-Ziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils ist folglich nicht ange-

fochten.  

Demgemäss bilden die Dispositiv-Ziffern 3, 4, 8, 9 und 11 des erstinstanzlichen 

Urteils Berufungsgegenstand. 

Die übrigen Dispositiv-Ziffern des erstinstanzlichen Urteils – Dispositiv-Ziffern 1 

(Schuldspruch), 2 (Freispruch Nötigung), 5 bis 7 (Beschlagnahmungen), 10 (Kos-

tenfestsetzung), 12 (Entschädigung amtliche Verteidigung) und 13 (Entschädi-

gung unentgeltliche Rechtsvertretung Privatklägerin) – wurden demgegenüber 

nicht angefochten und sind daher in Rechtskraft erwachsen, was festzustellen ist. 

II.  Prozessuales 

1. Die Ausführungen der Vorinstanz in Bezug auf die von ihr abgewiesenen 

Beweisanträge der Beschuldigten – betreffend eines Augenscheines des von ihr 

am Vorfalltag getragenen Kleides einerseits, betreffend eine Befragung 

von Pastor C._____ andererseits – sind zutreffend, weshalb vollumfänglich auf 

die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden kann (Urk. 26, 27 u. 46 

E. I.1.2. u. 1.3.; Prot. I S. 9 ff.).  

2. Auch die von der Vorinstanz zur Konstituierung der Privatklägerschaft sowie 

der Verwertbarkeit der Beweismittel bzw. der allgemeinen Würdigung von Be-

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weismitteln gemachten Erwägungen sind zutreffend und geben zu keinen weite-

ren Bemerkungen Anlass, weshalb ebenso vollumfänglich auf diese verwiesen 

werden kann (vgl. Urk. 46 E. I.2. bzw. II.3.1. u. 3.2.). 

3. Auf die Stellung von Beweisanträgen im vorliegenden Berufungsverfahren 

wurde seitens der Beschuldigten verzichtet. Ebenso wurden seitens der Verteidi-

gung keine prozessualen Einwendungen vorgebracht (vgl. dazu Prot. II S. 6-8). 

III.Sanktion 

1. Strafrahmen 

1.1. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des or-

dentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwendenden Strafbestimmung fest-

zusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit gefasst 

worden, um sämtlichen konkreten Umständen Rechnung zu tragen. Entgegen ei-

ner auch in der Praxis weit verbreiteten Auffassung wird der ordentliche Straf-

rahmen bei Vorliegen von Strafschärfungs- oder -milderungsgründen nicht auto-

matisch erweitert, worauf dann innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach 

den üblichen Strafzumessungskriterien festzusetzen wäre. Der ordentliche Rah-

men ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die 

für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde 

erscheint. Der vom Gesetzgeber vorgegebene ordentliche Rahmen ermöglicht in 

aller Regel, für eine einzelne Tat die angemessene Strafe festzulegen. Er versetzt 

den Richter namentlich in die Lage, die denkbaren Abstufungen des Verschul-

dens zu berücksichtigen (BGE 136 IV 55 E. 5.8). Vorliegend führt der Versuch 

(Art. 22 StGB) nicht dazu, den ordentlichen Strafrahmen – und schon gar nicht 

von vornherein – zu unterschreiten. Gleiches gilt für die nachfolgend zu erörtern-

den weiteren Strafmilderungsgründe der verminderten Schuldfähigkeit und des 

Notwehrexzesses. Es liegen auch diesbezüglich keine aussergewöhnlichen Um-

stände vor, die eine Unterschreitung des ordentlichen Strafrahmens indizieren 

würden. Diese Strafmilderungsgründe werden innerhalb des ordentlichen Straf-

rahmens vielmehr straf- bzw. verschuldensmindernd zu berücksichtigen sein. 

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1.2. Wie von der Vorinstanz zutreffend erwogen (Urk. 46 E. IV.1.1.-1.2.), ist der 

ordentliche Strafrahmen vorliegend mangels aussergewöhnlicher Umstände somit 

nicht zu verlassen, weshalb jener von einem halben Jahr bzw. 180 Tagessätzen 

Geldstrafe bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe reicht. 

1.3. Es liegt hier ein vollendeter Versuch vor, da es nicht im Wirkungsbereich der 

Beschuldigten lag, ob der Erfolg letztlich eintrat oder nicht. Bei der Verschuldens-

bewertung spielt es eine Rolle, ob der Täter aus eigenem Antrieb zurückgetreten 

ist. Dies ist ein Umstand, welcher verschuldensmindernd zu gewichten ist. Tritt 

dagegen der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht ein, ohne vom Täter 

beeinflusst worden zu sein, bleibt das Verschulden unberührt. Gleichwohl hat sich 

dieser Umstand aber zugunsten des Täters auszuwirken (BGE 123 IV 49). Beim 

vollendeten Versuch geht es um eine Tatkomponente, die sich dadurch auszeich-

net, dass sie verschuldensunabhängig ist (so – zutreffend – auch die Vorinstanz 

in Urk. 46 E. IV.3.3., wohingegen die von ihr davor unter E. IV.1.1. gemachten 

Erwägungen dem zu widersprechen scheinen). Deshalb wird sie bei der Gesamt-

einschätzung des Verschuldens auch nicht einbezogen. Sie hat sich indessen im 

Sinne einer Reduzierung der (hypothetischen) verschuldensangemessenen Strafe 

auszuwirken (s. hierzu nachstehend; vgl. auch MATHYS, Leitfaden Strafzu-

messung, Basel 2016, Rz. 215 ff. bzw. MATHYS, Zur Technik der Strafzumessung, 

in: SJZ 100 (2004) Nr. 8 S. 178). 

2. Strafzumessungsfaktoren 

Die Vorinstanz hat die zu den Kriterien der Strafzumessung nötigen theoretischen 

Ausführungen gemacht. Darauf und auf die aktuelle Rechtsprechung des Bun-

desgerichts zum Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4. ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; 132 IV 

102 E. 8.1; je mit Hinweisen) kann vorab verwiesen werden. Zutreffend wurde 

auch festgehalten, dass zwischen der Tat- und Täterkomponente sowie der objek-

tiven und subjektiven Tatschwere zu unterscheiden ist (s. Urk. 46 E. IV.2.1.-2.4.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO).  

 

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3. Tatkomponente 

3.1. Objektive Tatschwere 

Die Vorinstanz (s. Urk. 46 E. IV.3.1. bzw. E. III.2.6.) hat in Bezug auf die objektive 

Tatschwere zutreffend ausgeführt, dass die Beschuldigte unvermittelt einen 

Schlag – wovon nunmehr auch (wenngleich primär aus beweisrechtlichen Überle-

gungen) die Anklagebehörde ausgeht (Prot. II S. 7 f.) – mit einem gefährlichen 

Gegenstand gegen einen der sensibelsten Körperteile des menschlichen Körpers 

ausführte, welcher die Privatklägerin nur durch Zufall nicht schwer verletzt habe, 

wobei keine Lebensgefahr bestanden habe. Das Ausmass der Gefährdung ist an-

gesichts dieser Umstände als nicht unbeträchtlich einzustufen. Überdies hat die 

Beschuldigte der Privatklägerin bleibende Schäden zugefügt: Anlässlich der vor-

instanzlichen Hauptverhandlung wurde mangels ärztlicher Befunde zu den Lang-

zeitfolgen (s. Urk. 4/3 S. 2 und 4/4 bzw. Urk. 4/5 S. 2 und 4/6) im Rahmen eines 

Augenscheines festgestellt, dass am Kopf der Privatklägerin eine kleinere Wöl-

bung ober- und unterhalb der Augenbraue bestehe und diese sodann eine 2 cm 

lange Narbe in den Haaren auf der linken Kopfseite, eine Delle auf dem Nasen-

rücken und eine fast 1 cm grosse, dreieckige Narbe auf dem linken Augenlid auf-

weise (Prot. I S. 11 f.; Urk. 46 E. II.3.7.2.). Dieselben Feststellungen konnte die 

hiesige Kammer aufgrund eines eigenen Augenscheins anlässlich der Berufungs-

verhandlung machen (Prot. II S. 8). Gestützt darauf erscheint die von der Vor-

instanz gemachte Feststellung, dass die vom Schlag der Beschuldigten davonge-

tragenen Narben zwar eher klein aber doch nicht unerheblich und (im damaligen 

Zeitpunkt) noch sichtbar seien, als angemessen. Die Privatklägerin wird durch die 

Narben jedenfalls täglich an die Tat erinnert. Demgegenüber ist der Ansicht der 

Anklagebehörde (Urk. 47 S. 1 f.), wonach die der Privatklägerin zugefügten Ver-

letzungen als arge und bleibende Entstellungen des Gesichts zu bezeichnen sei-

en, nicht zu folgen. Ebenso hat die Vorinstanz den Umstand, dass die voran-

gehende tätliche Auseinandersetzung von der Privatklägerin initiiert wurde, zutref-

fend verschuldensmindernd miteinbezogen. Die objektive Tatschwere ist unter 

Berücksichtigung dieser Umstände, angesichts des weiten Strafrahmens und mit 

Blick auf mögliche schwerere Körperverletzungen als leicht zu bezeichnen. Eine 

Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe erscheint angemessen. 

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3.2. Subjektive Tatschwere 

3.2.1. Art. 19 Abs. 2 StGB bestimmt, dass das Gericht die Strafe mildert, wenn 

der Täter zur Zeit der Tat nur teilweise fähig war, das Unrecht seiner Tat einzuse-

hen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln. Gemäss bundesgerichtlicher Recht-

sprechung besteht bei einer Blutalkoholkonzentration zwischen 2 und 3 Promille 

eine Vermutung für eine Verminderung der Schuldfähigkeit, welche aber im Ein-

zelfall durch Gegenindizien umgestossen werden könne (BGE 122 IV 49 E. 1b). 

Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldfähigkeit des Täters zu zweifeln, so ord-

net die Untersuchungsbehörde oder das Gericht die sachverständige Begutach-

tung durch einen Sachverständigen an (Art. 20 StGB). Art. 20 StGB greift als Re-

gel über die Beweisführung in das Prozessrecht ein und weist darauf hin, dass in 

der Regel eine Begutachtung zu erfolgen hat (BSK StGB I-BOMMER, Art. 20 N 14 

m.w.H.; TRECHSEL/JEAN-RICHARD, StGB Praxiskommentar, Art. 20 N 1 m.w.H.), 

wobei das Bundesgericht gewisse Ausnahmen zulässt (zu den Voraussetzungen 

einer Begutachtung: BGE 116 IV 273). So ist es gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung zulässig, auf die Anordnung eines Gutachtens zu verzichten, 

wenn keine ernsthaften Zweifel an einem Rest noch von erhaltener Schuldfähig-

keit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2002, Pra 2002, Nr. 157, 845). 

Es liegt kein Gutachten über die Schuldfähigkeit der Beschuldigten im Tat-

zeitpunkt vor. Die Vorinstanz stützt sich vorliegend auf den durch die Stadtpolizei 

Zürich durchgeführten Alkoholtest (Urk. 1 S. 1), demgemäss die Beschuldigte  

einen Atemalkoholgehalt von 2.04 ‰ aufgewiesen habe, sowie die Aussagen der 

Beschuldigten und der Zeugen D._____ und E._____ (Urk. 46 E. III.4.1.-4.4.), um 

der Beschuldigten eine leichte bis mittelgradige Schuldverminderung zu attestie-

ren. 

Die vorinstanzlichen Erwägungen und die daraus gezogene Schlussfolgerung 

(Urk. 46 E. III.4.3.-4.4.) sind nicht zu beanstanden. Je nach Einvernahme machte 

die Beschuldigte geltend, im fraglichen Moment "sehr stark betrunken" (Urk. 6/1 

S. 1), "etwas betrunken" (Urk. 6/2 S. 6), "total betrunken" (Urk. 36 S. 4) bzw. 

"komplett betrunken" (Urk. 6/4 S. 9) und zuletzt "sehr betrunken" (Urk. 66 S. 6) 

gewesen zu sein. Ebenso widersprüchlich sind ihre – von der Vorinstanz zutref-

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fend erörterten (Urk. 46 III. 4.3.) – Angaben zur Art und Menge des in der fragli-

chen Nacht konsumierten Alkohols.  

Die Aussagen der Zeugen zum Alkoholkonsum und Alkoholisierungsgrad der Be-

schuldigten sind zwar nicht einhellig, vermögen indes doch ein klares Bild zu 

zeichnen: Der Zeuge F._____ gab zu Protokoll, dass die Beschuldigte zum 

Abendessen vielleicht eine halbe Flasche Wein und hernach ein bis 2 Whiskys 

getrunken habe, bevor sie um zwei Uhr morgens in die Bar B._____ gekommen 

seien (Urk. 8/1 S. 7 f.). Die Zeugin G._____ erwähnte, die Beschuldigte habe 

normal gewirkt, wobei sie nicht einfach vom Ansehen erkenne, ob jemand viel ge-

trunken habe oder nicht (Urk. 8/3 S. 10). Der Zeuge D._____ gab wiederum zu 

Protokoll, dass sowohl die Privatklägerin wie auch die Beschuldigte sehr stark be-

trunken gewesen seien, was man auch an der Mimik, am Gang und am gesamten 

Verhalten gesehen habe (Urk. 8/4 S. 7 f.). Der Zeuge E._____ gab schliesslich zu 

Protokoll, dass beide Frauen damals "aggressiv und alkoholisiert" bzw. "ziemlich 

betrunken" gewesen seien, was sich daran gezeigt habe, wie sie herumgelaufen 

seien, indem sie beim Gehen geschwankt hätten bzw. wie sie gesprochen haben 

(Urk. 8/5 S. 4 u. 9).  

Gestützt auf die Würdigung der verfügbaren Beweismittel und insbesondere auf 

den durch die Stadtpolizei Zürich durchgeführten Alkoholtest ist zu Gunsten der 

Beschuldigten – mit der Vorinstanz – eine leichte bis mittelgradige Verminderung 

der Schuldfähigkeit anzunehmen, wohingegen eine gänzliche Schuldunfähigkeit 
– entgegen der früheren Ansicht der Verteidigung, gemäss welcher bei einer  

Alkoholisierung über zwei Promille kaum mehr vernunftgemässes Handeln mög-

lich sei (Urk. 55 S. 7 f.) – ausser Betracht fällt.   

3.2.2. Die Vorinstanz (s. Urk. 46 E. IV.3.2.) hat die Umstände, dass die Schuld-

fähigkeit der Beschuldigten – wie vorstehend erörtert – im Tatzeitpunkt aufgrund 

des Atemalkoholgehalts von rund zwei Promille leicht bis mittelgradig ein-

geschränkt war und dass sie nicht mit direktem, sondern mit Eventualvorsatz ge-

handelt hat, zu Recht zu ihren Gunsten berücksichtigt. Weiter wurde zutreffend 

erwogen, dass die Beschuldigte die Tat nicht geplant hat und vorgängig insoweit 

durch die Privatklägerin provoziert resp. tätlich angegangen wurde, als sie von 

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dieser an den Haaren gezogen wurde (zum Notwehrexzess sogleich). Entgegen 

der Vorinstanz ist indes nicht davon auszugehen, dass die Beschuldigte im Tat-

zeitpunkt "zu keiner Zeit nervös" und damit beherrscht und ruhig war. Es ist viel-

mehr davon auszugehen, dass die Beschuldigte sich im fraglichen Zeitpunkt in ei-

nem impulsiv-aggressiven Gemütszustand befand, weil sie das Herantreten der 

Privatklägerin von hinten und das Ziehen an ihren Haaren als Angriff oder zumin-

dest als massive Aggression wahrgenommen hat, wobei der alkoholisierte Zu-

stand der Beschuldigten diese Wahrnehmung noch verstärkt haben dürfte. Wie 

von der Anklagebehörde geltend gemacht (Urk. 47 S. 2), zeugt die Reaktion der 

Beschuldigten durchaus von einer erschreckenden Hemmungslosigkeit, indem die 

Beschuldigte durchaus (so die Vorinstanz in Urk. 46 E. III.2.6.) nach dem Motto 

"komme was wolle" der Privatklägerin mit einem Whiskyglas an den Kopf schlug.   

3.2.3. Ein Rechtfertigungsgrund für das Handeln der Beschuldigten in Form einer 

Notwehrhandlung gemäss Art. 15 StGB (oder anderer Art) liegt hier – wie von der 

Vorinstanz zutreffend eingeschätzt (Urk. 46 E. III.3.1.-3.3.) – entgegen der frühe-

ren Ansicht der Verteidigung (Urk. 55 S. 8) nicht vor. So muss der Angriff durch 

eine den Umständen angemessene Weise abgewehrt werden, wobei die gesetz-

lich geforderte Angemessenheit sowohl Erforderlichkeit der entsprechenden 

Handlung wie auch deren Verhältnismässigkeit im engeren Sinne voraussetzt 

(BSK StGB I-SEELMANN, Art. 15 N 11 m.w.H.). Obschon in objektiver Hinsicht – mit 

der Verteidigung (Urk. 69 S. 5) – von einem Angriff der Privatklägerin auszugehen 

ist, indem diese von hinten auf die Beschuldigte zuging und diese an den Haaren 

zog, hat die Beschuldigte durch ihre Reaktion – Schlag mit dem Glas – weder die 

ungefährlichste Art der Verteidigung gewählt noch eine verhältnismässige Verhal-

tensweise an den Tag gelegt.  

Nicht zu folgen ist allerdings der Ansicht der Vorinstanz, dass es an der für die 

Annahme einer Notwehrlage erforderlichen Intensität des Angriffs fehle, da die 

Beschuldigte gemäss eigenen Angaben nicht zumindest etwas beunruhigt gewe-

sen wäre, weshalb sich die Beschuldigte aus diesem Grund nicht auf die rechtfer-

tigende Notwehr im Sinne von Art. 15 StGB berufen könne (Urk. 46 E. III.3.2.). 

Angesichts der damaligen Gemütslage der Beschuldigten ist vielmehr davon aus-

zugehen, dass diese sich im fraglichen Zeitpunkt in einem impulsiv-aggressiven 

- 14 - 

Gemütszustand befand und das Herantreten der Privatklägerin von hinten und 

das Ziehen an ihren Haaren durchaus als Angriff wahrgenommen hat. Die darauf 

folgende Reaktion der Beschuldigten war indessen keineswegs angemessen, in-

dem sie durch das Zuschlagen mit dem Whiskyglas sowohl gegen das Subsidiari-

täts- wie auch das Proportionalitätsgebot verstiess. Die Beschuldigte überschritt 

mit ihrer Abwehrreaktion die Grenzen der zulässigen Notwehr gemäss 

Art. 15 StGB; es liegt mit anderen Worten ein sogenannter Notwehrexzess im 

Sinne von Art. 16 Abs. 1 StGB vor. Vor diesem Hintergrund ist in subjektiver Hin-

sicht zu relativieren, dass die Beschuldigte mit einem Glas zugeschlagen hat. 

Überrascht vom Angriff, führte die Beschuldigte quasi reflexartig den Gegen-

schlag aus. Es kann ihr jedenfalls nicht unterstellt werden, sie hätte bewusst für 

ihren Gegenschlag das Whiskyglas ergriffen und dieses zur (übermässigen) Ver-

teidigung eingesetzt. Vielmehr hielt sie das Glas just in diesem Moment mehr zu-

fällig in der Hand. Dieser Notwehrexzess ist ebenfalls strafmindernd zu berück-

sichtigen. 

3.2.4. Insgesamt vermag die subjektive Tatschwere die objektive deutlich zu re-

duzieren, da die Gründe für das Verhalten der Beschuldigten mehr in ihrer einge-

schränkten Steuerungsfähigkeit, ihrem Temperament und im Angriff durch die 

Privatklägerin zu verorten sind als in einer ausgeprägten Skrupellosigkeit ihrer-

seits, was bei einem – wie von der Vorinstanz angenommenen – ruhigen Ge-

mütszustand, welchem generell ein überlegteres Handeln folgt, anders zu be-

urteilen gewesen wäre. Deshalb kann der Ansicht der Anklagebehörde, gemäss 

welcher die Beschuldigte eine "Kaltblütigkeit sondergleichen" an den Tag gelegt 

habe und ihr Verhalten gar grenzwertig zur eventualvorsätzlich versuchten Tötung 

erachtet wurde (Urk. 47 S. 2; Urk. 68 S. 3), nicht gefolgt werden. Es rechtfertigt 

sich unter Berücksichtigung der erörterten Umstände eine Reduktion der Einsatz-

strafe auf 24 Monate Freiheitsstrafe vorzunehmen. 

3.3. Vollendeter Versuch als verschuldensunabhängige Tatkomponente 

3.3.1. Schliesslich gilt es in Betracht zu ziehen, dass es vorliegend beim (vollen-

deten) Versuch blieb. Wie bereits vorstehend ausgeführt, hat sich dies im Sinne 

einer Reduzierung der (hypothetischen) verschuldensangemessenen Einsatzstra-

- 15 - 

fe auszuwirken. Das Mass der zulässigen Reduktion der Strafe beim vollendeten 

Versuch hängt unter anderem von der Nähe des tatbestandsmässigen Erfolgs 

und von den tatsächlichen Folgen der Tat ab. Die Reduktion der Strafe wird mit 

anderen Worten umso geringer, je näher der tatbestandsmässige Erfolg und je 

schwerwiegender die tatsächliche Folge der Tat war. Stets ist aber eine Herab-

setzung der Strafe wegen des Ausbleibens des tatbestandsmässigen Erfolgs zu-

lässig (BGE 123 IV 49).  

3.3.2. In Betracht zu ziehen ist hierbei, dass es – wie zuvor bereits erwähnt – nur 

dem Zufall und nicht dem Verhalten der Beschuldigten zuzuschreiben ist, dass die 

Privatklägerin nicht schwer verletzt wurde. Diese Einschätzung findet auch in den 

ärztlichen Befunden ihre Bestätigung (vgl. Urk. 4/3 S. 2 und 4/4 bzw. Urk. 4/5 S. 2 

und 4/6), wonach mit den Augen und den Halsgefässen lebenswichtige Strukturen 

in unmittelbarer Nähe der Schnittverletzungen der Privatklägerin gelegen hätten, 

auch wenn "eher" keine unmittelbare Lebensgefahr bestanden habe.  

3.3.3. Aus diesen Gründen ist mit der Vorinstanz (Urk. 46 E. IV.3.3.) festzustellen, 

dass die Tatsache, dass es bei einem blossen Versuch geblieben ist, vorliegend 

nur zu einer marginalen Reduktion der Strafe führt. Eine Reduktion der für das ob-

jektive und subjektive Tatverschulden festgesetzten Strafe auf 21 Monate Frei-

heitsstrafe erweist sich als angemessen und das seitens der Vorinstanz – vor 

dem Hintergrund des weiten Strafrahmens – als noch leicht bezeichnete Ver-

schulden als zutreffend. 

3.4. Täterkomponente 

3.4.1. Die verschuldensangemessene Strafe kann aufgrund von Umständen, die 

mit der Tat grundsätzlich nichts zu tun haben, erhöht oder herabgesetzt werden. 

Massgebend sind hierfür im Wesentlichen täterbezogene Komponenten wie die 

persönlichen Verhältnisse, Vorstrafen, Leumund, Strafempfindlichkeit und Nach-

tatverhalten (Geständnis, Einsicht, Reue etc.). 

3.4.2. Zu den persönlichen Verhältnissen kann auf die Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden (Urk. 46 E. IV.4.1.). Anlässlich der Berufungsverhand-

- 16 - 

lung ergab sich, dass die Beschuldigte ein 8-monatiges Baby hat. Der Vater sei 

Herr F._____, mit dem sie auch wieder zusammen sei und in der gleichen Woh-

nung lebe (s. zum Ganzen Prot. II S. 2-8). In Bezug auf die Täterkomponente hielt 

die Vorinstanz zutreffend fest (s. Urk. 46 E. IV.4.1.-4.2.), dass sich aus den per-

sönlichen Verhältnissen der Beschuldigten wie auch ihrer Vorstrafenlosigkeit 

(Urk. 49) keine strafzumessungsrelevanten Umstände ableiten lassen. 

3.4.3. Zum Nachtatverhalten der Beschuldigten ist Folgendes zu sagen: Im Rah-

men ihres Schlusswortes anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung ent-

schuldigte sich die Beschuldigte zwar bei der Privatklägerin, indes führte sie 

gleichzeitig aus, dass dies nicht geschehe, weil sie schuldig sei, sondern weil sie 

beide betrunken gewesen seien (Urk. 36 S. 9). An der Berufungsverhandlung 

liess die Beschuldigte den Schuldpunkt entgegen ihrer Berufungserklärung nicht 

mehr anfechten und ist insofern geständig (vgl. Urk. 69). Allerdings machte die 

Beschuldigte selber im Rahmen ihrer Befragung keine näheren Angaben zum 

Vorfall. Sie berief sich vor allem darauf, dass sie sich nicht mehr genau erinnere 

und stark alkoholisiert gewesen sei (Urk. 66 S. 9 ff.). Im Lichte dieser geltend ge-

machten Erinnerungslücken, ohne eigenständiges Tateingeständnis der Beschul-

digten erscheint dieses späte Geständnis im Rahmen des Parteivortrags (in der 

Form der Anerkennung des Schuldspruchs) eher taktisch motiviert. Zudem hat es 

auch nicht zu einer Verfahrensvereinfachung geführt. Auch in der Berufungsver-

handlung zeigte die Beschuldigte keine aufrichtige Reue. Im Schlusswort sagte 

sie lediglich, es sei ihr sehr unangenehm, sie sei wegen der Situation betrübt. 

Gegenüber der Privatklägerin habe sie sich persönlich entschuldigt und mit ihr 

gesprochen (Prot. II S. 8). Diese Entschuldigung, die von Seiten der Privatklägerin 

unbestritten geblieben ist sowie die späte und mehr taktisch motivierte Anerken-

nung des Schuldspruchs führen zu einer lediglich leichten Strafminderung. 

3.5. Ergebnis  

Nach Würdigung der Tat- und der Täterkomponente, unter Berücksichtigung des 

Versuchs und der Tatkomponenten erweist sich eine Freiheitsstrafe im Umfang 

von 18 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. 

- 17 - 

VI. Vollzug 

Zu den Voraussetzungen des bedingten Strafvollzuges äusserte sich bereits die 

Vorinstanz ausführlich und zutreffend, weshalb auf jene Ausführungen verwiesen 

werden kann (Urk. 46 E. V.1.-3.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ihrer Auffassung kann voll-

umfänglich gefolgt werden, weshalb der Vollzug der auszufällenden Freiheits-

strafe aufzuschieben ist. Dabei ist die Probezeit mit der Vorinstanz auf 2 Jahre 

festzusetzen. 

VII. Zivilansprüche 

1. Die Vorinstanz hat die erforderlichen rechtlichen Ausführungen zu den  

Voraussetzungen für die Zusprechung von Schadenersatz und Genugtuung ge-

macht, weshalb vollumfänglich auf diese verwiesen werden kann (Urk. 46 E. VII.3. 

u. 5.1.).  

2. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin Schadener-

satz in Höhe von Fr. 1'052.35 sowie eine Genugtuung in Höhe von Fr. 5'000.–, 

jeweils zuzüglich 5% Zins seit dem 8. September 2014, zu bezahlen. Im Mehrbe-

trag wurde das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen (Urk. 46 

Dispositiv-Ziffern 8 und 9). 

3. Die Beschuldigte anerkennt weder einen Schadenersatz- noch einen Ge-

nugtuungsanspruch der Privatklägerin (zuletzt Urk. 69 S. 7). Sie macht geltend, 

dass die Schnitte nicht gravierend und nur oberflächlich gewesen zu sein schei-

nen. Sie hätten in der Notfallstation im Rahmen einer Wundpflege ambulant be-

handelt werden können. Ausserdem habe die Privatklägerin den Vorfall mitunter 

selbstverschuldet, indem sie die Beschuldigte nachweislich provoziert habe 

(Urk. 55 S. 8). 

4. Der von der Privatklägerin geltend gemachte und dieser von der Vorinstanz 

zugesprochene Schadenersatz für den Beizug des Krankenwagens (inkl. Be-

handlung durch die Rettungssanitäter), die Versorgung im Stadtspital Triemli und 

den Medikamentenbezug von insgesamt Fr. 1'052.35 ist gestützt auf die von ihr 

- 18 - 

eingereichten Belege (Urk. 32) ausgewiesen. Der Beizug eines Krankenwagens 

erscheint unter Berücksichtigung der in der Tatnacht gemachten eindrücklichen 

Bilder, welche eine blutüberströmte und am Kopf mehrmals geschnittene Privat-

klägerin zeigen (Urk. 3), keinesfalls unangemessen. Ferner wird die Erforderlich-

keit einer ärztlichen Versorgung der Privatklägerin seitens der Beschuldigten auch 

nicht wirklich in Frage gestellt. Schliesslich ist es angesichts der erheblichen Ver-

letzungen der Privatklägerin unangebracht und vor allem für die Beurteilung des 

Schadenersatzanspruches gänzlich ohne Belang, wenn die Privatklägerin von 

nicht gravierenden und nur oberflächlich gewesen zu sein scheinenden Schnitten 

spricht. Der von der Vorinstanz zugesprochene Schadenersatz im Betrag von 

Fr. 1'052.35 ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. 

5. In Bezug auf die der Privatklägerin zugesprochene Genugtuung erwog die 

Vorinstanz, dass der Anspruch darauf angesichts der Schwere der ihr von der 

Beschuldigten widerrechtlich zugefügten Verletzungen ohne Weiteres zu bejahen 

sei (Urk. 46 E. VII.5.3.), was zutreffend ist. Bei der Bemessung der Genugtuung 

berücksichtigte die Vorinstanz, dass die Darstellungen der Privatklägerin anläss-

lich der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 26. Februar 2015 (Urk. 7/2 S. 12 f.), 

dass nach wie vor Schmerzen bestehen würden, glaubhaft wirken würden, zumal 

sie nicht den Eindruck erwecke, als würde sie dabei übertreiben oder die Be-

schuldigte übermässig belasten. Demgemäss spüre die Privatklägerin lediglich an 

der Wunde, wo die Flasche aufgeschlagen sei, noch Schmerzen und ein Pulsie-

ren des Blutes, wobei es sich um keinen kontinuierlichen Schmerz handle, wel-

cher vielleicht ein bis zwei Mal pro Woche beim Haare waschen auftrete. Dage-

gen erachtete die Vorinstanz die anlässlich der vorinstanzlichen Haupt-

verhandlung von der Rechtsvertreterin der Privatklägerin vorgetragenen Angaben 

als teilweise übertrieben, worin ihr beizupflichten ist, zumal erstellt ist, dass die 

Beschuldigte nicht mit Tötungs- oder direktem Vorsatz gehandelt hat und für die 

Privatklägerin gestützt auf den ärztlichen Befund kaum eine aktuelle Lebensge-

fahr bestanden hat. Die dahin zielenden Ausführungen der Privatklägerin gehen 

deshalb fehl. Ferner ist der Vorinstanz gestützt auf den von der hiesigen Kammer 

im Rahmen der Berufungsverhandlung gewonnen Eindruck auch in ihren Erwä-

gungen beizupflichten, dass die Privatklägerin aus dem Vorfall sichtbare Narben 

- 19 - 

(teilweise an exponierten Stellen wie dem Nasenrücken) davon trägt, welche 

durchaus psychisch belastend sein können. Die Zusprechung einer Genugtuung 

im Betrag von Fr. 5'000.- ist angesichts dieser Umstände nicht zu beanstanden. 

Die amtliche Verteidigerin brachte im Rahmen der Berufungsverhandlung im übri-

gen nichts Substantiiertes gegen die zugesprochene Genugtuung vor.  

6. Nicht in Betracht gezogen wurde von der Vorinstanz indes ein allenfalls die 

Genugtuung reduzierendes Selbstverschulden der Privatklägerin (Urk. 46 

E. VII.5.3.). Von einer Eigengefährdung bzw. einem Selbstverschulden ist insbe-

sondere auszugehen, wenn sich der Geschädigte aussergewöhnlichen Gefahren 

oder Wagnissen aussetzt und dabei verletzt wird (HÜTTE/ LANDOLT, Genugtuungs-

recht, Bd. 2, Zürich/St. Gallen 2013, S. 164 m.w.H.). Hat der Geschädigte in die 

schädigende Handlung eingewilligt, oder haben Umstände, für die er einstehen 

muss, auf die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens eingewirkt oder 

die Stellung des Ersatzpflichtigen sonst erschwert, so kann der Richter die Er-

satzpflicht ermässigen oder gänzlich von ihr entbinden (Art. 44 Abs. 1 OR analog; 

vgl. BSK OR I-KESSLER, Art. 47 N 20b). So kann ein auch nur untergeordnetes 

Mitverschulden zu einer Reduktion des Genugtuungsanspruches führen (BGE124 

II 8 E. 5).  

Die Privatklägerin erhob den Einwand, es handle sich beim Vorbringen des 

Selbstverschuldens um ein unechtes Novum, das im Berufungsverfahren nicht 

mehr zu hören sei (Urk. 70 S. 3 ff.). Dieser Einwand geht indes fehl. Einerseits 

greift die im Zivilprozessrecht verankerte Novenschranke im Strafverfahren  

– auch in Bezug auf die adhäsionsweise geltend gemachten Zivilansprüche – 

nicht. Andererseits und vor allem handelt es sich hierbei auch nicht um Noven. 

Die tatsächlichen Umstände, welche hier zur Annahme eines die Genugtuung re-

duzierenden Selbstverschuldens der Privatklägerin (ihr Angriff auf die Beschuldig-

te) führen, ergeben sich (bereits) aus den Untersuchungsakten. Solche Tat-

sachen, die sich bereits aus den staatsanwaltschaftlichen Abklärungen zu den 

Deliktsvorwürfen ergeben, sind vom Gericht auch bei der Beurteilung der Zivil-

klage zu beachten, ohne dass es darauf ankommt, ob sie von den Parteien aus-

- 20 - 

drücklich behauptet wurden (vgl. LIEBER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, StPO 

Komm., Art. 123 N 2 m.w.H.). 

Der Privatklägerin ist vorliegend ein Selbstverschulden anzulasten. Eine Redukti-

on der Genugtuung infolge Eigengefährdung erscheint deshalb angesichts der 

Tatsache, dass die Privatklägerin die Beschuldigte mehrmals provoziert hatte und 

schliesslich zuerst tätlich wurde, indem sie die Beschuldigte an den Haaren zog, 

gerechtfertigt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_529/2010 vom 

9. November 2010 E. 4.3.). Auch wenn die Privatklägerin nicht mit der unver-

hältnismässigen Reaktion der Beschuldigten hat rechnen müssen, so hat sie doch 

einen wesentlichen Beitrag zum Streit geliefert, der in der Folge eskalierte. Beim 

Mitverschulden handelt es sich allerdings nur um einen Aspekt zur Beurteilung 

der Genugtuung, dem die bereits erwähnten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

der Privatklägerin entgegenstehen. In Anbetracht der gesamten Umstände und 

unter Berücksichtigung der massgeblichen Gerichtspraxis erscheint eine Redukti-

on der von der Vorinstanz festgesetzten Genugtuung um 20% infolge des erwie-

senen Selbstverschuldens der Privatklägerin als angemessen. Die Beschuldigte 

ist demnach zu verpflichten, der Privatklägerin eine Genugtuung in der Höhe von 

Fr. 4'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

ist das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abzuweisen. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die vorinstanzliche Kostenauferlegung ist bei diesem Verfahrensausgang zu 

bestätigen. 

2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

In Bezug auf das Strafmass obsiegt die Beschuldigte, bezüglich Zivilforderungen 

unterliegt sie leicht. Im Lichte einer interessengemässen Wertung rechtfertigt es 

sich, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung und derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Pri-

- 21 - 

vatklägerin, der Beschuldigten zu 1/10 aufzuerlegen und zu 9/10 auf die Gerichts-

kasse zu nehmen.  

Die von der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung gel-

tend gemachten Aufwendungen sind angemessen und entsprechend zu ent-

schädigen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen 

Rechtsvertretung der Privatklägerin sind zu 9/10 definitiv und zu 1/10 einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht bleibt im Umfang von 

1/10 vorbehalten.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

14. Dezember 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im 

Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB wird die Beschuldigte frei-

gesprochen. 

3. […] 

4. […] 

5. Die nachfolgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten 

Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden dem/der Inhaber/in der Bar "B._____", … 

[Adresse], innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin zu-

rückgegeben und hernach der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung über-

lassen: 

- 3 Whiskygläser, 

- 1 Bierflasche "Heineken". 

6. Die nachfolgenden, von der Privatklägerin eingereichten, mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 

beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten Gegenstände (Sach-

- 22 - 

kaution-Nr. …) werden der Privatklägerin innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechts-

kraft auf erstes Verlangen hin zurückgegeben und hernach der Lagerbehörde zur 

gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- 1 Bundesordner mit diversen Modezeichnungen, 

- 1 Stoffsack mit diversen Stoffresten. 

7. Die von der Beschuldigten eingereichte, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirks-

gerichtskasse gelagerte Stofftasche mit 3 Kleidern (Sachkaution-Nr. …) wird der Be-

schuldigten innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin 

zurückgegeben und hernach der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen. 

8. […] 

9. […] 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'200.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 581.25   Auslagen Untersuchung 

Fr. 17'300.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 11'000.–   unentgeltliche Rechtsvertreterin Privatklägerin 

11. […] 

12. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 17'300.– (gerundet, inkl. Mehrwertsteuer) ent-

schädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin wird mit Fr. 11'000.– (pau-

schal, inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse 

genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 426 Abs. 1 und 

Abs. 4 StPO, Art. 138 Abs. 1 und Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittel) 

16. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

- 23 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt.  

3. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von 

Fr. 1'052.35 zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen. 

4. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 4'000.– zuzüglich 

5 % Zins ab 8. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

5. Die vorinstanzliche Kostenauferlegung wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'200.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 4'000.–   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung und derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung 

der Privatklägerin, werden der Beschuldigten zu 1/10 auferlegt und zu 

9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin werden zu 

9/10 definitiv und zu 1/10 einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt im Umfang von 1/10 vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 

− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 
Privatklägerin (übergeben) 

- 24 - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerin  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 25 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 29. September 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. F. Manfrin 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 29. September 2016
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 46 S. 55 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB wird die Beschuldigte freigesprochen.
	3. Die Beschuldigte wird bestraft mit 21 Monaten Freiheitsstrafe.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Die nachfolgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten  Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden dem/der Inhaber/in der Bar "B._____", … [Adress...
	- 3 Whiskygläser,
	- 1 Bierflasche "Heineken".

	6. Die nachfolgenden, von der Privatklägerin eingereichten, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden der Privat...
	- 1 Bundesordner mit diversen Modezeichnungen,
	- 1 Stoffsack mit diversen Stoffresten.

	7. Die von der Beschuldigten eingereichte, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des  Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerte Stofftasche mit 3 Kleidern (Sachkaution-Nr. …) wird der Beschuldigt...
	8. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von Fr. 1'052.35 zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen.
	9. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin, werden der Beschuldigten auferlegt.
	12. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 17'300.– (gerundet, inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin wird mit Fr. 11'000.– (pauschal, inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 426 Abs. 1 und Abs. 4...
	14. (Mitteilungen.)
	15./16. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4 f.)
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Umfang der Berufung

	Weiter wurde die Beschuldigte verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von Fr. 1'052.35 zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 sowie eine Genugtuung von Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen, wobei das Genugtuungsbegeh...
	Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin, wurden der Beschuldigten auferlegt.
	II.  Prozessuales
	III. Sanktion

	1. Strafrahmen
	1.1. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit gefasst worden, um sämtlichen kon...
	1.2. Wie von der Vorinstanz zutreffend erwogen (Urk. 46 E. IV.1.1.-1.2.), ist der ordentliche Strafrahmen vorliegend mangels aussergewöhnlicher Umstände somit nicht zu verlassen, weshalb jener von einem halben Jahr bzw. 180 Tagessätzen Geldstrafe bis ...
	2. Strafzumessungsfaktoren
	Die Vorinstanz hat die zu den Kriterien der Strafzumessung nötigen theoretischen Ausführungen gemacht. Darauf und auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4. ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; 132 IV 102 E. 8.1; je mit H...
	3. Tatkomponente
	3.1. Objektive Tatschwere
	Die Vorinstanz (s. Urk. 46 E. IV.3.1. bzw. E. III.2.6.) hat in Bezug auf die objektive Tatschwere zutreffend ausgeführt, dass die Beschuldigte unvermittelt einen Schlag – wovon nunmehr auch (wenngleich primär aus beweisrechtlichen Überlegungen) die An...
	3.2. Subjektive Tatschwere
	3.2.2. Die Vorinstanz (s. Urk. 46 E. IV.3.2.) hat die Umstände, dass die Schuldfähigkeit der Beschuldigten – wie vorstehend erörtert – im Tatzeitpunkt aufgrund des Atemalkoholgehalts von rund zwei Promille leicht bis mittelgradig eingeschränkt war u...
	3.2.3. Ein Rechtfertigungsgrund für das Handeln der Beschuldigten in Form einer Notwehrhandlung gemäss Art. 15 StGB (oder anderer Art) liegt hier – wie von der Vorinstanz zutreffend eingeschätzt (Urk. 46 E. III.3.1.-3.3.) – entgegen der früheren Ansic...
	Nicht zu folgen ist allerdings der Ansicht der Vorinstanz, dass es an der für die Annahme einer Notwehrlage erforderlichen Intensität des Angriffs fehle, da die Beschuldigte gemäss eigenen Angaben nicht zumindest etwas beunruhigt gewesen wäre, weshalb...
	3.2.4. Insgesamt vermag die subjektive Tatschwere die objektive deutlich zu reduzieren, da die Gründe für das Verhalten der Beschuldigten mehr in ihrer eingeschränkten Steuerungsfähigkeit, ihrem Temperament und im Angriff durch die Privatklägerin zu v...
	3.3.2. In Betracht zu ziehen ist hierbei, dass es – wie zuvor bereits erwähnt – nur dem Zufall und nicht dem Verhalten der Beschuldigten zuzuschreiben ist, dass die Privatklägerin nicht schwer verletzt wurde. Diese Einschätzung findet auch in den ärzt...
	3.3.3. Aus diesen Gründen ist mit der Vorinstanz (Urk. 46 E. IV.3.3.) festzustellen, dass die Tatsache, dass es bei einem blossen Versuch geblieben ist, vorliegend nur zu einer marginalen Reduktion der Strafe führt. Eine Reduktion der für das objektiv...
	VI. Vollzug
	VII. Zivilansprüche
	1. Die Vorinstanz hat die erforderlichen rechtlichen Ausführungen zu den  Voraussetzungen für die Zusprechung von Schadenersatz und Genugtuung gemacht, weshalb vollumfänglich auf diese verwiesen werden kann (Urk. 46 E. VII.3. u. 5.1.).
	4. Der von der Privatklägerin geltend gemachte und dieser von der Vorinstanz zugesprochene Schadenersatz für den Beizug des Krankenwagens (inkl. Behandlung durch die Rettungssanitäter), die Versorgung im Stadtspital Triemli und den Medikamentenbezug ...
	5. In Bezug auf die der Privatklägerin zugesprochene Genugtuung erwog die Vorinstanz, dass der Anspruch darauf angesichts der Schwere der ihr von der Beschuldigten widerrechtlich zugefügten Verletzungen ohne Weiteres zu bejahen sei (Urk. 46 E. VII.5.3...
	6. Nicht in Betracht gezogen wurde von der Vorinstanz indes ein allenfalls die Genugtuung reduzierendes Selbstverschulden der Privatklägerin (Urk. 46 E. VII.5.3.). Von einer Eigengefährdung bzw. einem Selbstverschulden ist insbesondere auszugehen, wen...
	Die Privatklägerin erhob den Einwand, es handle sich beim Vorbringen des Selbstverschuldens um ein unechtes Novum, das im Berufungsverfahren nicht mehr zu hören sei (Urk. 70 S. 3 ff.). Dieser Einwand geht indes fehl. Einerseits greift die im Zivilproz...
	Der Privatklägerin ist vorliegend ein Selbstverschulden anzulasten. Eine Reduktion der Genugtuung infolge Eigengefährdung erscheint deshalb angesichts der Tatsache, dass die Privatklägerin die Beschuldigte mehrmals provoziert hatte und schliesslich zu...
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Die vorinstanzliche Kostenauferlegung ist bei diesem Verfahrensausgang zu bestätigen.
	2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	In Bezug auf das Strafmass obsiegt die Beschuldigte, bezüglich Zivilforderungen unterliegt sie leicht. Im Lichte einer interessengemässen Wertung rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidig...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezember 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB wird die Beschuldigte freigesprochen.
	3. […]
	4. […]
	5. Die nachfolgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden dem/der Inhaber/in der Bar "B._____", … [Adresse...
	- 3 Whiskygläser,
	- 1 Bierflasche "Heineken".

	6. Die nachfolgenden, von der Privatklägerin eingereichten, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerten Gegenstände (Sachkaution-Nr. …) werden der Privat...
	- 1 Bundesordner mit diversen Modezeichnungen,
	- 1 Stoffsack mit diversen Stoffresten.

	7. Die von der Beschuldigten eingereichte, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. September 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse gelagerte Stofftasche mit 3 Kleidern (Sachkaution-Nr. …) wird der Beschuldigt...
	8. […]
	9. […]
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. […]
	12. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 17'300.– (gerundet, inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin wird mit Fr. 11'000.– (pauschal, inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 426 Abs. 1 und Abs. 4...
	14. (Mitteilungen)
	15. (Rechtsmittel)
	16. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	3. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von Fr. 1'052.35 zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 zu bezahlen.
	4. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 4'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. September 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	5. Die vorinstanzliche Kostenauferlegung wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und derjenigen der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin, werden der Beschuldigten zu 1/10 auferlegt und zu 9/10 auf die Gerichtskasse genommen. Di...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.