# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dd66873-d4b0-5b93-b778-48bac0c3b45d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 31.01.2024 810 23 141 (810 2023 141)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-141_2024-01-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 31. Januar 2024 (810 23 141)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Baugesuch für Doppeleinfamilienhaus mit Autoeinstellhalle / keine Berücksichtigung der 

noch nicht ins kommunale Recht übernommenen IVHB / massgeblicher Terrainverlauf / 

Geländeinterpolation im Bereich der bestehenden Garageneinfahrt  

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts-
schreiberin Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.A.____ und B.A._____, Beschwerdeführer, vertreten durch 
Dr. Alain Bai, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, 
Rheinstrasse 29, 4410 Liestal, Vorinstanz 
 

1. B.____ AG, Beschwerdegegnerin 
 
2. C.____ AG, Beschwerdegegnerin  
 

beide vertreten durch Dominique Erhart, Advokat 
 
Einwohnergemeinde D.____, Beigeladene 

  
 

Betreff Baugesuch für Doppeleinfamilienhaus mit Autoeinstellhalle und 2 
Schwimmbädern  
(Entscheid der Baurekurskommission vom 30. August 2022) 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Am 2. Dezember 2020 reichte die B.____ AG beim Bauinspektorat des Kantons Basel-
Landschaft (Bauinspektorat) das Baugesuch Nr. 1964/2020 für ein Doppeleinfamilienhaus mit 
Autoeinstellhalle und zwei Schwimmbädern auf der Parzelle Nr. 1075, Grundbuch D.____ 
(nachfolgend Parzelle Nr. 1075), an der X.____strasse 11 in D.____ ein. Die Bauparzelle befin-
det sich an einer Hanglage, wobei das Gelände von Süden nach Norden ansteigt. Projektiert 
wurde auf dem nördlichen Abschnitt der Parzelle das Doppeleinfamilienhaus. Auf dem südli-
chen Teil der Parzelle sind die zwei Gartenhälften mit je einem Schwimmbad vorgesehen. Die-
se Fläche befindet sich rund 3.2 m höher als die X.____strasse. Unter dem Garten ist die Ein-
stellhalle geplant. Entlang der X.____strasse ist eine Mauer projektiert, hinter der sich die Ein-
stellhalle befindet und die den Garten abschliesst. In der Mitte der Mauer ist die Gargeneinfahrt 
vorgesehen. Diese Mauer befindet sich 2.5 m von der Parzellengrenze (X.____strasse) ent-
fernt. Links und rechts von der Garageneinfahrt ist je ein Besucherparkplatz geplant, wobei die 
Autos parallel zur Strasse zu parkieren sind.  
 
B. Dagegen erhoben A.A.____ und B.A._____, nachfolgend vertreten durch Dieter Völl-
min, Advokat in E.____, F.____ sowie die Gemeinde D.____ (nachfolgend Gemeinde) Einspra-
che. In ihrer Einsprache vom 23. Dezember 2020 machten A.A.____ und B.A._____ als Eigen-
tümer der unmittelbar westlich an die Bauparzelle angrenzenden Parzelle Nr. 1073, Grundbuch 
D.____ (nachfolgend Parzelle Nr. 1073), geltend, die sich heute auf der Parzelle Nr. 1075 be-
findende Liegenschaft sei ca. im Jahr 1960 erbaut worden. Das gewachsene Terrain sei damals 
insbesondere gegen Süden, also gegen die X.____strasse hin, erheblich aufgeschüttet worden. 
Im Bereich der heute bestehenden Aufschüttung solle nochmals massiv aufgeschüttet werden 
und es solle diese zusätzliche Aufschüttung mit einer Stützmauer befestigt werden. Von der 
Parzelle Nr. 1073 schauend trete die so "ummodellierte" Parzelle Nr. 1075 wie ein Erdwall in 
Erscheinung. Das Projekt füge sich nicht in die bestehende Topographie ein. Zwar gelte ge-
mäss § 8 Abs. 1 lit. b der Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) vom 
27. Oktober 1998 grundsätzlich der Geländeverlauf, wie er seit mindestens 30 Jahren vor der 
Baueingabe bestehe, als gewachsenes Terrain. Gemäss Praxis dränge sich jedoch ein Abwei-
chen vom aktuell gestalteten als gewachsenem Terrain zum eruierbaren Geländeverlauf auf, 
wenn die Abweichung offensichtlich sei und das Abstellen auf das bestehende Terrain zu bau-
polizeilich unhaltbaren Ergebnissen führe. Dies sei vorliegend der Fall. Demzufolge sei das ge-
wachsene Terrain gemäss § 8 Abs. 1 lit. a RBV (natürliche, ursprüngliche Geländeverlauf) 
massgeblich, umso mehr als die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der 
Baubegriffe (IVHB) vom 23. April 2009, welche den natürlich gewachsenen Geländeverlauf als 
massgebendes Terrain definiere, als Auslegungshilfe herbeizuziehen sei. Des Weiteren wurden 
die geplanten Aufschüttungen und die Fassadenhöhe moniert. 
 
C. Am 3. Februar 2021 reichte die Baugesuchstellerin bereinigte Pläne sowie eine Beur-
teilung des Terrains durch die G.____ AG vom 28. Januar 2021 ein. In der Folge zogen F.____ 
und die Gemeinde ihre Einsprachen zurück. A.A.____ und B.A._____ hielten mit Schreiben 
vom 17. Februar 2021 vollumfänglich an ihrer Einsprache fest und ergänzten diese. Sie führten 
aus, dass die Fassadenhöhe gegenüber den ursprünglichen Plänen reduziert worden sei. Das 
Dach der bestehenden Garage werde weiterhin unzulässigerweise als gewachsenes Terrain 
bezeichnet, wodurch sich eine unzulässige Aufschüttung ergebe. Zudem belaufe sich die ge-

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

plante Aufschüttung zwischen Garage und geplanter Stützmauer auf weit mehr als 1.5 m. Aus-
serdem betrage der Abstand zwischen der Strassenlinie der X.____strasse und der ca. 3.3 m 
hohen Stützmauer 2.5 m. Damit seien die Abstandsvorschriften, gemäss welchen ein Abstand 
von 3 m einzuhalten sei, verletzt.  
 
D. Mit Entscheid Nr. 098/21 vom 27. September 2021 wies das Bauinspektorat die Ein-
sprache von A.A.____ und B.A._____ ab, soweit es darauf eintrat. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, dass vorliegend – mit Ausnahme der bestehenden Garageneinfahrt – 
vom seit mehr als 30 Jahren unveränderten Terrain als gewachsenem Terrain auszugehen sei. 
Der bestehende Pool wie auch der bestehende Garten auf der Bauparzelle befänden sich auf 
Höhe des heutigen Garagendachs, so dass diese Ebene als gewachsenes Terrain im Sinne 
von § 8 Abs. 1 lit. b RBV gelte. Diesbezüglich erführen A.A.____ und B.A._____ keinen Nach-
teil. Die zusätzlich neu geplante Aufschüttung von bis maximal rund 0.6 m in diesem Bereich sei 
zonenrechtlich zulässig. Bezüglich der Abgrabungen und Aufschüttungen im Bereich der beste-
henden Garageneinfahrt werde eine Interpretation des Terrains zugelassen und es werde nicht 
auf das bestehende, seit 30 Jahren unveränderte Terrain abgestellt. Die Garageneinfahrt mit 
einer Breite von 12 - 15 m (ca. ein Drittel der Parzellenlänge) stelle einen funktionsbezogenen, 
unnatürlichen Einschnitt dar, weshalb in diesem Bereich auf das interpretierte, ursprünglich ge-
wachsene Terrain abgestellt werde. Gestützt auf diese Terrainbeurteilung seien die zonenrecht-
lichen Parameter eingehalten. Weiter wurde festgehalten, dass die IVHB vorliegend nicht zur 
Anwendung komme, da die Gemeinde diese noch nicht in ihrem Zonenreglement übernommen 
habe. Ausserdem halte die Stützmauer die Distanz zur Baulinie (2.5 m) ein, weshalb keine Ab-
standsvorschriften verletzt seien.  
 
E. Gegen den Entscheid des Bauinspektorats vom 27. September 2021 erhoben 
A.A.____ und B.A._____ am 8. Oktober 2021 bei der Baurekurskommission des Kantons Ba-
sel-Landschaft (Baurekurskommission) Beschwerde. Sie beantragten unter o/e-Kostenfolge, es 
sei der angefochtene Entscheid des Bauinspektorats aufzuheben und das Baugesuch 
Nr. 1964/2020 abzuweisen. Die Beschwerdebegründung datiert vom 5. November 2021. 
 
F. Nach Eingang der Stellungnahmen des Bauinspektorats vom 23. November 2021, der 
Baugesuchstellerin B.____ AG und der Grundeigentümerin C.____ AG, beide nachfolgend ver-
treten durch Dominique Erhart, Advokat in H.____, vom 10. Dezember 2021 und der Gemeinde 
vom 21. Januar 2022 wies die Baurekurskommission mit Entscheid Nr. 21-061 vom 30. August 
2022 die Beschwerde ab.  
 
G. Mit Eingabe vom 26. Juni 2023 erhoben A.A.____ und B.A._____ beim Kantonsgericht, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gegen den Entscheid der Bau-
rekurskommission Beschwerde und beantragten, es sei dieser aufzuheben und es sei das am 
2. Dezember 2020 eingereichte und am 3. Februar 2021 geänderte Baugesuch Nr. 1964/2020 
betreffend Doppeleinfamilienhaus mit Autoeinstellhalle und zwei Schwimmbädern auf der Par-
zelle Nr. 1075 unter o/e-Kostenfolge sowohl für das Verfahren vor der Baurekurskommission als 
auch für das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren abzuweisen.  
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

In ihrer Vernehmlassung vom 23. August 2023 beantragten die B.____ AG und die C.____ AG 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter o/e-
Kostenfolge. Das Bauinspektorat beantragte im Namen der Baurekurskommission in seiner 
Vernehmlassung vom 22. August 2023 die Abweisung der Beschwerde. Die zum Verfahren 
beigeladene Gemeinde liess sich nicht vernehmen.  
 
Mit präsidialer Verfügung vom 30. August 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. Mit Eingaben vom 7. September 2023 und vom 29. September 2023 reichten der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer und derjenige der Beschwerdegegnerinnen ihre jeweilige 
Honorarnote ein. Am 27. Oktober 2023 teilte Alain Bai, Rechtsanwalt in E.____, mit, dass er 
nunmehr aufgrund der Pensionierung des vormaligen Rechtsvertreters Dieter Völlmin die Ver-
tretung der Beschwerdeführer übernehme. 
 
Anlässlich der heutigen Verhandlung hat das Kantonsgericht einen Augenschein durchgeführt 
an dem unter anderem die Beschwerdeführer und ihr Rechtsvertreter Alain Bai sowie Rechts-
anwalt Tobias Schmidlin, I.____, stellvertretender Leiter der Baurekurskommission, J.____, Mit-
glied der Baurekurskommission, K.____, Leiter des Bauinspektorats, L.____, stellvertretende 
Leiterin der Abteilung Recht und Vollzug des Bauinspektorats, M.____ von der B.____ AG, 
N.____ von der C.____ AG, der Rechtsvertreter der zwei Beschwerdegegnerinnen Dominique 
Erhart und O.____, Leiter Rechtsdienst der Gemeinde, teilgenommen haben. An der anschlies-
senden Parteiverhandlung haben die Parteien an ihren bereits gestellten Anträgen festgehalten. 
Auf die Ausführungen in den verschiedenen Urteilen und Rechtsschriften sowie auf diejenigen 
in der heutigen Verhandlung wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 
in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Baurekurskommission durch 
die Betroffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht angefochten werden. Die Zuständig-
keit des Kantonsgerichtes zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben.  
 
1.2 Zur Beschwerde befugt ist gemäss § 47 Abs. 1 lit. a VPO, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Änderung oder Aufhebung hat. Im Baubewilligungsverfahren sind Nachbarn zur Be-
schwerde legitimiert, wenn sie darlegen können, dass sie persönlich durch das Bauvorhaben 
einen praktischen, wirtschaftlichen oder anders gearteten Nachteil erleiden (BGE 104 Ib 245 
E. 5; Urteil des Kantonsgerichtes, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
8. Dezember 2021 [810 21 78] E. 1.2). Diese Voraussetzungen gelten nach der Rechtspre-
chung in der Regel als erfüllt, wenn die Liegenschaft des beschwerdeführenden Nachbarn un-
mittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon 
getrennt wird. Auf abstrakt bestimmte Distanzwerte kommt es dabei nicht an (vgl. BGE 121 II 
171 E. 2b; Urteil des Bundesgerichtes [BGer] 1C_500/2009 vom 1.  Februar 2010 E. 2.3; KGE 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

VV vom 8. Dezember 2021 [810 21 78] E. 1.2; KGE VV vom 22. Juni 2016 [810 15 325] E. 1.2). 
Grenzt das Grundstück der beschwerdeführenden Partei nicht an das Baugrundstück und ist es 
auch nicht lediglich durch einen Verkehrsträger davon getrennt, so wurde gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung die Legitimation des Nachbarn im Rahmen der Verwaltungsge-
richtsbeschwerde bis zu einem Abstand von ca. 100 m regelmässig bejaht (KGE VV vom 
3. Juni 2015 [810 14 340] E. 4.5.1). Wie bereits erwähnt, ergibt sich die Legitimation nicht einzig 
aus der räumlichen Nähe, sondern aus der daraus herrührenden besonderen Betroffenheit. Das 
Bundesgericht prüft die Legitimationsvoraussetzungen in einer Gesamtwürdigung anhand der 
im konkreten Fall vorliegenden tatsächlichen Verhältnisse (Urteil des BGer 1C_346/2011 vom 
1. Februar 2012 E. 2.3; KGV VV vom 8. Dezember 2021 [810 21 78] E. 1.2; KGE VV vom 
10. Januar 2018 [810 17 91] E. 1.2.3).  
 
1.3. Die Beschwerdeführer sind Eigentümer der westlich an die Bauparzelle Nr. 1075 an-
grenzenden Parzelle Nr. 1073, womit ihre Beschwerdelegitimation schon aufgrund der räumli-
chen Nähe grundsätzlich zu bejahen ist. Aufgrund der räumlichen Nähe kann davon ausgegan-
gen werden, dass die Beschwerdeführer durch das Bauvorhaben bezüglich Sicht und Beson-
nung einen Nachteil erleiden. So findet auf der Ebene des Garagendaches eine Aufschüttung 
von 0.6 m und im strassennahen Bereich auf der Bauparzelle eine Aufschüttung bis zu 1.5 m 
statt. Auch ist mit grösseren Lärmimmissionen durch die Benutzung der zwei geplanten 
Schwimmbäder im Vergleich zum jetzt bestehenden sich im östlichen Teil der Bauparzelle be-
findenden Schwimmbads zu rechnen. Die Beschwerdeführer erleiden somit persönlich durch 
das Bauvorhaben einen Nachteil, weshalb ihre Beschwerdelegitimation entgegen dem Antrag 
der Beschwerdegegnerinnen zu bejahen ist.  
 
2. In der Beurteilung der vorliegend gegen den Entscheid der Baurekurskommission ge-
richteten verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kognition des Kantonsgerichts gemäss 
§ 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfäl-
liger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob die Vorinstanz ein allfälliges Ermes-
sen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beurteilt werden, ob diese den Sachverhalt 
unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Unangemessenheit eines angefochtenen Ent-
scheides kann vom Kantonsgericht jedoch nur in den vom Gesetz abschliessend aufgezählten 
Fällen, die vorliegend nicht einschlägig sind, sowie gestützt auf spezialrechtliche Vorschriften 
überprüft werden (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
3.1. Als erster Punkt ist im vorliegenden Fall umstritten, was als gewachsenes Terrain zu 
gelten hat. Sowohl § 8 RBV als auch Ziff. 1.1. des Anhangs 1 der IVHB enthalten hierfür eine 
Definition. Zu klären ist in diesem Zusammenhang vorab, ob für die Definition des gewachse-
nen Terrains die IVHB zu berücksichtigen ist.  
 

3.2. Die Beschwerdeführer machten in der Beschwerde an die Baurekurskommission gel-
tend, dass unbestrittenermassen die Gemeinde die IVHB noch nicht in das kommunale Recht 
übernommen habe. Das Bauinspektorat lasse jedoch völlig ausser Acht, dass sich die Nut-
zungsplanung Siedlung der Gemeinde zurzeit in Revision befinde. Gegenstand dieser Revision 
sei auch die Umsetzung der IVHB. Es sei deshalb damit zu rechnen, dass die IVHB in der Ge-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

meinde innert ein bis zwei Jahren für die Definition des massgebenden Terrains anwendbar sei. 
Das absehbare Inkrafttreten der IVHB für Bauprojekte in der Gemeinde führe dazu, dass für 
künftige Projekte nicht mehr der Terrainverlauf gemäss § 8 Abs. 1 lit. b RBV massgebend sei, 
sondern (unter Vorbehalt von Ausnahmen) grundsätzlich der natürliche Terrainverlauf. Damit 
werde gleichzeitig der bestehende und durch das Bauprojekt erheblich verstärkte Niveauunter-
schied zwischen der angrenzenden Parzelle Nr. 1073 der Beschwerdeführer und der Parzelle 
Nr. 1075 wesentlich und auf Dauer zementiert. Bei einem künftigen Bauprojekt werde es den 
Beschwerdeführern nicht möglich sein, die Parzelle auf der Basis bestehender (geringfügiger) 
Aufschüttungen weiter aufzuschütten und dem Höhenniveau der Nachbarparzelle anzugleichen. 
Die Parzelle Nr. 1075 würde somit auf Dauer aus der Umgebung hervorstechen, was zweifellos 
ein baupolizeilich unhaltbares Ergebnis darstelle. Es treffe im vorliegenden Fall und angesichts 
der laufenden Revision der Nutzungsplanung nicht zu, dass die Bestimmungen der IVHB ein-
fach ausser Acht gelassen werden könnten. In seinem Urteil vom 6. September 2016 
(1C_157/2016 E. 3.4.4) halte das Bundesgericht ausdrücklich fest, die IVHB könne als Ausle-
gungshilfe für das geltende Recht dienen. Im vorliegenden Fall sei diese Berücksichtigung ge-
boten. In der Beschwerde an das Kantonsgericht halten die Beschwerdeführer an diesen Aus-
führungen fest.  
 
3.3. Von keiner Partei wird bestritten, dass die Gemeinde ihre Zonenvorschriften noch nicht 
an die IVHB angepasst hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt der IVHB kei-
ne positive Vorwirkung zu (Urteil des BGer 1C_279/2020 vom 6. Mai 2021 E. 3.5; Urteil des 
BGer 1C_607/2019 vom 26. August 2020 E. 3.2). Die Beschwerdeführer machen jedoch – im 
Gegensatz zur Auffassung der Gegenparteien – geltend, dass die IVHB dennoch zumindest als 
Auslegungshilfe herangezogen werden müsse.  
 
3.4. Im von den Beschwerdeführern zitierten bundesgerichtlichen Verfahren 1C_157/2016 
vom 6. September 2016 hatte sich der dortige Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesge-
richts 1C_531/2012 vom 7. Januar 2014 berufen, in welchem die IVHB als Auslegungshilfe her-
angezogen worden war. Auch im Urteil 1C_157/2016 (E. 3.4.4) hält das Bundesgericht vorweg 
fest, dass der IVHB keine positive Vorwirkung zukomme und sich auch nichts Anderes aus dem 
bundesgerichtlichen Urteil 1C_531/2012 ergebe (vgl. insbesondere E. 3.5). Das Bundesgericht 
erörtert in seinem Urteil 1C_157/2016 weiter, dass es in seinem Urteil 1C_531/2012 die IVHB 
im damaligen Zusammenhang ausdrücklich als unverbindlich bezeichnet habe, jedoch zum 
Schluss gekommen sei, dass ein Abweichen von den darin enthaltenen Begriffsbestimmungen 
unüblich sein könne. Soweit der Beschwerdeführer im Verfahren 1C_157/2016 ausführe, so das 
Bundesgericht weiter, die IVHB könne als Auslegungshilfe für das geltende Recht dienen, treffe 
dies durchaus zu. Im Urteil 1C_531/2012 habe indessen die angefochtene Auslegung der 
kommunalen Bestimmung durch die Behörden bereits dem Wortlaut und den im kantonalen 
Recht enthaltenen zeichnerischen Darstellungen widersprochen. Demgegenüber sei im Verfah-
ren 1C_157/2016 nicht eine dem einschlägigen Recht klar widersprechende Auslegung strittig, 
sondern die fragliche Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts erscheine durchaus nachvoll-
ziehbar, weshalb die kantonalen Behörden unter Einschluss des Verwaltungsgerichts demnach 
vorläufig nicht verpflichtet seien, die fraglichen Bestimmungen in Übereinstimmung mit der 
IVHB auszulegen.  

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
3.5. Damit kann festgehalten werden, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die 
IVHB, bevor diese ins kommunale Recht übernommen worden ist, nur dann als Auslegungshilfe 
für das geltende Recht dienen kann, wenn die angefochtene Auslegung von Begriffen, welche 
in der IVHB definiert sind, bereits dem Wortlaut und den im kantonalen Recht enthaltenen 
zeichnerischen Darstellungen widerspricht. Im vorliegenden Fall erachten die Vorinstanzen 
§ 8 Abs. 1 lit. b RBV als massgebend. Vorliegend wird nicht geltend gemacht, dass die Ausle-
gung von § 8 Abs. 1 RBV falsch sei, sondern, dass besondere Gründe für die Anwendung von 
lit. a, statt für die Anwendung von lit. b vorlägen. Dass § 8 Abs. 1 lit. b RBV nicht massgebend 
ist, wenn dessen Anwendung zu einer baupolizeilich unhaltbaren Situation führt, wird auch von 
den Vorinstanzen nicht bestritten. Diese verneinen jedoch – im Gegensatz zu den Beschwerde-
führern – das Vorliegen einer baupolizeilich unhaltbaren Situation. Damit ist vorliegend nicht 
eine dem § 8 RBV und damit eine dem einschlägigen Recht klar widersprechende Auslegung 
strittig, womit die IVHB auch nicht als Auslegungshilfe heranzuziehen ist. Im Übrigen hat das 
Bundesgericht auch in einem jüngeren Urteil (Urteil des BGer 1C_279/2020 vom 6. Mai 2021 
E. 3.2 und 3.5), in welchem es um ein Bauvorhaben in einer Gemeinde des Kantons Basel-
Landschaft ging und der dortige Beschwerdeführer – wie im vorliegenden Fall – die Anwendung 
von § 8 Abs. 1 lit. a RBV statt von § 8 Abs. 1 lit. b RBV erreichen wollte, den Schluss gezogen, 
dass die Behörden des Kantons Basel-Landschaft bei der Anwendung des noch nicht an die 
IVHB angepassten Rechts nicht verpflichtet seien, die baurechtlichen Begriffe in Übereinstim-
mung mit der IVHB auszulegen. Das Bundesgericht hat die Massgeblichkeit von § 8 Abs. 1 lit. b 
RBV geschützt.  
 
4.1.1. Zu prüfen ist als nächstes, welcher Geländeverlauf als gewachsenes Terrain zu gelten 
hat und damit, ob § 8 Abs. 1 lit. a oder lit. b RBV massgeblich ist. Unbestritten ist vorliegend, 
dass der Terrainverlauf auf der Bauparzelle seit rund 60 Jahren unverändert ist. 
 
§ 8 RBV lautet wie folgt:  
 

"1 Als gewachsenes Terrain gilt: 

a. der natürliche, ursprüngliche Geländeverlauf des Baugrundstückes oder 

b. der Geländeverlauf, wie er seit mindestens 30 Jahren vor der Baueingabe besteht. 
2 Wurde das Terrain innert den letzten 30 Jahren verändert und ist eine genaue Bestimmung des ge-

wachsenen Terrains aufgrund von künstlichen Terrainveränderungen (Bauten und Anlagen) auch nach 

Einsicht in die früheren Baubewilligungsakten nicht mehr oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand 

möglich, wird der für das Bauvorhaben massgebende Geländeverlauf nach Anhörung der Gemeinde von 

der Baubewilligungsbehörde festgelegt." 

 
Nach Ziff. 3.4.3 Abs. 1 des Zonenreglements Siedlung der Gemeinde (ZRS) vom 12. Dezember 
2002 müssen sich die Gebäude in die bestehende Topographie einfügen. 
 
4.1.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, die sich heute auf der Parzelle Nr. 1075 befin-
dende Liegenschaft sei ca. im Jahr 1960 erbaut worden. Aus den damaligen Plänen ergebe 
sich, dass das gewachsene Terrain damals insbesondere gegen Süden, also gegen die 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

X.____strasse hin, erheblich aufgeschüttet worden sei. Dies zeige sich auch in der Höhendiffe-
renz zum Y.____wägli auf der Ostseite, zur X.____strasse auf der Südseite und auch im Ver-
hältnis zu ihrer eigenen Parzelle auf der Westseite. Immerhin folge das heutige Gebäude der 
ursprünglichen Topographie, einer von Norden nach Süden abfallenden Hanglage. Im Bereich 
der heute bestehenden Aufschüttung solle nochmals massiv aufgeschüttet werden und, um für 
die Bewohner eine möglichst grosse ebene Fläche zu erhalten, solle diese zusätzliche Auf-
schüttung mit einer Stützmauer befestigt werden. Dies führe dazu, dass die gesamte Höhendif-
ferenz von Süden nach Norden in einer Distanz von bloss ca. 3.5 m ab der Strassenlinie über-
wunden werden solle, anstatt in einer Distanz von ca. 29 m gemäss natürlichem Terrainverlauf. 
Der geplante Bau modelliere die Topographie des Geländes zu einer auf die Parzelle Nr. 1075 
beschränkten terrassenartigen Hochebene. Aus der Sicht der Parzelle der Beschwerdeführer 
trete die so entgegen der Topographie "ummodellierte" Parzelle Nr. 1075 wie ein Erdwall in Er-
scheinung. Das Projekt füge sich nicht in die bestehende Topographie ein und verletze damit 
Ziff. 3.4.3 Abs. 1 ZRS (i.V.m. § 104 RBG). Zwar gelte gemäss § 8 Abs. 1 lit. b RBV grundsätz-
lich der Geländeverlauf, wie er seit mindestens 30 Jahren vor der Baueingabe bestehe, als ge-
wachsenes Terrain. Gemäss Praxis dränge sich jedoch ein Abweichen vom aktuell gestalteten 
als gewachsenem Terrain zum eruierbaren Geländeverlauf auf, wenn die Abweichung offen-
sichtlich sei und das Abstellen auf das bestehende Terrain zu baupolizeilich unhaltbaren Er-
gebnissen führe. Es sei deshalb im vorliegenden Fall vom eruierbaren natürlichen Geländever-
lauf als gewachsenem Terrain auszugehen. 
 
4.1.3. Das Bauinspektorat führt in seinem Entscheid aus, dass vorliegend – mit Ausnahme 
der bestehenden Garageneinfahrt – vom seit mehr als 30 Jahren unveränderten Terrain als 
gewachsenem Terrain auszugehen sei. Eine grossräumige Terraininterpretation sei vorliegend 
nicht erlaubt. Der bestehende Pool wie auch der bestehende Garten auf der Bauparzelle befän-
den sich auf der Höhe des heutigen Garagendachs, so dass diese Ebene als gewachsenes 
Terrain im Sinne von § 8 Abs. 1 lit. b RBV gelte. Die Gegenparteien erachten den Geländever-
lauf, wie er seit über 30 Jahren bestehe, als gewachsenes Terrain und vertreten die Meinung, 
das Bauvorhaben gliedere sich ein, weshalb keine Gründe vorlägen, um nicht auf § 8 Abs. 1 
lit. b RBV abzustellen. Die Beschwerdegegnerinnen erläutern zudem, dass – entgegen der Auf-
fassung der Beschwerdeführer – nur eine geringfügige Aufschüttung erfolge. So werde die jet-
zige Terrainfläche, welche sich auf 324.64 m.ü.M. befinde, neu auf 325.27 m.ü.M. (d.h. um le-
diglich 0.63 m) aufgeschüttet. Zudem komme die Erdgeschosskote des projektierten Gebäudes 
+/- 0.00 rund 0.75 m tiefer zu liegen, als dies bei der bestehenden Baute der Fall sei. Entgegen 
der Meinung der Beschwerdeführer komme es nicht zur behaupteten "Riegelbildung".  
 
4.2.1. Das Kantonsgericht hat bereits festgehalten, dass die Bestimmungen in § 8 Abs. 1 lit. a 
und lit. b RBV alternativ gelten, was sich schon grammatikalisch aus der Verbindung der beiden 
Varianten mit dem Wort "oder" ergibt (KGE VV vom 29. Januar 2020 [810 19 36] E. 3.2.2; 
KGE VV vom 9. Juni 2010 [810 09 208] E. 10.2). Die Gliederung einer gesetzlichen Bestim-
mung in lit. a und lit. b ist üblich und dient insbesondere der Verständlichkeit und Übersichtlich-
keit, ohne dass damit eine Abstufung oder Priorisierung der einzelnen Literas gemeint ist. Im 
Gegensatz dazu gilt § 8 Abs. 2 RBV gegenüber Abs. 1 subsidiär und findet nur Anwendung, 
sofern der Terrainverlauf weder nach lit. a noch nach lit. b des § 8 Abs. 1 RBV festgestellt wer-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den kann. Das gewachsene Terrain ist somit entweder der ursprüngliche, natürliche Verlauf des 
Terrains oder aber der Geländeverlauf, wie er seit mindestens 30 Jahren vor Baueingabe be-
steht. Die Variante in lit. b ist dabei nicht subsidiär zum ursprünglichen Verlauf, sondern eine 
gleichwertige Alternative. Bei der begrifflichen Auslegung des gewachsenen Terrains setzt das 
Bundesgericht dieses weder gleich mit dem ursprünglichen Geländeverlauf noch priorisiert es 
den ursprünglichen Verlauf. Das Bundesgericht tendiert vielmehr zu einer dynamischen An-
wendung des Begriffs "gewachsenes Terrain" und hält fest, dass sich ein Abweichen vom je-
weils aktuell gestalteten als gewachsenem Terrain zum eruierbaren Geländeverlauf nur dort 
aufdränge, wo kumulativ diese Abweichung offensichtlich sei und das Abstellen auf das beste-
hende Terrain zu baupolizeilich unhaltbaren Ergebnissen führe (Urteil des BGer 1C_157/2016 
vom 6. September 2016 E. 3.4.2). Demzufolge wird nicht verlangt, dass beim Gelingen des 
Nachweises des abweichenden Terrainverlaufs zwingend auf diesen abgestellt werden müsse. 
Im Gegenteil muss die Abweichung des aktuell gestalteten Terrains vom ursprünglichen Gelän-
deverlauf offensichtlich sein und das Abstellen auf den aktuellen Terrainverlauf muss zu baupo-
lizeilich unhaltbaren Ergebnissen führen, damit nicht auf den bestehenden Geländeverlauf ab-
gestellt werden darf. Als gewachsenes Terrain muss demzufolge grundsätzlich nicht der Gelän-
deverlauf gelten, wie er seit Urzeiten besteht, sondern es ist dabei vielmehr auf das durch pla-
nerische sowie bauliche Massnahmen entwickelte bzw. gewachsene Gelände abzustellen. 
 
4.2.2. Aufgrund der Tendenz zur dynamischen Anwendung des Begriffs "gewachsenes Ter-
rain" und den obigen Ausführungen ergibt sich, dass vorliegend der Terrainverlauf – wie er seit 
über 50 Jahren besteht – massgebend ist, ausser die Abweichung vom aktuell gestalteten als 
gewachsenem Terrain zum eruierbaren Geländeverlauf sei offensichtlich und das Abstellen auf 
den bestehenden Geländeverlauf würde zu baupolizeilich unhaltbaren Ergebnissen führen.  
 
4.3. Am Augenschein konnte festgestellt werden, dass bei mehreren Häusern an der 
X.____strasse der effektive Terrainverlauf mit demjenigen der Bauparzelle vergleichbar ist. Das 
geplante Gebäude würde nicht auf einem höheren Niveau zu stehen kommen, als einige ande-
re Liegenschaften, welche sich in der unmittelbaren Umgebung zum strittigen Projekt an der 
X.____strasse befinden. Es ist vielmehr so, dass das Gebäude der Beschwerdeführer im Ver-
gleich zum bereits jetzt bestehenden Gebäude auf der Parzelle Nr. 1075 und dem projektierten 
Gebäude, aber auch zu mehreren sich östlich und westlich von der Parzelle der Beschwerde-
führer befindenden Liegenschaften tiefer liegt. Es kann aufgrund der mehreren sich an der 
X.____strasse befindenden Gebäude, die im Vergleich zur Liegenschaft der Beschwerdeführer 
höher liegen, nicht die Rede davon sein, dass das Abstellen auf das bestehende Terrain zu 
einem Maulwurfhügel oder zu einem Erdwall oder einem baupolizeilich unhaltbaren Ergebnis 
führt. Da, wie bereits ausgeführt, in der unmittelbaren Umgebung einige Gebäude auf der glei-
chen Höhe wie das auf der fraglichen Parzelle bestehende und projektierte Gebäude liegen, 
gliedert sich das Bauprojekt in die Umgebung ein. Ausserdem fügt es sich auch in die beste-
hende Topographie ein. Als gewachsenes Terrain gilt demzufolge gemäss § 8 Abs. 1 lit. b RBV 
der Geländeverlauf, wie er seit mindestens 30 Jahren vor der Baueingabe besteht. Demzufolge 
ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.1. Als nächstes ist der massgebende Terrainverlauf im Bereich der heutigen Garagenein-
fahrt zu prüfen. Diese befindet im südöstlichen Teil der Parzelle an der X.____strasse. 
 
5.2.1. Die Beschwerdeführer monieren die vorgenommene Interpolation im südöstlichen Be-
reich der Bauparzelle und machen geltend, dass das Projekt, soweit es eine Aufschüttung von 
mehr als 1.50 m über dem Bereich der bestehenden Garageneinfahrt und dem Garagenboden 
vorsehe, gegen Ziff. 3.4.3. Abs. 2 ZRS verstosse. Im Hinblick auf die Nutzung der Parzelle führe 
die bestehende Situation im Bereich der bestehenden Garage nicht zu einem baupolizeilich 
unhaltbaren Ergebnis. Es handle sich insbesondere nicht um die Überbrückung eines beste-
henden Einschnitts am Gebäude. Dies werde von der Vorinstanz auch nicht behauptet. Darüber 
hinaus nenne das Praxisblatt des Bauinspektorats PHB-Nr. Nr. 047 "Terraininterpretation 
Ja/Nein" vom 5. November 2019 (nachfolgend PHB) als Beispiel einer zulässigen Korrektur 
einen bestehenden Garageneinschnitt, welcher zu unhaltbaren Ergebnissen führen könne. Da-
bei handle es sich um einen räumlich begrenzten, unmittelbar dem Gebäude (nicht der Umge-
bung) dienenden Bereich, welcher zu unhaltbaren Verhältnissen führe. Im vorliegenden Fall 
hätten die Vorinstanz und die Baubewilligungsbehörden diese Vorgaben unbeachtet gelassen. 
Zudem bleibe die Begründung der Zulässigkeit von über die Begrenzung gemäss Ziff. 3.4.3 
Abs. 2 ZRS hinausgehenden Aufschüttungen und Abgrabungen diffus und räumlich unklar. So 
spreche der angefochtene Entscheid durchwegs unbestimmt von "Garage", ohne zu präzisie-
ren, ob sich die jeweiligen Ausführungen auf die heute bestehende Garage oder die geplante 
Garageneinfahrt beziehen würden. Bezeichnenderweise sei auch nie die Rede davon, dass 
auch im Bereich der Besucherparkplätze die Aufschüttungs- und Abgrabungsvorschriften ver-
letzt würden, vielmehr werde in diesem Zusammenhang stets der Sammelbegriff "Garagenein-
fahrtsbereich" verwendet. Dieser sei ein funktionsbezogener unnatürlicher Einschnitt, der nicht 
zur Gartengestaltung erstellt worden sei. Dass die Besucherparkplätze keine Funktion im Hin-
blick auf die Garageneinfahrt hätten, sei offensichtlich, werde jedoch geflissentlich übergangen. 
Die ohnehin unzulässige Argumentation der Vorinstanz setze dies jedoch implizit voraus. 
 
Bezüglich des massgebenden Terrainverlaufs im Bereich der Garageneinfahrt und der Be-
sucherparkplätze führen die Beschwerdeführer aus, dass, nachdem das Terrain der Parzelle 
Nr. 1075 im südöstlichen Bereich der Garage und eines Teils des Garagenplatzes durch un-
zulässige Interpretation "hinaufgeschleust" worden sei, es im daran westlich angrenzenden  
Bereich entlang der X.____strasse entsprechend den Bedürfnissen des Projekts "sowohl hin-
auf- als auch herabgeschleust" werde. Die Vorinstanz und das Bauinspektorat würden das Feld 
der zulässigen Terraininterpretationen verlassen, indem sie sich für die Abweichung weder auf 
das gestaltete, gewachsene Terrain noch auf den ursprünglich eruierten Terrainverlauf noch auf 
die Behebung eines bestehenden Einschnitts, welcher zu unhaltbaren Verhältnissen führe, be-
rufen würden. Es werde kein fixer, vermessener Bezugspunkt für die sog. Interpolation angege-
ben, sondern ein in keiner Hinsicht lokalisierter und definierter Bereich (westliche und östliche 
Böschung). Eine solche Terraininterpretation bzw. -interpolation stelle eine grobe Verletzung 
von Ziff. 3.4.3 Abs. 2 ZRS in Verbindung mit § 8 RBV dar. Die Aufschüttungen und Abgrabun-
gen würden damit im südöstlichen Teil der Bauparzelle und daran anschliessend bis beinahe 
zur westlichen Parzellengrenze Ziff. 3.4.3 Abs. 2 ZRS verletzen. Auch die Berufung der Vor-
instanz auf Ziff. 3.2.5 Abs. 3 ZRS sei nicht einschlägig. Bei dieser Bestimmung gehe es um Ab-

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

grabungen am Gebäude, nicht aber um Abgrabungen gegenüber dem gewachsenen (gestalte-
ten) Terrain, wie sie in Ziff. 3.4.3 Abs. 2 ZRS abschliessend geregelt würden. Dazu komme, 
dass sich die unzulässigen Abgrabungen nicht auf den Einfahrtsbereich der Garage beschrän-
ken, sondern sich auf die seitlich davon angeordneten Besucherparkplätze ausdehnen würden.  
 
5.2.2. Die Gegenparteien erachten die Interpolation im Bereich der heutigen Garageneinfahrt 
als zulässig. Das Bauinspektorat führt diesbezüglich in seinem Entscheid aus, dass aus Sicht 
der Gemeinde das Terrain im Bereich der bestehenden Garage gemäss der bestehenden Ter-
rassierung interpretiert werde, d.h. die bestehende Geländewanne werde entsprechend aufge-
füllt. Damit entstehe eine Situation analog zum Plan Schnitt B-B, welche zu keiner Aufschüttung 
über das zulässige Mass führe.  
 
5.3. Der Auffassung der Beschwerdeführer, die Vorinstanzen hätten das Terrain im südöst-
lichen Bereich der Garage und eines Teils des Garagenplatzes durch unzulässige Interpretation 
"hinaufgeschleust" und im daran westlich angrenzenden Bereich entlang der X.____strasse 
entsprechend den Bedürfnissen des Projekts "sowohl hinauf- als auch herabgeschleust", kann 
nicht gefolgt werden. Das Bauinspektorat hat den aktuellen Terrainverlauf sowohl hinsichtlich 
der Fläche, auf der sich der Pool und der bestehende Garten befinden, als auch hinsichtlich der 
bestehenden Böschung (mit Ausnahme des Bereichs der heutigen Garageneinfahrt) als mass-
gebendes gewachsenes Terrain im Sinne von § 8 Abs. 1 lit. b RBV erachtet. Lediglich im Be-
reich der jetzigen Garageneinfahrt hat es das Gelände interpoliert, indem es die Böschungen 
rechts und links von der bestehenden Garageneinfahrt fiktiv verbunden hat. Weitere Interpolati-
onen wurden – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer – nicht vorgenommen. Mass-
geblich ist damit für das zulässige Mass der Aufschüttungen und Abgrabungen im südwestli-
chen Bereich gegen die X.____strasse der aktuelle Geländeverlauf der Böschung und im süd-
östlichen Bereich gegen die X.____strasse, wo die jetzige Garageneinfahrt besteht, der interpo-
lierte Geländeverlauf. Soweit die Vorinstanzen von einer Aufschüttung im südöstlichen Bereich 
von 3.2 m sprechen, ist damit die Aufschüttung ausgehend vom bestehenden Geländeverlauf 
im Bereich der jetzigen Garageneinfahrt gemeint. Das ändert aber nichts daran, dass in diesem 
Bereich für die Zulässigkeit der Abgrabungen und Aufschüttungen der interpolierte Geländever-
lauf massgeblich ist. 
 
5.4. § 8 RBV definiert das gewachsene Terrain. Innerhalb des Grundrisses von Bauten und 
Anlagen besteht aber kein gewachsener Boden. So kann beispielsweise der Kellerboden nicht 
als gewachsener Boden betrachtet werden, da es sich um den Bestandteil eines Gebäudes 
handelt. Beim Gebäudeabbruch entstehen regelmässig Gruben und Senken, wo zuvor Unter-
geschosse, Garagen und dergleichen gestanden haben. Würde man für die Bemessung des 
Neubaus auf diesen tatsächlichen Bodenverlauf abstellen, ergäbe sich eine unnatürliche und 
die Neuüberbauung des Grundstücks erheblich erschwerende Terrainsituation. Gleiches gilt bei 
Abgrabungen für Garagenzufahrten, Kellerabgänge usw. Lehre und Rechtsprechung begegnen 
diesem Problem, indem sie die Fläche innerhalb des Grundrisses von bestehenden Bauten und 
Anlagen allgemein nicht als gewachsenen Boden betrachten, sondern fiktiv, also rechnerisch 
auffüllen. Dabei ist im Normalfall der Bodenverlauf im fraglichen Bereich durch Interpolation 
festzulegen (das PHB nennt diese Gebäudemodellierung Interpretation und nicht Interpolation). 

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Innerhalb von abzubrechenden Gebäuden kann der Bodenverlauf entlang der Fassaden als 
Referenz dienen. Eine Interpolation ist nicht nur hinsichtlich des eigentlichen Gebäudegrund-
rissbereichs, sondern auch bei unmittelbar an die abzubrechende Baute angrenzenden Abgra-
bungen für Garageneinfahrten, Rampen zu Tiefgaragen oder Kellerabgänge vorzunehmen. 
Diese Vorgehensweise entspricht dem Konzept des "dynamischen" gewachsenen Bodens. 
Würde dagegen die vor Erstellung der abzubrechenden Baute vorgelegene Terrainsituation für 
massgeblich gehalten werden, bestünde die Gefahr, dass innerhalb und ausserhalb des Ge-
bäudegrundrisses ein anderes Terrain als massgeblicher gewachsener Boden gälte. Schliess-
lich ist festzuhalten, dass die Zulässigkeit der Interpolation nicht davon abhängt, ob die entste-
hende Baulücke mit dem Bauvorhaben tatsächlich aufgefüllt wird. In einem gleich gelagerten 
Fall wie dem vorliegenden hat die Baurekurskommission des Kantons Zürich (Entscheid der 
Baurekurskommission Zürich [BRKE I Nr. 0038/2010], erwähnt in: CHRISTOPH FRITZSCHE/PETER 
BÖSCH/THOMAS WIPF/DANIEL KUNZ, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 2, 6. Aufl., Wädens-
wil 2019, S. 1162) erwogen, dass der Umschwung des Gebäudes (Wohngebäude) zu einem 
überwiegenden Teil aus (aufgeschüttetem) Terrain bestehe, das frei von irgendwelchen (unter-
irdischen) Bauten sei. Nur gerade beim abzubrechenden Garagengebäude mit einer Breite von 
7.5 m verhalte es sich anders. In jenem Bereich sei der massgebliche Boden anhand des beid-
seits des Garagengebäudes bestehenden Terrainverlaufs zu interpolieren, womit sich ein eini-
germassen sinnvoller Terrainverlauf ergebe. Andernfalls läge, da im Bereich der Garage von 
einem unvermittelt rund 2 m tiefer gelegenen Terrain auszugehen wäre, ein völlig unnatürlicher 
Terrainverlauf vor (siehe zum Ganzen FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1161 f. m.w.H.; 
vgl. Urteil des BGer 1C_540/2019 vom 9. Juli 2020 E. 2.2 ff.). So führt auch das vom Bauin-
spektorat eingereichte PHB (S. 4) aus, dass Garageneinschnitte oder ähnliches zu unhaltbaren 
Verhältnissen führen können, welche eine Korrektur durch Terraininterpretation erfordern.  
 
5.5. Gemäss dem Höhenkurvenplan liegt die Einfahrt in die bestehende Garage auf 
322.22 m.ü.M., deren Decke über der Einfahrt auf 324.62 m.ü.M (westlicher Punkt) und 
324.64 m.ü.M. (östlicher Punkt). Dies ergibt eine Höhendifferenz von 2.40 m. Auf der Höhe des 
Garagendachs befindet sich entlang der X.____strasse eine geebnete Fläche, auf welcher sich 
heute der Pool und der Garten befinden (vgl. Höhenkurvenplan). Es ist offensichtlich, dass die 
Garageneinfahrt einen unnatürlichen Einschnitt in den Terrainverlauf darstellt. Die Einfahrt 
trennt die bestehende Böschung, um die Einfahrt in die unter dem Terrain liegende Garage zu 
ermöglichen. Würde hier keine Interpolation zulässig sein und die Garageneinfahrt als gewach-
senes Terrain festgelegt werden, entstünde in der Böschung im Bereich der jetzigen Einfahrt 
eine Senke. Würde der Auffassung der Beschwerdeführer gefolgt werden, hätte der einmal für 
die bestehende Garageneinfahrt vorgenommene Einschnitt für immer Bestand und die Bö-
schung wäre durch eine Grube gezeichnet. Es ist offensichtlich, dass diese Grube einen unna-
türlichen Terrainverlauf darstellt. Dies wurde auch am Augenschein deutlich. Soweit die Be-
schwerdeführer geltend machen, dass es sich nicht um eine Überbrückung eines bestehenden 
Einschnitts am Gebäude handle, können sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, da ge-
mäss Rechtsprechung auch bei unmittelbar an die abzubrechende Baute angrenzenden Abgra-
bungen für Garageneinfahrten, Rampen zu Tiefgaragen oder Kellerabgänge eine Interpolation 
zulässig ist. Würde für die Beurteilung des Neubaus auf den Bodenverlauf der bestehenden 
Einfahrt abgestellt werden, ergäbe sich eine unnatürliche und die Neuüberbauung des Grund-

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

stücks erheblich erschwerende Terrainsituation, welche zu unhaltbaren Verhältnissen führen 
würde. Folglich kann die Einfahrt nicht als gewachsenes Terrain betrachtet werden und eine 
Geländeinterpolation ist geboten. Der von Norden nach Süden hin abfallende und gegen die 
Strasse sich verbreitendende Einschnitt, welcher durch die bestehende Garageneinfahrt be-
steht, wird fiktiv so modelliert, als ob keine Einfahrt bestünde. Dabei dient die Böschung östlich 
und westlich der Garageneinfahrt als Referenz für die Interpolation auf einer Breite von 12 bis 
15 m und damit für den fiktiven Geländeverlauf im jetzt bestehenden Einschnitt. Die sich östlich 
der Garageneinfahrt befindende Böschung wird mit der sich westlich der Garageneinfahrt befin-
denden Böschung fiktiv verbunden. Damit ist die Beschwerde auch hinsichtlich der Rüge, dass 
eine Interpolation im Bereich der bestehenden Garageneinfahrt unzulässig sei, unbegründet. 
Folglich ist für die Überprüfung der Einhaltung der zulässigen Abgrabungen und Aufschüttun-
gen entlang der X.____strasse im Bereich der bestehenden Garageneinfahrt auf den so inter-
polierten Geländeverlauf abzustellen.  
 
6.1. Als nächstes ist die Rechtmässigkeit der Aufschüttungen und Abgrabungen entlang der 
X.____strasse zu prüfen.  
 
6.2. Nach Ziff. 3.2.5 ZRS (Abgrabungen am Gebäude) sind Abgrabungen des gewachse-
nen Terrains am Gebäude bis zu 1.5 m Höhe und bis zu einem Drittel des Gebäudeumfanges 
zulässig (Abs. 1). In den W1-Zonen sind Abgrabungen am Gebäude bis zur Hälfte des Fassa-
denumfanges zulässig (Abs. 2). Abgrabungen über 1.50 m Höhe sind für Garagen und Eingän-
ge gestattet (Abs. 3). Gemäss Ziff. 3.4.3 ZRS (Terraingestaltung, Topographie) müssen sich die 
Gebäude in die bestehende Topographie einfügen (Abs. 1). Aufschüttungen und Abgrabungen 
dürfen 1.5 m gegenüber dem gewachsenen Terrain nicht überschreiten (Abs. 2). Bei besonde-
ren topographischen Verhältnissen, bei hangseitigen Hinterfüllungen von Gebäudeteilen und 
zum Massenausgleich kann der Gemeinderat Ausnahmen gestatten.  
 
6.3.1. Die geplante Aufschüttung beträgt im Südosten gegen die X.____strasse neu rund 
maximal 3.2 m ab bestehendem und seit 30 Jahren unverändertem Terrain (vgl. Plan Ansicht 
Ost, Einfahrt Garage, blaue Linie). Da in diesem Bereich (im Bereich der bestehenden Gara-
geneinfahrt) eine Geländeinterpolation zulässig ist, muss vom interpolierten Geländeverlauf 
ausgegangen werden. Als Hilfe für den interpolierten Geländeverlauf dienen der Höhenkurven-
plan, die Pläne Schnitt B-B, Ansicht Ost und Ansicht West. Aus den Plänen Schnitt B-B und 
Ansicht West und dem Höhenkurvenplan ergibt sich, dass die Böschung in den ersten rund 
0.25 m ab Parzellengrenzen Richtung Norden um rund 0.7 bis 0.85 m steil ansteigt. Dann flacht 
die Steigung ab. Wird auf dem Plan Ansicht Ost dieser fiktive Punkt (Höhe bei der Parzellen-
grenze zur X.____strasse, Beginn der blauen Linie und Steigung um rund 0.7 m auf den ersten 
0.25 m ab Strasse Richtung Norden) mit der Höhenkote des heutigen bestehenden Garagen-
dachs (gemäss Höhenkurvenplan 324.62 m.ü.M; auf dem Plan Ansicht Ost beginnt die blaue 
Linie bei der Parzellengrenze und geht dem heutigen Garageneinfahrtsboden entlang nach 
Norden [nach rechts] mit einer minimen Steigung und steigt dann sehr steil zur Höhe des heuti-
gen Garagendachs an) verbunden, entspricht diese Linie dem interpolierten Geländeverlauf im 
Bereich der heutigen Garageneinfahrt. Die diese zwei genannten Punkte verbindende Linie 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schneidet die projektierte Stützmauer. Dabei ergibt sich, dass die Aufschüttung maximal 1.5 m 
beträgt und die Abgrabung rund 1.7 m.  
 
6.3.2. In dem Bereich, in welchem sich heute keine Garageneinfahrt befindet, wird das Ge-
lände nicht interpoliert. Der Plan Ansicht West zeigt, dass die Aufschüttung bei der geplanten 
Stützmauer im Verhältnis zum gewachsenen Terrain 1.2 m und die Abgrabung 2 m beträgt.  
 
6.3.3. Damit steht fest, dass im Gebiet des interpolierten Geländeverlaufs (heutige Garagen-
einfahrt) und im restlichen und damit westlichen Bereich die zulässige Aufschüttungshöhe von 
1.5 m gegenüber dem gewachsenen Terrain (bzw. interpolierten Terrainverlauf im Bereich der 
heutigen Garageneinfahrt) gemäss Ziff. 3.4.3 Abs. 2 ZRS nicht überschritten wird. Dabei ist irre-
levant, dass die Aufschüttung nicht unmittelbar beim Wohngebäude stattfindet, sondern bei der 
Autoeinstellhalle. Die Einstellhalle als solche ist als Gebäude im Sinne von Ziff. 3.4.3 ZRS zu 
verstehen (vgl. zum Begriff Gebäude RALPH VAN DEN BERGH, in: Andreas Baumann et. al., in: 
Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2013, N. 6 zu § 6 des Gesetzes über Raum-
entwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 997 
und 1065). 
 
6.4. Die Abgrabungen betragen hingegen zwischen 1.5 m und 2 m. Die Abgrabungshöhe 
von 1.5 m gemäss Ziff. 3.2.5 Abs. 1 ZRS ist damit überschritten. Nach Ziff. 3.2.5 Abs. 3 ZRS 
sind jedoch Abgrabungen über 1.5 m Höhe für Garagen und Eingänge gestattet. Hinter der 
Mauer (Stützmauer) befindet sich die Autoeinstellhalle und damit eine Garage im Sinne von 
Ziff. 3.2.5 Abs. 3 ZRS. Damit sind entlang der X.____strasse die Abgrabungen in der Höhe von 
zwischen 1.5 m und 2 m gegenüber dem bestehenden Terrain (und dem interpolierten Gelän-
deverlauf im südöstlichen Teil) grundsätzlich zulässig. Ebenso sind Abgrabungen von über ei-
ner Höhe von 1.5 m für den projektierten Garageneingang nach Ziff. 3.2.5 ZRS zulässig. Somit 
verletzt weder die geplante Stützmauer noch der geplante Eingang zur Einstellhalle Ziff. 3.2.5 
ZRS. Zudem ist die Gemeinde mit den vorgesehenen Abgrabungen und Aufschüttungen explizit 
einverstanden, so dass – falls dies erforderlich wäre – der Gemeinderat eine Ausnahmebewilli-
gung im Sinne von Ziff. 3.4.3 Abs. 3 ZRS erteilen könnte bzw. die Ausnahmebewilligung als 
implizit bereits erteilt betrachtet werden könnte.  
 
6.5. Nach Ziff. 3.4.2 ZRS sind Zufahrten und Abstellplätze so anzuordnen, dass möglichst 
wenig Grünraum beansprucht und die Wohnqualität nicht beeinträchtigt wird (Abs. 5). Garagen 
und Abstellplätze für Motorfahrzeuge sind grundsätzlich an der Strasse anzuordnen (Abs. 6). 
Die Abstellplätze sind vorliegend unmittelbar parallel zur Strasse und die Garageneinfahrt ist in 
der Mitte des Gebäudes geplant. Damit ist eine strassenangrenzende und möglichst platzspa-
rende Variante gewählt worden. Wie der Augenschein gezeigt hat, sind entlang der X.____-
strasse auch andere hohe Stützmauern zu finden. Die Stützmauer und die Garageneinfahrt 
gliedern sich in die im Übrigen nicht homogene Umgebung ein. Die Abgrabungen von teilweise 
bis zu 2 m und die Garageneinfahrt sind demzufolge nicht zu beanstanden.  
 
7.1. Umstritten ist vorliegend überdies der einzuhaltende Abstand zwischen der Stützmauer 
und der X.____strasse. Fest steht, dass entlang der X.____strasse eine Strassenbaulinie 

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

(vgl. § 97 Abs. 1 lit. a RBG) und damit eine Baulinie (und keine Strassenlinie) besteht, gemäss 
welcher zwischen einer Baute und der bestehenden X.____strasse ein Mindestabstand von 
2.5 m einzuhalten ist (siehe auch § 35 Abs. 1 RBG und § 97 Abs. 1 lit. a RBG, KGE VV vom 
14. Dezember 2022 [810 22 44] E. 4.3). Einigkeit besteht weiter auch darüber, dass bei einer 
Stützmauer mit einer Länge von 29 m und einer Höhe von 3.2 m ohne Baulinie gestützt auf § 90 
Abs. 2 RBG i.V.m. 52 Abs. 2 RBV ein Grenzabstand von 3 m einzuhalten wäre. Strittig ist je-
doch, ob die Baulinie für den Grenzabstand zur Stützmauer relevant ist. Sollte die Baulinie vor-
liegendenfalls den Abstandvorschriften nicht vorgehen, würde sich die Frage stellen, ob es sich 
um eine Stützmauer mit einer Länge von 29 m handelt oder um zwei Stützmauern mit einer 
Länge von je 8.66 m (eine rechts und eine links der Garageneinfahrt), womit nach § 90 Abs. 2 
RBG i.V.m. 52 Abs. 2 RBV wiederum ein Abstand von 2.5 m genügen würde.  
 
7.2.1. Das Bauinspektorat stellt sich in seinem Einspracheentscheid auf den Standpunkt, 
dass Baulinien anderen Abstandsvorschriften vorgehen würden. Massgeblich sei somit ein Ab-
stand von 2.5 m zur X.____strasse, welcher eingehalten sei. In seiner Vernehmlassung an das 
Kantonsgericht begründet es dies eingehend, ohne auf die alte oder neue Fassung von § 61 
RBV Bezug zu nehmen. Das Bauinspektorat erklärt unter anderem, es behandle Bauten wie 
Stützmauern hinsichtlich Baulinien nicht anders als Hochbauten, weshalb es an der Baulinie 
geplante Stützmauern regelmässig bewillige. Die Baurekurskommission führt in ihrem Ent-
scheid aus, dass die beiden separaten Stützmauern mit einer Länge von je 8.66 m östlich und 
westlich der Garageneinfahrt zur X.____strasse den geforderten Abstand von 2.5 m einhalten 
würden. Zudem entspreche dieser Abstand dem Abstand zur Baulinie. Die Beschwerdegegne-
rinnen halten in ihrer Vernehmlassung fest, dass Baulinien vorgehen würden und es sich im 
Übrigen um zwei Stützmauern handle. 
 
7.2.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass es sich nicht um zwei Stützmauern, son-
dern um eine Stützmauer mit einer Länge von 29 m handle. Das Bauinspektorat sei von einer 
Mauer ausgegangen. Die Beschwerdeführer erläutern, die §§ 90-100 RBG würden die einzuhal-
tenden Grenzabstände regeln. Das RBG unterscheide im Abschnitt über Vorschriften über Ab-
stände von Verkehrswegen zwischen Bauten (§ 95 RBG) einerseits und Stützmauern (§ 99 
RBG) andererseits. Gemäss § 96 Abs. 2 RBG würden Baulinien den Vorschriften über den Ab-
stand der Bauten von Verkehrswegen, Wäldern, Gewässern und Friedhöfen vorgehen. Die 
Formulierung des Vorbehalts entspreche wörtlich dem Titel von § 95 RBG. Der Vorbehalt be-
ziehe sich somit nicht zusätzlich auf § 99 RBG, welcher den Abstand zwischen Stützmauern 
und Verkehrsflächen regle. Andernfalls hätte der Gesetzgeber den Vorbehalt der Baulinien ent-
weder ganz allgemein für Abstände von Verkehrswegen definiert oder die in § 99 RBG geregel-
ten Stützmauern, Einfriedungen, Abgrabungen und Aufschüttungen in § 96 Abs. 2 RBG explizit 
erwähnen müssen. Die Regelung sei von ihrem Wortlaut und der Systematik her klar. Sie erge-
be auch Sinn, weil die Höhe von Bauten über die Festlegung der zulässigen Fassadenhöhe 
geregelt sei (ZRS in Verbindung mit § 52 RBV), nicht jedoch die zulässige Höhe von Stützmau-
ern. Da es sich vorliegend um eine Stützmauer mit einer Höhe von mehr als 2.5 m handle, gäl-
ten die Abstandsvorschriften zwischen Nachbargrundstücken (§ 92 Abs. 3 RBG). Der Mindest-
abstand der vorliegend projektierten Stützmauer mit einer Länge von 29 m und einer Höhe von 
3.25 m belaufe sich somit gemäss § 90 Abs. 2 RBG auf 3.0 m. 

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
7.3.1. Zu prüfen ist folglich das Verhältnis zwischen § 96 RBG und § 99 RBG. Das RBG be-
fasst sich im Kapitel Ziff. 4.3 (§§ 90 bis 100 RBG) mit den Abständen und Baulinien. Dieses 
Kapitel umfasst unter anderem die Unterkapitel "Abstandsvorschriften zwischen Nachbargrund-
stücken" (Ziff. 4.3.1; §§ 90 bis 93 RBG), "Vorschriften über Abstände zu Verkehrswegen, Wäl-
dern, Gewässern und Friedhöfen" (Ziff. 4.3.3; § 95 RBG) und "Bau- und Strassenlinien" 
(Ziff. 4.3.4; §§ 96 bis 100 RBG). § 90 RBG (Grenzabstände) regelt die einzuhaltenden Grenz-
abstände zwischen einer Baute und dem Nachbargrundstück, welche von der Geschosszahl 
und Fassadenlänge abhängen. Gemäss § 92 Abs. 3 RBG (§ 92 RBG trägt den Titel "Stützmau-
ern und Einfriedigungen") gelten für Stützmauern und Einfriedigungen, die keinen Durchblick 
gewähren und die Höhe von 2.5 m überschreiten, die Abstandsvorschriften zwischen Nachbar-
grundstücken. Nach § 95 Abs. 1 lit. a RBG gilt, wo Baulinien nichts Anderes vorsehen, für Bau-
ten an Kantonsstrassen ein Minimalabstand von 5 m von der Strassenlinie, jedoch mindestens 
von 10 m von der Strassenachse. § 96 RBG (Baulinien) statuiert, dass Baulinien die Bebauung 
begrenzen und insbesondere der Sicherung bestehender und geplanter Anlagen und Flächen 
sowie der baulichen Gestaltung dienen (Abs. 1). Baulinien gehen den Vorschriften über den 
Abstand der Bauten von Verkehrswegen, Wäldern, Gewässern und Friedhöfen vor (Abs. 2). 
Nach § 99 RBG (Stützmauern, Einfriedigungen, Abgrabungen und Aufschüttungen im Bereich 
von Verkehrsflächen) unterliegen Stützmauern, Einfriedigungen, Abgrabungen und Aufschüt-
tungen entlang von Verkehrsflächen den Abstandsvorschriften zwischen Nachbargrundstücken 
(Abs. 1). Gemäss § 100 Abs. 1 lit.  a RBG regelt der Regierungsrat in der Verordnung das Ver-
hältnis sich konkurrenzierender Abstände und Baulinien untereinander.  
 
7.3.2. § 61 RBV befasst sich mit konkurrenzierenden Abständen. Der Wortlaut dieser Be-
stimmung wurde per 1. Juni 2023 geändert. Nach § 125 RBG werden Baugesuche nach dem 
Recht beurteilt, das im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung gilt (Abs. 1). Werden 
Rechtsmittel ergriffen, ist von der Beschwerdeinstanz inzwischen in Kraft getretenes Recht an-
zuwenden (Abs. 2). Damit ist für das Kantonsgericht die neue Fassung des § 61 RBV massge-
bend, wobei die neue Fassung – wie zu zeigen sein wird – nicht eine neue Regelung eingeführt 
hat, sondern die alte Regelung unmissverständlich formuliert. 
 
7.3.3. Die am 1. Juni 2023 in Kraft getretene Fassung des § 61 RBV hält fest, dass, sofern 
betreffend die Abstandsvorschriften gemäss § 95 RBG kleinere Abstände innerhalb von grösse-
ren liegen, der grössere Abstand gilt (Abs. 1). In Abs. 2 wird neu statuiert, dass Baulinien den 
Abstandsvorschriften gemäss § 95 RBG und beide den Grenzabständen gemäss § 90 RBG 
vorgehen (Abs. 2). § 92 Abs. 3 RBG erklärt für Stützmauern mit einer Höhe von über 2.5 m die 
Abstandsvorschriften zwischen Nachbargrundstücken und damit § 90 RBG für anwendbar. 
Auch § 99 RBG erklärt für Stützmauern die Abstandsvorschriften zwischen Nachbargrundstü-
cken und damit § 90 RBG für anwendbar. Die geltende Fassung von § 61 Abs. 2 RBV hält klar 
fest, dass Baulinien den Abstandsvorschriften gemäss § 90 RBG vorgehen. Damit geht auch für 
die projektierte Stützmauer die Baulinie, d.h. ein Abstand von 2.5 m, den Abstandsvorschriften 
nach § 90 RBG vor. Die Beschwerde ist demzufolge auch in diesem Punkt abzuweisen. 
 

Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.4. Es kann zudem festgehalten werden, dass auch aufgrund der alten Fassung von § 61 
RBV die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen gewesen wäre. In der bis Ende Mai 2023 
gültigen Fassung des § 61 RBV wurde statuiert, dass der grössere Abstand gilt, sofern kleinere 
Abstände innerhalb von grösseren liegen (Abs. 1), und dass Baulinien den Abstandsvorschrif-
ten gemäss § 95 RBG vorgehen (Abs. 2). Nach § 96 Abs. 2 RBG gehen Baulinien den Vor-
schriften über den Abstand der Bauten von Verkehrswegen vor. Damit kann eine Baute, sofern 
es alle anderen bau- und zonenrechtlichen Bestimmungen (z.B. Einhaltung der Fassaden- und 
Gebäudehöhe gemäss Ziff. 2 ZRS) einhält, grundsätzlich an die Baulinie gebaut werden. Es 
würde dem Sinn und Zweck dieser Bestimmung widersprechen, wenn Stützmauern strenger 
behandelt würden als grössere Bauten und damit einen grösseren Abstand vom Verkehrsweg 
als eine grössere Baute einzuhalten hätten. So begründet die Gemeinde die Rechtmässigkeit 
des Abstandes von 2.5 m für die Stützmauer damit, dass an der Stelle der Stützmauer ein Ge-
bäude mit einer Fassadenhöhe von maximal 5.7 m (gemäss Ziff. 2 ZRS zulässige Fassadenhö-
he in der W1) zulässig wäre (siehe Prüfbericht der Gemeinde an das Bauinspektorat vom 
28. Mai 2021). Des Weiteren stellt § 99 RBG eine Privilegierung von Stützmauern an Verkehrs-
wegen im Vergleich zu Bauten an Verkehrswegen dar. So ist z.B. gemäss § 95 Abs. 1 lit. a und 
b RBG bei einer Baute an einer Kantons- oder Gemeindestrasse ein Abstand von 5 m bzw. 4 m 
von der Strassenlinie einzuhalten. § 99 Abs. 1 RBG privilegiert nun aber Stützmauern, indem 
diese Bestimmung für Stützmauern die Abstandsvorschriften zwischen Nachbarsgrundstücken 
und damit § 90 RBG für anwendbar erklärt. So müsste z.B. eine Stützmauer an einer Kantons-
strasse in der Höhe von 3 m und einer Länge von 30 m gemäss § 95 RBG einen Abstand von 
5 m von der Strassenlinie einhalten, gemäss § 90 Abs. 2 RBG i.V.m. 52 Abs. 2 RBV reicht hin-
gegen ein Abstand zur Strassenlinie von 3 m oder, falls keine Strassenlinie festgelegt ist, nach 
§ 99 Abs. 2 RBG zur Grundstücksgrenze. § 99 RBG statuiert damit lediglich eine Sonderrege-
lung zu § 95 RBG und nicht auch zu § 96 RBG. Damit gilt § 96 Abs. 2 RBG auch für Stützmau-
ern, wodurch die Baulinie den Abstandsvorschriften nach § 90 Abs. 2 RBG vorgeht.  
 
7.5. Aus den obigen Darlegungen ergibt sich, dass ein Abstand der Stützmauer zur 
X.____strasse von 2.5 m massgeblich ist und dieser vorliegendenfalls eingehalten ist, womit die 
Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist. Folglich kann die Frage, ob es sich um eine 
Mauer mit einer Länge von 29 m oder um zwei Mauern mit einer Länge von je 8.66 m handelt, 
offengelassen werden.  
 
7.6. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass durch die tunnelförmige Garageneinfahrt 
in Verbindung mit der die Abstandsvorschriften verletzenden Stützmauer zur X.____strasse hin 
eine gefährliche Verkehrssituation geschaffen werde, welche insbesondere für Kinder, Fuss-
gänger im Allgemeinen und Velofahrer eine erhebliche Gefahr darstelle. Wie oben aufgezeigt, 
verletzt die Stützmauer die Abstandsvorschriften nicht. Die Einstellhalle bietet Platz für vier Au-
tos, so dass mit einem sehr geringen Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Zudem fährt ein aus 
der Einstellhalle kommendes Auto nicht unmittelbar auf die Strasse, da ein Abstand von 2.5 m 
die Mauer von der X.____strasse trennt, was dem herausfahrenden Autofahrer die Möglichkeit 
gibt, vor dem Abbiegen auf die Strasse anzuhalten und die Strassensituation zu beurteilen. Zu-
dem kann einer allfälligen Gefährdung mit Verkehrsspiegeln begegnet werden. Klarerweise ver-

Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

langt das Herausfahren aus der Einstellhalle die gebotene Vorsicht. Eine erhebliche Gefahr 
stellt die Garageneinfahrt jedoch nicht dar.  
 
8. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerde vollumfänglich abzu-
weisen ist.  
 
9.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfassen die 
Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel der 
unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entsprechend dem Ausgang des 
Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- den Beschwerdeführern aufzuerlegen 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.  
 
9.2. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerinnen macht in seiner an der Partei-
verhandlung eingereichten Honorarnote vom 31. Januar 2024 einen Aufwand von 19.2 Stunden 
inkl. Teilnahme am Augenschein und an der Verhandlung sowie Auslagen von Fr. 93.40 gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist. Der Rechtsvertreter rechnet mit einem Stundenansatz von 
Fr. 260.--. Gemäss § 3 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 
17. November 2003 beträgt das Honorar pro Stunde, je nach Schwierigkeit und Bedeutung der 
Sache, der damit verbundenen Verantwortung und der persönlichen und finanziellen Verhält-
nisse der zahlungspflichtigen oder der auftraggebenden Person, Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro 
Stunde. Gestützt auf diese Tarifordnung geht das Kantonsgericht praxisgemäss von einem 
Stundenhonorar von Fr. 250.-- aus. Auch im vorliegenden Verfahren erachtet das Kantonsge-
richt diesen Stundenansatz als angemessen. In ganz seltenen Fällen (z.B. bei äusserst schwie-
rigen und komplexen Fällen) akzeptiert es einen höheren Stundenansatz, was sich im vorlie-
genden Fall nicht rechtfertigt (KGE VV vom 18. Mai 2022 [810 21 307] E. 11.2; KGE VV vom 
8. Dezember 2021 [810 21 78] E. 13.2; KGE VV vom 12. Dezember 2018 [810 17 298] E. 7.2). 
Der Rechtsvertreter berechnet richtigerweise keine Mehrwertsteuer. Demzufolge haben die Be-
schwerdeführer den Beschwerdegegnerinnen eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 4'893.40 (inkl. Auslagen; 19.2 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 93.40) zu 
bezahlen. Im Übrigen sind die Parteikosten wettzuschlagen.  
 
 
  

Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet.  

   
 3. Die Beschwerdeführer haben den Beschwerdegegnerinnen eine redu-

zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'893.40 (inkl. Auslagen) 
auszurichten. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen.  

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin