# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7875d8b9-3e5a-52c3-ba93-1dc5b56f2f28
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-02-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.02.2016 C-1940/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1940-2015_2016-02-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1940/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  F e b r u a r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, Verfügung vom 

9. Januar 2015. 

 

 

 

C-1940/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1962 geborene, in Österreich wohnhafte österreichische Staatsange-

hörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) mel-

dete sich am 30. August 2012 beim österreichischen Versicherungsträger 

zum Bezug einer Invalidenrente an. Dieser übermittelte am 12. November 

2012 das Antragsformular E 204 der Schweizerischen Ausgleichskasse 

(SAK) zur Durchführung des zwischenstaatlichen Rentenprüfungsverfah-

rens (act. 1) und stellte am 1. Februar 2013 ärztliche Unterlagen zu (act. 6). 

Die in der Folge durch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfol-

gend: IVSTA oder Vorinstanz) getätigten Abklärungen ergaben, dass der 

Versicherte über lediglich fünf Beitragsmonate in der Schweiz verfügte 

(act. 9), weshalb das Leistungsbegehren nach durchgeführtem Vorbe-

scheidverfahren (act. 10) mit Verfügung vom 28. Juni 2013 abgewiesen 

wurde (act. 18).  

B.  

Nachdem die SAK festgestellt hatte, dass der Versicherte in den Jahren 

1985 bis 1995 mit Unterbrüchen sowie im Jahr 2010 in der Schweiz er-

werbstätig gewesen war und dabei während insgesamt 48 Monaten Bei-

träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

cherung (AHV/IV) geleistet hatte (act. 21 und 22), teilte die IVSTA dem Ver-

sicherten am 25. Februar 2014 mit, dass die versicherungsmässigen Vo-

raussetzungen für den Bezug einer schweizerischen Invalidenrente erfüllt 

seien (act. 23).  

C.  

Im Rahmen der wieder aufgenommenen Abklärungen reichte der Versi-

cherte der IVSTA am 3. Juni 2014 (Eingang) ausgefüllte Fragebögen für 

den Arbeitgeber und für den Versicherten sowie ärztliche Unterlagen ein 

(act. 26-29). Aus diesen Unterlagen ist unter anderem ersichtlich, dass der 

Versicherte am 10. Februar 2008 einen Herzinfarkt erlitten hat und zuletzt 

bis am 11. März 2011 als Hilfsmechaniker in einem Auto-Handelsunterneh-

men in Österreich tätig war. Am 18. Juni 2014 übermittelte der österreichi-

sche Versicherungsträger ein weiteres Antragsformular E 204 in Bezug auf 

eine Anmeldung vom 28. April 2014 (act. 34). Mit Schreiben vom 30. Au-

gust 2012 (recte: 2014) teilte der Versicherte mit, es treffe nicht zu, dass er 

am 28. April 2014 einen Rentenantrag gestellt habe (act. 39). Am 3. Sep-

tember 2014 nahm der RAD Rhône zu den medizinischen Unterlagen Stel-

lung und hielt fest, dass der Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit seit 

C-1940/2015 

Seite 3 

dem 10. Februar 2008 zu 100 % eingeschränkt sei. Für eine leidensadap-

tierte Tätigkeit bestehe ab 10. März 2008 keine Einschränkung (act. 42). 

Gestützt darauf ermittelte die IVSTA einen Invaliditätsgrad von 100 % ab 

10. Februar 2008 und von 12 % ab 10. März 2008 (act. 43). Nach durch-

geführtem Vorbescheidverfahren (act. 44) zog die IVSTA mit Verfügung 

vom 9. Januar 2015 ihre Verfügung vom 28. Juni 2013 in Wiedererwägung 

und wies das Leistungsbegehren mangels anspruchsbegründenden Inva-

liditätsgrades ab (act. 46). 

D.  

Gegen die Verfügung vom 9. Januar 2015 erhob der Versicherte mit Ein-

gabe vom 19. März 2015 (Poststempel: 25. März 2015) Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte unter Beilage neuer Arztbe-

richte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 

Gutheissung seines Rentengesuchs. Eventualiter sei beim Amtsarzt der 

Pensionsversicherungsanstalt Dornbirn ein Gutachten einzuholen (BVGer-

act. 1). 

E.  

Mit einer auf die Eintretensfrage beschränkten Vernehmlassung vom 

15. April 2015 beantragte die Vorinstanz, dass auf die Beschwerde infolge 

Verspätung nicht einzutreten sei (BVGer-act. 4). Am 27. Mai 2015 reichte 

die Vorinstanz eine Vernehmlassung zur Hauptsache ein und beantragte 

unter Hinweis auf eine Stellungnahme des RAD Rhône vom 20. Mai 2015 

die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 6). 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. Juni 2015 wurde der Beschwerdeführer un-

ter Hinweis auf die Säumnisfolgen aufgefordert, einen Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 400.– zu leisten (BVGer-act. 7), worauf am 23. Juni 2015 

ein Betrag von Fr. 395.96 zugunsten der Gerichtskasse überwiesen wurde 

(BVGer-act. 8). 

G.  

Am 3. Juli 2015 (Eingang) reichte der Beschwerdeführer replikweise einen 

neuen Arztbericht ein (BVGer-act. 9). 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 8. Juli 2015 wurde dem Beschwerdeführer un-

ter Androhung der Säumnisfolgen eine Nachfrist zur Leistung des Diffe-

renzbetrags von Fr. 4.04 angesetzt, damit der Kostenvorschuss von 

C-1940/2015 

Seite 4 

Fr. 400.– netto auf dem Gerichtskonto registriert werden kann (BVGer-

act. 10). Daraufhin wurde am 21. Juli 2015 der Gerichtskasse ein Betrag 

von Fr. 5.16 überwiesen (BVGer-act. 13). 

I.  

Mit Duplik vom 18. August 2015 hielt die Vorinstanz unter Hinweis auf eine 

Stellungnahme des RAD Rhône vom 13. August 2015 am Antrag auf Ab-

weisung der Beschwerde fest (BVGer-act. 15). 

J.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. August 2015 wurde der Schrif-

tenwechsel abgeschlossen (BVGer-act. 16). 

K.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]) und der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhe-

bung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch 

Art. 59 ATSG [SR 830.1]).  

1.2 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung der Verfü-

gung einzureichen (Art. 50 Abs. 1 VwVG; Art. 60 Abs. 1 ATSG). Die Verfü-

gung vom 9. Januar 2015 wurde mit eingeschriebener Postsendung an die 

Adresse (…), an den Beschwerdeführer verschickt (act. 46). Diese Sen-

dung wurde der Vorinstanz mit dem Vermerk «Verzogen» retourniert. Auf 

entsprechende Anfrage der Vorinstanz vom 4. Februar 2015 (act. 48) hat 

der österreichische Versicherungsträger am 25. Februar 2015 die aktuelle 

Adresse des Beschwerdeführers ([…]) mitgeteilt (act. 49). Daraufhin hat 

die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. März 2015 ein 

Kopie der Verfügung vom 9. Januar 2015 an seine korrekte Adresse zuge-

stellt (act. 51). Nachdem der Beschwerdeführer seine neue Adresse ([…]) 

C-1940/2015 

Seite 5 

der Vorinstanz bereits mit Schreiben vom 28. Juli 2014 (Eingang: 12. Au-

gust 2014) mitgeteilt hatte (act. 39), ist die falsche Adressierung der ange-

fochtenen Verfügung der Vorinstanz zuzuschreiben. Aus einer mangelhaft 

eröffneten Verfügung darf der betroffenen Person kein Nachteil erwachsen 

(Art. 49 Abs. 3 ATSG). Daher wurde hier die Beschwerdefrist erst mit Zu-

stellung der Kopie der angefochtenen Verfügung ausgelöst, zumal sich aus 

den Akten keine Hinweise ergeben, dass der Beschwerdeführer bereits zu 

einem früheren Zeitpunkt Kenntnis von der Verfügung erhielt. Die am 

25. März 2015 der österreichischen Post übergebene Beschwerde ist da-

her als rechtzeitig zu betrachten. 

1.3 Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf 

die formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 9. Januar 2015, mit welcher das Leistungsgesuch des Be-

schwerdeführers mangels anspruchsbegründender Invalidität abgelehnt 

wurde. Prozessthema ist somit der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine schweizerische Invalidenrente. 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger und 

wohnt in Österreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Ab-

kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitglieds-

staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie 

die gemäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 

sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die 

Verordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie 

Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss 

Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, 

um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags-

staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und 

die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab-

weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze 

dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

C-1940/2015 

Seite 6 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4), was sich auch mit dem Inkrafttreten 

der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. 

Urteil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach 

bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung alleine aufgrund der schweizeri-

schen Rechtsvorschriften. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 9. Januar 2015) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 9. Januar 2015 in Kraft standen (so auch die Normen 

des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revi-

sion [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, die zu 

jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beur-

teilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 

4.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim 

Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer Beiträge 

an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleis-

tet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein; ist eine davon 

nicht erfüllt, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere zu 

bejahen ist. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während 

mehr als drei Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet, so 

dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf 

eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist.  

C-1940/2015 

Seite 7 

5.  

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

5.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG 

sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo-

naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahrs folgt, entsteht. 

5.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

C-1940/2015 

Seite 8 

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 

und 3.1). 

5.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

5.5 Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen auslän-

discher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Be-

hörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). Viel-

mehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der 

freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a). 

5.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt 

(Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). Diesen Anfor-

derungen genügende Berichte regionaler ärztlicher Dienste können einen 

vergleichbaren Beweiswert haben wie ein Gutachten (Art. 49 Abs. 2 IVV; 

BGE 137 V 210 E. 1.2.1; 135 V 254 E. 3.3.2).  

5.7 Soll über einen Rentenanspruch ohne Einholung eines externen Gut-

achtens, sondern gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich 

vom Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen ent-

schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 

in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zu-

C-1940/2015 

Seite 9 

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 135 V 

465 E. 4.4; Urteil des BGer 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.2). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den 

Standpunkt, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätig-

keit als Hilfsmechaniker ab 10. Februar 2008 zu 100 % arbeitsunfähig sei, 

ihm die Ausübung einer an den Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit 

aber ab 10. März 2008 voll zugemutet werden könne. Ausgehend davon 

habe der durchgeführte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von 

12 % ergeben, was keinen Rentenanspruch begründe. Die Vorinstanz 

stützte sich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits-

fähigkeit des Beschwerdeführers im Wesentlichen auf die Einschätzung 

des RAD Rhône ab. 

6.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen sinngemäss geltend, dass 

seine Herzleistung seit dem im Jahr 2008 erlittenen Herzinfarkt nur noch 

30 % betrage, was ihm auch die Ausübung einer leichten Tätigkeit nicht 

erlaube. 

7.  

Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung lagen der Vorinstanz folgende 

medizinischen Akten vor:  

7.1 Im Austrittsbericht der kardiologischen Intensivstation des Landeskran-

kenhauses B._______ vom 3. März 2008 wurden folgende Diagnosen fest-

gehalten (act. 40): 

– Vorderwand-ST-Hebungsinfarkt im subakuten Stadium am 10.2.08 (CAG am 

13.2.08: LAD-Verschluss mit PCI und DES-Implantation, 80 % Intermediärast-

stenose mit PCI und DES am 13.2.08; RCA-Plaqueruptur, PCI zweizeitig ge-

plant; CAG am 18.2.08: RCA Plaque PCI + Stent [DES]) 

– Mässig diffuse Koronarsklerose 

– Semental gestörte LV Funktion 

– Hyperlipidämie 

– Nikotinabusus 

C-1940/2015 

Seite 10 

7.2 Der behandelnde Arzt Dr. med. C._______, Facharzt für Innere Medi-

zin und Additivfacharzt für Gefässmedizin und internistische Intensivmedi-

zin, hielt in seinem Bericht vom 1. August 2012 als Diagnose eine Links-

herzinsuffizienz NYHA II bei Zustand nach Vorderwandinfarkt 2/08 (EF 35-

40 %, CAG 3-Gefässerkrankung [LAD 100 %, DES; Interm. Ast 80 %, DES, 

RCA Plaqueruptur, DES] fest. Als Verdachtsdiagnose nannte er einen fla-

chen apikalen Thrombus. Als vaskuläre Risikofaktoren erwähnte er einen 

Nikotinabusus, eine kombinierte Hyperlipidämie sowie eine Schweissnei-

gung (act. 29). 

7.3 Im auf eigenen Untersuchungen beruhenden, zuhanden der Pensions-

versicherungsanstalt Vorarlberg erstellten ärztlichen Gesamtgutachten von 

Dr. med. D._______, Facharzt für Innere Medizin, vom 29. Januar 2013 

wurde als Diagnose eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefässe mit 

Zustand nach subakutem Vorderwandinfarkt 2008 bei Mehrgefässerkran-

kung sowie eine mittelgradig eingeschränkte Linksventrikelfunktion (ICD-

10 I25.1) festgehalten. Der Gutachter erachtete Arbeiten gemäss folgen-

den Leistungskalkül als vollschichtig zumutbar: ständig sitzende und ste-

hende sowie fallweise gehende Arbeitshaltung, ständig leichte und fall-

weise mittlere körperliche Belastung, ständig in geschlossenen Räumen, 

im Freien und unter starker Lärmeinwirkung, überwiegend Lenken eines 

KFZ (berufsbedingt), höhenexponiert und allgemein exponiert (z.B. offen-

laufende Maschine), überwiegend leichte und fallweise mittelschwere 

Hebe- und Trageleistung, überwiegend alle möglichen Zwangshaltungen 

(überkopf, vorgebeugt, gebückt, kniend und hockend), überwiegend Expo-

sition gegenüber Kälte, Nässe, Hitze und Staub, überwiegend Feinarbei-

ten, Grobarbeiten, Fingerfertigkeit und Gebrauchshand, jeweils links wie 

rechts, Nachtarbeit, Schichtarbeit und Kundenkontakt, fallweise besonde-

rer Zeitdruck, Anmarschweg von mindestens 500 m möglich, übliche Pau-

sen ausreichend (act. 6).  

7.4 Dr. med. E._______, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chi-

rurgie, hielt in seinem Bericht vom 15. November 2013 als Diagnose eine 

chronische Lumbalgie bei Osteochondrose L2/L3 fest. Als Nebendiagno-

sen nannte er einen Zustand nach Herzinfarkt 2008 mit 30 % Herzleistung, 

eine arterielle Hypertonie, eine Hypercholesterinämie und einen Nikotina-

busus. Zudem äusserte er den Verdacht auf das Vorliegen einer Depres-

sion (act. 31). 

7.5 In einem weiteren Bericht vom 24. November 2013 nannte Dr. med. 

C._______ als Diagnose eine Linksherzinsuffizienz NYHA II bei Zustand 

C-1940/2015 

Seite 11 

nach Vorderwandinfarkt 2/08 (EF 35 %, CAG 3-Gefässerkrankung [LAD 

100 %, DES; Interm. Ast 80 %, DES, RCA Plaqueruptur, DES]) sowie als 

Verdachtsdiagnose einen flachen apikalen Thrombus. Er hielt fest, dass 

aufgrund der kardialen Befunde eine körperlich belastende Arbeit sicherlich 

nicht zuzumuten sei. Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

angepassten Tätigkeit äusserte sich Dr. med. C._______ nicht (act. 32). 

7.6 Dr. med. C._______ hielt nach Durchführung eines 24 Stunden-EKG in 

seinem Bericht vom 2. Dezember 2013 als Diagnose unverändert eine 

Linksherzinsuffizienz NYHA II bei Zustand nach Vorderwandinfarkt 2/08 

(EF 35 %, CAG 3-Gefässerkrankung [LAD 100 %, DES; Interm. Ast 80 %, 

DES, RCA Plaqueruptur, DES]) fest (act. 33). 

7.7 Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt in 

seiner Stellungnahme vom 3. September 2014 als Hauptdiagnosen eine 

Herzinsuffizienz NYHA II und einen Status nach einem Vorderwand-Myo-

kardinfarkt am 10. Februar 2008 (I25) fest. Als Diagnose ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit nannte er Lumbalgien. Er attestierte eine Arbeitsunfä-

higkeit von 100 % in der angestammten Tätigkeit ab dem 10. Februar 2008 

und von 0 % in einer adaptierten Tätigkeit ab dem 10. März 2008. Er hielt 

fest, dass das Herzleiden die Annahme einer vollständigen Arbeitsunfähig-

keit als Hilfsarbeiter rechtfertige. Da keine anderen Erkrankungen vorlä-

gen, seien dem Beschwerdeführer allerdings alle adaptierten Tätigkeiten 

zumutbar. Der RAD-Arzt hat folgende funktionellen Einschränkungen fest-

gelegt (Zumutbarkeitsprofil): keine schweren Arbeiten, gelegentliches Tra-

gen von Gewichten bis max. 15 kg, eingeschränktes Bergaufgehen, ver-

minderte Stressresistenz. Als zumutbare Verweistätigkeiten bezeichnete er 

folgende Tätigkeiten: Museums- und Parkwärter sowie Lagerist/Material-

verwalter (act. 42). 

8.  

Zu prüfen ist im Folgenden, ob die Vorinstanz die anspruchsverneinende 

Verfügung zu Recht auf die Beurteilung des RAD abgestellt hat bezie-

hungsweise ob sich aufgrund der Aktenlage der medizinische Sachverhalt 

als genügend abgeklärt erweist. 

8.1 Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vo-

raussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für 

die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle 

Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit 

C-1940/2015 

Seite 12 

oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizini-

schen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Auf 

die Stellungnahme eines versicherungsinternen Arztes kann aber nur ab-

gestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderun-

gen an einen ärztlichen Bericht genügt. Vorliegend hat der RAD-Arzt 

Dr. med. F._______ keine eigene Untersuchung des Beschwerdeführers 

vorgenommen. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist nicht an 

sich ein Grund, um einen versicherungsinternen ärztlichen Bericht in Frage 

zu stellen (vgl. Art. 49 Abs. 2 IVV). Auch reine Aktengutachten können be-

weiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent-

lichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung 

mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätz-

lich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen der RAD (Urteil des 

BGer 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2). Soweit IV-Ärzte wie hier nicht 

selber medizinische Befunde erheben, sondern die vorhandenen Befunde 

aus medizinischer Sicht würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei wi-

dersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu 

beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber 

eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei, müssen die Akten für die 

streitigen Belange beweistaugliche Unterlagen enthalten. Ist das nicht der 

Fall, kann die Stellungnahme des medizinischen Dienstes in der Regel 

keine abschliessende Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu wei-

tergehenden Abklärungen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 

vom 25. März 2011 E. 3.3). Entscheidend ist somit, ob es die vorliegenden 

medizinischen Akten dem RAD erlaubten, sich ein einheitliches Bild der 

gestellten Diagnosen, der gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu machen, und ob die Schlussfol-

gerungen des RAD nachvollziehbar und schlüssig sind. 

8.2 Aus den oben dargestellten ärztlichen Berichten und Gutachten wird 

ersichtlich, dass beim Beschwerdeführer neben dem im Vordergrund ste-

henden Herzleiden auch ein Rückenleiden vorliegt, das gemäss der Ein-

schätzung des RAD vom 20. Mai 2015 ebenfalls Einfluss auf die Leistungs-

fähigkeit des Beschwerdeführers hat. Die Lumbalgie wird vom RAD-Arzt 

zwar einerseits als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ge-

nannt, andererseits erwähnt er dieses Leiden im Rahmen seiner Beurtei-

lung aber ausdrücklich als limitierend und als im Rahmen der Arbeitsfähig-

keitsschätzung berücksichtigt (BVGer-act. 6). Treffen verschiedene (an-

spruchsrelevante) Gesundheitsbeeinträchtigungen zusammen, ist in der 

Regel eine interdisziplinäre Untersuchung durchzuführen (vgl. Urteil des 

C-1940/2015 

Seite 13 

BGer 8C_168/2008 vom 11. August 2008 E. 6.2.2), und der Grad der Ar-

beitsunfähigkeit ist grundsätzlich in einer sämtliche Behinderungen umfas-

senden medizinischen Gesamtbeurteilung zu bestimmen (vgl. Urteil des 

BGer 9C_948/2012 vom 22. Juli 2013 E. 4.3). In den Akten befindet sich 

jedoch keine in diesem Sinn zuverlässige und schlüssige interdisziplinäre 

Begutachtung des Beschwerdeführers, auf die sich der RAD hätte stützen 

können. 

8.3 Aus der Stellungnahme des RAD-Arztes vom 3. September 2014 ist 

nicht klar ersichtlich, auf welche Berichte er sich bei seiner Schlussfolge-

rung abstützt, wonach der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten 

Tätigkeit 100 % arbeitsfähig sei. Ausdrücklich erwähnt er lediglich den fach-

ärztlichen Bericht von Dr. med. C._______ vom 24. November 2013 (siehe 

E. 7.5), dessen Diagnose der RAD-Arzt im Wesentlichen übernommen hat. 

Was das Herzleiden des Beschwerdeführer anbelangt, so kann in diagnos-

tischer Hinsicht von einem feststehenden Sachverhalt ausgegangen wer-

den, deckt sich doch die von Dr. med. C._______ am 24. November 2013 

gestellte Diagnose im Wesentlichen mit seiner früheren Einschätzung vom 

1. August 2012 (act. 29). Auch im ärztlichen Gesamtgutachten von Dr. med. 

D._______ vom 29. Januar 2013 wurde als Diagnose eine Durchblutungs-

störung der Herzkranzgefässe mit Zustand nach subakutem Vorderwand-

infarkt 2008 bei Mehrgefässerkrankung sowie eine mittelgradig einge-

schränkte Linksventrikelfunktion festgehalten (ICD-10 I25.1). Angesichts 

der von Dr. med. C._______ gestützt auf einen Belastungstest (Ergomet-

rie) und einem Elektrokardiogramm (EKG) erhobenen Befunde, lag dem 

RAD-Arzt für seine Beurteilung auch ein lückenloser kardiologischer Be-

fund vor, der es ihm erlaubte, Rückschlüsse auf die Belastungsfähigkeit 

des Beschwerdeführers zu ziehen. Es ist daher davon auszugehen, dass 

sich der RAD-Arzt ein vollständiges und aktuelles Bild über das Herzleiden 

und dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers machen konnte. 

8.4 Der RAD-Arzt hat im Rahmen seiner Beurteilung berücksichtigt, dass 

die Herzfunktion bei einer Ejektionsfraktion (EF) von 35 % eingeschränkt 

ist. Er geht aber davon aus, dass aktuell keine myokardiale Ischämie und 

keine Herzrhythmusstörungen bestünden. Diese Einschätzung deckt sich 

mit den Ausführungen von Dr. med. C._______ im Bericht vom 24. Novem-

ber 2013, wonach eine deutlich eingeschränkte Leistungsfähigkeit be-

stehe, durchgehend niedrige RR-Werte vorlägen und keine sicheren Ischä-

mie Hinweise vorhanden seien. Im Bericht vom 2. Dezember 2013 hielt er 

zudem gestützt auf ein 24-Stunden-EKG fest, dass keine höhergradigen 

C-1940/2015 

Seite 14 

Rhythmusstörungen vorlägen und bis auf vereinzelte VES und SVES ein 

unauffälliger Befund vorliege. Das vom RAD festgelegte Zumutbarkeitspro-

fil berücksichtigt, dass dem Beschwerdeführer laut Einschätzung von 

Dr. med. C._______ körperlich schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar 

sind. Überdies deckt sich das vom RAD-Arzt festgelegte Zumutbarkeits-

profil im Wesentlichen mit demjenigen, welches Dr. med. D._______ im 

ärztlichen Gesamtgutachten vom 29. Januar 2013 festgelegt hat. Insge-

samt ist damit die Einschätzung der durch das Herzleiden verursachten 

funktionellen Einschränkungen und der daraus gezogenen Schlussfolge-

rung, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit 

voll arbeitsfähig ist, durch den RAD nachvollziehbar und schlüssig. Ange-

sichts des Umstandes, dass die Berichte der untersuchenden Fachärzte 

betreffend Diagnosen und Gesundheitsbeeinträchtigung hinreichend klar 

und nicht widersprüchlich sind, schmälert das Fehlen der einschlägigen 

Facharztqualifikation (Kardiologie) des RAD-Arztes den Beweiswert seiner 

Beurteilung in diesem Fall nicht (vgl. Urteil des BGer 9C_635/2015 vom 

16. Oktober 2015 E. 3.2 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 vom 18. Juni 

2014 E. 5.2). 

8.5 Im Beschwerdeverfahren hat der Beschwerdeführer einen zusätzlichen 

Bericht von Dr. med. C._______ vom 14. November 2014 eingereicht (Bei-

lage 1 zu BVGer-act. 1). Dieser Bericht, in dem die bereits bekannte Diag-

nose festgehalten wird, ist nicht geeignet, Zweifel an der Einschätzung des 

RAD zu begründen. Dr. med. F._______ hat diesen Bericht geprüft und hat 

in seiner Stellungnahmen vom 20. Mai 2015 nachvollziehbar dargelegt, 

dass ein Zustand beschrieben werde, wie er bereits bei Erstellung der Stel-

lungnahme vom 3. September 2014 bekannt gewesen sei und dass sich 

die die Situation aus kardiologischer Sicht stabilisiert habe. Es bestehe 

keine Dekompensation der behandelten Insuffizienz. Die Ergometrie habe 

keine Hinweise auf eine myokardiale Ischämie geliefert. Es bestünden 

auch keine Herzrhythmusstörungen. Aus dem ebenfalls erst im Beschwer-

deverfahren eingereichten Bericht von Dr. med. C._______ vom 6. Mai 

2015 (BVGer-act. 9) lässt sich ebenfalls nichts anderes ableiten, zumal aus 

rechtlicher Sicht grundsätzlich der Sachverhalt bis zum Erlass der Verfü-

gung (hier: 9. Januar 2015) massgebend ist (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 

220; 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Der erst vier Monate später erstellte Arztbe-

richt vermag keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeit-

punkt des Verfügungserlasses zu geben, so dass dieser aus diesem Grund 

im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden kann. Das Gleiche 

gilt grundsätzlich auch für das im Beschwerdeverfahren eingereichte ärzt-

C-1940/2015 

Seite 15 

liche Gesamtgutachten vom 16. März 2015 von Dr. med. G._______, so-

weit sich die Aussagen nicht auf den Beurteilungszeitraum beziehen (Bei-

lage zu BVGer-act. 1). 

8.6 Was das Rückenleiden des Beschwerdeführers anbelangt, so findet 

sich diesbezüglich lediglich ein Bericht von Dr. med. E._______ vom 15. 

November 2013 in den Akten. Der RAD hat in seiner nur wenige Zeilen 

umfassenden Aktenbeurteilung vom 3. September 2014 im Zusammen-

hang mit dem Rückenleiden zwar die Lumbalgien als Diagnose ohne Aus-

wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten, er hat den Bericht von 

Dr. med. E._______ jedoch nicht erwähnt und sich auch nicht erkennbar 

damit auseinandergesetzt. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb der 

RAD zur Einschätzung gelangte, dass das Rückenleiden die Arbeitsfähig-

keit des Beschwerdeführers nicht beeinflusst. Vor diesem Hintergrund er-

scheint es auch widersprüchlich, dass der RAD-Arzt in der im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens abgegebenen Stellungnahme vom 20. Mai 2015 

ohne Begründung von der ursprünglichen Auffassung abweicht, und dem 

Rückenleiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuschreibt, was je-

doch bei der Einschätzung insofern bereits berücksichtigt worden sei, als 

dem Beschwerdeführer keine schweren Arbeiten und kein Heben von Ge-

wichten über 15 kg zugemutet würden.  

8.7 Gerade bei Gesundheitsschädigungen im Bereich der Orthopädie ist 

nicht bloss die Diagnose, sondern eine schlüssige qualitative und quanti-

tative Analyse der Funktionsstörung des Bewegungsapparates und seiner 

Folgen von zentraler Bedeutung. Eine eingehende (fachärztliche) klinische 

Erhebung in Bezug auf die funktionellen Einschränkungen des Bewe-

gungsapparates ist hier aber nicht ersichtlich (vgl. Urteil des BGer 

9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2). Im Bericht von Dr. med. 

E._______ vom 15. November 2013 werden zwar die Ergebnisse einer kli-

nischen Untersuchung beschrieben und Befunde aufgrund der vorgelegten 

Röntgenbilder der Lendenwirbelsäule unbekannten Datums erhoben, zur 

funktionellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers äusserte sich 

Dr. med. E._______ jedoch nicht. Fehlt es wie hier an einer fachärztlichen 

Umschreibung des funktionellen Leistungsvermögens aufgrund einer aktu-

ellen klinischen Untersuchung, kann aus orthopädischer Sicht nicht von ei-

nem feststehenden Sachverhalt – allenfalls abgesehen von der der Diag-

nosestellung – ausgegangen werden (vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 

vom 1. September 2015 E. 4.2). Darauf wird im Übrigen auch im rund zwei 

Monate nach Verfügungserlass erstellten ärztlichen Gesamtgutachten vom 

C-1940/2015 

Seite 16 

österreichischen Amtsarzt Dr. med. G._______ vom 16. März 2015 hinge-

wiesen. Dieser hielt fest, dass die bestehende Lumbalgie noch nicht voll-

ständig abgeklärt worden sei (Beilage zu BVGer-act. 1). 

8.8 Im Lichte der eingangs erwähnten Grundsätze zum Beweiswert von 

Aktenbeurteilungen versicherungsinterner Ärzte kann demzufolge nicht auf 

die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. F._______ abgestellt werden. 

Da auch auf die Berichte der Amtsärzte aus Österreich und die Stellung-

nahmen der in die Behandlung involvierten Ärzte nicht abgestellt werden 

kann, zumal diese keine sämtliche Leiden berücksichtigende, den Beweis-

anforderungen genügende Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers in seiner bisherigen und in einer leidensangepassten Tä-

tigkeit enthalten, lässt sich der Invaliditätsgrad aufgrund der vorhandenen 

medizinischen Akten nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit beurteilen. Die Vorinstanz hätte sich unter die-

sen Umständen nicht mit einer Aktenbeurteilung des RAD begnügen dür-

fen, sondern hätte mit Blick auf die unklare Aktenlage weitere Abklärungen 

tätigen müssen. Es ist darauf hinzuweisen, dass sich hinsichtlich des vom 

Orthopäden Dr. med. E._______ im Bericht vom 15. November 2013 ge-

äusserten Verdachts auf eine Depression aus den Akten keine Anhalts-

punkte auf eine rentenrelevante Gesundheitsbeeinträchtigung ergeben, 

weshalb es nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz diesbezüglich 

keine weiteren einschlägigen Untersuchungen des Beschwerdeführers an-

geordnet hat. 

9.  

Im vorinstanzlichen Verfahren sind infolge unvollständiger Feststellung des 

rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. ATSG und 

Art. 12 VwVG) entscheidwesentliche Aspekte vollständig ungeklärt geblie-

ben. Da es an einer Gesamtbeurteilung fehlt und bisher noch keine gut-

achterliche Abklärung des Rückenleidens und dessen funktionellen Ein-

schränkungen vorgenommen wurde, steht einer Rückweisung der Sache 

an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen nichts entgegen (vgl. BGE 137 

V 210 E. 4.4.1.4). Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erhe-

bung anderer Beweismassnahmen ist daher abzusehen. Die Beschwerde 

ist folglich insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzu-

heben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Die Vorinstanz 

ist anzuweisen, unter Berücksichtigung sämtlicher aktenkundiger Arztbe-

richte sowie Beizug weiterer verfügbarer medizinischer Unterlagen eine 

fachärztliche Begutachtung des Gesundheitsschadens des Beschwerde-

C-1940/2015 

Seite 17 

führers sowie von dessen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit vorzu-

nehmen. Anschliessend hat die Vorinstanz neu zu verfügen (vgl. Art. 61 

Abs. 1 VwVG). 

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Abs. 2 IVG), wobei das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufer-

legt. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde 

führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem 

Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 401.12 ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Urteils zurückzuerstatten. Da der Vorinstanz gestützt auf Art. 63 Abs. 2 

VwVG ebenfalls keine Kosten aufzuerlegen sind, werden keine Verfah-

renskosten erhoben. 

10.2 Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind keine unver-

hältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteient-

schädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2).  

C-1940/2015 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 9. Januar 2015 aufgehoben und die Streitsache zu weiteren Ab-

klärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung im Sinne der Erwägun-

gen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 401.12 nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

  

C-1940/2015 

Seite 19 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: