# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18e83238-df92-57f9-bb15-8e5ca364829b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2008 D-6797/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6797-2008_2008-11-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6797/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, Nigeria,
(Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6797/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria im Juli 
2008  an  Bord  eines  Flugzeugs  einer  ihm  unbekannten  Fluggesell-
schaft  in  Richtung  eines  ihm  unbekannten  Landes,  möglicherweise 
Spanien, verliess, wo er nach einer Zwischenlandung in einem ihm un-
bekannten afrikanischen Land ankam,

dass er nach einem Aufenthalt von etwa sechs Wochen in (Ausland 1) 
auf  dem  Landweg  über  (Ausland  2)  am  29.  August  2008  unter 
Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  gelangte  und 
gleichentags in (Ort) um Asyl nachsuchte, und, da er bei der Meldung 
des  Asylgesuchs  keine  Ausweispapiere  abgab,  ebenfalls  noch  am 
29. August 2008 schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden Aus-
weispapiere nachzureichen, verbunden mit der Androhung, im Unter-
lassungsfall werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten (vgl. A3/1),

dass  der  Beschwerdeführer  am  15.  September  2008  im  Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (Name) zur Person befragt sowie am 9. Okto-
ber 2008  in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das Bundesamt in Bern-
Wabern zu den Asylgründen angehört (DBA) wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er  habe bis Juni 2008 in (Ort)  im (Bundesstaat)  gewohnt,  wo er  die 
Sekundarschule  absolviert  habe  und  sein  Vater  lokaler  Führer  der 
Geheimgesellschaft SAKPECAN gewesen sei,

dass er nach dem Tod seines Vaters von SAKPECAN-Mitgliedern dazu 
gedrängt  worden sei,  dessen Posten zu übernehmen, nachdem sein 
Vater dies noch zu Lebzeiten verfügt habe,

dass  er  bis  Juni  2008 etwa zehn Mal  von mindestens  zwei  bis  drei 
SAKPECAN-Mitgliedern  besucht  worden  sei,  welche  ihm  für  den 
Unterlassungsfall mit seiner Opferung gedroht hätten,

dass er sich auf Anraten seiner Mutter zur Flucht entschlossen habe 
und im Juni 2008 zu seinem Onkel in (Ort) gereist sei, wo er sich in 
der Folge während drei bis vier Wochen aufgehalten habe,

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dass  ein  spanischer  Freund  seines  Onkels  die  Ausreise  organisiert 
und mittels eines gefälschten Passes zusammen mit ihm in ein unbe-
kanntes Land gereist sei, wo er sich in der Folge während sechs Wo-
chen im Haus dieses Begleiters – dessen Namen er nicht kenne – bis 
zum Antritt der Bahnreise in die Schweiz aufgehalten habe,

dass  das BFM  mit  Verfügung  vom  15.  Oktober  2008  -  eröffnet  am 
21. Oktober  2008 -  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegwei-
sung aus der Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Eintritt 
der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass er erklärt habe, nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte be-
sessen zu haben,

dass er sich - so das BFM - vor seiner Ausreise während drei bis vier 
Wochen bei seinem Onkel in (Ort) aufgehalten habe, wodurch es ihm 
möglich  gewesen  wäre,  gültige  Ausweis-  oder  Reisepapiere  zu  be-
schaffen, welche er für die Ausreise ohnehin benötigt habe, 

dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb er anstatt eines echten einen 
gefälschten Reisepass organisiert habe, umso weniger, als seitens der 
nigerianischen Behörden nichts gegen den Beschwerdeführer vorliege, 
was der Beschaffung von Ausweispapieren entgegengestanden wäre,

dass  mithin  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen,

dass er  im Zusammenhang mit  seinen Verfolgungsvorbringen erklärt 
habe,  die  Polizei  nie  um  Schutz  ersucht  zu  haben,  was  angesichts 
seiner Lage nicht nachvollziehbar sei, hätte er doch die lokalen Behör-
den wie auch die Bundespolizei in (Ort) informieren können,

dass mithin dem nigerianischen Staat nicht vorgeworfen werden kön-
ne, seine Schutzpflicht verletzt zu haben,

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dass der Beschwerdeführer eine Verfolgung durch den lokalen Ableger 
von SAKPECAN geltend gemacht und einen Wegzug in einen anderen 
Landesteil von Nigeria nicht in Betracht gezogen habe, da SAKPECAN 
im ganzen Land Zweigstellen habe,

dass - so das BFM weiter -  aufgrund der beträchtlichen Grösse und 
der  kulturellen  wie  auch  gesellschaftlichen  Vielfalt  Nigerias  jedoch 
davon  auszugehen  sei,  dass  er  in  einem  anderen  Teil  seines 
Heimatlandes  keinen  Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt  sei,  umso 
weniger,  als  er  sich  während  nahezu  eines  Monats  unbehelligt  bei 
seinem Onkel in (Ort) aufgehalten habe,

dass  er  sich  mithin  den  geltend  gemachten  lokal  oder  regional  be-
schränkten Verfolgungsmassnahmen durch einen Wegzug in einen an-
deren Teil  des  Heimatstaats  entziehen könne und deshalb  nicht  auf 
den Schutz der Schweiz angewiesen sei,

dass ohnehin Zweifel  an den geltend gemachten Verfolgungsvorbrin-
gen bestünden, zumal der Beschwerdeführer erklärt habe, den Namen 
seiner Begleitperson nicht zu kennen, obwohl er die Ausreise zusam-
men mit dieser Person absolviert und sich in der Folge noch während 
sechs Wochen bei ihr aufgehalten habe,

dass  auch nicht  glaubhaft  sei,  dass  er  in  ganz Nigeria  Verfolgungs-
massnahmen ausgesetzt  sei,  zumal  er  nahezu einen Monat bei  sei-
nem Onkel in (Ort)  verbracht habe, ohne dort  aufgesucht worden zu 
sein, wogegen davon auszugehen sei, dass er bei einer landesweiten 
Verfolgung und unter  Berücksichtigung der  Aufenthaltsdauer  auch in 
(Ort) durch Angehörige von SAKPECAN behelligt worden wäre,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Oktober 2008 (Datum 
des Poststempels) beim Bundesverwaltungsgericht gegen diesen Ent-
scheid Beschwerde erhob, worin er beantragte, es sei  die Verfügung 
des BFM  aufzuheben und das Verfahren zwecks materieller Prüfung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass  in  prozessualer  Hinsicht  der  Verzicht  auf  die  Erhebung  eins 
Kostenvorschusses sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege beantragt und gleichzeitig eine Fürsorgebestätigung eingereicht 
wurde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Oktober 2008 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34  des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass in  der Beschwerde gerügt  wird,  das BFM habe zu Unrecht  die 
Erforderlichkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft des Beschwerdeführers oder eines Wegweisungshin-
dernisses  verneint,  zumal  aufgrund  der  grundsätzlich  widerspruchs-
freien  und äusserst  realitätsnah ausgefallenen Schilderungen in  bei-
den Anhörungen die geltend gemachte Verfolgung durch SAKPECAN 
als  erstellt  gelte,  umso mehr,  als  die  Vorinstanz keine wesentlichen, 
gegen  die  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerdeführers  sprechenden 
Gründe vorbringe,

dass der Beschwerdeführer angesichts überall im Nigeria vorhandener 
SAKPECAN-Zweigstellen  im  ganzen  Land  verfolgt  sei  und  entspre-
chenden Behelligungen bei seinem Onkel  in  (Ort)  nur habe entkom-
men können, weil er sich zum einen dort nicht über längere Zeit aufge-
halten und zum anderen keinen Kontakt zur Aussenwelt gehabt habe, 
weil er sich fast immer im Haus aufgehalten habe,

dass es für SAKPECAN nicht schwierig wäre, den Beschwerdeführer 
ausfindig zu machen, falls er sich in einem anderen Teil von Nigeria 
niederlassen würde,

dass er die staatlichen Behörden nicht um Schutz habe ersuchen kön-
nen, zumal er sich in dieser Angelegenheit ausser seiner Mutter nie-
mandem  habe  anvertrauen  können,  weil  er  von  SAKPECAN  unter 
massiven Drohungen zur Geheimhaltung angewiesen worden sei,

dass schliesslich fraglich erscheine, ob die lokalen Behörden dem Be-
schwerdeführer  ausreichend Schutz zur Verhinderung der Verfolgung 
gewährt  hätten,  zumal  -  wie  dem  im  Internet  unter 
www.osar.ch/2007/01/10/0601218_ngr_update veröffentlichten Bericht 
der  Schweizerischen  Flüchtlingshilfe  (SFH)  zu  entnehmen  sei  -  das 
nigerianische Sicherheitssystem unter Korruption leide und von Seiten 
der Polizei Menschenrechtsverletzungen ausgeübt würden,

dass zunächst darauf hinzuweisen ist, dass sich die Beschwerde mit 
keinem Wort zu den nicht eingereichten Reise- beziehungsweise Iden-
titätspapieren äussert,

dass  insbesondere  nicht  nachvollziehbar  bleibt,  weshalb  der  Be-
schwerdeführer,  gegen  den  seitens  der  nigerianischen  Behörden 
nichts  vorgelegen  hat,  sich  für  die  Ausreise  anstatt  einen  echten 

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Reisepass ausstellen zu lassen ein gefälschtes Dokument organisiert 
hat,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung der  Akten und unter  Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind, und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass - wie bereits erwähnt - seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der 
summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigen-
schaft und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die 
Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Überprüfung der Akten ergibt,  dass die Vorinstanz die Vor-
bringen des Beschwerdeführers in zutreffender Weise als offensichtlich 
asylrechtlich nicht relevant qualifizierte und zudem zu Recht Zweifel an 
deren Glaubhaftigkeit  hegte,  wobei  vorab wiederum auf  die entspre-
chenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung ver-
wiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnten,  und  die 
darin  enthaltenen  Ausführungen  an  der  offensichtlichen  fehlenden 
Asylrelevanz und mangelnden Glaubhaftigkeit der geltend gemachten 
Verfolgungsvorbringen nichts zu ändern vermögen,

dass  zwar  -  ungeachtet  der  Frage  der  Glaubhaftigkeit  der  geltend 
gemachten Verfolgungsvorbringen - ein gewisses Fehlverhalten einzel-
ner  Polizisten  und  Behördenmitglieder  in  Nigeria  insbesondere  auf 
lokaler Ebenenicht nicht auszuschliessen ist, 

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dass es sich dabei jedoch um das Fehlverhalten von Einzelnen han-
delt, welches sich auf eine lokal begrenzte Ebene beschränkt, und der 
Beschwerdeführer zu Protokoll gab, nie versucht zu haben, sich  über-
haupt an eine Behörde zu wenden oder sich in einem anderen Lan-
desteil von Nigeria niederzulassen und sich dort an die Behörden zu 
wenden, um diese um adäquaten Schutz zu ersuchen,

dass nach dem Gesagten der vom Beschwerdeführer erhobene Vor-
wurf, er könne keinen adäquaten Schutz durch den Heimatstaat erhal-
ten, vorliegend nicht gehört werden kann,

dass der Beschwerdeführer, falls SAKPECAN, wie von ihm beliebt zu 
machen versucht wird, tatsächlich überall im Land Zweigstellen hätte, 
während  seines  drei-  bis  vierwöchigen  Aufenthalts  im  Haus  seines 
Onkels in (Ort) ausfindig gemacht worden wäre,

dass sich unter den gegebenen gegenteiligen Umständen der weitere 
Einwand  des  Beschwerdeführers,  er  könnte  sich  nicht  in  einem 
anderen Teil  von Nigeria  niederlassen,  weil  es für  SAKPECAN nicht 
schwierig sei, ihn ausfindig zu machen, ebenfalls als unbegründet er-
weist,

dass  nach  dem  Gesagten  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz 
vielmehr allenfalls von lokal  oder regional  beschränkten Verfolgungs-
massnahmen auszugehen ist, denen sich der Beschwerdeführer durch 
einen Wegzug in einen anderen Teil des Heimatlandes entziehen kann,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb  die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

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dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat-
staat unzumutbar wäre,

dass der in der Beschwerde erhobene Einwand, der verhältnismässig 
junge Beschwerdeführer verfüge über kein tragfähiges Netz, da nach 
dem Tod seines Vaters nur noch die Mutter und ein Onkel in Nigeria 
wohnten, nicht gehört werden kann,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Nigeria drei 
Monate vor dem Abschluss der Sekundarschule beziehungsweise des 
Colleges stand,  bereits  seit  dem im Januar  2008  eingetretenen  Tod 
seines Vaters allein in dessen Haus wohnte, Kontakt sowohl zu seiner 
Mutter als auch zu seinem Onkel in (Ort) hat und dort sowie in Agbor 
weitere Onkel sowie Cousins wohnhaft sind,

dass er mithin in Nigeria ein familiäres Beziehungsnetz besitzt,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde bei einer Rückkehr in eine Existenz vernichtende Situation gera-
ten,  die  als  konkrete Gefährdung im Sinne der  zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements  vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N_______)
- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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