# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9b42d95-ab2e-5c27-9d5f-0146d655c50d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 19.11.2025 XBE.2025.88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_002_XBE-2025-88_2025-11-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

XBE.2025.88  
(KE.2023.914 + 915)  

 

 

Entscheid vom 19. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Merkofer, Präsidentin  

Oberrichter Lindner  

Oberrichter Giese 

Gerichtsschreiberin Schwarz 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

[…]   

 

 
   

Betroffene 

Person 1 

 B._____,  

[…]   

 

Betroffene 

Person 2 

 C._____,  

[…]   

 

 

Mutter   D._____,  

[…]   

 

 

bisherige 

Beiständin 

 E._____,  

[…]   

 

 

neue Beiständin  F._____,  

[…]   

 

 

Anfechtungsge-

genstand 

 Entscheid des Familiengerichts Baden vom 11. April 2025 

 

 

Betreff  Übernahme einer Massnahme 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

Mit Entscheid vom 11. April 2025 erkannte der Präsident des Familienge-

richts Baden: 

 

" 1. 
Die Führung der über den Betroffenen bestehenden Beistandschaft 
nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB, wird per 1. Mai 2025 zuständigkeits-
halber durch das Familiengericht Baden übernommen und unverändert 
weitergeführt. 
 
2. 
Die nachfolgenden Weisungen gemäss Entscheid des Kantonsgerichts 
Q._____ vom 13. Oktober 2021 werden übernommen und unverändert 
weitergeführt. 
 
2.1. 
Die Parteien werden angewiesen, sich ab sofort einer Psychotherapie 
gemäss Gutachten […] vom tt.mm.2021 mit wöchentlichen Sitzungen 
zu unterziehen. Die jeweiligen Therapeuten der Parteien sind gehalten, 
sich zusammen mit den Parteien mit den Ergebnissen des Gutachters 
auseinanderzusetzen und der Beistandsperson jeweils nach längstens 
drei Monaten einen Verlaufsbericht einzureichen. 
 
2.2. 
Die Mutter wird angewiesen, sich mit den Kindern ab sofort einer Inter-
aktionstherapie bei einem Kinderpsychologen/-psychiater gemäss Gut-
achten […] vom tt.mm.2021 mit Sitzungen nach Ermessen des Thera-
peuten zu unterziehen. Der Kinderpsychologe/-psychiater ist gehalten, 
sich zusammen mit der Mutter mit den Ergebnissen des Gutachtens 
auseinanderzusetzen und der Beistandsperson jeweils nach längstens 
drei Monaten einen Verlaufsbericht einzureichen. 
 
3. 
Als neue Beiständin wird per 1. Mai 2025 F._____, […], ernannt. 
 
4. 
Der neuen Beiständin werden die folgenden Aufgabenbereiche über-
tragen: 
a) die professionelle Besuchsbegleitung zu organisieren und zu be-

auftragen (gemäss Ziffer 3 des Entscheids des Kantonsgerichts 
Q._____ vom 12. Dezember 2022); 

b) die Eltern bei der Umsetzung der Betreuungsregelung zu unterstüt-
zen, Ansprechperson für die Einrichtung bzw. die Fachperson zu 
sein, welche die Begleitung der Besuche übernimmt; 

c) die Interessen der Betroffenen bei der Ausübung des Kontaktrechts 
mit dem Vater zu vertreten und die Ausübung der begleiteten Kon-
takte zu überwachen; 

d) im Konfliktfall mit den Parteien und unter Abwägung des Kindes-
wohls die konkreten Modalitäten zur Umsetzung des Kontaktrechts 
verbindlich festzulegen oder nötigenfalls das Kontaktrecht auszu-
setzen; 

 - 3 - 

 

 

e) die Einhaltung der Weisung (Ziffer 3 des Entscheids des Kantons-
gerichts Q._____ vom 13. Oktober 2021 resp. Dispositiv-Ziffer 2.1. 
hievor) zu überwachen; 

f) die Einhaltung der Weisung (Ziffer 4 des Entscheids des Kantons-
gerichts Q._____ vom 13. Oktober 2021 resp. Dispositiv-Ziffer 2.2. 
hievor) zu überwachen; 

g) bei positiven Therapieverläufen gemäss Therapieberichten und un-
ter Rücksprache mit den Therapeuten eine angepasste Kontaktre-
gelung zwischen B._____ und dem Vater zu prüfen und festzule-
gen und wenn nötig, der KESB zur Genehmigung vorzulegen; 

h) sämtlichen an der Betreuung und Förderung der Betroffenen Betei-
ligten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen (insbesondere 
Parteien, Begleitpersonen, Kinderpsychologe/-psychiater, Thera-
peuten der Parteien). 

 
5. 
Die neue Beiständin wird beauftragt: 
- die Aufgaben im Rahmen von Dispositiv-Ziff. 4 hiervor wahrzuneh-

men;  
- nötigenfalls unverzüglich Antrag auf Anpassung der behördlichen 

Massnahmen an veränderte Verhältnisse oder auf Aufhebung der 
Beistandschaft zu stellen; 

- den ersten ordentlichen Bericht für die Periode bis 30. April 2027 
bis spätestens am 31. Juli 2027 dem Familiengericht Baden einzu-
reichen. 

 
6. 
Die bisherige Beistandsperson […] wird ersucht, die für die Mandats-
führung notwendigen Akten der neuen Beiständin einzureichen. 

 
 [7.-9. Kostenregelung]" 
 

2. 

2.1. 

Gegen diesen ihm in begründeter Ausfertigung am 30. August 2025 zuge-

stellten Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit 

Eingabe datiert am 28. September 2025 (Postaufgabe: 29. September 

2025) Beschwerde mit den Anträgen: 

 

" Die Obhut der Kinder C._____ und B._____ soll umgehend dem Vater 
übertragen werden! 

 
Damit liegt die Zuständigkeit der KESB und Beistandschaft in einem 
anderen Kanton. 
 
Diese Ausgangslage und der neutrale Neubeginn sind für alle Betei-
ligten zum Vorteil, um das Wohlergehen der Kinder und deren Eltern 
zu gewährleisten! 
Es sollte im Interesse aller beteiligten sein, diesen Konflikt seit 5 Jah-
ren Verweigerung aufzuarbeiten, zum Wohle der Kinder! 
 
Die Eltern sollen gemeinsam in die Therapie gehen und den Konflikt 
gemeinsam aufarbeiten. 
 

 - 4 - 

 

 

Die Kinder sollen alleine in Therapie gehen, um ihre Traumata aufzu-
arbeiten. 
 
Die Kinder sollen gemeinsam mit dem Vater und, sobald möglich, 
auch mit der Mutter in Therapie gehen. 
 
Die Mutter soll die Therapie alleine besuchen unter Auflagen, damit 
sie diese nicht weiter verweigern kann. 
 
Es soll ein neues Gutachten erstellt werden von einer neutralen Or-
ganisation." 
 

2.2. 

Mit Datum vom 15. Oktober 2025 (Postaufgabe: 16. Oktober 2025) reichte 

der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe ein. 

 
 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz zieht in Erwä-

gung: 

 

1. 

Zuständig für Beschwerdeverfahren gegen Entscheide der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde wie das vorliegende ist die Kammer für Kindes- 

und Erwachsenenschutz des Obergerichts des Kantons Aargau als einzige 

Beschwerdeinstanz (Art. 314 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB, § 41 

EG ZGB und § 10 Abs. 1 lit. c EG ZPO sowie § 10 Abs. 1 der Geschäfts-

ordnung des Obergerichts des Kantons Aargau vom 21. November 2012 

[GKA 155.200.3.101] i.V.m. deren Anhang 1 Ziff. 5 Abs. 7 lit. b).   

 

2. 

2.1. 

Mit dem angefochtenen Entscheid übernahm das Familiengericht Baden 

als Kindesschutzbehörde infolge des Umzugs der Mutter mit den Kindern 

in sein Zuständigkeitsgebiet die bestehenden Kindesschutzmassnahmen 

von der KESB H._____. Der angefochtene Entscheid hat einzig diese Über-

nahme, nicht aber eine Abänderung der Massnahmen zum Gegenstand 

(vgl. angefochtener Entscheid E. 2.3). 

 

2.2. 

Der Beschwerdeführer beantragt mit der Beschwerde die Übertragung der 

Obhut an ihn selber, womit die Zuständigkeit des Familiengerichts Baden 

entfalle. Im Übrigen verlangt er die Anpassung der Kindesschutzmassnah-

men, namentlich der Weisungen an die Eltern bezüglich Therapie. 

 

2.3. 

Die Kinder sind mit Eheschutzurteil des Kantonsgerichts Q._____ vom 

13. Oktober 2021 (Akten KEZW.2023.90, act. 145 ff.) der Obhut der Mutter 

zugewiesen worden. Zur Abänderung dieser Obhutsregelung auf 

 - 5 - 

 

 

einseitigen Antrag eines Elternteils ist das Gericht, nicht die Kindesschutz-

behörde zuständig (Art. 315b Abs. 1 Ziff. 3 i.V.m. Art. 134 Abs. 3 ZGB). Erst 

nach einer solchen gerichtlichen Abänderung würde sich die Frage eines 

Zuständigkeitswechsels für die Kindesschutzmassnahmen erneut stellen. 

 

2.4. 

Betreffend die Kindesschutzmassnahmen ist darauf hinzuweisen, dass das 

Familiengericht Baden deren Abänderung in separaten Verfahren 

(KEMN.2025.1447/1448), prüft (vgl. angefochtener Entscheid E. 2.3 und 

Eingabe vom 15. Juni 2025 im Verfahren KEMN.2025.1448). Der Be-

schwerdeführer hat seine diesbezüglichen Anliegen in jenen Verfahren vor-

zubringen. Da die Abänderung der Massnahmen nicht Verfahrensgegen-

stand des angefochtenen Entscheids gewesen ist, kann sie auch im Be-

schwerdeverfahren nicht geprüft werden.  

 

2.5. 

Im Ergebnis kann auf die Beschwerdeanträge nicht eingetreten werden, da 

sie nicht den Verfahrensgegenstand des angefochtenen Entscheids betref-

fen. 

 

3. 

3.1. 

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens gestützt auf § 38 Abs. 3 EG ZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZGB dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

3.2. 

Eine Beschwerdeantwort wurde nicht eingeholt, weshalb der Mutter keine 

Parteikosten entstanden sind und ihr keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen ist.  

 

  

 - 6 - 

 

 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entscheidet: 

 

1. 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.