# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fb349a2-831b-5e4a-98f7-c5fcffd09f55
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-01-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.01.2022 E-295/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-295-2022_2022-01-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-295/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J a n u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch,  

Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener;    

 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Iran,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 30. Dezember 2021 / N (…). 

 

 

E-295/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 11. Oktober 2021 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Dezember 2021 – eröffnet am  

3. Januar 2022 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG  

(SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Italien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Januar 2022 beim SEM 

(Eingang SEM: 7. Januar 2022) zum einen eine – nicht unterschriebene – 

Formularbeschwerde mit den Rechtsbegehren einreichte,  

dass zum andern auf separatem Schreiben die Begründung mit Unter-

schrift zu finden ist,   

dass der Formularbeschwerde folgende vorgedruckte Begehren zu ent-

nehmen sind: 

1. Die Verfügung des SEM sei aufzuheben, 

2. Die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei Asyl zu 

gewähren, 

3. Es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, 

unzumutbar und unmöglich ist; die vorläufige Aufnahme sei anzu-

ordnen, 

4. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ein amtlicher 

Rechtsbeistand einzusetzen, 

5. Eventuell sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. 

 

E-295/2022 

Seite 3 

dass das SEM diese Eingabe am 21. Januar 2022 per elektronische Post 

dem Bundesverwaltungsgericht weiterleitete,  

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am  

21. Januar 2022 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109  

Abs. 3 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gleichentags den Vollzug der Über-

stellung gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aussetzte.  

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

E-295/2022 

Seite 4 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-

sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 

Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 

E. 2.2, je m.w.H.), 

dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-

währung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochtenen 

Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfah-

rens bilden, weshalb auf den entsprechenden Beschwerdeantrag 2 nicht 

einzutreten ist,  

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG),  

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-

rodac"-Datenbank vom 13. Oktober 2021 ergab, dass diesem am 24. Sep-

tember 2021 in Italien Fingerabdrücke entnommen wurden, ohne dass er 

ein Asylgesuch eingereicht hätte,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der in diesem Fall (noch kein Asylantrag in 

Italien) nach den Kriterien des Kapitels III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) in der 

dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskri-

terien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass sich Asylsuchende in Beschwerdeverfahren gegen Überstellungsent-

scheidungen auf die richtige Anwendung sämtlicher objektiver Zuständig-

keitskriterien der Dublin-III-VO berufen können (vgl. BVGE 2017 VI/9 E. 5 

[insb. E. 5.3.2] m.w.H.), 

E-295/2022 

Seite 5 

dass der Beschwerdeführer anlässlich des persönlichen Gesprächs ge-

mäss Art. 5 Dublin-III-VO vom 22. Oktober 2021 ausführte, dass er nicht 

nach Italien zurückkehren wolle, weil er mit seiner Nichte, seiner Schwä-

gerin und deren vier Töchter Verwandte in der Schweiz habe, ohne die er 

sich verloren fühlen würde,  

dass er überdies aufgrund des im Heimatland Erlebten psychisch stark an-

geschlagen sei, wobei er in der Schweiz noch nicht mit einem Arzt gespro-

chen habe,  

dass das SEM die italienischen Behörden am 22. Oktober 2021 um Auf-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO er-

suchte, 

dass diese das Übernahmeersuchen innert der in Art. 22 Abs. 1 [und 6] 

Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet liessen, womit sie ihre Zu-

ständigkeit für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 

implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO),  

dass die grundsätzliche Zuständigkeit von Italien somit gegeben ist, was in 

der Beschwerde auch nicht bestritten wird, auch wenn vom Beschwerde-

führer angeführt wird, Italien sei nie sein Zielland gewesen,  

dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden aber kein Recht einräumt, 

den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 

E. 8.3),  

dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in Italien weise – trotz punktueller 

Schwachstellen – systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf (vgl. Referenzurteile F-6330/2020 vom    

18. Oktober 2021 E. 9.2 sowie E- 962/2019 vom 17. Dezember 2019 

E. 6.3, vgl. auch Urteil D-2846/2020 vom 16. Juli 2020 E. 6.1), 

dass der Wunsch des Beschwerdeführers, in der Schweiz leben zu wollen 

um in der Nähe, seiner [Verwandten] zu sein, zwar nachvollziehbar aber 

nicht zuständigkeitsbegründend ist, weil es sich bei diesen nicht um Fami-

lienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO i.V.m. Art. 9 Dublin-

III-VO handelt, 

E-295/2022 

Seite 6 

dass sodann aus den Akten auch kein Abhängigkeitsverhältnis ersichtlich 

ist, welches einer Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien entge-

genstehen würde,  

dass er zwar im Oktober 2021 angab, wegen des im Heimatland Erlebten 

psychisch stark angeschlagen zu sein, aber bis heute keinen Arztbericht 

eingereicht hat und auch der Beschwerde keine derartigen Gesundheits-

probleme mehr zu entnehmen sind, weshalb auch in diesem Zusammen-

hang kein Abhängigkeitsverhältnis zu erkennen ist,  

dass weder ersichtlich ist noch vorgetragen wird, weshalb es dem Be-

schwerdeführer nach Überstellung nach Italien nicht möglich sein sollte, 

mit seinen in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Verwandten in Kontakt 

zu bleiben, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, er habe in Italien ent-

würdigende Behandlungen erlebt und beobachtet  implizit die Anwendung 

von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,  

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom  

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge  

(FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

E-295/2022 

Seite 7 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen 

und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln 

der erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missach-

ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben 

oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist 

oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land ge-

zwungen zu werden, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass nach dem Gesagten kein Grund für die Ausübung des Selbsteintritts-

rechts gemäss Art. 17 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 be-

steht,  

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-  

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass schliesslich der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen ist, dass 

allfällige Verzögerungen bei der Überstellung nach Italien aufgrund der 

herrschenden Situation im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie 

– gemäss aktuellem Kenntnisstand – lediglich temporäre Vollzugshinder-

nisse darstellen und am Ausgang des vorliegenden Verfahrens nichts zu 

ändern vermögen (vgl. Urteil des BVGer D-139/2020 vom 19. Juni 2020 

E. 9.6 m.w.H.), 

E-295/2022 

Seite 8 

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf 

einzutreten ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung so-

wie auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegen-

standslos erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 

102m Abs. 1 Bst. a und Abs. 4 AsylG nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-295/2022 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.-- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener 

 

 

Versand: