# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f270e7d5-fe11-540c-9bdd-04045c75bca6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.06.2017 100 2016 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-9_2017-06-21.pdf

## Full Text

100.2016.9/10U
HAT/SPA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 21. Juni 2017

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Spring

A.________ und B.________
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern 
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2010 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
15. Dezember 2015; 100 14 69, 200 14 66)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.06.2017, Nrn. 100.2016.9/10U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ waren im Jahr 2010 beide Gesellschafter der 
C.________ GmbH. Deren Geschäftsabschluss 2010 wies unter den 
Forderungen (Gesellschafterkontokorrent) ein Guthaben gegenüber 
A.________ von Fr. 73'068.75 aus. Mit rechtskräftigen 
Veranlagungsverfügungen rechnete die Steuerverwaltung des Kantons 
Bern der C.________ GmbH diesen Saldo als simuliertes Darlehen und 
damit als verdeckte Gewinnausschüttung auf. In der Folge erliess die 
Steuerverwaltung am 11. September 2013 Veranlagungsverfügungen, in 
welchen sie beim Einkommen von A.________ und B.________ – 
entsprechend der bei der C.________ GmbH vorgenommenen Auf-
rechnung – einen geldwerten Vorteil aus Beteiligung in der Höhe von 
Fr. 73'069.-- berücksichtigte. So resultierte bei den Kantons- und Gemein-
desteuern 2010 ein steuerbares Einkommen von Fr. 133'154.-- sowie bei 
der direkten Bundessteuer 2010 ein solches von Fr. 109'186.--. Die von 
A.________ und B.________ hiergegen erhobenen Einsprachen wies die 
Steuerverwaltung mit Einspracheentscheiden vom 6. Februar 2014 ab.

B.

Dagegen gelangten A.________ und B.________ am 11. Februar 2014 mit 
Rekurs und Beschwerde an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
(StRK). Diese wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 15. Dezember 
2015 ab und wies die Akten zur Vornahme einer Anpassung ohne Aus-
wirkung auf den geschuldeten Steuerbetrag an die Steuerverwaltung zu-
rück.

C.

Am 6. Januar 2016 bzw. mit Eingabe vom 20. Januar 2016 haben 
A.________ und B.________ sowohl bezüglich der Kantons- und 

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Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 2010 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sinngemäss beantragen sie die 
Aufhebung der angefochtenen Entscheide und die Reduktion der 
Aufrechnung beim steuerbaren Einkommen von Fr. 73'068.-- auf 
Fr. 28'537.--. 

Am 8. Januar 2016 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend 
Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung und 
Beschwerdeantwort vom 4. Februar bzw. 7. April 2016 je auf Abweisung 
der Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Bei den angefochte-
nen Rückweisungsentscheiden handelt es sich um Endentscheide, ver-
bleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; die 
Rückweisung dient nur zur rechnerischen Umsetzung einer geringen 
betragsmässigen Korrektur, welche keine Minderung der Steuerbelastung 
zur Folge hat (vgl. statt vieler BGE 140 V 321 E. 3.2, 134 II 124 E. 1.3; für 
das kantonale Verfahren auch BVR 2012 S. 558 [VGE 2011/324 vom 
16.5.2012] nicht publ. E. 1.2). Die zusätzlichen Voraussetzungen von 
Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die Anfechtung von 
Zwischenentscheiden müssen daher nicht erfüllt sein. Die Beschwerde-

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führenden haben am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren 
teilgenommen, sind durch die angefochtenen Entscheide besonders be-
rührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Zwar enthält die Beschwerde-
schrift vom 6. Januar 2016 weder einen Antrag noch eine rechtsgenügliche 
Begründung. Die Beschwerdeführenden haben noch vor Ablauf der 
Rechtsmittelfrist am 20. Januar 2016 eine verbesserte Eingabe eingereicht, 
die den gesetzlichen Formerfordernissen (vgl. Art. 81 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 
VRPG) genügt. Die Beschwerden sind mithin form- und fristgerecht ein-
gereicht worden; auf sie ist einzutreten. 

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das 
Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in ge-
trennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in 
ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmun-
gen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, 
rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich 
kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Die Gutheissung der Beschwerden würde je zu einer Steuer-
ersparnis von weniger als Fr. 20'000.-- führen, weshalb die Beurteilung in 
die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

2.1 Der Besteuerung als Einkommen unterliegen insbesondere die Ein-
künfte aus beweglichem Vermögen (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StG 
bzw. Art. 16 Abs. 1 i.V.m Art. 20 Abs. 1 DBG). Als solche gelten u.a. Divi-
denden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse sowie geldwerte Vorteile 

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aus Beteiligungen aller Art (Art. 24 Abs. 1 Bst. c StG; Art. 20 Abs. 1 Bst. c 
DBG). Zu den Letzteren zählen auch die sogenannten verdeckten Gewinn-
ausschüttungen. Es handelt sich dabei um Leistungen einer Gesellschaft 
an die Inhaberschaft von Beteiligungsrechten oder dieser nahestehende 
Personen, denen keine oder keine genügende Gegenleistung gegenüber-
steht und die einer an der Gesellschaft nicht beteiligten Drittperson nicht 
oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wären 
(BGE 140 II 88 E. 4.1, 138 II 57 E. 2.2; VGE 2015/131/132 vom 24.9.2015 
E. 3.5.1; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, Art. 20 
N. 120 ff., derselbe, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Art. 58 N. 96 ff., 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, 
Art. 20 N. 140 ff., Reich/Weidmann, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 20 DBG N. 46 ff.). 
Der Grund solcher Vorteilszuwendungen liegt nicht in der Geschäftstätig-
keit der Gesellschaft, sondern im Beteiligungsverhältnis. Mit der Aus-
richtung von geldwerten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschäft-
lichen Verpflichtungen nach, sondern verwendet Gewinn im Interesse der 
Inhaberschaft von Beteiligungsrechten (vgl. Markus Reich, Verdeckte Vor-
teilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, in ASA 54 
S. 609 ff., 621 f.). Ob eine Leistung der Gesellschaft an die Anteilsinhaber-
schaft gerade aufgrund von deren Stellung erfolgt ist und einer Drittperson 
nicht erbracht worden wäre, sodass es sich um eine steuerbare Zu-
wendung handelt, beurteilt sich anhand eines Drittvergleichs (sog. Grund-
satz des «dealing at arm's length»). Dabei ist unter Beachtung der kon-
kreten Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob das Geschäft in gleicher 
Weise mit einer Drittperson abgeschlossen worden wäre, die mit der 
Gesellschaft nicht verbunden ist (vgl. BGE 138 II 57 E. 2.2; Peter Locher, 
a.a.O., Art. 58 N. 103; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 20 
N. 142, Reich/Weidmann, a.a.O., Art. 20 DBG N. 47 und 50). 

2.2 Das Darlehen einer Kapitalgesellschaft an ihre Anteilsinhaberschaft 
stellt eine geldwerte Leistung dar, wenn die Gesellschaft das Darlehen nur 
deshalb überhaupt gewährt oder es bloss darum in einer bestimmten Höhe 
und zu den konkreten Bedingungen zugesteht, weil die darlehensnehmen-
den Personen an ihr beteiligt sind. Ob und in welchem Umfang ein Dar-
lehen an die Inhaberschaft von Beteiligungsrechten als geldwerte Leistung 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/73ebaefe-08e5-4516-9cd7-997a0a1c5049?citationId=7c3caa97-f3b4-4fb1-9085-fbc8aa8993f1&source=document-link&SP=4|lgpkrz
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/73ebaefe-08e5-4516-9cd7-997a0a1c5049?citationId=7c3caa97-f3b4-4fb1-9085-fbc8aa8993f1&source=document-link&SP=4|lgpkrz

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zu betrachten ist, bestimmt sich ebenfalls aufgrund eines Drittvergleichs: 
Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn und soweit das zu beurteilende 
Darlehen einer unabhängigen Drittperson nicht gewährt worden wäre 
(BGE 138 II 57 E. 3 f.). Das Bundesgericht hat Kriterien entwickelt, bei 
deren Vorliegen ein Darlehen als geldwerte Leistung zu qualifizieren ist. 
Das ist u.a. dann der Fall, wenn das gewährte Darlehen durch den Gesell-
schaftszweck nicht abgedeckt oder im Rahmen der gesamten Bilanz-
struktur ungewöhnlich ist (d.h. wenn das Darlehen durch die vorhandenen 
Mittel der Gesellschaft nicht abgedeckt werden kann oder es im Vergleich 
zu den übrigen Aktiven übermässig hoch erscheint und dann ein sog. 
Klumpenrisiko verursacht), weiter bei fehlender Bonität der Schuldnerin 
bzw. des Schuldners oder dann, wenn keine Sicherheiten und keine Rück-
zahlungsverpflichtungen bestehen, die Darlehenszinsen nicht bezahlt, son-
dern dem Darlehenskonto laufend belastet werden und schriftliche Ver-
einbarungen fehlen (BGE 138 II 57 E. 3.2; BGer 2C_252/2014 und 
2C_257/2014 vom 12.2.2016 E. 2.2; Peter Locher, a.a.O., Art. 58 N. 114, 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 20 N. 145 sowie Art. 58 N. 120, 
Reich/Weidmann, a.a.O., Art. 20 DBG N. 51). 

2.3 Als Sonderfall einer geldwerten Leistung gilt ein simuliertes Dar-
lehen. Ein solches liegt vor, wenn die äussere Form des Darlehens nur 
simuliert, d.h. bloss zum Schein gewählt oder gewahrt wird und aufgrund 
des besonderen Verhältnisses unter Nahestehenden mit der Rückzahlung 
des Darlehens nicht (mehr) ernstlich gerechnet werden kann 
(BGE 138 II 57 E. 5 f.; BGer 2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 
12.2.2016 E. 2.4). Beim fehlenden Willen zur Rückzahlung handelt es sich 
um ein subjektives Element, auf das nur aufgrund äusserer Umstände ge-
schlossen werden kann. Es stellt eine steuerbegründende Tatsache dar, 
weshalb die Beweislast insofern bei der Steuerbehörde liegt (BGE 138 II 57 
E. 7.1). 

3.

Mit Vertrag vom 31. Dezember 2010 gewährte die C.________ GmbH dem 
Beschwerdeführer ein ungesichertes Darlehen in der Höhe von 

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Fr. 73'068.75, verzinslich zu 2,5 % pro Jahr. Für die Rückzahlung wurde 
ein Zeitraum von «maximal 5 Jahren» vereinbart, wobei ein «zusätzliches 
Salär per Jahresende […] zur Tilgung des Darlehens» dienen sollte 
(Vorakten Steuerverwaltung [act. 6B] pag. 51-47). Der Darlehensbetrag von 
Fr. 73'068.75 entsprach exakt dem Saldo des Kontokorrents A.________ 
(nachfolgend Kontokorrent) per 31. Dezember 2010 (Bilanz der 
C.________ GmbH, Vorakten StRK [act. 6A] pag. 40). In den Jahren 2011 
und 2012 stieg der Negativsaldo des Kontokorrents bis auf Fr. 126'025.16 
an (act. 6B pag. 54-52). Erst im Lauf des Jahres 2015 verringerte er sich 
von anfänglich Fr. 100'486.78 auf Fr. 6'616.78 (Kontoblatt 2015, in 
Beschwerdebeilagen [act. 1C]). 

3.1 Die StRK ist in den angefochtenen Entscheiden zum Schluss ge-
langt, dass den Beschwerdeführenden im Steuerjahr 2010 weniger als 
Fr. 20'000.-- als liquide Mittel zur Verfügung standen (vgl. angefochtene 
Entscheide E. 9.1.1). Damit sei eine Rückzahlung des Darlehens nicht 
möglich gewesen. Die weitere Entwicklung der Schuld bestätige dies: Der 
Saldo des Kontokorrents habe bis Ende 2011 um über Fr. 14'000.-- (exkl. 
Zinsen) zugenommen; die im Darlehensvertrag vereinbarte Amortisation 
sei nicht erfolgt. Gleiches gelte für das Jahr 2012, in dem sich der Saldo 
des Kontokorrents auf minus Fr. 126'025.16 erhöht habe. Die 2011 und 
2012 getätigten Bezüge seien erneut dem Bereich der privaten Lebens-
haltung zuzuordnen, was auf einen fehlenden Rückzahlungswillen schlies-
sen lasse. Minime Gutschriften auf dem Konto würden daran nichts ändern. 
Das Ausmass der privaten Bezüge des Beschwerdeführers lasse sich nicht 
mit dem Zweck und den Interessen der C.________ GmbH vereinbaren. 
Weder aus den Vermögenswerten der Beschwerdeführenden noch aus 
dem Darlehensvertrag vom 31. Dezember 2010 würden sich genügend 
Sicherheiten ergeben (vgl. angefochtene Entscheide E. 9.1.2). 

3.2 Diese vorinstanzlichen Erwägungen überzeugen und bedürfen auch 
im Hinblick darauf, dass das Vorliegen eines simulierten Darlehens von den 
Beschwerdeführenden vor dem Verwaltungsgericht im Grundsatz nicht 
mehr bestritten wird (vgl. Eingabe vom 20.1.2016, act. 3), keiner Ergän-
zung mehr. Strittig bleibt einzig noch die Höhe des im Jahr 2010 auf-
zurechnenden Einkommens (siehe dazu E. 4 hiernach). Immerhin sei aber 

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noch auf Folgendes hingewiesen: Aus dem Umstand, dass sich der Saldo 
des Kontokorrents per 31. Dezember 2015 bis auf Fr. 6'616.78 verringert 
hat, kann nicht geschlossen werden, dass das Darlehen nicht simuliert war. 
Aus dem Kontoblatt des Kontokorrents fürs Jahr 2015 ergibt sich, dass der 
Saldo noch am 1. Januar 2015 Fr. 100'486.78 betrug (Beschwerde-
beilagen, act. 1C). Erst im Verlauf des Jahres verringerte er sich, wobei 
jedoch anhand des eingereichten Kontoblatts nicht erstellt ist, dass die Ver-
ringerung tatsächlich auf Zahlungen des Beschwerdeführers zurückzu-
führen ist. So fällt auf, dass die grössten Gutschriften mit der Bezeichnung 
«Kreditoren Zahlungen» bzw. «Kreditoren Rechnung» verbucht wurden. 
Die Rückzahlung erfolgte damit nicht mit liquiden Mitteln (vgl. auch Be-
schwerdevernehmlassung Ziff. 3). Weiter gilt es zu berücksichtigen, dass 
die Veranlagungsverfügungen 2010 vom 11. September 2013 datieren und 
die Einspracheentscheide am 6. Februar 2014 erlassen wurden (vgl. vorne 
Bst. A). Zum Zeitpunkt der ersten (gewichtigen) Verringerungen des Konto-
korrents Anfang 2015 wussten die Beschwerdeführenden bereits ein-
gehend um die Problematik der Darlehenssimulation. Unter diesen Um-
ständen muss davon ausgegangen werden, dass eine allfällige teilweise 
Rückzahlung des Darlehens nur in der Hoffnung geleistet wurde, die 
Steuerfolgen noch abwenden zu können (vgl. BGer 2C_252/2014 und 
2C_257/2014 vom 12.2.2016 E. 5.4). Die im Jahr 2015 erfolgte Ver-
änderung des Saldos des Kontokorrents kann dementsprechend nicht als 
Indiz dafür gewertet werden, dass das im Jahr 2010 gewährte Darlehen 
nicht simuliert wurde. 

4.

Strittig und zu prüfen ist die Höhe des aufzurechnenden Einkommens-
betrags, der sich aus dem simulierten Darlehen ergibt. 

4.1 Während die StRK den Betrag von Fr. 72'239.-- als massgebend 
erachtete (Fr. 73'068.75 abzüglich Fr. 830.--, die als Zinsbelastung nicht zu 
berücksichtigen seien, vgl. angefochtene Entscheide E. 9.1.4), bringen die 
Beschwerdeführenden vor, der Saldo des Kontokorrents sei im Jahr 2010 

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um Fr. 28'537.-- gestiegen, weshalb bloss dieser Betrag als zusätzliches 
Einkommen zu berücksichtigen sei. 

4.2 Es ist erstellt und unbestritten, dass der Negativsaldo des Konto-
korrents per 31. Dezember 2010 Fr. 73'068.75 betrug. Die Beschwerde-
führenden machen aber geltend, am Jahresanfang habe der Saldo bereits 
Fr. 44'531.10 betragen, sodass die Differenz zum Jahresende bloss 
Fr. 28'537.65 ausmache (vgl. Eingabe der Beschwerdeführenden vom 
20.1.2016, act. 3). Gemäss der Bilanz der C.________ GmbH betrug der 
Saldo des Kontokorrents per 31. Dezember 2009 jedoch Fr. 10'617.20 
(act. 6A pag. 40). Dieser Betrag entspricht den von den 
Beschwerdeführenden in ihrer Steuererklärung 2009 deklarierten Schulden 
gegenüber der C.________ GmbH (act. 6B pag. 8). Betrug der Saldo am 
31. Dezember 2009 Fr. 10'617.20 ist nicht ersichtlich, wie er am 1. Januar 
2010 Fr. 44'531.10 ausmachen könnte. Die Beschwerdeführenden stützen 
ihre Behauptung auf das Kontoblatt des Kontokorrents für das 
Geschäftsjahr 2010. Dort findet sich tatsächlich als erster Eintrag ein 
Saldovortrag von Fr. 44'531.10, wobei dieser Ausgangswert undatiert ist. 
Angesichts der übrigen Einträge scheint das fragliche Kontoblatt zudem 
einzig die Zeitspanne vom 17. April 2010 bis zum 31. Dezember 2010 
abzudecken (vgl. act. 6B pag. 55). Bei diesen Gegebenheiten ist ohne 
weiteres auf den Wert gemäss Bilanz der C.________ GmbH und 
Selbstdeklaration der Beschwerdeführenden abzustellen und entgegen 
deren Behauptungen von einem Saldovortrag des Kontokorrents per 
1. Januar 2010 von Fr. 10'617.20 auszugehen. Damit ist dieser von Anfang 
bis Ende 2010 um Fr. 62'451.55 und nicht nur um Fr. 28'537.65 
angestiegen.

4.3 Einkommen gilt in der Bemessungsperiode grundsätzlich dann als 
realisiert, wenn einer steuerpflichtige Person Leistungen zufliessen oder 
wenn sie einen festen Rechtsanspruch erwirbt, über den sie tatsächlich 
verfügen kann (BGer 2C_692/2013 und 2C_693/2013 vom 24.3.2014, in 
StR 2014 S. 531 E. 4.2, 2C_941/2012 und 2C_942/2012 vom 9.11.2013, in 
StR 2014 S. 207 E. 2.5; Blumenstein/Locher, System des schweizerischen 
Steuerrechts, 7. Aufl. 2016, S. 323). Allerdings kann bei geldwerten 
Leistungen einer Gesellschaft an die Anteilsinhaber der Zeitpunkt des Ent-

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zugs von Gesellschaftsmitteln in der Regel nicht nach diesen Kriterien 
bestimmt werden. Es ist daher auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die 
Anteilsinhaber den eindeutigen Willen äusseren, der Gesellschaft die Mittel 
zu entziehen bzw. in dem diese Absicht für die Behörden erkennbar wird 
(vgl. BGE 138 II 57 E. 5.2.3; BGer 13.12.1996, in ASA 66 S. 554 E. 5d 
S. 561 f., 18.5.1979, in ASA 49 S. 61 E. 4b S. 66 f.). Aufgrund des sowohl 
absolut als auch im Verhältnis zu den eigenen Mitteln der Beschwerde-
führenden nicht unverhältnismässig hohen Saldos des Kontokorrents von 
Fr. 10'617.20 durfte die StRK per 31. Dezember 2009 davon ausgehen, 
dass noch kein simuliertes Darlehen vorlag (vgl. BGer 2C_461/2008 vom 
23.12.2008, in StR 2009 S. 308 E. 3.1). Erst durch den Anstieg des Nega-
tivsaldos auf Fr. 73'068.75 per 31. Dezember 2010 sowie durch das Ver-
halten der Beschwerdeführenden in den Folgejahren verdichteten sich die 
Indizien soweit, dass ein nachträglich – in seiner Gesamtheit – simuliertes 
Darlehen erstellt war. Wie die StRK richtig ausführt, bezieht sich die man-
gelnde Rückzahlungsfähigkeit und der fehlende Rückzahlungswille auf den 
Gesamtbetrag des Kontokorrents per 31. Dezember 2010 und nicht nur auf 
die im Jahr 2010 angefallene Zunahme von Fr. 62'451.55 (Beschwerde-
vernehmlassung Ziff. 1). Bei der Erhöhung des Negativsaldos des bereits 
länger geführten Kontokorrents im Jahr 2010 handelte es sich um die Ab-
änderung eines bestehenden Rechtsverhältnisses und nicht um die Ge-
währung eines zusätzlichen Darlehens. Dies ergibt sich auch aus dem 
Vertrag vom 31. Dezember 2010, welcher das Darlehen mit Fr. 73'068.75 
genau auf den Saldo des Kontokorrents in diesem Zeitpunkt beziffert 
(vorne E. 3). Bei der Änderung bestehender Rechtsverhältnisse bezieht 
sich die Simulation auf die ganze bisherige Forderung, während sich bei 
einem zusätzlichen eigenständigen Darlehen die Simulation auf den sich 
aus dem neuen Rechtsverhältnis ergebenden Umfang innerhalb der Be-
messungsperiode beschränkt. Auch aus diesem Grund ist mit der Vor-
instanz der gesamte Darlehensbetrag per 31. Dezember 2010 (abzüglich 
der Fr. 830.-- Schuldzinsen) als simuliert zu betrachten (vgl. Reto 
Heuberger, Die verdeckte Gewinnausschüttung aus Sicht des Aktienrechts 
und des Gewinnsteuerrechts, Diss. Bern 2001, S. 293, Louis Bochud, Dar-
lehen an Aktionäre, Diss. Bern 1991, S. 319).

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4.4 Die durch die Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung beim steuer-
pflichtigen Einkommen der Beschwerdeführenden von Fr. 72'239.-- ist 
somit in ihrer Höhe nicht zu beanstanden. – Daran ändern die weiteren 
Einwände der Beschwerdeführenden nichts: Zunächst war die Vorinstanz 
nicht gehalten, vor dem Erlass der angefochtenen Entscheide weitere und 
aktuellere Unterlagen einzuholen. Aufgrund der verfügbaren Akten durfte 
die StRK von einem genügend erstellten Sachverhalt ausgehen. Die StRK 
brauchte deshalb nicht von sich aus weitere Sachverhaltsabklärungen zu 
tätigen. Soweit die Beschwerdeführenden der Meinung waren, der rechts-
erhebliche Sachverhalt habe sich gegenüber dem damaligen Aktenstand 
verändert, wären sie aufgrund der ihnen obliegenden Mitwirkungspflicht 
(Art. 167 StG; Art. 126 DBG; BVR 2011 S. 241 E. 4.1) gehalten gewesen, 
selber mittels neuer Belege aktiv zu werden. Die Beschwerdeführenden 
haben sich zwar am 20. Oktober 2015 telefonisch bei der StRK gemeldet, 
um sich nach der Verfahrensdauer zu erkundigen (vgl. Aktennotiz, act. 6A 
pag. 56), aber darauf verzichtet, die StRK auf angeblich aktuellere Unter-
lagen hinzuweisen. Soweit die Beschwerdeführenden der Auffassung sind, 
wesentliche Umstände seien im vorinstanzlichen Verfahren nicht akten-
kundig gewesen, so haben sie dies vorab ihrer eigenen Nachlässigkeit zu-
zuschreiben. Schliesslich ist nicht weiter auf die Vorbringen der Beschwer-
deführenden einzugehen, soweit diese am Rand beanstanden, dass die 
StRK für die Entscheidfindung eineinhalb Jahre benötigt habe. Falls damit 
eine Rechtsverzögerung gerügt werden soll, besteht an einer Beurteilung 
kein praktisches Rechtsschutzinteresse mehr, nachdem die Vorinstanz ihre 
Entscheide getroffen hat (vgl. VGE 2016/14/15 vom 13.1.2017 E. 1.3, 
2014/24 vom 17.12.2014 E. 2).

5. 

Nach dem Gesagten erweisen sich die Beschwerden als unbegründet und 
sind abzuweisen. Bei diesem Ausgang der Verfahren werden die Be-
schwerdeführenden kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine 
zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.06.2017, Nrn. 100.2016.9/10U, 
Seite 12

Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2010 
wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2010 wird abge-
wiesen. 

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf ei-
ne Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.