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**Case Identifier:** 337ad646-35e0-5031-9f5e-0719a848c2aa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 25.05.2021 ZK1 2021 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK1-2021-57_2021-05-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 25. Mai 2021

Referenz ZK1 21 57

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand Parteientschädigung / Entschädigung der unentgeltlichen
Rechtsvertretung

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Plessur vom 
8. April 2021, mitgeteilt am 20. April 2021 (Proz. Nr. 135-2021-4)

Mitteilung 28. Juni 2021

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 19. Januar 2021, mitgeteilt am 20. Januar 2021 (Proz. 
Nr. 135-2020-40), bewilligte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht 
Plessur das Gesuch von B.________ um unentgeltliche Rechtspflege mit 
Rechtsvertretung durch Rechtsanwältin A._____, für das von C.________ 
angestrengte Verfahren betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen (Proz. 
Nr. 135-2021-4), die im Hauptverfahren betreffend Regelung von Kinderbelangen 
(Proz. Nr. 115-2019-9) erlassen worden waren (Proz. Nr. 135-2019-518).

B. Rechtsanwältin A._____ reichte im vorinstanzlichen Verfahren betreffend 
Abänderung vorsorglicher Massnahmen zwei Honorarnoten ein, datierend vom 
19. Februar 2021 und vom 29. März 2021.

C. Mit Entscheid vom 8. April 2021, mitgeteilt am 20. April 2021, trat der 
Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur nicht auf das Gesuch von 
C.________ betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen ein. Mit Bezug auf 
die Parteientschädigung und die Entschädigung der unentgeltlichen 
Rechtsvertreterin erkannte er wie folgt:

2.b C.________ hat B.________ eine Parteientschädigung von 
CHF 2'928.60 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich 
erweist, wird die Rechtsvertreterin von B.________, Rechtsanwältin 
lic. iur. A._____, zu Lasten des Kantons Graubünden mit 
CHF 2'440.50 (inkl. Spesen und MwSt.) entschädigt. Die 
Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

D. Gegen diesen Entscheid vom 8. April 2021 erhob Rechtsanwältin A._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 29. April 2021 Beschwerde 
mit dem folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei C.________ zu verpflichten B.________ eine 
Parteientschädigung von CHF 3'700.65 (inkl. Barauslagen und MWST) 
zu bezahlen. Bei Uneinbringlichkeit habe der Kanton Graubünden die 
Beschwerdeführerin mit CHF 3'083.90 (inkl. Spesen und MWST) zu 
entschädigen. (Ziff. 2.b des Entscheids)

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zu Lasten des 
Regionalgerichts Plessur.

E. Der mit Verfügung vom 3. Mai 2021 eingeforderte Kostenvorschuss von 
CHF 1'000.00 wurde von der Beschwerdeführerin mit Eingang beim 
Kantonsgericht von Graubünden am 5. Mai 2021 fristgerecht geleistet.

F. Die Akten des Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen (Proz. 
Nr. 135-2020-256) und der damit zusammenhängenden Verfahren betreffend 

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unentgeltliche Rechtspflege (C.________: Proz. Nr. 135-2020-25; B.________: 
Proz. Nr. 135-2020-633) sowie die Akten des Verfahrens betreffend Abänderung 
vorsorglicher Massnahmen (Proz. Nr. 135-2021-4) und der damit 
zusammenhängenden Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege 
(C.________: Proz. Nr. 135-2021-27; B.________: Proz. Nr. 135-2021-40), 
wurden dem Kantonsgericht von Graubünden am 11. Mai 2021 überbracht. 
Gleichentags wurde der Verzicht des Regionalgerichts Plessur auf eine 
Stellungnahme zu der Beschwerde telefonisch bestätigt.

G. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 28. Mai 2021 innert Frist 
eine Kostennote für das vorliegende Beschwerdeverfahren ein.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet der Kostenentscheid des 
Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur vom 8. April 2021. Gegen 
Kostenentscheide kann gemäss Art. 110 in Verbindung mit Art. 319 ff. ZPO 
selbständig Beschwerde erhoben werden. Beschwerdeinstanz ist das 
Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Innerhalb 
des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Beschwerden bei der 
I. Zivilkammer (Art. 6 KGV [BR 173.100]). Da der Streitwert der Beschwerde unter 
CHF 5'000.00 liegt (vgl. act. A.1, I.1), ergeht das Urteil in einzelrichterlicher 
Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO). 

1.2. Entscheide betreffend Erlass und Abänderung vorsorglicher Massnahmen 
für die Dauer eines Verfahrens über den Kindesunterhalt und die weiteren 
Kinderbelange ergehen im summarischen Verfahren (Art. 248 lit. d ZPO). Die 
Beschwerdefrist gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid 
beträgt zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Der Entscheid vom 8. April 2021 wurde 
der Beschwerdeführerin am 21. April 2021 zugestellt (act. B.3). Die dagegen 
erhobene Beschwerde datiert vom 29. April 2021 und wurde gleichentags 
zuhanden des Kantonsgerichts von Graubünden der Post übergeben. Die 
zehntägige Beschwerdefrist ist damit gewahrt.

1.3.1. In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht erkannt, dass der 
unentgeltliche Rechtsvertreter nicht nur für die subsidiäre staatliche 
Entschädigung, sondern auch für die prioritäre Parteikostenersatzforderung ein 
eigenes und persönliches Forderungsrecht hat. Dementsprechend kann eine 
Parteientschädigung direkt dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der obsiegenden 
Partei zugesprochen werden. Ist dies der Fall, muss ihm auch die 

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Beschwerdelegitimation zur Anfechtung der Höhe dieser Forderung zukommen 
(BGer 4A_170/2018 v. 20.6.2018 E. 1.3; 4A_171/2017 v. 26.9.2017 E. 1.1; 
5A_754/2013 v. 4.2.2014 E. 5). Wurde die Parteientschädigung hingegen – wie 
auch vorliegend und nach bündnerischer Praxis nach wie vor üblich – der 
obsiegenden Partei selber (statt ihrem unentgeltlichen Rechtsvertreter) 
zugesprochen, ist allein diese berechtigt, mittels Beschwerde eine Erhöhung der 
Parteientschädigung zu verlangen. Nicht legitimiert ist in einer derartigen 
Konstellation der unentgeltliche Rechtsbeistand, da die entsprechende Forderung 
eben nicht ihm, sondern der von ihm vertretenen Prozesspartei zusteht (Viktor 
Rüegg/Michael Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 3. Aufl., Basel 2017, 
N 3 zu Art. 110 ZPO). Dies gilt jedenfalls dann, wenn bloss die Höhe der 
Parteientschädigung beanstandet wird und nicht zugleich die unterbliebene 
Zusprechung an sich selber gerügt wird (wozu wiederum einzig der unentgeltliche 
Rechtsbeistand legitimiert wäre). Davon zu unterscheiden ist der Streit um die 
Höhe des Honoraranspruchs, der dem unentgeltlichen Rechtsbeistand gegenüber 
dem Staat zusteht (Art. 122 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Dessen Festsetzung 
kann einzig der Rechtsvertreter, nicht aber die verbeiständete Partei anfechten, es 
sei denn, letztere wolle im Hinblick auf ihre Nachzahlungspflicht (Art. 123 ZPO) 
eine übersetzte Entschädigung des Rechtsbeistands rügen (BGer 4D_24/2014 v. 
14.10.2014 E. 4.1; Rüegg/Rüegg, a.a.O., N 8 zu Art. 122 ZPO). 

1.3.2. Vorliegend erhebt die Beschwerdeführerin die Beschwerde ausschliesslich 
in eigenem Namen und fasst nur das Regionalgericht Plessur ins Recht (act. A.1, 
Rubrum und II.4), nicht auch die Gegenpartei als Schuldnerin der 
Parteientschädigung. Dennoch verlangt sie unter Ziffer 1 ihres Rechtsbegehrens 
eine höhere Parteientschädigung für die von ihr vertretenen Partei (act. A. 1, I.1). 
Dazu ist sie nach dem soeben Gesagten mangels Aktivlegitimation nicht 
berechtigt. Auf die Beschwerde ist somit insoweit, als sie sich gegen die 
Festsetzung der Parteientschädigung richtet, nicht einzutreten. Im Übrigen ist die 
Legitimation jedoch gegeben und auf die formgerechte Beschwerde einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerin stellte für das vorinstanzliche Verfahren ein 
Honorar in Rechnung, das auf einem Zeitaufwand von 13.15 h (Kostennote vom 
19. Februar 2021) und 0.75 h (Kostennote vom 29. März 2021) beruht. Diese 
Honorarnoten überprüfte die Vorinstanz im Zuge der Festsetzung der vom 
unterliegenden Prozessgegner zu bezahlenden Parteientschädigung (Art. 95 
Abs. 1 lit. b ZPO) nach Massgabe von Art. 2 der Verordnung über die Bemessung 
des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung 
[HV]; BR 310.250) auf die Notwendigkeit und Angemessenheit des in Rechnung 

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gestellten Zeitaufwandes. Dabei kürzte sie den mit Kostennote vom 19. Februar 
2021 geltend gemachten Zeitaufwand um 2.15 h und lehnte eine zusätzliche 
Berücksichtigung der zweiten Kostennote ab, womit der totale Zeitaufwand von 
13.9 h im Ergebnis um 2.9 h auf 11 h herabgesetzt wurde (act. B.2, 4.2.1.). Den so 
ermittelten gekürzten Zeitaufwand legte die Vorinstanz sodann auch der aus der 
Gerichtskasse zu bezahlenden Entschädigung für die unentgeltliche 
Rechtsvertretung (Art. 122 Abs. 2 ZPO) zugrunde (act. B.2, E. 4.2.2). Die 
Beschwerdeführerin wehrt sich gegen diese Honorarkürzungen.

3.1. Sie rügt u.a. eine sachverhaltswidrige Feststellung des Honorars, da die 
Vorinstanz die zweite Kostennote vom 29. März 2021 schlichtweg vergessen habe 
(act. A.1, 14; RG act. VI.4).

3.2. Die Vorinstanz erwog, dass der mit Kostennote vom 29. März 2021 geltend 
gemachte Aufwand nicht zusätzlich berücksichtigt werde, weil mit der 
Entschädigung von 11 h des in Rechnung gestellten Aufwands (bereits) sämtliche 
als notwendig und verhältnismässig erachteten Aufwendungen entschädigt seien 
(act. B.2, E. 4.2.1). Somit wurde die zweite Honorarnote von der Vorinstanz nicht 
vergessen, sondern bewusst vom zu entschädigenden Zeitaufwand 
ausgeklammert. Die vorinstanzliche Beurteilung des Aufwandes als nicht für die 
Interessenwahrung erforderlich ist ferner nicht zu beanstanden, da dieser für 
Anliegen der Klientin ohne direkten Zusammenhang mit dem 
Abänderungsbegehren angefallen ist (Anruf betreffend Einstellung der 
Unterhaltszahlungen durch den Gesuchsteller im Abänderungsverfahren und 
betreffend Erhalt von Mahnungen für Krankenkassenbeiträge der Tochter). 
Entschädigungspflichtig sind jedoch nur jene Bemühungen, die in einem kausalen 
Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte im Verfahren stehen und geeignet 
sind, die prozessuale Situation des Klienten unmittelbar und substantiell zu 
verbessern (BGer 5A_209/2016 v.12.5.2016 E. 2.1 und 3.3.2; BGE 141 I 124 
E. 3.1). Die vorliegenden Beratungsdienstleistungen betreffen hingegen die 
Vollstreckung der Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners und sind daher nicht über 
die für das vorliegende Verfahren gewährte unentgeltliche Rechtspflege zu 
entschädigen. Der Vorwurf der (offensichtlich) unrichtigen Sachverhaltsfeststellung 
ist somit unbegründet.

4.1. Die Beschwerdeführerin stellte mit Kostennote vom 19. Februar 2021 für 
das siebenseitige Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einen Aufwand von 
1.5 h in Rechnung (RG act. VI.3). Die Vorinstanz bezeichnete diesen Aufwand als 
überhöht, da ein hoher Wiederholungsgrad aufgrund entsprechender Gesuche im 

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Hauptverfahren und in zwei weiteren Verfahren betreffend vorsorgliche 
Massnahmen gegeben sei (act. B.1, 4.2.1).

4.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, zu implizieren, dass sie 
hinsichtlich Zeitaufwand lüge und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
aufgrund der bereits gestellten entsprechenden Gesuche kaum Zeit in Anspruch 
genommen habe. Dagegen führt sie an, dass Änderungen der Situation der 
Parteien ein einfaches Kopieren eines Gesuches nicht zugelassen hätten und die 
Erfolgsaussichten sowie die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung 
angepasst auf das Gesuch der Gegenseite bzw. die unterschiedlichen 
Rechtsbegehren hätten dargelegt werden müssen. Ferner erklärt sie, mit der 
Einreichung eines separaten Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege der 
Anweisung des Regionalgerichts Plessur gefolgt zu sein, wonach ein Verweis auf 
die unentgeltliche Rechtspflege im Hauptverfahren nicht ausreiche, sondern ein 
"rechtsgenügliches Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit sämtlichen 
entscheidwesentlichen Behauptungen und Belegen einzureichen [sei]". Daraus 
leitet die Beschwerdeführerin ab, dass das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege vollständig neu formuliert und ausgearbeitet werden müsse. 
Entsprechend könne der Zeitaufwand für ein Gesuch auch nicht negiert werden 
(act. A.1, 8 f. und 16).

4.3. Der Anspruch des unentgeltlichen Rechtsvertreters auf Entschädigung und 
Rückerstattung seiner Auslagen (Art. 29 Abs. 3 BV) erfasst nicht alles, was für die 
Wahrnehmung des Mandates von Bedeutung ist. Von Bundesrechts wegen 
auszurichten ist nur eine "angemessene" Entschädigung des unentgeltlichen 
Rechtsvertreters (Art. 122 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Eine 
Entschädigungsgarantie besteht nur, soweit der Aufwand zur Wahrung der Rechte 
notwendig war, somit nicht schon, soweit er bloss vertretbar erscheint (BGer 
5A_209/2016 v. 12.5.2016 E. 2.1).  Nach diesem Massstab bestimmt sich der 
Anspruch sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht, d.h. in Bezug auf 
den Umfang der Aufwendungen. Entschädigungspflichtig sind danach nur jene 
Bemühungen, die in einem kausalen Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte 
im Verfahren stehen, und die notwendig und verhältnismässig sind (BGE 141 I 
124 E. 3.1). Den Kantonen steht bei der Bemessung des Honorars des 
unentgeltlichen Rechtsvertreters hinsichtlich des im Einzelfall zu entschädigenden 
Aufwands ein weiteres Ermessen zu (BGer 5A_209/2016 v. 12.5.2016 E. 2.1 
m.w.H.). Auch das Kantonsgericht auferlegt sich bei der Überprüfung der 
Festlegung einer angemessenen Entschädigung eine gewisse Zurückhaltung und 

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greift nur ein, wenn das Ermessen überschritten oder missbraucht worden ist 
(PKG 2012 Nr. 12 E. 2). 

4.4 Die Festsetzung der amtlichen Entschädigung muss begründet werden, 
wenn der unentgeltliche Rechtsvertreter eine Kostennote einreicht und das Gericht 
die Entschädigung abweichend davon auf einen bestimmten nicht der Praxis 
entsprechenden Betrag festsetzt. Zu jeder vorgenommenen Reduktion der 
Kostennote hat das Gericht zumindest kurz auszuführen, aus welchem konkreten 
Grund die Aufwendungen oder Auslagen als unnötig erachtet werden (Art. 29 
Abs. 2 BV; BGer 4A_382/3015 v. 4.1.2016 E. 3.1 m.w.H.). 

4.5. Die Vorinstanz bestritt weder die Notwendigkeit des Aufwandes für ein 
separates Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege noch warf sie der 
Beschwerdeführerin vor, dass sie mehr in Rechnung gestellt habe, als tatsächlich 
aufgewendet worden sei. Vielmehr handelt es sich um den berechtigten Vorwurf 
der Unverhältnismässigkeit des getätigten Aufwandes. Die Notwendigkeit eines 
separaten, genügend begründeten Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
bedeutet nicht, dass Verweise auf die Begründung früherer Gesuche und 
Bewilligungen der unentgeltlichen Rechtspflege ausgeschlossen wären. Insofern 
hätte es genügt, darzulegen, was sich seit der letzten Bewilligung verändert hat, 
und mittels aktueller Belege zu stützen, weshalb die Mittellosigkeit weiterhin 
gegeben ist. Auch bezüglich der weiteren Voraussetzungen der unentgeltlichen 
Rechtspflege (Notwendigkeit der Rechtsvertretung, fehlende Aussichtslosigkeit 
der Begehren) hätte es keiner langen Ausführungen bedurft (Daniel Wuffli/David 
Fuhrer, Handbuch unentgeltliche Rechtspflege im Zivilprozess, Zürich/St. Gallen 
2019, N 770). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde mit der ersten 
Stellungnahme vom 18. Januar 2021 eingereicht, so dass bezüglich der 
Prozessaussichten darauf hätte verwiesen werden können. Zudem gelten auf 
Beklagtenseite ohnehin reduzierte Anforderungen an die Begründung der 
Erfolgsaussichten des eigenen Standpunktes; nur offensichtlich berechtigte 
Ansprüche würden der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 
entgegenstehen (BGE 139 III 475 E. 2.3 m.w.H.; Lukas Huber, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar,  2. Aufl., Zürich 2016, N 7 zu Art. 119 ZPO; Wuffli/Fuhrer, a.a.O., N 
806; Alfred Bühler, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, Bern 2012, N 103 zu Art. 119 ZPO). 
Aus diesen Gründen ist eine Kürzung des auf das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege entfallenden Honorars nicht zu beanstanden.

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5.1. Für das Einholen von Instruktionen, Abklärungen betreffend die 
Abänderung von Unterhalt und den Wechsel der Obhut sowie das Verfassen der 
zwölfseitigen, materiellen Stellungnahme vom 28. Januar 2021 verrechnete die 
Beschwerdeführerin insgesamt 6.5 h (RG act. VI.3). Die Vorinstanz kürzte diese 
Aufwendungen einerseits mit der Begründung, dass die Beschwerdeführerin 
Synergien aus mehreren, ebenfalls die Kinderbelange betreffenden Eingaben im 
Hauptverfahren und in den weiteren vorsorglichen Massnahmeverfahren hätte 
nutzen können und andererseits mit der Begründung, dass in der fraglichen 
Eingabe auch zum Vorhalt eines allfälligen Verstosses gegen Art. 128 ZPO 
Stellung bezogen worden sei, was jedoch nicht Teil des für die Prozessführung 
erforderlichen und damit zu entschädigenden Aufwands bilde (act. B.1, 4.2.1). 

5.2. Die Beschwerdeführerin stimmt der Vorinstanz insofern zu, als dass ihr der 
Sachverhalt bekannt gewesen sei. Dies habe sich auch bereits in einem 
geringeren Zeitaufwand für die Instruktion ausgewirkt, indem sie für die 
Stellungnahme vom 28. Januar 2021 keine Besprechung mit der Klientin geführt 
habe. Im Übrigen sei es jedoch nötig gewesen, die Voraussetzungen für die 
Abänderung des Unterhalts sowie den Wechsel der Obhut sorgfältig abzuklären, 
zumal diese bisher im Verfahren noch nicht thematisiert worden seien (act. A.1, 
17). Die Kürzung aufgrund der Stellungnahme zur disziplinarischen 
Sanktionierung nach Art. 128 ZPO bezeichnet die Beschwerdeführerin als 
stossend, da sie den damit zusammenhängenden Aufwand nicht von sich aus 
generiert habe, sondern auf Anweisung der Vorinstanz. Aufzuzeigen, dass sich die 
Klientin in ihrer Ehre verletzt gefühlt habe, sei für deren Psychohygiene wohltuend 
gewesen und wäre auch für selbstzahlende Klienten vorgenommen worden (act. 
A.1, 18 f.).

5.3. Die Beschwerdeführerin setzte sich in der materiellen Stellungnahme relativ 
eingehend mit der Thematik der Obhut und der Betreuungsanteile auseinander 
(RG act. I.3, 15 – 21), was zeitgleich Thema des Berufungsverfahrens vor 
Kantonsgericht war (ZK1 20 140; vgl. RG act. V.3). Darauf konnte zurückgegriffen 
werden, was bei effizienter Fallführung zu einer Zeitersparnis führt. Angesichts 
des anwendbaren Untersuchungsgrundsatzes und des Umstands, dass die 
Behauptungslast der Gegenpartei obliegt, ist zudem die Notwendigkeit einer derart 
eingehenden Stellungnahme fraglich (BGer 5A_209/2016 v. 12.5.2016 E. 3.2.1). 
Die materielle Stellungnahme umfasst zwölf Seiten Text, wovon knapp zwei Seiten 
der Abwendung einer disziplinarischen Sanktionierung wegen ungebührlicher 
Äusserungen in der ersten Stellungnahme dienen (RG act. I.3, 22 f.). Letzteres 
liegt im eigenen Interesse der Rechtsvertreterin und wurde entsprechend zu Recht 

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als nicht entschädigungspflichtig bezeichnet. Der Grund für die Kürzung ist 
diesbezüglich klarerweise gegeben. Der Rest der Eingabe diente der materiellen 
Beantwortung des Abänderungsgesuchs und war grundsätzlich 
anerkanntermassen – nach Ablehnung der Verfahrensbeschränkung auf die 
Eintretensfrage (RG act. IV.2) – notwendig. 

5.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kürzung des Honorars um 
2.15 h sachlich begründet war und im Einklang mit dem Gebot einer 
wirtschaftlichen Mandatsführung steht. Die Vorinstanz hat die Grenzen der 
Ermessensausübung weder überschritten noch missbraucht und die 
Prozessgestaltungsbefugnis der Beschwerdeführerin nicht übermässig 
eingeschränkt. Der vorinstanzliche Entscheid ist somit zu bestätigen und die 
Beschwerde abzuweisen.

6.1. Die Beschwerdeführerin verrechnete ihren Aufwand tageweise. Sie listete in 
den Kostennoten die an einem jeweiligen Tag vorgenommenen Handlungen auf 
und gab das Tagestotal des dafür angefallenen Zeitaufwandes an (RG VI.3 und 
4).

6.2. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass es grundsätzlich zulässig sei, 
pauschale Kürzungen des Honorars vorzunehmen, wenn es schwierig ist, die 
ungerechtfertigten konkreten Aufwandposten im Einzelnen festzulegen. Sodann 
stellte sie fest, dass vorliegend der für einzelne Arbeiten benötigte Aufwand nicht 
ermittelt werden könne, weshalb sich teilweise die Vornahme pauschaler 
Kürzungen rechtfertige (act. B.1, 4.2.1).

6.3. Die Beschwerdeführerin rügt, dass pauschale Kürzungen wegen 
ungenügendem Detaillierungsgrad der Kostennote der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung widersprächen. Diese stufe tageweise Tätigkeitsrapporte als 
genügend ein (act. A.1, 15). Gleichzeitig verlangt sie die Klärung der Frage, ob 
sinngemäss pauschale Kürzungen des Honorars mit der Begründung zulässig 
seien, der Aufwand würde bloss tageweise ausgewiesen (act. A.1, 20).

6.4. Die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Grundsatzfrage des 
Detaillierungsgrades der Honorarnote stellt sich vorliegend nicht. Die Vorinstanz 
hat die Honorarnote nicht gesamt als ungenügend bezeichnet und die 
Entschädigung davon losgelöst nach Ermessen festgesetzt, sondern bloss 
festgestellt, dass aufgrund der tageweisen Auflistung des Zeitaufwandes mit 
Angabe der darin enthaltenen Tätigkeiten eine Prüfung auf Angemessenheit 
einzelner Aufwandpositionen nur eingeschränkt möglich ist. Eine andere als eine 

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pauschale Kürzung bzw. eine Kürzung mit höherem Detaillierungsgrad als dem 
der Honorarnote selbst wäre auch gar nicht möglich, da der zeitliche Aufwand 
nicht einzelnen Aufwandpositionen/-tätigkeiten zugewiesen werden kann. Die 
Vorinstanz hat die als übermässig bzw. nicht notwendig erachteten 
Aufwandpositionen konkret bezeichnet und begründet, weshalb sie nicht in vollem 
Umfang anerkannt werden können. Dabei handelt es sich um gesetzeskonformes 
Vorgehen.

7. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens, die 
gestützt auf Art. 10 VGZ (BR 320.210) auf CHF 1'000.00 festgesetzt werden, 
vollumfänglich zu Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 werden A._____ 
auferlegt.

3. Für das Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung 
zugesprochen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an 
das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, 
wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. 
Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. 
BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: