# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e041f65-2f0c-50da-88c9-7ce9a6f1cc3a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2024 200 2023 738
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-738_2024-02-12.pdf

## Full Text

200 23 738 IV
KOJ/BRO/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1970 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Juli 2022 unter Hinweis auf eine regelmässige Medikamen-
teneinnahme bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB nahm medizinische sowie erwerbliche Ab-
klärungen vor und gewährte mit Mitteilung vom 4. Oktober 2022 (AB 22) 
Unterstützung beim Erhalt des bisherigen Arbeitsplatzes. Nachdem sie die 
Akten dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vorgelegt 
hatte (AB 27), stellte die IVB mit Vorbescheid vom 16. Juni 2023 (AB 44) 
die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels invalidisierenden Ge-
sundheitsschadens in Aussicht. Nach dagegen erhobenem Einwand 
(AB 49 S. 1) holte die IVB eine Stellungnahme beim RAD ein (AB 51) und 
verfügte am 26. September 2023 dem Vorbescheid entsprechend (AB 52). 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 23. Oktober 2023 
(Postaufgabe) Beschwerde und beantragte sinngemäss, unter Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung seien ihr Leistungen der Invalidenversiche-
rung zuzusprechen. 

Am 6. November 2023 ging eine Eingabe vom Hausarzt der Beschwerde-
führerin, Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
beim Gericht ein, welche den Parteien gleichentags zur Kenntnisnahme 
zugestellt wurde. 

Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2023 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2023 
(AB 52). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere eine Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 5

können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben: 

3.1.1 Aufgrund intermittierend auftretendem Taubheitsgefühl, Ameisen-
laufen und Schmerzen an sämtlichen Fingern erfolgte am 28. Dezember 
2021 eine elektroneurographische Untersuchung. Die Ärzte des Spitals 
C.________ erläuterten im Bericht vom 29. Dezember 2021 (AB 45 S. 29 
f.), elektroneurographisch hätten beidseits deutliche Schädigungen des 
Nervus medianus im Gebiet des Carpaltunnels und mässiggradige Läsio-
nen des Nervus ulnaris am Ellbogen objektiviert werden können (S. 30) und 
stellten die Diagnosen Carpaltunnel-Syndrome beidseits, deutlichen Gra-
des, und Cubitaltunnel-Syndrome beidseits, mässigen Grades (S. 29). 

3.1.2 Nachdem die Beschwerdeführerin wegen intermittierenden Palpita-
tionen und Unwohlsein im Spital D.________ vorstellig geworden war, wur-
de sie vom 5. bis 9. Februar 2022 hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 
24. Februar 2022 (AB 19.2 S. 5 ff.) wurden die folgenden Diagnosen ge-
stellt (S. 5): 

1. Linksführende kardiale Dekompensation bei tachykarder & hypertensi-
ver Kardiopathie 
• paroxysmales, aktuell tachykardes Vorhofflimmern
• ED 12/2014
• CHA2DS2-VASc-Score 4 Pkt (02/2022), unter Xarelto 20 mg
• TTE vom 21.06.2018: LVEF 55-60 %. Konzentrische LV-

Hypertrophie. Normale diastolische Funktion. Leichte MI, TI und 
PI 

• 25.07.2018 Koronar-CT: Minime exzentrische Kalzifizierung in der 
RCX ohne Lungeneinengung mit Kalzium-Score von 1 

• 28.09.2018 Koronarangiographie: Sekundäre pulmonale Hyperto-
nie (mean 28 mmHg, syst. 40 mmHg; PCW 19 mmHg)

aktuell:
• 05.02.2022 EKG: tachykardes VHF (HF 137/min)
• 05.02.2022 Rx-Thorax: Kardiomegalie mit interstitiellem Lungenö-

dem

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 6

• 07.02.2022 Bedside-Echo: Mittelschwer reduzierte LVEF 35 % bei 
diffuser Hypokinesie evt. i.R. des tachykarden VHF (HF 145/min)

Therapie
• 07.02.2022 Start Cordarone
• 08.02.2022 Erfolgreiche EKV 

2. Mittelschweres Schlafapnoe-Syndrom mit Verdacht auf Hypoventilati-
onssyndrom 

3. Metabolisches Syndrom
• arterielle Hypertonie unter Therapie
• Diabetes mellitus Typ II
• Dyslipidämie
• Adipositas, BMI 35.6 kg/m2, anamnestisch Gewichtszunahme von 

11 kg seit 2014
4. Anamnestisch gastrooesophagealer Reflux 

3.1.3 Im Bericht vom 7. April 2022 (AB 19.2 S. 8 f.) führte Dr. med. 
B.________ aus, bei seiner Patientin liege noch eine erhebliche Leistungs-
intoleranz vor. Bereits nach kleiner Anstrengung sei sie vollkommen er-
schöpft und müsse sich ausruhen. Sie könne zwischenzeitlich etwas Haus-
haltsarbeiten durchführen, den Rest mache ihr Ehemann (S. 8).

3.1.4 Bei persistierender Müdigkeit sowie verminderter Leistungsfähigkeit 
wurden auf der Kardiologie des Spitals E.________ weitere Abklärungen 
getätigt und eine Ablation als sinnvoll erachtet (AB 23 S. 30 ff.). Am 29. 
August 2022 wurde diese durchgeführt (AB 23 S. 18). Im Austrittsbericht 
vom 30. August 2022 (AB 23 S. 23 ff.) legten die Ärzte des Spitals 
E.________ dar, der postinterventionelle Verlauf habe sich komplikations-
los gestaltet und die Patientin sei hämodynamisch stabil. Sie habe be-
schwerdefrei nach Hause entlassen werden können (S. 24).

Bei Sepsis im Rahmen einer Salmonellen-Enteritis und akuter Nierenschä-
digung erfolgte vom 21. bis 26. September 2022 eine weitere stationäre 
Behandlung im Spital E.________ (AB 23 S. 2 ff.). 

3.1.5 Im Bericht vom 14. Oktober 2022 (AB 43 S. 25 f.) führte Dr. med. 
B.________ aus, seit der Dekompensation im Februar 2022 gehe es der 
Patientin deutlich besser. Zwischenzeitlich sei auch die Ablation vorge-
nommen worden. Aktuell habe kein Vorhofflimmern mehr nachgewiesen 
werden können. Die Patientin habe sich jedoch noch nicht vollständig er-
holt. Am 21. September 2022 sei es zu einer Sepsis bei Salmonellen-
Enteritis gekommen, was den Zustand wieder verschlechtert habe. Im Hei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 7

lungsverlauf würden keine anderen Faktoren eine Rolle spielen (S. 25). Die 
Patientin befinde sich zurzeit in Rekonvaleszenz. Er gehe davon aus, dass 
sie danach die Arbeit wieder langsam aufnehmen werde (S. 26 Ziff. 3.2). 

3.1.6 In der RAD-Beurteilung vom 31. Oktober 2022 (AB 27 S. 3 ff.) erläu-
terte Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie 
Hämatologie, das somatische Hauptproblem sei ein seit 2014 bekanntes 
intermittierendes Vorhofflimmern mit Rezidiv im Februar 2022 mit damals 
Auftreten einer linksbetonten Herzinsuffizienz mit subjektiv Palpitationen, 
Hitzegefühl und Müdigkeit und objektiv eingeschränkter linksventrikulärer 
Herzfunktion. Nach erfolgter Elektrokonversion am 8. Februar 2022 sei es 
jedoch zu einer vollständigen Regredienz der Beschwerden und im Verlau-
fe bei rhythmologischer Abklärung im April 2022 und bei Eintritt zur Ablation 
am 29. August 2022 zu einem persistierenden Sinusrhythmus und echo-
kardiographisch zu einer normalen linksventrikulären Funktion gekommen 
(S. 4). Der im Dossier dokumentierte Verlauf sei rein kardiologisch nach-
vollziehbar. Nicht ganz nachvollziehbar seien aber die persistierenden nach 
Kardioversion angegebenen deutlichen Beschwerden und Einschränkun-
gen. Diese würden zudem lediglich teilweise angegeben. Trotz fehlender 
Dokumentation sei es möglich, dass zwischen den ärztlichen Kontrollen 
auch nach erfolgreicher Konversion in einen Sinusrhythmus bis zur Ablati-
on am 30. August 2022 im Rahmen eines erneuten Vorhofflimmerns Be-
schwerden aufgetreten seien. Allerdings erscheine eine dauerhafte starke 
Leistungsintoleranz mit persistierender 100%iger Arbeitsunfähigkeit – und 
nicht lediglich einer höchstens kurzdauernden intermittierenden Leistungs-
minderung – bei nachgewiesenem normalem kardialem Rhythmus und 
Normalisierung der linksventrikulären Herzfunktion objektiv zumindest ab 
dem 20. April 2022 wenig wahrscheinlich. Damit erscheine auch eine signi-
fikante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab diesem Zeitpunkt wenig 
wahrscheinlich. Versicherungsmedizinisch könne somit eine passagere 
Arbeitsunfähigkeit ab Hospitalisation vom 5. Februar 2022 bis maximal 
19. April 2022 angenommen werden. Danach habe in einer angepassten 
Tätigkeit wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit ohne signifikante Leis-
tungsminderung bestanden. Aufgrund des durch den Arbeitgeber beschrie-
benen Profils handle es sich bei der bisherigen Tätigkeit weitgehend um 
eine angepasste Tätigkeit, sofern das zumutbare Leistungsprofil konse-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 8

quent eingehalten werden könne, was wahrscheinlich zumindest überwie-
gend der Fall sein sollte. Zumutbar seien bis zumindest mittelschwere 
wechselbelastende oder überwiegend sitzende Tätigkeiten. Solche Tätig-
keiten seien ganztags über 8.5 Stunden ohne Leistungsminderung zumut-
bar. Zu vermeiden seien bei persistierender Antikoagulation Tätigkeiten mit 
Absturzgefahr, wie solche in grosser Höhe, auf Leitern oder Gerüsten so-
wie weitere Tätigkeiten mit möglicher Eigengefährdung und Verletzungsge-
fahr (z.B. Führen von Fahrzeugen, Baumaschinen, Kontrolltätigkeiten und 
Überwachungstätigkeiten), wobei letztere im Sinne von Vermeiden von 
Tätigkeiten mit erhöhter Anforderung an die Aufmerksamkeit zudem bei 
Diabetes mellitus mit Gefahr von Hypoglykämien sowie bei möglicherweise 
unbehandeltem Schlafapnoesyndrom auch wegen Fremdgefährdung unter-
lassen werden sollten (S. 5).

3.1.7 Im Bericht vom 15. März 2023 (AB 43 S. 252 f.) führte der Hausarzt 
Dr. med. B.________ aus, seit seiner letzten Berichterstattung vom 14. Ok-
tober 2022 sei es nur zu einer leichten Besserung des Allgemeinzustandes 
gekommen. Die Patientin berichte nach wie vor über eine ausgeprägte 
Leistungsintoleranz und Müdigkeit (S. 252 Ziff. 1). Klinisch ergäben sich 
keine neuen Befunde. Ein Blutbild sowie die Entzündungswerte vom 12. 
Dezember 2022 seien unauffällig gewesen (S. 252 Ziff. 2). Bis Ende No-
vember 2022 sei die Patientin voll arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1. De-
zember 2022 bestehe eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 253 Ziff. 5). 

3.1.8 In der versicherungsmedizinischen Beurteilung zu Handen der Tag-
geldversicherung der Beschwerdeführerin vom 30. März 2022 gelangte 
Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zum 
Schluss, die von den Behandlern attestierte Höhe der Arbeitsunfähigkeit sei 
nach Anpassung des Arbeitsplatzes nicht nachvollziehbar. In einer leichten 
körperlichen wechselbelastenden Tätigkeit ohne langes Stehen und Gehen 
bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (AB 43 S. 254). 

3.1.9 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin so-
wie Pneumologie, legte im Bericht vom 10. Juni 2023 (AB 45 S. 2 ff.) dar, 
die respiratorische Polygraphie habe eine mittelschwere, in Rückenlage 
aggravierte obstruktive Schlafapnoe nachgewiesen. Bei symptomatischer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 9

Schlafapnoe und kardiovaskulärer Risikokonstellation bestehe die Indikati-
on zum APAP-Therapieversuch (S. 3).

3.1.10 Im Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 29. Juni 2023 
(AB 45 S. 1) erläuterte Dr. med. B.________, es liege eine lange Vorge-
schichte vor. Bereits im Jahr 2014 sei erstmals ein paroxysmales sympto-
matisches tachykardes Vorhofflimmern aufgetreten. Im Februar 2022 sei es 
schliesslich zu einer linksführenden kardialen Dekompensation gekommen, 
was eine viertägige Hospitalisation erfordert habe. Im Weiteren liege ein 
metabolisches Syndrom vor mit arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus 
Typ II sowie einer Dyslipidämie. Von der genannten kardialen Dekompen-
sation habe sich die Patientin nie richtig erholt. Am 21. September 2022 sei 
es zudem zu einer Salmonellen-Enteritis-Sepsis gekommen, die wiederum 
eine fünftägige Hospitalisation im Spital E.________ notwendig gemacht 
habe. Im Weiteren liege ein mittelschweres Schlafapnoesyndrom vor. Hier 
seien weitere Kontrollen vorgesehen. 

3.1.11 In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 15. September 
2023 (AB 51 S. 3 ff.) nahm die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ zum Ein-
wand der Beschwerdeführerin (AB 49 S. 1) wie folgt Stellung: Weder die 
Hypertonie noch die Hypotonie hätten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in 
der bisherigen Tätigkeit und die Einschränkungen im Zusammenhang mit 
dem Diabetes seien lediglich qualitativ und im Leistungsprofil vom 31. Ja-
nuar (recte wohl: Oktober) 2022 berücksichtigt. Anders als im Einwand be-
hauptet, habe Dr. med. H.________ keine Schlafstörungen bestätigt. Er 
beschreibe einzig eine vermehrte Tagesmüdigkeit bei nicht erholsamem 
Schlaf trotz Fehlen einer Ein- oder Durchschlafstörung. Dies erscheine für 
ein unbehandeltes Schlafapnoesyndrom passend/typisch. Weitere Müdig-
keitsursachen seien bereits zuvor durch den Hausarzt ausgeschlossen 
worden. Tagesmüdigkeit könne wohl einschränkend sein und sei im vorlie-
genden Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen der Schlafapnoe an-
zusehen. Allerdings sei die Behandlung eines Schlafapnoesyndroms mit 
wahrscheinlichem Therapieerfolg klar empfohlen und indiziert. Aktenana-
mnestisch sei die Diagnose eines Schlafapnoesyndroms bereits 2019 ge-
stellt worden. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb nicht bereits damals 
eine APAP-Therapie erfolgt sei. Dass erst mehrere Jahre später trotz an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 10

geblich subjektiv stark limitierender Tagesmüdigkeit eine erneute Abklärung 
erfolgt sei und eine Therapie geplant werde, entspreche einer signifikanten 
Inkonsistenz zwischen angegebenen Beschwerden und Inanspruchnahme 
von medizinischer Therapie und Abklärungen. Im Zusammenhang mit der 
Herzkrankheit sei die Beschwerdeführerin Anfang 2022 lediglich vorüber-
gehend eingeschränkt gewesen. Seit der Konversion in einen Sinusrhyth-
mus im Februar 2022 mit anschliessender medikamentöser Therapie und 
späterer Ablation bei Vorhofflimmern am 30. August 2022 werde stets ein 
normaler Herzrhythmus beschrieben, womit zumindest ab dem 20. April 
2022 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit angenommen werden kön-
ne. Relevante Kopfschmerzen seien erstmals im Einwand genannt worden 
und würden auch in den medizinischen Berichten nicht erwähnt. Bei 
vollständigem Fehlen von Abklärungen und vor allem bei Fehlen jeglicher 
Medikation im Sinne von notwendigen Schmerzmedikamenten seien signi-
fikante Einschränkungen durch Kopfschmerzen mit hoher Wahrscheinlich-
keit ausgeschlossen. Auch in Bezug auf die geschwollenen Beine seien 
keine medizinischen Berichte hinsichtlich derer Ursache vorliegend. Aller-
dings seien dadurch per se keine signifikanten Einschränkungen der Ar-
beitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit gemäss dem Leistungsprofil 
abzuleiten. Soweit im Einwand auf vorgesehene Operationen an den 
Handgelenken im Zusammenhang mit einer Venenverengung verwiesen 
werde, sei anzumerken, dass im Dezember 2021 keine Gefäss-, sondern 
Nervenprobleme im Bereich der Handgelenke im Sinne eines Carpaltun-
nelsyndroms beidseits diagnostiziert worden seien. Bei frühzeitiger Opera-
tion dieser Pathologien bestehe eine gute Prognose. Postoperativ sei mit 
einer vier- bis maximal achtwöchigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen. Da-
nach seien keine Einschränkungen mehr zu erwarten. Im Übrigen seien die 
geltend gemachten Einschränkungen wenig plausibel, da offensichtlich 
über fast zwei Jahre keine Durchführung der empfohlenen Eingriffe erfolgt 
sei, was einer deutlichen Inkonsistenz zwischen geltend gemachter Ein-
schränkung und Inanspruchnahme einer zumeist erfolgreichen Therapie 
entspreche. Kongruent zu dieser Inkonsistenz sei, dass die Problematik in 
den hausärztlichen Berichten nie erwähnt werde. In Bezug auf die Neben-
wirkungen der Medikamente sei sodann zu beachten, dass die meisten der 
von der Beschwerdeführerin eingenommenen Medikamente nicht zu Mü-
digkeit führten. Aufgrund der Gesamtsituation mit im Vordergrund stehen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 11

dem Schlafapnoesyndrom als Ursache für die Müdigkeit seien allfällige 
Medikamentennebenwirkungen als im Hintergrund stehend zu beurteilen 
(AB 51 S. 3 f.). Demnach führe das initiale somatische Hauptproblem eines 
intermittierenden Vorhofflimmerns zu keinen Einschränkungen mehr. Auch 
die übrigen überwiegend vorbekannten Diagnosen und das zwar vorbeste-
hende, jedoch erst jetzt aktenkundige Carpaltunnelsyndrom beidseits und 
die beklagten Beschwerden ergäben keine quantitativen Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit und qualitative Einschränkungen ergäben sich lediglich 
aufgrund der persistierenden Antikoagulation, des Diabetes mellitus und 
des noch insuffizient behandelten Schlafapnoesyndroms, wobei sich diese 
teilweise überlappten und bereits im Leistungsprofil vom 31. Oktober 2022 
berücksichtigt worden seien (S. 7). Soweit aufgrund der Akten beurteilbar, 
bestehe keine signifikante Änderung des Gesundheitszustandes im Ver-
gleich zur letzten RAD-Beurteilung. Die inzwischen klare Diagnose eines 
obstruktiven Schlafapnoesyndroms sei wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit 
für den überwiegenden Teil der persistierenden Beschwerden verantwort-
lich, jedoch behandelbar und ohne Einfluss auf das bereits am 31. Oktober 
2022 formulierte Leistungsprofil (S. 8 unten). Insgesamt würden keine neu-
en Tatsachen geltend gemacht, welche auf die Beurteilung des Leistungs-
anspruchs Einfluss hätten. Eine Tätigkeit gemäss dem am 31. Oktober 
2022 formulierten Leistungsprofil sei der Beschwerdeführerin (ab 20. April 
2022 [S. 7]) uneingeschränkt zumutbar. Die angestammte Tätigkeit sei ihr 
lediglich noch dahingehend zumutbar, als dass dabei das Leistungsprofil 
konsequent eingehalten werde (S. 9).

3.1.12 Im Schreiben ans Verwaltungsgericht vom 30. Oktober 2023 (in den 
Gerichtsakten) legte der Hausarzt Dr. med. B.________ dar, nach der 
Hospitalisation im Februar 2022 sei es trotz mehrmaliger Anpassung der 
medikamentösen Behandlung nicht zu einer vollständigen Erholung des 
Zustandes gekommen. Die Patientin leide bis heute unter einer deutlich 
erhöhten Leistungsintoleranz, einer raschen Ermüdbarkeit und einer gene-
rellen Adynamie unklarer Ursache. Es seien alle medizinisch möglichen 
Ursachen ausgeschlossen worden. Die Situation bleibe bis heute unklar. 
Bei der vorliegenden Situation handle es sich nicht um eine klassische Dia-
gnose, die einer klaren Erkrankung zugeschrieben werden könne. Diese 
Tatsache mache es der Beschwerdegegnerin natürlich leicht, hier einen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 12

negativen Bescheid auszusprechen. Sie wähne sich auf der richtigen Seite. 
Phänomenologisch stehe es aber ausser Zweifel, dass die Patientin leide, 
nicht zu mehr Leistung fähig sei und auf keinen Fall simuliere. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutach-
ten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einho-
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 13

ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 
V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

3.2.3 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3).

3.3

3.3.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2023 (AB 52) massge-
blich auf die RAD-Aktenbeurteilungen vom 31. Oktober 2022 (AB 27 
S. 3 ff.) und vom 15. September 2023 (AB 51 S. 3 ff.). Diese erfüllen die 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen an Aktenberichte (vgl. E. 3.2.1 ff. 
hiervor) und überzeugen. Dass die RAD-Ärztin keine klinische Exploration 
der Beschwerdeführerin durchführte, ist nicht zu beanstanden, konnte sie 
sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen doch ein gesamthaft lückenlo-
ses Bild verschaffen (vgl. E. 3.2.3 hiervor). Die in den Beurteilungen enthal-
tenen Feststellungen und Ausführungen sind denn auch in sorgfältiger 
Würdigung der Berichte der behandelnden Ärzte sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Gestützt darauf hat die 
RAD-Ärztin die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die dar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 14

aus gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und dessen 
Verlauf sowie zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
nachvollziehbar begründet dargestellt. 

Im Rahmen der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin nahm die RAD-Ärztin zu jeder im Einwand der Be-
schwerdeführerin (AB 49 S. 1) genannten Diagnose Stellung und zeigte 
sorgfältig und schlüssig auf, weshalb diese zu keinen signifikanten andau-
ernden Leistungseinschränkungen führen (AB 51 S. 3 f.). Insbesondere 
überzeugt, dass das anfängliche Hauptproblem eines Vorhofflimmerns An-
fang Februar 2022 nur vorübergehend zu einer massgebenden Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit führte (AB 51 S. 4 Ziff. 4). Nachdem das Vorhof-
flimmern während der Hospitalisation im Februar 2022 in einen Sinus-
rhythmus konvertiert werden konnte (AB 19.2 S. 6), in der Folge ein norma-
ler kardialer Rhythmus nachgewiesen wurde (AB 23 S. 31) und weitere 
Herzrhythmusstörungen nicht dokumentiert sind (vgl. auch AB 43 S. 25), 
sind persistierende Einschränkungen nicht plausibel. Auch in Zusammen-
hang mit den im Einwand erstmals genannten Kopfschmerzen und den 
geschwollenen Beinen (AB 49 S. 1) wurden massgebende Leistungsein-
schränkungen zu Recht verneint (AB 51 S. 4 Ziff. 5 f.). Insbesondere er-
wähnten die behandelnden Ärzte in ihren Berichten weder entsprechende 
Symptome noch diesbezügliche Behandlungen, was jedoch zu erwarten 
gewesen wäre, würden tatsächlich leistungsmindernde Beschwerden be-
stehen. Was sodann die vorgetragene Müdigkeit (AB 49 S. 1) betrifft, ist zu 
betonen, dass Dr. med. H.________ – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (AB 49 S. 1) – keine Schlafstörungen diagnostizierte (AB 
45 S. 2 f.), worauf die RAD-Ärztin berechtigterweise hinwies. Vielmehr 
stimmt deren Einschätzung, wonach die Müdigkeit im Rahmen des 
Schlafapnoesyndroms zu sehen sei (AB 51 S. 3 Ziff. 3), insoweit mit der 
Beurteilung des Hausarztes überein, als dieser ein mögliches Schlafapnoe-
syndrom als mögliche Ursache für die persistierende Leistungsintoleranz 
erwähnte (AB 43 S. 253). In diesem Zusammenhang verwies die RAD-
Ärztin sodann korrekterweise auf die gute Behandelbarkeit des Schlafap-
noesyndroms und die Inkonsistenzen zwischen den angegebenen Be-
schwerden und der Inanspruchnahme medizinischer Therapien und Ab-
klärungen (AB 51 S. 3 f. Ziff. 3). Überdies überzeugt, dass dem bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 15

2019 diagnostizierten beidseitigen Carpaltunnelsyndrom keine massge-
bende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde mit der Be-
gründung, der empfohlene Eingriff sei seit fast zwei Jahren nicht erfolgt, 
was einer deutlichen Inkonsistenz zwischen geltend gemachter Einschrän-
kung und Inanspruchnahme einer zumeist erfolgreichen Therapie entspre-
che, und die Handgelenkbeschwerden würden dementsprechend auch in 
keinem der Berichte des Hausarztes erwähnt (AB 51 S. 4 Ziff. 7). Insge-
samt liegt demnach keine Diagnose vor, welche die von der Beschwerde-
führerin beklagten Leistungseinschränkungen ab 20. April 2022 erklären 
könnte. Angesichts der nachvollziehbaren RAD-ärztlichen Feststellungen 
zum Gesundheitszustand überzeugt auch das RAD-ärztlich formulierte und 
von Dr. med. G.________ weitgehend bestätigte Leistungsprofil (vgl. E. 
3.1.6 und 3.1.8 hiervor). Daran ändert die ins Feld geführte bevorstehende 
Operation an den Handgelenken nichts (AB 49 S. 1; Beschwerde), da diese 
– wie von der RAD-Ärztin zu Recht erkannt (AB 51 S. 4 Ziff. 7) – lediglich 
zu einer Arbeitsunfähigkeit von wenigen Wochen führen würde und im Üb-
rigen den Sachverhalt nach Erlass der angefochtenen Verfügung betrifft 
(vgl. dazu BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 

Beim obgenannten Leistungsprofil ist sodann nicht zu beanstanden, dass 
die RAD-Ärztin die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als ... (AB 
11 S. 3 Ziff. 2.2) weitgehend als zumutbar erachtete (vgl. AB 27 S. 5 und S. 
6 Ziff. 2), bestätigte doch auch der Arbeitgeber, dass die von der RAD-
Ärztin formulierten Leistungseinschränkungen einer Wiedereingliederung 
grundsätzlich nicht im Wege stünden (AB 31). Zudem begründete die RAD-
Ärztin die qualitativen Leistungseinschränkungen neben der persistieren-
den Antikoagulation einzig mit den Diagnosen eines Diabetes mellitus so-
wie eines insuffizient behandelten Schlafapnoesyndroms (AB 51 S. 7). Die-
se Krankheiten bestanden bereits vor der Dekompensation im Februar 
2022 (vgl. AB 19.2 S. 5, 45 S. 2) und führten offenbar nicht zu massgeben-
den Einschränkungen in der bisherigen Tätigkeit als .... 

3.3.2 Die Berichte des Hausarztes Dr. med. B.________ (AB 19.2 S. 8 f., 
43 S. 25 f., 43 S. 252 f., 45 S. 1; Schreiben an das Verwaltungsgericht vom 
30. Oktober 2023 [in den Gerichtsakten]) vermögen keine Zweifel an den 
RAD-Beurteilungen zu wecken. Insbesondere nennt er kein medizinisches 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 16

Korrelat für die beklagte Leistungseinschränkung, sondern bestätigt in sei-
nem Schreiben vom 30. Oktober 2023 (in den Gerichtsakten) vielmehr, 
dass bei der Beschwerdeführerin keine (klassische) Diagnose vorliege re-
spektive die Einschränkungen keiner klaren Erkrankung zugeschrieben 
werden könnten (S. 1 unten). Überdies informierte er die Beschwerdegeg-
nerin bereits im Frühjahr 2023 darüber, dass es aus medizinischer Sicht 
keinen Grund gebe, weshalb die Beschwerdeführerin nicht wieder arbeiten 
könne, denn medizinisch sei sie gut eingestellt. Hinderlich für das Steigern 
des Pensums seien das massive Übergewicht, die fehlenden Deutsch-
kenntnisse und der Verdacht des Analphabetismus (Aktennotiz vom 28. 
März 2023; AB 39). Demnach stellt er bei der Beurteilung, wonach sie nicht 
mehr leisten könne, als sie es bereits tue (vgl. Schreiben vom 30. Oktober 
2023 S. 2 [in den Gerichtsakten]), offenkundig unbesehen auf die subjekti-
ven Angaben der Beschwerdeführerin ab, ohne dies mit objektiven Befun-
den nachvollziehbar zu untermauern. Zu seinen Feststellungen im Schrei-
ben an die Beschwerdegegnerin vom 29. Juni 2023 (AB 45 S. 1) sowie im 
Schreiben an das Verwaltungsgericht vom 30. Oktober 2023 (in den Ge-
richtsakten), dass es nicht zu einer vollständigen Erholung gekommen sei, 
ist ausserdem zu erwähnen, dass eine solche mit Blick auf das RAD-
ärztliche Leistungsprofil – in welchem funktionelle Einschränkungen mit-
berücksichtigt sind (AB 27 S. 5, 51 S. 8) – nicht vorausgesetzt wird. Im Üb-
rigen ist bezüglich der Berichte des Dr. med. B.________ auch der Erfah-
rungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu-
gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 
2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Hinzu kommt vorliegend, dass es im 
Schreiben vom 30. Oktober 2023 (in den Gerichtsakten) nicht nur an Ob-
jektivität mangelt, vielmehr setzt der Hausarzt sich damit ausserhalb seiner 
engeren ärztlichen Tätigkeit advokatorisch für die Beschwerdeführerin ein. 
Damit kommt seinen Ausführungen von vornherein allein begrenzter Be-
weiswert zu (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Juni 2018, 
8C_79/2018, E. 4.2).

3.3.3 Zusammenfassend bilden die Beurteilungen der RAD-Ärztin vom 
31. Oktober 2022 (AB 27 S. 3 ff.) und vom 15. September 2023 (AB 51 
S. 3 ff.) eine zuverlässige Grundlage für den zu beurteilenden medizini-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 17

schen Sachverhalt. Weitere medizinische Abklärungen erweisen sich als 
nicht erforderlich, da hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind 
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

3.4 Gestützt auf die beweiskräftigen RAD-Beurteilungen (AB 27 S. 3 ff., 
51 S. 3 ff.) ist der Beschwerdeführerin spätestens ab dem 20. April 2022 
– und demnach auch im Zeitpunkt der IV-Anmeldung im Juli 2022 (AB 1) – 
ihre angestammte Tätigkeit als ... ohne signifikante Leistungsminderung 
wieder zumutbar. Insgesamt liegt damit keine Invalidität im Rechtssinne vor 
(vgl. E. 2.1 hiervor), weshalb die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 
Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere keinen Anspruch auf 
eine Rente, hat. Die angefochtene Verfügung vom 26. September 2023 
(AB 52) ist folglich nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, IV/23/738, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.