# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 130b84ca-3654-504c-9824-78f08b7e4762
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.04.2021 PS210005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210005_2021-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS210005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Ersatzrichter lic. iur. T. Engler sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw R. Schneebeli 

Urteil vom 16. April 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____,  
Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr. 1 an Dritte 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich ...) 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 18. Dezember 2020 (CB200159) 
 

 

 

  

- 2 - 

Erwägungen: 

1.  

1.1 Mit Betreibungsbegehren vom 5. August 2019 (Datum Eingang beim 

Beitreibungsamt Zürich …) hat die Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____, 

… Zürich, A._____ (fortan Beschwerdeführerin) für eine Forderung in der Höhe 

von Fr. 8'240.55 nebst Zins zu 5 % seit 30. Juli 2019 beim Betreibungsamt Zürich 

… betrieben (Betreibung Nr. 1; act. 10/6). Der Zahlungsbefehl in der Betreibung 

Nr. 1 wurde der Beschwerdeführerin in der Folge am 30. September 2019 

zugestellt und gleichentags erhob die Beschwerdeführerin Rechtsvorschlag 

(act. 10/6). 

1.2 Am 5. Januar 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin das Betreibungsamt 

Zürich … gestützt auf Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG, Dritten die Betreibung Nr. 1 

nicht mehr bekannt zu geben (act. 10/1). Diesem Ersuchen gab das 

Betreibungsamt Zürich … – nachdem sich die Gläubigerin der entsprechenden 

Betreibung (Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____, … Zürich, fortan 

Betreibungsgläubigerin) innert dafür angesetzter Frist nicht hatte vernehmen 

lassen (act. 10/2) – mit Schreiben vom 10. Februar 2020 statt (act. 10/3). Dabei 

wies das Betreibungsamt Zürich … in seinem Schreiben vom 10. Februar 2020 

darauf hin, dass die entsprechende Betreibung Dritten wieder zur Kenntnis 

gebracht würde, sollte die Betreibungsgläubigerin in einem späteren Zeitpunkt 

rechtzeitig ein Gesuch um Beseitigung des Rechtsvorschlages oder eine 

Anerkennungsklage einreichen und dies dem Amt mitteilen (act. 10/3). 

1.3 Mit Schreiben vom 30. September 2020 teilte die Betreibungsgläubigerin 

dem Betreibungsamt Zürich … mit, in der Betreibung Nr. 1 gegen die 

Beschwerdeführerin inzwischen beim Bezirksgericht Zürich eine 

Anerkennungsklage anhängig gemacht zu haben und ersuchte um 

Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr. 1 gegenüber Dritten (act. 10/4). Diesem 

Schreiben legte die Betreibungsgläubigerin eine Orientierungskopie der vom 

gleichen Tag datierenden begründeten Klageschrift an das Bezirksgericht Zürich 

bei (act. 10/4/1). 

- 3 - 

1.4 Mit Mitteilung vom 2. Oktober 2020 informierte das Betreibungsamt 

Zürich … die Beschwerdeführerin darüber, dass die Betreibung Nr. 1 Dritten ab 

sofort wieder bekanntgegeben werde, da die Betreibungsgläubigerin am 

2. Oktober 2020 einen Nachweis darüber erbracht habe, dass das Verfahren zur 

Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet worden sei (act. 2). Gegen diese 

Mitteilung hat die Beschwerdeführerin am 12. Oktober 2020 Beschwerde beim 

Bezirksgericht Zürich als untere kantonale Aufsichtsbehörde über 

Schuldbetreibung- und Konkurs erhoben (fortan Vorinstanz; act. 1). Die 

Vorinstanz hat die Beschwerde der Beschwerdeführerin mit Zirkulationsbeschluss 

vom 18. Dezember 2020 abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist (act. 22 = 

act. 25 [Aktenexemplar] = act. 27, fortan zitiert als act. 25). 

1.5 Gegen den Zirkulationsbeschluss der Vorinstanz vom 18. Dezember 2020 

hat die Beschwerdeführerin mit Schriftsatz vom 8. Januar 2021 (Datum 

Poststempel) rechtzeitig Beschwerde erhoben (act. 26; zur Rechtzeitigkeit vgl. 

act. 23/2). und damit die folgenden Anträge gestellt (act. 26 S. 1): 

"1 - Das Zirkulationsbeschluss vom 18. Dezember 2020 vom Bezirksgericht Zürich im 
Bezug auf 18. Dezember 2020 ist für nichtig zu erklären und aufzuheben. 

 2 - Das Bezirksgericht Zürich ist aufzufordern die Akten im Anerkennungsverfahren 
FV2200155-L vor dem Bezirksgericht 10 Abteilung von der Akten zu entfernen und 
ein neues Zirkulationsbeschluss auf Grund vom eingereichten Nachweis von RA 
X._____ im Bezug auf CB200159 zuzustellen. 

 3 - Die beigezogene Akten im Anerkennungsverfahren FV200155-L sind für nichtig 
zu erklären und aufheben. 

 4 - Die Verfügung des Betreibungsamt Zürich vom 2. Oktober 2020 betreffend 
Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr 1 an Dritte sei für nichtig zu erklären und 
aufzuheben. 

 5 - Das Betreibungsamt Zürich Kreis … sei aufzufordern bzw anzuweisen, Dritten die 
Betreibung Nr 1 nicht wieder bekannt zu geben." 

1.6 Die Akten der Vorinstanz wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 1–23). 

Das Verfahren ist spruchreif. 

2.  

2.1 Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. 

Soweit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone 

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das Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; BSK SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 

2. Aufl. 2010, Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet sich das 

Beschwerdeverfahren gemäss § 18 EG SchKG nach § 83 f. GOG. Dabei ist der 

Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen und es sind die Bestimmungen der 

ZPO sinngemäss anwendbar (§ 83 Abs. 3 GOG). Für den Weiterzug an das 

Obergericht gelten insbesondere die Bestimmungen über die Beschwerde 

gemäss Art. 319 ff. ZPO (§ 84 GOG). 

2.2 Nach Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmittelinstanz 

innert der Rechtsmittelfrist schriftlich und begründet einzureichen. Aus der 

Begründungspflicht ergibt sich, dass die Beschwerde zudem Rechtsmittelanträge 

zu enthalten hat. In der Begründung hat die Beschwerde führende Partei der 

Rechtsmittelinstanz im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen der 

angefochtene Entscheid falsch ist und abgeändert werden soll. An 

Laienbeschwerden werden in dieser Hinsicht zwar nicht allzu strenge 

Anforderungen gestellt. Es genügt aber auf jeden Fall nicht, in einer 

Beschwerdeschrift einen blossen Verweis auf die Vorakten anzubringen und/oder 

pauschale Kritik am vorinstanzlichen Entscheid zu üben, oder das zu 

wiederholen, was bereits vor Vorinstanz vorgebracht wurde (sog. 

Begründungslast; vgl. OGer ZH, LB110049 vom 5. März 2012, E. 1.1 m.w.H.; 

OGer ZH, PF120022 vom 1. Juni 2012, E. 4.1). Mit der Beschwerde kann die 

unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und 

Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). 

2.3 Die Beschwerde vom 8. Januar 2021 (Datum Poststempel) wurde innert der 

Rechtsmittelfrist mit schriftlicher Begründung und mit Anträgen versehen bei der 

Kammer als der zuständigen Rechtsmittelinstanz eingereicht. Auf die Beschwerde 

ist einzutreten. 

3.  

3.1 Die Vorinstanz erwog in ihrem Entscheid, der Rechtsvertreter der 

Betreibungsgläubigerin habe zwar keinen Nachweis darüber erbracht, dass die 

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Anerkennungsklage zur Beseitigung des Rechtsvorschlages tatsächlich und 

rechtzeitig eingeleitet worden sei, denn dieser Umstand sei einzig mit der Beilage 

einer Orientierungskopie der entsprechenden Klageschrift nicht genügend 

nachgewiesen. Aufgrund der beigezogenen Akten sei indessen in Anwendung 

von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG von Amtes wegen erstellt, dass die 

Anerkennungsklage am 1. Oktober 2020 tatsächlich erhoben worden sei. Das 

Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages i.S.v. Art. 8a Abs. 3 lit. d 

SchKG gelte damit tatsächlich als eingeleitet (act. 25 E. 4.2). Von Amtes wegen 

zu prüfen sei sodann – so die Vorinstanz weiter – ob die Einleitung des 

Verfahrens zur Beseitigung des Rechtsvorschlages rechtzeitig erfolgt sei. Dies sei 

hier zu bejahen, denn die dafür geltende Jahresfrist gemäss Art. 88 Abs. 2 SchKG 

sei eingehalten worden (act. 25 E. 4.3). Nach dem klaren Wortlaut von Art. 8a 

Abs. 3 lit. d SchKG sei die rechtzeitige Einleitung eines Verfahrens zur 

Beseitigung des Rechtsvorschlages (beispielsweise also einer 

Anerkennungsklage nach Art. 79 SchKG) ausreichend. Auf die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin betreffend Gültigkeit der Anerkennungsklage und Bestand 

der betriebenen Forderung müsse deshalb nicht weiter eingegangen werden. Die 

mit Schreiben vom 2. Oktober 2020 mitgeteilte Wiederbekanntgabe der 

Betreibung Nr. 1 gegenüber Dritten durch das Betreibungsamt Zürich … sei – 

nachdem der damals fehlende bzw. ungenügende Nachweis für die rechtzeitige 

Einleitung des Rechtsöffnungsverfahrens im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

von Amtes wegen geklärt worden sei – rechtmässig. 

3.2 Die Beschwerdeführerin bemängelt in ihrer Beschwerde primär den von 

Amtes wegen erfolgten Beizug der Akten des Anerkennungsverfahrens 

Nr. FV200155-L durch die Vorinstanz und macht sinngemäss geltend, es sei nicht 

die Aufgabe der Vorinstanz, sich nach einer Verfahrensnummer des Verfahrens 

zur Beseitigung des Rechtsvorschlages zu erkundigen. Vielmehr sei es die 

Aufgabe der anwaltlich vertretenen Betreibungsgläubigerin, einen ausreichenden 

Nachweis dafür vorzulegen, dass ein entsprechendes Verfahren eingeleitet 

worden sei. Da zumindest dem Rechtsvertreter der Betreibungsgläubigerin diese 

Anforderungen hätten bekannt sein müssen, er diesen aber nicht nachgekommen 

sei, hätte das Betreibungsamt Zürich … die Betreibung Nr. 1 Dritten richtigerweise 

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nicht wieder bekannt geben dürfen und die Vorinstanz hätte die Versäumnis des 

Rechtsvertreters der Betreibungsgläubigerin nicht von Amtes wegen korrigieren 

dürfen (act. 26 S. 2 f.). Hinzu komme, dass das für die Anerkennungsklage der 

Betreibungsgläubigerin zuständige Gericht auf diese inzwischen gar nicht 

eingetreten sei wegen Verfahrensfehlern im vorangegangenen 

Schlichtungsverfahren (act. 26 Ziff. 9 und act. 28 [Beilage zur Beschwerde]). 

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde Ausführungen zur 

(fehlenden) Vertretungsbefugnis des Rechtsvertreters der Betreibungsgläubigerin 

(Rechtsanwalt lic. iur. X._____), zur Mandatsführung des Verwalters der 

Betreibungsgläubigerin sowie zur (Un-)Gültigkeit des Zahlungsbefehls in der 

Betreibung Nr. 1 (act. 26 Ziff. 5, Ziff. 10 und Ziff. 11). 

3.3 Gemäss Art. 8a Abs. 3 lit. d. SchKG geben Ämter Dritten von einer 

Betreibung keine Kenntnis, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von drei 

Monaten seit der Zustellung des Zahlungsbefehles ein entsprechendes Gesuch 

gestellt hat, sofern der Gläubiger nach Ablauf einer vom Betreibungsamt 

angesetzten Frist von 20 Tagen den Nachweis nicht erbringt, dass rechtzeitig ein 

Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages (Art. 79–84 SchKG) eingeleitet 

wurde; wird dieser Nachweis nachträglich erbracht oder wird die Betreibung 

fortgesetzt, wird sie Dritten wieder zur Kenntnis gebracht, und zwar unabhängig 

vom Ausgang des zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleiteten 

Verfahrens, mithin selbst wenn der Gläubiger im Rechtsöffnungsverfahren 

unterlegen ist (vgl. OGer ZH, PS190085 vom 6. August 2019, E. 4; bestätigt in 

BGer 5A_656/2019 vom 22. Juni 2020). Aus diesem Grund ist hier für die 

Beurteilung der Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Entscheides betreffend 

Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr. 1 durch das Betreibungsamt Zürich … 

zum Vornherein irrelevant, dass das zuständige Gericht (10. Abteilung des 

Bezirksgerichtes Zürich, Geschäfts-Nr. FV200155-L) mit Verfügung vom 16. 

Dezember 2020, somit zwei Tage vor dem Erlass der hier angefochtenen 

Zirkulationsbeschlusses vom 18. Dezember 2020, auf die Anerkennungsklage der 

Betreibungsgläubigerin gegen die Beschwerdeführerin tatsächlich nicht 

eingetreten ist (vgl. act. 28). Unter diesem Gesichtspunkt gibt der vorinstanzliche 

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Entscheid entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keinerlei Anlass zur 

Kritik. 

Soweit die Beschwerdeführerin weiter den von Amtes wegen erfolgten 

Beizug der Akten des Anerkennungsverfahrens Nr. FV200155-L durch die 

Vorinstanz bemängelt, verkennt sie, dass der Sachverhalt im kantonalen 

Beschwerdeverfahren gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG von der 

Aufsichtsbehörde von Amtes wegen festzustellen ist. Es gilt somit der 

(eingeschränkte) Untersuchungsgrundsatz. Wo zur Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts eine Beweiserhebung unumgänglich ist, hat die 

Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs unaufgefordert bzw. auch 

ohne Antrag einer Partei zu den prozessüblichen Beweismitteln zu greifen. So hat 

sie insbesondere Urkunden von sich aus beizuziehen bzw. allfällige Zeugen und 

Sachverständige zu befragen. Die Erhebungen der Aufsichtsbehörde sollen sich 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber in einem vernünftigen 

Rahmen halten mit Blick darauf, dass das Zwangsverwertungsverfahren (in 

welchem materiellrechtliche Fragen nicht mehr zur Diskussion stehen) 

grundsätzlich speditiv abzuwickeln ist (vgl. zum Ganzen BGE 123 III 328; E. 3, S. 

329; BGer 5A_990/2018 vom 25. Juni 2019, E. 2.2; BSK SchKG I-

COMETTA/MÖCKLI, 2. Aufl. 2010, Art. 20a N 7). Da für die Beurteilung der 

Rechtmässigkeit des Entscheides des Betreibungsamtes Zürich … betreffend 

Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr. 1 gegenüber Dritten relevant ist, ob die 

Betreibungsgläubigerin die Anerkennungsklage tatsächlich und rechtzeitig beim 

dafür zuständigen Gericht eingereicht hat, ist der von Amtes wegen erfolgte 

Aktenbeizug durch die Vorinstanz hier nicht zu beanstanden. Daran vermag 

insbesondere auch die in Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG statuierte grundsätzliche 

Pflicht des Betreibungsgläubigers zum Erbringen des Nachweises, dass er 

rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet hat, 

nichts zu ändern. Denn der Sinn dieser Mitwirkungspflicht des 

Betreibungsgläubigers liegt einzig darin, dem Betreibungsamt Kenntnis von einem 
allenfalls eingeleiteten gerichtlichen Verfahren gemäss den Art. 79–84 SchKG zu 

verschaffen. Hat das Betreibungsamt diese Kenntnis jedoch bereits auf andere Weise 

erlangt, ist das Betreibungsamt nicht einmal dazu verpflichtet, eine diesbezügliche 

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Stellungnahme des Betreibungsgläubigers einzuholen (vgl. BGer 5A_656/2019 vom 

22. Juni 2020, E. 4). Entgegen der Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin setzt 

Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG demnach nicht zwingend voraus, dass der Gläubiger den 

Nachweis darüber erbringt, dass ein Verfahren zur Beseitigung des 

Rechtsvorschlages eingeleitet wurde, und steht die darin statuierte Mitwirkungspflicht 

somit auch einem Aktenbeizug von Amtes wegen nicht entgegen. Dementsprechend 

ist das Vorgehen der Vor-instanz nicht zu beanstanden und die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. Die 

Vorinstanz wäre im Übrigen, wenn sie die Akten nicht von Amtes wegen beigezogen 

hätte, nach Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG verpflichtet gewesen, die Gläubigerin 

nach einer Eingangsanzeige zu fragen, was zum gleichen Ergebnis geführt hätte 

wie der Aktenbeizug.  

Anzumerken ist, dass in den durch die Vorinstanz (auszugsweise) 

beigezogenen Akten des Betreibungsamtes Zürich … (act. 10/1–6) tatsächlich 

keinerlei Abklärungen des Betreibungsamtes darüber, dass die vom 30. September 

2020 datierende Anerkennungsklage der Betreibungsgläubigerin tatsächlich und 

rechtzeitig beim zuständigen Gericht eingereicht worden ist, dokumentiert sind. Es 

muss deshalb davon ausgegangen werden, dass das Betreibungsamt diesbezüglich 

keinerlei weitere Abklärungen vorgenommen und den Entscheid betreffend 

Wiederbekanntgabe der fraglichen Betreibung gegenüber Dritten getroffen hat, ohne 

über einen rechtsgenüglichen Nachweis über die tatsächliche Einreichung und 

Rechtzeitigkeit der Anerkennungsklage zu verfügen. Nachdem sich der Entscheid 

des Betreibungsamtes jedoch inzwischen (bzw. nach Einsicht in die Akten des 

fraglichen Anerkennungsverfahrens vor dem Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, 

Geschäfts-Nr. FV200155-L)  im Ergebnis als richtig erwiesen hat und die 

Beschwerdeführerin die tatsächliche und rechtzeitige Einreichung der 

Anerkennungsklage der Betreibungsgläubigerin selbst nicht bestreitet, bietet auch 

dieser Umstand keinen Anlass zur Beanstandung des vorinstanzlichen Entscheides. 

Dasselbe gilt für den Hinweis, der Vertreter der Gläubigerin (Rechtsanwalt X._____) 

habe keinen Nachweis vorgelegt, dass er "immer noch" berechtigt sei, die 

Gläubigerin zu vertreten (act. 26 Ziff. 5). Die Beschwerdeführerin ergänzt dazu, 

Rechtsanwalt X._____ sei der Strafverteidiger von C._____, des Verwalters der 

Gläubigern, der als einziger berechtigt sei, sie (die Beschwerdeführerin) zu betreiben 

- 9 - 

(act. 26 Ziff. 11). Die (zulässige) Vertretung des Verwalters durch Rechtsanwalt 

X._____ bei der Einleitung der Anerkennungsklage (vgl. auch die Hinweise in act. 

10/4/1 S. 3) wird dadurch nicht in Frage gestellt.   

An diesem Ergebnis vermögen auch die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin zur Mandatsführung des Verwalters der 

Betreibungsgläubigerin (C._____) sowie zur (Un-)Gültigkeit des Zahlungsbefehls 

in der Betreibung Nr. 1 (vgl. act. 26 Ziff. 5, Ziff. 10 und Ziff. 11) nichts zu ändern, 

denn sie sind für die Frage der Wiederbekanntgabe der Betreibung Nr. 1 

gegenüber Dritten nicht von Relevanz. Wie bereits ausgeführt ist für diese Frage 

einzig massgeblich, ob vom Betreibungsgläubiger rechtzeitig ein Verfahren zur 

Beseitigung des Rechtsvorschlages (Art. 79–84 SchKG) eingeleitet worden ist 

oder nicht. Eine materielle Überprüfung der Betreibung kann im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht erwirkt werden, weshalb hier auf die entsprechenden 

Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht weiter einzugehen ist. 

3.4 Weitere bzw. anderweitige Nichtigkeitsgründe, die jederzeit und von Amtes 

wegen zu beachten wären (vgl. BGE 138 II 501, E. 3.1, mit diversen weiteren 

Hinweisen), sind aus den Akten nicht ersichtlich und hat die Beschwerdeführerin 

auch nicht geltend gemacht. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

4.  

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und 

Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Eine Parteienschädigung ist nicht zuzusprechen 

(vgl. Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

- 10 - 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels bzw. einer Kopie von act. 26, sowie unter 

Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das 

Betreibungsamt Zürich …, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form 

einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivil-

sachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung 

mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw R. Schneebeli 
 
versandt am: 
19. April 2021 
 
 
 

	Urteil vom 16. April 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels bzw. einer Kopie von act. 26, sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zürich …, je gegen Empfan...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...