# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83889851-bfa3-54f4-96ce-4c232384f69d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-10
**Language:** de
**Title:** Rückweisung, Teilerwerbstätige, AF im Erwerbsbereich nicht abgeklärt.
**Docket/Reference:** IV.2013.00872
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00872.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00872
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiberin Lienhard
Urteil
vom
10. Februar 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph
Erdös
Erdös
& Lehmann Rechtsanwälte
Kernstrasse 37, Postfach 1368, 8026 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1980, ist Mutter zweier Kinder (geboren 2006 und 2009). Am 16. Januar 2012 meldete sie sich wegen rezidivierenden depres
siven Störungen bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
10/2
Ziff.
6.2,
Ziff.
11). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte einen Aus
zug aus dem individuellen Konto der Versicherten (I
K-Auszug;
Urk.
10/1;
Urk.
10/6) sowie
Arztberichte (
Urk.
10/7;
Urk.
10/8/1-16
)
ein
und führte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Haus
haltabklärung
;
Urk.
10/13) durch. Ebenso wurde eine Abklärung b
etreffend Hilflosigkeit
veranlasst (
Urk.
10/18).
Nach Erlass des Vorbescheids (
Urk.
10/19) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. August 2013 einen Anspruch der Versicherten auf
Hilflosenentschädi
gung
(
Urk.
10/36). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
10/
17;
Urk.
10/29;
Urk.
10/31)
v
erneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Juni 2013
auch
ei
nen Renten
-
anspruch der Versicherten (
Urk.
10/35 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2013 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
26. September 2013 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebun
g des angefochtenen Entscheides und
Zusprache
der gesetzlichen Leistungen oder eventuell Vor
nahme weiterer Abklärungen. Zudem beantragte sie die
Gewäh
-
rung
der unent
geltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2013 (
Urk.
9) beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab
-
weisung der Be
schwerde, was der Beschwerdeführerin am 11. Dezember 2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
11).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
Bei Versicherten mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar.
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_086/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
erachtete die Beschwerdeführerin als seit 23. Juni 2003 in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Es sei von ei
ner Qualifikation als Teilerwerbstätige mit einem Anteil von 30
%
im Erwerbs-
und 70
%
im Haushaltsbereich auszugehen. Aus ärztlicher Sicht
seien
eine Ar
beitsfähigkeit und ein Erwerbspensum von 50
%
zumutbar. Die Einschränkung im Haushalt betrage gemäss Abklärungsbericht 54.65
%
. Es sei nicht nachvoll
ziehbar, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer vollen Erwerbs
tätigkeit nachgegangen wäre, da die IK-Auszüge eine Teilerwerbstätigkeit zeig
ten und die Beschwerdeführerin sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes
ge
sundheitsbedingt
nicht mehr um eine Stelle bemüht habe (
Urk.
2 S. 1 ff.;
Urk.
9).
2.3
Dem hielt die
Beschwerdeführerin entgegen,
s
ie
sei im Haushaltsbereich wesent
lich stärker eingeschränkt und die Aufteilung betrage 20
%
Erwerbs- und 80
%
Haushaltbereich. In letzterem sei von einer Einschränkung von 59.15
%
auszu
gehen. Im Erwerbsbereich bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr, weshalb sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 67
%
ergebe.
Weiter sei aufgrund der Erkenntnisse im Haushaltabklärungsbericht eventuell ein psychiatrisches Gutachten notwen
dig (
Urk.
1 S. 6 ff.).
3.
3.1
Mit Bericht vom 25. Juli 2006 (
Urk.
10/8/10-15) stellten die Ärzte der
Y.___
, wo die Beschwerdeführerin stationär behandelt wurde (vgl. S. 1), folgende Diagnosen (S. 5):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Epi
sode, mittlerweile in Remission befindlich (ICD-10 F32.1)
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z.60.3)
Die Beschwerdeführerin sei nach der Geburt ihres Sohnes wegen Selbst- und potentieller Kindsgefährdung eingewiesen worden. Ihr erstgeborener Sohn sei 2003 infolge eines Sturzes einen Monat nach der Geburt verstorben
, wobei un
geklärt geblieben sei, ob es sich um
eine
Unvorsichtigkeit oder
um
Gewaltan
wendung gehandelt habe
. Die Beschwerdeführerin habe nachfolgend eine De
pression mit Suizidalität erlitten (S. 3). Die stationäre Behandlung habe eine Besserung des psychopathologischen Zustandes mit einem Rückgang der de
pressiven Symptomatik bewirkt (S. 5).
Vom
2.
bis 30. April 2009 war die Beschwerdeführerin erneut in der
Y.___
hos
pitalisiert. Mit Austrittsbericht vom 8. Mai 2009 (
Urk.
10/8/6-9) wurden fol
gende Diagnosen gestellt (S. 1):
-
postpartale
Depression, rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z.60.3)
Die Einweisung sei nach der Geburt des dritten Kindes aufgrund
einer
Ver
schlechterung des psychischen Zustandes erfolgt. Die letzte
Hospitalisation
sei aufgrund ähnlicher Umstände erfolgt. Die Beschwerdeführerin spreche kaum Deutsch (S. 1). Anamnestisch habe die Familie zwischenzeitlich eine problem
lose und glückliche Zeit verbracht und es seien keine Depressionen zu be
obachten gewesen. Erst zwei oder drei Wochen vor der Geburt sei eine depres
sive Verstimmung aufgefallen (S. 2). Es sei eine Familienbegleitung empfohlen worden. Bei fehlender Selbst- und Fremdgefährdung habe man die Beschwer
deführerin in stabilisiertem Zustand nach Hause entlassen können (S. 3).
3.2
Die Ärzte
der
Y.___
diagnostizierten mit Bericht vom 6. März 2012 (
Urk.
10/7
/1-8
) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1), differentialdiagnostisch eine
Dysthymia
mit Double Depression (ICD-10 F34.1). Beide Diagnosen bestünden seit 2003 (
Ziff.
1.1). Bis heute be
stehe für die Tätigkeit im Haushalt eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Man hoffe, dass sich dies auf längere Sicht auf maximal 80
%
steigern lasse (
Ziff.
1). Die Beschwerdeführerin habe kaum soziale Kontakte in der Schweiz und keinen Beruf erlernt. Die Erhebung des psychopathologischen Befundes sei aufgrund der Sprachbarriere deutlich erschwert. Der Befund habe Gedankenkreisen und Grübeln, eine reduzierte Schwingungsfähigkeit und eine bedrückte
Stimmungs
lage
ergeben. Die Beschwerdeführerin sei im Antrieb deutlich reduziert. Es
seien
eine erhöhte psycho-physische Erschöpfbarkeit
, Ängste,
ein
sozialer Rückzug bei zusätzlich bestehender sozialer Isolation und Schuldgefühle feststellbar, je
doch keine Suizidalität oder Fremdgefährdung (
Ziff.
1.4).
Die Beschwerdeführerin leide seit 2003 unter einer rezidivierenden depressiven Störung, welche gegenwärtig mittelgradig ausgeprägt sei. Als Auslöser der ers
ten depressiven Episode würden der Unfalltod ihres ersten Kindes und die Im
migration in die Schweiz gewertet. Neben der depressiven Symptomatik bestehe eine generelle Antriebslosigkeit, die wahrscheinlich nicht nur krankheitsbedingt, sondern bereits prämorbid vorhanden gewesen sei. Eine
Persönlichkeitsakzen
tuierung
mit vor allem unrei
fen Zügen sei zu diskutieren. Es
falle der Beschwer
deführerin schwer, Verantwortung zu übernehmen und den Alltag zu struktu
rieren. Auch nach Abklingen der depressiven Episode werde sie Unterstützung in der Bewältigung des Alltags benötigen (
Ziff.
1.4).
Zu diskutieren sei auch die Diagnose einer
Dysthymia
mit jeweils aufgesetzten
majoren
depressiven Episoden im Sinne einer Double Depression. Die Be
schwerdeführerin habe auch jeweils nach Abklingen der depressiven Episoden unter weiterhin bestehenden deutlichen Funktionseinbussen in der
Alltagsbe
wältigung
gelitten. Dies
e
seien jedoch, sprachlich wie auch kulturell bedingt, teilweise schwierig zu explorieren. Erschwerend komme hinzu, dass eine psy
chotherapeutische Behandlung im engeren Sinn, wie sie bei einer
Dysthymie
und auch einer Persönlichkeitsakzentuierung indiziert sei, sprachlich bedingt nur schwer möglich sei. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin in absehbarer Zeit eine volle Arbeitsfähigkeit im Haushalt erlangen werde. Die langfristige Unterstützung durch eine Familienbegleiterin sei zu empfehlen. Bereits jetzt komme ein- bis zweimal pro Woche jemand zur Unter
stützung in der Hausarbeit und Kinderbetreuung zu der Beschwerdeführerin nach Hause (
Ziff.
1.4).
Eine ambulante psychiatrische Therapie finde in etwa zweiwöchigem Setting statt. Eine psychotherapeutische Behandlung im engeren Sinn sei sprachlich und vermutlich auch kulturell bedingt nicht möglich (
Ziff.
1.5). Als Hausfrau sei die Beschwerdeführerin seit Juni 2010 mindestens zu 50
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Dabei bestünden die psychischen Einschränkungen aufgrund der de
pressiven Episode. Die Beschwerdeführerin sei reduziert belastbar, ihre
Er
schöpfbarkeit
sei erhöht, ihr Durchhaltevermögen verringert und ihre Kon
zentrationsfähigkeit reduziert. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei wäh
rend drei bis vier Stunden pro Tag, maximal während vier Tagen pro Woche, zumutbar (
Ziff.
1.7). Diese Einschränkungen liessen sich mittels Fortführen der aktuellen Massnahmen verbessern, wodurch eine sukzessive Steigerung der Leistungsfähigkeit auf 80
%
zu erhoffen sei (
Ziff.
1.8).
3.3
Dr.
med.
Z.___
, FMH Allgeme
ine Innere Medizin, stellte mit Bericht vom 27. März 2012 (
Urk.
10/8/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Status nach
postpartaler
Depression 2003 (in der Folge mit Tod des Kin
des), 2006 und 2009, ICD-10 F53.1
-
rezidivierende depressive Störung mit depressiver Grundstimmung und schweren, invalidisierenden depressiven Episoden (ICD-10 F33.2, evtl. F32.1)
Seit 2003 bestehe eine etwa 30%ige, nicht kontinuierliche Arbeitsfähigkeit im Haushalt (
Urk.
10/8/1 oben).
Die Beschwerdeführerin leide seit den Geburten wiederholt an schweren depres
siven Episoden mit allgemeinem Desinteresse, Sterbewunsch, Unfähigkeit zur rudimentärsten Kinderbetreuung und Haushaltsarbeit. Dies habe letztmals im Sommer 2010 zur
Hospitalisation
geführt. Aktuell werde sie durch den Ehe
mann, die Familienarbeiterin,
eine
Psychotherapie und
die
Krippenbetreuung der Kinder unterstützt. Hinsichtlich der Prognose sei festzuhalten, dass eine Sta
bilisierung das Ziel darstelle. Eine Besserung oder gar Heilung sei nicht zu er
warten (
Ziff.
1.4).
Als Hausfrau sei die Beschwerdeführerin seit 2003 zu 70
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Die Beschwerdeführerin sei körperlich gesund, jedoch infolge der psychischen Krankheit nicht in der Lage, die Kinderbetreuung und die
Haus
haltarbeit
kontinuierlich
und zuverlässig zu erfüllen. Sie brauche täglich min
destens im Umfang von 50
%
, in schlechten Zeiten zu 100
%
Unterstützung. Die Arbeitsunfähigkeit wirke sich so aus, dass die Beschwerdeführerin einfach alles liegen lasse. Sie
kümmere sich
weder
um
die Kinder, noch räume sie auf. Auch Abfall lasse sie einfach auf dem Boden liegen. Es träten dann Sterbegedanken und ein Desinteresse für alle Familienmitglieder auf, verbunden mit grosser Scham (
Ziff.
1.7). Mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit sei nicht zu rechnen (
Ziff.
1.9).
3.4
Anlässlich der Haushaltabklärung vom 11. September 2012 (Bericht vom
8. Feb
ruar 2013;
Urk.
10/13) führte die Beschwerdeführerin im Beisein einer Übersetzerin aus,
es gehe ihr gesundheitlich manchmal gut und manchmal nicht. Die Phasen würden jeweils ein bis zwei Monate anhalten. In den schlecht
en Phasen sei ihr alles zu viel und
sie könne dann weder
Reinigungsar
beiten
im Haushalt ausführen noch sich angemessen um die Kinder kümmern. Dies müsse dann ihr Ehemann übernehmen. Dass sie sich nicht genügend um die Kinder kümmern könne, belaste sie sehr (S. 2 oben).
Von Januar 2006 bis Dezember 2008 habe sie
in einem Pensum von
12 Stunden pro Woche Reinigungsarbeiten im Restaurant
A.___
verrichtet
(S. 2
Ziff
2.2). Im Jahr 2004 und 2005 habe sie dies ebenfalls für kurze Zeit als
Fe
rienvertretung
getan, sei jedoch aufgrund der häufigen krankheitsbedingten Fehlzeiten nicht weiter beschäftigt worden.
Sie habe dort
von Montag bis Samstag jeweils am Abend während zwei Stunden die Böden, Toiletten und die Küche gereinigt. Diese Arbeit habe sie kurz nach der Geburt ihres Sohnes wieder aufgenommen. Jedoch sei ihr alles zu viel geworden, weshalb sie im Jahr 2008 die Kündigung erhalten habe. Sie habe sich dann bei der Arbeitslosenversiche
rung gemeldet und eine Stelle im gleichen Pensum von ein bis zwei Stunden täglich gesucht. Die restliche Zeit sei sie bewusst Hausfrau und Mutter gewesen. Im Jahr 2009 sei ihre Tochter auf die Welt gekommen und sie habe aus gesund
heitlichen Gründen keine Bewerbungen mehr getätigt (
Ziff.
2.4).
Bei guter Ge
sundheit würde sie nach eigenen Angaben im gleichen Pensum arbeiten wie damals im Restaurant, dies aus finanziellen Gründen. Die restliche Zeit würde sie Hausfrau und Mutter sein. Da sie die Arbeit am Abend ausführen würde, wäre die Kinderbetreuung durch den Ehemann abgedeckt. Die
Abklärungsper
son
hielt dazu fest, dass dies
auch aus finanziellen Gründen
nachvollziehbare Angaben seien
; da der Ehemann bei einem Vollpensum Fr. 3‘500.-- netto
ver
diene.
Bei einem normalen Arbeitspensum von 42 Stunden pro Woche würden 12 Wochenstunden einem Pensum von 28.57
%
entsprechen, weshalb von einer Qualifikation von gerundet 30
%
Erwerbs- und 70
%
Haushaltsbereich auszuge
hen sei (
Ziff.
2.5).
Im mit 30
%
gewichteten Bereich der Kinderbetreuung ermittelte die
Abklä
rungsperson
eine Einschränkung von 55
%
(vgl.
Ziff.
6.6). Beide Kinder würden seit 2009 den
ganzen Tag in die Krippe gehen. D
ies sei aufgrund der gesund
heitlichen Situation der Beschwerdeführerin veranlasst worden. Sie sei mit der Aufsicht der beiden Kinder überfordert und könne sich nur auf ein Kind kon
zentrieren.
Der Ehemann rufe sie jeden Morgen mehrmals von der Arbeit aus an, damit sie rechtzeitig aufstehe und die Kinder versorge.
Die Gesamteinschränkung betrage 54.65
%
, was bei einem Anteil
Haushaltbe
reich
von 70
%
einen Invaliditätsgrad von 38.26
%
ergebe (
Ziff.
8).
3.5
RAD-Arzt
Dr.
med. univ.
B.___
, Facharzt für Neurologie, führte am
4. Dezember 2012 aus, es könne auf die Ergebnisse der Haushaltabklärung ab
-
ge
stellt werden. Im hypothetischen Bereich einer 30%igen Erwerbstätigkeit könne ebenfalls von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Die An
gaben würden sich auf ein hypothetis
ches Pensum von 100
%
beziehen
(
Urk.
10/15/3).
3.6
RAD-Arzt med.
pract
.
C.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie, hielt am 21. Juni 2013 (
Urk.
10/34/2 unten f.) fest, dass seitens der
Y.___
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert und davon ausgegangen werde, dass in absehbarer Zeit eine volle Arbeitsfähigkeit im Haushalt erreicht werden könne. Es könne
somit
von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ausgegan
gen werden. Besonders bei einer
Dysthymie
könne von einem ausreichenden Ressourcenpotential für eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen wer
den.
4
.
4
.1
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode
der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit
der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 15.
Mai
2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
4.2
Die von der Beschwerdegegnerin
unter Berücksichtigung aller Umstände
vorge
nommene Qualifikation der Beschwerdeführerin mit einem Anteil von 30
%
Er
werbs- und 70
%
Haushaltbereich
ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde
führerin selbst hielt anlässlich der Haushaltabklärung fest, dass
sie auch nach der Geburt ihrer Kinder und bei guter Gesundheit im gleichen Pensum wie bis
her Reinigungsarbeiten verrichten würde. Dies ist sowohl angesichts der finan
ziellen Lage der Familie, welche ein Teilpensum der Beschwerdeführerin als na
heliegend erscheinen lässt, wie auch angesichts ihrer bisherigen
Erwerbsbiogra
phie
(vgl. IK-Auszug;
Urk.
10/6)
nachvollziehbar. Die abendliche Anwesenheit des Ehemannes würde denn auch eine Tätigkeit in den Abendstunden im
Ge
sundheitsfall
erlauben. Auch n
ahm die Beschwerdegegnerin eine
Vergleichs
rechnung
anhand der statistischen Lohnwerte in der Reinigungsbranche vor (vgl.
Urk.
2 S.
3 und
Urk.
10/34/3)
, welche das angenommene Pensum im
Ge
sundheitsfall
bestätigte.
Ein hypothetischer Anteil von 30
%
im Erwerbsbereich erscheint
insgesamt als überwiegend wahrscheinlich, weshalb von einer Qualifi
kation von 30
%
Erwerbs- und 70
%
Haushalttätigkeit auszugehen ist.
5
.
5
.1
Die Fachärzte der
Y.___
diagnostizierten eine seit 2003 bestehende, rezidivie
rende depressive Störung mit teilweise schweren, gegenwärtig mittelgradigen Episoden (vgl. vorstehend E. 3.1-2). Dabei ist dem Verlauf zu entnehmen, dass die schweren
depressiven Episoden jeweils in engem
Zusammenhang mit
den Geburten standen und zwischenzeitlich Besserung fanden (vgl. vorstehend
E. 3.1). Jedoch habe die Beschwerdeführerin auch nach Abklingen der de
-
pressiven
Symptomatik weiterhin unter deutlichen Funktionseinbussen in der
Alltagsbe
wältigung
gelitten und benötige Unterstützung.
Die Ärzte beschrieben, dass die Beschwerdeführerin reduziert belastbar und erhöht erschöpfbar sei und dass ihr Durchhaltevermögen und ihre Konzentrationsfähigkeit verringert seien.
Dass da
mit nach Einschätzung der Fachärzte längerfristig eine Arbeitsfähigkeit im Haushalt im Umfang von 50
%
besteht, erscheint deshalb als nach
-
vollziehbar. Insbesondere der Bericht vom 6. März 2012 vermag den praxis
-
gemässen Anfor
derungen an einen Arztbericht (vgl.
vorstehend E. 1.3
) zu genügen, weshalb darauf abzustellen ist.
5
.2
Dagegen erscheint die Beurteilung durch
Dr.
Z.___
, wonach die Be
schwerdeführerin im Haushalt zu 70
%
arbeitsunfähig sei, weniger überzeugend,
insbesondere
da
Dr.
Z.___
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin ist
und ihr damit hinsichtlich der Beurteilung der Fähigkeiten der Beschwerdefüh
rerin nicht die gleiche Fachkompetenz zukommt wie den Ärzten der
Y.___
. Rechtsprechungsgemäss sind f
ür die verlässliche Beurteilung des psychischen Ge
sundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit  in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
5
.3
In weitgehender Übereinstimmung mit der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt von 50
%
durch die
Y.___
-Ärzte
wurde auch anlässlich der Haushaltabklärung eine Einschränkung von 54.65
%
ermittelt. Somit widersprechen sich vorliegend die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Restarbeitsfähigkeit nicht
(vgl. vorste
hend E. 1.4)
, so dass auch auf den Haushaltsbericht vom 8. Februar 2013 abge
stellt werden kann.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, aufgrund des Wegfalls der Familienbegleitung ab Mai 2013 im Bereich Kinderbetreuung stär
ker eingeschränkt zu sein (vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
17-18), ist darauf hinzuweisen, dass die Kinder nach Lage der Akten tagsüber ohnehin
auswärtig betreut wer
den (vgl. vorstehend E. 3.4)
.
Die Familienbegleitung fand zudem bereits im Zeitpunkt der Abklärung im September 2012 nur
noch
etwa einmal monatlich statt (vgl.
Urk.
10/12), so dass auch dem gänzlichen Wegfall dieser Hilfe kein wesentlicher Einfluss auf die Abklärungsresultate zukommt.
Zusammenfassend besteht somit im Haushaltsbereich eine
Einschränkung
von 5
4.64
%
.
5
.4
Für den Erwerbsbereich ging RAD-Arzt
Dr.
B.___
von
einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
aus (vgl. vorstehend E. 3.5). Dies
wurde
nicht begründet und
ist
nicht nachvollziehbar, hat doch keiner der beteiligten Ärzte eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich vorgenommen. Aus den Angaben der
Y.___
-Ärzte, wonach eine behinderungsangepasste Tätigkeit während drei bis vier Stunden täglich und maximal vier Tage pro Woche zu
mutbar sei (vgl.
Urk.
10/7
Ziff.
1.7), kann weder auf eine ausserhäusliche noch auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit geschlossen werden. Darüber hinaus
gilt für die Beurteilung durch
Dr.
B.___
als Facharzt für Neurologie das vorstehend in Erwägung 4.2 Gesagte.
Zur Stellungnahme von med.
pract
.
C.___
(vgl. vorstehend E. 3.6) ist festzuhalten, dass seine Annahme, es sei in absehbarer Zeit mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen, in den medizini
schen Akten keine Stütze findet. Zudem wurde die
Dysthymie
, aufgrund derer med.
pract
.
C.___
von einem ausreichenden Ressourcenpotential ausgeht, lediglich als Verdachtsdiagnose genannt.
Angesichts des Umstands, dass es der Beschwerdeführerin schwer fällt, Verant
wortung zu übernehmen und ihren Alltag zu strukturieren (vgl.
Urk.
10/7
Ziff.
1.4) und sie mehrfach an Termine, die Einnahme ihrer Medikamente und das morgendliche Bereitmachen der Kinder erinnert werden muss (vgl.
Urk.
10/18/3), kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch in der Ausfüh
rung einer ausserhäuslichen Tätigkeit eingeschränkt ist, zumal sie am Arbeits
platz kaum auf die Hilfe im Aufgabenbereich (Erinnerungshilfen ihres Eheman
nes und Familienbegleitung) zurückgreifen kann.
Für die Annahme der
Be
schwerdegegnerin
, die Beschwerdeführerin sei im Erwerbsbereich nicht einge
schränkt, besteht somit keine medizinische Grundlage. Damit ist auch nicht überprüfbar, wie hoch der Gesamtinvaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ist.
In dieser Hinsicht fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.
Nachdem die Frage der Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich bislang nicht abgeklärt wurde, rechtfertigt sich eine Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin.
6.
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Es ist angezeigt, die
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
im Erwerbsbereich fachärztlich abkläre
und hernach über die Rentenfrage neu verfüge.
In diesem Sinn ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Beschwerde gutzuheissen.
7.
7.1
Die Kost
en des Verfahrens sind auf
Fr.
8
00.-- festzulegen (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden
Be
schwerdegegnerin
aufzuerlegen.
7.
2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese
ist
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
)
und beim praxisgemässen
Stun
denansatz
von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
1‘500
.-- (in
klusive
MWSt
und Auslagenersatz) festzusetzen.
Bei diesem Verfahrensausgang erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in
dem Sinne gutgeheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom 2
6.
Juni 2013
aufgeho
ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter
Abklärung im Sinne der Erwägun
gen, neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessent
-
schä
digung
von
Fr.
1'500
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Christoph
Erdös
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannLienhard