# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f18f3973-93c8-511c-87b3-09025d08813d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2025 A-265/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-265-2025_2025-12-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-265/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal, 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Gerichtsschreiberin Claudia Burri. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch 

lic. iur. Anna Brauchli, Rechtsanwältin, 

Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA),  

Beschwerdeführer,  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Datenänderung im ZEMIS; 

Verfügung vom 16. Dezember 2024. 

 

 

 

A-265/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______, afghanischer Staatsbürger, reichte am 14. August 2023 in der 

Schweiz ein Asylgesuch ein. Auf dem Personalienblatt für Asylsuchende 

des Staatssektretariats für Migration (SEM) führte er als Geburtsdatum das 

Jahr 2007 auf und wurde im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS) mit dem Geburtsdatum 1. Januar 2007 erfasst. Ein Abgleich mit 

der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit «Eurodac») 

ergab, dass der Beschwerdeführer am 16. Juni 2023 bei der Durchreise in 

Griechenland mit dem Geburtsdatum 1. Januar 2006 registriert worden 

war, welches folglich unter seinem Alias als Geburtsdatum geführt wurde. 

B.  

Am 4. September 2023 hörte das SEM A._______ im Rahmen der Erstbe-

fragung zu seinen persönlichen Umständen sowie summarisch zu seinen 

Asylgründen an. Gleichentags reichte er eine Fotografie seiner Tazkira 

(amtliches afghanisches Identitätsdokument) ein. 

C.  

Mit Verfügung vom 5. Oktober 2023 lehnte das SEM das Asylgesuch von 

A._______ ab und verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz. Da der 

Wegweisungsvollzug unzumutbar war, wurde er vorläufig in der Schweiz 

aufgenommen. 

D.  

Nach dem abgeschlossenen Asylverfahren ersuchte das Migrationsamt 

des Kantons Zürich das SEM am 18. März 2024 wegen Zweifel an der Min-

derjährigkeit von A._______ um eine Altersprüfung. 

E.  

Dem Gesuch entsprechend, beauftragte das SEM am 22. April 2024 das 

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitäts-

spitals Zürich mit der Durchführung einer forensischen Lebensaltersschät-

zung. Die für den 3. Mai 2024 vorgesehene medizinische Altersabklärung 

konnte nicht durchgeführt werden, da A._______ die Mitwirkung verwei-

gerte. 

F.  

Am 24. September 2024 reisten die Eltern und die Schwester von 

A._______ in die Schweiz ein und stellten gleichentags ein Asylgesuch. 

Sie wurden am 25. sowie am 28. Oktober 2024 durch das SEM vertieft zu 

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Seite 3 

den Asylgründen angehört. Das Alter und Geburtsdatum von A._______ 

war ebenfalls Gegenstand dieser Anhörungen. 

G.  

Am 1. November 2024 informierte das SEM A._______ über die beabsich-

tigte Änderung seines Geburtsdatums vom 1. Januar 2007 auf den 1. Ja-

nuar 2006 im ZEMIS und gewährte ihm das rechtliche Gehör. 

H.  

Am 29. November 2024 nahm der Beschwerdeführer dazu Stellung und 

lehnte die beabsichtigte Anpassung des Geburtsdatums ab. Auf eine er-

gänzende Stellungnahme verzichtete er. 

I.  

Mit Verfügung vom 16. Dezember 2024 änderte das SEM das Geburtsda-

tum von A._______ im ZEMIS auf den 1. Januar 2006 und fügte einen Be-

streitungsvermerk hinzu. 

J.  

Gegen diese Verfügung des SEM (nachfolgend: Vorinstanz) liess 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 14. Januar 

2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben. Er bean-

tragte, die Verfügung der Vorinstanz sei vollständig aufzuheben und sein 

Geburtsdatum im ZEMIS sei auf den 1. Januar 2007 zu setzen. Eventuali-

ter sei die Verfügung aufzuheben und sein Geburtsdatum im ZEMIS auf 

den 12. April 2006 zu setzen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben und die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung seiner Rechtsvertreterin als 

unentgeltliche Rechtsbeiständin. 

K.  

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 15. Januar 2025 wurde auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und der Beschwerdeführer 

aufgefordert, eine Sozialhilfebestätigung einzureichen sowie den Nach-

weis zu erbringen, dass seine Rechtsvertreterin in einem kantonalen An-

waltsregister eingetragen ist. 

L.  

Nach Eingabe einer Unterbringungs- und Unterstützungsbestätigung des 

Beschwerdeführers wurde ihm die unentgeltliche Prozessführung am 

5. Februar 2025 bewilligt. 

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Seite 4 

M.  

Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung vom 11. Februar 2025 an ihrer 

angefochtenen Verfügung und der Beschwerdeführer in seinen Schlussbe-

merkungen vom 2. April 2025 an seinen Begehren fest. 

N.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit relevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz nach Art. 33 Bst. d VGG 

erlassen wurde. Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist das 

Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig 

(Art. 31 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids 

sowohl formell als auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde 

legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller Kogni-

tion. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzungen des Bun-

desrechts – einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermes-

sens –, auf unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts und auf Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Es wendet 

das Recht von Amtes wegen an und ist nicht an die Begründung der Par-

teien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Ferner würdigt es die Beweise frei, 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtge-

mäss (Grundsatz der freien Beweiswürdigung; vgl. Art. 40 des Bundesge-

setzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] 

i.V.m. Art. 19 VwVG). 

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Seite 5 

3.  

Strittig und zu prüfen ist in der Hauptsache, ob als Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers der 1. Januar 2007 einzutragen ist. 

3.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, der Be-

schwerdeführer habe sich während des Asylverfahrens zu seinem Alter 

wiederholt ungenau und widersprüchlich geäussert. Da zum Zeitpunkt des 

Asylentscheids jedoch keine stichhaltigen Hinweise auf die Volljährigkeit 

des Beschwerdeführers vorgelegen hätten, habe sie von weiteren Alters-

abklärungen abgesehen. Bezüglich der später angeordneten medizini-

schen Altersabklärung habe sie den Beschwerdeführer hinreichend aufge-

klärt. In Verletzung seiner Mitwirkungspflicht habe die Untersuchung je-

doch nicht durchgeführt werden können, womit ihr die Altersabklärung des 

Beschwerdeführers verunmöglicht worden sei. Zudem lägen durch die un-

substantiierten und widersprüchlichen Angaben der Eltern sowie der 

Schwester des Beschwerdeführers neue, gewichtige Hinweise vor, die ge-

gen seine Minderjährigkeit sprechen würden. In Gesamtwürdigung aller 

Anhaltspunkte sei der Beschwerdeführer als volljährig zu betrachten, da 

ein Alter von 18 Jahren oder älter als wahrscheinlicher gelten würde. Ge-

mäss Amtspraxis habe sie folglich als fiktives Geburtsdatum den 1. Januar 

des Jahres festgelegt, in dem der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der 

Verfügung als 18 Jahre alt gelte. 

3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er habe glaubhaft gemacht, 

dass er sich nicht an sein genaues Geburtsdatum erinnere und habe dies-

bezüglich auf seine Tazkira verwiesen. Während des Asylverfahrens sei 

sein registriertes Geburtsdatum vom 1. Januar 2007 unverändert geblie-

ben. Erst auf Gesuch der kantonalen Behörden hin sei eine medizinische 

Altersabklärung angeordnet worden. Zu dieser sei er nicht erschienen, da 

ihm seine Mitwirkungspflicht nicht bewusst gewesen und er nur ungenü-

gend über die Tragweite aufgeklärt worden sei. Zudem seien die Aussagen 

der Familienmitglieder nicht widersprüchlich. Vielmehr hätten sie überein-

stimmend ausgesagt, dass sie sein exaktes Alter nicht kennen würden und 

er ungefähr 17 Jahre alt sei. Die Fragetechnik der Vorinstanz habe diesbe-

züglich zu einer falschen Sachverhaltsermittlung geführt. Folglich sei auch 

nicht ersichtlich, was sich seit dem Asylentscheid geändert haben soll. In 

der Gesamtwürdigung sei der 1. Januar 2007 als wahrscheinlicheres Ge-

burtsdatum einzutragen. 

3.3 Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, dass basierend auf 

den Aussagen des Beschwerdeführers im Asylverfahren als Geburtsjahr 

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Seite 6 

sowohl das Jahr 2007 als auch das Jahr 2006 infrage kommen würden. 

Zudem würde die Annahme der Minderjährigkeit zum Zeitpunkt des Asyl-

entscheids dem bestrittenen Geburtsdatum vom 1. Januar 2006 nicht ent-

gegenstehen. Vielmehr sei der Beschwerdeführer auch nach eigener Aus-

sage zum Zeitpunkt des Entscheids 17 Jahre alt gewesen. Seinem Ein-

wand, wonach sie die Aufklärungspflicht verletzt habe, könne nicht gefolgt 

werden. Weiter gehöre es zu ihren Aufgaben, bei vagen Angaben nachzu-

fragen und den Sachverhalt möglichst zu klären. Die Widersprüche in den 

Angaben der Eltern und der Schwester des Beschwerdeführers seien nicht 

durch die Art der Fragestellung zu begründen. Den Vorwurf der Untersu-

chungspflichtsverletzung durch das Unterlassen einer medizinischen 

Altersabklärung während des Asylverfahrens weist sie zurück. 

3.4 In seinen Schlussbemerkungen weist der Beschwerdeführer darauf 

hin, seine Aussagen während des Asylverfahrens würden dem Geburtsda-

tum vom 1. Januar 2007 nicht entgegenstehen. 

3.5  

3.5.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, das der einheitlichen Bearbeitung von Personendaten aus dem 

Ausländer- und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bun-

desgesetzes vom 20. Juni 2003 über das Informationssystem für den Aus-

länder- und den Asylbereich, BGIAA, SR 142.51). Nach Art. 19 Abs. 1 der 

Verordnung über das Zentrale Migrationsinformationssystem vom 12. April 

2006 (ZEMIS-Verordnung, SR 142.513) richten sich die Rechte der Be-

troffenen nach den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes vom 25. Sep-

tember 2020 (DSG, SR 235.1) und des VwVG. Dies gilt insbesondere für 

die Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrechte sowie das Recht auf 

Informationen über die Beschaffung besonders schützenswerter Perso-

nendaten. 

3.5.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu 

vergewissern (Art. 6 Abs. 5 DSG). Werden Personendaten von Bundesor-

ganen bearbeitet, kann jede betroffene Person verlangen, dass unrichtige 

Personendaten berichtigt werden (Art. 41 Abs. 2 Bst. a DSG). Auf die Be-

richtigung besteht ein absoluter und uneingeschränkter Anspruch 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_44/2021 vom 4. August 2021 E. 4; 

BVGE 2018 VI/3 E. 3.2). Unrichtige Daten sind von Amtes wegen zu be-

richtigen (Art. 19. Abs. 3 ZEMIS-Verordnung). 

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Seite 7 

3.5.3 Grundsätzlich hat die Bundesbehörde die Richtigkeit der bearbeite-

ten Daten zu beweisen, wenn diese von einer betroffenen Person bestritten 

wird. Demgegenüber obliegt der betroffenen Person der Beweis der Rich-

tigkeit der verlangten Änderung (Urteil des BGer vom 7. März 2022 

1C_788/2021 und 1C_74/2022 E. 3.3 m.w.H.). Für die Berichtigung eines 

Geburtsdatums im ZEMIS gelten die Beweisregeln nach DSG und VwVG 

(BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3). Die beweisbelastete Partei hat strittige Tatsa-

chen zu beweisen. Eine Tatsache gilt als bewiesen, wenn sie in Würdigung 

sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen 

Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich 

(BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). 

3.5.4 Gemäss Untersuchungsgrundsatz hat die mit der Berichtigung be-

fasste Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (Art. 12 

VwVG), falls notwendig auch durch Auskünfte von Drittpersonen (Art. 12 

Bst. c VwVG). Die Behörde hat – auch im Ausländerrecht – zu diesem 

Zweck insbesondere die erforderlichen Fragen zu stellen (vgl. Urteil des 

BGer 2C_651/2020 vom 8. Oktober 2020, E. 3.1) sowie im Zweifelsfall 

nachzufragen (vgl. Urteil des BGer 2C_349/2020 vom 12. November 2020, 

E. 4.3.3). Bestehen Hinweise, dass eine angeblich minderjährige ausländi-

sche Person das Mündigkeitsalter bereits erreicht hat, so können die zu-

ständigen Behörden ein Altersgutachten veranlassen (Art. 102 Abs. 1bis 

des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, 

SR 142.20]), wobei eine weitergehende Mitwirkungspflicht für Ausländerin-

nen und Ausländer besteht (Art. 13 Abs. 1 Bst. c VwVG i.V.m. Art. 90 AIG). 

Ausländerinnen und Ausländer sind zur Mitwirkung insbesondere bei der 

Ermittlung von Tatsachen verpflichtet, die ohne ihre Mitwirkung nicht oder 

nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (Art. 90 Bst. c 

AIG; vgl. Urteil 2C_651/2020, E. 3.1), wobei die Behörde die Partei darüber 

aufzuklären hat, worin die Mitwirkungspflicht besteht und welche Tragweite 

ihr zukommt (BGE 132 II 113 E. 3.2). Eine Verletzung der Mitwirkungs-

pflicht ist im Rahmen der freien Beweiswürdigung bei der Entscheidfindung 

zu berücksichtigen. Die beweisbelastete Partei, die ihre Mitwirkungspflicht 

verletzt, hat die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen, indem 

die Behörde auf weitere Abklärungen verzichtet und aufgrund der beste-

henden Aktenlage entscheidet (vgl. BVGE 2008/46 E. 5.6.1; Urteil des 

BVGer A-1987/2016 vom 6. September 2016 E. 8.7.4.1). 

3.5.5 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigter Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch der neuen Personen-

daten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder die einen noch die 

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Seite 8 

anderen Daten bearbeitet werden (Art. 6 Abs. 5 DSG). Dies ist jedoch nicht 

immer möglich. Bestimmte Personendaten müssen zur Erfüllung wichtiger 

öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bearbeitet werden. Dies gilt für im 

ZEMIS erfasste Geburtsdaten. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche 

Interesse an der Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das In-

teresse an deren Richtigkeit. Für solche Fälle sieht Art. 41 Abs. 4 DSG die 

Anbringung eines Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die 

Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten bestritten ist. 

3.5.6 Die Beweisregel, wonach im Zweifelsfall von der Minderjährigkeit 

auszugehen ist ("in dubio pro minore"), ist dem vorliegend massgeblichen 

Datenschutzrecht fremd (Urteil des BGer 1C_709/2017 vom 12. Februar 

2019 E. 2.4 m.w.H.). Spricht mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind 

die bisherigen Angaben unter Anbringung eines Bestreitungsvermerks zu 

berichtigen. Verhält es sich umgekehrt – erscheint also die Richtigkeit der 

bisher eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als 

unwahrscheinlicher – sind diese zu belassen und mit einem Bestreitungs-

vermerk zu versehen (Urteil des BGer 1C_788/2021, 1C_74/2022 vom 

7. März 2022 E. 3.3; BVGE 2018 VI/3 E. 3.4). 

3.6 Der Beschwerdeführer legt keine Beweismittel vor, die auf das exakte 

Geburtsdatum schliessen lassen. Einer Tazkira ist praxisgemäss ein gerin-

ger Beweiswert beizumessen (BVGE 2013/30 E. 4.2.2). Vorliegend ist die-

ser zusätzlich geschmälert, da nur eine Fotografie des Dokuments vorhan-

den ist. Die Vorinstanz kann das exakte Geburtsdatum ebenfalls nicht be-

legen. Sie stützt ihren Entscheid insbesondere auf das Aussageverhalten 

des Beschwerdeführers sowie seiner Familienmitglieder. 

Das exakte Geburtsdatum des Beschwerdeführers lässt sich somit nicht 

mit dem nötigen Beweisgrad feststellen und im ZEMIS eintragen. 

3.7 Im Rahmen einer Würdigung der Gesamtumstände ist folglich das 

wahrscheinlichere Geburtsdatum zu ermitteln und im ZEMIS zu belassen 

oder einzutragen (BVGE 2018 VI/3 E. 3.5). 

3.7.1 Der Tazkira des Beschwerdeführers ist kein genaues Geburtsdatum 

zu entnehmen. Bezüglich seines Alters enthält das Dokument nur den Ver-

merk, dass er zum Zeitpunkt der Ausstellung nach persischem Kalender 

am 23.1.1393 (umgerechnet am 12. April 2014) auf etwa acht Jahre ge-

schätzt wurde. Rein rechnerisch ist die Tazkira somit ein gewisses Indiz für 

das Geburtsjahr 2006. 

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Seite 9 

3.7.2 Dem Personalienblatt für Asylsuchende ist nur die Angabe zum Ge-

burtsjahr 2007 zu entnehmen. Aus dem Erstbefragungsprotokoll des Be-

schwerdeführers geht hervor, dass er zum Zeitpunkt der Befragung 

(4. September 2023) angab, er sei vor zwei Monaten 17 Jahre alt gewor-

den. Er könne sich an sein genaues Geburtsdatum nicht erinnern und ver-

wies auf seine Tazkira. Auf die Nachfrage der Vorinstanz hin, wieso sein 

Geburtsdatum auf der Registrierung in Griechenland abweiche, teilte er 

mit, dass er zu diesem Zeitpunkt (16. Juni 2023) noch nicht 17 Jahre alt 

gewesen sei und ihn die Behörden daher mit dem Geburtsdatum vom 

1. Januar 2006 registriert hätten. Zudem führte er aus, an seinem letzten 

Schultag vor zwei oder zweieinhalb Jahren 14 oder 15 Jahre alt gewesen 

zu sein. 

Ein exaktes Datum lässt sich folglich weder dem Personalienblatt noch den 

Aussagen des Beschwerdeführers entnehmen. Gemäss seinen Aussagen 

läge rein rechnerisch das strittige Geburtsdatum zwischen Mitte Juni und 

Juli 2006, womit seine Aussagen wiederum ein gewisses Indiz für das Ge-

burtsjahr 2006 darstellen. 

3.7.3 Während des Asylverfahrens des Beschwerdeführers hat sein Bruder 

im Rahmen seiner Erstbefragung vom 5. September 2023 angegeben, der 

Beschwerdeführer sei etwa 17 Jahre alt. Aus den Befragungsprotokollen 

der Eltern und der Schwester des Beschwerdeführers vom 25. sowie 

28. Oktober 2024 geht kein genaues Geburtsdatum des Beschwerdefüh-

rers hervor. Die Angaben zu seinem Alter sind nur vage gehalten und teil-

weise widersprüchlich (etwa 17 oder 18 Jahre alt). Die Vorinstanz war da-

her berechtigt und verpflichtet zur Sachverhaltsermittlung an die Familien-

mitglieder Nachfragen zu stellen. Auch auf diese Nachfragen hin blieben 

ihre Angaben jedoch weiterhin vage. 

Aus den Aussagen der Familienmitglieder kann kein exaktes Geburtsda-

tum entnommen werden. Die Aussage des Bruders des Beschwerdefüh-

rers ist ein gewisses Indiz für das Geburtsjahr 2006. Die vagen Angaben 

der Eltern und der Schwester vermögen keines der fraglichen Geburtsjahre 

als wahrscheinlicher in den Vordergrund zu stellen. 

3.7.4 Insgesamt stellen die Tazkira sowie die Aussagen des Beschwerde-

führers und seines Bruders jeweils ein genügendes Indiz für das Geburts-

jahr 2006 dar. Da das exakte Geburtsdatum unbekannt ist, ist in Anwen-

dung der Amtspraxis der Vorinstanz das fiktive Geburtsdatum vom 1. Ja-

nuar 2006 wahrscheinlicher als das Geburtsdatum vom 1. Januar 2007 und 

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Seite 10 

somit der aktuelle Eintrag im ZEMIS mit dem Bestreitungsvermerk zu be-

lassen. Eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung kann der Vorinstanz vor 

diesem Hintergrund nicht vorgeworfen werden. Daran vermag auch die 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung der Aufklärungs-

pflicht nichts zu ändern. Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Beschwer-

deführer bereits während seiner Erstbefragung im Asylverfahren über den 

Ablauf einer allfälligen medizinischen Altersabklärung zumindest in Kennt-

nis gesetzt wurde. Die Vorinstanz setzt zudem entgegen, sie habe den Be-

schwerdeführer über die medizinische Altersabklärung und seine Mitwir-

kungspflicht hinreichend informiert und er sei durch seine Beiständin adä-

quat rechtlich vertreten gewesen. Eine Verletzung der Aufklärungspflicht 

kann somit nicht bewiesen werden. Der Beschwerdeführer hat seine Mit-

wirkungspflicht durch die Verweigerung der Untersuchung verletzt und 

muss die Folgen der Beweislosigkeit tragen. 

3.8 Zusammengefasst ist das wahrscheinlichere Geburtsdatum das im 

ZEMIS eingetragene vom 1. Januar 2006 und somit mit dem Bestreitungs-

vermerk unverändert zu belassen. Dem Hauptbegehren des Beschwerde-

führers ist damit nicht zu folgen. 

4.  

Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter, gestützt auf die Tazkira als 

Geburtsdatum den 12. April 2006 im ZEMIS einzutragen. 

Unter den datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten ist das wahrschein-

lichste Geburtsdatum zu ermitteln. Das eventualiter beantragte Geburtsda-

tum vom 12. April 2006 bezieht sich unbestritten auf das spätmöglichste 

und nicht auf das tatsächliche Geburtsdatum des Beschwerdeführers. Der 

Vorinstanz ist dahingehend zuzustimmen, dass das spätmöglichste Ge-

burtsdatum nicht mit dem wahrscheinlichsten gleichzusetzen ist. Die Fest-

legung eines beliebigen Datums würde von der Amtspraxis der Vorinstanz 

abweichen, nach welcher in Fällen, bei denen das Geburtsdatum der be-

troffenen Person unbekannt ist, praxisgemäss der 1. Januar als fiktiver Ge-

burtstag erfasst wird (vgl. Urteil des BVGer A‑1338/2020 vom 14. Oktober 

2020 E. 5.4). Der Eventualantrag des Beschwerdeführers ist folglich abzu-

weisen. 

5.  

Subeventualtier wird beantragt, die Sache zur rechtsgenüglichen Sachver-

haltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. 

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Seite 11 

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe durch das Un-

terlassen eines Altersgutachtens während des Asylverfahrens ihre Unter-

suchungspflicht verletzt. Im Asylverfahren kann die Vorinstanz ein medizi-

nisches Altersgutachten bei Hinweisen auf die Volljährigkeit der asylsu-

chenden Person veranlassen (Art. 17 Abs. 3bis des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]). Da im Asylverfahren keine Hinweise zur 

Volljährigkeit vorlagen und er selbst mit dem angepassten Geburtsdatum 

vom 1. Januar 2006 zum Zeitpunkt des Asylentscheids noch minderjährig 

war, hat sie während des Asylverfahrens zurecht kein medizinisches Alters-

gutachten angeordnet. 

Nach dem Gesagten wurde der Sachverhalt somit rechtsgenüglich festge-

stellt und der Subeventualantrag ist folglich abzuweisen. 

6.  

Zusammengefasst ist den Begehren des Beschwerdeführers keine Folge 

zu leisten und die Beschwerde abzuweisen. 

7.  

Es bleibt, über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-

fahrens zu befinden. 

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Verfahrenskosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da mit Zwischen-

verfügung vom 5. Februar 2025 die unentgeltliche Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und keine Änderung der 

Verhältnisse ersichtlich ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

7.2 Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter 

kann einer Partei einen Anwalt bestellen, sofern es für die Wahrung deren 

Rechte notwendig ist (Art. 65 Abs. 2 VwVG). Da die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers trotz Aufforderung keinen Nachweis erbracht hat, dass 

sie als patentierte Rechtsanwältin im Anwaltsregister eingetragen ist, 

kann sie nicht als amtlicher Rechtsbeistand eingesetzt werden (vgl. 

BVGE 2016/37 E. 3.1 ff.). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbei-

ständung ist daher abzuweisen. 

7.3 Der Beschwerdeführer gilt als unterliegend, weshalb ihm keine Partei-

entschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 

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Seite 12 

VGKE). Ebenso wenig hat die obsiegende Vorinstanz einen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-265/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeistän-

dung wird abgewiesen. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Ge-

neralsekretariat des EJPD. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Maurizio Greppi Claudia Burri 

 

  

A-265/2025 

Seite 14 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-265/2025 

Seite 15 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat des EJPD (Gerichtsurkunde)