# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 945f7730-e3a4-56dc-919a-7572cd173012
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.04.2024 E-1894/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1894-2024_2024-04-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1894/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen,  

Richterin Constance Leisinger,    

Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw LL.M. Corinne Reber, Rechtsanwältin, 

(…),  

Gesuchsteller,   

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Berichtigung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts  

E-1308/2023 vom 19. März 2024 (N …). 

 

 

 

E-1894/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde des Gesuchstellers 

im Verfahren E-1308/2023 mit Urteil vom 19. März 2024 abwies und das 

durch die Gerichtskasse zu begleichende Honorar seiner amtlichen 

Rechtsbeiständin auf insgesamt Fr. 2146.‒ festsetzte, 

dass die Rechtsbeiständin mit einer Eingabe vom 25. März 2024 bean-

tragte, das Urteil vom 19. März 2024 sei in Bezug auf die Höhe ihres  

Honorars zu berichtigen, 

dass sie zur Begründung darauf verwies, im Urteil sei bei der Festsetzung 

des Honorars fälschlicherweise auf den Stundenansatz für eine nicht- 

anwaltliche Rechtsvertretung abgestellt worden, während dem Bundesver-

waltungsgericht bekannt sein müsste, dass sie Rechtsanwältin sei und 

deswegen bei der Berechnung ein höherer Tarif hätte angewandt werden 

müssen, 

und das Gericht erwägt, 

dass gemäss Art. 48 Abs. 1 VGG für die Erläuterung und die Berichtigung 

von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des BGG sinn-

gemäss anwendbar ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf 

schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen das Dispositiv  

eines Urteils berichtigt, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder 

zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begrün-

dung im Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler 

enthält (vgl. ELISABETH ESCHER, in Basler Kommentar zum Bundes- 

gerichtsgesetz, Basel 2008, N 5 zu Art. 129 BGG, und SPÜHLER/DOLGE/ 

VOCK, Kurzkommentar zum Bundesgerichtsgesetz [BGG], Zürich 2006, 

N 5 zu Art. 129 BGG, je m.w.H.), 

dass das Bundesverwaltungsgericht versehentlich fehlerhafte Berechnun-

gen von Kosten oder Entschädigungen für Parteien respektive ihre Rechts-

beistände in der langjährigen Praxis seiner Abteilungen im Verfahren ge-

mäss Art. 129 BGG berichtigt (vgl. etwa die Urteile BVGer D-1480/2024 

vom 13. März 2024, E-2515/2021 vom 24. Juni 2021, E-3842/2020 vom 

3. August 2020, E-4795/2018 vom 3. September 2018, E-4587/2016 vom 

4. August 2016, B-5073/2011 vom 23. März 2012, E-3371/2011 vom 

E-1894/2024 

Seite 3 

26. Juli 2011, E-2552/2010 vom 12. Juli 2010, C-3428/2009 vom 2. Juni 

2009 oder B-1697/2007 vom 13. Mai 2008), 

dass in E. 16 des Beschwerdeentscheids vom 19. März 2024 festgehalten 

wurde, das Honorar der amtlichen Rechtsbeiständin sei auf der Basis des 

Stundenansatzes bei nicht-anwaltlicher Vertretung (max. Fr. 150.– pro 

Stunde) festzusetzen, weil sich die Rechtsvertreterin in ihrer Beschwerde 

vom 7. März 2023 – und in ihrer mit dem Rechtsmittel eingereichten Voll-

macht – nicht als Rechtsanwältin, sondern als "MLaw LL.M." bezeichnet 

hatte und in den weiteren Eingaben an das Bundesverwaltungsgericht im 

Verfahren E-1308/2023 ebenfalls kein Hinweis auf ein Anwältinnen-Patent 

zu entnehmen war, auch nicht in der Kostennote vom 4. April 2023, 

dass allerdings das Bundesverwaltungsgericht in der Tat bei der erstmali-

gen Beiordnung dieser Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin 

nach Prüfung der von ihr eingeforderten Unterlagen festgestellt hatte, dass 

sie am 2. Oktober 2020 vom Obergericht des Kantons B._______ zur 

Rechtsanwältin ernannt und ihr das Anwaltspatent erteilt worden war (vgl. 

Verfahren BVGer E-5092/2020, Instruktionsverfügung vom 10. November 

2020 S. 2), 

dass dem mit dem Berichtigungsgesuch eingereichten Beschluss des  

B._______ Obergerichts vom 13. April 2023 zu entnehmen ist, dass die 

Rechtsvertreterin am diesem Tag im Anwaltsregister des Kantons 

B._______ eingetragen worden ist, wo sie – für Mandate im Rahmen des 

von der (…) verfolgten Zwecks – weiterhin registriert ist (vgl. < https:// 

www.gerichte-[...].ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/obergericht/Auf-

sic htskommission/Anwaltsregister.pdf >), 

dass dem Berichtigungsgesuch unter diesen Umständen zu entsprechen 

und das Honorar der Rechtsbeiständin im Verfahren E-1308/2023 neu auf 

der Basis des Stundenansatzes für anwaltliche amtliche Vertretung in Asyl-

Beschwerdeverfahren zu berechnen ist, 

dass dieser Stundenansatz praxisgemäss 200–220 Franken beträgt und 

bei Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die nicht in eigener Kanzlei 

tätig, sondern bei Rechtsberatungsstellen angestellt sind, üblicherweise 

der Ansatz von Fr. 200.– zur Anwendung kommt,  

dass das Honorar der Rechtsbeiständin damit neu auf insgesamt 

Fr. 2846.– festzusetzen ist (14 Honorarstunden à Fr. 200.– und Auslagen 

von Fr. 46.–), 

E-1894/2024 

Seite 4 

dass die Rechtsvertreterin zur Vermeidung unnötiger weiterer Berichti-

gungsverfahren aufzufordern ist, sich bei zukünftigen Eingaben an das 

Bundesverwaltungsgericht konsequent als Rechtsanwältin zu bezeichnen,  

dass für das Berichtigungsverfahren bei diesem Ausgang keine Kosten zu 

erheben sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass dem Gesuchsteller durch die Urteilsberichtigung offensichtlich keine 

relevanten Kosten erwachsen sind und diese durch das Auftreten seiner 

Rechtsvertreterin im Verfahren E-1308/2023 mitverursacht worden ist, 

weshalb für das Berichtigungsverfahren keine Parteientschädigung (und 

auch kein Honorar) zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 4 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-1894/2024 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Berichtigungsgesuch wird gutgeheissen. 

2.  

Die Ziffer 3 des Entscheid-Dispositivs des Urteils BVGer E-1308/2023 vom 

19. März 2024 wird berichtigt und durch diesen Text ersetzt: "Das Honorar 

der amtlichen Rechtsbeiständin wird auf insgesamt Fr. 2846.‒ bestimmt 

und durch die Gerichtskasse vergütet". 

3.  

Für das Berichtigungsverfahren werden keine Kosten erhoben. 

4.  

Für das Berichtigungsverfahren wird keine Entschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieser Berichtigungsentscheid geht an den Gesuchsteller, das SEM und 

die zuständige kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Eveline Chastonay 

 

 

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