# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24cb3719-a70b-5549-b27a-50918dd6d771
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.03.2024 PQ240006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ240006_2024-03-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ240006-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. A. Götschi

Urteil vom 28. März 2024

in Sachen

A._____, MLaw
Beschwerdeführerin

betreffend Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Bülach vom 31. Januar 2024; 
VO2023.21 i.S. B._____ und C._____ (Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde Bülach Nord)

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Erwägungen:

1.

1.1.  Rechtsanwältin MLaw A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) vertrat als 

unentgeltliche Rechtsbeiständin die Interessen von B._____ und C._____ im Kin-

desschutzverfahren betreffend D._____ im Beschwerdeverfahren vor dem Be-

zirksrat Bülach (nachfolgend Vorinstanz). Mit Eingaben vom 31. Dezember 2023 

sowie vom 17. Januar 2024 reichte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz ihre 

Kostennoten für ihre Aufwände im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ein und 

ersuchte um eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3'845.30, einschliesslich Bar-

auslagen und Mehrwertsteuer (BR-act. 18 f. = act. 3/2 und 3/3). Mit Urteil vom 31. 

Januar 2024 sprach die Vorinstanz eine solche von insgesamt Fr. 1'900.– (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu (Dispositiv-Ziff. V; BR-act. 20 = act. 3/1 = 

act. 7 [Aktenexemplar]). 

1.2.  Gegen die Festsetzung der Entschädigung wehrt sich die Beschwerdeführe-

rin mit Beschwerde vom 9. Februar 2024 und stellt in materieller Hinsicht folgende 

Anträge (act. 2 S. 2):

"1. Es sei Dispositivziffer V. des Urteils des Bezirksrats Bülach vom 31. Januar 

2024 (Verfahrensnummer VO.2023.21/3.02.02) aufzuheben;

2. Es sei RAin A._____ für ihre Bemühungen für das Beschwerdeverfahren vor 

dem Bezirksrat Bülach eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3'845.30 (in-

klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zuzuspre-

chen;

3 Eventualiter sei Dispositivziffer V. des Urteils des Bezirksrats Bülach vom 

31. Januar 2024 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung und Ent-

schädigung der unentgeltlichen Rechtspflege an den Bezirksrat Bülach zu-

rückzuweisen;

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % MwSt) zulasten der 

Staatskasse."

1.3. Die Akten des Bezirksrats im Beschwerdeverfahren VO.2023.21/3.02.02 

(act. 6/1-20, zitiert als BR-act.) sowie der KESB (act. 6/6/1-43, zitiert als KESB-

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act.) wurden beigezogen. Auf Weiterungen ist zu verzichten; das Verfahren er-

weist sich als spruchreif.

2. 

2.1.  Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Bezirksrates über 

die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin im Beschwerdeverfahren 

betreffend Kindesschutzmassnahmen. Solche Entscheide können analog zu 

Art. 110 ZPO mit Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO angefochten werden (OGer 

ZH PQ230009 vom 14. März 2023 E. 2.1.; OGer ZH PQ190015 vom 20. März 

2019 E. II.2; OGer ZH PQ190003 vom 25. Januar 2019 E. 3.1).

2.2.  Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist 

schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Mit der Beschwerde 

können die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offensichtlich unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts, einschliesslich Fehler beim Rechtsfolgeermessen ge-

rügt werden (Art. 320 ZPO; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, Art. 320 N 3 f. i.V.m. 

ZK ZPO-REETZ/THEILER, 3. Aufl. 2016, Art. 310 N 36). In der Beschwerdebegrün-

dung ist im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln der angefochtene Ent-

scheid leidet, aus welchen Gründen er falsch ist und abgeändert werden soll. Da-

bei genügt nicht, in einer Beschwerdeschrift pauschale Kritik am vorinstanzlichen 

Entscheid zu üben oder bloss zu wiederholen, was bereits vor Vorinstanz vorge-

bracht wurde. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren 

grundsätzlich ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Die Beschwerdeinstanz ist nicht 

verpflichtet, sich mit jedem einzelnen Einwand eingehend auseinanderzusetzen, 

sondern darf sich in der Begründung ihres Entscheides auf die wesentlichen 

Überlegungen konzentrieren, von welchen sie sich hat leiten lassen und auf die 

sich ihr Entscheid stützt.

2.3.  Die Beschwerde wurde rechtzeitig innert 10 Tagen (Art. 321 Abs. 2 ZPO) 

eingereicht und die Beschwerdeschrift enthält Anträge sowie eine Begründung 

(act. 2 und 7). Die Beschwerdeführerin ist durch den Entscheid, mit welchem ihr 

eine reduzierte Entschädigung zugesprochen wurde, beschwert (vgl. OGer ZH 

PA150004 vom 15. Mai 2015 E. II.1.; OGer ZH PA160029 vom 28. November 

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2016 E. 2.1; ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, 3. Aufl. 2016, Art. 321 N 9; BSK 

ZPO-RÜEGG/RÜEGG, 3. Aufl. 2017, Art. 110 N 3 und Art. 122 N 8). Die Rechtsmit-

telvoraussetzungen sind erfüllt.

3.  Zu beurteilen ist im Folgenden die Angemessenheit des Honorars der Be-

schwerdeführerin im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren über eine nicht ver-

mögensrechtliche Streitigkeit (Anordnung einer sozialpädagogischen Familienbe-

gleitung sowie Errichtung einer Beistandschaft).

4. 

4.1.  Die Beschwerdeführerin moniert in prozessualer Hinsicht, der Bezirksrat 

habe das rechtliche Gehör verletzt, weil er ihr vor der Kürzung des Honorars 

keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben habe. Sie wäre bei ungenügender 

Detaillierung ihres Aufwands grundsätzlich zur Darlegung von dessen Notwendig-

keit aufzufordern gewesen. Die geltend gemachte Entschädigung sei indes inner-

halb des Vergütungsrahmens gelegen, womit sie gar nicht zu einer detaillierten 

Darlegung verpflichtet gewesen wäre. Umso mehr hätte die Vorinstanz sie vor der 

beabsichtigten Kürzung (der bereits detailliert dargelegten) Entschädigung anhö-

ren müssen (act. 2 Rz. 34 f.).

4.2.  Es trifft zu, dass der Bezirksrat die Beschwerdeführerin vor dem Entscheid 

über die Höhe des Honorars, welches tiefer lag als die eingereichte Honorarnote, 

nicht anhörte. Eine allgemeine Pflicht, die Partei vor Erlass eines Entscheids an-

zuhören, sobald das Gericht die Entschädigung tiefer ansetzt als eine einge-

reichte Honorarnote, besteht nicht. Die Gewährung des rechtlichen Gehörs vor ei-

nem entsprechenden Entschädigungsentscheid bezweckt, die Partei die bis dato 

geltend gemachten Aufwendungen detaillierter darlegen zu lassen, was vorlie-

gend gerade nicht erforderlich war, waren doch die eingereichten Honorarnoten 

durchaus detailliert. Doch selbst wenn die Nichtanhörung das rechtliche Gehör 

der Beschwerdeführerin verletzt hätte, so könnte eine nicht besonders schwerwie-

gende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, 

wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelin-

stanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei über-

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prüfen kann. Die Wahrung des rechtlichen Gehörs stellt trotz des formellen Cha-

rakters des Anspruchs keinen Selbstzweck dar und es kann selbst bei einer 

schwerwiegenden Gehörsverletzung von einer Rückweisung abgesehen werden, 

wenn eine solche bloss einen formalistischen Leerlauf darstellen würde, der zu 

unnötigen Verzögerungen führte (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 

E. 4.2.2.2; BGE 133 I 201 E. 2.2). Zwar verfügt die Beschwerdeinstanz gemäss 

Art. 320 und 326 ZPO nur über eine eingeschränkte Kognition. Die Kammer lässt 

indes im Beschwerdeverfahren bei einer gerügten Gehörsverletzung durch die 

Vorinstanz ausnahmsweise Noven zu, um eine Heilung zu ermöglichen (vgl. etwa 

OGer ZH RU130042 vom 10. Juli 2013 E. 2.1; OGer ZH RU210068 vom 12. Au-

gust 2021 E. II.1). Die Beschwerdeführerin konnte ihre Einwände gegen die Fest-

setzung des Honorars in ihrer Beschwerde an die Kammer umfassend vortragen. 

Diese werden nachfolgend, soweit wesentlich, zu prüfen sein. Eine allfällige Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs würde daher im Beschwerdeverfahren geheilt, so 

dass eine Rückweisung einen formalistischen Leerlauf bedeuten würde. Auf die 

Rüge der Gehörsverletzung ist nicht weiter einzugehen.

5. 

5.1. Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO räumt der unentgeltlichen Rechtsbeiständin im Zi-

vilprozess einen Anspruch auf angemessene Entschädigung ein, welche nach 

kantonalen Tarifen zuzusprechen ist (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 96 ZPO). Den Be-

hörden kommt bei der Bemessung der Entschädigung ein beträchtliches Ermes-

sen zu. Die Beschwerdeinstanz greift nur mit einer gewissen Zurückhaltung in ei-

nen wohl überlegten und vertretbaren Ermessensentscheid der Vorinstanz ein, 

namentlich wenn die Festsetzung des Honorars ausserhalb jeden vernünftigen 

Verhältnisses zu den geleisteten anwaltlichen Diensten steht oder in krasser 

Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst (u.a. OGer ZH PC200014 vom 

28. Mai 2020 E. 3.2; vgl. auch BGE 143 IV 453 E. 2.5.1; BGE 141 I 124 E. 4.3; 

BGer 5D_163/2019 vom 24. Februar 2020 E. 6.1.).

5.2. Im Kanton Zürich berechnet sich die Gebühr für die unentgeltliche Rechts-

vertretung nach der Verordnung des Obergerichts über die Anwaltsgebühren vom 

8. September 2010 (§ 23 AnwGebV). Grundlagen für die Festsetzung der Gebühr 

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bilden in nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten die Verantwortung und der not-

wendige Zeitaufwand der Vertretung sowie die Schwierigkeit des Falles (§ 5 

Abs. 1 AnwGebV). Die Grundgebühr beträgt in der Regel Fr. 1'400.– bis 

Fr. 16'000.–. Der Anspruch auf die Grundgebühr entsteht mit der Erarbeitung des 

Rechtsmittels und deckt auch den Aufwand für die Teilnahme an der Hauptver-

handlung ab. Für die Teilnahme an zusätzlichen Verhandlungen und für weitere 

notwendige Rechtsschriften wird ein Einzelzuschlag von je höchstens der Hälfte 

der Grundgebühr oder ein Pauschalzuschlag berechnet. Die Summe der Zu-

schläge beträgt in der Regel höchstens die Grundgebühr (§ 11 Abs. 1-3 Anw-

GebV). 

5.3. Die Entschädigung stellt keine Zeitaufwandentschädigung dar, anders als im 

Strafprozess oder im Justizverwaltungsverfahren (§ 16 und § 21 AnwGebV i.V.m. 

§ 3 AnwGebV). Der effektive Zeitaufwand ist nur bedingt massgebend, mithin 

bloss ein Indiz für den angemessenen Aufwand und wird lediglich im Rahmen des 

Tarifansatzes berücksichtigt. Ein pauschalisiertes Bemessungssystem ist im 

Lichte von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zulässig (BGer 5D_213/2015 vom 8. März 

2016 E. 7.1.3 f.). Es dient einerseits der gleichmässigen Behandlung und begüns-

tigt eine effiziente Mandatsführung. Anderseits entlastet es die Gerichte davon, 

sich mit der Aufstellung des erbrachten Zeitaufwandes im Einzelnen auseinander-

setzen zu müssen bzw. ermöglicht es ihnen, von einer Beurteilung der einzelnen 

Positionen der eingereichten Honorarrechnung abzusehen, ohne ihre Begrün-

dungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV zu verletzen. Erst wenn die Pauschale auf 

die konkreten Verhältnisse in keiner Weise Rücksicht nimmt und sie in keinem 

vernünftigen Verhältnis zum von der Rechtsvertreterin tatsächlich geleisteten 

Dienst steht, erweist sie sich als verfassungswidrig. Bei einer Honorarbemessung 

nach Pauschalbeträgen werden alle prozessualen Bemühungen zusammen als 

einheitliches Ganzes aufgefasst. Das pauschalisierende Vorgehen setzt keine 

systematische "Kontrollrechnung" mit einem Stundenansatz von Fr. 180.– voraus 

(BGE 143 IV 453 E. 2.5.1). Zu untersuchen ist im Folgenden demnach, ob die 

(zulässigerweise) zugesprochene Pauschale auf die konkreten Verhältnisse des 

vorliegenden Falles Rücksicht nimmt und sie in einem vernünftigen Verhältnis 

zum von der Rechtsvertreterin tatsächlich geleisteten Aufwand steht oder nicht.

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6. 

6.1. Der Bezirksrat führte zur Begründung seines Entscheids aus, das in der Zu-

sammenstellung der Bemühungen geltend gemachte Honorar von Fr. 3'845.30 er-

scheine im vorliegenden Fall für eine einzige Rechtsschrift übersetzt und nicht an-

gemessen. Umstritten sei die Anordnung einer sozialpädagogischen Familienbe-

gleitung und eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB. Dabei handle es sich zwar 

um schwere Eingriffe in die Rechte der Beschwerdeführer (d.h. der Mandanten 

der hiesigen Beschwerdeführerin, Anmerkung hinzugefügt), was für die Anwältin 

eine grosse Verantwortung bedeute. Jedoch seien die Akten im vorliegenden Fall 

nicht umfangreich, der Sachverhalt relativ einfach und überschaubar, und auch in 

rechtlicher Hinsicht böten sich keine speziellen Schwierigkeiten. Der notwendige 

Aufwand für eine einzige Rechtsschrift sei daher als nicht besonders gross zu be-

zeichnen (act. 7 E. 4.3.). 

6.2. Die Beschwerdeführerin wendet gegen diese Ausführungen der Vorinstanz 

ein, es treffe nicht zu, dass die Akten im vorliegenden Fall nicht umfangreich ge-

wesen seien. Der Vorinstanz hätten denn gar nicht alle Akten vorgelegen. Alleine 

das nicht beigezogene Schülerdossier von D._____ habe im Zeitpunkt ihres Ak-

tenbeizugs 160 Seiten umfasst (act. 2 Rz. 41 f.). Dieser Einwand verfängt nicht: 

Die Akten der KESB (act. 6/6/1-43) sind im vorliegenden Fall sehr überschaubar. 

Entgegen der Beschwerdeführerin war die Vorinstanz auch nicht gehalten, das 

Schülerdossier beizuziehen. Wohl scheint die Beschwerdeführerin das für ihre Tä-

tigkeit als notwendig befunden und sich durch 160 Seiten durchgelesen zu haben, 

allerdings ohne dass sie in ihrer einen Eingabe (Stellungnahme vom 13. Oktober 

2023, BR-act. 14) auch nur an einer Stelle das Schülerdossier oder Erkenntnisse 

daraus thematisiert hätte. Dies lässt sehr daran zweifeln, ob es notwendig war, 

dass die Beschwerdeführerin diese Akten beigezogen und studiert hat; ein Beizug 

des Schülerdossiers im vorliegenden Beschwerdeverfahren (so der prozessuale 

Antrag in act. 2 S. 3) erübrigt sich in jedem Fall. Entgegen der Beschwerdeführe-

rin ist auch nicht zu bemängeln, wenn die Vorinstanz festhielt, der Fall habe keine 

speziellen Schwierigkeiten geboten. Dass die Mandanten in der Situation stark 

belastet resp. total überfordert waren, wie die Beschwerdeführerin vorbringt 

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(act. 2 Rz. 43 f.), ist verständlich und im Übrigen nicht aussergewöhnlich. Am 

Schwierigkeitsgrad des Falles ändert dies nichts. Auch der Umstand, dass die ge-

mäss Beschwerdeführerin ausführlichen Besprechungen mit den Klienten im Bei-

sein eines Dolmetschers stattfanden, ändert nichts an der Schwierigkeit des Fal-

les, auch wenn eine menschlich schwierige Lage der Klienten die Besprechungen 

mitunter tatsächlich in die Länge zu ziehen vermag. Der dem Entscheid zugrunde 

liegende Sachverhalt bleibt auch in Anbetracht solcher Umstände der Gleiche. 

Der Schwierigkeitsgrad ist daher in rechtlicher sowie tatsächlicher Hinsicht als re-

lativ einfach zu beurteilen. Die Stellungnahme der Beschwerdeführerin im vorin-

stanzlichen Verfahren umfasst eine materielle Begründung von gut sechs Seiten, 

dazu kommt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege von nochmals vier Sei-

ten (BR-act. 14 S. 3 ff.). Der notwendige Aufwand der Beschwerdeführerin ist in 

Anbetracht dieser Umstände als bescheiden zu bewerten. Dass die Vorinstanz 

aus dem drohenden schweren Eingriff in die Rechte der Mandanten auf eine 

grosse Verantwortung der Beschwerdeführerin geschlossen hat, ist schliesslich 

nicht zu bemängeln.

6.3. Nach dem Gesagten ist von einer Streitigkeit mit einem relativ einfachen 

Schwierigkeitsgrad auszugehen. Der notwendige Zeitaufwand war bescheiden, 

wobei die Verantwortung in Anbetracht der Materie gleichwohl hoch war. Infolge 

der hohen Verantwortung wäre es unzulässig, die Entschädigung am untersten 

Rand des Rahmens gemäss § 5 Abs. 1 AnwGebV von Fr. 1'400.– festzulegen, 

doch hat dies die Vorinstanz denn auch nicht getan. Unter den Aspekten des 

Schwierigkeit des Falls sowie des notwendigen Zeitaufwands war eine Erhöhung 

höchstens in sehr begrenztem Umfang angezeigt, während die Verantwortung der 

Anwältin eine Erhöhung um Fr. 500.– als angemessen erscheinen lässt. Selbst 

wenn unter den Titeln Schwierigkeit des Falles sowie notwendiger Zeitaufwand 

eine weitere Erhöhung von Fr. 300.– ins Auge gefasst würde, so würde sich da-

durch nichts ändern. Damit käme die ordentliche Gebühr auf Fr. 2'200.– zu liegen. 

Nach § 11 Abs. 1 AnwGebV deckt diese auch die Teilnahme an einer Verhand-

lung ab. Es wäre daher zumindest vertretbar, diese Gebühr um 10% zu reduzie-

ren, weil im Beschwerdeverfahren keine Verhandlung stattgefunden hat (vgl. 

OGer ZH PQ230009 vom 14. März 2023 E. 6.1.), was zu einer Gebühr in der 

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Höhe von Fr. 1'980.– führen würde. Die von der Vorinstanz zugesprochenen 

Fr. 1'900.– liegen damit im konkreten Fall innerhalb des ihr bei der Festsetzung 

der Entschädigung zustehenden Ermessens. Der geltend gemachte Aufwand er-

scheint teils nicht notwendig, teils nicht der Schwierigkeit des Falles in rechtlicher 

resp. sachverhaltsmässiger Hinsicht geschuldet.

7. Zusammenfassend verfangen die Einwände der Beschwerdeführerin nicht. 

Der Bezirksrat begründete seinen Entscheid nachvollziehbar und ging methodisch 

korrekt vor. Er berücksichtigte ferner die konkreten Verhältnisse, die Verantwor-

tung des Mandats sowie die Art und Anzahl der notwendigen Prozesshandlungen 

der Beschwerdeführerin. Aufgrund einer pauschalen einheitlichen Betrachtung 

des Mandats erscheint das zugesprochene Honorar von Fr. 1'900.– den konkre-

ten Umständen angemessen, weshalb kein Grund vorliegt, in den Ermessens-

spielraum der Vorinstanz korrigierend einzugreifen. Es ist der Beschwerdeführerin 

zwar grundsätzlich zugute zu halten, wenn sie ihr Mandat sehr gründlich und 

sorgfältig führt. Gerade mit Blick auf die Pflicht der vertretenen Partei zur Nach-

zahlung (Art. 123 ZPO) gilt es indes, das einstweilen von der Staatskasse über-

nommene Honorar auf die prozessual notwendigen anwaltlichen Aufwände zu be-

schränken.

8. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Es handelt sich um eine vermö-

gensrechtliche Streitigkeit. Der Streitwert errechnet sich aus der Differenz zwi-

schen beantragter und zugesprochener Entschädigung und beträgt Fr. 1'945.30 

(Fr. 3'845.30 – Fr. 1'900.–). Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Be-

schwerdeverfahren ist gestützt auf §§ 4, 8 und 12 GebV OG zu bemessen und in 

Berücksichtigung des Streitwerts, des Zeitaufwands und der Schwierigkeit der Sa-

che auf Fr. 300.– festzulegen. Da die Beschwerdeführerin unterliegt, sind ihr die 

Kosten des Verfahrens aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Bei diesem Ausgang 

fällt eine Entschädigung an sie ausser Betracht. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin sowie an den Bezirksrat 

Bülach, je gegen Empfangsschein.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 1'945.30.
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Götschi

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