# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d33296f-3387-5fc2-bcc5-48b7302c3140
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 08.10.2025 ZK2 2025 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2025-43_2025-10-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 8. Oktober 2025
ZK2 2025 43

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________ SA,
Untersuchungsbeauftragte der A.________ AG,
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch die Rechtsanwälte D.________ und E.________,

betreffend Überschuldung
(Beschwerde gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht 
Schwyz vom 3. Juni 2025, ZES 2025 265);-

hat der Vizepräsident,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die C.________ SA, Untersuchungsbeauftragte der FINMA für die 
A.________ AG, deponierte am 22. Mai 2025 am Bezirksgericht Schwyz de-
ren Bilanz und beantragte die Konkurseröffnung (Vi-act. 1). Mit Verfügung 
vom 3. Juni 2025 eröffnete die Einzelrichterin über die A.________ AG per 
3. Juni 2025, 14:00 Uhr, den Konkurs. Dagegen erhoben F.________ und 
G.________ namens der A.________ AG am 13. Juni 2025 Beschwerde an 
das Kantonsgericht. Sie beantragen superprovisorisch, die Vollstreckung der 
angefochtenen Verfügung aufzuschieben, und hauptsächlich, den Konkurs 
aufzuheben, eventualiter eine provisorische Nachlassstundung zu gewähren. 
Die Gesuchstellerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen (KG-act. 6). Die 
nunmehr durch einen Rechtsanwalt vertretene (KG-act. 4) Beschwerdeführe-
rin reichte die Übersetzungen ihrer Beschwerdebelege ein (KG-act. 10). Die 
Parteien liessen sich in der Folge vernehmen (KG-act. 11 und 19). Das Kon-
kursamt überwies die Akten der Vorinstanz (KG-act. 18 bzw. 21). Der Rechts-
anwalt der Beschwerdeführerin nahm nochmals Stellung (KG-act. 22).

2.  Die FINMA kann nach Art. 36 Abs. 1 FINMAG (Finanzmarktaufsichts-
gesetz; SR 956.1) eine unabhängige und fachkundige Person damit beauftra-
gen, bei einer oder einem Beaufsichtigten einen aufsichtsrechtlich relevanten 
Sachverhalt abzuklären oder von ihr angeordnete aufsichtsrechtliche Mass-
nahmen umzusetzen (Untersuchungsbeauftragte oder Untersuchungsbeauf-
tragter). Nach Abs. 2 umschreibt sie in der Einsetzungsverfügung die Aufga-
ben der oder des Untersuchungsbeauftragten und legt fest, in welchem Um-
fang die oder der Untersuchungsbeauftragte an Stelle der Organe der Beauf-
sichtigten handeln darf. Gestützt auf den Verdacht, dass die Beschwerdefüh-
rerin ohne die erforderliche Bewilligung gewerbsmässig Einlagen des Publi-
kums annimmt, ernannte die FINMA am 13. August 2024 superprovisorisch 
die C.________ SA als Untersuchungsbeauftragte mit der Befugnis, anstelle 

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der Organe der Beschwerdeführerin selbständig in allen Geschäften zu han-
deln.  Der Beschwerdeführerin und ihren Organen wurde laut Dispositivziffer 
9.b der Verfügung verboten, ohne die Zustimmung der Untersuchungsbeauf-
tragten weitere Rechtshandlungen im Namen der Beschwerdeführerin vorzu-
nehmen (KG-act. 1 und 10 je Beilage B sowie angef. Verfügung lit. B m.H. auf 
KB 1, 2/2 und 2/5). Die Beschwerdeführerin bestreitet weder die Kompetenz 
der Untersuchungsbeauftragten aufgrund des Auftrags der FINMA die Über-
schuldungsanzeige nach Art. 725b Abs. 3 OR zu erstatten, noch die Zustän-
digkeit des Bezirksgerichts zum Konkursentscheid. 

3. Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz eröffnete den Konkurs 
ohne vorgängige Betreibung aufgrund der Überschuldungsanzeige der Unter-
suchungsbeauftragten der FINMA (Beschwerdegegnerin) gestützt auf Art. 192 
SchKG i.V.m. Art. 725b Abs. 3 OR. Die Artikel 169, 170 und 173a–176 sind 
auf die ohne vorgängige Betreibung erfolgten Konkurseröffnungen anwendbar 
(Art. 194 Abs. 1 SchKG). Nach Art. 320 ZPO kann mit der Beschwerde die 
unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) oder offensichtlich unrichtige Feststellung 
des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Neue Anträge, neue Tatsachenbe-
hauptungen und neue Beweismittel sind vorbehältlich besonderer Bestim-
mungen ausgeschlossen (Art. 326 ZPO), was nach Art. 174 Abs. 1 SchKG der 
Fall ist, wonach die Parteien mit Beschwerde nach ZPO innert zehn Tagen 
neue Tatsachen geltend machen können, wenn diese vor dem erstinstanzli-
chen Entscheid des Konkursgerichts eingetreten sind. Die Beschwerde ist 
ferner begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerdebe-
gründung ist darzulegen, worauf die beschwerdeführende Person ihre Legiti-
mation stützt, inwieweit sie beschwert ist, auf welchen Beschwerdegrund 
(Art. 320 ZPO) sie sich beruft und welche Mängel des angefochtenen Ent-
scheides sie rügt (BEK 2024 108 vom 30. August 2024 E. 2 m.H.). Der Ent-
scheid des Konkursgerichts über eine Überschuldungsanzeige kann sowohl 
durch die Gesellschaftsgläubiger als auch die betroffene Gesellschaft 

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bzw. deren Verwaltung nach Art. 174 SchKG weitergezogen werden (Kren-
Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 174 SchKG N 5 Alinea 2 m.H.). 

a) Die Beschwerdeführerin räumt ein, dass die FINMA ihren drei formellen 
Organen das Zeichnungsrecht entzogen habe. Sie macht indes geltend, dass 
diesen Personen gestützt auf Dispositivziffer 9 lit. b der FINMA-Verfügung 
vom 13. August 2024 weiterhin gestattet sei, Rechtshandlungen mit Zustim-
mung der Untersuchungsbeauftragten vorzunehmen. Die Zustimmung sei hier 
mit der E-Mail vom 11. Juni 2025 (KG-act. 1 Beilage C) ausdrücklich erteilt 
worden, die übersetzt (KG-act. 10 Beilage C) wie folgt lautet:

(…) halten wir die Ermächtigung der C.________ SA nicht für erforder-
lich, damit die Organe der A.________ AG gegen den Konkurseröff-
nungsentscheid des Bezirksgerichts Schwyz vom 3. Juni 2025 Rekurs 
erheben können. 
Auf jeden Fall teilen wir Ihnen mit, dass wir keine formellen Einwände 
dagegen haben. 
Dies gilt unbeschadet der Frage der Klagebefugnis der Kläger, die vom 
zuständigen Gericht zu entscheiden ist.

Dieser Wortlaut enthält keine Genehmigung, denn die Beschwerdegegnerin 
hielt eine solche für die Organe in deren eigenem Namen nicht erforderlich. 
Sie wies jedoch sinngemäss zu Recht darauf hin, die Beschwerdebefugnis der 
Organe sei unabhängig davon, dass sie keine formellen Einwände dagegen 
habe, durch das zuständige Gericht zu beurteilen. Mit der E-Mail reagierte die 
Beschwerdegegnerin auf einen dringenden Antrag eines Rechtsanwalts 
(ebenfalls mit E-Mail, s. KG-act. 1 bzw. 10 je Beilage C), „den Organen der 
A.________ AG gemäss Ziffer 9 Buchstabe b“ die Ermächtigung zu erteilen, 
gegen die Konkurseröffnung zu rekurrieren. Das Verbot von Dispositivziffer 9 
Buchstabe b der FINMA-Verfügung (vgl. oben E. 2) richtet sich aber nicht nur 
an die Organe, sondern auch an die hier Beschwerde erhebende Gesellschaft 
selbst. Der E-Mail der zu Rechtshandlungen der Gesellschaft selbst nicht an-
gefragten Beschwerdegegnerin lassen sich insoweit jedoch keine Äusserun-

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gen entnehmen. Der trotzdem im Namen der Gesellschaft erhobenen Be-
schwerde mangelt es daher an der Zustimmung der als Untersuchungsbeauf-
tragte eingesetzten Beschwerdegegnerin. Auf die Beschwerde ist mithin nicht 
einzutreten. 

b) Die Geltung der Rechtshandlungsbeschränkungen durch die FINMA im 
Zivilprozess bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Darauf müsste abgese-
hen davon auch mangels Darlegung eines Verwaltungsratsbeschlusses zur 
Beschwerdeerhebung namens der Gesellschaft nicht weiter eingegangen 
werden. Denn ein solcher Beschluss müsste vorliegen, weil es sich bei der 
Überschuldungsanzeige um eine unübertragbare und unentziehbare Aufgabe 
des gesamten Verwaltungsrats handelt, die nicht einzelne Verwaltungsrats-
mitglieder von sich aus vornehmen können (dazu Kägi/Zweifel/Wüstiner, BSK, 
6. A. 2024, Art. 725b OR Rz 37 m.H.). Anders verhält es sich nur dann, wenn 
ein einzelner vertretungsberechtigter Verwaltungsrat behaupten würde, es 
fehle an einem gültigen Beschluss des Verwaltungsrats für die Überschul-
dungsanzeige (dazu BGE 135 III 509 E. 3.2.2 und 3.3.2). In der Beschwerde 
wird jedoch die Gültigkeit der Überschuldungsanzeige der Untersuchungsbe-
amten an sich nicht infrage gestellt. Dazu besteht umso weniger Anlass, als in 
der Beschwerde nicht vorgebracht wird, die entsprechende Verfügung der 
FINMA sei weitergezogen bzw. aufgehoben worden. Auf die (öffentlich-
rechtliche) Rechtsprechung, wonach Organe zur Anfechtung beschwerdebe-
fugt sein sollen, wenn sie aufgrund einer vorsorglichen aufsichtsrechtlichen 
Massnahme faktisch an der Vertretung der Gesellschaft gehindert werden, ist 
ebenfalls nicht einzugehen. Denn die Beschwerdegegnerin hinderte die Orga-
ne nicht an der Beschwerdeerhebung (vgl. oben lit. a). 

c) Am Nichteintreten ändert nichts, dass der Gesellschaft das Recht zur 
Beschwerde nicht abgesprochen werden kann, weil die in ihrem Namen er-
folgte Überschuldungsanzeige kein Antrag der Gesellschaft, sondern eine 

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Pflicht deren Verwaltungsrats ist (BGer 5A_625/2015 vom 18. Januar 2016 
E. 3.2 m.H.). Denn nach dem Gesagten (oben lit. a und b) sind die Beschwer-
deunterzeichner nicht ermächtigt, namens der Gesellschaft Beschwerde zu 
erheben. Selbst wenn ihre Beschwerde als namens der Gesellschaft erhoben 
entgegenzunehmen wäre, bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Beim Verfahren 
betreffend Konkurseröffnung aufgrund einer Überschuldungsanzeige handelt 
es sich um eine Angelegenheit der freiwilligen Gerichtsbarkeit, da keine Ge-
genpartei vorliegt (Kägi/Zweifel/Wüstiner, ebd. N 42 m.H.). Soweit die Be-
schwerdeführerin wegen angeblich fehlerhafter und sich somit negativ auf ihre 
Vermögenslage auswirkender, ja gar sie direkt schädigender Angaben der 
Untersuchungsbeauftragten einseitige, gegen ihren Anspruch auf rechtliches 
Gehör verstossende vorinstanzliche Tatsachenfeststellungen geltend macht, 
stützt sie sich im Prozess auf neue tatsächliche Würdigungen der finanziellen 
Situation ab. Insoweit werden echte Noven behauptet, die weder nach 
Art. 174 Abs. 2 SchKG noch Art. 326 Abs. 1 ZPO zulässig sind.

4. Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde präsidial nicht einzutreten 
(§§ 40 Abs. 2 i.V.m. 41 Abs. 1 JG). Nachdem der Beschwerde nach erster 
Durchsicht der zunächst nicht übersetzten Beilagen aufschiebende Wirkung 
erteilt wurde (KG-act. 2), ist der Konkurs neu zu eröffnen (Diggelmann/Engler, 
KUKO, 3. A. 2025, Art. 175 SchKG N 4). Ausgangsgemäss gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens zulasten der unterliegenden Beschwerdeführerin 
(Art. 106 Abs. 1 i.V.m Art. 95 Abs. 1 ZPO; Art. 52 und 61 Abs. 1 GebV 
SchKG). Die nicht berufsmässig vertretene Beschwerdegegnerin begründet 
weder notwendige Auslagen noch entschädigungspflichtige Umtriebe (Art. 95 
Abs. 3 ZPO), weshalb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;-

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verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten und der Konkurs über die 
A.________ AG heute, Mittwoch, 8. Oktober 2025, 14:00 Uhr, eröffnet.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’200.00 werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und aus dem geleisteten Vorschuss gedeckt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R), die 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R mit Doppel KG-act. 22), 
die Vorinstanz (1/A), das Konkurs- und Grundbuchamt Schwyz (2/R und 
vorab elektronisch), das Betreibungsamt Ingenbohl (1/R), das Handels-
register des Kantons Schwyz (1/R), die Schlichtungsbehörde Ingenbohl 
(1/R im Sinn des vorinstanzlichen Zufertigungsvermerks) sowie nach de-
finitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) 
und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 8. Oktober 2025  amu