# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f750fba-f251-56b1-8e9b-89e4b418d3d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2008 D-6181/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6181-2008_2008-10-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6181/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher; 
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Irak,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 18. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6181/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 12. August  2008 in  der Schweiz um 
Asyl nachsuchte, 

dass er bei der Erstbefragung vom 25. August 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie anlässlich der am gleichen 
Tag ebenfalls in B._______ durchgeführten direkten Bundesanhörung 
geltend machte, er sei Kurde und stamme aus Erbil, wo er auch bis zu 
seiner Ausreise aus dem Irak gelebt habe, 

dass er als Karosseriespengler mit eigener Werkstatt in Erbil gearbei-
tet habe,

dass er etwa am 10. Juli 2008 von drei ihm vom Sehen her bekannten, 
bewaffneten Mitgliedern einer terroristischen Gruppe aufgesucht wor-
den sei, 

dass diese Männer von ihm verlangt hätten, er solle in einem Auto ei-
nen Platz herrichten, wo sie ihre Sprengsätze deponieren könnten,

dass er den Männern zu verstehen gegeben habe, er wolle das nicht 
tun, worauf diese ihm gesagt hätten, sie würden sich in cirka zwei bis 
drei Tagen wieder bei ihm melden, 

dass er aus Angst, beobachtet zu werden, erst am nächsten Tag zum 
Asaisch-Hauptquartier gegangen sei, um den Vorfall zu melden, 

dass am Mittag des folgenden Tages erneut zwei Angehörige dieser 
Terroristengruppe in seiner Spenglerei erschienen seien und ihm an-
gekündigt hätten, dass sie in drei Tagen ein Auto zu ihm in die Werk-
statt bringen würden, um die Arbeit ausführen zu lassen, 

dass die Männer ihm gedroht hätten, nicht zu den Asaisch zu gehen, 
ansonsten sie ihn umbringen würden,

dass er aus Angst am folgenden Tag nicht mehr zur Arbeit gegangen 
und zwei Tage später nach Zakho gereist sei, 

dass er am 17. beziehungsweise 18. Juli 2008 den Irak verlassen habe 
und  über  die  Türkei  und  Italien  illegal  am  11.  August  2008  in  die 
Schweiz eingereist sei, 

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dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuches im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ schriftlich aufge-
fordert worden ist, innert  48 Stunden ein Reise- oder Identitätspapier 
einzureichen,

dass das BFM mit Entscheid vom 18. September 2008 - eröffnet am 
selben Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylge-
such vom 12. August 2008 nicht eintrat und die Wegweisung des Be-
schwerdeführers  anordnete,  wobei  dieser  die  Schweiz  am Tag nach 
Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe, 

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen ausführte, dass dem Beschwerdeführer bereits vor seiner Abrei-
se habe bewusst sein müssen, dass er sich unterwegs beziehungswei-
se in jedem Gast-  oder Asylland mit  einem amtlichen Ausweispapier 
werde ausweisen müssen, weshalb es nicht entschuldbar sei, dass er 
seine Identitätsdokumente angeblich aus Angst  vor dem Verlust  der-
selben zu Hause gelassen habe,

dass  die  Aussagen des Beschwerdeführers,  er  sei  während der  ge-
samten Reise vom Irak bis in die Schweiz nie kontrolliert worden und 
er  wisse auch nicht,  ob der  LKW zwischen Istanbul  und  Venedig  je 
kontrolliert  worden  sei,  den  allgemeinen  Lebenserfahrungen  wider-
spreche, da er entsprechende Vorkommnisse mit Sicherheit mitbekom-
men hätte,  falls  er  sich tatsächlich -  wie von ihm behauptet  -  hinter 
dem LKW-Chauffeur in dessen Schlafkabine aufgehalten hätte, 

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  mehrere  Elemente 
enthielten, die offensichtlich der Lebenserfahrung widersprechen wür-
den und unlogisch seien, weshalb es sich bei den Vorbringen um ein 
Konstrukt handle,

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dass schwer nachvollziehbar sei, weshalb es überhaupt nötig sein soll-
te, die Karosserie eines Autos umzubauen, um einen Sprengstoffan-
schlag zu verüben,

dass das geschilderte  Auftreten der Terroristen (mehrmals beim Be-
schwerdeführer vorstellig geworden und weitere Besuche in der Werk-
statt jedes Mal angekündigt) unrealistisch sei,

dass  die  Vorbringen zudem substanzlos,  oberflächlich  und stereotyp 
geblieben seien,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  25.  September  2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung der Vor-
instanz sei vollumfänglich aufzuheben und die Sache sei zur Prüfung 
des Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses beantragt wurden,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  (Telefax)  am  29.  September  2008 
beim Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts eintrafen (Art. 
109 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. September 2008 ei-
nen Nationalitätenausweis und eine irakische Identitätskarte im Origi-
nal einreichen liess,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2  AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist, 

dass hinsichtlich der formellen Einwände des Beschwerdeführers zur 
Dauer der Beschwerdefrist und deren Rechtmässigkeit auf das Urteil 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  vom  25.  Mai  2004  in 
EMARK 2004 Nr. 25  zu  verweisen ist,  dem sich  das  Bundesverwal-
tungsgericht vollumfänglich anschliesst,

dass der  Beschwerdeführer seine am 25. September 2008 verfasste 
und gleichentags zur Post gegebene Beschwerdeschrift innert Rechts-
mittelfrist  einreichte,  womit  die  Rüge,  innert  Beschwerdefrist  sei  die 

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Abfassung  einer  detaillierten  Begründung  der  Beschwerde  nicht 
möglich  gewesen,  nicht  gehört  werden  kann,  zumal  auch  das 
Argument,  der  Zugang  zu  freiberuflichen  Anwälten  sei  innert  der 
Beschwerdefrist nicht möglich, nicht den Tatsachen entspricht,

dass hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er behalte 
sich Ergänzungen und weitere Ausführungen zu seiner Beschwerde-
schrift vor, auf Art. 32 Abs. 2 VwVG zu verweisen ist, wonach verspäte-
te Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, trotz Verspätung 
berücksichtigt werden können,

dass indessen der Vorbehalt des Beschwerdeführers, sofern dieser als 
sinngemässes Gesuch um Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerde-
ergänzung zu verstehen ist, abzuweisen ist, da die Beschwerdeschrift 
den  Anforderungen  von  Art.  52  Abs.  1  VwVG  genügt  und  die  Be-
schwerdesache  weder  einen  aussergewöhnlichen  Umfang  noch  be-
sondere Schwierigkeiten im Sinne von Art. 53 VwVG aufweist,

dass vorliegend die Unterlassung der gesetzlich vorgeschriebenen Ab-
gabe der Reise- oder Identitätspapiere unbestritten ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass  der  Einwand  des  Beschwerdeführers  in  der  Beschwerde,  auf-
grund des Todes seiner Tochter am 29. August 2008 sei seine Familie 
nicht  in der Lage gewesen, ihm seine Identitätskarte früher zu schi-
cken,  nicht  zu  einer  anderen  Beurteilung  führt,  da  die  Frist  von  48 
Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG allein bezweckt, den asyl-
suchenden Personen die Abgabe jener Dokumente ohne Nachteile zu 
ermöglichen, auf die sie in der Schweiz Zugriff  haben und die sie im 
Moment der Gesuchseinreichung bewusst zurückbehalten haben (vgl. 
EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.),

dass die nachträglich mit Eingabe vom 30. September 2008 im Origi-
nal  eingereichten Identitätsdokumente vorliegend auch nicht zu einer 
Kassation führen, zumal die geltend gemachten Asylgründe unglaub-
haft sind (vgl. a.a.O. E. 5c.aa S. 109 f.), 

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dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht, da seine Vorbringen mehrere Elemente enthalten, 
die  klarerweise  der  Lebenserfahrung  widersprechen  und  unlogisch 
sind,  weshalb  davon auszugehen ist,  die  von ihm vorgebrachte  Ge-
fährdungssituation sei lediglich konstruiert, 

dass die Behauptung des Beschwerdeführers in der Beschwerde, es 
handle  sich  vorliegend um einen Fall,  bei  dem weitere  Abklärungen 
notwendig seien, keine Änderung des angefochtenen Nichteintretens-
entscheides zu bewirken vermag, zumal der Beschwerdeführer keine 
konkreten Gründe geltend macht, die zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft führen oder zusätzliche Abklärungen gemäss Art. 32 Abs. 
3 Bst. c AsylG als nötig erscheinen lassen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der  Beschwerdeführer  keine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen vermochte, weshalb das in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet  und keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 
sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass die allgemeine Sicherheitslage und Menschenrechtssituation im 
Heimatstaat (Provinzen Dohuk,  Erbil  und Sulaymaniya) den Wegwei-

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sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen 
lässt (vgl. BVGE 2008/4),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Erwägungen des BFM auch bezüglich der Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges  zutreffend sind  und  die  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe daran nichts zu ändern vermögen,

dass das Bundesverwaltungsgericht die vom BFM vorgenommene all-
gemeine  Lageeinschätzung  bezüglich  der  Menschenrechts-  und  der 
Sicherheitslage in den kurdischen Nordprovinzen Erbil, Dohuk und Su-
leymaniya  (woher  der  kurdische  Beschwerdeführer  stammt)  im  We-
sentlichen teilt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  zudem  im  Grundsatzentscheid 
BVGE 2008/5 aufgrund einer umfassenden Beurteilung der aktuellen 
Situation in den nordirakischen Provinzen Dohuk, Sulaymaniya und Er-
bil zum Schluss gekommen ist, dass in den drei kurdischen Provinzen 
keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische 
Lage nicht dermassen angespannt ist, als dass eine Rückführung dort-
hin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste,

dass zusammenfassend im erwähnten Entscheid festgehalten wurde, 
dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der Regel für allein-
stehende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus 
einer  der  drei  Provinzen  stammen  und  dort  nach  wie  vor  über  ein 
soziales Netz (Familie, Verwandtschaft oder Bekanntenkreis) oder Par-
teibeziehungen verfügen, zumutbar ist,

dass weder die allgemeine Lage in den drei nordirakischen Provinzen 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwer-
deführers im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, der Beschwerde-
führer seit Geburt in Erbil lebte und dort entsprechend über ein Bezie-
hungsnetz verfügt, weshalb der Vollzug der Wegweisung als zumutbar 
zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

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hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des EVZ B._______ (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  EVZ  B._______  (vorab  per  Telefax  zu  den  Akten 
Ref.-Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht) Einschreiben; Beila-
gen: Nationalitätenausweis, irakische Identitätskarte

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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