# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e72c947d-4a23-5142-83a8-56cbc8a06cf1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.05.2018 PP180017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP180017_2018-05-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PP180017-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 22. Mai 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
betreffend Forderung (Fristerstreckung) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, vom 30. April 2018 
(FV170149-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 23. Januar 2018 verpflichtete das Bezirksgericht 

Zürich (Vorinstanz) den Beklagten zur Zahlung von Fr. 10'929.60 nebst 5 % Zins 

seit 1. Dezember 2015 an die Klägerin und hob in diesem Umfang den Rechts-

vorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Luzern (Zahlungsbefehl 

vom 19. Januar 2017) auf; die Kosten- und Entschädigungsfolgen wurden zu Las-

ten des Beklagten geregelt (Vi-Urk. 20). Auf Begehren des Beklagten vom 4. März 

2018 (Vi-Urk. 23) wurde das Urteil nachträglich begründet (Vi-Urk. 24); das be-

gründete Urteil wurde dem Beklagten am 16. April 2018 zugestellt (Vi-Urk. 26). 

Mit Eingabe vom 24. April 2018 ersuchte der Beklagte die Vorinstanz um Erstre-

ckung der Berufungsfrist um 30 Tage (Vi-Urk. 27). Mit Verfügung vom 30. April 

2018 wies die Vorinstanz schliesslich das Fristerstreckungsgesuch ab (Vi-Urk. 29 

= Urk. 2). 

b) Hiergegen hat der Beklagte am 3. Mai 2018 fristgerecht (Vi-Urk. 30/2) 

Beschwerde erhoben (Urk. 1). 

c) Da die Frist zur Erhebung der Berufung beim Eingang der vorliegenden 

Beschwerde am 4. Mai 2018 noch lief, wurde dem Beklagten der guten Ordnung 

halber mit Schreiben vom gleichen Tag mitgeteilt, dass eine Erstreckung nicht 

möglich sei (Urk. 5). 

d) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf pro-

zessuale Weiterungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

e) Der Beklagte hat gegen das Urteil vom 23. Januar 2018 mit Eingabe 

vom 14. Mai 2018 Berufung erhoben. Das Berufungsverfahren wird hierorts unter 

der Geschäftsnummer NP180016 geführt.  

2. Die Beschwerdeschrift ist nicht unterzeichnet (Urk. 1 S. 2). An sich  

wäre daher eine Nachfrist zur Behebung dieses Mangels anzusetzen (Art. 132 

Abs. 1 ZPO). Mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen (Ziff. 3) und da die Ur-

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heberschaft des Beklagten aufgrund der von ihm unterzeichneten Eingaben vom 

4. März 2018 und 24. April 2018 (vgl. Vi-Urk. 23 und 27) keinem Zweifel unter-

liegt, kann vorliegend davon abgesehen werden. 

3. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Vorab aber muss die Beschwerdeschrift konkrete Anträge enthal-

ten, worauf schon in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewiesen 

wurde (Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 3). Aus diesen Anträgen muss eindeutig hervorge-

hen, was konkret angefochten wird und wie der Entscheid stattdessen zu lauten 

hätte. Aus dem Verbot von überspitztem Formalismus ergibt sich zwar, dass auf 

eine Beschwerde mit formell mangelhaften Anträgen ausnahmsweise trotzdem 

einzutreten ist, wenn sich aus der Beschwerdebegründung – allenfalls in Verbin-

dung mit dem angefochtenen Entscheid – ergibt, wie die Beschwerdeanträge ge-

nau lauten sollen. Ergeben sich jedoch auch unter Berücksichtigung der Begrün-

dung keine genügenden Beschwerdeanträge, ist auf die Beschwerde ohne Anset-

zung einer Nachfrist nicht einzutreten (vgl. BGE 137 III 617). 

b) Die Beschwerde des Beklagten enthält keine konkreten Anträge. Er 

bringt zwar vor, er gelange an die obere Instanz mit seinem "Anliegen um eine 

Fristverlängerung" (Urk. 1 S. 2). Nachdem er mit seiner Eingabe vom 24. April 

2018 um eine Erstreckung von 30 Tagen ersucht hatte (Vi-Urk. 27), könnte zwar 

vermutet werden, dass dies auch das Begehren der Beschwerde sei, sicher ist 

dies jedoch nicht. Auf die Beschwerde kann daher mangels rechtsgenügender 

Anträge nicht eingetreten werden. 

c) Aber auch wenn zugunsten des Beklagten von einem genügenden Be-

schwerdeantrag ausgegangen würde, wäre der Beschwerde kein Erfolg beschie-

den. Der Beklagte macht in seiner Beschwerde geltend, die Berufungsfrist sei 

keine gesetzliche Frist und damit entsprechend verlängerbar (Urk. 1 S. 1). Dem 

ist nicht so. Die Berufungsfrist ist – wie die Vorinstanz korrekt dargelegt hat (Urk. 

2 S. 2) – eine gesetzliche Frist ist, denn deren Dauer wird im Gesetz selbst fest-

gesetzt (Art. 311 Abs. 1 ZPO: 30 Tage). Gemäss ausdrücklicher gesetzlicher Re-

gelung ist damit eine Erstreckung der Berufungsfrist ausgeschlossen (Art. 144 

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Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde wäre somit abzuweisen gewesen, hätte auf sie 

eingetreten werden können. 

4. a) Das Beschwerdeverfahren beschlägt eine vermögensrechtliche 

Streitigkeit mit einem Streitwert von Fr. 10'929.60. Die zweitinstanzliche Ent-

scheidgebühr ist in Anwendung von § 9 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebühren-

verordnung auf Fr. 200.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Beklagten zufolge seines Unterliegens, der Klägerin mangels rele-

vanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auf-

erlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage einer 

Kopie von Urk. 1, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

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schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG Es handelt sich um eine ver-
mögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 10'929.60. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 22. Mai 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
am 

	Beschluss vom 22. Mai 2018
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...