# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1870489f-dc1c-5bd7-be66-64bce56f737b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.03.2024 SB230062
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230062_2024-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230062-O/U/bs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichter lic. iur. C. Maira 

und Oberrichterin lic. iur. S. Fuchs sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet

Urteil vom 11. März 2024

in Sachen

A._____,
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. F. Stadelmann,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Freiheitsberaubung und Entführung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 3. Februar 2022 
(DG210017)

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Anklage

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 26. Juli 2021 

(Urk. 1/14) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 78 S. 131 ff.)

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 der Freiheitsberaubung und Entführung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 und 
Abs. 2 StGB (Anklagepunkte 2 und 13),

 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 
Abs. 2 StGB (Anklagepunkte 4 und 14),

 der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB (Anklagepunkte 6, 7 und 10).

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von 

Art. 181 StGB (Anklagepunkt 3.1).

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 31 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis heute 

590 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind.

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 16 Monaten aufgeschoben und 

die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (15 Monate) wird die Freiheitsstrafe 

vollzogen.

5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.

6. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

angeordnet.

7. Das mit Verfügung vom 23. Juli 2021 der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

beschlagnahmte Mobiltelefon Samsung (Asservat Nr. A013'926'324) sowie die 

sichergestellte SIM-Karte (Asservat Nr. A013'960'377) werden dem Beschuldigten 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren 

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mit den Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E 

auf Voranmeldung und auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Werden diese Gegenstände nicht innert einer Frist von 3 Monaten nach Eintritt der 

Rechtskraft aller obgenannten Urteile bei der für die Lagerung zuständigen Kantons-

polizei Zürich, Asservate-Triage, beansprucht, werden sie ohne weitere Mitteilung 

durch diese vernichtet.

8. Die folgenden mit Verfügung vom 23. Juli 2021 der Staatsanwaltschaft I des Kantons 

Zürich beschlagnahmten Gegenstände werden dem Geschädigten, B._____, nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit 

den Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E auf 

Voranmeldung und auf erstes Verlangen herausgegeben:

 1 Paar Herrenschuhe, schwarz (Asservat Nr. A013'149'763)
 1 ärmelloses T-Shirt, rosarot (Asservat Nr. A013'149'809)
 1 T-Shirt, grau (Asservat Nr. A013'149'810)
 1 Herrenhose, braun (Asservat Nr. A013'149'854)
 1 Herrenjacke, schwarz/grün (Asservat Nr. A013'149'912).

Werden diese Gegenstände nicht innert einer Frist von 3 Monaten nach Eintritt der 

Rechtskraft aller obgenannten Urteile beim für die Lagerung zuständigen Forensi-

schen Institut Zürich beansprucht, werden sie ohne weitere Mitteilung durch dieses 

vernichtet.

9. Die unter der Referenznummer K191022-082 / 76595023 beim Forensischen Institut 

Zürich gelagerten Spuren werden – soweit noch vorhanden und mit Ausnahme der 

in Dispositiv-Ziffern 7 und 8 genannten Asservate – nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit den Geschäfts-Nrn. 

DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E durch dieses vernichtet.

10. Das unter der Referenznummer K191022-082 / 76595023 beim Forensischen Institut 

Zürich gelagerte Messer (Asservat Nr. A014'211'531) wird eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit 

den Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E 

durch dieses vernichtet. 

11. Die unter den folgenden Referenznummern bei der Kantonspolizei Zürich, Asser-

vate-Triage, gespeicherten Datensicherungen werden – soweit noch vorhanden – 

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nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren 

mit den Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E 

durch diese gelöscht: 05692001N01, 05692001S01, 05692002N01, 05692002S01, 

05692003N01, 05692003S01, 05692003S02, 05692004N01 und 05692004S01.

12. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 4'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen:

Fr. 2'000.00 Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 1'364.85 Auslagen (Gutachten)

Fr. 500.00 Auslagen Polizei

Fr. 40'000.00 Kosten amtliche Verteidigung (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MwSt). 

13. Die Auslagen für das Gutachten ("IRM 1012 20313, DNA-Profil") werden im Betrag 

von Fr. 1'220.00 auf die Gerichtskasse genommen und definitiv abgeschrieben.

14. Die übrigen Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt.

15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

16. [Mitteilung]

17. [Rechtsmittel]

18. [Rechtsmittel]"

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Berufungsanträge
(Prot. II S. 5 f.)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____:

(Urk. 95 S. 1)

1. Der Berufungskläger sei einer Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB 

schuldig zu sprechen; von den übrigen in der Anklageschrift enthaltenen Vor-

würfen sei der Berufungskläger freizusprechen.

2. Der Berufungskläger sei mit einer Busse von Fr. 100.– zu bestrafen.

3. Der Berufungskläger sei für 590 Tage zu Unrecht erstandener Unter-

suchungs- und Sicherheitshaft, bei einem vorzuschlagenden Tagesansatz 

von Fr. 200.–, mit insgesamt Fr. 118'000.– zu entschädigen.

4. Die Kosten des Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens wie auch der 

amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich zu Lasten der Staatskasse 

abzuschreiben.

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 85; schriftlich)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

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Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem 

angefochtenen Entscheid (Urk. 78 S. 3 f. E. A.). Der Beschuldigte wurde von der 

Vorinstanz am 3. Februar 2022 gemäss dem vorab wiederholten Urteilsdispositiv 

teilweise schuldig gesprochen und bestraft (a.a.O., S. 131 ff.). Innert Frist liess er 

Berufung anmelden (Urk. 70). Das begründete Urteil (Urk. 75 = Urk. 78) wurde 

dem Verteidiger bzw. dem Beschuldigten sodann am 5. Januar 2023 zugestellt 

(Urk. 76). Mit Präsidialverfügung vom 20. Januar 2023 wurden die Akten des Ver-

fahrens zur Behandlung der Berufung dem Obergericht des Kantons Zürich zuge-

schickt (Urk. 77 = Urk. 79), wobei sie am 27. Januar 2023 bei der hiesigen Kammer 

eingingen (vgl. Aktenverzeichnis). 

1.2. Die Berufungserklärung des Beschuldigten vom 24. Januar 2023 ging mit Ver-

fügung vom 14. Februar 2023 an die Staatsanwaltschaft und dieser wurde Frist an-

gesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben wird, oder um begründet 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 83). Die Staatsanwaltschaft 

verzichtete auf Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanz-

lichen Entscheids (Urk. 85). Ein Sistierungsantrag der Verteidigung (Urk. 86) wurde 

mit Beschluss vom 15. November 2023 abgewiesen (Urk. 89). Am 11. Dezember 

2023 wurden die Beschuldigten A._____ (Urk. 91), C._____ (Urk. 109, SB230063), 

D._____ (Urk. 109, SB230064) und E._____ (Urk. 82, SB230065) zur gemeinsa-

men Berufungsverhandlung vom 11. März 2024 vorgeladen. Am 20. Februar 2024 

informierte der Verteidiger die hiesige Kammer darüber, dass der Beschuldigte 

nach Verfügung des Migrationsamtes des Kantons F._____ am 19. September 

2023 in sein Heimatland Sri Lanka ausgeschafft worden sei und er keinen Kontakt 

zu diesem habe. Gleichzeitig reichte er das vorinstanzliche Plädoyer in gekürzter 

Form als verlesen zu den Akten ein (Urk. 94 und 95). Schliesslich wurden die Par-

teien am 27. Februar 2024 über eine Änderung der Gerichtsbesetzung informiert 

(Urk. 96). 

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1.3. Am 11. März 2024 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der 

amtliche Verteidiger des Beschuldigten A._____ sowie die Beschuldigten C._____, 

D._____ und E._____, je in Begleitung ihrer amtlichen Verteidiger, erschienen 

(Prot. II S. 5). 

1.4. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Umfang der Berufung

Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 2 und 7-13 des vorinstanzlichen Ent-

scheids, in welchem Umfang dieser in Rechtskraft erwuchs, was mit Beschluss fest-

zuhalten ist. Im übrigen Umfang steht der Entscheid zur Disposition. Es gilt das 

Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO).

3. Prozessuales

3.1. Allgemeines

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachver-

haltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit 

Erwähnung findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch 

auf rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. 

Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf 

sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motiva-

tionsaufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (vgl. dazu statt Weiterer Urteil des Bundesgerichtes 6B_689/2019 

vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).

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3.2. Örtliche Zuständigkeit, Anklagegrundsatz, Strafantrag

3.2.1. Der Verteidiger des Beschuldigten A._____ rügte – wie bereits vor Vorinstanz 

– die fehlende örtliche Zuständigkeit der Strafbehörden. Er begründete dies damit, 

dass im Kanton G._____ der Ort sei, wo die mit der schwersten Strafe bedrohte 

Tat, nämlich die versuchte schwere Körperverletzung, begangen worden sei 

(Urk. 98 S. 5 ff.). 

3.2.2. Zunächst kann ohne Weiteres auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 78 S. 5 f. E. B). Ergänzend ist festzuhalten, dass das 

Verfahren vor den Zürcher Behörden letztlich nicht wegen versuchter schwerer 

Körperverletzung geführt wurde, weshalb die mit der schwersten Strafe bedrohte 

Tat nach wie vor die Freiheitsberaubung und Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 1 

Abs. 1 und Abs. 2 StGB und deshalb auch die Zuständigkeit der Zürcher Behörden 

begründet ist. Schliesslich wurde die Rüge der Unzuständigkeit – wie auch die 

Vorinstanz korrekt ausführte – nicht bereits bei der Staatsanwaltschaft, sondern 

erst vor Vorinstanz das erste Mal vorgebracht und ist damit verspätet erfolgt.

3.2.3. Ferner rügte die Verteidigung des Beschuldigten D._____ eine Verletzung 

des Anklagegrundsatzes sowie das Fehlen eines gültigen Strafantrags (Urk. 114, 

SB230064), wobei sich die Verteidigung des Beschuldigten E._____ den 

Ausführungen zur Verletzung des Anklagegrundsatzes anschloss (Prot. II S. 10; 

Urk. 87 S. 4, SB230065). 

3.2.4. Zur Begründung führte die Verteidigung des Beschuldigten D._____ vor, 

dass der Sachverhalt in der Anklageschrift nicht genügend umschrieben und damit 

die Anforderungen von Art. 9 und 325 StPO nicht erfüllt seien. So sei bei den Vor-

würfen jeweils nicht klar, welche Rolle der Beschuldigte D._____ inne gehabt habe 

und fehle auch eine Auseinandersetzung mit dem objektiven sowie subjektiven Tat-

bestand (Urk. 114 S. 2-7, SB230064). Die Verteidigung des Beschuldigten E._____ 

stellte sich auf den Standpunkt, dass die Anklageschrift keine konkreten Tathand-

lungen des Beschuldigten E._____ beschreibe und auch keine konkreten Hinweise 

für die Mittäterschaft geltend gemacht worden seien (Urk. 87 S. 4, SB230065; 

Prot. II S. 10). 

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3.2.5. Entgegen der Ansicht der Verteidigungen umschreibt die Anklage konkret, 

an welchem Datum, um welche Uhrzeit und an welchem Ort die Tatvorwürfe sich 

ereignet haben sollen. Ferner unterscheidet die Anklage einerseits zwischen dem 

ineinandergeflochtenen Zusammenwirken der Beschuldigten im Sinne einer Mit-

täterschaft und andererseits deren individuellen Tatbeiträgen. Die Beschuldigten 

wissen mithin, was ihnen jeweils vorgeworfen wird. Entgegen den Verteidigungen 

ist es im Übrigen bei Annahme einer Mittäterschaft nicht notwendig, den subjektiven 

Tatbestand bei jedem einzelnen Mittäter im Detail zu umschreiben. Wenn die Ver-

teidigung des Beschuldigten D._____ sodann geltend macht, beim Tatvorwurf der 

Nötigung sei die tatsituative Zwangswirkung nicht ersichtlich (Urk. 114 S. 5 f., 

SB230064), kann ihr mitnichten gefolgt werden. Wie noch später aufzuzeigen sein 

wird, lässt sich die notwendige Zwangswirkung ohne Weiteres aus der Gesamt-

situation herleiten, in welcher sich der Geschädigte vorfand (gewaltsame Verbrin-

gung in das Auto und nach H._____, zahlreiche Schläge und erhebliche Verletzun-

gen; vgl. nachfolgend Ziff. II.). Im Übrigen kann auch hier auf die korrekten Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 78 S. 6 f. E. B). Ob sich die Vor-

würfe erstellen lassen, ist schliesslich keine Frage des Anklagegrundsatzes, son-

dern wird im Rahmen der Beweiswürdigung zu prüfen sein.  

3.2.6. Mit der Vorinstanz liegt damit keine Verletzung des Anklagegrundsatzes vor. 

3.2.7. Schliesslich monierte der Verteidiger des Beschuldigten D._____, es liege 

hinsichtlich den Anklageziffern 4 und 14 kein gültiger Strafantrag vor, da der Ge-

schädigte den Beschuldigten D._____ im Strafantrag nicht namentlich genannt 

habe, obwohl ihm dieser von Anfang an bekannt gewesen sei. So habe der Ge-

schädigte unter anderem in der ersten polizeilichen Einvernahme vom 25. Oktober 

2019 den Rufnamen des Beschuldigten D._____, "D'_____", genannt, weshalb die-

ser für den Geschädigten keinesfalls ein Unbekannter gewesen sei (Urk. 114 

S. 7 ff., SB230064). 

3.2.8. Die vom Verteidiger des Beschuldigten D._____ in diesem Zusammenhang 

aufgeführte bundesgerichtliche Rechtsprechung bezieht sich auf den Fall, in wel-

chem ein Delikt von einem Einzeltäter begangen wurde. Im hier zu beurteilenden 

Fall sind jedoch mehrere mutmassliche Täter involviert, weshalb diese Rechtspre-

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chung nicht einschlägig ist. Wie auch die Verteidigung zu Recht ausführt, identifi-

zierte der Geschädigte den Beschuldigten D._____ bereits anlässlich der polizeili-

chen Einvernahme vom 25. Oktober 2019 als angeblichen Täter, indem er dessen 

Rufnamen nannte und erwähnte, dass er auch dessen Telefonnummer kenne 

(Urk. 2/1/1 F/A 31). Damit ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass der Geschä-

digte auch die Verfolgung des Beschuldigten D._____ beabsichtigte. Im Übrigen 

kann auch hier auf die korrekten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 78 S. 7 f. E. B). Nach dem Gesagten liegt entgegen der Verteidigung ein gül-

tiger Strafantrag vor.

II. Schuldpunkt

1. Anklagevorwurf, Ausgangslage und Vorgehen

Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der beigehefteten Anklageschrift (Urk. 1/14 

S. 3 ff.), darauf kann verwiesen werden. Dem Beschuldigten wird zusammenge-

fasst vorgeworfen, den Geschädigten zusammen mit weiteren Mittätern in der 

Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2019 in I._____/J._____ unter Anwendung von 

Gewalt mit einem Auto entführt und an einen abgelegenen Grillplatz bei H._____ 

(G._____) verbracht zu haben, wo dieser von den Tätern in der Folge eine Nacht 

lang immer wieder geschlagen und unter Anwendung von körperlicher Gewalt zu 

erniedrigenden Handlungen gezwungen worden sei. Der Beschuldigte bestritt vor 

Vorinstanz die Darstellung des Geschädigten und die eingeklagte Tatbeteiligung 

(vgl. letztmals Prot. I S. 93 ff.). Zumal der Beschuldigte im Zeitpunkt der Berufungs-

verhandlung wie erwähnt bereits nach Sri Lanka ausgeschafft wurde, konnte er 

nicht mehr zu den Vorwürfen befragt werden (Urk. 94 und Prot. II S. 7). Der Sach-

verhalt ist zu erstellen. Die Vorinstanz hat die Beurteilung des Vorwurfs wie folgt 

gegliedert: (1.) I._____/J._____ und Autofahrt zum Grillplatz "K._____" bzw. Frei-

heitsberaubung und Entführung (Anklagepunkte 2 und 13), (2.) Grillplatz "K._____" 

(3.) Einfache Körperverletzung (Anklagepunkte 4 und 14) und (4.) Nötigungen (An-

klagepunkte 3.1, 6, 7 und 10). Diese Gliederung ist beizubehalten.

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2. Beweismittel

Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel zutreffend aufgeführt (Urk. 78 

S. 8 ff. E. C I.1.), darauf kann verwiesen werden. Die Vorwürfe stützten sich im 

Wesentlichen auf die Aussagen des Geschädigten.

3. Grundsätze der Beweiswürdigung

Die Vorinstanz hat die massgebenden Grundsätze der Beweiswürdigung zutreffend 

dargestellt (Urk. 78 S. 11 ff. E. C. I.2.), darauf kann verwiesen werden. Soweit 

sie Ausführungen zur Glaubwürdigkeit der Befragten machte (a.a.O., S. 14 ff. 

E. C. I.2.3.), ist abermals darauf hinzuweisen, dass für die Sachverhaltserstellung 

in erster Linie die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Befragten relevant ist. Die von 

der Vorinstanz zur Glaubwürdigkeit gemachten Ausführungen sind soweit zutref-

fend, jedoch vorliegend nicht ausschlaggebend. Wie die Vorinstanz richtig aus-

führte, finden mögliche Antipathien zwischen den Beteiligten gemeinhin in einem 

übertriebenen oder sonstige Lügensignale aufweisenden Aussageverhalten ihren 

Niederschlag, was bei der Glaubhaftigkeit der jeweiligen Darstellungen zu prüfen 

sein wird. Hinweise, die seitens des Geschädigten auf eine kalkulierte Falschaus-

sagen deuten würden, liegen nicht vor.

4. Freiheitsberaubung und Entführung (Anklagepunkte 2 und 13)

4.1. Standpunkt der Verteidigung

4.1.1. Die Verteidigung machte vor Vorinstanz im Wesentlichen geltend, es habe 

keinen Entführungsplan gegeben und man habe nicht vorgehabt, den Geschä-

digten an die Party in H._____mitzunehmen. Der Beschuldigte leide seit Geburt an 

der Bluterkrankheit (Hämophilie). Als der Geschädigte mit dem Messer auf den 

Mitbeschuldigten C._____ losgegangen sei, habe sich der Beschuldigte deshalb 

zum Eigenschutz sofort auf den Fahrersitz des Autos zurückgezogen und nicht 

mitbekommen, was dabei geschrien oder gesprochen worden sei, weil sich das 

Auto vom Ort der Rangelei weit weg befunden habe. Wenig später sei der 

Geschädigte dann zum Fahrzeug getreten und habe sich allein und aus eigenem 

Willensentschluss in den Fonds des Fahrzeuges gesetzt. Der Geschädigte habe 

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anlässlich seiner Zeugeneinvernahme an der Hauptverhandlung erstmals aus-

gesagt, dass ihn der auf dem Fahrersitz sitzende Beschuldigte ins Auto gezogen 

habe, was physikalisch gar nicht möglich sei. Nehme man an, dass der 

Geschädigte hinten links eingeladen worden sei, so hätte sich der Beschuldigte um 

270 Grad nach rechts drehen müssen. Der Geschädigte erzähle immer wieder 

neue Versionen des Geschehnisablaufs (vgl. Prot. I S. 146 ff. und Urk. 61, 

S. 16 ff.). 

4.1.2. Im Berufungsverfahren reichte die Verteidigung ihr vorinstanzliches Plädoyer 

als verlesen zu den Akten ein (Urk. 94 und 95) und machte im Übrigen unter 

anderem geltend, der Beschuldigte habe nie das Wissen und den Willen gehabt, 

den Geschädigten der Freiheit zu berauben. Die Vorinstanz habe ferner unter-

lassen, sich in ihrer Urteilsbegründung zur Frage des Vorsatzes zu äussern 

(Urk. 98 S. 1-4). 

4.2. Aussagen der Beteiligten

Die Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen der Beteiligten umfassend darge-

stellt (Urk. 78 S. 18 ff. E. 3.3.), darauf kann verwiesen werden.

4.3. Aussagen des Geschädigten

Die Vorinstanz hat die Aussagen des Geschädigten zutreffend gewürdigt (Urk. 78 

S. 50 ff. E. 3.4.b), darauf kann vollumfänglich verwiesen werden. Teilweise rekapi-

tulierend und ergänzend ist festzuhalten, dass der Geschädigte detailliert, logisch-

konsistent und nachvollziehbar aussagte. Seine Darstellung wirkt erlebnisbasiert. 

Für sie spricht nicht zuletzt, dass er auch Aussagen zu seinen Ungunsten machte 

und namentlich erwähnte, selbst ein Messer gezogen zu haben, obschon offen 

bleiben kann, um was für ein Messer es sich dabei genau handelte. Weiter sind die 

Aussagen insgesamt homogen, relativ konstant und im Wesentlichen wider-

spruchsfrei. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Einvernahmen in einem Zeit-

raum von mehr als zwei Jahren stattfanden und es sich um einen sehr dynamischen 

Handlungsablauf mit diversen Beteiligten handelte, der sich zudem teilweise im 

Dunkeln abspielte, was einzelne Ungereimtheiten erklärt. Die Aussagen zeichnen 

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sich über die diversen Einvernahmen hinweg und trotz der zeitlichen Dauer des 

Verfahrens durch eine detaillierte, klar auf einen realen Erlebnishintergrund hinwei-

sende und sehr plausible Darstellung des inkriminierten Geschehens in stimmiger 

Abfolge aus. Darauf kann abgestellt werden.

4.4. Aussagen der Mitbeschuldigten und Drittaussagen

Die Vorinstanz hat weiter überzeugende Ausführungen zu den Aussagen der Mit-

beschuldigten sowie zu den vorliegenden Drittaussagen gemacht (Urk. 78 S. 53 ff. 

E. 3.4. c-f und S. 57 f. E. 3.4.h), darauf kann vollumfänglich verwiesen werden. 

Ergänzend ist zu den Drittaussagen anzuführen, dass diese zum eigentlichen Tat-

geschehen nichts beizutragen vermögen, zumal die beiden Zeuginnen beim 

eingeklagten Vorgang nicht dabei waren. Bei ihren Aussagen geht es vor allem um 

die (möglichen) Hintergründe der Auseinandersetzung, was aber auch von der 

Staatsanwaltschaft weitgehend offengelassen wurde (vgl. dazu Anklagepunkt 1).

4.5. Aussagen des Beschuldigten

4.5.1. Die Vorinstanz hat richtige Ausführungen zu den Aussagen des Beschul-

digten gemacht (Urk. 78 S. 56 f. E. 3.4.g), auch darauf kann verwiesen werden. Mit 

ihr ist davon auszugehen, dass diese wesentliche Widersprüche aufweisen, teil-

weise nicht nachvollziehbar sind und der Beschuldigte versucht scheint, den 

Geschädigten in einem schlechten Licht darzustellen. Auch die Ausführungen der 

Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung vermögen daran nichts zu 

ändern (Urk. 98 S. 1-4). Insgesamt wirken die Aussagen des Beschuldigten nicht 

überzeugend. 

4.6. Ergebnis Aussagenanalyse

Im Gegensatz zu den Aussagen des Geschädigten bezüglich der Ereignisse an der 

L._____-strasse in I._____/J._____ und auf der Autofahrt zum Grillplatz "K._____" 

weisen die Aussagen des Beschuldigten und der Mitbeschuldigten diverse 

Widersprüche sowohl in sich als auch untereinander auf, sind teilweise nicht 

nachvollziehbar oder wirken stellenweise konstruiert. Aus den Einvernahme-

protokollen ergibt sich deutlich, dass die Beschuldigten ihre Aussagen teilweise 

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dem Untersuchungsergebnis bzw. anderen Aussagen anpassten. Umgekehrt 

finden sich aber auch immer wieder Aussagen der Beschuldigten, die jene des 

Geschädigten zum Kerngeschehen bestätigen und diese damit umso glaubhafter 

erscheinen lassen. Das aussageunabhängige Beweismittel der DNA-Unter-

suchung des vom Beschuldigten C._____ eingereichten Messers bestätigt des 

Weiteren die Aussagen der Beschuldigten nicht, wonach das Messer entgegen den 

Aussagen des Geschädigten in I._____/J._____ gegen sie eingesetzt worden sein 

soll (Urk. 5/1-6). Was für ein Messer der Geschädigte beim Vorfall in 

I._____/J._____ wirklich gezogen hat, erscheint angesichts der Vielzahl und der 

Qualität der Realkennzeichen in seinen Aussagen verglichen mit den sehr zweifel-

haften Aussagen des Beschuldigten und seiner Mitbeschuldigten für die Aussagen-

würdigung ohnehin nicht von entscheidender Bedeutung. Entgegen der Ver-

teidigung (vgl. Urk. 98 S. 3) nicht nachvollziehbar ist die Darstellung, wonach der 

Geschädigte sich zunächst mit einem Messer gewehrt habe, in der Folge jedoch 

freiwillig ins Auto eingestiegen sein soll. Dies ist eine reine Schutzbehauptung und 

nicht glaubhaft. Es erstaunt sodann nicht, dass der Beschuldigte und die Mit-

beschuldigten den Geschädigten am erwähnten Parkplatz in I._____/J._____ und 

damit an einem abgelegenen und nicht häufig frequentierten Ort erwarteten, denn 

dort mussten sie offenkundig mit weniger Zeugen rechnen als beispielsweise am 

Bahnhof M._____. Der Geschädigte schilderte ferner konstant und glaubhaft, dass 

auch der Beschuldigte am Übergriff in I._____/J._____ beteiligt gewesen sei und 

er ihn von der Fahrerseite her ins Auto gezogen habe (Urk. 2/1/1 F/A 14; Urk. 2/1/3 

F/A 11; Prot. I F/A 33). Somit ist festzuhalten, dass die Qualität der Aussagen des 

Geschädigten deutlich höher ist als jene des Beschuldigten und der Mitbeschul-

digten und dass sie sehr glaubhaft sind. Schliesslich stimmen die Aussagen des 

Geschädigten mit dessen Verletzungsbild überein und stützen seine Ausführungen 

zusätzlich. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie dem tatsächlich Erlebten 

des Geschädigten entsprechen. Somit ist der eingeklagte Sachverhalt in diesem 

Punkt erstellt. 

-   15   -

4.7. Rechtliche Würdigung

Die Vorinstanz hat eine sorgfältige und zutreffende rechtliche Würdigung vor-

genommen (Urk. 78 S. 59 ff. E. 3.5.), darauf kann verwiesen werden. Mit über-

zeugender Begründung und unter Abhandlung der Vorbringen der Verteidigung hat 

sie insbesondere eine Mittäterschaft des Beschuldigten bejaht. Der Beschuldigte 

war vor Ort anwesend, weshalb er auch ohne Weiteres mitbekam, dass der Ge-

schädigte nicht freiwillig ins Auto eingestiegen war, sondern sich gegen dessen 

gewaltsame Verbringung ins Auto wehrte und sogar ein Messer hervornahm. 

Dennoch handelte der Beschuldigte als Teil der Gruppe und leistete als Fahrer 

entgegen der Verteidigung einen wesentlichen Tatbeitrag. Selbst wenn die Ent-

führung nicht von Anfang an mit seiner Beteiligung geplant gewesen sein sollte, 

was offen bleiben kann, hat sich der Beschuldigte im entscheidenden Moment an 

der Tat beteiligt und sich so den Tatentschluss der anderen zu Eigen gemacht. 

Spätestens als der Geschädigte gewaltsam ins Auto verbracht wurde und der 

Beschuldigte als Fahrzeuglenker losfuhr, kann er nicht mehr als Unbeteiligter 

betrachtet werden, sondern ist vielmehr als Mittäter zu qualifizieren. Recht-

fertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Der Beschuldigte ist der 

Freiheitsberaubung und der Entführung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 und 

Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen. 

5. Grillplatz "K._____"

5.1. Aussagen der Beteiligten

Die Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen der Beteiligten umfassend darge-

stellt (Urk. 78 S. 64 ff. E. 4.), darauf kann verwiesen werden.

5.2. Aussagen des Geschädigten

Die Vorinstanz hat die Aussagen des Geschädigten zutreffend gewürdigt (Urk. 78 

S. 100 f. E. 4.7.1.), darauf kann verwiesen werden. Teilweise rekapitulierend und 

ergänzend ist festzuhalten, dass – mutatis mutandis – das bereits weiter vorne zu 

seinen Aussagen Ausgeführte gilt. Die wiederum eine hohe Dichte an Realkenn-

zeichen aufweisenden Aussagen lassen sich zudem teilweise mit objektiven Be-

-   16   -

weismitteln zwanglos in Einklang bringen, namentlich den vorliegenden Bild- und 

Videodateien (Urk. 6/1-2 und Urk. 7/1-3) sowie dem gutachterlich festgestellten 

Verletzungsbild (Urk. 4/4). Auch diese Aussagen zeichnen sich über die diversen 

Einvernahmen hinweg und trotz der zeitlichen Dauer des Verfahrens durch eine 

detaillierte, klar auf einen realen Erlebnishintergrund hinweisende und sehr plausi-

ble Darstellung des inkriminierten Geschehens aus. Der Geschädigte schilderte die 

Geschehnisse sehr flüssig und erwähnte auch Nebensächlichkeiten (vgl. 

beispielhaft Urk. 2/1/1 S. 5). Zudem lässt sich kein (nachvollziehbares) Motiv aus-

machen, weshalb der Geschädigte den Beschuldigten falsch belasten sollte. Dazu 

hatte sich bereits die Vorinstanz überzeugend geäussert (Urk. 78 S. 16). Nach dem 

Gesagten kann auf die Aussagen des Geschädigten abgestellt werden.

5.3. Aussagen der Mitbeschuldigten

Die Vorinstanz hat weiter überzeugende Ausführungen zu den Aussagen der Mit-

beschuldigten gemacht (Urk. 78 S. 102 ff. E. 4.7.2. ff.), darauf kann vollumfänglich 

verwiesen werden. Die Ausführungen der Mitbeschuldigten zeichnen sich auch in 

diesem Punkt mehrheitlich durch Ungereimtheiten, Widersprüche und unglaubhafte 

Relativierungen aus und erscheinen weitgehend als Schutzbehauptungen, soweit 

sie sich nicht mit den glaubhaften Belastungen des Geschädigten decken.

5.4. Aussagen Beschuldigter

Die Vorinstanz machte richtige Ausführungen zu den Aussagen des Beschuldigten 

(Urk. 78 S. 106 f. E. 4.7.6.), auch darauf kann verwiesen werden. Mit ihr ist davon 

auszugehen, dass diese erneut wesentliche Widersprüche aufweisen und wenig 

stimmig sind, wobei es dem Beschuldigten wiederum hauptsächlich darum zu ge-

sehen scheint, seinen Tatbeitrag möglichst abzuschwächen. Insbesondere dass er 

auf der Sitzbank geschlafen haben will, ist eine reine Schutzbehauptung. Es ist 

unglaubhaft, dass der Beschuldigte vom übrigen Geschehen nichts mitbekommen 

hat. Insgesamt wirken auch diese Aussagen des Beschuldigten, soweit sie der 

Darstellung des Geschädigten widersprechen, nicht überzeugend.

-   17   -

5.5. Ergebnis Aussagenanalyse

Die Aussagen der Beschuldigten zum eingeklagten Geschehen am Grillplatz 

weisen diverse erhebliche Widersprüche sowohl in sich als auch untereinander auf 

und wirken teilweise konstruiert und beschönigend. Offensichtlich belasten sie 

wenn immer möglich nicht angeklagte Drittpersonen, namentlich N._____ und 

O._____, und passen ihre Aussagen dem Untersuchungsergebnis an, selbst-

verständlich im Bestreben den eigenen Tatbeitrag möglichst herunterzuspielen. 

Demgegenüber decken sich die überzeugenden Aussagen des Geschädigten mit 

den vorliegenden objektiven Beweismitteln und weisen eine hohe Anzahl qualitativ 

hochwertiger Realkennzeichen auf. Entsprechend ist auch in diesem Punkt im 

Wesentlichen auf den vom Geschädigten geschilderten Geschehensablauf ab-

zustellen.

6. Einfache Körperverletzung (Anklagepunkte 4 und 14)

6.1. Der Verteidiger führte dazu vor Vorinstanz aus, der Beschuldigte habe den 

Geschädigten nicht verletzt, sondern ihm wegen des Messers lediglich eine 

Ohrfeige verpasst. Die Herzprellung stamme höchstwahrscheinlich von P._____s 

Fusstritten gegen den Brustkorb des Geschädigten, die Brüche der Rippe und des 

Querfortsatzes des Lendenwirbelkörpers von N._____s Schlägen mit einem 

Cricketschläger und das lädierte Gesicht von Schlägen O._____s. Des Weiteren 

sei der Beschuldigte ungefähr drei Stunden nicht beim Grillplatz gewesen und habe 

in dieser Zeit nicht mitbekommen, was sich dort ereignet habe. Es sei auch nicht 

so, dass die Zusammenkunft beim Grillplatz den Zweck gehabt habe, den Geschä-

digten "abzudreschen". Das "Abdreschen" sei einzig eine Sache zwischen N._____ 

und dem Geschädigten gewesen. Hauptsächlich habe es sich um eine Party mit 

vielen Leuten des tamilischen Volksstamms gehandelt (Urk. 61, S. 20 ff.). An-

lässlich der Berufungsverhandlung verwies die Verteidigung im Wesentlichen auf 

ihre bereits vor Vorinstanz gemachten Ausführungen und stellte sich auf den 

Standpunkt, dass der Beschuldigte nie das Wissen und den Willen gehabt habe, 

dem Geschädigten eine Körperverletzung zuzufügen (Urk. 98 S. 2). 

-   18   -

6.2. Zu den Ausführungen der Verteidigung kann mit der Vorinstanz (Urk. 78 

S. 108 f. E. 5.3.) festgehalten werden, dass unbestritten ist, dass der Beschuldigte 

und der Mitbeschuldigte C._____ den Grillplatz verliessen, um Essen zu holen und 

erst nach einiger Zeit dorthin zurückkehrten. Aus den Aussagen der Beteiligten geht 

indes eindeutig hervor, dass die eingeklagten Übergriffe erst nach ihrer Rückkehr 

zum Grillplatz stattfanden. Die Behauptungen des Beschuldigten, wonach er dem 

Geschädigten lediglich eine Ohrfeige wegen des Messers verpasst und sich nach 

dem Essen schlafen gelegt habe und nichts mitbekommen haben will, sind wie 

bereits ausgeführt reine Schutzbehauptungen. So sagte auch der Geschädigte 

anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung ausdrücklich aus, dass es nicht 

richtig sei, dass der Beschuldigte ihm lediglich eine leichte Ohrfeige verpasst habe; 

er habe ihn vielmehr zusammen mit den anderen auf den Rücken und ins Gesicht 

geschlagen (Prot. I F/A 128-130). Die räumlichen Verhältnisse am Grillplatz sind 

zudem überschaubar und es wurde unbestrittenermassen Feuer gemacht, weshalb 

es dort, wo auch die Schläge stattfanden, beleuchtet war. Zudem berichtete der 

Beschuldigte ja selber, gesehen zu haben, wie der Geschädigte beim Grillplatz mit 

Cricketschlägern geschlagen wurde (Urk. 2/5/3, F/A 45 und 46). Aufgrund der 

bereits vorgenommenen Aussagenwürdigung ist unzweifelhaft, dass der 

Beschuldigte wie eingeklagt unter anderem durch eigene Schläge dabei mitwirkte, 

den Geschädigten zu verprügeln. Das "Abdreschen" war also mitnichten nur eine 

Angelegenheit zwischen N._____ und dem Geschädigten, sondern war auch der 

Beschuldigte als Teil der Gruppe daran beteiligt. 

6.3. Die Vorinstanz hat eine sorgfältige und zutreffende rechtliche Würdigung 

vorgenommen (Urk. 78 S. 109 ff. E. 5.4.), darauf kann verwiesen werden. Mit über-

zeugender Begründung hat sie gestützt auf das medizinische Gutachten und vor 

dem Hintergrund, dass der Geschädigte mit Cricketschlägern/Brennstöcken 

traktiert wurde, die Qualifikation im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 2 

StGB bejaht. Ebenso überzeugend ging sie von einer Handlungseinheit und 

Mittäterschaft des Beschuldigten aus. Der Beschuldigte ist damit der einfachen 

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig 

zu sprechen. 

-   19   -

7. Nötigungen (Anklagepunkte 3.1, 6, 7 und 10)

7.1. Über Anklagepunkt 3.1 wurde bereits rechtskräftig befunden (vgl. dazu vorne 

unter E. I.2.), weitere Ausführungen dazu erübrigen sich deshalb.

7.2. Die Vorinstanz hat zunächst zutreffende allgemeine theoretische Ausführun-

gen zum relevanten Rechtlichen gemacht (Urk. 78 S. 112 f. E. 6.1.1. ff.), darauf 

kann verwiesen werden.

7.3. In sachverhaltlicher Hinsicht ist mit Blick auf die eingeklagten Nötigungs-

handlungen zunächst mit der Vorinstanz (Urk. 78 S. 113 E. 6.1.5.) festzuhalten, 

dass vorweg die Situation des Geschädigten in Erinnerung zu rufen ist: Nachdem 

er gegen seinen Willen von I._____/J._____ zum Grillplatz verbracht worden war, 

sah er sich einer Vielzahl von Personen gegenüber, die ihn phasenweise 

"umzingelten" und Gewalt gegen ihn ausübten. In Anbetracht dieser Überzahl ihm 

feindlich gesinnter Personen und der Abgeschiedenheit des Grillplatzes sind 

insbesondere seine Ausführungen, wonach er sehr ängstlich gewesen sei und 

keine Hoffnung gehabt habe, sich von seinen Widersachern befreien zu können 

(Urk. 2/1/4, F/A 37 f.), objektiv ohne Weiteres nachvollziehbar. Der Geschädigte 

befand sich also in einer Situation, in der er bei eigener Willensbetätigung entgegen 

dem Willen der Beschuldigten jederzeit mit Gewalt ihrerseits rechnen musste und 

gemäss seinen glaubhaften Aussagen auch damit rechnete.

7.4. Auch wenn die Handlungen durch N._____ initiiert wurden, entwickelte sich 

offensichtlich eine Gruppendynamik, in welcher immer wieder die gesamte Gruppe 

gegen den Geschädigten vorging. Seine Aussagen, wonach der Beschuldigte den 

eingeklagten erniedrigenden Handlungen beiwohnte und dabei mitmachte, sind 

ohne Weiteres glaubhaft. Unzweifelhaft ereigneten sich die Handlungen nach der 

Rückkehr des Beschuldigten zum Grillplatz. Dessen Aussagen zu den Gescheh-

nissen beim Grillplatz erscheinen demgegenüber, wie bereits an anderer Stelle 

ausgeführt, unglaubhaft.

7.5. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz trifft zu (Urk. 78 S. 115 E. 6.3.3.), 

darauf kann verwiesen werden. Sie ging auch hier richtigerweise von einer Hand-

-   20   -

lungseinheit und Mittäterschaft aus. Der Beschuldigte ist damit in Bezug auf die 

Anklagepunkte 6, 7 und 10 der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig zu 

sprechen.

III. Strafpunkt

1. Strafzumessungsregeln und Strafrahmen

Die Vorinstanz hat zutreffende Ausführungen zu den Strafzumessungsregeln und 

zum Strafrahmen gemacht (Urk. 78 S. 116 f. E. II.1. f.), darauf kann verwiesen 

werden. Teilweise ergänzend und rekapitulierend ist zu den Strafzumessungs-

regeln festzuhalten, was folgt: Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen 

die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das 

Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf 

jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte 

erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden 

(Art. 49 Abs. 1 StGB). Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei 

einer Mehrzahl von begangenen Delikten im Rahmen der Festlegung der 

angemessenen Sanktion nach der sogenannten konkreten Methode vorzugehen 

und in diesem Zusammenhang grundsätzlich für jede konkrete Tat die an-

gemessene Strafhöhe sowie die passende Strafart zu bestimmen ist (BGE 144 

IV 217 ff.). Dabei ist die Bildung einer Gesamtstrafe nur bei gleichartigen Strafen 

möglich, während ungleichartige kumulativ zu verhängen sind. Mehrere gleich-

artige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall für jede einzelne 

Straftat eine gleichartige Strafe ausfällt bzw. ausfällen würde. Nach der gesetz-

lichen Konzeption basiert die Gesamtstrafe begrifflich auf mehreren selbständigen 

Einzelstrafen, was voraussetzt, dass das Gericht zumindest gedanklich für 

sämtliche begangenen Taten eine konkrete Strafe gebildet hat (BGE 144 IV 234). 

Gleichzeitig lässt das Bundesgericht für bestimmte Konstellationen aber nach wie 

vor Ausnahmen von der konkreten Methode zu, dies insbesondere dann, wenn 

verschiedene Delikte zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft sind, 

dass sie sich nicht sinnvoll auftrennen und für sich allein beurteilen lassen (Urteile 

des Bundesgerichts 6B_483/2016 vom 30. April 2018, E. 2.4; 6B_210/2017 vom 

-   21   -

25. September 2017, E. 2.2.1; 6B_523/2018 vom 23. August 2018, E. 1.2.2; Urteil 

des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 10. Januar 2019, 

SB180398, E. III./4.). Was die Strafrahmen betrifft, so ist weiter ergänzend zu 

bemerken, dass sich daran gemäss Bundesgesetz vom 17. Dezember 2021 über 

die Harmonisierung der Strafrahmen, in Kraft seit 1. Juli 2023 (AS 2023 259; BBl 

2018 2827), nichts geändert hat.

2. Sanktionsart

Vorliegend ist eine Gesamtfreiheitsstrafe auszusprechen, da die zu sanktionieren-

den Einzeltaten zeitlich sowie sachlich eng miteinander verknüpft sind und eine 

blosse Geldstrafe für die neben der Freiheitsberaubung und Entführung zu be-

strafende einfache Körperverletzung und Nötigung nicht geeignet erscheint, in ge-

nügendem Mass präventiv auf den bereits vorbestraften Beschuldigten einzuwirken 

(vgl. dazu statt Weiterer BGE 6B_244/2021 bzw. 6B_254/2021, Urteil vom 17. April 

2023, E. 5.3.2., am Ende, mit Verweisen).

3. Einsatzstrafe für die Freiheitsberaubung und Entführung

3.1. Objektive Tatschwere

Der Beschuldigte half nicht nur mit, den Geschädigten in I._____/J._____ ins Auto 

zu zerren, sondern fuhr dieses Auto auch zum Grillplatz "K._____". Damit leistete 

er einen der Haupttatbeiträge und offenbarte eine nicht unerhebliche kriminelle 

Energie. Erschwerend wirkt zudem, dass die Beschuldigten dem Geschädigten 

zahlenmässig mit einer klaren Übermacht entgegentraten, gegen die er sich nicht 

wirksam zur Wehr setzen konnte. Ferner liegt der Grillplatz abgelegen ob H._____ 

und befindet sich rund eine Autofahrstunde von I._____/J._____ entfernt. Somit 

war es dem Geschädigten bereits aufgrund der geografischen Gegebenheiten in 

der Tatnacht nicht möglich, selbständig an seinen Ausgangspunkt zurückzukehren. 

Vielmehr war er auch diesbezüglich der Gunst der Beschuldigten ausgeliefert. Der 

Geschädigte gelangte erst in den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 2019 

wieder in Freiheit. Die Freiheitsberaubung hatte damit in zeitlicher und räumlicher 

Hinsicht nicht bloss eine geringfügige Verletzung der Bewegungsfreiheit zur Folge, 

-   22   -

obschon mit Blick auf Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre dauernde Ent-

führungen auf weitere Distanzen weit schwerere Fälle denkbar sind. In einer 

Gesamtbetrachtung rechtfertigt die objektive Tatschwere eine Strafe im oberen 

Bereich des unteren Drittels des Strafrahmens. Auch wenn der Beschuldigte als 

Fahrzeugführer bei der Entführung eine wichtige Rolle innehatte, nahm er im 

Gegensatz zu den Beschuldigten C._____ und Q._____ keine Anführerrolle ein, 

beteiligte sich weniger intensiv als die übrigen Beteiligten am Gerangel mit dem 

Geschädigten auf dem Parkplatz in I._____/J._____ und schlug ihn während der 

Autofahrt nicht. Aus diesem Grund ist die Einsatzstrafe bei ihm tiefer anzusetzen 

als bei den vorgenannten Mitbeschuldigten. So erscheint für den Beschuldigten mit 

der Vorinstanz eine Einsatzstrafe von 15 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. 

3.2. Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und aus niederen Motiven, es ging um 

eine brutale Abrechnung mit dem Geschädigten (vgl. dazu sogleich auch nach-

folgend). Die subjektive Tatschwere relativiert die objektive nicht.

3.3. Zwischenfazit

Die Einsatzstrafe ist auf 15 Monate Freiheitsstrafe festzulegen. Eine Geldstrafe ist 

aufgrund der Schwere des Verschuldens ausgeschlossen.

4. Asperation aufgrund der einfachen Körperverletzung

4.1. Objektive Tatschwere

Der Geschädigte musste infolge der dem Beschuldigten und den Mitbeschuldigten 

zuzurechnenden Übergriffe vom 22. bis 24. Oktober 2019 mit Knochenbrüchen, 

diversen Blutergüssen etc. notfallmässig hospitalisiert werden (Urk. 4/2). Ange-

sichts dieser Verletzung der körperlichen Integrität erschiene eine Strafe im oberen 

mittleren Drittel des Strafrahmens angemessen. Allerdings ist zugunsten des 

Beschuldigten strafmindernd zu berücksichtigen, dass er im Vergleich zu anderen 

Beschuldigten weniger geschlagen hat und ihm keine Schläge mit einem 

Cricketschläger/Brennstock nachgewiesen werden können. Infolgedessen ist die 

objektive Tatschwere im unteren Bereich des mittleren Drittels anzusiedeln.

-   23   -

4.2. Subjektive Tatschwere

Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und aus niederen Motiven. Auch wenn sich 

am Grillplatz eine gewisse Eigendynamik entwickelte und die Beteiligten als 

Gruppe gegenüber dem Geschädigten im Furor Gewalt ausübten, die der 

Beschuldigte im Voraus wohl nicht im Detail geplant hatte, sind in subjektiver 

Hinsicht keine wesentlichen entlastenden Umstände auszumachen, da es auch ihm 

wie den übrigen Beteiligten infolge des vorbestehenden Konflikts mit dem 

Geschädigten darum ging, mit ihm abzurechnen und zwar unter Zufügung 

erheblichen Leids. Selbstredend handelt es sich hierbei um eine völlig inakzeptable 

Art der Konfliktlösung.

4.3. Zwischenfazit

Für die einfache Körperverletzung ist aufgrund der objektiven und subjektiven 

Tatschwere eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten festzusetzen. Eine Geldstrafe ist 

aufgrund der Schwere des Verschuldens ausgeschlossen. Asperierend ist eine 

Erhöhung der festgesetzten Einsatzstrafe um 10 Monate Freiheitsstrafe vorzu-

nehmen. Die von der Vorinstanz unterlassene Asperation ist nicht nachvollziehbar.

5. Asperation aufgrund der Nötigung

5.1. Objektive Tatschwere

Gemäss Darstellung des Geschädigten schienen die Befehle überwiegend von 

N._____ ausgegangen zu sein (Urk. 2/1/3 F/A 64 und 68), wobei die übrigen Betei-

ligten, darunter der Beschuldigte, vor allem als Teil der Drohkulisse partizipierten. 

Gleichwohl leisteten sie damit einen wesentlichen Tatbeitrag. Die abgenötigten 

Handlungen sind zweifellos erniedrigend, im Rahmen des Denkbaren erscheinen 

aber weit Schlimmere möglich. Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten ist 

im unteren Drittel des Strafrahmen anzusiedeln.

5.2. Subjektive Tatschwere

Hier kann vorab auf die bereits zu den anderen Taten gemachten Ausführungen 

verwiesen werden. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und es ging den Beteilig-

-   24   -

ten um die Demütigung des Geschädigten, was nieder und verwerflich ist. Die 

subjektive Tatschwere relativiert die objektive nicht.

5.3. Zwischenfazit

Für die Nötigung ist aufgrund der objektiven und subjektiven Tatschwere eine 

Freiheitsstrafe von vier Monaten festzusetzen. Asperierend ist eine Erhöhung der 

festgesetzten Einsatzstrafe um drei Monate Freiheitsstrafe vorzunehmen. 

6. Einsatzstrafe Tatkomponente

Für die Tatkomponente resultiert insgesamt eine Einsatzfreiheitsstrafe von 

28 Monaten.

7. Täterkomponente

Auf die vorinstanzlichen Erwägungen zum Vorleben und zu den persönlichen 

Verhältnissen des Beschuldigten kann verwiesen werden (Urk. 78 S. 121 E. II.6. 

und [im Zusammenhang mit der angeordneten Landesverweisung] S. 125 ff. 

E. IV.2.). Zumal der Beschuldigte wie erwähnt im Zeitpunkt der Berufungs-

verhandlung bereits in sein Heimatland Sri Lanka ausgeschafft worden war, konnte 

er sich nicht mehr zu den Tatvorwürfen äussern (vgl. vorstehend Ziff. I.1.2.). Eine 

noch nicht allzu lang zurückliegende nicht einschlägige Vorstrafen wegen Fahrens 

in angetrunkenem Zustand aus dem Jahr 2017 (Urk. 81), wirkt sich entgegen der 

Vorinstanz straferhöhend aus. Daraus resultiert aufgrund der Täterkomponente 

insgesamt eine Straferhöhung um zwei Monate.

8. Beschleunigungsgebot

8.1. Die Verteidigung machte anlässlich der Berufungsverhandlung geltend, dass 

das Beschleunigungsgebot gemäss Art. 5 Abs. 1 und Abs. 2 StPO nicht beachtet 

worden sei, zumal das Untersuchungsverfahren bis zur Anklageerhebung gut 

13 Monate gedauert habe und vom Zeitpunkt der Anklageerhebung bis zur erst-

instanzlichen Hauptverhandlung nochmals sechs Monate verstrichen seien. Dies 

sei für einen Haftfall zu lange, weshalb eine deutliche Strafmassreduktion erfolgen 

müsse (Urk. 98 S. 5).  

-   25   -

8.2. Der Verteidigung ist zuzustimmen, dass die gesamte Verfahrensdauer vor der 

Vorinstanz bis zur Urteilseröffnung im Berufungsverfahren in ihrer Kombination zu 

lange dauerte. Entsprechend ist auf eine leichte Verletzung des Beschleunigungs-

gebots zu erkennen, welche strafmindernd zu berücksichtigen ist. Es rechtfertigt 

sich eine Strafreduktion im Umfang von zwei Monaten.  

9. Ergebnis

Im Ergebnis erweist sich eine Freiheitsstrafe von 28 Monaten als angemessen. 

10. Vollzug

Was den von der Vorinstanz angeordneten teilbedingten Vollzug der Strafe betrifft, 

kann auf deren zutreffende Erwägungen verwiesen werden (Urk. 78 S. 122 f. 

E. III.). Aufgrund der vorliegend auszusprechenden Sanktion von 28 Monaten 

Freiheitsstrafe, ist jedoch der zu vollziehbare und der aufzuschiebende Teil der 

Strafe je auf 14 Monate festzulegen. Die Vorstrafen hätten auch die Ansetzung 

einer längeren Probezeit gerechtfertigt, aufgrund des Verschlechterungsverbots 

hat es aber bei der vorinstanzlich festgelegten sein Bewenden. Der Anrechnung 

der erstandenen Haft im Umfang von 590 Tagen steht nichts entgegen, dies-

bezüglich kann ebenfalls auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden.

IV. Landesverweisung

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen für die Anordnung einer 

Landesverweisung zutreffend wiedergegeben und richtig festgehalten, dass sich 

der Beschuldigte als Ausländer mit der Freiheitsberaubung und Entführung im 

Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB einer Katalogtat im Sinne von 

Art. 66a StGB (Art. 66a Abs. 1 lit. g StGB) schuldig gemacht hat, weshalb 

grundsätzlich obligatorisch eine Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB 

anzuordnen ist. Davon kann nur abgesehen werden, wenn die Landesverweisung 

für den Beschuldigten einen schweren persönlichen Härtefall darstellen würde und 

die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten 

Interessen des Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen 

-   26   -

(Urk. 78 S. 124 ff. E. IV.1. und 2.1.), auf die entsprechenden Ausführungen kann 

verwiesen werden. Weiter machte die Vorinstanz zutreffende Ausführungen zu den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten und zitierte aus einem Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Juni 2020, mit dem die Beschwerde des 

Beschuldigten gegen den negativen Asylentscheid des Staatssekretariats 

für Migration (SEM) vom 28. April 2017 abgewiesen wurde (a.a.O., S. 126 f. 

E. IV.2.2. f.), auch darauf kann verwiesen werden. Schliesslich verneinte die 

Vorinstanz mit ebenfalls zutreffender Begründung das Vorliegen eines schweren 

persönlichen Härtefalls (a.a.O., S. 127 f. E. IV.2.4.), worauf auch zu verweisen ist. 

Ergänzend zu den vorinstanzlichen Ausführungen ist festzuhalten, dass das SEM 

mit Verfügung vom 15. August 2023 ein Wiedererwägungsgesuch des Beschul-

digten abwies und die Verfügung vom 28. April 2017 für rechtskräftig und 

vollstreckbar erklärte, wobei eine dagegen erhobene Beschwerde vom Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil vom 7. September 2023 abgewiesen wurde 

(Urk. 87/2). Aus diesem Entscheid ergibt sich insbesondere, dass der Vollzug der 

Wegweisung des Beschuldigten nach Sri Lanka nach wie vor zulässig, zumutbar 

und möglich ist (a.a.O., S. 12 E. 7.7). So wurde der Beschuldigte denn auch in der 

Folge am 19. September 2023 nach Sri Lanka ausgeschafft (Prot. II S. 7; Urk. 98 

S. 7). Auch aus diesem Grund ist die Annahme eines Härtefalles zu verneinen. 

Ergänzend zu den vorinstanzlichen Ausführungen ist sodann weiter festzuhalten, 

dass selbstredend ein grosses öffentliches Interesse daran besteht, Straftaten wie 

die vom Beschuldigten begangenen in der Schweiz zu verhindern. Der unterdessen 

zwei Vorstrafen aufweisende Beschuldigte (Urk. 81) offenbarte mit seinen Taten 

ein erhebliches Gefährdungspotenzial, was sich verschuldensmässig in der 

ausgefällten empfindlichen Strafe niederschlägt. Insgesamt überwiegt das 

öffentliche Interesse das private Interesse des Beschuldigten an einem Verbleib in 

der Schweiz bei weitem. Zwar warf die Verteidigung anlässlich der Be-

rufungsverhandlung die Frage auf, ob sich aufgrund der bereits erfolgten 

Ausschaffung des Beschuldigten eine strafrechtliche Landesverweisung noch 

aufdränge (Urk. 98 S. 7 ff.). Eine gewisse Zweigleisigkeit wurde jedoch vom 

Gesetzgeber bewusst in Kauf genommen und sind mit der Landesverweisung unter 

anderem auch weitere Auswirkungen und Einschränkungen für die betroffene 

-   27   -

Person verbunden, wie die Ausschreibung im Schengener Informationssystem 

(SIS) für Drittstaatsangehörige. Entsprechend ist nicht ersichtlich, gestützt auf 

welche gesetzliche Grundlage von einer Landesverweisung nach Art. 66a StGB 

abgesehen werden sollte. Trotz bereits erfolgter Ausschaffung des Beschuldigten 

gestützt auf das Asylrecht ist damit eine Landesverweisung anzuordnen. Die von 

der Vorinstanz angeordnete Dauer der Landesverweisung von fünf Jahren ist 

angemessen und zu übernehmen. Vor diesem Hintergrund ist auch eine 

Ausschreibung der Landesverweisung im SIS angezeigt.

V. Kosten

1. Vorinstanzliches Verfahren

Die im angefochtenen Entscheid getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung 

(Urk. 78 S. 130 f. E. VI.) ist ausgangsgemäss zu bestätigen. 

2. Berufungsverfahren

Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'600.– festzusetzen. Der Beschuldigte unterliegt mit 

seiner Berufung – bis auf eine in Bezug auf die Kostenauflage zu vernach-

lässigende Strafreduktion von drei Monaten Freiheitsstrafe – vollumfänglich. 

Entsprechend sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen – mit 

Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung. Die amtliche Verteidigung macht 

für das Berufungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 15'845.15 (inkl. 

Barauslagen und MwSt. sowie Berufungsverhandlung) geltend (Urk. 97). Zumal die 

Verteidigung grösstenteils auf ihr bereits vorab eingereichtes Plädoyer vor Vor-

instanz verwies und für die Berufungsverhandlung lediglich ergänzende 

Plädoyernotizen von neun Seiten einreichte sowie unter Berücksichtigung der 

Aufwendungen der anderen Verteidigungen erweist sich das geltend gemachte 

Honorar als zu hoch und ist entsprechend zu kürzen. Es rechtfertigt sich eine 

Entschädigung von pauschal Fr. 10'000.–. 

-   28   -

Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 10'000.– sind einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht der 

Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 3. Februar 

2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. […]

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 

StGB (Anklagepunkt 3.1).

3. ff. […]

7. Das mit Verfügung vom 23. Juli 2021 der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich be-

schlagnahmte Mobiltelefon Samsung (Asservat Nr. A013'926'324) sowie die sicherge-

stellte SIM-Karte (Asservat Nr. A013'960'377) werden dem Beschuldigten nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit den Ge-

schäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E auf Voran-

meldung und auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Werden diese Gegenstände nicht innert einer Frist von 3 Monaten nach Eintritt der 

Rechtskraft aller obgenannten Urteile bei der für die Lagerung zuständigen Kantons-

polizei Zürich, Asservate-Triage, beansprucht, werden sie ohne weitere Mitteilung 

durch diese vernichtet.

8. Die folgenden mit Verfügung vom 23. Juli 2021 der Staatsanwaltschaft I des Kantons 

Zürich beschlagnahmten Gegenstände werden dem Geschädigten, B._____, nach Ein-

tritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit den 

Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E auf Vor-

anmeldung und auf erstes Verlangen herausgegeben:

- 1 Paar Herrenschuhe, schwarz (Asservat Nr. A013'149'763)

- 1 ärmelloses T-Shirt, rosarot (Asservat Nr. A013'149'809)

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- 1 T-Shirt, grau (Asservat Nr. A013'149'810)

- 1 Herrenhose, braun (Asservat Nr. A013'149'854)

- 1 Herrenjacke, schwarz/grün (Asservat Nr. A013'149'912).

Werden diese Gegenstände nicht innert einer Frist von 3 Monaten nach Eintritt der 

Rechtskraft aller obgenannten Urteile beim für die Lagerung zuständigen Forensischen 

Institut Zürich beansprucht, werden sie ohne weitere Mitteilung durch dieses vernichtet.

9. Die unter der Referenznummer K191022-082 / 76595023 beim Forensischen Institut 

Zürich gelagerten Spuren werden – soweit noch vorhanden und mit Ausnahme der in 

Dispositiv-Ziffern 7 und 8 genannten Asservate – nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit den Geschäfts-Nrn. DG210018-

E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E durch dieses vernichtet.

10. Das unter der Referenznummer K191022-082 / 76595023 beim Forensischen Institut 

Zürich gelagerte Messer (Asservat Nr. A014'211'531) wird eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit 

den Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E durch 

dieses vernichtet. 

11. Die unter den folgenden Referenznummern bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-

Triage, gespeicherten Datensicherungen werden – soweit noch vorhanden – nach Ein-

tritt der Rechtskraft dieses Entscheides und der Entscheide in den Verfahren mit den 

Geschäfts-Nrn. DG210018-E, DG210019-E, DG210020-E und DG210021-E durch 

diese gelöscht: 05692001N01, 05692001S01, 05692002N01, 05692002S01, 

05692003N01, 05692003S01, 05692003S02, 05692004N01 und 05692004S01.

12. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 4'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen:

Fr. 2'000.00 Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 1'364.85 Auslagen (Gutachten)

Fr. 500.00 Auslagen Polizei

Fr. 40'000.00 Kosten amtliche Verteidigung (inkl. Auslagen und 7.7 % MwSt). 

13. Die Auslagen für das Gutachten ("IRM 1012 20313, DNA-Profil") werden im Betrag von 

Fr. 1'220.00 auf die Gerichtskasse genommen und definitiv abgeschrieben.

14.-15. […]

16. [Mitteilungen]

-   30   -

17.-18. [Rechtsmittel]"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

 der Freiheitsberaubung und Entführung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 

Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Anklagepunkte 2 und 13),

 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 

Abs. 2 StGB (Anklagepunkte 4 und 14),

 der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB (Anklagepunkte 6, 7 und 10).

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

heute 590 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (14 Monate) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen.

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen.

5. Die Landesverweisung wird im Schengener Informationssystem ausge-

schrieben.

6. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff.  14 und 15) 

wird bestätigt.

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 10'000.–   amtliche Verteidigung

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

-   31   -

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versandt)
 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 das Migrationsamt des Kantons Zürich 
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mittels Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".
 R._____ AG (Referenz DG210017)

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 11. März 2024

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw A. Jacomet

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht bezahlt werden. 

Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 

StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.