# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd1b3576-a06b-5ba5-b942-0e15af5745ba
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 20.12.2022 HE220100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE220100_2022-12-20.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE220100-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Ersatzoberrichterin Franziska Egloff sowie der Gerichtsschreiber 

Dr. Benjamin Büchler 

 

Urteil vom 20. Dezember 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG, 
Gesuchsgegnerin 

 

betreffend vorsorgliche Massnahmen 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1.  Es sei der Gesuchsgegnerin unter Androhung von Bestrafung ih-
rer Organe nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall im Sinne 
einer vorsorglichen Massnahme zu befehlen, die Firmennamen 
«C._____ AG» und «D._____ AG» sowie die Verlinkung auf den 
Artikel E._____ 4/2016 im Online-Artikel «...» vom 25.10.2022, 
sowohl auf der Webseite <https://www.E._____.ch/>, als auch in 
der F._____ sowie G._____ (Format «Online» und «Text»), zu 
entfernen; 

 Eventualiter sei der Gesuchsgegnerin unter Androhung von Be-
strafung ihrer Organe mit Busse nach Art. 292 StGB im Wider-
handlungsfall im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu befeh-
len, die Firmennamen «C._____ AG» und «D._____ AG» im On-
line-Artikel «...» vom 25.10.2022, sowohl auf der Webseite 
<https://www.E._____.ch/>, als auch in der F._____ sowie 
G._____ (Format «Online» und «Text»), zu entfernen und im ver-
linkten Artikel E._____ 4/2016 «H._____-Aktien: Vermittler kas-
sierten 60 Prozent» den Firmennamen «C._____» zu entfernen; 

 2. Die Massnahme gemäss Ziff. 1 sei superprovisorisch, sofort und 
ohne Anhörung der Gegenpartei anzuordnen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu 
Lasten der Gesuchsgegnerin." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Mit Eingabe vom 27. Oktober 2022 (überbracht) stellte der Gesuchsteller 

das vorgenannte Massnahmebegehren (act. 1). Mit Verfügung vom gleichen Da-

tum wurden die anbegehrten superprovisorischen Massnahmen gutgeheissen 

und wurde der Gesuchsgegnerin Frist zur Erstattung der Massnahmeantwort an-

gesetzt (act. 4). Der gleichzeitig einverlangte Kostenvorschuss des Gesuchstel-

lers ist eingegangen (act. 7). Mit Eingabe vom 17. November 2022 nahm die Ge-

suchsgegnerin zum Gesuch Stellung (act. 8). Die Stellungnahme wurde dem Ge-

suchsteller zugestellt; er liess sich mit Eingabe vom 2. Dezember 2022 dazu ver-

nehmen (act. 11). Da das Massnahmegesuch, wie zu zeigen sein wird, ohnehin 

abzuweisen ist, rechtfertigt es sich, die Stellungnahme der Gesuchsgegnerin mit 

dem vorliegenden Urteil zuzustellen.  

- 3 - 

2. Zuständigkeit 

Der Gesuchsteller geht in erster Linie und zu Recht von einer nicht vermö-

gensrechtlichen Streitigkeit aus (act. 1 Rz. 3); vorliegend geht es vornehmlich um 

den Persönlichkeitsschutz des Gesuchstellers. Für nicht vermögensrechtliche 

Verfahren steht die Beschwerde an das Bundesgericht offen und ist das Handels-

gericht zuständig (Vgl. GEORGE DAETWYLER/CHRISTIAN STALDER, Allgemeiner Ver-

fahrensgang und Zuständigkeit des Handelsgerichts, in: BRUNNER/NOBEL, Han-

delsgericht Zürich 1866-2016, Zürich 2016, S. 187 f.). Die örtliche Zuständigkeit 

ist ebenfalls gegeben (Art. 20 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. Art. 13 Abs. 1 lit. a ZPO). 

3. Parteidarstellungen 

Der Gesuchsteller moniert eine persönlichkeitsverletzende Publikation der 

Gesuchstellerin. Am 30. August 2022 sei ein Strafurteil des Strafgerichts des Kan-

tons Zug gegen ihn ergangen. Gegen dieses Urteil habe er Berufung angemeldet. 

Die Gesuchsgegnerin habe über dieses Urteil berichtet und dabei insbesondere 

seine Beteiligung und die Höhe der Schadenersatzverpflichtung genannt. Entge-

gen ihrer eigenen Zusicherung sei die Berichterstattung so erfolgt, dass der Ge-

suchsteller ohne wesentlichen Aufwand identifiziert werden könne. Diese Bericht-

erstattung verletze die Persönlichkeit des Gesuchstellers in rechtswidriger Weise. 

Da er keine Person des öffentlichen Interesses sei, könne er den Schutz der Pri-

vatsphäre ohne Abstriche in Anspruch nehmen. Zudem drohe dem Gesuchsteller 

ein nicht wieder gutzumachender Nachteil in Form einer besonders schweren Re-

putationsschädigung. Eine Publikation in journalistisch relevanten Formaten habe 

eine hohe Relevanz und Aufmerksamkeitsquote. Verlorene Kunden und Interes-

senten würden sich kaum zurückgewinnen lassen und eine Kündigung durch die 

Arbeitgeberin wäre wahrscheinlich. Schliesslich liege offensichtlich kein öffentli-

ches Interesse vor, den Gesuchsteller mit dem nicht rechtskräftigen Strafurteil zu 

brandmarken (act. 1 Rz. 4 ff.). 

Die Gesuchsgegnerin hält dagegen, die Berichterstattung sei nicht zu bean-

standen. Aufgrund seiner Selbstdarstellung im Internet sei er eine in der Öffent-

lichkeit bekannte Person. Die Berichterstattung weise auf die Unschuldsvermu-

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tung hin und sei - wie von der Gesuchsgegnerin zugesichert - nicht identifizierend. 

Nach der Praxis des I._____ liege eine identifizierende Berichterstattung nur dann 

vor, wenn eine Person über den engen persönlichen und beruflichen Kreis hinaus 

erkennbar sei. Dafür reiche nicht aus, wenn sie in einem Register auffindbar sei. 

Für Einträge auf Suchmaschinen und allfällige Recherchen von Dritten könne die 

Gesuchsgegnerin nicht verantwortlich gemacht werden. Ohnehin kenne der 

durchschnittliche Leser das Beraterregister nicht. Auch habe der Gesuchsteller 

keine Entlassung zu befürchten, zumal sein Verteidiger im Strafverfahren Verwal-

tungsrat der D._____ AG gewesen sei. Schliesslich bestehe ein gewichtiges und 

überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Berichterstattung, zumal der 

Gesuchsteller mit der C._____ AG und der D._____ AG weiterhin hochriskante 

Startup-Aktien auch am Telefon an unerfahrene Privatanleger verkaufe. Diesbe-

züglich lägen Anfragen aus der Leserschaft vor (act. 8 Rz. 7 ff.). 

4. Rechtliches 

Nach der Spezialnorm von Art. 266 ZPO (i.V.m. Art. 261 ZPO) darf das Ge-

richt gegen periodisch erscheinende Medien nur dann eine vorsorgliche Mass-

nahme anordnen, wenn die drohende Rechtsverletzung der klagenden Partei ei-

nen besonders schweren Nachteil verursachen kann (Art. 266 lit. a ZPO) und of-

fensichtlich kein Rechtfertigungsgrund vorliegt (Art. 266 lit. b ZPO). Art. 266 ZPO 

entspricht der früheren (und mit Inkrafttreten der neuen ZPO aufgehobenen) 

Norm von Art. 28c Abs. 3 aZGB (Botschaft ZPO, 28. Juni 2006, S. 7357).  

Somit hat das Gericht im Anwendungsbereich von Art. 266 ZPO nebst der 

Vornahme der üblichen Hauptsache- und Nachteilsprognosen zusätzlich qualifi-

zierte Voraussetzungen zu prüfen (ANDREAS GÜNGERICH, in: HAUSHERR/WALTER, 

Berner Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 4 

zu Art. 266 ZPO). Sodann ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, wobei ein 

Verbot nur dann gerechtfertigt ist, wenn diese klar zu Gunsten des Klägers aus-

fällt (vgl. dazu JOHANN ZÜRCHER, in: BRUNNER/GASSER/SCHWANDER, Schweizeri-

sche Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 19 zu Art. 266 

ZPO). Ausserdem ist die Verhältnismässigkeit der anbegehrten Massnahme zu 

beurteilen (Art. 266 lit. c ZPO). 

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Ein offensichtlich fehlender Rechtfertigungsgrund liegt nur dann vor, wenn 

die Widerrechtlichkeit zweifelsfrei erwiesen ist. Sobald ein öffentliches Interesse 

an der Verbreitung besteht, ist dies nicht der Fall (GÜNGERICH, a.a.O., N 13 zu 

Art. 266 ZPO). 

Hinsichtlich der qualifizierten Voraussetzungen ist anzufügen, dass das Ein-

zelgericht im Massnahmeverfahren keine Zensurbehörde ist, die einzelne (poten-

tielle) Aussagen in Medienberichten prüft, zur Publikation freigibt oder aber ver-

bietet. Das Verbot der Vorzensur gehört zum Kerninhalt der Medienfreiheit. Den 

Medien muss es nämlich möglich sein, auch über kontroverse Themen und darin 

verstrickte Personen zu berichten. Diese Verantwortung obliegt den Medienunter-

nehmen. Die Freiheit der Medien gehört damit zu den zentralen Ausprägungen 

der auch in der Verfassung verbrieften Meinungsäusserungsfreiheit. Ein Eingrei-

fen des Gerichts ist nur in wenigen Fällen gerechtfertigt. So muss sich ein Be-

troffener gegen die Verbreitung unwahrer Tatsachen bzw. unbelegter Mutmas-

sungen wehren können; eine unwahre Berichterstattung ist nie gerechtfertigt. In 

dieselbe Kategorie fällt eine verzerrende Berichterstattung, wenn an sich unab-

hängige Themenkomplexe in einen Zusammenhang gestellt werden, sodass ein 

falsches Gesamtbild hervorgerufen wird. Ebenfalls unzulässig wäre eine unnöti-

gerweise verletzende oder herabsetzende Berichterstattung, welche nicht nur in 

die Privatsphäre des Betroffenen eingreift, sondern dessen Ehre oder Persönlich-

keit direkt verunglimpft und in erster Linie zu diesem Zweck erfolgt. Schliesslich ist 

die Grenze tiefer anzusetzen, je weiter in die Privat- und Intimsphäre eines Be-

troffenen eingegriffen wird.  

Es steht - was nochmals zu betonen ist - in der Verantwortung der Medien-

unternehmen, die Berichterstattung vorab im Rahmen der Art. 28 ff. ZGB zu hal-

ten. 

5. Würdigung 

5.1. Persönlichkeitsverletzung 

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Unbestritten ist die Publikation des Beitrags «...» durch die Gesuchsgegne-

rin und dass sich dieser mit einem Strafverfahren befasst, in welchem der Ge-

suchsteller wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug zu einer Freiheits-

strafe sowie einer Schadenersatzzahlung verurteilt worden ist. Dass der Gesuch-

steller durch eine namentliche Nennung in einer solchen Publikation in seiner 

Persönlichkeit beeinträchtigt werden kann, ist glaubhaft. Allerdings ist auch zu 

bemerken, dass die Berichterstattung der Gesuchsgegnerin durchaus den Tatsa-

chen entspricht. Es ist unbestritten, dass die Verurteilung des Gesuchstellers, so 

wie im Artikel beschrieben, erfolgt ist. Auch hat die Gesuchsgegnerin in Überein-

stimmung mit den Grundregeln für die Gerichtsberichterstattung auf die fehlende 

Rechtskraft des Urteils hingewiesen. Dass die Gesuchsgegnerin (auch) auf ihre 

frühere Berichterstattung und die ausgesprochenen Warnungen verweist (act. 11 

Rz. 10; act. 3/10), kann ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden. Der Sachverhalt 

wurde im Artikel knapp zusammengefasst, wobei die Berichterstattung sachlich 

gehalten und keinesfalls als reisserisch zu beurteilen ist. Dass sich der Hinweis 

auf die fehlende Rechtskraft und damit die Unschuldsvermutung nicht nur auf die 

Strafe, sondern auch auf die Vorwürfe an sich erstreckt, ist für den Durchschnitts-

leser eines Konsumentenschutzmediums ohne Weiteres erkennbar. Hinzu 

kommt, dass der Artikel nur für Abonnenten der Zeitschrift E._____ abrufbar ist 

(act. 8 Rz. 9; act. 3/16+17). Es handelt sich folglich um Personen, die sich be-

wusst über solche Themen informieren. Im Sinne der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung (BGE 137 III 433 E. 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 

2006, 4C.170/2006 E. 3.3), kann von diesen eine erhöhte Aufmerksamkeit und 

auch die Fähigkeit, den Hinweis zu verstehen, erwartet werden. 

Die Gesuchsgegnerin macht geltend, beim Gesuchsteller handle es sich um 

eine in der Öffentlichkeit bekannte Person, zumal er zahlreiche Webseiten unter-

halte, auf denen er namentlich auftrete (act. 8 Rz. 8). Dieser Auftritt macht den 

Gesuchsteller nicht zu einer öffentlich bekannten Person. Alleine das Erstellen ei-

nes Profils auf einer Social-Media-Plattform oder einer (oder auch mehrerer) per-

sönlichen Webseiten macht eine Person der Öffentlichkeit nicht bekannter. Ande-

re Indizien dafür bringt die Gesuchsgegnerin keine vor. Dies kann folglich die 

Publikation nicht rechtfertigen. 

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Weiter bringt die Gesuchsgegnerin vor, dass ihre Berichterstattung nicht 

identifizierend sei. Der Gesuchsteller sei nicht namentlich genannt worden und 

der I._____ beurteile nur jene Berichterstattung als identifizierend, welche eine 

Person über den engen persönlichen und beruflichen Kreis hinaus erkennbar ma-

che (act. 8 Rz. 10 ff.). Der Gesuchsteller bestreitet eine derart enge Auslegung 

der Identifizierbarkeit und macht zudem geltend, durch die Nennung der Firmen-

namen in seinem erweiterten sozialen Umfeld und bei seiner Kundschaft ohne 

Weiteres erkennbar zu sein (act. 11 Rz. 14). Die Gesuchsgegnerin stützt sich im 

Wesentlichen auf die Praxis des I._____s. Beim I._____ handelt es sich um eine 

private Organisation, die nach eigener Darstellung über die Einhaltung des … 

wacht. Sie garantiert so die … der …-branche (vgl. https://I._____.ch/der-

I._____/aufgaben). Als private Organisation haben die Stellungnahmen des 

I._____s keine allgemeinverbindliche Rechtswirkung. Er kann - anders als die Ge-

richte - entsprechend auch nicht verbindlich über die Frage entscheiden, was als 

identifizierende Berichterstattung zu werten ist. Weitgehend verbindlich sind seine 

Stellungnahmen für die …-branche. In diesem Sinne sind die Richtlinien als Min-

destanforderungen an eine faire Berichterstattung anzusehen. Allerdings ist auch 

zu berücksichtigen, dass im I._____ nebst Fachleuten aus der Branche auch sol-

che aus dem Publikum vertreten sind (vgl. https://I._____.ch/der-

I._____/I._____smitglieder). Auch wenn dessen Stellungnahmen für die Gerichte 

nicht verbindlich sind, sind die Argumente und Schlussfolgerungen durchaus bei 

der Würdigung der Berichterstattung zu berücksichtigen, wie dies etwa auch für 

Meinungen aus der Lehre gilt. 

Bei der Beurteilung der Anforderungen an eine nicht identifizierende Be-

richterstattung im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass es sich um ein 

summarisches Verfahren über vorsorgliche Massnahmen handelt. Es liegt nicht in 

der Kompetenz des Einzelgerichts, definitiv darüber zu entscheiden, ob die Be-

richterstattung der Gesuchsgegnerin in genügender Weise anonymisiert erfolgte. 

Entscheidend ist einzig, ob der Gesuchsteller glaubhaft machen kann, dass dies 

nicht der Fall ist.  

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Der Artikel der Gesuchsgegnerin nennt den Gesuchsteller wie erwogen nicht 

namentlich. Eine Identifizierung ist demnach nur aufgrund der Nennung der 

C._____ AG und der J._____ AG bzw. der Bezeichnung des Gesuchstellers als 

deren «Chef» möglich. Diese Angaben können unbestrittenermassen dazu die-

nen, dass die Leser des Artikels die Person des Gesuchstellers ermitteln können. 

Dass aber das breite Publikum den Gesuchsteller aufgrund der Angaben im Arti-

kel ohne Weiteres - also auch ohne weitergehende Recherchen - erkennen kön-

nen sollte, macht dieser selbst nicht geltend, zumal er selber davon ausgeht, dass 

er keine der Öffentlichkeit bekannte Person ist (act. 1 Rz. 6; act. 11 Rz. 9). Eine 

anonymisierende Berichterstattung ist nicht mit der Vermeidung jeglicher Erkenn-

barkeit einer Person gleichzusetzen. Dies würde die Berichterstattung für die Me-

dienunternehmen weitgehend einschränken, ist doch eine Person für einen engen 

Bekanntenkreis auch mit rudimentären Angaben erkennbar. Eine solche Zensur-

funktion kommt den Gerichten - wie ausgeführt - nicht zu. Entsprechend ist eine 

Berichterstattung, die die Identifizierbarkeit auf einen engen Kreis von Personen 

beschränkt, als genügend anonymisiert anzusehen. Der Gesuchsteller bemängelt, 

dass sein erweitertes Umfeld ihn erkennen könne (act. 11 Rz. 15). Dieses ist aber 

gerade als enger Personenkreis im Sinne des zuvor Gesagten anzusehen. Die 

pauschale Bezugnahme auf eine Vielzahl von Personen, die den Gesuchsteller 

angeblich erkennen können, kann unter diesen Umständen nicht ausreichen. Ins-

besondere ist zu bemerken, dass der Gesuchsteller nur als die genannte Person 

erkannt werden kann, wenn er nicht nur als Mitarbeiter, sondern als «Chef» der 

C._____ AG und der D._____ AG bekannt ist. Zu dieser Thematik äussert er sich 

nicht weiter.  

Weiter stört sich der Gesuchsteller daran, dass es ein Leichtes sei, ihn mit-

tels einer Suche im Handelsregister als «Chef» der C._____ zu identifizieren (act. 

11 Rz. 14). Auch dies ist an sich zutreffend. Der Gesuchsteller ist als Verwal-

tungsrat im Handelsregister eingetragen (act. 3/4), weshalb er in dieser Funktion 

auch gefunden werden kann. Auch wenn aber das Handelsregister in verschiede-

nen Zusammenhängen als bekannt vorausgesetzt wird, kann dies bei der Beurtei-

lung der Anonymisierung nicht gelten. Der Durchschnittsleser wird eine Recher-

che tätigen müssen, um die entsprechenden Angaben abzurufen, was er nur bei 

- 9 - 

besonderem Interesse am Fall machen wird. Ausserdem blendet der Gesuchstel-

ler aus, dass er bei der D._____ AG im Handelsregister nicht eingetragen ist (act. 

3/5). Seiner eigenen Logik folgend, ist für Personen, die ihn und die Verhältnisse 

bei der C._____ AG und der D._____ AG nicht kennen, folglich nicht mehr klar, 

wer bzw. ob der Gesuchsteller «Chef» der beiden Gesellschaften ist. Weiter ver-

fängt auch der Hinweis auf das Beraterregister (act. 1 Rz. 15) nicht: Zwar ist der 

Gesuchsteller darin als CEO der D._____ AG aufgeführt, doch ist soweit ersicht-

lich eine Suche nach Gesellschaften im Register gar nicht möglich. Ein Leser 

kann folglich nicht aus der Angabe der D._____ AG auf den Gesuchsteller 

schliessen. Somit verbleibt eine Suche bei Google, welche gemäss Gesuchsteller 

bereits auf der ersten Seite zwei Treffer, die ihn als «Chef» der C._____ AG be-

stimmen lassen, aufweist (act. 1 Rz. 15). Auch hier muss der Leser aber erst die 

Recherche vornehmen und dann die Verbindung - welche für den Gesuchsteller 

klar ist - erkennen. Auch bleibt diesbezüglich dieselbe Unsicherheit bestehen, 

zumal eine analoge Suche nach der D._____ AG dieselben Resultate wie das 

Handelsregister aufweisen dürfte, da die einschlägigen Portale vornehmlich auf 

die Angaben des Handelsregisters abstützen. Nach dem Gesagten kann folglich 

nicht davon ausgegangen werden, dass die Person des Gesuchstellers ohne ei-

genen Rechercheaufwand ermittelt werden kann. Lediglich am Rande ist zu be-

merken, dass bei einer Suche nach dem Gesuchsteller selbst keine Hinweise auf 

die Berichterstattung der Gesuchsgegnerin resultieren, da er darin nicht nament-

lich erwähnt wird. Entsprechend ist die Berichterstattung der Gesuchsgegnerin als 

nicht identifizierend einzustufen. 

Dennoch erscheint glaubhaft, dass mit der Publikation die Persönlichkeit des 

Gesuchstellers beeinträchtigt wird. Dies ist bereits dann der Fall, wenn nur wenige 

Personen diesen identifizieren können. Dass aufgrund der Anonymisierung nur 

ein beschränkter Kreis den Gesuchsteller direkt identifizieren kann, ist im Rahmen 

der Interessenabwägung zu berücksichtigen. 

5.2. Nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil 

Hinsichtlich des nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteils bringt der 

Gesuchsteller vor, in seinem beruflichen Vorkommen gefährdet zu sein. Dies so-

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wohl wegen eines drohenden Kundenverlusts als auch wegen der Gefahr einer 

Kündigung durch seine Arbeitgeberin (act. 1 Rz. 16 ff.). Letzteres stellt vorliegend 

keinen relevanten Grund dar. Wie die Gesuchsgegnerin korrekt vorbringt, war bis 

im Juli 2022 RA Y._____, der Strafverteidiger des Gesuchstellers im streitgegen-

ständlichen Strafverfahren, Verwaltungsratspräsident der D._____ AG (act. 8 

Rz. 21, act. 3/5, act. 3/6 S. 2). Daran kann die pauschale Bestreitung nichts än-

dern (act. 11 Rz. 21). Es wäre unter diesen Umständen am Gesuchsteller, darzu-

legen, weshalb ihm trotz der Kenntnis seiner (formellen) Vorgesetzten vom Straf-

verfahren aufgrund der Berichterstattung eine Kündigung drohen sollte. 

Im Verhältnis zu den Kunden wiegt der behauptete Vertrauensverlust sicher 

schwerer. Allerdings sind auch hier die Ausführungen des Gesuchstellers nur be-

schränkt nachvollziehbar. So macht er selbst geltend, in einem Anstellungsver-

hältnis zur D._____ AG zu stehen (act. 1 Rz. 18). Inwiefern er daneben noch ei-

gene Kunden betreut, wird aus seinen Rechtsschriften nicht klar. Allerdings würde 

sich dann wiederum die Frage stellen, ob solche eigenen Kunden überhaupt von 

seiner Tätigkeit für die C._____ AG und die D._____ AG wissen, denn nur so 

könnten diese überhaupt durch den gesuchsgegnerischen Artikel von den Vor-

würfen gegen den Gesuchsteller erfahren. Geht es aber um Kunden der C._____ 

AG - wobei diese Gesellschaft nach Angaben des Gesuchstellers inaktiv sein soll 

(act. 11 Rz. 7) - oder der D._____ AG ist unklar, inwiefern es dabei überhaupt um 

Nachteile des Gesuchstellers und nicht vielmehr um Nachteile dieser beiden Ge-

sellschaften geht. Diese Zusammenhänge zeigt der Gesuchsteller nicht auf. Es 

wäre aber an ihm, dies glaubhaft zu machen. Der Gesuchsteller kann nur seine 

eigenen, nicht aber die Persönlichkeitsrechte der beiden Gesellschaften geltend 

machen. Wie diese zu einander und zu ihm stehen, wird aus den Ausführungen 

nicht in genügender Weise klar und wäre vom Gesuchsteller - der mutmasslich 

als einziger Beteiligter des vorliegenden Verfahrens die tatsächlichen Verhältnisse 

kennt - näher darzulegen.  

Nach dem Gesagten gelingt es dem Gesuchsteller nicht, einen für die An-

ordnung vorsorglicher Massnahmen genügenden - und ihn selbst betreffenden - 

nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil glaubhaft zu machen. 

- 11 - 

5.3. Offensichtliches Fehlen eines Rechtfertigungsgrundes 

Ein Publikationsverbot gegenüber einem Medienunternehmen kann nur 

dann ausgesprochen werden, wenn offensichtlich kein Rechtfertigungsgrund be-

steht. Dies ist vorliegend zu verneinen. Wie die Gesuchsgegnerin zu Recht aus-

führt (act. 8 Rz. 23 ff.), hat die Öffentlichkeit ein Interesse daran, über strafrechtli-

che Verurteilungen informiert zu werden. Dem Gesuchsteller wurde im Strafver-

fahren vorgeworfen, unerfahrenen Investoren wertlose Anlagen verkauft zu ha-

ben. Genau diese Personengruppe will die Gesuchsgegnerin durch die Publikati-

on in ihrer Zeitschrift schützen. Darin ist aber auch über die Absichten der Ge-

suchsgegnerin hinaus ein öffentliches Interesse zu sehen. Der Finanzmarkt soll 

für alle, auch für Personen mit geringeren Kenntnissen, zugänglich und (soweit 

möglich) sicher sein. Dazu zählt aber auch, dass sie sich bei relevanten Verurtei-

lungen von Akteuren im Finanzmarkt angemessen darüber informieren können. 

Hinzu kommt, dass der Gesuchsteller nach wie vor im gleichen Bereich, dem Ver-

kauf nicht börsenkotierter Aktien (dazu auch sogleich), tätig ist. Ein öffentliches In-

teresse, über die Verurteilung informiert zu werden, ist - auch wenn diese noch 

nicht rechtskräftig ist - unter diesen Umständen zu bejahen.  

5.4. Interessenabwägung 

Selbst wenn von einem nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil ausge-

gangen würde, würde dies ein Verbot der Publikation bzw. eine weitergehende 

Anonymisierung nicht rechtfertigen. Den Interessen des Gesuchstellers stünden 

die berechtigten Informationsinteressen der Öffentlichkeit gegenüber. Es ist unbe-

stritten, dass der Gesuchsteller aufgrund seiner früheren Aktienverkäufe erstin-

stanzlich wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt worden ist. Es ist auch unbestritten, 

dass die Gesuchsgegnerin genau über diese Verurteilung, unter Hinweis auf die 

fehlende Rechtskraft, berichtet hat. Ebenfalls unbestritten geblieben ist, dass der 

Gesuchsteller bzw. die D._____ AG weiterhin nicht börsenkotierte Aktien am Te-

lefon an private Anleger verkauft (act. 8 Rz. 24). Bestritten wurde einzig, dass es 

sich dabei um hochriskante Aktien, die an unerfahrene Anleger verkauft würden, 

handeln soll, wobei die D._____ AG FIDLEG-konform handle (act. 11 Rz. 24). Der 

Gesuchsteller ist folglich weiterhin in einem Bereich tätig, in welchem die Anleger 

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auf die von ihm stammenden Informationen angewiesen sind. Umso mehr haben 

sie ein Interesse daran zu wissen, dass es bei früheren Platzierungen potentiell 

Ungereimtheiten gab. Vermittelt der Gesuchsteller heute nur noch an erfahrene 

Anleger, stellt sich die Frage, ob sich diese überhaupt in Konsumentenzeitschrif-

ten über ihre Vertragspartner informieren. Ohnehin sollte der Gesuchsteller aber - 

soweit tatsächlich geringe Risiken bestehen - mit vollständiger Information die 

Bedenken der Kundschaft ausräumen können.  

Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass die Berichterstattung der Gesuchs-

gegnerin schonend ausgeübt wird. Durch die anonymisierte Nennung des Ge-

suchstellers wird dieser nicht unnötigerweise angeprangert. Nur Personen, die 

gezielt nach der C._____ AG und der D._____ AG suchen - mutmasslich weil sie 

von dieser zwecks einer Anlage kontaktiert werden -, werden überhaupt auf den 

fraglichen Artikel stossen. Er erreicht also in erster Linie diejenigen Personen, die 

ein besonderes Interesse daran haben, von den früheren Vorkommnissen zu er-

fahren.  

Jedenfalls befördert die gesuchsgegnerische Berichterstattung die Möglich-

keit der Anleger bzw. der Öffentlichkeit, sich genügend informiert für eine Anlage 

zu entscheiden. Die Interessen des Gesuchsgegners, seine Verurteilung (einst-

weilen) vollständig geheim zu halten, sind gegenüber dem Informationsinteresse 

der Gesuchsgegnerin nicht derart klar überwiegend, dass sich damit die Anord-

nung eines Verbots rechtfertigen würde. 

Lediglich der Vollständigkeit halber ist zu wiederholen, dass die D._____ AG 

nicht Partei des vorliegenden Verfahrens ist, weshalb ihre Interessen auch nicht 

zu berücksichtigen sind. Soweit der Gesuchsteller mit der Feststellung, diese sei 

in die Strafuntersuchung nicht verwickelt (act. 11 Rz. 16 und Rz. 20), implizieren 

will, dass diese eines besonderen Schutzes bedürfte, ist dies nicht weiter zu be-

achten.  

5.5. Fazit 

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Aus den voranstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Voraussetzun-

gen für den Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht glaubhaft gemacht wurden. 

Zwar muss von einer Persönlichkeitsverletzung ausgegangen werden, doch ge-

lingt es dem Gesuchsteller nicht, einen ihn selbst betreffenden nicht leicht wieder 

gutzumachenden Nachteil glaubhaft zu machen. Ausserdem besteht ein öffentli-

ches Interesse an der Publikation, wobei die Interessen des Gesuchstellers nicht 

derart überwiegen, dass sich ein gerichtliches Verbot rechtfertigen würde. Ent-

sprechend sind die anbegehrten vorsorglichen Massnahmen abzuweisen und das 

superprovisorisch angeordnete Verbot ist aufzuheben. Aus Gründen der Verhält-

nismässigkeit rechtfertigt es sich, das Superprovisorium nicht sofort aufzuheben. 

Vielmehr ist das Verbot bis zum unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist aufrecht 

zu erhalten. 

Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass auch die gänzliche Abwei-

sung der begehrten vorsorglichen Massnahmen keine eigentliche Prüfung allfälli-

ger Publikationen der Gesuchsgegnerin im Themenbereich des vorliegenden Ver-

fahrens darstellen kann. Alleine weil die Voraussetzungen für die vorsorglichen 

Massnahmen nicht erfüllt sind, bedeutet dies nicht, dass eine Berichterstattung in 

den entsprechenden Bereichen keine Persönlichkeitsverletzung darstellen kann. 

Es liegt in der alleinigen Verantwortung der Gesuchsgegnerin, dass sie die dies-

bezüglichen Rechte und Vorschriften im Rahmen ihrer Berichterstattung einhält. 

Verstösse können sowohl strafrechtlich wie zivilrechtlich, mit Schadenersatzfol-

gen, geahndet werden. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss wird der Gesuchsteller kosten- und entschädigungspflich-

tig (Art. 106 ZPO). Mangels Streitwert gelangen die §§ 5 und 8 GebV OG bzw. die 

§§ 5 und 8 AnwGebV zur Anwendung. 

Die Gesuchsgegnerin beantragt die Zusprechung einer Umtriebsentschädi-

gung (act. 8 S. 2). Eine solche steht einer Partei, die sich durch interne Rechts-

vertreter vertreten lässt, nur in Ausnahmefällen zu. Die Rechtsprechung verlangt 

dabei, dass es sich um eine komplizierte Streitsache handelt, die Interessenwah-

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rung einen hohen Arbeitsaufwand verursacht und zwischen dem Aufwand und 

dem Ergebnis ein vernünftiges Verhältnis besteht (BGE 110 V 132 E. 4d). Das 

Vorliegen einer solchen Ausnahme ist von der betroffenen Partei zu begründen. 

Der pauschale Antrag kann dafür nicht genügen. Die Gesuchsgegnerin legt ihre 

Aufwände für den vorliegenden Prozess nicht näher dar. Entsprechend ist ihr kei-

ne Umtriebsentschädigung zuzusprechen.  

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Das Massnahmebegehren wird abgewiesen. 

2. Die mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 superprovisorisch angeordneten 

Massnahmen bleiben bis zum unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist in 

Kraft. Bei Einreichung einer Beschwerde richtet sich die Fortwirkung nach 

dem BGG bzw. den Anordnungen des Bundesgerichts. 

3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'500.–. 

4. Die Kosten werden dem Gesuchsteller auferlegt und aus dem von ihm ge-

leisteten Kostenvorschuss bezogen. 

5. Es wird keine Umtriebsentschädigung zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge von Doppeln von act. 11 und act. 12/1+2. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

 

 

- 15 - 

Zürich, 20. Dezember 2022 
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht 

 
Gerichtsschreiber: 

 
 
 

Dr. Benjamin Büchler 
 
 

	Urteil vom 20. Dezember 2022
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	2. Zuständigkeit
	3. Parteidarstellungen
	4. Rechtliches
	5. Würdigung
	5.1. Persönlichkeitsverletzung
	5.2. Nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil
	5.3. Offensichtliches Fehlen eines Rechtfertigungsgrundes
	5.4. Interessenabwägung
	5.5. Fazit

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Das Massnahmebegehren wird abgewiesen.
	2. Die mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 superprovisorisch angeordneten Massnahmen bleiben bis zum unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist in Kraft. Bei Einreichung einer Beschwerde richtet sich die Fortwirkung nach dem BGG bzw. den Anordnungen des ...
	3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'500.–.
	4. Die Kosten werden dem Gesuchsteller auferlegt und aus dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss bezogen.
	5. Es wird keine Umtriebsentschädigung zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage von Doppeln von act. 11 und act. 12/1+2.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...