# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e749805-8838-5bd2-a5af-a5deff417031
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.11.2025 C-4438/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4438-2022_2025-11-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4438/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Philipp Egli (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer,  

Richter Beat Weber, 

Richterin Caroline Bissegger,  

Richter Vito Valenti, 

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 
 Kanton Thurgau,   

handelnd durch Departement für Finanzen und Soziales,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

1. Kliniken Valens Ambulante Reha Triemli Zürich,  

2. Zürcher RehaZentren,  

3. Rehaklinik Waid, 

4. Klinik Lengg AG,  

5. Rehaklinik Limmattal,  

6. Rehaklinik Zollikerberg,    

7. Rehaklinik Kilchberg,  

3, 5, 6 und 7 handelnd durch Zurzach Care Zürich AG,  

diese vertreten durch Dr. iur. Daniela Kühne, Rechtsanwäl-

tin, und Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt,  

8. Klinik Susenberg,    

9. Universitätsklinik Balgrist,  

10. Kinder-Reha Schweiz,  

11. Rehaklinik Bellikon,   

12. Zurzach Care AG Rehaklinik Bad Zurzach,  

vertreten durch Dr. iur. Daniela Kühne, Rechtsanwältin, 

und Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt,  

13. aarReha Schinznach,  

14. Klinik Gais AG,  

15. Rehab Basel AG,  

16. Zürcher RehaZentren Klinik Davos,  

handelnd durch Zürcher RehaZentren,  

17. Hochgebirgsklinik Davos AG,  

18. Kliniken Valens Rehazentrum Valens,  

1 und 18 handelnd durch Stiftung Kliniken Valens,  

diese vertreten durch Prof. Dr. iur. Tomas Poledna, Rechts-

anwalt, und PD Dr. iur. Mirina Grosz, Rechtsanwältin,  

19. Spital Männedorf AG,  

Beschwerdegegnerinnen,  

 

Regierungsrat des Kantons Zürich,  

handelnd durch Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Spitalliste Akutsomatik, Psychiatrie 

und Rehabilitation, Festsetzung des Kantons Zürich; RRB 

Nr. 1104 vom 24. August 2022. 

 

C-4438/2022 

Seite 3 

Sachverhalt: 

  

A.a Auf der Zürcher Spitalliste 2012 Rehabilitation (Stand 1. Januar 2022) 

sind 21 Leistungserbringer aufgeführt, darunter mit Standort im Kanton 

Thurgau die Rehaklinik Dussnang und die Rehaklinik Zihlschlacht (abruf-

bar unter: https://www.zh.ch/de/gesundheit/spitaeler-kliniken/spitalpla-

nung.html [besucht am 24. Oktober 2025]).  

A.b Im Bereich der stationären Rehabilitation verzeichnete der Kanton Zü-

rich im Jahr 2019 insgesamt 11'740 Austritte der Zürcher Wohnbevölkerung 

aus Rehabilitationskliniken mit Standort innerhalb und ausserhalb des Kan-

tons Zürich (Vorakten 1.4.3). Davon entfielen 8'505 Austritte (72.4 % des 

Gesamtbedarfs) auf Rehabilitationskliniken mit Standort ausserhalb des 

Kantons Zürich, darunter 2'845 Austritte (24.2 %) auf Aargauer Kliniken, 

2'457 Austritte (20.9 %) auf Thurgauer Kliniken und 1'638 Austritte (14.0 %) 

auf Bündner Kliniken (Vorakten 1.4.3 [S. 141]). Von den Austritten der Zür-

cher Wohnbevölkerung aus Thurgauer Kliniken erfolgten im Jahr 2019 

1'180 Austritte (rund 48 %) aus Kliniken mit Leistungsauftrag des Kantons 

Zürich (Vorakten 2.5.3).  

  

B.a Am 11. April 2018 beauftragte der Regierungsrat des Kantons Zürich 

(nachfolgend: Regierungsrat oder Vorinstanz) die Gesundheitsdirektion, 

die Spitallisten 2012 für Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation durch 

eine neue Spitalplanung abzulösen (Vorakten 1.1.1.1). 

B.b Im Rahmen der neuen Spitalplanung verfolgt der Kanton Zürich für die 

stationäre Rehabilitation folgende strategische Ausrichtung: «Mit Blick auf 

die demografische Entwicklung sowie die zunehmende Multimorbidität der 

Patientinnen und Patienten besteht ein erhöhter Bedarf an wohnorts- und 

akutspitalnahen Versorgungsstrukturen der Rehabilitation. Um die inte-

grierte Versorgung zu verbessern, sollen für die Zürcher Bevölkerung ver-

mehrt Rehabilitationskliniken mit Standort im Kanton Zürich zur Verfügung 

stehen, die sich auf dem Gelände eines Spitals mit Leistungsauftrag auf 

der Zürcher Spitalliste Akutsomatik mit intensivmedizinischem Angebot 

(mindestens Level I) befinden. Zwischen diesen beiden Versorgern besteht 

eine enge medizinische Zusammenarbeit» (Vorakten 1.3.8, 1.4.3). 

C-4438/2022 

Seite 4 

B.c In den Versorgungsberichten (Vernehmlassungsversion von Januar 

2021 und definitive Version von Juni 2021) veröffentlichte der Kanton Zü-

rich Informationen zu den Patientenströmen («Zu- und Abwanderungen 

Kanton Zürich») pro Kanton und Leistungsbereich und stellte sie den be-

troffenen Kantonen zu (Vorakten 1.3.8, 1.4.3). Der Kanton Thurgau betei-

ligte sich mit Stellungnahme vom 30. April 2021 an der Vernehmlassung 

zum Versorgungsbericht (Vorakten 1.3.17.14).  

B.d Der Entwurf des Strukturberichts von März 2022 mit der provisorischen 

Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation wurde bei den betroffenen Kantonen 

in die Vernehmlassung gegeben (Vorakten 1.6.11, 1.6.14), wobei der Ent-

wurf – wie bereits die Versorgungsberichte – die Patientenströme («Zu- 

und Abwanderungen im Kanton Zürich») des Jahres 2019 auswies. In der 

Folge reichte der Kanton Thurgau am 13. Mai 2022 erneut eine Vernehm-

lassung ein (Vorakten 1.6.26.1).  

Die provisorische Spitalliste sah vier neue Leistungserbringer im Kanton 

Zürich vor: die «Kliniken Valens, Rehazentrum Triemli», die Rehaklinik 

Limmattal, die Rehaklinik Waid und die Rehaklinik Winterthur (Vorakten 

1.6.14), wobei der Kanton Thurgau mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2022 

unter anderem beantragte, mangels Bedarfsnotwendigkeit seien an «neue 

Kliniken» keine Leistungsaufträge zu erteilen (Vorakten 1.6.26.1). Zudem 

war vorgesehen, drei Leistungserbringer aus dem Kanton Thurgau – die 

Rehaklinik Zihlschlacht, die Rehaklinik Dussnang und neu die Klinik 

Schloss Mammern – auf die Spitalliste aufzunehmen (Vorakten 1.6.14). 

B.e Im Anschluss an die Vernehmlassung zum Strukturbericht fand am 

8. Juli 2022 ein mündlicher Austausch zwischen den zuständigen Departe-

mentsvorstehenden und Fachdirektionen der Kantone Thurgau und Zürich 

statt (Vorakten 2.6.3). Mit Schreiben vom 28. Juli 2022 nahm der Kanton 

Zürich zu den einzelnen Anträgen des Kantons Thurgau in seiner Vernehm-

lassung vom 13. Mai 2022 schriftlich Stellung (Vorakten 2.6.4), worauf der 

Kanton Thurgau am 12. August 2022 schriftlich replizierte (Vorakten 2.6.6). 

Mit Schreiben vom 18. August 2022 und vom 22. August 2022 äusserte 

sich der Kanton Zürich erneut schriftlich, worauf am 23. August 2022 ein 

letzter Austausch zwischen den beiden Kantonen stattfand (Vorakten 

2.6.7–2.6.9).  

B.f Die Vorinstanz erliess mit Regierungsratsbeschluss vom 24. August 

2022 (RRB-2022-1104; nachfolgend auch: RRB) die Spitallisten 2023 

C-4438/2022 

Seite 5 

Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation. Ziff. III des vorgenannten Be-

schlusses lautet wie folgt (Vorakten 1.8.1):  

«Die Zürcher Spitalliste 2023 mit den Leistungsaufträgen der Spitäler für die 

Rehabilitation wird auf der Grundlage des Strukturberichts vom August 2022 

gemäss Anhang und im Sinne der Erwägungen festgesetzt und trägt die Be-

zeichnung Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation (Version 2023.1). Sie tritt am 

1. Januar 2023 in Kraft.» 

Auf der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation (Version 2023.1) werden 21 

Kliniken aus sieben Kantonen (Zürich, Aargau, Appenzell Innerrhoden, Ba-

sel-Stadt, Graubünden, St. Gallen und Thurgau) aufgeführt, darunter im 

Kanton Zürich neu die «Kliniken Valens, Rehazentrum Triemli», die 

Rehaklinik Limmattal und die Rehaklinik Waid sowie im Kanton Thurgau 

die Rehaklinik Zihlschlacht, die Rehaklinik Dussnang und neu die Klinik 

Schloss Mammern (Vorakten 1.8.4). Entgegen der provisorischen Spital-

liste soll der Rehaklinik Winterthur kein Leistungsauftrag erteilt werden. In 

der definitiven Version des Strukturberichts von August 2022 äusserte sich 

die Vorinstanz zur Koordination mit anderen Kantonen, insbesondere mit 

dem Kanton Thurgau (Vorakten 1.7.1). 

  

C.a Am 3. Oktober 2022 erhob der Kanton Thurgau (nachfolgend auch: 

Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den RRB vom 24. August 2022 

(BVGer-act. 1) mit folgendem materiellen Antrag:  

«Dispositiv-Ziffer III des Beschlusses der Vorinstanz vom 24. August 2022 be-

treffend Zürcher Spitallisten 2023 mit den Leistungsaufträgen der Spitäler für 

die Rehabilitation (Inkrafttreten am 1. Januar 2023) sei aufzuheben und die 

Sache zur Durchführung eines bundesrechtskonformen Verfahrens an die  

Vorinstanz zurückzuweisen.»  

C.b Weiter stellte der Beschwerdeführer folgende Verfahrensanträge:  

«1. Es sei der Regierungsrat des Kantons Zürich zu verpflichten, sämtliche 

den angefochtenen Beschluss betreffenden Verfahrensakten, insbesondere 

die im Bewerbungsprozess und im Bereinigungsprozess von den Bewerbern 

angebotenen und auf der Spitalliste berücksichtigten und nicht berücksichtig-

ten Leistungsmengen, zu edieren. 

2. Nach Edition der vollständigen Akten der Vorinstanz und Weiterleitung die-

ser Akten an den Beschwerdeführer sei dem Beschwerdeführer Frist anzuset-

zen, um zu den Akten Stellung zu nehmen.» 

C-4438/2022 

Seite 6 

C.c Der mit Zwischenverfügung vom 6. Oktober 2022 beim Beschwerde-

führer eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- (BVGer-

act. 2) ging am 24. Oktober 2022 bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 4).  

C.d Mit Zwischenverfügungen vom 15. Dezember 2022 liess der Instrukti-

onsrichter die Stiftung Kliniken Valens und die übrigen Kliniken, denen mit 

der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation Leistungsaufträge erteilt werden 

sollen, als Beschwerdegegnerinnen zum Verfahren zu (BVGer-act. 10, 11).  

C.e Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. Dezember 

2022 die Abweisung der Beschwerde, eventualiter seien die Leistungsauf-

träge für die Leistungsgruppen Neurologisch und Frührehabilitation (Er-

wachsene) im Sinne der Zürcher Spitalliste 2012 Rehabilitation von der 

Rehaklinik Kilchberg auf die Rehaklinik Limmattal zu übertragen und die 

Sache im Übrigen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen 

(BVGer-act. 12). Ferner beantragte die Vorinstanz, es sei der Zurzach Care 

Zürich AG einstweilen und im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu 

gestatten, während des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwal-

tungsgericht die Leistungen der Leistungsgruppen Neurologisch und 

Frührehabilitation (Erwachsene) im Sinne der Zürcher Spitalliste 2012 Re-

habilitation am neuen Standort Rehaklinik Limmattal anstatt am bisherigen 

Standort Rehaklinik Kilchberg zu erbringen.  

C.f Mit Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2023 beantragten die Zürcher 

RehaZentren die Abweisung der Beschwerde und den Entzug der auf-

schiebenden Wirkung (BVGer-act. 18).  

C.g Mit Eingabe vom 13. Januar 2023 verzichtete die Klinik Lengg AG auf 

eine Beschwerdeantwort (BVGer-act. 19).  

C.h Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragte die Rehakli-

nik Bellikon die Abweisung der Beschwerde und den Entzug der aufschie-

benden Wirkung (BVGer-act. 20).  

C.i Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragte die Hochge-

birgsklinik Davos AG die Abweisung der Beschwerde und den Entzug der 

aufschiebenden Wirkung (BVGer-act. 21).  

C.j Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragten die Zurzach 

Care Zürich AG und die Zurzach Care AG die Abweisung der Beschwerde 

(BVGer-act. 22).  

C-4438/2022 

Seite 7 

C.k Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragte die Universi-

tätsklinik Balgrist die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 23).  

C.l Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2023 (Eingang: 17. Januar 

2023) beantragte die Spital Männedorf AG die Abweisung der Beschwerde 

(BVGer-act. 24).  

C.m Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragte die Rehab 

Basel AG die Abweisung der Beschwerde und den Entzug der aufschie-

benden Wirkung (BVGer-act. 25).  

C.n Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 beantragte die Stiftung 

Kliniken Valens, es sei auf den Antrag in Ziffer 1 der Beschwerde vom 

3. Oktober 2022 nicht einzutreten, eventualiter sei er abzuweisen, soweit 

beides die Beschwerdegegnerin 1 betreffe. Die Beschwerdegegnerin 1 sei 

in eine allfällige Vernehmlassung einzubeziehen, sollte die Vorinstanz neue 

wesentliche Unterlagen zu den Verfahrensakten geben (BVGer-act. 26).  

C.o Mit Zwischenverfügung vom 9. März 2023 hiess der Instruktionsrichter 

das Gesuch des Beschwerdeführers um Edition der Akten teilweise gut und 

stellte ihm das Akten- und Beilagenverzeichnis Thurgau sowie den «Ord-

ner A Vorakten Kanton Thurgau» ohne die Unterlagen Ordner 2.7 «Bewer-

bungsdossiers», die Stellungnahmen der Kliniken zum provisorischen 

Strukturbericht (Voraktenstücke 1.6.26.22 bis 1.6.25.33) sowie die 

Voraktenstücke 2.4.1 und 2.4.2 zu. Gleichzeitig setzte der Instruktionsrich-

ter einen zweiten Schriftenwechsel an (BVGer-act. 27).  

C.p Mit Wiedererwägungsgesuch vom 4. April 2023 ersuchte der Be-

schwerdeführer darum, ihm die Voraktenstücke 2.4.1 und 2.4.2, den Ord-

ner 2.7 sowie die Beilagen zur Vernehmlassung der Vorinstanz gemäss 

separatem Verzeichnis zur Einsicht zu übermitteln, eventualiter mit auf das 

zwingend Notwendige beschränkten Schwärzungen. Weiter seien dem Be-

schwerdeführer nach Übermittlung der zusätzlichen Aktenstücke eine Frist 

zur Stellungnahme von 30 Tagen anzusetzen, die Gerichtsbesetzung 

(Spruchkörper) bekannt zu geben sowie über das Wiedererwägungsge-

such in der Besetzung mit drei Richterinnen und Richter zu entscheiden 

(BVGer-act. 28).  

C.q Mit Replik vom 11. April 2023 hielt der Beschwerdeführer an der Gut-

heissung der Beschwerde fest und beantragte, es sei auf den Erlass einer 

vorsorglichen Massnahme zu verzichten, eventualiter sei einstweilen und 

im Sinne einer vorsorglichen Massnahme der Leistungsauftrag in den 

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Seite 8 

Leistungsgruppen Neurologisch und Frührehabilitation (Erwachsene) im 

Sinne der Zürcher Spitalliste 2012 Rehabilitation der Zurzach Care AG 

Rehaklinik Bad Zurzach am neuen Standort Rehaklinik Limmattal mit einer 

Kapazitätsbeschränkung von 36 Betten zu erteilen (BVGer-act. 29).  

C.r Mit Stellungnahme vom 9. Mai 2023 hielt die Rehaklinik Bellikon an 

ihren Anträgen fest (BVGer-act. 46).  

C.s Am 11. Mai 2023 beantragte die Vorinstanz, auf das Wiedererwä-

gungsgesuch sei nicht einzutreten, eventualiter seien die Verfahrensan-

träge abzuweisen (BVGer-act. 47).  

C.t Am 12. Mai 2023 verzichtete die Stiftung Kliniken Valens auf eine Stel-

lungnahme zum Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers 

(BVGer-act. 48).  

C.u Am 15. Mai 2023 beantragten die Zurzach Care Zürich AG und die 

Zurzach Care AG, das Wiedererwägungsgesuch sei vollumfänglich abzu-

weisen (BVGer-act. 49).  

C.v Mit Duplik vom 25. Mai 2023 hielt die Vorinstanz an ihren Anträgen 

gemäss Vernehmlassung vom 16. Dezember 2022 fest (BVGer-act. 50).  

C.w Mit Stellungnahme vom 25. Mai 2023 hielt die Stiftung Kliniken Valens 

an ihren Anträgen gemäss Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2023 fest 

(BVGer-act. 51).  

C.x Mit Stellungnahme vom 25. Mai 2023 hielten die Zurzach Care Zürich 

AG und die Zurzach Care AG an ihren Anträgen gemäss Beschwerdeant-

wort vom 16. Januar 2023 fest und beantragten, der vorinstanzliche Antrag 

auf Gewährung von vorsorglichen Massnahmen (Verschiebung der Leis-

tungen Neurologisch und Frührehabilitation vom Standort Kilchberg an den 

Standort Limmattal) sei gutzuheissen und die beiden dieser Stellungnahme 

beigelegten Beilagen 2 und 3 seien dem Beschwerdeführer nicht offenzu-

legen (BVGer-act. 52).  

C.y Mit Zwischenverfügung vom 4. Juli 2023 trat der Instruktionsrichter auf 

das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, soweit es 

nicht bereits gegenstandslos geworden war. Der Antrag des Beschwerde-

führers auf Zustellung der Beilagen zur Vernehmlassung wurde gutgeheis-

sen. Weiter wurde dem Beschwerdeführer der Spruchkörper bekannt ge-

geben (BVGer-act. 54).  

C-4438/2022 

Seite 9 

C.z Mit Zwischenverfügung vom 21. Juli 2023 hielt der Instruktionsrichter 

fest, dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt. Im Rahmen 

einer vorsorglichen Massnahme wurde der gemeinsame Antrag der Vor-

instanz und der Zurzach Care Zürich AG auf Verschiebung der Neuro- und 

Frührehabilitation (Erwachsene) gemäss Spitalliste 2012 von der Rehakli-

nik Kilchberg zur Rehaklinik Limmattal gutgeheissen, unter Beschränkung 

des Leistungsauftrags auf 36 Betten (BVGer-act. 55). 

C.aa Das als Fachbehörde zur Stellungnahme eingeladene Bundesamt für 

Gesundheit (nachfolgend: BAG) vertrat mit Eingabe vom 24. August 2023 

die Auffassung, die Beschwerde sei abzuweisen (BVGer-act. 58). 

C.bb Am 14. September 2023 verzichtete die Stiftung Kliniken Valens auf 

Schlussbemerkungen (BVGer-act. 77).  

C.cc Am 4. Oktober 2023 reichte die Vorinstanz ihre Schlussbemerkungen 

ein und hielt an ihren Anträgen in der Hauptsache gemäss Vernehmlas-

sung vom 16. Dezember 2022 fest. Sollte die Beschwerde gutgeheissen 

werden, beantragte die Vorinstanz eventualiter, es sei die – bis anhin vor-

sorglich – erfolgte Übertragung der bisherigen Leistungsaufträge der 

Rehaklinik Kilchberg für die Leistungsgruppen Neurologisch und Frühreha-

bilitation (Erwachsene) im Sinne der Zürcher Spitalliste 2012 Rehabilitation 

auf die Rehaklinik Limmattal zu bestätigen und die Sache im Übrigen zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVGer-act. 80).  

C.dd Am 5. Oktober 2023 reichte der Beschwerdeführer seine Schlussbe-

merkungen ein, hielt an seinen Anträgen gemäss Beschwerde vom 3. Ok-

tober 2022 fest und stellte folgende Verfahrensanträge (BVGer-act. 81):  

«1. Dem Beschwerdeführer seien die mit den Stellungnahmen zur Hauptsache 

bzw. Dupliken (Stellungnahme der Beschwerdegegnerin 11 vom 9. Mai 2023, 

der Vorinstanz vom 25. Mai 2023, der Beschwerdegegnerinnen 1 und 18 vom 

25. Mai 2023 sowie der Beschwerdegegnerinnen 3, 5, 6, 7 und 12 vom 25. Mai 

2023) neu eingereichten Beilagen zuzustellen, wobei dem Beschwerdeführer 

eine angemessene Frist zur Stellungnahme anzusetzen sei. 

2. Soweit der angefochtene Regierungsratsbeschluss nicht aufgehoben und 

die Sache nicht zur Gewährung des rechtlichen Gehörs bzw. zur ergänzenden 

Begründung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, seien dem Beschwerde-

führer folgende zusätzlichen Aktenstücke, eventualiter mit auf das zwingend 

Notwendige beschränkten Schwärzungen, zur Einsicht zu übermitteln, wobei 

dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist zur Stellungnahme anzuset-

zen sei: 

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Seite 10 

- Voraktenstücke 2.4.1 (Evaluationen der einzelnen Kliniken) und 2.4.2 (Infor-

mationen der Kliniken in Bezug auf die Bedarfsplanung); 

- Ordner 2.7 (Bewerbungsdossiers).» 

C.ee Mit Zwischenverfügung vom 1. November 2023 hiess der Instrukti-

onsrichter – nachdem er vorgängig den betroffenen Verfahrensbeteiligten 

Gelegenheit zur Stellungnahme (BVGer-act. 74) eingeräumt hatte und 

diese sich vernehmen liessen (BVGer-act. 75, 76, 78, 79) – den Antrag des 

Beschwerdeführers auf Zustellung der Beilagen teilweise gut, soweit da-

rauf einzutreten war (BVGer-act. 83).  

C.ff Am 1. Dezember 2023 reichte der Beschwerdeführer eine Ergänzung 

der Schlussbemerkungen ein und bekräftigte namentlich den Verfahrens-

antrag auf Akteneinsicht (BVGer-act. 86).  

C.gg Am 8. Januar 2024 reichte die Vorinstanz einen Nachtrag zu den 

Schlussbemerkungen vom 4. Oktober 2023 ein (BVGer-act. 88).  

C.hh Mit Instruktionsverfügung vom 8. Februar 2024 teilte der neu zustän-

dige Instruktionsrichter den Verfahrensbeteiligten eine Änderung des 

Spruchkörpers mit (BVGer-act. 89).  

C.ii Mit Stellungnahme vom 19. Februar 2024 zum Nachtrag der Vo-

rinstanz vom 8. Januar 2024 bekräftigte der Beschwerdeführer erneut sei-

nen Verfahrensantrag auf Akteneinsicht (BVGer-act. 90).  

C.jj Am 21. März 2024 reichte die Vorinstanz eine unaufgeforderte Stel-

lungnahme ein (BVGer-act. 92).  

C.kk Am 5. April 2024 reichte der Beschwerdeführer eine unaufgeforderte 

Stellungnahme ein und bekräftigte erneut den prozessualen Antrag auf Ak-

teneinsicht (BVGer-act. 94).  

C.ll Am 18. April 2024 reichte die Vorinstanz eine unaufgeforderte Stellung-

nahme ein (BVGer-act. 96).  

C.mm Am 2. September 2024 reichte der Beschwerdeführer eine unauf-

geforderte Stellungnahme ein (BVGer-act. 98).  

C.nn Am 10. Juni 2025 zeigte der Instruktionsrichter den Verfahrensbetei-

ligten eine Erweiterung des Spruchkörpers infolge Anordnung einer Fün-

ferbesetzung an (BVGer-act. 105). 

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Seite 11 

C.oo Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf die eingereich-

ten Unterlagen wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss 

Art. 37 VGG und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG (SR 832.10) grundsätzlich nach 

den Vorschriften des VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen 

des VGG und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. 

1.2 Gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 39 KVG kann 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden (Art. 53 

Abs. 1 KVG). Der angefochtene Beschluss wurde gestützt auf Art. 39 KVG 

erlassen. Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts ist daher ge-

geben (vgl. Art. 90a Abs. 2 KVG). Dies gilt auch dann, wenn – wie vorlie-

gend – ein Kanton gegen einen Spitallistenbeschluss eines anderen Kan-

tons Beschwerde erhebt (vgl. Zwischenverfügung des Bundesverwaltungs-

gerichts [BVGer] C-6266/2013 vom 23. Juli 2014 E. 2). Die (subsidiäre) 

Klage gemäss Art. 120 Abs. 1 Bst. b BGG (SR 173.110) steht dem Kanton 

nicht offen (BGE 141 V 361 E. 1.4). 

2.  

2.1 Anfechtungsgegenstand der von einem Leistungserbringer erhobenen 

Beschwerde kann nach ständiger Rechtsprechung nicht die Spitalliste als 

solche sein (BVGE 2014/4 E. 3.1). In BVGE 2012/9 hat das Bundesverwal-

tungsgericht erkannt, dass die Spitalliste im Sinne von Art. 39 Abs. 1 Bst. e 

KVG als Rechtsinstitut sui generis zu qualifizieren ist und aus einem Bün-

del von Individualverfügungen besteht (BVGE 2012/9 E. 3.2.6; daran an-

schliessend: BVGE 2019 V/6 E. 1.4.2; 2018 V/3 E. 3.2; 2016/14 E. 1.1.2; 

2013/46 E. 1.1.1; 2013/45 E. 1.1.1). Die nicht angefochtenen Verfügungen 

einer Spitalliste erwachsen in Rechtskraft (BVGE 2012/9 E. 3.3; Urteil des 

BVGer C-2979/2018 vom 21. Januar 2019 E. 2.2).  

2.2 Vorliegend beantragte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde 

vom 3. Oktober 2022, «Dispositiv-Ziffer III des Beschlusses der Vorinstanz 

vom 24. August 2022 betreffend Zürcher Spitallisten 2023 mit den 

C-4438/2022 

Seite 12 

Leistungsaufträgen der Spitäler für die Rehabilitation (Inkrafttreten am 

1. Januar 2023) sei aufzuheben und die Sache zur Durchführung eines 

bundesrechtskonformen Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen». 

Wie sich aus der Beschwerdebegründung ergibt, bezieht sich der Antrag 

auf sämtliche Leistungsaufträge der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation 

(vgl. insb. BVGer-act. 1 Ziff. I/3.1, IV/6; BVGer-act. 29 Ziff. II/3.3). In der 

Sache wendet sich der Beschwerdeführer primär gegen die «zusätzlichen 

Kapazitäten im Kanton Zürich» (BVGer-act. 1 Ziff. I/2.4) beziehungsweise 

gegen «die im Kanton Zürich erfolgte Kapazitätserweiterung» (BVGer-

act. 81 Ziff. II/3.2).  

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht hatte bislang nicht ausdrücklich zu ent-

scheiden, ob ein Kanton eine Spitalliste als solche anfechten kann (vgl. 

dazu auch BVGE 2014/4 E. 3.1). Mangels besonderer gesetzlicher Rege-

lung gelten die allgemeinen Grundsätze zum Anfechtungsgegenstand bei 

Spitallistenentscheiden (vgl. E. 2.1 vorstehend). Dabei ist für die Bestim-

mung des Anfechtungsgegenstandes zentral, dass die Spitalliste aus ei-

nem Bündel von Einzelverfügungen besteht (BVGE 2012/9 E. 3.2.6). An-

fechtungsgegenstand bleibt stets die Einzelverfügung: Der Beschwerde-

führer kann daher vorliegend sämtliche Einzelverfügungen der Zürcher 

Spitalliste 2023 Rehabilitation anfechten, sofern er vor der Vorinstanz ent-

sprechende Anträge gestellt hat (vgl. E. 2.4 nachfolgend; Art. 53 Abs. 2 

Bst. a KVG) und soweit er in Bezug auf die Einzelverfügungen nach den 

einschlägigen gesetzlichen Grundlagen beschwerdelegitimiert ist (vgl. 

E. 4 ff. nachfolgend; Art. 53 KVG i.Vm. Art. 31 ff. VGG und Art. 44 ff., insb. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG; BVGE 2012/9 E. 3.2). Eine eigenständige Anfecht-

barkeit der Spitalliste als solcher – losgelöst von der Anfechtbarkeit der 

Einzelverfügungen – ist dagegen gesetzlich nicht vorgesehen.  

2.4  

2.4.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG sind in einem Beschwerdeverfah-

ren betreffend einen Spitallistenbeschluss neue Begehren unzulässig. Die 

Neuheit eines Begehrens im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG bestimmt 

sich analog der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 99 BGG (SR 173.110) 

nach dem Streitgegenstand. Dieser kann vor Bundesverwaltungsgericht 

nur noch eingeschränkt, aber nicht ausgeweitet oder geändert werden. 

Massgebend ist der Vergleich der im Beschwerdeverfahren und der im Ver-

fahren vor der Vorinstanz gestellten Anträge (Urteil des BVGer C-220/2012 

vom 4. Juni 2012 E. 2.2; vgl. auch BGVE 2014/3 E. 1.5.4; 2012/18 E. 3.2; 

C-4438/2022 

Seite 13 

Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, 

BBl 2001 4203, 4340 [zum heutigen Art. 99 BGG]).  

2.4.2 Vor der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer keinen ausdrücklichen 

Antrag auf Nichterteilung sämtlicher Leistungsaufträge an sämtliche Klini-

ken der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation gestellt. Vielmehr beantrag-

te der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz, es seien an neue Kliniken 

keine Leistungsaufträge zu erteilen (Stellungnahme zum Strukturbericht 

[Vorakten 1.6.26.1], Antrag zu Ziff. 5.3.1: «Keine Erteilung von Leistungs-

aufträgen der Spitalliste an neue Kliniken»). Dies bezog sich gemäss der 

Stellungnahme des Beschwerdeführers zum Strukturbericht konkret auf 

folgende Kliniken: (1) die Rehaklinik Limmattal (= Beschwerdegegnerin 5), 

(2) die Rehaklinik Waid (= Beschwerdegegnerin 3), (3) die Rehaklinik Win-

terthur (ihr wurde im angefochtenen Beschluss kein Leistungsauftrag er-

teilt) und (4) die Kliniken Valens, Rehazentrum Triemli (= Beschwerdegeg-

nerin 1). Ergänzend beantragte der Beschwerdeführer, die Erteilung von 

Leistungsaufträgen an die Klinik Susenberg (Beschwerdegegnerin 8) solle 

«noch einmal geprüft werden»; die Erteilung sei mangels Wirtschaftlichkeit 

«eher nicht gerechtfertigt». Schliesslich beantragte der Beschwerdeführer 

die Erteilung von (zusätzlichen) Leistungsaufträgen an die Thurgauer Kli-

niken. Ausdrückliche Anträge zu den übrigen Kliniken liegen nicht vor (vgl. 

zum Ganzen: Stellungnahme zum Strukturbericht, Anträge zu Ziff. 5.3.2). 

2.4.3 Gemäss dem Protokoll vom 13. Juli 2022 zur Besprechung zwischen 

den Kantonen Thurgau und Zürich vom 8. Juli 2022 beantragte der Be-

schwerdeführer namentlich, «keine Leistungsaufträge an neue Rehabilita-

tionskliniken im Kt. ZH» zu erteilen (Vorakten 2.6.3). Betroffen waren die 

vorgenannten «vier neu geplanten Kliniken im Kanton Zürich». Diese An-

träge wiederholte der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 

12. August 2022 gegenüber der Vorinstanz: «An den Anträgen ist festzu-

halten, insbesondere bestritten sind die Neuerteilung von Leistungsaufträ-

gen an die vier neu zu schaffenden Kliniken (Rehazentrum Triemli, Rehakli-

nik Limmattal, Rehaklinik Winterthur, Rehaklinik Waid). Damit werden die 

bundesrechtlichen Vorgaben verletzt, was nötigenfalls gerichtlich zu über-

prüfen sein wird» (Vorakten 2.6.6). Strittig blieb damit vor der Vorinstanz 

namentlich die (Neu-)Erteilung von Leistungsaufträgen an die vier vorge-

nannten Kliniken.  

2.4.4 Vor Bundesverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer die 

Aufhebung sämtlicher Leistungsaufträge an sämtliche Kliniken der Zürcher 

Spitalliste 2023 Rehabilitation. Da vor Bundesverwaltungsgericht keine 

C-4438/2022 

Seite 14 

neuen Anträge gestellt werden dürfen, ist die Beschwerde diesbezüglich 

nur insoweit zulässig, als sie die Aufhebung der Leistungsaufträge an die 

Rehaklinik Limmattal, die Rehaklinik Waid und die «Kliniken Valens, Reha-

zentrum Triemli» betrifft. Nur bei diesen Kliniken hat der Beschwerdeführer 

vor der Vorinstanz die Nichterteilung der Leistungsaufträge hinreichend 

klar beantragt. In Bezug auf die übrigen Kliniken (Beschwerdegegnerinnen 

2, 4, 6–18) ist auf die Beschwerde infolge der Unzulässigkeit neuer Begeh-

ren vor Bundesverwaltungsgericht (Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG) nicht einzu-

treten.  

3.  

Nachfolgend ist das in zeitlicher Hinsicht anwendbare Recht zu bestimmen. 

Nach ihm bestimmen sich unter anderem die Aufgaben und Zuständigkei-

ten der Kantone, die für die Beschwerdelegitimation (vgl. E. 4 ff. nachfol-

gend) mit entscheidend sind. 

3.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 

zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 

bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-

den Tatbestands Geltung haben (vgl. BGE 150 II 390 E. 4.3 m.H.). Damit 

ist vorliegend auf das KVG und die KVV (SR 832.102) in der im August 

2022 gültigen Fassung abzustellen (vgl. Urteil des BVGer C-4231/2017 

vom 16. Juli 2019 E. 2).  

3.2 Der Bundesrat hat die in den Art. 58b ff. KVV geregelten bundesrecht-

lichen Planungskriterien per 1. Januar 2022 revidiert (AS 2021 439). Ge-

mäss Abs. 3 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 23. Juni 

2021 (nachfolgend: UeB KVV) gilt Folgendes: «Die Listen der Spitäler in 

den Bereichen Psychiatrie und Rehabilitation müssen innert sechs Jahren 

nach Inkrafttreten der Änderung vom 23. Juni 2021 den Planungskriterien 

nach dieser Verordnung entsprechen.» Nach ihrem Wortlaut regelt die 

Übergangsbestimmung nur die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt («innert 

sechs Jahren», d.h. bis zum 1. Januar 2028) die kantonalen Spitalplanun-

gen den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen müssen, nicht 

aber, wann die Kantone frühestens eine neue Planung respektive eine 

neue Spitalliste gestützt auf das revidierte Recht erlassen dürfen. Dazu ist 

die Übergangsbestimmung auszulegen (vgl. sinngemäss Urteil des BVGer 

C-325/2010 vom 7. Juni 2012 E. 4.5.1, zu den Übergangsbestimmungen 

zur Änderung des KVG vom 21. Dezember 2007 [Spitalfinanzierung] 

[nachfolgend: Ueb KVG]).  

C-4438/2022 

Seite 15 

3.3 Die Kantone dürfen nur solche Vorschriften erlassen und Anordnungen 

treffen, die nicht gegen Sinn und Geist des Bundesrechts verstossen und 

nicht dessen Zweck beeinträchtigen (BVGE 2018 V/3 E. 7.6.1). Mit der 

Übergangsbestimmung wollte der Verordnungsgeber den Kantonen genü-

gend Zeit geben, um sich über einheitliche Klassifikationen und Anforde-

rungen zu einigen, was für die interkantonale Koordination der Planungen 

erstrebenswert sei (vgl. BAG, Kommentar zur Änderung der KVV und KLV 

[Umsetzung der Änderung vom 19. Juni 2020 des KVG betreffend Zulas-

sung von Leistungserbringern sowie Weiterentwicklung der Planungskrite-

rien] vom 23. Juni 2021, S. 26 f. [nachfolgend: Kommentar Planungskrite-

rien]). Für den Bereich der Rehabilitation hat die Konferenz der kantonalen 

Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am 24. November 2022 

Empfehlungen erlassen, welche die Grundlage für eine gewisse Verein-

heitlichung und Koordination bei den kantonalen Rehabilitationsplanungen 

bilden sollen (abrufbar unter https://www.gdk-cds.ch/de/gesundheitsver-

sorgung/rehabilition [besucht am 24. Oktober 2025]; vgl. DANIA TREMP, Die 

neuen GDK-Empfehlungen für die kantonalen Planungen der stationären 

Rehabilitation, Pflegerecht 2023 S. 29 ff.). Diese Empfehlungen sind zwar 

nach Erlass des angefochtenen Beschlusses ergangen. Die Vorinstanz 

weist indes zu Recht darauf hin, dass die Musterplanungssystematik Re-

habilitation der GDK und die darin definierten Rehabilitationsbereiche weit-

gehend mit der Systematik des Kantons Zürich übereinstimmen (BVGer-

act. 12 Ziff. 1.2.1.6.2; siehe dazu auch SYLVIE FÜGLISTER-DOUSSE ET AL., 

Versorgungsbericht 2024 Kanton Luzern, Obsan Bericht 2/2024, S. 16).  

3.4 Das Vorgehen der Vorinstanz verstösst damit nicht gegen Sinn und 

Geist der Übergangsbestimmung. Entsprechend konnte die Vorinstanz vor 

Ablauf der Übergangsfrist basierend auf den per 1. Januar 2022 in Kraft 

getretenen Bestimmungen der KVV ein umfassendes Planungsverfahren 

durchführen und eine neue Spitalliste erlassen (BVGer-act. 12 Ziff. 5.4.2), 

wovon im Übrigen auch das BAG als Fachbehörde ausgeht (BVGer-act. 58 

Ziff. 2). Ob die im Rahmen der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation er-

teilten Leistungsaufträge den revidierten Planungskriterien inhaltlich ent-

sprechen, ist Gegenstand einer materiellen Prüfung, welche die Beschwer-

delegitimation des beschwerdeführenden Kantons Thurgau voraussetzt 

(dazu sogleich E. 4 ff.).  

4.  

Die Beschwerdelegitimation der Kantone steht nach bisheriger Rechtspre-

chung in engem Sachzusammenhang mit der interkantonalen Koordination 

C-4438/2022 

Seite 16 

der Planungen nach Art. 39 Abs. 2 KVG und Art. 58e KVV, weshalb vorab 

auf Inhalt und Umfang der Koordinationspflicht einzugehen ist.  

4.1  

4.1.1 Gemäss dem per 1. Januar 2022 revidierten Art. 58e KVV (interkan-

tonale Koordination der Planungen) müssen die Kantone zur Koordination 

ihrer Planungen nach Art. 39 Abs. 2 KVG namentlich die nötigen Informa-

tionen über die Patientenströme auswerten und diese Informationen mit 

den betroffenen Kantonen austauschen (Art. 58e Abs. 1 Bst. a KVV) sowie 

das Potenzial der Koordination mit anderen Kantonen für die Stärkung der 

Wirtschaftlichkeit und der Qualität der Leistungserbringung im Spital be-

rücksichtigen (Art. 58e Abs. 1 Bst. b KVV). Weiter sind die beabsichtigten 

Planungsmassnahmen mit den davon in ihrer Versorgungssituation be-

troffenen Kantonen zu koordinieren. Letzteres erwähnt der Wortlaut von 

Art. 58e KVV in der Fassung seit 1. Januar 2022 zwar nicht mehr ausdrück-

lich (vgl. dagegen Art. 58d Bst. b KVV in der Fassung bis 31. Dezember 

2021), fliesst aber bereits aus der Koordinationspflicht nach Art. 39 Abs. 2 

KVG (BVGE 2019 V/2 E. 4.9.2). Zudem ist die Aufzählung der Koordinati-

onspflichten in Art. 58e Abs. 1 KVV nicht abschliessend («namentlich»).  

4.1.2 Unter den Begriff der (interkantonalen) Patientenströme fallen einer-

seits die Patientenzuwanderung (oder «Patientenimporte») und anderer-

seits die Patientenabwanderung (oder «Patientenexporte»). Gemäss Bun-

desamt für Statistik (BFS) entspricht die Patientenzuwanderung der Anzahl 

der in einem Kanton erfolgten Hospitalisierungen von Personen, die in ei-

nem anderen Kanton wohnhaft sind; die Patientenabwanderung entspricht 

den Hospitalisierungen in Einrichtungen ausserhalb des Wohnkantons 

(BVGE 2019 V/2 E. 4.3.1 m.H.). Zu den Patientenströmen gehören somit 

namentlich Behandlungen in ausserkantonalen Spitälern aufgrund eines 

Leistungsauftrages des planenden Kantons (Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG) 

und/oder medizinischer Indikation (Art. 41 Abs. 3 KVG) sowie ausserkan-

tonale Wahlbehandlungen (Art. 41 Abs. 1bis KVG), also Behandlungen, die 

ohne medizinischen Grund in Spitälern erfolgen, die zwar auf der Spitalliste 

des Standortkantons des Leistungserbringers, nicht aber des Wohnkan-

tons der versicherten Person aufgeführt sind (vgl. zum Begriff: BGE 141 V 

206 E. 1.3.1). 

4.1.3 Jeder Kanton koordiniert sich namentlich mit den Kantonen, in denen 

eine oder mehrere auf seiner Liste aufgeführte oder für seine Liste vorge-

sehene Einrichtungen ihren Standort haben (Art. 58e Abs. 2 Ziff. 1 KVV); 

C-4438/2022 

Seite 17 

den Kantonen, auf deren Liste eine oder mehrere Einrichtungen aufgeführt 

sind, die ihren Standort auf seinem Gebiet haben, oder für deren Liste sol-

che Einrichtungen vorgesehen sind (Art. 58e Abs. 2 Ziff. 2 KVV); den Kan-

tonen, die Standort von Einrichtungen sind, in denen sich eine bedeutende 

Anzahl Versicherte aus seinem Gebiet behandeln lassen oder voraussicht-

lich behandeln lassen werden (Art. 58e Abs. 2 Ziff. 3 KVV); den Kantonen, 

aus denen sich eine bedeutende Anzahl Versicherte in Einrichtungen, die 

ihren Standort auf seinem Gebiet haben, behandeln lassen oder voraus-

sichtlich behandeln lassen werden (Art. 58e Abs. 2 Ziff. 4 KVV); anderen 

Kantonen, wenn die Koordination zu einer Stärkung der Wirtschaftlichkeit 

und der Qualität der Leistungserbringung im Spital führen kann (Art. 58e 

Abs. 2 Ziff. 5 KVV). Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts ist die Spitalplanung – als Mindestanforderung des Art. 39 Abs. 2 

KVG – mit den angrenzenden Kantonen stets zu koordinieren (BVGE 2019 

V/2 E. 4.6; ebenso: Empfehlungen der GDK zur Spitalplanung vom 20. Mai 

2022, Empfehlung 11 Bst. b).  

4.2 Bei der Spitalplanung lassen sich zwei Etappen unterscheiden: die Be-

darfsermittlung und die Bedarfsdeckung. Zuerst hat der planende Kanton 

für seine Einwohnerinnen und Einwohner den Bedarf an stationärer Be-

handlung zu ermitteln. Nach der Bedarfsermittlung erfolgt die Phase der 

Bedarfsdeckung mit der Auswahl der Leistungserbringer (Urteile des 

BVGer C-4967/2019 vom 8. Juni 2021 E. 6; C-2880/2019 vom 24. März 

2021 E. 5; C-6266/2013 vom 29. September 2015 E. 4.3.2). Die Koordina-

tionspflicht ist sowohl bei der Bedarfsermittlung wie bei der Bedarfsde-

ckung von Bedeutung. 

4.2.1 Was die Bedarfsermittlung betrifft, bedingt eine bedarfsgerechte Spi-

talplanung Kenntnis über die interkantonalen Patientenströme (vgl. BVGE 

2019 V/2 E. 4.9.2, wonach die Bedarfsermittlung ohne Berücksichtigung 

der Patientenströme zweifellos nicht möglich ist; Urteil des BVGer 

C-5379/2018 vom 2. Juli 2019 E. 5.11; KATJA GFELLER, Interkantonale Ko-

ordination bei der Spitalplanung, in: Jusletter vom 27. Januar 2025, 

Rz. 23). Nur so lässt sich das auf der Spitalliste zu sichernde Angebot be-

stimmen (Art. 58f Abs. 1 i.V.m. Art. 58b KVV). Aufgrund der gesetzlichen 

Koordinationspflicht genügt es nicht, dass der planende Kanton für sich 

allein die Patientenströme auswertet und daraus seine Schlüsse zieht. Viel-

mehr muss er sich darüber mit den betroffenen Kantonen austauschen 

(Art. 39 Abs. 2 KVG i.V.m. Art. 58e Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 Ziff. 1–5 KVV; 

BVGE 2019 V/2 E. 4.9.2; Urteil C-5379/2018 E. 5.11).  

C-4438/2022 

Seite 18 

4.2.2 Was die Bedarfsdeckung betrifft, soll die interkantonale Koordination 

namentlich sich widersprechende Planungsentscheide verhindern und si-

cherstellen, dass die Wohnbevölkerung des planenden Kantons die not-

wendige Behandlung erhalten kann, ohne die Planungen anderer Kantone 

zu beeinträchtigen (vgl. BAG, KVV-Änderungen per 1. Januar 2009, Ände-

rungen und Kommentar im Wortlaut, S. 9; BVGE 2019 V/2 E. 4.3.2 und 

E. 5.3.1). Dabei schränkt die Koordinationspflicht die Planungshoheit der 

Kantone nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht ein (BVGE 2019 V/2 

E. 4.9.2 am Anfang). Das KVG schreibt den Kantonen – ausser im Bereich 

der hochspezialisierten Medizin – zurzeit keine gemeinsame Planung vor 

(vgl. Art. 39 Abs. 1 Bst. d und Abs. 2bis KVG). Können sich die Kantone im 

Rahmen der Koordination nicht einigen, hat dies nicht zur Folge, dass der 

planende Kanton einen Leistungsauftrag nicht erteilen darf (sofern sich die-

ser auf eine bundesrechtskonforme Spitalplanung stützen lässt). Der pla-

nende Kanton hat sich aber in seinem Beschluss mit den von den anderen 

Kantonen vorgebrachten Einwänden auseinanderzusetzen und nachvoll-

ziehbar zu begründen, weshalb er diese als nicht stichhaltig erachtet 

(BVGE 2019 V/2 E. 4.9.2).  

4.3 Das bundesrechtlich vorgeschriebene Koordinationsverfahren nach 

Art. 39 Abs. 2 KVG geht mit der Pflicht zur Auswertung und zum Austausch 

von Patientenströmen (vgl. E. 4.2.1 vorstehend) sowie zur Koordination 

der Planungsmassnahmen (vgl. E. 4.2.2 vorstehend) über eine blosse An-

hörung hinaus (BVGE 2019 V/2 E. 4.8.1; Urteil C-5379/2018 E. 4.4). Es ist 

durchzuführen, wenn Planungsmassnahmen Auswirkungen auf die Patien-

tenströme haben können, wovon zwischen benachbarten Kantonen grund-

sätzlich auszugehen ist (BVGE 2019 V/2 E. 4.6 und E. 4.7.3; Urteil 

C-5379/2018 E. 5.3). Ob diese Auswirkungen geringfügig sind, ist primär 

im Rahmen der interkantonalen Koordination zu klären. Ein bestimmtes 

Ausmass der Auswirkungen als Voraussetzung für die Pflicht zur Koordi-

nation zwischen benachbarten Kantonen festzulegen, wäre weder sachge-

recht noch praktikabel (BVGE 2019 V/2 E. 4.7.3; Urteil C-5379/2018 

E. 5.9). 

4.4 Zu prüfen ist, ob die Revision der Spitalplanungskriterien per 1. Januar 

2022 die Kantone zu einer weitergehenden inhaltlichen oder materiellen 

Koordination ihrer Planungen bei der Bedarfsdeckung (vgl. E. 4.2.2 vorste-

hend) verpflichtet.  

4.4.1 Gemäss Art. 58e Abs. 1 Bst. b KVV (in der Fassung ab 1. Januar 

2022) müssen die Kantone namentlich das Potenzial der Koordination mit 

C-4438/2022 

Seite 19 

anderen Kantonen für die Stärkung der Wirtschaftlichkeit und der Qualität 

der Leistungserbringung im Spital berücksichtigen. Dazu hat sich jeder 

Kanton gemäss Art. 58e Abs. 2 Ziff. 5 KVV namentlich mit anderen Kanto-

nen zu koordinieren, wenn die Koordination zu einer Stärkung der Wirt-

schaftlichkeit und der Qualität der Leistungserbringung im Spital führen 

kann. Gemäss den Erläuterungen des BAG zur Revision der KVV verpflich-

tet die Bestimmung die Kantone dazu, im Rahmen der koordinierten Pla-

nung das Potenzial der Konzentration von Leistungen für die Stärkung der 

Wirtschaftlichkeit und der Qualität der stationären Leistungserbringung im 

Spital auch über die Kantonsgrenzen hinaus zu beachten (vgl. Art. 58d 

Abs. 4 KVV; BAG, Kommentar Planungskriterien, S. 20). Als Beispiel führt 

das BAG die Möglichkeit an, Leistungen in bestimmten Leistungsgruppen 

in einem Kanton zu konzentrieren, anstatt diese Leistungen in beiden Kan-

tonen parallel zu erbringen. Zudem verweist das BAG auf die Interkanto-

nale Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (IVHSM), deren 

Zweck in der Sicherstellung der Koordination der Konzentration der hoch-

spezialisierten Medizin liege. Dieses Ziel sei nicht nur für die Leistungen 

der HSM gültig, weil die Konzentration des Angebots mit der medizintech-

nischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinne.  

4.4.2 In den Erläuterungen zu Art. 58e KVV appelliert das BAG an die Kan-

tone, die Koordination der Planungen «konsequent, mit einem maximalen 

Engagement und systematisch umzusetzen» (BAG, Kommentar Planungs-

kriterien, S. 20). Das Potenzial für die Gestaltung einer wirtschaftlicheren 

und qualitativ besseren Spitallandschaft durch eine erhöhte Koordination 

der kantonalen Planungen soll besser ausgeschöpft werden. Die gerichtli-

che Durchsetzbarkeit dieses Appells stösst allerdings an Grenzen der ver-

fassungsrechtlichen Zuständigkeitsordnung (Art. 3 BV; BVGE 2019 V/3 

E. 4.2) und der gesetzlichen Ordnung im KVG. Die Koordinationspflicht 

nach Art. 39 Abs. 2 KVG schränkt die Planungshoheit der Kantone grund-

sätzlich nicht ein (vgl. E. 4.2.2 vorstehend; Bericht des Bundesrates «Ver-

besserungspotenzial bei der Spitalfinanzierung und Hürden für die freie 

Spitalwahl» vom 25. Mai 2022, S. 6, wonach das Gesetz zwar eine stärkere 

interkantonale Zusammenarbeit anregt, diese aber nur im Bereich der 

hochspezialisierten Medizin vorschreibt; aus der Literatur: GEBHARD EUG-

STER, Die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach KVG, 2025, 

Rz. 1533; NADJA LÜTHI, Spitalplanung im wettbewerbsorientierten Umfeld, 

2022, Rz. 303; DARIO PICECCHI, Rechtliche Grundlagen der Spitalplanung, 

in: Gesundheitsrecht, SBVR, Bd. VIII/2, 2025, Rz. 20 f.; RÜTSCHE/PICEC-

CHI, in: Basler Kommentar, Krankenversicherungsgesetz, 2020, N. 81 zu 

Art. 39 KVG; GFELLER, a.a.O., Rz. 44). Eine Verstärkung der Koordi-

C-4438/2022 

Seite 20 

nationspflicht durch den Bundesrat (als Verordnungsgeber) findet darin 

nach gegenwärtig geltendem Recht ihre gerichtlich durchsetzbaren Gren-

zen.  

4.4.3 Daran ändert nichts, dass der Begriff der Koordination als unbe-

stimmter Rechtsbegriff keine klaren Konturen aufweist und eine gemein-

same Planung vom Bundesrat auch schon als «vollständige Koordination» 

bezeichnet worden ist (so die Antwort des Bundesrates vom 23. Mai 2018 

auf die Motion 18.3294; siehe auch Art. 1 IVHSM, wonach der Zweck der 

IVHSM in der «Sicherstellung der Koordination der Konzentration der hoch-

spezialisierten Medizin» liegt). Unter Wahrung der verfassungsrechtlichen 

Zuständigkeitsordnung setzt das Legalitätsprinzip für neue Verpflichtungen 

gegenüber den Kantonen eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grund-

lage voraus (Art. 5 und Art. 164 Abs. 1 Bst. f BV; vgl. GIOVANNI BIAGGINI, 

Allgemeine Pflichten und Rechte bei der Umsetzung von Bundesrecht 

durch die Kantone, in: Mensch und Staat, Festschrift Thomas Fleiner, 

2003, S. 1 ff., 10, 13). Die offen gehaltene Formulierung in Art. 39 Abs. 2 

KVG («Die Kantone koordinieren ihre Planung») bietet demnach keine hin-

reichende gesetzliche Grundlage, um den Kantonen auf dem Verordnungs-

weg weitgehende Kooperationspflichten aufzuerlegen. Darin liegt ein Un-

terschied zur hochspezialisierten Medizin, in welcher der Bundesgesetzge-

ber die Kantone ausdrücklich auf eine gesamtschweizerische Planung ver-

pflichtet hat (Art. 39 Abs. 2bis KVG). Es ist daher auch unter Geltung der per 

1. Januar 2022 revidierten Planungskriterien an der Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts festzuhalten, wonach die Koordinationspflicht 

nach Art. 39 Abs. 2 KVG die Planungshoheit der Kantone grundsätzlich 

nicht einschränkt (vgl. E. 4.2.2 vorstehend).  

5.  

Zu prüfen ist nachfolgend die Beschwerdelegitimation des Kantons Thur-

gau. Dazu werden zunächst die Parteivorbringen zusammenfassend wie-

dergegeben (E. 6). Anschliessend sind die allgemeinen Grundsätze zur 

Beschwerdelegitimation der Kantone im Bereich Spitallisten zu klären 

(E. 7) und auf den konkreten Fall anzuwenden (E. 8).  

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer rügt, dass die im Kanton Zürich erfolgte Kapa-

zitätserweiterung im Hinblick auf die interkantonale Koordinationspflicht so-

wie auf die materiellen Anforderungen an eine Spitalplanung bundes-

rechtswidrig erfolgt sei und unmittelbare Auswirkungen auf seine eigene 

https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183294

C-4438/2022 

Seite 21 

Spitalplanung habe (BVGer-act. 81 Ziff. II/3.2). Ein Kanton habe insofern 

ein gewichtiges (legitimationsbegründendes) Planungs- und Mitwirkungs-

interesse, als die angefochtene Spitalplanung keine unnötigen und un-

zweckmässigen Überkapazitäten schaffen und seine eigene Versorgungs-

planung nicht torpedieren dürfe. Der Beschwerdeführer habe genau diese 

(nebst weiteren) Rügen in seiner Beschwerde eingehend vorgetragen. Ent-

sprechend sei er nach ständiger bundesverwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert (BVGer-act. 29 

Ziff. II/3.2).  

Die Betroffenheit des Beschwerdeführers liege auf der Hand. Sie resultiere 

aus den beachtlichen Patientenströmen aus dem Kanton Zürich in die im 

Kanton Thurgau gelegenen Rehabilitationseinrichtungen: Im Jahr 2019 

hätten sich 2'457 Zürcher Patientinnen und Patienten im Kanton Thurgau 

behandeln lassen (BVGer-act. 81 Ziff. II/3.3). Der Beschwerdeführer führe 

auf seiner eigenen Spitalliste in allen fraglichen Rehabilitationsbereichen 

tätige Einrichtungen, deren Patientenaufkommen einem Anteil von 20.9 % 

des gesamten Bedarfs des Kantons Zürich an Rehabilitationsleistungen 

entspreche. Weiter würden die Patientenströme des Kantons Thurgau be-

einflusst, indem Kapazitäten geschaffen würden für Patientinnen und Pati-

enten, die in diesen neu geschaffenen Kapazitäten behandelt werden soll-

ten, statt dass sie wie bisher in den bestehenden Listenspitälern rehabili-

tiert würden. Mit den zusätzlichen Kapazitäten im Kanton Zürich würden 

die Patientenströme aus den bestehenden Kliniken im Kanton Thurgau 

(und den umliegenden Kantonen) in die neuen Kliniken umgeleitet, 

wodurch in den Listenspitälern des Beschwerdeführers Kapazitäten frei 

würden und damit von der Vorinstanz bewusst Überkapazitäten geschaffen 

würden. 

In der Sache erachtet der Beschwerdeführer die Spitalplanung der Vor-

instanz in mehrfacher Hinsicht als materiell bundesrechtswidrig (insb. un-

zureichende Bedarfsermittlung, Missachtung der gesetzlich definierten 

Planungsschritte, Schaffung erheblicher Überkapazitäten, intransparente 

und rechtsfehlerhafte Anwendung der Planungskriterien) und moniert auch 

eine Verletzung seiner Partei- respektive Verfahrensrechte im vorinstanzli-

chen Verfahren (insb. Akteneinsichtsrecht, vgl. BVGer-act. 1, 94). Seine 

diesbezüglichen Vorbringen seien ungehört geblieben. Die Vorinstanz sei 

der Pflicht zur interkantonalen Koordination «lediglich in formeller Hinsicht 

bzw. pro forma nachgekommen» (BVGer-act. 1). Zudem seien dem Be-

schwerdeführer wesentliche Informationen zu den Patientenströmen (da-

runter die vorhandenen Leistungskapazitäten in den bestehenden Kliniken 

C-4438/2022 

Seite 22 

sowie das Angebot durch Nichtlistenspitäler je Leistungsgruppe und Quer-

schnittsbereich) auch nach mehrmaliger Aufforderung und ohne nachvoll-

ziehbare Begründung vorenthalten worden (BVGer-act. 94).  

6.2 Die Vorinstanz äussert sich nicht ausdrücklich zur Beschwerdelegitima-

tion des Beschwerdeführers (BVGer-act. 12).  

6.3 Das BAG äussert sich als Fachbehörde in seiner Stellungnahme vom 

24. August 2023 ebenfalls nicht ausdrücklich zur Beschwerdelegitimation 

des Beschwerdeführers (BVGer-act. 58).  

6.4 Die Stiftung Kliniken Valens (BVGer-act. 26) beantragt, auf die Be-

schwerde sei insoweit nicht einzutreten, als sie den Spitallistenbeschluss 

für die Kliniken Valens, Rehazentrum Triemli (Beschwerdegegnerin 1) be-

trifft. Es fehle an der Beschwer. Das Leistungsangebot der Beschwerde-

gegnerin 1 sei durch die Thurgauer Kliniken nicht substituierbar. Die Be-

schwerdegegnerin 1 erhalte einen Leistungsauftrag zugeteilt, wie er bis-

lang weder im Kanton Zürich formuliert gewesen sei, noch aktuell oder je 

künftig von einem Thurgauer Spital für die Versorgung im Kanton Zürich 

angeboten werden könne. Deshalb könne diesbezüglich ausnahmsweise 

die Koordinationspflicht nicht zum Zuge kommen.  

6.5 Die Zurzach Care Zürich AG und die Zurzach Care AG bezweifeln in 

der Beschwerdeantwort und in der Stellungnahme vom 25. Mai 2023 die 

Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers, da eine Verletzung der 

Koordinationspflicht nicht hinreichend substantiiert geltend gemacht wor-

den sei (BVGer-act. 22 Ziff. 4, BVGer-act. 52 Ziff. 4).  

7.  

7.1 Der beschwerdeführende Kanton Thurgau beantragt die Aufhebung 

der Zürcher Spitalliste 2023 mit den Leistungsaufträgen der Spitäler für die 

Rehabilitation, da die Spitalplanung der Vorinstanz in mehrfacher Hinsicht 

materiell bundesrechtswidrig sei. Damit kann die vorliegend zu beurtei-

lende Ausgangslage nicht ohne Weiteres mit den in früheren Beschwerde-

verfahren zu beurteilenden Konstellationen gleichgesetzt werden. 

7.1.1 Bislang waren ausschliesslich Fälle zu entscheiden, in welchen je-

weils ein einzelner Leistungserbringer betroffen war: In den Verfahren 

C-6266/2013 (Clinica Holistica Engiadina SA) und C-1966/2014 (Klinik Aa-

dorf AG) hatten die planenden Kantone ohne interkantonale Koordination 

Beschränkungen der Bettenkapazitäten auf der Spitalliste Psychiatrie 

C-4438/2022 

Seite 23 

aufgehoben, während die planenden Kantone in den Verfahren 

C-1565/2017 (Oberwaid AG) und C-5379/2018 (RehaClinic Limmattal) 

ohne interkantonale Koordination jeweils einen befristeten Leistungsauf-

trag an eine einzelne Rehabilitationsklinik erteilten. Schliesslich war im Ver-

fahren C-2105/2022 (Rückenwind plus AG) die Erteilung eines befristeten 

Leistungsauftrages an einen einzigen Leistungsbringer gestützt auf eine 

neu geschaffene Spitalliste «Spezialangebote» zu beurteilen. Ein ganzes 

Bündel von Individualverfügungen und damit – im Ergebnis – ein ganze 

Spitalliste wurde bislang von Drittkantonen nicht angefochten (vgl. E. 2.3 

vorstehend).  

7.1.2 Vorliegend rügt der Beschwerdeführer in der Sache weder einzig 

noch primär eine fehlerhafte Durchführung des Koordinationsverfahrens. 

Vielmehr erachtet er die Spitalplanung der Vorinstanz in mehrfacher Hin-

sicht als materiell bundesrechtswidrig (vgl. E. 6.1 vorstehend). Dagegen 

hatten die bisherigen Beschwerdeverfahren – bis auf das Verfahren 

C-2105/2022 – in erster Linie die Durchsetzung der Koordinationspflicht 

zum Gegenstand, wobei die beschwerdeführenden Kantone in der Mehr-

zahl der Fälle von den Vorinstanzen überhaupt nicht einbezogen worden 

waren. So war namentlich im Verfahren C-1565/2017 (= BVGE 2019 V/2) 

zu prüfen, ob der Nichteinbezug des beschwerdeführenden Kantons in das 

vorinstanzliche Verfahren eine Verletzung der Koordinationspflicht dar-

stellte. Auch in den Verfahren C-6266/2013, C-1966/2014 und 

C-5379/2018 bildete die Nichtdurchführung des Koordinationsverfahrens 

einen der Schwerpunkte der materiellen Beurteilung, wobei die Vorinstan-

zen die beschwerdeführenden Kantone jeweils entweder überhaupt nicht 

einbezogen hatten (C-6266/2013, C-1966/2014) oder es bei einer blossen 

Anhörung belassen hatten (C-5379/2018). Anders war die Konstellation im 

Verfahren C-2105/2022, in welchem die Verletzung der Koordinations-

pflicht – obwohl zwischen den Parteien strittig – nicht Gegenstand der ma-

teriellen Beurteilung bildete, da die Beschwerde aus anderen Gründen gut-

zuheissen war (Urteil des BVGer C-2105/2022 vom 29. November 2023). 

7.2  

7.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt die Beschwerdelegitimation 

der Kantone im Bereich Spitallisten in seiner publizierten Rechtsprechung 

wie folgt (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.3):  

«Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist die Beschwer-

delegitimation von Dritten im Bereich Spitallisten nach einem strengen Mass-

stab zu beurteilen (vgl. BVGE 2012/9 E. 4.3.2; 2012/30 E. 4.4; Urteil 

C-4438/2022 

Seite 24 

C-5627/2017 E. 3.4; Urteil des BVGer C-1966/2014 vom 23. November 2015 

E. 2.2.2, je m.H.). Ein Kanton ist namentlich dann zur Beschwerde legitimiert, 

wenn er durch den angefochtenen Akt in seinen eigenen hoheitlichen Interes-

sen in qualifizierter Weise betroffen ist. Eine solche qualifizierte Betroffenheit 

in eigenen hoheitlichen Interessen liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn 

der planende Kanton seiner Koordinationspflicht gemäss Art. 39 Abs. 2 KVG 

nicht nachgekommen ist, das heisst, er seine Planungsmassnahmen nicht mit 

den davon in ihrer Versorgungssituation betroffenen Kantonen koordiniert hat. 

Die in Verletzung der Koordinationspflicht möglicherweise geschaffenen un-

zweckmässigen oder überflüssigen Spitalstrukturen können – aufgrund der 

Spitalwahlfreiheit nach Art. 41 Abs. 1bis KVG – die auf Bedarfsgerechtigkeit 

ausgerichtete Versorgungsplanung (vgl. Art. 39 Abs. 1 Bst. d KVG) anderer 

Kantone torpedieren. Das Interesse eines Kantons an seiner bedarfsgerech-

ten Versorgungsplanung ist als wesentliches hoheitliches Interesse zu qualifi-

zieren, das die Bejahung der Rechtsmittelbefugnis rechtfertigt (Urteil 

C-1966/2014 E. 2.2.5 und 2.2.7; Zwischenverfügung des BVGer C-6266/2013 

vom 23. Juli 2014 E. 4.7; vgl. auch FANKHAUSER/RUTZ, Spitalplanung und Spi-

talfinanzierung, Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufli-

che Vorsorge [SZS] 3/2018 S. 320).» 

7.2.2 Bei der Anwendung auf den konkreten Fall erwog das Bundesverwal-

tungsgericht im Verfahren C-1565/2017 (= BVGE 2019 V/2), die Erteilung 

des angefochtenen Leistungsauftrages könne im interkantonalen Verhält-

nis Auswirkungen auf die vom beschwerdeführenden Kanton zu berück-

sichtigenden Patientenströme und damit auf dessen Spitalplanung haben. 

Es könne daher «nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden, dass eine 

Koordinationspflicht bestanden hätte» (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.5). Vor die-

sem Hintergrund bejahte das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde-

legitimation des beschwerdeführenden Kantons wie folgt:  

«Unbestritten ist, dass die Vorinstanz vor Erlass des angefochtenen Beschlus-

ses keine Koordination mit dem Beschwerdeführer vorgenommen hat. Umstrit-

ten ist, ob sie dazu verpflichtet gewesen wäre. Diese Frage ist nicht bei der 

Prüfung der Beschwerdebefugnis, sondern bei der materiellen Beurteilung zu 

entscheiden. Die Beschwerdelegitimation des Kantons Thurgau ist demnach 

grundsätzlich zu bejahen» (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.5).  

7.2.3 Die Lehre hält unter Hinweis auf die bisherige Rechtsprechung fest, 

der beschwerdeführende Kanton müsse für die Bejahung seiner Legitima-

tion jeweils «hinreichend substantiiert darlegen können, dass der ange-

fochtene Beschluss sich unmittelbar auf die von ihm zu berücksichtigenden 

Patientenströme und damit auf seine Spitalplanung auswirkt und der pla-

nende Kanton überdies seiner Koordinationspflicht nicht nachgekommen 

ist» (LÜTHI, a.a.O., Rz. 477). Gleichzeitig wird in der Lehre auf die «gross-

zügige Handhabung» des Bundesverwaltungsgerichts betreffend die Be-

schwerdelegitimation der Kantone hingewiesen, wobei die Tragweite 

C-4438/2022 

Seite 25 

dieser Rechtsprechung aber «wohl nicht überschätzt» werden dürfe 

(LÜTHI, a.a.O., Rz. 513):  

«Namentlich bedeutet das Beschwerderecht nicht, dass sich die Kantone aktiv 

in die Spitalpolitik eines anderen Kantons einmischen und diesem inhaltliche 

Vorgaben bezüglich deren Ausgestaltung machen könnten. Der einzige Hebel, 

welcher den Kantonen formell und materiell zugestanden wird, besteht viel-

mehr in der Durchsetzung der Koordinationspflicht, welche zwar ein Mitwir-

kungs-, aber eben kein Mitbestimmungsrecht beinhaltet. Kommt ein Kanton 

seiner Koordinationspflicht hingegen nach und plant womöglich anders als 

vom davon ebenfalls mitbetroffenen Drittkanton gewollt, ist nicht vorstellbar, 

dass letzterer dagegen Beschwerde führen könnte. Zumindest solange die in 

Frage stehenden Planungsmassnahmen nicht die Spitalwahlfreiheit im be-

schwerdeführenden Kanton einschränken oder dessen Versorgungssicherheit 

gefährden» (LÜTHI, a.a.O., Rz. 513).  

7.2.4 Gestützt auf die bisherige Rechtsprechung erscheint allerdings nicht 

abschliessend geklärt, ob das Beschwerderecht der Kantone mit der vor-

erwähnten Lehrmeinung auf die «Durchsetzung der Koordinationspflicht» 

beschränkt ist: 

7.2.4.1 Die in BVGE 2019 V/2 publizierte Rechtsprechung könnte ein sol-

ches Verständnis nahelegen. Nach diesem Entscheid ist ein Drittkanton 

namentlich dann zur Beschwerde legitimiert, wenn der planende Kanton 

seiner Koordinationspflicht nicht nachgekommen ist (vgl. E. 7.2.1 vorste-

hend). Im konkreten Fall war für das Eintreten entscheidend, dass eine Ko-

ordinationspflicht aufgrund der interkantonalen Patientenströme zumindest 

nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden konnte, aber der planende 

Kanton den beschwerdeführenden Kanton nicht einbezogen hatte (und da-

mit einer allfälligen Koordinationspflicht nicht nachgekommen wäre). Ob 

tatsächlich eine Koordinationspflicht bestand, war Gegenstand der materi-

ellen Beurteilung (vgl. E. 7.2.2 vorstehend). In der Sache hiess das Bun-

desverwaltungsgericht die Beschwerde aufgrund der Verletzung der Koor-

dinationspflicht gut und hob den angefochtenen Beschluss auf (BVGE 

2019 V/2 E. 4.8.2, E. 4.9.3 und E. 6).  

7.2.4.2 In späteren Entscheiden bejahte das Bundesverwaltungsgericht 

die Beschwerdelegitimation von Drittkantonen, wenn der angefochtene 

Spitallistenbeschluss grundsätzlich geeignet erschien, die interkantonalen 

Patientenströme zu beeinflussen und damit das vom beschwerdeführen-

den Kanton geltend gemachte Interesse an einer bedarfsgerechten Versor-

gungsplanung zu tangieren (Teilurteil und Zwischenverfügung des BVGer 

C-2105/2022 vom 26 Oktober E. 2.4.6; zuvor bereits die [nicht publizierte] 

Zwischenverfügung des BVGer C-5379/2018 vom 14. Januar 2019 

C-4438/2022 

Seite 26 

E. 2.4.6). Davon ist rechtsprechungsgemäss zwischen angrenzenden Kan-

tonen grundsätzlich auszugehen (vgl. BVGE 2019 V/2 E. 4.6 und E. 4.7.3). 

In diesen jüngeren Entscheiden wurde das Eintreten deutlicher als zuvor 

von der Verletzung der Koordinationspflicht gelöst: Entscheidend für die 

Beschwerdelegitimation eines Kantons waren in erster Linie die (mögli-

chen) Auswirkungen des angefochtenen Spitallistenbeschlusses auf die in-

terkantonalen Patientenströme. Ob eine Verletzung der Koordinations-

pflicht vorlag, war einzig eine Frage der Begründetheit und nicht der Zuläs-

sigkeit der Beschwerde. 

7.2.4.3 Ist ein Kanton zur Beschwerde legitimiert, kann er nach bisheriger 

Rechtsprechung und allgemeinen prozessualen Grundsätzen sämtliche 

ihm gemäss anwendbarem Prozessrecht zustehenden Rügen vorbringen, 

sofern und soweit ihm durch die Gutheissung der Beschwerde ein prakti-

scher Nutzen entstehen könnte (Art. 49 VwVG; Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG; 

Urteile C-6266/2013 E. 2.2–E. 2.4; C-1966/2014 E. 2.4; C-2105/2022 

E. 3.1). Namentlich ist der beschwerdeführende Kanton nicht darauf be-

schränkt, eine Verletzung der Koordinationspflicht zu rügen. Entsprechend 

ist die Prüfzuständigkeit (Kognition) des Gerichts – als Kehrseite der mög-

lichen Rügegründe – nicht auf die Durchsetzung der Koordinationspflicht 

beschränkt.  

7.3  

7.3.1 Wird die Beschwerdelegitimation der Kantone unter Hinweis auf die 

jüngeren, nicht publizierten Entscheide bejaht, sobald der angefochtene 

Spitallistenbeschluss geeignet erscheint, die vom beschwerdeführenden 

Kanton zu berücksichtigenden Patientenströme zu beeinflussen, sind be-

nachbarte Kantone – und weitere Drittkantone, auf die sich die angefoch-

tenen Spitallistenbeschlüsse über die Patientenströme auswirken können 

– grundsätzlich befugt, Spitallistenbeschlüsse umfassend auf ihre Bundes-

rechtskonformität überprüfen zu lassen (vgl. anschaulich das Verfahren 

C-2105/2022 [Rückenwind plus AG], in welchem eine Verletzung der Koor-

dinationspflicht weder beim Eintreten noch in der materiellen Beurteilung 

geprüft wurde). Ein Nachbarkanton des planenden Kantons – wie vorlie-

gend der Kanton Thurgau – wäre damit im Rahmen der periodischen Über-

prüfung der Spitalplanung befugt, zumindest einen grossen Teil des Bün-

dels an Individualverfügungen gerichtlich auf seine Bundesrechtskonformi-

tät überprüfen zu lassen. Im Ergebnis könnte ein Nachbarkanton weitge-

hend die gesamte Spitalliste anfechten. Weder für die Zulässigkeit noch für 

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C-4438/2022 

Seite 27 

die Begründetheit der Beschwerde wäre eine Verletzung der Koordinati-

onspflicht nach Art. 39 Abs. 2 KVG vorausgesetzt. 

7.3.2 Ein derart weit gefasstes Beschwerderecht der Kantone – Nachbar-

kantone des planenden Kantons wären grundsätzlich zur Beschwerde ge-

gen Spitallistenbeschlüsse zugelassen – stünde in einem Spannungsver-

hältnis zur Rechtsprechung, wonach die Beschwerdelegitimation von Drit-

ten im Bereich Spitallisten nach einem strengen Massstab zu beurteilen ist 

und namentlich Gemeinwesen über die allgemeine Legitimationsklausel 

nur restriktiv zur Beschwerdeführung zugelassen werden dürfen (vgl. 

E. 7.4 nachfolgend). Zudem wäre es etwas missverständlich, die Be-

schwerdelegitimation der Kantone (d.h. die qualifizierte Betroffenheit in ei-

genen hoheitlichen Interessen) weiterhin mit der Verletzung der Koordina-

tionspflicht zu begründen (vgl. E. 7.2.1 vorstehend), da diese weder für die 

Zulässigkeit noch für die Begründetheit der Beschwerde erforderlich wäre.  

7.3.3 Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass Anlass besteht, die Grund-

lagen und Grenzen des Beschwerderechts der Kantone im Bereich Spital-

listen zu überprüfen. Dabei ist anhand der gesetzlichen Ordnung zur Be-

schwerdelegitimation (Art. 48 VwVG) zu klären, ob – und gegebenenfalls 

unter welchen Voraussetzungen – das Interesse eines Kantons an seiner 

bedarfsgerechten Versorgungsplanung als wesentliches hoheitliches Inte-

resse zu qualifizieren ist, das die Bejahung der Rechtsmittelbefugnis recht-

fertigt (vgl. E. 7.4–7.8 nachfolgend). Bei der Überprüfung der bisherigen 

Rechtsprechung ist zu beachten, dass eine allfällige Änderung der Recht-

sprechung voraussetzt, dass sie sich auf ernsthafte sachliche Gründe stüt-

zen können muss, die – vor allem im Hinblick auf das Gebot der Rechtssi-

cherheit – umso gewichtiger sein müssen, je länger die als falsch oder nicht 

mehr zeitgemäss erkannte Rechtsanwendung für zutreffend erachtet wor-

den ist. Eine Praxisänderung lässt sich grundsätzlich nur begründen, wenn 

die neue Lösung besserer Erkenntnis des Gesetzeszwecks, veränderten 

äusseren Verhältnissen oder gewandelten Rechtsanschauungen ent-

spricht (vgl. statt vieler: BGE 149 V 177 E. 4.5; 147 V 342 E. 5.5.1; BGE 

146 I 105 E. 5.2.2; BVGE 2010/51 E. 5.2).  

7.4 Einzugehen ist vorab auf die allgemeine Regelung der Beschwerdele-

gitimation nach Art. 48 Abs. 1 VwVG.  

7.4.1 Zur Beschwerde berechtigt ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

C-4438/2022 

Seite 28 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). Die legitimationsbegründenden Umstände sind 

von der beschwerdeführenden Partei im Rahmen ihrer Mitwirkungs- und 

Begründungspflicht darzulegen, soweit sie nicht klar aus den Akten ersicht-

lich sind (Art. 13 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 139 II 328 

E. 4.5).  

7.4.2 Das allgemeine Beschwerderecht nach Art. 48 Abs. 1 VwVG (und 

Art. 89 Abs. 1 BGG) ist auf Privatpersonen zugeschnitten; es bezweckt in 

erster Linie den Schutz der Bürgerin und des Bürgers gegen fehlerhafte 

Verwaltungsakte und nicht den Schutz des Gemeinwesens (vgl. BGE 136 

V 346 E. 3.3.2). Nach der Rechtsprechung kann sich auch das Gemeinwe-

sen darauf stützen, falls es durch einen angefochtenen Entscheid gleich 

oder ähnlich wie ein Privater oder aber in spezifischer Weise in der Wahr-

nehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen wird und nicht bloss das all-

gemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung geltend macht (BGE 

147 II 227 E. 2.3.2; 141 II 161 E. 2.1; 138 II 506 E. 2.1.1; vgl. auch Urteil 

C-1966/2014 E. 2.2.3). Gestützt auf die allgemeine Legitimationsklausel 

von Art. 48 Abs. 1 VwVG (und Art. 89 Abs. 1 BGG) sind Gemeinwesen nur 

restriktiv zur Beschwerdeführung zur Durchsetzung hoheitlicher Anliegen 

zuzulassen (Zwischenverfügung C-6266/2013 E. 4.4.1; vgl. auch Urteil des 

BVGer A-1186/2022 vom 13. Dezember 2023 E. 1.3.1 m.w.H.).  

7.4.3 Die Beschwerdebefugnis zur Durchsetzung hoheitlicher Anliegen 

setzt eine erhebliche Betroffenheit in wichtigen öffentlichen Interessen vo-

raus (BGE 147 II 227 E. 2.3.2; 141 II 161 E. 2.1; 138 II 506 E. 2.1.1; Urteil 

des BVGer A-484/2024, A-503/2024 vom 20. Juni 2025 E. 2.3.2; Zwischen-

verfügung C-6266/2013 E. 4.4.1). Die Beschwerdelegitimation ist dann zu 

bejahen, «wenn das Gemeinwesen als Träger öffentlicher Aufgaben 

schutzwürdige, spezifische öffentliche Interessen geltend machen kann 

und in einem Mass betroffen ist, das die Bejahung der Rechtsmittelbefug-

nis im als verletzt gerügten Aufgabenbereich rechtfertigen lässt. Verlangt 

wird mit anderen Worten eine qualifizierte Betroffenheit "in zentralen ho-

heitlichen Interessen"; dies ist anzunehmen, wenn ein Hoheitsakt wesent-

liche öffentliche Interessen in einem Politikbereich betrifft, der dem be-

schwerdeführenden Gemeinwesen zur Regelung zugewiesen wurde» 

(BERNHARD WALDMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 

3. Aufl. 2018, N. 43 zu Art. 89 BGG; vgl. auch Urteil C-1966/2014 E. 2.2.4; 

Zwischenverfügung C-6266/2013 E. 4.4.2). Legitimationsbegründend ist 

ein direkter Eingriff in eigene öffentliche Interessen des Kantons (vgl. BGE 

131 II 753 E. 4.3.3). 

C-4438/2022 

Seite 29 

7.4.4 Bei Spitallistenbeschlüssen sind allein die Spitäler primäre oder ma-

terielle Verfügungsadressaten, soweit ihnen ein Leistungsauftrag erteilt 

oder verweigert wird (vgl. BVGE 2019 V/2 E. 2.2.2 m.w.H.). Der Beschwer-

deführer gehört demnach nicht zu den materiellen Verfügungsadressaten, 

sondern zu den Drittbetroffenen. Nach der Rechtsprechung des Bundes-

verwaltungsgerichts ist die Beschwerdelegitimation von Dritten im Bereich 

Spitallisten nach einem strengen Massstab zu beurteilen (vgl. BVGE 2019 

V/2 E. 2.2.3; 2012/9 E. 4.3.2; zur Zusammenfassung der Rechtsprechung 

siehe Zwischenverfügung C-6266/2013 E. 4.2). Sie setzt namentlich un-

mittelbare und nicht bloss mittelbare Betroffenheit voraus (BVGE 2012/9 

E. 4.5.2; 2010/51 E. 6.7; Urteil C-2979/2018 E. 3.4.2). 

7.4.5 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsge-

richts (EVG; heute: Bundesgericht) zur Krankenversicherung ist nach die-

sen allgemeinen Grundsätzen erforderlich, dass der angefochtene Akt den 

beschwerdeführenden Kanton in einem autonomer Regelung zugängli-

chen Bereich betrifft (Urteile des EVG K 130/03 und 129/03 vom 2. Novem-

ber 2005 E. 2.3.2 und E. 2.3.3.2; vgl. zur Krankenversicherung: BGE 127 

V 80 E. 3a/bb; 124 V 393 E. 2c; MOOR/POLTIER, Droit administratif, Bd. II, 

3. Aufl., 2011, S. 759). Bei der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Spi-

talversorgung für die Wohnbevölkerung kommt den Kantonen in wesentli-

chem Umfang Autonomie zu (vgl. BVGE 2019 V/3 E. 4.2; BGE 138 II 398 

E. 3.3.3.5; GÄCHTER/RÜTSCHE, Gesundheitsrecht, 5. Aufl., 2023, Rz. 109; 

vgl. auch Art. 58a Abs. 1 KVV). Drittkantone sind daher im Bereich Spital-

listen namentlich dann zur Beschwerde legitimiert, wenn der angefochtene 

Spitallistenbeschluss direkt in ihre Versorgungsverantwortung eingreift und 

ihnen dadurch wesentliche Nachteile drohen. Das Bundesverwaltungsge-

richt nahm dies in seiner bisherigen Praxis insoweit auf, als es das Inte-

resse eines Kantons an seiner bedarfsgerechten Versorgungsplanung als 

wesentliches hoheitliches Interesse qualifiziert, das die Bejahung der 

Rechtsmittelbefugnis rechtfertigt (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.3 m.w.H.; vgl. 

auch EUGSTER, a.a.O., Rz. 1539, wonach die Kantone, «wenn sie in spe-

zifischer Weise in der Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen 

sind», beschwerdelegitimiert sind).  

7.4.6 Fehlt einem Drittkanton die vorstehend umschriebene Beschwerde-

legitimation zur Anfechtung von Spitallistenbeschlüssen, namentlich weil 

diese nicht direkt, unmittelbar in seine Versorgungsverantwortung eingrei-

fen, so ist er auch nicht befugt, auf diesem Weg Beschwerde wegen Ver-

letzung von Parteirechten oder von besonderen, spezialgesetzlich einge-

räumten Verfahrensrechten zu erheben (Art. 48 Abs. 1 VwVG e contrario; 

C-4438/2022 

Seite 30 

vgl. allgemein: BGE 136 II 383 E. 3.4; Urteil des BGer 1C_77/2022 vom 

18. August 2022 E. 2; WALDMANN, a.a.O., N. 4a zu Art. 89 BGG; jeweils zu 

Art. 89 BGG). Zu den besonderen Verfahrensrechten zählen namentlich 

die über das Koordinationsverfahren nach Art. 39 Abs. 2 KVG eingeräum-

ten spezialgesetzlichen Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte (vgl. E. 4.3 

vorstehend).  

7.4.7 Zusammenfassend entspricht es ständiger Rechtsprechung zu 

Art. 48 Abs. 1 VwVG, die Beschwerdelegitimation von Dritten im Bereich 

Spitallisten eng zu fassen und Gemeinwesen nur restriktiv zur Beschwer-

deführung zuzulassen. Die Beschwerdelegitimation eines Drittkantons im 

Bereich Spitallisten setzt entsprechend voraus, dass ihm unmittelbar durch 

die angefochtene Verfügung (vgl. E. 2.3 vorstehend) wesentliche Nachteile 

in der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben drohen. Zu diesen hoheitlichen 

Aufgaben zählt namentlich die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Spi-

talversorgung für die Kantonsbevölkerung, wobei es dem beschwerdefüh-

renden Drittkanton obliegt, die unmittelbar drohenden wesentlichen Nach-

teile darzulegen, soweit sie nicht klar aus den Akten ersichtlich sind (vgl. 

auch E. 8 nachfolgend).  

7.5 Zu prüfen sind weiter die besonderen Beschwerderechte nach Art. 48 

Abs. 2 VwVG. 

7.5.1 Zur Beschwerde berechtigt sind Personen, Organisationen und Be-

hörden – auch Kantone –, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht 

einräumt (Art. 48 Abs. 2 VwVG). Wenn einem Gemeinwesen oder einer 

Behörde eine über die allgemeine Legitimationsregelung von Art. 48 Abs. 1 

VwVG hinausgehende spezielle Beschwerdebefugnis eingeräumt werden 

soll, muss diese Ermächtigung zur Beschwerdeführung in einem formellen 

Gesetz vorgesehen sein (vgl. BGE 134 V 53 E. 2.2.2) und ausdrücklich 

erfolgen; lückenfüllenden Analogieschlüssen sind enge Grenzen gesetzt 

(BGE 131 II 753 E. 4.2; vgl. auch BVGE 2010/51 E. 7 zum Beschwerde-

recht von santésuisse). Weder die Krankenversicherungsgesetzgebung 

noch ein anderer Bundeserlass sehen ausdrücklich ein Beschwerderecht 

der Kantone vor (vgl. insb. Art. 53 KVG e contrario). 

7.5.2 Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang namentlich auf das per 

1. Januar 2024 eingeführte Verbandsbeschwerderecht der Krankenversi-

cherer (Art. 53 Abs. 1bis KVG). Der Gesetzgeber hat dessen Einführung 

damit begründet, es fehle bislang an einer Möglichkeit einer gerichtlichen 

Überprüfung von Rügen, «die zu einer Planung führen können, die eine 

C-4438/2022 

Seite 31 

Reduktion und Konzentration des Angebotes[,] eine Effizienz- und Quali-

tätssteigerung und eine Vermeidung von Mengenausweitungen beinhal-

tet». Namentlich beziehe sich die Beschwerde anderer Kantone «nicht di-

rekt auf die Versorgung des Kantons, der die Planung erstellt» (Botschaft 

vom 21. August 2019 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Kran-

kenversicherung [Massnahmen zur Kostendämpfung - Paket 1], BBl 2019 

6071, 6096; vgl. auch Urteile des BVGer C-2518/2024 vom 27. Juni 2025 

E. 4.3.2; C-2459/2024 vom 27. Juni 2025 E. 4.3.2). Wie sich aus den Ma-

terialien zur Einführung des Verbandsbeschwerderechts der Krankenversi-

cherer ergibt, ging der Gesetzgeber davon aus, dass sich das Beschwer-

derecht der Kantone nicht gegen unzweckmässige und überflüssige Spi-

talkapazitäten des planenden Kantons richtet. Vielmehr wurde das neu ge-

schaffene Verbandsbeschwerderecht der Krankenversicherer gerade mit 

der diesbezüglichen «Rechtsschutzlücke» begründet.  

7.5.3 Die Schaffung eines besonderen Beschwerderechts nach Art. 48 

Abs. 2 VwVG setzt – wie sich beispielhaft an Art. 53 Abs. 1bis KVG zeigt 

(vgl. zur Rechtslage vor dessen Einführung: BVGE 2010/51) – eine aus-

drückliche bundesgesetzliche Ermächtigung voraus, die nicht über eine 

grosszügige Handhabung des Beschwerderechts nach Art. 48 Abs. 1 

VwVG umgangen werden darf (vgl. allgemein: BGE 127 II 32 E. 2e; mit 

Bezug auf das KVG: BVGE 2010/51 E. 7.3.3, wonach das Beschwerde-

recht gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG kein Planungsinstrument ist). Daran än-

dert nichts, dass ein hohes öffentliches Interesse an einer Eindämmung 

der Kosten im Gesundheitswesen – eines der Grundanliegen der Spital-

planung (BVGE 2019 V/2 E. 4.2; BGE 138 II 398 E. 3.5.2) – und damit am 

Abbau von Überkapazitäten besteht. Die Wahrung des allgemeinen öffent-

lichen Interesses an der richtigen Rechtsanwendung ist Gegenstand der 

besonderen Beschwerderechte (Art. 48 Abs. 2 VwVG; BVGE 2012/9 

E. 4.7). 

7.5.4 Zusammenfassend verfügen die Kantone im Bereich Spitallisten über 

kein besonderes Beschwerderecht nach Art. 48 Abs. 2 VwVG. Dieser Um-

stand darf nicht durch eine weite Auslegung von Art. 48 Abs. 1 VwVG um-

gangen werden.  

7.6 Zu prüfen bleibt, ob die Spitalwahlfreiheit nach Art. 41 Abs. 1bis KVG die 

Kantone aufgrund der mit ihr einhergehenden interkantonalen Patienten-

ströme in eine legitimationsbegründende besondere Beziehungsnähe un-

tereinander versetzt.  

C-4438/2022 

Seite 32 

7.6.1 Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts können die in Verletzung der Koordinationspflicht möglicherweise ge-

schaffenen unzweckmässigen oder überflüssigen Spitalstrukturen – auf-

grund der Spitalwahlfreiheit nach Art. 41 Abs. 1bis KVG – die auf Bedarfs-

gerechtigkeit ausgerichtete Versorgungsplanung anderer Kantone torpe-

dieren (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.3 m.w.H; vgl. E. 7.2.1 vorstehend). Über die 

Spitalwahlfreiheit kann ein neues (allenfalls unzweckmässiges oder über-

flüssiges) Angebot im Standortkanton im interkantonalen Verhältnis Aus-

wirkungen auf die Patientenströme und damit auf die Spitalplanung der 

Wohnkantone haben (BVGE 2019 V/2 E. 2.2.5; vgl. E. 7.2.2 vorstehend). 

Das Bundesverwaltungsgericht erachtete daher die in dieser Weise be-

troffenen Kantone als legitimiert, gegen die Aufhebung von Beschränkun-

gen der Bettenkapazitäten auf der Spitalliste des Standortkantons 

(C-6266/2013, C-1966/2014) und die Schaffung neuer Kapazitäten durch 

die Neuerteilung eines Leistungsauftrags (C-1565/2017, C-5379/2018, 

C-2105/2022) Beschwerde zu erheben. Dabei dienten die bisherigen Be-

schwerdeverfahren – mit Ausnahme von C-2105/2022 – in erster Linie der 

Durchsetzung der Koordinationspflicht (vgl. E. 7.1.2 vorstehend).  

7.6.2 Die Beschwerdeverfahren gegen die Aufhebung von Beschränkun-

gen der Bettenkapazitäten zeigen jedoch, dass die beschwerdeführenden 

Kantone aus der Gutheissung ihrer Beschwerde mitunter keinen prakti-

schen Nutzen erlangt haben. So bejahte das Bundesverwaltungsgericht 

die Beschwerdelegitimation des Kantons Zürich in den Verfahren 

C-6266/2013 (Clinica Holistica [Graubünden]) und C-1966/2014 (Klinik Aa-

dorf [Thurgau]) und hiess die Beschwerden gegen die Aufhebung von Be-

schränkungen der Bettenkapazitäten auf den Spitallisten Psychiatrie der 

Kantone Graubünden und Thurgau gut. Doch in der Folge erkannte das 

Bundesgericht, dass die (fortbestehenden) innerkantonalen Beschränkun-

gen der Bettenkapazitäten auf den Spitallisten der Kantone Graubünden 

und Thurgau der ausserkantonalen Nachfrage aus dem Kanton Zürich 

nicht entgegengehalten werden können. Die ausserkantonale Wahlbe-

handlung nach Art. 41 Abs. 1bis KVG stelle eine Pflichtleistung der obliga-

torischen Krankenpflegeversicherung (OKP) dar, die dem Wettbewerbs-

prinzip und nicht der Spitalplanung unterstehe (vgl. BGE 145 V 304 E. 4.5 

[Thurgau]; Urteil des BGer 9C_493/2018 vom 14. Oktober 2019 E. 5.1.3 

[Graubünden]). Entsprechend begrenzen innerkantonale Beschränkungen 

der Bettenkapazitäten auf den Spitallisten der Standortkantone (Graubün-

den, Thurgau) die ausserkantonale Wahlbehandlung und die diesbezügli-

che Leistungspflicht des Wohnkantons (Zürich) nicht (vgl. Art. 41 Abs. 1bis 

C-4438/2022 

Seite 33 

i.V.m. Art. 49a KVG). Der (Fort-)Bestand der Beschränkungen der Betten-

kapazitäten brachte dem Kanton Zürich keinen praktischen Nutzen.  

7.6.3 Allgemein versetzt die Spitalwahlfreiheit nach Art. 41 Abs. 1bis KVG 

die Kantone nicht in eine legitimationsbegründende besondere Bezie-

hungsnähe untereinander: Jegliche Spitalkapazitäten der Standortkantone 

– ob bedarfsgerecht oder nicht – können über die Spitalwahlfreiheit die Pa-

tientenströme und damit mittelbar die Versorgungsplanungen der Wohn-

kantone berühren. Abgesehen davon, dass eine bloss mittelbare Betroffen-

heit keine Beschwerdelegitimation begründet (vgl. E. 7.4.4 vorstehend), ist 

diese Art des Berührtseins Folge des vom Gesetzgeber implementierten 

Systems der freien Spitalwahl und begründet für sich alleine kein schutz-

würdiges Interesse an der Überprüfung der Rechtmässigkeit der Spitallis-

tenbeschlüsse anderer Kantone. Zudem werden ausserkantonale Wahlbe-

handlungen massgeblich vom (Nachfrage-)Verhalten der versicherten Per-

sonen bestimmt, das schwierig zu prognostizieren und mit entsprechend 

grossen Unsicherheiten behaftet ist (vgl. FISCHER/JÖRG, Spitalplanung 

2025–2034 Kanton Solothurn, Versorgungsbericht zur Akutsomatik, Obsan 

Bericht 6/2025, S. 38; FÜGLISTER-DOUSSE ET AL., a.a.O., S. 102). Entspre-

chend dürfte es regelmässig schwierig und unsicher sein zu bestimmen, 

ob der beschwerdeführende Kanton bei Gutheissung seiner Beschwerde 

überhaupt einen praktischen Nutzen erlangen kann. Allfällige Auswirkun-

gen der Spitalwahlfreiheit nach Art. 41 Abs. 1bis KVG auf den zu sichernden 

Versorgungsbedarf eines Kantons stellen demnach keinen legitimations-

begründenden Eingriff in die kantonale Versorgungsverantwortung dar. 

7.6.4 Zusammenfassend begründet die Schaffung unzweckmässiger oder 

überflüssiger Spitalkapazitäten nicht per se einen direkten, unmittelbaren 

Eingriff in die hoheitlichen Interessen von Drittkantonen. An der Vermei-

dung einer Überversorgung besteht zwar ein hohes öffentliches Interesse, 

das aber die Drittkantone nicht ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert 

(vgl. E. 7.5.2 vorstehend). Angemerkt sei, dass die Aufnahmepflicht von 

Listenspitälern nach Art. 41a KVG verhindert, dass ausserkantonale Wahl-

behandlungen die Behandlungen aufgrund von Leistungsaufträgen ver-

drängen und den über die Spitalliste gesicherten Versorgungsbedarf auf 

diese Weise – im Sinne einer drohenden Unterversorgung – beeinträchti-

gen (vgl. BVGE 2019 V/3 E. 5.3.1 m.H.; BGE 141 V 206 E. 3.3.3). 

7.7 Keinen Einfluss auf die Beschwerdelegitimation der Kantone hat der 

neu gefasste Art. 58e Abs. 1 Bst. b KVV (vgl. E. 4.4 vorstehend). Der darin 

stipulierte nachdrückliche Appell an die Kantone zur verstärkten 

C-4438/2022 

Seite 34 

Zusammenarbeit im Bereich der kantonalen Spitalplanung kann – so sinn-

voll er aus rechtspolitischer Sicht sein mag – keinen Grund darstellen, die 

Beschwerdelegitimation eines Kantons zu bejahen, fehlt es doch gerade 

an einer gerichtlichen Durchsetzbarkeit des Appells. Offenbleiben kann an 

dieser Stelle, ob es den Kantonen weiterhin anheimgestellt ist, im Interesse 

einer unabhängigen Versorgung der Wohnbevölkerung den Bedarf an sta-

tionärer medizinischer Versorgung vorerst innerkantonal zu decken und 

ausserkantonale Leistungserbringer nur subsidiär zu berücksichtigen 

(BVGE 2010/15 E. 6.2 mit Hinweis auf die Praxis des Bundesrates [RKUV 

6/1996 KV 1 S. 221 E. II/5.2; RKUV 6/1998 KV 54 E. II/4.1.2.1]; so ein Teil 

der Lehre auch nach Inkrafttreten der neuen Spitalfinanzierung vgl. LÜTHI, 

a.a.O., Rz. 304 ff., mit Hinweis auf den Meinungsstand). In der Lehre wird 

teilweise vorgebracht, es würde den bundesrechtlichen Planungskriterien 

(Art. 39 Abs. 2ter KVG) zuwiderlaufen, wenn der planende Kanton bei der 

Auswahl des Angebots innerkantonale Einrichtungen – ohne vertiefte Eva-

luation und unabhängig von einem sachgerechten Versorgungskonzept – 

systematisch bevorzugen würde (BERNHARD RÜTSCHE, Neue Spitalfinan-

zierung und Spitalplanung, Bern 2011, Rz. 53; differenzierend jüngst EUG-

STER, a.a.O., Rz. 1538). Letzteres würde einem anderen Kanton indes 

keine Beschwerdelegitimation vermitteln. Vielmehr träte der unmittelbare 

Nachteil beim betroffenen (ausserkantonalen) Leistungserbringer ein (vgl. 

auch E. 8.3.3 nachfolgend). 

7.8 Soweit die bisherige Rechtsprechung die Voraussetzungen für die Be-

schwerdelegitimation abweichend von den vorgenannten Grundsätzen 

(vgl. insb. E. 7.4.7 und E. 7.6.4 vorstehend) grosszügiger gehandhabt hat 

und die Beschwerdelegitimation eines Kantons bejahte, sobald der ange-

fochtene Spitallistenbeschluss geeignet war, Auswirkungen auf die Patien-

tenströme zu haben (vgl. E. 7.2.4.2 vorstehend), kann daran – auch unter 

Geltung der per 1. Januar 2022 revidierten Planungskriterien – aufgrund 

einer besseren Erkenntnis des Gesetzeszwecks nicht festgehalten werden 

(vgl. insb. E. 7.4–E. 7.7 vorstehend). Ebenfalls nicht entscheidend für die 

Beschwerdelegitimation eines Drittkantons ist, ob der angefochtene Spital-

listenbeschluss in Verletzung der Koordinationspflicht ergangen ist. Die Zu-

lässigkeit der Beschwerde ist von deren Begründetheit zu unterscheiden: 

Die Beschwerdelegitimation eines Kantons ist Vorbedingung dafür, dass 

überhaupt auf die Prüfung einer allfälligen Verletzung der Koordinations-

pflicht einzutreten ist. Hierzu müssen dem Drittkanton unmittelbar durch die 

angefochtene Verfügung (vgl. E. 2.3 vorstehend) wesentliche Nachteile in 

der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben drohen.  

C-4438/2022 

Seite 35 

8.  

8.1 Es bleibt, die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers im Hin-

blick auf die angefochtenen Spitallistenbeschlüsse zu beurteilen. Anfech-

tungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bilden die Spitallistenbeschlüsse 

betreffend die Rehaklinik Limmattal, die Rehaklinik Waid und die Kliniken 

Valens, Rehazentrum Triemli (vgl. E. 2.4.4 vorstehend).  

8.2 Der Beschwerdeführer erachtet die Spitalplanung der Vorinstanz in 

mehrfacher Hinsicht als materiell bundesrechtswidrig (insb. unzureichende 

Bedarfsermittlung, Missachtung der gesetzlich definierten Planungsschrit-

te, Schaffung erheblicher Überkapazitäten, intransparente und rechtsfeh-

lerhafte Anwendung der Planungskriterien) und moniert auch eine Verlet-

zung der über das Koordinationsverfahren eingeräumten Mitwirkungs- und 

Beteiligungsrechte sowie seiner Partei- respektive Verfahrensrechte im vo-

rinstanzlichen Verfahren (vgl. E. 6.1 vorstehend). Die gerichtliche Überprü-

fung der Bundesrechtskonformität der Spitalplanung der Vorinstanz ein-

schliesslich der allgemeinen und besonderen Verfahrensrechte setzt vo-

raus, dass dem Beschwerdeführer unmittelbar durch die angefochtenen 

Spitallistenbeschlüsse wesentliche Nachteile in der Wahrnehmung hoheit-

licher Aufgaben – namentlich in der Sicherstellung einer bedarfsgerechten 

Spitalversorgung für seine Kantonsbevölkerung – drohen (vgl. E. 7.4.7vor-

stehend).  

8.3  

8.3.1 Soweit der Beschwerdeführer seine Betroffenheit vor allem in den 

«beachtlichen Patientenströmen aus dem Kanton Zürich in die im Kanton 

Thurgau gelegenen Rehabilitationseinrichtungen» sieht (BVGer-act. 81 

Ziff. II/3.3) – im Jahr 2019 haben sich unstrittig 2'457 Zürcher Patientinnen 

und Patienten in Thurgauer Reha-Kliniken behandeln lassen (Vorakten 

1.7.1 [S. 181]) –, ist zunächst festzuhalten, dass der Kanton Zürich gestützt 

auf die Auswertung der Patientenströme im Planungshorizont (2023–2032) 

in absoluten Zahlen von einem Wachstum der Austritte von Zürcher Pati-

entinnen und Patienten in Thurgauer Kliniken ausgeht: Während im Jahr 

2019 2'457 Austritte aus Thurgauer Kliniken erfolgten, sind für das Jahr 

2032 2'838 Austritte von Zürcherinnen und Zürchern aus Thurgauer Klini-

ken prognostiziert (= angebotene Austritte aus Kliniken auf der Liste des 

Kantons Zürich mit Standort im Kanton Thurgau; Vorakten 2.5.3). In relati-

ven Zahlen könnten im Jahr 2032 gemäss Prognose rund 19.5 % des Zür-

cher Bedarfs über Austritte in Thurgauer Kliniken mit Leistungsauftrag des 

C-4438/2022 

Seite 36 

Kantons Zürich gedeckt werden (2'838 Austritte bei einem Gesamtbedarf 

[Hauptszenario] von 14'532 Austritten [Vorakten 2.5.3]), während es im 

Jahr 2019 – mit ausserkantonalen Wahlbehandlungen von Zürcherinnen 

und Zürchern in Thurgauer Kliniken – rund 21 % des Bedarfs waren. Dabei 

strebt die Vorinstanz eine deutliche Erhöhung des Deckungsgrades über 

die Zürich Spitalliste an – von 65.6 % aller Austritte im Jahr 2019 auf 

90.1 % aller Austritte im Jahr 2032 (Vorakten 2.5.3). 

8.3.2 Die (unbestritten) erheblichen Patientenströme aus dem Kanton Zü-

rich in den Kanton Thurgau weisen zwar auf die Wichtigkeit der Koordina-

tion unter den betroffenen Kantonen bei der Bedarfsermittlung hin, begrün-

den aber als solche nicht ohne Weiteres eine Beschwerdelegitimation nach 

Art. 48 Abs. 1 VwVG bei der Bedarfsdeckung und damit bei der Auswahl 

der Leistungserbringer. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, dass die 

angefochtenen Spitallistenbeschlüsse direkt in den eigenen Zuständig-

keitsbereich des Kantons Thurgau – namentlich in die Sicherstellung einer 

bedarfsgerechten Spitalversorgung für seine Wohnbevölkerung – eingrei-

fen und ihm dadurch wesentliche Nachteile drohen. Sollte – wie vom Be-

schwerdeführer befürchtet, aber entgegen der Prognose der Vorinstanz 

(vgl. E. 8.3.1 vorstehend) – die bisherige ausserkantonale Nachfrage von 

Zürcher Patientinnen und Patienten in Thurgauer Kliniken infolge der an-

gefochtenen Spitallistenbeschlüsse tatsächlich «wegbrechen» und die da-

raus resultierende Überkapazität («leere Betten») zu wirtschaftlichen 

Schwierigkeiten bei den betroffenen Kliniken führen, deren Folge wiederum 

Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitseinbussen oder Klinikschliessungen sein 

könnten, die ihrerseits negative Auswirkungen auf die Versorgungsplanung 

des Kantons Thurgau haben könnten (vgl. BVGer-act. 1 Ziff. III/2.3.11 f.), 

kann in solchen potenziellen mittelbaren Risiken keine direkte und kon-

krete Folge der angefochtenen Spitallistenbeschlüsse gesehen werden 

(vgl. sinngemäss BGE 131 II 753 E. 4.3.3). Zudem stellen allfällige Verän-

derungen im Wahlverhalten der Zürcher Bevölkerung keine legitimations-

begründenden Eingriffe in die Versorgungsverantwortung des Beschwer-

deführers dar (vgl. E. 7.6.3 vorstehend).  

8.3.3 Es mag für den Beschwerdeführer unbefriedigend sein, dass eine – 

aus seiner Sicht bundesrechtswidrige – Planung eines Nachbarkantons zu 

wirtschaftlichen Nachteilen für Kliniken mit Standort im Kanton Thurgau 

führen kann. Der Beschwerdeführer verfügt aber über kein legitimations-

begründendes schutzwürdiges Interesse, für eine genügende Auslastung 

der Kliniken mit Standort im Kanton Thurgau zu sorgen. Daran besteht al-

lenfalls ein volkswirtschaftliches Interesse, das aber als solches nicht 

C-4438/2022 

Seite 37 

legitimationsbegründend ist (vgl. sinngemäss BGE 131 II 753 E. 4.3.3). Die 

betroffenen Thurgauer Kliniken haben ihre wirtschaftlichen Interessen 

selbst zu verteidigen, etwa indem sie gegen die Nichterteilung der von 

ihnen beantragten Leistungsaufträge Beschwerde erheben (vgl. E. 7.4.4 

vorstehend). Im konkreten Fall hat keine einzige Thurgauer Klinik gegen 

die im Rahmen der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation ergangenen Be-

schlüsse Beschwerde erhoben. Hinzu kommt vorliegend, dass eine Be-

schwerde des Kantons Thurgau zur Verteidigung der wirtschaftlichen Inte-

ressen der Thurgauer Kliniken im Ergebnis auf eine – von der Rechtspre-

chung nicht zugelassene (vgl. BVGE 2012/9 E. 4.3.2) – Konkurrentenbe-

schwerde hinausliefe, da sich die Beschwerde gegen die Erteilung von 

Leistungsaufträgen an Drittspitäler ausserhalb des Kantons Thurgau rich-

tet (vgl. E. 2.4.4 vorstehend).  

8.4  

8.4.1 Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass auch seine eigene 

Wohnbevölkerung das Leistungsangebot in den streitbetroffenen Kliniken 

der Zürcher Spitalliste 2023 Rehabilitation beanspruchen kann (BVGer-

act. 29 Ziff. III/3.6; BVGer-act. 1 Ziff. III/2.5.2). Die Vorinstanz wendet da-

gegen ein, eine vermehrte Abwanderung von Thurgauer Patientinnen und 

Patienten in den Kanton Zürich sei angesichts der bisher geringen ausser-

kantonalen Nachfrage aus dem Kanton Thurgau, des dortigen ausgebau-

ten Leistungsangebots, der gerichtsnotorischen Präferenz für wohnorts-

nahe Versorgung sowie mit Blick auf die Lage der neuen Kliniken (Triemli, 

Waid, Schlieren) nicht zu erwarten (BVGer-act. 50 S. 29 f., 12 S. 34).  

8.4.2 Mit dem Beschwerdeführer lässt sich jedenfalls nicht ausschliessen, 

dass die streitbetroffenen Leistungsaufträge die Patientenströme aus dem 

Kanton Thurgau beeinflussen und zu einer (zusätzlichen) ausserkantona-

len Nachfrage von Thurgauer Patientinnen und Patienten führen können, 

die sich im Rahmen der Spitalwahlfreiheit in den streitbetroffenen Kliniken 

behandeln lassen werden (Art. 41 Abs. 1bis KVG; vgl. sinngemäss Urteil 

C-5379/2018 E. 5.9). Allfällige Auswirkungen der ausserkantonalen Wahl-

behandlungen auf den zu sichernden Versorgungsbedarf im Kanton Thur-

gau stellen jedoch keinen die Beschwerdelegitimation begründenden di-

rekten Eingriff des Kantons Zürich in die Versorgungsverantwortung des 

Kantons Thurgau dar (vgl. E. 7.6 vorstehend). Zudem erhöhen zusätzliche 

Leistungsaufträge und der damit einhergehende Angebotsausbau im Kan-

ton Zürich zwar allenfalls das Potenzial für ausserkantonale Wahlbehand-

lungen aus anderen Kantonen, darunter Thurgau. Doch die Ausübung der 

C-4438/2022 

Seite 38 

Spitalwahlfreiheit hängt vom Wahl- bzw. Nachfrageverhalten der Versicher-

ten (bzw. der zuweisenden ärztlichen Fachpersonen) ab. Eine Prognose 

der diesbezüglichen Patientenströme ist im Allgemeinen schwierig und mit 

grossen Unsicherheiten behaftet (Strukturbericht von August 2022, S. 182 

[Vorakten 1.7.1]). Der Kanton Zürich kann jedenfalls über die Erteilung der 

streitbetroffenen Leistungsaufträge die ausserkantonale Nachfrage von 

Thurgauer Patientinnen und Patienten nicht direkt steuern und (um-)len-

ken. 

8.5 Ebenfalls keine Beschwerdelegitimation begründet der Umstand, dass 

ein Kanton die ausserkantonalen Wahlbehandlungen seiner Wohnbevölke-

rung mitfinanzieren muss (Art. 41 Abs. 1bis i.V.m. Art. 49a KVG) und inso-

weit ein finanzielles Interesse daran haben kann, dass die anderen Kan-

tone keine unzweckmässigen und überflüssigen Spitalstrukturen schaffen, 

die Auswirkungen auf das Ausmass der ausserkantonalen Wahlbehand-

lung haben können. Dass der angefochtene Spitallistenbeschluss die 

Wahrscheinlichkeit der späteren Leistungspflicht eines Dritten erhöhen 

kann, reicht nicht aus, um dessen Beschwerdelegitimation zu bejahen 

(noch offengelassen in Urteil C-1966/2014 E. 2.2.5; vgl. aber BVGE 

2010/51 E. 6.7 m.H.). Es fehlt ausserdem an der Unmittelbarkeit des finan-

ziellen Nachteils. Diesbezüglich wird ein Kanton auch nicht in seinem eige-

nen Zuständigkeitsbereich beeinträchtigt (vgl. BGE 138 II 398 E. 6.3). Zwar 

stellt die Spitalplanung ein zentrales Instrument zur Kostenkontrolle in der 

OKP dar, weshalb ein entsprechend grosses öffentliches Interesse an der 

Bundesrechtskonformität der Spitalplanung besteht (vgl. BVGE 2010/51 

E. 6.6.3 m.H.). Doch das Interesse an der richtigen Gesetzesanwendung 

vermittelt nach ständiger Rechtsprechung keine Beschwerdelegitimation, 

ausser das Gesetz sehe dies explizit vor (Art. 48 Abs. 2 VwVG; vgl. E. 7.5 

vorstehend). 

9.  

Zusammenfassend kann auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 

mangels Beschwerdelegitimation nach Art. 48 Abs. 1 VwVG und infolge 

Fehlens einer besonderen, die Beschwerdelegitimation begründenden ge-

setzlichen Regelung nicht eingetreten werden. Mit dem Nichteintreten auf 

die Beschwerde entfällt auch eine Überprüfung der Verfahrensanträge des 

Beschwerdeführers zur Akteneinsicht (vgl. insb. Bst. C.dd, C.ff, C.ii, C.kk 

vorstehend: Einsicht in die Voraktenstücke 2.4.1 [Evaluationen der einzel-

nen Kliniken], 2.4.2 [Informationen der Kliniken in Bezug auf die Bedarfs-

planung] sowie Ordner 2.7 [Bewerbungsdossiers]). 

C-4438/2022 

Seite 39 

10.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

10.1 Eine Praxisänderung kann Auswirkungen auf die Kosten- und Ent-

schädigungsfolge haben: Ergibt sich aus der neuen Praxis, dass die Partei 

über das fragliche prozessuale Recht gar nicht verfügt – was etwa der Fall 

ist, wenn ihre Beschwerdelegitimation zu verneinen ist –, so dürfen ihr ge-

stützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben keine Kosten und Entschä-

digungen auferlegt werden (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV; BGE 122 I 57 E. 3d; 

BVGE 2016/4 E. 8; 2015/6 E. 2; ALFRED KÖLZ ET AL., Verwaltungsverfahren 

und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl., 2025, Rz. 203). Das gilt 

jedenfalls, soweit anzunehmen ist, dass die Partei in Kenntnis der neuen 

Praxis auf das Rechtsmittel verzichtet hätte (BGE 122 I 57 E. 3d). Vorlie-

gend ist die Rechtsprechung zur Beschwerdelegitimation der Kantone 

zwar mit dem vorliegenden Urteil präzisiert worden, aber der Beschwerde-

führer konnte in Anbetracht des Streitgegenstandes nicht davon ausgehen, 

dass seine Legitimation als sicher galt. Zudem kann nicht ohne Weiteres 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in Kenntnis der 

neuen Praxis auf sein Rechtsmittel verzichtet hätte, zumal die neue Praxis 

ein Beschwerderecht der Kantone nicht gänzlich ausschliesst. Daher er-

scheint der Beschwerdeführer grundsätzlich als kosten- und entschädi-

gungspflichtig.  

10.2 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der unterliegende 

Beschwerdeführer wird damit grundsätzlich kostenpflichtig. Allerdings wer-

den einer beschwerdeführenden kantonalen Behörde gemäss Art. 63 

Abs. 2 VwVG Verfahrenskosten nur auferlegt, soweit sich der Streit um ver-

mögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstal-

ten dreht. Dies ist vorliegend nicht der Fall (vgl. Urteil C-2105/2022 E. 1.4 

m.w.H.). Dem Beschwerdeführer können daher ebenso wenig Verfahrens-

kosten auferlegt werden wie der Vorinstanz und den obsiegenden Be-

schwerdegegnerinnen (vgl. Art. 63 Abs. 2 und 3 VwVG). Der einbezahlte 

Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- ist dem Beschwerdeführer auf ein von ihm 

zu bezeichnendes Konto zurückzuerstatten. 

10.3 Die obsiegende, anwaltlich vertretene Stiftung Kliniken Valens (als 

Trägerin der Beschwerdegegnerinnen 1 und 18) hat Anspruch auf eine Par-

teientschädigung zulasten des Beschwerdeführers (Art. 64 Abs. 1 und 2 

VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

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und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter Berücksich-

tigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Auf-

wands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit der vorlie-

gend zu beurteilenden Fragen ist der Stiftung Kliniken Valens – vertreten 

durch Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und PD Dr. iur. Mirina Grosz – eine Par-

teientschädigung von Fr. 6'000.- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu-

zusprechen. Diese Erwägungen gelten sinngemäss für die Zurzach Care 

Zürich AG (als Trägerin der Beschwerdegegnerinnen 3, 5, 6 und 7) und die 

Zurzach Care AG (als Trägerin der Beschwerdegegnerin 12) – vertreten 

durch Dr. iur. Daniela Kühne und Prof. Dr. iur. Urs Saxer –, wobei ihnen 

aufgrund gemeinsamer anwaltlicher Vertretung als Solidargläubigerinnen 

eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 6'000.- (inkl. Auslagen und 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist. Den übrigen, nicht anwaltlich vertrete-

nen Beschwerdegegnerinnen, denen keine verhältnismässig hohen Kos-

ten erwachs