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**Case Identifier:** 71b0a24a-5cac-52eb-a838-5d2160f8eceb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2005 B 2004/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-79_2005-05-11.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2004/79

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.05.2005

Entscheiddatum: 11.05.2005

Entscheid Verwaltungsgericht, 11.05.2005
Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG 
(SR 451). Beschwerde Pro Natura. Leitsatz siehe oben (Verwaltungsgericht, 
B 2004/79).

B 2004/79

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ST.GALLEN

11.05.2005

Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 

451). Beschwerde Pro Natura. Leitsatz siehe oben (Verwaltungsgericht, B 

2004/79).

 

Urteil vom 11. Mai 2005

 

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

_______________

In Sachen

Pro Natura St. Gallen-Appenzell, Postfach 103,

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9014 St. Gallen,

Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz,

Postfach, 4018 Basel,

Beschwerdeführer,

gegen

Regierung des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Basaltstein AG, Rheinaustrasse 6, 9470 Buchs,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, Museum-

strasse 35, 9000 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde Sevelen, vertreten durch den Gemeinderat, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte I,

sowie

Ortsgemeinde Sevelen, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte II,

betreffend

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Steinbruch Campiun

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Ortsgemeinde Sevelen ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 2503 im Gebiet 

Campiun/Eschalär in der Politischen Gemeinde Sevelen. Das Grundstück liegt am 

westlichen Talhang des Rheintals, oberhalb der Bauzonen von Rans und Oberräfis. 

Nach dem Zonenplan Talgebiet (1:5'000) der Politischen Gemeinde Sevelen vom 6. 

März 1998 ist das Grundstück teils der Landwirtschaftszone, teils dem übrigen 

Gemeindegebiet zugeteilt. Ausserdem stellen Teile der Parzelle Nr. 2503 gemäss 

Waldfeststellung des Volkswirtschaftsdepartements vom 14. Januar 1997 Wald dar.

Die Basaltstein AG, Buchs, hat auf einem Teil der Parzelle Nr. 2503 etwa 70 m oberhalb 

von Rans und Oberräfis von 1927 bis 1996 den Steinbruch Campiun betrieben. Die 

Zufahrt zum Steinbruchareal führte durch das Wohngebiet von Rans. Nachdem die 

Abbaukonzession am 1. Juli 1996 abgelaufen ist und der Abbau eingestellt wurde, 

beabsichtigt die Basaltstein AG, den Steinbruch in südliche Richtung zu erweitern. Das 

Abbauvolumen soll auf einer Fläche von 9,5 ha rund 2,5 Mio. m3 oder 7 Mio. t 

Gesteinsmaterial betragen. Beim Gestein handelt es sich um Hartgestein, d.h. um kalk-

armen, stark quarzhaltigen Sandstein der Brisi- und Gamserschichten. Die jährliche 

Abbaumenge ist bedarfsabhängig und soll etwa 200'000 t betragen, woraus sich eine 

Abbaudauer von rund 35 Jahren ergibt. Die Gesteinsgewinnung soll mit sechs bis zehn 

Grossbohrlochsprengungen pro Jahr im Tagbau und in fünf von Nord nach Süd 

aufeinanderfolgenden Abbau-etappen erfolgen. Um das Wohngebiet von Rans vor 

Lärm-immissionen zu schützen, soll das Abbaugebiet neu erschlossen werden. Zu 

diesem Zweck ist vorgesehen, südlich von Rans eine Umfahrungsstrasse zu bauen und 

diese durch einen Tunnel ins alte Steinbruchareal zu führen. Für die Erweiterung und 

Erschliessung des Steinbruchs müssten insgesamt 39'588 m2 Wald gerodet werden. 

Nach der Stillegung des Steinbruchs ist gemäss dem Umweltverträglichkeitsbericht 

vom 14. Februar 2000 (abgekürzt UVB) geplant, das alte und das neue Abbaugebiet zu 

rekultivieren und als ökologische Vorrangfläche zu gestalten. Als zusätzliche 

ökologische Ersatzmassnahme ist die Extensivierung der Bewirtschaftung auf rund 13 

ha an den Steinbruch angrenzenden Wiesen vorgesehen, die im Eigentum der 

Ortsgemeinde Sevelen stehen.

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B./ Nachdem die Bürgerschaft der Ortsgemeinde Sevelen der Erweiterung des 

Steinbruchs zugestimmt hatte, wurden der Abbauplan mit UVB, Strassenprojekt und 

Rodungsgesuch vom 8. Januar bis 6. Februar 1997 öffentlich aufgelegt. Gegen das 

Vorhaben wurden zahlreiche Einsprachen von Anwohnern und Umweltorganisationen 

erhoben.

Entsprechend der damals gültigen Zuständigkeitsregelung stellte das Kantonsforstamt 

dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (abgekürzt BUWAL) am 2. Juli 1997 

den Antrag auf Erteilung der Bewilligung für die Rodung von 39'588 m2 Wald. Mit 

Schreiben vom 27. April 1998 teilte das BUWAL mit, die Rodungsbewilligung könne 

nicht in Aussicht gestellt werden. Am 14. März 2000 zog die Basaltstein AG das 

Gesuch beim Gemeinderat Sevelen vollumfänglich zurück, nachdem sie bereits am 14. 

Februar 2000 das gesamte, gegenüber der ersten öffentlichen Auflage unveränderte 

Gesuch ein zweites Mal eingereicht hatte. Am 6. März 2000 erliess der Gemeinderat 

Sevelen Abbauplan und Teilstrassenplan. Diese Planerlasse sowie der UVB und das 

Rodungsgesuch wurden vom 27. März bis 26. April 2000 erneut öffentlich aufgelegt.

Nachdem zwischenzeitlich die Zuständigkeit für die Erteilung einer Rodungsbewilligung 

vom BUWAL auf die kantonale Forstbehörde übergegangen war, übermittelte das 

kantonale Forstamt das Rodungsgesuch mit Schreiben vom 28. März 2000 dem 

BUWAL zur Anhörung.

Am 19. April 2000 erhoben Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz, Basel, 

und Pro Natura St. Gallen-Appenzell, St. Gallen, (im folgenden Pro Natura) beim 

Gemeinderat Sevelen Einsprache gegen den Abbauplan. Mit Eingabe gleichen Datums 

erhob Pro Natura beim Gemeinderat Sevelen zuhanden des Kantonalen Forstamtes 

auch gegen das Rodungsgesuch Einsprache.

Am 14. April 2001 teilte das BUWAL dem kantonalen Forstamt mit, der Abbauplan 

beruhe nicht auf einer kantonalen oder überregionalen Abbauplanung. Zudem befinde 

sich der Abbauperimeter im Objekt Nr. 1613 "Speer-Churfirsten-Alvier" des 

Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung 

(abgekürzt BLN). Die hohe Bedeutung des Waldes und die Erhaltung des BLN-

Objektes würden das Interesse am Hartschotterabbau überwiegen, weshalb beantragt 

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werde, das Rodungsgesuch der Basaltstein AG abzuweisen. Entgegen diesem Antrag 

erteilte das kantonale Forstamt am 24. April 2001 die Rodungsbewilligung und 

übermittelte diese dem Planungsamt (heute: Amt für Raumentwicklung, abgekürzt ARE) 

als federführender Stelle des Staates.

Mit Gesamtentscheid vom 28. Mai/25. Juni 2001 stellte der Gemeinderat Sevelen die 

Umweltverträglichkeit des geplanten Abbaus fest. Der Abbau- und Teilstrassenplan 

wurden bestätigt und die Einsprachen dagegen abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wurde. Der Gemeinderat erwog, das Vorhaben sei unter Auflagen umweltverträglich.

C./ Gegen die Gesamtverfügung des Gemeinderates Sevelen erhob Pro Natura am 6. 

Juli 2001 Rekurs bei der Regierung mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid, die 

Rodungsbewilligung und die naturschutzrechtliche Bewilligung seien aufzuheben und 

die Bewilligung für die Erweiterung des Steinbruchs sei zu verweigern. Zur Begründung 

wurde im wesentlichen geltend gemacht, die von Art. 6 des Bundesgesetzes über den 

Natur- und Heimatschutz (SR 451, abgekürzt NHG) geforderte Interessenabwägung sei 

von der UVP-Fachstelle mangelhaft und nicht umfassend durchgeführt worden. Aus 

rechtlichen und fachlichen Gründen hätte der Schluss gezogen werden müssen, dass 

das Abbauvorhaben trotz nationaler Bedeutung abgelehnt werden müsse. Einerseits 

sei und bleibe die regionale Versorgungslage mit Hartschotter auch ohne den 

Steinbruch Campiun gewährleistet und anderseits würde entsprechend dem Gutachten 

der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (abgekürzt ENHK) eine 

national bedeutende Landschaft erheblich beeinträchtigt. Im weiteren seien auch die 

nach Art. 5 des Bundesgesetzes über den Wald (SR 921.0, abgekürzt WaG) 

notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen nicht erfüllt. Schliesslich 

müsse auch die naturschutzrechtliche Bewilligung aufgehoben werden, da sie weder 

auf einer umfassenden noch vollständigen Interessenabwägung der UVP-Fachstelle 

beruhe.

Im Amtsbericht vom 20. Dezember 2001 nahm das Tiefbauamt zur Qualität des im 

Steinbruch Campiun gewinnbaren Gesteinsmaterials und zum Bedarf nach dem 

Material Stellung.

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Mit getrennten Vernehmlassungen vom 22. Dezember 2001 stellte das ARE als 

federführende Stelle des Staates im Namen aller beteiligten kantonalen Amtsstellen die 

Anträge, die Rekurse seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Am 4. März 2002 reichte der Vertreter der Basaltstein AG ein vom 2. Oktober 2001 

datiertes Schreiben des Bundesamtes für Strassen (abgekürzt ASTRA) an den Verband 

Schweizerischer Hartsteinbrüche (abgekürzt VSH) ein. Aus dem Schreiben ergibt sich, 

dass der VSH anlässlich einer Besprechung im Juni 2001 die Vertreter von BUWAL, 

ENHK, Bundesamt für Raumentwicklung, ASTRA und SBB über die Versorgung mit 

felsgebrochenem Hartgestein dahingehend informiert hat, dass die bewilligten 

Abbaureserven gesamtschweizerisch bei gleichbleibendem Bedarf noch für rund zehn 

Jahre ausreichten. Derzeit förderten noch acht bis zehn Steinbrüche Hartgestein. Das 

ASTRA zeigte sich darüber beunruhigt und erklärte, die Bemühungen des VSH zu 

unterstützen, die bestehenden Hartsteinbrüche der Schweiz zu erhalten, weil diese von 

nationaler Bedeutung seien.

Auf Aufforderung durch die Rechtsabteilung des Baudepartements hin teilte der 

Fachverband für Sand und Kies (abgekürzt FSK) mit Schreiben vom 28. Februar 2002 

mit, dass es derzeit noch rund acht wichtigere Hartsteinbrüche in der Schweiz gebe. 

Bei sechs dieser Steinbrüche werde der jährliche Ausstoss auf über 200'000 t 

geschätzt; weder über die Abbaumenge noch über die Reserven gebe es aber 

verlässliche Angaben. Allerdings könne aufgrund verschiedener Unterlagen davon 

ausgegangen werden, dass die bewilligten Abbaureserven gesamtschweizerisch bei 

gleichbleibendem Bedarf nur noch für rund zehn Jahre reichten. Die Betreiber der 

Hartsteinbrüche verfügten bei den SBB über geschätzte jährliche Lieferkontingente 

zwischen 40'000 und 50'000 t. Die Gesamtliefermenge an die SBB liege bei rund 

500'000 t Schotter pro Jahr, wovon etwa 92% Hartschotter erster Qualität seien.

Am 5. Juni 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit der 

Verfahrensbeteiligten sowie je eines Mitarbeiters des ARE und des AFU einen 

Augenschein an Ort und Stelle durch. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass 

sowohl der Abbauplan als auch das Strassenprojekt Mängel aufweisen, weil das Ende 

der geplanten Erschliessungsstrasse in einem Felskopf zu liegen käme, dessen Abbau 

nicht vorgesehen war. Die Basaltstein AG passte in der Folge den Abbauperimeter und 

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das Strassenprojekt an und reichte dem Gemeinderat Sevelen am 26. Juli 2002 die 

Korrekturpläne ein. Danach ist vorgesehen, die nördliche Abbaugrenze auf die 

tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Dadurch soll einerseits das Vorantreiben des 

Gesteinsabbaus vom alten Steinbruchareal gegen Süden ermöglicht und anderseits der 

westliche Teil des Felskopfs abgebaut werden, damit über die neue 

Erschliessungsstrasse ungehindert bis in den alten Steinbruch gefahren werden kann. 

Die Fläche des neuen Abbaus wird damit um 25'000 m3 oder ca. 0,2 ha vergrössert. 

Die Gesamtfläche umfasst somit 9,7 ha. Das Abbauvolumen wurde indes nicht 

verändert, weil die fünfte Abbauetappe im gleichen Umfang reduziert wurde. Die 

Änderungen wurden vom 13. August bis 12. September 2002 öffentlich aufgelegt. Mit 

Gesamtentscheid vom 13. Dezember 2002 wies der Gemeinderat Sevelen alle gegen 

die Änderungen eingereichten Einsprachen ab, soweit er darauf eintrat.

Gegen diesen Entscheid erhob Pro Natura mit Schreiben vom 24. Dezember 2002 

neuerlich Rekurs bei der Regierung mit im wesentlichen unveränderten Anträgen. Zur 

Begründung wurde auf die Ausführungen in den bisherigen Eingaben verwiesen. 

Ergänzend wurde darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Korrekturpläne der 

Eingriff in das Schutzgebiet nochmals um 0,2 ha auf total 9,7 ha erweitert werde.

Am 24. Oktober 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit 

einer Dreierdelegation der Regierung, der Verfahrensbeteiligten sowie von Mitarbeitern 

des Kantonsforstamtes, des ARE und des AFU einen weiteren Augenschein durch. 

Anlässlich dieses Augenscheins stellte das ARE den nach dem ersten Augenschein 

erarbeiteten Amtsbericht "Beurteilung der ökologischen Wertigkeit der für das 

Erweiterungsprojekt Steinbruch Campiun vorgesehenen Fläche sowie vergleichbare 

Standorte im Hangbereich zwischen Buchs und Wartau" vor. Auf Intervention des 

Vertreters der Basaltstein AG wurde der Amtsbericht im Anschluss an den 

Augenschein vom ARE ergänzt und auf die Gebiete "Schollberg" und "Malanser Berg" 

ausgeweitet.

Am 3. Juni 2003 forderte die Rechtsabteilung des Baudepartements die Basaltstein AG 

auf, den Sachverhalt zur Frage der Hartschotterqualität und der abbaubaren 

Hartschottermengen im geplanten Abbauperimeter zu ergänzen. Am 17. Dezember 

2003/8. Januar 2004 reichte die Basaltstein AG der Rechtsabteilung des 

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Baudepartements das Gutachten der Baugeologie Chur betreffend qualitative und 

quantitative Untersuchungen zur Gesteinsqualität/Hartgesteinsvorkommen/

Sondierbohrungen 2003 ein.

Die Regierung entschied über die Rekurse der Pro Natura an der Sitzung vom 27. April 

2004 (Beschluss Nr. 247). Die Rekurse wurden im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

Die Regierung erwog im wesentlichen, dass mit dem Abbauvorhaben zwar ein 

schwerer Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden sei, der - bezogen auf ein 

prioritäres Schutzziel - umfangreiche Beeinträchtigungen mit sich bringe. Allerdings 

bestehe in Anbetracht der angespannten Eigenversorgungssituation der Ostschweiz 

mit Hartgestein bester Qualität und des Mangels an geeigneten anderweitigen 

Abbaustandorten nach Auffassung der Regierung ein das Einhaltungsinteresse 

überwiegendes Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am Abbauvorhaben. 

Auch die anderen im Rahmen der Interessenabwägung berücksichtigten Interessen 

würden insgesamt gesehen für den Abbau sprechen, zumal er einerseits bei weitem 

keinen vollständigen Verlust eines ganzen Lebensraumtyps zur Folge habe und sich 

der Standort anderseits infolge seiner in verschiedener Hinsicht optimalen Lage und 

der neuen Erschliessung auch mit den berechtigten Anliegen der angrenzenden 

Wohnbevölkerung in Einklang bringen lasse. Hinzu komme, dass sehr umfangreiche 

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen verlangt würden. Diese gewährleisteten, 

dass langfristig gesehen der spezielle Lebensraumtyp flächenmäs-sig grösser und 

vielfältiger werde, weil die Massnahmen nicht nur für das Abbaugebiet selbst, sondern 

auch für das Areal des alten Steinbruchs und das gesamte Umland gelten würden. 

Folglich sei das Abbauvorhaben vom Gemeinderat Sevelen zu Recht als 

umweltverträglich beurteilt worden. Abbauplan, Strassenprojekt, naturschutzrechtliche 

Bewilligung und Rodungsbewilligung würden sich - zumindest nach den vom 

Gemeinderat Sevelen mit Gesamtentscheid vom 13. Dezember 2002 bewilligten 

Korrekturen - als rechtmässig erweisen.

D./ Mit Eingabe vom 18. Mai 2004 erhob Pro Natura gegen den Beschluss der 

Regierung vom 27. April 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragt, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Erweiterung des Steinbruchs Campiun 

sei nicht zu bewilligen. Eventuell sei das Verfahren zu sistieren bis das nationale 

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Hartgesteinskonzept ausgearbeitet sei und eine sachlich fundierte Bewertung des 

Abbauvorhabens auf nationaler Ebene erlaube. Zur Begründung wird im wesentlichen 

geltend gemacht, dem Gebiet Campiun komme in bezug auf Natur und Landschaft 

nationale Bedeutung zu. Die qualitative Bedeutung des Steinbruchs sei ebenfalls 

unbestritten, ein regionaler Bedarf an Hartgestein erster Qualität müsse hingegen aus 

verschiedenen Gründen verneint werden, weshalb dem Abbauvorhaben keine nationale 

Bedeutung zukomme. Viele zusätzliche Fakten zeigten zudem, dass die 

Interessenabwägung der Regierung auf unvollständigen Unterlagen oder 

Fehleinschätzungen des UVB's beruhe, was zu einem falschen Ergebnis geführt habe. 

Aus kurzfristigen finanziellen Überlegungen dürfe das national bedeutende 

Schutzgebiet nicht für immer zerstört werden.

Die Regierung beantragt in der Vernehmlassung vom 28. Juni 2004 die Abweisung der 

Beschwerde.

Die Basaltstein AG trägt in der Vernehmlassung vom 23. August 2004 auf Abweisung 

der Beschwerde und des Sistierungsantrags an, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Die Politische Gemeinde Sevelen und die Ortsgemeinde Sevelen liessen sich innert 

Frist nicht vernehmen.

Am 11. April 2005 wurde vorgängig ein Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt, an 

dem das Verwaltungsgericht durch eine Delegation vertreten war. Die 

Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur 

Stellungnahme. Im Anschluss wurden den Beteiligten das Augenscheinprotokoll sowie 

der vom Vertreter der Beschwerdegegnerin anlässlich des Augenscheins ins Recht 

gelegte Bericht "Konfliktanalyse bezüglich Vermeidung eines Versorgungsnotstandes 

der schweizerischen Bauwirtschaft mit felsgebrochenen Hartgesteinen zur Herstellung 

hochwertiger Beläge und Bahnschotter" des ASTRA vom September 2004 (abgekürzt 

Bericht ASTRA) zur Vernehmlassung zugestellt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

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1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 3 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 18. Mai 2004 erfüllt die 

gesetzlichen Anforderungen an die Beschwerdeführung in zeitlicher, formaler und 

inhaltlicher Hinsicht (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ a) Die Beschwerdeführer rügen zunächst, der angefochtene Entscheid verstosse 

gegen Art. 6 Abs. 2 NHG, weil keine im Vergleich mit dem Interesse an der 

ungeschmälerten Erhaltung gleich- oder höherwertigen Interessen von nationaler 

Bedeutung nachgewiesen seien. Die Beurteilung der Bedeutung des Abbauprojekts 

durch die Vorinstanz sei nicht haltbar und von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Der 

Steinbruch Campiun könne auf nationaler Ebene nur einen marginalen Beitrag zur 

Landesproduktion leisten. Im Vergleich zum langfristigen Interesse an der Erhaltung der 

Landschaft von nationaler Bedeutung sei der mengenmässig eher bescheidene Abbau 

von relativ geringem Interesse. In regionaler Hinsicht sei kein hinreichender Bedarf 

ausgewiesen, da in der unmittelbaren Nähe von Campiun grosse Abbauvorhaben 

realisiert würden, die landschaftlich verträglich seien und über grosse Reserven 

verfügten. Mit diesen neuen Abbaustandorten könnten die meisten Bedürfnisse der 

regionalen Bauindustrie befriedigt werden. Hinzu komme, dass mit dem Verbrauch der 

SBB kein regionaler Bedarf geltend gemacht werden könne. Der Bahnschotter werde 

zwar von den SBB dezentral eingekauft, jedoch bis zum Einbau zentral 

zwischengelagert. Schliesslich dürfe der Energieaufwand für den Transport des 

Hartschotters bei der Interessenabwägung keine Rolle spielen, da es sich um 

verhältnismässig geringe Mengen handle.

b) Das Verwaltungsgericht ist nur zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 VRP); eine 

Ermessenskontrolle gegenüber den Verwaltungsbehörden steht ihm dagegen nicht zu. 

Dies bedeutet, dass es den Ermessensspielraum der Verwaltungsbehörden zu 

respektieren hat. Das Verwaltungsgericht darf daher in einem Planerlassverfahren nur 

eingreifen, wenn Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. Soweit es um die 

Ausübung des pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm eine Korrektur hingegen 

verwehrt. Das Verwaltungsgericht ändert einen sachlich haltbaren und zweckmässigen 

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Planungsentscheid selbst dann nicht ab, wenn es eine andere Lösung als ebenso 

zweckmässig erachtet oder sogar bevorzugen würde (vgl. GVP 1996 Nr. 9; VerwGE 

vom 17. November 1997 i.S. P.M. und andere sowie VerwGE vom 16. März 2000 i.S. 

M.W.).

c) Gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler 

Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem Masse die 

ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- 

oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. Ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare darf nach Art. 6 

Abs. 2 NHG bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, 

wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler 

Bedeutung entgegenstehen. Lässt sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger 

Lebensräume durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht 

vermeiden, so hat der Verursacher in analoger Anwendung von Art. 18 Abs. 1ter NHG 

für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für Wiederherstellung 

oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen.

d) aa) Grundsätzlich ist festzuhalten, dass zwischen den Beteiligten nicht mehr 

umstritten ist, dass das Abbauvorhaben zu einem Abweichen vom Gebot der 

ungeschmälerten Erhaltung nach Art. 6 Abs. 1 NHG führen würde. Es ist sodann 

unwidersprochen, dass das Projekt nur zulässig ist, wenn einerseits ein gleich- oder 

höherwertiges, ebenfalls nationales Interesse am Abbau des Hartschotters besteht und 

anderseits eine Gesamtinteressenabwägung zwischen dem Eingriffs- und 

Erhaltungsinteresse den Ausschlag zugunsten des Abbaus gibt. Indes bestreiten die 

Beschwerdeführer, dass der Abbau von Hartschotter der ersten Qualität im Steinbruch 

Campiun ein Interesse von nationaler Bedeutung darstellt. Zum einen sei die geförderte 

Menge gemessen am gesamtschweizerischen Markt zu klein und zum andern sei der 

regionale Bedarf nicht ausgewiesen.

bb) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beruht die Landesversorgung auf 

der Versorgung der Regionen (unveröffentlichter BGE vom 27. Juni 1984 i.S. 

Einwohnergemeinde Neuheim, E. 5b bb). Dies hat auch hinsichtlich der Versorgung mit 

Hartgestein erster Qualität zu gelten, auf welche die SBB und die Bauwirtschaft 

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angewiesen sind. Gerade für die SBB sind Schotterbezüge über grosse Distanzen mit 

Blick auf die umständlichen und teuren Transporte sowie Lagerhaltungen 

problematisch (vgl. Schreiben der SBB vom 28. Oktober 1997, Anhang 3 zum UVB, S. 

3). Es trifft folglich nicht zu, wenn die Beschwerdeführer geltend machen, für die SBB 

könne kein regionaler Bedarf geltend gemacht werden. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass lange Transportwege 

die Umwelt belasten. Zu Recht ist denn auch im von der Beschwerdegegnerin 

eingereichten Schlussbericht des Mediators vom 31. Januar 2003 im Zusammenhang 

mit dem "Runden Tisch Hartsteinbrüche – Landschaftsschutz" (Beilage 1; abgekürzt 

Schlussbericht des Mediators) festgehalten, dass eine gute geografische Verteilung der 

Abbaustandorte erforderlich ist, wenn Wert auf kurze Transportdistanzen gelegt wird 

(S. 12), und im Bericht ASTRA wird ausgeführt, dass die Transportkosten in den 

nächsten Jahren unter ökologischen Gesichtspunkten steigen werden, weshalb der 

regionalen Versorgung grössere Bedeutung erwächst (S. 27). Schliesslich ist im 

Richtplan SG01 festgeschrieben, dass die Versorgung des Kantons mit 

Steinvorkommen zu zwei Dritteln bis drei Vierteln gedeckt werden soll. Diese Vorgabe 

gilt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer auch für die Versorgung mit 

Hartgestein.

cc) Bezüglich des Einwands der Beschwerdeführer, mit den in der Region geplanten 

weiteren Abbauvorhaben könne die Nachfrage hinreichend befriedigt werden, fällt in 

Betracht, dass allgemein anerkannt ist, dass in der Ostschweiz ein erhebliches Manko 

an Abbaustandorten besteht (Schlussbericht des Mediators, S. 12; Bericht ASTRA, S. 

105). Anlässlich des Augenscheins vom 11. April 2005 bestätigte der Vertreter des 

ARE, dass die Rechtsmittelverfahren für den geplanten Untertagebau im Raum Fäsch, 

Walenstadt, noch nicht abgeschlossen sind. Er erklärte, dass wenn überhaupt, in 

Fäsch nur mit geringfügigen Anteilen an Hartschotter erster Qualität gerechnet werden 

kann. Diese Aussagen decken sich mit den Angaben im vorinstanzlichen Verfahren 

sowie den Angaben der A. Käppeli's Söhne AG im Schreiben von 4. April 2002, 

welches von den Beschwerdeführern eingereicht worden ist (Beilage 8). Ausserdem ist 

erstellt, dass im Gebiet Walenstadt in der Vergangenheit noch nie Hartschottergestein 

der ersten Qualität gefördert worden ist (vgl. Schreiben des ARE vom 24. Februar 2004, 

vorinst. act. 64; Karte Hartsteinwerke Schweiz, vorinst. act. 23). Dies stützt die 

Annahme, dass in Fäsch bestenfalls nur geringfügige Gesteinsanteile erster Qualität 

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gefördert werden können, zusätzlich. Bezüglich des Abbaustandorts Schollberg, Vild, 

der zur Zeit in der Planungsphase steht, kann aufgrund der Gesuchsunterlagen nicht 

davon ausgegangen werden, dass Hartschotter der ersten Klasse gewonnen werden 

kann. Dies ergibt sich aus dem Schreiben des ARE vom 24. Februar 2004 (vorinst. act. 

64) und wurde anlässlich des Augenscheins vom anwesenden Vertreter des ARE 

nochmals ausdrücklich bestätigt. Ausserdem wurde der Standort Schollberg auch im 

ETH-Gutachten über "Die Hartgesteinvorkommen in der Ostschweiz" vom 18. 

September 1997 nicht erwähnt (S. 14). Bezüglich des Steinbruchs Schnür erklärte der 

Vertreter des ARE, dass sich der Stand gleich wie beim Abschluss des 

Rekursverfahrens präsentiere. Schliesslich wird im Bericht ASTRA festgehalten, dass in 

der Ostschweiz neben den heute bekannten Abbaustellen nur wenig andere 

Vorkommen vorhanden sind (S. 105). Vor diesem Hintergrund erweist sich der Einwand 

der Beschwerdeführer, der gegenwärtige und künftige Bedarf in der Ostschweiz könne 

mit Hartgestein aus den bestehenden bzw. anderweitig geplanten Abbauvorhaben 

gedeckt werden, als nicht stichhaltig.

dd) Dem Einwand, der Steinbruch Campiun vermöchte nur einen bescheidenen Beitrag 

zur nationalen Versorgung zu leisten, ist entgegenzuhalten, dass, wie dargelegt (Erw. 

2./ c bb), in erster Linie auf die regionale Versorgung abzustellen ist. Campiun ist für die 

Ostschweiz, wo, wie bereits ausgeführt, ein erhebliches Manko an Abbaustandorten 

besteht (Schlussbericht des Mediators, S. 12; Bericht ASTRA, S. 105), und damit für 

die Versorgung der Region von entscheidender Bedeutung. Im übrigen aber ist die 

Hartsteinproduktion in der Schweiz generell nicht gesichert. Gemäss Schreiben des 

FSK vom 28. Februar 2002 reichen die bewilligten Reserven gesamtschweizerisch bei 

gleichbleibendem Verbrauch noch rund zehn Jahre (vorinst. act. 19). Aus-serdem hat 

der Bedarf an felsgebrochenen Hartgesteinen in den letzten Jahren stetig zugenommen 

(Bericht ASTRA, S. 27). Von ähnlichen Werten wird im Schlussbericht des Mediators 

ausgegangen (S. 12). Vor diesem Hintergrund ist der Beitrag von Campiun auch im 

Rahmen einer gesamtschweizerischen Betrachtung nicht vernachlässigbar.

e) Unter den gegebenen Umständen kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass 

der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden kann, wenn sie dem zu 

beurteilenden Abbauvorhaben nationale Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG 

zugemessen hat. Ob die Vorinstanz die Gesamtinteressenabwägung zwischen den 

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Eingriffs- und Erhaltungsinteressen ohne Verletzung des ihr zustehenden Ermessens 

vorgenommen hat, ist Gegenstand der nachfolgenden Erw. 6.

3./ a) Im weiteren beanstanden die Beschwerdeführer, das Abbauvorhaben verstosse 

gegen Art. 5 Abs. 2 lit. b WaG. Eine Bewilligung könne nur erteilt werden, wenn das 

Vorhaben im Richtplan festgesetzt sei. Im kantonalen Richtplan werde der Standort 

Campiun indes lediglich als Zwischenergebnis aufgeführt. Damit seien die nötigen 

raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben. Hinzu komme, dass im 

Regionalplan von 1992 festgelegt sei, dass der Steinbruch Campiun nicht erweitert 

werden dürfe.

b) aa) Gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. b WaG setzt die Erteilung einer Rodungsbewilligung 

voraus, dass das Werk die Voraussetzungen der Raumplanung sachlich erfüllt. Damit 

verlangt der Gesetzgeber den raumplanerisch begründeten Nachweis eines hohen 

öffentlichen Interesses, der es erlaubt, die Interessenabwägung zwischen dem 

Rodungszweck und dem Interesse an der Walderhaltung vorzunehmen. Es müssen 

daher kantonale Richtpläne, regionale Konzepte, beispielsweise bezüglich Versorgung, 

Entsorgung oder Tourismus oder kommunale Nutzungspläne vorliegen. Damit kann 

gewährleistet werden, dass für eine Zweckentfremdung bzw. Nutzungsänderung von 

Waldareal von den zuständigen Behörden koordinierte Verfahren durchgeführt werden 

und dass keine Rodungsbewilligung erteilt wird, bevor sich die 

Raumplanungsbehörden verbindlich zum Rodungsgesuch geäussert haben. Da sich 

jedoch Raumplanungsverfahren und Rodungsbewilligung häufig gegenseitig bedingen, 

muss es genügen, wenn die raumplanerischen Voraussetzungen sachlich erfüllt sind, 

d.h. entsprechende Unterlagen und verbindliche Zusagen der Raumplanungsbehörden 

im Zeitpunkt der Beurteilung eines Rodungsgesuches vorhanden sind (BBl 1988 III, S. 

191; St. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Zürich 1994, 

S. 144).

bb) In den Richtplänen bestimmen die Kantone in den Grundzügen, wie sich ihr Gebiet 

räumlich entwickeln soll (vgl. Art. 6 Abs. 1 RPG). Sie geben unter anderem Aufschluss 

über den Stand und die anzustrebende Entwicklung der Versorgung (Art. 6 Abs. 3 lit. b 

RPG). Zum Bereich Versorgung gehören namentlich auch Bauten und Anlagen der 

Materialgewinnung (P. Tschannen, Kommentar zum Bundesgesetz über die 

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Raumplanung, Zürich 1999, N 39 zu Art. 6). Weil der Richtplan einstweilige Ergebnisse 

unterschiedlich fortgeschrittener Planungsprozesse festhält, sind auch seine Aussagen 

notwendiger Ausdruck je unterschiedlicher Arbeitsstände. Zur besseren Übersicht teilt 

Art. 5 Abs. 2 RPV die Planinhalte in drei Klassen ein: Festsetzungen (lit. a), 

Zwischenergebnisse (lit. b) und Vororientierungen (lit. c). Im Sinne einer Faustregel 

verbinden sich mit Festsetzungen Sachaufträge, mit Zwischenergebnissen 

Verfahrensaufträge und mit Vororientierungen Informationsaufträge (Tschannen, a.a.O., 

N 19 zu Art. 8).

cc) Im Kanton St. Gallen erliess die Regierung am 19. November 1996 das "Kantonale 

Abbaukonzept für Steine und Erden" und beauftragte das Baudepartement, die 

wesentlichen Ergebnisse des Abbaukonzepts in den Nachtrag 1997 zum kantonalen 

Richtplan 1987 aufzunehmen. Das Abbaukonzept basiert auf einer Auflistung 

bestehender und geplanter sowie im Rahmen von Umfragen gemeldeter denkbarer 

Abbaustandorte. Die Abbaugebiete wurden einer raumplanerischen Grobbeurteilung 

hinsichtlich relevanter Nutzungskonflikte unterzogen. Das Abbaukonzept verfolgt das 

Ziel, die Möglichkeit des Abbaus von Steinen und Erden an den erfassten Orten zu 

ermitteln. In einer Grobbewertung haben die für die Sachbereiche Siedlung, 

Gewässerschutz, Natur- und Landschaftsschutz, Schutz von Kulturdenkmälern, Wald- 

und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Bodenschutz sowie Ver-kehrsanlagen zuständigen 

kantonalen Fachstellen alle Standorte einer Grobbeurteilung unterzogen und bewertet. 

Der Standort Campiun ist als Objekt Nr. 94 im Abbaukonzept aufgeführt. Gemäss 

Grobbewertung erwarten die für die Sachbereiche Natur- und Landschaftsschutz sowie 

Wald zuständigen kantonalen Fachstellen für diesen Standort grosse Konflikte in den 

sie betreffenden Sachbereichen. Am 3. Juni 1998 erliess die Regierung den Nachtrag 

1997 zum Richtplan 1987. Der Nachtrag hält unter anderem die Anforderungen an 

künftige Abbauvorhaben fest und sorgt dafür, dass die möglichen Abbaustandorte 

gesichert werden. Die Aufnahme der Abbaustandorte in den Richtplan erfolgte 

aufgrund der Grobbewertung im Abbaukonzept und in Berücksichtigung des 

Planungsstandes der Vorhaben. Der Standort Campiun ist auch im Nachtrag 1997 zum 

Richtplan 1987 als Abbaustandort Nr. 94 enthalten. Es handelt sich dabei um ein 

Zwischenergebnis. Der Bundesrat genehmigte am 20. Januar 1999 den Nachtrag zum 

Richtplan und lud den Kanton ein, die erforderliche Gesamtüberarbeitung des 

Richtplans spätestens bis Ende 2001 abzuschliessen und den überarbeiteten Richtplan 

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dem Bundesrat zur Genehmigung einzureichen. Die Planinhalte des Nachtrags 1997 

zum Richtplan 1987 stellten vorweggenommene Bestandteile des Richtplans SG01 

dar. Sie wurden - soweit sich keine Anpassungen aufdrängten - unverändert in den 

Richtplan SG01 übernommen. Der Richtplan SG01 ersetzt damit den Richtplan 1987 

und den Richtplannachtrag 1997 und löst beide vollständig ab. Der Standort Campiun 

ist auch im Richtplan SG01 als Abbaustandort Nr. 94 mit dem Koordinationsstand 

"Zwischenergebnis" enthalten.

dd) Zu prüfen ist im folgenden die Frage, ob der beschriebene Stand der Planung des 

Steinbruchs Campiun den gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen gemäss 

bundesgerichtlicher Praxis genügt. In diesem Zusammenhang fällt in Betracht, dass 

das Bundesgericht in BGE 116 Ib 55 erwogen hat, dass für die Realisierung des zu 

beurteilenden Deponiestandortes zusätzlich zur bereits erfolgten "Festsetzung des 

Standortes auf Richtplanstufe" die Festsetzung eines Nutzungsplans notwendig sei. 

Nach der Auffassung des Verwaltungsgerichts kann indes allein aus dieser 

Formulierung nicht gefolgert werden, dass das Bundesgericht für die Bewilligung eines 

Deponie- oder Abbauvorhabens zwingend die Festsetzung im Richtplan im Sinne von 

Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV verlangt. Wesentlich ist nämlich insbesondere die nachfolgende 

Erwägung des Bundesgerichts, wonach im Rahmen der Nutzungsplanung eine 

umfassende Beurteilung sämtlicher raum- und umweltrelevanter Gesichtspunkte 

vorgenommen werden muss (vgl. auch BGE 123 II 87 und 120 Ib 213 f.). Dies bedeutet 

e contrario, dass nicht bereits im Rahmen der Richtplanung sämtliche raumwirksamen 

Tätigkeiten im Sinne einer Festsetzung gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV aufeinander 

abgestimmt wurden müssen. Eine umfassende Abwägung aller betroffenen Interessen 

hat vielmehr erst im Rahmen der Nutzungsplanung zu erfolgen. Dies ist mit Blick auf 

die prozesshafte Natur des Richtplans sachgerecht. Es würde den Rahmen des 

Richtplanverfahrens, welches der Grundlagenbeschaffung dient (vgl. Tschannen, 

a.a.O., N 2 ff.), sprengen, wenn darin derart umfassende und komplexe 

Interessenabwägungen vorgenommen werden müssten, wie dies vorliegend der Fall 

ist. Zu Recht wird denn auch im Richtplan SG01 wie schon zuvor im Nachtrag 1997 

zum Richtplan 1987 ausgeführt, dass die genaue Festlegung des Abbauperimeters 

sowie die Interessenabwägung im Abbauplan- bzw. Baubewilligungsverfahren 

vorzunehmen sind. Dass das Bundesgericht den Begriff der "Festsetzung" im BGE 116 

Ib 55 nicht im spezifischen Sinne der Festsetzung gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV 

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verstanden hat, ergibt sich schliesslich auch daraus, dass im gleichen Satz auch die 

"Festsetzung eines Nutzungsplans" verlangt wird.

ee) Im weiteren kann im Umstand, dass der Steinbruch Campiun im Richtplan SG01 als 

Zwischenergebnis vorgesehen ist, keine Verletzung von Art. 5 Abs. 2 lit. b WaG erblickt 

werden. Diese Bestimmung verlangt, wie vorstehend dargelegt, dass ein 

Rodungsvorhaben auch aus der umfassenden Perspektive der in Art. 1 und 3 RPG 

enthaltenen Planungsziele und -grundsätze beurteilt wird. Die umfassende 

Abstimmung und Abwägung der raumplanerischen Ziele und Grundsätze hat dabei 

vorab im Nutzungsplanentscheid zu erfolgen (vgl. BGE vom 21. Januar 1993 i.S. 

Schweizerische Stiftung für Landschaftsschutz und Landschaftspflege, auszugsweise 

wieder gegeben bei Jaissle, a.a.O., S. 145). Es genügt deshalb auch mit Blick auf Art. 5 

Abs. 2 lit. b WaG, wenn ein Vorhaben, für welches die Rodung begehrt wird, lediglich 

als Zwischenergebnis im Richtplan verankert ist.

c) Dem Hinweis der Beschwerdeführer auf den Regionalplan der Gemeinden aus der 

Region Werdenberg ist entgegenzuhalten, dass dieser Plan lediglich wegleitend ist für 

die kantonale Planung und die Ortsplanung (Art. 40 Abs. 1 des Baugesetzes, sGS 

731.1, abgekürzt BauG). Demgegenüber ist der kantonale Richtplan für die Behörden 

verbindlich (Art. 44 Abs. 1 BauG), und die Regierung kann gestützt auf den Richtplan 

die Anpassung von Regionalplanungen verlangen (Art. 44 Abs. 2 BauG). Der Richtplan 

SG01 geht folglich dem Regionalplan der Gemeinden aus der Region Werdenberg vor, 

und der Umstand, dass man sich im Regionalplan von 1992 gegen eine Erweiterung 

des Steinbruchs Campiun ausgesprochen hat, steht der Verwirklichung des Projekts 

nicht entgegen.

d) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Stand der Planung des Steinbruchs 

Campiun den Anforderungen gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und 

den gesetzlichen Vorgaben genügt. Die Beschwerde erweist sich auch in dieser 

Hinsicht als unbegründet.

4./ a) Im weiteren rügen die Beschwerdeführer, der UVB sei unvollständig und 

mangelhaft. Insbesondere sei die Bewertung der Fauna (gefährdete Tierarten der roten 

Liste) und der Flora (gefährdete Pflanzenarten der roten Liste) nicht sachgerecht erfolgt. 

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Gleiches gelte für die Bewertung des Waldes und der Landschaft nach der 

Rekultivierung sowie der Varianten "Pflege" und "Abbau". Schliesslich werde nicht 

bzw. zu wenig berücksichtigt, dass im Gebiet der Steinbrucherweiterung verschiedene 

Lebensraumelemente vorkommen würden, die durch Art. 18 NHG und Art. 98 BauG 

geschützt seien. Ausserdem sei im UVB zu Unrecht vom Ist-Zustand und nicht vom 

massgebenden Ausgangszustand im Zeitpunkt der Projektumsetzung ausgegangen 

worden. Dem Ausgangszustand hätte das Naturschutzprojekt "Ranserholz/Eschalär" 

zugrundegelegt werden müssen, da dieses zweifellos umgesetzt würde, wenn das 

Steinbruchvorhaben nicht durchgeführt würde. Ferner sei auch die Erhebung des Ist-

Zustandes mangelhaft erfolgt, da die Ausscheidung von ökologischen 

Ausgleichsflächen nicht berücksichtigt worden sei. Schliesslich sei es nicht 

sachgerecht, wenn der Steinbruch losgelöst von der geplanten Nutzung als Deponie 

beurteilt werde.

b) Im UVB wird bezüglich der Auswirkungen im Bereich Natur- und Landschaftsschutz 

ausdrücklich auf den Bericht der Firma Broggi und Partner AG vom Juli 1995 

(abgekürzt Bericht Broggi) verwiesen (Anhang 1, S. 27). Es ist deshalb zutreffend, wenn 

die Regierung im angefochtenen Entscheid darauf hinweist, dass für die Beurteilung 

der Fauna und Flora nicht nur auf die zusammenfassende Darstellung im UVB 

abgestellt wird, sondern auch der Bericht Broggi in die Beurteilung miteinbezogen wird. 

Im Bericht Broggi werden die Pflanzen- und Tierwelt sowie die landschaftlichen 

Aspekte im Abbaugebiet umfassend beschrieben und bewertet (Ziff. 6 und 7). Dass der 

Bericht mangelhaft oder unvollständig sein soll, machen die Beschwerdeführer nicht 

geltend. Vielmehr berufen sie sich im Zusammenhang mit der Rüge, die Bewertung von 

Fauna, Flora und Landschaft sei im UVB ungenügend erfolgt, sogar auf den Bericht. 

Die Ausführungen zu den "Auswirkungen im Bereich Wald" im UVB basieren auf einer 

Waldfeststellung, welche zusammen mit dem Revier- und Kreisoberförster anhand 

eines von der Broggi und Partner AG erstellten Gehölzplanes im Jahr 1995 

durchgeführt worden ist. Die Wildsituation und die Auswirkungen der 

Steinbrucherweiterung auf den Wildbestand wurden mit dem zuständigen Wildhüter 

und mit dem Jagdobmann des lokalen Jagdreviers besprochen (Anhang 1, S. 33). 

Inhaltlich wird auf den Bestand von achtzig- bis hundertjährigen Eichen- und 

Buchenhölzer hingewiesen und unter anderem die Bedeutung des Seggen-

Buchenwald mit Bergsee betont sowie das Vorkommen von Feldhasen vermerkt 

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(Anhang 1, S. 34). Im Anhang 10-1A werden zudem die verschiedenen Gehölzarten 

einzeln aufgeführt. Im Schreiben des AFU vom 3. Mai 2001 wird ausgeführt, dass der 

UVB die wesentlichen Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes vollständig und 

richtig behandle. Die relevanten Inhalte des Gutachtens Broggi seien in den UVB 

eingeflossen (S. 11). Ebenso wird die Abhandlung der wesentlichen Aspekte der 

Walderhaltung als vollständig und richtig beurteilt (S. 12). Vor diesem Hintergrund 

erweist sich die Rüge der Beschwerdeführer, der UVB sei unvollständig und 

mangelhaft erstellt worden als unbegründet. Gleiches gilt für den Einwand der 

Beschwerdeführer, der Umstand, dass der Bericht Broggi nicht zusammen mit dem 

UVB öffentlich aufgelegen habe, stelle eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör dar. Die Beschwerdeführer haben in der Einsprache vom 19. April 2000 

ausdrücklich auf den Bericht Bezug genommen, was belegt, dass ihnen der Bericht 

bekannt gewesen ist.

c) aa) Gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. a des Umweltschutzgesetzes (SR 814.01, abgekürzt 

USG) hat ein UVB Auskunft über den Ausgangszustand zu geben. Der Begriff des 

Ausgangszustandes meint dabei den vom Vorhaben noch nicht beeinflussten 

Umweltzustand mit seinen natürlichen Standortmerkmalen und seinen Vorbelastungen 

(Ist-Zustand). Massgebend ist der Zeitpunkt, in dem sich die dem Vorhaben 

zuzurechnenden Belastungen auszuwirken beginnen, dies aber nicht als blosse 

Momentaufnahme, sondern unter Einbezug der voraussichtlichen Entwicklungen 

(Rausch/Keller, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., Zürich 2001, N 79 mit 

Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).

bb) Der UVB enthält eine Beschreibung sowie eine Beurteilung des Ist- bzw. 

Ausgangszustands des Abbruchgebiets in natur- und landschaftsschützerischer 

Hinsicht (Anhang 1, S. 27 ff.). Dabei ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 

nicht zu beanstanden, dass das Naturschutzprojekt "Ranserholz/Eschalär" ausser Acht 

gelassen worden ist. Wie vorstehend dargelegt, ist der Ist-Zustand unter Einbezug der 

voraussichtlichen Entwicklungen massgeblich. Wird das Abbauprojekt verwirklicht, 

schliesst dies eine gleichzeitige Umsetzung des Naturschutzprojektes aus. Im übrigen 

teilt auch die ENHK die Feststellung im UVB und im Bericht Broggi, wonach der 

heutige Zustand namentlich in bezug auf die Vielfalt des Artenspektrums und die 

fortschreitende Verbuschung des Abbaugebiets als unbefriedigend beurteilt werden 

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muss. Dies gilt, wie sich das Verwaltungsgericht anlässlich des Augenscheins 

überzeugen konnte, auch heute noch unabhängig von der Ausscheidung von 

ökologischen Ausgleichsflächen.

d) Als nicht stichhaltig erweist sich schliesslich der Einwand, eine künftige Nutzung des 

Steinbruchs Campiun als Reaktor- oder Inertstoffdeponie müsste bereits heute 

berücksichtigt werden. Die Verwendung des Steinbruchareals als Deponie ist nicht 

Gegenstand des umstrittenen Abbauplans, sondern es ist eine weitgehende und 

möglichst naturgetreue Renaturierung des Steinbruchareals vorgesehen.

e) Zusammenfassend steht somit fest, dass der UVB entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer weder unvollständig noch mangelhaft ist.

5./ a) Im weiteren beanstanden die Beschwerdeführer eine Verzögerung des Verfahrens 

hinsichtlich der Unterschutzstellung des Abbauplangebiets in der kommunalen 

Schutzverordnung.

b) Die kommunale Schutzverordnung der politischen Gemeinde Sevelen von 1990 

wurde vom Baudepartement bezüglich des Abbauplangebiets unbestrittenermassen 

noch nicht genehmigt (vgl. Art. 31 BauG) und ist damit noch nicht rechtsgültig (Art. 6 

Abs. 1 des Gemeindegesetzes, sGS 151.2, abgekürzt GG). Die kantonale 

Genehmigung von rechtssetzenden Erlassen der Gemeinden ist nach st. gallischem 

Recht konstitutiv, d.h., die genehmigungspflichtigen Erlasse der Gemeinde werden erst 

rechtsgültig, wenn sie die departementale Genehmigung erhalten haben. Dies ergibt 

sich insbesondere aus dem Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 und Art. 233 Abs. 1 GG, wonach 

die Rechtsgültigkeit des Erlasses mit der departementalen Genehmigung eintritt, und 

wird zum anderen bestätigt durch die Gesetzesmaterialien (H.R. Arta, Die 

Zuständigkeitsordnung nach st. gallischem Gemeindegesetz in der politischen 

Gemeinde mit Bürgerversammlung, Diss. St. Gallen 1990, S. 92 f. mit weiteren 

Hinweisen). Indem die Rechtsgültigkeit eines Erlasses an die departementale 

Genehmigung geknüpft ist, kann ein kommunaler Erlass vor der Genehmigung keine 

Rechtswirkungen entfalten (VerwGE vom 10. Juni 2004 i.S. politische Gemeinde St.G.). 

Im weiteren kann den Behörden auch keine Verfahrensverschleppung vorgeworfen 

werden. Wie bereits erwähnt, kann die Richtplanung eine Anpassung der Ortsplanung 

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bedingen (Art. 44 Abs. 2 BauG). Nachdem der Abbaustandort Campiun Eingang in den 

Richtplan SG01 gefunden hat, ist es somit nur sachgerecht, wenn mit der 

Genehmigung der Schutzverordnung im Bereich des Abbaugebiets zugewartet wird. 

Die Beschwerde erweist sich auch in dieser Hinsicht als nicht stichhaltig.

6./ a) Schliesslich stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die 

Einschätzung der Vorinstanz, wonach nicht der gesamte, einmalige Lebensraum 

zerstört werde, sondern lediglich ein beträchtlicher Teil davon in Mitleidenschaft 

gezogen werde, treffe nicht zu. Tatsache sei, dass der beste Fünftel eines sehr 

seltenen Lebensraumes zerstört und der landschaftliche Charakter für immer verloren 

gehen werde. Die Fläche könne zwar wie geplant rekultiviert werden und bei 

sorgfältiger Anlage und Pflege werde auch ein neuer ökologisch interessanter 

Lebensraum entstehen, die Beeinträchtigung und Zerstörungen würden jedoch 

nachhaltig wirksam bleiben. Nach der vollständigen Rekultivierung werde es z.B. über 

100 Jahre dauern, bis der Lebensraum mit der notwendigen Altersstruktur der Eichen 

wieder als funktionstüchtig betrachtet werden könne. Zudem werde sich das 

Landschaftsbild nie mehr erholen, da das Relief völlig neu gestaltet werden solle. Mit 

diesen Rügen beanstanden die Beschwerdeführer sinngemäss, die Vorinstanzen hätten 

die Interessenabwägung nach Art. 6 NHG nicht sachgerecht vorgenommen.

b) aa) Wie bereits vorstehend ausgeführt wurde (Erw. 2./ c), schliesst Art. 6 NHG nicht 

jede Veränderung der Inventarobjekte aus. Voraussetzung ist indes, dass der Eingriff 

durch ein gleich- oder höherwertiges Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung 

legitimiert ist und das Gebot der grösstmöglichen Schonung eingehalten wird. Die 

grösstmögliche Schonung ist dabei unter Einbezug von Wiederherstellungs- und oder 

angemessenen Ersatzmassnahmen zu beurteilen, die in analoger Anwendung von Art. 

18 Abs. 1ter NHG vom Verursacher zu leisten sind.

bb) Im weiteren besteht, wie ebenfalls dargelegt wurde (Erw. 2./), am geplanten Abbau 

von Hartgestein erster Qualität ein nationales Interesse. Sodann kann dem 

geologischen Gutachten vom 23. September 1998/9. Oktober 1998 entnommen 

werden, dass das Projekt in der engeren Umgebung in hohem Masse an den Standort 

gebunden ist und der projektierte Perimeter das örtliche Vorkommen an nutzbaren 

Gesteinen optimal abdeckt. Das Vorkommen wird bergseits (gegen Westen) und gegen 

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Süden praktisch vollständig ausgeschöpft; eine Erweiterung gegen Norden fällt wegen 

der mangelnden Gesteinsqualität ausser Betracht. Weitere nutzbare Gesteine liegen 

nur zwischen dem jetzigen Steinbruchprojekt und der Siedlung Rans (S. 4). Auch das 

Gutachten der Baugeologie Chur vom 28. November 2003 bestätigt das 

Vorhandensein der abbauwürdigen Gesteinsschichten südlich des alten Steinbruchs. 

Es ist deshalb davon auszugehen, dass der neue Steinbruch die Voraussetzung der 

grösstmöglichen Schonung gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG erfüllt, was von den 

Beschwerdeführern auch nicht bestritten wird. Hingegen stellen die Beschwerdeführer 

die Wirksamkeit der geplanten Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen in Abrede. 

Sie stützen sich dabei wesentlich auf das Gutachten der ENHK vom 18. Juni 1997. Wie 

die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend erwogen hat, darf vom Ergebnis 

des ENHK-Gutachtens nur aus triftigen Gründen abgewichen werden (BGE 127 II 281).

cc) Die ENHK führt im Gutachten vom 18. Juni 1997 aus, Landschaften könnten nicht 

beliebig ausgetauscht werden, schon gar nicht, wenn es sich bei der zu ersetzenden 

Landschaft um eine kulturhistorisch und ökologisch bedeutende Landschaft handle, 

die zudem in einem BLN-Gebiet liege und prägender Bestandteil desselben sei. 

Ebensowenig könnten landschaftszerstörende Eingriffe durch naturschützerische 

Aufwertungsmassnahmen gerechtfertigt werden. Die ungeschmälerte Erhaltung dieses 

einzigartigen Landschaftsteils des BLN-Objekts wie auch seine grösstmögliche 

Schonung könnten nur mit einem Verzicht auf die geplante Steinbrucherweiterung 

erreicht werden. Mit Schreiben vom 27. Februar 2001 nahm die ENHK im 

Zusammenhang mit der zweiten Projektauflage ein weiteres Mal Stellung zur geplanten 

Steinbrucherweiterung. Sie führte im wesentlichen aus, am Projekt seien keine 

Änderungen angebracht worden und da sich auch das einschlägige materielle Recht in 

der Zwischenzeit nicht verändert habe, bestehe kein Anlass, das Gesuch grundsätzlich 

neu zu begutachten. Es würden vielmehr die Erwägungen und Schlussfolgerungen des 

Gutachtens vom 18. Juni 1997 bestätigt.

dd) Die Aussage der ENHK, wonach sich das materielle Recht in der Zeit von 1997 bis 

2001 nicht geändert habe, trifft in dieser Form nicht zu. Die Fassung von Art. 6 Abs. 1 

NHG wurde im Zuge des Erlasses des Bundesgesetzes über die Koordination und 

Vereinfachung von Entscheidverfahren inhaltlich dahingehend geändert, dass die 

grösstmögliche Schonung unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder 

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angemessenen Ersatzmassnahmen zu beurteilen ist. Die neue Regelung ist seit 1. 

Januar 2000 in Kraft. Nachdem somit feststeht, dass schadenmindernde Massnahmen 

bei der Prüfung der grösstmöglichen Schonung miteinbezogen werden müssen, ist die 

Aussage der ENHK im Gutachten vom 18. Juni 1997, wonach landschaftszerstörende 

Eingriffe durch naturschützerische Aufwertungsmassnahmen (generell) nicht 

gerechtfertigt werden könnten, zu absolut formuliert. Die ENHK wäre vielmehr gehalten 

gewesen, die geplanten Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen im einzelnen zu 

prüfen und in die Interessenabwägung miteinzubeziehen. Dies wurde sowohl im 

Gutachten vom 18. Juni 1997 als auch im Schreiben vom 22. Januar 2001 unterlassen. 

Das Gutachten erweist sich somit in einem wesentlichen Punkt als unvollständig, 

weshalb ein triftiger Grund im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gegeben 

ist, um vom Ergebnis der Begutachtung abzuweichen.

ee) Die in Art. 6 Abs. 1 NHG vorgesehenen Ersatzmassnahmen stehen - wie bei Art. 18 

Abs. 1ter NHG - nicht wahlweise, sondern in einer festgelegten Reihenfolge zur 

Verfügung. Wenn das betroffene Objekt nicht geschützt werden kann, muss es nach 

Möglichkeit wiederhergestellt werden. Anderer Ersatz ist nur und erst zulässig, wenn 

auch Wiederherstellungsmassnahmen nicht in Frage kommen oder sich als 

unzweckmässig erweisen (vgl. Fahrländer, a.a.O., N 34 zu Art. 18). Mit der 

Wiederherstellung wird ein auf einen konkreten Eingriff zurückzuführender Verlust 

(vollständig) aufgehoben oder rückgängig gemacht. Vollständige Wiederherstellung ist 

demnach der (identische) Ersatz von Naturobjekten am selben Standort, in derselben 

Ausdehnung und Ausprägung sowie in gleichwertiger Art, Erscheinung, ökologischer 

Funktion und Dynamik. Vollständige Wiederherstellung beinhaltet (bloss) zeitlich 

beschränkte Verluste, wobei die Gleichwertigkeit der Wiederherstellung wesentlich von 

dem damit verbundenen Aufwand und der geübten Sorgfalt abhängt. Die 

Zweckmässigkeit von Wiederherstellungsmassnahmen lässt sich deshalb erst am 

konkreten Objekt und in Kenntnis der jeweiligen Umstände beurteilen. 

Wiederherstellungen sind vielfach Neuaufforstungen oder Neuanpflanzungen in 

Biotopen, in die - wie beispielsweise beim Materialabbau - nur vorübergehend 

eingegriffen wird (vgl. Fahrländer, a.a.O., N 36 zu Art. 18). Angemessener Ersatz ist 

zunächst eins zu eins Realersatz in Art, Erscheinung und Funktion an anderem 

Standort in derselben Gegend. Er kann aber auch - in qualitativer, quantitativer und 

allenfalls in finanzieller Hinsicht - möglichst gleichwertiger Ersatz sein. Angemessener 

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Ersatz heisst aber auch sinnvoller und verhältnismässiger Ersatz. Angemessener Ersatz 

kann deshalb ausnahmsweise auch den Anforderungen von Art. 6 Abs. 1 NHG 

genügen, wenn er sich nicht als gleichwertig erweist. Zudem ist es denkbar, dass die 

Elemente des gleichwertigen Ersatzes im Einzelfall nicht der "Zusammensetzung" des 

zerstörten Objekts entsprechen, sich aber insgesamt als gleichwertig erweisen.

ff) Im Zusammenhang mit der Interessenabwägung gemäss Art. 6 NHG ist unbestritten, 

dass durch den vorgesehenen Abbau ein prioritäres Schutzziel des BLN-Objekts in 

einem wesentlichen Teil stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Im weiteren steht fest, 

dass weder in landschaftlicher noch in ökologischer Hinsicht eine vollständige 

Wiederherstellung des gegenwärtigen Zustandes erreichbar ist. Immerhin ist aber in 

landschaftlicher Hinsicht davon auszugehen, dass nach Abschluss der Auffüllarbeiten 

und der Neuaufforstung und Neuanpflanzung vom Eingriff langfristig nur wenig sichtbar 

sein wird. Zwar ist der Hinweis der Beschwerdeführer zutreffend, wonach der 

Zeithorizont, in dem wieder mit einer vergleichbaren Landschaft zu rechnen ist, weit 

anzusetzen ist; indes trifft dies für Neuaufforstungen, welche typische 

Wiederherstellungen im Sinne von Art. 6 Abs. 1 NHG darstellen, grundsätzlich zu. Die 

verhältnismässig lange Dauer bis wieder mit einer vergleichbaren Landschaft gerechnet 

werden kann, ist deshalb im Rahmen der Interessenabwägung nicht von 

ausschlaggebender Bedeutung. Dies gilt vorliegend um so mehr, als der 

Gesteinsabbau etappiert ist und eine sukzessive Rekultivierung beabsichtigt wird. In 

ökologischer Hinsicht fällt in Betracht, dass im Abbauperimeter umfangreiche, 

landschafts- und naturschützerisch wertvolle Renaturierungsmassnahmen vorgesehen 

sind, wie die Wiederherstellung und Neuschaffung von Waldflächen, Feldgehölzen, 

Magerwiesen, Pionier- und Ruder-alstandorten einschliesslich Kies- und Geröllflächen, 

Felsbändern und Feuchtgebieten, Rohböden und Spontanbegrünungsflächen. Weder 

im Gutachten der ENHK noch in der Beschwerde wird dargelegt, weshalb diese 

gebietsspezifischen Massnahmen nicht zumindest langfristig einen angemessenen 

Ersatz des durch den Abbau beeinträchtigten Schutzgebiets ermöglichen sollen. Die 

kantonale UVP-Fachstelle geht in ihrem Bericht davon aus, dass infolge des 

Gesteinsabbaus verlorengegangene Lebensgemeinschaften zwar nicht in gleicher 

Form wieder hergestellt werden können, aber gegenüber dem heute bestehenden 

Zustand insgesamt gesehen sogar eher eine Verbesserung für die Ökologie durch die 

Zunahme der Vielfalt an Biotypen zu erwarten ist. Hinzu kommen die aus-serhalb des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/27

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Abbauperimeters vorgesehenen Ersatz- und Pflegemassnahmen auf einer Fläche von 

rund 13 ha (Schaffung und Pflege von Magerwiesen, Gehölzen, Wald und 

Waldrandflächen sowie Krautsäumen), welche die Naturwerte gegenüber dem 

gegenwärtigen Zustand verbessern werden. Unter diesen Umständen kann der 

Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie gestützt auf die 

kantonalen Fachstellen davon ausgegangen ist, bei der Verwirklichung der verlangten 

Ersatz- und Aufwertungsmassnahmen werde ein gleichwertiger Ersatz geschaffen und 

das Abbauvorhaben mit Art. 5 Abs. 2 WaG bzw. Art. 6 NHG als vereinbar beurteilt hat.

c) Zusammenfassend steht somit fest, dass mit dem Abbauvorhaben zwar ein 

schwerer Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden ist, der umfangreiche 

Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel mit sich bringt. Indes besteht in 

Anbetracht der prekären Eigenversorgungssituation in der Schweiz im allgemeinen und 

in der Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am 

Abbauvorhaben. Hinzu kommt, dass der Abbau aufgrund des Standorts und der neuen 

Erschliessung den berechtigten Anliegen der betroffenen Wohnbevölkerung so weit als 

möglich Rechnung trägt. Schliesslich werden sehr umfangreiche Wiederherstellungs- 

und Ersatzmassnahmen verlangt, die zumindest langfristig einen Ersatz schaffen. Unter 

diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, 

wenn sie im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der 

Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an der 

Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes.

7./ a) Die Beschwerdeführer beantragen für den Eventualfall die Sistierung des 

Verfahrens bis zur Ausarbeitung eines nationalen Hartgesteinskonzepts.

b) Eine Sistierung des Verfahrens ist anzuordnen, wenn sie gesetzlich vorgeschrieben 

ist oder wenn ein anderes Verfahren anhängig ist, dessen Ausgang von präjudizieller 

Bedeutung ist. Zulässig ist die Verfahrenssistierung ausserdem, wenn sie aus wichtigen 

Gründen geboten erscheint und ihr keine überwiegenden öffentlichen oder privaten 

Interessen entgegenstehen (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. 

Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1093).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/27

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c) Die Kompetenz zur Gewährung von Bewilligungen für den Materialabbau liegt bei 

den Kantonen. Die Ergebnisse des von den Beschwerdeführern erwähnten "runden 

Tischs" liegen in Form des Schlussberichts des Mediators vor. Hinweise auf den Erlass 

eines gesamtschweizerischen Hartgesteinskonzepts lassen sich daraus nicht 

entnehmen und sind auch sonst nicht ersichtlich. Unter diesem Umständen sind keine 

Gründe gegeben, welche die von den Beschwerdeführern beantragte Sistierung 

rechtfertigen würden.

8./ Zusammenfassend steht somit fest, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, 

sGS 941.12). Sie ist mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 

verrechnen.

Die Beschwerdegegnerin hat für das Beschwerdeverfahren Anspruch auf 

ausseramtliche Entschädigung durch die Beschwerdeführer (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP). Da der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin keine 

Honorarnote eingereicht hat, ist das Honorar nach Ermessen festzusetzen (Art. 6 der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). 

Mit Blick auf den Umstand, dass der Rechtsvertreter die Beschwerdegegnerin in drei 

weiteren, gleich gelagerten Beschwerdeverfahren vertritt, ist eine Entschädigung von 

Fr. 3'000.-- zuzügl. MWSt angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 

HonO). Die Parteientschädigung wird den Beschwerdeführern je zu gleichen Teilen und 

unter solidarischer Haftung auferlegt (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 271 des 

Zivilprozessgesetzes, sGS 963.2).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/27

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3./ Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegnerin für das 

Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftung und zu gleichen Teilen mit Fr. 

3'000.-- (zuzügl. MWSt) ausseramtlich zu entschädigen.

 

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

Dr. Walter Locher, 9000 St. Gallen)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, kann gegen diesen 

Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, eingereicht werden.

die Beschwerdeführer–

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt–

die Beschwerdebeteiligte I–

die Beschwerdebeteiligte II–

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 11.05.2005
	Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 451). Beschwerde Pro Natura. Leitsatz siehe oben (Verwaltungsgericht, B 2004/79).

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		2025-07-19T17:09:05+0200
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