# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c6a0c72-e4b4-5c48-9d7f-2bf943dba6cf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 20.05.2010 I/1-2009/120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2009-120_2010-05-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2009/120

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 20.05.2010

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20.05.2010
Art. 32 Abs. 2 DBG (SR 642.11). Qualifikation einer Balkonverglasung: 
werterhaltende oder wertvermehrende Investition, Energiesparmassnahme 
(Verwaltungsrekurskommission, 20. Mai 2010, I/1-2009/120).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Häberli

X und Y, Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Rechtswesen, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Direkte Bundessteuer (Einkommen 2007)

Sachverhalt:

A.- X und Y wohnen in der dem Ehemann gehörenden Liegenschaft, einem 

Einfamilienhaus, Baujahr 1984, in B. Die Liegenschaft wurde am 12. Mai 2005 mit 

einem Verkehrswert von Fr. 575'000.-- und einem Mietwert von Fr. 26'280.-- geschätzt. 

Daneben befinden sich drei Grundstücke (Scheunen, Wiesen und Wald) in G im 

Eigentum des Ehemannes. Die Ehegatten sind Rentner.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.- Für das Jahr 2007 deklarierten X und Y ein steuerbares Einkommen von Fr. 

66'005.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 261'489.--. Die Veranlagungsbehörde 

nahm einige Korrekturen vor. Unter Anderem reduzierte sie die Unterhalts- und 

Verwaltungskosten für Liegenschaften von Fr. 17'454.-- auf Fr. 4'357.--, da sie von den 

geltend gemachten Aufwendungen insbesondere diejenigen für eine Balkonverglasung 

als wertvermehrend einstufte. Die Steuerpflichtigen wurden für die direkte 

Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 83'900.-- veranlagt.

C.- Gegen diese Veranlagung erhoben X und Y am 26. Februar 2009 Einsprache mit 

dem Antrag, sie gemäss Deklaration zu veranlagen. Mit Schreiben vom 16. März 2009 

nahm das kantonale Steueramt zu den vorgenommenen Korrekturen Stellung. 

Daraufhin zogen die Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 30. März 2009 ihre Einsprache 

bis auf die beantragten Liegenschaftsunterhaltskosten zurück. Mit Entscheid vom 5. 

Mai 2009 wies das kantonale Steueramt die Einsprache ab, verwies dazu auf das 

erklärende Schreiben vom 16. März 2009 und machte einzig Ausführungen zu den 

Unterhaltskosten der Liegenschaften.

D.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben X und Y mit Eingabe vom 4. Juni 2009 

Beschwerde beim kantonalen Steueramt, welches die Eingabe zuständigkeitshalber an 

die Verwaltungsrekurskommission weiterleitete. Darin hielten sie an dem im Schreiben 

vom 30. März 2009 gestellten Antrag fest. Mit Eingabe vom 7. Juli 2009 ergänzten sie 

ihre Beschwerde und stellten den Antrag, es seien Fr. 10'760.-- Unterhaltskosten für 

das Steuerjahr 2007 anzuerkennen.

Mit Vernehmlassung vom 7. August 2009 beantragte das kantonale Steueramt die 

Abweisung der Beschwerde. Die eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht 

vernehmen. Am 26. September 2009 reichten die Beschwerdeführer eine zusätzliche 

Stellungnahme ein.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird, 

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 4. Juni 2009 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Sie erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 7. Juli 2009 in 

formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 1 

Abs. 2 und Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 

sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 

951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.- Die Beschwerdeführer reduzierten in ihrem Schreiben vom 30. März 2009 für das 

Einsprache-Verfahren ihr Begehren auf den Antrag betreffend Gewährung des 

Liegenschaftsunterhalts für die Balkonverglasung (act. 3/1). Dieses Schreiben befindet 

sich nicht in den übermittelten Steuerakten (act. 10). Die Vorinstanz nahm zu den 

Unterhaltskosten im Einsprache-Entscheid Stellung und verwies für die anderen Punkte 

auf ihr erklärendes Schreiben vom 16. März 2009. Es ist deshalb unbeachtlich, ob das 

Schreiben der Beschwerdeführer der Vorinstanz zugegangen ist oder nicht, da der 

streitige Punkt behandelt wurde.

3.- Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Anzahlung 

für die Balkonverglasung von Fr. 10'760.-- als abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt zu 

qualifizieren ist.

a) Die Vorinstanz führt im Einsprache-Entscheid aus, die Anzahlung für die 

Balkonverglasung werde als Anlagekosten taxiert und könne somit nicht zum Abzug 

zugelassen werden.

Die Beschwerdeführer machen diesbezüglich geltend, ihr Haus sei 1984 in der 

sogenannten "Holzständerbauweise" mit einem Balkon aus Fichtenholz erstellt worden. 

Der Balkon sei nach Westen ausgerichtet und befinde sich somit auf der Wetterseite. 

Die oft anhaltend starken Winde und Niederschläge hätten die Baumaterialien - 

insbesondere das Fichtenholz - stark beansprucht und frühzeitig altern lassen. Die Idee 

einer Balkonverglasung sei wegen des schadhaft gewordenen Holz-Balkons 

entstanden. Dann habe am 9. Juli 2007 ein Hagelschlag zu weiteren Schäden an der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Westseite des Hauses geführt. Der Schaden sei vom Experten der 

Gebäudeversicherungsanstalt auf Fr. 13'480.-- geschätzt worden. Im Sinn einer 

grösseren Sanierung hätten sie sich daraufhin entschieden, Brüstung und Boden des 

Balkons abzureissen, die Westseite der Hausfront (Holzständerbauweise) mit einer 

Wärmedämmung und die Front mit einer Lärchenverschalung zu versehen sowie den 

Holzbalkon und die Holzfassade mittels einer Verglasung abzuschirmen; dies umso 

mehr, als bei starken Weststürmen immer wieder Wasser in das Obergeschoss 

eingedrungen sei. Anstatt die Brüstung des Balkons zu ersetzten und neu zu streichen, 

sei sie abgebrochen worden, da die Glaswand sie überflüssig gemacht habe. Es handle 

sich um eine vorausschauende Sanierung, welche im Laufe des Sommers 2009 

abgeschlossen werde. Selbstverständlich habe die Verglasung zu einer 

Wertvermehrung der Liegenschaft geführt. Sie diene aber auch in grossem Masse 

dazu, die Fassade vor Witterungseinflüssen zu schützen, zusätzlich wärmedämmend 

zu wirken und so den Gebäudeunterhalt zu optimieren. Voraussichtlich werde die 

Liegenschaft energietechnisch mit dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) 

beurteilt und vom "GEAK plus" Gebrauch gemacht, da sie überzeugt seien, dass die 

Balkonverglasung einen wesentlichen Beitrag zu einem stark reduzierten 

Gebäudeunterhalt sowie zu einer Senkung des Energieverbrauchs beitrage.

Dazu stellt sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung auf den Standpunkt, die 

Beschwerdeführer hätten im Jahr 2007 in Zusammenarbeit mit der Firma Z 

Wintergärten/Metallbau AG den bestehenden Balkon im ersten Obergeschoss verglast 

sowie die Verglasung entsprechend ins Parterre weitergezogen und den bestehenden 

Sitzplatz ebenfalls ins Glaskonzept einbezogen. Es sei somit zusätzlicher wind- und 

wettergeschützter Raum im OG sowie im EG entstanden. Bei den nicht zugelassenen 

Kosten handle es sich um ein Akontogesuch der ausführenden Firma Z über 

Fr. 10'760.--. Weitere Kosten von rund Fr. 50'000.-- in dieser Sache stünden für die 

folgende Steuerperiode 2008 zur Diskussion, seien aber nicht Gegenstand dieses 

Verfahrens. Gemäss Baubewilligung sei die Verglasung des südwestlichen Sitzplatzes 

sowie des darüber liegenden Balkons bewilligt worden. Dabei handle es sich um einen 

Anbau bzw. um eine bauliche Erweiterung mit rein wertvermehrendem Charakter und 

nicht - auch nicht teilweise - um eine Massnahme des Unterhalts. Eine zusätzliche 

Isolation für die ursprüngliche Fassade wäre mit jeder Art von Anbau entstanden. Für 

den wertvermehrenden Charakter spreche im übrigen auch der Umstand, dass nach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bauvollendung eine Neuschätzung durchgeführt worden sei, obwohl die alte 

Schätzung aus dem Jahr 2005 stamme und Liegenschaften im Kanton St. Gallen 

grundsätzlich nur alle zehn Jahre ordentlich geschätzt würden. Die Neuschätzung 

enthalte auch den neu verglasten Balkon zu einem Viertel als neues Zimmer und die 

Wohnfläche habe ein um 6 m  grösseres Ausmass. Die Neuschätzung sei infolge der 

baulichen Änderung erfolgt. Eine solche könne nicht mehr unter dem Begriff 

"Unterhalt" subsumiert werden. Gemäss St. Galler Steuerbuch (abgekürzt: StB) 44 Nr. 

3 Ziff. 1.2 gehöre die Neuerstellung eines Wintergartens zu den nicht abziehbaren 

Anlagekosten. Es liege auf der Hand, dass ein solcher bzw. eine Verglasung des 

Balkons oder Sitzplatzes dem Gebäude insgesamt eine gewisse energietechnische 

Verbesserung bringe. Doch könnten die Kosten eines Anbaus nicht als Unterhalt zum 

Abzug zugelassen werden, nur weil der direkt hinter diesem Anbau befindliche 

Wohnraum weniger Energieverlust erfahre.

Hierzu geben die Beschwerdeführer in der Stellungnahme an, die Vorinstanz habe 

offenbar die baulichen Massnahmen nie an Ort und Stelle begutachtet. Nur so sei zu 

erklären, dass sie von einer Verglasung des Gartensitzplatzes ausgehe. Dieser sei nicht 

verglast worden, sondern profitiere von einem Vordach des verglasten Balkons, 

welches insbesondere auch die tragenden Holzbalken des Balkons schützen solle und 

müsse. Es könne nicht von einem Wintergarten gesprochen werden, da dafür andere 

Voraussetzungen (insbesondere Besonnung und Ausstattung mit entsprechendem 

Glas) erforderlich wären.

b) Gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG können bei Liegenschaften im Privatvermögen die 

Unterhaltskosten, die Versicherungsprämien und die Kosten der Verwaltung durch 

Dritte abgezogen werden. Unterhaltskosten sind Aufwendungen, deren Ziel nicht die 

Schaffung neuer, sondern in erster Linie die Erhaltung bereits vorhandener Werte ist 

und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind 

(Reparaturen, Renovationen). Sie lassen ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form und 

Zweckbestimmung unverändert weiter bestehen; es werden einzig die mangelhaften 

Teile ersetzt oder instand gestellt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 

zum DBG, 2. Auflage, Zürich 2009, N 37 zu Art. 32 DBG). Zu den Unterhaltskosten 

zählen insbesondere auch Schutzmassnahmen gegen Elementarereignisse 

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(Hangrutschungen, Wasserschäden, Lawinen etc.) (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

a.a.O., N 88 zu Art. 32 DBG).

Nicht abziehbar sind gemäss Art. 34 lit. d DBG die Aufwendungen für die Anschaffung, 

Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen, also Aufwendungen 

für bauliche Verbesserungen, die nicht nur der Erhaltung der Liegenschaft und deren 

Nutzungsmöglichkeiten dienen, sondern zusätzlich deren Anlagewert erhöhen. 

Bauliche Veränderungen und Neuanlagen sind damit wertvermehrend, wenn durch sie 

die Unterhaltskosten sinken oder der Wohnkomfort steigt, was wiederum eine 

Erhöhung des Einkommenssteuerwertes zur Folge hat (vgl. A. Nekola, Besteuerung des 

Grundeigentums im Privatvermögen in der Schweiz, Diessenhofen 1983, S. 159). 

Derartige wertvermehrende Aufwendungen mit Anlagekostencharakter werden, soweit 

sie eine Liegenschaft des Privatvermögens betreffen, bei der Ermittlung einer allfälligen 

kantonalen Grundstückgewinnsteuer berücksichtigt (Art. 137 des Steuergesetzes des 

Kantons St. Gallen, sGS 811.1, abgekürzt: StG).

Bautätigkeiten, die sich sowohl wertvermehrend als auch werterhaltend auswirken, 

müssen diesen beiden Komponenten entsprechend in abzugsfähige Unterhaltskosten 

und wertvermehrende Investitionskosten zerlegt werden (vgl. Ph. Funk, Der Begriff der 

Gewinnungskosten nach schweizerischem Einkommenssteuerrecht, Grüsch 1989, 

S. 166 f.). Die Anteile sind zu schätzen. Die im Anschluss an einen Umbau ergangene 

Höherschätzung ist dabei eine taugliche Grundlage für die Schätzung 

wertvermehrender Aufwendungen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 45 zu 

Art. 32 DBG).

Gemäss Art. 32 Abs. 2 Satz 2 DBG bestimmt das eidgenössische Finanzdepartement 

wieweit Investitionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, den 

Unterhaltskosten gleichgestellt werden, unabhängig davon, ob sie werterhaltend oder 

wertvermehrend sind. Unter diesen Investitionen versteht man Aufwendungen für 

Massnahmen, welche zur rationellen Energieverwendung oder zur Nutzung 

erneuerbarer Energien beitragen. Diese Massnahmen beziehen sich auf den Ersatz von 

veralteten und die erstmalige Anbringung von neuen Bauteilen oder Installationen in 

bestehenden Gebäuden (Art. 5 der Verordnung über den Abzug der Kosten von 

Liegenschaften des Privatvermögens bei der direkten Bundessteuer vom 24.8.1992, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

SR 642.116). Zu diesen Massnahmen gehören unter anderen solche zur Verminderung 

der Energieverluste der Gebäudehülle, also Isolationsmassnahmen, wie die 

Wärmedämmung von Böden, Wänden, Dächern und Decken gegen das Aussenklima, 

unbeheizte Räume oder Erdreich, der Ersatz von Fenstern durch energetisch bessere 

Fenster als vorbestehend, die Einrichtung von unbeheizten Windfängen und der Ersatz 

von Jalousieläden, Rollläden (Art. 1 lit. a der Verordnung über die Massnahmen zur 

rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Energien vom 24.8.1992, 

SR 642.116.1, nachfolgend: EnergieV) aber auch die Kosten für den Ersatz von 

Haushaltgeräten mit grossem Stromverbrauch, wie Kochherden, Backöfen, 

Kühlschränken, Tiefkühlern, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Beleuchtungsanlagen 

usw., die im Gebäudewert eingeschlossen sind (Art. 1 lit. d EnergieV).

Im Steuerrecht gilt der Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die 

steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für 

Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (GVP 1973 Nr. 6 und 

1980 Nr. 6). Da es sich bei den zum Abzug geltend gemachten 

Liegenschaftsunterhaltskosten um steuermindernde Tatsachen handelt, liegt die 

Beweislast sowohl für die Höhe der Aufwendungen als auch für deren 

Unterhaltscharakter beim Steuerpflichtigen; macht er also die tatsächlichen Kosten 

geltend, hat er diese nachzuweisen. Dabei ist der Nachweis detailliert mittels Belegen 

und dokumentierenden Unterlagen zu erbringen.

c) Bei den geltend gemachten Liegenschaftskosten handelt es sich um eine Akonto-

Zahlung in der Höhe von Fr. 10'000.-- zuzüglich Fr. 760.-- Mehrwertsteuer von der 

Firma Z Wintergärten/Metallbau AG in G (Beilage zu act. 10/1.11). Das Akonto-Gesuch 

ist am 30. November 2007 erstellt worden und mit einer Zahlungsfrist von zehn Tagen 

versehen. Somit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer den Betrag im 

Dezember 2007 bezahlt haben und damit zu Recht für das Steuerjahr 2007 geltend 

machen. Als Objekt des Akontogesuchs wird die Balkonverglasung an der Liegenschaft 

in B genannt. Folglich ist lediglich der Charakter der Balkonverglasung zu prüfen. Die 

übrigen in der Aufstellung der Beschwerdeführer (act. 6) enthaltenen Positionen, wie 

wärmetechnische Sanierungen, ersetzte Storen, Sonnenschutz etc. sind nicht 

Gegenstand der vorliegenden Beschwerde, da sie die nachfolgenden Steuerjahre 

betreffen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aa) Zunächst ist zu prüfen, ob es sich bei der Verglasung um Liegenschaftsunterhalt 

oder um wertvermehrende Anlagekosten handelt. Über deren Ausgestaltung gibt in den 

vorhandenen Akten lediglich die Baubewilligung der Gemeindeverwaltung B vom 26. 

April 2007 (act. 10/1.17) Auskunft. Diese ist jedoch zum einen unvollständig; die unter 

"Bedingungen und Auflagen" aufgeführte Ziff. 1 lässt auf nachfolgende Ziffern 

schliessen, diese finden sich jedoch nicht auf dem Dokument und der dort genannte 

Projekt- und Situationsplan ist ebenfalls nicht vorhanden. Zum anderen wird im Titel 

eine Balkonverglasung genannt, aus dem Text ergibt sich jedoch die Verglasung des 

Sitzplatzes. Aus den beigefügten Plänen ist sowohl eine Verglasung des Balkons, als 

auch des Sitzplatzes ersichtlich. Somit ist unklar, ob die Verglasungsarbeiten lediglich 

den Balkon oder auch den Sitzplatz umfassten. Weitere Belege fehlen, was aufgrund 

der Beweisführungspflicht die Beschwerdeführer zu verantworten haben.

Bereits die unbestrittenermassen erfolgte Balkonverglasung ist aber als 

wertvermehrender Anbau einzustufen. Dafür spricht zunächst, dass überhaupt eine 

Baubewilligung eingeholt werden musste und darin vermerkt ist, "die Erweiterung auf 

der südwestlichen Ecke des Wohnhauses gilt als Anbaute …" (act. 10/1.17). 

Entscheidend ist aber insbesondere die am 30. Oktober 2008 erfolgte Neuschätzung 

(act. 10/1.14). Diese wurde zeitlich bereits drei Jahre nach der letzten ordentlichen 

Schätzung im Mai 2005 (act. 10/1.16) und - gemäss Aufstellung der Beschwerdeführer 

über die ausgeführten Arbeiten (act. 6) - im Anschluss an die Balkonverglasung 

gemacht. Dies lässt den Schluss zu, dass die neuerstellte Verglasung Anlass für die 

Schätzung bot. Der verglaste Balkon ist denn in der neuen Schätzung auch als ¼ 

Zimmer separat ausgewiesen und die Nutzfläche stieg von 144 m  (2005) um 5 m  auf 

149 m  (2008). Zudem ergab die Neuschätzung einen um Fr. 33'000.-- höheren 

Verkehrswert (2005: Fr. 575'000.--, 2008: Fr. 608'000.--) und einen um Fr. 875.-- 

höheren Mietwert (2005: Fr. 26'280.--, 2008: Fr. 27'155.--). Damit ist eine tatsächliche 

Wertvermehrung ausgewiesen. Schliesslich führen die Beschwerdeführer in ihrer 

Eingabe vom 30. März 2009 (act. 3/1) selbst aus, die Verglasung habe 

"selbstverständlich …. zu einer Wertvermehrung" der Liegenschaft geführt. Eine 

Aufteilung auf wertvermehrende und werterhaltende Komponenten kommt, was die 

Akontozahlung für die Balkonverglasung betrifft, nicht in Frage. Zwar führten 

Witterungseinflüsse zu Schäden am Balkon und eine Reparatur dieser Schäden hätte 

Liegenschaftsunterhalt dargestellt, jedoch nur, wenn der Balkon in seinen 

2 2

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Originalzustand zurückversetzt worden wäre. Mit dem Ausbau zu einem verglasten 

Balkon, der in der Schätzung als ¼ Zimmer bewertet wurde, verzichteten die 

Beschwerdeführer auf die Instandstellung des ursprünglichen Balkons und nahmen 

ausschliesslich eine Wertvermehrung vor.

bb) Weiter ist zu klären, ob die Verglasung als Energiesparmassnahme eingestuft 

werden kann. Dabei ist entscheidend, ob die vorliegende bauliche Massnahme eher 

einem Windfang oder einem Wintergarten entspricht. Das Einrichten eines Windfangs 

gilt als eine Massnahme zur Verminderung der Energieverluste der Gebäudehülle (vgl. 

Art. 1 lit. a Ziff. 4 EnergieV) und die dabei entstehenden Kosten sind damit als 

energiesparende Investitionen abziehbar. Die Errichtung eines Wintergartens dient in 

der Regel der Wohnraumerweiterung und nicht in erster Linie der Wärmedämmung (vgl. 

StE 1995 B 25.7 Nr. 28, RB 2007 Nr. 76, E. 3.1 mit Hinweisen). Die Verglasung führte 

gemäss Schätzung zu einer Wohnraumvergrösserung vom 5 m  oder ¼ Zimmer im 

Obergeschoss. Damit handelt es sich nicht um einen Windfang. Ein solcher stellt einen 

geschlossenen und überdachten Anbau bei einer Eingangstüre von Wohnhäusern dar, 

worin die Bewohner vor Zugluft und Regen geschützt das Haus betreten oder Kontakte 

mit Besuchern pflegen können (vgl. RB 2007 Nr. 76, E. 3.1.1). Die durchgeführte 

Balkonverglasung entspricht jedoch eher einer Raumerweiterung im Sinn eines 

Wintergartens.

Die Kosten für die Erstellung eines Wintergartens können nur dann als energiesparende 

Massnahme berücksichtigt werden, wenn ein wesentlicher Energiespareffekt mittels 

einer Simulationsrechnung nachgewiesen werden kann (vgl. StE 2000 B 25.7 Nr. 1 

sowie StE 2003 B 25.7 Nr. 2, wo ein Kurzgutachten des Architekts der 

Beschwerdeführer vorlag, welches sich über die Auswirkungen einer Balkonverglasung 

auf die Energiebilanz des Hauses äusserte). Die Beschwerdeführer haben nicht 

nachgewiesen, dass durch die Verglasungsmassnahmen die Energiebilanz des Hauses 

tatsächlich beeinflusst wurde. Die Einholung eines GEAK's (Gebäudeenergieausweis 

der Kantone) sei beabsichtigt wurde aber noch nicht erstellt. Den vorliegenden Akten 

lässt sich keine tatsächliche Energieeinsparung aufgrund der Verglasung entnehmen. 

Bei einer Beurteilung der Energiebilanz müsste zudem zwischen den Auswirkungen der 

reinen Verglasungsarbeiten und der im September 2008 erfolgten wärmetechnischen 

Sanierungen (vgl. act. 6) unterschieden werden.

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

d) Zusammenfassend handelt es sich bei den Verglasungsarbeiten weder um 

werterhaltenden Unterhalt noch ist eine energiesparende Massnahme nachgewiesen. 

Die dafür entstandenen Kosten sind deshalb nicht als Liegenschaftsunterhaltskosten 

abziehbar. Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

abzuweisen.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 800.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522 

des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- 

ist zu verrechnen.

Entscheid:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführer bezahlen die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- unter 

Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 500.--.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20.05.2010
	Art. 32 Abs. 2 DBG (SR 642.11). Qualifikation einer Balkonverglasung: werterhaltende oder wertvermehrende Investition, Energiesparmassnahme (Verwaltungsrekurskommission, 20. Mai 2010, I/1-2009/120).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T13:47:13+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen