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**Case Identifier:** 99563a4e-98dc-5dea-8887-778aa00b99d5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.08.2023 200 2023 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-110_2023-08-16.pdf

## Full Text

200 23 110 IV
ACT/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. August 2023

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Januar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Nachdem die C.________ am 23. Oktober 1998 eine Nichteignungsverfü-
gung bezüglich der Tätigkeit als ... erlassen hatte (Akten der IV-Stelle Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1/7 f.), verneinte die 
IVB auf Anmeldung der 1976 geborenen A.________ (Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin) vom Dezember 1998 hin (AB 4.1/28 ff.) mit Verfügung 
vom 31. Mai 2000 einen Rentenanspruch (AB 8). Nach Erlass einer weite-
ren Nichteignungsverfügung am 9. Januar 2001 bezüglich sämtlicher Arbei-
ten mit Kontakt zu … (AB 10) bzw. gestützt auf eine Neuanmeldung vom 
Februar 2001 (AB 11) sprach die IVB der Versicherten mit Verfügung vom 
8. Januar 2004 rückwirkend ab 1. Februar 2001 eine Viertelsrente (bei ei-
nem in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
ermittelten Invaliditätsgrad von 47 %) zu (AB 62; eine dagegen erhobene 
Einsprache [AB 63] zog die Versicherte in der Folge zurück [AB 73]). Revi-
sionsweise bestätigte die IVB den Anspruch auf die laufende Viertelsrente 
mit Mitteilung vom 17. Januar 2007 (AB 82). Im Rahmen einer weiteren von 
Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision (vgl. AB 90) bestätigte die IVB 
nach durchgeführten Abklärungen mit Mitteilung vom 3. Oktober 2012 
(AB 120) den bisherigen Anspruch auf eine (Viertels) Rente, dies bei einem 
ab Oktober 2011 (Geburt des pflegebedürftigen dritten Kindes 
[D.________]; vgl. AB 118/4 f. Ziff. 3.5) nunmehr in Anwendung der ge-
mischten Methode (je 50 % Erwerb und Haushalt; vgl. AB 118/8 Ziff. 4) 
ermittelten Invaliditätsgrad von 40 % (vgl. AB 118/12 f.).

B.

Im Rahmen einer Rentenüberprüfung ab Dezember 2015 (vgl. AB 131 f.) 
rechnete die IVB angesichts der aufwändigen Pflege des behinderten Kin-
des neu einen Status von 35 % Erwerbstätigkeit und 65 % Haushalt an 
(AB 138/4 f. Ziff. 3.5 und 4) und ging nach Aufforderung zur Schadenmin-
derung in Form der Fortführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandlung inklusive der Psychopharmakotherapie (AB 139) von einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 3

gesundheitlichen (psychischen) Verbesserung aus (AB 151/2). Nach 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 151, 156, 158) hob die IVB 
mit Verfügung vom 26. Oktober 2018 die bisherige Viertelsrente bei einem 
ermittelten Gesamtinvaliditätsgrad von 30 % auf und entzog einer Be-
schwerde gegen diese Verfügung die aufschiebende Wirkung (AB 159). 
Eine dagegen gerichtete Beschwerde (AB 161/3 ff.; vgl. auch AB 166/2 ff.) 
hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 2. Juli 2019, 
IV/2018/885 (AB 169), dahingehend gut, als es die Sache an die IVB zu 
weiteren Abklärungen (vorab durch eine psychiatrische Begutachtung) und 
neuer Verfügung zurückwies. Nach Einholung eines psychiatrischen Gut-
achtens vom 26. November 2019 (AB 180.1) und eines Abklärungsberichts 
Haushalt/ Erwerb (AB 189) beabsichtigte die IVB die Bestätigung der Ren-
tenaufhebung per 31. Dezember 2018 (AB 191). Nach erhobenem Einwand 
(AB 192, 197) liess die IVB die Versicherte polydisziplinär begutachten 
(Expertise vom 30. August 2022 [AB 236.1]) und eine Stellungnahme des 
Bereichs Abklärungen einholen (AB 241). Mit neuem Vorbescheid vom 
28. Oktober 2022 beabsichtigte die IVB eine Bestätigung der Rentenaufhe-
bung per 31. Dezember 2018, dies bei einem aufgrund der gemischten 
Methode (je 50 % Erwerb und Haushalt ab 1. Dezember 2018) ermittelten 
Invaliditätsgrad von aktuell 33 % (AB 242), was sie nach erhobenem Ein-
wand (AB 243, 248) am 13. Januar 2023 entsprechend verfügte (AB 250).

C.

Hiergegen liess die Versicherte, wie schon im Vorbescheidverfahren vertre-
ten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 13. Februar 2023 
Beschwerde erheben. Sie beantragt, in Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung sei der Invaliditätsgrad auf mindestens 40 % festzusetzen, eventua-
liter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung zurück-
zuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. März 2023 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Januar 2023 
(AB 250). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Be-
schwerdegegnerin die laufende Viertelsrente zulässigerweise per 31. De-
zember 2018 (AB 250/1 und 159 f.) aufhob.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201] und des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-
gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 13. Januar 
2023 (AB 250), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 
19. Juni 2020 erging. Indessen erfolgte die hier zu beurteilende Rentenauf-
hebung per 31. Dezember 2018 bzw. liegen sämtliche massgebenden Re-
visionsgründe vor dem 1. Januar 2022, weshalb die Bestimmungen des 
IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen 
Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Bundesamt für Sozial-
versicherungen [BSV], Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR] Rz. 9102; zur Bedeutung von Verwaltungs-
weisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 

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215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in 
Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie un-
fähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG in 
der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung; spezifische Metho-
de [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung) wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind 
oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitar-
beiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren 
sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 

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IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent-
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 
V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.3.2 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 
Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Die Frage nach der anwendbaren 
Methode beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich 
bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die 
hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)
Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 

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(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im 
Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige 
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 
343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 
3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als 
zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, 
sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich 
stattgefunden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) 
Sachverhaltsabklärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – 
sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitszustands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt 
worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 
2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Rentenaufhe-
bung per 31. Dezember 2018 (AB 250/1 und 159 f.). Bereits 2019 hat das 
Verwaltungsgericht erkannt, dass Vergleichszeitpunkt für die Frage der 
Rentenrevision die Mitteilung vom 3. Oktober 2012 (AB 120) ist (AB 169/9 
E. 3.1.2) und der neue Status (35 % Erwerb und 65 % Haushalt statt wie 
zuvor je 50 %) einen Revisionsgrund bildet, wobei die Frage nach einem 
zusätzlichen medizinischen Revisionsgrund offen gelassen wurde 
(AB 169/12 E. 3.4). Allein schon aufgrund dieses Statuswechsels ist der 
Rentenanspruch neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen 
allseitig frei zu prüfen (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

3.2 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 
13. Januar 2023 (AB 250) präsentierte sich die (medizinische) Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt: 

3.2.1 Im Rahmen der Rentenprüfung ab Dezember 2015 gingen sowohl 
die Beschwerdeführerin als auch die behandelnden Ärzte von einem im 
Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand aus (AB 132/1 Ziff. 1.1, 
136/2 Ziff. 1, 147/1 Ziff. 1, 158/9, 161/22 f.), doch attestierten letztere auf 
psychiatrischem Fachgebiet eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit in der Grössenordnung von 50 bzw. mehr als 50 % (AB 136/3 Ziff. 11, 
147/2 Ziff. 11, 161/23).

3.2.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 26. November 2019 diagnosti-
zierte Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Psychiatrie des Spitals F.________, eine schwere gemischte Persönlich-
keitsstörung mit vor allem abhängigen, aber auch selbstunsicheren Antei-
len (ICD-10 F61.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, aktuell 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1; AB 180.1/19 Ziff. 6), und 

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er verneinte aktuell (seit der Geburt des jüngsten Sohnes im Jahr 2011) 
eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt (AB 180.1/22 f.).

3.2.3 Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) führte in der Stellungnahme 
vom 17. Februar 2021 aus, die Herleitung der Diagnose einer Persönlich-
keitsstörung (vgl. E. 3.2.2 hiervor) sei nicht nachvollziehbar, zumal Persön-
lichkeitsstörungen gemäss ICD-10 in der Kindheit oder Jugend begännen 
und sich auf Dauer im Erwachsenenalter manifestierten (AB 195/2); folglich 
könne auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. E.________ vom 
26. November 2019 (AB 180.1) nicht abgestellt werden (AB 195/4).

3.2.4 In den Berichten vom 2. März und 31. Mai 2021 stellte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Rheumatologie, die Verdachtsdiagnosen eines 
Morbus Behçet, u.a. mit Aphten und Polyarthritis, sowie von restless legs 
und die Diagnosen eines rezidivierenden Schleiersehens beidseits und 
Schmerzen sowie chronische Lumbalgien (AB 197/3, 209/2). Die Be-
schwerdeführerin sei momentan (auch in einer Verweistätigkeit) nicht ar-
beitsfähig (Bericht vom 6. Mai 2021; AB 205/2).

3.2.5 Med. prakt. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
nannte im Bericht vom 7. Juni 2021 als Diagnosen einen Morbus Behçet, 
chronische Lumbalgien, eine psychosoziale Belastungssituation sowie ein 
chronisches Handekzem (AB 209/4 Ziff. 3); es bestünden bis auf weiteres 
eine volle Arbeitsunfähigkeit und auch im Haushalt deutliche Einschrän-
kungen (AB 209/5 Ziff. 11).

3.2.6 Die Gutachter der MEDAS kamen im Gutachten vom 30. August 
2022 zum Schluss, im Vordergrund stehe aktuell neuerlich ein leichtes bis 
mittelgradiges depressives Zustandsbild im Rahmen einer rezidivierenden 
depressiven Störung, dies mit Chronifizierungszeichen. Mangels relevanter 
Persönlichkeitsauffälligkeiten in der Kindheit/Jugend und im frühen Er-
wachsenenalter lasse sich eine Persönlichkeitsstörung nicht feststellen, sei 
eine solche doch auch sowohl vom langjährig behandelnden Psychiater als 
auch im Rahmen früherer psychiatrischer Untersuchungen nicht diagnosti-
ziert worden. Mit Blick auf die jahrelange, insbesondere nächtliche Betreu-
ung des behinderten Sohnes sei diagnostisch von Problemen mit Bezug 
auf die Lebensbewältigung (wie körperliche und psychische Belastung mit 

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Stress, Erschöpfung und Ausgebranntsein; ICD 10 Z73) auszugehen. Der 
Morbus Behçet werde den Vaskulitiden, also den entzündlichen Gefässer-
krankungen mit dermatologischen und rheumatologischen Symptomen, 
zugeordnet und sei gekennzeichnet u.a. durch wiederkehrende Aphthen 
der Mundschleimhaut und im Genitalbereich sowie durch Augenentzün-
dungen, wobei eine Beteiligung anderer innerer Organe und von Gelenken 
möglich sei. Unter Berücksichtigung der internationalen Kriterien bezüglich 
Morbus Behçet sei festzuhalten, dass doch vieles für das Vorliegen eines 
derartigen Krankheitsbildes spreche. Diagnosen mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit seien folglich ein lumbovertebrales Syndrom (ICD-10 
M54.86), ein chronisches Cervicalsyndrom (ICD-10 M54.82), der Morbus 
Behçet (ICD-10 M35.2) sowie die rezidivierende depressive Störung, ggw. 
leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0 bis F33.1). Aus neurologi-
scher und allgemein-internistischer Sicht fänden sich keine Erkrankungen 
von Relevanz und mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (AB 236.1/6 f.). Im 
Rahmen der aktuellen Untersuchung könne eine Arbeitsunfähigkeit von 
30 % erhoben werden (AB 236.1/8 Ziff. 4.6). Bereits vor vielen Jahren habe 
die C.________ eine Nichteignungsverfügung erlassen, gemäss welcher 
die Beschwerdeführerin nicht mehr als ... arbeiten und keine Tätigkeiten 
ausüben dürfe, bei denen sie in Kontakt mit … komme; das bedeute, dass 
seit Juni 1998 die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden dür-
fe. Betreffend Tätigkeiten im Haushalt sei die im Rahmen der Haushaltsab-
klärung vom 29. September 2020 (Status je 50 % Erwerb und Haushalt) 
erhobene Einschränkung von 22.4 % plausibel (AB 236.1/9 Ziff. 4.9).

3.2.7 Bezugnehmend auf eine stattgehabte Abklärung im Spital 
I.________, gemäss welcher lediglich eine Schmerzkrankheit und keine 
Aktivität einer Arthritis vorliege, wiederholte Dr. med. G.________ im Be-
richt vom 7. November 2022 die von ihm bereits vorgängig gestellten (Ver-
dachts-)Diagnosen (vgl. E. 3.2.4 hiervor) und wies auf eine weiterhin "sehr 
schwer lesbare Situation" mit teils objektivierbaren Befunden, teils lediglich 
schmerzhaften Gelenken ohne Synovitis, hin. Im Spital I.________ sei dies 
lediglich als Schmerzkrankheit gedeutet worden, was seiner Meinung nach 
etwas zu kurz greife (AB 248/4 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 12

3.2.8 Med. prakt. H.________ diagnostizierte im Bericht vom 12. Dezem-
ber 2022 eine seit Jahren bestehende mittelgradige bis schwere Depressi-
on, welche die Beschwerdeführerin im Alltag stark beeinträchtige. Im Ver-
lauf sei noch eine rheumatologische Erkrankung mit dem Morbus Behçet 
hinzugekommen, welche sie noch zusätzlich beeinträchtige. Sie sei im All-
tag auf Unterstützung sowohl im Haushalt als auch beim Pflegen sozialer 
Kontakte angewiesen. Häufig bestehe eine starke Erschöpfung (AB 248/3).

3.2.9 Der die Beschwerdeführerin seit Jahren behandelnde Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Bericht 
vom 13. Dezember 2022 aus, er sei ursprünglich diagnostisch von einer 
rezidivierenden depressiven Störung, leicht- bis mittelgradige Episode mit 
chronischem Verlauf, ausgegangen. In den letzten Jahren (so auch im 
Rahmen der gutachterlichen Untersuchung am 15. August 2019 [recte: 
3. Oktober 2019 {AB 180.1/3}]) sei eine (im Vordergrund stehende) Persön-
lichkeitsstörung diagnostiziert worden, weshalb er unter Berücksichtigung 
der gutachterlichen Untersuchungsbefunde seine Diagnose revidieren 
müsse. Die Beschwerdeführerin habe die Geburt ihres Sohnes im Jahr 
2011 sehr traumatisch erlebt. Diese Traumatisierung und die infolge des-
sen entstandene posttraumatische Belastungsstörung seien in der Vergan-
genheit verkannt worden. Nach heutigen Kenntnissen sei davon auszuge-
hen, dass es infolge der Traumatisierung zu einer andauernden Persön-
lichkeitsänderung gemäss ICD-10 F62.0 gekommen sei. Diese neue dia-
gnostische Zuordnung sei auch eine klare Erklärung, warum die Beschwer-
deführerin von einer antidepressiven Behandlung vorübergehend profitiert 
habe, es jedoch zu keiner stabilen Veränderung gekommen sei. Aus psych-
iatrischer Sicht bestehe in der Tätigkeit als Hausfrau und Mutter eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %, wogegen aktuell in einer aus-
serhäuslichen Tätigkeit von einer vollen Einschränkung auszugehen sei 
(AB 248/6 ff.).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 13

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). Die unterschiedliche Natur von Behand-
lungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benen-
nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 14

3.4 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 30. August 2022 
(AB 236.1) sowie die Teilgutachten (AB 236.2 bis 236.7) erfüllen die Vor-
aussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringen vollen Be-
weis (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Die gutachterlichen Feststellungen und Aus-
führungen beruhen auf umfassenden fachärztlichen Abklärungen und sind 
in Kenntnis bzw. Würdigung der Vorakten sowie der geklagten Einschrän-
kungen getroffen worden. Die Gutachter legten die medizinischen Zusam-
menhänge einleuchtend dar und begründeten die daraus gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur medizinisch-
theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Sodann fanden 
die Ergebnisse der einzelnen fachärztlichen Untersuchungen Eingang in 
die umfassende interdisziplinäre Konsensbeurteilung (vgl. BGE 143 V 124 
E. 2.2.4 S. 128; 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224). Das Gutachten ist im Übrigen 
in sich widerspruchsfrei, schlüssig sowie überzeugend. Was die Beschwer-
deführerin dagegen vorbringt (Beschwerde, S. 8 ff. Ziff. 26 ff.), vermag des-
sen Beweiswert nicht zu schmälern.

3.4.1 Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. K.________, Praktische 
Ärztin sowie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (AB 236.5/11 
und /14), wie schon früher der RAD im Bericht vom 17. Februar 2021 
(AB 195/2 ff.), legen anhand der klassifikatorischen Vorgaben (vgl. dazu 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische 
Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 174 f.) überzeugend dar, dass das Gutachten 
des Dr. med. E.________ vom 26. November 2019 (AB 180.1) nicht zu 
überzeugen vermag, weshalb entgegen der Auffassung in der Beschwerde, 
S. 5 Ziff. 15, darauf nicht abgestellt werden kann. Dieses Gutachten von 
2019 enthält zudem kein Indiz, das die Einschätzung der Gutachterin Dr. 
med. K.________ in Zweifel ziehen oder weitere Abklärungen nötig ma-
chen würde. Auch der aktuelle Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. 
med. J.________ vom 13. Dezember 2022 (AB 248/6 ff.) enthält kein Ele-
ment, das gegen die Zuverlässigkeit der Annahme der psychiatrischen 
Gutachterin spräche. Der Behandler geht vielmehr deshalb von einer Per-
sönlichkeitsänderung aus, weil die Beschwerdeführerin in Phasen teilwei-
ser Remission der depressiven Symptomatik nicht wieder habe adäquat am 
sozialen Leben teilnehmen können (AB 248/7), doch begründet er nicht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 15

weshalb dies aus medizinischen Gründen so hätte sein müssen, sondern 
er schliesst allein vom effektiven Verhalten auf die Diagnose, ohne weitere 
Abklärungen (Psychostatus, Tests etc.) vorzunehmen. Diese abweichende 
– und überzeugend verworfene – diagnostische Einordnung (Persönlich-
keitsstörung) war den Gutachtern gestützt auf das Gutachten des Dr. med. 
E.________ (AB 180.1) hinlänglich bekannt. Dasselbe gilt für die von Dr. 
med. J.________ postulierte Traumatisierung im Rahmen der Geburt des 
behinderten Sohnes mit daraus resultierender posttraumatische Belas-
tungsstörung, welche sich – so gemäss Bericht vom 13. Dezember 2022 – 
zu einer Persönlichkeitsstörung entwickelt habe. Es liegen diesbezüglich 
demnach auch keine Aspekte vor, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. E. 3.3.2 hiervor).

3.4.2 Das Verwaltungsgericht hat 2019 "vorab" allein die Durchführung 
eines psychiatrischen Gutachtens angeordnet (AB 169/16 f. E. 4.3), wobei 
sich im Nachgang neue gesundheitliche Probleme ergeben haben (Morbus 
Behçet, restless legs und Rückenprobleme; Berichte des RAD vom 
15. April [AB 200/2] resp. 9. August 2021 [AB 213/2]), so dass sich eine 
polydisziplinäre Abklärung aufdrängte, nachdem sich das Gutachten des 
Dr. med. E.________ vom 26. November 2019 (AB 180.1) als nicht ver-
wertbar erwies (Bericht des RAD vom 17. Februar 2021; AB 195/2 ff.).

3.4.3 Die Berichte des Dr. med. G.________ und der med. prakt. 
H.________ vom 7. November resp. 12. Dezember 2022 (AB 248/4 f. resp. 
/3) enthalten schliesslich ebenfalls kein Indiz, das gegen die Annahmen der 
Experten – und insbesondere der psychiatrischen Gutachterin – spräche. 
Diese Berichte decken sich im Wesentlichen mit den vor der Begutachtung 
gemachten und den Gutachtern hinlänglich bekannten (vgl. AB 236.6/18 ff.; 
vgl. E. 3.3.2 hiervor) bzw. von diesen gewürdigten Ausführungen (vgl. 
AB 236.4/9) in den Berichten vom 2. März und 31. Mai 2021 (AB 197/3 f., 
209/2 f.) bzw. vom 7. Juni 2021 (AB 209/4 ff.).

3.5 Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der MEDAS vom 
30. August 2022 ist eine Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer leidensange-
passten Tätigkeit erstellt (AB 236.1/8 Ziff. 4.7). Ebenso erstellt ist die vom 
Abklärungsdienst ermittelte Einschränkung von 22.4 % im Haushalt, konnte 
deren Herleitung von den Gutachtern aufgrund der erhobenen Befunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 16

doch als plausibel nachvollzogen werden (AB 236.1/9 Ziff. 4). Selbstredend 
ist die Allergie der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen, auch wenn dies 
im Gutachten so nicht explizit erwähnt wird; immerhin wird die Diagnose 
des chronisch-rezidivierenden Handekzems beidseits als ohne Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit erwähnt (AB 236.1/7 Ziff. 4.3.2) und in der Zusatzfrage 
Ziff. 3 (AB 236.1/9) darauf hingewiesen, dass aufgrund dessen die ange-
stammte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden darf. Bestimmend für die 
Gesamtarbeitsunfähigkeit (von 30 %; AB 236.1/8 Ziff. 4.7) sind die psychia-
trische und orthopädische Beurteilung (AB 236.1/7 Ziff. 4.5), wobei in bei-
den Fachgebieten von je einer – folglich nicht additiven – Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % ausgegangen worden ist (AB 236.4/12 Ziff. 8.2, 236.5/14 
Ziff. 7.1). Es kann deshalb offen bleiben, ob die psychiatrischen Einschrän-
kungen zu berücksichtigen sind oder nicht, da dies am Resultat einer 
30%igen Arbeitsunfähigkeit nichts ändert; eine Indikatorenprüfung (vgl. 
E. 2.2 hiervor) kann deshalb unterbleiben.

4.

Was den Status (vgl. E. 2.3.2 hiervor) betrifft, hat das Verwaltungsgericht in 
VGE IV/2018/885, E. 3.4 (AB 169/12), den von der Beschwerdegegnerin 
neu festgesetzten (gemischten) Status von 35 % Erwerb und 65 % Haus-
halt bestätigt und ausgeführt, der diesbezügliche Revisionszeitpunkt sei 
nach Januar 2018 (und somit nach Inkrafttreten der neuen Bestimmungen 
der IVV per 1. Januar 2018; vgl. E. 5.2 nachfolgend) anzunehmen. Dies hat 
auch heute noch unverändert Gültigkeit. Ab Dezember 2018 geht die Be-
schwerdegegnerin von einem geänderten Status mit Anteilen von je 50 % 
Erwerb und Aufgabenbereich aus (AB 189/7). Diese Änderung – die wie-
derum einen Revisionsgrund darstellt (vgl. E. 2.4.1 hiervor) – sowie die 
neue Aufteilung der Tätigkeitsbereiche ist nicht zu beanstanden: Anders als 
in der Beschwerde, S. 5 f. Ziff. 16 ff., ausgeführt, ist es nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ein Pen-
sum von 80 % inne hätte. So mag zwar durchaus die finanzielle Notwen-
digkeit einer Pensumsausweitung bestehen (vgl. Beschwerde, S. 6 
Ziff. 18), jedoch bedarf der behinderte Sohn einer intensiven Pflege. Zudem 
ist er nur während der Schulzeit an vier Tagen pro Woche in der Schule; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 17

die Betreuung während der Ferien wäre nicht gesichert. Dies abgesehen 
davon, dass es bei der (nicht krankhaften; vgl. E. 3.4.1 hiervor) Persönlich-
keit der Beschwerdeführerin nicht realistisch erscheint, sie würde die Be-
treuung ihres Sohnes jemand anderem anvertrauen (vgl. AB 138/4 Ziff. 3.5, 
180.1/15 Ziff. 3.7).

Gestützt auf die Statusfestsetzung von 35 % Erwerb und 65 % Haushalt bis 
30. November 2018 resp. je 50 % ab 1. Dezember 2018 hat nachfolgend 
die Invaliditätsbemessung anhand der gemischten Methode zu erfolgen 
(vgl. E. 2.3.1 hiervor), d.h. im Erwerbsbereich mittels Einkommenvergleichs 
(vgl. E. 5 nachfolgend) und im Aufgabenbereich Haushalt mittels eines 
Betätigungsvergleichs (vgl. E. 6 nachfolgend).

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
der allfälligen Rentenrevision massgebend, wobei Validen- und Invaliden-
einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten-
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungser-
lass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bun-
desgericht {BGer}] vom 12. Februar 2004, I 607/03, E. 7.2.1).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 18

nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV 
Nr. 22 S. 71 E. 4.2).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 
296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den LSE herangezogen werden. Dabei wird in der Regel der To-
talwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenomme-
nen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardi-
sierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

5.2 Da die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als ... ge-
sundheitsbedingt aufgeben musste und sie nunmehr ihre zumutbare medi-
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nicht verwertet, legte die Beschwerde-
gegnerin die Vergleichseinkommen zu Recht gestützt auf die Tabellenlöhne 
gemäss den LSE fest (AB 250/2 f. i.V.m. AB 189/11): das Valideneinkom-
men gestützt auf die Tabelle TA1, Wirtschaftszweige 94-96 (Erbringung 
von sonstigen Dienstleistungen), Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art); das Invalideneinkommen gestützt auf 
die Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, sowie unter Berücksichtigung 
der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die dabei vom Abklärungsdienst 
berücksichtigten Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
(AB 189/11) scheinen mit Blick auf das nachträglich erstellte polydisziplinä-
re Gutachten (AB 236.1) zwar zu hoch, wenngleich für die Beschwerdefüh-
rerin nicht nachteilig, und ändern, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, am Er-
gebnis eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades ohnehin nichts, so 
dass diese Frage offen bleiben kann. Ein darüber hinausgehender Abzug 
vom Tabellenlohn rechtfertigt sich vorliegend jedenfalls nicht, zumal beide 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 19

Vergleichseinkommen anhand statistischer Werte bestimmt werden und 
folglich die übrigen Einzelfallkriterien (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen 
zu berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Damit ist (in Übereinstimmung mit der Beschwerdegeg-
nerin) von Einschränkungen von ungewichtet 25.20 % bis Ende 2017 resp. 
43.18 % ab Januar 2018 auszugehen (AB 189/11). Zu berücksichtigen ist 
zudem, dass die Neuregelung der gemischten Methode per 1. Januar 2018 
einen in der Verordnung geregelten Revisions- bzw. Neuanmeldungsgrund 
darstellt (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. De-
zember 2017 der IVV), weshalb die Vergleichseinkommen per Januar 2018 
neu festzulegen sind, wobei eine Aufrechnung des Valideneinkommens auf 
ein (hypothetisches) Pensum von 100% erfolgt (aArt. 27bis Abs. 3 lit. a IVV).

6.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 29. September 2020 
(AB 189/2 ff.) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an derartige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 20

Berichte und überzeugt, so dass darauf abzustellen ist. Der Bericht wurde 
vom spezialisierten Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin gestützt auf 
Erhebungen vom 25. November 2016 und 4. August 2020 bei der Be-
schwerdeführerin zu Hause (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV) verfasst. Dass die Ab-
klärerinnen befangen sein sollten, wie dies in der Beschwerde, S. 6 Ziff. 19, 
angetönt wird, ist – abgesehen davon, dass diese Rüge verspätet und so-
mit verwirkt (BGE 143 V 66) wäre – nicht erstellt und wird denn auch nicht 
dadurch begründet, dass sie ein erwartetes "für die Versicherte nachteiliges 
Abklärungsergebnis" erwähnt haben sollen. Das Abklärungsergebnis stützt 
sich auf die Angaben der Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerb-
lichen Verhältnissen und zum Haushalt. Die im Abklärungsbericht enthalte-
ne Umschreibung der Haushaltsaufgaben entspricht den Vorgaben gemäss 
Rz. 3087 des damals anwendbaren (vom BSV herausgegebenen) Kreis-
schreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 
(KSIH). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann 
innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbetracht der kon-
kreten Umstände nicht zu beanstanden. Was die Gewichtung der einzelnen 
Einschränkungen anbelangt, ist der Betätigungsvergleich nachvollziehbar 
begründet und hinreichend detailliert. In diesem Zusammenhang ist nicht 
zu beanstanden, dass die Verwaltung im Rahmen der Abklärung 2020 die 
Sparten anders als 2016 gewichtet hat (Beschwerde, S. 6 Ziff. 20). Insbe-
sondere ist der Bereich "Betreuung von Kindern und/oder anderen Angehö-
rigen" wegen des erhöhten Betreuungsaufwandes für den älter geworde-
nen behinderten Sohn von 15 % im Jahr 2016 (AB 138/10) auf 40 % 
(AB 189/16 und /20) erhöht worden, was zwangsläufig auch zu anderen 
Gewichtungen der restlichen Bereiche führt. So wird denn auch das An-
bringen der Sonde für D.________ in diesem Bereich berücksichtigt 
(AB 189/20) und nicht im Bereich "Ernährung", was in der Beschwerde, 
S. 7 Ziff. 22, übersehen wird. Die Schadenminderung der Familienangehö-
rigen wird dabei nicht zu stark ausgeweitet; in der Beschwerde, S. 6 
Ziff. 20, wird offenbar übersehen, dass Einschränkungen in allen Bereichen 
bestehen (AB 189/13 ff.), so dass nicht alle Tätigkeiten den Angehörigen 
angerechnet werden. Aufgrund des beweiskräftigen Gutachtens von 2022 
(AB 236.1) sind keine psychischen Beschwerden erstellt, die eine höhere 
Einschränkung im Bereich Wohnungs- und Hauspflege erlaubten; vielmehr 
wird die durch den Abklärungsdienst angenommene Einschränkung durch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 21

die Experten explizit bestätigt (AB 236.1/9 Ziff. 4). In Bezug auf das in der 
Beschwerde, S. 7 Ziff. 23, Ausgeführte ist festzuhalten, dass die Experten 
nicht von einer wesentlichen Verschlechterung des psychischen Gesund-
heitszustandes ausgehen (AB 236.1/9 Ziff. 6) und, wie bereits in E. 3.5 
hiervor erwähnt, die Annahme einer Veränderung des Gesundheitszustan-
des aus orthopädischer Sicht (AB 236.1/9 oben) keine additive Arbeitsun-
fähigkeit zur Folge hat. In der Beschwerde, S. 8 Ziff. 24, wird übersehen, 
dass die Einschränkung in der Betreuung des behinderten Sohnes nicht 
16 %, sondern 40 % beträgt (AB 189/16 und /20; die 16 % zeigen die Ge-
samtgewichtung an). In der Folge resultieren ab Januar 2018 ungewichtete 
Einschränkungen von 22.4 % (AB 189/16 ff.).

7.

7.1 Die gewichteten Einschränkungen im Bereich Haushalt von 14.56 % 
(ab Januar 2018) bzw. 11.20 % (ab Dezember 2018) und im erwerblichen 
Bereich von 15.11 % (ab Januar 2018) bzw. 21.59 % (ab Dezember 2018) 
führen gesamthaft zu rentenausschliessenden (maximalen; vgl. E. 3.5 und 
5.2 hiervor) Invaliditätsgraden von gerundet (zur Rundung: BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) 30 % ab Januar 
2018 und 33 % ab Dezember 2018 (AB 189/21), womit im massgeblichen 
Zeitpunkt der Einstellung (Art 88bis Abs. 2 lit. a IVV) per Ende Dezember 
2018 (AB 250/1) kein Rentenanspruch mehr bestanden hat (vgl. E. 2.3 
hiervor).

7.2 Die rückwirkende Einstellung per Ende 2018 (AB 250/1) ist schliess-
lich nicht zu beanstanden, denn die Beschwerdegegnerin hatte in der 
– durch das Verwaltungsgericht 2019 aufgehobenen (AB 169) – Verfügung 
vom 26. Oktober 2018 die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde ent-
zogen (AB 159/1), was gemäss BGE 129 V 370 E. 3 f. S. 372 ff. dazu führt, 
dass dieser Entzug bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung auch für 
den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Ver-
waltungsverfügung andauert, was wiederum eine rückwirkende Leistungs-
einstellung zur Folge hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 22

7.3 Da die Beschwerdeführerin seit 1. Februar 2001 (AB 62) und damit 
seit mehr als fünfzehn Jahren eine Viertelsrente bezieht, ist zu prüfen, ob 
vor der Rentenaufhebung Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind 
(BGE 145 V 209 E. 5.4 S. 214; SVR 2020 IV Nr. 66 S. 231 E. 2.3.1 und 
E. 2.3.3). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhe-
bung setzt Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähig-
keit voraus; fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungs-
massnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchgeführt werden müsste (SVR 2019 IV Nr. 3 S. 9 E. 7).

In Würdigung der von der Beschwerdeführerin gegenüber den Gutachtern 
gemachten Ausführungen fehlt es ihr am subjektiven Eingliederungswillen. 
So erachtet sie sich aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation seit Jahren 
als nicht arbeitsfähig (AB 236.2/3 Ziff. 3.2.6, 236.4/4 Ziff. 3.2.7) und äussert 
denn auch keine Zukunftsvorstellungen in Bezug auf berufliche Tätigkeiten 
bzw. Eingliederung (AB 236.2/3 Ziff. 3.2.12). Sie habe keine Ziele und kei-
ne Motivation. Sie sei sich sicher, dass Arbeiten "nicht gehe", auch einer 
Umschulung stehe sie ablehnend gegenüber (AB 236.3/4 Ziff. 3.2.12). Sie 
könne sich nicht vorstellen, wieder arbeiten zu gehen (AB 236.3/3 
Ziff. 3.2.7, 236.5/6 Ziff. 3.2.12). Tatsächlich ist die Beschwerdeführerin 
denn auch während des (langjährigen) Rentenbezugs (Viertelsrente) nie 
einer daneben zumutbaren (angepassten) Tätigkeit (in reduziertem Pen-
sum) nachgegangen und sie hat ausserdem im vorliegenden Verfahren 
keine beruflichen Massnahmen beantragt. Folglich konnte die Rentenauf-
hebung vorliegend ohne vorgängige Gewährung von Eingliederungsmass-
nahmen erfolgen.

7.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 13. Ja-
nuar 2023 (AB 250) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 23

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

8.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Aug. 2023, IV/23/110, Seite 24

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.