# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf29e6dd-4ad1-57ef-b386-97e374a937e7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.05.2010 D-3616/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3616-2010_2010-05-25.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3616/2010
sch/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.__________, geboren (...),
Sri Lanka,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Mai 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3616/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  Sri  Lanka eigenen Angaben zufolge am 
12. November  2008  verliess  und  am  19. November 2008  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er bei  der Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrenszentrum 
Basel vom 24. November 2008 und der Anhörung durch das BFM vom 
6.  August  2009  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  stamme  aus 
B.___________ im Süden Sri Lankas, habe den Beruf des Schneiders 
erlernt  und  sei  nach  seiner  Heirat  im  Jahr  1984  nach 
C.___________/D.__________ im Westen Sri Lankas gezogen, wo er 
zusammen mit seiner Ehefrau ein Schneidergeschäft geführt habe,

dass  er  seit  Anfang  2008  einen  Kunden  namens E.___________ 
gehabt habe, für den er regelmässig Hosen und Hemden geschneidert 
habe,

dass  in  der  Nacht des  15.  September  2008  vier  unbekannte,  be-
waffnete  Männer,  die  in  sein  Haus  eingedrungen  seien,  sich  nach 
seinem  Verhältnis  zu  E.___________  erkundigt  und  Goldschmuck 
gestohlen hätten,

dass sie ihn in einen weissen Van gebracht und mitgenommen hätten,

dass er die Männer angefleht habe, ihn freizulassen, wozu sich diese 
unter  der  Bedingung  einer  erheblichen  Geldleistung  bereit  erklärt 
hätten,

dass er nach Hause gegangen und mit seiner Familie zu seinem in der 
Nähe wohnenden Schwiegervater gezogen sei,

dass er den Entführern eine beziehungsweise zwei Wochen später die 
Hälfte des von ihnen geforderten Geldes überreicht habe, worauf diese 
ihm gesagt hätten, er dürfe niemandem davon erzählen,

dass seine Schwägerin danach zwei- oder dreimal einen weissen Van 
vor seinem Haus gesehen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Mai 2010 – eröffnet am folgen -
den Tag –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-

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trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  trotz  entsprechender  Aufforderung  bis  zum 
heutigen Zeitpunkt  seine  Identitätskarte  nicht  eingereicht,  obwohl  er 
erklärt habe, diese befinde sich zu Hause und könne ihm von seiner 
Ehefrau in die Schweiz geschickt werden,

dass sich daher der Schluss aufdränge, der  Beschwerdeführer habe 
dem BFM die  rechtsgenüglichen  Reise-  beziehungsweise  Identitäts-
papiere  bewusst  vorenthalten,  um  seine  Identität  zu  verschleiern 
und/oder einen allfälligen Wegweisungsvollzug zu erschweren oder zu 
verhindern,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm ver-
unmöglicht  hätten,  dem BFM innerhalb  von 48 Stunden Reise- oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers hinsichtlich der Entführung 
und Erpressung unglaubhaft seien, da er nicht habe erklären können, 
welchen Zusammenhang die Entführer zwischen E.___________ und 
der Erpressung hergestellt hätten,

dass die Schilderung der Entführung unrealistisch und stereotyp sei,

dass  auch  die  Szene  der  Geldübergabe  undifferenziert  geschildert 
worden sei, zumal der Beschwerdeführer nicht habe angeben können, 
wer von den Entführern dabei gewesen sei,

dass er sich hinsichtlich der zwischen der Entführung und der Geld-
übergabe verstrichenen Zeit widersprüchlich geäussert habe, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  –  selbst  wenn  sie  ge-
glaubt  werden  könnten  –  asylrechtlich  nicht  relevant  wären,  weil  es 
ihm zumutbar  und möglich gewesen wäre,  sich  an die  Behörden zu 
wenden, um Schutz zu erhalten,

dass er selbst erklärt habe, es handle sich um ein gemeinrechtliches 
Delikt ohne ersichtlichen politischen Hintergrund, was ebenfalls gegen 
die Asylrelevanz des Vorbringens spreche,

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dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG demnach nicht erfülle, und zusätzliche Abklärungen zum 
Bestehen  derselben  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Mai 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das 
Bundesamt sei anzuweisen, sein Asylgesuch materiell zu behandeln, 
damit er als Flüchtling anerkannt und ihm Asyl gewährt werde,

dass für die Begründung der Eingabe auf die Akten zu verweisen und, 
soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 21.  Mai  2010  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments  (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer in  seiner Eingabe einräumt,  er  habe die 
Identitätskarte den schweizerischen Asylbehörden bislang nicht abge-
geben, da er von Landsleuten dahingehend beraten worden sei,

dass er diese jedoch noch vor dem Entscheid des BFM habe kommen 
lassen und deshalb mit der Beschwerde einreichen könne,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Anhörung  zu  den  Asylgründen 
erklärte, er habe Sri Lanka mit seinem eigenen Reisepass verlassen, 
diesen  jedoch nur  bis  Dubai  benutzt,  wo er  ihn  dem Schlepper  ge-
geben haben, der ihm kurz vor der Weiterreise einen anderen Reise-
pass ausgehändigt habe (act. A10/21 S. 4 f.),

dass  nicht  ersichtlich  ist,  weshalb  der  Beschwerdeführer,  der  seine 
Heimat mit seinem echten Reisepass verlassen konnte, für die Weiter-
reise ab Dubai eines nicht authentischen Reisepasses bedurft hätte,

dass das Bundesverwaltungsgericht davon ausgeht, der Beschwerde-
führer sei im Besitz authentischer Reise- beziehungsweise Identitäts-
papiere gewesen, die er den schweizerischen Asylbehörden indessen 
in pflichtwidriger Weise nicht abgab (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG),

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dass  die  Einreichung  von  Identitätspapieren  auf  Beschwerdeebene 
nicht zur Aufhebung eines gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG er-
lassenen Nichteintretensentscheids  führt,  falls  der  Beschwerdeführer 
keine  genügende  Entschuldigung  für  das  Nichteinreichen  derselben 
bei der Vorinstanz hatte (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5 S. 108 ff.), 

dass das Einreichen der Identitätskarte auf Beschwerdeebene entge-
gen  der  vom  Beschwerdeführer  vertretenen  Auffassung  (vgl.  Be-
schwerde S. 1) somit nicht zwingend zur materiellen Prüfung des Asyl-
gesuchs führen muss,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 6. August 2009 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  Schluss  gezogen 
werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass die Vorbehalte der Vorinstanz hinsichtlich der Glaubhaftigkeit der 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vom  Bundesverwaltungsgericht 
geteilt werden,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  –  unbesehen  der  Frage  der  Glaub-
haftigkeit der Vorbringen – jedoch ohnehin nicht davon auszugehen ist, 
dem geltend gemachten Sachverhalt habe eine asylrechtlich relevante 
Motivation zugrunde gelegen,

dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung geltend machte, bei den 
Personen, die in sein Haus eingedrungen seien und ihm Geld abge-
nommen hätten, habe es sich um Diebe gehandelt,

dass er des Weiteren aussagte, bei der Angelegenheit sei es um Geld 
gegangen (act. A10/21 S. 11),

dass  der  Beschwerdeführer,  sollte  er  sich  nach  der  Geldübergabe 
weiterhin bedroht gefühlt haben, sich an die srilankischen Sicherheits-
behörden hätte wenden können,

dass  sein  Einwand,  viele  Gruppierungen  hätten  Kontakt  zur  Polizei 
(act. A11/21 S. 13, Beschwerde S. 1 f.),  zwar nicht generell  von der 

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Hand zu weisen ist, hingegen nicht davon ausgegangen werden kann, 
der überwiegende Teil der Sicherheitsbehörden würde keinen Schutz 
gegen kriminelle Übergriffe gewähren,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  gemäss  vor  dem 
15. September 2008 keine Schwierigkeiten hatte (act. A1/9 S. 6) und 
seit  Jahren  im  Süden  und  Westen  Sri  Lankas  lebte,  so  dass  sein 
mangelndes  Vertrauen  in  die  Sicherheitsbehörden  seines  Heimat-
landes einer objektiven Grundlage entbehrt,

dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  als  erstellt  zu  erachten  ist, 
weshalb entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung eine 
Befragung der in Sri  Lanka lebenden Angehörigen des Beschwerde-
führers durch die schweizerische Botschaft in Colombo sich als nicht 
notwendig erweist,

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht 
zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Auslände-
rinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlings-
eigenschaft  gilt,  dass heisst,  sie  sind zu beweisen,  wenn der  strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 
(vgl.  WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Aus-
länderrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148), 

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völker-
rechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Aus-
länderin oder des Ausländers in  den Heimat-,  Herkunfts-  oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit  
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer -
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Sri Lanka noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass im Süden und Westen des Landes keine Situation allgemeiner 
Gewalt  im  Sinne  von Art.  83  Abs.  4  AuG herrscht,  das  Bundesver-
waltungsgericht  indessen  nicht  verkennt,  dass  auch  nach  dem Sieg 
der srilankischen Regierung über die "Liberation Tigers of Tamil Eelam 
(LTTE)  viele  Fragen  offen  sind  und  die  Sicherheitslage  auch  in 
Colombo nach wie vor prekär ist,

dass der Beschwerdeführer aus dem Süden Sri  Lankas stammt und 
vor seiner Ausreise in die Schweiz im Jahr 2008 während 24 Jahren im 

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Westen  Sri  Lankas  lebte,  wo  er  keinerlei  nennenswerte  Probleme 
hatte,

dass  er  dort  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  und  ein  Wohnhaus 
verfügt  sowie grosse Berufserfahrung als  Schneider  hat,  so dass er 
nach  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  nicht  in  eine  existenzbe-
drohende Lage geraten wird, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  ihm  obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen:  vorinstanzliche 
Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie; Beilage: srilankische Identitätskarte Nr. (...))

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand:

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