# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6690a79b-cc2e-511b-9dc2-8a4e2d2fe8d8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 02.10.2018 A 2018 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2018-25_2018-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 18 25

4. Kammer

Vorsitz Racioppi
Richter Meisser, von Salis 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 2. Oktober 2018

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
Beschwerdeführer

gegen 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,
Beschwerdegegnerin 1

Eidgenössische Steuerverwaltung,
Beschwerdegegnerin 2

und

Gemeinde X._____,
Beschwerdegegnerin 3

betreffend Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuern

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1. Am 1. Dezember 2017 stellte die Steuerverwaltung des Kantons Graubün-

den A._____ die Veranlagungsverfügungen für die Einkommens- und Ver-

mögenssteuern 2016 sowie für die Liquidationsgewinnsteuer 2016 zu.

2. Dagegen erhob A._____ am 12. Februar 2018 Einsprache bei der kanto-

nalen Steuerverwaltung mit dem sinngemässen Antrag auf Reduktion der 

Veranlagungsverfügungen vom 1. Dezember 2017.

3. Mit Einspracheentscheiden vom 16. April 2018 trat die kantonale Steuer-

verwaltung infolge verspäteter Einreichung nicht auf die Einsprache vom 

12. Februar 2018 ein.

4. Mit Schreiben vom 14. Mai 2018 gelangte A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer) ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin 

machte er geltend, dass er die definitiven Veranlagungsverfügungen leider 

erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen habe. Die Veranlagungen seien, 

wie bereits in der Einsprache vom 12. Februar 2018 beantragt, anzupas-

sen. Er sei vom 14. Dezember 2017 bis 20. Januar 2018 abwesend und 

vom 1. bis 18. Februar 2018 100 % arbeitsunfähig gewesen.

5. Am 16. Mai 2018 teilte der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit, 

dass seine Eingabe vom 14. Mai 2018 den gesetzlichen Anforderungen für 

die Einleitung eines Verfahrens vor Verwaltungsgericht nicht genüge und 

setzte ihm eine Frist bis am 28. Mai 2018 zur Behebung der Mängel an.

6. Am 22. Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer dem Gericht eine Ergän-

zung seiner Beschwerde ein, wiederum mit dem Antrag auf Reduktion der 

angefochtenen Veranlagungsverfügungen.

7. Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend Beschwer-

degegnerin 1) schloss in ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2018 auf Ab-

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weisung der Beschwerde. Begründend führte sie aus, dass der Beschwer-

deführer nicht behaupte, die Veranlagungsverfügungen vom 1. Dezember 

2017 vor seinem Abflug ins Ausland vom 14. Dezember 2017 nicht erhalten 

zu haben. Er habe im Schreiben vom 14. Mai 2018 lediglich festgehalten, 

die Veranlagungen erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen zu haben. 

Der Beschwerdeführer hätte somit seine Einsprache in der Zeit zwischen 

deren Zustellung und dem Abflug vom 14. Dezember 2017 sehr wohl ein-

reichen können. Stattdessen datiere seine Einsprache vom 12. Februar 

2018. Den Nachweis, dass ihm die rechtzeitige Einreichung der Einsprache 

infolge eines unverschuldeten Hindernisses nicht möglich gewesen sei 

bzw. dass ein Fristwiederherstellungsgrund vorliege, habe der Beschwer-

deführer nicht erbracht, weshalb die Beschwerdegegnerin 1 zu Recht nicht 

auf die Einsprache eingetreten und die Beschwerde abzuweisen sei.

8. Am 29. Juni 2018 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinem Antrag 

fest.

9. Die Beschwerdegegnerin 1 verzichtete am 4. Juli 2018 unter Verweis auf 

ihre Vernehmlassung vom 12. Juni 2018 auf die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und in 

den angefochtenen Einspracheentscheiden vom 16. April 2018 sowie auf 

die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehen-

den Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekte des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwer-

deverfahrens bilden die Einspracheentscheide vom 16. April 2018, mit wel-

chen die Beschwerdegegnerin 1 auf die Einsprache des heutigen Be-

schwerdeführers vom 12. Februar 2018 nicht eingetreten ist. Solche Ent-

scheide können gemäss Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die di-

rekte Bundessteuer (DBG; SR 642.11), Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden 

(StHG; SR 642.14) i.V.m. Art. 139 Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kan-

ton Graubünden (StG; BR 720.000) bzw. Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über 

die Gemeinde- und Kirchensteuern (GKStG; BR 720.200) mit Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten werden. 

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus 

Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Ent-

scheide von Dienststellen der kantonalen Verwaltung und von unselbstän-

digen Anstalten des kantonalen Rechts beurteilt, soweit das kantonale 

Recht den direkten Weiterzug vorsieht, was hier − wie gesehen (vgl. 

Art. 139 Abs. 1 StG) − der Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der vor-

liegenden Streitsache in die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des 

Kantons Graubünden. Der Beschwerdeführer ist als formeller und materi-

eller Adressat der angefochtenen Einspracheentscheide beschwert und 

damit zur Beschwerdeerhebung befugt (vgl. Art. 50 VRG). Auf die zudem 

frist- und letztlich auch formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 52 

Abs. 1 und Art. 38 VRG) ist somit einzutreten.

2. Die Beschwerdegegnerin 1 ist auf die Einsprache des heutigen Beschwer-

deführers nicht eingetreten, weil gegen die Veranlagungsverfügungen vom 

1. Dezember 2017 erst am 12. Februar 2018 und damit verspätet Einspra-

che erhoben worden sei. Streitig und im vorliegenden verwaltungsgericht-

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lichen Beschwerdeverfahren zu prüfen ist somit einzig, ob die Beschwer-

degegnerin 1 infolge versäumter Einsprachefrist zu Recht nicht auf die Ein-

sprache vom 12. Februar 2018 eingetreten ist. Nicht Gegenstand des vor-

liegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bilden demge-

genüber die materiellen steuerlichen Aspekte und damit die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin 1 mit den angefochtenen Veranlagungsverfügungen 

vom 1. Dezember 2017 in der Sache selbst korrekt entschieden hat. Folg-

lich haben sich die nachfolgenden Ausführungen auf die Frage der Recht-

mässigkeit der angefochtenen Nichteintretensentscheide vom 16. April 

2018 zu beschränken.

3.1. Gemäss Art. 132 Abs. 1 DBG bzw. Art. 137 Abs. 1 StG bzw. Art. 29 Abs. 1 

GKStG kann der Steuerpflichtige gegen definitive Veranlagungsverfügun-

gen innert 30 Tagen seit Zustellung bei der Veranlagungsbehörde schrift-

lich Einsprache erheben. Bei dieser gesetzlichen Einsprachefrist handelt 

es sich um eine nicht erstreckbare Verwirkungsfrist (vgl. Art. 119 Abs. 1 

DBG bzw. Art. 124 Abs. 1 StG; ZWEIFEL/HUNZIKER, in: ZWEIFEL/BEUSCH 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über 

die direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., Basel 2017, Art. 132 Rz. 22). Da 

die Eröffnung einer Verfügung als empfangsbedürftige, nicht aber als an-

nahmebedürftige einseitige Rechtshandlung zu qualifizieren ist, entfaltet 

eine Verfügung ihre Rechtswirkungen bereits vom Zeitpunkt ihrer ord-

nungsgemässen Zustellung an. Als zugestellt gilt eine Verfügung, wenn sie 

ordnungsgemäss in den Gewahrsam des Adressaten oder einer anderen 

zur Entgegennahme berechtigten Person gelangt ist. Ob der Empfänger 

dabei vom Verfügungsinhalt tatsächlich Kenntnis nimmt, ist unerheblich; 

entscheidend ist vielmehr, dass er davon Kenntnis nehmen kann (BGE 

119 V 89 E.4b/bb). Ist die Sendung mit anderen Worten im Herrschaftsbe-

reich des Adressaten angelangt, ist es seine Sache, die Angelegenheit so 

zu ordnen, dass er den Inhalt der vorschriftsgemäss zugestellten Sendung 

zur Kenntnis nehmen kann (vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., 

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Art. 116 Rz. 20 f.; LOCHER, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, III. Teil, Basel 2015, Art. 116 Rz. 7 und 11).

3.2. Die Form der Zustellung von Verfügungen wird vom Gesetz nicht vorge-

schrieben. Somit bestimmt die Behörde selber, in welcher Form sie eine 

Verfügung oder einen Entscheid zustellen will. Weil die Behörde bei Erhe-

bung eines Rechtsmittels oder bei Vollstreckung der Verfügung oder des 

Entscheids die Beweislast für den Vollzug und den Zeitpunkt der Zustellung 

trägt, muss sie für die Sicherung des Zustellungsnachweises besorgt sein. 

Wird eine Veranlagungsverfügung per Briefpost zugestellt, so hat demnach 

die Steuerbehörde auf geeignete Art den Beweis dafür zu erbringen, dass 

und wann die Zustellung erfolgt ist. Dabei ist kein strikter Beweis voraus-

gesetzt; im Rahmen der Beweiswürdigung genügt, dass aufgrund der kon-

kreten Umstände der Zeitraum hinreichend klar bestimmt werden kann, in 

dem die Sendung in den Machtbereich des Empfängers gelangt sein muss 

(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 2A.494/2005 vom 7. Februar 2006 E.2.1). 

Ist erstellt, dass die steuerpflichtige Person eine Mitteilung mit einfacher 

Briefpost erhalten hat, ist zu vermuten, dass diese Zustellung unter norma-

len Bedingungen erfolgte. Wird die Tatsache oder das Datum der Zustel-

lung einer uneingeschriebenen Sendung bestritten und bestehen diesbe-

züglich effektiv Zweifel, muss im Zweifel auf die Darstellung des Empfän-

gers abgestellt werden, wenn seine Darstellung der Umstände nachvoll-

ziehbar ist und einer gewissen Wahrscheinlichkeit entspricht, wobei sein 

guter Glaube zu vermuten ist (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 2C_570, 

577/2011 vom 24. Januar 2012 E.4.3, 9C_791/2010 vom 10. November 

2010 E.4.1, 2C_430/2009 vom 14. Januar 2010 E.2.4). Denn ein Fehler bei 

der Postzustellung liegt nicht derart ausserhalb der Wahrscheinlichkeit, 

dass mit der Möglichkeit einer grösseren Verspätung nicht gerechnet wer-

den müsste (vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., Art. 116 Rz. 18 f.; LOCHER, 

a.a.O., Art. 116 Rz. 12 - 14).

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3.3. Gemäss Art. 133 Abs. 1 DBG bzw. Art. 124 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 

VRG beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung ausgelöst werden, am fol-

genden Tag zu laufen. Die Frist gilt als eingehalten, wenn die Einsprache 

am letzten Tag der Frist einer schweizerischen Poststelle, einer schweize-

rischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder innerhalb der 

Bürozeiten der zuständigen Behörde übergeben wird (Art. 133 Abs. 1 DBG 

bzw. Art. 124 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 VRG). Fällt der letzte Tag auf 

einen Samstag, einen Sonntag oder einen staatlich anerkannten Feiertag, 

endet sie am nächstfolgenden Werktag (Art. 133 Abs. 1 DBG bzw. Art. 124 

Abs. 3 StG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VRG).

4.1. Gemäss Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 in deren Vernehmlas-

sung vom 12. Juni 2018 (vgl. S. 2 Ziff. II./1.) wurden die hier relevanten Ver-

anlagungsverfügungen vom 1. Dezember 2017 am gleichen Tag der 

Schweizerischen Post zur Zustellung per B-Post übergeben. Dies führt − 

wie vorstehend dargestellt (vgl. E.3.2) − grundsätzlich dazu, dass im Zwei-

felsfall auf die Darstellung des Empfängers abgestellt werden muss, wenn 

dieser die Tatsache oder die Zustellung der uneingeschriebenen Sendung 

bestreitet. Ist dagegen erstellt, dass die steuerpflichtige Person eine Mittei-

lung mit einfacher Briefpost erhalten hat, ist zu vermuten, dass diese Zu-

stellung unter normalen Bedingungen erfolgte. Vorliegend bestreitet der 

Beschwerdeführer weder die Tatsache der Zustellung der Veranlagungs-

verfügungen vom 1. Dezember 2017 noch macht er geltend, dass die Zu-

stellung ungewöhnlich lange gedauert hat. Insbesondere behauptet der Be-

schwerdeführer nicht, die erwähnten Veranlagungsverfügungen vom 

1. Dezember 2017 vor seiner Abreise vom 14. Dezember 2017 nicht erhal-

ten zu haben. Vielmehr macht er in seinem Schreiben vom 14. Mai 2018 

an das streitberufene Gericht lediglich geltend, dass er die Veranlagungs-

verfügungen leider erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen habe. Unter 

Berücksichtigung dieser Aussage ist mit der Beschwerdegegnerin 1 davon 

auszugehen, dass die Veranlagungsverfügungen vom 1. Dezember 2017 

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dem Beschwerdeführer unter normalen Bedingungen bzw. spätestens am 

dritten Arbeitstag nach deren Aufgabe, mithin am 6. Dezember 2017 (der 

2. bzw. 3. Dezember 2017 waren ein Samstag bzw. ein Sonntag), zuge-

stellt wurden, wobei der Beschwerdeführer diese offenbar − wie er selber 

eingesteht − erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen hat. Denn die 

Schweizerische Post stellt als B-Post aufgegebene Sendungen grundsätz-

lich spätestens am dritten Arbeitstag nach deren Aufgabe zu (vgl. 

https://www.post.ch/de/privat/versenden/briefe-inland-privat/b-post-privat 

[zuletzt besucht am 22. Oktober 2018]). Somit begann die 30-tägige Ein-

sprachefrist gemäss Art. 132 Abs. 1 DBG bzw. Art. 137 Abs. 1 StG bzw. 

Art. 29 Abs. 1 GKStG am 7. Dezember 2017 und endete − unter Berück-

sichtigung der Gerichtsferien vom 18. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 

(vgl. Art. 39 Abs. 1 lit. c VRG) sowie der Tatsache, dass der 21. Januar 

2018 ein Sonntag war (vgl. Art. 133 Abs. 1 DBG bzw. Art. 124 Abs. 3 StG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VRG) − am 22. Januar 2018. Die Beschwerdegegnerin 

1 hat das Schreiben des heutigen Beschwerdeführers vom 12. Februar 

2018 praxisgemäss als Einsprache entgegengenommen, ist darauf jedoch 

mit den im vorliegenden Verfahren angefochtenen Einspracheentscheiden 

vom 16. April 2018 infolge nicht eingehaltener Einsprachefrist nicht einge-

treten. Dies ist nicht zu beanstanden, ist doch die Einsprachefrist − wie ge-

sehen − bereits am 22. Januar 2018 abgelaufen, sodass die Veranlagungs-

verfügungen vom 1. Dezember 2017 im Zeitpunkt der Einreichung der Ein-

sprache bereits unangefochten in Rechtskraft erwachsen sind. Die Ein-

sprache vom 12. Februar 2018 erfolgte damit offensichtlich verspätet. Dies 

wird vom Beschwerdeführer grundsätzlich denn auch nicht bestritten. Wie 

gesehen bringt er lediglich vor, dass er die Veranlagungsverfügungen vom 

1. Dezember 2017 erst am 7. Februar 2018 genauer gelesen habe. Daraus 

kann der Beschwerdeführer aber nichts zu seinen Gunsten ableiten, hat er 

doch grundsätzlich seine Angelegenheiten − wie vorstehend dargestellt 

(vgl. E.3.1) − so zu ordnen, dass er den Inhalt der vorschriftsgemäss zuge-

stellten Sendung zur Kenntnis nehmen kann, sobald die Sendung in sei-

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nem Herrschaftsbereich angelangt ist. Dies hat er vorliegend offenbar nicht 

getan. Seine Ausführungen im Schreiben vom 14. Mai 2018 lassen viel-

mehr den Schluss zu, dass er die fraglichen Veranlagungsverfügungen 

vom 1. Dezember 2017 (spätestens) am 6. Dezember 2017 erhalten, diese 

aber erst am 7. Februar 2018 − vermutlich nach Erhalt der entsprechenden 

Rechnungen − genauer gelesen hat. Vor diesem Hintergrund sowie unter 

Berücksichtigung der Tatsache, dass es dem Beschwerdeführer nach dem 

Gesagten grundsätzlich ohne Weiteres möglich gewesen wäre, noch vor 

seiner Abreise vom 14. Dezember 2017 Einsprache gegen die Veranla-

gungsverfügungen vom 1. Dezember 2017 zu erheben, ist die Beschwer-

degegnerin 1 zu Recht nicht auf die Einsprache vom 12. Februar 2018 ein-

getreten. Die angefochtenen Einspracheentscheide vom 16. April 2018 er-

weisen sich somit als rechtens. Weil der Beschwerdeführer überdies weder 

im Einspracheverfahren noch im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahren ein Fristwiederherstellungsgesuch eingereicht hat, 

erweist sich die Beschwerde als unbegründet, was zur Abweisung dersel-

ben und zur Bestätigung der angefochtenen Einspracheentscheide vom 

16. April 2018 führt.

4.2. Nur am Rande sei an dieser Stelle noch drauf hingewiesen, dass − selbst 

wenn der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren oder im vorliegenden 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren ein Fristwiederherstel-

lungsgesuch gestellt hätte − dieses mangels Gründen für eine Wiederher-

stellung der Frist ohnehin hätte abgewiesen werden müssen. Der Be-

schwerdeführer macht zwar geltend, er sei vom 1. bis 18. Februar 2018 

100 % arbeitsunfähig gewesen (was vom Austrittsbericht des Univer-

sitätsspitals Zürich vom 2. Februar 2018 [Akten des Beschwerdeführers 7] 

auch bestätigt wird). Trotzdem war es ihm jedoch − gemäss eigener Aus-

sage − möglich, am 7. Februar 2018 die Veranlagungsverfügungen vom 

1. Dezember 2017 genauer zu studieren und gemäss Aktenlage am 

12. Februar 2018 dagegen Einsprache zu erheben. Damit beweist der Be-

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schwerdeführer gleich selber, dass die Arbeitsunfähigkeit von 100 % keine 

Auswirkungen auf seine Handlungsfähigkeit bzw. auf die Fähigkeit, eine 

Einsprache einzureichen, hatte. Insofern wäre ein allfälliges Fristwiederher-

stellungsgesuch ohnehin abzuweisen gewesen.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten des Beschwerdeführers. Eine aussergericht-

liche Entschädigung ist der Beschwerdegegnerin 1 nicht zuzusprechen, da 

sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (vgl. Art. 78 Abs. 2 

VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 284.--

zusammen Fr. 784.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 23. No-

vember 2018 nicht eingetreten (2C_1033/2018).