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**Case Identifier:** 30b0adc5-e77a-55aa-ac7c-768bb4b5e75b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 22.09.2020 810 20 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-137_2020-09-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 22. September 2020 (810 20 137) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Familiennachzug zum Verbleib beim Vater 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Daniel Ivanov, Claude Jeanneret, Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin 
Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer,  
 

B.____, Beschwerdeführer 
 
beide vertreten durch Dieter von Blarer, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, 
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Familiennachzug zum Verbleib beim Vater  

(RRB Nr. 561 vom 28. April 2020) 
 
 

 
A. Der serbische Staatsangehörige A.____, geboren 1984, reiste am 18. Februar 2014 in 
die Schweiz ein, wo er am 28. März 2014 C.____, geboren 1993, heiratete. Am 28. März 2014 

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wurde A.____ die Aufenthaltsbewilligung ausgestellt und am 28. März 2019 erhielt er die Nie-
derlassungsbewilligung. 
 
B. Der Sohn von A.____, B.____, geboren 2007 und Staatsangehöriger von Serbien, reich-
te am 13. Juni 2019 bei der Schweizer Botschaft in Belgrad ein Gesuch um Erteilung eines Vi-
sums für den langfristigen Aufenthalt ein. 
 
C. Zum Gesuch um Familiennachzug von B.____ gewährte das Amt für Migration und Bür-
gerrecht des Kantons Basel-Landschaft (AfMB) A.____ mit Schreiben vom 27. Juni 2019 das 
rechtliche Gehör. Mit der Einreichung des Formulars "Familiennachzug für Drittstaatsangehöri-
ge" am 18. Juli 2019 machte A.____ von seiner Möglichkeit zur Stellungnahme Gebrauch und 
beantwortete die ihm unterbreiteten Fragen des AfMB. 
 
D. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 wies das AfMB das Familiennachzugsgesuch von 
A.____ ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Frist für den Nachzug 
von B.____ abgelaufen sei und für einen nachträglichen Familiennachzug keine wichtigen fami-
liären Gründe gegeben seien. Zudem sei fraglich, ob der Nachzug in die Schweiz überhaupt 
dem Kindswohl von B.____ entspreche. Weiter sei die Verweigerung des Familiennachzugs 
verhältnismässig und ein Härtefall liege nicht vor.  
 
E. Gegen die Verfügung des AfMB erhob A.____ mit Eingabe vom 13. November 2019 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Mit Schreiben 
vom 30. Januar 2020 reichte A.____, nachfolgend vertreten durch Dieter von Blarer, Advokat, 
seine Beschwerdebegründung ein. Er beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen und der 
Familiennachzug seines Sohnes sei zu bewilligen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neu-
beurteilung an das AfMB zurückzuweisen. Für die Dauer des Verfahrens sei es B.____ zu be-
willigen, sich bei seinem Vater und dessen Ehefrau in der Schweiz aufzuhalten. Auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. Alles unter o/e-Kostenfolge. 
 
F. Mit Entscheid vom 28. April 2020 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab. Gleichzei-
tig wurde das Gesuch um Erlass der vorsorglichen Massnahme, wonach B.____ das Verfahren 
betreffend Bewilligung des Familiennachzugs in der Schweiz abwarten dürfe, abgeschrieben. 
B.____ habe die Schweiz bis spätestens sieben Tage nach Eröffnung des Entscheids zu ver-
lassen. A.____ wurden für das Verfahren vor dem Regierungsrat Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 500.-- auferlegt. 
 
G. Gegen den Entscheid des Regierungsrates erhoben A.____ und B.____ mit Eingabe 
vom 7. Mai 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten, die Beschwerde sei gutzuheissen und 
es sei B.____ der Familiennachzug zu seinem Vater gemäss Art. 44 AIG und Art. 47 AIG unter 
Berücksichtigung von Art. 8 EMRK und Art. 10 KIK zu bewilligen. Eventualiter sei die Angele-
genheit zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes und zur erneuten Verfügung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. B.____ sei gemäss Art. 47 Abs. 4 AIG i.V.m. Art. 11 Abs. 2 BV 
und Art. 12 KRK anzuhören. Es sei eine Hauptverhandlung in Anwesenheit von A.____ und 

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B.____ durchzuführen. Die Vorinstanz bzw. das AfMB sei im Sinne einer superprovisorischen 
Verfügung anzuweisen, von Vollzugsmassnahmen Abstand zu nehmen und B.____ einen pro-
visorischen Aufenthaltstitel für einen legalen Aufenthalt während des Verfahrens auszuhändi-
gen. Unter o/e-Kostenfolge. Am 2. Juni 2020 reichten A.____ und B.____ ihre Begründung ein. 
Darin wird zusätzlich beantragt, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.  
 
H. Mit Verfügung vom 9. Juni 2020 wurde das AfMB angewiesen, für die Dauer des kan-
tonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens von Vollzugsmassnahmen bezüglich der Wegweisung 
von B.____ abzusehen. 
 
I. Mit Eingabe vom 30. Juni 2020 liess sich der Regierungsrat vernehmen und schliesst 
auf Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
J. Mit Verfügung vom 7. Juli 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen 
und festgehalten, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde. 
 
K. Der Rechtsvertreter von A.____ und B.____ reichte mit Schreiben vom 14. Juli 2020 
seine Honorarnote ein und nahm gleichzeitig Stellung zur Vernehmlassung des Regierungsra-
tes. Darin wird unter anderem festgehalten, dass die Kindsmutter bis heute nicht auffindbar sei. 
 
L. Am 31. Juli 2020 reichten A.____ und B.____ dem Gericht Screen-Shots des Facebook-
Profils von B.____s Mutter ein, welche aufzeigen würden, dass sich diese nicht mehr in Serbien 
aufhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. A.____ war im vor-
instanzlichen Verfahren beteiligt, er ist als Adressat vom angefochtenen Beschluss berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung. Er ist folglich legitimiert, die vorliegende 
Beschwerde zu erheben. Ob B.____, welcher am regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren 
nicht teilgenommen hat, ebenfalls legitimiert ist, kann offengelassen werden, zumal B.____ die 
Beschwerde gemeinsam mit A.____ eingereicht hat. Da die übrigen formellen Voraussetzungen 
erfüllt sind und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 
 
1.2 Die Beschwerde erweist sich als klarer Fall, weshalb das Kantonsgericht im Zirkulations-
verfahren entscheidet (§ 1 Abs. 4 VPO). 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch so-
wie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Über-

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prüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht im vorliegenden Fall verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob das AfMB das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Familiennachzug zu Recht abgewiesen und der Regierungsrat diesen Entscheid zu Recht be-
stätigt hat. 
 
4. In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, dass B.____ in der vorlie-
genden Angelegenheit hätte angehört werden müssen. Grundsätzlich werden Kinder über 14 
Jahre gemäss Art. 47 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und 
über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 und 
Art. 73 Abs. 3 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbsfähigkeit (VZAE) vom 
24. Oktober 2007 angehört, sofern dies erforderlich ist. B.____ ist 12 Jahre alt, weshalb sich der 
Beschwerdeführer vorliegend nicht rechtswirksam auf Art. 47 Abs. 4 AIG berufen kann. Zu be-
rücksichtigen ist jedoch, dass gemäss Art. 12 des Übereinkommens der Vereinten Nationen 
über die Rechte des Kindes (UNO-KRK) vom 20. Dezember 1989 die Vertragsstaaten dem 
Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zusichern diese Meinung in 
allen das Kind berührenden Angelegenheiten bzw. Gerichts- oder Verwaltungsverfahren unmit-
telbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle frei zu äussern und angehört zu 
werden. Dies gilt grundsätzlich altersunabhängig. Das Bundesgericht hat diesbezüglich festge-
halten, dass Art. 12 UNO-KRK einerseits unmittelbar anwendbar ist und dem Kind die darin 
statuierten Rechte grundsätzlich auch im fremdenpolizeilichen Verfahren zustehen. Das Kind 
sei jedoch andererseits nicht zwingend persönlich, sondern lediglich in angemessener Weise 
anzuhören. Die Anhörung könne je nach der zu behandelnden Problematik und den Umständen 
des Einzelfalles auch schriftlich oder über einen Vertreter vorgenommen werden 
(BGE 124 II 368 E. 3c). Vorliegend ist es dem Vater als Beschwerdeführer grundsätzlich mög-
lich, die Rechte seines Sohnes zu vertreten. Dies gilt umso mehr, als sich in fremdenpolizeili-
chen Fällen aufgrund des Interessengleichlaufs der Kinder mit denen der Eltern, nach bundes- 
und kantonsgerichtlicher Praxis nicht automatisch eine mündliche Anhörung aufdrängt (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 2C_578/2012 vom 22. Februar 2013 E. 2.4 sowie Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 16. November 2011 [810 
11 118] E. 6.3). B.____ wurde weder von den Vorinstanzen noch vom Kantonsgericht persön-
lich angehört. In den Eingaben des Beschwerdeführers sowie im Arztbericht von Dr. med. 
D.____ vom 21. Januar 2020 kommt jedoch unzweifelhaft zum Ausdruck, dass B.____ mit sei-
nem Vater in der Schweiz leben und er nicht mehr zurück nach Serbien möchte. Folglich und 
unter Berücksichtigung, dass der konventionsrechtliche Gehörsanspruch von Art. 12 UNO-KRK 
im Ausländerrecht auch schriftlich möglich ist, erfolgte der Verzicht auf die persönliche Anhö-
rung zu Recht. 
 
5.1 Nach Art. 43 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jah-
ren von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewil-
ligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (werden). Nach Art. 47 Abs. 1-3 AIG muss die-
ser Anspruch auf Familiennachzug für Kinder unter 12 Jahren innerhalb von 5 Jahren, für Kin-
der über 12 Jahren innerhalb von 12 Monaten nach Entstehung des Familienverhältnisses oder 

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der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung geltend gemacht werden. Die 
Nachzugsfrist für B.____ lief am 27. März 2019 ab, womit das am 13. Juni 2019 gestellte Ein-
reisegesuch verspätet erfolgte. Dies wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten.  
 
5.2 Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, die Erteilung der Niederlassungsbewilli-
gung am 28. März 2019 habe eine neue Nachzugsfrist für seinen Sohn ausgelöst. Dem ist je-
doch entgegenzuhalten, dass nach herrschender bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Sta-
tuswechsel nur dann eine neue Nachzugsfrist auslöst, wenn ein (erstes, erfolgloses) Gesuch 
mit Bezug auf bloss Aufenthaltsberechtigte fristgerecht gestellt worden war (vgl. BGE 137 II 393 
= Pra 101/2012 Nr. 26 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_386/2016 vom 22. Mai 2017 
E. 2.1). Der Beschwerdeführer hat als Aufenthaltsberechtigter unbestrittenermassen kein Ge-
such um Familiennachzug von B.____ gestellt, weshalb sein Statuswechsel bzw. der Erhalt der 
Niederlassungsbewilligung keine neue Nachzugsfrist auslöst. Daran ändert auch das Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers nichts, wonach ein früheres Gesuch um Familiennachzug offen-
sichtlich abgewiesen worden wäre, da er die Voraussetzungen nicht habe erfüllen können und 
die Mutter von B.____ bis Ende 2018 verhindert habe, dass B.____ zu seinem Vater habe rei-
sen dürfen (Urteil des Bundesgerichts 2C_1154/2016 vom 25. August 2017 E. 2.3 ff.). Gestützt 
auf Art. 47 Abs. 1-3 AIG vermag der Beschwerdeführer somit keinen Nachzugsanspruch zu 
begründen. 
 
6.1 Im Folgenden ist damit zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen nachträglichen Fa-
miliennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG erfüllt sind. In diesem Zusammenhang rügt der 
Beschwerdeführer eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung sowie (implizit) eine falsche rechtli-
che Würdigung, indem die Vorinstanz das Vorliegen wichtiger familiärer Gründe für den verspä-
teten Familiennachzug verneint habe. Des Weiteren macht er eine Verletzung des Schutzes 
des Privat- und Familienlebens (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) geltend. 
 
6.2 Wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG liegen vor, wenn das Kinds-
wohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann (Art. 75 VZAE). Entgegen 
dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung ist dabei nach der Rechtsprechung jedoch nicht 
ausschliesslich auf das Kindswohl abzustellen; es bedarf vielmehr einer Gesamtschau unter 
Berücksichtigung aller relevanten Elemente im Einzelfall (Urteil des Bundesgerichts 
2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.1). Dabei ist dem Sinn und Zweck der Fristenregelung 
Rechnung zu tragen, welche die Integration der Kinder erleichtern will, indem diese durch einen 
frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine möglichst umfassende Schulbildung in der 
Schweiz geniessen sollen. Zudem geht es darum, Nachzugsgesuchen entgegenzuwirken, die 
rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbstätigen Alters gestellt werden und bei 
denen die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätigkeit und nicht (mehr) die Bildung einer echten 
Familiengemeinschaft im Vordergrund steht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_467/2016 vom 
13. Februar 2017 E. 3.1.2 und 2C_176/2015 vom 27. August 2015 E. 3.1). Die Bewilligung des 
Nachzugs nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu 
bleiben; dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE jeweils aber dennoch so 

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zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. 
Art. 13 BV nicht verletzt wird (Urteil des Bundesgerichts 2C_97/2013 vom 26. August 2013 
E. 2.3 mit Hinweisen). 
 
6.3 Ein wichtiger Grund liegt etwa vor, wenn die weiterhin notwendige Betreuung der Kinder 
im Herkunftsland z.B. wegen des Todes oder der Krankheit der betreuenden Person nicht mehr 
gewährleistet ist. Praxisgemäss liegen keine solchen Gründe vor, wenn im Heimatland alterna-
tive Pflegemöglichkeiten bestehen, die dem Kindswohl besser entsprechen, weil dadurch ver-
mieden werden kann, dass die Kinder aus ihrer bisherigen Umgebung und dem ihnen vertrau-
ten Beziehungsnetz gerissen werden. An den Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit 
im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso höhere Anforderungen, je älter das nachzuzie-
hende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen 
(Urteile des Bundesgerichts 2C_276/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 4.1 und 2C_132/2012 vom 
19. September 2012 E. 2.3.1). Allerdings geht es inhaltlich nicht darum, dass alternative Be-
treuungsmöglichkeiten im Heimatland überhaupt fehlen; d.h. es ist nach der Rechtsprechung 
mit Art. 8 EMRK nicht vereinbar, einen Familiennachzug erst dann zuzulassen, wenn keine ein-
zige andere Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem Heimatland zur Verfügung steht. 
Eine solche Alternative muss aber dann ernsthaft in Betracht gezogen und sorgfältig geprüft 
werden, wenn das Kind bereits älter ist, sich seine Integration schwieriger gestalten dürfte und 
die zum in der Schweiz lebenden Elternteil aufgenommene Beziehung noch nicht allzu eng er-
scheint (BGE 133 II 6 E. 3.1.2). Hat das Kind nur noch einen Elternteil, kann in der Regel nicht 
angenommen werden, dass es in seinem Interesse liegt, von diesem Elternteil getrennt zu le-
ben; ferner ist eine gewisse kulturelle und soziale Entwurzelung jeder familiären Umgliederung 
immanent und kann nicht a priori gegen den Familiennachzug sprechen (Urteil des Bundesge-
richts 2C_247/2012 vom 2. August 2012 E. 3.3). 
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, dass er seinen Sohn zu sich ge-
nommen habe, da die Mutter von B.____ im November 2019 nicht mehr auffindbar und B.____ 
meistens bei der Grossmutter väterlicherseits gewesen sei. Die Grossmutter sei die einzige 
Verwandte, welche B.____ in Serbien kenne, diese könne sich jedoch aus gesundheitlichen 
Gründen nicht um B.____ kümmern und wohne nicht in einem kindgerechten Umfeld. Zudem 
sei die Grossmutter nie eine Konstante in B.____s Leben gewesen, er sei nur von seiner Mutter 
betreut worden. Seine Mutter habe ihn jedoch immer häufiger zu seiner Grossmutter gebracht, 
bevor sie mit ihrem neuen Partner verschwunden sei. Eine Rückkehr nach Serbien würde für 
B.____ eine Retraumatisierung bedeuten. Er müsste ohne Eltern und mit einer für eine adäqua-
te Betreuung unfähigen Grossmutter leben. Im Übrigen sei zu berücksichtigen, dass sich 
B.____ hier in der Schule gut integriert habe, während in Serbien aufgrund der Situation seine 
schulischen Leistungen schlechter geworden seien, er nicht mehr im Fussballtraining erschie-
nen sei und an Gewicht zugenommen habe. Es liege im Interesse von B.____, bei seinem Va-
ter in der Schweiz leben zu können. Zudem sei am 12. April 2020 die Tochter des Beschwerde-
führers bzw. die Halbschwester von B.____ in der Schweiz zur Welt gekommen. Es reiche nicht 
aus, dass der Regierungsrat die Schilderungen des Beschwerdeführers als abenteuerlich oder 
unglaubwürdig bezeichne. Er hätte vielmehr selber Bemühungen anzustellen gehabt, um die 
Situation in Serbien bzw. alternative Betreuungsmöglichkeiten für B.____ nachzuweisen. Es 

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wäre an den Vorinstanzen gelegen, die Fakten glaubwürdig zu widerlegen und Abklärungen vor 
Ort durchzuführen. 
 
6.4.2 Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil darauf abgestellt, dass entgegen dem Vorbringen des 
Beschwerdeführers der Umstand, dass B.____ in Serbien nicht mit seiner Mutter zusammenle-
ben bzw. von dieser betreut werden könne, keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 
AIG darstelle, zumal dieser Grund durch die Kindseltern herbeigeführt worden sei. Bei den in 
der Rechtsprechung bejahten wichtigen Gründen für einen nachträglichen Familiennachzug 
handle es sich um Gründe, die von den Kindseltern nicht beeinflussbar seien. Die Kindseltern 
hätten gemeinsam beantragt, das Sorgerecht von der Mutter auf den Vater zu übertragen und 
das serbische Gericht habe diesem Antrag stattgegeben, ohne zu prüfen, ob sich ein Wegzug 
von B.____ zu seinem Vater in die Schweiz mit dem Kindswohl vereinbaren lasse. Die für die 
Sorgerechtsumteilung geltend gemachten Gründe würden einen nachträglichen Familiennach-
zug nicht rechtfertigen. Für das serbische Gericht sei einzig die finanzielle Situation der Eltern 
ausschlaggebend gewesen, jedoch habe B.____ während mehr als 12 Jahren mit seiner Mutter 
zusammen in Serbien gewohnt und sei das erste Mal im April 2019 in der Schweiz bei seinem 
Vater gewesen. Vor diesem Hintergrund könne nicht angenommen werden, B.____ habe seit 
jeher eine intensivere Verbundenheit zum Vater als zu seiner Mutter. Weiter sei die dramatische 
Schilderung der (Wohn)-Situation von B.____ bei seiner Mutter bzw. bei seiner Grossmutter in 
Serbien unglaubwürdig. Diese Situation sei in der Stellungnahme des Beschwerdeführers zum 
rechtlichen Gehör nicht angeführt worden. Er habe nicht erwähnt, dass die Kindsmutter in einer 
neuen Partnerschaft lebe und ihr Partner von B.____ nichts wissen wolle, weshalb sich auch 
die Mutter nicht mehr um B.____ kümmere, ihn bei der Grossmutter lasse und nicht mehr abho-
le. Diese Gründe seien erst im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren vorgebracht worden 
und würden darauf hindeuten, dass ein wichtiger familiärer Grund habe gefunden werden müs-
sen. Die Berufung auf diese Gründe erweise sich als treuwidrig. Schliesslich würden die öffent-
lichen Interessen das private Interesse des Beschwerdeführers, seinen Sohn bei sich in der 
Schweiz zu haben, überwiegen und es liege kein Härtefall vor. 
 
6.5.1 Die Vorinstanz geht offenbar davon aus, dass die Argumentation des Beschwerdefüh-
rers nur vorgeschoben und eine Betreuungsmöglichkeit für B.____ gegeben sei. Den Akten 
lässt sich dazu allerdings nichts entnehmen. Zwar wird vom Beschwerdeführer nicht vorge-
bracht, dass B.____ verwahrlost sei, seit seine Mutter ihn verlassen und er bei seiner Gross-
mutter väterlicherseits gelebt habe. Er macht jedoch geltend, dass sich B.____ seit dem Ver-
schwinden seiner Mutter in der Schule verschlechtert habe und nicht mehr in sein Fussballtrai-
ning gegangen sei. Zudem habe B.____ in der Zeit, bis er von seinem Vater in die Schweiz ge-
holt worden sei, 10 kg zugenommen, da er sich selber versorgt und auf Fastfood zurückgegrif-
fen habe. Berichte zum Gesundheitszustand der Mutter des Beschwerdeführers oder zu ihrer 
Wohnsituation befinden sich keine in den Akten. Trotz der vorstehenden Berichte und fehlender 
Hinweise auf eine kindsgerechte Betreuungssituation in Serbien ist die Vorinstanz ohne weitere 
Abklärungen davon ausgegangen, die Betreuung habe bisher funktioniert und sei auch in Zu-
kunft gewährleistet.  
 

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6.5.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass weder B.____ noch die Kindsmutter Kontakt 
zu deren Eltern hätten und B.____ von diesen nicht betreut werden könne. Weiter gibt der Be-
schwerdeführer an, die einzige noch in Serbien lebende Verwandte, welche Kontakt zu B.____ 
habe, sei die Mutter des Beschwerdeführers, welche einerseits nicht in der Lage sei, sich um 
ihren Enkel zu kümmern, und andererseits dies auch nicht wolle. Ob in Serbien tatsächlich Be-
zugspersonen da sind, die B.____ betreuen könnten, erscheint damit unklar. 
 
6.5.3 Der Beschwerdeführer verweist weiter zum einen auf die Erklärung der Kindsmutter vom 
7. Juni 2019, mit welcher sie zustimmt, dass B.____ in die Schweiz zu seinem Vater reisen 
kann, um dort bei diesem zu leben. Zum anderen bezieht er sich auf das Urteil des Amtsge-
richts in E.____, Aussenstelle in F.____, vom 22. November 2019, mit welchem dem Be-
schwerdeführer die alleinige elterliche Sorge über B.____ zugeteilt und dessen Wohnsitz an die 
Adresse des Beschwerdeführers verlegt wurde. Dazu führt der Beschwerdeführer aus, die Mut-
ter von B.____ sei seit dem Termin beim Gericht verschwunden und habe ohne Absprache mit 
dem Beschwerdeführer gehandelt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit habe sich die Kindsmutter zu 
ihrem neuen Partner nach Frankreich abgesetzt und zeige kein Interesse mehr an der Betreu-
ung ihres Sohnes. 
 
6.5.4 Die Vorinstanz macht in diesem Zusammenhang geltend, dass der Beschwerdeführer 
das alleinige Sorgerecht über B.____ nur erhalten habe, weil seine finanziellen Verhältnisse viel 
besser seien als diejenigen der Kindsmutter. Eine untragbare Betreuungssituation bei der 
Kindsmutter sei nicht der Grund dieser Sorgerechtsumteilung gewesen. Der Vorinstanz ist da-
bei Recht zu geben, dass dem Urteil des Amtsgerichts vom 22. November 2019 keine Hinweise 
auf Erziehungs- oder Betreuungsschwierigkeiten der Kindsmutter zu entnehmen sind. Die 
Kindsmutter hat jedoch mit Schreiben vom 7. Juni 2019 ihre Zustimmung zum Wohnortswech-
sel von B.____ erteilt und sich sodann der Betreuung von B.____ entzogen. Diesbezüglich legt 
der Beschwerdeführer dar, dass die Kindsmutter B.____ ab September 2019 zunehmend bei 
der Grossmutter abgegeben habe und im November 2019 nicht mehr auffindbar gewesen sei, 
worauf der Beschwerdeführer B.____ sofort in die Schweiz geholt habe. Seit der Gerichtsver-
handlung vom 22. November 2019 habe der Beschwerdeführer nichts mehr von der Kindsmut-
ter gehört. Dem Anwalt der Kindsmutter sei es ebenfalls nicht gelungen, mit ihr Kontakt aufzu-
nehmen (vgl. Schreiben des Anwalts vom 13. Dezember 2019). Gestützt auf die vorliegenden 
Akten entsteht der Eindruck, dass sich die Betreuungssituation und damit die Lebensumstände 
in Serbien für B.____ ab September 2019 zunehmend verschlechtert haben. Dem Bericht der 
Klassenlehrerin vom 8. November 2019 ist zu entnehmen, dass sich B.____ zurückgezogen 
habe und desinteressiert sowie demotiviert geworden sei. Der Fussballtrainer von B.____ be-
richtet in seinem Schreiben vom 6. November 2019, dass sich der Zustand von B.____ ver-
schlechtert habe und er nicht mehr in die Trainingsstunden komme, obwohl er sehr gerne 
Fussball spiele. Zudem habe B.____ stark zugenommen, er grenze sich ab und ziehe sich zu-
rück. Der Trainer habe sich schon im April 2019 grosse Sorgen gemacht und den Beschwerde-
führer über B.____s Zustand informiert. Beide Berichte über B.____ legen eine negative Verän-
derung in B.____s Leben nahe.  
 

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6.5.5 Angesichts der klaren Zustimmung der Mutter zum Wegzug von B.____, der rechtskräf-
tigen Sorgerechtsumteilung auf den Beschwerdeführer, der unklaren Situation bei der Gross-
mutter, der Berichte der Lehrerin bzw. des Trainers in Serbien und des Schreibens des Anwalts 
der Mutter, ist fraglich, ob in Zukunft eine Betreuung des 12-jährigen B.____ in seinem Heimat-
land gewährleistet ist. 
 
6.6 Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung ist ein nachträglicher Familiennachzug nicht aus-
geschlossen, wenn dies dem Kindswohl besser entspricht (E. 6.3). B.____ ist seit November 
2019 in der Schweiz und wohnt bei seinem Vater, dessen Ehefrau und seiner Halbschwester. 
Er besucht die Integrationsklasse in G.____. Dort fügt er sich gut ein und ist motiviert, die deut-
sche Sprache zu lernen (vgl. Kurzbericht der Klassenlehrperson vom 29. April 2020). Die Vo-
rinstanz hält fest, dass die Berufung des Beschwerdeführers auf eine Änderung der Betreu-
ungsverhältnisse in Serbien sich als treuwidrig erweise, da sie nicht auf einen externen Grund 
zurückzuführen sei, sondern einzig auf dem Willen und Vorgehen der Kindseltern beruhe. Die-
ser Erwägung ist entgegenzuhalten, dass sie auf einem in Bezug auf das Kindswohl nicht 
rechtsgenüglich festgestellten Sachverhalt basiert. Im vorliegenden Fall bestehen besondere 
Umstände, zumal die Mutter, welche die elterliche Sorge über B.____ nicht mehr innehat, seit 
November 2019 angeblich verschwunden ist und die Grossmutter, bei welcher sich B.____ bis 
zu seiner Einreise in die Schweiz aufgehalten habe, gemäss den sich in den Akten befindlichen 
Dokumenten weder willens noch fähig zu sein scheint, ihren Enkel zu betreuen. Gleichzeitig lebt 
der sorgeberechtigte Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter zu-
sammen in der Schweiz. Ob und wie die Betreuung von B.____ in Serbien für die Zukunft si-
chergestellt ist, wurde von den Vorinstanzen nicht näher abgeklärt. Unter diesen Umständen ist 
unklar, ob das Kindswohl bei einer Rückkehr in die Heimat besser gewahrt würde als bei einem 
Verbleib in der Schweiz. Die Angelegenheit ist daher an das AfMB zurückzuweisen, um abzu-
klären, ob eine das Kindswohl wahrende Betreuung von B.____ in Serbien gewährleistet ist. 
Erst wenn dies erstellt ist, wird sich zeigen, ob wichtige Gründe für den nachträglichen Famili-
ennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG gegeben sind. Das AfMB wird dabei die aktuellen 
und zukünftigen Betreuungsverhältnisse in Serbien genau zu prüfen haben, wobei dem Be-
schwerdeführer eine Mitwirkungspflicht obliegt (Art. 90 AIG). 
 
7. Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist entsprechend gutzuheissen. 
Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache zur Vornahme zusätzlicher Sachver-
haltsabklärungen und zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an das AfMB zurückzu-
weisen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu entscheiden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem Regierungsrat aufzuerlegen. Der Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzubezahlen. 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug einer Anwältin bzw. eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens 
ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Regierungsrates zuzuspre-
chen. In seiner Honorarnote vom 14. Juli 2020 macht der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers für das Verfahren vor dem Kantonsgericht einen Aufwand von 17.16 Stunden à Fr. 230.-- 
geltend, was angemessen erscheint. Folglich hat der Regierungsrat dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'361.80 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) zu 
bezahlen. 
 
8.3 Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an 
den Regierungsrat zurückzuweisen. 
 
 
 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Regierungsra-

tes des Kantons Basel-Landschaft vom 28. April 2020 wird aufgehoben. 
Die vorliegende Angelegenheit wird zur Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an das Amt für Migration und Bürgerrecht zurückgewiesen. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Regie-

rungsrat auferlegt. Der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- wird 
dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 4. Der Regierungsrat hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

in der Höhe von Fr. 4'361.80 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) zu bezah-
len. 

   
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin