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**Case Identifier:** 2524f6cd-f403-5b3f-a2d5-b6f5c935a1cd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.05.2017 UV 2015/63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-63_2017-05-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/63

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 16.05.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 16.05.2017
Art. 6 UVG. Die geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen im 
Bereich der linken Hand (Verdacht auf CRPS) stehen nicht in einem 
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 27. Mai 2013. Selbst bei 
Berücksichtigung der Einschränkungen der linken Hand würde sich in 
Anbetracht der anerkannten Beeinträchtigungen (Schulter, Ellbogen) kein 
höherer Invaliditätsgrad ergeben (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 16. Mai 2017, UV 2015/63).

Entscheid vom 16. Mai 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber Markus Jakob           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/63         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex R. Le Soldat,

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Stadelhoferstrasse 40, 8001 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente; Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer), war seit dem 2. April 

1991 bei der B.___ AG, (nachfolgend Arbeitgeberin), als Bauarbeiter tätig und dadurch 

bei der Suva unfallversichert, als er am 27. Mai 2013 bei Reinigungsarbeiten in einen 

zwei bis drei Meter tiefen Schacht stürzte und sich insbesondere am linken Oberarm 

verletzte. Die Erstbehandlung fand im Spital C.___ statt. Diagnostiziert wurde 

unfallbedingt eine wenig dislozierte Humerusschaftfraktur links (UV-act. 3, 4, 15, 16, 

22). Nachfolgend übernahm die ärztliche Behandlung Dr. med. D.___, Fachärztin für 

Orthopädische Chirurgie FMH, Klinik E.___. Im Arztbericht vom 31. Mai 2013 

diagnostizierte die Fachärztin ebenfalls eine Humerusschaftfraktur links mit geringer 

Dislokation (UV-act. 3).

A.b  Am 31. Mai 2013 erfolgte die Unfallmeldung an die Suva (UV-act. 4). Mit Schreiben 

vom 4. und 17. Juni 2013 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des 

Berufsunfalls vom 27. Mai 2013 Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilbehandlung) 

zu (UV-act. 6 f., 14).

A.c  Bereits am 3. Juni 2013 war beim Versicherten die Humerusschaftfraktur mittels 

Prevot-Nagelung Humerus von distral operativ vorsorgt worden (UV-act. 12). Am 20. 

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August 2015 erklärte der Versicherte, dass er Schmerzen im operierten Bereich sowie 

am linken Handgelenk habe und dieses deswegen kaum richtig bewegen könne (UV-

act. 22). Im Arztbericht vom 2. September 2013 erklärte Dr. D.___, dass der 

Faustschluss der linken Hand nicht möglich sei (UV-act. 23). Am 23. Oktober 2013 gab 

der Versicherte gegenüber der Suva an, dass die Schmerzen nach wie vor gleich seien 

und er mit der linken Hand keinen Faustschluss machen und den linken Arm nicht 

strecken könne (UV-act. 32).

A.d  Im Arztbericht vom 1. November 2013 diagnostizierte Dr. med. F.___, Facharzt für 

Anästhesiologie und Interventionelle Schmerzmedizin, Klinik G.___, eine Frozen 

Shoulder und ein CRPS I (= Complex Regional Pain Syndrom bzw. Morbus Sudeck) bei 

erfüllten Budapest-Kriterien, ein Diabetes mellitus Typ 2b (ED 2009) sowie einen 

Verdacht auf chronische Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (UV-act. 38). Im Arztbericht vom 13. Januar 2014 erhob Dr. D.___ 

insbesondere folgende Befunde: linke Schulter eine abgeschwächte 

Rotorenmanschettenfunktion und ein deutlich positives Impingement-Zeichen; linker 

Ellbogen Schmerzen und ein Streckdefizit; linker Unterarm diffuse Muskelschmerzen 

und intermittierende Parästhesien; linkes Handgelenk eingeschränkte Beweglichkeit 

[Extension/Flexion 50-0-45°, Pro-/Supination 80-0-70°]; linke Hand Schmerzen im 

Bereich der Finger. Der Pinzettengriff und das Spreizen der Finger sei nicht und der 

Faustschluss nicht vollständig möglich. Als Diagnosen nannte die Fachärztin bei Status 

nach Prevot-Nagelung bei Humerusschaftfraktur links am 3. Juni 2013 und Fraktur 

radiologisch konsolidiert, eine posttraumatische Entwicklung einer Frozen Shoulder 

und eines Morbus Sudeck links sowie der Verdacht auf eine Depression. Sie empfahl 

eine begleitende antidepressive Behandlung (UV-act. 50). Am 29. Januar 2014 wurde 

der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie, untersucht. 

Gemäss Kreisarzt bestand eine Einschränkung der Schulterfunktion und der Hand, 

wobei aktuell keine Hinweise mehr auf eine trophische Störung hätten erhoben werden 

können (UV-act. 57).

A.e  Vom 20. Februar bis 26. März 2014 fand eine stationäre Rehabilitation in der 

Rehaklinik Bellikon statt. Im Austrittsbericht vom 26. März 2014 wurden folgende 

Probleme genannt: bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen der linken 

Schulter, eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Schmerzen in der linken 

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Hand mit eingeschränkter Langfingerbeweglichkeit, schmerzbedingte Schlafstörungen 

und intermittierende Drehschwindelattacken. Im Arthro-MRI der linken Hand/des linken 

Handgelenks vom 3. März 2014 wurden geringe degenerative Veränderungen am 

TFCC ohne Nachweis traumatischer Läsionen und eine geringe degenerativ bedingte 

subchondral zystische Läsion am Os capitatum festgestellt. Im Arthro-MRI der linken 

Schulter vom 5. März 2014 zeigte sich eine Tendinopathie der langen Bizepssehne mit 

Pulley Läsion und konsekutiv geringer Subluxation der Sehne aus dem Sulcus 

intertubercularis. Zudem wurde der Verdacht auf eine fokal transmurale Ruptur der 

ventralen Supraspinatussehne angrenzend an das Rotatorenintervall gestellt. Wie 

bereits im Arztbericht vom 5. März 2014 (UV-act. 70) wurde erneut erklärt, dass die 

Budapest Kriterien für das Vorliegen eines CRPS nicht erfüllt seien (UV-act. 71).

A.f  Am 3. Juni 2014 wurden die Prevot-Nägel entfernt sowie bei diagnostizierter 

Capsulitis adhäsiva der linken Schulter eine Schulterarthroskopie links mit 

Narkosemobilisation, eine Synovektomie, ein Kapselrelease und eine subakromiale 

Dekompression der linken Schulter vorgenommen (UV-act. 76). Gemäss 

Stellungnahme des Kreisarztes Dr. H.___ vom 6. Juni 2014 zeige der Operationsbericht 

vom 3. Juni 2014, dass nebst der Metallentfernung auch eine Schulterarthroskopie 

nötig gewesen sei. Während des Heilverlaufs habe sich eine Frozen Shoulder 

entwickelt, welche mit einer Synovektomie saniert worden sei. Es müsse weiterhin mit 

einem langwierigen Heilverlauf gerechnet werden (UV-act. 75). Im Arztbericht vom 21. 

August 2014 erklärte Dr. D.___, dass die noch bestehenden Beschwerden nicht auf die 

Humerusfraktur sondern auf die begleitende Frozen Shoulder sowie das CRPS der 

linken Hand und die zusätzlich entstandene Epicondylitis zurückzuführen seien. Trotz 

Narkosemobilisation und initial forcierter Physiotherapie sei es zu einem Rückschritt 

der Beweglichkeit der linken Schulter gekommen (UV-act. 80). Gemäss Arztbericht vom 

17. September 2014 von Dr. D.___ zeigten sich die Beschwerden des Versicherten 

nach anfänglicher Besserung wieder unverändert (UV-act. 87).

A.g  Vom 24. September bis 10. Oktober 2014 erfolgte eine weitere stationäre 

Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 13. Oktober 2014 

wurden von I.___, dipl. Psychologin FSP und med. pract. E. Becker, Facharzt für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, mit Bezug zum Unfall vom 27. Mai 2013 

eine Humerusschaftfraktur links mit geringer Dislokation, eine Schultersteife links, ein 

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Verdacht auf Sudeck linke Hand, CRPS I, eine Epicondylitis radialis humeri links, ein 

degeneratives HWS-Syndrom sowie ein Diabetes mellitus Typ II (ED 2009) 

diagnostiziert. Zum CRPS I - Verdacht wurde erklärt, dass die Budapest-Kriterien nicht 

erfüllt seien. Im psychosomatischen Konsilium von lic. phil. J.___ und Dr. med. K.___, 

Oberärztin, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, wurden eine 

Anpassungsstörung sowie eine längere agitiert-depressive Reaktion und 

Somatisierungstendenz bei Ärger über das Ergebnis mehrerer Operationen (ICD-10: 

F43.21) diagnostiziert. Insgesamt wurden als andauernde Probleme bewegungs- und 

belastungsabhängige Schmerzen in der linken Schulter, die bis in die linke Halsseite 

ziehend seien, eine eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Schmerzen in 

der linken Hand mit eingeschränkter Langfingerbeweglichkeit sowie schmerzbedingte 

Ein- und Durchschlafstörungen genannt. Zudem liege eine erhebliche 

Symptomausweitung vor, und das Ausmass der vom Versicherten demonstrierten 

Einschränkungen, liesse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der 

klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur 

ungenügend erklären. Die Fachspezialisten folgerten, dass dem Versicherten die 

bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar seien dagegen 

ganztägige Tätigkeiten mit leichter bis mittelschwerer Arbeit, jedoch wegen der linken 

Schulter keine Tätigkeiten über Brusthöhe und wegen der linken Hand keine 

Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Feinmotorik. Bezüglich der 

festgestellten psychischen Störung wurde festgehalten, dass diese keine 

arbeitsrelevante Leistungsminderung (zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten 

Einschränkungen) zu begründen vermöge (UV-act. 93).

A.h  Am 20. Oktober 2014 informierte Dr. D.___ telefonisch Kreisarzt Dr. H.___, dass die 

Situation des Versicherten wieder deutlich schlechter sei als direkt nach der Operation 

und sie keine therapeutischen Optionen mehr anbieten könne (UV-act. 95). Die Anfrage 

von Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 6. Februar 2015 betreffend die 

Weiterbehandlung des Versicherten (UV-act. 105) beantwortete die Suva mit Schreiben 

vom 11. Februar 2015 in dem Sinne, dass physiotherapeutische Massnahmen nicht 

mehr vorgesehen seien (UV-act. 106). Am 24. Februar 2015 gelangte Dr. D.___ an die 

Suva betreffend Fortsetzung der Physiotherapie (UV-act. 109), welche diese mit 

Verweis auf den Austrittsbericht der Klinik Bellikon ebenfalls abwies (UV-act. 110).

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A.i   Anlässlich der von der Suva initiierten Besprechung über die berufliche Zukunft 

des Versicherten am 9. März 2015 informierte die Arbeitgeberin, dass sie keine 

leidensangepasste Tätigkeit anbieten könne und deshalb gezwungen sei das 

Arbeitsverhältnis aufzulösen. Die Suva teilte dem Versicherten mit, dass sie ihre 

Taggeldleistungen per 30. April 2015 einstellen und die Rentenfrage prüfen werde (UV-

act. 117).

A.j   Am 19. März 2015 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. M.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

untersucht (UV-act. 124). Als Diagnosen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 27. 

Mai 2013 nannte Dr. M.___ Bewegungs- und Belastungsschmerzen linkes Schulter- 

und Ellenbogengelenk sowie linker Arm. Als unfallfremde Diagnosen führte er an, eine 

Funktionseinschränkung der linken Hand bei Verdacht auf ein CRPS I, eine 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion und Somatisierungstendenz, ein 

degeneratives HWS-Syndrom und einen insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II. Der 

Kreisarzt veranlasste ergänzend eine Kernspintomographie des linken Schulter- und 

Ellbogengelenks, welche am 27. März 2015 stattfand (vgl. UV-act. 131), und forderte 

den Hausarzt auf, die unfallfremde Reflexdystrophie der linken Hand spezialärztlich 

abklären zu lassen. Am 1. April 2015 wandte sich Dr. L.___ an die Suva und äusserte 

u.a. sein Unverständnis über die Einstufung des CRPS als unfallfremd (UV-act. 129).

A.k  In der medizinischen Beurteilung vom 20. April 2015 schätzte Kreisarzt Dr. M.___ 

den Integritätsschaden auf 16% ein (UV-act. 133). Die Arbeitgeberin kündigte dem 

Versicherten per 31. Mai 2015 (act. G 1.2). Mit Schreiben vom 1. Mai 2015 teilte die 

Suva die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Mai 2015 und die Prüfung des 

Anspruchs auf weitere Versicherungsleistungen mit (UV-act. 138). In der Stellungnahme 

vom 11. Mai 2015 erklärte Dr. M.___, dass das Zumutbarkeitsprofil der Rehaklinik 

Bellikon vom 13. Oktober 2014 weiterhin Gültigkeit habe (UV-act. 139). In der 

Stellungnahme von 18. Juni 2015 bestätigte Dr. M.___ seine frühere Einschätzung, 

dass die Beschwerden an der linken Hand unfallfremd seien (UV-act. 143).

A.l   Mit Verfügung vom 23. Juni 2015 sprach die Suva dem Versicherten für die 

verbliebenen Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 27. Mai 2013 ab dem 1. Juni 

2015 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 583.50 basierend auf einer 

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Erwerbsunfähigkeit von 13% sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 20'160.- 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 16% zu (UV-act. 147).

B.   

Die gegen die Verfügung vom 23. Juni 2015 erhobene Einsprache vom 24. August 

2015 (UV-act. 151) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 8. September 2015 ab 

(UV-act. 150).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Alex R. Le Soldat, Zürich, am 12. Oktober 2015 Beschwerde mit 

folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): Es sei in Aufhebung des angefochtenen 

Einsprache-Entscheids der Suva (nachfolgend Beschwerdegegnerin) vom 8. 

September 2015 dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente (Erwerbsunfähigkeit 

von 100%) auszurichten und die Integritätsentschädigung auf mindestens 60% des 

versicherten Jahresverdienstes zu erhöhen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde 

insbesondere ausgeführt, dass die unfallbedingten Einschränkungen höher 

einzuschätzen und die Beschwerden in der linken Hand als unfallkausal anzusehen 

seien. Diesbezüglich wurde der ärztliche Unter-suchungsbericht vom 30. September 

2015 von PD Dr. med. N.___, Chefarzt Rheumatologie, Klinik O.___, ins Recht gelegt 

(act. G 1.2). Im Weiteren wurde gerügt, dass die Depression und die 

Schmerzsymptomatik nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt worden seien und 

die Integritätsentschädigung zu tief angesetzt worden sei, da der Beschwerdeführer 

seinen linken Arm und seine linke Schulter praktisch gesehen nicht mehr gebrauchen 

könne.

C.b In der Beschwerdeantwort vom 23. November 2015 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 12. Oktober 2015 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 8. September 2015 (act. G 3). Zur 

Begründung wurde insbesondere angeführt, dass die linke Hand vom Unfall gemäss 

Aktenlage nicht betroffen gewesen sei. Zudem sei gemäss höchstrichterlicher 

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Rechtsprechung ein CRPS I nur dann als unfallkausal zu betrachten, wenn eine kurze 

Latenzzeit von maximal 6 bis 8 Wochen zwischen Unfall und Auftreten liege, was 

vorliegend mit mehr als fünf Monaten Latenzzeit nicht erfüllt sei. Zudem sei bereits am 

29. Januar 2014 bzw. spätestens im Zeitpunkt der Berentung am 1. Juni 2015 kein 

CRPS mehr objektivierbar bzw. beweisbar gewesen. Die psychischen bzw. physisch 

nicht objektivierbaren Beschwerden stünden nicht in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 27. Mai 2013, denn die bundesgerichtlichen 

Kriterien seien vorliegend nicht erfüllt. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass selbst bei 

Berücksichtigung des CRPS I an der linken Hand sich der zumutbare erzielbare 

Invalidenlohn nicht verringern würde, da die der Rentenberechnung zugrundeliegenden 

fünf DAP-Arbeitsplätze trotzdem zumutbar wären.

C.c Da der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer Replik innert gesetzter Frist 

verzichtete, wurde den Parteien der Abschluss des Schriftenwechsels mit Schreiben 

vom 13. Januar 2016 mitgeteilt (act. G 4, 5).

Erwägungen

1.   

1.1  Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 8. September 2015 (act. G 1.1). Streitig und zu prüfen ist die 

Höhe des Invalidenrenten- und Integritätsentschädigungsanspruchs des 

Beschwerdeführers.

1.2  Unbestritten geblieben ist, dass spätestens per 1. Juni 2015 der gesundheitliche 

Endzustand erreicht und daher ein Renten- und Integritätsentschädigungsanspruch ab 

bzw. in diesem Zeitpunkt zu prüfen war (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). So wurde bereits im Austrittsbericht der 

Klinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 festgehalten, dass von der Fortsetzung der 

Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (UV-act. 93). 

Auch Dr. N.___ erklärte im Bericht vom 30. September 2015, dass aus physikalisch-

medizinischer Sicht es nach den intensiven physiotherapeutischen Massnahmen 

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inklusive zweimaligen stationären Aufenthalten in der Rehaklinik Bellikon keine 

erfolgsversprechenden Therapieoptionen mehr gebe (act. G 1.2).

1.3  Vorliegend steht insbesondere zur Diskussion, ob die Beschwerden der linken 

Hand in einem versicherungsrelevanten Zusammenhang stehen mit dem Unfall vom 27. 

Mai 2013 und inwieweit insbesondere die Beweiskraft der kreisärztlichen Berichte vom 

19. März, 20. April, 11. Mai und 18. Juni 2015 (UV-act. 124, 133, 139, 143), des 

Austrittsberichts der Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93) und des 

ärztlichen Untersuchungsberichts der Klinik O.___ vom 30. September 2015 (act. G 1.2) 

geht.

2.   

2.1  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht 

gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene 

Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids 

beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen 

Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 

E. 4b). Sowohl der Beginn des zu beurteilenden Sachverhalts (Unfall vom 27. Mai 2013) 

als auch der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. September 2015 (Suva-act. 

150) datieren aus der Zeit vor Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen des UVG und 

der UVV. Vorliegend ist entsprechend den intertemporalrechtlichen Regeln auf die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen abzustellen.

2.2  Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der 

Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

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2.3  Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig 

auf Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 

Hinweisen). Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174).

2.4  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 

351 E. 3a). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 

ff.).

2.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

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verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten.

3.   

Vorab ist mithin zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers als unfallkausal zu betrachten und damit für die Festlegung der 

strittigen Ansprüche - Invalidenrente und Integritätsentschädigung - relevant sind. Der 

Beschwerdeführer beklagt eine linksseitige eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter, 

des linken Armes und der linken Hand, wobei die Schmerzen unter Belastung 

zunehmen würden (act. G 1).

3.1  Unbestrittenermassen als unfallbedingt einzustufen sind die eingeschränkte 

Beweglichkeit und die bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen in der 

linken Schulter und im linken Ellbogen (UV-act. 124, 143). Strittig hinsichtlich der 

Kausalität zum Unfall vom 27. Mai 2013 sind dagegen einerseits die Beschwerden und 

die Funktionseinschränkung der linken Hand und andererseits die geltend gemachten 

Einschränkungen durch die psychischen Störungen.

3.2  Hinsichtlich der Einschränkungen der linken Hand begründet die 

Beschwerdegegnerin die fehlende Unfallkausalität damit, dass die Hand vom Unfall gar 

nicht betroffen gewesen sei. Der CRPS I Verdacht sei zudem erst fünf Monate nach 

dem Unfall erhoben worden und spätestens ab dem Zeitpunkt der Berentung am 1. 

Juni 2015 nicht mehr objektivierbar bzw. nachweisbar gewesen. Der Beschwerdeführer 

führt als Beweis für die Unfallkausalität insbesondere den Austrittsbericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93), den Bericht von Dr. D.___ vom 

5. März 2015 (UV-act. 112), das E-Mail von Dr. L.___ vom 1. April 2015 (UV-act. 129) 

sowie den Untersuchungsbericht von PD Dr. N.___ vom 30. September 2015 (act. G 

1.2) an.

3.2.1      Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Liegt kein solches vor, wird häufig davon ausgegangen, dass der 

Schmerz durch eine psychische Komponente unterhalten wird. Darüber hinaus gibt es 

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aber auch anerkannte unfallkausale Schmerzsyndrome, wie das CRPS bzw. der 

Morbus Sudeck, die auftreten, obwohl die Verheilung einer strukturellen Läsion 

grundsätzlich günstig verlaufen ist (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 695 ff.). Die Diagnose eines CRPS 

erfolgt mittlerweile anhand der Budapest-Kriterien, welche aus einer 

Konsensuskonferenz im Jahr 2006 resultieren. Typischerweise treten die Beschwerden 

innerhalb kurzer Zeit nach einem auslösenden Ereignis - nach der Rechtsprechung wird 

für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers eine Latenzzeit von sechs bis acht 

Wochen vorausgesetzt - auf (vgl. <http://rheumatologie.universimed.com/artikel/

komplexes-regionales-schmerzsyndrom-typ -1-crps-1>, abgerufen am 31. März 2017; 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 6. September 2006, U 23/06, E. 

2.3 mit Hinweis).

3.2.2      Anfänglich beschränkten sich die vom Beschwerdeführer geäusserten 

Beschwerden auf den linken Oberarm bei gestellter Diagnose Humerusschaftfraktur 

links mit geringer Dislokation (UV-act. 3, 4, 12, 15, 16). Schmerzen im linken 

Handgelenk sind erstmals dokumentiert im Suva-Bericht vom 21. August 2013 (UV-act. 

22). Im Arztbericht vom 1. November 2013 wurde die Diagnose CRPS I gestellt. Dr. 

F.___ von der Klinik G.___ erhob diese Diagnose, da er die Budapest-Kriterien aktuell 

und anamnestisch als erfüllt erachtete (UV-act. 38). Im Arztbericht vom 13. Januar 2014 

stellte Dr. D.___ gleichfalls die Diagnose Morbus Sudeck links und führte bezüglich der 

linken Hand aus, dass der Pinzettengriff und das Spreizen der Finger nicht und der 

Faustschluss nicht vollständig möglich seien. Im Weiteren erwähnte die Fachärztin die 

Schmerzangabe im Bereich der Finger, das Schwellungsgefühl, ohne dass objektiv 

eine Schwellung auffalle, die fehlende Hautveränderung sowie die Parästhesie aller 

Finger, wobei dies wahrscheinlich wechselnd stattfinde und keinem Nerv oder 

Dermatom zugeordnet werden könne (UV-act. 50).

3.2.3      Im Austrittsbericht der Klinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93) 

wurde zwar der Verdacht auf "Sudeck linke Hand, CRPS I" gestellt, jedoch erklärten 

die Ärzte, dass die Budapest-Kriterien bei den Untersuchungen am 26. März und 7. 

Oktober 2014 nicht erfüllt gewesen seien. Festgestellt hätten sie dagegen geringe 

degenerative Veränderungen am TFCC, jedoch keine traumatischen Läsionen des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/23

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TFCC sowie geringe degenerative subchondral zystische Läsionen am Os capitatum. 

Aufgrund der fachärztlichen Aussagen (insb. wegen der Nichterfüllung der Budapest-

Kriterien) muss davon ausgegangen werden, dass im Oktober 2014 kein CRPS I (mehr) 

vorlag (vgl. Erwägung 3.2.1).

3.2.4      Im Arztbericht vom 5. März 2015 (UV-act. 112) diagnostizierte Dr. D.___ u.a. 

eine Sekundär Frozen Shoulder links sowie ein CRPS I mit chronischen Schmerzen und 

Bewegungseinschränkung von Hand und linker Schulter. Der Faustschluss der linken 

Hand habe nicht durchgeführt werden können und eine Schulterkraftprüfung sei 

aufgrund der Schmerzen nicht möglich gewesen. Die Fachärztin empfahl denn auch 

eine nochmalige Untersuchung durch den Kreisarzt. Zum Beweiswert des Arztberichts 

ist festzustellen, dass dieser für den Nachweis eines unfallkausalen CRPS I wegen 

fehlender nachvollziehbarer und schlüssiger Begründung unzureichend ist (vgl. 

Erwägung 3.2.1).

3.2.5      Hinsichtlich der E-Mail Nachricht von Dr. L.___ vom 1. April 2015 (UV-act. 129) 

ist festzuhalten, dass der Hausarzt lediglich zum Ausdruck brachte, dass er die 

Einstufung des CRPS als "unfallfremd" nicht nachvollziehen könne, denn seines 

Erachtens gebe es einen sicheren Kausalzusammenhang. Da Dr. L.___ jedoch nicht 

ausführte, worauf sich seine Einschätzung stützt, kann damit der Nachweis für die 

Unfallkausalität nicht erbracht werden.

3.2.6      Im Arztbericht von Dr. N.___ vom 30. September 2015 (act. G 1.2) werden 

folgende Diagnosen gestellt: "1. CRPS Hand links, adominant und Frozen shoulder 

links (überwiegend wahrscheinlich unfallkausal), St. n. Nagelung einer Humerusfraktur 

links am 3.6.2013, St. n. Schulterarthroskopie links mit Mobilisation, Synovektomie, 

Kapselrelease, subacromialer Dekompression und Metallentfernung am 3.6.2014; 2. 

Diabetes mellitus Typ II (ED 2009), tabletten- und insulinpflichtig." Der erhobene 

Befund lautet: "57jähriger Patient in schmerzbedingt reduziertem AZ. Arm links in 

Schonhaltung. Aktive Beweglichkeit Schulter links Flexion 40°, Aussenrotation 30°, 

Innenrotation schmerzbedingt nicht prüfbar. Aktive Beweglichkeit des linken Ellbogens: 

Flexion/Extension 90-30-0°. Die aktive Beweglichkeit des Handgelenks und der 

Langfinger ist schmerzbedingt nicht möglich. Hand links ohne nennenswerte 

Schwellung, aktuell keine Verfärbung, symmetrische Hauttemperatur (MCP III-Gelenk), 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/23

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keine Hyperhidrose, keine fassbaren trophischen Störungen. Hyperästhesie und 

Hyperalgesie (fraglich Allodynie) am gesamten linken Arm." Die Beurteilung des 

Facharztes lautete wie folgt: "Aufgrund der vorliegenden Akten und Angaben des 

Patienten besteht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein CRPS in partieller 

Remission, welches unfallkausal zur Fraktur vom 27.5.2013 bzw. der Operation vom 

3.6.2013 aufgetreten ist. Aktuell berichtet der Patient auf Symptomebene über 

persistierende CRPS-Beschwerden. Auf Befundebene sind aktuell keine fassbaren 

Hinweise auf ein florides CRPS mehr zu eruieren. […]." Zur CRPS-Diagnose ist 

festzustellen, dass aus dem Arztbericht nicht ersichtlich ist, ob die geltend gemachten 

Beschwerden und Einschränkungen der linken Hand durch ein CRPS begründet sind, 

zumal es gemäss Dr. N.___ auf Befundebene keine fassbaren Hinweise mehr auf ein 

florides CRPS gibt. Im zweiseitigen Bericht fehlt zudem eine Begründung, weshalb das 

diagnostizierte CRPS bzw. die geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen 

der linken Hand unfallkausal sein sollen, zumal unfallnah keine Verletzungen an der 

Hand dokumentiert worden sind, sich die beiden Operationen auf den Schulter-/

Oberarmbereich links beschränkten und das CRPS erst nach der üblichen Latenzzeit 

von maximal 6 bis 8 Wochen nach dem Unfall diagnostiziert worden war. Hinzu kommt, 

dass obwohl Anzeichen für degenerative Veränderungen im Handbereich festgestellt 

worden waren, keine Auseinandersetzung mit (unfallfremden) Differentialdiagnosen 

stattfand. Dies ist zwar insofern verständlich, als der Zweck der Untersuchung die 

Evaluation von Therapiemöglichkeiten und nicht der Nachweis der Unfallkausalität der 

Beschwerden war. Mit dem Arztbericht kann aber aus den dargelegten Gründen der 

Nachweis der Unfallkausalität der Beschwerden der linken Hand bzw. eines (allfälligen) 

CRPS nicht erbracht werden.

3.2.7      Der Einwand des Beschwerdeführers, dass er seinen linken Arm nicht mehr 

gebrauchen könne und deshalb als Einarmiger einzustufen sei (act. G 1 S. 8), vermag 

nicht zu überzeugen, war es doch den Fachärzten der Rehaklinik Bellikon möglich, ein 

Anforderungsprofil für eine zumutbare leidensangepasste Tätigkeit festzulegen. Hinzu 

kommt, dass im Austrittsbericht der Klinik Bellikon die festgestellte Selbstlimitierung 

des Beschwerdeführers erwähnt wird. Zudem lasse sich das Ausmass der 

demonstrierten Einschränkungen mit den objektivierbaren pathologischen Befunden 

der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur 

ungenügend erklären (UV-act. 93 S. 2 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/23

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3.2.8      In Würdigung der Aktenlage und des zuvor Dargelegten ist festzuhalten, dass 

die geltend gemachten Beschwerden und Beeinträchtigungen der linken Hand - 

zumindest im Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nicht unfallkausal sind. 

Vorliegend erübrigen sich weitergehende Abklärungen zu den Beeinträchtigungen der 

linken Hand auch aus dem Grunde, dass das Anforderungsprofil hinsichtlich 

zumutbarer leidensangepasster Tätigkeiten selbst bei Berücksichtigung der 

Beschwerden und Einschränkungen der linken Hand in Anbetracht der bereits 

berücksichtigten Einschränkungen durch die linke Schulter, den linken Oberarm und 

den linken Ellbogen nicht weiter eingeschränkt wird. Die von der Beschwerdegegnerin 

bei der Invaliditätsgradbestimmung berücksichtigten fünf Arbeitsplätze (DAP-Nr.: 7144: 

Hilfsarbeiter Montagearbeiten; 8484: Hilfsarbeiter Vormontage; 9976716: Hilfsarbeiter 

Umformen/Stanzen Exzenter; 7148: Kontrolleur Schlusskontrolle; 6655: Hilfsarbeiter 

Angestellter Montage Mittel-Stück) kann der Beschwerdeführer auch mit den 

Einschränkungen der linken Hand wahrnehmen, denn die genannten Arbeitsplätze 

stellen hinsichtlich der Feinmotorik keine erhöhten Anforderungen. Feinmotorisches 

Hantieren mit Gegenständen ist denn auch nur selten (DAP-Nr.: 7144, 9976716) oder 

manchmal (DAP-Nr.: 8484, 7148, 6655) erforderlich. Zudem ist die rechte Hand des 

Beschwerdeführers feinmotorisch nicht eingeschränkt (UV-act. 144; vgl. auch UV-act. 

150 S. 17).

3.3  Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, dass seine psychisch 

bedingten Einschränkungen (Depression) gleichfalls zu berücksichtigen seien (vgl. act. 

G 1).

3.3.1      Während des Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon vom 24. September bis 

10. Oktober 2014 fand ein psychosomatisches Konsilium statt. Im Bericht vom 8. 

Oktober 2014 (UV-act. 93 S. 14 ff.) diagnostizierten lic. phil. J.___ und Dr. K.___ beim 

Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung sowie eine längere agitiert-depressive 

Reaktion und Somatisierungstendenz bei Ärger über das Ergebnis mehrerer 

Operationen (ICD-10: F43.21). Die Fachexpertinnen hielten hinsichtlich der 

festgestellten psychischen Störungen fest, dass diese keine arbeitsrelevante 

Leistungsminderung (zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten Einschränkungen) 

zu begründen vermöchten. Festzustellen ist, dass vorliegend keine Anhaltspunkte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/23

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bestehen, welche gegen die fachärztlichen Einschätzungen sprechen würden, 

insbesondere liegen keine gegenteiligen psychiatrischen Einschätzungen vor.

3.3.2      Im Einspracheentscheid (act. G 1.1 S. 10 ff.) setzte sich die 

Beschwerdegegnerin mit der psychischen Störungen des Beschwerdeführers 

auseinander und legte im Detail dar, wieso der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Störrungen nicht gegeben sei, 

weshalb ihre Leistungspflicht diesbezüglich bereits aus diesem Grunde entfalle. 

Ausgehend von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich (UV-act. 150 E. c/cc) 

und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 29. 

Januar 2010, 8C_897/2009, E4.5) bedürfe es zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhanges die Erfüllung dreier Kriterien oder eines Kriteriums in 

besonders ausgeprägter Weise (wie besonders dramatische Begleitumstände, 

besondere Eindrücklichkeit, ärztliche Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf, 

erhebliche Komplikationen, körperliche Dauerschmerzen, ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung, Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit), 

Die Beschwerdegegnerin legte im Einspracheentscheid schlüssig dar, dass nicht 

genügend Kriterien erfüllt sind und wies ergänzend darauf hin, dass die Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt hatten.

3.3.3      In Würdigung der Aktenlage erscheint die Einschätzung der psychiatrischen 

Fachspezialisten der Klinik Bellikon nachvollziehbar und schlüssig. Die Adäquanz der 

festgestellten psychischen Störungen ist zu verneinen, da die Adäquanzkriterien nicht 

erfüllt sind.

4.   

Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen den Unfallrestfolgen 

Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG hat. Hierbei ist der 

Invaliditätsgrad nach Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. 

Verglichen werden das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/23

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) und das Erwerbseinkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.   

5.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist im Sinn von Art. 16 ATSG 

rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 

frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls 

verdienen könnte (BGE 135 V 59 E. 3.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Entscheidend ist, was die versicherte Person verdient 

hätte und nicht, von welchem Lohn sie gestützt auf den guten Glauben allenfalls hätte 

ausgehen können (BGE 134 V 325 f. E. 4.1, Urteil des EVG vom 20. Mai 2005, U 

423/04, E. 2.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 126 f.).

5.2  Für die Festlegung des Valideneinkommens 2015 (Rentenbeginn am 1. Juni 2015) 

ging die Beschwerdegegnerin von den Angaben der Arbeitgeberin vom 10. März und 1. 

Mai 2015 (Suva-act. 115, 136) aus, wonach der Grundlohn des Beschwerdeführers im 

Jahr 2015 gleichbleibend Fr. 28.30 pro Stunde betragen hätte und berücksichtigte 

zudem den 13. Monatslohn mit Fr. 2.60 pro Stunde. Hinsichtlich der Arbeitszeit ging sie 

von der branchenüblichen Jahresarbeitszeit im Bauhauptgewerbe von 2112 Stunden 

aus. Gestützt auf diese Entscheidungsgrundlagen errechnete die Beschwerdegegnerin 

ein Valideneinkommen von Fr. 65'260.80 ([Fr. 28.30 + Fr. 2.60] x 2'112 Std.). Diese 

Berechnungsweise ist (im vorliegenden Fall) nicht zu beanstanden, da die 

angenommene Stundenanzahl derjenigen vor dem Unfall entspricht wie aus den in den 

Lohnabrechnungen aufgeführten Sollstunden und der geleisteten Arbeitszeit (zuzüglich 

Feier- und Ferientagen) ersichtlich ist. Im Weiteren ist aufgrund der Aktenlage davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit (zumindest bis zur 

Frühpensionierung in vier Jahren) fortgesetzt hätte, wenn er nicht verunfallt wäre (vgl. 

UV-act. 55, 57 S. 3).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

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5.3  Das durchschnittliche Jahreseinkommen gemäss LSE 2012 (Tabelle TA1, privater 

Sektor, Produktion, Baugewerbe, Männer Kompetenzniveau 1) beträgt Fr. 5'430.- bzw. 

jährlich Fr. 65'160.-. Aufgerechnet auf die in der Branche Baugewerbe betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.5 Stunden und angepasst an die 

Nominallohnentwicklung des Baugewerbes der Jahre 2013 bis 2015 (+ 0.5%; + 0.5%; - 

0.2%) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 68‘145.-. Dieser Wert liegt zwar 4.41% 

über dem tatsächlich erzielten Verdienst jedoch noch innerhalb der bundesgerichtlich 

festgesetzten tolerierbaren Bandbreite von 5%. Folglich liegt keine 

unterdurchschnittliche Entlöhnung vor, welche eine Parallelisierung rechtfertigen würde 

(vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3 und 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2012, 

8C_744/2011, E. 5).

5.4  Folglich ist das von der Beschwerdegegnerin festgesetzte Valideneinkommen in 

der Höhe von Fr. 65'260.80 nicht zu beanstanden.

6.   

6.1  Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die 

Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

6.2 

6.2.1      Die Parteien sind sich darüber einig, dass dem Beschwerdeführer die 

angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter mit wiederholtem Hantieren mit schweren 

Lasten wegen der verbleibenden Unfallfolgen im Bereich der linken Schulter und des 

linken Armes nicht mehr zugemutet werden kann.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

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6.2.2      Im Gegensatz zum Beschwerdeführer erachtet die Beschwerdegegnerin 

gestützt auf die Beurteilungen der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 93) und von Kreisarzt Dr. 

M.___ (UV-act. 139, 143) eine Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit 

als zumutbar. Laut dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 

sind dem Beschwerdeführer noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar, 

wobei spezielle schulter- und armbezogene Einschränkungen zu berücksichtigen seien. 

So könne der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mehr über Brusthöhe ausführen 

(Suva-act. 93). Kreisarzt Dr. M.___ schloss sich in seinem Bericht vom 11. Mai 2015 der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. dem Stellenanforderungsprofil der Rehaklinik Bellikon 

hinsichtlich einer leidensadaptierten Tätigkeit an (Suva-act. 139).

6.2.3      Das vorliegende Anforderungsprofil für eine leidensadaptierten Tätigkeit 

erscheint schlüssig und überzeugend, denn damit wird der Schulter- und 

Ellenbogenproblematik umfassend Rechnung getragen. So wird die Einwirkung bzw. 

die Belastung auf die Schulter und den Arm durch den Ausschluss von Arbeiten über 

Brusthöhe weitgehend reduziert. Bezüglich der linken Hand, obwohl keine somatischen 

Unfallrestfolgen objektiviert und Funktionseinschränkungen zum 

Rentenprüfungszeitpunkt nicht mehr erhoben werden konnten, berücksichtigten die 

Fachärzte der Rehaklinik aber dennoch, dass der Einsatz der linken Hand 

eingeschränkt ist, indem sie Tätigkeiten, die erhöhte Anforderungen an die Feinmotorik 

stellen, ausschlossen. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

weitergehenden Einschränkungen ist anzumerken, dass bereits die Fachärzte der 

Rehaklinik Bellikon im Bericht vom 13. Oktober 2014 darauf hinwiesen, dass auf die 

klinisch erhobenen Befunde, die Schmerzangaben und Bewegungsdefizite des 

Beschwerdeführers infolge des nicht objektivierbaren Ausmasses der demonstrierten 

physischen Einschränkungen nur teilweise habe abgestellt werden können.

6.2.4      Festzuhalten ist soweit, dass der Beschwerdegegner die linke Hand ausser für 

feinmotorische Tätigkeiten grundsätzlich immer noch einsetzen kann. Die funktionell zu 

berücksichtigende Einschränkung hinsichtlich der linken Schulter und des linken Armes 

beschränkt sich auf die Vermeidung von Tätigkeiten über Brusthöhe. Leidensangepasst 

ist der linke Arm wie auch die linke Hand des Beschwerdeführers einsatzfähig. Die 

Ärzte der Rehaklinik Bellikon und Dr. M.___ sehen sodann die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers nur in qualitativer Hinsicht eingeschränkt. Unter den erwähnten, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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limitierenden Bedingungen ist denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben zu 

erachten. Eine Schmerzhaftigkeit steht in einem wesentlichen Zusammenhang mit der 

Belastung und Bewegung des entsprechenden Körperteils und kann demzufolge durch 

eine entsprechende Verminderung der Belastung sowie durch eine Anpassung des 

Bewegungs¬umfangs gemildert werden. Bezüglich der linken Schulter und des linken 

Arms ist im Folgenden von dem von der Rehaklinik im Austrittsbericht beschriebenen 

Zumutbarkeitsprofil auszugehen.

6.3  Im Folgenden gilt es gestützt auf die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

von 100% in einer adaptierten Tätigkeit das zumutbare Invalideneinkommen zu 

ermitteln.

6.3.1      Die Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Fall bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens auf Lohnangaben aus der von der Suva erstellten und nur dieser 

zugänglichen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) abgestellt. Diese 

Vorgehensweise hat das Bundesgericht wiederholt als grundsätzlich zulässig 

bezeichnet (vgl. etwa BGE 129 V 472, 139 V 592) und diesbezüglich auch die 

Prämissen umschrieben (BGE 139 V 592). Darauf wird verwiesen.

6.3.2      In der Verfügung vom 23. Juni 2015 (Suva-act. 147) ging die 

Beschwerdegegnerin von einem Invalideneinkommen von Fr. 56'832.- aus, welches sie 

anhand der Durchschnittslöhne von fünf ausgewählten DAP-Profilen errechnete. Bei 

den fünf Profilen handelt es sich um Tätigkeiten, bei welchen weder schwere Lasten 

angehoben oder getragen noch Arbeiten über Brusthöhe ausgeführt werden müssen. 

Feinmotorisches Hantieren mit Gegenständen ist zudem nur selten oder manchmal 

erforderlich (vgl. dazu Erwägung 3.2.8; Suva-act. 144).

6.3.3      Aufgrund der ärztlich erhobenen gesundheitlichen Einschränkungen - und 

selbst bei Berücksichtigung der Einschränkungen der linken Hand - ist davon 

auszugehen, zumal die rechte Hand feinmotorisch nicht eingeschränkt ist, dass die fünf 

ausgewählten Arbeitsplätze für den Beschwerdeführer grundsätzlich zumutbar wären.

6.3.4      Der durchschnittliche erzielbare Lohn bei den fünf gewählten Arbeitsplätzen 

lag im Jahr 2015 bei Fr. 56'832.-. Der Durchschnittslohn sämtlicher 153 ausgewerteten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

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DAP-Arbeitsplätze betrug Fr. 56'753.- (Minimallohn [1. Dezil] von Fr. 44'200; 

Maximallohn [9. Dezil] von Fr. 75'400; vgl. UV-act. 144). Die gewählten fünf DAP-

Arbeitsplätze sind daher auch aus dieser Perspektive nicht zu beanstanden.

6.4  Zum ermittelten Invalidenlohn anhand von DAP-Arbeitsplätzen ist anzumerken, 

dass die Ermittlung des noch erzielbaren Lohnes gestützt auf die Tabellenlöhne der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu keinem geringeren 

Invalideneinkommen (bzw. zu einem höheren Invaliditätsgrad) führt. Ausgehend vom 

Tabellenlohnabzug (LSE 2012, TA1, Kompetenzniveau 1, Männer) und angepasst an 

die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und die 

Nominallohnentwicklung bis 2015 ergibt sich ein Bruttolohn von Fr. 66‘622.-. Der von 

der Beschwerdegegnerin berücksichtigte 10%ige Leidensabzug erscheint in 

Anbetracht der vorliegenden Umstände als angemessen. Der anhand der 

Tabellenlöhne ermittelte Invalidenlohn würde vorliegend Fr. 59'960.- betragen und liegt 

damit

rund Fr. 3'000.- höher als der von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte 

Invalidenlohn.

7.   

Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 65‘261.- und des 

Invalideneinkommens von Fr. 56‘832.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 13%. Dies 

entspricht dem von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Invaliditätsgrad. Da die 

Beschwerdegegnerin ihren Ermessensspielraum nicht überschritten hat, bleibt für eine 

gerichtliche Korrektur kein Raum.

8.   

Letztlich bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung zu prüfen.

8.1  Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen der Bemessung der Integritätsentschädigung zutreffend 

dar; darauf ist zu verweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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8.2  Die im vorliegenden Fall zugesprochene Integritätsentschädigung von 16% basiert 

auf der Beurteilung von Dr. M.___ vom 20. April 2015 (Suva-act. 133). Die Höhe der 

Integritätsentschädigung ist lediglich in Bezug auf die (insbesondere bildgebend) 

objektivierbaren, natürlich und adäquat kausalen Unfallrestfolgen zu bemessen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2011, 8C_101/2011, E. 5). Dr. M.___ 

berücksichtigte sowohl die Befunde aus der Untersuchung vom 19. März 2015 (UV-act. 

124: eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Antevision 90°, Abduktion 75° 

Aussenrotationsdefizit links vergleichsweise zu rechts 45°) als auch den MRT-

Arthrographie Befundbericht vom 27. März 2015 (UV-act. 135) und legte den 

diesbezüglichen Integritätsschaden gemäss Feinrastertabelle der Suva Nr. 1 

(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) ebenfalls 

schlüssig und ohne Hinweis darauf, dass der Schweregrad in Zweifel zu ziehen wäre, 

entsprechend der Beweglichkeit der Schulter auf 16% fest. Die von der 

Gesundheitsstörung betroffene linke Schulter, und damit verbunden der ebenfalls 

betroffene linke Arm, können noch eingesetzt werden, wenn auch nur unter gewissen 

Bedingungen. Wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für die 

Integritätsschadenschätzung bei einer völligen Gebrauchsunfähigkeit ansetzt und vom 

dafür festgehaltenen Wert von (mindestens) 60% ausgeht, entbehrt dies jeglicher 

Rechtfertigung (vgl. dazu auch die Feststellung der Ärzte der Rehaklinik Bellikon im 

Austrittsbericht vom 13. Oktober 2014 betreffend Vergleich des Ausmasses der 

demonstrierten Einschränkungen und Beschwerden mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden, der klinischen Untersuchung und den Diagnosen aus 

somatischer Sicht [Suva-act. 93]). Dies insbesondere deshalb, weil der unfallkausale 

Gesundheitsschaden (eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter) des 

Beschwerdeführers in der Feinrastertabelle der Suva Nr. 1 für Integritätsschäden bei 

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten ausdrücklich aufgelistet ist und der 

konkrete Wert damit ausgehend vom dafür festgehaltenen Wert zu ermitteln ist. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Antrag des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers auf eine Erhöhung der Integritätsentschädigung abgewiesen 

werden muss.

9.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid im 

Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind 

keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.05.2017
	Art. 6 UVG. Die geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen im Bereich der linken Hand (Verdacht auf CRPS) stehen nicht in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 27. Mai 2013. Selbst bei Berücksichtigung der Einschränkungen der linken Hand würde sich in Anbetracht der anerkannten Beeinträchtigungen (Schulter, Ellbogen) kein höherer Invaliditätsgrad ergeben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Mai 2017, UV 2015/63).

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		2025-07-19T07:19:40+0200
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