# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5a27e84-3195-5477-b4fa-5949a625ddf6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.08.2020 A-3912/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3912-2020_2020-08-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3912/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  A u g u s t  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richter Raphaël Gani,  

Richterin Annie Rochat Pauchard,    

Gerichtsschreiberin Susanne Raas. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, …, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jonas Vischer, …, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Neuverlegung der Verfahrenskosten und  

Parteientschädigung. 

 

 

 

A-3912/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder Vor-

instanz) am 9. März 2018 eine Schlussverfügung gegen A._______ erliess, 

in der sie der Agencia Tributaria (der spanischen Steuerbehörde) gestützt 

auf deren Ersuchen vom 30. Oktober 2017 Amtshilfe leistete, 

dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 11. April 2018 ge-

gen diese Schlussverfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhob,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-2117/2018 vom 5. März 

2019 feststellte, dass die genannte Schlussverfügung vom 9. März 2018 

nichtig sei und auf die Beschwerde nicht eintrat; dass das Gericht dabei 

keine Verfahrenskosten erhoben und die Vorinstanz zur Bezahlung einer 

Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3’400.-- an die Beschwerdeführe-

rin verpflichtet hat, 

dass die ESTV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2117/2018 

vom 5. März 2019 beim Bundesgericht angefochten und beantragt hat, das 

Urteil sei aufzuheben und ihre Schlussverfügung vom 9. März 2018 zu be-

stätigen, 

dass die ESTV gleichentags auch gegen das Urteil in einem Parallelver-

fahren (A-2138/2018) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-

ten ans Bundesgericht erhob, 

dass das Bundesgericht die beiden Beschwerden (Verfahrensnummer 

2C_287/2019 betreffend das bundesverwaltungsgerichtliche Verfahren 

A-2117/2018; Verfahrensnummer 2C_288/2019 betreffend das bundesver-

waltungsgerichtliche Verfahren A-2138/2018) mit Urteil vom 13. Juli 2020 

vereinigte, die Beschwerde im Verfahren 2C_287/2019 teilweise guthiess 

und jene im Verfahren 2C_288/2019 abwies, 

dass demnach auch die Kosten des Verfahrens A-2117/2018 vor Bundes-

verwaltungsgericht neu zu verlegen sind (nicht jedoch jene im Verfahren 

A-2138/2018), 

A-3912/2020 

Seite 3 

dass das Bundesgericht im Verfahren 2C_287/2019 mit Urteil vom 13. Juli 

2020 konkret das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2117/2018 vom 

5. März 2019 aufhob, die ESTV anwies, die Informationen zu nicht betroffe-

nen Personen auf dem zu übermittelnden Kontoauszug zu schwärzen und 

im Übrigen die Schlussverfügung der ESTV vom 9. März 2018 aber bestä-

tigte, 

dass die Beschwerdeführerin somit – wie im bundesgerichtlichen Verfah-

ren – auch im Verfahren A-2117/2018 als weitestgehend unterliegend zu 

betrachten ist, betreffen doch die durch das Bundesgericht angeordneten 

Schwärzungen nur einen Nebenpunkt (vgl. E. 6.2 des bundesgerichtlichen 

Urteils), 

dass der Beschwerdeführerin daher die auf Fr. 2'500.-- festzusetzenden 

Verfahrenskosten im Verfahren A-2117/2018 – wie im bundesgerichtlichen 

Verfahren – aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG); dass der von der 

Beschwerdeführerin in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist, 

dass für das Verfahren A-2117/2018 entsprechend keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario so-

wie Art. 7 Abs. 3 VGKE), 

dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen 

sind noch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b 

VGKE und Art. 7 Abs. 3 VGKE; Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März 

2017). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Kosten des Verfahrens A-2117/2018 in Höhe von Fr. 2'500.-- werden 

der Beschwerdeführerin auferlegt. Der von ihr einbezahlte Kostenvor-

schuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung dieser Kosten verwendet. 

2.  

Im Verfahren A-2117/2018 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

A-3912/2020 

Seite 4 

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par-

teientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Riedo Susanne Raas 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

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