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**Case Identifier:** 19f49a7c-e1d1-5b07-b89e-8b7f2ac14005
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.07.2008 B-4191/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4191-2007_2008-07-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4191/2007
flr/hia

{T 1/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Ronald Flury (Vorsitz), 
Richter Francesco Brentani, 
Richter Stephan Breitenmoser; 
Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.

BTG-Bürgschaftsgenossenschaft beider Basel, 
Aeschenvorstadt 71, 4010 Basel,
vertreten durch Herrn Advokat Jürg Gutzwiller, 
Steinenbachgässlein 34, 4051 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

BG Mitte Bürgschaftsgenossenschaft für KMU, 
Bahnhofstrasse 59D, Postfach 1104, 3401 Burgdorf,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD), 
Generalsekretariat, Recht, Sicherheit, Bundeshaus Ost, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung als gewerbeorientierte 
Bürgschaftsorganisation.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4191/2007

Sachverhalt:

A.
Gestützt  auf  den Bundesbeschluss  über  die  Förderung der  gewerb-
lichen  Bürgschaftsgenossenschaften  vom  22. Juni  1949  (AS 1949  II 
1657)  richtete  der  Bund  bis  anhin  Beiträge  an  die  Verluste  der  ge-
werblichen  Bürgschaftsorganisationen  sowie  der  Bürgschaftsgenos-
senschaft der Frauen (SAFFA) im Umfang von 50 - 60% aus. Im Zuge 
der  Reorganisation  des  gewerblichen  Bürgschaftswesens  orientierte 
das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mit Schreiben 
vom 19. Dezember 2006 die gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisa-
tionen  über  das  bevorstehende  Anerkennungsverfahren.  Grundlage 
dafür bilde das Bundesgesetz über die Finanzhilfen an gewerbeorien-
tierte  Bürschaftsorganisationen vom 6. Oktober 2006 (SR 951.25,  im 
Folgenden: Bundesgesetz)  und die Verordnung über die Finanzhilfen 
an  gewerbeorientierte  Bürgschaftsorganisationen  vom  28. Februar 
2007  (SR 951.251,  im  Folgenden:  Verordnung),  welche  zu  diesem 
Zeitpunkt  lediglich  in  Entwurfform  vorlag.  Ein  Anerkennungsgesuch 
könne jederzeit gestellt werden. Die Gesuchsteller hätten ein Konzept 
auszuarbeiten,  welches  insbesondere  sicherstelle,  dass  das  Bürg-
schaftswesen  weiterhin  den  KMU aller  Regionen  der  Schweiz  offen 
stehe  und  dass  das  Bürgschaftsvolumen innert  vier  Jahren  verdrei-
facht werde. Der Gesetzgeber habe zwar die Anzahl der anerkannten 
Organisationen im Bundesgesetz nicht  fixiert,  jedoch gehe aus dem 
Bericht der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates 
(WAK-N) zum Bundesgesetz klar hervor, dass eine drastische Reduk-
tion der Anzahl Bürgschaftsgenossenschaften erwünscht sei. In seiner 
Antwort auf die Interpellation von Frau Ständerätin Fetz vom 24. März 
2006  (Geschäftsnummer 06.3173)  habe  der  Bundesrat  bereits  er-
wähnt, dass er die Zahl der regionalen Bürgschaftsgenossenschaften 
auf deren drei reduzieren möchte. Alle Organisationen, welche die Be-
dingungen  von  Bundesgesetz  und  Verordnung  erfüllen,  könnten  ein 
Anerkennungsgesuch  stellen.  Aufgrund  der  Intention  des  Gesetzge-
bers werde jedoch erwartet, dass die Anzahl der Organisationen redu-
ziert werde und dass nur regionale Organisationen mit zukünftig gros-
sem Bürgschaftsvolumen und mit  der  Möglichkeit  zur  intensiven Zu-
sammenarbeit  mit  den  Hauptbanken  der  bearbeiteten  Regionen  ein 
Gesuch stellen werden.

B.
Die BTG-Bürgschaftsgenossenschaft  beider Basel,  Basel (Beschwer-

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deführerin), reichte im April 2007 (Gesuch undatiert, eingegangen am 
30. April  2007)  ein  Gesuch  um Anerkennung  als  Bürgschaftsorgani-
sation im Sinne von Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes bei der Vorin-
stanz ein.

C.
Mit  Schreiben  vom  30. April  2007  stellte  die  Vorinstanz  fest,  dass 
Angaben  bezüglich  Unabhängigkeit  vom  Darlehensgeber  fehlten 
(Art. 4  Abs. 1  Bst. c  des  Bundesgesetzes).  Ohne  Gegenbericht  bis 
zum 8. Mai 2007 gehe man davon aus, dass die Banken bereit seien, 
auf  ihr Anteilscheinkapital  zu verzichten, oder dass die Beschwerde-
führerin in der Lage sei, dieses zurückzubezahlen.

In einem E-Mail an die Vorinstanz äusserte sich die Beschwerdeführe-
rin am 3. Mai 2007 dahingehend, dass aus der Korrespondenz ihrer-
seits mit  den anteilscheinbesitzenden Banken zum Ausdruck gekom-
men sei,  alle würden eine regionale Lösung mit  der Beschwerdefüh-
rerin anstreben. Sie gehe davon aus, dass im Falle ihrer Anerkennung 
die Banken auf ihr Anteilscheinkapital verzichten würden, bzw. es der 
Beschwerdeführerin  ermöglichen  würden,  das  Anteilscheinkapital 
zurückzubezahlen.

D.
Mit Verfügung vom 22. Mai 2007 lehnte die Vorinstanz das Gesuch der 
Beschwerdeführerin  ab. Sie könne gestützt  auf  Art. 3 und Art. 4 des 
Bundesgesetzes nicht als gewerbeorientierte Bürgschaftsorganisation 
anerkannt werden. Gemäss Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes könne 
der Bundesrat die Anzahl der anerkannten Organisationen beschrän-
ken. Nach Art. 2 Abs. 2 der Verordnung anerkenne das Departement 
nur so viele Organisationen, wie für  eine zweckmässige und kosten-
günstige Förderung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens nötig 
seien. Die Erläuterungen zur Verordnung präzisieren, dass dieses Ziel 
dann erreicht werde, wenn die Zahl der Organisationen auf die im Be-
richt der WAK-N vom 15. November 2005 (BBl 2006 2975 ff.) genann-
ten Zielvorstellungen von drei  regionalen Organisationen (Ost/Mittel-
land/West) sowie einer gesamtschweizerisch tätigen Organisation für 
gewerbetreibende Frauen reduziert werde. 

Die Beschwerdeführerin sei im Vergleich mit den grossen Bürgschafts-
genossenschaften kleinräumig orientiert. Gegenwärtig gehöre sie mit 
einem Marktanteil von 2,5% gemessen am verwalteten Bürgschaftsvo-
lumen  zu  den  kleinen  Bürgschaftsorganisationen;  die  drei  grossen 

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Bürgschaftsorganisationen würden künftig zusammengerechnet 97,5% 
des  gesamtschweizerischen  Bürgschaftsvolumens  vereinen.  Die  Be-
schwerdeführerin erfülle aufgrund ihrer kleinräumigen Orientierung so-
wie ihrer geringen Grösse im Vergleich mit den grossen Bürgschafts-
organisationen die Kriterien nicht, um zu den drei Bürgschaftsorgani-
sationen  zu  zählen,  welche  eine  zweckmässige  und  kostengünstige 
Förderung  des  gewerbeorientierten  Bürgschaftswesens  ermöglichen 
würden.

E.
Gegen diesen  Entscheid  erhob  die  Beschwerdeführerin  am 19. Juni 
2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte, die 
Verfügung der Vorinstanz vom 22. Mai 2007 sei aufzuheben. Die Be-
schwerdeführerin sei als Organisation im Sinne von Art. 3 und 4 des 
Bundesgesetzes  anzuerkennen.  Eventualiter  sei  die  Sache  mit  ver-
bindlichen  Weisungen  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen.  Sämtliche 
Voraussetzungen  für  eine  Anerkennung  seien  erfüllt.  Die  Vorinstanz 
habe  die  Zahl  der  anzuerkennenden  Organisationen  willkürlich  und 
ohne gesetzliche Grundlage auf drei  bzw. vier beschränkt. Dem Ent-
scheid seien Kriterien zugrunde gelegt worden (Marktanteile bzw. ver-
waltetes Bürgschaftsvolumen), welche keine Anerkennungskriterien im 
Sinne des Bundesgesetzes darstellten. Der Förderungsgrundsatz von 
Art. 2 Bst. a des Bundesgesetzes werde missachtet. Des Weiteren er-
gebe sich  aus  Art. 9  des  Bundesgesetzes  eine  Pflicht  zur  Anerken-
nung derjenigen Organisationen, welche die Kriterien nach Art. 3 und 
4 des Bundesgesetzes erfüllten. Der Sachverhalt sei wegen entfallener 
Prüfung  der  Anerkennungsvoraussetzungen  nicht  abgeklärt  worden. 
Schliesslich sei der Entscheid der Vorinstanz unangemessen.

F.
Mit Schreiben vom 5. Juli 2007 meldete die BG Mitte, Bürgschaftsge-
nossenschaft  für  KMU  (vormals  Bürgschaftsgenossenschaft  für  das 
Gewerbe BG), Burgdorf (Beschwerdegegnerin), im Verfahren vor Bun-
desverwaltungsgericht Parteirechte an. 

G.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 13. August 2007, 
die Beschwerde sei  abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu 
bestätigen. Man sei sich einig, dass die Nutzung regionaler Kontakte 
und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Landesregionen wichtig 
seien. Das Instrument der gewerbeorientierten Bürgschaften werde je-

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doch  traditionell  in  den  Kantonen  unterschiedlich  stark  genutzt.  Der 
Bundesrat habe in den Erläuterungen zu Art. 2 der Verordnung festge-
halten, dass die Möglichkeit bestehe, Aussenstellen einzurichten. Zu-
dem habe die  Vorinstanz  im Dispositiv  der  Verfügung betreffend die 
Beschwerdegegnerin die Auflage gemacht, dass die zur Marktbearbei-
tung  betriebswirtschaftlich  notwendigen  Aussenstellen  einzurichten 
seien. Es treffe nicht zu, dass die Beschwerdeführerin sämtliche Vor-
aussetzungen gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes erfülle. Nebst den in 
Art. 3 und 4 Abs. 1 genannten Voraussetzungen sei als weitere, kumu-
lative  Anerkennungsvoraussetzung  vorgesehen,  dass  der  Bundesrat 
die Zahl  der anerkannten Organisationen beschränken könne (Art. 4 
Abs. 2  des  Bundesgesetzes).  Der  Bundesrat  habe  diese  in  Art. 2 
Abs. 2 der Verordnung auf so viele beschränkt, wie für eine zweckmäs-
sige  und  kostengünstige  Förderung  des  gewerbeorientierten  Bürg-
schaftswesens nötig seien. In den Erläuterungen zur Verordnung wer-
de präzisiert, wie der Bundesrat diese Bestimmung verstehe. Dass die 
Vorinstanz  bei  ihrem  Entscheid  als  objektive  Kriterien  Marktanteile 
bzw. das verwaltete Bürgschaftsvolumen sowie die räumliche Orientie-
rung der jeweiligen Gesuchsteller beigezogen habe, sei weder willkür-
lich noch unangemessen, sondern sachgerecht. Die Anerkennung der 
SAFFA stehe nicht im Widerspruch zur Abweisung des Anerkennungs-
gesuchs  der  Beschwerdeführerin.  Art. 2  Bst. c  des  Bundesgesetzes 
sehe als  Förderungsgrundsatz vor,  dass  insbesondere  den Anliegen 
von gewerbetreibenden Frauen sowie Personen, die eine selbständige 
Erwerbstätigkeit  anstreben,  entsprochen  werde.  Der  Gesetzgeber 
habe gewollt, dass die SAFFA als Spezialfall (Mikrokredite für Frauen) 
im neuen Bürgschaftssystem erhalten bleibe. 

H.
Mit  Verfügung vom 22. August  2007  wurde die  Beschwerdegegnerin 
zur  Stellungnahme eingeladen,  da davon ausgegangen wurde,  dass 
ihr  Parteistellung  zukomme.  Es  wurden  ihr  die  angefochtene  Ver-
fügung,  die  Beschwerde  sowie  die  Vernehmlassung  der  Vorinstanz 
vom  13. August  2007  zur  Kenntnis  zugestellt.  Mit  Schreiben  vom 
14. September  2007  ersuchte  die  Beschwerdegegnerin  um  voll-
ständige Akteneinsicht.

Mit Zwischenverfügung vom 16. Oktober 2007 entschied das Bundes-
verwaltungsgericht,  dass der Businessplan nicht an die Beschwerde-
gegnerin  herauszugeben  sei.  Die  restlichen  von  der  Beschwerde-

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führerin und der Vorinstanz eingereichten Unterlagen wurden der Be-
schwerdegegnerin zur Akteneinsicht zugestellt.

I.
In  ihrer  Stellungnahme  vom  2. November  2007  beantragte  die  Be-
schwerdegegnerin  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  die  Bestäti-
gung der angefochtenen Verfügung. Sie wies darauf hin, dass die Hal-
tung des Bundesrates bezüglich der Anzahl anerkannter Bürgschafts-
genossenschaften der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 14. Fe-
bruar  2007 von der  Departementsvorsteherin  EVD zur  Kenntnis  ge-
bracht worden sei. Die Haltung des Bundesrates komme auch in der 
Antwort  auf  die Interpellation Fetz zum Ausdruck. Es  sei  somit  klar, 
dass die Vorinstanz die Vorgaben der WAK-N, des Parlamentes und 
des  Bundesrates  in  die  Erwägungen  einbeziehen  musste.  Der  Ent-
scheid  bedeute  somit  keine Überschreitung  des  Ermessens  und sei 
deshalb nicht unangemessen.

Des  Weiteren  sei  nicht  erwiesen,  dass  nur  mit  jeweils  lokal  ausge-
rüsteten Organisationen bessere, sachgerechtere und kostengünstige-
re Entscheide möglich seien. Durch eine zentral geführte Organisation 
könne effizienter und professioneller gearbeitet werden. Die Beschwer-
degegnerin belege dies durch die seit fast zehn Jahren im Kanton be-
triebene Aussenstelle: In kostengünstiger Mandatsform sei in der Ver-
gangenheit  durch  eine in  der  Region verankerte  Persönlichkeit  rund 
30 - 40% des Bürgschaftsvolumens zu kostengünstigen Bedingungen 
generiert worden. Mitte 2007 sei in Reinach BL eine regionale Aussen-
stelle in Mandatsform eingesetzt worden. Jede geographische Region 
verfüge über einen Sitz in der Verwaltung. Die Beschwerdeführerin ver-
füge nicht über eine bessere Organisationsstruktur als die Beschwer-
degegnerin, weshalb der Entscheid der Vorinstanz nicht willkürlich sei.

Die Effizienz einer gewerbeorientierten Bürgschaftsorganisation hänge 
nebst der Organisationsstruktur primär von der Bürgschaftsmenge ab. 
Die  Fixkosten  der  Organisation  sowie  die  konkreten  Kosten  eines 
Bürgschaftsdossiers  würden  bei  steigendem  Volumen  geringer.  Die 
Beschwerdeführerin  habe  im  Vergleich  zur  Beschwerdegegnerin  be-
reits in der Vergangenheit eine marginale Rolle im Bürgschaftswesen 
gespielt.  Der  Entscheid  der  Vorinstanz  sei  auch  in  dieser  Hinsicht 
nachvollziehbar, angemessen und nicht willkürlich.

Die  "Kann-Bestimmung"  von  Art. 4  Abs. 2  des  Bundesgesetzes  sei 
aufgrund der Entstehungsgeschichte als "Muss-Bestimmung" zu inter-

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pretieren. Ausserdem verkenne die Beschwerdeführerin, dass die ent-
scheidkompetente Behörde über einen Ermessensspielraum verfüge. 
Das Wirken der Bürgschaftsorganisationen sei allein unter dem Blick-
winkel der optimalen Hilfestellung an die KMU zu betrachten. Da die 
Beschwerdegegnerin nun, aufgrund der rechtskräftigen Verfügung, die 
Region  Nordwestschweiz  mit  Bürgschaften  versorge,  würde  die  Ein-
setzung einer weiteren Organisation keinen Sinn machen. Ein Zusam-
mengehen mit  der örtlich zuständigen Organisation, nämlich der Be-
schwerdegegnerin, würde der Sache dienen.

Ein Vergleich mit der SAFFA sei untauglich, weil dieser Spezialsach-
verhalt eine politische Vorgabe des Parlamentes gewesen sei und ent-
sprechend in Art. 2 Bst. c des Bundesgesetzes Niederschlag gefunden 
habe.

J.
Mit  fakultativer  Stellungnahme  vom  6. Dezember  2007  hielt  die 
Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Es fehle eine gesetzliche 
Grundlage für die Beschränkung der Anzahl anerkannter Bürgschafts-
genossenschaften. Der Bezug zu lokalen Gegebenheiten sei ein mass-
gebliches  Kriterium  für  die  Anerkennung.  Eine  zentral  geführte  Or-
ganisation mit Aussenstellen sei nicht eo ipso effizienter und kosten-
günstiger. Dass die Beschwerdegegnerin die "Kann-Vorschrift" in Art. 4 
Abs. 2  des  Bundesgesetzes  als  "Muss-Vorschrift"  interpretiere,  sei 
falsch.  Die  Beschwerdeführerin  wehre  sich  nicht  gegen  eine  Re-
dimensionierung  der  Anzahl  Bürgschaftsgenossenschaften.  Ein  Zu-
sammengehen  mit  der  Beschwerdegegnerin  komme  jedoch  nicht  in 
Frage. Der Entscheid der Vorinstanz sei  unangemessen bzw. willkür-
lich.

Mit  Schreiben  vom  2. April  2008  wurde  diese  Stellungnahme  den 
übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis gebracht.

Auf die vorstehenden und weiteren Vorbringen der Parteien wird, so-
weit  diese  rechtserheblich  sind,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der  Entscheid  des  eidgenössischen  Volkswirtschaftsdepartementes 
vom 22. Mai 2007 ist  eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember 
1968 (VwVG, SR 172.021).

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 
Streitsache zuständig (Art. 10 des Bundesgesetzes i.V.m. Art. 31,  32 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  [VGG, 
SR 173.32]).

Die  Beschwerdeführerin  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), ist durch die angefochtene Ver-
fügung  besonders  berührt  (Art. 48  Abs. 1  Bst. b  VwVG)  und hat  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 
Abs. 1 Bst. c VwVG).

Die  Anforderungen  an  die  Beschwerdefrist  (Art. 50  Abs. 1  VwVG) 
sowie  Form  und  Inhalt  der  Beschwerdeschrift  (Art. 52  VwVG)  sind 
erfüllt. Der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 
VwVG).  Auch  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  vor 
(Art. 44 ff. VwVG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.
Es stellt  sich die Frage, ob der BG Mitte in diesem Verfahren Partei-
stellung zukommt.

2.1 Massgebend für die Parteistellung sind die Vorschriften über die 
Beschwerdelegitimation  (BGE 124  V  393  E. 2a).  Als  Parteien  gelten 
gemäss Art. 6 VwVG Personen, deren Rechte oder Pflichten die Ver-
fügung berühren soll  und andere Personen, Organisationen oder Be-
hörden, denen ein Rechtsmittel gegen die Verfügung zusteht, d.h. Per-
sonen,  die  am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen haben oder 
keine Möglichkeit  zu Teilnahme hatten (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind  (Art. 48 
Abs. 1 Bst. b VwVG) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung  oder  Änderung  haben  (Art. 48  Abs. 1  Bst. c  VwVG). Hierbei 
kann es sich auch um Dritte handeln, soweit diese in einer hinreichend 

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engen,  berücksichtigungswürdigen  Beziehung  zum  Streitgegenstand 
stehen (BGE 131 II 587 E. 3, BGE 127 II 323 E. 3b). 

2.2 Die  BG Mitte  hatte  im vorinstanzlichen  Verfahren bereits  Partei-
rechte  angemeldet. Sie  macht  geltend,  dass sie gemäss ihrer  Aner-
kennungsverfügung vom 22. Mai  2007 auch in  den Kantonen Basel-
Stadt und Basel-Landschaft tätig sein wird und dadurch, dass die Be-
schwerdeführerin  ebenfalls  dort  tätig  sein  wolle,  sei  sie  direkt  be-
troffen. Die Vorinstanz hat den auch das Dispositiv der angefochtenen 
Verfügung  allen  bisherigen  Bürgschaftsgenossenschaften  zugestellt 
(Ziff. 3  des  Dispositivs  der  angefochtenen  Verfügung).  Gemäss 
Schreiben  vom 16. August  2007  ist  die  Beschwerdeführerin  mit  der 
Anmeldung von Parteirechten der BG Mitte einverstanden.

2.3 Die  BG  Mitte  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse,  sich  am  vor-
liegenden  Verfahren  zu  beteiligen.  Nach  Art. 4  Abs. 2  Satz 2  des 
Bundesgesetzes sind die anerkannten Organisationen in der Bestim-
mung  ihrer  Organisation  frei.  In  den  Erläuterungen  zur  Verordnung 
wird ausdrücklich auf die Möglichkeit hingewiesen, regionale Aussen-
stellen zu errichten, welche es ermöglichen, den regionalen Bedürfnis-
sen besser Rechnung zu tragen und den Kundenkontakt zu erleichtern 
(S. 1,  abrufbar unter www.seco.admin.ch > Themen > Standortförde-
rung > KMU-Politik > Gewerbliches Bürgschaftswesen). Die BG Mitte 
verfügt seit Mitte 2007 über eine regionale Aussenstelle in Reinach BL. 
Die  BG  Mitte  und  die  Beschwerdeführerin  würden,  im  Falle  einer 
Anerkennung  der  Beschwerdeführerin  als  gewerbliche  Bürgschafts-
organisation im Sinne des Bundesgesetzes, im gleichen Gebiet  tätig 
sein.  Das  Tätigkeitsgebiet  der  BG  Mitte  würde  im  Falle  einer 
Anerkennung  der  Beschwerdeführerin  eingeschränkt.  Daraus  ergibt 
sich,  dass  die  BG  Mitte  in  einer  besonders  beachtenswerten  Be-
ziehungsnähe zum Streitgegenstand steht und insofern im Sinne von 
Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist.  Somit  kommt  der  BG  Mitte  im  vorliegenden  Verfahren  Partei-
stellung zu.

3.

3.1 Das  Bundesgesetz  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte 
Bürgschaftsorganisationen ist am 15. März 2007 bzw. 15. Juli 2007 in 
Kraft  getreten  (Verordnung  über  die  vollständige  Inkraftsetzung  des 
Bundesgesetzes  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte  Bürg-
schaftsorganisationen  und  der  Verordnung  über  die  Finanzhilfen  an 

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gewerbeorientierte  Bürgschaftsorganisationen  vom  27. Juni  2007 
[AS 2007 3363]). Bisher richtete der Bund gestützt auf den Bundesbe-
schluss vom 22. Juni 1949 über die Förderung der gewerblichen Bürg-
schaftsgenossenschaften  Beiträge  an  die  gewerblichen  Bürgschafts-
genossenschaften  aus. Durch  die  Immobilienkrise  Anfang  der  neun-
ziger  Jahre  gerieten  zahlreiche  Bürgschaftsgenossenschaften  in  fi-
nanzielle  Schwierigkeiten  und  mussten  saniert  werden.  Eine  an-
schliessend  vorgenommene  gesamtschweizerische  Reorganisation 
konnte allerdings nicht verhindern, dass das gewerbliche Bürgschafts-
wesen  zunehmend  an  Bedeutung  einbüsste.  1999  verlangte  die 
Kommission  für  Wirtschaft  und  Abgaben  der  Nationalrates  (WAK-N) 
mittels  Postulat  vom Bundesrat  eine  Überprüfung  des  gewerblichen 
Bürgschaftswesens. Der Bundesrat legte 2003 einen Bericht mit  ver-
schiedenen Varianten vor. Daraufhin beschloss die WAK-N, mit  einer 
parlamentarischen  Initiative  der  Kommission  eine  neue  gesetzliche 
Grundlage für die Unterstützung des gewerblichen Bürgschaftswesens 
vorzuschlagen. Dieser  Vorschlag basierte  auf  einem Konzept  für  die 
Neuausrichtung  des  Bürgschaftswesens,  welches  Vertreter  von 
Banken und Bürgschaftsgenossenschaften erarbeitet hatten.

Das  gewerbliche  Bürgschaftswesen  war  bisher  dezentral  organisiert 
und umfasste zehn unabhängige Bürgschaftsgenossenschaften,  eine 
Zentralstelle für das gewerbliche Bürgschaftswesen (GBZ) sowie eine 
Bürgschaftsgenossenschaft für Frauen (SAFFA).

3.2 Zweck  des  Bundesgesetzes  ist  gemäss  Art. 1  die  Erleichterung 
der Aufnahme von Bankdarlehen für leistungs- und entwicklungsfähige 
Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Der Bund kann dazu an Organisatio-
nen  des  privaten  Rechts,  die  Bürgschaften  gewähren,  Finanzhilfen 
ausrichten (Abs. 2 von Art. 1 des Bundesgesetzes). Finanzhilfen bean-
tragen  können  gemäss  Art. 3  des  Bundesgesetzes  anerkannte  Or-
ganisationen,  welche den KMU bei  der Aufnahme von Darlehen von 
Banken  nach  dem  Bankengesetz  Sicherheiten  in  Form von  Solidar-
bürgschaften bereitstellen. Art. 4  des Bundesgesetzes regelt  die  An-
erkennungsvoraussetzungen.  Nach  Art. 9  des  Bundesgesetzes  an-
erkennt das EVD auf Gesuch hin Organisationen, welche die Voraus-
setzungen nach Art. 3 und 4 erfüllen. Die Anerkennung kann mit Auf-
lagen verbunden werden. 

3.3 Gestützt auf Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes erliess der Bun-
desrat  die  Verordnung  über  die  Finanzhilfen  an  gewerbeorientierte 

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Bürgschaftsorganisationen vom 28. Februar 2007 (SR 951.251, im Fol-
genden: Verordnung). Das Anerkennungsverfahren ist  im 1. Abschnitt 
der  Verordnung geregelt. Gemäss Art. 2  Abs. 1  der  Verordnung  ent-
scheidet das Departement über die Anerkennung einer Organisation. 
Nach Abs. 2 dieser  Bestimmung anerkennt  das  Departement  nur so 
viele Organisationen, wie für eine zweckmässige und kostengünstige 
Förderung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens nötig sind. 

4.
Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin 
zu Recht abgelehnt hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht  geltend, die Vorinstanz hätte den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  nicht  richtig  festgestellt,  da  diese  es 
unterlassen  habe,  das  Vorliegen  der  Anerkennungsvoraussetzungen 
gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes zu prüfen. In der Begründung der 
Verfügung werde mit keinem Wort darauf eingegangen. Die Beschwer-
deführerin  erfülle  sämtliche  Anerkennungsvoraussetzungen. Die  Vor-
instanz bringt  dagegen vor, die Beschwerdeführerin  erfülle  nicht  alle 
Anerkennungsvoraussetzungen. Die Beschwerdegegnerin äussert sich 
nicht zur Erfüllung der Anerkennungsvoraussetzungen.

4.1.1 Art. 3 des Bundesgesetzes legt den Kreis der begünstigten Or-
ganisationen fest. Massgeblich sind der Tätigkeitsbereich und die amt-
liche Anerkennung. Ersteres ist bei der Beschwerdeführerin erfüllt (vgl. 
Art. 2  der  Statuten).  Die  amtliche  Anerkennung  ist  Gegenstand  der 
vorliegenden Beschwerde.

4.1.2 Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes lautet:

"Anerkannt werden Organisationen, die:
a. nicht gewinnorientiert betrieben werden;
b. Unternehmen aller Branchen offen stehen;
c. rechtlich und wirtschaftlich unabhängig vom Darlehensgeber sind;
d. professionell und effizient geführt werden; und
e. überkantonal tätig sind."

Bst. a  und  b  sind  bei  der  Beschwerdeführerin  erfüllt  (vgl.  Art. 2  der 
Statuten der Beschwerdeführerin). Die rechtliche Unabhängigkeit kann 
als  gegeben  erachtet  werden.  Bezüglich  der  wirtschaftlichen  Unab-
hängigkeit  hat  die  Vorinstanz  mit  Schreiben  vom 30. April  2007  die 
folgenden Präzisierungen verlangt: Eine Bestätigung darüber, dass die 
beteiligten Banken bereit  sind,  auf ihr Anteilscheinkapital  zu verzich-
ten, oder dass die Beschwerdeführerin im Stande ist, dieses zurück-

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zubezahlen. Mit Schreiben vom 3. Mai 2007 erklärte die Beschwerde-
führerin,  sie  gehe davon aus,  dass  bei  einer  Anerkennung ihrer  Or-
ganisation beides möglich sei (Bst. c). 

Die Voraussetzung in Bst. d hat wohl deshalb Eingang in das Gesetz 
gefunden, weil bei der Feststellung der Defizite des heutigen Systems 
unter  anderem von den  Banken  moniert  wurde,  dass  zwischen  den 
einzelnen  Bürgschaftsorganisationen  bei  der  Bearbeitung  der  Bürg-
schaftsgesuche diesbezüglich Unterschiede bestehen (vgl. Parlamen-
tarische Initiative, Überprüfung und Stärkung des gewerblichen Bürg-
schaftswesens,  Bericht  der  Kommission  für  Wirtschaft  und Abgaben 
des Nationalrates vom 15. November 2005,  BBl 2006 2975 ff.,  2979, 
im Folgenden: Bericht WAK-N). Bei der Beurteilung der Professionali-
tät und der Effizienz kommt der Vorinstanz zweifelsohne ein Ermessen 
zu.  Gewisse  objektive  Kriterien,  wie  eine  funktionierende  Organi-
sationsstruktur, eine funktionierende Geschäftsführung, die Erledigung 
der Gesuche innert angemessener Frist usw., sind vorhanden. Ob je-
doch  mit  der  Organisationsstruktur  der  Beschwerdegegnerin,  wie 
diese behauptet, die Effizienz besser gewährleistet werden kann, kann 
offenbleiben,  da  die  Vorinstanz  diese  Voraussetzung  bei  der  Be-
schwerdeführerin  offensichtlich  als  erfüllt  betrachtet.  Die  Voraus-
setzung der Überkantonalität (Bst. e) ist ebenfalls erfüllt.

4.1.3 Als Zwischenergebis kann festgehalten werden, dass die Aner-
kennungsvoraussetzungen nach Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes so-
weit ersichtlich erfüllt sind. Wie aus der Stellungnahme der Vorinstanz 
vom  13. August  2007  hervorgeht,  hat  diese  sich  mit  den  Anerken-
nungsvoraussetzungen  auseinander  gesetzt  (S. 2),  auch  wenn  dies 
aus der Verfügung so nicht ersichtlich ist.

4.2 Die  Vorinstanz  stellt  sich  auf  den  Standpunkt,  eine  weitere,  zu-
sätzliche  Anerkennungsvoraussetzung  bestehe  darin,  dass  der  Bun-
desrat von Gesetzes wegen die Anzahl der anerkannten Organisatio-
nen beschränken könne. 

4.2.1 Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes lautet:

"Der Bundesrat kann die Zahl der anerkannten Organisationen beschränken. 
[...]"

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Diese  Bestimmung  findet  sich  unter  der  Sachüberschrift  "Anerken-
nungsvoraussetzungen". In Art. 2 Abs. 2 der Verordnung wird konkre-
tisiert:

"Es [das Departement]  anerkennt  nur  so viele  Organisationen, wie für  eine 
zweckmässige und kostengünstige Förderung des gewerbeorientierten Bürg-
schaftswesens nötig sind."

Diese Regelung findet  sich  im 1. Abschnitt  der  Verordnung,  welcher 
mit  dem Titel  "Anerkennungsverfahren"  überschrieben ist. Die  Sach-
überschrift  lautet  "Entscheid des Departements". Die Möglichkeit  zur 
Beschränkung der anerkannten Bürgschaftsgenossenschaften ist  so-
mit  auf  zwei  Regelungsstufen  normiert  und  im  Zusammenhang  zu 
lesen. Aus den Materialien ergibt sich eindeutig, dass das Parlament 
die  Möglichkeit  einer  Reduktion  der  anerkannten  Organisationen  im 
Bundesgesetz festschreiben wollte, es jedoch dem Verordnungsgeber 
überlassen wollte, die genaue Anzahl oder eine Umschreibung der Be-
schränkungsmodalitäten zu regeln (Bericht WAK-N, S. 2987; Amtliches 
Bulletin  der  Bundesversammlung  [AB] 2006  N  684 f.;  Erläuterungen 
zur Verordnung, S. 1).

4.2.2 Die  Vorinstanz  führt  weiter  aus,  die  Voraussetzung  von  Art. 4 
Abs. 2  des  Bundesgesetzes  i.V.m. Art. 2  Abs. 2  der  Verordnung  sei 
kumulativ zu den übrigen Anerkennungsvoraussetzungen in Art. 4 des 
Bundesgesetzes zu verstehen. Dazu ist zu bemerken, dass wenn die-
se Voraussetzung nicht kumulativ zu den in Abs. 1 von Art. 4 ebenfalls 
kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen verstanden würde, die Re-
organisation  des  gewerblichen  Bürgschaftswesens  mit  der  ange-
strebten Reduktion der  Anzahl  Bürgschaftsorganisationen wohl  nicht 
wie beabsichtigt durchgeführt werden könnte.

4.2.3 Die  Regelung  von  Art. 4  Abs. 2  des  Bundesgesetzes  kann 
insbesondere aus der Entstehungsgeschichte heraus verstanden wer-
den (vgl. E. 3). Die Reduktion  der  Anzahl  Bürgschaftsorganisationen 
war ein zentrales Anliegen der Vorlage (Bericht WAK-N, S. 2976). Wie 
aus dem Bericht der WAK-N hervorgeht, unterschied sich die Aktivität 
der bisherigen zehn Genossenschaften aufgrund verschiedener Fak-
toren erheblich. Der Förderungseffekt für die KMU fiel deshalb regional 
sehr  unterschiedlich  aus  und  war  insgesamt  bescheiden.  Einzelne 
Bürgschaftsorganisationen  befanden  sich  infolge  hoher  Verluste  in 
einer finanziell schwierigen Situation. Man erhoffte sich von einer Re-
duktion der Anzahl  Bürgschaftsgenossenschaften eine Erhöhung der 

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Effizienz  des  Systems  und  Kosteneinsparungen  (vgl.  dazu  Bericht 
WAK-N, S. 2979 ff.). 

Aus dem Bericht der WAK-N ergibt sich ebenfalls, dass die vorgängig 
eingesetzte Arbeitsgruppe offenliess, ob die vorgesehende Reorgani-
sation  durch Gründung dreier  neuen Organisationen oder  durch Fu-
sion der bestehenden Genossenschaften erfolgen soll  (Bericht WAK-
N, S. 2980). Zielsetzung war, die Kapitalbasis der bisherigen zehn Ge-
nossenschaften  zu  erhalten  oder  diese  für  den  Ausbau  der  drei 
weiterbestehenden Bürgschaftsorganisationen zu verwenden (Bericht 
WAK-N, S. 2982). In den parlamentarischen Beratungen wurde darauf 
hingewiesen, dass das bestehende Kapital der Genossenschaften er-
halten bleiben soll, was den Zusammenschluss der bisherigen Genos-
senschaften oder die Einrichtung einer Zentrale mitsamt Einbringung 
ihrer  freiwerdenden  Mittel  erfordere  (AB 2006 N 679).  Vor  diesem 
Hintergrund ist Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes zu lesen.

4.2.4 Gemäss Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes kann der Bundesrat 
die  Anzahl  anerkannter  Organisationen  beschränken.  In  den  parla-
mentarischen  Beratungen  war  diese  Bestimmung  umstritten.  Eine 
Minderheit  der  vorberatenden  Kommission  wollte  die  Anzahl  künftig 
anerkannter Organisationen im Bundesgesetz festschreiben und zwar 
auf deren drei, exklusiv Zentralstelle für das gewerbliche Bürgschafts-
wesen der  Schweiz,  St. Gallen (GBZ) und SAFFA (AB 2006 N 684). 
Der Bundesrat vertrat die Auffassung, dass es darum gehe, die Anzahl 
der Bürgschaftsorganisationen auf drei zu beschränken, beantragte je-
doch,  dem Antrag der  Kommissionsmehrheit  auf  Delegation  der  Be-
stimmung an  den  Verordnungsgeber  zu  folgen. Wenn man  die  Zahl 
drei  im  Gesetz  verankere,  dann  würden  Zweifel  bestehen,  ob  der 
Dachverband  oder  die  SAFFA  mitgemeint  seien.  Man  solle  dem 
Bundesrat hier eine Marge offen halten (AB 2006 N 684). Zusammen-
fassend  ist  festzustellen,  dass  Einigkeit  bezüglich  der  Zahl  drei 
herrschte, man jedoch diese Zahl nicht im Gesetz verankern wollte.

4.2.5 In der Folge hat es der Bundesrat unterlassen, die genaue An-
zahl  in  der  Verordnung  zu  regeln.  Gemäss  Art. 2  Abs. 2  der  Ver-
ordnung werden nur so viele Organisationen anerkannt,  wie für eine 
zweckmässige und kostengünstige Förderung des gewerbeorientierten 
Bürgschaftswesens nötig  sind. Schon gemäss Art. 7 Bst. a des Sub-
ventionsgesetzes  vom  5. Oktober  1990  (SuG,  SR 616.1)  muss  die 
Aufgabe,  welche  mit  Finanzhilfen  unterstützt  wird,  zweckmässig, 

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kostengünstig  und mit  einem minimalen administrativen Aufwand er-
füllt  werden  können.  Aus  den  Erläuterungen  zur  Verordnung  (S. 1) 
erhellt, dass der Bundesrat bewusst auf die Fixierung der Anzahl Bürg-
schaftsorganisationen verzichtet hatte:

"Seiner  Meinung  nach  gilt  es  nicht,  Anzahl  oder  Namen  der  Finanzhilfe-
empfänger gesetzlich zu verankern,  wohl aber den finanzpolitischen Grund-
satz,  dass  die  geförderten Tätigkeiten durch die  Organisation zweckmässig 
und kostengünstig zu erbringen sind. Der Bundesrat hält jedoch grundsätzlich 
an der im Bericht der Kommission genannten Zielvorstellung von drei regio-
nalen Organisationen (Ost/Mittelland/West) sowie einer gesamtschweizerisch 
tätigen Organisation für gewerbetreibende Frauen fest."

Somit  ist  festzuhalten,  dass  der  Gesetzgeber  eindeutig  die  Anzahl 
anerkannter  Organisationen auf  drei  plus die GBZ sowie die SAFFA 
reduzieren wollte.

4.2.6 Bei  der  Formulierung  "zweckmässige  und  kostengünstige 
Förderung" handelt es sich um unbestimmte Rechtsbegriffe. Gemäss 
bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  bildet  deren  Auslegung  und 
Anwendung eine Rechtsfrage,  die  grundsätzlich  ohne Beschränkung 
der richterlichen Kognition zu überprüfen ist. Nach konstanter Praxis 
ist dabei jedoch Zurückhaltung zu üben und den Verwaltungsbehörden 
ein  gewisser  Beurteilungsspielraum  zuzuerkennen,  wenn  der  Ent-
scheid besondere Kenntnisse oder Vertrautheit  mit  den tatsächlichen 
Verhältnissen  voraussetzt  und  die  Behörde  die  für  den  Entscheid 
wesentlichen  Gesichtspunkte  geprüft  und  die  erforderlichen  Abklä-
rungen  sorgfältig  und  umfassend  durchgeführt  hat  (zum  Ganzen 
BGE 131 II  680 E. 2.3.2,  BGE 127 II  184 E. 5a;  ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 446c f.),  was  vorliegend  bejaht  werden 
kann. Die Vorinstanz hat nachweislich alle zum Entscheid notwendigen 
Unterlagen ein-  und nachgefordert  (diesbezüglich sei  auf  den Sach-
verhalt  verwiesen)  sowie  in  der  angefochtenen  Verfügung  ausge-
wiesen, dass sie die Zweckmässigkeit und Kostengünstigkeit aufgrund 
der geringen Grösse der Beschwerdeführerin und deren kleinräumigen 
Orientierung verneint. Dass die Beschwerdeführerin ihrer Ansicht nach 
das  gewerbeorientierte  Bürgschaftswesen  seit  Jahrzehnten  zweck-
mässig und kostengünstig gefördert hat, ändert am Ergebnis nichts.

4.3 Die  Beschwerdeführerin  rügt,  dem Entscheid  seien Kriterien  zu-
grunde  gelegt  worden  (Marktanteile  bzw.  verwaltetes  Bürgschafts-
volumen),  die  keine  Anerkennungskriterien  gemäss  Bundesgesetz 
seien. Die Vorinstanz wertet diese Kriterien als objektive Kriterien und 

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ist  der  Ansicht,  dass  deren  Beizug  weder  willkürlich  noch  unange-
messen, sondern sachgerecht sei.

Die Beschwerdeführerin verkennt, dass es sich bei den vorgenannten 
Kriterien nicht um die Anerkennungsvoraussetzungen selbst  handelt, 
sondern um Hilfskriterien, welche die Beurteilung der zweckmässigen 
und kostengünstigen Förderung des gewerblichen Bürgschaftswesens 
im Sinne von Art. 2 Abs. 2 der Verordnung erleichtern. Dabei handelt 
es  sich  nicht  um  sachfremde  Parameter,  sondern  im  Kontext  der 
Reorganisation des gewerblichen Bürgschaftswesens und deren Ziel-
setzungen (Professionalisierung und Effizienzsteigerung des gewerb-
lichen Bürgschaftswesens, Verdreifachung Bürgschaftsvolumen mittel-
fristig, rechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Bürgschafts-
organisationen  vom  Darlehensgeber,  Reduktion  der  Anzahl  Bürg-
schaftsgenossenschaften,  Straffung  und  Vereinheitlichung  der  Pro-
zesse) um durchaus nachvollziehbare Messgrössen. 

4.4 Die Beschwerdeführerin  macht  geltend,  die  Begründung der  an-
gefochtenen Verfügung sei dürftig und fokussiere einzig auf die ange-
strebte Reduktion der Anzahl anerkannter Bürgschaftsorganisationen. 
Auf  die  Erfüllung  der  Anerkennungsvoraussetzungen  gemäss  Art. 4 
des Bundesgesetzes werde nicht eingegangen.

Gemäss  Art. 35  Abs. 1  VwVG  sind  Verfügungen  zu  begründen.  Ein 
Mindestanspruch  auf  Begründung  ergibt  sich  jedoch  bereits  aus 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101). 
Danach hält  eine Begründung den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 
BV stand, wenn der Betroffene dadurch in die Lage versetzt wird, die 
Tragweite  der  Entscheidung zu beurteilen  und sie  in  voller  Kenntnis 
der  Umstände  an  eine  höhere  Instanz  weiterzuziehen. Die  Behörde 
kann  sich  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte 
beschränken.  Es  genügt,  wenn  ersichtlich  ist,  von  welchen 
Überlegungen  sich  die  verfügende  Behörde  leiten  liess  (BGE 129  I 
232  E. 3.2,  BGE 126  I  97  E. 2.; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., 
Rz. 1705 f.;  ALBERTINI MICHELE,  Der  verfassungsmässige  Anspruch  auf 
rechtliches  Gehör  im  Verwaltungsverfahren  des  modernen  Staates, 
Diss.,  Bern 2000, S. 403;  KNEUBÜHLER LORENZ,  Die Begründungspflicht, 
Diss. Bern, Bern/Stuttgart/Wien 1998, S. 26;  MARK VILLIGER, Die Pflicht 
zur  Begründung  von  Verfügungen,  Schweizerisches  Zentralblatt  für 
Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 1989, S. 137 ff., 155) 

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Die  Begründung  für  die  Abweisung  des  Gesuchs  findet  sich  in  den 
Erwägungen 2-4 der angefochtenen Verfügung. In Ziff. 1 wird auf die 
Möglichkeit  der  Beschränkung  der  anerkannten  Bürgschaftsorgani-
sationen gemäss Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes hingewiesen und 
die  Absicht  der  vorberatenden  Organe  erläutert  (vgl.  dazu  die  Aus-
führungen in E. 3). In Ziff. 3 wird festgestellt, dass es sich bei der Be-
schwerdeführerin  um  eine  kleine  Bürgschaftsorganisation  handelt 
(Marktanteil  gemessen  am  verwalteten  Bürgschaftsvolumen).  Die 
eigentliche Begründung der Abweisung des Gesuchs der Beschwerde-
führerin folgt in Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung. Demnach ist die 
Beschwerdeführerin  kleinräumig  orientiert  und  weist  eine  geringe 
Grösse auf. Deswegen könne sie nicht zu den drei Bürgschaftsorgani-
sationen zählen, welche eine zweckmässige und kostengünstige För-
derung des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens ermöglichen. 

Auch wenn die Begründung eher kurz und knapp erscheint, hält diese 
gleichwohl  den Anforderungen von Art. 35  Abs. 1 VwVG und Art. 29 
Abs. 2 BV stand. Es ist ersichtlich, von welchen Gesichtspunkten sich 
die  Vorinstanz  leiten  liess. Die  Beschwerdeführerin  konnte  die  Trag-
weite  der  Entscheidung  problemlos  beurteilen  und  war  in  der  Lage, 
diese in voller  Kenntnis der Umstände anzufechten,  was sie ja auch 
getan hat.

4.5 Die Beschwerdeführerin argumentiert, aus Art. 9 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes ergäbe sich eine Verpflichtung zur Anerkennung der ge-
suchstellenden  Bürgschaftsorganisation,  wenn  die  Voraussetzungen 
gemäss Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes erfüllt seien.

4.5.1 Die  Frage  nach  der  richtigen  Auslegung,  der  falschen  oder 
Nicht-Anwendung einer Norm ist als Rechtsverletzung zu qualifizieren 
und kann somit gemäss Art. 49 Bst. a VwVG im Beschwerdeverfahren 
gerügt  werden (vgl. dazu  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 
S. 223).

4.5.2 Aus dem Wortlaut  von Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes lässt 
sich  nicht  erkennen,  dass die Behörde zur  Anerkennung verpflichtet 
ist. Die Bestimmung lautet: 

"Das  Eidgenössische  Volkswirtschaftsdepartement  (Departement)  anerkennt 
auf  Gesuch  hin  die  Organisation,  welche  die  Voraussetzungen  nach  den 
Artikeln 3 und 4 erfüllen. Die Anerkennung kann mit Auflagen verbunden wer-
den."

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4.5.3 Auch aus den Materialien ist nicht erkennbar, dass der Gesetz-
geber mit Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes eine Pflicht zur Anerken-
nung aller die Voraussetzungen nach Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes 
erfüllenden Bürgschaftsorganisationen schaffen wollte. Weder im Be-
richt  der  WAK-N  noch  in  der  Stellungnahme  des  Bundesrates  zum 
Bericht  der  WAK-N  (Parlamentarische  Initiative,  Überprüfung  und 
Stärkung des gewerblichen Bürgschaftswesens,  Bericht  vom 15. No-
vember  2005  der  Kommission  für  Wirtschafts  und  Abgaben  des 
Nationalrates,  Stellungnahme  des  Bundesrates  vom  10. März  2006, 
BBl 2006  3003 ff.,  im  Folgenden:  Stellungnahme  des  Bundesrates) 
findet sich ein Hinweis darauf. In der parlamentarischen Beratung gab 
Art. 9 zu keinen Diskussionen Anlass (AB 2006 N 687).

4.5.4 Art. 9 des Bundesgesetzes befindet sich im dritten Abschnitt des 
Bundesgesetzes, welcher mit dem Titel "Verfahren und Rechtsschutz" 
überschrieben  ist.  Aus der  Systematik  wird  somit  klar,  dass  es  sich 
hierbei  um  eine  Verfahrensvorschrift  handelt  und  darin  lediglich  die 
Zuständigkeit  des  Departementes  zum Entscheid  über  die  Anerken-
nungsgesuche geregelt  wird. Dies bestätigt  auch die Sachüberschrift 
von Art. 9  "Anerkennung und  Überwachung". Im zweiten  und dritten 
Absatz dieser Bestimmung sind denn auch die weiteren Aufgaben des 
Departementes  im  Zusammenhang  mit  der  Anerkennung  von  Bürg-
schaftsorganisationen normiert.

4.5.5 Sinn und Zweck von Art. 9 Abs. 1 führen zum gleichen Ergebnis. 
Ein Anspruch auf Anerkennung und damit Zugang zu den Finanzhilfen 
des Bundes kann daraus nicht abgeleitet werden.

4.5.6 Zu prüfen ist  weiter, ob sich allenfalls aus der Rechtsnatur der 
Anerkennung ein Anspruch auf Anerkennung bei Erfüllung sämtlicher 
Voraussetzungen  nach Art. 3  und 4  des  Bundesgesetzes  ergibt.  Bei 
den vorliegenden Bundesbeträgen handelt es sich um Subventionen in 
Form von Finanzhilfen. Die Anerkennung als gewerbliche Bürgschafts-
organisation  im  Sinne  des  Bundesgesetzes  berechtigt  zur  Bean-
tragung der Finanzhilfen (vgl. Art. 3 des Bundesgesetzes und Art. 10 
Abs. 1  der  Verordnung).  Finanzhilfen  sind  geldwerte  Vorteile,  die 
Empfängern  ausserhalb  der  Bundesverwaltung  gewährt  werden,  um 
die Erfüllung einer vom Empfänger gewählten Aufgabe zu fördern oder 
zu  erhalten  (Art. 3  Abs. 1  SuG;  GIOVANNI BIAGGINI/GEORG MÜLLER/PAUL 
RICHLI/ULRICH ZIMMERLI,  Wirtschaftsverwaltungsrecht  des  Bundes, 
4. Aufl.,  Basel/Genf/München  2005,  S. 17).  Die  Anerkennung  erfolgt 

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mittels Verfügung (Bericht WAK-N, S. 2989). Die Anerkennung bewirkt 
eine  Änderung in  der  Rechtsstellung  des  Gesuchstellers,  indem der 
Gesuchsteller  durch  sie  zum möglichen Finanzhilfenempfänger  wird. 
Wird  eine Organisation  nicht  anerkannt,  ist  sie  vom Empfängerkreis 
ausgeschlossen.  Es  wird  aber  nicht  grundsätzlich  eine  Tätigkeit 
bewilligt, d.h. der Gesuchsteller kann weiterhin Bürgschaften für KMU 
leisten,  auch  wenn  er  keine  Finanzhilfen  vom  Bund  erhält.  Somit 
handelt  es  sich  vorliegend  nicht  um  ein  Bewilligungsverhältnis.  Es 
handelt  sich  um  eine  Vorstufe  zu  einem  möglichen  Subventions-
verhältnis. Faktisch wird also mit der Anerkennung auch grundsätzlich 
über die Gewährung der im Bundesgesetz vorgesehenen Finanzhilfen 
entschieden. Somit kommt der Anerkennungsakt einem Entscheid über 
die Subvention gleich. Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes lautet:

"Zu diesem Zweck kann der Bund Organisationen des privaten Rechts,  die 
Bürgschaften gewähren, Finanzhilfen ausrichten."

Bei  Subventionen  wird  üblicherweise  unterschieden  zwischen  Sub-
ventionen, auf welche ein Rechtsanspruch besteht und solchen, die im 
Ermessen  der  entscheidenden  Behörde  liegen.  Ein  Rechtsanspruch 
auf eine Subvention ist zu bejahen, wenn das Bundesrecht selber die 
Bedingungen umschreibt, unter welchen Leistungen zu gewähren sind, 
ohne dass es im Ermessen der rechtsanswendenden Behörde liegt, ob 
sie  einen  Beitrag  gewähren  will  oder  nicht.  Dabei  kommt  es  nicht 
darauf an, ob sich der Anspruch aus Gesetz oder Verordnung ergibt, 
oder  ob  sich  der  Anspruch  aus  mehreren  Erlassen  ableitet,  wobei 
auch  bei  normenhierarchischer  Durchmischung  ein  Anspruch  vor-
liegen  kann  (zum  Ganzen  FABIAN MÖLLER,  Rechtsschutz  bei  Sub-
ventionen,  Diss.,  Basel  2006,  S. 43).  Eine Ermessensubvention  liegt 
demnach  vor,  wenn  kein  Anspruch  auf  eine  Subvention  besteht, 
insbesondere dann, wenn es der zuständigen Behörde anheimgestellt 
wird, die Subvention zu vergeben. Es handelt sich dabei um ein Ent-
schliessungsermessen. Nach der  Praxis  liegt  dann eine Ermessens-
subvention vor,  wenn die Voraussetzungen zur  Gewährung der  Sub-
vention  nicht  abschliessend  geregelt  sind  (MÖLLER,  a.a.O.,  S. 45,  mit 
Hinweisen). Die Formulierung von Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
lässt auf den ersten Blick zwar eine Ermessenssubvention vermuten. 
Gleichwohl  kann  es  sich  auch  bei  einer  Kann-Bestimmung um eine 
Anspruchssubvention  handeln  (BGE 118  V  16  E. 3a).  Das  Bundes-
gesetz  umschreibt  vorliegend  die  Bedingungen,  unter  welchen  die 
Finanzhilfen gewährt werden, nämlich bei Erfüllung der Anerkennungs-
voraussetzungen von Art. 3 und 4 des Bundesgesetzes. Des Weiteren 

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müssen die  anerkannten Organisationen die Regeln der  Verbürgung 
nach  dem  2. Abschnitt  der  Verordnung  einhalten  und  Art. 17  der 
Verordnung über  die  Kontrolle  beachten. Gemäss Art. 10  Abs. 1 der 
Verordnung schliesst das Departement nach der Anerkennung mit der 
Bürgschaftsorganisationen  einen  öffentlich-rechtlichen  Vertrag  über 
die Finanzhilfen ab. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass 
mit denjenigen Organisationen, welche als Bürgschaftsorganisation im 
Sinne des Bundesgesetzes anerkannt worden sind, auch ein Subven-
tionsvertrag abgeschlossen wird (vgl. Erläuterungen zur  Verordnung, 
S. 3).  Ein  Blick  auf  das  Dispositiv  der  Anerkennungsverfügung  der 
Beschwerdegegnerin führt zum gleichen Ergebnis. In Ziff. 2 alinea 1 ist 
als  Auflage  festgehalten,  dass  die  Beschwerdegegnerin  mit  der 
Vorinstanz  einen  Vertrag  im  Sinne  von  Art. 10  der  Verordnung  ab-
schliesst.  Diese  Überlegungen  lassen  die  Subvention  eher  als  An-
spruchssubvention  erscheinen.  Dass  bei  einzelnen  Beitragsvoraus-
setzungen ein  gewisser  Spielraum besteht,  beispielsweise  bei  Art. 4 
Abs. 1  Bst. d  des  Bundesgesetzes,  spricht  nicht  per  se  gegen  eine 
Qualifikation  als  Anspruchssubvention  (MÖLLER,  a.a.O.,  S. 43).  Die 
Beschränkungsmöglichkeit in Art. 2 Abs. 2 der Verordnung auf so viele 
Bürgschaftsorganisationen,  wie  für  eine  zweckmässige  und  kosten-
günstige Förderung des gewerblichen Bürgschaftswesens nötig  sind, 
räumt dem Departement jedoch einen Beurteilungsspielraum ein, was 
wiederum für eine Ermessenssubvention sprechen würde. Die Frage, 
ob  es  sich  vorliegend  um  eine  Anspruchs-  oder  eine  Ermessens-
subvention handelt,  kann jedoch im vorliegenden Fall  offen gelassen 
werden,  da  die  Qualifizierung  für  die  Beurteilung  nicht  entscheid-
relevant ist.

Im  Hinblick  auf  ein  allfälliges  Rechtsmittel  gegen  diesen  Entscheid 
kann festgehalten werden, dass der Entscheid, ob die Beschwerde an 
das  Bundesgericht  möglich  ist,  letztlich  nicht  im  Kompetenzbereich 
des Bundesverwaltungsgerichts liegt. Es obliegt vielmehr dem Bundes-
gericht,  im  Rahmen  der  Eintretensvoraussetzungen  die  Zulässigkeit 
einer Beschwerde zu prüfen. Diese Überlegungen führen zur Rechts-
mittelbelehrung,  wie  sie  im  Nachgang  zum  Entscheiddispositiv  for-
muliert ist.

4.6 Die Beschwerdeführerin  stellt  sich  auf  den Standpunkt,  dass für 
eine  Reduktion  auf  drei  bzw.  vier  Bürgschaftsorganisationen  eine 
gesetzliche Grundlage fehle. Die Vorinstanz habe die Zahl  der aner-

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kannten Bürgschaftsorganisationen willkürlich auf  drei  bzw. vier  fest-
gelegt. 

4.6.1 Es  ist  festzuhalten,  dass  für  eine  Reduktion  der  anerkannten 
Bürgschaftsorganisationen,  somit  der  künftigen  Finanzhilfenemp-
fänger,  eine  gesetzliche  Grundlage  in  Art. 4  Abs. 2  des  Bundesge-
setzes  besteht. Darin  delegiert  der  Gesetzgeber  diese  Regelung  an 
den  Verordnungsgeber,  welcher  in  Art. 2  Abs. 2  die  entsprechende 
Regelung geschaffen hat. Somit ist in einem ersten Schritt zu prüfen, 
ob es sich dabei um eine Bestimmung handelt, welche der Gesetzes-
form bedarf.

4.6.2 Gemäss Art. 164 Abs. 1 BV sind alle wichtigen rechtssetzenden 
Bestimmungen  in  Form des  Bundesgesetzes  zu  erlassen. Dazu  ge-
hören  insbesondere  grundlegende  Bestimmungen  über  die  in  Bst. a 
bis g aufgelisteten Sachbereiche. Die Normierung der Reduktion der 
Anzahl  anerkannter  Bürgschaftsorganisationen  tangiert  keinen  der 
Sachbereiche von Bst. a bis g in grundlegender Weise. Die Wichtigkeit 
einer  Bestimmung  lässt  sich  weiter  anhand  gewisser  Kriterien  be-
stimmen: Die Grösse des Adressatenkreises der Norm und der Zahl 
der  geregelten  Sachverhalte; die Intensität,  mit  welcher  die Norm in 
Grundrechtspositionen eingreift; die Bedeutung der Norm für das po-
litische System, die finanzielle Auswirkung der Regelung, die Akzep-
tanz bei Betroffenen und im Parlament (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 
Rz. 398 ff.;  ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER,  Schweizerisches  Bundes-
staatsrecht,  6. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2005,  Rz. 1821 f.;  GEORG 
MÜLLER,  Elemente  einer  Rechtssetzungslehre,  2. Aufl.,  Zürich/Basel/ 
Genf  2006,  Rz. 211).  Das  Bundesgericht  hat  als  weiteres  Kriterium 
darauf  abgestellt,  ob  ein  gewichtiges  Abweichen  von der  bisherigen 
Regelung  vorliegt  bzw. unübliche  Bestimmungen  geschaffen  wurden 
(BGE 121 I  22 E. 4a, Urteil  des Bundesgerichts, in: Schweizerisches 
Zentralblatt  für  Staats-  und  Verwaltungsrecht  [ZBl]  2001,  S. 265 ff., 
268).  Jedenfalls  ist  eine  gesamthafte  Abwägung  in  Bezug  auf  die 
Frage  der  Wichtigkeit  vorzunehmen.  Keines  der  Kriterien  vermag 
vorliegend  die  Wichtigkeit  der  in  Frage  gestellten  Regelung  zu  be-
gründen. Selbst wenn ein gewichtiges Abweichen von der bisherigen 
Regelung  (Beiträge  des  Bundes  gestützt  auf  den  Bundesbeschluss 
vom 22. Juni 1949 über die Förderung der gewerblichen Bürgschafts-
genossenschaften)  vorliegt,  kann  gesagt  werden,  dass  die  Bürg-
schaftsgenossenschaften  genügend  Zeit  zur  Verfügung  hatten,  sich 
auf die neue Rechtslage einzustellen. Es konnte praktisch davon aus-

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gegegangen  werden,  dass  die  grössten  der  bisherigen  Genossen-
schaften  die  Anerkennung  erhalten  würden  (vgl.  AB 2006  S  709, 
Interpellation Fetz vom 24. März 2006, Schriftverkehr der Beschwerde-
führerin  mit  Frau Bundesrätin  Leuthard am 13. November 2006 bzw. 
14. Februar  2007).  Eine  der  ursprünglichen  Zielsetzungen  war,  die 
Kapitalbasis aller bisherigen Genossenschaften zu erhalten und diese 
für den Ausbau der drei weiterbestehenden Organisationen zu verwen-
den (Bericht  WAK-N, S. 2980,  2982). Dieses Ansinnen stiess jedoch 
auf  Schwierigkeiten  (regionale  Verankerung  der  Anteilseigner,  ge-
forderter  Kapitalverzicht  der  Banken,  Widerstand  der  Genossen-
schaften selbst;  vgl.  dazu Bericht  WAK-N,  S. 2983). Es  handelt  sich 
demnach  auch  nicht  um  eine  unübliche  Regelung.  Hier  liegt 
klassisches Ausführungsrecht vor. 

Auch die Diskussion im Parlament über die Verankerung der Ziffer drei 
im Bundesgesetz (AB 2006 N 684 ff.) spricht dafür, dass die Regelung 
nicht  Gesetzescharakter  hat,  wenngleich  es  sich  dabei  um  einen 
untergeordneten  Parameter  handelt  (vgl.  dazu  MÜLLER,  a.a.O., 
Rz. 215). Für eine Regelung auf Verordnungsstufe spricht ebenfalls die 
Flexibilität  des  Verordnungsrechts  und  die  Eignung  des  Regelungs-
organs, im konkreten Fall der Bundesrat respektive die damit betraute 
Verwaltungseinheit.

4.6.3 Mit  Bezug  auf  die  Frage,  ob  die  Anzahl  der  künftig  zu  aner-
kennenden Bürgschaftsorganisationen vom Bundesrat  in  der  Verord-
nung explizit  hätte verankert  werden müssen,  ist  auf  den bereits er-
örterten  Beurteilungsspielraum  der  Vorinstanz  zu  verweisen  (vgl. 
E. 4.2.4). Art. 2 Abs. 2 der Verordnung erlaubt eine Beschränkung auf 
diejenigen Bürgschaftsorganisationen, welche für eine zweckmässige 
und kostengünstige  Förderung des gewerblichen Bürgschaftswesens 
notwendig sind. Die Norm räumt der entscheidenden Behörde einen 
Beurteilungsspielraum ein, welcher pflichtgemäss und in keiner Weise 
willkürlich ausgeübt wurde.

4.7 Die  Beschwerdeführerin  rügt  eine  Missachtung  des  Förderungs-
grundsatzes  von  Art. 2  Bst. a  des  Bundesgesetzes.  Dieser  schreibt 
vor,  dass  bei  der  Förderung  den  Bedürfnissen  der  Landesregionen 
Rechnung getragen wird. Der  Förderungsgrundsatz sei  dadurch ver-
letzt worden, dass in der Wirtschaftsregion Nordwestschweiz, welche 
die  Beschwerdeführerin  abdeckt,  ein  Bedürfnis  nach  einer  eigen-
ständigen,  anerkannten  Bürgschaftsorganisation  bestehe.  Aus  den 

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Materialien  ergibt  sich,  dass  Art. 2  Bst. a  des  Bundesgesetzes  zu 
Diskussionen  Anlass  gab  (AB 2006  N  681 ff.).  Eine  Minderheit  be-
antragte, die Bestimmung ganz zu streichen, mit dem Argument, dass 
damit  die Gefahr geschaffen werde,  Regionalpolitik  zu betreiben. Es 
genüge, dass unter Bst. b statuiert werde, dass Bürgschaften landes-
weit  angeboten  würden.  Die  Mehrheit  entschied  sich  jedoch  für  die 
Beibehaltung  von Bst. a  im Gesetzestext. Darunter  ist  zu  verstehen, 
dass bei der Vergabe von Bürgschaften die Landesregionen angemes-
sen  zu  berücksichtigen  sind  (AB 2006  N  683).  Dieser  Förderungs-
grundsatz  wird  nicht  verletzt,  indem  keine  "eigenständige"  Bürg-
schaftsorganisation,  wie  die  Beschwerdeführerin,  in  der  betroffenen 
Region  agiert,  sondern  eine  Bürgschaftsorganisation,  wie  die  Be-
schwerdegegnerin, mit Sitz in Burgdorf und regionalen Aussenstellen. 
Solche regionalen Aussenstellen sind in den Erläuterungen zur Verord-
nung  ausdrücklich  vorgeschlagen  (S. 1)  und  im  Dispositiv  Ziff. 2 
alinea 2 der Anerkennungsverfügung der Beschwerdegegnerin als Auf-
lage verfügt.

4.8 Die Beschwerdeführerin erachtet die angefochtene Verfügung als 
unangemessen. Unangemessenheit liege vor, weil die SAFFA von der 
Vorinstanz anerkannt worden sei, obwohl diese über einen geringeren 
Marktanteil und ein wesentlich geringeres Bürgschaftsvolumen als die 
Beschwerdeführerin verfüge. Damit weist die Beschwerdeführerin sinn-
gemäss  darauf  hin,  dass  auch  kleine  Bürgschaftsgenossenschaften 
kostengünstig  arbeiten können. Es ist  jedoch nicht  zu thematisieren, 
ob die Beschwerdeführerin oder die SAFFA kostengünstig sind. Viel-
mehr  ist  alleine  massgebend,  ob  eine  zweckmässige  und  kosten-
günstige Förderung des gewerblichen Bürgschaftswesens danach ver-
langt, dass künftig nur noch drei Bürgschaftsgenossenschaften im Hin-
blick auf die Subventionierung anerkannt werden.

Ein Vergleich mit  der SAFFA ist  auch deshalb untauglich, weil  diese 
unter einem speziellen Titel anerkannt wurde. Der Gesetzgeber hat im 
Wissen  um die  speziellen  Unstände  bei  der  SAFFA diese  trotzdem 
ausdrücklich anerkennen wollen. In Art. 2 Bst. c des Bundesgesetzes 
wird  als  Förderungsgrundsatz  statuiert,  dass  insbesondere  den 
Anliegen von gewerbetreibenden Frauen entsprochen werden soll. Im 
Bericht  WAK-N heisst  es: "Gestützt  auf  diese Bestimmung ist  insbe-
sondere  eine  Anerkennung  der  Bürgschaftsgenossenschaft  der 
Schweizer Frauen (SAFFA) möglich" (Bericht WAK-N, S. 2986). In der 
Detailberatung zum Bundesgesetz beantragte eine Minderheit, diesen 

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Förderungsgrundsatz zu streichen, da keine Personengruppen bevor-
zugt  behandelt  werden  sollen.  Jedoch  obsiegte  eine  Mehrheit,  die 
durch die Verankerung dieses Förderungsgrundsatzes explizit die An-
erkennung der SAFFA sicherstellen wollte (AB 2006 N 681 ff.,  insbe-
sondere 684, Votum Messmer). Der Wille des Gesetzgebers ist somit 
eindeutig. 

5.
Zusammengefasst ergibt sich, dass das Anerkennungsgesuch der Be-
schwerdeführerin zu Recht abgewiesen worden ist, obwohl sie, soweit 
dies beurteilt  werden kann,  die  Anerkennungsvoraussetzungen nach 
Art. 3 und 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes erfüllt. Der Entscheid über die 
Anerkennung  lag  im  Ermessen  der  Vorinstanz.  Dieses  hat  die  Vor-
instanz pflichtgemäss ausgeübt.

Man könnte sich in  diesem Zusammenhang fragen,  ob Art. 4 Abs. 2 
des Bundesgesetzes den Anforderungen an die genügende Bestimmt-
heit  als Ausfluss des Legalitätsprinzips (Art. 5 BV) standhält. Wegen 
fehlender  Verfassungsgerichtsbarkeit  kann  diese  Frage  jedoch  nicht 
überprüft werden. Denn gemäss Art. 190 BV sind Bundesgesetze für 
die Gerichte verbindlich.

6.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Regle-
ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  vom 11. Dezember  2006  [VGKE,  SR 173.320.3]).  Diese 
werden  auf  Fr. 2'500.-  festgesetzt  und  mit  dem am 3. Juli  2007  ge-
leisteten  Kostenvorschuss  gleicher  Höhe  verrechnet.  Eine  Parteient-
schädigung  wird  nicht  gesprochen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden nach Eintritt der Rechtskraft mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 2'500.- verrechnet. 

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3.
Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- Bürgschaftsgenossenschaft SAFFA, Liestal
- Bürgschaftsgenossenschaft für das Gewerbe BGG, Luzern
- Bürgschaftsgenossenschaft  für  das solothurnische Gewerbe BSG, 

Solothurn
- Coopérative  de  cautionnement  des  arts  et  métiers  fribourgeois, 

Fribourg
- Coopérative Vaudoise de Cautionnement CVC, Pully
- GBZ  Zentralstelle  für  das  gewerbliche  Bürgschaftswesen  der 

Schweiz, St. Gallen
- Office genevois de cautionnement mutuel pour commerçants et arti-

sans OGCM, Carouge GE
- Office neuchâtelois de cautionnement mutuel pour artisans et com-

merçants ONCM, Fontaines NE
- Ostschweizerische Bürgschaftsgenossenschaft OBTG, St. Gallen
- Office  valaisan  de  cautionnement  mutuel  pour  artisans  et  com-

merçants OVAC, Sion

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Ronald Flury Astrid Hirzel

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  es  sich  um Beiträge 
handelt,  auf  die  ein  Anspruch  besteht  (Art. 83  Bst. k  des  Bundes-
gerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110])  und  die 
übrigen Voraussetzungen gemäss den Bestimmungen von Art. 82 ff., 
90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweissmittel  und die Unterschrift  zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  Be-
schwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 21. Juli 2008

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