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**Case Identifier:** 257ac4e8-0e2a-5277-8d85-41b573f442cd
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-04
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.03.2022 S 2020 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-112_2022-03-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Ersatzrichterin Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 4. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA Dr. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Hilflosenentschädigung)

S 2020 112

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Urteil S 2020 112

A. Der 1971 geborene A.________ erlitt im Sommer 2015 eine Gehirnblutung sowie 
einen Kleinhirninfarkt (vgl. etwa IV-act. 81 S. 3) und bezieht seit 1. Juli 2015 aufgrund 
kognitiver/neuropsychologischer Defizite eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 
10. Juni 2016, IV-act. 95; Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] vom 
24. März 2016, IV-act. 86). Nach Abklärung der Hilflosigkeit (Abklärungsbericht vom 
21. Juli 2016, IV-act. 99) gewährte die IV-Stelle Zug ab dem 1. Juli 2016 zudem eine 
Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades bei Aufenthalt zuhause (Verfügung vom 
20. Februar 2017, IV-act. 105). Im Rahmen einer ordentlichen Revision überprüfte sie den 
Anspruch auf Hilflosenentschädigung, wobei sie vom Versicherten den 
Revisionsfragebogen ausfüllen und ihn am 28. November 2019 erneut zuhause abklären 
liess (Eingang des ausgefüllten Fragebogens am 19. Juli 2019, IV-act. 116; 
Abklärungsbericht vom 10. Dezember 2019, IV-act. 121). Gestützt darauf verneinte sie ab 
dem 1. Oktober 2020 einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung und entzog einer 
allfälligen Beschwerde gegen ihren Entscheid die aufschiebende Wirkung (Verfügung vom 
7. August 2020, IV-act. 128). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. September 2020 (act. 1) verlangte 
der Versicherte, es sei die Verfügung der IV-Stelle Zug vom 7. August 2020 aufzuheben 
und es seien ihm weiterhin Hilflosenentschädigungen auszurichten. Eventualiter sei seine 
Hilflosigkeit neu zu bestimmen, bzw. sei diese mittels Gerichtsgutachten abzuklären. 
Insbesondere sei – sowohl medizinisch als auch in einer erneuten "unabhängigen 
Haushaltsabklärung" – zu eruieren, ob sich seine gesundheitliche Situation seit dem 21. 
Juli 2016 verändert habe, ob eine Selbstüberschätzung bestehe und ob die aktuellen 
Diagnosen sowie eine allfällige Selbstüberschätzung in der Abklärung vom 28. November 
2019 berücksichtigt worden seien, bzw. wie diese hätten berücksichtigt werden müssen. 
Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es seien ein doppelter 
Schriftenwechsel durchzuführen sowie eine Frist zur weiteren Begründung der 
Beschwerde zu gewähren bis zum 30. Oktober 2020, eventualiter bis zum 30. September 
2020. 

C. Den mit Verfügung vom 14. September 2020 verlangten Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– bezahlte der Beschwerdeführer fristgerecht (act. 3). 

D. Das Verwaltungsgericht holte zur beantragten Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung eine Stellungnahme der IV-Stelle ein (act. 4, 6). Mit Verfügung 
vom 12. Oktober 2020 wies es das Gesuch ab (act. 7).

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Urteil S 2020 112

E. Mit Vernehmlassung vom 21. Oktober 2020 beantragte die IV-Stelle Zug in der 
Hauptsache die Abweisung der Beschwerde (act. 8).

F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Replik vom 
10. Dezember 2020 (act. 11) bzw. Duplik vom 13. Januar 2021 (act. 13) an ihren Anträgen 
fest. Auf den Inhalt der Eingaben ist – soweit notwendig – in den Erwägungen einzugehen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist 
weiter das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; 
SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). 

Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf 
den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; 
in zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, 
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen).  

Die hier angefochtene Verfügung erging am 7. August 2020; die zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 11. September 2020 der Post übergeben. Anwendbar sind 
demnach die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG, des IVG sowie der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201).

Etwas anderes ergibt sich hier auch nicht aus Art. 82a ATSG (Übergangsbestimmung zur 
Änderung vom 21. Juni 2019), der vorsieht, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der 
Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das 
bisherige Recht gilt.

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Urteil S 2020 112

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 7. August 2020 und ist 
dem Beschwerdeführer frühestens am 8. August 2020 zugegangen. In Berücksichtigung 
des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG gilt mit der am 11. September 2020 
der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerdeschrift die 30-tägige Frist gemäss Art. 
60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und 
eine Begründung, womit auch den formellen Anforderungen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b 
ATSG; § 44 VRG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11). 

3. Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Hilflosenentschädigung. 

3.1 Gemäss Art. 42 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem 
Aufenthalt in der Schweiz (Art. 13 ATSG), die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Art. 42bis IVG (Abs. 1). Es ist zu unterscheiden 
zwischen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Abs. 2; Art. 37 f. IVV). Als 
hilflos gilt ebenfalls eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit 
dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist. Ist eine Person lediglich dauernd 
auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt immer eine leichte Hilflosigkeit vor. 
Vorbehalten bleibt Art. 42bis Abs. 5 IVG (Abs. 3). 

3.1.1 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von 
Hilfsmitteln: in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; einer dauernden persönlichen 
Überwachung bedarf; einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders 
aufwändigen Pflege bedarf; wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines 
schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher 

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Urteil S 2020 112

Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder dauernd auf 
lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 IVV). 

3.1.2 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne 
von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige, versicherte Person ausserhalb eines 
Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit ohne Begleitung einer 
Drittperson nicht selbständig wohnen kann (lit. a), für Verrichtungen und Kontakte 
ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder 
ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Zu 
berücksichtigen ist nur die lebenspraktische Begleitung, die regelmässig und im 
Zusammenhang mit einer der Situationen nach Abs. 1 erforderlich ist (Art. 38 Abs. 3 IVV). 
Die lebenspraktische Begleitung ist notwendig, damit der Alltag selbständig bewältigt 
werden kann, und liegt vor, wenn die versicherte Person auf Hilfe bei der 
Tagesstrukturierung, Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen oder 
Anleitung zur Erledigung des Haushalts angewiesen ist. Bei ausserhäuslichen 
Verrichtungen ist die lebenspraktische Begleitung notwendig, damit die versicherte Person 
in der Lage ist, das Haus für bestimmte notwendige Verrichtungen und Kontakte 
(Einkaufen, Freizeitaktivitäten, Kontakte mit Amtsstellen oder Medizinalpersonen, 
Coiffeurbesuch etc.) zu verlassen (vgl. Rz. 8050 f. des Kreisschreibens des Bundesamtes 
für Sozialversicherungen [BSV] über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH]; BGE 133 V 450 E. 8.2.3). Die Frage, ob eine entsprechende 
Hilfsbedürftigkeit besteht, ist objektiv, nach dem Zustand der versicherten Person, zu 
beurteilen (BGE 133 V 450 E. 5 mit Hinweisen). 

3.2 Verwaltungsweisungen – wie das oben zitierte Kreisschreiben – richten sich an die 
Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses 
soll sie bei seiner Entscheidung jedoch berücksichtigen, soweit sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Mithin weicht das Gericht nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (vgl. BGE 133 V 257 E. 3.2).

3.3 Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines 
Leistungsanspruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der 

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Urteil S 2020 112

Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 
ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als 
Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der 
örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus medizinischer Sicht bestehenden 
Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder 
psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1). Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden 
Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht 
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert 
bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestandsmässigen 
Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der 
lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort 
und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine 
zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das 
Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare 
Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich 
kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im 
Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 mit Hinweisen; BGer 
8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. 3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für 
die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung 
(BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. BGer 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4). 

4.
4.1 Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer zunächst gestützt auf das Ergebnis der 
Abklärung vom 21. Juli 2016 (IV-act. 99) für den Zeitraum ab 1. Juli 2016 eine 
Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades zugesprochen (Verfügung vom 20. Februar 
2017, IV-act. 105). Gemäss Abklärungsbericht vom 21. Juli 2016 bestand ein Hilfsbedarf 
im Bereich Ankleiden/Auskleiden (Kleider bereitlegen und Hilfestellung beim Ankleiden 
durch Ehefrau) sowie ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung. Diesbezüglich ermittelte 
die Abklärungsperson einen Zeitbedarf von ca. 560 Minuten pro Woche für Hilfe bei der 
Tagesstrukturierung (u.a. aufgrund teilweise zeitlicher Desorientierung), Unterstützung bei 
der Bewältigung von Alltagssituationen (der Versicherte könne nicht lesen, schreiben, 
rechnen), Anleitung zur Erledigung des Haushalts sowie Überwachung/Kontrolle (primär 
aufgrund des Schwindels mit Erbrechen müsse der Versicherte ständig begleitet und 
überwacht werden) sowie Begleitung bei ausserhäuslichen Verrichtungen und Kontakten 

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(der Versicherte habe die Orientierung nicht, könne z.B. nicht alleine in die Stadt gehen 
um einzukaufen o.ä., es werde ihm auch schnell zu viel). Unter Berücksichtigung einer 
Schadenminderungspflicht im Sinne der Unterstützung durch die Ehefrau im Umfang von 
420 Minuten resultierte ein anrechenbarer Bedarf an lebenspraktischer Begleitung von 140 
Minuten pro Woche. 

4.2 Revisionsweise hat die Verwaltung einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung ab 
dem 1. Oktober 2020 verneint (Verfügung vom 7. August 2020, IV-act. 128). Dabei ging 
sie von einem seit der erstmaligen Leistungszusprache aus medizinisch-diagnostischer 
Sicht grundsätzlich unveränderten Gesundheitszustand aus, bei indes erheblicher 
Verbesserung der effektiven Fähigkeiten des Versicherten und damit einhergehend einer 
neu bestehenden Selbständigkeit in allen Lebensverrichtungen sowie einem erheblich 
reduzierten Bedarf an lebenspraktischer Begleitung. Gemäss Abklärungsbericht vom 
10. Dezember 2019 (IV-act. 121) bestand zwar ein Schwindel fort, aber ohne Erbrechen. 
Dieser verunmögliche nach wie vor das Ausführen vornübergebeugter Arbeiten. Der 
Versicherte habe mithilfe verschiedener Therapien viele Alltagssituationen wieder erlernt 
und sei selbständiger geworden. Insbesondere habe er die örtliche, zeitliche und situative 
Orientierung wiedererlangt und sei grundsätzlich in der Lage, seinen Tagesablauf selber 
zu gestalten. Er könne sich selber etwas Kleines zum Essen machen, selbständig in die 
Stadt fahren zum täglichen Einkauf oder spazieren gehen. Hilfe benötige er noch beim 
Planen und Organisieren von Terminen bei Ärzten oder Amtsstellen, wohin er jeweils auch 
begleitet werde. Die administrativen Tätigkeiten würden aufgrund der kognitiven 
Beeinträchtigung sowie einer Sehschwäche des Versicherten mehrheitlich von der 
Ehefrau getätigt. Insgesamt stellte die Abklärungsperson einen Bedarf an 
lebenspraktischer Begleitung von 105 Minuten pro Woche fest, was abzüglich einer auf 50 
Minuten pro Woche veranschlagten Schadenminderungspflicht durch die Familie des 
Beschwerdeführers eine anrechenbare Begleitung von 55 Minuten pro Woche ergab. 

4.3 Anlass zur Revision einer Dauerleistung gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen seit ihrer Zusprache, die geeignet ist, den Grad der 
Hilflosigkeit und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere kommt eine Revision 
bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands in Frage. Weiter sind aber 
auch, bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen der 
Beeinträchtigung von Bedeutung (BGE 134 V 131 E. 3); dazu gehört eine Verringerung 
des Unterstützungsbedarfs aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die 

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Behinderung (vgl. – zur Rentenrevision – etwa BGer 8C_289/2019 vom 18. September 
2019 E. 3.1 mit Hinweisen). 

4.4
4.4.1 Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands des 
Versicherten aus medizinisch-diagnostischer Sicht seit der erstmaligen 
Leistungszusprache sind weder aktenkundig noch geltend gemacht. Insbesondere 
ergeben sich selbst aus dem vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Bericht des 
Neurozentrums des Spitals C.________ vom 21. September 2020 (BF-act. 11) – soweit 
überhaupt geeignet, Aufschluss zu geben über die massgebliche, am 7. August 2020 
bestehende gesundheitliche Situation – unveränderte testdiagnostische Befunde. Auch 
der Beschwerdeführer selber behauptet einen aus somatischer Sicht stationären 
Gesundheitszustand (vgl. etwa act. 1 S. 4 f.). Der Bericht des Neurozentrums nennt weiter 
keine Einschränkungen, die mit den Feststellungen gemäss Abklärungsbericht vom 10. 
Dezember 2019 unvereinbar wären. Insofern besteht – entgegen dem Beschwerdeführer – 
kein Anlass zu weiteren medizinischen Abklärungen oder gar einer Begutachtung. Soweit 
der Versicherte eine Verschlechterung seines psychischen Zustands nach Erhalt der 
Verfügung vom 7. August 2020 geltend zu machen scheint (act. 1 S. 4 f., 11 S. 4 f.), ist er 
darauf hinzuweisen, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach dem 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung zum vornherein nicht im vorliegenden Verfahren 
zu berücksichtigen, sondern gegebenenfalls auf dem Wege der Neuanmeldung geltend zu 
machen wäre. 

4.4.2 Soweit der Beschwerdeführer den Beweiswert des Abklärungsberichtes vom 
10. Dezember 2019 in Zweifel zieht unter Verweis auf seine unberücksichtigt gebliebene 
Selbstüberschätzung (act. 1 S. 5 f.), schlägt seine Argumentation fehl. Wie die IV-Stelle 
zutreffend anmerkt (act. 8 S. 3, 13 S. 2 ff.), war die Ehefrau des Beschwerdeführers an der 
Abklärung anwesend (IV-act. 121). Es ist davon auszugehen, dass diese die 
Abklärungsperson auf allfällig selbstüberschätzende Angaben des Beschwerdeführers in 
der Abklärung hingewiesen hat. Dass dies tatsächlich der Fall war, behauptet der 
Beschwerdeführer auch selber (act. 11 S. 3). Für eine Berücksichtigung der 
Selbstüberschätzung des Versicherten spricht, dass gemäss Abklärungsbericht – im 
Gegensatz zu den Angaben des Versicherten selbst im Revisions-Fragebogen (IV-act. 
116), der einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung gänzlich verneinte – ein Bedarf an 
lebenspraktischer Begleitung im Umfang von immerhin 105 Minuten pro Woche besteht. 
Daraus erhellt, dass die Abklärungsperson gerade nicht allein auf die Angaben des 

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Versicherten abstellte, sondern dessen Selbstüberschätzung Rechnung trug. Die 
Feststellung eines gesunkenen Begleitungsbedarfs ist umso plausibler, als aktenkundig 
ist, dass die Ehefrau des Versicherten mit Blick auf dessen Begleitung zunächst ab Januar 
2017 ihr Arbeitspensum von 80 % auf 50 % reduzierte, um die Begleitung sicherstellen zu 
können (vgl. Abklärungsbericht vom 21. Juli 2016, IV-act. 99 S. 2). Gemäss 
Abklärungsbericht vom 10. Dezember 2019 hat sie ihr Pensum per Dezember 2019 
wiederum auf die ursprünglichen 80 % erhöhen können (IV-act. 121 S. 1). Den Akten lässt 
sich zudem nicht entnehmen, dass der Beschwerdeführer oder seine Ehefrau nach Erhalt 
des Abklärungsberichts Einwände gegen die Richtigkeit der darin gemachten 
Feststellungen vorgebracht hätten. Der Beschwerdeführer bringt weder vor noch ist es 
ersichtlich, dass er den entsprechenden Bericht nicht erhalten hätte. Mit Blick darauf, dass 
den damaligen, nach dem gesagten plausiblen, Aussagen des Ehepaars ("Aussagen der 
ersten Stunde") grundsätzlich ein höheres Gewicht zukommt als allfälligen späteren, 
revidierten Aussagen unter dem Eindruck eines drohenden Leistungsentzuges (etwa: BGE 
143 V 168 E. 5.2.2; BGer 9C_261/2021 vom 8. Juli 2021 E. 3.2.3), kann in antizipierter 
Beweiswürdigung (etwa: BGE 144 V 361 E. 6.5) auf die Anhörung der offerierten 
Zeuginnen (Ehefrau sowie Abklärungsperson, act. 1, 11) verzichtet werden. 

In Würdigung der gesamten Umstände bestehen keine Zweifel an der Beweiskraft des 
Abklärungsberichts vom 10. Dezember 2019. Dieser erfüllt auch im Übrigen die von der 
Rechtsprechung an seinen Beweiswert gestellten Anforderungen: Er wurde von einer 
erfahrenen und qualifizierten Fachperson verfasst, die Kenntnis der örtlichen und 
räumlichen Verhältnisse (Hausbesuch) sowie der gesundheitlichen Situation (mit 
kognitiven Einschränkungen) hatte; die vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau 
gemachten Angaben wurden berücksichtigt. Der Bericht führt schliesslich sorgfältig, genau 
und nachvollziehbar aus, bei welchen Verrichtungen der Beschwerdeführer welche 
Hilfestellungen benötigt und welcher Zeitaufwand dafür veranschlagt wird. Insbesondere 
wird im Detail erkennbar, in welchen Bereichen eine Gewöhnung an das Leben mit der 
kognitiven Beeinträchtigung erfolgt ist (etwa: Erlernen verschiedener Alltagssituationen 
und Wege dank Therapien, so dass der Versicherte z.B. wieder selbständig mit den 
öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen fahren kann, IV-act. 121 S. 1 f.).

Nach dem Gesagten besteht kein Anlass zu einer erneuten Abklärung der Hilflosigkeit 
zuhause, zumal der Beschwerdeführer auch mit keinem Wort darlegt, welche 
Verrichtungen er konkret nicht so ausführen kann, wie dies im Abklärungsbericht vom 10. 
Dezember 2019 dargelegt wird und dessen Feststellungen auch nicht im Widerspruch 

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stehen mit der medizinischen Aktenlage. Hinzuweisen ist überdies darauf, dass – 
entgegen dem Beschwerdeführer, der davon auszugehen scheint, dass ein 
Leistungsanspruch bereits ab einem Hilfsbedarf von zwei Stunden pro Monat bestehe (act. 
1 S. 6) – für die Zusprache einer Hilflosenentschädigung aufgrund Bedarfs an 
lebenspraktischer Begleitung ein Hilfsbedarf von zwei Stunden pro Woche notwendig wäre 
(zur Erheblichkeitsschwelle gemäss Rechtsprechung und Verwaltungspraxis von 
durchschnittlich zwei Stunden pro Woche während einer Periode von mindestens drei 
Monaten vgl. BGE 146 V 322 E. 6.1 mit Hinweisen).

4.5 Zusammenfassend ergibt sich aus dem beweiskräftigen Abklärungsbericht vom 
10. Dezember 2019 in aller Deutlichkeit eine Angewöhnung an die Behinderung in dem 
Sinne, dass es dem Versicherten möglich gewesen ist, mithilfe von Therapien 
verschiedene Alltagssituationen wieder zu erlernen und selbständiger zu werden, was 
denn auch in der Rückkehr der Ehefrau in ihr ursprüngliches Arbeitspensum von 80 % 
nach vorübergehender Reduktion auf 50 % seinen Niederschlag gefunden hat. Ein 
Revisionsgrund war damit gegeben. Bei der anschliessenden neuen Prüfung des 
Anspruchs hat die IV-Stelle zu Recht einen weiterhin bestehenden, erheblichen Bedarf an 
lebenspraktischer Begleitung verneint und infolgedessen einen Anspruch auf Ausrichtung 
einer Hilflosenentschädigung – bei im Übrigen unbestrittener Selbständigkeit in allen 
Lebensbereichen – ab dem 1. Oktober 2020 verneint. Die Beschwerde ist nach dem 
Gesagten unbegründet. 

5. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird. Diese ist 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens vom Beschwerdeführer zu tragen und wird 
mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in nämlicher Höhe verrechnet.  

Bei diesem Verfahrensausgang ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, die dem Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem von diesem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 4. März 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am