# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 810e860f-4d2f-50fa-abc9-2412c2bb675a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 29.01.2018 460 17 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-17-173_2018-01-29.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

29. Januar 2018 (460 17 173)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Peter Tobler (Ref.), Richter Stephan 

Gass; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger  
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8,  
Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde und Berufungsklägerin 
 
Privatklägerschaft 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,  
vertreten durch Advokat Ramón Eichenberger, Advokatur und Nota-
riat Stadthof, Hauptstrasse 47, 4153 Reinach BL 1,  
Beschuldigter 
 
 

Gegenstand Gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
23. Mai 2017 
  

 

 
 
 

 
 
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Sachverhalt 

 

A. Mit Urteil vom 23. Mai 2017 erklärte die Dreierkammer des Strafgerichts Basel-Landschaft 
A.____ des gewerbsmässigen Diebstahls, des Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung 
sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitstrafe 
von 2 Jahren, davon 1 Jahr unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingten Teil 
der Strafe, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 16. November 2016 
bis zum 23. Januar 2017 sowie des vorzeitigen Strafvollzugs seit dem 23. Januar 2017 von ins-
gesamt 188 Tagen (Ziffer 1 des Urteilsdispositivs). Vom Vorwurf der gewerbsmässigen Tatbe-
gehung des Diebstahls im Fall 9 der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
vom 16. Januar 2017 wurde A.____ hingegen freigesprochen (Ziffer 2). Zudem wurde A.____ in 
Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB für die Dauer von 7 Jahren des Landes verwiesen 
(Ziffer 3). Hinsichtlich der Entscheide bezüglich des Beschlagnahmeguts sowie der Zivilforde-
rungen kann an dieser Stelle auf die Ziffern 4.a–b sowie Ziffer 4 (recte: Ziffer 5) des vorinstanz-
lichen Urteilsdispositivs verwiesen werden. Schliesslich wurden die Verfahrenskosten, beste-
hend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 12‘563.‒, den Kosten des Zwangsmassnah-
mengerichts von CHF 500.‒ sowie der Gerichtsgebühr von CHF 6‘000.‒, zufolge Uneinbring-
lichkeit zu Lasten des Staates verlegt. Die Kosten der Übersetzung von insgesamt CHF 1‘680.‒ 
gingen in Anwendung von Art. 426 Abs. 3 lit. b StPO zu Lasten des Staates (Ziffer 5), und das 
Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von CHF 11‘257.90 (inkl. Auslagen und 8% Mehr-
wertsteuer) wurde unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung des Beschuldigten nach 
Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet (Ziffer 6). 
 
B. Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Eingabe vom 
8. Juni 2017 Berufung an. In ihrer Berufungserklärung vom 7. September 2017, die bereits eine 
Begründung enthielt, stellte die Staatsanwaltschaft folgende Rechtsbegehren:  
   

 "1. Es sei in teilweiser Aufhebung von Ziffer 1 sowie in Aufhebung von Ziffer 2 des 
Urteiles des Strafgerichtes vom 23. Mai 2017 der Beschuldigte des gewerbsmäs-
sigen, eventualiter des mehrfachen gewerbsmässigen Diebstahles, der mehrfa-
chen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedensbruches schuldig zu 
sprechen und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 3 Jahren zu verurteilen, 
dies unter Anrechnung der ausgestanden Untersuchungshaft sowie des vorzeiti-
gen Strafvollzuges. 

   

 2. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen. 
   

 3. Unter o/e Kostenfolge.“ 
   

 

 
 
 

 
 
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C. Demgegenüber beantragte der Beschuldigte mit Berufungsantwort vom 17. November 
2017, es sei die Berufung der Staatsanwaltschaft vollumfänglich abzuweisen und das Urteil der 
Vorderrichter zu bestätigen, unter o/e-Kostenfolge. 
 
D.  Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht, betrifft, so wurde mit Verfügung vom 11. Oktober 2017 festge-
stellt, dass der Beschuldigte auf die Erklärung der Anschlussberufung verzichtet hat. Ebenso 
wurde konstatiert, dass die Privatklägerschaft weder einen begründeten Antrag auf Nichteintre-
ten gestellt noch Anschlussberufung erklärt hat. Mit gleicher Verfügung wurde im Hinblick auf 
den Antrag des Beschuldigten gemäss Ziffer 1 der Rechtsbegehren vom 18. September 2017, 
wonach auf die Berufung der Staatsanwaltschaft zufolge verspäteter Berufungsanmeldung nicht 
einzutreten sei, erkannt, dass das Dispositiv des Strafgerichtsurteils vom 23. Mai 2017 der 
Staatsanwaltschaft am 29. Mai 2017 zugestellt worden ist, womit deren Berufungsanmeldung 
vom 8. Juni 2017 rechtzeitig erfolgte. Mit nämlicher Verfügung wurde dem Beschuldigten die 
amtliche Verteidigung mit Advokat Ramón Eichenberger für das zweitinstanzliche Verfahren 
bewilligt. Schliesslich wurde mit Verfügung vom 11. Dezember 2017 das vom Beschuldigten mit 
Berufungsantwort vom 17. November 2017 gestellte Gesuch um unverzügliche Entlassung aus 
der Haft abgewiesen. 
 
E. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 29. Januar 2018 erscheinen 
der Beschuldigte mit seinem amtlichen Verteidiger, Advokat Ramón Eichenberger, B.____ als 
Vertreterin der Staatsanwaltschaft sowie eine Dolmetscherin für Albanisch. Die Parteien halten 
an den bereits gestellten Anträgen fest.  
 
Auf die Aussagen des zur Person und zur Sache eingehend befragten Beschuldigten sowie die 
Parteivorträge wird, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Erwägungen 

 
I.  FORMELLES  

 
1. Eintreten 

 
Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, 
mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Die Legitimation der 
Staatsanwaltschaft zur Ergreifung des Rechtsmittels wird in Art. 381 Abs. 1 StPO normiert. Es 
können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
sowie Unangemessenheit gerügt werden, wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen ange-
fochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss 
Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 

 
 
 

 
 
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10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und danach dem Be-
rufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Be-
rufungserklärung einzureichen. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft 
vom 23. Mai 2017 angefochten, welches ein taugliches Anfechtungsobjekt gemäss Art. 398 
Abs. 1 StPO darstellt. Mit Eingaben vom 8. Juni 2017 (Berufungsanmeldung) und 7. September 
2017 (Berufungserklärung) hat die Staatsanwaltschaft die Rechtsmittelfrist gewahrt und ist ihrer 
Erklärungspflicht nachgekommen. Die Zuständigkeit der Dreierkammer der Abteilung Strafrecht 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt sich 
aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit § 15 Abs. 1 lit. a des kantonalen Einführungs-
gesetzes vom 12. März 2009 zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO; SGS 250). 
Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft ist somit einzutreten. 
 
2. Gegenstand der Berufung  

 
Aufgrund der seitens der Parteien eingereichten Rechtsschriften sowie der anlässlich der heuti-
gen Hauptverhandlung gehaltenen Parteivorträge zeigt sich, dass vorliegend ausschliesslich die 
folgenden Teile des Urteils des Strafgerichts vom 23. Mai 2017 im Streit stehen: 
 
– der Schuldspruch wegen einfachen Diebstahls gemäss Dispositiv-Ziffer 1 im Fall 9 der An-

klageschrift sowie der Freispruch vom Vorwurf der gewerbsmässigen Tatbegehung des 
Diebstahls im Fall 9 der Anklageschrift gemäss Dispositiv-Ziffer 2; 
 

– die verhängte Strafe gemäss Dispositiv-Ziffer 1. 
 
Demgegenüber steht das Urteil der Vorderrichter vom 23. Mai 2017 in allen anderen Punkten 
(Dispositiv-Ziffern 3–6) im Berufungsverfahren nicht im Streit. 
 
 
II.  MATERIELLES  

 
1. Allgemeines  

 
Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt es Art. 82 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, 
für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die Be-
gründung der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflichten. Hingegen ist auf neue tat-
sächliche Vorbringen und rechtliche Argumente einzugehen, die erst im Rechts-mittelverfahren 
vorgetragen werden (DANIELA BRÜSCHWEILER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 82 
N 9).  
 
 
 

 
 
 

 
 
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2.  Gewerbsmässiger Diebstahl  

 
2.1  Mit Urteil vom 23. Mai 2017 erkannten die Vorderrichter auf ein gewerbsmässiges Han-
deln des Beschuldigten hinsichtlich der 9 Diebstähle für den Zeitraum vom 14. Juli 2016 bis 
zum 14. August 2016. Demgegenüber sprach das Strafgericht den Beschuldigten im Fall 9 der 
Anklageschrift (Einbruch vom 16. November 2016) vom Vorwurf des gewerbsmässigen Dieb-
stahls frei und verurteilte ihn bezüglich dieser Tat bloss wegen einfachen Diebstahls. Dies wur-
de zusammengefasst damit begründet, die Staatsanwaltschaft habe den gesamten Zeitraum 
vom 14. Juli 2016 bis zum 16. November 2016 als gewerbsmässigen Diebstahl angeklagt und 
ausgeführt, der Beschuldigte habe während ca. 4 Monaten insgesamt Einnahmen von mindes-
tens CHF 23'308.05 erzielt. Hinsichtlich der Tatzeiten bestehe zwischen dem letzten Einbruch 
vom 16. November 2016 und dem vorangegangenen ein Unterbruch von rund 3 Monaten, wo-
bei davon auszugehen sei, dass sich der Beschuldigte während dieser Zeit in seinem Heimat-
land aufgehalten habe. Aufgrund dieses Beweisergebnisses sei zu Gunsten des Beschuldigten 
davon auszugehen, dass er am 14. August 2016 seine Tatserie beendet, die Schweiz verlassen 
und erst im November 2016 einen neuen Tatentschluss gefasst habe. Folglich gehöre der 
Diebstahl der Tat vom 16. November 2016 nicht zur Deliktsserie vom Sommer 2016 und stehe 
streng chronologisch betrachtet für sich alleine da. Angeklagt sei im vorliegenden Fall nur eine 
Tatserie und somit ein einfacher gewerbsmässiger Diebstahl. Ausgehend vom Beweisergebnis 
und der Schlussfolgerung eines neuen Tatentschlusses für die Tat vom 16. November 2016 sei 
in casu von einem mehrfachen gewerbsmässigen Diebstahl auszugehen, welcher jedoch nicht 
angeklagt sei. Folglich könne betreffend die Tat vom 16. November 2016 lediglich ein Urteil 
wegen (eines nicht qualifizierten) Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB erfolgen. 
 

2.2  Die Staatsanwaltschaft beantragt demgegenüber, der Beschuldigte sei in teilweiser Auf-
hebung von Ziffer 1 sowie in Aufhebung von Ziffer 2 des strafgerichtlichen Urteils vom 23. Mai 
2017 auch in Bezug auf den Fall 9 gemäss Anklageschrift vom 16. Januar 2017 des gewerbs-
mässigen Diebstahls (statt des einfachen Diebstahls) schuldig zu sprechen. Zur Begründung 
wird zusammengefasst ausgeführt, es sei zwar mit dem Strafgericht davon auszugehen, dass 
der Beschuldigte nach dem letzten Delikt Mitte August 2016 in sein Heimatland Albanien zu-
rückgekehrt sei und sich während ca. 3 Monaten auch dort aufgehalten habe, bevor er im No-
vember 2016 erneut delinquiert habe. Der Beschuldigte habe aber seine von einem Gesamt-
vorsatz getragene deliktische Tätigkeit in casu lediglich aufgrund seiner Erkrankung unfreiwillig 
vorübergehend eingestellt und im November 2016 – nachdem er wieder zu Kräften gekommen 
sei – nach dem gleichen Schema fortgesetzt. 
 
2.3 Die Verteidigung vertritt hingegen die Ansicht, der am 16. November 2016 begangene 
Diebstahl sei, entsprechend der Argumentation der Vorinstanz, nicht als gewerbsmässig zu 
qualifizieren. Es sei zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass dieser auch noch 
aus anderen Gründen als wegen seiner Krankheit rund 3 Monate in Albanien geblieben bzw. 
hin und wieder einer kurzen Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Für die Qualifikation des Dieb-

 
 
 

 
 
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stahls vom 16. November 2016 lasse sich aufgrund der Tatserie vom Sommer 2016 nicht per 
se auf die Bereitschaft zur fortführenden deliktischen Tätigkeit schliessen. 
 

2.4.1 Zu klären gilt es vorliegend somit die Frage, ob der Fall 9 der Anklageschrift, entspre-
chend der Argumentation der Staatsanwaltschaft, vom qualifizierenden Umstand der Gewerbs-
mässigkeit miterfasst wird, oder – so die Vorinstanz und der Beschuldigte – separat als einfa-
cher Diebstahl zu bestrafen ist.  
 

2.4.2  Art. 139 Ziffer 2 StGB erfasst als Qualifikation des Diebstahls die Taten, welche von ei-
nem gewerbsmässig stehlenden Dieb begangen werden. Gewerbsmässigkeit ist bei berufs-
mässigem Handeln des Täters gegeben. Ein solches ist anzunehmen, wenn sich aus der Zeit 
und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte 
innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften 
ergibt, dass der Täter die deliktische Tätigkeit nach Art eines Berufs ausübt, wobei eine quasi 
nebenberufliche deliktische Tätigkeit als Voraussetzung für Gewerbsmässigkeit genügen kann. 
Wesentlich ist, dass die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben ist (BGer 6B_1048/2009 
vom 29. Juni 2010, E. 10.3). Der Täter muss sich darauf eingerichtet haben, durch deliktische 
Handlungen relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die 
Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen. Ob dies der Fall ist, muss auf-
grund der gesamten Umstände entschieden werden. Dazu gehören etwa die Anzahl bezie-
hungsweise die Häufigkeit der während eines bestimmten Zeitraums bereits verübten Taten, die 
Entwicklung eines bestimmten Systems beziehungsweise einer bestimmten Methode, der Auf-
bau einer Organisation oder die Vornahme von Investitionen (BGE 116 IV 319). Die Gewerbs-
mässigkeit enthält demnach ein Dreifaches, nämlich das mehrfache Delinquieren, die Absicht, 
ein Erwerbseinkommen zu erzielen, sowie die Bereitschaft zur Verübung einer Vielzahl von De-
likten der fraglichen Art (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 
3. Aufl. 2013, Art. 139 N 89 ff.). Bezüglich des mehrfachen Delinquierens ist jeweils im Einzelfall 
zu prüfen, ob die Häufigkeit der begangenen Delikte darauf schliessen lässt, dass der Täter 
damit, wie die allgemeine Umschreibung des Bundesgerichts voraussetzt, eine deliktische Tä-
tigkeit "nach Art eines Berufes" ausübt (vgl. MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler 
Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 139 N 97). Es genügt eine verhältnismässig kleine Zahl 
von Fällen, wenn sie zeitlich "in einigem Zusammenhang stehen" und der Wille, das Verbrechen 
zur Verdienstquelle zu machen, aus den Umständen erkennbar ist (vgl. STEFAN 
TRECHSEL/DEAN CRAMERI, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, 
Art. 146 N 34, mit Verweis auf BGE 71 IV 115). 
 

2.4.3 Vorliegend bilden 10 in der Zeitspanne vom 14. Juli 2016 bis zum 16. November 2016 
(mithin innert rund 4 Monaten) begangene Diebstähle mit einem Deliktsbetrag von insgesamt 
CHF 23‘308.05 die Grundlage des Entscheids bezüglich des Qualifikationsmerkmals der Ge-
werbsmässigkeit, wobei die vom Strafgericht mit Urteil vom 23. Mai 2017 erkannte Gewerbs-
mässigkeit für den Zeitraum vom 14. Juli 2016 bis zum 14. August 2016 in casu unbestritten ist. 

 
 
 

 
 
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Zwischen den letzten zwei als gewerbsmässig angeklagten Einbruchdiebstählen besteht ein 
Unterbruch von rund 3 Monaten vom 14. August 2016 (Fall 8 der Anklageschrift) bis zum 
16. November 2016 (Fall 9 der Anklageschrift), wobei der Beschuldigte gemäss seinen Anga-
ben während dieser Zeit vorübergehend in sein Heimatland Albanien zurückkehrte. Befragt 
nach dem Grund für diese Rückreise gab der Beschuldigte in der Einvernahme vom 17. No-
vember 2016 sowie vor Strafgericht zu Protokoll, er sei krank geworden (act. 861, 1087). Vor 
Kantonsgericht erklärte er, er sei sehr müde geworden und habe nicht mehr stehen können 
(Prot. KGer S. 9). Aufgrund dieser Depositionen steht fest, dass der Beschuldigte seine Delin-
quenz in der Schweiz aufgrund eines unfreiwilligen Ereignisses vorübergehend hat unterbre-
chen müssen. Nach seiner Genesung reiste er indes am 11. November 2016 – wiederum über 
St. Louis – in die Schweiz ein und beging dort bereits am 16. November 2016 einen weiteren 
Einbruchdiebstahl nach dem gleichen Muster der vorangegangenen Taten (act. 47 f.). Massge-
bend ist vorliegend, dass die konkreten Umstände eine Verbrechenseinheit klar erkennen las-
sen. Abweichend von der Vorinstanz ist somit davon auszugehen, dass der Beschuldigte im 
November 2016 keinen neuen Tatentschluss fällte, sondern vielmehr die durch seine Erkran-
kung bloss vorübergehend unterbrochene und von einem Gesamtvorsatz getragene Delin-
quenz, nachdem sein Gesundheitszustand dies zuliess, wieder fortsetzte. Da der Beschuldigte 
keiner legalen Erwerbstätigkeit nachging und auch über kein Vermögen verfügte, stellt der auf 
den Monat umgerechnete Deliktsbetrag von rund CHF 5‘827.‒ einen namhaften Beitrag an sei-
ne Lebenshaltungskosten dar.  
 
Das Bundesgericht bestätigte einen Entscheid, in welchem die Vorinstanz zwei Diebstähle im 
Abstand von drei Monaten im Gesamtbetrag von CHF 1'300.‒ (bei einer monatlichen Nothilfe 
von CHF 360.‒) als gewerbsmässig einstufte (BGer 6B_1077/2014 vom 21. April 2015, E. 3). 
Ebenso auf gewerbsmässigen Diebstahl erkannte das Bundesgericht in einem Fall, in welchem 
eine Täterin innert drei Monaten drei Diebstähle mit einem Deliktsbetrag von rund CHF 7'600.‒ 
bei einem legalen monatlichen Einkommen von ca. CHF 600.‒ verübt hatte (BGer 6B_550/2016 
vom 10. August 2016). Der vorliegende Fall ist durchaus mit diesen vom Bundesgericht als ge-
werbsmässigen Diebstahl beurteilten Sachverhalten vergleichbar. 
 
2.5 Demnach ergibt sich, dass der vom Beschuldigten am 16. November 2016 in Aesch 
begangene Diebstahl (Fall 9 der Anklageschrift) – im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz 
– ebenfalls im Rahmen des gewerbsmässigen Diebstahls zu erfassen ist.  
 
Im Lichte dieser Darstellung ist der Freispruch vom Vorwurf der gewerbsmässigen Tatbege-
hung des Diebstahls im Fall 9 gemäss Ziffer 2 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs aufzuhe-
ben und der Beschuldigte in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft des gewerbs-
mässigen Diebstahls schuldig zu sprechen.  
 
 
 

 
 
 

 
 
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III.  STRAFZUMESSUNG 

 
1.1  In Bezug auf die Strafzumessung stellt sich die Staatsanwaltschaft auf den Standpunkt, 
die vom Strafgericht ausgesprochene teilbedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren entspreche 
nicht dem Verschulden des Beschuldigten und sei entsprechend zu erhöhen. Namentlich habe 
die Vorinstanz bei der Bemessung der Einsatzstrafe das Ausmass der deliktischen Tätigkeit 
nicht gebührend berücksichtigt. Der Beschuldigte habe während 4 Monaten als eigentlicher 
Kriminaltourist erhebliche kriminelle Energien freigesetzt, indem er eine relativ grosse Deliktsse-
rie von insgesamt 10 (Einschleich- und Einbruch-) Diebstählen gewerbsmässig begangen habe. 
Stark zu seinen Lasten zu gewichten sei insbesondere, dass es in zwei Fällen gar zu einer Kon-
frontation mit den schlafenden Hausbewohnern gekommen sei. Gesamthaft erscheine eine 
Freiheitsstrafe von 3 Jahren als tat- und schuldangemessen. 
 

1.2 Demgegenüber vertritt die Verteidigung für den Fall der Gutheissung der Berufung der 
Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Schuldsprüche die Ansicht, das Strafgericht habe sich sorg-
fältig mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinandergesetzt und die objekti-
ve Tatschwere sei in Übereinstimmung mit der Vorinstanz höchstens als leicht bis mittelschwer 
einzustufen. Die erhöhte kriminelle Energie bzw. der von der Staatsanwaltschaft geltend ge-
machte "klassische Kriminaltourismus" sei vom Strafgericht in der Strafzumessung bereits an-
gemessen gewürdigt worden. Ferner sei zu Gunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen, 
dass dieser aus finanzieller Not heraus und nicht aus Habgier delinquiert habe. Zudem müsse 
sich im Rahmen der Täterkomponente das Geständnis des Beschuldigten zu seinen Gunsten 
auswirken. Zwar habe sich der Beschuldigte zu Beginn der Untersuchung noch bedeckt gehal-
ten, im Laufe des Verfahrens sei er aber bezüglich sämtlicher ihm zur Last gelegten Sachver-
halte geständig gewesen. Selbst wenn insgesamt von einem mittelschweren Verschulden aus-
gegangen würde, erschiene eine Freiheitstrafe von höchstens 24 Monaten als angemessen. 
 

1.3.1  Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (vgl. Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach 
ihrem eigenen Ermessen festzusetzen (vgl. BGer 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). 
Die von der Vorinstanz im Einzelnen korrekt dargelegten Zumessungskriterien (vgl. Urteil der 
Vorinstanz, S. 19 III.1.a–e) werden im Folgenden gleichermassen von der strafrechtlichen Ab-
teilung des Kantonsgerichts bei der Festlegung der angemessenen Strafe beachtet.  
 

1.3.2  Wie sich aus den obigen Erwägungen ergibt, hat sich der Beschuldigte des gewerbsmäs-
sigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
schuldig gemacht. Bei der Strafzumessung gilt es demnach zu berücksichtigen, dass der Be-

 
 
 

 
 
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schuldigte mehrfach gehandelt und verschiedene Delikte begangen hat, wobei mithin echte 
Konkurrenz zwischen den Delikten vorliegt. 
 
2.1  Der gewerbsmässige Diebstahl gemäss Art. 139 Ziffer 2 StGB, welcher vorliegend die 
schwerste Straftat darstellt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren oder einer Geldstrafe 
nicht unter 90 Tagessätzen geahndet. Gemäss aktueller Bundesgerichtspraxis führen Straf-
schärfungs- oder Strafmilderungsgründe indessen nicht zu einer automatischen Erweiterung 
des Strafrahmens. Der ordentliche Strafrahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche 
Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart 
bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55, E. 5.8). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Für die aus-
zufällende Strafe ist deshalb vom Strafrahmen des gewerbsmässigen Diebstahls auszugehen. 
Die Gewerbsmässigkeit fasst die einzelnen Delikte des Diebstahls zu einer rechtlichen Einheit 
zusammen (BGE 123 IV 113, 117). Das Asperationsprinzip nach Art. 49 StGB ist insoweit be-
züglich der einzelnen Diebstähle unanwendbar (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, 
Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 139 N 13). 
 
2.2.1  Bei der objektiven Tatschwere ist zu prüfen, wie stark das strafrechtlich geschützte 
Rechtsgut überhaupt beeinträchtigt worden ist. Bei Vermögensstraftaten ist entscheidend auf 
den Deliktsbetrag bzw. auf die Höhe der angestrebten Bereicherung abzustellen (BGer 
6B_157/2014 vom 26. Januar 2015, E. 3.2). Von Bedeutung ist auch die kriminelle Energie, wie 
sie durch die Tat und die Tatausführung offenbart wird (BStGer SK.2014.30 vom 9. De-zember 
2014, E. 6.3; HANS WIPRÄCHTIGER/STEFAN KELLER, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, 
Art. 47 N 90 ff.). Hinsichtlich der Tatkomponente gilt es bei der Einsatzstrafe des qualifizierten 
gewerbsmässigen Diebstahls zunächst zu berücksichtigen, dass der von der Vorinstanz ver-
bindlich festgestellte Deliktsbetrag von CHF 23‘308.05 und EUR 50.‒ als durchaus beachtlich 
erscheint. Hinzu kommt, dass der Beschuldigte äusserst intensiv delinquierte, indem er 9 seiner 
insgesamt 10 Diebstähle (davon 3 versuchte Diebstähle) innerhalb der kurzen Zeitspanne vom 
14. Juli 2016 bis zum 14. August 2016 ausführte. Ebenso verschuldenserhöhend wirkt sich aus, 
dass der Beschuldigte als sog. "Kriminaltourist" einzig zum Zweck der Verübung von Straftaten 
in die Schweiz eingereist ist, wobei es in casu zusätzlich zu beachten gilt, dass er jeweils nach 
den begangenen Straftaten im Grossraum Basel nach St. Louis über die Grenze nach Frank-
reich flüchtete, um sich dadurch der Strafverfolgung zusätzlich zu entziehen (BGer 
6B_510/2013 vom 3. März 2014, E. 4.4). Insgesamt erweist sich die objektive Schwere der Tat 
im Rahmen eines gewerbsmässigen Diebstahls als leicht bis mittelschwer.  
 
2.2.2 In einem nächsten Schritt ist eine Bewertung des (subjektiven) Verschuldens vorzuneh-
men. Es stellt sich somit die Frage, wie dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzu-
rechnen ist. Dabei spielen grundsätzlich nebst der Frage einer verminderten Schuldfähigkeit 
(Art. 19 StGB) das Motiv und weitere subjektive Verschuldenskomponenten (zum Beispiel 
Art. 48 StGB) eine Rolle. Egoistische bzw. verwerfliche Beweggründe oder ein Handeln aus 
eigenem Antrieb wirken verschuldenserhöhend, während beispielsweise ein Handeln mit Even-

 
 
 

 
 
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tualvorsatz (statt direktem Vorsatz), eine verminderte Schuldfähigkeit, ein unvollendeter Ver-
such oder die in Art. 48 StGB genannten Strafmilderungsgründe verschuldensmindernd zu ge-
wichten sind (vgl. HANS MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2016, S. 181).  
 
Bezüglich des Motivs kann dem Beschuldigten nicht zugebilligt werden, er habe aus einer ei-
gentlichen wirtschaftlichen Notsituation heraus gehandelt, geschweige denn seine psychische 
Verfassung habe ihn zur Tat veranlasst. Insbesondere ist nicht davon auszugehen, dass der 
Beschuldigte die vorliegenden Einbruchdiebstähle aus Hunger beging, zumal er sich bei den 
Diebstählen keinesfalls auf das Notwendigste beschränkte, um seiner vorgeblich akuten Notla-
ge zu entkommen. Stattdessen füllte er sich bestmöglich die Taschen mit Geld, Schmuck und 
leicht verwertbaren Sachwerten. Mit der Vorinstanz ist im Zweifel zudem davon auszugehen, 
dass die Familie des Beschuldigten zwar von Blutrache betroffen war, sich dieser Umstand je-
doch nicht konkret auf ihn ausgewirkt hat (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 21–23).  
 
2.3  In einer Abwägung der verschiedenen Faktoren vermag demnach die subjektive Tat-
komponente die objektive nicht zu relativieren, weshalb sich für die Einsatzstrafe insgesamt ein 
leichtes bis mittelschweres Tatverschulden ergibt. 
 
2.4  Diese Einsatzstrafe ist in einem dritten Schritt aufgrund der besonderen Täterkomponen-
ten anzupassen. 
 
2.4.1  Das Strafgericht hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 
im Strafurteil (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 21 ff.) bis zum Urteilszeitpunkt zutreffend dargelegt 
und bewertet, worauf an dieser Stelle grundsätzlich zu verweisen ist. Im Gegensatz zur Vor-
instanz kann nicht zu Gunsten des Beschuldigten berücksichtigt werden, dass sich dieser der 
Festnahme nicht widersetzt hat. Aus dem Umstand, dass es sich bei Albanien, in welchem der 
Beschuldigte aufgewachsen ist, um ein armes Land handelt, kann der Beschuldigte nichts zu 
seinen Gunsten ableiten, zumal die Mehrheit seiner Landsleute, welche unter gleichen Umstän-
den aufgewachsen sind, nicht straffällig wurden. Demgegenüber ist die  
Kooperationsbereitschaft des Beschuldigten leicht zu seinen Gunsten zu bewerten. So gab er 
bei seiner Anhaltung unumwunden zu, dass er einen Diebstahl begangen hat. Hingegen ge-
stand er die übrigen Delikte erst aufgrund erdrückender Beweislast zu, was als neutral zu be-
werten ist. Im Fall, bei welchem nur eine Schuhspur vorlag, kann ihm mit der Vorinstanz das 
Geständnis leicht zu seinen Gunsten ausgelegt werden.  
 
2.4.2  An der Berufungsverhandlung ergaben sich keine strafzumessungsrelevanten Neuerun-
gen. Eine wirkliche Reue und Einsicht, die strafmildernd zu berücksichtigen wäre, war beim Be-
schuldigten während des ganzen Verfahrens nicht zu erkennen. Es ist unbestritten, dass gewis-
se Täter vom Strafvollzug besonders hart betroffen sein können, weshalb eine solche besonde-
re Strafempfindlichkeit im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigen ist. Die Verbüssung 
einer Freiheitsstrafe ist aber für jeden in ein familiäres Umfeld eingebetteten Täter mit einer ge-

 
 
 

 
 
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wissen Härte verbunden. Als unmittelbare gesetzmässige Folge jeder Sanktion darf diese Kon-
sequenz daher nur bei aussergewöhnlichen Umständen erheblich strafmindernd wirken (vgl. 
Urteil 6B_470/2009 vom 23. November 2009, E. 2.5 mit Hinweisen). Solche Umstände sind in 
casu nicht ersichtlich. 
 
2.5 Wie zu zeigen sein wird, rechtfertigt sich eine Strafe von mehr als einem Jahr, so dass nur 
eine Freiheitsstrafe in Frage kommt (vgl. nachfolgende Erwägung 2.6 sowie Art. 34 Abs. 1 und 
Art. 37 Abs. 1 StGB). 
 
2.6 Gestützt auf diese Erwägungen erscheint im Hinblick auf den Straftatbestand des ge-
werbsmässigen Diebstahls eine Freiheitsstrafe von 28 Monaten als dem Verschulden und den 
persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.  
 
2.7   Diese Einsatzstrafe ist aufgrund der Schuldsprüche bezüglich der mehrfachen Sachbe-
schädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs zu erhöhen. Diese Delikte stehen zwar in 
direktem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit den gewerbsmässigen Diebstählen, sie 
sind jedoch keinesfalls als vernachlässigbare Begleitdelikte zu bewerten. 
 

2.7.1  Hinsichtlich der mehrfachen Sachbeschädigung gilt es zu beachten, dass der Beschul-
digte einen nicht unerheblichen Sachschaden von ca. CHF 9‘193.90 anrichtete. 
 

2.7.2  In seiner bisherigen Rechtsprechung hat das Kantonsgericht im Sinne einer grundsätzli-
chen Festlegung dafürgehalten, dass bei der Strafzumessung im Kontext mit Einbruchdiebstäh-
len jeweils zwingend straferhöhend veranschlagt werden muss, wenn der Beschuldigte in 
Wohnliegenschaften eindringt. Nimmt der Beschuldigte dabei eine Begegnung mit der Bewoh-
nerschaft in Kauf, so hat sich diese verwerfliche Einstellung, welche für eine besondere Dreis-
tigkeit sowie eine qualifizierte kriminelle Energie spricht, in einem zweiten Schritt nochmals 
spürbar strafschärfend auszuwirken. Bisher hat die strafrechtliche Abteilung des Kantonsge-
richts diese Grundsätze jeweils im Rahmen des Tatbestands des Diebstahls berücksichtigt (vgl. 
KGer 460 12 108 vom 25. September 2012, E. III.3.1). In Nachachtung der neueren Rechtspre-
chung des Bundesgerichts, welche zum Schluss kommt, die psychischen Folgen der Einbrüche 
für die Betroffenen und die schwere Verletzung der Privatsphäre der Geschädigten sei Ein-
bruchdiebstählen immanent, jedoch primär eine Folge des Hausfriedensbruchs, gilt es nunmehr 
diese Aspekte bei der Strafzumessung nicht bei der Beurteilung von Art. 139 StGB, sondern im 
Rahmen von Art. 186 StGB zu bemessen (vgl. BGer 510/2015 vom 25. August 2015, E. 1.3). 
 
Bei der Asperation des mehrfachen Hausfriedensbruchs gilt es somit den Umstand in Rech-
nung zu stellen, dass der Beschuldigte in 7 von 10 Fällen in Wohnliegenschaften einbrach und 
dabei in einem völlig ungenügenden Ausmass Vorkehrungen zur Vermeidung einer Konfrontati-
on mit der Bewohnerschaft vornahm. Mithin hat sich dieser nicht einmal ansatzweise vergewis-
sert, dass niemand zu Hause ist, sondern ist jeweils mehr oder weniger direkt in die Liegen-

 
 
 

 
 
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schaften eingedrungen. Zudem ist der Beschuldigte in 3 von 10 Fällen (Fall 4, 8 und Zusatzan-
klage) äusserst dreist bis ins Schlafzimmer der Hausbewohner gelangt, wobei es in zwei Fällen 
sogar zu einer Konfrontation mit den schlafenden Bewohnern kam. Im Fall der Zusatzanklage-
schrift vom 19. Januar 2017 ist der Beschuldigte obendrein via Garagendach direkt ins offene 
Fenster des Schlafzimmers der dort schlafenden 91-jährigen C.____ eingestiegen, was als be-
sonders skrupellos zu werten ist. Sodann ist es im Fall 8 der Anklageschrift beinahe zu einer 
Begegnung mit einem Hausbewohner gekommen, wobei der Beschuldigte, als er vom Bewoh-
ner überrascht wurde und dieser das Licht anzündete, die Flucht ergriff (act. 761 ff.). 
 
Entsprechend diesem ausgesprochen rücksichtslosen Vorgehen muss in casu beim Beschul-
digten das Eindringen in Wohnliegenschaften sowie – in einem zweiten Schritt nochmals spür-
bar strafschärfend – die klare Inkaufnahme einer Begegnung mit der Bewohnerschaft und drit-
tens die Begegnung gar mit schlafenden Hausbewohnern veranschlagt werden. Der Beschul-
digte verletzte mit seinem hemmungslosen und kaltblütigen Vorgehen die Privatsphäre ver-
schiedener Privatkläger aufs Gröbste und traf diese in ihrem Sicherheitsgefühl gravierend und 
nachhaltig. Dementsprechend ist das Verschulden bezüglich der Hausfriedensbrüche als 
schwer zu qualifizieren, was zu einer entsprechenden signifikanten Erhöhung des Strafmasses 
um 8 Monate führt.  
 

2.7.3  Hinsichtlich der Täterkomponente der Nebendelikte ergeben sich keine entscheidenden 
Abweichungen zur Einstandstat, sodass auf das bereits Dargelegte verwiesen werden kann 
(vgl. III. 2.4.1 f.).  
 

2.8  Aufgrund einer Gesamtwürdigung aller tat- und täterbezogenen Umstände und somit 
nach Festlegen der hypothetischen verschuldensangemessenen Strafe für das Hauptdelikt und 
Festlegung der Strafen für die Nebendelikte ist nach erfolgter Asperation gemäss Art. 49 Abs. 1 
StGB festzustellen, dass eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren als verschuldens- und tatangemes-
sene Strafe erscheint. 
 

2.9.1   Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe von 
mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies not-
wendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen. Der unbedingt 
vollziehbare Teil darf dabei die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB). Wenn 
und soweit dem Täter eine gute Legalprognose attestiert werden kann, verlangt Art. 42 StGB – 
der hier Anwendung findet –, dass zumindest ein Teil der Strafe aufgeschoben wird. Umgekehrt 
gilt, dass bei einer Schlechtprognose auch ein bloss teilweiser Aufschub der Strafe nicht ge-
rechtfertigt ist (BGE 134 IV 1, E. 5.3.1; ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kommentar 
StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 44 N 4). Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teil-
weise auf, ist gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren anzuordnen. 
Die Bestimmung der Dauer der Probezeit richtet sich nicht nach der Schwere der Tat, sondern 
nach der Höhe der Rückfallgefahr, der Persönlichkeit und dem Charakter des Verurteilten. 

 
 
 

 
 
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2.9.2   Der Beschuldigte delinquierte nicht nur 9 Mal innert eines Monats, sondern kehrte nach 
bereits 3 Monaten in die Schweiz zurück, um kurz darauf nach demselben Muster erneut straf-
fällig zu werden. Das Tatvorgehen des Beschuldigten zeugt von einer grossen kriminellen 
Energie und einer ganz besonderen Dreistigkeit. Hinzu kommt, dass beim Beschuldigten keine 
ernsthaften Bemühungen erkennbar sind, um seine schlechte wirtschaftliche Lage mit legalen 
Tätigkeiten zu verbessern. Gesamthaft sind keine Anzeichen erkennbar, welche nahe legen 
würden, dass sich diese prognostisch ungünstigen Umstände demnächst in positiver Weise 
ändern werden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit als erheblich einzuschätzen, dass der Be-
schuldigte aufgrund seiner fehlenden Perspektiven in Freiheit wiederum nach dem gleichen 
Modus delinquieren würde. Angesichts dieser Umstände kann dem Beschuldigten keine gute 
Prognose gestellt werden. Daran vermag nach Überzeugung der strafrechtlichen Abteilung des 
Kantonsgerichts auch der Umstand nichts zu ändern, dass es sich beim Beschuldigten (soweit 
ersichtlich) um einen Ersttäter handelt, und der erste Gefängnisaufenthalt bei ihm voraussicht-
lich eine gewisse Warnwirkung entfalten wird. Die Gewährung des bedingten oder des teilbe-
dingten Strafvollzugs kommt in casu beim Beschuldigten nicht in Betracht, da in Gesamtwürdi-
gung aller massgebenden Faktoren nicht davon ausgegangen werden kann, dass trotz der Vor-
tat eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht, weshalb die mit dem vorliegenden Urteil 
auszusprechende Freiheitsstrafe von 3 Jahren unbedingt auszufällen ist. 
 

2.10  Demzufolge ist der Beschuldigte in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft 
und in Abänderung des angefochtenen Urteils des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfa-
chen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig zu erklären und zu 
einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren zu verurteilen. 
 
 
IV.  KOSTEN 

 
1.  Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-
rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die Berufung der Staatsanwaltschaft 
ist vorliegend gutzuheissen. Dieser Verfahrensausgang rechtfertigt es, die ordentlichen Kosten 
des kantonsgerichtlichen Verfahrens in der Höhe von CHF 9‘500.‒, beinhaltend eine Urteilsge-
bühr von CHF 9‘000.‒ sowie Auslagen von CHF 500.‒, zu Lasten des Beschuldigten zu verle-
gen. 
 
2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung gehen demgegenüber zu Lasten des Staates. Der 
vom amtlichen Verteidiger gemäss Honorarnote vom 25. Januar 2018 ausgewiesene Zeitauf-
wand von 26 Stunden und 5 Minuten erscheint als angemessen, wobei ergänzend für die Teil-
nahme an der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung insgesamt 5 Stunden zu berücksichtigen 
sind, weswegen Advokat Ramón Eichenberger eine Entschädigung in der Höhe von 
CHF 6‘568.90 (inkl. Auslagen) zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% (CHF 327.65) bzw. 7.7% 

 
 
 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

(CHF 190.45), somit insgesamt CHF 7‘087.‒, aus der Gerichtskasse auszurichten ist. Der Be-
schuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung an den Kanton 
verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 

 
 
 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 23. Mai 2017, auszugswei-

se lautend:  

   "1. a) A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, des Diebstahls, 
der mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Haus-
friedensbruchs schuldig erklärt und verurteilt zu einer 
 
teilbedingt vollziehbaren Freiheitstrafe von 2 Jahren, davon 1 Jahr 
unbedingt, 
bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, 
 
unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 
16. November 2016 bis zum 23. Januar 2017 sowie des vorzeiti-
gen Strafvollzugs seit dem 23. Januar 2017 von insgesamt 188 
Tagen, 
 
in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, Art. 144 Abs. 1 
StGB und Art. 186 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, 
Art. 43 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 
StGB. 

      
   2.   A.____ wird im Fall 9 von der Anklage der gewerbsmässigen Tat-

begehung des Diebstahls freigesprochen. 
      
   3.   A.____ wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB für die 

Dauer von 7 Jahren des Landes verwiesen. 
      
   4.  a) Folgende beschlagnahmten Gegenstände werden A.____ nach 

Rechtskraft unter Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf 
Art. 267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO via Gefängnisleitung zu Handen 
der Effekten zurückgegeben: 
[…] 

    b) Folgendes Beschlagnahmegut wird zufolge Verzichts auf Rückga-
be zur Vernichtung eingezogen.  
[…] 

   4.   Die vorgemerkten, aber nicht bezifferten Zivilforderungen von 
− D.____ (Fall 1), 
− E.____ (Fall 4), 

 
 
 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

− F.____ (Fall 5), 
− G.____(Fall 6) sowie  
− H.____ (Fall 9) 
werden gestützt auf Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO auf den Zivilweg 
verwiesen. 

      
   5.  a) Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfah-

rens von Fr. 12‘563.00, den Kosten des Zwangsmassnahmenge-
richts von Fr. 500.00 und einer pauschalen Gerichtsgebühr von 
Fr. 6‘000.00, gehen in Anwendung von Art. 425 StPO sowie § 4 
Abs. 3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu Lasten des Staates. 
 
Wird kein Rechtsmittel ergriffen und wird kein begründetes Urteil 
verlangt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr 
auf Fr. 3‘000.00 ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT). 
 

    b) Die Kosten der Übersetzung von insgesamt Fr. 1‘680.00 
(Fr. 1‘295.00 im Vorverfahren, Fr. 385.00 für die Hauptverhand-
lung) gehen in Anwendung von Art. 426 Abs. 3 lit. b StPO zu Las-
ten des Staates. 
 

   6.   Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 11‘257.90 (inkl. Auslagen, Hauptverhandlung und 8% Mehr-
wertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrichtet." 

      
  wird in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft in Dispositiv-

Ziffer 1 wie folgt geändert: 
 

   1.   A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen 
Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
schuldig erklärt und verurteilt zu einer 
 
Freiheitstrafe von 3 Jahren, 
 
unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 
16. November 2016 bis zum 23. Januar 2017 sowie des vorzeiti-
gen Strafvollzugs seit dem 23. Januar 2017 von insgesamt 188 
Tagen, 
 
in Anwendung von Art. 139 Ziff. 2 StGB, Art. 144 Abs. 1 StGB und 
Art. 186 StGB, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 
StGB. 

 
 
 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

      
  Dispositiv-Ziffer 2 wird ersatzlos aufgehoben.  
   

Im Übrigen wird das Urteil des Strafgerichts bestätigt. 
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 9‘000.‒, zuzüglich Auslagen von CHF 500.‒, gehen zu Lasten des Be-
schuldigten.  
 

Dem amtlichen Verteidiger, Advokat Ramón Eichenberger, wird für das Beru-
fungsverfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 6‘568.90 (inkl. Auslagen) 
zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% (CHF 327.65) bzw. 7.7% (CHF 190.45), 
somit insgesamt CHF 7‘087.‒, aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Ver-
teidigung an den Kanton verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Marius Vogelsanger