# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21cedb44-389d-58ea-8be7-fd68e65d4452
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2018 A-6870/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6870-2017_2018-06-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-6870/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  J u n i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Christoph Bandli (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,    

Gerichtsschreiber Marcel Zaugg. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Landestopografie swisstopo,  

Seftigenstrasse 264, 3084 Wabern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Auflösung des Arbeitsvertrages während der Probezeit. 

 

 

 

A-6870/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ wurde mit Arbeitsvertrag vom 4. und 13. September 2017 vom 

Bundesamt für Landestopographie swisstopo (nachfolgend: swisstopo) als 

(…) zu einem Beschäftigungsgrad von 80% angestellt, nachdem er zuvor 

am 5. und 12. September 2017 zwei Einarbeitungstage mit dem vorgängi-

gen Stelleninhaber absolviert hatte. Das Arbeitsverhältnis begann am 

1. Oktober 2017 und sah eine Befristung bis 30. September 2020 vor. Als 

Probezeit wurde eine Dauer von drei Monaten vereinbart.  

B.  

Am 9. Oktober 2017 schlossen A._______ und sein Vorgesetzter in Bezug 

auf Fach- und Sozialkompetenz eine Zielvereinbarung für die Probezeit ab.  

C.  

Nach Durchführung eines Standortgesprächs am 26. Oktober 2017 zwi-

schen A._______ und seinem Vorgesetzten sowie dessen Stellvertreter, 

worin ihm dargelegt wurde, dass er die vereinbarten Ziele nicht erreicht 

habe, wurde A._______ am 27. Oktober 2017 seitens swisstopo die Ab-

sicht eröffnet, das Arbeitsverhältnis während der Probezeit aufzulösen. Die 

Kündigungsabsicht sowie die Kündigungsgründe wurden ihm gleichentags 

unter Beilage einer Auflösungsvereinbarung schriftlich mitgeteilt und ihm 

Gelegenheit eingeräumt, bis 2. November 2017 zur beabsichtigten Auflö-

sung des Anstellungsverhältnisses schriftlich Stellung zu nehmen bzw. die 

Auflösungsvereinbarung unterzeichnet zu retournieren, andernfalls die 

Auflösung des Arbeitsverhältnisses verfügt werde.  

D.  

Da A._______ innert Frist weder eine Stellungnahme einreichte noch die 

Auflösungsvereinbarung unterzeichnete, löste swisstopo mit Verfügung 

vom 3. November 2017 den Arbeitsvertrag mit A._______ während der 

Probezeit und unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von sieben Ta-

gen per 13. November 2017 auf. Als Kündigungsgründe führte sie darin 

mangelnde Fachkenntnis, Nichterreichen der Probezeitziele, fehlende Ver-

trauensbasis sowie fehlende Integration im Team an.  

E.  

Gegen diese Verfügung von swisstopo (nachfolgend: Vorinstanz) vom 

3. November 2017 erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit 

Eingabe vom 4. Dezember 2017 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

A-6870/2017 

Seite 3 

richt und beantragt die Zusprechung einer Entschädigung nach gerichtli-

chem Ermessen. Unter Darlegung des Sachverhalts aus seiner Sicht be-

streitet er die von der Vorinstanz geltend gemachten Kündigungsgründe 

und macht eine Verletzung der Fürsorgepflicht geltend. 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 21. Dezember 2017 schliesst die Vorinstanz 

auf Abweisung der Beschwerde und begründet ihren Antrag im Wesentli-

chen mit den bereits in der angefochtenen Verfügung vorgebrachten Argu-

menten.  

G.  

Der Beschwerdeführer hält in seinen Schlussbemerkungen vom 7.Februar 

2018 – unwesentlich ergänzt mit Eingabe vom 11. Februar 2018 – an sei-

nen Anträgen und Standpunkten gemäss Beschwerdeschrift fest.  

H.  

Auf die Ausführungen der Parteien und die sich bei den Akten befindlichen 

Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) 

beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021), so-

fern eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat und keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. 

Bei der Vorinstanz handelt es sich um eine Behörde im Sinne von Art. 33 

Bst. d VGG. Die angefochtene Verfügung stellt zudem ein zulässiges An-

fechtungsobjekt dar, welches beim Bundesverwaltungsgericht angefoch-

ten werden kann (Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 

24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Da zudem kein Ausnahmegrund 

i.S.v. Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

A-6870/2017 

Seite 4 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügun-

gen, mit welchen die Vorinstanz das bestehende Arbeitsverhältnis aufge-

löst hat, sowohl formell als auch materiell beschwert, weshalb er zur Be-

schwerde legitimiert ist (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist daher einzutreten.  

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtenen Verfügungen auf 

Rechtsverletzungen, einschliesslich unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens, sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Bei 

der Prüfung der Angemessenheit auferlegt es sich indes eine gewisse Zu-

rückhaltung, wenn es um die Leistungsbeurteilung von Bediensteten des 

Bundes, um verwaltungsorganisatorische Fragen oder um Probleme der 

betriebsinternen Zusammenarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. 

In diesen Fällen weicht es im Zweifel nicht von der Auffassung der Vor-

instanz ab und setzt sein eigenes Ermessen nicht an deren Stelle (statt 

vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-4005/2016 vom 

27. Juni 2017 E. 2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.160 m.w.H.).  

3.  

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses vom 3. November 2017 durch die 

Vorinstanz wurde unbestritten während der Probezeit des Beschwerdefüh-

rers ausgesprochen. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist jedoch die 

Frage, ob die Voraussetzungen einer Kündigung während der Probezeit 

erfüllt waren.  

4.  

4.1 Nach Art. 12 Abs. 2 BPG i.V.m. Art. 30a Abs. 1 der Bundespersonalver-

ordnung vom 3. Juli 2001 (BPV, SR 172.220.111.3) kann das öffentlich-

rechtliche Arbeitsverhältnis in der Bundesverwaltung während der Probe-

zeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen ordentlich gekündigt wer-

den. Art. 6 Abs. 2 BPG statuiert sodann, dass für das Arbeitsverhältnis 

sinngemäss die einschlägigen Bestimmungen des Obligationenrechts 

(OR, SR 220) gelten, soweit dieses Gesetz und andere Bundesgesetze 

nichts Abweichendes bestimmen. Weder das BPG noch die BPV enthalten 

A-6870/2017 

Seite 5 

nähere Angaben zu den Gründen, aus welchen ein Arbeitsverhältnis wäh-

rend der Probezeit aufgelöst werden kann. Massgebend sind daher nebst 

der hierzu bereits ergangenen Rechtsprechung auch die Bestimmungen 

und die dazugehörende Praxis des OR (vgl. auch Botschaft zu einer Ände-

rung des Bundespersonalgesetzes vom 31. August 2011, BBl 2011 6715).  

4.2 Die Probezeit gibt den Vertragsparteien die Gelegenheit, eine auf 

Dauer angelegte Rechtsbeziehung durch gegenseitige Erprobung vorzu-

bereiten. Es handelt sich demnach um eine lockere Vertragsbindung mit 

herabgesetzten Fürsorgepflichten, welche darauf ausgelegt ist, das Ar-

beitsverhältnis kurzfristig auflösen zu können (vgl. Urteil des BVGer 

A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Das Recht, 

während der Probezeit mit verkürzter Frist zu kündigen, ist ein Ausfluss der 

Vertragsfreiheit. Bei Abschluss des Vertrages liegt es grundsätzlich im Be-

lieben des Arbeitgebers, welchen von mehreren Kandidaten er einstellen 

will. Ebenso entscheidet der Arbeitnehmer frei, für welche Arbeitsstelle er 

sich bewirbt. Diese Abschlussfreiheit wirkt in die Probezeit nach, indem die 

Parteien grundsätzlich den Entscheid über eine langfristige Bindung auf-

grund der in der Probezeit gewonnenen Erkenntnisse frei treffen können. 

Soweit sich die Kündigung an diesem Zweck der Probezeit orientiert, ist 

allein darin, dass ihr etwas "Willkürliches" anhaftet, kein Rechtsmissbrauch 

zu erblicken. Die zulässige "Willkür" entspricht der Freiheit der Parteien, 

darüber zu entscheiden, ob sie sich langfristig binden wollen (BGE 134 III 

108 E. 7.1.1).  

4.3 Auch wenn weder das BPG bzw. die BPV noch das OR die Rechtmäs-

sigkeit einer Kündigung während der Probezeit explizit vom Vorliegen be-

stimmter Gründe abhängig machen, muss eine Kündigung während der 

Probezeit begründet sein (Urteil des BVGer A-5859/2012 vom 15. Mai 

2013 E. 4.3). Da die Probezeit dazu dient, die Fähigkeiten und Eignung 

eines Angestellten zu prüfen, sind an die Gründe, aus denen dieses schon 

seiner Natur nach lockere Verhältnis aufgelöst werden kann, jedoch keine 

allzu strengen Anforderungen zu stellen. So ist die Kündigung eines Pro-

beverhältnisses durch die Verwaltung bereits dann zulässig, wenn auf-

grund der Wahrnehmungen der Vorgesetzen die Annahme hinreichend be-

gründet erscheint, dass der Ausweis der Fähigkeit oder der Eignung nicht 

erbracht ist und voraussichtlich auch nicht mehr erbracht werden kann. Die 

Auflösung muss vom Betroffenen nicht verschuldet sein und kann sich 

auch auf objektive Gründe stützen. Die begründete Feststellung etwa, dass 

der sich um eine definitive Anstellung Bewerbende dem Stellenprofil nicht 

entspricht, reicht aus. Dasselbe gilt, wenn aus persönlichen Gründen ein 

A-6870/2017 

Seite 6 

für die vorgesehene Funktion unbedingt nötiges Vertrauensverhältnis nicht 

aufgebaut werden kann oder aufgrund objektiver Anhaltspunkte eine rei-

bungslose Zusammenarbeit und eine effiziente Verwaltungstätigkeit künftig 

in Frage gestellt erscheinen (vgl. BGE 120 Ib 134 E. 2a und 108 1b 209 

E. 2). Auch rein zwischenmenschliche Faktoren oder das Unvermögen ei-

nes Arbeitnehmers, sich in gewachsene Strukturen eines Unternehmens 

einzufügen, mit Autoritäten (sowohl eigene als auch fremde) situationsge-

recht umzugehen oder sein Arbeits- resp. Führungsstil können dazu füh-

ren, dass ein Probearbeitsverhältnis nicht in ein ordentliches Arbeitsver-

hältnis überführt wird (vgl. Urteil des BVGer A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 

E. 4.3 mit weiteren Hinweisen).  

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete die Kündigung in der angefochtenen Verfü-

gung damit, dass der Beschwerdeführer ein anlässlich des ersten Einfüh-

rungstages übergebenes Handbuch entgegen seinen Angaben nicht bis 

zum zweiten Einführungstag gelesen habe, wodurch das Vertrauensver-

hältnis zu seinem Vorgesetzten bereits empfindlich gestört worden sei. So-

dann habe er keines der am 9. Oktober 2017 vereinbarten Probezeitziele 

erreicht. Sowohl seine Leistungen als auch sein Verhalten seien ungenü-

gend. Seine Fachkenntnisse im Bereich ABACUS seien entgegen seinen 

Auskünften am Vorstellungsgespräch mangelhaft. Er habe sich in der Pro-

bezeit sehr uninteressiert gezeigt, sich keine Notizen gemacht und habe 

das Gezeigte später auch nicht wiedergeben können. Zudem gebe er sich 

keine Mühe, mit anderen Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Weder in den 

Mittagspausen noch in den sonstigen Pausen suche er das Gespräch. Dies 

komme bei den anderen Mitarbeitern nicht gut an. Eine Integration in das 

bestehende Team könne so nicht zustande kommen.  

5.2 Der Beschwerdeführer bestreitet die angeführten Kündigungsgründe. 

Seiner Ansicht nach habe die Vorinstanz ihre Fürsorgepflicht ihm gegen-

über verletzt und basierend auf einem einseitigen Bericht, der ihm u.a. Des-

interesse sowie mangelnde Fachkenntnisse unterstelle, eine willkürliche 

Kündigung ausgesprochen. Sinngemäss macht er geltend, keine genü-

gende Einführung und Unterstützung seitens der Vorinstanz erhalten zu 

haben. So habe die Person, welche ihn bei der Einarbeitung hätte unter-

stützen sollen, nicht über das dafür notwendige Fachwissen verfügt und 

sei zudem wegen Krankheit während seiner Anstellung nur an zwei Halb-

tagen anwesend gewesen. Auch habe sich die Kommunikation mit seinen 

Vorgesetzten sehr schwierig gestaltet, da sie öfters abwesend gewesen 

A-6870/2017 

Seite 7 

seien und auch ansonsten keine Zeit für ihn gehabt hätten. Hinzu seien 

EDV-Probleme gekommen. Er habe sich endlos mit dem EDV-Support her-

umschlagen müssen. Auch sei der Stellvertreter seines Vorgesetzten mit 

dem abgelieferten Arbeitsergebnis am 23. Oktober 2017 noch zufrieden 

gewesen. Schliesslich habe er sich bemüht, mit anderen Mitarbeitern in 

Kontakt zu treten und habe bis auf einmal stets gemeinsam mit diesen das 

Mittagessen eingenommen und teilweise auch die Kaffeepausen mit ihnen 

verbracht. In einer Zeit von drei Wochen bei einem 80%-Pensum, wobei er 

wegen EDV-Problemen noch einen Tag pro Woche in (…) gewesen sei, 

könne man sich nur bedingt in ein bestehendes Team einfügen. 

5.3 Es mag zutreffen, dass die Betreuung und Einführung des Beschwer-

deführers in einem etwas reduzierten Umfang erfolgte und auch die Er-

reichbarkeit der Vorgesetzten erschwert war, zumal die Vorinstanz ein-

räumt, dass die Vorgesetzten des Beschwerdeführers wegen Kongressen 

und Ferien wenig anwesend gewesen seien. Entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers liegt jedoch keine Verletzung der in der Probezeit ohnehin 

herabgesetzten Fürsorgepflicht vor. So absolvierte der Beschwerdeführer 

am 5. und 12. September 2017 vor Stellenantritt zwei Einarbeitungstage 

mit dem vorgängigen Stelleninhaber, wobei ihm zusätzlich unterstützende 

Unterlagen abgegeben wurden. Am 9. Oktober 2017 schloss er alsdann 

mit seinem Vorgesetzten eine Zielvereinbarung für die Probezeit, aus wel-

cher hervorgeht, welche Leistungen von ihm erwartet und inwiefern diese 

bei der Schlussbeurteilung ins Gewicht fallen würden. So wurde die Fach-

kompetenz mit 50%, die Sozialkompetenz (Zusammenarbeit/Team) mit 

25% und die Selbstkompetenz (persönliche Arbeitsorganisation) mit 25% 

gewichtet. Damit waren dem Beschwerdeführer die an ihn gestellten An-

forderungen und die Erwartungen des Arbeitgebers hinreichend bekannt. 

Im Anschluss daran wurde dem Beschwerdeführer die Aufgabenstellung, 

für deren Erfüllung ihm zwei Wochen Zeit eingeräumt wurde, eingehend 

erläutert und auch per E-Mail nochmals zusammengefasst dargelegt. So-

fern nach Ansicht des Beschwerdeführers zur gehörigen Erfüllung der ihm 

übertragenen Aufgabe weitere Unterstützung oder eine weitergehende 

Einführung notwendig gewesen wäre, so hätte er dies damals vorbringen 

können. Der Beschwerdeführer äusserte aber offenbar keine Bedenken, 

weshalb die Vorinstanz davon ausgehen durfte, der Beschwerdeführer sei 

in der Lage, die ihm übertragene Aufgabe selbstständig zu erledigen. Dies 

insbesondere auch unter Berücksichtigung der langjährigen Arbeitserfah-

rung und Ausbildung des Beschwerdeführers im massgeblichen Bereich 

A-6870/2017 

Seite 8 

des Rechnungswesens, wie er sie in seinem Lebenslauf darlegte. Der Be-

schwerdeführer lieferte seine Arbeit denn auch fristgerecht und seiner An-

sicht nach bis auf zwei offen gelassene Punkte korrekt ausgeführt ab.  

In Bezug auf die vom Beschwerdeführer bemängelte Erreichbarkeit seiner 

Vorgesetzten bzw. Kommunikation mit ihnen, gilt es festzuhalten, dass die 

Abwesenheiten der Vorgesetzten aufgrund von Ferien und Kongressen 

sachlich begründet waren und dem Beschwerdeführer auch dann zumin-

dest die Kommunikation per Telefon oder E-Mail offen gestanden wäre. 

Nach der unbestritten gebliebenen Darstellung der Vorinstanz wurde der 

Beschwerdeführer wegen der häufigen Abwesenheiten explizit auf diese 

Kommunikationsmöglichkeiten hingewiesen. Dem Beschwerdeführer wäre 

es daher ohne Weiteres zumutbar gewesen, auf diesem Weg seine Vorge-

setzten über die bei ihm aufgetretenen EDV-Probleme zu informieren oder 

Fragen zu allfälligen Unklarheiten zu stellen. Diese Möglichkeiten wurden 

von ihm jedoch nicht genutzt. Eine ungenügenden Einführung oder Betreu-

ung, welche die ausgesprochene Kündigung als missbräuchlich erschei-

nen liesse, liegt daher nicht vor.  

5.4 Am 26. Oktober 2017 fand schliesslich ein Standortgespräch zwischen 

dem Beschwerdeführer, seinem Vorgesetzten sowie dessen Stellvertreter 

statt, anlässlich welchem die abgelieferte Arbeit des Beschwerdeführers 

besprochen wurde. Aus den vom Beschwerdeführer inhaltlich nicht bean-

standeten Gesprächsnotizen hierzu geht hervor, dass die Arbeit des Be-

schwerdeführers als nicht sehr effizient erledigt und zudem mit Fehlern be-

haftet bewertet wurde. So seien diverse Fehler beim Splitting gemacht und 

keine Fehlerliste erstellt worden. Auch wurde seitens des Vorgesetzten der 

Eindruck geäussert, dass sich der Beschwerdeführer inhaltlich nicht für den 

Prozess interessiere, da er bis dahin noch nie im (…) gewesen sei. Eben-

falls wurde ihm mangelndes Interesse am Team attestiert. Dieses reagiere 

nicht auf ihn und es scheine diesbezüglich keine Interaktion möglich zu 

sein. Die Probezeitziele seien daher nicht erreicht worden.  

5.5 Der Beschwerdeführer bestreitet zwar, die Arbeit mangelhaft ausge-

führt zu haben, insbesondere habe er alle Fehler wie vereinbart mit einem 

Post-it markiert, vermag jedoch nicht darzulegen, inwiefern die Gesamtbe-

wertung seiner Vorgesetzten unrichtig sein soll. Zu den vorgeworfenen 

Fehlern beim Splitting äussert er sich denn auch gar nicht. Sodann kann 

alleine aus gemeinsamen Mittagesessen und Kaffeepausen noch nicht auf 

eine Integration ins Team geschlossen werden. Für das Bundesverwal-

tungsgericht besteht daher keine Veranlassung, von der Einschätzung der 

A-6870/2017 

Seite 9 

Vorinstanz abzuweichen, zumal es sich bei der Beurteilung von Leistun-

gen, Problemen der betriebsinternen Zusammenarbeit sowie des Vertrau-

ensverhältnisses ohnehin eine gewisse Zurückhaltung auferlegt und selbst 

im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz abweicht (vgl. vorste-

hend E. 2). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der stellvertre-

tende Vorgesetzte dem Beschwerdeführer nach Ablieferung des Arbeitser-

gebnisses am 23. Oktober 2017 gleichentags auf dessen Nachfrage hin 

offenbar mitteilte, für ihn sei es gut so ("c'est bon comme ça"). Einerseits 

ist unklar, worauf sich diese Aussage konkret bezog und andererseits 

konnte in dieser kurzen Zeit das Ergebnis der zweiwöchigen Arbeit des Be-

schwerdeführers kaum detailliert geprüft werden. Die ausführliche und 

massgebliche Besprechung der abgelieferten Arbeit fand denn auch erst 

drei Tage später, und nachdem der Vorgesetzte des Beschwerdeführers 

die Arbeit im Einzelnen überprüfen konnte, statt. Auf diese Beurteilung ist 

abzustellen.  

5.6 Die Vorinstanz stützte die Kündigung somit auf ihre während der Pro-

bezeit gewonnen Eindrücke und die vom Beschwerdeführer abgelieferten 

Arbeitsergebnisse. Dabei gelangte sie zum Schluss, dass der Beschwer-

deführer dem Stellenprofil sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hin-

sicht nicht entspricht und zwischen Vertragsparteien eine vertrauensvolle 

und fruchtbare Zusammenarbeit nicht möglich erscheint. Damit erfolgte die 

Kündigung entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht willkürlich, 

sondern gestützt auf hinreichend sachliche Gründe. Der erwähnte Charak-

ter des Probearbeitsverhältnisses bringt es mit sich, auf den Gesamtein-

druck von Arbeitsweise, Fähigkeiten, Charakter und Persönlichkeit eines 

Arbeitnehmers abzustellen, um den Entscheid über eine Weiterführung der 

Zusammenarbeit in Form eines ordentlichen Arbeitsverhältnisses zu fällen 

(vgl. Urteil des BVGer A-5859/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.5.2). Vor diesem 

Hintergrund und mit Blick auf die Natur des Probearbeitsverhältnisses ist 

die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Vorinstanz nicht zu be-

anstanden.  

5.7 Unbenommen der Tatsache, dass im Probeverhältnis an die Gründe 

zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses keine allzu hohen Anforderungen 

zu stellen sind, bleibt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 

der Bundesverfassung (BV, SR 101) zu berücksichtigen. Wie sich den Ge-

sprächsnotizen zum Standortgespräch vom 26. Oktober 2017 entnehmen 

lässt, redeten der Beschwerdeführer und seine Vorgesetzten aneinander 

vorbei und sie wurden sich in Bezug auf die Beurteilung nicht einig. Der 

Beschwerdeführer sah nicht ein, dass er etwas falsch gemacht haben 

A-6870/2017 

Seite 10 

könnte. Aufgrund dieser unterschiedlichen Auffassungen betreffend die Ar-

beitsausführung und die Integration im Team erschien eine fruchtbare Zu-

sammenarbeit auch in Zukunft nicht möglich. Die Vorinstanz war daher 

nicht gehalten, das Arbeitsverhältnis weiterzuführen, auch wenn erst rund 

ein Drittel der Probezeit abgelaufen war. Die Kündigung ist daher auch un-

ter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit als rechtmässig zu beur-

teilen.  

5.8 Zusammengefasst ergibt sich, dass sich die Kündigung auf ausrei-

chende, sachliche Gründe im Sinne der Rechtsprechung stützt und im Er-

messen der Vorinstanz stand. Die verfügte Auflösung des Arbeitsverhält-

nisses erweist sich damit als rechtmässig. Die Beschwerde ist folglich ab-

zuweisen.  

6.  

Das Beschwerdeverfahren ist in personalrechtlichen Angelegenheiten un-

abhängig vom Verfahrensausgang grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 

BPG), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind. Eine Parteient-

schädigung ist weder dem unterliegenden Beschwerdeführer (vgl. Art. 64 

Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) noch der Vorinstanz als Bundesbehörde (vgl. Art. 7 

Abs. 3 VGKE) zuzusprechen. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Einschreiben) 

A-6870/2017 

Seite 11 

– das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde) 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

Christoph Bandli Marcel Zaugg 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffentlich-

rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht angefochten 

werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei 

welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich 

eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 

Bst. b und Abs. 2 BGG). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegen-

heit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichstellung der Ge-

schlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Er-

öffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: