# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1578686e-3ca2-5544-b8a6-318c8d56cb5d
**Source:** Zürich (entscheidsuche) (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 01.10.2025 LY240048
**Docket/Reference:** LY240048
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY240048_2025-10-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LY240048-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Ersatzrichterin Dr. M. Isler sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck

Beschluss und Urteil vom 1. Oktober 2025

in Sachen

A._____,
Kläger / Gesuchsteller und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. HSG X._____,

gegen

B._____,
Beklagte / Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____,

sowie

C._____,
Verfahrensbeteiligte

vertreten durch lic. iur. Z._____,

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 

- 2 -

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes (4. Abteilung) des Be-
zirksgerichtes Zürich vom 28. November 2024; Proz. FE230048

Rechtsbegehren:

des Klägers, Gesuchstellers und Berufungsklägers (act. 6/3 S. 2 f.):

 "1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 12. Februar 2021 
sei in Bezug auf die Ziffern 2 und 3 aufzuheben und gemäss 
den nachfolgenden Anträgen zu ändern.

2. - 8.2. […]
9. Kinderunterhalt
9.1. Jeder Elternteil übernimmt die Kosten von C._____ in der 

Zeit, in der sie/er C._____ betreut.
9.2. Darüber hinaus übernimmt der Kindsvater sämtliche Kosten 

der Krankenkasse und der KiTa-Betreuung von C._____.
10. Ehegattenunterhalt

Die Verpflichtung des Gesuchstellers zur Zahlung von Ehe-
gattenunterhalt sei aufzuheben.

11. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."

mit Stellungnahme vom 13. Mai 2024 modifizierte Anträge des Klägers, Gesuch-
stellers und Berufungsklägers (act. 6/132 S. 2 ff.):

 "1. - 8. […].
9. Kinderunterhalt
9.1. […].
9.2. Darüber hinaus übernimmt der Kindsvater die Kosten der 

Krankenkasse und der Betreuung von C._____ in der Spiel-
gruppe D._____.

9.3. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter an den Unterhalt 
von C._____ ab 01. Februar 2023 monatlich CHF 350.00 zu 
bezahlen.

10. Prozesskostenvorschuss
[…]

11. Gesuch um integrale unentgeltliche Prozessführung
[…]

- 3 -

12. Unter Kosten. und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu 
Lasten der Kindsmutter."

der Beklagten, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (act. 6/53 S. 2 ff.):

 "1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 12. Februar 2021 
sei hinsichtlich Dispositivziffern 2 und 3 aufzuheben und ge-
mäss den nachfolgenden Anträgen zu ändern.

2. - 8. […].
9. Kindsunterhalt

Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, für C._____ monatli-
che Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'395.– (davon Fr. 452.– als 
Betreuungsunterhalt) zu bezahlen, zahlbar an die Gesuchs-
gegnerin, jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Mo-
nats.
Die Familienzulagen werden durch den Vater bezogen. Er 
ist berechtigt, diese für den Unterhalt von C._____ in seinem 
Haushalt zu verwenden.

10. Ehegattenunterhalt
Es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig kei-
nen ehelichen Unterhalt schulden

11. lm Übrigen seien die Anträge des Gesuchstellers abzuwei-
sen

12. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu-
lasten des Gesuchstellers."

Urteil des Einzelgerichtes:
(act. 4/1 = act. 5 = act. 6/210; nachfolgend zitiert als act. 5)

1. Die gemäss Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 12. Februar 2021, Disposi-

tivziffer 3.3., bestehende Verpflichtung des Klägers zur Bezahlung von Kin-

derunterhaltsbeiträgen wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens rückwir-

kend ab 30. Januar 2023 bis zum 18. August 2024 aufgehoben.

2. Der Kläger wird in Abänderung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 

12. Februar 2021, Dispositivziffer 3.3., verpflichtet, der Beklagten für die 

Dauer des Scheidungsverfahrens an den Unterhalt und die Erziehung der 

- 4 -

Tochter C._____ folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familien-, Kin-

der- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen:

 Fr. 970.– (davon Fr. 350.– als Betreuungsunterhalt) rückwirkend ab 
19. August 2024 bis 31. März 2025

 Fr. 200.– ab 1. April 2025 bis auf Weiteres

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten 

gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Be-

klagten lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Kläger stellt bzw. 

keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.

3. Die gemäss Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 12. Februar 2021, Dispo-

sitivziffer 3.4., bestehende Verpflichtung des Klägers zur Bezahlung eines 

Ehegattenunterhalts wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens rückwir-

kend ab 30. Januar 2023 aufgehoben.

4. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 vorstehend basiert 

auf folgenden Grundlagen: 

 Erwerbseinkommen Kläger (inkl. 13. Monatslohn, zuzügl. Familien-, 
Kinder- und/oder Ausbildungszulagen):

 Phase I-II: Fr. 4'888.– netto (60 % Pensum);
 Phase III-VI: Fr. 4'840.– netto (60 % Pensum);
 Phase VII: Fr. 6'050.– netto (hypothetisches Einkommen, 75 % Pen-

sum);

 Erwerbseinkommen Beklagte (inkl. 13. Monatslohn, zuzügl. Familien-, 
Kinder- und/oder Ausbildungszulagen):

 Phase I-II: Fr. 2'865.– netto (50 % Pensum);
 Phase III-VI: Fr. 2'905.– netto (50 % Pensum);
 Phase VII: Fr. 4'358.– netto (hypothetisches Einkommen, 75 % Pen-

sum);

 Vermögen Kläger: Fr. 14'817.– (Stand Ende Januar 2023);
 Vermögen Beklagte: Fr. 123'927.– (Stand Ende Januar 2023);

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 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase I: Fr. 5'574.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase II: Fr. 5'666.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase III: Fr. 4'836.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase IV: Fr. 4'882.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase V: Fr. 4'078.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase VI: Fr. 3'688.–;
 Bedarf Kläger mit der Tochter Phase VII: Fr. 4'529.–;

 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase I: Fr. 3'927.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase II: Fr. 3'927.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase III: Fr. 3'958.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase IV: Fr. 4'082.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase V: Fr. 4'082.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase VI: Fr. 4'082.–;
 Bedarf Beklagte mit der Tochter Phase VII: Fr. 4'670.–.

5./6. [Mitteilungen/Rechtsmittelbelehrung]

- 6 -

Berufungsanträge:

des Klägers, Gesuchstellers und Berufungsklägers (act. 2 S. 2):

 "1. Die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 28. Novem-
ber 2024 sei in Bezug auf die Ziffer 2 und 4 aufzuheben und 
gemäss den nachfolgenden Anträgen zu ändern.

2. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger der Beru-
fungsbeklagten an den Unterhalt von C._____ keinen Unter-
halt schuldet.

3. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungs-
kläger den Betrag von CHF 8'514.00 zurückzubezahlen.

4. Eventualiter sei der Berufungskläger für berechtigt zu erklä-
ren, den Betrag gemäss Ziffer 3 mit Unterhalt gemäss Ziffer 
2 zu verrechnen.

5. Es sei der Berufung in Bezug auf die Ziffer 2 des Entschei-
des die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

6. Eventualiter sei der Berufung aufschiebende Wirkung in Be-
zug auf den Unterhalt bis Dezember 2024 zu erteilen.

7. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungs-
kläger für das vorliegende Verfahren einen Prozesskosten-
beitrag in Höhe von CHF 5'000.00 zuzüglich Gerichtskosten 
zu bezahlen.

8. Eventualiter sei dem Berufungskläger für das Berufungsver-
fahren die integrale unentgeltliche Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung zu gewähren.

9. Subeventualiter sei dem Berufungskläger für das Berufungs-
verfahren die unentgeltliche Prozessführung in dem Sinne 
zu genehmigen, dass er von der Leistung von Gerichtskos-
ten, -vorschüssen und Sicherheitsleistungen zu befreien ist.

10. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu 
Lasten der Berufungsbeklagten."

der Beklagten, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (act. 15 S. 2):

 "1. Die Berufung sei, soweit darauf eingetreten wird, abzuwei-
sen und die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 
28. November 2024 (FE230048) sei zu bestätigen;

2. Das Gesuch des Berufungsklägers um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung in Bezug auf die Ziff. 2 des Entschei-
des sei abzuweisen;

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3. Das Gesuch des Berufungsklägers um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung in Bezug auf den Unterhalt bis De-
zember 2024 sei abzuweisen;

4. Das Gesuch des Berufungsklägers um Verpflichtung der Be-
rufungsbeklagten zur Leistung eines Prozesskostenbeitra-
ges von CHF 5'000.- zzgl. Gerichtskosten sei abzuweisen;

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu 
Lasten des Berufungsklägers."

Erwägungen:

I.

Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien sind seit dem tt. Dezember 2019 verheiratet und haben eine 

gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2020. Seit dem 15. Januar 2021 leben 

die Parteien getrennt, nachdem es am 7. Januar 2021 zu einem Streit gekommen 

war infolge dessen der Kläger, Gesuchsteller und Berufungskläger (nachfolgend: 

Berufungskläger) die eheliche Wohnung zusammen mit C._____ gegen den Wil-

len der Beklagten, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (nachfolgend: Beru-

fungsbeklagte) verlassen hatte. Die Berufungsbeklagte stellte daraufhin am 8. Ja-

nuar 2021 ein Eheschutzgesuch beim Bezirksgericht Zürich (act. 6/5/1). Die Fol-

gen des Getrenntlebens wurden mit Urteil vom 12. Februar 2021 geregelt. Es 

wurde die Obhut über C._____ der Berufungsbeklagten zugeteilt und die Verein-

barung der Parteien vom 26. Januar 2021 vorgemerkt resp. genehmigt. Darin hiel-

ten die Parteien fest, dass der Berufungskläger C._____ jeweils freitags, sams-

tags an jedem zweiten Wochenende sowie zweimal wöchentlich an den Krippen-

tagen (Montag und Mittwoch) betreuen solle. Weiter verpflichtete sich der Beru-

fungskläger, Kinderunterhaltsbeiträge für C._____ von monatlich Fr. 2'235.– zu-

züglich Kinderzulagen sowie Ehegattenunterhaltsbeiträge von Fr. 680.– pro Mo-

nat an die Berufungsbeklagte zu bezahlen (act. 6/5/26). 

2. Der Berufungskläger reichte am 30. Januar 2023 beim Einzelgericht (4. Ab-

teilung) des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) eine Scheidungs-

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klage ein (act. 6/1). Zudem ersuchte er gleichentags im Rahmen vorsorglicher 

Massnahmen um eine Abänderung des Eheschutzentscheides (act. 6/3), wobei er 

die eingangs wiedergegebenen Anträge im Verlaufe des Massnahmeverfahrens 

mit Stellungnahme vom 13. Mai 2024 anpasste (act. 6/132). Die Berufungsbeklag-

te stellte ihre Begehren betreffend vorsorgliche Massnahmen anlässlich der ers-

ten darüber durchgeführten Verhandlung vom 31. Mai 2023 (act. 6/53). Hinsicht-

lich des weiteren Verlaufs des vorinstanzlichen Massnahmeverfahrens sei auf die 

entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (vgl. act. 5 

E. I). Hervorzuheben ist jedoch, dass sich die Parteien anlässlich der Verhand-

lung vom 16. August 2024 für die Dauer des Verfahrens auf eine alternierende 

Obhut einigen konnten. Es wurde festgehalten, dass der Berufungskläger 

C._____ in den ungeraden Wochen von Mittwochmittag bis zum darauffolgenden 

Montagmorgen sowie in den geraden Wochen von Mittwochmittag bis Freitag-

abend betreuen solle, in der übrigen Zeit würde C._____ durch die Berufungsbe-

klagte betreut werden. Zudem wurden Feiertags- und Ferienregelungen sowie 

weitere Modalitäten der Betreuung festgehalten (act. 6/171). Die entsprechende 

Teilvereinbarung wurde mit Verfügung vom 21. August 2024 genehmigt und es 

wurde die Obhut über C._____ beiden Parteien mit wechselnder Betreuung über-

tragen, wobei der zivilrechtliche Wohnsitz von C._____ bei der Berufungsbeklag-

ten blieb (act. 6/175). 

3. Mit Verfügung vom 28. November 2024 hob die Vorinstanz schliesslich in 

Abänderung des Eheschutzentscheides vom 12. Februar 2021 die Verpflichtung 

des Berufungsklägers zur Bezahlung von Kinderunterhaltsbeiträgen rückwirkend 

ab 30. Januar 2023 bis zum 18. August 2024 auf (act. 5; Dispositivziffer 1). Eben-

falls hob sie die Verpflichtung des Berufungsklägers zur Bezahlung von Ehegat-

tenunterhalt rückwirkend ab 30. Januar 2023 für die Dauer des Scheidungsverfah-

rens auf (act. 5; Dispositivziffer 3). Sodann verpflichtete die Vorinstanz den Beru-

fungskläger in Abänderung des erwähnten Eheschutzentscheides, der Berufungs-

beklagten für C._____ ab dem 19. August 2024 bis zum 31. März 2025 Unter-

haltsbeiträge von Fr. 970.– (davon Fr. 350.– als Betreuungsunterhalt) sowie ab 

1. April 2025 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens Unterhaltsbeiträge 

von Fr. 200.– zu bezahlen, je zuzüglich Kinderzulagen (act. 5; Dispositivziffer 2). 

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4. Gegen die in diesem Entscheid berechneten Kinderunterhaltsbeiträge ab 

dem 19. August 2024 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens erhob der 

Berufungskläger mit Eingabe vom 23. Dezember 2024 (Datum Poststempel) Be-

rufung, wobei er die eingangs wiedergegebenen Anträge stellte (act. 2 S. 2). Mit 

Verfügung vom 9. Januar 2025 wurde der Berufungsbeklagten und der Kindesver-

treterin je Frist angesetzt, um zum Antrag des Berufungsklägers auf Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen. Weiter wurden der Berufungsbe-

klagten Fristen angesetzt, um zum Antrag des Berufungsklägers betreffend Pro-

zesskostenbeitrag Stellung zu nehmen sowie um die Berufung zu beantworten. 

Der Kindesvertreterin wurde sodann Frist angesetzt, um zur Berufung Stellung zu 

nehmen; ferner wurde die Prozessleitung delegiert (act. 7). Die Kindesvertreterin 

verzichtete mit Eingabe vom 17. Januar 2025 auf eine Stellungnahme (act. 14). 

Die Berufungsantwort sowie die Stellungnahmen zur aufschiebenden Wirkung 

und zum Prozesskostenbeitrag der Berufungsbeklagten erfolgten fristgerecht (vgl. 

act. 8/2) mit Eingabe vom 23. Januar 2025; die Berufungsbeklagte stellte dabei 

die oben aufgeführten Anträge (act. 15).

5. Daraufhin wurden mit Beschluss vom 12. Februar 2025 die Anträge des 

Berufungsklägers betreffend aufschiebende Wirkung abgewiesen und dem Beru-

fungskläger wurde Frist angesetzt, um sich zu den Eingaben der Berufungsbe-

klagten sowie der Kindesvertreterin zu äussern (act. 18). Innert Frist (vgl. act. 19/1 

und act. 20) nahm der Berufungskläger mit Eingabe vom 17. März 2025 Stellung 

(act. 22). Nachdem mit Verfügung vom 28. März 2025 eine entsprechende Auffor-

derung ergangen war (act. 24), reichte der Berufungskläger mit Eingabe vom 

17. April 2025 die verlangten beglaubigten Übersetzungen zweier Grundbuchaus-

züge ein (act. 26). Mit Verfügung vom 23. April 2025 wurde daraufhin wiederum 

der Berufungsbeklagten Frist zur Stellungnahme angesetzt (act. 28). Die Stellung-

nahme der Berufungsbeklagten vom 8. Mai 2025 (act. 30) ging fristgerecht ein 

(vgl. act. 29/2). Das rechtliche Gehör des Berufungsklägers sowie von C._____ 

wurde gewahrt (vgl. act. 31/1-2). Der Berufungskläger nahm mit Eingabe vom 

7. Juli 2025 innert zehn Tagen ab Erhalt der gegnerischen Eingabe (vgl. act. 33/1) 

und damit innert Frist (vgl. Art. 53 Abs. 3 ZPO analog; ferner E. II.2) Stellung 

(act. 34). Sodann reichte er mit Eingabe vom 25. Juli 2025 eine Noveneingabe ein 

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(act. 36). Beide Eingaben wurden der Berufungsbeklagten sowie der Kindesver-

treterin mit Verfügung vom 10. September 2025 zur freigestellten Stellungnahme 

zugestellt mit dem Hinweis, dass das Verfahren ins Stadium der Urteilsberatung 

übergehe (act. 38). Die Kindesvertreterin verzichtete mit Eingabe vom 19. Sep-

tember 2025 auf eine Stellungnahme (act. 40). Die Berufungsbeklagte nahm mit 

Eingabe vom 29. September 2025 dazu Stellung (act. 41).

6. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-217; mittlerweile 

ergänzt um act. 6/217A-224). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die 

Vorbringen der Parteien ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Die vom Berufungskläger 

ebenfalls am 23. Dezember 2023 erhobene Beschwerde gegen den von der Vor-

instanz mit Verfügung vom 28. November 2024 getroffenen Entscheid, sein Ge-

such um Verpflichtung der Berufungsbeklagten zur Zahlung eines Prozesskosten-

vorschusses resp. eventualiter Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung 

bezüglich der Gerichtskosten abzuweisen, wird im Verfahren Geschäfts-Nr.: 

PC240037 behandelt. 

II.

Prozessuale Vorbemerkungen

1. Die Berufung wurde innert der zehntägigen Rechtsmittelfrist (vgl. Art. 314 

Abs. 1 ZPO und act. 6/213/3) bei der Kammer als zuständiger Berufungsinstanz 

eingereicht und richtet sich gegen einen berufungsfähigen Entscheid (Art. 308 

Abs. 1 lit. b und Abs. 2 ZPO). Sie enthält einen Antrag und eine Begründung im 

Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZPO. Der Berufungskläger ist durch den angefochtenen 

Entscheid beschwert und zur Berufung legitimiert. Es ist daher auf die Berufung 

einzutreten.

2. Am 1. Januar 2025 und damit während der Dauer des Rechtsmittelverfah-

rens trat eine Revision der ZPO in Kraft. Für Verfahren, die bei Inkrafttreten die-

ses Gesetzes rechtshängig sind, gilt das bisherige Verfahrensrecht bis zum Ab-

schluss vor der betroffenen Instanz (Art. 404 Abs. 1ZPO). Für die Rechtsmittel gilt 

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gemäss Art. 405 Abs. 1 ZPO das Recht, das bei der Eröffnung des Entscheides in 

Kraft ist. Vorliegend ist folglich noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar. 

Einzelne der neuen Bestimmungen – aufgelistet in Art. 407f ZPO – gelten jedoch 

mit ihrem Inkrafttreten auch in Verfahren, auf welche grundsätzlich noch das bis-

herige Verfahrensrecht zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 407f ZPO). Sofern erfor-

derlich, wird darauf im Einzelnen nachfolgend eingegangen.

3. Mit der Berufung können gemäss Art. 310 ZPO die unrichtige Rechtsan-

wendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht wer-

den. Ebenfalls gerügt werden kann die (blosse) Unangemessenheit eines Ent-

scheides, da es sich bei der Berufung um ein vollkommenes Rechtsmittel handelt. 

Bei der Angemessenheitskontrolle hat sich die Rechtsmittelinstanz allerdings eine 

gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen (ZK ZPO-Reetz, 4. Aufl. 2025, Art. 310 

N 35). Neue Tatsachen und neue Beweismittel werden nur noch berücksichtigt, 

wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht wer-

den konnten und vor der Berufungsinstanz unverzüglich vorgebracht werden 

(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies gilt grundsätzlich auch im Bereich der eingeschränk-

ten Untersuchungsmaxime (ZK ZPO-Reetz/Hilber, 4. Aufl. 2025, Art. 317 N 14 

m.w.H.) wie sie im Scheidungsverfahren (mit Ausnahme der güterrechtlichen Aus-

einandersetzung) grundsätzlich zur Anwendung kommt (Art. 277 Abs. 1 und 3 

ZPO). Anders sieht es demgegenüber bei Geltung der uneingeschränkten Unter-

suchungsmaxime aus, welche insbesondere gestützt auf Art. 296 Abs. 1 ZPO bei 

Kinderbelangen (unabhängig von der Verfahrensart) gilt. Hier kommt die Noven-

schranke von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht zur Anwendung und das Gericht hat neue 

Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung zu berücksichtigen (BGE 144 

III 349 E. 4.2.1; vgl. auch OGer ZH LY170051 vom 17. Mai 2018 E. II.2.3 sowie 

OGer ZH LY160019 vom 21. Juli 2016 E. 2.2.1.2). Dies ist nun mit Art. 317 

Abs. 1bis ZPO explizit auch so vorgeschrieben; die fragliche Bestimmung ist auch 

auf noch nach altem Verfahrensrecht zu beurteilende Verfahren anzuwenden 

(Art. 407f ZPO).

4. Über die Abänderung von Eheschutzmassnahmen im Sinne vorsorglicher 

Massnahmen während des Scheidungsverfahrens ist – unter Vorbehalt der 

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Art. 272 und Art. 273 ZPO – im summarischen Verfahren im Sinne der Art. 248 ff. 

ZPO zu entscheiden (vgl. Art. 271 lit. a i.V.m. Art. 276 ZPO). Die entscheidrele-

vanten tatsächlichen Verhältnisse sind daher, bei freier Beweiswürdigung, ledig-

lich glaubhaft zu machen (FamKomm Scheidung/Leuenberger, 4. Aufl. 2022, Anh. 

ZPO Art. 276 N 21). Das Gericht muss somit nicht vollständig von der Richtigkeit 

einer Behauptung überzeugt sein, es reicht aus, dass für deren Bestehen eine 

grössere Wahrscheinlichkeit spricht als für das Gegenteil (FamKomm Scheidung/

Maier/Vetterli, 4. Aufl. 2022, Anh. ZPO Art. 271 N 5a; ZK ZPO-Lötscher/Schenk, 

4. Aufl. 2025, Art. 271 N 12). Im Übrigen gilt, wie bereits erwähnt, der Untersu-

chungsgrundsatz, wonach das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen fest-

stellt (Art. 277 Abs. 3 ZPO). Im Bereich der Kinderbelange hat das Gericht den 

Sachverhalt sogar weitergehend von Amtes wegen zu erforschen (Art. 296 Abs. 1 

ZPO) und muss daher von einer geltend gemachten Tatsache überzeugt sein 

(Dolge/Bengtsson, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, Art. 276 N 16). Zudem ent-

scheidet das Gericht bei Kinderbelangen ohne Bindung an die Parteianträge (sog. 

Offizialmaxime; Art. 296 Abs. 3 ZPO). Der Offizial- und der Untersuchungsgrund-

satz ändern jedoch nichts daran, dass das Sammeln des Prozessstoffes auch mit 

Bezug auf die Kinderbelange in erster Linie Sache der Parteien ist. Sie sind nach 

dem Grundsatz von Treu und Glauben zur Mitwirkung verpflichtet, da sie den Pro-

zessstoff am besten kennen (ZK ZPO-Schweighauser, 4. Aufl. 2025, Art. 296 

N 10 m.w.H.). 

- 13 -

III.

Zur Berufung im Einzelnen

1. Erwägungen der Vorinstanz und Parteistandpunkte

1.1. Die Vorinstanz hielt zunächst fest, gestützt auf die Aussagen der Parteien 

habe sich die Betreuungssituation von C._____ verändert. Die Betreuungsanteile 

des Berufungsklägers würden nun unbestritten mindestens 50 % betragen – ge-

mäss den Aussagen des Berufungsklägers sogar noch mehr. Nach den Darlegun-

gen der Parteien sei diese Änderung wesentlich und dauerhaft. Bezüglich der Be-

treuungsregelung sei somit ein Abänderungsgrund zu bejahen, habe die Ände-

rung des Betreuungsverhältnisses doch zwingend einen Einfluss auf den Unter-

haltsbeitrag. Ob auch die Einkommensveränderung auf Seiten des Berufungsklä-

gers – Stellenverlust und neue Stelle mit reduziertem Pensum – einen Abände-

rungsgrund darstelle, könne somit offen bleiben. Es rechtfertige sich, den Zeit-

punkt für eine allfällige Änderung des Unterhaltsbeitrages auf die Einreichung des 

Antrages um vorsorgliche Massnahmen, somit den 30. Januar 2023, anzusetzen 

(act. 5 E. II.C.3.2). Sodann erwog die Vorinstanz, von welchen Einkünften und Be-

darfen der Parteien und von C._____ auszugehen sei. Gestützt darauf nahm sie 

die Unterhaltsberechnung vor, wobei sie sieben Phasen bildete: die ersten fünf 

Phasen betreffen den Zeitraum vom 30. Januar 2023 bis zum 18. August 2024, 

die Phase VI dauert vom 19. August 2024 (Einschulung von C._____) bis zum 

31. März 2025 und die Phase VII ab dem 1. April 2025 (geforderte Erhöhung des 

Arbeitspensums beider Parteien auf 75 %) für die weitere Dauer des Scheidungs-

verfahrens (act. 5 E. II.C.4-7).

1.2. Mit den vorinstanzlichen Ausführungen zur Unterhaltsberechnung ist der 

Berufungskläger teilweise nicht einverstanden. So stört er sich an dem ihm ab 

April 2025 angerechneten hypothetischen Einkommen sowie am von der Vorin-

stanz in allen Phasen zusätzlich zu seinem Arbeitserwerb angenommenen Ein-

kommen. Seit März 2025 sei er zudem arbeitslos; erst per August 2025 habe er 

eine Stelle als Lehrperson zu einem Pensum von 46 % gefunden. Weiter ist er der 

Ansicht, der Berufungsbeklagten sei in der Vergangenheit ein Pensum von 60 % 

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und nicht nur von 50 % anzurechnen. Sodann kritisiert er einzelne der von der 

Vorinstanz festgesetzten Bedarfspositionen – namentlich die Wohnkosten, die 

Krankenkassenkosten, die Mobilitätskosten, die Fremdbetreuungskosten und die 

Steuern. Gestützt auf diese im Vergleich zum angefochtenen Entscheid teilweise 

anderen Einkommens- und Bedarfszahlen errechnet der Berufungskläger ein 

Manko seinerseits für alle Phasen, worauf er die von ihm beantragte Aufhebung 

der Unterhaltsbeiträge ab 19. August 2024 stützt. Zufolge des Mankos, so der Be-

rufungskläger, könne er auch nicht zur Bezahlung der Krankenkassenprämien der 

Berufungsbeklagten verpflichtet werden (act. 2; act. 22; act. 34).

1.3. Die Berufungsbeklagte ist demgegenüber der Ansicht, die Vorinstanz habe 

sowohl die Einkünfte als auch die Bedarfe der Parteien und C._____ korrekt fest-

gelegt. Auch mit der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung ist die Berufungsbe-

klagte einverstanden. Im vorliegenden Verfahren betreffend vorsorgliche Mass-

nahmen könne der Berufungskläger zudem allfällige zu viel bezahlte Krankenkas-

senprämien – dass dies zutreffe, werde ohnehin bestritten – nicht zurückfordern, 

dies hätte im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu erfolgen 

(act. 15; act. 30). 

1.4. Das – von der Vorinstanz richtig beurteilte – Vorliegen eines Abänderungs-

grundes wird von den Parteien somit nicht beanstandet. Auch das Einkommen 

des Berufungsklägers aus Arbeitserwerb bis Ende Februar 2025 sowie diverse 

Bedarfszahlen sind mangels entsprechender Rügen der Parteien zu übernehmen. 

Einzugehen ist nachfolgend jedoch auf die beanstandeten Einkünfte beider Par-

teien sowie die kritisierten einzelnen Bedarfspositionen. Ebenso wird die Unter-

haltsberechnung zu überprüfen und auf die Frage einzugehen sein, ob die Beru-

fungsbeklagte dem Berufungskläger zu viel bezahlte Beträge zurückerstatten 

muss.

- 15 -

2. Einkommen des Berufungsklägers

2.1. Aus Arbeitserwerb

2.1.1. Zum Einkommen des Berufungsklägers aus Arbeitserwerb hielt die Vorin-

stanz fest, er arbeite seit Februar 2023 in einem 60 %-Pensum und habe im Jahr 

2024 monatlich Fr. 4'840.– netto inklusive 13. Monatslohn verdient. Da die Par-

teien C._____ je hälftig betreuen würden, sollten beide auch in einem ähnlichen 

Pensum arbeiten können, weshalb der Berufungsbeklagten, die selber mit einem 

Pensum von 50 % arbeite, vom Berufungskläger aber ein solches von 80 % for-

dere, nicht gefolgt werden könne (act. 5 E. II.C.5.1). Gestützt auf das Schulstufen-

modell und weil sie zur Ausschöpfung aller finanziellen, intellektuellen und/oder 

körperlichen Ressourcen verpflichtet seien, werde es den Parteien nach der Ein-

schulung von C._____ im Sommer 2024 zumutbar, einer Arbeitstätigkeit von je 

mindestens 75 % nachzugehen. Dass dem Berufungskläger eine Erhöhung des 

Pensums aufgrund seiner Familiensituation – Geburt einer zweiten Tochter am 

tt.mm.2024 (vgl. act. 5 E. II.C.4.5) – nicht möglich sein solle, erachtete die Vorin-

stanz als nicht überzeugend. Nachdem C._____s Betreuung geregelt worden sei 

und unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Arbeitstage der Partnerin des 

Berufungsklägers sowie der von ihm vorgebrachten Möglichkeit, zumindest für 

den Mittwoch eine Nanny einzustellen, stehe einer Erhöhung des Pensums nichts 

mehr entgegen. Es sei den Parteien eine Übergangsfrist von circa drei Monaten 

zu gewähren, nachdem sie bereits seit Monaten von der Notwendigkeit der Pen-

sumserhöhung Kenntnis hätten. Entsprechend sei dem Berufungskläger ab April 

2025 und damit für die Phase VII ein hypothetisches Einkommen von Fr. 6'050.– 

anzurechnen (act. 5 E. II.C.5.2.5-5.2.6). 

2.1.2. Der Berufungskläger ist wie erwähnt der Ansicht, dass sein effektives Ein-

kommen von der Vorinstanz korrekt ermittelt wurde, dass ihm aber keine Pen-

sumserhöhung auf 75 % zumutbar sei und damit keine Anrechnung eines hypo-

thetischen Einkommens erfolgen dürfe. Dies, weil er seine im mm.2024 geborene 

Tochter E._____ zu 50 % betreue. Damit sei ihm eigentlich kein höheres Pensum 

als 50 % zumutbar resp. maximal das bisher ausgeübte Pensum zu belassen. Die 

von ihm angefragte Nanny habe abgesagt und es stehe derzeit keine neue Be-

- 16 -

treuungsperson in Aussicht. Schliesslich sei auch zu berücksichtigen, dass 

C._____ Wohnsitz bei der Berufungsbeklagten habe und im Kindergarten in 

F._____ eingeschult worden sei. Für die in seiner Betreuungszeit nötige Beglei-

tung von C._____ auf dem Schulweg müsse er circa vier bis viereinhalb Stunden 

pro Woche aufwenden, was etwa einem Pensum von 10 % entspreche. Zu be-

rücksichtigen sei weiterhin, dass er seine Stelle in G._____ per Ende Februar 

2025 verloren habe und ab August 2025 zu 46 % als Primarlehrperson arbeite 

(act. 2 Rz 12; act. 22 Rz 10.1 und 11.3; act. 34 Rz 13). 

2.1.3. Die Berufungsbeklagte hält dem entgegen, die Vorinstanz habe die Geburt 

von E._____ bereits in ihre Würdigung miteinbezogen und sei korrekt zum 

Schluss gekommen, dass eine Aufstockung des Arbeitspensums realisierbar sei. 

Auch werde bestritten, dass der Berufungskläger E._____ zu 50 % betreue 

(act. 15 Rz 27). Die Ausführungen des Berufungsklägers zum Transport von 

C._____ würden bestritten, die angeblichen Transportzeiten könnten nicht als 

Grund gegen eine Pensumserhöhung angeführt werden (act. 15 Rz 29).

2.1.4. Wie die Vorinstanz bereits korrekt festhielt (vgl. act. 5 E. II.C.4.5), ist grund-

sätzlich vom tatsächlichen Einkommen auszugehen. Kann eine Partei bei zumut-

barer Anstrengung aber mehr verdienen, als sie effektiv verdient, ist zu prüfen, ob 

ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden kann. Dies darf nur erfolgen, 

wenn es sowohl möglich als auch zumutbar ist (BGE 128 III 4 E. 4a; Maier/Vetter-

li, FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Art. 176 N 34-34a m.w.H.). Im Verhältnis 

zum minderjährigen Kind sind besonders hohe Anforderungen an die Ausnützung 

der Erwerbskraft zu stellen (BGE 137 III 118 E. 3.1). Nebst der beruflichen Qualifi-

kation, des Alters und des Gesundheitszustands der Betroffenen sowie der Lage 

auf dem Arbeitsmarkt, welche bei der Prüfung der Möglichkeit und Zumutbarkeit 

miteinzubeziehen sind (Maier/Vetterli, FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, 

Art. 176 N 34a), ist insbesondere auch der Umfang der zu leistenden Kinderbe-

treuung zu berücksichtigen. Gemäss dem Schulstufenmodell ist dem hauptbetreu-

enden Elternteil ab der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kindes eine Er-

werbstätigkeit von 50% zumutbar (BGE 144 III 481 m.w.H.). Von diesen Richtli-

nien kann aber im Einzelfall abgewichen werden (BGer 5A_963/2018 vom 23. Mai 

- 17 -

2019 E. 3.3.2). Insbesondere ist das Schulstufenmodell in Patchworkfamilien rela-

tiviert. Eine Partei kann sich ihrer Verpflichtung, eine Erwerbstätigkeit aufzuneh-

men oder auszudehnen, nicht mit dem Argument entziehen, dass sie auch gegen-

über ihren Kindern aus einer nachfolgenden Beziehung zur persönlichen Betreu-

ung berechtigt und verpflichtet ist (BGer 5A_926/2019 vom 30. Juni 2020 E. 6.4; 

BGer 5A_723/2023 vom 26. April 2024 E. 6.4.2.2). Insbesondere gilt das Schul-

stufenmodell nicht nach Ablauf des ersten Lebensjahres des jüngsten Kindes, 

wenn der betreffende Elternteil gegenüber Kindern aus erster Ehe zu Unterhalt 

verpflichtet worden ist (BGer 5A_926/2019 vom 30. Juni 2020 E. 6.4 m.w.H.). Im 

ersten Lebensjahr des jüngsten Kindes ist allerdings eine persönliche Betreuung 

durch die Eltern angezeigt, sodass während dieser Zeit – sofern die persönliche 

Betreuung tatsächlich erfolgt – eine Erwerbsarbeit als nicht zumutbar erscheint 

(vgl. BGer 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 E. 3.5; Maier/Vetterli, FamKomm 

Scheidung, 4. Aufl. 2022, Art. 176 N 37c). Bei der Konkurrenz von finanziellen 

und betreuerischen Unterhaltsansprüchen von Kindern aus verschiedenen Ehen 

oder Beziehungen ist letztlich ein gerechter Ausgleich zu finden und kein Kind zu 

vernachlässigen (BGE 144 III 481 E. 4.7.5).

Weil es an der realen Möglichkeit fehlt, dürfen hypothetische Einkünfte 

grundsätzlich nicht rückwirkend, sondern erst für die Zukunft angerechnet werden. 

Von diesem Grundsatz ist abzuweichen, wenn es für die verpflichtete Partei deut-

lich voraussehbar war, dass sie ihre Lebensumstände anpassen muss, oder wenn 

sie sich unredlich verhalten hat (BGer 5P.79/2004 vom 10. Juni 2004 E. 4.3). Ver-

mindert etwa die Unterhaltspflichtige ihr Einkommen in Schädigungsabsicht, so 

kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, selbst wenn die Ein-

kommensverminderung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann (BGE 143 

III 233 E. 3.4; Affolter, Das hypothetische Einkommen im Familienrecht – ein 

Überblick, in: AJP 2020 S. 833 ff., S. 842). Reduziert die unterhaltspflichtige Per-

son freiwillig ihr Einkommen, obwohl sie wusste oder hätte wissen müssen, dass 

sie Unterhaltspflichten zu erfüllen hat, ist es damit nicht willkürlich, ihr rückwirkend 

auf den Zeitpunkt der Reduktion das zuvor erzielte Einkommen anzurechnen 

(BGer 5A_571/2018 vom 14. September 2018 E. 5.1.2; BGer 5A_372/2016 vom 

18. November 2016 E. 3.1). Auch wer sich im Falle eines – auch unfreiwilligen – 

- 18 -

Stellenwechsels bewusst mit einer Erwerbstätigkeit zufrieden gibt, die ein geringe-

res Einkommen einbringt, muss sich das Einkommen anrechnen lassen, das nach 

den Umständen des Einzelfalls unter Ausnutzung der zumutbaren Erwerbsfähig-

keit erzielt werden könnte (BGer 5A_571/2018 vom 14. September 2018 E. 5.1.2; 

BGer 5A_224/2016 vom 13. Juni 2016 E. 3.3; BGer 5A_692/2012 vom 21. Januar 

2013 E. 4.3). Liegen keine derartigen Umstände vor, ist einem Ehegatten, der 

eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder auszuweiten hat, von dem also mit ande-

ren Worten eine Umstellung der Lebensverhältnisse verlangt wird, hinreichend 

Zeit zu lassen, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen. Dafür ist eine den 

Umständen angemessene Übergangsfrist zu gewähren (BGer 5A_692/2012 vom 

21. Januar 2013 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 129 III 417 E. 2.2 und BGE 114 II 13 

E. 5). In der Regel beträgt die Übergangsfrist drei bis sechs Monate und beginnt 

frühestens mit der erstmaligen richterlichen Eröffnung der Umstellungsfrist zu lau-

fen (OGer ZH LE150008 vom 26.10.2015 E. III.4.2; OGer ZH LE180018 vom 

16. Oktober 2018 E. III.2.2). Von der Übergangsfrist kann aber abgewichen wer-

den, wenn die geforderte Umstellung für die betroffene Partei voraussehbar war, 

was grundsätzlich erst mit der Zustellung des erstinstanzlichen Urteils der Fall 

sein kann, nicht hingegen bei blossen Ankündigungen anlässlich von Verhandlun-

gen (OGer ZH LY170039 vom 16. Mai 2018 E. III.B.3.1.7 m.w.H.).

2.1.5. Dass primär vom effektiven Einkommen des Berufungsklägers auszugehen 

ist, wird von den Parteien nicht bestritten, ebenso wenig wie dessen Höhe beim 

Pensum von 60 %, wie dies die Vorinstanz festgehalten hat. Ergänzend ist anzu-

merken, dass der Berufungskläger seine Stelle per Ende Februar 2025 verloren 

hat und bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet ist (act. 22 Rz 11.3; 

act. 23/42). Es ist im Hinblick auf den Stellenverlust keine Schädigungsabsicht 

oder unredliches Verhalten ersichtlich; dem Berufungskläger wurde aufgrund ei-

ner Restrukturierung gekündigt (vgl. act. 23/42). Es kann daher ab März 2025 

nicht mehr mit dem von der Vorinstanz festgestellten Einkommen, sondern nur 

noch mit der rund 80 % davon betragenden Arbeitslosenentschädigung gerechnet 

werden. Das Einkommen beläuft sich somit ab März 2025 auf Fr. 3'872.– 

(Fr. 4'840.– x 0.8). Ab August 2025 arbeitet der Berufungskläger anscheinend mit 

einem Pensum von 46 % als Primarlehrperson. Er gibt an, daneben weiterhin Ar-

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=5A_692%2F2012&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-II-13%3Ade&number_of_ranks=0#page13

- 19 -

beitslosentaggelder zu beziehen, bis er sein Pensum auf 60 % aufstocken könne 

(act. 34 Rz 13). Gemäss der eingereichten Anstellungsverfügung vom 26. Juni 

2025 beläuft sich der Lohn des Berufungsklägers aufgrund des fehlenden Lehrer-

diploms auf 80 % des Jahresgrundlohns von brutto Fr. 95'996.– resp. 

Fr. 44'158.15 bei einem Pensum von 46 % (act. 35/52). Ausgehend von Sozial-

versicherungsabzügen von rund 12 % dürfte sich der monatliche Nettolohn damit 

auf Fr. 2'591.– belaufen (Fr. 44'158.15 x 0.8 x (1-0.12) / 12). Hinzu kommt das um 

das neue Einkommen reduzierte Arbeitslosentaggeld. Davon ausgehend, dass 

die Entschädigung von Fr. 3'872.– einem 60 % Pensum entspricht, müsste sich 

die verbleibende Arbeitslosenentschädigung nun, nachdem der Berufungskläger 

zu 46 % wieder arbeitstätig ist, auf Fr. 903.– belaufen (Fr. 3'872.– / 60 x [60-46]). 

Gesamthaft dürfte der Berufungskläger damit ab August 2025 über ein Einkom-

men von Fr. 3'494.– verfügen (Fr. 2'591.– + Fr. 903.–) und damit knapp Fr. 400.– 

weniger als die davor ausbezahlte Arbeitslosentschädigung. Weshalb der Beru-

fungskläger die Lehrerposition mit einem tieferen Pensum als angezeigt und ei-

nem signifikant tieferen Einkommen angenommen hat, erklärt er nicht. Auch lie-

gen keine Ausführungen und Belege über seine Suchbemühungen in den Akten. 

Da es vorliegend um Kinderunterhaltsbeiträge geht, hinsichtlich derer besonders 

hohe Anforderungen an die Ausschöpfung der Erwerbskraft zu stellen sind, ge-

nügt dies nicht, wie dem anwaltlich vertretenen Berufungskläger durchaus be-

wusst sein musste. Der Berufungskläger hat sich daher auch ab August 2025 

einstweilen weiterhin ein Einkommen mindestens in der Höhe der bisher erhalte-

nen Arbeitslosentaggelder anrechnen zu lassen. Im Übrigen ist er – wie er selbst 

auch ausführt (vgl. act. 34 Rz 13) – weiterhin gehalten, sich um ein mit einem hö-

heren Pensum einhergehendes höheres Einkommen zu bemühen. Es stellt sich 

damit nach wie vor noch die Frage, welches Pensum er dabei anstreben muss.

2.1.6. Dass dem Berufungskläger in Bezug auf die von ihm rund zur Hälfte be-

treute C._____, die im Sommer 2024 in den Kindergarten eingetreten ist, ein Pen-

sum von 75 % zumutbar wäre, wird von keiner der Parteien in Frage gestellt. Es 

steht dies denn auch unter Berücksichtigung der Betreuungsanteile der Parteien 

und der Verhältnisse im konkreten Fall in Übereinstimmung mit dem Schulstufen-

modell und ist nicht zu beanstanden. Dafür, dass es dem Berufungskläger nicht 

- 20 -

möglich wäre, eine Stelle von 75 % anzutreten, liegen ebenfalls keine Anhalts-

punkte vor. Es stellt sich damit einzig die Frage, ob die Betreuung der Tochter des 

Berufungsklägers aus seiner neuen Beziehung einen Einfluss auf das ihm zumut-

bare Pensum hat.

2.1.7. Mit der Geburt von E._____ anfangs mm.2024 entstand eine Patchworkfa-

miliensituation. Das Schulstufenmodell kann daher nicht unbesehen angewandt 

werden. Das Argument des Berufungsklägers, aufgrund seiner persönlichen Be-

treuung von E._____ könne ihm kein höheres Pensum als bisher zugemutet wer-

den, verfängt nicht. E._____ würde durch eine Pensumserhöhung auf 75 % des 

Berufungsklägers zwar nicht mehr ausschliesslich durch ihre Eltern betreut wer-

den können, wie dies anscheinend derzeit der Fall ist (vgl. Prot. VI S. 185 f.; fer-

ner auch act. 15 Rz 27). Davon ausgehend, dass ihre Mutter seit November 2024 

wieder mit einem Pensum von 60 % arbeitet (vgl. Prot. VI S. 186), müsste 

E._____ dann zumindest rechnerisch an rund eineinhalb Tagen fremdbetreut wer-

den. Anzumerken ist jedoch, dass E._____s Mutter, H._____, gemäss den Anga-

ben des Berufungsklägers flexibel und damit etwa auch einige Stunden an ihren 

eigentlichen Betreuungstagen arbeiten kann (vgl. Prot. VI S. 186), weshalb 

E._____ trotz jeweils 60 % Pensum ihrer beider Eltern jedenfalls bisher anschei-

nend nicht fremdbetreut werden musste (vgl. Prot. VI S. 185 f.). Insofern könnte 

sich auch eine geringere Fremdbetreuung von E._____ ergeben. Angesichts der 

gesamten Situation, unter anderem den knappen finanziellen Verhältnissen, der 

Patchworkfamilie sowie der Abwägung zwischen den betreuerischen und finanzi-

ellen Ansprüchen von C._____ und E._____, erscheint eine Fremdbetreuung von 

E._____ an maximal anderthalb Tagen, damit der Berufungskläger mehr Einkom-

men erzielen kann, keineswegs als unangemessen. Ob der Berufungskläger 

E._____ nun genau zur Hälfte betreut oder etwas weniger, wie die Berufungsbe-

klagte vermutet, ist nach dem Gesagten irrelevant. Einschränkend ist allerdings 

anzufügen, dass E._____ erst anfangs mm.2025 und nicht schon anfangs 

mm.2025 ein Jahr alt wurde. Da gemäss dem Bundesgericht zumindest im ersten 

Lebensjahr eines Kindes der Anspruch auf persönliche Betreuung Vorrang hat 

und die Differenz lediglich einen Monat beträgt, ist die Zumutbarkeit einer Pen-

sumserhöhung beim Berufungskläger erst ab mm.2025 (statt mm.2025) zu beja-

- 21 -

hen. Letztlich wird dies zufolge der Arbeitslosigkeit des Berufungsklägers in dieser 

Zeit aber ohnehin keine praktischen Auswirkungen haben. Er hat jedoch eine 

Stelle mit einem Pensum von 75 % zu suchen. 

2.1.8. Dass die vom Berufungskläger ursprünglich angefragte Nanny (vgl. Prot. VI 

S. 186) abgesagt habe, ändert daran nichts. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sie 

die einzige Möglichkeit für eine Fremdbetreuung für E._____ gewesen sein sollte. 

Nebst unzähligen weiteren als Nanny arbeitenden Personen, gäbe es auch ande-

re Betreuungslösungen wie Kitas, Tagesmütter etc. Weshalb solches nicht mög-

lich sein sollte, erklärt der Berufungskläger nicht und es ist dies auch nicht ersicht-

lich. Die infolge Fremdbetreuung anfallenden Fremdbetreuungskosten (vgl. auch 

act. 2 Rz 12; act. 22 Rz 10.1; act. 15 Rz 28) sind im Übrigen bei der Berechnung 

der Bedarfe zu berücksichtigen (vgl. E. III.4.3). 

2.1.9. Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers steht auch eine Begleitung 

von C._____ auf dem Kindergartenweg der Zumutbarkeit einer Aufstockung sei-

nes Pensums nicht entgegen. Wie die Berufungsbeklagte zu Recht ausführt, be-

trifft der Zeitaufwand und damit einhergehende Stress, nebst der Arbeitstätigkeit 

Kinder in die Kita, den Kindergarten oder allenfalls die Schule zu bringen und wie-

der abzuholen, letztlich alle Eltern (act. 15 Rz 29). Dass bei getrennt lebenden El-

tern, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, der Weg zur jeweiligen Be-

treuungsstätte von einem Elternteil aus länger sein kann, liegt in der Natur der Sa-

che und ist hinzunehmen. Ein Schulweg von rund 25 Minuten (vgl. act. 2 Rz 12) – 

diese Zeitangabe erscheint angesichts des Wohnortes des Berufungsklägers und 

der Lage des Kindergartens von C._____ entgegen der Berufungsbeklagten 

(act. 15 Rz 29) als realistisch – ist nicht derart lang, dass dem betreuenden El-

ternteil hierfür weniger Arbeitszeit zumutbar wäre. Ob der Berufungskläger 

C._____ mit dem Auto und damit in viel kürzerer Zeit zum Kindergarten bringt und 

holt, wie die Berufungsbeklagte behauptet (act. 15 Rz 29), ist nicht relevant. 

2.1.10.Damit stellt sich noch die Frage, ab wann beim Berufungskläger von einem 

75 %-Pensum ausgegangen werden kann. Die Vorinstanz gestand ihm ab ihrem 

Entscheid rund vier Monate zu, was gestützt auf die damalige Ausgangslage als 

angemessen erscheint und von den Parteien auch nicht beanstandet wird. Heute 

- 22 -

präsentiert sich die Situation aber anders. Rückwirkend ist dem Berufungskläger 

kein hypothetisches Einkommen anzurechnen, da im Hinblick auf seinen Stellen-

verlust wie erwähnt keine Schädigungsabsicht oder unredliches Verhalten ersicht-

lich ist (vgl. E. III.2.1.5). Dass der Berufungskläger allenfalls sein Pensum auf 

75 % würde erhöhen bzw. eine entsprechende Stelle suchen müssen, war ihm 

zwar seit dem Ergehen des angefochtenen Entscheides bekannt. Mit dessen An-

fechtung bestand aber auch die Chance, dass dies von der Kammer anders beur-

teilt würde. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass er effektiv noch keine entspre-

chende Stelle fand und Arbeitslosentaggelder bezog bzw. angesichts der am 

1. August 2025 angetretenen Stelle mit einem zu tiefen Pensum zumindest teil-

weise weiterhin bezieht. Damit ist dem Berufungskläger eine Übergangsfrist zu 

gewähren. Per wann er das aktuelle Pensum als Lehrer aufstocken oder damit 

rechnen kann, eine ergänzende Arbeitsstelle zu finden, führt der Berufungskläger 

auch in seiner letzten Eingabe nicht näher aus. Auch dazu, welche Suchbemü-

hungen er unternommen hat, warum er sich für eine Stelle als Lehrperson ent-

schieden hat und welche anderen Stellen er sonst in Aussicht hätte, macht er wie 

gesagt keine näheren Angaben. Die letzte Stelle des Berufungsklägers wurde ihm 

am 21. Oktober 2024 gekündigt, das Arbeitsverhältnis endete Ende Februar 2025 

(act. 23/42). Angesichts dieser Umstände rechtfertigt sich keine lange Übergangs-

frist mehr. Es ist damit ab November 2025 von einem Pensum von 75 % auszuge-

hen. 

2.1.11.Was die Höhe des hypothetischen Einkommens betrifft, stellt sich die Fra-

ge, ob dieses ausgehend vom Lohn als Lehrperson festzusetzen ist. Bei einem 

75 % Pensum entspräche dieses Fr. 4'224.– (Fr. 2'591.– / 46 x 75). Das sind rund 

Fr. 600.– weniger, als der Berufungskläger bei seiner letzten Stelle mit einem 

Pensum von 60 % erzielte (Fr. 4'840.– - Fr. 4'224.–) bzw. Fr. 1'800.– weniger als 

er dort mit einem Pensum von 75 % erzielt hätte (Fr. 6'050.– - Fr. 4'224.–). Im 

Hinblick darauf, dass an Eltern minderjähriger Kinder besonders hohe Anforde-

rungen an die Ausnützung der Erwerbskraft zu stellen sind, kann ohne triftige 

Gründe in der vorliegenden Situation nicht unbesehen vom tieferen Einkommen 

ausgegangen werden. Solche bringt der Berufungskläger aber wie bereits er-

wähnt nicht vor (vgl. E. III.2.1.5 und III.2.1.10). Damit ist mit der Vorinstanz anzu-

- 23 -

nehmen (vgl. act. 5 E. II.C.5.2.6), der Berufungskläger vermöchte zumindest so 

viel zu verdienen wie an seiner letzten Stelle. Hochgerechnet auf 75 % ergibt dies 

Fr. 6'050.– (Fr. 4'840.– / 60 x 75). Davon ist ab November 2025 auszugehen.

2.2. Weitere Einkünfte

2.2.1. Im Rahmen der Unterhaltsberechnung kam die Vorinstanz zum Schluss, 

der Berufungskläger müsse über mehr Einkünfte oder Vermögen verfügen, als er 

dies im Verfahren offen gelegt habe. Die vom Berufungskläger gemachten Anga-

ben über seine finanziellen Verhältnisse seien nicht in jeder Hinsicht glaubhaft. 

Schon in seinem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege habe 

der geltend gemachte Bedarf das Nettoeinkommen überschritten und es bleibe 

unklar, wie der Berufungskläger die fraglichen Kosten finanziert habe. Auch hin-

sichtlich des Vermögens des Berufungsklägers bestünden Unklarheiten sowie Un-

gereimtheiten und es liessen sich aus den bekannten Faktoren Hinweise dafür 

ableiten, dass der Berufungskläger im Jahr 2022 wesentlich mehr Mittel zur Verfü-

gung gehabt habe, als er als Verdienst oder Vermögen angegeben habe. Für die 

Jahre 2023 und 2024 rechnete die Vorinstanz anhand der Gegenüberstellung der 

vom Berufungskläger jeweils zu deckenden Auslagen und seiner deklarierten Ein-

künfte vor, inwiefern die Mittel fehlten, um sämtliche Ausgaben decken zu kön-

nen. Unter der Annahme, dass der Berufungskläger die fraglichen Ausgaben je-

weils habe decken können, unter anderem, weil er keine Schulden gemacht habe, 

kam die Vorinstanz zum Schluss, dass der Berufungskläger neben dem von ihm 

behaupteten Verdienst entweder weitere Einnahmen oder weiteres Vermögen ge-

habt oder regelmässig namhafte Beiträge von Dritten (z.B. seinen Eltern) erhalten 

habe. Die Vorinstanz ging denn für die Phasen I bis VI von einem mindestens die 

von ihr errechneten Auslagen deckenden Einkommen aus und nahm für die letzte 

Phase VII ein um Fr. 250.– höheres Einkommen als ursprünglich berechnet an 

(act. 5 E. II.C.7.1). 

2.2.2. In der Berufung zeigt der Berufungskläger auf, inwiefern seiner Ansicht 

nach die Fehlbeträge in den Phasen I bis VI tiefer gewesen seien, als von der 

Vorinstanz angenommen. Er legt – jedenfalls bis und mit Phase III – dar, wie er 

die jeweiligen Mankos mittels Vermögensverzehr und Darlehen/Überweisungen 

- 24 -

seiner Eltern gedeckt haben will. Letztere seien entgegen der Vorinstanz nicht de-

klarationspflichtig, zumal ihm nicht als Einkommen anrechenbar. Abgesehen da-

von habe er sein Vermögen in der Steuererklärung angegeben und verfüge über 

keine weiteren Einkünfte. Insbesondere beziehe er kein Einkommen aus den Im-

mobilien in Ungarn, welche er im Jahr 2021 auf seine Eltern überschrieben habe. 

Er habe sein Vermögen vollständig aufgebraucht und werde seit Längerem von 

seinen Eltern finanziell unterstützt, welche ihm in unregelmässigen Abständen 

Zahlungen in vierstelliger Höhe überweisen würden (act. 2 Rz 17 ff.; act. 22 

Rz 7 f., 18; act. 34 Rz 3 ff.). 

2.2.3. Die Berufungsbeklagte bestreitet die Erklärungen des Berufungsklägers 

betreffend den Vermögensverzehr und die Überweisungen seiner Eltern. Es sei 

betreffend alle Phasen und auch im Jahr 2022 nicht nachvollziehbar, wie der Be-

rufungskläger die von ihm selbst deklarierten Kosten gedeckt habe resp. woher er 

die finanziellen Mittel dazu genommen habe. Über die finanzielle Situation des 

Berufungsklägers bestehe zufolge nicht schlüssiger Angaben Unklarheit. Die 

Vorinstanz nehme zu Recht an, dass der Berufungskläger eine bislang unbekann-

te Geldquelle, also weiteres Einkommen, Vermögen oder monatlich zufliessende 

Drittbeiträge, haben müsse. Im Hinblick auf die dem Berufungskläger von seinen 

Eltern in den vergangenen zwei Jahren regelmässig überwiesenen vierstelligen 

Beträge vermutet die Berufungsbeklagte, der Berufungskläger habe entweder ein 

bisher unbekanntes Konto, von dem er regelmässig Geld an seine Eltern überwei-

se, oder er habe Vermögen auf das Konto seiner Eltern übertragen, oder es hand-

le sich um die Mieteinnahmen aus den ursprünglich dem Berufungskläger gehö-

renden Liegenschaften in Ungarn. Diese habe der Berufungskläger nämlich im 

Hinblick auf die bevorstehende Scheidung an seine Eltern verschenkt, um sein 

Vermögen und Einkommen zu schmälern. Er sei aber nach wie vor wirtschaftlich 

daran berechtigt und die Mieteinnahmen daraus wie auch die Immobilien selbst 

seien ihm anzurechnen. Die Gewinne entsprächen mindestens den von den El-

tern geleisteten Unterstützungszahlungen. Die Eltern des Berufungsklägers seien 

nämlich aufgrund ihrer finanziellen Situation gar nicht in der Lage, ihn mit Beträ-

gen in der geleisteten Höhe zu unterstützen (act. 15 Rz 43 ff.; vgl. auch Rz 14 ff.; 

act. 30 Rz 5 ff.). 

- 25 -

2.2.4. Zur Bestimmung des Einkommens sind grundsätzlich sämtliche Einkom-

mensquellen zu berücksichtigen. So gelten etwa auch Vermögenserträge als Ein-

kommen (Maier/Vetterli, FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Art. 176 N 32 und 

32a). Entäussert sich eine Person – auch verschuldetermassen – ihres Vermö-

gens und kann dieser Vermögensschwund nicht rückgängig gemacht werden, 

darf grundsätzlich aber nur auf die verbleibende effektive Leistungsfähigkeit abge-

stellt werden und es dürfen keine hypothetischen Vermögenserträge angerechnet 

werden (BGE 117 II 16 E. 1b; Affolter, a.a.O., S. 836 f.). Diesen Grundsatz relati-

vierte das Bundesgericht aber wie bereits erwähnt in Fällen von Rechtsmiss-

brauch. Vermindert die unterhaltspflichtige Person ihr Einkommen in Schädi-

gungsabsicht, so darf ein hypothetisches Einkommen selbst dann angerechnet 

werden, wenn die Einkommensverminderung nicht mehr rückgängig gemacht 

werden kann (BGE 143 III 233 E. 3.4). Vorausgesetzt ist, dass die Person böswil-

lig gehandelt hat und sich ein rechtsmissbräuchliches Verhalten im Sinne von 

Art. 2 Abs. 2 ZGB vorwerfen lassen muss. Rechtsmissbrauch darf jedoch nur mit 

Zurückhaltung angenommen werden. Vorausgesetzt ist eine Schädigungsabsicht 

in dem Sinne, dass die Einkommensreduktion gerade im Hinblick auf den zu füh-

renden Prozess erfolgte, um den Zufluss der finanziellen Mittel zur anderen Partei 

zu unterbinden (BGer 5A_403/2019 vom 12. März 2020 E. 4.1 und 4.2; vgl. auch 

Affolter, a.a.O., S. 842 f.). 

Direktzahlungen von Dritten dürfen nur als Einkommen angerechnet wer-

den, wenn diese dazu führen, dass die betroffene Person effektiv über mehr fi-

nanzielle Mittel verfügt oder weniger Auslagen hat. Die Anrechnung darf nicht 

dem Willen der zuwendenden Drittperson widersprechen, und die Zuwendung 

muss auf einer gesetzlichen Unterstützungspflicht gegenüber der unterhaltsbe-

rechtigten Person beruhen. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein 

(OGer ZH LE180041 vom 27. Mai 2019 E. III.4.1.9; Affolter, a.a.O., S. 836; Maier/

Vetterli, FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 2022, Art. 176 N 32). Eine mögliche 

Rechtsgrundlage findet sich in Art. 328 Abs. 1 ZGB, wonach eine Person, die in 

günstigen Verhältnissen lebt, verpflichtet ist, Verwandte in auf- und absteigender 

Linie zu unterstützen, die ohne diesen Beistand in Not geraten würden (sog. Ver-

wandtenunterstützungspflicht). 

- 26 -

Reicht das Einkommen des unterhaltspflichtigen Ehegatten zur Deckung 

des Unterhalts nicht aus, muss unter Umständen auch das Vermögen angezehrt 

werden (BGer 5A_588/2018 vom 1. Juli 2021 E. 6.1.1; BSK ZGB I-Maier/Schwan-

der, 7. Aufl. 2022, Art. 176 N 4a; Maier/Vetterli, FamKomm Scheidung, 4. Aufl. 

2022, Art. 176 N 33). Ob und in welchem Umfang es als zumutbar erscheint, Ver-

mögen für den laufenden Unterhalt einzusetzen, ist anhand sämtlicher Umstände 

des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Zu diesen Umständen gehören die Be-

deutung des anzugreifenden Vermögens, die Funktion und Zusammensetzung 

desselben sowie das Ausmass des Vermögensverzehrs, und zwar sowohl hin-

sichtlich des Umfangs als auch der Dauer, aber auch das Verhalten, das zur Her-

absetzung der Eigenversorgungskapazität geführt hat. Grundsätzlich ist es nur 

zulässig, von einem Ehegatten den Verzehr seines Vermögens zu verlangen, 

wenn dies vom anderen auch verlangt wird (BGer 5A_588/2018 vom 1. Juli 2021 

E. 6.1.2 m.w.H.). 

2.2.5. Unbestritten ist, dass die Ausgaben des Berufungsklägers seit Jahren hö-

her sind als seine Einnahmen aus Arbeitserwerb. Damit stellt sich grundsätzlich 

zu Recht die Frage, mit welchen Mitteln er seine Auslagen gedeckt hat. Für das 

Jahr 2022 ist nicht viel bekannt. So stehen die genauen Bedarfs- und Einkom-

menszahlen nicht fest. Dass der Berufungskläger dem Steueramt Zürich im Jahr 

2022 (nicht 2023, wie die Berufungsbeklagte fälschlicherweise behauptet, act. 15 

Rz 52) anscheinend Fr. 22'264.– überwies (act. 5 E. II.C.7.1.3 mit Verweis auf 

act. 6/191/120, ferner act. 6/191/122), mag sein, doch lässt sich alleine aus die-

sem Umstand noch nicht zwingend ableiten, der Berufungskläger habe diese Mit-

tel nicht aus seinem eigenen Einkommen oder Vermögen aufbringen können. 

Wenn die Vorinstanz sodann in der das Jahr 2022 betreffenden Lohnangabe im 

Leasingvertrag vom 17. Februar 2022 eine Ungereimtheit erblickt (vgl. (act. 5 

E. II.C.7.1.3), unterläuft ihr ein Rechenfehler, wie der Berufungskläger korrekt mo-

niert. Denn der genannte Lohnausweis betrifft lediglich die Monate Januar bis Ok-

tober 2022 (act. 2 Rz 17.3; act. 5/24/13). Inwiefern ein fehlender Beleg für die tat-

sächliche Bezahlung des Verkaufspreises für das Auto des Berufungsklägers im 

Jahr 2024 ein Hinweis auf im Scheidungsverfahren nicht deklarierte Einkünfte be-

treffend das Jahr 2022 sein soll (vgl. act. 5 E. II.C.7.1.3), erhellt nicht. Weitere An-

- 27 -

haltspunkte dafür, weshalb der Berufungskläger betreffend das Jahr 2022 wesent-

lich mehr Mittel zur Verfügung gehabt hätte, als er als Verdienst oder Vermögen 

angegeben habe, wie die Vorinstanz meint (act. 5 E. II.C.7.1.3), bestehen nicht. 

Die Schlussfolgerung der Vorinstanz betreffend das Jahr 2022 lässt sich unter 

diesen Umständen nicht halten. 

2.2.6. Betreffend das Jahr 2023 müsste der Berufungskläger gemäss der Berech-

nung der Vorinstanz rund Fr. 83'850.– ausgegeben haben (Phase I [30. Januar 

2023 bis 30. April 2023] Fr. 19'392.– [gerechnet mit den Bedarfen des Berufungs-

klägers und von C._____ abzüglich Kinderzulage zuzüglich monatliche Kommuni-

kationskosten von Fr. 200.–, zuzüglich Fr. 2'160.–]; Phase II [1. Mai 2023 bis 31. 

Januar 2024] Fr. 64'458.– [gerechnet mit den Bedarfen des Berufungsklägers und 

von C._____ abzüglich Kinderzulage zuzüglich weitere monatliche Kosten von 

Fr. 1'556.–]; act. 5 II.C.7.1.2-7). Dem steht das Einkommen aus Arbeitserwerb von 

Fr. 58'988.– gegenüber (act. 4/5; ohne Kinderzulagen von Fr. 230.– monatlich, 

zumal bereits beim Bedarf abgezogen). Aus dem Vergleich der Kontostände Ende 

2022 und 2023 wird ein Vermögensverzehr von Fr. 6'460.– ersichtlich (act. 4/5; 

act. 6/24/23; act. 6/114/13). Zusätzlich macht der Berufungskläger glaubhaft, Ak-

tien für einen Erlös von Fr. 3'726.– sowie ein Jagdgewehr für umgerechnet circa 

Fr. 855.– versilbert zu haben (act. 2 Rz 17.2, 18.3 und 19.3; act. 22 Rz 7; 

act. 4/20; 4/23; ferner auch act. 4/9). Schliesslich erfolgten Überweisungen der El-

tern des Berufungsklägers an ihn von insgesamt Fr. 12'640.–, wobei als Betreff 

wahlweise "Kolcson" (gemäss Übersetzung mit DeepLTranslate "Darlehen"), 

"I._____ …" und "C._____" angegeben ist (act. 6/24/25; act. 6/86/45-47; act. 4/19; 

act. 4/21-22 und act. 4/24). Die Berufungsbeklagte bestreitet zwar diese Überwei-

sungen (act. 15 Rz 43 ff., 48, 52 und 57), sie sind jedoch aufgrund der zitierten 

Belege glaubhaft. Gesamthaft entspricht dies rund Fr. 82'700.– und deckt die von 

der Vorinstanz errechneten Auslagen fast vollständig. Auf die Ausführungen des 

Berufungsklägers, weshalb die Vorinstanz die Ausgaben zu hoch berechnet habe 

(act. 2 Rz 17 ff.; von der Berufungsbeklagten bestritten, act. 15 Rz 43 ff.), braucht 

damit an dieser Stelle nicht näher eingegangen zu werden; dies ohnehin auch 

nicht weil die Vorinstanz die Unterhaltsbeiträge für das Jahr 2023 aufgehoben hat 

und dies nicht angefochten wurde (vgl. E. I.3). 

- 28 -

2.2.7. Nach dem Gesagten ist für das Jahr 2023 entgegen der Vorinstanz nach-

vollziehbar, mit welchen Mitteln der Berufungskläger seine Ausgaben gedeckt hat 

(vgl. act. 15 Rz 47 f. und 52 f.; act. 30 Rz 5). Zwar lagen im vorinstanzlichen Ver-

fahren noch nicht alle der jetzt verfügbaren Belege vor: So reichte der Berufungs-

kläger z.B. seine Steuererklärung 2023 erst im Rechtsmittelverfahren ein. Andere 

Belege, wie jene betreffend das Einkommen aus Arbeitserwerb, den Vermögens-

verzehr sowie einzelne Zahlungen der Eltern des Berufungsklägers waren indes-

sen aktenkundig und bei Ungereimtheiten hätte die Vorinstanz in Nachachtung 

der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime gezielt nachfragen und gegebe-

nenfalls weitere Belege einfordern können. Insgesamt erscheint der vorinstanzli-

che Schluss, dem Berufungskläger aufgrund mangelnder Mitwirkung verstecktes 

Einkommen und/oder Vermögen vorzuwerfen, damit nicht gerechtfertigt. 

2.2.8. Im Jahr 2024 müsste der Berufungskläger gemäss der Berechnung der 

Vorinstanz rund Fr. 74'000.– ausgegeben haben (Phase II Fr. 7'192.– [bis Januar 

2024], Phase III [Februar und März 2024] Fr. 12'614.–, Phase IV [April 2024] 

Fr. 6'353.–, Phase V Fr. 19'765.– [Mai bis 18. August 2024, gerechnet mit 3.5 Mo-

naten] und Phase VI Fr. 28'022.– [19. August 2024 bis Dezember 2024, gerech-

net mit 4.5 Monaten; Ausgaben Phase V abzüglich Fr. 390.– monatlich, zuzüglich 

Fr. 970.– pro Monat Unterhaltsbeiträge]; act. 5 E. II.C.7.1.5-18). Das Einkommen 

aus Arbeitserwerb des Berufungsklägers betrug Fr. 58'080.– (12 x Fr. 4'840.–, vgl. 

E. III.2.1.1 und III.2.1.5). Hinzu kommt ein aus dem Vergleich der Kontostände 

Ende 2023 und per 23. Dezember 2024 ersichtlicher Vermögensverzehr von 

Fr. 3'563.– (act. 4/5 resp. act. 6/114/13 sowie act. 4/6-7) sowie ein vom Beru-

fungskläger glaubhaft gemachter Erlös von Fr. 3'669.– aus dem Verkauf der ihm 

verbleibenden Aktien der J._____ (act. 2 Rz 19.3; act. 4/27). Schliesslich erfolgten 

wiederum Überweisungen der Eltern des Berufungsklägers. Bekannt sind deren 

zwei in den Monaten Januar und Februar 2024, die sich auf insgesamt Fr. 5'688.– 

belaufen und wiederum die bereits genannten Zahlungszwecke aufführen 

(act. 4/25-26). Insgesamt verfügte der Berufungskläger im Jahr 2024 zusammen-

fassend nachweislich über Mittel von Fr. 71'000.–, womit (ausgehend von der vor-

instanzlichen Bedarfsberechnung) lediglich Ausgaben im Umfang von Fr. 3'000.– 

ungedeckt geblieben wären. 

- 29 -

Tatsächlich bestand allerdings kein solcher Ausstand, berechnete doch die 

Vorinstanz das Manko des Berufungsklägers falsch. So veranschlagte sie die 

Fremdbetreuungskosten doppelt, einmal im Bedarf von C._____ auf Seiten des 

Berufungsklägers, und ein weiteres Mal bei den zusätzlich berücksichtigten, den 

Bedarf erhöhenden Kosten (vgl. act. 5 E. II.C.6.1, II.C.7.1.5-6, II.C.7.1.8-9, 

II.C.7.1.11-12 und II.C.7.1.14-15). Abzuziehen sind daher für die Phasen II bis IV, 

die Zeit von Januar bis April 2024, Fr. 3'620.– (4 x Fr. 905.–; Fremdbetreuungs-

kosten bis April 2024, vgl. act. 5 E. II.C.6.4.4) und für die Phase V noch Fr. 780.– 

(effektiv vom Berufungskläger bezahlte Fremdbetreuungskosten, vgl. act. 5 

E. II.C.7.1.15); total mithin Fr. 4'400.–. Damit beliefen sich die gesamten Ausga-

ben 2024 nicht auf die vorinstanzlich berechneten Fr. 74'000.–, sondern auf 

Fr. 69'600.–, sodass im Jahr 2024 entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten 

(vgl. act. 15 Rz 56 f., 60, 62 f., 65 und 68) keine ungedeckten Auslagen resultie-

ren. Auf die Ausführungen des Berufungsklägers, weshalb die Vorinstanz die Aus-

gaben zu hoch berechnet habe (act. 2 Rz 18 ff.; von der Berufungsbeklagten be-

stritten, act. 15 Rz 43 ff.), braucht somit auch an dieser Stelle nicht weiter einge-

gangen zu werden (vgl. jedoch zum Bedarf ab 19. August 2024 E. III.4-6). 

2.2.9. Der Berufungskläger bestreitet, abgesehen von Arbeitserwerb, Vermögens-

verzehr und Überweisungen seiner Eltern über weitere Einkünfte zu verfügen 

(act. 2 Rz 17.7; act. 22 Rz 8.7 und 18). Angesichts der obigen Erwägungen sowie 

der übrigen zum Vermögen des Berufungsklägers vorliegenden Belege (vgl. etwa 

act. 6/24/22-27; act. 6/51/39; act. 6/121/70; act. 6/114/13-14; act. 4/5-9) erscheint 

dies glaubhaft. Es sind entgegen den unspezifischen, pauschalen Mutmassungen 

der Vorinstanz (act. 5 E. II.C.7.1.3, II.C.7.1.9, II.C.7.1.12, II.C.7.1.15, II.C.7.1.18 

und II.C.7.1.21) und der Berufungsbeklagten (act. 15 Rz 14 f., 43, 45, 57 und 65; 

act. 30 Rz 5) keine Indizien für weitere Geldquellen – etwa zusätzlicher Arbeitser-

werb, sonstige Einkünfte oder Vermögenswerte – ersichtlich. Insbesondere ist 

auch davon auszugehen, das ungarische Konto sei per Ende 2023 saldiert wor-

den (vgl. act. 4/8), was die Berufungsbeklagte letztlich nicht mehr bestreitet (vgl. 

act. 2 Rz 8.7; act. 15 Rz 21). Nachfolgend ist zu prüfen, ob dem Berufungskläger 

aus Vermögensverzehr und den Zahlungen seiner Eltern ein Einkommen anzu-

rechnen ist. 

- 30 -

2.2.10. Wie gezeigt, hat der Berufungskläger im Jahr 2024 total Fr. 7'232.– 

(Fr. 3'563.– + Fr. 3'669.–) seines Vermögens zur Deckung der Lebenshaltungs-

kosten von ihm und C._____ verbraucht. Dies entspricht im Durchschnitt rund 

Fr. 600.– monatlich. Die Vorinstanz rechnete für die Phasen I bis V teilweise mit 

Vermögensverzehr beider Parteien insofern, als sie es als zumutbar erachtet, für 

gewisse ungedeckte Beträge deren Vermögen einzusetzen (Berufungsbeklagte) 

bzw. von einem höheren als dem aus Arbeitserwerb nachgewiesen Einkommen 

auszugehen (Berufungskläger), was wie gezeigt unter anderem einen Vermö-

gensverzehr bedeutet (vgl. act. 5 E. II.C.7.1.3-16). Ob dies gerechtfertigt ist, ist 

hier nicht mehr zu beurteilen, nachdem die Vorinstanz erst ab der Phase VI (ab 

19. August 2024) Kinderunterhaltsbeiträge festgesetzt hat und die Phasen I bis V 

(30. Januar 2023 bis 18. August 2024) nicht angefochten worden sind. Es stellt 

sich jedoch die Frage, ob dem Berufungskläger ab der Phase VI, also ab dem 

19. August 2024, ein Vermögensverzehr zumutbar wäre, zumal sein Einkommen 

aus Arbeitserwerb wie dargelegt nicht ausreicht, um seinen Bedarf und den von 

C._____ zu decken sowie Unterhaltszahlungen zu leisten. Zu berücksichtigen ist 

dabei, dass der Berufungskläger nicht kurz vor der Pension steht, nach der ein 

Vermögensverzehr in vielen Fällen angebracht oder sogar eingeplant ist. Zudem 

belief sich das im Jahr 2024 noch vorhandene Vermögen wie gezeigt auf weniger 

als Fr. 10'000.–, wobei der Berufungskläger zum Erreichen des dargelegten Ver-

mögensverzehrs sogar sein Konto um Fr. 1'819.53 überziehen musste (act. 4/7) 

und nun nicht nur über keinerlei Vermögen mehr verfügt, sondern Schulden hat 

(vgl. auch act. 22 Rz 7). Angesichts dieser Umstände rechtfertigt es sich vorlie-

gend nicht, ihm für die hier zu beurteilende Zeit ab 19. August 2024 einen Vermö-

gensverzehr anzurechnen. Ab dem Jahr 2025 wäre dies denn auch gar nicht 

möglich, zumal effektiv kein Vermögen mehr vorhanden ist. 

2.2.11. Zu beurteilen bleibt, ob dem Berufungskläger die Zahlungen seiner Eltern 

als Einkommen angerechnet werden können und falls ja, in welcher Höhe. Wie 

bereits dargelegt, wurden im Jahr 2023 insgesamt glaubhaft Fr. 12'640.– überwie-

sen und in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 Fr. 5'688.– (vgl. 

E. III.2.2.6-7). Gestützt auf die im Vorjahr erfolgten, insgesamt sechs Zahlungen 

der Eltern darf angenommen werden, dass im Verlauf des Jahres 2024 weitere 

- 31 -

Überweisungen der Eltern erfolgten. Es sind keine Anhaltspunkte dafür ersicht-

lich, dass sich an der Absicht der Eltern, ihren Sohn, aber insbesondere auch 

C._____ zu unterstützen, etwas geändert haben sollte. Zudem spricht der Beru-

fungskläger davon, seit Längerem auf die finanzielle Unterstützung seiner Familie 

angewiesen zu sein (act. 22 Rz 7). Dass er keine weiteren Zahlungseingänge be-

legt, liegt daran, dass gemäss seinen Berechnungen ab Phase IV jeweils kein we-

sentliches Manko mehr bestand und er die Ansicht vertritt, Zahlungen seiner El-

tern im vorliegenden Verfahren mangels Anrechenbarkeit grundsätzlich nicht of-

fen legen zu müssen (vgl. act. 2 Rz 17.7 und 20-23). Es darf damit als hinrei-

chend gesichert gelten, dass im Verlauf des Jahres 2024 noch weitere Zahlungen 

der Eltern eingingen. Im Durchschnitt ist von rund Fr. 1'000.– pro Monat an Beiträ-

gen der Eltern des Berufungsklägers auszugehen. Dies entspricht auch der 

Schätzung des Berufungsklägers selbst (vgl. Prot. VI S. 90). Strittig ist aber, ob es 

sich um anrechenbare Unterstützungsleistungen durch die Eltern handelt, wie der 

Berufungskläger meint (act. 2 Rz 17.7), oder ob es eigentlich dem Berufungsklä-

ger zurechenbare Mittel sind, gegebenenfalls aus den ursprünglich ihm gehören-

den Immobilien in Ungarn oder einem versteckten Konto, wie die Berufungsbe-

klagte behauptet (act. 15 Rz 15 und 45; act. 30 Rz 14). 

2.2.12. In diesem Zusammenhang ist auf die beiden ursprünglich dem Berufungs-

kläger gehörenden Liegenschaften in Ungarn einzugehen. Die eine Wohnung liegt 

in K._____ [Ungarn]. Sie wurde ihm Jahr 2009 erworben und mit einem lebens-

langen Niessbrauchrecht zugunsten von L._____ und M._____, den Eltern des 

Berufungsklägers, belastet (act. 22 Rz 8.3; act. 34 Rz 4.2; act. 27/48). Gemäss 

den Aussagen des Berufungsklägers sei die Wohnung von den Eltern für ihn ge-

kauft und möbliert worden, weshalb ihnen auch die Nutzniessung übertragen wor-

den sei (act. 34 Rz 4.2 und 6.1). Die Wohnung ist vermietet (act. 30 Rz 9; act. 34 

Rz 5), ob gewinnbringend oder nicht bzw. welche Einnahmen damit generiert wer-

den, ist umstritten und wurde nur unsubstantiiert vorgetragen (vgl. act. 15 Rz 15; 

act. 30 Rz 9; act. 34 Rz 5). Dies ist vorliegend allerdings von untergeordneter Be-

deutung, weil die Einkünfte seit jeher den nutzniessungsberechtigten Eltern zuge-

standen haben dürften (vgl. auch act. 34 Rz 4.2). Am 11. Februar 2021 übertrug 

- 32 -

der Berufungskläger die Immobilie mittels einer Schenkung auf seine Eltern 

(act. 15 Rz 15 und 45; act. 22 Rz 8.2 und 8.3; act. 30 Rz 8; act. 27/48). 

Die zweite Wohnung befindet sich in N._____, einer Stadt im Nordosten 

Ungarns. Der Berufungskläger erwarb sie am 25. Oktober 2017 (act. 22 Rz 8.4; 

act. 34 Rz 4.3; act. 27/49). Anschliessend sei die Wohnung mit Hilfe seiner Eltern 

renoviert worden, wobei der Berufungskläger vorbringt, seine Eltern hätten dies 

grösstenteils mittels finanzieller und eigener Arbeitsleistungen getan (act. 22 

Rz 8.4 und 19.2; act. 34 Rz 4.3). Wieviel der Berufungskläger selbst investierte, 

bleibt unklar (act. 30 Rz 10; act. 34 Rz 6.2-3), ist im vorliegenden Verfahren be-

treffend vorsorgliche Massnahmen aber letztlich nicht von Relevanz. Der Beru-

fungskläger – und anscheinend auch weitere Familienmitglieder – nutzen die 

Wohnung für Aufenthalte zu Familienbesuchen in N._____ (act. 34 Rz 4.3; Prot. 

VI S. 91). Zudem wird die Wohnung als Ferienwohnung zu einem Preis von 

Fr. 720.– pro Woche vermietet und ist über Plattformen wie booking.com oder 

airbnb.com ausgeschrieben (act. 15 Rz 15; act. 34 Rz 4.3; act. 17/1; Prot. VI 

S. 64 f.; act. 6/85) – gemäss dem Berufungskläger, damit die Wohnung selbsttra-

gend sei (act. 34 Rz 4.3). Wieviel Einnahmen die Wohnung tatsächlich generiert, 

ist nicht bekannt, zumal die Auslastung umstritten ist und die Gestehungskosten 

nicht näher substantiiert wurden (act. 15 Rz 15; act. 22 Rz 8.6; act. 30 Rz 14; 

act. 34 Rz 4.3 und 9). Gemäss dem Berufungskläger belaufen sich die Nettoein-

nahmen auf maximal Fr. 100.– pro Monat (act. 34 Rz 9) resp. vermöchten einen 

bis zwei Retourflüge aus Ungarn pro Jahr zu decken (act. 34 Rz 10). Die Beru-

fungsbeklagte spricht demgegenüber von mindestens den Unterstützungszahlun-

gen der Eltern entsprechenden Einnahmen (act. 15 Rz 15; act. 30 Rz 13 und 14). 

Als Unterhaltskosten zählt der Berufungskläger Verwaltungskosten, Strom, Erd-

gas, Internet, Fernsehen, Telefon, Steuern, Reinigungs- und Materialkosten auf 

(act. 34 Rz 9). Gemäss seinen Aussagen werden einige der anfallenden Arbeiten 

wie die Reinigung und die Begrüssung und Verabschiedung der Gäste von seinen 

Eltern übernommen (act. 34 Rz 4.3), während er selbst unstrittig die Kommunika-

tion mit den Gästen und Mietinteressenten vornimmt sowie Bewertungen und Bu-

chungen bearbeitet, da seine Eltern keine Fremdsprachen sprechen (act. 15 

Rz 15; act. 22 Rz 8.5; act. 30 Rz 11; act. 34 Rz 7; act. 17/2; vgl. auch Prot. VI 

- 33 -

S. 76 und 91). Wenn er in einer späteren Rechtsschrift behauptet, die Wohnung 

nicht mehr selbst zu verwalten (act. 34 Rz 7), so setzt er sich damit zu seiner frü-

heren Darstellung in Widerspruch und ist mit dieser Aussage folglich nicht zu hö-

ren. Da gewisse Unterhaltskosten in Eigenleistungen erfolgen und sich die Unter-

haltskosten im Übrigen am ungarischen Kostenniveau bemessen (vgl. dazu auch 

act. 15 Rz 44), ist anzunehmen, dass es sich dabei um – jedenfalls aus Schwei-

zer Sicht – nicht namhafte Beträge handelt. Am 19. Januar 2022 übertrug der Be-

rufungskläger die Wohnung schliesslich seinen Eltern im Rahmen einer Schen-

kung (act. 15 Rz 15 und 45; act. 22 Rz 8.2 und 8.4; act. 30 Rz 8; act. 27/49). Als 

Grund für die Übertragung führt der Berufungskläger an, er habe die Wohnung 

von der Schweiz aus nicht mehr bewirtschaften können und zudem sei klar ge-

worden, dass er die Investitionen/Zuwendungen seiner Eltern in absehbarer Zeit 

nicht würde zurückbezahlen können (act. 22 Rz 8.4). Zudem gibt er an, es wäre 

unredlich gewesen, von seinen Eltern für die Übertragung der Wohnung eine Aus-

gleichszahlung zu verlangen, zumal ihm die Wohnung nach wie vor zur Verfügung 

stehe (act. 34 Rz 4.3). Die Berufungsbeklagte bestreitet dies und ist der Ansicht, 

der Berufungskläger habe seinen Eltern beide Wohnungen lediglich im Hinblick 

auf das Scheidungsverfahren geschenkt, um sein Einkommen und sein Vermö-

gen zu reduzieren (act. 15 Rz 16; act. 30 Rz 7 ff.). 

2.2.13. Nach dem Gesagten verfügte der Berufungskläger über zwei Immobilien, 

die jedenfalls gewisse Einnahmen generierten, die er dann ohne Gegenleistung 

auf seine Eltern übertrug und damit – zumindest rechtlich – auf die fraglichen Ein-

nahmen verzichtete. Obwohl er nicht mehr Eigentümer ist, verwaltete und verwal-

tet er aber zumindest die Wohnung in N._____ weiterhin im bisherigen Rahmen, 

und zwar anscheinend ohne dafür entschädigt zu werden (vgl. auch Prot. VI 

S. 91) und obwohl ein angeblicher Grund für den Verzicht auf die Wohnung die 

Unmöglichkeit der Bewirtschaftung aus der Schweiz gewesen sein soll. Die Über-

schreibungen der Wohnungen auf seine Eltern erfolgte nach der Trennung und 

nach Ergehen des Eheschutzurteils. Was aus dem Verlauf des Eheschutzverfah-

rens allenfalls im Hinblick auf das Scheidungsverfahren geschlossen oder ange-

nommen werden konnte (vgl. act. 22 Rz 8.2; act. 30 Rz 7; act. 34 Rz 3), ist letzt-

lich unerheblich. Von Bedeutung ist primär der Umstand, dass das Scheidungs-

- 34 -

verfahren bevorstand, was dem Berufungskläger bewusst sein musste. Unabhän-

gig davon, was ihm seine damalige Vertretung im Eheschutzverfahren geraten 

hatte (act. 30 Rz 7), hatte der Berufungskläger in jenem Prozess erfahren, dass in 

familienrechtlichen Verfahren grundsätzlich alle Einkünfte und sämtliches Vermö-

gen in die Beurteilung miteinbezogen werden. Gemäss der Darstellung des Beru-

fungsklägers – und darauf ist er zu behaften; die Bestreitungen der Berufungsbe-

klagten (vgl. act. 15 Rz 15 und 43 f.; act. 30 Rz 13 und 29) sind insofern nicht re-

levant – sind seine Eltern wohlhabend resp. in der Lage, ihn und seine Kinder fi-

nanziell zu unterstützen (act. 22 Rz 19.2; act. 34 Rz 8.2; vgl. auch Prot. VI S. 90). 

Wenn die Eltern bereits in der Vergangenheit grosse Investitionen tätigten, um die 

Wohnung in K._____ für den Berufungskläger zu kaufen bzw. diejenige in 

N._____ für ihn zu renovieren, erhellt nicht, weshalb gerade nach erfolgter Tren-

nung plötzlich eine Rückübertragung der Wohnungen bzw. eine Rückzahlung der 

Investitionen der Eltern nötig gewesen sein sollte. Dies umso weniger, als dass 

die Wohnungen zuvor jahrelang durch den Berufungskläger gehalten worden wa-

ren und die Eltern anscheinend weiterhin bereit und gewillt seien, den Berufungs-

kläger und dessen Töchter auch finanziell zu unterstützen (vgl. E. III.2.2.13). Auf 

finanzielle Unterstützung durch den Berufungskläger sind die Eltern nach dem 

Gesagten ferner nicht angewiesen, vielmehr ist es umgekehrt der Berufungsklä-

ger, der gemäss seinen eigenen Angaben auf die Unterstützung der Eltern ange-

wiesen sei (act. 2 Rz 17.7.; act. 22 Rz 7). Alle diese Indizien erzeugen den An-

schein, dass die Wohnungen im Hinblick auf ein kommendes Scheidungsverfah-

ren auf die Eltern übertragen wurden, um das dann relevante Einkommen und 

Vermögen zu reduzieren. Ein solches Vorgehen ist in unterhaltsrechtlicher Hin-

sicht als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren. Damit ist das aus diesen Vermö-

genswerten generierte Einkommen dem Berufungskläger anzurechnen, jedenfalls 

sofern ihm dieser Vermögensertrag vor der Überschreibung auf die Eltern hätte 

angerechnet werden können. Ob der Berufungskläger gegenwärtig noch rechtlich 

oder wirtschaftlich an den Immobilien berechtigt ist oder nicht (vgl. act. 15 Rz 16; 

act. 22 Rz 8.1; act. 30 Rz 6 und 13), ist damit von untergeordneter Bedeutung. 

2.2.14. Mangels Kenntnis der genauen Zahlen – die Einkünfte hängen wie gezeigt 

insbesondere von der tatsächlichen Auslastung der Wohnung in N._____ ab – ist 

- 35 -

es am Naheliegendsten, auf die Überweisungen der Eltern an den Berufungsklä-

ger abzustellen. Dies auch, zumal nach dem Gesagten angenommen werden 

darf, dass damit indirekt Erträge zumindest aus der Wohnung in N._____ an den 

Berufungskläger zurückfliessen. Zu berücksichtigen ist zudem noch Folgendes: 

Der Berufungskläger ist der Ansicht, die Zahlungen seiner Eltern dürften ihm nicht 

als Einkommen angerechnet werden, da es sich um freiwillige Leistungen handle. 

Seine Mutter habe weder den Willen, dass ihm das Geld als Einkommen ange-

rechnet werde, noch bestehe eine gesetzliche Unterstützungspflicht (act. 2 

Rz 17.7; act. 22 Rz 7). Wie gezeigt führen die regelmässigen Überweisungen 

aber dazu, dass der Berufungskläger effektiv mehr finanzielle Mittel zur Verfügung 

hat. Auch gab der Berufungskläger vor Vorinstanz an, dass dies zwischen ihm 

und seinen Eltern so abgesprochen worden sei, zumal er sich ohne die Zahlun-

gen seiner Eltern die derzeitige Wohnung nicht leisten könne (Prot. VI S. 90). Ge-

mäss dem Berufungskläger geht es seinen Eltern darum, ihren Sohn und insbe-

sondere auch ihre Enkelkinder zu unterstützen (act. 34 Rz 8.2 und 10). Dies lässt 

sich denn auch den meisten der Überweisungsbetreffs ("I._____ …" und 

"C._____") so entnehmen (vgl. E. III.2.2.6). Der Berufungskläger wendet ein, 

seine Eltern seien gegenüber der Berufungsbeklagten nicht unterstützungspflich-

tig (act. 22 Rz 7). Das ist korrekt, doch geht es vorliegend nicht um Ehegattenun-

terhalt, sondern um Kinderunterhalt. C._____ ist als Enkelin der Eltern des Beru-

fungsklägers in absteigender Linie mit ihnen verwandt, weshalb eine Verwandten-

unterstützungspflicht gemäss Art. 328 Abs. 1 ZGB sehr wohl in Frage kommt. 

Dass die Eltern des Berufungsklägers zur finanziellen Unterstützung in der Lage 

sind, wurde bereits dargelegt (vgl. E. III.2.2.12). Dem Berufungskläger fehlen 

demgegenüber wie gezeigt die Mittel, um seine Auslagen decken zu können bzw. 

er war dafür gerade auf Hilfe seiner Eltern angewiesen (vgl. E. III.2.2.6-7). Das 

Bundesgericht hat in einem ähnlichen Fall, in welchem der unterhaltspflichtige El-

ternteil mithilfe der finanziellen Unterstützung seiner Eltern eine Weiterbildung ab-

solvieren konnte, die Unterstützungsbeiträge mit dem Argument angerechnet, 

dass dies dem Unterhaltspflichtigen selbst sowie indirekt auch dem (Enkel)Kind 

zugutekäme, welches ohne deren Berücksichtigung in eine finanzielle Notlage zu 

geraten drohe (vgl. BGE 128 III 161 E. 2c). Angesichts der gesamten dargelegten 

- 36 -

Umstände rechtfertigt es sich jedenfalls im vorliegenden Massnahmeverfahren, 

dem Berufungskläger die Unterstützungsbeiträge der Eltern von Fr. 1'000.– pro 

Monat als Einkommen anzurechnen.

3. Einkommen der Berufungsbeklagten und von C._____

3.1. Die Vorinstanz ging auf Seiten der Berufungsbeklagten von einem monatli-

chen Nettoeinkommen von Fr. 2'865.– für die Phasen I und II resp. Fr. 2'905.– für 

die Phasen III bis VI aus, was einem Pensum von 50 % entspreche. Zwar wäre es 

der Berufungsbeklagten zumutbar, mit einem Pensum von 60 % zu arbeiten, wie 

sie dies früher getan habe. Allerdings sei dies an ihrer Arbeitsstelle gemäss Aus-

kunft ihres Vorgesetzten nicht möglich gewesen. Weiter hielt die Vorinstanz fest, 

ab dem Kindergarteneintritt sei es grundsätzlich beiden Parteien zumutbar, zufol-

ge der alternierenden Betreuung von C._____ zu je 75 % zu arbeiten. Entspre-

chend rechnete die Vorinstanz auch der Berufungsbeklagten nach Gewährung ei-

ner Übergangsfrist ab April 2025 (Phase VII) ein hypothetisches Einkommen von 

Fr. 4'358.– (entsprechend einem 75 % Pensum) an (act. 5 E. II.C.5.2). 

3.2. Der Berufungskläger beanstandet, dass der Berufungsbeklagten für die 

Phasen I bis VI lediglich ein Einkommen bei einem Pensum von 50 % angerech-

net worden sei. Die Berufungsbeklagte habe ihr Pensum grundlos, freiwillig und 

ohne Not von 60 % auf 50 % reduziert, was unbeachtlich sei. Es sei für alle Pha-

sen vom erzielbaren hypothetischen Einkommen von Fr. 3'486.– bei einem Pen-

sum von 60 % auszugehen. Zudem geht der Berufungskläger davon aus, dass 

der Berufungsbeklagten die von ihr geleisteten Überstunden ausbezahlt würden 

(act. 2 Rz 13; act. 22 Rz 11.1). 

3.3. Die Berufungsbeklagte bestreitet, dass sie ihr Arbeitspensum freiwillig und 

ohne Not reduziert habe. Vielmehr hätten ihre eigene Überlastung, der zufolge 

des Streites zwischen den Parteien erhöhte Betreuungsbedarf von C._____ sowie 

organisatorische Probleme, welche aufgrund unflexibler Arbeitszeiten und prakti-

scher Unmöglichkeit des Homeoffices im Zusammenhang mit der Abstimmung 

der Übergabezeiten von C._____ entstanden seien, diesen Schritt nötig gemacht. 

Sie habe ihr Pensum auf den Kindergarteneintritt von C._____ wieder erhöhen 

- 37 -

wollen, was gemäss ihrem Arbeitgeber aber nicht möglich gewesen sei. Die Vor-

instanz habe die Situation korrekt gewürdigt, indem sie ihr bis und mit März 2025 

das effektiv erzielte Einkommen angerechnet habe. Überstunden seien ihr im Üb-

rigen keine ausbezahlt worden, sie müsse diese kompensieren (act. 15 Rz 30 f.; 

act. 30 Rz 17). 

3.4. Würde dem Berufungskläger gefolgt, wäre der Berufungsbeklagten rückwir-

kend ein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Das ist vorliegend allerdings 

nicht angezeigt, zumal bei der Berufungsbeklagten im Hinblick auf die per Januar 

2022 erfolgte Pensumsreduktion um 10 % (vgl. Prot. VI S. 49) weder eine Schädi-

gungsabsicht noch unredliches Verhalten festgestellt werden kann. Im Zeitpunkt 

des Entscheides betreffend die Reduktion bestand noch eine andere Betreuungs-

situation – gemäss dem Eheschutzentscheid wurde C._____ noch mehr von der 

Berufungsbeklagten betreut (vgl. act. 5/5/26), erst im Verlauf des Jahres 2022 än-

derte sich dies dahingehend, dass der Berufungskläger kontinuierlich mehr Be-

treuungsanteile übernahm (vgl. etwa act. 5/3, insb. Rz 6). Zudem hatte die Beru-

fungsbeklagte durchaus nachvollziehbare Gründe für die Verringerung ihres Pen-

sums. Ausserdem war das Scheidungsverfahren damals noch nicht anhängig. 

Damit war für die Berufungsbeklagte auch nicht mit der nötigen Sicherheit voraus-

sehbar, dass ihr ein Pensum von 60 % zumutbar wäre, wie die Vorinstanz dann 

rund drei Jahre später festhielt. Unter diesen Umständen ist die Schlussfolgerung 

der Vorinstanz, es sei bis März 2025 vom tatsächlichen Einkommen, in der hier 

relevanten Phase VI von Fr. 2'905.–, auszugehen, nicht zu beanstanden. Das von 

der Vorinstanz festgesetzte, hypothetische Einkommen der Berufungsbeklagten 

für die Phase VII ab 1. April 2025 im Betrag von Fr. 4'358.– ist im Berufungsver-

fahren nicht beanstandet worden.

3.5. Was die allfällige Entschädigung für Überstunden angeht, so reichte die 

Berufungsbeklagte ihre Lohnabrechnungen 2023 und 2024 ein. Daraus ist ersicht-

lich, dass sich ihr Nettoeinkommen im Jahr 2023 auf durchschnittlich Fr. 2'850.– 

pro Monat und im Jahr 2024 auf Fr. 2'915.– monatlich belief (act. 17/5). Das von 

der Vorinstanz ermittelte Einkommen ist demzufolge hinreichend genau. 

- 38 -

3.6. Anzumerken bleibt, dass die Kinderzulagen für C._____ von Fr. 200.– 

grundsätzlich von der Berufungsbeklagten bezogen werden. Der Berufungskläger 

erhielt während der Zeit, in der er im Kanton St. Gallen angestellt war, zusätzlich 

Fr. 30.– (act. 5 E. II.C.5.3). Mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses in G._____ per 

Ende Februar 2025 entfallen diese zusätzlichen Familienzulagen.

4. Bedarf des Berufungsklägers

4.1. Prämienverbilligung

4.1.1. Die Vorinstanz ging beim Berufungskläger von Krankenkassenprämien 

(KVG) von Fr. 543.– im Jahr 2024 aus. Da der Berufungskläger aber Anspruch 

auf individuelle Prämienverbilligung (IPV) habe, welche er zufolge der knappen fi-

nanziellen Verhältnisse hätte beantragen müssen, sei eine gestützt auf seine 

Steuererklärung für das Jahr 2022 gemäss dem Rechner der SVA Zürich berech-

nete IPV von Fr. 208.– für das Jahr 2024 von den Krankenkassenprämien abzu-

ziehen (act. 5 E. II.C.6.2.5).

4.1.2. Der Berufungskläger macht geltend, die Vorinstanz habe die Prämienver-

billigung falsch berechnet. Zunächst ging er von dem von der SVA provisorisch 

verfügten Betrag von Fr. 109.– aus, weil er für die Jahre 2023 bis 2025 noch kei-

ne definitive Verfügung erhalten habe. Die Helsana habe im Juli 2024 sogar nur 

eine Rückerstattung für die IPV von Fr. 100.– monatlich vorgenommen (act. 2 

Rz 14; act. 22 Rz 12; act. 34 Rz 14 f.). Später reichte der Berufungskläger die de-

finitive Verfügung der IPV für das Jahr 2023 nach (vgl. act. 36).

4.1.3. Gemäss der Berufungsbeklagten ist vom Betrag, den die Vorinstanz be-

rechnet habe, auszugehen. Die vom Berufungskläger angerufenen Belege, wel-

che der Vorinstanz ohnehin noch nicht vorgelegen hätten, seien lediglich proviso-

risch und würden nicht auf den richtigen Steuerdaten beruhen. Auf die Rückzah-

lung der Krankenkasse könne nicht abgestellt werden, es handle sich um eine 

Vergütung für eine Arztrechnung (act. 15 Rz 32; act. 30 Rz 19 f.). 

4.1.4. Grundsätzlich ist nachvollziehbar, dass die Vorinstanz die Prämienverbilli-

gung des Berufungsklägers mit dem Rechner der SVA Zürich (https://svazurich.

- 39 -

ch/ihr-anliegen/privatpersonen/praemienverbilligung/praemienverbilligung_2024/

online-rechner.html; resp. derjenige für das Jahr 2025) selbst berechnete. Zum 

Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides lagen keine definitiven Entscheide be-

treffend die Prämienverbilligung vor, was nicht überrascht, verfügt die SVA Zürich 

doch erst bei Vorliegen der rechtskräftigen Steuerdaten des betreffenden Jahres 

definitiv. Die – der Vorinstanz ebenfalls noch nicht vorliegende (vgl. act. 2/14) – 

provisorisch verfügte Prämienverbilligung ist zudem jeweils rund 20 % tiefer als 

der eigentlich (provisorisch) berechnete Betrag und stützt sich auf die aktuellsten 

vorhandenen Steuerdaten und somit in der Regel noch nicht auf die Daten des 

betreffenden Jahres (https://svazurich.ch/ihr-anliegen/privatpersonen/praemien-

verbilligung/haeufige-fragen-zur-praemienverbilligung/fragen-zur-definitiven-ver-

fuegung.html; zuletzt besucht am 17. September 2025; vgl. auch act. 4/12 und 

act. 37/55). Auf den vom Berufungskläger angerufenen Rückzahlungsbetrag sei-

ner Krankenkasse kann daher nicht abgestellt werden, könnte sich der Betrag 

nach dem Gesagten doch nur aus einer provisorischen Berechnung ergeben. 

Mittlerweile liegt die definitive Verfügung der SVA betreffend die Prämienverbilli-

gung für das Jahr 2023 vor (act. 37/55). Da davon auszugehen ist, dass sich das 

Einkommen des Berufungsklägers 2024 im Verhältnis zum Vorjahr nur marginal 

verändert hat (vgl. E. III.2.1.5), kann die gestützt auf die Zahlen aus der Steuerer-

klärung 2023 errechnete Prämienverbilligung 2023 auch für das Jahr 2024 heran-

gezogen werden. Dem Berufungskläger ist entsprechend im Jahr 2024 eine Prä-

mienverbilligung von Fr. 185.– monatlich anzurechnen (act. 37/55). Die in der Un-

terhaltsberechnung einzusetzenden Kosten für die Krankenkasse belaufen sich 

damit auf Fr. 358.– (Fr. 543.– - Fr. 185.–). Für das Jahr 2025 ist eine Schätzung 

vorzunehmen, zumal das Einkommen des Berufungsklägers im Vergleich zum 

Vorjahr verändert ist (vgl. E. III.2.1.5). Ausgehend von einem steuerbaren Jahres-

einkommen von Fr. 54'178.– ([2 x Fr. 4'840.–] + [5 x Fr. 3'872.–] + [2 x Fr. 3'494.–] 

+ [3 x Fr. 6'050.–]; vgl. E. III.2.1.5 und III.2.1.11) und einstweilen gestützt auf ge-

mäss dem angefochtenen Entscheid geschätzten Unterhaltsbeiträgen von rund 

Fr. 4'800.– sowie den sonstigen Abzügen gemäss Steuererklärung 2023 (vgl. 

act. 4/5) ergibt sich eine Prämienverbilligung von Fr. 178.– pro Monat. Für die fol-

genden Jahre ergäbe sich zufolge des höheren Einkommens des Berufungsklä-

- 40 -

gers eine tiefere Prämienverbilligung. Dies hat jedoch keinen massgeblichen Ein-

fluss mehr auf die Unterhaltsberechnung, zumal es für diese Zeit die einzige Än-

derung darstellen würde und im Übrigen jedenfalls aus heutiger Sicht sämtliche 

Bedarfs- und Einkommenszahlen unverändert bleiben dürften (vgl. E. III.7.5). 

Dem Berufungskläger sind demnach ab Januar 2025 Krankenkassenprämien von 

Fr. 365.– (Fr. 543.– - Fr. 178.–) anzurechnen.

4.2. Mobilitätskosten und Verpflegung

4.2.1. Die Vorinstanz rechnete dem Berufungskläger unter Berücksichtigung der 

Arbeitsstelle in G._____ für die Phasen VI und VII Mobilitätskosten von Fr. 355.– 

für ein monatlich bezahltes Jahres-Generalabonnement (GA) an (act. 5 

E. II.C.6.2.6). Dies wird von den Parteien grundsätzlich nicht bestritten. Ebenfalls 

sind sie sich darüber einig, dass zufolge des Stellenverlustes der Arbeitsstelle in 

G._____ für die Phase VII nicht mehr von den Kosten eines GAs ausgegangen 

werden kann (act. 30 Rz 18; act. 34 Rz 13). Dem Berufungskläger ist zuzustim-

men, wenn er ein Abonnement für die Stadt Zürich (Zone 110) angerechnet ha-

ben will, zumal er C._____ nach F._____ in den Kindergarten begleiten muss (vgl. 

act. 34 Rz 13). Sein Arbeitsplatz ab August 2025 an der O._____-strasse (vgl. 

act. 35/52) ist demgegenüber zwar in Gehdistanz, doch ist der Berufungskläger 

wie dargelegt gehalten, sich um eine weitere/andere Stelle zu bemühen. Auch da-

her rechtfertigt sich die Anrechnung eines Abonnements der Zone 110. Mit der 

Vorinstanz ist mangels Vermögens des Berufungsklägers davon auszugehen, 

dass er dieses monatlich bezahlen muss. Die Kosten des Monatsabonnements 

belaufen sich auf Fr. 87.– (act. 34 Rz 13; act. 35/53). 

4.2.2. Anzumerken bleibt, dass dem Berufungskläger ab seinem Stellenverlust für 

die Zeit der Arbeitslosigkeit auch keine Verpflegungskosten mehr anzurechnen 

sind. Ab August 2025 kämen zwar grundsätzlich wieder Verpflegungskosten in re-

duziertem Umfang dazu. Da es sich jedoch lediglich um einen geringen Betrag 

handelt, der keinen massgeblichen Einfluss auf die Unterhaltsfestsetzung hat (vgl. 

E. III.7.4), sind diese für die Monate August bis Oktober 2025 zu vernachlässigen. 

Ab November 2025 ist ausgehend von einem Pensum von 75 % mit Verpfle-

- 41 -

gungskosten von Fr. 176.– zu rechnen, wie die Vorinstanz dies tat (vgl. act. 5 

E. II.C.6.1).

4.3. Bedarfsanteil von E._____

4.3.1. Die Vorinstanz rechnete dem Berufungskläger einstweilen und im Rahmen 

von vorsorglichen Massnahmen einen Bedarfsanteil von Fr. 826.– für dessen am 

tt.mm.2024 geborenen Tochter E._____ als Bedarfsposition an. Der Berufungs-

kläger sei – zusammen mit seiner Partnerin und Mutter von E._____ – auch für 

den Unterhalt von E._____ verantwortlich. Über die Situation des Kindes und den 

Haushalt der Eltern sei wenig bekannt. Es rechtfertige sich daher, von den glei-

chen Bedarfszahlen auszugehen wie bei C._____ (1/2 Grundbetrag Fr. 200.–, 

Wohnanteil Fr. 486.– [= 1/6 von Fr. 2'918.–], Krankenkasse Fr. 140.– [geschätzt]), 

so dass mit einem Bedarf von Fr. 826.– gerechnet werden könne. Die andere 

Hälfte des Grundbetrages sei bei der Mutter von E._____ anzurechnen, welche 

ab November 2024 mit einem Arbeitspensum von 60 % arbeiten werde und sich 

folglich im gleichen Ausmass wie der Berufungskläger am gemeinsamen Haushalt 

beteiligen könne. Unklar geblieben sei zudem, ob für E._____ Kinderzulagen be-

zogen würden und falls ja in welcher Höhe. Einstweilen seien keine solchen zu 

berücksichtigen (act. 5 E. II.C.7.1.15 und act. 5 E. II.C.7.1.18). Begründet mit dem 

Gleichbehandlungsgrundsatz rechnete die Vorinstanz in der Phase VII wie auch 

bei C._____ mit einem Bedarfsanteil von E._____ von rund Fr. 900.–, wobei sie 

davon ausging, die Mutter von E._____ beziehe die Kinderzulagen (act. 5 

E. II.C.7.1.21).

4.3.2. Der Berufungskläger äussert sich zu diesen Erwägungen nicht explizit, 

macht jedoch geltend, wenn er zu einer Erwerbstätigkeit von 75 % verpflichtet 

würde, werde es unumgänglich, für die Kinderbetreuung eine Nanny anzustellen. 

Es dürfte mit Fremdbetreuungskosten von Fr. 1'080.– zu rechnen sein, welche 

zwischen C._____ und E._____ im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln aufzutei-

len wären (act. 2 Rz 23.3; ferner act. 2 Rz 12 und act. 22 Rz 10.1). Die Beru-

fungsbeklagte ihrerseits bestreitet, dass C._____ fremdbetreut würde, und falls 

doch, seien lediglich Kosten des Horts der Tagesschule anzurechnen (act. 15 

Rz 69; ferner Rz 27 f.). 

- 42 -

4.3.3. Dass ein Kostenanteil des Bedarfs von E._____ auf Seiten des Berufungs-

klägers zu berücksichtigen ist, wird von den Parteien zu Recht nicht beanstandet. 

Ebenso wenig wird in Frage gestellt, dass im Rahmen des Massnahmeverfahrens 

zufolge ähnlicher Arbeitspensen davon ausgegangen werden kann, der Beru-

fungskläger und seine Partnerin würden sich den Bedarf von E._____ grundsätz-

lich hälftig teilen. Allerdings bedeutet dies nicht nur die Übernahme des hälftigen 

Grundbetrages durch die Mutter von E._____, sondern die Übernahme der Hälfte 

ihres gesamten Bedarfes. Insofern ist der Vorinstanz bei der Ermittlung des Be-

darfs von E._____ ein Fehler unterlaufen. Der gesamte Bedarf von E._____ be-

läuft sich damit auf Fr. 926.– (Existenzminimum) resp. Fr. 960.– (familienrechtli-

cher Bedarf; Fr. 400.– Grundbetrag + Fr. 486.– Wohnkostenanteil [= 1/6 der ge-

samten Wohnkosten von Fr. 2'918.–] + Fr. 140.– Krankenkasse KVG geschätzt 

abzüglich Fr. 100.– IPV geschätzt + Fr. 34.– Krankenkasse VVG geschätzt). Der 

dem Berufungskläger anzurechnende Anteil beläuft sich auf Fr. 463.– resp. 

Fr. 480.–. Entgegen der Vorinstanz ist sodann angesichts der knappen finanziel-

len Verhältnisse davon auszugehen, dass die Kinderzulagen zwingend zu bean-

tragen und damit anzurechnen sind. Auszugehen ist von den im Kanton Zürich 

üblichen Fr. 200.–, welche ebenfalls je hälftig beim Berufungsklägerin und bei sei-

ner Partnerin miteinzuberechnen sind. 

4.3.4. Ab November 2025 wird zufolge der vom Berufungskläger verlangten Auf-

stockung seines Pensums auf 75% bei E._____ eine Fremdbetreuung nötig. Es 

kann damit nicht von demselben Bedarf ausgegangen werden wie bei C._____, 

die den Kindergarten besucht und damit nicht mehr auf anderweitige Fremdbe-

treuung angewiesen ist (vgl. E. III.6.4.4). E._____ wird an rund anderthalb Tagen 

fremdbetreut werden müssen. Ob dies durch eine Nanny, eine Kita oder eine 

sonstige Betreuungslösung erfolgt, ist dem Berufungskläger und seiner Partnerin 

überlassen. Relevant sind lediglich die fraglichen Kosten, welche abzuschätzen 

sind. Für C._____ fielen in der Zeitspanne, als sie an zwei Tagen pro Woche in 

der Kita P._____ betreut wurde, Kosten von monatlich Fr. 1'029.– an (vgl. act. 5 

E. II.C.6.4.4). Angesichts dessen erscheinen die vom Berufungskläger berechne-

ten Fremdbetreuungskosten entgegen der Berufungsbeklagten keineswegs als 

abwegig. Es ist bei E._____ geschätzt von einem Betrag für Fremdbetreuungs-

- 43 -

kosten von Fr. 1'000.– pro Monat auszugehen. Der Bedarf von E._____ beläuft 

sich ab November 2025 also auf Fr. 1'926.– (Existenzminimum) resp. Fr. 1'960.– 

(familienrechtlicher Bedarf). Der Berufungskläger hat die Hälfte, mithin Fr. 963.– 

resp. Fr. 980.–, zu tragen, was ihm entsprechend anzurechnen ist.

5. Bedarf der Berufungsbeklagten

5.1. Wohnkosten

5.1.1. Die Vorinstanz ging von Mietkosten der Berufungsbeklagten von 

Fr. 1'884.– für die hier interessierenden Phasen VI und VII aus, da diese ausge-

wiesen und unbestritten seien. Nach grossen und kleinen Köpfen verteilt, ergebe 

sich ein Wohnkostenanteil bei der Berufungsbeklagten von monatlich Fr. 1'256.– 

(act. 5 E. II.C.6.3.2). 

5.1.2. Damit ist der Berufungskläger nicht einverstanden. Die Berufungsbeklagte 

habe die Mietzinssteigerung durch das Nichtbezahlen des Mietzinses während 

Oktober 2022 bis Januar 2023, was zu einem neuen Mietvertrag mit höherem 

Mietzins geführt habe, selbst verschuldet. Es seien lediglich die tieferen Wohn-

kosten unter Berücksichtigung der Mietzinserhöhung ab April 2024 von 

Fr. 1'708.– anzurechnen, woraus ein Anteil der Berufungsbeklagten von 

Fr. 1'139.– resultiere (act. 2 Rz 15.1; act. 22 Rz 13). 

5.1.3. Dies wiederum bestreitet die Berufungsbeklagte, der Berufungskläger ver-

möge seine Behauptung nicht zu belegen. Die Mietzinserhöhung habe der allge-

mein bekannten Mietzinsentwicklung in der Schweiz entsprochen (act. 15 Rz 32; 

act. 30 Rz 21). 

5.1.4. Hinreichend belegt ist, dass der ursprünglich auf den Berufungskläger lau-

tende Mietvertrag über die Wohnung der Berufungsbeklagten (act. 6/51/38) im 

Februar 2021 auf die Berufungsbeklagte überschrieben wurde, wie der Beru-

fungskläger vorbringt (vgl. act. 22 Rz 13.1; act. 23/47). Anfangs 2023 wurde zwi-

schen der Berufungsbeklagten und der Vermieterin ein neuer Mietvertrag abge-

schlossen (act. 6/48/3). Die Berufungsbeklagte bezahlte im Januar 2023 vier Mo-

natsmietzinse à Fr. 1'593.– nach und errichtete einen Dauerauftrag über densel-

- 44 -

ben Betrag (act. 6/48/6). Ob es infolge Zahlungsverzugs zu einer Kündigung des 

bisherigen Mietvertrages kam oder ob andere Gründe zum Neuabschluss des 

Mietvertrags führten, gestützt auf welche Überlegungen der Mietzins genau fest-

gesetzt wurde und warum die Berufungsbeklagte einen Dauerauftrag mit dem bis-

herigen Mietzins errichtete, geht aus den vorliegenden Unterlagen nicht hervor. 

Das vom Berufungskläger zitierte E-Mail vom 5. Februar 2024 an die Kindesver-

treterin (act. 6/133/76) gibt lediglich seine Ansicht wieder und stellt damit eine 

blosse Behauptung dar. Damit steht nicht mit hinreichender Sicherheit fest, dass 

der Berufungsbeklagten in Bezug auf die derzeit geltende Mietzinshöhe ein ei-

gentliches Verschulden vorgeworfen werden kann. Es ist daher nicht zu bean-

standen, im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen vom derzeit geltenden, be-

legten Mietzins von Fr. 1'884.– pro Monat auszugehen und der Berufungsbeklag-

ten einen Anteil von Fr. 1'256.– anzurechnen. 

5.2. Prämienverbilligung

5.2.1. Bei den Krankenkassenprämien (KVG) ging die Vorinstanz bei der Beru-

fungsbeklagten für das Jahr 2024 von den ausgewiesenen und unbestrittenen 

Fr. 347.– aus. Weiter erwog die Vorinstanz, das bei der Berufungsbeklagten vor-

handene Vermögen habe wahrscheinlich dazu geführt, dass sie keinen Antrag auf 

Prämienverbilligung gestellt habe. Da sie für die beiden Jahre 2022 und 2023 kei-

ne Steuererklärungen eingereicht habe, könne auch nicht überprüft werden, ob 

ein Anspruch auf IPV bestanden habe oder nicht. Angesichts des Umstandes, 

dass die KVG-Prämie der Berufungsbeklagten sich etwa in der Höhe derjenigen 

des Berufungsklägers bewege, könne im Rahmen von vorsorglichen Massnah-

men (einstweilen) auf diese Zahl abgestellt werden (act. 5 E. II.C.6.3.3). 

5.2.2. Der Berufungskläger macht demgegenüber geltend, die Berufungsbeklagte 

hätte angesichts der relevanten Vermögensobergrenze sehr wohl Anspruch auf 

eine Prämienverbilligung für sich und C._____ gehabt, wobei diese auf Fr. 218.– 

zu schätzen sei. Bei den vorhandenen knappen finanziellen Verhältnissen hätte 

die Berufungsbeklagte analog zum Berufungskläger zwingend eine Prämienverbil-

ligung beantragen müssen, auch wenn dies bedeute, dass sie dazu zuerst die 

Steuererklärung hätte erstellen müssen (act. 2 Rz 15.2; act. 22 Rz 14). 

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5.2.3. Die Berufungsbeklagte bestreitet sowohl die Höhe der mutmasslichen Prä-

mienverbilligung als auch, dass ihr eine solche angerechnet werden solle. Die 

Vorinstanz habe die Umstände korrekt gewürdigt (act. 15 Rz 34; act. 30 Rz 22). 

5.2.4. Grundsätzlich ist dem Berufungskläger zuzustimmen, dass angesichts der 

knappen finanziellen Verhältnisse auch von der Berufungsbeklagten verlangt wer-

den muss, die individuelle Prämienverbilligung zu beantragen. Da die Vermögens-

obergrenze für eine solche Fr. 150'000.– resp. für Alleinerziehende sogar 

Fr. 300'000.– beträgt (vgl. act. 2 Rz 15.2; act. 4/14; https://svazurich.ch/unsere-

produkte/weitere-produkte/krankenversicherung--kvg-/praemienverbilligung/leis-

tung.html; zuletzt besucht am 22. September 2025), stünde ihr Vermögen einem 

entsprechenden Anspruch der Berufungsbeklagten nicht entgegen (vgl. E. V.5 so-

wie act. 6/48/6 und act. 17/3). Allerdings ist die Antragsfrist für die Beantragung 

der Prämienverbilligung für das Jahr 2024 am 31. März 2025 abgelaufen (https://

svazurich.ch/ihr-anliegen/privatpersonen/praemienverbilligung/praemienverbilli-

gung_2024/aktuell.html