# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cfec907-05aa-5498-8df0-d707d7e03f72
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.10.2014 D-5831/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5831-2014_2014-10-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-5831/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Eritrea,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des BFM vom 30. September 2014 / N _______. 

 

 

D-5831/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein eritreischer Staatsangehöriger – seinen 

Heimatstaat eigenen Angaben zufolge im Mai 2014 illegal verliess und via 

B._______ und C._______ am 8. Juli 2014 mit dem Boot nach Italien ge-

langte, 

dass er von der italienischen Küstenwache aufgegriffen worden sei, 

dass man sie zu einer Küste gebracht habe, nachdem sie auf hoher See 

gewesen seien, 

dass sie von dort mit dem Flugzeug nach D._______ gebracht worden 

seien, wo sie den italienischen Behörden ihre Namen genannt hätten, 

dass auch Fotos gemacht worden seien, sie jedoch keine Fingerabdrücke 

gegeben hätten, 

dass er sich von D._______ via E._______ und F._______ mit dem Zug 

in die Schweiz begeben habe, 

dass der Beschwerdeführer am 17. Juli 2014 illegal in die Schweiz ein-

reiste, wo er am 18. Juli 2014 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

G._______ um Asyl nachsuchte, 

dass das BFM ihm anlässlich der Befragung zur Person am 23. Juli 2014 

das rechtliche Gehör zum möglichen Nichteintretensentscheid gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31), zur Zuständigkeit Italiens für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens beziehungsweise 

zu einer allfälligen Überstellung dorthin gewährte und ihm Gelegenheit 

gab, sich dazu zu äussern, 

dass er in diesem Zusammenhang erklärte, es gebe in Italien keine Un-

terstützung, 

dass selbst diejenigen, welche Fingerabdrücke gegeben hätten, dort in 

einem schrecklichen Zustand leben würden, weshalb er nicht verstehe, 

aus welchem Grund er dorthin zurückkehren sollte, 

dass das BFM gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zur ille-

galen Einreise in Italien am 25. Juli 2014 die italienischen Behörden um 

dessen Übernahme im Sinne von Art. 13 Abs. 1 der Verordnung (EU) 

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Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 

Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehöri-

gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend Dublin-III-VO), ersuchte, 

dass die italienischen Behörden innert Frist zum Übernahmeersuchen 

keine Stellung nahmen, 

dass das BFM mit Verfügung vom 30. September 2014 – eröffnet am 

7. Oktober 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 18. Juli 2014 nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Italien verfügte, den Beschwerdefüh-

rer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – auffor-

derte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

den Kanton H._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, 

dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenver-

zeichnis aushändigte, und feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen 

die Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, 

dass das BFM zur Begründung seines Nichteintretensentscheides insbe-

sondere ausführte, die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens sei am 26. September 2014 auf Italien überge-

gangen, da die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist 

zum Übernahmeersuchen keine Stellung genommen hätten, 

dass die Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien – vorbehältlich 

einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung der Überstellungsfrist 

(Art. 29 Dublin-III-VO) – bis spätestens am 26. März 2015 zu erfolgen ha-

be, 

dass auf sein Asylgesuch demnach nicht eingetreten werde, 

dass das Bundesamt den Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar 

und möglich erachtete, 

dass es diesbezüglich anführte, aufgrund dessen, dass der Beschwerde-

führer in einen Drittstaat reisen könne, in dem er Schutz vor Rückschie-

bung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde, sei das Non-Refoulement-

Gebot bezüglich des Heimat- oder Herkunftsstaates nicht zu prüfen, 

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dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 EMRK im Falle 

seiner Rückkehr nach Italien gegeben seien, 

dass weder die in Italien herrschende Situation noch andere Gründe ge-

gen die Zumutbarkeit der Wegweisung dorthin sprechen würden, 

dass zum Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach es in Italien keine 

Unterstützung gebe, festzuhalten sei, dass Italien die Richtlinie 

2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 (sog. Aufnahmerichtlinie), 

welche zahlreiche Mindestnormen für die Aufnahme und Betreuung von 

Asylsuchenden beinhalte, umgesetzt habe, weshalb er sich, nachdem er 

ein Asylgesuch eingereicht habe, an die zuständigen Behörden wenden 

könne, um eine Unterkunft und sozialstaatliche Unterstützung zu erhal-

ten, 

dass er zudem bei einer der in Italien zahlreich vorhandenen karitativen 

Organisationen um Hilfe ersuchen könne, 

dass vorliegend auch keine begründeten Anhaltspunkte dafür bestünden, 

dass er nach einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage ge-

raten würde, 

dass somit nichts gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung dorthin spre-

che, 

dass der Vollzug der Wegweisung ausserdem technisch möglich und 

praktisch durchführbar sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Oktober 2014 gegen die-

se Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

darum bat, seine Beschwerde umfassend zu prüfen und das BFM zu ver-

anlassen, auf das Asylgesuch einzutreten, 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den 

Erwägungen eingegangen wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Oktober 2014 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen, 

 

 

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorin-

stanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 

2012/4 E. 2.2 m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

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des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass auf das vorliegend zu beurteilende Gesuch das Abkommen vom 

26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mit-

gliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin-

Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.689]) Anwendung findet, 

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA 

i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertraglichen Zuständigkeit 

zur (materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der 

Verordnung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festle-

gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, 

der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-VO), zu er-

folgen hat, 

dass die Dublin-II-VO durch die Dublin-III-VO abgelöst worden ist, welche 

ab dem 1. Januar 2014 in allen Staaten der Europäischen Union an-

wendbar ist, 

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin-III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses 

Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umset-

zen werde,  

dass mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 festgehalten 

wurde, die Dublin-III-VO werde – unter Hinweis auf Ausnahmen – ab dem 

1. Januar 2014 vorläufig angewendet,  

dass gemäss der übergangsrechtlichen Bestimmung der Dublin-III-VO 

diese auf alle Anträge auf internationalen Schutz und damit auf Asylgesu-

che anwendbar ist, die ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden 

(vgl. Art. 49 Dublin-III-VO zweiter Satz), 

dass die Bestimmungen der Dublin-III-VO (vollständig) anwendbar sind, 

wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als auch das Gesuch 

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um Aufnahme oder Wiederaufnahme ab dem 1. Januar 2014 gestellt 

wurden, 

dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 18. Juli 2014 datiert 

und das Übernahmeersuchen des BFM an Italien am 25. Juli 2014 erfolg-

te, weshalb vorliegend die Dublin-III-VO zur Anwendung gelangt, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass der Beschwerdeführer am 8. Juli 2014 illegal in das Hoheitsgebiet 

der Dublin Mitgliedstaaten einreiste, 

dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen des BFM vom 

25. Juli 2014 unbeantwortet liessen, womit sie die Zuständigkeit Italiens 

implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass das BFM bei dieser Sachlage zu Recht von der Zuständigkeit Ita-

liens für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens aus-

ging, 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

geltend macht, er sei von den italienischen Behörden weder je erfasst 

worden (Fingerabdrücke oder andere biometrische Daten) noch habe er 

in Italien ein Asylgesuch eingereicht, 

dass Italien ihm lediglich als Transitland für die Reise in sein endgültiges 

Zielland gedient habe, 

dass der Grund für den mehrtägigen Verbleib in Italien in der Organisati-

on der Durchreise liege, welche einige Tage in Anspruch genommen ha-

be, 

dass eine direkte Einreise in die Schweiz, beispielsweise auf dem Luft-

weg, aus organisatorischen Gründen (Aufhebung des Botschaftsasyls 

2012) nicht möglich gewesen wäre, 

dass somit aus seiner Sicht die Schweiz für sein Asylverfahren zuständig 

sei, 

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dass der Umstand, wonach die italienischen Behörden auf die Anfrage 

des Dublin Office Switzerland nicht reagiert hätten, keinen Beweis dafür 

bilde, dass Italien für das Verfahren zuständig wäre, 

dass genauso gut die Uneinigkeit über die Zuständigkeit oder gar ein 

Kommunikationsproblem der Grund für die fehlende Antwort gewesen 

sein könnte, 

dass darüber hinaus hinlänglich bekannt sei, dass die italienischen Be-

hörden mit dem gegenwärtigen Ansturm von Flüchtlingen überfordert sei-

en, 

dass eine Abschiebung nach Italien nicht zumutbar sei, weil dort die Aus-

sicht auf ein Leben unter menschenwürdigen Umständen und auf ein fai-

res Asylverfahren derzeit nicht gegeben sei, 

dass eine derart rigide Auslegung der Dubliner Bestimmungen daher 

problematisch sei, 

dass zahlreiche Berichte vor Ort tätiger Flüchtlingsorganisationen sowie 

Urteile von deutschen Gerichten zeigten, dass in Italien Hilfe bei der Su-

che nach Unterkunft und Arbeit sowie Rechtssicherheit keinesfalls ge-

währleistet seien, 

dass er in der Hoffnung aus Eritrea geflüchtet sei, hier in der Schweiz 

Schutz zu bekommen, 

dass ihm stattdessen mit der Abschiebung nach Italien erneut die Gefahr 

von Willkür und existenzieller Not drohe, 

dass weder der bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs geäusserte 

Einwand noch die auf Beschwerdeebene geltend gemachten Vorbringen 

an der Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens etwas ändern können und auch keinen Anlass zur Aus-

übung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-

III-VO, Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) begründen, 

dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 

Schweiz ersichtlich sind, zumal Italien Signatarstaat der EMRK, des 

Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

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Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzproto-

kolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist, und sich aus den 

Akten keine konkreten Hinweise ergeben, wonach Italien sich nicht an die 

daraus resultierenden massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen 

halten würde, 

dass der Beschwerdeführer den italienischen Behörden übergeben wird, 

die damit die Möglichkeit haben, sich um ihn gebührend zu kümmern und 

sein Asyl- und Wegweisungsverfahren durchzuführen, 

dass Italien an die Richtlinie 2013/33/EU des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die 

Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (Auf-

nahmerichtlinie [Neufassung]), gebunden ist und demnach dafür besorgt 

sein muss, den Asylsuchenden ein menschenwürdiges Leben zu ermögli-

chen, 

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unter-

bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden 

und sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsor-

ganisationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen anneh-

men, 

dass bei dieser Sachlage der vom Beschwerdeführer geäusserte Ein-

wand, in Italien sei weder ein Leben unter menschenwürdigen Umstän-

den noch Hilfe bei der Suche nach Unterkunft und Arbeit gewährleistet, 

unbegründet ist, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer würde im Falle einer Rückkehr nach Italien wegen der dortigen 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass im Weiteren davon ausgegangen werden darf, dieser Staat aner-

kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus der 

Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 

26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-

kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) erge-

ben, 

dass der Beschwerdeführer demnach auch aus der Argumentation, in Ita-

lien bestehe keine Aussicht auf ein faires Asylverfahren, die Rechtssi-

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cherheit sei nicht gewährleistet und es drohe Willkür, nichts zu seinem 

Vorteil abzuleiten vermag, 

dass er sich bei allfälligen Schwierigkeiten an die dafür zuständigen Be-

hörden beziehungsweise karitativen Organisationen wenden kann, 

dass es in Anbetracht der Umstände insgesamt keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

dass an dieser Stelle festzuhalten ist, dass die Dublin-III-VO den Schutz-

suchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber 

auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerde-

führer aus dem Vorbringen, er habe gehofft, hier in der Schweiz Schutz 

zu bekommen, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, 

dass laut Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO für den Fall, dass innerhalb der Frist 

von zwei Monaten gemäss Absatz 1 beziehungsweise der Frist von ei-

nem Monat gemäss Absatz 6 keine Antwort erteilt wird, davon auszuge-

hen ist, dass dem Aufnahmegesuch stattgegeben wird, was die Verpflich-

tung nach sich zieht, die Person aufzunehmen und angemessene Vor-

kehrungen für die Ankunft zu treffen, 

dass die italienischen Behörden vorliegend innert Frist zum Übernah-

meersuchen keine Stellung nahmen, weshalb das BFM gestützt auf 

Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO zu Recht davon ausging, Italien sei mit der 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens einverstanden, 

dass damit der konkrete Grund für die fehlende Reaktion – entgegen an-

derslautender Einschätzung – unerheblich ist, 

dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 

eingetreten ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG 

(SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentschei-

des gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10), 

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dass die angefochtene Verfügung aufgrund der vorstehenden Erwägun-

gen Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt 

richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

Versand: