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**Case Identifier:** 41716944-8f77-5b17-bb78-b35cdd7005ce
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2024 B-5829/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5829-2023_2024-05-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid berichtigt durch Entscheid 

des BVGer vom 22.07.2024  

(B-4271/2024) 

 
 
    
 

 
 

  

 

 Abteilung II 

B-5829/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richterin Mia Fuchs,    

Gerichtsschreiber Benjamin Märkli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung, Forschung  

und Innovation SBFI,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Eidgenössische Berufsmaturität. 

 

 

 

B-5829/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) legte im Sommer 2023 die 

Eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung mit Ausrichtung Wirtschaft und 

Dienstleistungen ab. Mit Verfügung vom 29. August 2023, zugestellt per 

Einschreiben am 31. August 2023, teilte ihm das Staatssekretariat für Bil-

dung, Forschung und Innovation (SBFI; nachfolgend: Vorinstanz) mit, dass 

er die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfung nicht bestanden habe. Die 

Prüfungsleistungen des Beschwerdeführers wurden gemäss dem diesem 

Schreiben beiliegenden Prüfungszeugnis vom 29. August 2023 wie folgt 

bewertet: 

"Grundlagenbereich: 

Erste Landessprache Deutsch    4.5 

Zweite Landessprache Französisch   3.5 

Dritte Sprache Englisch    5.5 

Mathematik      2.0 

Schwerpunktbereich: 

Finanz- und Rechnungswesen    5.0 

Wirtschaft und Recht     4.5 

Ergänzungsbereich: 

Geschichte und Politik     4.0 

Technik und Umwelt     6.0 

Interdisziplinäres Arbeiten    3.5 

 

Gesamtnote      4.3" 

A.b  

Der Beschwerdeführer richtete einen eingeschriebenen Brief (datiert vom 

26. September 2023, Poststempel vom 28. September 2023) an die Vo-

rinstanz. Darin gab er an, gegen den Prüfungsentscheid zum schriftlichen 

Teil seiner Interdisziplinären Projektarbeit (IDPA; Note: 2.9) Beschwerde 

einlegen zu wollen, und rügte, dass die Benotung seiner schriftlichen IDPA 

nicht gerechtfertigt sei. In jenem Brief ging der Beschwerdeführer kritisch 

auf die Kommentare der bewertenden Fachpersonen ein, wie sie sich aus 

einem dem Schreiben beigelegten Beurteilungsblatt ergeben. 

B-5829/2023 

Seite 3 

A.c  

Am 13. Oktober 2023 kontaktierte die Vorinstanz den Beschwerdeführer 

per E-Mail und teilte ihm mit, dass sein Brief nicht als Beschwerde behan-

delt werden könne, und eine solche gemäss der Verfügung vom 29. August 

2023 beigefügten Rechtsmittelbelehrung an das Bundesverwaltungsge-

richt zu richten gewesen wäre, was infolge Fristablauf nun nicht mehr mög-

lich sei. 

B.  

Mit eingeschriebenem Brief vom 24. Oktober 2023 richtet der 

Beschwerdeführer eine vom 23. Oktober 2023 datierte Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht. Er erhebt darin sinngemäss Beschwerde 

gegen das Nichtbestehen seiner IDPA, unter Beilage einer (abgesehen 

vom Datum identischen) Kopie seines ursprünglichen Schreibens an die 

Vorinstanz (inkl. Anhang), zusammen mit einer Versandbestätigung der 

Schweizerischen Post für das Schreiben an die Vorinstanz. 

Mit Verfügung vom 26. Oktober 2023 fordert das Bundesverwaltungsge-

richt den Beschwerdeführer dazu auf, die angefochtene Verfügung 

nachzureichen.  

Mit eingeschriebenem Brief vom 3. November 2023 reicht der Beschwer-

deführer die Verfügung der Vorinstanz vom 29. August 2023 mit dem zu-

gehörigen Notenausweis nach. 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 23. November 2023 reicht die Vorinstanz die 

Vorakten ein und beantragt die "Unzulässigkeit" der Beschwerde. Die Vo-

rinstanz bringt insbesondere vor, der Beschwerdeführer habe versäumt, 

rechtzeitig vor Bundesverwaltungsgericht Beschwerde zu erheben. 

Mit ergänzender Vernehmlassung vom 15. März 2024 reicht die Vorinstanz 

nach Aufforderung durch das Bundesverwaltungsgericht die IDPA des Be-

schwerdeführers, die zugehörigen Themen- und Bewertungsblätter, den 

Notenausweis des Beschwerdeführers und eine Stellungnahme der exa-

minierenden Prüfungsexperten zur IDPA ein. 

Die vom Bundesverwaltungsgericht erteilte Gelegenheit zur Stellung-

nahme zur ergänzenden Vernehmlassung der Vorinstanz liess der Be-

schwerdeführer unbenutzt verstreichen. 

  

B-5829/2023 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Beschwerde hat einen Prüfungsentscheid zum Gegenstand, wel-

cher dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz mit ihrem Schreiben und 

beigefügtem Notenausweis vom 29. August 2023 mitgeteilt wurde. Dieser 

ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrens-

gesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das Staatssek-

retariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, welches die Verfü-

gung ausgestellt hat, ist eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32). Das Bundes-

verwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig (Art. 61 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 

2002 [BBG, SR 412.10] i.V.m. Art. 31 f. VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 

zur Beschwerde berechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG), hat den einverlangten 

Kostenvorschuss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde form-

gerecht eingereicht (Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3 Entgegen der Ansicht der Vorinstanz gilt eine Frist auch dann als ge-

wahrt, wenn eine Partei rechtzeitig an eine unzuständige Behörde gelangt 

(Art. 21 Abs. 2 VwVG). Mit seinem Schreiben vom 26. September 2023 

(Poststempel vom 28. September 2023) an die Vorinstanz hat der Be-

schwerdeführer die Beschwerdefrist gewahrt (Art. 21 Abs. 2 i.V.m. Art. 50 

Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz wäre von Gesetzes wegen verpflichtet ge-

wesen, die bei ihr eingereichte Beschwerde, zu deren Beurteilung sie nicht 

zuständig war, "ohne Verzug" dem Bundesverwaltungsgericht zu überwei-

sen (Art. 8 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Der Beschwerdeführer richtet seine Beschwerde einzig gegen die Be-

wertung seiner schriftlichen IDPA mit der Note 2.9. Er verlangt sinngemäss 

eine Neubewertung seiner Arbeit und die Anhebung der erteilten Note auf 

eine genügende Note. Selbst wenn der Beschwerdeführer aber eine genü-

gende Note erreichen würde, wäre die eidgenössische Berufsmaturitäts-

prüfung nicht bestanden, da das Bestehenskriterium von Art. 18 

Abs. 1 Bst. b der Verordnung des SBFI vom 5. Mai 2022 über die eidge-

nössische Berufsmaturitätsprüfung (VEBMP; SR 412.103.11) aufgrund der 

gesamthaften Differenz der ungenügenden Noten zur Note 4 nicht erfüllt 

wäre (s. sodann unten, E. 3.4 und 4). Der Beschwerdeführer hat dennoch 

ein Rechtsschutzinteresse an der Überprüfung der Bewertung seiner 

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Seite 5 

Berufsmaturitätsprüfung, weil die Notenhöhe an eine bestimmte Rechts-

folge geknüpft ist: Anlässlich einer allfälligen Wiederholung der eidgenös-

sischen Berufsmaturitätsprüfung innerhalb von zwei Jahren ab Eröffnung 

des Prüfungsentscheids sind nur jene Fächer abzulegen, in denen eine 

ungenügende Leistung erbracht wurde. Dies gilt auch für die IDPA (Art. 21 

Abs. 2 VEBMP; vgl. Urteil des BVGer B-4358/2022 vom 11. Januar 2023 

E. 1.2; BVGE 2009/10 E. 6.2.5; s. sodann unten, E. 3.5 und für die Frist E. 

6.6). Der Beschwerdeführer ist demnach zur Beschwerdeführung legiti-

miert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht (einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 

des Ermessens), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der ange-

fochtenen Verfügung gerügt werden (Art. 49 VwVG). 

2.2 In ständiger Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesverwaltungsge-

richt bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und spezifischen Fragen, 

die seitens der Gerichte nur schwer überprüfbar sind, eine gewisse Zurück-

haltung (vgl. BGE 136 I 237 E. 5.4.1 und 5.4.2; 131 I 467 E. 3.1; Urteil des 

BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4; B-6114/2020 vom 

27. Mai 2021 E 4.2) und weicht nicht ohne Not von der Beurteilung der be-

wertenden Experten ab (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 2010/11 E. 4.2; 

2008/14 E. 3.1; Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 

E. 4; B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.3). Auf die Rüge der Unange-

messenheit der Bewertung von Prüfungsleistungen ist nur dann detailliert 

einzugehen, wenn die beschwerdeführende Person selbst substantiierte 

und überzeugende Anhaltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass 

das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderun-

gen gestellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wur-

den. Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffas-

sung der Experten oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch oder 

unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht. Solange die Bewer-

tung nicht als fehlerhaft oder offensichtlich unangemessen erscheint bezie-

hungsweise keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sich die Examinie-

renden von sachfremden Kriterien haben leiten lassen, ist auf die Meinung 

der Experten abzustellen und es besteht kein Anlass, von der vorgenom-

menen Beurteilung abzuweichen. Das Bundesverwaltungsgericht hat sich 

lediglich davon zu überzeugen, dass die Korrekturen und Bewertungen 

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insgesamt nachvollziehbar und schlüssig sind (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 

2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1; 2008/14 E. 3.2, je m.w.H.; Urteil des BVGer 

B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4; B-671/2020 vom 6. Oktober 

2020 E. 2.4; kritisch dazu: PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei 

Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: Schweizerisches Zentralblatt 

für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 10/2011, S. 553 ff., insbesondere 

555 f., wonach eine Auseinandersetzung mit dem im konkreten Fall zu be-

urteilenden Leistungsnachweis und seiner Ausgestaltung stattzufinden 

habe). 

2.3 Diese Zurückhaltung gilt indessen nur für die materielle Bewertung der 

Prüfungsleistungen. Ist demgegenüber die Auslegung oder Anwendung 

von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prü-

fungsablauf gerügt, so hat das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen 

Einwendungen mit umfassender Kognition zu prüfen, andernfalls es eine 

formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. Urteil des BGer 2D_6/2010 

vom 24. Juni 2010 E. 5.2; BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1; 2008/14 

E. 3.3; Urteil des BVGer B-2588/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.2; B-671/2020 

vom 6. Oktober 2020 E. 2.5). Dabei nehmen all jene Einwände auf Verfah-

rensfragen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die Aufgabenstel-

lung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen. Die Beweislast für 

allfällige Verfahrensfehler obliegt dem Beschwerdeführer (vgl. Urteil des 

BGer 2D_7/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2; Urteil des BVGer B-6114/2020 

vom 27. Mai 2021 E. 4.4; B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.5 und 

B-1364/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.5). 

3.  

3.1 Die eidgenössische Berufsmaturität schafft die Voraussetzungen für 

ein Studium an einer Fachhochschule (Art. 25 BBG). Gestützt auf Art. 25 

Abs. 5 BBG hat der Bundesrat die Berufsmaturitätsverordnung vom 

24. Juni 2009 (BMV, SR 412.103.1) erlassen. Diese Verordnung regelt un-

ter anderem die Berufsmaturitätsprüfung (Art. 1 Bst. d BMV). Das eidge-

nössische Berufsmaturitätszeugnis erhält, wer ein eidgenössisches Fähig-

keitszeugnis besitzt und die vom Bund anerkannte Berufsmaturitätsprü-

fung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich 

durchlaufen hat (Art. 39 Abs. 1 BBG). Für Inhaberinnen und Inhaber eines 

eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses, die keinen anerkannten Bildungs-

gang absolviert haben, regelt die Vorinstanz die eidgenössische Berufsma-

turitätsprüfung (Art. 4 Abs. 2 BMV). Auf dieser Grundlage erliess die Vo-

rinstanz die VEBMP. 

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Seite 7 

3.2 Die Berufsmaturitätsprüfung wird unter anderem für die Ausrichtung 

"Wirtschaft und Dienstleistungen" angeboten (Art. 10 Abs. 2 Bst. b 

VEBMP). Die Prüfungen für die Berufsmaturität der Richtung Wirtschaft 

und Dienstleistungen umfassen neben den Grundlagenfächern zusätzlich 

die Fächer "Finanz- und Rechnungswesen" und "Wirtschaft und Recht" im 

Schwerpunktbereich, zwei Ergänzungsfächer sowie das Fach "Interdiszip-

linäres Arbeiten" (Art. 10 Abs. 1, Abs. 2 Bst. b, Abs. 3 Bst. b und Abs. 4 

VEBMP). Letzteres wird im Rahmen einer Interdisziplinären Projektarbeit 

(IDPA) geprüft, wobei die Endnote zu zwei Dritteln auf der Bewertung der 

IDPA selbst beruht, und zu einem Drittel auf der Bewertung der Präsenta-

tion der IDPA (Art. 10 Abs. 4 i.V.m. Art. 17 Abs. 3 VEBMP). 

3.3 Die Leistungen in den Prüfungsfächern sowie in der IDPA werden in 

ganzen oder halben Noten ausgedrückt. 6 ist die höchste, 1 die tiefste 

Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen (Art. 16 VEBMP). 

Noten, die sich aus dem Mittel der Summe mehrerer bewerteter Leistungen 

ergeben, werden auf die nächste halbe oder ganze Note gerundet. Ausge-

nommen ist die Gesamtnote (Art. 17 Abs. 1 VEBMP). Die Gesamtnote ist 

das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der Noten aller 

Fächer im Grundlagenbereich, im Schwerpunktbereich und im Ergän-

zungsbereich sowie der Note für das interdisziplinäre Arbeiten (Art. 17 

Abs. 4 VEBMP). 

3.4 Die Berufsmaturitätsprüfung ist gemäss Art. 18 Abs. 1 VEBMP bestan-

den, wenn a) die Gesamtnote mindestens 4 beträgt; b) die Differenz der 

ungenügenden Noten zur Note 4 gesamthaft nicht mehr als 2 beträgt; und 

c) nicht mehr als zwei Noten unter 4 erteilt wurden. Wird die Prüfung nicht 

bestanden, so verfügt die Vorinstanz den Prüfungsentscheid und teilt die 

erzielten Noten mit (Art. 20 Abs. 3 VEBMP). 

3.5 Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie einmal wiederholen. Bei einer 

Wiederholung innerhalb von zwei Jahren ab Eröffnung des Prüfungsent-

scheids sind nur jene Fächer abzulegen, in denen eine ungenügende Leis-

tung erbracht wurde, was auch für die IDPA gilt. Wird eine ungenügende 

IDPA innert dieser Frist wiederholt, kann die Kandidatin oder der Kandidat 

nach Wahl entweder die IDPA überarbeiten oder eine IDPA zu einem neu 

vorgegebenen Thema erarbeiten. Bei einer Wiederholung nach Ablauf die-

ser Frist müssen alle Fächer und die IDPA erneut abgelegt werden (Art. 21 

Abs. 1–4 VEBMP). 

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Seite 8 

4.  

Der Beschwerdeführer erzielte ungenügende Noten im Fach Französisch 

(3.5), im Fach Mathematik (2.0) und im Fach Interdisziplinäres Arbeiten 

(3.5). Letztere setzt sich zusammen aus der Teilnote 2.9 (gemäss Stellung-

nahme der Vorinstanz gerundet auf 3.0) für seine schriftliche IDPA zum 

Thema "Vergleich der Entwicklung des Onlinehandels der letzten 10 Jahre 

am Beispiel zweier Unternehmen – B._______ und C._______ im Ver-

gleich", sowie der Teilnote 4.5 für die zugehörige mündliche Präsentation 

(siehe zur Gewichtung oben, E. 3.2). Gesamthaft liegen drei ungenügende 

Fachnoten vor, was bereits zum Nichtbestehen der Berufsmaturitätsprü-

fung führt (vgl. Art. 18 Abs. 1 Bst. c VEBMP). Sodann betragen die Abwei-

chungen zur Note 4.0 im Fach Französisch 0.5, im Fach Mathematik 2 und 

im Fach Interdisziplinäres Arbeiten 0.5, das heisst insgesamt 3.0, wovon 

die Abweichung in den Fächern Französisch und Mathematik 2.5 Punkte 

beträgt und bereits diese Abweichung – unabhängig von der Note im Fach 

Interdisziplinäres Arbeiten – als solche schon zum Nichtbestehen der Prü-

fung führt (vgl. Art. 18 Abs. 1 Bst. b VEBMP). Die Beurteilung der Prüfun-

gen in den Fächern Französisch und Mathematik wird vom Beschwerde-

führer nicht gerügt; der Beschwerdeführer beanstandet einzig die Beno-

tung der schriftlichen IDPA. Wie einleitend festgestellt (s. oben, E. 1.4), hat 

er allerdings trotzdem ein Rechtsschutzinteresse an der vorliegenden Be-

schwerde, da er bei deren Erfolg die IDPA bei einer Wiederholung der Be-

rufsmaturitätsprüfung nicht überarbeiten bzw. erneut ablegen müsste. 

5.  

5.1 Gemäss dem von der Vorinstanz herausgegebenen Themenblatt der 

Interdisziplinären Projektarbeit in der Ausrichtung Wirtschaft und Dienst-

leistungen für das Jahr 2023 war das durch den Beschwerdeführer zu be-

arbeitende Thema der "Vergleich der Entwicklungen des Onlinehandels 

der letzten 10 Jahre am Beispiel zweier Unternehmen". Das Themenblatt 

führt weiter aus, dass eines der verglichenen Unternehmen in der Schweiz, 

das andere in einem englischsprachigen Land ansässig sein muss. Zum 

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz solle der Bearbeiter oder die Bear-

beiterin einen persönlichen Zugang finden. Beide gewählten Unternehmen 

sollen in den letzten Jahren für den Verkauf ihrer angebotenen Produkte 

den Online-Versand und zugehörige Online-Dienstleistungen ausgebaut 

haben. 

5.2 Das von der Vorinstanz mit ergänzender Vernehmlassung vom 

15. März 2024 eingereichte "Beurteilungsblatt IDPA schriftliche Arbeit" gibt 

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Seite 9 

Aufschluss über die angewandten Bewertungskriterien, die Bepunktungs- 

und Notenberechnungsmodalitäten (erreichte und maximal mögliche 

Punkte und Gewichtung für jedes Bewertungskriterium; Punkte- bzw. No-

tenschlüssel-Formel) und beinhaltet Kommentare seitens der Prüfungsex-

perten zu ihrer Bewertung. Demnach konnte der Beschwerdeführer in je-

dem der 8 Bewertungskriterien zwischen 0 und 5 Punkte erreichen, welche 

jeweils mit einem Faktor zwischen 1 und 4 multipliziert wurden. Die für den 

Beschwerdeführer resultierende Punktzahl (vorliegend 38 von maximal 

100 Punkten) wurde gemäss der gängigen Formel durch 100 dividiert, das 

Ergebnis mit 5 multipliziert und 1 addiert, woraus sich für den Beschwer-

deführer die Teilnote von 2.9 ergibt. Unter der Annahme, dass diese Teil-

note (scheinbar entgegen der Auffassung der Vorinstanz gemäss ihrer er-

gänzenden Vernehmlassung vom 15. März 2024) nicht gerundet wird, die 

Gesamtnote für das Fach Interdisziplinäres Arbeiten allerdings schon (vgl. 

Art. 17 VEBMP), fehlen dem Beschwerdeführer somit 10 Punkte für eine 

genügende Fachnote ([{38 + 10 = 48} Punkte / 100] x 5 + 1 = 3.4; [3.4 {Teil-

note schriftliche IDPA} x 2 + 4.5 {Teilnote mündliche Präsentation}] / 3 

= 3.76, gerundet 4.0). 

6.  

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, seine Leistungen in der schriftlichen 

IDPA seien unterbewertet worden. Inhaltlich rügt der Beschwerdeführer die 

Bewertung seiner IDPA in den Bewertungskriterien "Fragestellung und Me-

thoden", "Themenbewältigung", "Sachliche Qualität" und "Darstellung": 

6.1  

6.1.1 Im Bewertungskriterium "Fragestellung und Methoden" erreichte der 

Beschwerdeführer 4 von maximal 10 Punkten. Gemäss der Kommentar-

spalte des Beurteilungsblatts habe der Beschwerdeführer weder Fragestel-

lung noch methodisches Vorgehen nachvollziehbar erklärt. Die undifferen-

zierte Gegenüberstellung zweier divergierender Krankenversicherungsan-

bieter unter inkompatiblen Prämissen wirke wie ein Vergleich "zwischen 

Äpfeln und Birnen". 

6.1.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe die beiden Unternehmen, 

deren Vergleich zentraler Bestandteil seiner Arbeit bildet, angemessen ge-

wählt. Entgegen der Einwände der Prüfungsexperten handle es sich bei 

B._______ und C._______ um Unternehmen, die beide den Vertrieb von 

Versicherungen als Kerngeschäft hätten. Unterschiede in deren Angebot 

seien dabei lediglich durch die konkrete gewählte Versicherung und den 

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Seite 10 

gesetzlichen Rahmen der jeweiligen Sitz-Staaten bedingt und würden die 

Vergleichbarkeit dieser Unternehmen nicht beeinträchtigen. 

6.1.3 In ihrer Stellungnahme, die der ergänzenden Vernehmlassung der 

Vorinstanz vom 15. März 2024 beiliegt, entgegnen die examinierenden 

Prüfungsexperten, dass Krankenkassen zweier Länder aufgrund ihres un-

terschiedlichen regulatorischen Hintergrunds schlecht vergleichbar seien. 

Ein Vergleich zwischen der weltweit agierenden C._______, welche eigene 

Spitäler, Pflegeheime und Seniorendörfer betreibe, mit einer Schweizer 

Krankenkasse sei somit kaum möglich. Dies etwa im Gegensatz zu zwei 

Versandhäusern, die im Wesentlichen ein analoges Geschäftsmodell ver-

folgen würden. 

6.1.4 Das von der Vorinstanz herausgegebene Themenblatt der Interdis-

ziplinären Projektarbeit in der Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen 

nennt als zentrale Aufgabenstellung der schriftlichen IDPA den Vergleich 

zweier Unternehmen im Hinblick auf die Entwicklung des Onlinehandels 

der letzten 10 Jahre. Teil der Aufgabenstellung ist dabei, Unterschiede und 

Gemeinsamkeiten zwischen diesen Unternehmungen und ihren An-

spruchsgruppen zu analysieren und zu beurteilen. Nach Meinung der Vo-

rinstanz werde die erfolgreiche Bearbeitung dieser Aufgabe praktisch ver-

unmöglicht, wenn es den gewählten Unternehmen an der nötigen Ver-

gleichbarkeit fehlt. Die Prüfungsexperten führen aus, diese fehle vorlie-

gend sowohl aufgrund des unterschiedlichen Angebots der gewählten Un-

ternehmen, wie auch aufgrund des drastisch unterschiedlichen regulatori-

schen Umfelds. Tatsächlich zeigt bereits ein oberflächlicher Vergleich des 

öffentlichen Gesundheits- und Versicherungssystems der Schweiz mit 

demjenigen des Vereinigten Königreichs (nur einem der Länder, in welchen 

C._______ geschäftlich tätig ist), dass etwa der Leistungsumfang, das 

Marktumfeld, die Finanzierung, und die unternehmerischen Handlungs-

möglichkeiten von Krankenversicherungen in beiden Ländern wesentlich 

divergieren. Zugunsten des Beschwerdeführers wäre einzuwenden, dass 

auch Versicherungsdienstleistungen vermehrt online angeboten werden. 

Auch wenn dabei regulatorische Unterschiede zwischen Versicherern ver-

schiedener Länder existieren (wie dies auch in allen anderen Branchen 

möglich ist), muss dies allein eine Vergleichbarkeit nicht unbedingt aus-

schliessen. Auch daraus resultierende, divergierende Geschäftsmodelle 

könnten, allenfalls auf bestimmte Geschäftsbereiche beschränkt, trotzdem 

Vergleiche erlauben. Im Rahmen der selbstauferlegten Zurückhaltung des 

Bundesverwaltungsgerichts (vorstehend E. 2.2) genügt für eine erfolgrei-

che Rüge der vorinstanzlichen Bewertung allerdings nicht, dass auch 

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Seite 11 

andere Bewertungsmöglichkeiten als die von den Prüfungsexperten präfe-

rierten denkbar sind. Vielmehr läge es am Beschwerdeführer, aufzuzeigen, 

inwiefern die von den Experten geäusserte Meinung und somit auch ihre 

Bewertung unhaltbar oder offensichtlich falsch wären (BVGE 2010/21 

E. 5.1; 2010/11 E. 4.3 und 4.5; 2010/10 E. 4.1; 2008/14 E. 3.2, je m.w.H.). 

Mangels derartiger Vorbringen und konkreten Anhaltspunkten hierzu blei-

ben die Ausführungen der Prüfungsexperten immerhin nachvollziehbar, so 

dass es bei deren Bewertung bleibt. 

6.2  

6.2.1 Im Bewertungskriterium "Themenbewältigung" erreichte der Be-

schwerdeführer 4 von maximal 20 Punkten. Gemäss Kommentarspalte des 

Beurteilungsblatts kritisieren die Prüfungsexperten, dass der Beschwerde-

führer im Rahmen seiner Arbeit die Angebote der B._______ wesentlich 

detaillierter präsentiert habe als diejenigen des Vergleichsunternehmens 

C._______. Gleichzeitig habe er den Vergleich der beiden Unternehmen – 

ein einziger, relativ kurzer Paragraph an Text – zu kurz gehalten. Verschie-

dene Aussagen seien zudem irreführend, insbesondere die graphische 

Darstellung von Kennzahlen beider Unternehmen in unterschiedlichen Ein-

heiten. 

6.2.2 Den Kritikpunkt, die Angebote der B._______ würden in seiner IDPA 

weitaus ausführlicher präsentiert als diejenigen der C._______, rechtfertigt 

der Beschwerdeführer damit, dass die Aufgabenstellung einen Vergleich 

mit einem Schweizer Unternehmen verlange, zu welchem der Bearbeiter 

einen "persönlichen Zugang" habe. Dies habe er so verstanden, dass der 

Bearbeiter selbst bei dem betroffenen Unternehmen angestellt sein müsse, 

weshalb er seinen Arbeitgeber, die B._______, gewählt habe. Dementspre-

chend sei naturgemäss auch sein Wissen zu den Angeboten der 

B._______ wesentlich umfassender als zu denjenigen der C._______. 

Den Kommentaren der Experten, verschiedene Aussagen und graphische 

Abbildungen seien irreführend, wie etwa der Vergleich des Kundenbestan-

des der beiden Unternehmen unter Nutzung unterschiedlicher Grössenein-

heiten (Angaben in Tausenden bzw. Millionen), entgegnet der Beschwer-

deführer, dass klar sei, dass die Zahlen der C._______ um ein Vielfaches 

höher seien als diejenigen der B._______. Weiter sei die Verwendung un-

terschiedlicher Einheiten in der Darstellung von Kennzahlen beider Unter-

nehmen unbedenklich, da in den betroffenen Abbildungen lediglich relative 

Wachstumsraten und nicht absolute Zahlen dargestellt werden sollten. 

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Seite 12 

Eine Bewertung im Kriterium "Themenbewältigung" mit 4 von maximal 20 

Punkten sei deswegen nicht gerechtfertigt. 

6.2.3 Die Prüfungsexperten betonen in Ihrer Stellungnahme, dass gerade 

aufgrund des persönlichen Zugangs des Beschwerdeführers zur 

B._______ zu erwarten gewesen wäre, dass dieser für einen Vergleich his-

torischer Entwicklungen tatsächlich relevante Daten präsentiert, was vor-

liegend nicht geschehen sei. Die Qualität der kritisierten Abbildungen sei 

weiterhin fraglich. 

6.2.4 Mit den Prüfungsexperten ist festzustellen, dass die Ausführungen 

des Beschwerdeführers in seiner IDPA einen auffällig variierenden Detail-

grad aufweisen, je nachdem, ob Aspekte der B._______ oder der 

C._______ beschrieben werden. In Bezug auf die Abbildungen zum Kun-

denbestand, wie sie sich etwa auf Seite 11 der IDPA finden, kann den Prü-

fungsexperten keine Willkür vorgeworfen werden, wenn sie die gewählten 

Darstellungen als wenig ergiebig beurteilen. Verglichen mit dem Bewer-

tungsblatt beinhaltet der Hinweis der Prüfungsexperten auf die fehlenden 

‘relevanten Daten’ eine Präzisierung der Beurteilung, die vom Beschwer-

deführer allerdings unwidersprochen bleibt. Somit erscheinen Korrektur 

und Bewertung der IDPA auch in dieser Hinsicht als insgesamt nachvoll-

ziehbar und nicht geradezu rechtsfehlerhaft. 

6.3  

6.3.1 Im Bewertungskriterium "Sachliche Qualität" erreichte der Beschwer-

deführer 6 von maximal 15 Punkten. Wesentlicher Kritikpunkt der Prü-

fungsexperten ist dabei, dass der Beschwerdeführer die thematischen Vor-

gaben der IDPA verfehlt habe, da weder B._______ noch C._______ "On-

linehändler" im Sinne des von der Vorinstanz vorgegebenen Themenblatts 

seien. 

6.3.2 Der Beschwerdeführer beanstandet die Einschätzung der Prüfungs-

experten, wonach er das vorgegebene IDPA-Thema verfehlt habe, und ent-

gegnet, auch der digitale Vertrieb von Versicherungsprodukten und Tele-

medizinangeboten würden eine Form des Onlinehandels darstellen. 

6.3.3 In ihrer Stellungnahme verweisen die Prüfungsexperten auf die Vor-

gaben der Vorinstanz zum Thema der IDPA, aus denen unmissverständlich 

hervorgehe, dass sich der Begriff "Onlinehandel" auf Waren und nicht auf 

Dienstleistungen beziehe. Alle übrigen schriftlichen IDPA, welche die Prü-

fungsexperten bewertet hätten, hätten ebenfalls dieses Verständnis geteilt 

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Seite 13 

und hätten deshalb Vergleiche zwischen Online-Warenhändlern gezogen, 

die eine repräsentative Gegenüberstellung ermöglichten. 

6.3.4 Das Verdikt der examinierenden Experten, lautend auf "ungenügend" 

(2 Punkte) mit dem Faktor 3, macht auch hier einen sehr strengen Ein-

druck. Die Experten verweisen auf den Text im Themenblatt für die Inter-

disziplinäre Projektarbeit in der Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistun-

gen: "Verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen, dass der Online-

handel weltweit ausgebaut wurde und immer mehr Konsumentinnen und 

Konsumenten ihre Einkäufe online tätigen, statt persönlich in einem Unter-

nehmen vor Ort einzukaufen" (Betonung eingefügt). Den Prüfungsexperten 

ist zu Gute zu halten, dass ihre Interpretation (Onlinehandel als der Handel 

mit Waren) näher liegt als eine weitergehende, die auch Dienstleistungen 

miteinschliesst, auch wenn eine solche nicht à priori ausgeschlossen 

schiene. Es steht dem Bundesverwaltungsgericht auch hier nicht zu, auf 

dieser Grundlage dem Beschwerdeführer zum Beispiel statt der vergebe-

nen 2 Punkte deren 3 zu erteilen (Urteile des BVGer B-7082/2018 vom 

13. August 2019 E. 3.6.2; B-4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.3).  

6.4  

6.4.1 Im Bewertungskriterium "Darstellung" erreichte der Beschwerdefüh-

rer 6 von maximal 15 Punkten, womit dieser Bewertungspunkt ebenfalls 

als ungenügend beurteilt wurde. Hierzu bemängeln die Prüfungsexperten, 

die IDPA des Beschwerdeführers sei mit über 100 Seiten viel zu umfang-

reich. Dies sei insbesondere auf die Inklusion mehrerer B._______-Ge-

schäftsberichte im Anhang zurückzuführen, welche in der gebundenen Fi-

nalversion der IDPA aber nichts verloren hätten. Die entsprechenden An-

hänge würden im Inhaltsverzeichnis sodann nicht genannt, die Gliederung 

lasse einen roten Faden vermissen und der Aussagewert verschiedener 

Abbildungen sei kaum nachvollziehbar. 

6.4.2 Der Beschwerdeführer weist die Kritik, wonach seine IDPA zu um-

fangreich ausgefallen sei, zurück. Tatsächlich sei diese Länge noch im 

Rahmen der Vorgaben, da der Anhang gemäss Ausschreibung der IDPA 

keiner Maximallänge unterstehe. Die beigelegten Geschäftsberichte der 

B._______ habe er inkludiert, da sie online nicht mehr auffindbar seien. 

Weiter sei dem Beschwerdeführer unklar, inwiefern etliche Abbildungen in 

seiner IDPA kaum nachvollziehbar seien – es handle sich dabei schlicht 

um Diagramme, die eine historische Entwicklung wiedergeben würden. 

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Seite 14 

Diese seien in seiner IDPA stets erklärt und deren wichtigsten Erkenntnisse 

würden hervorgehoben. 

6.4.3 Die Prüfungsexperten entgegnen, die Beilage der B._______-Ge-

schäftsberichte sei absolut unüblich und kontraproduktiv. Weiter wiederho-

len sie den bereits im ursprünglichen Beurteilungsblatt vermerkten Kritik-

punkt, dass dieser Anhang im Inhaltsverzeichnis fehle. Schliesslich ten-

diere der Text der IDPA des Beschwerdeführers inhaltlich zu einer Nacher-

zählung von Geschäftsberichten, welche eine stringente Analyse und fun-

dierte Synthese im Sinne einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit 

der Aufgabenstellung vermissen liesse. 

6.4.4 Für das Bundesverwaltungsgericht ist nicht nachvollziehbar, inwie-

fern die Beilage von allenfalls nicht öffentlich zugänglichen Quellen im An-

hang einer IDPA die Qualität derselben wesentlich beeinträchtigen sollte. 

Die Experten konkretisieren nicht, inwiefern sich die Beilage des Ge-

schäftsberichts der B._______ "absolut … kontraproduktiv" auswirkt. Doch 

auch bezüglich des Bewertungspunktes "Darstellung" muss offenbleiben, 

ob allenfalls ein zusätzlicher Punkt angemessen wäre, weil sich die von 

den Experten sowohl im Bewertungsblatt als auch in ihrer Stellungnahme 

vorab und zentral bemängelten Anhänge allenfalls unangemessen stark 

auf die Bewertung auswirken. Das Bundesverwaltungsgericht führt keine 

Angemessenheitskontrolle durch. Daneben überzeugen die übrigen An-

merkungen der Experten zum Bewertungskriterium "Darstellung" in ihrer 

Stellungnahme und dem Beurteilungsblatt der IDPA (fehlender roter Faden, 

mangelhaftes Inhaltsverzeichnis, unklarer Aussagewert verschiedener Ab-

bildungen im Kontext der Aufgabenstellung), sodass ihre schlussendliche 

Bewertung nicht offensichtlich unangemessen erscheint. 

6.5  

6.5.1 Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, er habe das gewählte 

Thema trotz zugestandener Imperfektionen gut bewältigen und sein inter-

disziplinäres Wissen in die Arbeit einfliessen lassen können. Auch habe er 

während der Erarbeitung seiner IDPA stets positive Rückmeldungen von 

Lehrkräften erhalten. 

6.5.2 In ihrer Stellungnahme betonen die Prüfungsexperten, dass sie die 

(nicht weiter spezifizierten) positiven Rückmeldungen von Lehrkräften ge-

genüber dem Beschwerdeführer nicht nachvollziehen könnten. Der ent-

scheidende Schwachpunkt der IDPA bestehe bereits rein grundsätzlich in 

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Seite 15 

der missratenen Themenwahl. Zusammenfassend halten die Experten die 

Note 2.9 für die schriftliche IDPA weiterhin für gerechtfertigt. 

6.5.3 Einerseits bringen die Ausführungen des Beschwerdeführers seine 

subjektive Sichtweise zum Ausdruck, ohne damit konkret aufzuzeigen, 

dass und inwiefern die Beurteilungen der Experten rechtsfehlerhaft wären. 

Andererseits muss in Bezug auf die positive Rückmeldung von Lehrkräften 

auf die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verwiesen werden, wonach 

ein Prüfungskandidat aus allfälligen Vorbereitungskursen, wie hier privater 

Vorbereitung auf die eidgenössische Berufsmaturitätsprüfungen, keine 

Rechtsansprüche in Bezug auf die Beurteilung seiner Prüfungsleistungen 

ableiten kann (vgl. Urteil des BVGer B-3564/2013 vom 7. August 2014 

E. 5.1; B-241/2013 vom 22. April 2013 E. 4.6). Die Enttäuschung des Be-

schwerdeführers darüber, dass die, wie sich aus dem mit der IDPA einge-

reichten Projektjournal ergibt, positiven Rückmeldungen durch Lehrperso-

nal des vom Beschwerdeführer gewählten Vorbereitungsanbieters von den 

Prüfungsexperten im Ergebnis nicht geteilt werden, ist für das Bundesver-

waltungsgericht nachvollziehbar. Dieser Umstand ändert aber nichts da-

ran, dass die Vorinstanz nicht an dessen Auffassung gebunden ist. 

6.5.4 Der Beurteilungspunkt "Eigenständigkeit" wird als einziger mit 3 von 

5 Punkten, bzw., gewichtet mit dem Faktor 2, mit 6 Punkten und damit als 

"genügend" beurteilt. Für das Bundesverwaltungsgericht ist der Begrün-

dungsteil, wonach die Arbeit "rudimentäre Ansätze einer Selbstreflexion" 

aufweist nachvollziehbar. Betreffend die dieser Beurteilung vorangestellte 

Einschätzung der Experten, der Autor habe bei krassem Missverhältnis von 

Aufwand und Ertrag wohl überproportional viel Zeit in die IDPA investiert, 

ist für das Bundesverwaltungsgericht nicht erkennbar, auf welche Grund-

lage sich die Experten stützen und inwiefern diese Einschätzung von rele-

vanter Bedeutung ist. 

6.6 Wie bereits ausgeführt (E. 2.2), auferlegt sich das Bundesverwaltungs-

gericht in ständiger Rechtsprechung Zurückhaltung bei der Überprüfung 

von Prüfungsleistungen, indem es in Fragen, die durch gerichtliche Behör-

den naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von den Beur-

teilungen der vorinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten abweicht. 

Gerade bei der Frage, ob und wie viele Punkte für einen konkreten, teil-

richtigen Lösungsansatz vergeben werden können, ist das Ermessen der 

Experten regelmässig gross (vgl. Urteile des BVGer B-7082/2018 vom 

13. August 2019 E. 3.6.2; B-4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.3). Das 

Bundesverwaltungsgericht greift demnach erst korrigierend ein, wenn 

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Seite 16 

ersichtlich wird, dass das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeutig 

zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich 

unterbewertet wurden. Auch wenn in Bezug auf alle Beurteilungskriterien 

eine mildere Bewertung durchaus denkbar wäre, kann den Experten nicht 

ohne Weiteres unterstellt werden, ihre Bewertungsbegründung sei nicht 

nachvollziehbar oder gar willkürlich, mithin rechtswidrig. Nach dem Gesag-

ten ist festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer mit seinen Ausführun-

gen zu den Kommentaren der bewertenden Fachpersonen nicht gelingt, 

hinreichend darzulegen, dass das Beurteilungsergebnis in Bezug auf die 

IDPA materiell nicht vertretbar ist, dass eindeutig zu hohe Anforderungen 

gestellt oder seine Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wur-

den. Dementsprechend ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen.  

Die zweijährige Frist, innert welcher im Falle einer Prüfungswiederholung 

nur jene Fächer abzulegen sind, in denen eine ungenügende Leistung er-

bracht wurde (Art. 21 Abs. 1–4 VEBMP), beginnt mit Eintritt der Rechtskraft 

dieses Entscheids. 

7.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Spruchge-

bühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der 

Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis VwVG 

und Art. 2 Abs. 1 VGKE) und ist im vorliegenden Verfahren auf Fr. 1’000.– 

festzusetzen. Dieser Betrag ist dem vom Beschwerdeführer geleisteten 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'300.– zu entnehmen. Der Restbe-

trag in Höhe von Fr. 300.– ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Dem unterliegen-

den und anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer ist keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

8.  

Nach Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, 

SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von 

Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Ge-

bieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. Unter die-

sen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen Sinn, aber 

auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der 

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Seite 17 

intellektuellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandi-

daten beziehen (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1; 138 II 42 E. 1.1, je m.w.H.). 

Soweit ein Entscheid im Zusammenhang mit einer Prüfung strittig ist, wel-

cher organisatorischer oder verfahrensrechtlicher Natur ist, bleibt das 

Rechtsmittel zulässig (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1 m.w.H.). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag wird dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kosten-

vorschuss in Höhe von Fr. 1'300.– entnommen. Der Restbetrag in Höhe 

von Fr. 300.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Francesco Brentani Benjamin Märkli 

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Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG), soweit die in 

Erwägung 8 erwähnten Voraussetzungen gegeben sind. Die Frist ist ge-

wahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bun-

desgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post 

oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertre-

tung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 15. Mai 2024 

 

  

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Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. (…); Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und  

Forschung (Gerichtsurkunde)