# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82ee5771-38d2-5742-aac3-525183188b2d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.05.2022 II 2022 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-18_2022-05-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 18

Entscheid vom 17. Mai 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe 
(FAR), Obstgartenstrasse 19, 8006 Zürich,
Klägerin,

gegen

A.________ GmbH,
Beklagte,

Gegenstand Berufliche Vorsorge (Konventionalstrafe)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ GmbH (nachstehend GmbH) mit Sitz in D.________ wur-
de am 25. Juni 2018 im Handelsregister des Kantons Schwyz eingetragen. Die 
GmbH bezweckt die Übernahme von Armierungsarbeiten aller Art im Hoch- und 
Tiefbau sowie die Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen. Sie 
verfügt über ein Stammkapital von Fr. 20'000.-- (200 Stammanteile zu je 
Fr. 100.--). Diese wurden bzw. werden bis 14. Juni 2019 bzw. seither insgesapmt 
von B.________ bzw. C.________ gehalten. Bis 14. Juni 2019 bzw. seither fun-
gier(t)en die beiden jeweils auch als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Ein-
zelunterschrift (vgl. Kläg.-act. 5). 

B. Da die GmbH der Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptge-
werbe (FAR [nachstehend: Stiftung FAR]) keine Formulare betreffend ihre Tätig-
keiten einreichte, stellte die Stiftung FAR mit Entscheid vom 29. Januar 2019 ge-
stützt auf den Handelsregistereintrag fest, dass die GmbH unter den räumlichen 
Geltungsbereich und ihre Tätigkeiten ausschliesslich unter den betrieblichen Gel-
tungsbereich des Bundesratsbeschlusses (BRB) vom 5. Juni 2003 über die All-
gemeinverbindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrags für den flexiblen Alters-
rücktritt im Bauhauptgewerbe (BRB AVE GAV FAR) falle (vgl. Kläg.-act. 6). Dar-
aus folge, dass die GmbH für Mitarbeiter, die unter den persönlichen Geltungsbe-
reich fielen, seit dem 25. Juni 2018 FAR-beitragspflichtig sei. 

Die GmbH hat gegen diesen Unterstellungsentscheid keine Einsprache erhoben, 
womit der Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

C. Nachdem die GmbH trotz mehrmaligen Mahnungen die Lohnsummenmel-
dung 2019 nicht einreichte, auferlegte ihr die Stiftung FAR mit Rechnung vom 
28. November 2020 eine Konventionalbusse von Fr. 3'000.-- zuzüglich Verfah-
renskosten von Fr. 500.-- verbunden mit dem Hinweis, dass die Konventional-
strafe auf die Hälfte reduziert werde, falls im Jahr 2019 kein Personal beschäftigt 
worden sein sollte (Kläg.-act. 10). 

Ebenso reichte die GmbH trotz mehrmaligen Mahnungen für das Jahr 2020 (vgl. 
Kläg.-act. 7 und 8) keine Lohnsummenmeldung ein, worauf ihr die Stiftung FAR 
mit Rechnung vom 6. Juli 2021 eine Konventionalstrafe von Fr. 5'000.-- zuzüglich 
Verfahrenskosten von Fr. 500.-- auferlegte (Kläg.-act. 11). 

Mahnungen vom 25. Januar 2021 sowie vom 3. März 2021 zur Bezahlung der 
Konventionalstrafe 2019 von insgesamt Fr. 3'500.-- sowie vom 17. August 2021 
sowie vom 15. September 2021 zur Bezahlung der Konventionalstrafe 2020 von 
insgesamt Fr. 5'500.-- (Kläg-act. 9) blieben erfolglos. 

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D. Mit Klage vom 22. Februar 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) ans Ver-
waltungsgericht des Kantons Schwyz gegen die A.________ GmbH betreffend 
Konventionalstrafen stellt die Stiftung FAR folgende Anträge: 

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Konventionalstrafen in Höhe von 
insgesamt CHF 8'000.00, und Verfahrenskosten von CHF 1'000.-- 
(2xCHF 500.00) zu bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten. 

E. Mit Schreiben vom 10. März 2022 (Datum der Postaufgabe) reicht die Be-
klagte eine Klageantwort ein. Der Gesellschafter und Geschäftsführer macht ins-
besondere geltend, er habe die GmbH mit einem riesigen Schuldenberg über-
nommen. Sein Vorgänger habe die Rechnungen nicht bezahlt; die Firma stehe 
seit ca. März 2019 still. Es habe Probleme auf Baustellen gegeben, so dass er 
drei Monate gratis habe arbeiten müssen. Zudem sei er im vergangenen Jahr 
angefahren worden und habe infolge seines Spitalaufenthaltes nicht jeden Brief 
sehen können. 

F. Mit Replik vom 25. März 2022 hält die Klägerin an ihren Anträgen fest. Die 
Beklagte liess sich innert Frist (26.4.2022) nicht mehr vernehmen, womit sie mit 
einer Duplik androhungsgemäss ausgeschlossen ist. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbind-
licherklärung von Gesamtarbeitsverträgen (AVEG; SR 221.215.311) vom 
28. September 1956 kann der Geltungsbereich eines zwischen Verbänden abge-
schlossenen Gesamtarbeitsvertrages auf Antrag aller Vertragsparteien durch 
Anordnung der zuständigen Behörde (Allgemeinverbindlicherklärung [AVE]) auf 
Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes 
ausgedehnt werden, die am Vertrag nicht beteiligt sind. Erstreckt sich der Gel-
tungsbereich der Allgemeinverbindlichkeit auf das Gebiet mehrerer Kantone, so 
wird sie vom Bundesrat angeordnet (Art. 7 Abs. 1 AVEG). 

1.1.2 Mit Bundesratsbeschluss (BRB) vom 5. Juni 2003 über die Allgemeinver-
bindlicherklärung des Gesamtarbeitsvertrags für den flexiblen Altersrücktritt im 
Bauhauptgewerbe (GAV FAR; aktuell gültige Fassung vom 1.1.2018) vom 
12. November 2002 (AVE GAV FAR) (vgl. Kläg.-act. 3) wurden unter anderem 
die Bestimmungen zur Finanzierung (Art. 7-9 GAV FAR), zum Vollzug (Art. 23 
GAV FAR), zu Sanktionen bei Vertragsverletzung (Art. 25 GAV FAR) sowie die 
Übergangsbestimmungen (Art. 28 GAV FAR) für die ganze Schweiz (mit Aus-

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nahme des Gebiets des Kantons Wallis; Art. 1 und Art. 2 Abs. 1 BRB-GAV FAR) 
für allgemeinverbindlich erklärt. Der BRB trat am 1. Juli 2003 in Kraft und wurde 
seither mehrfach verlängert (und geändert), letztmals am 29. Januar 2019 mit 
Gültigkeit bis 31. Dezember 2024 (vgl. BBl 2019 S. 1891 ff.).

1.2 Bei der Klägerin handelt es sich um eine gestützt auf den GAV FAR vom 
Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) einerseits sowie von den Gewerk-
schaften Bau & Industrie (GBI; heute: Unia) und SYNA anderseits gegründete, 
nicht registrierte Personalvorsorgestiftung der freiwilligen beruflichen Vorsorge im 
Sinne von Art. 80 ff. des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) vom 25.  Juni 1982 sowie von 
Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) vom 10. De-
zember 1907, welcher von den Vertragsparteien der Vollzug des GAV FAR über-
tragen und insbesondere das Recht eingeräumt wurde, namens der Vertragspar-
teien Betreibungen und Klagen zu erheben (Art. 23 Abs. 1 GAV FAR und Stif-
tungsurkunde vom 19.3.2003 [vgl. Kläg.-act. 1-3]; vgl. zum Ganzen: BGE 141 V 
657 Erw. 3.1 m.H./Erw. 3.5.3). 

1.3.1 Für die Klägerin gelten ebenfalls die Rechtspflegebestimmung von Art. 73 f. 
BVG (BSK Berufliche Vorsorge-Konrad/Lauener, Art. 49 N 34 m.H.a. Urteil BGer 
9C_374/2012 Erw. 1; BSK Berufliche Vorsorge-Hürzeler/Bättig-Lischer, Art. 73 
N 10; vgl. Entscheid VG SG BV 2016/24 vom 10.8.2018 Erw. 2.1 m.H. u.a. auf in 
BGE 139 III 165 [= Urteil BGer 9C_975/2012 und 9C_976/2012 vom 15.4.2013] 
nicht publizierte Erw. 2.1). Die von der Klägerin eingeklagte Forderung steht im 
engen Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge und hat ihre rechtliche 
Grundlage im Recht der beruflichen Vorsorge. 

1.3.2 Auseinandersetzungen zwischen Vorsorgeeinrichtungen und Arbeitgebern 
über Beitragsforderungen im Sinne von Art. 73 BVG sind vor dem Verwaltungs-
gericht im Klageverfahren auszutragen (Art. 73 Abs. 1 BVG i.V.m. § 4 Abs. 1 und 
2 der kantonalen Vollzugsverordnung zum BVG [VVzBVG; SRSZ 363.111] vom 
27.9.1983; vgl. statt vieler VGE II 2019 23 vom 17.4.2019 Erw. 1.1; VGE 102/01 
vom 18.12.2002 Erw. 1; VGE 46/02 vom 18.12.2002 Erw. 1). Von Bundesrechts 
wegen haben die Kantone ein einfaches, rasches und in der Regel kostenloses 
Verfahren vorzusehen; der Richter hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest-
zustellen (Art. 73 Abs. 2 BVG). Gerichtsstand ist der schweizerische Sitz oder 
Wohnsitz des Beklagten (Art. 73 Abs. 3 BVG).

Die Beklagte hat ihren Sitz in D.________. Das Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz ist vorliegend somit zur Beurteilung der Streitigkeit zwischen der Klägerin 

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und der Beklagten zuständig (Art. 73 Abs. 3 BVG i.V.m. § 67 Abs. 1 lit. e Verwal-
tungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 

1.4 § 70 Abs. 1 VRP erklärt für das Verfahren die §§ 9 bis 33 sowie 60 VRP 
und im Übrigen die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zi-
vilprozessordnung, ZPO; SR 272) vom 19. Dezember 2008, insbesondere jene 
über die Widerklage, die Rechtshängigkeit der Klage und die Säumnis, sinn-
gemäss anwendbar.

1.5 Im Verfahren nach Art. 73 BVG gilt das im Sozialversicherungsrecht übli-
che Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Es ist also auf denjeni-
gen Sachverhalt abzustellen, der von allen möglichen Geschehensabläufen als 
der wahrscheinlichste erscheint (BGE 139 V 176 Erw. 5.3 [frz.]). 

Der gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG geltende Untersuchungsgrundsatz besagt, dass 
das Gericht von Amtes wegen - im Rahmen des von der klägerischen Partei be-
stimmten Streitgegenstandes - für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat (BGE 129 V 450 Erw. 3.2). 

Der Untersuchungsgrundsatz wird jedoch eingeschränkt durch die Mitwirkungs-
pflicht der Parteien (BGE 125 V 195 Erw. 2; BGE 122 V 158 Erw. 1a je m.H.). 
Dazu gehört im Klageverfahren über Beiträge der beruflichen Vorsorge auch die 
Substantiierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen Tatsachenbe-
hauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen 
(Urteile BGer 9C_255/2018 vom 31.10.2018 Erw. 5.3; 9C_48/2017 vom 4.9.2017 
Erw. 2.2.2). Dementsprechend ist es im berufsvorsorgerechtlichen Beitragspro-
zess einerseits Sache der klagenden Vorsorgeeinrichtung, ihre (Beitrags-)
Forderung so weit zu substantiieren, dass sie überprüft werden kann; anderseits 
obliegt es der beklagten Arbeitgeberfirma, substantiiert darzulegen, weshalb und 
gegebenenfalls in welchen Punkten die eingeklagte (Beitrags-)Forderung unbe-
gründet bzw. unzutreffend ist. Soweit die eingeklagte Forderung hinreichend 
substantiiert ist, bleiben unsubstantiierte Bestreitungen unberücksichtigt. Dem-
gegenüber darf das Gericht eine Klage, soweit sie nicht hinreichend substantiiert 
und nachvollziehbar ist, trotz ungenügend substantiierter oder gänzlich fehlender 
Bestreitungen nicht gutheissen (vgl. statt vieler VGE II 2019 23 vom 17.4.2019 
Erw. 1.2; VGE 103/05 vom 8.2.2006 Erw. 1.4, je m.H.). 

2.1 Die Beklagte hat den Unterstellungsentscheid der Klägerin vom 29. Januar 
2019 nicht angefochten (vgl. vorstehend Ingress lit. B). Es kann denn auch kein 
Zweifel bestehen, dass die Beklagte mit Sitz im Kanton Schwyz vom grundsätz-
lich für die ganze Schweiz geltenden GAV FAR in räumlicher Hinsicht erfasst 
wird (Art. 1 Abs. 1 GAV FAR bzw. Art. 2 Abs. 1 und 2 AVE GAV FAR) und dass 

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ihr Zweck der Übernahme und Ausführung von Armierungsarbeiten aller Art im 
Hoch- und Tiefbau unter die in Art. 2 GAV FAR sowie Art. 2 Abs. 4 AVE GAV 
FAR genannten Bereiche, namentlich Hoch- und Tiefbau (lit. a), fallen (vgl. hierzu 
Klage, S. 7 f. Rz. 16 ff.). 

2.2.1 Die Klägerin wird in Art. 23 GAV FAR als für den gesamten Vollzug des 
GAV zuständig und zu diesem Zweck berechtigt erklärt, "die notwendigen Kon-
trollen gegenüber den Vertragsunterworfenen durchzuführen und in Vertretung 
der Vertragsparteien im eigenen Namen Betreibungen und Klagen zu erheben" 
(Abs. 1 Satz 2). Dabei kann sie Kontrolltätigkeiten Dritten, namentlich den für den 
Vollzug des LMV (Landesmantelvertrag) gebildeten paritätischen Berufskommis-
sionen, übertragen (Art. 23 Abs. 2 GAV FAR), wobei den Kontrollinstanzen zur 
Durchsetzung der Bestimmungen des GAV FAR insbesondere folgende Berech-
tigungen zustehen (Art. 23 Abs. 3 GAV FAR):

a) Betriebskontrollen bei Betrieben im Geltungsbereich des vorliegenden GAV, 
namentlich auch bei Betrieben mit gemischten Tätigkeiten, um die Zugehörig-
keit zum betrieblichen und persönlichen Geltungsbereich zu beurteilen;

b) Lohnbuchkontrollen;

c) Kontrolle der einzelnen Arbeitsverträge.

Art. 24 GAV FAR erklärt den Stiftungsrat als für die Verwaltung zuständig; dieser 
bildet gleichzeitig die paritätische Kommission und kontrolliert die Einhaltung des 
GAV FAR im Sinne von Art. 357b des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 
220) vom 30. März 1911 (Abs. 1). Der Stiftungsrat ist für die Kontrolltätigkeit ver-
antwortlich, wobei er diese Kontrolle fachkundigen Gremien übertragen kann 
(Art. 24 Abs. 2 GAV FAR). Er erlässt die für die Umsetzung notwendigen Regle-
mente (Art. 24 Abs. 3 Satz 1 GAV FAR). 

2.2.2 Gemäss Art. 25 Abs. 1 GAV FAR können Verletzungen von Pflichten aus 
dem Vertrag durch den Stiftungsrat mit Konventionalstrafen von bis zu 
Fr.  50'000.-- geahndet werden. Fehlbaren Parteien können auch die Kontroll- 
und Verfahrenskosten überbunden werden. Insofern kommen der Klägerin - im 
Lichte der BRB vom 5. Juni 2003 ausdrücklich vorerwähnten Vollzugsbestim-
mungen - weitreichende, mit denjenigen einer AHV-Ausgleichskasse vergleich-
bare Vollzugskompetenzen zu (vgl. hierzu auch: Urteil SVG ZH vom 10.3.2011 
BV.2009.00060 Erw. 3.2).

Nach Art. 25 Abs. 2 GAV FAR können Vertragsverletzungen, die darin bestehen, 
dass keine oder ungenügende Beiträge abgerechnet wurden, mit einer Konventi-
onalstrafe bis zur doppelten Höhe der fehlbaren Beträge geahndet werden. Die 

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Höhe der Konventionalstrafe richtet sich im Einzelfall nach der Schwere des Ver-
schuldens und der Grösse des Betriebes sowie allfällig früher ausgesprochenen 
Sanktionen (Abs. 3). Die Konventionalstrafen und die Kontroll- und Verfahrens-
kosten fallen der Stiftung FAR zu (Abs. 5). 

Damit besteht eine genügende rechtliche Grundlage für die Erhebung der Kon-
ventionalstrafe, der Kontrollkosten und der internen Verfahrenskosten (vgl. hierzu 
auch: Entscheid des VG SG vom 10.8.2018 BV 2016/24 Erw. 4.2).

2.3.1 Die Beiträge richten sich nach dem massgeblichen Lohn (Art. 6 Abs. 1 Satz 
des Reglements FAR, vom 4.7.2003, letztmals geändert am 7.12.2018, gültig ab 
1.4.2019). Der Arbeitgeber hat der Stiftung FAR jeweils bis spätestens am 
31. Januar eine namentliche Lohnbescheinigung der dem GAV FAR unterstellten 
Personen (inkl. deren AHV-Nummer) für das vergangene Kalenderjahr abzulie-
fern (Art. 6 Abs. 2 des Reglements FAR; vgl. auch Art. 9 des Reglements betref-
fend die Bezugsmodalitäten). 

2.3.2 Das Nichteinreichen der provisorischen Lohnsummenmeldung innert der 
gesetzten Frist stellt eine Pflichtverletzung nach Art. 25 Abs. 2 GAV FAR dar. 
Gemäss Ziff. 2.1.2 der vom Stiftungsrat erlassenen Richtlinie über die Sanktio-
nen (vgl. KB-act. 12) spricht die Geschäftsstelle hierfür eine Konventionalstrafe 
von Fr. 3'000.-- und im Wiederholungsfall von Fr. 5'000.-- aus. Pro Tatbestands-
verletzung erhebt die Stiftung FAR zudem Verfahrenskosten von jeweils 
Fr. 500.-- (Ziff. 9 der Richtlinie über die Sanktionen). Anzufügen ist, dass mit die-
sen Richtlinien - vergleichbar den Verwaltungsweisungen, Wegleitungen, Kreis-
schreiben o.ä. (vgl. BGE 141 V 365 Erw. 2.4; BGE 138 V 346 Erw. 6.2) - gewähr-
leistet werden kann, dass der Stiftungsrat die ihm eingeräumte Befugnis zur 
Ahndung von Pflichtverletzungen rechtsgleich handhabt. 

3.1 Wer als Arbeitgeber tätig sein will, hat sich auch um die damit verbundenen 
gesetzlichen Pflichten zu kümmern und diese zu erfüllen. Dies gilt auch für die 
Pflichten, welche die Beklagte aus dem für allgemein verbindlich erklärten GAV 
FAR treffen. Dies gilt vorliegend vorab für die vorschriftsgemässe (fristgerechte) 
Meldung der Lohnsummen. Die Beklagte (bzw. der einzige Geschäftsführer als 
ihr Organ) ist dieser Pflicht erwiesenermassen und unbestritten nicht nachge-
kommen.

3.2 Die Beklagte kann ihre Verfehlung nicht entschuldigen. Der Hinweis auf die 
hohen, vom früheren Eigentümer (Gesellschafter und Geschäftsführer) über-
nommenen Schulden stellt keine Rechtfertigung dar. Abgesehen davon, dass 
diese Schulden nicht näher erläutert und belegt werden (was indes ebenfalls un-

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behelflich wäre), weist die Klägerin replizierend zutreffend auf Art. 181 OR hin, 
wonach den Gläubigern verpflichtet wird, wer ein Vermögen oder ein Geschäft 
mit Aktiven und Passiven übernimmt. Selbst wenn keine Löhne ausbezahlt wer-
den, hat die entsprechende Meldung (fristgerecht) zu erfolgen. Angesichts des 
geltend gemachten Schuldenbergs wäre die Beklagte erst recht angehalten ge-
wesen, ihren gesetzlichen Pflichten im Zeichen der Vermeidung unnötiger Kosten 
ordnungsgemäss nachzukommen. Vorliegend erfolgte seitens der Beklagten 
selbst dann keine Meldung, nachdem sie darauf hingewiesen worden war, dass 
die Konventionalstrafe halbiert würde, falls im Jahr 2019 kein Personal beschäf-
tigt worden sein sollte (vgl. vorstehend Ingress lit. C). 

Die Beklagte kann sich auch nicht mit Hinweis auf einen Unfall und Spitalaufent-
halt ihres einzigen Geschäftsführers entlasten. Wie die Klägerin auch diesbezüg-
lich zu Recht festhält, hätte die Beklagte (bzw. ihr Geschäftsführer) in diesem Fall 
für eine Stellvertretung besorgt sein müssen, welche ihre Geschäftskorrespon-
denz erledigt oder sie zumindest darüber informiert hätte. Es spricht nichts dage-
gen, dass die Beauftragung einer Drittperson aus gesundheitlichen Gründen 
möglich war. Im Übrigen hat der einzige Gesellschafter und Geschäftsführer die 
GmbH am 14. Juni 2019 übernommen. Die Aufforderungen und Mahnungen zur 
Einreichung der Lohnmeldungen 2019 und 2020 bis zur Ausfällung der Konventi-
onalstrafen erstreckten sich indes über einen Zeitraum, der seinen Spitalaufent-
halt (erheblich) überdauert haben dürfte. Überdies handelt es sich bei der GmbH 
um einen kleineren und überschaubaren Betrieb. 

3.3 Die Voraussetzungen für die Konventionalstrafe für die erste Pflichtverlet-
zung von Fr. 3'000.-- sowie von Fr. 5'000.-- für die zweite Pflichtverletzung sind 
vorliegend somit gegeben. Gesetzmässig bzw. reglementskonform sind auch die 
jeweiligen Verfahrenskosten von Fr. 500.-- (vorstehend Erw. 2.3.2). 

3.4 Die Klage ist somit gutzuheissen. Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klä-
gerin Konventionalstrafen von insgesamt Fr. 8'000.-- und Verfahrenskosten von 
insgesamt Fr. 1'000.-- (2 x Fr. 500.--) zu bezahlen.

4. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist grundsätzlich 
kostenlos (vgl. Art. 73 Abs. 2 BVG). Hiervon abzuweichen besteht vorliegend 
kein Anlass. Der Vorsorgeeinrichtung kann im kantonalen Verfahren grundsätz-
lich keine Parteientschädigung zulasten des Versicherten zugesprochen werden 
(BGE 126 V 143 Erw. 4b; KoSS - Schneider/Geiser/Gächter, Art. 73 BVG N 94). 
Hiervon abzuweichen besteht vorliegend ebenfalls kein Anlass. Die Klägerin ist 
abgesehen davon nicht beanwaltet. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Kon-
ventionalstrafen von insgesamt Fr. 8'000.-- sowie Verfahrenskosten von 
insgesamt Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

2. Für dieses Klageverfahren werden weder Kosten erhoben noch Parteien-
tschädigungen zugesprochen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Klägerin (R)
- die Beklagte (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Aufsicht berufliche Vor-

sorge, Effingerstrasse 20, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. Mai 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Mai 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II