# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b7365be-a1a3-550e-869c-f58650584178
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.09.2008 B-7966/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7966-2007_2008-09-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7966/2007
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d  v o m  
4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Frank Seethaler, 
Gerichtsschreiberin Marion Spori.

X._______, Beschwerdeführer,

gegen

Administrationsstelle der Genossenschaft Vereinigte 
Milchbauern Mitte-Ost,
Poststrasse 13, 9200 Gossau SG,
Erstinstanz,
Regionale Rekurskommission Nr. 4 für die 
Milchkontingentierung,
Herrn Christoph Högger, Landwirtschaftsamt, 
Schlossmühlestrasse 9, 
8510 Frauenfeld Kant. Verwaltung,
Vorinstanz.

Milchkontingentierung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7966/2007

Das  Bundesverwaltungsgericht  stellt  fest  und  zieht  in 
Erwägung,

dass die Regionale Rekurskommission Nr. 4 für die Milchkontingentie-
rung (Vorinstanz) mit Verfügung vom 31. August 2007 die Beschwerde 
von X. (Beschwerderführer) gegen den Korrekturentscheid der Genos-
senschaft Vereinigte Milchbauern Mitte-Ost (Erstinstanz) vom 27. März 
2007  (Verminderung  des  Lieferrechts  2006/2007 um 8000 kg  Milch-
kontingent)  teilweise guthiess und die Erstinstanz beauftragte,  einen 
neuen Entscheid zu erlassen und vom Lieferrecht des Beschwerdefüh-
rers erst auf das Milchjahr 2007/2008 rückwirkend 8000 kg Milchkon-
tingent an den Bewirtschafter der Alp Z. zu übertragen,

dass die Erstinstanz in der Folge gegenüber dem Beschwerdeführer 
mit  Verfügung  vom  22.  November  2007  betreffend  "Lieferrecht 
2006/2007" eine Überlieferungsabgabe von Fr. 2560.40 festsetzte, 

dass  der  Beschwerdeführer  am 23. November 2007  gegen  den  Ent-
scheid der Vorinstanz vom 31. August 2007 Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht  erhob  und  insbesondere  die  darauf  basierende 
Festsetzung der Überlieferungsabgabe durch die Erstinstanz anfocht, 

dass die Verfahrensbeteiligten auf Ersuchen des  Bundesverwaltungs-
gerichts  mehrere  Stellungnahmen einreichten  und  Instruktionsfragen 
beantworteten,

dass die Erstinstanz schliesslich mit Schreiben vom 17. Juli 2008 aus-
führte, sie habe den Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 31. Au-
gust 2007 falsch umgesetzt und werde die Abrechnung vom 22. No-
vember 2007 stornieren,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Erstinstanz am 31. Juli  2008 
um Mitteilung ersuchte, ob sie ihren Entscheid in Wiedererwägung ge-
zogen habe, und dem Beschwerdeführer eine Frist zur Beantwortung 
der  Frage  einräumte,  ob  er  mit  einer  Abschreibung  des  Verfahrens 
ohne  Erhebung  von  Kosten  und  ohne  Zusprechung  einer  Parteient-
schädigung einverstanden wäre, wobei Stillschweigen als Zustimmung 
gelte,

dass  die  Erstinstanz  mit  Verfügung vom  20. August  2008 ihren Ent-
scheid vom 22. November 2007 in Wiedererwägung zog (Art. 58 des 

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B-7966/2007

Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021]) und ausführte, für das Milchjahr 2006/2007 
ergäben sich für den Beschwerdeführer keine Überlieferungsabgaben,

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  der  ihm  erteilten  Frist  keine 
schriftliche  Stellungnahme einreichte,  so  dass  eine  stillschweigende 
Zustimmung zu dem in der Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 31. Juli 2008 dargelegten Vorgehen anzunehmen ist, 

dass gemäss Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, wenn (wie hier) keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist, so dass die Zuständigkeit im 
vorliegenden Fall zu bejahen ist, 

dass  das  Beschwerdeverfahren  im  einzelrichterlichen  Verfahren  als 
durch  Wiedererwägung  gegenstandslos  geworden  abzuschreiben  ist 
(Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, 
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass  Vorinstanzen  oder  beschwerdeführenden  und  unterliegenden 
Bundesbehörden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  werden  (Art. 63 
Abs. 2 VwVG), 

dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-  dem Beschwer-
deführer zurückzuerstatten ist,

dass  dem  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  keine  not-
wendigen oder verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, wes-
halb  ihm  praxisgemäss  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

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B-7966/2007

1.
Das  Beschwerdeverfahren  wird  als  gegenstandslos  abgeschrieben. 
Der  Kostenvorschuss  von  Fr. 700.-  wird  dem  Beschwerdeführer  zu-
rückerstattet.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieser Entscheid geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben, Akten zurück)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. Nr. 4 /2007; Einschreiben, Beilage: Wieder-

erwägungsentscheid  der  Erstinstanz  vom 20. August  2008,  Akten 
zurück)

- die Erstinstanz (Einschreiben, Akten zurück)
- A.  (Einschreiben;  Beilage:  Wiedererwägungsentscheid  der 

Erstinstanz vom 20. August 2008)
- B., 
- Korporation Y.
- Landwirtschaftsamt des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 35, 9001 

St. Gallen
- Bundesamt für Landwirtschaft BLW

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori

Versand: 9. September 2008

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