# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16655c19-22bc-5773-8619-5ff0592636c4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 14.11.2018 810 18 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_810-18-87_2018-11-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

Vom 14. November 2018 (810 18 87) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Submission  

 

 
Submission Ersatzfahrzeug für Werkhof inkl. Anbaugeräte  

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiber 
Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____ AG, vertreten durch Christian Lörli, Rechtsanwalt 
  

 
gegen 
 
 

 Einwohnergemeinde B.____, vertreten durch Dominique Erhart, 
Rechtsanwalt 
 

 C.____ AG, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Submission Ersatzfahrzeug für Werkhof inkl. Anbaugeräte  
(Entscheid der Gemeinde B.____ vom 12. März 2018) 

 
 
 
A. Die Einwohnergemeinde B.____ holte im Rahmen des Einladungsverfahrens bei vier 
Unternehmungen Offerten für das Projekt "Ersatzfahrzeug für Werkhof, inkl. Anbaugeräte" ein. 
Mit Entscheid vom 12. März 2018 erteilte sie der C.____ AG mit Sitz in D.____ den Zuschlag für 

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die Beschaffung des Ersatzfahrzeuges für den Werkhof zum Preis von Fr. 222'769.15 (inkl. 
7.7% MWST).  
 

B. Gegen diesen Zuschlagsentscheid erhob die A.____ AG, vertreten durch Christian 
Lörli, Advokat in Weinfelden (Kanton Thurgau), mit Eingabe vom 23. März 2018 Beschwerde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean-
tragte, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und der Zuschlag sei der Beschwerde-
führerin zu erteilen. Eventualiter sei die Streitsache zur erneuten Bewertung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie, es sei der Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.  
 
C. Mit Präsidialverfügung vom 26. März 2018 wurde der Beschwerde superprovisorisch 
die aufschiebende Wirkung erteilt. 
 
D. Mit Eingabe vom 9. April 2018 liess sich die Beschwerdegegnerin zum Verfahrensan-
trag vernehmen und beantragte die Abweisung des Gesuches um Erteilung der aufschiebenden 
Wirkung. Eventualtier sei die Beschwerdeführerin zur Sicherstellung möglicher Schadenersatz-
forderungen in der Höhe von Fr. 30'000.-- zu verpflichten. Zur Begründung führte sie aus, dass 
das zu ersetzende Fahrzeug seit dem Jahr 2012 sehr unzuverlässig Dienst leiste. Insbesondere 
für den Winterdienst sei die Gemeinde auf ein zuverlässiges und einwandfreies Fahrzeug an-
gewiesen, um die Gemeindestrassen den Benutzern in einem sicheren Zustand zur Verfügung 
stellen zu können. Der Gemeinderat habe deshalb im Rahmen der Budgetplanung 2018 be-
schlossen, ein neues Werkhoffahrzeug zu beschaffen, wofür die Gemeindeversammlung vom 
5. Dezember 2017 dann auch einen entsprechenden Kredit gewährt habe. Der schnellstmögli-
che Ersatz respektive die umgehende Auslösung des Bestellprozesses für ein neues Fahrzeug 
stünden somit klar im öffentlichen Interesse.  
 
E. Mit Verfügung vom 13. April 2018 hiess das Kantonsgericht den Verfahrensantrag der 
Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut und erteilte der Beschwerde 
in Bestätigung der superprovisorischen Verfügung vom 26. März 2018 die aufschiebende Wir-
kung. Den Verfahrensantrag der Beschwerdegegnerin betreffend Sicherstellung von möglichen 
Schadenersatzansprüchen wies das Kantonsgericht ab.  
 
F. In ihrer Vernehmlassung zur Hauptsache vom 7. Mai 2018 beantragte die Beschwer-
degegnerin, neu vertreten durch Dominique Erhart, Advokat in Oberwil, die vollumfängliche Ab-
weisung der Beschwerde. Sie hielt im Wesentlichen fest, dass die Beschwerdeführerin die Vor-
gaben gemäss den Ausschreibungsunterlagen wiederholt nicht eingehalten habe.  
 
G. In ihrer Replik vom 4. Juni 2018 hielt die Beschwerdeführerin vollumfänglich an ihren 
Rechtsbegehren fest. 
 
H. Die Beschwerdegegnerin duplizierte mit Eingabe vom 6. Juli 2018 und hielt ebenfalls 
vollumfänglich an ihren Anträgen fest.  
 

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I. Die zum Verfahren beigeladene C.____ AG reichte innert der gesetzten Frist keine 
Vernehmlassung ein.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 30 Abs. 1 des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen (BeG) vom 3. Juni 
1999 in Verbindung mit § 31 lit. f BeG sowie § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 kann gegen eine Zuschlags-
verfügung innerhalb von 10 Tagen Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Soweit 
das Beschaffungsgesetz nichts anderes vorsieht, richtet sich das Verfahren nach der Verwal-
tungsprozessordnung (§ 30 Abs. 5 BeG). Das Gericht wendet dabei das Recht von Amtes we-
gen an. Es prüft insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 
VPO). 
 
1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Er-
forderlich ist somit neben der formellen Beschwer (Teilnahme am Verfahren vor der Vorinstanz 
bzw. keine Möglichkeit zur Teilnahme) zusätzlich eine materielle Beschwer in der Form eines 
besonderen Berührtseins sowie eines aktuellen Interesses an der Beschwerdeführung. Letzte-
res besteht im praktischen Nutzen, der sich ergibt, wenn ein Beschwerdeführer mit seinem An-
liegen obsiegt und dadurch seine tatsächliche oder rechtliche Situation unmittelbar beeinflusst 
werden kann (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 25. April 2018 [810 17 267] E. 1.2; vgl. auch BGE 140 II 214 E. 2.1). Die materielle 
Beschwer der beim Vergabeverfahren nicht berücksichtigten oder vom Verfahren ausgeschlos-
senen Anbietenden ist praxisgemäss dann gegeben, wenn diese bei Gutheissung ihrer Be-
schwerde eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfah-
rens führt, in dem sie ein neues Angebot einreichen können; andernfalls fehlt ihnen das 
schutzwürdige Interesse an der Beschwerdeführung (KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15]  
E. 1.2; KGE VV vom 22. Juni 2016 [810 16 34] E. 2.2). Im Rahmen des Eintretens wird unter-
stellt, dass die in der Beschwerde vorgebrachten Rügen begründet sind. Ob dies tatsächlich der 
Fall ist, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung. Die Beschwerdelegitimation fehlt nur 
demjenigen, der zwar als Anbieter am Verfahren teilgenommen hat, aber aufgrund seiner 
Rechtsmittelanträge und Sachvorbringen auch bei Durchdringen seiner Auffassung keine reelle 
Chance auf den Zuschlag oder eine Wiederholung des Submissionsverfahrens hat. Sollte die 
Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall mit ihrer Argumentation Erfolg haben, so wiese ihr 
Angebot die höchste Punktzahl auf, was zur Zuschlagserteilung an sie führen müsste. Ihre Legi-
timation ist demzufolge gegeben. 
 
1.3 Die Beschwerdefrist von 10 Tagen seit Eröffnung des Zuschlags ist vorliegend ge-
wahrt. Auf die im Weiteren formgerecht (§ 30 Abs. 1 BeG; § 5 VPO) erhobene Beschwerde 
kann somit eingetreten werden. 

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2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (Art. 16 Abs. 2 der 
Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB] vom 15. März 
2001; § 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Zuschlag zu Recht der Bei-
geladenen erteilt hat. Die Beschwerdeführerin beansprucht den Zuschlag für sich und rügt in 
diesem Zusammenhang verschiedene Rechtsverletzungen der Beschwerdegegnerin bei der 
Beurteilung ihres Angebots. 
 
4.1 Gemäss Art. 1 Abs. 3 lit. d IVöB sowie § 1 lit. c BeG bezweckt die Gesetzgebung im 
öffentlichen Vergabewesen namentlich die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel. Die 
wichtigste Ausformung dieser Zielsetzung bildet die Vorgabe, wonach das wirtschaftlich güns-
tigste Angebot den Zuschlag erhält (Günstigkeitsprinzip; Art. 13 lit. f IVöB; § 26 Abs. 1 BeG). 
Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist jenes mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis (§ 20 
Abs. 1 der Verordnung zum Beschaffungsgesetz [BeV] vom 25. Januar 2000). Beim "wirtschaft-
lich günstigsten Angebot" handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher in 
jedem Einzelfall und auf der Grundlage der für die Vergabe geltenden Leistungsumschreibung 
wieder neu und anders zu konkretisieren ist. Diese Konkretisierung im Einzelfall erfolgt über die 
Zuschlagskriterien. Darunter sind diejenigen Gesichtspunkte zu verstehen, anhand derer im 
Hinblick auf den Vergabeentscheid das wirtschaftlich günstigste Angebot ermittelt wird. Die Zu-
schlagskriterien sind für jedes Beschaffungsgeschäft unter fachlichen, ökologischen und öko-
nomischen Gesichtspunkten festzulegen (§ 20 Abs. 2 BeV) und in den Ausschreibungsunterla-
gen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und entsprechend ihrer Gewichtung zu publizieren 
(§ 12 Abs. 1 lit. m IVöB; § 22 Abs. 1 BeG). Dabei ist zu beachten, dass sowohl Auswahl als 
auch Gewichtung der Zuschlagskriterien sachlich gerechtfertigt sein müssen, d.h. sich am kon-
kreten Auftrag, an dessen Anforderungen und Bedeutung zu orientieren haben (HANS RUDOLF 
TRÜEB, in: Ösch/Weber/Zäch [Hrsg.], Kommentar Wettbewerbsrecht II, 3. Aufl., Zürich 2011, 
Rz. 12 zu Art. 21 BöB; MATTHIAS HAUSER, Zuschlagskriterien im Submissionsrecht, AJP 2001, 
S. 1405 ff.; VGer AG vom 30. April 2002, in: AGVE 2002, S. 296, E. II.3d/aa). Zur Ermittlung 
des wirtschaftlich günstigsten Angebots müssen (resp. können) neben dem Preis auch weitere 
leistungsbezogene Kriterien berücksichtigt werden, insbesondere die Qualität der angebotenen 
Leistung (vgl. BGE 143 II 553 E. 6.4; BGE 141 II 353 E. 7.1; BGE 140 I 285 E. 5.2). Für die Zu-
schlagsentscheidung massgebend ist das Preis-/Leistungsverhältnis, wie es ausschliesslich 
anhand der in der Ausschreibung definierten und publizierten Zuschlagskriterien und deren 
Gewichtung zu ermitteln ist. Der Anbieter mit dem in diesem Sinne wirtschaftlich günstigsten 
Angebot erwirbt einen Rechtsanspruch auf die Erteilung des Zuschlags (KGE VV vom 28. Juni 
2017 [810 17 15] E. 6.3; BLVGE 1998/1999 Nr. 22.1.2 E. 2.4.2.2). 
 
 

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4.2 Die Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots erfordert einen wertenden Vergleich zwi-
schen den eingereichten Angeboten anhand der bekannt gegebenen Zuschlagskriterien. Nach 
welcher Methode diese Bewertung im Detail zu geschehen hat, schreibt das Gesetz nicht vor. 
Entscheidend ist, dass sich die Bewertung an den bekanntgegebenen Zuschlagskriterien orien-
tiert, nachvollzogen werden kann und eine Kontrolle erlaubt, ob die Anbietenden nach demsel-
ben Massstab beurteilt wurden (KGE VV vom 30. Mai 2018 [810 17 310] E. 5.2). In der Praxis 
weit verbreitet ist die auch im vorliegenden Fall vorgenommene Rangierung der Angebote mit 
Hilfe eines Punktebewertungssystems und einer Beurteilungsmatrix. Dabei werden für die Zu-
schlagskriterien (resp. die einzelnen Unterkriterien) Punkte vergeben. Die Objektivierung und 
Operationalisierung der nicht messbaren qualitativen Kriterien erfolgt in einem Wertungsent-
scheid anhand einer Benotungsskala, wobei mehr Punkte zugesprochen werden, je besser das 
Kriterium erfüllt ist. Die für das einzelne Kriterium vergebene Punktzahl wird sodann mit dem 
aus dessen Gewichtung hergeleiteten Faktor multipliziert. Die Summe der daraus resultieren-
den Punktzahlen ergibt schliesslich den für den Vergabeentscheid ausschlaggebenden Ge-
samtpunktwert. Das Angebot mit dem höchsten Gesamtpunktwert erhält den Zuschlag. 
 
4.3 Es gilt somit der Grundsatz, dass alles Zuschlagsrelevante zum Voraus mit der Aus-
schreibung festgelegt und den Offerenten zur Kenntnis gebracht werden soll. Die Zuschlagskri-
terien sind unter Einschluss ihrer Gewichtung und allfälliger Subkriterien demzufolge bereits im 
abstrakten Stadium des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen präzise zu definieren, 
wenn die einzelnen Offerten noch nicht bekannt sind. Der Detaillierungsgrad dieser Kriterien 
ergibt sich aus den Erfordernissen, die das betreffende Projekt an den Unternehmer stellt (KGE 
VV vom 27. April 2016 [810 15 252] E. 4.1; KGE VV vom 12. September 2012 [810 12 190] 
E. 5.5.2). Die einmal erfolgte Festsetzung der massgeblichen Kriterien ist für die Vergabestelle 
verbindlich. Eine nachträgliche Änderung dieser Kriterien ist grundsätzlich unzulässig (BGE 143 
I 177 [nicht publ.] E. 1.2.4; BGE 130 I 241 E. 5.1). Eine Vergabebehörde handelt mithin rechts-
widrig, wenn sie den Zuschlagsentscheid nicht (ausschliesslich) aufgrund der bekannt gegebe-
nen Zuschlags- bzw. Subkriterien und des ebenso vorgängig bekannt gegebenen (relativen) 
Gewichts eines jeden Kriteriums fällt (PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC 
STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 859). 
 
4.4 Nach ständiger Praxis des Kantonsgerichts steht den Vergabebehörden insbesondere 
in der Phase der Würdigung und des Vergleichs der Angebote im Rahmen der Offertbewertung 
ein grosser Ermessensspielraum zu, in den das Gericht aufgrund seiner auf Sachverhalts- und 
Rechtsfragen beschränkten Kognition (vgl. E. 2 hiervor) nicht eingreifen darf. Es kann nicht Sa-
che des Kantonsgerichts als Beschwerdeinstanz sein, anstelle der Vergabestelle eine eigene 
Bewertung vorzunehmen (vgl. KGE VV vom 21. Januar 2015 [810 14 319] E. 4; KGE VV vom 
24. April 2013 [810 12 289] E. 4.1; KGE VV vom 14. November 2012 [810 12 170] E. 5.2; 
BLKGE 2006 Nr. 45 E. 5e). Trotz des ihr eingeräumten Spielraums darf die Vergabestelle je-
doch nicht nach Belieben verfahren. Namentlich aus den allgemeinen Grundsätzen der Trans-
parenz (Art. 1 Abs. 3 lit. c IVöB; § 9 lit. a BeG) und der Gleichbehandlung der Anbietenden 
(Art. 11 lit. a IVöB; § 9 lit. b BeG) fliessen Mindestvorgaben. So sind die publizierten massgebli-
chen Zuschlags- und Unterkriterien (samt Gewichtung) für die Vergabestelle verbindlich und 
schränken in diesem Sinne das ihr zustehende Ermessen bei der Bestimmung des auszuwäh-

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lenden Angebots ein. Die Rechtmässigkeit der Offerten- Evaluation setzt weiter voraus, dass 
die Vergabestelle die Bewertung der Angebote in sachlich haltbarer Weise gemäss einem ge-
nerell-abstrakten Schema vornimmt, welches den bekanntgegebenen Zuschlagskriterien ent-
spricht, die Kriterien der Punkteverteilung im Einzelnen umfassend und nachvollziehbar regelt 
sowie auf alle Angebote gleich angewandt wird. Die Überlegungen und Wertungsentscheide 
("Benotung"), die zur konkreten Bewertung geführt haben, sind offenzulegen und zu dokumen-
tieren (KGE VV vom 30. Mai 2018 [810 17 310] E. 4.2; BLKGE 2005 Nr. 34 E. 5e m.w.H.; BGE 
130 I 241 E. 5.1; PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, a.a.O., Rz. 979). 
Hält sich die Vergabebehörde an diese Vorgaben, hat das Kantonsgericht nicht näher zu unter-
suchen, ob die Angebotsbewertung zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Ein 
Einschreiten ist nur angezeigt, falls die Vergabebehörde den ihr zugestandenen Spielraum 
überschritten hat. Eine gerichtliche Korrektur der Offertbewertung kommt folglich nur in Be-
tracht, soweit sich diese nicht nur als unangemessen, sondern als qualifiziert falsch und damit 
rechtsfehlerhaft erweist (KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] E. 5.2; BLKGE 2005 Nr. 34 
E. 5d; BGer 2D_49/2011 vom 25. September 2012 E. 4.2; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 
Rz. 859). 
 
5. Die Beschwerdeführerin rügte eine falsche Feststellung des Sachverhalts und Rechts-
verletzungen bei der Bewertung der Zuschlagskriterien, und zwar insbesondere hinsichtlich des 
Zuschlagskriteriums 2 betreffend „Qualität“.  
 
6.1 Zur Begründung hielt die Beschwerdeführerin zunächst fest, dass das Subsubkriterium 
„Service-/Reparaturstelle, inkl. Distanz ab Werkhof“ lediglich bezüglich der Distanz zum Werk-
hof beurteilt worden sei. Da die Fahrzeuge aber nur einmal jährlich gewartet werden müssten, 
falle ein um 13 Minuten längerer Anfahrtsweg schlichtweg nicht ins Gewicht. Da die An- und 
Rückfahrtskosten in den Kosten für die Wartung inbegriffen seien, könne die Distanz zur Ser-
vicestelle für die Beschwerdegegnerin gar nicht von Bedeutung sein, womit auch kein öffentli-
ches Interesse für eine Ungleichbehandlung von ortsfremden und ortsansässigen Personen 
vorliege. Die lineare Bewertung der Distanz zur Service-/Reparaturstelle widerspreche Art. 5 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Binnenmarkt (BGBM) vom 6. Oktober 1995 und stelle 
eine Bevorzugung ortsansässiger Personen dar. Das Subsubkriterium „Service-/Reparatur-
stelle, inkl. Distanz ab Werkhof“ hätte daher bei der Bewertung nicht berücksichtigt werden dür-
fen.  
 
6.2 Hinsichtlich dieser Rüge der Beschwerdeführerin zum Subsubkriterium „Service-
/Reparaturstelle, inkl. Distanz ab Werkhof“ ist einleitend festzuhalten, dass die Distanz zur Ser-
vicestelle für die Beschwerdegegnerin in ihrer Beurteilung zu Recht eine Rolle spielte. Dies ins-
besondere deshalb, da ihre Angestellten das Fahrzeug jeweils zur Servicestelle bringen und 
wieder abholen müssen und für diese Zeit der Beschwerdegegnerin nicht für andere Arbeiten 
zur Verfügung stehen. Da im Übrigen der Beschaffungsstelle in solchen Fragen ein grosses 
Ermessen zukommt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist an der diesbezüglichen Bewertung der Beschwer-
degegnerin nichts auszusetzen. Sie kann und darf im Rahmen dieses Ermessens insbesondere 
selber entscheiden, inwiefern ihr das Subsubkriterium „Service-/Reparaturstelle, inkl. Distanz ab 
Werkhof“ wichtig ist, das heisst wie sie dieses in ihrer Bewertung gewichten möchte.  

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7.1 Weiter warf die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin vor, sie habe das Sub-
subkriterium „Servicekosten“ falsch bewertet, indem sie bis und mit 2'000 Betriebsstunden res-
pektive 10 Betriebsjahre Kosten von Fr. 31'815.95 berücksichtigt habe. Richtigerweise würden 
die Servicekosten – auf 2'000 Betriebsstunden respektive 10 Betriebsjahre hochgerechnet –  
Fr. 14'375.-- betragen. Dass diese von der Beschwerdeführerin genannten Servicekosten 
durchaus realistisch seien, ergebe sich auch aus einem Quervergleich mit den Konkurrenzpro-
dukten. Selbst wenn nicht von diesen Angaben der Beschwerdeführerin ausgegangen werde, 
seien die von der Beschwerdegegnerin für das Subsubkriterium „Servicekosten bis und mit 
2'000 Stunden respektive 10 Betriebsjahre“ vergebenen 47 Punkte nicht haltbar. Obwohl die 
Beschwerdeführerin die Servicekosten in ihrer Offerte detailliert ausgewiesen habe, habe die 
Beschwerdegegnerin diese Angaben aus unerklärlichen Gründen nicht interpretieren können 
und habe daher die Servicestelle direkt bezüglich einer Schätzung der Servicekosten angefragt. 
Im Rahmen der Beantwortung dieser Anfrage habe die Servicestelle für den Arbeitsaufwand 
und die Materialkosten jeweils Minimal- und Maximalwerte angegeben und habe klar zum Aus-
druck gebracht, dass die Werte sich auf Fahrzeuge beziehen, welche sich bei ihr im Service 
befänden. Die Beschwerdeführerin verfüge aber über viel grössere Erfahrung im Service, wes-
halb sie die Servicekosten genauer hätte abschätzen können. Es sei daher willkürlich, wenn die 
Beschwerdegegnerin auf die geschätzten Kosten der Servicestelle abstelle. Selbst wenn diese 
zutreffen würden, sei es dagegen unzulässig, dass vorliegend auf den maximalen Wert der 
Servicekosten abgestellt worden sei. Da die Ausschreibungsunterlagen an keiner Stelle die De-
klaration der maximalen Wartungskosten verlangen würden, hätte höchstens auf den Durch-
schnittswert abgestellt werden dürfen, womit die Beschwerdeführerin beim Subsubkriterium 
„Servicekosten“ 18 Punkte erreicht hätte.  
 
7.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich dagegen auf den Standpunkt, dass die Beschwer-
deführerin die Vorgaben gemäss den Ausschreibungsunterlagen wiederholt nicht eingehalten 
habe. Betreffend die Servicekosten führte die Beschwerdegegnerin konkret aus, dass sich die 
von der Beschwerdeführerin eingereichte Kostenschätzung für die Servicearbeiten auf Nachfra-
ge bei der zuständigen Servicestelle als unhaltbar erwiesen habe. Auch bei den Servicestellen 
der andern Anbieter sei betreffend die Servicekosten nachgefragt worden. Die Angaben der 
Servicestelle der Beschwerdeführerin basierten nicht auf dem Maximalwert, sondern hätten 
immer die Durchschnittskosten berücksichtigt. Dass die Servicestellen der Mitkonkurrenten we-
sentlich günstigere Offerten einreichten, vermöge der Beschwerdeführerin nicht zum Vorteil 
gereichen. Dass ihre eigene Servicestelle von weit höheren Servicekosten ausgehe (wie sie 
dies auf Nachfrage auch ausdrücklich bestätigt habe) gehe vollumfänglich zulasten der Be-
schwerdeführerin, welche allfällige Unstimmigkeiten mit der eigenen Servicestelle vorgängig 
hätte klären können. Dagegen habe sie sich dafür entschieden, die Servicekosten selber (und 
nachweislich viel zu tief) zu beziffern. Dass die Beschwerdegegnerin die Angaben der Anbieter 
überprüft habe, sei im Übrigen nicht zu beanstanden.  
 
7.3 In ihrer Replik entgegnet die Beschwerdeführerin dazu, dass sie nicht eine Schätzung, 
sondern eine genaue Aufstellung der Servicekosten eingereicht habe. Es sei nicht nachvoll-
ziehbar, weshalb diese präzise und ausführliche Berechnung durch Nachfrage bei der angege-
benen Servicestelle habe überprüft werden müssen, welche ihrerseits anschliessend nur eine 

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grobe Kostenschätzung eingereicht habe. Es sei dabei wahrscheinlich, dass die Schätzung der 
Servicestelle – im Unterschied zu den Angaben der Servicestellen der Mitkonkurrenten – auch 
Verschleissmaterial enthalte und dadurch wesentlich höhere Kosten als nur die Servicekosten 
ausweise. Auch der Quervergleich zu den Konkurrenzofferten zeige, dass die Beschwerdefüh-
rerin die Servicekosten korrekt ausgewiesen habe, indem sich die von ihr deklarierten Kosten 
im Mittelfeld der Servicekosten für die Konkurrenzprodukte befänden. Dass die Beschwerde-
gegnerin auf die Schätzung der Servicekosten der Servicestelle abstelle, sei klar willkürlich und 
verdiene keinen Rechtsschutz. 
 
7.4 In der Duplik hält die Beschwerdegegnerin an ihren Ausführungen fest und stellt sich 
auf den Standpunkt, dass die Servicekosten-Zusammenstellung der Beschwerdeführerin un-
glaubwürdig sei, weil sie den Ausführungen der angegebenen Servicestelle widerspreche. Da 
schlussendlich die Servicestelle selbst Rechnung für ihre Arbeiten stelle, habe sie auf die An-
gaben der Servicestelle abgestellt. 
 
7.5.1 Es ist vorab festzustellen, dass dem Gericht das Fachwissen fehlt, um die Frage nach 
den Servicekosten anhand der von den Parteien eingereichten Unterlagen beurteilen zu kön-
nen. Es ist dem Gericht aufgrund der vorhandenen Aktenlage insbesondere nicht möglich, die 
genaue Höhe der Servicekosten zu berechnen. Die im vorliegenden Verfahren von der Be-
schwerdeführerin beantragte Zuschlagszuteilung an sie selbst ist deshalb bereits aus diesem 
Grund abzuweisen. Das Gericht kann vorliegend vielmehr nur die Rechtmässigkeit der in casu 
konkret erfolgten Kontrolle der einerseits eingereichten und andererseits extern eingeholten 
Servicekostenaufstellungen prüfen.  
 
7.5.2 Des Weiteren ist vorab festzuhalten, dass an der Tatsache, dass die Beschaffungsbe-
hörde die Angaben der Offerenten überprüfte, respektive auch extern überprüfen liess, grund-
sätzlich nichts zu bemängeln ist. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin dagegen die Service-
stelle der Beschwerdeführerin um eine Schätzung der Servicekosten gebeten, und zwar unab-
hängig und ohne jeglichen Bezug zu der bereits von der Beschwerdeführerin eingereichten 
Servicekostenberechnung. Mit diesem Vorgehen wurde nicht der Wartungsplan inklusive kon-
kreter Berechnung der Servicekosten der Beschwerdeführerin zur Überprüfung an ihre Service-
stelle gegeben, sondern diese wurde vielmehr um eine eigenständige Schätzung der Service-
kosten gebeten (vgl. Mail der Beschwerdegegnerin an Servicestelle vom 1. März 2018). Zuläs-
sig und richtig gewesen wäre dagegen eine Überprüfung der Servicekosten durch die Service-
stelle anhand der mit den Offerten eingereichten Unterlagen. Nur durch ein solches Vorgehen 
ist das Resultat der Überprüfung nachvollziehbar, was es den Betroffenen ermöglicht, begrün-
det auszuführen, was genau an der Überprüfung der Servicekosten durch eine externe Stelle 
falsch ist (zu viel Arbeitszeit, falscher Ansatz, falsches Material etc.).  
 
7.5.3 Dass die Höhe der Servicekosten, wie sie die Servicestelle der Beschwerdeführerin 
geschätzt hatte, wenig plausibel ist, ergibt sich im Übrigen bereits daraus, dass die Servicekos-
ten der Beigeladenen gerade mal die Hälfte beziehungsweise noch weniger betragen sollen 
(Beigeladene: Fr. 14'540.-- gegen Beschwerdeführerin: Fr. 31'800.--), obgleich sowohl das 
Fahrzeug der Beigeladenen als auch dasjenige der Beschwerdeführerin mit demselben Motor 

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ausgestattet sein sollen. Dieser erhebliche Unterschied kann objektiv ohne weitere Erklärung 
und Begründung nicht nachvollzogen werden.  
 
7.5.4 Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die Servicekosten bezüglich des Fahrzeuges 
der Beigeladenen (E.____) in casu korrekt berechnet wurden. Aus den eingereichten Akten wird 
ersichtlich (vgl. Aufstellung „Betriebskosten E.____ bei jährlich ca. 400/800 Std.“), dass ein klei-
ner Service Fr. 560.-- und ein grosser Service Fr. 1'490.-- betragen soll. Gemäss einer Mail von 
F.____ vom 1. März 2018, der den Service dieses Fahrzeuges ausführen würde, beträgt der 
Arbeitsaufwand für einen kleinen Service dagegen 5-6 Stunden und für einen grossen Service 
7-8 Stunden. Rechnet man nun diesen Aufwand in die Aufstellung „Betriebskosten E.____ bei 
jährlich ca. 400/800 Std.“ ein, entstehen für einen kleinen Service Kosten von Fr. 1'207.-- und 
für einen grossen Service Kosten von Fr. 2'322.--. Dies ergäbe ein Total an Servicekosten (inkl. 
MWST) für das Fahrzeug der Beigeladenen von Fr. 19'548.-- (ein kleiner Service à Fr. 500.--,  
5 kleine Services à Fr. 1'207.-- und 5 grosse Services à Fr. 2'322.--) und nicht wie in der De-
tailauswertung der Beschwerdegegnerin festgehalten Fr. 14'539.--. Die Angaben der Service-
kosten der Beschwerdegegnerin für das Fahrzeug der Beigeladenen stimmen damit augenfällig 
nicht.  
 
7.5.5 Aufgrund der obigen Ausführungen ist festzuhalten, dass das Gericht vorliegend die 
Servicekosten nicht vergleichen kann, da zum einen die Servicekosten der Beschwerdeführerin 
von deren Servicestelle nur geschätzt und nicht anhand des vorhandenen Serviceplans über-
prüft wurden und weil zum anderen die Servicekosten der Beigeladenen von der Beschwerde-
gegnerin entgegen den eingeholten Auskünften berechnet worden sind und damit ebenfalls 
falsch ausgewiesen wurden. Dies führt im Ergebnis dazu, dass die Angelegenheit in diesem 
Punkt zur Neuberechnung der Servicekosten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 
Ebenfalls hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Berechnung die Punkte neu zu verge-
ben, was gegebenenfalls zu einer neuen Rangfolge führen wird. Es bleibt schliesslich festzuhal-
ten, dass die Neubewertung nur zwischen der Beschwerdeführerin und der Beigeladenen vor-
zunehmen ist. 
 
8.1 Schliesslich sind sich die Parteien in Bezug auf die Beurteilung des Subsubkriteriums 
„Fahrverhalten, Komfort, Leistung, Wendigkeit etc.“ uneinig. Die Beschwerdeführerin hielt in 
grundsätzlicher Weise fest, dass sie bei diesem Subsubkriterium bei einzelnen Kriterien weni-
ger Punkte als ihre Konkurrenz erhalten habe, obwohl die angebotenen Produkte diesbezüglich 
mindestens gleichwertig seien. 
 
8.2.1 Als Erstes ist die Bewertung der Brückenlänge strittig. Die Beschwerdegegnerin führte 
aus, dass das von der Beschwerdeführerin offerierte Fahrzeug die Mindestanforderungen an 
die Brückenlänge nicht erfüllt habe, da dieses eine Brücke von nur 2960 mm aufgewiesen habe 
und damit die gemäss Ausschreibungsunterlagen (vgl. Ziffer 4.1, S. 6/21) geforderte Brücken-
länge von 3000 mm (verstanden als Innenmass der Brückenlänge) nicht erreicht habe. Dage-
gen verfüge das Fahrzeug der Beigeladenen über ein Innenmass der Brückenlänge von 3000 
mm. Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Ansicht, dass sie von der Vergabe hätte ausge-
schlossen werden müssen, wenn ein Innen-Brücken-Mass von mindestens 3000 mm gefordert 

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gewesen wäre. Da sie für ihre Brücke von 2960 mm aber nur einen Punkteabzug erhalten habe, 
bestätige dies, dass die Beschwerdegegnerin bei der Ausschreibung nicht von der Innen- son-
dern von der Aussenlänge der Brücke ausgegangen sei. 
 
8.2.2 In Bezug auf die Brückenlänge des offerierten Fahrzeuges der Beschwerdeführerin ist 
unbestritten, dass das Aussenmass der Brücke 3000 mm und nur das Innenmass blosse 2960 
mm beträgt. Fraglich ist, ob es sich bei den geforderten 3000 mm um das Innen- oder das Aus-
senmass handelt. Die Ausschreibungsunterlagen enthalten diesbezüglich widersprüchliche An-
gaben. Auf Seite 6 unter Ziffer 4.1 wird unter „Fahrzeug, Brückenlänge“ ein Mindestmass von 
300 cm angegeben, ohne zu spezifizieren, ob es sich dabei um das Innen- oder das Aussen-
mass der Fahrzeugbrücke handeln muss. Weiter unten in den Ausschreibungsunterlagen steht 
dagegen unter dem Titel „Chassis/Fahrzeugaufbau“ (vgl. Ausschreibungsunterlagen Ziff. 4.1, 
S. 6 f.) spezifischer: 3-Seitenkippbrücke „ca.“ 1720 mm x 3000 mm. An dieser Stelle steht nichts 
mehr von „mindestens“ und es ist auch nicht präzisiert, ob es sich um das Innen- oder Aussen-
mass handeln muss. Dagegen wird das Wort „ca.“ explizit verwendet. Aus diesen Erwägungen 
wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin im Hinblick auf die geforderte Brückenlänge die 
Ausschreibungsunterlagen erfüllt hatte und ein Abzug wegen einer zu kurzen Brückenlänge 
nicht zulässig ist. Auch diese Bewertung und Punktevergabe muss damit neu vorgenommen 
werden.  
 
8.3.1 Des Weiteren ist unter dem Subsubkriterium „Fahrverhalten, Komfort, Leistung, Wen-
digkeit etc.“ die Unterbodenverzinkung der Brücke umstritten. Auf Seite 7 der Ausschreibungs-
unterlagen steht „Brücke verzinkt mit Schüttnase“ und Brückenbodenhöhe max. 1050 mm. Die 
Beschwerdegegnerin führte diesbezüglich aus, dass der Brückenboden des Fahrzeuges der 
Beigeladenen wie gemäss Ausschreibungsunterlagen (vgl. Ziffer 4.1, S. 7/21) aus Stahl und 
zusätzlich verzinkt sei. Auch der gesamte Brückenunterbau des Fahrzeuges der Beigeladenen 
sei verzinkt. Dagegen sei beim Fahrzeug der Beschwerdeführerin der Stahlboden nicht zusätz-
lich verzinkt. Die Beschwerdeführerin führte aus, dass sie auch beim Unterkriterium „Brücken-
materialisierung“ ungerechtfertigt benachteiligt worden sei, indem nicht ersichtlich sei, welche 
Unterschiede in der Materialisierung der Brücken zwischen der Beschwerdeführerin und der 
berücksichtigten Mitkonkurrentin bestehen würden. Sie stritt insbesondere ab, dass der Brü-
ckenboden ihres offerierten Fahrzeuges nicht verzinkt gewesen sei. Im Übrigen würden die Un-
terlagen, auf welche sich die Beschwerdegegnerin bei dieser Behauptung stütze, gar nicht sie 
selber, sondern eine Mitkonkurrentin betreffen.  
 
8.3.2 Anhand der eingereichten Unterlagen kann diese Frage vom Gericht nicht beurteilt 
werden. Wäre diese Frage für den Vergabeentscheid entscheidrelevant, müsste darüber ein 
Gutachten eingeholt werden. Es ist aus neutraler Sicht dagegen schwer vorstellbar, dass sich 
die Parteien anlässlich eines Augenscheins oder einer zweiten Fahrzeugvorführung nicht dar-
über einigen können, ob nun der fragliche Brückenboden verzinkt ist oder nicht.  
 
8.4.1 Schliesslich bestehen zwischen den Parteien in Bezug auf das Subsubkriterium „Fahr-
verhalten, Komfort, Leistung, Wendigkeit etc.“ auch Differenzen betreffend die Vorführung und 
das Beladen mit Staplern des offerierten Fahrzeuges. Die Beschwerdegegnerin führte aus, 

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dass die Beschwerdeführerin beim vereinbarten Vorführtermin zu Testzwecken ein Fahrzeug 
präsentiert habe, das nicht dem von ihr angebotenen Typ entsprochen habe. Es habe sich 
durch einen längeren Radstand, Veränderungen in der Fahrerkabine, das Vorhandensein eines 
Hakengerätes anstelle einer Kippbrücke und dem Vorhandensein eines Salzstreugerätes vom 
angebotenen Fahrzeugtyp unterschieden. Deshalb sei am Vorführtermin das Testen des für die 
Beschwerdegegnerin zentralen, einfachen und sicheren Beladens der Fahrzeugbrücke mit ei-
nem Hochhubwagen nicht möglich gewesen. Aufgrund dieser Verletzungen der Vorgaben ge-
mäss den Ausschreibungsunterlagen wären ohne weiteres auch der Ausschluss der Beschwer-
deführerin aus dem Vergabeverfahren beziehungsweise eine Bewertung mit null Punkten mög-
lich und nicht zu beanstanden gewesen. Die Beschwerdeführerin stellte sich dagegen auf den 
Standpunkt, dass es nicht zu erkennen gewesen sei, weshalb das Beladen mit Staplern bei 
dem von ihr offerierten Fahrzeug wesentlich schlechter möglich sein soll als bei demjenigen der 
Konkurrenz. Zudem sei die Beschwerdegegnerin vorgängig darüber informiert worden und habe 
dem auch so zugestimmt, dass die Beschwerdeführerin den Vorführungstermin am 2. März 
2018 mit einem Kundenfahrzeug der Gemeinde G.____ vom Typ H.____ wahrnehmen werde. 
Weiter hätte eine Vorführung der Anbaugeräte separat vereinbart werden müssen, wenn eine 
solche gewünscht gewesen wäre. Die Beschwerdegegnerin hielt dem in ihrer Duplik entgegen, 
dass ihr Mitarbeiter der Vorführung des H.____ mit Hakengerät weder zugestimmt noch mitge-
teilt habe, dass der Beschwerdeführerin daraus kein Nachteil erwachse, sondern lediglich zur 
Kenntnis genommen habe, dass sämtliche Fahrzeuge der Beschwerdeführerin, die ihrer Offerte 
entsprochen hätten, im vorgesehenen Zeitraum nicht verfügbar gewesen seien. 
 

8.4.2 Die Richtigkeit der Ausführungen der Parteien unter der Erwägung 8.4.1 hiervor kann 
das Gericht mangels entsprechender Beweise ebenfalls nicht beurteilen. Auch diese Fragen 
sind dagegen nicht entscheidrelevant, da bereits aufgrund der Ausführungen zu den Vergabe-
kriterien „Servicekosten“ und „Brückenlänge“ die Angebote der Beschwerdeführerin und der 
Beigeladenen neu bewertet werden müssen und gestützt darauf eine erneute Punktvergabe 
zwischen diesen beiden Offerenten zu erfolgen hat.  
 
9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als teilweise begründet und ist ent-
sprechend gutzuheissen. Der Zuschlagsentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2018 
wird aufgehoben und die Sache wird zur neuen Beurteilung im Sinne der obigen Erwägungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 
 
10.1 Es bleibt noch über die Kosten zu befinden.  
 
10.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen wer-
den keine Verfahrenskosten auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da die teilweise Gutheissung der Be-
schwerde ausschliesslich auf die mangelhafte Beurteilung der Vergabekriterien durch die Be-
schwerdegegnerin zurückzuführen ist und die Beigeladene zudem auf eine Stellungnahme ver-
zichtete und sich damit nicht aktiv ins Verfahren eingebracht hatte, rechtfertigt es sich, der Bei-
geladenen keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Demzufolge werden im vorliegenden Verfah-

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ren keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zurückzuerstatten. 
 
10.3 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts eine 
angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des 
vorliegenden Verfahrens ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zulasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Da die teilweise Gutheissung der Beschwerde aus-
schliesslich auf die mangelhafte Beurteilung der Vergabekriterien durch die Beschwerdegegne-
rin zurückzuführen ist und die Beigeladene zudem auf eine Stellungnahme verzichtete und sich 
damit nicht aktiv ins Verfahren eingebracht hatte, rechtfertigt es sich, die Beigeladene ebenfalls 
von der Bezahlung einer anteilsmässigen Parteientschädigung zu befreien. Der mit Honorarno-
te vom 13. August 2018 geltend gemachte Aufwand des Rechtsvertreters von 17.58 Stunden ist 
umfangmässig nicht zu beanstanden, jedoch mit einem Stundenansatz von Fr. 250.-- zu be-
rechnen. Dies ergibt einen Aufwand von total Fr. 4'395.--. Die Sekretariatsarbeit ist praxisge-
mäss im Honorar des Rechtsvertreters inbegriffen, weshalb diese nicht extra entschädigt wer-
den kann. Auch die Auslagen sind praxisgemäss detailliert auszuweisen. Da es sich vorliegend 
um einen ausserkantonalen Rechtsvertreter handelt und die von ihm geltend gemachte Pau-
schale als moderat beurteilt werden kann, ist die geltend gemachte Barauslage von 3% nicht zu 
beanstanden. Sie ist dagegen von der angepassten Parteientschädigung von Fr. 4'395.-- zu 
berechnen. Somit betragen die Auslagen vorliegend Fr. 131.85. Die Beschwerdegegnerin hat 
der Beschwerdeführerin damit im Ergebnis eine Parteientschädigung von Fr. 4'875.40 (inkl. 
Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten.  

 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Zuschlagsentscheid 

der Einwohnergemeinde B.____ vom 12. März 2018 aufgehoben und die 
Sache wird zur neuen Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Ein-
wohnergemeinde B.____ zurückgewiesen. 

   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- wird der Beschwerdeführerin zurück-
erstattet. 

   
 3. Die Einwohnergemeinde B.____ hat der Beschwerdeführerin für das 

Verfahren vor Kantonsgericht eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 4‘875.40 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber