# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36d53f5f-8aab-5034-907b-45a475452a59
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.11.2011 PS110180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS110180_2011-11-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS110180-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichter lic. iur. P. Hodel sowie Gerichts-

schreiberin Prof. Dr. I. Jent-Sørensen. 

Urteil vom 17. November 2011 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Obergericht des Kantons Zürich 

 

betreffend Pfändungsvollzug 
(Beschwerde über das Betreibungsamt B._____) 

 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 23. 
September 2011 (CB110014) 

 

Erwägungen: 

I. 

 1. Mit Beschluss vom 23. September 2011 wies die Vorinstanz die Be-

schwerde der Beschwerdeführerin betreffend Pfändungsankündigung ab (act. 10). 

- 2 - 

Zu beantworten war und ist insbesondere die Frage, ob es zulässig war, in der 

Betreibung Nr. .... des Betreibungsamtes B._____ gegen die Betreibungsschuld-

nerin und Beschwerdeführerin i.S. einer Sicherungsmassnahme gemäss Art. 98 

SchKG ihr Guthaben bei der C._____ [Bank] im Betrage von Fr. 4'000.-- vorsorg-

lich zu pfänden.  

 2. Gegen den vorinstanzlichen Entscheid beschwerte sich die Beschwerde-

führerin mit Eingaben vom 6. Oktober 2011 und vom 15. Oktober 2011 rechtzeitig 

bei der Kammer (vgl. act. 11, 15). Sie ersuchte damit, um Aufrechterhaltung der 

Beschwerde zu Betreibung Nr. .... und um Rückzahlung des gepfändeten Betra-

ges, weil das Betreibungsamt auf Grund des Zahlungsbefehls mit ungültiger Refe-

renznummer keinen Handlungsbedarf hatte (act. 15 S. 1). Von der Beschwerde-

führerin wurden weitere Eingaben eingereicht:  

• Das Doppel der Beschwerde vom 6. Oktober 2011 mit Datum 8. Oktober 

2011 (act. 18) „mit Bemerkungen“ (Eingang 8. Oktober 2011, act. 18).  

• Kopie eines Schreibens an die Vorinstanz vom 12. Oktober 2011 betreffend 

fehlende Empfangsscheine und betreffend fehlendes Versanddatum (act. 

19). 

• Eine Eingabe vom 15. Oktober 2011 betreffend „Beschwerde PS110180, 

Ergänzung und Beschwerde BG Winterthur zu Pfändungsurkunde Betrei-

bungsamt B._____ (act. 20 mit Beilagen 21/1 bis 21/3). 

• Eine Kopie des Schreibens an das Betreibungsamt B._____ vom 1. Novem-

ber 2011 (act. 22) „Antrag: Rückzahlung von Fr. 4000.- plus Spesen und 5 

% Zins auf mein Konto laut Einzahlungsschein (Beilage), Betreibung Nr. …. 

vom 13.1.11, innerhalb von drei Tagen“, 

• Ein Schreiben vom 11. Oktober 2011 (act. 23) an das Zentrale Inkasso so-

wie an die Kammer betreffend „Pfändungsurkunde 11.10.11/Pfändungsnum-

mer ….. unbekannt“, 

- 3 - 

• Ein Schreiben an die Kammer vom 11. Oktober 2011 „Aufsichtsbeschwerde 

zum Entscheid CB110014 Bezirksgericht Winterthur, eingereicht 6.10.11 mit 

Doppel am 8.10.11, korrigiert 11.10.11 (act. 25), mit dem handschriftlichen 

Vermerk: „Den Beschluss CB110014 mit Versanddatum 30.9.11 habe ich 

nicht erhalten“.  

• Die Kopie eines Schreibens vom 9. November 2011 (Poststempel 13. No-

vember 2011) an das Betreibungsamt B._____ (act. 27) mit dem Betreff: 

„Ungültige Betreibung Nr. …. vom 13.1.11, mein Schreiben vom 1.11.11“ 

(act. 27). 

• Die Kopie eines Schreibens an das Bezirksgericht Winterthur vom 9.11.11 

mit dem Betreff: Rekurs CB110014, Eingabe vom 15.10.11 und BR110001 

vom 6.7.11“ (act. 28).  

 3. Die Vorinstanz hat das Betreibungsamt B._____ als Partei ins Rubrum 

aufgenommen. Wie es sich damit verhält, ist nicht restlos geklärt (vgl. BSK 

SchKG I-Cometta/Möckli, N. 47 zu Art. 17). Nach ständiger Praxis der Kammer 

sind die Ämter, über die Beschwerde geführt wird, nicht Gegenpartei. Soweit die 

Beschwerde die Rechte anderer Betreibungsparteien betrifft, sind diese als Ge-

genpartei aufzuführen. Die Gültigkeit einer Pfändung betrifft zweifellos die Inte-

ressen des betreibenden Gläubigers. In diesem Sinne ist der Kanton Zürich, ver-

treten durch die Zentrale Inkassostelle der Gerichte, als Beschwerdegegner ins 

Rubrum aufzunehmen. Da sich die Beschwerde sofort als unbegründet erweist, 

ist dennoch keine Beschwerdeantwort einzuholen (Art. 322 Abs. 1 SchKG). Und 

auch die Tatsache, dass der Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren 

keine Äusserungsmöglichkeit erhielt, führt bei dieser Ausgangslage mangels Be-

schwer nicht zu Weiterungen.  

II. 

 1. Bezüglich der Betreibung Nr. .... machte die Beschwerdeführerin geltend, 

der Zahlungsbefehl sei wegen falscher Referenznummer … ungültig; diese würde 

- 4 - 

mit keiner Abrechnung übereinstimmen, ebenso wenig wie die Beträge. Es gebe 

keinen Zahlungsbefehl über Fr. 4'000.-- und der Brief an die C._____ – gemeint 

ist offenbar die dieser zugestellten Anzeige vom 22. Juli 2011 – enthalte keine 

Pfändungsnummer und einen anderen Namen (act. 2).  

 Bei den Akten finden sich folgende Schriftstücke: 

• Kontoauszug C._____ AG vom 31. Juli 2011: Buchung vom 27.07.11: 

Vergütung an Stadtammann- und Betreibungsamt B._____ zuzüglich 

Gebühr Fr. 5.--, insgesamt Belastung des Kontos der Beschwerdeführe-

rin mit Fr. 4'005.-- (act. 3/1),  

• Zahlungsbefehl Nr. .... über eine Forderung von Fr. 3'250.-- ohne Zinsen. 

Vermerkt sind drei Zustellversuche mit Kosten von je Fr. 12.--, sowie die 

Zahlungsbefehlskosten von Fr. 70.-- (act. 3/2). Als Forderungsurkunde/ 

Grund der Forderung ist vermerkt: „Referenz: …., Entscheid vom 

02.06.2009 Fr. 250.00 Kassationsgericht / Entscheid vom 16.03.2010 Fr. 

300.00 Obergericht / Entscheid vom 03.03.2010 Fr. 300.00 Bezirksge-

richt Winterthur / Entscheid vom 18.02.2010 Fr. 250.00 Bezirksgericht 

Winterthur / Entscheid vom 14.04.2010 Fr. 150.00 Obergericht / Ent-

scheid vom 21.01.2010 Fr. 800.00 Obergericht / Entscheid vom 

27.11.2009 Fr. 300.00 Bezirksgericht Winterthur / Entscheid vom 

23.04.2010 Fr. 400.00 Kassationsgericht / Entscheid vom 07.06.2010 Fr. 

250.00 Bezirksgericht Winterthur / Entscheid vom 07.06.2010 Fr. 250.00 

Bezirksgericht Winterthur“. Dieser Zahlungsbefehl wurde der Beschwer-

deführerin am 13. Januar 2011 zugestellt.  

• Die Abrechnung der Zentralen Inkassostelle der Gerichte mit der Refe-

renz-Nr. …. bzw. oberhalb der Adresse als Vermerk …., enthaltend 

sämtliche der im Zahlungsbefehl genannten Beträge. Die einzige Abwei-

chung betrifft das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

16.03.2010, das im Zahlungsbefehl mit Fr. 300.00, in der Zusammenstel-

lung der ausstehenden Gerichtskosten mit Fr. 386.00 erwähnt ist. Die 

Abweichung lässt sich damit erklären, dass dort bereits die Betreibungs-

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kosten von Fr. 106.-- dazu- und eine Zahlung von Fr. 20.-- abgezählt 

wurde (act. 3/3 [ganz unten]). 

• Die Anzeige vom 22. Juli 2011 zu Handen der C._____ AG (act. 3/5).  

 2. Bei den Akten liegt weiter ein Beschluss der Kammer vom 15. September 

2011 (PS110161; act. 12). Auch dieser Entscheid betraf die Betreibung Nr. .... des 

Betreibungsamtes B._____ und ebenfalls den Zahlungsbefehl vom 9. Dezember 

2010. Nach den dortigen Erwägungen ging es in jenem Verfahren um „Unpfänd-

barkeit Zugriff auf mein Konto ohne Ankündigung bei ungültiger Betrei-

bung/Pfändung bei Information zu meiner Abwesenheit“ sowie um den Antrag auf 

Rückzahlung von Fr. 4'005.-- nebst 5 % Zins. Die Beschwerdeführerin hatte sich 

mit Eingabe vom 16. August 2011 direkt und unter Auslassung des erstinstanzli-

chen Beschwerdeverfahrens an die Kammer gewandt. Infolge Unzuständigkeit 

überwies die Kammer diese Beschwerde am 19. August 2011 an die Vorinstanz 

(act. 1). Nachdem die Beschwerdeführerin am 3. September 2011 auf der direk-

ten Behandlung ihrer Beschwerde durch die Kammer bestanden hatte, erging im 

Verfahren PS110161 am 15. September 2011 ein Entscheid, mit dem auf die er-

wähnte Beschwerde vom 16. August 2011 förmlich nicht eingetreten wurde (vgl. 

act. 12 S. 4, Dispositiv-Ziff. 1). Dieser Entscheid ist rechtskräftig geworden. Da es 

sich dabei um einen Nichteintretensentscheid handelt und die bezüglichen Fragen 

nunmehr durch die Vorinstanz im Entscheid vom 23. September 2011 entschie-

den wurden (act. 10), ist die Zuständigkeit der Kammer als obere kantonale Auf-

sichtsbehörde jetzt allerdings gegeben.  

 3. Die Vorinstanz hat am 23. September 2011 – auf Überweisung der Kam-

mer vom 19. August 2011 (vgl. act. 1) – zur Frage, ob das Betreibungsamt ver-

pflichtet sei, den Betrag von Fr. 4'005.-- nebst 5 % Zins zurückzuzahlen, ent-

schieden (act. 10 S. 3). Sie erwog, dass – nach Rückzug des Rechtsvorschlages 

durch die Beschwerdeführerin – ein rechtskräftiger Zahlungsbefehl vorliege, der 

gemäss Art. 88 SchKG die Fortsetzung der Betreibung erlaube. Aus dem Pfän-

dungsprotokoll gehe hervor, dass der Beschwerdeführerin mehrere Vorladungen 

zugestellt worden sind. Das Betreibungsamt habe alsdann zur Vorbereitung einer 

Pfändung auf dem Bankkonto der C._____ AG Fr. 4'000.-- gesichert bzw. ge-

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sperrt, weil auf Grund des Verhaltens der Beschwerdeführerin die Gefahr bestan-

den habe, dass allfälliges Vermögen beiseite geschafft werden könnte (act. 10 S. 

4). Weil sich die Sicherstellung im Hinblick auf eine spätere Pfändung als recht-

mässig erwiesen habe, werde die Beschwerde abgewiesen (act. 10 = act. 14 = 

act. 16 S. 4, Dispositiv-Ziff. 1).  

 4. Die Beschwerdeführerin macht u.a. geltend, dass sie mit Brief zu …. vom 

1. September 2011 den Widerruf des Rechtsvorschlages widerrufen habe (act. 15 

S. 1) und verweist dafür auf Beilage 6 (act. 17/6). Darin regt die Beschwerdefüh-

rerin an, die Beschwerdegegnerin anzurufen, damit ihr – um einen unnötigen Pro-

zess zu verhindern – das Geld zurückbezahlt und die Betreibung gelöscht werde. 

Weiter teilt sie mit: „Falls Sie das entsetzliche Mobbing gegen mich fortsetzen und 

trotz Sachverhalt gegen mich eine ungültige Entscheidung fällen, widerrufe ich 

den Widerruf des Rechtsvorschlages rückwirkend auf 22.7.11 in der ungütigen 

Pfändung“.  

 5. Anders als die Ausführungen der Beschwerdeführerin in act. 15 S. 1 er-

warten liessen, hat sie den Widerruf des Rechtsvorschlages nicht widerrufen, 

sondern einen Rückzug für einen bestimmten Fall angekündigt. Eine bedingungs-

lose Erklärung ist allerdings nicht ersichtlich. Ausserdem belegt act. 8/3, dass die 

Beschwerdeführerin einen zunächst erhobenen Rechtsvorschlag zurückgezogen 

hat. Ein solcher Rückzug kann nicht mehr ohne weiteres rückgängig gemacht 

werden; es verhält sich nicht anders als wenn gar kein Rechtsvorschlag erhoben 

worden ist, denn auch dort, ausser im hier nicht anwendbaren Fall von Art. 77 

SchKG, kann nicht nachträglich ein Rechtsvorschlag – der nachträgliche Widerruf 

des Widerrufes ist diesbezüglich gleich zu behandeln wie die Erhebung eines 

(neuen) Rechtsvorschlages – erhoben werden. Nach Ablauf einer Frist von 10 

Tagen (Art. 74 Abs. 1 SchKG) ist die Möglichkeit, einen Rechtsvorschlag zu erhe-

ben bzw. einen zurückgezogenen Rechtsvorschlag erneut zu erheben, verwirkt. 

Ein relevanter Willensmangel wurde weder geltend gemacht noch ist ein solcher 

ersichtlich.  

 6. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Referenznummer sei 

nicht kompatibel. Das ist nicht zutreffend. Aus sämtlichen bei den Akten liegenden 

- 7 - 

Dokumenten ergibt sich, dass vom Beschwerdegegner durchwegs die gleiche Re-

ferenznummer … bzw. … verwendet wird (vgl. act. 3/2 = act. 8/2 [Zahlungsbe-

fehl], act. 3/3 [Schreiben betreffend ausstehende Gerichtskosten], act. 8/1 [Betrei-

bungsbegehren vom 2. Dezember 2010], act. 8/4 [Begehren um Fortsetzung der 

Betreibung vom 14. Februar 2011]). Anzumerken ist, dass die interne Referenz-

nummer der Zentralen Inkassostelle der Gerichte die Administration der offenen 

Gerichtskosten und die Zuordnung zu bestimmten Schuldnern erleichtern wird, 

jedoch hat sie im Hinblick auf die Rechtswirksamkeit der Betreibung keinerlei Be-

deutung. Auch ohne Referenznummer wären die Begehren vom Betreibungsamt 

entgegenzunehmen und auszuführen gewesen. Dass die Beschwerdeführerin im 

Zweifel darüber sein konnte, für welche Forderungen sie betrieben worden war, 

ist angesichts der genauen Auflistung in act 3/2 nicht denkbar.  

 Keine Bedeutung hat auch, dass das vorinstanzliche Urteil das Versandda-

tum nicht nennt, was die Beschwerdeführerin mit dem Hinweis auf den 30. Sep-

tember 2011 verschiedentlich moniert. Die Rechtsmittelfrist läuft nicht vom Ver-

sanddatum an, sondern gemäss Art. 142 Abs. 1 ZPO am Folgetag nach der Zu-

stellung.  

 7. Die Beschwerdeführerin verlangt die Rückzahlung des Betrages von Fr. 

4'000.-- nebst Zinsen, welche bei der C._____ sichergestellt, von dieser an das 

Betreibungsamt überwiesen und gepfändet wurden. Für eine solche Rückzahlung 

gibt es keine Grundlage, was bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat 

(act. 14 = 16 S. 3 f.). Wie bereits erwähnt (Erw. II./5.), war der Beschwerdegeg-

ner, nachdem die Beschwerdeführerin den Rechtsvorschlag am 13. Januar 2011 

zurückgezogen hatte, berechtigt, am 14. Februar 2011 die Betreibung fortzuset-

zen, was sie im Betrage von Fr. 3'250.-- nebst Zahlungsbefehlskosten von Fr. 

106.-- tat (act. 8/4). Die Beschwerdeführerin erschien allerdings nicht zum Pfän-

dungsvollzug und leistete auch zwei weiteren Vorladungen keine Folge, so dass 

am 4. Juli 2011 ein Vorführauftrag erteilt werden musste (act. 7 S. 1 Ziff. 1.1, vgl. 

auch 8/5). Angesichts dieser Ausgangslage durfte das Betreibungsamt von einer 

Gefährdungslage ausgehen und es ist nicht zu beanstanden, dass das Betrei-

bungsamt aus dem betreffenden Kontoguthaben der Beschwerdeführerin Sicher-

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stellung anordnete (vgl. act. 7 S. 1 Rz 1.2, act. 8/6 sowie BSK SchKG I-Lebrecht, 

N. 16 zu Art. 98). Dass die C._____ AG über Einzelheiten der Betreibung (Name 

Sachbearbeiter, keine Pfändungsnummer) nicht unterrichtet wurde, wie die Be-

schwerdeführerin bemängelt (act. 15 S. 1) ändert an der Gültigkeit dieser Anord-

nung nichts.   

 Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass nicht mehr gepfändet 

werden darf als zur Deckung des Betrages, der in Betreibung gesetzt wurde, nötig 

ist. Allerdings sind auch die anfallenden Kosten zu berücksichtigen, die je nach 

Fall unterschiedlich hoch sein können. Ob die Sicherstellung in der Höhe von 

Fr. 4'000.-- gerechtfertigt war, nachdem die Betreibung auf den Forderungsbetrag 

von Fr. 3'250.-- lautet, hängt davon ab, mit welchen zusätzlichen Kosten das Be-

treibungsamt rechnen konnte und musste. Anzumerken ist, dass der Pfändungs-

vollzug als solcher offenbar Schwierigkeiten (Vorführauftrag an die Stadtpolizei 

Winterthur) bereitete (act. 7), so dass zusätzliche Kosten nicht nur eine entfernte 

Möglichkeit waren. Inzwischen dürfte feststehen, welche Kosten im Zusammen-

hang in der Betreibung Nr. .... gegen die Beschwerdeführerin angefallen sind. Das 

Betreibungsamt wird deshalb eingeladen – sofern dies nicht bereits geschehen ist 

– der Beschwerdeführerin die Differenz zwischen dem mutmasslichen Gesamtbe-

trag und Fr. 4'000.-- umgehend zurück zu erstatten.  

 8. Aus act. 3/3 (Schreiben der Zentralen Inkassostelle der Gerichte vom 30. 

März 2011 an die Beschwerdeführerin) ist ersichtlich, dass am 9. März 2011 eine 

Zahlung von Fr. 20.-- habe verbucht werden können. Wie es sich damit verhält, ist 

nicht abschliessend ersichtlich. Zahlungen, die nicht über das Betreibungsamt er-

folgen, sind grundsätzlich nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen; der Schuld-

ner muss an sich den Weg über die (teilweise) Einstellung der Betreibung nach 

Art. 85 SchKG gehen. Hier ergibt sich aber aus dem erwähnten Schreiben der 

Gläubigerin selbst, dass sie die genannten Fr. 20.-- der Schuldnerin auf die For-

derung aus dem Verfahren des Obergerichtes …. / Abrechnung … anrechnet 

(Fr. 300.-- Gebühr und Fr. 106.-- Betreibungskosten abzüglich Fr. 20.-- ergibt die 

genannten Fr. 386.--). Es wäre stossend, das nicht zu berücksichtigen, und das 

Betreibungsamt wird zum Ermitteln des der Schuldnerin zurück zu zahlenden Be-

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trages diese Fr. 20.-- abzuziehen haben. Anzumerken ist in diesem Zusammen-

hang allerdings, dass die Zusammenstellung vom 30. März 2011 (act. 17/10) nicht 

die Basis für die Betreibung war – die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die 

Betreibung älteren Datums sei – sondern dass sie – wie sich daraus ohne weite-

res ergibt – eine Reaktion auf diverse Korrespondenz war und eine Stellungnah-

me zu einem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 10. März 2011 war. Die be-

zügliche Zusammenstellung der offenen Gerichtskosten befindet sich bereits auf 

dem Betreibungsbegehren (act. 8/1).  

 Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass die Betreibung gegen die 

Beschwerdeführerin mangels des Fortbestandes eines gültigen Rechtsvorschla-

ges fortgesetzt werden konnte und dass das Betreibungsamt angesichts der 

Schwierigkeiten mit dem Pfändungsvollzug gemäss Art. 98 SchKG sicherstellen 

konnte. Für die verlangte Rückerstattung fehlt damit die Grundlage. Soweit sich 

allerdings inzwischen nach dem Pfändungsvollzug ergeben haben sollte, dass die 

sichergestellten Kosten geringer sind als angenommen, wäre der frei werdende 

Betrag der Beschwerdeführerin zu erstatten.   

 9. SchK-Beschwerdeverfahren sind in den kantonalen – anders als vor Bun-

desgericht – kostenlos; Entschädigungen können nicht ausgerichtet werden (Art. 

20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 Abs. 2 und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. Das Betrei-

bungsamt wird speziell auf Erw. 8 hingewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage von act. 15, und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das 

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Bezirksgericht Winterthur sowie (unter Beilage einer Kopie von act. 3/3) an 

das Betreibungsamt B._____, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Prof. Dr. I. Jent-Sørensen 
 
versandt am: 

	Urteil vom 17. November 2011
	Erwägungen:
	I.
	II.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. Das Betreibungsamt wird speziell auf Erw. 8 hingewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage von act. 15, und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Winterthur sowie (unter Beilage einer Kopie von act. 3/3) an das Betreibungsamt B.__...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...