# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9bb0d12-7ec2-52f2-9d3b-b03a73a2874f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2014 C-2750/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2750-2012_2014-10-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2750/2012 

 

 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Karin Wagner. 

 

 
 

Parteien 

 
Spital X._______ AG, 

vertreten durch Andreas Danzeisen, Fürsprecher, Helveti-

astrasse 5, Postfach 179, 3000 Bern 6, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
Gegen 

 

 Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 

3000 Bern 8,   

handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des 

Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Aufnahme in die Spitalliste 2012; Verfügung Nr. 519 des 

Regierungsrates des Kantons Bern vom 4. April 2012. 

 

 

C-2750/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Regierungsrat des Kantons Bern mit Beschluss Nr. 519 vom 

4. April 2012 die Spitalliste 2012 erlassen hat und der Spital X._______ 

AG mit Verfügung vom 4. April 2012 uneingeschränkte und beschränkte 

Leistungsaufträge erteilt, jedoch diverse Einzelanträge abgelehnt hat (act. 

1 Beilage 1), 

dass die Spital X._______ AG diese Verfügung mit Beschwerde vom 21. 

Mai 2012 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und beantragt 

hat, die Verfügung vom 4. April 2012 sei aufzuheben, eventualiter sei ihr 

in den Bereichen Urologie URO2 und Kindermedizin und Kinderchirurgie 

allgemein KINM0 uneingeschränkte Leistungsaufträge zu erteilen (act. 1),  

dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 259/2014 vom 26. Februar 2014 

auf ihren Entscheid vom 4. April 2012 zurückgekommen ist und der Spital 

X._______ AG in den Bereichen Urologie URO2 und Kindermedizin und 

Kinderchirurgie allgemein KINM0 uneingeschränkte Leistungsaufträge er-

teilt hat (act. 22), 

und zieht in Erwägung, 

dass gegen Beschlüsse im Sinne von Art. 39 des Bundesgesetzes vom 

18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden kann (Art. 53 

Abs. 1 KVG), 

dass sich das Beschwerdeverfahren grundsätzlich nach dem Verwal-

tungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) 

richtet (Art. 53 Abs. 2 KVG), 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-

chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzuset-

zen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht ge-

genstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die Spital X._______ AG mit Schreiben vom 15. September 2014 

festhielt (act. 24), sie habe in der Beschwerde inhaltlich insbesondere ge-

fordert, ihr sei in den Leistungsbereichen URO2 und KINM0 uneinge-

schränkte Leistungsaufträge zu erteilen; diesem Anliegen sei die Vorin-

C-2750/2012 

Seite 3 

stanz in der Spitalliste 2014, welche eine andere Systematik als die Spi-

talliste 2012 aufweise, inhaltlich nachgekommen, daher habe sie gegen 

die Spitalliste 2014 auch kein Rechtsmittel eingereicht; durch den rechts-

kräftigen Erlass der Spitalliste 2014 sei das vorliegende Beschwerdever-

fahren aus ihrer Sicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben, was 

bei der Kostenliquidation zu berücksichtigen sei, 

dass den Anträgen der Beschwerdeführerin mit dem Beschluss Nr. 

259/2014 vom 26. Februar 2014 somit vollumfänglich entsprochen wurde, 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist 

(Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32]), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun-

desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 

VwVG), 

dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass der Beschwerdeführerin daher der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist, 

dass bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens unter sinngemässer An-

wendung des Art. 5 VGKE zu prüfen ist, ob eine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 15 VGKE), 

dass die Vereinbarung zwischen dem Regierungsrat des Kantons Bern 

und den Spitalverbänden Y._______ vom 30. Mai 2013 (act. 16 Beilage 

4), wonach die Kosten wettzuschlagen sind, vom Bundesverwaltungsge-

richt nicht berücksichtigt werden kann, da die Beschwerdeführerin diese 

Vereinbarung nicht mitunterzeichnet hat,  

 

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Seite 4 

dass die Gegenstandslosigkeit durch die Wiedererwägung der Vorinstanz 

bewirkt worden ist, weshalb der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführe-

rin somit eine Parteientschädigung nach Art. 7 ff. VGKE zuzusprechen ist, 

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine Kostennote ein-

gereicht hat, womit die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzu-

setzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), 

dass die Parteientschädigung demnach auf Fr. 3'700.- (inkl. Mehr-

wertsteuer und Auslagen) festzusetzen ist, 

dass dieser Entscheid nicht beim Bundesgericht angefochten werden 

kann (vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[BGG, SR 173.110]). 

 

 

(Es folgt das Urteilsdispositiv) 

  

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Seite 5 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abge-

schrieben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 

wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- zurückerstattet.  

3.  

1. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Partei-

entschädigung von Fr. 3'700.- (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) zu be-

zahlen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-

formular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 0519, Spitalliste 2012; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Karin Wagner 

 

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