# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e08add52-98d4-5144-a7e5-fc59e03c0f10
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.08.2021 I 2021 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-39_2021-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 39

Entscheid vom 24. August 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1961) war vom 16. Juli 2018 bis 30. November 2018 zu 
50% als Hilfskoch bei der D.________GmbH angestellt und dadurch bei der 
C.________AG (nachfolgend C.________AG) obligatorisch unfallversichert, als 
er sich gemäss Unfallmeldung vom 14. November 2018 am 20. Oktober 2018 bei 
einem Treppensturz im Hotel am linken Becken, am rechten Knie sowie am rech-
ten Fussgelenk verletzte; die Verletzungen an diesen Körperpartien wurden je 
mit Prellung bezeichnet (Vi-act. 1). Gemäss Arztzeugnis vom 26. Oktober 2018 
seines Hausarztes Dr.med. E.________ (Facharzt für Allgemeinmedizin [D], Na-
turheilkunde, Rettungsmedizin) zog sich der Beschwerdeführer beim Treppen-
Aufwärtssturz ohne Traglast eine Beckenprellung links, eine Knieprellung links 
sowie eine Fussprellung rechts zu (Vi-act. 2 S. 3); gemäss Arztzeugnis vom 6. 
Dezember 2018 stellte derselbe Hausarzt nach Erstbehandlung am 26. Oktober 
2018 die Diagnose "Z.n. Sturz mit [?; unleserlich] Prellung Li. Flanke, Li. Knie, Re 
Fuss", wobei als bisher veranlasste Therapie "Schonung + Analgetika" angege-
ben wurde (Vi-act. 4). Der Hausarzt attestierte ihm eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit vom 11. Oktober 2018 bis voraussichtlich 31. Dezember 2018, wobei er 
präzisierte, die Arbeitsunfähigkeit beziehe sich auf einen die Schulter betreffen-
den früheren Unfall (Vi-act. 4). Mit Schreiben vom 11. Dezember 2018 anerkann-
te die C.________AG ihre Leistungspflicht für den Unfall vom 20. Oktober 2018 
(Vi-act. 5).

B. Mit Schreiben vom 7. September 2019 stellte die Klinik F.________AG bei 
der Diagnose K43 Hernia ventralis bei der Vorinstanz mit dem Behandlungs-
grund "Unfall angemeldet" ein Gesuch um Kostengutsprache; der Patient werde 
ab dem 7. Oktober 2019 in der Klinik behandelt (Vi-act. 9). Am 7. Oktober 2019 
erfolgte in der Klinik F.________AG bei Diagnose "Symptomatische traumatisch-
bedingte lumbale Bauchwandhernie links" eine operative Reparation der Bauch-
wandhernie (Vi-act. 19 S. 1). 

C. Mit Schreiben vom 22. Juli 2020 und nach Vorliegen einer Aktenbeurteilung 
durch die sie beratende Ärztin, Dr.med. G.________ (Fachärztin für Chirurgie 
FMH; Interventionelle Schmerztherapie, SSIPM; Chirotherapie / Manuelle Medi-
zin [D]; Vertrauensärztin, SGV), teilte die C.________AG A.________ bzw. des-
sen Rechtsvertreter mit, dass die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus der 
Unfallversicherung per 9. Dezember 2018 eingestellt würden; auf eine Rückfor-
derung bereits erbrachter Leistungen verzichte die C.________AG (Vi-act. 40). 

D. Nachdem A.________ gegen die Leistungseinstellung opponieren sowie 
weitere medizinische Akten einreichen liess, verfügte die C.________AG - nach 

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Einholung einer weiteren Stellungnahme der beratenden Ärztin (Vi-act. 54) - am 
14. Dezember 2020 den Fallabschluss per 9. Dezember 2018. Auf eine Rückfor-
derung bereits erbrachter Leistungen wurde verzichtet (Vi-act. 56).

E. Die hiergegen von A.________ mit Eingabe vom 22. Januar 2021 erhobe-
ne Einsprache (Vi-act. 57) wies die C.________AG mit Entscheid vom 10. Mai 
2021 ab (Vi-act. 65).

F. Am 10. Juni 2021 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Beschwerdegegnerin sei zu ver-
pflichten, dem Beschwerdeführer über den 9. Dezember 2018 hinaus die ihm zu-
stehenden Taggelder und die Heilungskosten zu bezahlen und ihm eine UVG-
Rente und eine Integritätsentschädigung zuzusprechen

dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Entschädigung zuzusprechen, die 
Kosten des Verfahrens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

G. Mit Vernehmlassung vom 1. Juli 2021 beantragt die C.________AG, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Hierzu 
nahm der Beschwerdeführer keine Stellung. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgeset-
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 
vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 
Folge hat. Zudem erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei unfallähnli-
chen Körperschädigungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. unten Erw. 2.4) und 
ausserdem für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbehandlung zu-
gefügt werden (Art. 6 Abs. 3 UVG).

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.).

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1.2.1  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

1.2.2  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge-
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein-
tritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist 
es Aufgabe des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 
während es der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Fra-
ge nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 
110 Erw. 2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen spielt die 
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, 
da sich hier die adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 
V 109 Erw. 2).

1.3.1  Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

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1.3.2  Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. 
Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Der 
Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nach-
weis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, 
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesund-
heit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urtei-
le BGer 8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_855/2018 vom 14.3.2019 
Erw. 3.1). 

1.3.3  Zu ergänzen ist, dass die Anerkennung der Leistungspflicht durch den 
Versicherer sich auf das Unfallereignis und die dabei erlittenen Verletzungen wie 
auch auf den Umstand, dass ein bestimmter Symptomkreis die Folge dieses Vor-
falls darstellt, bezieht. Mithin kann sich der Wegfall der Kausalität nur auf Verlet-
zungen und Beschwerden beziehen, die bei der ursprünglichen Anspruchsbeur-
teilung zur Diskussion standen und als kausal anerkannt wurden. Der Versiche-
rer hat nicht auch das Nichtbestehen einer Unfallkausalität von gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen zu beweisen, welche ursprünglich nicht thematisiert worden 
waren (Urteil BGer 8C_363/2009 vom 20.8.2009 Erw. 2.3.2; Urteil EVG U 6/05 
vom 27.4.2005 Erw. 3.2; U 6/06 vom 15.3.2006 Erw. 2.2; AJP 2006 S. 1290 ff.).

1.4 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Art. 61 lit. c ATSG; Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 43 Rz. 28). 
Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärun-
gen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall 
ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche 
abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als 
verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur 
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

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1.5 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigen (BGE 144 V 427 Erw. 3.2; BGE 138 V 218 Erw. 6). Der Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast be-
griffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der ver-
fügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der 
Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 
427 Erw. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 Erw. 3.2.2). Auf ein bean-
tragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versi-
cherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflicht-
gemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine 
Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis ver-
möge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten 
Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 
Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 Erw. 6.5). 

1.6.1  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.6.2  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist rechtsprechungsgemäss entscheidend, dass er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag-
ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgege-

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ben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun-
gen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1 S. 232; 125 V 351 
Erw. 3a S. 352 mit Hinweis). Zudem gilt es auf die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung zu Beurteilungen von versicherungsinternen Ärzten hinzuweisen, wonach 
auf deren Feststellungen nur abgestellt werden kann, wenn keine auch nur ge-
ringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 
142 V 58 Erw. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 vom 27.9.2019 Erw. 6.1; oben 
Erw. 2.7.3). Diese Praxis findet ebenso Anwendung auf Beurteilungen von die 
Versicherung beratenden Ärzten (Urteil BGer 8C_672/2020 vom 15.4.2021 
Erw. 2.3). Schliesslich kann auch auf reine Aktenberichte ohne persönliche Un-
tersuche abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im We-
sentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-
schen Sachverhalts geht (vgl. Urteil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3 
m.H.a. SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, Urteil BGer 8C_239/2008 Erw. 7.2. 

1.6.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärzt-
lich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 
Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschie-
denheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall re-
gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden 
(vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen). 

2. Mit der Unfallmeldung vom 14. November 2018 wurde der C.________AG 
ein Treppensturz des Beschwerdeführers vom 20. Oktober 2018 mit Prellung Be-
cken links, Knie rechts und Fussgelenk rechts gemeldet (Vi-act. 1); das Arzt-
zeugnis vom 6. Dezember 2018 nannte als Diagnose einen Zustand nach Sturz 
mit [? unleserlich] Prellung linke Flanke, linkes Knie und rechter Fuss (Vi-act. 4). 
Hierauf anerkannte die C.________AG das Unfallereignis vom 20. Oktober 2018 
und hierauf bezog sich die Anerkennung einer Leistungspflicht. Mit Gesuch vom 
7. September 2019 wurde die C.________AG unter Verweis auf den gemeldeten 
Unfall um Kostengutsprache für eine Operation bei Diagnose "K43 Hernia ventra-
lis" ersucht. In der Folge klärte die C.________AG ihre Leistungspflicht, welche 
sie schliesslich mit Verfügung vom 14. Dezember 2020 ablehnte und dies mit 

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dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. Mai 2021 bestätigte. Strittig 
und nachfolgend zu prüfen ist, ob die C.________AG die natürliche Kausalität 
zwischen dem Unfall vom 20. Oktober 2018 und der diagnostizierten und opera-
tiv reparierten Bauchwandhernie zu Recht verneinte und den Fall zu Recht per 9. 
Dezember 2018 schloss. 

Bauch- und Unterleibsbrüche sind nach medizinischer Erfahrungstatsache, 
ebenso wie die Diskushernien, in der Regel krankheitsbedingte Leiden und nur in 
seltenen Ausnahmefällen Unfallfolge. Eine Hernie kann als unfallbedingt betrach-
tet werden, wenn das Unfallereignis mit einer direkten, heftigen sowie bestimm-
ten Einwirkung verbunden ist und die schwerwiegenden Symptome der Hernie 
unverzüglich und mit sofortiger, mindestens mehrstündiger Arbeitsunfähigkeit 
auftreten (Urteil BGer 8C_601/2007 vom 10.1.2008 Erw. 2.1 mit Hinweisen, u.a. 
auf: [Prof. Dr.med.] Mollowitz, Der Unfallmann, 11. Aufl., Berlin 1993, S. 92). An-
zufügen ist, dass Bauch- und Unterleibsbrüche nicht unter die abschliessende 
Aufzählung der Listenverletzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG fallen (was im Üb-
rigen vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird), mithin eine Leis-
tungspflicht aus unfallähnlicher Körperschädigung ausgeschlossen ist.

3. Was das Unfallereignis und den Gesundheitsverlauf anbelangt, so ergibt 
sich aus den Akten:

3.1 Mit Unfallmeldung vom 14. November 2018 informierte die Arbeitgeberin 
die C.________AG, der Beschwerdeführer habe am 20. Oktober 2018 einen 
Treppensturz im Hotel erlitten. Als Verletzungen wurden eine Prellung des Be-
ckens links, eine Prellung des rechten Knies sowie eine Prellung des rechten 
Fussgelenks genannt (Vi-act. 1). 

3.2 In einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 26. Oktober 2018 (Vi-act. 2 S. 3) 
attestiert der Hausarzt Dr.med. E.________ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
vom 11.-17. Oktober 2018, vom 20.-23. Oktober 2018, vom 25.-31. Oktober 2018 
sowie vom 1.-30. November 2018. Als Grund angeführt wurde erstens ein "Z.n. 
1. Unfall li. Schulter am 19.3.2018 mit Luxation und Reposition später in Scuol … 
Schmerzex[a]cerbation unter Arbeitsbelastung (Termin Schulthessklinik 
27.11.2018)" und als zweiten Grund "akut: neuer Unfall am 20.10.18 mit Trep-
pen-Aufwärtssturz im Hotel ohne Tragelast (Beckenprellung links, Knieprellung 
links, Fussprellung rechts)".

3.3 Mit Arztzeugnis UVG vom 6. Dezember 2018 (Vi-act. 4) beschrieb Dr.med. 
E.________ den Unfallhergang derart, der Beschwerdeführer sei am 20. Oktober 
2018 am Arbeitsplatz die Treppe hinaufgefallen auf die linke Flanke, das linke 

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Knie sowie den linken [sic] Fuss. Die Frage bezüglich Allgemeinzustand, ob be-
sondere Umstände (wie frühere Erkrankungen, Unfälle, soziale Umstände) be-
stehen würden, die den Heilungsverlauf negativ beeinflussen könnten, wurde 
verneint. Als objektive Befunde wurden lokale Prellungsschmerzen genannt so-
wie "Sono: ∅ H.W. auf intraabdominelles Hämatom oder Verletzung". Ein Rönt-
genbefund wurde nicht erhoben ("∅"). Als Diagnose wurde ein "Z.n. Sturz mit [?; 
unleserlich] Prellung li. Flanke, li. Knie, re. Fuss" angeführt, als Therapie eine 
konservative Behandlung mit Schonung und Analgetika. Dr.med. E.________ be-
jahte eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% ab dem 11. Oktober 2018 voraussichtlich 
bis 31. Dezember 2018, wobei er in Klammer anführte: "wegen vorherigem Unfall 
Schulter". Zur Frage des Behandlungsabschlusses verneinte er einen solchen für 
den Unfall vom 19. März 2018 (Schulter), wohingegen er für den Unfall vom 
20. Oktober 2018 einen Behandlungsabschluss per 31. Oktober 2018 festhielt. 

3.4 In einer Telefonnotiz der C.________AG vom 6. Februar 2019 (Vi-act. 7) 
wird bezüglich eines Gesprächs mit der Praxis H.________, Praxis Dr.med. 
E.________ festgehalten, dass betreffend das Ereignis vom 20. Oktober 2018 
anfangs Januar 2019 die Schlusskontrolle stattgefunden habe und "danach […] 
die unfallbedingten Behandlungen abgeschlossen" gewesen seien. Ende Januar 
habe der Beschwerdeführer einen nicht im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 20. Oktober 2018 stehenden operativen Eingriff gehabt. 

3.5 Mit dem als Beilage zum Schreiben vom 4. September 2020 (Vi-act. 48 
S. 1) zu den Akten gereichten Bericht über die radiologische Untersuchung (MRT 
Hüfte links ohne und mit KM) vom 26. Juni 2019 dokumentiert I.________ (Fach-
arzt Radiologie, Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, Klinik 
F.________AG) z.Hd. Dr.med. K.________ bei klinischen Angaben/der Frage-
stellung "Seit einem Sturz im Oktober 2018 Schmerzen in der linken Flanke und 
im Gesäss, klinisch und computertomographisch Verdacht auf lumbale Bauch-
wandhernie links, zusätzliche Rotationsschmerz im linken Hüftgelenk. Posttrau-
matische Läsion im linken Hüftgelenk? Koxarthrose?" folgenden Befund (Vi-
act. 48 S. 6): 

Osteosynthesematerial rechter Femur mit entsprechenden lokalen 
Suszeptibilitätsartefakten. Laterale Bauchwandhernie links auf Höhe des oberen 
Beckenkamms, randständig erfasst. Altersentsprechend normales 
Knochenmarksignal. Keine freie Flüssigkeit pelvin. Keine peritrochantäre Bursitis, 
kein Hüftgelenkserguss. Normale Stellung im Hüftgelenk und den 
Iliosakralgelenken. Keine pathologische Lymph-adenopathie. Physiologischer 
Kopf-Hals-Übergang ohne Anhaltspunkte für eine Offset-Störung. Knorpelschaden 
altersentsprechend, keine reaktiven Veränderungen. Kein pathologisches 
Kontrastmittelenhancement im Hüftgelenk, leicht am Trochanter major. 

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In der Beurteilung hielt der Radiologe fest: "Kein Nachweis posttraumatischer 
Veränderungen am linken Hüftgelenk, keine das Altersmass übersteigenden De-
generationen." 

3.6 Am 7. September 2019 stellte die Klinik F.________AG der C.________AG 
ein Gesuch um Kostengutsprache zu (Vi-act. 9). Der Patient werde ab dem 
7. Oktober 2019 in der Klinik behandelt. In diesem Kostengutsprachegesuch 
wurde als Diagnose "K43 Hernia ventralis" genannt, als Behandlungsgrund "Un-
fall angemeldet" und als einweisender Arzt Dr. K.________. 

3.7 Mit E-Mail des Hausarztes Dr.med. E.________ an die C.________AG 
vom 25. September 2019 wurde namentlich festgehalten (Vi-act. 13 S. 3):

Zum Unfall 20.10.2018: anamn. Treppensturz treppauf auf linke Flanke und Kör-
perhälfte im Hotel Rigi Kaltbad (AG) um ca. 06:00 Uhr morgens

DG: Flankenprellung links

3.8.1  Am 7. Oktober 2019 führte Dr.med. K.________ (Facharzt FMH Chirurgie, 
spez. Viszeralchirurgie) in der Klinik F.________AG gemäss Operationsbericht 
vom 7. Oktober 2019 bei der Diagnose "Symptomatische traumatisch-bedingte 
lumbale Bauchwandhernie links" folgende Operation durch (Vi-act. 19):

Roboter-assistierte laparoskopische Reparation lumbale Bauchwandhernie links  
(R TAPP)

Dem Operationsbericht lässt sich weiter entnehmen:

Indikation
Der Patient leidet an einer traumatisch-bedingten lumbalen Bauchwandhernie links 
dorsolateral nach Treppensturz 2018. Die Indikation zur operativen Sanierung der 
Bauchwandhernie ist damit gegeben. […]. 

Operation
Intubationsnarkose […]. Es zeigen sich die ca. 4 cm breite und 5 cm in Längsaus-
dehnung messende Bruchlücke lateral des Kolon deszendens/sigmoideum. Längs-
inzision des Peritoneums und Mobilisation des Kolon sigmoideum und deszendens 
unter Darstellung und Schonung des linken Ureters. Der Bruchsack wird vollstän-
dig herausgelöst und intakt belassen. Absenken des intraabdominalen Druckes auf 
8 mm Hg, Verschluss der Bruchlücke mit V-Loc 0er fortlaufend mit Readaptation 
der Muskulatur an der Crista iliaka. Ein Bard 3D-Mesh extra large (17.0 x 12.2 cm) 
und, damit überlappend, ein Bard 3D-Mesh large (15 x 10.3 cm), werden auf den 
Psoas und an die laterale Bauchwandmuskulatur angelegt und ausgebreitet, Zen-
trum des Netzes im Bereich der ehemaligen Faszienlücke und mit mehreren Sor-
bafix an der lateralen Bauchwandmuskulatur fixiert. Verschluss des Peritoneums 
fortlaufen mit V-Loc 2-0. Entfernung der Instrumente, Abdocken des Roboters, 
Evakuation des Pneumoperitoneums, Entfernung der Tokare, Hautnähte Monocryl 
4-0 fortlaufend, Steri-Strips.

11

Prozedere
Belastung sofort nach Massgabe der Beschwerden erlaubt. Eine Fadenentfernung 
ist nicht notwendig.

3.8.2  Im Anästhesieprotokoll vom 7. Oktober 2019 lässt sich u.a. was folgt ent-
nehmen (Vi-act. 19 S. 2):

Eingriffsdiagnose/Eingriff:
Spieghel'sche Bauchwandhernie linker Unterbauch K 43.9
Roboter-assistierter laparoskopischer Verschluss einer Bauchwandhernie 53.59

Bisherige Diagnosen:
Urothelkarzinom C68.9
BPH
St.n. TUR-P
St.n. TUR-B 57.49

ASA-Klasse:
ASA 2

Anästhesiearzt:
Dr.med. L.________

3.8.3  Im Bericht über die Hospitalisation vom 7. Oktober 2019 bis 13. Oktober 
2019 führte der Operateur Dr.med. K.________ z. Hd. des Hausarztes Dr.med. 
E.________ am 26. November 2019 u.a. was folgt aus (Vi-act. 20): 

Diagnosen
1. Symptomatische Bauchwandhernie linker Unterbauch/Flanke:

- klinisch und computertomographisch ausgedehnte lumbale Hernie ober-
halb Crista iliaca links

- anamnestisch posttraumatisch nach Treppensturz im Oktober 2018
2. St. n. Urothelkarzinom T1 N0:

- St. n. TUR-B 01/2019 (Dr.med. M.________)
3. St. n. Femurfraktur rechts und Schulterverletzung links

Anamnese
Herr A.________ erlitt im Oktober 2018 einen Sturz auf der Treppe, er habe dabei 
die linke Flanke am Treppengeländer heftig angeschlagen. Er habe in der Folge 
starke Schmerzen in diesem Bereich gehabt. Nun hat er weiterhin Schmerzen in 
der linken Flanke/lumbal links, vor allem bei Belastung, zeitweise auch Schmerzen 
im linken Gesäss.
[…]

Verlauf
Am Eintrittstag wurde die minimal invasive Bauchwandhernienreparation durchge-
führt […]. Postoperativ gab der Patient erheblich lokale Beschwerden an, welche 
die Mobilisation verzögerten. Klinisch zeigte sich unauffällige Wundverhältnisse, 
kein Hinweis auf ein wesentliches Hämatom und keine Entzündungszeichen. An-
sonsten war der postoperative Verlauf komplikationslos, schliesslich wurde Herr 
A.________ am 13.10.2019 in gutem AZ nach Hause entlassen. 

12

3.9 Mit Schreiben vom 28. Januar 2020 an die C.________AG schildert der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers den Unfallhergang vom 20. Oktober 
2019 (recte 2018) und den weiteren Verlauf wie folgt (Vi-act. 24 S. 1): Der Be-
schwerdeführer habe an jenem Tag Frühschicht in der Küche gehabt und habe 
aufgrund des "SUVA-Falles […], Unfall 19. März 2018", in einem Arbeitsversuch 
zu 50% gearbeitet. Während der Arbeit sei er mit der rechten Bauchseite auf den 
obersten Treppentritt gefallen. Der Rechtsvertreter nennt "starke Schmerzen im 
Bauch nach Bauchwandbruch und Ausstrahlung in die linke Hüfte und das linke 
Bein, ausserdem Verletzung des rechten Fusses (Torsion)." Dr.med. E.________ 
sei der erstbehandelnde Arzt gewesen und in der Folge habe es u.a. Abklärun-
gen im J________Spital gegeben. Derzeit seien weitere Abklärungen im Gange, 
weil sich die Schmerzen (Bauch und rechte Schulter) nicht gelegt hätten. Auf-
grund des Unfalles könne der Beschwerdeführer die verbleibende 50% Arbeits-
fähigkeit nicht verwerten. 

3.10 In einer Telefonnotiz der C.________AG vom 21. Januar 2020 (Vi-act. 26) 
wird festgehalten, gemäss dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers habe 
letzterer "im Jahr 2019 bereits weitere Unfälle" gehabt, welche von der SUVA 
übernommen worden seien.

3.11 Dem Sprechstundenbericht der Klinik F.________AG vom 26. März 2020 
von Dr.med. K.________ ist zu entnehmen (Vi-act. 28):

Diagnosen
1. Persistierende Beschwerden linke Flanke:

- St. n. minimal-invasiver Reparation lumbale Bauchwandhernie links 
07.10.2019

- bei klinisch und computertomographisch ausgedehnter posttraumatischer 
lumbaler Hernie unmittelbar oberhalb Crista iliaca links

- klinisch und computertomographisch aktuell V. a. Dehiszenz der Muskula-
tur an Crista iliaca links 

- aktuell klinisch und computertomographisch keine eigentliche Rezidiv-
Hernie

2. St. n. Urothelkarzinom T1 N0:
- St. n. TUR-B 01/2019 (Dr.med. M.________)

3. St. n. Femurfraktur rechts und Schulterverletzung links

Anamnese
Herr A.________ hat wieder vermehrt belastungsabhängige Schmerzen in der lin-
ken Flanke bei St. n. oben genannter Operation […].

Befunde
59-jähriger Patient in gutem AZ und EZ. Abdomen mit reizlosen Laparoskopienar-
ben, Bauchdecke in linker Flanke etwas ausladend, klinisch keine Rezidiv-Hernie 
lumbal links oder anderweitige Bauchwandhernie tastbar. 

13

CT Abdomen
Netzplastik im Bereich der Flanke/Unterbauch links, teils ausgedünnt mit Fettge-
webe zwischen Netzplastik und Obliquus externus Sehne bei retrahierten Seh-
nenstümpfen von Musculus transversus und Musculus obliquus internus abdomi-
nis. 

Beurteilung und Prozedere
Auf Grund der Beschwerden habe ich mir erlaubt, aktuelle computertomographi-
sche Abklärungen durchführen zu lassen. Dabei bestätigte sich der klinische Be-
fund, dass keine Rezidiv-Hernie lumbal links vorliegt, allerdings haben sich die 
Muskulatur, welche wir an der Crista iliaca adaptiert haben, wiederum abgelöst und 
führen zu einer vermehrten Ausbuchtung und damit verbundenen Beschwerden. 
Ich habe deshalb dem Patienten die offene Readaptation der Muskulatur am Be-
ckenkamm empfohlen. Herr A.________ ist damit einverstanden, wir haben die 
Operation auf seinen Wunsch im Mai 2020 geplant. Weitere Voruntersuchungen 
sind nicht notwendig […]. 

3.12.1  In einem Schreiben z. Hd. der C.________AG vom 2. April 2020 hält 
Dr.med. E.________ fest (Vi-act. 29), nach Meinung der "C.________AG VVG" 
sei das "letzte Arztzeugnis" angeblich inkongruent. Dem müsse er als Hausarzt 
widersprechen: sowohl die bisherigen Diagnosemitteilungen als auch Arztzeug-
nisse seien kongruent gewesen. Eine neue Operation sei "bei symptomatischer 
Muskel-/DD Hernienläsion? der linken Flanke nötig, aber wegen der akuten Co-
ronakrise noch nicht terminierbar." Er bitte die C.________AG entsprechend der 
gesetzlichen Regelungen weiter um Taggeldleistungen. Als aktuelle Diagnose 
hielt Dr.med. E.________ fest:

1. Polymorbidität (rezid. Luxation linke Schulter; Z.n. Blasen-CA-OP; Z.n. Hernio-
tomie linke Flanke

2. Rezidiv-Hernie DD Muskelablösung Spina iliaca links
23. (recte wohl: 3.) erneut notwendige Flanken-Muskel-OP links ---Termin noch 

völlig offen wegen akuter Coronakrise

3.12.2  Ebenfalls am 2. April 2020 (Vi-act. 30) bescheinigte Dr.med. E.________ 
in einem Arztzeugnis für den Beschwerdeführer eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 
vom 1. Januar 2019 bis 1. Mai 2020. Als Grund führte er an:

1. Krankheit (Z.n. 2 x Blasentumor-OP; neu Bauchwandhernie links und geplante 
OP am 7.10.2019)

2. rezid. Bauchwandhernie links und avisierte OP ---- Daten noch unklar 
wegen akuter Coronakrise!

2. [sic] alter, chronischer Unfallschaden der linken Schulter - noch unter Behand-
lung

3. akut persist. Sinusitis 
4. Z.n. Blasentumor-OP
5. Z.n. Bauchwandtumor-OP

14

3.13.1  Am 9. April 2020 gelangte die C.________AG mit dem Auftrag einer Ak-
tenbeurteilung und einem Fragenkatalog, namentlich mit der Frage nach dem ur-
sächlichen Zusammenhang des Unfallereignisses vom 20. Oktober 2018 und der 
gesundheitlichen Störung und der Operation vom 7. Oktober 2019 an ihre bera-
tende Ärztin Dr.med. G.________ (Vi-act. 32).

3.13.2  In dieser Aktenbeurteilung vom 5. Juni 2020 liess sich Dr.med. 
G.________ namentlich wie folgt vernehmen (vgl. Vi-act. 35):

1. Anamnese
[…] 
Laut o.g. Bericht von Dr. E.________ vom 06.12.2018 sei Hr. A.________ am 
20.10.2018 am Arbeitsplatz treppauf gefallen auf die linke Flanke, das linke Knie 
und den linken Fuss. Besondere Umstände, die den Heilungsverlauf negativ beein-
flussen könnten, wurden von Dr. E.________ unter dem Punkt Nr. 3 verneint, ob-
wohl Hr. Dr. E.________ von dem Unfall vom 19.03.2018 (Schulterverletzung, Ga-
rant SUVA) Kenntnis hatte, wie er im gleichen Bericht vom 06.12.2018 unter Punkt 
8. und 10. angibt. Demzufolge sind die Antworten von Punkt 3 zu den Antworten 
unter Punkt 8 und 10 widersprüchlich.
Am 26.10.2018, also 6 Tage nach dem Ereignis vom 20.10.2018, wurden laut o.g. 
Bericht vom 06.12.2018 objektiv von Dr. E.________ folgende klinische Befunde 
erhoben: "lokale Prellungsschmerzen, Sono: kein HW auf intraabdominelles Häma-
tom oder Verletzung". Demzufolge zeigten sich mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit am 26.10.2018 keine Prellmarken und/oder Hämatome. Die Sonographie 
ergab laut Dr. E.________ keinen Hinweis auf Verletzungen.
Demzufolge ist am 26.10.2018, 6 Tage nach dem Ereignis vom 20.10.2018, keine 
unfallbedingte strukturelle Läsion incl. einer traumatisch bedingten lumbalen Her-
nie links ausgewiesen.
Dr. E.________ nannte laut o.g. ärztlichem Zeugnis vom 26.10.2018 eine Becken-
prellung links, Knieprellung links, Fussprellung rechts.
Dr. E.________ nannte laut o.g. Bericht vom 06.12.2018 die Diagnose: Z.n. Sturz 
mit Prellung linke Flanke, linkes Knie und rechter Fuss. Eine konservative Therapie 
mittels Schonung und Schmerzmedikamenten wurde eingeleitet.
Beim Vergleich der 'Diagnosen' fallt auf, dass zeitnah zum Ereignis vom 
26.10.2018 von Dr. E.________ eine Beckenprellung links genannt wurde, dann 
am 06.12.2018 anstelle einer Beckenprellung links dann eine Flankenprellung links 
genannt wurde.
Medizinisch theoretisch ist bei einer Beckenprellung von einer Prellung des 
knöchernen Anteils des Beckens auszugehen und bei einer Flankenprellung ist 
von einer Prellung der seitlichen Bauchregion auszugehen. Demzufolge betreffen 
die Angaben Beckenprellung links und Flankenprellung links anatomisch betrachtet 
2 unterschiedliche Regionen.
Laut Schreiben des Rechtsanwaltes Hr. B.________ vom 28.01.2020 wird eine 
weitere Version des Herganges des Ereignisses vom 20.10.2018 geschildert, denn 
während der Arbeit sei Hr. A.________ mit der rechten Bauchseite auf den obers-
ten Tritt einer Treppe gefallen, habe starke Schmerzen im Bauch nach Bauch-
wandbruch und Ausstrahlung in die linke Hüfte und das linke Bein gehabt und aus-
serdem eine Verletzung des rechten Fusses (Torsion). 

15

Diese Hergangsschilderung des Rechtsanwaltes weicht von der Seitenlokalisation 
ab, denn laut o.g. ärztlichen Angaben von Dr. E.________ vom 26.10.2018 erlitt 
Hr. A.________ einen bei einem Treppen-Aufwärtsturz im Hotel ohne Tragelast ei-
ne Beckenprellung links, Knieprellung links und Fussprellung rechts. 
Anzumerken ist weiterhin, dass eine Fussprellung lt. o.g. Bericht von Dr. 
E.________ vom 26.10.2018) nicht mit einer Fussdistorsion (lt. Schreiben der 
Rechtsanwaltes vom 28.01.2020) gleichzusetzen ist. 
Auffallend ist weiterhin die Information darüber, dass vom Rechtsanwalt am 
28.01.2020 beschrieben wurde, dass Hr. A.________ starke Schmerzen im Bauch 
nach einem "Bauchwandbruch" gehabt habe und Dr. E.________ (o.g. Bericht von 
Dr. E.________ vom 02.04.2020) genannt hatte, dass ein Zustand nach einer 
"Bauchwandtumor-OP" bestehe. Demzufolge stellt sich die Frage, welche abdomi-
nellen Operationen bei Hr. A.________ vor dem Ereignis vom 20.10.2018 erfolg-
ten, unter zusätzlicher Berücksichtigung, dass bei Hr. A.________ offenbar 2 Vor-
operationen bei einem Blasentumor erfolgten (o.g. Bericht von Dr. E.________ 
vom 02.04.2020).
[…]
Die Behandlung der Unfallfolgen nach dem Ereignis vom 20.10.2018 war laut o.g. 
Bericht von Dr. E.________ vom 06.12.2018 am 31.10.2018 abgeschlossen.
Laut o.g. Telefonnotiz C.________AG mit Praxis H.________, Praxis Dr. med. 
E.________ vom 06.02.2019 sei A.________ betreffend Ereignis vom 20.10.2018 
zur Schlusskontrolle Anfang Januar 2019 vorstellig gewesen, danach seien die un-
fallbedingten Behandlungen abgeschlossen gewesen. Hr. A.________ habe Ende 
Januar 2019 noch einen operativen Eingriff gehabt. Laut o.g. Aktenzusammenfas-
sung (Austrittsbericht vom 26.11.2019) ist wahrscheinlich die Operation TUR-B 
01/2019 (Dr. med. M.________) gemeint. 
Offenbar erfolgte vor dem 07.09.2019 eine ärztliche Konsultation bei Dr. 
K.________, der dann die Indikation zur Operation einer "Hernia ventralis" für den 
07.10.2019 stellte o.g. Kostengutsprachegesuch vom 07.09.2019). […]
Wann vor dem 07.09.2019 bei Dr. K.________ die erste ärztliche Konsultation und 
wann/wo ein CT vor dem 07.09.2019 erfolgten, ist nicht bekannt, da der 
C.________AG keine ärztlichen Konsultationsberichte und CT-Berichte diesbezüg-
lich zugestellt wurden. 
lm Bericht vom 26.11.2019 über die Hospitalisation vom 07.10.2019 -13.10.2019 
[…] [wurde] in der Anamnese […] genannt, Herr A.________ habe im Oktober 
2018 einen Sturz auf der Treppe erlitten, er habe dabei die linke Flanke am Trep-
pengeländer heftig angeschlagen. Diese Anamnese bezüglich eines Sturzes auf 
das Treppengeländer ist widersprüchlich zur o.g. Anamnese vom 26.10.2018 (o.g. 
Ärztliches Zeugnis von Dr. E.________ vom 26.10.2018), zeitnahen zum Ereignis 
vom 20.10.2018.
[…].
Erwähnenswert erscheint, dass im OP Bericht vom 07.10.2019 die Diagnose 
'Symptomatische traumatisch-bedingte lumbale Bauchwandhernie links" genannt 
wurde, aber im Bericht vom 26.11.2019 über die Hospitalisation die 07.10.2019-
13.10.2019 dann die Diagnose·"Symptomatische Bauchwandhernie linker Unter-
bauch/Flanke: - klinisch und computertomographisch ausgedehnte lumbale Hernie 
unmittelbar oberhalb Crista iliaca links, - anamnestisch posttraumatisch nach 
Treppensturz im Oktober 2018" genannt wird. Demzufolge hat Dr. K.________, 

16

Verfasser des OP Berichtes vom 07.10.209 und Verfasser des Berichtes vom 
26.11.2019 die OP-Diagnose vom 07.10.2019 im Bericht vom 26.11.2019 über die 
Hospitalisation die 07.10.2019-13.10.2019 "umformuliert".
Aus dem Bericht vom 26.11.2019 über die Hospitalisation vom 07.10.2019 -
13.10.2019 ergibt sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass die lum-
bale Hernie links traumatisch bedingt sei. 
Der OP Bericht von Dr. K.________ vom 07.10.2019 und der Bericht vom 
26.11.2019 über die Hospitalisation "vom 07.10.2019-13.10.2019 beweisen 
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass die 
bei Hr. A.________ diagnostizierte lumbale Hernie links auf das Ereignis vom 
20.10.2018 zurückzuführen ist. 
Laut Literatur […] ist eine lumbale Hernie (lumbale Bauchwandhernie) eine seltene 
Bruchform, bei welcher die Vorwölbung des Peritoneums samt Bruchinhalt in der 
Lumbalregion zu finden ist. Rund 300 Fälle seien bisher publiziert. Im 17. Jahrhun-
dert wurde über den ersten Fall berichtet […]. Das untere Lumbaldreieck wurde 
über 100 Jahre danach […] und das obere sogar erst Mitte des 19. Jahrhunderts 
beschrieben […]. ln der Regel handelt es sich um erworbene Hernien im Bereich 
einer dieser zwei anatomischen Schwachstellen. Die Hernien werden weiter unter-
teilt in primäre (spontanaufgetretene) und sekundär entstandene Hernien (post-
traumatisch, postoperativ im Sinne einer Narbenhernie oder postinfektiös).
Der o.g. Unfallmechanismus (o.g. Ärztliches Zeugnis vom 26.10.2018) eines Trep-
pen-Aufwärtsturzes im Hotel ohne Tragelast mit einer Beckenprellung links erklärt 
nicht die Genese einer lumbalen, traumatisch bedingten Hernie. 
Am 26.10.2018, zeitnah zum Ereignis vom 20.10.2018, zeigten sich keine unfall-
bedingten strukturellen Läsionen und Zeichen einer traumatisch bedingten Gewe-
bezerstörung, wie z.B. ein Hämatom im Bereich der Muskulatur lumbal, die auf das 
Ereignis vom 20.10.2018 zurückzuführen sind (o.g. Ärztliches Zeugnis vom 
26.10.2018 und o.g. Arztzeugnis Dr. E.________ vom 06.12.2018). 
Demzufolge ist nicht mit dem Beweisgrund der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
ausgewiesen, dass die lumbale Hernie links, die am 07.10.2019 operativ versorgt 
wurde, traumatisch bedingt ist und auf das Ereignis vom 20.10.2018 zurückzu-
führen ist. 
Beckenprellungen, Flankenprellungen, Knieprellungen und Fussprellungen verhei-
len erfahrungsgemäß innerhalb weniger Tage bis 6 Wochen nach dem Ereignis.
[…]
5.1 Ist das Unfallereignis vom 20.10.2018 eine bloss mögliche oder eine 
überwiegend wahrscheinliche Ursache (bzw. Teilursache) der gesundheitli-
chen Störung?
Antwort:
Das Unfallereignis vom 20.10.2018 ist eine überwiegend wahrscheinliche Ursache 
der Beckenprellung links, DD: V.a. Flankenprellung links: Knieprellung links und 
Fussprellung rechts.
Das Unfallereignis vom 20.10.2018 ist eine mögliche Teilursache, aber keine 
überwiegend wahrscheinliche Teilursache der selten auftretenden lumbalen Hernie 
links, die am 07.10.2019 operativ versorgt wurde, wie oben unter Punkt 1 ausführ-
lich erläutert und begründet wurde.
[…]

17

Ein Status quo ante bei St.n. Beckenprellung links, DD: V.a. Flankenprellung links; 
Knieprellung links und Fussprellung rechts war 6 Wochen nach dem Ereignis vom 
20.10.2018 erreicht.

Abschliessend verneint die beratende Ärztin die Frage (6.), ob noch mit einer 
namhaften (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) Verbesserung der unfall-
bedingten Gesundheitsbeeinträchtigung gerechnet werden könne und weist 
schliesslich bemerkungsweise (7.) u.a. (erneut) auf "die diversen Diskrepanzen in 
den o.g. Berichten" hin. 

3.14.1  Gestützt auf die Beurteilung Dr.med. G.________ teilte die 
C.________AG dem Beschwerdeführer am 22. Juli 2020 mit, Leistungen für die 
Folgen des Unfalls vom 20. Oktober 2018 auf einen Zeitraum bis 9. Dezember 
2018 zu beschränken (Vi-act. 40). Hiergegen opponierte der Beschwerdeführer 
und verlangte am 4. September 2020 eine anfechtbare Verfügung (Vi-act. 45). 
Anlässlich einer telefonischen Besprechung mit dem Rechtsvertreter stellte die-
ser am 24. September 2020 weitere ärztliche Berichte in Aussicht (Vi-act. 46). 
Hierauf Bezug nehmend übersandte er der C.________AG (wohl fälschlicher-
weise mit 4.9.2020 datierendem Schreiben; Vi-act. 48) verschiedene Arztberich-
te, so einen Bericht Dr.med. E.________ vom 26. September 2020 (nachfol-
gend), den radiologischen Befund vom 26. Juni 2019 (vgl. oben Erw. 3.5), die 
Berichte über die Operation und Hospitalisation im Oktober 2018 (vgl. oben Erw. 
3.8.1 ff.), den Bericht vom 26. März 2020 (vgl. oben Erw. 3.11) und den Operati-
onsbericht vom 2. Juni 2020 (nachfolgend). Der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers hielt dafür, dass es sich um einen traumatischen Bauchwandriss hand-
le, sei offenbar erst durch eine offene Operation eindeutig geklärt worden; der 
Bescheid des Operateurs und behandelnden Viszeralchirurgen sei eindeutig. 

3.14.2  Gemäss dem Operationsbericht vom 2. Juni 2020 führte Dr.med. 
K.________ gleichentags in der Klinik F.________AG bei der Diagnose "Trauma-
tischer Abriss Bauchdeckenmuskulatur Beckenkamm links" eine Readaptation 
Bauchdeckenmuskulatur an Beckenkamm links durch (Vi-act. 48 S. 11). Dem 
Operationsbericht lässt sich bzgl. Indikation entnehmen, der Patient habe sich 
bei einem Sturz auf der Treppe im Oktober 2018 eine traumatische lumbale Her-
nie links zugezogen, welche minimalinvasiv am 7. Oktober 2019 repariert worden 
sei. Es persistiere nun die Dehiszenz des Musculus obliquus internus und exter-
nus an der Crista iliaca links, weshalb sie die Indikation zur Readaptation der 
Muskulatur von extra abdominal gestellt hätten. Bzgl. Operation wird namentlich 
erwähnt, im Computertomogramm beschrieben finde sich eine Dehiszenz des 
Musculus obliquus internus und externus, wobei einige Fasern des Externus 
noch an der Crista iliaca hangen würden. Diese würden durchtrennt, der Obli-

18

quus internus dargestellt und mobilisiert. Durch die Dehiszenzlücke (Durchmesse 
ca. 6 cm) könne das extraperitoneal korrekt liegende Netz palpiert werden. Der 
Musculus obliquus internus und externus werde nun mit je einer fortlaufenden 
Prolene 1er Loop Naht zweischichtig an der Crista iliaca adaptiert. 

3.14.3  Dem ärztlichen Schreiben vom 26. September 2020 von Dr.med. 
E.________ lässt sich u.a. entnehmen (Vi-act. 48 S. 3 f.), der Patient, der zwar 
zu multimodalen, anderen Beschwerden neige, sei bzgl. seines Bauchs vor dem 
Treppensturz im Oktober 2018 völlig beschwerdefrei gewesen. Eine kleine 
Bauchwandhernie als mögliche Degeneration könne zwar vorher asymptoma-
tisch vorhanden gewesen sein "(vermutliche Argumentation der 
C.________AG)". Allerdings spreche der Chirurg - nach erfolgloser, minimal in-
vasiver 1. OP und Hernienreparatur - in seinem zweiten OP-Bericht vom Juni 
2019 (recte: 2020) "(offene OP oberer Beckenkamm/direkte Sicht auf die abge-
rissene Muskulatur/offene Readaptation) von einem eindeutig traumatischen 
Muskelabriss. Dies habe er erst bei der offenen, 2. OP im Juni 2019 (recte: 2020) 
erkennen können. Zusammengefasst sei er als Hausarzt des Patienten über-
zeugt, dass die "grosse Bauchwandhernie" des Patienten "letztendlich NICHT 
degenerativ", sondern ein direkter Muskelabriss durch den erlittenen Treppen-
sturz gewesen sei. Bzgl. Diagnose und Verlauf führt Dr.med. E.________ an:

1. Z.n. Treppensturz auf linke Flanke in 10-2018 - vorher bezüglich Bauchmusku-
latur beschwerdefrei -- spätere CT- und MRI-Diagnostik links lumbale Hernie 
und Muskelabriss Crista iliaca

2. Z.n. erster, minimal invasiver Hernienreparatur in 10-2019 […]
3. Postoperative Beschwerdepe[r]sistenz 
4. Z.n. 2. nun offener OP linke Bauchmuskulatur in 6-2020 […] mit offener Read-

aptation eines sehr wahrscheinlich traumatischen, persistierenden Muskelab-
risses vom Knochen (Treppensturz; Crista iliaca links) 
!vom Spezialisten/Chirurgen nach intraoperativere Sichtung eindeutig als 
"posttraumatische Muskelruptur" beschrieben - siehe OP-Bericht! 

3.15  Aufgrund der Einsendung des beschwerdeführerischen Rechtsvertreters 
mit neuen Arztberichten (oben Erw. 3.14) ersuchte die C.________AG die bera-
tende Ärztin Dr.med. G.________ um eine ergänzende Stellungnahme, welche 
diese am 1. Dezember 2020 erstattete (vgl. Vi-act. 54):

Aus den […] per […] 04.09.2020 eingereichten medizinischen Akten ergeben sich 
aus fachärztlicher chirurgischer und versicherungsmedizinischer Sicht keine 
signifikanten neue medizinische Erkenntnisse. Demzufolge ist nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass die 
lumbale Hernie links, die am 07.10.2019 operativ versorgt wurde und am 
20.06.2020 eine erneute Operation bei einer lumbalen Rezidivhernie links bei St.n. 
der Operation vom 07.10.2019 erfolgte, auf das Ereignis vom 20.10.2018 
zurückzuführen ist. Auf die Aktenbeurteilung vom 03.06.2020 wird abgestellt. 

19

Sodann hält Dr.med. G.________ fest, aus fachärztlicher chirurgischer Sicht und 
medizinisch theoretisch sei am 2. Juni 2020 von einer Rezidivhernie lumbal links 
nach der Operation vom 7. Oktober 2019 auszugehen, mit/bei traumatischen Ab-
riss der Bauchdeckenmuskulatur am Beckenkamm links nach der Operation vom 
7. Oktober 2019. Als Operationsdiagnose der Operation vom 2. Juni 2020 nenne 
Dr.med. K.________ einen traumatischen Abriss der Bauchdeckenmuskulatur 
am Beckenkamm links. Diese Formulierung beweise aber nicht mit dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass dieser traumatische Abriss der 
Bauchdeckenmuskulatur links auf das Ereignis vom 20. Oktober 2018 zurückzu-
führen sei. Demzufolge könne auf die Argumentation von Rechtsanwalt Mona per 
Schreiben vom 4. September 2020 aus fachärztlicher chirurgischer und versiche-
rungsmedizinischer Sicht nicht abgestellt werden. 

4. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2020 hielt die C.________AG nach Prü-
fung der beschwerdeführerischen Vorbringen und neuerlicher Stellungnahme der 
beratenden Ärztin daran fest, die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbe-
handlung und Taggeld) per 9. Dezember 2018 einzustellen und auf eine Rück-
forderung bereits erbrachter Versicherungsleistungen zu verzichten. Die diagnos-
tizierte Bauchwandhernie stehe nicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis 
vom 20. Oktober 2018, sondern sei auf krankheitsbedingte Ursachen zurückzu-
führen (Vi-act. 56). Am 22. Januar 2020 erhob der Beschwerdeführer Einspra-
che. Mit Verweis auf die Berichte Dr.med. E.________, Dr.med. K.________ so-
wie den MRI-Be-fund sei erwiesen, dass es sich bei der Bauchwandhernie um 
eine Traumafolge handle; es habe sich ein Treppensturz mit Bauchwandabriss 
ereignet (Vi-act. 57).

4.1 Im Einspracheentscheid vom 10. Mai 2021 (Vi-act. 65) hält die 
C.________AG im Wesentlichen sinngemäss fest, die Aktenbeurteilung bzw. 
Stellungnahme vom 5. Juni 2020 bzw. 1. Dezember 2020 von Dr.med. 
G.________ würden einleuchten, seien begründet und erfüllten die Anforderun-
gen an ein Gutachten; deshalb sei bei der Beurteilung der Leistungspflicht darauf 
abzustellen (Erw. 3.6; vgl. S. 7 oben). Die Vorinstanz rezitiert in der Folge aus 
der Aktenbeurteilung ihrer beratenden Ärztin (Erw. 3.7) und hält fest, dass, was 
allfällige Widersprüche in den Ausführungen der behandelnden Ärzte einerseits 
und der Gutachterin G.________ anderseits betreffe, im Streitfall rechtspre-
chungsgemäss auf die Einschätzung der medizinischen Expertin abzustellen sei 
(Erw. 3.8). 

Gemäss MRT Hüfte links vom 26. Juni 2019 bestehe kein Nachweis posttrauma-
tischer Veränderungen am linken Hüftgelenk, weshalb nicht ersichtlich sei, was 
der Beschwerdeführer daraus abzuleiten vermöchte. Soweit im Operationsbericht 

20

vom 7. Oktober 2019 von einer traumatisch-bedingten lumbalen Bauchwandher-
nie links und im Operationsbericht vom 2. Juni 2020 von einem traumatischen 
Abriss der Bauchdeckenmuskulatur Beckenkamm links die Rede sei, seien dar-
unter nicht zwingend unfallkausale, sondern eben erst nach dem Unfall entstan-
dene Beschwerden zu verstehen. Der Begriff "traumatisch" werde im medizini-
schen Sprachgebrauch zwar häufig gleichbedeutend mit "unfallkausal" verwen-
det; nach üblichem, allgemein geläufigem Sprachverständnis werde der Aus-
druck oft aber doch auch mit der zeitlichen Abfolge - unter Ausschluss des Ver-
hältnisses von Ursache und Wirkung - in Verbindung gebracht. Die hausärztliche 
Schlussfolgerung im Bericht vom 20. September 2020 sowie jene des Beschwer-
deführers, dass angesichts der vorgängigen Beschwerdefreiheit, was aktenkun-
dig aufgrund der früheren Tumor-Operationen widerlegt sei, von der Unfallkausa-
lität der Bauchwandhernie links ausgegangen werden müsse, sei die Unzuläs-
sigkeit der Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" entgegenzuhalten (Erw. 3.9). 

Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Berichte seien Beurteilungen behan-
delnder Ärzte und lediglich gegenteilige, jedoch unbegründete Parteibehauptun-
gen, welche weder überzeugen noch auch nur geringe Zweifel an der Aktenbeur-
teilung von Dr.med. G.________ begründen, geschweige denn diese entkräften 
würden (Erw. 3.10). 

Zudem stimmten die Beurteilungen von Dr.med. G.________ mit der Rechtspre-
chung betreffend Unfallkausalität von Hernien überein. Der Beschwerdeführer 
habe sich erst 6 Tage nach dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2018 in ärztliche 
Erstbehandlung begeben, die Unfallmeldung sei erst am 14. November 2018 und 
die attestierte Arbeitsunfähigkeit rückwirkend und auch im Hinblick auf die Schul-
terbeschwerden links aus dem Ereignis vom 19. März 2018 erfolgt. Aufgrund des 
Arztzeugnisses des Hausarztes vom 6. Dezember 2018 kommt die Vorinstanz 
zum Schluss, dass am 26. Oktober 2018 keine unfallbedingte strukturelle Läsion 
bzw. eine traumatisch bedingte lumbale Hernie ausgewiesen sei. Zudem bestehe 
ein Z.n. Blasentumor-OP und ein Z.n. Bauchwandtumor-OP. Die Operation be-
treffend Bauchwandhernie links sei erst am 7. Oktober 2019, ein Jahr nach dem 
Ereignis vom 20. Oktober 2018, erfolgt. Damit die Bauchwandhernie als Unfall-
folge zur Leistungspflicht aus UVG führen würde, wäre beim Ereignis vom 
20. Oktober 2018 eine derart schädigende Einwirkung mit einer ausgewiesenen 
strukturellen Verletzung erforderlich gewesen, dass eine Behandlung und eine 
Arbeitsunfähigkeit diesbezüglich unverzüglich erforderlich geworden wären; ins-
besondere wäre eine sofortige bzw. zeitnahe Operation notwendig geworden und 
nicht erst 1 Jahr später. Schliesslich sei der Einsprecher im Zeitpunkt der Bauch-
wandhernien-OP 58-jährig gewesen, weshalb für die Hernien-Entstehung eine al-
tersbedingte Schwäche der Bauchwandmuskulatur als wahrscheinlich erscheine. 

21

Demzufolge könne aufgrund der gemäss Rechtsprechung klaren, vorliegend 
nicht erfüllten Voraussetzungen zur Bejahung der Unfallkausalität von Hernien 
nicht von einer Schädigung ausgegangen werden, die als unfallbedingt, durch 
das Ereignis vom 20. Oktober 2018 herbeigeführt, betrachtet werden könne 
(Erw. 3.11).

Schliesslich habe die Krankenversicherung des Beschwerdeführers keine Ein-
sprache erhoben und somit ihre Leistungspflicht vollumfänglich anerkannt. In an-
tizipierter Beweiswürdigung sei von weiteren medizinischen Abklärungen abzu-
sehen (Erw. 3.12). Der Beweis, dass die Bauchwandhernie links nicht auf das 
Ereignis vom 20. Oktober 2018 zurückzuführen bzw. nicht unfallbedingt sei bzw. 
die natürliche Kausalität und somit die Leistungspflicht aus UVG zu verneinen 
sei, sei von der C.________AG mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erbracht. Eine Prüfung eines Renten- und Integritätsentschädi-
gungsanspruchs erübrige sich (Erw. 3.13). 

Die Verfügung vom 14. Dezember 2020 erweise sich als rechtmässig (Erw. 3.14). 

4.2 Beschwerdeweise wird vorgetragen (Ziff. 2), der Beschwerdeführer sei am 
20. Oktober 2018 - er habe damals wegen des vorangehenden Unfalles im Früh-
jahr 2018 in einem Arbeitsversuch zu 50% gearbeitet - beim Treppensteigen auf 
den obersten Treppentritt gefallen und sei heftig mit der linken Flanke auf die 
Treppenkante aufgeschlagen. Das linke Knie und der rechte Fuss hätten ge-
schmerzt, am Meisten aber habe die linke Flanke geschmerzt. Er sei auf "die 
Kante zwischen Becken und Bauch gefallen" und habe die Arbeit sofort aufgeben 
müssen und sich erst nach zwei Tagen genügend bewegen können, um seinen 
Hausarzt aufzusuchen. So habe er Dr.med. E.________ am dritten Tag nach 
dem Unfall besucht, welcher aufgrund eines festgestellten Bauchwandrisses eine 
volle Arbeitsunfähigkeit festgestellt habe. Aus Gründen, "die wir nicht zu beurtei-
len haben", habe sich der Hausarzt für eine konservative Behandlung der Unfall-
folgen entschieden und er sei längere Zeit bei diesem Entschluss geblieben, ob-
wohl die Schmerzen nie nachgelassen hätten und eine Wiederaufnahme der Ar-
beit nicht möglich gewesen sei. Schon am 7. Oktober 2019 habe der Operateur 
von einer lumbalen Bauchwandhernie links, anamnestisch posttraumatisch nach 
Treppensturz im Oktober 2018, geschrieben. 

In der Folge hält der Beschwerdeführer sinngemäss fest (Ziff. 4), die Kriterien 
gemäss Rechtsprechung zur Bejahung unfallbedingter Hernien seien vorliegend 
gegeben bzw. "genau das ist passiert": Er habe die Arbeit sofort aufgeben müs-
sen und sie - auch aufgrund von Komplikationen nach der Operation am 7. Okto-
ber 2019 und der Folgeoperation im Jahre 2020 - nicht wieder aufnehmen kön-
nen. Dass der Hausarzt festgestellt habe, die Sonografie habe keinen Hinweis 

22

auf Verletzungen ergeben, stimme so nicht. Mit der Sonografie habe Dr.med. 
E.________ nach intraabdominellen Hämatomen oder Verletzungen, also Verlet-
zungen der inneren Organe, was eine Hernie sicher nicht sei, gesucht. Auch die 
die Versicherung beratende Ärztin vereinfache und schreibe aktenwidrig, die So-
nografie habe laut Dr.med. E.________ keinen Verletzungshinweis ergeben. 

Es sei unverständlich (Ziff. 5), wie sich die Vorinstanz und ihre medizinische Ex-
pertin auf Mutmassungen verlassen würden, dort wo eine einfache Rückfrage an 
den Hausarzt Klarheit geschaffen hätte. Es habe zwar zwei Blasenoperationen 
wegen eines Tumors gegeben, welcher im Zuge der Untersuchungen nach dem 
Treppensturz entdeckt worden sei; die erste Operation habe im Januar 2019 
stattgefunden und bei der zweiten Operation drei Monate danach sei eine Zyste 
in der Blase entfernt worden. Einen Bauchwandtumor habe es nie gegeben. Vor 
dem Unfall sei der Beschwerdeführer im Abdominalbereich beschwerdefrei ge-
wesen.

Der Fehler in der Beurteilung der Vorinstanz sowie deren medizinischen Expertin 
liege in der Annahme, der Treppensturz am 20. Oktober 2018 habe ausser einer 
leichten Prellung keine Folgen gezeigt; auf dieser falschen Basis habe sich die 
ganze Beurteilung der Expertin abgespielt, welche sich wortreich über die Frage 
auslasse, ob es sich um eine lumbale oder ventrale Hernie handle und ob 
Dr.med. K.________ diesen Unterschied nicht kenne. Der Operateur habe, an-
ders als die Expertin, die Folgen des Sturzes selber gesehen und beurteilen kön-
nen, nachdem er den Patienten operiert habe. Die vorangehende Beschreibung 
ohne Hinweis auf die Unfallkausalität sei aufgrund der radiologischen Untersu-
chung entstanden. Sowohl Dr.med. E.________ wie auch Dr.med. K.________, 
der erfahrener Viszeralchirurg sei, würden sagen, diese Hernie sei eine Unfallfol-
ge. Es werde beantragt, zur Frage der Unfallkausalität der Hernie einen Bericht 
von Dr.med. K.________ beizuziehen. Abschliessend verweist der Beschwerde-
führer u.a. auf den Bericht über die zweite Operation vom 2. Juni 2020, in wel-
chem Dr.med. K.________ geschrieben habe, der Patient habe sich bei einem 
Sturz auf der Treppe im Oktober 2018 eine traumatische lumbale Hernie links 
zugezogen (Ziff. 6).

Es liege ein eindeutiges auslösendes Ereignis vor, die behandelnden Ärzte be-
zeichneten die Hernie klar als Unfallfolge, der Sturz auf die Treppe habe zur 
schmerzhaften Verletzung und zu einer sofortigen und bis heute anhaltenden Ar-
beitsunfähigkeit geführt. 

4.3 Mit Vernehmlassung vom 1. Juli 2021 bekräftigt bzw. wiederholt die 
C.________AG im Wesentlichen ihre Ausführungen im Einspracheentscheid. 

23

5.1 Die C.________AG begründet den Fallabschluss per 9. Dezember 2018 
und die Ablehnung einer darüber hinaus andauernden Leistungspflicht mit der 
medizinischen Beurteilung ihrer beratenden Ärztin Dr.med. G.________, wonach 
die am 7. Oktober 2019 operativ versorgte lumbale Hernie links sowie die am 
20. Juni 2020 (erneut) operativ versorgte lumbale Rezidivhernie links bei St.n. 
der Operation vom 7. Oktober 2019 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf das Ereignis vom 20. Oktober 2018 zurückzuführen sei, weshalb es an der 
natürlichen Kausalität fehle (vgl. oben Erw. 3.13.2 und 3.15). Es ist damit im vor-
liegenden Fall die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Beurteilungen von die 
Versicherung beratenden Ärzten, welche den versicherungsinternen Ärzten 
gleichgestellt sind (Urteil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3), zu beach-
ten, wonach nur auf deren Feststellungen abgestellt werden kann, wenn keine 
auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen 
(BGE 142 V 58 Erw. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 vom 15.10.2019 Erw. 6.1; vor-
stehend Erw. 6.3; vgl. oben Erw. 2.6.2). 

5.2 Geringe Zweifel an einer Beurteilung versicherungsinterner Ärzte vermögen 
- trotz der von der C.________AG zitierten Erfahrungstatsache (vgl. oben Erw. 
5.1) - insbesondere auch Berichte der behandelnden Haus- und Fachärzte zu 
erwecken. Denn diese Erfahrungstatsache darf nicht dahingehend (miss-
)verstanden werden, dass Berichten von behandelnden Ärzten in jedem Fall zu 
misstrauen ist und ihnen von vornherein ohne nähere, willkürfreie Begründung 
jegliche Glaubwürdigkeit abzusprechen wäre (Urteil BGer 4A_544/2017 vom 
30.4.2018 Erw. 4.2). 

5.3.1  Eine gerichtliche Würdigung der oberwähnten ärztlichen Beurteilungen 
bzw. Stellungnahmen (vgl. Erw. 3) ergibt, dass entgegen der Darstellung des Be-
schwerdeführers vorliegend keine Veranlassung besteht, an der Beurteilung 
(mitsamt ergänzender Stellungnahme) von Dr.med. G.________ zu zweifeln. 
Vielmehr kommt ihr voller Beweiswert zu, weshalb die Vorinstanz darauf abstel-
len durfte und ihre Leistungspflicht per 9. Dezember 2018 zu Recht einstellte.

5.3.2  Die Beurteilung von Dr.med. G.________ vom 5. Juni / 1. Dezember 2020 
basiert auf den greifbaren aktenkundigen Unterlagen. Sie äussert sich zum ak-
tenmässigen Verlauf (bzw. rekapituliert diesen), zur Anamnese, den Diagnosen, 
zur Objektivierbarkeit der beklagten Beschwerden, zum Behandlungsverlauf mit 
Prognose sowie zum Kausalzusammenhang. Insbesondere setzte sie sich mit 
dem vom Beschwerdeführer beschriebenen Unfallhergang und dem Gesund-
heitsverlauf sowie den ihr vorgelegten ärztlichen Berichten auseinander. Ihre 
Ausführungen erscheinen nachvollziehbar und schlüssig. Daran ändert die Tat-

24

sache, dass die erste Beurteilung (5.6.2020) in Unkenntnis (des Inhalts) der vom 
Rechtsvertreter erst mit 4.9.2020 datiertem Schreiben (Vi-act. 48 S. 1) zu den Ak-
ten gereichten weiteren medizinischen Unterlagen erfolgte, nichts. Mit den neu 
eingereichten Unterlagen setzte sie sich mit ergänzender Stellungnahme vom 1. 
Dezember 2020 ausführlich auseinander und sie erläuterte, weshalb diese an der 
Beurteilung vom 5. Juni 2020 nichts änderten.

5.3.3  Der Beschwerdeführer rügt, es sei unverständlich, wie sich die 
C.________AG und ihre medizinische Expertin auf Mutmassungen verlassen 
würden, dort wo eine einfache Rückfrage an den Hausarzt Klarheit geschaffen 
hätte. Sinngemäss wird damit eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
geltend gemacht. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass während des vorin-
stanzlichen Verfahrens geltend gemacht worden war, es seien nach der Erstkon-
sultation bei Dr.med. E.________ Abklärungen im "J________Spital" angestellt 
worden, indes medizinische Berichte des Spitals J.________ nicht aktenkundig 
sind und - soweit ersichtlich - weder von der C.________AG noch der sie bera-
tenden Ärztin angefordert bzw. beigezogen wurden. Ferner ist unklar, wann bei 
Dr.med. K.________ die erste ärztliche Konsultation und wann/wo ein Computer-
tomogramm (CT) erfolgte, auf welches er in der klinischen Angabe/Fragestellung 
zum MRI vom 26. Juni 2019 hinwies (vgl. oben Erw. 3.5). Es kann aber nicht ge-
sagt werden - und wird auch nicht, jedenfalls nicht substantiiert, geltend gemacht 
-, das Aktengutachten bzw. die ergänzende Stellungnahme basierten auf derart 
unvollständigen Akten und entscheidwesentliche Akten würden ausgeklammert, 
so dass ihnen kein Beweiswert zukommt. Für die Beweistauglichkeit eines Ak-
tengutachtens ist entscheidend, dass genügend Unterlagen von persönlichen 
Untersuchungen vorliegen (vgl. VGE I 2020 108 vom 12.3.2021 Erw. 3.5.3 m.H.). 
Dies ist vorliegend der Fall. Hinzuweisen ist sodann, dass die C.________AG 
wiederholt an die N.________AG gelangt war, um eine Aktenergänzung vorzu-
nehmen (vgl. Vi-act. 12, 14, 15, 16, 17, 21) und die beratende Ärztin transparent 
und zutreffend namentlich auf das nicht aktenkundige CT hinweist (vgl. Vi-act. 35 
S. 12; 54 S. 6). 

5.3.4  Im Übrigen ist auf die Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers zu ver-
weisen (Art. 28 ATSG), welche den Untersuchungsgrundsatz einschränkt. Die 
Mitwirkungspflicht der versicherten Person umfasst u.a. das Einreichen von Un-
terlagen, worunter auch die Stellungnahme oder der Bericht des behandelnden 
Arztes fällt (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 28 N 24, 49). Für den Be-
reich der Unfallversicherung wird die Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV da-
hingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte 
erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die 

25

Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung 
der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Be-
richte, Gutachten, Röntgenbilder und Belege über die Verdienstverhältnisse; sie 
muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu er-
teilen. Es ginge unter dem Titel der Mitwirkungspflicht nicht an, den Einspra-
cheentscheid mit der Begründung anzufechten, den Bericht zum mutmasslich 
angefertigten CT bzw. die entsprechenden Bilder nicht eingeholt zu haben, ohne 
diese Unterlagen - die für den Beschwerdeführer als Patienten des Untersuchen-
den leicht zugänglich sind - selber einzureichen. Der Leistungsansprecher ist 
verpflichtet, Dokumente, auf welche er Zugriff hat und welche er als entscheidre-
levant erachtet, einzureichen (vgl. VGE I 2016 4 vom 8.6.2016 Erw. 5.1 i.f.). Auch 
im vorliegenden Verfahren verzichtet der Beschwerdeführer darauf, hinsichtlich 
des offenbar angefertigten CT einen Bericht einzureichen oder diesbezüglich 
Rügen vorzutragen, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass sich dar-
aus keine relevanten Erkenntnisse zu Gunsten des Beschwerdeführers ergeben, 
was auch für allfällig Berichte des Spitals J.________ gilt. Gegen den Beizug des 
mutmasslichen CT spricht sodann dessen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
geringe Aussagekraft: obwohl gemäss Fachliteratur u.a. die Computertomografie 
als "Mittel der Wahl zur Diagnosestellung" genannt wird (Descloux/Schneider/ 
Nocito, Lumbale Bauchwandhernien, in: Swiss Medical Forum 2016/23 vom 
7.6.2016, S. 506), zeitigte das offenbar angefertigte CT lediglich einen "Verdacht" 
einer Bauchwandhernie, was schliesslich den späteren Operateur Dr.med. 
K.________ zur Veranlassung eines MRT im Juni 2019 geführt 

5.4 Die selten vorkommende lumbale Bauchwandhernie (Hernia lumbalis/Len-
denhernie; gemäss Pschyrembel online [www.pschyrembel.de; zuletzt eingese-
hen am 9.8.2021] sehr selten vorkommend) gehört nach Lokalisation der Bruch-
pforte zu den äusseren Hernien (vgl. De Gruyter, Pschyrembel, Klinisches Wör-
terbuch, 263. Aufl., Berlin 2011, S. 856). Sie zählt unbestrittener Weise zu den 
Bauch- und Unterleibesbrüchen, weshalb die hierzu ergangene zitierte bundes-
gerichtliche Rechtsprechung (vgl. oben Erw. 2) auch auf den vorliegenden Fall 
anzuwenden ist, worauf die Vorinstanz zu Recht hinwies. 

5.5.1  Eine Hernie kann als unfallbedingt betrachtet werden, wenn das Unfaller-
eignis mit einer direkten, heftigen sowie bestimmten Einwirkung verbunden ist 
und die schwerwiegenden Symptome der Hernie unverzüglich und mit sofortiger, 
mindestens mehrstündiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (Urteil BGer 8C_601/ 
2007 vom 10.1.2008 Erw. 2.1). Vorliegend steht fest, dass der Beschwerdeführer 
ohne eine Last zu tragen die Treppe aufwärts hingefallen ist. Der genauere Un-
fallhergang ist widersprüchlich. Gesprochen wird von Aufschlagen auf die obers-

26

te Treppenkante, Anschlagen am Treppengeländer, Beckenprellung links, Prel-
lung linke Flanke, Sturz auf rechte Bauchseite mit Schmerzausstrahlung in linkes 
Becken und Bein sowie Prellung linkes Knie und rechter Fuss (auch Verdrehung 
rechter Fuss). In der Beschwerde wird plötzlich sehr klar von Fallen auf die Trep-
penkante zwischen Becken und Bauch gesprochen, was unter Berücksichtigung 
der Praxis zur "Aussage der ersten Stunde" (BGE 143 V 168 Erw. 5.2.2) zurück-
haltend zu beurteilen ist. Aufgrund dieser unklaren, widersprüchlichen Beschrei-
bung kann nicht von einem eindrücklichen Unfallhergang mit direkten und hefti-
gen Einwirkungen ausgegangen werden. Hiergegen spricht auch die Tatsache, 
dass der Arzt erst am (Freitag) 26. Oktober 2018, d.h. sechs Tage nach dem Er-
eignis vom Samstag, 20. Oktober 2018, aufgesucht wurde. Auch wäre zu erwar-
ten, dass der erstbehandelnde Arzt bei einem eine Hernie verursachenden, hefti-
gen Unfallereignis auch sechs Tage nach Ereignis weitere Symptome wie Häma-
tome oder dergleichen dokumentieren würde, was vorliegend nicht der Fall ist; 
Dr.med. E.________ notiert als Befund einzig 'lokale Prellungsschmerzen'. 

Die Einschätzung der beratenden Ärztin, wonach der bekannte Unfallmechanis-
mus eines Treppenaufwärtssturzes ohne Traglast mit einer Beckenprellung die 
Genese einer lumbalen, traumatisch bedingten Hernie nicht erkläre, steht damit 
im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Der anamnestisch ge-
schilderte Treppenaufwärtssturz ist hinsichtlich Intensität nicht vergleichbar etwa 
mit einem Überrolltrauma durch ein Fahrzeug (vgl. Entscheid KG AI, Abt. VGer, V 
7-2020 vom 2.2.2021 Erw. 4) oder mit einer in der medizinischen Literatur be-
schriebenen i) traumatischen Bauchwandhernie, Bruchlückengrösse 1.8 cm x 3.5 
cm, nach BMX-Sturz auf der Halfpipe, wobei der Lenker des Fahrrads in den lin-
ken Oberbauch stiess, was stärkste Schmerzen u.a. im linken Oberbauch auslös-
te und sich in der Folge eine ausgeprägte Prellmarke zeitigte (Ekin-
gen/Gubler/Müller/Wichmann/Can, Traumatische Bauchwandhernie und Dünn-
darmperforation nach BMX-Sturz mit stumpfem Abdominaltrauma bei einem 14-
jährigen, in: Die Schweizer Chirurginnen und Chirurgen, Digitale Posterpräsenta-
tion, SGC Kongress 2014, abrufbar unter http://sgc2014.kongress-poster.ch/  
posters/traumatische_bauchwandhernie_und_duenndarmperforation_nach_bmx 
_sturz_mit_stumpfem_abdominaltrauma_be/, zuletzt eingesehen am 5.8.2021) 
oder ii) linksseitigen posttraumatischen Lumbalhernie nach einem schweren Au-
tounfall i.S. einer Frontalkollision mit über 100 km/h (vgl. Descloux/Schnei-
der/Nocito, a.a.O., S. 504). Es ist daher nachvollziehbar, wenn die beratende 
Ärztin eine lumbale Bauchwandhernie auch schon aufgrund des Unfallhergangs 
als nicht überwiegend wahrscheinlich bezeichnet.

27

5.5.2  Wie sich der Darlegung des medizinischen Sachverhalts entnehmen lässt, 
wurde eine Bauchwandhernie aktenkundig erstmals im Rahmen eines MRT vom 
26. Juni 2019, mithin rund 3/4 Jahre nach dem Unfallereignis vom 20. Oktober 
2018 dokumentiert i.S. eines Verdachts bei den klinischen Angaben/der Frage-
stellung bzw. befundet als "Laterale Bauchwandhernie links auf Höhe des oberen 
Beckenkamms, randständig erfasst" (vgl. Erw. 3.5 hiervor). 

Dem beschwerdeführerischen Vorbringen, wonach Dr.med. E.________ am drit-
ten Tag nach dem Unfall eine volle Arbeitsunfähigkeit "aufgrund eines Bauch-
wandrisses" festgestellt habe, kann vor diesem Hintergrund nicht gefolgt werden. 
Diesbezüglich gilt es namentlich festzuhalten, dass gemäss Arztzeugnis vom 
6. Dezember 2018 erstens die Sonografie, d.h. Ultraschalluntersuchung, keine 
Hinweise auf intraabdominale Hämatome oder Verletzungen zeitigte; zweitens 
der Hausarzt keinen Bauchwandriss diagnostizierte und er drittens eine vollstän-
dige Arbeitsunfähigkeit (bereits) ab 11. Oktober 2018 (mithin schon für eine Peri-
ode vor dem Unfallereignis am 20.10.2018) bis Ende Jahr 2018 wegen "vorheri-
gem Unfall Schulter" attestierte, worauf auch die beratende Ärztin zu Recht hin-
weist (vgl. Vi-act. 35 S. 11). Eine Bauchwandhernie wurde mithin zeitnah zum 
Ereignis weder diagnostiziert noch als Grund für die Arbeitsunfähigkeit angeführt. 
Kommt hinzu, dass gemäss diesem Arztzeugnis der Behandlungsabschluss bzgl. 
Unfall vom 20. Oktober 2018 für Ende Oktober 2018 angegeben wurde. 

Wenn der Beschwerdeführer ausführt, es sei hier nicht weiter zu diskutieren, 
weshalb der Hausarzt vorab eine konservative Behandlung anordnete, so ist dem 
zu entgegnen, dass der Hausarzt offenkundig keine Hernie diagnostizierte, son-
dern die erlittenen Unfallfolgen als Prellungen dokumentierte und er neben 
Schonung und Analgesie keine Notwendigkeit für weitere Therapien zu erkennen 
vermochte. Dies, nachdem er als objektiven Bund einzig lokale Prellungsschmer-
zen erhob. Es spricht dies wesentlich gegen einen Unfallhergang, der eine 
Bauchwandhernie verursacht hat und gegen eine ebensolche Diagnose. Der Be-
handlungsabschluss erfolgte nach weiterem Untersuch im Januar 2019. Daraus 
ist zu schliessen, dass der behandelnde Arzt zu jenem Zeitpunkt keinen Befund 
erheben konnte, der eine weitere Behandlung für angezeigt erscheinen liess. 
Namentlich waren auch die ursprünglichen lokalen (Prellungs-) Schmerzen - 
auch nicht am Ort der später diagnostizierten Hernie - nicht mehr derart, dass ei-
ne Behandlung oder weitere Abklärung notwendig gewesen wäre. Schlüssig 
weist die beratende Ärztin auf diese Tatsache hin. Dr.med. E.________ seiner-
seits hingegen begründet nicht, weshalb die Bauchwandhernie trotz dieser klaren 
Sachlage dennoch unfallkausal auf das Ereignis vom 18. Oktober 2018 zurück-
zuführen ist. 

28

5.5.3  Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es stimme so nicht, dass die So-
nografie keinen Hinweis auf Verletzungen ergeben habe, zumal Dr.med. 
E.________ nach intraabdominalen Hämatomen oder Verletzungen gesucht ha-
be, also nach Verletzungen der inneren Organe, wozu eine Hernie nicht zähle, so 
ist dem entgegenzuhalten, dass aus dem fraglichen Arztbericht lediglich die 
Feststellung erhellt, dass keine solche intraabdominalen Hämatome oder Verlet-
zungen vorlagen. Daraus kann indes nicht der Schluss gezogen werden, es sei 
nur nach solchen Verletzungen "gesucht" worden. Vielmehr darf und muss davon 
ausgegangen werden, dass der Hausarzt mittels der Sonografie, welche 
grundsätzlich eine Bildgebung nicht nur intraabdominal ermöglicht, auch eine 
Bauchwandhernie hätte feststellen können, zumal nämlicher Hausarzt ein über 
ein "SGUM Fähigkeitsausweis Sonographie Hals, Bauch und Weichteile" verfügt 
(vgl. https:// www.drmed-roland-strauss.ch/dienstleistungen/), die später operativ 
versorgte Hernie eine nicht unwesentliche Bruchlückengrösse von ca. 4 cm Brei-
te und 5 cm in Längsausdehnung aufwies (vgl. oben Erw. 4.7.1) und Bauch-
wandhernien als "sehr einfach zum Schallen" gelten (vgl. Dr.med. B. Hermann 
[Oberärztin Chirurgie FMH und Sportmedizin SGSM], Herniensonografie, Refres-
her-Kurs für Hausärzte im Rahmen der Entlebucher Hausärztetage, Wolhusen, 
13.9.2018, S. 36 [abrufbar unter http://www.entlebucher-hausaerztetage.ch/ 
images//down-loads/2018/US_Herniensonografie.pdf, zuletzt eingesehen am 
5.8.2021]). 

5.5.4  Aktenwidrig ist sodann das beschwerdeführerische Vorbringen, er habe 
am dritten Tag nach dem Unfall Dr.med. E.________ aufgesucht: Die Erstbe-
handlung hat gemäss Arztzeugnis UVG vom 6. Dezember 2018 am 26. Oktober 
2018 stattgefunden, mithin sechs Tage nach dem Unfallereignis (vgl. auch das 
ärztliche Zeugnis ebenfalls vom 26.10.2018 [Vi-act. 2 S. 3]). 

5.6 Zu Recht erkennt die beratende Ärztin Dr.med. G.________, dass sich an-
lässlich der Erstbehandlung am 26. Oktober 2018 keine unfallbedingten struktu-
rellen Läsionen und Zeichen einer traumatisch bedingten Gewebezerstörung 
zeigten und demzufolge die am 7. Oktober 2019 operativ versorgte lumbale Her-
nie links nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit trau-
matisch durch das Unfallereignis vom 20. Oktober 2018 bedingt ist. Bei der zum 
Unfallereignis zeitnahen Untersuchung zeitigte weder die Klinik noch die Bild-
gebung des ultraschallerfahrenen Hausarztes eine (traumatisch bedingte) Bauch-
wandhernie; auch beim Behandlungsabschluss im Januar 2019 fand sich offen-
sichtlich kein entsprechender Befund. 

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5.7 Die übrigen medizinischen Akten, namentlich die Berichte der behandeln-
den Ärzte Dr.med. E.________ (Hausarzt) und Dr.med. K.________ (Operateur) 
vermögen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der Aktenbeurteilung von Dr.med. G.________ zu begründen. In diesem Zu-
sammenhang ist vorab an die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu erinnern, 
wonach bei der Würdigung von Berichten von Hausärzten und behandelnden 
Fachärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (oben Erw. 1.6.3). Auch der Bericht zur 
MRT-Unter-suchung vom 26. Juni 2019 erweckt keine geringen Zweifel an der 
Beurteilung der beratenden Ärztin. Wohl wird darin die unbestrittene (indes als la-
terale statt lumbale) Bauchwandhernie befundet; als Radiologe bestand die Auf-
gabe vom Facharzt für Radiologie, I.________, aber einzig in der Ermittlung ei-
nes Befundes anhand der Bildgebung (vgl. VGE I 2020 81 vom 12.2.2021 Erw. 
5.3.2). Zur Frage der Ursache der erhobenen Bauchwandhernie musste er sich 
nicht äussern und äusserte er sich auch nicht. Er bezeichnete die Bauchwand-
hernie ausdrücklich nicht als traumatisch bedingt und er gelangte zur Beurtei-
lung, es fände sich kein Nachweis posttraumatischer Veränderungen des linken 
Hüftgelenks (Vi-act. 48 S. 6). Im Weiteren erweisen sich die Ausführungen von 
Dr.med. E.________ als widersprüchlich und somit nicht beweiswertig: während 
er als erstbehandelnder Arzt trotz klinischem Untersuch und Sonographie nicht 
auf eine Bauchwandhernie erkennen konnte und die Behandlung im Januar 2019 
abschloss, zeigte er sich im weiteren Verlauf, mithin aber erst im April 2020 bzw. 
September 2020 [d.h. rund 1.5 bzw. 2 Jahre nach dem Ereignis]) gestützt auf 
andere Arztberichte "überzeugt", die Bauchwandhernie sei unfallkausal zum Er-
eignis vom 20. Oktober 2018. Noch in der E-Mail vom 25. September 2019 nann-
te er als Diagnose lediglich eine Flankenprellung links (vgl. oben Erw. 3.7). Was 
die übrigen medizinischen Akten anbelangt, so im Besonderen diejenigen des 
Operateurs Dr.med. K.________, fällt auf, dass die Diagnose einer traumati-
schen Bauchwandhernie namentlich mit dem vom Patienten geschilderten Un-
fallhergang, sprich "anamnestisch" begründet wird (vgl. oben Erw. 4.8). Zwar wird 
von ihm durchaus die Diagnose einer "traumatisch-bedingten" Bauchwandhernie 
genannt. Eine Begründung hierfür nennt er jedoch nicht bzw. lässt sich keinem 
seiner Berichte entnehmen. Eine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit dem 
natürlichen Kausalzusammenhang in medizinischer Hinsicht oder der gegenteili-
gen Beurteilung der beratenden Ärztin findet nicht statt. Er zeigt namentlich nicht 
auf, inwiefern der MRT-Befund oder der intraoperative Befund den Schluss auf 
eine traumatische Genese nahelegt. Allein die unbegründete, abweichende Beur-

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teilung vermag keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken (vgl. Urteil BGer 
8C_224/2020 vom 13.5.2020 Erw. 4.4). 

5.8 Es bleibt anzufügen, dass - wie die C.________AG zutreffend festhält (vgl. 
oben Erw. 5.1) - entgegen der Darstellung von Dr.med. E.________ die Tatsa-
che, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall "bezüglich seines Bauches […] 
völlig beschwerdefrei" gewesen sei, nicht den Nachweis zu erbringen vermag, 
dass auch die Bauchwandhernie durch den Treppensturz verursacht worden sein 
musste. Denn eine gesundheitliche Schädigung gilt nicht schon deshalb als 
durch Unfall verursacht, weil sie nach diesem aufgetreten ist (Unzulässigkeit der 
Beweis-regel 'post hoc ergo propter hoc', Urteile BGer 8C_387/2021 vom 
2.8.2021 Erw. 4.2.2; 8C_758/2020 vom 14.4.2021 Erw. 5.2.3; SVR 2016 UV Nr. 
18 S. 55; 8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 2.2.3.1). 

5.9 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Unfallereignis vom 20. Okto-
ber 2018 zwar mögliche (Teil-) Ursache (vgl. oben Erw. 3.13.2 Ziff. 5.1), aber 
keine überwiegend wahrscheinliche (Teil-)Ursache der operativ versorgten lum-
balen Bauchwandhernie links darstellt. Demnach hat die C.________AG ihre 
Leistungen diesbezüglich zu Recht mangels Unfallkausalität verneint und die 
Leistungen per 9. Dezember 2018 eingestellt, zumal - was unbestritten geblieben 
ist - hinsichtlich der auf das genannte Unfallereignis zurückzuführenden Flanken-
prellung links, Knieprellung links und Fussprellung rechts nach 6 Wochen der 
Status quo ante erreicht worden war (oben Erw. 3.13.2 Ziff. 5.2). Diesem Ergeb-
nis entsprechend kann die Frage, ob die zweite aktenkundige operative Hernien-
versorgung aufgrund einer Rezidivhernie vorgenommen wurde, offen bleiben. 
Ebenfalls diesem Ergebnis entsprechend erübrigt sich eine Prüfung eines Ren-
ten- und Integritätsentschädigungsanspruchs (zutreffend angefocht. Einspra-
cheentscheid Erw. 3.13). 

6. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.

7.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

7.2 Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem Ausgang keiner 
(Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und an das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 24. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. September 2021