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**Case Identifier:** 218694a8-a69a-509e-a74f-a13ac161f544
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.07.2018 200 2017 833
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-833_2018-07-19.pdf

## Full Text

200 17 833 IV
KOJ/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juli 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1970 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 16. März 2015 unter Hinweis auf eine HWS-Distorsion, 
eine Hüftkontusion links, eine Diskushernie sowie psychische Probleme bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; AB] 1). Die IVB 
nahm medizinische und erwerbliche Abklärungen vor. Insbesondere edierte 
sie die Akten des zuständigen Unfallversicherers (AB 2; 3.1 – 3.7). Nach 
Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
AB 27) liess sie die Versicherte psychiatrisch sowie rheumatologisch be-
gutachten (psychiatrisches Gutachten vom 26. Januar 2016 [AB 39.1]; 
rheumatologisches Gutachten vom 24. Februar 2016 [AB 41.1]). Mit Verfü-
gung vom 3. August 2016 wurden die beruflichen Massnahmen abge-
schlossen (AB 49). Die IVB führte sodann Abklärungen bei der Versicher-
ten zu Hause durch und erstellte einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb 
(AB 51). Mit Vorbescheid vom 16. September 2016 (AB 52) stellte sie die 
Abweisung des Rentenbegehrens bei einem in Anwendung der gemischten 
Methode (Erwerb: 65%, Haushalt: 35%) ermittelten IV-Grad von 19% in 
Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, Einwand (AB 53; 56). Daraufhin liess die IVB eine Fallbespre-
chung durch die RAD-Ärztin und die Abklärungsfachfrau (AB 60) durch-
führen und holte eine Stellungnahme des Bereichs Abklärungen ein (AB 
63). Mit Verfügung vom 17. August 2017 (AB 64) wies sie das Rentenbe-
gehren dem Vorbescheid entsprechend ab. 

 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, am 18. September 2017 Beschwerde und stellte die fol-
genden Anträge:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 3

1. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und der Invaliditätsgrad 
der Beschwerdeführerin ist auf mindestens 50% festzusetzen.

2. Eventualiter sind die Akten an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurtei-
lung zurückzuweisen.  

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

In der Replik vom 14. Dezember 2017 und der Duplik vom 10. Januar 2018 
hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.

Mit Eingabe vom 30. Januar 2018 reichte die Beschwerdeführerin Schluss-
bemerkungen ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. August 2017 
(AB 64). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine IV-Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

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2.3 Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, 
dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt 
sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Ge-
sundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend 
ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr 
zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).  

Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszuge-
hen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle Beweislast für 
Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 
2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prü-
fung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 428 f., 141 V 281 E. 
4.1 S. 296 ff.). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 
143 V 418 E. 7.2 S. 429). 

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und 
andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich 

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namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 
Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, 
intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch ge-
nommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständi-
gen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im Alltag be-
hauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. 
Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin. 
Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärztlicher Beur-
teilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig überwiegen und 
die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar überschritten 
sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, 
krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) 
zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschädigung ausser 
Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst wenn die 
klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben sein soll-
ten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden Anzei-
chen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädi-
gung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswirkungen 
derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 
S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6). 

Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicher-
te Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene 
anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikato-
ren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksich-
tigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreich-
baren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Re-
gelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikato-
ren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funktioneller 
Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der Prü-
fungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbe-
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus-
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-

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derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie 
vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6). 

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.5

2.5.1 Für die Bestimmung des IV-Grades vollerwerbstätiger Personen 
wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293; Entscheid des BGer vom 6. September 
2017, 9C_752/2016 [zur Publikation vorgesehen], E. 2.1).

2.5.3 Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsge-
rechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, 
d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, 
erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

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2.6 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen: 

3.1.1 Im ambulanten Kurzaustrittsbericht vom 20. September 2014 des 
Spital C.________ (AB 3.3 S. 12 f.) diagnostizierten die Ärzte eine vasova-
gale Synkope mit HWS-Distorsion und Hüftkontusion rechts. Die Be-
schwerdeführerin habe in einer ... gearbeitet, es sei heiss gewesen, sie 
habe sich unwohl gefühlt, dann sei es ihr schwindlig geworden und sie sei 
zu Boden gestürzt. Eine Fraktur oder intrakranielle Blutung habe ausge-
schlossen werden können. Auch die radiologischen Befunde der Hüfte und 
des Thorax hätten keine pathologischen Befunde ergeben. Die Geschichte 
sei klassisch für eine vasovagale Synkope und es lägen keine Risikofakto-
ren vor. Entsprechend sei die Beschwerdeführerin wieder nach Hause ent-
lassen worden. 

3.1.2 Am 4. März 2015 wurde die Beschwerdeführerin vom zuständigen 
SUVA-Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie und Allge-
meine Innere Medizin, untersucht. Im Bericht vom 5. März 2015 (AB 2) 
stellte dieser folgende Diagnosen (S. 6):

1. HWS-Distorsion

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o Im MRI vom 11. November 2014 leichte degenerative HWS-
Veränderungen, mehretageres Diskusbulging, auf Höhe HWK5/6 kleine 
Protrusion mit möglicher Affektion der rechtsseitigen C6er Wurzel

o Cervicobrachiales Schmerzsyndrom und diskretes sensibles Ausfallsyn-
drom C6 rechts

o CT-gesteuerte extraforaminale Wurzelinfiltration C6 rechts 
o Aktuell: Anamnestisch Hyposensibilität Zeige- und Mittelfinger rechts, keine 

motorischen Defizite objektivierbar

2. Massive Aggravation bei psychosozialer Belastungssituation

Weitere Diagnosen:

1. Verdacht auf Depression
2. Anamnestisch Schwindel, Vergesslichkeit, passagere Hyposensibilität ge-

samte rechte Körperhälfte (ohne morphologisches Korrelat, knackende 
Ohrgeräusche, Kopfschmerzen)

3. Adipositas

Der Kreisarzt führte aus, bei der Untersuchung liessen sich keine sicheren 
morphologischen Veränderungen im Bereich der HWS und des rechten 
Arms feststellen. Die beklagte Muskelschwäche lasse sich nicht verifizie-
ren. Muskuläre Hypotrophien fehlten. Bei der klinischen Untersuchung las-
se sich im Schulter-Arm-Bereich rechts in allen Bewegungsrichtungen ein 
kräftiges Gegenspannen feststellen. Es werde ein ausgeprägtes Vermei-
dungsverhalten gezeigt. Unbeobachtet resp. unter Ablenkung liessen sich 
normale Bewegungsumfänge beobachten. Auch feinmotorisch zeige die 
Beschwerdeführerin, sobald sie sich nicht mehr im Untersuchungssetting 
wähne, eine völlig normale Funktion. Die von ihr geschilderte Sensibilität-
seinbusse lasse sich mit der im MRI nachgewiesenen möglichen Tangie-
rung der Wurzel C6 erklären. Ebenso könnten die als Brennen beschriebe-
nen Schmerzen durchaus auf eine gewisse Wurzelkompression hinweisen. 
Aufgrund der Anamnese mit vagovasaler Synkope und gemäss ersten Be-
richten Fehlen einer Amnesie und dem unauffälligen CT des Schädels sei 
das Vorliegen einer zerebralen Schädigung als Ursache der Beschwerden 
eher unwahrscheinlich. Diese seien am ehesten im Rahmen einer Sym-

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ptomausweitung bei psychosozialer Belastungssituation, allenfalls Anpas-
sungsstörung zu vermuten (S. 7). 

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 26. April 2015 (AB 12 S. 2 ff.) mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Depression, ein 
chronisches HWS-Syndrom, Schwindel seit Kopfanprall am 19. September 
2014 sowie einen Morbus Bechterew. Die Prognose sei schlecht. Seit dem 
19. September 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3). Mit 
der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet wer-
den (S. 4). 

3.1.4 Im Bericht vom 26. Juni 2015 (AB 21) diagnostizierten die behan-
delnde Psychologin, lic. phil. F.________, Fachpsychologin für Psychothe-
rapie FSP und Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel-
gradige bis schwere depressive Episode (ICD-10: F33.2), sowie eine kom-
plexe posttraumatische Belastungsstörung nach wiederholten massiven 
Traumatisierungen im Krieg mit Depersonalisations- und Derealisationser-
lebnissen sowie variablen Somatisierungssymptomen (ICD-10: F43.1; S. 
21). Die Beschwerdeführerin leide seit mindestens 1999 unter obgenannten 
Diagnosen mit Schwankungen der Symptomstärke. In der Arbeitsfähigkeit 
sei sie wohl immer eingeschränkt gewesen, was aber wegen nur kleinen 
Hilfsarbeiten über kürzere Zeit nicht aufgefallen sei. Seit mehreren Jahren 
arbeite sie regelmässig als ... für die Firma H.________ (einmal pro Woche 
wenige Stunden) und als unregelmässige Arbeiterin (Arbeit auf Abruf) für 
die Firma I.________ am .... Ende September 2014 habe sie einen massi-
ven Einbruch in die psychische Stabilität erlitten, als sie einen Unfall 
während der Arbeit erlitten habe. Es sei davon auszugehen, dass sie auf-
grund ihrer depressiven Symptomatik und ihren Traumatisierungen nicht 
fähig sei, mit Lebensereignissen wie Erkrankungen eines nahen Angehöri-
gen oder eigenem Unfall mit körperlichen Folgen adäquat umzugehen, 
sondern dass es jeweils zu einer so starken Störung des inneren Gleich-
gewichtes komme, dass sie mit ausgesprochen starker depressiver Sym-
ptomatik reagiere und auch verstärkte Symptome einer Retraumatisierung 
aufweise (S. 3 f.). Zum Befund wurde ausgeführt, die mnestischen Funktio-

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nen seien eingeschränkt, so könne sich die Beschwerdeführerin beispiels-
weise nicht mehr erinnern, dass sie bei der letzten Konsultation vor zwei 
Wochen einen Spaziergang gemacht hätten. Auch für die Beschwerdefüh-
rerin eigentlich sehr wichtige Daten (z.B. ...) würden nicht erinnert. Die 
Grundstimmung sei deutlich depressiv gefärbt mit grosser Traurigkeit, Wei-
nen und auch gereizt-verstimmten Anteilen. Sie könne sich an nichts mehr 
freuen, sei lustlos auf allen Ebenen. Suizidgedanken seien vorhanden, sie 
sehe oft keinen Lebenssinn mehr, einzig der Gedanke an den Sohn halte 
sie am Leben. Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, die bisherige Tätigkeit 
sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (S. 5). Aktuell sei keine 
Tätigkeit zumutbar (S. 6). 

3.1.5 Im psychiatrischen Gutachten vom 26. Januar 2016 (AB 39.1) stellte 
Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgen-
de Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 15):

o rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere 
Episode (ICD-10 F33.1, 33.2)

o posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)  
o chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10 F45.41)

Der Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin habe im September 
2014 eine vasovagale Synkope erlitten, sei ohnmächtig geworden, gestürzt 
und habe sich dabei an der Halswirbelsäule verletzt. Sie klage seither über 
Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen im rechten Arm, wobei 
sie schon seit Jahren über Schmerzen am ganzen Körper klage. Das Aus-
mass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeu-
gung, aufgrund dieser Beschwerden nicht arbeiten zu können, könne durch 
die somatischen Befunde nicht hinreichend objektiviert werden, sodass 
eine gewisse psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Vor 
dem Hintergrund der seit Jahren bestehenden psychischen und sozialen 
Belastungen könne die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren gestellt werden. Die Beschwerde-
führerin sei im Krieg traumatischen Erfahrungen ausgesetzt gewesen. 
Praktisch täglich erinnere sie sich an diese Erlebnisse, träume auch davon. 
Seit dem Unfall im September 2014 sei es auch zunehmend zu einem so-

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zialen Rückzug gekommen. Sie pflege praktisch keine sozialen Kontakte 
mehr, sei resigniert und hoffnungslos, leide unter Suizidgedanken. Bei der 
psychiatrischen Untersuchung sei sie depressiv gewesen. Der Antrieb sei 
vermindert gewesen, das Gespräch habe gestockt, sie habe geweint, habe 
die Fassung verloren, als sie auf die Kriegserlebnisse angesprochen wor-
den sei. Aus psychiatrischer Sicht könnten also zusätzlich die Diagnosen 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere 
Episode, und posttraumatische Belastungsstörung gestellt werden (S. 14 f. 
Ziff. 10). Aufgrund der Depression sei die Beschwerdeführerin vermindert in 
der Lage mit ihren traumatischen Erinnerungen umzugehen, auch der Um-
gang mit ihren körperlichen Beschwerden, die nur zum Teil objektiviert 
werden könnten, sei dadurch erschwert (S. 15). Die Beschwerdeführerin 
sei ausser im Jahre 2002, als die Familie von der Ausweisung bedroht ge-
wesen sei, noch nie stationär psychiatrisch behandelt worden. Dies sei ein 
Hinweis darauf, dass sie nicht an einer schweren, therapieresistenten de-
pressiven Störung leide. Somit könne die vom Hausarzt attestierte Arbeits-
unfähigkeit von 100% nicht nachvollzogen werden (S. 16 Ziff. 13). Zur Ar-
beitsfähigkeit führte der Gutachter aus, in der bisherigen Tätigkeit als ... 
bestehe seit September 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Der Grad 
der Arbeitsfähigkeit habe sich seither nicht verändert. Auch in einer ange-
passten Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit 
von 50% (S. 16 Ziff. 14). 

3.1.6 Im rheumatologischen Gutachten vom 24. Februar 2016 (AB 41.1) 
stellte Dr. med. K.________, Facharzt für Rheumatologie sowie Innere Me-
dizin, folgende Diagnosen (S. 27): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

o Ganzkörperschmerzsyndrom (weichteilrheumatisch)
o Seronegative Spondylarthropathie mit/bei

- Hinweisen für ISG-Arthritis beidseits, keine Hinweise für Befall der 
LWS (MRI LWS und ISG 14. März 2014)

- Basisbehandlung mit Remicade (=Infliximab) September 2014 bis Ja-
nuar 2015 und März 2015 bis Herbst 2015, dann Wechsel auf subku-
tane Injektionen mit Cimzia (Certolizumab)

o Zervikovertebrales Syndrom mit/bei

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- foraminaler Diskusprotrusion/Diskushernie C5/6 rechts (MRI HWS 
11. November 2014 und 26. Oktober 2015)

- Status nach sensiblem zervikoradikulärem Reizsyndrom C6 rechts
- aktuell keine Hinweise für radikuläre Reizsituation

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

o Status nach Magenbypass-Operation
o Adipositas

Bezüglich weichteilrheumatischem Schmerzsyndrom seien sämtliche zufäl-
lig und frei gewählte Stellen druckdolent, dies am ganzen Körper. Er könne 
keine Stelle finden, welche er mit feinem Druck betaste, die bei der Be-
schwerdeführerin keine Schmerzen auslöse. Es seien nicht nur die Fibro-
myalgie-definierten Druckpunkte positiv. Die Waddell-Zeichen seien sämtli-
che positiv. Eine radikuläre Problematik möge früher zervikal vorgelegen 
haben, heute könne er diese nicht nachweisen. Gemäss Akten sei eine 
seronegative Spondylarthropathie beschrieben und auch behandelt wor-
den. Heute finde er keine Krankheitsaktivität, zumindest klinisch nicht. Das 
CRP sei heute im Labor normal (S. 30). Die ubiquitären Schmerzen seien 
sicherlich nicht auf das entzündliche Problem zurückzuführen. Die zervikale 
Diskopathie sei bildgebend nachgewiesen, führe aber heute nicht zu einer 
radikulären Symptomatik. Dieser Befund cervical habe jedoch Einschrän-
kungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit zur Folge. Dies führe dazu, dass 
die Tätigkeit an der letzten Stelle, welche dauernd stehend und mit dauernd 
inklinierter HWS getätigt worden sei, nicht mehr zulässig sei. Relevant in 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sei weiter das Ganzkörperschmerzsyndrom, 
welches dazu führe, dass eine körperlich schwere Arbeit nicht zulässig sei 
(S. 31).  

Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, in der bisherigen Tätigkeit, 
bei welcher sie dauernd stehend und mit dauernd inklinierter HWS arbeiten 
musste, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0%. Das Profil einer Ver-
weistätigkeit umfasse eine körperlich leichte Tätigkeit, welche sie nicht nur 
dauernd stehend, nicht nur dauernd gehend und nicht in Zwangsstellungen 
ausüben müsse. Sie können nicht über 10 kg heben, stossen oder ziehen, 
nicht dauernd vornübergebeugt oder repetitiv bückend oder dauernd über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 14

Kopf oder mit dauernd inklinierter oder reklinierter HWS arbeiten. In einer 
solchen leichten wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähig-
keit von 100% bezogen auf ein Ganztagespensum (S. 32). 

3.1.7 Die behandelnde Psychologin nahm im Bericht vom 5. April 2017 
(AB 62) Stellung zum psychiatrischen Gutachten vom 26. Januar 2016 
(AB 39.1). Sie führte aus, auch Beobachtungen, die sie in ihrem IV-
Verlaufsbericht vom 26. Juni 2015 festgehalten habe, zeigten ganz klar, 
dass die kognitiven Leistungen wie Konzentration, Merkfähigkeit und Ge-
dächtnisleistungen stark beeinträchtigt seien. Die Beschwerdeführerin habe 
offenbar sehr wohl von Ängsten berichtet, es sei für sie nicht ersichtlich, 
weshalb diese im Befund nicht auftauchten. In den therapeutischen Sitzun-
gen nähmen die Ängste und wie die Beschwerdeführerin damit umgehen 
könnte einen beträchtlichen Teil der Zeit ein. Aus ihrer Sicht bestehe eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Langfristig gesehen, bei Zustandsverbesse-
rung, sei eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von maximal 
50% denkbar. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 15

Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 17. August 2017 (AB 64) massgeblich auf das psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. J.________ vom 26. Januar 2016 (AB 39.1) ge-
stützt. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärun-
gen des Psychiaters und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand werden nachvollziehbar, umfassend und einlässlich begründet. Die-
ser Bericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen (E. 3.2 
hiervor), weshalb ihm insoweit volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 
351 E. 3b/bb S. 353). 

3.4 Was den psychischen Gesundheitszustand betrifft, hat Dr. med. 
J.________ nachvollziehbar und überzeugend ausgeführt, dass die Be-
schwerdeführerin an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwär-
tig mittelgradige bis schwere Episode, einer posttraumatischen Belastungs-
störung sowie an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren leidet und deshalb in einer angepassten Tätigkeit 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% besteht (AB 39.1 S. 15; S. 16 Ziff. 14). Es 
leuchtet ein, dass sich die posttraumatische Belastungsstörung und die 
depressive Störung gegenseitig beeinflussen und dass die Beschwerdefüh-
rerin aufgrund der Depression vermindert in der Lage ist, mit ihren trauma-
tischen Erinnerungen umzugehen und dass auch der Umgang mit ihren 
körperlichen Beschwerden dadurch erschwert ist (AB 39.1 S. 15 Ziff. 11.3). 
Eine schwere, therapieresistente depressive Störung wird vom Gutachter 
explizit verneint (AB 39.1 S. 16 Ziff. 13), womit von einer mittelgradigen 
Störung auszugehen ist. Auf das psychiatrische Gutachten vom 26. Januar 
2016 (AB 39.1) ist grundsätzlich (vgl. aber E. 3.5 ff. hiernach) abzustellen. 

Dass die behandelnde Psychologin der Beschwerdeführerin höhere Ein-
schränkungen bescheinigt – sie attestiert eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
in allen Tätigkeiten (AB 21 S. 6) – ändert nichts, denn in Bezug auf Atteste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 16

von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rech-
nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 
5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 
sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 

3.5 Zu prüfen ist, ob den aus medizinischer Sicht erstellten psychischen 
Gesundheitsschäden invalidisierende Wirkung zukommt, wobei das dies-
bezügliche Prüfungsraster rechtlicher Natur ist (vgl. E. 2.3 hiervor). 

3.5.1 Am 30. November 2017 (BGE 143 V 409 und 143 V 418) entschied 
das Bundesgericht, die bisherige Rechtsprechung aufzugeben und auch 
die Folgen von lege artis diagnostizierten leichten bis mittelschweren de-
pressiven Störungen an den Grundsätzen von BGE 141 V 281 zu messen 
(vgl. E. 2.3 hiervor). Somit ist eine invalidenversicherungsrechtlich relevan-
te psychische Gesundheitsschädigung nicht bereits mit dem Argument der 
fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen (BGE 143 V 409 E. 4.5 und 
5.1 S. 415 ff.). Das psychiatrische Gutachten (AB 39.1), das unter Berück-
sichtigung des IV-Rundschreibens Nr. 339 vom 9. September 2015 erstellt 
wurde, erfüllt die Voraussetzungen, um das neu auch auf Fälle von leichten 
und mittleren depressiven Störungen anzuwendende strukturierte Beweis-
verfahren bzw. die darin umschriebene Indikatorenprüfung vorzunehmen. 
Deshalb kann darauf abgestellt werden. 

3.5.2 In einem ersten Schritt sind nunmehr mit Blick auf die neue Recht-
sprechung allfällige Ausschlussgründe zu prüfen (vgl. E. 2.3 hiervor). So-
wohl im Rahmen der Kreisarztuntersuchung des Unfallversicherers vom 
4. März 2015 (AB 2) als auch bei der rheumatologischen Begutachtung 
vom 22. Januar 2016 (AB 41.1 S. 34 Ziff. 5.7, S. 28 ff. Ziff. 5.1.3) ergaben 
sich Hinweise auf Diskrepanzen und Aggravation. So hielt der Kreisarzt 
fest, dass ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten gezeigt werde. Unbe-
obachtet respektive unter Ablenkung liessen sich normale Bewegungsum-
fänge beobachten. Angesichts der von der Beschwerdeführerin geschilder-
ten nahezu vollständigen Unbrauchbarkeit des rechten Armes wären zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 17

mindest muskuläre Atrophien zu erwarten. Solche lägen zum Zeitpunkt der 
Kreisarztuntersuchung eindeutig nicht vor (AB 2 S. 7). Auch der rheumato-
logische Gutachter verweist darauf, dass sich keine muskulären Atrophien 
fänden, obschon die Beschwerdeführerin angebe, seit vielen Jahren 
Schmerzen zu haben. Dies spreche klar gegen eine relevante Schonung 
(AB 41.1 S. 29). Weiter sind gemäss rheumatologischem Gutachter sämtli-
che Waddell-Zeichen positiv (AB 41.1 S. 30). Vom psychiatrischen Gutach-
ter wurde eine Aggravation demgegenüber explizit verneint (AB 91.1 S. 11 
Ziff. 6.4). Die Beschwerdegegnerin weist allerdings auch zu Recht darauf 
hin, dass ein sekundärer Krankheitsgewinn darin zu erblicken sei, dass der 
Sohn und die Schwiegertochter zur Entlastung der Beschwerdeführerin in 
derselben Wohnung lebten und der Beschwerdeführerin beinahe jegliche 
Arbeiten im Haushalt abnähmen (Beschwerdeantwort S. 3). Ob sich bereits 
angesichts dieser aktenmässigen Hinweise auf Ausschlussgründe die An-
nahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, kann hier letztlich of-
fen bleiben, sprechen die Standardindikatoren doch ohnehin gegen eine 
funktionelle Auswirkung der psychischen Gesundheitsschäden (vgl. 
E. 3.5.3 ff. hiernach). 

3.5.3 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu 
prüfen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298). Hier ist – worauf bereits in E. 3.4 
hiervor hingewiesen wurde – festzuhalten, dass eine schwere, therapiere-
sistente depressive Störung vom Gutachter explizit verneint wird (AB 39.1 
S. 16 Ziff. 13), womit von einer (höchstens) mittelgradigen Störung auszu-
gehen ist.   

3.5.4 Betreffend den Indikator „Behandlungserfolg oder -resistenz“ (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführe-
rin zwar seit Jahren in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behand-
lung ist, die eingenommenen Psychopharmaka aber unter dem Referenz-
wert liegen und die medikamentöse Therapie gemäss Gutachter allenfalls 
erhöht werden sollte (AB 39.1 S. 13 Ziff. 8.1). Es besteht eine relativ niedri-
ge Therapiefrequenz von zirka einmal monatlich (AB 39.1 S. 7 Ziff. 3.2). In 
diesem Zusammenhang wies die behandelnde Psychologin darauf hin, 
dass sie seit längerem auf einen stationären Aufenthalt dränge, sich die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 18

Beschwerdeführerin aber bislang nicht dazu habe entschliessen können 
(AB 21 S. 5). Damit ist eine Behandlungsresistenz nicht erstellt. 

3.5.5 Zu prüfen ist weiter, ob massgebende Komorbiditäten bestehen 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.). Neben den diagnostizierten psychi-
schen Gesundheitsschäden liegen keine schweren körperlichen Begleiter-
krankungen (vgl. E. 3.6 hiernach) vor. 

3.5.6 Was den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) 
betrifft, verneinte der Gutachter Wahrnehmungsstörungen oder inhaltliche 
Denkstörungen (AB 39.1 S. 10 Ziff. 4). Insoweit sind keine Persönlich-
keitsmerkmale ersichtlich, die im Rahmen der umfassenden Ressourcen-
prüfung negativ ins Gewicht fallen könnten. 

3.5.7 Zum Komplex „sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin belastet ist durch ihren seit 
Jahren kranken Ehemann. Gleichzeitig erfährt sie durch diesen und ihren 
Sohn eine Unterstützung, kann diese aufgrund des depressiven Zustands-
bildes aber gemäss Gutachter kaum nützen (AB 39.1 S. 12 Ziff. 7.4 f.). Zur 
Tagesstruktur ist festzuhalten, dass sie gemäss eigenen Angaben gele-
gentlich einen Spaziergang mache, sie könne aber maximal 15 Minuten am 
Stück gehen. Der Ehemann und der Sohn bemühten sich um sie, ihr sei 
aber alles zu viel. Seit zwei Jahren hätten sie auch keinen Besuch mehr 
empfangen (AB 39.1 S. 9 Ziff. 3.9).  

3.5.8 Was die Kategorie „Konsistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) 
betrifft, stellt sich die Frage nach einer gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, wobei das Akti-
vitätsniveau der versicherten Person im Verhältnis zur geltend gemachten 
Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist. Der psychiatrische Gutachter führte aus, im 
Rahmen der psychiatrischen Untersuchung hätten sich keine Diskrepanzen 
zwischen den geklagten Symptomen, dem gezeigten Verhalten, der Akten-
lage und den Alltagsaktivitäten gefunden (AB 39.1 S. 13 Ziff. 9.1). Die Be-
schwerdeführerin halte sich für vollständig arbeitsunfähig (AB 39.1 S. 14; 
41.1 S. 33 Ziff. 5.6). Sie lebe zurückgezogen, leide unter Schlafstörungen, 
verbringe den Alltag passiv. Dennoch sei sie in der Lage, kleinere Spazier-
gänge zu unternehmen, kleinere Einkäufe zu tätigen, gelegentlich backe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 19

und koche sie auch. Dass sie überhaupt nicht mehr arbeitsfähig sei, lasse 
sich durch die erhobenen Befunde nicht vollständig objektivieren (AB 39.1 
S. 9 Ziff. 3.9, S. 14 Ziff. 9.2). Festzuhalten ist, dass die Beschwerdeführerin 
verschiedene Therapiemöglichkeiten nicht wahrgenommen hat. Im An-
schluss an den stationären Aufenthalt in der Klinik L.________ wurde ihr 
eine Nachbehandlung in einer Tagesklinik empfohlen und eine entspre-
chende Anmeldung wurde in die Wege geleitet. Die Beschwerdeführerin 
habe den Termin jedoch kurz vor dem Indikationsgespräch abgesagt sowie 
später auch eine Unterstützung durch die psychiatrische Spitex (AB 58 S. 
4). Weiter ist auf die niedrige Therapiefrequenz sowie die nicht adäquate 
Medikamenteneinnahme hinzuweisen (vgl. E. 4.5.9 hiernach). Die beste-
henden Hinweise auf Diskrepanzen und Aggravation wurden in E. 3.5.2 
hiervor bereits thematisiert. Nach dem Dargelegten besteht gemäss dem 
psychiatrischen Gutachter zwar ein sozialer Rückzug (AB 39.1 S. 14 Ziff. 
9.3), jedoch sind gleichzeitig verschiedene Inkonsistenzen erstellt. 

3.5.9 Was den Indikator der „Inanspruchnahme von therapeutischen Op-
tionen“ anbelangt (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304), ist festzuhalten, 
dass eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung etabliert ist, was 
für einen gewissen Leidensdruck spricht, dass aber eine relativ niedrige 
Therapiefrequenz von zirka einmal monatlich besteht, die eingenommenen 
Psychopharmaka unter dem Referenzwert liegen und die medikamentöse 
Therapie gemäss Gutachter allenfalls erhöht werden sollte (AB 39.1 S. 7 
Ziff. 3.2, S. 13 Ziff. 8.1), womit der Leidensdruck als eher gering eingestuft 
werden muss.

3.5.10 Die Gesamtbetrachtung der Indikatoren – namentlich mit Blick auf 
aktenkundige Diskrepanzen, fehlende Komorbiditäten, geringe Therapie-
frequenz und mangelhafte Compliance – ergibt, dass der diagnostizierten 
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwe-
re Episode, der posttraumatischen Belastungsstörung sowie der chroni-
schen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren keine 
invalidisierende Wirkung zukommt und die gutachterlich attestierte Arbeits-
unfähigkeit von 50% (AB 39.1 S. 16 Ziff. 14) vorliegend nicht zu berücksich-
tigen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 20

3.6 Was den somatischen Gesundheitszustand betrifft, hat der rheuma-
tologische Gutachter, Dr. med. K.________, mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit insbesondere ein Ganzkörperschmerzsyndrom (weichteil-
rheumatisch), eine seronegative Spondylarthropathie sowie ein zervikover-
tebrales Syndrom attestiert (AB 41.1 S. 27). Er hat plausibel dargelegt, 
weshalb trotz dieser Diagnosen in einer leidensadaptierten Tätigkeit (kör-
perlich leichte wechselbelastende Tätigkeiten) eine 100%ige Arbeitsfähig-
keit besteht (AB 41.1 S. 32). Auf diese Einschätzung kann abgestellt wer-
den, zumal auch die Beschwerdeführerin keine diesbezüglichen Einwen-
dungen erhebt. 

 

4.

4.1 Zu prüfen ist im Folgenden der Status der Beschwerdeführerin resp. 
der Umfang, in welchem sie als Gesunde erwerbstätig wäre. Die Be-
schwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung vom 17. August 
2017 (AB 64) gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (AB 51) 
von einem Status 65% Erwerb und 35% Haushalt aus. 

4.2 Der Ehemann der Beschwerdeführerin arbeitet gemäss den Anga-
ben der Beschwerdeführerin gegenüber dem psychiatrischen Gutachter 
seit 1999 nicht mehr, er erhalte eine IV-Rente (AB 39.1 S. 9). Der gemein-
same Sohn wurde 1990 geboren. Die Beschwerdegegnerin berechnete den 
Anteil Erwerb gestützt auf die von der Beschwerdeführerin effektiv geleiste-
ten Arbeitsstunden bei der I.________ AG in den Jahren 2011 bis 2013 
und ermittelte so einen Erwerb von 55%. Zu diesem Pensum addierte sie 
das 10%-Pensum als ... bei der H.________ (AB 63 S. 4; 51 S. 4; vgl. AB 
3.1 S. 35). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, weil dies dem Ar-
beitspensum bis zum Unfall im September 2014 entspricht. Die Vorbringen 
der Beschwerdeführerin ändern daran nichts. Namentlich bringt die Be-
schwerdegegnerin zu Recht vor, dass davon ausgegangen werden kann, 
dass die Familie schon früher auf ein höheres Einkommen der Beschwer-
deführerin angewiesen gewesen wäre (AB 63 S. 4). Diese steigerte ihr Ar-
beitspensum erst im Jahr 2011 (IK-Auszug, AB 9 S. 2 f.), wobei es ihr 
schon seit Jahren möglich gewesen wäre, eine Stelle mit einem höheren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 21

Beschäftigungsgrad anzunehmen. Die Krankschreibung der Beschwerde-
führerin erfolgte erst aufgrund des Unfalles vom 19. September 2014 (AB 
3.3 S. 19). Es ist davon auszugehen, dass sie auch heute noch in ihrem 
früheren Pensum bei der I.________ AG (Arbeit auf Abruf) arbeiten würde. 
Fehlende Deutschkenntnisse sowie mangelnde Schulbildung sind IV-
fremde Faktoren und können nicht berücksichtigt werden, worauf die Be-
schwerdegegnerin ebenfalls zu Recht verweist (AB 63 S. 4).

4.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie hätte zu 100% 
erwerbstätig sein wollen, was aber aufgrund des Arbeitsverhältnisses bei 
der I.________ AG, bei der die meisten Mitarbeiter auf Abruf arbeiteten, 
nicht möglich gewesen sei (AB 51 S. 4; Beschwerde S. 4), kann ihr eben-
falls nicht gefolgt werden. Bei diesem Arbeitsverhältnis zwischen der 
I.________ AG und der Beschwerdeführerin handelt es sich um einen rea-
len Umstand, entscheidend für die Statusfrage sind aber die hypotheti-
schen Verhältnisse im Gesundheitsfall (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Die Be-
schwerdeführerin hätte zudem die Stelle bei der I.________ AG kündigen 
und zu einem anderen Arbeitgeber wechseln können, falls sie in einem 
100%-Pensum hätte arbeiten wollen. Entsprechende Bemühungen eine 
andere Arbeitsstelle zu finden, sind den Akten jedoch nicht zu entnehmen 
und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. 

Unzutreffend ist zudem das Vorbringen der Beschwerdeführerin, bei der 
Berechnung der Ergänzungsleistung (EL) des Ehegatten werde in der Re-
gel von einer Vollzeitbeschäftigung ausgegangen (Beschwerde S. 4). Bei 
der Ermittlung einer allfälligen zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau 
oder des Ehemannes ist nach der Rechtsprechung vielmehr der konkrete 
Einzelfall unter Anwendung familienrechtlicher Grundsätze (vgl. Art. 163 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) zu berücksichti-
gen; abgestellt wird dabei auf das Alter, den Gesundheitszustand, die 
Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die konkrete 
Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit des 
Berufslebens (BGE 142 V 12 E. 3.2 S. 14). 

4.4 Nach dem Dargelegten ist von einem Status 65% Erwerbstätigkeit 
und 35% Haushalt auszugehen. Damit findet für die Invaliditätsbemessung 
die gemischte Methode Anwendung (vgl. E. 2.5.2 f. hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 22

4.5 Die vorliegend anzuwendende gemischte Methode verstösst entge-
gen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht gegen die Bundesver-
fassung (BV; SR 101) bzw. die Europäische Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101; BGE 137 V 334 E. 6 S. 347 f.; BGE 144 I 21 E. 2.1 
S. 23). 

Soweit die Beschwerdeführerin die Berechnung des IV-Grades nach der 
gemischten Methode bemängelt (Beschwerde S. 2 f.), ist darauf zu verwei-
sen, dass das neue Berechnungsmodell bei der gemischten Methode ab 
dem Inkrafttreten der entsprechenden Verordnungsregelung, also ab 1. Ja-
nuar 2018, gilt (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 372 vom 9. Januar 2018). Für 
den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum bis zur angefochtenen Verfügung 
vom 17. Oktober 2017 findet das bis zum 31. Dezember 2017 geltende 
Recht Anwendung.  

5.

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dabei ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.5.1 hiervor). 

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 23

werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 
5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Der 
Beschwerdeführerin wurde ab dem 19. September 2014 eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100% attestiert (AB 3.3 S. 19). Die Anmeldung zum Leis-
tungsbezug ist am 16. März 2015 erfolgt (AB 1). Damit ist der hypotheti-
sche Rentenbeginn unter Berücksichtigung des Wartejahres und der 
sechsmonatigen Karenzfrist auf Anfang September 2015 festzulegen (Art. 
28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist 
der Einkommensvergleich durchzuführen. 

5.3 Für die Bemessung der Invalidität hat die Beschwerdegegnerin so-
wohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen zu Gunsten der Be-
schwerdeführerin (vgl. AB 9 S. 2) auf der Basis desselben Lohnes gemäss 
derselben LSE-Tabelle festgelegt (vgl. AB 51 S. 5). Dies unter Berücksich-
tigung der Tatsachen, dass die Beschwerdeführerin einerseits keine Be-
rufsausbildung abgeschlossen hat (AB 1 S. 4 Ziff. 5.3) und im Wesentlichen 
als Hilfsarbeiterin tätig war und sie andererseits ihre zumutbare medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 24

nisch-theoretische Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit nicht verwertet. Hin-
sichtlich der Tätigkeit mit Gesundheitsschaden besteht eine Arbeitsfähigkeit 
von 100% in einer angepassten Tätigkeit. Weil den psychischen Gesund-
heitsschäden keine invalidisierende Wirkung zukommt, ist die gutachterlich 
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% nicht zu beachten und sind einzig die 
somatisch begründeten Einschränkungen massgebend. Bei dieser Aus-
gangslage entspricht der IV-Grad hier dem Umfang der Leistungsminde-
rung unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn (Entscheid des 
EVG vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Ein solcher Abzug im Umfang von 
10% erscheint aufgrund der Gesamtsituation, namentlich unter Berücksich-
tigung der leidensbedingten Einschränkung im Leistungsprofil (körperlich 
leichte wechselbelastende Tätigkeiten), sachgerecht. Folglich resultiert ein 
IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von 10% resp. gewichtet 6.5% 
(10% x 0.65 [Status]). 

6.

Sodann sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und der 
IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln. 

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 25

als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

6.2 Der Abklärungsbericht Erwerb/Haushalt vom 12. September 2016 
(AB 51) erfüllt grundsätzlich (vgl. aber E. 6.2 zweiter Absatz sogleich) die 
Anforderungen der Rechtsprechung gemäss E. 6.1 hiervor und überzeugt. 
Die Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eige-
nen, vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin durchgeführten 
Erhebungen (vgl. AB 51). Der Ehemann und die Schwiegertochter waren 
dabei zeitweise anwesend (AB 51. S. 1). 

Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Abklärung auf Deutsch und 
ohne Übersetzer erfolgt sei (Beschwerde S. 4). Der Rechtsvertreter hat 
diese Rüge bereits im Einwand vom 4. November 2016 (AB 56 S. 2) und 
damit rechtzeitig erhoben. In den Akten finden sich verschiedene Hinweise, 
dass die Beschwerdeführerin nur schlecht Deutsch spricht (AB 2 S. 3; 3.4 
S. 5; 3.1 S. 24; 12 S. 9; 23 S. 2) und auch die psychiatrische Begutachtung 
erfolgte unter Beizug einer Dolmetscherin (AB 39.1 S. 6). Deshalb er-
scheint es zumindest fragwürdig, dass die Beschwerdegegnerin nicht von 
vornherein einen Dolmetscher für die Abklärung vom 6. September 2015 
beigezogen hat (vgl. BGer vom 30. Juni 2008, 9C_25/2008, E. 4.3). Soweit 
der Abklärungsdienst in der Stellungnahme vom 3./25. April 2017 (AB  63) 
festhält, die Beschwerdeführerin habe „genügend Zeit gehabt, eine Über-
setzungsperson zu organisieren oder den Abklärungstermin zu verschie-
ben“ (AB 63 S. 2), kann dem nicht gefolgt werden: Der Abklärungstermin 
wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 31. August 2016 mitge-
teilt (AB 50), mithin nur wenige Tage vor der Abklärung, wobei ein Wo-
chenende dazwischen lag. Der Beschwerdeführerin verblieben damit nur 
gerade drei Tage für die von der Beschwerdegegnerin erwähnten Schritte, 
was mit Blick auf die Verständigungsprobleme der Beschwerdeführerin klar 
zu wenig ist. Indessen zieht das Vorgehen der Beschwerdegegnerin keine 
Rechtsfolgen nach sich: Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, im 
Abklärungsbericht seien die Folgen der psychiatrischen Erkrankung nicht 
hinreichend abgeklärt bzw. berücksichtigt worden (Beschwerde S. 5). Da 
die psychiatrischen Gesundheitsschäden aber aus rechtlichen Gründen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 26

nicht invalidisierend sind, sind die damit verbundenen Einschränkungen im 
Haushalt so oder anders nicht zu berücksichtigen. 

Damit verbleiben einzig die körperlich bedingten Einschränkungen für mit-
telschwere und schwere Arbeiten. Die vom rheumatologischen Gutachter 
festgestellten gesundheitsbedingten Einschränkungen resp. das entspre-
chende Zumutbarkeitsprofil wurden berücksichtigt (AB 41.1 S. 32 Ziff. 5.3; 
51 S. 4). Der Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich der Gewichtung der 
Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und den Einschränkungen sowie 
den Angaben der Beschwerdeführerin wurde angemessen Rechnung ge-
tragen. Ebenfalls anzurechnen ist die Mithilfe der Familienangehörigen, 
namentlich der Schwiegertochter und des Sohnes. Insgesamt überzeugt 
der Abklärungsbericht und es besteht kein Anlass, in das Ermessen der 
Verwaltung einzugreifen. 

6.3 Die im Abklärungsbericht ermittelte Einschränkung von 11,3% 
(AB 51 S. 10) ist unter diesen Bedingungen nicht zu beanstanden. Die ge-
naue Festsetzung dieser Einschränkung kann aber letztlich offen bleiben: 
Angesichts des IV-Grades im Erwerb von gewichtet 6.3% (vgl. E. 5.3 hier-
vor) müsste der IV-Grad im Haushalt mehr als 70% betragen, damit ein 
rentenbegründender Gesamtinvaliditätsgrad von 40% resultieren würde. 
Dies ist hier offensichtlich nicht der Fall. Hinzuweisen ist in diesem Zu-
sammenhang auf die Aktennotiz des RAD zur Fallbesprechung mit der Ab-
klärungsfachfrau (vgl. AB 60), wonach gemäss Akten gegen eine leistungs-
relevante psychische Störung sprechende Anhaltspunkte bestehen, weder 
handmotorische Einschränkungen noch eine invalidisierende Schmerz-
symptomatik bestehen und die von der Beschwerdeführerin angegebenen 
Einschränkungen im Haushalt unter Zugrundelegung des klinischen Status 
(u.a. normaler Neurostatus, ausreichender Kräftezustand, adipöser 
Ernährungszustand, unbeeinträchtigte handmotorische Leistungen) nicht 
plausibel seien. Diese Feststellungen entsprechen der Aktenlage, weshalb 
darauf ebenfalls abzustellen ist. Eine Rückweisung der Sache zur erneuten 
Abklärung der Invalidität im Haushalt unter Beizug eines Dolmetschers 
würde unter diesen Umständen nur einem formalistischen Leerlauf ent-
sprechen, weshalb davon abgesehen werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 27

6.4 Damit erübrigt sich auch der von der Beschwerdeführerin für den 
Fall der Rückweisung zur Abklärung der Invalidität im Haushalt beantragte 
Beizug eines Facharztes der Psychiatrie (Beschwerde S. 4). Der Vollstän-
digkeit halber ist dazu festzuhalten, dass Arztberichte bei psychischen Ge-
sundheitsschäden zwar rechtsprechungsgemäss eine erhöhte Bedeutung 
haben und der Abklärungsbericht im Haushalt dann keine beweistaugliche 
Grundlage darstellt, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten 
Invalidität geht (Entscheid des EVG vom 21. Juni 2001, I 22/01, E. 3a mit 
Hinweisen), wobei aber selbstredend vorausgesetzt wird, dass der psychi-
sche Gesundheitsschaden invalidisierend ist, was vorliegend aber nicht der 
Fall ist. 

6.5 Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt rechtsgenüglich abge-
klärt. Auf weitere Beweismassnahmen kann in antizipierter Beweiswürdi-
gung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) verzichtet werden. 

7. Zusammenfassend erweist sich angefochtene Verfügung vom 
17. August 2017 im Ergebnis als korrekt. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist unbegründet und abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ent-
nommen.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder die Beschwerdefüh-
rerin (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/833, Seite 28

die obsiegende Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.