# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0a8e81a-ff7f-58ef-bb50-e99cbdfeca9f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 03.03.2010 ZK2 2009 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-80_2010-03-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 03. März 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 09 80

Urteil 
II. Zivilkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Hubert und Michael Dürst
Aktuarin Duff Walser

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des Dr. med. vet. A., Beklagter und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. Luzi Bardill, Poststrasse 43, 7002 Chur, 

gegen

den Abschreibungsbeschluss des Kreispräsidenten C. vom 27. November 2009, 
mitgeteilt am 30. November 2009, in Sachen der B . , Klägerin und Beschwerdegeg-
nerin, gegen den Beklagten und Beschwerdeführer,

betreffend aussergerichtliche Entschädigung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Ab Sommer 2006 errichtete A. in der Gemeinde B. eine Baute, wobei 
es im Zuge dieses Bauvorhabens zu Auseinandersetzungen zwischen dem Bau-
herrn und der Gemeinde kam. So ordnete letztere bezüglich der Erstellung einer 
Stützmauer mehrere Baustopps an, welche nach Auffassung des Bauherrn allein 
wegen der irreführenden Genehmigungspraxis der Gemeinde und somit ungerecht-
fertigt erfolgten sowie zu Mehrkosten führten. 

  Am 11. November 2008 stellte die Gemeinde B. A. unter dem Titel „Con-
travvenzione edilizia / Art. 46 LE“ Rechnung beziehungsweise Mahnung über Fr. 
10'000.00 unter Ansetzung einer Zahlungsfrist von 15 Tagen. 

Unter Bezugnahme auf diese Rechnung wandte sich A. in der Folge mit 
Schreiben vom 6. Mai 2009 an die Gemeinde B.. Gemäss seiner darin zum Aus-
druck gebrachten Auffassung wurden mit der Rechnung vom 11. November 2008 
die Umtriebe der Gemeinde für die drei verhängten Baustopps in Rechnung gestellt. 
A. stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass  der Gemeinde durch die Baustopps 
keinerlei Schaden entstanden sei und legte ihr demzufolge nahe, die Rechnung 
über Fr. 10'000.00 zurückzuziehen. Demgegenüber sei ihm aufgrund der verhäng-
ten Baustopps ein finanzieller Schaden von über Fr. 150'000.00 entstanden, wes-
halb er seitens der Gemeinde einen Vorschlag erwarte, um die Angelegenheit güt-
lich zu regeln. Ansonsten sei er gezwungen, den genannten Betrag einzuklagen.

B. In der Folge betrieb die Gemeinde B. A. mit Zahlungsbefehl Nr. 
2090548 des Betreibungsamtes Kreis C. vom 21. August 2009 über den Betrag von 
Fr. 10'000.00 nebst Zins und Zahlungsbefehlskosten, wogegen letzterer am 24. Au-
gust 2009 Rechtsvorschlag erhob.

Mit Schreiben vom 22. September 2009 an das Betreibungsamt Kreis C. un-
ter dem Titel “ISTANZA DI RIGETTO DELL’OPPOSIZIONE (Art. 80/82 LEF)“ - zu 
Deutsch: Eingabe zur Rechtsöffnung - wandte sich die Gemeinde daraufhin an das 
Betreibungsamt C.. Gemäss Ziffer 1 ihres Rechtsbegehrens wurde die definitive 
Rechtsöffnung über den Betrag von Fr. 10'000.00 nebst Zins von 5% beantragt. 
Gestützt auf diesen Eingang erliess das Kreisamt C. am 25. September 2009 eine 
Vorladung zur Sühneverhandlung, wobei einleitend festgehalten wurde, am 24. 
September 2009 sei auf dem Kreisamt C. ein Vermittlungsbegehren über den For-
derungsbetrag von Fr. 10'000.00 eingegangen. Daraufhin teilte Rechtsanwalt Bardill 
dem Kreisamt C. am 16. Oktober 2009 mit, dass er die Interessen von A. vertrete 
und um Aufschub der Vermittlungstagfahrt ersuche. Dementsprechend erging eine 

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neue Vorladung unter Ansetzung der Verhandlung am 3. November 2009. Anläss-
lich dieser Vermittlungsverhandlung stellte sich alsdann heraus, dass es sich bei 
der geltend gemachten Forderung von Fr. 10'000.00 um eine Baubusse handelte, 
worauf der Rechtsvertreter von A. Nichteintreten beantragte. Mit E-Mail vom 10. 
November 2009 ersuchte der Kreisaktuar den Rechtsvertreter von A. sodann um 
Zustellung seiner Kostennote. Diesem Ersuchen kam Rechtsanwalt Bardill einen 
Tag später nach, wobei sich seine Honorarnote auf total Fr. 1'612.90 belief. Die 
dazu zur Stellungnahme aufgeforderte Gemeinde B. teilte dem Kreisamt am 20. 
November 2009 mit, dass sie nicht bereit sei, diese Kostennote zu übernehmen. 

C. Mit Abschreibungsbeschluss vom 27. November 2009, mitgeteilt am 
30. November 2009, erkannte der Kreispräsident C.:

„1. Auf das Vermittlungsbegehren der Gemeinde B., namens und im Auf-
trag der Gemeinde B., betreffend Forderungsklage über CHF 10'000.00 
zzgl. 5 % Zins seit 04.05.2009 und Betreibungskosten von CHF 70.00 
gegen A., C., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bardill Luzi, Post-
strasse 43, 7002 Chur, wird infolge Nichtzuständigkeit des Vermittler-
amtes nicht eingetreten und das Verfahren abgeschrieben.

2. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 220.00 (zzgl. CHF 30.00 Porto 
und CHF 4.00 Telefonate) gehen zu Lasten der Klägerin und werden 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 400.00 verrechnet. Der 
Restbetrag wird erstattet.

3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

4. (Mitteilung).“ 

Dabei wurde der Verzicht auf Zusprechung einer ausseramtlichen Entschä-
digung an den Rechtvertreter des Beklagten damit begründet, dass die heutige Klä-
gerin gegenüber dem Beklagten damals eine klare Baubusse erlassen habe und 
ihn dafür auch in Verzug gesetzt habe. Aufgrund dieser Tatsachen erscheine es 
mithin unglaubhaft, dass A. bei Vorliegen dieser Forderungsklage  nicht gewusst 
habe, um was es sich hierbei handle. Es habe somit an ihm gelegen, seinen Rechts-
vertreter darüber zu informieren. Spätestens dieser hätte folglich darauf reagieren 
müssen. Es verstosse gegen Treu und Glauben, wenn für über Fr. 1'600.00 Auf-
wand betrieben werde, wenn von vornherein bekannt sei, dass nicht ziviles Recht 
zur Anwendung gelange. Aus diesen Gründen seien die ausseramtlichen Kosten 
abzuweisen.

D. Dagegen liess A. mit Eingabe vom 21. Dezember 2009 zivilrechtliche 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erheben mit folgenden Rechts-
begehren: 

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„1. Die Beschwerdegegnerin sei im Zusammenhang mit dem Verfahren vor 
Kreisamt C. (Reg.–Nr. S 9 173) zur Bezahlung einer ausseramtlichen 
Entschädigung von CHF 1'612.90, eventuell nach richterlichem Ermes-
sen, an den Beschwerdeführer zu verpflichten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.“

Das Kreisamt C. hat mit Schreiben vom 4. Januar 2010 auf die Einreichung 
einer Stellungnahme verzichtet. Von der Gemeinde B. ist keine Stellungnahme ein-
gegangen.

Auf die Begründung der Anträge in der Beschwerde sowie die weiteren Er-
wägungen im angefochtenen Abschreibungsbeschluss wird, soweit erforderlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gegen prozesserledigende Entscheide der Einzelrichter kann gemäss 
Art. 232 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000) Be-
schwerde wegen Gesetzesverletzung geführt werden. Die Beschwerde ist schriftlich 
unter Beilage des angefochtenen Entscheides und der dem Beschwerdeführer 
schon erstatteten Beweisurkunden innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen 
seit der Mitteilung des angefochtenen Entscheides beim Vorsitzenden der Be-
schwerdeinstanz einzureichen. In der Beschwerde ist mit kurzer Begründung anzu-
geben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen be-
antragt werden; neue Rechtsbegehren und Beweismittel sind ausgeschlossen (vgl. 
Art. 233 ZPO).

Die vorliegende Beschwerde von A. vom 21. Dezember 2009  gegen die Ab-
schreibungsverfügung des Kreispräsidenten C. vom 27. November 2009, mitgeteilt 
am 30. November 2009, wurde sowohl frist- als auch formgerecht eingereicht, so 
dass darauf einzutreten ist.

2. In seiner Rechtsmitteleingabe vom 21. Dezember 2009 lässt A. bean-
tragen, es sei ihm für die im Verfahren vor Kreisamt C. entstandenen Umtriebe eine 
ausseramtlichen Entschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
Weitere Rechtsbegehren stellt er keine. Gegenstand der vorliegenden Beschwerde 
bildet mithin einzig die dem Beschwerdeführer nicht zugesprochene ausseramtliche 
Entschädigung und damit Ziff. 3 des angefochtenen Abschreibungsbeschlusses. Ob 
das Kreisamt das Verfahren mit einem Abschreibungsbeschluss „infolge Nichtein-
treten“ erledigen durfte, was der Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung 

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bestreitet (vgl. act. 01 Ziff. 2 S. 6), bildet demnach nicht Beschwerdegegenstand, so 
dass darauf nicht weiter einzugehen ist.

3. Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, dass die 
heutige Klägerin gegenüber dem Beklagten damals eine klare Baubusse in Höhe 
von Fr. 10'000.00 erlassen habe und ihn dafür auch in Verzug gesetzt habe. A. hätte 
daher wissen müssen, dass es sich bei der vorgelegten Forderungsklage über Fr. 
10'000.00 um eben diese Baubusse handelte. Entsprechend wäre er nach Auffas-
sung des Kreisamtes auch dazu verpflichtet gewesen, seinen Rechtsvertreter darü-
ber zu informieren. Letzterer hätte umgehend darauf reagieren müssen, zumal ihm 
bei dieser Sachlage von vornherein klar sein musste, dass nicht ziviles, sondern 
öffentliches Recht zur Anwendung gelangt. Nichtsdestotrotz sei jedoch in der Folge 
seitens A. und seines Rechtsvertreters für über Fr. 1'600.00 Aufwand betrieben wor-
den, was klar gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstosse. Das Begeh-
ren um Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung sei daher abzuweisen.

a) Der dem Beschwerdeführer respektive seinem Rechtsvertreter seitens 
der Vorinstanz entgegengehaltene Vorwurf treuwidrigen Verhaltens ist indessen of-
fenkundig unhaltbar. Auf den beiden Vorladungen des Kreisamtes C. zur Sühnever-
handlung ist nämlich bloss der Forderungsbetrag von Fr. 10'000.00, nicht jedoch 
der Forderungsgrund angegeben (vgl. act. 01.1/5 und act. 01.1/8). Allein aufgrund 
dieser beiden Vorladungen lag also noch mitnichten ein Grund für die Annahme vor, 
dass es sich hierbei gar nicht um eine zivilrechtliche Streitigkeit handelte. Zwar hatte 
die Gemeinde B. A. am 21. August 2009 über die Baubusse im Betrag von Fr. 
10'000.00 betrieben, wogegen letzterer am 24. August 2009 Rechtsvorschlag er-
hob. Auch der Umstand, dass die Parteien zuvor über einen gleich hohen Betrag im 
Streit lagen, das heisst bezüglich der Baubusse von Fr. 10'000.00, und A. in der 
Folge Rechtsvorschlag erhob, führt indes nicht zwingend zum Schluss, dass der in 
den Vorladungen zur Vermittlungsverhandlung angeführte Betrag in gleicher Höhe 
auf demselben Rechtsgrund (Busse) beruhen muss. Wie der Beschwerdeführer zu 
Recht vorbringt (vgl. act. 01 Ziff. C. 3.a S. 6 f.), wäre es ebenso möglich gewesen, 
dass ihn die Gemeinde B. zusätzlich zur Baubusse auch noch zivilrechtlich belan-
gen will. Indem seitens des Kreisamts eine Vorladung zu einer Vermittlungstagfahrt 
erging, durfte der Beschwerdeführer also in guten Treuen davon ausgehen, dass 
die Gemeinde unter dem Titel einer Forderungsklage in der Tat auch eine zivilrecht-
liche Forderung geltend machen wollte. Demgemäss durfte sich A. denn auch ent-
sprechend zur Wehr setzen, was zwangsläufig mit dem dafür nötigen Aufwand ver-
bunden war.

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Unter den dargelegten Umständen kann A. respektive seinem Rechtsvertre-
ter somit nicht vorgehalten werden, sie hätten bei Vorliegen der Forderungsklage 
über Fr. 10'000.00 wissen müssen, dass es sich dabei nicht um eine zivilrechtliche 
Forderung, sondern um die seitens der Gemeinde gegenüber A. in Betreibung ge-
setzte Baubusse in gleicher Höhe handelte. Vielmehr durften sie aufgrund der Vor-
ladung zur Vermittlungstagfahrt in guten Treuen annehmen, dass die Gemeinde B. 
bewusst ein zivilrechtliches Verfahren gegen A. eingeleitet hatte, um damit allfällige 
zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Der Vorwurf des Handelns wider Treu 
und Glauben erweist sich demnach entgegen der Auffassung der Vorinstanz als 
unhaltbar. 

b) Dies erst recht, wenn man sich die Verfahrensleitung des Kreisamtes 
vor Augen hält. Angesichts derer wird nämlich deutlich, dass es die Vorinstanz war, 
welche in der ganzen Sache krass fehlerhaft gehandelt hat. Bei dem vom Kreisamt 
C. in den Vorladungen zur Sühneverhandlung erwähnten, am 24. August 2009 bei 
ihm eingegangenen Vermittlungsbegehren handelt es sich nämlich gar nicht um ein 
solches. Das entsprechende Schreiben vom 22. September 2009 (braunes Pli act. 
1) wurde unter dem Titel “ISTANZA DI RIGETTO DELL’ OPPOSIZIONE (Art. 80/82 
LEF)“ eingereicht, was auf Deutsch übersetzt „Eingabe zur Rechtsöffnung“ heisst. 
Entsprechend wurde denn auch ausdrücklich auf Art. 80/82 SchKG hingewiesen. 
Bei der klar und unmissverständlich abgefassten Eingabe handelt es sich folglich 
eindeutig um ein Gesuch um definitive Rechtsöffnung. Dieses wurde sodann auch 
nicht an den Vermittler des Kreises C. adressiert, sondern an das Betreibungsamt 
dieses Kreises. War aber der Gesuchsgegenstand die definitive Rechtsöffnung, so 
hätte dem Kreispräsidenten schon allein aufgrund des Gesuchs klar sein müssen, 
dass es hier nicht um die Anmeldung einer zivilrechtlichen Forderung beim Vermitt-
ler ging, sondern um ein nicht in seine Zuständigkeit fallendes Rechtsöffnungsver-
fahren. Da der Antrag auf definitive Rechtsöffnung lautete, hätte er zudem wissen 
müssen, dass für dessen Behandlung nicht das Betreibungsamt zuständig ist, son-
dern der Bezirksgerichtspräsident (siehe Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 VV zum BG über 
SchKG, BR 220.100). Es wäre daher am Kreispräsidenten gelegen gewesen, das 
Rechtsöffnungsgesuch entweder von Amtes wegen dem hiefür zuständigen Be-
zirksgerichtspräsidenten weiterzuleiten, oder zumindest die Gemeinde auf den 
Adressatenfehler aufmerksam zu machen. 

Überdies hat die Vorinstanz ausser Acht gelassen, dass dem an sie adres-
sierten Rechtsöffnungsgesuch seitens der Gemeinde zwei Urkunden beigelegt wur-
den, nämlich der Zahlungsbefehl und die Mahnung über Fr. 10'000.00 (braunes Pli 
act. 2 und 3). Auf beiden diesen Urkunden ist als Zahlungsgrund „Contravvenzione 

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edilizia“, also Baubusse angeführt. Dem Kreisamt C. hätte somit klar sein müssen, 
dass es beim Gesuch der Gemeinde B. um definitive Rechtsöffnung um die Einbrin-
gung einer Baubusse und damit um eine öffentlichrechtliche Forderung ging. Folg-
lich hätte die Vorinstanz eine Vermittlungsverhandlung weder ansetzen müssen 
noch sollen. Demgegenüber hatte A. beziehungsweise sein Rechtsvertreter keiner-
lei Kenntnis davon, dass die Vermittlungsverhandlung auf dem Gesuch um definitive 
Rechtsöffnung und den damit eingereichten Beilagen beruhte. Auf den beiden Vor-
ladungen zur Sühneverhandlung ist nämlich nirgends ein solcher Vermerk zu fin-
den, womit dem Beschwerdeführer respektive seinem Rechtsvertreter auch unter 
diesem Gesichtspunkt betrachtet kein treuwidriges Verhalten zur Last gelegt wer-
den kann.

c) Nach dem Gesagten wird daher deutlich, dass nicht A. oder sein 
Rechtsvertreter gegen Treu und Glauben verstossen haben, sondern das Kreisamt 
C. krass fehlerhaft gehandelt hat. Dies und damit das völlig unnütze Vermittlungs-
verfahren hätte sich bei auch nur minimaler Sorgfalt des Kreisamtes bei der Verfah-
rensleitung vermeiden lassen. Ebenso wenig wie A. beziehungsweise sein Rechts-
vertreter hat zudem die Gemeinde B. diese krasse Sorgfaltswidrigkeit zu vertreten. 

Gemäss Art. 37 Abs. 2 ZPO werden Gerichtskosten, welche keine Partei ver-
ursacht hat, in der Regel auf die Gerichtskasse genommen. Überdies besagt das 
Verursacherprinzip, dass ausnahmsweise derjenige mit Kosten belegt werden 
kann, welcher dieselben durch sein Verhalten unnötigerweise verursacht hat (vgl. 
Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl., Bern 2006, 11. Kapitel N 
25; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. 
Aufl., Zürich 1997, N 26 zu § 64). Handelt eine Behörde - wie im vorliegenden Fall 
das Kreisamt C. -  krass fehlerhaft, so hat sie gemäss Rechtsprechung des Kan-
tonsgerichts (vgl. PKG 2004 Nr. 11 S. 72 f. Erw. 7; Urteil des Kantonsgerichtsaus-
schusses vom 8. Dezember 2003 in Sachen F.L [ZB 03 35] Erw. 4 S. 10; Verfügung 
des Kantonsgerichtspräsidiums vom 7. Januar 2009 i. S. G.P. gegen M.P.-G. [PZ 
08 236] S. 11 f.; Urteil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 20. Oktober 2009 i.S. C.G.-AG gegen F.M [ZK2 09 53], Erw. 3.a S. 5 f.; Urteil 
der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 3. Mai 2010 i.S. S.G 
gegen L.z.B. [ZK2 10 26] E. 5.c) gestützt auf Art. 37 Abs. 2 ZPO und das Verursa-
cherprinzip auch die dadurch verursachten Kosten selbst zu tragen. Entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz ist A. daher für die ihm entstandenen Umtriebe im Ver-
fahren vor Kreisamt C. ausseramtlich zu entschädigen. Dabei ist diese Entschädi-
gung entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers nicht der Gemeinde zu über-
binden, zumal letztere die im vorinstanzlichen Verfahren angefallenen Kosten nicht 

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zu vertreten hat. Vielmehr ist die ausseramtliche Entschädigung aus der Gerichts-
kasse des Kreisamts C. zu bezahlen, welches die entsprechenden Umtriebe durch 
sein krass fehlerhaftes Handeln unnötigerweise verursacht hat. Da der von Rechts-
anwalt Bardill geltend gemachte Aufwand von Fr. 1'612.90 hinsichtlich der Schwie-
rigkeit der Streitsache sowohl zeit- als auch betragsmässig durchaus angemessen 
erscheint, hat ihn demzufolge das Kreisamt C. im ausgewiesenen Umfang zu ent-
schädigen. Dabei sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass bei einer Beschwerde 
der Gemeinde B. gegen die ihr im vorinstanzlichen Verfahren auferlegten Verfah-
renskosten auch diese aus nämlichen Gründen hätte gutgeheissen werden müs-
sen.

 4. Gemäss Art. 122 Abs. 1 und 2 ZPO sind die Verfahrenskosten in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen, welche zudem der obsiegenden Par-
tei alle durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen hat.  
Wie oben bereits ausgeführt, besagt zudem Art. 37 Abs. 2 ZPO, dass Kosten, wel-
che keine Partei veranlasst hat, in der Regel auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. 
Dabei fällt im Rechtsmittelverfahren mit Blick auf das Verursacherprinzip sowie nach 
grammatikalischer und teleologischer Auslegung der zitierten Bestimmung auch die 
Belastung der Gerichtskasse einer krass fehlerhaft handelnden und unnötige Ver-
fahren verursachenden Vorinstanz in Betracht. Es ist mithin auch im zivilrechtlichen 
Beschwerdeverfahren zulässig, die Kosten des Verfahrens mitsamt der ausseramt-
lichen Entschädigung der krass fehlerhaft handelnden und das unnötige Verfahren 
verursachenden Vorinstanz zu belasten (vgl. PKG 2004 Nr. 11, Erw. 7.e S. 74; Urteil 
der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 3. Mai 2010 i.S. S.G 
gegen L.z.B. [ZK2 10 26] Erw. 5.c; Urteil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden vom 20. Oktober 2009 i.S. C.G.-AG gegen F.M [ZK2 09 53], Erw. 
3.a S. 5 f.; Urteil des Kantonsgerichtsausschusses vom 8. Dezember 2003 in Sa-
chen F.L [ZB 03 35] Erw. 4 S. 10; Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums vom 
7. Januar 2009 i. S. G.P. gegen M.P.-G. [PZ 08 236] S. 11 f.).  

Im konkreten Fall wurde das Beschwerdeverfahren allein aufgrund des krass 
fehlerhaften Handelns der Vorinstanz nötig. Dass es überhaupt soweit kam, ist aus-
schliesslich auf die fehlerhafte Verfahrensinstruktion des Kreisamtes zurückzu-
führen. Der Gemeinde kann demgegenüber diesbezüglich nichts vorgeworfen wer-
den. Dass sich A. mit gutem Grund zur Beschwerdeführung veranlasst sah, hat nicht 
sie, sondern die Vorinstanz zu vertreten. Die Gemeinde B. hat sich am Beschwer-
deverfahren denn auch nicht beteiligt. Insbesondere hat sie keinen Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde gestellt. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind da-
her gestützt auf Art. 37 Abs. 2 ZPO und das Verursacherprinzip dem Kreisamt C. 

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zu überbinden, welches auch die dem obsiegenden Beschwerdeführer zuzuspre-
chende ausseramtliche Entschädigung zu tragen hat. Da der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers hierfür keine Honorarrechnung eingelegt hat, ist sein Honorar 
nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen. Die ausseramtliche Entschädigung 
wird daher von der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts dem mutmasslich notwen-
digen Aufwand entsprechend und unter Einrechnung der Mehrwertsteuer auf Fr. 
1'600.00 festgesetzt.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und Ziffer 3 
des angefochtenen Abschreibungsbeschlusses wird aufgehoben.

2. Der Kreis C. wird verpflichtet, A. für das Vermittlungsverfahren vor dem Kreis-
amt C. ausseramtlich mit Fr. 1'612.90 inkl. MwSt zu entschädigen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.00, zuzüglich Schreib-
gebühren von Fr. 176.00, total somit Fr. 1'376.00, gehen zu Lasten des Krei-
ses C., der zudem den Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren aus-
seramtlich mit Fr. 1'600.00 inkl. MwSt zu entschädigen hat.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgerichts-
gesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungs-
beschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das 
Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung 
der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. 
BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: