# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 276af0a6-7f3e-5919-b8c1-748ae50b3f9e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.12.2014 LE140039
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE140039_2014-12-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE140039-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. J. Freiburghaus 

Beschluss und Urteil vom 15. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin mag. iur. et lic. oec. publ. X._____  

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____  

 

sowie 

 

1. C._____,  
2. D._____,  

Verfahrensbeteiligte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____  

 

- 2 - 

betreffend Eheschutz  
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juli 2014 (EE130028-G) 

- 3 - 

Rechtsbegehren: 

A. Der Gesuchstellerin (Urk. 76/4 und Urk. 107, sinngemäss): 

"1. Die Obhut über die Kinder C._____, geb. tt.mm.2005, und 
D._____, geb. tt.mm.2007, sei den Eltern alternierend zu über-
tragen. Die Anmeldung der Kinder am Wohnsitz der Mutter sei 
beizubehalten.  

 Eventualiter sei die Obhut über die Kinder der Gesuchstellerin zu 
belassen. 

2. Der von den Parteien gelebte Betreuungsplan, nämlich: 
 - Montag ab Schulschluss bis Dienstag Morgen Schulbeginn 

bei der Mutter; 
 - Dienstag ab Schulschluss bis Mittwoch Morgen Schulbeginn 

beim Vater; 

 - Mittwoch ab Schulschluss bis Donnerstag Morgen Schulbe-
ginn bei der Mutter; 

 - Donnerstag ab Schulschluss bis Freitag Abend 18h beim 
Vater; 

 - Freitag Abend 18h bis Montag Morgen Schulbeginn alternie-
rend bei Vater und Mutter 

 sei gerichtlich zu genehmigen. 

 Eventualiter sei ein Betreuungsplan entsprechend den Anträgen 
der Kinderbeiständin an der Verhandlung vom 30. September 
2013 durch das Gericht festzusetzen. 

 3. Der von den Parteien bis November 2014 vereinbarte Feiertags- 
und Ferienplan sei gerichtlich zu genehmigen, und die Parteien 
seien danach weiterhin zu berechtigen und zu verpflichten, die 
Kinder während der Feiertage und Ferienzeiten je hälftig zu be-
treuen und sich darüber einvernehmlich zu verständigen. 

4. Der gesuchsgegnerische Antrag auf Zusprechung von persönli-
chen monatlichen Unterhaltsbeiträgen von CHF 1'375.– für die 
Dauer des Getrenntlebens rückwirkend ab 1. Juni 2013 sei abzu-
weisen. 

5. Es sei zwischen den Ehegatten per 1. Oktober 2013 die Güter-
trennung anzuordnen. 

6. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten des Gesuchsgegners." 

 

- 4 - 

B. Des Gesuchsgegners (Urk. 46, Urk. 78 A, S. 8 f., und Urk. 80, sinnge-

mäss): 

"1. Die Kinder C._____, geb. tt.mm.2005, und D._____, geb. 
tt.mm.2007, seien unter die Obhut des Gesuchsgegners zu stel-
len. 

2. Die Gesuchstellerin sei berechtigt zu erklären, die Kinder C._____ 
und D._____ 

• jeweils am Montag um 8 Uhr bis Dienstag um 8 Uhr, 

• jedes zweite Wochenende von Freitag 20 Uhr bis Dienstag 8 Uhr,  

• am Mittwoch Nachmittag von 12 Uhr (nach Schulschluss) bis 
Donnerstag 8 Uhr, 

• am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr, 

• in geraden Jahren von Ostersamstag bis und mit Ostermontag 
und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit 
Pfingstmontag, 

  auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

 Ausserdem sei die Gesuchstellerin für berechtigt zu erklären, die 
Kinder C._____ und D._____ während der Hälfte der Schulferien 
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 
Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, die Ausübung des Ferien-
besuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden 
beziehungsweise mit dem Gesuchsgegner abzusprechen. 

3. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, nach Übertragung der 
Obhut über die beiden Kinder C._____ und D._____ dem Ge-
suchsgegner für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Kin-
derunterhaltsbeiträge von CHF 2'700.– (zuzüglich Kinderzulagen) 
zu bezahlen, nämlich CHF 1'350.– (zuzüglich Kinderzulagen) für 
jedes Kind, zahlbar im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden 
Monats. 

4. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner ab 
1. Juni 2013 für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unter-
haltsbeiträge von CHF 1'375.– zu bezahlen, zahlbar im Voraus, 
jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuch-
stellerin." 

- 5 - 

C. Der Kinderprozessbeiständin (Urk. 75 und Urk. 78A): 

"1. Es seien die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und 
D._____, geboren am tt.mm.2007, unter die geteilte Obhut der 
Gesuchsteller zu stellen. 

 2. Es seien die Gesuchsteller zu verpflichten, die Kinder wie folgt zu 
betreuen: 

 - Wöchentlich von Sonntagabend, 20:00 Uhr, bis Dienstagmor-
gen, Schulbeginn, Mittwochmorgen nach Schulschluss bis 
Donnerstagmorgen, Schulbeginn, sowie an den ersten drei 
Wochenenden pro Monat von Freitagabend, 20:00 Uhr, bis 
Samstagabend, 17:00 Uhr, und an den übrigen Wochenenden 
von Freitagabend, 20:00 Uhr, bis Sonntagabend, 20:00 Uhr, 
sowie in geraden Jahren von Gründonnerstag-Abend, 18:00 
Uhr, bis und mit Ostermontag und an Weihnachten vom 
25. Dezember, 12:00 Uhr, bis und mit 27. Dezember, und in 
ungeraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmon-
tag und an Weihnachten vom 23. Dezember, 18:00 Uhr, bis 
25. Dezember, 12:00 Uhr, durch die Gesuchstellerin. 

 - Dienstagmorgen nach Schulschluss bis Mittwochmorgen 
Schulbeginn, Donnerstagmorgen nach Schulschluss bis Frei-
tagabend, 20:00 Uhr, sowie an den ersten drei Wochenenden 
pro Monat von Samstagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 
20:00 Uhr, sowie in ungeraden Jahren von Gründonnerstag-
Abend, 18:00 Uhr, bis und mit Ostermontag und an Weihnach-
ten vom 25. Dezember, 12:00 Uhr, bis und mit 27. Dezember, 
und in geraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit 
Pfingstmontag und an Weihnachten vom 23. Dezember, 18:00 
Uhr, bis 25. Dezember, 12:00 Uhr durch den Gesuchsgegner; 
Allenfalls ist das Wochenendbesuchsrecht alternierend von 
Freitagabend, 20:00 Uhr, bis Sonntagabend, 20:00 Uhr, zu ge-
stalten, abwechselnd durch die Gesuchstellerin und den Ge-
suchsgegner. 

 - sowie während der Schulferien jeweils zur Hälfte durch je einen 
Elternteil. 

 3. Dem Gesuchsgegner sei die Weisung zu erteilen, während der 
Kinderbetreuung sich jeglichen Drogenkonsums zu enthalten. 

 4. Den Kindseltern sei zudem die Weisung zu erteilen, sich bei der 
Jugend- und Familienberatung in mindestens 10 Treffen bezüg-
lich Erziehungsfragen und Umgang in Konfliktsituationen während 
der Trennung beraten zu lassen." 

 

- 6 - 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirks Meilen 
vom 7. Juli 2014: 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien das Getrenntleben 

auf unbestimmte Zeit vereinbart haben.  

2. Die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am 

tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut des 

Gesuchsgegners gestellt. 

3. Die Gesuchstellerin wird für berechtigt erklärt, die Töchter C._____ und 

D._____ 

- jeweils wöchentlich am Montagmorgen nach Schulschluss bis Diens-

tagmorgen, Schulbeginn, sowie Mittwochmorgen nach Schulschluss 

bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn; 

- sowie jedes zweite Wochenende von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis 

Montagmorgen, Schulbeginn;  

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Ein allenfalls von den vorstehenden Grundsätzen abweichendes Besuchs-

recht regeln die Parteien im gegenseitigen Einvernehmen und unter Berück-

sichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder. 

4. Die Gesuchstellerin wird – unter Vorbehalt allfällig bereits vereinbarter Feri-

en- und Feiertagsbesuchsrechte – für berechtigt erklärt, die Töchter C._____ 

und D._____ 

- in geraden Jahren je am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 

und Neujahr sowie von Ostersamstag bis und mit Ostermontag und in 

ungeraden Jahren je am ersten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 

und Neujahr und von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag;  

- ferner während der Hälfte der Schulferien; 

- 7 - 

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Die Gesuchstellerin hat die Inanspruchnahme dieses Ferienbesuchsrechts 

mindestens drei Monate im Voraus dem Gesuchsgegner anzumelden bzw. 

mit diesem abzusprechen. 

5. Den Parteien wird die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- und Familienbe-

ratung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und Umgang in 

Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen. 

6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner an den Unterhalt 

der Töchter C._____ und D._____ ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-

den Urteils für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge 

von je CHF 900.– (zuzüglich Kinderzulagen) pro Kind zu bezahlen, zahlbar 

monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats. 

7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner persönlich Unter-

halt wie folgt zu bezahlen:  

 CHF  1'375.– ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des vor- 

   liegenden Urteils; 

CHF 1'142.– ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils bis zum 

                          31. Dezember 2014; 

CHF    825.– ab 1. Januar 2015; 

 zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats. 

8. Zwischen den Parteien wird mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 die Güter-

trennung angeordnet. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

- 8 - 

CHF 6'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

CHF 3'475.45   Gutachterkosten 

CHF 5'655.10   Kosten der Vertretung der Kinder 

CHF 15'130.55   Total 

10. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 der Gesuchstellerin und zu 1/3 dem Ge-

suchsgegner auferlegt. 

11. Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil der Gerichtskosten wird mit 

dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 6'000.– ver-

rechnet.  

12. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteient-

schädigung von CHF 3'000.– (8 % MwSt darin enthalten) zu bezahlen. 

13. (Mitteilungssatz) 

14. (Rechtsmittelbelehrung) 

 

Berufungsanträge: 

der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 123): 
 

"1. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben und durch folgende Regelung zu ersetzen: 

 Die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, ge-
boren am tt.mm.2007, seien für die Dauer des Getrenntlebens un-
ter die alternierende Obhut beider Eltern zu stellen. 

 Eventualiter sei Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 
7. Juli 2014 aufzuheben, an die Vorinstanz zurück zu weisen 
[und] die Obhut über die Kinder C._____ und D._____ der Beru-
fungsklägerin zu belassen. 

 Subeventualiter sei die Obhut über die Kinder C._____ und 
D._____ der Berufungsklägerin ohne vorgängige Rückweisung an 
die Vorinstanz zu belassen. 

 2. Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung in der 
Sache zurück zu weisen. 

- 9 - 

 Eventualiter sei Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 
7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu erset-
zen: 

 Die von den Parteien vereinbarte Betreuungsregelung sei wie 
folgt zu genehmigen: 

 Die Kinder verbringen jeweils wöchentlich Montag nach Schul-
schluss bis Dienstag Schulbeginn sowie Mittwoch Schulschluss 
bis Donnerstag Schulbeginn und jedes zweite Wochenende von 
Freitag 18h bis Montag Schulbeginn bei der Mutter. Die übrigen 
Tage, d.h. jeweils Dienstag Schulschluss bis Mittwoch, Schulbe-
ginn und Donnerstag, Schulschluss bis Freitag Abend 18h sowie 
jedes zweite Wochenende Freitag 18h bis Montag nach Schul-
schluss beim Vater. 

 Einen allenfalls von der vorstehenden Regelung abweichenden 
Betreuungsplan vereinbaren die Parteien gegenseitig im Einver-
nehmen und unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürf-
nisse der Kinder. 

 3. Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung in der 
Sache zurück zu weisen. 

 Eventualiter sei Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 
7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu erset-
zen: 

 Die von den Parteien vereinbarte Ferien- und Feiertagsregelung 
sei wie folgt zu genehmigen: 

 Weihnachten 

 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren den 24. Dezember 
von Schulschluss bis zum 25. Dezember 12h bei der Mutter und 
von 25. Dezember 12h bis 26. Dezember 12h beim Vater; in den 
ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Ab 26. Dezember 12h gilt der Ferienbetreuungsplan. 

 Ostern 
 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren Ostern von Grün-

donnerstag Schulschluss bis Ostersonntag 12h bei der Mutter 
und Ostersonntag 12h bis Dienstag nach Ostern beim Vater; in 
den ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Auffahrt / Pfingsten 
 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch 

Schulschluss bis Montag nach Auffahrt bei der Mutter und Pfings-
ten von Freitag vor Pfingsten Schulschluss bis Dienstag nach 
Pfingsten Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren um-
gekehrt. 

- 10 - 

 Sechseläuten / Knabenschiessen 

 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch an 
Knabenschiessen von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag 
nach Knabenschiessen Schulbeginn bei der Mutter und Sech-
seläuten von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag danach 
Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung 
vor. 

  
Ferien  
 Die Kinder verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der 

Mutter und die Hälfte der Ferien mit dem Vater. Die Parteien er-
stellen Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für 
das Kalenderjahr. 

 4. Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben. 

 5. Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und neuen Entscheidung in der Sache zu-
rück zu weisen. 

  Eventualiter sei Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 
7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu erset-
zen: 

 Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, an den Unterhalt der 
Töchter C._____ und D._____ einen Beitrag von je CHF 250.– 
pro Monat zu bezahlen. 

 Die Kinderzulagen seien zur Hälfte dem Berufungsbeklagten und 
zur Hälfte der Berufungsklägerin auszurichten. 

 6. Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei 
aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und neuen Entscheidung in der Sache zu-
rück zu weisen. 

 Eventualiter sei Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 
7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu erset-
zen: 

 Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, an den Unterhalt des 
Berufungsbeklagten einen persönlichen Beitrag von CHF 380.– 
zu entrichten. 

 7. Ziff. 9 und 10 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 
2014 seien aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen Ent-
scheidung zurück zu weisen. 

- 11 - 

 Eventualiter seien Ziff. 9 und 10 des Urteils des Bezirksgerichts 
Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Rege-
lung zu ersetzen: 

 Der Berufungsbeklagte sei zur Kostentragung der Prozess- (inkl. 
Gutachter- und Beistandskosten) und Ersatz der Parteikosten zu 
verpflichten, unter Hinzurechnung der Mwst. von 8%. 

 Eventualiter sei der Anteil der von der Berufungsklägerin zu über-
nehmenden Prozess- und Parteikosten einstweilen auf die 
Staatskasse zu nehmen. 

 8. Ziff. 11 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 
sei aufzuheben bzw. eventualiter auf fünf Sitzungen zu reduzie-
ren. 

 9. Ziff. 12 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 
sei aufzuheben. 

 10. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten des Berufungsbeklagten zuzüglich Mwst. von 8%. 

 
Verfahrensanträge: 

 11. Es sei der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege und 
die Rechtsverbeiständung durch die unterzeichnende Rechtsan-
wältin zu gewähren.  

 12. Auf die Erhebung eines Prozesskostenvorschusses i.S.v. Art. 98 
ZPO sei mit Blick auf das Gesuch der Berufungsklägerin um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege zu verzichten. 

 13. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten des Berufungsbeklagten zuzüglich Mwst. von 8%." 

 
 
des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 132 S. 2): 
 

"1. Die Berufung sei abzuweisen und das Urteil des Einzelgerichts im 
summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juli 
2014 sei vollumfänglich zu bestätigen. 

 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien der Berufungsklägerin 
aufzuerlegen.  

 3. Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, dem Berufungsbeklag-
ten für das Berufungsverfahren eine volle Prozessentschädigung 
zu bezahlen." 

 

- 12 - 

Verfahrensanträge: 

"1. Der Antrag auf Einholung eines kinderpsychiatrischen Gutachtens 
sei abzuweisen.  

 2. Der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache zur Ergänzung 
des Sachverhalts sei abzuweisen." 

 

der Kinderbeiständin (Urk. 131 S. 3): 

"1. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, ge-
boren am tt.mm.2007, seien für die Dauer des Getrenntlebens un-
ter die alternierende Obhut beider Elternteile zu stellen. 

 2. Die Betreuung der Kinder sei basierend auf den übereinstimmen-
den Anträgen sämtlicher Parteien im Erstverfahren bezüglich Be-
treuungsregelung/Besuchsrecht festzulegen. 

 3. Im Übrigen sei die Berufung hinsichtlich der Anträge in Kinderbe-
langen abzuweisen." 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien standen seit dem 27. Mai 2013 vor Vorinstanz in einem Ehe-

schutzverfahren (Urk. 1). Aus der Ehe gingen zwei Kinder, C._____, geboren am 

tt.mm.2005, und D._____, geboren am tt.mm.2007, hervor. Zum Ablauf des  

vorinstanzlichen Verfahrens, welches mit dem vorliegend angefochtenen Urteil 

vom 7. Juli 2014 einen Abschluss fand (Urk. 115 = Urk. 124), kann auf die Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urk. 124 S. 6 ff.). Mit Eingabe 

vom 18. Juli 2014 (Urk. 123) erhob die Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

(nachfolgend Gesuchstellerin) innert Frist Berufung, wobei sie oben angeführte 

Anträge stellte. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wurde mit Beschluss vom 24. Juli 2014 abgewiesen und die 

Gesuchstellerin wurde zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses verpflichtet 

(Urk. 127), welchen sie innert Frist geleistet hat (Urk. 129). Die Kinderbeiständin 

sowie der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchsteller) er-

statteten mit Eingaben vom 1. September 2014 (Urk. 131) bzw. 8. September 

2014 (Urk. 132) innert Frist ihre Berufungsantworten, welche der jeweiligen Ge-

- 13 - 

genseite mit Verfügung vom 10. September 2014 (Urk. 135) zur Kenntnisnahme 

zugestellt wurden. Mit Eingabe vom 22. September 2014 reichte die Gesuchstel-

lerin eine unaufgeforderte Stellungnahme ein (Urk. 136). Der Gesuchsgegner 

nahm dazu mit Eingabe vom 6. Oktober 2014 unaufgefordert Stellung (Urk. 140). 

Diese Eingabe wurde der Gesuchstellerin mit Verfügung vom 8. Oktober 2014 zur 

Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 141). Die Parteien wurden auf den 27. November 

2014 zur Vergleichsverhandlung vorgeladen (Urk. 142). Die Vergleichsgespräche 

blieben erfolglos. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2014 wurde der Gesuchstelle-

rin und dem Gesuchsgegner die Honorarnote der Kinderbeiständin vom 

2. Dezember 2014 (Urk. 143) zur fakultativen Stellungnahme zugestellt 

(Urk. 144). Die Gesuchstellerin beantragt mit Eingabe vom 9. Dezember 2014 

(Urk. 145) deren Gutheissung. Eine weitere Stellungnahme ging nicht ein. 

2. Die Dispositiv-Ziffern 1 und 8 des vorinstanzlichen Entscheides blieben un-

angefochten, weshalb diese in Rechtskraft erwachsen sind, wovon Vormerk zu 

nehmen ist. 

II.  

1. Prozessuales 

Im Streit liegen vorliegend im Wesentlichen die Zuteilung der Obhut über die bei-

den Kinder, die Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge sowie die vorinstanzli-

chen Kosten- und Entschädigungsfolgen. Gemäss Art. 272 ZPO gilt in eherechtli-

chen Summarverfahren der Untersuchungsgrundsatz. Dies bedeutet, dass das 

Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt. Betreffend die Belange der 

Ehegatten untereinander gilt die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO), d.h. 

das Gericht ist an die Parteianträge gebunden (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-

ZPO, Art. 272 N 2 f.). In Kinderbelangen und somit auch hinsichtlich des Kindes-

unterhaltes gelten demgegenüber die Offizial- und die Untersuchungsmaxime 

(Art. 296 Abs. 1 ZPO). Da sowohl die Frage des Einkommens der Parteien wie 

auch diejenige des Bedarfs die gesamte Unterhaltsbemessung und damit auch 

- 14 - 

die Kinderunterhaltsbeiträge betreffen, sind auf diese Fragen vorliegend grund-

sätzlich die Offizial- und die Untersuchungsmaxime anzuwenden.  

2. Obhut 

2.1. Mit Urteil vom 21. Juni 2013 (Urk. 30) wurden die gemeinsamen Töchter der 

Parteien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Eheschutz-

verfahrens unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt. In der Hauptsache hatten 

zunächst beide Parteien jeweils die Zusprechung der Obhut an sich selbst bean-

tragt. Anlässlich der Verhandlung vom 30. September 2013 (Urk. 76/2 S. 2) bean-

tragte die Gesuchstellerin neu die Einräumung der gemeinsamen (im Sinne von 

alternierenden) Obhut an die Parteien. Auch die Kinderbeiständin sprach sich 

aufgrund der bisher gelebten geteilten Betreuung für die alternierende Obhut aus 

(Urk. 75). Die Vorinstanz vertritt die Ansicht, dass mangels gleichlautendem An-

trag des Gesuchsgegners dem Antrag der Gesuchstellerin und der Kinderbei-

ständin auf Zusprechung der alternierenden Obhut an die Parteien nicht entspro-

chen werden könne. Mit angefochtenem Urteil wurde die Obhut über die beiden 

Kinder dem Gesuchsgegner zugesprochen. Die Vorinstanz hat dazu im Wesentli-

chen erwogen, dass die Töchter C._____ und D._____ offenbar eine enge und 

gute Beziehung zu beiden Elternteilen hätten und beide Parteien gleichermassen 

in der Lage zu sein schienen, den Kindern die notwendige Stabilität für deren 

harmonische Entfaltung in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht zu bie-

ten. Doch habe der Gesuchsgegner aufgrund seines geringen Arbeitspensums 

weit mehr zeitliche Kapazität, sich um die beiden Töchter persönlich zu kümmern. 

Es entspreche auch der bisherigen Lebensplanung der Parteien, dass dieser Bei-

trag mehrheitlich vom Gesuchsgegner geleistet werde, weshalb dem Gesuchs-

gegner die alleinige Obhut über die gemeinsamen Töchter zuzusprechen sei. Der 

Gesuchstellerin wurde ein Besuchsrecht gestützt auf den von den Parteien erar-

beiteten Betreuungsplan zugesprochen (Urk. 124 S. 19 ff.).  

2.2. Die Gesuchstellerin beantragt wie bereits vor Vorinstanz, dass die Kinder 

unter die alternierende Obhut beider Parteien zu stellen seien. Sie kritisiert die 

Auffassung der Vorinstanz, wonach für die Zuteilung der Obhut an beide Parteien 

auch seit Inkrafttreten der Bestimmungen betreffend die gemeinsame elterliche 

- 15 - 

Sorge nach wie vor ein gemeinsamer Antrag beider Ehegatten vorausgesetzt 

werde. Seit der genannten Gesetzesänderung könne das Gericht die alternieren-

de Obhut auch anordnen, wenn sie nur ein Elternteil oder die Kinderbeiständin 

beantrage. Die Erteilung der alternierenden Obhut sei geboten, wenn die Eltern 

sie mit den Kindern bereits lebten, so dass mit der Zusprechung der geteilten Ob-

hut keinerlei faktische Änderung verbunden sei. Die Kinder würden nun bereits 

während fast 10 Monaten gemäss dem von den Parteien erarbeiteten Betreu-

ungsplan in zeitlicher Hinsicht annähernd gleich betreut (Urk. 123 S. 11 ff.). 

2.3. Auch die Kinderbeiständin vertritt die Auffassung, dass die Anordnung der 

alternierenden Obhut neu auch in strittigen Fällen möglich ist. Vorliegend würden 

die Parteien seit Monaten de facto eine alternierende Betreuung der Kinder ausü-

ben. Das von der Vorinstanz vorgesehene Besuchsrecht für die Gesuchstellerin 

gehe weit über ein übliches Besuchsrecht hinaus und stelle de facto eine alternie-

rende Obhut im altrechtlichen Sinne dar. Die Zuteilung der alleinigen Obhut an 

den Gesuchsgegner erscheine im vorliegenden Fall weder sachgerecht noch den 

tatsächlichen Verhältnissen entsprechend. Sowohl C._____ als auch D._____ 

hätten in einem Gespräch vom 28. August 2014 bestätigt, dass sie sich gut in der 

gelebten Betreuungsregelung eingefunden hätten, sich damit wohl fühlen würden 

und mit den Wechseln gut klarkämen (Urk. 131 S. 3 ff.). 

2.4. Der Gesuchsgegner macht geltend, dass auch nach neuem Recht für die 

Anordnung der alternierenden Obhut ein gemeinsamer Antrag erforderlich sei. 

Ausserdem müsse die Anordnung der alternierenden Obhut dem Kindeswohl die-

nen. Diesem werde nur dann entsprochen, wenn die Parteien bezüglich der Kin-

derbelange gesprächs- und kooperationsbereit seien, was vorliegend nicht der 

Fall sei. Die Gesuchstellerin habe ihm gegenüber schwere Vorwürfe betreffend 

Alkohol- und Cannabismissbrauch erhoben. Mit ihrem Verhalten habe sie gezeigt, 

dass sie nicht im Stande sei, ihren persönlichen Konflikt mit dem Gesuchsgegner 

und die Kinderbelange auseinanderzuhalten (Urk. 132 S. 3 ff.).  

2.5. Am 1. Juli 2014 sind die Änderungen im Sorgerecht in Kraft getreten. Unter 

dem alten Recht bestand die Obhut im Wesentlichen aus zwei Elementen: Einer-

seits aus der rechtlichen Obhut, nämlich der Befugnis, den Aufenthaltsort des 

- 16 - 

Kindes sowie die Art und Weise seiner Unterbringung zu bestimmen; andererseits 

aus der faktischen Obhut, worunter gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

das tatsächliche Zusammenleben mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft und 

die Verantwortung für die tägliche Betreuung, Pflege und Erziehung des Kindes 

zu verstehen war. Neu wird die Befugnis, den Aufenthaltsort des Kindes zu be-

stimmen, ausschliesslich der elterlichen Sorge zugeordnet. Das heisst, mit der 

Gesetzesänderung entfällt der Begriff der rechtlichen Obhut und wird durch das 

Aufenthaltsbestimmungsrecht ersetzt. Nach neuem Recht ist deshalb mit dem 

Begriff der Obhut nur noch die faktische Obhut gemeint. Inhaber der Obhut ist nur 

noch derjenige Elternteil, der mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft lebt (Be-

richt EJPD, Bundesamt für Justiz, vom 11. Juni 2012, an die Kommission für 

Rechtsfragen des Nationalrates 11.070 n ZGB, Die Begriffe "Obhut", "Betreuung" 

und "Aufenthaltsort", S. 6). Die Obhut kann nach dem Willen des Gesetzgebers 

auch beiden Elternteilen zukommen (Andrea Büchler/Luca Maranta, Das neue 

Recht der elterlichen Sorge, in: Jusletter 11. August 2014, Rz. 12 mit weiteren 

Hinweisen). Neu sieht Art. 298 Abs. 2 ZGB explizit vor, dass der Richter über die 

Zuteilung der Obhut entscheiden kann, wenn keine Aussicht besteht, dass sich 

die Eltern diesbezüglich einigen. Entgegen der Darlegung der Vorinstanz ist somit 

neu auch in strittigen Fällen die Anordnung einer alternierenden Obhut möglich 

(vgl. dazu Gloor/Schweighauser, Die Reform des Rechts der elterlichen Sorge – 

eine Würdigung aus praktischer Sicht, FamPra.ch 2014, S. 10; BSK ZGB I-

Schwenzer / Cottier, N 6 f. zu Art. 298 ZBG). Unter welchen Voraussetzungen von 

einer häuslichen Gemeinschaft zwischen dem Kind und dem Elternteil ausgegan-

gen werden kann, ist zwar im Einzelnen noch ungeklärt. Jedenfalls ist von einer 

häuslichen Gemeinschaft mit beiden Eltern auszugehen, wenn sich ein Kind je-

weils hälftig bei beiden Eltern aufhält (Andrea Büchler/Luca Maranta, a.a.O., Rz. 

15). Vorliegend halten sich C._____ und D._____ bis auf eine Differenz von weni-

gen Stunden hälftig bei der Gesuchstellerin und dem Gesuchsgegner auf. Damit 

stehen die beiden Kinder durch die von den Parteien gewählte Betreuungsrege-

lung unter der faktischen Obhut beider Parteien. Das Vorbringen des Gesuchs-

gegners, wonach die alternierende Obhut nicht dem Kindeswohl von D._____ und 

C._____ entspreche (Urk. 132 S. 8), ist widersprüchlich, möchte doch auch der 

- 17 - 

Gesuchsgegner die bisherige Betreuungsregelung beibehalten. Auch aus Sicht 

des Gerichts besteht kein Anlass, die Betreuungsregelung zu ändern, nachdem 

C._____ und D._____ in einem Gespräch mit der Kinderbeiständin vom 

28. August 2014 bestätigt haben, dass sie sich gut in der gelebten Betreuungsre-

gelung eingefunden hätten und sich damit wohl fühlen würden. Ausserdem sei 

den Kindern gemäss Kinderbeiständin anzumerken, dass die Konflikte der Partei-

en nicht mehr vor den Kindern ausgetragen würden. C._____ habe anlässlich des 

Gesprächs vom 28. August 2014 deutlich entlasteter und fröhlicher gewirkt als 

beim ersten Gespräch. Nachdem sich die Parteien über die Ausgestaltung der 

Betreuungsregelung einig sind und die Kinder durch diese Regelung unter der 

faktischen Obhut beider Parteien stehen, sind die Kinder unter die alternierende 

Obhut beider Parteien zu stellen. Würde die Obhut lediglich dem Gesuchsgegner 

zugeteilt und der Gesuchstellerin ein ausgedehntes Besuchsrecht erteilt, würde 

dies den tatsächlichen Verhältnissen zuwiderlaufen.  

3. Betreuungsanteile 

3.1. Wie erwähnt sind sich die Parteien über die Betreuungsregelung einig, wes-

halb die Betreuungsanteile der Parteien gestützt auf den von ihnen erarbeiteten 

Betreuungsplan festzusetzen sind. Danach übernimmt die Gesuchstellerin die Be-

treuung der Töchter C._____ und D._____ jeweils von Montagmorgen nach 

Schulschluss bis Dienstagmorgen, Schulbeginn, von Mittwochmorgen nach 

Schulschluss bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn, sowie jedes zweite Wochen-

ende von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis Montagmorgen, Schulbeginn. Der Ge-

suchsgegner betreut die beiden Töchter C._____ und D._____ jeweils von Diens-

tagmorgen nach Schulschluss bis Mittwochmorgen, Schulbeginn, von Donners-

tagmorgen nach Schulschluss bis Freitagabend, 18:00 Uhr, sowie jedes zweite 

Wochenende von Freitagnachmittag, Schulschluss, bis Montagmorgen, Schulbe-

ginn.  

3.2. Mit Bezug auf die Feiertagsbetreuung beanstandet die Gesuchstellerin, dass 

sich die von der Vorinstanz getroffene Regelung nicht mit der von den Parteien 

einvernehmlich getroffenen Vereinbarung decke (Urk. 123 S. 28 f.). Diesbezüglich 

beantragte die Gesuchstellerin vor Vorinstanz, dass die Parteien zu berechtigen 

- 18 - 

seien, die Kinder während den Feiertagen und Ferienzeiten je hälftig zu betreuen 

und sich darüber einvernehmlich zu verständigen (Urk. 107 S. 2 f.). Vor diesem 

Hintergrund hat die Vorinstanz hinsichtlich der Feiertagsregelung die gerichtsübli-

che Formulierung ins Dispositiv aufgenommen. Die von den Parteien getroffene 

Ferien- und Feiertagsbetreuungsregelung lautet wie folgt (Urk. 123 S. 4 f.): 

 "Weihnachten 

 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren den 24. Dezember 
von Schulschluss bis zum 25. Dezember 12h bei der Mutter und 
von 25. Dezember 12h bis 26. Dezember 12h beim Vater; in den 
ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Ab 26. Dezember 12h gilt der Ferienbetreuungsplan. 

 Ostern 
 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren Ostern von Grün-

donnerstag Schulschluss bis Ostersonntag 12h bei der Mutter 
und Ostersonntag 12h bis Dienstag nach Ostern beim Vater; in 
den ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Auffahrt / Pfingsten 
 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch 

Schulschluss bis Montag nach Auffahrt bei der Mutter und Pfings-
ten von Freitag vor Pfingsten Schulschluss bis Dienstag nach 
Pfingsten Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren um-
gekehrt. 

 Sechseläuten / Knabenschiessen 
 Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch an 

Knabenschiessen von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag 
nach Knabenschiessen Schulbeginn bei der Mutter und Sech-
seläuten von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag danach 
Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt. 

 Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung 
vor. 

 Ferien  

 Die Kinder verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der 
Mutter und die Hälfte der Ferien mit dem Vater. Die Parteien er-
stellen Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für 
das Kalenderjahr." 

Der Gesuchsgegner widersetzt sich diesem Antrag nicht (Urk. 132 S. 11). Bei der 

Betreuungsregelung betreffend das Sechseläutenwochende ist die Formulierung 

"von Mittwoch an" zu streichen, andernfalls die Regelung widersprüchlich wäre. 

- 19 - 

Weiter ist bei der Betreuungsregelung über die Weihnachtsfeiertage der Passus 

"24. Dezember von Schulschluss" durch "24. Dezember, 12.00 Uhr" zu ersetzen, 

nachdem am 24. Dezember jeweils bereits Weihnachtsferien sind. Im Übrigen ist 

die Ferien- und Feiertagsbetreuungsregelung zu genehmigen. 

4. Weisung betreffend Konsultation der Jugend- und Familienberatung 

4.1. Die Vorinstanz hat den Parteien die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- 

und Familienberatung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und 

Umgang in Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen.  

4.2. Die Gesuchstellerin beantragt, diese Weisung aufzuheben. Sie stellt sich auf 

den Standpunkt, dass eine Konsultation der Jugend- und Familienberatung nicht 

mehr notwendig sei. Die Parteien hätten wiederholt zusammen zu Abend geges-

sen, einander bei Bedarf unterstützt und die Geburtstage der Kinder gemeinsam 

gefeiert. Gelegentliche Meinungsverschiedenheiten würden per E-Mail ausgetra-

gen. Es gebe keine Streitereien mehr vor den Kindern (Urk. 123 S. 31). 

4.3. Die Kinderbeiständin erachtet eine Beratung nach wie vor als wünschens-

wert, da gemäss Ausführungen des Gesuchsgegners ein gegenseitiger Aus-

tausch über Erziehungsfragen nicht stattfinde (Urk. 131 S. 6).  

4.4. Weil einerseits die Kinderbeiständin die Situation immer noch konfliktbelas-

tet sieht und weil andererseits die Parteien eine anspruchsvolle Betreuungsrege-

lung umzusetzen haben, welche eine gut funktionierende Kommunikation zwi-

schen den Parteien zwingend voraussetzt, ist an der Weisung und an der Anzahl 

Beratungstermine festzuhalten.  

5. Unterhalt 

5.1. Die Vorinstanz verpflichtete die Gesuchstellerin zur Leistung von monatli-

chen Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 900.– je Kind (zuzüglich Kinderzulagen) 

ab Rechtskraft des Entscheids und zu Ehegattenunterhaltsbeiträgen von 

Fr. 1'375.– pro Monat ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des Ur-

teils (erste Phase), von Fr. 1'142.– ab Eintritt der Rechtskraft bis zum 

- 20 - 

31. Dezember 2014 (zweite Phase) und von Fr. 825.– ab 1. Januar 2015 für die 

weitere Dauer des Getrenntlebens (dritte Phase; Urk. 124 S. 39). Die Vorinstanz 

ging von einem Einkommen der Gesuchstellerin von monatlich Fr. 8'446.– (inkl. 

Kinderzulagen) und von einem Einkommen des Gesuchsgegners von Fr. 1'324.– 

pro Monat (in der ersten und zweiten Phase) sowie von einem hypothetischen 

Einkommen von Fr. 2'118.– pro Monat in der dritten Phase aus.  

Weiter ging sie von folgenden (erweiterten) Notbedarfen der Parteien aus: 

 Gesuchstellerin 
 

Gesuchsgegner 
 

Grundbetrag  Fr.   1'350.00 
(1.10.13 - Rechtskraft) 
 

Fr.   1'200.00 
 (ab Rechtskraft) 
 

Fr.     1'200.00 
(1.10.13 - Rechtskraft) 
 

Fr.     1'350.00 
(ab Rechtskraft) 

Grundbetrag 1 Tochter Fr.  400.00 Fr.  400.00 
Wohnkosten Fr. 2'590.00 Fr. 1'500.00 
Krankenversicherung (nur KVG) Fr.  216.00  Fr.  360.00 
Krankenversicherung C._____ 
und D._____ (nur KVG) 

Fr.  176.00 
(1.10.13 - Rechtskraft) 

Fr.  176.00 
 (ab Rechtskraft) 

Telefon, TV und Internet Fr.     132.00 Fr.     123.00 
Billag Fr.       38.00 Fr,     38.00 
Haushaltsversicherung Fr.      38.00 Fr.     21.00 
Mobilitätskosten Fr.  87.00 Fr.   61.00 
Auswärtige Verpflegung   Fr.  30.00 
Total Notbedarf  Fr.     5'027.00 

(1.10.13 - Rechtskraft) 
Fr.  4'701.00 
(ab Rechtskraft) 
 

Fr.     3'733.00 
(1.10.13 - Rechtskraft) 
Fr.  4'059.00 
(ab Rechtskraft) 
 

Erweiterter Notbedarf:   

Krankenversicherung (nur VVG) Fr.  44.00 Fr.  47.00 
Krankenversicherung C._____ 
und D._____ (nur VVG) 

 Fr.  44.00 

Psychologische Behandlung von 
C._____ 

 Fr.  333.00 

Risikoversicherung  
(ab 1.1.2015: CHF 36.–) 

 Fr.  166.00 

Hobbies Kinder  Fr.   100.00 
Steuern  Fr.  450.00 

Fr.  520.00 
(ab 1.1.2015) 

Fr.    120.00 
Fr.    160.00 
(ab 1.1.2015) 

Total erweiterter Notbedarf Fr. 5'195.00 Fr.      4'869.00 

- 21 - 

Fr.    5'265.00 
(ab 1.1.2015) 

Fr.      4'909.00 
(ab 1.1.2015) 

5.2. Die Gesuchstellerin beantragt, die Kinderunterhaltsbeiträge auf Fr. 250.– je 

Kind zu reduzieren und von der Zusprechung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen 

abzusehen. Dabei beanstandet sie sowohl die von der Vorinstanz vorgenommene 

Bedarfs- als auch die Einkommensberechnung betreffend beide Parteien 

(Urk. 123 S. 6).  

5.3. Bedarf Gesuchstellerin 

5.3.1. Grundbetrag 

Die Gesuchstellerin beantragt, dass bei beiden Parteien der gemäss Kreisschrei-

ben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

16. September 2009 betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums (zit. Kreisschreiben) vorgesehene Grundbetrag 

von Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft einzuset-

zen sei und die Kindergrundbeträge auf je Fr. 600.– zu erhöhen seien. Mit der vo-

rinstanzlichen Regelung sei der faktisch gelebten geteilten Obhut unzureichend 

Rechnung getragen worden. 

Da die Parteien die Kinder bis auf eine Differenz von wenigen Stunden je hälftig 

betreuen, rechtfertigt es sich, bei beiden Parteien den Grundbetrag von 

Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft (Ziff. II. 2.2) 

einzusetzen. Hingegen ist die Erhöhung der Kinderunterhaltsbeiträge auf 

Fr. 600.– unbegründet, sind die beiden Kinder doch erst neun- und siebenjährig.  

5.3.2. Übrige Kinderkosten 

Die Gesuchstellerin möchte die Hobbykosten (Fr. 100.–) und die Krankenkassen-

prämien der Kinder (Fr. 176.– [KVG] und Fr. 44.– [VVG]) im Bedarf der Parteien je 

hälftig berücksichtigt wissen. Die Kosten der psychologischen Behandlung von 

C._____ seien aus dem Bedarf des Gesuchsgegners zu streichen, da C._____ 

seit längerem nicht mehr psychologisch betreut werde (Urk. 123 S. 34).  

- 22 - 

Zwar teilen sich die Parteien die Betreuungsarbeit hälftig auf. Doch ist es wenig 

sachgerecht, die Krankenkassen- und Hobbykosten beiden Parteien hälftig anzu-

rechnen. Nachdem die Krankenkassenrechnungen der Kinder auf die Gesuchstel-

lerin lauten (vgl. Urk. 29/4), sind diese Kosten in ihrem Bedarf zu berücksichtigen. 

Belege für Hobbykosten finden sich nicht in den Akten. Aus Praktikabilitätsgrün-

den erscheint es gerechtfertigt, auch diese Kosten in den Bedarf der Gesuchstel-

lerin aufzunehmen. Selbstredend ist die Gesuchstellerin damit auch verpflichtet, 

die Hobbys zu bezahlen. Es ist unbestritten geblieben, dass C._____ nicht mehr 

in psychologischer Behandlung ist, weshalb diese Kosten aus dem erweiterten 

Notbedarf, welcher erst ab 1. Januar 2015 Berücksichtigung findet, zu streichen 

sind.  

5.3.3. Mobilitätskosten 

Mit Bezug auf die Mobilitätskosten beanstandet die Gesuchstellerin, dass die von 

ihr geltend gemachten Fahrzeugkosten von Fr. 400.– zu Unrecht nicht berück-

sichtigt worden seien, komme ihrem Fahrzeug doch Kompetenzqualität zu. Auf-

grund des längeren Arbeitswegs – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauere 

dieser 40 Minuten länger –, sei sie gezwungen, die nicht realisierte Arbeitszeit 

frühmorgens an den Tagen, an welchen die Kinder vom Gesuchsgegner betreut 

würden, nachzuholen. Mit Bezug auf die Kosten für den öffentlichen Verkehr sei 

zu berücksichtigen, dass die von der Vorinstanz vorgenommene Berechnung un-

richtig sei. Um von E._____ nach F._____ zu gelangen, benötige sie ein 4-Zonen-

Abonnement, weshalb sich die Abonnementskosten (zuzüglich des Anteils am 

Halbtax von Fr. 13.–) auf Fr. 132.– belaufen würden.  

Einem Fahrzeug kommt Kompetenzqualität zu, wenn einem Ehegatten nicht zu-

gemutet werden kann, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen (z.B. bei 

Nacht- oder Schichtarbeit). Für ihren Arbeitsweg benötigt die Gesuchstellerin mit 

der schnellsten Verbindung jeweils 40 Minuten (Urk. 89/1). Bereits die Vorinstanz 

hat zutreffend ausgeführt, dass eine Zeitersparnis von täglich 40 Minuten nicht zur 

Kompetenzqualität eines Fahrzeuges führe. Damit sind der Gesuchstellerin ledig-

lich die Kosten für ein ZVV-Abonnement für vier Zonen in der Höhe von Fr. 132.– 

(inkl. des Anteils am Halbtax von monatlich Fr. 13.–) anzurechnen.  

- 23 - 

5.3.4. Gebundene Vorsorge 

Die Gesuchstellerin lässt ausführen, dass sie diese Position im Eheschutzgesuch 

geltend gemacht habe, die Position im Plädoyer vom 30. September 2013 

(Urk. 76/4) aber versehentlich nicht mehr aufgelistet worden sei. Nach Treu und 

Glauben hätte die Vorinstanz diese Bedarfsposition berücksichtigen müssen. Weil 

im vorliegenden Verfahren die Untersuchungsmaxime gilt, durfte die Vorinstanz 

aufgrund des Umstandes, dass die Gesuchstellerin den Betrag für die gebundene 

Vorsorge im Plädoyer vom 30. September 2013 (Urk. 76/4) nicht mehr aufführte, 

nicht davon ausgehen, dass sie an dieser Position nicht mehr festhalte. Der Ge-

suchsgegner anerkennt diese Position (Urk. 132 S. 17), weshalb im erweiterten 

Notbedarf der Gesuchstellerin ein Betrag von Fr. 36.– für die gebundene Vorsor-

ge zu berücksichtigen ist.  

5.3.5. Steuern 

Die Vorinstanz berücksichtigte im erweiterten Notbedarf der Gesuchstellerin 

Steuern von Fr. 520.– monatlich. Ausgehend von einem steuerbaren Einkommen 

von rund Fr. 47'000.– (Nettoeinkommen von Fr. 96'000.– abzüglich mutmassliche 

Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträgen von rund Fr. 25'000.– und weitere Ab-

züge von rund Fr. 24'000.– [gestützt auf die Steuererklärung 2011, Urk. 47/9]) ist 

gestützt auf den Steuerrechner des Steueramtes des Kantons Zürich 

(www.steueramt.zh.ch) von einer mutmasslichen Steuerbelastung von monatlich 

Fr. 300.– auszugehen.  

5.4. Bedarf Gesuchsgegner 

5.4.1. Grundbetrag 

Wie bei der Gesuchstellerin ist auch beim Gesuchsgegner der Grundbetrag von 

Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft einzusetzen.  

5.4.2. Mietkosten 

Mit Bezug auf die Mietkosten hält die Gesuchstellerin daran fest, dass die Mutter 

des Gesuchsgegners diesem die Wohnung an der …strasse in E._____ unent-

- 24 - 

geltlich zum Gebrauch überlasse (Urk. 123 S. 38). Der Gesuchsgegner bestreitet, 

dass er keine Mietkosten bezahlt (Urk. 132 S. 17).  

Die Vorinstanz hat es abgelehnt, im Bedarf des Gesuchsgegners die Position 

Wohnkosten unberücksichtigt zu lassen, und dabei auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung verwiesen, wonach freiwillige Leistungen Dritter bei der Beurtei-

lung der Leistungsfähigkeit grundsätzlich nicht zu beachten seien, ansonsten sie 

indirekt einer anderen Person zukämen als derjenigen, für die sie tatsächlich be-

stimmt seien (Urk. 124 S. 35). Die Gesuchstellerin zeigt nicht auf, weshalb dieser 

Grundsatz vorliegend nicht zur Anwendung gelangen soll. Entsprechend sind im 

Bedarf des Gesuchsgegners die von ihm geltend gemachten Mietkosten von 

Fr. 1'500.– anzurechnen.  

5.4.3. Auswärtige Verpflegung 

Die Gesuchstellerin bemängelt, dass im Bedarf des Gesuchgegners für auswärti-

ge Verpflegung ein Betrag von Fr. 30.– berücksichtigt worden sei (Urk. 123 S. 39). 

Gemäss Ziff. III. 3.2 des Kreisschreibens werden bei Nachweis von Mehrauslagen 

für jede Hauptmahlzeit Fr. 5.– bis Fr. 15.– als Auslagen für auswärtige Verpfle-

gung berücksichtigt. Einerseits hat der Gesuchsgegner keine Mehrauslagen 

nachgewiesen, andererseits ist der Gesuchstellerin darin zuzustimmen, dass es 

dem Gesuchsgegner bei stundenweisen Einsätzen möglich ist, die Hauptmahlzei-

ten zu Hause einzunehmen. Damit bleibt die Position "auswärtige Verpflegung" im 

Bedarf des Gesuchsgegners unberücksichtigt.  

5.4.4. Steuern 

Die Vorinstanz berücksichtigte im erweiterten Notbedarf des Gesuchsgegners ab 

1. Januar 2015 Steuern von Fr. 160.– monatlich, was ausgehend von einem steu-

erbaren Einkommen von rund Fr. 35'000.– (Nettoeinkommen von Fr. 25'000.– zu-

züglich mutmassliche Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge von rund 

Fr. 25'000.– minus Abzüge von rund Fr. 15'000.– [gestützt auf die Steuererklä-

rung 2011, Urk. 47/9]) realistisch erscheint.  

5.5. Insgesamt ergibt sich somit folgender (erweiterter) Notbedarf der Parteien: 

- 25 - 

 Gesuchstellerin 
 

Gesuchsgegner 
 

Grundbetrag  Fr.  1'350.00 Fr. 1'350.00 
Grundbetrag Tochter Fr.   400.00 Fr.  400.00 
Wohnkosten Fr. 2'590.00 Fr. 1'500.00 
Krankenversicherung (nur KVG) Fr.  216.00 Fr.  360.00 
Krankenversicherung C._____ 
und D._____ (nur KVG) 

Fr.  176.00  

Telefon, TV und Internet Fr.     132.00 Fr.     123.00 
Billag Fr.     38.00 Fr.     38.00 
Haushaltsversicherung Fr.     38.00 Fr.     21.00 
Mobilitätskosten Fr.    132.00 Fr.     61.00 
Total Notbedarf  Fr.     5'072.00 Fr.     3'853.00 

 

Erweiterter Notbedarf:   

Krankenversicherung (nur VVG) Fr.  44.00 Fr.  47.00 
Krankenversicherung C._____ 
und D._____ (nur VVG) 

Fr.  44.00  

Risikoversicherung  Fr.  36.00 Fr.    36.00  
Hobbies Kinder Fr.    100.00  
Steuern  Fr.  300.00 

 
Fr.    160.00  

Total erweiterter Notbedarf Fr. 5'596.00 
 

Fr.     4'096.00 

5.6. Einkommen Gesuchstellerin 

Die Vorinstanz ging bei der Gesuchstellerin von einem Einkommen in der Höhe 

von Fr. 8'446.– aus, bestehend aus einem Grundlohn von Fr. 6'232.–, einem Bo-

nus von durchschnittlich Fr. 1'814.– und Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 400.– 

(Urk. 124 S. 26 und 38).  

Die Gesuchstellerin macht geltend, ihr sei lediglich ein Einkommen von 

Fr. 7'864.– anzurechnen, da sich ihr durchschnittlicher Bonus auf Fr. 1'632.– be-

laufe (Urk. 123 S. 39). Zwar ist der Einwand korrekt, dass die Vorinstanz bei der 

Bonusberechnung des Jahres 2010 (Urk. 77/10) die Sozialabgaben von 10% und 

das Dienstaltersgeschenk in der Höhe von einem halben Monatslohn nicht in Ab-

zug gebracht hat (Urk. 123. S. 39), doch hat die Gesuchstellerin bei ihrer Berech-

nung des variablen Lohnbestandteils das Jahr 2013 ausser Acht gelassen. Der 

variable Lohnbestandteil der Jahre 2010 bis 2013 beträgt durchschnittlich 

Fr. 1'771.– (Fr. 21'263.– : 12; ermittelt gestützt auf (Fr. 19'800.– [2010] + 

- 26 - 

Fr. 22'313.– [2011] + Fr. 23'248.– [2012] + Fr. 26'229.– [2013]) : 4)). Damit ist von 

einem Nettoeinkommen der Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 8'003.– 

(Fr. 1'771.– + Fr. 6'232.–) zuzüglich Fr. 400.– Kinderzulagen auszugehen.  

5.7. Einkommen Gesuchsgegner 

Die Gesuchstellerin beantragt, dass dem Gesuchsgegner ein Einkommen von 

Fr. 2'700.– anzurechnen sei. Sie habe mitgehört, wie der Gesuchsgegner Anfang 

Juli 2014 auf entsprechende Frage seiner Tochter D._____ hin gesagt habe, er 

verdiene derzeit rund Fr. 2'700.– (Urk. 123 S. 40). Dies wird vom Gesuchsgegner 

bestritten (Urk. 132 S. 18). Ein Einkommen in genannter Höhe ist damit nicht 

glaubhaft gemacht. Selbst wenn der Gesuchsgegner im Juli 2014 tatsächlich ein 

Einkommen von Fr. 2'700.– erzielt haben sollte, liesse sich gestützt darauf nichts 

ableiten. Aus den Lohnabrechnungen des Jahres 2012 (vgl. Urk. 47/12) ergibt 

sich nämlich, dass der Verdienst des Gesuchsgegners, welcher bei einem Unter-

nehmen für Schwimmbadpflege arbeitet, stark von den Jahreszeiten abhängig ist, 

weshalb die Vorinstanz zu Recht auf den Durchschnittswert des im Jahre 2012 

erzielten Einkommens abgestellt hat. 

Weil die Einkommen der Parteien nicht ausreichen, um ihren erweiterten Notbe-

darf zu decken, wird dem Gesuchsgegner von der Vorinstanz zugemutet, sein 

Pensum ab dem 1. Januar 2015 auf 40% zu erhöhen. Entsprechend wurde ihm 

ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'118.– angerechnet. Die Gesuchstellerin 

erachtet eine Pensumserhöhung auf 60% als zumutbar. Sie lässt ausführen, dass 

der Gesuchsgegner montags und mittwochs keine und an den übrigen Werktagen 

nur halbtags Kinderbetreuungsarbeiten übernehmen müsse. Die aktuelle Betreu-

ungsregelung sei nicht vergleichbar mit der Aufgabenteilung im Kleinkindalter der 

Töchter. Damals habe sie nur montags frei gehabt (Urk. 123 S. 40). Betreffend die 

Voraussetzungen für die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens führte 

bereits die Vorinstanz aus (Urk. 124 S. 24), dass gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung im Eheschutzverfahren grundsätzlich von den bisherigen aus-

drücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarungen der Ehegatten über 

Aufgabenteilung und Geldleistung auszugehen und eine Ausdehnung der Er-

werbstätigkeit nur zumutbar sei, wenn einerseits die Wiederaufnahme der eheli-

- 27 - 

chen Gemeinschaft unwahrscheinlich sei und andererseits die vorhandenen fi-

nanziellen Mittel für zwei getrennte Haushalte nicht ausreichten. Während unge-

trennter Ehe erbrachte die Gesuchstellerin mit ihrer 80%-Arbeitsstelle den Haupt-

verdienst, während sich der Gesuchsgegner mehrheitlich der Betreuung der Kin-

der widmete und durch seinen Nebenverdienst im Umfang von 25% zum Fami-

lieneinkommen beitrug. Mit der Auflösung des Haushaltes hat sich die Rollenver-

teilung der Parteien geändert. Sie sind übereingekommen, die Kinderbetreuungs-

arbeit hälftig aufeinander aufzuteilen. Gestützt auf das dem Gesuchsgegner ange-

rechnete hypothetische Einkommen von Fr. 2'118.– vermögen die Parteien ihren 

erweiterten Notbedarf zu decken, wobei ihnen zusätzlich ein Freibetrag von ins-

gesamt Fr. 429.– verbleibt. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht geboten, 

dem Gesuchsgegner ein hypothetisches Einkommen gestützt auf ein 60%-

Pensum anzurechnen, zumal in diesem Fall die während der Ehe getroffene Ver-

einbarung der Parteien über Aufgabenteilung und Geldleistungen gänzlich verän-

dert und die Scheidung vorweggenommen würde. Dem Gesuchsgegner war seit 

Erlass des vorinstanzlichen Urteils am 7. Juli 2014 bekannt, dass von ihm die Er-

höhung seines Arbeitspensums auf 40% erwartet wird. Zwar wurden die Kinder- 

und Ehegattenunterhaltsbeiträge von der Gesuchstellerin angefochten. Da sie je-

doch beantragte, dem Gesuchsgegner ein höheres hypothetisches Erwerbsein-

kommen gestützt auf ein 60%-Pensum anzurechnen, blieb für das Absehen von 

der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens kein Raum. Der Gesuchs-

gegner musste damit fest mit der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 

von mindestens 40% rechnen. Die ihm von der Vorinstanz gewährte sechsmona-

tige Übergangsfrist erscheint ausserdem ausreichend. Damit bleibt es bei der vor-

instanzlichen Einkommensfestsetzung von monatlich Fr. 1'324.– und Fr. 2'118.– 

ab 1. Januar 2015.  

5.8. Unterhaltsberechnung 

5.8.1. Die Vorinstanz hat für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zur Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils nur Ehegattenunterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr.  1'375.– 

zugesprochen. Die Kinderunterhaltsbeiträge setzte sie erst ab Rechtskraft des 

Entscheids fest, nachdem der Gesuchsgegner die Zusprechung von Kinderunter-

- 28 - 

haltsbeiträgen erst ab Übertragung der Obhut über die beiden Kinder auf ihn be-

antragt hatte (Urk. 46 S. 2). Weil der vorinstanzliche Entscheid mit Ausnahme  

der Dispositivziffern 1 und 8 angefochten wurde, ist er bis auf die genannten Zif-

fern noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Die Gesuchstellerin ist daher zur Leis-

tung von Kinderunterhaltsbeiträgen ab Datum des Berufungsentscheids bzw. ab 

1. Januar 2015 zu verpflichten.  

5.8.2. Periode I (vom 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft bzw. bis 

31. Dezember 2014) 

In dieser Periode verlangte der Gesuchsgegner vor Vorinstanz wie erwähnt ledig-

lich Ehegattenunterhaltsbeiträge. Auch mit der neuen Unterhaltsberechnung  

kann der beantragte Ehegattenunterhaltsbeitrag von Fr. 1'375.– ohne Weiteres 

gedeckt werden, weshalb es dabei bleibt. 

5.8.3. Periode II (ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens) 

Ab 1. Januar 2015 ist dem Gesuchsgegner wie erwähnt ein hypothetisches Net-

toeinkommen von Fr. 2'118.– anzurechnen, weshalb ab jenem Zeitpunkt der er-

weiterte Notbedarf der Parteien von Fr. 5'596.– (Gesuchstellerin) und von 

Fr. 4'096.– (Gesuchsgegner) zu berücksichtigen ist. Das Gesamteinkommen be-

trägt Fr. 10'121.–. Der Unterhaltsanspruch des Gesuchsgegners gegenüber der 

Gesuchstellerin beläuft sich damit auf gerundet Fr. 2'150.– (Fr. 4'096.– [erweiter-

ter Notbedarf Gesuchsgegner] zuzüglich Fr. 172.– [40% Freibetrag; vgl. Urk. 124 

S. 40] abzüglich Fr. 2'118.– [Einkommen]). Die Gesuchstellerin ist daher zu ver-

pflichten, Kinderunterhalt von monatlich je Fr. 900.– (zuzüglich die Hälfte der Kin-

derzulagen) und Ehegattenunterhalt von monatlich Fr. 350.– zu leisten.  

6. Vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Die Vorinstanz setzte die Gerichtskosten auf Fr. 15'130.55 (Fr. 6'000.– Ent-

scheidgebühr, Fr. 3'475.45 Gutachterkosten und Fr. 5'655.10 Kosten der Vertre-

tung der Kinder) fest und auferlegte die Kosten ihres Verfahrens zu 2/3 der Ge-

suchstellerin und zu 1/3 dem Gesuchsgegner, wobei der auf die Gesuchstellerin 

entfallende Anteil mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 6'000.– 

- 29 - 

verrechnet wurde. Entsprechend wurde die Gesuchstellerin zur Leistung einer auf 

1/3 reduzierte Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. MwSt.) verpflichtet 

(Urk. 124 S. 44, Dispositiv-Ziff. 9-12).  

6.2. Die Gesuchstellerin beantragt, die Kosten der Kinderbeiständin und die Gut-

achterkosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen. Weiter macht sie geltend, dass 

die Unterhaltsfrage bei den Kosten höchstens hälftig zu gewichten sei, weshalb 

lediglich die Hälfte der Entscheidgebühr nach Obsiegen und Unterliegen der Par-

teien zu verteilen sei (Urk. 123 S. 44 f.). Der Gesuchstellerin ist darin zuzustim-

men, dass sowohl die Kosten der Kinderbeiständin als auch die Gutachterkosten 

(Gutachten betreffend Suchtmittelkonsum des Gesuchsgegners) den Kinderbe-

langen zuzuordnen sind. Weil die Verfahrenskosten mit Bezug auf die Kinderbe-

lange gemäss ständiger Rechtsprechung des Obergerichts den Parteien je zur 

Hälfte aufzuerlegen sind, macht die Gesuchstellerin zu Recht geltend, dass die 

Gutachterkosten und die Kosten der Kinderbeiständin den Parteien je zur Hälfte 

aufzuerlegen sind.  

6.3. Mit Bezug auf die Verteilung der unangefochten gebliebenen Entscheidge-

bühr von Fr. 6'000.– rechtfertigt es sich, die Kinderbelange (exkl. Kinderunter-

haltsbeiträge) und die Unterhaltsfrage gleich zu gewichten. Hinsichtlich der Kin-

derbelange sind die Parteien wie erwähnt je zur Hälfte als obsiegende Partei zu 

betrachten. Mit Bezug auf die Unterhaltsbeiträge verlangte der Gesuchsgegner im 

erstinstanzlichen Verfahren ab 1. Juni 2013 Ehegattenunterhaltsbeiträge von 

Fr. 1'375.– und nach Übertragung der Obhut auf ihn Kinderunterhaltsbeiträge von 

je Fr. 1'350.– (vgl. Urk. 46 S. 2 und Urk. 80 S. 2). Die Gesuchstellerin stellte sich 

auf den Stanpunkt, jede Partei habe für den Kinderunterhalt während ihrer jeweili-

gen Betreuung selbst aufzukommen. Weiter beantragte sie, von einer Verpflich-

tung zur Leistung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen abzusehen (Urk. 76/4). Aus-

gehend von einer Gültigkeit der vorliegend getroffenen Unterhaltsregelung von 

zwei Jahren ab vorinstanzlichem Urteil verlangt der Gesuchsgegner im erstin-

stanzlichen Verfahren somit Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 100'000.–. Im Ergeb-

nis wird die Unterhaltspflicht der Gesuchstellerin nach erfolgter Korrektur des Ur-

teils ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

- 30 - 

auf monatlich Fr. 1'375.–, und ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Ge-

trenntlebens auf monatlich Fr. 2'150.– festgesetzt, was ausgehend von der ge-

nannten Gültigkeitsdauer insgesamt rund Fr. 60'000.– ergibt. Im Ergebnis obsiegt 

der Gesuchsgegner mit Bezug auf die Unterhaltsfrage somit zu rund 3/5, weshalb 

ihm 2/5 der hälftigen Entscheidgebühr von Fr. 3'000.– aufzuerlegen sind.  

6.4. Gesamthaft betrachtet halten sich damit Obsiegen und Unterliegen der Par-

teien in etwa die Waage, weshalb die Parteientschädigungen wettzuschlagen 

sind.  

III. 

Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Das vorliegende Berufungsverfahren erweist sich für ein summarisches Ver-

fahren als verhältnismässig aufwändig. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanz-

liche Verfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5 

Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) 

auf Fr. 5'500.– festzusetzen.  

2. Die Kosten der Kindesvertretung zählen zu den Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 

2 lit. e ZPO) und sind im Urteilsdispositiv festzusetzen (Kriech, DIKE ZPO-Komm., 

Art. 238 N 8). Als Teil der Prozesskosten sind sie der kostenpflichtigen Partei zu 

überbinden, aber gemäss kantonalem Tarif festzusetzen und aus der Gerichts-

kasse auszubezahlen (vgl. Urwyler, DIKE ZPO-Komm., Art. 95 N 15). Die Hono-

rarnote der Kindesvertreterin wurde den Parteien zur fakultativen Stellungnahme 

zugestellt (Urk. 144). Die Gesuchstellerin beantragt deren Gutheissung, der Ge-

suchsgegner hat sich dazu nicht geäussert. Das beantragte Honorar von 

Fr. 1'740.– (Urk. 143) erscheint als angemessen. Die Barauslagen (Fr. 73.80) sind 

zusätzlich zu entschädigen und es ist ein Mehrwertsteuerzuschlag Fr. 145.10 (8% 

von Fr. 1'813.80) vorzunehmen. Entsprechend ist die Entschädigung der Kindes-

vertreterin auf total Fr. 1'958.90 festzusetzen. 

- 31 - 

3. Umstritten waren im vorliegenden Berufungsverfahren die Zuteilung der Ob-

hut über die Kinder, die Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge sowie die vor-

instanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen, wobei letztere aufwandmässig 

wenig ins Gewicht fallen. Die beiden anderen Themen sind gleich zu gewichten. 

Wie erwähnt sind die Parteien hinsichtlich der Zuteilung der Obhut je zur Hälfte 

als obsiegende Partei zu betrachten.  

4. Ausgehend von einer weiteren Gültigkeitsdauer der vorliegend getroffenen 

Regelung von zwei Jahren ab vorinstanzlichem Urteil sprach die Vorinstanz dem 

Gesuchsgegner und den Kindern gesamthaft Unterhaltsleistungen von rund 

Fr. 69'000.– zu. Die Gesuchstellerin verlangte die Herabsetzung der Kinderunter-

haltsbeiträge auf monatlich je Fr. 250.– und die Reduktion der Ehegattenunter-

haltsbeiträge auf monatlich Fr. 380.–, was einer Herabsetzung auf rund 

Fr. 22'000.– entspricht. In der Berufung umstritten waren somit rund Fr. 47'000.–. 

Zugesprochen werden dem Gesuchsgegner und den Kindern nunmehr Unter-

haltsleistungen von rund Fr. 60'000.–. Damit unterliegt die Gesuchstellerin mit 

Bezug auf die Unterhaltsfrage zu rund 4/5. Wird weiter berücksichtigt, dass die 

Regelung der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen nach den von 

der Gesuchstellerin beantragten Modalitäten erfolgt, ist gesamthaft betrachtet von 

einem Obsiegen des Gesuchsgegners von 3/5 auszugehen, weshalb die Ge-

richtskosten der Gesuchstellerin zu 3/5 und dem Gesuchsgegner zu 2/5 aufzuer-

legen sind. Entsprechend der Kostenverteilung ist die Gesuchstellerin zu ver-

pflichten, dem Gesuchsgegner eine auf 1/5 reduzierte Parteientschädigung zu 

bezahlen. Die für die Festsetzung der Parteientschädigung massgeblichen Best-

immungen finden sich in der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 

8. September 2010 (AnwGebV). Die volle Parteientschädigung ist in Anwendung 

von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 9 und § 13 der AnwGebV auf Fr. 4'500.– festzuset-

zen und die Gesuchstellerin in Anbetracht des Verfahrensausgangs zu verpflich-

ten, dem Gesuchsteller eine (auf 1/5 reduzierte) Parteientschädigung von 

Fr. 900.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, mithin Fr. 972.–, zu bezahlen. 

- 32 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 und 8 des Urteils des Ein-

zelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 

7. Juli 2014 in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

und sodann erkannt: 

1. Die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am 

tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die alternieren-

de Obhut der Parteien gestellt. 

2. Die von den Parteien getroffene Betreuungsregelung wird genehmigt. Da-

nach betreuen die Parteien die beiden Töchter wie folgt: 

C._____ und D._____ verbringen jeweils wöchentlich Montagmorgen von 

Schulschluss bis Dienstag, Schulbeginn, sowie Mittwochmorgen von Schul-

schluss bis Donnerstag, Schulbeginn, und jedes zweite Wochenende von 

Freitag, 18.00 Uhr, bis Montag, Schulbeginn, bei der Gesuchstellerin. 

C._____ und D._____ verbringen jeweils Dienstagmorgen von Schulschluss, 

bis Mittwoch, Schulbeginn, und Donnerstagmorgen von Schulschluss, bis 

Freitagabend, 18.00 Uhr, sowie jedes zweite Wochenende von Freitag, 

18.00 Uhr bis Montag Schulbeginn beim Gesuchsgegner. 

Einen allenfalls von der vorstehenden Regelung abweichenden Betreuungs-

plan vereinbaren die Parteien in gegenseitigem Einvernehmen und unter Be-

rücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder. 

3. Die Parteien betreuen die beiden Töchter während den Feiertagen wie folgt: 

− C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren den 

24. Dezember ab 12.00 Uhr bis 25. Dezember, 12.00 Uhr, bei der Ge-

- 33 - 

suchstellerin und den 25. Dezember ab 12.00 Uhr bis 26. Dezember, 

12.00 Uhr, beim Gesuchsgegner. In den ungeraden Jahren gilt diesel-

be Regelung umgekehrt. 

Ab 26. Dezember, 12.00 Uhr, gilt der Ferienbetreuungsplan. 

− C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren Ostern von 

Gründonnerstag, Schulschluss, bis Ostersonntag, 12.00 Uhr, bei der 

Gesuchstellerin und Ostersonntag, 12.00 Uhr, bis Dienstag nach Os-

tern beim Gesuchsgegner. In den ungeraden Jahren gilt dieselbe Re-

gelung umgekehrt. 

− C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren die Zeit von 

Mittwoch, Schulschluss, bis Montag nach Auffahrt bei der Gesuchstel-

lerin und Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, Schulschluss, bis Diens-

tag nach Pfingsten, Schulbeginn, beim Gesuchsgegner. In den unge-

raden Jahren gilt dieselbe Regelung umgekehrt. 

− C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren die Zeit von 

Freitag vor Knabenschiessen bis Dienstag nach Knabenschiessen, 

Schulbeginn, bei der Gesuchstellerin und das Sechseläutenwochenen-

de von Freitag, Schulschluss, bis Dienstag, Schulbeginn, beim Ge-

suchsgegner. In den ungeraden Jahren gilt dieselbe Regelung umge-

kehrt. 

Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung vor. 

4. Die Parteien betreuen die beiden Töchter während den Ferien wie folgt: 

C._____ und D._____ verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der 

Gesuchstellerin und die andere Hälfte mit dem Gesuchsgegner. Die Parteien 

erstellen Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für das Kalen-

derjahr. 

- 34 - 

5. Den Parteien wird die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- und Familienbe-

ratung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und Umgang in 

Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen. 

6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner an den Unterhalt 

der Töchter C._____ und D._____ ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer 

des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 900.– pro 

Kind (zuzüglich die Hälfte der Kinderzulagen) zu bezahlen, zahlbar monat-

lich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats.  

7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner persönlich Unter-

halt wie folgt zu bezahlen:  

Fr. 1'375.–  ab 1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2014; 

Fr. 350.–  ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens; 

zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats. 

8. Die Gerichtskosten von Fr. 15'130.55 (Fr. 6'000.– Entscheidgebühr, 

Fr. 3'475.45 Gutachterkosten und Fr. 5'655.10 Kosten der Vertretung der 

Kinder) für das erstinstanzliche Verfahren werden bestätigt. 

9. Die Entscheidgebühr von Fr. 6'000.– des erstinstanzlichen Verfahrens wird 

zu 11/20 der Gesuchstellerin und zu 9/20 dem Gesuchsgegner auferlegt. 

10. Die Gutachterkosten (Fr. 3'475.45) und die Kosten der Kinderbeiständin 

(Fr. 5'655.10) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

11. Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil der Gerichtskosten des erstin-

stanzlichen Verfahrens wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 6'000.– verrechnet. 

12. Für das erstinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.  

- 35 - 

13. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'958.90   Kosten der Vertretung der Kinder 

Fr. 7'458.90   Total 

14. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuch-

stellerin zu 3/5 und dem Gesuchsgegner zu 2/5 auferlegt. 

15. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das zweitin-

stanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 972.– zu bezahlen. 

16. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kinderprozessbeiständin sowie an 

das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen, je 

gegen Empfangsschein, an den Gesuchsgegner unter Beilage der Doppel 

von Urk. 145 und 146. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

17. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Die 
Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 36 - 

Zürich, 15. Dezember 2014 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. J. Freiburghaus 
 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss und Urteil vom 15. Dezember 2014
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirks Meilen vom 7. Juli 2014:
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit vereinbart haben.
	2. Die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut des Gesuchsgegners gestellt.
	3. Die Gesuchstellerin wird für berechtigt erklärt, die Töchter C._____ und D._____
	- jeweils wöchentlich am Montagmorgen nach Schulschluss bis Dienstagmorgen, Schulbeginn, sowie Mittwochmorgen nach Schulschluss bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn;
	- sowie jedes zweite Wochenende von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis Montagmorgen, Schulbeginn;
	auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.

	Ein allenfalls von den vorstehenden Grundsätzen abweichendes Besuchsrecht regeln die Parteien im gegenseitigen Einvernehmen und unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder.
	4. Die Gesuchstellerin wird – unter Vorbehalt allfällig bereits vereinbarter Ferien- und Feiertagsbesuchsrechte – für berechtigt erklärt, die Töchter C._____ und D._____
	- in geraden Jahren je am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr sowie von Ostersamstag bis und mit Ostermontag und in ungeraden Jahren je am ersten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr und von Pfingstsamstag bis und mit Pf...
	- ferner während der Hälfte der Schulferien;
	auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.

	Die Gesuchstellerin hat die Inanspruchnahme dieses Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus dem Gesuchsgegner anzumelden bzw. mit diesem abzusprechen.
	5. Den Parteien wird die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- und Familienberatung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und Umgang in Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen.
	6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner an den Unterhalt der Töchter C._____ und D._____ ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 900.– (zuzüglic...
	7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner persönlich Unterhalt wie folgt zu bezahlen:
	CHF  1'375.– ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des vor-    liegenden Urteils; CHF 1'142.– ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils bis zum                           31. Dezember 2014; CHF    825.– ab 1. Januar 2015;
	zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats.
	8. Zwischen den Parteien wird mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 die Gütertrennung angeordnet.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	10. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 der Gesuchstellerin und zu 1/3 dem Gesuchsgegner auferlegt.
	11. Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil der Gerichtskosten wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 6'000.– verrechnet.
	12. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteientschädigung von CHF 3'000.– (8 % MwSt darin enthalten) zu bezahlen.
	13. (Mitteilungssatz)
	14. (Rechtsmittelbelehrung)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	5.5. Insgesamt ergibt sich somit folgender (erweiterter) Notbedarf der Parteien:

	5.8. Unterhaltsberechnung
	III.

	Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 und 8 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juli 2014 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	und sodann erkannt:
	1. Die Töchter C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die alternierende Obhut der Parteien gestellt.
	2. Die von den Parteien getroffene Betreuungsregelung wird genehmigt. Danach betreuen die Parteien die beiden Töchter wie folgt:
	C._____ und D._____ verbringen jeweils wöchentlich Montagmorgen von Schulschluss bis Dienstag, Schulbeginn, sowie Mittwochmorgen von Schulschluss bis Donnerstag, Schulbeginn, und jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Montag, Schulbeginn,...
	Einen allenfalls von der vorstehenden Regelung abweichenden Betreuungsplan vereinbaren die Parteien in gegenseitigem Einvernehmen und unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder.
	3. Die Parteien betreuen die beiden Töchter während den Feiertagen wie folgt:
	 C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren den 24. Dezember ab 12.00 Uhr bis 25. Dezember, 12.00 Uhr, bei der Gesuchstellerin und den 25. Dezember ab 12.00 Uhr bis 26. Dezember, 12.00 Uhr, beim Gesuchsgegner. In den ungeraden Jahren gilt d...

	Ab 26. Dezember, 12.00 Uhr, gilt der Ferienbetreuungsplan.
	 C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren Ostern von Gründonnerstag, Schulschluss, bis Ostersonntag, 12.00 Uhr, bei der Gesuchstellerin und Ostersonntag, 12.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern beim Gesuchsgegner. In den ungeraden Jahren gi...
	 C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren die Zeit von Mittwoch, Schulschluss, bis Montag nach Auffahrt bei der Gesuchstellerin und Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, Schulschluss, bis Dienstag nach Pfingsten, Schulbeginn, beim Gesuchsg...
	 C._____ und D._____ verbringen in den geraden Jahren die Zeit von Freitag vor Knabenschiessen bis Dienstag nach Knabenschiessen, Schulbeginn, bei der Gesuchstellerin und das Sechseläutenwochenende von Freitag, Schulschluss, bis Dienstag, Schulbeginn...
	Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung vor.

	4. Die Parteien betreuen die beiden Töchter während den Ferien wie folgt:
	C._____ und D._____ verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der Gesuchstellerin und die andere Hälfte mit dem Gesuchsgegner. Die Parteien erstellen Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für das Kalenderjahr.

	5. Den Parteien wird die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- und Familienberatung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und Umgang in Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen.
	6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner an den Unterhalt der Töchter C._____ und D._____ ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 900.– pro Kind (zuzüglich die Hälfte der K...
	7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner persönlich Unterhalt wie folgt zu bezahlen:
	Fr. 1'375.–  ab 1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2014;
	Fr. 350.–  ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens;
	zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats.
	8. Die Gerichtskosten von Fr. 15'130.55 (Fr. 6'000.– Entscheidgebühr, Fr. 3'475.45 Gutachterkosten und Fr. 5'655.10 Kosten der Vertretung der Kinder) für das erstinstanzliche Verfahren werden bestätigt.
	9. Die Entscheidgebühr von Fr. 6'000.– des erstinstanzlichen Verfahrens wird zu 11/20 der Gesuchstellerin und zu 9/20 dem Gesuchsgegner auferlegt.
	10. Die Gutachterkosten (Fr. 3'475.45) und die Kosten der Kinderbeiständin (Fr. 5'655.10) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	11. Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil der Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 6'000.– verrechnet.
	12. Für das erstinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	13. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin zu 3/5 und dem Gesuchsgegner zu 2/5 auferlegt.
	15. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 972.– zu bezahlen.
	16. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kinderprozessbeiständin sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein, an den Gesuchsgegner unter Beilage der Doppel von Urk. 145 und 146.
	Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück.
	17. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...