# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64cb96a0-74cd-58b6-a90b-cce7d7d8092f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.03.2015 C-252/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-252-2015_2015-03-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-252/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. 
 

 
 

Parteien 
 1. - 46. [46 Krankenversicherer], 

alle vertreten durch tarifsuisse ag, 

47. tarifsuisse ag, 

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Regierungsrat des Kantons Glarus,   

vertreten durch Kantonale Verwaltung Glarus Volkswirt-

schaftsdepartement und Inneres,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Genehmigung des Tarifvertrags be-

treffend die Vergütung von Behandlung und Pflege von Be-

wohnern in Alters- und Pflegeheimen durch die obligatori-

sche Krankenpflegeversicherung; Beschluss des Regie-

rungsrates des Kantons Glarus vom 25. November 2014. 

C-252/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass tarifsuisse ag den zwischen santésuisse - Die Schweizer Krankenver-

sicherer und curaviva St. Gallen, Thurgau und Glarus abgeschlossenen 

Vertrag betreffend die Vergütung der Behandlung und Pflege von Bewoh-

nern in Alters- und Pflegeheimen der Kantone St. Gallen, Thurgau und Gla-

rus durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung mit Geltung ab 1. 

Januar 2008 per 31. Dezember 2014 kündigte (act. 5, Beilage Nr. 3/3),  

dass curaviva Glarus am 11. November 2014 beim Regierungsrat des Kan-

tons Glarus (nachfolgend: Regierungsrat oder Vorinstanz) Antrag stellte, 

den genannten Vertrag zwischen santésuisse und curaviva St. Gallen, 

Thurgau und Glarus in Bezug auf den Kanton Glarus gestützt auf Art. 47 

Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversiche-

rung (KVG, SR 832.10) um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2015 zu ver-

längern, da die Verhandlungen mit tarifsuisse ag bezüglich der Regelung 

der Nebenleistungen gescheitert seien (act. 5, Beilage Nr. 3),    

dass der Regierungsrat in der Folge dem Antrag von curaviva Glarus ent-

sprochen und den genannten Vertrag mit Regierungsratsbeschluss vom 

25. November 2014 für den Kanton Glarus bis zum 31. Dezember 2015 

verlängert hat (act. 1, Beilage Nr. 1), 

dass tarifsuisse ag und die von ihr vertretenen Krankenversicherer (nach-

folgend: Beschwerdeführerinnen) hiergegen mit Eingabe vom 12. Ja-

nuar 2015 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben haben 

(act. 1), 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art 47 KVG vor Bundes-

verwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 53 Abs. 1 KVG) und vorliegend ein 

Regierungsratsbeschluss betreffend einer Vertragsverlängerung nach Art. 

47 Abs. 3 KVG angefochten ist, 

dass die Beschwerdeführerinnen mit Zwischenverfügung vom 16. Januar 

2015 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 16. Februar 2014 

C-252/2015 

Seite 3 

(recte: 16. Februar 2015) aufgefordert wurden, ansonsten auf das Rechts-

mittel nicht eingetreten werde, und diese Verfügung am 17. Januar 2015 

zugestellt wurde (act. 2 und 4), 

dass gemäss Art. 21 Abs. 3 VwVG die Frist für die Zahlung eines Kosten-

vorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Be-

hörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bank-

konto in der Schweiz belastet worden ist, wobei der Zeitpunkt massgebend 

ist, in welchem die Zahlung durch die Post oder Bank effektiv abgebucht 

wurde (Valutadatum), 

dass der einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- erst am 19. Februar 

2015 bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts eingegangen 

ist (act. 6),  

dass gemäss einer internen Abklärung bei der PostFinance AG am 

19. Februar 2015 ein Betrag von Fr. 4'000.- von der Regiobank Solothurn 

AG der PostFinance AG übergeben und gleichentags dem ESR-Konto des 

Bundesverwaltungsgerichts gutgeschrieben wurde (act. 8),  

dass tarifsuisse ag nach Aufforderung durch den Instruktionsrichter, ihre 

Zahlung mittels Beweismittel zu belegen, einen Kontoauszug der Re-

giobank Solothurn AG einreichte, welchem zu entnehmen ist, dass der Be-

trag von Fr. 4'000.- dem Konto der tarifsuisse ag effektiv am 19. Februar 

2015 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts belastet wurde (act. 7 

und 9), 

dass entsprechend festzuhalten ist, dass die Beschwerdeführerinnen den 

Vorschuss erst am 19. Februar 2015 und damit nicht innert der gesetzten 

Frist geleistet haben, 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die von der Vorinstanz am 16. Februar 2015 eingereichte Vernehm-

lassung den Beschwerdeführerinnen zur Kenntnis zu bringen ist,  

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn – wie vorliegend – Gründe in der Sache oder in der Person der Partei 

es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerle-

gen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), 

C-252/2015 

Seite 4 

dass der verspätet geleistete Vorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.- den 

Beschwerdeführerinnen zurückzuerstatten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. 

Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 VGKE), 

dass eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen 

Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundes-ver-

waltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG i.V.m. Art. 53 Abs. 1 KVG 

getroffen hat, gemäss des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(BGG, SR 173.110) unzulässig ist und das vorliegende Urteil somit endgül-

tig ist und mit Eröffnung in Rechtskraft tritt. 

 

(es folgt das Urteilsdispositiv) 

  

C-252/2015 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der verspätet geleistete Ver-

fahrenskostenvorschuss von Fr. 4'000.- wird den Beschwerdeführerinnen 

nach ihren Anweisungen zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilagen: Formular 

Rückerstattung und Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 

16. Februar 2015) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. Tarifvertrag "Heimverbände"; Gerichtsurkunde) 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Susanna Gärtner 

 

 

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