# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b0e9c32-a8b8-5de6-a377-0a881c0bd6de
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 20.02.2025 3-RV.2023.93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2023-93_2025-02-20.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2023.93       
P 28 
 

 

 

 

Urteil vom 20. Februar 2025 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Loser  

Richter Schorno  

Gerichtsschreiberin Betsche          

 

 
 

   

Rekurrent 1  A._____  

 

Rekurrentin 2  B._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission Q._____ 

vom 20. Juni 2023 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2020 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 30. Juni 2022 (Eingangsstempel des Gemeindesteueramtes Q._____) 

reichten A._____ und B._____ die am 28. Juni 2022 unterzeichnete 

Steuererklärung 2020 zusammen mit einem auf den 30. Juni 2022 datierten 

Begleitbrief ein. 

 

2. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2020 

zu einem steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen von 

CHF 266'700.00 und zu einem steuerbaren und satzbestimmenden 

Vermögen von CHF 1'256'000.00 veranlagt.  

 

3. 

3.1. 

Mit Schreiben vom 30. Januar 2023 (Postaufgabe am 31. Januar 2023) 

wiesen A._____ und B._____ die Veranlagungsverfügung vom 24. Januar 

2023 (Zustellung am 25. Januar 2023) "als Retoursendung in aller Form 

zurück." 

 

3.2. 

Mit Schreiben vom 7. Februar 2023 bestätigte das Gemeindesteueramt 

Q._____ den Eingang der Einsprache. Gleichzeitig wurden A._____ und 

B._____ aufgefordert, bis zum 7. März 2023 zu präzisieren, "gegen was 

Sie in der Steuerveranlagung 2020 Einsprache erheben." 

 

3.3. 

Mit Schreiben vom 3. März 2023 nahmen A._____ und B._____ Stellung. 

 

4. 

Mit Entscheid vom 20. Juni 2023 wies die Steuerkommission Q._____ die 

Einsprache ab.  

 

5. 

Den Einspracheentscheid vom 20. Juni 2023 (Zustellung am 21. Juni 2023) 

haben A._____ und B._____ mit Rekurs vom 14. Juli 2023 (Postaufgabe 

gleichentags) an das Spezialverwaltungsgericht, Abteilung Steuern, 

weitergezogen. Zum einen wurde ausgeführt: 

 

"Wir distanzieren uns in aller Form, eine Beschwerde ans GSTA einge-
reicht zu haben" und "Die 'Zusatzbeschwerde' GSTA 20.6.2023 zielt nur 
auf Verzögerung. Sowohl im Antrag 6 wie im Antrag 11 im Dossier  
3-RV.bbb werden von uns die Fristen angesprochen.  
 

 - 3 - 

 

 

(…) 
 
Das Vorgehen des GSTA begründet einmal mehr unsern Antrag Nr. 11 
im Dossier 3-RV.bbb 
 

• Eine Ausdehnung auf weitere Steuerjahre durch das Gericht würde 
absolut keinen Sinn machen." 

 

A._____ und B._____ stellen sodann den  

 

"Antrag, nach Formvorschrift GSTA 
 

• Das Spezialverwaltungsgericht möge die Arbeitsweise des GSTA für 
sich beurteilen und die Erkenntnisse in den Antrag 11 im Dossier  
3-RV.bbb einfliessen lassen." 

 

Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Er-

wägungen eingegangen.  

 

6. 

Das Gemeindesteueramt Q._____ und das Kantonale Steueramt (KStA) 

beantragen mit den Vernehmlassungen die kostenfällige Abweisung des 

Rekurses. 

 

7. 

A._____ und B._____ haben keine Replik erstattet.  

 

8. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat die Akten des Rekursverfahrens  

3-RV.bbb betreffend Liquidationsgewinn 2019 und Kantons- und Ge-

meindesteuern 2019 von A._____ und B._____ beigezogen. 

  

 - 4 - 

 

 

 
 

 

  

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2020. 

Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG). 

 

2. 

2.1. 

Die Rekurrenten beantragen unter Verweis auf den Rekurs vom 21. Feb-

ruar 2022 (Verfahren 3-RV.bbb), "[d]as Spezialverwaltungsgericht möge 

die Arbeitsweise des GSTA für sich beurteilen und die Erkenntnisse in den 

Antrag 11 im Dossier 3-RV.bbb einfliessen lassen." Der Antrag 11 im 

Rekursverfahren 3-RV.bbb lautet wie folgt: 

 

11.  Die Steuererklärungen 2017/18/19 für welche die Verantwortung bei 
C._____ lag, sollen von einem vom Gericht zu bestimmenden Treu-
handbüro validiert werden, unter Kostenfolge. Ebenso seien die dann def. 
errechneten Steuern dem Gemeinde-Steueramt zur Kenntnis zu geben, 
damit es die Rückforderungen innert einer Frist veranlasse. Es wurden vor-
eilig nicht gesicherte Steuerabrechnungen an Finanzverwaltung, SVA und 
DB weitergegeben." 

 

2.2. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom tt.mm. 2024 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019, den Rekurrenten am 

16. Januar 2025 zugestellt, zum Antrag 11 das folgende ausgeführt: 

 

"2.3. 
Weiter ist auf den Rekurs mangels Zuständigkeit des Spezialverwaltungs-
gerichtes nicht einzutreten, als eine 'Validierung' der Steuererklärungen 
2017 – 2019 durch ein vom Gericht zu bestimmendes Treuhandbüro be-
antragt wird (Antrag 11). Das Spezialverwaltungsgericht ist für die steuer-
liche Prüfung des vorliegenden Rekurses zuständig. Weitere – allenfalls 
zivilrechtliche – Verantwortlichkeiten hat es nicht – und schon gar nicht 
durch ein Treuhandbüro – zu prüfen oder prüfen zu lassen. Wird ein Ver-
treter beigezogen, haben sich die vertretenen Personen dessen Handlun-
gen und Unterlassungen als eigene zurechnen zu lassen (vgl. VGE vom 
2. Mai 2012 [WBE.2011.380])."  

 

Daran ist vollumfänglich festzuhalten. Auf den Rekurs vom 14. Juli 2023 ist 

insoweit nicht einzutreten. 

 

3. 

3.1. 

Die Rekurrenten haben die ausgefüllte Steuererklärung 2020 mit einem Be-

gleitbrief eingereicht. Darin wird das folgende ausgeführt: 

 

 - 5 - 

 

 

"Wir können diese Steuererklärung nur unter Vorbehalt unterschreiben, da 
einige Positionen, die sich auf die Hofübergabe (und Steuern 2019) bezie-
hen, noch vom Spezialverwaltungsgericht zu beurteilen sind. 
 
Sie können aber die Einkommen aus Mieterträgen, Renten, Löhnen und 
Beamtungen als gesichert erachten." 

 

Weiter wurde in der Rubrik "Bemerkungen" der Steuererklärung 2020 ein-

gefügt: 

 

"Die AHV-Beiträge (CHF 854 / Kto. 5700) wurden nicht geltend gemacht 
(infolge Aufgabe SE sollte Rückzahlung erf.). 
 
Kosten aus der Hofübergabe (Kto. 6530) sind bei Liquidationsgewinnbe-
steuerung zu berücksichtigen, ansonsten in StE 2020 zusätzlich zu erfas-
sen." 

 

3.2. 

3.2.1. 

Das Gemeindesteueramt Q._____ forderte von den Rekurrenten mit 

Schreiben vom 24. Oktober 2022 Lohnausweise, einen belegmässigen 

Nachweis für Zuwendungen an gemeinnützige Institutionen und politische 

Parteien, den belegmässigen Nachweis der Unterstützungsbedürftigkeit 

von F._____ und den Nachweis der geleisteten Unterstützungsleistungen 

ein. 

 

3.2.2. 

Die Rekurrenten machten mit Schreiben vom 23. November 2022 Angaben 

zur Unterstützungsbedürftigkeit von F._____ und reichten die verlangten 

Lohnausweise und Zahlungsnachweise für die Zuwendungen an ge-

meinnützige Organisationen und politische Parteien ein. 

 

3.2.3. 

Die Steuerkommission Q._____ veranlagte die Rekurrenten mit Verfügung 

vom 24. Januar 2023 gemäss Selbstdeklaration in Beachtung der 

eingereichten Unterlagen mit Ausnahme von vier Positionen. Abweichend 

beurteilt wurden die Liegenschaftsunterhaltskosten (CHF 25'988.00 statt 

CHF 33'087.00; die Abweichung ergibt sich aus der für die Liegenschaft 

R._____ gewährten reduzierten Pauschalen [10 %-Pauschale statt 20 %-

Pauschale]), die gemeinnützigen Zuwendungen (CHF 1'380.00 gemäss 

Zahlungsnachweisen statt CHF 3'489.00; nicht als abziehbare Zuwendung 

gewährt wurde die an die K._____ GmbH geleistete Zahlung von 

CHF 2'000.00), der Unterstützungsabzug an F._____ (gemäss 

Abweichungsbegründung "[m]angels Nachweis der Unter-

stützungsbedürftigkeit sowie der Erwerbsunfähigkeit bzw. beschränkten 

Erwerbsfähigkeit") und die Schulden (CHF 2'688'295.00 anstatt 

CHF 2'693'295.00).  

 

 - 6 - 

 

 

3.2.4. 

Aus den auf der Steuererklärung vom Gemeindesteueramt aufgrund der 

Bearbeitung eingefügten Korrekturbemerkungen ergibt sich, dass die Kos-

ten aus der Hofübergabe bereits 2019 berücksichtigt worden seien. Zur Be-

merkung zu den AHV-Beiträgen wurde vermerkt: "keine SE mehr im 2020". 

 

3.2.5. 

Die Veranlagungsverfügung wurde den Rekurrenten am 25. Januar 2023 

mit A-Post Plus zugestellt. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Die Rekurrenten bestätigten mit Schreiben vom 30. Januar 2023 den Erhalt 

der definitiven Steuerveranlagung 2020. Weiter wurde ausgeführt: 

 

"Wir weisen diese als Retoursendung in aller Form zurück. Nichts kann 
definitiv sein. Sie wissen um unsere Eingabe ans Spezialverwaltungsge-
richt mit Anträgen. 
 
Sie desavouieren das Spezialverwaltungsgericht. 
 
Zu Ihrem Verständnis und ohne auf Ihre Postzustellung einzugehen, legen 
wir dar: In der Steuererklärung 2017 wurden uns für die Parzelle aaa im 
Vermögen Fr. 150'000 aufgerechnet, (mit Brief vom 19. März 2020 so ne-
benbei versucht, das als Einkommensmanko 2017 darzustellen). Später 
kamen noch mehrere 100'000 Fr. drauf; ist u.a. Teil der Beschwerde vor 
dem Spezialverwaltungsgericht. Also werden seit 2017 erhebliche un-
bereinigte Vermögenswerte, aber auch im Grundbuch eingetragene 
Schulden aus dem Geschäft nachgeschleppt. AHV 2020 (und 2021) 
sind ebenfalls nicht bereinigt. Wie Sie trotzdem zu einer definitiven Veran-
lagung kommen können, darüber wagen wir keine Aussage. 
 
Als Beilage zu unserer Steuererklärung 2020 und übrigens auch zur Steu-
ererklärung 2021 erhielten Sie je einen Begleitbrief, in dem Ihnen klar 
kundgetan wurde, dass wir nur die erfassten Einkommen aus Mieterträ-
gen, Renten, Beamtungen und Löhnen mit Unterschrift bestätigen können. 
Haben Sie diese Papiere nicht mehr? Der Hinweis auf den Begleitbrief 
steht sogar auf der 1. Seite der Steuererklärung. 
 
Unter diesen Umständen sind wir auch in Zukunft nicht bereit, eine 
definitive Steuerveranlagung zu akzeptieren." 

 

3.3.2. 

Das Gemeindesteueramt Q._____ bestätigte mit Schreiben vom 7. Februar 

2023 den Eingang einer Einsprache. Weiter wurde ausgeführt: 

 

"Aus Ihrem Schreiben vom 30.01.2023 geht leider nicht hervor, gegen was 
Sie in der Steuerveranlagung 2020 Einsprache erheben. Die Eingabe an 
das Spezialverwaltungsgericht bzgl. des privilegierten Liquidationsge-
winns des Steuerjahres 2019 tangiert Ihre Steuerveranlagung des Steuer-
jahres 2020 nicht." 

 

 - 7 - 

 

 

Die Rekurrenten wurden aufgefordert, "in einem unterzeichneten Schrei-

ben zu erklären, gegen was Sie in der Steuerveranlagung 2020 Einsprache 

erheben." 

 

3.3.3. 

Die Rekurrenten äusserten sich mit Schreiben vom 3. März 2023 zum 

Schreiben des Gemeindesteueramtes Q._____ wie folgt: 

 

"In unserem Schreiben vom 30.1.2023 haben wir Ihnen u.a. 2 Gründe auf-
gezählt, warum Sie gar keine def. Steuerrechnung 2020 erstellen können; 
ein einziger Hinweis hätte schon genügen müssen. 
 
➢ Abschluss unbereinigtes Vermögen 31. Dez. 2019 tangiert Vermögen 

Stand 1. Januar 2020. 
➢ Es sind mehrere Positionen aus den Vorjahren nicht geklärt. 
➢ Sie haben volle Kenntnis über unsere Anträge ans Spezialverwal-

tungsgericht, auch was die Steuerveranlagung betrifft. Es wurde ja 
Stellung genommen. 

➢ Es ist nicht angezeigt, dass Sie jetzt einen einzelnen Antrag heraus-
lösen, vorzeitig in eigener Regie definitiv bearbeiten wollen und so 
das Gericht übergehen. 
Damit würde bestätigt, was wir schon am 30.1.23 geschrieben haben: 
Sie desavouieren das Spezialverwaltungsgericht. 

➢ Es ist obsolet Ihnen alles nochmals darzulegen, da Sie bei Bedarf in 
den abgegebenen Dokumenten und im STG nachlesen können. Wir 
ändern die Argumente nicht. 

➢ Es gibt kein Recht auf Nichtwissen. 
➢ Sie könnten uns eine zweite prov. Rechnung für 2020 zustellen. 

Eine definitive würden wir nicht bezahlen." 

 

3.3.4. 

Die Steuerkommission Q._____ hat in der Folge einen Einsprache-

entscheid gefällt. Dabei wurde von einem Antrag auf Verfahrenssistierung 

ausgegangen und dieser abgelehnt. Das hängige Rekursverfahren betreffe 

den Liquidationsgewinn 2019. Da die Rekurrenten im Jahr 2020 nicht mehr 

selbständig erwerbstätig gewesen seien, sei es ausgeschlossen, dass das 

Urteil des Spezialverwaltungsgerichtes betreffend die Steuern 2019 Aus-

wirkungen auf die Steuerfaktoren 2020 haben könne. Auch das Vermögen 

sei per 31. Dezember 2019 nicht vom Rekursentscheid abhängig. Das de-

klarierte Guthaben der Ehefrau über CHF 150'000.00 betreffe güterrechtli-

che Ansprüche, welche bei Berechnung des steuerbaren Vermögens der 

Ehegatten bei gemeinsamer Steuerpflicht unberücksichtigt blieben.  

 

3.4. 

Mit Rekurs machen die Rekurrenten geltend, es gebe kein Dokument "Be-

schwerde". Die Aktion sei sinn- und zwecklos. Die Vorinstanz zwinge die 

Rekurrenten, das Spezialverwaltungsgericht anzurufen. Die Leiterin des 

Gemeindesteueramtes und der Präsident der Steuerkommission Q._____ 

(als Unterzeichner des Einspracheentscheides) hätten eine Beschwerde 

konstruiert. Die Rekurrenten distanzierten sich in aller Form davon, eine 

 - 8 - 

 

 

Beschwerde an das Gemeindesteueramt Q._____ eingereicht zu haben. 

Weiter wurde ausgeführt, die definitive Steuerveranlagung 2020 sei 

verfrüht gestellt worden, da das Spezialverwaltungsgericht zu den Kantons- 

und Gemeindesteuern 2019 noch kein Urteil gefällt habe. Ausdrücklich 

wurde festgehalten: "Wir haben kein Begehren gestellt." und "Wir haben 

keine Einsprache erhoben."  

 

Geltend gemacht wurde, dass das Vermögen nicht stimmen könne. Alles 

gehöre zum gleichen Rechtsstreit im Verfahren 3-RV.bbb. Sodann wurde 

in Teilen auf die Einsprache vom 22. Juli 2021 betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2019 verwiesen. Es handle sich nicht um die Forderung 

von CHF 150'000.00 der Ehefrau. Es gehe um "150'000, erste Parzel-

lenschätzung im Steuerjahr 2017 (wo versucht wurde, Vermögen auch 

noch als Einkommen aufzurechnen!)". Dazu wurde "zu Antrag Nr. 2 im Dos-

sier 3-RV.bbb" Bezug genommen. 

 

Zusammenfassend wurde festgehalten, dass das Verfahren nicht von den 

Rekurrenten verursacht worden sei. Die vorgetäuschte "Beschwerde" sei 

nicht aus einem amtlichen Versehen entstanden. Die "Zusatzbeschwerde" 

des Gemeindesteueramtes Q._____ vom 20. Juni 2023 ziele nur auf 

Verzögerung. Sowohl im Antrag 6 wie im Antrag 11 im Verfahren 3-RV.bbb 

würden die Fristen angesprochen, 

 

4. 

4.1. 

Die Steuerkommission Q._____ hat die Eingabe vom 30. Januar 2023 als 

Einsprache behandelt. Die Rekurrenten bestreiten grundsätzlich, dass die 

Eingabe als Einsprache zu behandeln gewesen sei. "Es gibt kein Verbot 

für uns, ein Amt auf Fehler hinzuweisen". Es ist zu prüfen, ob die 

Steuerkommission Q._____ zu Recht von einer Einsprache ausgegangen 

ist. 

 

4.2. 

4.2.1. 

Die Einsprache muss nach dem Wortlaut von § 193 Abs. 1 StG einen An-

trag enthalten, aus dem hervorgeht, gegen welche Punkte der Veranlagung 

sich die Einsprache richtet. Die angefochtene Veranlagungsverfügung ist 

anzugeben. Die Einsprache soll eine Begründung enthalten. Beweismittel 

sind beizulegen oder, sofern dies nicht möglich ist, genau zu bezeichnen. 

Fehlt ein Antrag, ist unter Androhung des Nichteintretens bei Unterlassung 

eine angemessene Frist zur Verbesserung anzusetzen (§ 193 Abs. 2 StG).  

 

4.2.2. 

Das aargauische Verwaltungsgericht hielt im Urteil vom 30. November 

2017 [WBE.2017.450] zu den Anforderungen, welche eine Einsprache er-

füllen muss, dagegen fest, dass eine Steuerkommission auf eine rechtzei-

 - 9 - 

 

 

tige, schriftlich abgefasste und unterzeichnete Einsprache gegen eine or-

dentliche Veranlagung eintreten muss, wenn sie keinen Antrag und keine 

Begründung enthält. Sie muss die angefochtene Steuerveranlagung noch-

mals überprüfen (vgl. auch SGE vom 22. Oktober 2020 [3-RV.2020.87]. 

 

4.3. 

4.3.1. 

Mit den Eingaben vom 30. Januar 2023 und vom 3. März 2023 brachten 

die Rekurrenten deutlich zum Ausdruck, dass sie mit der Veranlagungsver-

fügung vom 24. Januar 2023 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 

2020 nicht einverstanden sind. Unter diesen Umständen musste die Vor- 

instanz von einem Einsprachewillen ausgehen und die rechtzeitige Ein-

gabe vom 30. Januar 2023 als Einsprache entgegennehmen. Dass die Re-

kurrenten mit dem Vorgehen der Vorinstanz in formeller und materieller 

Hinsicht nicht einverstanden waren, wurde mit dem Rekurs bestätigt. 

 

4.3.2. 

Wäre die Steuerkommission Q._____ nicht von einer Einsprache 

ausgegangen, wäre die Veranlagungsverfügung vom 24. Januar 2023 (un-

angefochten) in Rechtskraft erwachsen und damit (unabhängig vom Urteil 

des Spezialverwaltungsgerichtes im im Zeitpunkt der Einsprache vom 

30. Januar 2023 noch vor diesem Gericht pendenten Verfahren betreffend 

Kantons- und Gemeindesteuern 2019) unabänderlich geworden. Die Steu-

erkommission Q._____ hat damit mit der Entgegennahme des Schreibens 

der Rekurrenten vom 30. Januar 2023 als Einsprache zu Recht im 

Interesse der Rekurrenten gehandelt.  

 

4.3.3. 

Ein anderer Entscheid hätte als überspitzt formalistisch einer gerichtlichen 

Überprüfung aus formellen Gründen wohl nicht standgehalten, was ebenso 

für einen Entscheid des Spezialverwaltungsgerichtes gelten müsste, würde 

von diesem auf den Rekurs mangels Anfechtungsobjektes (wird keine Ein-

sprache erhoben, kann auch kein gültiger anfechtbarer Einspracheent-

scheid vorliegen) nicht eingetreten. 

 

5. 

5.1. 

Die Steuerkommission Q._____ ist im Einspracheverfahren von einem 

Sistierungsantrag ausgegangen und hat diesen abgewiesen.  

 

5.2. 

Die Rekurrenten bestreiten einerseits, ein solches Begehren gestellt zu ha-

ben. Gleichzeitig machten sie in den Eingaben vom 30. Januar 2023 und 

vom 3. März 2023 aber mindestens sinngemäss geltend, die Veranla-

gungsverfügung betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2020 sei ver-

früht ergangen. Das Urteil des Spezialverwaltungsgerichtes im Verfahren 

 - 10 - 

 

 

3-RV.bbb betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 müsse ab-

gewartet werden. Im Rekurs wird sodann geltend gemacht, der Einsprache-

entscheid vom 20. Juni 2023 diene der "Verzögerung" (Rekurs, S. 3, "Zu-

sammenfassung"). 

 

5.3. 

Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass die Steuerkommission 

Q._____ von einem Antrag auf Sistierung des Verfahrens betreffend 

Kantons- und Gemeindesteuern 2020 ausgegangen ist, wollten die Rekur-

renten doch offensichtlich, dass zuerst das Verfahren betreffend Kantons- 

und Gemeindesteuern 2019 abgeschlossen werde.  

 

5.4. 

Es stand in der Kompetenz des Gemeindesteueramtes Q._____, die 

Veranlagung nach Einreichung der Steuererklärung 2020 trotz der im 

Begleitbrief angebrachten Vorbehalte und trotz hängigem Rekursverfahren 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 vorzubereiten (§ 163 

StG). Sodann stand es in der Kompetenz der Steuerkommission Q._____, 

die Veranlagung zu verfügen (§ 164 StG). Es ist nicht vorgeschrieben 

(wenn auch oft empfehlenswert), die Rechtskraft der Veranlagung einer 

Vorperiode abzuwarten. Die Steuerkommission Q._____ hat damit den 

Antrag auf Verfahrenssistierung begründet abgewiesen. 

 

6. 

6.1. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom tt.mm. 2024 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 festgehalten: 

 

"2.4. 
Der Rekurs richtet sich wie die Einsprache gegen die Veranlagung der 
Kantons- und Gemeindesteuern 2019 sowie gegen die gleichentags ver-
sandte (vgl. Aktennotiz vom 21. November 2024) Veranlagung des privile-
gierten Liquidationsgewinnes 2019. Im Rekurs werden keine Einwendun-
gen mehr gegen die ordentliche Veranlagung 2019 erhoben. Auf den Re-
kurs ist insoweit einzutreten." 

 

6.2. 

Auch daran ist vollumfänglich festzuhalten. Dementsprechend ist unverän-

dert von einer unangefochtenen korrekten ordentlichen Veranlagung der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2019 auszugehen.  

 

6.3. 

Ist von einer unangefochtenen Veranlagung der Kantons- und Gemeinde-

steuern 2019 auszugehen, ist der Vermögensstand per 31. Dezember 2019 

nicht mehr zu korrigieren. Ebensowenig vermag eine das Jahr 2017 betref-

fende Vermögensvergleichsrechnung (Rekursbeilage 6) am Vermögen am 

 - 11 - 

 

 

Stichtag 31. Dezember 2019 etwas zu ändern. Die Veranlagung 2017 ist 

rechtskräftig. 

 

6.4. 

6.4.1. 

Die Rekurrenten beziehen sich sodann im Rekurs in den Bemerkungen zu 

Ziff. 2.2 des Einspracheentscheids auf den Antrag 2 und in der Zusammen-

fassung auf Antrag 6 des Rekurses vom 21. Februar 2022 (3-RV.bbb) 

betreffend Liquidationsgewinn 2019. Diese lauten wie folgt: 

 

"2. Die Kapitalabrechnung sei neu zu erstellen. 
 
(…) 
 
6. Infolge Steuerabrechnung mit Hofübergabe unter BGBB sei damit nach 
Art. 78 Grundbuch zu verfahren. Eine im BGBB begründete Schuld kann 
nach Hofübergabe nicht mehr eingelöst werden. Es bleiben die vorge-
schlagenen Varianten / oder andere / innert Frist zu bereinigen." 

 

6.4.2. 

Es ist zum einen nicht nachvollziehbar, inwiefern die "Kapitalabrechnung" 

(Antrag 2) der Liquidationsgewinnsteuer 2019, welche getrennt vom übri-

gen Einkommen in einem separaten Verfahren mit privilegierter Besteue-

rung abgewickelt wird, Einfluss auf die Kantons- und Gemeindesteuern 

2020 haben könnte.  

 

Das Spezialverwaltungsgericht hat sodann in seinem Urteil vom 

tt.mm. 2024 ausführlich zur Berechnung des Liquidationsgewinnes Stel-

lung genommen, so dass auf diese Erwägungen, welche den Rekurrenten 

bekannt sind, verwiesen werden kann. 

 

6.4.3. 

Auch der Antrag 6 im Rekurs vom 21. Februar 2022 (3-RV.bbb) betreffend 

Liquidationsgewinn 2019 hat keinen Einfluss auf die Veranlagung der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2020.  

 

Das Spezialverwaltungsgericht hat sich ausserdem in seinem Urteil vom 

tt.mm. 2024 ausführlich (Erw. 9.3. und 9.4.) zur Anrechnung von Schulden 

(insbesondere im Zusammenhang mit der Parzelle aaa) und insbesondere 

zur Anrechnung von Schulden unter Ehegatten geäussert, so dass auf 

diese Erwägungen, welche den Rekurrenten ebenfalls bekannt sind, 

verwiesen werden kann. 

 

6.4.4. 

Der Einspracheentscheid ist vor diesem Hintergrund ebenfalls nicht zu be-

anstanden, zumal sich die Rekurrenten im Schreiben vom 30. Januar 2023 

insbesondere zu einer Aufrechnung von CHF 150'000.00 geäussert haben, 

 - 12 - 

 

 

diesen Einwand aber trotz Aufforderung des Gemeindesteueramtes 

Q._____ vom 7. Februar 2023 nicht präzisiert haben.  

 

6.5. 

Zu den übrigen Korrekturen, insbesondere betreffend Kürzung des Liegen-

schaftsunterhaltes und des Abzuges für freiwillige Zuwendungen an ge-

meinnützige Institutionen sowie zur Streichung des Unterstützungsabzu-

ges haben sich die Rekurrenten im Rekurs nicht geäussert. Aufgrund der 

Akten sind die Korrekturen begründet und zu bestätigen. Sodann können 

im Zusammenhang mit der 2019 beendeten selbständigen Erwerbstätigkeit 

stehende Aufwendungen in der Steuerveranlagung 2020 nicht berücksich-

tigt werden. 

 

7. 

Im Ergebnis ist der Rekurs vollumfänglich abzuweisen. 

 

8. 

Bei diesem Verfahrensausgang haben die Rekurrenten die Verfahrenskos-

ten zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). Sodann ist den Rekurrenten keine Par-

teientschädigung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG).  

 

 

 

  

 - 13 - 

 

 

 
   

Das Gericht erkennt: 

 

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Rekurrenten haben die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staats-

gebühr von CHF 300.00, der Kanzleigebühr von CHF 155.00 und den Aus-

lagen von CHF 100.00, zusammen CHF 555.00, (unter solidarischer Haft-

barkeit) zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Gemeindesteueramt Q._____ 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

 

  

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Aarau, 20. Februar 2025 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Betsche