# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67c90ca9-e59d-5eb1-a9db-8139531d202f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.05.2018 D-2344/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2344-2018_2018-05-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2344/2018 

law/rep 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka, zur Zeit in (…), 

c/o Schweizerische Vertretung in Colombo, Sri Lanka, 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 

Verfügung des SEM vom 22. Februar 2018 / N (…). 

 

 

 

D-2344/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Schreiben vom 13. Oktober 2011 (Datum Eingangsstempel der 

Schweizer Botschaft) ersuchte der Beschwerdeführer – ein Staatsangehö-

riger Sri Lankas tamilischer Ethnie – die Schweizer Botschaft in Colombo 

(nachfolgend Botschaft) um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und 

um Gewährung von Asyl nach. 

A.b Mit Schreiben vom 18. Oktober 2011 bestätigte die Botschaft den Ein-

gang seines Schreibens und ersuchte ihn um Vervollständigung des 

rechtserheblichen Sachverhalts, namentlich um Darlegung aller Verfol-

gungsgründe, seiner Schritte, die er zum eigenen Schutz bereits unternom-

men habe, und um Einreichung der entsprechenden Beweisdokumente so-

wie Kopien seiner Identitätspapiere. Dazu setzte sie ihm eine Frist bis zum 

30. November 2011 an, verbunden mit der Androhung, im Unterlassungs-

fall werde davon ausgegangen, dass er am Gesuch nicht festhalte, und 

das Verfahren abgeschrieben. 

A.c Mit Eingabe vom 18. November 2011 nahm der Beschwerdeführer zu 

den ihm gestellten Fragen Stellung. Gleichzeitig reichte er einen Original-

Geburtsregisterauszug und verschiedene Dokumente in Kopie (Pass; 

Identitätskarte; Schreiben des Internationalen Komitees des Roten Kreu-

zes [ICRC]; ICRC card; Information, Counselling and Referral Services 

Karte [ICRS card]; Bestätigung der Dorfvorsteherin [Grama officer] und 

Entlassungsbriefe aus der Rehabilitationshaft [release letters]) ein. 

A.d Mit Schreiben vom 16. Dezember 2011 forderte die Botschaft den Be-

schwerdeführer auf, sich am 10. Januar 2012 auf der schweizerischen Ver-

tretung zu einer Befragung einzufinden und allfällige Beweismittel vorzule-

gen unter der Androhung, im Falle eines unentschuldigten Nichterschei-

nens werde das Gesuch abgeschrieben. 

A.e Am 10. Januar 2012 befragte ein Mitarbeiter der Botschaft den Be-

schwerdeführer zu seinen Asylgründen. Das Befragungsprotokoll wurde 

zusammen mit den Unterlagen des Dossiers sowie mit einem kurzen er-

gänzenden Bericht der Botschaft dem damaligen Bundesamt für Migration 

(BFM; seit dem 1. Januar 2015: SEM) mit Schreiben vom 11. Januar 2012 

übermittelt. 

A.f Mit Schreiben der Botschaft vom 22. Mai 2015, adressiert an den Be-

schwerdeführer und seine Ehefrau, wurden diese aufgefordert, sich am 

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23. Juni 2015 auf der Botschaft zu einer Befragung einzufinden, unter dem 

Hinweis darauf, sich bei Landesabwesenheit in der für den aktuellen Auf-

enthaltsort zuständigen Schweizer Botschaft zu melden, die auch für die 

Bearbeitung des Gesuchs zuständig sei. 

A.g Am 23. Juni 2015 wurde die Ehefrau des Beschwerdeführers durch die 

Botschaft zu ihren Asylgründen befragt. 

B.  

Mit Verfügung vom 21. Oktober 2015 lehnte das SEM die Asylgesuche der 

Ehefrau des Beschwerdeführers und ihrer Kinder ab und verweigerte die 

Einreise in die Schweiz. Mit separatem Schreiben gleichen Datums teilte 

das SEM dem Beschwerdeführer mit, dass sein Asylgesuch infolge Nicht-

erscheinens auf der schweizerischen Vertretung in B._______ formlos ab-

geschrieben werde. 

C.  

Mit gleichzeitig an das Bundesverwaltungsgericht und das Staatssekreta-

riat gerichteter sowie an die Botschaft adressierter englischsprachiger Ein-

gabe vom 26. November 2015 (eingegangen bei der Botschaft am 7. De-

zember 2015) ersuchte die Ehefrau des Beschwerdeführers in dessen Na-

men sinngemäss um Wiederaufnahme seines Asylverfahrens. Gleichzeitig 

focht sie die Verfügung des SEM vom 21. Oktober 2015 an und beantragte 

sinngemäss die Aufhebung des Entscheids der Vorinstanz. 

D.  

Mit Urteil D-2386/2015 vom 31. August 2015 lehnte das Bundesverwal-

tungsgericht die Asylgesuche der Ehefrau des Beschwerdeführers und ih-

rer beiden Kinder ab und verweigerte ihnen die Einreise in die Schweiz. 

Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, es sei ihnen nicht gelun-

gen, eine aktuelle Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darzutun. 

E.  

E.a Mit Schreiben vom 4. Oktober 2017 forderte die Botschaft die Ehefrau 

des Beschwerdeführers auf, eine rechtsgültige Vollmacht desselben betref-

fend die Wiederaufnahme seines Asylgesuches aus dem Ausland nachzu-

reichen. 

E.b Am 30. November 2017 ging der Botschaft eine entsprechende, vom 

2. November 2017 datierende Vollmacht des Beschwerdeführers zu. 

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Seite 4 

E.c Mit Schreiben vom 11. Januar 2018 teilte die Botschaft der Ehefrau des 

Beschwerdeführers mit, dessen Asylverfahren werde wieder aufgenom-

men. Gleichzeitig ersuchte sie diese unter Hinweis auf die Mitwirkungs-

pflicht, zur Vervollständigung des rechtserheblichen Sachverhalts bezüg-

lich ihres Ehemannes bis zum 12. Februar 2018 konkrete Fragen betref-

fend persönliche Angaben, Familie und Angehörige in einem Drittstaat, 

Asylgründe sowie Aufenthalt in C._______ zu beantworten. Gleichzeitig 

forderte die Botschaft sie auf, Beweismittel einzureichen, die sowohl die 

Identität als auch die Asylvorbringen ihres Ehemannes belegen würden. 

Ausserdem werde dieser auch aufgefordert, Beweismittel einzureichen, die 

seinen aktuellen Aufenthaltsstatus in C._______ belegen würden. Bei un-

benutztem Ablauf der Frist werde davon ausgegangen, dass an der Wei-

terführung des Asylverfahrens kein Interesse mehr bestehe. Diesfalls ziehe 

das SEM in Betracht, den vorliegenden Fall ohne weitere Mitteilung intern 

als gegenstandslos geworden abzuschreiben. 

E.d Das diesbezügliche, auf einer telefonischen Rücksprache mit ihrem 

Ehemann beruhende Antwortschreiben der Ehefrau des Beschwerdefüh-

rers vom 3. Februar 2018 traf am 6. Februar 2018 (Eingangsstempel) bei 

der Botschaft ein. 

F.  

Dem Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 13. Oktober 2011, seiner 

Botschaftsbefragung am 10. Januar 2012, den schriftlichen Stellungnah-

men vom 18. November 2011 und vom 3. Februar 2018 sowie den diver-

sen eingereichten Unterlagen ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass er 

Mitglied der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gewesen ist und sich 

bis am 5. November 2010 in Rehabilitationshaft befunden hat. Nach seiner 

Freilassung sei er zu seiner Ehefrau und seinem Kind nach D._______ zu-

rückgekehrt. Er habe einer Melde- und Unterschriftspflicht unterstanden 

und regelmässig ins E._______ Armeecamp gehen müssen. Zudem sei er 

von unbekannten Personen bedroht worden. Am 8. Mai 2013 sei er des-

halb nach B._______ (C._______), ausgereist, wo er seither arbeite. Im 

Juli 2013 sei sein zweites Kind zur Welt gekommen. Seit seiner Ausreise 

nach C._______ kämen alle drei Wochen Mitarbeiter des Criminal Investi-

gation Department (CID) zu seiner Ehefrau, die sich dabei nach ihm erkun-

digen und nach etwa fünf Minuten wieder gehen würden. Am 9. Juli 2017 

sei er nach Sri Lanka zurückgereist, um seine Ehefrau und seine beiden 

Kinder zu besuchen. Als Folge hiervon sei er am 26. August 2017 sowie 

am 5. September 2017 jeweils von zwei Leuten aufgesucht und befragt 

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worden. Diese Vorkommnisse hätten ihn dazu bewogen, am 17. Septem-

ber 2017 wieder nach C._______ zurückzukehren. Nach seiner Rückkehr 

hätten Unbekannte erneut seine Frau belästigt und sich dabei ihre Telefon-

nummer notiert. Er selbst lebe in B._______ und arbeite dort als Fahrer in 

einem Fabrikations- und Handelsunternehmen, wobei er monatlich 2000 

F._______ (entspricht Fr. 500.–) verdiene. 

G.  

Mit am 6. März 2018 via die Botschaft versandter Verfügung vom 22. Feb-

ruar 2018 – eröffnet am 9. März 2018 – verweigerte das Staatssekretariat 

dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz und lehnte dessen Asyl-

gesuch ab. 

H.  

Mit an die Botschaft gerichteter und dieser am 22. März 2018 zugegange-

ner englischsprachiger Eingabe vom 16. März 2018 beantragte der Be-

schwerdeführer mittels seiner Ehefrau sinngemäss, die angefochtene Ver-

fügung sei aufzuheben und es sei ihm die Einreise in die Schweiz zu be-

willigen beziehungsweise Asyl zu gewähren. Die von der Botschaft zustän-

digkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitete Eingabe 

traf am 24. April 2018 ein (Datum Poststempel). 

Die Ehefrau führte in der Beschwerde namentlich aus, ihr Ehemann sei in 

seinem Heimatland Drohungen ausgesetzt, weshalb er gezwungen sei, im 

Ausland zu leben. Damit seien sie als Familie faktisch voneinander ge-

trennt und nicht in der Lage, ein gemeinschaftliches Familienleben zu füh-

ren. Gleichzeitig appellierte die Ehefrau an das Mitgefühl der Schweiz, ihr 

und ihren beiden Kindern ein Leben in Frieden mit ihrem Ehemann bezie-

hungsweise Vater in der Schweiz zu ermöglichen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

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det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor. 

1.2 Die dringlichen Änderungen des Asylgesetzes vom 28. September 

2012, welche am 29. September 2012 in Kraft getreten sind, kommen vor-

liegend nicht zur Anwendung, wurde doch in der Übergangsbestimmung 

(Ziffer III) festgehalten, dass für Asylgesuche, die im Ausland vor dem In-

krafttreten der Änderung des Asylgesetzes gestellt worden sind – was vor-

liegend der Fall ist – die Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 in der bishe-

rigen Fassung gelten. 

1.3 Parteieingaben in Verfahren vor Bundesbehörden sind in einer Amts-

sprache – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch – abzufassen 

(Art. 70 Abs. 1 BV und Art. 33a Abs. 1 VwVG). Die vom Beschwerdeführer 

durch seine Ehefrau erhobene Beschwerde vom 16. März 2018 ist auf Eng-

lisch abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesse-

rung kann aus prozessökonomischen Gründen verzichtet werden, da der 

in Englisch verfassten Beschwerdeeingabe genügend klare, sinngemässe 

Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne Wei-

teres darüber befunden werden kann. 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist teilweise 

einzutreten. 

Insoweit in der Beschwerde der Wunsch auf ein gemeinschaftliches Leben 

der ganzen Familie in der Schweiz geäussert wird, ist auf die Beschwerde 

nicht einzutreten, ist doch das Asylgesuch der Ehefrau des Beschwerde-

führers und ihrer beiden Kinder aus dem Ausland vom Bundesverwaltungs-

gericht bereits rechtskräftig abgewiesen worden (vgl. Sachverhalt Bst. D). 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit einzig das Asylge-

such des Beschwerdeführers aus dem Ausland. Die Initiierung eines Fami-

lienzusammenführungsgesuchs im Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG würde 

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demgegenüber zumindest voraussetzen, dass vorgängig das vorliegende 

Asylgesuch aus dem Ausland gutgeheissen würde. Erst danach wäre der 

Beschwerdeführer berechtigt, gestützt auf seinen Asylanspruch ein ent-

sprechendes Familiennachzugsgesuch für seine Ehefrau und die beiden 

Kinder zu stellen. 

1.5 Gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG in Verbindung mit Art. 6 AsylG 

ergeht der Entscheid in deutscher Sprache. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (zur Kognition im 

Auslandverfahren vgl. BVGE 2015/2). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung 

eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz begründete die Ablehnung des Asylgesuchs des Be-

schwerdeführers im Wesentlichen damit, die Ausführungen des Beschwer-

deführers liessen nicht darauf schliessen, dass er im Falle einer Rückkehr 

nach Sri Lanka begründete Furcht vor Verfolgung habe. So gehe insbeson-

dere aus der Stellungnahme vom 6. Februar 2018 hervor, dass er im Juli 

2017 wieder nach Sri Lanka zurückgekehrt sei und sich bis im September 

2017 bei seiner Ehefrau und seinen Kindern aufgehalten habe. Dabei sei 

er zwei Mal befragt worden, weshalb er wieder nach C._______ zurückge-

reist sei. Es sei indessen nicht ungewöhnlich, dass aus der Rehabilitation 

entlassene Personen unter behördlicher Beobachtung stünden. Mit Ab-

schluss der Rehabilitationshaft seien für die betroffenen Personen jedoch 

grundsätzlich sämtliche Reisebeschränkungen aufgehoben. Seine Ausfüh-

rungen liessen denn auch nicht auf eine flüchtlingsrechtlich relevante Ver-

folgung beziehungsweise auf eine begründete Furcht vor einer solchen 

schliessen. So seien insbesondere die geltend gemachten Befragungen 

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nicht als asylrelevante Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG zu werten. Dar-

über hinaus gehe aus den Akten hervor, dass einer allfälligen Asylgewäh-

rung durch die Schweiz ohnehin der Asylausschlussgrund von aArt. 52 

Abs. 2 AsylG entgegenstehe. Danach könne einer Person das Asyl verwei-

gert werden, wenn es ihr zugemutet werden könne, sich in einem anderen 

Staat um Aufnahme zu bemühen. Nach dem Gesagten sei sowohl das 

Asylgesuch als auch der Einreiseantrag des Beschwerdeführers in die 

Schweiz abzulehnen. 

4.2 In der Beschwerde vom 16. März 2018 wird geltend gemacht, der Be-

schwerdeführer sei nach Sri Lanka zurückgekehrt, um gemeinsam mit sei-

ner Familie zu leben. Die heimatlichen Behörden liessen dies jedoch nicht 

zu, hätten sie nach seiner Rückkehr doch erneut damit begonnen, sein 

Haus aufzusuchen. Die gegenwärtige Situation in Sri Lanka stelle für ihn 

eine Gefahr dar. Aus diesem Grunde sei er auch gezwungen, im Ausland 

zu leben. 

5.  

5.1 Ein Asylgesuch kann gemäss aArt. 19 AsylG im Ausland bei einer 

schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an 

das Bundesamt überweist (aArt. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfah-

rens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht aArt. 10 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1,  

SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel 

eine Befragung durchführt. Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende 

Person aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (aArt. 10 

Abs. 2 AsylV 1). 

5.2 Der Beschwerdeführer wurde am 10. Januar 2012 durch einen Mitar-

beiter der Schweizer Botschaft in Colombo zu seinen Asylgründen befragt. 

Im Weiteren legte er seine aktuellen Asylgründe in der Stellungnahme vom 

3. Februar 2018 schriftlich dar. Den verfahrensrechtlichen Anforderungen 

ist damit Genüge getan (aArt. 10 AsylV 1). 

5.3 Das SEM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn 

die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder 

ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3, Art. 7 

und AsylG und aArt. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss aArt. 20 Abs. 2 AsylG be-

willigt das SEM einer asylsuchenden Person die Einreise zur Abklärung 

des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- 

oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. 

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Gestützt auf aArt. 20 Abs. 3 AsylG konnte das Eidgenössische Justiz- und 

Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, 

Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machten, dass 

eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 

5.4 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Vorausset-

zungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. 

Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind na-

mentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzge-

währung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen 

Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur ander-

weitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und As-

similationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend für die 

Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der be-

treffenden Person, mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Gefährdung im 

Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Auf-

enthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden 

kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3 und E. 5.1; Urteil des BVGer D-2018/2011 

vom 14. September 2011 E. 7.1 mit einer Zusammenfassung der Recht-

sprechung). 

5.5  

5.5.1 Das Bundesverwaltungsgericht teilt die Einschätzung der Vorinstanz, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerde nicht auf 

die aktuelle Gefahr einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG schliessen 

lassen. Es trifft zwar zu, dass aus der Rehabilitation entlassene Personen 

behördlich beobachtet werden. Dies deshalb, weil sie als frühere Angehö-

rige der LTTE nach wie vor beargwöhnt werden. Vor diesem Hintergrund 

sind denn auch die zweimaligen Vorsprachen durch zwei Personen beim 

Haus des Beschwerdeführers und dessen anschliessende Befragung im 

Zeitraum von zwei Monaten zu verstehen. Die behördlichen Vorsprachen 

zielen indessen hauptsächlich darauf ab, den Beschwerdeführer als ehe-

maliges Mitglied der LTTE im Auge zu behalten. Daraus allein lässt sich 

indessen nicht auf eine begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen 

schliessen, weshalb ihnen keine asylrechtliche Relevanz zukommt. Dar-

über hinaus ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer weder bei seiner 

Einreise noch bei seiner Wiederausreise nach C._______ festgenommen 

worden ist, was im Ergebnis ebenfalls deutlich darauf hinweist, dass an 

seiner Person aus Sicht der sri-lankischen Behörden kein aktuelles Verfol-

gungsinteresse besteht. Das SEM hat sein Asylgesuch somit zutreffend 

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Seite 10 

mangels Asylrelevanz der Vorbringen abgelehnt und ihm die Einreise in die 

Schweiz verweigert. 

5.5.2 Das SEM hat zudem ergänzend zutreffend erwogen, auch der Asyl-

ausschlussgrund von aArt. 52 Abs. 2 AsylG würde einer Asylgewährung in 

der Schweiz entgegenstehen. Zwar hat der Beschwerdeführer die ihm am 

11. Januar 2018 gestellte Frage nach seinem Aufenthaltsstatus in 

C._______ nicht klar beantwortet. Angesichts seines zwischenzeitlich 

mehr als fünf Jahre währenden Aufenthalts in diesem Land sowie seiner 

Anstellung in einem in B._______ ansässigen Unternehmen ist indessen – 

wie bereits die 

Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 22. Februar 2018 zutreffend angemerkt 

hat – grundsätzlich davon auszugehen, dass er dort über einen regulären 

Aufenthaltsstatus verfügt. Damit wäre es ihm auch unbenommen, gegebe-

nenfalls in C._______ um Schutz nachzusuchen. Im Weiteren sind aus den 

Akten auch keine Hinweise auf allfällige Anknüpfungspunkte zur Schweiz 

ersichtlich, leben doch hier weder nahe Verwandte oder Bezugspersonen. 

Aus den dargetanen Gründen benötigt der Beschwerdeführer den zusätz-

lichen subsidiären Schutz der Schweiz im Sinne von aArt. 52 Abs. 2 AsylG 

nicht. 

5.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer 

nicht gelungen ist, eine aktuelle Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG dar-

zulegen. Darüber hinaus wäre es ihm auch zuzumuten, sich gegebenen-

falls auch in C._______ um Schutz zu bemühen. Die Vorinstanz hat dem-

nach dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die Schweiz verwei-

gert und sein Asylgesuch aus dem Ausland abgelehnt. 

5.7 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. 

5.8 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-

lich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus ver-

waltungsökonomischen Gründen und in Anwendung von Art. 6 Bst. b des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist indes auf die 

Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Philipp Reimann 

 

 

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