# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b48b7e8a-09fd-5c68-a197-de3e76a69ebe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.09.2018 UV 2017/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-5_2018-09-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.09.2018

Entscheiddatum: 14.09.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2018
Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. Rentenanspruch 
unter Verneinung der Adäquanz der psychischen Faktoren und unter 
Annahme einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 
abgelehnt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
14. September 2018, UV 2017/5).

Entscheid vom 14. September 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin

Sabrina Bleile             

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2017/5            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer, 

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen / Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) arbeitete als (Hilfs)-Schlosser über die B.___ AG, 

weshalb er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert 

war, als ihm am 22. Juli 2013 (….) auf einer Baustelle bei Montagearbeiten eine Stange 

auf die Hand fiel (Suva-act. 1). Er zog sich dabei eine Vorderarmkontusion links zu. 

Sein Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, konnte bei der 

ersten Kontrolle am 23. Juli 2013 eine leichte Schwellung des Vorderarms links distal 

dorsal und eine leichte Dysästhesie aller Finger feststellen, während eine durchgeführte 

Röntgenuntersuchung keine ossären Läsionen zeigte (Suva-act. 7). Nachdem die 

Ruhigstellung in einer Schiene, eine antiphlogistische Behandlung, eine kombinierte 

Elektro/Ultraschalltherapie sowie die Applikation einer Ampulle Kenacort den 

Schmerzzustand nicht verbessert hatten, überwies Dr. C.___ den Versicherten an die 

Orthopädie D.___ (Suva-act. 7 und 14).

A.b  Nach einer Untersuchung am 2. September 2013 diagnostizierte Dr. med. E.___ 

von der Orthopädie D.___ ein Karpaltunnelsyndrom links sowie eine Tenosynovitis 

erstes Strecksehnenfach links, wobei er zur Objektivierung der Diagnose eine 

elektromyographische Untersuchung in Auftrag gab (Suva-act. 14). In der im 

Neurologischen Zentrum F.___ durchgeführten elektrophysiologischen Untersuchung 

vom 25. September 2013 konnte kein Hinweis auf ein sensibles oder motorisches 

Karpaltunnelsyndrom festgestellt werden. Allerdings wurde ein hochgradiger Verdacht 

auf eine leichtgradige axonale Teilläsion des Nervus radialis, Ramus profundus, links 

ca. auf der Höhe des Abgangs des Musculus abductor pollicis longus/extensor 

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digitorum geäussert. Hinweise auf eine sensible Nervenaffektion des Nervus radialis 

oder des Nervus medianus links konnten jedoch nicht erkannt werden, was aber eine 

Reizsymptomatik nicht ausschliesse (Suva-act. 28). Am 4. Dezember 2013 führte Dr. 

E.___ aufgrund der Diagnose einer Tenosynovitis des ersten Strecksehnenfachs links 

eine operative Erweiterungsplastik durch, die allerdings nicht den gewünschten Erfolg 

brachte, sondern dazu führte, dass auch die Folgen der Operation therapiert werden 

mussten (Suva-act. 30, 35 und 52). Dr. E.___ nahm in regelmässigen Abständen 

Verlaufskontrollen vor (Suva-act. 35, 41 und 52).

A.c  Am 1. April 2014 teilte die B.___ AG der Suva mit, dass sie dem Versicherten die 

Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 2. Mai 2014 zugestellt habe (Suva-act. 42).

A.d  Aufgrund der Diagnose Schmerzzustand im Bereich des ersten Strecksehnenfachs 

links bei Zustand nach schwerem Direkttrauma und Zustand nach Spaltung des ersten 

Strecksehnenfachs links wurde nach längerem Abwarten in der Klinik G.___ eine 

operative Revision durchgeführt. Es erfolgte eine Neurolyse dreier Superficialisäste, 

eine Tendolyse der Sehne des ersten Strecksehnenfachs und eine Rekonstruktion des 

Retinaculums. Dem Operationsbericht kann entnommen werden, dass bei dem Eingriff 

ausgedehnte Verwachsungen sichtbar waren und die Sehnen im Bereich des ersten 

Strecksehnenfachs nackt ohne eigentliches Retinaculum dagelegen hatten. Zum 

Schutz der Nerven wurde bei der Operation ein Periost-Läppchen aufgelegt (vgl. Suva-

act. 71). In einem Bericht vom 4. November 2014 stellte Dr. E.___ die Diagnosen 

Kontusions-Quetschtrauma Vorderarm links, Spaltung des ersten Strecksehnenfachs 

links zweimal und CRPS. Er hielt fest, dass auch die zweite Operation keinen Erfolg 

gebracht habe, es sei mittlerweile sogar schlechter geworden mit Entwicklung eines 

CRPS. Die Hand sei überwärmt und die Beweglichkeit der Langfinger werde 

schlechter. Aufgrund der erfolglosen Therapie mit Hydergin, Valium und Miacalcic 

überwies Dr. E.___ den Versicherten an die Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) (Suva-act. 92).

A.e  Im Bericht vom 19. November 2014 über die ambulante Neuvorstellung des 

Versicherten vom 6. November 2014 im KSSG wurden die Diagnosen chronisches 

Schmerzsyndrom linke obere Extremität, beginnend CRPS, positive Budapestkriterien 

jedoch nicht vollständige Ausprägung und Status nach Quetschverletzung gestellt. Es 

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wurde mit dem Versicherten ein Stufenplan zur Therapie mit einer DMSO-Salbe und 

Vitamin C besprochen. Ferner wurde Verbesserungspotenzial hinsichtlich der starken 

Schmerzmedikation eruiert, zumal diese laut dem Versicherten Nebenwirkungen 

zeitigte. Zur Beurteilung eines CRPS und gegebenenfalls zur Behandlung wurde der 

Versicherte zu einem Schmerzkonsil aufgeboten (Suva-act. 96).

A.f  Am 24. November 2014 erfolgte die Erstkonsultation im Schmerzzentrum des 

KSSG. Im Bericht vom 18. Dezember 2014 zur ambulanten Behandlung vom 15. 

Dezember 2014 wurde die Diagnose chronifiziertes neuropathisches Schmerzsyndrom 

und differentialdiagnostisch ein CRPS gestellt. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der 

Versicherte seine Situation psychisch als zunehmend angespannt erachte, da ihn die 

Schmerzen sehr belasten würden und er auch den Anforderungen seiner Familie nicht 

mehr gerecht werden könne. Er wurde an die Psychologin Dr. H.___ vom 

Schmerzzentrum verwiesen und wegen neu aufgetretener linksbetonter, vermutlich 

aufgrund von Muskelverspannungen verursachter Kopfschmerzen wurde ihm eine 

Triggerpunkttherapie verschrieben (Suva-act. 103). Einem Zwischenbericht der Klinik 

für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 20. Dezember 

2014 ist zu entnehmen, dass der Versicherte den Vorschlägen zur Verbesserung seines 

Schmerzzustandes gegenüber offen sei und diesen gerne folge, um seine 

Lebensqualität sowie seine Möglichkeit wiederum zur Arbeit zu gehen, zu verbessern 

(Suva-act. 104). Die Umstellungen bei der Medikation konnten eine leichte 

Verbesserung der Schmerzsymptomatik bewirken, jedoch klagte der Versicherte noch 

immer über starke Schmerzen (vgl. Suva-act.103 und 105).

A.g  Deshalb wurde am 7. April 2015 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin 

des KSSG am linken Unterarm des Versicherten eine Magnetresonanztomographie 

(MRI; MRT) durchgeführt. In der Beurteilung des Berichts zur MRI-Untersuchung wurde 

festgehalten, dass eine potenzielle Irritation des Ramus superficialis Nervi radialis im 

subkutanen Verlauf der ulnarseitigen Narbe des distalen Unterarms vorliegen könnte, 

wobei kein Nachweis einer Raumforderung oder Nervenkompression sichtbar sei. Es 

bestehe eine leichtgradige Tendovaginitis der Abductor-pollicis-longus- und Extensor-

pollicis-brevis-Sehnen (Suva-act. 160). Anlässlich einer Sprechstunde in der Klinik für 

Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 16. April 2015 

zeigte sich ein weitestgehend unveränderter klinischer Untersuchungsbefund mit 

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deutlichem Hoffmann-Tinel im Verlauf des Ramus superficialis Nervi radialis. Das MRT 

zeige keinen wegweisenden Befund und der Versicherte sei mit der Situation sehr 

unzufrieden. Er berichte von einer Beschwerdebesserung für etwa 8 Stunden nach 

einer durchgeführten Infiltration mit Bupivacain. Dem Versicherten wurde daher die 

Möglichkeit einer Neurotomie des Ramus superficialis Nervi radialis sowie des Astes 

Cutaneus antebrachii lateralis erläutert, wodurch man sich eine eindeutige 

Beschwerdebesserung versprach (Suva-act. 140).

A.h  Der Versicherte entschloss sich zu der erneuten Operation, obschon er über den 

bleibenden Gefühlsverlust sowie die nicht garantierte Schmerzfreiheit aufgeklärt 

worden war. Bei dem am 29. Juni 2015 durchgeführten operativen Eingriff wurde 

jeweils links eine Neurotomie des Ramus superficialias Nervus radialis, Nervus 

cutaneus antebrachii lateralis und Nervus interosseus posterior durchgeführt (Suva-act. 

156). Nach der Operation fanden Nachkontrollen in der Klinik für Hand-, Plastische- 

und Wiederherstellungschirurgie des KSSG statt, bei welchen jeweils Schwellungen der 

Hand sichtbar waren und der Versicherte weiterhin über Schmerzen und 

Sensibilitätsstörungen klagte (Suva-act. 159, 164, 171 und 193). Zwischenzeitlich 

meldete sich der Versicherte selbständig für einen neuen Konsultationstermin im 

Schmerzzentrum des KSSG (Suva-act. 194).

A.i   Nachdem sich der Versicherte damit einverstanden erklärt hatte, an einem 

mehrwöchigen stationären arbeitsorientierten medizinischen Trainingsprogramm in der 

Rehabilitationsklinik Z.___ teilzunehmen (vgl. Suva-act. 188 und 189), wurde er mit 

geplantem Eintritt auf den 12. Januar 2016 dafür angemeldet (Suva-act. 196). Aufgrund 

eines Sturzes des Versicherten verzögerte sich der Eintritt bis zum 26. Januar 2016 

(Suva-act. 196, 197, 198, 199 und 203). Dem Austrittsbericht der Klinik Z.___ vom 18. 

Februar 2016 sind die Diagnosen LWS-Kontusion und Handkontusion rechts aufgrund 

des Unfalls vom 11. Januar 2016 und Kontusion Hand links aufgrund des Unfalls vom 

22. Juli 2013 zu entnehmen. Ferner enthält der Bericht die psychiatrischen Diagnosen 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, belastende 

Lebensumstände in der Familie und akzentuierte passiv-aggressive 

Persönlichkeitszüge mit histrionischen Verhaltensauffälligkeiten mit wahrscheinlicher 

Aggravationstendenz. Differentialdiagnostisch wurde eine leichte bis mittelgradige 

depressive Episode erwähnt. Weiter wurde Adipositas Grad II diagnostiziert. Diese 

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Diagnosen und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten im 

Austrittsbericht der Klinik Z.___ erfolgten unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines 

während der Rehabilitation durchgeführten handchirurgischen Konsiliums bei Dr. med. 

I.___, handchirurgischer Konsiliar des Universitätsspitals Zürich (vgl. Suva-act. 208 S. 3 

ff.) sowie eines psychosomatischen Konsiliums bei lic. phil. J.___ (vgl. Suva-act. 209). 

Dem Austrittsbericht ist zu entnehmen, dass eine erhebliche Symptomausweitung 

hatte beobachtet werden können. Diese sei teilweise auf eine psychische Störung 

zurückzuführen. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die 

Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nicht verwertbar (Suva-act. 208 

S. 3). Aufgrund des fehlenden therapeutischen Zugangs hatte man sich zur vorzeitigen 

stationären Entlassung entschlossen (Suva-act. 208 S. 4). Das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung 

sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit 

stütze sich primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen unter Berücksichtigung 

der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Aus 

unfallkausaler Sicht ergebe sich demnach, dass keine Zumutbarkeit für die berufliche 

Tätigkeit als Schlosser bestehe. Dem Versicherten sollte aber zumindest eine leichte 

bis mittelschwere Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die vollständige Greiffunktion, einen 

vollen Krafteinsatz oder Zwangshaltungen der linken Hand erforderten, ganztags 

möglich sein, während die rechte, dominante Hand uneingeschränkt einsetzbar sei. 

Diese Zumutbarkeitsbeurteilung für adaptierte Tätigkeiten sei aber noch nicht 

abschliessend, da zur Objektivierung noch eine neurologische und 

elektrophysiologische Untersuchung angezeigt sei. Von der Fortsetzung der 

Behandlung könne keine namhafte Besserung mehr erwartet werden. Inwieweit eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch psychische Faktoren bei der chronischen 

Schmerzstörung bestehe, müsse im weiteren Verlauf psychiatrisch/psychosomatisch 

beurteilt werden. Ein schrittweiser Wiedereinstieg unter angepassten Bedingungen 

könnte sich auf den Versicherten vermutlich sogar psychisch stabilisierend auswirken 

(Suva-act. 208 S. 2 f.).

A.j   In der neurologischen Konsultation mit elektrophysiologischer Untersuchung bei 

Dr. med. K.___, FMH Neurologie, Neurologisches Zentrum F.___, vom 27. April 2016 

ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine fortbestehende neuropathische Schädigung 

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des Nervus radialis im Unterarmbereich, des Nervus ulnaris im Sulcusbereich oder des 

Nervus medianus. Die vom Versicherten gefühlte Anästhesie im sensiblen 

Medianusbereich konnte sich Dr. K.___ somit nicht erklären, während sie die 

ausgeprägten Hyp- respektive Anästhesiezonen im Ausbreitungsgebiet des Nervus 

radialis, Ramus superficialis sowie Nervus cutaneus antebrachii lateralis aufgrund der 

Neurotomien als erklärbar erachtete. Weiter hielt Dr. K.___ in ihrem Bericht zur 

Untersuchung vom 27. April 2016 fest, dass offenbar dennoch neuropathische 

Phänomene im Sinne von Reizsyndromen, insbesondere im distalen sensiblen Nervus 

radialis-Ausbreitungsgebiet fortbestehen würden. Aufgrund der Diskrepanz zwischen 

den vom Versicherten beklagten erheblichen sensomotorischen Defiziten einerseits und 

den unauffälligen bzw. nicht richtungsweisenden Neurographiebefunden wie auch den 

unauffälligen, nicht chronisch neurogen veränderten nadelmyographischen Befunden 

andererseits, schloss sich Dr. K.___ im Bericht zu ihrer Untersuchung vom 27. April 

2016 der Interpretation der Klinik Z.___ an, dass psychiatrische Aspekte im Sinne einer 

inzwischen deutlich etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren signifikant interferieren würden (Suva-act. 222).

A.k  In der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG 

wurde

anlässlich der Untersuchung vom 26. Mai 2016 ein unveränderter klinischer Befund 

festgestellt. Aus handchirurgischer Sicht bestehe keine weitere Möglichkeit zur 

Intervention, weshalb der Fallabschluss erfolge. Es werde die Fortsetzung und 

Intensivierung der Schmerztherapie empfohlen (Suva-act. 229).

A.l   Anlässlich einer Untersuchung vom 8. Juni 2016 im Schmerzzentrum des KSSG 

berichtete der Versicherte davon, dass sich die Beweglichkeit der linken Hand deutlich 

verbessert habe. Auffallend war bei dieser Untersuchung auch ein deutlicher Rückgang 

der Schwellung. Im Untersuchungsbericht vom 9. Juni 2016 wurde ferner festgehalten, 

dass neben der Ergotherapie und der psychologischen Betreuung aktuell eine 

Medikation mit Novalgin, Neurontin, Saroten sowie Pantoprazol stattfinde. Wegen der 

guten Fortschritte wurden keine weiteren Massnahmen unternommen (Suva-act. 234).

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A.m Am 28. Juni 2016 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. L.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. In 

seinem Bericht vom 29. Juni 2016 kam er zum Schluss, dass hinsichtlich der 

Beweglichkeit der Langfinger der linken Hand ein im Vergleich zum Bericht der Klinik 

Z.___ fast unveränderter Befund vorliege. Auch die Beweglichkeit im linken Handgelenk 

sei vergleichbar mit den Befunden der Klinik Z.___. Unterschiedlich sei jedoch, dass 

aktuell keine Differenz in der Bemuskelung linker Unter- oder Oberarm bei 

seitengleichem Ober- und Unterarmumfang bestehe. Er hielt fest, dass knapp drei 

Jahre nach dem Unfallereignis bei schmerzbedingt scheinbar längerem 

Mindergebrauch der linken Hand eine deutliche Atrophie der linken Hand- bzw. 

Armmuskulatur links zu erwarten wäre, jedoch bestehe eine seitengleiche 

Bemuskelung der Arme, was auf eine gewisse Symptomausweitung hindeute. Hinweise 

für ein CRPS konnte er nicht erkennen. Allerdings stellte er eine Allodynie im Bereich 

der radialseitigen Mittelhand fest. Als strukturell-objektivierbare Folge des Unfalls vom 

22. Juli 2013 erachtete er die neurologisch festgehaltenen, fortbestehenden 

neuropathischen Phänomene im Sinne von Reizsyndromen, insbesondere im distalen 

sensiblen Nervus radialis-Ausbreitungsgebiet im Rahmen der Neurotomie. Das 

Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den 

objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung nur 

ungenügend erklären. Unter Berücksichtigung der klinischen Untersuchung kam er zum 

Schluss, dass eine ausgeprägte psychische Überlagerung vorliegen dürfte (Suva-act. 

235). Nach Einholung des Verlaufsberichts des Schmerzzentrums des KSSG über die 

Untersuchung vom 8. Juni 2016 kam Dr. L.___ am 4. Juli 2016 in einer erneuten 

Beurteilung zum Schluss, dass von weiteren Behandlungen der somatischen 

Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Im Vergleich zum Befundbericht der 

Klinik Z.___ vom Februar 2016 habe sich bis zu seiner Untersuchung am 28. Juni 2016 

keine wesentliche Verbesserung der Beweglichkeit der Finger 1 bis 3 der linken Hand 

ergeben. Eine weitere Schmerztherapie sei aus unfallbedingter Sicht nicht indiziert, 

jedoch könne bei Bedarf Neurontin 400 mg und zusätzlich ein Schmerzmittel von der 

Unfallversicherung vergütet werden. Wie bereits im Behandlungsbericht der Klinik 

Z.___ festgehalten worden sei, sei dem Versicherten eine leichte bis mittelschwere 

Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die vollständige Greiffunktion, einen vollen Krafteinsatz 

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oder eine Zwangshaltung der linken Hand erforderten, ganztags möglich. Die rechte, 

dominante Hand sei uneingeschränkt einsetzbar (Suva-act. 239). Aufgrund der 

verbliebenen Belastungsinsuffizienz der linken Hand mit Bewegungseinschränkung der 

Langfinger und des Handgelenks schätzte er die Integritätsentschädigung auf 7.5 % 

(Suva-act. 238).

A.n  Mit Schreiben vom 6. Juli 2016 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass die 

Heilkosten- und Taggeldleistungen (mit Ausnahme von Schmerzmitteln und des 

Medikaments Neurontin 400 mg) per 31. Juli 2016 eingestellt würden. Aus 

unfallbedingter Sicht sei auch die Schmerztherapie im KSSG nicht mehr ausgewiesen 

(Suva-act. 240).

A.o  Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 wurde dem Versicherten von der Suva aufgrund 

einer Integritätseinbusse von 7.5 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 9450.-- 

zugesprochen, während der Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde (Suva-

act. 241).

B.   

Dagegen erhob der anwaltlich vertretene Versicherte mit Eingabe vom 26. August 2016 

Einsprache, in welcher er im Wesentlichen geltend machte, dass die psychisch 

bedingten Faktoren nicht oder nicht abschliessend geklärt seien, weshalb eine 

zumutbare Erwerbstätigkeit nicht beurteilt und ein Invaliditätsgrad nicht berechnet 

werden könne. Er beantragte eine polydisziplinäre Begutachtung (Suva-act. 253). Die 

Suva wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2016 ab (Suva-

act. 277; act. G 1.7).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rolf Dätwyler, Winterthur, am 

16. Januar 2017 Beschwerde (act. G 1). Darin beantragt er, dass der 

Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 1. Dezember 

2016 bzw. die Verfügung vom 19. Juli 2016 aufzuheben seien und über die Ausrichtung 

der Invalidenrente per 1. August 2016 neu zu verfügen sei. Ferner beantragt er, dass 

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ihm die Heilkosten- und Taggeldleistungen weiterhin auszurichten und die Kosten für 

die Schmerztherapie im KSSG weiterhin zu übernehmen seien. Weiter stellt er den 

Antrag, dass das Gutachten der Sozialversicherungsanstalt (SVA) St. Gallen 

abzuwarten und ihm nach Eingang des Gutachtens eine Frist zur Ergänzung der 

Beschwerdebegründung zu gewähren sei. Eventualiter sei ein weiteres Gutachten über 

seinen Gesundheitszustand anzuordnen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (act. G 1 S. 2).

C.b Mit Eingabe vom 21. Februar 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die Vorakten 

sowie ihre Beschwerdeantwort ein (act. G 3; Suva-act. 1 ff.). Darin beantragt sie die 

Abweisung der Beschwerde vom 16. Januar 2017, soweit darauf einzutreten sei, und 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 1. Dezember 2016. Ferner beantragt 

sie, dass das beschwerdeführerische Gesuch um Sistierung des vorliegenden 

unfallversicherungsrechtlichen Prozesses bis zum Abschluss der von der SVA St. 

Gallen in die Wege geleiteten medizinischen Begutachtung abzuweisen sei (act. G 3 S. 

2). 

C.c  Am 14. März 2017 ordnete das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die 

Fortsetzung des Schriftenwechsels an. Dabei wurde angemerkt, dass es zufolge der 

Belastungssituation des Gerichts ohnehin noch längere Zeit dauern werde, bis die 

Beschwerde konkret zur Beurteilung gelange, weshalb der Beschwerdeführer 

voraussichtlich auch so Gelegenheit bekomme, das erwartete Gutachten im Prozess 

nachzureichen (act. G 4).

C.d  Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G 5). 

Zur Nachreichung des erwarteten Gutachtens kam es nicht.

C.e  Mit Schreiben vom 8. September 2018 teilte der Rechtsvertreter des Versicherten 

mit, dass er das Mandat niedergelegt habe (act. G 6).

Erwägungen

1.   

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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, 

nachdem ein Unfallereignis aus dem Jahr 2013 streitig ist, die bis 31. Dezember 2016 

gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands im vorliegenden Verfahren ist zu 

beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich 

lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 

zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. 

eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt (vorliegend) 

der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren 

Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und 

somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Einspracheentscheid 

ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1).

2.2  Über die Einstellung der Heilbehandlungskosten und Taggeldleistungen hat die 

Beschwerdegegnerin in der Mitteilung vom 6. Juli 2016 befunden (Einstellung der 

Leistungen per 31. Juli 2016 mit Ausnahme der Kostenübernahme für Schmerzmittel 

und für das Medikament Neurontin 400 mg, Suva-act. 240). Die Einstellung der 

vorübergehenden Versicherungsleistungen ist formwidrig erfolgt, d.h. nicht wie im Fall 

der Verweigerung von Versicherungsleistungen gefordert in Form einer Verfügung (vgl. 

dazu Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; Art. 124 lit. b UVV). Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in 

einem formlosen Verfahren behandelt werden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG), wobei Art. 51 

Abs. 2 ATSG der betroffenen Person in diesen Fällen die Möglichkeit gibt, eine 

Verfügung zu verlangen. Hat ein Versicherungsträger formlos und nicht mittels 

Verfügung in ablehnendem Sinn entschieden, kann Art. 51 ATSG, der sich nur auf das 

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zulässige formlose Verfahren bezieht, hingegen keine direkte Anwendung finden. Das 

Gesetz enthält somit für den vorgenannten Fall - Entscheid im formlosen Verfahren 

nach Art. 51 ATSG, der laut Art. 49 Abs. 1 ATSG in Verfügungsform hätte ergehen 

müssen - keine ausdrückliche Regelung. Damit das Verfahren in die gesetzlich 

vorgesehenen Wege gelenkt und der versicherten Person der Rechtsweg geöffnet wird, 

drängt sich allerdings die analoge Anwendung von Art. 51 Abs. 2 ATSG auf. Es wäre 

dem Beschwerdeführer somit unbenommen gewesen, eine anfechtbare Verfügung 

über die Leistungseinstellung zu verlangen oder der Beschwerdegegnerin auf andere 

Weise mitzuteilen, dass er mit der Leistungseinstellung nicht einverstanden sei, 

woraufhin diese eine Verfügung hätte erlassen müssen. Auch in seiner Einsprache hätte 

der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer sein fehlendes Einverständnis hinsichtlich 

der Leistungseinstellung noch zum Ausdruck bringen können, da es ihm nicht zum 

Nachteil gereichen darf, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungseinstellung 

formwidrig verfügt hat. Wie diese allerdings zu Recht einwendet (act. G 3 S. 4), hat sich 

das Prozessthema des Einspracheverfahrens auf den Rentenpunkt beschränkt (vgl. 

Suva-act. 253; act. G 1.7). Mit anderen Worten hat der Beschwerdeführer mit seiner 

Einsprache die Rentenverfügung vom 19. Juli 2016 (vgl. Suva-act. 241) angefochten, 

ohne die Leistungseinstellung, welche der Rentenverfügung vorausgegangen war (vgl. 

Suva-act. 240), zu beanstanden. Vielmehr hat er in seiner Einsprache eine 

polydisziplinäre Begutachtung beantragt, um seine Erwerbsfähigkeit und seinen 

Invaliditätsgrad für die Rentenfestsetzung abzuklären (Suva-act. 253). Damit hat er 

indirekt zum Ausdruck gebracht, dass er die Prüfung der Rente wünscht und somit 

auch mit der Leistungseinstellung, welche einer Rentenprüfung vorhergeht, 

einverstanden ist. Überdies ist auch die mit der Rentenverfügung vom 19. Juli 2016 

zugesprochene Integritätsentschädigung, deren Prüfung ebenfalls einen Fallabschluss 

voraussetzt (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG), unangefochten geblieben (vgl. Suva-act. 253). 

Zudem geht aus der Einsprache nicht hervor, dass der Beschwerdeführer mit der 

Leistungseinstellung oder dem Zeitpunkt der Rentenprüfung nicht einverstanden sei 

(vgl. Suva-act. 253). Nachdem sich die Einsprache und der Einspracheentscheid nur 

mit dem Rentenpunkt befassen (vgl. Suva-act. 253; act. G 1.7), kann 

Anfechtungsgegenstand dieses Verfahrens ebenfalls nur der Rentenanspruch sein (vgl. 

E.2.1). Soweit der Beschwerdeführer die Weiterausrichtung der Heilkosten- und 

Taggeldleistungen (inklusive Weiterführung der Schmerztherapie) beantragt (vgl. act. G 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/22

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1 S. 2), kann darauf nicht eingetreten werden. Folglich ist der Beschwerdeführer nicht 

zu hören, wenn er geltend macht, dass entsprechend neuerer Abklärungen der 

medizinische Endzustand allenfalls noch nicht erreicht sei (vgl. act. G 1 S. 4; vgl. im 

Übrigen BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens ist somit lediglich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen 

Anspruch auf eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente ab dem 1. August 2016 

verneint hat.

3.   

3.1  Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde im Wesentlichen geltend, dass 

aufgrund der lückenhaften medizinischen Ergebnisse vor einer weiteren Begutachtung 

keine detaillierten Aussagen zu seinen Erwerbsmöglichkeiten und zu seinem 

Invaliditätsgrad gemacht werden könnten (act. G 1 S. 7). Er bestreitet, dass ihm 

aufgrund seines Zustandes eine ganztägige leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

zumutbar sei. Er trage ständig eine Schiene, um seine Hand ruhig zu stellen. Bei der 

leichtesten Belastung, wie beispielsweise dem Schreiben am Computer schwelle seine 

Hand an. Er nehme zudem Schmerzmittel, was ihn in seinen kognitiven Fähigkeiten 

einschränke (act. G 1 S. 7). Aufgrund der ständigen Ruhighaltung der Hand sei zudem 

von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen (Suva-act. 1 S. 7). Hinsichtlich der 

medizinischen Abklärungen beanstandet er vor allem, dass die psychischen Umstände 

durch die Beschwerdegegnerin nicht angemessen überprüft worden seien (act. G 1 S. 

6). Er bestreitet, dass die psychischen Störungen keine arbeitsrelevante 

Leistungsminderung zur Folge hätten. Dies sei durch eine interdisziplinäre 

Untersuchung abzuklären (act. G 1 S. 7).

3.2  Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber insbesondere mit Verweis auf 

den Bericht von Dr. K.___ zur neurologischen Untersuchung vom 27. April 2016 und mit 

Verweis auf den Bericht vom 30. Mai 2016 über die ambulante Untersuchung in der 

Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 26. Mai 

2016 auf den Standpunkt, dass sich für die anhaltenden Beschwerden kein 

objektivierbares organisches Substrat habe finden lassen. Die vom Beschwerdeführer 

weiterhin geltend gemachten Beschwerden seien von psychischen bzw. von 

unfallfremden Faktoren geprägt (act. G 3 S. 4). Was die psychischen Probleme des 

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Beschwerdeführers betreffe, so fehle es an der Leistungsvoraussetzung der adäquaten 

Unfallkausalität (act. G 3 S. 6).

3.3  Anspruchsvoraussetzung für sämtliche Versicherungsleistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (zum Ganzen 

BGE 129 V 181 E. 3.1 f.). Für die Beantwortung der Frage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel 

auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110 

und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinne von nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches 

Substrat, welches mit bildgebenden Untersuchungsmethoden [wie Röntgen, MRI, CT, 

EEG] nachgewiesen werden konnte) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, sondern es bedarf der 

Durchführung einer eigenen Adäquanzprüfung (vgl. BGE 115 V 139 E. 6). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen 

Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).

3.4  Entsprechend der Aktenlage können gewisse objektivierbare bzw. zumindest 

nachvollziehbare unfallkausale Restfolgen ausgemacht werden. So hält Dr. K.___ in 

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ihrem Bericht zur neurologischen Konsultation mit elektrophysiologischer 

Untersuchung vom 27. April 2016 fest, dass die bestätigten ausgeprägten Hyp- 

respektive Anästhesiezonen im Ausbreitungsgebiet des Nervus radialis, Ramus 

superficialis wie Nervus cutaneus antebrachii lateralis im Rahmen der Neurotomien 

erklärbar seien. Dennoch bestünden neuropathische Phänomene im Sinne von 

Reizsyndromen, insbesondere im distalen sensiblen Nervus radialis-

Ausbreitungsgebiet offenbar fort (Suva-act. 222). Dr. L.___ bezeichnet in seinem 

kreisärztlichen Bericht vom 28. Juni 2016 die neurologisch festgehaltenen, 

fortbestehenden neuropathischen Phänomene im Sinne von Reizsyndromen, 

insbesondere im distalen sensiblen Nervus radialis-Ausbreitungsgebiet im Rahmen der 

Neurotomie, als strukturell-objektivierbare Unfallfolge (Suva-act. 235). Zudem sind dem 

Beschwerdefüher gewisse Bewegungseinschränkungen und eine 

Belastungsinsuffizienz im Bereich der linken Hand bzw. des Handgelenks geblieben 

(vgl. Suva-act. 238).

3.5  Gemäss Dr. L.___ lässt sich das Ausmass der physischen Einschränkungen mit 

den objektivierbaren pathologischen Befunden allerdings nur ungenügend erklären, 

weshalb er davon ausgeht, dass eine ausgeprägte psychische Überlagerung vorliegen 

dürfte (Suva-act. 208). Er weist auch darauf hin, dass drei Jahre nach Unfallereignis bei 

schmerzbedingt scheinbar längerem Mindergebrauch der linken Hand eine deutliche 

Atrophie der linken Hand- bzw. Armmuskulatur zu erwarten wäre, jedoch bestehe eine 

seitengleiche Bemuskelung der Arme, was auf eine gewisse Symptomausweitung 

hindeute (Suva-act. 235 S. 7). Die kreisärztliche Einschätzung stimmt darin mit der 

Beurteilung im Austrittsbericht der Klinik Z.___ überein, in welcher es heisst, dass das 

Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen sich mit den 

objektvierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und 

bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären lasse (Suva-

act. 208). Auch Dr. K.___ kommt in ihrem Bericht zur neurologischen Konsultation vom 

27. April 2016 zum Schluss, dass aufgrund der Diskrepanz zwischen den vom 

Beschwerdeführer beklagten, erheblichen sensomotorischen Defiziten einerseits und 

den unauffälligen, nicht chronisch neurogen veränderten nadelmyographischen 

Befunden andererseits, psychiatrische Aspekte im Sinne einer inzwischen deutlich 

etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

interferieren würden. Hinweise auf eine fortbestehende neuropathische Schädigung hat 

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Dr. K.___ in ihrer Untersuchung vom 27. April 2016 denn auch nicht mehr finden 

können (Suva-act. 222). Eine zuvor durchgeführte MRT-Untersuchung hat ebenfalls 

keinen wegweisenden Befund ergeben, insbesondere keinen Hinweis auf eine 

Nervenkompression oder Raumforderung (Suva-act. 160). Schliesslich halten auch die 

Ärzte von der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG in 

ihrem Bericht vom 30. Mai 2016 fest, dass durch Dr. K.___ kein Hinweis auf eine 

Nervenschädigung sowohl in den peripheren Nerven als auch radikulär habe gefunden 

werden können. Insgesamt könne auch sie die Diskrepanz zwischen dem 

neurologischen Befund und den starken Schmerzen nicht erklären. Aus 

handchirurgischer Sicht bestehe keinerlei weitere Möglichkeit einer Intervention (Suva-

act. 229). Eine bereits kurz nach dem Unfall durchgeführte Röntgenuntersuchung hat 

auch keine ossären Läsionen gezeigt (Suva-act. 7). Aufgrund der umfassenden 

medizinischen Abklärungen und der schlüssigen sowie übereinstimmenden ärztlichen 

Berichte ist davon auszugehen, dass die beklagten Beschwerden nicht vollumfänglich 

mit den objektivierbaren Befunden erklärbar sind, sondern psychische Faktoren 

interferieren. Was die psychischen Probleme des Beschwerdeführers betrifft, ist die 

Beschwerdegegnerin zu Recht von einem fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang 

zum Unfallereignis ausgegangen, da mit Blick auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung dieses Unfallereignis an sich, ohne den damit einhergehenden 

Komplikationen, gerade noch als leicht einzustufen ist, womit die Adäquanz entfällt 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2006, U 503/05, E. 

3.1). Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen 

Einspracheentscheid verwiesen werden (vgl. Suva-act. G 3 S. 7). Genauere 

Abklärungen zu den psychischen Einschränkungen, wie sie der Beschwerdeführer 

fordert (vgl. act. G 1 S. 6), erübrigen sich damit. Ferner ist anzumerken, dass aufgrund 

der Aktenlage auch nicht von einem CRPS auszugehen ist. Die Entwicklung eines 

CRPS ist zwar nach der zweiten Operation aufgrund einer Überwärmung der Hand und 

einer Verschlechterung der Beweglichkeit der Langfinger von Dr. E.___ angetönt 

worden (Suva-act. 92), jedoch ist im Rahmen der ambulanten Neuvorstellung des 

Beschwerdeführers im KSSG im November 2014 bereits festgestellt worden, dass 

keine vollständige Ausprägung der Budapestkriterien vorliegen würde (Suva-act. 96). 

Auch das Schmerzzentrum des KSSG hat die Diagnose CRPS in einem Bericht vom 

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18. Dezember 2014 nur differentialdiagnostisch gestellt (Suva-act. 103). Im 

Austrittsbericht der Klinik Z.___ ist dann eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert worden (Suva-act. 208). Auch 

Dr. K.___ geht in ihrem Bericht vom 27. April 2016 von einer inzwischen deutlich 

etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

aus (Suva-act. 222). Dr. L.___ hat in seinem kreisärztlichen Bericht vom 28. Juni 2016 

sodann ausdrücklich festgehalten, dass er keine Hinweise für ein CRPS hat erkennen 

können (Suva-act. 239).

3.6  Unter Berücksichtigung der objektivierbaren Unfallfolgen sowie den 

Beobachtungen bei den in der Rehabilitation durchgeführten physischen 

Leistungstests haben die Ärzte der Klinik Z.___, insbesondere gestützt auf medizinisch-

theoretische Überlegungen im Austrittsbericht vom 18. Februar 2016 eine 

Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen (vgl. Suva-act. 208). Sie erachten für den 

Beschwerdeführer eine Tätigkeit im bisherigen Beruf als Schlosser nicht mehr 

zumutbar, da es sich dabei um eine sehr schwere Tätigkeit mit bimanuellem 

Handeinsatz handle. Sie gehen in ihrer Beurteilung allerdings davon aus, dass ihm 

zumindest eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die 

vollständige Greiffunktion, einen vollen Krafteinsatz oder Zwangshaltungen der linken 

Hand erfordern, ganztags möglich sei. Die rechte, dominante Hand sei 

uneingeschränkt einsetzbar (Suva-act. 208 S. 3). Die Beurteilung ist in Kenntnis und in 

Würdigung der umfassenden Vorakten erstellt worden (vgl. Suva-act. 208 S. 6 ff.). Sie 

beruht ferner auf Beobachtungen bei realen Leistungstests im Rahmen eines 

Rehabilitationsaufenthalts sowie auf den Ergebnissen eines bei Dr. I.___ 

durchgeführten handchirurgischen (vgl. Suva-act. 208 S. 3) sowie eines bei lic. phil. 

J.___ durchgeführten psychosomatischen Konsiliums (vgl. Suva-act. 209). Es sind auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt worden. Sodann sind keine Anhaltspunkte 

ersichtlich, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Beurteilung nicht berücksichtigt 

worden wären und es gibt keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der 

Einschätzung sprechen. Die Beurteilung ist noch unter dem Vorbehalt einer weiteren 

neurologischen und elektrophysiologischen Untersuchung zur Objektivierung der 

neurologischen Situation erfolgt (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Die entsprechende Abklärung 

bei Dr. K.___ hat sodann aber keinen Befund ergeben, welcher an der 

Zumutbarkeitsbeurteilung etwas zu ändern vermag (vgl. Suva-act. 222). Ferner hat Dr. 

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L.___ in seiner ergänzenden ärztlichen Beurteilung vom 4. Juli 2016, nachdem er den 

Beschwerdeführer am 28. Juni 2016 kreisärztlich untersucht hatte (Suva-act. 235), die 

Zumutbarkeitsbeurteilung der Klinik Z.___ geteilt (Suva-act. 239 S. 2). Auf die 

Zumutbarkeitsbeurteilung kann demnach entgegen dem Einwand des 

Beschwerdeführers (vgl. E. 3.1) abgestellt werden. Gerade angesichts der auch von der 

Compliance her nur schwer durchführbaren physischen Leistungstests im Rahmen des 

Rehabilitationsaufenthalts ist ohnehin nicht anzunehmen, dass von einer weiteren 

medizinischen Beurteilung bessere Erkenntnisse hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit 

erlangt werden könnten (vgl. BGE 136 I 236 f. E. 5.3 mit weiteren Hinweisen).

4.   

In einem nächsten Schritt ist unter Würdigung der Aussagen der ärztlichen 

Zumutbarkeitsbeurteilung die Frage zu beantworten, inwiefern der Beschwerdeführer 

seine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 100 % in adaptierter Tätigkeit 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sozialpraktisch noch verwerten kann. Der 

Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, dass bei der Festlegung des 

zumutbaren Arbeitsmarktes auf seine Verhältnisse abgestellt werden müsse (act. G 1 

S. 6). Er habe zuletzt als Hilfsschlosser bei der B.___ AG gearbeitet, habe den Jahrgang 

19__ und spreche sehr schlecht Deutsch. Aus der abweisenden Rentenverfügung und 

dem Einspracheentscheid sei nicht ersichtlich, welche Tätigkeiten ihm weiterhin 

zumutbar sein sollten (act. G 1 S. 7).

4.1  Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter 

Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und 

abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 

V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen 

Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 

110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 

2.2; Urteil des EVG vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der 

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ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 

Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen von 

Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf Urteil vom 29. August 2007, 

9C_95/2007, E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann allerdings nicht mehr 

gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur 

unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 

8C_1050/2009, E 3.3 mit weiteren Hinweisen).

4.2  Der Zumutbarkeitsbeurteilung ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine 

linke Hand grundsätzlich noch einsetzen kann, wenn auch mit gewissen 

Einschränkungen. Ferner ist anzumerken, dass es sich bei der beeinträchtigten linken 

Hand um die adominante Hand des Beschwerdeführers handelt. Die rechte, dominante 

Hand ist uneingeschränkt einsetzbar (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt sogar für Personen, welche funktionell als Einarmige zu 

betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend 

realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet, wobei beispielsweise an einfache 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten zu denken ist (Urteil des Bundesgerichts 

vom 8. September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit Hinweisen auf mögliche 

Berufsfelder). Umso mehr muss das für Personen gelten, die weniger gravierende 

Einschränkungen aufweisen. Dass der Beschwerdeführer schlecht Deutsch spricht 

oder bisher als Hilfsschlosser gearbeitet hat, wie er es geltend macht (vgl. act. G 1 S. 

7), schliesst eine Arbeitsaufnahme auf dem ausgeglichenen theoretischen Arbeitsmarkt 

nicht aus, da dieser entsprechend der obigen Definition eben gerade auch 

verschiedenartige Stellen für Hilfsarbeiter bereithält. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Umstände und der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist somit davon 

auszugehen, dass die unfallbedingten Einschränkungen - bezogen auf den 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt - eine Verwertbarkeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht 

ausschliessen.

5.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/22

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Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), 

so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 16 ATSG 

wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.1 

5.1.1      Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des 

allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei 

ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten 

ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V 

349 E. 3.4.2, 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).

5.1.2      Die in der Verfügung vom 19. Juli 2016 durch die Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Festlegung des jährlichen Valideneinkommens auf Fr. 56'119.--, 

welches sich auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen 

Jahreslohns des Beschwerdeführers stützt (Suva-act. 215), ist nicht zu beanstanden 

und es kann darauf abgestellt werden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die 

Berechnung des Validenlohns nichts ein (vgl. act. G 1).

5.2 

5.2.1      Mit der Berechnung des Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht 

einverstanden. Es sei ihm nicht zumutbar, ein Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 

56'995.-- zu erzielen. Die Beschwerdegegnerin habe zwar einen leidensbedingten 

Abzug von 15 % berücksichtigt, jedoch sei dieser aufgrund der starken Schmerzen 

eher auf 25 % zu erhöhen (act. G 1 S. 7).

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5.2.2      Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 457 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). In 

welchem Umfang ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist, hängt nach der 

Rechtsprechung von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 

konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter und 

Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische 

Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 129 V 481 E. 

4.2.3 mit Hinweisen).

5.2.3      Wie bereits ausgeführt, ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer 

auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt immer noch genügend 

Betätigungsmöglichkeiten offenstehen. Seine linke Hand weist zwar 

Beeinträchtigungen auf, jedoch ist sie laut Zumutbarkeitsbeurteilung nicht völlig 

unbrauchbar, während die rechte dominante Hand noch uneingeschränkt eingesetzt 

werden kann (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Angesichts dieser Umstände erscheint der von 

der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 19. Juli 2016 vorgenommene 

Tabellenlohnabzug von 15 % als angemessen. Das in der gleichen Verfügung unter 

Berücksichtigung dieses Abzugs und gestützt auf die Tabelle TA 1 der vom Bundesamt 

für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2014 

(LSE 2014) für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Männer (unter 

Berücksichtigung einer Teuerung von 0.4/0.5 % und hochgerechnet auf eine 

Arbeitswoche von 41.7 Stunden) ermittelte Invalideneinkommen von gerundet Fr. 

56'995.-- ist ebenfalls nicht zu beanstanden (vgl. Suva-act. 241 S. 2).

5.3  Vorliegend steht dem ermittelten Valideneinkommen von Fr. 56'119.-- ein 

ermitteltes Invalideneinkommen von Fr. 56'995.-- gegenüber. Demnach ist der 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin zu 

verneinen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22

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6.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2018
	Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. Rentenanspruch unter Verneinung der Adäquanz der psychischen Faktoren und unter Annahme einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit abgelehnt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. September 2018, UV 2017/5).

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