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**Case Identifier:** 8da060d9-b852-5a8b-8547-d01e65e6d28f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.03.2025 IV 2024/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-89_2025-03-25.pdf

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© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/89

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 30.04.2025

Entscheiddatum: 25.03.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2025
Art. 43 ATSG: Verletzung der Untersuchungspflicht. Rückweisung an die 
Beschwerdegegnerin im Sinne der Erwägungen zur Fortführung des 
Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 25. März 2025, IV 2024/89).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 25. März 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Vera Kolb  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/89 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley,  

Blumenbergplatz 1, Postfach 1126, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/89 
 

 

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Sachverhalt 

A.   

A.a A.___ meldete sich am 13. September 2021 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Dr. 

med. B.___ von der Orthopädie C.___ reichte am 21. September 2021 einen Bericht über seine 

Untersuchungen seit dem 30. April 2021 ein (IV-act. 9). Darin hatte er im Rahmen der Untersuchung 

vom 30. April 2021 ausgeführt, dass der Versicherte am 1. Februar 2021 ein Schultertrauma rechts 

nach einem Sturz auf dem Glatteis erlitten habe. Er hatte folgenden Befund festgehalten: 

«Sympathischer, aspektmässig wenig sportlicher Patient. Schultergeradestand. Keine Atrophien 

sichtbar. Aktive Schulterbeweglichkeit mit Abduktion/Anteversion je 165° (versus 175° links), endphasig 

schmerzhaft. Aussenrotation, Innenrotation symmetrisch 60°/Th12. Passive Beweglichkeit frei. 

Schmerzangabe und Kraftminderung M4 von 5 im Liftoff-Test nach Gerber und Belly-Press-Test. 

Kräftige Aussenrotation und Abduktion M5 von 5, schmerzfrei. O’Brien/Yergason-Test schmerzhaft. 

Druckdolenz im Verlauf der langen Bicepssehne.» Zum MRI vom 11. März 2021 hatte er notiert: 

«Aspektmässig ältere subtotale Ruptur der Subscapularissehne mit signifikanter Atrophie der oberen 

Subscapularis-Muskulatur. Nach medial verlagerte lange Bicepssehne.» Am 20. Mai 2021 habe er eine 

Schultergelenks-Arthroskopie rechts vorgenommen. Im Rahmen der Untersuchungen vom 28. Mai, 16. 

Juni, 14. Juli, 17. August und 27. August 2021 hatte Dr. B.___ vermerkt, dass der Versicherte voll 

arbeitsunfähig sei. Zur Untersuchung vom 27. August 2021 hatte er folgenden Befund festgehalten: 

«Seitengleich uneingeschränkte Beweglichkeit. Nach wie vor Kraftminderung M4/5 und 

Schmerzangabe im Jobe- und Starter-Test. Kraftminderung ohne Schmerzangabe im Liftoff-Test nach 

Gerber. Positiver Impingement Test». Der Röntgenbefund zum Verlaufs-MRI der rechten Schulter vom 

19. August 2021 hatte wie folgt gelautet: «Bei Status nach subacromialer Dekompression zunehmende 

Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/subdeltoidea, DD. Bursitis. Stressreaktion am AC-Gelenk. In 

etwa stationäre PASTA-Läsion der Supraspinatussehne. Progrediente Partialruptur der 

Subscapularissehne mit ausgedünnter Sehne und bereits erheblicher Volumen-Atrophie des 

Muskelbauches. Insertionstendinitis der Infraspinatussehne.» Die Hausärzte Dres. med. D.___ und 

E.___ notierten am 1. Oktober 2021 (IV-act. 16), der Versicherte klage seit dem Sturz am 1. Februar 

2021 über persistierende rechtsseitige Schulterschmerzen. Die Operation am 20. Mai 2021 habe nur 

zu einer leichten Besserung geführt. Im Zusammenhang mit dem Trauma habe der Patient auch über 

Konzentrationsprobleme geklagt. Seit dem 1. Februar 2021 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Am 

13. Oktober 2021 führte Dr. B.___ aus (IV-act. 19), er habe beim Versicherten folgenden Befund 

erhoben: «Schulter rechts inspektorisch unauffällig. Aktive globale Beweglichkeit und passive 

glenohumerale Beweglichkeit uneingeschränkt, seitengleich. Druckdolenz im dorsolateralen Gelenks-

Aspekt. Rotatorenmanschette kräftig.» Auf eine vor rund einem Monat durchgeführte subacromiale 

Infiltration habe der Versicherte kaum angesprochen, daher werde nun eine glenohumerale Infiltration 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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durchgeführt. Die Ursache der anhaltenden Schmerzen sei ihm nicht ganz klar. Am 22. November 2021 

hielt Dr. B.___ einen grundsätzlich unveränderten Befund fest (IV-act. 26). Ergänzend führte er aus, 

dass ein Impingement-Test im Hawkins-Test positiv gewesen sei. Erneut werde eine subacromiale 

Infiltration durchgeführt.  

A.b Am 29. November 2021 gab die Arbeitgeberin an (IV-act. 27), der Versicherte sei bei ihr seit dem 

1. Juni 2012 in einem 100% Pensum (50 Stunden pro Woche) als Taxichauffeur tätig gewesen. Im Jahr 

2019 habe er einen Lohn von Fr. 47'936.15 und im Jahr 2020 einen Lohn von Fr. 46'820.00 erhalten.  

A.c Am 20. Januar 2022 und 22. Februar 2022 notierte Dr. B.___ (IV-act. 30 und 33), dass der 

Versicherte unveränderte Beschwerden habe. Primär sei von einem subacromialen Schmerzsyndrom 

auszugehen. Es bestehe die Möglichkeit, die Situation mittels Revisionsarthroskopie zwecks 

subacromialem Narbenrelease und Bursectomie zu verbessern. Zur Untersuchung am 8. Februar 2022 

hielt er fest (IV-act. 33), dass das MRI vom 28. Januar 2022 einen progredienten, nun fast vollständigen 

Abriss der Subscapularissehne mit einzelnen erhaltenen Sehnenzügen im inferioren Abschnitt, eine 

progrediente bursaseitige Fibrillation der Supraspinatussehne, eine ansonsten stationäre PASTA-

Läsion der Supraspinatussehne, eine tendinopathisch veränderte Infraspinatussehne sowie eine 

ausgeprägte Bursitis subacromialis/subdeltoidea gezeigt habe. Am 30. März 2022 berichtete Dr. B.___ 

(IV-act. 37), es bestehe ein Status nach arthroskopischer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion 

(Subscapularis-/Supraspinatus) Schulter links vom 10.03.2022 (vgl. für OP-Bericht IV-act. 79). Er 

vermerkte folgenden Befund: «Schulter rechts mit reizlosen, trockenen Portal-Stellen. Kleineres 

Hämatom im proximalen Oberarm ventral. Passive Abduktion 60°, Flexion 70°, Aussenrotation 10°. 

Lokale Sensomotorik intakt. Oberflächliche Haut-Exkoriation nach Blasenbildung ventral. Deutliche 

Druckdolenz im Bereich des ventralen Portals.» Dr. B.___ gab am 1. Juni 2022 zu seiner Untersuchung 

vom 6. April 2022 folgenden Befund an (IV-act. 41): «Schulter rechts mit reizlosen Narben. Noch leichte 

Druckdolenz über dem ventralen Portal. Beweglichkeit passiv glenohumeral mit Abduktion 70°, Flexion 

80°, Aussenrotation 5°, Innenrotation bis Gesäss.» Bezüglich MRI vom 04.04.2022 hielt er folgendes 

fest: «Im Rahmen der sehr frühen postoperativen Phase noch deutliche Suszeptibilitäts-Artefakte 

sowohl in der Supra- wie auch in der Subscapularissehne. Kontrastmittelübertritt von intraartikulär nach 

subacromial. Meines Erachtens jedoch keine Anhaltspunkte für grössere Re-Insuffizienz der 

Supraspinatussehne. Keine freie Ankerspitze identifizierbar.» Der Versicherte sei weiter voll 

arbeitsunfähig. Zur Kontrolle vom 4. Mai 2022 vermerkte er, dass der Versicherte langsam eine 

anhaltende Besserungstendenz, aber noch deutliche Schmerzen bei aktiver Abduktion vor allem 

anterolateral angegeben habe. Dr. B.___ notierte dazu folgenden Befund: «Beweglichkeit Schulter 

rechts aktiv global: Abduktion 100° unter Mitnahme der Scapula. Aussenrotation 30°, Innenrotation bis 

untere LWS. Passive Beweglichkeit glenohumeral 90°, Flexion 100°. Negative Lag-Zeichen.» Die RAD-

Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte am 8. Juni 2022 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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aus (IV-act. 42), dass der Versicherte nach einer zweiten Schulteroperation im März 2022 noch einen 

instabilen Gesundheitszustand aufweise. Er sei seit dem 1. Februar 2021 in jeglichen Tätigkeiten voll 

arbeitsunfähig. Am 23. Juni 2022 informierte Dr. B.___ (IV-act. 45), der Versicherte habe am 3. Juni 

2022 über anhaltende Fortschritte mit verbesserter Beweglichkeit und nun endlich auch rückläufigen 

Schmerzen berichtet. Er hielt dazu folgenden Befund fest: «Beweglichkeit Schulter global mit Flexion 

130°, Abduktion 90°, Aussenrotation 70°, Innenrotation LWK1. Kräftige Aussen- und Innenrotation. 

Schmerzangabe anterolateral im Jobe-Test. Liftoff-Test negativ.» Die Arbeitsunfähigkeit belaufe sich 

weiter auf 100%. Anlässlich der Untersuchung vom 4. Juli 2022 (Bericht vom 31. August 2022; IV-act. 

49) hielt Dr. B.___ fest, der Versicherte habe eine anhaltende langsame Besserungstendenz 

angegeben. Nach wie vor spüre er aber gut lokalisierbare Schmerzen über dem anterolateralen 

Schulter-Aspekt. Dr. B.___ gab folgenden Befund an: «Beweglichkeit aktiv global nun verbessert auf 

Flexion/Abduktion je 150°/160° noch unter leichter Mitnahme der Scapula. Aussenrotation 80°, 

Innenrotation Th12. Passive glenohumerale Abduktion 95°. Innenrotation kräftig im Jobe-Test, kräftige 

Aussenrotation und Abduktion. Druckdolenz über dem anterolateralen Schulter-Aspekt. Impingement-

Zeichen positiv im Neer und Hawkins.» Anlässlich der Untersuchung vom 3. August 2022 notierte Dr. 

B.___ (IV-act. 49-2 und 74), dass er beim Versicherten nach einer Neuzuweisung durch den Hausarzt 

aufgrund einer anhaltenden schmerzhaften Knieschwellung links (verursacht durch eine Distorsion vor 

rund drei Wochen) neu auch eine aktivierte mediale Gonarthrose Knie links festgestellt habe. Dazu hielt 

er folgenden Befund fest: «Deutliches Schonhinken. Knie links mit minimalem Gelenkserguss. Flexion/ 

Extension 120°/70°. Deutliche Druckdolenz über dem anteromedialen Gelenksspalt. Meniscuszeichen 

medial positiv im McMurray-Test. Patella gut verschieblich, indolent.» Bezüglich eines MRI des linken 

Knies vom 21. Juli 2022 notierte er folgendes: «Vollständige Knorpelglatze am medialen Femurcondyl 

mit subchondraler Signalalteration. Auffaserung des vorderen Kreuzbandes bei guter Integrität. 

Signalalteration des medialen Meniscushinterhornes mit Rissbildung im Sinne einer Grad III-Läsion. 

Bakerzyste.» Aufgrund der fortgeschrittenen Knorpelschädigung sei eine arthroskopische Sanierung 

nicht erfolgsversprechend. Im Sinne einer definitiven Lösung müsste am ehesten eine mediale 

Schlittenprothese implantiert werden. Hierzu sei der Patient aber noch nicht bereit; daher werde 

versuchsweise eine Infiltration durchgeführt. Die RAD-Ärztin Dr. F.___ führte am 5. September 2022 

aus (IV-act. 50), es bestehe nach wie vor ein instabiler Gesundheitszustand bei einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten. Nach einer Untersuchung vom 31. August 2022 gab Dr. 

B.___ an (IV-act. 55), der Versicherte habe über eine signifikante Besserung nach der Infiltration ins 

linke Kniegelenk berichtet. Auch die Schulterbeschwerden besserten sich. Aufgrund der aktuell 

signifikant gebesserten Schmerzproblematik im Bereich des linken Kniegelenkes erübrigten sich zu 

diesem Zeitpunkt weitere Massnahmen.  

A.d Am 14. Juni 2022 berichtete Dr. med. G.___, Facharzt für Neurochirurgie FMH (IV-act. 59), der 

Versicherte leide an einer bilateralen Lumboischialgie bei relativer Stenose L3/4 und L4/5. Zu den MRI-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Aufnahmen vom 25. Mai 2022 führte er aus, dass sich im Vergleich zu den Voraufnahmen von 2011 

nur eine unwesentliche Veränderung mit einer relativen Spinalkanalstenose rezessal betont L3-L5 bei 

minimaler Protrusion der Bandscheibe und leichter bis mässiger hypertropher Spondylarthrose L3-5 

gezeigt habe. Eine Operationsindikation bestehe nicht.  

A.e Dr. B.___ notierte am 9. November 2022 (IV-act. 62) folgenden Befund: «Beweglichkeit Schulter 

aktiv global uneingeschränkt, seitengleich. Stärkere Druckdolenz im Bereich einer Induration über dem 

anterolateralen Portal. Kräftige Rotatorenmanschette ohne Defizite, jedoch deutliche Schmerzangabe 

im Jobe-Test.» Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100%. Am 21. Dezember 2022 hielt Dr. B.___ 

fest (IV-act. 66), dass die durch Dr. H.___ Mitte Oktober 2022 vorgenommene Ultraschall-Untersuchung 

mit Infiltration an der rechten Schulter während zwei Wochen zu einer Schmerzbesserung geführt habe. 

Dr. B.___ erhob folgenden Befund: «Frei bewegliche rechte Schulter. Druckdolenz über dem 

anterolateralen Schulteraspekt. Rotatorenmanschette mit Schmerzangabe und Kraftminderung M4/5 

bei Abduktion.» Eine Arbeitsfähigkeit sei nicht gegeben. Er werde ein Verlaufs-MRI in die Wege leiten. 

Weitere Infiltrationen seien nicht erfolgsversprechend.  

A.f Mit einer Mitteilung vom 3. Januar 2023 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Massnahmen ab (IV-act. 70).  

A.g Dr. med. I.___ vom Zentrum J.___ hatte bereits am 28. April 2022 berichtet (IV-act. 78), dass der 

Versicherte an einer primären Varikose, rechts: Voluminöse Parvastamminsuffizienz Stadium II nach 

mit konvolutartiger Seitenastvarikosis vordere und hintere Bogenvene (CEAP C3 Ep As Pr) und links: 

Retikuläre Varikosis (CEAP C1 Ep As Pr) leide. Dadurch lasse sich die vom Versicherten monierte 

infragenikuläre Schwellungsneigung erklären. Die belastungsabhängigen Schmerzen der Knieregion 

beidseits seien aber eher im Rahmen einer Gonarthrose zu interpretieren.  

A.h Am 14. Februar 2023 notierte Dr. B.___ (IV-act. 89), der Versicherte habe über starke 

Einschränkungen von Seiten seines linken Kniegelenks und auch über persistierende anterolaterale 

Schulterschmerzen rechts berichtet. Im Rahmen eines MRI vom 7. Dezember 2022 notierte er 

folgenden Befund: «Progrediente transmurale Supraspinatusreruptur und progrediente hochgradige 

Subscapularisreruptur bei fortgeschrittener Volumenatrophie. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.» 

Bezüglich des Knies werde ein Eingriff auf den 9. März 2023 geplant. Anlässlich der ersten 

postoperativen Kontrolle am 20. März 2023 nach einer unikompartimentalen, medialen Knieprothese 

links notierte Dr. B.___ (IV-act. 94-2), dass ein korrekter Verlauf in der frühen postoperativen Phase 

vorliege. Im Rahmen der nächsten Verlaufskontrolle vom 17. April 2023 (Bericht vom 7. Juni 2023; IV-

act. 99), hielt Dr. K.___ fest, dass (bezüglich des Knies) ein guter und erfreulicher Verlauf vorliege. Der 

Versicherte weise an den Gehstöcken ein problemloses Gangbild auf. Er dürfe sich von den 

Gehstöcken entwöhnen und zur schmerzabhängigen Vollbelastung übergehen. Bis zur 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Verlaufskontrolle am 5. Juni 2023 sei eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auch bei der Untersuchung 

am 16. Juni 2023 zeigte sich eine zufriedenstellende postoperative Situation (IV-act. 103). Dr. K.___ 

vermerkte folgenden Befund: «Knie links mit leichter Ergussbildung und leichter Weichteilschwellung. 

Sonst völlig reizlos. Unauffällige Narbenbildung. Sehr gute Beweglichkeitsstabilität.» Der Versicherte 

sei zu 80% arbeitsunfähig. Am 29. Juni 2023 gab die RAD-Ärztin Dr. F.___ an (IV-act. 104), bei einer 

Versorgung mit einer Knieprothese rechts (richtig wohl: links) Anfang März 2023 sei der 

Gesundheitszustand noch nicht ganz stabil, weshalb die Fragen zur Arbeitsfähigkeit noch nicht 

beantwortet werden könnten. Am 7. September 2023 notierte Dr. K.___ (IV-act. 109), beim Knie links 

habe er mittels Röntgenbefund eine Tendinopathie der Patellarsehne festgestellt. Der Versicherte habe 

über anhaltende Schmerzen im Bereich der rechten Schulter berichtet; diesbezüglich werde eine 

rheumatologische Labor-Abklärung vorgenommen. Der Versicherte sei weiterhin zu 80% 

arbeitsunfähig. Am 19. September 2023 berichtete Dr. K.___ (IV-act. 112), der Versicherte sei als 

Taxichauffeur zu 20% arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. 

Die RAD-Ärztin Dr. F.___ vermerkte am 11. Oktober 2023 (IV-act. 113), der Gesundheitszustand sei 

aus versicherungsmedizinscher Sicht stabil. Als Taxifahrer sei der Versicherte seit dem 19. September 

2023 zu 20% arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit betrage gemäss dem Bericht 

von Dr. K.___ vom 19. September 2023 100%. Eine adaptierte Tätigkeit müsse die Einschränkungen 

am linken Knie, an der rechten Schulter und am Rücken berücksichtigen. Möglich seien körperlich 

leichte, wechselnd belastende Tätigkeiten, keine Gewichtsbelastungen mit dem rechten Arm mehr als 

5kg, insbesondere keine Gewichtsbelastungen mit ausgestrecktem Arm rechts, keine Arbeiten über 

Kopf rechts, keine Arbeiten im Knien, Hocken, Kauern und mit häufigem Treppensteigen und keine 

Arbeiten in längeren Wirbelsäulenzwangshaltungen. Vom 1. Februar 2021 bis zum 19. September 2023 

habe in der angestammten Tätigkeit als Taxifahrer und in einer adaptierten Tätigkeit eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bestanden.  

A.i Mit einem Vorbescheid vom 11. Oktober 2023 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an (IV-

act. 116), dass sie beabsichtige, sein Rentenbegehren bei einem IV-Grad von 0% abzuweisen. 

A.j Am 20. November 2023 berichtete Dr. B.___ (IV-act. 124), der Versicherte habe anhaltende 

Schmerzen im linken Knie lateralseitig sowie anhaltende belastungs- und bewegungsabhängige 

Schmerzen in der rechten Schulter anterolateral angegeben. Dr. B.___ erhob folgenden Befund: 

«Leidender, gewohnt redseliger Patient. Gangbild flüssig und hinkfrei. Lokalstatus Knie Links: Erguss- 

und schwellungsfrei. Uneingeschränkte Beweglichkeit mit Flexion/Extension 140/0/0°. Druckdolenz 

über dem lateralen Gelenkspalt. Stabiler Seiten- und Kreuzbandapparat. Schulter rechts: Freie aktive 

und passive Beweglichkeit. Druckdolenz über dem lateralen Humeruskopf. Krafttestung ohne grössere 

Defizite der Rotatorenmanschette. Negative Lag-Zeichen.» Zur Schulter rechts notierte er folgenden 

radiologischen Befund: «Altersentsprechend normal. Diskrete Dezentrierung des Humeruskopfes nach 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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kranial. Erhaltener Acromio-Humeral-Abstand 10mm. Bekannte dislozierte Ankerspitze lateral.» Zum 

Röntgenbefund des linken Knies führte er aus: «Regelrechte Lage der medialen Schlittenprothese. 

Keine Lockerungszeichen. Diskrete Verschmälerung des patello-femoralen Gelenkspaltes 

lateralseitig.» Bis Ende Januar 2024 sei eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben.  

A.k Mit einem Einwand vom 13. Dezember 2023 beantragte der Versicherte sinngemäss die 

Aufhebung des Vorbescheids und die erneute Überprüfung seiner Invalidität. Ihm sei zumindest eine 

rückwirkende Rente zu gewähren. Sein Gesundheitszustand sei aktuell instabil und verschlechtere sich 

weiter. Eine gesamthafte Abklärung (für Rücken, Knie und Schulter) sei geplant und abzuwarten.  

A.l Am 19. Februar 2024 berichtete Dr. B.___ (IV-act. 133), dass der Versicherte positiv auf eine 

durch einen anderen Facharzt vorgenommene lumbale Infiltration angesprochen habe. Diese habe zu 

einer signifikanten Beschwerdebesserung sowohl der lumbalen als auch der linksseitigen 

Knieschmerzen geführt. Die belastungsabhängigen anterolateralen Schulterschmerzen rechts seien 

weiterhin störend, aber nicht alltagslimitierend. Er notierte folgenden Befund: «Schulter rechts mit 

annähernd symmetrischer freier Beweglichkeit, nur leichte endphasige Einschränkung der Flexion und 

Abduktion in maximal 10°. Schmerzhafter Bogen. Gute Kraftentfaltung der Rotatorenmanschette. 

Druckdolenz über dem anterolateralen Schulteraspekt.» «Auf Wunsch» des Versicherten sei eine 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit von aktuell 20 auf 30% eingetreten. Bereits am 15. Februar 2024 hatte 

Dr. med. L.___ vom Rehazentrum M.___ angegeben (IV-act. 134), sie habe beim Versicherten folgende 

Diagnosen erhoben: Anterolaterale Schulterschmerzen rechts, linksseitige laterale Knieschmerzen und 

lumbale Rückenschmerzen. Sie gab folgenden Befund an: «Schulter rechts reizlose Wundverhältnisse. 

Frei aktive Funktionalität mit altersentsprechendem Bewegungsmass und voller Kraftentwicklung. Knie 

links Schmerzangabe im Bereich des lateralen Kniegelenkspaltes. Freie Funktionalität aktiv und passiv 

mit Extension/Flexion 0/0/120°, Stabilität der Seitenbänder und Kreuzbänder gegeben, keine positiven 

Meniskuszeichen. Orientierende Funktionsprüfung im Rücken mit freier Inklination-Reklination sowie 

Rotation seitengleich ohne explizite Schmerzangabe.» Die aktiven Funktionstests seien jeweils 

unauffällig mit jedoch expliziter Angabe von Schmerzen im lateralen Kniegelenksspalt gewesen. Die 

Vorberichte von Dr. B.___ zur Schulter und zum Knie lägen nicht vor. Bereits am 21. Dezember 2023 

hatte Dr. med. N.___ vom Zentrum O.___ notiert (IV-act. 136), dass der Versicherte an chronischen, 

gemischt nozizeptiv, und neuropathischen multilokulären Schmerzen mit einem Chronifizierungsgrad 

nach Gebershagen II, an Schulterschmerzen rechtsseitig anterolateral und an Knieschmerzen 

linksseitig leide. Am 23. März 2024 hielt der RAD-Arzt Dr. med. P.___, Facharzt für Chirurgie, fest (IV-

act. 139), dass den neu eingereichten Berichten jeweils im Untersuchungsbefund zu entnehmen sei, 

dass die Beschwerden eher minim seien und dass eine normale Funktionalität der beklagten 

Körperregionen bestehe. Durch entsprechende Behandlungen sei auch schon eine Besserung der 

Beschwerden eingetreten, so dass es dem Versicherten nicht nur möglich gewesen sei, zu 20% wieder 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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in der angestammten Tätigkeit als Taxifahrer zu arbeiten, sondern dies auch über das 

versicherungsmedizinisch theoretisch als zumutbar angesehene Pensum von 20% auf 30% habe 

steigern können. Aus versicherungsmedizinischer Sicht könne weiterhin an der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit sowie der medizinischen Einschätzung vom 11. Oktober 2023 festgehalten werden. Am 

3. April 2024 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem IV-

Grad von 0% (IV-act. 140).  

B.   

B.a Am 3. Mai 2024 liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) Beschwerde gegen die 

Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 3. April 2024 erheben (act. G 1). Er 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, ihm sei eine Invalidenrente nach Massgabe 

seines Invaliditätsgrades, eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen, zuzusprechen. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur Vervollständigung der Abklärungen, namentlich durch Einholung einer 

polydisziplinären Begutachtung bei einer unabhängigen Stelle, an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Zur Begründung führte er insbesondere aus, dass die Beschwerdegegnerin bezüglich 

der vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf die Einschätzung von Dr. K.___ vom 19. 

September 2023 abgestellt habe, obwohl Dr. K.___ ohne ein einziges erklärendes Wort aus einer zuvor 

20%igen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gemacht habe. Anhand des Berichts von Dr. K.___ sei auch 

nicht klar, welche gesundheitlichen Probleme bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden 

seien. Der RAD habe dennoch unbesehen darauf abgestellt. Die Tätigkeit als Taxichauffeur entspreche 

einer adaptierten Tätigkeit; eine besser adaptierte Tätigkeit sei nicht vorstellbar. Daher betrage die 

Arbeitsunfähigkeit egal in welcher Tätigkeit mindestens 80%. Selbst wenn der Beschwerdeführer im 

September 2023 wieder eine rentenausschliessende Erwerbsfähigkeit erlangt hätte, wäre er nach 

Ablauf des Wartejahres doch mehr als anderthalb Jahre voll erwerbsunfähig gewesen, was zu 

berücksichtigen sei.  

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 13. August 2024 (act. G 7), die Beschwerde sei teilweise 

gutzuheissen und dem Beschwerdeführer sei vom 1. März 2022 bis zum 31. Dezember 2023 eine ganze 

Rente zuzusprechen. Sie führte aus, dass auf die RAD-Stellungnahme abgestellt werden könne. Die 

von Dr. K.___ angegebene 20%ige Arbeitsfähigkeit im Bericht vom 7. September 2023 habe die 

angestammte Tätigkeit betroffen. Vor dem 19. September 2023 habe für jegliche Tätigkeiten eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Deshalb habe der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung von Art. 88 

a Abs. 1 IVV vom 1. März 2022 bis zum 31. Dezember 2023 Anspruch auf eine ganze Rente.  

B.c Am 15. August 2024 bewilligte die verfahrensleitende Versicherungsrichterin das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) für das Beschwerdeverfahren (act. G 8).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/13 

B.d In einer Replik vom 16. Dezember 2024 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

festhalten (act. G 16).  

B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 20. Januar 2025 auf die Einreichung einer Duplik (act. 

G 18).  

Erwägungen 

1.  

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens besteht darin, die angefochtene Verfügung auf deren 

Rechtmässigkeit zu überprüfen, weshalb der Gegenstand des Beschwerdeverfahrens jenem des 

vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Das Verwaltungsverfahren hat sich 

(nach dem Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit einer abweisenden Mitteilung 

vom 3. Januar 2023 [IV-act. 70]) auf die Frage beschränkt, ob der Beschwerdeführer im massgebenden 

Zeitraum nach der Anmeldung zum Leistungsbezug im September 2021 – unter Berücksichtigung des 

Art. 29 Abs. 1 IVG – ab dem 1. März 2022 einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung 

hat. Folglich ist auch in diesem Beschwerdeverfahren nur zu prüfen, ob der Beschwerdeführer für die 

Zeit ab dem 1. März 2022 einen Rentenanspruch hat. Auf den Eventualantrag um berufliche 

Massnahmen kann deshalb nicht eingetreten werden.  

2.  

2.1 Am 1. Januar 2022 trat das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) in Kraft. 

Die zugrundeliegende Verfügung vom 3. April 2024 betrifft aufgrund der Anmeldung im September 2021 

Leistungen mit einem allfälligen Anspruchsbeginn am 1. März 2022. Entsprechend sind für das 

vorliegende Verfahren die Bestimmungen des IVG und des IVV in der ab dem 1. Januar 2022 gültigen 

Fassung massgebend.  

2.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind 

(lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 

Abs. 2 ATSG). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Ein invalidenversicherungsrechtlich 

relevanter Gesundheitsschaden setzt eine fachärztlich gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 

anerkannten Klassifikationssystem voraus. Die geltend gemachten Beschwerden müssen unabhängig 

von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie objektiviert werden können und sich auf 

die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken. Aus einer Diagnose allein resultiert noch keine 

verlässliche Aussage über das Ausmass der mit dem Gesundheitsschaden korrelierenden funktionellen 

Leistungseinbusse (vgl. BGE 141 V 281, insbesondere E. 3.2; BGE 143 V 418 E. 6). Der Beweis für 

eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als 

geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer 

umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 

(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 418, E. 6 a.E.). 

2.4 Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 

(vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). 

2.5 Der RAD hat nie eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers vorgenommen. Er hat 

also in seinen Stellungnahmen lediglich den Beweiswert der Behandlerberichte abgeschätzt. Deshalb 

gilt es nachfolgend zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeitsschätzungen in den Behandlerberichten 

überwiegend wahrscheinlich richtig, vollständig und nachvollziehbar sind.  

2.6 In medizinischer Hinsicht überzeugen der Sachverhalt und die Diagnosestellung. Sowohl Dr. 

B.___ als auch Dr. K.___ haben in ihren Berichten zu ihren Untersuchungen jeweils eine ausführliche 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Befunderhebung vorgenommen und diese sehr gut dokumentiert. Die erhobenen Diagnosen sind 

nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer leidet an klar abgrenzbaren Schmerzproblemen, deren 

Intensität und Verlauf infolge der dokumentierten Anamnese, Befunde, medizinischen Massnahmen 

(Therapien, Operationen etc.) und Verläufe nachvollziehbar sind. Aus den Berichten geht nichts hervor, 

das Zweifel an der Schmerzschilderung oder den weiteren vom Beschwerdeführer geschilderten 

Einschränkungen wecken würde. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden können 

durchgängig mittels der erhobenen Befunde und Bildgebungen (Röntgen und MRI) erklärt werden. Der 

von Dr. B.___ und Dr. K.___ festgehaltene somatische Gesundheitszustand inkl. der Diagnosen und 

auch die abgegebene Arbeitsfähigkeitsschätzung für die bisherige Tätigkeit als Taxifahrer, laut welcher 

der Beschwerdeführer nach dem Unfall am 1. Februar 2021 (Sturz auf Glatteis) bis Mitte Juni 2023 voll 

und ab ca. Juni 2023 70 bis 80% arbeitsunfähig gewesen ist, überzeugen. Nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung geht diese Tätigkeit nämlich mit diversen Belastungen (wie Schalthebel-, Schalter- 

und Lenkradbetätigung, teilweise langes Sitzen, Fahrzeugreinigung, Gepäckstücke ein- und ausladen, 

etc.) sowohl der Schulter, des Knies als auch des Rückens einher, was dem Beschwerdeführer 

aufgrund seiner Einschränkungen nur noch sehr beschränkt zumutbar ist. Dementsprechend ist 

aufgrund der Berichte von Dr. K.___ und Dr. B.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit seit dem 1. Februar 2021 durchgehend 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist. Das Wartejahr (gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ist 

demnach klar erfüllt. Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der sechsmonatigen Frist nach Art. 

29 Abs. 1 IVG ist der potentielle Rentenbeginn auf den 1. März 2022 festzusetzen.  

2.7  

2.7.1 Da die bisherige Tätigkeit als Taxifahrer nur noch in einem sehr geringen Pensum möglich ist, 

stellt sich für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Frage, inwieweit dem Beschwerdeführer eine 

adaptierte Tätigkeit zumutbar ist. Bezüglich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit hat der RAD insbesondere auf den Bericht von Dr. K.___ vom 19. September 2023 (IV-act. 

112) abgestellt. Dieser Bericht ist jedoch mangelhaft und deshalb nicht beweiskräftig. Dr. K.___ hat in 

diesem Bericht ohne weitere Erklärungen unter anderem eine Arbeitsfähigkeitsschätzung für 

leidensadaptierte Tätigkeit angegeben. Er hat weder die Gründe für die Einschränkungen noch die 

Adaptionskriterien oder den Beginn der Arbeitsfähigkeit erläutert. Die RAD-Ärztin hat dennoch, 

ebenfalls ohne jegliche Begründung, das Berichtsdatum von Dr. K.___, also den 19. September 2023, 

als Beginn der höheren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für adaptierte Tätigkeiten betrachtet. 

Wieso der Beschwerdeführer genau am Tag dieses Berichts von Dr. K.___ wieder zu einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit gelangt sein soll, ist weder aufgrund des Berichts von Dr. 

K.___ vom 19. September 2023 noch aufgrund der RAD-Berichte vom 11. Oktober 2023 und 23. März 

2024 nachvollziehbar. In den Berichten vor dem 19. September 2023 haben sich weder Dr. K.___ noch 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sein Kollege Dr. B.___ explizit zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit oder zu einem 

Adaptionsprofil geäussert. Sie haben jeweils entweder eine volle Arbeitsunfähigkeit oder dann eine 

20%ige Arbeitsfähigkeit (wohl als Taxichauffeur) angegeben, wobei aus den Berichten nicht immer klar 

wird, für welche Tätigkeiten diese Arbeitsfähigkeitsschätzung gilt. Aufgrund der Berichte von Dr. K.___ 

und Dr. B.___ kann also nicht hergeleitet werden, wie der Verlauf der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit seit dem Unfallereignis im Februar 2021 ausgesehen 

hat.  

2.7.2 Auch die übrigen in den Akten liegenden relevanten Arztberichte (vom Zentrum J.___ [IV-act. 78), 

von Q.___ [IV-act. 81 ff.], von Dr. G.___ [IV-act. 59], von Dr. L.___ des Rehazentrums M.___ [IV-act. 

134] und von Dr. N.___ vom Zentrum O.___ [IV-act. 136]) beinhalten keine (bzw. keine begründete) 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für eine adaptierte Tätigkeit. In diesen Berichten fehlt neben einer 

Symptomvalidierung auch jeweils eine ausreichende Auseinandersetzung mit den relevanten Vorakten 

(insb. mit den Berichten von Dr. B.___ und Dr. K.___) bzw. eine Auseinandersetzung und Einbeziehung 

sämtlicher Beschwerden sowie die Abgabe einer plausiblen und nachvollziehbaren 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für eine adaptierte Tätigkeit. Somit liegt kein Behandlerbericht vor, der die 

verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit unter Einbezug 

sämtlicher gesundheitlicher Probleme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegen würde. 

Insbesondere hat sich auch keiner der Arztberichte zu den (Adaptions-)Kriterien einer adaptierten 

Tätigkeit geäussert; dies hat lediglich die RAD-Ärztin gemacht, ohne den Beschwerdeführer jedoch 

persönlich untersucht zu haben. Die Höhe und der Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit sowie das Adaptionsprofil sind damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen.  

3.  

Zusammenfassend erweist sich der massgebende Sachverhalt bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit und bezüglich dem Adaptionsprofil als unzureichend abgeklärt, weshalb die 

angefochtene Verfügung in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen ist 

und als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Da es nicht die Sache des Versicherungsgerichtes sein 

kann, die ureigenste Aufgabe der Beschwerdegegnerin, nämlich die Sachverhaltsabklärung, zu 

übernehmen, ist die Sache zur Sachverhaltsermittlung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Die Beschwerdegegnerin wird sowohl das Adaptionsprofil des Beschwerdeführers als auch den Verlauf 

der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit abzuklären haben und anschliessend erneut über eine 

Rentenzusprache entscheiden müssen. Ob die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des 

Adaptionsprofils und des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit den RAD oder einen 

unabhängigen Sachverständigen beauftragen will, bleibt ihr überlassen.  

4.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/13 

4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Die Rückweisung einer Sache gilt hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen 

rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die 

angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf Fr. 600.-- festzusetzenden Gerichtskosten 

sind deshalb der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  

4.2 Der Beschwerdeführer hat einen Anspruch auf eine volle Parteientschädigung. Diese wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor dem Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b 

der st.gallischen Honorarordnung (HonO) für Rechtsanwälte und Rechtsagenten pauschal Fr. 1'500.-- 

bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote eingereicht. Der 

vorliegende Aktenumfang ist als leicht unterdurchschnittlich zu qualifizieren, insbesondere weil kein 

Gutachten zu studieren und zu würdigen gewesen ist. Entsprechend ist die Parteientschädigung auf 

insgesamt 3'500 Franken (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.  

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Sache wird zur Fortführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2.  

Auf den Eventualantrag betreffend die Gewährung von beruflichen Massnahmen wird nicht eingetreten. 

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- zu entschädigen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2025
	Art. 43 ATSG: Verletzung der Untersuchungspflicht. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin im Sinne der Erwägungen zur Fortführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. März 2025, IV 2024/89).

		2026-01-28T04:35:28+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen