# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a451abe0-4e13-5e38-ba64-266ff37ec218
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.01.2014 PE130005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PE130005_2014-01-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PE130005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti 

Aschwanden sowie Gerichtsschreiberin Dr. M. Fuchs Räber 

Urteil vom 21. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. D._____,  
Beklagte und Beschwerdegegner 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

betreffend Einsetzung eines Erbvertreters nach Art. 602 Abs. 3 ZGB 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen 
Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen vom 28. Juni 2013; Proz. FO130002 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt 

Die Parteien sind die vier Kinder und alleinigen Erben der am tt. Juni 2005 in 

E._____ verstorbenen F._____ (act. 3/1). Drei der vier Erben wohnen im Ausland. 

Der Nachlass, welcher nebst verschiedenen Grundstücken, Investitionsvehikeln 

und einem grösseren Wertschriftendepot bei der UBS AG aus Aktien der G._____ 

AG mit Sitz in H._____ besteht, ist weitgehend ungeteilt. Der in der Schweiz 

wohnende Miterbe, der Beschwerdeführer, war bislang bevollmächtigt, die 

erforderlichen Verwaltungshandlungen für die Erbengemeinschaft und für die 

G._____ AG vorzunehmen. Offenbar kam es zwischen den Parteien hinsichtlich 

der Bewirtschaftung des Nachlasses zum Streit, weshalb dem Beschwerdeführer 

die entsprechenden Vollmachten im Sommer 2012 entzogen wurden (act. 3/3-4). 

Der Beschwerdeführer will der Handlungsunfähigkeit der Erbengemeinschaft 

entgegenwirken. 

2. Prozessgeschichte 

2.1. Mit Eingabe vom 23. Mai 2013 ersuchte der Beschwerdeführer das 

Einzelgericht in Erbschaftssachen des Bezirksgerichts Meilen um Einsetzung 

eines Erbenvertreters im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB und stellte folgende 

Anträge (act. 6/1): 

"1. Es sei im Nachlass der am tt. Juni 2005 mit letztem Wohnsitz in E._____ 
verstorbenen Frau F._____ geb. …, geboren am tt.mm.1920, von I._____, ein 
Spezialerbenvertreter einzusetzen, und es sei dieser Erbenvertreter gerichtlich 
zu beauftragen, alle Rechte, insbesondere die Stimmrechte aus den 800 von 
insgesamt 950 Namenaktien im Gesamteigentum der Erbengemeinschaft (300 
Namenaktien à CHF 5000, sowie 500 Namenaktien à CHF 500 nominal) der 
G._____ AG (Sitz in H._____, … [Adresse]) auszuüben; 

 2. Es sei die Person des Erbenvertreters, der unabhängig und nicht Miterbe sein 
soll, nach Anhörung der Erben zu bestimmen, eventualiter sei mit der 
Erbenvertretung das zuständige Notariat am Sitz der G._____ AG, sub-
eventualiter am letzten Wohnsitz der Erblasserin zu beauftragen; 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegner, 
eventualiter zulasten des Nachlasses, Parteientschädigung zuzüglich 
gesetzliche Mehrwertsteuer." 

Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit 

folgendem Antrag: 

- 3 - 

"Es sei den Gesuchsgegnern 1. und 3. vorsorglich zu verbieten, von ihrem Recht auf 
Einberufung einer Generalversammlung der G._____ AG nach Art. 699 Abs. 3 OR 
Gebrauch zu machen, bis über die Anträge auf Bestellung eines 
Spezialerbenvertreters im ordentlichen Verfahren rechtskräftig entschieden ist; 
eventualiter sei diesen zu verbieten, eine solche Einberufung zu verlangen, soweit 
Traktandierung von Wahl- bzw. Abwahlgeschäften enthaltend." 

2.2. Entgegen der Ausführung des Beschwerdeführers in seiner Klageschrift, er 

habe sich für ein ordentliches Verfahren entschieden und gestützt auf Art. 199 

Abs. 2 ZPO auf ein Schlichtungsverfahren verzichtet (act. 6/1 S. 4; act. 2 S. 3), 

legte das Bezirksgericht Meilen das Verfahren zunächst als summarisches 

Verfahren unter der Geschäfts-Nr. EN130143 an, setzte den Beschwerdegegnern 

mit Verfügung vom 29. Mai 2013 Frist zur Stellungnahme und der 

Beschwerdegegnerin 2 überdies Frist zur Bezeichnung eines 

Zustellungsempfängers in der Schweiz an (act. 6/4). Die Stellungnahmen der 

Beschwerdegegner 1 und 3 vom 20. Juni 2013 gingen rechtzeitig beim 

Einzelgericht im summarischen Verfahren ein (act. 10 und 11). Die 

Beschwerdegegnerin 2 nannte mit Schreiben vom 6. Juni 2013 einen 

Zustellungsempfänger in der Schweiz und liess weiter verlauten, dass sie im 

hängigen Prozess auf die Ausübung ihrer Parteirechte und damit auch auf eine 

Stellungnahme verzichte (act. 6/7). 

2.3. Mit Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren des 

Bezirksgerichts Meilen (nachstehend Vorinstanz genannt) vom 28. Juni 2013 

wurde die dem Ansinnen des Beschwerdeführers entgegenstehende Erfassung 

des Verfahrens als summarisches Verfahren im Register korrigiert und das 

bisherige Verfahren unter der Geschäfts-Nr. FO130002 neu als ordentliches 

Verfahren fortgesetzt (Dispositivziffer 1 act. 5). Gleichzeitig trat die Vorinstanz auf 

die eingangs erwähnte Klage nicht ein mit der Begründung, dass die Bestellung 

eines Erbenvertreters eine Angelegenheit der freiwilligen Gerichtsbarkeit 

darstelle, für welche nicht das ordentliche, sondern das summarische Verfahren 

im Sinne von Art. 248 ZPO gelte. Entsprechend sei das Einzelgericht im 

ordentlichen Verfahren sachlich nicht zuständig (Dispositivziffer 2 act. 5). Die 

Entscheidgebühr wurde ausgehend von einem Streitwert von Fr. 100'000.– auf 

Fr. 4'500.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt (Dispositivziffern 3 

und 4 act. 5). Überdies wurde der Beschwerdeführer verpflichtet, den 

- 4 - 

Beschwerdegegnern 1 und 3 eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 12'000.– zu bezahlen (Dispositivziffer 5 act. 5). Der Beschwerdegegnerin 2 

wurde keine Parteientschädigung zugesprochen (Dispositivziffer 6 act. 5). Im 

Verfahren des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts 

Meilen (Geschäfts-Nr. EN130143) erging keine formelle Erledigungsverfügung 

(act. 20). 

2.4. Gegen den Nichteintretensentscheid vom 28. Juni 2013 erhob der 

Beschwerdeführer mit rechtzeitiger Eingabe vom 12. Juli 2013 (Datum 

Poststempel) bei der Kammer eine Kostenbeschwerde und stellte folgende 

Anträge (act. 2 S. 3): 

"1. Es seien Dispositiv Ziffn. 3. und 4. der angefochtenen Verfügung des 
Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 
28. Juni 2013 aufzuheben, und es sei die Entscheidgebühr auf die Staatskasse 
zu nehmen, eventualiter auf die Hälfte zu reduzieren; 

 2. Es sei Dispositiv Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung des Einzelgerichts im 
ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 28. Juni 2013 
aufzuheben, und es sei den Beschwerdegegnern eine Parteientschädigung in 
Höhe von einem Fünftel bis höchstens zwei Dritteln nach gerichtlichem 
Ermessen, aber nicht höher als CHF 5'000 zuzusprechen, eventualiter sei eine 
Entschädigung in Höhe der einfachen Grundgebühr von CHF 10'900 
zuzusprechen; 

 3. Es sei bis zum Entscheid über diese Beschwerde die Vollstreckbarkeit der 
angefochtenen Dispositiv-Ziffern 3. bis 5. in der angefochtenen Verfügung des 
Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren aufzuschieben; 

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich Mehrwertsteuern) 
zu Lasten der Staatskasse, eventualiter zu Lasten der Beschwerdegegner." 

2.5. Mit Präsidialverfügung vom 18. Juli 2013 wurde dem Beschwerdeführer 

eine 10-tägige Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– 

angesetzt (Art. 98 ZPO) und den Beschwerdegegnern Gelegenheit gegeben, sich 

zum Gesuch um aufschiebende Wirkung zu äussern. Gleichzeitig wurde den 

Beschwerdegegnern eine 30-tägige Frist zur Beantwortung der Beschwerde 

angesetzt. Die weitere Prozessleitung wurde an Oberrichter lic. iur. P. 

Diggelmann delegiert (act. 7). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht am 31. Juli 

2013 geleistet (act. 11). Nachdem zur Frage der aufschiebenden Wirkung keine 

Stellungnahmen eingegangen waren, wurde der Beschwerde bezüglich 

Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung (Parteientschädigung von 

insgesamt Fr. 12'000.–) mit Beschluss vom 20. August 2013 die aufschiebende 

- 5 - 

Wirkung gewährt und darüber hinaus (Kostenregelung gemäss Dispositivziffern 3 

und 4) verweigert. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdegegner 3, welcher 

mittlerweile nicht mehr durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ vertreten wurde 

(act. 9 und 10), Frist zur Bezeichnung eines Zustellungsdomizils in der Schweiz 

sowie nochmals neu Frist zur Beschwerdeantwort angesetzt (act. 12). 

2.6. Mit rechtzeitiger Eingabe vom 21. August 2013 reichte der 

Beschwerdegegner 1 seine Beschwerdeantwort mit folgenden Anträgen ein 

(act. 15 und 16): 

"1. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers." 

Der Beschwerdegegner 3 bezeichnete mit Schreiben vom 3. Oktober 2013 

ebenfalls rechtzeitig ein Zustellungsdomizil in der Schweiz und schloss sich im 

Übrigen den Anträgen und der Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 vom 

20. [recte: 21.] August 2013 an (act. 17). Dem Beschwerdeführer wurden die 

beiden Beschwerdeantworten der Beschwerdegegner 1 und 3 – in Anwendung 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 132 I 45 Erw. 3.3; BGE 133 I 99 

f.; vgl. auch ZR 111 Nr. 56) – mit Kurzbrief vom 5. November 2013 zur 

Kenntnisnahme zugesandt (act. 18/1 und 19/1). Er äusserte sich nicht hiezu. 

2.7. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-21). Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. 

3. Rechtliches  

3.1. Der Kostenentscheid ist selbständig und unabhängig vom Streitwert nur mit 

Beschwerde anfechtbar (Art. 110 ZPO, Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO). Auf das 

Beschwerdeverfahren kommen die Art. 310 ff. ZPO zur Anwendung. Mit der 

Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung (Art. 320 lit. a ZPO) und die 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 320 lit. b ZPO) 

geltend gemacht werden. Das Vorbringen von neuen Anträgen, 

Tatsachenbehauptungen und Beweismitteln ist ausgeschlossen (Art. 326 

Abs. ZPO). 

- 6 - 

3.2. Der Beschwerdeführer kritisiert in seiner Beschwerdeschrift vom 12. Juli 

2013 das vorstehend in der Prozessgeschichte unter Ziff. 2.2 und Ziff. 2.3 

wiedergegebene vorinstanzliche Vorgehen als überspitzt formalistisch und 

widersprüchlich und erblickt im ergangenen Nichteintretensentscheid einen 

Verstoss gegen Treu und Glauben im Sinne von Art. 52 ZPO. Im Einzelnen macht 

er in seiner Kostenbeschwerde Folgendes geltend: 

3.2.1. Zwar habe er in seiner Klageschrift in der Tat erwähnt, es werde ein 

ordentliches Verfahren anhängig gemacht, doch habe die Klageschrift sowohl den 

Anforderungen an eine solche im summarischen als auch an eine solche im 

ordentlichen Verfahren entsprochen. Insofern hätte das Einzelgericht im 

summarischen Verfahren das bis zur Antwort plädierte Verfahren ohne Weiteres 

zu Ende führen können, zumal es ja den sachgerechten Weg im Sinne von § 137 

lit. h GOG gewählt habe und sich die Beschwerdegegner zur Verfahrensart nicht 

geäussert hätten. Der Sache dienlich wäre auch ein sofortiger 

Nichteintretensentscheid – vor Einholung einer Klageantwort – des Einzelgerichts 

im ordentlichen Verfahren gewesen. Dies hätte zu einer reduzierten 

Gerichtsgebühr geführt, und mangels Aufwand der Beschwerdegegner wäre auch 

keine Parteientschädigung zuzusprechen gewesen. Das vorinstanzliche 

Vorgehen habe zu einem prozessökonomisch unerwünschten Mehraufwand und 

zu zeitlichen Verzögerungen geführt. Es rechtfertige sich daher, die 

Entscheidgebühr auf die Staatskasse zu nehmen. Eventualiter sei die 

Entscheidgebühr in der Höhe von Fr. 4'500.– nach Massgabe von § 8 und § 10 

Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 

nochmals um die Hälfte, insgesamt somit auf einen Viertel der Grundgebühr, zu 

reduzieren. Jedenfalls sei die Vorinstanz darauf zu behaften, dass sie sich 

anfänglich auf das summarische Verfahren eingelassen habe, weshalb § 8 der 

Gebührenverordnung anzuwenden sei (act. 2 S. 5 ff.). 

3.2.2. Weiter, so der Beschwerdeführer, sei nach Massgabe der Bestimmungen 

zum summarischen Verfahren auch die Anwaltsgebühr zu reduzieren. Zunächst 

sei nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz ausgehend von einem Streitwert von 

Fr. 100'000.– vom Grundbetrag von Fr. 10'900.– abgewichen sei und die 

- 7 - 

Anwaltsgebühr auf Fr. 12'000.– erhöht habe. Einerseits seien die 

Voraussetzungen im Sinne von § 4 Abs. 2 der Verordnung über die 

Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 in Verfahren der nicht streitigen 

Gerichtsbarkeit nicht gegeben und andererseits könne Mehrarbeit zufolge 

Vertretung zweier Klienten im Sinne von § 8 AnwGeb ausgeschlossen werden. 

Jedenfalls sei die Anwaltsgebühr gestützt auf die Regelung zum summarischen 

Verfahren (§ 9 AnwGebV) auf zwei Drittel bis einen Fünftel bzw. auf Fr. 2'180.– 

bis Fr. 7'266.– zu ermässigen. Wolle man, was jedoch falsch sei, nur den Tarif 

des ordentlichen Verfahrens anwenden, so sei zu beachten, dass im ordentlichen 

Verfahren keine Klageantwortschrift bzw. Stellungnahme ergangen sei, was 

ebenfalls zu einer tieferen Parteientschädigung führen würde. Eventualiter sei die 

Parteientschädigung auf die ordentliche Grundgebühr von Fr. 10'900.– zu 

reduzieren (act. 2 S. 7 f.). 

3.3. Vorab sei festgehalten, dass die Zuständigkeit des Einzelgerichts im 

ordentlichen Verfahren (d.h. die Zuständigkeit der Vorinstanz) nicht angefochten 

ist. Streitigkeiten mit einem Streitwert von rund Fr. 100'000.– fallen jedoch nicht in 

die Zuständigkeit des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren, sondern in die 

Zuständigkeit des Kollegialgerichts. Die einzelgerichtliche Zuständigkeit erschöpft 

sich bei Fr. 30'000.– (§ 24 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 1 GOG). Somit hat vorliegend 

ein Gericht einen Nichteintretensentscheid gefällt, welches hierfür nicht zuständig 

war. Da der Beschwerdeführer es aber unterlassen hat, zumindest darauf 

hinzuweisen bzw. in gedrängter Form darzulegen, weshalb die Vorinstanz für den 

Erlass des angefochtenen Entscheids sachlich nicht zuständig gewesen sein soll, 

besteht für die Kammer kein Anlass, von Amtes wegen einzugreifen. Ein solcher 

Entscheid ist denn auch nicht nichtig, sondern anfechtbar. Zwar gilt im 

Beschwerdeverfahren kein so strenges Rügeprinzip wie dies das 

Bundesgerichtsgesetz in Art. 106 Abs. 2 vorschreibt (danach werden nur explizit 

gerügte Rechtsverletzungen beurteilt), doch ist im Beschwerdeverfahren nur das 

zu prüfen, was  

wenigstens der Spur nach beanstandet wird (ZK ZPO-Freiburghaus/Afheldt, N 15 

zu Art. 321; Engler, Aus der Praxis des Obergerichts Zürich unter der 

Schweizerischen ZPO, ZZZ 2011/2012 S. 172 f.). Das, was nicht gerügt wird, hat 

- 8 - 

Bestand. Insofern vermag auch der Grundsatz der Anwendung des Rechts von 

Amtes wegen ("iura novit curia", Art. 57 ZPO) eine fehlende Rüge nicht zu 

ersetzen. Im Übrigen sind die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach die 

Bestellung eines Erbenvertreters im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB in die 

Zuständigkeit des Einzelgerichts im summarischen Verfahren fällt (act. 5 S. 3 f.), 

zutreffend, woraus erhellt, dass selbst das Kollegialgericht seine Zuständigkeit 

hätte verneinen müssen (vgl. dazu sogleich nachstehend Ziff. 3.4). 

3.4. Gemäss Art. 248 lit e ZPO gilt das summarische Verfahren unter anderem 

für die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Soweit die Bestellung 

eines Erbenvertreters nach Art. 602 Abs. 3 ZGB nicht als vorsorgliche 

Massnahme im Rahmen eines ordentlichen Erbschaftsprozesses erfolgt, gehört 

sie gemäss der herrschenden Lehre und Rechtsprechung zu dieser Kategorie. 

Sie stellt eine sogenannte Sicherungsmassnahme dar und bedarf grundsätzlich 

keiner Gegenpartei (statt vieler ZK ZPO-Zürcher, N 30 zu Art. 28; KuKo ZPO-

Haas/Strub, N 12 zu Art. 28 m.w.H.). Die Vorinstanz hat hiezu richtig ausgeführt, 

dass es Sinn und Zweck des Instituts des Erbenvertreters widersprechen würde, 

wenn die Einsetzung eines solchen im ordentlichen Verfahren mit Replik und 

Duplik und allenfalls einem Beweisverfahren durchgesetzt werden müsste (act. 5 

S. 4). 

Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist Gegenstand der 

kantonalen Gerichtsorganisation (Art. 4 Abs. 1 ZPO). Dass für die Bestellung 

eines Erbenvertreters im Kanton Zürich das Einzelgericht im summarischen 

Verfahren zuständig ist, ergibt sich aus § 137 lit. b i.V.m. § 24 GOG. Ein 

Schlichtungsverfahren entfällt (Art. 198 lit. a ZPO). Weshalb sich der anwaltlich 

vertretene Beschwerdeführer trotz dieser klaren Vorschriften für das ordentliche 

Verfahren entschieden hatte, kann offen bleiben. Jedenfalls ist die sachliche 

Zuständigkeit – abgesehen von der Möglichkeit der direkten Klage beim oberen 

Gericht im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ZPO – zwingend und kann von den Parteien 

nicht gewählt werden. Das bedeutet aber nicht, dass es den Parteien verwehrt ist, 

ein sachlich unzuständiges Gericht anzurufen. Es bedeutet vielmehr, dass das 

angerufene Gericht seine Zuständigkeit als Prozessvoraussetzung im Sinne von 

- 9 - 

Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO von Amtes wegen prüft und auf die Klage dann nicht 

eintritt, wenn es zum Schluss kommt, es fehle an der Zuständigkeit (Art. 236 

ZPO). Eine Überweisung an das sachlich zuständige Gericht – wie dies unter der 

zürcherischen Prozessordnung nach § 194 GVG ZH erfolgte, gibt es nicht mehr – 

und es ist nach Art. 63 ZPO zu verfahren (ZK ZPO-Wey, N 6 zu Art. 4). Dies 

bedeutet gleichzeitig, dass eine Partei die rechtlichen und damit auch die 

finanziellen Folgen ihres fehlerhaften Vorgehens zu tragen hat. Lediglich der 

Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass eine Überweisung an das Gericht mit 

der höheren sachlichen Zuständigkeit nur dann in Frage kommt, wenn sich die 

sachliche Unzuständigkeit erst aus der Widerklage (Art. 224 Abs. 2 ZPO) oder 

aus einer Klageänderung (Art. 227 Abs. 2 ZPO) ergibt (vgl. dazu OGer ZH, 

PP120029 vom 19. Dezember 2012; Boris Müller, DIKE-Komm, N 53 f. zu Art. 59 

ZPO). 

3.5. Die Vorinstanz nahm den Prozess an die Hand, nachdem das Einzelgericht 

im summarischen Verfahren festgestellt hatte, der Beschwerdeführer wünsche 

ausdrücklich ein ordentliches Verfahren. Dieses Vorgehen ist zwar in der 

eidgenössischen Zivilprozessordnung wie soeben erwähnt nicht vorgesehen, 

verletzte aber keine geschützten Rechte einer Partei. Insbesondere liegt keine 

Verletzung der Verfahrensgarantien im Sinne von Art. 52 ff. ZPO vor, da dem 

ausdrücklichen Wunsch des Beschwerdeführers – der Durchführung eines 

Prozesses im ordentlichen Verfahren – entsprochen wurde. So rügt er in der 

Beschwerdeschrift das Tätigwerden des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren 

denn auch nicht, sondern beschränkt sich auf die Beanstandung der 

Kostenregelung. Hierfür will er die Anwendung des Tarifs für das summarische 

Verfahren angewendet wissen. Damit ist ihm allerdings – wie nachstehend 

aufzuzeigen ist – kein Erfolg beschieden: 

3.5.1. Verlangt eine Partei ausdrücklich eine bestimmte Verfahrensart, so kann 

sie im Falle eines Nichteintretensentscheids wegen Unzuständigkeit nicht 

erfolgreich auf der für sie günstigeren Tarifbestimmungen der anderen, richtigen 

Verfahrensart beharren. Grundsätzlich hat jede Instanz die für ihr Verfahren 

geltenden Tarifbestimmungen anzuwenden. Dies gilt selbst dann, wenn zunächst 

- 10 - 

die verfahrensrechtlich richtige, aber dem Ansinnen des Beschwerdeführers 

zuwiderlaufende Instanz tätig wurde. Der entsprechenden Argumentation des 

Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden, weshalb es auch nicht relevant ist, 

ob die Klageschrift den Anforderungen des summarischen und des ordentlichen 

Verfahrens entspricht oder nicht. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die 

Kosten wären geringer ausgefallen, wenn die Vorinstanz – ohne Stellungnahmen 

– einen sofortigen Nichteintretensentscheid gefällt hätte, ist ihm 

entgegenzusetzen, dass die Prozessleitung einerseits Sache des Gerichts ist 

(Art. 124 ZPO) und andererseits im Bereich der Prozessvoraussetzungen der 

eingeschränkte Untersuchungsgrundsatz (Sachverhaltsermittlung) gilt. Danach 

hat das Gericht nähere Abklärungen zu treffen, wenn sich bezüglich der 

Eintretensfrage aus den Akten oder den Vorbringen der Parteien Bedenken 

ergeben. Dabei sind die Parteien zur Mitwirkung verpflichtet, indem sie 

Stellungnahmen abzugeben oder sachdienliche Unterlagen einzureichen haben. 

Diese sogenannte Abklärungspflicht ergibt sich auch aus dem Grundsatz der 

richterlichen Fragepflicht im Sinne von Art. 56 ZPO (statt vieler ZK ZPO-Zürcher, 

N 10 zu Art. 60 ZPO). Eine direkte Klageerledigung, wie dies das 

Rechtsmittelverfahren in den Art. 312 und Art. 322 ZPO bei offensichtlicher 

Unzulässigkeit oder Unbegründetheit kennt, ist in den Art. 59 ff. ZPO nicht explizit 

erwähnt. Dies kann nur dergestalt verstanden werden, dass es im Lichte des 

eingeschränkten Untersuchungsgrundsatzes Sache des erstinstanzlichen 

Gerichts ist zu entscheiden, ob der Sachverhalt hinsichtlich der Eintretensfrage 

weiterer Abklärungen bedarf oder nicht. Daraus erhellt, dass die Verfügung vom 

29. Mai 2013, mit welcher die Beschwerdegegner aufgefordert wurden, sich 

schriftlich zu den beiden Gesuchen des Beschwerdeführers zu äussern (act. 6/4), 

nicht als unsachgemäss zu beanstanden ist. Dies gilt insbesondere auch unter 

Berücksichtigung des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Damit sind 

der Vorinstanz Aufwendungen entstanden, welche nach Massgabe der 

Gebührenverordnung (GebV OG) zu bezahlen sind. 

Da die Einsetzung eines Erbenvertreters allerdings lediglich eine präparatorische 

Sicherungsmassnahme im Rahmen der Erbteilung und keine definitive 

Entscheidung darstellt und der vorinstanzliche Entscheid mit einem 

- 11 - 

Nichteintreten, d.h. ohne Anspruchsprüfung, erledigt wurde, rechtfertigt es sich, 

ausgehend von einem Streitwert von Fr. 100'000.– die ordentliche Grundgebühr 

von Fr. 8'750.– (§ 4 Abs. 1 GebV OG) um einen Drittel (§ 4 Abs. 2 GebV OG) und 

sodann um die Hälfte (§ 10 Abs. 1 GebV OG) auf Fr. 3'000.– zu reduzieren. Die 

vorinstanzlichen Aufwendungen hielten sich in Grenzen, denn es erfolgten nach 

Eingang der Stellungnahmen keine weiteren prozessleitenden Verfahrensschritte 

mehr. 

Damit ist die Entscheidgebühr von Fr. 4'500.– (Dispositivziffer 3 des 

angefochtenen Entscheids) um Fr. 1'500.– auf Fr. 3'000.– zu ermässigen. 

3.5.2. Was die Einwendung des Beschwerdeführers anbelangt, bei einem 

sofortigen Nichteintretensentscheid hätten keine Stellungnahmen eingeholt 

werden müssen, womit auch keine Parteientschädigung angefallen wäre, ist auf 

die obigen Ausführungen in Ziff. 3.5.1 zu verweisen. Die Verfahrensleitung liegt 

beim Gericht und entsprechend ist es Sache des Gerichts zu entscheiden, ob den 

Parteien Frist zur Stellungnahme angesetzt wird oder nicht. Im Übrigen hat der 

Beschwerdeführer den Nichteintretensentscheid selbst nicht angefochten, womit 

sich eine weitere Auseinandersetzung über das vorinstanzliche Vorgehen 

erübrigt. Es gilt zu beurteilen, ob die Höhe der Parteientschädigung bei der 

vorliegenden Ausgangslage der Anwaltsgebührenverordnung (AnwGebV) stand 

hält. Es sei einzig nochmals angemerkt, dass es auch in materieller Hinsicht 

gerechtfertigt war, eine Stellungnahme einzuholen, da der Beschwerdeführer ein 

Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Sinne von Art. 261 ff ZPO 

stellte. Solche sind von gewisser Dringlichkeit. 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner erstattete eine umfangreiche, knapp 

40-seitige Stellungnahme und reichte rund 30 Beilagen ein (act. 6/10 und 

act. 6/12/3-34). Die Aktenlage zeugt denn auch von komplexen vermögens- und 

gesellschaftsrechtlichen Strukturen, welche in der Erbschaft E._____ vorhanden 

und im Rahmen eines Erbschaftsprozesses zu klären sind. Der 

Schwierigkeitsgrad sowie der Umfang der Arbeitsleistung und der Zeitaufwand 

sind im grösseren Bereich einzuordnen, womit kein Raum für eine Reduktion der 

ordentlichen Grundgebühr im Sinne § 4 Abs. 1 AnwGebV von Fr. 10'900.– 

- 12 - 

besteht. Durch die Beantwortung der Klage ist die Gebühr verdient (§ 11 Abs. 1 

AnwGebV). Ein Anwendungsfall von § 11 Abs. 4 AnwGebV liegt nicht vor. Ebenso 

entfällt eine Anwendung des Tarifs für das summarische Verfahren (§ 9 

AnwGebV) aus den vorstehend unter Ziff. 3.5.1 genannten Gründen. Der 

Beschwerdeführer wählte explizit das ordentliche Verfahren. 

Gestützt auf welche Bestimmung die Vorinstanz die Grundgebühr von 

Fr. 10'900.– auf Fr. 12'000.– erhöhte, lässt sich dem angefochtenen Entscheid 

nicht entnehmen und ist insofern zu beanstanden, als dass die 

Entscheidgrundlagen in der Begründung zu nennen sind. Die Erhöhung selbst 

lässt sich aber ohne Weiteres durch die Vertretung zweier Klienten, welche beide 

im Ausland wohnen, rechtfertigen. Der damit einhergehende Mehraufwand im 

Sinne von § 8 AnwGebV liegt auf der Hand. Die diesbezüglichen Ausführungen 

des Beschwerdeführers überzeugen nicht (act. 2 S. 7 unten). Ebenso wenig 

überzeugt sein Einwand, im ordentlichen Verfahren seien gar keine 

Stellungnahmen erfolgt, weshalb solche auch nicht zu entschädigen seien (act. 2 

S. 8). Das Einzelgericht im ordentlichen Verfahren hatte die bisherigen 

Verfahrensschritte zu berücksichtigen, denn es setzte den bisherigen Prozess 

fort. Somit sind die Anträge des Beschwerdeführers betreffend die 

Parteientschädigung abzuweisen. 

Ein allfälliger noch ergehender formeller Erledigungsentscheid des Einzelgerichts 

im summarischen Verfahren hätte die erfolgte Kostenregelung aber zu beachten 

und von der Erhebung von Kosten abzusehen (act. 20). 

3.6. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerde hinsichtlich der 

Kostenfestsetzung im Umfang von Fr. 1'500.– gutzuheissen und im Übrigen 

abzuweisen ist. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit. Der Streitwert im 

Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 11'500.–, denn der Beschwerdeführer beantragt 

eine Aufhebung der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.– sowie eine 

- 13 - 

Reduktion der Parteientschädigung von Fr. 12'000.– auf Fr. 5'000.–, also 

Fr. 7'000.–. Ausgehend davon ergibt sich gestützt auf Art. 4 Abs. 1 i.V.m. § 12 

Abs. 1 und 2 GebV OG eine ordentliche Gerichtsgebühr von Fr. 1'960.–. Diese ist 

aufgrund des mittleren Zeitaufwands der Kammer und des mittleren 

Schwierigkeitsgrads des Falles in Anwendung von § 4 Abs. 2 GebV OG um rund 

einen Viertel auf Fr. 1'400.– zu reduzieren. Da das Beschwerdeverfahren 

ebenfalls den Regeln des ordentlichen Verfahrens folgt, entfällt eine Reduktion im 

Sinne von § 8 Abs. 1 GebV OG. 

4.2. Aufgrund der Herabsetzung der vorinstanzlichen Gerichtsgebühr von 

Fr. 4'500.– auf Fr. 3'000.– obsiegt der Beschwerdeführer im 

Beschwerdeverfahren in diesem Punkt zu einem Drittel. Berücksichtigt man 

allerdings sein vollständiges Unterliegen hinsichtlich der Kostentragung und der 

Parteientschädigung, welche in der Höhe von Fr. 12'000.– nicht zu beanstanden 

ist, ist insgesamt von einem Obsiegen im Umfang von rund einem Fünftel 

auszugehen. Entsprechend hat er von der zweitinstanzlichen Entscheidgebühr 

rund vier Fünftel bzw. Fr. 1'100.– und die Beschwerdegegner 1 und 3 einen 

Fünftel bzw. je Fr. 150.– zu tragen. Sie haben sich mit dem vorinstanzlichen 

Entscheid identifiziert. 

4.3. Ausgehend von einem Streitwert von Fr. 11'500.– ergibt sich gestützt auf 

§ 4 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 AnwGebV eine ordentliche Parteientschädigung von 

Fr. 2'625.–. Diese ist unter Berücksichtigung des im unteren Bereich 

anzusiedelnden Schwierigkeitsgrads und Zeitaufwands des Falles im 

Beschwerdeverfahren um einen Drittel auf Fr. 1'751.– zu reduzieren (§ 4 Abs. 2 

AnwGebV). Eine Erhöhung bei Vertretung mehrerer Klienten nach § 8 AnwGebV 

entfällt, denn im Beschwerdeverfahren ist lediglich der Beschwerdegegner 1 

anwaltlich vertreten.  

4.4. Bei einem Obsiegen zu einem Fünftel hat der Beschwerdeführer vier 

Fünftel der Parteientschädigung (Fr. 1'400.–) und die Beschwerdegegner 1 und 3 

insgesamt einen Fünftel (Fr. 351.–) zu entrichten. Daraus resultiert eine vom 

Beschwerdeführer zu leistende Parteientschädigung von Fr. 1'050.–. Da sich 

lediglich der Beschwerdegegner 1 zur Beschwerde äusserte (act. 15) und es der 

- 14 - 

Beschwerdegegner 3 beim Verweis auf die Eingabe des Beschwerdegegners 1 

bewenden liess (act. 17), sind ihm keine relevanten Aufwendungen entstanden, 

welche es zu entschädigen gilt (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Damit ist nur dem 

Beschwerdegegner 1 eine Parteientschädigung von Fr. 1'050.– (zuzüglich 8 % 

Mehrwertsteuer) zu entrichten. 

Es wird erkannt:  

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositivziffer 3 der 

Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichts 

Meilen vom 28. Juni 2013 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–." 

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden auf Fr. 1'400.– 

festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird Umfang von Fr. 1'100.– dem Beschwerdeführer 

und im Umfang von je Fr. 150.– den Beschwerdegegnern 1 und 3 auferlegt. 

Der auf den Beschwerdeführer entfallende Anteil wird mit dem von ihm 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

5. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 für das 

Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'050.– (zuzüglich 

8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

6. Dem Beschwerdegegner 3 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie – unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten – an das Einzelgericht im ordentlichen Verfahren 

des Bezirksgerichts Meilen, je gegen Empfangsschein. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

- 15 - 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 16 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 11'500.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Dr. M. Fuchs Räber 
 
versandt am: 

	Urteil vom 21. Januar 2014
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt
	Die Parteien sind die vier Kinder und alleinigen Erben der am tt. Juni 2005 in E._____ verstorbenen F._____ (act. 3/1). Drei der vier Erben wohnen im Ausland. Der Nachlass, welcher nebst verschiedenen Grundstücken, Investitionsvehikeln und einem gröss...

	2. Prozessgeschichte
	2.1. Mit Eingabe vom 23. Mai 2013 ersuchte der Beschwerdeführer das Einzelgericht in Erbschaftssachen des Bezirksgerichts Meilen um Einsetzung eines Erbenvertreters im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB und stellte folgende Anträge (act. 6/1):
	Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit folgendem Antrag:
	2.2. Entgegen der Ausführung des Beschwerdeführers in seiner Klageschrift, er habe sich für ein ordentliches Verfahren entschieden und gestützt auf Art. 199 Abs. 2 ZPO auf ein Schlichtungsverfahren verzichtet (act. 6/1 S. 4; act. 2 S. 3), legte das Be...
	2.3. Mit Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichts Meilen (nachstehend Vorinstanz genannt) vom 28. Juni 2013 wurde die dem Ansinnen des Beschwerdeführers entgegenstehende Erfassung des Verfahrens als summarisches Verfa...
	2.4. Gegen den Nichteintretensentscheid vom 28. Juni 2013 erhob der Beschwerdeführer mit rechtzeitiger Eingabe vom 12. Juli 2013 (Datum Poststempel) bei der Kammer eine Kostenbeschwerde und stellte folgende Anträge (act. 2 S. 3):
	2.5. Mit Präsidialverfügung vom 18. Juli 2013 wurde dem Beschwerdeführer eine 10-tägige Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– angesetzt (Art. 98 ZPO) und den Beschwerdegegnern Gelegenheit gegeben, sich zum Gesuch um aufschiebende ...
	2.6. Mit rechtzeitiger Eingabe vom 21. August 2013 reichte der Beschwerdegegner 1 seine Beschwerdeantwort mit folgenden Anträgen ein (act. 15 und 16):
	Der Beschwerdegegner 3 bezeichnete mit Schreiben vom 3. Oktober 2013 ebenfalls rechtzeitig ein Zustellungsdomizil in der Schweiz und schloss sich im Übrigen den Anträgen und der Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 vom 20. [recte: 21.] August 2013 an...
	2.7. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-21). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	3. Rechtliches
	3.1. Der Kostenentscheid ist selbständig und unabhängig vom Streitwert nur mit Beschwerde anfechtbar (Art. 110 ZPO, Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO). Auf das Beschwerdeverfahren kommen die Art. 310 ff. ZPO zur Anwendung. Mit der Beschwerde können die unri...
	3.2. Der Beschwerdeführer kritisiert in seiner Beschwerdeschrift vom 12. Juli 2013 das vorstehend in der Prozessgeschichte unter Ziff. 2.2 und Ziff. 2.3 wiedergegebene vorinstanzliche Vorgehen als überspitzt formalistisch und widersprüchlich und erbli...
	3.2.1. Zwar habe er in seiner Klageschrift in der Tat erwähnt, es werde ein ordentliches Verfahren anhängig gemacht, doch habe die Klageschrift sowohl den Anforderungen an eine solche im summarischen als auch an eine solche im ordentlichen Verfahren e...
	3.2.2. Weiter, so der Beschwerdeführer, sei nach Massgabe der Bestimmungen zum summarischen Verfahren auch die Anwaltsgebühr zu reduzieren. Zunächst sei nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz ausgehend von einem Streitwert von Fr. 100'000.– vom Gru...
	3.3. Vorab sei festgehalten, dass die Zuständigkeit des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren (d.h. die Zuständigkeit der Vorinstanz) nicht angefochten ist. Streitigkeiten mit einem Streitwert von rund Fr. 100'000.– fallen jedoch nicht in die Zustä...
	3.4. Gemäss Art. 248 lit e ZPO gilt das summarische Verfahren unter anderem für die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Soweit die Bestellung eines Erbenvertreters nach Art. 602 Abs. 3 ZGB nicht als vorsorgliche Massnahme im Rahmen eines...
	Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist Gegenstand der kantonalen Gerichtsorganisation (Art. 4 Abs. 1 ZPO). Dass für die Bestellung eines Erbenvertreters im Kanton Zürich das Einzelgericht im summarischen Verfahren zuständig ist, ergi...
	3.5. Die Vorinstanz nahm den Prozess an die Hand, nachdem das Einzelgericht im summarischen Verfahren festgestellt hatte, der Beschwerdeführer wünsche ausdrücklich ein ordentliches Verfahren. Dieses Vorgehen ist zwar in der eidgenössischen Zivilprozes...
	3.5.1. Verlangt eine Partei ausdrücklich eine bestimmte Verfahrensart, so kann sie im Falle eines Nichteintretensentscheids wegen Unzuständigkeit nicht erfolgreich auf der für sie günstigeren Tarifbestimmungen der anderen, richtigen Verfahrensart beha...
	Da die Einsetzung eines Erbenvertreters allerdings lediglich eine präparatorische Sicherungsmassnahme im Rahmen der Erbteilung und keine definitive Entscheidung darstellt und der vorinstanzliche Entscheid mit einem Nichteintreten, d.h. ohne Anspruchsp...
	Damit ist die Entscheidgebühr von Fr. 4'500.– (Dispositivziffer 3 des angefochtenen Entscheids) um Fr. 1'500.– auf Fr. 3'000.– zu ermässigen.
	3.5.2. Was die Einwendung des Beschwerdeführers anbelangt, bei einem sofortigen Nichteintretensentscheid hätten keine Stellungnahmen eingeholt werden müssen, womit auch keine Parteientschädigung angefallen wäre, ist auf die obigen Ausführungen in Ziff...
	Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner erstattete eine umfangreiche, knapp 40-seitige Stellungnahme und reichte rund 30 Beilagen ein (act. 6/10 und act. 6/12/3-34). Die Aktenlage zeugt denn auch von komplexen vermögens- und gesellschaftsrechtlichen ...
	Gestützt auf welche Bestimmung die Vorinstanz die Grundgebühr von Fr. 10'900.– auf Fr. 12'000.– erhöhte, lässt sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen und ist insofern zu beanstanden, als dass die Entscheidgrundlagen in der Begründung zu nenn...
	Ein allfälliger noch ergehender formeller Erledigungsentscheid des Einzelgerichts im summarischen Verfahren hätte die erfolgte Kostenregelung aber zu beachten und von der Erhebung von Kosten abzusehen (act. 20).
	3.6. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerde hinsichtlich der Kostenfestsetzung im Umfang von Fr. 1'500.– gutzuheissen und im Übrigen abzuweisen ist.

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	4.1. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit. Der Streitwert im Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 11'500.–, denn der Beschwerdeführer beantragt eine Aufhebung der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.– sowie eine Reduktion der...
	4.2. Aufgrund der Herabsetzung der vorinstanzlichen Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.– auf Fr. 3'000.– obsiegt der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren in diesem Punkt zu einem Drittel. Berücksichtigt man allerdings sein vollständiges Unterliegen hinsi...
	4.3. Ausgehend von einem Streitwert von Fr. 11'500.– ergibt sich gestützt auf § 4 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 AnwGebV eine ordentliche Parteientschädigung von Fr. 2'625.–. Diese ist unter Berücksichtigung des im unteren Bereich anzusiedelnden Schwierigk...
	4.4. Bei einem Obsiegen zu einem Fünftel hat der Beschwerdeführer vier Fünftel der Parteientschädigung (Fr. 1'400.–) und die Beschwerdegegner 1 und 3 insgesamt einen Fünftel (Fr. 351.–) zu entrichten. Daraus resultiert eine vom Beschwerdeführer zu lei...

	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositivziffer 3 der Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichts Meilen vom 28. Juni 2013 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	"3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–."
	2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden auf Fr. 1'400.– festgesetzt.
	4. Die Entscheidgebühr wird Umfang von Fr. 1'100.– dem Beschwerdeführer und im Umfang von je Fr. 150.– den Beschwerdegegnern 1 und 3 auferlegt. Der auf den Beschwerdeführer entfallende Anteil wird mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	5. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'050.– (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
	6. Dem Beschwerdegegner 3 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Einzelgericht im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichts Meilen, je gegen Empfangsschein.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...