# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aaa9fc56-50c5-59e5-8d72-7677355414e4
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1986-07-08
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 08.07.1986 Verwaltung ARGVP 1988 1049
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1986-07-08.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1049, 1050

1049

Verfahren. Einsicht in die Akten eines abgeschlossenen Verfahrens 
(Art. 7 Abs. 2 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren; bGS 143.5).

Gemäss Art. 7 Abs. 2 des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren 
(bGS 143.5) besteht ein Anspruch auf Einsicht in die Verfahrensakten, 
soweit dadurch nicht öffentliche oder wichtige Interessen von Privatperso­
nen berührt werden. Auch bei rechtskräftig erledigten Verfahren ist unter 
Umständen die Akteneinsicht zu gewähren. Dies ist unter anderem dann 
der Fall, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachzuwei­
sen vermag (vgl. BGE 9 5 1108; Max Imboden/Rene A. Rhinow, Schweizeri­
sche Verwaltungsrechtsprechung, 5 .Auflage, Basel und Stuttgart 1976, 
Band I, Seite 522; Appenzell A.Rh. Verwaltungspraxis, Heft VII, Seite 143f.; 
Hans-Jürg Schär, Erläuterungen zum Gesetz vom 28. April 1985 über 
das Verwaltungsverfahren des Kantons Appenzell A .Rh., Teufen 1985, 
Art. 7/8, N. 41).

Als schutzwürdiges Interesse in diesem Sinne hat das Bundesgericht 
etwa die beabsichtigte Revision eines Urteils bezeichnet (BGE 95 I 108). 
Voraussetzung ist allerdings, dass zwischen dem Revisionsbegehren und 
den Akten, für welche Einsicht verlangt wird, ein unmittelbarer Zusam­
menhang besteht. -  Seine Grenzen findet das Akteneinsichtrecht -  
wie auch sonst -  an öffentlichen Interessen des Staates sowie an berech­
tigten Geheimhaltungsinteressen privater Dritter (BGE 95 1109).

RRB 8.7.1986

1050

Verfahren. Rechtliches Gehör bei Disziplinarmassnahmen (A rt.7/8 des 
Gesetzes überdas Verwaltungsverfahren; bGS 143.5). 1

1. Gemäss Art. 50 Abs. 2 des Schulgesetzes vom 26. April 1981 
(bGS411.0) werden Disziplinarmassnahmen von der Wahlbehörde erlas­
sen. Bevor eine Disziplinarmassnahme angeordnet werden muss, ist der 
Betroffene anzuhören (Art. 50 Abs. 3 Schulgesetz). Dabei werden im Diszi­
plinarverfahren an die Gehörsgewährung besonders hohe Anforderungen

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