# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c0a36fd-7e2b-5779-b785-c8089e08bdb1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-06-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.06.2022 BH.2022.2
**Docket/Reference:** BH.2022.2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BH-2022-2_2022-06-28

## Full Text

Verhaftung (Art. 52 ff. VStrR); Rückweisungsurteil des Bundesgerichts;
Kosten- und Entschädigungsfolgen
;;Verhaftung (Art. 52 ff. VStrR); Rückweisungsurteil des Bundesgerichts;
Kosten- und Entschädigungsfolgen
;;Verhaftung (Art. 52 ff. VStrR); Rückweisungsurteil des Bundesgerichts;
Kosten- und Entschädigungsfolgen
;;Verhaftung (Art. 52 ff. VStrR); Rückweisungsurteil des Bundesgerichts;
Kosten- und Entschädigungsfolgen

Beschluss vom 28. Juni 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Patrick Robert-Nicoud, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

A., vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss, 

Beschwerdegegner 

 

 

Vorinstanz  BEZIRKSGERICHT HINWIL, Zwangsmassnahmen-

gericht, 

 

 

Gegenstand  Verhaftung (Art. 52 ff. VStrR) 

Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 

Kosten- und Entschädigungsfolgen 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BH.2022.2 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Der türkische Staatsangehörige A. figurierte als Beschuldigter in den durch 

das Sekretariat der Eidgenössischen Spielbankenkommission (nachfolgend 

«ESBK») geführten Verwaltungsstrafverfahren Nr. 62-2015-052, 62-2015-

129, 62-2017-099, 62-2018-024, 62-2018-079 und 62-2018-083 wegen des 

Verdachts der Vergehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 5, evtl. 

von Art. 55 Abs. 2 des am 1. Januar 2019 aufgehobenen Bundesgesetzes 

vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbanken-

gesetz, SBG; AS 2000 677) bzw. der Widerhandlungen im Sinne von 

Art. 130 Abs. 1 lit. a, evtl. von Art. 130 Abs. 2 des am 1. Januar 2019 in Kraft 

getretenen Bundesgesetzes vom 29. September 2017 über Geldspiele 

(Geldspielgesetz, BGS; SR 935.51). Diese Dossiers wurden durch die ESBK 

unter der Verfahrensnummer 62-2018-080 vereinigt (vgl. BH.2021.4, act. 1.2 

S. 2 f.). 

 

 

B. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2021 beantragte die ESBK beim Zwangsmass-

nahmengericht am Bezirksgericht Hinwil (nachfolgend «ZMG») in Sachen A. 

die Ausstellung eines Haftbefehls im Sinne von Art. 52 f. VStrR (BH.2021.14, 

act. 1.2). Mit Schreiben vom 6. Oktober 2021 teilte die ESBK dem ZMG dies-

bezüglich mit, der Erlass dieses Haftbefehls habe nicht vor dem 22. Oktober 

2021 zu erfolgen, da sich A. zurzeit noch und bis 24. Oktober 2021 in der 

Vollzugseinrichtung B. befinde (Verfahrensakten GH210060-E, Nr. 4). 

 

Mit Verfügung vom 22. Oktober 2021 ordnete das ZMG die umgehende Ver-

haftung von A. an (BH.2021.4, act. 1.3), welche am selben Tag durch die 

Kantonspolizei Zürich vollzogen wurde (Verfahrensakten GH210060-E, 

Nr. 9). Am 25. Oktober 2021 erfolgte die entsprechende Haftanhörung vor 

dem ZMG (vgl. Verfahrensakten GH210060-E, Nr. 12). Im Anschluss daran 

verfügte das ZMG Folgendes (BH.2021.14, act. 1.1): 

 

1. Das Gesuch um weitere Anordnung von Untersuchungshaft wird abgewiesen. 

2. Der Beschuldigte ist unverzüglich aus der Haft zu entlassen und dem Amt für Justiz-

vollzug und Wiedereingliederung zur weiteren Strafverbüssung zuzuführen. 

3. (…) 

 

 

C. Der untersuchende Beamte der ESBK meldete beim ZMG sogleich an, ge-

gen die Haftentlassung Beschwerde erheben zu wollen (vgl. Verfahrensak-

ten GH210060-E, Protokoll S. 6). Am 26. Oktober 2021 erhob die ESBK beim 

- 3 - 

 

 

ZMG schriftlich Beschwerde (BH.2021.4, act. 1). Darin beantragte sie Fol-

gendes: 

 

1. Es sei die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 25. Oktober 2021 auf-

zuheben. 

2. Es sei die Untersuchungshaft von A. bis am 31. Januar 2022 aufrechtzuerhalten. 

3. Unter Kostenauflage zulasten von A. 

 

Das ZMG übermittelte die Beschwerde gemeinsam mit den Verfahrensakten 

am 27. Oktober 2021 der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts. Im 

Begleitschreiben teilte das ZMG mit, auf eine Vernehmlassung zur Be-

schwerde zu verzichten (BH.2021.4, act. 2). 

 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2021 beantragte A. Folgendes 

(BH.2021.4, act. 5): 

 

1. Es sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Es sei festzustellen, dass sich der Beschwerdegegner seit dem 25. Oktober 2021, 

19.00 Uhr, rechtswidrig in Haft befindet. 

3. Es sei der Beschwerdegegner unverzüglich auf freien Fuss zu setzen. 

4. EVENTUALITER sei der Beschwerdegegner im Sinn einer Ersatzmassnahme nach 

Art. 237 Abs. 2 lit. c und d StPO unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach 

Art. 292 StGB zu verpflichten, sich nur in der Liegenschaft […] in Z. aufzuhalten (die 

Auflage, sich nur oder sich nicht an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten 

Haus aufzuhalten) sowie sich wöchentlich bei der Kantonspolizei Zürich zu melden 

(die Auflage, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden). 

Es seien die Ersatzmassnahmen bis zum 22. Januar 2021, längstens aber bis zum 

Abschluss des Vorverfahrens, zu befristen. 

5. Alles ohne Kosten- und unter Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Be-

schwerdeführerin. 

 

 

D. Mit Beschluss BH.2021.4 vom 4. November 2021 hiess die Beschwerdekam-

mer die Beschwerde gut, hob die Verfügung des Bezirksgerichts Hinwil vom 

25. Oktober 2021 auf und hiess das Gesuch um weitere Anordnung von Un-

tersuchungshaft gegen A. gut. Sie verlängerte die Untersuchungshaft bis 

31. Januar 2022 und auferlegte A. die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.–. 

 

 

E. Dagegen erhob A. am 15. Dezember 2021 Beschwerde beim Bundesgericht 

(BH.2021.4, act. 11.1). Dieses erkannte mit Urteil 1B_680/2021 vom 14. Ja-

nuar 2022 u.a. Folgendes (Ziff. 1 des Dispositivs):  

- 4 - 

 

 

 

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts vom 4. November 2021 wird aufgehoben, die Sache an sie zurückgewie-

sen zur unverzüglichen Prüfung und Anordnung geeigneter Ersatzmassnahmen, anschlies-

sender Entlassung des Beschwerdeführers aus der Haft sowie zur Neuregelung der Kosten 

des Beschwerdeverfahrens BH.2021.4. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit 

darauf eingetreten wird. 

 

Dieses Urteil wurde am 19. Januar 2022 versandt und ging am folgenden 

Tag bei der Beschwerdekammer ein (vgl. BH.2021.14, act. 14). 

 

 

F. Am 21. Januar 2022 lud die Beschwerdekammer die Parteien ein (Frist für 

die ESBK und das Bezirksgericht Hinwil bis 31. Januar 2022; Frist für A. bis 

3. Februar 2022), sich zur Verhältnismässigkeit der Haft, zur Prüfung und 

Anordnung geeigneter Ersatzmassnahmen sowie zur Neuregelung der Kos-

ten des Beschwerdeverfahrens BH.2021.4 zu äussern (act. 2).  

 

Das Bezirksgericht Hinwil teilte am 27. Januar 2022 mit, auf eine Vernehm-

lassung zu verzichten (act. 3).  

 

Die ESBK beantragt in ihrer Eingabe vom 31. Januar 2022, das Verfahren 

BH.2021.4 betreffend Untersuchungshaft sei als gegenstandslos abzu-

schreiben, alles unter Kostenfolgen zulasten des Beschuldigten (act. 4). Zur 

Begründung führte die ESBK u.a. Folgendes aus: 

 

Am 27. Januar 2022 hat die ESBK mit der Überweisung der Anklage und Überweisungsschrift 

zuhanden der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich Anklage gegen den Beschuldigten 

erhoben. Mit der Überweisung der Anklageschrift ist die Verfahrensherrschaft somit auf das 

erstinstanzliche Gericht übergegangen. 

 

Da mit der Überweisung der Anklageschrift das Untersuchungsverfahren abgeschlossen 

wurde, wird die Beurteilung der Untersuchungshaft und allfällig geeigneter Ersatzmassnah-

men hinfällig. Ausserdem wurde am 27. Januar 2022 beim Zwangsmassnahmengericht Hinwil 

ein Gesuch um Anordnung von Sicherheitshaft gestellt, da nach Ansicht der Anklägerin der 

Haftgrund der Fluchtgefahr nach wie vor gegeben ist. 

 

Mit Eingabe vom 2. Februar 2022 lässt A. beantragen, was folgt (act. 5): 

 

1. Es sei festzustellen, dass das Beschleunigungsgebot verletzt wurde. 

2. Es sei der Beschwerdegegner unverzüglich auf freien Fuss zu setzen. 

- 5 - 

 

 

3. Es sei der Beschwerdegegner im Sinn einer Ersatzmassnahme nach Art. 237 Abs. 2 

lit. c und d StPO analog unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 

StGB zu verpflichten, sich nur in der Liegenschaft […] in Z. aufzuhalten (die Auflage, 

sich nur oder nicht an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Haus aufzu-

halten) sowie sich wöchentlich bei der Kantonspolizei Zürich zu melden (die Auflage, 

sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden). 

Es seien die Ersatzmassnahmen bis zum 3. Mai 2022, längstens aber bis zum Ab-

schluss des Vorverfahrens, zu befristen. 

4. Alles ohne Kosten- und unter Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Be-

schwerdeführerin. 

 

Diese Eingabe wurde der ESBK und dem Bezirksgericht Hinwil am 4. Feb-

ruar 2022 zur Kenntnisnahme übermittelt (act. 9). 

 

 

G. Gestützt auf die Ausführungen von A. in seiner Eingabe vom 2. Februar 2022 

erkundigte sich die Beschwerdekammer am 3. Februar 2022 telefonisch 

nach dem Stand der Verfahren beim Bezirksgericht Hinwil (vgl. act. 6).  

 

Gemäss eingeholter Auskunft sei das Gesuch um Anordnung der Sicher-

heitshaft vom 27. Januar 2022 eingegangen; erst danach aber die diesbe-

zügliche Anklageschrift. Nach deren Eingang werde das Bezirksgericht 

heute (d.h. am 3. Februar 2022) gestützt auf Art. 227 Abs. 3 i.V.m. Art. 229 

Abs. 3 lit. b StPO den Beschuldigten zur Stellungnahme zum Gesuch einla-

den. Dabei habe es die provisorische Fortdauer der Untersuchungshaft bis 

zu seinem Entscheid angeordnet (siehe Art. 227 Abs. 4 StPO).  

 

Gestützt auf diese telefonische Auskunft verfügte der Präsident der Be-

schwerdekammer noch am 3. Februar 2022, der Beschwerdegegner sei un-

verzüglich aus der Untersuchungshaft zu entlassen (act. 7). Die Verfügung 

vom 3. Februar 2022 des Bezirksgerichts Hinwil betreffend Einladung zur 

Stellungnahme und Anordnung der provisorischen Fortdauer der Untersu-

chungshaft ging erst am folgenden Tag bei der Beschwerdekammer ein 

(act. 8). Daraus ergibt sich u.a., dass die Anklageschrift beim Bezirksgericht 

Hinwil bereits am 2. Februar 2022 eingegangen ist. 

 

 

H. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men. 

 

 

- 6 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Der vorliegend noch zu beurteilende Verfahrensgegenstand ergibt sich in 

erster Linie aus Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils des Bundesgerichts 

1B_680/2021 vom 14. Januar 2022. Vorab zu Bemerkungen Anlass gibt der 

diesbezüglich von der Beschwerdeführerin am 31. Januar 2022 gestellte An-

trag auf Abschreibung des Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit. 

 

1.2  

1.2.1 Gemäss Art. 73 Abs. 1 VStrR überweist die beteiligte Verwaltung die Akten 

der kantonalen Staatsanwaltschaft zuhanden des zuständigen Strafgerichts, 

wenn die gerichtliche Beurteilung verlangt worden ist oder das übergeord-

nete Departement die Voraussetzungen einer Freiheitsstrafe, einer freiheits-

entziehenden Massnahme oder einer Landesverweisung nach Art. 66a oder 

66abis StGB für gegeben hält. Die Überweisung gilt als Anklage (Art. 73 

Abs. 2 Satz 1 VStrR). Die mit der Strafsache befasste Staatsanwaltschaft 

beschränkt sich in diesem Stadium des Verfahrens von Gesetzes wegen da-

rauf, die Akten an das Gericht weiterzuleiten. Insbesondere hat die Staats-

anwaltschaft weder die Zulässigkeit der Anklage zu prüfen noch selbst (er-

gänzende) Ermittlungen zu führen (Art. 73 Abs. 3 VStrR; HEIMGARTNER/KES-

HELAVA, Basler Kommentar, 2020, Art. 73 VStrR N. 10 mit Hinweis auf das 

Urteil des Bundesgerichts 6P.175/2004 vom 6. April 2005 E. 2.1.1). 

 

1.2.2 Die Untersuchungshaft beginnt mit ihrer Anordnung durch das Zwangsmass-

nahmengericht und endet mit dem Eingang der Anklage beim erstinstanzli-

chen Gericht, dem vorzeitigen Antritt einer freiheitsentziehenden Sanktion 

oder mit der Entlassung der beschuldigten Person während der Untersu-

chung (Art. 220 Abs. 1 StPO). Als Sicherheitshaft gilt die Haft während der 

Zeit zwischen dem Eingang der Anklageschrift beim erstinstanzlichen Ge-

richt und der Rechtskraft des Urteils, dem Antritt einer freiheitsentziehenden 

Sanktion, dem Vollzug der Landesverweisung oder der Entlassung (Art. 220 

Abs. 2 StPO). 

 

1.2.3 Das Verwaltungsstrafrecht sieht in Art. 52 ff. VStrR einzig Regeln für die Un-

tersuchungshaft während der Phase der «Untersuchung und Strafverfü-

gung» vor (zweiter Abschnitt des dritten Titels VStrR). Die Sicherheitshaft 

wird durch das VStrR zwar nicht ausgeschlossen, im Gesetz aber lediglich 

in Art. 59 Abs. 3 VStrR im Umkehrschluss erwähnt (EICKER/FRANK/ACHER-

MANN, Verwaltungsstrafrecht und Verwaltungsstrafverfahrensrecht, 2012, 

S. 216; vgl. auch GRAF, Basler Kommentar, 2020, Art. 51 VStrR N. 5). Die 

- 7 - 

 

 

Art. 73–81 VStrR enthalten für die Phase des gerichtlichen Verfahrens (drit-

ter Abschnitt des dritten Titels VStrR) keine Bestimmungen zur strafpro-

zessualen Haft und zu den diesbezüglichen Zuständigkeiten. Art. 82 VStrR 

hält demgegenüber fest, dass für das Verfahren vor kantonalen Gerichten 

die entsprechenden Vorschriften der StPO gelten, soweit die Art. 73–81 

VStrR nichts anderes bestimmen. Soweit ersichtlich haben sich bis zur vor-

liegenden Verwaltungsstrafsache weder das Bundesgericht noch das Bun-

desstrafgericht jemals mit Fragen der Zuständigkeiten bei Sicherheitshaft im 

Anwendungsbereich des VStrR befassen müssen. In der Lehre wurde je-

doch mit Hinweis auf die eben erwähnten gesetzlichen Bestimmungen ver-

treten, dass die Möglichkeit der Haftbeschwerde an die Anklagekammer des 

Bundesgerichts (vgl. Art. 26, Art. 51 Abs. 5 und 6, Art. 59 Abs. 3 VStrR in 

ihrer bis zum 1. April 2004 geltenden Fassung) bestehe, solange der Fall 

nicht gerichtshängig sei (FORSTER, Rechtsschutz bei strafprozessualer Haft, 

SJZ 1998 S. 2 ff., 5 f.). Betreffend Haftprüfung wende das kantonale Gericht 

jedoch das kantonale Strafprozessrecht an, sobald die Verwaltungsstrafsa-

che gemäss Art. 73 Abs. 1 VStrR diesem zur Beurteilung überwiesen wurde 

(FORSTER, a.a.O., S. 6). Diese Überlegungen führen bezüglich der heute in 

Kraft stehenden Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 

2007 für die Sicherheitshaft zur Anwendbarkeit der Art. 229 ff. StPO, wobei 

diesbezüglich auch in der neueren Lehre Übereinstimmung zu herrschen 

scheint (siehe LEMKUHL/TABAKOVIC, Basler Kommentar, 2020, Art. 53 VStrR 

N. 6 f.; EICKER/FRANK/ACHERMANN, a.a.O., S. 217; vgl. zum Ganzen die Be-

schlüsse des Bundesstrafgerichts BH.2022.7 vom 17. Mai 2022 und 

BH.2022.3 vom 16. Februar 2022). Über die Anordnung der Sicherheitshaft 

bei vorbestehender Untersuchungshaft entscheidet gemäss Art. 229 Abs. 1 

StPO das Zwangsmassnahmengericht auf schriftliches Gesuch der Staats-

anwaltschaft. Das Verfahren richtet sich dabei sinngemäss nach Art. 227 

StPO (siehe Art. 229 Abs. 3 lit. b StPO). Die verhaftete Person kann Ent-

scheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung von Si-

cherheitshaft bei der kantonalen Beschwerdeinstanz (nach Art. 20 lit. c 

StPO) anfechten (Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO). In diesem Sta-

dium des Verfahrens besteht keine weitere gesetzliche Zuständigkeit der Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts. 

 

1.3 Aufgrund des vorstehend Ausgeführten wurde die Beurteilung der Untersu-

chungshaft und allfälliger geeigneter Ersatzmassnahmen durch die Be-

schwerdekammer infolge Wegfalls der gesetzlichen Zuständigkeit tatsäch-

lich hinfällig. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer 

Eingabe vom 31. Januar 2022 (act. 4) lag der diesbezüglich massgebliche 

Zeitpunkt jedoch nicht in der am 27. Januar 2022 gestützt auf Art. 73 Abs. 1 

- 8 - 

 

 

VStrR erfolgten Überweisung der Akten an die kantonale Staatsanwalt-

schaft, sondern im Zeitpunkt des Eingangs der entsprechenden Anklage-

schrift beim erstinstanzlichen Gericht (vgl. Art. 220 Abs. 1 und 2 StPO), mit-

hin am 2. Februar 2022 (vgl. hierzu die am 4. Februar 2022 bei der Be-

schwerdekammer und damit erst nach Erlass der Verfügung des Kammer-

präsidenten am 3. Februar 2022 eingegangene Verfügung der Vorinstanz 

vom 3. Februar 2022; act. 8, S. 2). Der Vorinstanz lag der Antrag der Be-

schwerdeführerin auf Anordnung der Sicherheitshaft bereits am 28. Januar 

2022 vor (vgl. act. 8, S. 2). Da die Sicherheitshaft aber erst mit dem Eingang 

der Anklage beim erstinstanzlichen Gericht beginnt (Art. 220 Abs. 2 StPO), 

nahm die Vorinstanz das die Sicherheitshaft betreffende Verfahren erst an 

die Hand, nachdem am 2. Februar 2022 auch die diesbezügliche Anklage-

schrift beim Bezirksgericht Hinwil eingegangen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt 

war vorliegend die Zuständigkeit der Beschwerdekammer zur Beurteilung 

der Untersuchungshaft sowie allfälliger Ersatzmassnahmen noch gegeben. 

Für künftige Haftsachen in Konstellationen dieser Art drängt sich auf, dass 

sich die beteiligten Behörden und Instanzen umgehend, unaufgefordert und 

vollständig über die wichtigsten Verfahrensschritte orientieren und dokumen-

tieren, damit die in der Sache zuständige Behörde rasch die ihr übertragenen 

Entscheide fällen kann und keine Schwebezustände entstehen können, in 

denen keine der verschiedenen beteiligten Behörden sich für zuständig er-

achtet.  

 

 

2. Das vorliegende Verfahren ist nach dem Gesagten mit Eingang der Anklage 

beim Bezirksgericht Hinwil am 2. Februar 2022 gegenstandslos geworden, 

soweit es die vom Bundesgericht der Beschwerdekammer aufgetragene 

Prüfung und Anordnung geeigneter Ersatzmassnahmen und anschliessende 

Entlassung des Beschwerdegegners aus der Haft betrifft. 

 

 

3.  

3.1 Von der Gegenstandslosigkeit nicht betroffen ist dagegen die vom Bundes-

gericht angeordnete Neuregelung der Kosten des Beschwerdeverfahrens 

BH.2021.4, über welche nachfolgend zu befinden ist. 

 

3.2 Mangels konkreter Bestimmungen in den einschlägigen Verfahrensgesetzen 

im Bereich des Verwaltungsstrafrechts wendet die Beschwerdekammer bei 

der Bestimmung der Gerichtskosten im Beschwerdeverfahren ergänzend die 

Regelung des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 

(Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) an (TPF 2011 25 E. 3). Demnach 

werden die Gerichtskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. 

- 9 - 

 

 

Wenn die Umstände es rechtfertigen, können die Kosten anders verteilt oder 

es kann auf die Kostenerhebung verzichtet werden (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). 

Zudem bestimmt die Beschwerdekammer im Entscheid, ob und in welchem 

Mass die Kosten der obsiegenden Partei von der unterliegenden zu ersetzen 

sind (Art. 68 Abs. 1 BGG).   

 

3.3 Die Beschwerdekammer hiess im durch das Bundesgericht aufgehobenen 

Beschluss die Beschwerde der Beschwerdeführerin gut und auferlegte dem 

unterliegenden Beschwerdegegner die Gerichtskosten (Beschluss des Bun-

desstrafgerichts BH.2021.4 vom 4. November 2021 E. 8). In seinem Urteil 

1B_680/2021 vom 14. Januar 2022 verwarf das Bundesgericht die diesbe-

züglich vom Beschwerdegegner erhobene Rüge, seine Inhaftierung während 

des Beschwerdeverfahrens vor der Beschwerdekammer sei rechtswidrig ge-

wesen (siehe E. 3). Zudem bejahte es in Übereinstimmung mit der Be-

schwerdekammer sowohl den Tatverdacht als auch das grundsätzliche Vor-

liegen von Fluchtgefahr (siehe E. 4). Demgegenüber warf das Bundesgericht 

der Beschwerdekammer vor, diese habe nicht geprüft, ob die Inhaftierung 

des Beschwerdegegners aufgrund der ihm vorgeworfenen Delikte gerecht-

fertigt sei bzw. nicht in einem Missverhältnis zur Bedeutung zur Sache stehe 

(siehe E. 5.2). Diesbezüglich kam die Beschwerdekammer unter Bezug-

nahme auf den geschilderten Tatverdacht und die geltend gemachten Tat-

umstände jedoch ausdrücklich zum Schluss, dass eine Aufrechterhaltung 

der Haft bis 31. Januar 2022 «gerade noch zu rechtfertigen» sei (Beschluss 

des Bundesstrafgerichts BH.2021.4 vom 4. November 2021 E. 6.2). Dem 

über zwei Monate später ergangenen Urteil des Bundesgerichts ist zur Frage 

nach der Verhältnismässigkeit der Haft abschliessend zu entnehmen (siehe 

E. 5.4), die Umstände reichten nicht mehr aus, die Haft weiterhin aufrecht zu 

erhalten, bzw. die weitere Inhaftierung lasse sich unter diesen Umständen 

nicht mehr rechtfertigen. Diesbezüglich unklar bleibt damit, ob die Haft nach 

Ansicht des Bundesgerichts von Beginn weg unverhältnismässig gewesen 

sei oder (spätestens) erst ab dem Zeitpunkt seines Urteils in dieser Sache.  

 

3.4 Diese Unklarheit wirkt sich bezüglich der neu zu regelnden Kostenfolgen in-

sofern aus, als nicht hinreichend klar bestimmbar ist, in welchem Umfang der 

Beschwerdegegner im Verfahren BH.2021.4 als obsiegend gelten kann. War 

seine Inhaftierung von Beginn weg unverhältnismässig, so wäre er im ent-

sprechenden Verfahren als vollständig obsiegend zu betrachten. War dem-

gegenüber nur die von der Beschwerdekammer angesetzte Frist zur Auf-

rechterhaltung der Inhaftierung zu lang, so hätte er im entsprechenden Ver-

fahren nur zu einem (geringen) Teil obsiegt. Diese Unklarheiten sind vorlie-

gend jedoch nicht dem Beschwerdegegner anzulasten, weshalb im Zweifel 

- 10 - 

 

 

zu seinen Gunsten von einem vollständigen Obsiegen im Verfahren 

BH.2021.4 auszugehen ist. 

 

3.5 Demnach ist für das Beschwerdeverfahren BH.2021.4 keine Gerichtsgebühr 

zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG analog).  

 

3.6 Zudem hat die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner für seine Be-

mühungen im Beschwerdeverfahren BH.2021.4 eine Parteientschädigung 

zu leisten (Art. 68 Abs. 1 BGG analog). Diese ist pauschal auf Fr. 1‘500.– 

festzusetzen (inkl. Auslagen und MwSt.; Art. 10 und 12 Abs. 2 des Regle-

ments des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Ge-

bühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]). 

 

 

4.  

4.1 Der Beschwerdegegner rügt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

durch die Beschwerdekammer. Die Einladung vom 21. Januar 2022 an die 

Parteien, sich zur Verhältnismässigkeit der Haft, zur Prüfung und Anordnung 

geeigneter Ersatzmassnahmen sowie zur Neuregelung der Kosten des Be-

schwerdeverfahrens BH.2021.4 zu äussern, sei prozessual unnötig und die 

entsprechende Frist zu lang gewesen (act. 5, Rz. 11 ff.).  

 

4.2 Gemäss Art. 5 Abs. 4 EMRK hat jede Person, die festgenommen oder der 

die Freiheit entzogen ist, das Recht zu beantragen, dass ein Gericht inner-

halb kurzer Frist über die Rechtmässigkeit des Freiheitsentzugs entscheidet 

und ihre Entlassung anordnet, wenn der Freiheitsentzug nicht rechtmässig 

ist. Diese Vorschrift verpflichtet das Gericht, über ein Haftentlassungsbegeh-

ren so rasch als möglich zu befinden. Dabei kann die Frage, innerhalb wel-

cher Frist entschieden werden muss, nicht abstrakt beurteilt werden. Der 

Entscheid hängt vielmehr von der Würdigung der konkreten Umstände des 

Einzelfalles ab. Der Anspruch auf einen raschestmöglichen Entscheid wird 

dann nicht verletzt, wenn der Behörde aufgrund der Umstände des Falles 

ein früherer Entscheid vernünftigerweise nicht möglich war (BGE 117 Ia 372 

E. 3a S. 375; siehe auch BGE 142 I 135 E. 3.1).  

 

4.3 Die Kritik des Beschwerdegegners, die am 21. Januar 2022 ergangene 

Fristansetzung an die Parteien sei prozessual unnötig gewesen, ist unbe-

gründet. Aufgrund der zwischenzeitlich verstrichenen Dauer von rund 70 Ta-

gen zwischen dem ursprünglichen Beschluss der Beschwerdekammer und 

dem Urteil des Bundesgerichts war einerseits eine Nachfrage an die Parteien 

- 11 - 

 

 

angebracht, ob allfällige neue Ermittlungsergebnisse, welche am 4. Novem-

ber 2021 noch explizit in Aussicht gestellt waren (vgl. den Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BH.2021.4 vom 4. November 2021 E. 6.1 in fine), eine 

veränderte Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Inhaftierung zur Folge 

haben könnte. Ebenso war es aufgrund der entsprechenden Aufforderung 

durch das Bundesgericht angezeigt, dass sich die Parteien – unter Wahrung 

des Replikrechts des Inhaftierten – zu möglichen Ersatzmassnahmen äus-

sern können. Wie die obigen Ausführungen zudem zeigen, hätte ein bei-

spielsweise um drei Wochen früher erfolgter Eingang der Anklageschrift 

beim erstinstanzlichen Gericht diese Punkte bereits vorher schon als gegen-

standslos dahinfallen lassen können. Die Einholung von Stellungnahmen der 

Parteien zum aktuellen Stand des Verfahrens war nicht unnötig, sondern 

sinnvoll. 

 

4.4 Aus nachträglicher Betrachtung berechtigt ist jedoch die Kritik des Be-

schwerdegegners, was die Bemessung der angesetzten Fristen betrifft. 

Diese erfolgte in Anwendung der für Haftverfahren vor der Beschwerdekam-

mer üblichen Praxis bei Beschwerden in Haftsachen, hätte aber gerade auch 

angesichts des nach dem bundesgerichtlichen Verfahren reduzierten Be-

schwerdegegenstandes insbesondere um einige Tage kürzere Fristen für die 

Beschwerdeführerin und die Vorinstanz vorsehen können bzw. müssen. Die 

vorliegend an einem Freitag versandte Einladung, welche eine Frist von fünf 

Tagen ab dem mutmasslichen postalischen Erhalt der Einladung vorsah, 

führte aufgrund der beiden Wochenenden zwischen Versand und Fristablauf 

faktisch zu einer Frist von zehn Tagen ab Einladung, was für den konkreten 

Fall als zu lange erscheint, zumal die entsprechende Einladung den Behör-

den vorab auch per Fax bzw. mittels gesicherter E-Mail zur Kenntnis ge-

bracht wurde. Wären den Behörden diesbezüglich beispielsweise ebenfalls 

eine Frist von drei Tagen zugestanden worden, so hätte der gesamte Schrif-

tenwechsel ohne Weiteres um drei Tage verkürzt werden können. 

 

4.5 Vom Beschwerdegegner nicht angeführt, fallen nach Durchsicht der Akten 

hinsichtlich des Beschleunigungsgebotes noch zwei weitere Punkte auf. So 

wurde beispielsweise das am 14. Januar 2022 unterzeichnete Urteil des 

Bundesgerichts, mit welchem eine unverzügliche Prüfung und Anordnung 

geeigneter Ersatzmassnahmen gefordert wurde, erst fünf Tage später, am 

19. Januar 2022 versandt (vgl. act. 1). Zudem führte auch die unzutreffende 

Annahme des für den Wegfall der Zuständigkeit der Beschwerdekammer 

massgebenden Zeitpunkts durch die Beschwerdeführerin insgesamt zu einer 

Verzögerung. So teilte diese der Beschwerdekammer am 31. Januar 2022 

mit, das Verfahren sei gegenstandslos, was dazu führte, dass die Beschwer-

- 12 - 

 

 

dekammer nicht schon gestützt auf diese Eingabe bzw. aufgrund der ihr vor-

liegenden Akten zu einem (möglichen) Entscheid in der Sache schritt. Die 

geltend gemachte Gegenstandslosigkeit trat im vorliegenden Fall erst am 

2. Februar 2022 ein. Derweil liess die mit einem Ersuchen um Anordnung 

von Sicherheitshaft befasste Vorinstanz Selbiges nach dessen Eingang am 

28. Januar 2022 – wenn auch allenfalls zu Recht – bis nach Eingang der 

entsprechenden Anklageschrift beim erstinstanzlichen Gericht unbearbeitet 

liegen, währenddem die Anklageschrift noch den in Art. 73 Abs. 1 VStrR vor-

gezeichneten Umweg über die kantonale Staatsanwaltschaft nehmen 

musste. 

 

4.6 Die verschiedenen genannten Umstände (siehe E. 4.4 und 4.5) und die 

dadurch verursachten Verzögerungen von jeweils einigen wenigen Tagen 

führten in ihrer Summe für den Zeitraum vom 14. Januar 2022 bis zum Eintritt 

der Gegenstandslosigkeit am 2. Februar 2022 zu einer Verletzung des Be-

schleunigungsgebots gemäss Art. 5 Abs. 4 EMRK. Diese ist dem Ersuchen 

des Beschwerdegegners entsprechend im Dispositiv dieses Beschlusses 

festzustellen. 

 

 

5.  

5.1 Für das vorliegende Verfahren nach Rückweisung durch das Bundesgericht 

(Geschäftsnummer BH.2022.2) ist auch mit Blick auf die eben festgestellte 

Verletzung des Beschleunigungsgebotes keine Gerichtsgebühr zu erheben 

(Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG analog). 

 

5.2 Die Beschwerdeführerin hat dem teilweise obsiegenden Beschwerdegegner 

für seine Bemühungen im vorliegenden Verfahren BH.2022.2 eine reduzierte 

Parteientschädigung zu leisten (Art. 68 Abs. 1 BGG analog). Diese ist pau-

schal auf Fr. 500.– festzusetzen (inkl. Auslagen und MwSt.; Art. 10 und 12 

Abs. 2 BStKR). 

 

 

- 13 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Es wird festgestellt, dass das Beschleunigungsgebot im den Beschwerdegeg-

ner betreffenden Haftüberprüfungsverfahren verletzt wurde.  

 

2. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben, 

soweit es die Prüfung und Anordnung geeigneter Ersatzmassnahmen durch 

die Beschwerdekammer und die anschliessende Entlassung des Beschwer-

degegners aus der Untersuchungshaft betrifft. 

 

3. Für das Beschwerdeverfahren BH.2021.4 wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  

 

4. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner für das Beschwerdever-

fahren BH.2021.4 eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.– auszurichten. 

 

5. Für das vorliegende Verfahren BH.2022.2 wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  

 

6. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner für das Beschwerdever-

fahren BH.2022.2 eine Parteientschädigung von Fr. 500.– auszurichten. 

 

 

Bellinzona, 28. Juni 2022 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Spielbankenkommission 

- Bezirksgericht Hinwil, Zwangsmassnahmengericht 

- Rechtsanwalt Davide Loss 

 

 

 

 

- 14 - 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).