# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68144c35-5cc2-5a90-ae4a-5eb132b08fe8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 10.09.2025 VR1 2025 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-58_2025-09-10.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 10. September 2025
mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz VR1 25 58

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
Maurer, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchstellerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Patrick Benz

gegen

B._____
Gesuchsgegner

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement 
Graubünden

C._____
Beigeladene
gesetzlich vertreten durch D._____ und E._____
wiedervertreten durch Rechtsanwalt MLaw Lorenz Raschein

Gegenstand Schulhauszuteilung Primarstufe (Ausstandsverfahren)

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Sachverhalt

A. D._____ und E._____ zogen im April 2025 mit ihren beiden Kindern C._____ 
und deren jüngeren Schwester F._____ von G._____ nach A._____ und meldeten 
ihre Tochter C._____ für die zweite Primarklasse an der Stadtschule A._____ an. 
Mit Verfügung vom 21. Februar 2025 teilte die Schuldirektion der A._____ 
(nachfolgend: Schuldirektion) C._____ in die Klasse L._____ in der Schuleinheit 
I._____ an der J._____ 11 in A._____ ein (Schulbeginn 28. April 2025).

B. Gegen diese Verfügung erhoben die Eltern von C._____ als deren gesetz-
liche Vertreter am 28. Februar 2025 Beschwerde bei der Bildungskommission der 
A._____ (nachfolgend: Bildungskommission) mit den Rechtsbegehren, der 
Einteilungsentscheid vom 21. Februar 2025 sei aufzuheben und C._____ sei per 
28. April 2025 in die Schuleinheit K._____ einzuteilen. In verfahrensrechtlicher 
Hinsicht wurde beantragt, dass C._____ bis zu einem allfälligen Entscheid in der 
Hauptsache in die Schuleinheit K._____ einzuteilen sei.

C. Mit Entscheid vom 7. April 2025 wies die Bildungskommission die 
Beschwerde ab und bestätigte die angefochtene Zuteilungsverfügung der Schul-
direktion.

D. Dagegen erhob C._____, gesetzlich vertreten durch ihre Eltern, mit Eingabe 
vom 11. April 2025 Beschwerde beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutz-
departement Graubünden (EKUD) und beantragte, der Einteilungsentscheid vom 
21. Februar 2025 und der Entscheid der Bildungskommission vom 8. (recte: 7.) April 
2025 seien aufzuheben; C._____ sei per 28. April 2025 in die Schuleinheit K._____ 
einzuteilen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde wiederum die vorsorgliche 
Einteilung von C._____ in die Schuleinheit K._____ beantragt.

E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. April 2025 hiess das EKUD den 
Verfahrensantrag, C._____ vorsorglich in die Schuleinheit K._____ einzuteilen, gut. 
Damit wurde C._____ während hängigem Verfahren vor dem EKUD der einstweilige 
Zugang in eine der beiden zweiten Primarklassen im Schulhaus K._____ gewährt.

F. Dagegen erhob die Bildungskommission am 30. April 2025 (Poststempel) 
beim Obergericht des Kantons Graubünden Beschwerde und beantragte, die 
angefochtene Verfügung des EKUD sei aufzuheben und der Verfahrensantrag von 
C._____ auf vorsorgliche Einteilung in die Schuleinheit K._____ sei abzuweisen 
(Ziff. 1). Die Einteilung von C._____ sei bis zur Rechtskraft des dannzumaligen 
Beschwerdeentscheides des EKUD unverändert in der Schuleinheit I._____ zu 
belassen, gemäss Verfügung der Schuldirektion vom 21. Februar 2025 (Ziff. 2); die 

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Anträge gemäss Ziffer 1 und 2 seien superprovisorisch anzuordnen (Verfahren 
VR1 25 36).

G. Mit Verfügung vom 2. Mai 2025 entschied der Instruktionsrichter des 
Obergerichts des Kantons Graubünden das von der Beschwerdeführerin beantragte 
Superprovisorium dahingehend, dass C._____ zumindest bis zum Entscheid über 
die vorsorgliche Massnahme weiterhin in dem Schulhaus beschult werde, in 
welchem sie am Stichtag 2. Mai 2025 tatsächlich die zweite Primarklasse besucht 
habe; sollte C._____ aus irgendeinem Grund derzeit keinen Schulunterricht 
besuchen, so bleibe bis zum Entscheid über die vorsorgliche Massnahme die von 
der A._____ ursprünglich zugewiesene Einheit, mithin das Schulhaus I._____, als 
massgebliche Schuleinheit.

H. Mit Verfügung vom 5. August 2025, mitgeteilt am 8. August 2025, hiess das 
EKUD die Beschwerde von C._____ gut und hob den angefochtenen Entscheid der 
Bildungskommission vom 7. April 2025 auf.

I. Dagegen erhob die A._____ am 27. August 2025 Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Graubünden und beantragte, der angefochtene Entscheid 
des EKUD vom 5./8. August 2025 sei aufzuheben und der Entscheid der Bildungs-
kommission der A._____ vom 7. April 2025 sei zu bestätigen. Die Einteilung von 
C._____ sei unverändert in der Schuleinheit I._____ zu belassen, gemäss 
Einteilungsverfügung der Schuldirektion vom 21. Februar 2025, was im Sinne einer 
vorsorglichen Massnahme superprovisorisch anzuordnen sei (Verfahren 
VR1 25 57). In formeller Hinsicht verlangte sie den Ausstand von B._____, da dieser 
in derselben Angelegenheit bereits das nach wie vor hängige Verfahren VR1 25 36 
instruiere und am 2. Mai 2025 einen vorsorglichen Entscheid zum Nachteil der 
Schulbehörde der A._____ gefällt habe (Art. 6a Abs. 1 lit. d und f VRG). 

J. Daraufhin wurde ein Ausstandsverfahren eröffnet (VR1 25 58).

K. B._____ (nachfolgend: Gesuchsgegner) beantragte in seiner Stellungnahme 
vom 4. September 2025 die Abweisung des Ausstandgesuchs, soweit darauf 
eingetreten werden könne. Begründend führte er im Wesentlichen aus, er habe als 
Vorsitzender und Instruktionsrichter im Verfahren VR1 25 36 das Superprovisorium 
mit Verfügung vom 2. Mai 2025 entschieden. Da er somit nicht im Verwaltungs-
beschwerdeverfahren vor dem EKUD bzw. an dessen Entscheid mitgewirkt habe, 
könne der Tatbestand der Vorbefassung gemäss Art. 6a Abs. 1 lit. d VRG von 
Vornherein nicht erfüllt sein. Im Weiteren werde der Ausstandsgrund des Anscheins 
der Befangenheit gemäss Art. 6a Abs. 1 lit. f VRG mit keinem Wort begründet. 

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Dessen Voraussetzungen würden in materieller Hinsicht nicht vorliegen. Er habe 
sich in keiner Weise für oder gegen die Anliegen der einen oder anderen Partei in 
Position gebracht, sondern die Abwägung ergebnisoffen formuliert. Damit treffe der 
angeführte Ausstandsgrund des Anscheins der Befangenheit offensichtlich nicht zu.

L. Mit Vernehmlassung vom 8. September 2025 liess C._____ (nachfolgend: 
Beigeladene) ausführen, dass die blosse Mitwirkung einer Gerichtsperson in einem 
früheren Verfahren für sich allein keinen Ausstandsgrund bilde. Auch sei der 
Gesuchsgegner zu keinem Zeitpunkt in einer anderen amtlichen Stellung tätig 
gewesen, sondern ausschliesslich in seiner Rolle als Instruktionsrichter. Die 
vorgebrachten, zu wenig begründeten Ausstandsgründe lägen damit offensichtlich 
nicht vor.

M. In seiner Vernehmlassung vom 9. September 2025 schloss das EKUD auf 
Abweisung des Ausstandsgesuch. Es seien keine Gründe erkennbar, welche den 
Gesuchsgegner in seiner Funktion als Gerichtsperson als befangen erscheinen 
liessen. Auch eine Gefahr einer Voreingenommenheit bestehe nicht und könne 
ohne Weiteres ausgeschlossen werden.

N. Das Gericht zog die Akten aus dem Verfahren VR1 25 36 bei.

Erwägungen

1.1. Beurteilungsgegenstand ist das Ausstandsgesuch der Gesuchstellerin 
(VR1 25 58) gegen den Gesuchsgegner als Vorsitzenden im Hauptverfahren 
VR1 25 57. Das Obergericht des Kantons Graubünden entscheidet in 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren über Ausstandsbegehren in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit (Art. 6c Abs. 1 lit. a und abis VRG [BR 370.100]; vgl. Botschaft der 
Regierung an den Grossen Rat zur Justizreform 3, Heft Nr. 14/2021-2022, S. 931, 
1046).

1.2. Die Parteien können einen Ausstandgrund innert zehn Tagen, seit sie davon 
Kenntnis erhalten haben, geltend machen; dabei sind die den Ausstand 
begründenden Tatsachen glaubhaft zu machen (Art. 6b Abs. 3 VRG). Ob der Antrag 
um Ausstand des Gesuchgegners fristgerecht ergangen ist, kann offengelassen 
werden, da er in der Sache – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 
unbegründet abzuweisen ist.

1.3. Aufgrund dessen bestand auch kein Bedarf nach einem zweiten 
Schriftenwechsel, weshalb kein solcher angeordnet wurde (vgl. Art. 54 VRG).

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2. Art. 191c BV hält unmissverständlich fest, dass die richterlichen Behörden in 
ihrer rechtsprechenden Tätigkeit unabhängig und nur dem Recht verpflichtet sind. 
Personen, die einen Entscheid zu treffen, vorzubereiten oder zu redigieren haben, 
treten gemäss Art. 6a VRG von Amtes wegen oder auf Gesuch in den Ausstand, 
wenn einer der in Abs. 1 lit. a-e genannten Ausstandgründe vorliegen, oder wenn 
sie aufgrund anderer Umstände als befangen erscheinen (Art. 6a Abs. 1 lit. f VRG). 
Art. 6a VRG gewährleistet das Recht auf Ablehnung einer befangenen Richterin 
oder eines Richters im gleichen Umfang wie Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 
EMRK. Nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person Anspruch 
darauf, dass ihre Sache von einer unparteiischen, unvoreingenommenen und 
unbefangenen Richterperson ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden 
wird. Die Garantie der verfassungsmässigen Richterperson wird verletzt, wenn bei 
objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangen-
heit oder die Gefahr der Voreingenommenheit begründen. Voreingenommenheit 
und Befangenheit in diesem Sinne werden nach der Rechtsprechung angenommen, 
wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen 
in die Unparteilichkeit eines Mitglieds des Spruchkörpers zu erwecken. Solche 
Umstände können in einem bestimmten Verhalten der betreffenden Person oder in 
gewissen äusseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur 
begründet sein. Nicht verlangt wird, dass die Person tatsächlich voreingenommen 
ist, sondern es genügt der objektiv gerechtfertigte Anschein (vgl. BGE 147 I 173 
E. 5.1, 142 III 732 E. 3.3, 141 IV 178 E. 3.2.1, 140 I 326 E. 5.1 und 140 I 240 E. 2.2, 
je m.H.).

3. Die Gesuchstellerin stützt ihr Ausstandsbegehren auf Art. 6a Abs. 1 lit. d und 
lit. f VRG ab, wonach Personen, die einen Entscheid zu treffen, vorzubereiten oder 
zu redigieren haben, von Amtes wegen oder auf Gesuch in den Ausstand treten in 
Verfahren, in denen sie in anderer amtlicher Stellung an einem Entscheid einer 
Vorinstanz in gleicher Sache mitgewirkt haben (lit. d), oder sie aufgrund anderer 
Umstände als befangen erscheinen (lit. f). Die Gesuchstellerin begründet das 
Ausstandsbegehren gegen den Gesuchsgegner damit, dass er in derselben 
Angelegenheit bereits das nach wie vor hängige Verfahren VR1 25 36 instruiere und 
am 2. Mai 2025 einen vorsorglichen Entscheid zum Nachteil der Schulbehörde der 
A._____ gefällt habe.

3.1. Der vorgebrachte Ausstandsgrund gemäss Art. 6a Abs. 1 lit. d VRG liegt von 
Vornherein nicht vor, da der Gesuchsgegner nicht "in anderer amtlicher Stellung an 
einem Entscheid der Vorinstanz" i.S.v. Art. 6 Abs. 1 lit. d VRG – mithin des EKUD – 
mitgewirkt hat (vgl. auch Vernehmlassung des EKUD vom 9. September 2025 [act. 

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A.4 S. 2 f.]), sondern vielmehr als Instruktionsrichter des streitberufenen Gerichts 
als dessen Rechtsmittelinstanz tätig war. Damit gilt es zu prüfen, ob allenfalls 
Ausstandsgründe nach Art. 6 Abs. 1 lit. f VRG vorliegen.

3.2. Eine gewisse Besorgnis der Voreingenommenheit und damit Misstrauen in 
das Gericht kann bei den Parteien immer dann entstehen, wenn einzelne Gerichts-
personen in einem früheren Verfahren (bzw. Verfahrensstadium) mit der konkreten 
Streitsache schon einmal befasst waren (BGE 140 I 326 E. 5.1). In einem solchen 
Fall sogenannter Vorbefassung stellt sich die Frage, ob sich ein Richter durch seine 
Mitwirkung an früheren Entscheidungen in einzelnen Punkten bereits in einem Mass 
festgelegt hat, die ihn nicht mehr als unvoreingenommen und dementsprechend das 
Verfahren nicht mehr offen erscheinen lassen (BGE 131 I 113 E. 3.4, 126 I 68 
E. 3c). Das Bundesgericht hat zur Beurteilung, ob eine vorbefasste Person im 
konkreten Fall in den Ausstand treten muss, verschiedene Kriterien entwickelt. Zu 
berücksichtigen ist insbesondere, unter welchen tatsächlichen und verfahrens-
rechtlichen Umständen sich die vorbefasste Person im früheren Zeitpunkt mit der 
Sache befasst hat, welche Fragen in den einzelnen Verfahrensabschnitten zu 
entscheiden sind und inwiefern sie sich ähnlich sind oder miteinander zusammen-
hängen. Zu beachten ist ferner der Umfang des Entscheidungsspielraums bei der 
Beurteilung der sich in den beiden Abschnitten stellenden Rechtsfragen und 
gegebenenfalls die Bedeutung der jeweiligen Entscheidung für den weiteren Verlauf 
des Verfahrens. Massgebend ist schliesslich, mit welcher Bestimmtheit sich die 
Richterperson bei ihrer ersten Befassung zu den betreffenden Fragen 
ausgesprochen hat (vgl. BGE 140 I 326 E. 5.1, 131 I 24 E. 1.2, 114 Ia 50 E. 3d; vgl. 
auch BGE 137 I 227 E. 2.6.2, 134 I 238 E. 2.3 und 2.4, 114 Ia 153 E. 3b/cc).

3.3. Die Organisation der kantonalen Justiz kann dazu führen, dass eine Person 
mehrfach mit derselben Streitsache befasst ist. Ein rechtsstaatliches Verfahren 
setzt regelmässig voraus, dass eine Richterperson bereits vor dem eigentlichen 
Sachentscheid prozessuale Anordnungen trifft. Dies gilt namentlich für den 
Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege, beim Entscheid über vorsorgliche 
Massnahmen und bei der Anordnung von Beweismassnahmen (BGE 131 I 113 
E. 3.6; Urteil des Bundesgerichts 8C_555/2007 vom 31. Juli 2008 E. 6.1.3). Nach 
der Rechtsprechung genügt die Mitwirkung an einem Zwischenentscheid über 
vorsorgliche Massnahmen für sich alleine nicht, um den Anschein der Befangenheit 
im anschliessenden Hauptverfahren zu erwecken (BGE 131 I 113 E. 3.6; Urteil des 
Bundesgerichts 1C_659/2021 vom 11. Juli 2023 E. 2.2 m.H.). Anordnungen, die ein 
und dieselbe Person im Rahmen der Prozessinstruktion und Verfahrensleitung 
treffen, begründen in der Regel keine befangenheitsbegründende Vorbefassung 

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(vgl. BGE 117 Ia 491 E. 2b, 116 Ia 135 E. 3b). Bereits im unpublizierten Urteil 
4C.514/1996 vom 15. Dezember 1997 setzte sich das Bundesgericht mit der 
Personalunion zwischen dem Richter, der über die Anordnung vorsorglicher Mass-
nahmen entscheidet, und dem in der Hauptsache entscheidenden Richter 
auseinander. Es bejahte die Zulässigkeit dieser Personalunion unter Heranziehung 
von Sinn und Zweck der verfahrensrechtlichen Institution des vorläufigen Rechts-
schutzes. Dieser beruhe auf bloss glaubhaft gemachten Tatsachen und präjudiziere 
den Entscheid im Hauptprozess nicht (vgl. auch BGE 131 I 113 E. 3.6 f.). Das 
Bundesgericht verneinte auch eine Voreingenommenheit bei einem Richter, der das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Rechts-
begehren abgewiesen hatte. Dass das verfügende Gerichtsmitglied dabei die 
Aussichten der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde abzuwägen hatte, begründet 
für sich noch keine Voreingenommenheit, sondern ergibt sich aus der Verfahrens-
ordnung. Für die Annahme einer unzulässigen Vorbefassung müssen weitere 
Gründe und konkrete Anhaltspunkte hinzukommen (BGE 131 I 113 E. 3.7 m.w.H.). 
Mit anderen Worten muss sich die Richterperson bei der Beurteilung des 
verfahrensleitenden Gesuchs bereits in einer Art festgelegt haben, dass sie einer 
anderen Bewertung der Sach- und Rechtslage nicht mehr zugänglich und der 
Verfahrensausgang deshalb nicht mehr offen erscheint (vgl. BGE 140 I 326 E. 5.1, 
131 I 113 E. 3.4 m.w.H., 131 I 24 E. 1.2). In einem neueren Urteil hielt das 
Bundesgericht zudem fest, dass auf untauglich begründete oder querulatorische 
und damit unzulässige Ausstandsbegehren, namentlich solche, die allein mit der 
Mitwirkung an einem früheren negativen Entscheid begründet werden, nicht 
eingetreten werde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_264/2022 vom 23. Juni 2022 
E. 2).

3.4. Ob eine unzulässige, den Verfahrensausgang vorwegzunehmende 
Vorbefassung einer Richterperson vorliegt, kann nicht generell gesagt werden; es 
ist vielmehr in jedem Einzelfall anhand aller tatsächlichen und verfahrensrechtlichen 
Umstände zu untersuchen, ob die konkret zu entscheidende Rechtsfrage trotz 
Vorbefassung als noch offen erscheint (vgl. BGE 133 I 89 E. 3.2, 131 I 113 E. 3.4, 
126 I 68 E. 3c).

3.5.1. Der Gesuchsgegner führte im Entscheid vom 2. Mai 2025 zum beantragten 
Superprovisorium betreffend die einstweilige Einteilung der Beigeladenen in die 
Schuleinheit K._____ aus, dass sich weder aus dem angefochtenen Entscheid noch 
aus der Beschwerdeschrift ergebe, welches Schulhaus die Beigeladene aktuell 
tatsächlich besuche. Er erachtete gute Gründe vorliegen, die für die eine wie auch 
die andere materiell-rechtliche Position sprechen würden, und schloss, dass 

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aufgrund der vorliegenden Informationen keine eindeutige Prognose weder in die 
eine noch in die andere Richtung gemacht werden könne. Um ein Hin- und 
Herschieben der Beigeladenen zwischen den Schulhäusern zu vermeiden, 
beschloss der Gesuchsgegner, dass der status quo zumindest bis zum Entscheid 
über das Provisorium beizubehalten sei. Er hielt diesbezüglich fest, dass weder die 
Behandlung des Superprovisoriums noch das nachfolgende Provisorium ein 
Präjudiz für die im Hauptverfahren strittige Frage schaffen solle.

3.5.2. Bei objektiver Betrachtungsweise ergeben sich angesichts der vorerwähnten 
Erwägungen keine Hinweise darauf, dass der Gesuchsgegner versucht oder 
geneigt sein könnte, im Hauptverfahren VR1 25 57 eher den Standpunkt des EKUD 
einzunehmen. Vielmehr betonte er im Rahmen des Entscheids zum Super-
provisorium im Verfahren VR1 25 36, dass gute Gründe sowohl für die eine wie 
auch die andere materiell-rechtliche Position sprächen und keine klare Prognose in 
irgendeine Richtung gestellt werden könne. Letztlich ordnete er an, dass die 
Beigeladene einstweilen im Schulhaus beschult werden soll, in welchem sie 
tatsächlich die zweite Klasse besuchte, ohne zu wissen, wo sie konkret zur Schule 
ging (vgl. verfahrensleitende Verfügung des Obergerichts des Kantons Graubünden 
vom 2. Mai 2025). Hinweise dafür, dass sich der Gesuchsgegner hinsichtlich der 
Schulhauseinteilung der Beigeladenen bereits in einem Mass festgelegt haben soll, 
das ihn nicht mehr als unvoreingenommen und das Verfahren nicht mehr als offen 
erscheinen liesse, sind somit klarerweise keine ersichtlich. Vielmehr befasste sich 
der Gesuchsgegner kraft seiner Stellung als Instruktionsrichter im Verfahren 
VR1 25 36 mit der superprovisorisch beantragten vorsorglichen Massnahme, wobei 
er darin weder eine Entscheidprognose vornahm noch tatsächlich wusste, wo die 
Beigeladene dannzumal zur Schule ging. Er fällte mithin keinen bewussten, für die 
Gesuchstellerin negativen Entscheid, sondern betrachtete den Verfahrensausgang 
ausdrücklich als offen. Ohnehin stellte selbst ein solcher negativer Entscheid 
rechtsprechungsgemäss keinen Ausstandsgrund dar (vgl. BGE 131 I 113 E. 3.7.3; 
Urteil des Bundesgerichts 4A_264/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2). Ebenso wenig 
begründet rein der Umstand, dass der Gesuchsgegner im Verfahren VR1 25 36 die 
Prozessinstruktion innehat, eine unzulässige Vorbefassung. Andere 
Ausstandsgründe sind nicht ersichtlich und werden durch die Gesuchstellerin auch 
nicht geltend gemacht.

3.6. Nach dem Gesagten vermögen die Vorbringen der Gesuchstellerin eine 
Ausstandpflicht des Gesuchgegners offensichtlich nicht zu begründen. Folglich ist 
das Gesuch um dessen Ausstand als unbegründet abzuweisen.

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4.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 75 Abs. 2 VRG der unterliegenden Gesuchstellerin aufzuerlegen. Das Gericht 
erachtet dabei vorliegend eine Staatsgebühr von CHF 500.00 (zzgl. Kanzlei-
auslagen) als angemessen und gerechtfertigt.

4.2. Aussergerichtlich stehen dem Gesuchsgegner und dem EKUD keine 
Entschädigung zu, da Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-
rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der 
Regel keine Parteientschädigung zugesprochen wird, wenn sie in ihrem amtlichen 
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass. Eine 
allfällige Parteientschädigung an die anwaltlich vertretene Beigeladene für dieses 
Verfahren (VR1 25 58) ist im Hauptverfahren (VR1 25 57) zu regeln (Art. 78 Abs. 1 
VRG).

Es wird erkannt:

1. Das Ausstandbegehren gegen B._____ wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 314.00

Total CHF 814.00

gehen zulasten der A._____.

3. Die aussergerichtliche Entschädigung für dieses Verfahren (VR1 25 58) wird 
im Hauptverfahren (VR1 25 57) geregelt.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]