# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fcb62b08-b0e4-5603-82f4-227026dec096
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.02.2025 LZ230038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ230038_2025-02-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ230038-O/U

damit vereinigt Geschäfts-Nr. RZ230011-O

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichter lic. iur. K. Vogel und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Müller

Urteil vom 20. Februar 2025

in Sachen

A._____,
Beklagter, Berufungskläger, Beschwerdegegner und 
Anschlussberufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,

gegen

B._____,
Kläger, Berufungsbeklagter, Beschwerdeführer und Anschlussberufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y1._____

betreffend Unterhalt

Berufung gegen ein Urteil sowie Beschwerde gegen ein Urteil und eine
Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht 
Andelfingen vom 26. Januar 2023 (FP140004-B)

- 2 -

Rechtsbegehren:

des Klägers (modifiziert; Urk. 202 S. 2):
"1. […]
 2. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 2 rückwirkend monatliche Unter-

haltsbeiträge, zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzula-
gen, von 

 Fr. 1'250.25, total Fr. 18'754.–, ab 1. Juli 2014 bis 30. September 2015

 Fr. 797.– ab 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015

 Fr. 735.– ab 1. Januar 2016 bis 31. August 2016

 Fr. 695.– ab 1. September 2016 bis 31. Oktober 2016

 Fr. 370.– ab 1. November 2016 bis 31. Dezember 2016
zu zahlen.

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten 
des Beklagten."

des Beklagten (modifiziert; Urk. 37 S. 1):
"1. […]
2. Die Klage des Klägers 2 sei ins vereinfachte Verfahren zu überweisen und 

dort nicht auf die Klage einzutreten
Eventualiter:
Auf die Klage des Klägers 2 sei nicht einzutreten, alles unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten des Klägers 2
Subeventuell:
Es sei die Klage des Klägers 2 abzuweisen, alles unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen zu Lasten des Klägers 2"

Urteil und Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am
Bezirksgericht Andelfingen vom 26. Januar 2023:

(Urk. 285 S. 45 ff.)

Es wird verfügt:

1. Dem Kläger 2 wird die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und in der Per-

son von Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____, … [Adresse], [recte: ein unentgeltli-

cher Rechtsbeistand] bestellt.

- 3 -

2. Schriftliche Mitteilung dieser Verfügung an die Parteien mit nachfolgendem 

Urteil.

Es wird weiter verfügt:

1. Die Klage des Klägers 2 für den Zeitraum vom Januar 2017 bis und mit Juli 

2018 wird im Betrag von Fr. 13'943.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder 

vertraglicher Kinderzulagen, in Folge Gegenstandslosigkeit erledigt abge-

schrieben.

2. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieser Verfügung wird mit dem 

nachstehenden Urteil entschieden.

3. Schriftliche Mitteilung dieser Verfügung an die Parteien mit nachfolgendem 

Urteil.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zu-
stellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht 

des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In 

der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige 

Urkunden sind im Doppel mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.

Es wird erkannt:

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 den Betrag von Fr. 28'615.60 zu 

bezahlen. Im Übrigen wird die Klage der Klägerin 1 abgewiesen.

2. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger 2 den Betrag von Fr. 19'185.00 zu 

bezahlen. Im Übrigen wird die Klage des Klägers 2 abgewiesen.

3. Die Entscheidgebühr für die Klagen der Klägerin 1 und des Klägers 2 wird 

insgesamt festgesetzt auf:

CHF 12'000.00 die weiteren Gerichtskosten betragen 

CHF 280.00 Zeugenentschädigung

- 4 -

4. Von der Entscheidgebühr von insgesamt Fr. 12'000.00 entfallen Fr. 4'440.00 

auf die Klage der Klägerin 1 und Fr. 7'560.00 auf die Klage des Klägers 2. Von 

der Zeugenentschädigung von insgesamt Fr. 280.00 entfallen Fr. 103.60 auf 

die Klage der Klägerin 1 und Fr. 176.40 auf die Klage des Klägers 2. 

5. Die Kosten der Klage der Klägerin 1 von insgesamt Fr. 4'543.60 werden im 

Betrag von Fr. 590.65 (inklusive Barauslagen von Fr. 13.45) der Klägerin 1 

auferlegt und im Betrag von Fr. 3'952.95 (inklusive Barauslagen von Fr. 90.15) 

dem Beklagten auferlegt. Die Kostenanteile werden direkt von der Klägerin 1 

respektive vom Beklagten bezogen.

6. Die Kosten der Klage des Klägers 2 von insgesamt Fr. 7'736.40 werden im 

Betrag von Fr. 5'028.65 (inklusive Barauslagen von Fr. 114.65) dem Kläger 2 

auferlegt und im Betrag von Fr. 2'707.75 (inklusive Barauslagen von Fr. 61.75) 

dem Beklagten auferlegt. Der Kostenanteil des Beklagten wird direkt vom Be-

klagten bezogen. Der Kostenanteil des Klägers 2 wird zufolge der gewährten 

unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Staatskasse genommen. 

Art. 123 ZPO bleibt für die Gerichtskosten und die Kosten der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung vorbehalten.

7. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 eine reduzierte Prozesskosten-

entschädigung von Fr. 5'900.00 (zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezah-

len.

8. Der Kläger 2 wird verpflichtet, dem Beklagten eine reduzierte Prozesskosten-

entschädigung von Fr. 3'360.00 (zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezah-

len. 

9. (Schriftliche Mitteilung)

10. (Rechtsmittelbelehrung)

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Berufungs- bzw. Anschlussberufungsanträge:

des Beklagten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (modifiziert; 
Urk. 310 S. 2 f.):
"1. Es seien die Anträge des Berufungsbeklagten 2 abzuweisen.
 2. Es sei der Entscheid des Bezirksgerichts Andelfingen vom 26. Januar 2023, 

Dispositivziffer 2, 1. Satz aufzuheben und es sei festzustellen, dass keine Un-
terhaltsbeiträge an den Berufungsbeklagten 2 geschuldet, eventualiter ange-
messen herabzusetzen sind.

 3. Subeventualiter seien die Dispositivziffern 2 (jeweils 1. Satz) aufzuheben und 
die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

 4. Es seien die Kostenfolgen des angefochtenen Entscheides neu zu beurteilen 
und entsprechend dem Berufungsbeklagten 2 aufzuerlegen und es sei dem 
Berufungskläger eine Parteientschädigung zzgl. der gesetzlichen Mwst. zuzu-
sprechen.

 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. der gesetzlichen Mwst.) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten 2."

des Klägers, Berufungsbeklagten 2 und Anschlussberufungsklägers (Urk. 298 
S. 2 f.):
"1. Die Berufungsanträge Ziff. 2 bis 5 des Berufungsklägers seien abzuweisen.
 2. Es sei die weitere Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 26. Januar 

2023 aufzuheben.
 3. In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Andelfin-

gen vom 26. Januar 2023 sei der Berufungskläger zu verpflichten, dem Beru-
fungsbeklagten 2 den Betrag von CHF 21'504.75 zu bezahlen.

 4. Dispositiv-Ziffern 3, 4, 6 und 8 des Urteils des Bezirksgerichts Andelfingen 
vom 26. Januar 2023 seien insoweit aufzuheben, als

 die Entscheidgebühr für die Klage der Klägerin 1 bzw. Berufungsbe-
klagte 1 und des Klägers 2 bzw. Berufungsbeklagter 2 auf CHF 12'093.32 
festzusetzen sei (Ziff. 3),

 auf den Kläger 2 bzw. Berufungsbeklagten 2 von der Entscheidgebühr 
CHF 5'683.86 und von der Zeugenentschädigung von CHF 280.00 
CHF 131.60 entfallen (Ziff. 4);

 die Kosten der Klage des Klägers 2 bzw. Berufungsbeklagen 2 von ins-
gesamt CHF 5'815.46 im Betrag von CHF 1'118.60 (inkl. Barauslagen von 
CHF 114.65) dem Kläger 2 bzw. Berufungsbeklagten 2 und im Betrag von 
CHF 4'696.86 (inkl. Barauslagen von CHF 61.75) dem Beklagten bzw. 
Berufungskläger aufzuerlegen seien (Ziff. 6) und

 festzustellen sei, dass der Kläger 2 bzw. Berufungsbeklagte 2 dem Be-
klagten bzw. Berufungskläger keine reduzierte Prozesskostenentschädi-
gung zu bezahlen hat, sowie als der Beklagte bzw. Berufungskläger zu 
verpflichten sei, dem Kläger 2 bzw. Berufungsbeklagen 2 eine reduzierte 

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Parteientschädigung von CHF 3'497.75 (zzgl. 7.7% MwSt.) zu bezahlen 
(Ziff. 8). 

 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Beru-
fungsklägers."

Beschwerdeanträge:

des Klägers und Beschwerdeführers (Urk. 305/284 S. 2):
"1. Die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Andelfingen vom 

26. Januar 2023 sei aufzuheben.
 2. Dispositiv-Ziffer 3, 4, 6 und 8 des Urteils des Einzelrichters des Bezirksge-

richts Andelfingen vom 26. Januar 2023 seien insoweit aufzuheben, als 

 die Entscheidgebühr für die Klage der Klägerin 1 und des Klägers 2 auf 
Fr. 12'093.32 festzusetzen sei (Ziff. 3),

 von der Entscheidgebühr von Fr. 12'093.32 auf den Kläger 2 Fr. 5'683.86 
und von der Zeugenentschädigung von Fr. 280.– auf den Kläger 2 
Fr. 131.60 entfallen (Ziff. 4),

 die Kosten der Klage des Kläger 2 von insgesamt Fr. 5'815.46 im Betrag 
von Fr. 1'502.91 (inkl. Barauslagen von Fr. 114.65) dem Kläger 2 und im 
Betrag von Fr. 4'312.55 (inkl. Barauslagen von Fr. 61.75) dem Beklagten 
aufzuerlegen seien (Ziff. 6) und

 festzustellen sei, dass der Kläger 2 dem Beklagten keine reduzierte Pro-
zesskostenentschädigung zu bezahlen hat, sowie als der Beklagte zu ver-
pflichten sei, dem Kläger 2 eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 2'325.94 (zzgl. 7.7% MwSt.) zu bezahlen (Ziff. 8).

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt) zu Lasten des Be-
schwerdegegners."

des Beklagten und Beschwerdegegners (Urk. 305/298 S. 2):
"1. Die Anträge des Beschwerdeführers seien abzuweisen.
 2. Eventualiter sei das Verfahren bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens 

vor dem Obergericht des Kantons Zürich, Geschäfts-Nr. LZ230038, zu sistie-
ren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. der gesetzlichen Mwst) zu 
Lasten des Beschwerdeführers."

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Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Der Kläger, Berufungsbeklagte 2, Anschlussberufungskläger und Beschwer-

deführer (fortan Kläger; vor Vorinstanz Kläger 2) ist der volljährige Sohn des Be-

klagten, Berufungsklägers, Anschlussberufungsbeklagten und Beschwerdegeg-

ners (fortan Beklagter). Mit Eingabe vom 2. April 2014 reichte der Kläger bei der 

Vorinstanz eine Unterhaltsklage betreffend Volljährigenunterhalt ein (Urk. 2). Der 

Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann dem angefochtenen Entscheid ent-

nommen werden (Urk. 285 S. 5 ff.). Mit Datum vom 26. Januar 2023 erliess die 

Vorinstanz das eingangs wiedergegebene Urteil und die Verfügung (Urk. 276 

S. 5 ff. [unbegründet] = Urk. 282 S. 45 ff. [begründet] = Urk. 285 S. 45 ff. = 

Urk. 305/285 S. 45 ff.).

2. Gegen das vorinstanzliche Urteil erhob der Beklagte mit Eingabe vom 14.Sep-

tember 2023 innert Frist (vgl. Art. 314 aZPO sowie Urk. 277/2) Berufung mit den 

eingangs zitierten Anträgen (Urk. 284). Der mit Verfügung vom 18. September 2023 

erhobene Kostenvorschuss ging innert Frist ein (Urk. 290-291). Mit Eingabe vom 

18. Oktober 2023 zeigte der bisherige Rechtsvertreter des Klägers, Rechtsanwalt 

Y2._____, an, dass er den Kläger nicht weiter vertrete (Urk. 293). Mit Eingabe vom 

4. November 2023 folgte die Mandatsanzeige von Rechtsanwältin Y1._____, die 

die Vertretung des Klägers übernommen hatte (Urk. 294). Da der Beklagte in seiner 

Berufung neben seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kläger auch seine 

Rückzahlungspflicht gegenüber der Gemeinde C._____ angefochten hatte, wurde 

zunächst ein gemeinsames Berufungsverfahren angelegt. Mit Verfügung vom 

14. Dezember 2023 wurde den Klägern Frist angesetzt, um zur Berufung des Be-

klagten Stellung zu nehmen (Urk. 296). Mit Eingaben vom 21. Dezember 2023 und 

vom 22. Januar 2024 gingen die Berufungsantworten inkl. Anschlussberufung des 

Klägers innert Frist ein (Urk. 297 und Urk. 298). Der Einfachheit halber wurde das 

Verfahren mit Beschluss vom 13. August 2024 getrennt (Urk. 307). 

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Ferner erhob der Kläger gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 26. Januar 2023 

mit Eingabe vom 14. September 2023 innert Frist (vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO sowie 

Urk. 277/1) Beschwerde (Urk. 305/284). Für die Beschwerde des Klägers wurde 

ein separates Verfahren angelegt (RZ230011-O). Da sich sowohl im Berufungs- als 

auch im Beschwerdeverfahren der Kläger und der Beklagte gegenüberstehen, 

wurde das Beschwerdeverfahren (RZ230011-O) mit Beschluss vom 13. August 

2024 mit dem vorliegenden Berufungsverfahren vereinigt (Urk. 306). 

3. Nachdem sich die Parteien mit der Durchführung einer Vergleichsverhand-

lung einverstanden erklärt hatten (Urk. 299/1-4), wurde mit Schreiben vom 22. April 

2024 zum Verhandlungstermin vom 19. Juli 2024 vorgeladen (Urk. 300). Mit Verfü-

gung vom 2. Juli 2024 wurde dem Beklagten die Berufungsantwort inkl. Anschluss-

berufung (Urk. 303) und dem Kläger die Beschwerdeantwort (Urk. 305/298) zur 

Vorbereitung der Verhandlung zugestellt. Anlässlich der Vergleichsverhandlung 

vom 19. Juli 2024 konnte keine Einigung erzielt werden (Prot. II S. 8). Mit Verfügung 

vom 10. September 2024 wurde dem Beklagten Frist angesetzt, um zur Anschluss-

berufung Stellung zu nehmen (Urk. 308). Mit Eingabe vom 14. Oktober 2024 reichte 

der Beklagte seine Anschlussberufungsantwort innert Frist ein, welche dem Kläger 

am 1. November 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 310). Der Kläger 

reichte daraufhin mit Eingabe vom 11. November 2024 eine Stellungnahme ein 

(Urk. 312), welche dem Beklagten am 26. November 2024 zur Kenntnisnahme zu-

gestellt wurde (Urk. 313). Weitere Eingaben erfolgten nicht.

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-283). Das Verfahren 

erweist sich als spruchreif. 

II. Prozessuales

1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und/oder eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die 

Berufungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streit-

sache, mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen. In 

der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau auf-

zuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten 

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als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Dazu 

hat sich der Berufungskläger inhaltlich mit den vorinstanzlichen Erwägungen aus-

einanderzusetzen und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten auf-

zuzeigen, woraus sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Pau-

schale Verweisungen auf frühere Rechtsschriften oder Vorbringen genügen hierfür 

nicht (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 105/2016 Nr. 99; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 

= Pra 102/2013 Nr. 4; BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020 E. 5.2.3). Diese Be-

gründungsanforderungen gelten sinngemäss auch für den Inhalt der Berufungsant-

wort (BGer 4A_496/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 2.2.2 m.w.H.; BGer 

5A_660/2014 vom 17. Juni 2015 E. 4.2 m.w.H.). 

Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Sie ist ebenfalls begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Es 

muss im Einzelnen dargelegt werden, was genau am angefochtenen Entscheid un-

richtig sein soll (BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3; BGer 5D_65/2014 

vom 9. September 2014, E. 5.4.1; je mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1). 

Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen ent-

sprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht 

überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – 

grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der 

schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erho-

ben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.H.; BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 

2020 E. 5.2.3). Inhaltlich ist die Rechtsmittelinstanz dabei weder an die Argumente, 

welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an 

die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes 

wegen an (Art. 57 ZPO). Sodann kann sie das Rechtsmittel auch mit einer anderen 

Argumentation gutheissen oder dieses auch mit einer von der Argumentation der 

ersten Instanz abweichenden Begründung abweisen (sogenannte Motivsubstitu-

tion). Die vorgebrachten Beanstandungen geben zwar das Prüfprogramm vor, bin-

den die Rechtsmittelinstanz aber nicht an die Argumente, mit denen diese begrün-

det werden (BGE 147 III 176 E. 4.2.1; BGer 4A_397/2016 vom 30. November 2016 

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E. 3.1; KUKO ZPO-Oberhammer/Weber, Art. 57 N 2). In diesem Rahmen ist inso-

weit auf die Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erfor-

derlich ist (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1).

2. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen grundsätzlich nur noch unter 

den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Art. 296 ZPO statuiert für 

Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten den Untersuchungs- und Of-

fizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes 

wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, 

welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien 

auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt, bis 

zur Urteilsberatung vorbringen (Art. 317 Abs. 1bis ZPO; vgl. auch Art. 407f ZPO 

sowie zum bisherigen Recht BGE 144 III 349 E. 4.2.1 und BGer 5A_800/2019 vom 

9. Februar 2021 E. 2.2). Dies trägt auch der Beklagte in seiner Berufungsschrift so 

vor und ergänzt, entgegen der Ansicht der Vorinstanz müsse die Untersuchungs-

maxime auch für die Frage des Volljährigenunterhalts gelten. Eine klare bundesge-

richtliche Rechtsprechung zur Anwendbarkeit von Art. 296 Abs. 1 ZPO auf den Un-

terhaltsprozess volljähriger Kinder existiere weder zum alten noch zum aktuellen 

Recht. Die Lehrmeinungen würden diesbezüglich auseinandergehen. Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung finde die Untersuchungsmaxime Anwendung 

und sei grosszügig zu handhaben, sie gelte auch zugunsten des Unterhaltspflichti-

gen. Im Hinblick auf den neusten Revisionsentwurf der ZPO solle für sämtliche Ver-

fahren in Kinderbelangen, auch betreffend volljährige Kinder, die Offizial- und Un-

tersuchungsmaxime gelten, ebenso wie das vereinfachte Verfahren. Damit sei es 

folgerichtig, wenn die Offizial- und Untersuchungsmaxime auch im vorliegenden 

Verfahren für den Volljährigenunterhalt angewendet werde (Urk. 284 S. 3 ff. sowie 

Urk. 310 S. 5). 

Der Kläger hält in seiner Berufungsantwort dagegen, dass für selbständige Klagen 

auf Volljährigenunterhalt grundsätzlich die Dispositionsmaxime gelte. Mit Bezug auf 

die Feststellung des massgeblichen Sachverhalts komme de lege lata maximal der 

eingeschränkte Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung. Das Verfahren unter-

stehe nicht der uneingeschränkten Untersuchungs- sowie der Offizialmaxime, wes-

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halb neue Behauptungen und Beweismittel vor Berufungsinstanz nur gemäss 

Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig seien (Urk. 298 S. 6 f.).

Der Kläger wurde am tt. Mai 2014 und somit während laufendem Verfahren vor 

Vorinstanz volljährig. Seine Unterhaltsforderung betrifft ausschliesslich den Volljäh-

rigenunterhalt ab Juli 2014. Während für die Phase der Minderjährigkeit die Unter-

suchungs- und Offizialmaxime gilt (Art. 296 ZPO), war es für die Phase der Volljäh-

rigkeit umstritten und höchstrichterlich ungeklärt, welche Prozessmaximen zur An-

wendung gelangen. Auch die kantonalen Praxen waren uneinheitlich (Kanton Zü-

rich: Verfahrensart nach Streitwert, sofern über Fr. 30'000.–: Verhandlungsgrund-

satz und Dispositionsmaxime [OGer ZH PC180006 vom 13. März 2018 E. 4.4]; 

Kanton St. Gallen: streitwertunabhängig vereinfachtes Verfahren: Offizialmaxime 

und Untersuchungsgrundsatz [KGer SG II. Zivilkammer FO.2015.4 vom 29. April 

2016 E. 1 ff.]; Kanton Bern: streitwertunabhängig vereinfachtes Verfahren, Offizial-

maxime und Untersuchungsgrundsatz [OGer BE ZK 17 340 vom 30. Oktober 2018 

E. II.6.3-6.6]). Die Revision der Zivilprozessordnung schaffte diesbezüglich Klar-

heit, und seit dem 1. Januar 2025 kommen auch für Verfahren, die volljährige Kin-

der betreffen, die Untersuchungs- und Offizialmaxime zur Anwendung (BBl 2020 S. 

2697, 2717 sowie S. 2768). Angesichts dessen und da der Kläger erst während 

dem laufenden vorinstanzlichen Verfahren volljährig wurde, dadurch jedoch auf-

grund des hochstrittigen Verfahrens nicht minder schutzwürdig war, erscheint es 

gerechtfertigt, die Offizial- und Untersuchungsmaxime auch in Bezug auf den Voll-

jährigenunterhalt anzuwenden. 

3. Weiter ist prüfen, welches Recht zufolge der in Revision des Unterhaltsrechts 

zur Anwendung gelangt. Die Parteien untermauern ihre Ausführungen in der Beru-

fung sowie Anschlussberufung zur Unterhaltsberechnung mit dem Leitentscheid 

des Bundesgerichts BGE 147 III 265 sowie weiterer aktueller Rechtsprechung 

(Urk. 284 S. 17 sowie Art. 298 S. 12 ff.). Konkrete Ausführungen zum anwendbaren 

Recht seitens des Beklagten fehlen, der Kläger führte in seiner Stellungnahme vom 

11. November 2024 aus, er halte daran fest, dass der Volljährigenunterhalt gestützt 

auf Art. 13cbis Abs. 1 SchlT ZGB nach neuem Recht zu beurteilen sei (Urk. 312). 

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Vorliegend geht es um Volljährigenunterhaltsbeiträge für die Jahre 2014 bis 2016. 

Gemäss Art. 13cbis der Schlusstitel des Zivilgesetzbuches und der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung kommt zwar seit dem 1. Januar 2017 das neue Unterhalts-

recht zur Anwendung, jedoch lediglich für Unterhaltsbeiträge, die nach dem 1. Ja-

nuar 2017 geschuldet sind. Das neue Unterhaltsrecht hat keine Rückwirkung. Für 

die bis zum 31. Dezember 2016 geschuldeten Unterhaltsbeiträge ist weiterhin das 

alte Recht anwendbar (BGer 5A_708/2017 vom 13. März 2018 E. 4.1.2). Entspre-

chend ist vorliegend das alte Unterhaltsrecht anwendbar. 

III. Materielles

A. Ausgangslage

Die Vorinstanz verpflichtete den Beklagten, dem Kläger Volljährigenunterhaltsbei-

träge für die Jahre 2014 und 2015 von insgesamt Fr. 19'185.– zu bezahlen. Strittig 

ist vorliegend, ob dem Beklagten die Leistung von Volljährigenunterhaltsbeiträgen 

persönlich zumutbar ist sowie die Höhe der allenfalls zu bezahlenden Beiträge.

B. Kriterium der Zumutbarkeit

1. In Bezug auf den Volljährigenunterhalt erwog die Vorinstanz, die Unterhalts-

pflicht der Eltern gegenüber ihrem Kind dauere gemäss Art. 277 Abs. 1 ZGB grund-

sätzlich bis zur Volljährigkeit des Kindes. Habe das volljährige Kind noch keine an-

gemessene Ausbildung, so hätten die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten 

Umständen zugemutet werden dürfe, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine 

entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden könne. Die 

schuldhafte Verletzung von familiären Pflichten könne die Zahlung von Volljähri-

genunterhalt in persönlicher Hinsicht unzumutbar machen, namentlich wenn das 

Kind die Beziehung ohne Grund aus eigenem Willen bewusst abbreche oder sich 

grundlos dem persönlichen Verkehr entziehe. Zur Bejahung der Unzumutbarkeit 

sei jedoch erforderlich, dass das Kind allein für das erheblich gestörte oder gar 

zerstörte Eltern-Kind-Verhältnis verantwortlich sei und ihm die Kontaktverweige-

rung zudem subjektiv vorgeworfen werden könne. Bei blosser Mitverantwortung 

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bleibe die Leistung von Volljährigenunterhalt zumutbar. Im vorliegenden Fall liege 

dem Gericht ein Entscheid der KESB Winterthur-Andelfingen vom 16. April 2013 

vor, in dem die elterliche Obhut vom Beklagten über den Kläger nach Art. 310 

Abs. 1 ZGB aufgehoben und über die Errichtung einer Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 2 ZGB entschieden worden sei. Sowohl eine Beschwerde vor dem Bezirksrat 

als auch eine Beschwerde vor dem Obergericht seien abgewiesen worden. Im Ent-

scheid der KESB Winterthur-Andelfingen sei eine akute Gefährdung des Kinds-

wohls erkannt worden, weshalb es nicht mehr länger zumut- und verantwortbar ge-

wesen sei, den Sohn unter der Obhut seines Vaters zu belassen; der Kläger sei 

dabei nicht allein für das zerstörte Eltern-Kind-Verhältnis verantwortlich sei. Es 

liege klar mindestens eine Mitverantwortung des Beklagten vor, weshalb die Leis-

tung von Volljährigenunterhalt zumutbar sei (vgl. Urk. 285 S. 14).

2.1 Der Beklagte rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unzutreffend ermittelt 

und Bundesrecht verletzt, indem sie sich auf den Standpunkt gestellt habe, dass 

sowohl Volljährigen- als auch Minderjährigenunterhalt geschuldet sei (Urk. 284 

S. 6). Die Leistung von Unterhaltsbeiträgen sei ihm persönlich unzumutbar, da der 

Kläger seine familiären Pflichten auf das Gröbste in schuldhafter Weise verletzt 

habe (Urk. 284 S. 13). So habe sich der Kläger anlässlich seiner Hochzeitsfeier im 

August 2010 gegenüber den Gästen in ehrverletzender Weise über ihn geäussert, 

wie er ihn hasse und er werde es ihm schon noch zeigen. Streitereien zwischen 

ihm und dem Kläger seien an der Tagesordnung gewesen und der Kläger sei am 

Wochenende mehrfach ohne Nachricht bis 03.00 Uhr weggeblieben, obwohl nur 

ein Ausgang bis 00.00 Uhr bewilligt worden sei. Auch sei der Kläger ohne Abmel-

dung verschwunden, sodass er ihn bei der Polizei als entlaufen habe melden müs-

sen. Der Kläger habe ihn beschimpft und beleidigt und habe ihm mitgeteilt, er werde 

ihn physisch, psychisch und finanziell ruinieren. Weiter habe der Kläger seinen Bü-

roschlüssel geklaut und den WLAN-Router gehackt, welchen er aus gesundheitli-

chen Gründen über Nacht abgeschaltet habe. Den Schlüssel vom Büro habe der 

Kläger einige Tage bei sich im Schulspind behalten, womit es dem Beklagten nicht 

möglich gewesen sei, sein Büro für Arbeiten zu betreten. Der herbeigerufenen Po-

lizei habe der Kläger das Hacking eingestanden. Einige Tage später sei der Schlüs-

sel offen herumgelegen und der Kläger habe kühn behauptet, er sei dort gelegen. 

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Um ihm auch finanziell zu schaden, habe der Kläger im tiefen Winter die Heizung 

voll aufgedreht und die Fenster in seinem Zimmer offenstehen lassen. Anschlies-

send habe er das Zimmer abgeschlossen und das Haus verlassen (Urk. 284 

S. 6 f.). Darüber hinaus habe der Kläger auch physische Gewalt ausgeübt, ihn ge-

gen den Schrank geworfen, gewürgt und gedroht, er werde alle Wasserhähne auf-

drehen und dann abhauen. Ein anderes Mal habe der Kläger seine Hand gepackt 

und den Daumen nach hinten gedreht. Anschliessend habe er mit der rechten Faust 

gegen seinen linken Unterkiefer geschlagen. Seit diesem Vorfall leide er an einem 

stressbedingten Tinnitus (Urk. 284 S. 8 und 10). Sodann habe der Kläger in einer 

E-Mail vom 9. Dezember 2011 seinem Cousin seine wahre Vorgehensweise und 

Intention offengelegt. Er träume von einer Pflegefamilie und setze alles daran, dass 

sein Plan gelingen möge. Aus der E-Mail gehe weiter hervor, dass er den Vater für 

sein früheres Verhalten gegenüber der Mutter bestrafen und schädigen wolle 

(Urk. 284 S. 8 f.). Der Beklagte und seine Ehefrau hätten in Angst gelebt und be-

fürchtet, dass sich die Aggressionen auch gegen den kleinen Halbbruder richten 

könnten (S. 284 S. 11 und 14). Der Kläger habe mit seinem Verhalten systematisch 

einen Konflikt geschürt und keine Möglichkeit ausgelassen, seine familiären Pflich-

ten aufs Gröbste zu verletzen (Urk. 284 S. 13).

Er, der Beklagte, habe nichts unversucht gelassen, um die Auseinandersetzungen 

zu entschärfen, was auch aus dem Mailverkehr zwischen ihm und seiner Ehefrau 

an diverse Amtsstellen/Kriseninterventionsstellen deutlich hervorgehe. Entgegen 

der Ansicht der Vorinstanz habe er alles unternommen, um dem Kläger eine liebe-

volle und angemessene Pflege und Erziehung zu gewähren. So habe er sich an die 

Jugendberatung D._____ gewandt, um Lösungen zu finden, und es sei die psycho-

logische Beratungsstelle des Gymnasiums E._____ besucht worden. Anschlies-

send habe man sich an das KJPD Winterthur, mithin Herrn F._____, gewandt. Der 

Kläger habe jedoch dessen Hilfe nicht wirklich akzeptiert. Es seien Abmachungen 

getroffen worden, die von ihm (dem Beklagten) eingehalten worden seien, nicht 

aber vom Kläger. Frau G._____ vom Haus D._____ habe das ungebührliche und 

aufbrausende Verhalten durchschaut und dem Kläger nochmals ins Gewissen ge-

redet. Aufgrund des Vorschlags von Frau G._____ hätten er, seine Ehefrau sowie 

der Kläger eine Familientherapie bei Frau H._____, Stiftung I._____, besucht. Mit 

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der Übernahme des Dossiers durch Frau J._____ sei es dem Kläger gelungen, das 

Blatt in seinem Sinne zu wenden und sein Ziel zu erreichen, dass er noch vor der 

Volljährigkeit habe ausziehen können. Hierzu habe er weiterhin seine Lügen ver-

breitet, die von Frau J._____ ungefiltert und ungeprüft übernommen worden seien. 

Sie habe schliesslich am 15. Februar 2013 eine Gefährdungsmeldung bei der 

KESB eingereicht. Der Beklagte habe sich gegenüber der KESB am 26. Februar 

2013 gegen einen Entzug der Obhut ausgesprochen, weil er geglaubt habe, er 

könne die pubertätsbedingten Probleme mit dem Kläger mit Hilfe von Gesprächen 

lösen. Mit Beschluss vom 13. April 2013 [recte: 16. April 2013] habe ihm die KESB 

die elterliche Obhut entzogen und den Kläger im K._____ im Jugendwohnheim in 

L._____ untergebracht. In der Begründung habe die KESB ausschliesslich auf die 

Aussage des Klägers abgestellt, welcher wahrheitswidrig behauptet habe, der Be-

klagte habe ihn ins Gesicht geschlagen. Die KESB habe sich darauf verlassen, 

dass die Situation sorgfältig abgeklärt worden sei, hingegen sei Frau J._____ davon 

ausgegangen, die KESB werde die Angelegenheit entsprechend überprüfen. Somit 

sei der Kläger mit seinen geschickten Manipulationen durchgedrungen (Urk. 284 S. 

7 ff.).

Vor diesem Hintergrund erkläre sich, dass er, der Beklagte, schlichtweg keine Kraft 

mehr gehabt habe, sich gegen den Beschluss der KESB vom 16. April 2013 zur 

Wehr zu setzen. Sodann habe er schmerzlich erkennen müssen, dass seine Be-

mühungen um den Sohn allesamt ins Leere gelaufen seien. Der Kläger sei mit sei-

nen Lügen durchgedrungen, und seine Behauptungen seien, wie alles andere, 

nicht durch die KESB geprüft worden bzw. ihm sei nicht einmal das rechtliche Ge-

hör gewährt worden. Andernfalls hätte die KESB zur Kenntnis nehmen müssen, 

dass die Aggressionen erneut vom Kläger ausgegangen seien. Seitdem habe kein 

persönlicher Kontakt mehr zwischen ihm und dem Kläger stattgefunden. Der Kläger 

zeige keinerlei Interesse an einem weiteren Kontakt (Urk. 284 S. 11 f.). Auch nach 

Eintritt der Volljährigkeit habe sich der Kläger jeglichen Kontakts entzogen. In die-

sem Alter hätte er den Beklagten auch über seine beruflichen Pläne zumindest in 

groben Zügen informieren müssen. Ausbildungs- bzw. berufliche Lebensplanung 

sei von den Eltern und dem Kind gemeinsam zu entwickeln. Hierbei habe die Pla-

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nung fortlaufend, gewissermassen rollend zu erfolgen. Das Kind treffe eine Zusam-

menwirkungs- und Einigungspflicht (Urk. 284 S. 14).

Aus dem Gesagten ergebe sich, dass sich der Kläger heute lediglich darauf be-

schränke, die verlangten Unterhaltszahlungen einzufordern. Diese Haltung sei an-

gesichts seines rüden Verhaltens geradezu rechtmissbräuchlich. Sodann habe die 

KESB den Sachverhalt nicht sorgfältig abgeklärt, sondern die Behauptungen vom 

Kläger ungefiltert übernommen. Er sei zu den einzelnen Vorwürfen nur teilweise 

befragt worden. Insbesondere habe es die KESB unterlassen, dem wahrheitswid-

rigen Vorwurf des Klägers nachzugehen, wonach er ihn am 7. April 2013 geschla-

gen haben solle. Wäre hier – so der Beklagte weiter – eine genaue Untersuchung 

erfolgt, so hätte die KESB leicht feststellen können, dass es sich genau umgekehrt 

verhalten habe: Der Sohn sei auf den Vater losgegangen, nicht umgekehrt. Würde 

man ihm Unterhaltsbeiträge auferlegen, so würde er zum reinen Zahlvater herab-

gewürdigt, was gegen den Willen des Gesetzgebers sei. Die Bezahlung von Unter-

haltsbeiträgen sei unter den gegebenen Umständen als unzumutbar im Sinne von 

Art. 277 Abs. 2 ZGB zu bewerten (Urk. 284 S. 15 f.).

2.2 Der Kläger macht geltend, die Vorinstanz habe zutreffend festgehalten, dass 

der Beklagte auch nach seiner Volljährigkeit bis Ende des Jahres 2016 ihm gegen-

über unterhaltspflichtig gewesen sei bzw. immer noch sei. Dagegen versuche sich 

der Beklagte noch immer zur Wehr zu setzen, obwohl alle seine diesbezüglichen 

Bemühungen bereits vor Vorinstanz erfolglos geblieben seien. Das erstinstanzliche 

Verfahren habe rund neun Jahre gedauert. Hauptgrund für diese ausserordentlich 

lange Verfahrensdauer sei das aussergewöhnliche bzw. geradezu renitente Pro-

zessverhalten des Beklagten gewesen, welcher während des gesamten Prozesses 

nicht nur diverse prozessuale Anträge gestellt und unaufgeforderte Stellungnah-

men eingereicht habe, sondern auch mehrere Rechtsmittel gegen erstinstanzliche 

Verfügungen erhoben und den Prozess damit ungebührlich lange hinausgezogen 

habe (Urk. 298 S. 5). 

Mit Verweis auf den rechtskräftigen Entscheid der KESB vom 16. April 2013 sowie 

den zugrunde liegenden Berichten des Zentrums D._____ und der I._____ habe 

die Vorinstanz in begründeter Weise und zutreffend festgehalten, dass die zerstörte 

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Vater-Sohn-Beziehung nicht auf den Kläger alleine zurückzuführen sei. Es liege 

klar eine Mitverantwortung des Beklagten vor, weshalb für ihn die Leistung von Un-

terhaltszahlungen nach Volljährigkeit des Klägers zumutbar bleibe. Der Beklagte 

gebe in seiner Berufung die Zusammenhänge nicht korrekt wieder. Beim angebli-

chen "Entlaufen" am 8. April 2013 handle es sich um den Tag nach dem tätlichen 

Übergriff durch den Beklagten, als der Kläger Schutz bei einem Freund gesucht 

habe, was ihm kaum zum Vorwurf gemacht werden könne. Die vom Beklagten als 

"Massnahmen" dargestellten Therapien seien auf freiwilliger Basis erfolgt. Der Be-

klagte habe jedoch die weitere Teilnahme verweigert, sei seit Ende 2011 nicht mehr 

zu gemeinsamen Gesprächen bereit gewesen und habe gar Versuche unternom-

men, den Zugang des Klägers zur Therapie beim KJPD und bei der I._____ zu 

unterbinden, indem er es dem minderjährigen Kläger verboten und sich später ge-

weigert habe, den Selbstbehalt für die I._____ zu bezahlen. Der Beklagte habe sich 

auch nicht an die Abmachungen gehalten. Sodann sei es der Beklagte gewesen, 

der das gesamte Geschehen verharmlost und selbst die Anordnung von Kindes-

schutzmassnahmen verweigert habe. Weiter sei falsch, dass Frau G._____ ein un-

gebührliches und aufbrausendes Verhalten des Klägers durchschaut und ihm den 

Kopf gewaschen habe. Frau G._____ sei Praktikantin beim Zentrum D._____ ge-

wesen und habe das Dossier von Beginn an gemeinsam mit ihrer Vorgesetzten, 

Frau J._____, geführt. Es habe somit keine Übernahme des Dossiers durch Frau 

J._____ gegeben. Weiter sei die vom Beklagten eingereichte E-Mail des Klägers 

an seinen Cousin aus dem Gesamtzusammenhang gerissen. Aus der Gesamt-

nachricht gehe zweifellos hervor, dass der dazumal 15½-jährige Kläger angesichts 

des angespannten Familiensystems und der akuten Gefährdung zu Hause beim 

Beklagten sich vor einem weiteren Verbleib im selben Haushalt gefürchtet, sich 

deshalb eine andere Familie herbeigewünscht und sich von den Behörden indes-

sen im Stich gelassen gefühlt habe. Aus einer solchen einzelnen, im Übrigen nicht 

für ihn bestimmten Nachricht ableiten zu wollen, der Kläger habe seine familiären 

Pflichten schwerwiegend verletzt und der Beklagte sei deshalb nicht mehr leis-

tungspflichtig, gehe völlig an der Sache vorbei und sei befremdlich, zeige aber ein-

zig, dass der Beklagte die Ängste und Sorgen des Klägers nie ausreichend ernst 

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genommen habe, womit ihn mit der Vorinstanz eine Mitverantwortung für das ge-

störte Vater-Sohn-Verhältnis treffe (Urk. 298 S. 8 ff.).

Selbst wenn aber – so der Kläger weiter – die vom Beklagten behaupteten einzel-

nen pubertären Fehlverhaltensweisen zuträfen, was mit Nachdruck bestritten 

werde, vermöchten solche die vorinstanzliche Würdigung nicht umzustossen bzw. 

den gesetzlichen Unterhaltsanspruch nicht zu verwirken. Der Beklagte bleibe damit 

dem Kläger gegenüber auch nach Erreichen dessen Volljährigkeit unterhaltspflich-

tig (Urk. 298 S. 11).

In Bezug auf die berufliche Laufbahn entgegnet der Kläger, er habe im Zeitpunkt 

der Fremdplatzierung bereits das Gymnasium besucht. Für den Beklagten sei somit 

bereits damals klar bzw. mindestens erkennbar gewesen, dass er danach studie-

ren, mithin die Unterhaltsflicht über die Volljährigkeit hinaus dauern werde. Der Aus-

bildungsplan sei dem Beklagten entgegen dessen Ausführungen somit bekannt ge-

wesen, was sich auch darin zeige, dass der Beklagte ihm mehrfach damit gedroht 

habe, ihn vom Gymnasium in die Sekundarschule herunterzustufen, um seine dem 

Beklagten bekannten Karriereaussichten zunichte zu machen. Damit sei mit der 

Vorinstanz festzuhalten, dass dem Beklagten die Leistung von Volljährigenunter-

haltszahlungen entgegen dessen pauschalen Beanstandungen zumutbar sei 

(Urk. 298 S. 11).

2.3 Der Beklagte verweist in seiner Stellungnahme erneut auf ein Fehlverhalten 

des Klägers, wonach dieser die Regeln nicht respektiert resp. ihn tätlich angegriffen 

habe, und dass die E-Mail an seinen Cousin in aller Deutlichkeit die despektierliche 

Haltung und Verachtung des Klägers gegenüber dem Beklagten dokumentiere und 

belege, dass ihn der Kläger mit aller Macht habe fertig machen wollen, um sein Ziel, 

in eine Pflegefamilie zu kommen, durchzusetzen (Urk. 310 S. 6 ff.). Ebenso wieder-

holte er seine Vorbringen, Frau J._____ habe ausschliesslich auf die Aussagen des 

Klägers abgestellt und diese ungeprüft und ungefiltert übernommen, und die KESB 

Winterthur-Andelfingen habe wiederum nur den Inhalt des Schreibens von Frau 

J._____ in ihren Beschluss übernommen. Sämtliche Einwände des Beklagten ge-

genüber der KESB seien unberücksichtigt geblieben, und die KESB habe sich nicht 

die Mühe gemacht, den Beklagten vor dem Entscheid erneut zu befragen, was es 

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mit dem vom Beklagten behaupteten Vorfall vom 7. April 2013 auf sich gehabt 

habe. Sodann habe man dem Beklagten nicht begründen können, worin die Ge-

fährdung des Klägers für eine derart einschneidende Massnahme liege. Die per-

sönliche Stellungnahme des Beklagten vom 29. März 2013, worin er geschildert 

habe, wie er stets auf die Wünsche des Klägers eingegangen sei, habe die KESB 

nicht berücksichtigt (Urk. 310 S. 8 f. sowie S. 11 und 13).

Der Beklagte bestreitet ferner, dass er seit Ende 2011 zu keinen Beratungsgesprä-

chen bereit gewesen sei. Er habe diese wahrgenommen und habe mehrfach Hilfe 

gesucht. Auch zum Gespräch bei der KESB am 13. März 2013 sei er erschienen. 

Das im Bericht vom 11. Dezember 2012 erwähnte Beratungsgespräch mit Herrn 

M._____ habe lediglich am Telefon stattgefunden und habe nur 15 Minuten gedau-

ert. Herr M._____ sei nicht auf die Argumente des Beklagten eingegangen und 

habe davon auch nichts hören wollen. Es sei auch nicht zutreffend, dass der Be-

klagte aus wirtschaftlichen Erwägungen gegen eine Umplatzierung gewesen sei. 

Der Bericht von Herr M._____ gebe lediglich die Aussagen des Klägers wieder. 

Weiter bestreite er auch, die Grundbedürfnisse des Klägers beschnitten zu haben. 

Diese unwahren Behauptungen seien Teil des Plans des Klägers gewesen, in eine 

Pflegefamilie zu kommen (Urk. 310 S. 9 f.).

Neu bringt der Beklagte vor, Frau J._____ habe anlässlich der Anhörung zugege-

ben, dass sie – nach dem 18. Geburtstag des Klägers – ein Liebesverhältnis ein-

gegangen seien und sie auch teilweise zusammen gewohnt hätten. Dies zeige, 

dass Frau J._____ bei der Beurteilung der Situation eher geneigt gewesen sei, dem 

Kläger zu glauben als dem Beklagten (Urk. 310 S. 12).

In Bezug auf das Gutachten des Familiengerichts Singen führt der Beklagte aus, 

der Kläger habe sich diesem unerlaubterweise behändigt. Das Gutachten sei dem 

Berufungskläger von der KESB vorgehalten (recte wohl: vorenthalten) und das 

rechtliche Gehör nicht gewährt worden. Deswegen sei auch die Tatsache unbe-

rücksichtigt geblieben, dass der deutsche Richter dem Gutachten nicht gefolgt sei, 

da er das Gutachten zutreffend als fehlerhaft beurteilt habe (Urk. 310 S. 12).

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Der Beklagte moniert abschliessend, der Kläger habe nach Erreichen der Volljäh-

rigkeit keinen Versuch unternommen, mit dem Beklagten einen einigermassen er-

träglichen Kontakt herzustellen, sondern habe sich darauf beschränkt, seine Unter-

haltsforderung anwaltlich einzufordern. Der Kläger habe es auch unterlassen, ihn 

über seine beruflichen Absichten zu informieren. Ein Besuch des Gymnasiums im-

pliziere nicht automatisch ein Hochschulstudium. Auf diese Weise solle der Be-

klagte tatsächlich zum reinen Zahlvater herabgewürdigt werden, was dem Willen 

des Gesetzgebers widerspreche (Urk. 310 S. 15).

Vor diesem Hintergrund berücksichtige der angefochtene Entscheid der Vorinstanz 

nicht, dass die zerstörte Vater-Sohn-Beziehung auf den Kläger allein zurückzufüh-

ren sei, und dessen Verhalten könne keinesfalls als pubertäres Fehlverhalten ab-

getan werden. Zudem liege keine Mitverantwortung seinerseits vor. Die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt nicht rechtsgenügend beurteilt, da sie einzig auf den unan-

gefochten gebliebenen Entscheid der KESB vom 16. April 2013 abgestellt habe 

(Urk. 310 S. 13 f.). 

3.1 Die Eltern haben für den Unterhalt ihres Kindes aufzukommen, und zwar unter 

Einschluss der Kosten für die Ausbildung (Art. 276 Abs. 1 aZGB). Die elterliche 

Unterhaltspflicht dauert grundsätzlich bis zur Mündigkeit des Kindes (Art. 277 

Abs. 1 aZGB). Befindet sich dieses zu jenem Zeitpunkt noch in Ausbildung, so ha-

ben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet werden 

darf, für seinen Unterhalt weiterhin aufzukommen, bis die Ausbildung ordentlicher-

weise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 aZGB).

Mit dem Kriterium der Zumutbarkeit wird der Ausnahmecharakter der elterlichen 

Unterhaltspflicht über die Volljährigkeit des Kindes hinaus unterstrichen. Zu beach-

ten sind unter diesem Gesichtspunkt nicht nur die wirtschaftlichen Verhältnisse der 

Eltern, sondern auch die persönlichen Beziehungen zwischen diesen und ihrem 

Kind. Für ein studierendes volljähriges Kind sind den Eltern weniger weitgehende 

Einschränkungen zuzumuten als für ein minderjähriges Kind. Von der wirtschaftli-

chen Leistungsfähigkeit abgesehen erscheint die Verpflichtung der Eltern zu Unter-

haltsleistungen dann als zumutbar, wenn das Kind seinen Fähigkeiten entspre-

chend pflichtbewusst seinen Studien nachgeht, die familienrechtlichen Pflichten ge-

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genüber dem Unterhaltsverpflichteten befolgt und sich so verhält, dass das Eltern-

Kind-Verhältnis nicht durch eigenes Verschulden in einer für die Eltern untragbaren 

Weise beeinträchtigt wird. Für die Unzumutbarkeit wird vorausgesetzt, dass das 

volljährige Kind schuldhaft seinen Pflichten der Familie gegenüber nicht nach-

kommt, dass es mithin ohne Grund aus eigenem Willen die persönlichen Beziehun-

gen zu den Eltern abbricht oder sich grundlos dem persönlichen Verkehr mit ihnen 

entzieht. Das Kind muss die Verantwortung dafür tragen, dass das Eltern-Kind-Ver-

hältnis erheblich gestört oder gar zerstört ist, und diese Verantwortung muss ihm 

subjektiv zum Vorwurf gereichen. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass ge-

mäss Art. 272 aZGB auch die Eltern gegenüber dem Kind alle Rücksicht und Ach-

tung schulden, die das Wohl der Familiengemeinschaft erfordert. Keine Unzumut-

barkeit kann angenommen werden, wo sich der pflichtige Elternteil gegenüber sei-

nem Kind dermassen schuldig gemacht hat, dass der Abbruch jeglicher Beziehung 

geradezu als natürliche Folge erscheint und das Gegenteil nicht nachvollziehbar 

wäre. Würde man einem Elternteil auch in einem solchen Fall wegen der vollstän-

digen Kontaktverweigerung des Kindes Unzumutbarkeit zur Leistung von Unter-

haltsbeiträgen zubilligen, könnte er sich dank seines grossen Verschuldens am 

Zerwürfnis auch noch aus seiner Unterhaltspflicht befreien, was in hohem Masse 

stossend wäre. Es gilt für das Gericht nach dem Gesagten, einen Ausgleich zu 

finden zwischen der erstrebenswerten Entwicklung des Kindes zu einer selbständi-

gen Persönlichkeit einerseits und dem legitimen Anspruch der unterhaltspflichtigen 

Eltern darauf, dass das Kind ihre Weltanschauung und Lebensauffassung respek-

tiere, andererseits. Weder darf das Kind, das auf Unterhaltsleistungen angewiesen 

ist, übermässigem Zwang der Eltern ausgesetzt sein, noch sollen sich diese zu 

einer blossen Zahlelternschaft verurteilt sehen (BGE 111 II 413 E. 2, BGE 129 III 

375 E. 4.2, BGE 120 II 177 E. 3c, BGE 113 II 374 E. 2, BGer 5A_ 563/2008 vom 

4. Dezember 2008 E. 5.1). Schwerwiegende Störungen in persönlicher Hinsicht 

sind auf Seiten des Unterhaltsberechtigten nur dann zu berücksichtigen, wenn die 

Pflichten gegenüber der Familie im Sinne von Art. 272 aZGB schuldhaft grob ver-

letzt werden (BGer 5C.94/2006 vom 14. Dezember 2006 E. 3). Nicht entschieden 

hat das Bundesgericht die Frage, ob ein Fehlverhalten des Kindes, welches für ein 

völliges Entfallen des Anspruchs nicht ausreicht, unter Umständen die Zuspre-

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chung eines reduzierten Unterhaltsbeitrages rechtfertigt. Es hielt jedoch fest, dass 

zweifelhaft erscheine, ob ein fehlerhaftes Verhalten des Kindes dazu führen könne, 

dass ein Unterhaltsanspruch zwar nicht verneint, dem Kind jedoch nur ein herab-

gesetzter Unterhaltsbeitrag zugesprochen werde (BGE 111 II 413 E. 5a).

3.2 Der Beklagte erachtet eine Unterhaltszahlung für ihn persönlich als unzumut-

bar. 

Zwar führt er aus, dass der Kläger seine Familienpflichten aufs Gröbste verletzt 

hätte, indem er ihn wiederholt physisch und psychisch angegriffen habe, die Akten 

zeigen jedoch ein anderes Bild. Die familiären Probleme zwischen dem Beklagten 

und dem Kläger führten dazu, dass mehrere Fachstellen um Hilfe ersucht wurden. 

In der Folge wandte sich der Psychologe des Klägers, Herr M._____ von der Stif-

tung I._____, an Frau J._____ vom Zentrum D._____. Er hielt in seiner Stellung-

nahme fest, dass seit Oktober 2011 ein Kontakt zwischen der Stiftung I._____ und 

dem Kläger bestehe, damit der Kläger eine psychosoziale Begleitung in der schwie-

rigen familiären Situation erhalte. Zuerst sei seine Kollegin, Frau H._____, dafür 

verantwortlich gewesen. Sie habe Einzelgespräche mit dem Kläger, aber auch ein 

gemeinsames Gespräch mit dem Beklagten geführt. Eine Lösung zwischen den 

Parteien habe nicht erarbeitet werden können. Im Oktober 2012 habe er dann die 

Beratung des Klägers übernommen, wobei sich gezeigt habe, dass der Kläger in 

den Gesprächen seine Gedanken und Gefühle sehr differenziert habe ausdrücken 

können. Er (Herr M._____) habe ihn als einen zuverlässigen, zuvorkommenden 

und verantwortungsbewussten Jugendlichen erlebt. Der Kläger habe ihm von finan-

ziellen, sozialen und emotionalen Beeinträchtigungen erzählt, die er seitens des 

Beklagten aber auch dessen Ehefrau erlebe. Am 11. Dezember 2012 habe bei ihm 

ein Gespräch mit dem Beklagten und dem Kläger stattgefunden. Er habe versucht, 

die Lage des Klägers zu beschreiben, eine gemeinsame Lösung vorzuschlagen 

und eine externe Unterbringung zu prüfen. Dazu bewogen hätten ihn die grossen 

Spannungen, die sich anscheinend nicht lösen lassen würden und die individuelle 

Entwicklung des Klägers, die in der Situation gehemmt gewesen sei. Der Beklagte 

habe sich (nach einer Bedenkfrist) gegen eine externe Lösung ausgesprochen und 

insbesondere finanzielle Gründe genannt. Gemäss Herr M._____ bestand wenig 

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Empathie und Verständnis des Beklagten gegenüber dem Kläger. Der Beklagte 

wolle die grosse seelische Not des Klägers nicht wahrhaben. Er, Herr M._____, 

empfehle, die Anliegen des Klägers ernst zu nehmen, und er unterstütze eine ex-

terne Lösung, zum Beispiel eine betreute Wohngemeinschaft oder eine Pflegefa-

milie (Urk. 5/6). In der Folge sah sich Frau J._____ vom Zentrum D._____, welche 

den Kläger ebenfalls beraten hatte, veranlasst, am 15. Februar 2013 bei der KESB 

Winterthur-Andelfingen die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss 

Art. 308 Abs. 1 aZGB in Verbindung mit einem Entzug der elterlichen Obhut ge-

mäss Art. 310 aZGB zu beantragen. Als Begründung führte sie aus, dass der Be-

klagte, seine Ehefrau und der Kläger die Jugend- und Familienberatung im Oktober 

2011 erstmals aufgesucht hätten, da es grobe Differenzen zwischen dem Beklag-

ten und dem Kläger gegeben habe. Es habe mehrere mediative Gesprächssequen-

zen gegeben, die kurzfristig zu einer Verbesserung der Situation geführt hätten. Die 

Vater-Sohn-Beziehung sei jedoch so von Macht geprägt gewesen, dass eine län-

gerfristige Verbesserung nicht möglich gewesen sei. Gespräche mit dem Beklagten 

alleine hätten nicht dazu geführt, dass er sein Verhalten reflektieren und die Ent-

wicklungsaufgaben des Jugendlichen in den Vordergrund habe stellen können. 

Seine Vorstellung der Vater-Sohn-Beziehung sei beharrlich bei einseitigen Schuld-

zuweisungen an den Kläger mit dem Anspruch auf Gehorsam und Dankbarkeit ver-

blieben. Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung dieser Forderungen hätten im De-

zember 2011 gar die Grundbedürfnisse des Klägers beschnitten, indem er kein 

Geld für Lehrmittel oder das Mittagessen in der Schulmensa erhalten habe. Ebenso 

habe der Beklagte die Bezahlung des Kung-Fu-Sportes verweigert. Sodann habe 

der Beklagte dem Kläger damit gedroht, ihn vom Gymnasium in die Sekundar-

schule zurückzustufen, wovor der Kläger am meisten Angst gehabt habe. Da sich 

die Familie bereit erklärt habe, eine Familientherapie bei der I._____ zu machen, 

habe man zu diesem Zeitpunkt von einer Gefährdungsmeldung abgesehen. Dar-

aufhin sei es kurzfristig besser gelaufen, und der Kläger habe ihnen mitgeteilt, dass 

er mit seinem Vater wieder richtig gut auskomme. Im August 2012 sei der Kläger 

dann wieder mit ihr in Kontakt getreten, nachdem der Beklagte angeblich erneut 

Drohungen finanzieller Art ausgesprochen habe. In der Zwischenzeit habe sich die 

Situation aus Sicht des Klägers zunehmend verschlimmert; niemand mehr rede in 

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normalem Ton mit ihm, und er müsse die Schimpftiraden des Beklagten vor Dritt-

personen über sich ergehen lassen. Der Kläger könne sich selbst und sein Verhal-

ten gut reflektieren, zeige auch immer Einsicht und habe in Disputen mit dem Be-

klagten oft nachgegeben. Seine psychische Stabilität sei stark angeschlagen. Eine 

Einladung des Beklagten zu ihr in die Jugend- und Familienberatung habe der Be-

klagte am 30. Oktober 2012 ausgeschlagen. Die Situation sei darauf wieder so akut 

geworden, dass die Bezahlung von Kung-Fu-Rechnungen verweigert worden sei, 

sodass diese durch einen Fonds hätten beglichen werden müssen. Auch über die 

Nahrungsfinanzierung sei peinlich genau abgerechnet worden. So habe der Kläger 

nicht zu Hause zu Mittag essen dürfen, als er früher Schulschluss gehabt habe, 

weil er zuvor Geld für die Mensa bekommen habe. Der Leidensdruck auf den Kläger 

habe eine Dimension angenommen, die seine psychische Befindlichkeit und seine 

Lernfähigkeit schwächen würde. Aufgrund des stark autoritären Erziehungsstils 

verbunden mit Schuldzuweisungen, Drohungen, Ausschluss aus dem sozialen fa-

miliären Umfeld sowie Instrumentalisierung im Elternkonflikt sei eine akute Gefähr-

dung des Kindswohls erkennbar. Es gelinge dem Beklagten nicht, seine Erzie-

hungsaufgabe adäquat wahrzunehmen. Die Bereitschaft des Beklagten zu einer 

erneuten Beratung sei weder durch sie (Frau J._____) noch durch Herrn M._____ 

möglich gewesen. In den stattgefundenen Beratungen hätten sie den Beklagten 

vordergründig verständnisvoll und einsichtig erlebt, aber auch ganz klar in seiner 

erzieherischen Haltung, von der er keinen Millimeter abgewichen sei. Deswegen 

würden sie auf dem Verhandlungsweg keine Möglichkeiten mehr sehen, den Kläger 

in seiner Situation zu unterstützen. Der Kläger sei für sein Alter schon sehr reif, und 

er argumentiere sachlich und differenziert. Mit einem Wechsel in die Selbständig-

keit könne es ihm ermöglicht werden, seine beruflichen und privaten Ziele zu errei-

chen (Urk. 5/7 S. 2 ff.). 

In der Folge wurden einerseits der Kläger am 26. Februar 2013 (Urk. 233/8) durch 

die Fachmitarbeiterin, Frau N._____, sowie andererseits der Beklagte und die Mut-

ter des Klägers am 13. März 2013 – entgegen der Ansicht des Beklagten – vor 

Erlass des Beschlusses durch das verfahrensleitende Behördenmitglied und Vize-

präsidenten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen 

zu den Anträgen von Frau J._____ angehört (Urk. 233/14 und 233/15). Daraus geht 

- 25 -

hervor, dass der Beklagte sämtliche Kindesschutzmassnahmen kategorisch ab-

lehnte und der Vizepräsident ihn darauf hinweisen musste, dass es sich um eine 

ernsthafte Angelegenheit handle und er die Verharmlosungen des Beklagten nicht 

nachvollziehen könne. Zudem würde eine Diskrepanz zwischen der Gefährdungs-

meldung des Zentrums D._____, der Aussagen der Mutter des Klägers und derje-

nigen des Beklagten bestehen (Urk. 233/15 S. 2). Die Mutter des Klägers dagegen 

hatte ausgeführt, dass sie ihrem Sohn keine Steine in den Weg legen werde, nur 

das Beste für ihn wolle und sie entsprechend mit der ausserfamiliären Platzierung 

einverstanden sei sowie mit einer Einschränkung des Sorgerechts (Urk. 233/14 S. 

2 f.). Die KESB Winterthur-Andelfingen liess weitere Abklärungen folgen und er-

kundigte sich nochmals konkret bei Frau J._____ zur Gefährdung des Kindswohls 

(Urk. 233/20). Frau J._____ führte darauf erneut aus, dass es bei einem derart au-

toritären Erziehungsstil aus fachlicher Sicht viele Auswirkungen gebe, die das Wohl 

des Kindes gefährdeten. Die Gefährdung wirke sich hauptsächlich in psychischer 

Hinsicht aus. Kinder, denen ständig Disziplinlosigkeit vorgeworfen, Fehlverhalten 

mit Entzug von elementaren Grundbedürfnissen bestraft werde, täglich Drohungen, 

drastischen Strafen, Herabwürdigung ihrer Person und ihrer Lebensplanung sowie 

ständiger Kritik ausgesetzt seien, würden in eine Position der Schwäche und Ab-

hängigkeit geraten, die sich auf das ganze weitere Leben auswirke. Zur Urteilsfä-

higkeit und Glaubwürdigkeit des Klägers hielt sie weiter fest, dass er ein überdurch-

schnittlich intelligenter junger Mann sei, der sich klar und differenziert ausdrücken 

könne; und natürlich würden sie als Fachstelle nicht jedes Wort einfach so glauben, 

sondern sie würden sich über einen längeren Zeitraum ein Bild machen und die 

Systemkomponenten (die Familie) mit in die Beratung einbeziehen und auf weitere 

fachliche Unterstützungsmöglichkeiten verweisen, was auch beim Kläger gemacht 

worden sei. Der Kläger habe immer wieder den Wunsch geäussert, die Beziehung 

zu seinem Vater zu verbessern, und er habe in gemeinsamen Gesprächen einge-

sehen, dass er sich anders hätte verhalten können. Er habe sich auch einmal im 

Beratungssetting beim Beklagten entschuldigt. Der Beklagte sei jedoch nicht bereit 

gewesen, die Entschuldigung anzunehmen. Die Aussagen des Klägers würden 

sich mit ihrem Eindruck und demjenigen von Herrn M._____ decken. An der Glaub-

würdigkeit und Urteilsfähigkeit des Klägers könne nicht gezweifelt werden. Mildere 

- 26 -

Massnahmen seien bereits früher ins Auge gefasst worden, könnten jedoch nur 

initiiert werden, wenn der Beklagte einverstanden sei. Der Beklagte habe sich je-

doch geweigert (Urk. 233/20 S. 1 ff.). 

Das Argument des Beklagten, die KESB Winterthur-Andelfingen habe keinerlei Ab-

klärungen getroffen, nicht begründen können, worin die Gefährdung des Klägers 

für eine derart einschneidende Massnahme liege und die KESB sowie Frau J._____ 

und Herr M._____ hätten lediglich ungefiltert auf die Aussagen des Klägers abge-

stellt, geht somit fehl. Auch die Spekulation des Beklagten über eine angebliche 

Liebesbeziehung zwischen dem Kläger und Frau J._____ vermag deren Glaubwür-

digkeit nicht zu erschüttern. Diese wird nicht nur durch den Kläger bestritten (Urk. 

312), sondern auch Frau J._____ führte anlässlich ihrer Anhörung vom 2. Juni 2022 

explizit aus, dass sie zunächst wie eine Patentante gewesen sei und sie sich als 

Sozialarbeiterin ethisch dazu verpflichtet gefühlt habe, dem Kläger zu helfen. Mit 

der Volljährigkeit des Klägers habe sich diese Bekanntschaft in eine Freundschaft 

entwickelt, welche aber nicht sehr intensiv gewesen sei (Urk. 245 S. 5). Sie bestä-

tigte – entgegen der Behauptung des Beklagten – keine Liebesbeziehung. Sodann 

attestierte sie, dass das was sie damals geschrieben habe, richtig sei (Urk. 245 

S. 7). Es besteht somit kein Anlass, ihre Berichte bzw. Stellungnahmen in Zweifel 

zu ziehen.

Mit Eingabe vom 28. März 2013 nahm der Beklagte nochmals ausführlich Stellung 

und machte zusammengefasst geltend, es sei nicht dargelegt worden, inwiefern 

eine Kindswohlgefährdung vorliegen würde. Sodann seien lediglich die Ausführun-

gen des Klägers wiedergegeben worden, wobei es sich um Lügen handle 

(Urk. 233/23 S. 1 ff.). Am 7. April 2013 soll es zu einem weiteren Vorfall gekommen 

sein. Die Behauptungen gehen diesbezüglich auseinander. Die Parteien werfen 

sich gegenseitig vor, der jeweils andere habe zugeschlagen. Beide erhoben dar-

aufhin Strafanzeige (Urk. 212/5). Die Strafverfahren wurden eingestellt 

(Urk. 233/81 S. 3). Es bleibt somit bei blossen Behauptungen, und auch die Ehefrau 

des Beklagten konnte nichts Konkretes zu den Gewaltvorwürfen bezeugen 

(Urk. 212/6 S. 3). Entsprechend bleibt unklar, wer gegen wen zuerst Gewalt ange-

wandt hat. Dass die Erziehungsmethoden des Beklagten nicht über alle Zweifel 

- 27 -

erhaben waren, belegt aber auch das Gutachten, welches vom Familiengericht Sin-

gen am 2. Februar 2009 in Auftrag gegeben wurde (Urk. 233/13). O._____, der 

jüngere Bruder des Klägers, beschrieb, er erlebe den Beklagten als schnell erreg-

bar, nie zufrieden, nicht geduldig und schnell wütend. Sodann würde der Beklagte 

ihn öfters schlagen (Urk. 233/13 S. 26 sowie S. 29 f.). Weiter geht aus dem Gut-

achten hervor, es sei für die Erziehungsfähigkeit des Beklagten ungünstig, dass er 

die wahre Beziehungsrealität beider Söhne in der Familie nicht vollständig erkenne 

und sich von eigenen Zielen leiten lasse. Die Söhne würden beide versuchen, diese 

Ziele nicht zu enttäuschen; dabei würden der Beklagte und die Söhne aneinander 

vorbei leben. Die Weiterentwicklung des hochbegabten Kindes (der Kläger) er-

scheine prognostisch gefährdet. Er bedürfe dringend einer professionellen Unter-

stützung, in welcher er sich von den schweren Belastungen durch seine Eltern und 

O._____ erholen könne (Urk. 233/13 S. 57 und S. 60). Weiter wird geltend gemacht, 

die Eltern würden das Kindswohl beider Söhne seit vielen Jahren gefährden. Weil 

sie in der gemeinsamen Übernahme von elterlicher Verantwortung für die Bedürf-

nisorganisation und Entwicklung ihrer Söhne versagen bzw. keine ausreichenden 

Perspektivenwechsel auf die Belange der Kinder vollbringen würden, seien die Kin-

der emotional bedürftig und hätten sich an einen schweren Beziehungsnotstand in 

ihrer Familie gewöhnt (Urk. 233/13 S. 62 f.). Die Rüge des Beklagten, das Gutach-

ten sei ihm von der KESB Winterthur-Andelfingen vorenthalten und damit sein 

rechtliches Gehör verletzt worden, hätte er innert der Rechtsmittelfrist des Be-

schlusses vom 16. April 2013 geltend machen müssen. Dasselbe gilt für seine An-

schuldigung, der Kläger habe sich des Gutachten unerlaubterweise bemächtigt. Zu-

dem wurde nicht belegt, dass sich das Gutachten als falsch erwies bzw. inwiefern 

oder welche Teile davon nicht der Wahrheit entsprachen. Das Gutachten ist Be-

standteil der Akten und somit zu berücksichtigen. 

Bezug nehmend auf sämtliche Stellungnahmen, Berichte und Gutachten der Fach-

personen, die Aussagen der Eltern und des Klägers sowie aufgrund des Umstan-

des, dass der Beklagte seit 2012 nicht mehr bereit sei, an Beratungsgesprächen 

teilzunehmen, und auch die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft sowie die 

Fremdplatzierung des Klägers ablehne, kam die KESB Winterthur-Andelfingen mit 

Entscheid vom 16. April 2013 zum Schluss, dass es nicht länger zumut- und ver-

- 28 -

antwortbar sei, den Kläger unter der Obhut des Beklagten zu belassen; es sei zum 

Wohle des Klägers dringend dem Beklagten die Obhut über seinen Sohn zu ent-

ziehen und den Kläger bis auf Weiteres im K._____, Jugendwohnraum L._____, 

unterzubringen. Weiter sei besondere Dringlichkeit gegeben, da die realistische 

Gefahr bestehe, dass der Beklagte diesen Entscheid anfechten werde und der Klä-

ger auch nach der Eskalation vom 7. April 2013 gezwungen wäre, bis auf Weiteres 

mit dem Beklagten im gleichen Haushalt zu leben, wo er der Willkür des Beklagten 

ohne Weiteres ausgeliefert wäre. Entsprechend sei einer allfälligen Beschwerde 

gestützt auf Art. 450c aZGB die aufschiebende Wirkung zu entziehen (Urk. 5/4 

S. 3 f.). 

Aufgrund des Gesagten kann der Kläger nicht allein für das zerstörte Vater-Sohn-

Verhältnis verantwortlich sein. Es ist nicht ersichtlich, dass er seine familiären 

Pflichten aufs Gröbste verletzt hat. Vielmehr fällt auf, dass der Kläger von zahlrei-

chen Fachpersonen als besonders reif, zuvorkommend und einsichtig beschrieben 

wird, der Beklagte hingegen wenig reflektiert. Diesen Eindruck bestätigt auch der 

Beklagte selbst, indem er in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 die 

Schuld für das zerstörte Vater-Sohn-Verhältnis allein dem Kläger zuschreibt und 

sich selbst in Kenntnis der Aktenlage sogar die Mitverantwortung an der Konfliktsi-

tuation abspricht (Urk. 310 S. 13). Die Einschätzungen von diversen involvierten 

Fachpersonen decken sich jedoch mit den Aussagen des Klägers. Sicherlich hat 

sich auch der Kläger nicht immer korrekt verhalten, und es ist möglich, dass er den 

Beklagten vereinzelt physisch oder psychisch anging oder ihn beschimpfte. Die 

wiederholt vorgebrachten Behauptungen des Beklagten, der Kläger habe im Winter 

die Fenster geöffnet und die Heizung voll aufgedreht sowie den WLAN-Router ge-

hackt, sind jedoch unbelegt und wurden vom Kläger bestritten bzw. brachte der 

Kläger vor, er habe das WLAN für Schulaufgaben gebraucht (Urk. 211 S. 15 f., 

Urk. 284 S. 7 sowie Urk. 220 S. 3). Es erscheint indes auch plausibel, dass gewisse 

problematische Verhaltensweisen eine Reaktion auf den seelischen Notstand und 

die seit Jahren anhaltende Kindswohlgefährdung waren. 

Am Gesamtbild ändern auch die Rügen des Beklagten nichts, die KESB habe den 

Sachverhalt nicht richtig abgeklärt, die Behauptungen des Klägers ungefiltert über-

- 29 -

nommen, und er habe sich nicht zu allen Vorwürfen äussern können. Der Entscheid 

der KESB Winterthur-Andelfingen vom 16. April 2013 ist rechtskräftig; der Beklagte 

hätte seine Rügen innert der Rechtsmittelfrist geltend machen müssen. Diesbezüg-

lich führt er aus, er habe keine Kraft mehr gehabt, den Entscheid der KESB Win-

terthur-Andelfingen anzufechten (Urk. 284 S. 11). Dies ist nicht glaubhaft, da der 

Beklagte im darauffolgenden Gerichtsverfahren zahlreiche Eingaben zu teilweise 

bereits wiederholt und bis vor Bundesgericht abgeurteilten Prozessfragen machte 

und diverse Verfügungen bis vor Obergericht und Bundesgericht anfocht (Urk. 9, 

Urk. 24 [Nichteintreten OGer ZH RZ140008], Urk. 25, Urk. 32, Urk. 33, Urk. 37, 

Urk. 59 [gegenstandslos abgeschrieben OGer ZH RZ160002], Urk. 79, Urk. 92, 

Urk. 98, Urk. 104 [Abweisung Berufung OGer ZH LZ180030], Urk. 105 [Abweisung 

Berufung OGer ZH RZ180006], Urk. 108 [Nichteintreten BGer betreffend Urk. 104], 

Urk. 109 [Nichteintreten BGer betreffend Urk. 105], Urk. 211). Sodann verweigerte 

der Beklagte die Mitteilung von ihm möglichen Verhandlungsterminen, bis die eige-

nen gestellten Bedingungen erfüllt würden (Urk. 29), stellte ein Ausstandsgesuch 

gegen den erstinstanzlichen Richter und zog auch dieses erfolglos bis vor Bundes-

gericht (Urk. 50, Urk. 55 [Abweisung Ausstandsgesuch BezG Andelfingen], Urk. 70 

[Rückweisung OGer ZH RZ160004 aufgrund Verletzung rechtliches Gehör], Abwei-

sung Beschwerde OGer ZH RZ170007, Urk. 73 [Abweisung Beschwerde BGer]. 

Ausserdem macht der Beklagte in seiner Berufung einerseits geltend, der Kläger 

habe mit seinem Verhalten die familiären Pflichten aufs Gröbste und in schuldhafter 

Weise verletzt (Urk. 284 S. 13), und führt andererseits aus, er (der Beklagte) habe 

sich gegenüber der KESB Winterthur-Andelfingen gegen einen Entzug der Obhut 

ausgesprochen, weil er geglaubt habe, er könne die "pubertätsbedingten Pro-

bleme" mit dem Kläger mit Hilfe von Gesprächen lösen (Urk. 284 S. 9). Dies er-

scheint widersprüchlich. Pubertätsbedingte Probleme reichen nicht aus, um von ei-

ner groben und schuldhaften Verletzung familiärer Pflichten auszugehen. Ebenso 

wenig ist gestützt darauf eine persönliche Unzumutbarkeit anzunehmen. 

Auch die E-Mail des Klägers an dessen Cousin, dass er von einer Pflegefamilie 

träume, lässt nichts zu Gunsten des Beklagten ableiten. Eine Pflegefamilie ist alles 

andere als ein gewöhnlicher Traum eines Jugendlichen (Urk. 225/1). Eine solche 

- 30 -

Nachricht muss vielmehr als Ausdruck der Verzweiflung des Klägers angesehen 

werden. 

Sodann ist nachvollziehbar, dass der Kläger nach Erreichen der Volljährigkeit den 

Kontakt zum Beklagten nicht wieder aufnahm, zumal er während des bereits lau-

fenden, hochstrittigen Verfahrens volljährig wurde und dieses bis heute andauert. 

Entsprechend leuchtet auch ein, dass der Kläger den Beklagten nicht im Detail über 

seinen beruflichen Werdegang unterrichtete, da er ohnehin auf sich alleine gestellt 

war und neben dem Studium auch noch für die Finanzierung desselben sowie sei-

nes Lebensunterhalts besorgt sein musste. Ausserdem war dem Beklagten be-

kannt, dass der Kläger nach dem Gymnasium vermutlich studieren würde, war dies 

doch bereits Thema, als der Kläger noch unter der Obhut des Beklagen stand. Aus 

der Nicht-Information durch den Kläger kann der Beklagte nichts zu seinen Gunsten 

ableiten und dieser wäre auch nicht eine Schwere beizumessen, die zur persönli-

chen Unzumutbarkeit führen würde.

Anhaltspunkte, dass der Kläger willkürlich, nachgerade boshaft die persönlichen 

Beziehungen zum Beklagten abbrach und sich grundlos dem persönlichen Verkehr 

mit ihm entzieht, sind nicht ersichtlich. Einseitige Schuldzuweisungen sind in sol-

chen Konflikten bereits allgemein problematisch. Dass im Speziellen hier der Klä-

ger die alleinige Verantwortung für das zerstörte Eltern-Kind-Verhältnis tragen soll, 

lässt sich sicher ausschliessen. Eine Unzumutbarkeit im Sinne von Art. 277 Abs. 2 

aZGB liegt wie erwähnt nicht vor, wenn sich der pflichtige Elternteil gegenüber sei-

nem Kind so verhält, dass dessen Abbruch der Beziehung geradezu als natürliche 

Folge erscheint. Von einer solchen nachvollziehbaren Distanzierung im Konflikt ist 

vorliegend aufgrund der mehreren Berichte, Stellungnahmen von Fachpersonen 

und auch dem Entscheid der KESB Winterthur-Andelfingen auszugehen. 

Eine persönliche Unzumutbarkeit des Beklagten zur Unterhaltsleistung ist somit zu 

verneinen. 

C. Berechnung der Volljährigenunterhaltsbeiträge

1. Volljährigenunterhaltsbeiträge für Juli 2014 bis Dezember 2014

- 31 -

1.1 Die Vorinstanz stellte für das Jahr 2014 die familienrechtlichen Existenzmi-

nima des Beklagten von Fr. 4'065.–, seiner Ehefrau von Fr. 2'188.– und P._____ 

von Fr. 1'108.– dem Einkommen des Beklagten von Fr. 8'166.– sowie den Kinder-

zulagen von P._____ von Fr. 200.– gegenüber und hielt fest, dass der Volljährigen-

unterhalt nicht nur hinter dem betreibungs- sondern auch hinter dem familienrecht-

lichen Existenzminimum der übrigen Familienmitgliedern zurückzustehen habe. 

Sodann habe der Beklagte genügend glaubhaft gemacht, dass er ab Juli 2014 die 

Kinderzulagen für den Kläger nicht mehr bezogen habe und dass diese ab dem 

Jahr 2016 vom Kläger direkt bezogen worden seien. Nachdem sämtliche familien-

rechtliche Existenzminima der übrigen Familienmitglieder gedeckt werden könnten, 

resultiere für den Kläger ein Volljährigenunterhaltsbeitrag von Juli 2014 bis Dezem-

ber 2014 in Höhe von monatlich Fr. 1'005.–. Dadurch, dass das familienrechtliche 

Existenzminimum des Klägers Fr. 2'789.– betrage und er selber ein Einkommen 

von Fr. 424.– erziele, sei der Bedarf des Klägers im Umfang von Fr. 2'365.– nicht 

gedeckt (Urk. 285 S. 30 sowie S. 35 f.).

1.2 Gemäss Art. 276 aZGB haben die Eltern für den Unterhalt des Kindes aufzu-

kommen, inbegriffen die Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutz-

massnahmen. Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur Volljährigkeit des Kin-

des (Art. 277 Abs. 1 aZGB). Hat es dann noch keine angemessene Ausbildung, so 

haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet wer-

den darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung 

ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 aZGB). Der Unter-

haltsbeitrag soll den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leis-

tungsfähigkeit der Eltern entsprechen (Art. 285 Abs. 1 aZGB). Für die Bemessung 

des Unterhaltsbeitrages können die damals anwendbaren Richtlinien für die Be-

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums des Obergerichts des 

Kantons Zürich (fortan Richtlinien) als Ausgangspunkt für die Grundbedarf- und 

Überschussberechnung dienen. In Bezug auf volljährige Kinder hat das Bundesge-

richt im Jahr 1992 den Grundsatz aufgestellt, dass von einem Elternteil nur verlangt 

werden kann, für den Unterhalt von volljährigen Kinder aufzukommen, wenn der 

Unterhaltspflichtige nach Zahlung dieses Beitrags noch über ein Einkommen ver-

fügt, das sein Existenzminimum im weitesten Sinne um etwa 20% übersteigt (BGE 

- 32 -

118 II 97 E. 4b/aa; BGE 127 I 202 E. 3e). Da Vater und Mutter bei der Einschätzung 

ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit gleich behandelt werden müssen, gilt die Regel 

des erweiterten und erhöhten Existenzminimums nach dem Bundesgericht auch für 

den anderen Elternteil. Leben die Eltern zusammen, werden ihre jeweiligen Bedürf-

nisse gleich berechnet; leben sie getrennt oder sind sie geschieden, muss der zwi-

schen den Ehegatten geschuldete Beitrag bei den Kosten des Unterhaltspflichtigen 

berücksichtigt werden. Die Unterhaltspflicht des Ehegatten hat somit Vorrang vor 

der Unterhaltspflicht des volljährigen Kindes (BGE 132 III 209 E. 2.3). Sodann 

rechtfertigt es sich nicht, dass sich Eltern volljähriger Kinder ebenso wie Eltern von 

minderjährigen Kindern bis zu ihrem eigenen Existenzminimum einschränken müs-

sen. Es erscheint mit dem Ausnahmecharakter der Unterhaltspflicht über die Voll-

jährigkeit hinaus nicht vereinbar, den Eltern den Verzicht auf jeden noch so be-

scheidenen Wohlstand zuzumuten, um eine höhere Ausbildung ihres Kindes zu fi-

nanzieren (BGE 118 II 97 E. 4a).

Wie schon erwähnt (vgl. oben E. II.3) ist der von den Parteien zitierte Leitentscheid 

des Bundesgerichts BGE 147 III 265 aus dem Jahr 2020 nicht einschlägig, da es 

vorliegend um Volljährigenunterhaltsbeiträge von Juli 2014 bis und mit Dezember 

2016 geht und somit das bisherige Recht (inkl. Rechtsprechung) anzuwenden ist. 

Damals wurde noch nicht zwischen Bar- und Betreuungsunterhalt unterschieden. 

Der Betreuungsunterhalt wurde im Jahr 2017 eingeführt. Ebenso wenig war aus-

schliesslich die zweistufige Berechnungsmethode anwendbar. Es ist aber zutref-

fend, dass der Elternteil nur zur Zahlung von Volljährigenunterhalt verpflichtet wer-

den kann, wenn er nach Zahlung dieses Beitrags noch über ein Einkommen verfügt, 

das sein Existenzminimum um 20% übersteigt. Dies ist im Ergebnis etwa gleichbe-

deutend, wie wenn der Notbedarf um weitere Positionen auf das familienrechtliche 

Existenzminimum erweitert wird (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020 

E. 7.3), was dem Vorgehen der Vorinstanz entspricht. Der Beklagte bringt dies in 

seiner Berufung ebenfalls so vor (Urk. 284 S. 17), widerspricht sich dann aber in 

seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 und macht geltend, die Vorinstanz 

habe nicht berücksichtigt, dass das verbleibende Einkommen den Notbedarf um 

ungefähr 20% übersteigen müsse (Urk. 310 S. 16 und S. 18). 

- 33 -

1.3 Die Einkommen der Parteien, der Ehefrau des Beklagten und die Kinderzula-

gen von P._____ wurden nicht angefochten und sind nicht zu beanstanden. Damit 

wird nachfolgend nur noch auf diejenigen Bedarfspositionen eingegangen, die von 

den Parteien angefochten wurden. 

1.4 Autokosten der Ehefrau / Abzahlung Kreditraten

1.4.1  Der Beklagte bringt für die Phase 2014 vor, der von der Vorinstanz für ihn 

und seine Ehefrau ermittelte Gesamtbedarf von Fr. 6'253.– sei zu ergänzen. Es sei 

gelebter Lebensstandard, dass die Ehefrau über einen eigenen Wagen verfüge, 

zumal sie aufgrund ihrer Krankheit auf die Benutzung eines eigenen Autos ange-

wiesen sei. Daher seien die Kosten entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen 

nicht zu kürzen. Die Kosten für die beiden Autos seien mit Fr. 745.45 ausgewiesen, 

weshalb sich die Autokosten um diesen Betrag erhöhen müssten, mithin um 

Fr. 495.45 (Differenzbetrag zu Fr. 250.–). Für ihn, seine Ehefrau und P._____ re-

sultiere somit ein Gesamtbedarf von Fr. 7'856.45 (Fr. 4'065.– + Fr. 1'108.– + 2'188.– 

+ Fr. 495.65). Insgesamt sei die Unterhaltsverpflichtung somit um 6 × Fr. 495.65, 

mithin um Fr. 2'973.90 zu reduzieren. Damit müsse der Beklagte im Eventualstand-

punkt einen Betrag für das Jahr 2014 in Höhe von Fr. 6'027.60 bezahlen (Urk. 284 

S. 23). 

1.4.2  Der Kläger verweist einleitend auf den Leitentscheid des Bundesgerichts 

BGE 147 III 265 vom 11. November 2020 sowie auf die Richtlinien der Konferenz 

der Betreibungs- und Konkursbeamten Schweiz für die Berechnung des betrei-

bungsrechtlichen Existenzminimums und macht geltend, zusätzliche Autokosten 

könnten nur berücksichtigt werden, sofern einem Automobil Kompetenzqualität zu-

komme, sprich zur Ausübung des Berufes oder für die Fahrten zum Arbeitsplatz. 

Dies sei bei der Ehefrau des Beklagten nicht der Fall. Sie sei nicht erwerbstätig, 

weshalb für sie das Fahrzeug keinen Kompetenzcharakter habe. Weiter verweist 

er auf die zweistufige Methode mit Überschussverteilung und erläutert, welche Be-

darfspositionen dabei berücksichtigt werden könnten und dürften (Urk. 298 

S. 12 ff.). Im Rahmen seiner Anschlussberufung führt der Kläger aus, dass gemäss 

den Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten Schweiz für 

die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums die maximal zuläs-

- 34 -

sigen Kosten für das Fahrzeug monatlich Fr. 600.– betragen würden, die Vorinstanz 

dem Beklagten aber noch zusätzlich Fr. 250.– für die Leasingraten des neuen, teu-

reren Fahrzeuges zugebilligt habe. Leasingraten könnten jedoch nur berücksichtigt 

werden, wenn sich der Schuldner über die Zahlungen ausweise. Es liege zwar der 

neue Kreditvertrag im Recht, jedoch sei nicht nachgewiesen, dass die Raten regel-

mässig bezahlt worden seien. Indem die Vorinstanz diese unbelegten Leasingraten 

dennoch im Bedarf des Berufungsklägers berücksichtigt und damit eine Unterde-

ckung des Bedarfes des Klägers in Kauf genommen habe, habe es die bundesge-

richtlichen Vorgaben zur Unterhaltsfestsetzung verletzt. Entsprechend seien die 

Fr. 250.– für angebliche Leasingraten aus dem Bedarf des Beklagten zu streichen 

(Urk. 298 S. 14).

1.4.3  Der Beklagte hält in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 dagegen, 

es handle sich nicht um einen Leasingvertrag für das Auto, sondern um einen Kre-

ditvertrag. Die Vorinstanz habe zutreffend festgehalten, dass es der Ehefrau des 

Beklagten aufgrund ihrer MS-Erkrankung nicht möglich sei, einer Erwerbstätigkeit 

nachzukommen. Sie habe einen Schwerbehindertenausweis und sei aufgrund ihrer 

Erkrankung auf ein Auto für die Bewältigung des täglichen Lebens dringend ange-

wiesen. Zudem habe es dem gelebten Lebensstandard entsprochen, dass der Ehe-

frau ein eigener Wagen zur Verfügung stehe. Daher seien die Kosten für die beiden 

Autos um die ausgewiesenen Kosten in Höhe von Fr. 735.45 in die Bedarfsberech-

nung aufzunehmen. Da die Vorinstanz bereits Fr. 250.– anerkannt habe, seien die 

Autokosten um den Betrag von Fr. 495.45 zu erhöhen (Urk. 310 S. 17). 

1.4.4  Die Vorinstanz sprach dem Auto der Ehefrau des Beklagten die Kompetenz-

qualität zu Recht ab. Gemäss den Richtlinien sind Autokosten zu berücksichtigen, 

wenn dem Fahrzeug Kompetenzqualität zukommt. Dies ist namentlich dann der 

Fall, wenn das Fahrzeug zur Ausübung des Berufes oder für die Fahrten an den 

Arbeitsplatz benötigt wird. Diesbezüglich hat die Vorinstanz zutreffend festgehal-

ten, dass die Ehefrau des Beklagten keiner Erwerbstätigkeit nachgehe (Urk. 285 S. 

28). Der Beklagte macht indes geltend, dass seine Ehefrau das Fahrzeug für Fahr-

ten zum Arzt, zu den Therapien und für das Fahren von P._____ brauche (Urk. 284 

S. 21). Als sie selber zum Gebrauch ihres Autos gefragt wurde, gab sie spontan 

- 35 -

an, sie fahre zum Beispiel ihren Sohn oft zum Zahnarzt (Urk. 248 S. 12). Dass sie 

wegen ihrer Krankheit derart stark in ihrer Bewegung eingeschränkt wäre, dass 

einem eigenen Fahrzeug ausnahmsweise, im Sinne eines unentbehrlichen Hilfs-

mittels einer Invaliden, Kompetenzqualität zuzuschreiben wäre (BGer 5A_57/ 2016 

vom 20. April 2016 E. 4.2; BGE 106 III 104ff. = Pra 1981, Nr. 81; OGer ZH 

PS220011-O vom 3. Juni 2022 E. 4.4.1), geht aus dem Prozessstoff nicht hervor 

(vgl. Urk. 248 S. 14 f.). Entsprechend können ihr keine Autokosten im Bedarf ange-

rechnet werden. Dies hat zur Folge, dass auch die Kreditraten, die der Abzahlung 

ihres Autos dienen, nicht im Bedarf der Ehefrau zu berücksichtigen sind (vgl. Richt-

linien). 

Der Kläger bringt zudem zutreffend vor, dass die Abzahlung von Kompetenzstü-

cken gemäss Richtlinien nur im Bedarf zu berücksichtigen ist, sofern sich der 

Schuldner über die Zahlungen ausweist. Im Recht liegen zwar die beiden Kredit-

verträge (Urk. 38/21-22). Der Zahlungsbeleg bleibt für das Jahr 2014 jedoch aus. 

Belegt sind einzig die Zahlungen der Kreditraten der Jahre 2015-2018 (Urk. 101/16 

sowie 184/13). Entsprechend können die von der Vorinstanz berücksichtigten Kre-

ditraten in Höhe von Fr. 250.– für das Jahr 2014 nicht berücksichtigt werden. Im 

Bedarf des Beklagten sind für die Fahrten zum Arbeitsplatz monatlich somit 

Fr. 600.– zu berücksichtigen.

1.5 Kosten für auswärtige Verpflegung

1.5.1  Der Kläger rügt in seiner Anschlussberufung, der Beklagte mache weiter 

Mehrkosten für auswärtige Verpflegung in Höhe von monatlich Fr. 300.– geltend. 

Die Vorinstanz habe diese – wie sie selbst erwogen habe – "grosszügiger Weise" 

vollumfänglich zugebilligt mit der Begründung, diese Mehrkosten seien belegt. Die 

Akten würden zwar zeigen, dass der Beklagte sich im Jahr 2013 mehrmals wö-

chentlich in der Migros über Mittag verpflegt habe, was täglich zwischen Fr. 9.90 

und Fr. 21.90 gekostet habe. Gemäss dem Kreisschreiben zur Berechnung des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums könnten jedoch lediglich Fr. 9.– bis 

Fr. 11.– für jede auswärtige Hauptmahlzeit berücksichtigt werden, nicht Fr. 15.10 

wie vom Beklagten geltend gemacht. Entsprechend könnten monatlich nur 

Fr. 200.– berücksichtigt werden. Indem die Vorinstanz mehr als diesen Maximalbe-

- 36 -

trag berücksichtigt und damit eine weitere Unterdeckung des Bedarfes des Klägers 

in Kauf genommen habe, habe es die bundesgerichtlichen Vorgaben zur Unter-

haltsfestsetzung verletzt. Der Bedarf des Beklagten sei deshalb um Fr. 100.– zu 

kürzen (Urk. 298 S. 14 f.).

1.5.2  Der Beklagte wendet in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 dage-

gen ein, nach altem Recht hätten für die auswärtige Verpflegung Beträge bis zu 

Fr. 15.– berücksichtigt werden können, weshalb die Vorinstanz zutreffend einen 

Betrag von Fr. 300.– pro Tag anerkannt habe. Die Kosten der auswärtigen Verpfle-

gung seien entgegen der Ansicht der Klägers nicht zu kürzen (Urk. 310 S. 17).

1.5.3  Dem Beklagten ist beizupflichten, dass nach den damals geltenden Richtli-

nien für die auswärtige Verpflegung Beträge bis zu Fr. 15.– pro Tag hätten berück-

sichtigt werden können. Der Beklagte legte zwar diverse Quittungen ins Recht, wel-

che teilweise Mehrauslagen ausweisen (Urk. 38/24). Diese betreffen jedoch aus-

schliesslich den Zeitraum von April 2013 bis Oktober 2013 und sind für die vorlie-

gende Phase von Juli 2014 bis und mit Dezember 2014 irrelevant. Ob der Beklagte 

im Jahr 2014 gar keine Mehrauslagen für auswärtige Verpflegung hatte oder diese 

lediglich Fr. 10.– betrugen, erhellt nicht. Nichtsdestotrotz ist es naheliegend, dass 

dem Beklagten Kosten für auswärtige Verpflegung angefallen sind. Weshalb die 

Vorinstanz beim Beklagten aussergewöhnlich hohe Kosten für die auswärtige Ver-

pflegung berücksichtigte, erhellt nicht. Entsprechend rechtfertigt es sich, von einem 

Durchschnittswert von Mehrauslagen zwischen Fr. 5.– und Fr. 15.– auszugehen 

und dem Beklagten monatlich Fr. 210.– anzurechnen, wie dies die Vorinstanz im 

Übrigen auch in der Phase der Minderjährigkeit tat (Urk. 285 S. 19 f.). 

1.6 Fussballkosten P._____

1.6.1  Der Kläger macht in seiner Anschlussberufung weiter geltend, im Bedarf des 

minderjährigen Sohnes P._____ sei eine Position für Fussball in Höhe von monat-

lich Fr. 50.– berücksichtigt worden. Die Vorinstanz habe zwar zunächst zutreffend 

festgehalten, dass Kosten für Freizeitaktivitäten aus dem Grundbetrag zu finanzie-

ren seien, habe dem minderjährigen Sohn aufgrund des Gleichheitsgebots jedoch 

trotzdem einen Pauschalbetrag von Fr. 50.– für Fussball angerechnet. Damit ver-

- 37 -

mische die Vorinstanz nicht nur die Zeitphasen (während dieser Phase sei dem 

Kläger nämlich keine ergänzende Freizeitposition von Fr. 50.– zugestanden wor-

den), sondern auch ein weiteres Mal in unzulässiger Weise die zweistufige Methode 

mit Überschussbeteiligung und die einstufig-konkrete Unterhaltsberechnungsme-

thode, womit eine weitere Unterdeckung des Bedarfs des Klägers einhergehe. Der 

Bedarf von P._____ sei entsprechend um Fr. 50.– zu kürzen (Urk. 298 S. 15).

1.6.2  Der Beklagte entgegnet, der Bedarf von P._____ sei von der Vorinstanz mit 

Fr. 1'150.– berechnet worden und beinhalte, wie es nach altem Recht zutreffend 

gewesen sei, auch Kosten für die Hobbys der Kinder. Die Kosten für das Fussball 

seien angemessen und nicht zu kürzen (Urk. 310 S. 18). 

1.6.3  Dem Beklagten ist zuzustimmen, dass nach altem Recht die Hobbys der 

Kinder im Bedarf berücksichtigt werden konnten, sofern sie ausgewiesen waren 

(vgl. bspw. LE140002-O, LE140024-O sowie LE150077-O). Vorliegend ist unbe-

stritten, dass P._____ Fussball spielte. Den vom Beklagten eingereichten Belegen 

ist jedoch zu entnehmen, dass der Jahresbeitrag jeweils Fr. 220.– betrug (Urk. 69/5 

sowie Urk. 184/7b). Entsprechend ergibt dies einen monatlichen Betrag von gerun-

det Fr. 20.–, der bei P._____ im Bedarf zu berücksichtigen ist. 

1.7 Verschiedenes

1.7.1  Abschliessend führt der Kläger aus, im Bedarf der Ehefrau des Beklagten sei 

eine Position "Verschiedenes" aufgenommen und mit monatlich Fr. 50.– berück-

sichtigt worden. Die Vorinstanz habe diese Position nicht begründet. Damit habe 

sie ihre Begründungspflicht verletzt. Es müsse aber davon ausgegangen werden, 

dass damit Kosten für den Hund berücksichtigt worden seien. Solche Kosten seien 

ebenfalls aus dem Grundbetrag (oder einem allfälligen Überschuss) zu bezahlen. 

Indem die Vorinstanz auch diese Kosten separat berücksichtigt habe, habe sie er-

neut die zweistufige Methode mit Überschussbeteiligung und die einstufig-konkrete 

Unterhaltsberechnungsmethode vermischt, was unzulässig sei und zu einer unbe-

rechtigten Unterdeckung des Bedarfs des Klägers geführt habe. Der Bedarf der 

Ehefrau des Beklagten sei entsprechend um Fr. 50.– zu kürzen (Urk. 298 S. 15).

- 38 -

Analog zur vorinstanzlichen Vorgehensweise resultiere in der Zeit vom 1. Juli 2014 

bis 31. Dezember 2014 eine Leistungsfähigkeit des Beklagten von monatlich 

Fr. 1'383.–. Der Kläger habe für diese Zeit vorinstanzlich Fr. 1'250.25 im Monat 

zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen beantragt. Die Kinder-

zulagen seien entsprechend klarem Begehren nur für den Fall beantragt worden, 

dass der Beklagte diese überhaupt beziehe. Die Tatsache, dass Letzterer diese 

nicht bezogen habe, bedeute keine Abweisung bzw. Unterliegen des Klägers. Der 

Beklagte sei somit zu verpflichten, dem Kläger für die Zeit vom 1. Juli 2014 bis 

31. Dezember 2014 gesamthaft Fr. 7'501.50 (6 × Fr. 1'250.25) zu bezahlen 

(Urk. 298 S. 16). 

1.7.2  Der Beklagte macht in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 geltend, 

es sei der Vorinstanz in Bezug auf die Position "Verschiedenes" von Fr. 50.– zu 

folgen. Es handle sich um die Kosten für den Hund, die äusserst tief seien und 

dessen Höhe angemessen sei. Diese Kosten seien für den Hund in der Bedarfsbe-

rechnung zu berücksichtigen gewesen, weswegen es sich nicht rechtfertige, diese 

Position zu streichen (Urk. 310 S. 18). 

Es resultiere ein monatlicher Gesamtbedarf von insgesamt Fr. 7'928.65 (Fr. 4'065.– 

Beklagter, Fr. 2'188.– Ehefrau, Fr. 1'180.– P._____ plus Fr. 495.45 [Korrektur Au-

tokosten]). Unter Anwendung der damaligen vorgenannten Rechtsprechung sei bei 

der Berechnung des Volljährigenunterhalts dem Unterhaltsverpflichteten ein um 

20% erweiterter Notbedarf zu belassen. Damit sei der Gesamtbedarf um rund 

Fr. 1'585.73 zu erweitern, mithin auf gerundet Fr. 9'514.40. Dadurch, dass der Voll-

jährigenunterhalt hinter dem Bedarf der minderjährigen Kinder und der Ehefrau zu-

rückzustehen habe, ergebe sich ein monatliches Manko, und es bestehe kein An-

spruch auf Volljährigenunterhalt. Insgesamt habe der Kläger für das Jahr 2014 ei-

nen Betrag von Fr. 9'001.50 gefordert. Die Forderung des Klägers für das Jahr 2014 

sei abzuweisen (Urk. 310 S. 18).

1.7.3  Der Kläger wendet in seiner Stellungnahme vom 11. November 2024 dage-

gen ein, es sei zu beachten, dass der 20%-Zuschlag nur auf den Notbedarf des 

Beklagten zu gewähren sei, sprich sich dieser Zuschlag anhand des Notbedarfs 

- 39 -

berechne und nur dem Unterhaltsverpflichteten persönlich zustehe, nicht hingegen 

den weiteren, in seinem Haushalt lebenden Unterhaltsberechtigten (Urk. 312). 

1.7.4  Grundsätzlich sind Kosten im Zusammenhang mit Haustieren aus dem 

Grundbetrag zu bestreiten. Es ist aber unbestritten, dass der Beklagte und seine 

Ehefrau seit jeher Hunde hatten und die Ehefrau bereits einen Hund in die Familie 

brachte. Bestritten wird einzig, dass die Kosten separat im Bedarf zu berücksichti-

gen sind (Urk. 37 S. 17 sowie Prot. I S. 14 f.). Da die Ehefrau des Beklagten und 

seit dem Zusammenleben auch der Beklagte stets Hunde hatte, diese somit zum 

Lebensstandard gehörten und in Anbetracht dessen, dass es dem Unterhalts-

schuldner zur Leistung von Volljährigenunterhalt nicht gleichermassen zumutbar 

ist, sich auf sein Existenzminimum zu beschränken und auf jeglichen Wohlstand zu 

verzichten, wie in Bezug auf den Unterhalt von minderjährigen Kindern, rechtfertigt 

es sich, der Vorinstanz folgend bei der Ehefrau des Beklagten die Kosten der 

Hunde zu berücksichtigen (vgl. LY120025-O, LY130037-O sowie LE140032-O). 

Die Höhe von monatlich Fr. 50.– erscheint sodann angemessen (Urk. 38/35). 

Wie bereits erwähnt, entfällt der Zuschlag von 20% auf den Notbedarf des Beklag-

ten, da die Vorinstanz auf das familienrechtliche Existenzminimum der Familie ab-

gestellt hatte, was im Ergebnis gleichbedeutend ist (vgl. oben E. III.C.1.2).

1.8 Nach dem Gesagten ergeben sich folgende neuen Einkommens- und Be-

darfspositionen (veränderte Bedarfspositionen im Vergleich zu Vorinstanz grau hin-

terlegt):
Kläger Beklagter Ehefrau des 

Beklagten
P._____

Einkommen Fr. 424.– Fr. 8'166.– Fr. 0.– Fr. 200.–
Grundbetrag Fr. 1'200.– Fr. 850.– Fr. 850.– Fr. 400.–
Wohnkosten Fr. 586.– Fr. 910.– Fr. 910.– Fr. 455.–
Krankenkasse 
(KVG) 

Fr. 223.– Fr. 185.– Fr. 275.– Fr. 71.–

Fahrten zum 
Arbeitsplatz 
/Gymnasium

Fr. 216.– Fr. 600.– Fr. 0.– Fr. 0.–

unregelmäs-
sige, unge-
deckte Ge-
sundheitskos-
ten

Fr. 0.– Fr. 3.– Fr. 56.–

- 40 -

auswärtige Ver-
pflegung

Fr. 0.– Fr. 210.– Fr. 0.–

Hausrat-/Haft-
pflichtversiche-
rung

Fr. 18.– Fr. 9.– Fr. 0.–

Unterhaltsver-
pflichtungen

Fr. 0.– Fr. 300.– Fr. 0.–

laufende 
Steuern

Fr. 0.– Fr. 500.– Fr. 0.–

Serafe Fr. 39.– Fr. 0.–
Kommunikati-
onskosten

Fr. 120.– Fr. 100.– Fr. 100.– Fr. 50.–

Krankenkasse 
VVG

Fr. 0.– Fr. 22.– Fr. 0.– Fr. 26.–

Fussball Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 20.–
Verschiedenes Fr. 0.– Fr. 50.–
notwendige 
Schulkosten

Fr. 426.–

Total Bedarf Fr. 2'789.– Fr. 3'725.– Fr. 2'188.– Fr. 1'078.–

1.9 Dem Einkommen des Beklagten von Fr. 8'166.– sowie den Kinderzulagen von 

P._____ von Fr. 200.– steht ein Gesamtbedarf der Familie (exkl. Kläger) von 

Fr. 6'991.– gegenüber. Entsprechend verbleibt dem Beklagten ein Überschuss von 

Fr. 1'375.–. Dem Einkommen des Klägers von Fr. 424.– steht sein Bedarf von 

Fr. 2'789.– gegenüber. Ihm fehlten monatlich somit Fr. 2'365, wovon Fr. 1'375.– 

noch durch die Unterhaltsbeiträge des Beklagten gedeckt werden konnten. Der Be-

klagte ist somit zu verpflichten, dem Kläger für Juli 2014 bis und mit Dezember 2014 

monatlich Fr. 1'375.–, insgesamt somit Fr. 8'250.– zu bezahlen. Die Kinderzulagen 

wurden seit Juli 2014 nicht mehr vom Beklagten bezogen und sind daher auch nicht 

geschuldet.

2. Volljährigenunterhaltsbeiträge für das Jahr 2015

2.1 Die Vorinstanz stellte für das Jahr 2015 die familienrechtlichen Existenz-

minima des Beklagten von Fr. 4'236.–, seiner Ehefrau von Fr. 2'220.– und P._____ 

von Fr. 1'018.– dem Einkommen des Beklagten von Fr. 8'470.– sowie den Kinder-

zulagen von P._____ von Fr. 200.– gegenüber und hielt fest, dass der Volljährigen-

unterhalt wiederum nicht nur hinter dem betreibungs- sondern auch hinter dem fa-

milienrechtlichen Existenzminimum der übrigen Familienmitgliedern zurückzuste-

hen habe. Nachdem sämtliche familienrechtliche Existenzminima der übrigen Fa-

- 41 -

milienmitglieder gedeckt werden könnten, resultiere für den Kläger ein Volljährigen-

unterhaltsbeitrag für das Jahr 2015 in Höhe von monatlich Fr. 1'196.–. Dadurch, 

dass das familienrechtliche Existenzminimum des Klägers Fr. 2'789.– betrage und 

er selber ein Einkommen von Fr. 1'503.– (inkl. Stipendium) erziele, sei der Bedarf 

des Klägers im Umfang von Fr. 90.– nicht gedeckt. Der Kläger habe vom Beklagten 

vom 1. Januar 2015 bis 30. September 2015 monatlich Fr. 1'250.25 zzgl. Kinder-

zulagen gefordert. Der Beklagte könne in dieser Zeitperiode dem Kläger jedoch nur 

monatlich Fr. 1'196.– bezahlen. Vom 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015 habe 

der Kläger monatlich Fr. 797.– zzgl. Kinderzulagen gefordert. Diese könne der Be-

klagte in dieser Zeitperiode vollumfänglich bezahlen (Urk. 285 S. 36 sowie S. 39 f.).

2.2.1  Der Beklagte bringt in seiner Berufung vor, es sei ihm auch für das Jahr 2015 

unzumutbar, dem Kläger einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen. Für den 

Fall, dass das Gericht dieser Argumentation nicht folge, verweise er in Bezug auf 

die Autokosten auf die Phase 2014. Es seien die Autokosten um 12 × Fr. 495.65, 

mithin Fr. 5'947.80 im Bedarf des Beklagten, seiner Ehefrau und dem Sohn 

P._____ zu erhöhen. Der Gesamtbedarf betrage neu Fr. 7'969.65. Damit sei der 

von der Vorinstanz ermittelte Betrag für den Kläger für die Phase 2015 von Fr. 

13'155.– um die Autokosten für den Beklagten und seine Ehefrau in Höhe von Fr. 

5'047.80 auf Fr. 8'107.20 zu reduzieren. Im Restbetrag sei die Klage abzuweisen 

(Urk. 284 S. 13 f.). Dieselben Ausführungen wiederholt der Beklagte auch nochmals 

in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 (Urk. 310 S. 19).

2.2.2  Der Kläger macht in seiner Anschlussberufung geltend, hinsichtlich des Be-

darfs des Beklagten, seiner Ehefrau und P._____ würden die Ausführungen zur 

Phase 2014 analog gelten. Der vorinstanzlich errechnete Bedarf des Beklagten re-

duziere sich um Fr. 350.– auf Fr. 3'886.–, jener von P._____ um Fr. 50.– auf Fr. 

968.– und jener der Ehefrau des Beklagten um ebenfalls Fr. 50.– für den Hund auf

Fr. 2'170.–. Es resultiere demnach in der Zeit vom 1. Januar 2015 bis 30. Septem-

ber 2015 eine Leistungsfähigkeit des Beklagten von monatlich Fr. 1'646.–.

2.3.1  Es wird wiederum lediglich auf die Bedarfspositionen eingegangen, die an-

gefochten wurden. In Bezug auf die Autokosten der Ehefrau des Beklagten, die 

Kosten für die auswärtige Verpflegung des Beklagten, die Kosten fürs Fussball von 

- 42 -

P._____ sowie für die Hundekosten kann auf die vorstehende Phase verwiesen 

werden (oben E. III.C.1). Diese Bedarfspositionen bleiben unverändert.

2.3.2  Neu ist im Bedarf des Beklagten die Abzahlung der Kreditraten in der von der 

Vorinstanz festgelegten Höhe von Fr. 250.– für sein Fahrzeug mit Kompetenzcha-

rakter zu berücksichtigen. Die Zahlungen dieser Raten sind für das Jahr 2015 be-

legt (Urk. 101/16 sowie 184/13).

2.4 Nach dem Gesagten ergeben sich folgende neue Einkommens- und Bedarfs-

positionen (veränderte Bedarfspositionen im Vergleich zur Vorinstanz grau hinter-

legt):

Kläger Beklagter Ehefrau des 
Beklagten

P._____

Einkommen Fr. 1'503.– Fr. 8'470.– Fr. 0.– Fr. 200.–
Grundbetrag Fr. 1'200.– Fr. 850.– Fr. 850.– Fr. 400.–
Wohnkosten Fr. 586.– Fr. 910.– Fr. 910.– Fr. 455.–
Krankenkasse 
(KVG) 

Fr. 223.– Fr. 215.– Fr. 310.– Fr. 10.–

Fahrten zum 
Arbeitsplatz 
/Gymnasium

Fr. 216.– Fr. 850.– Fr. 0.– Fr. 0.–

regelmässige, 
ungedeckte 
Gesundheits-
kosten

Fr. 0.– Fr. 149.– Fr. 0.– Fr. 28.–

auswärtige Ver-
pflegung

Fr. 0.– Fr. 210.– Fr. 0.–

Hausrat-/Haft-
pflichtversiche-
rung

Fr. 18.– Fr. 9.– Fr. 0.–

Unterhaltsver-
pflichtungen

Fr. 0.– Fr. 300.– Fr. 0.–

laufende 
Steuern

Fr. 0.– Fr. 500.– Fr. 0.–

Serafe Fr. 39.– Fr. 0.–
Kommunikati-
onskosten

Fr. 120.– Fr. 100.– Fr. 100.– Fr. 50.–

Krankenkasse 
VVG

Fr. 0.– Fr. 15.– Fr. 0.– Fr. 26.–

Fussball Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 20.–
Verschiedenes Fr. 0.– Fr. 50.–
notwendige 
Schulkosten

Fr. 426.–

Total Bedarf Fr. 2'789.– Fr. 4'147.– Fr. 2'220.– Fr. 989.–

- 43 -

2.5 Dem Einkommen des Beklagten von Fr. 8'470.– sowie den Kinderzulagen von 

P._____ von Fr. 200.– steht ein Gesamtbedarf der Familie (exkl. Kläger) von 

Fr. 7'356.– gegenüber. Entsprechend verbleibt dem Beklagten ein Überschuss von 

Fr. 1'314.–. Dem Einkommen des Klägers von Fr. 1'503.– steht ein Bedarf von 

Fr. 2'789.– gegenüber. Ihm fehlten monatlich somit Fr. 1'286.–, welche durch die 

Unterhaltsbeiträge des Beklagten gedeckt werden konnten. Der Beklagte ist somit 

zu verpflichten, dem Kläger für das Jahr 2015 monatlich Fr. 1'286.–, insgesamt so-

mit Fr. 15'432.– zu bezahlen. Die Kinderzulagen wurden nicht mehr vom Beklagten 

bezogen und sind daher auch nicht geschuldet. 

3. Volljährigenunterhaltsbeiträge für das Jahr 2016

3.1 Die Vorinstanz erwog, für das Jahr 2016 seien keine Volljährigenunterhalts-

beiträge mehr geschuldet, da der Kläger selbst in der Lage gewesen sei, seinen 

Bedarf mit seinem Einkommen (inkl. Stipendium und eigens bezogener Kinderzu-

lagen) zu decken (Urk. 285 S. 40 und S. 42). 

3.2.1  Der Kläger rügt in seiner Anschlussberufung, er habe vor Vorinstanz für alle 

Phasen Mehrkosten in Folge auswärtiger Verpflegung in Höhe von Fr. 200.– gel-

tend gemacht. Die Vorinstanz habe solche ohne jegliche Begründung ausser Acht 

gelassen, womit sie die Begründungspflicht verletzt habe. Der Bedarf des Klägers 

sei (mindestens) im Jahr 2016 um Fr. 200.– für auswärtige Verpflegung zu erhöhen. 

Dies gelte umso mehr, als ihm auch jegliche Einkünfte (vollständig) angerechnet 

worden seien. Sein Bedarf habe sich im Jahr 2016 somit Fr. 2'827.– betragen. Da-

mit habe er nach vollständiger Verwendung seiner damaligen Einkünfte von mo-

natlich maximal Fr. 2'797.– eine monatliche Unterdeckung von Fr. 30.– aufgewie-

sen, welche durch den Beklagten mittels Unterhaltsbeitrag auszugleichen sei. Dazu 

sei er auch in der Lage. Zusammengefasst sei für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 

31. Dezember 2016 ein monatlicher Unterhaltsbeitrag von Fr. 30.– geschuldet, total 

Fr. 360.– (Urk. 298 S. 18).

3.2.2  Der Beklagte wendet in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 dage-

gen ein, es sei kein Unterhaltsbeitrag geschuldet, da der Kläger mit seinem Ein-

kommen seinen monatlichen Bedarf decken könne. In Bezug auf den Gesamtbe-

- 44 -

darf des Beklagten und seiner bei ihm wohnenden Familie gelte das Vorgenannte 

analog (Urk. 310 S. 19 f.). 

3.3 Dem Kläger ist beizupflichten, dass die Vorinstanz die Kosten für die auswär-

tige Verpflegung des Klägers ausser Acht gelassen hatte (Urk 151 S. 9 sowie Prot. I 

S. 49 f.). Der Kläger befand sich im Jahr 2016 im Studium und arbeitete nebenbei. 

Es ist somit naheliegend, dass er sich über Mittag auswärts zu verpflegen hatte. Da 

ihm nicht – wie bei einem Ausbildungslohn üblich – nur ein Bruchteil des Nettoloh-

nes angerechnet wurde, sondern das gesamte Nettoeinkommen, rechtfertigt es 

sich, dem Kläger antragsgemäss Fr. 200.– im Bedarf anzurechnen. 

3.4 Der Kläger erzielte im Jahr 2016 ein monatliches Nettoeinkommen von 

Fr. 2'797.–, welches nicht beanstandet wurde (Urk. 285 S. 40 f.). Der von der Vor-

instanz festgelegte Bedarf des Klägers von Fr. 2'627.– (Urk. 285 S. 41) ist somit 

um Fr. 200.– zu erhöhen und beträgt folglich Fr. 2'827.–. Somit fehlten ihm monat-

lich Fr. 30.–. Der Beklagte ist mit seinem Einkommen von Fr. 8'405.– sowie den 

Kinderzulagen von P._____ von Fr. 200.– (Urk. 285 S. 40) in der Lage, den Ge-

samtbedarf der Familie (exkl. Kläger) von Fr. 7'356.– zu decken. Ihm verbleibt ein 

Überschuss von monatlich Fr. 1'314.– (vgl. oben E. III.C.2.5). Damit ist er in der 

Lage, dem Kläger für das Jahr 2016 monatlich Fr. 30.–, insgesamt Fr. 360.– zu 

bezahlen.

4. Fazit

Der Beklagte ist zu verpflichten, dem Kläger Volljährigenunterhaltsbeiträge für das 

Jahr 2014 in Höhe von Fr. 8'250.–, für das Jahr 2015 in Höhe von Fr. 15'432.– 

sowie für das Jahr 2016 in Höhe von Fr. 360.–, insgesamt somit Fr. 24'042.– zu 

bezahlen.

D. Zum Antrag auf weitere Zeugeneinvernahmen

1. Der Beklagte macht in seiner Berufung geltend, dass er, seine Ehefrau und 

B._____ im Herbst 2011 an das Haus D._____ gelangt seien, worauf die erste Be-

treuerin, Frau G._____, B._____ und sein ungebührliches und aufbrausendes Ver-

halten durchschaut habe. Aufgrund des Vorschlages von Frau G._____ hätten er, 

- 45 -

seine Ehefrau und B._____ eine Familientherapie bei Frau H._____, Stiftung 

I._____, besucht. Obgleich er beantragt habe, diese Personen als Zeugen befragen 

zu lassen, habe die Vorinstanz davon abgesehen, weswegen der Antrag im vorlie-

genden Berufungsverfahren erneuert werde (Urk. 284 S. 8). 

2. Beim vorliegenden Ergebnis ist auszuschliessen, dass weitere Einvernahmen 

von Zeugen an der Überzeugung des Gerichts etwas zu ändern vermöchten. 

Die Vorinstanz hat direkt involvierte Personen förmlich einvernommen. Die Zeugin 

J._____ war in der relevanten Zeitspanne zuständige Sozialarbeiterin im Zentrum 

D._____. Sie führte unter anderem aus (Urk.