# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b60babd8-511c-5d7b-8d1a-4db7e8d0cf6d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.08.2010 E-5597/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5597-2010_2010-08-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5597/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

A._______, alias
B._______, Liberia,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublinverfahren); Verfügung des BFM vom 
15. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5597/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein liberianischer Staatsangehöriger aus 
C._______,  seinen  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  im  Jahr 
1986 verliess und nach Aufenthalten von 14 Jahren in Gambia, zwei 
Monaten in Mali und acht Monaten in Libyen auf dem Seeweg illegal  
nach  Lampedusa  gelangte,  wo  er  im  Oktober  2002  ein  Asylgesuch 
einreichte,

dass  er  sich  daraufhin  in  einem Flüchtlingslager  in  D._______  auf-
gehalten habe, wo er eine Aufenthaltsbewilligung für drei Monate er-
halten habe, welche nach Ablauf nicht mehr erneuert worden sei, 

dass er Ende des Jahres 2002 bis zum 25. Dezember 2009 zu einem 
Freund nach E._______ gegangen sei,  wo er  in  einem Kleiderladen 
und auf der Strasse als fliegender Verkäufer gearbeitet habe,

dass er schliesslich nach einem Aufenthalt in F._______ von circa drei 
Monaten am 20. März 2010 diesen Ort  verlassen habe und per Zug 
gleichentags illegal in die Schweiz gelangte, wo er am selben Tag im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Chiasso  um  Asyl  nach-
suchte,

dass das BFM am 1. April 2010 im EVZ Chiasso anlässlich der Kurz -
befragung  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn 
summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlassen 
seines Heimatstaates befragte,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der genannten Befragung im 
Hinblick auf eine allfällige Zuständigkeit Italiens für die Durchführung 
des Asyl- und Wegweisungsverfahrens das rechtliche Gehör gewährt 
wurde,

dass der Beschwerdeführer hierzu geltend machte, er habe in Italien 
keine Arbeit,

dass das BFM am 12. April 2010 die italienischen Behörden gestützt 
auf Art. 10 Abs. 2 der Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 
18. Februar 2003 zur Feststellung von Kriterien und Verfahren zur Be-
stimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags 
zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem 

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Mitgliedstaat  gestellt  hat  [Dublin-II-VO]  um  Übernahme  des  Be-
schwerdeführers  ersuchte  und  dieselben  dazu  keine  Stellungnahme 
einreichten,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Juli 2010 – eröffnet am 23. Juli 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
den  Beschwerdeführer  nach  Italien  wegwies,  ihn  aufforderte,  die 
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen, den Kanton G._______ mit dem Vollzug der Wegweisung be-
auftragte,  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe 
keine  aufschiebende  Wirkung  und  ihm  die  editionspflichtigen  Akten 
gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass  es  zur  Begründung  anführte,  seinen  Angaben  zufolge  sei  der 
Beschwerdeführer  im  Oktober  2002  in  Lampedusa  wegen  illegaler 
Einreise angehalten worden, habe in D._______ ein Asylgesuch ein-
gereicht und eine Aufenthaltsbewilligung erhalten,

dass  bei  dieser  Sachlage  Italien  gestützt  auf  die  einschlägigen 
staatsvertraglichen  Bestimmungen  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
vom 26. Oktober  2004 zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags, 
[SR 0.142.392.68,  DAA],  Dublin-II-VO  und  Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/2003  der  Kommission  vom 2.  September  2003  mit  Durch-
führungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates 
[DVO Dublin]) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass  die  italienischen  Behörden  das  Übernahmeersuchen  vom 
12. April 2010 bis zum 13. Juni 2010 nicht beantwortet hätten, weshalb 
die Zuständigkeit  gestützt  auf  Art. 18 Abs. 7 Dublin-II-VO auf  Italien 
übergegangen sei,

dass die  Rückführung  – vorbehältlich  einer  allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  – bis  spätestens  am  13.  Dezember  2010  zu 
erfolgen habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  dazu  am  1.  April  2010  das  rechtliche 
Gehör gewährt worden sei und er bei dieser Gelegenheit erklärt habe, 

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in Italien habe er keine Arbeit, was sich auf die wirtschaftliche Lage in  
Italien beziehe und offensichtlich kein Wegweisungshindernis darstelle,

dass der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 28. Juli 2010 respektive 
29. Juli 2010 Beschwerde erhob und in materieller Hinsicht beantragte, 
die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben  und  dasselbe  anzuweisen, 
sein  Recht  zum  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  vorliegendes 
Asylgesuch für zuständig zu erklären,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  sowie den Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvor-
schusses  beantragte  und  darum  ersuchte,  der  vorliegenden  Be-
schwerde  sei  im  Rahmen  einer  vorsorglichen  Massnahme  die  auf-
schiebende  Wirkung  zu  gewähren  und  die  Vollzugsbehörden  seien 
anzuweisen,  von einer Überstellung nach Italien abzusehen, bis  das 
Bundesverwaltungsgericht  über  die  vorliegende  Beschwerde  ent-
schieden habe,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 15. Juli  2010 
(per Telefax) das Migrationsamt des Kantons G._______ anwies,  bis 
zum definitiven  Entscheid  über  das  weitere  Vorgehen  von  Vollzugs-
handlungen abzusehen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 10.  August  2010  beim Bundes-
verwaltungsgericht eingingen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31  -  33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]); Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art.  37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 
Missbrauch und Überschreitung des Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32 -  35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbstständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG),  und es sich vorliegend, wie nach-
folgend aufgezeigt,  um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwer-
deentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a  Abs.  2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

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dass  der  Beschwerdeführer  aussagegemäss  im  Oktober  2002  in 
Italien eingereist sei und im Oktober/November 2002 in D._______ ein 
Asylgesuch eingereicht habe,

dass  somit  Italien  für  die  Prüfung  seines  am 20.  März  2010  in  der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist (vgl. vorstehend S. 3, 
Dublin-Assoziierungsabkommen sowie  Dublin-II-VO und DVO Dublin, 
insbes. Art. 10 Abs. 2 Dublin-II-VO),

dass zu prüfen bleibt, ob Gründe vorliegen, die das BFM hätten ver -
anlassen müssen, sein – ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin-II-VO 
auch bei Zuständigkeit eines anderen Signatarstaates zustehendes  – 
Selbsteintrittsrecht auszuüben,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe geltend macht, aufgrund 
seiner  gesundheitlichen  Probleme sei  er  angeschlagen und brauche 
daher etwas Zeit,

dass  er  ferner  operiert  worden  sei  und  nun  auf  ein  Aufgebot  zur 
Kontrolle  warte,  weshalb er  bis  zu  seiner  Genesung in der  Schweiz 
bleiben wolle,

dass er zur Stützung seiner Vorbringen seine Krankenakten ins Recht 
legte,  woraus  hervorgeht,  dass  dem  Beschwerdeführer  am  (...)  im 
Spital H._______ eine I._______ operativ entfernt wurde, weshalb er 
(...) hospitalisiert war, 

dass Italien sowohl Signatarstaat  des Abkommens vom 28. Juli  1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als auch der 
der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist,

dass  –  wie  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  mehrmals  festge-
stellt  hat  –  (vgl.  etwa  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  E-
4510/2010  vom  13.  Juli  2010)  Asylsuchende  in  Italien  dieselben 
Leistungen  in  der  Gesundheitsversorgung  erhalten  wie  italienische 
Staatsangehörige,

dass  überdies  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  gemäss der  Praxis  des 
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) der Vollzug 
der  Wegweisung  eines  abgewiesenen  Asylsuchenden  mit  gesund-
heitlichen Problemen im Einzelfall  zwar einen Verstoss  gegen Art. 3 

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EMRK darstellen;  hierfür  jedoch  ganz  aussergewöhnliche  Umstände 
vorausgesetzt werden, wie sie der EGMR in seinem Urteil vom 2. Mai 
1997 i.S. D. gegen Grossbritannien feststellte, wo neben einer kurzen 
Lebenserwartung eines an AIDS erkrankten Auszuweisenden die Ge-
fahr der Sterbens unter extremen physischen und psychischen Leiden 
hinzukam  (Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGE] 2009/2 E. 9.1.3),

dass diese Situation bei einer Rückkehr des Beschwerdeführers nach 
Italien ausgeschlossen werden kann und er sich auch dort ambulant 
weiterbehandeln lassen kann,

dass ferner davon auszugehen ist, das in Italien gestellte Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom  Oktober/November  2002  sei  in  einem 
rechtsstaatlich korrekten Verfahren geprüft worden,

dass er überdies nicht ausführt, inwiefern er in Italien eine unmensch-
liche Behandlung zu erwarten habe,

dass  insgesamt  keine  begründeten  Anhaltspunkte  vorliegen,  dass 
Italien  sich  nicht  an  die  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestim-
mungen, insbesondere an das Refoulementverbot  oder die einschlä-
gigen Normen der EMRK halten würde,

dass eine Überstellung nach Italien diesen Erwägungen gemäss zu-
lässig ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der Zu-
lässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintre-
tensentscheides ist, weshalb sie hier nicht mehr zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20])  stellt, 

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sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts oder  gegebenenfalls  – wenn sich 
Familienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin-Mitgliedstaaten  befinden 
und  zusammengeführt  werden  sollen  – bei  der  Ausübung  der 
Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin II-VO),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  mit  dem vorliegenden  Entscheid  in  der  Hauptsache  ohne  vor-
gängige  Instruktion  die  Anträge  auf  Gewährung der  aufschiebenden 
Wirkung sowie auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
gegenstandslos werden,

dass  sich  die  Beschwerdebegehren  aufgrund  vorstehender  Erwä-
gungen als  aussichtslos erweisen,  weshalb das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG 
abzuweisen  ist  und  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens  die  Kosten 
von Fr. 600.- (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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