# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee4a8b34-0535-543b-9bd0-210e1527dc5d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 01.10.2015 ZK2 2015 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2015-40_2015-10-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 01. Oktober 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 15 40 05. Oktober 2015

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 13. August 2015, 
mitgeteilt am 13. August 2015, in Sachen der G e m e i n d e  Y . _ _ _ _ _ , Gesuch-
stellerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder 
Cathomen, Veia Vedem 3, 7458 Mon, gegen den Gesuchsgegner und Beschwer-
deführer,

betreffend Ausweisung,

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hat der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
nach Kenntnisnahme des Widerspruchs (recte: Beschwerde) vom 22. August 
2015 (Poststempel 25. August 2015), nach Einsicht in die Verfahrensakten sowie 
aufgrund der Feststellungen und Erwägungen,

– dass die Gemeinde Y._____ beim Bezirksgericht Albula mit Gesuch vom 15. 
Juli 2015 die Ausweisung des Mieters X._____ aus der an ihn vermieteten 1-
Zimmerwohnung mit ungeheiztem Estrichteil, _____strasse, in O.1_____ be-
antragte, 

– dass das Ausweisungsgesuch der Gemeinde Y._____ mit gleichentags mitge-
teiltem Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 13. August 
2015 gutgeheissen und X._____ verpflichtet wurde, die 1-Zimmerwohnung mit 
ungeheiztem Estrichabteil, _____strasse, in O.1_____ dem Vermieter ord-
nungsgemäss am Dienstag, 1. September 2015, 10:00 Uhr abzugeben,

– dass X._____ gegen diesen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Albula am 22. August 2015 Widerspruch (recte: Beschwerde) beim Kantons-
gericht von Graubünden erhob und beantragte, den angefochtenen Entscheid 
aufzuheben,

– dass der Vorsitzende der II. Zivilkammer X._____ mit Verfügung vom 26. Au-
gust 2015 aufforderte, dem Kantonsgericht von Graubünden einen Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'500.00 bis zum 7. September 2015 zu überwei-
sen, 

– dass X._____ die Verfügung vom 26. August 2015 am 28. August 2015 in 
Empfang nahm, 

– dass die Gemeinde Y._____ in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. September 
2015 die Abweisung der Beschwerde beantragte, 

– dass der Kostenvorschuss bis zum 7. September 2015 nicht eingegangen ist, 

– dass der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubün-
den X._____ mit Verfügung vom 10. September 2015 erneut aufforderte, dem 
Kantonsgericht den Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.00 bis zum 21. 
September 2015 zu überweisen, ansonsten das Kantonsgericht gemäss Art. 
101 Abs. 3 ZPO auf das Rechtsmittel nicht eintreten werde,

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– dass die Verfügung am 11. September 2015 zur Abholung bis zum 18. Sep-
tember 2015 gemeldet wurde, 

– dass die Verfügung vom 10. September 2015 dem Kantonsgericht von 
Graubünden am 23. September 2015 als nicht abgeholt retourniert wurde, 

– dass der Beschwerdeführer die ihm mittels eingeschriebener Postsendung 
zugestellte Verfügung mit der Nachfristansetzung nicht abholte und somit die 
Zustellfiktion gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO zur Anwendung gelangt,

– dass X._____ als Beschwerdeführer in einem laufenden Verfahren mit einge-
schriebenen Postsendungen rechnen musste, 

– dass somit die Zustellung der Verfügung am siebten Tag nach dem erfolglo-
sen Zustellversuch, somit am 18. September 2015, als erfolgt gilt, womit der 
Beschwerdeführer die Zahlung bis zum 21. September 2015 rechtzeitig hätte 
vornehmen können,

– dass auch innert Nachfrist keine Zahlung des Kostenvorschusses erfolgte, 

– dass demnach auf das Rechtsmittel nicht einzutreten ist (vgl. Art. 101 Abs. 3 
ZPO), 

– dass die Kosten bei diesem Ausgang des Verfahrens gestützt auf Art. 106 
Abs. 1 ZPO zu Lasten von X._____ gehen, 

– dass der Vorsitzende der II. Zivilkammer die vorliegende Beschwerde in An-
wendung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 
173.000) in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 der Kantonsgerichtsverordnung 
(KGV; BR 173.100) in einzelrichterlicher Kompetenz entscheidet, 

– dass im Verfahren der zivilrechtlichen Beschwerden die Entscheidgebühr 
gemäss Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren (VGZ; BR 320.210) 500 bis 8000 Franken beträgt,

– dass die Entscheidgebühr in Verfahren gemäss Art. 18 Abs. 3 GOG nach Er-
messen des Gerichts herabgesetzt werden kann (vgl. Art. 13 VGZ),

– dass vorliegend die Entscheidgebühr auf Fr. 400.00 festgesetzt wird,

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– dass X._____ die Gemeinde Y._____ für ihre Aufwendungen zu entschädigen 
hat (vgl. Art. 95 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 ZPO in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 
ZPO),

– dass die Gemeinde Y._____ in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. September 
2015 einen Aufwand in der Höhe von 2 h 35 min à Fr. 240.00 plus Barausla-
gen von Fr. 74.00 und 8 % Mehrwertsteuer, total somit Fr. 749.50 geltend 
macht, 

– dass sich dieser Aufwand als angemessen erweist, 

– dass somit X._____ die Gemeinde Y._____ mit Fr. 749.50 (inkl. Barauslagen 
und 8 % MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen hat,

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erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf Fr. 400.00 festgesetzt 
und gehen zu Lasten von X._____.

3. X._____ wird verpflichtet, die Gemeinde Y._____ mit Fr. 749.50 (inkl. Bar-
auslagen und 8 % MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen. 

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: