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**Case Identifier:** b2dc0597-1d8f-590b-92f9-8e76090de43e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.05.2021 200 2021 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-58_2021-05-03.pdf

## Full Text

200 21 58 UV
A.________
KOJ/IMD/STL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Mai 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Mai 2021, UV/21/58, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der D.________ GmbH als ... angestellt und dadurch bei der Schweize-
rischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) ge-
gen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er am 
22. September 2014 (Akten der Suva [act. II] 13) während der Arbeit auf 
den Rücken fiel und eine Fraktur des Processus transversus BWK12 sowie 
beidseitige Schulterverletzungen erlitt (act. II 2, 7, 15 f., Akten der Suva 
[act. IIA] 526 S. 10). In der Folge unterzog sich der Versicherte mehreren 
Operationen im Schulterbereich (act. II 31, 61, 175, 308). 

Die Suva klärte den Sachverhalt in beruflicher sowie medizinischer Hinsicht 
ab und erbrachte die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form 
von Heilbehandlung und Taggeldern (bspw. act. II 22, 24; act. IIA 524). 
Gestützt aus den Kreisarztbericht von Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin, vom 17. Oktober 2019 (act. IIA 526) sprach die 
Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 (act. IIA 530) 
eine Integritätsentschädigung und mit Verfügung vom 15. April 2020 (act. 
IIA 566) eine auf einem Invaliditätsgrad von 32 % basierende Invalidenren-
te zu. Die gegen die Rentenverfügung erhobene Einsprache (act. IIA 579) 
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020 (act. IIA 
591) ab. 

Bereits mit Verfügung vom 9. April 2018 (act. IIA 374) wurde dem Versi-
cherten durch die IV-Stelle Bern (IVB) rückwirkend per 1. Februar 2016 
eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen.

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020 (act. IIA 591) er-
hob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 18. Ja-
nuar 2021 Beschwerde mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei 

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aufzuheben und ihm sei eine Komplementärrente auf der Grundlage eines 
Invaliditätsgrades von 100 % auszurichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2021 schloss die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Februar 2021 edierte der Instrukti-
onsrichter bei der IVB die Akten der Invalidenversicherung. Diese gingen 
am 11. Februar 2021 beim Verwaltungsgericht ein, was den Parteien mit-
geteilt worden ist.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020 
(act. IIA 591). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-

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rers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung, namentlich derjenige 
gestützt auf einen IV-Grad von mehr als 32 %.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – wie vorlie-
gend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt 
ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen und hier an-
wendbaren Fassung). 

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2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.6 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 64 E. 4.4.2).

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2.7 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

2.8

2.8.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

2.8.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskatego-
rie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV 
Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

2.9 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

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und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Es ist unter den Parteien zu Recht unbestritten, dass das Ereignis 
vom 22. September 2014 einen Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.2 hiervor) 
darstellt. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versiche-
rungsleistungen erbracht (bspw. act. II 22, 24) und eine Rente zugespro-
chen (act. IIA 566); umstritten ist einzig deren Höhe. 

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte die Beschwerdegegnerin ihren 
Entscheid auf die Berichte der Kreisärztin Dr. med. E.________ vom 
17. Oktober 2019 (act. IIA 526) sowie vom 24. März 2020 (act. IIA 559). Die 
Kreisärztin diagnostizierte einen Status nach Fraktur Processus transver-
sus BWK12, einen Status nach Partialläsion Supraspinatussehne, Tendi-
nose der langen Bicepssehne, SLAP II sowie einen Status nach Supraspi-
natussehnenruptur, Tendinopathie Infraspinatussehne, Tendinopathie lan-
ge Bicepssehne, AC-Arthrose rechts (act. II 526 S. 9). Weiterhin zumutbar 
seien Tätigkeiten mit einer leichten bis mässigen Belastung der Hände oh-
ne Traglasten über 2 kg beidseitig. Zu vermeiden seien repetitive monotone 
Arbeitsschritte mit Pro-/Supination, Handgelenkbewegung und Greiffunkti-
on (Fliessband). Tätigkeiten mit hoher Belastung der Hände und Kraftein-
satz, wie auch Vibrationen und sakkadierte Bewegungen seien nicht mehr 
möglich. Dem linken Arm seien Belastungen nur bis Brusthöhe zuzumuten, 
dies vorwiegend im Sitzen, mit der Möglichkeit von zusätzlichen Pausen 
von je ca. 30 Minuten vormittags und nachmittags. Schlag- und Vibrations-
belastungen seien nicht zumutbar, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten 
ebenso wenig. Arbeiten an Maschinen mit Verletzungsgefahr sollten auf-

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grund der Medikamenteneinnahme nicht durchgeführt werden (act. II 559 
S. 1).

3.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-
ten Person in den Hintergrund rückt (Entscheid des Bundesgerichts vom 
24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

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nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.). 
Urteilt das Gericht abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus 
dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5 Die Berichte der Kreisärztin Dr. med. E.________ vom 17. Oktober 
2019 (act. IIA 526) sowie vom 24. März 2020 (act. IIA 559) erfüllen die vor-
genannten Beweisanforderungen und erbringen vollen Beweis. Das darin 
definierte Zumutbarkeitsprofil wurde von der Kreisärztin gestützt auf die 
medizinischen Akten sowie die durchgeführte Abschlussuntersuchung des 
Beschwerdeführers vom 17. Oktober 2019 und unter Berücksichtigung des 
durch die IVB bei der F.________ eingeholten polydisziplinären Gutachtens 
vom 25. August 2011 (act. II 329) schlüssig begründet. Ebenfalls in die 
Beurteilung eingeflossen sind die Auswirkungen früher erlittener Unfälle 
(vgl. act. II 559). Der Beschwerdeführer bestreitet das in der Verfügung 
vom 15. April 2020 (act. IIA 567) erwähnte und im angefochtenen Einspra-
cheentscheid explizit bestätigte Zumutbarkeitsprofil zu Recht nicht.

3.6

3.6.1 Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde geltend, seinen 
rechten dominanten Arm könne er maximal noch zum Gegenhalten benut-
zen. Mit seinem linken Arm seien noch leichte Arbeiten bis auf Brusthöhe 
möglich, wobei die maximale Belastung 2 kg betrage. Damit liege weniger 
als eine faktische Einarmigkeit vor. Vor diesem Hintergrund sei nicht nach-
vollziehbar, wie er die theoretisch noch verbleibende Arbeitsfähigkeit auf 
dem ersten Arbeitsmarkt verwerten könne, zumal auch feinmotorische Ar-
beiten nicht infrage kämen, da die Funktionalität beider Hände ebenfalls 
eingeschränkt sei (Beschwerde S. 4 Ziff. 7). 

3.6.2 Soweit der Beschwerdeführer damit vorbringt, er könne unter den 
gegebenen Umständen faktisch keine Arbeitsstelle finden und sei daher 

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vollständig erwerbsunfähig, bezieht er sich auf den realen Arbeitsmarkt. 
Massgebend ist jedoch der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), der 
rechtsprechungsgemäss auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, 
also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozi-
alen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Da-
bei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es 
können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der 
gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu-
mutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Ver-
dienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen 
Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 
21 S. 66 E. 4.2). In Frage kommende Tätigkeiten wurden im angefochtenen 
Einspracheentscheid (act. IIA 591 Ziff. 3.2 S. 7) beispielhaft erwähnt und 
beschwerdeweise nicht bestritten. 

Die vorhergehend erwähnten Einschränkungen des Beschwerdeführers 
(vgl. E. 3.2 hiervor) haben damit keineswegs eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit zur Folge, sondern grenzen einzig die noch zumutbaren Tätig-
keitsbereiche ein. Selbst eine faktische Einarmigkeit würde darüber hinaus 
nicht automatisch eine Erwerbsunfähigkeit mit sich bringen, sondern einzig 
die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit (erheblich) erschweren 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. April 2015, 
9C_396/2014, E. 5.2 mit Hinweisen). Die Einwände des Beschwerdefüh-
rers diesbezüglich verfangen nicht. 

4.

4.1 Der Beschwerdeführer verfügt über eine Ausbildung als … und hat 
seit seiner Einreise in die Schweiz überwiegend einfache (körperliche) 
Tätigkeiten ausgeführt (act. II 122). Er war seit 2003 bei der D.________ 
GmbH als ... (Vorarbeiter) tätig, weshalb mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon auszugehen ist, dass er im hypothetischen Gesundheitsfall 
immer noch für diese tätig wäre. Gemäss Auskunft seines ehemaligen Ar-
beitgebers hätte er im Jahr 2020 einen Stundenlohn von Fr. 27.-- erhalten 
(act. IIA 554). Somit hätte er bei 2’184 Jahresstunden (vgl. Gesamtarbeits-

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vertrag für die Grüne Branche, Lohnregulativ 2020 Garten-, Landschafts- 
und Sportplatzbau) zuzüglich 8.33 % (13. Monatslohn) einen Jahreslohn 
von Fr. 63'880.-- erzielt, welcher von der Beschwerdegegnerin zu Recht als 
Valideneinkommen berücksichtigt worden ist (act. II II 567 S. 3). 

Das Invalideneinkommen wurde von der Beschwerdegegnerin korrekter-
weise anhand eines Tabellenlohns gemäss LSE bestimmt, da der Be-
schwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht verwertet (vgl. E. 2.8.1 hiervor). 
Basierend auf der Tabelle TA1 der LSE 2016, Total, Kompetenzniveau 1, 
errechnete sie unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenar-
beitszeit, der Nominallohnentwicklung sowie einer Einschränkung von 15 % 
für erhöhten Pausenbedarf und eines Abzuges von 25 % aufgrund der lei-
densbedingten Einschränkungen ein Invalideneinkommen von Fr. 43'402.-- 
(act. II 567 S. 3), was nicht zu beanstanden ist. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 63'880.-- und einem Invalidenein-
kommen von Fr. 43'402.-- resultiert eine invaliditätsbedingte Erwerbsein-
busse von Fr. 20'478.--, was einem IV-Grad von 32 % entspricht. 

4.2 Die Beschwerdegegnerin wies im angefochtenen Einspracheent-
scheid (act. IIA 591 Ziff. 4.2 S. 8) zutreffend darauf hin, dass bei (korrek-
terweisem) Abstellen auf einen Tabellenlohn gemäss LSE 2018 ein leicht 
höheres Invalideneinkommen resultieren würde, als in der Verfügung vom 
15. April 2020 (act. IIA 566) berechnet. Sie verzichtete jedoch auf eine ent-
sprechende Korrektur (welche 1 % betragen würde) des dort errechneten 
Invaliditätsgrades, was sich zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt.

Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage, ob durch das Gericht eine refor-
matio in peius vorzunehmen ist; darauf ist jedoch angesichts der Geringfü-
gigkeit der Differenz zu verzichten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 22. Juni 2004, U 192/03, E. 3.2.2 
in fine mit Hinweis auf BGE 119 V 241 E. 5 S. 249).

4.3 Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Verfügung der IVB vom 
9. April 2018 (act. IIA 374), mittels welcher ihm eine ganze Rente zuge-
sprochen wurde, und macht geltend, die Einschätzung der IVB, wonach 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege, sei von der Beschwerdegeg-
nerin zu übernehmen (Beschwerde S. 4 Ziff. 5). Diesbezüglich ist darauf 

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hinzuweisen, dass die Invaliditätsschätzung der IV gegenüber dem Unfall-
versicherer keine Bindungswirkung entfaltet. Dieser ist mangels "Berührt-
seins" im Sinne von Art. 49 Abs. 4 ATSG denn auch nicht zur Beschwerde 
gegen die Verfügung der IV-Stelle über den Rentenanspruch als solchen 
oder den Invaliditätsgrad berechtigt (vgl. BGE 131 V 362 E. 2.2 S. 366). 
Der Beschwerdeführer kann damit im vorliegenden Verfahren aus der Ver-
fügung der IVB keinerlei Ansprüche zu seinen Gunsten ableiten.

4.4 Nach dem Gesagten bleibt es somit bei einem Invaliditätsgrad von 
32 %. Die gegen den Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020 (act. IIA 
591) erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.