# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e790bd10-10ae-56d4-b923-07b985124490
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.12.2025 UV 2025/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-5_2025-12-05.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.01.2026

Entscheiddatum: 05.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2025
Art. 6 UVG. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf den Zeitpunkt des 
Erreichens des Status quo sine vel ante nach Traumatisierung eines 
degenerativen Vorzustandes an der Hand. Nichteintreten betreffend geltend 
gemachten Leistungen aus einem früheren Unfall, welche nicht 
Anfechtungsgegenstand bilden (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 5. Dezember 2025, UV 2025/5).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/14 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 5. Dezember 2025 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen  
Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin 
Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/5 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,  
Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

2/14 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) erlitt am 13. August 2015 während seiner Tätigkeit als 
Rückbauer für die damalige B.___ AG (heute: C.___ AG; vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister 

des Kantons St. Gallen), einen Unfall betreffend seinen rechten Daumen und seine rechte Schulter, für 

welchen die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als zuständiger Unfallversicherer die 

gesetzlichen Leistungen erbrachte (Suva-act. A1/1, 3 und 14). Mit Verfügung vom 14. Januar 2016 

stellte die Suva diese Leistungen per 28. September 2015 mit der Begründung ein, dass die noch 
bestehenden Hand- und Schulterbeschwerden rechts nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur seien. Mit derselben Begründung verneinte sie einen Anspruch auf weitere 

Leistungen (Suva-act. A1/16). Die Einsprache des Versicherten vom 8. Februar 2016 (Suva-act. A1/19-

2) hiess die Suva gestützt auf eine ärztliche Beurteilung von Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 31. März/4. April 2016 (Suva-act. A1/27) 

am 12. Juli 2016 teilweise gut, indem sie dem Versicherten Leistungen aus der Unfallversicherung bis 

10. November 2015 zusprach. Dieser Einspracheentscheid, mit welchem die Einsprache im Übrigen 

abgewiesen wurde, erwuchs unangefochten in Rechtskraft (Suva-act. A1/32 und 38). 

A.b Am 9. Dezember 2016 unterzog sich der Versicherte am Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, einer Schulterarthroskopie, 

einer Bizepstenotomie, einer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Supraspinatussehne), einem 

subakromialen Débridement und einer Akromioplastik rechts mit gleichzeitiger Ringbandspaltung am 

rechten Mittelfinger (Suva-act. A1/35). Nach einer postoperativen Kontrolle vom 11. Mai 2017 bat der 

zuständige Facharzt des KSSG die Suva um Re-Evaluation des Falls hinsichtlich Unfallkausalität der 
Rotatorenmanschetten-Ruptur (Suva-act. A1/35-4). Mit Schreiben vom 15. Juni 2017 antwortete die 

Suva dem KSSG, dass sie auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eintrete (Suva-act. A1/38). 

B.  

B.a Am 18. Juni 2024 meldete die E.___ AG, Zürich, bei welcher der Versicherte seit 17. Januar 2024 
als Strassenbauer tätig war, der Suva als zuständigem Unfallversicherer einen Unfall des Versicherten 

mit Beteiligung des rechten Handgelenks vom 10. Juni 2024 (Suva-act. B1/1). Die Suva teilte dem 

Versicherten am 4. Juli 2024 mit, dass er Versicherungsleistungen für die Folgen dieses Berufsunfalls 

erhalte (Suva-act. B1/11). 

B.b Mit Schreiben vom 20. September 2024 stellte die Suva die Übernahme der Heilungskosten und 
die Taggeldleistungen per 21. September 2024 vorsorglich ein. Dies mit dem Hinweis, dass sie aufgrund 

neuer Erkenntnisse ihre Leistungspflicht überprüfe (Suva-act. B1/25). Am 23. Oktober 2024 erstattete 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

3/14 

Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

eine versicherungsmedizinische Kurzbeurteilung (Suva-act. B1/41). Mit Verfügung vom 25. Oktober 

2024 erfolgte die definitive Einstellung der Versicherungsleistungen per 21. September 2024 (Suva-act. 

B1/50). 

B.c Gegen diese Verfügung erhob die assura als zuständiger Krankenversicherer des Versicherten 
am 1. November 2024 vorsorglich Einsprache (Suva-act. B1/52), woraufhin die Suva ihr Frist zur 

Einsprachebegründung bis 5. Dezember 2024 ansetzte (Suva-act. B1/53). Der Versicherte erhob am 

13. November 2024 Einsprache gegen die Verfügung vom 25. Oktober 2024 (Suva-act. B1/56). Mit 

Entscheid vom 2. Januar 2025 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. B1/61). Dem Entscheid ist 

zu entnehmen, dass die assura die Frist zur Begründung unbenutzt hatte verstreichen lassen (Suva-

act. B1/61-2, Sachverhalt D.). Am 16. Januar 2025 forderte die Suva von der E.___ AG Fr. 1'455.30 an 

für die Zeit vom 22. bis 30. September 2024 bereits bezahlten Taggeldern zurück (Suva-act. B1/64-3). 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Januar 2025 liess der Versicherte (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Pedergnana, am 3. Februar 2025 

Beschwerde erheben und unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragen, der 

Einspracheentscheid vom 2. Januar 2025 sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen zu 

leisten (act. G1). 

C.b Am 10. März 2025 ergänzte Dr. Pedergnana die Beschwerde vom 3. Februar 2025 (act. G3). Mit 
der Beschwerdeergänzung reichte er einen Arztbericht von Dr. med. G.___, Spezialarzt FMH für 

Chirurgie, Speziell Handchirurgie, vom 7. März 2025, zu den Akten (act. G3.3). 

C.c Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 
2025 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 2. Januar 2025. Das Nichteintreten beantragte sie für die in Zusammenhang 

mit dem Ereignis vom 13. August 2015 geltend gemachten Leistungen (act. G7-2 Ziff. I und -3 Ziff. 

III/4.1). Mit der Beschwerdeantwort reichte sie eine ärztliche Beurteilung von Dr. F.___ vom 

26./31. März 2025 ein (act. G7.1). 

C.d Mit Replik vom 8. September 2025 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen festhalten 
(act. G11). Auch die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 20. Oktober 2025 an ihren Anträgen fest 

(act. G13). 

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

4/14 

Erwägungen 
1.  

1.1 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht 
nach Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) Devolutiveffekt zu. Dieser besagt, dass die Entscheidungsbefugnis über eine Sache mit 

Einreichung der Beschwerde an die Beschwerdeinstanz übergeht. Laut höchstrichterlicher 

Rechtsprechung wird dieser Effekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG eingeschränkt, welcher 

bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen den 
Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde 

Stellung nimmt (Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2022, 8C_133/2022, E. 5.1 mit Hinweis). 

Die volle Devolutivwirkung erlangt die Beschwerde erst mit Erstattung der Beschwerdeantwort durch 

den Versicherungsträger (vgl. soeben erwähntes Urteil, E. 5.4 mit Hinweisen). 

1.2 Die Beschwerdegegnerin legte mit der Beschwerdeantwort eine versicherungsmedizinische 
Aktenbeurteilung von Dr. F.___ vom 26./31. März 2025 vor (act. G7.1). Zur Einholung und Einreichung 

dieser Beurteilung sah sie sich aufgrund des mit der Beschwerdeergänzung vom 10. März 2025 

einreichten Berichts von Dr. G.___ vom 7. März 2025 veranlasst. Aufgrund dieser Sachlage kann der 

Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden, sie habe die notwendigen Abklärungen ins 

Beschwerdeverfahren verschoben. Im Übrigen ist festzuhalten, dass diese interne 

versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers erstellt wurde. 

Sie führte zwar allenfalls insofern zu einer Verzögerung des Beschwerdeverfahrens, als die 

Beschwerdegegnerin erst nach einer Fristerstreckung die Beschwerdeantwort erstattete. Über die 

Gewährung der beantragten Fristerstreckung entschied jedoch das Gericht, womit die Verfahrenshoheit 
bei diesem verblieb (bzgl. der Voraussetzungen für noch erlaubte Zusatzabklärungen während des 

kantonalen Gerichtsverfahrens vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2017, 8C_81/2017, E. 6.2 

mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hatte Gelegenheit, sich in der Replik zur 

medizinischen Beurteilung von Dr. F.___ vom 26./31. März 2025 zu äussern, womit das rechtliche 

Gehör gewahrt wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. April 2021, 8C_43/2021, E. 3.2). Nach 

dem Dargelegten ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin vor Erstellung der 

Beschwerdeantwort bei Dr. F.___ eine ärztliche Stellungnahme zum Bericht von Dr. G.___ vom 7. März 

2025 einholte. 

2.  

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 2. Januar 

2025 (Suva-act. B1/61). Diesem liegt die Verfügung vom 25. Oktober 2024 zugrunde (Suva-act. B1/50). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

5/14 

Unbestritten ist im vorliegenden Fall, dass der Beschwerdeführer am 10. Juni 2024 einen Berufsunfall 

mit Beteiligung der rechten Hand erlitten und die Beschwerdegegnerin in der Folge 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen) erbracht hat. Gegenstand des 

Einspracheentscheids und der Verfügung ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf über den 

21. September 2024 hinausgehende Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit diesem Unfall 
(inkl. die Übernahme der Kosten für die am 7. Oktober 2024 durchgeführte Operation; act. G1, G3 und 

G7). Nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids und der diesem zugrundeliegenden 

Verfügung ist demgegenüber die Frage nach einem Anspruch auf Versicherungsleistungen aus dem 

Unfall vom 13. August 2015, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit sie solche 

Leistungen beschlägt (vgl. Vorbringen in der Beschwerdeergänzung vom 10. März 2025 in act. G3 Ziff. 

5 Rz. 22). 

3.  

3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 
Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls 

voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie 

hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

3.2 Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 66 zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56 ff.). Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 

Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise resp. nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 

gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). Der Beweis des natürlichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

6/14 

Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfall ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer 

Fachpersonen zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1; 

KOSS UVG-NABOLD, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 66 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 58). Die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach 

den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-NABOLD, N 53 zu Art. 6; 
BSK UVG-HOFER, N 65 f. und N 74 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 61).  

3.3  Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber 
davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand 

aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status 

quo sine oder ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 

Schmerzsyndrom zu erbringen, und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer 

Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. 

Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf operative Eingriffe mit 

anschliessender zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest 

mitverursachten Schmerzen diente und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den 

durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt 

notwendig geworden. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache 
ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 

manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige 

Bedeutung anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3). 

3.4 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

7/14 

Wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58).  

3.5 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel die 

Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, 
die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit 

Hinweisen). Da es sich beim Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 

als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 

2017, 8C_766/2016, E. 2.2). Allerdings greift die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die 

Verwaltung und – im Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

aufgrund einer Beweiswürdigung einen überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalt zu ermitteln 

(NABOLD, a.a.O., S. 58; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweis; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 1). 

3.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG [Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2021, 

9C_549/2020, E. 3.1; Kommentar ATSG-WIEDERKEHR, N 64 zu Art. 43] und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 

E. 3a mit Hinweisen). Auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An die Beweiswürdigung der Beurteilungen dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 469 f. E. 4.4. mit Hinweis; 

bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann reine Aktengutachten als beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

8/14 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). 

4.  

4.1 Umstritten ist der Weiterbestand der Unfallkausalität der über den 21. September 2024 hinaus 
andauernden Gesundheitsproblematik an der rechten Hand des Beschwerdeführers. Zu würdigen sind 

in diesem Zusammenhang die im Recht liegenden medizinischen Berichte und Beurteilungen, soweit 

sie den entscheidrelevanten Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 2. Januar 2025 

(vgl. hierzu BGE 142 V 341 E. 3.2.2) beschlagen. 

4.2  

4.2.1 Die Erstbehandlung fand drei Tage nach dem Unfall vom 10. Juni 2024 in der Integrierten 
Notfallpraxis H.___ statt, wo sich radiologisch eine ausgeprägte Rhizarthrose ohne konventionell 

radiologischen Nachweis von Frakturen zeigte (vgl. Suva-act. B1/8). Am 17. Juni 2024 erfolgte eine 

Computertomographie (CT), welche eine fortgeschrittene Rhizarthrose mit 

Gelenksspaltverschmälerung, eine subchondrale Sklerosierung sowie Geröllzystenbildungen und 

Osteophyten zur Darstellung brachte. Eine Fraktur war auch hier nicht abgrenzbar (Suva-act. B1/34). 

Am 18. Juni 2024 folgte eine Untersuchung im Spital H.___, wo der Beschwerdeführer schilderte, dass 

er durch eine abstürzende Absperrplatte ein direktes Trauma an der rechten Hand erlitten habe, 
welches starke Schmerzen hervorgerufen habe. Dr. med. I.___, Chefarzt Traumatologie, erhob 

anlässlich dieser Untersuchung die Diagnose einer traumatisierten Rizarthrose Hand rechts (Suva-act. 

B1/8). Nach der Folgeuntersuchung vom 2. Juli 2024 überwies Dr. I.___ den Beschwerdeführer 

aufgrund der ausgeprägten degenerativen Veränderungen und der Schmerzen an das KSSG. Im 

entsprechenden Untersuchungsbericht vom 10. Juli 2024 ergänzte Dr. I.___ seine Diagnose um „nicht 

sicher abgrenzbare kleinste Fissurlinien im Bereich Basis MC I“ (Suva-act. B1/13-2 f.). 

4.2.2 Daraufhin wurde der Beschwerdeführer am 17. Juli 2024 in der Klinik für Plastische Chirurgie und 
Handchirurgie des KSSG (nachfolgend: Handklinik) untersucht. Dr. med. univ. J.___, Oberarzt, und Dr. 

med. K.___, Leitende Ärztin, berichteten am 15. August 2024, der Beschwerdeführer beklage seit dem 

Anpralltrauma vom 10. Juni 2024 starke Schmerzen und eine verminderte Kraft des rechten Daumens. 

Dres. J.___ und K.___ erhoben folgenden Befund an der rechten Hand: „Deutliche Schwellung an der 

Daumenbasis. Hier starke Druckdolenz, Grinding-Test positiv. Hyperextension des MP Gelenks von 30 

Grad. Verminderte Öffnung der ersten Kommissur 20 Grad. Retropulsion 0 Grad. Daumenopposition 

Kapandji 9. Berührungssensibilität und Durchblutung intakt.“ Dres. J.___ und K.___ gingen wie Dr. I.___ 
von einer durch das Anpralltrauma traumatisierten Rhizarthrose an der rechten Hand aus. Nicht erwähnt 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

9/14 

wurden die von Dr. I.___ notierten „nicht sicher abgrenzbaren kleinsten Fissurlinien“. Sie sahen jedoch 

zusätzlich eine Hyperextension im MP-Gelenk (Fingergrundgelenk) und notierten den Verdacht auf eine 

oligosymptomatische Rhizarthrose links. Als Therapieoptionen nannten sie dem Beschwerdeführer eine 

Steroidinfiltration, eine Trapezektomie, eine Arthrodese oder die Implantation einer CMC-

Gelenksprothese (künstliches Gelenk für das Daumensattelgelenk), wobei sie die letztere als im 
Vergleich zu den anderen zielführender bezeichneten. Gegen eine Infiltration sprach für sie der 

Umstand, dass im Anschluss an eine solche während drei Monaten operative Eingriffe ausgeschlossen 

seien (Suva-act. B1/16). Am 10. September 2024 stellte der Versicherte sich erneut in der Handklinik 

vor. Dabei zeigte sich der Status seiner rechten Hand unverändert zu jenem der Voruntersuchung vom 

17. Juli 2024. Anlässlich dieser Konsultation äusserte der Beschwerdeführer den Wunsch eines 

operativen Vorgehens mittels endoprothetischem Ersatz (Suva-act. B1/42-2 f.). Am 7. Oktober 2024 

unterzog er sich bei Dres. J.___ und K.___ einer Implantation CMC 1 Prothese rechts (Suva-act. B1/51-

2 f.).  

4.2.3 Am 23. Oktober 2024 erstattete Dr. F.___ eine versicherungsmedizinische Kurzbeurteilung. Er 
notierte, dass die Operation aufgrund der fortgeschrittenen Daumensattelgelenksarthrose durchgeführt 

worden sei und keine Kausalität zum Ereignis vom 10. Juni 2024 aufweise. Der Beschwerdeführer habe 

sich bereits 2015 und 2017 wegen Rhizarthrosebeschwerden im KSSG in Behandlung befunden. 

Damals sei eine Kortisoninjektion in das Daumensattelgelenk vorgenommen worden. Die Folgen des 
Daumenanprall- resp. Distorsionstraumas sollten laut S. 105 f. des Reintegrationsleitfadens nach 

spätestens 8 Wochen keine Rolle mehr spielen (Suva-act. B1/41). 

4.2.4 Dr. G.___ untersuchte den Beschwerdeführer am 25. Februar 2025 und erstattete am 7. März 
2025 Bericht. Darin erklärte er, die Untersuchung habe reizlose Narbenverhältnisse gezeigt sowie eine 

gewisse Gewebsirritation an der Daumenbasis. Der Daumen sei in einer Fehlstellung mit permanenter 

und kaum korrigierbarer Überstreckung des Grundgelenks. Er sei sehr reduziert beweglich und somit 

in der Funktion erheblich eingeschränkt. Auch die Kraft sei deutlich reduziert. Die Rhizarthrose rechts 

sei seit dem Unfallereignis 2015 bekannt. Es habe aber bereits im Zeitpunkt des Unfalls ein arthrotischer 

Vorzustand bestanden. Durch verschiedene Behandlungsmassnahmen einschliesslich einer 

Gelenksinfiltration habe eine vollständige Beschwerdefreiheit und volle Arbeitsfähigkeit im Strassenbau 

von 2017 bis zum Unfall 2024 erreicht werden können. Durch das Unfallereignis vom 10. Juni 2024 sei 

die Rhizarthrose traumatisiert worden. Es habe keine Besserung erzielt werden können, so dass sich 

ein operativer Eingriff aufgedrängt und am 7. Oktober 2024 in der Handklinik stattgefunden habe 

(act. G3.3-2). Bei der Rhizarthrose rechts habe es sich um einen stummen Vorzustand gehandelt. Die 
Arthrose habe sich zwischen 2015 und 2024 sicher erheblich verschlechtert. Ohne den Unfall vom 10. 

Juni 2024 hätte überwiegend wahrscheinlich weiterhin eine Beschwerdefreiheit bestanden. Der Unfall 

habe den Vorzustand, also die Arthrose, traumatisiert und die Beschwerden verursacht, welche in den 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

10/14 

knapp vier Monaten bis zur Operation nicht erfolgreich hätten therapiert werden können, weshalb die 

dann durchgeführte Operation als Methode der Wahl vorgeschlagen und durchgeführt worden sei. Die 

Operation wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne Unfall im damaligen Zeitpunkt nicht nötig 

gewesen. Die Rhizarthrose selbst habe sich durch den Unfall nicht richtungsgebend verschlimmert, 

aber der durch die Traumatisierung ausgelöste Schmerzzustand habe sich nicht signifikant gebessert. 
Ob der Zeitpunkt der Operation richtig gewesen sei, könne im Nachhinein nicht mit Sicherheit beurteilt 

werden. Erfahrungsgemäss wäre durch eine intensivere und etwas längerdauernde, umfassende nicht 

operative Behandlung sicher eine Verbesserung möglich gewesen, so dass der Zeitpunkt hätte 

hinausgeschoben werden können. Die von der Beschwerdegegnerin angegebene Zeitspanne von 8 

Wochen nach dem Unfall für das Erreichen einer Beschwerdefreiheit sei nach der erlittenen 

Traumatisierung eindeutig zu kurz bemessen. Traumatisierte Arthrosebeschwerden würden bei allen 

Gelenken lange dauern (act. G3.3-3). 

4.2.5 Dr. F.___ erstellte am 26./31. März 2025 eine weitere versicherungsmedizinische Beurteilung. 
Darin hielt er trotz Kenntnis der Stellungnahme von Dr. G.___ an seiner Beurteilung vom 23. Oktober 

2024 fest (vgl. vorstehende E. 4.2.3). Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass die Folgen des Unfallereignisses vom 10. Juni 2024 am 21. September 2024 im Beschwerdebild 

des Beschwerdeführers keine ursächliche Rolle mehr gespielt hätten. Da die Rhizarthrose des 

Beschwerdeführers nicht posttraumatisch sei, sei der Schaden, welcher am 7. Oktober 2024 operiert 
worden sei, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. Juni 2024 

zurückzuführen (act. G7.1-6 f.). 

4.3 Zusammenfassend ist aufgrund der übereinstimmenden, nachvollziehbaren und schlüssigen 
medizinischen Aktenlage gemäss vorstehenden E. 4.2.1 bis 4.2.5 davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 10. Juni 2024 eine Traumatisierung einer vorbestehenden 

Rhizarthrose degenerativer Genese erlitten hat. Sodann hat als erstellt zu gelten, dass der 

Beschwerdeführer trotz der sich in der Zeit von 2015 bis 2024 weiterentwickelnden Rhizarthrose von 

2017 bis zum Unfall vom 10. Juni 2024 uneingeschränkt in der körperlich schweren Arbeit als 

Strassenbauer tätig zu sein vermochte. Im Folgenden gilt es unter Berücksichtigung dieses 

Sachverhalts die Dauer der Leistungspflichtigkeit der Beschwerdegegnerin zu prüfen, sofern die 

medizinische Aktenlage eine abschliessende Beurteilung erlaubt. 

5.  

5.1 Als Grundlage für einen Entscheid über die Dauer der Unfallkausalität können einzig die 
versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. F.___ und der Arztbericht von Dr. G.___ in Frage 
kommen, da sich einzig diese beiden zu den für eine solche Beurteilung relevanten Aspekten äussern 

(vgl. vorstehende E. 4.2.1 bis 4.2.5). Gestützt auf deren Beurteilungen/Berichte ist – wie soeben in E. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

11/14 

4.3 gesagt – davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer im Anschluss an den Unfall vom 10. Juni 

2024 Beschwerden aufgetreten sind, die zuvor nicht bestanden haben. Weiter ist mit Dres. F.___ und 

G.___ davon auszugehen, dass durch diesen Unfall lediglich ein Vorzustand aktiviert, nicht aber ein 

neuer struktureller Gesundheitsschaden verursacht worden ist. Die Beschwerdegegnerin hat in dieser 

Konstellation den durch das Unfallereignis vom 10. Juni 2024 ausgelösten Beschwerdeschub zu 
übernehmen, das heisst, sie hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante Leistungen für das 

unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. dazu 

vorstehende E. 3.3). Wie ebenfalls vorstehend in E. 3.3 angeführt, ist ein Unfall auch dann kausale 

Ursache einer Gesundheitsschädigung, wenn er für deren Eintritt bloss zeitlich bestimmend war, das 

heisst etwa, wenn eine zuvor latente Operationsindikation durch die unfallbedingte Aktivierung des 

Vorzustands akut wurde und sich der Zeitpunkt eines (früher oder später ohnehin notwendig 

gewordenen) Eingriffs durch das versicherte Trauma bestimmte (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 

vom 2. Mai 2007, U 136/06, E. 3.2).  

5.2 Dr. F.___ stützte sich bei der Festlegung der Kausalitätsdauer in seiner ausführlicheren 
Aktenbeurteilung vom 26./31. März 2025 einzig auf den Reintegrationsleitfaden und hielt gestützt darauf 

fest, diesem zufolge „sollten Unfallfolgen der Daumenprellung nach 8 Wochen keine Rolle mehr spielen“ 

(act. G7.1-6; Ähnliches ist der Kurzbeurteilung vom 23. Oktober 2024 in Suva-act. B1/41 zu 

entnehmen). An der Zuhilfenahme des Reintegrationsleitfadens ist grundsätzlich nichts auszusetzen 
(vgl. zur Zulässigkeit des Nachweises des Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen durch 

Erfahrungswerte das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 18. September 2002, 

U 60/02, E. 2.2). Dr. F.___ unterliess es jedoch gänzlich, sich mit dem Verlauf im konkreten Fall 

auseinanderzusetzen. Eine Ausnahme von der Regel ist aber nicht ausgeschlossen, sofern sie sich als 

solche präsentiert und medizinisch schlüssig begründet wird. Insofern sind die Besonderheiten des 

Einzelfalls zu berücksichtigen (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2014, 

8C_487/2014, E. 4.2). In einer ähnlichen Sachverhaltskonstellation sprach das Bundesgericht von der 

Verursachung einer „richtunggebenden Aktivierung“ eines degenerativen Zustandes durch einen Unfall 

(vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.5). Die Formulierung 

impliziert die Vermutung einer verlängerten Heilungsdauer an einem vorgeschädigten Gelenk. 

Diesbezügliche Überlegungen hat Dr. F.___ jedoch keine angestellt. Das vollständige 

Ausserachtlassen der konkreten Situation an der geschädigten Hand des Beschwerdeführers weckt 

Zweifel an Dr. F.___s Einschätzung. 

5.3 Die Beschwerdegegnerin weist zwar zu Recht drauf hin, dass die Formel „post hoc, ergo proter 
hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall 

verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, allein nicht als Beweis ausreicht (vgl. act. G7, Rz. 

4.4). Vorliegend stellt es sich aber dennoch als Tatsache dar, dass der Vorzustand des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

12/14 

Beschwerdeführers bis zum Unfall vom 10. Juni 2024 während 7 Jahren stumm war. Immerhin darf das 

Auftreten des Schadens nach einem Unfallereignis als Indiz für eine Kausalität gewertet werden 

(NABOLD, a.a.O., S. 58 mit Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 5. Mai 2022, 8C_586/2021, 

E. 5.2.2). Eine weitere Tatsache besteht vorliegend darin, dass die behandelnden Dres. J.___ und 

K.___ am 10. September 2024 – und damit kurz vor der vorliegend strittigen Leistungseinstellung – 
nach eigener Untersuchung des Beschwerdeführers einen im Vergleich zum 17. Juli 2024 

unveränderten Status erhoben haben (Suva-act. B1/16 und 42). Dies erweckt mehr als geringe Zweifel 

an der nicht weiter begründeten Einschätzung einer Heilungsdauer von 8 Wochen, zumal der Ablauf 

von 8 Wochen mit dem 5. August 2024 zwischen diesen beiden fachärztlichen Untersuchungen 

statthatte, welche beide dieselben Ergebnisse zeigten. Im Übrigen sieht der von Dr. F.___ zu Hilfe 

genommene Reintegrationsleitfaden eine maximale Behandlungsdauer von 24 Wochen vor, womit 

auch dieser nicht per se gegen eine längere Behandlungsdauer als die vom Versicherungsmediziner 

vorgeschlagenen 8 Wochen spricht. 

5.4 Dr. F.___ äusserte sich – wie gesagt – mit keinem Wort zur konkreten Situation der rechten Hand 
des Beschwerdeführers, währenddem Dr. G.___ darauf hinwies, dass traumatisierte 

Arthrosebeschwerden bei allen Gelenken lange dauern würden (act. G3.3-3). Es leuchtet ein, dass ein 

erheblich vorgeschädigtes Gelenk länger braucht, um sich von traumatischen Einflüssen zu erholen, 

als ein gesundes Gelenk. Soweit die Beschwerdegegnerin erklärt, Dr. G.___s Ausführungen, dass der 
Beschwerdeführer ohne den erlittenen Unfall überwiegend wahrscheinlich beschwerdefrei geblieben 

und die Operation nicht nötig gewesen wäre, seien rein spekulativ und überdies widersprüchlich (act. 

G7, Rz. 4.8), kann ihr nicht gefolgt werden. Dass Dr. G.___ darauf hinweist, dass im Nachhinein nicht 

mit Sicherheit beurteilt werden könne, ob der Zeitpunkt der Operation richtig gewesen sei, dürfte in 

jedem Fall der Aussage von Ärztinnen und Ärzten entsprechen, in welchem eine Operation nicht 

sämtliche Schmerzen zu beenden und den Gesundheitsschaden zu heilen vermag, weshalb mit dieser 

Aussage nicht die Operationsindikation in Frage gestellt wird. Und wie die Beschwerdegegnerin eigens 

ausführt, sind die Durchführung und Wahl der Behandlungsmassnahmen Sache der medizinischen 

Behandler (act. G7, Rz. 4.8), weshalb es dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen darf, 

dass Dres. J.___ und K.___ von der Handklinik ihm zu dieser Operation rieten und er ihrem Rat folgte. 

Sie gingen laut Aktenlage davon aus, dass dies der schnellste Weg sein sollte, um die durch das 

Trauma vom 10. Juni 2024 aktivierten Arthrosebeschwerden zu lindern. So sahen sie noch am 17. Juli 

2024 eine zur Voruntersuchung unveränderte deutliche Schwellung an der Daumenbasis. Aufgrund 

einer dreimonatigen Operationsunmöglichkeit nach einer Infiltration erachteten sie eine CMC 
Gelenkprothese als zielführender (Suva-act. 16-3 und 51-2). Insgesamt bestehen vorliegend gewichtige 

Anhaltspunkte dafür, dass von einer über acht Wochen liegenden Heilungsdauer auszugehen ist; 

jedenfalls ist die Terminierung von Dr. F.___ mit mehr als geringen Zweifeln behaftet.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

13/14 

5.5 Nach dem in den vorstehenden Erwägungen Dargelegten ist das Dahinfallen jeglicher Kausalität 
per 21. September 2024 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Anhand der vorliegenden 

medizinischen Akten lässt sich nicht herleiten, dass die Folgen des versicherten Ereignisses im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung für das damals bestehende Beschwerdebild mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit bedeutungslos geworden waren. Auf der anderen Seite erlauben die vorhandenen 
medizinischen Angaben auch keine endgültige Festlegung eines späteren 

Leistungseinstellungszeitpunkts, zumal sich keine Ärztin und kein Arzt dazu äussert. Dr. G.___ erklärt 

lediglich, dass der vom Versicherungsmediziner festgelegte Zeitrahmen viel zu kurz sei (act. G3.3). Die 

Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zu ergänzenden Abklärungen (externe fachärztliche 

Beurteilung nach Einholung der Krankengeschichte/des Behandlungsverlaufs bei den behandelnden 

Fachpersonen) zurückzuweisen. Ergeben die weiteren Abklärungen keinen überwiegend 

wahrscheinlichen Wegfall jeglicher Unfallkausalität im Zeitpunkt des operativen Eingriffs vom 7. Oktober 

2024, besteht diesbezüglich und betreffend der daran anschliessenden Heilungsphase eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Daran ändert nichts, dass mit diesem Eingriff vornehmlich 

ein unfallfremder Gesundheitsschaden behandelt wurde. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang 

indes, dass eine allfällig prolongierte Schmerzsymptomatik nach den Eingriffen resp. nach der 

Rehabilitationszeit kaum mehr eine Unfallfolge darstellt (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts vom 

2. Mai 2007, U 136/06, E. 3.2). Nach dem Gesagten ist die Angelegenheit aufgrund der Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes (vgl. vorstehend E. 3.4 und E. 3.5) zur Vervollständigung des Sachverhalts 

und anschliessend neuer Prüfung des Fallabschlusses an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  

6.  

6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 2. Januar 2025 aufzuheben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten. 

6.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

6.3 Der obsiegende Beschwerdeführer (als Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die 
Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen [BGE 127 V 234 E. 2b/bb]) hat Anspruch auf eine 

Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, 

diese ermessensweise – wie in vergleichbar aufwändigen Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/5 
 

 

14/14 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. 

Januar 2025 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen 

und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird auf die 

Beschwerde nicht eingetreten. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu 

bezahlen (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 05.12.2025
	Art. 6 UVG. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf den Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine vel ante nach Traumatisierung eines degenerativen Vorzustandes an der Hand. Nichteintreten betreffend geltend gemachten Leistungen aus einem früheren Unfall, welche nicht Anfechtungsgegenstand bilden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Dezember 2025, UV 2025/5).

		2026-01-28T03:56:34+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen