# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 809039f7-aa80-5083-8978-88a980bbf4c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.03.2025 E-1595/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1595-2025_2025-03-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

31.03.2025 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (2C_186/2025) 

 
 
 
 

 
 

  

 

 Abteilung V 

E-1595/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 

Gerichtsschreiberin Karin Parpan 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Deutschland,  

c/o BAZ (…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 26. Februar 2025. 

 

 

 

E-1595/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am 14. Februar 2025 in der Schweiz ein Asyl-

gesuch. 

B.  

B.a Am 24. Februar 2025 wurde der Beschwerdeführer im Beisein seiner 

zugewiesenen Rechtsvertretung zu seinen Asylgründen angehört. Dabei 

machte er im Wesentlichen Folgendes geltend:  

B.b Er lebe seit rund 60 Jahren in B._______. Im Jahr 2015 habe sein Ver-

mieter, mit dem er in einem Rechtsstreit gestanden habe, ihn bei einem 

fingierten Verkehrsunfall zu töten versucht. Er habe dieses Ereignis mit 

schweren Verletzungen überlebt. Der Mordversuch sei behördlich unter-

sucht worden; weil sein Vermieter gute Beziehungen gehabt habe, sei der 

Täter jedoch nur wegen des Verkehrsdelikts bestraft worden. Im Jahr 2020 

habe der Vermieter ihn – ohne, das Vorliegen eines rechtsgültigen Räu-

mungsbefehls – mit einer Zwangsräumung aus der Wohnung entfernt und 

dabei sein Eigentum beschlagnahmt. Er habe wiederholt erfolglos ver-

sucht, seine Ansprüche auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Strafanzei-

gen, die er gegen mehrere Personen (darunter auch Angehörige der betei-

ligten Gerichte, den bayrischen Ministerpräsidenten und den Bürgermeis-

ter von B._______) erstattet habe, seien nicht bearbeitet oder von der 

Staatsanwaltschaft als unberechtigt abgewiesen worden. Er habe ange-

sichts dieses Justiz- und Korruptionsskandals in den vergangenen Jahren 

versucht, ausserhalb der deutschen Gerichtsbarkeit zu seinem Recht zu 

kommen, so beispielsweise in Österreich, Luxemburg, Belgien, Frankreich, 

Holland, Dänemark, Schweden und Ungarn. Nachdem ihm die Behörden 

dieser Länder nicht geholfen hätten, wende er sich nun an die neutrale 

Schweiz. 

B.c Der Beschwerdeführer reichte neben seinen Reisepapieren unter an-

derem eine Vielzahl von Dokumenten bezüglich des angeblichen Mordver-

suchs aus dem Jahr 2015 und der Zwangsräumung seiner Wohnung im 

Jahr 2020 zu den Akten. 

C.  

C.a Die Vorinstanz unterbreitete der zugewiesenen Rechtsvertretung des 

Beschwerdeführers am 26. Februar 2025 den Entwurf des ablehnenden 

Asylentscheids zur Stellungnahme. 

E-1595/2025 

Seite 3 

C.b Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom gleichen Tag Stellung 

zum Entscheidentwurf nehmen und erklärte sich mit diesem nicht einver-

standen. 

D.  

Mit Verfügung vom 26. Februar 2025 – eröffnet am 28. Februar 2025 – ver-

neinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers; es 

lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Wegweisungsvollzug an. 

E.  

Die zugewiesene Rechtsvertretung des Beschwerdeführers legte das Man-

dat am 28. Februar 2025 nieder. 

F.  

F.a Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe an das Bundesverwaltungs-

gericht vom 6. März 2025 (Datum Postaufgabe) Beschwerde gegen den 

Asylentscheid des SEM. Darin beantragte er die Aufhebung der Verfügung, 

die Anerkennung seiner Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung; 

eventualiter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung aus der 

Schweiz unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, und es sei seine vor-

läufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht wurde die Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung und amtlichen Verbeiständung, 

der Verzicht auf eine Kostenvorschusserhebung und eventuell die Wieder-

herstellung der aufschiebenden Wirkung (der Beschwerde) beantragt. 

F.b Mit der Beschwerde wurden wiederum mehrere Dokumente im Zusam-

menhang mit den Vorfällen der Jahre 2015 und 2020 zu den Akten gereicht. 

G.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

10. März 2025 in digitaler Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG; SR 142.31). 

Am gleichen Tag wurde dem Beschwerdeführer der Eingang seines 

Rechtsmittels bestätigt.  

H.  

Am 10. März 2025 informierte der Beschwerdeführer das Gericht, dass er 

sich wegen einer Lungenentzündung in Spitalbehandlung habe begeben 

müssen und äusserte sich unter anderem zu seinem Verhältnis zur Kran-

kenversicherung C._______.  

 

  

E-1595/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-

ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet 

auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG kommt der Beschwerde grundsätzlich 

aufschiebende Wirkung zu, und diese wurde von der Vorinstanz vorliegend 

nicht entzogen. Auf den Eventualantrag, es sei die aufschiebende Wirkung 

wiederherzustellen, ist daher nicht einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zwei-

ten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a 

Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

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Seite 5 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Glaubhaft gemacht ist sie, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tat-

sachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihren Asylentscheid mit der mangelnden 

flüchtlingsrechtlichen Relevanz der geltend gemachten Vorbringen. Der 

Beschwerdeführer mache gar nicht geltend, aktuell an Leib und Leben ge-

fährdet zu sein; einen Angriff auf seine körperliche Unversehrtheit habe es 

einzig vor zehn Jahren gegeben, wobei es eine unbelegte Interpretation 

sei, dass es sich dabei um eine versuchte vorsätzliche Tötung gehandelt 

habe. Die deutschen Gerichte hätten sich gemäss den eingereichten Un-

terlagen mit dieser Unterstellung befasst und seien zu einem anderen 

Schluss gelangt. Die Behauptung, wonach er wegen eines Justiz- und  

Korruptionsskandals der ihm zustehenden Rechte beraubt worden sei, 

habe der Beschwerdeführer nicht belegen können. Den Unterlagen sei zu 

entnehmen, dass die deutsche Justiz sich ausgiebig und unter Beachtung 

rechtstaatlicher Grundsätze mit den Rechtstreitigkeiten zwischen ihm und 

dem früheren Vermieter auseinandergesetzt habe. Soweit er überhaupt 

eine anhaltende Verfolgung geltend mache, könne er sich weiterhin an die 

deutschen Behörden wenden. Dass er mit dem Ausgang eines Rechts-

streits nicht einverstanden gewesen sei, könne nicht zur Anerkennung sei-

ner Flüchtlingseigenschaft führen.  

5.2 In seinem Rechtsmittel wirft der Beschwerdeführer dem SEM vor, seine 

politische Verfolgung zu verkennen und den rechtserheblichen Sachverhalt 

nicht genügend abgeklärt zu haben. Ein kurzer telefonischer Kontakt des 

SEM mit dem zuständigen deutschen Gericht hätte die Richtigkeit seiner 

Sachverhaltsdarstellung ergeben. Mit der Beschwerde reiche er zu deren 

Beleg unter anderem Kopien seiner Korrespondenz mit der Präsidentin des 

Bundesgerichtshofs Karlsruhe und dem Präsidenten des Deutschen  

Verwaltungsgerichts D._______ sowie einen Beschluss des Landgerichts 

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Seite 6 

B._______ vom 23. Februar 2022 zu den Akten. Weiteren Unterlagen sei 

beispielsweise zu entnehmen, dass die Präsidentin des Amtsge-

richts B._______ und der Justizminister gelogen hätten und die General-

staatsanwaltschaft B._______ sich – durch Nichtzulassung staatsanwalt-

schaftlicher Ermittlungen – strafbar gemacht habe. Schliesslich lege er ei-

nen Ambulanz-brief der (…)-Klinik E._______ vom 18. August 2023 ins 

Recht. Seines Erach-tens dürfe es in einem Rechtsstaat nicht erlaubt sein, 

einen unliebsamen Bürger wegen falscher Behauptungen auf Nimmerwie-

dersehen in die Psychiatrie einsperren zu lassen; das Gleiche gelte für die 

Implantierung eines GPS-Chips in seinen Rücken, mit dem jeder seiner 

Schritte verfolgt werden könne. Bei den eingereichten Dokumenten handle 

es sich lediglich um Beispiele aus tausenden nicht beantworteten und un-

terschlagenen Beweismitteln. 

6.  

6.1 Bei Deutschland handelt es sich um einen Mitgliedstaat der Europäi-

schen Union und damit um einen verfolgungssicheren Heimatstaat (sog 

"Safe Country") im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG. Es besteht damit 

die gesetzliche Regelvermutung, dass in Deutschland keine asylrelevante 

staatliche Verfolgung existiert und der Schutz vor nichtstaatlicher Verfol-

gung gewährleistet ist. Diese Vermutung kann im Einzelfall durch konkrete 

und substanziierte gegenteilige Hinweise widerlegt werden (vgl. hierzu 

etwa Urteile BVGer D-3866/2024 vom 28. Juni 2024 E. 7, D-2290/2024 

vom 3. Mai 2024 E. 6 f. oder E-2298/2023 vom 1. Mai 2023 E. 5). 

6.2 Dem Beschwerdeführer ist ein solcher Nachweis offensichtlich nicht 

gelungen. Den Akten sind keine objektiven Hinweise auf entsprechende 

Verfolgungsmassnahmen zu seinem Nachteil zu entnehmen. Seine Aus-

führungen – sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch auf Beschwer-

deebene – vermitteln den Eindruck, dass es sich bei den dargelegten Er-

lebnissen um subjektive Wahrnehmungen handelt, welche keinen Bezug 

zur Realität aufweisen. Insbesondere lassen die eingereichten Beweismit-

tel in keiner Art und Weise darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer 

in Deutschland einer asylbeachtlichen Verfolgung ausgesetzt war respek-

tive bei seiner Rückkehr dorthin zu gewärtigen hätte. Sollte er zu einem 

späteren Zeitpunkt tatsächlich Opfer von Verfolgungshandlungen durch 

Vermieter oder andere Privatpersonen werden, wäre zudem – mangels ge-

genteiliger konkreter Anhaltspunkte – davon auszugehen, dass der deut-

sche Staat willens und fähig wäre, ihm adäquaten Schutz zu gewähren. 

6.3 Die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ist zu verneinen. 

Das SEM hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

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Seite 7 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines EU-Mitgliedstaats, 

weshalb er sich grundsätzlich auf die Bestimmungen des Abkommens zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Ge-

meinschaft und ihren Mitgliedstaaten über die Freizügigkeit (sog. Frei- 

zügigkeitsabkommen [FZA], SR 0.142.112.681) berufen könnte. Das SEM 

hat in der angefochtenen Verfügung jedoch zu Recht darauf hingewiesen, 

dass dieser Umstand der Anordnung der Wegweisung vorliegend praxis-

gemäss nicht entgegensteht, weil der Beschwerdeführer sich, soweit er-

sichtlich, nicht aus einem der im FZA genannten Gründe in der Schweiz 

aufhält, sondern allein zwecks Einreichung eines Asylgesuchs in die 

Schweiz eingereist ist (vgl. angefochtene Verfügung S. 4). 

7.3 Die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz ist demnach eben-

falls zu bestätigen, zumal der Beschwerdeführer auch sonst weder über 

eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch 

auf Erteilung einer solchen verfügt (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den ge-

setzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

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Seite 8 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da der Be-

schwerdeführer keine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft ma-

chen konnte, findet der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrück-

schiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung. Seine Rückkehr 

in den Heimatstaat ist demnach mit Bezug auf Art. 5 AsylG rechtmässig. 

8.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde- 

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Dies gelingt ihm nach dem oben Gesagten nicht. 

8.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist zulässig. 

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

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Seite 9 

8.3.1 Mit der Aufnahme in die Liste der verfolgungssicheren Heimatstaaten 

wurde Deutschland auch als Land qualifiziert, in welches eine Rückkehr in 

der Regel zumutbar ist (vgl. Art. 83 Abs. 5 AIG, Art. 18 und Anhang 2 der 

Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der  

Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281]). 

Es obliegt auch hier der betroffenen Person, diese Legalvermutung ge- 

gebenenfalls mit substanziierten Gegenargumenten umzustossen. 

8.3.2 Dies gelingt dem Beschwerdeführer in seinem Rechtsmittel offen-

sichtlich nicht. Den Akten sind keine individuellen Wegweisungsvollzugs-

hindernisse zu entnehmen, zumal die Lungenentzündung und die anderen 

Gesundheitsbeschwerden, unter denen der Beschwerdeführer aktuell 

leide, zweifellos auch in Deutschland behandelbar wären. Demnach be-

steht kein Grund zur Annahme, er werde im Fall der Rückkehr in seinen 

Herkunftsstaat in eine existenzbedrohende Situation geraten. 

8.3.3 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich damit auch als zumutbar. 

8.4 Schliesslich ist der Vollzug der Wegweisung auch möglich (Art. 83 

Abs. 2 AIG), nachdem der Beschwerdeführer über gültige deutsche Reise-

papiere verfügt. 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Die Gesuche des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und amtlichen Rechtsverbeiständung sind abzuwei-

sen, weil seine Rechtsbegehren aussichtslos waren (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

Der Antrag auf Befreiung von der Vorschusspflicht wird mit dem vorliegen-

den Entscheid in der Sache gegenstandslos.  

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.‒ 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

E-1595/2025 

Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewie-

sen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Karin Parpan 

 

 

Versand: