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**Case Identifier:** 7210e524-39bf-5bd3-94c8-0b85d694c6d0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.01.2021 IV 2019/35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-35_2021-01-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/35

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.01.2022

Entscheiddatum: 26.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 26.01.2021
Neuanmeldung nach Abweisung. Würdigung eines polydisziplinären 
Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 26. Januar 2021, IV 2019/35).

Entscheid vom 26. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Monika Gehrer-Hug und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2019/35

Parteien

A.___

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

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Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich erstmals am 11. Mai/1. Juni 2005 (IV-act. 1) zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie beantragte Berufsberatung, 

Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit und eine Rente. Seit Geburt leide sie an 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Sie habe Depressionen, Angstzustände, 

Panikattacken und Herzrhythmusstörungen. Sie habe eine […]-ehre gemacht und sei 

(seit 200_ geschiedene) Mutter von drei Kindern. Wegen der Angstzustände sei sie 

teilweise (zum Beispiel beim Einkaufen) auf Begleitung durch Drittpersonen und 

ausserdem auf ein Auto angewiesen, weil sie nicht allein Busfahren könne. Aus 

wirtschaftlichen Gründen wäre sie auf einen Wiedereinstieg in eine Erwerbstätigkeit 

angewiesen, doch sei das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich.

A.a. 

Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, gab in einem IV-

Arztbericht vom 9. Juni 2005 (IV-act. 5) an, es lägen als Diagnosen eine Adipositas (seit 

Schulalter) und Depressionen (seit Jahren) vor, ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit sei eine arterielle Hypertonie. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherten als 

Hausfrau sei unklar. Die Zumutbarkeit einer Tätigkeit müsse in einer Berufserprobung 

abgeklärt werden. Vor ca. sechs Jahren habe die Versicherte 50 kg abgenommen. 

Durch Übergewicht und andere Belastungen komme es immer wieder zu 

Erschöpfungszuständen und Panikattacken, derentwegen es 1997 und 2002 zu 

notfallmässigen Hospitalisationen gekommen sei. Zurzeit sei ein bariatrischer Eingriff 

geplant. - Ein beigelegter Bericht der Kantonalen Psychiatrischen Dienste, Klinik C.___, 

vom 2. Juli 1997 (IV-act. 5-7 ff.) betraf einen Aufenthalt der Versicherten vom 14. bis 

20. Juni 1997 wegen akut aufgetretener Suizidalität. Es habe eine akute 

Belastungsreaktion aufgrund einer schwierigen familiären Situation bestanden. Die 

Symptome seien innerhalb von wenigen Tagen abgeklungen. Bei der Versicherten sei 

plötzlich der Austrittswunsch aufgetreten, weil ihr […] alter Sohn nicht zufriedenstellend 

betreut sei. - Das Kantonale Spital D.___ hatte am 23. August 2002 (IV-act. 5-5 f.) über 

eine Hospitalisation der Versicherten vom 15. bis 16. August 2002 wegen einer akuten 

A.b. 

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Panikstörung mit vegetativen Symptomen bei bekannter depressiver Panikstörung seit 

mehreren Jahren berichtet. Hinweise für eine somatische Ursache hätten nicht 

gefunden werden können. - Die Klinik für Chirurgie der Spitalregion E.___ hatte am 

28. Februar 2005 (IV-act. 5-10 ff.) als Diagnosen eine Superobesitas, eine arterielle 

Hypertonie, den Verdacht auf ein leichtes OSAPS (wohl: obstruktives 

Schlafapnoesyndrom), eine Refluxsymptomatik, bekannte Depressionen und einen 

Nikotinabusus angegeben. Die Versicherte habe keinen depressiven Eindruck gemacht, 

unter entsprechender Medikation sei ihr Zustand zurzeit stabil. Sie habe davon 

berichtet, dass in der Familie Persönlichkeitsstörungen und Depressionen bekannt 

seien. Die Versicherte sei für einen bariatrischen Eingriff qualifiziert, abgeklärt werden 

müssten noch Kontraindikationen im psychiatrischen Bereich.

Die Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychotherapie (F.___, Psychologin, 

Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) gab in einem IV-

Arztbericht vom 25. August 2005 (IV-act. 8) an, es lägen eine rezidivierende depressive 

Störung, derzeit mittelgradige depressive Episode, und eine Agoraphobie vor, daneben 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Abhängigkeitssyndrom Sedativa, ein 

Verdacht auf atypische Bulimie und Adipositas. Vom 29. August 2002 bis 20. Mai 2003 

hätten neun Behandlungstermine stattgefunden. Seit dem Wiedereintritt in die 

Fachstelle am 5. April 2005 (zurzeit ohne Termine) werde bis auf weiteres eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Im Jahr 2004 seien die Ängste nach dem 

Suizid des nahen Verwandten wieder aufgetreten. Zurzeit bestehe ein akuter Stress 

wegen einer Herzklappenoperation des Lebenspartners. Eine testpsychologische 

Abklärung habe eine Vermeidung (u.a. Alleinsein, Plätze, Busse, Züge) und Angst, ein 

abnormes Essverhalten, starke Angstsymptome, eine schwere Depression (Beck'sches 

Depressionsinventar), extreme Körperempfindungen und eine selbstunsichere 

dependente und depressive Persönlichkeitsstruktur (SKID II Fragebogen) aufgezeigt. 

Es wäre eine stationäre Behandlung indiziert.

A.c. 

Am 23. Mai 2006 (IV-act. 20) fand eine Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt 

der Versicherten statt. Die Versicherte habe angegeben, nach der Bürolehre bis zur 

Heirat 1991 im Bürobereich gearbeitet zu haben, 1994/95 noch in Teilzeit, seit der 

Geburt des zweiten Kindes 199_ nicht mehr. Dieses leide an POS und bedürfe der 

Therapie; seine Besonderheiten erforderten sehr viel Kraft und Nerven, der […]-

A.d. 

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tklässler müsse bei allen Lebensverrichtungen geführt und kontrolliert werden. Für 

diese beiden Kinder erhalte sie Alimente. Der Lebenspartner, mit dem sie seit sieben 

Jahren zusammenlebe, leide an einem Gesundheitsschaden, benötige beim Arbeiten 

eine Betreuung und erhalte für die Zeit seit 2004 eine ganze Rente mit Kinderrente für 

das gemeinsame Kind. Sie selbst könnte nur während den Blockzeiten in der Schule 

einer Arbeit nachgehen, allenfalls auch noch am Abend. Der Lebenspartner und 

künftige Ehemann wäre nur bedingt in der Lage, die Kinder bei längerer Abwesenheit 

zu betreuen, und den Eltern wäre eine regelmässige Betreuung altershalber nicht gut 

möglich. Aus wirtschaftlichen Gründen müsste sie einer Teilerwerbstätigkeit 

nachgehen, wenn sie gesund wäre. Einen Versuch von Mai 2004, abends 

Büroreinigung zu machen, habe sie nach kurzer Zeit abgebrochen, weil sie die 

Vorgaben nicht habe einhalten können. Sie verrichte die Tätigkeiten im Haushalt 

grundsätzlich selber. Es wurde bei der Abklärung eine Einschränkung im 

Haushaltsbereich von 8 % ermittelt. Die Arbeitsunfähigkeit im maximal 40 % 

ausmachenden Erwerbstätigkeitsbereich lasse sich noch nicht definitiv einschätzen. 

Die Psychotherapie habe die Versicherte bereits im Sommer 2005 wieder 

abgebrochen. Bei der nun von der Versicherten selbst angegangenen Adipositas könne 

angesichts der erreichten Gewichtsreduktion um rund 20 kg von einem gewissen Erfolg 

gesprochen werden. Bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit im Erwerb ergäbe sich ein 

Invaliditätsgrad von 45 %, beginnend am 5. April 2005.

Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt zunächst am 

12. Juli 2006 (IV-act. 22) dafür, die medizinisch-therapeutischen Optionen seien nicht 

ausgeschöpft. Eine stationäre Behandlung würde mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit zu einer relevanten Verbesserung führen. Die Versicherte sollte zu 

einer Teilnahme verpflichtet werden.

A.e. 

In der Folge (vgl. IV-act. 24) wurde die Versicherte am 1. Dezember 2006 (IV-

act. 28) durch den RAD (Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) 

psychiatrisch untersucht. Im ärztlichen Bericht wurden als Diagnosen (erstens) eine 

Agoraphobie mit Panikstörung und (zweitens) eine soziale Phobie auf dem Boden 

(drittens) einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden und 

abhängigen Zügen benannt. Daneben bestünden (ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit) eine anamnestisch rezidivierende depressive Störung, eine Adipositas 

A.f. 

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B.

Am 17. Dezember 2012 wurde gemeldet, eine Beistandschaft für die Versicherte sei auf 

diesen Tag hin ersatzlos aufgehoben worden (IV-act. 34). - Am 10. Oktober 2014 (IV-

act. 35) ging bei der Sozialversicherungsanstalt ein die Versicherte betreffender 

provisorischer Austrittsbericht des Spitals D.___ vom 3. Oktober 2014 ein. Darin waren 

eine Pancolitis, DD: a.e. viraler Genese, eine Adipositas per magna mit St. n. Magen-

Bypass-Operation 09/08, aktenanamnestisch ein Reizdarmsyndrom ED 04/14, 

per magna, eine Tranquilizier-Abhängigkeit und ein kaufsüchtiges Verhalten. Eine den 

depressiven Beschwerden ähnliche Symptomatik (Angst, Stimmungsschwankungen, 

Antriebsschwäche, Lebensüberdruss) sei den genannten Hauptdiagnosen zuzuordnen. 

Auffällig sei, dass die Versicherte bis dahin so gut wie keine aktiven Anstrengungen zur 

Bekämpfung der Angststörungen unternommen habe. Das Suchtverhalten könne bei 

der gängigen Rechtsprechung zu keiner IV-relevanten Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit führen. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherten für einen modifizierten 

Arbeitsplatz in der bisherigen Tätigkeit als […]-angestellte oder in einer andern dem 

psychischen Leiden adaptierten Tätigkeit sei zurzeit auf 70 % reduziert. Sie, seit Juli 

200_ wieder verheiratet, sei zurzeit aufgrund ihrer passiven und 

versorgungserwartenden Haltung nicht bereit, eine ausserhäusliche Tätigkeit 

aufzunehmen. Es liege ein nicht unerheblicher, psychosozial zu verstehender 

sekundärer Krankheitsgewinn vor. Insofern sei sie zurzeit nicht beruflich 

eingliederungsfähig. Vor einer beruflichen Massnahme müssten von der Versicherten 

eine ausreichende Motivation und eine adäquate Behandlung der Angst- und 

Suchterkrankung verlangt werden.

Am 15. Januar 2007 (IV-act. 31 f.) stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen der Versicherten eine Abweisung ihres Leistungsgesuchs um 

eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 16.8 % (bemessen anhand der gemischten 

Methode mit einer Aufteilung in 60 % Haushalttätigkeit mit einer Einschränkung um 

8 % und in 40 % Erwerbstätigkeit mit einer Einschränkung von 30 % 

[Valideneinkommen Fr. 18'984.--, Invalideneinkommen Fr. 13'289.--]) in Aussicht. Ein 

Gesuch um Eingliederung könne gestellt werden, wenn die Versicherte 

Therapiemassnahmen in Angriff genommen habe. - Am 27. Februar 2007 (IV-act. 33) 

verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle wie angekündigt.

A.g. 

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ausserdem Palpitationen, eine Angststörung und verschiedene Nebendiagnosen 

diagnostiziert worden. Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle legte den Bericht ab, 

weil keine Anmeldung pendent sei (vgl. IV-act. 36). 

C.  

Am 15./22. Juni 2016 (IV-act. 40) meldete sich die Versicherte erneut bei der 

Invalidenversicherung an. Es bestünden eine rezidivierende depressive Störung, aktuell 

schwere Episode, eine Agoraphobie, eine Fibromyalgie (ED 2014) und eine noch 

abklärungsbedürftige Fehlstellung der Zehen beider Füsse. Sie sei seit 17. Mai 2016 in 

der Psychiatrischen Klinik hospitalisiert. - Auf Anfrage gab die Versicherte am 25. Juli 

2016 (IV-act. 47) an, sie werde als Hausfrau tätig sein, so lange sich die psychischen 

und körperlichen Beschwerden nicht verbesserten. Danach würde sie natürlich gern 

eine Teilzeitberufstätigkeit ausüben.

C.a. 

Die Klinik C.___ (Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) hatte 

in einem Schreiben vom 9. Juni 2016 (IV-act. 42) erklärt, es bestünden bei der 

Versicherten in den letzten drei Jahren zunehmende muskuloskelettale Probleme. Bei 

der psychiatrischen Hospitalisation hätten sich ausserdem belastungsabhängige 

Schmerzen wegen der Zehen gezeigt. Diese hätten es der Versicherten erschwert, das 

notwendige Zusatzeinkommen zu der bereits bestehenden Teil-IV-Rente zu 

erwirtschaften. Es stehe eine Reevaluation der Problematik am Bewegungsapparat 

bevor. - In einem Bericht vom 18. August 2016 (IV-act. 49-1 f.) gab die Klinik C.___ der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle bekannt, es lägen bei der Versicherten eine 

schwere depressive Episode, eine Agoraphobie, ein schädlicher Temesta-Gebrauch, 

eine somatische Fibromyalgie und eine Gonarthrose vor. Vom 17. Mai bis 7. August 

2016 sei eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden. Am Ende der vom 17. Mai 

bis 2. August 2016 erfolgten Hospitalisation hätten noch leichte depressive Symptome 

und Knie- und Fussschmerzen persistiert. Zur weiteren Zurückdrängung der 

Depression und Optimierung der Behandlung des Bewegungsapparats sei die 

Versicherte der Tagesklinik und dem Hausarzt zugewiesen worden. Im beigelegten 

Austrittsbericht vom gleichen Tag (IV-act. 49-3 ff.) war festgehalten worden, die zweite 

psychiatrische Hospitalisation sei wegen depressiver Dekompensation mit 

Suizidversuch (Mischintoxikation) bei chronischer finanzieller und gesundheitlicher 

Belastungssituation erfolgt und habe einen positiven Verlauf genommen. Rasch sei ein 

C.b. 

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schwer ausgeprägtes Rezidiv der vorbekannten rezidivierenden depressiven Störung 

deutlich geworden. Zunächst sei Langezeit nur eine schleppende Zustandsbesserung 

eingetreten, nach Beginn einer Augmentationstherapie mit Lithium Mitte Juli jedoch 

dann eine erfreuliche Besserung. Diese Besserung habe die Versicherte trotz noch 

unvollständiger Einstellung auf Lithium etwas abrupt zur Heimkehr und Fortführung der 

Behandlung in der Tagesklinik bewegt. Es waren zwei intermittierende 

Notfallbehandlungen in Spitälern (u.a. Perianalvenenthrombose, Knieschmerzen links 

nach Sturz und Abszess am Oberschenkel) erwähnt worden. - In einem beigelegten 

(älteren) Bericht vom 19. Juni 2015 (IV-act. 49-9 f.) hatte das Medizinische Zentrum 

J.___ (Dr. med. K.___, Facharzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin) erklärt, 

aufgrund der Anamnese und des klinischen Untersuchungsbefundes (sämtliche tender 

points positiv) könne gemäss den revidierten ACR-Kriterien von 1990 und der aktuellen 

S3-Leitlinie der AWMF (D) die Diagnose einer Fibromyalgie gestellt werden. - Das Spital 

L.___ hatte am 27. Juni 2016 (IV-act. 49-2 f.) u.a. von einer beginnenden lateral 

betonten Gonarthrose links mit Vd. a. aktivierte Retropatellararthrose, dem Abszess am 

OS, der schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome, der 

Agoraphobie, der Fibromyalgie und dem St. n. Perianalvenenthrombose berichtet. - 

Med. pract. M.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, gab im IV-Arztbericht 

vom 20. Oktober 2016 (IV-act. 56) an, die Versicherte sei nur am 4. und am 25. August 

2016 in die Sprechstunde gekommen. Er legte einen Aufnahmebericht des Psychiatrie-

Zentrums vom 19. August 2016 (IV-act. 56-4 f.) bei. Darin war festgehalten worden, 

zurzeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit der Versicherten. 

Der IV-Eingliederungsverantwortliche hielt am 25. November 2016 (IV-act. 60) fest, 

die Versicherte habe erklärt, sie wünsche sich keine Unterstützung bei der 

Stellensuche, denn sie fühle sich dazu, zu einem Arbeitstraining oder zu einer 

beruflichen Abklärung nicht in der Lage. Sie sei schon froh, wenn sie den Haushalt - 

eingeschränkt - erledigen könne. Der Ehemann beziehe (wegen neurologischer und 

Herzprobleme) eine halbe Rente, aber wegen Anrechnung hypothetischen Einkommens 

(sie betreffend) keine Ergänzungsleistungen, der Sohn (wegen […]-syndroms; er habe 

auch immer wieder mit Drogenproblemen zu kämpfen) eine ganze Rente. - Am 

13. Dezember 2016 (IV-act. 63) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen der Versicherten mit, berufliche Eingliederungsmassnahmen seien 

C.c. 

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nicht angezeigt. Sie sei vorwiegend als Hausfrau tätig. Der Rentenanspruch werde 

noch geprüft.

Das Psychiatrie-Zentrum gab am 3. März 2017 (IV-act. 66) bekannt, es habe nur 

zwei Konsultationen (Erstgespräch am 8. August 2016 und Konsultation am 

5. Dezember 2016) gegeben; weitere Konsultationen/Behandlungen seien nicht 

gewünscht worden. - Facharzt med. pract. M.___ gab am 16. Juni 2017 (IV-act. 72-2) 

bekannt, die Versicherte sei in den letzten sechs Monaten viermal bei ihm in der 

Sprechstunde gewesen (wegen Asthma bronchiale, Bauchbeschwerden, muskulären 

Schmerzen), habe aber die psychische Situation nicht angesprochen.

C.d. 

Am 17. August 2017 (IV-act. 81) fand eine neue Abklärung an Ort und Stelle im 

Haushalt statt. Die Versicherte habe angegeben, seit etwa zwei Jahren Schmerzen am 

ganzen Körper zu haben. Nach ca. einer Viertelstunde Sitzens schmerze der 

Oberschenkel. Je nach Tätigkeit habe sie Schmerzen in den Beinen und Oberarmen, 

die Beschwerden seien aber immer vorhanden. Es sei eine Operation am linken Fuss 

geplant. Seit dem Aufenthalt in der Klinik mit entsprechender Medikation gehe es ihr 

psychisch besser und sie sei nicht mehr in Behandlung, sei sich jedoch bewusst, dass 

sie eine solche wieder aufnehmen müsse. Früher habe sie während fast eines Jahres 

wegen Angstzuständen das Haus nicht verlassen können, nun sei ihr das auch 

möglich, wenn es ihr nicht so gut gehe. Sie habe an ca. vier Stunden pro Tag im […]-

stall gearbeitet, dies jedoch seit dem Auftreten der Fibromyalgie aufgegeben. Sie wäre 

im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig, hauptsächlich aus finanziellen Gründen, aber 

auch weil das ihr Selbstwertgefühl und ihre Zufriedenheit mit sich verbessern würde. 

Seit ca. zwei bis drei Jahren gehe es dem Ehemann besser und der drogenabhängige 

Sohn lebe seit zwei Jahren bei seinem Vater. Die Versicherte ergänzte am 

20. September 2017, sie habe sich bei einem Psychiater angemeldet. Ausserdem 

meldete sie unkontrollierbare Gesichtszuckungen und eine Einschränkung an beiden 

Daumen. Bei der Abklärung wurde im Haushalt keine Einschränkung ermittelt. Die 

Versicherte bewältige den Haushalt ohne Dritthilfe, sei aber vermehrt auf Pausen 

angewiesen. Sie ersuche um eine Prüfung von beruflichen Massnahmen. - Am 26. März 

2017 (IV-act. 68) hatte die Versicherte zur Vorbereitung einen Fragebogen zur 

Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt ausgefüllt und erklärt, ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung würde sie im Umfang von 80 % einer 

C.e. 

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Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Kinder seien aus dem Haus und ihr Ehemann beziehe 

eine Invalidenrente. Für sie sei (sc. wohl bei der EL-Berechnung), weil sie gern etwas 

arbeiten würde, ein hypothetisches Einkommen angerechnet worden. Die erforderliche 

Hilfe im Haushalt (beim Einkaufen, dem Öffnen von Flaschen oder Dosen, dem Heben 

schwerer Pfannen und dem Rüsten von Gemüse) leisteten ihr Ehemann, ihre Tochter 

oder ihre Mutter.

Am 6. Februar 2018 (IV-act. 84) gab die Versicherte den Namen der aufgesuchten 

Psychiaterin (gemäss IV-act. 86 nur eine Konsultation, Folgetermine abgesagt) bekannt 

und ausserdem, dass sie sich vor einiger Zeit die Hand gebrochen habe (gemäss IV-

act. 93 am 25. Dezember 2017 zuhause gestolpert). Am 14. März 2018 (IV-act. 87) teilte 

sie mit, sie habe seit drei Tagen eine Halbtagesstelle in einer geschützten Werkstätte; 

sie wolle etwas arbeiten, sei danach aber jeweils sehr müde. Eine Psychotherapie 

könne sie im Moment nicht wahrnehmen. In der freien Wirtschaft fühle sie sich zu 50 % 

arbeitsfähig. Den Fuss lasse sie sich noch nicht operieren. 

C.f. 

Die MEDAS Interlaken Unterseen gab in ihrem interdisziplinären Gutachten vom 

1. Oktober 2018 (IV-act. 104) als Diagnosen bekannt: (erstens) eine weitgehend 

remittierte depressive Störung, (zweitens) einen Status nach Panikstörung, (drittens) ein 

chronisches wesentlich auch mechanisch/belastungsintolerantes Körpersyndrom, 

rumpf-/axialbetont mit/bei darin eingebettet funktionaler Dysbalance bei kalzifizierender 

Periarthropathia humero-scapularis links, Genua valga beidseits mit femoro-patellarem 

Syndrom/Irritation des vorderen Streckapparates links und Status nach 

Teilmeniskektomie rechtes Knie 2011, Coxa profunda beidseits, Vorfuss-Beschwerden 

beider Füsse linksbetont und akzentuierter degenerativer Skelettentwicklung und 

intermittierend akzentuiertem Lumbovertebral-Syndrom und (viertens) einen 

dringenden Verdacht auf signifikante Osteopenie. Ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit seien (verkürzt wiedergegeben) ein Status nach Magen-Bypass-

Operation 2008, anamnestisch ein Asthma bronchiale, unter Behandlung kompensiert, 

und ein Nikotinabusus. Da die Versicherte seit mehr als 20 Jahren keiner 

Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt mehr nachgehe, lasse sich eine bisherige 

Tätigkeit nicht eruieren. In einer angepassten (sc. Erwerbs-) Tätigkeit mit 

umschriebenen Voraussetzungen sei die Versicherte seit der Beendigung der 

psychiatrischen Behandlung im Oktober 2016 zu 80 % arbeitsfähig. Zu 20 % sei die 

C.g. 

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D.

Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 2. Februar 2019 

(Postaufgabe: 4. Februar 2019). Die Beschwerdeführerin beantragt eine Überprüfung 

ihres Anspruchs auf eine Invalidenrente und sinngemäss eine Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und Zusprache einer solchen Rente. Bei der Abklärung seien 

viele verschiedene gesundheitliche Einschränkungen festgestellt worden, die es ihr 

verunmöglichten, eine berufliche Tätigkeit im in der Verfügung angenommenen 

Rahmen zu finden. - Mit Eingabe vom 26. Februar 2019 (act. G 3) reichen die Sozialen 

Dienste der Wohngemeinde der Beschwerdeführerin für sie ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege ein.

E.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. März 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Gemäss dem Gutachten habe sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Verfügung vom 27. Februar 2007 

nicht verschlechtert. Es werde weder geltend gemacht, dass das Gutachten 

unzutreffend sei, noch, dass sich der medizinische Sachverhalt seit der Begutachtung 

verändert bzw. verschlechtert habe. Die Beschwerdeführerin befinde sich auch nicht in 

psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Es sei mit überwiegender 

vollzeitliche Arbeitsfähigkeit qualitativ eingeschränkt. Für Tätigkeiten im Haushalt 

bestehe keine Einschränkung. Seit der medizinischen Aktenlage, welche der Verfügung 

vom 27. Februar 2007 zugrunde gelegen habe, sei es zu einer depressiven Störung mit 

stationärer Behandlung im Jahr 2016 gekommen; die Störung sei inzwischen 

remittiert.  

Mit Vorbescheid vom 7. November 2018 (IV-act. 108) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten eine 

Abweisung des Leistungsgesuchs um eine Rente in Aussicht. Der Invaliditätsgrad 

betrage 16 %. Die Einschränkung ergebe sich aus dem 80 % ausmachenden 

Erwerbsteil. Nach einer vorübergehenden (sc. vollen) Arbeitsunfähigkeit ab 17. Mai 

2016 betrage die Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit seit Oktober 2016 20 %, 

der diesbezügliche Invaliditätsgrad ebenfalls 20 % (Valideneinkommen Fr. 53'793.--, 

Invalideneinkommen Fr. 43'034.--). - Am 4. Januar 2019 (IV-act. 109) verfügte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle gemäss dem Vorbescheid.   

C.h. 

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Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 

27. Februar 2007 nicht bzw. lediglich vorübergehend und nicht rentenrelevant 

verändert habe. Es sei auch kein anderer Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG 

ersichtlich. Ebenfalls nicht ersichtlich sei, weshalb die attestierte Arbeitsfähigkeit von 

80 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar 

sein sollte. Das werde auch nicht substantiiert geltend gemacht.

F.

Am 26. März 2019 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten) entsprochen worden. 

G.

Von der ihr mit Schreiben vom 26. März 2019 eingeräumten Möglichkeit, zur 

Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, hat die Beschwerdeführerin keinen Gebrauch 

gemacht.  

Erwägungen

1.  

Im Streit liegt die Verfügung vom 4. Januar 2019, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 15./22. Juni 

2016, namentlich um eine Rente, abgewiesen hat. Es handelt sich bei dem 

betreffenden Gesuch um eine Neuanmeldung, nachdem ein erstes Gesuch vom 

11. Mai/1. Juni 2005 durch formell-rechtskräftige Verfügung vom 27. Februar 2007 

abgewiesen worden war. - Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 

Juni 2016 eingetreten, was angesichts der anlässlich der damaligen psychiatrischen 

Hospitalisation gestellten Diagnosen (vgl. IV-act. 49-3) nicht zu beanstanden ist. 

1.1. 

Den Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen hat die 

Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 13. Dezember 2016 abgelehnt, - zumindest 

unter anderem - deswegen, weil die Beschwerdeführerin vorwiegend als Hausfrau tätig 

sei. Anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle vom 17. August 2017 stellte die 

Beschwerdeführerin indessen auf Anfrage der Abklärungsperson (vgl. IV-act. 81-11) hin 

ein neues Gesuch um Prüfung (und sinngemäss Zusprache) von beruflichen 

Massnahmen (vgl. IV-act. 81-13). In der Folge hat sie zudem - nach der Aktenlage von 

sich aus (vgl. IV-act. 87) - eine Beschäftigung zu 50 % in der geschützten Werkstätte, 

in welcher ihr Ehemann tätig ist, angetreten, diese aber kurz danach wieder 

1.2. 

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2.  

aufgegeben (vgl. IV-act. 104-29). Gemäss der angefochtenen Verfügung betrachtet die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin nunmehr als zu immerhin 80 % 

Erwerbstätige. Zwar ist davon auszugehen, dass sie mit der angefochtenen Verfügung 

das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin vollumfänglich abgelehnt hat und nicht 

etwa noch eine Verfügung betreffend berufliche Massnahmen vorgesehen war. Die 

Beschwerdeführerin ersucht in der Beschwerde aber einzig um eine Prüfung ihres 

Anspruchs auf Rentenleistungen. - Ergäbe sich, dass ohne Eingliederungsmassnahmen 

ein Rentenanspruch in Frage stünde, so gehörte zum Streitgegenstand demnach zwar 

notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor 

Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen 

korrekt in Anspruch genommen habe. Andernfalls aber handelt es sich dabei nicht um 

die Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Eingliederung, doch könnte sie unter 

Umständen immerhin einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (vgl. Art. 8 IVG) geltend machen (vgl. unten E. 4.6). 

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). - Nach der jüngeren bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach 

dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche psychischen Erkrankungen einem 

strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Die funktionellen 

Folgen der Gesundheitsschädigung sind danach qualitativ zu erfassen und quantitativ 

einzuschätzen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss 

BGE 141 V 281 (vom 3. Juni 2015) in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, 

die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der Kategorie des 

funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz.

2.2. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

2.3. 

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3.  

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

Art. 29 Abs. 1 ATSG.  

Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wurden 

im Rahmen der Neuanmeldung vom Juni 2016 (am 18. und 21. Juni sowie am 4. Juli 

2018) polydisziplinär begutachtet. Vorab kann festgehalten werden, dass die jeweiligen 

Teilbegutachtungen auf einer Kenntnis von den Vorakten, Befragungen der 

Beschwerdeführerin zu ihrem Leiden und zur Anamnese sowie auf den 

fachspezifischen Untersuchungen (samt Labor und Radiologie zu Hand und Knie rechts 

und beiden Füssen; zu psychiatrischen Zusätzen vgl. unten E. 3.3) beruhen und 

insofern vollständig erscheinen.

3.1. 

Dabei ergab sich im Einzelnen, dass unter allgemein-internistischem Aspekt (vgl. 

IV-act. 104-14 ff.) keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die 

Beschwerdeführerin habe von Schmerzen in den Oberschenkeln, den Füssen und dem 

Gesäss und bei Bewegungen der Finger, von Müdigkeit und einer raschen 

Überforderung im täglichen Leben berichtet (vgl. IV-act. 104-26). Der Gutachter der 

Allgemeinen Inneren Medizin erklärte, die Beschwerdeführerin habe authentisch 

gewirkt und es hätten keine Inkonsistenzen bestanden, doch seien die 

Beschwerdeschilderungen wenig präzis und detailliert gewesen. Die immer wieder 

erwähnte Überforderung, z.B. im Haushalt, und die subjektive Einschätzung einer 

vollen Arbeitsunfähigkeit stünden im Widerspruch zu den Alltagsaktivitäten (vgl. IV-

act. 104-34). - Diese Ausführungen enthalten keinen Hinweis auf eine mögliche 

Unvollständigkeit.

3.2. 

Bei der psychiatrischen Untersuchung (vgl. IV-act. 104-52 ff.) wurden zusätzlich 

zur übrigen Befundaufnahme ein Status nach AMDP (vgl. IV-act. 104-61 ff.) und der 

Medikamentenspiegel für (u.a., IV-act. 104-39, -63) Venlafaxin erhoben und eine 

weitere testpsychologische Zusatzuntersuchung (Hamilton-Depressionsskala) gemacht 

(vgl. IV-act. 104-63 f.).

3.3. 

Der Gutachter der Psychiatrie hielt fest, erstens sei die biographische und am 

aktuellen Erleben und Verhalten orientierte Persönlichkeitsdiagnostik bei der 

Beschwerdeführerin weitgehend unauffällig gewesen. Die prognostischen Kriterien 

3.3.1. 

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hätten zweitens keine besonderen Auffälligkeiten aufgewiesen. Und drittens seien die 

komplexen Ich-Funktionen weitgehend intakt gewesen. Auf der Persönlichkeitsebene 

gebe es keine Gründe, die eine reduzierte Arbeitsfähigkeit begründeten (vgl. IV-

act. 104-63). Hinweise auf psychische und Verhaltens-Störungen durch psychotrope 

Substanzen (Suchtmittel) seien nicht gefunden worden (vgl. IV-act. 104-65, vgl. auch 

IV-act. 71), auch nicht solche auf ein aktuelles Depressionsgeschehen oder ein 

erhöhtes Depressionsrisiko. Es habe sich nicht einmal mehr eine leichte depressive 

Episode objektivieren lassen. Die von der Beschwerdeführerin beschriebene 

Angstsymptomatik entspreche nicht mehr einer Panikstörung. Schon im Bericht vom 

19. August 2016 sei ein Status nach einer solchen Störung benannt worden. Die 

diesbezügliche Situation sei trotz umfangreichen Absetzens diverser Medikation 

erhalten geblieben. Zur Kategorie der Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit 

körperlichen Störungen und Faktoren (z.B. Essstörungen) sei zu erwähnen, dass es, da 

die Erwerbstätigkeit 20 Jahren zurückliege, natürlich zu ausgeprägten 

Dekonditionierungsphänomenen komme. Eine final ausgerichtete 

Entschädigungshaltung der Beschwerdeführerin sei allerdings nicht auszuschliessen. 

Ausserdem möchten eine subjektive Leistungsinsuffizienz und ein vorschnelles 

Kapitulieren vor Anforderungen bestehen; das sei jedoch beispielsweise im 

Tagesablauf nicht unbedingt ersichtlich. Auch Krankheitsbilder aus der Gruppe der 

Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend lägen 

nicht vor (vgl. IV-act. 104-65 ff.). 

Der Gutachter der Psychiatrie setzte sich über diese Feststellungen hinaus - 

auch - noch mit den rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien des 

Schweregrads der Störung auseinander und legte dabei dar, die Art, Dosis und 

Intensität der Pharmakotherapie der Beschwerdeführerin würden für ein 

psychiatrisches Leiden sprechen, jedoch handle es sich um einen eher bescheidenen 

Medikamentenspiegel. Der Ausprägungsgrad der psychosozialen Restriktion und 

Desintegration erscheine überschaubar. Es kämen auch nichtversicherte Faktoren wie 

die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt, eine Ausbildung, die inzwischen keine 

besondere Bedeutung mehr habe, und das Alter hinzu (vgl. IV-act. 104-67). Es bestehe 

eine Tendenz zur Somatisierung, die Typika dazu würden sich jedoch nicht nachweisen 

lassen. Eine unmittelbare Kausalität (sc. der Einschränkungen) mit angenommener 

Krankheit sei nicht zwingend vorgegeben, da bei Entwicklungen dieser Art auch andere 

Faktoren eine Rolle spielen könnten (wie Dekonditionierung, Rollenverlust, Non-

Partizipation, keine arbeitsunabhängigen Selbstwertquellen, keine Hobbys und keine 

Tagesstruktur: vgl. IV-act. 104-68). Die Compliance der Beschwerdeführerin auf 

3.3.2. 

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psychiatrischem Gebiet scheine mässig ausgeprägt, seit zwei Jahren werde kein 

Facharzt mehr aufgesucht, eine klare Leistungsmotivation sei nicht erkennbar, die 

Antworttendenzen seien teilweise auffällig gewesen (vgl. IV-act. 104-69 f.). Es sei zu 

diskutieren, ob wirklich in allen vergleichbaren Lebensbereichen ähnliche 

Einschränkungen bestünden; es lasse sich durchaus ein erhebliches Funktionsniveau 

erkennen (vgl. IV-act. 104-69, vgl. auch IV-act. 104-68). Arbeitsplatzbezogene 

Ressourcen gebe es nicht, eine Unterstützung durch Familie und Kollegenkreis schon 

(vgl. IV-act. 104-71). Die Funktions- und Fähigkeitsstörungen lägen in anhaltenden 

Stimmungsschwankungen (vgl. IV-act. 104-70; vgl. auch IV-act. 104-69, dort auch 

Unruhe als Grund für den vorhandenen Leidensdruck genannt), welche die Kriterien 

einer bipolaren Störung nicht erfüllten und allenfalls eine leichte Einschränkung bei der 

Anpassung an Regeln und Routinen bewirkten. Ausserdem seien die Flexibilität und 

Umstellungsfähigkeit leicht eingeschränkt. Die Durchhaltefähigkeit sei am ehesten 

durch die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt, also durch Dekonditionierung, 

eingeschränkt. Die Gruppenfähigkeit sei allenfalls leicht eingeschränkt (vgl. IV-

act. 104-70). Der soziale Kontext scheine nicht in erwerbsrelevantem Ausmass gestört 

(vgl. IV-act. 104-71). Seit der Antragstellung sei bei der Beschwerdeführerin eine 

anhaltende, bleibende und dauerhaft relevante Störung auf psychiatrischem Gebiet 

objektivierbar. Im Sommer 2016 sei sie psychiatrisch schwer krank gewesen, im 

gleichen Sommer sei ihr Zustand aber schon deutlich gebessert gewesen 

("gegenwärtig leichte Episode" gemäss Bericht vom 19. August 2018; vgl. IV-

act. 104-68).

Der Experte der Psychiatrie schloss, die Beschwerdeführerin könne in einer 

angepassten Tätigkeit vollschichtig arbeiten. Eine qualitative Einschränkung von 20 % 

könne dabei toleriert werden. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mache 

zumindest 80 % aus (vgl. IV-act. 104-72).

3.3.3. 

Nach dem oben Dargelegten ist insgesamt festzuhalten, dass eine psychiatrische 

Diagnose, die ein zum Zeitpunkt der Begutachtung erhebliches Leiden umschreibt, 

gemäss dem Gutachten nicht vorliegt (weitgehend remittierte depressive Störung; 

Status nach Panikstörung). Die beschriebenen Einschränkungen korrelieren bei einer 

Würdigung der verschiedenen Angaben zu den Standardindikatoren nicht mit einer 

erheblichen Arbeitsunfähigkeit. Es kann aber insofern auf das Ergebnis abgestellt 

werden, als dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin psychiatrisch betrachtet 

um höchstens 20 % eingeschränkt ist. Angesichts des Ergebnisses zum 

rheumatologischen Aspekt (unten E. 3.4) kann Weiteres zur psychiatrischen Seite 

dahingestellt bleiben.

3.3.4. 

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Bei der rheumatologischen Begutachtung wurden der rheumatologische, Gelenks- 

und Neurostatus (Letzterer kursorisch) erhoben. Der Gutachter legte dar, die 

Beschwerdeführerin habe von wechselhaften Muskelschmerzen und Muskelkater in 

beiden Beinen und Armen, vor allem in den Oberarmen berichtet; auslösend seien 

beispielsweise Treppensteigen oder Fensterputzen. Ausserdem seien in letzter Zeit 

Blockaden der Daumen aufgetreten, an einem halben Tag Kreuzschmerzen. Am linken 

Fuss habe sie oft Probleme wegen der Krallenzehe (vgl. IV-act. 104-79). Der Gutachter 

der Rheumatologie gab aufgrund seiner Abklärung bekannt, die primär genannten 

Beschwerden in den Armen könnten in der klinischen Untersuchung Zeichen einer 

Impingementstörung und einer Intervallreizung mit sekundärer muskulärer Dysbalance 

(funktioneller Schulterhochstand links, Scapula-Shift, capsuläre Irritationszeichen 

linksbetont) zugeordnet werden. Die radiologische Bildgebung habe eine kalzifizierende 

Periarthropathia humero-scapularis gezeigt, die sich der Insertionsregion des 

Infraspinatus zuordnen lasse. An den Knien könnten direkt weder klinisch noch 

radiologisch posttraumatische Einschränkungen und Befunde erhoben werden. 

Hingegen habe sich linksbetont eine femoropatellare Störung des vorderen 

Streckapparates gezeigt, welche Anteile des Beschwerdebildes (wie beim 

Treppensteigen) erklären könne. Auch die Intoleranz von Tätigkeiten wie Staubsaugen 

und Treppensteigen und auftretende Kreuzschmerzen könnten morphologischen und 

radiologisch nachweislichen Akzenten des unteren Rücken-, Becken- und Hüftbereichs 

zugeordnet werden. Höhergradige Störungen hätten sich jedoch betreffend die untere 

LWS nicht ergeben (lediglich Konvergenzempfindlichkeiten). Bei der 

Hüftgelenksuntersuchung sei nur die capsuläre Reizung bei der Rotationsprüfung 

relevant. Funktional könne dieser untere Bereich des rumpfnahen 

Bewegungsapparates aber beispielsweise eine muskuläre Dysbalance und eine 

Belastungsintoleranz mitbewirken. Für eine radikuläre Störung hätten sich keine 

Hinweise finden lassen. Links hätten radiologisch akzentuierte degenerative 

Veränderungen des mittleren Vorfussskeletts aufgezeigt werden können; es bestünden 

Spreizfüsse beidseits linksbetont. Auf ein systemisch entzündliches oder anderes 

differenziertes Leiden aus dem rheumatologischen Formenkreis habe nichts 

hingedeutet (namentlich nicht auf eine generalisierte Chondrokalzinose). Wesentliche 

Teile des vor allem rumpf- und rückenbezogenen Beschwerdebildes könnten durch 

eine Osteopenie mitverursacht sein. Es seien zwar beim Achsenskelett radiologisch 

keine definitiven frakturmorphologischen Wirbelkörperveränderungen ersichtlich 

gewesen, doch bestehe eine signifikante Demineralisation des Achsenskeletts. Das sei 

bei der Formulierung eines Belastungsprofils zu beachten (vgl. IV-act. 104-86 f.). Die 

Angaben der Beschwerdeführerin seien adäquat, differenziert und nachvollziehbar 

gewesen. Die klinische Untersuchung habe bei bester Compliance stattgefunden. 

3.4. 

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Hinweise auf Diskrepanzen habe es nicht gegeben. Es hätten auch keine Waddell-

Zeichen bestanden und keine Fibromyalgie-Tenderpoints (vgl. IV-act. 104-88). Rein 

bezogen auf den Bewegungsapparat sei die Beschwerdeführerin für eine Tätigkeit als 

[…]-angestellte oder eine angepasste bzw. geeignete Verweisungstätigkeit 

medizinisch-theoretisch zu mindestens 80 % arbeitsfähig bei einem vollzeitlichen 

Pensum. Die Einschränkung sei durch einen vermehrten Pausenbedarf (zur 

Sicherstellung von Lockerungs-, Dehnungs- und Gymnastikübungen) und/oder ein 

verlangsamtes Arbeitstempo (aufgrund der Einhaltung der ergonomischen 

Empfehlungen) bedingt (vgl. IV-act. 104-89). - Dieses Ergebnis der Teilbegutachtung 

mit einer wiederum bezeichneten maximalen Arbeitsunfähigkeit von 20 % erscheint 

nachvollziehbar.

Im interdisziplinären Konsens schliesslich ergab sich das Attest einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % für eine angepasste Tätigkeit. Im Haushalt bestehe keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 104-9). Diese beiden Ergebnisse 

basieren auf einer Abwägung der funktionellen Einschränkungen (vgl. IV-act. 104-8) 

und der Belastungsfaktoren und Ressourcen (vgl. IV-act. 104-9) sowie einer 

Konsistenzprüfung (vgl. IV-act. 104-9). Psychosoziale Belastungen stünden nicht im 

Vordergrund (vgl. IV-act. 104-9) und wirkten sich nicht auf die 

Funktionseinschränkungen aus (vgl. IV-act. 104-10). Relevante Persönlichkeitsaspekte 

hätten sich nicht nachweisen lassen (vgl. IV-act. 104-8). Als gutachterlicher Beurteilung 

auf der Grundlage vollständiger Abklärungen kommt diesem Ergebnis hoher 

Beweiswert zu. Die Abstützung auf die psychiatrische Befundlage und die 

entsprechende Begründung sprechen zwar eher für eine maximal 20 % betragende - 

bzw. für eine geringfügigere - diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit. Indessen sind gemäss 

dem Gutachten in somatischer Hinsicht Beeinträchtigungen mehrerer Lokalisationen zu 

berücksichtigen (Schulter und Knie links, LWS, Hüften und Füsse beidseits; V. a. 

Osteopenie), weshalb die Begründung insgesamt nachvollziehbar erscheint. Was die 

Arbeitsfähigkeit in einer Haushalttätigkeit betrifft, in welcher einerseits für die 

Beschwerdeführerin somatisch betrachtet auch weniger geeignete Anteile an 

Tätigkeiten vorkommen, aber anderseits die psychiatrisch bedingten Erfordernisse 

weniger zum Tragen kommen, mit einer freieren Einteilung der Arbeit als in einer 

auswärtigen Erwerbstätigkeit gerechnet werden kann und auch die schadenmindernde 

Mitwirkung der Mitbewohner zu berücksichtigen ist, ist keine höhere Arbeitsunfähigkeit 

anzunehmen. 

3.5. 

Für die Zeit vor der Begutachtung ist aufgrund des Gutachtens retrospektiv davon 

auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin ehemals eine Panikstörung vorgelegen 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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4.  

hatte, während sich die Agora- und die soziale Phobie sowie die 

Persönlichkeitsstörung nicht haben bestätigen lassen. Von einer Arbeitsunfähigkeit von 

30 % vor Mai 2016 ist aufgrund dieser Feststellung im Gutachten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht auszugehen. Im Gutachten wird jedoch dargelegt, im Jahr 

2016 sei es zu einer depressiven Störung gekommen, die stationär habe behandelt 

werden müssen und die in der Zwischenzeit remittiert sei (vgl. IV-act. 104-10). Die 

Arbeitsunfähigkeit von 20 % bestehe seit Oktober 2016 (vgl. IV-act. 104-9). 

Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass die Beschwerdeführerin nach der 

Aktenlage ehemals namentlich an der gesundheitlichen Einschränkung durch eine 

Adipositas und ihre Folgen sowie ausserdem an verschiedenen sozialen Belastungen 

zu leiden hatte. Nach einer Bypass-Operation im September 2008 konnte sie zu einer 

Situation mit lediglich noch Übergewicht (vgl. IV-act. 104-8, vgl. IV-act. 35) gelangen. - 

Im Oktober 2014 war eine Hospitalisation wegen einer Pancolitis erforderlich 

geworden. - Nach der Neuanmeldung musste die Beschwerdeführerin wie erwähnt im 

Mai 2016 noch wegen einer schweren depressiven Episode hospitalisiert werden. Auch 

diese gesundheitliche Beeinträchtigung war jedoch vorübergehender Art gewesen, sie 

dauerte gemäss gutachterlicher Einschätzung bis Oktober 2016. Die Verschlechterung 

mit voller Arbeitsunfähigkeit war somit nicht langdauernd im Sinn einer die Wartezeit 

nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG von einem Jahr übersteigenden Dauer. Inzwischen haben 

auch die psychosozialen Belastungen der Beschwerdeführerin abgenommen (vgl. IV-

act. 104-9). 

3.7. 

Was die Folgen der oben dargelegten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für die 

erwerbliche Situation und für den Aufgabenbereich betrifft, ist davon auszugehen, dass 

ein rentenbegründendes Ausmass an Invalidität (von nämlich 40 %) bei der 

Beschwerdeführerin nicht besteht. Auf die zu wählende Bemessungsmethode - sei es 

die Methode der Bemessung nach dem reinen Einkommensvergleich oder sei es 

diejenige für Teilerwerbstätige mit einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % 

Haushalt, wie sie die Beschwerdeführerin beantragt und die Beschwerdegegnerin in 

der Verfügung angewendet hat - kommt es dabei nicht wesentlich an, weil sich diese 

Feststellung gleichermassen auf den Erwerbstätigkeits- wie auf den Haushaltsbereich 

beziehen lässt:

4.1. 

Das Valideneinkommen der Beschwerdeführerin ist nicht auf einen Betrag über 

dem statistisch erhobenen Durchschnittseinkommen festzulegen. Bei Verhältnissen, da 

somit sowohl Validen- wie Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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zu bestimmen sind, entspricht der Invaliditätsgrad, falls die Arbeitsfähigkeit verwertbar 

ist, dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs 

vom Tabellenlohn gemäss BGE 126 V 75 (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 5. März 

2018, 8C_536/2017 E. 5.1, vom 9. Mai 2016, 8C_934/2015, und vom 20. April 2010, 

9C_215/2010 E. 5.2). 

Eine Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf dem 

Arbeitsmarkt stellt diverse Anforderungen (vgl. IV-act. 104-8 f.). So soll eine adaptierte 

Tätigkeit einfach sein und keine besondere Anforderung an die Konzentration und an 

die Teamfähigkeit und keine Anforderung an eine besondere Stresstoleranz stellen. Es 

sollten keine Lärmbelastung, keine störenden Lichtverhältnisse und keine ständig 

wechselnden Kontakte mit anderen Menschen (Kunden) bestehen. Überkopfarbeiten 

sollten ein allgemein übliches Mass nicht übersteigen. Repetitives Bewältigen von 

Treppen sowie eine Exposition gegenüber Rüttel-, Stoss- und Vibrationseinwirkungen 

auf das Achsenskelett und gegen Sturzereignisse seien zu vermeiden. Tätigkeiten im 

Knien, im Kauern und in konstanter Vorneigung seien auf ein Minimum zu beschränken, 

das Heben und Tragen von Lasten auf maximal 20 kg (vgl. IV-act. 104-9). Da für die 

Invaliditätsbemessung nicht der tatsächliche, sondern ein hypothetischer 

ausgeglichener Arbeitsmarkt relevant ist, auf dem die verfügbaren Arbeitsplätze dem 

Angebot an Arbeitskräften entsprechen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 4. Mai 2018, 

9C_294/2017 E. 5.4.2., AHI 1998 S. 287 E. 3b), der, was die verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch den körperlichen Einsatz angeht, einen 

Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 

9. Januar 2015, 8C_652/2014, und vom 10. April 2019, 8C_811/2018 E. 4.4.1), und der 

selbst sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, 

bei welchen gesundheitlich Beeinträchtigte mit einem sozialen Entgegenkommen von 

Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 18. Dezember 

2019, 9C_693/2019 E. 5.1.3, und vom 28. November 2014, 9C_485/2014), ist davon 

auszugehen, dass die umschriebene, mit 80 % als hoch zu bezeichnende 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin verwertbar ist. 

4.3. 

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug von den Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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5.  

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Da die gesundheitlich bedingten 

Beeinträchtigungen - namentlich der Pausenbedarf - bereits in die medizinische 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung eingeflossen sind und eine vollzeitliche Arbeit zumutbar 

ist, ist jedenfalls kein 10 % übersteigender Abzug vom Tabellenlohn zur Bestimmung 

des Invalideneinkommens gerechtfertigt. Als Abzugsgrund am ehesten in Betracht fällt 

der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach 1991 nicht mehr namhaft 

erwerbstätig war (vgl. IK-Auszug, IV-act. 45). Dieses Kriterium der langen Abwesenheit 

vom Arbeitsmarkt spielt indessen bei dem vorliegend heranzuziehenden tiefsten 

Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1, der einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art umfasst, nur eine unbedeutende Rolle. Es vermag einen Abzug 

nicht zu rechtfertigen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 22. März 2017, 8C_805/2016 

E. 3.3) bzw. wirkt sich nicht zwingend lohnsenkend aus (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 

12. Februar 2020, 8C_190/2019 E. 4.2).

Die angefochtene Verfügung betreffend die Abweisung des Rentenanspruchs 

erweist sich demnach jedenfalls als rechtmässig. Ein reiner Einkommensvergleich 

ergäbe einen Invaliditätsgrad von 28 % (1- [0.8 x 0.9]). Bei Anwendung der gemischten 

Methode mit einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalttätigkeit 

ergäbe sich bei Annahme einer das Attest im Gutachten überschreitenden 

Arbeitsunfähigkeit im Haushalt von 20 % (wie dort für den Erwerbsbereich attestiert) 

ein Invaliditätsgrad von 26.4 % oder rund 26 % (Teilinvaliditätsgrad von 28 % bezogen 

auf 80 % Erwerbstätigkeit zuzüglich und Teilinvaliditätsgrad von 20 % bezogen auf 

20 % Haushalttätigkeit).      

4.5. 

Zur Erleichterung ihrer tatsächlichen Eingliederung in den Arbeitsmarkt stünde es 

der Beschwerdeführerin angesichts einer attestierten Arbeitsunfähigkeit von 20 % frei, 

einen allfälligen Anspruch auf Unterstützung durch die Beschwerdegegnerin prüfen zu 

lassen. Ein solcher setzte allerdings unter anderem auch eine entsprechende 

Mitwirkung von ihrer Seite voraus.

4.6. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.5.1. 

Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Die 

Beschwerdeführerin ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihr die Gerichtskosten in der 

Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen sind. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen 

5.2. bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- befreit.

Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten) am 26. März 2019 ist sie jedoch 

von deren Bezahlung zu befreien. - Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es ihr 

gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden 

(vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.01.2021
	Neuanmeldung nach Abweisung. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Januar 2021, IV 2019/35).

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		2025-07-19T03:09:04+0200
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