# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7899cd2-f9a9-5852-aa18-bed0b8d0c89e
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-24
**Language:** de
**Title:** Beschwerdelegitimation Vorsorgeeinrichtung, kein invalidisierender Gesundheitsschaden, kein Rentenanspruch; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00406
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00406.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00406
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Kudelski
Urteil
vom
24. April 2015
in Sachen
BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
Rechtsdienst
Stampfenbachstrasse
63, Postfach, 8090 Zürich
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
weitere Verfahrensbeteiligte:
X.___
Beigeladener
vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz
Sigg Schwarz
Advokatur
Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1952, arbeitete zuletzt
von 1997 bis 2009
als Lehrer
an der
Y.___
sowie seit 1997 an der
Z.___
(
Urk.
10/2
Ziff.
5.4). Nebenbei ist er seit 2008
als
Qigong
-Lehrer bei der
A.___
tätig (
Ziff.
5/5). Unter Hinweis auf
Erschöpfung, Burnout, Berufsinvalidität sowie de
pressive Zustände meldete er sich am 1
5.
April 2011 bei der Invalidenversiche
rung
zum
Leis
tungsbezug
an (
Ziff.
6.2
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medi
zi
nische und
erwerbliche Situation ab (
Urk.
10/7,
Urk.
10/9
-10
,
Urk.
10/19,
Urk.
10/23,
Urk.
10/44
), holte
Arbeitgeberbericht
e
(
Urk.
10/12
) ein und zog d
ie
im Auftrag der
Vorsorgeeinrichtung
erstellte
n
vertrauensärztliche
n
-psychi
atri
sche
n
Gutachten (
Urk.
7/
4
,
Urk.
7/6
,
Urk.
7/13
) bei.
Nach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
3/3-7
,
Urk.
10/24
) verneinte die IV-Stelle mit Ve
rfügung vom
6.
März 2014 (
Urk.
10/61
=
Urk.
2) einen An
spruch des Versicherten auf eine R
ente der Invalidenversicherung.
2.
Der Kanton Zürich, han
delnd durch die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
(BVK), erhob am 7. April 2014 Beschwerde (Urk. 1) g
egen die Verfügung vom
6.
März 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die An
gelegenheit an die IV-Stelle
zur Vornahme der erforderlichen Abklärungen
zurückzuweisen
.
Mit Verfügung vom 1
7.
April 2014 (
Urk.
4) wurde der Be
schwer
deführerin Frist zur Begründung ihrer Be
schwerdelegitimation angesetzt. Die ent
sprechende Begründung reichte die Beschwerdeführerin mit Stellung
nahme vom 2
1.
Mai 2014 (
Urk.
6) ein.
Nachdem die IV-Stelle mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Juni 2014 (
Urk.
9) be
antragte, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter diese abzu
wei
sen sei, wurde der Versicherte mit Verfügung vom 3
0.
Juni 2014 (
Urk.
11) zum Pro
zess beigeladen. Mit Stellungnahme vom
3.
November 2014 (
Urk.
17) bean
tragte diese
r
die Gutheissung der Beschwerde gemäss den Anträgen der Be
schwer
deführerin, was den Verfahrensbeteiligten am
4.
November
2014 zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
18).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG
bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen
guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Fest
zustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Er
krankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)
ärzt
licherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Ar
beits
- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Be
einträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde
zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar
unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokul
tu
rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
stän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden
kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt,
welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
reichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisie
ren
der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E.
2).
Wenn und soweit
psy
cho
soziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträch
ti
gung der psychischen Integrität füh
ren, indem sie einen ver
selbst
ändigten
Ge
sund
heitsschaden
aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner - unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Fol
gen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteil
des Bun
des
gerichts
9C_
537/2011
vom
2
8.
Juni 20
12
E. 3.2
mit Hinwei
sen
).
1.4
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer De
pression und selbst mittelgradige depressive Episoden
regelmässig
nicht als von de
pressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
si
on
im Sinne eines verselbst
ändigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der be
troffenen Person verunmöglicht, die Folgen der bestehenden
Schmerz
proble
ma
tik
zu überwinden. Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist
(Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2014 vom 2
6.
Juni
2014 E. 3.3.4 mit Hin
weisen;
vgl. auch U
rteil
9C_856/2013 vom 8.
Oktober 2014
E. 5.1.2
).
Zwar ist eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung
nicht schlechthin
auszuschliessen
, indes bedingt deren Annahme, dass es
sich nicht
bloss
um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um
ein
selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressi
ves Lei
den
handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie be
folgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (
Urteil des Bun
des
ge
richts
8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
Eine diagnostizierte rezidivierende depressive Störung als solche stellt keinen psy
chischen Gesundheitszustand dar, der eine Arbeitsunfähigkeit dauerhaft zu
be
gründen vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 10. Novem
ber 2014 E. 4.2).
Praxisgemäss
ist eine leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen
(Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 1
0.
November 2014 E. 4.2). Leichte
bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven
Formen
kreis
gelten zudem grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
Urteil des Bundes
gerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014
E. 3.6.1 mit Hinweisen). Bei mittel
schwe
ren depressiven Episoden (ICD-10 F32.1) verneint das Bundesgericht
regel
mässig
deren invalidisierende Wirkung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
Akzentuierte Persönlichkeitsanteile mit Selbstwertproblematik stellen keine psy
chische Erkrankung nach den diagnostischen Kriterien dar, etwa im Sinne einer Persönlichkeitsstörung. Diese Belastungen sind vielmehr den akzentuierten Persönlichkeitszügen zuzuordnen und fallen als solche nicht unter den Begriff des
rechtserheblichen Gesundheitsschadens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014
vom 1
0.
November 2014 E. 4.2 mit Hinweis auf SVR 2008 IV Nr.
15 S.
43, I
514/06 E. 2.2.2.2).
1.
5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensve
r
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gege
n
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
Die Beschwerdeführerin richtet dem Beigeladenen seit dem
1.
September 2009
L
eistungen aufgrund einer durch
ein
vertrauensärztliches Gutachten
attestierten
Berufsinvalidität aus (
Urk.
6 S. 6). D
a die
rentenabweisende Verfügung
der
Be
sch
w
erdegegnerin
(
Urk.
2)
keine Bindungswirkung für die Beschwerde
führerin entfaltet
(vgl. BGE 115 V 208, 118 V 39)
, fehlt es insoweit an einem
Berührtsein
und an einem schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Änderung
der an
gefochtenen Verfügung.
Die Beschwerdeführerin
erbringt
dem
Beigeladenen
allerdings
zusätzlich
Überbrückung
sleistungen, wobei diese
bei
einer
Zusprech
ung von
Leistungen
durch die Beschwerdegegnerin
zurückzu
erstatten sind
und der Beschwerdeführerin diesbezüglich ein direktes
Forde
rungsrecht
gegenüber der
Beschwerdegegnerin
zusteht (
§
23 BVK-Statuten).
Obwohl es sich dabei um
eine Leistung aus der weitergehenden beruflichen Vorsorge handelt, muss eine Beurteilung
im Gesamten
erfolgen
. I
nsbesondere im Hinblick auf die
zu er
fol
gen
de Koordination zwischen den Ansprüchen, ist die
Beschwerdeführerin durch
die abweisende Rentenverfügung unmittelbar berührt und damit zur Beschwerde
legitimiert
(vgl. Art. 49 Abs. 4 ATSG)
. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass
beim
Beigeladenen
zwar
ge
sundheitliche Einschränkungen vorlägen, welche die Arbeitsfähigkeit in sub
jek
tiver Weise einschränk
ten
. Auslöser für die heutigen Diagnosen sei ein
auf
IV-fremden psychosozialen Faktoren beruhendes
Erschöpfungssyndrom ge
wesen
.
Auch heute noch seien
diverse IV-fremde Faktoren vorhanden. Aus den Akten geh
e ausserdem hervor, dass der B
eigeladene
nicht alle therapeutischen Mass
nahmen wahrnehme (S. 1). Die Abklärungen hätten insgesamt ergeben, dass die
vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen aus rechtlicher Sicht überwind
bar seien. Dies bedeute, dass mit einer zumutbaren
Willensanstren
gung
die an
gestammte Tätigkeit zu 100
%
ausgeübt werden könne. Somit sei kein IV-rele
van
ter Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 2).
3
.2
Demgegenüber vertrat
die
Beschwerdeführer
in
den
Standpunkt
(
Urk.
1), dass
ein IV-relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei
.
Die IV-fremden Faktoren würden nicht überwiegen. Die Ärzte seien zum Schluss gekommen, dass dem
Beigeladenen
die bisherige Tätigkeit nicht mehr und eine angepasste Tätigkeit
lediglich noch eingeschränkt zumutbar sei. Dem Be
igeladenen
sei es zudem nicht
möglich, die Beschwerden mit einer zumutbaren Willensanstrengung zu über
win
den (S. 10).
3
.3
Der Beigeladene stimmte in seiner Eingabe (
Urk.
17) mit der Begründung der Beschwerdeführerin überein. Es gehe klar hervor, dass er an psychischen Be
schwerden mit Krankheitswert leide. Die Annahme
sei falsch, dass
Auslöser für die heutigen Diagnosen ein auf diversen psychosozialen Faktoren beru
hendes
Er
schöpfungssyndrom
gewesen sei
(S.
2).
Die Beschwerdegegne
r
i
n
habe
im Hin
b
lick auf die Schaden
minderung keine Auflage gemacht
. Schliesslich seien
Fragen
der Überwindbarkeit
gar
nicht zu prüfen
(S. 3). Zusammenfassend sei der Invaliditätsgrad gestützt auf die gutachterlich festgestellte Arbeitsunfähig
keit von 60
%
beziehungsweise 50
%
ab
3
0.
Dezember 2012 zu ermitteln (S. 5).
3
.4
Strittig und zu prüfen ist
der Rentenanspruch des Beigeladenen, wobei insbe
sondere umstritten ist
, ob
ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliegt
.
4
.
4
.1
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, erstattete sein vertrauensärztliches Gutachten zuhanden der Beschwerdeführerin am 2
4.
Febru
ar 2011 (
Urk.
7/4
) im Wesentlichen gestützt auf die Untersuchung des
Beigela
denen
sowie die Akten.
Als Diagnosen
(S. 10)
nannte er den Verdacht auf eine
ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) sowie eine sonsti
ge
depressive Episode, atypische Depression (ICD-10 F32.8).
Aus heutiger Sicht be
stehe eine 100%ige Arbeits- und Berufsunfähigkeit als Lehrer. Ob eine beruf
liche
Tätigkeit in einem anderen Bereich möglich sei, habe anlässlich der vertrauens
ärztlichen Untersuchung nicht geklärt werden können (S.
9).
Soweit dies durch ihn beurteilbar wäre, habe der
Beigeladene
alle Massnahmen zur
Schadens
min
de
rung
ergriffen (S. 10).
4
.2
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom
1.
Juni 2011 (
Urk.
10/9) aus, dass er den Be
igeladenen
seit
dem
3
0.
August 2010 behandle (
Ziff.
1.2) und nannte als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Persönlichkeit mit ängstlichen und zwanghaften Zügen (ICD
-
10
F60.6)
,
seit circa 2005 (
Ziff.
1.1).
Der
Beigeladene
komme nur noch sporadisch zu ihm, wobei unklar sei, ob eine intensivere The
rapie etwas bringe
n würde
(
Ziff.
1.5). Ein konstantes Leistungsvolumen sei nicht möglich. Dem Be
igeladenen
fehle
die dynamische Spannkraft, die
Spannungs
toleranz
sowie die Adynamie. Die bisherige Tätigkeit als Lehrer sei dem Be
igela
denen
nicht mehr zumutbar. Die bisherige Tätigkeit als
Qigong
-Lehrer sei ihm aus
medizinischer Sicht zu
z
ir
k
a 20-25
%
zumutbar, wobei eine Leistungsfähig
keit von
75
%
im Hinblick auf ein 100
%
-
Pensum bestehe.
In einem struktu
rier
ten Kontext sei eine produktive Arbeitstätigkeit aber nicht mehr möglich (
Ziff.
1.7).
4
.3
Dr.
med.
D.___
, Facharzt
für
Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
9.
Juni 2011 (
Urk.
10/10) aus, dass er den Be
igeladenen
seit 1998 behandle (
Ziff.
1.2) und nannte folgende, mindestens seit 2005 bestehen
den, Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
m
ittelschwere depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)
-
a
nfänglich mit deutlicher Angstkomponente (ICD-10 F41.2)
-
p
sychophysisches Erschöpfungssyndrom (ICD-10 Z73.0)
Die bisherige
Tätigkeit als Lehrer sei dem Be
igeladenen
nicht mehr zumutbar und er sei
als
100
%
schulinvalid zu betrachten. Es bestehe zurzeit aber auch keine volle Belastbarkeit als
Qigong
-Lehrer. Bis auf weiteres bestehe hier eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Ziff.
1.4,
Ziff.
1.7).
4
.
4
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein
vertrauensärztliches-
psychiatrisches Gutachten zuhanden der Beschwerde
führerin am
7.
August 2011 (
Urk.
7/6
) im Wesentlichen gestützt auf die Unter
suchung des
Beigeladenen
sowie die Akten. Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
(
S. 22
)
:
-
a
kzentuierte Persönlichkeitszüge mit
histrionischen
und narzisstischen Zügen (ICD-10 Z73.0)
-
Status nach einer leichten bis mittelschweren depressiven Episode, aktu
ell in Remission (ICD-10 F32.4)
Aktuell sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine psychische Störung von Krankheitswert nachweisbar. Falls eine depressive Störung vorgelegen habe, sei
diese remittiert.
Daher könne auch keine Berufsunfähigkeit angenommen wer
den
(S. 19). Die akute depressive Störung sei vollständig remittiert und der Be
i
ge
la
dene
wäre mit entsprechenden Massnahmen auch bei Vorliegen einer
Per
sön
lich
keitsstörung
eingliederungsfähig. Die feste Überzeugung
des Beigelade
nen
,
nicht mehr auf dem Lehrerberuf arbeiten zu können, lasse sich nicht auf eine psychiatrische Diagnose von Krankheitswert zurückführen (S. 20). Die Prognose bezüglich eines Rezidivs müsse in Anbetracht der guten Ressourcen, der schon
länger bestehenden Symptomfreiheit, des guten Ansprechens auf Krankschrei
bung
und Behandlung als gut angesehen werden
(S. 21). Zusam
menfassend bestehe beim Be
igeladenen
keine Berufsunfähigkeit (S. 22). Mit Schreiben vom 1
0.
November 2011 (
Urk.
10/19) beantwortete
Dr.
E.___
die Zusatzfragen
der
Be
schwerdegegnerin
. Dabei führte er aus, dass mit überwiegen
der Wahrschein
lichkeit seit Februar 2011 bis zur letzten Exploration am 2
3.
Juni 2011 bei einer remittierten Depression eine volle Arbeitsfähigkeit als Lehrer sowie für ange
passte Tätigkeiten bestanden habe.
Das Vorliegen einer akzentuierten Persön
lich
keit ändere nichts an dieser Beurteilung (S. 3).
4
.5
Mit Schreiben vom 3
1.
August 2011 (
Urk.
10/23/4-5) gab
Dr.
D.___
(vor
steh
end E.
4.3)
an, dass die neuste Entwicklung des Gesundheitszustandes des Beigeladenen klar aufzeige, dass eine Konfrontation mit der Schulsituation nicht mehr zumutbar und er damit aus ärztlicher Sicht als 100
%
schulinvalid zu betrachten sei.
4.6
Dr.
C.___
(vorstehend E. 4.2)
führte mit Schreiben vom 1
4.
September 2011
(
Urk.
7/9
) aus, dass die Persönlichkeit des Be
igeladenen
zwar nicht psychia
trisch-
diagnostisch „ob
jektivierbar“ in krankhaftem Ausmass beeinträchtigt, aber im Vergleich zu ge
sunden Altersgenossen doch deutlich auffällig und subjektiv sehr gestört sei. Er sei
betreffend weitere medizinisch-psychiatrische Mass
nahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit als Lehrer
nicht positiv gestimmt
(S. 3).
4
.
7
Dr.
med.
F.___
, Fachärztin
für
Psychiatrie und Psychotherapie, Regio
naler Ärztlicher Dienst (RAD), führte am 1
1.
November 2011 aus, dass das Gut
achten von
Dr.
E.___
umfassend sei, auf der Anamnese und allseitigen Unter
suchungen beruhe, die geklagten Beschwerden und die
Vorakten
berücksichtige sowie die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge plausibel und die medi
zini
schen Schlussfolgerungen begründet seien. Aktuell seien keine weiteren
medizi
nischen Abkl
ärungen notwendig. Eine Schaden
minderungspflicht sei nicht
aufzuerlegen (
Urk.
10/20 S. 5)
4
.8
Dr.
E.___
erstattete am 2
8.
August 2012 sein zweites
vertrauensärztliches-
psy
chiatrisches
Gutachten zuhanden der Beschwerdeführerin (
Urk.
7/13
)
und be
stätigte
darin
die
in der ersten Begutachtung diagnostizierten Befunde
(S. 37)
.
Es läge in Bezug auf Psychopathologie, Ausmass der psychis
chen Störungen so
wie vorhandener
Ressourcen keine Erheblichkeit vor,
welche eine Aufhebung der
Berufsfähigkeit und eine massgebliche Minderung der Arbeitsfähigkeit in ange
passte
r Tätigkeit rechtfertigen würde
(S. 28 unten). Es bestünden Inkonsis
tenzen
darin, dass der Beigeladene noch erhebliche Ressourcen in seinem pri
vaten Lebe
n besitze, auch wenn er sehr betone, dass er sich sozial sehr zurück
gezogen habe
(S.
29).
Abweichend von seinem ersten Gutachten
ging
Dr.
E.___
davon aus, dass
realistischerweise
nicht mehr mit einer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu rechnen sei.
Hierzu trügen massgeblich -
keinesfalls aber über
wie
gen
d - IV-fremde
Faktoren bei, welche nicht einfach von den „
me
dizinalen
“ iso
liert quantifiziert werden können.
Hinzu kämen objektiv betrach
tet nicht aus
geschöpfte therapeutische Massnahmen.
Die aktuelle Tätigkeit als
Qigong
-Lehrer oder vergleichbare Tätigkeiten ausserhalb des Schulbereichs seien geeig
net, um die aktuelle Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder sogar zu erhö
hen
(S.
35 Ziff.
7a)
. Die Tätigkeiten sollten in einem strukturierten und abgeschirmten
Rah
men, mit genügend Erholungszeit dazwischen, erfolgen. Aktuell
sei
die Arbeits
fä
higkeit mit 40
%
, bezogen auf ein 100
%
-Pensum, zu veranschlagen (S. 34
).
4
.9
Dr.
D.___
(vorstehend E.
4.3)
nannte in seinem Bericht vom
5.
September 2012 (
Urk.
10/44) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
ä
ngstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)
-
Differentialdiagnose (DD) generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
-
Status nach mittelschwerer depressiver Episode ohne somatisches Syn
drom unter Belastung als Lehrer (ICD-10 F32.10)
-
Status nach psychophysischem Erschöpfungssyndrom (ICD-10 Z73.0)
Als Prognose gab er eine dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Schullehrer sowie eine dauernde 50%ige Arbeitsunfähigkeit als
Qigong
-Lehrer an (
Ziff.
1.4).
4
.10
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
RAD
, führte am 1
0.
Dezember 2012 aus, dass von Februar 2011 bis zum 2
7.
Augus
t 2012 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen sei. Ab 2
8.
August 2012 sei für die
ange
stammte Tätigkeit bis auf w
eiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und für eine angepasste Tätigkeit
bis auf weiteres eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewie
sen,
d
ies mit folgendem zumutbaren Ressourcen- und Belastungsprofil: Tätig
kei
ten mit hoher Selbstbestimmung, freie Einteilung der Arbeitszeit über den Tag
verteilt mit Pausen, in einem strukturierten und abgeschirmten Rahmen. Es könne
auf das Gutachten abgestellt werden (
Urk.
10/45 S. 2).
4
.11
Dr.
med.
H.___
, Facharzt
für
Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte
am 1
1.
Oktober 2013 aus, dass gestützt auf den aktuellen Bericht von
Dr.
D.___
eine
dauernde 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä
tigkeit
als gegeben
erachtet werden könne
(
Urk.
10/45 S. 3).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte ihre Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des
Beigeladenen
sowohl in der angestammten als auch in jeder angepassten Tätigkeit auf die Beurteilung
durch
Dr.
E.___
, welcher in seinem
ersten
Gut
ach
ten vom
7.
August 2011 feststellte, dass keine Diagnosen
mit Krankheitswert vor
lä
gen
und demzufolge keine Berufsunfähigkeit gegeben sei
(vgl. vorstehend E.
4.4). Demgegenüber erachteten
die weiteren Ärzte
und auch
Dr.
E.___
in seinem zweiten Gutachten
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Lehrer sowie ei
ne teil
weise Arbeits
un
fähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit als angemessen (vgl. vorstehend E.
4.1-3, E. 4.5-6, E. 4.8-11
).
5.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Gutachten von
Dr.
E.___
vom
7.
August 2011 (vgl. vorstehend E.
4.4) die vom
Beigeladenen
ge
klagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt, in
Kenntnis der und in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situation Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schluss
folgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden aus
führlich
be
gründet. Die Beurteilung du
rch
Dr.
E.___
ist nach dem Gesagten für die Be
ant
wortung der gestellten Frage umfassend. Das Gutachten erfüllt damit die
praxis
gemässen
K
riterien (vgl. vorstehend E.
1.7
) vollumfänglich, so dass für die
Ent
scheid
findung
darauf abgestellt werden kann.
5.3
In Bezug auf das zweite Gutachten von
Dr.
E.___
vom 2
8.
August 2012 (vgl. vor
stehend E.
4.8)
gilt es zu erwähnen, dass die diesbezüglichen Schlussfolge
rung
en betreffend die Arbeitsfähigkeit
überwiegend
auf den subjektiven Anga
ben de
s
Beigeladenen
beruh
en
, welche indessen
für die Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit
nicht
ausschlaggebend sind.
Es erscheint fraglich, wie eine voll
ständige Arbeits
un
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit ohne
krankheitswer
tige
Diagnose attestiert werden kann.
Dr.
E.___
nannt
e
dabei
auch viele IV-fremde Faktoren
,
welche eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit ungünstig beeinflussen
würden
. So
zählte
er die mangelnde Motivation,
die
schon früh starre Über
zeu
gung
,
schulinvalid zu sein,
wobei er diesbezüglich
vom Umfeld in dieser Über
zeugung
unterstützt werde
,
sowie eine längere Absenz vom Arbeits
platz als IV-fremde Faktoren
auf
(
Urk.
7/13 S.
30).
Dies erscheint als
Begründung für das Abweichen vom ersten Gutachten
nicht als ausreichend
.
Im Hinblick auf die übrigen ärztlichen Beurteilungen gilt es zu
berücksichtigen
, dass das Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, wel
che von Versicherungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wur
den
und den einschlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweiswert zu
er
kennt, solange keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise
sprechen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in eine
m auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte ver
folgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungs
an
sprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheits
zustandes und er
füllen
deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.
3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungs
tat
sache, dass Hausärzte – beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zwei
felsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein di
rektes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Bei
Dr.
C.___
sowie
Dr.
D.___
handelt es sich um die behandelnden Ärzte des Beigeladenen, wobei es sich bei
Dr.
D.___
zudem
um keinen Facharzt der Psychiatrie handelt.
Auch bei
Dr.
B.___
, welcher ein vertrauensärztliches Gutachten zu
Handen
der Beschwerdeführerin erstellte, handelt es sich nicht um einen Facharzt
für
Psychiatrie, sondern um einen Facharzt
für
Allgemeine In
nere Medizin.
Alles in allem vermögen die besagten Arztberichte ein Abwei
chen vom umfassenden Gutachten von
Dr.
E.___
vom
7.
August 2011 nicht zu recht
fertigen.
5.4
Soweit die
Beschwerdeführer
in
geltend macht,
dass die
Beschwerden
nicht über
windbar und daher invalidisierend
sei
en
(
Urk.
1
S. 9), ist ihr
zu entgegnen, dass mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis grund
sätzlich als therapeutisch
angehbar
gelten
(vgl.
vorstehend E.
1.4
).
Ein Renten
an
spruch kann grundsätzlich nicht entstehen, solange zumutbare therapeutische
und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausgeschöpft werden. Solange durch
eine tatsächlich realisierbare Veränderung der für die gesundheitliche Situ
a
tion bedeutsamen Rahmenbedingungen eine wesentliche Verbesserung des
(psychischen) Gesundheitszustandes und damit der dadurch eingeschränkten Ar
beitsfähigkeit bewirkt werden kann, liegt kein invalidisierender
Gesundheits
scha
den
im Sinne des Gesetzes vor (Urteil 9C_947/2012 vom 19. Juni 2013 E.
3.2.2
mit Hinweis). Dies folgt aus dem Grundsatz der Selbsteingliederungs- und
Scha
den
minderungspflicht
.
Dr.
E.___
erachtete
– aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit für Rezidive bei
erneuten Wiedereingliederungssituationen -
die
Intensivierung
einer entspre
chen
den Behandlung
beim Beigeladenen
als dringend indiziert
, was allerdings nicht
erfolgt sei (
Urk.
7/13 S.
27
). Eine
ge
mäss
den Leitlinien angemessene
medika
men
töse Behandlung sei bisher unterblieben (S. 30 f.)
.
Es fehlt somit an einer kon
se
quenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden erst als re
sistent aus
wei
sen würde (Urteil 9C_667/2013 vom 29. April 2013 E.
4.3.2). Vielmehr ist bei
objektiver Betrach
tung dem Beschwerdeführer
zumutbar,
seine
Arbeitsfähig
keit, unterstützt durch entsprechende konsequente Therapie, in ei
nem vollen Pensum zu verwerten (vgl. zum Ganzen BGE 140 V 193).
5.5
In Bezug auf die Diagnose der Akzentuierung von (narzisstische
n
und
histri
o
nische
n
)
Persönlichkeitszü
gen
ist zu bemerken, dass es sich dabei um eine Z-Ko
dierung handelt.
Gemäss
Rechtsprechung handelt es sich bei Diagnosen aus der sogenannten Z-Kategorie
(Kapitel XXI) des ICD-10-Systems um Fakto
ren, die
den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesund
heits
wesens führen. Die Kategorien Z00-99 sind für Fälle vorgesehen, in denen Sac
h
verhalte als „Diagnosen" oder „Probleme" angegeben sind, die nicht als Krank
heit, Verletzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A-Y klas
sifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtser
heb
lichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2010 vom
1
5.
November
2010 E.
5.2.4 mit weiteren Hinweisen).
Die akzentuierten
Per
sönlich
keitszüge
können
folglich nicht als invalidisiere
nde Krankheit ange
sehen werden
.
5.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl in Bezug auf die Diagnosen wie auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten von
Dr.
E.___
von
2011 (
vorstehend E. 4.4
) abzustellen und somit
insbesondere kein invalidisierender Gesundheitsschaden
ausgewiesen und demzufolge von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
sowie
in jeglicher
adaptierten Tätig
keit auszugehen ist.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur
Abwei
sung
der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen.
Soweit der
Beigel
adene
aktiv
am Verfahren teilgenommen hat
, besteht kein Dispens von der
Kosten
pflicht
(Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kan
tons Zürich,
2.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009,
§
14
Rz
33). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten somit der Beschwerdeführerin und dem Beigeladenen je hälftig aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.
--
werden
der Beschwerdeführerin sowie dem Beige
lade
nen je zur Hälfte
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
den
Kosten
pflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Rechtsanwältin Stephanie Schwarz
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannKudelski