# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0a48a0e-6e86-5686-a8fd-f9ef8e30629c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.06.2009 D-3470/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3470-2009_2009-06-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3470/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______, Somalia,
alias C._______, geboren B._______, Somalia,
vertreten durch lic. iur. Anita Biedermann, Bündner Bera-
tungsstelle für Asyl Suchende, D._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Kantonszuweisung; Verfügung des BFM vom 28. April 
2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3470/2009

Sachverhalt:

A.

Die Beschwerdeführerin stellte am 4. Oktober 2008 im E._______ ein 
Asylgesuch.

Gemäss eigenen Angaben reiste die Beschwerdeführerin gemeinsam 
mit  ihrem  volljährigen  Sohn  F._______,  geboren  G._______ 
(N _______), aus. Nach ihrer Ankunft  in der Schweiz hätten sie sich 
aus den Augen verloren (vgl. A 1/12, S. 9).

Der Sohn stellte am 2. Oktober 2008 im H._______ ein Asylgesuch.

B. Mit  Zuweisungsentscheid  des BFM vom 21. Oktober  2008 wurde 
die  Beschwerdeführerin  dem  Kanton  I._______  zugewiesen.  Am 
gleichen Tag wurde der Sohn dem Kanton J._______ zugewiesen.

C.

C.a Mit Eingabe vom 23. März 2009 stellte die Beschwerdeführerin ein 
Gesuch um Wechsel  in  den Kanton  J._______,  um bei  ihrem Sohn 
leben zu können. 

Das BFM unterbreitete am 31. März 2009 dieses Gesuch den Kanto-
nen I._______ und J._______ zur Stellungnahme. Die zuständigen Be-
hörden  des  Kantons  I._______  waren  mit  einem  Kantonswechsel 
einverstanden, jene des Kantons J._______ nicht.

C.b Mit Verfügung vom 28. April  2009 - eröffnet am 30. April  2009 - 
wies das BFM das Kantonswechselgesuch ab. 

D.
Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 28. Mai 2009 er-
hob die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid Beschwerde und 
beantragte, die Verfügung des BFM vom 29. April 2009 (recte: 28. April 
2009) sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei der Wechsel in 
den Kanton J._______ zu gewähren. In prozessualer Hinsicht wurde 
der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise Änderung. Die  Beschwerdeführerin ist  daher  zur  Einrei-
chung der  Beschwerde legitimiert  (Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 48  Abs. 1 
und Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Ein  Zuweisungsentscheid  des  Bundesamts  kann  gemäss  Art.  27 
Abs. 3 letzter Satz AsylG – welcher als lex spezialis der allgemeinen 
Regel von Art. 106 Abs. 1 AsylG vorgeht (vgl. Art. 106 Abs. 2 AsylG) – 
in materieller Hinsicht nur mit der Begründung angefochten werden, er 
verletze  den Grundsatz der  Einheit  der  Familie; diese Rüge wird im 
vorliegenden Fall von der Beschwerdeführerin unter Verweis auf Art. 8 
der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  denn  auch  erhoben 
(vgl. BVGE 2008/47 E. 1.2 S. 672).

3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e 
AsylG). Wie  nachstehend aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um 
eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

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Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-
führung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.  
4.1 Gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG weist das BFM die Asylsuchenden 
den Kantonen zu und trägt dabei den schützenswerten Interessen der 
Asylsuchenden sowie der Kantone Rechnung. Gemäss Art. 22 Abs. 1 
der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1,  SR 142.311)  berücksichtigt  das  BFM  dabei  bereits  in  der 
Schweiz  lebende  Familienangehörige  und  die  Staatsangehörigkeit 
Asylsuchender sowie besonders betreuungsintensive Fälle. Die Vertei-
lung  erfolgt  nach  einem  Schlüssel  gemäss  Art. 21  AsylV 1.  Nach 
Art. 22 Abs. 2 AsylV 1 wird ein Kantonswechsel vom BFM nur bei Zu-
stimmung beider Kantone, bei Anspruch auf Einheit der Familie oder 
bei schwerwiegender Gefährdung der asylsuchenden Person oder an-
derer Personen verfügt. 

Der von Art. 27 Abs. 3 AsylG erfasste Begriff der Familieneinheit orien-
tiert  sich dabei am grundsätzlich im Asylrecht geltenden Familienbe-
griff,  wonach gemäss Art. 1  Bst. e  AsylV 1 in  erster  Linie Ehegatten 
und deren minderjährige Kinder, mithin also die Kernfamilie, als Fami-
lie  zu  verstehen sind,  wobei  eingetragene Partnerinnen und Partner 
sowie  die  in  dauernder  eheähnlicher  Gemeinschaft  lebenden Perso-
nen den Ehegatten gleichgestellt sind. Über die Kernfamilie hinausge-
hend umfasst der Familienbegriff  gemäss Art. 51 Abs. 2 AsylG i.V.m. 
Art. 38 AsylV 1 auch andere nahe Angehörige, wenn sie eine Behinde-
rung haben oder aus einem anderen Grund auf die Hilfe einer Person, 
die  in  der  Schweiz  lebt,  angewiesen  sind  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
1995  Nr. 24).  Nach  der  Rechtsprechung  der  ARK ist  darunter  –  im 
Rahmen des Familienasyls  –  eine  Person zu verstehen,  welche der 
Unterstützung bedarf, die durch ein in der Schweiz lebendes (asylbe-
rechtigtes) Familienmitglied und nicht durch die Schweizer Behörden 
oder durch Dritte zu erbringen ist. Dazu wird ein besonderes Engage-
ment des in der Schweiz lebenden Angehörigen verlangt, indem dieser 
seine  verwandte  Person  nicht  bloss  finanziell  oder  moralisch  unter-
stützt,  sondern  sich  persönlich  um  sie  kümmert  (vgl. EMARK  2000 
Nr. 21 E. 6c S. 200 f.; EMARK 2001 Nr. 24 E. 3 S. 191 f.).

In  BVGE  2008/47  kam  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Ergebnis 
zum Schluss, dass die Berufung auf den Grundsatz der Einheit der Fa-

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milie im Sinne von Art. 27 Abs. 3 letzter Satz AsylG entweder die An-
wesenheit eines Angehörigen der Kernfamilie der asylsuchenden Per-
son oder - so dies nicht der Fall ist - ein Abhängigkeitsverhältnis ge-
mäss Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK beziehungsweise Art. 51 Abs. 2 
AsylG voraussetzt  (a.a.O.,  insbesondere  E. 4.1  mit  weiteren Hinwei-
sen). 

4.2 Das  BFM führte  in  seiner  ablehnenden  Verfügung  aus,  gemäss 
Art. 22 Abs. 2 AsylV1 i.V.m. Art. 27 Abs. 3 AsylG und Art. 21 der Ver-
ordnung  über  den  Vollzug  der  Weg-  und  Ausweisung  von  ausländi-
schen Personen (VVWA, SR 142.281)  verfüge das BFM einen Kan-
tonswechsel  auf  Anfrage  einer  Gesuch  stellenden  Person  bei  An-
spruch  auf  Einheit  der  Familie  oder  schwerwiegender  Gefährdung. 
Würden andere Gründe geltend gemacht, setze dies die Zustimmung 
der betreffenden Kantone voraus. In casu sei weder die Einheit der Fa-
milie  betroffen,  da  der  Sohn  der  Beschwerdeführerin  volljährig  sei, 
noch  bestehe  eine  schwerwiegende  Gefährdung.  Deshalb  seien  die 
zuständigen Kantone angefragt worden. Das Migrationsamt des Kan-
tons  J._______  habe  die  Zustimmung  zum  Kantonswechsel  verwei-
gert, weshalb das Kantonswechselgesuch abgelehnt werde.

5.

5.1 In der Beschwerdeschrift wird geltend gemacht, die Beschwerde-
führerin habe in Somalia immer mit ihrem Sohn zusammen gewohnt. 
Sie hätten sich auch gemeinsam auf die Flucht begeben. Die gefährli-
che Reise nach Europa hätte sie nie alleine antreten können. Durch 
äussere Umstände seien sie kurz vor ihrer Einreise in die Schweiz ge-
trennt  worden, weshalb sie ihre Asylgesuche an zwei verschiedenen 
Empfangszentren eingereicht hätten. Zwischen der Beschwerdeführe-
rin  und ihrem volljährigen Sohn bestehe ein  beachtliches Abhängig-
keitsverhältnis. Sie sei gesundheitlich stark angeschlagen und auf ein 
familiäres Umfeld angewiesen, welches sie stütze und umsorge. Dies 
könne dadurch erreicht werden, dass sie mit ihrem Sohn zusammen 
leben könne. Es sei zu erwarten, dass dadurch eine substanzielle Ver-
besserung ihres Gesundheitszustandes erreicht werde, wodurch auch 
weniger Arztkosten anfallen würden. In Somalia sei es kulturell bedingt 
üblich, dass erwachsene Kinder mit ihren Eltern zusammen lebten. Die 
erwachsenen  Kinder  seien  verpflichtet,  für  das  Wohl  ihrer  Eltern  zu 
sorgen, wenn diese alt oder sonst wie schutzbedürftig seien. Der Sohn 
der Beschwerdeführerin würde diese Aufgabe gerne übernehmen, was 

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jedoch  nur  möglich  sei,  wenn  sie  zu  ihm in  den  Kanton  J._______ 
ziehen könne. Zwar seien Besuchsaufenthalte  gestattet,  doch würde 
dadurch das bestehende Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mutter und 
Sohn nicht genügend geschützt. Aus gesundheitlichen Gründen sei die 
Beschwerdeführerin auf ein stabiles Umfeld angewiesen, das nur dann 
gewährleistet  sei,  wenn  sie  dauerhaft  mit  ihrem Sohn  in  einem ge-
meinsamen Haushalt  leben  könne. In  diesem Sinne  falle  die  Bezie-
hung  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  ihrem  Sohn  unter  den 
Schutzbereich von Art. 8 EMRK, weshalb dem Gesuch um Kantons-
wechsel stattgegeben werden müsse.

5.2  Die  Beschwerdeführerin  und  ihr  knapp  K._______  Sohn  bilden 
keine von Art. 1 Bst. e AsylV 1 erfasste Kernfamilie. Die Beschwerde-
führerin kann sich auch nicht auf den weiten Familienbegriff im Sinne 
von Art. 51 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 38 AsylV 1 berufen: Ein entspre-
chend verlangtes Abhängigkeitsverhältnis kann vorliegend nicht bejaht 
werden. Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, sie sei 
aus gesundheitlichen Gründen auf ein familiäres Umfeld angewiesen, 
welches sie stütze und umsorge. Wenn sie mit ihrem Sohn zusammen 
leben könnte, sei  zu erwarten,  dass dadurch eine substanzielle Ver-
besserung ihres Gesundheitszustandes erreicht werden könnte. Diese 
Gründe  sind  zwar  nachvollziehbar,  vermögen  jedoch  nicht  dazu  zu 
führen, dass die Beschwerdeführerin zwingendermassen und notwen-
digerweise auf  die physische Anwesenheit  ihres volljährigen Sohnes 
angewiesen ist und dauernd in Abhängigkeit und in Gemeinschaft mit 
ihm leben muss (vgl. EMARK 2000 Nr. 21 E. 6c.cc S. 201). Die allge-
meine Betreuung sowie die medizinische Versorgung der Beschwerde-
führerin, die gemäss Angaben in der Beschwerde wegen Herzproble-
men und Zuckerkrankheit behandelt werde, sind in ihrem Aufenthalts-
kanton gewährleistet. Insbesondere ist aus der auf Beschwerdeebene 
eingereichten  Entbindungserklärung  vom Arztgeheimnis  (datiert  vom 
7. Mai 2009) zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Kanton 
I._______ bei zwei Ärzten in Behandlung ist. Aus den Akten sind somit 
keine  Hinweise  für  eine  medizinische  Notwendigkeit  für  einen  Kan-
tonswechsel zu erkennen. Aufgrund des gegenseitigen Besuchsrechts 
sowie der telefonischen Erreichbarkeit haben die Beschwerdeführerin 
und  ihr  Sohn  die  Möglichkeit,  den  Kontakt  zueinander  auch  in  der 
Schweiz aufrecht zu erhalten. Aufgrund der gewährleisteten Betreuung 
und medizinischen Versorgung ist  die Beschwerdeführerin nicht  „aus 
einem anderen Grund“ im Sinne von Art. 38 AsylV 1 auf die Hilfe eines 
anderen nahen Angehörigen (in casu ihres volljährigen Sohnes) ange-

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wiesen,  zumal  nicht  rechtsgenüglich  belegt  wird,  inwiefern  sich  da-
durch der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nachhaltig ver-
bessern würde. Ebenso wenig wird in der Beschwerde ausgeführt, wie 
der Sohn der Beschwerdeführerin, der in einer Unterkunft für Asylbe-
werber  lebt,  dort  in  besonderem Masse in  der Lage wäre,  für  seine 
Mutter zu sorgen und ihr ein stabiles Umfeld zu bieten.

5.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Kantonszuweisung 
der Beschwerdeführerin den Grundsatz der Einheit der Familie im Sin-
ne von Art. 27 Abs. 3 AsylG nicht verletzt, das Kantonswechselgesuch 
vom BFM zu Recht abgewiesen wurde und die Beschwerde demnach 
abzuweisen ist. 

6.
Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses gegenstandos geworden.

7.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- das L._______ (in Kopie)
- das M._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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