# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c417ab8d-e43e-5f02-8448-5e4ad8bfb3ec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 C-3729/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3729-2009_2012-01-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­3729/2009

U r t e i l   v om   3 0 .   J a nua r   2 0 1 2  

Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, 
Richterin Elena Avenati­Carpani,
Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn.

Parteien X._______,
vertreten durch Emil Robert Meier, Rechtsanwalt, 
Regensbergstrasse 3, Postfach 153, 8157 Dielsdorf,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

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Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer (Jahrgang 1966) ist polnischer Herkunft. Erstmals 
reiste er gemäss seinen Angaben am 27. August 1987 in die Schweiz ein 
und stellte am folgenden Tag ein Asylgesuch. Dieses lehnte der damalige 
Delegierte für das Flüchtlingswesen mit Verfügung vom 11. Juli 1988 ab 
und wies den Beschwerdeführer an, die Schweiz bis zum 30. September 
1988  zu  verlassen.  Eine  dagegen  erhobene  Beschwerde  wurde  vom 
Eidgenössischen  Justiz­  und Polizeidepartement mit  Entscheid  vom  11. 
Dezember  1990  abgewiesen.  Am  13.  März  1991  kehrte  der 
Beschwerdeführer  termingerecht  in  sein  Heimatland  zurück.  Gemäss 
seinen Angaben  absolvierte  er  in  der Schweiz  in  den  Jahren  1995  und 
1996  ein  Informatikpraktikum.  Mittels  eines  von  ihm  initiierten 
Zeitungsinserats  lernte  er  im  November  1998  die  Schweizer 
Staatsangehörige Y._______ (geb. Z._______, Jahrgang 1971), kennen. 
Am 19. März 1999 heirateten sie  in C._______, wodurch er  in der Folge 
eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Rund eineinhalb Monate  später  fand 
er  eine  Stelle  als  Informatiker  bei  der  A._______  in  B._______.  Die 
Ehefrau  reichte  Ende  1999  (Vorladung  vom  12. Oktober  1999  zur 
Sühnverhandlung),  am  9.  Mai  2003  und  am  19.  Januar  2004  beim 
Bezirksgericht  C._______  je  ein  Eheschutzgesuch  ein  und  zog  diese 
jeweils wieder zurück.

B.
Gestützt  auf  seine  Ehe  stellte  der  Beschwerdeführer  am  13. April  2004 
ein  Gesuch  um  erleichterte  Einbürgerung  nach  Art. 27  des 
Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

Zu  Handen  des  Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  die  Eheleute 
am  20. August  2004  eine  gemeinsame  Erklärung,  wonach  sie  in  einer 
tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  an 
derselben  Adresse  zusammenlebten  und  weder  Trennungs­  noch 
Scheidungsabsichten  bestünden.  Ferner  nahmen  sie  unterschriftlich  zur 
Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich  ist, wenn vor 
oder  während  des  Einbürgerungsverfahrens  einer  der  Ehegatten  die 
Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche 
Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Verheimlichung  dieser 
Umstände  zur  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  nach  Art. 41  BüG 
führen kann.

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Am  13. September  2004  wurde  der  Beschwerdeführer  erleichtert 
eingebürgert  und  erwarb  nebst  dem  Schweizer  Bürgerrecht  das 
Kantonsbürgerrecht  von  Bern  und  das  Gemeindebürgerrecht  von 
D._______.

C.
Sechs  Tage  vor  der  erleichterten  Einbürgerung  vereinbarten  die 
Ehegatten beim Notariat C._______ den Güterstand der Gütertrennung.

D.
Bereits  am  3.  Oktober  2004  ­  drei  Wochen  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  ­  reichte  die  Ehefrau  beim 
Bezirksgericht  C._______  ihr  viertes  Eheschutzgesuch  ein,  welches  sie 
kurze Zeit  später wieder  zurückzog. Am 16. Oktober  2004  ersuchte  sie 
erneut um Eheschutz. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2004 ordnete das 
Bezirksgericht  C._______ mit  sofortiger Wirkung  das Getrenntleben  an. 
Der Beschwerdeführer zog am 16. Februar 2005 aus der gemeinsamen 
Wohnung aus.

E.
Mit  Eingabe  vom  14.  Dezember  2006  stellten  die  Eheleute  beim 
Bezirksgericht  C._______  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren.  Die 
kinderlos gebliebene Ehe wurde am 12. April 2007 geschieden. Das Urteil 
erwuchs am 15. Mai 2007 in Rechtskraft.

F.
Am  4. Juli  2008  eröffnete  das  BFM  gegen  den  Beschwerdeführer  ein 
Verfahren  betreffend Nichtigerklärung  seiner  erleichterten Einbürgerung. 
Mit  gleichem  Schreiben  wurde  der  Beschwerdeführer  zu  einer 
Stellungnahme aufgefordert. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
nahm  hierzu  mit  Schreiben  vom  18.  August  2008  Stellung  und  erteilte 
zugleich  die  schriftliche  Zustimmung  zur  Einsichtnahme  in  die 
Scheidungsakten.  Mit  Schreiben  vom  17.  Oktober  2008  wurde  der 
Beschwerdeführer  zur  Beantwortung  von  Abschlussfragen  aufgefordert. 
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantwortete die Fragen mit 
Schreiben vom 15. De­zember 2008. 

G.
Auf Ersuchen der Vorinstanz erteilte der Kanton Bern am 24. April 2009 
die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

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H.
Am 6. Mai 2009 erklärte die Vorinstanz die erleichterte Einbürgerung des 
Beschwerdeführers für nichtig.

I.
Der  Beschwerdeführer  gelangte  mit  Rechtsmitteleingabe  vom  8. Juni 
2009  an  das Bundesverwaltungsgericht  und  ersucht  um Aufhebung  der 
vorinstanzlichen  Verfügung,  eventualiter  um  Rückweisung  zu  neuem 
Entscheid.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragt  er  die  Gewährung  von 
Akteneinsicht, die Befragung seiner Ex­Ehefrau als Zeugin; überdies sei 
die Ex­Ehefrau aufzufordern, ihre ehemalige gemeinsame Ehetherapeutin 
von der beruflichen Schweigepflicht zu entbinden, und es sei ein Bericht 
bei  ihrer  ehemaligen  Ehetherapeutin  einzuholen  sowie  diese 
gegebenenfalls als Zeugin zu befragen. 

J.
Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  21.  Juli 
2009  wurde  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  vollumfängliche 
Einsicht  in  die  von  der  Vorinstanz  als  vertraulich  bezeichneten  Akten 
teilweise gutgeheissen.

K.
Der  Beschwerdeführer  ergänzte  mit  Schreiben  vom  20.  August  2009 
seine Beschwerde und reichte diverse Beweismittel zu den Akten.

L.
Mit Vernehmlassung  vom 30. September  2009 beantragt  die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde.

M.
Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 20. November 2009 an seinen 
Begehren  fest  und  beantragte  in  prozessualer  Hinsicht  zusätzlich  die 
Befragung der Ehefrau seines besten Freundes, der verstorbenen sei, als 
Zeugin. 

N.
Mit  Schreiben  vom  1.  Dezember  2009  teilte  das 
Bundesverwaltungsgericht  der  Ex­Ehefrau  des  Beschwerdeführers  mit, 
dass  der  Beschwerdeführer  die  Einholung  eines  Berichts  bei  ihrer 
ehemaligen  Ehetherapeutin  beantragt  habe  und  stellte  ihr  eine 
Entbindungserklärung zur Unterschrift zu. 

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O.
Das  Bundesverwaltungsgerichts  gab  dem  Beweisantrag  auf 
Durchführung  der  Zeugenbefragung  der  neu  genannten  Drittperson  mit 
Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2009 nicht statt. 

P.
Der Beschwerdeführer reichte mit Schreiben vom 4. Januar 2010 weitere 
Beweismittel zu den Akten.

Q.
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 
VGG  aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  gemäss 
Art.  51  Abs.  1  BüG  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Nichtigerklärung 
einer erleichterten Einbürgerung nach Art. 41 Abs. 1 BüG.

1.2  Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
gemäss Art. 37 VGG nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichts­
gesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Ergreifung des 
Rechtsmittels  legitimiert.  Auf  seine  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 

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Beschwerde­verfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2 mit Hinweis).

3.
3.1  Hinsichtlich  der  vom  Beschwerdeführer  als  Beweismassnahme 
beantragten  gerichtlichen  Befragung  von  drei  Zeugen  ist  Folgendes 
festzuhalten:  Der  Behörde  kommt  grundsätzlich  die  Pflicht  zu,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  von  Amtes  wegen  zu  ermitteln  (Art.  12 
VwVG).  Die  Behörden  sind  verpflichtet,  die  von  den  Parteien 
angebotenen  Beweise  abzunehmen,  sofern  diese  geeignet  sind,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  zu  erhellen.  Kommt  die  Behörde  bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, die Akten erlaubten 
die  richtige  und  vollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung der 
Streitsache  nicht  von  Bedeutung,  kann  sie  auf  die  Erhebung  weiterer 
Beweise verzichten, ohne durch diese antizipierte Beweiswürdigung den 
Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  gemäss  Art.  29  Abs.  2  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999 (BV, SR 101) zu verletzen (vgl. zum Ganzen BGE 136 I 229 E. 5.3 
S.  236  mit  Hinweis).  Überdies  handelt  es  sich  bei  der 
Zeugeneinvernahme  gemäss  Art.  14  VwVG  um  ein  subsidiäres 
Beweismittel;  eine  solche  darf  –  der  besonderen  Voraussetzungen  und 
Folgen wegen – nur ausnahmsweise angeordnet werden (vgl. dazu Urteil 
des Bundesgerichts 1C_427/2008 vom 2. Februar 2009 E. 2.2). Bei nicht 
anfechtbaren Entscheiden kann der Entscheid über die Beweisanträge im 
Endurteil  erfolgen  (BERNHARD  WALDMANN/JÜRG  BICKEL,  in: 
Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, 
Art. 33 N 36).

3.2  Der  entscheiderhebliche  Sachverhalt  erschliesst  sich,  wie 
nachfolgend zu zeigen sein wird,  in hinreichender Weise aus den Akten. 
Von  der  beantragten  Zeugeneinvernahme  kann  daher  in  antizipierter 
Beweiswürdigung ohne Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
abgesehen  werden.  Das  Verwaltungsrechtspflegeverfahren  ist  sodann 
vom  Grundsatz  der  Schriftlichkeit  geprägt  (siehe  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht,  Lausanne/Zürich/Bern  2008,  Rz. 

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3.85/3.86 S. 143  ff.) und ein Anspruch auf mündliche Anhörung besteht 
nicht  (BGE  134  I  140  E.  5.3  S.  148).  Zudem  hat  sich  der 
Beschwerdeführer  zu  den  relevanten  strittigen  Fragen  wiederholt 
schriftlich  äussern  können.  Dem  Antrag  auf  Zeugeneinvernahmen  ist 
deshalb nicht stattzugeben. 

4.
4.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der 
Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung  stellen,  wenn  sie  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz 
gewohnt  hat  (Bst.  a),  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  (Bst.  b)  und  seit  drei 
Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt (Bst. c). 
Nach  dem  Wortlaut  und  Wortsinn  der  Bestimmung  müssen  sämtliche 
Voraussetzungen sowohl  im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch 
anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es insbesondere 
im  Zeitpunkt  des  Entscheids  an  der  ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die 
erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden  (BGE 135  II 161    
E. 2 S. 164 f., BGE 130 II 482 E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403).

4.2  Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet  nach  der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer Ehe. Verlangt wird eine tatsächliche Lebensgemeinschaft, getragen 
vom Willen,  die Ehe auch  künftig  aufrecht  zu erhalten  (BGE 135  II  161 
E. 2 S. 165 mit Hinweisen). Der Gesetzgeber wollte dem ausländischen 
Ehegatten  einer  Schweizer  Bürgerin  die  erleichterte  Einbürgerung 
ermöglichen,  um  die  Einheit  des  Bürgerrechts  im  Hinblick  auf  ihre 
gemeinsame  Zukunft  zu  fördern  (vgl.  Botschaft  des  Bundesrats  zur 
Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, BBl 1987  III 
293 ff.  310).  Ein  Hinweis  auf  den  fehlenden  Willen  der  Eheleute,  die 
eheliche  Gemeinschaft  aufrecht  zu  erhalten,  kann  im  Umstand  liegen, 
dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt 
oder  die  Scheidung  eingeleitet  wird  (BGE  135  II  161  E. 2  S. 165  mit 
Hinweis).

4.3  Die  erleichterte  Einbürgerung  kann mit  Zustimmung  der  Behörde 
des  Heimatkantons  innert  der  vom  Gesetz  vorgesehenen  Frist  für 
nichtig  erklärt  werden,  wenn  sie  durch  falsche  Angaben  oder 
Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen  erschlichen,  d.h.  mit  einem 
unlauteren  und  täuschenden  Verhalten  erwirkt  worden  ist  (vgl.  die 
revidierte Bestimmung von Art. 41 Abs. 1 und 1bis BüG in der Fassung 
vom  25. September  2009,  in  Kraft  seit  1.  März  2011  [AS  2011  347] 

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bzw.  aArt.  41  Abs.  1  BüG  [AS  1952  1087],  gültig  bis  28.  Februar 
2011).  Arglist  im Sinne  des  strafrechtlichen Betrugstatbestandes wird 
nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der  Betroffene  bewusst  falsche 
Angaben  macht  bzw.  die  mit  dem  Einbürgerungsbegehren  befasste 
Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf 
auf sich zieht, es unterlassen zu haben, über eine erhebliche Tatsache 
zu  informieren  (vgl.  BGE 135  II  161 E.  2 S.  165 mit Hinweis). Weiss 
der  Betroffene,  dass  die  Voraussetzungen  für  die  erleichterte 
Einbürgerung  auch  im Zeitpunkt  der Verfügung  vorliegen müssen,  so 
muss er die Behörde unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung 
in  seinen  Verhältnissen  orientieren,  von  der  er  weiss  oder  wissen 
muss,  dass  sie  einer  Einbürgerung  entgegensteht.  Die  Pflicht  dazu 
ergibt  sich  aus  dem  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  und  aus  der 
verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a 
VwVG.  Die  Behörde  darf  sich  ihrerseits  darauf  verlassen,  dass  die 
vormals  erteilten  Auskünfte  bei  passivem  Verhalten  des 
Gesuchstellers  nach  wie  vor  der  Wirklichkeit  entsprechen  (vgl.  BGE 
132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

5.
5.1  Im  Verfahren  betreffend  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Ein­
bürgerung gilt, wie  in der Bundesverwaltungsrechtspflege allgemein, der 
Untersuchungsgrundsatz  (Art.  12  VwVG)  und  der  Grundsatz  der  freien 
Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 
4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess  [BZP, SR 273]). Frei  ist 
die Beweiswürdigung vor allem darin, dass sie nicht an bestimmte starre 
Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vorschreiben, wie ein 
gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen 
Beweismittel  im  Verhältnis  zueinander  haben  (FRITZ  GYGI,  Bundes­
verwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983,  S. 278 f.;  zu  den 
Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid – wie im 
vorliegenden  Fall  –  zum Nachteil  des  Betroffenen  in  seine  Rechte  ein­
greift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

5.2  Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung  ist  von  der  Verwaltung  zu  untersuchen,  ob  die  Ehe  im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung  und  der  Einbürgerung  tatsächlich 
gelebt wurde. Hierbei geht es im Wesentlichen um innere Vorgänge, die 
der  Behörde  oft  nicht  bekannt  und  schwierig  zu  beweisen  sind.  In 
derartigen  Situationen  ist  es  zulässig,  von  bekannten  Tatsachen 
(Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge)  zu  schliessen 

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(BGE  135  II  161  E. 3  S. 166  mit  Hinweis).  Solche  tatsächlichen 
Vermutungen  können  sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung 
ergeben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  auf  Grund  der  Lebenserfahrung 
gezogen werden (ULRICH HÄFELIN, Vermutungen im öffentlichen Recht, in: 
Festschrift für Kurt Eichenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch 
PETER SUTTER, Die Beweislastregeln unter besonderer Berücksichtigung 
des verwaltungsrechtlichen Streitverfahrens, Diss. Zürich 1988, S. 56  ff. 
und 178 ff., und GYGI, a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER, 
Berner Kommentar, N. 362 f.).

5.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermutung 
weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherrschende 
Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Verwaltung auch 
nach entlastenden, das heisst die Vermutung erschütternden Elementen 
sucht.  Bei  Konstellationen  im  Zusammenhang  mit  der  erleichterten 
Einbürgerung  liegt  es  aber  in  der  Natur  der  Sache,  dass  solche 
entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt sein dürften und 
nur  die  Betroffenen  darüber  Bescheid wissen  können.  Es  obliegt  daher 
dem  erleichtert  Eingebürgerten,  der  dazu  nicht  nur  aufgrund  seiner 
Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, sondern daran auch ein 
Eigeninteresse  haben  muss,  die  Vermutung  durch  den  Gegenbeweis 
bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er  Gründe  oder 
Sachumstände  aufzeigt,  die  es  als  überzeugend  (nachvollziehbar) 
erscheinen  lassen,  dass  eine  angeblich  noch  wenige  Monate  zuvor 
bestandene,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der  Zwischenzeit 
dergestalt in die Brüche gegangen ist, dass es zur Scheidung kam (BGE 
135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen).

6.
Die  formellen  Voraussetzungen  der  Nichtigerklärung  sind  vorliegend 
erfüllt.  Der  Kanton  Bern  als  Heimatkanton  hat  die  Zustimmung  zur 
Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung erteilt und die Verfügung 
betreffend  Nichtigerklärung wurde  dem Beschwerdeführer  innerhalb  der 
gesetzlichen Frist von Art. 41 Abs. 1bis bzw. aArt. 41 Abs. 1 BüG eröffnet 
(zur Fristberechnung  vgl. Urteil  des Bundesgerichtes  1C_336/2010  vom 
28. September 2010 E. 3.3).

7.
7.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer erstmals  im 
Jahre  1997  in  die  Schweiz  einreiste.  In  der  Folge  stellte  er  ein 

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Asylgesuch,  welches  vom  damaligen  Delegierten  für  das 
Flüchtlingswesen  abgewiesen  wurde.  Eine  dagegen  erhobene 
Beschwerde wurde vom Eidgenössischen Justiz­ und Polizeidepartement 
mit  Entscheid  vom  11.  Dezember  1990  abgewiesen.  Der 
Beschwerdeführer  kehrte  am  13.  März  1991  termingerecht  in  sein 
Heimatland  zurück.  Am  19.  März  1999  heiratete  er  eine  Schweizer 
Bürgerin. Dadurch verschaffte er sich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in 
der  Schweiz.  Seine  Ehefrau  stellte  in  der  Folge  beim  Bezirksgericht 
C._______  drei  Eheschutzgesuche  (Ende  1999,  9.  Mai  2003  und  19. 
Januar  2004),  welche  sie  jeweils  wieder  zurückzog.  Am  13. April  2004 
stellte  der  Beschwerdeführer  ein Gesuch  um Erteilung  der  erleichterten 
Einbürgerung.  Nachdem  die  Eheleute  am  20. August  2004  die 
gemeinsame  Erklärung  zum  Bestand  der  ehelichen  Gemeinschaft 
abgegeben hatten, wurde der Beschwerdeführer am 13. September 2004 
erleichtert  eingebürgert.  Bereits  drei Wochen  später  reichte  die Ehefrau 
erneut  ein Eheschutzgesuch  ein, welches  sie  jedoch wieder  zurückzog. 
Am  16. Oktober  2004  stellte  die  Ehefrau  ein  fünftes  Gesuch  um 
Aufhebung  des  gemeinsamen  Haushalts.  Mit  Verfügung  des 
Bezirksgerichts Bülach vom 6. Dezember 2004 wurde das Getrenntleben 
mit  sofortiger  Wirkung  bewilligt.  Der  Beschwerdeführer  zog  am 
16. Februar  2005  aus  der  gemeinsamen  Wohnung  aus.  Am 
14. Dezember  2006  reichten  die  Eheleute  ein  gemeinsames 
Scheidungsbegehren ein, worauf die Ehe am 12. April 2007 geschieden 
wurde.

7.2  Der  geschilderte  Sachverhalt  zeigt  auf,  dass  sich  der 
Beschwerdeführer  nur  mittels  Heirat  einer  Schweizer  Bürgerin  einen 
geregelten  Aufenthalt  verschaffen  konnte  (Polen  ist  erst  seit  dem  1. 
Mai 2004 Mitglied der EU und die volle Freizügigkeit  trat bloss am 1. 
Mai 2011  in Kraft). Dieser Umstand begründet  im Zusammenhang mit 
der  chronologischen  Abfolge  der  Ereignisse  –  das  nur  rund  einen 
Monat  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  eingereichte  Gesuch  um 
Aufhebung  des  gemeinsamen  ehelichen  Haushalts,  die 
anschliessende  Trennung  und  die  erfolgte  Scheidung  auf 
gemeinsames  Begehren  –  ohne  Zweifel  die  tatsächliche  Vermutung, 
der  Beschwerdeführer  habe  bereits  zum  Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung nicht mehr in einer stabilen, intakten und auf die Zukunft 
gerichteten ehelichen Gemeinschaft mit seiner Ehefrau gelebt.

7.3 Es  ist  daher  zu  prüfen,  ob der Beschwerdeführer  in  der  Lage  ist, 
die Vermutung zu widerlegen. Dazu braucht er nicht den Nachweis zu 

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erbringen,  dass  die  Ehe  mit  der  Schweizer  Bürgerin  zum 
massgeblichen Zeitpunkt intakt war, denn eine tatsächliche Vermutung 
führt  nicht  zur  Umkehr  der  Beweislast.  Es  genügt,  wenn  der 
Beschwerdeführer  eine  plausible  Alternative  zu  der  dargestellten 
Vermutungsfolge  präsentieren  kann.  Er  kann  den  Gegenbeweis 
erbringen,  indem  er  glaubhaft  den  Eintritt  eines  ausserordentlichen 
Ereignisses dartut, das geeignet ist, den raschen Verfall der ehelichen 
Bande  zu erklären,  oder  indem er  glaubhaft  darlegt,  dass er  sich der 
ehelichen  Probleme  nicht  bewusst  gewesen  war  und  er  demzufolge 
zum  Zeitpunkt,  als  er  die  Erklärung  unterzeichnete,  den  wirklichen 
Willen  hatte,  weiterhin  eine  stabile  eheliche  Beziehung  aufrecht  zu 
halten (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen).

8.
8.1 Der Beschwerdeführer wendet in materieller Hinsicht ein, seine Ex­
Ehefrau  habe  die  Eheschutzbegehren  allesamt  aufgrund  von 
Bagatellen eingereicht. Weil er sie zu einem Wechsel des Psychiaters 
habe  bewegen  wollen,  habe  ihr  damaliger  Psychiater  sie  zur 
Einreichung des Eheschutzbegehren vom 22. Oktober 1999 überredet. 
Dieses habe sie  jedoch wieder zurückgezogen. Am 9. Mai 2003 habe 
sie  ein  Eheschutzgesuch  eingereicht,  weil  er  einen  falschen  Zug 
genommen  habe  und  vermutlich  auch,  weil  sie  sich  in  einem 
psychischen  Tief  befunden  habe.  Dieses  Gesuch  habe  sie  ebenfalls 
zurückgezogen. Nachdem er eines Abends eine Stunde zu spät nach 
Hause  gekommen  sei,  habe  sie  am  19.  Januar  2004  erneut  ein 
Eheschutzgesuch eingereicht, welches sie nach der Versöhnung rasch 
wieder  zurückgezogen habe. Die Eheschutzbegehren  vom 3.  und 16. 
Oktober  2004  habe  sie  eingereicht,  weil  eine  bereits  gebuchte 
Jordanienreise  geplatzt  sei  und  aus  unberechtigter  Angst,  ihr 
Pensionskassenguthaben verlieren zu können. Am 7. September 2004 
sei  ein  Ehevertrag  (Güterstandswechsel  zur  Gütertrennung) 
abgeschlossen  worden,  weil  die  Ehefrau  finanzielle  Lasten  aufgrund 
des  Studiums  seines  Sohnes  in  Polen  befürchtet  habe.  Trotz  dieser 
Vorkommnisse habe es sich um eine gelebte Ehe gehandelt,  in deren 
Verlauf die Ehegatten sich gegenseitig beigestanden hätten, wobei die 
Hauptlast  bei  ihm  gelegen  habe,  da  seine  Ex­Ehefrau  psychische 
Probleme  gehabt  habe.  Er  habe  sein  Leben  weiterhin mit  seiner  Ex­
Ehefrau  teilen wollen und habe nicht nachvollziehen können, weshalb 
sich  seine  Ex­Ehefrau  im  Zusammenhang  mit  der  Jordanienreise 
entschlossen  habe,  die  Trennung  ernsthaft  anzustreben.  Zum 

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Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der  Erklärung  am  20.  August  2004 
hätten sie keinerlei Trennungsabsicht gehabt. 
Die  Vorinstanz  gehe  zu  Unrecht  davon  aus,  dass  aufgrund  eines 
Besuchs  einer  Ehetherapie  am  20.  August  2004  keine  stabile  und 
zukunftsgerichtete  Ehe  mehr  bestanden  habe.  Sie  hätten  einen 
Therapeuten aufgesucht, um den Kinderwunsch seiner Ex­Ehefrau zu 
besprechen  und  sich  von  dritter  Seite  beraten  zu  lassen.  Inhalt  der 
Therapie  sei  nicht  gewesen,  einer  Trennung  entgegenzuwirken.  Der 
Wunsch der Ex­Ehefrau, mit ihm ein Kind zu zeugen, zeige gerade das 
Gegenteil  auf.  Demzufolge  sei  der  Sachverhalt  unrichtig  festgestellt 
worden.
Seine Ex­Ehefrau sei aufgrund vorehelicher Erlebnisse  traumatisiert und 
psychisch  angeschlagen  gewesen,  habe  sich  in  psychiatrischer 
Behandlung  befunden  und  unterschiedliche,  zum  Teil  starke 
Medikamente  wie  Psychopharmaka  einnehmen  müssen.  Regelmässige 
Stimmung­schwankungen  und Krisen  hätten  dazu  geführt,  dass  sie  aus 
Bagatellgründen  Eheschutzbegehren  eingereicht  habe.  Seine  Ehefrau 
habe zum Zeitpunkt der annullierten Ferienreise nach Jordanien an einer 
reaktiven Depression mit Somatisierungstendenzen bzw. einer schweren 
Depression  gelitten.  Diese  stehe  demzufolge  mit  der  geplatzten  Reise 
und  somit  auch  mit  dem  Eheschutzbegehren  in  Verbindung.  Die 
annullierte  Ferienreise  sei  jedoch  weder  zum  Zeitpunkt  der 
Unterzeichnung  der  gemeinsamen  Erklärung  noch  zum  Zeitpunkt  der 
Einbürgerung  von  einem der Ehegatten  voraussehbar  oder  beabsichtigt 
gewesen. 

8.2 Mit  vorinstanzlichem Schreiben  vom 17. Dezember  2008 wurde  die 
Schweizer  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  zur  schriftlichen 
Stellungnahme  aufgefordert.  Sie  machte  geltend,  der  Impuls  zur  Heirat 
sei von ihrem Ex­Ehemann aus gekommen. Das Eheleben habe sie sich 
anders vorgestellt. Es habe einige Geheimnistuereien gegeben. Sie seien 
beide  ihrer  Arbeit  nachgegangen  und  ihr  Ex­Ehemann  habe  darauf 
bestanden, dass jeder seine Kosten vollumfänglich selber getragen habe. 
Abends  sei  er  jeweils  um  19.45 Uhr  nach Hause  gekommen  und  habe 
nach dem gemeinsamen Essen wie auch am Wochenende beinahe die 
ganze  Zeit  vor  dem  PC  verbracht.  Sie  hingegen  habe  aufgrund  ihres 
Arbeitsweges  jeden  zweiten  Tag  sehr  früh  aufstehen  müssen.  Vor  der 
Ehe  habe  er  immer  von  einer  Familie  geschwärmt.  Sie  habe  unbedingt 
Kinder gewollt und es ihm immer wieder gesagt. Darüber reden habe sie 
mit  ihm  jedoch  nicht  können.  Deshalb  habe  sie  sich  scheiden  lassen 
wollen.  Die  Ehe  sei  von  Anfang  an  nicht  gut  gelaufen.  Sie  habe  sich 

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schon im ersten Jahr beim Friedensrichter in C._______ gemeldet. Immer 
wenn  sie  sich  von  ihm  habe  trennen  wollen,  habe  er  sich  besonders 
Mühe  gegeben,  so  dass  sie  ihre  Meinung  wieder  geändert  habe.  Sie 
hätten  zwei  verschiedene Ehetherapeuten  aufgesucht,  die  ihnen  jedoch 
nicht hätten helfen können. Er habe viel Alkohol getrunken und sie hätten 
sich oft und heftig gestritten, was beiden gesundheitlich zugesetzt habe. 
Die Eheschutzgesuche habe sie zurückgezogen, weil ihr Ex­Ehemann sie 
jeweils eingeschüchtert habe, nachdem er vom Gericht Post bekommen 
habe.

8.3  In  seiner  Beschwerdeergänzung  vom  20.  August  2009  führte  der 
Beschwerdeführer  aus,  die  Darstellung  seiner  Ex­Ehefrau,  die  Ehe  sei 
von Anfang an problematisch verlaufen, sei nicht zutreffend. So habe sie 
noch nach der Trennung Ferien mit  ihm  in Australien verbringen wollen, 
was  er  aufgrund  seines  Arbeitsplatzes  jedoch  habe  ablehnen  müssen. 
Sie  sei  dann  alleine  verreist  und  habe  ihm  häufig  E­Mails  gesendet. 
Sowohl  die  Anrede  ("Hallo  Schatz")  wie  auch  die  Grussformel  ("Liebe 
Grüsse")  würden  aufzeigen,  dass  noch  ein  halbes  Jahr  nach  der 
Trennung  eine  enge  Beziehung  bestanden  habe.  Im  E­Mail  vom  26. 
Januar 2005 habe sie geschrieben, dass er immer noch ihr Mann sei und 
sie extrem viel an  ihn denken und  ihn vermissen würde. Am 27. Januar 
2005  habe  sie  ihm mitgeteilt,  dass  ihr  die  Trennung  weh  tue,  dass  sie 
schlechter  Laune  sei  und  bedaure,  dass  es  so  weit  habe  kommen 
müssen.  Diese  E­Mails  würden  aufzeigen,  dass  seine  Ex­Ehefrau 
erhebliche Stimmungsschwankungen gehabt habe, die  teilweise auf den 
Konsum von Alkohol und Medikamenten zurückzuführen gewesen seien 
und  er  die  Einbürgerung  nicht  erschlichen  habe.  Der  Vorschlag  zum 
Heiraten sei entgegen der Aussage seiner Ex­Ehefrau nicht von ihm aus 
gekommen.  Im Gegensatz zu seiner Ex­Ehefrau habe er keinen Alkohol 
konsumiert  und  extra  sein  Arbeitspensum  auf  80  Prozent  reduziert,  um 
mehr Zeit mit ihr verbringen zu können. Seine Ex­Ehefrau habe schwere 
Depressionen  gehabt,  die  in  Verbindung  mit  einem  zu  hohen 
Alkoholkonsum  und  Tabletten  belastend  gewirkt  hätten.  Er  habe  ihr 
jedoch immer beigestanden, auch noch nach der Trennung. Weiter legt er 
dar, er habe Kinder gewollt, seine Ex­Ehefrau jedoch erst später. Es habe 
dann  jedoch  nicht  geklappt  und  deshalb  hätten  sie  eine  Ehetherapie 
besucht.  Die Gütertrennung  habe  sich  seine  Ex­Ehefrau  gewünscht.  Er 
habe  sie  zudem  nie  eingeschüchtert,  was  auch  im  Widerspruch  zur 
Aussage stehe, er hätte sich immer besonders Mühe gegeben, wenn sie 
sich habe trennen wollen.

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8.4  In  seiner  Replik  vom  20.  November  2009  führte  der 
Beschwerdeführer aus, seine Ex­Ehefrau sei aufgrund  ihrer psychischen 
Probleme  und  ihrer  Vorgeschichte  sowie  ihrer  finanzieller  Ängste  in 
Verbindung mit Medikamenten  und Alkohol  nicht  in  der  Lage  gewesen, 
eine lineare Beziehung zu führen, sondern habe mit Hochs und Tiefs zu 
kämpfen gehabt. Für  ihn sei diese Ehe zum Zeitpunkt der Erklärung wie 
auch  der Einbürgerung  jedoch  stabil  gewesen. Weiter  führte  er  aus,  im 
Sommer  2007  hätte  er  mit  seiner  Ex­Ehefrau  erhebliche  Differenzen 
wegen  einer  Steuerrückvergütung  gehabt.  Seine  Ex­Ehefrau  habe  ihm 
gedroht,  sie  würde  dafür  sorgen,  dass  ihm  sein  Schweizer  Bürgerrecht 
entzogen werde.

8.5 Mit Schreiben vom 4. Januar 2010 teilte der Beschwerdeführer mit, 
er  habe  sich  als  medizinischer  Laie  im  Krankheitsbild  seiner  Ex­
Ehefrau  getäuscht.  Bei  der  Erkrankung  handle  es  sich  nicht  um  ein 
Burnout­Syndrom  sondern  richtigerweise  um  ein  Borderline­Syndrom. 
In  diesem  Krankheitsbild  würde  sich  eine  Erklärung  für  das 
wechselhafte  Verhalten  seiner  Ex­Ehefrau  finden.  Er  reichte  ein 
Schreiben seiner Ex­Ehefrau vom 25. November 1998 zu den Akten, in 
welchem steht, dass sie Kinder ausgesprochen gerne möge, aber nicht 
wisse,  ob  sie  eigene  haben  möchte.  Er  bringt  weiter  vor,  die  am 
27. September  2004  von  seiner  Ex­Ehefrau  gebuchte  Reise  nach 
Jordanien würde beweisen, dass die Ehe kurz vor der Trennung nicht 
gekriselt habe.

8.6 
8.6.1 Die  Darstellung  der  Ereignisse  des  Beschwerdeführers  kann  in 
mehrfacher  Hinsicht  nicht  überzeugen.  Seine  Ex­Ehefrau  stellte  nur 
gerade  einen  Monat  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  des 
Beschwerdeführers  ein  Gesuch  um  Aufhebung  des  gemeinsamen 
ehelichen  Haushaltes.  Zur  Begründung  des Gesuchs  gab  sie  an,  sie 
habe  festgestellt,  dass  sich  ihr  Ehemann  nie  ändern  würde  und  dies 
auch  nicht  wolle.  Er  habe  aggressive  Wutausbrüche  und  sei  an  ihr 
nicht  interessiert.  Die  Wutausbrüche  würden  für  sie  eine  ernst  zu 
nehmende Gesundheitsgefahr darstellen.  "Das ewige Anschreien und 
Ausflippen",  wenn  beispielsweise  über  Geld  gesprochen  werden 
müsse, sei unglaublich. Es sei wichtig, dass sie so schnell wie möglich 
einen  Termin  bekomme,  weil  ihr  Ehemann,  sobald  er  vom 
Trennungsbegehren  hören  werde,  mit  allen  Mitteln  versuche  würde, 
sie davon abzuhalten.

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Am 14. Dezember 2006, zwei Jahre nach der erleichterten Einbürgerung 
des  Beschwerdeführers,  stellten  die  Parteien  ein  gemeinsames 
Scheidungsbegehren.  Anlässlich  der  getrennten  Anhörung  vom  1. 
Februar  2007  durch  den  Richter  erklärten  beide  Parteien,  aus  freiem 
Willen  am  Scheidungsbegehren  und  an  der  Vereinbarung  festzuhalten. 
Der  Beschwerdeführer  fügte  hinzu,  dass  seine  Ehefrau  die  Scheidung 
gewollt habe und er sich ihrem Wunsch nicht widersetze. 

8.6.2  Bei  den  von  der  Ex­Ehefrau  geäusserten  Gründen  (massive 
Eheprobleme,  Kommunikations­  und  Geldprobleme),  mit  denen  sie  ihr 
Gesuch um Regelung der Trennungsfolgen begründete, handelt es sich 
nicht  um  Umstände,  die  innert  kurzer  Zeit  nach  der  Einbürgerung 
aufgetreten  sein  können  und  folglich  zur  Zerrüttung  der  Ehe  führten. 
Vielmehr weisen diese Gründe darauf hin, dass die Eheprobleme schon 
seit  längerer  Zeit  bestanden.  Auch  wenn  die  Beweggründe  der  Ex­
Ehefrau  zur  Trennung  vom  Beschwerdeführer  grösstenteils  bestritten 
bzw.  anders  dargestellt  werden  (Grund  des  Ehevertrages,  Grund  der 
Ehetherapie,  das  Eheleben,  Kinderwunsch,  Streit,  Gründe  der 
Eheschutzgesuche  und  Gründe  über  deren  jeweiligen  Rückzug)  kann 
nach  der  allgemeinen  Lebenserfahrung  davon  ausgegangen  werden, 
dass  der  Entschluss  eines  Ehepartners  zur  Trennung  und  deren 
gerichtlichen  Regelung  bzw.  zur  Scheidung  –  ohne  Vorliegen  eines 
ausserordentlichen  Ereignisses  und  bei  einer  anhin  glücklichen  Ehe – 
nicht plötzlich gefällt wird, sondern vielmehr den Endpunkt eines längeren 
Zerrüttungsprozesses in einer Beziehung darstellt. Denn wenn auch ohne 
Zweifel das Ansammeln von Kleinigkeiten zu Eheproblemen und allenfalls 
sogar zu einer Scheidung führen kann, so münden diese – bei einer bis 
anhin  glücklichen  Ehe  –  nicht  von  einem  Tag  auf  den  anderen  zum 
Entschluss,  sich  vom  Ehepartner  trennen  zu  wollen.  In  Anbetracht  der 
geschilderten, engen zeitlichen Abfolge zwischen der Einbürgerung, dem 
Auftreten der Eheprobleme und der Anrufung des Eheschutzrichters zur 
gerichtlichen  Regelung  der  Trennungsfolgen  liegt  die  Vermutung  nahe, 
die  Ehe  sei  bereits  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung 
(20. August  2004)  bzw.  der  erleichterten  Einbürgerung  (13. September 
2004)  nicht mehr  intakt  gewesen.  Für  diese Beurteilung  sprechen  auch 
die  zahlreichen  vorgängig  eingereichten  Eheschutzbegehren  und  die 
fehlenden  Versuche  bzw.  das  nicht  sichtbare  Engagement  des 
Beschwerdeführers,  die  Ehe  wirklich  retten  zu  wollen  (Erklärung  des 
gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  mit  Bestätigung  des 
Scheidungswillens  nach  zwei  Monaten  Wartefrist).  Zudem  ist  dem 

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Anhörungsprotokoll des Bezirksgerichts Bülach vom 1. Februar 2007 zu 
entnehmen, dass der Beschwerdeführer in Polen eine Tochter hat, für die 
er  monatliche  Unterhaltsbeiträge  von  Fr.  500.­­  inkl.  Kinderzulage 
entrichte. Diese Tatsache deutet darauf hin, dass er sich bereits vor der 
Einreichung  des  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  im  Dezember 
2006, spätestens im Mai 2006 anderweitig orientiert haben muss und an 
seiner  Ehe  nicht  mehr  ernsthaft  festhalten  wollte.  So  gab  er  auch 
anlässlich  der  Anhörung  vom  1.  Februar  2007  nicht  an,  Bemühungen 
unternommen  zu  haben,  um  wieder  mit  seiner  Ex­Ehefrau 
zusammenzukommen,  sondern  sagte  aus,  sie  hätten  noch  Kontakt.  Es 
sei  jedoch  klar,  dass  sie  sich  scheiden  lassen  wollen.  Daran  ändert 
nichts, dass gewisse Umstände erst nach der erleichterten Einbürgerung 
zu  Tage  getreten  sind.  Sie  stellen  die Weiterentwicklung  von Ursachen 
dar, welche bereits früher gründen.

Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Eheschutzgesuche habe die 
Ex­Ehefrau  aufgrund  von  Stimmungsschwankungen  und  psychischen 
Problemen jeweils aufgrund von Bagatellen eingereicht, kann nämlich die 
Vermutung,  dass  die  Ehe  bereits  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen 
Erklärung bzw. der erleichterten Einbürgerung nicht mehr intakt gewesen 
war,  nicht  entkräften.  Der  Beschwerdeführer  gab  an,  seine  Ex­Ehefrau 
habe bereits vor der Heirat psychische Probleme gehabt und sei aufgrund 
ihrer Hochs und Tiefs nicht in der Lage gewesen, eine lineare Beziehung 
zu  führen. Der Beschwerdeführer  verkennt dabei die Tatsache, dass es 
für eine Beziehung immer zwei Personen braucht. Demzufolge kann der 
Beschwerdeführer, auch wenn die Ehe wegen der schweren Depression 
seiner  Ex­Ehefrau  schwierig  gewesen  sei  soll,  die  Eheprobleme  nicht 
gänzlich auf seine Ex­Ehefrau abwälzen. Zudem musste er aufgrund der 
drei  Eheschutzgesuche,  welche  seine  Ex­Ehefrau  während  ihrer  Ehe 
eingereicht hat, davon ausgehen, dass sie beim nächsten Konflikt erneut 
ein  Eheschutzgesuch  einreichen  könnte,  zumal  sie  das  letzte 
Eheschutzgesuch  gerade  erst  drei  Monate  bevor  er  ein  Gesuch  um 
erleichterte  Einbürgerung  stellte,  eingereicht  hatte.  Dies  lässt  darauf 
schliessen,  dass  die  Ehegemeinschaft  bereits  vor  der  gemeinsamen 
Erklärung und der anschliessenden erleichterten Einbürgerung massiven 
Belastungen ausgesetzt war. In einer solchen Situation von einer stabilen 
Ehe  zu  sprechen  entbehrt  jeglicher  Grundlage.  Das  erste 
Eheschutzgesuch erfolgte bereits im ersten Ehejahr. Es kann demzufolge 
davon ausgegangen werden, dass eheliche Probleme bereits zu Beginn 
der Ehe bestanden haben.

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Bezüglich  der  E­Mails  der  Ex­Ehefrau  an  den  Beschwerdeführer  kann 
Folgendes  festgehalten  werden:  Die  Ex­Ehefrau  schrieb  dem 
Beschwerdeführer am 26. Januar 2005, er sei  immer noch  ihr Ehemann 
und  sie  würde  extrem  viel  an  ihn  denken.  Daraus  kann  geschlossen 
werden,  dass  die  Ex­Ehefrau  zu  jenem  Zeitpunkt  tatsächlich  noch 
Gefühle  für  den  Beschwerdeführer  gehabt  haben muss.  Dennoch  kann 
deshalb nicht auf einen fehlenden Trennungswillen geschlossen werden, 
schrieb sie doch am folgenden Tag, dass  ihr die Trennung weh tue und 
sie  bedaure,  dass  es  soweit  habe  kommen  müssen.  Aus  dem  E­Mail 
Verkehr  ist  demzufolge  nicht  ersichtlich,  dass  die  Ex­Ehefrau  noch  an 
eine  gemeinsame  Zukunft  glaubte,  sondern  vielmehr,  dass  sie  die 
Trennung gewollt hat, wenn sie diese auch bedauerte.

8.7  Was  die  zu  den  Akten  gelegten  Unterstützungsschreiben  von 
Drittpersonen anbelangt, so versteht es sich von selbst und bedarf keiner 
besonderen Erläuterungen, dass damit der Beweis einer intakten, auf die 
Zukunft gerichteten Ehe nicht zu erbringen ist. Vielmehr beschränken sich 
diesbezügliche  Aussagen  naturgemäss  auf  die  Wahrnehmung  eines 
äusseren Erscheinungsbildes. Für die Beurteilung der hier wesentlichen 
Frage,  ob  die  Ehe  im  fraglichen  Zeitpunkt  stabil  und  auf  die  Zukunft 
gerichtet war, erweisen sich solche Bestätigungen  regelmässig nicht als 
besonders  aufschlussreich  (vgl.  dazu  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­378/
2008 vom 29. November 2011 E. 7.2.6 mit Hinweis).

9.
Dem  Beschwerdeführer  ist  es  somit  nicht  gelungen,  die  gegen  ihn 
sprechende  Vermutung  überzeugend  in  Frage  zu  stellen,  dass  zum 
Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  vom  20. August  2004  und  der 
erleichterten  Einbürgerung  am  13. September  2004  zwischen  ihm  und 
seiner Schweizer Ehefrau keine stabile und auf die Zukunft ausgerichtete 
eheliche Gemeinschaft bestanden hat. Aufgrund der gesamten Umstände 
muss  im  Gegenteil  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Ehewille, 
bereits einige Zeit  vorher erloschen war und an der Ehe schlussendlich 
nur  festgehalten  wurde,  um  dem  Beschwerdeführer  zum  Schweizer 
Bürgerrecht  zu  verhelfen.  Indem  der  Beschwerdeführer  in  der 
gemeinsamen  Erklärung  den  Bestand  einer  intakten  und  stabilen  Ehe 
versicherte  bzw.  einen  Sachverhalt  (insbesondere  die  mehrmaligen 
Eheschutzgesuche) nicht anzeigte, hat er die Behörden über wesentliche 
Tatsachen  getäuscht  und  die  erleichterte  Einbürgerung  im  Sinne  von 

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Art. 41  Abs. 1  BüG  erschlichen.  Denn  hätte  die  Vorinstanz  um  den 
Zustand  der Ehe  – wie  ihn  die Ehegatten  im Nachhinein  beschrieben – 
gewusst, hätte sie die erleichterte Einbürgerung zweifelsfrei nicht verfügt, 
bzw.  damit  zugewartet.  Die  materiellen  Voraussetzungen  für  die 
Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  sind  folglich  ebenfalls 
erfüllt. 

10.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig 
(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

11.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die 
Verfahrenskosten sind auf Fr. 1'000.­­ festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 
3  Bst.  b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

C­3729/2009

Seite 19

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1'000.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] und […] retour)
– den  Zivilstands­  und  Bürgerrechtsdienst  des  Kantons  Bern  (Akten 

Ref­Nr. […] retour)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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