# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42663fb7-6de5-5666-9731-10232338e39b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 11.01.2012 810 11 224 (810 2011 224)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-224_2012-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 11. Januar 2012 (810 11 224) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Bruno Gutzwiller, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Beat Walther, Ge-
richtsschreiberin i.V. Christine Dedato  
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dieter Roth, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 0856 vom 14. Juni 2011) 
 

 

 

 

A. Die thailändische Staatsangehörige A.____, geboren 1974, heiratete am 25. März 
2004 in ihrem Heimatland den Schweizer B.____, geboren am 13. Februar 1980. Am 25. Juli 
2004 reiste sie im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und nahm bei ihrem Ehe-
mann in C.____, Basel-Landschaft, Wohnsitz. In der Folge erhielt A.____ eine Aufenthaltsbewil-
ligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann. Am 7. Dezember 2006 bewilligte das Arbeitsamt des 

 
 
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Kantons Waadt ihr die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Masseuse in einem 
Salon in D.____. Am 20. November 2007 meldete sich A.____ in C.____ ab, um sich in E.____, 
c/o F.____, anzumelden. Im Laufe des Bewilligungsverfahrens gab sie an, dieser sei seit länge-
rem ihr Freund und sie beabsichtige, ihn zu heiraten. Mit Verfügung vom 28. November 2008 
verweigerte der Kanton Neuenburg ihr den Aufenthalt und setzte ihr eine Wegzugsfrist bis zum 
15. Januar 2009.  
 
Den Ehegatten A.____ und B.____ wurde mit Beschluss des Gerichtspräsidenten des Bezirks-
gerichts C.____ vom 22. Dezember 2008 das Getrenntleben rückwirkend per 30. Juni 2007 
bewilligt. Die Ehe wurde mit Urteil des Bezirksgerichts C.____ vom 30. September 2010 ge-
schieden. 
 
Am 5. August 2009 ersuchte A.____, vertreten durch Dieter Roth, Advokat in Liestal, um Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung und meldete sich am 1. Oktober 2009 wieder im Kanton 
Basel-Landschaft in der Gemeinde G.____, c/o H.____, an. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2009 
teilte das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) A.____ mit, dass es die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung prüfe. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verweigerte das 
AfM mit Verfügung vom 3. März 2010 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung respektive 
die Erteilung der Niederlassungsbewilligung und verfügte den Wegzug bis spätestens 31. Mai 
2010. Am 15. März 2010 erhob A.____, vertreten durch Dieter Roth, gegen diese Verfügung 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) und reichte mit 
Schreiben vom 12. Mai 2010 die Beschwerdebegründung ein. Das AfM beantragte die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
Mit Beschluss des Regierungsrates vom 10. August 2010 (RRB Nr. 1053) wies der Regierungs-
rat die Beschwerde ab und verfügte die Ausreise bis zum 30. September 2010. Dagegen erhob 
A.____, vertreten durch Dieter Roth, am 23. August 2010 Beschwerde beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und reichte 
mit Schreiben vom 25. September 2010 die Beschwerdebegründung nach. Mit Vernehmlassung 
vom 19. November 2010 beantragte der Regierungsrat unter o/e-Kostenfolge die Abweisung 
der Beschwerde. Mit Urteil vom 23. März 2011 des Kantonsgerichts wurde die Beschwerde 
gutgeheissen und der Regierungsratbeschluss vom 10. August 2010 aufgehoben und die Sa-
che zur erneuten Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an den Regierungs-
rat zurückgewiesen. 
 
B. Mit dem Beschluss des Regierungsrates vom 14. Juni 2011 (RRB Nr. 0856) entschied 
der Regierungsrat erneut über die Sache und kam nach Ausübung seines Ermessens 
wiederum zum Schluss, dass A.____ keinen Anspruch auf eine Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und die Schweiz bis spätestens zum 15. Juli 2011 zu verlassen hat.  
 

Gegen den zweiten RRB Nr. 0856 erhob A.____, wiederum vertreten durch Dieter Roth, am 

27. Juni 2011 beim Kantonsgericht Beschwerde. Es wurde - unter o/e-Kostenfolge - die Aufhe-

bung des RRB Nr. 0856, die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der Verzicht auf die 

Wegweisung beantragt.  

 
 
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C. Am 29. August 2011 reichte A.____ die Beschwerdebegründung ein und machte die 

unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 

Rechtsverletzungen geltend sowie, dass der Regierungsrat nur pro forma eine 

Ermessensprüfung durchgeführt, die positiven Aspekte der Ermessensprüfung aber viel zu 

wenig gewichtet und einige positive Aspekte sogar weg gelassen habe.  

 

D. Mit Schreiben vom 20. September 2011 reichte der Regierungsrat seine 
Vernehmlassung ein und verwies im Wesentlichen auf die Begründung in RRB Nr. 1053 und 

RRB Nr. 0856 und beantragte die Abweisung der Beschwerde und die Ansetzung einer neuen 

Ausreisefrist, unter o/e-Kostenfolge.  

 

E. Auf die Begründungen des Regierungsrates sowie von A.____ wird - soweit 

erforderlich - in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Beschluss berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da die Beschwerdeführerin Adressatin des 
angefochtenen Beschlusses ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die 
übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch die sachliche Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetre-
ten werden.  
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Beschluss hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Wei-
teren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
Mit Urteil vom 23. März 2011 hat das Kantonsgericht die Anspruchsgrundlagen, aus welchen 
die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Verbleib in der Schweiz ableiten könnte, geprüft 
und verneint. Diesbezüglich wurde rechtskräftig entschieden, aber in Bezug auf die korrekte 
Ausübung des Ermessens wurde in Gutheissung der damaligen Beschwerde vom 23. August 
2010 die Sache zur erneuten Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen, sprich 
zur Korrektur der Ermessensunterschreitung, an den Regierungsrat zurückgewiesen. Demge-
mäss können sich im vorliegenden Verfahren nur folgende zwei Rechtsfragen stellen bzw. sind 
nur diese zu prüfen: Wurde das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin durch den Verzicht 

 
 
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auf eine erneute Anhörung verletzt? Wurde die Ermessensbetätigung des Regierungsrates kor-
rekt ausgeübt?  
 
3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtli-
che Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezo-
genes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Beschlusses dar, der in die Rechtsstellung einer 
Person eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstel-
lung eingreifenden Beschlusses zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Ein-
sicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der 
Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergeb-
nis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Beschluss zu beeinflussen (BGE 129 II 504 E. 
2.2; BGE 127 I 56 E. 2b; BGE 127 III 578 E. 2c; BGE 126 V 131 E. 2b, je mit Hinweisen).  
 
3.2 Der Regierungsrat hat mit RRB Nr. 0856 vom 14. Juni 2011 innert einer sehr kurzen 
Frist nach dem Urteil des Kantonsgerichts vom 23. März 2011 erneut entschieden. Hierbei hat 
der Regierungsrat allerdings sämtliche Umstände in Erwägung gezogen, welche die Beschwer-
deführerin im vorangegangenen kantonsgerichtlichen Verfahren vorgetragen hat. Die Ansicht 
des Regierungsrates, dass sich der Sachverhalt innert der kurzen Zeit zwischen März und Juni 
2011 nicht grundlegend verändert habe, ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin 
konnte denn auch mit der Beschwerde vom 27. Juni 2011 und der Beschwerdebegründung vom 
29. August 2011 keine neuen Sachverhaltselemente vorbringen. Die Entscheidung des Regie-
rungsrats, in diesem konkreten Fall auf eine erneute Anhörung der Beschwerdeführerin zu ver-
zichten, stellt für die Beschwerdeführerin keinen Rechtsnachteil dar und wäre in casu eine leere 
und überspitzt formalistische Handlung gewesen, da sich der Sachverhalt nicht geändert hat.  
 
Im Übrigen hat sich die Frage der Sachverhaltsermittlung in casu nicht mehr gestellt; einzig die 
Ausübung des Ermessens musste durch den Regierungsrat nachgeholt werden. Das Kantons-
gericht hat die Sache schliesslich nur im Sinne der Erwägungen des Urteils vom 23. März 2011 
an den Regierungsrat - und nicht an das AfM - zurückgewiesen, ohne dass eine nochmalige 
Sachverhaltsabklärung vorzunehmen war. Der Sachverhalt im vorliegenden Fall war nämlich 
klar, wurde von den Vorinstanzen umfassend abgeklärt und hat sich bis zum heutigen Tag nicht 
geändert. Zu diesem Sachverhalt konnte die Beschwerdeführerin im vorangegangenen kan-
tonsgerichtlichen Verfahren ausführlich Stellung nehmen. Die Rüge der Gehörsverletzung ist 
deshalb unbegründet. 
 
4.1  Wenn kein Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung 
besteht, so ist selbst bei Vorliegen von Widerrufsgründen zu prüfen, ob die Bewilligung ermes-
sensweise gewährt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 2A.509/2001 vom 3. April 2002, 
E. 3.5; NÜSSLE TAMARA, a.a.o., Rn. 33 zu Art. 33). Ein Widerrufsgrund ist dabei lediglich Aus-
druck dafür, dass an der Wegweisung der ausländischen Person ein gewichtiges öffentliches 
Interesse besteht. Dieses muss gemäss Art. 96 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005 gegen die persönlichen und familiären Interes-
sen der ausländischen Person am Verbleib in der Schweiz abgewogen werden. Dabei ist der 

 
 
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Dauer der bisherigen Anwesenheit in der Schweiz, dem Verhalten der ausländischen Person in 
dieser Zeit, ihrem Grad der Integration sowie den persönlichen, familiären und sozialen Bezie-
hungen gebührend Rechnung zu tragen (NÜSSLE TAMARA, a.a.o., Rn. 33 zu Art. 33).  
 
4.2 In einem weiteren Schritt hat das Kantonsgericht im Rahmen seiner Kognition gemäss 
§ 45 VPO, welche sich grundsätzlich auf Rechtsverletzungen sowie auf die unrichtige oder un-
vollständige Feststellung des Sachverhalts beschränkt, zu überprüfen, ob die Vorinstanz ihr 
Ermessen pflichtgemäss und im Sinne von Art. 96 AuG ausgeübt hat (vgl. E. 2). Dabei stellen 
qualifizierte Ermessensfehler, das heisst das Überschreiten oder Unterschreiten sowie der 
Missbrauch des Ermessens, Rechtsverletzungen dar. Die Überprüfung der Angemessenheit 
bleibt dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). Die Überprüfbarkeit von 
Ermessensentscheiden bedingt eine nachvollziehbare Begründung unter sorgfältiger Güterab-
wägung und Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls, die Nichterteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen der Ermessensausübung ist jedoch nicht in gleich umfas-
sender Weise wie die Verhältnismässigkeit der Wegweisung zu prüfen.  
 
4.3 Die Verwaltungsbehörden sind im Rahmen einer pflichtgemässen Ermessensbetäti-
gung gehalten, die Grundrechte, das Rechtsgleichheitsgebot, das Verhältnismässigkeitsprinzip 
sowie die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen Interessen in Abwägung der privaten Interessen 
zu beachten. Zu berücksichtigen sind zudem auch bei Ermessensentscheiden stets Sinn und 
Zweck der jeweiligen gesetzlichen Ordnung (PETER UEBERSAX in: Uebersax/Rudin/ Hugi 
Yar/Geiser, Ausländerrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerin-
nen und Ausländern in der Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.99 ff.; MARC SPESCHA in: Spe-
scha/Thür/Zünd/Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, 2. Auflage, Zürich 2009, N 1 zu Art. 96 
AuG; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
6. Auflage, Zürich 2010, N 441). Im ausländerrechtlichen Kontext bestimmt Art. 96 Abs. 1 AuG, 
dass die zuständigen Behörden die öffentlichen Interessen, die persönlichen Verhältnisse sowie 
den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer zu berücksichtigen haben. 
 
5.1 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzustellen, dass der Regierungsrat die im Rahmen 
einer Ermessensprüfung nach Art. 96 AuG zu berücksichtigenden öffentlichen Interessen kor-
rekt umschrieben hat. Diese umfassen mit Blick auf Art. 3 und 4 AuG das gesamtwirtschaftliche 
Interesse sowie die kulturellen und wissenschaftlichen Bedürfnisse der Schweiz, völkerrechtli-
che Verpflichtungen, humanitäre Gründe und die Vereinigung der Familie (BENJAMIN 
SCHINDLER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG], Bern 2010, N 12 zu Art. 96 AuG; SPESCHA, a.a.O., N 3 zu Art. 96 AuG). Aus-
fluss dieser öffentlichen Interessen bzw. der insoweit in der Schweiz verfolgten restriktiven Ein-
wanderungspolitik (vgl. hierzu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Februar 2008, C-
1028/2006, E. 3) ist, dass Ausländerinnen und Ausländer aus sog. Drittstaaten grundsätzlich 
nur im Rahmen des Familiennachzugs Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz haben. Der Re-
gierungsrat hat daher zutreffend erwogen, dass - nach dem Wegfall des Nachzugsanspruchs 
sowie dem Fehlen sonstiger Anwesenheitsansprüche (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 
23. März 2011, RRB Nr. 0856, Ziff. 2) - grundsätzlich ein öffentliches Interesse an der Ausreise 
der Beschwerdeführerin besteht.  

 
 
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5.2.1 Der Begriff der persönlichen Verhältnisse erstreckt sich namentlich auf die persönli-
chen und verwandtschaftlichen Bindungen der ausländischen Person zur Schweiz und auf die 
Lebenssituation im Herkunftsland und umfasst neben der Anwesenheitsdauer der betroffenen 
Personen insbesondere auch die grundrechtlich geschützten Interessen von Kindern und deren 
Verwurzelung in der Schweiz. Zu berücksichtigen sind im Rahmen der persönlichen Verhältnis-
se sodann auch der Gesundheitszustand und die medizinische Versorgungslage im Herkunfts-
land (SPESCHA, a.a.O., N 4 zu Art. 96 AuG; BENJAMIN SCHINDLER, a.a.O., N 13 zu Art. 96 AuG). 
 
5.2.2 Nach Auffassung des Kantonsgerichts hat sich der Regierungsrat mit diesen Kriterien 
im angefochtenen RRB Nr. 0856 auseinandergesetzt und die persönliche Situation der Be-
schwerdeführerin auch gebührend berücksichtigt. Der Regierungsrat hat insoweit erwogen, 
dass die Beschwerdeführerin seit sieben Jahren in der Schweiz lebt und bei ihrer Einreise in die 
Schweiz 29 Jahre alt war. Den überwiegenden Teil ihres Lebens hat die Beschwerdeführerin in 
ihrer Heimat verbracht. Es sei daher noch immer von einer gewissen Verbundenheit der Be-
schwerdeführerin mit ihrer Heimat auszugehen, zumal ihr Sohn in ihrer Heimat lebe. Der Regie-
rungsrat hat aber auch anerkannt, dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz ein gewisses 
soziales Netz aufgebaut und einen Schweizer Lebenspartner hat. Zudem sei für sie eine Rück-
kehr in ihre Heimat in wirtschaftlicher Hinsicht bestimmt hart. In der Schweiz sei es ihr als Mas-
seuse bzw. gegenwärtig als Köchin in D.____ offenbar gelungen, ihren Lebensunterhalt selbst 
zu finanzieren. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin nie in der 
Region Basel-Landschaft eine Arbeit gefunden und sich aufgrund ihrer Arbeit auch mehrheitlich 
nicht an ihrem offiziellen Wohnsitz in G.____ aufgehalten habe.  
 
5.3 Bezüglich der Beurteilung des Integrationsgrades der Beschwerdeführerin ist sodann 
auf die in Art. 4 AuG festgehaltenen Integrationsgrundsätze zu verweisen, wonach es erforder-
lich ist, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und 
Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere die Sprache am 
Wohnsitz (vgl. Art. 4 lit. b Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern 
[VIntA]) erlernen. Zu berücksichtigen sind auch die Teilhabe der ausländischen Person am wirt-
schaftlichen, sozialen und kulturellen Leben sowie der Respekt gegenüber der rechtsstaatlichen 
Ordnung und den Werten der Bundesverfassung (vgl. auch die Aufzählung einzelner Integrati-
onskriterien in Art. 4 VIntA sowie in Art. 31 VZAE; SPESCHA, a.a.O., N 5 zu Art. 96 AuG; 
BENJAMIN SCHINDLER, a.a.O., N 14 ff. zu Art. 96 AuG; weiterführend MARTIN PHILIPP WYSS, in: 
Uebersax/Rudin/ Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechts-
stellung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 26.1 ff. 
sowie die Weisungen und Richtlinien des Bundesamtes für Migration [BFM] zum AuG [AuG-
Weisungen], Weisung IV zur Integration, Version 1.1.08 [Stand 15.11.09], Ziff. 2). 
 
Auch diese Kriterien wurden vom Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 0856 gebührend 
berücksichtigt, indem in zutreffender Weise ausgeführt wird, dass der Beschwerdeführerin zwar 
zugute zu halten sei, dass sie in wirtschaftlicher Hinsicht selbstständig und ihr persönliches 
Verhalten insgesamt als positiv zu werten sei, auch wenn vereinzelte Betreibungen gegen sie 
beständen. Demgegenüber sind ihre Deutschkenntnisse nicht gut, was anlässlich der 

 
 
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Gerichtsverhandlung vom 23. März 2011 festgestellt werden konnte, da ein Übersetzer 
notwendig war. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin französisch spricht, kann 
unberücksichtigt bleiben, da die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in der deutschsprachigen 
Schweiz hatte und die Sprache am Wohnsitz für eine gute Integration entscheidend ist und 
nicht eine der Landessprachen (vgl. Art. 4 lit. b VIntA). Dass der Regierungsrat daher im Ergeb-
nis von einer bloss mässigen Integration der Beschwerdeführerin ausgeht, ist vorliegend nicht 
zu beanstanden. 
 
5.4 Nach dem Gesagten kommt das Kantonsgericht daher zum Schluss, dass der Regie-
rungsrat die unter dem Titel der Ermessensausübung nach Art. 96 AuG zu berücksichtigenden 
Kriterien geprüft, die konkreten Umstände der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der 
positiven sowie der negativen Aspekte und ohne Willkür gewürdigt hat (vgl. Ziff. 3.a ff. des RRB 
Nr. 0856). Die Rüge der unvollständigen und damit rechtsfehlerhaften vorinstanzlichen Ermes-
sensausübung erweist sich daher vorliegend ebenfalls als unbegründet.  
 
6. Die Prüfung der Verhältnismässigkeit wurde vom Regierungsrat im ersten Entscheid 
RRB Nr. 1053 ordnungsgemäss durchgeführt und ist an dieser Stelle nicht mehr zu beurteilen. 
 
7. Im Übrigen sind alle weiteren vom Vertreter der Beschwerdeführerin geltend 
gemachten Rügen nicht zu hören, da das Kantonsgericht darüber bereits mit Urteil vom 
23. März 2011 rechtskräftig entschieden hat und es sich hierbei demgemäss um eine res 
iudicata handelt.  
 
8.1 Das Verfahren vor Kantonsgericht ist kostenpflichtig. Die anfallenden Kosten werden in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 1 und 3 
VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- gehen demzufolge zu Lasten der Be-
schwerdeführerin.  
 
8.2 Die Parteikosten werden in Anwendung von § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettgeschlagen. 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Beschwerdeführerin hat die Schweiz spätestens 30 Tage nach 

schriftlicher Eröffnung des begründeten Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'400.-- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 2'100.-- verrechnet. Der zuviel geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 700.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.