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**Case Identifier:** 347692fa-6682-57c1-ac95-1507ea6f993a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.04.2021 S 2019 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-150_2021-04-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 150

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser, Audétat

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 13. April 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny,

Beschwerdeführer

gegen

C._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. Der 1963 geborene A._____ ist bei der E._____ GmbH als 

Geschäftsführer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der C._____ AG 

(nachfolgend: C._____) gegen die Folgen von Unfällen versichert.  

2. Am 28. Mai 2017 erlitt A._____ einen ersten Unfall. Gemäss 

Schadenmeldung UVG vom 31. Mai 2017 stürzte er beim Abstieg von der 

F._____ nach einer Kurve von seinem Mountainbike und zog sich dabei 

einen Bruch an der Brustwirbelsäule sowie eine Prellung an der Lunge 

(inkl. Atemwege) und an der linken Schulter zu. 

In der Folge erlitt A._____ am 31. Juli 2018 einen zweiten Unfall. Laut 

Schadenmeldung UVG vom 30. August 2018 war er am besagten Tag in 

eine Auffahrkollision auf der Kantonsstrasse G._____, Oberhalb H._____, 

involviert, wobei er sich die Brust-, Hals- und Lendenwirbelsäule stauchte. 

Für beide Unfälle anerkannte die C._____ ihre Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und 

Taggeld).

3. Mit formlosem Schreiben vom 24. Januar 2019 teilte die C._____ A._____ 

hinsichtlich des Ereignisses vom 31. Juli 2018 (Auffahrunfall, Falldossier-

Nr.: I._____) mit, dass ab dem 1. November 2018 sämtliche Leistungen 

über das Falldossier J._____ (Mountainbikesturz) abgerechnet würden. 

Begründend wurde ausgeführt, dass zur Prüfung der Unfallkausalität 

sämtliche medizinischen Unterlagen dem beratenden Arzt (Dr. med. 

K._____) vorgelegt worden seien. Dieser halte in seiner Beurteilung vom 

15. Januar 2019 fest, dass das Ereignis vom 31. Juli 2018 zu einer 

vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt 

habe. Der Status quo ante sei bereits drei Monate nach Ereignis per 31. 

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Oktober 2018 erreicht gewesen. Die aktuellen Beschwerden seien auf das 

Unfallereignis vom 28. Mai 2017 (Mountainbikesturz) zurückzuführen. 

4. Mit E-Mail vom 28. Februar 2019 verlangte A._____ den Erlass einer 

einsprachefähigen Verfügung. Daraufhin verfügte die C._____ am 21. 

März 2019 die Leistungseinstellung für das Ereignis vom 31. Juli 2018 

(Auffahrunfall) per 31. Oktober 2018 und die Abwicklung sämtlicher 

Leistungen ab dem 1. November 2018 über das Ereignis vom 28. Mai 

2017 (Mountainbikesturz). In ihrer Begründung wiederholte sie die in ihrem 

Schreiben vom 24. Januar 2019 geltend gemachte Argumentation.

5. Dagegen erhob A._____ am 28. März 2019 unter Einreichung des Berichts 

seines Hausarztes Dr. med. L._____ vom 26. März 2019 Einsprache. 

Darin beantragte er, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Leistungen aus dem Unfall vom 31. Juli 2018 seien auch ab dem 

1. November 2018 weiterhin zu gewähren. Eventualiter sei die 

Angelegenheit im Rahmen eines externen orthopädisch-

rheumatologischen Gutachtens zu beurteilen und anschliessend erneut zu 

verfügen. Zur Begründung hielt er im Wesentlichen fest, dass eine 

überdurchschnittlich heftige Heckkollision stattgefunden habe. Hinzu 

komme und erschwerend wirke sich aus, dass er lediglich rund ein Jahr 

vorher einen heftigen Mountainbikesturz mit Frakturen zweier Brustwirbel 

erlitten habe. Diesem Vorzustand sei bei der Beurteilung, wann der Status 

quo sine oder quo ante eintrete, gebührend Rechnung zu tragen. Es sei 

nicht nachvollziehbar und widerspreche dem Untersuchungsgrundsatz, 

wenn der Vertrauensarzt Dr. med. K._____ ohne Rücksprache mit dem 

Hausarzt aufgrund einer reinen Aktenbeurteilung und offensichtlich 

aktenwidriger Feststellungen Unfallfolgen sehr arbiträr bereits drei Monate 

nach dem Unfall verneine. Es sei auch keine Rechtsprechung bekannt, die 

bei einer Heckkollision der vorliegenden Heftigkeit und bei 

vorbestehenden Wirbelsäulenbeschwerden den Status quo sine oder quo 

ante bereits drei Monate nach dem Unfall bejaht hätte. In der Regel werde 

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mit mindestens einem Jahr seit dem Unfall gerechnet. Angesichts dessen 

sowie der Divergenzen zwischen der hausärztlichen und der 

vertrauensärztlichen Beurteilung würde die angefochtene Verfügung einer 

gerichtlichen Prüfung nicht standhalten. Es wäre deshalb sinnvoll, bereits 

im Einspracheverfahren eine bidisziplinäre Begutachtung durchzuführen. 

Falls lediglich die Halswirbelsäule durch den Unfall betroffen wäre, dürften 

mangels einer bildgebend nachgewiesenen strukturellen Schädigung die 

Leistungen praxisgemäss etwa ein Jahr nach dem Unfall wegen fehlender 

adäquater Unfallkausalität eingestellt werden. Weil aber die 

vortraumatisierte Brustwirbelsäule möglicherweise richtungsgebend 

beeinträchtigt worden sei, sei es unumgänglich, ein unabhängiges 

Gutachten einzuholen. Dies, falls sich die C._____ nicht doch zu einer 

vorläufigen Weiterführung des Falles und auch zu einem vorläufigen 

Verzicht, die Leistungen einzustellen, durchringen könnte. 

6. Am 12. August 2019 verfügte die C._____ hinsichtlich des Ereignisses 

vom 28. Mai 2017 (Mountainbikesturz, Falldossier-Nr.: J._____) den 

Fallabschluss und die Einstellung der Versicherungsleistungen (Taggeld 

und Heilungskosten) rückwirkend per 19. Februar 2019. Auf eine 

Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen wurde verzichtet. Zur 

Begründung wurde vorgebracht, dass sämtliche Unterlagen dem 

beratenden Arzt (Dr. med. K._____) zur Prüfung vorgelegt worden seien. 

Dieser halte in seiner Beurteilung vom 18. Juni 2019 fest, dass das 

Ereignis vom 28. Mai 2018 (recte: 2017) zu einer vorübergehenden 

Verschlimmerung des Vorzustands geführt habe. Aus diesem Grund sei 

der Status quo sine bereits am 18. Februar 2019 erreicht worden. 

7. Dagegen erhob A._____ am 4. September 2019 Einsprache. Darin 

beantragte er, es sei unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung ein 

interdisziplinäres Gutachten zu veranlassen und anschliessend neu zu 

verfügen. Begründend hielt er im Wesentlichen fest, dass die 

versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. K._____ nicht 

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ausreiche, eine Ablehnung der Leistung ausreichend zu begründen. Seine 

Einschätzung, wonach die natürliche Kausalität anlässlich seiner 

Beurteilung vom 18. Juni 2019 während bereits vier Monaten weggefallen 

sei, erscheine deshalb rein arbiträr und zufällig. Angesichts der komplexen 

Beurteilung von zwei bei der C._____ versicherten Unfällen seien beide 

Einspracheverfahren zu kombinieren und im Rahmen einer umfassenden 

Begutachtung integral zu beurteilen. 

8. Mit Einspracheentscheid der C._____ vom 18. November 2019 betreffend 

Ereignis vom 31. Juli 2018 (Auffahrunfall, Falldossier-Nr.: I._____) wurde 

die Einsprache vom 28. März 2019 teilweise gutgeheissen, indem die 

Leistungen aus der Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem 

Ereignis vom 31. Juli 2018 bis zum 31. Januar 2019 gewährt wurden. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die 

Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bei Dr. med. M._____ ein 

Gutachten eingeholt habe. Dieser komme in seinem Bericht vom 14. 

Januar 2019 zum Schluss, dass der Status quo sine/ante spätestens 

sechs Monate nach dem Auffahrunfall erreicht gewesen sei. Dr. med. 

K._____ sehe den Eintritt des Status quo ante bereits drei Monate nach 

dem Unfallereignis als erreicht. Die Diskrepanz zwischen der 

Einschätzung von Dr. med. M._____ und Dr. med. K._____ sei 

nachvollziehbar, weil der Status quo sine/ante nie mathematisch exakt 

festgelegt werden könne. Beide Ärzte würden jedoch dieselben Schlüsse 

ziehen. Nachdem zwei Ärzte unabhängig voneinander einen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 

Unfallereignis vom 31. Juli 2018 nach geraumer Zeit verneinen würden, 

bestehe keine Veranlassung, weitere medizinische Berichte einzuholen. 

Zugunsten von A._____ werde auf die Angaben von Dr. med. M._____ 

abgestellt, welcher den Status quo sine/ante per Ende Januar 2018 (recte: 

2019) terminiert habe. Die Leistungen seien auf diesen Zeitpunkt 

einzustellen. 

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9. Mit Einspracheentscheid vom 18. November 2019 betreffend Ereignis vom 

28. Mai 2017 (Mountainbikesturz, Falldossier-Nr.: J._____) wies die 

C._____ die Einsprache vom 4. September 2019 ab und bestätige ihre 

Verfügung vom 12. August 2019. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

festgehalten, dass sich A._____ anlässlich des Unfalls vom 28. Mai 2017 

zweifellos Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen habe. Die 

Frakturen auf Höhe Th6 und Th7 seien stabil gewesen und hätten 

konservativ behandelt werden können. Derartige Brüche würden in relativ 

kurzer Zeit verheilen. Dr. med. K._____ weise in seiner Beurteilung vom 

18. Juni 2019 auf die bereits vorbestehenden 

Deckplattenimpressionsfrakturen älteren, unbestimmten Datums auf Höhe 

Th4 und Th8 hin und führe aus, dass die geklagten Beschwerden 

myofaszialer Natur seien und solitär nicht auf die im Mai 2017 

zugezogenen, fokussierten Verletzungen auf Höhe Th6 und Th7 

zurückgeführt werden könnten; der Status quo sine/ ante sei seit rund vier 

Monaten erreicht. Dies sei somit ab dem 18. Februar 2019 der Fall 

gewesen. Gemäss Einschätzung von Dr. med. K._____ seien die beim 

Fahrradsturz vom 28. Mai 2017 zugezogenen Verletzungen nach rund 21 

Monaten verheilt gewesen. Weiterhin bestehende Beschwerden stünden 

nach dieser Zeit überwiegend wahrscheinlich nicht mehr in kausalem 

Zusammenhang zum Unfallereignis. Die in den Akten liegenden 

Arztzeugnisse vermöchten die nachvollziehbare und schlüssige 

Einschätzung von Dr. med. K._____ nicht zu entkräften. Seine 

Ausführungen seien schlüssig, nachvollziehbar begründet und in sich 

widerspruchsfrei.

10. Gegen beide Einspracheentscheide vom 18. November 2019 erhob 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 17. 

Dezember 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Darin beantragte er unter Aufhebung der beiden 

angefochtenen Einspracheentscheide die Rückweisung der 

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Angelegenheit an die Vorinstanz zur Einholung eines externen 

interdisziplinären Gutachtens und zu neuen Entscheiden. Begründend 

wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass dieser komplexe Fall mit zwei 

Unfällen, welche beide zu Verletzungen der Wirbelsäule geführt hätten, 

unzureichend abgeklärt worden sei. Es entspreche der allgemeinen 

Lebenserfahrung, dass eine vortraumatisierte Wirbelsäule auf eine relativ 

heftige Heckkollision stärker traumatisiert werde, als wenn die 

Einwirkungen auf eine gesunde Wirbelsäule wirken würden. Der Hausarzt 

Dr. med. L._____ bestätige dies in seinem ärztlichen Zeugnis vom 

26. März 2019, worin er unter anderem festhalte, dass die C._____ ein 

neutrales Gutachten zu veranlassen habe, um die komplexe 

Angelegenheit abzuklären. Die C._____ stütze sich auf Berichte von 

Vertrauensärzten, die den Beschwerdeführer niemals selber untersucht 

hätten und auf dürftiger Aktenlage eine Ferndiagnose abgäben und zum 

Teil lediglich mit statistischen Werten operieren würden. Wenn der 

Beschwerdeführer nur den zweiten Unfall mit dadurch verursachtem 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule erlitten hätte, wäre die C._____ 

wahrscheinlich berechtigt, in Kenntnis der strengen 

Adäquanzrechtsprechung des Bundesgerichts die Leistungen nach einer 

gewissen Zeit einzustellen, und das ohne vorgängige abschliessende 

Beurteilung der natürlichen Kausalität. Hier gehe es aber um die 

Beurteilung eines komplexen Falles mit zwei Traumata und weiteren 

vorbestehenden Rückenverletzungen, weshalb nicht der "übliche" Fall 

vorliege und auf eine gutachterliche rheumatologisch-orthopädische 

Beurteilung nicht verzichtet werden könne. 

11. Am 22. Januar 2020 reichte die C._____ (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zwei Beschwerdeantworten ein, wobei sie in beiden 

Eingaben die kostenfällige Abweisung der Beschwerde beantragte. 

Begründend hielt sie hinsichtlich des Unfallereignisses vom 28. Mai 2017 

(Mountainbikesturz, Falldossier-Nr.: J._____) zusammenfassend fest, 

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dass die Beurteilung von Dr. med. K._____ vom 18. Juni 2019 die 

Vorgaben des Bundesgerichts zum Beweiswert eines Arztberichts erfülle. 

Der Bericht sei für die strittigen Belange umfassend. Er beruhe auf der 

Sichtung sämtlicher Arzt- und Spitalberichte, die bezüglich der beiden 

Unfälle erstellt worden seien. Die geklagten Beschwerden würden 

berücksichtigt. Es werde in Kenntnis der Anamnese verständlich erklärt, 

weshalb der natürliche Kausalzusammenhang nach einer gewissen Zeit 

entfallen sei. Die Schlussfolgerungen seien begründet. Der Vertrauensarzt 

spreche von myofaszialen Problemen, die nicht auf das Unfallereignis vom 

28. Mai 2017 zurückgeführt werden könnten. Betreffend Unfallereignis 

vom 31. Juli 2018 (Auffahrunfall, Falldossier-Nr.: I._____) führte die 

Beschwerdegegnerin zusammenfassend aus, dass der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Auffahrunfall vom 31. Juli 2018 und 

den geklagten Beschwerden spätestens am 31. Januar 2019 entfallen sei. 

Die Erkenntnisse der Dres. med. M._____ und K._____ vom 14. bzw. 15. 

Januar 2019 würden miteinander übereinstimmen. Bezüglich Eintritt des 

Status quo sine/ante könne mit Blick auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung auf die Erkenntnisse von Dr. med. M._____ abgestellt 

werden. Von weiteren medizinischen Abklärungen seien keine 

zusätzlichen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten. Werde ein 

natürlicher Kausalzusammenhang über den 31. Januar 2019 hinaus wider 

Erwarten bejaht, so wäre die Einstellung der Leistungen dennoch zu Recht 

erfolgt, weil der adäquate Kausalzusammenhang entfallen sei. 

12. Am 17. Februar 2020 verzichtete der Beschwerdeführer auf das 

Einreichen einer Replik. 

13. Am 5. März 2020 wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen.

14. Am 9. März 2020 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

seine Honorarnote inkl. Honorarvereinbarung im Betrag von CHF 4'043.45 

(inkl. Barauslagen und MWST) ein. 

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Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die beiden 

Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin vom 18. November 2019. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde an das Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die versicherte Person 

im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formeller und materieller 

Adressat der angefochtenen Einspracheentscheide ist der 

Beschwerdeführer davon überdies berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

2.1. Vorliegend erhebt der Beschwerdeführer nur eine Beschwerde gegen zwei 

separat erlassene Einspracheentscheide, welche je ein separates 

Unfallereignis betreffen. Demgegenüber reicht die Beschwerdegegnerin 

zwei separate Beschwerdeantworten ein mit der Bitte, im Entscheid eine 

klare Abgrenzung zwischen den beiden Unfallereignissen vorzunehmen, 

falls die Verfahren vereinigt würden. Sie tut dar, dass beim Auffahrunfall 

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vom 31. Juli 2018 auch die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers 

indirekt betroffen sei. Es stellten sich Fragen des Regresses der 

Beschwerdegegnerin gegenüber der Haftpflichtversicherung. Eine 

Vermischung der beiden Ereignisse ohne klare Abgrenzung über die 

Leistungspflichten bezogen auf das jeweilige Unfallereignis sei zu 

vermeiden (vgl. Beschwerdeantworten vom 22. Januar 2020 S. 2). 

2.2. Im Interesse einer zweckmässigen Erledigung kann die Behörde durch 

verfahrensleitende Verfügung die Verfahren bei getrennt eingereichten 

Eingaben zum gleichen Gegenstand vereinigen (Art. 6 Abs. 1 lit. a VRG). 

Da der Beschwerdeführer vorliegend – wie bereits dargelegt – in einer 

Eingabe zwei Entscheide anficht, kann gar keine Vereinigung im Sinne der 

erwähnten Bestimmung vorgenommen werden. Entgegen der Auffassung 

der Beschwerdegegnerin wird eine solche denn auch nicht implizit von 

Seiten des Beschwerdeführers verlangt. Vor dem Hintergrund, dass die 

Beschwerdegegnerin die beiden Unfallereignisse auch nicht klar trennt 

und – wie nachfolgend aufgezeigt wird – ein unzureichendes 

medizinisches Abklärungsergebnis vorliegt, besteht keine Veranlassung, 

die beiden Unfallereignisse nachträglich strikt auseinanderzuhalten. 

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre 

Leistungen für den Auffahrunfall vom 31. Juli 2018 per 31. Januar 2019 

und für den Mountainbikesturz vom 28. Mai 2017 per 19. Februar 2019 

eingestellt hat. 

4.1. Gemäss Art. 4 ATSG ist ein Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach 

Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen 

Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

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Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 

UVG Anspruch auf ein Taggeld. Die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen 

werden nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise 

Folge eines Unfalls ist (Art. 36 Abs. 1 UVG).

4.2. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (vgl. BGE 142 V 435 E.1, 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 

286 E.1b, je mit Hinweisen). 

4.3. Hat ein Unfallversicherer die Unfallkausalität bejaht und Leistungen 

erbracht, entfällt seine Leistungspflicht erst, wenn der gesundheitliche 

Schaden nur noch ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 

aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später 

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eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. BGE 146 V 51 E.5.1 

und 8.5). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 

als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer. Dabei muss nicht etwa der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Entscheidend ist, ob 

unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, ob diese also dahingefallen sind. Ebenso 

wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 

versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.3.2, 8C_840/2019 vom 

14. Februar 2020 E.3.2, Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 15/04 vom 7. Juli 2004 E.2.2, je mit Hinweisen).

4.4. Im Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 

erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 218 E.6; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_17/2017 vom 4. April 2017 E.2.2; je mit Hinweisen).

4.5. Der Versicherungsträger und das im Streitfall angerufene Gericht haben 

den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (vgl. 

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Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Die Untersuchungspflicht dauert so 

lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 

erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Bleiben jedoch 

erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher 

getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit 

von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E.3.2.1, 8C_616/2013 vom 28. Januar 

2014 E.2.1, je mit Hinweisen).  

4.6. Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte sind Sozialversicherungsträger 

und Sozialversicherungsrichter auf Unterlagen angewiesen, die ihnen 

vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat die 

medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess 

gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – 

wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 

bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 

unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 

es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 

Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

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(vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). Gemäss 

Rechtsprechung ist auch ein reines Aktengutachten beweiskräftig, wenn 

die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der 

Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.3 mit Hinweisen). Dabei geht es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte 

ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3, 

8C_780/2016 vom 24. März 2017 E.6.1, je mit Hinweisen). Den Berichten 

eines Versicherungsmediziners kommt Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit seiner Feststellungen, so sind weitere Abklärungen 

notwendig (vgl. BGE 135 V 465 E.4.6 f., 125 V 351 E.3b/ee). 

5. Unbestritten sind vorliegend die beiden Unfallereignisse als solche 

(Mountainbikesturz vom 28. Mai 2017 und Auffahrunfall vom 31. Juli 2018) 

sowie der Umstand, dass ein Kausalzusammenhang bezüglich beider 

Ereignisse vorerst bejaht worden war. Ebenfalls unstreitig ist, dass der 

Beschwerdeführer bereits vor dem Auffahrunfall vom 31. Juli 2018 unter 

Beschwerden litt und er sich bei diesem Unfall keine bildgebenden 

Verletzungen zuzog. 

6.1.1. Betreffend Unfallereignis vom 28. Mai 2017 (Mountainbikesturz) hat sich 

Folgendes ereignet:

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6.1.2. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 31. Mai 2017 stürzte der 

Beschwerdeführer am 28. Mai 2017 beim Abstieg von der F._____ nach 

einer Kurve vom Mountainbike, wobei er sich einen 

Brustwirbelsäulenbruch sowie eine Prellung an der Lunge (inkl. 

Atemwege) und an der linken Schulter zuzog (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten Falldossier-Nr.: J._____ [Bg-act. I] 1). 

6.1.3. In ihrem Bericht vom 2. Juni 2017 über die Notfallkonsultation vom 28. Mai 

2017 diagnostizierten Assistenzarzt N._____ und Oberarzt Dr. med. 

O._____, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Kantonsspital P._____, eine komplette 

Berstungsfraktur BWK6. Hinsichtlich der von Assistenzarzt Q._____ und 

Oberärztin Dr. med. R._____, Kantonsspital P._____, am 28. Mai 2017 

durchgeführten CT-Untersuchung wurde was folgt ausgeführt: "Frische 

inkomplette Berstungsfraktur von BWK6. Diskrete Keilwirbelbildung von 

BWK7. Deckplattenimpression von BWK4 und BWK8 älteren Datums." 

Betreffend Procedere wurde insbesondere festgehalten, dass primär eine 

konservative Therapie der inkompletten Berstungsfraktur von BWK6 

erfolge (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2 sowie Bg-act. I 5 und 

11). 

6.1.4. Ebenfalls am 2. Juni 2017 berichtete Dr. med. S._____, Co-Chefarzt, 

Departement Chirurgie Kantonsspital T._____, Klinik für Orthopädie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, über die gleichentags erfolgte 

Konsultation, wobei er folgende Diagnosen stellte: Kranial inkomplette 

Berstungsfraktur Th6, kranialer Keilbruch Th7 (28. Mai 2017); St. n. 

Deckplattenimpressionsfrakturen Th4 und Th8 unklaren Datums. In 

befundlicher Hinsicht führte er was folgt aus: "Keine Druckdolenz 

interspinös im Bereich der BWS." In seiner Beurteilung hielt Dr. med. 

S._____ unter anderem fest, dass er und der Beschwerdeführer 

angesichts der nur diskreten Stellungsveränderung und der minimen 

Schmerzmittelbedürftigkeit übereingekommen seien, die konservative 

- 16 -

Behandlung aktuell weiterzuführen […]. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis 

sei bis Ende Juni 2017 ausgestellt worden, voraussichtlich werde dieses 

dann verlängert werden müssen (vgl. Bf-act. 1 und Bg-act. I 3). 

6.1.5. Die Dres. med. U._____ und V._____, Oberassistenzarzt bzw. Stv. 

Chefarzt, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Kantonsspital P._____, stellten in ihrem Bericht 

vom 15. Juni 2017 über die am 12. Juni 2017 durchgeführte Untersuchung 

folgende Diagnosen: 1. Fahrradsturz vom 28. Mai 2017 mit inkompletter 

Berstungsfraktur BWK6, Keilimpressionsfrakturen BWK4, BWK7 und 

BWK8; 2. Kontusion Acromioclaviculargelenk rechts. Hinsichtlich der 

Röntgenuntersuchung vom 3. Juni 2017 (BWS ap seitlich) führten sie aus, 

dass im Vergleich zu den Voraufnahmen ein stationärer Befund ohne 

weitere Nachsinterungen vorliege. Unter dem Titel "Procedere" wiesen die 

Dres. med. U._____ und V._____ auf einen regelrechten Verlauf hin. Die 

Schulterschmerzen rechts könnten mit grösster Wahrscheinlichkeit auf die 

Kontusion des Acromioclaviculargelenks rechts zurückgeführt werden. Sie 

empfahlen die Fortführung der Physiotherapie mit Kräftigung der rechten 

Schultermuskulatur sowie betreffend Brustwirbelsäule ebenfalls die 

Fortführung der konservativen Massnahmen. Dem Beschwerdeführer 

wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 16. Juli 2017 attestiert 

(vgl. Bf-act. 3 und Bg-act. I 6). 

6.1.6. In seinem Bericht vom 27. Juni 2017 über die am Vortag durchgeführte 

Untersuchung diagnostizierte Dr. med. W._____, Leitender Arzt 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, Klinik X._____, unter 

anderem posttraumatische Schulterschmerzen rechts unklarer Ätiologie 

mit/bei DD: Rotatorenmanschettenintervall-Läsion, St. n. Fahrradsturz am 

28. Mai 2017. Er hielt betreffend Beurteilung und Procedere insbesondere 

fest, dass er den Beschwerdeführer zur Verfeinerung der Bildgebung zu 

einer Arthro-MR-Untersuchung anmelden werde (vgl. Bf-act. 4 und Bg-act. 

I 7). 

- 17 -

6.1.7. Am 18. Juli 2017 erfolgte in der Radiologie Südost, Diagnose Zentrum 

Y._____, eine Arthro-MRI-Untersuchung der rechten Schulter durch 

Dr. med. Z._____, Facharzt Radiologie. In seinem gleichentags verfassten 

Bericht wies er auf mässige degenerative Veränderungen am AC-Gelenk 

hin und stellte eine mässige AC-Arthrose fest (vgl. Bf-act. 6 und Bg-act. I 

9).

6.1.8. Laut Beurteilung von Dr. med. W._____ vom 20. Juli 2017 ergab das am 

18. Juli 2017 durchgeführte Arthro-MRI der rechten Schulter insbesondere 

Folgendes: "Mässige AC-Arthrose. […] Kleiner labraler Einriss in 

superiorer Position an der Labrumbasis in Richtung des 

Bicepssehnenankers im Sinne einer SLAP-Läsion. […]." Er empfahl eine 

intraartikuläre Infiltration, welche anlässlich der Untersuchung des 

Beschwerdeführers vom 19. Juli 2017 vorgenommen wurde, und weiterhin 

eine physiotherapeutische Behandlung (vgl. Bf-act. 5 und 6 sowie Bg-act. 

I 8 und 9).

6.1.9. In seiner Aktenbeurteilung vom 25. Juli 2017 hielt der 

beschwerdegegnerische Vertrauensarzt Dr. med. K._____ fest, dass der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 28. Mai 

2017 und den aktuellen Beschwerden an der rechten Schulter 

möglicherweise entfallen sei. Gemäss den medizinischen Unterlagen 

seien degenerative vorbestehende Veränderungen an der rechten 

Schulter vorhanden, nämlich eine mässige AC-Arthrose sowie eine 

Unterflächenläsion der Supraspinatussehne. Ein Status quo sine/ante 

liege noch nicht vor. Aufgrund der den Akten zu entnehmenden aktuellen 

Beschwerden sei die bis Ende August 2017 attestierte Arbeitsunfähigkeit 

ausgewiesen (vgl. Bg-act. I 10).

6.1.10. Die Dres. med. U._____ und V._____ führten in ihrem Bericht vom 28. Juli 

2017 über die am Vortag erfolgte Untersuchung unter dem Titel 

"Procedere" insbesondere aus, dass sich ein regelrechter Verlauf zeige. 

- 18 -

Nach drei Monaten werde der Beschwerdeführer wieder voll belastbar 

sein. Weitere Nachkontrollen seien zurzeit nicht notwendig. Die 

Arbeitsunfähigkeit werde noch bis zum 6. August 2017 verlängert (vgl. Bg-

act. I 12). 

6.1.11. Am 31. August 2017 fand in der Radiologie Südost, Diagnose Zentrum 

Y._____, Chur, eine CT-Untersuchung der Brustwirbelsäule durch 

Dr. med. AA._____, Radiologie FMH, statt. Er hielt fest, dass gegenüber 

der Voruntersuchung mit konventionellem Röntgen keine wesentliche 

Formveränderung vorliege (vgl. Bg-act. I 20).

6.1.12. Am 6. September 2017 berichtete Dr. med. W._____ über die gleichentags 

erfolgte Untersuchung dahingehend, dass sich nach einmaliger 

intraartikulärer Infiltration ein weitgehend beschwerdefreier Patient zeige. 

Dies sei weitgehend beweisend für eine Tendinopathie der Biceps longus-

Sehne bzw. für eine SLAP-Läsion. Bei Asymptomatik sei hier keine 

spezifische Therapie indiziert. Er empfahl weiterhin die Mobilisation nach 

Massgabe der Beschwerdefreiheit (vgl. Bg-act. I 18). 

6.1.13. In der Folge konnte der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit wieder 

auf 100 % steigern. Im Februar 2018 erlitt er einen Mediainfarkt. Ende Mai 

2018 wurde er am Herzen operiert (vgl. Bg-act. I 31, 41, 46 und 47). 

6.1.14. Am 12. August 2019 verfügte die Beschwerdegegnerin, dass der Fall 

rückwirkend per 19. Februar 2019 abgeschlossen werde und die 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilungskosten) eingestellt 

würden. Auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen wurde 

verzichtet (vgl. Bf-act. 13 und Bg-act. I 48). Hiergegen erhob der 

Beschwerdeführer am 4. September 2019 Einsprache (vgl. Bf-act. 15 und 

Bg-act. I 50). Mit Einspracheentscheid vom 18. November 2019 wies die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache ab und bestätigte ihre Verfügung 

vom 12. August 2019 (vgl. Bf-act. 16). 

- 19 -

6.2.1. Betreffend Unfallereignis vom 31. Juli 2018 (Auffahrunfall) hat sich 

Folgendes ereignet:

6.2.2. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 30. August 2018 war der 

Beschwerdeführer am Abend des 31. Juli 2018 auf der Kantonsstrasse 

G._____, Oberhalb H._____, in eine Auffahrkollision involviert, wobei er 

sich eine Stauchung der Brust-, Hals- und Lendenwirbelsäule zuzog (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten Falldossier-Nr.: I._____ [Bg-act. II] 1; siehe 

auch Bg-act. I 30). 

6.2.3. Am 8. August 2018 erfolgte eine Erstuntersuchung durch den Hausarzt 

Dr. med. L._____, Allg. Medizin FMH/Sportmedizin, Chur, wobei der 

Beschwerdeführer angab, rund zwölf Stunden nach dem Auffahrunfall 

unter Kopf- und Nackenschmerzen gelitten zu haben. Auf einer Skala von 

0 bis 10 bewertete er die Schmerzintensität mit einer 5. Dr. med. L._____ 

stellte die Verdachtsdiagnose eines kraniozervikalen 

Beschleunigungstraumas zweiten Grades und wies auf multiple 

degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule hin (vgl. Bg-act. I 21 

und Bg-act. II 6). 

6.2.4. Am 15. August 2018 wurde im Kantonsspital T._____ eine MRI-

Untersuchung der Hals- und Brustwirbelsäule durchgeführt. Dr. med. 

AB._____, Leitender Arzt Radiologie, hielt in der Beurteilung seines 

gleichentags verfassten Berichts fest, dass eine stationäre Abbildung der 

älteren Sinterungen von BWK4, BWK6, BWK7 und BWK8 vorliege, wobei 

BWK6 am ausgeprägtesten sei. Es bestehe kein Hinweis auf eine akute 

ossäre Läsion. Zudem seien keine über altersgemässen degenerativen 

Veränderungen nachweisbar (vgl. Bg-act. I 27 und Bg-act. II 10). 

6.2.5. In seinem Zwischenbericht vom 7. September 2018 zuhanden der AXA 

Winterthur (nachfolgend: AXA, Haftpflichtversicherung des 

Unfallverursachers) führte der Hausarzt Dr. med. L._____ aus, es zeige 

- 20 -

sich ein deutlich protrahierter Heilungsverlauf mit deutlicher 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufgrund von Schmerzen sowie der 

Einschränkung der Beweglichkeit sowohl im Schulter- als auch im 

Rückenbereich. Klinisch finde sich eine Schmerzangabe beim Heben der 

Arme ab 80°, über 90° werde nicht bewegt, da dann ein Ziehen im 

gesamten Rückenbereich auftrete. Es lägen verklebte Faszienstrukturen 

im gesamten oberen Rückenbereich vor, welche bis in die Lende reichten. 

Die Sensibilität und die Reflexe seien peripher intakt. Die Beweglichkeit 

des Rückens sowie der Halswirbelsäule sei schmerzbedingt deutlich 

eingeschränkt. Es bestünden zervikoverte-brale und thorakovertebrale 

Beschwerden aufgrund eines Autoauffahrunfalls. Zudem liege ein 

vorbestehender Status nach mehreren Brustwirbelkörper-Frakturen vor 

Jahresfrist vor. Dr. med. L._____ attestierte dem Beschwerdeführer eine 

ab 1. August 2018 andauernde Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Bf-act. 

8, Bg-act. I 22 und Bg-act. II 9).  

6.2.6. Am 5. Oktober 2018 berichtete der Hausarzt Dr. med. L._____ der 

Beschwerdegegnerin, es zeige sich unter Physiotherapie und 

medikamentöser Behandlung eine deutliche Besserung der Beschwerden. 

Der Beschwerdeführer könne nun einigermassen schmerzfrei schlafen. 

Alle Bewegungen im Bereich des Oberkörpers und der Arme würden noch 

zu Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule führen. Seitens der 

Halswirbelsäule zeige sich ebenfalls eine deutliche Besserung mit noch 

eingeschränkter Funktion/Beweglichkeit. Auf einer Skala von 0 bis 10 liege 

die Schmerzintensität gemäss Beschwerdeführer aktuell etwa bei einer 5. 

Es lägen noch deutliche Myogelosen im gesamten Rückenbereich und 

insbesondere zwischen den Schulterblättern vor. Die vorbestehende 

Problematik mit Brustwirbelkörper-Frakturen sei nach erneutem Trauma 

wieder aufgebrochen. Ab dem 1. Oktober 2018 werde ein Arbeitsversuch 

unternommen, indem der Beschwerdeführer seine administrative Tätigkeit 

wieder aufnehme. Die Behandlung werde mit Physiotherapie sowie 

- 21 -

Antiphlogistika lokal und peroral fortgesetzt (vgl. Bf-act. 9, Bg-act. I 26 und 

Bg-act. II 16).

6.2.7. Gemäss unfallanalytischem Gutachten vom 9. Oktober 2018 lag die 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des 

beschwerdeführerischen Fahrzeugs beim Unfall zwischen 12.6 und 15.4 

km/h (Mittelwert 14 km/h) (vgl. Bg-act. I 25 S. 1 und Bg-act. II 21 S. 1). 

6.2.8. In seinem ärztlichen Zeugnis vom 26. Oktober 2018 zuhanden der AXA 

hielt der Hausarzt Dr. med. L._____ fest, dass sich unter konservativer 

Behandlung mittels Physiotherapie sowie auch unter 

alternativmedizinischer Behandlung mittels Akupunktur eine deutliche 

Besserung der Situation mit Reduktion der Beschwerden im Schulter-

Nacken- sowie im gesamten Rückenbereich zeige. Der Beschwerdeführer 

könne nun gut schlafen. Bis auf Intervallbehandlungen würden keine 

Schmerzmedikamente mehr eingenommen. Beim Versuch stärkerer 

körperlicher Belastung zeige sich aber noch eine deutliche 

Belastungsintoleranz und es würden dann erneut stärkere Verspannungen 

im Rückenbereich auftreten. Dr. med. L._____ stellte folgende Diagnosen: 

St. n. Autoauffahrunfall mit Beschleunigungstrauma QTF Klassifikation 

Grad 2; vorbestehend Wirbelsäulentrauma 2017 mit BWK-Frakturen im 

mittleren Abschnitt. Schliesslich führte er aus, dass die Behandlung sowie 

die Arbeitsunfähigkeit weiter andauern würden (vgl. Bf-act. 10, Bg-act. I 28 

und Bg-act. II 23). 

6.2.9. Dr. med. M._____, Facharzt Neurologie FMH, hielt in seinem Gutachten 

vom 14. Januar 2019 zuhanden der AXA fest, dass beim Unfall keine 

strukturellen Verletzungen aufgetreten seien. Es sei durchaus vorstellbar, 

dass der Unfall zu einer Schmerzzunahme geführt habe, jedoch nur vor-

übergehend. Nach kurzer Zeit sei der Status quo sine wieder erreicht 

gewesen. Es sei unter Verweis auf die Richtlinien der Deutschen 

Gesellschaft für Neurologie von einem Kausalzusammenhang während 

- 22 -

maximal sechs Monaten auszugehen. Weiterhin persistierende 

Beschwerden seien bis zum Beweis des Gegenteils als unfallfremd zu 

erachten. Ob die vom Hausarzt Dr. med. L._____ erhobenen Befunde mit 

der Bildgebung vereinbar seien, sei unklar, eher aber nicht. Die 

Bildgebung und die Schmerzen würden schlecht korrelieren, so dass 

hierzu keine konklusive Aussage gemacht werden könne. Es sei 

überwiegend wahrscheinlich, dass der Mediainfarkt, welcher sich im 

Februar 2018 ereignet habe, und auch die vorbestehenden 

Brustwirbelsäulen-Frakturen vom Mai 2017 heute allein für die 

Symptomatik verantwortlich seien. Die Frist von sechs Monaten nach dem 

Halswirbelsäulen-Distorsionstrauma ohne ossäre Läsionen sei am 31. 

Januar 2019 erreicht. Eine weitere Symptomatik sei dann als 

krankheitsbedingt anzusehen (vgl. Bg-act. I 36 und Bg-act. II 32). 

6.2.10. Im Rahmen seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 15. 

Januar 2019 kam der beschwerdegegnerische Vertrauensarzt Dr. med. 

K._____ zum Schluss, dass der Status quo ante spätestens drei Monate 

nach dem Unfallereignis vom 31. Juli 2018 erreicht gewesen sei. Das 

besagte Ereignis habe während maximal drei Monaten zu einer 

vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt. 

Betreffend Brustwirbelsäulen-Beschwerden dürften die aktuellen 

Beschwerden auf das Unfallereignis vom 28. Mai 2017 zurückzuführen 

sein (vgl. Bg-act. I 31 S. 3 und Bg-act. II 33 S. 3). 

6.2.11. Mit formlosem Schreiben vom 24. Januar 2019 teilte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass ab dem 1. 

November 2018 sämtliche Leistungen wieder über das Unfallereignis vom 

28. Mai 2017 (Falldossier-Nr.: J._____) abgerechnet würden (vgl. Bg-act. 

I 32 und Bg-act. II 34). 

- 23 -

6.2.12. Im Rahmen des Telefongesprächs vom 7. Februar 2019 kamen der Case 

Manager der Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer überein, die 

Case Management-Begleitung einzustellen (vgl. Bg-act. II 35).

6.2.13. In seinem ärztlichen Zeugnis vom 22. Februar 2019 diagnostizierte der 

Hausarzt Dr. med. L._____ ein zervikovertebrales und thorakovertebrales 

Syndrom, wobei er ausführte, dass Ersteres eindeutig durch den Unfall 

ausgelöst worden sei und vorher noch nie eine Behandlung stattgefunden 

habe und Letzteres einer Retraumatisierung nach Brustwirbelkörper-

Frakturen entspreche (vgl. Bg-act. I 35). 

6.2.14. Am 21. März 2019 verfügte die Beschwerdegegnerin die 

Leistungseinstellung für den Auffahrunfall vom 31. Juli 2018 per 31. 

Oktober 2018 und die Abwicklung sämtlicher Leistungen ab dem 1. 

November 2018 über das Unfallereignis vom 28. Mai 2017 

(Mountainbikesturz) (vgl. Bf-act. 7 und Bg-act. II 38). Hiergegen erhob der 

Beschwerdeführer am 28. März 2019 unter Einreichung des Berichts 

seines Hausarztes Dr. med. L._____ vom 26. März 2019 Einsprache (vgl. 

Bf-act. 11 und Bg-act. II 39). 

6.2.15. Der Hausarzt Dr. med. L._____ hielt in seinem ärztlichen Zeugnis vom 26. 

März 2019 zuhanden des beschwerdeführerischen Rechtsvertreters fest, 

dass der Beschwerdeführer bei dem durch Fremdeinwirkung verursachten 

Unfall vom 31. Juli 2018 wiederum eine starke Kontusion des Rückens 

und eine Beschleunigung der Halswirbelsäule erlitten habe. Seine 

Erfahrungen bei ähnlichen Traumatas zeigten, dass praktisch nie vier 

Monate postoperativ ein Vorzustand erreicht werde. Die Patienten zeigten 

oft monatelange Verläufe bis zu einem Jahr, welche Physiotherapien und 

medikamentöse Behandlungen notwendig machten. Dabei gelte es zu 

bedenken, dass der Beschwerdeführer nicht nur administrativ arbeite, 

sondern Lasten von zum Teil über 30 kg heben und bewegen müsse und 

er genau hier noch Probleme habe. Es sei klar, dass sich der Vorzustand 

- 24 -

mit mehreren Frakturen im Bereich der Brustwirbelsäule negativ auf die 

aktuelle Heilung auswirke. Der Beschwerdeführer sei aber vor dem 

aktuellen Unfallereignis voll arbeitsfähig und auch nicht in ärztlicher oder 

physiotherapeutischer Behandlung gewesen. Die im aktuellen MRI 

fehlenden neuen Verletzungen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule 

bedeuteten medizinisch nicht, dass der Beschwerdeführer keine aktuellen 

Beschwerden mehr habe. Zusammenfassend sei er anderer Meinung als 

der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin und zumindest könnte ein 

neutrales Gutachten Auskunft darüber geben, ob die orthopädischen 

Spezialisten ebenfalls eine andere Meinung vertreten würden (vgl. Bf-act. 

17). 

6.2.16. Am 17. Mai 2019 berichtete der Hausarzt Dr. med. L._____ über den 

Verlauf dahingehend, dass eine deutliche Besserung der Symptomatik 

eingetreten sei. Der Beschwerdeführer leide aber noch an Verspannungen 

und leichten Schmerzen nach dem Arbeitstag. Beim Bücken und Heben 

einer Last vor dem Körper bestünden ebenfalls weiterhin schmerzbedingte 

Einschränkungen. Er stellte folgende Diagnosen: Zervikovertebrales und 

insbesondere noch thorakovertebrales Schmerzsyndrom und Defizit für 

Rumpfstabilisation bei St. n. Retraumatisierung nach BWK-Frakturen. 

Bezüglich des gegenwärtigen Zustands hielt Dr. med. L._____ fest, dass 

der Beschwerdeführer nun ganztägig als Geschäftsführer arbeite, wobei 

aber aufgrund schmerzbedingter Einschränkungen eine Reduktion der 

Arbeitsfähigkeit von ca. 30 % resultiere (vgl. Bg-act. I 45). 

6.2.17. Im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung vom 3. Juni 2019 führte der 

beschwerdegegnerische Vertrauensarzt Dr. med. K._____ aus, dass der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 28. Mai 

2017 und den Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

entfallen sei. Die geklagten Beschwerden seien myofaszialer Natur und 

damit nicht auf die fixierten Wirbelsäulenveränderungen im 

- 25 -

Zusammenhang mit dem Mountainbikesturz zurückzuführen (vgl. Bg-act. 

I 46). 

6.2.18. In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 18. Juni 2019 wies 

der beschwerdegegnerische Vertrauensarzt Dr. med. K._____ auf die 

zwei Wirbelkörper Th6 und Th7, die am 28. Mai 2017 eine frische Läsion 

erlitten hätten, aber auch auf die Deckplattenimpressionsfrakturen Th4 

und Th8 unklaren älteren Datums, die nicht auf den Unfall vom 28. Mai 

2017 zurückzuführen seien, hin. Er führte aus, dass schon damals eine 

Vorschädigung der Wirbelsäule bestanden habe. Die heutigen Probleme 

seien grundsätzlich myofaszialer Natur und könnten solitär nicht auf die im 

Mai 2017 zugezogenen, fokussierten Verletzungen auf Höhe Th6 und Th7 

zurückgeführt werden. Die natürliche Kausalität zwischen dem 

Unfallereignis vom Mai 2017 und den heutigen Wirbelsäulen-Problemen 

sei seit mindestens vier Monaten entfallen (vgl. Bf-act. 14 und Bg-act. I 

47). 

6.2.19. Mit Einspracheentscheid vom 18. November 2019 hiess die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache vom 28. März 2019 teilweise gut und 

stellte die Leistungen aus der Unfallversicherung im Zusammenhang mit 

dem Ereignis vom 31. Juli 2018 (Auffahrunfall) per 31. Januar 2019 ein 

(vgl. Bf-act. 12). 

7. Vorliegend haben sich insbesondere drei Ärzte mit der Angelegenheit 

befasst, nämlich die Dres. med. L._____ (Hausarzt des 

Beschwerdeführers), M._____ (beratender Arzt der AXA 

[Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers]) und K._____ 

(Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin). Keiner dieser Ärzte ist 

Orthopäde/Traumatologe. Der Hausarzt Dr. med. L._____ ist Allg. 

Mediziner FMH/Sportmediziner (vgl. vorstehend Erwägung 6.2.3). Die 

Sportmedizin (SGSM) umfasst die Prävention, Diagnose und Behandlung 

von Affektionen, welche durch sportliche Betätigung ausgelöst oder 

- 26 -

verschlimmert werden können, die Betreuung Sporttreibender sowie den 

Einsatz gezielter körperlicher Aktivität zum Erhalt oder zur 

Wiedererlangung der Gesundheit. Für den Erwerb des 

Fähigkeitsausweises Sportmedizin müssen folgende Voraussetzungen 

erfüllt sein: 1. Eidgenössischer oder anerkannter ausländischer 

Facharzttitel, 2. Mitgliedschaft bei der FMH, 3. Absolvierte Weiterbildung. 

Der Kandidat/die Kandidatin hat die sportmedizinische Weiterbildung mit 

den Grundkursen A-E zu absolvieren, wobei zum Grundkurs B die 

Grundlagen des Beweglichkeits- und Krafttrainings, die Traumatologie 

sowie die klinische Untersuchung und Rehabilitation des 

Bewegungsapparates gehören. Zudem hat er/sie sich nach Massgabe der 

Weiterbildungskommission an sportmedizinischen 

Fortbildungsveranstaltungen (Spezialkurse und Jahreskongress 

Sportmedizin) zu beteiligen sowie die Schlussevaluation zu bestehen. 

Zusätzlich ist eine sechsmonatige praktische Tätigkeit an einer 

anerkannten sportmedizinischen Weiterbildungsstätte oder eine 

dreijährige Tätigkeit als Verbandsarzt/ärztin nachzuweisen. Der 

Fähigkeitsausweis hat eine Gültigkeit von fünf Jahren und wird bei 

Absolvierung von Fortbildungen laufend erneuert (vgl. https://siwf.ch/ 

files/pdf6/sportmedizin_1999_d.pdf, zuletzt besucht am 13. April 2021). 

Dr. med. M._____ ist Neurologe FMH (vgl. vorstehend Erwägung 6.2.9) 

und vom beschwerdegegnerischen Vertrauensarzt Dr. med. K._____ ist 

kein Facharzttitel bekannt. Der Neurologe Dr. med. M._____ hält in 

seinem zuhanden der AXA erstellten Gutachten vom 14. Januar 2019 fest, 

dass beim Unfall – gemeint ist der Auffahrunfall vom 31. Juli 2018, denn 

dazu hatte er sich als beratender Arzt der AXA zu äussern – keine 

strukturellen Verletzungen aufgetreten seien und es durchaus vorstellbar 

sei, dass der Unfall zu einer Schmerzzunahme geführt habe, jedoch nur 

vorübergehend, denn nach kurzer Zeit sei der Status quo sine wieder 

erreicht gewesen. Dabei verweist er auf die Richtlinien der Deutschen 

Gesellschaft für Neurologie, welche maximal sechs Monate als 

https://siwf.ch/

- 27 -

unfallkausal rechnen würden, wobei er nicht ausführt, auf welche der 

zahlreichen Richtlinien er konkret Bezug nimmt, und seine Feststellungen 

auch nicht näher begründet (vgl. z.B. die Leitlinie der Deutschen 

Gesellschaft für Neurologie betreffend Beschleunigungstrauma der 

Halswirbelsäule: https://dgn.org/leitlinien/ll-030-095-

beschleunigungstrauma-der-halswirbe lsaeule-2020/, zuletzt besucht am 

13. April 2021). Zwar stellt Dr. med. M._____ fest, dass die vom Hausarzt 

Dr. med. L._____ erhobenen Befunde mit der Bildgebung eher nicht 

vereinbar seien und die Bildgebung und die Schmerzen schlecht 

korrelieren würden, so dass keine konklusive Aussage gemacht werden 

könne. Dennoch nimmt er eine reine Aktenbeurteilung vor, zumal er den 

Beschwerdeführer unbestrittenermassen nie persönlich untersucht hat. 

Zudem ist der Formulierung seiner Beurteilung zu entnehmen, dass er 

allein die Kausalität der Beschwerden nach dem Halswirbelsäulen-

Distorsionstrauma ohne ossäre Läsionen – d.h. nach dem Auffahrunfall im 

Juli 2018 – als nach sechs Monaten weggefallen beurteilt, jedoch keine 

Aussage zur Kausalität der Beschwerden aufgrund der Brustwirbelsäulen-

Frakturen vom Mai 2017 und des Mediainfarkts vom Februar 2018 macht 

(vgl. Bg-act. I 36 S. 3 f. und Bg-act. II 32 S. 3 f.). Vor diesem Hintergrund 

ist auf die reine Aktenbeurteilung von Dr. med. M._____ nicht abzustellen, 

zumal ihm die notwendige orthopädische, traumatologische Fachlichkeit 

fehlt und er – ohne persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers – 

allein mit dem nicht weiter begründeten und vertieften Hinweis auf die 

Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie den Wegfall der 

Kausalität nicht schlüssig und nachvollziehbar begründet. Ebensowenig 

kann auf die reinen Aktenbeurteilungen des beschwerdegegnerischen 

Vertrauensarztes Dr. med. K._____ abgestellt werden. Aufgrund der 

ebenfalls fehlenden Fachlichkeit vermag seine versicherungsmedizinische 

Einschätzung vom 18. Juni 2019, wonach die noch vorhandenen 

Beschwerden "grundsätzlich" myofaszialer Natur seien und "solitär" nicht 

auf die im Mai 2017 zugezogenen, fokussierten Verletzungen auf Höhe 

https://dgn.org/leitlinien/ll-030-095-beschleunigungstrauma-der-halswirbe
https://dgn.org/leitlinien/ll-030-095-beschleunigungstrauma-der-halswirbe

- 28 -

Th6 und Th7 zurückgeführt werden könnten (vgl. vorstehend Erwägung 

6.2.18), in Bezug auf den Wegfall einer (Teil-)Kausalität nicht zu 

überzeugen. Dass die geklagten Beschwerden myofaszialer Natur sein 

sollen, ist mit der Einschätzung von Dr. med. K._____ nicht fachärztlich 

belegt, sondern stützt sich auf den Zwischenbericht des Hausarztes Dr. 

med. L._____ vom 7. September 2018, in welchem dieser festhält, dass 

im gesamten oberen Rückenbereich verklebte Faszienstrukturen 

vorlägen, welche bis in die Lende reichten (vgl. vorstehend Erwägung 

6.2.5). Ebenfalls bleibt die Relevanz der älteren, vorbestehenden 

Deckplattenimpressionsfrakturen an Th4 und Th8 fachärztlich 

unbeleuchtet und auch die rückwirkende Einschätzung des 

beschwerdegegnerischen Vertrauensarztes Dr. med. K._____, wonach 

die natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom Mai 2017 und 

den heutigen Wirbelsäulen-Problemen seit mindestens vier Monaten 

entfallen sei (vgl. vorstehend Erwägung 6.2.18), entbehrt einer 

Begründung. Angesichts der speziellen Konstellation mit zwei 

Unfallereignissen, die Beschwerden an der Brust- und Halswirbelsäule 

auslösten, sowie der Diagnosen und Befunde des Hausarztes Dr. med. 

L._____, der als Sportmediziner orthopädische/traumatologische 

Sachverhalte einzuschätzen vermag – nach Auffassung des angerufenen 

Gerichts stellt seine Formulierung "postoperativ" im Arztzeugnis vom 26. 

März 2019 (vgl. vorstehend Erwägung 6.2.15) eine Unachtsamkeit bzw. 

einen Verschrieb dar, die bzw. der seine ansonsten stringente 

Diagnosestellung und Befundung seit August 2018 (zervikovertebrale und 

thorakovertebrale Beschwerden) nicht in Frage stellt (vgl. Bg-act. I 21, 22, 

26, 28, 35 und 45) –, begründen seine Vorbringen zumindest geringe 

Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der 

versicherungsmedizinischen reinen Aktenbeurteilung von Dr. med. 

K._____. Der allgemeine Einwand der Beschwerdegegnerin, wonach 

Brustwirbelkörper-Frakturen in der Regel ohne grosse Komplikationen 

verheilen würden, vermag angesichts der bisherigen Aktenlage und 

- 29 -

Bildgebung nicht zu überzeugen. Mit Blick auf die bisherige Basis (Akten, 

Bildgebung) ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass 

die unfallbedingten Ursachen der geklagten Beschwerden ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, d.h. ob diese dahingefallen sind. Es bedarf 

daher weiterer medizinischer Abklärungen mittels orthopädisch-

traumatologischem und neurologischem Gutachten und eventuell weiterer 

Disziplinen. Das einzuholende Gutachten wird sich über den 

Gesundheitszustand, die Behandlungsbedürftigkeit und die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers jeweils bezogen auf die beiden 

Unfallereignisse vom Mai 2017 bzw. Juli 2018 zu äussern haben. 

8. Nach dem Gesagten sind die beiden Einspracheentscheide vom 18. 

November 2019 (Falldossier-Nrn.: J._____ und I._____) in Gutheissung 

der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit 

ist zur externen Gutachtenseinholung im Sinne der Erwägungen und zu 

neuem Entscheid über auszurichtende Leistungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

9. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 83 ATSG). 

Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiterer Abklärung und 

neuem Entscheid gilt praxisgemäss als volles Obsiegen der 

beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 137 V 210 E.7.1, Urteile des 

Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E.7, 8C_604/2013 vom 

28. Januar 2014 E.6). Bei diesem Verfahrensausgang hat der obsiegende 

Beschwerdeführer daher Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 

lit. g ATSG). Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingereichte 

Honorarnote samt Honorarvereinbarung weist einen Betrag von total CHF 

4'043.45 (bestehend aus einem Honorar von CHF 3'645.-- [14.58 Std. à 

CHF 250.--] zuzüglich Barauslagen von 3 % [CHF 109.35] und 7.7 % 

Mehrwertsteuer [CHF 289.10]) aus, was nicht zu beanstanden ist. Folglich 

hat die unterliegende Beschwerdegegnerin den obsiegenden 

- 30 -

Beschwerdeführer aussergerichtlich mit CHF 4'043.45 (inkl. Barauslagen 

und MWST) zu entschädigen.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die beiden Einspracheentscheide 

der C._____ AG vom 18. November 2019 (Falldossier-Nrn.: J._____ und 

I._____) aufgehoben und die Angelegenheit bezüglich der beiden 

Unfallereignisse vom 28. Mai 2017 und 31. Juli 2018 wird zur externen 

Gutachtenseinholung im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid 

über auszurichtende Leistungen an die C._____ AG zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die C._____ AG hat A._____ aussergerichtlich mit CHF 4'043.45 (inkl. 

Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]