# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a956c92-2629-500d-8e0c-a677d6f61167
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 18.03.2024 BV 2023/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_BV-2023-18_2024-03-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2023/18

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 14.05.2024

Entscheiddatum: 18.03.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2024
Art. 66 Abs. 2 BVG; Beitragsforderung; Anerkennungsklage. Die geltend 
gemachten Beitragsforderungen sind unbestritten und ausgewiesen. Es 
besteht kein Zinsanspruch auf die a. o. Verwaltungskosten sowie auf bereits 
erhobene Zinsansprüche. Die reglementarisch vorgesehene pauschale 
Entschädigung für die "Rechtsöffnung" in Höhe von Fr. 1'250. läuft Art. 73 
Abs. 2 BVG zuwider, zumal sich die Voraussetzungen und Bemessung einer 
allfälligen Parteientschädigung in BVG-Verfahren nach dem kantonalen 
Prozessrecht richten. Die Kosten für den Zahlungsbefehl sind nicht in die 
Rechtsöffnung einzubeziehen. Teilweise Gutheissung der 
Anerkennungsklage und Aufhebung des Rechtsvorschlags im 
entsprechenden Umfang. Zufolge mutwilliger Prozessführung werden der 
Beklagten die Gerichtskosten auferlegt und der anwaltlich vertretenen 
Klägerin eine Parteientschädigung zugesprochen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. März 2024, BV 
2023/18).

Entscheid vom 18. März 2024

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

BV 2023/18

Parteien

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

PK A.___,

Klägerin,

vertreten durch Advokat lic. iur. Thomas Käslin, Leimenstrasse 4, 4051 Basel,

gegen

B.___ GmbH in Liquidation,

Beklagte,

Gegenstand

Forderung (BVG-Beiträge)

Sachverhalt

A.  

Die B.___ GmbH schloss sich der Vorsorgeeinrichtung PK A.___ (vormals: PK 

C.___ [vgl. act. G 1.3]), mit Anschlussvertrag vom 24. Oktober 2019/14. Januar 2020 

rückwirkend per 5. März 2019 an (act. G 1.4 1 f.). Angemeldet und versichert wurde 

vorerst als einzige Person Herr D.___ (einziger Gesellschafter und Geschäftsführer [vgl. 

act. G 1.2]) mit einem gemeldeten Jahreslohn von Fr. 66'000.  (act. G 1.4 6 f.). Gemäss 

Auszug aus dem Prämienkontokorrent (vgl. zu diesem act. G 1.8) der B.___ GmbH 

hatte diese der PK A.___ am 15. November 2019 (Valuta) einen Betrag von Fr. 

31'979.45 zu Gunsten ihres Prämienkontos einbezahlt.

A.a. 

Am 14. Januar 2020 liess die PK A.___ der B.___ GmbH die definitive 

Anschlussabrechnung zukommen, welche die Spar-, Risiko- und 

Verwaltungskostenbeiträge von D.___ für das Jahr 2019 (anteilsmässig) in Höhe von 

total Fr. 4'291.50 (Fr. 3'380.55 + Fr. 653.15 + Fr. 257.80) umfasste. Im entsprechenden 

Schreiben wurde darauf hingewiesen, dass die Risikoprämie innert 30 Tagen zu 

begleichen sei, die Sparprämie sei nachschüssig per 31. Dezember 2019 fällig. Die 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Prämien würden gemäss Abrechnung auf dem Prämienkontokorrent verbucht werden 

(act. G 1.9).

Am 23. Januar 2020 stellte die PK A.___ der B.___ GmbH diverse weitere 

Prämienabrechnungen (Spar-, Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge) für die im Jahr 

2019 unterjährig eingetretenen Mitarbeiter (E.___, F.___, G.___, H.___, I.___, J.___, 

K.___) in Höhe von total Fr. 26'779.30 zu (act. G 1.10).

A.c. 

Am 3. März 2020 stellte die PK A.___ der B.___ GmbH die Prämienabrechnungen 

für das Jahr 2020 zu. Die Prämienbeträge für alle acht Mitarbeiter zusammen betrugen 

Fr. 42'875.40 (Sparbeiträge), Fr. 6'387.35 (Risikobeiträge) bzw. Fr. 2'192.35 

(Verwaltungskostenbeiträge; vgl. zum Ganzen act. G 1.11).

A.d. 

Am 5. August 2020 mahnte die PK A.___ die B.___ GmbH für einen 

Prämienausstand Valuta 30. Juni 2020 in Höhe von Fr. 7'671.05 und ersuchte darum, 

diesen Betrag zuzüglich einer Mahngebühr von Fr. 50.-- (Totalbetrag: Fr. 7'721.05) bis 

zum 24. August 2020 zu überweisen (act. G 1.12). Am 7. September 2020 erfolgte eine 

weitere Mahnung für die vorgenannten Beträge zuzüglich einer zweiten Mahngebühr in 

Höhe von Fr. 100.  (Totalbetrag: Fr. 7'821.05), welche bis zum 18. September 2020 zu 

begleichen seien, andernfalls der Vertrag aufgelöst werde (act. G 1.13).

A.e. 

Gemäss Prämienkontokorrent überwies die B.___ GmbH der PK A.___ am 

11. September 2020 (Valuta) einen Betrag von Fr. 7'671.05 (act. G 1.8).

A.f. 

Am 5. Februar 2021 mahnte die PK A.___ die B.___ GmbH für einen 

Prämienausstand Valuta 31. Dezember 2020 in Höhe von Fr. 43'307.40 und ersuchte 

darum, diesen Betrag zuzüglich einer Mahngebühr von Fr. 50.-- (Totalbetrag: 

Fr. 43'357.40) bis zum 22. Februar 2021 zu überweisen (act. G 1.14). Am 4. März 2021 

erfolgte eine weitere Mahnung für die vorgenannten Beträge zuzüglich einer zweiten 

Mahngebühr in Höhe von Fr. 100.  (Totalbetrag: Fr. 43'457.40), welche bis zum 

22. März 2021 zu begleichen seien, andernfalls der Vertrag per 31. März 2021 aufgelöst 

werde (act. G 1.15).

A.g. 

Am 15. März 2021 stellte die PK A.___ der B.___ GmbH die Prämienabrechnungen 

für das Jahr 2021 zu. Die Prämienbeträge für alle acht Mitarbeiter zusammen betrugen 

A.h. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

Fr. 42'665.40 (Sparbeiträge), Fr. 6'350.50 (Risikobeiträge) bzw. Fr. 2'191.50 

(Verwaltungskostenbeiträge; vgl. zum Ganzen act. G 1.16).

Mit Einschreiben vom 25. März 2021 kündigte die PK A.___ infolge Nichtbezahlung 

der Prämien den Anschlussvertrag der B.___ GmbH per 31. März 2021 (act. G 1.17).

A.i. 

Gemäss Prämienkontokorrent überwies die B.___ GmbH der PK A.___ am 14. Mai 

2021 (Valuta) einen Betrag von Fr. 25'000.  (act. G 1.8).

A.j. 

Mit Schlussabrechnung vom 26. September 2022 forderte die PK A.___ die B.___ 

GmbH auf, den ausstehenden Betrag von Fr. 35'393.25 bis am 14. Oktober 2022 zu 

begleichen (act. G 1.18). Am 28. Oktober 2022 erfolgte eine Mahnung mit der 

Aufforderung, den Betrag von Fr. 35'443.25 (Ausstand gemäss Schlussabrechnung 

zuzüglich Mahngebühr von Fr. 50. ) innert 10 Tagen zu begleichen, ansonsten 

rechtliche Schritte eingeleitet würden (act. G 1.19).

A.k. 

Am 5. Dezember 2022 reichte die PK A.___ dem Betreibungsamt L.___ ein 

Betreibungsbegehren gegen die B.___ GmbH ein. Als Forderungssumme wurde ein 

Betrag von Fr. 35'743.25 nebst Zins zu 6 % seit 14. Oktober 2022 und als 

Forderungsgrund "Pensionskassenbeiträge Vertrag [...], nicht bezahlen der 

Schlussabrechnung per 31. März 2021" angegeben (act. G 1.20). Der Zahlungsbefehl 

vom 7. Dezember 2022 (Betreibung Nr. [...], Betreibungsamt L.___) wurde der B.___ 

GmbH am 21. Dezember 2022 (während den Betreibungsferien) zugestellt. Am 

3. Januar 2023 erhob sie dagegen Rechtsvorschlag (act. G 1.21).

A.l. 

Am 5. Januar 2023 forderte die PK A.___ die B.___ GmbH auf, den 

Rechtsvorschlag zurückzuziehen und den offenen Betrag von Fr. 35'743.25 zuzüglich 

6 % Zins seit dem 14. Oktober 2022 sowie die Zahlungsbefehlskosten von Fr. 103.30 

bis zum 13. Januar 2023 zu überweisen, ansonsten die Forderung auf dem 

Gerichtsweg durchgesetzt würde (act. G 1.22).

A.m. 

Am 26. Juni 2023 reichte die PK A.___ (nachfolgend: Klägerin), vertreten durch 

lic. iur. Thomas Käslin, Advokat, Basel, beim Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen Klage gegen die B.___ GmbH (nachfolgend: Beklagte) ein mit folgenden 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rechtsbegehren: 1. Es sei die Beklagte zur Zahlung von Fr. 35'743.25 nebst Zins zu 

6 % seit 14. Oktober 2022 sowie von Fr. 1'250.  nebst Zins zu 6 % seit 

Klageeinreichung sowie Betreibungskosten von Fr. 103.30 zu verurteilen. 2. Es sei 

dementsprechend in der Höhe des Betrages von Fr. 35'743.25 nebst Zins zu 6 % seit 

14. Oktober 2022 in der Betreibung Nr. [...]des Betreibungsamt L.___ der 

Rechtsvorschlag zu beseitigen und die Rechtsöffnung zu gewähren. 3. Alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten 

(act. G 1).

Mit Schreiben vom 29. Juni 2023 forderte das Versicherungsgericht die Beklagte 

auf, bis zum 30. August 2023 zur Klage Stellung zu nehmen (act. G 2). Da innert Frist 

keine Klageantwort eingegangen war, setzte das Versicherungsgericht der Beklagten 

mit Einschreiben vom 12. September 2023 eine Nachfrist von 10 Tagen zur Einreichung 

der Klageantwort an (act. G 3). Für dieses Einschreiben wurde am 13. September 2023, 

09:25 Uhr, eine Abholungseinladung deponiert (vgl. dazu die Sendungsverfolgung in 

act. G 4).

B.b. 

Mit Konkurserkenntnis der Konkursrichterin des Kreisgerichts M.___ vom [...] 2023 

war mit Wirkung ab dem [...] die Auflösung der Rechtseinheit durch Konkurs 

beschlossen worden (vgl. dazu die Publikationen vom [...] 2023 im Schweizerischen 

Handelsamtsblatt [SHAB; Meldungs-Nrn.: [...] und [...], abrufbar unter: www.shab.ch).

B.c. 

Da das Einschreiben vom 12. September 2023 betreffend Nachfristansetzung 

nicht innert sieben Tagen abgeholt worden war, wurde es dem Versicherungsgericht 

retourniert (vgl. act. G 4).

B.d. 

Mit Schreiben vom 28. September 2023 informierte das Versicherungsgericht den 

klägerischen Rechtsvertreter, dass das Verfahren vor dem Hintergrund der 

Konkurseröffnung der Beklagten einstweilen eingestellt werde. Falls die Klage 

zurückgezogen werden wolle, werde um Mitteilung ersucht (act. G 5).

B.e. 

Am 2. November 2023 informierte das Konkursamt N.___ das 

Versicherungsgericht, sie seien mit der Durchführung des (Konkurs )Verfahrens 

beauftragt worden. Es werde um Sistierung des (Klage-)Verfahrens sowie Zustellung 

der Prozessakten ersucht (act. G 6). Mit Schreiben vom 6. November 2023 stellte das 

B.f. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

Versicherungsgericht dem Konkursamt die Prozessakten zu und informierte es, dass 

das Verfahren bereits einstweilen eingestellt worden sei (act. G 7).

Mit Schreiben vom 27. November 2023 wies der klägerische Rechtsvertreter 

darauf hin, dass das Konkursverfahren über die Beklagte am 16. November 2023 

mangels Aktiven eingestellt worden sei (vgl. dazu die Publikationen vom [...] 2023 

[Meldungs-Nrn. [...] und [...]] im SHAB). Er ersuchte entsprechend um Fortführung des 

Verfahrens (act. G 8). Mit Schreiben vom 5. Dezember 2023 informierte das 

Konkursamt das Versicherungsgericht, dass das Konkursverfahren rechtskräftig 

abgeschlossen und die Konkursverwaltung damit sämtlicher Funktionen enthoben sei 

(act. G 9).

B.g. 

Am 11. Dezember 2023 informierte das Versicherungsgericht die Parteien, dass 

der Grund für die Einstellung des Verfahrens weggefallen sei und diese deshalb 

aufgehoben werde (act. G 10).

B.h. 

Da die Nachfristansetzung vom 12. September 2023 aufgrund der 

Konkurseröffnung nicht rechtsgültig eröffnet werden konnte, wurde der Beklagten mit 

Einschreiben vom 14. Februar 2024 nochmals eine Frist von 10 Tagen zur Nachholung 

der versäumten Rechtshandlung eingeräumt. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, 

dass bei unbenütztem Fristablauf die Streitsache ohne weiteres dem Gericht zum 

Entscheid vorgelegt werde und der Beklagten die Auferlegung von Prozesskosten 

wegen mutwilliger Prozessführung drohe (act. G 11).

B.i. 

Am 15. Februar 2024 wurde für das Einschreiben vom 14. Februar 2024 betreffend 

nochmaliger Nachfristansetzung eine Abholungseinladung hinterlegt. Da das 

Einschreiben nicht innert sieben Tagen abgeholt worden war, wurde es dem 

Versicherungsgericht am 27. Februar 2024 retourniert (vgl. act. G 12). Die Beklagte 

liess sich dementsprechend auch innert der angesetzten Nachfrist nicht vernehmen.

B.j. 

Die Klage vom 26. Juni 2023 stellt eine Anerkennungsklage im Sinne von Art. 79 

des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) dar, für 

1.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

deren Beurteilung gestützt auf Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) i. V. m. Art. 65 Abs. 1 lit. e

des st. gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen sachlich zuständig ist (vgl. zum 

Rechtsweg bei Beitragsstreitigkeiten aus beruflicher Vorsorge auch die vom 

Bundesamt für Sozialversicherung herausgegebenen Mitteilungen über die berufliche 

Vorsorge Nr. 7 vom 5. Februar 1988, S. 11 f.). Die (im Gegensatz zu Begehren auf 

provisorische oder definitive Rechtsöffnung) auf dem ordentlichen Prozessweg zu 

erhebende Anerkennungsklage kann mit der Rechtsöffnung verbunden werden, indem 

der Gläubiger im Forderungsprozess zugleich auch die Beseitigung des 

Rechtsvorschlags verlangt (vgl. Art. 79 Satz 2 SchKG; Kurt Ammon/Fridolin Walther, 

Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl., 2013, § 19 Rz. 9 ff.; 

Daniel Staehelin, N 14 zu Art. 79 SchKG, in: Adrian Staehelin/Thomas Bauer/Daniel 

Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar SchKG I, 2. Aufl. 2010).

bis

Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der Sitz oder Wohnsitz des Beklagten 

oder der Ort des Betriebes, bei dem der Versicherte angestellt wurde (vgl. dazu auch 

Ziff. 60.1 des Vorsorgereglements [act. G 1.5]). Vorliegend ist die örtliche Zuständigkeit 

des Versicherungsgerichts zu bejahen, weil die Beklagte ihren Sitz im Kanton St. Gallen 

hat.

1.2. 

Da auch sämtliche übrigen prozessualen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 

Klage einzutreten.

1.3. 

Streitig und zu prüfen ist die von der Klägerin geltend gemachte Forderung in Höhe 

von Fr. 35'743.25 nebst Zins zu 6 % seit 14. Oktober 2022. Weiter werden 

(Verwaltungs )Kosten für das Rechtsöffnungsverfahren von Fr. 1'250.  nebst Zins zu 

6 % seit Klageeinreichung und Betreibungskosten von Fr. 103.30 geltend gemacht. 

Von der Beurteilung dieser Forderungen hängt die von der Klägerin überdies 

beantragte Beseitigung des Rechtsvorschlags in der Betreibung Nr. 22024360 des 

Betreibungsamt L.___ ab (vgl. zum Ganzen act. G 1).

2.1. 

Gemäss Art. 7 Abs. 1 BVG i. V. m. Art. 5 der Verordnung über die berufliche 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2; SR 831.441.1) unterstehen 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei einer Arbeitgeberin oder einem 

Arbeitgeber einen Jahreslohn von mehr als Fr. 21'330.  (Jahre 2019 und 2020) bzw. Fr. 

21'510.  (Jahr 2021) erzielen, ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs für die 

Risiken Tod und Invalidität, ab dem 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahrs auch 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

für das Risiko Alter der obligatorischen Versicherung. Diese beginnt mit dem Antritt des 

Arbeitsverhältnisses und endet unter anderem mit dessen Auflösung (Art. 10 Abs. 1 

und 2 BVG).

Arbeitgeber, die obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigen, müssen 

eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung 

errichten oder sich einer solchen anschliessen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Schliesst sich der 

Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung an, so sind alle dem Gesetz 

unterstellten Arbeitnehmer bei dieser Vorsorgeeinrichtung versichert (Art. 7 Abs. 1 

BVV 2). Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der Beiträge des Arbeitgebers und der 

Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen fest (Art. 66 Abs. 1 BVG). Der 

Arbeitgeber schuldet der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge (Art. 66 Abs. 2 

erster Satz BVG).

2.3. 

Das Gericht stellt in Streitigkeiten wie der vorliegenden den Sachverhalt von Amtes 

wegen fest (Art. 73 Abs. 2 BVG). Es gilt somit der Untersuchungsgrundsatz (BGE 115 

V 113 E. 3d/bb), der besagt, dass das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat. Der 

Untersuchungsgrundsatz wird allerdings beschränkt durch die Mitwirkungspflichten der 

Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Zu diesen gehört im Klageverfahren 

über Beiträge der beruflichen Vorsorge die Substantiierungspflicht, welche beinhaltet, 

dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den 

Rechtsschriften enthalten sein müssen. Dementsprechend ist es einerseits Sache der 

klagenden Vorsorgeeinrichtung, die Beitragsforderung soweit zu substantiieren, dass 

sie überprüft werden kann; andererseits obliegt es dem beklagten Arbeitgeber, 

substantiiert darzulegen, weshalb und gegebenenfalls in welchen Punkten die 

eingeklagte Beitragsforderung unbegründet bzw. unzutreffend ist. Soweit die 

eingeklagte Forderung hinreichend substantiiert ist, bleiben unsubstantiierte 

Bestreitungen unberücksichtigt; demgegenüber darf das Gericht eine Klage, soweit sie 

nicht hinreichend substantiiert und nachvollziehbar ist, trotz ungenügend 

substantiierter oder gänzlich fehlender Bestreitung nicht gutheissen (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 28. Juni 2002, B 37/01, E. 1a/bb).

2.4. 

Bei der als Klägerin auftretenden Personalvorsorgestiftung handelt es sich um eine 

gemäss Art. 48 BVG bei der Zentralschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht in Luzern 

registrierten beruflichen Vorsorgeeinrichtung (act. G 1.3). Die Beklagte schloss sich ihr 

am 24. Oktober 2019/14. Januar 2020 rückwirkend per 5. März 2019 an (act. G 1.4). 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Betrag                    Bezeichnung                                                             Belegstelle

Die Klägerin war somit berechtigt und verpflichtet, die bei der Beklagten beschäftigten 

und dem BVG unterstellten Arbeitnehmer zu versichern und im Rahmen der 

Anschlussbedingungen die durch den Anschlussvertrag (act. G 1.4) und die 

Reglemente – insbesondere das Vorsorgereglement (act. G 1.5), die 

Geschäftsbedingungen und das Kostenreglement (act. G 1.6) – festgelegten Beiträge 

und Kosten zu erheben. Gemäss Ziff. 2.3 der Geschäftsbedingungen werden 

insbesondere Beiträge erhoben für die Altersgutschriften, Risiko- und 

Verwaltungskostenbeiträge, Beratungs- und Betreuungsentschädigungen sowie 

Zinsbelastungen (lit. a). Die Beiträge für die Risiko- und zusätzlichen Kosten sind 

grundsätzlich innert 30 Tagen nach Mutationsdatum, die Sparguthaben jährlich am 

31. Dezember fällig (lit. b). Die in Rechnung gestellten Beiträge werden dem 

Beitragskonto mit Valuta der Fälligkeit belastet und Zahlungen valutagerecht 

gutgeschrieben. Gutschriften infolge von Mutationen werden mit einer Valuta von 30 

Tagen nach Mutationsdatum gutgeschrieben (lit. c). Unabhängig vom Zeitpunkt der 

Rechnungsstellung und ohne Mahnung wird auf Ausständen (Prämien, 

Verwaltungskosten usw.), welche zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht bezahlt sind, ab 

dem Fälligkeitsdatum ein Verzugszins von 6 % jährlich erhoben. Auf Zahlungen vor der 

Fälligkeit erfolgt eine Zinsgutschrift bis zum Datum der Fälligkeit (lit. f; gemäss der 

Information auf dem Kontokorrentauszug beträgt der Habenzins 1 % [vgl. act. G 1.8]). 

Ein am Ende des Kalenderjahres bestehender Saldo zugunsten der 

Vorsorgeeinrichtung inklusive allfälliger aufgelaufener Zinsbelastungen wird als 

Kapitalforderung auf das nächste Kalenderjahr vorgetragen (lit. h). Der Saldo des auf 

Ende eines Kalenderjahres erstellten Kontoauszugs gilt als anerkannt, sofern der 

Arbeitgeber nicht innert 4 Wochen nach Erhalt des Kontoauszugs schriftlich 

Widerspruch erhebt (lit. k). Die Vorsorgeeinrichtung erstellt auf das Ende jedes Quartals 

einen Kontoauszug des Beitragskontos und stellt dem Arbeitgeber den fälligen Saldo 

zugunsten der Stiftung in Rechnung. Wird dieser Saldo nicht innerhalb von 30 Tagen 

beglichen, fordert die Vorsorgeeinrichtung den Arbeitgeber auf, den Ausstand innerhalb 

von 14 Tagen ab Versand der Mahnung zu begleichen (lit. i). Gemäss Ziff. 4.1 lit. c 

Geschäftsbedingungen hat die Vorsorgeeinrichtung das Recht, den Vertrag ohne 

Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen, wenn der Arbeitgeber der Mahnung 

gemäss Ziff. 2.3 lit. i nicht nachkommt.

Wie sich aus den klägerischen Akten, namentlich dem Prämienkontokorrent 

(act. G 1.8), entnehmen lässt, beinhaltet die eingeklagte Forderung von Fr. 35'743.25 

(act. G 1) folgende teilweise unbezahlt gebliebenen Prämien und Beiträge, 

Mahngebühren sowie Verzugszinsen (Buchungen bis und mit Valutadatum 14. Oktober 

2022):

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

CHF 3’380.55         Sparbeitrag 2019 D.___                                             act. G 1.9-2

CHF   653.15          Risikobeitrag 2019 D.___                                           act. G 1.9-2

CHF   257.80          Verwaltungskostenbeitrag 2019 D.___                       act. G 1.9-2

CHF    57.00           Beratungs- und Betreuungsent. 2019 E.___              act. G 1.10-2

CHF   712.40          Risikobeitrag 2019 E.___                                           act. G 1.10-2

CHF   165.95          Verwaltungskostenbeitrag 2019 E.___                       act. G 1.10-2

CHF     23.65          Beratungs- und Betreuungsent. 2019 F.___              act. G 1.10-2

CHF   295.60          Risikobeitrag 2019 F.___                                           act. G 1.10-2

CHF    165.95         Verwaltungskostenbeitrag 2019 F.___                       act. G 1.10-2

CHF  5’343.45         Sparbeitrag 2019 E.___                                            act. G 1.10-2

CHF  1’631.85         Sparbeitrag 2019 F.___                                             act. G 1.10-2

CHF        8.75          Beratungs- und Betreuungsent. 2019 J.___              act. G 1.10-18

CHF     109.50         Risikobeitrag 2019 J.___                                           act. G 1.10-18

CHF      62.50          Verwaltungskostenbeitrag 2019 J.___                       act. G 1.10-18

CHF     677.50         Sparbeitrag 2019 J.___                                              act. G 1.10-18

CHF      23.45          Beratungs- und Betreuungsent. 2019 G.___             act. G 1.10-9

CHF     292.90         Risikobeitrag 2019 G.___                                          act. G 1.10-9

CHF      144.45        Verwaltungskostenbeitrag 2019 G.___                      act. G 1.10-9

CHF        58.00        Beratungs- und Betreuungsent. 2019 H.___              act. G 1.10-9

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

CHF       725.15        Risikobeitrag 2019 H.___                                          act. G 1.10-9

CHF       144.45        Verwaltungskostenbeitrag 2019 H.___                     act. G 1.10-9

CHF         43.20        Beratungs- und Betreuungsent. 2019 I.___              act. G 1.10-9

CHF       540.20        Risikobeitrag 2019 I.___                                           act. G 1.10-9

CHF       144.45        Verwaltungskostenbeitrag 2019 I.___                      act. G 1.10-9

CHF    1’667.75        Sparbeitrag 2019 G.___                                           act. G 1.10-9

CHF     4’291.30       Sparbeitrag 2019 H.___                                            act. G 1.10-9

CHF     5’149.55       Sparbeitrag 2019 I.___                                             act. G 1.10-9

CHF         47.25        Beratungs- und Betreuungsent. 2019 K.___            act. G 1.10-22

CHF       590.30        Risikobeitrag 2019 K.___                                         act. G 1.10-22

CHF       165.95        Verwaltungskostenbeitrag 2019 K.___                    act. G 1.10-22

CHF     3’496.85       Sparbeitrag 2019 K.___                                           act. G 1.10-22

CHF     6’387.35       Risikobeiträge 2020 (gesamt)                                  act. G 1.11-2

CHF     2’192.35      Verwaltungskostenbeiträge 2020 (gesamt)               act. G 1.11-2

CHF   42’875.40       Sparbeiträge 2020 (gesamt)                                    act. G 1.11-2

CHF         50.00        Mahngebühr Mahnung vom 5. August 2020            act. G 1.12

CHF      100.00        Mahngebühr Mahnung vom 7. September 2020      act. G 1.13

CHF      283.50        Sollzins per 31. Dezember 2020                              act. G 1.8

CHF        50.00        Mahngebühr Mahnung vom  5. Februar 2021          act. G 1.14

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

CHF      100.00       Mahngebühr Mahnung vom 4. März 2021                act. G 1.15

CHF   6’350.50       Risikobeiträge 2021 (gesamt)                                   act. G 1.16-2

CHF   2’191.50       Verwaltungskostenbeiträge 2021 (gesamt)              act. G 1.16-2

CHF  42’665.40      Sparbeiträge 2021 (gesamt)                                    act. G 1.16-2

CHF   2’134.25       Sollzins per 31. Dezember 2021                              act. G 1.8

CHF     400.00        Verwaltungskosten Vertragsauflösung                     act. G 1.8

CHF   1’599.55       Sollzins per 14. Oktober 2022                                  act. G 1.8

3.3. Wie detailliert Forderungen zu belegen sind, hängt wesentlich davon ab, ob und 

inwieweit diese vom Beklagten substantiiert bestritten werden (vgl. Urteil des EVG vom 

20. August 2002, H 295/01, E. 4.3). Vorliegend wurden die Forderungen weder in ihrem 

Bestand noch in ihrer Höhe bestritten. Einzig im Rahmen des durch den 

Zahlungsbefehl vom 7. Dezember 2022 eingeleiteten Betreibungsverfahrens hat die 

Beklagte durch ihren Rechtsvorschlag vom 3. Januar 2023 den Forderungsbestand 

zumindest implizit bestritten (vgl. act. G 1.21). Die Erklärung des Rechtsvorschlags 

erfolgte jedoch ohne jegliche Begründung. Im vorliegenden Verfahren hat sich die 

Beklagte ebenfalls in keiner Art und Weise darüber vernehmen lassen, weshalb und in 

welchem Umfang sie die Forderung der Klägerin bestreitet. Vielmehr hat sie auch die 

ihr angesetzte Nachfrist zur Anerkennung oder Bestreitung der Forderungen unbenutzt 

verstreichen lassen (vgl. Sachverhalt B.j). Der vorerwähnten Rechtsprechung zufolge 

(vgl. E. 2.4) wäre es jedoch an ihr gelegen, die Tatsachen darzulegen, welche die 

eingeklagte Gesamtforderung allenfalls als unbegründet erscheinen lassen könnten. 

Diesbezüglich gingen jedoch keine Vorbringen seitens des Beklagten ein. Auch aus den 

Akten ergeben sich keinerlei Hinweise auf rechtliche Gründe, welche die Durchsetzung 

der von der Klägerin in Rechnung gestellten Gesamtforderung hindern könnten. Die 

nachfolgenden Ausführungen dienen daher der Ergänzung zum bisher Gesagten 

hinsichtlich der in der vorstehenden E. 3.2 aufgeführten einzelnen 

Forderungspositionen.

4.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.1. Hinsichtlich der Beitragsforderungen hat die Klägerin die erhobenen Beiträge stets 

nach den verschiedenen Beitragsarten (Sparprämie, Risikoprämie, Verwaltungsbeitrag 

sowie Beratungs- und Betreuungsentschädigung) und für jede versicherte Person 

sowie für jedes Jahr separat ausgewiesen (vgl. act. G 1.9, G 1.10, G 1.11, G 1.16). Mit 

dem Vertragsabschluss stimmte die Beklagte zu, dass sie die Beitragsrechnungen und 

weiteren Kosten fristgerecht bezahlen werde. Weder wurde von der Beklagten geltend 

gemacht noch ergibt sich aus den Akten und dabei insbesondere nicht aus den 

Beitragsrechnungen, den Mahnungen sowie dem Kontokorrentauszug vom 9. März 

2023 (act. G 1.8), dass die erhobenen Beiträge fehlerhaft wären bzw. die Beklagte 

Einsprache dagegen erhoben hätte. Somit haben die Beitragsrechnungen 

grundsätzlich als anerkannt zu gelten (vgl. dazu Ziff. 2.3 insb. lit. a, b, d und k 

Geschäftsbedingungen), zumal die durch die vorzeitige Vertragsauflösung per 31. März 

2021 bedingten Beitragskorrekturen vorgenommen wurden (vgl. dazu nachfolgende E. 

4.4.2). Die Prämienforderungen für die Jahre 2019 (Fr. 31'070.80; act. G 1.9 und 1.10), 

2020 (Fr. 51'455.10; act. G 1.11) und 2021 (Fr. 51'207.40; act. G 1.16) in Höhe von total 

Fr. 133'733.30 (ohne Berücksichtigung der Rückabwicklung/Gutschriften für das Jahr 

2021 aufgrund der vorzeitigen Vertragsauflösung, vgl. dazu nachfolgende E. 4.4.2) sind 

somit von der Beklagten geschuldet.

4.2. Sodann hat die Klägerin für ihre Mahnungen jeweils Mahngebühren von Fr. 50.

(erste Mahnung) bzw. Fr. 100.  (zweite Mahnung; vgl. zum Ganzen auch act. G 1.12, 

G 1.13, G 1.14, G 1.15, G 1.19) und für die Vertragsauflösung ebenfalls eine Gebühr 

von Fr. 400.  erhoben. In ihrer Klage vom 26. Juni 2023 verweist die Klägerin in dieser 

Hinsicht auf Ziff. 3.2 ihres Kostenreglements (act. G 1.6-20 f.), welches die 

vorerwähnten Mahngebühren (Fr. 50.  bzw. 100. ) sowie bei Auflösung des 

Anschlussvertrags eine Gebühr von Fr. 50.  pro versicherte Person vorsieht. Mit Ziff. 

3.2 des Kostenreglements besteht somit eine genügende Grundlage für die Erhebung 

dieser Gebühren. Angesichts der bei der Klägerin angemeldeten acht Mitarbeiter der 

Beklagten, sind die geltend gemachten Gebühren der Klägerin (total Fr. 750. ) mithin 

betraglich ebenfalls ausgewiesen.

4.3. Aus dem Prämienkontokorrent (act. G 1.8) ergibt sich sodann, dass seitens der 

Klägerin jeweils per 31. Dezember 2020 und 2021 (vgl. zu diesem Vorgehen auch Ziff. 

2.3 lit. g der Geschäftsbedingungen [act. G 1.6]) sowie per 14. Oktober 2022 Sollzinsen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abgerechnet worden sind. Mithin steht fest, dass die Klägerin in die Berechnung der 

Hauptforderung, welche sich aus der viertletzten Position des Prämienkontokorrents 

ergibt, bereits gewisse Zinsansprüche einbezogen hat. Auf die Zinsansprüche bzw. 

berechnung ist indessen nachfolgend (E. 5) noch genauer einzugehen.

4.4.

4.4.1. Die Klägerin anerkennt sowohl in ihrer Klageschrift (act. G 1) als auch mit den 

entsprechenden Buchungen im Prämienkontokorrent (act. G 1.8), dass die Beklagte ihr 

am 15. November 2019 (Fr. 31'979.45), 11. September 2020 (Fr. 7'671.05) und 14. Mai 

2021 (Fr. 25'000. ) Zahlungen geleistet hat. Diese sind folgerichtig an die Schuld der 

Beklagten anzurechnen, wobei sie – mangels anderweitiger vertraglicher Abrede in 

analoger Anwendung von Art. 85 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; 

SR 220) – zunächst an die aufgelaufenen Zinsen und Kosten anzurechnen sind.

4.4.2. Angesichts des Umstands, dass mit der Beitragsabrechnung vom 15. März 2021 

(act. G 1.16) die Beiträge für das gesamte Jahr 2021 abgerechnet worden sind, der 

Anschlussvertrag anschliessend jedoch per 31. März 2021 gekündigt wurde (act. G 

1.17), hat die Klägerin der Beklagten folgerichtig die bereits in Rechnung gestellten und 

teilweise (Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge) bereits fällig gewordenen Beiträge 

für das Jahr 2021 anteilsmässig (9/12) auf dem Prämienkontokorrent (act. G 1.8 2) 

wieder gutgeschrieben. Namentlich sind mit Valutadatum 30. April 2021 die 

Gutschriften für die anteilsmässigen Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge der acht 

Mitarbeiter (Fr. 4'900.75 Risikobeiträge + Fr. 1'707.25 Verwaltungskostenbeiträge) und 

mit Valutadatum 31. Dezember 2021 diejenigen für die Sparbeiträge (Fr. 32'716.85) 

erfolgt.

4.4.3. Im Übrigen wurden zu Gunsten der Beklagten im Prämienkontokorrent (act. 

G 1.8 2) folgende Buchungen vorgenommen: Mit Valutadatum 31. Dezember 2020 Fr. 

1.50 "Habenszins" und mit Valutadatum 31. Dezember 2021 Fr. 238.30 "Sollzins / 

Korrektur Vorjahr". Die entsprechenden Beträge bzw. Buchungen lassen sich – gleich 

wie die übrigen Zins-Beträge (vgl. zu diesen Buchungen vorstehende E. 4.3) – nicht 

nachvollziehen, da deren Zusammensetzung/Berechnung von der Klägerin nicht weiter 

begründet wurde. Angesichts des Verweises der Klägerin auf den 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Prämienkontokorrentauszug ist aber letztlich ohne weitere Prüfung der entsprechenden 

Beträge davon auszugehen, dass diese Buchungen zu Gunsten der Beklagten seitens 

der Klägerin anerkannt und entsprechend als Gutschriften an die Schuld der Beklagten 

anzurechnen sind.

5.

Gemäss dem Auszug aus dem Prämienkontokorrent (act. G 1.8 2) entspricht ein Teil 

der eingeklagten Forderung von Fr. 35'743.25 Sollzinsen (Verzugszinsen) in der Höhe 

von Fr. 4'017.30 (Fr. 283.50 + Fr. 2'134.25 + Fr. 1'599.55).

5.1. In der beruflichen Vorsorge besteht lediglich in Bezug auf Beitragsforderungen 

(Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG) eine spezialgesetzliche Grundlage zur Erhebung von 

Verzugszinsen, nicht jedoch betreffend Nebenforderungen wie Kosten, denen kein 

Kapitalschuldcharakter zukommt. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 66 Abs. 2 Satz 2 

BVG können Verzugszinsen nur auf nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge erhoben werden. 

Wohl umfasst Art. 66 BVG auch Verwaltungskosten. Gemeint sind damit jedoch die 

ordentlichen Verwaltungskosten (Art. 65 Abs. 3 BVG i. V. m. Art. 48a BVV 2), welche im 

Sinne von Art. 66 Abs. 1 BVG (ebenfalls) paritätisch zu leisten und durch die Beiträge 

der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zu finanzieren sind. Davon gerade nicht 

erfasst sind Kosten, bei denen es sich um ausserordentliche administrative Umtriebe 

handelt, die einzig und allein zu Lasten der Arbeitgeberin gehen. Ebenso wenig belässt 

er Raum für das (subsidiäre) Heranziehen von Art. 104 Abs. 1 OR (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. März 2020, 9C_180/2019, E. 3.2.1; Hürzeler Marc, N 18 zu Art. 

66 BVG, in: Hürzeler Marc/ Stauffer Hans-Ulrich [Hrsg.], Basler Kommentar Berufliche 

Vorsorge, 2021). Weiter ist zu beachten, dass von Verzugszinsen keine Verzugszinsen 

erhoben werden dürfen, es gilt das Zinseszinsverbot (Art. 105 Abs. 3 OR; vgl. zum 

Ganzen auch das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 23. Februar 

2023, S 2022 132, E. 4.5.3 f. mit Hinweisen).

5.2. Nach Gesagtem besteht im vorliegenden Fall kein Anspruch auf Verzugszins in 

Bezug auf die geltend gemachten (ausserordentlichen) Gebühren wie die Mahn- und 

Vertragsauflösungsgebühren (vgl. dazu vorstehende E. 4.2). Diese ausserordentlichen 

Verwaltungskosten hat die Klägerin bei der Berechnung der Hauptforderung, auf 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

welche sie einen Zins einklagt, aber ebenfalls – und mithin unzulässigerweise – 

berücksichtigt (vgl. dazu die Aufstellung im Prämienkontokorrent [G 1.8]). Dies wird in 

der nachfolgenden Berechnung durch das Gericht zu korrigieren sein.

5.3. Wie überdies vorstehend (E. 4.3) bereits ausgeführt, hat die Klägerin bei der 

Berechnung der Hauptforderung zudem die von ihr im Kontokorrent bereits 

abgerechneten "Sollzinsen" mit einbezogen, womit – bei Zusprache eines 

Verzugszinses auf die Hauptforderung – ein Verstoss gegen das Zinseszinsverbot 

vorliegen würde. Die seitens der Klägerin auf dem Kontokorrent bereits abgerechneten 

Sollzinsen hätten mithin bei der Berechnung der Hauptforderung ebenfalls nicht 

berücksichtigt werden dürfen. Auch dies wird in der nachfolgenden Berechnung durch 

das Gericht zu korrigieren sein.

5.4. Die Höhe der (zulässigen) Verzugszinsen richtet sich sodann in erster Linie nach 

der im Vorsorgevertrag getroffenen Parteivereinbarung oder – wo eine solche fehlt –, 

nach den gesetzlichen Verzugszinsbestimmungen von Art. 102 ff. OR. Vorliegend klagt 

die Klägerin Verzugszinsen von 6 % ein, was der Regelung in Ziff. 2.3 lit. f der 

Geschäftsbedingungen entspricht (act. G 1.5). Ein Verzugszins von 6 % ist auch nicht 

als übermässig zu werten, womit die Höhe der geltend gemachten Verzugszinsen nicht 

zu beanstanden ist.

6.

6.1. Nachfolgend ist mithin der Anspruch der Klägerin unter Berücksichtigung des 

Zinsenlaufs sowie der erfolgten Zahlungen durch die Beklagte zu berechnen. 

Angesichts des Umstands, dass die Prämienbeiträge für das Jahr 2019 (Fr. 31'070.80; 

vgl. vorstehende E. 4.1) ausgewiesen sind, jedoch durch die bereits am 15. November 

2019 erfolgte Einzahlung (Fr. 31'979.45; vgl. vorstehende E. 4.4.1) gedeckt waren, 

beginnt die nachfolgende Berechnung im Jahr 2020, wobei – in Übereinstimmung mit 

dem Prämienkontokorrent (act. G 1.8) – von einem Guthaben der Beklagten von Fr. 

908.65 per Jahresabschluss 2019 auszugehen ist.

6.2. Nachfolgend ist somit der Forderungsbestand per Stichtag 11. September 2020, 

31. Dezember 2020, 30. April 2021, 14. Mai 2021, 31. Dezember 2021 und 13. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Oktober 2022 (Daten der erfolgten Zahlungen bzw. Stichtag Schlussabrechnung) zu 

berechnen.

6.2.1.

Periode vom 1. Januar 2020 bis 11. September 2020:

Beitragsforderungen:

Am 31. Januar 2020 wurden die Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge für das Jahr 

2020 fällig (vgl. zur Fälligkeit der Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge vorstehende 

E. 3.1 bzw. Ziff. 2.3 lit. b der Geschäftsbedingungen [act. G 1.6], wonach die Fälligkeit 

unabhängig vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung eintritt). Diese betragen total 

Fr. 8'579.70 (Fr. 6'387.35 + Fr. 2'192.35), wovon das Guthaben per Ende 2019 von Fr. 

908.65 in Abzug zu bringen ist. Die offenen Beitragsforderungen per 31. Januar 2020 

betrugen somit total Fr. 7'671.05 (vgl. auch act. G 1.12).

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Betrag von Fr. 7'671.05 ist ab 1. Februar 2020 bis zum 11. September 2020 

(Datum des nächsten Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für 

diesen Zeitraum (220 Tage) beträgt Fr. 281.27 (nach Schweizer Zinsusanz [1 Jahr = 360 

Tage]).

a. o. Verwaltungskosten:

Mit Mahnung vom 5. August 2020 (act. G 1.12) wurde eine Gebühr von Fr. 50.

erhoben, welche bis zum 24. August 2020 zu begleichen sei (pro memoria: die a. o. 

Verwaltungskosten sind nicht zu verzinsen, vgl. E. 5.1).

Zahlung:

Am 11. September 2020 erfolgte eine Zahlung von Fr. 7'671.05 (Betrag der 

ungedeckten Prämienforderung). Diese Zahlung ist vorab auf die aufgelaufenen Zinsen 

(Fr. 281.27) und Kosten (Fr. 50. ) anzurechnen. Die verbleibenden Fr. 7'339.78 sind an 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die offenen Beitragsforderungen anzurechnen, welche mithin per 11. September 2020 

noch Fr. 331.27 betrugen.

6.2.2.

Periode vom 12. September 2020 bis 31. Dezember 2020:

Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 331.27.

Am 31. Dezember 2020 wurden die Sparbeiträge für das Jahr 2020 fällig (vgl. zur 

Fälligkeit der Sparbeiträge vorstehende E. 3.1 bzw. Ziff. 2.3 lit. b der 

Geschäftsbedingungen [act. G 1.6], wonach die Fälligkeit unabhängig vom Zeitpunkt 

der Rechnungsstellung eintritt). Diese betragen total Fr. 42'875.40 (act. G 1.11 2).

Die offenen Beitragsforderungen per 31. Dezember 2020 betrugen somit total 

Fr. 43'206.67.

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Betrag von Fr. 331.27 ist ab 12. September 2020 bis zum 31. Dezember 2020 

(Datum des nächsten Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für 

diesen Zeitraum (109 Tage) beträgt Fr. 6.02.

a. o. Verwaltungskosten:

Mit Mahnung vom 7. September 2020 (act. G 1.13) wurde eine Gebühr von Fr. 100.

erhoben, welche bis zum 30. September 2020 zu begleichen sei.

Zahlung:

Am 31. Dezember 2020 erfolgte eine Zahlung bzw. Gutschrift für den Habenszins von 

Fr. 1.50. Diese Zahlung ist vorab auf die aufgelaufenen Zinsen anzurechnen. Mithin 

resultiert ein offener Zinsbetrag von Fr. 4.52. Eine Anrechnung an die offenen 

Beitragsforderungen und/oder die a. o. Verwaltungskosten erfolgt nicht. Die 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ungedeckten Beitrags-, Zins- und a. o. Verwaltungskosten sind auf die nächste Periode 

zu übertragen

6.2.3.

Periode vom 1. Januar 2021 bis 30. April 2021:

Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 43'206.67. Am 31. Januar 

2021 wurden die Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge für das Jahr 2021 fällig. Diese 

betragen total Fr. 8'542.  (Fr. 6'350.50 + Fr. 2'191.50). Die offenen 

Beitragsforderungen per 30. April 2021 betrugen somit total Fr. 51'748.67.

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 4.52.

Der Betrag von Fr. 43'206.67 ist ab 1. Januar 2021 bis zum 30. April 2021 (Datum des 

nächsten Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für diesen Zeitraum 

(119 Tage) beträgt Fr. 856.93.

Der Betrag von Fr. 8'542.  ist ab 1. Februar 2021 bis zum 30. April 2021 (Datum des 

nächsten Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für diesen Zeitraum 

(89 Tage) beträgt Fr. 126.71.

Die offenen Zinsforderungen per 30. April 2021 betrugen somit total Fr. 988.16.

a. o. Verwaltungskosten:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 100. .

Mit Mahnung vom 5. Februar 2021 (act. G 1.14) wurde eine Gebühr von Fr. 50.

erhoben, welche bis zum 22. Februar 2021 zu begleichen sei.

Mit Mahnung vom 4. März 2021 (act. G 1.15) wurde eine Gebühr von Fr. 100.

erhoben, welche bis zum 22. März 2021 zu begleichen sei.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufgrund der Vertragsauflösung wurde mit Valutadatum vom 31. März 2021 eine 

Verwaltungsgebühr von Fr. 400.  erhoben bzw. dem Prämienkontokorrent der 

Beklagten (act. G 1.8) belastet.

Die offenen a. o. Verwaltungskosten per 30. April 2021 betrugen somit total Fr. 650. .

Zahlung:

Mit Valutadatum 30. April 2021 wurden der Beklagten die anteilsmässigen Risiko- 

(Fr. 4'762.80) und Verwaltungskostenbeiträge (Fr. 1'643.65) für das Jahr 2021 

gutgeschrieben. Auch diese Gutschrift ist vorab auf die aufgelaufenen Zinsen (Fr. 

988.16) und Kosten (Fr. 650. ) anzurechnen. Die verbleibenden Fr. 4'768.29 sind an die 

offenen Beitragsforderungen anzurechnen, welche mithin per 30. April 2021 noch Fr. 

46'980.38 betrugen.

6.2.4.

Periode vom 1. Mai 2021 bis 14. Mai 2021:

Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 46'980.38. Im vorliegenden 

Zeitraum sind keine weiteren Beitragsforderungen fällig geworden.

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Betrag von Fr. 46'980.38 ist ab dem 1. bis zum 14. Mai 2021 (Datum des nächsten 

Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für diesen Zeitraum (13 Tage) 

beträgt Fr. 101.79.

a. o. Verwaltungskosten:

In der vorliegenden Periode sind keine a. o. Verwaltungskosten angefallen.

Zahlung:

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Am 14. Mai 2021 leistete die Beklagte eine Zahlung von Fr. 25'000. . Diese ist vorab 

auf die aufgelaufenen Zinsen (Fr. 101.79) anzurechnen. Die verbleibenden Fr. 24'898.21 

sind an die offenen Beitragsforderungen anzurechnen, welche somit per 14. Mai 2021 

noch Fr. 22'082.17 betrugen.

6.2.5.

Periode vom 15. Mai 2021 bis 31. Dezember 2021:

Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 22'082.17. Am 31. 

Dezember 2021 wurden die Sparbeiträge für das Jahr 2021 fällig. Diese betrugen unter 

Berücksichtigung der Vertragsauflösung per 31. März 2021 noch Fr. 10'666.50 (Fr. 

42'665.40 - Fr. 31'998.90).

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Betrag von Fr. 22'082.17 ist ab 15. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 (Datum 

des nächsten Zahlungseingangs) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für diesen 

Zeitraum (226 Tage) beträgt Fr. 831.76.

a. o. Verwaltungskosten:

In der vorliegenden Periode sind keine a. o. Verwaltungskosten angefallen.

Zahlung:

Mit Valutadatum 31. Dezember 2021 erfolgte zu Gunsten der Beklagten eine Gutschrift 

für die Korrektur des Sollzinses in Höhe von Fr. 238.30, welche als Zahlung vorab an 

die aufgelaufenen Zinsen anzurechnen ist. Mithin resultiert ein offener Zinsbetrag von 

Fr. 593.46. Eine Anrechnung auf die offenen Beitragsforderungen erfolgt nicht. Die 

ungedeckten Beitrags- und Zinsforderungen sind auf die nächste Periode zu 

übertragen.

6.2.6.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Periode vom 1. Januar 2022 bis 13. Oktober 2022:

Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 32'748.67. Zufolge 

Vertragsauflösung sind im vorliegenden Zeitraum keine weiteren Beitragsforderungen 

mehr fällig geworden.

Zinsen auf Beitragsforderungen:

Der Übertrag aus der vorhergehenden Periode beträgt Fr. 593.46. Der Betrag von 

Fr. 32'748.67 ist ab 1. Januar 2022 bis zum 13. Oktober 2022 (Stichtag 

Schlussabrechnung) zu verzinsen. Die Zinsforderung (6 %) für diesen Zeitraum (282 

Tage) beträgt Fr. 1'539.19.

a. o. Verwaltungskosten:

In der vorliegenden Periode sind keine a. o. Verwaltungskosten angefallen.

Zahlung:

Bis zum 13. Oktober 2022 sind keine Zahlungen seitens der Beklagten mehr erfolgt.

Mithin bestand per Datum der Schlussabrechnung am 13. Oktober 2022 ein 

Zahlungsausstand von total Fr. 34'881.32 (Fr. 32'748.67 offene Beitragsforderungen + 

Fr. 2'132.65 offene Zinsforderungen). Ein Zinsanspruch ab 14. Oktober 2022 besteht – 

zufolge Verbot des Zinseszinses (vgl. nochmals vorstehende E. 5.1) – aber nur auf Fr. 

32'748.67.

6.2.7. Nach erfolgter Schlussabrechnung wurden seitens der Klägerin zudem noch a. o. 

Verwaltungskosten in Höhe von Fr. 50.  für die Mahnung vom 28. Oktober 2022 

(act. G 1.19) sowie Fr. 300.  für das Betreibungsbegehren vom 5. Dezember 2022 

(act. G 1.20; vgl. zur Grundlage Ziff. 3.2 des Kostenreglements [act. G 1.6-20]) verbucht 

(vgl. zum Ganzen auch den Prämienkontokorrent [act. G 1.8]). Auch diese Forderungen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sind – mit Blick auf Ziff. 3.2 des Kostenreglements (act. G 1.6-20) – ausgewiesen, 

jedoch unverzinslich (vgl. nochmals vorstehende E. 5.1).

6.2.8. Zusammengefasst beträgt der Zahlungsausstand der Beklagten Fr. 35'231.32 

(Fr. 34'881.32 + Fr. 350. ). Auf den Betrag von Fr. 32'748.67 besteht zudem ein 

Zinsanspruch seit dem 14. Oktober 2022.

7.

7.1. Hinsichtlich der überdies eingeklagten Forderung von Fr. 1'250.  zuzüglich Zins 

von 6 % seit Klageeinreichung (Rechtsbegehren Ziff. 1, act. G 1) zwecks Abgeltung des 

Aufwands für die "Rechtsöffnung" ist anzumerken, dass eine Entschädigung in dieser 

Höhe vertraglich zwar vereinbart wurde (vgl. Ziff. 3.2 Kostenreglement [act. G 1.6 20]). 

Allerdings läuft diese Bestimmung Art. 73 Abs. 2 BVG zuwider, wonach Streitigkeiten 

zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten in der 

Regel (vorbehältlich mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung; BGE 118 V 316; 

vgl. BGE 126 V 150 E. 4b) kostenlos und überdies praxisgemäss zulasten der 

hoheitliche Aufgaben wahrnehmenden Vorsorgeeinrichtungen – egal, ob anwaltlich 

oder sonst wie qualifiziert vertreten – grundsätzlich entschädigungsfrei sind. Zudem 

sind sowohl die Voraussetzungen als auch die Bemessung der einer obsiegenden 

Partei zustehenden Parteientschädigung letztlich dem kantonalen Prozessrecht 

überlassen, womit für die reglementarische Statuierung pauschaler, vom prozessualen 

Gebaren und Verfahrensausgang unabhängiger Entschädigungspauschalen zulasten 

von Arbeitgebern oder Versicherten kein Raum bleibt. Damit ist diese Forderung 

abzuweisen. Auf den Anspruch der Klägerin auf eine Parteientschädigung ist 

nachfolgend (E. 9.2.2) noch einzugehen.

7.2. Zur eingeklagten Forderung bezüglich der Erstattung der Kosten für den 

Zahlungsbefehl von Fr. 103.30 (Rechtsbegehren Ziff. 1, act. G 1-2; vgl. G 1.21) ist 

anzumerken, dass diese von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68 SchKG) und vom 

Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der dem Gläubiger 

zugesprochen wird, zu bezahlen sind. Entsprechend sind sie auch nicht in die 

Rechtsöffnung einzubeziehen (RKUV 2003 KV 251 S. 226; SBVR Soziale Sicherheit-

Eugster, S. 808 mit weiteren Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

8.

8.1. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Klage teilweise gutzuheissen und 

die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Fr. 35'231.32 zuzüglich Zins zu 6 % auf den 

Betrag von Fr. 32'748.67 zu bezahlen.

8.2. Der von der Beklagten in der Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamtes L.___ 

erhobene Rechtsvorschlag ist aufzuheben und der Klägerin im genannten Umfang die 

definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

9.

9.1. Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG ist das Verfahren in Streitigkeiten aus beruflicher 

Vorsorge in der Regel kostenlos. Diese bundesrechtliche Minimalanforderung an das 

Verfahren steht jedoch unter dem Vorbehalt des allgemeinen 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahrensgrundsatzes, dass die Partei nicht in 

Mutwilligkeit oder Leichtsinn verfallen ist (BGE 118 V 316 und seitherige ständige 

Rechtsprechung; vgl. BGE 126 V 149 E. 4a, BGE 124 V 287 E. 3a). Mutwillige 

Prozessführung kann unter anderem angenommen werden, wenn eine Partei eine ihr in 

dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z. B. Mitwirkungs- oder Unterlassungspflicht) 

verletzt, oder wenn sie ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie 

weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist (BGE 

124 V 288 ff. E. 4b). Mit Bezug auf Forderungsstreitigkeiten aus dem Bereich der 

beruflichen Vorsorge erkannte die Rechtsprechung, dass ein Verhalten, wie es die 

Beklagte im vorliegenden Verfahren zeigte, indem sie ohne Begründung die 

Forderungen der Klägerin nicht beglich, Rechtsvorschlag erhob und im Klageverfahren 

trotz zweimalig gebotener Gelegenheit weder die Forderung anerkannte noch darlegte, 

wieso diese nicht bzw. nicht im eingeklagten Umfang geschuldet sei, als mutwillige 

Prozessführung zu qualifizieren ist und eine Kostenauferlegung in Abweichung zur 

Regel der Kostenfreiheit von Art. 73 Abs. 2 BVG rechtfertigt (vgl. Miriam Lendfers, N 15 

zu Art. 66, in: Salim S. Rizvi/Benjamin Schindler/Urs Peter Cavelti [Hrsg.], Gesetz über 

die Verwaltungsrechtspflege des Kantons St. Gallen [VRP], Praxiskommentar, 2020, mit 

Verweis auf BGE 124 V 288 ff. E. 4b mit Hinweisen; SZS 1992, S. 297 E. 3).

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

9.2. Nach dem Gesagten hat die Beklagte aufgrund ihres Verhaltens die Gerichtskosten 

und die Parteientschädigung zu bezahlen.

9.2.1. Die Gerichtsgebühr wird dabei in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der einen Rahmen von Fr. 500.  bis 

Fr. 15'000.  vorsieht, praxisgemäss auf Fr. 1'500.  festgesetzt.

9.2.2. Der die Klägerin vertretende Anwalt verlangt eine Parteientschädigung für das 

vorliegende Klageverfahren, ohne jedoch das Begehren konkret zu beziffern (vgl. act. 

G 1-2 Rechtsbegehren Ziff. 3). Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung des Kantons 

St. Gallen (HonO; sGS 963.75) sieht für die Parteientschädigung im Verfahren vor dem 

Versicherungsgericht einen Rahmen zwischen Fr. 1'500.  und 15'000.  vor. Vorliegend 

ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen einfachen Fall mit 

unterdurchschnittlichem Aufwand (vgl. die wenig substantiierte Klageschrift; kein 

weiterer Schriftenwechsel) handelt. Der zu entschädigende Aufwand der anwaltlichen 

Vertretung wird somit ermessensweise auf Fr. 1'500.  (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festgelegt. Ein weitergehender Anspruch auf Entschädigung "interner" 

Verwaltungskosten besteht nicht (vgl. bereits vorstehende E. 7.1).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin 

Fr. 35'231.32 zuzüglich Zins zu 6 % auf den Betrag von Fr. 32'748.67 seit dem 

14. Oktober 2022 zu bezahlen.

2.

In der Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamts L.___ wird der Rechtsvorschlag in der 

Höhe des Betrags von Fr. 35'231.32 zuzüglich Zins zu 6 % auf den Betrag von 

Fr. 32'748.67 seit dem 14. Oktober 2022 aufgehoben.

3.

Die Beklagte hat die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1'500.  zu bezahlen.

4.

Die Beklagte hat der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.  zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2024
	Art. 66 Abs. 2 BVG; Beitragsforderung; Anerkennungsklage. Die geltend gemachten Beitragsforderungen sind unbestritten und ausgewiesen. Es besteht kein Zinsanspruch auf die a. o. Verwaltungskosten sowie auf bereits erhobene Zinsansprüche. Die reglementarisch vorgesehene pauschale Entschädigung für die "Rechtsöffnung" in Höhe von Fr. 1'250. läuft Art. 73 Abs. 2 BVG zuwider, zumal sich die Voraussetzungen und Bemessung einer allfälligen Parteientschädigung in BVG-Verfahren nach dem kantonalen Prozessrecht richten. Die Kosten für den Zahlungsbefehl sind nicht in die Rechtsöffnung einzubeziehen. Teilweise Gutheissung der Anerkennungsklage und Aufhebung des Rechtsvorschlags im entsprechenden Umfang. Zufolge mutwilliger Prozessführung werden der Beklagten die Gerichtskosten auferlegt und der anwaltlich vertretenen Klägerin eine Parteientschädigung zugesprochen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. März 2024, BV 2023/18).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2024-05-27T01:57:37+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen