# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ac5143c-2e39-5627-8413-903c930827f0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.06.2014 200 2013 870
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-870_2014-06-23.pdf

## Full Text

200 13 870 UV
GRD/PES/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Juni 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Generali Allgemeine Versicherungen AG
Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2014, UV/13/870, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war als Angestellter der C.________ bei der Generali All-
gemeine Versicherungen AG (nachfolgend Generali bzw. Beschwerdegeg-
nerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufs-
krankheiten versichert, als er am 24. Juli 2009 stürzte und in der Folge Be-
schwerden im Bereich des rechten Knies auftraten (vgl. Antwortbeilage 
[AB] 33 S. 4 ff.). Die Generali erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leis-
tungen. 

Mit Verfügung vom 5. August 2010 verneinte die Generali eine Leistungs-
pflicht ihrerseits aus diesem Unfallereignis über den 30. November 2009 
hinaus. Diese Verfügung ist unangefochten geblieben (vgl. Beschwerde 
Ziff. 1 S. 2, Beschwerdeantwort ad 1 S. 2 sowie AB 20 S. 2, AB 24, AB 39).

B.

Mit Unfallmeldung UVG vom 29. Juli 2011 meldete der Versicherte der 
Generali einen erneuten Unfall. Er sei am 20. Juli 2011 bei einem Kunden 
über eine Türschwelle gestolpert und habe sich dabei das rechte Knie ver-
letzt. Dieses sei stark geschwollen und schmerze stark (AB 1). Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt in der Fol-
ge mit Arztzeugnis UVG vom 16. August 2011 als Diagnose eine Knieprel-
lung rechts fest (AB 4). Die Generali erbrachte in der Folge die gesetzli-
chen Leistungen (AB 5).

Mit Verfügung vom 24. November 2011 stellte die Generali ihre Leistungen 
aus UVG für das Ereignis vom 20. Juli 2011 per 8. August 2011 ein. Auf-
grund der eingelangten Berichte und Beurteilungen stehe fest, dass die 
Beschwerden des Versicherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
auf das Ereignis vom 20. Juli 2011 zurückzuführen seien (AB 15). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2014, UV/13/870, Seite 3

C.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, am 29. Dezember 2011 Einsprache (AB 20). Mit gleicher 
Eingabe stellte er zudem bezüglich der Verfügung vom 5. August 2010 ein 
Revisionsbegehren (AB 20 S. 2).

Die Generali beauftragte in der Folge die E.________, Dr. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, mit einer versi-
cherungsmedizinischen Aktenbeurteilung (Versicherungsmedizinische Ak-
tenbeurteilung vom 18. März 2013 durch Dr. med. F.________ und 
Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparate FMH; AB 33).

Mit Schreiben vom 17. Juni 2013 nahm der Versicherte, wiederum vertre-
ten durch Rechtsanwalt B.________, Stellung. Dabei erwähnte er unter 
anderem zwei Berichte, die Dr. med. F.________ und Dr. med. 
G.________ nicht zur Verfügung gestellt worden seien (AB 39 S. 3). Die 
Generali forderte den Versicherten bzw. dessen Rechtsvertreter in der Fol-
ge auf, ihr diese Berichte zuzustellen (AB 40). Nach deren Eingang unter-
breitete sie diese Dr. med. F.________ und Dr. med. G.________ zur Be-
antwortung der Frage, ob diese Berichte an der bisherigen Beurteilung et-
was änderten. Dies wurde von den Ärzten verneint (AB 44).

Mit Entscheid vom 2. September 2013 wies die Generali die Einsprache 
des Versicherten vom 29. Dezember 2011 ab (AB 45).

D.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, wiederum ver-
treten durch Rechtsanwalt B.________, am 3. Oktober 2013 Beschwerde 
mit den Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über das 
Datum vom 8. August 2011 hinaus zu erbringen. Unter o/e-Kostenfolge zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2014, UV/13/870, Seite 4

Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 2. September 2013 (AB 45). Streitig und zu prüfen ist die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG aufgrund des Unfalls vom 20. Juli 
2011 über den 8. August 2011 hinaus. Soweit Leistungen aus dem Unfal-
lereignis vom 24. Juli 2009 geltend gemacht werden, ist darauf hinzuwei-
sen, dass dieser Unfall mit Verfügung vom 5. August 2010 per 30. Novem-
ber 2009 rechtskräftig abgeschlossen wurde und ein diesbezügliches Revi-
sionsbegehren im Einspracheverfahren bei der Beschwerdegegnerin noch 
hängig ist. Soweit vorliegend eine diesbezügliche Leistungspflicht der Be-

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schwerdegegnerin, d.h. hinsichtlich der bereits anlässlich des Unfalls vom 
20. Juli 2011 vorbestandenen Beschwerden am rechten Knie geltend ge-
macht wird (auch zufolge Rückfalls oder Spätfolgen), ist auf die Beschwer-
de mangels diesbezüglichen Anfechtungsobjekts nicht einzutreten. Da der 
Ausgang des vorliegenden Verfahrens weder vom Ausgang des Revisions-
verfahrens bezüglich Verfügung vom 5. August 2010 abhängt noch wesent-
lich beeinflusst wird, braucht der Ausgang jenes Verfahrens entgegen dem 
Antrag in der Beschwerdebegründung S. 7 Ziff. 4 nicht abgewartet zu wer-
den (vgl. E. 3 hiernach; Art. 38 VRPG).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2014, UV/13/870, Seite 6

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 

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sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.

3.1 Bezüglich allfälliger Folgen des Unfalls vom 20. Juli 2011 ergibt sich 
aus den Akten im Wesentlichen Folgendes:

- Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. D.________ hielt in seinem Arzt-
zeugnis UVG vom 16. August 2011 bezüglich der durch ihn am Unfall-
tag erhobenen Befunde ein geschwollenes Knie sowie einen Gelenk-
serguss fest. Bänder- und Meniskuszeichen seien negativ gewesen. Als 
Diagnose nannte er eine Knieprellung rechts (AB 4). 

- Die am 29. Juli 2011 konsultierte Klinik H.________ hielt in ihrem Be-
richt vom 3. August 2011 allgemein fest, der Beschwerdeführer sei im 
Nachgang zum Sturz am 24. Juli 2009 trotz mehrerer Arthroskopien 
und Bakerzystenexzisionen nie vollständig beschwerdefrei geworden. 
Besonders störend seien die persistierende Schwellungsneigung sowie 
die erneute Ausbildung der mehrfach operierten Bakerzyste. Im Rah-

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men einer erneuten Arthroskopie und Bakerzystenentfernung im April 
2010 seien zusätzlich histologische und bakteriologische Proben ent-
nommen worden. Diese lägen ihr – ebenso wie die betreffenden Opera-
tionsberichte – leider nicht vor. Anamnestisch habe jedoch der Verdacht 
einer Infektion mit Pilzen bestanden (AB 2 S. 1). 

Bezüglich des Unfalls vom 20. Juli 2011 wird im Bericht lediglich fest-
gehalten, dass da ein Sturz mit anschliessend massivem Anschwellen 
des Gelenkes stattgefunden habe. Blockaden seien dem Patienten nie 
aufgefallen, Giving-way-Phänomene würden nicht auftreten (AB 2 S. 2).

- Ein MRI des Kniegelenks rechts vom 8. August 2011 ergab einen mäs-
sigen Gelenkserguss mit Synovitis und Bakerzyste, einen diffusen 
Knorpelabbau femorotibial medial und retropatellär lateral und keinen 
Nachweis eines Meniskusrisses (AB 3).

- Eine weitere Konsultation in der Klinik H.________ vom 14. September 
2011 ergab zur Voruntersuchung unveränderte Befunde (AB 8).

- In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 23. September 2011 hielt 
Dr. med. D.________ als Diagnosen weiterhin eine Knieprellung rechts 
sowie eine chronische Gonarthritis rechts fest. Die Schmerzen seien 
regredient (AB 9).

- Mit Mitteilung vom 24. November 2011 hielt der beratende Arzt der Be-
schwerdegegnerin gestützt auf die Akten fest, dass es sich beim Unfall 
vom 20. Juli 2011 um ein Bagatelltrauma, nämlich eine Knieprellung, 
gehandelt habe. Im MRI-Befund vom 8. August 2011 seien keine fri-
schen Verletzungen diagnostiziert worden. Es hätten sich ein mässiger 
Gelenkserguss mit Synovitis und Bakerzyste sowie ein diffuser Knorpe-
labbau gezeigt. Diese Befunde würden für eine chronisch-degenerative 
Affektion sprechen. Im Bericht der Klinik H.________ werde zudem der 
Verdacht auf eine Pilzinfektion geäussert. Die per Ende Oktober 2011 
vorgesehene Kniearthroskopie sei folglich nicht mehr überwiegend 
wahrscheinlich unfallkausal zum Ereignis vom 20. Juli 2011 (AB 14).

- Mit Versicherungsbericht der Klinik H.________ vom 29. August 2012 
hielt Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

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Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, fest, dass der Versi-
cherte am 27. Juli 2009 (recte: 24. Juli 2009) einen Sturz erlitten und 
sich dabei eine Kniebinnenverletzung respektive eine Meniskusverlet-
zung zugezogen habe. Nach einer konservativen Therapie ohne Erfolg 
sei eine Arthroskopie durchgeführt worden. Eine Komplikation dieser 
Operation habe zu einem Infekt geführt, welcher mehrmals angegangen 
worden sei. Schliesslich hätten durch eine Operation am 10. Mai 2012 
eine ausgedehnte Synovektomie und vor allem ein Bakteriennachweis 
durchgeführt werden können mit anschliessend länger dauernder Anti-
biotikabehandlung. Somit stünden die heutigen Beschwerden mit dem 
Sturz in direktem Zusammenhang (AB 29).

3.2 Gestützt auf die Akten ist in Übereinstimmung mit der versiche-
rungsmedizinischen Aktenbeurteilung durch die E.________ (AB 33) er-
stellt, dass das Unfallereignis vom 20. Juli 2011, nämlich die Prellung des 
rechten Kniegelenks beim Stolpern über eine Türschwelle, nicht zu einer 
neuen, richtungsgebenden strukturellen Schädigung des rechten Kniege-
lenks geführt hat. Der anlässlich des MRI vom 8. August 2011 nachgewie-
sene, bloss mässige Gelenkserguss bei gleichzeitig fehlendem Knochen-
marksödem lässt auf ein Bagatelltrauma schliessen, welches – wie sich 
ebenfalls aus dem MRI vom 8. August 2011 ergibt – keine frischen Verlet-
zungen ausgelöst hat (AB 3; siehe auch AB 14 sowie AB 33 S. 42). Eine 
vorübergehende Verschlimmerung der unstrittig nicht durch den Unfall vom 
20. Juli 2011 verursachten Bakerzyste ist aufgrund der Akten, insbesonde-
re des MRI vom 8. August 2011 nicht ausgewiesen (vgl. AB 3), jedoch 
gemäss versicherungsmedizinischem Aktengutachten möglich (AB 33 
S. 48). Gleiches gilt bezüglich der bildgebend festgestellten sich entwi-
ckelnden Gelenksdegeneration (vgl. AB 33 S. 47). Aufgrund des MRI vom 
8. August 2011 ist jedoch erstellt, dass der Status quo sine bezüglich des 
Unfalls vom 20. Juli 2011 spätestens am 8. August 2011 erreicht war, wa-
ren da doch keine durch den Unfall vom 20. Juli 2011 allenfalls verursachte 
Verletzungen (mehr) nachweisbar. Da von weiteren Abklärungen bezüglich 
dieser vorliegend einzig entscheidwesentlichen Frage keine neuen Er-
kenntnisse mehr zu erwarten sind, ist auf solche in antizipierter Beweis-
würdigung zu verzichten (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Eine Unfallkausa-
lität der weiterhin geklagten Beschwerden zum Unfall vom 20. Juli 2011 

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wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht ernsthaft geltend gemacht. 
Vielmehr argumentiert er für eine Unfallkausalität zum Unfall vom 24. Juli 
2009. Dieser bildet jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, 
weshalb auf die Beschwerde diesbezüglich nicht einzutreten ist (vgl. E. 1.2 
hiervor). 

3.3 Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Beauftra-
gung der E.________ mit einer versicherungsmedizinischen Aktenbeurtei-
lung eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt (vgl. Be-
schwerde S. 8), ist festzuhalten, dass weder im Einsprache- noch im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren konkrete gesetzliche Ausstands- und/oder 
Ablehnungsgründe gegen die Dres. med. F.________ und G.________ – 
welche die Beurteilung durchgeführt haben – geltend gemacht werden bzw. 
geltend gemacht worden sind. Entsprechende nachträgliche Rügen wären 
ohnehin verwirkt (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.4.2 S. 112). Im Weiteren hatte 
der Beschwerdeführer ihm Rahmen des Einspracheverfahrens Gelegen-
heit, sich zu den beurteilenden Ärzten und deren versicherungsmedizini-
scher Aktenbeurteilung zu äussern, was er denn auch tat, ohne jedoch 
konkrete gesetzliche Ausstands- und/oder Ablehnungsgründe geltend zu 
machen (AB 39). Hätte er Ergänzungsfragen gehabt, hätte er diese anläss-
lich dieser Stellungnahme nachträglich stellen können. Eine Verletzung des 
Gehörsanspruchs im Zusammenhang mit der Einholung dieser Aktenbeur-
teilung ist somit zu verneinen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
9. März 2012, 8C_830/2011, E. 4.2.2 und 4.3 sowie Entscheid des BGer 
vom 2. April 2012, 8C_737/201, E. 4.2).

3.4 Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid der Beschwerde-
gegnerin vom 2. September 2013 (AB 45) nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde – soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 
hiervor) – als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Juni 2014, UV/13/870, Seite 12

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Generali Allgemeine Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.