# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 266d8251-4372-5a7a-95cf-50c3091b843c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.01.2021 SB200188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200188_2021-01-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 
 

Geschäfts-Nr.: SB200188-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Wenker,  

Ersatzoberrichterin lic. iur. Mathieu sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw Baechler 

 

Urteil vom 15. Januar 2021 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Wieser,  

Anklägerin und Erstberufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Zweitberufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend gewerbsmässigen Betrug etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 
13. Januar 2020 (DG190307) 
 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Sep-

tember 2019 (Urk. 17) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB; 

− der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB; 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB; 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne dessen Art. 19bis; 

− des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG; 

− der Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in 

Verbindung mit Art. 4a Abs. 1 und Abs. 5 VRV. 

2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe (wo-

von bis und mit heute 9 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse 

von Fr. 60.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 10 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüg-

lich 9 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind), wird die Frei-

heitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.  

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5. Für die Dauer der Probezeit wird eine Bewährungshilfe angeordnet und es 

werden folgende Weisungen erteilt:  

− Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbe-

sondere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittel-

problematik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem 

Amt für Justizvollzug zu erfolgen. Der behandelnde Therapeut ist in 

Absprache mit dem Amt für Justizvollzug zu bestimmen. Ein Wechsel 

des Therapeuten kann nur mit der Zustimmung des Amts für Justizvoll-

zuges ergehen. 

− Die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnun-

gen des Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehand-

lung zu optimieren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen. 

− Auf Anordnung des Amts für Justizvollzugs haben regelmässige Absti-

nenzkontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen. 

6. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 

StGB wird abgesehen. 

7. Die folgenden sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-

Triage lagernden Betäubungsmittel werden eingezogen und der Lagerbe-

hörde zur Vernichtung überlassen: 

− A011'290'145 2 Minigrip mit Marihuana, ca. 3.7g 

− A011'428'583 1 Minigrip mit Marihuana, ca. 1.4g 

8. Die folgenden sichergestellten Gegenstände werden eingezogen und der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− A011'281'893 Sexartikel 

− A011'290'258 Fahrkarte Abonnement 

− A011'290'236 Mobiltelefon Samsung 

− A011'429'791 Mobiltelefon iPhone 7 

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9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ (Privatklägerin 

1) Schadenersatz von Fr. 40.– zuzüglich 5 % Zins ab 25. Oktober 2017 zu 

bezahlen. 

10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ (Privatkläger 

2) Schadenersatz von Fr. 155.65 zuzüglich 5 % Zins ab 26. Januar 2018 zu 

bezahlen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ (Privatkläger 

3) Schadenersatz von Fr. 200.– zuzüglich 5 % Zins ab 19. Dezember 2017 

zu bezahlen. 

12. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers D._____ (Privatkläger 3) wird 

abgewiesen. 

13. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger E._____ (Privatkläger 4) 

Schadenersatz von Fr. 532.– zu bezahlen. 

14. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers E._____ (Privatkläger 4) wird 

abgewiesen. 

15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ (Privatkläger 5) 

Schadenersatz von Fr. 90.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. Januar 2018 zu bezah-

len. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger G._____(Privatkläger 6) 

Schadenersatz von Fr. 100.– zuzüglich 5 % Zins ab 20. November 2017 zu 

bezahlen. 

17. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers G._____(Privatkläger 6) wird 

abgewiesen. 

18. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin H._____(Privatklägerin 

7) Schadenersatz von Fr. 150.– zu bezahlen. 

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19. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger I._____ (Privatkläger 8) 

Schadenersatz von Fr. 95.– zuzüglich 5 % Zins ab 21 November 2017 zu 

bezahlen. 

20. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger J._____(Privatkläger 9) 

Schadenersatz von Fr. 90.– zuzüglich 5 % Zins ab 20. November 2017 zu 

bezahlen. 

21. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin K._____ (Privatklägerin 

10) Schadenersatz von Fr. 184.– zu bezahlen. 

22. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin L._____ (Privatklägerin 

11) Schadenersatz von Fr. 1.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2018 zu 

bezahlen.  

23. Die Genugtuungsforderung der Privatklägerin L._____ (Privatklägerin 11) 

wird abgewiesen. 

24. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger M._____ (Privatkläger 

12) Schadenersatz von Fr. 400.– zu bezahlen. 

25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger N._____(Privatkläger 

13) Schadenersatz von Fr. 360.– zuzüglich 5 % Zins ab 28. November 2017 

zu bezahlen. 

26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger O._____ (Privatkläger 

14) Schadenersatz von Fr. 100.– zu bezahlen. 

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27. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 10'825.–   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 1'300.–   Auslagen  

Fr. 451.–   Auslagen Polizei 

Fr. 27'578.40   Amtliche Verteidigung  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

28. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

29. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 27'578.40 (inkl. MwSt) entschädigt. 

Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich:  

(Urk. 75 S. 1 f.) 

1. Dispo Ziff. 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und der Be-
schuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten 
sowie einer Busse von CHF 60.00. 

2. Dispo. Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und die Frei-

heitsstrafe sei zu vollziehen. 

3. Dispo. Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei ei-

ne ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB während des 
Vollzugs der Freiheitsstrafe anzuordnen. 

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4. Dispo. Ziff. 6 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei ein 

Tätigkeitsverbot im Sinne von aArt. 67 Abs. 3 lit. b StGB anzuordnen. 

5. Dispo. Ziff. 22 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei 

über den Zivilanspruch der Privatklägerin 11, L._____, zu entschei-
den. 

6. Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils in den übrigen Punkten. 

7. Auferlegung der Kosten des Berufungsverfahrens auf den Beschuldig-

ten. 

b) Der amtlichen Verteidigung 

(Urk. 77 S. 1 f.) 

1. Es sei Ziffer 1 al. 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zü-

rich, 3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-

L/U) aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

"Der Beschuldigte ist schuldig zu sprechen: 

- des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1, teilweise 

i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB"; 

2. Es sei Ziffer 2 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 

3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-L/U) 

aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

"Der Beschuldigte wird bestraft mit einer bedingten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen à CHF 30.--, unter Anrechnung der erstandenen Haft 

sowie unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren sowie mit einer 

Busse von Fr. 60.--." 

3. Es sei Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 

3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-L/U) 

aufzuheben. 

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsgeg-

nerin. 

______________________________ 

 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

1. Das Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, entschied mit Urteil vom 13. Januar 

2020 im Verfahren DG190307 über die vorliegende Anklage. Gegen dieses Urteil 

wurde sowohl seitens der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (hernach 

Staatsanwaltschaft oder Anklagebehörde) wie auch seitens des Beschuldigten 

jeweils fristgerecht Berufung angemeldet (Urk. 50 u. 55). Das vollständig begrün-

dete Urteil (Urk. 61) wurde von der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung am 

15. April 2020 (Urk. 59/1-2) und von den Privatklägern zwischen dem 15. April 

2020 und 18. April 2020 (Urk. 59/3-18) entgegengenommen. Mit Eingaben vom 

17. und 27. April 2020 (Poststempel) gingen die Berufungserklärungen der Ankla-

gebehörde und des Beschuldigten jeweils fristgerecht hierorts ein (Urk. 62 u. 63). 

Mit Präsidialverfügung vom 29. April 2020 (Urk. 66) wurde der Staatsanwaltschaft 

sowie den Privatklägern unter Hinweis auf die Berufungserklärung des Beschul-

digten bzw. den Privatklägern und dem Beschuldigten unter Hinweis auf die Beru-

fungserklärung der Staatsanwaltschaft Frist zur Erhebung einer Anschlussberu-

fung bzw. zum Antrag auf Nichteintreten auf die jeweilige Berufung angesetzt. Mit 

Eingabe vom 25. Mai 2020 (Urk. 68) wurde seitens des Beschuldigten mitgeteilt, 

dass auf Erhebung einer Anschlussberufung und auf die Geltendmachung von 

Nichteintretensgründen verzichtet werde.  

2. Die Vorladungen an die Staatsanwaltschaft, die Privatkläger und den Be-

schuldigten zur heutigen Berufungsverhandlung ergingen am 16. Juli 2020 

(Urk. 71). 

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3. Erschienen sind zur heutigen Berufungsverhandlung der Beschuldigte in 

Begleitung seiner amtlichen Verteidigung, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, sowie 

Staatsanwalt lic. iur. Wieser (Prot. II S. 4). 

II. Prozessuales 

1.1. Seitens der Verteidigung wird geltend gemacht, dass es in 37 der angeklag-

ten 38 Betrugsfälle lediglich um geringfügige Deliktssummen unter Fr. 300.– ge-

hen würde, wofür jeweils ein Strafantrag vorauszusetzen sei, welchem Erfordernis 

wiederum in lediglich zehn Dossiers nachgekommen worden sei. Dies führe dazu, 

dass vorliegend keine Gewerbsmässigkeit angenommen werden dürfe, weshalb 

der Beschuldigte sich – insoweit Strafanträge vorliegen würden – lediglich des 

mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung 

mit Art. 172ter Abs. 1 StGB schuldig gemacht habe (Urk. 47 S. 5 ff.; Urk. 63).  

1.2. Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, so kann jede Person, die durch sie ver-

letzt worden ist, die Bestrafung des Täters beantragen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Das 

Antragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten (Art. 31 StGB). Beim Strafan-

trag handelt es sich um eine Prozessvoraussetzung (BGE 81 IV 92). 

1.3. Da vorliegend von einem gewerbsmässigen Handeln des Beschuldigten 

auszugehen ist (s. nachstehend unter E. III.1. u. 3.3.), liegen hinsichtlich der Be-

trugsfälle keine Antragsdelikte vor. Diese sind vielmehr von Amtes wegen zu ver-

folgen. Der Umstand, dass bei der überwiegenden Zahl der Betrugsfälle geringfü-

gige Deliktssummen von weniger als Fr. 300.– involviert waren, ist deshalb in die-

sem Zusammenhang nicht von Relevanz. 

2.1. Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen gege-

ben sind oder ein Prozesshindernis vorliegt (vgl. Art. 403 StPO). Zu den positiven 

Prozessvoraussetzungen gehört unter anderem die Legitimation, ein Rechtsmittel 

zu ergreifen (EUGSTER, in: NIGGLI/HEER/WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar 

Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 

2014, N 5 zu Art. 403 StPO). Gemäss Art. 381 StPO kann die Staatsanwaltschaft 

ein Rechtsmittel zugunsten oder zuungunsten der beschuldigten oder verurteilten 

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Person ergreifen. Die Staatsanwaltschaft ist mit Ausnahme des Adhäsions-

spruchs berechtigt, sämtliche Punkte des Urteils anzufechten (ZIEGLER/KELLER, in: 

NIGGLI/HEER/WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar Schweizerische Strafprozessord-

nung, Jugendstrafprozessordnung, a.a.O., N 3 zu Art. 381 StPO). 

2.2. Die Staatsanwaltschaft beantragt mit ihrer Berufung unter anderem, Disposi-

tivziffer 22 des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben, und es sei über den Zi-

vilanspruch der Privatklägerin 11, L._____, zu entscheiden (Urk. 75 S. 2). Zur Be-

gründung führt sie aus, die Privatklägerin 11 habe beantragt, der Beschuldigte sei 

zu verpflichten, ihr Schadenersatz von Fr. 1.– und Genugtuung von Fr. 120.– zu 

bezahlen. Bei diesem Antrag handle es sich offensichtlich um einen Irrtum der 

rechtsunkundigen Privatklägerin bei der Betitelung der Zivilforderung. Die Ver-

wechslung der Begriffe "Genugtuung" und "Entschädigung" durch die Privatkläge-

rin 11 bzw. deren eigentlicher Wille sei angesichts der klaren Sach- und Rechts-

lage derart offensichtlich, dass dieser in Anwendung der richterlichen Fürsorge-

pflicht hätte korrigiert werden müssen. Dies sei unterblieben, und das Urteil der 

Vorinstanz wirke diesbezüglich überspitzt formalistisch. Es sei deshalb Dispositiv-

ziffer 22 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben, und der Entschädigungsan-

spruch der Privatklägerin 11 sei ihrem eigentlichen Willen gemäss zu beurteilen 

(Urk. 75 S. 6 f.). 

2.3. Die Staatsanwaltschaft ist nicht legitimiert, den Zivilpunkt anzufechten. Hin-

sichtlich ihres Zivilanspruches wäre die Privatklägerin 11 legitimiert gewesen, ein 

Rechtsmittel zu ergreifen und Berufung resp. Anschlussberufung zu erheben. 

Mangels fehlender Legitimation ist auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin-

sichtlich des Zivilpunktes nicht einzutreten, und Dispositivziffer 22 des vor-

instanzlichen Urteils ist für rechtskräftig zu erklären. Da die Rechtskraft bezüglich 

der Dispositivziffer 22 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 

13. Januar 2020 mittels Beschlusses der hiesigen Kammer im Urteilsdispositiv 

nicht festgehalten wurde (vgl. Urk. 79 S. 2), ist dies im begründeten Entscheid 

nachzuholen und entsprechend zu ergänzen. 

3.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dem-

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entsprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzli-

che Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn 

das Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am En-

de ein insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, 

welche Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (Urteile des Bundes-

gerichtes 6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 5.3. und 6B_99/2012 vom 14. No-

vember 2012 E. 5.3.). 

3.2. Entsprechend den Anträgen des Beschuldigten und der Staatsanwaltschaft 

sowie unter Berücksichtigung des Nichteintretens (vgl. vorstehend, E. II.2.3.) ist 

vorab festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 

13. Januar 2020 (Urk. 61) hinsichtlich der Dispositivziffern 1 Spiegelstriche 1-2 

und 4-7 (Schuldsprüche), 7-8 (Einziehungen), 9-26 (Zivilansprüche), 

27-28 (Kostendispositiv) und 29 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in 

Rechtskraft erwachsen ist, was mittels Beschlusses festzuhalten ist. 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Von der Verteidigung wird eingewandt, dass die Staatsanwaltschaft und die 

Vorinstanz eine unzutreffende rechtliche Würdigung des Verhaltens des Beschul-

digten vorgenommen hätten, indem sie nicht den Grundtatbestand des Betrugs 

sondern Gewerbsmässigkeit angewandt hätten. In 37 der angeklagten 38 Fälle 

handle es sich um geringfügige Deliktssummen unter Fr. 300.–, wobei mangels 

gültigem Strafantrag letztlich lediglich elf Betrugsfälle mit einer Deliktssumme von 

insgesamt Fr. 1'900.– für die rechtliche Würdigung massgebend seien (s. zum 

fehlenden Erfordernisses des Strafantrags vorstehend unter E. II.3. bzw. nachste-

hend unter E. 3.3.). Der Beschuldigte habe sich gemäss Verteidigung durch seine 

Tathandlungen nicht auf regelmässige Einnahmen verlassen dürfen: Zum einen 

habe es keine Gewissheit gegeben, dass stets Käufer gefunden werden würden. 

Zum andern habe er ja jederzeit damit rechnen müssen, dass er auffliege, habe 

er doch den Geschädigten stets seinen Namen und sein Bankkonto mitgeteilt 

(Urk. 47 S. 15; Urk. 77 S. 3 ff.; Prot. II S. 26 f.). Ferner seien gemäss der Verteidi-

gung die Lebenskosten des Beschuldigten während der Delinquenz nicht gestie-

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gen, weshalb nicht angenommen werden könne, dass ein Ausstieg aus der delik-

tischen Tätigkeit als erschwert anzusehen gewesen sei (Urk. 47 S. 15; Urk. 77 

S. 4 f.; Prot. II S. 26 f.). Schliesslich stehe der Annahme der Gewerbsmässigkeit 

laut Verteidigung insbesondere das Mass an investierter Zeit und Mittel im Weg, 

weil die Investitionen des Beschuldigten sehr gering gewesen seien und einzig ein 

Inserat im Internet erforderlich gewesen sei. Eine deliktische Tätigkeit nach der 

Art eines Berufs würde aufwändigere Machenschaften erwarten lassen (Urk. 47 

S. 15 f.; Urk. 77 S. 3 ff.; Prot. II S. 26). Der Beschuldigte sei deshalb nicht des 

gewerbsmässigen Betrugs, sondern des mehrfachen Betrugs im Sinne von 

Art. 146 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB zu ver-

urteilen (Urk. 47 S. 5 ff.; Urk. 63; Urk. 77 S. 1). 

2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt im Begriff des berufs-

mässigen Handelns der Ansatzpunkt für die Umschreibung der Gewerbsmässig-

keit. Der Täter handelt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die 

er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte inner-

halb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Ein-

künften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt. 

Wesentlich für die Annahme der Gewerbsmässigkeit ist, dass sich der Täter, wie 

aus den gesamten Umständen geschlossen werden muss, darauf eingerichtet 

hat, durch deliktische Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Bei-

trag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen (Urteile 

6B_333/2018 vom 23. April 2019 E. 2.3.1; 6B_290/2016 vom 15. August 2016 

E. 1.2; 6B_550/2016 vom 10. August 2016 E. 2.3). Eine quasi "nebenberufliche" 

deliktische Tätigkeit kann genügen (Urteil BGer 6B_793/2019 vom 12. September 

2019 E. 1.2). Auf die Bereitschaft zu deliktischer Tätigkeit in der Zukunft darf in-

dessen nicht allein aus dem Umstand geschlossen werden, dass der Täter die un-

ter den fraglichen Tatbestand fallende Tat schon wiederholt bzw. mehrfach verübt 

hat; denn in diesem Fall wäre die Unterscheidung zwischen gewerbsmässigem 

Handeln einerseits und fortgesetztem oder wiederholtem Handeln anderseits fak-

tisch aufgehoben. Hingegen sind aber die Anzahl bzw. die Häufigkeit der während 

eines bestimmten Zeitraums bereits verübten Taten, teilweise auch die Dauer der 

deliktischen Tätigkeit, relevante Umstände im Rahmen der Beurteilung der Frage, 

- 13 - 

ob sich der Täter darauf eingerichtet hat, durch Einkünfte aus deliktischer Tätig-

keit einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensge-

staltung zu erzielen. Zu den insoweit relevanten Umständen können auch die 

Entwicklung eines bestimmten Systems bzw. einer bestimmten Methode, der Auf-

bau einer Organisation, die Vornahme von Investitionen usw. gehören. Bei diesen 

Umständen handelt es sich indessen nicht um notwendige Voraussetzungen für 

die Annahme von Gewerbsmässigkeit, sondern lediglich um Kriterien, die als Ent-

scheidungshilfen dienen können im Rahmen der Beantwortung der wesentlichen 

Frage, ob der Täter sich auf eine deliktische Tätigkeit eingerichtet hat (BGE 116 

IV 319 E. 4.c). Eine Deliktssumme von monatlich knapp Fr. 1'000.– wurde vom 

Bundesgericht als für die Annahme der Gewerbsmässigkeit genügend erachtet 

(BGE 119 IV 129 E. 3.). Gewerbsmässigkeit kann nach den von der Rechtspre-

chung entwickelten Kriterien auch dann gegeben sein, wenn der Vorsatz des Tä-

ters bei Serien- bzw. Mehrfachtaten jeweils nur auf einen geringen Deliktsbetrag 

gerichtet war (BSK STGB II-WEISSENBERGER, Art. 172ter StGB N 13 u. 45). Der 

subjektive Tatbestand erfordert neben der Absicht rechtswidriger Eigen- oder 

Fremdbereicherung Vorsatz in Bezug auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale, 

wobei Eventualvorsatz genügt (Urteil 6B_333/2018 vom 23. April 2019 E. 2.3.1.).  

3.1. Vorliegend hat der Beschuldigte in einem Zeitraum von 131 Tagen 38 Inse-

rate auf diversen Internetplattformen geschaltet, woraus anerkanntermassen ein 

Deliktserlös von Fr. 5'524.59 resultierte. Durch seine Delinquenz generierte der 

Beschuldigte demnach ein Zusatzeinkommen von rund Fr. 1'300.– pro Monat, 

welche Deliktssumme über dem von Seiten des Bundesgerichts für die Annahme 

der Gewerbsmässigkeit herangezogenen Erlös liegt. 

3.2. Entgegen dem seitens der Verteidigung vorgebrachten Einwand konnte sich 

der Beschuldigte aufgrund seiner Tathandlungen innert kürzester Zeit auf regel-

mässige Einnahmen verlassen. Letztlich geht dies auch aus den Aussagen des 

Beschuldigten hervor. So gab er im Vorverfahren nicht nur zu Protokoll, mit den 

Erlösen die momentanen finanziellen Verpflichtungen bezahlen (Urk. D1/3/5 

S. 13) bzw. seine Grundbedürfnisse decken gewollt zu haben (Urk. D1/3/4 S. 16), 

sondern gestand auch zu, dass er aus finanziellen Gründen weiter gemacht habe 

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("dann war das Geld weg und ich machte es wieder"; Urk. D1/3/4 S. 17). Vor Vor-

instanz bestätigte der Beschuldigte auf die Frage, weshalb er wiederholt delin-

quiert habe, dass er immer wieder Probleme mit dem Geld gehabt habe und kein 

Essen mehr habe kaufen können (Prot. I S. 27 f.), womit die Finanzierung regel-

mässig anfallender Lebenshaltungskosten als Motiv angeführt wird. Insbesondere 

angesichts der sehr hohen Anzahl und Kadenz der Betrugsfälle über eine nicht 

unbeträchtliche Zeitspanne von mehr als vier Monaten erweist sich die seitens 

des Beschuldigten ebenfalls geäusserte Absicht, dass er sich jedes Mal gesagt 

habe, dass es das letzte Mal gewesen sei (Urk. D1/3/4 S. 17), als nicht ernstzu-

nehmendes blosses Lippenbekenntnis. Dass dem Beschuldigten klar war, dass er 

zumindest im Sinne einer Überbrückung berufsmässig handelte, gesteht er letzt-

lich auch selbst ein, indem er ausführte, er habe dies nur so lange machen wol-

len, bis er einen normalen Job habe (Urk. D1/3/4 S. 17). Deshalb ist offensichtlich, 

dass sich der Beschuldigte darauf eingerichtet hat, durch seine Einkünfte aus sei-

ner deliktischen Delinquenz – zumindest überbrückungsmässig – einen namhaf-

ten Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung zu erzielen. 

Der Umstand, dass der Beschuldigte innert kurzer Zeit relativ einfach an das Geld 

kam, vermag – entgegen der Ansicht der Verteidigung, welche aufwändigere Ma-

chenschaften für die Annahme gewerbsmässigen Handelns voraussetzt – ferner 

nichts an der berufsähnlichen Betreibung dieses Geschäfts durch den Beschuldig-

ten zu ändern. Wie die regelmässigen Deliktserlöse belegen, hatte sein Vorgehen 

durchaus Methode, auch wenn er sich keines komplexen Systems bediente.  

3.3. Der Beschuldigte handelte somit gewerbsmässig im Sinne von Art. 146 

Abs. 2 StGB und machte sich mangels Rechtfertigungs- und Schuldausschluss-

gründen entsprechend schuldig. Angesichts der erörterten Umstände und da ins-

besondere der sehr hohen Anzahl und Kadenz der Betrugsfälle innert einer Zeit-

spanne von etwas mehr als vier Monaten ist von einer tatbestandlichen und natür-

lichen Handlungseinheit auszugehen, womit vorliegend eine Privilegierung des 

Vorgehens des Beschuldigten nach Art. 172ter StGB nicht in Frage kommt und 

das Strafantragserfordernis hinsichtlich der einzelnen Betrugsfälle entfällt (s. dazu 

vorstehend unter E. II.1.1. ff.). 

- 15 - 

IV. Strafzumessung 

A. Anwendbares Sanktionsrecht 

1. Seit dem 1. Januar 2018 ist das revidierte Sanktionenrecht in Kraft (AS 2016 

1249; BBI 2012 4721). Der Beschuldigte beging die in Frage stehenden Delikte 

indes teilweise vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts. Gemäss Art. 2 Abs. 1 

StGB wird derjenige nach dem neuen Recht beurteilt, wer nach dessen Inkrafttre-

ten ein Verbrechen oder Vergehen begeht. Wurde das Verbrechen oder Verge-

hen bereits vor Inkrafttreten des neuen Rechts begangen, so ist dieses nur an-

wendbar, wenn es für den Beschuldigten das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). 

Während nach altem Recht die Ausfällung einer Geldstrafe von einem bis zu 360 

Tagessätzen möglich ist, ist nach neuem Recht nur noch eine Geldstrafe von drei 

bis 180 Tagessätzen zulässig (alt bzw. neu Art. 34 Abs. 1 StGB). Nach altem 

Recht ist überdies eine Freiheitsstrafe unter 6 Monaten nur ausnahmsweise zu-

lässig, wenn der bedingte Strafvollzug ausser Betracht fällt und eine Geldstrafe al-

ler Voraussicht nach nicht vollzogen werden könnte (Art. 41 Abs. 1 aStGB; BGE 

134 IV 60 E. 3.1). Mit der Revision beabsichtigte der Gesetzgeber eine Verschär-

fung des Sanktionenrechts, indem der Vorrang der Geldstrafe gegenüber der 

Freiheitsstrafe rückgängig gemacht und die Möglichkeit von kurzen Freiheitsstra-

fen wieder eingeführt wurde (BBI 2012 4721 ff.). 

1.2. Wie nachstehend zu zeigen sein wird, ist der Beschuldigte vorliegend mit ei-

ner bedingten Freiheitsstrafe zu bestrafen, deren Vollzug im Sinne von Art. 42 

StGB aufzuschieben ist. Vor diesem Hintergrund ist der Beschuldigte nach neuem 

Recht nicht milder zu beurteilen, weshalb Art. 2 Abs. 2 StGB in Bezug auf die Ge-

samtstrafenbildung nicht einschlägig ist. Für die vor dem 1. Januar 2018 began-

genen Delikte ist jedenfalls das alte Recht und für die danach erfolgten Delikte 

das neue Sanktionsrecht anzuwenden, weil es bei Delikten verschiedener Art 

möglich ist, auf einen Sachverhalt altes und auf einen anderen das neue Recht 

anzuwenden und in einem zweiten Schritt eine Gesamtstrafe zu bilden. Insofern 

dasselbe Delikt sowohl vor wie auch am und nach dem 1. Januar 2018 begangen 

wurde, ist gemäss dem Grundsatz der Alternativität indes eine Wahl zu treffen 

(s. zum Ganzen: BGE 134 IV 82 E. 6.2.3. m.w.H.; BGE 102 IV 196).  

- 16 - 

B. Strafrahmen 

1. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des or-

dentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwendenden Strafbestimmung fest-

zusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit gefasst 

worden, um sämtlichen konkreten Umständen Rechnung zu tragen. Der ordentli-

che Rahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen 

und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. 

zu milde erscheint. Der vom Gesetzgeber vorgegebene ordentliche Rahmen er-

möglicht in aller Regel, für eine einzelne Tat die angemessene Strafe festzulegen. 

Er versetzt den Richter namentlich in die Lage, die denkbaren Abstufungen des 

Verschuldens zu berücksichtigen (BGE 136 IV 55 E. 5.8.). 

2. Vorliegend hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, dass eine Erweiterung 

des Strafrahmens nicht in Betracht fällt (Urk. 61 E. V.A.2.).  

3. Der vorliegend für den gewerbsmässigen Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 

StGB als schwerste Straftat massgebende Strafrahmen bemisst sich – wie sei-

tens der Vorinstanz zutreffend festgestellt (Urk. 61 E. V.A.2.) – auf Geldstrafe 

nicht unter 90 Tagessätzen bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. 

C. Theoretische Grundlagen der Strafzumessung und Wahl der Sanktionsart 

1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 

schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass 

der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das ge-

setzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

2.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Bildung einer Gesamt-

strafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur mög-

lich, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleich-

artige Strafen ausfällt (sog. "konkrete Methode"). Dass die anzuwendenden Straf-

bestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht. Geldstrafe 

und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 

- 17 - 

StGB (Urteil 6B_1031/2019 vom 1. September 2020 E. 2.4.2.; BGE 144 IV 313 

E. 1.1.1; BGE 142 IV 265 E. 2.3.2; 138 IV 120 E. 5.2 S. 122; 137 IV 57 E. 4.3.1 

S. 58). Art. 49 Abs. 1 StGB legt unter der Marginale "Konkurrenzen" die Rechts-

folgen fest, die einen Täter treffen, der denselben Straftatbestand mehrfach oder 

mehrere verschiedene Straftatbestände verletzt hat. Die Vorschrift regelt das me-

thodische Vorgehen der Strafzumessung im Konkurrenzfall nur rudimentär; ihr 

selbst lässt sich nicht entnehmen, wann die Voraussetzungen gleichartiger Stra-

fen erfüllt sind, was die schwerste Straftat ist und wie diese zu ermitteln und erhö-

hen ist. Nach Rechtsprechung und Lehre ist die Gesamtstrafe in mehreren Schrit-

ten unter Berücksichtigung der Strafrahmen der in die Strafzumessung einflies-

senden einzelnen Tatbestände zu ermitteln. Vorab ist der Strafrahmen der 

schwersten Straftat zu bestimmen, die die Einsatzstrafe bildet. Der Täter soll auf-

grund mehrfacher Tatbegehung nicht von einer Strafrahmenreduzierung profitie-

ren, weshalb der Strafrahmen für die schwerste Straftat anhand der abstrakten 

Strafandrohung und nicht der konkret höchsten (verwirkten) Strafe zu bestimmen 

ist; die Einsatzstrafe für die schwerste Tat kann demnach durchaus niedriger sein 

als andere im Rahmen der Gesamtstrafenbildung zu berücksichtigende (verwirk-

te) Einzelstrafen. Die Einsatzstrafe ist innerhalb ihres ordentlichen Strafrahmens 

festzusetzen und anschliessend unter Einbezug gleichartiger Strafen der anderen 

Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen (BGer 

6B_483/2015 vom 30. April 2018 E. 3.5.1. m.w.H.). Hierbei ist zu beachten, dass 

die einzelnen Straftaten wie bei separater Beurteilung nur innerhalb ihres eigenen 

Strafrahmens straferhöhend berücksichtigt werden können (vgl. BGE 143 IV 145 

E. 8.2.3.; 142 IV 265 E. 2.4.3; 136 IV 55 E. 5.8), da der Täter im Rahmen der Ge-

samtstrafenbildung für das einzelne Delikt nicht schwerer bestraft werden soll, als 

wenn die Taten einzeln beurteilt worden wären. Dass die Gesamtstrafenbildung 

auf gleichartige Strafen beschränkt ist und somit den unterschiedlichen Strafarten 

Rechnung trägt, ist Ausdruck der gesetzgeberischen Prämisse, die Grundrechte 

des Täters nur so weit einzuschränken, als dies für die Erreichung des Straf-

zwecks erforderlich ist (vgl. BBl 1999 1984 Ziff. 1.2). 

2.2. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er 

wegen einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in 

- 18 - 

der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren 

Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Die Be-

stimmung will im Wesentlichen das in Art. 49 Abs. 1 StGB verankerte Asperati-

onsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleisten. Der Täter, der meh-

rere gleichartige Strafen verwirkt hat, soll nach einem einheitlichen Prinzip der 

Strafschärfung beurteilt werden, unabhängig davon, ob die Verfahren getrennt 

durchgeführt werden oder nicht (Urteil 6B_1031/2019 vom 1. September 2020 

E. 2.4.3; BGE 142 IV 265 E. 2.3.1 S. 267; 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67; 138 IV 113 

E. 3.4.1, jeweils mit Hinweisen). Das Asperationsprinzip greift aber (auch) bei der 

retrospektiven Konkurrenz nur, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen 

werden. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das Gericht kann 

eine Gesamtfreiheitsstrafe nur ausfällen, wenn es im konkreten Fall für jede ein-

zelne Tat die gleiche Strafart wählt (BGE 142 IV 265 E. 2.3.2 S. 267 f. mit Hinwei-

sen).  

2.3. Gemäss Art. 50 StGB hat das Gericht, sofern es sein Urteil zu begründen 

hat, die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewich-

tung festzuhalten. Es hat seine Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, 

sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 144 IV 313 E. 1.2 S. 319; 

142 IV 365 E. 2.4.3 S. 270 f.; 136 IV 55 E. 5.5 S. 59 ff.; je mit Hinweisen).  

2.4. Vorliegend ist von einem Fall retrospektiver Konkurrenz auszugehen, was 

seitens der Vorinstanz nicht festgehalten wurde. Eine Zusatzstrafe ist indes nicht 

auszusprechen, da keine gleichartigen Strafen vorliegen. Deshalb greift das As-

perationsprinzip diesbezüglich nicht und die heute auszusprechende Strafe ist 

kumulativ zu derjenigen mit Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 15. Mai 

2018 ausgefällten auszusprechen. 

2.5. Eine Gesamtstrafe ist demgegenüber bezüglich aller heute zu beurteilenden 

Delikte zu bilden. 

3.1. Vorliegend erweist es sich als angemessen, hinsichtlich der Wahl der Sank-

tionsart die Vorstrafen des Beschuldigten zu berücksichtigen (vgl. Urk. 72): Am 

5. Januar 2016 wurde der Beschuldigte von der Staatsanwaltschaft Graubünden 

- 19 - 

wegen mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln, grober Verletzung der Ver-

kehrsregeln, Fahrens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges und Übertretung 

der Verkehrsregelverordnung zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– 

sowie einer Busse von Fr. 1'100.– verurteilt. Der Strafvollzug wurde unter Anset-

zung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt gewährt. Am 1. Juni 2017 kam in-

folge Fahrens in fahrunfähigem Zustand von der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland eine weitere Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 40.– sowie 

eine Busse von Fr. 500.– hinzu, wobei die Geldstrafe bedingt unter Ansetzung ei-

ner Probezeit von drei Jahren gewährt wurde. Mit Urteil vom 15. Mai 2018 wurde 

der Beschuldigte wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verwei-

gerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises, Fahrens ohne Haftpflichtversi-

cherung und Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder zu einer un-

bedingt zu vollziehenden Strafe von 720 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie ei-

ner Busse von Fr. 500.– verurteilt. Der jeweils bedingt ausgesprochene Vollzug 

der beiden Geldstrafen wurde ferner widerrufen. Am 12. August 2020 kam eine 

weitere Vorstrafe der Bundesanwaltschaft wegen Hinderung einer Amtshandlung 

und Beschimpfung hinzu. Hierfür hatte der Beschuldigte eine bedingt ausgespro-

chene Geldstrafe von 20 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 20.–, bei einer Probezeit 

von zwei Jahren, und eine Busse von Fr. 100.– zu vergegenwärtigen. Zwar mo-

nierte die Verteidigung, mangels entsprechenden Nachweisses stelle sich die 

Frage, ob dieser Strafbefehl dem Beschuldigten rechtsgültig habe zugestellt wer-

den können (Prot. II S. 29 f.), anlässlich der persönlichen Befragung anerkannte 

der Beschuldigte auf Vorhalt dieses Strafbefehls allerdings den Sachverhalt 

(Prot. II S. 15 f.), weshalb von einer Kenntnisnahme durch den Beschuldigten 

auszugehen ist. 

3.2. Die zwei vor den heute zu beurteilenden Delikten bereits bestehenden, teil-

weise einschlägigen Vorstrafen innert lediglich weniger als eineinhalb Jahren so-

wie der Umstand, dass der Beschuldigte – mit Ausnahme derjenigen der letzten 

Vorstrafe – während den Probezeiten jeweils weiter delinquierte stellen bereits für 

sich betrachtet nicht unerhebliche Indizien dafür dar, dass er sich durch gegen ihn 

erhobene Strafuntersuchungen, Gerichtsverfahren und Verurteilungen nicht von 

weiterer Delinquenz abhalten lässt. Vor diesem Hintergrund und der damit an den 

- 20 - 

Tag gelegten Unbelehrbarkeit des Beschuldigten erscheint es ausgeschlossen, 

dass er sich vorliegend durch die Verurteilung mit einer Geldstrafe genügend be-

eindrucken lässt, um ihn vor weiterer Delinquenz abzuhalten. Lediglich ergänzend 

ist darauf hinzuweisen, dass dem Beschuldigten seitens des Gutachters im Rah-

men allgemeiner Delinquenz eine hohe Rückfallgefahr beschieden wird 

(Urk. D1/8/15 S. 85). Die seitens der Verteidigung angestellten Mutmassungen 

über die seitens des Bezirksgerichtes Dielsdorf u.a. auch im Wissen um die vor-

liegend zu beurteilenden Delikte gewählte Sanktionsart (Urk. 47 S. 28 ff.) vermö-

gen an dieser Feststellung nichts zu ändern. Ferner kommt auch dem Umstand, 

dass die Geldstrafen (vorerst) bedingt ausgesprochen wurden, unter den vorlie-

genden Gegebenheiten keine entscheidende Bedeutung zu Gunsten des Be-

schuldigten zu. Deshalb erscheint es ohne Weiteres gerechtfertigt, vorliegend auf 

die schärfere Sanktion einer Freiheitsstrafe zu erkennen.  

4. Im Übrigen wurden seitens der Vorinstanz die zu den Kriterien der Strafzu-

messung nötigen theoretischen Ausführungen gemacht. Darauf und auf die aktu-

elle Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Thema (Urteile BGer 6B_619/2019 

vom 11. März 2020 E. 3.3.; BGE 136 IV 55, E. 5.4 ff.; 135 IV 130, E. 5.3.1; 132 IV 

102, E. 8.1; je mit Hinweisen) kann vorab verwiesen werden. Zutreffend wurde 

auch festgehalten, dass zwischen der Tat- und Täterkomponente sowie der objek-

tiven und subjektiven Tatschwere zu unterscheiden ist (s. Urk. 61 E. B.1.-4.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Täterkomponente kann für alle Delikte gesamthaft ge-

würdigt werden (Urteil 6B_865/2009 vom 25. März 2010 E. 1.6.1.). 

D. Konkrete Strafzumessung 

1. Gewerbsmässiger Betrug 

1.1. In objektiver Hinsicht wirkt sich die hohe Zahl der vom Beschuldigten be-

gangenen 38 Betrugsfälle und damit auch die dadurch involvierte Menge an ge-

schädigten Personen massiv verschuldensschärfend aus. Erheblich verschul-

densmindernd wirkt sich demgegenüber der Umstand aus, dass die Deliktssum-

me angesichts der zahlreichen Fälle tief ist und damit der für die Annahme der 

Gewerbsmässigkeit massgebende Schwellenwert lediglich geringfügig überschrit-

- 21 - 

ten wurde. Ferner ist merklich zu Gunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen, 

dass er – einhergehend mit der zutreffenden Auffassung der Verteidigung 

(Urk. 47 S. 27; Urk. 77 S. 6) – bei der Tatbegehung keine besondere Raffinesse 

an den Tag legte und sich durch die Offenlegung seines Namens und seiner Kon-

toverbindungen selbst exponierte. Insgesamt erweist sich sein Verschulden in ob-

jektiver Hinsicht als leicht. Eine Einsatzstrafe von 6 Monaten Freiheitsstrafe er-

weist sich vorliegend den massgebenden Umständen als angemessen. 

1.2. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich und aus 

finanziellen und somit egoistischen Motiven. Eine Einschränkung der Schuldfä-

higkeit liegt gemäss dem schlüssigen und überzeugenden Gutachten von 

Dr. med. P._____ vom 17. Mai 2019 (Urk. D1/8/15) nicht vor. Vielmehr sei beim 

Beschuldigten hinsichtlich der gewerbsmässigen Betrugsfälle von einer intakten 

Einsichts- und Steuerungsfähigkeit und auch nicht von Beschaffungskriminalität 

auszugehen (S. 72 des Gutachtens), weshalb dem Beschuldigten keine Vermin-

derung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit beschieden wird (S. 73 u. 85 des 

Gutachtens). Einhergehend mit der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz 

(Urk. 61 E. IV.A.5.4. bzw. V.C.1.2.) ist deshalb von einer uneingeschränkten 

Schuldfähigkeit des Beschuldigten auszugehen. Nach dem Gesagten vermag die 

subjektive Tatschwere die objektive nicht zu relativieren, weshalb es hinsichtlich 

des gewerbsmässigen Betrugs bei einer Einsatzstrafe von 6 Monaten Freiheits-

strafe bleibt. 

2. Sexuelle Handlungen mit Kindern 

2.1. Bezüglich der sexuellen Handlungen mit Kindern fällt in objektiver Hinsicht 

deutlich verschuldenserschwerend ins Gewicht, dass der Beschuldigte mehrfach 

und mehrheitlich durchschnittlich mindestens drei Mal pro Woche über mehrere 

Monate hinweg in hoher Kadenz delinquierte. Ebenso erweisen sich die von ihm 

angewandten Sexualpraktiken des Oral- und Vaginalverkehrs mit der Geschädig-

ten als massive Eingriffe in ihre sexuelle Integrität, was sich ebenfalls deutlich 

verschuldensschärfend auswirkt. Erheblich strafmindernd ist – einhergehend mit 

der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.D.1.2.) – zu berücksich-

tigen, dass es sich bei der Geschädigten um eine von der körperlichen Entwick-

- 22 - 

lung her eindeutig postpubertäre 14-Jährige (entsprechend die Einschätzung des 

Gutachters Dr. med. P._____: Urk. D1/8/15 S. 51) handelte. Merklich verschul-

densmindernd ist zu Gunsten des Beschuldigten in Betracht zu ziehen, dass es 

sich vorliegend um eine Liebesbeziehung zwischen dem Beschuldigten und der 

Geschädigten handelt und dass die sexuellen Handlungen in komplettem gegen-

seitigem Einvernehmen erfolgten. Zutreffend verwies die Vorinstanz ferner darauf, 

dass bei der Geschädigten in Bezug auf die sexuelle Selbstbestimmung von einer 

bereits urteilsfähigen Jugendlichen ausgegangen werden dürfe (Urk. 61 

E. V.D.1.1.2.). Auch wenn der Beschuldigte den strafbefreiten und damit tolerier-

ten Altersunterschied zwischen Täter und Opfer deutlich überschreitet, wirkt sich 

der Altersunterscheid von rund sechs Jahren unter den bereits erörterten Gege-

benheiten vorliegend nicht zu Ungunsten aber auch nicht zu Gunsten des Be-

schuldigten aus. Erheblich verschuldensmindernd fällt wiederum ins Gewicht, 

dass der Beschuldigte das 20. Altersjahr – und damit die zum fakultativen Ver-

zicht auf Strafverfolgung führende Altersgrenze – bei Tatbegehung lediglich um 

ein paar Monate überschritten hatte. Entgegen der Auffassung der Verteidigung 

(Urk. 47 S. 20) kann indes aufgrund des unterschiedlichen Entwicklungsstandes 

und sexuellen Erfahrungsschatzes des Beschuldigten (vgl. Urk. D1/8/15 S. 27) 

und der Geschädigten – zumindest zu Beginn – nicht von einer Beziehung auf 

Augenhöhe gesprochen werden, selbst wenn der Gutachter Dr. med. P._____ 

von einem erheblichen Entwicklungsrückstand des Beschuldigten ausgeht 

(Urk. D1/8/15 S. 51). Angesichts der erörterten Umstände erweist sich das objek-

tive Tatverschulden des Beschuldigten als leicht. Hierfür würde sich – bei isolier-

ter Betrachtung – eine Einsatzstrafe von 4 Monaten Freiheitsstrafe als angemes-

sen erweisen. 

2.2. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich in Kennt-

nis der Strafbarkeit seines Handelns. Einhergehend mit der zutreffenden Auffas-

sung der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.D.1.2.) geschahen die sexuellen Handlungen 

nicht aus rein egoistischen Motiven, sondern ausnahmslos im Rahmen gegensei-

tiger Zuneigung, was sich in Bezug auf das objektive Tatverschulden leicht straf-

mindernd auszuwirken vermag. Eine Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit des 

Beschuldigten ist nicht auszumachen (vgl. Urk. D/8/15 S. 70 u. 85). Aufgrund die-

- 23 - 

ser Erwägungen rechtfertigt sich nach Beurteilung der subjektiven Tatschwere ei-

ne Reduktion der Einsatzstrafe auf 3 Monate Freiheitsstrafe. 

3. Pornographie 

3.1. Hinsichtlich des Straftatbestands der Pornographie fällt in objektiver Hinsicht 

deutlich verschuldensmindernd ins Gewicht, dass es sich dabei um selbstge-

schossene Bilder und Videos seiner 14-jährigen Freundin handelte, mit welcher 

der Beschuldigte sich in einer Liebesbeziehung befand, und mit deren Wissen 

und Einverständnis die Aufnahmen entstanden. Erheblich verschuldensmindernd 

wirkt sich ferner der Umstand aus, dass die Aufnahmen lediglich für den Eigenge-

brauch des Paares bestimmt waren, auch wenn die Daten zwischenzeitlich mittels 

Synchronisation auf ein neues Mobiltelefon geladen wurden, wodurch eine mehr-

fache Tatbegehung resultiert. Deutlich verschuldensmindernd ist – einhergehend 

mit der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.E.1.1.) – schliesslich 

die in Vergleich zu anderen Fällen niedrige Anzahl an sichergestellten Aufnahmen 

zu veranschlagen. Die objektive Tatschwere erweist sich als sehr leicht. Eine Ein-

satzstrafe von 1 ½ Monaten Freiheitsstrafe erweist sich hierfür als angemessen. 

3.2. Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Zu Gunsten des Beschul-

digten ist hier ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Aufnahmen letztlich im Rah-

men einer Liebesbeziehung und somit gegenseitiger Zuneigung entstanden, was 

die objektive Tatschwere nochmals geringfügig zu relativieren vermag. Eine wei-

tere Relativierung in Form einer verminderten Schuldfähigkeit ist vorliegend ge-

stützt auf das schlüssige Gutachten von Dr. med. P._____ nicht anzunehmen 

(Urk. D/8/15 S. 70 u. 85). Aufgrund dieser Erwägungen rechtfertigt sich nach Be-

urteilung der subjektiven Tatschwere eine Reduktion der Einsatzstrafe auf einen 

Monat Freiheitsstrafe. 

4. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

4.1. Hinsichtlich des Straftatbestands der Widerhandlungen gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz fällt in objektiver Hinsicht deutlich verschuldenserhöhend ins 

Gewicht, dass der Beschuldigte der Geschädigten auch Kokain und damit eine 

- 24 - 

"harte Droge" mit erhöht gesundheitsgefährdender und abhängigkeitserzeugender 

Wirkung verschaffte, auch wenn diese Tatbegehung im Gegensatz zur Verschaf-

fung von Marihuana lediglich einmal erfolgte. Merklich verschuldenserschwerend 

wirkt sich ferner der Umstand aus, dass der Beschuldigte der Geschädigten über 

mehrere Monate hinweg in relativ häufiger Kadenz Marihuana verschaffte. Eben-

so ist spürbar verschuldenserhöhend zu veranschlagen, dass die Geschädigte im 

Tatzeitpunkt erst 14-jährig war und sich damit weit unter der vom Tatbestand vor-

gesehenen strafbaren Grenze von 18 Jahren befand. Das objektive Verschulden 

erweist sich vor dem Hintergrund des weiten Strafrahmens insgesamt aber als 

noch leicht. Eine Einsatzstrafe von 3 Monaten Freiheitsstrafe erweist sich als an-

gemessen. 

4.2. Subjektiv handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich, was sich – entgegen 

der Auffassung der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.F.1.2.) – indes nicht verschuldenser-

höhend auszuwirken vermag. Wiederum einhergehend mit der zutreffenden Auf-

fassung der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.F.1.2.) wirkt sich demgegenüber der Um-

stand, dass der Beschuldigte die Betäubungsmittel der Geschädigten nicht aufge-

drängt hat, sondern von ihr aus Neugier (mehrmals) darum gebeten worden sei 

(vgl. Urk. 45), kaum entlastend aus, weil sich gerade daran eine wissentliche und 

willentliche erhebliche Missachtung seiner Schutzfunktion als erwachsene Person 

gegenüber der minderjährigen Liebespartnerin manifestiert, zumal – entgegen der 

Auffassung der Verteidigung (Urk. 47 S. 20) – nicht von einer Beziehung auf Au-

genhöhe auszugehen ist (s. dazu bereits vorstehend unter E. 2.1.). Gestützt auf 

das schlüssige Gutachten von Dr. med. P._____ ist zu Gunsten des Beschuldig-

ten aufgrund der tatzeitaktuellen Wesensveränderung von einer leichten Vermin-

derung seiner Steuerungsfähigkeit auszugehen (Urk. D1/8/15 S. 70), was zu einer 

leichten Relativierung des objektiven Tatverschuldens führt. Dieser Umstand führt 

zu einer Reduktion der Einsatzstrafe auf 2 ½ Monate Freiheitsstrafe. 

5. Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz 

5.1. Hinsichtlich des Straftatbestands des Fahrens ohne Berechtigung fällt in ob-

jektiver Hinsicht merklich verschuldensmindernd ins Gewicht, dass der Beschul-

digte relativ kurz im Strassenverkehr unterwegs war, auch wenn er eine mittellan-

- 25 - 

ge Strecke – von Zürich zum Grossraum Solothurn und zurück – befuhr bzw. 

noch zu befahren beabsichtigte. Sein Verschulden erweist sich vor dem Hinter-

grund des weiten Strafrahmens als leicht, wofür eine Einsatzstrafe von 3 Monaten 

Freiheitsstrafe angemessen erscheint. 

5.2. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich und 

aus rein egoistischen Motiven. Einhergehend mit der zutreffenden Auffassung der 

Vorinstanz (Urk. 61 E. V.G.1.2.) lässt sich aus der Erklärung des Beschuldigten, 

er sei damals zur Arbeit in den Grossraum Solothurn gefahren (Urk. D1/3/5 

S. 12), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Gestützt auf das schlüssige Gutachten 

von Dr. med. P._____ finden sich hinsichtlich dem in Frage stehenden Zeitpunkt 

keine Hinweise für eine Verminderung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit und 

damit einer Verminderung der Schuldfähigkeit des Beschuldigten (Urk. D1/8/15 S. 

71 f. u. 85). Es bleibt deshalb nach Würdigung der subjektiven Tatschwere bei ei-

ner Einsatzstrafe von 3 Monaten Freiheitsstrafe. 

6. Sachbeschädigung 

6.1. Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten bezüglich Sachbeschädi-

gung erweist sich gesamthaft als leicht, zumal der Deliktsbetrag mit Fr. 600.– tief 

ist, auch wenn keine Geringfügigkeit vorliegt. Eine Einsatzstrafe von einem Monat 

Freiheitsstrafe erweist sich diesbezüglich als angemessen. 

6.2. Detaillierte Angaben seitens des Beschuldigten zu seinen Motiven sind kei-

ne auszumachen, zumal er angab, nicht mehr zu wissen, weshalb er entspre-

chend gehandelt habe (Urk. D1/3/4 S. 12). Sein Tatvorgehen lässt indes auf di-

rektvorsätzliches Handeln schliessen. In gutachterlicher Hinsicht bestehen Wider-

sprüche, ob ihm eine Verminderung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit zu at-

testieren ist oder nicht (vgl. Urk. D1/8/15 S. 71 u. 85). Zu seinen Gunsten ist – 

einhergehend mit der Auffassung der Verteidigung (Urk. 47 S. 26) – eine Vermin-

derung der Schuldfähigkeit des Beschuldigten anzunehmen. Nach Würdigung der 

subjektiven Tatschwere wäre – bei isolierter Betrachtung – für die Sachbeschädi-

gung auf eine Freiheitsstrafe von einem halben Monat zu erkennen. 

- 26 - 

7. Verkehrsregelverletzung (übersetzte Geschwindigkeit) 

7.1. Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten bezüglich Verkehrsregel-

verletzung erweist sich als leicht, weil er die Höchstgeschwindigkeit auf der Auto-

bahn um lediglich 8 km/h überschritt. Unter Berücksichtigung der persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten (vgl. dazu die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz: Urk. 61 E. V.J.) ist ein sehr leichtes Verschulden anzunehmen, 

wofür sich eine Busse von Fr. 80.– als angemessen erwiese. 

7.2. Zu Gunsten des Beschuldigten ist in subjektiver Hinsicht Eventualvorsatz 

anzunehmen. Eine Einschränkung der Schuldfähigkeit besteht nicht (Urk. D1/8/15 

S. 71 f. u. 85). Das subjektive Tatverschulden vermag das objektive nach dem 

Gesagten etwas zu relativieren, weshalb auf eine Busse in der Höhe von Fr. 60.– 

zu erkennen ist. 

8. Asperation 

Unter den gleichartigen Freiheitsstrafen ist vorliegend im Rahmen der Gesamt-

strafenbildung zu Gunsten des Beschuldigten eine Asperation vorzunehmen. As-

periert mit der bezüglich des gewerbsmässigen Betrugs eingesetzten Einsatzstra-

fe von 6 Monaten Freiheitsstrafe als schwerstem Delikt erweist sich vorliegend 

insbesondere angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte mit Ausnahme 

der beiden Sexualdelikte zahlreiche unterschiedliche Rechtsgüter verletzte, eine 

Erhöhung im Umfang von 7 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. Insgesamt 

hat der Beschuldigte demnach eine Strafe von 13 Monaten Freiheitsstrafe zu ver-

gegenwärtigen. Die Busse bleibt bei Fr. 60.–. 

9. Täterkomponente 

9.1. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann 

zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen zunächst auf die entsprechenden und 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 61 E. V.C.2.) und im Gutachten 

von Dr. med. P._____ (Urk. D1/8/15 S. 18 ff.) verwiesen werden. Anlässlich der 

Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, dass ihm im Okto-

ber/November 2020 mittels Verfügung mitgeteilt worden sei, dass er Anspruch auf 

- 27 - 

eine Ausbildung bei der Q._____ und auf das Taggeld während dieser Zeit habe. 

Vor zwei Wochen habe er nun mit dem Q._____-Integrationsprogramm begon-

nen. Dieses dauere insgesamt 4 Wochen. Dabei werde abgeklärt, ob er ausbil-

dungsfähig und bereit sei, im Sommer mit einer Ausbildung im KV zu beginnen. 

Am 1. Februar 2021 werde von der IV entschieden, ob er in eine berufspraktische 

Vorbereitung gehen könne, also in ein Praktikum, oder ob er bis im Sommer 2021 

nochmals eine Berufsintegrationsmassnahme brauche. Die IV arbeite mit Stiftun-

gen zusammen, bei welchen das KV absolviert werden könne. Wenn es gut laufe, 

schaffe er es, eine Lehrstelle zu finden. Wenn er diese bei einer Stiftung mache, 

habe er trotzdem einen "EFZ-Abschluss". Diese Ausbildung würde 3 Jahre dau-

ern. Er lebe nach wie vor mit seiner Freundin zusammen, und es sei ihm gelun-

gen, vor zwei Jahren von den Drogen wegzukommen. Er konsumiere auch keinen 

Alkohol mehr. Er sei weiterhin in einer Substitutionstherapie und nehme zwei Tab-

letten Diaphin pro Tag, insgesamt 400 mg. Dies wolle er abbauen, aber das Prob-

lem seien seine Schmerzen im Rücken, die er habe, wenn er weniger als zwei 

Tabletten einnehme (Prot. II S. 11 ff.). Der Beschuldigte verfügt – wie bereits er-

wähnt (vorstehend unter E. IV.C.3.1.) – über insgesamt vier Vorstrafen. Die zwei 

vor der heute zu beurteilenden Delinquenz bereits bestehenden, teils einschlägi-

gen Vorstrafen wirken sich nicht unerheblich zu Ungunsten der Beschuldigten 

aus, zumal er auch jeweils während der Probezeit delinquierte, was auf eine be-

trächtliche Unbelehrbarkeit hinweist. Die massgebenden Vorstrafen sind daher 

bei der Würdigung des Vorlebens und den persönlichen Verhältnissen des Be-

schuldigten im Umfang von 3 Monaten straferhöhend zu berücksichtigen. 

9.2. Beim Nachtatverhalten ist dem Verhalten des Täters nach der Tat und im 

Strafverfahren Rechnung zu tragen. Ein Geständnis, das kooperative Verhalten 

eines Täters bei der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und Reue wir-

ken strafmindernd. Dabei können umfangreiche und prozessentscheidende Ge-

ständnisse eine Strafreduktion von bis zu einem Drittel bewirken (BGE 121 IV 202 

E. 2d/cc). Vorliegend ist der Beschuldigte vollumfänglich geständig, wobei ihm 

aufgrund der überwiegend erdrückenden Beweislage (Betrug; sexuelle Handlun-

gen mit Kindern; Pornographie; Fahren ohne Berechtigung) auch keine echte Al-

ternative offen stand. Dem Nachtatverhalten des Beschuldigten ist mit einer Straf-

- 28 - 

reduktion um 3 Monate Freiheitsstrafe Rechnung zu tragen. Auch hinsichtlich der 

auszusprechenden Busse wirkt sich die Täterkomponente insgesamt strafzumes-

sungsneutral aus. 

10. Fazit 

Vorliegend erweist es sich nach Würdigung aller massgebenden Strafzumes-

sungsgründe als angemessen, eine Freiheitsstrafe von 13 Monaten sowie eine 

Busse von Fr. 60.– auszusprechen. Der Anrechnung der Untersuchungshaft von 

9 Tagen steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

V. Vollzug 

A. Theoretische Grundlagen 

Die theoretischen Grundlagen hinsichtlich des (teil-)bedingten Vollzugs einer Stra-

fe wurden seitens der Vorinstanz bereits umfassend und zutreffend dargelegt 

(Urk. 61 E. VI.A..1.-6.). Darauf ist zu verweisen. 

B. Subsumption 

1. In objektiver Hinsicht kommt mit der vorliegend auszusprechenden Frei-

heitsstrafe im Umfang von 13 Monaten sowohl ein bedingter wie auch teilbeding-

ter Vollzug in Betracht. Der Aufschub des Vollzugs stellt auch hinsichtlich des vor-

liegenden Falles den Regelfall gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB dar, zumal der Be-

schuldigte innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat nicht gemäss Art. 42 Abs. 2 

StGB zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde.  

2. Im Zentrum der seitens des Gerichts vorzunehmenden Gesamtwürdigung 

steht das künftige Wohlverhalten des Beschuldigten. 

3. Das bisherige Verhalten des Beschuldigten lässt zwar gewisse Zweifel hin-

sichtlich eines künftigen Wohlverhaltens aufkommen: So hatte er innerhalb weni-

ger als zweieinhalb Jahren drei Verurteilungen zu vergegenwärtigen (s. vorste-

hend unter E. IV.C.3.1.), wobei er während den ihm angesetzten Probezeiten und 

auch noch bis vor kurzem weiter delinquierte. Dies zeigt zwar, dass sich der Be-

- 29 - 

schuldigte in der Vergangenheit nicht durch gegen ihn erhobene Strafuntersu-

chungen, Gerichtsverfahren und Verurteilungen von weiterer Delinquenz abhalten 

liess. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die Vorstrafen nur 

teilweise einschlägig sind, weil der Beschuldigte vorliegend eine Vielzahl an 

Rechtsgütern verletzte. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die vorliegend zu 

beurteilenden Delikte vor dem Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 15. Mai 

2018 erfolgten, mit welchem der Beschuldigte zu 720 Stunden gemeinnütziger 

Arbeit verurteilt und die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland vom 1. Juni 2017 bedingt ausgesprochene Geldstrafe widerru-

fen wurde (vgl. Urk. 72). Mit Ausnahme einer Verurteilung durch die Bundesan-

waltschaft am 12. August 2020 wegen Hinderung einer Amtshandlung und Be-

schimpfung, für welche er mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– sowie Fr. 100.– Busse bestraft wurde (vgl. Urk. 72 S. 2), kam es seit dem 

Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf zu keiner weiteren Delinquenz durch den 

Beschuldigten, was in Übereinstimmung mit der Verteidigung (Urk. 77 S. 13) 

zeigt, dass er sich durch den Widerruf der bedingten Geldstrafe und die 

720 Stunden gemeinnützige Arbeit doch hat beeindrucken und von weiterer – ins-

besondere einschlägiger und schwerwiegender – Delinquenz abhalten lassen. 

4. Gutachterlich wird dem Beschuldigten bei Sexualdelikten ein geringes Rück-

fallrisiko beschieden, da nicht von einer relevanten pädosexuellen Ansprechbar-

keit ausgegangen werden müsse und die Übergriffe eine hochspezifische Täter-

Opfer-Beziehung aufwiesen (vgl. Urk. D1/8/15 S. 77 ff.), was überzeugend er-

scheint. Demgegenüber müsse gemäss dem Gutachter Dr. med. P._____ im 

Rahmen allgemeiner Delinquenz mit einer hohen Rückfallgefahr gerechnet wer-

den, was insbesondere Strassenverkehrs- und Betäubungsmitteldelikte betreffe, 

wobei auch hinsichtlich Eigentumsdelikten die Rückfallgefahr deutlich erhöht sei. 

Diese Prognose beruht insbesondere auf der Annahme, dass der Beschuldigte 

weiterhin über finanzielle Probleme verfügt und eine Beruhigung seiner allgemei-

nen Lebenssituation nach wie vor auf sich warten lässt (Urk. D1/8/15 S. 80). Fer-

ner hält der Gutachter fest, dass die Durchführung einer Massnahme (s. dazu 

nachstehend unter E. VI.B.2.) im Setting einer unbedingten/teilbedingten Frei-

heitsstrafe dringend empfohlen werde, um die erforderliche Wesensveränderung 

- 30 - 

des Beschuldigten bewirken zu können (Urk. D1/8/15 S. 83). Die Rückfallprogno-

se des Gutachters wird durch das vom Beschuldigten gezeigte Verhalten relati-

viert, da es seit den vorliegend zu beurteilenden Delikten, welche nunmehr rund 

drei Jahre zurückliegen, zu keinen weiteren Strassenverkehrs-, Betäubungsmittel- 

oder Eigentumsdelikten gekommen ist, worauf auch die Verteidigung zutreffend 

hingewiesen hat (Urk. 77 S. 16). 

Auch diese – schlüssig erscheinende – Perspektive spricht gegen einen Aufschub 

des Vollzugs der Strafe, sollte sich der Beschuldigte in privater und beruflicher 

Hinsicht zwischenzeitlich nicht deutlich stabilisiert haben, was nachfolgend (E. 5.) 

zu erörtern ist.  

5. Die privaten und beruflichen Verhältnisse des Beschuldigten haben sich 

verbessert und stabilisiert. So ist er nach wie vor in einer stabilen Beziehung und 

lebt mit seiner Freundin zusammen. Es ist ihm auch gelungen, vor zwei Jahren 

vollständig von den Drogen wegzukommen. Seither konsumiert er weder Drogen 

noch Alkohol. Er ist weiterhin in einer Substitutionstherapie und bemüht, die Me-

dikamente abzubauen. Hinsichtlich seiner beruflichen Integration konnte er eben-

falls entsprechende Schritte in die Wege leiten (vgl. Urk. 78/1-5). Dazu führte der 

Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung ergänzend aus, dass er sich 

bei der Q._____ angemeldet habe und ihm im Oktober/November 2020 mitgeteilt 

worden sei, dass er Anspruch auf eine Ausbildung bei der Q._____ und auf das 

Taggeld während dieser Zeit habe. Vor zwei Wochen habe er nun mit dem 

Q._____-Integrationsprogramm begonnen. Dieses dauere insgesamt 4 Wochen. 

Dabei werde abgeklärt, ob er ausbildungsfähig und bereit sei, im Sommer mit ei-

ner Ausbildung im KV zu beginnen. Am 1. Februar 2021 werde von der IV ent-

schieden, ob er in eine berufspraktische Vorbereitung gehen könne, also in ein 

Praktikum, oder ob er bis im Sommer 2021 nochmals eine Berufsintegrations-

massnahme brauche. Die IV arbeite mit Stiftungen zusammen, bei welchen das 

KV absolviert werden könne. Wenn es gut laufe, schaffe er es, eine Lehrstelle zu 

finden. Wenn er diese bei einer Stiftung mache, habe er trotzdem einen "EFZ-

Abschluss". Diese Ausbildung würde 3 Jahre dauern (Prot. II S. 11 ff.). Die Aus-

- 31 - 

führungen des Beschuldigten und die eingereichten Unterlagen (Urk. 78/1-5) zei-

gen, dass er seine berufliche Integration in Angriff genommen hat. 

6. Angesichts der vom Beschuldigten gezeigten beruflichen und privaten Ent-

wicklung und Stabilisierung (vgl. vorstehend, E. V.B.5.) sowie unter Berücksichti-

gung der Umstände, dass er seit den vorliegend zu beurteilenden Delikten mit 

Ausnahme einer Verurteilung durch die Bundesanwaltschaft am 12. August 2020 

strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten ist und sich nichts mehr zu-

schulden kommen lassen hat, kann ihm gerade noch eine günstige Legalprogno-

se gestellt werden, und es ist ihm der bedingte Vollzug der Freiheitsstrafe zu ge-

währen. Verbleibenden Restbedenken bezüglich der Bewährung des Beschuldig-

ten ist mit der Ansetzung einer langen Probezeit von fünf Jahren Rechnung zu 

tragen. 

7. Die Busse ist durch den Beschuldigten zu bezahlen. Bezahlt er sie schuld-

haft nicht, so tritt an deren Stelle einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag (vgl. 

Art. 106 Abs. 2 u. 4 StGB). 

VI. Massnahme / Bewährungshilfe / Weisung 

A. Theoretische Grundlagen 

Die theoretischen Grundlagen hinsichtlich Massnahmen resp. Bewährungshilfe 

und Weisungen wurden seitens der Vorinstanz bereits umfassend und zutreffend 

dargelegt (Urk. 61 E. VI.B.1. u. 3. bzw. VI.A.6.). Darauf ist vorliegend zu verwei-

sen. 

B. Subsumption 

1. Von der Vorinstanz wurden – in Anlehnung an die gutachterlichen Empfeh-

lungen (Urk. D1/8/15 S. 82) – eine Bewährungshilfe und mehrere Weisungen an-

geordnet. Seitens des Beschuldigten wurden die entsprechenden Anordnungen 

akzeptiert (Urk. 63 S. 3; Urk. 77 S. 1 f.). Demgegenüber beantragte die Staatsan-

waltschaft weiterhin die Anordnung einer (vollzugsbegleitenden) ambulanten 

Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB (Urk. 46 S. 11 f.; Urk. 62 

- 32 - 

S. 2). Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte sie die Anordnung einer 

ambulanten Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB während des Vollzugs der 

Freiheitsstrafe (Urk. 75 S. 2). Zur Begründung führte sie aus, dass die Vorinstanz 

die Notwendigkeit einer Massnahme verkannt habe. Gemäss Gutachten von 

Dr. med. P._____ sei für den Beschuldigten eine ambulante Massnahme anzu-

ordnen. Der Beschuldigte habe dies mittlerweile erneut bestätigt, indem er zuletzt 

am 16. Mai 2020 seine Unbelehrbarkeit, Respektlosigkeit und Ignoranz einer je-

den Autorität, Belehrung, Warnung und Person gegenüber gezeigt habe. Der 

Massnahmezweck werde – wiederum dem Gutachten folgend – durch den Auf-

schub des Vollzugs der Freiheitsstrafe nicht gefördert, sodass die ambulante 

Massnahme gemäss Art. 63 Abs. 2 StGB vollzugsbegleitend zu vollziehen sei 

(Urk. 75 S. 5 f.).  

2. Vorliegend besteht (unverändert) eine Behandlungsbedürftigkeit des Be-

schuldigten bezüglich ADHS und Suchtmittelproblematik (vgl. Urk. D1/8/15 S. 81), 

wobei seitens des Gutachters darauf hingewiesen wurde, dass bei Unterbleiben 

einer Behandlung sich eine Persönlichkeitsentwicklungsstörung abzeichne, wel-

che wahrscheinlich in einer Persönlichkeitsstörung münde, wenn dieser Prozess 

nicht aufgehalten werde (Urk. D1/8/15 S. 83). Der Beschuldigte zeigt sich (weiter-

hin) motiviert, sich einer ambulanten Massnahme zu unterziehen (Prot. II S. 14). 

Daraus folgt, dass grundsätzlich nichts gegen die Anordnung einer ambulanten 

Massnahme spricht. 

3. Seitens der Vorinstanz wurde allerdings die Massnahmenerforderlichkeit 

verneint und ausgeführt, dass die Anordnung von Bewährungshilfe verbunden mit 

der Erteilung von Weisungen ausreichend sei. Dabei stützte sich die Vorinstanz 

auf den Umstand, dass der Beschuldigte seine Wohnsituation organisieren habe 

können, in naher Zukunft eine Arbeitsstelle antreten könne und anlässlich der 

Hauptverhandlung beteuert habe, selbständig eine therapeutische Behandlung 

angehen zu wollen und seit knapp zwei Jahren kein Kokain oder Alkohol konsu-

miert zu haben (Urk. 61 E. VI.B.4.). Anlässlich der Berufungsverhandlung hat sich 

gezeigt, dass der Beschuldigte seine Lebensumstände (Beruf/Privatleben/ 

Suchtmittelkonsum) weiter zu verbessern und stabilisieren vermochte bzw. mit 

- 33 - 

dem Drogen- und Alkoholkonsum vollständig aufgehört hat. Zudem ist er weiter-

hin bestrebt, seine Probleme therapeutisch anzugehen (vgl. vorstehend, 

E. IV.D.9.1. und E. V.B.5.; Urk. 78/1-5). Einhergehend mit der zutreffenden Auf-

fassung der Vorinstanz (Urk. 61 E. IV.B.4. u. C.) erweist sich deshalb die Anord-

nung einer mit Weisungen verbundenen Bewährungshilfe während der Probezeit 

als weniger eingriffsintensiv und trotzdem als ausreichend, um dem Behand-

lungsbedürfnis des Beschuldigten effektiv zu begegnen. Von der Anordnung einer 

ambulanten Massnahme im Sinne von Art. 56 ff. StGB ist deshalb abzusehen. Die 

Bewährungshilfe ist (unverändert) mit folgenden Weisungen zu verbinden:  

− Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbeson-

dere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittelproblema-

tik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem Amt für Justiz-

vollzug zu erfolgen. Der behandelnde Therapeut ist in Absprache mit dem 

Amt für Justizvollzug zu bestimmen. Ein Wechsel des Therapeuten kann nur 

mit der Zustimmung des Amts für Justizvollzug ergehen; 

− die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnungen des 

Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehandlung zu optimie-

ren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen; sowie 

− auf Anordnung des Amts für Justizvollzug haben regelmässige Abstinenz-

kontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen. 

VII. Tätigkeitsverbot 

A. Theoretische Grundlagen 

Die theoretischen Grundlagen hinsichtlich Tätigkeitsverbot wurden seitens der  

Vorinstanz bereits umfassend und zutreffend dargelegt (Urk. 61 E. VII.1.-4.). Da-

rauf ist zu verweisen. 

- 34 - 

B. Subsumption 

1. Seitens der Staatsanwaltschaft wird (weiterhin) beantragt, es sei für den 

Beschuldigten für die Dauer von zehn Jahren ein Tätigkeitsverbot im Sinne von 

Art. 67 Abs. 3 lit. b [a]StGB anzuordnen (Urk. 46 S. 2 und 12; Urk. 62 S. 2; Urk. 75 

S. 2), wohingegen der Beschuldigte weiterhin die Abweisung dieses Antrags ver-

langt (Urk. 77 S. 1 f.; Prot. II S. 25).  

2. Die Vorinstanz kam unter zutreffender Verweisung auf das anwendbare bis-

herige Recht zum Schluss, dass von der Anordnung des beantragten Tätigkeits-

verbotes abzusehen sei, weil der auf die beiden zu beurteilenden Sexualdelikte 

entfallende Strafteil nicht die gesetzlich erforderliche Mindeststrafe von über 

sechs Monaten Freiheitsstrafe (vgl. Art. 67 Abs. 1 und 5 aStGB) erreiche (Urk. 61 

E. VII. 4. u. 5.). Die Addition der Strafanteile der einschlägigen Straftaten – der 

sexuellen Handlungen mit Kindern sowie der Pornografie – ergibt (bereits ohne 

Asperation) auch in der Beurteilung durch das hiesige Gericht, dass die gesetzli-

chen Mindestanforderungen an die für die Anordnung eines Tätigkeitsverbotes er-

forderliche Strafe nicht erreicht werden. Deshalb ist vorliegend von der Anordnung 

eines Tätigkeitsverbots abzusehen. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob bzw. inwieweit eine 

Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt davon ab, in 

welchem Ausmass ihre vor der zweiten Instanz gestellten Anträge gutgeheissen 

werden (Urteil des Bundesgerichtes 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.4.1. 

mit Hinweisen; bestätigt in 6B_10/2015 vom 24. März 2015 E. 4.2.1). Die Ent-

schädigungsfrage folgt den gleichen Regeln wie der Kostenentscheid. Es gilt der 

Grundsatz, dass bei Auferlegung der Kosten keine Entschädigung oder Genugtu-

ung auszurichten ist (Urteil des Bundesgerichtes 6B_802/2015 vom 9. Dezember 

2015 E. 5.3; BGE 137 IV 352 E. 2.4.2).  

- 35 - 

2. Die Staatsanwaltschaft unterliegt mit ihrer Berufung vollumfänglich. Der Be-

schuldigte unterliegt mit seinen Anträgen hinsichtlich Schuldpunkt sowie Straf-

mass. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnah-

me derjenigen der amtlichen Verteidigung, somit zu zwei Fünfteln dem Beschuldi-

gen aufzuerlegen und zu drei Fünfteln auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahrens ist in Anwendung von 

Art. 424 Abs. 1 StPO i. V. m. §§ 16, 2 Abs. 1 lit. b, c und d sowie 14 GebV OG un-

ter Berücksichtigung der Bedeutung und Schwierigkeit des Falles sowie des Zeit-

aufwands des Gerichts für dieses Verfahrens auf Fr. 3'500.– festzusetzen. 

4. Die amtliche Verteidigung ist entsprechend der eingereichten Honorarnote 

vom 8. Januar 2021 (Urk. 74) unter Hinzurechnung des Aufwandes für die Beru-

fungsverhandlung für ihre Bemühungen und Auslagen im Berufungsverfahren mit 

insgesamt Fr. 6'800.– (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von zwei 

Fünfteln vorbehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wird hinsichtlich des Zivilpunktes 

nicht eingetreten. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abtei-

lung, vom 13. Januar 2020 bezüglich der Dispositivziffern 1 Spiegelstriche  

1-2 und 4-7 (Schuldsprüche), 7-8 (Einziehungen), 9-26 (Zivilansprüche), 

27-28 (Kostendispositiv) und 29 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

4. Rechtsmittel: 

Gegen Ziff. 1 dieses Beschlusses kann bundesrechtliche Beschwerde in 
Strafsachen erhoben werden. 

- 36 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des gewerbsmässigen Betrugs 

im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 9 Ta-

ge durch Haft erstanden sind) sowie mit Fr. 60.– Busse. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

5 Jahre festgesetzt. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.  

5. Für die Dauer der Probezeit wird eine Bewährungshilfe angeordnet und es 

werden folgende Weisungen erteilt:  

− Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbe-

sondere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittel-

problematik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem 

Amt für Justizvollzug zu erfolgen. Der behandelnde Therapeut ist in 

Absprache mit dem Amt für Justizvollzug zu bestimmen. Ein Wechsel 

des Therapeuten kann nur mit der Zustimmung des Amts für Justizvoll-

zuges ergehen; 

- 37 - 

− die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnun-

gen des Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehand-

lung zu optimieren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen; sowie 

− auf Anordnung des Amts für Justizvollzugs haben regelmässige Absti-

nenzkontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen. 

6. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 

aStGB wird abgesehen. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'800.–   amtliche Verteidigung. 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Fünfteln dem Beschuldigten aufer-

legt und zu drei Fünfteln auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

im Umfang von zwei Fünfteln vorbehalten. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben) 
− die Privatkläger 1-17 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− die Privatkläger 1-17, nur sofern verlangt und hinsichtlich ihrer Anträge 
− das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

- 38 - 

− die Vorinstanz (mit dem Ersuchen um Mitteilung an die entsprechen-
den Behörden und Amtsstellen, insbesondere das Strassenverkehrs-
amt des Kantons Zürich sowie die Kantonspolizei Zürich) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils  

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

10. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 15. Januar 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Baechler 
 

 

- 39 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

	Urteil vom 15. Januar 2021
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB;
	 der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB;
	 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB;
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB;
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne dessen Art. 19bis;
	 des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG;
	 der Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 4a Abs. 1 und Abs. 5 VRV.

	2. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 9 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 60.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 10 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüglich 9 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind), wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse...
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	5. Für die Dauer der Probezeit wird eine Bewährungshilfe angeordnet und es werden folgende Weisungen erteilt:
	 Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbesondere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittelproblematik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem Amt für Justizvollzug zu erfolgen. Der behandelnde Th...
	 Die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnungen des Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehandlung zu optimieren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen.
	 Auf Anordnung des Amts für Justizvollzugs haben regelmässige Abstinenzkontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen.
	6. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 StGB wird abgesehen.
	7. Die folgenden sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage lagernden Betäubungsmittel werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 A011'290'145 2 Minigrip mit Marihuana, ca. 3.7g
	 A011'428'583 1 Minigrip mit Marihuana, ca. 1.4g
	8. Die folgenden sichergestellten Gegenstände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 A011'281'893 Sexartikel
	 A011'290'258 Fahrkarte Abonnement
	 A011'290'236 Mobiltelefon Samsung
	 A011'429'791 Mobiltelefon iPhone 7
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ (Privatklägerin 1) Schadenersatz von Fr. 40.– zuzüglich 5 % Zins ab 25. Oktober 2017 zu bezahlen.
	10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ (Privatkläger 2) Schadenersatz von Fr. 155.65 zuzüglich 5 % Zins ab 26. Januar 2018 zu bezahlen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ (Privatkläger 3) Schadenersatz von Fr. 200.– zuzüglich 5 % Zins ab 19. Dezember 2017 zu bezahlen.
	12. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers D._____ (Privatkläger 3) wird abgewiesen.
	13. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger E._____ (Privatkläger 4) Schadenersatz von Fr. 532.– zu bezahlen.
	14. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers E._____ (Privatkläger 4) wird abgewiesen.
	15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ (Privatkläger 5) Schadenersatz von Fr. 90.– zuzüglich 5 % Zins ab 8. Januar 2018 zu bezahlen.
	16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger G._____(Privatkläger 6) Schadenersatz von Fr. 100.– zuzüglich 5 % Zins ab 20. November 2017 zu bezahlen.
	17. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers G._____(Privatkläger 6) wird abgewiesen.
	18. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin H._____(Privatklägerin 7) Schadenersatz von Fr. 150.– zu bezahlen.
	19. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger I._____ (Privatkläger 8) Schadenersatz von Fr. 95.– zuzüglich 5 % Zins ab 21 November 2017 zu bezahlen.
	20. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger J._____(Privatkläger 9) Schadenersatz von Fr. 90.– zuzüglich 5 % Zins ab 20. November 2017 zu bezahlen.
	21. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin K._____ (Privatklägerin 10) Schadenersatz von Fr. 184.– zu bezahlen.
	22. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin L._____ (Privatklägerin 11) Schadenersatz von Fr. 1.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2018 zu bezahlen.
	23. Die Genugtuungsforderung der Privatklägerin L._____ (Privatklägerin 11) wird abgewiesen.
	24. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger M._____ (Privatkläger 12) Schadenersatz von Fr. 400.– zu bezahlen.
	25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger N._____(Privatkläger 13) Schadenersatz von Fr. 360.– zuzüglich 5 % Zins ab 28. November 2017 zu bezahlen.
	26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger O._____ (Privatkläger 14) Schadenersatz von Fr. 100.– zu bezahlen.
	27. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	28. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	29. Die amtliche Verteidigung wird mit Fr. 27'578.40 (inkl. MwSt) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	1. Dispo Ziff. 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten sowie einer Busse von CHF 60.00.
	2. Dispo. Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen.
	3. Dispo. Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB während des Vollzugs der Freiheitsstrafe anzuordnen.
	4. Dispo. Ziff. 6 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei ein Tätigkeitsverbot im Sinne von aArt. 67 Abs. 3 lit. b StGB anzuordnen.
	5. Dispo. Ziff. 22 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, und es sei über den Zivilanspruch der Privatklägerin 11, L._____, zu entscheiden.
	6. Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils in den übrigen Punkten.
	7. Auferlegung der Kosten des Berufungsverfahrens auf den Beschuldigten.
	1. Es sei Ziffer 1 al. 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-L/U) aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
	"Der Beschuldigte ist schuldig zu sprechen:
	- des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1, teilweise i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB";
	2. Es sei Ziffer 2 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-L/U) aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
	"Der Beschuldigte wird bestraft mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à CHF 30.--, unter Anrechnung der erstandenen Haft sowie unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 60.--."
	3. Es sei Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 (Geschäfts-Nr.: DG190307-L/U) aufzuheben.
	4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsgegnerin.
	______________________________
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte
	II. Prozessuales
	III. Rechtliche Würdigung
	IV. Strafzumessung

	A. Anwendbares Sanktionsrecht
	B. Strafrahmen
	C. Theoretische Grundlagen der Strafzumessung und Wahl der Sanktionsart
	D. Konkrete Strafzumessung
	V. Vollzug
	VI. Massnahme / Bewährungshilfe / Weisung

	 Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbesondere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittelproblematik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem Amt für Justizvollzug zu erfolgen. Der behandelnde Th...
	 die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnungen des Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehandlung zu optimieren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen; sowie
	 auf Anordnung des Amts für Justizvollzug haben regelmässige Abstinenzkontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen.
	VII. Tätigkeitsverbot
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wird hinsichtlich des Zivilpunktes nicht eingetreten.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 13. Januar 2020 bezüglich der Dispositivziffern 1 Spiegelstriche  1-2 und 4-7 (Schuldsprüche), 7-8 (Einziehungen), 9-26 (Zivilansprüche), 27-28 (Kostendispositiv) ...
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	4. Rechtsmittel: Gegen Ziff. 1 dieses Beschlusses kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 9 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit Fr. 60.– Busse.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	5. Für die Dauer der Probezeit wird eine Bewährungshilfe angeordnet und es werden folgende Weisungen erteilt:
	 Der Beschuldigte hat sich in psychotherapeutische Behandlung (insbesondere wegen Persönlichkeitsentwicklung, ADHS sowie Suchtmittelproblematik) zu begeben. Die Behandlung hat in Absprache mit dem Amt für Justizvollzug zu erfolgen. Der behandelnde Th...
	 die Suchtmittelbehandlung bei der Arud oder gemäss den Anordnungen des Amts für Justizvollzug, mit dem Ziel, die Substitutionsbehandlung zu optimieren und eventuell abzusetzen, ist weiterzuführen; sowie
	 auf Anordnung des Amts für Justizvollzugs haben regelmässige Abstinenzkontrollen in Bezug auf Kokain und Alkohol zu erfolgen.
	6. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes im Sinne von Art. 67 Abs. 3 aStGB wird abgesehen.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Fünfteln dem Beschuldigten auferlegt und zu drei Fünfteln auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Ge...
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben)
	 die Privatkläger 1-17
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die Privatkläger 1-17, nur sofern verlangt und hinsichtlich ihrer Anträge
	 das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei
	 die Vorinstanz (mit dem Ersuchen um Mitteilung an die entsprechenden Behörden und Amtsstellen, insbesondere das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich sowie die Kantonspolizei Zürich)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	10. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.