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**Case Identifier:** 4c06da4b-d53d-50ff-a6de-9ad76b5f93d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.02.2012 725 11 299 (725 2011 299)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-299_2012-02-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

vom 2. Februar 2012 (725 11 299) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf Versicherungsleistungen 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli Ziegler, Kantonsrichter Michael Guex, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Samuel Baader 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, 
Advokat, Aeschenvorstadt 77, Postfach 538, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, 
Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____, geboren 1950, stand seit dem 1. September 1987 bei ihrem Arbeitgeber B.____AG 
in einem Arbeitsvertragsverhältnis und war als Arbeitnehmerin obligatorisch bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 
versichert. Am 26. September 1987 knickte A.____ beim Gehen das rechte Knie ein und erlitt 
dabei einen lateralen Meniskusriss. Beim Treppensteigen knickte ihr am 10. Juli 1996 dasselbe 
Knie erneut ein, wobei sie sich eine Teilruptur des distalen Ansatzes des rechten Musculus 
castus lateralis zuzog. Einen weiteren Unfall zog sie sich am 23. August 1999 zu, bei welchem 
sie am Arbeitsplatz das linke Knie an der Wickelmaschine anschlug und dabei eine Meniskus-
verletzung (Läsion) erlitt. Als sie anlässlich eines Betriebsausflugs beim Besteigen eines Heu-
wagens am 28. August 2002 abrutschte, zerrte sie sich die linken Schulter. Die SUVA erbrachte 

 
 
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in der Folge für alle vier Unfälle die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilkosten). Mit 
Verfügung vom 23. Januar 2009 sprach ihr die SUVA für die verbleibende Beeinträchtigung aus 
den vorgenannten vier Unfällen ab dem 1. Januar 2009 eine Invalidenrente (IV-Rente) basie-
rend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 21% und eine Integritätsentschädigung bei einer Integri-
tätseinbusse von 35% zu. Die von der Versicherten erhobene Einsprache wies die SUVA mit 
Einspracheentscheid vom 18. Januar 2010 ab. Hiergegen erhob A.____ am 22. Februar 2010 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht), und beantragte die Verfügung vom 23. Januar 2009 und der Einspracheentscheid 
vom 18. Januar 2010 seien aufzuheben. Ihr sei spätestens ab dem 1. Januar 2009 gestützt auf 
eine Erwerbsunfähigkeit von mindestens 50% eine Rente und auf der Basis einer zusätzlichen 
Integritätseinbusse von mindestens 20% eine entsprechende Integritätsentschädigung auszu-
richten; unter o/e Kostenfolge. 
 
Mit Urteil vom 27. August 2010 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde vom 22. Februar 
2010 in dem Sinne gut, dass der angefochtene Einspracheentscheid aufgehoben und die Ange-
legenheit zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung an die SUVA zurückgewiesen wurde. Begründet wurde das Urteil damit, dass aufgrund 
der dem Gericht damals vorliegenden Akten, insbesondere betreffend die ärztliche Zumutbar-
keitsbeurteilung, kein abschliessender Entscheid über die Höhe der IV-Rente und der Integri-
tätsentschädigung gefällt werden könne.  
 
Mit Verfügung vom 1. Juni 2011 anerkannte die SUVA, unter Berücksichtigung eines erneuten 
Unfalles von A.____ am 22. Februar 2010, gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 24%, ihren 
Anspruch auf eine IV-Rente in der Höhe von Fr. 776.35 pro Monat mit Wirkung ab dem 
1. Januar 2009 sowie gestützt auf eine Integritätseinbusse von 35% eine Integritätsentschädi-
gung von Fr. 33'120.--. 
 
Die SUVA stellte, ebenfalls unter Berücksichtigung des Unfalles vom 22. Februar 2010, mit Ver-
fügung vom 6. Juni 2011 ihre Versicherungsleistungen (Taggelder und Heilkosten), unter Hin-
weis auf einen eingetretenen medizinischen Endzustand, per 30. Juni 2011 ein. 
 
Mit Eingabe vom 23. Juni 2011 erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Claude Schnüriger, 
form- und fristgerecht Einsprache gegen die beiden Verfügungen der SUVA vom 1. Juni 2011 
und 6. Juni 2011. 
 
Diese Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 8. August 2011 ab. Sie begrün-
dete ihren Entscheid damit, dass ein Vergleich des Invaliden- mit dem Valideneinkommen von 
A.____, unter Berücksichtigung des Berichts der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. März 
2011, einen Invaliditätsgrad von 24% ergebe. Betreffend die Integritätsentschädigung habe der 
Kreisarzt anlässlich der Untersuchung vom 22. Februar 2011 (recte 8. März 2011) den Integri-
tätsschaden gleich hoch geschätzt wie dies in der Verfügung vom 23. Januar 2009 der Versi-
cherten durch die SUVA mitgeteilt worden sei. Folglich sei die Verfügung vom 6. Juni 2011 nicht 
zu beanstanden. In Bezug auf die Verfügung vom 1. Juni 2011 verwies die SUVA ebenfalls auf 
den kreisärztlichen Bericht vom 22. Februar 2011 (recte 8. März 2011), wonach im vorliegenden 
Fall bei der Versicherten von einem medizinischen Endzustand auszugehen sei und keine er-
heblichen Residuen festzustellen seien. 

 
 
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B. Dagegen erhob A.____, erneut vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, am 3. September 
2011 fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, der Einspracheentscheid 
vom 8. August sowie die Verfügungen vom 1. Juni 2011 und 6. Juni 2011 seien aufzuheben. Es 
sei ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen, eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 
verurteilen, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben. Sodann sei die Beschwerde-
gegnerin zu verurteilen, ihr mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 auf der Basis einer Erwerbsun-
fähigkeit von mindestens 50% die entsprechende Rente und auf der Basis einer Integritätsein-
busse von mindestens 50% die entsprechende Integritätsentschädigung zuzüglich Verzugszin-
sen gemäss den gesetzlichen Vorschriften zu entrichten. Zudem sei die Beschwerdegegnerin 
zu verurteilen, ihr auch nach dem 30. Juni 2011 auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 
100% die Taggelder zu entrichten und die Heilkosten zu übernehmen; alles unter o/e Kosten-
folge. 
 
C. Die SUVA, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, liess sich am 29. November 
2011 vernehmen und beantragte, die Beschwerde vom 3. September 2011 sei vollumfänglich 
abzuweisen und der angefochtene Einspracheentscheid, womit ihre Verfügungen vom 1. Juni 
2011 und vom 6. Juni 2011 geschützt würden, sei zu bestätigen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 3. September 2011 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, 
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versi-
cherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie ge-
mäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 

 
 
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gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
3. In ihrem Einspracheentscheid vom 8. August 2011, mit welchem die Verfügungen vom 
1. Juni 2011 und 6. Juni 2011 bestätigt wurden, hat die Beschwerdegegnerin die Versiche-
rungsleistungen (Heilbehandlung und Taggelder) per 30. Juni 2011 eingestellt. Sodann sprach 
die Beschwerdegegnerin der Versicherten für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus den 
Unfallereignissen vom 26. September 1987, vom 23. August 1999, vom 28. August 2002 und 
vom 22. Februar 2010 mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 eine auf einer Erwerbsunfähigkeit 
von 24% basierende und gestützt auf einen versicherten Jahresverdienst von Fr. 47'970.-- fest-
gesetzte Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 33'120.-- zu. 
Dagegen liess die Versicherte die Ausrichtung von Invalidenleistungen auf der Basis einer Er-
werbsfähigkeit von mindestens 50% beantragen. 
 
4.1 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistung 
(Heilbehandlung und Taggelder) per 30. Juni 2011 zu Recht eingestellt hat. Gemäss Art. 19 
Abs. 1 Satz. 2 UVG fallen mit dem Rentenbeginn die Heilbehandlung und die Taggeldleistun-
gen dahin. Der Rentenbeginn setzt gemäss Art. 19 Abs. 1 Satz. 1 UVG voraus, dass durch die 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person erwartet werden kann.  
 
4.2 Der angefochtene Einspracheentscheid, die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 
1. Juni 2011 und 6. Juni 2011 und auch die kreisärztliche Untersuchung vom 8. März 2011 
beinhalten korrekterweise die Unfälle der Versicherten vom 26. September 1987, vom 
23. August 1999, vom 28. August 2002 und vom 22. Februar 2010. Letzterer wurde von der 
Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 1. Juni 2011 bzw. 6. Juni 2011 – entgegen der Rü-
ge der Beschwerdeführerin – in der Referenz (Referenz-Nr. 4.20497.10.5) genannt. 
 
4.3 Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, stellte im Untersuchungsbericht vom 
8. März 2011 fest, es sei nicht davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand der Ver-
sicherten in der Zukunft namhaft verbessern werde. In der ärztlichen Beurteilung vom 21. April 
2011 bestätigte Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, den eingetretenen medizinischen Endzustand 
bei der Beschwerdeführerin.  
 
4.4 Wie bereits in E. 4.5 des Kantonsgerichtsurteils vom 27. August 2010 festgestellt wurde, 
kann auch zum heutigen Urteilszeitpunkt dem Vorbringen des Sohnes der Beschwerdeführerin, 
wonach eine psychische Untersuchung erforderlich sei, nicht gefolgt werden. Die Annahme ei-
ner allenfalls invalidisierenden psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit setzt eine fachärztlich 
(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssys-

 
 
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tem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Die von Dr. med. F.____, 
Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, am 5. März 2009 und 30. Juni 2009 festgestell-
ten depressiven Verstimmungen sind weiterhin kein Hinweis für eine psychische Beeinträchti-
gung mit Krankheitswert. Es besteht daher kein Anlass, diesbezüglich weitergehende fachärztli-
che Abklärungen vorzunehmen. 
 
4.5 Indem bei der Beschwerdeführerin vorliegend durch Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann, sind Heilbehand-
lungskosten und Taggeldleistung durch die Beschwerdegegnerin zu Recht eingestellt worden. 
Fraglich erscheint allerdings, ab welchem Zeitpunkt dies der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin 
legte den Rentenbeginn in ihrer Verfügung vom 1. Juni 2011 auf den 1. Januar 2009 fest. 
Dr. D.____ stellte jedoch erst im März 2011 den Endzustand fest. Die Beurteilung der Frage 
des Zeitpunkts des Eintritts des Endzustandes kann offen gelassen werden. Die Beschwerde-
gegnerin stellte in ihrer Verfügung vom 6. Juni 2011 die vorübergehenden Leistungen (Heilbe-
handlungskosten und Taggelder) aus Kulanz erst per 30. Juni 2011 ein, weshalb folglich erst ab 
diesem Zeitpunkt der medizinische Endzustand bei der Versicherten rechtswirksam wurde.  
 
5. Zu beurteilen ist in Bezug auf den Rentenanspruch sodann das Ausmass der bei der Versi-
cherten aufgetretenen gesundheitlichen Beeinträchtigung und deren Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit.  
 
5.1 Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beein-
trächtigung der körperlich oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich be-
rücksichtigt. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwal-
tung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinwei-
sen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise 
noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invalidi-
tätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversi-
cherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

 
 
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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ges-
tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
6.1 Die SUVA stütze sich in ihrer Rentenverfügung bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf 
den Bericht der kreisärztlichen Untersuchung von Dr. D.____ vom 8. März 2011. Darin diagnos-
tizierte er infolge der Unfälle vom 26. September 1987, vom 23. August 1999, vom 28. August 
2002 und vom 22. Februar 2010 bei der Versicherten eine tolerable intracarpale Restinstabilität 
rechts nach Handgelenksdistorision, eine auskurierte traumatische Tendovaginitis de Quervain 
rechts, eine Schultersteife links nach Schultertrauma, Rekonstruktion der Supraspinatussehne 
und Reruptur, eine mittelgradige lateralbetonte Gonarthrose rechts nach mehreren Traumen 
und Arthroskopien, eine beginnende mediale Gonarthrose links, chronifizierte laterale OSG-
Beschwerden links nach Fussdistorsion, eine unfallfremde Genua valga und leichte Senkfüsse 
und leichte unfallfremde Arthrose des linken Zeigefingermittelgelenks. In der Zumutbarkeitsbe-
urteilung hielt Dr. D.____ fest, dass die Versicherte auf einem sehr leichten bis leichten Posten 
mit insbesondere sehr leichten und rumpfnahen manuellen Aktivitäten (beispielsweise leichteste 
Montagearbeiten und Produkteprüfung) ganztags arbeitsfähig sei. Die Schulter- und Kniebe-
schwerden würden zusätzlich wechselbelastete Arbeitbedingungen mit stets frei wählbarer Po-
sition (sitzend, stehend, gehend), stehend und gehend mit einem Traglimit von weniger als 5 kg 
ohne Knien, Kauern, Treppensteigen erfordern. Manuelle Aktivitäten würden keine grossräumi-
ge Repetitivität wie beispielsweise mit einem Schraubenzieher oder einer Schere erlauben. 
Diese Einschränkungen würden auch die noch medizinisch persistierenden Residuen im rech-
ten Handgelenk und im linken Fuss abdecken. Eine medizinische Begründung für den von der 
Beschwerdeführerin angestrebten Halbtagseinsatz sei nicht gegeben.  
 
6.2 Gestützt darauf sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine auf einer 
Erwerbsunfähigkeit von 24% basierende IV-Rente zu. Sie ging demzufolge davon aus, dass der 
Versicherten hinsichtlich der verschiedenen unfallbedingten Folgen die Ausübung einer leichten 
bis sehr leichten Tätigkeit mit insbesondere sehr leichten und rumpfnahen manuellen Aktivitäten 
ganztags zumutbar sei.  
 
6.3 Dagegen führte die Beschwerdeführerin ins Feld, der kreisärztliche Bericht vom 8. März 
2011 und der angefochtene Einspracheentscheid würden die Kriterien, welche das Kantonsge-
richt mit Urteil vom 27. August 2010 im vorliegenden Fall an die ärztliche Beurteilung gestellt 
habe, nicht erfüllen. Es fehle eine unabhängige umfassende medizinische Beurteilung der Be-
schwerdeführerin im Hinblick auf ihre Arbeitsfähigkeit. Das Kantonsgericht habe im vorgenann-
ten Urteil der Beschwerdegegnerin auferlegt, ein medizinisches polydisziplinäres Gutachten 
einzuholen. 
 

 
 
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6.4 Mit Urteil des Kantonsgerichts vom 27. August 2010 wurde die Angelegenheit zur erneu-
ten Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückgewiesen. In welcher 
Form die SUVA die erneute Abklärung vorzunehmen habe, wurde von Seiten des Kantonsge-
richts – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – nicht festgehalten. Es liegt – wie die 
Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung von 29. November 2011 zu Recht vorbrachte – 
weitgehend im Ermessen der Beschwerdegegnerin, ob sie die medizinische Beurteilung intern 
oder extern durchführen lassen möchte. Inhaltlich verwies die Beschwerdegegnerin im ange-
fochtenen Einspracheentscheid auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung vom 8. März 
2011 (vgl. E. 6.1 hiervor). Darin hielt Dr. D.____ im Gegensatz zu seiner kreisärztlichen Zumut-
barkeitsbeurteilung vom 18. November 2008 fest, dass keine grossräumig repetitive Arbeiten 
mit einem Schraubenzieher oder einer Schere möglich seien. Bei den Sprunggelenken wie bei 
den Knien sei die Gelenkmechanik nicht voll zugänglich wie es bei organischen Beschwerden 
eigentlich der Fall sei. Die Restinstabilität im rechten Handgelenk sei durchaus tolerabel und 
durch keine bekannte Methode zu beseitigen. Die linke Schulter werde teilweise besser als frü-
her aktiviert. Auch in Bezug auf die Kniegelenke habe sich die Situation dahingehend verbes-
sert, dass diese bei radiologisch nicht progressiven posttraumatischen arthrotischen Verände-
rungen etwas freier seien. Therapeutisch würden praktisch nur noch reine Erhaltungsmass-
nahmen angewandt.  
 
6.5 Der kreisärztliche Bericht vom 8. März 2011 beinhaltet im Gegensatz zum Bericht vom 
18. November 2008 die vom Kantonsgericht genannten fehlenden Präzisierungen, so dass die-
ser umfassend ist, die geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin berücksichtigt und in 
Kenntnis der Anamnese verfasst wurde. Sodann ist er schlüssig und nachvollziehbar begründet 
und in sich widerspruchsfrei. Da keine Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Berichts vorlie-
gen, kann vorliegend darauf abgestellt werden. Ein polydisziplinäres Gutachten anstelle des 
kreisärztlichen Untersuchungsberichts ist jedenfalls nicht erforderlich. Daran ändert auch die 
Aktennotiz von Dr. D.____ vom 16. Februar 2011 nichts, mit welcher er ein "externes Gutach-
ten" vorgeschlagen hat. Da die vorhandenen medizinischen Unterlagen nach dem Gesagten 
eine zuverlässige Beurteilung des relevanten medizinischen Sachverhaltes zulassen, kann auf 
die von der Beschwerdeführerin beantragte Einholung eines umfassenden medizinischen Gut-
achtens verzichtet werden (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 126 V 130 E. 2a, 
124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen).  
 
6.6 Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass es der Versicherten zuzumuten ist, eine 
ihrem Leiden adaptierte leichte bis sehr leichte Tätigkeit ganztags auszuüben.  
 
7. Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin den Einkommensvergleich.  
 
7.1 Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten auf-
grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-

 
 
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der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den Ein-
kommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan-
spruchs massgebend (hier: 1. Januar 2009; vgl. dazu BGE 129 V 222, 128 V 174). 
 
7.2 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden 
hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommens-
ermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den 
die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist (Urteil  
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 
mit zahlreichen Hinweisen). Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Recht-
sprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi-
cherte Person konkret steht. Vorliegend ist die Versicherte im massgebenden Zeitpunkt keiner 
Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Im Einkommensvergleich ist deshalb von einem hypothe-
tischen Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtspre-
chung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge-
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der sogenannten Dokumentationen 
der Arbeitsplätze (DAP) herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 
1999 Nr. U 343 S. 412). 
 
7.3 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch die Urteile des EVG 
vom 14. Oktober 2003, U 347/00, E. 2.3.1 und vom 20. Oktober 2003, U 392/00, E. 5.2.2).  
 
7.4 Vorliegend ermittelte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen, aufgrund einer 
nicht ausreichenden Anzahl von DAP-Blättern, mittels der LSE. Es wurde zunächst berücksich-
tigt, dass die Versicherte ohne Unfall 2009 einen mutmasslichen Verdienst von Fr. 47'970.-- 
hätte erzielen können, womit das Valideneinkommen der Versicherten um 7,46% unterdurch-
schnittlich war. Unter Berücksichtigung dieses Unterdurchschnitts und des maximalen leidens-
bedingten Abzugs von 25% wurde der Versicherten mit den unfallbedingten Behinderungen ein 
mutmassliches Jahreseinkommen von Fr. 36'488.-- zugemutet. Wird das Invalideneinkommen 

 
 
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mit dem Valideneinkommen verglichen, so ergibt dies einen Invaliditätsgrad von gerundet 24%. 
Gemäss den hiervor ausgeführten Erwägungen ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Da 
die Beschwerdeführerin ihre Rüge betreffend den Einkommensvergleich ansonsten nicht weiter 
begründete und sich aus den Akten keine Hinweise für seine Unrichtigkeit ergeben, kann für die 
Berechnung der Invalidenrente auf den angefochtenen Einspracheentscheid verwiesen werden. 
 
8.1 Zu beurteilen bleibt die Höhe des Integritätsschadens, welcher dem Anspruch auf Integ-
ritätsentschädigung zu Grunde zu legen ist. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte 
Person, welche durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geis-
tigen und psychischen Integrität erleidet, Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädi-
gung. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während 
des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfäl-
lig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische 
Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsent-
schädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt (Art. 36 Abs. 3 Satz 1 UVV).  
 
8.2 Falls ein Rentenanspruch – wie vorliegend bejaht (vgl. E. 7.4 hiervor) – besteht, so wird 
diese Entschädigung nach Art. 24 Abs. 2 UVG mit der Invalidenrente festgesetzt. Die Integri-
tätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie 
darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes nicht überschreiten 
und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Nach Art. 25 Abs. 2 
UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in 
Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Art. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der 
Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als 
gesetzmässig anerkannten nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 
Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet. 
 
8.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschä-
den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die-
sem Zusammenhang erarbeitete die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala 
zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form. Diese in den Mitteilungen der medi-
zinischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 
ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem An-
hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
8.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztli-
che Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung auf Grund der 
aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen 
gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem 

 
 
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medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung 
der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
8.5 Die SUVA stützte sich bei der Beurteilung des Integritätsschadens auf die Einschätzung 
des Kreisarztes Dr. D.____ vom 8. März 2011. Danach bestehe bei der Versicherten Residuen 
im rechten Handgelenk und im linken oberen Sprunggelenk, welche zu Lasten des Schadens 
von 22. Februar 2010 gehen würden. Diese Residuen seien weder einzeln noch insgesamt er-
heblich. Die Aufteilung der alten Schäden könne dem Bericht der Untersuchung vom 
18. November 2008 entnommen werden. Die Beschwerden in der linken Schulter und in den 
Kniegelenken hätten sich auf einem knapp erträglichen Niveau stabilisiert. Die letzten Röntgen-
bilder hätten die mittelgradige Gonarthrose rechts und die beginnende Gonarthrose links bestä-
tigt. Der Integritätsschaden im Bereich der linken Schulter und der Kniegelenke sei konstant 
geblieben. In der Beurteilung des Integritätsschadens vom 18. November 2008 hielt Dr. D.____ 
fest, betreffend die linke Schulter sei der Oberarm (durch die funktionelle Überlagerung deutlich 
schlechterer Messwerte) bis etwa zur Horizontalen zu 15% nach "Integritätsschäden"-Tabelle 1 
beweglich. In Bezug auf das linke Knie bestehe eine lateralbetonte Pangon-arthrose zu 20% 
nach Tabelle 5, um 5% gekürzt wegen des in diesem Zusammenhang erheblichen Vorzustan-
des: Laterale Teilmeniscektomie bei Genu valgum - so ziemlich die ungünstigste Konstellation. 
Zudem bestehe eine beginnende mediale Gonarthrose zu 5% nach Tabelle 5 ohne Interferenz 
mit dem Vorzustand in linken Knie. Folglich ergibt sich in Addition aller zu berücksichtigenden 
Komponenten eine Integritätseinbusse von 35%. 
 
8.6 Gestützt auf die objektivierbaren klinischen Einschätzungen ist die von Dr. D.____ ermit-
telte Integritätsentschädigung nicht zu bemängeln, zumal die Beschwerdeführerin dagegen kei-
ne konkrete Gründe vorbringt. 
 
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin der Versicherten zu Recht 
eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 24% und eine Integritätsent-
schädigung basierend auf einer Einbusse von 35% zusprach. Die Einstellung der Taggelder 
und Heilungskosten per 30. Juni 2011 durch die Beschwerdegegnerin erfolgte ebenfalls zu 
Recht, weshalb der Einspracheentscheid vom 3. Januar 2011 zu bestätigen und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren 
vor dem kantonale Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschla-
gen; die obsiegende Beschwerdegegnerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG 
schränkt den Anspruch auf eine Parteienschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde 
führende Person ein. 
 
 

 
 
Seite 11 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht