# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a18773c-c537-5254-81b9-9902eba196f6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2009 C-1358/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1358-2009_2009-09-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1358/2009/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

R._______
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung; Verfügung der IVSTA vom 
3. Februar 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1358/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass R._______ (Beschwerdeführerin)  mit  Eingabe vom 24. Februar 
2009  (Poststempel)  die  Verfügung  der  Eidgenössischen  Invaliden-
versicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, Vorinstanz), 
vom 3. Februar 2009 (IV-act. 56), womit die ab 1. September 1998 ges-
tützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % gewährte ganze Invaliden-
rente (IV-act. 21) mit Wirkung ab April 2009 aufgehoben wurde,  beim 
Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG 
zuständig ist,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde-
legitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass  die  Vorinstanz  am  9.  Juni  2009  ihre  Vernehmlassung  (act.  5) 
vorgelegt  hat  und  beantragt,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne 
der Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 27. Mai 2009 an die 
Verwaltung zurückzuweisen,

dass der ärztliche Dienst RAD Rhone (Dr. H._______ in seiner Stel-
lungnahme vom 27. Mai  2009 (IV-act. 59)  festhält,  die  eingereichten 
aktuellen Arztberichte liessen keine abschliessenden Aussagen darü-
ber zu,  ob sich der Gesundheitszustand verbessert  habe oder nicht, 
und genügten den heutigen Anforderungen an Expertisen insbesonde-
re im Bereich der Fibromyalgie nicht, weshalb zur Klärung der Frage, 
ob  zwischenzeitlich  eine  wesentliche  gesundheitliche  Verbesserung 

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eingetreten  sei,  eine  psychiatrische  Begutachtung  in  der  Schweiz 
durch einen erfahrenen Experten erforderlich sei,

dass sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 26. Juni 2009 - wo-
von  ein  Doppel  der  Vorinstanz  hiermit  zur  Kenntnis  gebracht  wird  - 
sinngemäss dem Antrag der Vorinstanz nicht anschliesst, insoweit als 
ihrer  Ansicht  nach die  Arbeitsunfähigkeit  aufgrund der  eingereichten 
Arztberichte genügend belegt sei, sodass sie an ihrer Beschwerde und 
deren Begründung festhalte, 

dass der von der IVSTA beigezogene ärztliche Dienst RAD Rhone in 
seiner besagten Stellungnahme überzeugend darlegt, dass die vorlie-
genden medizinischen Unterlagen hinsichtlich der Beurteilung der psy-
chischen  Beschwerden  unzureichend  sind,  insbesondere  bezüglich 
der Frage, ob eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustan-
des eingetreten ist, und sich deshalb weitere Abklärungen aufdrängen,

dass das Ergebnis dieser Abklärungen wesentlich für die Beurteilung 
ist, ob eine, wie von der Vorinstanz in ihrer angefochtenen Verfügung 
festgehalten, wesentliche Änderung des Invaliditätsgrades stattgefun-
den hat, welche zu einer Aufhebung der laufenden Rente führt (Art. 17 
Abs. 1 ATSG), 

dass damit feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Februar 
2009  auf  einer  mangelhaft  ermittelten  tatbeständlichen  Grundlage 
beruht,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht  abschliessend 
darüber befinden kann, ob die Vorinstanz – wie gerügt – zu Unrecht 
die Rente per April 2009 aufgehoben hat,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  ausdrücklich  als 
Beschwerdegrund nennt,

dass  demnach  die  Beschwerde,  soweit  die  Beschwerdeführerin  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt, gutzuheissen und 
die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist 
(Art.  61  Abs.  1  VwVG)  mit  der  Anweisung,  die  erforderlichen 
zusätzlichen  fachärztlichen  (psychiatrischen)  Begutachtungen 
durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,

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dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass der Beschwerdeführerin, die sich nicht anwaltlich vertreten liess 
und  der  auch  sonst  keine  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen 
Kosten entstanden sind, keine Parteientschädigung zuzusprechen ist 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die  angefochtene  Verfügung  vom 3. Februar  2009  wird  aufgehoben 
und die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderliche fachärztliche (psychiatrische) Begutachtung durchführen 
zu lassen und neu in der Sache zu verfügen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Beilage: Doppel der Eingabe vom 

26. Juni 2009)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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