# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7ea4dcb-4fc6-5fd0-b1fa-7418882cdb90
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.10.2017 200 2016 1015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1015_2017-10-17.pdf

## Full Text

200 16 1015 IV
LOU/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. September 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1960 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im März 2012 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
an (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach medizinischen Ab-
klärungen, insbesondere der Einholung eines Berichts des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 18), und nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (AB 21) wies die IVB mit Verfügung vom 25. September 
2012 – bei einem Status von 100 % im Erwerb und bei einem Invaliditäts-
grad von 15 % – das Rentenbegehren ab (AB 22).

B.

Im Mai 2014 meldete sich die Versicherte bei der IVB erneut zum Bezug 
von Leistungen an (AB 23). Mit Vorbescheid vom 12. Juni 2014 stellte die 
IVB in Aussicht, dass auf das Neuanmeldungsgesuch nicht eingetreten 
werde (AB 28); hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwältin B.________, Einwand (AB 34). Mit Mitteilung vom 10. September 
2014 hob die IVB den Vorbescheid auf (AB 37). Die IVB veranlasste eine 
polydisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS C.________ (MEDAS-
Gutachten vom 4. Dezember 2015 [AB 59.1] und Ergänzung vom 3. März 
2016 [AB 64]). Nach Einholung eines Abklärungsberichts Haushalt/Erwerb 
vom 1. Juni 2016 (AB 66), worin von einem Status von 100 % Tätigkeit im 
Haushalt ausgegangen wurde (AB 66 S. 5), stellte die IVB mit Vorbescheid 
vom 7. Juni 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 5 % die Abweisung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht (AB 67). Hiergegen erhob die Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, Einwände (AB 68). Nach Stel-
lungnahmen des RAD vom 8. August 2016 (AB 71 S. 4) und des Bereichs 
Abklärungen vom 16. September 2016 (AB 72 S. 2 f.) wies die IVB mit Ver-
fügung vom 20. September 2016 das Rentenbegehren ab (AB 73).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 3

C.

Am 21. Oktober 2016 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwäl-
tin B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. 
Sie beantragt das Folgende:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. September 2016 sei aufzuheben.
2. Der Invaliditätsgrad sei auf mindestens 40 % festzusetzen und der Beschwerdefüh-

rerin sei eine Invalidenrente zuzusprechen.
3. Eventualiter: Es seien weitere medizinische Abklärungen zu treffen.
4. Der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren das Recht zur unentgelt-

lichen Rechtspflege, unter Beiordnung einer amtlichen Anwältin, zu erteilen.
unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Die Beschwerdeführerin beanstandet den Status von 100 % Tätigkeit im 
Haushalt und verlangt die Anwendung der gemischten Methode. Weiter 
macht sie geltend, der Gesundheitszustand habe sich seit der polydiszi-
plinären Begutachtung verschlechtert; die Beschwerdegegnerin habe es 
unterlassen, bei den behandelnden Ärzten Berichte einzuholen und sie 
habe dadurch das rechtliche Gehör verletzt.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. November 2016 beantragte die IVB die 
Abweisung der Beschwerde.

Am 22. Dezember 2016 reichte die Beschwerdeführerin Arzt- und Spitalbe-
richte, datierend von 1990 bis 2010 (Beschwerdebeilage [BB] IA) ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 4

gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
20. September 2016 (AB 73) mit welcher die Beschwerdegegnerin den 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der IV abgewiesen hat. 
Streitig sind Leistungen der IV, namentlich eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 

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teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.1.1 Rechtsprechungsgemäss bewirkt Adipositas grundsätzlich keine zu 
Rentenleistungen berechtigende Invalidität, wenn sie nicht körperliche oder 
geistige Schäden verursacht und nicht die Folge von solchen Schäden ist. 
Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, muss sie unter Berücksichtigung 
der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles dennoch als invalidisie-
rend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch 
durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, 
bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden 
keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchti-
gung der Erwerbsfähigkeit bzw. der Betätigung im bisherigen Aufgabenbe-
reich zur Folge hat (Entscheid des BGer vom 22. August 2008, 
8C_74/2008, E. 2.2).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 6

längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach 
ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2014 
UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). 

2.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt 
der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestan-
den hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 
V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 7

ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2014 
(AB 23) eingetreten, weshalb das Eintreten praxisgemäss nicht zu beurtei-
len ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob seit der Verfügung 
vom 25. September 2012 (AB 22), mit welcher ein Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Leistungen der IV letztmals materiell geprüft wurde, 
bis zur angefochtenen Verfügung vom 20. September 2016 (AB 73) eine 
revisionsrechtlich relevante Änderung des Sachverhalts eingetreten ist und 
wenn ja, ob nunmehr eine leistungsbegründende Invalidität vorliegt. 

3.2 Die Verfügung vom 25. September 2012 (AB 22) stützte sich im 
Wesentlichen auf die folgenden Berichte:

3.2.1 Der behandelnde Orthopäde Dr. med. D.________ diagnostizierte 
in den Berichten vom 27. März 2012 (AB 11 S. 1), vom 30. März 2012 (AB 
11 S. 3) und vom 7. Mai 2012 (AB 17 S. 3) ein lokales tieflumbales 
Schmerzsyndrom mit rechtsbetonter Claudicatio-Symptomatik bei Spinal-
kanalstenose L3/4 sowie L4/5 mit foraminaler Enge L4/5 rechtsseitig, bei 
anlagebedingtem engem Spinalkanal. Als Nebendiagnosen wurden eine 
bekannte arterielle Hypertonie, eine bekannte Adipositas und ein Status 
nach Augenoperation linksseitig genannt (AB 11 S. 3, 17 S. 3). Am 
30. März 2012 erfolgte eine Behandlung der Rückenproblematik mittels 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 8

epiduraler Infiltration, jedoch ohne nachhaltige Wirkung (AB 11 S. 3 / 17 
S. 5).

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt Pneumologie, diagnostizierte im 
Bericht von Juni 2012 (AB 16 S. 1 ff.) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit rechtsbetonter 
Claudicatio-Symptomatik bei Spinalkanalstenose L3/4 sowie L4/5 mit fora-
minaler IL 4/5 rechts, bei anlagebedingtem engem Spinalkanal, eine 
schwere Visusstörung links bei Verdacht auf Status nach Hemizentralve-
nenthrombose im oberen Bereich mit rezidivierenden Glaskörperblutungen 
(2011), einen Status nach Pars plana Vitrektomie, Endothermie, Cryolaser 
und Lufttherapie, eine hypertensive Herzkrankheit und eine Adipositas 
permagna (AB 16 S. 1); er ging davon aus, dass eine drastische Gewichts-
reduktion entscheidend sei (AB 16 S. 4).

3.2.3 Der behandelnde Neurologe empfahl im Bericht vom 14. Juni 2012 
(AB 19 S. 1 f.) eine empirische Schmerztherapie. Zusätzlich müsse die 
Patientin Gewicht abnehmen; hierzu seien wahrscheinlich begleitende 
Massnahmen wie Adipositassprechstunden notwendig.

3.2.4 Im Bericht vom 19. Juni 2012 ging der RAD davon aus, dass der 
Patientin eine rückenadaptierte Tätigkeit, körperlich leicht, wechselbelas-
tend, ohne Zwangspositionen und mit einer Gewichtslimite von 15 kg, 
ganztags zumutbar sei (AB 18 S. 2). Am 9. Juli 2012 hielt er an seinem 
Zumutbarkeitsprofil fest und verwies auf den BMI von 51 (AB 20 S. 1).

3.3 Nach Durchführung von mehreren Diätmassnahmen, die zu keiner 
langfristigen Gewichtsreduktion geführt hatten (AB 45 S. 1), erfolgte am 
30. März 2015 eine laparoskopische Banded Sleeve-Gastrektomie (Bericht 
des Spitals F.________ vom 8. April 2015 [AB 59.2 S. 114]) zur Reduktion 
der massiven Adipositas mit anschliessendem Gewichtsverlust (AB 59.2 S. 
92). Damit liegt im massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) 
eine revisionsrechtlich wesentliche Veränderung im Gesundheitszustand 
vor, weshalb der Rentenanspruch frei zu prüfen ist (vgl. E. 2.3.5 hiervor).

3.4 Die angefochtene Verfügung vom 20. September 2016 (AB 73) 
stützt sich auf das MEDAS-Gutachten vom 4. Dezember 2015 (AB 59.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 9

Die Gutachter diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit das 
Folgende:

1. Chronisches Lumbovertebralsyndrom mit ischalgieformen Schmerzen beidseits 
sowie intermittierende Parästhesien im Bereich des rechten Beines lateral betont 
bei kernspintomografisch engem lumbalem Spinalkanal LWK3/4 und 4/5 (ICD-10: 
M51.1)

2. Intermittierende Visusstörung (Nebelsehen und Doppelbilder) ungerichtetem 
Schwindel mit Gangstörung seit ca. April 2015 unklarer Ätiologie (ICD-10: H53.9, 
R42)

3. Asthma bronchiale
4. Hypertensive Herzkrankheit (ICD-10i 11.91)
5. St. n. morbider Adipositas (maximaler BMI 57.4 kg/m2) 

• Komorbiditäten: Diabetes mellitus Typ 2 (HbA1c 6.4%), arterielle Hypertonie, 
Dyslipidämie, Lebersteatose, muskulo-skelettale Problematik

6. Laparoskopische Sleeve Gastrectomy 30.03.2015
• Postoperative Komplikationen: Spätperforation mit Leckage im His'schen Win-

kel / Stent-Ulzerationen
• Status nach anämisierender gastrointestinaler Blutung bei postoperativer Per-

foration
• Status nach viermaligen Stenteinlagen / Stententfernung am 26.06.2015
• Definitive Abheilung seit August 2014, gastroskopisch bestätigt
• Aktuell noch ungenügende Gewichtsabnahme 20 kg (ca. 15% des Gesamtge-

wichtes)
• Aktuell persistierender latenter Diabetes mellitus Typ 2 mit postprandialer Hy-

perglykämie (BZ um 14:30 10.4 mmo1/1; HbA1c 5.9%)
• Ungenügende Mikronährstoff-Ersatztherapie mit Ferritinmangel, Zinkmangel, 

Vitamin B12-Mangel, Vitamin D-Mangel
7. Euthyreote Struma diffusa Ill

Aus neurologischer Sicht führten die Gutachter zur Arbeitsfähigkeit und 
zum Zumutbarkeitsprofil aus, aufgrund der chronischen lumbalen Rücken-
schmerzen mit ischialgieformen Beinschmerzen beidseits sowie Sensibi-
litätsstörungen im Bereich der unteren Extremität und der seit April 2015 
vorhandenen Gangunsicherheit mit intermittierender Visusstörung bestehe 
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Arbeiten auf Leitern und Gerüs-
ten seien nicht zumutbar. Ebenso könnten Arbeiten, welche ein dauerndes 
Stehen, Gehen und Knien sowie Bücken erfordern, nicht mehr zugemutet 
werden. Leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Körperstellung 
(vorwiegend sitzend) sowie organisatorische und administrative Tätigkeiten 
könnten der Explorandin jedoch ganztags zugemutet werden. Dabei sei 
von einem erhöhten Pausenbedarf und verlangsamten Arbeitstempo aus-
zugehen. In einer entsprechend adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeits-
fähigkeit von 80% (AB 59.1 S. 72 f.). Aus pneumologischer Sicht sei eine 
zeitlich unlimitierte Arbeit zumutbar, allerdings ohne schwere körperliche 
Tätigkeit und eine Einschränkung bestehe bei atemwegsreizenden Stoffen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 10

(Stäube, Rauch, Gase, Dämpfe) oder in andauernder Kälte, Nässe oder bei 
starken Temperaturschwankungen (AB 59.1 S. 73). Aus psychiatrischer 
Sicht lasse sich keine schwerwiegende Störung eruieren, infolge der psy-
chosozialen und gesundheitlichen Belastungen allenfalls eine leichte de-
pressive Störung (AB 59.1 S. 40). Die auffallende Passivität und Regredi-
enz, in der die Beschwerdeführerin verharre, hänge mit soziokulturellen 
Faktoren zusammen; es bestehe kein besonders motivierter Eindruck; Ein-
gliederungsbemühungen seien nie durchgeführt worden. Eine dauerhafte 
Tätigkeit in der freien Wirtschaft sei nie erfolgt, die Explorandin zeige auch 
im Haushalt eine erhebliche Passivität; diesbezüglich stünden die soziokul-
turellen Faktoren im Vordergrund (AB 59.1 S. 41). Es falle eine ausgespro-
chene Diskrepanz zwischen Verhalten und subjektiven Angaben der Be-
schwerdeführerin auf, psychische Beschwerden liessen sich in keiner Wei-
se objektivieren (AB 59.1 S. 40, 41). Es bestehe ein geringes Bildungsni-
veau (vgl. AB 59.1 S. 40). Die Arbeitsfähigkeit sei in der freien Wirtschaft 
theoretisch in einer einfach strukturierten Tätigkeit, ohne Übernahme von 
Verantwortung und ohne Zeitdruck, ohne Einschränkung zumutbar; dies 
gelte auch im Haushalt (AB 59.1 S. 41 unten, S. 73 unten). Aus orthopädi-
scher Sicht wurde ausgeführt, es bestehe eine Diskrepanz zwischen dem 
Ausmass der Schmerzangaben und den orthopädischen (bildgebenden) 
Befunden (AB 59.1 S. 50 unten). Bedingt durch die schmerzhaften degene-
rativen Veränderungen vor allem im Lumbalbereich und den ischialgiefor-
men Ausstrahlungen in die rechte untere Extremität, seien keine schweren 
körperlichen Tätigkeiten zumutbar; diese Einschätzung gehe auf Februar 
2012 zurück. Es werde eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittel-
schwere Tätigkeiten attestiert. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in ad-
aptierter Tätigkeit vom Juni 2012 gelte weiterhin (vgl. AB 59.1 S. 51, 74), 
wobei eine Einschränkung durch die Schmerzen von 20% in angepasster 
Tätigkeit ab 2012 begründet sei (AB 59.1 S. 51, 74). Aus kardiologischer 
Sicht bestehe in angepasster leichter und mittelschwerer Tätigkeit keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (AB 59.1 S. 74 f.). Aus endokrinologi-
scher Sicht wurde festgehalten, dass auf die operative Magenverkleinerung 
erhebliche Komplikationen eingetreten waren (AB 59.1 S. 65), welche bis 
August 2015 abgeheilt seien (AB 59.1 S. 66). Das Gewicht (aktuell von 116 
kg [AB 59.1 S. 66]) habe nicht im erwünschten Ausmass abgenommen; es 
bestehe weiterhin eine massive Adipositas und dadurch eine erhebliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 11

Einschränkung der Beweglichkeit (AB 59.1 S. 66). Eine angepasste leichte 
Tätigkeit (wie einfache …) sei seit August 2015 zu 20% zumutbar, wobei 
eine Verbesserung erst nach Gewichtsstabilisierung beurteilt werden könne 
und deshalb eine Reevaluation in ca. 2 Jahren erforderlich sei (AB 59.1 S. 
75). 

Gesamtmedizinisch gingen die Gutachter davon aus, dass die Arbeits-
fähigkeit aktuell durch die postoperativen Komplikationen nach Magenver-
kleinerung zu 80 % weiterhin eingeschränkt sei. Bei nicht stabilem Ge-
sundheitszustand sei von einer Arbeitsfähigkeit von 20% in angepasster 
leichter Tätigkeit (wie einfache …) auszugehen (AB 59.1 S. 75).

Auf Nachfrage der IVB (AB 61) präzisierten die Gutachter am 3. März 2016 
(AB 64), dass seit der ersten Verfügung aus endokrinologischer Sicht keine 
relevante Veränderung insbesondere der morbiden Adipositas eingetreten 
sei bis zur Sleeve Gastrectomy am 30. März 2015 und den dadurch erfolg-
ten schweren postoperativen Komplikationen (AB 64 S. 3). Es habe ab Juni 
2012 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit für schwere körperliche Tätigkeiten 
und gemäss dem Schmerztherapeuten eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit 
auch für leichtere Tätigkeiten bestanden. Ab dem 30. März 2015 sei eine 
eindeutige Verschlechterung eingetreten. Vom 30. März 2015 bis 10. Au-
gust 2015 habe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Zurzeit sei 
die Arbeitsfähigkeit der Explorandin infolge bislang nicht erfolgter Gewichts-
reduktion zu 80% eingeschränkt. Der Explorandin seien physisch nicht be-
lastende leichtere körperliche Tätigkeiten (z.B. Haushaltsarbeiten) zu 20 % 
zumutbar. Es bestehe bei weiterer Gewichtsabnahme und systematischer 
Bewegungstherapie die Prognose einer theoretisch vollen Arbeitsfähigkeit, 
wobei die Beschwerdeführerin nicht motiviert sei (AB 64 S. 3).

3.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 12

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.7 Das MEDAS-Gutachten vom 4. Dezember 2015 (AB 59.1) und die 
Ergänzung vom 3. März 2016 (AB 64) erfüllen die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 3.5 hiervor), weshalb 
ihnen grundsätzlich voller Beweiswert zukommt. Die Gutachter hatten 
Kenntnis der Vorakten, sie setzten sich damit sowie mit den subjektiven 
Angaben und den objektiven Befunden auseinander. Ob die Einschätzung 
der Experten, dass der Beschwerdeführerin eine angepasste körperlich 
leichte Tätigkeit (auch …) zu 20 % zumutbar ist, wobei sich die Einschrän-
kung auf die persistierende morbide Adipositas, inklusive postoperativer 
Komplikationen nach laparoskopischer Sleeve Gastrectomy stützt (AB 59.1 
S. 75), medizinisch überzeugt, kann offen bleiben. Denn die Annahme ei-
ner Restarbeitsfähigkeit von allein 20 % aus endokrinologischer Sicht ist 
nicht zu berücksichtigen, da sie allein auf der Adipositas beruht, welche 
jedoch rechtsprechungsgemäss kein invalidisierender Gesundheitsschaden 
ist (vgl. E. 2.1.1 hiervor). Insoweit ist die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
durch die endokrinologische Expertin von vornherein rechtlich nicht mass-
gebend. Aus rechtlicher Sicht kann denn auch von einer medizinischen 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren 
Beweiswert verliert (Entscheid des Bundesgerichts vom 7. Juli 2016, 
8C_676/2015, E. 6.1; in BGE 142 V 342 nicht publiziert). Schlüssig ist da-
gegen die Beurteilung, dass die Beschwerdeführerin vom Zeitpunkt des 
bariatrischen Eingriffs am 30. März 2015 bis zur dokumentierten Abheilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 13

der Perforationsstelle am 10. August 2015 für jegliche Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsunfähig war (vgl. AB 64 S. 3); dies berechtigt die Beschwerdeführe-
rin jedoch mangels Erfüllung des Wartejahres nicht zu einer Rente. Die 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Juni 2012 bis 30. März 2015 (AB 64 
S. 3), wonach die Gutachter rückwirkend von einer Einschränkung von 
50 % auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen scheinen, ist vorlie-
gend nicht von Bedeutung, da sie sich auf einen Zeitraum vor Erlass der 
hier angefochtenen Verfügung bezieht und somit hinsichtlich eines allfälli-
gen Rentenanspruchs ab dem 30. März 2015 unberücksichtigt bleiben 
muss.

Nichts am Ergebnis ändert der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sich 
ihr gesundheitlicher Zustand seit der MEDAS-Begutachtung verschlechtert 
habe. Die Gutachter gingen von einem instabilen Gesundheitszustand aus 
(AB 59.1 S. 75 unten), worauf auch der RAD in der Stellungnahme vom 
8. August 2016 überzeugend hinweist (AB 71 S. 4); ebenso wurde berück-
sichtigt, dass die Gewichtsreduktion stagniere (vgl. AB 64 S. 3, 71 S. 4). 
Der im vorliegenden Verfahren eingereichte Bericht der Ärzte des Spitals 
F.________ vom 9. November 2016 (Beschwerdebeilage [BB] 13) weist 
nicht auf eine Verschlechterung hin. Die Angabe der Ärzte, der mangeln-
den Gewichtsabnahme liege möglicherweise eine psychische Komponente 
zugrunde, genügt nicht, um das MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen; 
vielmehr hat der psychiatrische Gutachter nachvollziehbar festgehalten, 
dass keine schwerwiegende psychische Störung eruiert werden konnte 
(AB 59. 1 S. 40).

4.

4.1 Umstritten ist primär der Status: Ob eine versicherte Person als 
ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige einzu-
stufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditäts-
bemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Me-
thode; E. 2.2 hiervor) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im 
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Be-
einträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20, 125 V 146 E. 2c 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 14

S. 150). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern 
in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er-
werbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 
S. 20, 125 V 146 E. 2c S. 150).

4.2 In der ursprünglichen Verfügung vom 25. September 2012 wurde 
die Beschwerdeführerin als zu 100% erwerbstätig eingestuft (AB 22). In der 
angefochtenen Verfügung vom 20. September 2016 geht die Beschwerde-
gegnerin – gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 1. Juni 
2016 (AB 66) – bezüglich der Tätigkeit ohne Behinderung von einer Tätig-
keit im Haushalt von 100 % aus. Da die Revisionsvoraussetzungen erfüllt 
sind (vgl. E. 3.3 hiervor) und eine freie Prüfung erfolgt, ist auch eine Neu-
einschätzung des Status zulässig. Gegenüber der Abklärungsperson äus-
serte die Beschwerdeführerin, dass sie bei guter Gesundheit sicher 50 bis 
60 % arbeiten würde. Auf die Frage, warum sie seit dem Jahr 2001 keiner 
Tätigkeit mehr ausser Haus nachgegangen sei, habe sie gesagt, dass es 
bereits damals mit ihrer Krankheit angefangen habe (AB 66 S. 3 f.). 
Gemäss dem IK-Auszug ging die Beschwerdeführerin (AB 39 S. 3) letzt-
mals im Jahr 2001 einer Tätigkeit nach; danach bezog sie Arbeitslosenent-
schädigung. In der Folge bemühte sie sich um keine Arbeitsstelle mehr 
(vgl. auch AB 66 S. 4). Das Vorbringen, sie habe ihre Stelle im Jahr 1999 
aus gesundheitlichen Gründen verloren und sie wäre bei voller Gesundheit 
weiterhin einer Teilzeitarbeit nachgegangen (vgl. Beschwerde S. 3), über-
zeugt nicht. Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin (Be-
schwerdeantwort S. 2) reichte die Beschwerdeführerin zwar durchaus me-
dizinische Unterlagen ein, welche Hinweise auf den Gesundheitszustand 
zurück bis ins Jahr 1990 geben (BB IA). Daraus ist ersichtlich, dass die 
Beschwerdeführerin an Problemen im Bauch (u.a. Bericht des Spitals 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 15

G.________ vom 27. Mai 1999 [Diagnosen: unklare Bauchschmerzen 
beidseits und Adipositas permagna]) und im lumbalen Bereich litt (u.a. Be-
richt des Spitals H.________ vom 28. März 2001). Es liegen jedoch ge-
stützt auf die Berichte keine Hinweise vor, dass die Beschwerdeführerin 
dadurch über längere Zeit wesentlich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt 
gewesen wäre. Es wurde der Beschwerdeführerin denn auch eine Arbeits-
fähigkeit in einer rückenadaptierten körperlich leichten, wechselbelasten-
den Tätigkeit ganztags attestiert (RAD-Bericht vom 19. Juni 2012 [AB 18 S. 
2]), wobei diese Einschätzung bis zum 30. März 2015 Gültigkeit hatte (AB 
64 S. 3). Nachdem die Beschwerdeführerin im Jahr 2001 ihre Erwerbstätig-
keit aufgegeben hatte, stempelte sie gemäss eigenen Angaben bis zur 
Aussteuerung und suchte danach (aus subjektiven – aber nicht krankheits-
bedingten – Gründen) keine Arbeit mehr; in den von der Beschwerdeführe-
rin nachgereichten Akten (BB IA) finden sich denn auch keinerlei Anhalts-
punkte, dass sie sich als vollständig arbeitsunfähig erachtet hätte. Das deu-
tet klarerweise darauf hin, dass sie freiwillig als Hausfrau tätig war. Glei-
ches ergibt sich aus dem Gutachten, indem die psychiatrische Expertin auf 
die ausgeprägte Passivität und die fehlende Motivation der Beschwerdefüh-
rerin hinweist, irgendetwas zu arbeiten (vgl. AB 59.1 S. 41). Dies dürfte in 
erster Linie soziokulturell aber auch charakterlich bedingt sein, beides ist iv-
rechtlich irrelevant. Auch die Kinder, geboren in den ..er Jahren (AB 59.1 S. 
14; BB 5), waren für die Beschwerdeführerin seit langem kein Hinderungs-
grund mehr, erwerbstätig zu sein, da eine allfällige Kinderbetreuung weg-
fiel. Dass die Beschwerdeführerin zu ihrem Mann als IV-Bezüger schauen 
müsste, erscheint als unbewiesene Behauptung, was zudem die Annahme 
des Status als Nichterwerbstätige bestätigen würde, wäre die Nichtauf-
nahme einer Arbeit doch diesfalls nicht wegen eigener, sondern wegen 
fremder Invalidität erfolgt. Auch mit Blick auf die IK-Auszüge ist insgesamt 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit 
nicht erwerbstätig wäre. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht von 
einem Status von 100 % Tätigkeit im Haushalt ausgegangen (vgl. AB 66 S. 
5 Ziff. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 16

5.

5.1 Bei den nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 
werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, 
in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(spezifische Methode; Art. 28a Abs. 2 IVG; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). 
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbe-
sondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie 
gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV).

Der gesamte Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten ent-
spricht in jedem Fall einem Wert von 100 %. Die Gewichtung der einzelnen 
Teilbereiche der Haushaltführung hat sodann nach Massgabe der Verwal-
tungsweisungen zu erfolgen. Hernach ist die gesundheitlich bedingte Ein-
schränkung in den einzelnen Teilbereichen festzustellen, woraus sich 
schliesslich der Invaliditätsgrad ermitteln lässt (AHI 1997 S. 291 E. 4a).

5.2 Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein gene-
reller Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im 
Haushalt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommens-
vergleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach 
Art. 28a Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Inva-
lidität abgestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bishe-
rigen Aufgabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der kon-
kreten Verhältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenver-
sicherung eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeig-
nete und im Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung 
dar. Nach der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der 
sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Ge-
sichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, ins-
besondere bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im 
Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 
E. 5.1.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 17

5.3 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

5.4 Die Beschwerdegegnerin prüfte die Einschränkung im Haushalt an-
lässlich einer Erhebung am 20. April 2016 und ermittelte eine Einschrän-
kung von 4,9 % und damit einen gerundeten Invaliditätsgrad von 5 % (AB 
66). Bei der Ermittlung der Einschränkungen in den einzelnen Haushaltsbe-
reichen hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auch die Mitwirkung der 
Familienangehörigen im Sinne einer Schadenminderungspflicht berücksich-
tigt. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu 
berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht denn auch weiter 
als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unter-
stützung (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 mit zahlreichen Hinweisen). 
Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Adipositas invalidisie-
rend wäre (vgl. E. 3.7 hiervor) und die gutachterliche Einschätzung, dass 
der Beschwerdeführerin … lediglich zu 20 % zumutbar seien (AB 64 S. 3), 
berücksichtigt würde, resultiert kein rentenrelevanter IV-Grad. Eine Ein-
schränkung bei der Wohnungspflege (AB 66 S. 9) ergäbe selbst bei einer 
Berücksichtigung einer Einschränkung von 80 % in diesem Bereich gewich-
tet bloss 8 %. Insofern müsste die Beschwerdeführerin auch in den übrigen 
Bereichen im Haushalt erheblich eingeschränkt sein, um eine rentenrele-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 18

vante Beeinträchtigung erreichen zu können, was aber offensichtlich aus-
zuschliessen ist.

5.5 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 20. September 
2016 (AB 73) als korrekt und die Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Zu prüfen bleibt jedoch das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege.

6.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Prozessarmut der Beschwerdeführerin ist gestützt auf die ergänzten 
Angaben (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 28. November 2016) 
erstellt. Weiter ist das Beschwerdeverfahren nicht als von vornherein aus-
sichtslos zu betrachten und für das Verfahren erscheint der Beizug einer 
anwaltlichen Vertretung infolge der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen 
als angezeigt. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege 
unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ ist demnach gutzuheis-
sen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 19

6.3 Die Beschwerdeführerin ist damit – unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig 
von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien.

6.4 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

6.5 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Der mit Kostennote vom 22. Dezember 2016 geltend gemachte Zeitauf-
wand von 8 ½ Stunden (à Fr. 250.--) ist angemessen. Der tarifmässige Par-
teikostenersatz ist in diesem Verfahren auf Fr. 2‘474.30 (Honorar von 
Fr. 2‘125.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 166.-- und MWSt. von Fr. 183.30) 
festzusetzen. Das Honorar der amtlichen Anwältin ist auf Fr. 2‘015.30 (8 ½ 
Stunden à Fr. 200.-- [= Fr. 1‘700.--], zuzüglich Auslagen von Fr. 166.-- und 
MWSt. von Fr. 149.30 [8 % auf Fr. 1‘866.--]) festzusetzen und nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbe-
halten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘474.30 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘015.30 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2017, IV/16/1015, Seite 21

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe vom 22. Dezember 2016 und BB IA)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.