# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14eef01c-89ca-57de-a875-af9beebdc6ef
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-23
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2006 und Direkte Bundessteuer 2006
**Docket/Reference:** ST.2009.21
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2009_21_zr.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
DES KANTONS ZÜRICH 

3 ST.2009.21 
3 DB.2009.13 

Entscheid 

23. September 2009 

Mitwirkend: 

Präsident Ch. Mäder, die Mitglieder M. Thalmann, A. Widl und Sekretär M. Ochsner 

In Sachen 

1.  A,  
2.  B, 

vertreten durch Rolf Schweizer,  
Treuhandbüro,  
Sonnenbergstrasse 11, Postfach 389, 8612 C 2,  

gegen 

Rekurrenten/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2006 und Direkte Bundessteuer 2006 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B  (nachfolgend  die  Pflichtigen)  sind  Eigentümer  verschiedener  Liegen-

schaften in der Gemeinde C. Für das Steuerjahr 2006 machten sie bezüglich der im Privat-

vermögen gehaltenen Liegenschaften strasse 44/46 und strasse 1/17 (alle im Ortsteil D) so-

wie  strasse  2  und  strasse  30  im  Rahmen  der  effektiven  Unterhaltskosten  erstmals 

buchhalterische  Rückstellungen  von  Fr. 78'211.-  für  künftige  Renovationen  geltend.  Diese 

vom  Versicherungswert  zum  Satz  von  0,75%  berechneten  Rückstellungen  wiesen  sie  den 

streitbetroffenen Liegenschaften wie folgt zu: 

- 

- 

- 

- 

- 

- 

- 

strasse 44, D 

strasse 46, D 

strasse 2, C 

strasse 30, C 

str. 19, D 

str. 1, D 

str. 17, D 

Total 

4'725 

2'700 

14'378 

14'918 

* 

22'815 

18'675 

78'211 

* Der dieser Liegenschaft zugewiesene Anteil von Fr. 17'700.- wurde von den Pflichtigen bei 

den Unterhaltskosten nicht effektiv geltend gemacht, da sie den Pauschalabzug beanspruch-

ten. 

Am  26. August  2008  schätzte  das  kantonale  Steueramt  die  Pflichtigen  für  die 

Staats-  und  Gemeindesteuern  2006  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 466'800.- 

(zum  Satz  von  Fr. 472'400.-)  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 3'638'000.-  (zum 

Satz von Fr. 3'712'000.-) ein. Dabei ging es von Rückstellungen von insgesamt Fr. 95'910.- 

(=  Fr. 78'211.-  +  nicht  geltend  gemachte  Rückstellung von  Fr. 17'700.-  für  die  Liegenschaft 

strasse  19)  aus  und  rechnete  diese  vollumfänglich  beim  Liegenschaftenertrag  auf.  Am 

19. September 2008 erging eine entsprechende Veranlagung betreffend die direkte Bundes-

steuer, Steuerperiode 2006, mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 478'400.-.  

B.  Hiergegen  erhobene  Einsprachen  hiess  das  kantonale  Steueramt  mit  Entschei-

den  vom  5.  Dezember  2008  –  nach  Gewährung  des  Pauschalabzugs  (statt  der  effektiven 

Unterhaltskosten) bezüglich der Liegenschaft strasse 17 – teilweise gut und setzte das steu-

erbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern 2006 auf Fr.  462'300.- (zum Satz 

von  Fr. 467'900.-)  und  bei  der  direkte  Bundessteuer  2006  auf  Fr.  473'900.-  herab.  Im 

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Hauptstandpunkt hielt es aber an der Nichtabzugsfähigkeit der geltend gemachten Rückstel-

lungen für künftige Renovationen fest. 

C.  Mit  Beschwerde  vom  5. Januar  2009  und  Rekurs  vom  23. Januar  2009  liessen 

die  Pflichtigen  der  Rekurskommission  beantragen,  die  in  der  Steuererklärung  geltend  ge-

machten Einlagen in den Reparatur- und Erneuerungsfonds von Fr. 78'211.- zum Abzug zu-

zulassen  und  dementsprechend  das  steuerbare  Einkommen  auf  Fr. 376'497.-  (Staats-  und 

Gemeindesteuern  2006)  bzw.  Fr.  382'490.-  (direkte  Bundessteuer  2006)  herabzusetzen. 

Eventualiter  beantragten  sie,  den  versehentlich  zuviel  aufgerechneten  Betrag  von 

Fr. 17'700.-  bezüglich  der  Liegenschaft  strasse  19  zu  korrigieren  und  gegebenenfalls  statt 

der  effektiven  Liegenschaftsunterhaltskosten  (ohne  Rücklagen)  die  höhere  Unterhaltskos-

tenpauschale zu berücksichtigen, was zu steuerbaren Einkommen von Fr. 435'715.- (Staats- 

und Gemeindesteuern 2006) und Fr. 441'708.- (direkte Bundessteuer 2006) führe. 

In  seiner  Rekurs-  und  Beschwerdeantwort  vom  16.  Februar  2009  beantragte  das 

kantonale  Steueramt,  Rekurs  und  Beschwerde  teilweise  gutzuheissen,  indem  der  irrtümlich 

zuviel  aufgerechnete  Betrag von  Fr. 17'700.-  bezüglich  der  Liegenschaft str.  19  zu  korrigie-

ren und dementsprechend das steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern 

2006 auf Fr. 444'600.- (zum Satz von Fr. 450'200.-) herabzusetzen sei. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden  Erwä-

gungen eingegangen. 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1.  a) Gemäss  § 25  des  Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997  (StG)  bzw.  Art. 25  des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) werden zur 

Ermittlung des Reineinkommens von den gesamten steuerbaren Einkünften die zu ihrer Er-

zielung notwendigen Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge abgezogen. Dazu gehören 

nach § 30 Abs. 2 Satz 1 StG bzw. Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG bei Liegenschaften im Privat-

vermögen  die  Unterhaltskosten,  die  Versicherungsprämien  und  die  Kosten  der  Verwaltung 

durch Dritte. Darunter sind Aufwendungen zu verstehen, deren Ziel nicht die Schaffung neu-

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er, sondern die Erhaltung bisheriger Werte ist und die in längeren oder kürzeren Zeitabstän-

den  wiederkehren (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher 

Steuergesetz, 2. A., 2006, § 30 N 36 ff.; Richner/Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 

2003, Art. 32 N 29).  

b) Die Steuern vom Einkommen  werden für jede Steuerperiode festgesetzt  und er-

hoben (§ 49 Abs. 1 StG, Art. 209 Abs. 1 DBG). In zeitlicher Hinsicht bestimmen § 50 Abs. 1 

StG und Art. 210 Abs. 1 DBG, dass sich das steuerbare Einkommen nach den Einkünften in 

der Steuerperiode bemisst. Daraus wird abgeleitet, dass den Einkünften einer Periode auch 

die  Abzüge  derselben  Periode  gegenüberstehen  sollen.  Diesen  zeitlichen  Zusammenhang 

weisen  Aufwendungen  dann  auf,  wenn  sie  im  Kausalzusammenhang  mit  dem  Einkommen 

stehen,  welches  in  der  betreffenden  Bemessungsperiode  realisiert  wurde  (Philip  Funk,  Der 

Begriff  der  Gewinnungskosten  nach  schweizerischem  Einkommenssteuerrecht,  1989, 

S. 233).  

Einkünfte  fliessen  dem Steuerpflichtigen  nach ständiger  Steuerpraxis  grundsätzlich 

in  dem  Zeitpunkt  zu,  in  welchem  er  einen  festen  Rechtsanspruch  auf  ein  Vermögensrecht 

erworben hat (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 50 N 23; Markus Reich, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 16 N 34 DBG). Bei Forderungen ist 

dies  der  Zeitpunkt  der  Fälligkeit  (vgl.  Art.  75  ff.  OR).  Räumt  der  Rechnungssteller  dem 

Schuldner eine Zahlungsfrist ein, so ist die betreffende Forderung erst nach Ablauf der Zah-

lungsfrist  fällig  (StRK  III,  11. November  1992  =  StE  1993  B  25.6  Nr.  26).  Ist  hingegen  die 

Erfüllung einer Forderung besonders unsicher, ist der Zeitpunkt der Erfüllung des Anspruchs 

massgeblich  (Ist-Methode;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 50  N  24;  Reich,  Art.  16  N  37a 

DBG).  

Diese  Regeln  gelten  in  gleicher  Weise  auch  für  den  Zeitpunkt  des  Abflusses  von 

Einkommen (RB 1988 Nr. 29; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 50 N 79; Richner/Frei/Kauf-

mann, Art. 210 N 58). Dies hat zur Folge, dass Liegenschaftsunterhaltskosten grundsätzlich 

frühestens  im  Zeitpunkt  der  Rechnungsstellung  und  spätestens  im  Zeitpunkt  der  Zahlung 

abzugsfähig sind. Anzumerken ist, dass im Privatvermögensbereich aufgrund einer internen, 

im Jahr 1988 erfolgten Weisung der Geschäftsleitung des kantonalen Steueramts Gebäude-

unterhaltskosten auch konsequent nach der bewährten Ist-Methode abgezogen werden dür-

fen, sofern keine Vermischung mit anderen Methoden im gleichen Bemessungsjahr stattfin-

det (GL 1988 Nr. 88.4175 = Mitteilungen über die Durchführung der allgemeinen Staats- und 

Gemeindesteuern 1989 Nr. 1). 

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2. a)  Streitig  ist  vorliegend,  ob  bei  Liegenschaften  im  Privatvermögen  Rückstellun-

gen  für  künftige  Renovationen  als  effektive  Liegenschaftsunterhaltskosten  zum  Abzug  ge-

bracht dürfen.  

Während  das  kantonale  Steueramt diese  Frage  verneinte, vertreten  die  Pflichtigen 

die Auffassung, dass im Mietzins, welcher der Mieter für den Gebrauch des Mietobjekts leis-

te,  neben  den  Kapital-  und  Verwaltungskosten  auch  die  Bewirtschaftungskosten  enthalten 

seien.  Letztere  umfassten  nicht  nur  die  laufenden  Unterhaltskosten,  sondern  richtigerweise 

auch  Rückstellungen  für  künftige  Renovationen.  Jene  Mietzinsanteile,  die  für  zukünftige 

Massnahmen  bestimmt  seien,  stünden  den  Steuerpflichtigen  für  die  Befriedigung  ihrer  Be-

dürfnisse und für ihre laufende Wirtschaft nicht zur Verfügung. Deshalb dürften sie auch nicht 

besteuert  werden  bzw.  seien  entsprechende  Rücklagen  für  künftige  Renovationen  als  Lie-

genschaftsunterhaltskosten zum Abzug zuzulassen. 

b)  Dieser  Rechtsauffassung  kann  jedoch,  wie  das  kantonale  Steueramt  in  seinen 

Einspracheentscheiden  zutreffend  darlegte,  nicht  gefolgt  werden.  Die  streitbetroffenen  Lie-

genschaften  gehören  ausnahmslos  zum  Privatvermögen.  In  diesem  Bereich  sind  Abschrei-

bungen  und  Rückstellungen,  welche  zu  einer  Durchbrechung  der  in  E. 1b  erläuterten  Ein-

kommenszufluss-  und  Abflussprinzipien  führen,  grundsätzlich  unzulässig  (Reich,  Art.  25  N 

16b  DBG).  Allerdings  hat  die  Steuerpraxis  vereinzelte  Ausnahmen  von  dieser  Regel  zuge-

lassen. So war es beispielsweise bis vor kurzem zulässig, die Anschaffungskosten kostspie-

liger  Berufswerkzeuge  nicht  nur  im  Anschaffungsjahr  abzuziehen,  sondern  über  mehrere 

Jahre  zu  verteilen.  Da  jedoch  sowohl  das  Bundesgericht  als  auch  das  Verwaltungsgericht 

diese  Praxis  hinsichtlich  der  Anschaffungskosten  eines  Personalcomputers  als  unzulässig 

bezeichnet haben (BGr, 13. Mai 2003, 2A.574/2002, E.2.2.1, www.bger.ch; VGr, 2. Juli 2008, 

SB.2008.00041),  schwächt  dies  das  Anliegen  der  Pflichtigen,  in  antizipierter  Weise  Unter-

haltskosten zum Abzug bringen zu dürfen. Hinzu kommt, dass dem genannten Beispiel we-

gen  fehlender  Nähe  zum vorliegenden  Sachverhalt  ohnehin kaum  präjudizielle Wirkung  zu-

kommt.  

Eher vergleichbar mit dem vorliegenden Fall ist die seit 1995 geltende Praxis, dass 

die  Einlagen  in  den  Reparatur-  oder  Erneuerungsfonds  von  Stockwerkeigentumsgemein-

schaften  als  Unterhaltskosten  abgezogen  werden  können.  Doch  auch  diesbezüglich  beste-

hen  Unterschiede  zum  vorliegenden  Fall.  Die  Stockwerkeigentümer  bilden  nämlich  in  ihrer 

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Gesamtheit die Stockwerkeigentümergemeinschaft. Diese Rechtsgemeinschaft erwirbt unter 

ihrem  eigenen  Namen  das  sich  aus  ihrer  Verwaltungstätigkeit  ergebende  Vermögen,  wie 

namentlich die Beitragsforderungen und die aus ihnen erzielten verfügbaren Mittel, wie den 

Erneuerungsfonds (Art. 712 l ZGB). Sie besitzt zwar keine Rechtspersönlichkeit, weist aber 

von  Gesetzes  wegen  gewisse  körperschaftliche  Züge  auf,  die  zudem  im  Bereich  der  ge-

meinschaftlichen  Verwaltung  durch  eine  beschränkte  Vermögens-  und  Handlungsfähigkeit 

mit  entsprechender  Prozess-  und  Betreibungsfähigkeit  ergänzt  werden  (Art.  712  l  Abs.  2 

StG).  Insoweit  ist  sie  mit  der  Kollektiv-  und  der  Kollektivgesellschaft  vergleichbar  (Peter  

Locher, Kommentar zum DBG, 1. Teil, 2001, Art. 10 N 18, mit Hinweisen auf die Rechtspre-

chung). Entsprechend sind die Einlagen in den Erneuerungsfonds der Verfügungsmacht des 

einzelnen  Stockwerkeigentümers  entzogen.  Er  erleidet  dadurch  einen  Vermögensabfluss, 

der  gemäss  Art.  1  Abs.  1  lit.  a  Ziffer  2  der  Verordnung  der  eidgenössischen  Steuerverwal-

tung vom 24. August 1992 über die abziehbaren Kosten von Liegenschaften des Privatver-

mögens bei der direkten Bundessteuer (SR 642.116.2; nZStB II Nr. 63/655) nicht zur Befrie-

digung  persönlicher  Bedürfnisse,  sondern  ausschliesslich  zweckgebunden,  nämlich  zur 

künftigen Bestreitung von Unterhaltskosten für die Gemeinschaftsanlagen verwendet werden 

darf  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 30  N  78;  Heinz  Masshardt  Kommentar  zur  direkten 

Bundessteuer, 2. A., 1985, Art. 22 Abs. 1 lit. e BdBSt N 55). Im vorliegenden Fall verhält es 

sich in dieser Hinsicht grundlegend anders. Die Einlagen in den Erneuerungsfonds sind dem 

persönlichen Zugriff der Pflichtigen nicht entzogen. Es besteht diesbezüglich nicht einmal ein 

eigens  geschaffenes  Anlagegefäss.  Vielmehr  haben  die  gebildeten  Rückstellungen  rein 

buchhalterischen  Charakter  und  sind  mit  dem  übrigen  Barvermögen  der  Pflichtigen  ver-

schmolzen. Bei dieser Sachlage kann eine andere Verwendung der Rücklagen nicht ausge-

schlossen werden, so dass der beanspruchte Abzug von Fr. 78'211.- nicht gewährt  werden 

kann. 

3. Hingegen steht der Gutheissung des Eventualantrages, den versehentlich zuviel 

aufgerechneten Betrag von Fr. 17'700.- bezüglich der Liegenschaft strasse 19 zu korrigieren 

und gegebenenfalls statt der effektiven Liegenschaftsunterhaltskosten (ohne Rücklagen) die 

höhere  Unterhaltskostenpauschale  zu  berücksichtigen,  grundsätzlich  nichts  im  Weg.  Be-

tragsmässig kann dem Eventualantrag allerdings nur teilweise entsprochen werden, weil die 

Korrektur  des  zuviel  aufgerechneten  Betrags von  Fr.  17'700.-  und  die vollständige  Nichtbe-

rücksichtigung der gebildeten Rücklagen von Fr. 78'211.- (für alle Liegenschaften in C ohne 

strasse  19,  D,  für  welche  von  Anfang  an  die  Pauschale  geltend  gemacht  worden  ist)  nicht 

dazu führt, dass die Pflichtigen mit dem Pauschalbetrag gegenüber den reduzierten effekti-

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ven  Unterhaltskosten  besser  fahren  würden.  Die  effektiven  Kosten  liegen,  wie  die  nachfol-

gende Aufstellung verdeutlicht, meist höher, was vom kantonalen Steueramt im Einsprache-

verfahren bereits zutreffend berücksichtigt worden ist.  

Liegenschaft 

strasse 44, D 

strasse 46, D 

strasse 2, C 

strasse 30, C 

strasse 19, D 

strasse 1, D 

strasse 17, D 

Mietzinsen 
Bruttoertrag 
24'300 

Pauschale 
20% 
4'860 

Effektive Kosten 
(ohne Rücklagen) 
93'114 

15'780 

179'063 

156'026 

239'580 

201'945 

50'580 

3'156 

35'812 

31'205 

5'981 

36'452 

32'041 

47'916 

nicht beantragt 

40'389 

10'116 

53'884 

5'610 

In fetten Ziffern: die vom kantonalen Steueramt berücksichtigten Unterhaltskosten. 

Unter  Berücksichtigung  der  oben  fett  markierten  Unterhaltskosten  resultiert  folgen-

der steuerbarer Liegenschaftenertrag: 

Liegenschaft 

strasse 44, D 

strasse 46, D 

strasse 2, C 

strasse 30, C 

strasse 19, D 

strasse 1, D 

strasse 17, D 

Subtotal (Kanton ZH) 

Kanton BE 

Kanton GR 

Total 

Mietzins 
Bruttoertrag 
24'300 

Unterhalts-
kosten 
93'114 

Steuerbarer 
Nettoertrag 
- 68'814 

15'780 

179'063 

156'026 

239'580 

201'945 

50'580 

867'274 

0 

12'000 

879'274 

5'981 

36'452 

32'041 

47'916 

53'884 

10'116 

279'504 

0 

2'400 

9'799 

142'611 

123'985 

191'664 

148'061 

40'464 

587'770 

0 

9'600 

281'904 

597'370 

4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist in teilweiser Gutheissung von Rekurs 

und Beschwerde das steuerbare Einkommen bei den Staats- und Gemeindesteuern und der 

direkten Bundessteuer, Steuerperiode 2006, wie folgt neu festzusetzen: 

Staats- und Gemeindesteuern 2006   

Total 

ZH 

GR 

BE 

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3 DB.2009.13 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Vermögen 
steuerbares Vermögen (unverändert) 

3'712'000  3'638'000   

Einkommen 

Wertschriftenertrag 
Vermögensverwaltungskosten 
Nettoertrag aus Liegenschaften gemäss 
Steuererklärung 
Liegenschaftsunterhaltspauschale str. 17 
(Differenz zu effektiven Kosten) 
Aufrechnung Rückstellungen 
Nettovermögensertrag 
Quoten nach Lage der Aktiven 
Schuldzinsen nach Quote Lage der 
Aktiven 
Subtotal 
Unselbst. Erwerbseinkünfte 
Nebenerwerb der Ehefrau 
Schulpflege Ehemann 

7'093 
-500 

7'093   
-500   

523'665 

514'065 

9'600 

0 

0 
0 
9'600 
1.71% 

-3'739 
5'861 

0 
0 
0 
0.00% 

0 
0 

-4'506 
78'211 
603'963 
100.00% 

-4'506 
78'211 
594'363 
98.29% 

-218'986 
384'977 
119'673 
10'952 
10'276 

-215'247 
379'116 
119'673   
10'952   
10'276   

Abzüge: 
Berufsauslagen 
Behördenabzug 
Berufsauslagen Ehefrau 
Beiträge 3. Säule a 
Beiträge 3. Säule a Ehefrau (max.) 
Einkaufsbeiträge 2. Säule 

-6'635 
-8'455 
-2'118 
-6'192 
-2'118 
-23'458 

-6'635   
-8'455   
-2'118   
-6'192   
-2'118   
-23'458   

Einkommensanteile   
Quoten nach Einkommensanteilen 
Versicherungsprämien nach Einkommens-
anteilen 
Versicherungsprämien Kinder nach Ein-
kommensanteilen 
Sonderabzug bei Erwerbstätigkeit beider 
Ehegatten 
Gemeinnützige Zuwendungen 

476'902 
100.00% 

471'041 
98.77% 

5'861 
1.23% 

0 
0.00% 

-4'800 

-4'741 

-2'400 

-2'371 

-5'400 
-500 

-5'334 
-494 

-59 

-29 

-66 
-6 

0 

0 

0 
0 

Nettoeinkommen 
Quoten nach Nettoeinkommen 
Sozialabzüge (Kinderabzug) nach Quote 
Nettoeinkommen 
Steuerbares Einkommen 
steuerbares Einkommen gerundet 

463'802 
100.00% 

458'102 
98.77% 

5'700 
1.23% 

0 
0.00% 

-13'600 
450'203 
450'200 

-13'433 
444'670 
444'600   

-167 
5'533 

0 
0 

Direkte Bundessteuer 2006 

3 ST.2009.21 
3 DB.2009.13 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Total 

Einkommen 
Steuerbares Einkommen gemäss Steuer-
erklärung 
Aufrechnung Rückstellungen für künftige 
Unterhaltskosten 
Liegenschaftsunterhaltspauschale str. 17 
Vermögensverwaltungskosten Fr. 500 statt 
Fr. 4'871 
Beiträge 3. Säule 3a Ehefrau Fr. 2'118 statt 
Fr. 6'192 
Sonderabzug Fr. 6'356 statt Fr. 2'282 
Aufrechnung Baukreditzins 
Gemeinnützige Zuwendungen Fr. 500 statt 
Fr. 1'000 
steuerbares Einkommen 
steuerbares Einkommen gerundet 

374'210   

78'211   
-4'506   

4'371   

4'074   
-4'074   
3'499   

500   
456'285   
456'200   

5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Rekursverfahrens zu 4/5 den 

Pflichtigen  und  zu  1/5  dem  Rekursgegner  bzw.  Beschwerdegegnerin  aufzuerlegen  (§  151 

Abs.  1  StG).  Dem  Antrag  des  Rekursgegners  bzw.  der  Beschwerdegegnerin,  die  Kosten 

vollumfänglich  den  Pflichtigen  aufzuerlegen,  kann  nicht  entsprochen  werden,  da  ihnen  hin-

sichtlich des zuviel aufgerechneten Betrags von Fr. 17'700.- keine allein zu verantwortende 

Verfahrenspflichtverletzung im Sinn von § 151 Abs. 2 StG zur Last gelegt werden kann. Mit 

anderen  Worten  ist  dem  Rekursgegner  bzw.  der  Beschwerdegegnerin  ebenfalls  eine  zum 

Rechtsmittelverfahren  führende  Nachlässigkeit  anzulasten.  Hingegen  wurde  dem  Umstand, 

dass der Eventualantrag von der Prozessgegnerschaft in grundsätzlicher Hinsicht anerkannt 

wurde, durch eine angemessene Herabsetzung der Staatsgebühr(en) Rechnung getragen. 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen.  

[…] 

3 ST.2009.21 
3 DB.2009.13