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**Case Identifier:** ff802c6b-787d-5f52-a800-46e0ab460558
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2023 200 2023 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-150_2023-06-26.pdf

## Full Text

200 23 150 IV
MAK/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2023

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Februar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2023, IV/23/150, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im November 2018 unter Hinweis auf ein 
Kolonkarzinom und eine Chemotherapie bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1). Die IVB nahm erwerbliche und medizinische 
Abklärungen vor, führte ein Erstgespräch durch und holte die Akten des 
zuständigen Krankentaggeldversicherers ein (act. II 8, 11, 12.1 - 12.5, 15, 
23, 28, 31, 35.1 - 35.3, 41.1 - 41.8, 44). Am 13. Juni 2019 teilte die IVB mit, 
es könnten keine Eingliederungsmassnahmen mit Aussicht auf Erfolg 
durchgeführt werden, weshalb der Anspruch auf eine Rente geprüft werde 
(act. II 26). Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) wurde vom 14. März bis 8. April 2022 in der Abklärungs-
stelle B.________ in ... eine Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung 
(AMA) durchgeführt (act. II 48, 55, 60). Ausserdem liess die IVB einen Ab-
klärungsbericht für Selbstständigerwerbende erstellen (Bericht vom 4. Au-
gust 2022 [act. II 67]). 

Im Rahmen eines am 11. August 2022 durch die berufliche Eingliederung 
durchgeführten Assessments wurde der Versicherte darüber informiert, 
dass für die Stellensuche eine Unterstützung erfolgen und die zukünftige 
Viertelsrente erst nach Abschluss der Eingliederung ausgerichtet werden 
könne. Der Versicherte erhielt Gelegenheit, sich bis zum 20. August 2022 
zu überlegen, ob er die Unterstützung für die Stellensuche annehmen oder 
darauf verzichten wolle (act. II 68). Am 1. September 2022 gab der Versi-
cherte gegenüber der Eingliederungsfachperson telefonisch an, er habe 
sich noch nicht entschieden, ob er die Unterstützung bei der Stellensuche 
in Anspruch nehmen wolle. Er werde diesbezüglich der Eingliederungs-
fachperson bis zum 26. September 2022 eine schriftliche Rückmeldung 
zukommen lassen (Protokoll der Beschwerdegegnerin per 3. Mai 2023 [im 
Gerichtsdossier], S. 1 Eintrag vom 1. September 2022; vgl. auch act. II 69). 
Da keine Rückmeldung innert Frist erfolgte, forderte die IVB den Versicher-
ten mit Schreiben vom 17. November 2022 (act. II 69) zur Schadenminde-

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rung auf bzw. er habe bis am 2. Dezember 2022 darüber zu informieren, ob 
er die Unterstützung bei der Stellensuche annehmen wolle. Der Versicherte 
wurde zusätzlich darauf hingewiesen, dass die Leistungen gekürzt oder 
verweigert werden könnten, sollte er der Aufforderung innerhalb der ge-
setzten Frist nicht nachkommen. Nachdem innert Frist keine Rückmeldung 
erfolgt war, wies die IVB nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. 
II 71) mit Verfügung vom 2. Februar 2023 (act. II 76) den Anspruch auf be-
rufliche Massnahmen ab.

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit einer vom 2. Dezember 2022 datierten, 
am 2. März 2023 der Post übergebenen Eingabe Beschwerde. Er beantragt 
eine ganze Rente, bis er wieder verletzungs- und schmerzfrei in geschlos-
senen Schuhen gehen könne, was voraussichtlich bis Ende 2023 dauern 
werde. Sinngemäss macht der Beschwerdeführer ausserdem eine Rechts-
verzögerung bzw. Rechtsverweigerung geltend. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2023 beantragt die Beschwerdegegne-
rin betreffend Zusprache einer Invalidenrente das Nichteintreten auf die 
Beschwerde. Weiter beantragt sie, die sinngemässe Rechtsverzögerungs-
beschwerde sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Diesbezüg-
lich verwies sie auf einen im Zusammenhang mit dem Rentenanspruch am 
21. April 2023 (act. II 79) erlassenen Vorbescheid, mit welchem dem Be-
schwerdeführer ab dem 1. Mai 2019 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % 
eine ganze Rente und ab dem 1. März 2023 bei einem Invaliditätsgrad von 
42 % eine Viertelsrente in Aussicht gestellt wurde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehält-
lich der Ausführungen in Erwägung 1.2.1 und 1.2.2 hiernach – auf die 
Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 2. Februar 2023 (act. II 76). 

1.2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätz-
lich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Ver-
fügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 
beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt 
fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteils-
voraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 
V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 69 E. 5.2).

Nach der Rechtsprechung kann das verwaltungsgerichtliche Beschwerde-
verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des 
Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung be-

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stimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt wer-
den, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusam-
menhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden 
kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in 
Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E. 1.2 S. 503, 
122 V 34 E. 2a S. 36; SVR 2012 IV Nr. 35 S. 137 E. 3.1). Auch der Grund-
satz der Rechtsanwendung von Amtes wegen erlaubt es dem Sozialversi-
cherungsgericht nicht, Streitfragen, zu denen die Verwaltung nicht 
verfügungsweise Stellung genommen hat, ohne Wahrung des rechtlichen 
Gehörs in die Beurteilung einzubeziehen (RKUV 1991 U 120 S. 88 E. 2b).

1.2.2 Die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2023 (act. II 76) betrifft 
den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Soweit der Beschwerdeführer 
geltend macht, er habe Anspruch auf eine ganze Rente, liegt der Antrag 
(vgl. S. 5 der Beschwerde) ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes. Ein 
Grund, diesen auszudehnen, ist nicht ersichtlich. Folglich ist diesbezüglich 
auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

1.2.3 Nebst dem Anspruch auf berufliche Massnahmen ist die sinn-
gemäss geltend gemachte Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung 
zu prüfen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

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oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Vorliegend sind berufliche 
Massnahmen sowie eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung 
streitig. Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 2. Februar 
2023 (act. II 76) und ist somit nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung 
vom 19. Juni 2020 ergangen, weshalb die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung (IVV; SR 831.201) in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung 
massgebend sind.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeits-
bereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende 
Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzuste-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der 

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Massnahmen sind insbesondere das Alter (lit. a), der Entwicklungsstand 
(lit. b), die Fähigkeiten der versicherten Person (lit. c) und die zu erwarten-
de Dauer des Erwerbslebens (lit. d) zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis 
IVG). Drohende Invalidität liegt vor, wenn der Eintritt einer Erwerbsunfähig-
keit überwiegend wahrscheinlich ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Er-
werbsunfähigkeit ist unerheblich (Art. 1novies IVV). Die Eingliederungs-
massnahmen bestehen u.a. in Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 
lit. b IVG).

2.4 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG 
und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und 
Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG).

Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren 
Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche 
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit 
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu 
bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt 
oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die 
Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit 
einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine 
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 
Abs. 4 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2023, IV/23/150, Seite 8

3.

3.1 Streitgegenstand bildet der Anspruch auf berufliche Massnahmen, 
der mit der Verfügung vom 2. Februar 2023 (act. II 76) verneint wurde. 
Dies, nachdem der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. November 
2022 (act. II 69) unter Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (vgl. E. 2.4 hiervor) 
aufgefordert worden war, bis zum 2. Dezember 2022 mitzuteilen, ob er die 
Unterstützung bei der Stellensuche annehmen will und er sich innert Frist 
nicht vernehmen liess. Diesbezüglich erhebt der Beschwerdeführer keine 
Einwendungen. 

Das Gericht prüft die Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheides von 
Amtes wegen (vgl. E. 1.4 hiervor). Anhand der Akten ist nicht ersichtlich, 
inwiefern die angefochtene Verfügung fehlerhaft sein könnte, insbesondere 
wurde das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt.

3.2 Weiter zu prüfen ist die Frage der Rechtsverzögerung bzw. Rechts-
verweigerung.

3.2.1 In Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen haben die 
Parteien Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurtei-
lung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]). 

Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV liegt nach der Rechtsprechung unter 
anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde ein Ge-
such, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an die Hand nimmt 
und behandelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird in der Rechtspre-
chung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet (BGE 117 Ia 116 E. 3a 
S. 117; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3).

Art. 29 Abs. 1 BV ist aber auch verletzt, wenn die zuständige Behörde sich 
zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der 
Frist erlässt, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit 
der übrigen Umstände als angemessen erscheint (Rechtsverzögerung; 
BGE 131 V 407 E. 1.1 S. 409; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3; SVR 2013 
UV Nr. 31 S. 109 E. 4). Die Frage, was als vernünftige, vertretbare Behand-
lungs- und Entscheidungsfrist anzusehen ist, und aus welchen objektiven 

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Gründen allenfalls eine Verzögerung gerechtfertigt werden kann, beurteilt 
sich nach den objektiven Umständen des konkreten Falles (BGE 107 Ib 
160 E. 3c S. 165). Massgeblich ist namentlich die Art des Verfahrens, die 
Komplexität der Materie und das Verhalten der Beteiligten (BGE 119 Ib 311 
E. 5b S. 325). Dagegen ist es für die Rechtsuchenden unerheblich, auf 
welche Gründe – beispielsweise auf ein Fehlverhalten der Behörden oder 
auf andere Umstände – die Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; ent-
scheidend ist für sie ausschliesslich, dass die Behörde nicht oder nicht 
fristgerecht handelt (BGE 108 V 13 E. 4c S. 20; RKUV 2004 U 506 S. 255 
E. 3; SVR 2019 IV Nr. 76 S. 245 E. 3.2.1).

3.2.2 Nachdem der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. März 2023 
(Postaufgabe) eine Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung betref-
fend die Beurteilung des Rentenanspruchs geltend gemacht hat, erliess die 
Beschwerdegegnerin am 21. April 2023 (act. II 79) einen diesbezüglichen 
Vorbescheid, jedoch noch keine Verfügung, mithin noch keinen Sachent-
scheid. Dass das Rechtsschutzinteresse mit dem Erlass des Vorbescheids 
vom 21. April 2023 (act. II 79) dahingefallen und die Rechtsverzögerungs-
beschwerde somit gegenstandslos geworden sei, wie die Beschwerdegeg-
nerin vorbringt (Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. C/4), trifft somit nicht zu. 
Hingegen bildet der Vorbescheid einen zwingenden Zwischenschritt auf 
dem Weg zum Sachentscheid. So teilt die IV-Stelle gemäss Art. 57a Abs. 1 
Satz 1 IVG der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über 
ein Leistungsbegehren, den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher 
gewährten Leistung sowie den vorgesehenen Entscheid über die vorsorgli-
che Einstellung von Leistungen mittels Vorbescheid mit (zu den hier nicht 
vorliegenden Fällen einer Leistungszusprache ohne Erlass eines Vorbe-
scheids oder einer Verfügung vgl. Art. 74ter IVV). Dieser Zwischenschritt ist 
inzwischen erfolgt und eine zeitgerechte Erledigung ist damit eingeleitet. 
Soweit die Beschwerdegegnerin sodann in der Beschwerdeantwort (S. 2 
Ziff. C/4) festhält, sie werde nach Ablauf der "Rechtsmittelfrist" (d.h. der im 
Vorbescheid gesetzten Frist von 30 Tagen; zur rechtlichen Natur des Vor-
bescheidverfahrens vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 4. Mai 2010, 
9C_176/2010, E. 1) unverzüglich eine Verfügung erlassen bzw. bei Ein-
gang einer Anhörung allfällige Abklärungen rasch möglichst durchführen 

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und abschliessen, ist sie auf dieser Erklärung zu behaften. Die Rechtsver-
zögerungsbeschwerde ist somit unbegründet und abzuweisen.

3.3 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit dar-
auf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Gemäss Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterlie-
genden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Par-
tei gebietet eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu erheben.

Mit dem vorliegenden Verfahren verfolgt der Beschwerdeführer das Anlie-
gen einer beförderlichen Beurteilung seines Rentenanspruchs. Er ist zwar 
anlässlich der angefochtenen Verfügung vom 2. Februar 2023 (act. II 76) 
mit diesem Anliegen ans Gericht gelangt; an einer Abänderung der ange-
fochtenen Verfügung war ihm aber, soweit aus der Beschwerde ersichtlich, 
nicht gelegen. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegnerin selbst ein-
räumt, den Rentenanspruch nicht beförderlich behandelt zu haben (Be-
schwerdeantwort S. 2 Ziff. C/4), demnach ein Fehlverhalten eingesteht, und 
erst im Anschluss an die vorliegende Beschwerde einen Vorbescheid er-
lassen hat, handelt es sich vorliegend um eine Konstellation, die eine vom 
Unterliegerprinzip abweichende Verlegung der Verfahrenskosten rechtfer-
tigt. Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Ur-
teils zurückzuerstatten. 

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4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.