# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49a59f7b-8857-5af7-a3df-b34fc2b01137
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.02.2025 D-261/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-261-2025_2025-02-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-261/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Daniela Brüschweiler (Vorsitz), 

Richter Walter Lang, Richter Daniele Cattaneo, 

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…) 

alle Irak, 

(…), 

Gesuchstellende, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern.  

   

Gegenstand 

 
Revision; 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-7191/2024 

vom 16. Dezember 2024. 

 

 

 

D-261/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Das SEM lehnte die Asylgesuche der Gesuchstellenden vom 8. Dezember 

2022 mit Verfügung vom 18. Dezember 2023 ab, verfügte deren Wegwei-

sung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug derselben an. Auf die da-

gegen erhobene Beschwerde trat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 

D-605/2024 vom 15. Mai 2024 mangels Leistung des Kostenvorschusses 

nicht ein. 

B.  

B.a Mit Verfügung vom 15. Oktober 2024 wies das SEM das Wiedererwä-

gungsgesuch der Gesuchstellenden vom 27. Juni 2024 ab und stellte 

gleichzeitig die Rechtskraft sowie die Vollstreckbarkeit des negativen Asy-

lentscheids vom 18. Dezember 2023 fest. 

B.b Die Gesuchstellenden fochten diese Verfügung mit Beschwerde vom 

15. November 2024 beim Bundesverwaltungsgericht an. 

B.c Mit Zwischenverfügung vom 22. November 2024 wies die damalige In-

struktionsrichterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Beiordnung einer amtlichen Rechtsbeiständin aufgrund 

der festgestellten Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und forderte die 

Gesuchstellenden zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von 

Fr. 2000.– bis zum 9. Dezember 2024 auf, verbunden mit der Androhung, 

bei Ausbleiben der Zahlung innert Frist werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten. 

B.d Das Bundesverwaltungsgericht trat auf die Beschwerde mit Urteil 

D-7191/2024 vom 16. Dezember 2024 aufgrund verspäteter Leistung des 

Kostenvorschusses nicht ein. 

C.  

Mit Eingabe vom 10. Januar 2025 (Poststempel) gelangten die Gesuchs-

stellenden an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchten sinngemäss 

darum, das Urteil D-7191/2024 vom 16. Dezember 2024 sei in Revision zu 

ziehen, da sie den Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2’000.– rechtzeitig 

geleistet hätten. Als Beweismittel reichten sie einen mit «Kontobu-

chung/Details» bezeichneten Beleg vom 6. Januar 2025 zu den Akten. 

D.  

Die Instruktionsrichterin setzte den Gesuchstellenden mit Zwischenver-

D-261/2025 

Seite 3 

fügung vom 16. Januar 2025 eine siebentägige Frist an zur Einreichung 

eines Belegs des effektiven Belastungszeitpunkts des Bankkontos. 

Die Gesuchstellenden liessen die Frist ungenutzt verstreichen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG 

(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-

schwerden gegen Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die 

es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 

2007/21 E. 2.1). 

1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

1.3 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich 

gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-

such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-

teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen (vgl. 

ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

3. Aufl. 2022, S. 348 Rz. 5.36). 

2.  

2.1 Die Gesuchstellenden sind durch das Urteil D-7191/2024 vom 16. De-

zember 2024 besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse 

an dessen Aufhebung oder Änderung. Sie sind daher zur Einreichung des 

Revisionsgesuchs legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG in analogiam). 

2.2 Ein Prozessurteil wie der Nichteintretensentscheid vom 16. Dezember 

2024 stellt gemäss konstanter Praxis ein taugliches Anfechtungsobjekt für 

ein Revisionsgesuch dar, wenn die Revision – wie vorliegend (vgl. Bst. C) 

– aus Gründen verlangt wird, die sich auf das Zustandekommen dieses 

formellen Entscheids beziehen (vgl. Urteil des BVGer E-311/2022 vom 

2. Februar 2022 E. 2.1 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der 

Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 8 E. 3 m.w.H.). 

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Seite 4 

2.3   

2.3.1 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisions-

grund anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im 

Sinne von Art. 124 BGG darzutun (vgl. Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 

VwVG). 

2.3.2 Die Gesuchstellenden machen sinngemäss geltend, das Bundesver-

waltungsgericht habe übersehen, dass sie den Kostenvorschuss rechtzei-

tig geleistet hätten (Art. 121 Bst. d BGG) beziehungsweise sie könnten die 

rechtzeitige Leistung mit dem eingereichten Beweismittel belegen (Art. 123 

Abs. 2 Bst. a BGG). Mit der Eingabe vom 10. Januar 2025 sind die ent-

sprechenden Fristen (30 Tage beziehungsweise 90 Tage) nach Ergehen 

des Urteils vom 16. Dezember 2024 eingehalten. Auf das frist- und form-

gerecht eingereichte Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 

3.  

3.1 Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die Unab-

änderlichkeit und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerdeent-

scheids angefochten, im Hinblick darauf, dass die Rechtskraft beseitigt 

wird und über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. BVGE 2012/7 

E. 2.4.2 mit Verweis auf BVGE 2007/21). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 

den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG). 

3.3 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte 

Anforderungen gestellt. Das Gesetz umschreibt die Revisionsgründe eng, 

die Rechtsprechung handhabt sie restriktiv (vgl. ELISABETH ESCHER, in: 

Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 121 N 1ff.; NICOLAS VON WERDT 

in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer, Stämpflis Handkommentar 

SHK, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 121 N 9). Im Revisionsge-

such ist darzulegen, welcher gesetzliche Revisionsgrund angerufen und 

welche Änderung des früheren Entscheids beantragt wird. Die in Art. 121–

123 BGG enthaltene Aufzählung der Revisionsgründe ist abschliessend. 

Für die Zulässigkeit eines Revisionsbegehrens ist es nicht erforderlich, 

dass der angerufene Revisionsgrund tatsächlich besteht, sondern es ge-

nügt, wenn der Gesuchsteller dessen Bestehen behauptet und hinreichend 

begründet. 

 

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Seite 5 

4.   

4.1 Die Gesuchstellenden machen geltend, sie hätten den geforderten 

Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet. Entgegen der Feststellung des Bun-

desverwaltungsgerichts im Urteil D-7191/2024 vom 16. Dezember 2024 

hätten sie diesen nicht erst am 10. Dezember 2024 (und damit 1 Tag nach 

Fristablauf) bezahlt, sondern ihre Bank am 9. Dezember 2024 zur Zahlung 

des geforderten Kostenvorschusses angewiesen. Die «Gutschrift» scheine 

aufgrund bankinterner Prozesse erst am 10. Dezember 2024 erfolgt zu 

sein. 

4.2 Im Verfahren D-7191/2024 war den Gesuchstellenden eine Frist bis 

zum 9. Dezember 2024 zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt 

worden. Ausschlaggebend für die Rechtzeitigkeit der Leistung des Kosten-

vorschusses ist der Zeitpunkt der Belastung des Schuldner-Kontos (vgl. 

Art. 21 Abs. 3 VwVG). Zahlungsaufträge müssen so frühzeitig an die 

Schweizerische Post oder eine Bank in der Schweiz aufgegeben werden, 

dass die Kontobelastung am letzten Tag der Frist erfolgt (vgl. URS PETER 

CAVELTI, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 21 N 27). 

4.3 Das eingereichte Beweismittel ist zwar im Revisionsverfahren zulässig 

(vgl. Urteil des BVGer D-4461/2023 vom 2. November 2023 E. 3.5), aber 

nicht geeignet, die Rechtzeitigkeit der Zahlung des Kostenvorschusses, 

mithin die Belastung des Kontos am 9. Dezember 2024, zu belegen. Es 

handelt sich lediglich um einen mit «Kontobuchung/Details» bezeichneten 

Beleg eines Bankinstituts ohne Unterschrift und mit dem expliziten Ver-

merk, die Angaben erfolgten ohne Gewähr. Auf dem erwähnten Beleg des 

Bankinstituts wird der «9. Dezember 2024 16:21 MEZ» als Buchungsda-

tum beziehungsweise der «9. Dezember 2024» mit Valuta bezeichnet. 

Dass es sich dabei um den Tag der tatsächlichen Belastung handelt, ist 

nicht belegt. Vielmehr legen die Angaben den Schluss nahe, dass die Ge-

suchstellenden am letzten Tag der Frist, am 9. Dezember 2024 um 16:21 

Uhr, ihr Bankinstitut mit der Zahlung des Kostenvorschusses in der Höhe 

von Fr. 2'000.– beauftragten. Davon gehen sodann offenbar auch die Ge-

suchstellenden selber aus, wenn sie in ihrer Eingabe vom 10. Januar 2025 

ausführen, die hätten die Bankanweisung am 9. Dezember 2024 getätigt, 

die Gutschrift scheine erst am 10. Dezember 2024 erfolgt zu sein. Dass die 

Bankanweisung mit dem Auftrag einer Belastung am gleichen Tag erfolgt 

und dass dies bei einem Auftrag um 16.21 Uhr überhaupt möglich wäre, 

ergibt sich weder aus den Ausführungen der Gesuchstellenden noch aus 

dem eingereichten Beleg. Die Angabe des 9. Dezember 2024 als Valuta-

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Seite 6 

Datum auf dem Beleg vermag daran nichts zu ändern, zumal nicht ersicht-

lich ist, dass es sich um das seitens des Bankinstituts bestätigte Belas-

tungsdatum handelt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Belastung 

des Schuldner-Kontos am Folgetag erfolgte. Bezeichnenderweise liessen 

die Gesuchstellenden die ihnen eingeräumte Frist zur Einreichung eines 

Belegs über den effektiven Zeitpunkt der Belastung des fraglichen Bank-

kontos ungenutzt verstreichen. Schliesslich bleibt der Vollständigkeit hal-

ber anzumerken, dass das Senden einer sogenannten Instant-Zahlung 

(gleichzeitige Belastung und Gutschrift) gemäss öffentlich zugänglichen 

Quellen des fraglichen Bankinstituts derzeit nicht möglich ist. 

5.  

Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass im Verfahren D-7191/2024 vom 

Gericht weder eine in den Akten liegende erhebliche Tatsache übersehen 

worden ist noch die Gesuchstellenden eine nachträglich erfahrene, erheb-

liche Tatsache zu belegen vermochten. Das Gesuch um Revision des Ur-

teils des Bundesverwaltungsgerichts D-7191/2024 vom 16. Dezember 

2024 ist demzufolge abzuweisen. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 2'000.– den 

Gesuchstellenden aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2’000.– werden den Gesuchstellenden auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellenden, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Regula Frey 

 

 

Versand: