# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ccdc0fc1-d616-5345-b4a8-d9688097f7ef
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-02-07
**Language:** de
**Title:** Nutzungsplanung. Erholungszone mit Gestaltungsplanpflicht für einen 18-Loch-Golfplatz im Landwirtschaftsgebiet mit Fruchtfolgefläche. Für die Erteilung der Zustimmung zum nachfolgenden privaten Gestaltungsplan zuständiges Organ.
**Docket/Reference:** BRKE II Nr. 0029/2006
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_II_0029_2006_981.pdf

## Full Text

BRKE II Nrn. 0029/2006 und 0030/2006 vom 7. Februar 2006 in BEZ 2006 Nr. 63

(bestätigt mit VB.2006.00133 vom 16. November 2006; der Verwaltungsgerichtsent-
scheid wurde mit BGE 1A.19/2007 vom 2. April 2008 aufgehoben.)

Aus den Erwägungen: 

5.1.  Die  streitbetroffene  Erholungszone  erfasst  ein  Gebiet  von  gut  60  ha  (…). 
Die Erholungszone ist für die Erstellung eines 18 Loch-Golfplatzes (…) ausgeschie-
den worden, welche Anlage unter Einbezug der bereits bestehenden Driving-Range 
C im Norden des besagten Gebietes erstellt werden soll. 

Das Gebiet liegt gemäss dem kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan vom 
31. Januar 1995, teilrevidiert am 2. April 2001, im Landwirtschaftsgebiet und zugleich
im Bereich des Sachplans Fruchtfolgeflächen. Bis zur Festsetzung des Erholungsge-
bietes Typ C am 8. Januar 2003 war das Gebiet gemäss regionalen Siedlungs- und 
(RRB  Nr. 
Landschaftsplan  dem  Landschaftsförderungsgebiet 
1251/1998).  Im  Plan  der  regionalen  und  kantonalen  Nutzungszonen  der  beiden  in 
Rede  stehenden  Gemeinden  gehörte  das  Gebiet  bis  zur  Festsetzung  der  strittigen 
Erholungszone der Landwirtschaftszone an. 

zugewiesen 

5.2.  Von  den  Erholungszonenvorschriften  (zitiert  gemäss  der  revidierten  Bau-
und Zonenordnung der Gemeinde Y, nachfolgend revBZO) beschlagen zunächst de-
ren zwei die Nutzung von Teilbereichen (Ziffer 1.2 revBZO): Im Bereich Infrastruktur 
nördlich entlang der M-Strasse sind die für den Golfbetrieb notwendigen Parkplätze, 
Bauten und Anlagen sowie maximal zwei Wohnungen zulässig. Der «landwirtschaft-
liche  Nebenerwerbsbetrieb  mit  Gartenbau  und  Pferdehaltung»  darf  im  bisherigen 
Ausmass weiter bestehen. In Bereich Gartenbau (entlang der F-Strasse) dürfen das
bestehenden  Wohnhaus  in  seinem  bisherigen  Volumen  zu  Wohnzwecken  und  die 
bestehenden Werk- und  Lagerplätze  sowie  die  Baumschule/Gartenanlage  für  einen 
Gartenbaubetrieb  genutzt  werden.  Eine  Umnutzung  des  bestehenden  Ökonomiege-
bäudes für Werkstätten und Lager sowie die Erstellung zusätzlicher Bauten und An-
lagen für den Golfplatz sind zulässig.

Alsdann ist in Ziffer 1.3 revBZO die Ausscheidung von Naturschutzflächen vor-
gesehen: Ein Drittel der für das Golfspiel genutzten Fläche ist naturnah zu gestalten. 
Diese Fläche kann auch östlich oder westlich angrenzend an die Erholungszone Golf 
zu liegen kommen. Ziffer 2 revBZO befasst sich mit den Verkehrsverhältnissen, näm-
lich mit der Zufahrt zum Erholungsgebiet (Ziffer 2.1) und der Benutzung verschiede-
ner  zur  Erholungszone  gehörenden  Wege  und  Strassen.  Der  Weg  westlich  des  F-
Grabens gilt als Reitweg, jener östlich des F-Grabens als regionaler Radweg. Die M-

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Strasse muss weiterhin uneingeschränkt als Fuss- und Wanderweg genutzt werden 
können (Ziffer 2.21). Der Golfplatz ist so anzulegen, dass diese Wege jederzeit unge-
fährdet  ihrer  Zweckbestimmung  entsprechend  genutzt  werden  können  (Ziffer  2.22). 
Nach Ziffer 3 revBZO gilt in der ganzen Erholungszone Golf die Empfindlichkeitsstufe 
III. 

Unter  dem  Titel  «Gestaltung»  (Ziffer 4  revBZO)  wird  nebst  der  Erhaltung  einer 
möglichst  offenen,  weiten  Landschaft  verlangt,  dass  Terrainveränderungen  auf  ein 
Minimum  zu  beschränken  sind.  Die  langfristige  Fruchtbarkeit  des  Bodens  muss  si-
chergestellt werden. Die naturnah gestalteten Flächen sind möglichst zusammenzu-
fassen. Zwischen dem Wald im Westen und den Ziegelweihern im Osten ist ein Ver-
netzungskorridor zu schaffen. Schliesslich ist die Funktionstüchtigkeit der bestehen-
den Entwässerungsanlagen zu erhalten (Ziffer 4.1-4.5 revBZO). 

Ziffer 4.6 revBZO verlangt die Festsetzung eines privaten Gestaltungsplanes als 
Grundlage für das Bauprojekt. Im Rahmen dieses Gestaltungsplanes sind im Einzel-
nen  festzulegen:  Detaillierte  Nutzungs-,  Gestaltungs- und  Massvorschriften  für  alle 
Bauten  und  Anlagen,  eingeschlossen  die  für  den  Golfbetrieb  notwenigen  Kleinbau-
ten; die Detailgestaltung der ganzen Erholungszone (Terraingestaltung und Bepflan-
zung); die öffentlich zugänglichen Wege und deren Gestaltung; die Zahl der zulässi-
gen  Parkplätze  auf  der  Grundlage  eines  Bedarfsnachweises  und  schliesslich  die 
Grundsätze  für  den  Betrieb  und  den  Unterhalt  der  ganzen  Anlage.  Für  den  Gestal-
tungsplan ist vor der Festsetzung ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durchzufüh-
ren.  Zuständig  zur  Festsetzung  des  Gestaltungsplanes  sind  die  Gemeinderäte  der 
betroffenen Gemeinden.

6.1.  Raumplanung  zielt  auf  eine  haushälterische  sowie  landschafts- und  um-
weltschonende  Ordnung  der  Bodennutzung  ab.  Im  Zentrum  der  haushälterischen 
Bodennutzung steht die Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Die Erstellung von 
Bauten  und  Anlagen  ist  grundsätzlich  auf  Bauzonen  zu  beschränken.  In  den  Nicht-
bauzonen  sind  bauliche  Tätigkeiten  nur  zuzulassen,  soweit  sie  dem  nichtbaulichen 
Zweck der massgeblichen Zone entsprechen oder soweit sie auf einen Standort aus-
serhalb der Bauzonen angewiesen sind. Grundstücke sind entweder dem Bau- oder 
dem  Nichtbaugebiet  zuzuweisen;  Zwischenformen  sind  nicht  gestattet.  Besagte 
Grundsätze werden unter dem Begriff des Trennungsprinzips zusammengefasst und 
geniessen  Verfassungsrang  (G.  Schmid,  Projektbezogene  Nutzungsplanung  im  Ge-
biet ausserhalb der Bauzonen, 2001, S. 15 f.).

6.2.  Voraussetzung  für  die  Erteilung  einer  Baubewilligung  ist  (unter  anderem), 
dass  die  Bauten  und  Anlagen  dem  Zweck  der  Nutzungszonen  entsprechen  (Art.  22
Abs. 2 lit. a RPG). Hiervon abweichend können gestützt auf Art. 24 RPG Ausnahmen 
für die Errichtung oder Änderung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen 
(nur dann) erteilt werden, wenn der Zweck der Baute einen Standort ausserhalb der 
Bauzone erfordert (lit. a) und dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entge-
genstehen (lit. b). Nach der Praxis des Bundesgerichtes darf das Nutzungsplanungs-
verfahren nicht dazu missbraucht werden, Vorhaben, die einer Ausnahmebewilligung 
nach  Art.  24  RPG  nicht  zugänglich  sind,  doch  noch  zu  realisieren;  dadurch  könnte 
der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet durchlöchert werden 
(Entscheid des Bundesgerichtes in ZBl 1997 231 ff., E. 4c). In BGE 124 II 391 ff., E. 
2c  hat  das  Bundesgericht  diese  Rechtsprechung  wie  folgt  präzisiert:  «Wird  im  Hin-

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blick  auf  die  Realisierung  eines  konkreten  Bauvorhabens  ausserhalb  der  Bauzone 
der  Weg  über  eine  Änderung  der  Nutzungsplanung  beschritten,  so  dispensiert  das 
die  planenden  Behörden  nach  BGE  115  Ib  508  E.  6b  nicht  davon,  mindestens  die-
selben  Anforderungen  wie  bei  der  Anwendung  von  Art.  24  RPG  zu  beachten,  näm-
lich:  eingehende  Prüfung  der  Standortgebundenheit  und  umfassende  Interessenab-
wägung  durch  die  nämliche  Behörde.  Dazu  ist,  was  die  Frage  der  Standortgebun-
denheit betrifft – die im zitierten Urteil nicht entscheidrelevant war – , folgendes klar-
zustellen:  Es  ist  zwar  richtig,  dass  bei  einer  Änderung  des  Nutzungsplanes  in  der 
Form der Einzonung von Land für ein konkretes Bauvorhaben keine Umgehung von 
Art.  24  RPG  vorliegt,  wenn  alle  Voraussetzungen  dieser  Bestimmung  für  die  Ertei-
lung einer Ausnahmebewilligung erfüllt wären. Das Umgekehrte trifft jedoch nicht zu, 
d.h. wenn die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nicht erfüllt sind, kann 
die  Änderung  des  Nutzungsplanes  damit  noch  nicht  ohne  weiteres  als  unzulässig 
und als eine Umgehung von Art. 24 RPG bezeichnet werden. Andernfalls wären Er-
weiterungen  der  in  einem  Nutzungsplan  festgelegten  Bauzone  nur  zulässig,  wenn 
auch  die  Voraussetzungen  von  Art.  24  RPG  erfüllt  sind,  was  nicht  der  Sinn  des 
Raumplanungsgesetzes sein kann. Es kann auch nicht gesagt werden, eine Erweite-
rung einer Bauzone für ein konkretes Bauvorhaben [...] sei in jedem Fall unzulässig, 
ausser  die  Voraussetzungen  von  Art.  24  RPG  wären  gegeben.  Vielmehr  ist  zu  prü-
fen,  ob  eine  solche  Planungsmassnahme  den  Zielen  und  Grundsätzen  der  Nut-
zungsplanung  gemäss  RPG  entspricht.  Ist  dies  der  Fall,  so  ist  sie  rechtmässig  und 
stellt  keine  Umgehung  von  Art.  24  RPG  dar,  auch  wenn  eine  Ausnahmebewilligung 
für das Bauvorhaben mangels Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 Abs. 1 lit. 
a  RPG  ausgeschlossen  wäre.  Eine  Umgehung  von  Art.  24  RPG  ist  nur  dann  anzu-
nehmen,  wenn  mit  der  fraglichen  Planungsmassnahme  eine  unzulässige  Kleinbau-
zone geschaffen wird (BGE 121 I 245 ff., E. 6e; 119 Ia 300 ff., E. 3b) oder wenn sie 
sonst auf einer sachlich nicht vertretbaren Abwägung der berührten räumlichen Inte-
ressen beruht.» 

Mit BGE 1A.193/2001 vom 6. Mai 2002 hat das Bundesgericht diese Rechtspre-
chung vollumfänglich bestätigt. In E. 3.1 jenes Entscheides stellte das Bundesgericht 
zudem  fest,  zwar  handle  es  sich  bei  der  streitbetroffenen  Erholungszone  zürcheri-
schen  Rechtes  (für  einen  bestehenden  Reitsportbetrieb)  nicht  um  eine  Bauzone  im 
Sinne von Art. 15 RPG, sondern um eine Sondernutzungszone gemäss Art. 18 RPG. 
Entscheidend  sei  jedoch,  dass  darin  gewisse  dem  Zonenzweck  dienende  Bauten 
und Anlagen zugelassen würden, die an sich nicht auf einen Standort ausserhalb der 
Bauzone angewiesen seien und deshalb dem Interesse an der Freihaltung der Land-
schaft  ausserhalb  des  Siedlungsgebietes  und  dem  Grundsatz  der  Trennung  von 
Bau- und Nichtbauzonen widersprechen könnten. 

6.3.  Im  Kanton  Zürich  wird  das  Siedlungsgebiet  durch  den  Siedlungsplan  be-
stimmt (§ 22 PBG). Das im Richtplan bezeichnete Siedlungsgebiet kann auf regiona-
ler und kommunaler Stufe grundsätzlich weder vergrössert noch verkleinert werden. 
Durch die generalisierte und nicht parzellenscharfe Darstellung des Siedlungsgebie-
tes  verbleibt  den  Gemeinden  jedoch  bei  der  Abgrenzung  der  Bauzonen  ein  Anord-
nungsspielraum  (kantonaler  Richtplan  vom  31.  Januar  1995,  Richtplan-Text  Ziffer 
2.2.2). Sodann sind nach § 16 Abs. 2 PBG bei Planungen der unteren Stufen Abwei-
chungen von den Planungen der oberen Stufe bzw. bei den Nutzungsplanungen Ab-
weichungen von der Richtplanung nur (aber immerhin dann) zulässig, wenn sie sach-
lich gerechtfertigt und untergeordneter Natur sind. 

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Überdies gibt es das Institut der sogenannten «Durchstossung».Mit der nachge-
ordneten  Richt- und  Nutzungsplanung  kann  das  Landwirtschaftsgebiet  zur  Wahr-
nehmung der Aufgaben des jeweiligen Planungsträgers durch die Ausscheidung von 
Erholungsgebieten bzw. in der Nutzungsplanung durch die Festsetzung von Freihal-
tezonen, Erholungszonen, Gestaltungsplänen oder Zonen für öffentliche Bauten und 
Anlagen  durchstossen  werden.  Im  Rahmen  der  Genehmigung  solcher  Planungs-
massnahmen  sind  jedoch  hohe  Anforderungen  an  die  sachgerechte  Interessenab-
wägung  zu  stellen.  Insbesondere  ist  darzulegen,  weshalb  die  betreffenden  Nutzun-
gen nicht zweckmässig innerhalb des Siedlungsgebietes untergebracht werden kön-
nen, und es sind die Anordnungen des Sachplans Fruchtfolgeflächen zu berücksich-
tigen  (kantonaler  Richtplan  in  der  Fassung  vom  2.  April  2001,  Richtplan-Text  Ziffer 
3.2.3 lit. c). In VB.2002.00400, E. 2d (= RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1) hat das 
Verwaltungsgericht  festgehalten,  der  kantonale  Richtplan  bezeichne  mit  dem  Aus-
druck  «Durchstossung»  einen  Spielraum,  den  der  Richtplan  selber  den  nachgeord-
neten  Planungsbehörden,  d.h.  vor  allem  den  Gemeinden,  zugestehe.  Eine  Durch-
stossung sei die Ausscheidung einer Freihaltezone, einer Erholungszone oder einer 
Zone für öffentliche Bauten und Anlagen innerhalb des Landwirtschaftsgebietes, was 
der  Richtplan  in  begründeten  Fällen  für  zulässig  erkläre.  Für  eine  Durchstossung 
brauche die Voraussetzung der (positiven oder negativen) Standortgebundenheit im 
Sinne der Rechtsprechung zu Art. 24 RPG nicht unbedingt erfüllt zu sein; häufig dürf-
te sie jedoch erfüllt sein. 

Dem ist  beizufügen,  dass  sich  Durchstossungen  über  die  kantonal-
richtplanerischen  Vorgaben  hinaus  nach  dem  Gesagten  regelmässig  auch  bundes-
rechtlichen Vorgaben über die Festsetzung von Bauzonen oder Sondernutzungszo-
nen ausserhalb des Siedlungsgebietes zu halten haben (vgl. dazu auch BRKE II Nr. 
320/2004, E. 5, mit welchem Entscheid die Baurekurskommission II eine Erholungs-
zone für eine erhebliche Erweiterung eines bislang in der Landwirtschaftszone gele-
genen grösseren Reitsportbetriebes aufgehoben hat). Dass die Durchstossung nicht 
auch  dort  Platz  greifen  kann,  wo  es  wie  vorliegend  um  ein  planungspflichtiges  Vor-
haben geht (vgl. dazu BGE 114 Ib 312. ff), das als solches von vornherein nicht un-
mittelbar  gestützt  auf  Art.  24  RPG  bewilligt  werden  kann,  kann  weder  dem  zitierten 
Richtplantext noch dem soeben erwähnten Verwaltungsgerichtentscheid entnommen 
werden.

Dem jenen Entscheid der Baurekurskommission II vollumfänglich bestätigenden 
Verwaltungsgerichtsentscheid  VB.2004.00563  und  VB.2005.00058  vom  17.  Novem-
ber  2005,  E.  3.4,  bleibt  schliesslich  zu  entnehmen,  dass  auch  das  Verwaltungsge-
richt  davon  ausgeht,  dass  kleine,  isolierte  Bau- und  Sondernutzungszonen  im  Hin-
blick auf eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet nach Möglichkeit zu ver-
meiden seien. Besondere Gründe liessen aber auch solche Zonen als gerechtfertigt 
erscheinen.  In  diesem  Zusammenhang  verweist  das  Verwaltungsgericht  auf  seinen 
Entscheid  VB.2005.00124  vom  23.  August  2005,  mit  dem  es  in  Bestätigung  eines 
weiteren  Entscheides  der  Baurekurskommission  II  (=  BEZ  2005  Nr.  42)  einen  klar 
ausserhalb  jeglichen  planlichen  und  faktischen  Siedlungszusammenhanges  liegen-
den  Gestaltungsplan  für  die  Erweiterung  eines  Behindertenheimes  (mithin  einen 
Gestaltungsplan  mit  der  materiell-nutzungsplanerischen  Funktion  einer  Zone  für  öf-
fentlichen Bauten) geschützt hat.

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7.1.  Demnach  ist  es  prinzipiell  zulässig,  im  Landwirtschaftsgebiet  des  Kantons 
Zürich  nicht  nur  Landwirtschaftszonen,  sondern  auch  Erholungszonen  auszuschei-
den. Dies ergibt sich zum einen aus der kantonal-richtplanerischen Zurverfügungstel-
lung des Instrumentes der Durchstossung und zum andern daraus, dass die Erstel-
lung  von  der  Erholung  dienenden  Bauten  und  Anlagen  ausserhalb  der  Bauzonen 
nicht  von  vornherein  auf  eine  Umgehung  von  Art.  24  RPG  hinausläuft  oder  sonst 
bundesrechtswidrig ist. 

Dabei dürfte die Zulässigkeit von Erholungszonen ausserhalb des Siedlungsge-
bietes gerade auch für grossflächige Erholungsanlagen wie etwa für Golfplätze prin-
zipiell  zu  bejahen  sein.  Würde  etwa  Industrie- und  Gewerbezonenland,  das  in  der 
Regel zur dichten Überbauung mit Industrie- und Gewerbebauten vorgesehen ist, zur 
Erstellung  von  Golfplatzanlagen  verwendet,  könnte  – einmal  abgesehen  von  der 
wirtschaftlichen Machbarkeit eines solchen Vorhabens – hierin wohl kaum mehr eine 
haushälterische und zweckmässige Bodennutzung, wie sie der von den Rekurrenten 
angerufene  Art.  75  BV  verlangt,  erblickt  werden.  Die  vom  kantonalen  Richtplan  ge-
forderte Begründung für eine Durchstossung – dass nämlich die betreffende Nutzung 
nicht  zweckmässig  innerhalb  des  Siedlungsgebietes  untergebracht  werden  könne 
(kantonaler Richtplan in der Fassung vom 2. April 2001, Richtplan-Text Ziffer 3.2.3 lit. 
c) – dürfte mit andern Worten gerade bei grossflächigen, baulich wenig dichten Erho-
lungsnutzungen in aller Regel vergleichsweise leicht fallen. Alsdann ist nicht zu ver-
kennen,  dass  Golfplätze  auf  Grund  ihrer  ausgedehnten  Grünflächen  und  ihrer  nur 
sehr geringfügigen Dichte von Bauten und Anlagen anders als andere der Erholung 
dienende  Bauten  und  Anlagen  wie  etwa  Reitsportzentren  mit  gross  dimensionierten 
Reithallen  geeignet  sind,  sich  vergleichsweise  unauffällig  in  Landschaften  einzufü-
gen. Dem Grundsatz, wonach die Landschaft zu schonen ist, indem sich Siedlungen 
und Bauten und Anlagen in die Landschaft einordnen sollen (Art. 3 Abs. 2 lit. b RPG), 
wird  mit  der Ansiedlung  von  Golfplätzen  im  Landwirtschaftsgebiet  somit  ebenfalls 
nicht etwa von vornherein widersprochen. 

Sodann kennt zwar auch schon der kantonale Siedlungs- und Landschaftsplan 
Erholungsgebiete; deren Nutzung für eine Erholungszone liesse auf eine Durchstos-
sung des Landwirtschaftsgebietes verzichten. Auf kantonaler Stufe werden indes nur 
Erholungsgebiete von besonderer Bedeutung ausgeschieden, nämlich vor allem sol-
che mit entsprechender Erholungseignung und entsprechendem Nachfragepotential. 
Dazu  gehören  typischerweise  etwa  Ziel- und Ausgangspunkte von Wandergebieten 
mit Aussichtspunkten oder Uferbereiche von Flüssen. Hinzu kommen als Spezialfälle 
grossflächig bezeichneten Erholungsgebiete am Zürichsee im Limmattal oder an der 
Thur  (kantonaler  Richtplan  in  der  Fassung  vom  2.  April  2001,  Richtplan-Text  Ziffer 
3.4.2.1).  Die  Ausscheidung  kantonaler  Erholungsgebiete  beruht  mit  andern  Worten 
auf bestimmten qualifizierenden Eigenschaften dieser Gebiete. Damit wäre eine Zur-
verfügungstellung  solcher  Gebiete  für Golfplätze im Allgemeinen wohl kaum zweck-
mässiger  und  richtplangerechter  als  die  Inanspruchnahme  von  Landwirtschaftszo-
nenland auf dem Wege der Durchstossung. Eben deswegen – weil die Erholungsbie-
te  des  kantonalen  Richtplanes  bei  weitem  nicht  alle  Freizeit- und  Erholungsbedürf-
nisse  der  Bevölkerung  raumplanerisch  abdecken  können  und  sollen  – stellt  ja  der 
kantonale  Richtplan  das  Institut  der  Durchstossung  für  Erholungszonen  zur  Verfü-
gung. Dieses ist mit andern Worten als die kantonalen Erholungsgebiete ergänzende 
kantonal-richtplanerische Grundlage für nachgeordnete Erholungszonen anzusehen. 
Schliesslich  kommt  hinzu,  dass  auch  kantonales  Erholungszonengebiet  der  Frucht-

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folgefläche  und  der  Landwirtschaftszone  zugewiesen  und  landwirtschaftlich  genutzt 
wird  (vgl.  VB.1998.00031,  E.  5.a  und  5.c).  Die  Inanspruchnahme  von  kantonalem 
Erholungszonengebiet für eine Golfanlage kann demnach gleichermassen zu einem 
Verlust von Landwirtschaftsland führen. 

7.2. Mit der Revision des regionalen Richtplanes am 8. Januar 2003 (Festlegung 
eines Erholungsgebietes Typ C; RRB Nr. 10/2003) ist nunmehr eine genügende re-
gional-richtplanerische Grundlage für die strittige Erholungszone geschaffen worden, 
was wie gesagt zuvor noch nicht der Fall war. Die Bestimmung von § 16 Abs. 1 PBG, 
wonach Nutzungsplanungen der Richtplanung zu entsprechen haben, ist damit ein-
gehalten. (…)

7.3. Erholungszonen im Sinne von §§ 61 f. PBG sind keine Bauzonen im Sinne 
von Art. 15 RPG, sondern Sondernutzungszonen im Sinne von Art. 18 RPG. Als Er-
holungszonen  sind  Flächen  auszuscheiden,  die  für  die  Erholung  der  Bevölkerung 
nötig sind (§ 61 Abs. 1 PBG), was impliziert, dass die «Flächen» bzw. die darauf vor-
gesehenen  Bauten  und  Anlagen  alsdann  der  «Bevölkerung»  auch  tatsächlich  zur 
Erholung offen stehen. Dies ist auch bei Golfplätzen, nicht etwa nur bei Erholungsan-
lagen wie z.B. öffentlichen Freibädern, die von einem weit grösseren Personenkreis 
frequentiert  werden,  der  Fall  (vgl.  BGE  1A.193/2001  E.  3.2).  Überdies  ist  nicht  zu 
verkennen,  dass  sich  das  Golfspiel  nachgerade  zu  einer  sehr  populären  Sportart 
entwickelt  hat.  Ausser  Zweifel  steht  schliesslich,  dass  das  Golfspiel  der  Erholung 
dient.  Damit  bildet  die  Erholungszone  gemäss  §§  61  f.  PBG  ohne  weiteres  die  für 
Golfplätze adäquate nutzungsplanerische Grundlage. 

Im Übrigen wird gemäss Ziffer 4.6 revBZO, wonach der Erlass detaillierter Nut-
zungsvorschriften  Sache  des  Gestaltungsplanes  ist,  die  Benutzbarkeit  des  Golfplat-
zes im Einzelnen mit den Gestaltungsplanvorschriften zu regeln sein; dies im Sinne 
der  sich  aus  dem  vorstehend  Gesagten  ergebenden  Anforderungen  an  eine  Erho-
lungszone. Mit den Erholungszonenvorschriften von Ziffer 2.21 und 2.22 revBZO wird 
schliesslich sichergestellt, dass das bestehende Wegnetz im Bereich der Erholungs-
zone auch von Reitern und Spaziergängern ungefährdet benutzt werden kann. Auch 
unter diesem Aspekt ist die Erholung der Öffentlichkeit somit (weiterhin) gewährleis-
tet.

7.4.  Die  streitbetroffene  Erholungszone  nimmt  eine  weite,  offene  Ebene  zwi-
schen dem Siedlungsgebiet von Y und X im Osten und dem – vom Siedlungsbiet her 
hinter  der  Ebene  liegenden  – teilweise  bewaldeten  Hanggebiet  im  Westen  in  An-
spruch.  Damit  würde  der  Golfplatz  in  optisch  befriedigender  Weise  zwischen  das 
Siedlungsgebiet  und  die  dahinter  als  Hanglage  stärker  in  Erscheinung tretende 
Landschaft  eingebettet  werden.  Das  wichtige  Element  der  dazwischen  liegenden 
weiten grünen Ebene müsste nicht geopfert werden. Der Charakter der offenen, wei-
ten  Landschaft  ist  nach  Ziffer  4.1  revBZO  vielmehr  möglichst  zu  erhalten,  was  mit 
einem Golfplatz  denn  auch  ohne  weiteres  möglich  erscheint.  Dem  Planungsgrund-
satz von Art. 3 Abs. 2 lit. b RPG, wonach sich Siedlungen und Bauten und Anlagen in 
die  Landschaft  einordnen  sollen,  wird  mit  dieser  Situierung  des  streitbetroffenen 
Golfplatzes demnach genügt. 

Mit Bezug auf den Siedlungszusammenhang ist festzustellen, dass die fragliche 
Erholungszone zwar ringsum von Landwirtschaftzonenland umgeben ist. Im Norden, 

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wo auch der Bereich Infrastruktur mit den entsprechenden Bauten und Anlagen vor-
gesehen ist, ist die Erholungszone indes nur durch einen knapp 100 m breiten Strei-
fen Landwirtschaftsland von der östlich davon gelegenen Gewerbezone der Gemein-
de Y getrennt; südlich im Gebiet der Gemeinde X trennt ein rund 250 m breiter Strei-
fen Landwirtschaftsland die Erholungszone von der dortigen Wohn- und Gewerbezo-
ne.  Insoweit  kann  ein  gewisses  Mass  an  planlichem  und  faktischem  Siedlungszu-
sammenhang zwischen der Erholungszone (und namentlich dem Bereich Infrastruk-
tur)  und  dem  Siedlungs- bzw.  Bauzonengebiet  durchaus  bejaht  werden.  Eine  Aus-
nahme bildet einzig der am Westrand der Erholungszone gelegene Bereich Garten-
bau,  der  indes  bereits  heute  mit  einem  Gebäude  belegt  ist.  Von  einer  «isolierten» 
Sondernutzungszone kann somit kaum gesprochen werden. 

(aber 

Im Übrigen  sind  selbst  raumplanerisch  verpönte  kleine  isolierte  Bau- und  Son-
dernutzungszonen  nur 
immerhin)  «nach  Möglichkeit»  zu  vermeiden 
(VB.2004.00563  und  VB.2005.00058,  E.  3.4),  was  allerdings  nicht  heisst,  dass  die-
sem Aspekt nicht grösstes Gewicht zukommt; die Zersiedelung der Landschaft ist zu 
vermeiden. Bei grossflächigen Erholungszonen erscheint die Standortwahl indes fak-
tisch  eingeschränkter.  Vorliegend  geht  es  um  eine  Anlage  mit  einer  Fläche  von  im-
merhin  rund  60  ha.  Dass  die  Erholungszone  nicht  unmittelbar  an  das  Bauzonenge-
biet  anstösst,  sondern  dazwischen  ein  Streifen  mit  Landwirtschaftszone  verbleibt, 
erscheint somit hinnehmbar. Namentlich kann mitnichten von einem ins Gewicht fal-
lenden Zersiedelungseffekt, den diese Situation zur Folge hätte, gesprochen werden; 
ein erhebliches Mass an örtlicher Konzentration von Siedlungs- und Erholungsgebiet 
bleibt vielmehr gewahrt. Dies im Übrigen auch deswegen, weil im Norden der beste-
hende  Sportplatz  (Freihaltezone)  an  die  Erholungszone  anstösst.  Schliesslich  bleibt 
darauf hinzuweisen, dass ein sogar noch breiterer Streifen Landwirtschaftsland zwi-
schen  der  Gewerbezone  und  dem  übrigen  Bauzonengebiet  von  Y  besteht.  Hierbei 
handelt es sich um eine rechtskräftig genehmigte Festsetzung. 

Auf Grund der Siedlungsnähe des Golfplatzes erscheint auch dessen verkehrs-
mässige Erschliessung zweckmässig; Belastungen durch lange Überlandfahrten der 
Benützer fallen weitestgehend ausser Betracht. Bauten und Anlagen sollen konzent-
riert erstellt werden, nämlich im Norden der Erholungszone (und damit nächstens der 
Gewerbezone  und  dem  Sportplatz).  Die  landschaftsverträgliche  Ausgestaltung  der 
Nutzungs-, Gestaltungs- und Massvorschriften für die erforderlichen Bauten und An-
lagen und des ganzen Erholungszonengebietes im Einzelnen wird wiederum Sache 
des Gestaltungsplanes sein (Ziffer 4.6 revBZO).

Insoweit ist die fragliche Durchstossung des kantonalen Landwirtschaftsgebietes 
mit  der  strittigen  Erholungszone  bzw.  mit  dem  akzessorisch  mit  zu  überprüfenden 
regionalen  Erholungsgebiet  am  Rand  des  Bauzonengebietes  von  Y  und  X  nicht  zu 
beanstanden.

8.1. Bei alldem ist indes noch nicht geprüft, ob die im kantonalen Siedlungs- und 
Landschaftsplan im fraglichen Gebiet festgelegte Fruchtfolgefläche der Erholungszo-
ne  entgegenstehe.  Die  Rekurrenten  beklagen  ja  namentlich  den  Verlust  von  Land-
wirtschaftsland.

Nach  Art.  104  Abs.  1  lit.  a  BV  sorgt  der  Bund  dafür,  dass  die  Landwirtschaft 
durch  eine  nachhaltige  und  auf  den  Markt  ausgerichtete  Produktion  einen  wesentli-

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chen  Beitrag  zur  sicheren  Versorgung  der  Bevölkerung  leistet.  Die  Richtpläne  der 
Kantone stellen fest, welche Gebiete sich für die Landwirtschaft eignen (Art. 6 Abs. 2 
lit.  a  RPG).  Mit  den  Nutzungsplänen  werden  Landwirtschaftszonen  ausgeschieden, 
die der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes,  der  Erhaltung  der 
Landschaft und des Erholungsraumes oder dem ökologischen Ausgleich dienen und 
entsprechend  ihren  verschiedenen  Funktionen  von  Überbauungen  weitgehend  frei-
gehalten  werden  (Art.  16  Abs.  1  Satz  1  RPG).  Im  4.  Kapitel  der  Raumplanungsver-
ordnung  (RPV)  sind  im  Speziellen  die  Fruchtfolgeflächen  geregelt.  Fruchtfolgeflä-
chen  sind  Teil  der  für  die  Landwirtschaft  geeigneten  Gebiete  (Art.  6  Abs.  2  lit.  a 
RPG).  Sie  umfassen  das  ackerfähige  Kulturland,  vorab  das  Ackerland  und  die 
Kunstwiesen  in  Rotation  sowie  die  ackerfähigen  Naturwiesen,  und  sie  werden  mit 
Massnahmen der Raumplanung gesichert (Art. 26 Abs. 1 RPV). Ein Mindestumfang 
an Fruchtfolgeflächen wird benötigt, damit in Zeiten gestörter Zufuhr die ausreichen-
de  Versorgungsbasis  des  Landes  im  Sinne  der  Ernährung  gewährleistet  werden 
kann (Art. 26 Abs. 1 und 3 RPV). Der Bund legt im Sachplan Fruchtfolgeflächen den 
Mindestumfang der Fruchtfolgeflächen und deren Aufteilung an die Kantone fest (Art. 
29  RPV).  Die  Kantone  sorgen  dafür,  dass  die  Fruchtfolgeflächen  den  Landwirt-
schaftszonen  zugeteilt  werden;  sie  zeigen  in  ihren  Richtplänen  die  dazu  erforderli-
chen  Massnahmen  auf  (Art.  30  Abs.  1  RPV).  Im  Sachplan  Fruchtfolgeflächen  vom 
Februar 1992 (S. 66) wurde für den Kanton Zürich der Mindestumfang an Fruchtfol-
gefläche  mit  44  400  ha  festgelegt.  Die  Fruchtfolgeflächen  sind  im  Siedlungs- und 
Landschaftsplan des Kantons Zürich als überlagernde (bundesrechtliche) Anordnung 
dargestellt. 

8.2. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass hier keine Änderung des kantonalen 
Richtplans  in  Frage  steht.  Das  kantonale  Landwirtschaftsgebiet  und  die  festgelegte 
Fruchtfolgefläche gelten damit im fraglichen Gebiet behördenverbindlich (§ 19 Abs. 1 
PBG)  weiter,  was  bei  einer  Aufgabe  der  Golfplatzes  vollumfänglich  zu  berücksichti-
gen wäre. 

Der kantonale Richtplan verlangt, dass, da der Gesamtumfang der Fruchtfolge-
fläche  dauernd  zu  erhalten  ist,  flächenverzehrende,  den  landwirtschaftlichen  Boden 
irreversibel zerstörende Nutzungen wie Einzonungen, Strassenbauprojekte und Ähn-
liches  grundsätzlich nur in sehr beschränktem Umfange und in der Regel  nur  unter 
Kompensation zulässig sind (kantonaler Richtplan in der Fassung vom 2. April 2001, 
Richtplan-Text Ziffer 3.2.2 am Ende). Eine solche Nutzung ist vorliegend nicht vorge-
sehen. Vorgesehen ist vielmehr eine Durchstossung mit einer baulich wenig intensiv 
genutzten Erholungszone. Diese Durchstossung ist schon deswegen nicht richtplan-
widrig,  weil  sie  nach  dem  Gesagten  vom  Richtplan  selber  erlaubt  wird,  und  zwar 
auch  im  Bereich  der  Fruchtfolgefläche,  der  offenbar  weiteste  Teile  des  kantonalen 
Landwirtschaftsgebietes zugewiesen sind. Der Richtplan verlangt bei der Durchstos-
sung nicht mehr und nicht weniger, als dass die Anordnungen des Sachplans Frucht-
folgeflächen «zu berücksichtigen» sind (Richtplan-Text Ziffer 3.2.3 lit. c am Ende). In 
welcher Weise dies zu geschehen hat, lässt der Richtplan offen und stellt es damit in 
das Ermessen der nachgeordneten Planungsträger. 

Mit  einem  Entscheid  VB.1998.00031  vom  18.  Dezember  1998  beurteilte  das 
Verwaltungsgericht  den  privaten  Gestaltungsplan  für  einen  9  Loch-Golfplatz.  Auch 
dort  hielten  die  Rechtsmittelkläger  den  Golfplatz  deswegen  für  richtplanwidrig,  weil 
der  Richtplan  das  dafür  beanspruchte  Gelände  als  Fruchtfolgefläche  bezeichnete. 

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Das Verwaltungsgericht wies diesen Standpunkt mit der Begründung zurück, Art. 14 
der  Bauvorschriften  des  Gestaltungsplanes  sehe  vor,  dass  der  Golfplatz  in  Zeiten 
gestörter  Zufuhr  wieder  in  eine  Landwirtschaftsfläche  zurückzuführen  sei.  Dies  ent-
spreche  dem  Zweck  der  Fruchtfolgeflächen.  Zwar  stelle  es  «keine  ideale  Lösung» 
dar,  Fruchtfolgeflächen  mittels  einer  Rekultivierungspflicht  von  zur  Zeit  anders  als 
landwirtschaftlich  genutztem  Land  zu  sichern.  Geradezu  untauglich  erscheine  das 
gewählte Vorgehen jedoch nicht (E.5c). Vorliegend besteht zwar keine Vorschrift ge-
nau gleichen Inhaltes. Ziffer 4.2 revBZO verlangt indes, dass Terrainveränderungen 
auf ein Minimum zu beschränken sind und die langfristige Fruchtbarkeit des Bodens 
sicherzustellen ist. Überdies ist die Funktionstüchtigkeit der bestehenden Entwässe-
rungsanlagen  zu  erhalten  (Ziffer  4.5  revBZO).  Damit  sind  auf  der  Ebene  der  Rah-
mennutzungsplanung  die  notwendigen  Grundlagen  für  eine  Rekultivierung  gelegt. 
Detailregelungen  werden  wiederum  Sache  des  Gestaltungsplanes  sein  (vgl.  Ziffer 
4.6 revBZO). 

Mithin  kann  auch  hingenommen  werden,  dass  die  fragliche  Fruchtfolgefläche 
nicht mehr einer Landwirtschaftszone, sondern einer Erholungszone zugewiesen ist. 
Hat  es  das  Verwaltungsgericht  in  VB.1998.00031,  E.5c,  unter  dem  Aspekt  der 
Fruchtfolgeflächensicherung  als  zulässig  erklärt,  eine  Landwirtschaftszone  «direkt» 
mit  einem  Gestaltungsplan  für  einen  Golfplatz  zu  überlagern,  muss  auch  dies  auch 
für die Festsetzung einer Erholungszone für einen Golfplatz mit nachfolgendem Ges-
taltungsplan  gelten.  Beides  hat  nämlich  für  die  Nutzung  des  Bodens  die  gleichen 
Folgen  und  ist  daher  mit  Bezug  auf  die  Fruchtfolgeflächensicherung  auch  gleich  zu 
beurteilen. 

Damit  ist  die  streitbetroffene  Erholungszone  auch  unter  dem  Aspekt  der  richt-

planerischen Festlegung einer Fruchtfolgefläche zu schützen.

8.3.1.  Unzweckmässig  wäre  es  indes  wohl,  ausgerechnet  Landwirtschaftsland 
von höchster Qualität für einen Golfplatz zu beanspruchen; dies auch bei Sicherstel-
lung  der  Bodenfruchtbarkeit.  Diesfalls  würde  sich  die  Frage  stellen,  ob  die  Durch-
stossung  des  von  der  Fruchtfolgefläche  überlagerten  Landwirtschaftsgebietes  mit 
einer Erholungszone nicht auf einer sachlich nicht mehr vertretbaren Abwägung der 
berührten räumlichen Interessen beruhe und damit namentlich auch Art. 3 RPV ver-
letze,  wonach  die  Behörden,  wenn  ihnen  bei  der  Erfüllung  und  Abstimmung  raum-
wirksamer  Aufgaben  Handlungsspielräume  zustehen,  die  Interessen  nach  den  in 
Abs. 1 lit. a-c der Norm genannten Modalitäten gegen einander abwägen und umfas-
send berücksichtigen. 

Die  Baurekurskommission  II  hat  daher  die  Fachstelle  Bodenschutz  des  Amtes 
für  Landschaft  und  Natur  der  Volkswirtschaftsdirektion  des  Kantons  Zürich  um  die 
Erstattung  eines  Amtsberichtes  über  die  agrarwirtschaftliche  Bodenqualität  im  Be-
reich der strittigen Erholungszone ersucht. Es wurde zusammengefasst wiedergege-
ben namentlich nach der bestehenden landwirtschaftlichen Eignung der Böden in der 
Erholungszone  gefragt  und  um  die  Erstellung  einer  Plankopie  der  landwirtschaftli-
chen  Eignungskarte  für  den Erholungszonenperimeter  von  rund  60  ha  sowie  für  ei-
nen  weiteren  Umkreis  (Umgebungsperimeter)  von  zusätzlich  100  ha  sowie  um  die 
Auswertung  der  Flächenanteile  gemäss  der  10-stufigen  Skala  der  Bodeneignungs-
karte unter Berücksichtigung der gesamtkantonalen Flächenbilanz gebeten. 

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Die  Stufen  1  und  2  umfassen  uneingeschränkte  Fruchtfolgeflächen  1.  und  2. 
Güte, die Stufen 3 und 4 getreidebetonte Fruchtfolgeflächen 1. und 2. Güte, die Stufe 
5 umfasst die futterbaubetonte Fruchtfolge und der Stufe 6 sind Böden mit folgender 
Qualifikation zugeteilt: «Futterbau bevorzugt, Ackerbau stark eingeschränkt».

Aus dem Amtsbericht vom 24. Juni 2004 ergibt sich, dass innerhalb der Skala 1-
10  73  Prozent  vom  Erholungszonenboden  der  Stufe  6  zugeordnet  sind.  Im  Umge-
bungsperimeter sind es 45 Prozent. Gesamtkantonal liegen 12 Prozent der Böden in 
der Stufe 6, 64 Prozent liegen über der Stufe 6 (also in den Stufen 1-5) und 26 Pro-
zent  unter  der  Stufe  6  (also  in  den  Stufen  7-10  [der  Umstand,  dass  dergestalt  die 
Prozentzahl  von  102  erreicht  wird,  dürfte  wohl  auf  Auf- und Abrundungen innerhalb 
der einzelnen Stufen zurückzuführen sein]). Demgegenüber liegen in der Erholungs-
zone 28 Prozent der Böden über der Stufe 6, und im Umgebungsperimeter  sind  es 
34 Prozent. (…) 

Die Rekurrenten weisen darauf hin, dass in der Erholungszone keine Böden un-
ter  der  Klasse  6  (also  Klasse  7  bis  10)  vorkommen,  im  Umgebungsperimeter  indes 
22 Prozent der Böden und im ganzen Kanton Zürich sogar 28 Prozent [recte: 26 Pro-
zent] der Böden unter dieser Klasse lägen. Genau dieser Sachverhalt sei für sie ent-
scheidend. Mit dem Wegfall der Erholungszonenflächen würden die Rekurrenten das 
ertragreichste Land verlieren, auf welchem sie am kostengünstigsten und effizientes-
ten produzieren könnten. Es soll nicht übersehen werden, dass die Rekurrenten mit 
der  Ausscheidung  der  Erholungszone  bzw.  dem  nachfolgenden  Golfplatz  für  sie 
wertvolles Landwirtschaftsland und damit auch Einkommen verlören. Aus raumplane-
rischer Sicht können indes solche subjektiven, wirtschaftlichen Interessen – nicht an-
ders  als  etwa  bei  wirtschaftlich  gegebenenfalls  gleichermassen  empfindlich  tangie-
renden Ab- oder Auszonungen – nur sehr bedingt eine Rolle spielen. Der Richtplan 
erlaubt  die  fragliche  Durchstossung,  und  objektiv  unzweckmässig  wäre  sie  – wenn 
überhaupt  – nur  bei  einer  deutlich  höheren  landwirtschaftlichen  Eignung  der  betref-
fenden  Böden.  Insofern  erscheint  auch  dieser  Einwand  der  Rekurrenten  rechtlich 
unbehelflich. 

8.3.2. Der Amtsbericht verlangt schliesslich, beim Bau der Anlagen seien Mass-
nahmen  zu  treffen,  durch  die  eine  vollständige  und  langfristige  Sicherung  des  Bo-
dens gewährleistet werden könne; dies im Hinblick auf einen möglichen Wegfall des 
Golfplatzes  und  die  Wiederherstellung  der  ursprünglichen  Bodenfruchtbarkeit.  Die 
Rekurrenten  betrachten  dies  als  reines  Wunschdenken.  Es  sei  mit  einer  Verschie-
bung von bis zu 60'000 m3 Erdmasse zu rechnen. Bei Arbeiten in der Ebene würden 
zudem die Drainageleitungen zerstört. 

Zunächst  ist  erneut  darauf  hinzuweisen,  dass  das  Verwaltungsgericht  im  er-
wähnten Urteil VB.1998.00031 vom 18. Dezember 1998 die Wahrung der Fruchtfol-
gefläche durch eine Rekultivierung nicht als zweckuntauglich beurteilt hat. Soweit mit 
den  rekurrentischen  Bedenken  im  speziellen  der  Bodenschutz  angesprochen  wird, 
wird  die  entsprechende  Prüfung  Sache  der  Umweltverträglichkeitsprüfung  sein,  die 
erst mit dem Gestaltungsplan durchzuführen sein wird (Einführungsverordnung über 
die Umweltverträglichkeitsprüfung, Anhang Ziffer 60.7; vgl. die Weisung zu Handen 
der Gemeindeversammlung Y vom 18. Juni 2001, lit. b). Es wäre unzulässig, die Er-
gebnisse  der  noch  nicht  durchgeführten  Umweltverträglichkeitsprüfung  auch  nur  in 
Teilen  bereits  in  diesem  die  Rahmennutzungsplanung  beschlagenden  Verfahren 

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vorwegzunehmen.  Vielmehr  muss  der  Bauherrschaft  die  Gelegenheit,  im  Rahmen 
der  nachfolgenden  Umweltverträglichkeitsprüfung  die  nötigen  umweltschutzrechtli-
chen Nachweise zu erbringen, vollumfänglich belassen werden.

Allenfalls  wäre  im  Rahmen  einer  Gesamtbetrachtung  von  Raumplanung  und 
Umweltschutz  bereits  bei Beurteilung  der  Erholungszone  zu  berücksichtigen,  wenn 
ein in puncto Bodenschutz von vornherein gänzlich ungeeignetes Terrain ausgesucht 
worden  wäre.  Dies  ist  hier  indes  offenkundig  nicht  der  Fall.  Zwar  wird  auch  in  der 
Beurteilung  des  Berichtes  zur  Voruntersuchung  (Bericht  der  Koordinationsstelle  für 
Umweltschutz der Baudirektion des Kantons Zürich vom 13. November  2001,  Ziffer 
1.2) ausgesagt, beim vorgesehenen Projekt sei mit erheblichen Geländeveränderun-
gen (40 000 bis 60 000 m3 Aushubmaterial) zu rechnen. Grundsätzlich würden durch 
solche  Massnahmen  die  natürlich  gewachsenen  Bodenstrukturen  zerstört,  was  im 
Widerspruch zu Art. 2 der eidgenössischen Verordnung über die Belastung des Bo-
dens stehe. Dies führt indes die Koordinationsstelle etwa nicht zum Schluss auf eine 
umweltschutzrechtliche Undurchführbarkeit des Golfplatzes, sondern nur dazu, eine 
Reduktion  der  durch  die  Bauarbeiten  tangierten  Flächen  und  Aushubbewegungen 
auf  ein  absolut  zwingendes  Minimum  und  nach  Möglichkeit  auf  bereits  durch 
menschliche  Eingriffe  gestörte  Böden  zu  verlangen;  dies  begleitet  von  der  Feststel-
lung,  beim  vorliegenden  Projekt  seien  die  Möglichkeiten  einer  Reduktion  noch  nicht 
ausgeschöpft. 

Hinzu  kommt,  dass  beim  Bau  von  Golfanlagen  der  Boden  regelmässig  mehr 
oder weniger flächenintensiv  ab- und aufgetragen wird. Grossflächige Terrainverän-
derungen  sind  vor  allem  dann  unumgänglich,  wenn  Golfbahnen  über  Kuppen  oder 
entlang von Hängen erstellt werden müssen. Angesichts der vorliegend flachen Be-
schaffenheit  kann  somit  gerade  nicht  gesagt  werden,  das  gewählte  Terrain  sei  bo-
denschutzmässig von vornherein ungeeignet (so auch der Amtsbericht der Fachstel-
le Bodenschutz, S. 2). Daran ändert auch nichts, dass das flache Land auch aus der 
Sicht der rationellen maschinellen Bewirtschaftung sehr günstig ist. Im Übrigen muss 
die Erstellung des Golfplatzes keineswegs zwingend mit einer Zerstörung der beste-
henden  Drainagen verbunden sein. Das diesbezügliche Verbot in Ziffer 4.5 revBZO 
kann mit entsprechenden Massnahmen bei der Erstellung des Golfplatzes eingehal-
ten werden, was mit dem Bauprojekt nachzuweisen sein wird. 

10.2.  Die  vorstehende  Beurteilung  nimmt  verschiedentlich  Bezug  auf  den  in 
Aussicht  stehenden  Gestaltungsplan.  Diesem  wird  zusammen  mit  der  Umweltver-
träglichkeitsprüfung  eine  wesentliche  Stellung  im  Planungsverfahren  für  den  Golf-
platz zukommen. Dies veranlasst die Baurekurskommission II zu einer Bemerkung zu 
Ziffer 4.7 revBZO, wonach die Gemeinderäte (also die Exekutivorgane) zur Festset-
zung dieses Gestaltungsplanes zuständig sind.

Nach § 86 PBG bedürfen private Gestaltungspläne der Zustimmung des für den 
Erlass  der  Bau- und  Zonenordnung  zuständigen  Organs.  Überschreiten  sie  die  für 
Arealüberbauungen im betreffenden Gebiet geltenden Rahmen nicht, genügt die Zu-
stimmung des Gemeinderates. Mit Beschluss BRKE IV Nr. 18/2004 vom 19. Februar 
2004 hat die Baurekurskommission IV entschieden, dass, wenn die Bau- und Zonen-
ordnung  Arealüberbauungen  in  der  betreffenden  Zonen  gar  nicht  zulässt,  besagte 
Regelung dahingehend zu interpretieren ist, dass die Zuständigkeit der kommunalen 
Legislative  schon  dann  gegeben  ist,  wenn  die  mit  dem  Gestaltungsplan  einzuräu-

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menden  Baumöglichkeiten  über  die  Regelbauvorschriften  hinausgehen.  Verallge-
meinert  gesagt  dürfte  die  Zustimmungskompetenz  immer  dann  bei  der Legislative 
liegen, wenn mit dem Gestaltungsplan gegenüber der Grundordnung (einschliesslich 
allfälliger  Arealüberbauungsboni)  ein  Mehreres  an  Baumöglichkeiten  zugelassen 
wird. 

Diese  Rechtslage  erweckt  ganz  erhebliche  Zweifel,  ob  es  vorliegend  zulässig 
sei, die Zustimmung zum privaten Gestaltungsplan, mit dem die Nutzungs-,  Gestal-
tungs- und  Massvorschriften  für  die  Bauten  und  Anlagen  in  der  Erholungszone  zu 
einem grossen Teil überhaupt erst aufgestellt werden sollen, der Gemeindeexekutive 
zu überlassen. Nachdem die fragliche Bestimmung nicht angefochten worden ist, ist 
indes  von  deren  abschliessender  Überprüfung  abzusehen.  Immerhin  ist  darauf  hin-
zuweisen,  dass  dieser  Einwand  hernach  gegen  den  Gestaltungsplan  erhoben  wer-
den könnte, mit der Begründung, die Bestimmung von Ziffer 4.7 revBZO vermöge die 
zwingende  Zuständigkeitsordnung  von  §  86  PBG  nicht  zu  derogieren.  Dies  veran-
lasst die Baurekurskommission II, bereits in diesem Verfahren auf diesen Punkt we-
nigstens aufmerksam zu machen.

11. Demnach sind die Rekurse abzuweisen.

(Hinweis: Vgl. BEZ 2006 Nr. 62)