# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3544eba-8d69-58d0-b882-6b652cc321e1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 26.01.2022 SK1 2020 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2020-4_2022-01-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 26. Januar 2022

Referenz SK1 20 4

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill
Poststrasse 43, Postfach 46, 7001 Chur 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Berufungsbeklagte

B._____
Privatkläger

Gegenstand üble Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Prättigau/Davos vom 31.10.2019, mitgeteilt 
am 17.01.2020 (Proz. Nr. 515-2019-17)

Mitteilung 24. Januar 2023

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Sachverhalt

A. Mit Urteil vom 31. Oktober 2019 sprach das Regionalgericht Prätti-
gau/Davos A._____ der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB schuldig. 
Dafür bestrafte es ihn mit einer Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu je CHF 60.00 
und einer Busse von CHF 60.00, wobei der Vollzug der Geldstrafe unter Anset-
zung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben wurde. Die Ersatzfreiheits-
strafe für die Busse legte es auf einen Tag fest. Die Zivilforderung des Privatklä-
gers B._____ verwies das Regionalgericht auf den Zivilweg. Die Verfahrenskosten 
von CHF 4'946.00 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft 
Graubünden CHF 1'346.00; Gerichtsgebühren CHF 3'600.00) auferlegte es 
A._____.

B. Gegen das am 4. November 2019 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte 
Urteil des Regionalgerichts Prättigau/Davos meldete A._____ am 6. November 
2019 Berufung an. Daraufhin teilte das Regionalgericht Prättigau/Davos den Par-
teien am 17. Januar 2020 das begründete Urteil mit. Mit Berufungserklärung vom 
31. Januar 2020 beantragte A._____ (nachstehend: Berufungskläger), das Urteil 
des Regionalgerichts vom 31. Oktober 2019 sei vollumfänglich aufzuheben und er 
sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz vom Vorwurf der 
üblen Nachrede freizusprechen. 

C. Mit Eingabe vom 10. Februar 2020 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf 
eine Stellungnahme gemäss Art. 400 Abs. 3 StPO.

D. Die Berufungsverhandlung fand am 25. Januar 2022 statt. Die Staatsan-
waltschaft verzichtete vorgängig auf die Teilnahme. Kurz vor Beginn der Verhand-
lung teilte B._____ (nachfolgend Privatkläger) dem Kantonsgericht von Graubün-
den telefonisch mit, dass er sehr krank sei. Prioritär ersuche er um einen Ver-
schub der Verhandlung, damit er seine Forderung von CHF 220'000.00 sauber 
belegen könne. Das Kantonsgericht wies das Verschiebungsgesuch ab und die 
Hauptverhandlung wurde in Abwesenheit von B._____ durchgeführt. Der Beru-
fungskläger hielt an seinen bisherigen Anträgen fest. In formeller Hinsicht stellte er 
zudem den Antrag auf Edition eines Strafurteils in Sachen B._____. Auf die münd-
liche Eröffnung des Urteils wurde mit Einverständnis des Berufungsklägers ver-
zichtet. Stattdessen wurde das Urteil den Parteien am Folgetag schriftlich im Dis-
positiv mitgeteilt.

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Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das 
Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (vgl. Art. 398 Abs. 1 
StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Ge-
richt innert zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Pro-
tokoll anzumelden. Nach Art. 399 Abs. 3 StPO reicht die Partei, die Berufung an-
gemeldet hat, dem Kantonsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des be-
gründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung ein, worin sie anzugeben 
hat, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (lit. a), welche 
Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) und welche Be-
weisanträge sie stellt (lit. c). Die genannten Eintretensvoraussetzungen geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung ist demzufolge einzutreten.

2. Beweisanträge

Der Berufungskläger stellte anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung den Be-
weisantrag auf Edition eines allfälligen Strafurteils in Sachen B._____. Darauf ist 
in der entsprechenden Erwägung einzugehen. 

3. Anklage

Gemäss Anklageschrift vom 17. Juli 2019 wird dem Berufungskläger vorgeworfen, 
am 12. Januar 2018 an vier Adressaten eine E-Mail geschickt zu haben, worin er 
unter anderem mitteilte, dass er in der Davoser Zeitung den Artikel über die ge-
plante E._____ (Jagdfest vom 19. bis 21. Oktober 2018 in Davos) gelesen habe. 
Da er B._____, den Initianten und OK-Präsidenten, persönlich kenne, wolle er den 
Adressaten der E-Mail einige Informationen über ihn nicht vorenthalten. Die Jä-
gersektion Davos distanziere sich in aller Form von der E._____. An die besagte 
E-Mail hängte er unter anderem einen Zeitungsbericht mit dem Titel "Warnung vor 
I._____-Tours; Strafklage wegen Betrugs angedroht", einen Bericht mit dem Titel 
"Werden so die Leute hereingelegt? Die dubiosen Geschäfte des B._____" und 
einen Zeitungsbericht mit dem Titel "B._____ unmoralisches Spiel vorerst ge-
stoppt: Jetzt sitzt er im Gefängnis" an. Die angehängten (Zeitungs-)Berichte waren 
undatiert, weshalb die Empfänger der Berichte diese zeitlich nicht einordnen konn-
ten. Zudem hängte der Berufungskläger an die E-Mail zwei Auszüge aus dem Be-
treibungsregister über B._____ aus den Jahren 1993 bis Mitte 1996 sowie aus den 
Jahren 1994 bis Mitte 1996 an. B._____ stellte am 2. März 2019 Strafantrag be-
treffend Ehrverletzung gegen den Berufungskläger und konstituierte sich als Pri-

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vatkläger im Sinne von Art. 118 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 StPO (StA act. 
3.3).

4. Tatbestand der üblen Nachrede 

Der üblen Nachrede macht sich schuldig, wer jemanden bei einem anderen eines 
unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf 
zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt, sowie wer eine solche Beschuldigung 
oder Verdächtigung weiterverbreitet (Art. 173 Ziff. 1 StGB). Der Berufungskläger 
war von Beginn an geständig, die fraglichen E-Mails mit den genannten Zeitungs-
artikeln sowie den Betreibungsregisterauszügen an die aufgeführten E-
Mailadressen versendet zu haben (StA act. 3.48, Frage 1). Die Vorinstanz kam im 
Rahmen ihrer rechtlichen Würdigung zutreffend zum Schluss, dass sowohl die 
zugestellten Betreibungsregisterauszüge wie auch die Zeitungsartikel geeignet 
waren, die Ehre und den Ruf des Privatklägers zu schädigen und dass der Beru-
fungskläger zumindest in Kauf genommen hatte, dass die von ihm weiterverbreite-
ten Dokumente rufschädigend sein könnten. Mit der Vorinstanz kann somit davon 
ausgegangen werden, dass der Berufungskläger mit seinem Verhalten sowohl den 
objektiven wie auch den subjektiven Tatbestand der üblen Nachrede im Sinne von 
Art. 173 Ziff. 1 StGB erfüllt hat. Daran vermag auch nicht zu ändern, dass der Be-
rufungskläger – wie er selbst geltend macht – den Inhalt der versendeten Doku-
mente nicht kommentierte respektive interpretiert hatte. Sowohl der Betreibungs-
registerauszug und wie auch die Zeitungsartikel enthalten potentiell ehrenrührige 
Behauptungen zu Lasten des Privatklägers. Dabei handelt es sich um ältere Arti-
kel, wobei daraus nicht hervorgeht, ob sich die darin erhobenen Anschuldigungen 
in der Folge als zutreffend erwiesen haben und rechtliche Konsequenzen hatten. 
Der Berufungskläger selbst liess über seinen Rechtsvertreter im Rahmen des Plä-
doyers ausführen, dass die Aussagen und der Inhalt der Presseerzeugnisse "wohl 
in der Tat für Herrn B._____ wenig ehrenhaft" gewesen seien (vgl. KG act. H.1 
S.11). Es bedurfte daher keiner weiteren Äusserungen des Berufungsklägers, um 
den Tatbestand der üblen Nachrede zu erfüllen. Auch sein Einwand, die Zusen-
dung dieser Dokumente sei lediglich an einen "eingeweihten Personenkreis", er-
folgt, der sich mit der E._____ befasst hatte, lässt keine andere Schlussfolgerung 
zu. Vielmehr reicht es zur Erfüllung des Tatbestands aus, wenn die Äusserung 
gegenüber einem Dritten ("einem Anderen") erfolgte, wobei es genügt, wenn es 
sich um eine einzige Person handelt, die nicht zur Geheimhaltung verpflichtet ist. 
Somit hat sich der Berufungskläger der üblen Nachrede nach Art. 173 Ziff. 1 StGB 
schuldig gemacht.

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5. Rechtfertigungs-, Schuldausschliessungs- und Strafhinderungsgründe

Liegt eine Ehrverletzung vor, ist sie noch nicht zwingend strafbar. Vorbehalten 
bleiben Rechtfertigungs-, Schuldausschliessungs- und andere Strafhinderungs-
gründe. Die allgemeinen Rechtfertigungsgründe haben dabei Vorrang vor den Ent-
lastungsbeweisen (vgl. Franz Riklin, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar Strafrecht II, 4. Auflage, Basel 2019, N 49 Vor Art. 173 StGB sowie N 12 
zu Art. 173 StGB). Allgemeine Rechtfertigungs- oder Schuldausschliessungsgrün-
de sind im konkreten Fall nicht ersichtlich. Solche wurden auch nicht geltend ge-
macht.

6. Zulassung zum Entlastungsbeweis

Beweist die beschuldigte Person, dass die von ihr vorgebrachte oder weiterver-
breitete Äusserung der Wahrheit entspricht, oder dass sie ernsthafte Gründe hat-
te, sie in guten Treuen für wahr zu halten, so ist sie nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 
StGB). 

6.1. In der Regel wird der Entlastungsbeweis (Wahrheits- bzw. Gutglaubensbe-
weis) zugelassen (BGE 132 IV 112 E. 3.1 mit Hinweisen). Die kumulativen Vor-
aussetzungen für den Ausschluss des Entlastungsbeweises sind einerseits das 
Fehlen einer begründeten Veranlassung für die Äusserung und andererseits die 
überwiegende Absicht, jemandem Übles vorzuwerfen. Beide Voraussetzungen 
müssen je für sich betrachtet werden. Es darf nicht von der einen auf die andere 
geschlossen werden (BGE 132 IV 112 E. 3.1; 116 IV 31 E. 3; je mit Hinweisen). 
Eine begründete Veranlassung kann sich auf öffentliche oder private Interessen 
beziehen. Sie muss objektiv bestanden haben und Beweggrund für die Äusserung 
gewesen sein. Es muss ein tatsächlich zureichender Anlass bestehen, die Äusse-
rung bei der Gelegenheit und in dieser Form zu tun, bei der und wie sie getan 
wird. Dass der Täter sich bloss vorstellt, in Wahrung öffentlicher Interessen oder 
sonst wie mit begründeter Veranlassung zu handeln, genügt nicht. Für die Zulas-
sung zum Entlastungsbeweis genügt, dass die Äusserung auch – wenn vielleicht 
nur zum kleineren Teil – aus begründeter Veranlassung getan wurde. Benutzt in-
dessen der Täter die objektiv begründete Veranlassung nur als Vorwand, um den 
Angegriffenen persönlich zu treffen, so steht ihm der Entlastungsbeweis nicht zu 
(BGE 82 IV 91 E. 3)

6.2. Der Berufungskläger liess im Rahmen seines Plädoyers (vgl. KG act. H.1 S. 
2 ff.) ausführen, er habe als Mitglied der Jägersektion C._____ davon Kenntnis 
erlangt, dass B._____ plane, eine D._____ grossen Ausmasses zu organisieren. 
Deshalb sei dieser an den Vorstand der Sektion gelangt und habe um Unterstüt-

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zung gebeten. Vorgängig habe er hierzu ein Mitgliedsgesuch für die Jägersektion 
Davos gestellt. Im Zusammenhang mit dem Beitrittsgesuch seien Fragen über die 
Person von B._____ aufgekommen, zumal er angegeben habe, bereits 1976 bis 
2009 Mitglied dieser Sektion gewesen zu sein. Die eher älteren Mitglieder hätten 
B._____ gekannt und gewusst, dass er nicht so lange im Verein gewesen sei so-
wie in den achtziger und neunziger Jahren nicht nur in Davos, sondern auch an-
dernorts ein finanzielles Desaster angerichtet habe und über einen sehr einschlä-
gigen Ruf verfüge. Er selbst habe aus eigener Erfahrung wie auch aus den Erzäh-
lungen seines Vaters gewusst, dass in der damaligen Zeit die leeren Verspre-
chungen von B._____ sehr vielen Leuten finanziellen Schaden zugefügt hätten. 
Zudem habe er im Zusammenhang mit seiner Mitarbeit zur Jubiläumsschrift der 
Sektion Davos im Jahr 2016, als er intensiv das Archiv durchforscht habe, Kennt-
nisse von den dort gelagerten Dokumenten erlangt. Gerade weil der aktuelle Prä-
sident die Geschichte rund um B._____ nicht gekannt habe, habe sich der Beru-
fungskläger bereit erklärt, das im Archiv Vorhandene zu besorgen. In Verbindung 
mit den eindringlichen Warnungen von altgestandenen Mitgliedern der Sektion 
und dem vom Kassier eingeholten aktuellen Betreibungsregisterauszug habe sich 
der Vorstand entschlossen, sich von B._____ zu distanzieren und nicht an der ge-
planten D._____ mitzumachen. Man habe nicht nur Bedenken hinsichtlich des 
Rufs der Jägersektion C._____, sondern auch mit Blick auf die finanziellen Aus-
wirkungen eines solchen Grossanlasses gehabt. Die Ängste des Vorstandes seien 
gewesen, dass man wieder Geld verliere. Die Distanzierung der Jägersektion Da-
vos sei sowohl B._____ wie auch den Mitgliedern des Organisationskomitees mit-
geteilt worden. Rund zwei Monate später habe die Davoser Zeitung prominent 
einen Leitartikel mit Bild von B._____ publiziert, wonach im Oktober 2018 die erste 
D._____ in C._____ stattfinde. Die blumige Umschreibung des Jagdfestes habe 
dem unbefangenen Leser suggeriert, dass auch die örtlichen Jäger in diesen An-
lass eingebunden seien. Daher habe man reagieren müssen und die Mitglieder 
des OK, die mögliche Vermieterin und die Berichterstatterin darauf hinweisen 
müssen, dass sich die Jägersektion C._____ von diesem Anlass distanziere. Die-
se ablehnende Haltung habe begründet werden müssen, weshalb im Nachgang 
zur Vorinformation durch den Präsidenten das im Archiv Aufgefundene der E-Mail-
Sendung beigelegt worden sei. Der Berufungskläger habe zum einen die Sektion 
schützen wollen, andererseits habe er aber auch die Mitglieder des OK gekannt. 
Die Zeitungsartikel seien für ihn wahr gewesen. Es habe schon damals beim Aus-
schluss von B._____ grossen Wirbel gegeben. Er habe keinen Grund gehabt, de-
ren Wahrheit anzuzweifeln. Im Rahmen seiner Einvernahme an der Hauptver-
handlung vom 25. Januar 2022 antwortete der Berufungskläger auf die Frage hin, 
was ihn dazu veranlasst habe, die besagte E-Mail zu schreiben, dass diese im 

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Zusammenhang mit der E._____ zu sehen sei. Sie hätten von B._____ eine An-
frage zur Teilnahme erhalten. Gleichzeitig habe er ein Beitrittsgesuch für die Sek-
tion gestellt. Der Berufungskläger habe gewusst, dass B._____ schon einmal aus-
geschlossen worden sei, und er habe auch noch die Akten dazu gehabt. Er habe 
gewollt, dass niemand aus der Sektion und auch nicht die Organisatoren einen 
Schaden erleiden würden. Er habe B._____ nicht schaden wollen (vgl. KG act. H.3 
Frage 3). 

6.3. Der Berufungskläger macht glaubhaft geltend, dass die Zusendung der 
fraglichen Dokumente im Zusammenhang mit der geplanten E._____ stand. Es 
handelte sich um einen Grossanlass in C._____, welcher dementsprechend auch 
kostenintensiv werden würde. In besagtem Zeitungsartikel war die Rede von ei-
nem Konzert als Höhepunkt mit der Beteiligung von 115 Künstlern in einem Saal 
mit 1'800 Sitzplätzen. Rund um diesen Auftritt sollte zusätzlich ein "grosses, freu-
diges Jagdfest entstehen, das die verschiedenen Facetten des Waidwerks sowohl 
für Jäger als auch das interessierte Publikum zelebriert". Dass aufgrund dieser 
Berichterstattung über das bevorstehende Event in C._____ bei der Leserschaft 
der Anschein erweckt werden könnte, dass dies mit Beteiligung der Jägersektion 
C._____ stattfinden würde, ist nicht von der Hand zu weisen. Daher ist es nach-
vollziehbar, dass für den Berufungskläger ein Anlass bestand, dies unter Darle-
gung der Gründe richtigzustellen und überdies die Mitglieder des OK vor mögli-
chen finanziellen Risiken zu warnen. Im Rahmen der Strafuntersuchung machte er 
zudem glaubhaft, dass vor der Versendung der entsprechenden Dokumente ein 
aktueller Betreibungsregisterauszug von B._____ eingeholt worden war und dem 
Berufungskläger dieser auch bekannt war. Er konnte sich somit davon vergewis-
sern, dass die Problematik bezüglich der Geschäftsgebaren von B._____ weiter-
hin vorhanden war. Aufgrund seiner Erfahrungen und Vorkenntnisse und des vor-
gängig eingeholten aktuellen Betreibungsregisterauszugs durfte er daher davon 
ausgehen, dass auch gegenwärtig noch ein Warnungsbedürfnis bestand. Insofern 
durfte er annehmen, dass die Informationen, welche die Empfänger aus den zu-
gestellten älteren Betreibungsregisterauszügen gewinnen konnten, nämlich, dass 
sich B._____ bei früheren Geschäften verschuldet hatte, weiterhin aktuell waren. 
Es ging ihm nicht darum, die alten Geschichten wieder in Erinnerung zu rufen, um 
den Ruf von B._____ zu schädigen. Er wollte vielmehr verhindern, dass die Jäger-
sektion C._____ weiterhin mit dem Fest in Verbindung gebracht wurde und er 
wollte den an der Organisation der E._____ beteiligten Personen aufzuzeigen, 
dass B._____ bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit seiner Ge-
schäftstätigkeit Unregelmässigkeiten vorgeworfen worden waren. Deshalb war er 
davon überzeugt, dass B._____ für den Anlass eine Gefahr darstellte, weshalb er 

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sowohl die Jägersektion wie auch das OK vor möglichen Verlusten schützen woll-
te.

6.4. Die inkriminierten Äusserungen des Berufungsklägers standen zudem in-
haltlich im Zusammenhang mit der geplanten E._____. Er wurde nicht ausserhalb 
dieser Angelegenheit tätig, versandte also die Zeitungsberichte und den Betrei-
bungsregisterauszug nicht willkürlich oder hetzerisch an verschiedene Adressan-
ten, welche mit dem geplanten Ereignis nichts zu tun hatten. Vielmehr beschränk-
te er sich auf ein reaktives Tätigwerden im Anschluss an die Publikation eines Zei-
tungsartikels, welcher eine mögliche Beteiligung der Jägersektion Davos sugge-
rierte. Im Vordergrund stand damit nicht die Diffamierung von B._____, sondern 
die Richtigstellung des Berichts und damit verbunden die Begründung der Haltung 
der Jägersektion C._____ sowie die Warnung der Mitglieder des OK vor finanziel-
len Verlusten. Daraus kann geschlossen werden, dass der Berufungskläger 
B._____ durch die Verbreitung der fraglichen Dokumente zwar in ein negatives 
Licht rückte, dass es ihm aber gerade nicht primär darum ging, dem Privatkläger 
Übles vorzuwerfen. Es stand damit die Informationsabsicht im Vordergrund; eine 
überwiegende Beleidigungsabsicht kann ihm nicht nachgewiesen werden. 

6.5. Für den Berufungskläger bestand durchaus begründete Veranlassung, auf 
den Zeitungsbericht in seiner Funktion als Mitglied der Jägersektion C._____ zu 
reagieren. Weiter ist nicht ersichtlich, dass er in Beleidigungsabsicht handelte. Der 
Berufungskläger ist zum Entlastungsbeweis zuzulassen. 

7. Wahrheits- und Gutglaubensbeweis

Der Wahrheitsbeweis nach Art. 173 Ziff. 2 StGB ist erbracht, wenn die durch die 
inkriminierte Äusserung zum Ausdruck gebrachte Tatsachenbehauptung, soweit 
sie ehrverletzend ist, in ihren wesentlichen Punkten der Wahrheit entspricht. Ver-
hältnismässig unbedeutende Übertreibungen und Ungenauigkeiten sind unerheb-
lich. Der Gutglaubensbeweis ist erbracht, wenn der Täter die nach den konkreten 
Umständen und seinen persönlichen Verhältnissen zumutbaren Schritte unter-
nommen hat, um die Wahrheit seiner ehrverletzenden Äusserung zu überprüfen 
und für gegeben zu erachten. Er hat darzutun, dass er gestützt auf jene Tatsachen 
den Privatkläger in guten Treuen des unehrenhaften Verhaltens ernsthaft für ver-
dächtig halten durfte. Der blosse Umstand, dass sich der Beschuldigte bei seinen 
Äusserungen auf Mitteilungen Dritter stützte, entlastet ihn nicht. Die erforderliche 
Informations- und Sorgfaltspflicht sowie der nötige Grad der Überzeugung bzw. 
des Verdachtes sind unter Berücksichtigung des Einzelfalles (insb. der Höhe der 
wahrgenommenen Interessen, der Möglichkeit ihrer Wahrung in anderer Weise, 

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der fehlenden oder bestehenden Beleidigungsabsicht, der vorhandenen besonde-
ren Fähigkeit zur richtigen Einschätzung der Verdachtsmomente) zu beurteilen 
(Franz Riklin, a.a.O., N 21 zu Art. 173 StGB). Geringere Anforderungen gelten, 
wenn der Täter nicht nur ohne überwiegende Beleidigungsabsicht handelte, son-
dern überdies hochwertige Interessen wahrnehmen wollte oder dafür anderweitig 
begründeten Anlass hatte.

7.1. Zum Gutglaubensbeweis lässt der Berufungskläger zusammengefasst an-
führen, dass er durchaus ernsthafte Gründe gehabt habe, das in den Unterlagen 
Vorhandene in guten Treuen für wahr zu halten, zumal die damalige Archivierung 
im Zusammenhang mit dem Ausschluss von B._____ aus der Jägersektion Davos 
erfolgt sei. Zunächst sei davon auszugehen, dass die erkennbar amtlichen Betrei-
bungsregisterauszüge in guten Treuen als wahr bezeichnet werden dürften. Hinzu 
komme, dass der Kassier des Jägervereins im Zusammenhang mit dem Aufnah-
megesuch von B._____ einen aktuellen Betreibungsregisterauszug einverlangt 
und einen mehrseitigen aktuellen Auszug vorgelegt bekommen habe. Dass so-
dann solche Zeitungsberichte über ein Gerichtsurteil in guten Treuen ebenfalls für 
wahr gehalten werden dürften, erscheine gleichfalls klar zu sein. Aufgrund des 
geradezu als notorisch zu bezeichnenden Verhaltens von B._____ in gerichtlicher 
Hinsicht hätte dieser damals mit Sicherheit gegen solche Publikationen mit allen 
Mitteln opponiert. Hinzu komme, dass der Berufungskläger B._____ bereits aus 
dieser Zeit gekannt und auch um das damalige Verhalten gewusst habe.

7.2. An der Echtheit der Betreibungsregisterauszüge ist nicht zu zweifeln, womit 
der Wahrheitsbeweis ohne Weiteres erbracht ist. Der Wahrheitsbeweis ist auch 
hinsichtlich der Zeitungsartikel "Werden so die Leute hereingelegt? Die dubiosen 
Geschäfte des B._____" und "B._____ unmoralisches Spiel vorerst gestoppt: Jetzt 
sitzt er im Gefängnis" als erbracht anzusehen, nachdem B._____ selbst einräum-
te, dass diese der Wahrheit entsprechen (StA act. 3.47 Frage 2).

7.3. Was den Zeitungsartikel "Warnung vor Puszta-Tours; Strafklage wegen Be-
trugs angedroht" anbelangt, so wird darin berichtet, dass dem Privatkläger auf-
grund seines geschäftlichen Verhaltens eine Anzeige wegen Betrugs angedroht 
worden war. Es wurde darin nicht der Vorwurf erhoben, dass eine Strafanzeige 
eingereicht und damit ein Strafverfahren anhängig gemacht worden war. Dement-
sprechend wurde auch nicht impliziert, B._____ sei wegen eines strafrechtlich re-
levanten Verhaltens verurteilt worden. Insofern wird der Beweisantrag des Beru-
fungsklägers auf Edition des entsprechenden Strafurteils obsolet. An der Darstel-
lung im erwähnten Zeitungsartikel, es sei B._____ mit einer Anzeige wegen Be-
trugs gedroht worden, bestand für den Beschuldigten kein Anlass zu zweifeln, zu-

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mal der Urheber dieser Drohung – H._____ – sich in einem Brief selber an die 
Presse gewandt hatte und über die "unseriösen Praktiken des Herrn B._____" be-
richtete. Darüber hinaus wird in dem zur Diskussion stehenden Zeitungsartikel 
ausgeführt, dass der Aufruf des H._____ anhand der vorhandenen Rechnungs- 
und Briefkopien "nicht unbegründet" sei (StA act. 3.8 Anhang 6). Aufgrund der 
drohenden straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen kann nicht ohne Weiteres 
davon ausgegangen werden, dass solche Erklärungen in einem Presseerzeugnis 
wider besseres Wissen erfolgen, weshalb der Beschuldigte auch das im Artikel 
beschriebene Verhalten der Puszta-Tours bzw. des B._____ für wahr halten durf-
te.

8. Fazit

Nach dem Gesagten ist die Berufung gutzuheissen, das angefochtene Urteil des 
Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 31. Oktober 2019 aufzuheben und der Be-
rufungskläger vom Vorwurf der üblen Nachrede freizusprechen. 

9. Zivilklage

Gemäss Art. 126 Abs. 1 StPO entscheidet das Strafgericht zusammen mit dem 
Strafurteil materiell über die adhäsionsweise anhängig gemachte Zivilklage, wenn 
es die beschuldigte Person schuldig spricht (lit. a) oder wenn es sie freispricht und 
der Sachverhalt spruchreif ist (lit. b). Im konkreten Fall wurde die Zivilklage von 
B._____ im angefochtenen Urteil auf den Zivilweg verwiesen. Dies wurde vom 
Privatkläger nicht angefochten, weshalb die Verweisung der Zivilklage auf den 
Zivilweg ohne weitere Ausführungen zu bestätigen ist. 

10. Gerichtskosten

Fällt die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so befindet sie darin gemäss 
Art. 428 Abs. 3 StPO auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung. 

10.1. Der Berufungskläger wird vom Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen. 
Daher gehen die Untersuchungskosten und Auslagen der Staatsanwaltschaft in 
Höhe von CHF 1'346.00 zu Lasten des Kantons Graubünden (Staatsanwaltschaft). 
Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 3'600.00 gehen ebenfalls 
vollumfänglich zu Lasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht Prätti-
gau/Davos).

10.2. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden in Anwendung von 
Art. 7 VGS (BR 350.210) in Verbindung mit Art. 424 Abs. 1 StPO auf CHF 

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4'000.00 festgesetzt. Diese gehen zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantons-
gericht).

11. Parteientschädigung

Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das 
Verfahren gegen sie eingestellt, so hat sie Anspruch auf Entschädigung ihrer Auf-
wendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 
Abs. 1 lit. a StPO). 

11.1. Aufgrund des Freispruchs hat der Berufungsbeklagte Anspruch auf eine 
angemessene Entschädigung. Sein Rechtsvertreter machte vor der Vorinstanz mit 
Honorarnote vom 31. Oktober 2019 (RG act. 18) einen zeitlichen Aufwand von 
40.10 Stunden geltend. Darin enthalten sind jedoch Positionen, die nicht zu ent-
schädigen sind. Zunächst einmal handelt es sich um die Arbeiten vom 20.-22. Au-
gust 2018 sowie vom 24. August 2018 und vom 17. September 2018. Diese be-
treffen die Strafanzeige des Berufungsklägers gegen B._____ und nicht das vor-
liegende Verfahren. Demzufolge sind die dafür aufgewendeten 2.2 Stunden nicht 
anzurechnen. Ebenfalls nicht zu entlöhnen ist der Aufwand für das Erstellen einer 
Aktennotiz vom 28. August 2018 (0.8 Stunden). Weiter zu streichen sind die Posi-
tionen vom 22.-29. März 2019, welche ebenfalls nicht in direktem Zusammenhang 
mit dem vorliegenden Verfahren stehen (insgesamt 0.4 Stunden). Für den Entwurf 
des Plädoyers wurden insgesamt 11.9 Stunden in Rechnung gestellt. Dieser Auf-
wand erscheint überhöht, weshalb er auf 6 Stunden zu kürzen ist. Für die Anreise 
zur Hauptverhandlung kann lediglich 1 Stunde in Rechnung gestellt werden. 
Schliesslich ist der Aufwand für den Abschluss des Mandats inklusive Archivierung 
von einer Stunde zu streichen. Insgesamt erscheinen damit 29.7 Stunden als an-
gemessen. Dies ergibt bei einem Stundenansatz von CHF 270.00 ein Honorar 
nach Zeitaufwand von CHF 8'019.00. Hinzu kommen die geltend gemachten Spe-
sen sowie eine Kilometerpauschale, bei welcher jedoch für die Strecke F._____ 
nach G._____ lediglich 66 km angerechnet werden können, was zu einem Spe-
sentotal von gerundet CHF 166.00 führt. Unter Anrechnung der Mehrwertsteuer 
(CHF 630.24) ergibt dies ein Honorar in Höhe von gerundet CHF 8'815.15. 
A._____ wird für das erstinstanzliche Verfahren demzufolge mit CHF 8'815.15 (in-
kl. Spesen und MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht Prätti-
gau/Davos) entschädigt.

11.2. Was die Entschädigung des Berufungsklägers für das vorliegende Rechts-
mittelverfahren betrifft, so hat dessen Rechtsvertreter mit Honorarnote vom 25. 
Januar 2022 einen zeitlichen Aufwand von 20.2 Stunden geltend gemacht. Dieser 

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erscheint in Anbetracht der Schwierigkeit des Falles ebenfalls als überhöht. So 
wurde der Aufwand für das Studium des angefochtenen Entscheides bereits mit 
dem erstinstanzlichen Verfahren abgegolten. Dementsprechend sind die dafür 
aufgewendeten 0.3 Stunden zu streichen. Nicht angerechnet wird auch der Auf-
wand vom 12. November 2019 von 0.2 Stunden, zumal dieser ebenfalls das erst-
instanzliche Verfahren betrifft. Weiter ist die Position vom 4. Februar 2020 zu 
streichen, da es sich dabei lediglich um die Kenntnisnahme der Übermittlung der 
Berufungserklärung an die Staatsanwaltschaft und den Privatkläger ging. Für die 
Vorbereitung des Plädoyers erscheinen insgesamt 4 Stunden angemessen. Für 
die Hauptverhandlung vor Kantonsgericht können insgesamt 1.5 Stunden und für 
den Abschluss des Mandats insgesamt 0.8 Stunden in Rechnung gestellt werden. 
Total ist der Berufungskläger somit für 10.4 Stunden zu entschädigen. Dies ergibt 
bei einem Stundenansatz von CHF 270.00 ein Honorar nach Zeitaufwand von 
CHF 2'808.00. Unter Anrechnung der Spesen und der Mehrwertsteuer von 7.7% 
(CHF 216.60) ergibt dies ein Honorar in Höhe von gerundet CHF 3'029.60. 
A._____ wird für das Berufungsverfahren demzufolge mit CHF 3'029.60 (inkl. 
Spesen und MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht) entschä-
digt.

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Demnach wird erkannt:

1. A._____ ist eines strafbaren Verhaltens nicht schuldig und wird freigespro-
chen.

2. Die Zivilklage von B._____ wird auf den Zivilweg verwiesen.

3.1. Die Untersuchungskosten und Auslagen der Staatsanwaltschaft in Höhe 
von CHF 1'346.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden (Staatsan-
waltschaft).

3.2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 3'600.00 gehen zu 
Lasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht Prättigau/Davos).

3.3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Kantonsgericht).

4.1. A._____ wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 8'815.25 (inkl. 
Spesen und MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht 
Prättigau/Davos) entschädigt.

4.2. A._____ wird für das Berufungsverfahren mit CHF 3'029.60 (inkl. Spesen 
und MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht) entschä-
digt.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

6. Mitteilung an: