# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71694b40-6c2a-5cb1-8e35-c90080b7e8e5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2021 III 2020 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-125_2021-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 125

Entscheid vom 22. Februar 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien 1. A.________,

2. B.________,
Beschwerdeführer,
der Beschwerdeführer Ziff. 2 vertreten durch die Beschwerde-
führerin Ziff. 1 und diese vertreten durch Rechtsanwalt MLaw 
C.________,

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthalts- und Niederlassungs-
bewilligung sowie Wegweisung)

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Sachverhalt:

A.1 A.________ (led. D.________; geb. 1996; Staatsangehörige von 
Bosnien und Herzegowina) heiratete am ________ 2017 in Schwyz ihren 
Landsmann E.________ (geb. 1993), welcher dannzumal über eine 
Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) verfügte (vgl. Vi-act. 16/30/75/92). In der 
Folge erhielt A.________ am 23. Januar 2018 im Rahmen eines 
"Familiennachzugs mit Erwerbstätigkeit" eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) 
zwecks Verbleib beim Ehemann, welche letztmals am 29.  Oktober 2018 bis 31. 
Dezember 2020 verlängert wurde (vgl. Vi-act. [A.________: MK] 100/102/112).

A.2 Am ________ 2018 wurde der von A.________ und E.________ 
gemeinsame Sohn B.________ in Schwyz geboren, welcher eine 
Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) mit gültiger - letztmals am 7. November 
2019 verlängerter - Kontrollfrist bis zum 30. Dezember 2024 erhielt (Vi-act. 
[B.________: EK] 11ff./37).

B. Mit Verfügung vom 7. August 2019, welche unangefochten in Rechtskraft 
erwachsen ist, widerrief das Amt für Migration (nachfolgend: AfM) die 
Niederlassungsbewilligung von E.________ und wies ihn aus der Schweiz weg 
(vgl. Vi-act. [MK] 119ff.). Per 26. August 2019 ist E.________ nach Bosnien und 
Herzegowina ausgereist (vgl. Vi-act. [MK] 119/120).

C. Am 9. September 2019 teilte das AfM A.________ mit, es beabsichtige den 
Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) sowie der 
Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) ihres Sohnes und deren beider 
Wegweisung aus der Schweiz; gleichzeitig gewährte es ihr in der Angelegenheit 
das rechtliche Gehör (vgl. Vi-act. [MK] 123). Am 17. Dezember 2019 liess 
A.________ hierzu eine Stellungnahme einreichen (vgl. Vi-act. [MK] 167).

D. Mit Verfügung vom 26. Februar 2020 widerrief das AfM die 
Aufenthaltsbewilligung von A.________ (Disp.-Ziff. 1) sowie die 
Niederlassungsbewilligung von B.________ (Disp.-Ziff. 2), wies beide aus der 
Schweiz weg und wies sie an, das Land spätestens 30 Tage nach Rechtskraft 
dieser Verfügung zu verlassen (Disp.-Ziff. 3; vgl. Vi-act. [MK] 176).

E. Dagegen liess A.________ am 18. März 2020 Verwaltungsbeschwerde beim 
Regierungsrat des Kantons Schwyz einreichen im Wesentlichen mit dem Antrag, 
es sei der Beschluss vom 26. Februar 2020 aufzuheben und es sei vom Widerruf 
der Aufenthaltsbewilligung und der Niederlassungsbewilligung sowie der 

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Wegweisung abzusehen; eventualiter sei die Ausreisefrist auf sechs Monate ab 
Rechtskraft der Verfügung festzulegen (vgl. Vi-act. [MK] 184ff.).

F. Mit RRB Nr. 450/2020 vom 16. Juni 2020 beschloss der Regierungsrat was 
folgt (vgl. Bf-act. 2):

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer Ziff. 1 und 2 werden aus der Schweiz weggewiesen 
und sie haben die Schweiz 30 Tage nach Rechtskraft dieses 
Beschwerdeentscheides zu verlassen.

(3.-7. Verfahrenskosten; Parteientschädigung; Rechtsmittel; Zustellung)

G. Gegen diesen RRB Nr. 450/2020 vom 16. Juni 2020 (Versand: 23.6.2020) 
lassen A.________ und B.________ am 14. Juli 2020 fristgerecht Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den Anträgen:

1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz vom 16. Juni 2020 
(Beschluss Nr. 450/2020) sowie der Beschluss des Amtes für Migration des 
Kantons Schwyz vom 26. Februar 2020 seien vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung von 
A.________, geb. ________ 1996, sowie dem Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung von B.________, geb. 
________ 2018, abzusehen.

3. Eventualiter seien die vorinstanzlichen Entscheide aufzuheben und das 
Verfahren zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

4. Subeventualiter sei den Beschwerdeführern eine angemessene Ausreisefrist, 
mindestens aber sechs Monate ab Rechtskraft des definitiv abweisenden 
Urteils, anzusetzen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MwSt. zulasten der 
Staatskasse.

Des Weiteren stellen die Beschwerdeführer die folgenden prozessualen Anträge:

1. Es seien
- Frau F.________;
- Herr G.________;
- Frau H.________;
- Frau I.________;
- Frau J.________
einzuvernehmen oder es sei von den genannten Personen eine schriftliche 
Stellungnahme zum relevanten Sachverhalt einzuholen.

2. Es seien die Beschwerdeführerin sowie deren Ehegatte zu deren Ehe bzw. 
zur Situation der Beschwerdeführerin hier in der Schweiz einzuvernehmen 
oder es sei von den genannten Personen eine schriftliche Stellungnahme 
einzuholen.

3. Es sei am Wohnort der Beschwerdeführerin ein Augenschein durchzuführen.

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4. Es sei die aufschiebende Wirkung zu bestätigen und den Beschwerdeführern 
der Aufenthalt während des hängigen Verfahrens zu gewähren.

H. Mit Vernehmlassung vom 30. Juli 2020 beantragt das AfM, die Beschwerde sei 
unter Kostenfolge zulasten der beiden Beschwerdeführer abzuweisen; gleichzeitig 
verwies es auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung bzw. hält es an 
diesen vollumfänglich fest. Mit Vernehmlassung vom 11.  August 2020 beantragt 
das mit der Verfahrensinstruktion beauftragte Sicherheitsdepartement die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. 
Hierzu äusserten sich die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. Oktober 2020 
unter Beilage weiterer Unterlagen bzw. halten an den Ausführungen in ihrer 
Beschwerde fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorab rechtfertigt sich der Hinweis, dass den Beschwerden an den 
Regierungsrat sowie an das Verwaltungsgericht von Gesetzes wegen (§ 42 Abs. 
1 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974) 
aufschiebende Wirkung zu kommt. Die Vorinstanzen haben in der vorliegenden 
Angelegenheit einer allfälligen Beschwerde gegen ihre Verfügung bzw. ihren 
Beschluss die aufschiebende Wirkung weder entzogen noch dies im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren beantragt - obschon die Beschwerdeführerin lediglich über 
eine Aufenthaltsbewilligung bis 31.  Dezember 2020 verfügte und sie sich seither 
ohne Aufenthaltsrecht in der Schweiz aufhält. Die Beschwerdeführerin darf 
gemeinsam mit ihrem Sohn (mit Niederlassungsbewilligung bis 30.12.2024) den 
Ausgang des vorliegenden Verfahrens im Rahmen eines prozeduralen Aufenthalts 
in der Schweiz abwarten (vgl. hierzu Art. 103 Abs. 1 und 2 Bundesgesetz über das 
Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 
Insoweit erweist sich der beschwerdeführerische Antrag, es sei die aufschiebende 
Wirkung zu bestätigen und der Beschwerdeführerin der Aufenthalt während des 
hängigen Verfahrens zu gewähren, als gegenstandslos.

2.1Die Beschwerdeführer sind Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina. 
Zwischen Bosnien und Herzegowina und der Schweiz bestehen keine 
Staatsverträge betreffend Aufenthalt und Niederlassung, so dass vorliegend das 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 
(Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. Dezember 2005 zur 
Anwendung gelangt (vgl. Art. 2 Abs. 1 AIG).

2.2Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit 
Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 

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Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 lit 
a AIG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 - 44 AIG besteht 
indes nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht 
werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG).

2.3Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als 
einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AIG). Sie wird für einen bestimmten 
Aufenthaltszweck erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden 
(Abs. 2). Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn 
keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen (Abs. 3). Die zuständige 
Behörde kann gemäss Art. 62 AIG Bewilligungen, ausgenommen die 
Niederlassungsbewilligung, und andere Verfügungen nach diesem Gesetz unter 
anderem widerrufen, wenn die Ausländerin oder der Ausländer eine mit der 
Verfügung verbundene Bedingung nicht einhält (lit. d). Bei Zweckbindungen des 
Aufenthalts, die als Bedingung definiert sind, ist ein Widerrufsgrund insbesondere 
dann zu bejahen, wenn sich die Bindung an den ursprünglichen Zweck explizit aus 
dem Gesetz ergibt (vgl. Spescha, OFK-Migrationsrecht, 5. Auflage, Art. 62 AIG N 
13; vgl. Hunziker, in Caroni/Gächter/Thurnherr, Stämpflis Handkommentar zum 
AuG, Art.  62 N 43 f.).

2.4Als "Bedingungen" im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG zu verstehen sind vor 
allem die Zwecke, zu welchen ausländischen Personen der Aufenthalt in der 
Schweiz bewilligt werden kann. Der Aufenthalt eines Ausländers wird regelmässig 
mit einem bestimmten Zweck von längerer oder nur vorübergehender Dauer 
verbunden, beispielsweise der ehelichen Gemeinschaft (vgl. Art. 42 Abs. 1 AIG 
bzw. Art. 43 Abs. 1 AIG und Art. 44 Abs. 1 AIG) und dem Verbleib bei 
Familienangehörigen (Familiennachzug; vgl. Art. 47 AIG). Damit wird das 
Aufenthaltsrecht vom Zweck abhängig gemacht. Wird der ursprüngliche Zweck 
aus verschuldeten oder unverschuldeten Gründen indes nicht mehr eingehalten, 
obwohl dies vorausgesetzt wird, gilt der Aufenthaltszweck nach gängiger 
Terminologie als "erfüllt", weshalb die Bewilligung widerrufen bzw. nicht verlängert 
werden kann. Exemplarisch ist dies der Fall, wenn die Eheleute tatsächlich nicht 
mehr zusammenwohnen, obwohl dies vorausgesetzt wird (Art. 42 Abs. 1 AIG bzw. 
Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG und Art. 44 Abs. 1 lit. a AIG und Art. 45 lit. a AIG). In der 
Praxis ist besonders die Auflösung der Familiengemeinschaft ein häufiger Fall 
(Art.  50 AIG; vgl. zum Ganzen: Marco Weiss, Der Widerruf von Aufenthalts- und 
Niederlassungsbewilligungen, in Jusletter 24.8.2020 Erw. 3.1.7.1 m.H.).

2.5Im Verwaltungsverfahren gilt grundsätzlich das Untersuchungsprinzip, was 
bedeutet, dass die Verwaltungs- und Justizbehörden den Sachverhalt von Amtes 

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wegen abklären und für die Beschaffung der Entscheidgrundlagen verantwortlich 
sind (§ 18 VRP). Ergänzt wird das Untersuchungsprinzip durch die 
Mitwirkungspflicht der Parteien (§ 19 VRP). In diesem Sinne sind gemäss Art. 90 
AIG die Ausländerinnen und Ausländer verpflichtet, an der Feststellung des 
massgeblichen Sachverhalts mitzuwirken; dies gilt insbesondere da, wo es sich 
um Lebensumstände handelt, welche diese besser kennen als die Behörden. 
Wurde bspw. eine Ehegemeinschaft vorzeitig aufgelöst oder besteht die eheliche 
Gemeinschaft weiterhin fort bzw. besteht eine entsprechende Vermutung, so hat 
dies der betroffene Ausländer möglichst substantiiert darzulegen (vgl. hierzu VGr 
ZH VB.2019.00399 vom 8.1.2020 Erw. 3.4. m.w.H.).

2.6Die beweisrechtlichen Hürden zur Geltendmachung eines nachehelichen 
Härtefalls nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AIG sind von der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung sehr hoch angesetzt. Ein Ausländer, der 
bspw. vorbringt, Opfer von ehelicher Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. 
Art.  50 Abs. 2 AIG zu sein, trifft eine weitreichende Mitwirkungspflicht bei der 
Feststellung des entsprechenden Sachverhalts (vgl. zum Ganzen: Weiss, a.a.O. 
Erw. 3.1.7.2 m.H.).

3.1Soweit die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanzen hätten den 
rechtserheblichen Sachverhalt fehlerhaft festgestellt und dabei das rechtliche 
Gehör verletzt (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 18), rechtfertigen sich vorab 
die nachfolgenden Ausführungen.

3.2 Der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 
18.4.1999) abgeleitete Anspruch auf Abnahme rechtserheblicher Beweise ist nicht 
absolut und schliesst die antizipierte Beweiswürdigung nicht aus. Eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs liegt deshalb nicht vor, wenn eine Behörde auf die 
Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie aufgrund der bereits 
abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür 
annehmen kann, dass diese durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert 
würde (vgl. BGE 131 I 153 Erw. 3 und BGE 124 I 208 Erw. 4a, je m.H.).

3.3 Vorliegend können von den von der Beschwerdeführerin offerierten 
Zeugenbefragungen sowie des beantragten Augenscheins keine relevanten 
neuen Erkenntnisse erwartet werden (vgl. nachfolgende Ausführungen). Der 
Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Die 
Beschwerdeführer hatten zudem ausreichend Gelegenheit, (weitere) Auskünfte 
bzw. Stellungnahmen von den genannten Drittpersonen einzureichen. Eine 
entsprechende Zeugenbefragung verspricht keinen weiteren Aufschluss, 

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weswegen davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung). Hinzu kommt, 
dass die Zeugenbefragung lediglich subsidiär zur Anwendung kommt, wenn sich 
der Sachverhalt aufgrund anderer Beweismittel (§ 24 Abs. 1 VRP) nicht genügend 
abklären lässt (§ 24 Abs. 2 VRP). Schliesslich obliegt den Beschwerdeführern eine 
Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 90 AIG. Die Mitwirkungspflicht gilt 
insbesondere für Ausländer, die - wie hier - Rechte geltend machen, und für die 
Erstellung von Tatsachen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und 
welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand 
ermitteln können (vgl. Uebersax, in: Uebersax/ Rudin/ Hugi Yar/ Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 7.27 f.). Art. 90 lit. b AIG sieht überdies 
sogar ausdrücklich eine Beweisbeschaffungspflicht vor. Es ist nicht unzulässig, 
wenn vorausgesetzt wird, dass der Standpunkt der Beschwerdeführerin 
einigermassen glaubhaft erscheint, bevor Zeugen befragt werden, wenn deren 
Aussagen nach allgemeiner Erfahrung nur bedingt geeignet sein können, den 
strittigen Parteistandpunkt zu beweisen (vgl. Urteil BGer 2C_81/2011 vom 
1.9.2011 Erw. 3.7).

3.4Zusammenfassend liegt weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, noch 
des Untersuchungsgrundsatzes vor. Denn aufgrund der vorhandenen Akten 
konnten sich die Beschwerdeführer über die entscheidrelevanten Fragen ein 
klares Bild machen und die relevanten Gesichtspunkte genügend berücksichtigen, 
was sich denn auch in der einlässlichen Beschwerdebegründung widerspiegelt. In 
der Folge sieht sich das Verwaltungsgericht nicht dazu veranlasst, die offerierten 
Zeugen bzw. Parteien mündlich einzuvernehmen sowie den beantragten 
Augenschein vorzunehmen; eine Rückweisung der Angelegenheit an die 
Vorinstanz zur Sachverhaltsabklärung bzw. zur Neubeurteilung, wie eventualiter 
beantragt, erübrigt sich daher. Soweit sich die beschwerdeführerischen 
Vorbringen lediglich in rein appelatorischer Kritik an der Sachverhaltsdarstellung 
der 
Vorinstanzen erschöpfen, so braucht darauf ohnehin nicht weiter eingegangen zu 
werden. Ob hingegen die vorinstanzlichen Abklärungsergebnisse richtig gewürdigt 
wurden, gilt es nachfolgend bei der materiellen Beurteilung zu prüfen.

4. Die Beschwerdeführer waren im Zeitpunkt des Erlasses der 
Widerrufsverfügung vom 26. Februar 2020 - bestätigt mit vorliegend 
angefochtenem RRB Nr.  450/2020 vom 16. Juni 2020 - im Besitze einer bis am 
31. Dezember 2020 bzw. 30. Dezember 2024 gültigen Aufenthalts- bzw. 
Niederlassungsbewilligung. Diesbezüglich gilt es klar zu stellen, dass die 
Beschwerdeführer aus familiären Gründen - namentlich gestützt auf Art. 43 AIG - 
lediglich über ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht, mit welchem die Vereinigung der 

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Ehe- bzw. Familiengemeinschaft bezweckt werden sollte, verfügen. Mit dem 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Ehemannes vom 7. August 2019 
entfiel die Grundlage für ihren abgeleiteten Aufenthaltsanspruch. Dem steht auch 
die dem Beschwerdeführer erteilte Niederlassungsbewilligung nicht entgegen, 
denn einerseits erhalten Kinder unter 12 Jahren (mit ihrem Nachzug) bereits eine 
Niederlassungsbewilligung (vgl. Art. 43 Abs. 6 AIG) und andererseits teilt das 
unmündige Kind aus familienrechtlichen Gründen das ausländerrechtliche 
Schicksal des sorgeberechtigten Elternteils und hat somit gegebenenfalls mit 
diesem das Land zu verlassen, wenn jener seinerseits sein (abgeleitetes) 
Anwesenheitsrecht verloren bzw. kein eigenständiges Aufenthaltsrecht erworben 
hat (vgl. BGE 139 II 393 Erw. 4.2.3 m.w.H.). Allein aus der ihm erteilten 
Niederlassungsbewilligung kann der Beschwerdeführer somit kein eigenes 
Aufenthaltsrecht ableiten. Da damit die Voraussetzungen für die Aufenthalts- 
sowie Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführer dahingefallen sind, 
konnten diese entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht (vgl. Beschwerde 
vom 14.7.2020 Ziff. 46ff.) - selbst wenn sie noch gültig gewesen waren - somit 
auch widerrufen werden (vgl. vorstehend Erw. 2.3/2.4; BGE 140 II 129 Erw. 3.3f.; 
vgl. hierzu Entscheid des VwGer des Kanton ZH Nr. VB.2019.00047 vom 
17.4.2019 Erw. 6.1).

5.1Die Vorinstanzen begründen den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bzw. der 
Niederlassungsbewilligung derart, dass die Beschwerdeführer seit dem Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung des Ehemannes bzw. des Vaters kein 
eigenständiges Anwesenheitsrecht mehr gestützt auf Art. 43 AIG in der Schweiz 
hätten (vgl. angefochtenen RRB Nr. 450/2020 vom 16.6.2020 Erw. 3 und Erw. 11; 
Verfügung des AfM vom 26.2.2020 Erw. 2). Da die Familiengemeinschaft von 
A.________ und E.________ auch weiterhin bestehe, könne sie sich auch nicht 
auf Art. 50 AIG berufen, um einen eigenen, originären Aufenthaltsanspruch zu 
begründen (vgl. angefochtenen RRB Nr.  450/2020 vom 16.6.2020 Erw. 4.3; 
Verfügung des AfM vom 26.2.2020 Erw. 3 und 4). Die Ehe bzw. 
Familiengemeinschaft sei bis dato nicht aufgelöst worden. Darauf deute einerseits, 
dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn nach wie vor bei den Eltern ihres 
Ehemannes lebe, und andererseits, dass sich der Ehemann und Kindsvater zu 
Besuchszwecken in der Schweiz bzw. bei ihr aufgehalten habe. Auch seien die 
Handlungen des Ehemannes, welche zu seiner strafrechtlichen Verurteilung am 
________ 2017 und damit zum Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung im 
August 2019 geführt hätten, bereits vor der Heirat erfolgt. Die Behauptung der 
Beschwerdeführerin, das Verhältnis zu ihrem Ehemann habe sich seit dessen 
Verurteilung massiv verschlechtert, erscheine daher als reine Schutzbehauptung. 
Auch habe die Beschwerdeführerin keine Belege eingereicht, welche auf eine 

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ernsthafte Trennungsabsicht hindeuten würden (vgl. angefochtenen RRB Nr. 
450/2020 vom 16.6.2020 Erw. 4.3).

5.2Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass 
sehr wohl die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG erfüllt seien (vgl. 
Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 2.1.1 [11ff]). Nur schon aufgrund der Tatsache, 
dass der Noch-Ehemann der Beschwerdeführerin seit anfangs September 2019 
nach Bosnien und Herzegowina zurückgekehrt sei, sei eine faktische, definitive 
Auflösung der Familiengemeinschaft offenkundig gegeben; auch sei sie ihrem 
Ehemann nicht nachgezogen, sondern lebe augenscheinlich getrennt von ihm; 
selbst aus der Tatsache, dass sich der Ehemann zu Besuchszwecken in der 
Schweiz aufgehalten habe, könne nicht abgeleitet werden, dass er sich bei ihr 
aufgehalten habe; sie habe in dieser Zeit nicht bei den Eltern ihres Ehemannes 
gewohnt, sondern sei in ein Hotel gezogen. Das Verhältnis zwischen der 
Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann sei höchst angespannt; die 
strafrechtliche Verurteilung und der instabile psychische Zustand ihres 
Ehemannes hätten einen tiefen Graben zwischen beide geschlagen; dabei sei 
nicht relevant, dass die strafrechtliche Verurteilung bereits vor der Heirat 
stattgefunden habe. Sowohl kulturelle Hindernisse als auch das Verhältnis zu ihren 
Schwiegereltern bzw. die starke emotionale Bindung zwischen ihrem Sohn und 
den Grosseltern väterlicherseits hätten sie von einer offiziellen Trennung bzw. 
Scheidung abgehalten (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 2.1.1 [14-18]).

5.3Streitgegenstand ist mithin der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bzw. der 
Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführer, welche sie gestützt auf Art. 43 
Abs. 1 AIG erhalten haben (vgl. vorstehend Erw. 4). Dabei machen die 
Beschwerdeführer geltend, sie hätten gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG einen 
eigenständigen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthalts- bzw. 
Niederlassungsbewilligung.

6.1.1 Gemäss Art. 50 Abs. 1 AIG besteht nach Auflösung der Ehe oder der 
Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung 
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art.  42 und 43 AIG weiter, 
wenn (lit. a) die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die         
Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind oder (lit. b) wichtige persönliche 
Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Wichtige 
persönliche Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG können vorliegen, wenn die 
Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus 
freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im 
Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG).

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6.1.2 Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG scheidet vorliegend unbestrittenermassen aus. 

Art. 50 AIG steht systematisch im Zusammenhang mit Art. 42 und 43 AIG. Die 
Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AIG setzt daher u.a. die definitive 
Auflösung der Ehe- oder Familiengemeinschaft voraus. Denn wenn etwa die 
Niederlassungsbewilligung des Ehemannes, von dem die Bewilligung abgeleitet 
ist, widerrufen wird, verliert auch die Ehefrau, die mit ihm (noch) in intakter 
Ehegemeinschaft lebt, ihr abgeleitetes Anwesenheitsrecht (vgl. BGE 140 II 129 
Erw. 3.4). Nach der gesetzgeberischen Zielsetzung sowie Lehre und 
Rechtsprechung geht es in Art. 50 AIG darum, die Ehegatten nach Auflösung der 
Ehe zu schützen: Sie sollen sich nicht vor das Dilemma gestellt sehen, entweder 
in einer unzumutbaren ehelichen Gemeinschaft zu verbleiben oder allein in ein 
gesellschaftliches Umfeld zurückzukehren, wo sie wegen ihrer Trennung oder 
Scheidung möglicherweise geächtet werden (vgl. BGE 140 II 129 Erw. 3.5 m.H.). 
Dabei gilt es zu beachten, dass Art. 50 AIG den Fall des (definitiven) Scheiterns 
der ehelichen Gemeinschaft anvisiert, weshalb es im Einklang mit der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung gerechtfertigt ist, Ehepartner in intakter 
Ehegemeinschaft - mangels Vorliegen eines entsprechenden Schutzbedürfnisses 
- ausländerrechtlich anders zu behandeln (vgl. BGE 140 II 129 Erw. 3.5 m.H.). 
Denn - soweit sich ein Ehegatte nicht vor das Dilemma gestellt sieht, in einer 
unzumutbaren Ehesituation zu verbleiben oder allein in sein Heimatland 
zurückzukehren - kann er zusammen mit seinem Ehegatten, zu dem er in die 
Schweiz gezogen ist und von dessen Aufenthaltsrecht er sein eigenes abgeleitet 
hat, in die gemeinsame Heimat zurückkehren und dort das Familienleben 
weiterführen (vgl. BGE 140 II 129 Erw. 3.6). Eine bloss missbräuchliche Berufung 
auf eine angebliche (in Wirklichkeit aber nicht erfolgte) Auflösung der 
Familiengemeinschaft vermag schliesslich keinen entsprechenden Anspruch zu 
begründen (vgl. BGE 140 II 129 Erw. 3.7; Weiss, a.a.O. Ziff. 3.1.7.2).

6.1.3 Die Ehegemeinschaft gilt als definitiv gescheitert, wenn die Ehegatten 
ihr Leben unabhängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander 
gelöst haben und ein wirtschaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist. 
Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft im 
Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltgemeinschaft gleichzusetzen, wobei für 
die Annahme einer Auflösung der Familiengemeinschaft weder eine 
eheschutzrichterliche oder gerichtliche Trennung noch eine Scheidung der 
Eheleute erforderlich ist (vgl. Spescha, a.a.O., Art. 50 N 1 m.H.a. BGE 136 II 113 
Erw. 2/3.2). Indes liegt eine im Sinne von Art. 50 Abs. 1 AIG relevante 
Ehegemeinschaft nach der Rechtsprechung weiterhin vor, solange die eheliche 
Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei 

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gilt es zu beachten, dass es sich beim Zusammenleben der Ehegatten nicht um 
das entscheidende Kriterium für das Bestehen einer ehelichen Gemeinschaft 
handeln kann. Denn aufgrund moderner Lebensformen, beruflicher Gründe oder 
ehelicher Schwierigkeiten können die Eheleute vorübergehend oder auch dauernd 
auf das Zusammenleben verzichten; der Ehewille kann dabei aber sehr wohl auch 
weiter bestehen bleiben (vgl. Weiss, a.a.O., Ziff. 3.1.7.2 m.w.H.; vgl. hierzu auch 
Spescha, a.a.O., Art. 50 N 3 i.V.m. N 6).

6.2.1 Vorliegend erweist es sich als aktenmässig erstellt bzw. unbestritten, 
dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann weder geschieden noch gerichtlich 
getrennt sind; entsprechende Schritte wurden weder eingeleitet noch macht die 
Beschwerdeführerin geltend, ein entsprechendes Verfahren inskünftig einleiten zu 
wollen. Dabei trifft es zwar zu, dass für die Annahme der Auflösung ihrer 
Ehegemeinschaft weder eine eheschutzrichterliche oder gerichtliche Trennung 
noch eine Scheidung erforderlich ist. Indes kann entgegen der 
beschwerdeführerischen Ansicht alleine aufgrund des Auszugs des Ehemannes 
aus der ehelichen Wohnung bzw. seiner Ausreise anfangs September 2019 in die 
Heimat und des Verbleibs der Beschwerdeführerin in der Schweiz nicht ohne 
weiteres ein gegenseitiger Ehewille verneint werden; denn der Wegzug des 
Ehemannes bzw. Vaters und mithin die damit verbundene Aufhebung der 
Haushaltgemeinschaft bzw. die darauf folgende, getrennte Wohnsitznahme 
anfangs September 2019 erfolgte unbestrittenermassen einzig gestützt auf die 
Verfügung des AfM vom 7.  August 2019, mit welcher die 
Niederlassungsbewilligung des Ehemannes sowie dessen Wegweisung verfügt 
wurde (vgl. vorstehend Ingress lit. B; Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 21). Der 
gegenseitige Ehewille kann indes auch nach dem Wegzug des Ehemannes sowie 
Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz bzw. trotz getrennter Wohnsitze 
auch weiterhin fortbestehen.

6.2.2 Bereits kurz nach seiner Ausreise nach Bosnien und Herzegowina 
ersuchte der Ehemann um Verzicht eines allfälligen Einreiseverbots, damit er 
seine Familie in der Schweiz besuchen könne; seine Ehefrau sei mit dem 
gemeinsamen Sohn zu seinen Eltern gezogen (vgl. Vi-act. [MK] 119). Es gilt dabei 
als unbestritten und als aktenmässig erstellt, dass mit dem Wegzug des 
Ehemannes anfangs September 2019 die Beschwerdeführer ebenfalls die 
eheliche Wohnung in Brunnen verlassen haben und zu den Eltern des Ehemannes 
- die unbestrittenermassen an der Betreuung des gemeinsamen Sohnes beteiligt 
sind - gezogen sind (vgl. Vi-act. [MK] 118/119); dort sind sie seit dem 
3.  September 2019 gemeldet (vgl. Vi-act. [MK] 120; AfM-act. 3). Angemerkt sei 
lediglich, dass die Eheleute bereits zuvor einmal vorübergehend bei den Eltern des 

12

Ehemannes wohnhaft waren; namentlich nach ihrer Heirat bis sie ihre eigene 
Familienwohnung beziehen konnten (vgl. Vi-act. [MK] 120/114/105/36/34).

6.2.3 Der Ehemann und Kindsvater befand sich ferner im Juni 2020 zu 
Besuchszwecken in der Schweiz (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 
8.8.2020 z.Hd. RR [VB 75/2020]). Diesbezüglich bringt die Beschwerdeführerin 
vor, sie habe in der Zeit, in der ihr Ehemann in der Schweiz gewesen sei, gar nicht 
bei seinen Eltern gewohnt, sondern sei vorübergehend in ein Hotel gezogen; er 
habe sich gar nicht bei ihr aufgehalten (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 14). 
Diese Behauptung deckt sich indes nicht mit bzw. widerspricht insoweit den 
Aussagen des Hotelbetreibers, K.________, als er in seinem Schreiben vom 22. 
Juli 2020 an das AfM darauf hinwies, dass die Eheleute und ihr Sohn vom 1.  April 
2020 bis zur Abreise des Ehemannes im Hotel L.________ in ________ im 
gleichen Appartement gewohnt hätten (vgl. hierzu AfM-act.1 und 2). Diese 
Aussage korrigierte der Hotelbetreiber in einer neuerlichen Stellungnahme vom 8. 
Oktober 2020 - ohne Adressaten - jedoch insoweit, als der Ehemann nicht im 
Appartement, sondern nur im Hotel war, um seinen Sohn abzuholen, wenn die 
Beschwerdeführerin arbeiten gehen musste. Der Hotelbetreiber begründet seine 
Berichtigung damit, er habe keine Übersicht über die Gäste gehabt, da er mehrere 
Mieter gehabt und den Ehemann der Beschwerdeführerin nur beiläufig gesehen 
habe; in der Folge habe er gedacht, der Ehemann würde ebenfalls im Hotel 
wohnen, was so nicht zugetroffen habe; auch die Miete habe die 
Beschwerdeführerin und nicht ihr Ehemann bezahlt (vgl. Bf-act. 16). Diese 
berichtigte Aussage erscheint indes wenig glaubhaft und muss als reine 
Schutzbehauptung zu Gunsten der Beschwerdeführer gewertet werden. Denn es 
erscheint aufgrund der Verrechnung der Hotelübernachtungen pro Person sowie 
aufgrund der seit Frühjahr 2020 anhaltenden Corona-Pandemie wenig glaubhaft, 
dass ein Hotelbetreiber keine Kenntnis davon hat, wie viele bzw. welche Gäste in 
seinem Hotel bzw. in einem Appartement untergebracht sind. Ohnehin haben die 
Beschwerdeführer hierzu keine Quittungen noch sonstige Hotelbelege ins Recht 
gelegt (auch nicht einer anderweitigen Unterkunft des Ehemannes), obschon sie 
diese ohne weiteres hätten beibringen können. Ob indes lediglich die 
Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn oder auch ihr Ehemann vorübergehend im 
Hotel gewohnt haben oder nicht, kann letztlich dahingestellt bleiben. Denn allein 
die widersprüchlichen Aussagen bzw. Behauptungen bezüglich des Aufenthalts 
der Eheleute und ihres Kindes während des Aufenthalts des Ehemannes bzw. 
Vaters zu Besuchszwecken in der Schweiz, vermögen ohnehin nicht genügend 
substantiiert aufzuzeigen, dass kein gegenseitiger Ehewille (mehr) besteht.

13

6.2.4 Hinzu kommt, dass die Handlungen, auf denen die Verurteilung des 
Ehemannes basieren - gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführer - bereits 
vor ihrer Heirat am ________ 2017 stattgefunden haben. Gleichwohl haben sich 
die beiden offenbar nach einer Aussprache in ihrem Herkunftsland versöhnt, 
geheiratet, ein gemeinsames Kind bekommen und bis zum Wegzug des 
Ehemannes anfangs September 2019 fortwährend zusammengelebt; sei es bei 
den Eltern des Ehemannes oder in ihrer eigenen ehelichen Wohnung (vgl. 
Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 16). Es gibt keine Hinweise darauf, dass die 
Beziehung der beiden bis zum Wegzug des Ehemannes in die Heimat nicht gelebt 
worden wäre. Eine faktische Trennung wurde nie geltend gemacht noch ist 
entsprechendes aktenmässig erstellt. Der lediglich pauschale Hinweis, das 
Verhältnis zu ihrem Ehemann habe sich seit dessen Verurteilung massiv 
verschlechtert, genügt hierfür jedenfalls nicht; ebenso wenig der 
beschwerdeführerische Hinweis, kulturelle Hindernisse sowie das gute Verhältnis 
zu ihren Schwiegereltern bzw. die emotionale Bindung zwischen ihrem Sohn und 
ihren Schwiegereltern und deren Betreuungsaufgaben hätten sie von einer 
Trennung von ihrem Ehemann abgehalten. Inwiefern eheliche Schwierigkeiten 
bzw. was für Probleme bestanden haben sollen, vermag die Beschwerdeführerin 
weder zu konkretisieren noch zu belegen. Vielmehr ist von vorübergehenden, 
ehelichen Streitigkeiten und Querelen auszugehen, welche jedoch offenbar bereits 
im Zeitpunkt der Heirat am ________ 2017 beseitigt worden waren. Das 
fortwährende Zusammenleben der Eheleute bis zum Zeitpunkt der Ausreise des 
Ehemannes ist ein Indiz für eine erfolgreiche Bereinigung der ehelichen 
Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den deliktischen Handlungen des 
Ehemannes sowie seines psychischen Zustandes. Kommt hinzu, dass die 
Telefonnotiz des AfM vom 3.  September 2019 sowie die E-Mail des Ehemannes 
vom 10.  September 2019 an das AfM darauf hinweisen, dass die Eheleute nach 
der Ausreise des Ehemannes weiterhin einen gemeinsamen Ehewillen hatten. Im 
Übrigen hat die Beschwerdeführerin im gesamten Verfahren keine Belege 
eingereicht, welche auf eine ernsthafte Trennungsabsicht schliessen lassen 
könnten. Soweit sie schliesslich bereits vor der Heirat ihre zukünftige Ehe in Frage 
gestellt haben sollte, wäre gar ihr dannzumal abgeleitetes Aufenthaltsrecht in 
Frage zu stellen. Ihre angebliche, innere Trennungsabsicht erscheint deshalb als 
reine Schutzbehauptung, um das Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu erhalten; es 
sind keinerlei Gründe ersichtlich, welche den gemeinsamen und bis zur Ausreise 
des Ehemannes gelebten Ehewillen der Eheleute in Frage stellen könnten. 
Diesbezüglich ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sich aus den beantragten 
Zeugeneinvernahmen bzw. schriftlichen Stellungnahmen sowie einem 
Augenschein in Bezug auf die umstrittene Frage des Vorhandenseins eines 

14

gemeinsamen Ehewillens etwas anderes ergeben sollte, als aufgrund der 
obstehenden Ausführungen; einerseits zumal die genannten Zeugen - bis auf die 
Schwiegereltern - infolge ihrer zum Teil erheblichen Distanzen wohl kaum 
Einblicke in ihren ehelichen Alltag gehabt haben dürften und mithin auch keine 
Auskunft über den gemeinsamen Ehewillen der Eheleuten geben könnten und 
andererseits insbesondere die Aussagen des Ehemannes bzw. der 
Schwiegereltern wohl nichts über die bereits vorliegend gemachten Ausführungen 
hinaus beisteuern könnten. 

6.3Da die Ehegemeinschaft nach dem Ausgeführten mithin nicht aufgelöst ist, 
kann sich die Beschwerdeführerin auch nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG berufen. 
Die Vorinstanz hat daher zu Recht einen entsprechend eigenständigen 
Bewilligungsanspruch verneint. Das Vorliegen von wichtigen persönlichen 
Gründen gemäss Art. 50 Abs. 2 AIG braucht in diesem Zusammenhang daher 
nicht weiter beurteilt zu werden. Gleichwohl sei diesbezüglich lediglich der 
Vollständigkeit halber darauf hingewiesen, dass selbst wenn anzunehmen 
gewesen wäre, die Beziehung des Ehepaares sei gescheitert bzw. aufgelöst, ein 
nachehelicher Härtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 
AIG ohnehin nicht ersichtlich wäre. Hierfür kann ohne weiteres auf die die 
vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (vgl. angefochtener RRB Nr. 
450/2020 vom 16.6.2020 Erw. 4.5; Verfügung des AfM vom 26.2.2020 Erw. 7ff.). 
Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegründet.

7.1Strittig ist des Weiteren, ob seit der Wegweisung des Ehemannes bzw. des 
Verbleibs der Beschwerdeführer in der Schweiz seit anfangs September 2019 
wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG vorliegen, um vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens absehen zu können (vgl. Verfügung des AfM vom 26.2.2020 
Erw. 2; Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 19ff.). Diesbezüglich sei vorausgeschickt, 
dass sich Art. 49 AIG, der eine intakte Ehe voraussetzt, und Art. 50 AIG, der eine 
beendete Ehe voraussetzt, gegenseitig ausschliessen und die eine oder andere 
Argumentation der Beschwerdeführer damit per se unglaubwürdig ist.

Das AfM vertritt die Auffassung, dass wichtige Gründe für ein Getrenntleben nicht 
gegeben seien; komme hinzu, dass das Getrenntleben der Eheleute nicht als 
vorübergehend bezeichnet werden könne (vgl. Verfügung des AfM vom 26.2.2020 
Erw. 2). Gleichmassen verneint der Regierungsrat einen entsprechenden 
Anspruch mit der Begründung, weder der Ehemann noch die Beschwerdeführer 
hätten ein originäres Aufenthaltsrecht in der Schweiz; mithin könnten die 
Beschwerdeführer aus Art. 49 AIG nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. 
Vernehmlassung vom 11.8.2020 Ziff. 4). Demgegenüber bringen die 
Beschwerdeführer vor, als wichtiger Grund müsse die Wegweisung des Ehegatten 

15

betrachtet werden, da den Ehegatten dadurch das Zusammenleben verunmöglicht 
werde, selbst wenn sie es wollten; auch müsse das Getrenntleben als 
vorübergehend bezeichnet werde, wäre doch anzunehmen, dass der Ehemann 
nach Ablauf der Landesverweisung zu seiner Familie in die Schweiz zurückkehre 
(vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 19ff.). Mithin gilt es nachfolgend zu 
beurteilen, ob vorliegend ein Aufenthaltsanspruch aus Art.  49 AIG abgeleitet 
werden kann.

7.2Gemäss Art. 49 AIG besteht das Erfordernis des Zusammenwohnens nach den 
Artikeln 42 bis 44 nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend 
gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Dabei gilt es zu 
beachten, dass der Zweck der Einführung des Grundsatzes des 
Zusammenwohnens die erleichterte Missbrauchsbekämpfung beim 
Familiennachzug gemäss Art. 42ff. AIG bildete. Zusammen mit dem 
Rechtsmissbrauchsverbot soll der Grundsatz des Zusammenwohnens eine 
Handhabe für das Vorgehen gegen das Festhalten an bloss formellen, jedoch 
inhaltsleeren und damit rein zum Erhalt von ausländerrechtlichen Vorteilen 
geschlossenen oder weitergeführten Ehen bieten. Die Normierung des Anspruchs 
auf Familiennachzug bezweckte gerade nicht, den ausländischen 
Familienangehörigen ein vom Bestand einer ehelichen oder familiären Beziehung 
völlig unabhängiges Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu ermöglichen. Art. 49 AIG 
statuiert damit eine Ausnahme von diesen Grundsätzen und der darin geregelte 
Anspruch schliesst explizit an den abgeleiteten Anwesenheitsanspruch von Art. 
42ff. AIG an und setzt diesen voraus. 

7.3Wie bereits zuvor ausgeführt, wurde die Niederlassungsbewilligung des 
Ehemannes bzw. Vaters der Beschwerdeführer wegen einer strafrechtlichen 
Verurteilung widerrufen (vgl. Ingress lit. B sowie vorstehend Erw. 2). Damit sind 
jedoch auch den im Rahmen des Familiennachzugs erteilten Aufenthalts- bzw. 
Niederlassungsbewilligungen bzw. die Grundlage von Art. 43 AIG für einen 
abgeleiteten Aufenthaltsanspruch der Beschwerdeführer dahingefallen. Mithin 
kann die vorliegend geltend gemachte Ausnahme vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens gemäss Art. 49 AIG, welche gerade von der 
familienrechtlichen Zusammenführung abhängt, für die Beschwerdeführer 
entgegen ihrer Ansicht nicht einschlägig sein. Das Vorliegen eines wichtigen 
Grundes für das Getrenntleben muss in diesem Zusammenhang daher auch nicht 
weiter beurteilt werden, weshalb die entsprechenden beschwerdeführerischen 
Ausführungen nicht zu hören sind. Die Beschwerde erweist sich damit auch 
insoweit als unbegründet.

16

8.1Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu prüfen, ob die damit verbundene 
aufenthaltsbeendende Massnahme verhältnismässig ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 
96 Abs. 1 AIG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche sich auf 
Art. 8 EMRK stützt, sind für die Beurteilung, ob dies der Fall ist, namentlich die 
Bedeutung des Grundes des Widerrufs, der Grad der Integration und die Dauer 
der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen. Zu beachten ist auch die Qualität der 
sozialen, kulturellen und familiären Beziehungen sowohl im Gast- als auch im 
Heimatland (vgl. Urteile BGer 2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 4 und 2C 
709/2019 vom 17.1.2020 Erw. 4; 2C 13/2018 vom 16.11.2018 Erw. 3.3, je mit 
weiteren Hinweisen).

8.2.1 Aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 Abs. 1 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) bzw. - dem 
inhaltlich gleichwertigen - Art. 13 BV steht einer Person ein Aufenthaltsrecht in der 
Schweiz zu, wenn sie eine tatsächlich gelebte und intakte Beziehung zu nahen 
Verwandten in der Schweiz unterhält, die ihrerseits über ein gefestigtes 
Anwesenheitsrecht verfügen (vgl. BGE 130 II 281 Erw. 3.1 und BGE 127 II 60 Erw. 
1d/aa). In den Anwendungsbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK fällt in erster Linie die 
Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren gemeinsamen 
minderjährigen Kindern (vgl. BGE 127 II 60 Erw. 1d/aa). Der Schutzbereich von 
Art. 8 Ziff. 1 EMRK erfasst jedoch auch solche familiären Beziehungen zu anderen 
nahen Verwandten, soweit diese intakt sind und tatsächlich gelebt werden, mithin 
auch die Beziehung zwischen allen nahen Verwandten, die in der Familie eine 
wesentliche Rolle spielen können. Als solchermassen erweitertes Familienleben 
haben die Organe der Europäischen Menschenrechtskonvention das Verhältnis 
zwischen Onkeln und Tanten sowie Nichten und Neffen und insbesondere auch 
von Grosseltern sowie Enkeln und Enkelinnen, anerkannt. Das heisst nun aber 
nicht, dass in diesen Fällen immer ein Anspruch auf fremdenpolizeiliche 
Bewilligungen für die jeweiligen Angehörigen besteht. Geht es um diese Personen, 
die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen sind, setzt eine schützenswerte 
familiäre Beziehung - in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der 
Strassburger Organe - voraus, dass der um die fremdenpolizeiliche Bewilligung 
ersuchende Ausländer vom hier Anwesenheitsberechtigten abhängig ist (vgl. BGE 
120 Ib 257 Erw. 1d m.z.H.). Mithin muss diesfalls zwischen der über ein gefestigtes 
Anwesenheitsrecht verfügenden Person und dem um die Bewilligung 
nachsuchenden Ausländer ein über die üblichen familiären Beziehungen bzw. 
emotionalen Bindungen hinausgehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis 
bestehen (vgl. Urteil BGer 2C_1/2013 vom 16.1.2013 Erw. 3.2.1 m.w.H. u.a. auf 
EGMR-Urteil Shala gegen Schweiz vom 15.11.2012 [Nr. 52873/09]). Hinweise für 

17

solche Beziehungen sind das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt, 
eine finanzielle Abhängigkeit, speziell enge familiäre Bande, regelmässige 
Kontakte oder die Übernahme von Verantwortung für eine andere Person (vgl. 
BGE 144 II 1 Erw. 6.1). Unter diesen Voraussetzungen muss gegebenenfalls auch 
die Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkindern als von Art. 8 EMRK 
geschützt gelten. Dies kann indes nur dann zutreffen, wenn Grosseltern anstelle 
der Eltern für ihre/n unselbständige/n Enkel/in die Betreuung und Fürsorge und 
damit die eigentliche Elternrolle übernehmen (vgl. hierzu BGE 144 II 1 Erw. 6.1 
m.H. u.a. auf BGE 120 Ib 257 Erw. 1d [bzgl. Halbgeschwistern]).

8.2.2 Vorliegend ist unbestritten, dass der angefochtene Entscheid die 
Kernfamilie nicht tangiert. Diese wird durch die Beschwerdeführerin und den 
Beschwerdeführer gebildet (der Ehemann und Vater wurde bereits aus der 
Schweiz weggewiesen) und der angefochtene Entscheid betrifft beide gemeinsam, 
wodurch die Kernfamilie intakt bleibt.

8.2.3 Durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung wird es dem 
Beschwerdeführer aber verwehrt, bei seinen in der Schweiz ansässigen 
Grosseltern zu wohnen, zu denen er - gemäss beschwerdeführerischen 
Ausführungen - infolge der gelebten Umstände eine besonders intensive 
Beziehung pflege (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 28). Als unbestritten hat 
dabei zu gelten, dass die Beschwerdeführer seit dem Wegzug des Ehemannes 
bzw. Vaters und mithin der Aufgabe der ehelichen Wohnung anfangs September 
2019 bei dessen Eltern wohnen und diese infolgedessen Betreuungsaufgaben 
wahrnehmen, wenn die Beschwerdeführerin ihrer Erwerbstätigkeit nachgeht. 
Hierin erblicken die Beschwerdeführer ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis 
zwischen den Grosseltern und ihrem Enkel, und berufen sich auf das Recht auf 
Achtung des Privatlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK (vgl. Beschwerde vom 
14.7.2020 Ziff. 25-45), weshalb dem Beschwerdeführer ein Aufenthaltsrecht in der 
Schweiz zustehe.

8.2.3 Im vorliegenden Fall ergeben sich aufgrund der Akten indes keine 
Hinweise auf besondere Umstände im oberwähnten Sinne. Zwar mag es zutreffen, 
dass durch die Wohnsitznahme bei seinen Grosseltern sowie deren Betreuung 
ihres Enkels die affektive Beziehung zwischen diesen verstärkt wurde, doch kann 
allein hierin noch kein Abhängigkeitsverhältnis, welches die Schweiz verpflichten 
würde, die Anwesenheit des Beschwerdeführers zu gestatten. Denn die 
Beschwerdeführer sind erst mit dem Wegzug des Ehemanns bzw. der Aufgabe 
der ehelichen Wohnung anfangs September 2019 zu den Schwiegereltern bzw. 
Grosseltern gezogen und zudem gemäss eigenen Aussagen im Sommer 2020 in 

18

ein Hotel gezogen, als ihr Ehemann und Vater zu Besuchszwecken in der Schweiz 
weilte. Erst per 1. Juli 2020 - mithin mit der erneuten Ausreise des Ehemannes und 
Vaters nach Bosnien und Herzegowina - nahmen sie gemäss Meldung beim 
Einwohneramt wiederum Wohnsitz bei den Schwiegereltern bzw. Grosseltern (vgl. 
Vi-act. [MK] 3/4); wobei auch dies dem Schreiben des Hotelbetreibers vom 22. Juli 
2020 insoweit widerspricht, als dass die Beschwerdeführer auch weiterhin im Hotel 
wohnhaft gewesen seien (vgl. Vi-act. [MK] 2). Dabei gilt es zu beachten, dass der 
Ehemann und Vater offenbar bis zu seiner Ausreise anfangs September 2019 
sowie während seines Besuchsaufenthaltes im Sommer 2020 mit der Betreuung 
seines Sohnes betraut war; insbesondere dann, wenn die Beschwerdeführerin 
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen hatte (vgl. Bf-act. 16). Insoweit widersprechen 
sich die Beschwerdeführer selber, soweit sie nunmehr behaupten, die Betreuung 
des Beschwerdeführers sei während des gemeinsamen Zusammenlebens nicht 
durch den Vater, sondern durch die Grosseltern wahrgenommen worden (vgl. 
Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 36). Der Beschwerdeführer war bis dahin nicht 
einzig und allein auf die Betreuung der Grosseltern angewiesen; die 
Beschwerdeführerin wie auch ihr Ehemann kamen offenbar gemeinsamen ihren 
elterlichen Betreuungspflichten abwechselnd nach, bis der Ehemann und Vater 
jeweils nach Bosnien und Herzegowina zurückreisen musste (vgl. Bf-act. 16). 
Schliesslich geht die Beschwerdeführerin erst seit dem 1. September 2019 einer 
vollen Erwerbstätigkeit nach und ist erst seither auf eine ausgedehnte 
Betreuungshilfe angewiesen. Dies entspricht jedoch einer regulären 
Kinderbetreuung, auf welche grundsätzlich alle Eltern mit einem 100%-igen 
Erwerbspensum angewiesen sind. Mithin lässt sich allein daraus noch keine 
eigentliche familiäre Abhängigkeit über das normale Mass hinaus ableiten; denn 
diese könnte auch in Form einer Kita bzw. einer Tagesmutter wahrgenommen 
werden. Damit zeigt sich aber auch, dass der Kontakt zwischen den 
Beschwerdeführern zu den Schwiegereltern bzw. Grosseltern zwar überaus 
wichtig ist und diese seit dem Wegzug des Ehemannes bzw. Vaters auch 
regelmässig in die Kinderbetreuung des gerade mal erst 2.5 Jahre alten Kindes 
eingespannt sind; indes ergibt sich daraus, dass die Beziehung zwischen diesen 
unter den gegebenen Umständen bzw. Schwierigkeiten (insbesondere infolge der 
Wegweisung des Ehemannes und Vaters; Wohnungsaufgabe etc.) im Rahmen der 
üblichen familiären Unterstützung gepflegt wurde bzw. wird. Dass die Grosseltern 
dabei eine eigentliche Elternrolle einnehmen würden, davon kann in der 
vorliegenden Konstellation keine Rede sein. Hinweise für eine über das Übliche 
hinausgehende - emotionale wie auch finanzielle - Abhängigkeit des 
Beschwerdeführers von seinen Grosseltern sind mithin nicht erkennbar, selbst 
wenn das Verhältnis aufgrund der besonderen Ausgangslage etwas enger sein 

19

sollte. In erster Linie ist der Beschwerdeführer nunmehr affektiv wie auch 
wirtschaftlich offensichtlich von seiner Mutter und Beschwerdeführerin abhängig. 
Dass durch die Wegweisung bzw. die Trennung des Beschwerdeführers von 
seinen Grosseltern das Recht auf Familienleben in unzulässiger Weise verletzt 
sein soll, ist mithin nicht ersichtlich.

8.2.4 Kommt hinzu, dass es einem Kind im anpassungsfähigen Alter 
grundsätzlich zugemutet werden kann, dem für ihn sorgenden Elternteil ins 
Ausland zu folgen (vgl. BGE 122 II 289 Erw. 3c; BGE 137 I 247 Erw. 4.1.2); dies 
gilt praxisgemäss insbesondere für Kleinkinder. Dass ein Kleinkind eine 
Niederlassungsbewilligung besitzt, schliesst dabei nicht aus, dass es den Eltern 
oder dem obhutsberechtigten Elternteil, wenn diesen bzw. diesem der weitere 
Aufenthalt in der Schweiz verweigert wird, ins Ausland zu folgen hat (vgl. BGE 
2C_185/2007 vom 12.6.2007 Erw. 3.3.2 m.H.a. BGE 127 II 60 Erw. 2b; BGE 122 
II 289 Erw. 3c; BGE 2A.562/2006 vom 16.2.2007 Erw. 3.2). Der Beschwerdeführer 
ist gerade mal 2.5 Jahre alt und damit in einem anpassungsfähigen Alter. Im 
Heimatland lebt zudem nicht nur sein Vater, welcher den Akten zufolge offenbar 
vor seiner neuerlichen Ausreise im Sommer 2020 nach Bosnien und Herzegowina 
die Betreuung für den gemeinsamen Sohn zusammen mit der Beschwerdeführerin 
wahrgenommen hatte, sondern leben auch die Eltern sowie die Geschwister der 
Beschwerdeführerin, mit denen sie regelmässigen Kontakt pflegt. Demgegenüber 
hat der Beschwerdeführer - bis auf die Grosseltern väterlicherseits - keine 
vertieften Beziehungen zur Schweiz; solche bzw. anderweitige, gewichtige 
Interessen an einem Verbleib in der Schweiz werden denn auch nicht genügend 
substantiiert geltend gemacht (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 56). Zudem 
steht es sowohl den Grosseltern wie auch den Beschwerdeführern frei, sich künftig 
im Rahmen von Ferienaufenthalten gegenseitig in der Schweiz bzw. in ihrem 
Heimatland zu besuchen. Es ist dem Beschwerdeführer somit ohne Weiteres 
zumutbar, seiner Mutter in deren Heimat zu folgen.

8.3.1 Schliesslich lässt sich aus Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV 
ein Anwesenheitsanspruch aus dem Recht auf Privatleben ableiten, sofern 
besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private 
Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende vertiefte 
soziale Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich 
bestehen. Dabei kommen namentlich der bisherigen Aufenthaltsdauer und der 
Integrationstiefe besondere Bedeutung zu (vgl. zum Ganzen BGE 144 I 266 Erw. 
3). Nach einer rund zehnjährigen Aufenthaltsdauer kann regelmässig von so 
engen sozialen Beziehungen in der Schweiz ausgegangen werden, dass es für 
eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf, z.B. wenn die Integration 

20

trotz der langen Aufenthaltsdauer zu wünschen übrig lässt. Umgekehrt sind 
konventionsrechtlich geschützte Beziehungen bei einer ordentlichen 
Aufenthaltsdauer von unter zehn Jahren nur zu vermuten, wenn eine besonders 
ausgeprägte Integration mit engsten sozialen Beziehungen vorliegt, namentlich 
auch in sprachlicher, beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht (vgl. Entscheid des 
VwGer des Kanton ZH Nr. VB.2019.00717 vom 4.12.2019 Erw. 2.4 und Nr. 
VB.2019.00399 vom 8.1.2020 Erw. 4.3 m.H. u.a. auf BGE 144 I 266 Erw. 3). 

8.3.2 Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen in ihrem Heimatland 
in Bosnien und Herzegowina die Schule besucht und dort auch ihre Berufsbildung 
als Verkäuferin abgeschlossen; mithin hat sie ihre prägenden Kinder- und 
Jugendjahre wie auch einige ihrer Jahre als junge Erwachsene in ihrem 
Heimatland verbracht. Sie ist erst per 1. Januar 2018, d.h. im Alter von rund 22 
Jahren in die Schweiz eingereist (vgl. Vi-act. [MK] 102) und lebte im Zeitpunkt der 
angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2020 bzw. RRB Nr. 450/2020 vom 16. 
Juni 2020 und bei Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gerade mal 
etwas mehr als zwei Jahre in der Schweiz. Mit Blick auf die Praxis zu Art. 8 EMRK 
handelt es sich damit um eine äusserst kurze bisherige Aufenthaltsdauer. Eigenen 
Angaben bzw. gemäss entsprechenden Visumsanträgen zufolge besucht sie ihre 
Heimat sodann regelmässig (vgl. Vi-act. [MK] 136f.). In der Schweiz hat sie sich 
gemäss Aktenlage beruflich gut integriert, weist weder Betreibungen noch 
strafrechtliche Verfehlungen auf und musste noch nie von der Sozialhilfe 
unterstützt werden. Ferner ist davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer 
Erwerbstätigkeit inzwischen auch die deutsche Sprache etwas beherrscht; auch 
ist sie als Mitarbeiterin bei der M.________ AG zu deren vollen Zufriedenheit 
beschäftigt (vgl. Vi-act. [MK] 145). Die Integration erscheint sowohl in sozialer als 
auch in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht geglückt zu sein (vgl. Beschwerde 
vom 14.7.2020 Ziff. 43/44). Die Integration geht indes keineswegs über übliche 
Integrationserwartungen hinaus, zumal die Beachtung der hiesigen Ordnung und 
eine wirtschaftliche Integration im Sinne der Integrationskriterien von Art. 58a AIG 
grundsätzlich erwartet werden können. Ein gesamtwirtschaftliches Interesse, die 
Beschwerdeführerin weiter zu beschäftigen, ist nicht ersichtlich noch entsprechend 
geltend gemacht. In der Schweiz behauptet die Beschwerdeführerin bis auf die 
Schwiegereltern nach eigenen Angaben lediglich ihre in der Zentralschweiz 
lebenden Cousins sowie ihre langjährigen besten Freunde im Tessin zu haben; 
darüber hinaus macht die Beschwerdeführerin keine vertieften sozialen 
Beziehungen in der Schweiz geltend (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 40). 
Selbst diese seitens Beschwerdeführerin genannten Kontakte - insbesondere mit 
Landsleuten - sowie die sehr kurze Aufenthaltsdauer in der Schweiz bzw. kurze 
Landesabwesenheit aus Bosnien und Herzegowina vermögen nichts daran zu 

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ändern, dass sie weiterhin mit ihrem Heimatland sozial und kulturell verbunden ist 
und ihr die dortigen Verhältnisse nach wie vor überwiegend vertraut sein dürften. 
Die Vorinstanz durfte daher - einhergehend mit der oberwähnten Rechtsprechung 
- davon ausgehen, dass es vorliegend an einer über das Übliche hinausgehenden 
Integration oder Verwurzelung der Beschwerdeführerin fehlt, zumal die Integration 
der Beschwerdeführerin in den Arbeitsmarkt als durchschnittlich zu beurteilen ist, 
keine weiteren vertieften Bindungen ersichtlich sind und darüber hinaus nichts 
geltend macht wird, was auf eine besonders ausgeprägte Eingliederung in 
schweizerische Verhältnisse schliessen lassen würde.

8.3.3 Die wirtschaftliche Lage im Heimatland der Beschwerdeführer mag 
schwierig erscheinen (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 34). Die 
Beschwerdeführerin legt indes nicht substantiiert dar, weshalb ihre Lebens- und 
Daseinsbedingungen durch ihre - gerade mal lediglich rund zwei Jahre nach ihrer 
Einreise in die Schweiz erfolgte - Wegweisung im gesteigerten Mass in Frage 
gestellt sein sollte; dies auch deshalb, weil von der schwierigen Wirtschaftslage 
auch unter Berücksichtigung der Pandemie in Bosnien und Herzegowina sämtliche 
dort lebenden Einwohner in gleicher Weise betroffen sind. Gleiches gilt es 
bezüglich der vorgebrachten problematischen politischen Lage anzunehmen, 
selbst wenn dadurch die Erwerbsmöglichkeit der Beschwerdeführerin allenfalls 
etwas eingeschränkt sein dürfte. Dabei gilt es zu beachten, dass sowohl ihr 
Ehemann wie auch ihre Eltern sowie Geschwister in ihrem Heimatland leben; 
weshalb es diesen - u.a. aus gesundheitlichen Gründen - nicht möglich sein sollte, 
ihr bei der Wiedereingliederung sowie der Betreuung ihres Sohnes behilflich zu 
sein, ist weder nachvollziehbar noch substantiiert begründet (vgl. Beschwerde vom 
14.7.2020 Ziff. 37/29). Selbst wenn sich die Eheleute zu einem späteren Zeitpunkt 
in Bosnien und Herzegowina tatsächlich trennen sollten, wäre ohnehin eine 
entsprechende Besuchs- bzw. Betreuungsregelung erforderlich. Insoweit spielt es 
zum heutigen Zeitpunkt keine Rolle, ob mit einer Zusammenführung bzw. 
Wiedervereinigung der Familie in Bosnien und Herzegowina zu rechnen ist oder 
nicht. Kommt hinzu, dass der bloss pauschal vorgebrachte Umstand, dass das 
Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat nicht mit 
jenem in der Schweiz vergleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung 
einem höheren Standard entspricht, nicht bereits die Unzumutbarkeit einer 
Rückkehr der Beschwerdeführerin sowie ihres Kindes in die früheren Verhältnisse 
zur Folge haben kann (vgl. BGE 139 II 393 Erw. 6). Mithin kann - nach nurmehr 
drei Jahren in der Schweiz - nicht von einer gänzlich ungewissen Zukunft der 
Beschwerdeführerin und ihres Sohnes in Bosnien und Herzegowina gesprochen 
werden (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 Ziff. 56).

22

8.3.4 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es drohe ihr in ihrem 
Heimatland aufgrund der strafrechtlichen Verurteilung ihres Ehemannes Ächtung 
und Verstoss, so erscheint dies wenig plausibel, zumal ihr strafrechtlich verurteilter 
Ehemann nach seiner Ausreise aus der Schweiz in Bosnien und Herzegowina 
offenbar - auch in wirtschaftlicher Hinsicht (vgl. Bf-act. 5 [Fotoübersicht vom 
Schaden am Auto des Ehemannes]) - selber wieder Fuss fassen konnte. Auch 
erscheint die behauptete Bedrohungsgefahr gegenüber der Familie N.________ 
bald 30 Jahren nach dem Krieg aufgrund ihrer Ehe wenig glaubhaft, da diese nicht 
näher substantiiert ist. Ein lediglich pauschaler Hinweis auf das Urteil des 
Kantonsgericht Bihac vom 8. Februar 2016, welches einen Vorfall während des 
Krieges 1992 - in welche eine Familie namens N.________ involviert gewesen war 
- schildert, reicht hierfür jedenfalls nicht aus, um zum heutigen Zeitpunkt eine 
Bedrohung gegenüber der Beschwerdeführerin und ihrem Sohn zu erblicken. 
Ebensowenig vermag die WhatsApp-Nachricht ihres Vaters vom 14. April 2020 
eine konkrete Bedrohung darzustellen, zumal nicht klar ist, von wem diese 
pauschale Aussage tatsächlich stammt; ob von ihrem Vater persönlich - was indes 
im Verhältnis zu seiner vorstehenden Nachricht als wenig glaubhaft erscheint - 
oder von Nachkommen aus verfeindeten Gruppierungen; hierzu fehlen jegliche 
Anhaltspunkte. Ein entsprechender Polizeirapport, wonach die behauptete 
Drohung zur Anzeige gebracht worden sei, liegt entgegen der 
beschwerdeführerischen Behauptung den Akten auch nicht bei (weder im Original 
noch als Übersetzung), obschon diese ohne weiteres hätten eingereicht werden 
können (vgl. Beweismittelverzeichnis zur Beschwerde vom 14.7.2020). 
Ebensowenig liegt eine Anzeige bzw. ein entsprechender Polizeirapport bezüglich 
des behaupteten Angriffs vom 9. Juli 2020 auf die Person ihres Ehemannes bzw. 
auf sein Auto vor; die eingereichte Fotodokumentation (vgl. Bf-act. 5) belegt einzig 
und allein, einen Schaden am Kotflügel, Stossstange sowie an der Tür seines 
Fahrzeuges. Diesbezüglich ist indes - mangels Vorliegen eines entsprechenden 
Polizeirapports - nicht nachvollziehbar, ob es sich hierbei um einen Schaden im 
Rahmen eines regulären Verkehrsunfalls oder im Rahmen der behaupteten 
Drohungen gehandelt hat. Es liegen hierzu keine Hinweise vor, noch sind diese 
näher substantiiert.

8.4Der Beschwerdeführerin ist in Würdigung der gesamten Umstände die 
Rückkehr nach Bosnien und Herzegowina sowie die Wiedereingliederung 
zumutbar. Dies gilt ebenso für den Beschwerdeführer, zumal die Beziehung 
zwischen ihm und seinen Grosseltern väterlicherseits nicht eigenständig unter dem 
Schutz von Art. 8 EMRK steht und er somit ausländerrechtlich das Schicksal seiner 
sorgeberechtigten Mutter bzw. Beschwerdeführerin teilt. Die öffentlichen In-
teressen an der Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik sowie der 

23

Durchsetzung des objektiven Rechts überwiegen gegenüber den privaten 
Interessen der Beschwerdeführer am Verbleib in der Schweiz.

9. Nach dem Gesagten haben die Vorinstanzen den Widerruf der 
Aufenthaltsbewilligung bzw. die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdeführer 
zu Recht verfügt. Die Wegweisung der Beschwerdeführer erweist sich als recht- 
und verhältnismässig. Die Beschwerde ist damit unbegründet und daher 
abzuweisen.

10.1 Die Beschwerdeführer ersuchen eventualiter um die Ansetzung einer 
angemessenen Ausreisefrist von sechs Monaten (vgl. Beschwerde vom 14.7.2020 
Ziff. 63-65).

10.2 Mit der Wegweisungsverfügung ist eine angemessene Ausreisefrist 
zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen. Eine längere Ausreisefrist ist 
anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere Umstände wie 
die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange 
Aufenthaltsdauer dies erfordern (Art. 64d Abs. 1 AIG). Der Umstand, in einem 
unbefristeten Arbeitsverhältnis zu stehen, vermag in der Regel noch keine längere 
Ausreisefrist zu rechtfertigen. Sodann rechtfertigen sich kürzere Ausreisefristen, 
soweit betroffene Ausländer bereits hinreichend Zeit hatten, sich mit einer 
drohenden Wegweisung auseinanderzusetzen und eine Rückkehr in das 
Herkunftsland zu organisieren (vgl. Art. 64d Abs. 2 lit. a AIG; vgl. hierzu VwGr ZH 
VB.2019.00638 vom 4.12.2019 Erw. 7 m.w.H.).

10.3 Nachdem der Regierungsrat die Beschwerde gegen die Verfügung des 
Amts für Migration zu Recht abgewiesen bzw. den Widerruf sowie die Wegweisung 
der Beschwerdeführer bestätigt hat, gilt weiterhin die angesetzte Ausreisefrist von 
30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheides. Eine neue Frist anzusetzen 
rechtfertigt sich vorliegend nicht, da die Beschwerdeführer ihren diesbezüglichen 
Eventualantrag nicht konkret begründen, namentlich inwiefern die angesetzte Frist 
zu kurz sei, um eine Wohnung zu finden, die entsprechenden Schritte für den 
Umzug in die Wege zu leiten sowie ihr Leben in der Schweiz abzubauen. Das 
Migrationsamt hat bei der Fristansetzung im oberwähnten Sinne einerseits den 
persönlichen und beruflichen Verhältnissen der Beschwerdeführerin sowie ihrer 
Wohnsituation bei den Schwiegereltern angemessen Rechnung getragen. 
Andererseits gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführer bereits 
seit dem erstinstanzlichen Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung mit einer 
Wegweisung in ihr Herkunftsland rechnen mussten und ihre allfällige Ausreise 
entsprechend vorbereiten konnten. Die Beschwerde ist damit auch im 
Eventualantrag abzuweisen.

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11. Dem Ergebnis entsprechend werden die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden 
Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der 
Beschwerdeführerin auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP). Anspruch auf 
Parteientschädigung besteht nicht (§ 74 Abs. 1 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie sich nicht als gegenstandslos 
erweist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten 
und Barauslagen) werden den Beschwerdeführern auferlegt. Sie haben 
einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das 
Völkerrecht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., 
insbesondere Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zu-
lässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind beide 
Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen. 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- das Amt für Migration
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 22. Februar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, 
Rumantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter 
Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf 
die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. März 2021

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