# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5851d3f-fec5-5879-8e32-4bffe36e7d33
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.08.2010 B 2009/221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2009-221_2010-08-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2009/221

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.08.2010

Entscheiddatum: 24.08.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
Bau- und Planungsrecht, Art. 15 RPG (SR 700). Die Bauzonenausscheidung 
unterliegt wie alle Raumplanung einer gesamthaften Abwägung und 
Abstimmung aller räumlich wesentlichen Gesichtspunkte und Interessen. Zu 
grosse Bauzonen sind gesetzwidrig. Ist die Bauzone bereits zu gross, 
müssen für eine nochmalige Erweiterung zwingende Gründe sprechen 
(Verwaltungsgericht, B 2009/221).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber lic. iur. S. 

Schärer

______________

 

In Sachen

L.,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.,

gegen

 

Baudepartement des Kantons St. Gallen,

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Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Politische Gemeinde T.,

Beschwerdegegnerin,

dieser vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. J.,

 

betreffend

Teilzonenplan H., Überbauungsplan H.,

Teilstrassenplan H.

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ L., ist Eigentümerin der 1'941 m  grossen Parzelle Nr. xx, Grundbuch T., im Dorfteil 

K. Das Grundstück ist mit einem Wohnhaus und einem freistehenden Schopf überbaut 

und wird von der B.-strasse, Gemeindestrasse 2. Klasse, erschlossen. Nach dem 

Zonenplan der Gemeinde T. vom 3. August 1995 liegt es im Wesentlichen in der 

Wohnzone für zweigeschossige Bauten (W2b), der südliche, schmale Grundstücksteil 

ist dem übrigen Gemeindegebiet (üG) zugeteilt.

B./ Am 2. Dezember 2008 erliess der Gemeinderat als Folge der Gesamtrevision der 

Ortsplanung sieben Teilzonenpläne und verschiedene Sondernutzungspläne, unter 

anderem für das Gebiet H., das östlich angrenzend an die Parzelle Nr. xx liegt. Am 5. 

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bzw. 8. Dezember 2008 publizierte er die Auflage des Baureglements (Gesamtrevision), 

die Änderungen im Zonenplan (Aufteilung in Teilzonenpläne nach Gebieten), die 

erlassenen Sondernutzungspläne und die Änderung der Schutzverordnung und legte 

diese vom 9. Dezember 2008 bis 7. Januar 2009 öffentlich auf.

L. erhob am 7. Januar 2009 durch ihren Rechtsvertreter beim Gemeinderat Einsprache 

gegen den Teilzonen-, Überbauungs- und Teilstrassenplan H. sowie gegen den 

Richtplan mit dem Antrag, diese aufzuheben. Der Gemeinderat wies die Einsprache mit 

Beschluss vom 2. Februar 2009 ab. Zur Begründung machte er geltend, der südliche 

Teil des Grundstücks Nr. xx sei wegen seiner Form gar nicht überbaubar. Die westliche 

Abgrenzung der in den Sondernutzungsplänen enthaltenen Planperimeter sei 

ortsplanerisch gerechtfertigt. Wenn der östliche und südliche Grundstücksteil ebenfalls 

einbezogen werden müsste, würden die Baubereiche zu gross. Zudem müsste ein 

aufwändiges Landumlegungsverfahren durchgeführt werden, was zu einer zeitlichen 

Verzögerung führen würde.

Der Gemeinderat unterstellte sodann die Teilzonenpläne und das Baureglement vom 

11. Februar bis 12. März 2009 dem fakultativen Referendum. Am 25. März 2009 gab er 

der Einsprecherin von der stillschweigenden Zustimmung der Bürgerschaft zum 

Teilzonenplan H. Kenntnis und eröffnete die vierzehntägige Rekursfrist.

C./ Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Februar 2009 (am 4. Februar 2009 bzw. 

15. April 2009 eröffnet) und den am 25. März 2009 angezeigten Beschluss der 

Stimmberechtigten erhob L. mit den Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 19. Februar 

2009 bzw. 30. April 2009 und 9. April 2009 beim Baudepartement des Kantons 

St. Gallen Rekurs und beantragte mit den Rekursergänzungen vom 24. März bzw. 

20. Mai 2009 sowie 11. Mai 2009, die Beschlüsse seien nichtig bzw. kostenpflichtig 

aufzuheben und die Einsprache gutzuheissen.

Das Baudepartement führte am 14. September 2009 in Anwesenheit der 

Verfahrensbeteiligten, des Kreisplaners des Amtes für Raumentwicklung und 

Geoinformation (AREG) und des Leiters Verkehrstechnik des Tiefbauamtes (TBA) einen 

Augenschein durch. Mit Entscheid vom 24. November 2009 wies es die Rekurse ab, 

soweit es darauf eintrat. Dabei erwog es im wesentlichen, der Einspracheentscheid 

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vom 2. Februar 2009 sei zwar mangelhaft unterschrieben gewesen, der Gemeinderat 

habe die Verfügung am 15. April 2009 aber nochmals mit vollständiger Unterschrift 

zugestellt. Der gerügte Mangel sei damit im Rahmen des Rekursverfahrens geheilt 

worden. Aus dem ursprünglichen Verfügungsfehler sei der Rekurrentin kein Nachteil 

erwachsen, womit sich die Rüge, der Einspracheentscheid und der Beschluss der 

Bürgerschaft seien nichtig, als unbegründet erweise. Das öffentliche Interesse an der 

Belassung des südlichen Teils des Grundstücks Nr. xx im üG überwiege das private 

Interesse der Rekurrentin an der baulichen Nutzung dieses Grundstückteils. Die 

Rechtsgleichheit werde durch die vorgesehene Umgrenzung des Teilzonenplans H. 

nicht verletzt. Es sei nicht angezeigt, den östlichen und südlichen Teil des Grundstücks 

Nr. xx einzubeziehen. Der Überbauungsplan sei zweckmässig umgrenzt, und der 

Teilstrassenplan sei in Ordnung.

D./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 10. Dezember 2009 erhob L. Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht. Mit Beschwerdeergänzung vom 26. Februar 2010 beantragt 

sie, den Entscheid der Vorinstanz kostenpflichtig aufzuheben und ihre Einsprache 

gutzuheissen. Zum einen habe das Baudepartement ihr die Legitimation zu Unrecht 

abgesprochen, die Angemessenheit und Grösse der Bauzone in Frage zu stellen. Zum 

anderen leide der Einspracheentscheid, der ihr nicht vollständig unterschrieben 

zugestellt worden sei, an einem schwerwiegenden Formfehler, weshalb der zugestellte 

Beschluss nichtig sei. Zwar sei die Verfügung in der Folge nochmals formrichtig 

eröffnet worden, der Beschluss der Bürgerversammlung sei aber gleichwohl nichtig, 

weil das Referendumsverfahren vor der Neueröffnung durchgeführt worden sei. 

Bezüglich des Rekurses, mit dem sie die Nichtigkeit des Einspracheentscheids gerügt 

habe, sei sie nicht unterlegen, weshalb sie dafür entschädigt werden müsse.

Weiter wendet sie ein, der Teilzonenplan H. nehme keine Rücksicht auf die örtlichen 

Begebenheiten, namentlich stimme er mit dem natürlichen Landschaftsverlauf nicht 

überein und sei willkürlich. Der Richtplan sehe für den südlichen Teil ihres Grundstücks 

zwar eine spätere Einzonung im Zusammenhang mit dem Gebiet "Im Grund" vor. Weil 

dieser Teil aber von seiner Lage her bzw. auf Grund des Verlaufs der Geländekante 

Bestandteil des Gebiets "Im H." sei, sei eine spätere separate Überbauung gar nicht 

möglich, was eine rechtswidrige Baulücke zur Folge haben werde, womit der 

Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit Boden verletzt werde. Das Gleiche gelte 

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für den angefochtenen Überbauungs- und Strassenplan H. Beide verunmöglichten eine 

spätere Überbaubarkeit des noch unüberbauten Teils ihres Grundstücks.

E./ Das Baudepartement und die Politische Gemeinde T. beantragen mit ihren 

Vernehmlassungen vom 4. März und 24. März 2010 die (kostenpflichtige) Abweisung 

der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin nahm zu diesen Eingaben am 20. Mai 2010 

Stellung.

F./ Zur nachträglich beigezogenen Genehmigungsverfügung betreffend den Teilzonen- 

und Überbauungsplan H. vom 25. Januar 2010 nahmen die Parteien nicht Stellung.

G./ Auf die weiteren Eingaben und Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit 

wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Verwaltungsgericht hat vor seinem Urteil einen Augenschein an Ort und Stelle 

durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden eingeladen, daran teilzunehmen. Auf 

die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die Feststellungen anlässlich des 

Augenscheins wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).

Die Beschwerdeführerin ist Adressatin des angefochtenen Rekursentscheids und damit 

zu dessen Anfechtung legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). 

Die Beschwerdeerklärung und -begründung entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich 

den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerden ist daher einzutreten.

2. Die Vorinstanz ist auf die Rügen der Beschwerdeführerin insofern nicht eingetreten, 

als sie damit rügt, der Richtplan sei nichtig bzw. die Bauzone von T. sei zu gross.

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2.1. Richtpläne sind für das Grundeigentum nicht unmittelbar verbindlich. Für Behörden 

ist der kantonale Richtplan verbindlich, die kommunalen sind nur wegleitend (Art. 5 

Abs. 3 Baugesetz, sGS 731.1, abgekürzt BauG; Art. 44 Abs. 1 BauG, Art. 9 Abs. 1 des 

Raumplanungsgesetzes, SR 700, abgekürzt RPG). Privaten fehlen daher das 

Rechtsschutzinteresse und die Legitimation, Richtpläne selbständig anzufechten. 

Möglich ist einzig die akzessorische Infragestellung im Rahmen einer Zonenplanung 

oder eines Baubewilligungsverfahrens (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, 

Bern 2003, Rz. 61).

Die Beschwerdeführerin macht im Beschwerdeverfahren nicht mehr geltend, dass und 

inwiefern der Richtplan nichtig sei. Damit hat es sein Bewenden (zum Rügeprinzip im 

Beschwerdeverfahren: Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 

St. Gallen 2003, Rz. 633 f.). Der Erlass des Richtplans unterliegt im übrigen nicht den 

Bestimmungen nach Art. 29 ff. BauG. Die fehlende Unterschrift auf dem 

Einspracheentscheid kann somit von vornherein nicht zur Nichtigkeit des kommunalen 

Richtplans führen.

2.2. Zur Einsprache bzw. zur Erhebung des Rekurses ist berechtigt, wer ein eigenes 

schutzwürdiges Interesse dartut (Art. 83 Abs. 2 BauG bzw. Art. 45 Abs. 1 VRP).

2.2.1. Zu den Beschwerdeberechtigten gehören in erster Linie die Adressaten einer 

Verfügung oder eines Entscheids, aber auch Dritte, sofern sie durch eine Verfügung in 

der Weise betroffen sind, dass sie zu einer selbständigen Anfechtung befugt sind. Ein 

Dritter muss dafür persönlich und mehr als jedermann daran interessiert sein, dass das 

durch die Verfügung begründete Rechtsverhältnis anders geregelt wird (Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 412). Nachbarn sind bei der Rechtsmittelführung gegen Baubewilligungen 

und Nutzungspläne zugelassen, wenn eine enge räumliche Beziehung zum 

Baugrundstück oder Plangebiet gegeben ist und sie direkt und in höherem Mass als 

irgendjemand in den eigenen Interessen beeinträchtigt werden bzw. die festgesetzte 

Nutzung sich nachteilig auf ihr eigenes Grundstück auswirken kann. Ob und inwiefern 

dies der Fall ist, hängt zum einen vom Abstand zwischen den Grundstücken, zum 

anderen von der Art und Intensität der befürchteten Auswirkungen ab (Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 414; BGE 121 II 171 E. 2b, BGE 1C_119/2007 vom 13. November 2008 

E. 1.2).

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2.2.2. Nebst dem, dass nur eigene und nicht Interessen Dritter oder 

Allgemeininteressen verfolgt werden können (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388), muss das 

Interesse schutzwürdig sein. Dies ist der Fall, wenn der Betroffene rechtlich geschützte 

Interessen geltend macht oder wenn eine Verfügung oder ein Entscheid seine 

tatsächliche Interessenlage mehr berührt als jene irgendeines Dritten oder der 

Allgemeinheit. Nicht nötig ist, dass der angerufene Rechtssatz nachbarschützende 

Funktion hat. Das schutzwürdige Interesse besteht einzig im "praktischen Nutzen" bzw. 

in "handfesten Belangen", die ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in 

seiner rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der Abwendung 

materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile, die ein Bestand der angefochtenen 

Verfügung oder des Entscheids mit sich bringen würde. Dies schliesst das rein 

theoretische Interesse an der Entscheidung über eine Rechtsfrage oder das blosse 

allgemeine an einer richtigen Anwendung des objektiven Rechts aus. Die besondere 

Beziehungsnähe verlangt also, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen 

Akt einen persönlichen, unmittelbaren Nachteil erleidet bzw. nicht bloss ein mittelbares 

oder ausschliesslich allgemeines öffentliches Interesse geltend macht (Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 389 ff.).

2.2.3. Das Rechtsschutzinteresse muss hinsichtlich aller Gründe, die der Rekurrent 

oder Beschwerdeführer vorbringt, gegeben sein und geprüft werden. Dieser muss den 

eigenen Vorteil geltend machen, den er daraus zieht, oder den Nachteil, der 

abgewendet wird, wenn die Beschwerde gutgeheissen wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., 

Rz. 394; Heer, a.a.O., Rz. 934 f. mit weiteren Hinweisen; GVP 2006 Nr. 32). Nicht 

erheblich sind dabei die Beweggründe für das Einlegen eines Rechtsmittels. So gilt es 

nicht als missbräuchlich, wenn der Nachbar im Baubewilligungsverfahren ein (nicht 

aussichtsloses) Rechtsmittelverfahren anstrengt, um für sich Vorteile zu erlangen 

(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 392). Das schutzwürdige eigene Interesse des Anwohners 

kann insbesondere darin liegen, dass das Nachbargrundstück freigehalten wird. Mit 

Blick darauf hat das Verwaltungsgericht den Einwand zugelassen, ein 

Überbauungsplan auf einem Nachbargrundstück widerspreche den Zielen und 

Plangrundsätzen nach Art. 1 und 3 RPG, namentlich dem Grundsatz der 

haushälterischen Nutzung des Bodens, weil für den geplanten Fachmarkt bloss ein 

eingeschossiges Gebäude vorgesehen werde (VerwGE 2009/207 vom 11. Mai 2010 

E. 4, in:www.gerichte.sg.ch). Das Interesse an der Freihaltung einer Parzelle kann auch 

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mit dem Einwand durchgesetzt werden, es fehle an einer hinreichenden Zufahrt. Als 

Nachbar ist er auch insoweit mehr als irgendwelche Drittpersonen bzw. die 

Allgemeinheit betroffen (VerwGE 2009/34 vom 3. September 2009 E. 1.2.3., 

in:www.gerichte.sg.ch).

2.2.4. Davon abgesehen, dass die Beschwerdeführerin unzweifelhaft berechtigt ist 

einzuwenden, der Perimeter der angefochtenen Teilzonen- und Sondernutzungspläne 

sei falsch abgegrenzt und verunmögliche dadurch die künftige Erschliessung und 

Überbauung ihres eigenen Grundstücks, ist sie als direkte Anstösserin des Plangebiets 

H. auch legitimiert zu rügen, mit dem angefochtenen Teilzonenplan werde eine 

insgesamt zu grosse Bauzone bewirkt bzw. das bereits zu grosse Baugebiet werde 

damit noch grösser (Cavelti/Vögeli, a.a.O. Rz. 415). Ihr handfestes Interesse liegt darin, 

dass die heute zur Diskussion stehende Überbauung im H. verhindert und damit das 

angrenzende Landwirtschaftsland freigehalten wird bzw. dass die konkrete 

Überbauung, die ihr Grundstück nicht miteinbezieht, verhindert wird. Damit ist die 

Beschwerdeführerin in ihren eigenen Interessen unmittelbar und stärker als irgendein 

Dritter betroffen, weshalb die Vorinstanz auf den Rekurs zu Unrecht nicht eingetreten 

ist, soweit die Beschwerdeführerin damit rügt, die Bauzone von T. sei insgesamt zu 

gross und damit rechtswidrig.

3. Die Beschwerdeführerin erachtet den erstmals zugestellten Einsprachebeschluss 

betreffend Überbauungs- und Teilstrassenpläne H. und den Entscheid der 

Bürgerschaft als nichtig, weil das ihr zugestellte Exemplar nur vom 

Gemeinderatsschreiber unterschrieben war. Die Vorinstanz führte dazu aus, dass der 

gerügte Verfügungsmangel geheilt worden sei, indem der Gemeinderat der 

Einsprecherin im Rekursverfahren den Beschluss nochmals vollständig unterschrieben 

eröffnet habe.

3.1. Fehlt bei einem Gerichtsentscheid die nötige Unterschrift, so ist das Gebot der 

Unterschrift keine blosse Ordnungsvorschrift, sondern im Interesse der 

Rechtssicherheit ein eigentliches Gültigkeitserfordernis. In diesem Fall liegt gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit der fehlenden Unterschrift ein 

Eröffnungsfehler vor. Bezüglich Verwaltungsverfügungen ist die Rechtslage nicht 

geklärt (L. Kneubühler in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

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über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Rz. 6 zu Art. 34). Die Frage kann vorliegend 

aber offen bleiben, weil der Fehler, sollte ein solcher vorliegen, geheilt worden wäre. Ist 

eine Verfügung nämlich nicht unterschrieben, kann der Betroffene innert vernünftiger 

Frist die erneute Eröffnung des unterschriebenen Beschlusses verlangen oder den 

Mangel auf dem Beschwerdeweg geltend zu machen. Liefert die Entscheidbehörde der 

Rechtsmittelinstanz wie hier ein unterzeichnetes Exemplar nach, ist der Mangel damit 

geheilt (Kneubühler, a.a.O., Rz. 23 zu Art. 38; anderer Meinung J. Stadelwieser, sofern 

nicht wie vorliegend wenigstens eines von zwei oder mehreren Behördemitgliedern 

unterzeichnet hat [Die Eröffnung von Verfügungen, Diss. St. Gallen 1994, S. 186]).

3.2. Der Gemeinderat hat der Beschwerdeführerin - wie gesagt - im Rahmen des 

Rekursverfahrens ein zweites, vollständig unterzeichnetes Exemplar zugestellt. Damit 

ist der gerügte Formmangel geheilt. Davon abgesehen hat die Beschwerdeführerin 

auch gegen den nochmals, korrekt eröffneten Beschluss Rekurs erhoben, worauf die 

Rekursinstanz die beiden Verfahren vereinigt und gemeinsam darüber entschieden hat. 

Damit ist der Beschwerdeführerin durch den ursprünglichen Eröffnungsmangel - von 

zusätzlichen Kosten abgesehen - kein Nachteil erwachsen.

3.3. Auf den Beschluss der Bürgerschaft betreffend Zonenplanänderung hatte die 

fehlende Unterschrift von vornherein keinen Einfluss. Das Referendumsverfahren wird 

erst nach Abschluss des Einspracheverfahrens durchgeführt (Art. 30 Abs. 3 BauG). 

Dieses wird damit abgeschlossen, dass die zuständige Gemeindebehörde über alle 

Einsprachen entscheidet (Heer, a.a.O., Rz. 214). Eine entsprechende Mitteilung an die 

Einsprecher ist zwar üblich, zwingend ist sie aber nicht. Erst der nachfolgende 

Entscheid der Bürgerschaft ist anfechtbar bzw. amtlich bekanntzumachen und mit 

einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen (Art. 30bis Abs. 1 lit. c BauG; Heer, a.a.O., Rz. 

223). Mit anderen Worten war die fehlende Unterschrift des Vizepräsidenten auf der 

Mitteilung betreffend den Einspracheentscheid von vornherein nur massgebend, soweit 

damit der Einsprecherin der Einsprachebeschluss betreffend die Sondernutzungspläne 

eröffnet wurde. Die Mitteilung über den anfechtbaren Entscheid der Bürgerschaft hatte 

der Gemeinderat korrekt mit den Unterschriften des Vize-Gemeindepräsidenten und 

des Gemeinderatsschreibers signiert.

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4. Bauzonen umfassen nach Art. 15 RPG Land, das sich für eine Überbauung eignet 

und weitgehend überbaut ist oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und 

erschlossen wird.

4.1. Das Gebiet des Teilzonenplans H. umschliesst 21'900 m  und liegt zum grösseren 

Teil ausserhalb der Bauzone in der Landwirtschaftszone und im üG (14'394 m ) bzw. in 

der Zone W2b (3'369 m ) und in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (4'153 

m ). Auch wenn sich das Plangebiet praktisch beim Dorfzentrum befindet, handelt es 

sich dabei weder um einen geschlossenen Siedlungsbereich, noch um eine eigentliche 

Baulücke. Gemäss kommunalem Richtplan ist es für die "Entwicklung Wohnen" 

vorgesehen. Für eine Überbauung ist es zweifelsohne geeignet.

4.2. Land, das sich für die Überbauung eignet, aber nicht weitgehend überbaut ist, 

kann gemäss Art. 15 lit. b RPG dann der Bauzone zugewiesen werden, wenn es 

voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird. Art. 15 RPG vermittelt 

wie Art. 26 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) grundsätzlich keinen 

Anspruch auf Einzonung von Land in die Bauzone, zumal die Bauzonenausscheidung 

eine Gestaltungsaufgabe darstellt und einer gesamthaften Abwägung und Abstimmung 

aller räumlich wesentlichen Gesichtspunkte und Interessen unterliegt (Art. 1 Abs. 1 und 

Art. 2 Abs. 1 RPG, BGE 122 I 294 neues Fenster E. 3e, 116 Ia 221 neues Fenster E. 3b, 

je mit Hinweisen).

4.2.1. Der objektive Baulandbedarf stellt bei dieser Abwägung lediglich ein, wenn auch 

wichtiges Entscheidungskriterium dar (BGE 1C_119/2007 vom 13. November 2008 E. 

3.2.3 mit Hinweisen). Der Bedarf gemäss Art. 15 lit. b RPG richtet sich danach, wie viel 

Land für die erwünschte Entwicklung benötigt wird. Ist ein stärkeres Wachstum 

erwünscht, kann die Bauzone grösser sein als es dem bisherigen Trend entspricht 

(BGE 116 Ia 339 neues Fenster E. 3b). Ist kein oder ein schwächeres Wachstum 

erwünscht, kann die Planung das Wachstum begrenzen, indem sie trotz vorhandener 

Nachfrage nach Bauland Gebiete in Nichtbauzonen einweist. Was erwünscht ist, 

bestimmt die zuständige Planungsbehörde, im Kanton St. Gallen somit im Rahmen von 

Verfassung, Gesetz und übergeordneter Planung primär die politische Gemeinde (Art. 2 

Abs. 1 und Art. 4 f. BauG). Hält sie sich an diese Schranken, so haben die 

übergeordneten Planungsbehörden und das Verwaltungsgericht, das nur eine 

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Rechtskontrolle ausübt, den Ermessensspielraum der Gemeinde zu respektieren (Art. 3 

Abs. 2 BauG, Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP; BGE 1C_206/2009 vom 19. November 2009 

E. 2.2.2 mit Hinweisen).

4.2.2. Die Bevölkerungszahl der Politischen Gemeinde T. von derzeit rund 1'200 

Einwohnern soll nach den Vorstellungen der kommunalen Planungsbehörde 

längerfristig auf 1'500 Bewohner anwachsen. Innert der nächsten zehn Jahre rechnet 

sie mit einem jährlichen Wachstum von einem Prozent bzw. einem Zuwachs von rund 

zehn Einwohnern pro Jahr. Das AREG, das die Ortsplanung und den Teilzonenplan am 

21. bzw. 25. November 2008 vorgeprüft hat, erachtet diese Zielsetzung als 

nachvollziehbar. Gleichzeitig weist es aber darauf hin, dass übergeordnete 

Entwicklungsprognosen eher von einer Abflachung der Bevölkerungszunahme 

ausgehen. Zudem bemängelt es die Berechnung des Fassungsvermögens der heutigen 

Bauzone, namentlich die Tatsache, dass trotz tief veranschlagter Dichtewerte keine 

Reserven für eine Nachverdichtung eingerechnet sind, sondern im Gegenteil noch ein 

pauschaler Abzug von zweieinhalb Prozent wegen sinkender Wohnungsbelegung 

angenommen wird. Die Genehmigungsbehörde schätzt im Vorprüfungsbericht, dass 

noch Bauland für mindestens 200 Einwohner vorhanden ist, weshalb sie anfänglich 

verlangt hat, dass bei einer Neueinzonung entsprechende Flächen kompensiert 

werden.

4.2.3. Gehortete und unausgeschöpfte Baulandreserven sowie Möglichkeiten zur 

Nachverdichtung müssen bei der Kapazitätsberechnung mitberücksichtigt werden, 

auch wenn sie dem Baulandmarkt vorläufig entzogen bleiben (F. Jost, Grösse und Lage 

von Bauzonen, Zürich 2000, S. 140; M. Bertschi, Die Umsetzung von Art. 15 lit. b RPG 

über die Dimensionierung der Bauzonen: Bundesrecht, föderalistische Realität und ihre 

Wechselwirkungen, Zürich 2001, Rz. 237 ff.; BGE 1C_220/2009 vom 26. April 2010 

E. 6.2.2). Wenn mit einer Neueinzonung eine überdimensionierte Bauzone entsteht oder 

eine solche noch vergrössert wird, muss sie folglich mit Auszonungen einhergehen, um 

RPG-konform zu sein (BGE 1C_220/2009 vom 26. April 2010 E. 7.2). Das 

Konzentrationsprinzip und der Grundsatz der haushälterischen Nutzung des Bodens 

gebieten es zudem, Reserven innerhalb bestehender Bauzonen zu nutzen, bevor das 

Siedlungsgebiet ausgedehnt wird (BGE 1C_220/2009 vom 26. April 2010 E. 6.2.2).

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4.2.4. Das Baudepartement genehmigte am 25. Januar 2010 trotz seiner anfänglichen 

Bedenken im Gebiet H. eine zusätzliche Einzonung für eine maximale anrechenbare 

Geschossfläche von knapp 10'000 m , die bei einem durchschnittlichen (im 

schweizerischen Mittel eher grosszügigen) Bedarf von 55 m  Raum für weitere 180 

Einwohner oder etwa fünfzehn Prozent der aktuellen Einwohnerzahl bietet. Mit Blick auf 

das Wachstumsziel der Gemeinde von gut 100 Einwohnern in den nächsten zehn 

Jahren, der bereits vorhandenen Raumreserve von ungefähr 200 Einwohnern und der 

neusten Einzonung für weitere 180 Einwohner, bieten die nach dem neuen Zonenplan 

vorgesehenen Bauzonen allerdings eher Raum für eine bauliche Entwicklung in den 

nächsten 30 Jahren als in den vom Gesetz vorgesehenen 15 Jahren. Die Genehmigung 

der Erweiterung des Siedlungsgebiet im Gebiet H. erfolgte deshalb "nur in Wahrung 

des grösstmöglichen Ermessensspielraums".

4.3. Der Bedarf an Bauland für die nächsten 15 Jahre ist aber nicht der einzige 

Gesichtspunkt für die Festlegung der Bauzonen; vielmehr unterliegt die 

Bauzonenausscheidung wie alle Raumplanung einer gesamthaften Abwägung und 

Abstimmung aller räumlich wesentlichen Gesichtspunkte und Interessen. Der nach 

anerkannter Methode geschätzte 15-jährige Baulandbedarf bildet die Obergrenze für 

die Bemessung der Bauzone, von der nur ausnahmsweise, nach einer umfassenden 

Abwägung aller wesentlichen - auch regionalen und überregionalen - Interessen, 

abgewichen werden darf. Zu grosse Bauzonen sind nicht nur unzweckmässig, sondern 

gesetzwidrig (BGE 1C_119/2007 vom 13. November 2008 E. 3.2.3). Ist die Bauzone 

bereits erheblich überdimensioniert, müssen zwingende Gründe für eine nochmalige 

Erweiterung sprechen (BGE 1C_220/2009 vom 26. April 2010 E. 7.1 mit Hinweisen).

4.3.1. Die Vorinstanz hat bei der Genehmigung berücksichtigt, dass die 

Beschwerdegegnerin bereits grosse Anstrengungen unternommen hat, bestehende 

Wohnüberbauungen adäquat zu verdichten. Weiter würdigt sie ihre 

überdurchschnittlichen Bemühungen für eine qualitativ ansprechende und gut auf die 

örtlichen Begebenheiten abgestimmte Dorfentwicklung (Zentrumsplanung, 

Studienauftrag, Überbauungsplan). Die Einzonung des zentral gelegenen Gebiets H. 

basiert sodann auf der Strategie der Weiterentwicklung und Stärkung des Dorfkerns, 

was - anders als etwa die Entwicklung an der Peripherie - den Zielen des kantonalen 

Richtplans und des Agglomerationsprogramms St. Gallen/Arbon-Rorschach entspricht, 

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die darauf ausgerichtet sind, neue Siedlungsgebiete an gut erschlossenen und gut 

versorgten Lagen zu konzentrieren. Auch wurde das Überbauungskonzept H. 

beispielhaft in einem mehrstufigen Verfahren entwickelt, wobei die bestehenden 

baulichen und topographischen Begebenheiten zwischen dem baugeschichtlich 

interessanten Dorfkern (Ortsbildschutzgebiet) im Norden und dem im Süden gelegenen 

Kloster S. analysiert und das Konzept auf die örtlichen Verhältnisse sorgfältig 

abgestimmt wurden. Mit dem Überbauungsplan werden zudem wichtige ortsbauliche 

Leitplanken und Anreize für eine Kernentwicklung festgelegt, die sich am dörflichen 

Charakter orientieren.

4.3.2. Die Aussprache zwischen Gemeindevertretern und dem AREG vom 2. Dezember 

2008 hat sodann aufgezeigt, dass die im Vorprüfungsbericht theoretisch ermittelten 

Raumreserven in der vorhandenen Bauzone relativiert werden müssen, auch wenn die 

Verdichtungsmöglichkeiten grundsätzlich unabhängig von ihrer Erhältlichkeit 

berücksichtigt werden müssen. Weiter beachtet die Ortsplanung als Ganzes mit der 

Stärkung des Dorfzentrums unmittelbar beim Gemeindehaus, der Dorfkirche und der 

Primarschule die Planungsgrundsätze gemäss Art. 3 Abs. 3 RPG und kommt den 

Zielvorgaben der kantonalen und regionalen Richtplanung nach, an gut erschlossener 

und gut versorgter Lage einen Entwicklungsschwerpunkt zu setzen. Dazu kommt, dass 

die Beschwerdegegnerin die vorliegende Planung vorbildhaft an die Hand genommen 

hat. Diese ist das Resultat von ersten Konzeptüberlegungen und einer Studie zur 

Gestaltung des Dorfkerns. Konkretisiert wurde sie sodann mit einem Erschliessungs- 

und Überbauungskonzept, wobei die Überbauung in einem Studienauftrag bzw. einem 

Auswahlverfahren mit interdisziplinär arbeitenden Planungsteams entworfen wurde. 

Dies alles vermag darzutun, dass sich die Einzonung im Hinblick auf eine gesamthafte 

Abwägung aller räumlich wesentlichen Interessen als rechtmässig erweist, auch wenn 

mit dieser Zentrumsüberbauung die Bauzonengrösse ausgereizt wird.

5. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Teilzonenplan und die 

Sondernutzungspläne nähmen keine Rücksicht auf die örtlichen Verhältnisse und 

würden dazu führen, dass sie ein Sonderopfer leisten müsse. Ihr Grundstück gehöre - 

soweit es sich im üG befinde - zum Gebiet "Im H.". Indem sie ohne sachlich 

nachvollziehbaren Grund anders behandelt werde als die übrigen Grundeigentümer im 

Plangebiet H., erweise sich die Abgrenzung als willkürlich. Zudem habe sie darauf 

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vertraut, bezüglich des konkreten Projekts nochmals kontaktiert zu werden. Sie habe 

nicht damit rechnen müssen, stattdessen mit einem bereits zur Genehmigung 

vorliegenden Überbauungsplan überrascht zu werden.

5.1. Die Bezeichnung des "Sonderopfers" ist ein Begriff aus dem Enteignungsrecht. Ob 

eine solche vorliegt, ist nicht im vorliegenden Verfahren, sondern von der 

Schätzungskommission zu prüfen (zur prozessualen Geltendmachung einer materiellen 

Enteignung siehe Heer, a.a.O., Rz. 1158 ff.).

5.2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes kommt dem 

Gleichbehandlungsgrundsatz bei Planungsmassnahmen nur eine abgeschwächte 

Bedeutung zu. Ein Grundeigentümer hat keinen aus Art. 8 Abs. 1 BV folgenden 

Anspruch darauf, im Zusammenhang mit dem Erlass einer Zonenordnung gleich 

behandelt zu werden wie alle übrigen Grundeigentümer, die von einer 

Raumplanungsmassnahme berührt werden. Es liegt vielmehr im Wesen der 

Ortsplanung, dass Zonen gebildet und irgendwo abgegrenzt werden müssen und dass 

Grundstücke ähnlicher Lage und Art bau- und zonenrechtlich völlig verschieden 

behandelt werden können. Verfassungsrechtlich genügt es, dass die Planung sachlich 

vertretbar, d.h. nicht willkürlich ist. Das Gebot der Rechtsgleichheit fällt insoweit mit 

dem Willkürverbot zusammen (BGE 1P.21/2005 vom 6. Oktober 2005 E. 4.2). Willkür ist 

dann zu bejahen, wenn ein staatlicher Akt sinn- und zwecklos, offensichtlich unhaltbar, 

sachlich nicht begründbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem und 

offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen klaren unumstrittenen 

Rechtsgrundsatz offensichtlich verletzt oder in stossender Weise dem 

Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (Art. 9 BV; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 83).

5.2.1. Der verwaltungsgerichtliche Augenschein hat die Feststellungen der Vorinstanz 

bestätigt, dass die Parzelle Nr. xx nicht wie von der Beschwerdeführerin behauptet von 

einer markanten Geländekante durchschnitten wird, wodurch der südliche 

Grundstücksteil vom Gebiet "Im Grund" abgetrennt würde. Zwar liegt dieser Teil der 

Liegenschaft an einem Nordhang, der gleichzeitig ein Gefälle Richtung Südwesten zum 

Gebiet "Im Grund" hin aufweist. Eine auffällige Besonderheit im Gelände, wie etwa ein 

Bachlauf, ein Waldrand, eine Gehölzgruppe oder eine Felswand, die sich als 

Zonengrenze aufdrängen würde, ist aber nicht vorhanden. Demnach drängt sich 

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lagebedingt nichts auf, weshalb das Grundstück der Beschwerdeführerin in die heutige 

Planung des Gebiets "Im H." einzubeziehen wäre. Die getroffene Zonenabgrenzung 

erweist sich aus planerischer Sicht als vertretbar. Mit Blick auf die Grösse des 

gesamten Baugebiets wäre es im heutigen Zeitpunkt im Gegenteil verfehlt, zusätzliche 

Flächen einzuzonen.

5.2.2. Betrachtet man das freibleibende Gebiet parzellenübergreifend, ist eine 

zweckmässige Überbauung im Zusammenhang mit einer allfälligen 

Siedlungserweiterung "Im Grund" in einem späteren Zeitpunkt ohne weiteres möglich, 

auch wenn dafür die Parzellenstrukturen, insbesondere zwischen den 

Nachbargrundstücken Nr. xx und xx, bereinigt werden müssten. Weil die Bachstrasse, 

an der das Grundstück der Beschwerdeführerin liegt, aus verkehrstechnischen 

Gründen nicht mehr in der Lage ist, noch weiteren Verkehr aufzunehmen, wird das 

später einzuzonende Gebiet "Im Grund" dereinst über das Gebiet "Im H." oder über die 

Haldenstrasse mit einer Brücke über den Bach erschlossen werden müssen. Gemäss 

Stellungnahme des TBA wird eine solche Erschliessung mit dem vorliegend 

angefochtenen Teilstrassenplan H. bereits gewährleistet, zumal die bestehenden 

Terrainverhältnisse bei der vorgesehenen, als Gemeindestrasse 3. Klasse 

ausgeschiedenen und direkt bis an das Grundstück der Beschwerdeführerin geführten 

Stichstrasse eine Erschliessung von Westen her nicht verhindern würde. Somit kann 

keine Rede davon sein, dass mit der angefochtenen Planung "Im H." im später für eine 

Überbauung vorgesehenen Gebiet "Im Grund" eine ungeplante Baulücke drohe.

5.3. Der Vertrauensschutz verleiht Privaten einen Anspruch auf Schutz ihres 

berechtigten Vertrauens in das bestimmte Erwartungen begründende Verhalten der 

Behörden (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 

2006, Rz. 623). Raumpläne können jederzeit geändert werden. Grundeigentümer haben 

deshalb keinen Anspruch darauf haben, dass die Nutzungsmöglichkeiten beibehalten 

werden. Auf das Prinzip des Vertrauensschutzes können sich Private deshalb nur 

berufen, wenn das für den Erlass des Raumplans zuständige Organ eine 

Zoneneinteilung für eine bestimmte Dauer ausdrücklich zugesichert hat (Häfelin/Müller/

Uhlmann, a.a.O., Rz. 647). Die Berufung auf das Vertrauensschutzinteresse setzt weiter 

voraus, dass keine Kollision zum Interesse an der richtigen Durchsetzung des 

objektiven Rechts - hier einer RPG-konformen Nutzungsplanung - absehbar war (vgl. 

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BGE 132 II 218 neues Fenster E. 6.1; BGE 125 II 431 neues Fenster E. 6; BGE 119 Ib 

229 neues Fenster E. 3d, BGE 1C_37/2009 vom 9. Juli 2009 E. 3.1.2). Schliesslich kann 

Vertrauensschutz nur geltend machen, wer gestützt auf sein Vertrauen eine Disposition 

getätigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Dies ist 

u.a. dann der Fall, wenn auf Grund einer behördlichen Zusicherung Investitionen 

vorgenommen worden sind (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 660).

Das Baugesetz sieht für Sondernutzungspläne kein spezielles Mitwirkungsverfahren für 

Anstösser vor. Diese können sich grundsätzlich im Einspracheverfahren gemäss Art. 29 

Abs. 1 BauG erstmals zur geplanten Überbauung äussern. Allein die Tatsache, dass bei 

der Vorstellung des favorisierten Entwurfs der Hodler Architekten offenbar davon 

gesprochen wurde, dabei würde es sich erst um ein Projekt handeln, begründete bei 

den Anstössern noch keinen Anspruch darauf, ihm Rahmen der weiteren 

Detailplanung, insbesondere bei der Strassenführung und der konkreten Festlegung 

der Baubereiche, nochmals einbezogen zu werden. Davon abgesehen, dass es somit 

bereits an einer Vertrauensgrundlage fehlt, hat die Beschwerdeführerin im Hinblick auf 

das vermeintliche Versprechen keine Dispositionen getroffen. Eine 

Vertrauensverletzung liegt somit nicht vor.

6. Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin den vorinstanzlichen 

Kostenentscheid.

6.1. Gemäss Art. 95 Abs. 1 und Art. 98bis VRP sind die amtlichen und ausseramtlichen 

Kosten den Beteiligten grundsätzlich nach Massgabe des Obsiegens und Unterliegens 

aufzuerlegen. Daneben kommt unter bestimmten Voraussetzungen gestützt auf Art. 95 

Abs. 2 und Art. 98bis VRP in Verbindung mit Art. 265 des Zivilprozessgesetzes (sGS 

961.2, abgekürzt ZPG) aber auch die Kostenverlegung nach dem Verursacherprinzip in 

Frage. Dies kann insbesondere bei einer Verletzung wesentlicher 

Verfahrensvorschriften, zum Beispiel einer Gehörsverletzung, der Fall sein. Nach der 

Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes wirkt sich eine geheilte Gehörsverletzung in 

jedem Fall kostenmässig in demjenigen Verfahren aus, in dem der Mangel behoben 

worden ist. Erweist sich das Rechtsmittel in der Sache als unbegründet, sind den 

Betroffenen für das materielle Unterliegen nur anteilsmässig amtliche Kosten 

aufzuerlegen, weil der Weiterzug insoweit berechtigt war, als er der Beseitigung des 

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Verfahrensfehlers gedient hat (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 90 f. mit weiteren Hinweisen). 

Wird dabei von einem mehrheitlichen Unterliegen der von der Gehörsverletzung 

betroffenen Partei ausgegangen, besteht kein Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung (Hirt, a.a.O., S. 183 f.). Generell kommt den Behörden bei der Verlegung 

der amtlichen und ausseramtlichen Kosten ein weiter Ermessensspielraum zu (Hirt, 

a.a.O., S. 72 und 173).

6.2. Die Beschwerdeführerin hat drei Rekurse erhoben, und zwar gegen den 

mangelhaft sowie nachträglich korrekt eröffneten Einspracheentscheid betreffend die 

Sondernutzungspläne und gegen den korrekt eröffneten Entscheid der Bürgerschaft. 

Den ursprünglichen Formfehler hat die Vorinstanz mit der nochmals korrekten 

Eröffnung zu Recht als geheilt betrachtet, dabei aber übersehen, dass der erste Rekurs 

zu Recht erhoben und begründet war. Nachdem die Beschwerdeführerin trotz Heilung 

auf einem materiellen Entscheid beharrt bzw. den nochmals eröffneten Beschluss auch 

noch angefochten hat und dabei vollumfänglich unterlegen ist, rechtfertigt es sich, ihr 

die amtlichen Kosten von insgesamt Fr. 4'000.-- unter Anrechnung des geleisteten 

Kostenvorschusses von insgesamt Fr. 3'000.-- zu drei Vierteln und der 

Beschwerdegegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen, wobei auf die Erhebung bei der 

letzteren zu verzichten ist (Art. 95 Abs. 3 VRP). Bei dieser Kostenverlegung steht der 

Beschwerdeführerin kein Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung zu (Hirt, 

a.a.O., S. 183).

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist, da 

die Vorinstanz auf den Rekurs auch insofern hätte eintreten und prüfen müssen, ob die 

Bauzone insgesamt zu gross sei, was eine Gehörsverletzung darstellt. Zudem hätte die 

Heilung des gerügten Formfehlers bei der Kostenverlegung berücksichtigt werden 

müssen. Demgegenüber hat sich die Beschwerde in materieller Hinsicht als 

unbegründet erwiesen. Mit dem Teilzonen-, Überbauungs- und Teilstrassenplan H. 

werden keine Rechtsnormen oder Rechtsgrundsätze verletzt. Weder sind der 

Teilzonen- oder die Sondernutzungspläne unzweckmässig abgegrenzt noch wurde die 

Beschwerdeführerin in ihrem Vertrauen verletzt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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8. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Kostenfolge 

bezüglich des geheilten Eröffnungsfehlers obsiegt und auch zu Recht gerügt hat, dass 

die Vorinstanz auf ihren Rekurs hätte eintreten müssen, materiell aber unterlegen ist, 

rechtfertigt es sich, ihr die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu zwei 

Dritteln und dem Staat zu einem Drittel zu überbinden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf die 

Erhebung beim letzteren ist zu verzichten. Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist 

angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- ist anzurechnen und der Beschwerdeführerin im 

Restbetrag zurückzuerstatten.

Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Für das 

Gemeinwesen ist der Kostenersatz im Beschwerdeverfahren grundsätzlich 

ausgeschlossen, auch wenn es anwaltlich vertreten ist (Hirt, a.a.O., S. 176).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziffer 2 des Entscheids der 

Vorinstanz vom 24. November 2009 aufgehoben. Von der Entscheidgebühr für den 

Rekursentscheid von insgesamt Fr. 4'000.-- bezahlt L. Fr. 3'000.--. Die am 9. März, 11. 

und 20. Mai 2009 geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 1'000.-- werden verrechnet. 

Die Gemeinde T. bezahlt Fr. 1'000.--. Auf deren Erhebung wird verzichtet. Im übrigen 

wird die Beschwerde abgewiesen.

2./ An die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 3'000.-- 

bezahlt die Beschwerdeführerin Fr. 2'000.--. Der geleistete Kostenvorschuss wir 

angerechnete und im Restbetrag von Fr. 1'000.-- zurückerstattet. Der 

Beschwerdegegnerin wird ein Kostenanteil von Fr. 1'000.-- auferlegt, auf dessen 

Erhebung jedoch verzichtet.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

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V.          R.           W.

 

Der Präsident:                   Der Gerichtsschreiber:

 

 

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt lic. iur. D)

-   die Vorinstanz

-   die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt lic. iur. J.)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
	Bau- und Planungsrecht, Art. 15 RPG (SR 700). Die Bauzonenausscheidung unterliegt wie alle Raumplanung einer gesamthaften Abwägung und Abstimmung aller räumlich wesentlichen Gesichtspunkte und Interessen. Zu grosse Bauzonen sind gesetzwidrig. Ist die Bauzone bereits zu gross, müssen für eine nochmalige Erweiterung zwingende Gründe sprechen (Verwaltungsgericht, B 2009/221).

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