# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dafc2fb-d854-57c4-ba59-212098a5c625
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.07.2020 725 20 53/163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-53-163_2020-07-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. Juli 2020 (725 20 53 / 163) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhanges nach der sog. Schleudertraumapraxis 

aufgrund von erlittenen HWS-Distorsionen im Rahmen zweier Auffahrunfälle. 

 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advo-
kat, Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.a Der 1981 geborene A.____ erlitt am 29. Juli 2016 einen Auffahrunfall, wobei er sich 
eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zuzog. Die Schweizerische Unfallversicherungsan-
stalt (Suva), bei welcher A.____ obligatorisch gegen Unfälle versichert war, erbrachte in der 
Folge die gesetzlichen Leistungen. Nachdem Zweifel an den Beschwerden aufgetaucht waren, 
erfolgte am 30. März 2017 ein Gespräch mit dem Versicherten. Zum einen ergab sich hierbei, 

 

 
 
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dass der Versicherte offenbar einen Bericht seines behandelnden Arztes verfälscht hatte. Zum 
anderen waren Ungereimtheiten bezüglich des Unfallhergangs zu verzeichnen. Die Suva stellte 
die Leistungen deshalb per 30. März 2017 ein. Infolge weiterer Abklärungen wurden die Leis-
tungen mit Schreiben vom 11. Juli 2017 rückwirkend ab 30. März 2017 wieder aufgenommen.  
 
A.b Am 7. Oktober 2017 kam es zu einem weiteren Unfall wiederum in Form einer Heckkol-
lision, in deren Rahmen der Versicherte erneut eine HWS-Distorsion erlitt. Die Suva erbrachte 
auch für dieses Ereignis die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 27. September 2018 
stellte die Suva die Leistungen per 31. Oktober 2018 für beide Ereignisse ein, und lehnte einen 
Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und einer Integritätsentschä-
digung ab. Als Begründung führte sie im Wesentlichen an, für die anhaltend geklagten Be-
schwerden sei keine organische Ursache nachweisbar, und die Adäquanz sei nach Prüfung der 
massgebenden Kriterien zu verneinen. Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin mit 
Einspracheentscheid vom 31. Dezember 2019 fest.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Ad-
vokat, mit Eingabe vom 30. Januar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in Auf-
hebung des angefochtenen Einspracheentscheids seien ihm die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei ein gerichtliches (medizinisches) Gutachten einzuho-
len und der Fall zur Durchführung von weiteren Abklärungen (u.a. bezüglich des Unfalls vom 
29. Juli 2016) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge zzgl. der 
Kosten des Einspracheverfahrens. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass 
die Kreisarztbeurteilungen, auf welche sich die Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin 
stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfügten. Gestützt auf die medizinischen Ak-
ten sei aufgrund eines Zusammenspiels der einzelnen Faktoren ein organisches Substrat für 
die geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 19. März 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
D. Im Rahmen einer weiteren Eingabe vom 21. April 2020 liess der Versicherte einen Be-
richt von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 20. Ap-
ril 2020 ins Recht legen. Am 18. Mai 2020 machte die Beschwerdegegnerin von der Möglichkeit 
Gebrauch, hierzu Stellung zu nehmen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 31. Oktober 2018 hinaus An-
spruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  

 

 
 
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3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt als erstes voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde − die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht − im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
3.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 
Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh-
ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

 

 
 
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(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 
123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 
zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch 
der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurtei-
len ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
3.4 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-
tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 f., 127 V 103 E. 5b/bb). Liegen keine orga-
nisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprü-
fung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 
E. 5b/bb mit Hinweisen): Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, 
einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich 
mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt 
in der Folge das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmer-
zen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Vi-
susstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., BGE 119 V 
338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit 
BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsätze zu prüfen (sog. Schleudertrauma-Praxis). Liegt 
kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung 
vor oder fehlt es nach einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerde-
bild, so hat die Adäquanzbeurteilung der Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 
ff. (sog. Psycho-Praxis) entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass 
bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine 
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 
109 E. 6.2.1, 117 V 359 E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der 
Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei 
erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind 
(BGE 115 V 140 E. 6c/aa). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen).  
 

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes stehen zahlreiche medizinische 
Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. In der Folge werden in-
dessen lediglich entscheidrelevante Arztberichte wiedergegeben. 
 
5.2 Im Dokumentationsfragebogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleu-
nigungstrauma vom 5. August 2016 im Anschluss an das erste Unfallereignis wurden Kopf- und 
Nackenbeschwerden sowie Parästhesien am ganzen rechten Arm diagnostiziert und eine voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit bis zum 7. August 2016 ausgewiesen. Ein am 8. August 2016 ver-
anlasstes MRI ergab eine Streckhaltung der HWS sowie einen partiellen Blockwirbel HWK 2/3. 
Ansonsten wurden unauffällige Verhältnisse, ohne fassbare Degenerationen, knöcherne Läsio-
nen oder neurale Kompressionen, erhoben. 
 

 

 
 
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5.3 In einem Bericht vom 22. September 2016 diagnostizierte Dr. B.____ einen Status 
nach HWS-Distorsion (Heckauffahrkollision im Kosovo) am 29. Juli 2016. Unmittelbar nach dem 
Aufprall sei es zu heftigen Kopf- und Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm 
sowie zu einer vermehrten Übelkeit gekommen. Ferner habe auch initial eine Sensibilitätsstö-
rung am rechten Arm bestanden, welche inzwischen wieder weitgehend regredient sei. Der Pa-
tient habe weiterhin eine stark eingeschränkte HWS-Beweglichkeit, v.a. nach rechts, sowie 
ausgeprägte okzipitale und rezidivierende Schmerzen. Aktuell betrage die Schmerzintensität im 
Bereich der HWS auf der VAS-Stufe 5-6, je nach Belastung.  
 
5.4 Anlässlich einer ersten kreisärztlichen Kurzbeurteilung vom 8. Dezember 2016 wurde 
festgehalten, dass es gemäss vorliegenden Bildgebungen durch das HWS-Schleudertrauma 
nicht zu unfallkausalen strukturellen Läsionen gekommen sei und neurologisch keine Auffällig-
keiten bestünden. Es sei aber Kostengutsprache für die Komplexbehandlungen in der Rehakli-
nik C.____ zu bewilligen.  
 
5.5 Im Rahmen einer Untersuchung vom 23. Dezember 2016 stellte Dr. med. D.____, FMH 
Neurologie, die Diagnose einer radikulären Reiz- und Ausfallsymptomatik, vermutlich die Wur-
zel C8 betreffend. Das MRI vom 8. August 2016 habe damals keine Hinweise auf neurale Kom-
pressionen ergeben. Bei konsistent geschilderten Beschwerden und dazu passendem Befund 
sowie fehlendem Ansprechen auf Physiotherapie und Chiropraktik sei eine lokale röntgenge-
steuerte Infiltration bei einem spezialisierten Anästhesisten zu empfehlen.  
 
5.6 In der Zeit vom 6. Februar bis 3. März 2017 absolvierte der Versicherte in der Rehaklinik 
C.____ ein ambulantes Rehabilitationsprogramm. Im hierzu ergangenen Bericht vom 22. März 
2017 wurde bei einem Status nach HWS-Distorsion berichtet, dass es laut Aussagen des Patien-
ten im Verlauf der vier Wochen zu einer Zunahme der Nackenbeschwerden, des Schwindels und 
der Übelkeit gekommen sei. Er spüre dennoch eine Verbesserung seiner Kondition sowie auch 
der Beweglichkeit der HWS. Die Haltung habe durch eine Aktivierung der Rumpfmuskulatur deut-
lich verbessert werden können, welche sich vor allem in statischen Positionen positiv auswirke. 
Als Buschauffeur bleibe er bis auf weiteres aufgrund der ausgeprägten Schwindelproblematik zu 
100% arbeitsunfähig.  
 
5.7 Im Rahmen einer kreisärztlichen Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2017 führten 
Dr. med. E.____, FMH Neurologie, und PD Dr. med. F.____, FMH Neurologie, aus, dass die 
ausgeprägte Beschwerdezunahme von anfangs noch leichten Schmerzen bis hin zu schweren 
Schmerzangaben (mit Angabe 6-8 auf einer Schmerzskala mit 10 Punkten), dies zusätzlich un-
ter multimodaler Schmerztherapie in einem intensiven ambulanten Rehabilitationssetting, auffäl-
lig sei. Ausser einem paravertebralen Muskelhartspann mit Myogelosen hätten keine sicheren 
neurologischen Ausfälle festgestellt werden können. Die neurologische Untersuchung bleibe 
ohne sicheren Befund, bei dokumentierter differentialdiagnostischer Einschätzung pseudoradi-
kulärer Schmerzen versus sensibler Wurzelreizsymptomatik C8 ohne Hinweise auf eine Gang- 
oder Gleichgewichtsstörung. Hierzu korreliere die früh veranlasste zervikale Kernspintomogra-
phie, welche bis auf die sogenannte Blockwirbelbildung C2/C3 keine Auffälligkeiten gezeigt ha-
be, insbesondere keine posttraumatischen Verletzungszeichen, keine foraminalen Einengungen 

 

 
 
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und auch keine Vorschädigung der HWS. Zusammengefasst handle es sich aus neurologischer 
Sicht um ein chronifiziertes und zunehmend als subjektiv verschlimmert angegebenes Be-
schwerdebild nach einer leichten HWS Distorsion WAD Grad II in Anlehnung an die Quebec 
Task Force (QTF)-Klassifikation durch einen leichten Auffahrunfall, ohne nachweisbare Verlet-
zungsfolgen und ohne nachvollziehbare organisch-neurologische Ursache. Bilddiagnostisch sei 
keine radikuläre Kompression, z.B. durch eine Bandscheibenprotrusion, nachgewiesen worden. 
Auch sei die Symptombeschreibung in der zunehmenden Schmerzintensität und in den inkon-
sistenten topographischen Ausbreitungsangaben klinisch nicht plausibel, ebenso wenig wie die 
erst viele Wochen später angegebenen Zusatzsymptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kon-
zentrations- und Schlafstörungen. Hierzu gehöre auch die Beschwerdeausweitung mit Angaben 
wie Knacken beim Schlucken. Ebenso charakteristisch sei, dass alle Behandlungen letztlich 
erfolglos geblieben seien, und bei häufigem Arzt- und Therapeutenwechsel kein positiver An-
satz gefunden worden sei. Offensichtliche neurologische Funktionseinschränkungen seien nicht 
ersichtlich. Bei mangelnder Leistungsbereitschaft müsse daher letztlich eine Symptomauswei-
tung mit sekundärem Krankheitsgewinn bei einer nur für die ersten Wochen bis maximal drei 
Monate nach leichtem Auffahrunfall neurologisch nachvollziehbaren leichten HWS-
Beschleunigungssymptomatik überwiegend wahrscheinlich angenommen werden. 
 
5.8 Nachdem der Fall zunächst abgeschlossen worden war, wurden die Leistungen auf 
Intervention der Rechtsschutzversicherung des Versicherten wieder aufgenommen. Mit Bericht 
vom 17. August 2017 diagnostizierte Prof. Dr. med. G.__, FMH Neurologie, einen chronischen 
rezidivierenden Schwankschwindel und wahrscheinlich zervikogene Kopfschmerzen am ehes-
ten bei zerviko-zerebraler Vasomotorenstörung. Es wurde eine allseits frei bewegliche HWS mit 
gelegentlichen Schmerzangaben hoch zervikal, vor allem in den Endpositionen, festgestellt. 
Ansonsten wurden keine Auffälligkeiten erhoben.  
 
5.9 Im unmittelbar im Anschluss an das zweite Unfallereignis erstellen Dokumentationsfra-
gebogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 7. Oktober 
2017 wurden ein WAD Grad II nach der Quebec Task Force (QTF)-Klassifikation sowie unmit-
telbar eintretender Schwindel diagnostiziert. Das Arztzeugnis UVG vom 26. Oktober 2017 ent-
hält zudem die Diagnosen von Nackenschmerzen, Übelkeit und leichten Kopfschmerzen. 
 
5.10 Anlässlich von Untersuchungen der Neurootolgie des Spitals H.____ am 15. November 
bzw. 6. Dezember 2017 wurden rezidivierende, sekundenanhaltende Schwankschwindelatta-
cken sowie Zephalgien ohne eindeutige Hinweise für eine peripher-vestibuläre Funktionsstö-
rung diagnostiziert. Beim Patienten würden Beschwerden vorliegen, die nicht zu einer peripher 
oder zentral vestibulären Funktionsstörung passen würden. Es handle sich am ehesten um zer-
vikogen ausgelöste Schwindelbeschwerden.  
 
5.11 Im Rahmen eines MRI vom 20. Dezember 2017 wurden im Vergleich zur Voruntersu-
chung vom 6. März 2017 unveränderte Verhältnisse erhoben. Neben der bekannten Streckhal-
tung der HWS und den bekannten Blockwirbeln C2/3 konnten keine Frakturen oder Luxationen 
und keine degenerativen oder entzündlichen Veränderungen der HWS und der oberen BWS 
festgestellt werden. 

 

 
 
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5.12 Am 28. Februar 2018 diagnostizierte Dr. med. I.____, FMH Neurologie, eine chroni-
sche Zervikalgie, somatoformen Schwindel, kognitive Störungen, eine Angsterkrankung und ein 
neurogenes Thoracic-outlet-Syndrom. Die HWS-Beweglichkeit sei sowohl für die Rotation als 
auch für die Lateralflexion eingeschränkt. Zusätzlich seien die Provokationsmanöver für ein 
Thoracic-outlet-Syndrom rechts positiv. Im MRI der HWS vom 20. Dezember 2017 würde sich 
kein Hinweis für eine radikuläre Kompression finden. Elektroneurographisch könne ein 
Sulcusulnaris-Syndrom ebenso wie ein Loge de Guyon-Syndrom ausgeschlossen werden. Die 
Sensibilitätsstörungen im Bereich des rechten Armes seien am ehesten als Ausdruck eines 
neurogenen Thoracic-outlet-Syndroms bei Verspannungen der Muskulatur im Nacken-Schulter-
Gürtel zu sehen. Ein MRI des Schädels vom August 2017 sei unauffällig gewesen. Eine aus-
führliche otoneurologische Untersuchung im November und Dezember 2017 habe keinen 
Nachweis einer peripher-vestibulären Störung ergeben. Elektroencephalographisch würden sich 
keine Hinweise für ein epileptisches Geschehen finden. Tagsüber würden begleitend teilweise 
Panikattacken auftreten, nachts seien diese regelmässig mit dem Schwindel assoziiert, der 
dann auch nicht schwankend sei, sondern einem Drehschwindel entspreche. Nach dem zweiten 
Ereignis habe sich noch zusätzlich eine Höhenangst eingestellt. Er habe den Patienten über die 
Art des Schwindels aufgeklärt und empfehle, in der laufenden psychologischen Behandlung 
diesen verhaltenstherapeutisch anzugehen. 
 
5.13 In einem Verlaufsbericht vom 24. August 2018 diagnostizierte Dr. B.____ ein chroni-
sches komplexes Post-HWS-Syndrom. Es bestehe weiterhin ein schweres chronisches Post-
HWS-Distorsionssyndrom mit verminderter Belastbarkeit. Dabei könnten geringste Belastungen 
oder bestimmte Kopfbewegungen (v.a. Inklination und Reklination) den Schwindel, die Übelkeit 
und ein Hitzegefühl im Nacken auslösen. Aufgrund der oben beschriebenen Einschränkungen 
sei der Patient seit dem 7. August 2017 zu 100% arbeitsunfähig. Die bei seinem Arbeitgeber 
durchgeführten Arbeitsversuche, zunächst mit einem Pensum von 20% und seit dem 12. Juni 
2018 zu 50%, hätten ihn jedoch stets an den Rand seiner physischen Belastbarkeit geführt. 
Mehrfach habe er nach einem halben Arbeitstag als Buschauffeur erbrechen müssen, da die 
Belastbarkeit für ihn zu gross gewesen sei. Prognostisch sei somit davon auszugehen, dass der 
Patient seine volle Arbeitsfähigkeit als Buschauffeur nicht mehr werde erreichen können. Auch 
scheine es derzeit unwahrscheinlich, dass er ein Arbeitspensum im Umfang von 50% in seinem 
angestammten Beruf längerfristig werde ausüben können. Ein Kausalzusammenhang mit den 
beiden Unfällen sei für ihn klar gegeben, insbesondere, da sich die Hauptbeschwerdesympto-
matik im Bereich der Kopfgelenke, v.a. C1/2, lokalisieren lasse, was typisch für HWS-
Distorsionen sei. Es bleibe zu diskutieren, ob die angeborenen Blockwirbel auf Höhe C2/3 einen 
Faktor darstellten, welcher zu dem chronifizierten Schmerzverlauf beigetragen habe, da hier 
möglicherweise beim Aufprallen während des Unfalls eine besonders ungünstige Kraftübertra-
gung erfolgt sei, wodurch die Symptomatik zusätzlich erschwert worden sei. 
 
5.14 In der Beurteilung vom 21. September 2018 führte PD Dr. F.____, versicherungsmedi-
zinisches Kompetenzzentrum der Suva, aus, dass sich nach einem gemäss unfallanalytischem 
Gutachten leichten Heckauffahrunfall mit einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung 
(delta-V) unter 10 km/h und der vorliegenden Dokumentation ohne objektivierbare unfallnahe 

 

 
 
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neurologische Ausfälle gemäss Leitlinien nach der geltenden QTF-Klassifikation für HWS-
Beschleunigungsverletzungen und ebenso nach der klinisch morphologischen Klassifikation von 
HWS-Beschleunigungsverletzungen nur ein Grad I ergebe. Dies entspreche einer leichten 
HWS-Distorsion. Zudem seien auch im weiteren Verlauf zu keinem Zeitpunkt objektivierbare 
neurologische oder Hals-Nasen-Ohren-Befunde erhoben worden. Alsdann würden sich in der 
Zusammenschau Inkonsistenzen bei der Entwicklung und Schilderung der Beschwerdeangaben 
des Versicherten ergeben mit häufigen, jedoch organisch nicht zuordenbaren Schwindelatta-
cken bis 25 Mal pro Tag und gleichzeitig möglichen Aktivitäten wie Joggen. Das Beschwerde-
bild sei zudem im Gegensatz zu dem erwarteten Verlauf mit einer regelhaften Rückbildung in-
nerhalb von wenigen Wochen bis maximal drei bis sechs Monaten, über diesen Zeitpunkt hin-
aus noch als progredient angegeben worden. Der entsprechende Zeitabstand sei aus neurolo-
gischer Sicht ebenfalls nicht erklärbar. Diese Symptomausweitung umfasse sowohl die Anga-
ben von Kribbelparästhesien im rechten Arm als auch die Angabe von Angstattacken mit Herz-
rasen und Schwindel. Auf organischer Grundlage könnten ohne bilddiagnostische Nachweise 
keine unfallbedingt überdauernden Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Ereignisse fest-
gestellt werden. Demzufolge sei auch eine anhaltende teilweise Arbeitsunfähigkeit nicht plausi-
bel, zumal zu keinem Zeitpunkt begründet worden sei, weshalb lediglich eine Arbeitsfähigkeit 
von 50% und nicht eine solche von 100% bestehe.  
 
5.15 Auf Ersuchen des Rechtsvertreters des Versicherten berichtete Dr. B.____ in einer E-
Mail vom 19. Oktober 2018, dass ein aktuell veranlasster MRI-Befund neu ein verdicktes Liga-
mentum transversum sowie ein verdicktes Ligamentum agikale ergeben habe, welche gemäss 
dem Radiologen gut zu einem posttraumatischen Zustand passen würden und im Sinne eines 
verbleibenden Schadens nach Schleudertrauma zu beurteilen wären. Diese Verdickung könne 
auch darauf hindeuten, dass hier ein chronischer Reizzustand bestehe, was gut mit der klini-
schen Symptomatik vereinbar wäre, wonach der Patient schon bei leichten Kopfbewegungen 
nach hinten (Reklination) sofortigen Schwindel, Übelkeit und ein Hitzegefühl verspüre.  
 
5.16 Im Rahmen einer weiteren Beurteilung vom 11. März 2019 nahm PD Dr. F.____ zu 
diesen neu erhobenen Befunden Stellung: Es sei eine interdisziplinäre Fallbesprechung mit 
Prof. Dr. J.____, FMH Radiologie, am 15. Januar 2019 abgehalten worden. Diese Veränderun-
gen seien nicht spezifisch für posttraumatische Veränderungen, sondern sehr häufig im Rah-
men von degenerativen Veränderungen nachweisbar. Die vorliegende kongenitale Fusion von 
HWK 2/3 würde die mechanische Belastung auf die angrenzenden Niveaus verstärken, so dass 
insgesamt beginnende degenerative Veränderungen deutlich wahrscheinlicher seien als post-
traumatische Veränderungen. Zudem seien relevante und eindeutige posttraumatische Verän-
derungen der HWS, wie insbesondere zervikale Weichteilschwellungen oder Einblutungen, im 
vorliegenden Bildmaterial nicht nachweisbar. Im Bereich des Neurokraniums sei in der kranialen 
Kernspintomographie vom 21. August 2017 eine isolierte diffuse axonale Scherverletzung auf-
findbar. Zu einer Kopfverletzung sei es anlässlich des Unfallereignisses vom 7. Oktober 2017 
jedoch gemäss unfallnaher Dokumentation nicht gekommen. Sowohl die Beschwerdeschilde-
rung des Versicherten als auch die fehlende Prellmarke im Kopfbereich liessen auf keine solche 
Verletzung schliessen. Eine Kopfverletzung sei anhand des Unfallmechanismusses auch nicht 
nachvollziehbar. Demzufolge könne hier kein überwiegender Zusammenhang des ebenfalls in 

 

 
 
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der Expertise vom 15. Januar 2019 erstmals beschriebenen isolierten punktförmigen Hämoside-
rinnachweises frontal rechts festgestellt werden. Solche Hämosiderinreste könnten überdau-
ernde bilddiagnostische Korrelate von Kopfverletzungen sein. Im vorliegenden Fall seien sie bei 
fehlenden Kopfverletzungen nicht mit genügend hohem Beweisgrad einem der leichten Auf-
fahrunfälle des Versicherten zuzuordnen.  
 
5.17 Anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer ei-
nen weiteren Bericht von Dr. B.____ vom 20. April 2020 ins Recht. Darin nahm dieser zu einem 
im Zusammenhang mit dem Taggeldanspruch des Versicherten der AXA Versicherungen AG 
ergangenen Aktenkonsil zuhanden des Rechtsvertreters desselben Stellung. Gegen die durch 
den Rheumatologen im Aktenkonsil vorgenommenen Diagnosen sei nichts einzuwenden. Wie 
in der E-Mail vom 19. Oktober 2018 dargelegt, habe ein aktuell veranlasstes MRI ein verdicktes 
Ligamentum transversum sowie ein verdicktes Ligamentum agikale ergeben, welche gut zu 
einem posttraumatischen Zustand passen würden. Obgleich diese Veränderungen in den Ver-
sicherungsberichten, auf die sich der Rheumatologe berufe, noch nicht dokumentiert gewesen 
seien, halte dieser fest, dass es sich dabei nur um unspezifische, nicht objektivierbare klinische 
Befunde handeln würde. Paradoxerweise sehe er keine Veranlassung, die klinische Symptoma-
tik von einem neutralen Rheumatologen überprüfen zu lassen. Eine solche wäre aber dringend 
angezeigt, um insbesondere auch die im letzten MRI erhobenen Veränderungen zu würdigen.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in erster Linie auf die Ergebnisse, zu denen der 
Kreisarzt PD Dr. F.____ in seinen Beurteilungen vom 21. September 2018 bzw. 11. März 2019 
gelangt war. Sie ging demzufolge davon aus, dass die persistierenden Beschwerden des Versi-
cherten ab Oktober 2018 nicht überwiegend wahrscheinlich auf die Unfallereignisse vom 
29. Juli 2016 und 7. Oktober 2017 zurückzuführen seien. Aus rheumatologischer wie auch neu-
rologischer Sicht würden keine organisch ausgewiesenen unfallbedingten Restfolgen vorliegen.  
 
6.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtspre-
chung kommt zwar den Berichten beratender Ärzte des Versicherungsträgers nicht derselbe 
Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber soweit zu 
berücksichtigen, als keine − auch nur geringe − Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolge-
rungen bestehen (vgl. E. 4.3 hiervor). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der 
Feststellungen von PD Dr. F.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass er sich hinrei-
chend mit den wesentlichen medizinischen Unterlagen auseinandersetzte und in seinen Berich-
ten auf die Beschwerden des Versicherten einging und so insgesamt ein vollständiges Bild des 
Gesundheitszustands des Versicherten vermittelte. Alsdann nahm PD Dr. F.____ eine schlüssi-
ge Beurteilung der Kausalitätsfrage vor. Seine Beurteilung steht auch im Einklang mit dem Ge-
sundheitszustand, wie er in den vorhandenen medizinischen Unterlagen dokumentiert wird. 
 
6.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen zu keiner anderen Beurteilung der 
Kausalitätsfrage zu führen. Er macht im Wesentlichen geltend, dass strukturelle Läsionen 
nachweisbar seien. Dabei beruft er sich insbesondere auf das am 9. Oktober 2018 veranlasste 

 

 
 
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MRI sowie die hierzu ergangene E-Mail-Beurteilung von Dr. B.____ vom 19. Oktober 2018. Ein 
organisches Substrat ergebe sich insbesondere aufgrund eines Zusammenspiels einzelner Fak-
toren. Alsdann seien im vorliegenden Fall namentlich die von Geburt an bestehenden Blockwir-
bel im Sinne eines besonderen Faktors zu berücksichtigen, welche sich ungünstig auf die Un-
fallfolgen ausgewirkt hätten. 
 
6.4  Unter Berücksichtigung des vorstehend Dargelegten gilt es zunächst festzuhalten, 
dass PD Dr. F.____ in Würdigung sämtlicher vorgenannter Befunde (vgl. E. 5 hiervor) sowie 
gestützt auf die (aktuellsten) Bildgebungen nachvollziehbar zum Ergebnis gelangte, dass keine 
strukturellen Läsionen auszumachen seien. Dabei begründete er überzeugend, dass, mangels 
organisch (hinreichend im Sinne von apparativ bildgebend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden, 
überdauernde Gesundheitsbeeinträchtigungen durch ein leichtes HWS-Distorsionstrauma 
Grad I ohne Vorschaden – nach abgeheiltem vorherigem ebenso einfachen HWS-
Distorsionstrauma Grad II – über ein Jahr nach dem zweiten Unfallereignis nicht mehr überwie-
gend wahrscheinlich festzustellen seien. Diese Auffassung steht im Einklang mit den Feststel-
lungen der involvierten medizinischen Fachpersonen, die sowohl unmittelbar im Anschluss an 
die beiden Unfallereignisse als auch im weiteren Verlauf keinerlei strukturelle Auffälligkeiten 
feststellen konnten. So wurden bereits im MRI vom 8. August 2016 unauffällige Verhältnisse, 
ohne fassbare Degenerationen, knöcherne Läsionen oder neurale Kompressionen, festgestellt 
(vgl. E. 5.2 hiervor). Ebenso wurden im Nachgang zum zweiten Unfallereignis am 
20. Dezember 2017 unveränderte Verhältnisse erhoben (vgl. E. 5.11 hiervor). Es findet sich 
vielmehr wiederholt der Hinweis, dass sich die demonstrierten Einschränkungen und Be-
schwerden nicht mit pathologischen Befunden erklären liessen. Ferner wurde im weiteren Ver-
lauf von einer erheblichen Symptomausweitung berichtet, namentlich mit Bezug auf erst zu ei-
nem späteren Zeitpunkt angegebene Zusatzsymptome wie Schwindel, Konzentrations- und 
Schlafstörungen sowie Panikattacken mit Herzrasen. In Übereinstimmung hierzu konnten in 
einer neurootologischen Abklärung vom 22. März 2017 keine Auffälligkeiten, insbesondere kein 
Anhalt für eine peripher vestibuläre Funktionsstörung, ausgemacht werden (vgl. Suva-act. 145). 
Gleichermassen verhält es sich für die im Nachgang an das zweite Unfallereignis erfolgten neu-
rologischen und neurootolgischen Untersuchungen vom 17. August, 15. November und 
6. Dezember 2017, zumal der geklagte Schwindel in der jüngsten Abklärung vom 28. Februar 
2018 am ehesten als somatoform qualifiziert worden ist.  
 
6.5 Unbestritten ist, dass ab Oktober 2018 organisch objektiv ausgewiesene Befunde mit-
tels verschiedener Bildgebungen ausgemacht worden sind, für die jedoch gestützt auf die be-
weiskräftige Beurteilung vom 11. März 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Kau-
salzusammenhang zu den stattgehabten Unfallereignissen besteht. Was insbesondere das vom 
Beschwerdeführer angeführte, neu im MRI vom 9. Oktober 2018 erhobene verdickte Ligamen-
tum anbelangt, so sind die diesbezüglichen Schlussfolgerungen von PD Dr. F.____ ebenfalls 
überzeugend, denen zufolge dieses zwar möglicherweise, nicht aber mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf die Ereignisse zurückzuführen sei. Nach Rücksprache mit Prof. Dr. J.____ 
legt er nachvollziehbar dar, dass es zum einen an posttraumatischen Veränderungen der HWS 
wie insbesondere zervikalen Weichteilschwellungen oder -einblutungen fehle, und zum anderen 
durch die vorbestehende kongenitale Fusion zweier Wirbel zu einer mechanischen Belastung 

 

 
 
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der angrenzenden Wirbel komme, weshalb er degenerative Veränderungen als überwiegend 
wahrscheinliche Ursache für diesen Befund ansehe. Demgegenüber äussert sich Dr. B.____ in 
der vom Beschwerdeführer angerufenen E-Mail-Beurteilung vom 19. Oktober 2018 nur dahin-
gehend zur Kausalitätsfrage, als er die Vermutung in den Raum stellt, dass das verdickte Liga-
mentum gemäss radiologischer Beurteilung "gut zu einem posttraumatischen Zustand passen 
würde" und sich "die Blockwirbelbildung sicherlich ungünstig auf die oberen HWS-Segmente 
ausgewirkt" habe. Wie PD Dr. F.____ dargelegt hat, spricht letzteres indessen gerade für eine 
überwiegende Wahrscheinlichkeit degenerativer Ursachen des entsprechenden Befundes. Da-
mit läuft aber zugleich der Einwand ins Leere, wonach sich die angeborene Blockwirbelbildung 
HWK 2/3 ungünstig auf die Unfallfolgen ausgewirkt habe, zumal anhand der medizinischen Ak-
tenlage auch bezüglich dieser Fehlbildung stets unauffällige Verhältnisse ohne Krankheitswert 
ausgemacht worden sind (vgl. Bericht vom 7. August 2018, act. 273). Alsdann sind weder ge-
stützt auf weitere Beurteilungen von Dr. B.____ noch sonst Hinweise ersichtlich, die eine diver-
gierende Auffassung zur Kausalitätsfrage vertreten und auch nur geringe Zweifel an den Fest-
stellungen von PD Dr. F.____ begründen würden. Solche Zweifel ergeben sich mangels ander-
weitiger Berichte auch nicht in Bezug auf die Kausalitätsbeurteilung der bereits im MRI vom 
8. August 2016 erhobenen Streckhaltung der Wirbelsäule sowie die durch  PD  Dr. F.____ an-
hand der Bildgebung vom 21. August 2017 ermittelte diffuse axonale Scherverletzung. Dies 
umso weniger, als auch der Beschwerdeführer die Unfallereignisse für diese Befunde nicht ver-
antwortlich macht. Zu keiner anderen Auffassung vermag schliesslich auch der Bericht von Dr. 
B.____ vom 20. April 2020 zu führen. Zum einen handelt es sich dabei um eine Stellungnahme 
zu einem Arztbericht, der nicht von der Beschwerdegegnerin, sondern von einer anderen Versi-
cherung eingeholt wurde. Zum anderen setzt sich Dr. B.____ darin nicht mit der Beurteilung von 
Prof. Dr. J.____ auseinander.  
 
6.6 Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag letztlich das Vorbringen, demzufolge der Versi-
cherte vor den Unfallereignissen in Bezug auf die HWS keinerlei Beschwerden zu beklagen 
gehabt hätte, läuft es doch auf die Schlussfolgerung hinaus, dass eine gesundheitliche Schädi-
gung durch den Unfall verursacht gilt, weil sie sich nach dem Unfallereignis manifestiert hat. Die 
betreffende Argumentation beruht im Ergebnis auf der Beweisformel "post hoc, ergo propter 
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als durch den 
Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). 
 
6.7 Nach dem Gesagten lässt sich den vorliegenden Akten nichts entnehmen, was den 
Beweiswert der Beurteilungen von PD Dr. F.____ in Zweifel zu ziehen vermöchte. Es können 
infolge der Auffahrunfälle keine organisch objektivierbaren Befunde für die über den 31. Okto-
ber 2018 hinaus geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers nachgewiesen werden. Über-
dies ist mit der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Ausführungen von PD Dr. F.____ davon 
auszugehen, dass zu diesem Zeitpunkt von weiteren medizinischen Massnahmen keine nam-
hafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten gewesen war (BGE 134 V 109 
E. 4.3), zumal auch Dr. B.____ am 24. August 2018 keine im Hinblick auf die Erhöhung der Ar-
beitsfähigkeit erfolgsversprechenden Behandlungsmassnahmen mehr vorsah. Unter diesen 
Umständen kann auf die vom Beschwerdeführer beantragten zusätzlichen medizinischen Ab-
klärungen verzichtet werden. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 

 

 
 
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Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach-
verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere Abklärungen 
verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgericht-
licher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 
V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
7.1 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin für die im Anschluss an die Unfallereig-
nisse aufgetretenen Beschwerden aufzukommen hat, die keinem organischen Substrat zuzu-
ordnen sind. Wie den Akten entnommen werden kann, wird im erstellten Dokumentationsfrage-
bogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 5. August 2016 
im Anschluss an das erste Unfallereignis von auftretenden Kopf- und Nackenbeschwerden so-
wie Parästhesien am ganzen rechten Arm berichtet. Anlässlich des zweiten Unfallereignisses 
vom 7. Oktober 2017 sind Nackenschmerzen, Übelkeit und leichte Kopfschmerzen dokumen-
tiert.  
 
7.2 Nachdem die Ausführungen des Beschwerdeführers in Bezug auf den Beschwerdever-
lauf mehr oder weniger gleichlautend sind, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass er anlässlich von beiden Unfällen eine Symptomatik aufwies, die dem 
sog. bunten Beschwerdebild einer HWS-Distorsion entsprach. Zumal die geklagten gesundheit-
lichen Störungen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung zumindest nicht in ihrer überwiegenden 
Mehrheit als von psychischem Ursprung zu qualifizieren sind, hat die Beschwerdegegnerin die 
Adäquanzprüfung deshalb zu Recht nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. dargelegten, mit 
BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsätzen vorgenommen.  
 
8.1 Die Bejahung der Adäquanz bei einem HWS-Schleudertrauma setzt voraus, dass dem 
Unfall für die Entstehung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung 
zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüp-
fen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen bezie-
hungsweise leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem 
dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzu-
sammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfäl-
len verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen 
oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 
einzubeziehen. Es handelt sich dabei um folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitum-
stände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlit-
tenen Verletzungen; eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 
Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; eine erhebliche Arbeitsunfähig-
keit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109, E. 10.3). Dabei ist nicht in jedem Fall 
der Einbezug sämtlicher Kriterien in die Gesamtwürdigung erforderlich. Je nach den konkreten 
Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Krite-

 

 
 
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rium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu 
den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schwe-
ren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Krite-
rium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkrite-
rium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere, das heisst mindes-
tens vier der sieben unfallbezogenen Kriterien bejaht werden können (Urteil des Bundesgerichts 
vom 26. Februar 2018, 8C_414/2017, E. 3.4). Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
(BGE 117 V 367 E. 6b). 
 
8.2.1 Was zunächst die Frage nach dem Unfallhergang des Unfallereignisses vom 29. Juli 
2016 anbelangt, so konnten die anfangs noch vorhandenen Unstimmigkeiten – entgegen den 
Darlegungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung – infolge weiterer Abklärungen 
beseitigt werden. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich 
eine Heckkollision ereignet hat. Hierzu geht aus den protokollierten Angaben des übersetzten 
Polizeirapportes vom 29. Juli 2016 hervor, dass das hinter dem Versicherten fahrende Fahr-
zeug auf denselben aufgefahren sei, als der Versicherte abrupt habe abbremsen müssen 
(vgl. Suva-act. 82). Der Schadenmeldung UVG vom 3. August 2016 zufolge sei ein fremder 
PKW auf den Versicherten aufgefahren. Gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der Suva 
schilderte dieser am 10. Februar 2017, dass er während der Fahrt verkehrsbedingt habe anhal-
ten müssen und nur noch leicht gerollt sei, als das hintere Fahrzeug in ihn hineingeknallt sei. 
Die Aussagen des Versicherten, wonach die Stossstange nach der Kollision im Heckbereich 
sowie der sich darunter befindliche Balken eingedrückt gewesen seien, decken sich im Wesent-
lichen mit den in den Akten vorhandenen Fotos (vgl. Suva-act. 66), wobei in Übereinstimmung 
mit dem Polizeirapport lediglich ein geringer Sachschaden entstanden ist. Dieser betrug Eur. 
70.-- (vgl. Suva-act. 73), wobei die Instandsetzung in der Schweiz den Angaben des Versicher-
ten zufolge Fr. 2'700.-- betragen würde.  
 
8.2.2 Praxisgemäss werden Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug regelmässig als 
mittelschwere Unfälle im Bereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (Urteile des Bundesge-
richts vom 16. Dezember 2016, 8C_425/2016, E. 4.3.3, vom 3. Januar 2012, 8C_786/2011, 
E. 3.1, vom 29. Juni 2010, 8C_321/2010, E. 5.1 und vom 9. November 2009, 8C_626/2009, 
E. 4.2.2 mit Hinweisen). Vorliegend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die es rechtfertigen 
würden, von diesem Regelfall abzuweichen. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die 
Suva das Ereignis vom 29. Juli 2016 als mittelschweren Unfall mit Tendenz zu einem leichten 
Unfall qualifiziert hat. Damit die Adäquanz bejaht werden kann, muss somit von den in die Beur-
teilung einzubeziehenden sieben Adäquanzkriterien entweder ein einzelnes in besonders aus-
geprägter Weise vorliegen oder es müssen mindestens vier der sieben Kriterien erfüllt sein (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2014, 8C_682/2013, E. 10). In Bezug auf die Heckkol-
lision vom 7. Oktober 2017 gilt es zu berücksichtigen, dass die unfallbedingte Geschwindigkeit-
sänderung (Delta-V) mit 7 km/h gemäss dem an verschiedener Stelle zitierten, sich indessen 
nicht in den vorliegenden Akten befindlichen, unfallanalytischen Gutachten, unterhalb des Be-
reiches von 10 - 15 km/h lag. Rechtsprechungsgemäss handelt es sich somit grundsätzlich um 
einen leichten Unfall, mit der Folge, dass die Adäquanz zum vornherein zu verneinen wäre (vgl. 

 

 
 
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statt vieler Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2008, U 42/07, E. 3.3.). Wie sich aus den 
nachfolgenden Ausführungen ergibt, braucht die Frage, wie es sich damit im Detail verhält, 
nicht abschliessend beantwortet zu werden.  
 
8.3 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalls ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfin-
dens bzw. des Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Janu-
ar 2015, 8C_325/2014, E. 4.2.2). Beim Unfall vom 29. Juli 2016 handelt es sich um einen einfa-
chen Auffahrunfall, der objektiv betrachtet und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass je-
dem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit innewohnt (Urteil des Bundesgerichts 
vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2), weder von besonderer Eindrücklichkeit war 
noch sich unter besonders dramatischen Begleitumständen abgespielt hat (vgl. E. 8.2.1 hier-
vor). In Anbetracht der Tatsache, dass die Adäquanzkriterien mit Bezug auf das zweite Ereignis 
wohl gar nicht zum Tragen kommen dürften, ist der diesbezügliche Einwand des Beschwerde-
führers grundsätzlich unbeachtlich, wonach er den zweiten Unfall als besonders eindrücklich 
erlebt habe, weil er zu diesem Zeitpunkt noch die Folgen des ersten Unfalls zu tragen gehabt 
habe. Alsdann gilt es diesbezüglich zu berücksichtigen, dass die Adäquanz des Kausalzusam-
menhangs, wenn im Anschluss an zwei oder mehrere Unfälle eine psychische Fehlentwicklung 
eintritt, grundsätzlich für jeden Unfall gesondert zu prüfen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 30. Oktober 2012, 8C_638/2012, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Gleiches gilt prinzipiell auch bei 
einer Mehrzahl von Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder gleichgestellter Verletzung. 
Dessen ungeachtet ist der sich beim Betroffenen während des Unfalls abspielende psychische 
Vorgang gerade nicht massgebend, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, 
bei Betroffenen psychische Vorgänge auszulösen, die an den nachfolgenden psychischen 
Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können. Aus objektiver Sicht sind ebenfalls keine Gründe 
ersichtlich, die den zweiten Unfall in dieser Hinsicht als besonders eindrücklich erscheinen lies-
sen. Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände bzw. der besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalls ist somit zu verneinen. 
 
8.4.1 In Bezug auf das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlittenen Verlet-
zungen ist daran zu erinnern, dass die Diagnose eines Schleudertraumas der HWS die Schwe-
re oder besondere Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen vermag. Es 
bedarf hierzu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden 
oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 134 V 109 
E. 10.2.2). Zwar entspricht es einer allgemeinen Erfahrungstatsache, dass pathologische Zu-
stände nach HWS-Verletzungen bei erneuter Traumatisierung stark exazerbieren können (Urteil 
des Bundesgerichts vom 19. Dezember 2008, 8C_477/2008, E. 6.3.2.2), was im Rahmen des 
Kriteriums (namentlich bei Schleudertraumen) jedoch nur dann zu berücksichtigen ist, wenn es 
durch einen früheren Unfall nachgewiesenermassen zu einer dauerhaften, behandlungsbedürf-
tigen und zu einer Beeinträchtigung des Leistungsvermögens führenden Vorschädigung ge-
kommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2012, 8C_638/2012, E. 4.2.2 mit 
zahlreichen Hinweisen). 
 

 

 
 
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8.4.2 Der Versicherte erlitt in den Jahren 2016 sowie 2017 zwei Auffahrunfälle und hat sich 
hierbei jeweils eine Distorsion der HWS zugezogen. Indessen waren sowohl anlässlich des ers-
ten als auch des zweiten Ereignisses keine unfallkausalen strukturellen Läsionen festgestellt 
worden. Darüber hinaus sind in Bezug auf das Unfallgeschehen auch keine, das Beschwerde-
bild beeinflussende besonderen Umstände ersichtlich. Demgegenüber könnte man sich fragen, 
ob die gesundheitlichen Beeinträchtigungen als schwer zu qualifizieren wären. Hierfür spricht 
die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit dem ersten Unfall unter persistierenden Be-
schwerden leidet, welche nach dem zweiten Unfall offenbar zugenommen haben. Dagegen 
spricht, dass es sich beim zweiten Ereignis um einen leichten Auffahrunfall handelt und der Be-
schwerdeführer ab März 2018 einen Arbeitsversuch im Umfang von 20% gestartet und sein 
Pensum im Juni 2018 auf 50% gesteigert hat (vgl. Suva-act. 219 und 227). Der Beschwerdefüh-
rer macht denn auch nicht geltend, dass dieses Kriterium erfüllt sei. Letztlich kann vorliegend 
offengelassen werden, ob dieses Kriterium erfüllt ist. Selbst wenn es erfüllt wäre, würde es nicht 
in ausgeprägter Weise vorliegen. 
 
8.5 Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung angeht, 
so ist zunächst darauf hinzuweisen, dass dieses Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen 
Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie 
inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamt-
haft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung 
des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer 
vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamen-
töse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des Bundesge-
richts vom 9. Februar 2015, 8C_765/2014, E. 11.3). Wie bereits dargelegt, konnten im Nach-
gang zu den Unfallereignissen keine strukturellen Läsionen oder anderweitige unfallkausale 
objektivierbare pathologische Befunde ausgemacht werden. Im Bericht von Dr. K.____ vom 
1. Oktober 2016 rund drei Monate im Anschluss an das erste Unfallereignis wurde bereits von 
einer allmählichen Besserung und einer günstigen Prognose berichtet (vgl. Suva-act. 22). Von 
Beginn an sowie auch im weiteren Verlauf der ärztlichen Behandlungen stand die Durchführung 
konservativer Massnahmen – wie Physiotherapie oder Infiltrationen – im Vordergrund, wobei 
viele der ärztlich angeordneten Massnahmen der Abklärung des Gesundheitszustandes dien-
ten. Angesichts dieser Tatsachen sowie insbesondere aufgrund der wiederholt festgestellten 
Diskrepanz zwischen dem Ausmass der Schmerzangaben und dem verhältnismässig guten 
radiologischen Befund kann somit nicht von einer mit einer gewissen Planmässigkeit auf die 
Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich 
langer Dauer gesprochen werden. Demnach kann dieses Kriterium nicht bejaht werden. 
 
8.6 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist aufgrund der Individualität des 
Schmerzempfindens subjektiv ausgeprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant 
können nur die in der Zeit zwischen dem fraglichen Unfall und dem Fallabschluss ohne wesent-
lichen Unterbruch bestehenden erheblichen Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich 
nach Massgabe der glaubhaften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte 
Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Wie bereits 
dargelegt, leidet der Versicherte seit dem ersten Unfallereignis an belastungsabhängigen 

 

 
 
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Schmerzen und klagt seit dem Unfall vom 7. Oktober 2017 über vermehrten Schwindel sowie 
Kopfschmerzen. Indessen ist fraglich, ob der Versicherte dadurch in seinem Lebensalltag we-
sentlich eingeschränkt ist. Hierzu führt er in Übereinstimmung mit der medizinischen Aktenlage 
einzig an, dass er insbesondere bei und während Belastungen an den besagten Schmerzen 
leide. Hinweise auf eine drastische Einschränkung lassen sich den massgebenden Akten nicht 
entnehmen, zumal der Beschwerdeführer auch nicht weiter darlegt, bei welchen alltäglichen 
Verrichtungen und Aktivitäten und in welchem Umfang er dadurch Einschränkungen erfährt. 
Alsdann lassen sich die angegebenen Schmerzen kaum objektivieren und sie stehen insbeson-
dere in einem Missverhältnis zum vergleichsweise guten radiologischen Befund. Die Tatsache, 
dass er seit Juni 2018 in der Lage ist, seiner vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeit zu 50% nach-
zugehen, spricht nicht für eine erhebliche Beeinträchtigung im Lebensalltag im Sinne der 
Rechtsprechung. Selbst wenn das Kriterium der erheblichen Beschwerden dem Vorbringen des 
Beschwerdeführers folgend aber zu bejahen wäre, würde es nicht in besonders ausgeprägter 
Weise vorliegen.  
 
8.7 Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert hat (BGE 134 V 109 E. 10.2.5), ist unbestrittenermassen nicht erfüllt. 
 
8.8 Aus der ärztlichen Behandlung und allfälligen erheblichen Beschwerden kann nicht 
schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen 
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung 
beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2014, 8C_496/2014, 
E. 4.6). Solche Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich. Wie bereits dargelegt, geht aus den 
medizinischen Unterlagen hervor, dass im Anschluss an die Unfallereignisse keine strukturellen 
Läsionen erhoben werden konnten und zahlreiche Beschwerden ohne organische Ursachen, 
welche vorwiegend die Durchführung konservativer Massnahmen bedingten, zentraler Bestand-
teil der weiteren ärztlichen Untersuchungen bildeten. Ferner finden sich auch keinerlei Hinweise 
auf erhebliche Komplikationen. Dieses Kriterium ist somit zu verneinen, zumal der Beschwerde-
führer auch nicht den Standpunkt vertritt, dass einer der beiden Teilaspekte desselben erfüllt 
wäre.  
 
8.9 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit trotz den ausgewiesenen An-
strengungen anbelangt, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Arbeitsunfähig-
keit in einem erheblichen Ausmass erforderlich. Den vorliegenden Unterlagen kann entnommen 
werden, dass der Versicherte ab März 2018 einen Arbeitsversuch zu 20% unternommen und 
diesen ab Juni 2018 auf ein Pensum von 50% ausgedehnt hat (vgl. Suva-act. 219 und 227). Im 
Zeitraum davor hatte eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit und damit eine solche von erhebli-
chem Ausmass bestanden. Diesbezüglich gilt es nun aber auch zu berücksichtigen, dass ent-
sprechende Anstrengungen relativ spät erfolgt sind, und die fehlenden objektivierbaren Befunde 
ein derartiges Ausmass der Arbeitsunfähigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg nicht zu 
begründen vermögen. Nachdem auch die Bejahung dieses Kriteriums zu keinem anderen Er-
gebnis führen würde, kann auf diesbezügliche Weiterungen verzichtet werden.  
 

 

 
 
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9. Zusammenfassend sind höchstens drei der sieben Kriterien gegeben, jedoch nicht in 
ausgeprägter oder auffallender Weise. Dies reicht zur Bejahung der Adäquanz praxisgemäss 
nicht aus. Demnach hat die Beschwerdegegnerin den adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen den Unfallereignissen vom 29. Juli 2016 bzw. 7. Oktober 2017 und den über den 
31. Oktober 2018 hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Be-
schwerden zu Recht verneint und die Leistungen eingestellt. Demnach ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 31. Dezember 2019 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobe-
ne Beschwerde ist abzuweisen. 
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Dem Prozessausgang entsprechend wird dem Beschwerdeführer keine Parteient-
schädigung zugesprochen. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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