# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f07eff34-6297-54b5-9610-311bd711b692
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-15
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 15.10.2020 S 2019 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-112_2020-10-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 15. Oktober 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

C.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. A.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2019 112

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Urteil S 2019 112

A. C.________, Jahrgang 1956, meldete sich am 31. Juli 2018 unter Hinweis auf 
eine Brustkrebserkrankung erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-
act. 1). Die IV-Stelle holte daraufhin im Rahmen ihrer Abklärungen bei den behandelnden 
Ärzten aktuelle Berichte ein und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) vor. Mit Vorbescheid vom 28. März 2019 (IV-act. 25) bzw. Verfügung vom 26. Juli 
2019 (IV-act. 32) wurde das Leistungsbegehren schliesslich abgewiesen mit der 
Begründung, es liege kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. September 2019 liess C.________, 
vertreten durch B.________, beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
es sei ihr eine IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle 
zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen. Zur Begründung liess die 
Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Angaben ihres seit kurzem behandelnden 
Psychiaters im Wesentlichen ausführen, sie leide an einer schweren psychischen Störung 
und sei in diesem Zustand nicht arbeitsfähig. Die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet 
gewesen, sie, die Beschwerdeführerin, medizinisch, vor allem psychiatrisch, abklären zu 
lassen, bevor sie verfügt hätte. Die Beschwerdegegnerin habe den rechtserheblichen 
Sachverhalt daher ungenügend abgeklärt.

C. Der Kostenvorschuss von Fr. 800.– wurde von der Beschwerdeführerin innert 
erstreckter Frist bezahlt.

D. Mit Eingabe vom 10. Februar 2020 liess die Beschwerdeführerin einen ärztlichen 
Bericht von Dr. D.________ vom 9. Februar 2020 zu den Akten reichen und ausführen, 
der erfahrene Arzt stelle fest, dass sie aufgrund ihrer psychischen und somatischen 
Erkrankung vor einigen Jahren praktisch handlungsunfähig gewesen sei. Des Weiteren sei 
im Bericht festgehalten worden, dass sie unter anderem an einer rezidivierenden 
depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, an 
einer posttraumatischen Belastungsstörung, an Brustkrebs, Rheuma und Arthrose leide. 
Da es sich um einen sehr spezifischen Fall handle, werde gebeten, sie, die 
Beschwerdeführerin, zur Verhandlung einzuladen und zu befragen. Damit der 
medizinische Sachverhalt näher abgeklärt werden könne, solle dabei auch der 
behandelnde Psychiater teilnehmen. 

E. Mit Vernehmlassung vom 6. März 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

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Urteil S 2019 112

ausgeführt, massgebend sei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Verfügungserlass 
ereignet habe. Ein IV-relevanter Gesundheitsschaden liege vor, wenn sich der 
Gesundheitsschaden erheblich und dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten 
Person in ihrer bisherigen Tätigkeit auswirke. In somatischer Hinsicht habe bei der 
Beschwerdeführerin ein dringender Verdacht auf ein Mammakarzinom bestanden. Die 
Verdachtsdiagnose habe sich allerdings nicht erhärten lassen, weil die 
Beschwerdeführerin weitergehende Untersuchungen in diesem Zusammenhang 
verweigert habe. Deshalb habe bei Verfügungserlass diesbezüglich keine sichere 
Diagnose gestellt werden können. Zudem hätten damals keine Angaben über wesentliche 
und anhaltende funktionelle Einschränkungen vorgelegen. Darüber hinaus habe es bis 
zum Verfügungserlass keine Hinweise dafür gegeben, dass die Beschwerdeführerin unter 
Rheuma oder einer Arthrose sowie unter allfälligen psychischen Beschwerden leiden 
würde. In den Arztberichten, welche die IV-Stelle bei den behandelnden Ärzten eingeholt 
habe, sei mit keinem Wort eine psychische Erkrankung erwähnt worden. Daher habe sie 
keine Veranlassung gehabt, den medizinischen Sachverhalt in psychiatrischer Hinsicht 
abzuklären. Daran ändere auch der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von 
Dr. D.________ vom 9. Februar 2020 nichts, überzeuge dieser Bericht doch nicht. 
Abschliessend wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Beschwerdeführerin im 
Sinne der Schadenminderungspflicht verpflichtet gewesen wäre, zunächst die ihr 
zumutbare Behandlung des Brustkrebses über sich ergehen zu lassen, um danach 
hinsichtlich allfälliger Restfolgen um Leistungen der Invalidenversicherung zu ersuchen. 

F. Mit Schreiben vom 15. Juli 2020 zeigte RA lic. iur. A.________ die 
Interessenwahrung der Beschwerdeführerin an und ersuchte um Akteneinsicht. 

G. Nachdem das Verwaltungsgericht dem Rechtsvertreter am 16. Juli 2020 die 
gewünschten Akten zugestellt hatte, liess die Beschwerdeführerin den Antrag auf 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung mit Schreiben vom 17. Juli 2020 
zurückziehen. 

H. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des Verwal-
tungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes zu den 
Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 26. Juli 2019. In Anwendung von 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 11. September 2019 
der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde unter Berücksichtigung von 
Art. 38 Abs. 4 lit. b – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit dem 15. August – somit 
gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen 
und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und 
Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
26. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 

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von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 
70 E. 4b/cc).

4. Nachfolgend stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin einen 
Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint hat. Zum 
Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ergibt sich aus den 
Akten Folgendes:

4.1 Wie dem Bericht Gynäkologie vom 7. September 2015 entnommen werden kann, 
war die Versicherte am 28. Juli 2015 in der Frauenklinik E.________ zur regulären 
Vorsorge-Untersuchung. Der Befund war dabei soweit unauffällig. Bildgebend ergab sich 
dann im September 2015 jedoch der dringende Verdacht auf ein Mammakarzinom rechts 
oben aussen. Trotz dringender Empfehlung zur stanzbioptischen Abklärung wurde dies 
von der Versicherten strikte abgelehnt (IV-act. 23 S. 6 f.). In der Verlaufskontrolle im 
Dezember 2015 zeigte sich eine leichte Grössenzunahme des Befunds. Die Versicherte 
weigerte sich aber weiterhin, irgendwelche Abklärungen durchführen zu lassen (IV-act. 23 
S. 4 f.).

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4.2 Am 12. April 2018 wurden eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung 
der Brust durchgeführt. Zudem erfolgte am 18. April 2018 eine Computertomographie vom 
Brust- und Bauchraum. Wie dem entsprechenden Bericht vom 24. April 2018 entnommen 
werden kann, fand sich dabei weiterhin die hoch krebsverdächtige Veränderung in der 
rechten Brust, die gegenüber der Voruntersuchung von 2015 an Grösse zugenommen 
hatte. Ebenso konnten neu verdächtig veränderte Lymphknoten in der rechten 
Achselhöhle festgestellt werden. Hinweise für Fernmetastasen fanden sich nicht; 
insbesondere zeigten sich keine Ableger im Bereich der Lungen, der Leber oder im 
sogenannten Achselskelett. Um zu wissen, um was für einen Tumortyp es sich handelt 
und entsprechend die richtige Therapie wählen zu können, wurde der Versicherten 
weiterhin dringend die Entnahme von Gewebeproben empfohlen (IV-act. 4 S. 1). 

4.3 Mit Sprechstundenbericht Gynäkologie vom 23. April 2018 berichteten die Ärzte, 
dass sie die Versicherte seit der letzten Sprechstunde vom 2. Dezember 2015 nicht mehr 
gesehen hätten. Die jetzige Zuweisung erfolge auf Anraten der F.________. Beurteilend 
wurde festgehalten, es bestehe klinisch und radiologisch weiterhin der dringende Verdacht 
auf ein inzwischen lokoregionär fortgeschrittenes Mammakarzinom rechts, radiologisch bis 
dato ohne Hinweise für Fernmetastasen. Einmal mehr hätten sie der Patientin dringend 
weitere Abklärungen empfohlen, wobei sich die Versicherte nach wie vor nicht für diesen 
Schritt habe entscheiden können (IV-act. 23 S. 2 f.).

4.4 Am 28. März 2019 nahm RAD-Arzt G.________, Facharzt für Allgemeinmedizin 
(D), Stellung und führte aus, eine sichere Diagnose habe bis zum heutigen Zeitpunkt nicht 
gestellt werden können. Auch würden keine Angaben über wesentliche und anhaltende 
funktionelle Einschränkungen vorliegen. Ein IV-relevanter Gesundheitsschaden sei 
deshalb nicht ausgewiesen (IV-act. 24). 

4.5 Im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens liess die Beschwerdeführerin 
einen Arztbericht von Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 9. Februar 2020 zu den Akten reichen. In Beantwortung der 
gestellten Fragen führte Dr. D.________ aus, die Versicherte stehe bei ihm seit dem 
7. September 2019 in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Bis heute habe die 
Patientin sechs Therapiesitzungen absolviert. Er gehe davon aus, dass sie seit vielen 
Jahren psychische Beschwerden habe. Sie sei viele Jahre geschäftlich sehr erfolgreich 
gewesen. Infolge ihrer krankheitsbedingten Handlungsunfähigkeit habe sie aber alles 

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verloren und sei ein Sozialfall geworden. Anamnestisch merkte Dr. D.________ an, die 
Patientin habe höchstwahrscheinlich kurz vor ihrem beruflichen Sturz psychische 
Probleme (Burn-out) gehabt, was zu einer depressiven Störung geführt habe. Diese 
Krankheit habe zu weiteren gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten (familiär, 
Scheidung usw.) geführt. Als Diagnosen führte Dr. D.________ eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-
10 F33.2), den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) 
sowie als somatische Krankheiten Brustkrebs, Rheuma und Arthrose auf. Weiter wies 
Dr. D.________ darauf hin, dass die Patientin körperlich und psychisch schwer 
angeschlagen sei. Durch die gestellten Diagnosen sei die Versicherte in ihrer 
Arbeitsfähigkeit stark eingeschränkt, sodass sie seit Jahren zwischen 70 % und 100 % 
arbeitsunfähig sei. Durch die Depression werde die Patientin antriebslos, energielos, 
schlaflos, unkonzentriert und erschöpft. Ihr falle jegliches Planen und Ausführen von 
alltäglichen Aufgaben schwer, sodass sie Angst und Panik bekomme. Sie ziehe sich 
zurück und vermeide den Kontakt mit Menschen. Ihre Post bleibe wochenlang ungeöffnet. 
Die Patientin sei sich aber bewusst, dass sie ihre sehr gefährliche Krankheit (Brustkrebs) 
behandeln lassen sollte, sie habe jedoch Angst vor invasiven Therapien, Komplikationen 
bei der Behandlung, Verschlechterung ihrer Gesundheit und Zerstörung ihrer Integrität. 
Durch die langjährigen Krankheiten sei sie selbstunsicher geworden und könne kaum 
noch richtige Entscheidungen treffen. Zudem stehe sie seit längerer Zeit finanziell sehr 
schlecht da. Sie lebe von Sozialhilfe und habe hohe Schulden. Die sehr aufwendige 
Krebsbehandlung würde somit zu einer weiteren Verschuldung führen. Deswegen habe 
die Patientin bis zum heutigen Zeitpunkt auch keine Behandlung ihrer psychischen 
Krankheiten wahrgenommen. Er hoffe aber, dass die Patientin ihre Meinung und Sorge 
betreffend die notwendige Krebsbehandlung noch ändern werde. Abschliessend wies 
Dr. D.________ darauf hin, dass eine mündliche Befragung seinerseits wünschenswert 
wäre, da er sich mündlich besser äussern könne als schriftlich (Bf-act. 5). 

4.6 Als Replik-Beilage liess die Beschwerdeführerin einen Bericht des Spitals 
E.________ über die am 13. August 2020 durchgeführte Computertomographie (Hals/Tho-
rax/Abdomen) einreichen. Beurteilend wurde dabei festgehalten, der Primärtumor habe im 
Vergleich zur Voruntersuchung vom 18. April 2018 an Grösse zugenommen. Des 
Weiteren wurden grössenzunehmende axilläre Lymphknotenmetastasen rechts sowie neu 
aufgetretene Lymphknotenmetastasen mediastinal, hilär und im kardiophrenischen Winkel 
rechts und multiple Lungenmetastasen festgestellt. Hinweise auf Lebermetastasen und 
Skelettmetastasen liessen sich weiterhin nicht finden (Bf-act. 7). 

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5.
5.1 Diese medizinischen Unterlagen gilt es nun nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die 
Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar 
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (BGer 8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 8.2) – der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 
Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welches die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene 
Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen 

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und Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). 

5.2 Bei Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Sinne von Art. 49 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) – um solche 
handelt es sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD Zentralschweiz – ist zu 
beachten, dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 
ATSG noch um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV handelt. Ihre Funktion 
besteht einzig darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. 
Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung 
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder 
aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Solchen Berichten nach Art. 49 
Abs. 3 IVV kann zwar ein gewisser Beweiswert zugemessen werden und es ist nach der 
Rechtsprechung dem Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auch nicht verwehrt, 
gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich vom am Recht stehenden 
Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen 
Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu 
stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 
9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf 
allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei 
begründet, allerdings nicht der gleiche Beweiswert zu (BGer 8C_971/2012 vom 11. Juni 
2013 E. 3.4).

6. Die IV-Stelle stellt in der Beurteilung des Leistungsanspruchs auf die 
Stellungnahme von RAD-Arzt G.________ vom 28. März 2019 ab, wonach eine sichere 
Diagnose nicht habe gestellt werden können und keine Angaben über wesentliche und 
anhaltende funktionelle Einschränkungen vorliegen würden, weshalb ein IV-relevanter 
Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen sei (vgl. IV-act. 24). Die Beschwerdeführerin wirft 
der IV-Stelle demgegenüber vor, sie habe den medizinischen Sachverhalt, insbesondere 
in psychiatrischer Hinsicht, nicht hinreichend abgeklärt.

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6.1 Unter Hinweis auf Erwägung 5.2 ist noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass es 
grundsätzlich zulässig ist, im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt auf intern 
eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind jedoch strenge 
Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Vorliegend bestehen für das Gericht jedoch 
gerade keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von RAD-
Arzt G.________. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass seine Feststellungen in 
Einklang mit den medizinischen Unterlagen stehen. Aus den Akten geht nämlich hervor, 
dass die Beschwerdeführerin weiterführende Abklärungen mittels Stanzbiopsie und eine 
entsprechende Behandlung trotz dringender Empfehlung seitens der Ärzte verweigerte, 
sodass sich der bereits im September 2015 gestellte Verdacht auf ein Mammakarzinom 
nicht erhärten liess. Dem RAD-Arzt ist somit zuzustimmen, dass eine sichere Diagnose 
nicht gestellt werden konnte. Vor dem Hintergrund der im Sozialversicherungsrecht 
geltenden Schadenminderungspflicht ist sodann daran zu erinnern, dass die versicherte 
Person jedenfalls insoweit zu Vorleistungen verpflichtet ist, als sie vor Geltendmachung 
von Leistungen das ihr Zumutbare an Behandlung über sich ergehen lassen muss. Wie 
bereits darauf hingewiesen, verweigerte die Beschwerdeführerin weitergehende 
Untersuchungen im Zusammenhang mit dem dringenden Verdacht auf ein 
Mammakarzinom. Im Übrigen enthalten die medizinischen Unterlagen auch keinerlei 
Angaben über wesentliche und anhaltende funktionelle Einschränkungen. 
Dementsprechend erscheint die Beurteilung von RAD-Arzt G.________, wonach ein IV-
relevanter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen sei, nachvollziehbar und schlüssig. Für 
die Beschwerdegegnerin bestand jedenfalls keine Veranlassung, an der Zuverlässigkeit 
dieser Beurteilung zu zweifeln. 

Daran ändert auch der im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens neu aufgelegte 
Bericht des Spitals E.________ vom 13. August 2020 (Bf-act. 7) nichts. Daraus geht zwar 
hervor, dass der Primärtumor im Vergleich zur Voruntersuchung von April 2018 an Grösse 
zugenommen hat und neu auch multiple Lungenmetastasen festgestellt wurden. Die 
Beschwerdeführerin übersieht jedoch, dass für die Beurteilung des Leistungsanspruchs 
der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Verfügungserlass ereignet hat (vgl. 
E. 2 hiervor). Somit ist vorliegend grundsätzlich der Sachverhalt relevant, wie er sich bis 
zum 26. Juli 2019 präsentierte. Spätere ärztliche Berichte sind ausnahmsweise zu 
berücksichtigen, wenn daraus konkrete Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im 

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Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden können (BGer 8C_71/2017 vom 
20. April 2017 E. 8.3 und 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). 
Dies ist vorliegend gerade nicht der Fall, hält der eingereichte Bericht des Spitals 
E.________ doch lediglich den Befund fest, der sich bei der am 13. August 2020 
durchgeführten Computertomographie, mithin nach Verfügungserlass, zeigte. Auch wenn 
es zutreffen mag, dass die Verschlechterung progredient ist, kann daraus nicht der 
Schluss gezogen werden, die Verschlechterung habe bereits bei Erlass der Verfügung 
bestanden, liegt zwischen dem Verfügungszeitpunkt und dem Bericht über die 
durchgeführte Computertomographie doch immerhin mehr als ein Jahr, in der die 
Verschlechterung ohne weiteres eingetreten sein kann. Der Bericht des Spitals 
E.________ vom 13. August 2020 kann im vorliegenden Verfahren somit nicht 
berücksichtigt werden. Insoweit sich eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 
ergeben haben sollte, ist die Beschwerdeführerin auf den Weg der Neuanmeldung zu 
verweisen. Schliesslich ändert der eingereichte Bericht nichts an der Tatsache, dass eine 
gesicherte Diagnose weiterhin nicht vorliegt und sich auch daraus keine Anhaltspunkte für 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erkennen lassen. 

6.2 Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, sie sei im Jahr 2014/2015 nicht 
nur an Brustkrebs erkrankt, sondern leide auch noch an Rheuma und Arthrose sowie seit 
mehreren Jahren an einer schweren psychischen Störung, was praktisch zur 
Handlungsunfähigkeit geführt habe. Soweit die Beschwerdeführerin der 
Beschwerdegegnern in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Abklärungspflicht 
vorwirft, kann ihr, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, nicht gefolgt werden. 

6.2.1 Zwar trifft den Versicherer im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich eine 
Untersuchungspflicht. Diese hat ihre Grenzen indes in der Rügepflicht des resp. der 
betroffenen Versicherten. Dies impliziert, dass ein Gesundheitsschaden – so er nicht 
ohnehin bereits im Rahmen der Leistungsanmeldung geltend gemacht wurde – 
mindestens durch einen Arztbericht belegt sein muss, damit der Sozialversicherer gestützt 
auf Art. 43 ATSG gehalten ist, weitere Abklärungen einzuleiten. Überdies entspricht es 
auch der konstanten Praxis, dass die IV-Stelle nicht von sich aus nach allfälligen, bislang 
ärztlich nicht festgehaltenen oder anderweitig glaubhaft gemachten Leiden forschen muss 
(vgl. dazu VGer ZG S 2015 58 vom 26. November 2015 E. 7.3). 

6.2.2 Vorliegend gibt es in den IV-Akten bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses 
keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin neben einer allfälligen 

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Brustkrebserkrankung noch an anderen Erkrankungen gelitten hätte. Insbesondere ist der 
Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass die medizinischen Unterlagen keinerlei 
Anhaltspunkte für ein psychisches Geschehen enthalten. Ebenfalls fehlen Hinweise auf 
eine Rheuma- oder Arthroseerkrankung. Die einzigen Anhaltspunkte betreffend 
psychische Störung und/oder weitergehende somatische Erkrankungen ergeben sich aus 
dem im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens eingereichten Bericht des 
behandelnden Psychiaters vom 9. Februar 2020 (Bf-act. 5). Die Beschwerdegegnerin hat 
somit erst zu diesem Zeitpunkt, mithin erst nach Verfügungserlass, von den geklagten 
somatischen wie psychischen Beschwerden erfahren. Wenn die Beschwerdegegnerin bei 
dieser Sachlage im Vorverfahren keine diesbezüglichen Abklärungen lancierte, ist ihr dies 
nach dem Gesagten jedenfalls nicht vorzuhalten und es liegt keine Verletzung der 
Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG vor. 

Darüber hinaus kann auch der Bericht von Dr. D.________ vom 9. Februar 2020 im 
vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden. Zunächst ist festzuhalten, dass auch 
der Bericht des behandelnden Psychiaters erst nach Erlass der vorliegend angefochtenen 
Verfügung erging. Sodann berichtet Dr. D.________ über einen Zustand, wie er sich nach 
Verfügungserlass präsentiert hat. Dies geht daraus hervor, dass die Beschwerdeführerin 
erst seit 7. September 2019 bei ihm in psychiatrischer Behandlung steht, während die 
angefochtene Verfügung vom 26. Juli 2019 datiert. Aus dem genannten Bericht können 
daher keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden. Daran ändert auch der Einwand der 
Beschwerdeführerin, die rezidivierende depressive Störung könne nicht plötzlich aus 
heiterem Himmel auftreten und müsse daher vorbeständig sein, nichts. Es trifft zwar zu, 
dass Dr. D.________ ausführt, die Beschwerdeführerin habe seit vielen Jahren, mithin 
bereits im Zeitpunkt des Verfügungserlasses, psychische Beschwerden. Wie die 
Beschwerdegegnerin jedoch korrekt angemerkt hat, beruht diese Aussage von 
Dr. D.________ einzig auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und lässt 
sich durch keine echtzeitlichen Befunde bestätigen. Von einer Beeinträchtigung des 
Gesundheitszustandes in psychiatrischer Hinsicht ist bei der Beschwerdeführerin zum 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung jedenfalls nicht auszugehen. Insoweit sich auch in 
psychiatrischer Hinsicht eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ergeben 
haben sollte, ist die Beschwerdeführerin wiederum auf den Weg der Neuanmeldung zu 
verweisen. Für das vorliegende Verfahren kann sie aus dem eingereichten Bericht von 
Dr. D.________ jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Abschliessend ist die 

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Urteil S 2019 112

Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass Dr. D.________ entgegen ihrer Auffassung 
lediglich den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung festhält. 

7. Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass ein IV-relevanter Gesundheitsschaden 
zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht ausgewiesen war. Dementsprechend hat die 
Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin zu Recht 
abgewiesen. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 26. Juli 2019 als 
rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

8. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

Nachdem an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Beurteilung hinsichtlich des 
Verdachts auf ein Mammakarzinom keine Zweifel bestehen, die Beschwerdegegnerin 
mithin auf die Stellungnahme ihres RAD-Arztes abstellen durfte, bedarf es diesbezüglich 
keiner weiteren Abklärungen oder einer Begutachtung. Betreffend psychische 
Beschwerden ist die Beschwerdeführerin sodann auf den Weg der Neuanmeldung zu 
verweisen, womit sich die Einvernahme des behandelnden Psychiaters in diesem 
Verfahren ebenfalls erübrigt und der diesbezügliche Antrag der Beschwerdeführerin in 
zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen ist. Den Antrag auf 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zog die Beschwerdeführerin mit Schreiben 
vom 17. Juli 2020 zurück, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen. Schliesslich ist 
festzuhalten, dass der Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung der Abklärungspflicht 
im Sinne von Art. 43 ATSG vorgehalten werden kann.

9. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Urteil S 2019 112

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 15. Oktober 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am