# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ef9806a-9155-5e2c-bf73-102223b26945
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.02.2018 S 2017 163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-163_2018-02-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 163

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Audétat
RichterIn Moser, Racioppi 

Aktuar Gross 

URTEIL

vom 13. Februar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, vertreten durch die Eltern,
vertreten durch B._____, Schweizerischer Kinderspitex-Verein,

Beschwerdeführer
gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,
Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG 
(medizinische Massnahmen / Kinderspitex)

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1. A._____ leidet seit Geburt an einem Mekoniumaspirationssyndrom mit 

mittelschwerer perinataler Asphyxie sowie an subglottischer Stenose 

Grad I-II. Er wurde ab Geburt in der Kinderabteilung des Kantonsspitals 

Graubünden behandelt und anschliessend im Universitätskinderspital 

Zürich operiert (Status nach laryngotrachealer Rekonstruktion am 2. Juli 

2015). Mit Verfügungen vom 28. September 2015 leistete die IV-Stelle 

des Kantons Graubünden (IV-Stelle) Kostengutsprachen für medizinische 

Massnahmen für die Geburtsgebrechen (GG) 495 und 497 (schwere neo-

natale Infekte und schwere respiratorische Adaptationsstörungen, sofern 

sie in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensiv-

behandlung begonnen werden muss) ab 25. Mai bis 19. Juni 2015 für die 

Behandlung im Spital und für das GG 251 (angeborene Missbildungen 

des Kehlkopfes und der Luftröhre) vom 27. Juni 2015 bis zum 30. Juni 

2020. Vom 6. bis zum 25. Juni, 3. bis 5. August und 9. August bis 14. Ok-

tober 2016 folgten weitere Aufenthalte im Universitätskinderspital in 

Zürich mit Tracheotomie und Mikrolaryngoskopie am 10. August 2016, 

Durchtrennung posteriore glottische Stenose mit CO2 Laser und Einlage 

eines LT-Mold am 17. August 2016 und einer Mikrolaryngoskopie und LT-

Mold Entfernung am 6. Oktober 2016. Mit Verfügung vom 28. Juli 2016 

leistete die IV-Stelle Kostengutsprachen für medizinische Massnahmen 

ab 30. Juni 2015 bis zum vollendeten 2. Altersjahr am 31. Mai 2017, für 

das GG 395 (leichte cerebrale Bewegungsstörungen, Behandlung bis En-

de des 2. Lebensjahres) und anschliessend für das GG 390 (angeborene 

cerebrale Lähmungen). Für die dafür notwendigen Behandlungsgeräte, 

für die notwendige ambulante Physiotherapie, für die beantragte 

Ernährungsberatung und für die klinische Ernährung vom 1. bis 30. Sep-

tember 2017 wurden Kostengutsprachen geleistet. Die Kinder-Spitex er-

stellte für die notwendigen täglichen Leistungen ihrerseits anfangs 2017 

eine ab 7. September 2016 gültige Verordnung gemäss Art. 13 und 14 

IVG bzw. IV-Rundschreiben Nr. 308 umfassend 56 Stunden pro Woche (7 

x 8 Std./ Tag) für Untersuchung und Behandlung, 0 Stunden pro Woche 

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für Grund-pflege nach KLV und 14 Stunden pro Monat für Abklärung und 

Beratung mit medizinischer Mindestqualifikation Tertiärstufe. Nach Ab-

klärung vor Ort am 14. Juni 2017, Vorbescheid am 30. Juni 2017, Ein-

wand am 11. August 2017 und Gespräch vor Ort am 13. September 2017 

gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. Oktober 2017 dem Versi-

cherten eine Hilfslosentschädigung für Minderjährige leichten Grades ab 

1. März 2017 und mittleren Grades vom 1. Juni 2017 bis zum 30. April 

2018 sowie bei Aufenthalt zu Hause ab 1. September 2017 zusätzlich ei-

nen Intensivpflegezuschlag von 4-6 Stunden pro Tag. Mit Verfügung vom 

29. Juni 2017 gewährte die IV-Stelle Kostengutsprache für die Kinderspi-

tex vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 im Umfang von 5 Stun-

den einmalig für Abklärung und Dokumentation, 3 Stunden pro Woche in 

den ersten drei Monaten und 1 Stunde pro Woche im Jahr 2017 für Bera-

tung und Instruktion der Eltern zzgl. 56 Stunden pro Woche für Untersu-

chung und Behandlung. Mit Verfügung vom 6. November 2017 erfolgte 

eine teilweise Kostengutsprache für Kinderspitex (Verlängerung) für die 

Zeit vom 1. September 2017 bis 30. April 2018 im Umfang von 3 Stunden 

pro Monat für Beratung und Instruktion zzgl. 6 Stunden pro Woche für Un-

tersuchung und Behandlung mit der Begründung, ab 1. September 2017 

sei ein Intensivpflegezuschlag von 4 – 6 Stunden täglich ausgewiesen.

2. Gegen die Verfügung vom 6. November 2017 erhob A._____ (Beschwer-

deführer) am 7. Dezember 2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

mit den Anträgen um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und An-

weisung der IV-Stelle, die vom 1. September 2017 bis zum 30. April 2018 

ermittelten und ärztlich angeordneten Pflegestunden zu verfügen. Gleich-

zeitig sollte festgestellt werden, dass in der Verordnung eine Dauerüber-

wachung (24 Std.) ausgewiesen sei (lit. A). Weiter sei festzustellen, dass 

zur Bestimmung der medizinischen Qualifikation die Verordnung 325.11 

(Art. 28 und 29) Rechtsgrundlage bilde und für die SVA und das BSV ver-

bindlich sei. Insbesondere sei festzustellen, dass auch bei Vorkehren der 

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Grundpflege vom Hilfspersonal eine medizinische Qualifikation erforder-

lich sei (lit. B). Die in der Verfügung vom 29. Juni 2017 anerkannten Kin-

derspitexleistungen seien in der angefochtenen Verfügung vom 6. No-

vember ab 1. September 2017 drastisch gekürzt worden mit der Begrün-

dung, die Eltern des Beschwerdeführers würden den Grossteil der Pflege 

selbst übernehmen. Eine solche Kürzung sei im Gesetz nicht vorgesehen. 

Massgebend sei der vor Ort vom Fachpersonal abgeklärte und vom Arzt 

angeordnete Pflegeaufwand, der durch ausgebildetes Personal geleistet 

werden müsse. Der anschliessend von den Eltern freiwillig geleistete 

Pflegeanteil dürfe nicht im Voraus vom Anspruch abgezogen und definitiv 

nicht anerkannt werden. Bei Ausfall der Eltern müsse nämlich die durch 

sie geleistete Behandlungspflege jederzeit durch den Einsatz von Pflege-

fachpersonal kompensiert werden. In seiner Verordnung für Spitexleis-

tungen habe der Kinderspitexverein alle erforderlichen Vorkehren laut den 

Vorgaben des Gesundheitsamtes in Grundpflege und Behandlungspflege 

sowie Abklärung und Beratung aufgeteilt. Die Qualifikation der Fachper-

sonen sei in der Verordnung 325.1 und 325.11 ganz klar geregelt und für 

Krankenkassen und Invalidenversicherung gleichermassen gültig.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) 

die Abweisung der Beschwerde. Aufgrund des Einwandes der Eltern des 

Beschwerdeführers vom 11. August 2017 sei am 13. September 2017 ein 

Gespräch mit den Eltern vor Ort vorgenommen worden, in welchem diese 

ab 1. September ihren Einsatz beschrieben und die Reduktion der Spitex-

leistungen bestätigten. Gestützt darauf seien ab diesem Datum die Hilflo-

senentschädigung mit Intensivpflegezuschlag (IPZ) massgeblich erhöht 

und die Kinderspitexleistungen entsprechend gekürzt worden. Es bestehe 

zwar keine Kongruenz zwischen Spitexleistungen und Hilflosenentschädi-

gung mit Intensivpflegezuschlag, aber die beiden Kostengutsprachen sei-

en zu koordinieren (Rz. 8077 KSIH). Bei veränderten Verhältnissen könnte 

jederzeit ein entsprechendes Revisionsgesuch gestellt werden.

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4. In seiner Replik führte der Beschwerdeführer noch aus, dass im verlang-

ten Kostendach die der versicherten Person zustehenden Pflegeleistun-

gen erfasst und ärztlich angeordnet würden, und dies unabhängig davon, 

ob die Pflege durch die Eltern oder von qualifiziertem Fachpersonal 

durchgeführt werde. Damit seien die entsprechenden Kosten unabhängig 

von den ausführenden Personen immer gedeckt, was bei der angefochte-

nen Lösung nicht zutreffe. Zudem werde hier der durch die Pflegefach-

frauen der Kinderspitex ermittelte und ärztlich angeordnete Pflegeauf-

wand vor Ort erstellt und während der Pflege einzeln überprüft. Dieses 

Dokument, welches den tatsächlichen Bedarf ausweise und durch den 

Arzt bestätigt worden sei, könne nicht, wie dies hier geschehen sei, durch 

eine reine Befragung der Mutter einfach ausser Kraft gesetzt werden.

5. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. 

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 6. November 2017 stellt 

somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit 

ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 

49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der Beschwerdeführer 

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berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Beschwerdethema bildet vorliegend die Frage, ob die für den Zeitraum 

vom 1. September 2017 bis zum 30. April 2018 weiterhin gewährten IV- 

Leistungen der Beschwerdegegnerin aufgrund der festgestellten Geburts-

gebrechen (GG 251, 390, 395, 495, 497) beim Beschwerdeführer korrekt 

erfasst und daher mit Verfügung vom 6. November 2017 zu Recht – wenn 

auch im Vergleich zur vorangegangenen Verfügung vom 29. Juni 2017 

(für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017) in 

gekürzter Form – verlängert wurden. Diesbezüglich ist auf die Beschwer-

de einzutreten und darüber nachfolgend (E.2a-b) materiell zu entschei-

den. Strittig und zu klären ist dabei insbesondere, ob der (nur noch redu-

ziert) vergütete Zeitaufwand für die Pflege und Betreuung des hilfsbedürf-

tigen Beschwerdeführers rechtens und vertretbar ist.

c) Gegenstand des jetzigen Beschwerdeverfahrens kann allerdings lediglich 

die konkret und einzelfallbezogene Regelung in der angefochtenen Ver-

fügung vom 6. November 2017 selbst sein, nicht hingegen ganz allgemein 

gehaltene Anträge oder Begehren zur institutionellen Verbesserung des 

IV-Leistungssystems bei hilfsbedürftigen Kindern und/oder Eltern (z.B. mit 

globalem Kostendach). Auf die entsprechend allgemein formulierten An-

träge des Beschwerdeführers betreffend (A) Anerkennung der in der Ver-

ordnung vom 12. Januar 2017 ausgewiesenen Pflegemassnahmen, (B) 

Festlegung eines prospektiven Kostendaches sowie (C) Feststellung der 

Pflichtleistungen gemäss Liste (RL 362) einschliesslich Regelung der Zu-

ständigkeiten und Kompetenzen in Sachen Pflegehauptverantwortung (El-

tern und/oder Pflegefachpersonen) kann das streitberufene Gericht man-

gels konkreten Regelungs- und Entscheidungsinhalts in der angefochte-

nen Verfügung daher zum Voraus überhaupt nicht eintreten. Für generelle 

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Anweisungen sowie allgemein gehaltene Umsetzungskritik gegenüber der 

Beschwerdegegnerin ist das Gericht weder zuständig noch spruchbefugt. 

Die Zuständigkeit des Gerichts beschränkt sich auf die konkrete Überprü-

fung und allenfalls Aufhebung oder Abänderung bzw. Bestätigung der an-

gefochtenen Verfügung. Nicht mehr und nicht weniger ist hier Beschwer-

degegenstand. Das Gericht tritt auf die Rügen (A-C) deshalb nicht ein.

2. a) Laut Art. 13 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Alters-

jahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 

2 ATSG) notwendigen medizinischen Massnahmen. Diese umfassen u.a. 

die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch me-

dizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, 

mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (Art. 

14 Abs. 1 lit. a IVG). Im Urteil 8C_2010 vom 7. Juli 2010 (BGE 136 V 209) 

entschied das Bundesgericht, dass bei Hauspflege vorgenommene Vor-

kehren (wie konkret durch die Kinderspitex) – deren Durchführung keine 

medizinische Berufsqualifikation erfordere – keine medizinischen Mass-

nahmen im Sinne von Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG sowie 

Art. 2 Abs. 3 der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232. 

21) darstellten, sondern allenfalls einen Anspruch auf eine Hilflosenent-

schädigung und auf einen Intensivpflegezuschlag (IPZ) begründen könn-

ten. Im Nachgang zu BGE 136 V 209 erstellte das Bundesamt für Sozial-

versicherung (BSV) im IV-Rundschreiben Nr. 297 vom 1. Februar 2011 

eine abschliessende Liste derjenigen Leistungen im Bereich der Kinder-

spitex, die nach Art. 13 bzw. Art. 14 IVG als medizinische Massnahmen 

von der Invalidenversicherung übernommen werden, und bei jeder ein-

zelnen Leistung den maximal anrechenbaren und danach zu vergütenden 

Zeitaufwand festlegen. Im darauf abstellenden IV-Rundschreiben Nr. 308 

vom 27. Februar 2012 nahm die Aufsichtsbehörde Präzisierungen vor und 

erhöhte die Obergrenze für Situationen, in welchen während 24 Stunden 

pro Tag mit medizinischen Notfallinterventionen zu rechnen sei (als allei-

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nige Leistung und nicht kumulierbar mit anderen Leistungen der Kategorie 

"Massnahmen der Untersuchung und Behandlung"), auf max. 8 Stunden 

pro Tag. Im Urteil 9C_299/2016 vom 13. Februar 2017 E.4.4 bezeichnete 

das Bundesgericht die zeitaufwandmässige Begrenzung im besagten IV-

Rundschreiben Nr. 308 als nicht massgebend. Für die Kostenübernahme 

durch die Invalidenversicherung sei allein entscheidend, ob bzw. dass in 

Bezug auf die (einzelnen) Leistungen der Kinderspitex die Voraussetzun-

gen nach Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG erfüllt seien (vgl. hier-

zu auch Urteil 9C_46/2017 vom 6. Juni 2017 E.3.1 und 3.2). Im konkreten 

Fall ist richtungsweisend auf das IV-Rundschreiben Nr. 362 des BSV vom 

23. März 2017, gültig ab 1. April 2017, hinzuweisen, wobei die Vorgaben 

in Art. 13 bzw. Art. 14 IVG massgebend und stets zu beachten sind. Der 

Verweis der Beschwerdeführerin auf die Verordnung 324.1 bzw. 325.11 

(Art. 28 und 29 als massgebende Rechtsgrundlage) bezieht sich hinge-

gen offensichtlich auf die Verordnung über den Betrieb privater Einrich-

tungen der Gesundheitspflege (VEG) des Kantons St. Gallen und muss 

daher hier als unerheblich taxiert werden, da im Kanton Graubünden ein 

eigenes Krankenpflegegesetz (KPG; BR 506.000) einschliesslich zugehö-

riger Verordnung (VOzKPG; BR 506.060) gilt und zu beachten ist.

b) Der Beschwerdeführer stützt sich für seine Sicht- und Berechnungsweise 

betreffend vergütungsrelevantem Zeitaufwand inkl. Pflegebedürftigkeit im 

Wesentlichen auf die Verordnung für Spitex-Leistungen vom 27. Februar 

2017, welche durch den Kinderspitexverein, die Eltern des minderjährigen 

Beschwerdeführers sowie der behandelnden Kinderärztin unterschrieben 

worden ist (vgl. beschwerdegegnerische Akten [IV-act.] 140 8/8). Auf die-

ser Grundlage beantragte er ab dem 1. Januar 2017 konkret folgende IV-

Leistungen: 56 Stunden pro Woche für Untersuchung und Behandlung, 0 

Stunden pro Woche für Grundpflege gemäss Art. 7 der Verordnung über 

Leistungen in der Krankenpflegeversicherung (KLV; SR 832.112.31) so-

wie 14 Stunden pro Monat für Abklärung und Beratung mit medizinischer 

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Mindestqualifikation Tertiärstufe (IV-act. 140 7/8). Die Beschwerdegegne-

rin gewährte bereits mit Verfügung vom 29. Juni 2017 (IV-act. 145 1/2) ei-

ne Kostengutsprache für Kinderspitex, basierend auf 5 Stunden einmalig 

für Abklärung und Dokumentation zzgl. 3 Stunden pro Woche in den ers-

ten drei Monaten und 1 Stunde pro Woche im Jahr 2017 für Beratung und 

Instruktion der Eltern des Beschwerdeführers sowie 6 Stunden pro Woche 

für Untersuchung und Behandlung. Mit der nun angefochtenen Verfügung 

vom 6. November 2017 (IV-act. 186 1/6) erfolgte indessen nur noch eine 

teilweise Kostengutsprache für Kinderspitex, basierend auf 3 Stunden pro 

Monat für Beratung und Instruktion sowie 6 Stunden pro Woche für Un-

tersuchung und Behandlung mit der Begründung, dass ab 1. September 

2017 dafür zusätzlich ein Intensivpflegezuschlag (IPZ) von 4-6 Stunden 

pro Tag ausgewiesen sei und gewährt werde. In Würdigung dieser ge-

gensätzlichen Standpunkte betreffend Kostengutsprache laut benötigtem 

und tatsächlich vergütetem Zeitaufwand für die Pflege und Betreuung des 

unbestritten gleich an mehreren Geburtsgebrechen leidenden Beschwer-

deführers gilt es vorab festzustellen, dass die erwähnte Verordnung für 

Spitex-Leistungen vom 27. Februar 2017 noch aufgrund des (bereits zeit-

lich veralteten) IV-Rundschreibens Nr. 308 vom 27. Februar 2012 erstellt 

wurde, während seit 1. April 2017 neu das IV-Rundschreiben Nr. 362 be-

treffend Kinderspitexleistungen gemäss Art. 13 i.V.m. Art. 14 IVG gilt und 

seither alle Fälle – selbst wenn es sich dabei bloss um Verlängerungen 

handelt – neu nach dieser Vorgabe zu beurteilen sind. Die Beschwerde-

gegnerin hat beide Verfügungen vom 29. Juni 2017 bzw. vom 6. Novem-

ber 2017 nach dem überarbeiteten und angepassten IV-Rundschreiben 

Nr. 362 erlassen, was sich insofern als korrekt und angezeigt erweist. Im 

Weiteren hat zur Klärung der ganzen Situation am 13. September 2017 

durch den Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin mit einer ausge-

wiesenen Fachkraft eine Lagebeurteilung vor Ort mit den Eltern des Be-

schwerdeführers stattgefunden (IV-act. 177 1/2-2/2). Laut entsprechen-

dem Protokoll (Ziff. 5.3.3 Absatz 3 S. 2/2) wurde festgestellt, dass die 

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Nachtwachen durch die Spitex ganz eingestellt worden seien und die Kin-

derspitex gegenwärtig noch an zwei Nachmittagen pro Woche für 3 Stun-

den bei der Familie im Einsatz stehe. Daneben würden 4 Stunden und 13 

Minuten pro Tag für die 24-Stunden Betreuung des Beschwerdeführers 

durch die Eltern (vor allem der Mutter) aufgewendet, was einen Intensiv-

pflegezuschlag (IPZ) von 4-6 Stunden täglich rechtfertige. Darüber hinaus 

wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. Oktober 2017 (IV-

act. 178 1/7 f.) wie bisher eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades 

ausgerichtet. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts können die 

Bedürfnisse des Beschwerdeführers damit aber als hinreichend berück-

sichtigt und vollständig abgedeckt betrachtet werden, zumal die befragte 

Mutter des Beschwerdeführers im Abklärungsbericht vom 13. September 

2017 das Vorliegen einer stabilen Phase noch bestätigte (IV-act. 177 Ziff. 

5.3.3 Abs. 1 S. 2/2) und damit offensichtlich eine Beruhigung der ganzen 

Pflege- und Betreuungssituation aufgrund eingespielter Tagesabläufe so-

wie gewisser Routinearbeiten eingekehrt sein dürfte. Diese Selbstanga-

ben der Mutter des Beschwerdeführers stimmen zudem mit dem Ab-

klärungsbericht der Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2017 überein, 

worin ab Mai 2017 ebenfalls bereits auf eine 'stabile Situation' bezüglich 

des Zustands des Beschwerdeführers erkannt wurde (IV-act. 144 12/12). 

Nichts Gegenteiliges ist schliesslich auch den Befunden der involvierten 

Kinderärztin Dr. med. C._____ (IV-act. 183 1/1) zu entnehmen, hielt sie in 

ihrem Austrittsbericht vom 25. August 2017 doch auch fest, dass der er-

folgte Eingriff (Mikrolaryngoskopie tags zuvor) intra- und postoperativ 

komplikationslos verlaufen sei und sich in der Laryngoskopie gute post-

operative Verhältnisse gezeigt hätten (IV-act. 185 2/3). In Würdigung der 

soeben genannten Fakten sowie unter Einbezug des Case Reports zur 

Verlängerung der immer noch gewährten IV-Leistungen (IV-act. 187 1/2-

2/2) ist das Gericht deshalb zur Ansicht gelangt, dass es an der neu fest-

gelegten Kostengutsprache für Kinderspitex (ab 1. September 2017) 

nichts auszusetzen gibt. 

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3. a) Die angefochtene Verfügung vom 6. November 2017 ist somit in den kon-

kret als zu tief gerügten Zeitaufwandpositionen rechtens und die dagegen 

erhobenen Einwände – soweit darauf eingetreten werden konnte (E.1c) – 

haben sich gemäss Art. 13 i.V.m. Art. 14 IVG als unbegründet erwiesen.

b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung, Verweige-

rung oder Abänderung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses Be-

schwerdeverfahrens rechtfertigt es sich, der unterliegenden Beschwerde-

führerin die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl. dazu auch 

die Kostenregelung nach Art. 73 Abs. 1 VRG).

c) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht allerdings keine ausserge-

richtliche Entschädigung zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

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Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 19. Okto-

ber 2018 abgewiesen (9C_366/2018).