# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0de8ef0-abbc-58f5-a0c6-97c3a20978f2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.03.2015 100 2013 224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-224_2015-03-09.pdf

## Full Text

100.2013.224U   publiziert in BVR 2015 S. 425
KEP/COZ/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. März 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum und Keller
Gerichtsschreiberin Conrad

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

C.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. …
Beschwerdegegner 1

Einwohnergemeinde Mühleberg
Baubewilligungsbehörde, Gemeindeverwaltung, Kirchweg 4, 3203 Mühleberg
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin 2

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baubewilligung für den Abbruch und Neubau eines Futtersilos sowie die 
Versetzung zweier bestehender Silos (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 
des Kantons Bern vom 7. Juni 2013; RA Nr. 110/2011/55) 

Sachverhalt:

A.

C.________ betreibt einen landwirtschaftlichen Gewerbebetrieb mit Masttierhaltung auf seiner 
Parzelle Mühleberg Gbbl. Nr. 1___ in …, die sich teilweise in der Bauzone (Dorfkernzone) und 
teilweise in der Landwirtschaftszone und im Landschaftsschutzgebiet befindet. Am 11. Januar 
2011 reichte er bei der Einwohnergemeinde (EG) Mühleberg ein Baugesuch ein für den Abbruch 
eines Futtersilos, die Versetzung von zwei kleinen Silos an dessen Stelle sowie den Neubau eines 
22,25 m hohen Futtersilos. Gegen den Siloneubau erhoben unter anderen A.________ und 
B.________, Eigentümerschaft der Nachbarparzelle Mühleberg Gbbl. Nr. 2___, Einsprache. Mit 
Gesamtentscheid vom 4. April 2011 bewilligte die EG Mühleberg das Bauvorhaben und wies die 
Einsprachen ab.

B.

Dagegen führten unter anderen A.________ und B.________ am 4. Mai 2011 Beschwerde bei der 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Mit Blick auf die laufende 
Teilrevision der Ortsplanung der EG Mühleberg, welche unter anderem eine Erweiterung der 
Dorfkernzone im Bereich des Siloneubaus auf Parzelle Nr. 1___ und eine Änderung des 
Baureglements der EG Mühleberg vom 24. Februar 2008 (GBR) betreffend die Höhe von 
Silobauten umfasste, war das Beschwerdeverfahren bis zum 31. Dezember 2012 sistiert. 
Nachdem die BVE beim Inforama Rütti, Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern 
(LANAT), einen landwirtschaftlichen Bericht sowie einen Bericht der kantonalen Kommission zur 
Pflege des Orts- und Landschaftsbildes (OLK) eingeholt hatte, wies sie die Beschwerde mit 
Entscheid vom 7. Juni 2013 ab.

C.

Gegen diesen Entscheid haben A.________ und B.________ am 9. Juli 2013 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragen, der Entscheid der BVE vom 7. Juni 2013 und die 
Baubewilligung der EG Mühleberg vom 4. April 2011 seien aufzuheben und die Baubewilligung für 
das Bauvorhaben sei zu verweigern (Bauabschlag).

C.________ beantragt mit Beschwerdeantwort vom 7. August 2013, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen und der Entscheid der BVE sowie die von der EG 
Mühleberg erteilte Baubewilligung seien zu bestätigen. Überdies beantragt er, der Beschwerde sei 
die aufschiebende Wirkung zu entziehen und ihm sei der vorzeitige Baubeginn zu gestatten. Die 
EG Mühleberg beantragt mit Stellungnahme vom 16. August 2013, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen und der Entscheid der BVE sei zu bestätigen. Die 
BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 9. August 2013 auf Abweisung der Beschwerde.

Auf Ersuchen des Instruktionsrichters hat C.________ ein Beschattungsdiagramm zum Neubau 
des Futtersilos eingereicht. Der Instruktionsrichter hat bei der Justiz-, Gemeinde- und 
Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) den Beschwerdeentscheid vom 22. November 2013 
betreffend Genehmigung der Teilrevision der Ortsplanung der EG Mühleberg eingeholt. Die EG 
Mühleberg hat einen Bericht vom September 2013 bezüglich Einsturzgefahr und 
Umweltgefährdung des bestehenden Silos zu den Akten gegeben. 

Mit Zwischenverfügung vom 12. Februar 2014 hat der Instruktionsrichter den Prozessantrag von 
C.________, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen und ihm sei der 
vorzeitige Baubeginn zu gestatten, als Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Be-
schwerde entgegengenommen und abgewiesen.

Am 18. August 2014 hat eine Delegation des Verwaltungsgerichts unter Mitwirkung der Parteien 
und einer Fachperson des Inforama sowie einem Berater der Gebäudeversicherung des Kantons 
Bern (GVB) eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung durchgeführt. Der Instruktionsrichter 
hat sodann bei der EG Mühleberg die Baubewilligungsakten für die landwirtschaftlichen 
Ökonomiebauten Dorfstrasse Nrn. 3___, 3___a und 3___b in … eingeholt. Der Berater der GVB 
und die Verfahrensbeteiligten haben sich zum Protokoll des Augenscheins geäussert. Gleichzeitig 
haben die Verfahrensbeteiligten zu den Baubewilligungsakten und den mit Verfügung vom 
8. September 2014 in Aussicht gestellten zusätzlichen Fragen an die Fachperson des Inforama 
betreffend Futterqualität und Wirtschaftlichkeit eines Silos in Abhängigkeit von seiner Höhe und 
seinem Durchmesser Stellung genommen. Auf Ersuchen des Instruktionsrichters hat C.________ 
einen Bericht über den aktuellen Rinderbestand und den jährlichen Maisbedarf eingereicht. 

Am 6. November 2014 hat der Instruktionsrichter die Fachperson des Inforama beauftragt, 
Zusatzfragen zu seinem landwirtschaftlichen Bericht vom 1. März 2013 zu beantworten. 
Gleichzeitig hat er den Verein D.________ beauftragt abzuklären, wie viele Kälber und Mastrinder 
in den bestehenden Einrichtungen des landwirtschaftlichen Betriebs von C.________ tier-
schutzgerecht gehalten werden können. Die Parteien haben sich zur Abklärung der D.________ 
vom 14. November 2014 sowie zum Gutachten des Inforama vom 20. November 2014 geäussert; 
sie haben zudem Schlussbemerkungen eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind als Nachbarin und Nachbar durch den 

angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des 
Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist demnach unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist der Entscheid der BVE vom 
7. Juni 2013; dieser ist an die Stelle des Gesamtentscheids der EG Mühleberg vom 4. April 2011 
getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4; BVR 2010 S. 411 
E. 1.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 N. 7). Soweit 
die Beschwerdeführenden auch die Aufhebung des Gesamtentscheids beantragen, ist auf die 
Beschwerde daher nicht einzutreten. 

1.3 Der Entscheid in der Sache ist ebenso wie das Verfahren grundsätzlich auf den 
Streitgegenstand beschränkt. Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gibt der angefochtene 
Entscheid den Rahmen des Streitgegenstands vor; er kann grundsätzlich nicht über das 
hinausgehen, was die Vorinstanz geregelt hat (vgl. BVR 2011 S. 391 E. 2.1 mit zahlreichen 
Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O, Art. 72 N. 6 ff.). – Von den drei Bauvorhaben des 
Beschwerdegegners 1 beanstandeten die Beschwerdeführenden ursprünglich nur den Siloneubau 
(vgl. vorne Bst. A). Soweit sich die Beschwerdeführenden nun auch gegen die beiden anderen 
Bauvorhaben wehren, indem sie beantragen, die Baubewilligung für den Abbruch des alten Silos 
und für die Versetzung der beiden kleinen Silos sei zu verweigern, erweitern sie den 
Streitgegenstand in unzulässiger Weise. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. 

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 VRPG). Es auferlegt sich eine gewisse Zurückhaltung, soweit für die Beurteilung 
besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über die es nicht gleichermassen verfügt 
wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2014 S. 451 E. 1.3; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 9).

2.

Die Beschwerdeführenden machen vorab geltend, die BVE habe den Sachverhalt unrichtig und 
unvollständig abgeklärt. Wegen des unklaren Sachverhalts hätte sie den Antrag auf einen 
Augenschein nicht abweisen dürfen. Indem sie den Beweisantrag abgewiesen habe, habe sie den 
Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör verletzt (Beschwerde, S. 5 f.). – Ob die 
BVE den entscheidwesentlichen Sachverhalt richtig und vollständig erhoben hat, ist nicht in erster 
Linie eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der materiellen Richtigkeit des angefochtenen 
Entscheids. Unrichtige und unvollständige Feststellung des Sachverhalts ist ein besonderer 
Beschwerdegrund gemäss Art. 80 Bst. a VRPG und stellt eine Rechtsverletzung dar. Ob der 
angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle standhält, ist nachstehend zu prüfen. 

3.

Der landwirtschaftliche Betrieb des Beschwerdegegners 1 besteht zu einem grossen Teil aus 
Munimast nach dem Swiss Quality Beef (SQB) Label (Protokoll des Augenscheins mit 
Instruktionsverhandlung vom 18.8.2014 [act. 20; nachfolgend: Protokoll], S. 3 f., Votum Bauherr; 
Bericht des Inforama, LANAT, vom 1.3.2013 [Vorakten BVE, pag. 136 ff.; nachfolgend: Bericht 
Inforama], S. 4 f., Ziff. 2.3). Die SQB-Mast zeichnet sich aus durch täglich hohe Gewichtzunahmen 
der Munis, die dafür erforderlichen Futtermittel in bestimmten Rationen sowie einem tiefen 
Schlachtgewicht der Tiere (vgl. Bericht Inforama, S. 9, 13 f.). Für die Fütterung der Munis 
verwendet der Beschwerdegegner 1 Ganzjahressilage. Zu diesem Zweck unterhält er vier fest 
installierte Silos auf seinem Betrieb (Protokoll, S. 3 f., Votum Bauherr); drei kleine Silos stehen 
zwischen dem Restaurant …, Gebäude Nr. 3___, und dem Laufstall, Gebäude Nr. 3___a; ein 20 m 
hohes Silo, Gebäude Nr. 3___f, mit einem Volumen von 500 m3 befindet sich neben dem Laufstall, 
Gebäude Nr. 3___b, und vor dem Wohnhaus, Gebäude Nr. 4___ (Fotodossier zum Augenschein 
vom 18.8.2014 [act. 20A; nachfolgend: Fotodossier], Fotos Nrn. 1, 8, 20). Die drei kleinen Silos 
beinhalten Gras, Mais oder Getreide. Im grossen Silo wird ausschliesslich Maissilage produziert 
(Protokoll, S. 4, Votum Bauherr; Stellungnahme vom 28.10.2014, act. 32, S. 4). Das grosse Silo ist 
in die Jahre gekommen und soll durch das auf der Wiese an der südöstlichen Ecke des Gebäudes 
Nr. 3___b profilierte Silo ersetzt werden. Das neue Silo soll 22,25 m hoch sein, einen Durchmesser 
von 7,68 m und ein Fassungsvermögen von rund 1'030 m3 aufweisen (Plan Grundriss & Fassaden 
vom 10.1.2011, Vorakten Gemeinde; Protokoll, S. 4, Votum Bauherr; Bericht Inforama, S. 6, 12 f.). 
Die Beschwerdeführenden beanstanden insbesondere die Höhe des geplanten Silos.

4.

Nach Art. 40 Abs. 2 GBR dürfen landwirtschaftliche und gewerbliche Silobauten und ähnliche 
Zweckbauten mit einer Grundfläche von nicht mehr als 60 m2 bis zu 13 m hoch sein. Im Rahmen 
der Teilrevision der Ortsplanung der EG Mühleberg sollte die maximal zulässige Höhe der 
Silobauten auf 23 m erhöht werden. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern 
(AGR) verweigerte die Genehmigung für die Änderung von Art. 40 Abs. 2 GBR mit Verfügung vom 
9. April 2013 (Beschwerdebeilage 2, act. 1C). Die JGK wies die von der Gemeinde dagegen 
erhobene Beschwerde am 22. November 2013 ab (act. 10). Dieser Entscheid blieb unangefochten 
und ist in Rechtskraft erwachsen. Demnach gilt Art. 40 Abs. 2 GBR in seiner ursprünglichen 
Fassung: Silobauten dürfen maximal 13 m hoch sein. Unstreitig hält sich das geplante Silo mit 
einer Höhe von 22,25 m nicht an Art. 40 Abs. 2 GBR, weshalb es einer Ausnahmebewilligung nach 
Art. 26 BauG bedarf; das gilt unabhängig davon, ob der hier interessierende Teil der Parzelle 
Nr. 1___ in der Landwirtschaftszone liegt (zum Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs) oder in 
der Dorfkernzone (Zonenplanänderung «Parzelle 1___, Mauss» vom 4.6.2012, vom AGR ge-
nehmigt am 9.4.2013 und in Rechtskraft erwachsen; vgl. Stellungnahme AGR vom 27.5.2011, 
Vorakten BVE, pag. 29 ff.). Ob die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung vorliegen, wird 
nachstehend zu prüfen sein. Mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens kann offenbleiben, ob die 
erwähnte Umzonung, verbunden mit der Verkleinerung des Landschafsschutzgebiets, für den 

Bauherrn als günstigeres Recht anwendbar ist (Art. 36 Abs. 1 BauG; BVR 2006 S. 444 E. 4.1 f.; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 36 N. 1 ff.).

5.

5.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 BauG können Ausnahmen von einzelnen kantonalen und 
kommunalen Bauvorschriften gewährt werden, wenn besondere Verhältnisse es rechtfertigen und 
keine öffentlichen Interessen beeinträchtigt werden. Überdies dürfen Ausnahmen keine 
wesentlichen nachbarlichen Interessen verletzen, es sei denn, die Beeinträchtigung könne durch 
Entschädigung vollwertig ausgeglichen werden (Art. 26 Abs. 2 BauG). Die Ausnahmebewilligung 
bedeutet, dass von einer allgemein gehaltenen Bestimmung aus besonderen Gründen des 
Einzelfalls abgewichen werden darf. Dabei geht es um die Behebung einer unverhältnismässigen 
Härte oder offensichtlichen Unzweckmässigkeit. Als besondere Verhältnisse kommen sowohl 
objektive Besonderheiten (Lage der Parzelle, Beschaffenheit des Baugrunds, technisch bedingte 
Ausnahmesituationen usw.) wie auch solche in Frage, die in den subjektiven Verhältnissen der 
bauwilligen Person begründet sind (z.B. Bedürfnisse einer behinderten Person; BVR 2006 S. 145 
E. 5.1.2, 2005 S. 156 E. 4.4, 2002 S. 1 E. 3d; BGE 107 Ia 214 E. 5). Nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts können Gründe für die Erhaltung oder Erweiterung eines bestehenden, 
rechtmässig bewilligten Gewerbebetriebs besondere Verhältnisse im Sinn von Art. 26 Abs. 1 BauG 
darstellen (BVR 2004 S. 440, nicht publ. E. 3.4.5 mit Hinweisen [VGE 21198/21200 vom 
18.12.2003]; für einen Landwirtschaftsbetrieb gilt das Gleiche: vgl. BGer vom 1.2.1978, in ZBl 1978 
S. 394, E. 4a). Der Wunsch nach optimaler, gewinnbringender Nutzung des Grundstücks oder 
einer einfach besseren Lösung stellt keinen Ausnahmegrund dar, da er keine absolute Grösse ist. 
Ob ein Sachverhalt dem Erfordernis der besonderen Verhältnisse zu genügen vermag, hängt von 
drei Komponenten ab, nämlich vom Interesse der Bauherrschaft an der Ausnahme, von der 
Bedeutung der Vorschrift, von der abgewichen werden soll, und von der Art und dem Mass der 
verlangten Abweichung (zum Ganzen BVR 2009 S. 87 E. 4.4.2, 2006 S. 145 E. 5.1.2; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 26-27 N. 4 Bst. c und N. 5). 

5.2 Die BVE hat gestützt auf den Bericht Inforama erwogen, der landwirtschaftliche Betrieb des 
Beschwerdegegners 1 sei auf einen Umtrieb von 190 Munis im Jahr angewiesen, damit seine 
Existenz längerfristig gewährleistet sei, und bestätigte dafür einen Siloraumbedarf von 1'030 m3 
(angefochtener Entscheid, E. 2d und 5d). Ein Hochsilo sei für eine gute Grundfutterqualität 
erforderlich. Andere Silierverfahren (Fahrsilo, Siloballen usw.) seien aus Platzgründen auf der 
Hofparzelle ungeeignet (angefochtener Entscheid, E. 2e, auch zum Folgenden). Standorte für das 
neue Silo ausserhalb des Betriebsareals und auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche kämen nicht 
in Frage. Die vom Beschwerdegegner 1 geprüften alternativen Standorte an der Nordseite des 
Laufstalls, Gebäude Nr. 3___b (Standorte A und B: Beschwerdeantwortbeilage 15, Vorakten BVE, 
nach pag. 79) und am Ort des alten, 20 m hohen Silos, seien ungeeignet, da die Durchfahrt für 
landwirtschaftliche Maschinen und die Feuerwehr erschwert würde. Auch Brandschutzgründe und 
Grenzabstände sprächen gegen diese Standorte. Aus Sicht der OLK sei der vorgesehene Standort 
für das neue Silo unproblematisch (angefochtener Entscheid, E. 3c f.). Dem Bauvorhaben stünden 

auch keine öffentlichen und privaten Interessen entgegen, weil vom neuen Silo keine störenden 
Immissionen (übermässige Beschattung, Lärm, Geruch) ausgingen (angefochtener Entscheid, 
E. 4, 5e). Das neue Futtersilo in seinen Dimensionen und am projektierten Standort sei somit 
betriebswirtschaftlich notwendig.

5.3 Die Beschwerdeführenden machen hiergegen geltend, das neue Futtersilo überschreite die 
zulässige Höhe von 13 m für Silobauten massiv, so dass eine eigentliche Normkorrektur erfolge 
(Beschwerde, S. 14). Ein Silo in diesem Ausmass sei nicht erforderlich, um die Existenz des 
Betriebs zu erhalten (Beschwerde, S. 8, 13). Rein wirtschaftliche Gründe und der Wunsch nach 
einer optimalen Nutzung rechtfertigten die Ausnahme nicht (Beschwerde, S. 13). Das Inforama sei 
in seinen Berechnungen fälschlicherweise von 190 Munis ausgegangen. Aber selbst bei diesem 
Tierbestand sei das Silo überdimensioniert (Beschwerde, S. 8). Der tatsächliche Tierbestand sei 
nicht bekannt (Schlussbemerkungen vom 16.12.2014, act. 39, S. 2 f., auch zum Folgenden). Diese 
Frage sei aber für das erforderliche Silovolumen von entscheidender Bedeutung. Auch die Frage, 
mit welchen Silohöhen und -durchmessern eine durchschnittliche Futterqualität erreicht werden 
könne, sei nicht beantwortet worden. Weiter stellen sich die Beschwerdeführenden auf den 
Standpunkt, das Silo beeinträchtige die Landschaft, und sie befürchten einen übermässigen 
Schattenwurf (Beschwerde, S. 10 f.). 

5.4 Im Auftrag der BVE hat das Inforama am 1. März 2013 einen Bericht über die 
Notwendigkeit des Siloneubaus erstellt (Bericht Inforama, Vorakten BVE, pag. 136 ff.). Dabei ist es 
von einem Umtrieb von 190 Munis im Jahr ausgegangen. Dies sei der mit den bestehenden 
betrieblichen Ressourcen (Landfläche, Ställe, mögliche Arbeitsauslastung) maximal mögliche 
Umsatz an Mastmunis nach SQB, bei dem der Betrieb des Beschwerdegegners 1 rentabel im Sinn 
von wirtschaftlich oder gewinnbringend geführt werden könne (Bericht Inforama, S. 1, 5). Mit dem 
bisherigen Maissilovolumen von insgesamt 580 m3 und dem dabei möglichen Umtrieb von 109 
Munis sei der Betrieb längerfristig nicht überlebensfähig (Bericht Inforama, S. 6 f.). Daraus hat das 
Inforama geschlossen, dass der Umtrieb von 190 Munis nötig sei, um die Existenz des Betriebs 
des Beschwerdegegners 1 zu erhalten (Bericht Inforama, S. 7). Das Inforama hat für einen 
Umtrieb von 190 Munis einen Siloraumbedarf von 1'006 m3 berechnet und den Bedarf für ein 
Hochsilo mit einem Volumen von 1'030 m3 bestätigt (Bericht Inforama, S. 10, 12). Ein Hochsilo, 
das einmal im Jahr gefüllt werde, garantiere eine hohe Futterqualität und sei aufgrund der 
Platzverhältnisse und der vorhandenen Infrastruktur (Silofräse) anderen Silierverfahren vor-
zuziehen (Bericht Inforama, S. 15 f., 17 ff.). Weiter hat es festgehalten, dass die Landflächen des 
Betriebs als Alternativstandort nicht in Betracht kämen, da sie im Landschaftsschutzgebiet lägen. 
Eine Verlagerung an einen betriebsfremden Standort sei mit Nachteilen verbunden und daher 
auszuschliessen. Damit erscheine der projektierte Standort als der bestmögliche (Bericht Inforama, 
S. 24).

5.5 Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass sich der Bericht des Inforama ausschliesslich zum 
erforderlichen Silovolumen bei einem jährlichen Umtrieb von 190 Munis äussert. Eine Antwort auf 
die umstrittene Frage, ob dafür eine Silohöhe von 22,25 m notwendig ist, gibt der Bericht nicht. Zu-
dem erschliesst sich nicht ohne weiteres, inwiefern ein Bedarf für ein neues Silo mit einem 

Fassungsvermögen von 1'030 m3 bestehen soll, ergeben doch die Berechnungen ein Volumen von 
1'006 m3 – eine Reserve von 10 % bereits einberechnet (Bericht Inforama, S. 10, Tabelle 4, 12). 
Das Inforama hält denn auch selbst fest, dass die Berechnungen ungenau seien, weil einige 
Parameter zur Berechnung des Futterbedarfs und des Silovolumens nicht genau bestimmbar seien 
und von Jahr zu Jahr ändern könnten (Bericht Inforama, S. 11). Zu beachten ist weiter, dass das 
Inforama für die Berechnung des Silovolumens den maximal möglichen Umtrieb heranzieht, der 
Beschwerdegegner 1 aber keinen Anspruch auf das wirtschaftliche Optimum hat, wie die 
Beschwerdeführenden zutreffend ausgeführt haben (vgl. vorne E. 4.1). Aus diesen Gründen ist 
nicht auszuschliessen, dass auch ein kleineres Silovolumen für den Betrieb des Be-
schwerdegegners 1 genügen würde. Anhand des Berichts lässt sich jedenfalls nicht abschliessend 
sagen, dass der Umtrieb von 190 Munis und das Volumen des projektierten Silos erforderlich sind, 
um die Existenz des Betriebs des Beschwerdegegners 1 zu gewährleisten. 

5.6 Zur Abklärung der Frage nach der benötigten Silohöhe hat das Verwaltungsgericht einen 
Augenschein mit Instruktionsverhandlung durchgeführt und beim Inforama in Ergänzung zum 
Bericht vom 1. März 2013 das Gutachten vom 20. November 2014 (act. 36A; nachfolgend: 
Gutachten) eingeholt. Im Gutachten hat das Inforama festgehalten, dass für eine gute Qualität der 
Maissilage eine genügende Lagerungsdichte und eine gute Silobewirtschaftung wichtig seien. Bei 
Silobauten bestehe das Risiko der Nacherwärmung, die das Futter schädige. Eine 
Nacherwärmung könne durch Luftzutritt beim Befüllen oder Leeren des Silos und durch eine nied-
rige Entnahmetiefe entstehen (Gutachten, S. 3). Eine genügende Entnahmetiefe sei mit einem 
kleinen Silodurchmesser und einer grossen Silohöhe möglich (Gutachten, S. 1 f., 4). Mit 
zunehmender Silohöhe steige auch die Dichte der Silage, wodurch weniger Luft ins Futter 
eindringe und damit das Risiko der Nacherwärmung gesenkt werde. Der Nacherwärmung könne 
auch mit einem möglichst einmaligen Befüllen, einer guten Silagequalität oder einer 
Untenentnahmefräse begegnet werden (Gutachten, S. 4 f.). Die optimale Silohöhe für eine 
Ganzjahressilage bei einer Entnahmetiefe von 10 cm pro Tag liege bei 36,5 m und der optimale 
Silodurchmesser betrage 6,02 m für einen jährlichen Futterbedarf von 1'040 m3 (Gutachten, S. 2 
f.). Das projektierte Silo sei mit einer Höhe von 22,25 m niedriger und weise mit 7,68 m einen 
grösseren Durchmesser auf als das Optimum. Vor dem Hintergrund eines jährlichen Futterbedarfs 
von 1'040 m3 seien daher zwei Stahlsilos mit einem Durchmesser von je 6 m und einer Höhe von 
je 18,25 m ideal (Gutachten, S. 3). Ein Hochsilo sei aber für die Futterqualität besser als zwei 
kleinere Silos (Gutachten, S. 5). Mehrere Silos hätten gegenüber einem Hochsilo die Nachteile, 
dass mehr unausgenützter Siloraum im obersten Teil des Silos nach Absetzen der Silage bestehe, 
mehr Grundfläche beansprucht werde, eine tiefere Dichte erreicht werde und Futterverluste in der 
obersten Schicht bei Fehlgärung durch Luftzutritt entstehen könnten. Zudem müsse die 
Einrichtung bei mehreren Hochsilos gewechselt werden. Der dabei anfallende Zeitverlust sei aber 
nicht gravierend (Gutachten, S. 6). Schliesslich seien die Kosten für zwei Silos mit einem 
Durchmesser von 6 m und einer Höhe von 18 m höher als beim geplanten Silo (Gutachten, S. 7).

5.7 Das Gutachten hat ergeben, dass die Masse des geplanten Hochsilos für eine gute 
Futterqualität nicht optimal sind: Der Durchmesser mit 7,68 m ist zu gross und die Höhe mit 
22,25 m ist zu tief. Ein Silo, das von vornherein aufgrund des ungünstigen Verhältnisses zwischen 

Höhe und Durchmesser mit einem erhöhten Risiko an Qualitätseinbussen der Silage behaftet ist 
(Nacherwärmung), ist grundsätzlich unzweckmässig und technisch nicht erforderlich. Zudem 
überschreitet das projektierte Silo – wie die Beschwerdeführenden zutreffend ausgeführt haben – 
die nach GBR zulässige Höhe massiv. Für die Bewilligung eines solchen Silos als Ausnahme 
wären besonders triftige Gründe darzulegen. Solche Gründe bringt der Beschwerdegegner 1 indes 
nicht vor und sie sind auch nicht ersichtlich. Der Augenschein und das Gutachten vom 
20. November 2014 haben ergeben, dass alternative Möglichkeiten und Standorte bestehen. Nach 
Angaben des Gutachters wären zwei Stahlsilos mit einer Höhe von je 18,25 m und einem 
Durchmesser von je 6 m für einen jährlichen Futterbedarf von 1'040 m3 ideal. Hierzu äussert sich 
der Beschwerdegegner 1 nicht. Zwar sind für zwei solche Stahlsilos die Anschaffungs- und 
jährlichen Unterhaltskosten etwas höher als bei einem Hochsilo (Gutachten, S. 7, Tab. 4). Wie 
erwähnt hat der Beschwerdegegner 1 aber keinen Anspruch auf die wirtschaftlichste Lösung, 
zumal sie für die Futterqualität ungünstig ist. Der Beschwerdegegner 1 macht denn auch nicht 
geltend, die Kosten für zwei Futtersilos seien unzumutbar hoch. Zudem bedarf es für die Existenz 
des Betriebs nicht zwingend eines Silovolumens von 1'040 m3 (vgl. vorne E. 5.5), weshalb auch 
zwei kleinere Silos als vom Gutachter (Fachperson Inforama) vorgeschlagen denkbar wären, 
womit sich die Abweichung von den reglementarisch erlaubten 13 m (weiter) verringern würde. 
Auch wären zwei Stahlsilos auf der Hofparzelle realisierbar (vgl. nachfolgende Erwägungen). Sie 
könnten entweder im Bereich des Standorts des geplanten Siloneubaus nebeneinander stehen 
(Variante 1) oder ein Silo könnte am Neubaustandort und das andere am alten Standort erstellt 
werden unter Belassung der beiden kleinen Silos zwischen den Gebäuden Nr. 3___ und 3___a 
(Variante 2). 

5.8 In beiden Varianten ist brandschutzrechtlich ein Abstand zum Wohnhaus von 5 m zu 
beachten (Protokoll, S. 6, Votum Berater GVB mit Bezug auf Ziff. 2.3 Abs. 2 Bst. c der bis Ende 
2014 geltenden Brandschutzrichtlinie der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen [VKF] 
«Schutzabstände Brandabschnitte» vom 26. März 2003, Nr. 15-03d [nachfolgend: 
aBrandschutzrichtlinie]; ebenso gemäss Art. 2 Abs. 2 Bst. a der Feuerschutz- und 
Feuerwehrverordnung vom 11. Mai 1994 [FFV; BSG 871.111] in der Fassung vom 11. Juni 2014 
i.V.m. Ziff. 2.2 Abs. 2 Bst. a der Brandschutzrichtlinie der VKF «Brandschutzabstände Tragwerke 
Brandabschnitte» vom 1. Januar 2015, Nr. 15-15de [nachfolgend: nBrandschutzrichtlinie] und 
Ziff. 1.1 der Festlegung «Allgemein anerkannte Bauprodukte» der VKF vom 6. Januar 2015). 
Zudem muss sowohl in der Landwirtschaftszone als auch in der Dorfkernzone ein Grenzabstand 
von ebenfalls 5 m eingehalten werden (Art. 14 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 40 Abs. 1 GBR). Da die 
Distanz vom Wohnhaus zur Nachbarparzelle Nr. 5___ ungefähr 32,5 m beträgt (Plan vom 
12.10.2010, Beschwerdeantwortbeilage 15, Vorakten BVE, nach pag. 79), könnten die beiden 
Silos mit einem Durchmesser von je 6 m unter Einhaltung des brandschutzrechtlichen Abstands 
und des Grenzabstands am neuen Standort erstellt werden (Variante 1). Der Abstand zu den 
übrigen Ökonomiegebäuden ist unproblematisch, da sie aus Sicht des Brandschutzes mit dem Silo 
zusammen als landwirtschaftliche Mehrgebäudesiedlung gelten, bei der reduzierte 
Schutzabstände möglich sind. Nach Aussage des Beraters der GVB ist die nach alter Richtlinie 
dafür maximal zulässige Arealfläche für mehrgeschossige Bauten von 1'200 m2 im vorliegenden 
Fall nicht übertroffen (Protokoll, S. 6; aBrandschutzrichtlinie, Ziff. 2.4.4 Abs. 1). Demnach ist bei 

der bestehenden ein- bzw. zweigeschossigen Bauweise (Baupläne, act. 21B; Fotodossier, Fotos 
Nrn. 18-20) die nach neuer Richtlinie vorgesehene maximale Areal- und Geschossfläche bei 
mehrgeschossigen Bauten von 3'600 m2 ebenfalls eingehalten (nBrandschutzrichtlinie, Ziff. 2.3.5 
Abs. 1). In der Variante 2 wäre die Durchfahrt für landwirtschaftliche Maschinen am Ort des alten 
Silos mit einem der Stahlsilos besser gewährleistet als bei der projektierten Variante, in der die 
beiden bestehenden kleinen Silos, die zusammen einen Durchmesser von 7 m aufweisen, an 
diese Stelle verschoben würden. Weil die Verschiebung der beiden kleinen Silos nach Angaben 
der Fachperson für den Brandschutz keine Rolle spielt, wäre in dem Sinn auch der Bau eines der 
Stahlsilos am Ort des alten Silos möglich, unter Vorbehalt der Installation einer Blitzschutzanlage 
(Protokoll, S. 7, Votum Berater GVB; E-Mail vom 29.10.2014, act. 31 mit Bezug auf Ziff. 3 Abs. 2 
Bst. e der Brandschutzrichtlinie der VKF «Blitzschutzanlagen» vom 26. März 2003, Nr. 23-03d, 
ebenso Ziff. 2 Abs. 2 Bst. d der seit dem 1. Januar 2015 geltenden Brandschutzrichtlinie der VKF 
«Blitzschutzsysteme», Nr. 22-15de). Die beiden bestehenden kleinen Silos könnten ohne weiteres 
am jetzigen Standort belassen werden. Sie gelten im Zusammenhang mit dem Restaurant 
brandschutzmässig ebenfalls als ein Objekt (Protokoll, S. 5, Votum Berater GVB). Nicht 
nachvollziehbar ist, inwiefern ihr Standort auf dem Grundstück des Restaurants nachteilig sein 
sollte, wie der Beschwerdegegner 1 anlässlich des Augenscheins ausgeführt hat (Protokoll, S. 5, 
Votum Bauherr), befindet sich doch der Stall für die Aufzucht auch im Restaurantgebäude. Die 
Zufahrt zum Hof, die sich westlich hinter dem Restaurant, Gebäude Nr. 3___, und östlich hinter 
dem Laufstall, Gebäude Nr. 3___b, befindet (Protokoll, S. 9, Votum Bauherr), wäre in beiden 
Varianten zugänglich. Die OLK hat zum projektierten Hochsilo ausgeführt, es werde als Bestandteil 
der Bebauung gelesen und ordne sich als landwirtschaftstypische Baute in das Orts- und 
Landschaftsbild ein (OLK-Bericht vom 9.4.2013, Vorakten BVE, pag. 199 ff., Ziff. 2). Diese 
Einschätzung kann auf die beiden Varianten mit den zwei kleineren Stahlsilos übertragen werden. 
In der Variante 1 gilt es zu ergänzen, dass die OLK einer Aufreihung von kleineren Silos mit 
derselben Lagermenge zwar kritisch gegenübersteht (Ziff. 3). Die beiden kleineren Silos stellen 
aber noch keine Silowand dar, weshalb nicht von einer Aufreihung von kleineren Silos gesprochen 
werden kann. Demnach wären in beiden Varianten zwei Stahlsilos mit einer Höhe von 18 m und 
einem Durchmesser von 6 m mit den Anliegen des Brandschutzes sowie des Ortsbild- und 
Landschaftsschutzes voraussichtlich vereinbar und innerhalb des Grenzabstands realisierbar.

5.9 Entgegenstehende nachbarschaftliche Interessen wären für beide Varianten anlässlich 
eines neuen Ausnahmegesuchs zu prüfen und gegenüber den Interessen an der Ausnahme 
abzuwägen. Immerhin kann festgehalten werden, dass zwei niedrigere Silos, wovon das eine 
allenfalls an den alten Standort gestellt werden könnte und diejenigen bzw. dasjenige am neuen 
Standort näher zum Wohnhaus verschoben werden könnten, den Anliegen der 
Beschwerdeführenden besser entsprächen als das geplante Hochsilo am profilierten Standort.

5.10 Zusammenfassend ist das geplante Hochsilo weder technisch noch für die Existenz des 
Betriebs des Beschwerdegegners 1 notwendig, da es nicht die optimalen Masse aufweist und 
Alternativmöglichkeiten sowie Alternativstandorte bestehen. Die vom Gutachter angeregten zwei je 
18 m hohen und je 6 m breiten Stahlsilos sind auf der Hofparzelle grundsätzlich realisierbar. Damit 
liegen keine besonderen Verhältnisse für ein Hochsilo mit einer Höhe von 22,25 m vor, welche 

eine Ausnahme rechtfertigen würden. Die Vorinstanz hat demnach zu Unrecht eine 
Ausnahmesituation angenommen. Die Beschwerde ist gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, 
und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Für den Neubau des Futtersilos ist der 
Bauabschlag zu erteilen.

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegen die Beschwerdeführenden. Der 
Beschwerdegegner 1 und die Gemeinde, die ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde schliesst, 
gelten als je zur Hälfte unterliegend. Der Beschwerdegegner 1 hat für die Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht und vor der BVE die Verfahrenskosten zur Hälfte zu tragen und den Be-
schwerdeführenden für beide Verfahren die Parteikosten zur Hälfte zu ersetzen (Art. 108 Abs. 1 
VRPG; Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die auf die Gemeinde entfallende Hälfte der 
Verfahrenskosten für die Verfahren vor Verwaltungsgericht und vor der BVE sind nicht zu erheben, 
da sie nicht in Vermögensinteressen betroffen ist (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 VRPG). Die Gemeinde 
hat den Beschwerdeführenden jedoch die andere Hälfte der Parteikosten für die genannten 
Verfahren zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Das teilweise Nichteintreten 
rechtfertigt keine Kostenausscheidung. 

6.2 Für die Aufwendungen der Fachperson des Inforama und des Beraters der GBV sind 
zusätzliche Gebühren zu erheben, die zu den Verfahrenskosten zählen (Art. 103 Abs. 1 Satz 2 
VRPG). Entsprechend haben die Fachpersonen je eine Kostenabrechnung eingereicht (act. 34, 
43).

6.2.1 Die Beschwerdeführenden beantragen, das LANAT sei anzuweisen, den in seiner 
Kostenabrechnung vom 6. Januar 2015 ausgewiesenen Aufwand von 19,6 Stunden detailliert zu 
begründen. Im Übrigen würden die Kostenabrechnung des LANAT und die Rechnung der GVB 
vom 6. November 2014 Aufwand betreffen, der im Baubewilligungsverfahren hätte getätigt werden 
müssen (Eingabe vom 15.1.2015, act. 45). 

6.2.2 Das LANAT hat eine Rechnung in der Höhe von insgesamt Fr. … für die Begehung am 
Augenschein, das Gutachten Inforama vom 20. November 2014 und die Fahrkosten gestellt 
(act. 43). Für die Teilnahme am Augenschein sowie das Erstellen des Gutachtens hat es einen 
Aufwand von 19,6 Stunden à Fr. … verrechnet. Der Augenschein dauerte 1 Stunde und 45 
Minuten (Protokoll). Somit hat das LANAT für das Erstellen des Gutachtens ungefähr 17 Stunden 
bzw. zwei Arbeitstage benötigt. Vor dem Hintergrund des Vorgehens (Befragung von Spezialisten, 
diverse Recherchen in Fachliteratur und Fachzeitungen; vgl. dazu Gutachten, S. 1 und Anhänge) 
und der Niederschrift der acht Textseiten mit Tabellen erscheint der ausgewiesene Aufwand als 
angemessen. Dass der Tarif von Fr. … pro Stunde (Art. 8 i.V.m. Anhang II B Ziff. 9.2.1 der Ver-
ordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung [Gebührenverordnung; 
GebV; BSG 154.21]) überhöht wäre, machen die Beschwerdeführenden zu Recht nicht geltend. 
Demnach erübrigt sich die Einholung einer detaillierten Aufstellung der Aufwendungen. 

6.2.3 In ausserordentlichen Fällen hat das Verwaltungsgericht bereits entschieden, dass die 
Kosten für besondere Untersuchungen, Gutachten und dgl. (vgl. Art. 103 Abs. 1 VRPG) der 
Baugesuchstellerin oder dem Baugesuchsteller bzw. der Planungsbehörde auferlegt werden, wenn 
es um Kosten für Sachverhaltsabklärungen ging, die an sich bereits im Verwaltungsverfahren 
hätten vorgenommen werden müssen (BVR 2006 S. 335, nicht publ. E. 14.4; VGE 2012/133 vom 
12.3.2013, E. 6). Im hier interessierenden Verfahren liegt aber eine andere Konstellation vor: Die 
Fachpersonen wurden aus Anlass des Augenscheins beigezogen, bei dem sich das 
Verwaltungsgericht einen eigenen Eindruck von der Situation machen wollte. Die Beweiskosten 
wurden daher durch das oberinstanzliche Verfahren verursacht und sind folglich nach dem 
Unterliegerprinzip zu verlegen (vorne E. 6.1). 

6.2.4 Die besonderen Beweiskosten müssen unter den unterliegenden Parteien verlegt werden. 
Da jedoch der Gemeinde keine Verfahrenskosten auferlegt werden können (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 
VRPG; dazu vorne E. 6.1), muss dafür der private Beschwerdegegner 1 aufkommen.

6.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; 
BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in 
Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälliger Zuschläge nach 
Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz 
nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der 
Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). – Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
renden macht für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein Honorar von Fr. 9'925.-- geltend. 
Dies erscheint nach den obgenannten Kriterien überhöht. Zwar ist der gebotene Zeitaufwand als 
überdurchschnittlich zu werten, da neben einem Schriftenwechsel ein Augenschein mit Instrukti-
onsverhandlung durchgeführt wurde und zudem zwei weitere Eingaben zu verfassen waren; 
allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden aus dem 
vorinstanzlichen Verfahren bereits über Aktenkenntnis verfügte. Die Bedeutung des Verfahrens ist 
für die Beschwerdeführenden nicht überdurchschnittlich und die Schwierigkeit des Prozesses als 
durchschnittlich einzustufen. Insgesamt erscheint daher ein Honorar von Fr. 8'000.-- (zzgl. 
Auslagen und MWSt) als angemessen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 7. Juni 2013 wird aufgehoben. Für den 
Neubau des Futtersilos mit einer Höhe von 22,25 m auf der Parzelle Mühleberg Gbbl. Nr. 1___ 
wird der Bauabschlag erteilt.

2. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von Fr. 4'000.--, werden zur Hälfte, ausmachend Fr. 2'000.--, zuzüglich der Kosten von Fr. … 
für die Aufwendungen des Beraters der GBV und der Kosten von Fr. … für die 
Aufwendungen der Fachperson des Inforama, ausmachend insgesamt Fr. …, dem 
Beschwerdegegner 1 auferlegt. Die andere Hälfte der Pauschalgebühr wird nicht erhoben.

b) Der Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 2 haben den Beschwerdeführenden 
für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 9'053.20 
(inkl. Auslagen und MWSt), je zur Hälfte, ausmachend je Fr. 4'526.60, zu ersetzen. 

3. a) Die Kosten des Verfahrens vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
von Fr. 2'000.-- werden zur Hälfte, ausmachend Fr. 1'000.--, dem Beschwerdegegner 1 
auferlegt. Die andere Hälfte wird nicht erhoben.

b) Der Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 2 haben den Beschwerdeführenden 
für das Verfahren vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern die 
Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 8'370.-- (inkl. Auslagen und MWSt), je zur Hälfte, 
ausmachend je Fr. 4'185.--, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- dem Beschwerdegegner 1
- der Beschwerdegegnerin 2
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Raumentwicklung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.