# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 899155e0-e9ee-5e7a-94a5-b4309efa2bb8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.10.2021 810 21 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-7_2021-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 27. Oktober 2021 (810 21 7) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Staatshaftung 
 
 
Staatshaftung nach Art. 5 SchKG / Pflichten der Konkursverwaltung bei der Wahrung 
paulianischer Anfechtungsansprüche / Untersuchungsgrundsatz 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret, Hans 

Furer, Daniel Noll, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christoph Grether, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Kanton Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Beschwerdegegner,  
vertreten durch Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, 
Regierungsgebäude, Rathausstrasse 2, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Staatshaftung nach Art. 5 SchKG  

(Verfügung der Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft vom 
21. Dezember 2020) 

 
 
 
 

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A. Die B.____ AG war ein im Jahr 1966 von C.____ gegründetes international tätiges Fami-
lienunternehmen mit Sitz in D.____. Sie entwickelte Prozesslösungen in der industriellen Ver-
fahrenstechnik und stellte unter anderem Knetmaschinen für die Chemie-, Öl- und Lebensmit-
telindustrie her. Ab dem Jahr 2001 amtete E.____ als Verwaltungsratspräsident. Mit Verfügung 
vom 2. Juni 2016 eröffnete der Zivilkreisgerichtspräsident Basel-Landschaft Ost den Konkurs 
über die B.____ AG. Als Konkursverwalterin wurde das Konkursamt Basel-Landschaft be-
stimmt. Der Konkurs wurde am 8. Oktober 2018 als geschlossen erklärt und die Gesellschaft in 
der Folge aus dem Handelsregister gelöscht. 
 
B. Die A.____ AG, F.____, ist eine Beteiligungsgesellschaft und die ehemalige Mutterge-
sellschaft der B.____ AG, an deren Aktienkapital sie zu 100 % beteiligt war. Ihre einzigen Aktio-
näre sind E.____, der zugleich das Amt des Verwaltungsratspräsidenten bekleidet, und seine 
Ehefrau G.____. Mit Gesuch vom 31. Januar 2020 gelangte die A.____ AG mit den Rechtsbe-
gehren an die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, der Kanton Basel-Landschaft 
sei unter o/e-Kostenfolge zur Zahlung eines Betrages von Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % an 
die Gesuchstellerin zu verurteilen. Weiter sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung 
Nr. XXXXXXXX des Betreibungsamts Basel-Landschaft in diesem Umfang zu beseitigen. Die 
Gesuchstellerin machte gestützt auf Art. 5 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und 
Konkurs (SchKG) vom 11. April 1889 einen Anspruch aus Staatshaftung geltend. Sie sei im 
Konkurs der B.____ AG mit einer Forderung von Fr. 130'401.-- in der 3. Klasse kolloziert wor-
den. Sie habe sich gestützt auf Art. 260 SchKG von der Konkursverwaltung paulianisch an-
fechtbare Ansprüche abtreten lassen (Abtretungsbeschluss der Konkursverwaltung vom 
21. September 2018). Im Nachhinein habe sie feststellen müssen, dass diese Ansprüche zum 
Zeitpunkt der Abtretung bereits verjährt gewesen seien, da es die Konkursverwaltung pflichtwid-
rig unterlassen habe, die Verjährung rechtzeitig zu unterbrechen. Durch dieses Versäumnis sei 
ihr ein Schaden in der geltend gemachten Höhe entstanden, für den sie vom Kanton auf dem 
Betreibungsweg vergeblich Ersatz gefordert habe. Die paulianischen Anfechtungsansprüche 
seien gegen die H.____ AG und die I.____ AG gerichtet gewesen. Im Spätherbst 2015 habe 
sich die B.____ AG in einer Liquiditätskrise befunden. Im Zuge der Rettungsbemühungen hät-
ten sich die beiden Hausbanken als Sicherheit für zusätzliche Überbrückungskredite vertraglich 
die globale Abtretung von Debitorenforderungen einräumen lassen (H.____ AG: Vertrag vom 
3./4. Dezember 2015; I.____ AG: Vertrag vom 8./9. Dezember 2015). Gegen die Sicherstellung 
der Überbrückungskredite sei nichts einzuwenden, die nachträgliche Bestellung von Sicherhei-
ten auch für die vorbestehenden, ursprünglich ungesicherten Betriebskredite sei jedoch unzu-
lässig gewesen. Mit Hilfe der globalen Debitorenzession hätten die Banken ihre Forderungen 
aus den Betriebskrediten mittels Verrechnung getilgt und dadurch der Konkursmasse unrecht-
mässig Vermögenswerte entzogen, wodurch die Gläubiger geschädigt worden seien. Da den 
beiden Banken bewusst gewesen sei, dass die B.____ AG zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme 
der Debitorenkonzession überschuldet gewesen sei, seien sowohl die Tatbestände der Über-
schuldungsanfechtung (Art. 287 SchKG) als auch der Absichtsanfechtung (Art. 288 SchKG) 
erfüllt worden. Ohne das Fehlverhalten der Konkursverwaltung hätte die Gesuchstellerin als 
Abtretungsgläubigerin die geschilderten paulianischen Ansprüche erfolgreich gegen die Banken 
durchzusetzen und ihren im Konkurs erlittenen Verlust vollständig auszugleichen vermocht. 
 

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C. Nachdem eine am 12. August 2020 durchgeführte Einigungsverhandlung ergebnislos 
verlaufen war, lehnte die Sicherheitsdirektion am 21. Dezember 2020 die Rechtsbegehren der 
A.____ AG verfügungsweise ab. Zur Begründung wurde zusammengefasst erwogen, zur or-
dentlichen Amtsführung der Konkursverwaltung gehöre (auch) die Unterbrechung der Verjäh-
rung paulianischer Anfechtungsansprüche, selbst wenn die Erfolgsaussichten der Geltendma-
chung der Rechte als gering eingeschätzt würden. Eine Ausnahme dazu würden allerdings die 
Fälle bilden, in welchen so offensichtlich sei, dass ein Anspruch nicht bestehe, dass es in guten 
Treuen nicht mehr als Aufgabe der Konkursverwaltung gelten könne, die Verjährung zu unter-
brechen. In solchen Fällen liege keine Rechtswidrigkeit vor, welche eine Haftung des Kantons 
auslösen könne. Die vorfrageweise Überprüfung der geltend gemachten paulianischen Ansprü-
che ergebe, dass die Auffassung der Gesuchstellerin rechtlich nicht haltbar sei. Sie übersehe, 
dass eine Anfechtung nach Art. 287 SchKG nur möglich sei, wenn die Schuldnerin im Zeitpunkt 
der Bestellung der Sicherheiten bereits überschuldet gewesen sei, d.h. wenn die Aktiven in ihrer 
Bilanz noch nicht einmal mehr das Fremdkapital zu decken vermocht hätten. Die Gesuchstelle-
rin selbst weise mit den eingereichten Unterlagen nach, dass die B.____ AG im Dezember 
2015, als sie die fraglichen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen habe, in die Insolvenz zu 
schlittern gedroht habe. Von einer Überschuldung sei indes damals keine Rede gewesen. Da-
mit scheide eine Anfechtung dieser Geschäfte aus. Zur Tatbestandserfüllung einer Absichts-
pauliana nach Art. 288 SchKG bedürfe es eines ausdrücklichen Willens der Schuldnerin, einem 
oder einigen ihrer Gläubiger Schaden zuzufügen. Die Schädigungsabsicht müsse für die be-
günstigten Gläubiger überdies erkennbar sein. Angesichts der sich im 4. Quartal 2015 zuspit-
zenden Finanzlage der B.____ AG sei es wirtschaftlich nachvollziehbar und als üblich zu be-
zeichnen, dass die Banken für die risikobehaftete Liquiditätsspritze zusätzliche Sicherheiten 
verlangt hätten. Im Vorgehen der B.____ AG sei in keiner Weise zu erkennen, dass sie sich in 
der beschriebenen Weise verhalten hätte, nur um einen Teil ihrer Gläubigerinnen zu schädigen. 
Noch weniger sei davon auszugehen, dass eine entsprechende Absicht für die angeblich be-
günstigten Banken erkennbar gewesen sei. Eine Anfechtung der Sicherungsgeschäfte sei da-
her zum Scheitern verurteilt gewesen. Damit habe die Gesuchstellerin durch den Umstand, 
dass ihr die Konkursverwaltung die Ansprüche nicht rechtzeitig abgetreten habe, ganz offen-
sichtlich keinen finanziellen Schaden erlitten. 
 
D. Gegen die Verfügung der Sicherheitsdirektion vom 21. Dezember 2020 erhob die 
A.____ AG, vertreten durch Christoph Grether, Rechtsanwalt, mit Eingabe vom 4. Januar 2021 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragt, es sei in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der 
Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft vom 21. Dezember 2020 als ungültig aufzuheben 
(Ziff. 1). Eventuell sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und demzufolge sei der Kanton 
Basel-Landschaft zu verurteilen, der Beschwerdeführerin einen Betrag von Fr. 130'401.-- nebst 
Zins zu 5 % seit 2. Juni 2018 zu bezahlen (Ziff. 2). Der Rechtsvorschlag in der Betreibung 
Nr. XXXXXXXX des Betreibungsamts des Kantons Basel-Landschaft vom 6. Juni 2019 sei im 
Umfang von Fr. 130'401.-- nebst Zins zu 5 % seit 2. Juni 2018 durch Rechtsöffnung zu beseiti-
gen (Ziff. 3). Eventuell sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen (Ziff. 4). Die Kosten des Zahlungsbefehls sowie die o/e-Kosten seien dem Kanton Basel-
Landschaft aufzuerlegen (Ziff. 5). Die Beschwerdeführerin rügt zunächst in formeller Hinsicht, 

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ihr werde ein faires Verfahren verwehrt, weil ihr aufgrund der schikanös anmutenden Eröffnung 
der Verfügung am 24. Dezember 2020 für die Ausarbeitung der Beschwerde gerade einmal vier 
Arbeitstage zur Verfügung gestanden hätten. Da die 10-tägige Beschwerdefrist mangels ge-
setzlichen Fristenstillstands über die Feiertage gelaufen sei, sei ihr so eine Einsichtnahme in die 
Akten zum Vorneherein verunmöglicht worden. Durch die Verfahrensordnung werde zudem ihr 
verfassungs- und konventionsrechtlicher Anspruch auf Beurteilung durch ein unabhängiges und 
unparteiisches Gericht verletzt, denn die Sicherheitsdirektion erfülle diese Anforderungen nicht. 
Diese sei vielmehr befangene und voreingenommene Parteivertreterin. In der Sache macht die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, die Konkursverwaltung habe den Gläubigern erst 
im Zirkular vom 1. Juni 2018 die Abtretung der Verantwortlichkeits- und paulianischen Anfech-
tungsansprüche angeboten. Letztere seien bereits am folgenden Tag, zwei Jahre nach der 
Konkurseröffnung, verjährt (aArt. 292 SchKG). Der auf ihr Ersuchen ergangene Abtretungsbe-
schluss vom 21. September 2018 (rektifiziert am 27. September 2018) habe sich demnach auf 
längst verjährte Forderungen bezogen, nachdem es die Konkursverwaltung versäumt habe, für 
die rechtzeitige Unterbrechung der Verjährungsfrist besorgt zu sein. Die Konkursverwaltung 
habe die Frage, ob allenfalls paulianisch anfechtbare Handlungen vorgekommen seien, pflicht-
widrig nicht abgeklärt. Die Beschwerdeführerin habe von ihr schon mit Schreiben vom 17. Mai 
2017 die Abtretung von Verantwortlichkeitsansprüchen sowie Ansprüchen paulianischer Art 
gemäss Art. 285 ff. SchKG verlangt, worauf jene nicht reagiert habe. Bei einem rechtzeitigen 
Handeln der Konkursverwaltung hätte sich die Verjährungsfrage gar nicht gestellt. Der Kanton 
hafte für den der Beschwerdeführerin aus der rechtswidrigen Unterlassung entstandenen Scha-
den. Die in der angefochtenen Verfügung aufgestellte Erfolgsprognose einer paulianischen An-
fechtung sei falsch und beruhe teilweise auf falschen Annahmen. Die Pauliana gemäss Art. 287 
SchKG setze die Überschuldung des Schuldners voraus, die bereits dann gegeben sei, wenn 
das Fremdkapital die pfändbaren Aktiven übersteige bzw. die Gesamtheit der Passiven höher 
sei als die Gesamtheit der pfändbaren Aktiven. Die Behauptung der Vorinstanz, wonach im 
fraglichen Zeitpunkt keine Überschuldung der B.____ AG vorgelegen habe, sei tatsachen- und 
aktenwidrig. Die Banken seien bereits im Oktober 2015 von einer Überschuldung ausgegangen, 
was sich darin zeige, dass die Kredite in den Abteilungen Recovery geführt worden seien. Die 
Beschwerdeführerin folgert, angesichts dieser klaren Sach- und Rechtslage, aber auch aus ge-
schäftspolitischen Gründen, hätten sich die solidarisch haftenden Banken - wäre die Verjährung 
nicht eingetreten gewesen - keinesfalls auf eine gerichtliche Auseinandersetzung eingelassen, 
sondern ihre Forderung gegen Zusicherung des Stillschweigens vergleichsweise bezahlt. Be-
züglich der Absichtspauliana mache die Vorinstanz die B.____ AG überdies vom Opfer zur Tä-
terin. Die Banken hätten ihr keine Zeit zur Reorganisation eingeräumt. Um die Geschäftstätig-
keit nicht sofort einstellen zu müssen und die rund 100 Arbeitsplätze zu erhalten, habe sie sich 
dem Diktat der Banken fügen müssen. Eine Begünstigungsabsicht hätten ausschliesslich die 
Banken gehegt. 
 
E. Das Kantonsgericht gewährte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 8. Januar 
2021 Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung. In der entsprechenden 
Eingabe vom 8. März 2021 hält die Beschwerdeführerin nach Einsicht in die Konkursakten an 
allen Ausführungen in der Beschwerdeeingabe fest. Sie bekräftigt, dass das Vorgehen der Kon-
kursverwaltung unverständlich sei. Diese habe einzig die Mitglieder der damaligen Geschäftslei-

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tung der B.____ AG, nicht aber deren Verwaltungsrat E.____ befragt. Die protokollierte Aussa-
ge "Forderungsabtretungen keine" und die Antwort "p.M." auf die Frage nach paulianisch an-
fechtbaren Rechtshandlungen entsprächen nicht den Tatsachen. Es sei nicht nachvollziehbar, 
weshalb die Konkursverwaltung nicht bei E.____ nachgefragt habe. 
 
F. In der Vernehmlassung vom 10. Mai 2021 stellt der Kanton Basel-Landschaft, vertreten 
durch die Sicherheitsdirektion, Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Er verweist 
zusammengefasst darauf, dass mit einer erstinstanzlich verfügenden Behörde und einem daran 
anschliessenden gerichtlichen Beschwerdeverfahren das bundesrechtliche Erfordernis eines 
doppelten kantonalen Instanzenzugs eingehalten werde. In der Sache hält er an seinem Stand-
punkt fest, wonach keine werthaltigen paulianischen Anfechtungsansprüche bestanden hätten 
und die verspätet angebotene Abtretung der Ansprüche demgemäss keinen Schaden verur-
sacht habe. Auch wenn die Konkursverwaltung den Bestand solcher Ansprüche zugestande-
nermassen etwas stiefmütterlich behandelt habe, habe sie keine Veranlassung gehabt, das 
Thema zu vertiefen. Weder die B.____ AG noch die Banken seien bei der Diskussion der Ret-
tungsstrategien von einer Überschuldung ausgegangen. Die per 31. Oktober 2015 erstellte Zwi-
schenbilanz habe nicht einmal eine Unterbilanz ausgewiesen. Belege dafür, dass die B.____ 
AG anschliessend noch vor Jahresende in eine Überschuldung geschlittert sei, bringe die Be-
schwerdeführerin nicht bei. Entgegen ihrer Annahme bezeichne der Begriff der "Überschuldung" 
nicht untechnisch eine schlechte finanzielle Lage eines Unternehmens, sondern sei ein klar 
definierter buchhalterischer Tatbestand, der im Dezember 2015 nicht erfüllt gewesen sei. 
 
G. Die Beschwerdeführerin hat unaufgefordert repliziert (Eingabe vom 24. Juni 2021). 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 7 Abs. 1bis des Gesetzes über die Haftung des Kantons und der Gemeinden 
(Haftungsgesetz, HG) vom 24. April 2008 i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sind erstinstanzliche 
Verfügungen über Staatshaftungsforderungen direkt beim Kantonsgericht mit der verwaltungs-
gerichtlichen Beschwerde anfechtbar. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt und geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass. 
 
1.2 Von der seitens der Beschwerdeführerin beantragten Durchführung einer Parteiverhand-
lung mit Parteibefragung und Zeugeneinvernahmen ist abzusehen, weil aus diesen Beweiser-
hebungen - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt - kein entscheidwesentlicher 
Erkenntnisgewinn resultieren würde. 
 
2. Verfügungen gemäss § 7 Abs. 1bis des Haftungsgesetzes beurteilt das Kantonsgericht 
mit voller Kognition (§ 45 Abs. 1 VPO). 
 
3. Die Beschwerdeführerin erhebt zunächst formelle Einwände. 
 

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3.1 Soweit die Beschwerdeführerin rügt, ihr seien aufgrund der schikanös anmutenden Er-
öffnung der Verfügung am 24. Dezember 2020 für die Ausarbeitung der Beschwerdebegrün-
dung gerade einmal vier Arbeitstage zur Verfügung gestanden, weil die 10-tägige Beschwerde-
frist mangels gesetzlichen Fristenstillstands über die Feiertage gelaufen sei, unterliegt sie ei-
nem Irrtum. Innert der gesetzlichen Beschwerdefrist war die Beschwerde lediglich mit klar um-
schriebenen Rechtsbegehren schriftlich beim Kantonsgericht anzumelden (vgl. § 5 Abs. 1 
VPO). Gemäss § 5 Abs. 2 2. Satz VPO setzt in solchen Verfahren die präsidierende Person die 
Frist zur Einreichung der Begründung fest. Im vorliegenden Fall ist dies dann auch geschehen. 
Der Beschwerdeführerin wurde es so ermöglicht, ihre Beschwerdebegründung nach erfolgter 
Akteneinsicht innert antragsgemäss bis 10. März 2021 erstreckter Frist zu ergänzen. Von ihrem 
Replikrecht konnte sie ebenfalls Gebrauch machen. Von einem unfairen oder gehörsverletzen-
den kantonalen Verfahren kann unter diesen Umständen nicht die Rede sein. 
 
3.2.1 Die Beschwerdeführerin erachtet die kantonalgesetzliche Regelung des Staatshaftungs-
verfahrens für bundesrechtswidrig, was die Ungültigkeit der angefochtenen Verfügung zur Folge 
habe. Der bundesrechtlich vorgeschriebene doppelte kantonale Instanzenzug sei im vorliegen-
den Fall nicht gewährleistet, wenn die Sicherheitsdirektion die Doppelfunktion Schlichtungs-
instanz und erste Instanz ausübe. Dies habe sich darin gezeigt, dass der Vertreter der Sicher-
heitsdirektion an der Schlichtungsverhandlung einseitig die Interessen des Beschwerdegegners 
vertreten habe. Der Sicherheitsdirektion als Verwaltungsstelle des Beschwerdegegners fehle es 
auch an der gemäss Art. 30 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 gebotenen Unabhängigkeit zum Erlass eines 
Entscheides. Sie sei vielmehr eigentliche Parteivertreterin. 
 
3.2.2 Die Staatshaftung ist für den Bereich des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts mate-
riell abschliessend durch das Bundesrecht geregelt (vgl. unten E. 5.1). Das Bundesrecht über-
lässt die Ausgestaltung des Verfahrens aber dem kantonalen Recht. Die Kantone können den 
Zivil- oder den Verwaltungsweg vorsehen (BGE 126 III 431 E. 1b). Der Kanton Basel-
Landschaft hat sich mit dem Erlass des Haftungsgesetzes für das Modell der Verwaltungs-
rechtspflege entschieden, was der öffentlich-rechtlichen Natur des Instituts auch besser ent-
spricht (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 13. Januar 2016 [820 15 292] E. 1; m.w.H.). Die Geltendmachung von auf Art. 5 
SchKG gestützten Staatshaftungsansprüchen richtet sich nach den allgemeinen Verfahrensbe-
stimmungen des Haftungsgesetzes, soweit das Bundesrecht keine verfahrensrechtlichen Vor-
gaben macht (vgl. § 2 Abs. 1 HG). 
 
3.2.3 Obwohl materiell von öffentlich-rechtlicher Natur, sind Entscheide in Schuldbetreibungs- 
und Konkurssachen - und darin eingeschlossen auch Entscheide über eine Staatshaftung im 
Sinne von Art. 5 SchKG - gemäss Art. 72 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesge-
richt (BGG) vom 17. Juni 2005 beim Bundesgericht mit der Beschwerde in Zivilsachen 
oder - bei ungenügendem Streitwert - der subsidiären Verfassungsbeschwerde anfechtbar 
(NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, in: Seiler et al. [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar 
zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Bern 2015, Art. 72 Rz. 17; Urteil des BGer 5A_741/2018 

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vom 18. Januar 2019 E. 1.2; Urteil des BGer 5A_96/2011 vom 27. Juni 2011 E. 1.1). Art. 75 
Abs. 2 BGG verpflichtet die Kantone, für solche mit Beschwerde in Zivilsachen weiterziehbaren 
Entscheide als letzte kantonale Instanzen obere Gerichte einzusetzen. Diese entscheiden - mit 
hier nicht interessierenden Ausnahmen - als Rechtsmittelinstanzen. Mit dieser Bestimmung 
wollte der Bundesgesetzgeber das Prinzip des doppelten kantonalen Instanzenzugs ("Double 
Instance") gewährleisten. Die Regelung schliesst aus, dass Kantone ihre oberen Gerichte als 
erste und einzige Instanzen einsetzen (VON WERDT/GÜNGERICH, a.a.O., Art. 75 Rz. 2; BERNARD 
CORBOZ, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl., Bern 2014, Art. 75 Rz. 26; 
Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 4202, 
S. 4310 f.; KGE VV vom 13. Januar 2016 [820 15 292] E. 2.1). Dementsprechend sieht § 7 
Abs. 1bis HG vor, dass Forderungen geschädigter Personen, die zu einer Beschwerde in Zivilsa-
chen an das Bundesgericht gemäss Art. 72 Abs. 2 BGG führen könnten, durch die vom Haf-
tungsgesetz bezeichnete zuständige Stelle mittels Verfügung entschieden werden, welche wie-
derum rechtsmittelweise beim Kantonsgericht anfechtbar ist. 
 
3.2.4 Das Kantonsgericht überprüft im Anwendungsfall sämtliche kantonalen Erlasse von Am-
tes wegen vorfrageweise auf ihre Rechtmässigkeit (vgl. § 46 Abs. 2 VPO, inzidente bzw. ak-
zessorische Normenkontrolle). Das Gericht hat sich bereits in seinem Leiturteil vom 
7. September 2016 (Verfahren Nr. 820 15 278) mit der Frage der Vereinbarkeit der mittlerweile 
gesetzlich geregelten kantonalen Verfahrensordnung mit dem bundesrechtlichen Prinzip der 
Double Instance befasst und die Frage bejaht. Das Kantonsgericht erwog zusammengefasst, 
Art. 75 Abs. 2 BGG verpflichte die Kantone, für mit Beschwerde in Zivilsachen weiterziehbare 
Entscheide als letzte kantonale Instanzen obere Gerichte einzusetzen. Diese würden als 
Rechtsmittelinstanzen entscheiden. Mit dieser Bestimmung wolle der Bundesgesetzgeber das 
Prinzip des doppelten kantonalen Instanzenzugs gewährleisten. Als erste kantonale Instanz 
komme nicht nur ein unteres Gericht, sondern auch eine Verwaltungsbehörde in Betracht. Die 
von der erstinstanzlichen Behörde erlassenen Entscheide müssten nicht ihrerseits Gerichtsur-
teile, sondern könnten auch Verfügungen sein (E. 4.3). Für die erstinstanzliche Beurteilung 
werde kein mit einem Gericht vergleichbares, institutionell unabhängiges Gremium verlangt. 
Auch vor Verwaltungsinstanzen habe ein Ansprecher nach Art. 29 Abs. 1 BV Anspruch auf glei-
che und gerechte Behandlung durch unvoreingenommen und unparteiisch urteilende Verwal-
tungsangestellte. Der Beschwerdegegner habe umgekehrt die organisatorischen und personel-
len Vorkehrungen zu treffen, um eine in diesem Sinne rechtskonforme Entscheidfindung ge-
währleisten zu können. Die Wahrnehmung von Verwaltungsaufgaben bringe es immer wieder 
mit sich, dass Behörden Entscheide treffen müssten, welche ihr Gemeinwesen oder die Behör-
de selber beträfen. Ein Tätigwerden der Behörde in eigener Sache verletze dabei das Grund-
recht auf unbefangene Entscheidträger der Verwaltung nicht (E. 4.5). Diese Rechtsprechung 
hat das Kantonsgericht in der Folge wiederholt bestätigt (vgl. zuletzt KGE VV vom 3. Juli 2020 
[810 17 289] E. 3.2). 
 
3.2.5 Die vorstehend wiedergegebenen Ausführungen beanspruchen nach wie vor Gültigkeit. 
Was die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vorbringt, gibt keinen Anlass, darauf zurückzu-
kommen. Es ist evident, dass die Sicherheitsdirektion die Anforderungen, welche an ein verfas-
sungsmässiges Gericht gestellt werden, nicht erfüllt. Dies muss sie auch nicht. Die von der Be-

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schwerdeführerin angerufenen Garantien aus Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 EMRK betreffen den 
Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht in gerichtlichen Verfahren und sind 
somit auf die Sicherheitsdirektion als Behörde und das von ihr geführte Verwaltungsverfahren 
nicht anwendbar. Das dem gerichtlichen Verfahren vorangehende verwaltungsinterne Verfahren 
muss bezüglich Unabhängigkeit und Unparteilichkeit nicht den gleichen Garantien genügen wie 
ein gerichtliches Verfahren. Indessen bildet das Gebot der Unbefangenheit einen Teilgehalt des 
in Art. 29 Abs. 1 BV statuierten Anspruchs auf gleiche und gerechte Behandlung vor Verwal-
tungsbehörden (vgl. BGE 140 I 326 E. 5.2; BGE 137 I 340 E. 2.2; KGE VV vom 16. März 2020 
[810 18 313] E. 4.2). Die Beschwerdeführerin erblickt in der Sicherheitsdirektion eine eigentliche 
Parteivertreterin, der es a priori an der gebotenen Unabhängigkeit fehle. Mit dieser Argumenta-
tion verkennt sie, dass das Bundesrecht (auch) in Zivilsachen keinen doppelten gerichtlichen 
Instanzenzug im Kanton und damit für die erste Instanz gerade kein mit einem Gericht ver-
gleichbares, institutionell unabhängiges Entscheidgremium vorschreibt (BGE 139 III 252 E. 1.6). 
Setzt der kantonale Gesetzgeber - bundesrechtskonform - eine Verwaltungsbehörde der ver-
antwortlich gemachten Körperschaft als erste Instanz ein (vgl. § 7 Abs. 3 HG), ist deren in der 
Beschwerde bemängelte fehlende Unabhängigkeit systemimmanent. Es ist auch in vielen ande-
ren Bereichen gesetzliche Aufgabe der Exekutive, gegenüber Privaten Hoheitsakte zu erlassen, 
welche zugleich die Interessen des eigenen Gemeinwesens unmittelbar tangieren. Daraus re-
sultiert keine Befangenheit der Entscheidträger (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, Die Befangenheit 
der Verwaltung, Zürich 2002, S. 191). Als Korrektiv ist das nachträgliche verwaltungsgerichtli-
che Anfechtungsverfahren vorgesehen. Würde der Ansicht der Beschwerdeführerin gefolgt, 
wonach keine mit einer Prozesspartei verbundene Person entscheiden dürfe, so wäre im Falle 
der Haftung des Kantons in der gesamten kantonalen Verwaltung und in den kantonalen Ge-
richten niemand zu finden, dem in dieser Angelegenheit nicht die geforderte Unabhängigkeit 
abzusprechen wäre. Der kantonale Rechtsschutz mag damit qualitativ nicht mit einer zivilpro-
zessualen Lösung ebenbürtig sein, daraus resultiert aber keine Bundesrechtswidrigkeit (vgl. 
KGE VV vom 7. September 2016 [820 15 278] E. 4.5). Dass die verfügungserlassende Instanz 
vorgängig eine Einigungsverhandlung durchführen kann, ist sodann verfahrensorganisatorisch 
vom Haftungsgesetz so vorgesehen (Einleitungssatz von § 7 Abs. 3 HG) und lässt die Behörde 
(resp. ihre Entscheidträger) deswegen nicht als vorbefasst erscheinen. Solche und ähnliche 
systembedingten Fälle der Mehrfachbefassung sind zulässig (SCHINDLER, a.a.O., S. 150 f.). Ein 
vorheriger Vermittlungsversuch führt im Übrigen selbst bei Gerichtspersonen grundsätzlich nicht 
zur Vermutung einer Befangenheit (REGINA KIENER, Richterliche Unabhängigkeit, Bern 2001, 
S. 169 ff.; BGE 119 Ia 81 E. 4b). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin werden mit 
der geltenden gesetzlichen Verfahrensordnung die bundesrechtlichen Anforderungen an ein 
faires Verfahren mit einem doppelten kantonalen Instanzenzug gewahrt. 
 
3.3 In der eher beiläufigen Bemerkung in der Beschwerdeeingabe, anlässlich der Schlich-
tungsverhandlung vom 12. August 2020 habe der Vertreter der Sicherheitsdirektion einseitig die 
Interessen des Beschwerdegegners vertreten und kein Wort über eine mögliche vergleichswei-
se Regelung der Auseinandersetzung gewechselt, ist keine - jedenfalls keine rechtsgenüglich 
begründete - eigenständige Rüge der Verletzung von Ausstandsbestimmungen oder sonstiger 
Verfahrensvorschriften im vorinstanzlichen Verfahren zu erblicken. 
 

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3.4 Das Hauptbegehren der Beschwerdeführerin um Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung "wegen Ungültigkeit" ist damit abzuweisen. 
 
4. In der Sache ist streitig, ob es die Konkursverwaltung pflichtwidrig unterlassen hat, im 
Konkurs der B.____ AG die paulianischen Verjährungsfristen gegenüber den kreditgebenden 
Banken zu unterbrechen, und deshalb der Beschwerdeführerin ein Schaden entstanden ist, weil 
sie als Abtretungsgläubigerin die verjährten Ansprüche nicht mehr durchsetzen und damit ihre 
im Kollokationsplan anerkannte Konkursforderung nicht mit dem Prozessgewinn decken konnte. 
 
5.1 Nach Art. 5 Abs. 1 SchKG haftet der Kanton für den Schaden, den die Beamten und 
Angestellten, ihre Hilfspersonen, die ausseramtlichen Konkursverwaltungen, die Sachwalter, die 
Liquidatoren, die Aufsichts- und Gerichtsbehörden sowie die Polizei bei der Erfüllung der Auf-
gaben, die ihnen dieses Gesetz zuweist, widerrechtlich verursachen. Der Geschädigte hat ge-
genüber dem Fehlbaren keinen Anspruch (Art. 5 Abs. 2 SchKG). Damit statuiert das Gesetz 
den Grundsatz der primären und exklusiven Haftung des Kantons für seine Zwangsvollstre-
ckungsorgane und etabliert eine bundesweit einheitliche, umfassende materiell-rechtliche Haf-
tungsordnung im Aussenverhältnis (DOMINIK GASSER, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., Basel 2021, 
Art. 5 Rz. 7; FABIANA THEUS SIMONI, in: Fischer/Luterbacher [Hrsg.], Haftpflichtkommentar, Zü-
rich 2016, Art. 5 SchKG Rz. 1). Für die Staatshaftung wird vorausgesetzt, dass die Zwangsvoll-
streckungsorgane bei der Erfüllung der ihnen zugewiesen Aufgaben ein widerrechtliches Ver-
halten (Handlung oder Unterlassung) an den Tag legen, das zu einem Schaden führt, welcher 
in einem Kausalzusammenhang mit diesem Verhalten steht. Die Haftungsfolge - Schadenersatz 
und/oder Genugtuung - tritt ein, wenn diese Tatbestandselemente kumulativ erfüllt sind. Nicht 
vorausgesetzt ist ein Verschulden des Haftpflichtigen, denn die Haftung des Gemeinwesens ist 
als verschuldensunabhängige Kausalhaftung ausgestaltet. Der Geschädigte muss einzig (aber 
immerhin) einen schadensverursachenden, objektiv vermeidbaren Betriebsfehler auf Seiten der 
Vollstreckungsorgane nachweisen, um die Haftung des Kantons auszulösen (GASSER, a.a.O., 
Art. 5 Rz. 8; SANCHO ALEJANDRO MORALES, Die Schadenersatzklagen im Schuldbetreibungs- 
und Konkursrecht, Zürich 2020, Rz. 100 f.). 
 
5.2 Die Konkursverwaltung hat alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse gehörenden 
Geschäfte zu besorgen; sie vertritt die Masse vor Gericht (Art. 240 SchKG). Als ausführendes 
Organ im Konkursverfahren obliegt ihr die Durchführung des Konkurses im Einzelnen. Sie hat 
alle zur Erhaltung und Verwertung der Masse gehörenden Geschäfte sorgfältig zu besorgen. 
Oberste Richtlinie bei der Verwaltung der Konkursmasse ist stets, den Gläubigern ein möglichst 
gutes Verwertungsergebnis zu verschaffen (MARC RUSSENBERGER/MARC WOHLGEMUTH, in: 
Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, a.a.O., Art. 240 
Rz. 7). Zur Verwaltung der Konkursmasse gehört die Eintreibung fälliger Guthaben der Masse 
(Art. 243 Abs. 1 SchKG). Als Guthaben gelten auch paulianische Anfechtungsansprüche (vgl. 
Art. 200 SchKG). Die Konkursverwaltung hat hierzu rechtzeitig Massnahmen zu treffen, die den 
Untergang von Forderungen verhindern (BIRGIT HÄNZI, Die Konkursverwaltung nach schweize-
rischem Recht, Zürich 1979, S. 163 f.; RUSSENBERGER/WOHLGEMUTH, a.a.O., Art. 243 Rz. 5). 
 

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5.3 Mit der paulianischen Anfechtung sollen Vermögenswerte, die aus vollstreckungsrechtli-
cher Sicht unrechtmässig entäussert worden sind, in die Zwangsvollstreckung zurückgeführt 
werden (vgl. Art. 281 Abs. 1 SchKG). Die Anfechtung der Rechtshandlungen ist auf dem zivil-
rechtlichen Klageweg gegen die begünstigten Personen durchzusetzen (Art. 290 SchKG). Der 
Anfechtungsbeklagte muss die Zwangsverwertung des anfechtbar erworbenen Vermögensge-
genstands dulden oder gegebenenfalls eine Rückzahlung leisten (vgl. Art. 291 Abs. 1 SchKG; 
BGE 141 III 527 E. 2.2). Nach der für das vorliegende Verfahren massgebenden Rechtslage 
verjährte das Anfechtungsrecht nach Ablauf von zwei Jahren seit der Konkurseröffnung 
(aArt. 292 Ziff. 2 SchKG). 
 
5.4 Der Beschwerdegegner anerkennt im angefochtenen Entscheid, dass die Unterbre-
chung der Verjährung paulianischer Anfechtungsansprüche zur ordentlichen Amtsführung der 
Konkursverwaltung gehört und dass letztere im vorliegend zu beurteilenden Fall innert der bis 
am 2. Juni 2018 laufenden Anfechtungsfrist gegenüber den beiden Hausbanken der B.____ AG 
keine fristunterbrechenden Schritte unternommen hatte, was die vollstreckungsrechtliche Zu-
griffsmöglichkeit untergehen liess. Erfolgt die schädigende Handlung wie hier in Form einer Un-
terlassung, fallen die Haftungsvoraussetzungen der Kausalität und des widerrechtlichen Verhal-
tens mit der Beantwortung der Frage zusammen, ob der Schaden auch bei pflichtgemässem 
Verhalten der Behörde eingetreten wäre. Eine Unterlassung ist dann pflichtwidrig und adäquat 
kausal, wenn die erwartete pflichtgemässe Handlung nicht hinzugedacht werden kann, ohne 
dass der Erfolg höchstwahrscheinlich entfiele (vgl. FELIX UHLMANN, Schweizerisches Staatshaf-
tungsrecht, Zürich 2017, Rz. 136; JOST GROSS, Schweizerisches Staatshaftungsrecht, 2. Aufl., 
Bern 2001, S. 217; MORALES, a.a.O., Rz. 141). Im Falle paulianischer Anfechtungsansprüche 
bedeutet dies für das Staatshaftungsverfahren, dass in einer Art Schattenprozess zu prüfen ist, 
wie der Zivilprozess bei sorgfältiger Prozessführung ausgegangen wäre. Nachfolgend ist somit 
zu fragen, ob die Konkursverwaltung - oder an ihrer Stelle die Beschwerdeführerin als Abtre-
tungsgläubigerin nach Art. 260 SchKG - höchstwahrscheinlich mit einer Zivilklage im Namen 
der Konkursmasse gegen die Banken durchgedrungen wäre, wobei sowohl die Überschul-
dungsanfechtung als auch die Absichtsanfechtung im Raum stehen. 
 
6.1 Die Überschuldungspauliana trifft bestimmte Rechtshandlungen, mit denen ein über-
schuldeter Schuldner einzelne Gläubiger bevorzugt hat. Darunter fällt nach Art. 287 Abs. 1 
Ziff. 1 SchKG die Bestellung von Sicherheiten für bereits bestehende Verbindlichkeiten, zu de-
ren Sicherstellung der Schuldner nicht schon früher verpflichtet war, wenn sie der Schuldner 
innerhalb des letzten Jahres vor der Pfändung oder Konkurseröffnung vorgenommen hat und 
im Zeitpunkt der Vornahme bereits überschuldet war. Der Begriff der Überschuldung deckt sich 
mit demjenigen des Aktienrechts in Art. 725 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die Ergän-
zung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht; OR) vom 
30. März 1911. Überschuldung liegt vor, wenn die Verbindlichkeiten des Schuldners die Ge-
samtheit seiner ordnungsgemäss bewerteten Aktiven übersteigen und damit das Fremdkapital 
nicht mehr gedeckt ist. Die Aktiven sind wie im Fall von Art. 725 Abs. 2 OR sowohl zu Fortfüh-
rungs- wie auch zu Veräusserungswerten einzusetzen. Überschuldung liegt erst vor, wenn die 
Forderungen der Gläubiger nach beiden Bewertungsarten durch die Aktiven nicht mehr gedeckt 
sind. Fehlende Liquidität darf dabei nicht mit Überschuldung gleichgesetzt werden (ADRIAN 

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STAEHELIN/LUKAS BOPP, in: Basler Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 
Konkurs, a.a.O., Art. 287 Rz. 17; PHILIPP MAIER, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Schulthess 
Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Zürich 2017, 
Art. 287 Rz. 5). 
 
6.2 Der Beschwerdegegner geht im angefochtenen Entscheid davon aus, dass die erfolgrei-
che Anfechtung der den Banken als Sicherheit für zusätzliche Überbrückungskredite vertraglich 
eingeräumten Globalzession von Debitorenforderungen (H.____ AG: Vertrag vom 3./4. Dezem-
ber 2015; I.____ AG: Vertrag vom 8./9. Dezember 2015) von Vornherein ausscheide, weil zu 
den damaligen Zeitpunkten keine Überschuldungssituation vorgelegen habe. Die heutige Be-
schwerdeführerin selbst weise mit den eingegebenen Unterlagen nach, dass die B.____ AG im 
Dezember 2015 in die Insolvenz zu schlittern gedroht habe, also bald nicht mehr über ausrei-
chend flüssige Mittel verfügt haben würde, um die laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. Von 
einer Überschuldung sei indes damals keine Rede gewesen. In der Beschwerde moniert die 
Beschwerdeführerin, diese Feststellung sei tatsachen- und aktenwidrig. Im Spätherbst 2015 sei 
eine Überschuldung der B.____ AG sowohl zu Veräusserungs- als auch zu Liquidationswerten 
gegeben gewesen, wovon auch die Bankenvertreter ausgegangen seien. 
 
6.3 Ob der Zustand der Überschuldung vorhanden ist, muss sich nach den Verhältnissen 
beurteilen, die objektiv im kritischen Moment vorlagen; subjektive Gesichtspunkte können dabei 
nicht in Betracht fallen. Das Wissen, der gute Glaube oder die guten Absichten der Beteiligten 
sind nicht massgeblich. Es ist nicht zu untersuchen, ob der Schuldner seine finanzielle Lage 
gekannt hat oder hätte kennen können oder sollen, noch ob er habe annehmen können, dass er 
sich noch werde halten können (JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, Orell Füssli Kommentar zum 
Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz mit weiteren Erlassen, 20. Aufl., Zürich 2020, Art. 287 
SchKG Rz. 2; MAIER, a.a.O., Art. 287 Rz. 4; BGE 25 II 932 E. 4). Die Kenntnis des Begünstigten 
von der Überschuldung der Schuldnerin wird vom Gesetz vermutet und spielt erst bei der Frage 
eine Rolle, ob ihm der Exkulpationsbeweis der Gutgläubigkeit gelingt (vgl. Art. 287 Abs. 2 
SchKG). Für die vorliegend entscheidenden Zeitpunkte vom 3./4. Dezember 2015 resp. 
8./9. Dezember 2015 liegen keine Zwischenbilanzen der B.____ AG bei den Akten und der an-
gefochtene Entscheid enthält keine konkreten Zahlen zur damaligen Finanzlage. Der Be-
schwerdegegner hat für seine Sachverhaltsfeststellung offenbar einzig auf die von der Be-
schwerdeführerin eingereichten Unterlagen abgestellt. Darin ist unter anderem von einer Bilanz 
per 31. Oktober 2015 die Rede, welche offenbar nicht einmal einen Bilanzverlust auswies. Die 
besagte Zwischenbilanz befindet sich nicht bei den von der Vorinstanz eingereichten Akten und 
wäre überdies zum objektiven Beweis der Überschuldung der Gesellschaft im vorliegend mass-
geblichen Zeitpunkt untauglich. Ebenso wenig könnte der Beweis mit der von der Beschwerde-
führerin beantragten Zeugeneinvernahme der Bankenvertreter geführt werden. 
 
6.4 Das Verfahren zur Geltendmachung von Haftungsansprüchen richtet sich bei Forderun-
gen gemäss § 7 Abs. 1bis HG nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Landschaft (VwVG 
BL) vom 13. Juni 1988 (KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 289] E. 3.1.3). Die Leitung des Ver-
fahrens obliegt dem Verwaltungsträger (Grundsatz des Amtsbetriebes). Gemäss § 9 Abs. 1 
VwVG BL ermittelt die Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen (Untersuchungsgrundsatz). 

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Sie hat dementsprechend von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des ent-
scheidwesentlichen Sachverhalts besorgt zu sein und darf sich nicht mit den Parteivorbringen 
begnügen (KGE VV vom 9. Juni 2021 [810 19 360] E. 5.1; KGE VV vom 28. Oktober 2020 [810 
20 110] E. 4.2.1; KGE VV vom 7. Februar 2018 [810 17 176] E. 4.1). Die Parteien unterliegen 
im Staatshaftungsverfahren einer Behauptungslast in Bezug auf ihre Begehren (UHLMANN, 
a.a.O., Rz. 177) und sind gemäss § 16 Abs. 1 VwVG BL verpflichtet, an der Ermittlung des 
Sachverhalts aktiv mitzuwirken. Dies gilt namentlich für solche Tatsachen, welche die Partei 
besser kennt als die Behörde und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit 
vernünftigem Aufwand erheben kann (BGE 138 II 465 E. 8.6.4). Für die Beweisführung, d.h. die 
Entscheidung darüber, welche Tatsachen mit welchen Beweismitteln zu erheben sind, ist aber 
grundsätzlich die Behörde zuständig (KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 289] E. 3.1.3; ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 469). Zwar geht der Beschwerdegegner zu Recht davon 
aus, dass die Beschwerdeführerin im vorliegenden Staatshaftungsverfahren die Beweislast für 
das Bestehen der Überschuldung der B.____ AG trägt, wie dies im Übrigen auch im Zivilpro-
zess der Fall wäre (vgl. UHLMANN, a.a.O., Rz. 180; MAIER, a.a.O., Art. 287 Rz. 6). Anders als im 
von der Verhandlungsmaxime beherrschten Zivilprozess darf jedoch im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes aus der Mitwirkungspflicht und der objektiven Beweislast keine eigentliche 
Beweisführungslast (subjektive Beweislast) abgeleitet werden. Die Behörde hat den für die 
Rechtsanwendung massgebenden Sachverhalt unabhängig von der Beweislastverteilung mit 
derselben Gewissenhaftigkeit von Amtes wegen beweismässig zu erstellen (KÖLZ/HÄNER/
BERTSCHI, a.a.O., Rz. 459). 
 
6.5 Wie oben ausgeführt hat der Beschwerdegegner soweit ersichtlich keine eigenen Be-
weise zur Frage der Überschuldung der B.____ AG erhoben. Wenn er in der Vernehmlassung 
vom 10. Mai 2021 ausführt, die Beschwerdeführerin habe keine Nachweise für eine Überschul-
dung beigebracht, illustriert dies, dass er ihr faktisch die Beweisführungslast auferlegt hat. Die-
ses Vorgehen widerspricht dem Untersuchungsgrundsatz. Die für die Rechtsanwendung vorzu-
nehmende Tatsachenfeststellung setzt voraus, dass die Behörde die Sachlage korrekt und voll-
ständig ermittelt hat, was vorliegend bezüglich der Überschuldung der B.____ AG unterblieb. 
Der Untersuchungsgrundsatz gilt zwar auch im Verfahren vor dem Kantonsgericht (§ 12 Abs. 1 
VPO), kann jedoch nicht dazu dienen, Versäumnisse der Vorinstanzen bei der Sachverhalts-
feststellung zu beheben. Sind wichtige, entscheidrelevante Elemente des Sachverhalts von den 
Vorinstanzen nicht bzw. nicht hinreichend abgeklärt worden, kann das Kantonsgericht eine 
Rückweisung vornehmen (KGE VV vom 9. Juni 2021 [810 19 360] E. 5.4; KGE VV vom 6. Mai 
2020 [810 19 312] E. 7.3.6; KGE VV vom 22. April 2015 [810 14 286] E. 5.3.6). 
 
6.6 Bezüglich der in Frage stehenden Überschuldungspauliana erweist sich die Beschwerde 
als im (Sub-)Eventualantrag begründet. Der angefochtene Entscheid ist in Gutheissung der Be-
schwerde aufzuheben und die Angelegenheit an die Sicherheitsdirektion zurückzuweisen, damit 
diese die Finanzlage der B.____ AG per 3./4. Dezember 2015 resp. 8./9. Dezember 2015 unter 
Gewährung des rechtlichen Gehörs ermittelt und anschliessend neu entscheidet. Wird keine 
Überschuldung festgestellt, entfällt die Möglichkeit einer Überschuldungspauliana. Sollte dage-

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gen eine Überschuldung nachgewiesen werden, dann würden sich weitere Rechtsfragen stel-
len, zu denen die Vorinstanz noch die entsprechenden Beweise zu erheben hätte. 
 
7.1 Die Absichtspauliana trifft unlautere Machenschaften, mit denen Vollstreckungssubstrat 
beiseite geschafft worden ist. Dementsprechend sind alle Rechtshandlungen anfechtbar, wel-
che der Schuldner innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Pfändung oder Konkurseröffnung in 
der dem andern Teile erkennbaren Absicht vorgenommen hat, seine Gläubiger zu benachteili-
gen oder einzelne Gläubiger zum Nachteil anderer zu begünstigen (Art. 288 Abs. 1 SchKG). Im 
Gegensatz zur Überschuldungsanfechtung, wo die objektiven Voraussetzungen im Vordergrund 
stehen, haben hier die subjektiven Momente der Absicht des Schuldners sowie deren Erkenn-
barkeit entscheidendes Gewicht. Eine Überschuldung des Schuldners im Zeitpunkt der Vor-
nahme der anfechtbaren Handlung ist nicht erforderlich (STAEHELIN/BOPP, a.a.O., Art. 288 Rz. 3 
und Rz. 15; MAIER, a.a.O., Art. 288 Rz. 7). 
 
7.2 Im angefochtenen Entscheid wird hierzu erwogen, die B.____ AG sei zwar im Herbst 
2015 in finanzielle Schwierigkeiten geraten, es habe aber Aussicht darauf bestanden, dass sie 
gerettet werden könne. Entsprechend habe sie ihre beiden Hauptgeschäftsbanken aufgefordert, 
ihr weitere Kredite einzuräumen, was diese in einem gewissen Umfang getan hätten. In beiden 
Fällen habe eine Globalzession der Schuldnerin zur Kreditsicherung gedient. Die beschriebe-
nen Finanzgeschäfte seien auch retrospektiv wirtschaftlich nachvollziehbar. Dass die Banken 
für ihr Engagement Sicherheiten benötigt hätten und die B.____ AG bereit gewesen sei, solche 
anzubieten, dürfe als üblich bezeichnet werden. Die Notkredite hätten denn auch geholfen, die 
für das Jahresende befürchtete Insolvenz abzuwenden. Dass die Rettung der Gesellschaft letzt-
lich dennoch misslungen sei, bedeute nicht, dass die Kreditgewährungen wirtschaftlich unan-
gemessene Entscheide gewesen wären. Im Vorgehen der B.____ AG sei in keiner Weise zu 
erkennen, dass sie sich in der beschriebenen Weise verhalten hätte, nur um einen Teil ihrer 
Gläubigerinnen zu schädigen. Noch weniger sei davon auszugehen, dass eine entsprechende 
Absicht für die angeblich begünstigten Banken erkennbar gewesen sei. Eine konkursrechtliche 
Anfechtung der Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Absichtspauliana wäre daher ohne 
Zweifel zum Scheitern verurteilt gewesen. 
 
7.3 Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die Sichtweise, E.____ als Verwaltungsrat 
der B.____ AG habe die Absicht haben müssen, die Gesellschaftsgläubiger zu schädigen, sei 
absurd und mache das Opfer, die B.____ AG, zum Täter. Dabei werde übersehen, dass die 
B.____ AG und ihr Verwaltungsrat ab Herbst 2015 unter einem von den beiden Banken ausge-
übten enormen Druck gestanden seien. Für eine Reorganisation sei keine Zeit zugestanden 
worden. Um eine sofortige Einstellung der Geschäftstätigkeit und die damit einhergehende Ar-
beitslosigkeit von rund 100 Mitarbeitenden zu vermeiden, habe sich E.____ dem Diktat der 
Banken fügen müssen. Begünstigt aus den von den Banken verlangten Massnahmen seien 
ausschliesslich diese selbst gewesen. E.____ könne in dieser Hinsicht somit nicht quasi als 
"Mittäter" qualifiziert werden. 
 
7.4 Nachdem die Beschwerdeführerin vehement bestreitet, dass auf Seiten der B.____ AG 
die Absicht bestanden habe, ihre anderen Gläubiger durch die Verträge mit den Banken zu be-

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nachteiligen, verneint sie selber das entscheidende subjektive Tatbestandsmerkmal der Anfech-
tungsklage. Ihre Argumentationslinie geht in die Richtung, dass die B.____ AG zur Einräumung 
von Sicherheiten genötigt worden sei und dass die Banken sich so selber hätten begünstigen 
wollen. Dies führt aber nicht zur paulianischen Anfechtbarkeit. Die Absicht der Vertragspartner 
der Schuldnerin ist dafür ebenso unerheblich wie der Umstand, ob das Vorgehen für diese zu 
einer entsprechenden Begünstigung führte (vgl. STAEHELIN/BOPP, a.a.O., Art. 288 Rz. 15). Das 
Tatbestandsmerkmal der Schädigungsabsicht beinhaltet begriffsnotwendig ein wie auch immer 
geartetes doloses Element auf Seiten des Schuldners, welches fehlt, wenn der Schuldner 
ernsthaft um seine Rettung kämpft und diese erfolgversprechend erscheint (BGE 137 III 268 
E. 4.2.3; BGE 134 III 615 E. 5.1). Dass jeder Rettungsversuch als hoffnungslos angesehen 
werden musste, weil keine Aussicht auf Erfolg bestand, und dass die verantwortlichen Organe 
der B.____ AG an deren Sanierung gar nicht wirklich interessiert waren, macht die Beschwer-
deführerin zu Recht nicht geltend. 
 
7.5 Fehlt es bereits an der Behauptung einer Schädigungsabsicht der Schuldnerin, ist eine 
auf die paulianische Absichtsanfechtung gestützte Zivilklage von Vornherein chancenlos. Dass 
sich der Nachweis eines vorsätzlichen Handelns im vorliegenden Fall erfolgreich hätte führen 
lassen, erscheint mit Blick auf die Vorbringen und Akten aber ohnehin auch als ausgeschlos-
sen. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Mutmassung der Beschwerdeführerin, dass sich 
die Banken keinesfalls auf eine gerichtliche Auseinandersetzung mit ihr eingelassen und sie 
vielmehr vergleichsweise vollumfänglich befriedigt hätten, als lebensfremd. Es kann nicht Auf-
gabe der Konkursverwaltung sein, derartige als wertlos einzuschätzende Forderungen einzu-
treiben oder auch nur für eine Verjährungsunterbrechung besorgt zu sein. Da die Beschwerde-
führerin bei einem Wegdenken der Verjährung eine auf Art. 288 SchKG gestützte Zivilklage 
gegen die Banken nicht höchstwahrscheinlich gewonnen, sondern im Gegenteil höchstwahr-
scheinlich verloren hätte, ist die monierte Untätigkeit der Konkursverwaltung weder widerrecht-
lich noch für den im Konkurs der B.____ AG eingetretenen Verlust der Beschwerdeführerin 
kausal. Bezüglich der Absichtspauliana erweist sich die Beschwerde als unbegründet. 
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das vorliegende Urteil in einem bundesrechts-
konform ausgestalteten kantonalen Verfahren mit doppeltem Instanzenzug ergeht. Die verfas-
sungsmässigen Vorgaben an ein faires Verfahren wurden dabei eingehalten. Allerdings hat der 
Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren im Hinblick auf die Frage der Überschul-
dungspauliana die Untersuchungsmaxime verletzt, indem er nicht beweismässig abgeklärt hat, 
ob die Bilanz der B.____ AG zum Zeitpunkt der anfechtbaren Rechtshandlungen eine Über-
schuldung aufwies. Aus diesem Grund wird der angefochtene Entscheid aufgehoben und zur 
vollständigen Sachverhaltsermittlung sowie Neuentscheidung an die Sicherheitsdirektion zu-
rückgewiesen. Was die Absichtspauliana betrifft, ist der angefochtene Entscheid dagegen nicht 
zu beanstanden. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Rückweisung zu ergänzenden Abklärungen gilt nach der 

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Praxis als vollständiges Obsiegen. Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- daher vollumfänglich dem Beschwerdegegner aufzuer-
legen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'800.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuer-
statten. 
 
9.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zuge-
sprochen werden. Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zu 
Lasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. Entgegen der Aufforderung in der Verfügung 
vom 16. Juni 2021 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine detaillierte Honorarno-
te nach Stundenaufwand eingereicht, da das Leistungsverzeichnis einzig einen Zeitaufwand 
von 54.5 Stunden in dieser Angelegenheit ausweist, ohne dass die geleisteten Arbeiten mit An-
gabe des Datums in Stichworten aufgeschlüsselt werden. Deswegen sind die erbrachten Leis-
tungen nicht so detailliert umschrieben, dass sie für das Gericht nachvollziehbar und überprüf-
bar sind. Insbesondere kann nicht unterschieden werden, welcher Zeitaufwand auf das vor-
instanzliche Verfahren entfiel und wie gross der Aufwand für das kantonsgerichtliche Be-
schwerdeverfahren war. Da keine tarifkonforme Honorarnote vorliegt und unter Berücksichti-
gung, dass für das Verfassen der Beschwerdeschrift grosse Teile aus vorinstanzlichen Rechts-
schriften übernommen wurden, ist das Honorar für das Beschwerdeverfahren ermessensweise 
auf pauschal Fr. 3'500.-- festzulegen, wozu noch die Mehrwertsteuer kommt. Der Beschwerde-
gegner hat der Beschwerdeführerin dementsprechend eine Parteientschädigung von gesamt-
haft Fr. 3'769.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. 
  

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sicherheits-

direktion des Kantons Basel-Landschaft vom 21. Dezember 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Sicher-
heitsdirektion zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden dem Kanton 

Basel-Landschaft auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Der Kanton Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-

entschädigung in der Höhe von Fr. 3'769.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) auszurichten. Die übrigen Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber