# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 761d4dca-8086-5fad-bf9f-3bb777a2036a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.03.2024 PQ240012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ240012_2024-03-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ240012-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw S. Ursprung

Urteil vom 15. März 2024

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

sowie

B._____, 
Verfahrensbeteiligter

betreffend Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung nach 
Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Horgen vom 8. Februar 2024; 
VO.2023.40 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Horgen)

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Erwägungen:

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf

1.1. Die Leiterin des Sozialdienstes C._____ gelangte am 10. März 2023 mit ei-

ner Gefährdungsmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk 

Horgen (nachfolgend KESB). Darin teilte sie unter anderem mit, B._____ bezahle 

seit mehreren Monaten den Mietzins nicht mehr und müsse bereits zum zweiten 

Mal mit einem Ausweisungsverfahren rechnen (KESB act. 1). Die KESB tätigte 

daraufhin Abklärungen. Trotz intensiven Bemühungen der KESB konnte mit 

B._____ weder ein Gespräch noch ein Hausbesuch stattfinden (KESB act. 9-10, 

14, 22-25, 30-32, 39, 40, 44, 46). Nachdem der Sohn, A._____, der KESB am 25. 

Juli 2023 telefonisch mitgeteilt hatte, er könne sich aufgrund eines Hirnschlages 

aktuell nicht um seinen Vater kümmern (KESB act. 47), errichtete die KESB glei-

chentags vorsorglich eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung 

für B._____ und ernannte D._____ vorsorglich zur Beistandsperson. Einer allfälli-

gen Beschwerde entzog die KESB die aufschiebende Wirkung (KESB act. 48). 

1.2. Gegen den Beschluss der KESB vom 25. Juli 2023 erhob der Sohn am 

6. August 2023 beim Bezirksrat Horgen Beschwerde (BR act. 1). Der Bezirksrat 

trat zunächst wegen verpasster Rechtsmittelfrist mit Beschluss vom 24. August 

2023 auf die Beschwerde nicht ein (BR act. 6). Darauf reichte der Sohn dem Be-

zirksrat ein Schreiben des Bezirksgerichts Horgen vom 9. August 2023 ein, aus 

dem hervorgeht, dass er die Beschwerde fälschlicherweise am 8. August 2023 

(Poststempel) beim Bezirksgericht Horgen eingereicht hatte (BR act. 6 und 7/1). 

Mit Beschluss vom 7. September 2023 trat der Bezirksrat in der Folge auf die Be-

schwerde ein (BR act. 8). Nach Einholen einer Vernehmlassung der KESB und 

nochmaliger Stellungnahme des Sohnes wies der Bezirksrat die Beschwerde mit 

Urteil vom 8. Februar 2024 ab und auferlegte dem Sohn die Entscheidgebühr von 

Fr. 400.– (BR act 15 = act. 4 [Aktenexemplar]). 

1.3. Gegen das Urteil des Bezirksrates (nachfolgend Vorinstanz) erhob 

A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 18. Februar 2024 

(Poststempel: 19. Februar 2024) rechtzeitig Beschwerde bei der Kammer (act. 2). 

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Die Akten der KESB (act. 9/11/1-62; zitiert als KESB act.) und der Vorinstanz 

(act. 9/1-15; zitiert als BR act.) wurden von Amtes wegen beigezogen. Das Ver-

fahren erweist sich als spruchreif.

2. Prozessuales

2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen rich-

tet sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) 

und des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG 

KESR, LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfah-

ren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichts-

organisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Be-

stimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 

40 EG KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster In-

stanz vom Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f 

ZGB i.V.m. §§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). 

2.2. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen das Urteil des Bezirksrats 

vom 8. Februar 2024, weshalb die angerufene Kammer gestützt auf Art. 450 Abs. 

1 ZGB i.V.m. § 64 EG KESR dafür zuständig ist. Der Sohn erhob bereits vor Vor-

instanz Beschwerde; er ist als nahestehende Person entsprechend auch zur Be-

schwerde an die Kammer legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB). 

2.3. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Entscheid über vor-

sorgliche Massnahmen. Bei vorsorglichen Massnahmen beträgt die Beschwerde-

frist nach der Gesetzesbestimmung von Art. 445 Abs. 3 ZGB 10 Tage. Das ange-

fochtene Urteil wurde dem Beschwerdeführer am 9. Februar 2024 zugestellt (BR 

act. 15/1), so dass die Beschwerdefrist am 19. Februar 2024 ablief. Die Be-

schwerde (act. 2) wurde am letzten Tag der Frist der Post übergeben und somit 

rechtzeitig eingereicht (§ 40 Abs. 3 EG KESR i.V.m. Art. 143 Abs. 1 ZPO).

2.4. Nach Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde schriftlich und begründet ein-

zureichen. Von der Beschwerde führenden Partei ist darzulegen und aufzuzeigen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid fehlerhaft sein soll. Sie muss sich sachbe-

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zogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinander-

setzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. 

den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll (vgl. Art. 450a ZGB). Dies gilt 

auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG 

KESR; BGE 141 III 569 E. 2.3.3 mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Bei 

Beschwerden von Laien dürfen indes keine überspitzten Anforderungen an die 

Begründung gestellt werden. Es reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum 

Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet resp. 

weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerde führen-

den Partei unrichtig sein soll. 

2.5. Aus der Beschwerdebegründung geht hervor, dass der Beschwerdeführer 

mit der vorsorglichen Errichtung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-

verwaltung für seinen Vater nicht einverstanden ist (act. 2). Demnach ist auf die 

Beschwerde einzutreten. Auf die Beschwerdebegründung ist nachfolgend einzu-

gehen. 

2.6. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbefugnis 

zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-DROESE, 

Art. 450a N 3 und 10). 

3. Zur Beschwerde

3.1. In ihrem Entscheid listete die KESB die von ihr getroffenen Abklärungen 

auf. Aufgrund dieser Abklärungen, insbesondere aufgrund des Arztberichtes von 

Dr. med. E._____, der nicht bezahlten Mietzinse und der übrigen Schulden, hielt 

sie es für erstellt, dass B._____ gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, seine 

finanziellen und administrativen Angelegenheiten selber wahrzunehmen. Die Un-

terstützung seines Sohnes reiche aktuell nicht aus, nachdem dieser einen Hirn-

schlag erlitten habe und zuerst wieder gesund werden müsse. Bereits am 31. Juli 

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2023 stehe nach Angaben des Sohnes ein Termin vor der Schlichtungsbehörde 

an. Da nicht abschätzbar sei, wie sich der Gesundheitszustand des Sohnes in 

den nächsten Wochen und Monaten entwickeln werde und keine vertretungsbe-

rechtigten Personen vorhanden seien, sei die Massnahme vorsorglich anzuord-

nen. Die aktuelle Situation sei unabhängig von allfälligen Verfahren in Strassburg 

zu beurteilen. Um dem Schutzbedarf von B._____ ausreichend Rechnung zu tra-

gen, sei eine Beistandschaft in administrativen und finanziellen Belangen notwen-

dig. Mildere Massnahmen seien nicht ersichtlich (KESB act. 48 S. 5). 

3.2. Die Vorinstanz schützte den Entscheid der KESB, für B._____ vorsorglich 

eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 

i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB anzuordnen. Sie hielt zur Begründung fest, gemäss 

dem Bericht des langjährigen Hausarztes sei B._____ körperlich deutlich ge-

schwächt und auch geistig-psychisch reduziert bzw. er zeige grosse kognitive 

Schwankungen. Da B._____ wegen nicht bezahlten Mietzinsen die Ausweisung 

aus seiner Wohnung gedroht habe und er für die Besorgung seiner Angelegenhei-

ten unbestrittenermassen auf die Unterstützung seines Sohnes angewiesen sei, 

sei seine Schutzbedürftigkeit in administrativen und finanziellen Angelegenheiten 

ohne Weiteres glaubhaft. Grund für die vorsorgliche Anordnung der Beistand-

schaft durch die KESB sei gewesen, dass der Sohn aus gesundheitlichen Grün-

den nicht in der Lage gewesen sei, seinen Vater zu unterstützen und ein Termin 

bei der Schlichtungsbehörde im Zusammenhang mit dem wegen Zahlungsver-

zugs gekündigten Mietverhältnis angestanden sei. Der Sohn gebe nun an, er sei 

wieder gesund genug, um seinen Vater zu unterstützen. Aus der Stellungnahme 

der Beiständin vom 19. Oktober 2023 gehe hervor, dass die Ausweisung bei 

Übernahme der Beistandschaft auf den 30. September 2023 angesetzt gewesen 

sei. Der Vermieter sei bereit gewesen, von der Ausweisung abzusehen, da die 

Mietzinszahlungen in Zukunft über das Beistandschaftskonto laufen würden und 

die Beiständin ihm für die Abzahlung der Mietschulden ein Abzahlungsabkommen 

in Aussicht gestellt habe. Die Vorinstanz wies zudem darauf hin, dass der Vermie-

ter den Mietvertrag bereits im Jahr 2022 wegen ausstehender Mietzinse gekün-

digt habe. Damals habe er von einer Ausweisung abgesehen, weil ein Teil des 

Ausstandes bezahlt worden sei, die Miete ab Anfang Mai 2023 von der Gemeinde 

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direkt bezahlt werden solle, er einen 90-Jährigen nicht auf die Strasse habe set-

zen wollen und nicht zuletzt weil die KESB involviert gewesen sei. Die Auswei-

sung im September 2023, wiederum wegen Mietzinsausständen, habe nur abge-

wendet werden können, weil die nunmehr angeordnete Beistandschaft Gewähr 

für pünktliche und vollständige Mietzinsüberweisungen biete und eine Abzah-

lungsvereinbarung in Aussicht gestellt worden sei. Da die finanziellen Verhält-

nisse von B._____ knapp seien, sei die Einteilung und Priorisierung der Mittel 

wichtig. Bis zur vorsorglichen Anordnung der Beistandschaft sei dies trotz Unter-

stützung durch den Sohn nur ungenügend gelungen, wie namentlich die Woh-

nungskündigungen zeigten. Ob der Sohn in der Lage sei, seinen Vater ausrei-

chend zu unterstützen, sei im Hauptsacheverfahren zu klären. Bis dahin sei einst-

weilen davon auszugehen, dass dies nicht der Fall sei. Weiter sei anzunehmen, 

dass der Vermieter bei einem erneuten Zahlungsverzug unverzüglich kündigen 

und die Ausweisung endgültig durchsetzen würde. Ein erneuter Zahlungsverzug 

könne durch die vorsorgliche Vertretungsbeistandschaft vermieden werden. Damit 

sei gewährleistet, dass B._____ während der Dauer des Verfahrens in seiner ge-

wohnten Wohnungsumgebung bleiben könne und zudem die medizinisch notwen-

digen Behandlungen, wie etwa die zahnärztliche Versorgung, gesichert seien (act. 

4 S. 5 ff.). 

3.3. Die Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft im Sinne von Art. 394 ZGB 

setzt zunächst einen Schwächezustand voraus. Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 

errichtet die Behörde eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen ei-

ner geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der 

Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar 

nicht besorgen kann. Mit eigenen Angelegenheiten sind Aufgaben gemeint, die im 

Interesse der betroffenen Person liegen und in Bezug zu ihrer gegenwärtigen Le-

benssituation stehen; sie können namentlich die Personensorge, die Vermögens-

sorge oder den Rechtsverkehr betreffen. Das Unvermögen bzw. die daraus resul-

tierende Hilfs- und Schutzbedürftigkeit muss sich auf die konkret zu besorgende 

Angelegenheit beziehen (vgl. BSK ZGB I-BIDERBOST, 7. Aufl. 2022, Art. 390 N 17 

ff.). Entsprechend dem Verhältnismässigkeits- und Subsidiaritätsprinzip darf aus-

serdem anderweitige Abhilfe nicht möglich und ausreichend sein; die anvisierte 

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Massnahme muss geeignet und erforderlich sein (vgl. Art. 389 ZGB). Die Vertre-

tungsbefugnis des Beistandes darf nicht Geschäfte umfassen, welche die betrof-

fene Person selbst hinreichend besorgen kann (BSK ZGB I-BIDERBOST, a.a.O., 

Art. 394 N 6). Massnahmen des Erwachsenenschutzes können auch vorsorglich 

für die Dauer des Verfahrens angeordnet werden (Art. 445 Abs. 1 ZGB). 

3.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, das vorliegende Verfahren – von 

ihm als "zivilrechtlicher Fall" bezeichnet – habe seinen Ursprung in einem Straf-

fall, der auf das Jahr 1991 zurückgehe und in dem sein Vater Opfer sei. Dieser 

Straffall müsse vor jeglichen zivilrechtlichen Fällen behandelt werden, um keine ir-

reparablen Schäden (Schadenersatz in Millionenhöhe) zu verursachen (act. 2 

S. 1). Den Schilderungen des Beschwerdeführers und von B._____ lässt sich – 

soweit verständlich – entnehmen, dass B._____ seit vielen Jahren (die Rede ist 

von rund 32 Jahren) in ein pendentes Steuerstrafverfahren in Dänemark, Norwe-

gen, Schweden, Schweiz und/oder Strassburg involviert sein soll, in dessen Rah-

men Vermögenswerte in Millionenhöhe beschlagnahmt worden sein sollen (KESB 

act. 24 und act. 33/1). Auch der Hausarzt gab an, dass B._____ regelmässig von 

einem alten Rechtsfall berichte, der ihn sehr belaste (KESB act. 27 S. 5). Aus den 

Akten des KESB-Verfahrens und den beigezogenen Akten des Sozialdienstes 

geht hervor, dass B._____ im Jahr 2009 gegenüber einem Sozialarbeiter erklärte, 

er sei … [Berufsbezeichnung] und habe verschiedene Firmen in verschiedenen 

Ländern Europas. Im Januar 1991 sei er auf Geschäftsreise in F._____ unter dem 

Vorwand des Steuerbetruges verhaftet und sein Auto und seine Konten (ca. .. 

6'000'000) seien beschlagnahmt worden. Er sei später noch zweimal inhaftiert 

worden. Wegen der blockierten Vermögenswerte habe er nicht genug Geld, um 

den Lebensunterhalt zu bestreiten. Bereits damals gab er an, dass ein Urteil aus 

Strassburg vorliege und er gemäss einem Zürcher Gerichtsentscheid Recht habe 

(beigezogene Akten Sozialamt S. 104, 113-114). Wie aus der weiteren Korre-

spondenz ersichtlich ist, ging der Sozialdienst damals davon aus, dass die be-

schlagnahmten Vermögenswerte soweit nötig für den Lebensunterhalt freigege-

ben werden müssten (beigezogene Akten Sozialamt S. 110). Vor diesem Hinter-

grund ist zwar nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer das vorliegende Er-

wachsenenschutzverfahren, welches durch die infolge ausstehender Mietzinse 

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ausgesprochene Wohnungskündigung und die dadurch drohende Ausweisung 

eingeleitet wurde, als Folge des pendenten Strafverfahrens sieht. Ohne das be-

sagte Strafverfahren, konkret ohne die Beschlagnahmung von Vermögenswerten 

in Millionenhöhe, wäre nach Darstellung des Beschwerdeführers sein Vater wohl 

in so günstigen finanziellen Verhältnisse, dass er ohne weiteres für die anfallen-

den Mietzinse aufkommen könnte. Auch der Umstand, dass ein Anspruch auf Er-

gänzungsleistungen infolge der Beschlagnahmung der Vermögenswerte zunächst 

verneint wurde, dürfte die missliche finanzielle Lage von B._____ verstärkt haben. 

Im vorliegenden Erwachsenenschutzverfahren und konkret im Rahmen vorsorgli-

cher Massnahmen geht es jedoch nicht darum, die Ursachen für die heutige Si-

tuation zu ermitteln. Es geht zum Schutz von B._____ vielmehr darum zu verhin-

dern, dass er aufgrund seiner prekären finanziellen Verhältnisse die von ihm be-

wohnte Mietwohnung verliert. Zudem ist eine adäquate medizinische Versorgung 

und Behandlung von B._____ sicherzustellen. 

3.5. Die KESB und die Vorinstanz stützten sich für ihre Entscheide im Wesentli-

chen auf die Rückmeldung des langjährigen Hausarztes von B._____ und den 

Umstand, dass wiederholt die Mietzinse für dessen Mietwohnung nicht bezahlt 

worden waren und ihm die Ausweisung drohte. Die KESB konnte sich kein per-

sönliches Bild von B._____ machen. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, führte 

der Hausarzt, Dr. med. E._____, am 28. Mai 2023 gegenüber der KESB aus, 

B._____ sei körperlich deutlich geschwächt, er sei auch geistig-psychisch redu-

ziert und zeige grosse kognitive Schwankungen, dies seit einigen Monaten zuneh-

mend. Dies wirke sich auf die Urteilsfähigkeit des Patienten aus, wobei dieser zur 

Zeit noch nicht vollständig urteilsunfähig sei. Für die Bereiche Finanzen, Adminis-

tration, Rechtliches und Ausstellung einer Vollmacht etc. seien Auswirkungen auf 

die Urteilsfähigkeit denkbar (KESB act. 27). Aus den Akten geht weiter hervor, 

dass der Vermieter das Mietverhältnis bereits im Jahr 2022 wegen Zahlungsver-

zugs kündigte. Darauf meldete sich der Beschwerdeführer und versprach, die 

Mietzinsausstände zu bezahlen. Die Ausstände wurden in der Folge aber nicht 

vollständig beglichen (KESB act. 1 S. 2 und 2/1, act. 20; vgl. auch KESB act. 32). 

Am 26. Mai 2023 sprach der Vermieter erneut eine Kündigung infolge Zahlungs-

verzugs aus (KESB act. 29). Nach Angaben der Beiständin war der Vermieter erst 

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nach Errichtung der Beistandschaft bereit, das Ausweisungsverfahren zu stoppen 

(KESB act. 51). All dies berücksichtigte die Vorinstanz zu Recht, als sie einen 

Schwächezustand bejahte. Die engen finanziellen Verhältnisse sind durch den 

Betreibungsregisterauszug vom 30. März 2023, der Verlustscheine in der Höhe 

von rund Fr. 27'000.– ausweist (KESB act. 18), und den im November 2022 über 

B._____ eröffneten Konkurs ausgewiesen. Bei dieser Aktenlage ist nicht zu bean-

standen, dass die KESB zum Schutz von B._____ vorsorglich eine Vertretungs-

beistandschaft mit Vermögensverwaltung anordnete.

3.6. Der Beschwerdeführer stört sich daran, dass die KESB und die Vorinstanz 

keine Rücksicht darauf genommen haben, dass sein Vater keine Beistandsperson 

wünsche. Er (der Beschwerdeführer) selber fungiere schon seit vielen Jahren als 

Beistand für seinen Vater und unterstütze ihn seit 33 Jahren auch finanziell (act. 2 

S. 2). Die Unterstützung durch nahestehende und vertraute Person wie den Be-

schwerdeführer ist für B._____ zweifellos wertvoll und wichtig, insbesondere weil 

er deren Hilfe annehmen kann und zulässt. Allerdings geht aus den auszugsweise 

wiedergegebenen Akten hervor, dass es in den letzten Jahren trotz der Unterstüt-

zung durch den Beschwerdeführer zweimal zu Mietzinsausständen kam, die den 

Vermieter zu einer Kündigung und im Jahr 2023 darüber hinaus zu einem gericht-

lichen Ausweisungsverfahren veranlassten. Die engen finanziellen Verhältnisse 

von B._____ bedingen einen äusserst bedachten und sorgfältigen Umgang mit 

den vorhandenen Mitteln. Für die KESB war die gesundheitliche Situation des Be-

schwerdeführers und die daraus folgende, fehlende Unterstützung im privaten 

Umfeld ausschlaggebend, um vorsorglich eine Beistandschaft anzuordnen. Bei 

der geschilderten Ausgangslage ist aber nicht zu beanstanden, dass die Vorin-

stanz die Voraussetzungen für die Anordnung einer vorsorglichen Vertretungsbei-

standschaft gleichwohl bejahte, als sich der Beschwerdeführer gesundheitlich 

wieder erholt hatte. Es ist zwar bedauerlich, dass sich B._____ nicht auf die Un-

terstützung durch die Beistandsperson einlassen und mit ihr kooperieren kann, 

seine Zustimmung war für die Anordnung einer Erwachsenenschutzmassnahme 

indessen nicht erforderlich. 

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3.7. Der Beschwerdeführer betont weiter, sein Vater sei entgegen der Einschät-

zung seines Hausarztes weder dement noch entscheidunfähig. Er brauche mit 91 

Jahren zwar Unterstützung, die er von ihm (dem Beschwerdeführer) erhalte. Dar-

über hinaus besorge sein Vater seine Einkäufe selber, er koche sein Essen selber 

und lebe selbständig in einer 2-Zimmer-Wohnung, was nicht möglich wäre, wenn 

er entscheidungsunfähig wäre (act. 2 S. 2). Die KESB beauftragte die Beistands-

person damit, B._____ beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten so-

weit nötig zu vertreten, insbesondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, 

Banken, Post, (Sozial-)Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatperso-

nen und sein gesamtes Einkommen und sein gesamtes Vermögen sorgfältig zu 

verwalten, mit Ausnahme der unter eigener Verwaltung stehenden Vermögens-

werte (KESB act. 48 S. 6, Dispositiv-Ziff. 2 lit. a und b). Dieser Aufgabenkatalog 

zeigt, dass auch die KESB davon ausging, dass B._____ alltägliche Besorgun-

gen, wie Einkaufen, Kochen und die Führung des Haushalts, selbständig oder mit 

Unterstützung seines privaten Umfelds erledigen kann. Die vorsorgliche Anord-

nung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung zielte gerade dar-

auf ab, dass B._____ weiterhin selbständig in seiner 2-Zimmer-Wohnung leben 

und in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann. Ausschlaggebend waren für die 

Vorinstanz und die KESB die Schwierigkeiten im administrativen Bereich, wie bei 

der Bezahlung der Rechnungen, und im Umgang mit Ämtern. Die Argumentation 

des Beschwerdeführers geht damit an der Sache vorbei.

3.8. Schliesslich kritisiert der Beschwerdeführer, dass die Beistandsperson die 

AHV-Renten und auch ausländische Renten auf ein neues Bankkonto bei der 

Bank H._____ überweisen lasse und ein Bankkonto bei der Bank G._____ ein-

fach geschlossen habe, ohne Zustimmung oder Information seines Vaters. Dieser 

bekomme keine Bankauszüge oder sonstige Informationen betreffend "sein" 

Bankkonto (act. 2 S. 2). Erstreckt sich die Vertretungsbeistandschaft auch auf die 

Vermögensverwaltung nach Art. 395 ZGB können die Verwaltungshandlungen 

der Beistandsperson je nach Aufgabenkatalog neben der Einkommensverwaltung 

auch die Verwaltung der Vermögenserträge umfassen. Die Beistandsperson han-

delt im Rahmen ihrer Aufgaben, die ihr von der KESB übertragen worden sind, 

auch gegen den Willen der betroffenen Person, und bedarf keiner zusätzlichen 

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Bevollmächtigung (BSK ZGB I-BIDERBOST, a.a.O., Art. 395 N 2). Wie aus dem 

obenstehenden Aufgabenkatalog hervorgeht, ist die Beistandsperson für die Ein-

kommens- und Vermögensverwaltung zuständig. Entsprechend war und ist die 

Beistandsperson ermächtigt, die Banken, bei denen B._____ Konti unterhält, über 

die Anordnung der Beistandschaft zu informieren und sämtliche Einkünfte auf das 

Beistandschaftskonto überweisen zu lassen. Wie der Stellungnahme der Beistän-

din vom 19. Oktober 2023 entnommen werden kann, errichtete sie das Beistand-

schaftskonto bei der Bank H._____. Die AHV-Rente wie auch die Zusatzleistun-

gen und die ausländischen Renten werden auf dieses Konto überwiesen. Das 

Konto von B._____ bei der I._____ AG sei als Eigenverwaltungskonto definiert 

worden (KESB act. 62). Aus der Stellungnahme der Beiständin geht auch hervor, 

dass B._____ keinen Kontakt zu ihr möchte und nicht mit ihr zusammenarbeiten 

möchte (KESB act. 62 S. 1). Damit lässt sich wohl auch erklären, weshalb er über 

das Vorgehen der Beiständin nicht im Einzelnen informiert war. Nach Angaben 

der Beiständin soll sie jedoch den Beschwerdeführer über ihren Auftrag informiert 

haben und mit ihm – soweit ohne Schweigepflichtentbindung möglich – im Aus-

tausch sein (KESB act. 62 S. 2). Dies stellt der Beschwerdeführer in seiner Be-

schwerde nicht in Abrede. Aufgrund des Gesagten sind auch die Beanstandungen 

des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung durch 

die Beiständin unbegründet. 

3.9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Voraussetzun-

gen für die von der KESB vorsorglich angeordnete Vertretungsbeistandschaft mit 

Vermögensverwaltung zu Recht bejaht hat. Der Beschwerdeführer vermag die 

Schlussfolgerungen der Vorinstanz im Urteil vom 8. Februar 2024 mit seinen Vor-

bringen nicht in Frage zu stellen. Die Beschwerde ist abzuweisen.

4. Kostenregelung

Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 400.– festzusetzen und ausgangsgemäss dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.– festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt.

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bezirk Horgen, den Bezirksrat Horgen, sowie die Bei-

ständin D._____, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen 

Akten an den Bezriksrat zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw S. Ursprung

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