# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f41ffd9e-2b04-5093-ae24-cf2dff122463
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.03.2010 C-35/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-35-2008_2010-03-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-35/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richterin Vera Marantelli, 
Gerichtsschreiber Urs Küpfer.

X._______,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-35/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  [...]  geborene  österreichische  Staatsangehörige  X._______ 
(Beschwerdeführer),  wohnhaft  in  Österreich,  hatte  ursprünglich  den 
Beruf  eines  Gas-,  Wasser-,  und  Heizungsinstallateurs  erlernt.  Von 
1990 bis Ende 1993 arbeitete der Beschwerdeführer als Angestellter 
von  schweizerischen  Unternehmen  bei  der  Beseitigung  von  Sturm-
schäden im bündnerischen Safiental  mit. Dabei  zog er  sich  im Jahr 
1993  eine  Fraktur  des  oberen  Sprunggelenkes  bzw. Mittelfusses  zu 
(act. IV/6), als sein rechter Fuss von einem Baum gequetscht wurde; 
diese Verletzung wurde in der Schweiz operativ versorgt (act. IV/29). 
Zwischen  1994  und  2004  war  der  Beschwerdeführer  jedes  Jahr  als 
Saisonarbeiter  (Facharbeiter  Lawinenverbauung)  bei  der  Wildbach- 
und  Lawinenverbauung  [...],  Österreich,  beschäftigt  (Fragebogen  für 
den Arbeitgeber,  act. IV/7). Während der  Wintermonate  hielt  er  sich 
eigenen Angaben zufolge jeweils in [...] auf. 1999 beteiligte er sich mit 
dem  Einverständnis  seines  permanenten  Arbeitgebers  an  den  Auf-
räumarbeiten  nach  dem  Sturm  Lothar  im  Fürstentum  Liechtenstein 
(act.  IV/8),  wobei  er  einen  Brustmuskel-Ausriss  erlitt  und  im  öster-
reichischen [...] operativ behandelt wurde (act. IV/29). Wie er in einem 
Schreiben vom 21. April 2008 an das Bundesverwaltungsgericht aus-
führte, hat er seine beiden Verletzungen "halbwegs gut überstanden", 
so  dass  er  später  wieder  seiner  Tätigkeit  als  Wildbach-  und 
Lawinenverbauer  nachgehen  konnte.  Laut  Informationen  des  Arbeit-
gebers musste ihm allerdings ab 3. Juni 2002 je nach Gesundheits-
zustand fallweise leichtere Arbeit zugeteilt werden (act. IV/7).

Am  12.  August  2001  verunfallte  der  Beschwerdeführer  mit  seinem 
Motorrad  in  Österreich  und  stürzte  etwa  20  Meter  über  eine  steile 
Böschung (act. IV/1). Dabei zog er sich einen offenen Bruch am linken 
Unterschenkel zu (act. IV/29).

Im Weiteren leidet er an einer Tibiakopfnekrose (Absterben von Zellen 
am  Schienbeinkopf),  einem  operativ  behandelten  Halswirbelsäulen-
syndrom  bei  Osteochondrose  (Veränderung  des  Bandscheiben-
knorpels mit begleitender Reaktion des Wirbelkörpers) und Instabilität 
C6/C7 (act. IV/6), an den virusbedingten Lebererkrankungen Hepatitis 
B  und  C  (act.  IV/31),  an  einem  chronischen  Schmerzsyndrom  und 
einer  psychiatrischen  Gesundheitsstörung  (Persönlichkeitsstörung, 

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Dysthymie;  act.  IV/32)  sowie  an  mittelgradiger  Schwerhörigkeit  und 
einem mässig kompensierten Tinnitus (act. 7.2).

Wegen  seiner  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  war  der  Be-
schwerdeführer während längerer Zeit vollständig arbeitsunfähig. Seit 
Dezember  2004  steht  er  in  keinem  Arbeitsverhältnis  mehr.  Vom 
1. November 2006 bis zum 31. Oktober 2008 erhielt er von der öster-
reichischen  Pensionsversicherungsanstalt  eine  befristete  Invaliditäts-
pension.

B.
Am  7.  Februar  2006  meldete  sich  der  Beschwerdeführer  über  die 
Landesstelle  [...]  der  österreichischen  Pensionsversicherungsanstalt 
bei  der IV-Stelle für  Versicherte im Ausland (IVSTA, Vorinstanz) zum 
Bezug  einer  Invalidenrente  an  (act.  IV/2;  Eingangsbestätigung  der 
IVSTA vom 10. März 2006, act. IV/3).

C.
Durch Verfügung vom 7. Dezember 2007 sprach die IVSTA dem Be-
schwerdeführer  eine  ordentliche  Invalidenrente  (Viertelsrente)  mit 
Wirkung ab 1. Mai 2006 zu.

D.
Diese  Verfügung  focht  der  Beschwerdeführer,  vertreten  durch 
Y._______  mit  Eingabe  vom  2.  Januar  2008  beim  Bundesver-
waltungsgericht an. Er stellte dabei folgende Rechtsbegehren:

"1. Die  Verfügung der  IV-Stelle für  Versicherte  im Ausland [sei]  aufzuheben 
und

2. dem Beschwerdeführer [sei] ab 1. Mai 2006 eine ganze Invalidenrente in 
der gesetzlichen Höhe zu gewähren."

E.
Mit Vernehmlassung vom 19. März 2008 beantragte die Vorinstanz, es 
sei  dem  Beschwerdeführer  in  teilweiser  Gutheissung  seiner  Be-
schwerde  mit  Wirkung  ab  1.  Mai  2006  eine  halbe,  mit  Wirkung  ab 
1. August 2007 eine ganze und mit Wirkung ab 1. Februar 2008 wieder 
eine halbe Invalidenrente zuzusprechen.

F.
In seiner Replik vom 22. April 2008 bekräftigte der Beschwerdeführer 
seine Ansicht, dass er seit 1. Mai 2006 zu mindestens 70 % bleibend 
erwerbs- bzw. arbeitsunfähig sei und auch keine leichte Tätigkeit mehr 

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ausüben könne. Mit der Replik überliess er dem Bundesverwaltungs-
gericht  ergänzende  Unterlagen.  Zusammen  mit  diesen  Dokumenten 
legte die Vorinstanz das Dossier am 6. Mai 2008 nochmals ihrem ärzt-
lichen Dienst vor. Dieser erklärte in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 
2008,  aus  den  neu  erhaltenen  Unterlagen  ergebe  sich  keine  ab-
weichende  Beurteilung.  Der  Versicherte  sei  aus  körperlichen  und 
psychischen  Gründen  "nach  Abheilung  der  Bein-  und  Nacken-
geschichte" in der Lage, leichte, einfache Hilfstätigkeiten zu 80 % zu 
verrichten.  Eine  vorübergehende  volle  Arbeitsunfähigkeit  sei  aus-
gewiesen gewesen. Entsprechend hielt die Vorinstanz mit Duplik vom 
22. Mai 2008 an ihrer Vernehmlassung vom 19. März 2008 fest.

G.
Auf die dargelegten und weitere Vorbringen der Parteien wird, soweit 
sie  für  den  Entscheid  wesentlich  sind,  in  den  nachfolgenden  Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gestützt auf Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32)  i.V.m.  Art.  33  lit.  d  VGG  und  Art.  69  Abs.  1  lit.  b  des 
Bundesgesetzes  vom  19.  Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung 
(IVG,  SR  831.20)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne 
von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG 
nichts  anderes  bestimmt.  Aufgrund  von  Art.  3  lit.  dbis VwVG  findet 
dieses Gesetz jedoch keine Anwendung auf das Verfahren in Sozial-
versicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 
830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen 
des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) an-
wendbar,  soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom 
ATSG vorsieht.

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1.3 Der  Beschwerdeführer  ist  im  Sinne  von  Art.  59  ATSG  zur  Be-
schwerde  berechtigt,  denn  er  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder 
Änderung.

1.4 Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht (Art. 38 ff. und 60 
ATSG, Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht, sodass darauf einzutreten ist.

1.5 Nach Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Aus  diesem  Grund  ging  die  Instruktion  des  vorliegenden 
Falles  im  März  2009  auf  eine  Richterin  der  Abteilung  II  über.  Der 
Spruchkörper setzt sich neu zusammen aus Richterin Maria Amgwerd 
und Richterin Vera Marantelli (Abteilung II) sowie Richter Beat Weber 
(Abteilung III).

2.
Der  Beschwerdeführer  ist  österreichischer  Staatsangehöriger  mit 
Wohnsitz in Österreich, sodass hier die folgenden Erlasse anwendbar 
sind: das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  anderer-
seits  über  die  Freizügigkeit  (Freizügigkeitsabkommen,  FZA,  SR 
0.142.112.681),  sein  Anhang  II,  die  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71 
des  Rates  vom  14. Juni  1971  zur  Anwendung  der  Systeme  der 
sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbständige sowie  deren 
Familienangehörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  ab-
wandern  (Verordnung  Nr.  1408/71,  SR  0.831.109.268.1)  sowie  die 
Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die 
Durchführung  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  1408/71  (Verordnung  Nr. 
574/72, SR 0.831.109.268.11; vgl. Art. 80a IVG).

Das  Freizügigkeitsabkommen  setzt  die  verschiedenen  bis  dahin 
geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  und  den  einzelnen  Mitgliedstaaten  der  EU  insoweit 
aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA).

Soweit  dieses  Abkommen (insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt; Art. 8 FZA) 
und dessen Ausführungserlasse keine abweichenden Bestimmungen 
enthalten, sind mangels einer einschlägigen gemeinschafts- bzw. ab-
kommensrechtlichen  Regelung  die  Ausgestaltung  des  Verfahrens 

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sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer 
schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaat-
lichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die 
Verwaltung  bzw.  das  Gericht  den  Leistungsanspruch  des  Be-
schwerdeführers gestützt auf Art. 3 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1408/71 
grundsätzlich  nach  den  für  schweizerische  Staatsangehörige 
geltenden Regeln zu beurteilen hat.

Allerdings werden die von den Trägern der anderen Staaten erhaltenen 
ärztlichen  Unterlagen  und  Berichte  gemäss  Art.  40  der  Verordnung 
(EWG)  Nr.  574/72  des  Rates  vom  21. März  1972  über  die  Durch-
führung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (SR 0.831.109.268.11; vgl. 
auch Art. 51  der Verordnung 574/72) berücksichtigt. Gemäss Art. 40 
Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Mitglied-
staates  getroffene  Entscheidung  über  die  Invalidität  eines  Antrag-
stellers  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen  Staates  nur  dann 
verbindlich,  wenn die  in  den Rechtsvorschriften  dieser  Staaten  fest-
gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Ver-
ordnung als übereinstimmend anerkannt  sind, was für das Verhältnis 
zwischen  Österreich  und  der  Schweiz  (ebenso  wie  für  dasjenige 
zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht zu-
trifft (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1821/2007 vom 11. Mai 
2009 E. 2.2.3).

Demzufolge ist  der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen 
der  Invalidenversicherung  nach  schweizerischem  innerstaatlichem 
Recht zu beurteilen.

3.

3.1 Laut  bundesgerichtlicher  Praxis  sind  für  die  Bestimmung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts im Beschwerdeverfahren grundsätzlich 
die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der strittigen Ver-
fügung massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit  Hinweisen). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes galten (BGE 130 V 329 E. 2.2 f.). Auf das vorliegende Ver-
fahren sind deshalb die seit 1. Januar 2003 geltenden Vorschriften des 
ATSG anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeits-
unfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Ein-
kommensvergleichsmethode entsprechen den bisherigen, von der Ge-
richtspraxis  für  die  Invalidenversicherung  entwickelten  Begriffs-

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bestimmungen.  Demzufolge  gelten  die  von  der  Rechtsprechung  in 
diesem Zusammenhang herausgebildeten Grundsätze auch unter der 
Herrschaft des ATSG (BGE 130 V 343 E. 2.2 und 3).

3.2 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) 
ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 
Änderungen (4. IV-Revision) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind 
die  durch  die  5.  IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am 
1. Januar 2008  in  Kraft  traten  (AS  2007  5129).  Die  folgenden  Er-
wägungen stützen sich deshalb auf die zwischen dem 1. Januar 2004 
und  dem 31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Bestimmungen  des 
IVG und der IVV.

4.
Gestützt auf Art. 49 VwVG kann der Beschwerdeführer die Verletzung 
von  Bundesrecht  unter  Einschluss  des  Missbrauchs  oder  der  Über-
schreitung des Ermessens (lit. a),  die  unrichtige oder  unvollständige 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  (lit.  b)  sowie  Unan-
gemessenheit rügen (lit. c).

5.

5.1 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 IVG 
die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 ATSG als der 
durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen  oder  geistigen  Gesundheit 
verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung 
verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten 
auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt 
definiert.  Arbeitsunfähigkeit  schliesslich  ist  die  durch  eine  Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
bedingte  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder 
Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu leisten; bei  langer  Dauer  wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgaben-
bereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

5.2 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

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der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger  Eingliederungsmass-
nahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkommen)  in  Be-
ziehung  zum  Erwerbseinkommen  gesetzt,  das  sie  erzielen  könnte, 
wenn sie  nicht  invalid  geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt  und einander  gegenübergestellt  werden,  worauf  sich 
aus  der  Einkommensdifferenz  der  Invaliditätsgrad  bestimmen  lässt 
(allgemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Ver-
hältnisse  im  Zeitpunkt  des  (hypothetischen)  Beginns  des  Renten-
anspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass bzw. 
bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 
E. 4).

Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im ange-
stammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern – falls erfor-
derlich – auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Auf-
grund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grund-
satzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisherigen Be-
ruf  dauernd arbeitsunfähiger Versicherter  gehalten, binnen nützlicher 
Frist  Arbeit  in einem anderen Berufs-  oder Erwerbszweig zu suchen 
und anzunehmen, soweit dies möglich und zumutbar erscheint (BGE 
113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Diese Erwerbsmöglichkeit hat sich 
der Versicherte anrechnen zu lassen.

5.3 Gemäss dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 
IVG  hat  ein  Versicherter  Anspruch  auf  eine  Rente,  wenn  er  zu 
mindestens  40 % invalid  ist. Beträgt  der  Invaliditätsgrad mindestens 
70 %, besteht Anspruch auf eine ganze Rente, beträgt er mindestens 
60  %,  besteht  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente,  beträgt  er 
mindestens 50 %, besteht Anspruch auf eine halbe Rente und beträgt 
er mindestens 40 %, so besteht Anspruch auf eine Viertelsrente (Art. 
28 Abs. 1 IVG).

5.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-

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len  haben.  Aufgabe  des  Arztes  im  schweizerischen  Invalidenver-
sicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu  Stellung  zu  nehmen,  in  welchem  Umfang  und  gegebenenfalls 
bezüglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten 
konkret  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4, 
115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

6.
Im Verwaltungs-  und  Beschwerdeverfahren  gilt  der  Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung.  Danach  haben  Versicherungsträger  und 
Sozialversicherungsgerichte  die  Beweise  frei,  d.h.  ohne  förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.

6.1 Für  den  Beweiswert  eines  Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob 
dieser  mit  Blick  auf  die  strittigen  Belange  vollständig  ist,  auf  um-
fassenden  Untersuchungen  beruht,  auch  die  beklagten  Leiden  be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt wurde, hin-
sichtlich  der  Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  somit  grundsätzlich  weder 
die  Herkunft  des  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der  ein-
gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
als  Gutachten  (vgl.  dazu  das Urteil  des  EVG vom 26. Januar  2006, 
I 268/2005 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).

6.2 Gleichwohl  erachtet  es die  Rechtsprechung als  mit  dem Grund-
satz  der  freien  Beweiswürdigung  vereinbar,  Richtlinien  für  die  Be-
weiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und  Gutachten  aufzustellen  (vgl.  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114  E. 3b;  Urteil  des  Bundesgerichts  vom  24. Januar  2000, 
I 128/98, E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehen-
der  Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht  in  die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit  der  Expertise  sprechen  (BGE 125 V 353  E. 3b/bb  mit  Hin-
weisen).  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  schliesslich  sind  wegen 
deren  auftragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vor-

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behalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt sowohl für all-
gemein  praktizierende  Hausärzte  als  auch  für  behandelnde  Spe-
zialärzte (Urteil des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hin-
weisen).

6.3 Im  Sozialversicherungsrecht  hat  das  Gericht  seinen  Entscheid 
nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  zu 
fällen,  sofern  das  Gesetz  nichts  Abweichendes  vorsieht.  Die  blosse 
Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen,  welche  es  von  allen  möglichen  Geschehensabläufen  als  die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je 
mit Hinweisen).

7.

7.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung hielt die Vorinstanz 
insbesondere fest (act. IV/38),  der Beschwerdeführer leide an einem 
Gesundheitsschaden, der unter die Bestimmungen über langdauernde 
Krankheit falle (Variante II) und seit dem 17. Mai 2005 eine Arbeitsun-
fähigkeit von 70 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit verursacht habe. 
Andere,  leichtere,  dem  Gesundheitszustand  besser  angepasste 
Tätigkeiten,  wie  z.B.  diejenige  eines  Hauswarts,  Kassierers  oder 
Billetverkäufers, hätten jedoch ausgeübt werden können. Die Arbeits-
unfähigkeit bei der Ausübung einer dieser Tätigkeiten betrage 0 % ab 
17.  Mai  2005,  mit  einer  Erwerbseinbusse  von  42  %.  Für  die  Be-
messung des Invaliditätsgrades sei es unerheblich, ob eine zumutbare 
Tätigkeit tatsächlich ausgeübt werde.

Im  Vorbescheidverfahren  habe  der  Beschwerdeführer  geltend  ge-
macht,  dass ihm die Sozialversicherung seines Wohnsitzlandes eine 
vollständige  Invalidität,  basierend  auf  einer  Arbeitsunfähigkeit  von 
100 %,  zuerkannt  habe.  Die  Entscheide  ausländischer  Sozialver-
sicherungen seien für  die schweizerische Invalidenversicherung aber 
nicht  bindend.  Der  Invaliditätsgrad  bemesse  sich  nach 
schweizerischem  Recht  nicht  nur  aufgrund  der  Gesundheitsbeein-
trächtigung  als  solcher,  sondern  nach  den  Auswirkungen  derselben 
auf die Erwerbsfähigkeit.

7.2 In ihrer Vernehmlassung vom 19. März 2008 führte die Vorinstanz 
aus,  der  zweitbeurteilende Arzt  sei  in  seinem Bericht  vom 16. März 
2008 (act. IV/41, Stellungnahme von Dr. A._______, ärztlicher Dienst 

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IVSTA)  zur  Feststellung  gelangt,  dass  beim  "Rekurrenten"  seit  Mai 
2005 in schweren Tätigkeiten volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Von Mai 
2005 bis Februar 2006 habe zufolge diverser operativer Eingriffe auch 
in  leichten  Verweisungstätigkeiten  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  70  % 
bestanden. Ab März 2006 habe in solchen Tätigkeiten nur noch eine 
Arbeitsunfähigkeit von 20 % bestanden. Von Mai 2007 (Knocheninfekt 
am linken Bein) bis gegen Ende Oktober 2007 (Kontrolluntersuchung 
vom  22.  Oktober  2007)  habe  in  Verweisungstätigkeiten  wieder  eine 
Arbeitsunfähigkeit von 70 % bestanden, seither laut "gegenwärtigem" 
Aktenstand wieder  eine  solche von 20  %. Gemäss Einkommensver-
gleich (act. IV/42 i.V.m. act. IV/35) betrage die gesundheitlich bedingte 
Erwerbseinbusse bei einer Arbeitsfähigkeit  von 80 % in leichten Ver-
weisungstätigkeiten knapp 54 %.

Folglich habe nach Ablauf  der einjährigen Wartefrist  gemäss Art. 29 
Abs. 1 lit. b IVG ab 1. Mai 2006 ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente 
bestanden. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV sei bei einer Verschlechterung 
der  Erwerbsfähigkeit  die  anspruchsbeeinflussende  Änderung  zu  be-
rücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
gedauert habe. Ab dem 1. August 2007 (Mai 2007 plus drei Monate) 
habe folglich ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente bestanden.

Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV sei bei einer Verbesserung der Erwerbs-
fähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung 
oder  Aufhebung  der  Leistung  von  dem  Zeitpunkt  an  zu  berück-
sichtigen, in dem angenommen werden könne, dass sie ohne wesent-
liche Unterbrechung drei Monate angedauert habe und voraussichtlich 
weiterhin andauern werde. Ab dem 1. Februar 2008 (22. Oktober 2007 
plus drei Monate) bestehe folglich wieder ein Anspruch auf eine halbe 
IV-Rente.

8.

8.1 Während in der angefochtenen Verfügung eine Viertelsrente ab 1. 
Mai 2006 zuerkannt wurde und der Beschwerdeführer eine ganze In-
validenrente ab diesem Datum beantragt, spricht sich die IVSTA nun-
mehr im Sinne einer Teilgutheissung seines Rechtsbegehrens für eine 
halbe Rente vom 1. Mai 2006 bis zum 31. Juli 2007, eine ganze vom 1. 
August  2007  bis  zum  31.  Januar  2008  und  wiederum  eine  halbe, 
jedoch unbefristete Invalidenrente ab 1. Februar 2008 aus.

Seite 11

C-35/2008

8.2

8.2.1 Wird  wie  im  vorliegenden  Fall  vom Zeitpunkt  des  Verfügungs-
erlasses  an  rückwirkend  eine  Rente  zugesprochen  und  diese  (ent-
sprechend  dem  Antrag  der  Vorinstanz  auf  Teilgutheissung  der  Be-
schwerde)  gleichzeitig  für  eine  bestimmte Zeitspanne erhöht,  herab-
gesetzt oder aufgehoben, so sind nach der Rechtsprechung des Eid-
genössischen  Versicherungsgerichts  die  für  die  Rentenrevision 
geltenden  Bestimmungen  analog  anwendbar  (BGE  121  V  275  E. 
6b/dd; AHI 2002 S. 64 E. 1, 1999 S. 246 E. 3a; vgl. auch BGE 131 V 
165  E.  2.2,  130  V  343  und  125  V  417  f.  E.  2d;  URS MÜLLER,  Die 
materiellen  Voraussetzungen  der  Rentenrevision  in  der  Invali-
denversicherung, Freiburg 2003, S. 207 f.).

8.2.2 Das  Institut  der  Revision  von  Invalidenrenten  wurde  vom 
Gesetzgeber  in  Weiterführung der  bisherigen Regelungen in  Art. 17 
Abs. 1  ATSG  aufgenommen.  Ändert  sich  der  Invaliditätsgrad  eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt 
jede  wesentliche  Änderung  in  den  tatsächlichen  Verhältnissen,  die 
geeignet  ist,  den Invaliditätsgrad und damit  den Rentenanspruch zu 
beeinflussen. Eine Invalidenrente  ist  demgemäss nicht  nur  bei  einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch 
dann revidierbar, wenn sich die Auswirkungen des an sich gleich ge-
bliebenen  Gesundheitszustandes  auf  die  Erwerbstätigkeit  erheblich 
verändert  haben  (BGE 130 V 343  E. 3.5,  117 V 198  E. 3b mit  Hin-
weisen).  Dagegen  stellt  nach  ständiger  Rechtsprechung  die  bloss 
unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen 
unverändert  gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähig-
keit  für  sich  allein  genommen  keinen  Revisionsgrund  im  Sinne  von 
Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts 9C.552/2007 vom 
17. Januar  2008  E. 3.1.2;  SVR  2004  IV  Nr. 5  S. 13  E. 2  [I  574/02]; 
Rechtsprechung und Verwaltungspraxis in den Bereichen AHV, IV etc. 
[AHI] 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; 
SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

8.2.3 Ob eine unter  revisionsrechtlichen Gesichtspunkten  erhebliche 
Änderung  eingetreten  ist,  beurteilt  sich  durch  einen  Vergleich  des 
Sachverhaltes  im  zeitlichen  Geltungsbereich  der  Renten-

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zusprechungsverfügung mit demjenigen zum Revisionszeitpunkt (BGE 
125 V 418 E. 2d a.E., 125 V 369 E. 2).

8.3 Der Antrag der IVSTA auf Teilgutheissung der Beschwerde erweist 
sich  als  begründet.  Einerseits  ergibt  sich  dies  aus  dem von ihr  an-
geführten modifizierten  Einkommensvergleich,  andererseits  aus  dem 
Vorliegen von Revisionsgründen. Der schlüssigen Stellungnahme des 
ärztlichen Dienstes  der  IVSTA vom 16. März  2008 und den übrigen 
Akten lässt  sich  entnehmen,  dass  Veränderungen  des Gesundheits-
zustandes des Beschwerdeführers in dem für eine Revision erforder-
lichen Ausmass im Februar 2006 sowie im Mai und im Oktober 2007 
eintraten.

9.
Wie sich  aus  der  Stellungnahme des ärztlichen Dienstes  der  IVSTA 
vom 16. März 2008 (act. IV/41) ergibt, stützt sich der Befund, wonach 
ab  Frühjahr  2006  eine  Restarbeitsfähigkeit  für  angepasste  Verweis-
tätigkeiten  bestand,  auf  die  für  die  österreichische  Pensionsver-
sicherungsanstalt  bzw. das  Landesgericht  [...]  verfassten  Gutachten 
von Dr. B._______, Dr. C._______, Dr. D._______ und Dr. E._______.

9.1 Dr.  B._______,  Ärztin  für  Allgemeinmedizin,  hielt  in  ihrem  Gut-
achten vom 18. Mai 2006 zu Handen der österreichischen Pensions-
versicherungsanstalt  (act.  IV/29)  unter  dem  Titel  "ärztliche  Gesamt-
beurteilung  der  Leistungsfähigkeit"  fest,  beim  Patienten  bestehe  ein 
Zustand nach zahlreichen Unfällen; er sei deshalb mehrfach operiert, 
mit  nachfolgenden  Arthroseproblematiken.  Des  Weiteren  bestünden 
degenerative  Veränderungen  sowie  ein  Zustand  nach  Stabilisierung 
der  Halswirbelsäule  bei  Instabilität  C6/C7,  einhergehend  mit  ein-
geschränkter  Beweglichkeit  und  noch  keiner  völligen  motorischen 
Funktion  der  Finger.  Ausserdem  bestünden  Probleme  seitens  des 
operativ versorgten Unterschenkelbruches links, zuletzt mit Knochen-
nekrose.

Aus internistischer Sicht bestehe eine Hepatitis B und C, jedoch ledig-
lich  mit  Antikörpernachweis,  ohne  Virusnachweis  und  ohne  klinisch 
einhergehende  Beschwerden.  Aus  traumatologisch-orthopädischer 
Sicht sei dem Beschwerdeführer derzeit nurmehr eine leichte Tätigkeit 
mit  leichten und fallweise mittelschweren Hebe- und Trageleistungen 
zuzumuten. Die angestrebte Pension sei Folge eines Motorradunfalls. 
Eine Besserung des Gesundheitszustandes sei eher nicht möglich.

Seite 13

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9.2 Dr. C._______, Facharzt für Unfallchirurgie, stellte in seinem Gut-
achten vom 4. April 2006 (act. IV/30) zu Handen der österreichischen 
Pensionsversicherungsanstalt  nach  einer  Untersuchung  des  Be-
schwerdeführers vom gleichen Tag folgende Diagnose: "Zustand nach 
Schienbeinkopffraktur  Unterschenkel  links,  Tibiakopfnekrose  (2x 
revidiert), Z. n. Fraktur OSG bzw. Mittelfuss rechts, HWS-Syndrom bei 
Osteochondrose und Instabilität C6/C7 (operiert), Hepatitis B und C, Z. 
n. Pectoralis Majorausriss rechts, Z. n. Scapulafraktur rechts". Er hielt 
fest,  aus  traumatologisch-orthopädischer  Sicht  seien  dem  Be-
schwerdeführer  in  der  derzeitigen Verfassung  nur  leichte  Tätigkeiten 
zumutbar.

9.3 Dr.  E._______,  Facharzt  für  Neurologie  und  Psychiatrie, 
diagnostizierte  in  seinem  Gutachten  vom  11.  September  2006  zu 
Handen des Landesgerichts [...] (act. IV/32) eine C7-Läsion rechts bei 
Zustand  nach  Operation  einer  Spinalkanalstenose  C6/7,  eine  "in-
komplette  N. peroneaus-  und tibialis  Läsion links"  bei  Zustand nach 
offener Unterschenkelfraktur links, eine leichtgradige Polyneuropathie 
(Erkrankung des peripheren Nervensystems), eine emotional instabile 
Persönlichkeit  (impulsiver  Typ)  sowie  eine  Dysthymie  (chronisch  de-
pressive Stimmung).

Die Wurzelläsion C7 verursache einerseits Schmerzen im Bereich der 
rechten oberen Extremität, andererseits sei sie zu einem wesentlichen 
Teil  für  die  Schwäche  im  Bereich  des  rechten  Oberarmes  und  der 
Unterarmmuskulatur  ursächlich.  Aufgrund  dieser  Schwäche  könnten 
manuell belastende Tätigkeiten mit der rechten oberen Extremität nicht 
ausgeführt  werden. Die  Verletzung von N. tibialis  und peroneaus im 
Bereich  der  linken  unteren  Extremität  verursache  keine  wesentliche 
Schwäche. Die  geschilderten  Schmerzen  und  Missempfindungen  im 
linken Bein, welche sowohl bei Belastung als auch spontan auftreten 
könnten,  seien  zu  einem  wesentlichen  Teil  durch  diese  Nervenver-
letzung erklärbar.

Die  Polyneuropathie  sei  leichtgradig; sie  könne  Gefühlsstörungen  in 
den Extremitäten und auch Gleichgewichtsstörungen verursachen, sei 
zur Zeit aber von geringerer Relevanz.

Durch  die  psychiatrischen  Störungen  (Persönlichkeitsstörung  und 
Dysthymie) seien allgemein Ausdauer, Leistungsfähigkeit und Initiative 
reduziert, ebenso die Fähigkeit, eine Arbeitstätigkeit über längere Zeit 
konsequent durchzuführen. Die Stresstoleranz sei reduziert. Aufgrund 

Seite 14

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der  Dysthymie  könnten  auch  Schlaf-,  Konzentrations-  und  Gedächt-
nisstörungen auftreten. Die Dysthymie sei  auch geeignet,  Symptome 
körperlicher Erkrankungen zu verstärken. In diesem Fall sei jedoch die 
geschilderte  Schmerzsymptomatik  in  erster  Linie  organisch  bedingt. 
Hierbei  sei  die  Kombination  einer  chronischen  psychischen  Störung 
mit  einer  chronischen organisch bedingten Schmerzsymptomatik  be-
sonders ungünstig, da sich beide Zustände wechselseitig negativ be-
einflussen könnten.

Da  eine  ungünstige  Kombination  mehrerer  Erkrankungen  vorliege 
(Verletzung  von  Nervenwurzeln  bzw.  Nerven  in  zwei  Extremitäten, 
chronisches  Schmerzsyndrom,  primär  chronische,  psychiatrische 
Gesundheitsstörung) sei der Proband nicht arbeitsfähig.

Eine  Besserung  der  Wurzelläsion  C7  sei  prinzipiell  noch  möglich. 
Innerhalb eines Jahres könnte sich dadurch die Kraft im rechten Arm 
und  damit  die  Belastbarkeit  der  rechten  oberen  Extremität  bessern. 
Die übrigen Beschwerden würden sich jedoch mit hoher Wahrschein-
lichkeit nicht bessern, sodass auch im Falle einer ausreichenden Re-
generation  der  Nervenwurzel  C7 die  Arbeitsfähigkeit  nicht  mehr  ge-
geben sei.

9.4 Dr.  D._______  diagnostizierte  in  seinem  orthopädischen 
"Gesamtgutachten" vom 9. November 2006 an das Landesgericht [...] 
(act.  IV/31)  ein  chronisches  Zervikalsyndrom  bei  Zustand  nach 
Spondylodese  C6/7,  Osteochondrose  C5/6  und  Chondrose  C4/5 
(Nackenschmerzen  bei  Zustand  nach  Verblockerungsoperation 
zwischen sechstem und siebtem Halswirbel sowie degenerativen Ver-
änderungen  der  beiden  darüber  liegenden  Segmente),  eine 
chronische Lumbalgie bei Chondrose und Spondylarthrose L3/4/5/S1 
(Lendenwirbelsäulenschmerzen  bei  beginnenden  degenerativen  Ver-
änderungen  der  Bandscheiben  zwischen  dem  dritten  Lendenwirbel 
und dem Kreuzbein, eine posttraumatische Gonarthrose links bei Zu-
stand  nach  offener  Unterschenkelfraktur  links  (nach  Unfall  ein-
getretene Abnützung im linken Kniegelenk bei Zustand nach offenem 
Unterschenkelbruch).

Aus rein orthopädischer Sicht  könne der Beschwerdeführer folgende 
Arbeiten verrichten: leichte Arbeiten; Arbeiten im Gehen, Stehen oder 
Sitzen; Arbeiten sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen; 
er  könne acht  Stunden täglich  ohne längere  als  die üblichen Unter-
brechungen  arbeiten.  Folgende  Verrichtungen  müssten  vermieden 

Seite 15

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werden: das  Heben von Lasten über  10 kg,  das  Tragen von Lasten 
über 5 kg, häufiges Bücken (mehr als einmal pro Stunde unter Tisch-
niveau),  Arbeiten  in  Zwangshaltung  mit  Vornüberneigen  des  Ober-
körpers  sowie  in  Überstreckung  der  Lendenwirbelsäule,  länger 
dauernde kniende oder hockende Tätigkeiten, Arbeiten auf Leitern und 
Gerüsten, Arbeiten am Fliessband, Arbeiten über Kopf sowie Arbeiten, 
die ein  häufiges Drehen des Kopfes bedingten. Hinsichtlich  des An-
marschweges zur Arbeitsstätte bestünden keine Beschränkungen.

Aus orthopädischer Sicht bestehe keine Aussicht auf Besserung des 
Gesundheitszustandes.  Bei  nicht  kalkülsüberschreitender  Tätigkeit 
seien  aus  orthopädischer  Sicht  mit  hoher  Wahrscheinlichkeit  keine 
leidensbedingten Krankenstände zu erwarten.

9.5 Laut  Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der  IVSTA vom 16. 
März  2008  (act.  IV/41)  wurde  beim  Versicherten  ab  Mai  2007  ein 
Knocheninfekt am linken Bein vermutet und behandelt, was wiederum 
ab  diesem  Zeitpunkt  eine  generelle  Arbeitsunfähigkeit  rechtfertigen 
könne.  Dieser  Verlauf  sei  dem  medizinischen  Dienst  in  seiner 
Stellungnahme vom 19. September 2007 noch nicht bekannt gewesen. 
Gemäss letzter Kontrolle im Oktober 2007 habe sich die Situation am 
Unterschenkel  nach  dem  Eingriff  und  der  längeren  Ruhigstellung 
normalisiert; weitere Zeichen eines Infektes lägen offenbar nicht mehr 
vor. Allerdings sei der weitere Verlauf ungewiss, und er, Dr. A._______, 
empfehle  die  Einholung  eines  orthopädischen  und  allgemein-
medizinischen Verlaufsberichtes.

10.

10.1 Der  Beschwerdeführer  verwies  in  der  Beschwerdeschrift  hin-
sichtlich seiner Leiden auf das Gutachten von Dr. D._______ vom 9. 
November  2006  und  auf  dasjenige  von  Dr.  E._______  vom  11. 
September  2006,  ebenso auf  die  der  Beschwerdeschrift  beigelegten 
Krankengeschichten  des  Landeskrankenhauses  [...].  Er  erklärte,  er 
stehe  in  ständiger  ärztlicher  Behandlung  bei  Dr.  F._______  in  [...], 
Österreich.

10.2 Zusammen mit  seiner  Replik  vom 22. April  2008 überliess  der 
Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht ein von ihm selbst 
verfasstes  Schreiben  vom 21.  April  2008,  eine  Bestätigung  von  Dr. 
med.  G._______  vom  21.  April  2008,  einen  "physikalischen 
therapeutischen  Status"  von  H._______  vom  21.  April  2008,  einen 

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ärztlichen Bericht des Landeskrankenhauses [...]  vom 16. April  2008 
sowie eine Medikamentenverordnung von Dr. F._______ vom 10. April 
2008.

10.2.1 In  seinem  Brief  vom  21.  April  2008  an  das  Bundesver-
waltungsgericht  zeichnete  der  Beschwerdeführer  zunächst  seine 
beruflichen  Tätigkeiten  sowie  seine  Kranken-  und  Unfallgeschichte 
nach.  Anschliessend  erklärte  er  unter  anderem,  er  habe  nun  auch 
psychische  Probleme  und  Depressionen;  wegen  seines  Gehör-
schadens sei er auch nie mehr unter Leuten. Er verstehe nicht, warum 
das  Gutachten  des  Neurologen  und  Psychiaters  Dr.  E._______ 
bezüglich  der  Arbeitsfähigkeit  so  wenig  berücksichtigt  werde.  Sein 
Körper lasse ihn nichts mehr machen, ohne dass höllische Schmerzen 
aufträten. Die Nacht sei so schlimm wie der Tag; er erhole sich nicht. 
Um  seinen  normalen  Tagesablauf  zu  bewältigen,  brauche  er  neben 
Medikamenten auch therapeutische Unterstützung, deren Kosten und 
Selbstbehalt sehr hoch seien.

10.2.2 Dr.  G._______,  Facharzt  für  Hals-,  Nasen-  und  Ohrenkrank-
heiten, bestätigte am 21. April 2008 schriftlich, dass der Beschwerde-
führer  an  einer  dem  Ausmass  nach  mittelgradigen,  beiderseitigen 
sensore-neuralen  Schwerhörigkeit  leide.  Auf  der  Grundlage  des 
Reintonaudiogramms vom 18. Februar 2008 berechne sich beidseits 
ein prozentualer Hörverlust von 50 %. Zusätzlich bestehe ein mässig 
gut  kompensierter  hochfrequenter  Tinnitus,  welcher  derzeit  mit 
Tebofortan 40 mg-Tabletten therapiert werde.

10.2.3 H._______ ("neurologische Rehabilitation, Heilmassage") hielt 
in seinem "physikalischen therapeutischen Status" vom 21. April 2008 
fest,  beim  Beschwerdeführer  zeige  sich  eine  massive  reflektorische 
lokale  und  segmentale  Muskelverhärtung  und  Nervenreizung  mit 
massiven  chronischen  rezidivierenden  Schmerzen  und  erheblicher 
Bewegungseinschränkung  des  gesamten  Bewegungsapparates.  Die 
Faktoren,  die  diesen  Prozess  eingeleitet  hätten,  seien  ihm, 
H._______,  unbekannt.  Emotionell  zeichne  sich  für  den  Betroffenen 
ein  irreversibles  Erkrankungsbild  ab.  Daher  wäre  eine  längere  Be-
treuungskonstanz  im  Sinne  einer  Tiefenmuskulaturtraktion  zur  Re-
polarisierung  des  Muskelkollektivs  mit  Überprüfung  des  Effekts  an-
gezeigt.  Aus  seiner  Sicht  würde  dies  die  somatische  Behandlung 
optimieren.

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10.2.4 Im ärztlichen  Bericht  des  Landeskrankenhauses [...]  vom 16. 
April  2008  wird  über  eine  ambulante  Behandlung  des  Beschwerde-
führers vom gleichen Tag berichtet. Unter dem Stichwort "Procedere" 
legt Oberarzt Dr. I._______ dar, aus neurochirurgischer Sicht bestehe 
zur  Zeit  kein  Handlungsbedarf.  Der  Patient  solle  die  begonnenen 
Therapien weiterführen und sich nach Abschluss der Behandlung tele-
fonisch bei ihm melden.

10.3 Der  medizinische  Dienst  der  IVSTA  erklärte  dazu  in  seiner 
Stellungnahme vom 19. Mai 2008, die vier vorgelegten Berichte teilten 
keine neuen Befunde mit; sie seien für die Beurteilung des Gesund-
heitszustandes wenig dienlich. Eine mittlere Schwerhörigkeit,  wie sie 
von  Dr.  G._______  diagnostiziert  werde,  sei  mit  Verweistätigkeiten 
vereinbar  und  könne allenfalls  mit  einem Gehörhilfsmittel  verbessert 
werden.  Ein  Medikamentenrezept  sodann  sage  überhaupt  nicht  viel 
aus. Laut dem Arztbericht des Landeskrankenhauses [...] vom 16. April 
2008 ergäben sich auch keine neuen Erkenntnisse; es werde lediglich 
berichtet, dass kein Handlungsbedarf bestehe. Der Bericht von Herrn 
H._______,  der  wohl  ein  Nicht-Mediziner  sei,  sei  absolut  nicht  ver-
wertbar und aus schulmedizinischer Sicht unsinnig. Zusammenfassend 
lasse  sich  aus  den  neu  zugestellten  Unterlagen  keine  neue  Be-
urteilung  begründen.  Leider  seien  die  von  ihm  (Dr.  A._______)  in 
seiner  Stellungnahme vom 16. März  2008  verlangten  Berichte  nicht 
vorgelegt  worden.  Von  Interesse  wäre  ein  orthopädischer  Verlaufs-
bericht über den Oktober 2007 hinaus.

11.

11.1 Dr.  E._______  schätzte  den  Beschwerdeführer  am  11. 
September  2006  aus  neurologischer  und  psychiatrischer  (nerven-
fachärztlicher) Sicht aufgrund einer ungünstigen Kombination mehrerer 
Erkrankungen als nicht arbeitsfähig ein. Er hielt vorab fest, Grundlagen 
seines Gutachtens seien die Anamneseerhebung, die klinische Unter-
suchung  und  die  elektrophysiologische  Untersuchung  vom  6. 
September  2006,  die  EEG-Untersuchung  vom  14.  September  2006 
sowie  die  zur  Verfügung  stehenden  Vorbefunde  (worunter  sich  das 
Gutachten von Dr. B._______ vom 18. Mai 2006 sowie dasjenige von 
Dr. C._______ vom 4. April 2006 befinden). Der Beschwerdeführer sei 
am 31. Mai 2006 einmalig in seiner Ordination gewesen. Zu diesem 
Zeitpunkt  sei  auf  Anforderung  der  Neurochirurgie  [...]  eine  elektro-
physiologische  Untersuchung  zur  Bewertung  einer  Muskelschwäche 

Seite 18

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durchgeführt  worden,  doch  habe  er,  Dr.  E._______,  keine 
therapeutischen Massnahmen veranlasst. Da der Proband nur einmal 
zur Diagnostik bei ihm gewesen sei,  bestehe von seiner Seite keine 
Befangenheit.

Zum psychischen Status führte Dr. E._______ aus, der Patient sei im 
Untersuchungszeitpunkt wach und orientiert. Die Stimmung sei deut-
lich gedrückt, "affektiv nur wenig mitschwingen, der Antrieb reduziert." 
Im Gespräch mache der Patient einen deutlich erschöpften Eindruck, 
der Gedankenstatus sei weitschweifig, teilweise sprunghaft, umständ-
lich  und  inkohärent.  Aspektmässig  liege  auch  eine  Konzentrations-
störung  vor.  Bei  den  übrigen  Ausführungen  des  Gutachters  zum 
psychischen  Status  des  Beschwerdeführers  handelt  es  sich  um 
dessen  eigene  Schilderungen.  Unter  dem  Titel  "derzeitige  Medika-
mente" nannte der Gutachter das Antidepressivum Saroten sowie das 
zur teilweisen Schmerzdämpfung eingesetzte Hydal. Im Vorfeld habe 
der  Patient  einige  andere  Antidepressiva  unbekannten  Namens  er-
halten,  die  ihm  jedoch  nicht  bekommen  bzw.  wirkungslos  gewesen 
seien.  In  den  vergangenen  Jahren  sei  er  nicht  in  psycho-
therapeutischer  Behandlung  gewesen;  er  sei  auch  nie  bei  einem 
Nervenfacharzt gewesen.

Vor  diesem  Hintergrund  scheint  die  Diagnose  "emotional  instabile 
Persönlichkeitsstörung,  impulsiver  Typ"  bzw.  "primär  chronische, 
psychiatrische Gesundheitsstörung" sowie "Dysthymie" auf wackligen 
Füssen zu stehen, zumal sie offensichtlich nicht auf einer eingehenden 
psychiatrischen  Untersuchung  beruht.  Die  Begutachtung  erfolgte  in 
erster Linie aus neurologischer Perspektive. Auch psychiatrische Vor-
befunde wurden von Dr. E._______ keine genannt, und sein Hinweis 
auf die damals bereits laufende, nicht von ihm verordnete Medikation 
mit  Antidepressiva  lässt  sich  schwerlich  als  Diagnose  bezeichnen. 
Darüber hinaus ist seine Einschätzung (Antwort auf die Fragen 3a - f), 
der  Beschwerdeführer  sei  aufgrund  einer  ungünstigen  Kombination 
mehrerer Erkrankungen (Verletzung von Nervenwurzeln bzw. Nerven 
in  zwei  Extremitäten,  chronisches  Schmerzsyndrom,  primär 
chronische,  psychiatrische  Gesundheitsstörung)  nicht  arbeitsfähig, 
sehr summarisch gehalten. Sie präzisiert nicht, inwiefern die einzelnen 
Faktoren  zusammenspielen  und  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit 
bewirken.  Nicht  schlüssig  nachvollziehbar  erscheint  insbesondere, 
warum  der  Beschwerdeführer  auch  in  Verweisungstätigkeiten  voll-
ständig arbeitsunfähig sein soll. Dies gilt umso mehr, als der Gutachter 

Seite 19

C-35/2008

bei der Beantwortung von Frage 2 Behinderungen und Funktionsaus-
fälle beschreibt, welche jedenfalls aus Sicht des neurologischen Laien 
nicht  zwingend  mit  vollständiger  Arbeitsunfähigkeit  einhergehen 
müssen.  So  wird  beispielsweise  dargelegt,  mit  der  rechten  oberen 
Extremität  könnten  manuell  belastende Tätigkeiten  nicht  ausgeführt 
werden, und die Verletzung von N. tibialis und peroneaus im Bereich 
der linken unteren Extremität verursache keine wesentliche Schwäche; 
die  Polyneuropathie  sei  leichtgradig  und  "derzeit"  von  geringerer 
Relevanz.

11.2 Dr. D._______ untersuchte den Beschwerdeführer am 2. Oktober 
2006.  Er  berücksichtigte  bei  der  Abfassung  seines  orthopädischen 
Gutachtens vom 9. November  2006 sowohl  die Berufsanamnese als 
auch die relevanten früheren Erkrankungen und Operationen des Be-
schwerdeführers. Ebenso lag ihm das Gutachten von Dr. E._______ 
vom 11. September 2006 vor. Dessen Einschätzung, der Beschwerde-
führer sei nicht arbeitsfähig, übernahm er wörtlich, jedoch ohne sich 
damit  auseinanderzusetzen,  als  eigene  Gesamtbeurteilung,  wenn-
gleich  er  zunächst  aufgrund  detaillierter  eigener  Befundaufnahme 
festgehalten  hatte,  aus  rein  orthopädischer  Sicht  könne  der  Be-
schwerdeführer leichte Arbeiten verrichten. Zumindest seine Gesamt-
beurteilung der  Arbeitsfähigkeit  erweist  sich  deshalb  als  nicht  nach-
vollziehbar, umso mehr, als die ihr zugrundeliegende nervenfachärzt-
liche Einschätzung selbst nicht schlüssig ist.

11.3 Weiter untermauert der Beschwerdeführer seinen Antrag auf eine 
ganze  Invalidenrente  mit  den  im  Rahmen  der  Replik  vom  22.  April 
2008  eingereichten  Schriftstücken.  Diesbezüglich  kann  auf  die  zu-
treffende Würdigung des medizinischen Dienstes der Vorinstanz vom 
19. Mai 2008 verwiesen werden, welche zum Schluss führt, dass sich 
aus den ergänzenden Unterlagen keine neue Beurteilung ergibt (siehe 
oben E. 10.2).

12.

12.1 Die  Allgemeinmedizinerin  Dr.  B._______  untersuchte  den  Be-
schwerdeführer  am  14.  März  2006  im  Auftrag  der  österreichischen 
Pensionsversicherungsanstalt.  Sie  stellte  in  ihrem  Gutachten  vom 
18. Mai 2006 fest, der Patient wirke in der Stimmungslage "leicht be-
lastet,  subdepressiv,  im  Affekt  jedoch  gut  mitschwingend".  Seine 
psychische  Belastbarkeit  qualifizierte  sie  als  durchschnittlich.  Als 
Hauptursachen der Minderung seiner Erwerbsfähigkeit listete sie auf: 

Seite 20

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"Zustand  nach  Schienbeinkopffraktur  Unterschenkel  links  2001 
(Motorradunfall), Tibiakopfnekrose (2x revidiert), Zustand nach Fraktur 
des  oberen  Sprunggelenkes  bzw.  Mittelfusses  rechts,  Halswirbel-
säulensyndrom bei Osteochondrose und Instabilität  C6/C7 (operiert), 
Zustand  nach  Pectoralis  Majorausriss  rechts,  Zustand  nach 
Scapulafraktur  rechts".  Ihrem "Gesamtleistungskalkül"  zufolge  waren 
dem  Beschwerdeführer  im  Beurteilungszeitpunkt  insbesondere  die 
folgenden  Arbeitsanforderungen  zumutbar:  Arbeitshaltung  über-
wiegend sitzend, stehend oder gehend; ständige leichte und fallweise 
mittlere  körperliche  Belastbarkeit;  überwiegend  unter  starker  Lärm-
einwirkung  (Tinnitus);  überwiegend  allgemein  exponiert  (z.B.  offen 
laufende  Maschine;  durchschnittlicher  Zeitdruck;  durchschnittliche 
psychische  Belastbarkeit;  einfaches  geistiges  Leistungsvermögen; 
Nachtarbeit, Schichtarbeit und Kundenkontakt. Ein Anmarschweg von 
mindestens 500 m sei ohne Pause möglich, und die üblichen Arbeits-
pausen  seien  ausreichend.  Unter  Ziff.  8  ihrer  Begutachtung  ("zur 
Diagnosestellung  und  abschliessenden  ärztlichen  Beurteilung  ein-
geholte  Fachgutachten")  erwähnte  sie  das  orthopädische  Fachgut-
achten von Dr. C._______ vom 4. April 2006.

12.2 Der Unfallchirurg Dr. C._______ bezeichnete im "Leistungskalkül" 
seines  Gutachtens  vom  4.  April  2006  insbesondere  folgende  An-
forderungen  als  dem  Beschwerdeführer  zumutbar:  überwiegend 
sitzende, stehende oder gehende Arbeitshaltung; überwiegend leichte, 
fallweise  mittlere  körperliche  Belastbarkeit;  fallweise  unter  starker 
Lärmeinwirkung  (Schwerhörigkeit);  überwiegend  allgemein  exponiert 
(z.B.  offen  laufende  Maschine);  durchschnittlicher  Zeitdruck;  Nacht-
arbeit,  Schichtarbeit  und  Kundenkontakt;  Anmarschweg  von 
mindestens 500 m ohne Pause möglich; übliche Arbeitspausen aus-
reichend.

Während seine Befundaufnahme und seine Diagnose vor dem Hinter-
grund der anderen ärztlichen Berichte nicht zu beanstanden sind, er-
scheint zumindest zweifelhaft, ob der Gutachter die Fragen Nr. 6 – 11 
der  Pensionsversicherungsanstalt  tatsächlich  mit  Blick  auf  den  Be-
schwerdeführer  oder  eher  in  Bezug  auf  denjenigen  Patienten  be-
antwortete,  dessen Name oben links auf  der betreffenden Seite des 
Gutachtens steht. Bei den erwähnten Fragen geht es um die Kausalität 
("Ist  die  angestrebte  Pension  Folge  eines  Unfalles?"),  mögliche  Be-
handlungsmassnahmen,  die  Prognose,  die  Notwendigkeit  weiterer 
fachärztlicher  Expertisen  sowie  um  Anpassung  und  Gewöhnung  an 

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den Leidenszustand. Dass die angestrebte Pension letztlich auf einen 
Unfall (oder mehrere) zurückzuführen ist, wie es auf der augenschein-
lich  verwechselten  Seite  des  Gutachtens  von  Dr.  C._______  dar-
gestellt wird, lässt sich allerdings mit Blick auf die übrigen Akten nicht 
bezweifeln.  Die  weiteren  Punkte  auf  dieser  mit  dem  Namen  eines 
anderen  Patienten  versehenen  Seite  beinhalten  prognostische  Aus-
sagen des Gutachters. Für die Würdigung des Gesundheitszustandes 
im Beurteilungszeitpunkt hätten sie, wenn sie sich denn auf den Be-
schwerdeführer  bezögen,  ohnehin  keine  ausschlaggebende  Be-
deutung.

12.3 Sowohl  Dr. B._______ als  auch Dr. C._______ erachteten  den 
Beschwerdeführer  im  Frühjahr  2006  als  arbeitsfähig.  Ihre  Ein-
schätzungen  über  die  ihm  zumutbaren  Leistungsanforderungen 
decken sich weitgehend, indem sie vorwiegend leichte Tätigkeiten für 
zumutbar  erachten.  Abweichungen  finden  sich  etwa  bezüglich  des 
Arbeitens  in  Zwangshaltungen,  unter  starker  Lärmeinwirkung  oder 
bezüglich  des berufsbedingten Lenkens eines Motorfahrzeuges,  was 
jedoch  nichts  an  der  übereinstimmenden  Feststellung  der  Arbeits-
fähigkeit als solcher ändert.

Laut ihrem "Gesamtgutachten" hatte Dr. B._______ das orthopädische 
Fachgutachten  von  Dr.  C._______  "zur  Diagnosestellung  und  ab-
schliessenden ärztlichen Beurteilung" eingeholt. Sie beantwortete für 
die  österreichische  Pensionsversicherungsanstalt  zum  Teil  dieselben 
Fragen wie Dr. C._______, was vermuten lässt, dass sie auch dessen 
augenscheinlich  nicht  den  Beschwerdeführer  betreffende  Angaben 
übernommen  haben  könnte.  Weil  Letztere  aber,  wie  oben  gezeigt 
wurde,  für  die  Einschätzung  des  Gesundheitszustandes  im  Be-
urteilungszeitpunkt  kaum relevant  waren,  hätte  dies  keine negativen 
Auswirkungen  auf  ihr  Gesamtgutachten  gehabt.  Im  Weiteren  stützte 
sich  Dr. B._______  auf  ihre  eigene  Untersuchung  des  Beschwerde-
führers  sowie  ergänzend  auf  verschiedene  Zusatzbefunde  und  gab 
eine  Beurteilung  ab,  welche  sich  punktuell  (nicht  jedoch  hinsichtlich 
der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit  an sich) von der Einschätzung 
des Facharztes Dr. C._______ unterscheidet.

Abgesehen von der  beschriebenen Unstimmigkeit  im Gutachten von 
Dr. C._______ sind sowohl seine Begutachtung als auch diejenige von 
Dr. B._______ nachvollziehbar. Beide wurden unter Berücksichtigung 
bereits vorhandener Befunde verfasst und führten zu einer ärztlichen 

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Beurteilung  insbesondere  der  Arbeitsfähigkeit,  welche  mit  den  ge-
stellten Diagnosen kongruent erscheint.

13.
Mindestens teilweise von der Position der Vorinstanz abweichend ver-
tritt der Beschwerdeführer die Ansicht, ihm stehe von Beginn weg, d.h. 
seit 1. Mai 2006, ununterbrochen eine ganze (unbefristete) Invaliden-
rente zu. Dafür bieten jedoch weder das Gutachten von Dr. E._______, 
auf  welches  der  Beschwerdeführer  zur  Untermauerung  seines  Be-
gehrens speziell  verweist, noch die übrigen Akten eine ausreichende 
Grundlage. Insbesondere vermögen die Gutachten von Dr. E._______ 
und Dr. D._______, die beide vollständige Arbeitsunfähigkeit offenbar 
auch  in  Verweisungstätigkeiten  konstatieren,  den  Antrag  des  Be-
schwerdeführers  nicht  entsprechend  dem  Beweisgrad  der  über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, wie oben gezeigt wurde.

14.
Demnach ist die Beschwerde entsprechend dem Antrag der Vorinstanz 
teilweise  gutzuheissen. Soweit  der  Beschwerdeführer  hingegen  eine 
ganze (unbefristete) Invalidenrente ab 1. Mai 2006 verlangt, ist seine 
Beschwerde abzuweisen.

15.
Abschliessend ist  noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung zu befinden.

15.1 Gemäss  Art. 69  Abs. 1bis i.V.m  Art. 69  Abs. 2  IVG  (in  der  seit 
1. Juli  2006 gültigen Fassung) ist  das Beschwerdeverfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  bei  Streitigkeiten  um die  Bewilligung oder 
die  Verweigerung  von  Leistungen  der  Invalidenversicherung  kosten-
pflichtig,  wobei  die  Kosten  nach  dem  Verfahrensaufwand  und  un-
abhängig  vom Streitwert  im Rahmen von Fr. 200.– bis  1'000.– fest-
gelegt  werden. Die  Verfahrenskosten sind  in  der  Regel  der  unterlie-
genden Partei aufzuerlegen; unterliegt diese nur teilweise, so werden 
die  Verfahrenskosten ermässigt,  und  ausnahmsweise können sie  ihr 
erlassen  werden  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Da  der  Beschwerdeführer 
teilweise  unterliegt,  sind  ihm die  auf  Fr. 400.– festzusetzenden  Ver-
fahrenskosten zur Hälfte, also im Umfang von Fr. 200.–, aufzuerlegen. 
Sie  sind  mit  dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in  der  Höhe 
von Fr. 400.– zu verrechnen; der Restbetrag von Fr. 200.– ist ihm nach 
Eintritt  der Rechtskraft  dieses Urteils aus der Gerichtskasse zurück-
zuerstatten.

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15.2 Die  Beschwerdeinstanz  kann  der  ganz  oder  teilweise  ob-
siegenden  Partei  von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Ent-
schädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe 
Kosten  zusprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  7  Abs.  1  des 
Reglementes  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  VGKE,  SR 
173.320.2). Die Entschädigung wird der Körperschaft oder autonomen 
Anstalt auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie 
nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 
Abs. 2  VwVG). Mangels  Einreichung  einer  Kostennote  wird  die  Ent-
schädigung des Rechtsbeistandes (Y._______) unter Berücksichtigung 
des  gebotenen  und  aktenkundigen  Vertretungsaufwandes  nach 
Massgabe des Unterliegens (½) auf pauschal Fr. 400.– (inkl. Auslagen) 
festgesetzt  (Art.  65  Abs.  5  VwVG i.V.m. Art.  12  und  Art.  14  Abs. 2 
VGKE). 

Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  teilweise gutgeheissen. Die  angefochtene Ver-
fügung  wird  dahingehend  abgeändert,  dass  dem  Beschwerdeführer 
eine  halbe  ordentliche  Invalidenrente  für  den  Zeitraum  vom  1.  Mai 
2006 bis zum 31. Juli 2007, eine ganze ordentliche Invalidenrente für 
den Zeitraum vom 1. August 2007 bis zum 31. Januar 2008 und eine 
halbe ordentliche Invalidenrente mit  Wirkung ab 1. Februar 2008 zu-
gesprochen  wird.  Soweit  weitergehend,  wird  die  Beschwerde  ab-
gewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden dem Beschwerdeführer zur 
Hälfte,  d.h. im Umfang von Fr. 200.–, auferlegt. Sie werden mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.– verrechnet. Der Restbetrag 
von Fr. 200.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Urteils aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

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3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 400.– zugesprochen, zahlbar nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Rückerstattungsformular);

- die Vorinstanz (Ref-Nr. 671.57.369.250);
- das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Maria Amgwerd Urs Küpfer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005,  BGG, SR 
173.110). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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