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**Case Identifier:** 7827bec5-d5be-513a-95d2-7251c23a7ed6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2025 200 2024 705
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-705_2025-03-24.pdf

## Full Text

IV 200 2024 705 
JAP/BRO/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im Dezember 2007 unter Hinweis auf Diskushernien 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). 
Insbesondere nach Beizug des polydisziplinären Gutachtens der MEDAS 
C.________ vom 11. Januar 2011 (act. II 52.1) und des Abklärungsberichts 
Haushalt vom 27. Mai 2011 (act. II 53) verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 27. September 2011 (act. II 58) bei einem Invaliditätsgrad von 5 % 
einen Rentenanspruch. Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Im Juli 2020 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine Diskus-
hernie, eine Schilddrüsenoperation und einen Hypophysentumor erneut bei 
der IVB zum Leistungsbezug an (act. II 59). Die IVB tätigte medizinische 
sowie erwerbliche Abklärungen und wies mit Verfügung vom 11. Februar 
2022 (act. II 112) das Leistungsbegehren ab. Eine hiergegen erhobene 
Beschwerde (act. II 118 S. 3 ff.) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern mit Urteil IV 200 2022 152 vom 10. August 2022 (act. II 123) gut und 
wies die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und neuer Verfügung 
an die IVB zurück. In der Folge holte die IVB – auf Empfehlung des Regio-
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 125) – ein polydisziplinäres Gutach-
ten bei der MEDAS D.________ (MEDAS; act. II 151.1 ff.) und einen Situa-
tionsbericht Haushalt (act. II 159) ein. Gestützt darauf stellte sie mit Vorbe-
scheid vom 26. März 2024 (act. II 160) die Abweisung des Rentenan-
spruchs in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte Einwand (act. II 161, 
166). Nach Einholung einer Stellungnahme der MEDAS (act. II 168 S. 1 ff.) 
und erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 169, 172) ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 18. September 2024 (act. II 174) bei ei-
nem Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt sowie einem Invaliditäts-
grad von 25 % einen Rentenanspruch. 

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 23. Oktober 2024 Beschwerde mit den fol-
genden Anträgen: 

1. Es sei eine öffentliche Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Europäi-
schen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) durchzuführen. 

2. Es sei die Beschwerdeführerin als Partei zu befragen. 
3. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 18. September 2024 sei 

vollumfänglich aufzuheben. 
4. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

eine ganze Invalidenrente auszurichten. 
5. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere (me-

dizinische) Abklärungen vorzunehmen. 
6. Der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren die integrale 

unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung der unterzeichnenden 
Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu gewähren. 
Bis zum Entscheid über den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege 
sei von der Erhebung eines Gerichtskostenvorschusses abzusehen. 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Replik vom 3. Dezember 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
gestellten Anträgen und Standpunkten fest. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Dezember 2024 hiess der Instruk-
tionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete 
der Beschwerdeführerin Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin 
bei. Gleichzeitig wies er den gestellten Antrag auf Parteibefragung ab und 
setzte der Beschwerdeführerin Frist bis am 9. Januar 2025, um mitzuteilen, 
ob sie am Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung 
festhalte. Zudem edierte er die Tonaufnahmen der Begutachtung.

Am 17. Dezember 2024 ging seitens der Beschwerdegegnerin ein Daten-
träger mit den Tonaufnahmen beim Gericht ein (act. IIA). 

Mit Eingabe vom 3. Januar 2025 verzichtete die Beschwerdeführerin auf 
die Durchführung einer Schlussverhandlung und nahm mit Eingabe vom 
8. Januar 2025 erneut Stellung. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. September 2024 
(act. II 174). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht wird vorab eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend gemacht, indem beanstandet wird, die Beschwerdegegne-

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rin habe "hinter dem Rücken" der Beschwerdeführerin bei den Gutachtern 
um eine Stellungnahme bzw. eine Ergänzung und somit Verbesserung des 
Gutachtens ersucht (Beschwerde S. 11 Ziff. III lit. B Ziff. 6). 

2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) garantier-
te Anspruch auf rechtliches Gehör räumt dem Betroffenen das persönlich-
keitsbezogene Mitwirkungsrecht ein, erhebliche Beweise beizubringen, mit 
solchen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentli-
cher Beweise mitzuwirken. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der 
Behörden, die Argumente und Verfahrensanträge der Parteien entgegen-
zunehmen und zu prüfen, sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebo-
tenen Beweismittel abzunehmen (BGE 138 V 125 E. 2.1 S. 127; SVR 2016 
BVG Nr. 6 S. 23, 9C_634/2014 E. 6.1.1). Der Versicherungsträger, der ei-
ner Gutachterin oder einem Gutachter Erläuterungs- oder Ergänzungsfra-
gen zu stellen gedenkt, hat die versicherte Person vorgängig darüber zu 
informieren und ihr Gelegenheit zu geben, auch ihrerseits solche Fragen zu 
stellen. Dies gilt auch in Verfahren, die mittels durch Einsprache anfechtba-
re Verfügung abgeschlossen werden (BGE 136 V 113 E. 5.4 S. 116; 
SVR 2019 IV Nr. 93 S. 313, 9C_162/2019, 9C_191/2019 E. 5.3.3.2).

2.3 Soweit die Verwaltung die Sachverständigen mit der im 
Verwaltungsverfahren seitens einer versicherten Person erhobenen Kritik 
konfrontiert und sie – ohne sie vorgängig nochmals anzuhören – um eine 
diesbezügliche Stellungnahme ersucht, ist darin grundsätzlich keine 
Gehörsverletzung zu erblicken. Denn dabei stellt die Verwaltung keine 
eigenen Ergänzungsfragen und die Mitwirkungsrechte der versicherten 
Person bleiben dadurch gewahrt, dass sie sich nach dem Vorliegen der 
gutachterlichen Stellungnahme erneut zum Beweisergebnis äussern kann. 
Auch vorliegend stellte die Beschwerdegegnerin den Gutachtern keine 
Ergänzungsfragen und erliess nach Eingang der Stellungnahme der 
MEDAS vom 12. Juni 2024 (act. II 168 S. 1 ff.) einen neuen Vorbescheid 
(act. II 169). Das von der Beschwerdeführerin als "schlicht inakzeptabel" 
bezeichnete Vorgehen (Beschwerde S. 11 Ziff. III lit. B Ziff. 6) ist somit in 
keiner Weise zu beanstanden und die Stellungnahme der MEDAS vom 
12. Juni 2024 (act. II 168 S. 1 ff.) nicht "formal aus den Akten zu weisen" 
(Beschwerde S. 12 Ziff. III lit. B Ziff. 6). Im Übrigen bemängelte die 

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anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin in ihrem Einwand gegen den 
Vorbescheid vom 12. Juli 2024 (act. II 169) zwar die Gehörsverletzung 
(act. II 172 S. 10 Ziff. 6), verzichtete jedoch darauf, Fragen zu stellen und 
deren Unterbreitung an die Gutachter einzufordern. 

Sodann ist – entgegen der Ansicht in der Beschwerde (S. 11 f. Ziff. III lit. B 
Ziff. 6) – ebenfalls nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
nach Eingang der Einwände vom 17. April respektive 13. Mai 2024 
(act. II 161, 166) eine Stellungnahme bei denselben Gutachtern einholte, 
und das Dossier nicht einer anderen Gutachterstelle vorlegte. Was die 
Beschwerdeführerin aus dem in der Beschwerde genannten Urteil des 
Bundesgerichts (BGer) 9C_273/2009 vom 14. September 2009 zu ihren 
Gunsten ableiten will, ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr wurde darin 
gerade bestätigt, dass keine Besorgnis der Voreingenommenheit besteht, 
wenn dieselben Gutachter ihr Gutachten – wie vorliegend – lediglich 
erklären respektive erläutern (E. 3.4).

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201] und des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-
gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 89 E. 3.2.1 S. 95, 
148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene 
Verfügung datiert vom 18. September 2024 (act. II 174), womit sie nach 
dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen 
liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Ren-
tenanspruchs mit Blick auf die Neuanmeldung vom Juli 2020 (act. II 59) 
sowie die sechsmonatige Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG vor dem 
1. Januar 2022 (vgl. E. 6.2 hiernach), weshalb die Bestimmungen des IVG, 
der IVV und des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 

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(fortan: aArt.) massgebend sind (Rz. 9100 f. des Kreisschreibens des Bun-
desamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: 
vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 
S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

3.4

3.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

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3.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht 
(BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

3.4.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 
130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-

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gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

4.

4.1 Seit der Verfügung vom 27. September 2011 (act. II 58) ist mit den 
neu aufgetretenen Beschwerden bzw. Erkrankungen (vgl. act. II 151.1 
S. 12 f. Ziff. 4.9) ein medizinischer Neuanmeldungsgrund unbestrittener-
massen ausgewiesen (vgl. zum Beweiswert der Expertise E. 4.4 hiernach). 
Dementsprechend ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitig neu zu prüfen (vgl. E. 3.4.4 hiervor).

4.2 In Bezug auf die Aktenlage zum Zeitpunkt der Verfügung vom 
27. September 2011 (act. II 58) sowie zum Zeitpunkt der Verfügung vom 
11. Februar 2022 (act. II 112) ist auf VGE IV 200 2022 152 E. 3.2 f. 
(act. II 123 S. 7 ff.) zu verweisen. Den nach dem Rückweisungsentscheid 
eingeholten medizinischen Akten ist im Wesentlichen was folgt zu entneh-
men:

4.2.1 Im MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 2023 (act. II 151.1 ff.) stellten 
die Experten in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung die folgenden 
Diagnosen (act. II 151.1 S. 10 Ziff. 4.3.1 f.): 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
1. Zustand nach endonasal transsphenoidaler Exstirpation eines zysti-

schen Makroadenoms links lateral (09/2019) bei Zustand nach zysti-
schem Hypophysenmakroadenom, laufende Substitutionstherapie mit 
Hydrocortison (ICD-10 D35.2)

2. Chronische Kreuzschmerzen bei/mit
- degenerativen Veränderungen an der Lendenwirbelsäule (ICD-10 

M47.86) mit u.a.
- Osteochondrosen L3/4 und L4/5
- Spondylarthrosen L4/5 und L5/S1

- bisegmentalen Diskushernien L5/S1 und L4/5 mit leichter Pelottie-
rung der L4-Wurzel rechts und der S1-Wurzel rechts (MRI der LWS 
mit MR/Myelographie vom 14. Juli 2010; ICD-10 M51.2)
- ohne gegenwärtige radikuläre Symptomatik und neurologische 

Ausfälle der unteren Extremitäten bds.
- St. n. anamnestisch Verhebetrauma vom 17. April 2021

3. Chronische Nackenschmerzen bei/mit

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- degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (ICD-10 
M47.82) mit u.a.
- Osteochondrose und Unkovertebralarthrose C6/7 > C5/6
- Spondylarthrose C7/Th1

4. Chronische Knieschmerzen links bei
- beginnenden degenerativen Veränderungen im medialen Kompar-

timent (Röntgen Knie links vom 17. August 2023; ICD-10 M17.9)
- St. n. vorderer Kreuzband-Totalruptur (MRI Knie links vom 2. Juli 

2021; ICD-10 S83.50)
- Innenmeniskushinterhorn-Horizontalriss links (ICD-10 S83.2)
- St. n. anamnestisch Verhebetrauma vom 17. April 2021

5. Leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0)
6. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-

ren (ICD-10 F45.41)
7. Somatoforme autonome Funktionsstörung, unteres Verdauungssystem 

(ICD-10 F45.32)
8. Outlet-Obstruktion bei/mit (ICD-10 K59.02)

- Nachweis einer rektalen Intussuszeption (liegende MR-
Defäkographie vom 16. September 2020)

- ausgedehnte anteriore Rektozele
- St. n. analem Biofeedback-Training
- Nachweis eines Anismus (RAO-Typ II)
- St. n. Injektion von Botox in eine spastische Puborektalisschlinge 

(03/2020; Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin sowie Gastroenterologie, Spital F.________ …)

- St. n. Ballon-Dilatation bei massiver Spastizität der Puborektalissch-
linge (04/2020 Dr. med. E.________, F.________ …)

- Rektoskopie und Stapled-Transanale Rectal-Resection (STARR) 
6. April 2023 (PD Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, Spi-
tal F.________ …)

ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
1. Zustand nach totaler Thyreoidektomie bei Struma nodosa 01/2016 mit 

laufender Substitutionstherapie mit Tirosint (ICD-10 E07.9)
2. Schmerzen am Ansatz der Achillessehne bds. (Achillodynie; ICD-10 

M76.6) bei/mit
- Spreizfuss bds. (ICD-10 M21.63)

3. Leichte Hyposmie unklaren Ursprungs (ICD-10 R43.8) DD Postinfek-
tiös bedingt

In den angestammten Tätigkeiten als … sowie … habe mit Ausnahme einer 
zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeit von 100 % nach der Schilddrüsenoperati-
on im Oktober 2016 bis Ende August 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit und 
für die Zeit von September 2019 bis zum 3. Juni 2020 eine Arbeitsunfähig-
keit von 30 % bestanden. Seit der ersten Beurteilung der Funktionsstörung 
des unteren Verdauungssystems am 4. Juni 2020 bestehe in den ange-
stammten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (S. 11 Ziff. 4.6). 
Angepasst seien maximal leichte körperliche Tätigkeiten. Vermieden wer-
den sollte das Heben/Tragen von Gewichten über zehn Kilogramm. Das 

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Heben/Tragen sollte grundsätzlich nur fallweise gefordert sein mit ansch-
liessend ausreichender Ruhezeit. Ebenso vermieden werden sollten Ar-
beitszwangshaltungen mit vermehrter Belastung der Hals- und Lendenwir-
belsäule (z. B. repetitive Rotationsbewegungen des Kopfes [> 40°] bei fi-
xiertem Oberkörper oder fixierter Blickrichtung in deutlicher Abweichung zur 
Körperachse; repetitive Rotationsbewegungen > 30° des Oberkörpers bei 
fixiertem Stand der Beine oder vorgebeugte Arbeitszwangshaltungen ohne 
die Möglichkeit sich abzustützen), Arbeiten, welche mit Bücken unter 
Tischkantenniveau verbunden seien, Arbeitshaltungen im Knien oder in 
Hockstellung, Arbeiten, welche mit dem Überwinden von Niveauunter-
schieden (z. B. Treppensteigen) verbunden seien, höhenexponierte (z. B. 
auf Leitern oder Gerüsten) Arbeiten und ausschliesslich stehende/gehende 
Tätigkeiten. Nicht zumutbar seien sodann Tätigkeiten in Bereichen mit star-
ken Temperaturschwankungen, Tätigkeiten mit stark emotionaler Belastung 
und Stressbelastung und Nachtschichttätigkeiten. Ausserdem sollte die 
Beschwerdeführerin keine Tätigkeiten durchführen, bei denen sie nicht 
rasch auf eine Toilette gehen könne oder bei denen sie mit den Themen 
Magen-Darm-Beschwerden oder Problemen im Zusammenhang mit dem 
Stuhlgang zu tun habe. Sie sollte deshalb zum Beispiel möglichst keine 
Tätigkeiten in einem … oder einem … durchführen, bei denen sie einen 
regelmässigen Kontakt mit … respektive … habe. Weil sie möglichst keine 
Tätigkeiten durchführen sollte, bei denen sie nicht relativ rasch auf die Toi-
lette gehen könne, sollte sie auch möglichst keine Tätigkeiten durchführen, 
bei denen sie eine grosse Verantwortung für andere Menschen habe. So-
dann sollte sie möglichst keine Tätigkeiten durchführen, bei denen ein ein-
ziger Fehler dazu führen könnte, dass sie sich selbst oder andere Men-
schen gefährden könnte. In einer solchen Tätigkeit könne sie achteinhalb 
Stunden am Tag anwesend sein. Wegen des erhöhten Pausenbedarfes 
bestehe dabei eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Dies gelte seit September 
2019. Zuvor habe – mit Ausnahme einer zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % nach der Schilddrüsenoperation im Oktober 2016 – eine Ar-
beitsfähigkeit von 100 % bestanden (S. 12 Ziff. 4.7). Die angestammte 
Tätigkeit könne vor allem aufgrund der somatoformen, autonomen Funkti-
onsstörung (Psychiatrie) nicht mehr ausgeübt werden. Die Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit begründe sich mit der 
psychiatrischen, orthopädischen, endokrinologischen und gastroenterologi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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schen Einschätzung, wobei es in Bezug auf den Pausenbedarf zu einer 
vollständigen Überschneidung komme und somit keine Summation oder 
Teilsummation der fachspezifischen Arbeitsunfähigkeiten vorzunehmen sei 
(S. 11 Ziff. 4.5). 

Der Gesundheitszustand habe sich seit der leistungsabweisenden Verfü-
gung aus dem Jahr 2011 (vgl. act. II 58) wesentlich verändert. So sei 2020 
eine Outlet-Obstruktion diagnostiziert worden und 2016 eine Entfernung 
der Schilddrüse erfolgt, was eine vorübergehende ca. zweiwöchige Ar-
beitsunfähigkeit mit sich gebracht habe. Im Oktober 2019 habe ein Hypo-
physenmakroadenom entfernt werden müssen. Durch die Operation sei 
eine Unterfunktion in der Cortisonproduktion entstanden. Im Verlauf sei 
daher postoperativ mit einer Substitutionstherapie gestartet worden. Weiter 
sei eine leichte depressive Episode sowie eine somatoforme autonome 
Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems hinzugekommen. So-
dann hätten die degenerativen Veränderungen an der Lendenwirbelsäule 
zugenommen und die Beschwerdeführerin leide an chronischen Nacken-
schmerzen aufgrund von degenerativen Veränderungen an der Halswir-
belsäule. Des Weiteren habe sie am linken Knie zwischenzeitlich eine Rup-
tur des vorderen Kreuzbandes und eine Innenmeniskusläsion erlitten. Im 
aktuellen Röntgen des linken Kniegelenkes finde sich eine Verschmälerung 
des medialen Gelenkspaltes (act. II 151.1 S. 12 f. Ziff. 4.9). 

Im endokrinologischen-diabetologischen Teilgutachten vom 16. August 
2023 (act. II 151.3) legte PD Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, Endokrinologie-Diabetologie sowie Kardiologie, insbeson-
dere dar, es sei operativ eine endonasal transsphenoidale Exstirpation des 
zystischen Makroadenoms mit weiterhin notwendiger Hydrocortison-
Substitutionstherapie bei corticotroper Insuffizienz erfolgt. Bezüglich der 
Schilddrüse sei bereits im Januar 2016 eine totale Thyreoidektomie bei 
einer Struma nodosa mit seitheriger Substitutionstherapie erfolgt. Zusam-
menfassend zeige sich aus klinisch-endokrinologischer Sicht eine suffizien-
te Substitutionstherapie. Eine Assoziation mit leichten Einschränkungen der 
Leistungsfähigkeit, trotz derzeit grosszügiger Einnahme von Hydrocortison 
im Sinne einer Substitutionstherapie, sei nachvollziehbar (S. 6 Ziff. 6.3.1). 

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Im orthopädischen Teilgutachten vom 17. August 2023 (act. II 151.5) hielt 
Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, unter anderem fest, aufgrund der degene-
rativen Veränderungen an der Lenden- und Halswirbelsäule sowie der be-
lastungsabhängigen Schmerzen am linken Kniegelenk bei St. n. einer vor-
deren Kreuzbandruptur sowie einer Innenmeniskusläsion nach einem Ver-
hebetrauma vom 17. April 2021 und einer beginnenden Verschmälerung 
des medialen Gelenkspaltes seien körperlich schwere und mittelschwere 
Tätigkeiten nicht zu empfehlen und Tätigkeiten mit einer Zwangshaltung 
der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule nur bedingt zumutbar (S. 13 
Ziff. 6.3.1). Zudem müsse aufgrund der im Tagesverlauf zunehmenden 
Kreuz-, Nacken- sowie linksseitigen Knieschmerzen zur Vermeidung einer 
Exazerbation ein vermehrter Pausenbedarf von ca. eineinhalb Stunden 
täglich berücksichtigt werden (S. 15 Ziff. 8.2). 

Im gastroenterologischen Teilgutachten vom 24. August 2023 (act. II 151.8) 
legte PD Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
sowie Gastroenterologie, insbesondere dar, bei der Beschwerdeführerin 
habe sich eine Outlet-Obstruktion mit Anismus und aber auch anteriorer 
Rektozele entwickelt. Es seien adäquate Massnahmen (Biofeedbacktrai-
ning, Botox-Injektion in die spastische Puborektalisschlinge, Ballondilatati-
on, Therapie mit Stuhlregulation) ohne massgeblichen Erfolg durchgeführt 
worden. Im Juli 2023 sei dann eine STARR-Operation erfolgt. Hiervon habe 
die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ca. eineinhalb Monate 
nach Operation etwas profitiert, wobei sie beschreibe, dass sie etwas we-
niger Schmerzen und etwas verbesserten Abgang vom Stuhl habe (S. 5 
Ziff. 7.1). Die Beschwerdeführerin leide recht stark unter der Defäkationss-
törung, die mittels diversen Therapiemassnahmen leider nicht habe 
adäquat verbessert werden können. Die Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten und angepassten Tätigkeit werde auf 70 % geschätzt (S. 6 Ziff. 8.4). 

Dipl. Arzt K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, legte 
im psychiatrischen Teilgutachten vom 17. August 2023 (act. II 151.6) ins-
besondere dar, die angegebenen Schmerzen im Bereich der Lendenwir-
belsäule mit Ausstrahlung in beide Beine seien gemäss den somatischen 
Teilgutachten zwar teilweise, aber nicht ausreichend, somatisch erklärbar. 

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Deshalb hätten sie auch psychiatrische Ursachen und es sei die Diagnose 
einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren zu stellen. Auch die Magen-Darm-Beschwerden und die Probleme mit 
dem Stuhlgang seien gemäss den somatischen Teilgutachtern lediglich 
teilweise somatisch erklärbar, daher sei dafür aus psychiatrischer Sicht die 
Diagnose einer somatoformen autonomen Funktionsstörung, unteres Ver-
dauungssystem, zu stellen. Sodann erfülle die Beschwerdeführerin eines 
der drei Hauptkriterien zur Stellung der Diagnose einer depressiven Episo-
de gemäss ICD-10. Die Stimmung sei nicht betrübt. Sie sei aber auch nicht 
ausgeglichen. Die Stimmung schwanke immer wieder und sei immer wie-
der von den Emotionen abhängig. Sie sei ein emotionaler Mensch. Der 
Antrieb sei aber nicht eingeschränkt. Sie führe im privaten Alltag diejenigen 
Arbeiten durch, die sie aus körperlicher Sicht noch durchführen könne. So 
führe sie den Haushalt und erledige die Büroarbeiten. Sie sage auch, dass 
der Wille, etwas zu machen, vorhanden sei. Sie könne aber wegen der 
verschiedenen körperlichen Symptome verschiedene Arbeiten nicht mehr 
durchführen. Sie könne sich zudem aufraffen, etwas zu machen. Es 
bestünden keine Hinweise für eine Freud- und Interesselosigkeit. Sie liebe 
ihren Sohn und die Enkelkinder, habe aber nur wenig Kontakt mit anderen 
Menschen. Sie meine, sie könne wegen der Magen-Darm-Beschwerden 
und der Stuhlprobleme nicht mehr so häufig mit anderen Menschen zu-
sammen sein, was sie belaste. Früher habe sie viel Kontakt mit anderen 
Menschen gehabt. Sie habe zudem einen Hund, den sie gerne habe und 
mit dem sie regelmässig draussen spazieren gehe. Von den weiteren Krite-
rien zur Stellung der Diagnose einer depressiven Episode gemäss ICD-10 
erfülle die Beschwerdeführerin diejenigen von Ein- sowie Durch-
schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, einem eingeschränkten 
Selbstbewusstsein und einer inneren Unruhe und Leere. Sie sage, dass sie 
innerlich angespannt, unruhig, nervös, müde, erschöpft und ausgelaugt sei. 
Dies sei sie auch bei der Untersuchung gewesen und sie sei im Laufe des 
Gesprächs etwas ermüdet. Sie erfülle damit insgesamt eines der drei 
Hauptkriterien und vier der weiteren Kriterien zur Stellung der Diagnose 
einer depressiven Episode gemäss ICD-10. Weil sie nur eines der drei 
Hauptkriterien erfülle, erfülle sie formal gesehen nicht genügend Kriterien 
zur Stellung der Diagnose. Weil sie eines der drei Hauptkriterien und vier 
der weiteren Kriterien erfülle, würde die Diagnose einer depressiven Episo-

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de trotzdem gestellt. Der Schweregrad der Erkrankung sei aktuell nur 
leichtgradig ausgeprägt, was gut zu den Aktivitäten der Beschwerdeführerin 
im Alltag passe. Es gebe keine Hinweise dafür, dass sie vor der aktuellen 
depressiven Episode bereits früher eine solche Erkrankung gehabt habe 
und es dazwischen Zeiten gegeben habe, in denen sie keine depressiven 
Symptome gehabt habe. Deshalb könne nicht die Diagnose einer rezidivie-
renden depressiven Störung gestellt werden. Soweit die Beschwerdeführe-
rin sage, sie sei innerlich angespannt, unruhig, nervös, wenig belastbar und 
vertrage auch nicht viel, könnten diese Symptome durch die leichtgradige 
depressive Episode erklärt werden und es sei keine weitere Diagnose zu 
stellen. Gleiches gelte für die angegebenen Symptome der Ermüdung, der 
Erschöpfung, des Ausgelaugtseins und der Konzentrationsprobleme 
(S. 7 ff. Ziff. 6.3.1). 

Im internistischen und neurologischen Teilgutachten, beide vom 16. August 
2023, wurden keine Diagnosen (act. II 151.2 S. 5 Ziff. 6.3, 151.4 S. 6 
Ziff. 6.3) und im oto-rhino-laryngologischen Teilgutachten vom 17. August 
2023 keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 
(act. II 151.7 S. 6 Ziff. 6.3.2). 

4.2.2 In der Stellungnahme der MEDAS vom 12. Juni 2024 (act. II 168 
S. 1 ff.) zu den Einwänden der Beschwerdeführerin (act. II 166) führte der 
psychiatrische Gutachter aus, auch wenn im Gutachten stehe, dass die 
Stimmung nicht betrübt gewesen sei, sei das Kriterium einer betrübten 
Stimmung erfüllt gewesen, und zwar deshalb, weil die Stimmung nicht aus-
geglichen gewesen sei. Weil das Kriterium einer betrübten Stimmung erfüllt 
gewesen sei, würden sich auch keine Änderungen ergeben, wenn im Gut-
achten noch zusätzlich geschrieben worden wäre, die Beschwerdeführerin 
habe bei der Untersuchung geweint. Die Aussage in den Einwänden, im 
psychopathologischen Befund sei der Antrieb als eingeschränkt, bei der 
Beurteilung der Kriterien zur Stellung der Diagnose hingegen als nicht ein-
geschränkt beschrieben worden, sei richtig. Es habe sich aber bei der Be-
urteilung der Kriterien zur Stellung der Diagnose einer depressiven Episode 
gemäss ICD-10 gezeigt, dass der Antrieb nicht eingeschränkt sei, was dort 
begründet worden sei. Die Beschwerdeführerin könne im privaten Alltag 
diejenigen Arbeiten durchführen, die sie aus körperlicher Sicht noch durch-

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führen könne, den Haushalt sowie die Bürotätigkeiten alleine erledigen und 
gemäss eigener Aussage sei auch der Wille vorhanden, etwas zu machen 
und sie könne sich hierfür aufraffen. Selbst wenn sie – wie in den Einwän-
den vorgebracht – keinen Hund mehr haben sollte, sei der Antrieb insge-
samt so gut, dass dieser nicht eingeschränkt sei. Er wisse nicht mehr, ob 
die Beschwerdeführerin ihm gegenüber – wie in den Einwänden geltend 
gemacht – gesagt habe, dass sie am Vorabend nach der Exploration keine 
Energie mehr gehabt habe, um nach Hause zu gehen und sich in einer 
Tankstelle Hilfe gesucht habe, damit man ihr ein Hotel buche. Die Aussage 
passe jedoch gut zu den Konzentrationsproblemen, die im psychiatrischen 
Teilgutachten beschrieben worden seien. Die Beschwerdeführerin erfülle 
denn auch das Kriterium von Konzentrationsproblemen zur Stellung der 
Diagnose einer depressiven Episode gemäss ICD-10. Damit seien die 
Konzentrationsprobleme im Gutachten berücksichtigt worden. Diese seien 
jedoch nur leichtgradig ausgeprägt gewesen. Sie passten deshalb gut zur 
Stellung der Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode. Dabei 
handle es sich um eine Erkrankung, die leichtgradige funktionelle Ein-
schränkungen verursache, die im Gutachten ebenfalls beschrieben worden 
seien. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Fle-
xibilität und Umstellungsfähigkeit, die Anwendung fachlicher Kompetenzen, 
das Durchhaltevermögen, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontakt-
fähigkeit zu Dritten, die Gruppenfähigkeit, die Fähigkeit zu Spontanakti-
vitäten und die Fahreignung seien insgesamt leichtgradig eingeschränkt. 
Insgesamt führten die verschiedenen leichtgradigen Einschränkungen da-
zu, dass die Arbeitsfähigkeit für alle angepassten Tätigkeiten zu 30 % ein-
geschränkt sei (S. 1 f.). 

Der endokrinologische Gutachter nahm zu den Einwänden (act. II 166) so-
dann insofern Stellung, als er darlegte, dass in der polydisziplinären Ge-
samtbeurteilung sehr wohl die einzelnen Leiden angeführt worden seien 
und aufgrund der vorliegenden Beschwerden in einer angestammten Tätig-
keit als … oder … – insbesondere aufgrund der somatoformen, autonomen 
Funktionsstörung – eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe. Hingegen 
sei in einer optimal angepassten Tätigkeit mit ausführlich angeführtem Be-
lastungsprofil eine Arbeitsfähigkeit von 70 % zumutbar. Dies basiere so-
wohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht auf dem erhöhten 

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Pausenbedarf. Aufgrund der klaren Überschneidung wäre eine weitere Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar. Für die Frage, ob es 
zu einer weiteren Summation der Arbeitsunfähigkeit komme, sei nicht die 
Anzahl der angeführten Diagnosen massgebend, sondern die Art und 
Schwere des jeweiligen Leidens. Aus neurologischer Sicht habe sich so-
dann keine Diagnose gefunden, sodass die "quälenden Beschwerden" zu-
mindest als fachfremd anzusehen und in den jeweiligen Teilgutachten beur-
teilt worden seien (act. II 168 S. 3). 

4.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). Eine von anderen mit der 
versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-
anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

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4.4 Die angefochtene Verfügung vom 18. September 2024 (act. II 174) 
basiert in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem MEDAS-
Gutachten vom 2. Oktober 2023 (act. II 151.1 ff.) sowie der gutachterlichen 
Stellungnahme vom 12. Juni 2024 (act. II 168 S. 1 ff.). Das Gutachten (inkl. 
Stellungnahme) erfüllt die beweisrechtlichen Anforderungen der Recht-
sprechung an den Beweiswert einer versicherungsexternen Expertise und 
überzeugt (vgl. E. 4.3 hiervor). Die darin enthaltenen Feststellungen und 
Ausführungen beruhen auf eingehenden fachärztlichen Abklärungen re-
spektive Untersuchungen (inkl. durchgeführter Zusatzdiagnostik 
[act. II 151.1 S. 2 f. Ziff. 2.2, 151.10 S. 1 ff.]) und sind unter Berücksichti-
gung der geklagten Einschränkungen sowie in Kenntnis bzw. Würdigung 
der Vorakten getroffen worden. Gestützt darauf haben die Gutachter die 
Befundlage, die medizinischen Zusammenhänge und die daraus zu zie-
henden Schlüsse zum Gesundheitszustand nachvollziehbar dargestellt und 
überzeugend begründet. Sodann flossen die Ergebnisse der Teilgutachten 
– soweit erforderlich – angemessen in die Gesamtbeurteilung ein. 

4.4.1 In Bezug auf das internistische, das endokrinologische-
diabetologische, das neurologische, das orthopädische, das oto-rhino-
laryngologische sowie das gastroenterologische Teilgutachten 
(act. II 151.2 ff., 151.7 f.) wird von Seiten der Beschwerdeführerin – jeden-
falls hinsichtlich der Diagnosestellung – zu Recht nicht bestritten, dass die-
sen volle Beweiskraft zukommt. So wurden sämtliche beklagten Schmer-
zen respektive Probleme berücksichtigt und es liegen keine Berichte be-
handelnder Fachärzte im Recht, welche konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Teilgutachten benennen. Vielmehr decken sich die erhobe-
nen Befunde bzw. gestellten Diagnosen im Wesentlichen mit jenen der 
behandelnden Fachärzte respektive zeigte der oto-rhino-laryngologische 
Gutachter unter Einbezug der am 17. August 2023 durchgeführten CT der 
Nasennebenhöhlen (act. II 151.10 S. 5) überzeugend auf, dass die im Not-
fallzentrum des Spitals F.________ … gestellte Diagnose einer schweren, 
chronischen und therapieresistenten Sinusitis (act. II 93 S. 16) nicht 
bestätigt werden kann (act. II 151.7 S. 6 Ziff. 7.1). 

4.4.2 Im psychiatrischen Teilgutachten vom 17. August 2023 
(act. II 151.6) leitete dipl. Arzt K.________ die von ihm gestellten Diagno-

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sen einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F32.0), einer chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) sowie einer somatoformen autonomen Funktionsstörung, unteres 
Verdauungssystem (ICD-10 F45.32), gestützt auf eine umfassende klini-
sche Untersuchung der Beschwerdeführerin (vgl. Urteil des BGer 
8C_138/2021 vom 7. Juni 2021 E. 4.2) und unter Berücksichtigung der ge-
klagten Einschränkungen sowie der medizinischen Akten nachvollziehbar 
und begründet her (S. 1 ff. Ziff. 3.1 f., S. 5 Ziff. 4.3, S. 7 ff. Ziff. 6.3.1 f.). 
Soweit die Beschwerdeführerin bestreitet, dass lediglich eine leichte de-
pressive Symptomatik vorliegt (Beschwerde S. 5 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 3), ist 
dies nicht stichhaltig. Die gutachterliche Herleitung der diagnostizierten 
leichtgradigen depressiven Episode anhand der klinisch-diagnostischen 
Leitlinien (act. II 151.6 S. 8 Ziff. 6.3.1) ist nachvollziehbar und überzeugt 
(DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychi-
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
10. Aufl., 2015, S. 169 ff.). So zeigte er im Teilgutachten differenziert auf 
und präzisierte in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2024 (act. II 168 S. 1 
ff.), dass nur eines der drei Hauptkriterien, nämlich die gedrückte Stim-
mung, erfüllt war, hingegen keine Hinweise auf die beiden anderen Haupt-
kriterien, des Interessensverlustes bzw. der Freudlosigkeit und der Vermin-
derung des Antriebs bzw. der erhöhten Ermüdbarkeit, vorlagen. Sodann 
erachtete er von den weiteren Kriterien vier (die verminderte Konzentration 
und Aufmerksamkeit, das verminderte Selbstwertgefühl und Selbstvertrau-
en, die Schlafstörungen und die innere Unruhe respektive Leere) als erfüllt. 
Zwar ist richtig (vgl. zur diesbezüglichen Rüge: Beschwerde S. 5 Ziff. III lit. 
B Ziff. 3), dass im psychiatrischen Teilgutachten insoweit ein Widerspruch 
besteht, als unter den Untersuchungsbefunden ein eingeschränkter Antrieb 
aufgeführt (act. II 151.6 S. 5 Ziff. 4.3), ein solcher in der Herleitung der Dia-
gnose hingegen verneint wurde (S. 8 Ziff. 6.3.1). Dieser Widerspruch liess 
sich auch mit der gutachterlichen Stellungnahme vom 12. Juni 2024 
(act. II 168 S. 1 ff.) nicht gänzlich erklären respektive es ist von einem Ver-
sehen auszugehen. Allerdings wurde die Verneinung des eingeschränkten 
Antriebs, im Gegensatz zu dessen Bejahung, im Teilgutachten begründet. 
Da die Beschwerdeführerin ihre Haushaltsarbeiten und Büroarbeiten (je-
denfalls mehrheitlich; vgl. hierzu jedoch: Beschwerde S. 19 Ziff. III lit. B 
Ziff. 10) alleine erledigt und sie dem Gutachter gegenüber angab, der Wille, 

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etwas zu machen, sei vorhanden, ist die gutachterliche Schlussfolgerung, 
der Antrieb sei nicht eingeschränkt, nachvollziehbar. Sodann korreliert die 
lediglich leichtgradige depressive Symptomatik mit den Aktivitäten des täg-
lichen Lebens der Beschwerdeführerin (act. II 151.6 S. 8 Ziff. 6.3.1) und 
dem Umstand, dass sie nicht respektive seit Jahren nicht mehr in psychia-
trischer respektive psychologischer Behandlung steht (S. 10 Ziff. 7.2). Ent-
sprechend finden sich in den Akten auch keine fachärztlichen Berichte, die 
ein schwerwiegenderes psychisches Geschehen begründen würden. Im 
Übrigen ist invalidenversicherungsrechtlich nicht in erster Linie die genaue 
diagnostische Zuordnung massgebend, sondern welche Auswirkungen der 
Gesundheitsschaden auf das funktionelle Leistungsvermögen zeitigt (Urteil 
des BGer 8C_287/2022 vom 17. August 2022 E. 5.1.2). In der Beschwerde 
(S. 6 Ziff. III lit. B Ziff. 3) wird zwar zu Recht darauf verwiesen, dass zwi-
schen den Angaben im oto-rhino-laryngologischen Teilgutachten und dem 
psychiatrischen Teilgutachten bezüglich der Hundehaltung ein Widerspruch 
besteht (act. II 151.6 S. 8 Ziff. 6.3.1, 151.7 S. 3 Ziff. 3.2.10). Allerdings lässt 
sich aus geringfügigen Fehlern, die angesichts des Umfangs einer (poly-
disziplinären) Expertise durchaus vorkommen können, nicht ohne weiteres 
pauschal auf deren mangelnde Qualität schliessen. Dies gilt hier umso 
mehr, als der psychiatrische Gutachter in seiner Stellungnahme vom 
12. Juni 2024 nachvollziehbar klarstellte, dass es für das Kriterium des ein-
geschränkten Antriebs keinen Unterschied macht, ob die Beschwerdeführe-
rin nach wie vor einen Hund hält oder diesen weggab (act. II 168 S. 1 un-
ten; zur Frage, ob das Kriterium des mangelnden Antriebs erfüllt ist: vgl. 
hiervor). Zur Rüge, der psychiatrische Experte habe es unterlassen zu er-
wähnen, dass sie während der Exploration immer wieder geweint habe und 
sie ihm erzählt habe, dass sie nach der Exploration vom Vortag keine 
Energie mehr gehabt habe, um nach Hause zu gehen und sich daher in 
einer Tankstell habe Hilfe suchen müssen, damit man ihr ein Hotel gebucht 
habe (Beschwerde S. 6 Ziff. III lit. B Ziff. 3), ist Folgendes festzuhalten: Der 
Gutachter beschrieb im Rahmen des psychopathologischen Untersu-
chungsbefundes den Affekt insoweit, als die Beschwerdeführerin ein emo-
tionaler Mensch sei und die Grundstimmung immer wieder geschwankt 
habe und von ihren Emotionen abhängig gewesen sei (act. II 151.6 S. 5 
Ziff. 4.3). Dass er dabei – anders als im neurologischen und im oto-rhino-
laryngologischen Teilgutachten (act. II 151.4 S. 4 Ziff. 4.1, 151.7 S. 2 ff. 

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Ziff. 3.2, Ziff. 3.2.10 und Ziff. 4.1) – das Weinen nicht explizit dokumentier-
te, ist nicht entscheidend, wurde doch – wie in der Stellungnahme vom 
12. Juni 2024 präzisierend dargelegt (act. II 168 S. 1) – das Kriterium der 
betrübten Stimmung als erfüllt betrachtet. Des Weiteren ist nicht erforder-
lich, dass sämtliche anlässlich des klinischen Untersuchungsgesprächs 
getätigten Aussagen – wie hier einen sich zwischen zwei Explorationsge-
sprächen zugetragenen Lebenssachverhalt – Eingang in die schriftliche 
Expertise finden. Sodann zeigte der psychiatrische Gutachter transparent 
auf, dass er sich an diese spezifische Aussage zum Vortag nicht mehr er-
innern mag, es jedoch gut zu den (im Gutachten genannten und berück-
sichtigten) Konzentrationsproblemen passt, dass die Beschwerdeführerin 
nicht mehr im Stand war, selbst eine Unterkunft zu buchen (act. II 168 
S. 1 f.). Anders als in der Beschwerde (S. 6 f. Ziff. III lit. B Ziff. 3) ange-
nommen, vermag die Tatsache, dass der gastroenterologische Gutachter 
feststellte, die Beschwerdeführerin habe kaum geordnete Angaben zu den 
Fragen machen können und psychisch sehr auffällig gewirkt (act. II 151.8 
S. 3 Ziff. 4.1), das psychiatrische Teilgutachten nicht in Zweifel zu ziehen. 
So verfügt der gastroenterologische Gutachter nicht über die erforderlichen 
spezifischen fachlichen Qualifikationen, um den psychischen Gesundheits-
zustand zu beurteilen, was dieser denn auch nicht tat. 

4.4.3 Was die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 2. Oktober 2023 
(act. II 151.1) anbelangt, ist – entgegen der Ansicht in der Beschwerde 
(S. 7 Ziff. III lit. B Ziff. 4) – schlüssig, dass die in den einzelnen Teilgutach-
ten festgestellten (quantitativen) Leistungseinschränkungen nicht additiv 
wirken, sondern den Pausenbedarf beschlagen und es damit zu einer 
vollständigen Überschneidung kommt (act. II 151.1 S. 11 Ziff. 4.5, 168 
S. 3). So erschliesst sich nicht, weshalb der in den verschiedenen Fachdis-
ziplinen festgestellte erhöhte Pausendbedarf nicht durch die gleichen zu-
sätzlichen Pausen sollte gedeckt werden können. Sodann ist der Be-
schwerdeführerin nicht zu folgen, wenn sie aus der medizinischen Laien-
sphäre heraus aus der Diagnoseliste bestimmte Schlüsse hinsichtlich der 
medizinisch-theoretischen Leistungsfähigkeit ziehen will (Beschwerde S. 7 
Ziff. III lit. B Ziff. 4). In diesem Zusammenhang ist zu wiederholen (vgl. 
E. 4.4.2 hiervor), dass nicht die Diagnosen, sondern deren Auswirkungen 
auf die Leistungsfähigkeit massgebend sind. Einzig gestützt auf die Länge 

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der Diagnoseliste kann die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
demnach offensichtlich nicht in Zweifel gezogen werden. Anders als in der 
Beschwerde (S. 7 f. Ziff. III lit. B Ziff. 4) angenommen, lässt sich sodann 
aus dem Umstand, dass die neurologische Untersuchung für die Be-
schwerdeführerin sehr anstrengend war (act. II 151.4 S. 4 Ziff. 4.1), nicht 
schliessen, die interdisziplinär attestierte medizinisch-theoretische Restar-
beitsfähigkeit von 70 % sei "in keiner Weise nachvollziehbar". Angesichts 
der im psychiatrischen Teilgutachten festgestellten verminderten Konzen-
tration, welche durch die leichtgradige depressive Episode erklärt wurde 
und Eingang in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fand (act. II 151.6 S. 5 
Ziff. 4.3, S. 9 Ziff. 6.3.1, S. 10 f. Ziff. 7.2), liegt es auf der Hand, dass die 
gutachterlichen Explorationsgespräche für die Beschwerdeführerin heraus-
fordernd sein können. Die Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 
Tätigkeit bezieht sich gemäss dem Zumutbarkeitsprofil jedoch nicht auf 
Arbeiten, die eine hohe Konzentration abverlangen, sondern auf leichte 
körperliche Tätigkeiten mit ausreichenden Ruhezeiten (act. II 151.1 S. 12 
Ziff. 4.7). Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich auf die Berichte der 
behandelnden Ärzte verweist (Beschwerde S. 8 Ziff. III lit. B Ziff. 4), ist zu 
wiederholen (vgl. E. 4.4 hiervor), dass sich die Gutachter mit den Vorakten 
auseinandersetzten und ihnen demnach auch die von Seiten des Hausarz-
tes attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % bekannt war (act. II 151.9 S. 12 
f. Ziff. 1.2). Die Berichte des Hausarztes Dr. med. L.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin (act. II 89 S. 2, 93 S. 2 ff.; vgl. zur beweisrechtli-
chen Bedeutung der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung von Hausärz-
ten: BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 78, 
8C_616/2014 E. 5.3.3.3), vermögen den Beweiswert des Gutachtens im 
Übrigen schon deshalb nicht zu erschüttern, weil er die Leistungsein-
schränkungen – jedenfalls teilweise – fachfremd mit den Folgen der Entfer-
nung eines Hypophysentumors, einer ausgeprägten Müdigkeit und Er-
schöpfung, schweren Problemen beim Stuhlgang bei einem Outlet-
Obstruktion-Syndrom bei einer Rektozele und einer Schwäche des linken 
Beins bei einer Diskushernie lumbal begründete (act. II 89 S. 2). Jedenfalls 
erwähnte der Hausarzt in seinen Berichten keine Aspekte, die im Rahmen 
der späteren Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt blieben. Der 
Vollständigkeit halber ist sodann anzumerken, dass der Hausarzt nach ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

-23-

ner Rekonvaleszenzzeit von mehreren Monaten gar die Wiederaufnahme 
der Tätigkeit als … für möglich erachtete (act. II 93 S. 4 Ziff. 2.7). 

4.5 Zusammenfassend bildet das MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 
2023 (act. II 151.1 ff.) sowie die gutachterliche Stellungnahme vom 12. Juni 
2024 (act. II 168 S. 1 ff.) eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung 
des medizinischen Sachverhalts, so dass darauf abzustellen ist. Vor die-
sem Hintergrund erübrigen sich die in der Beschwerde (S. 2 Ziff. II Rechts-
begehren 3) eventualiter beantragten weiteren Beweisvorkehrungen in an-
tizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. Au-
gust 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Im Zusammenhang mit dem erhobenen psychischen 
Gesundheitsschaden kann hier zudem auf die Durchführung eines struktu-
rierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 verzichtet werden, denn 
selbst wenn auf die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit in der bishe-
rigen und in einer angestammten Tätigkeit aus rechtlicher Sicht abgestellt 
wird, resultiert, wie nachfolgend zu zeigen ist, kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad. 

Mithin ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten 
Tätigkeit als … bzw. … für die Zeit von September 2019 bis 3. Juni 2020 
30 % arbeitsunfähig war und seither eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit be-
steht. In einer leidensadaptierten Tätigkeit besteht eine Arbeitsunfähigkeit 
von (maximal) 30 %. Diese Beurteilung gilt seit September 2019 
(act. II 151.1 S. 11 f. Ziff. 4.6 f.). Auf dieser Grundlage ist nachstehend die 
Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

5.

5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
18. September 2024 (act. II 174) – wie bereits im Rahmen der Verfügung 
vom 27. September 2011 (act. II 58) – von einem Status von 60 % Erwerb 
und 40 % Haushalt aus. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber 
geltend, sie wäre im Gesundheitsfall 100 % erwerbstätig (Beschwerde 
S. 15 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

-24-

5.2 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 
Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2020 IV Nr. 72 S. 250, 9C_157/2020 E. 4.1.1).

5.3 Der Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt wurde ursprünglich 
im Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Januar 2011 (act. II 53) festgelegt, 
im von der IV-Stelle … im Auftrag der Beschwerdegegnerin (vgl. dazu: Rz. 
7015 des Kreisschreibens des BSV über das Verfahren der Invalidenversi-
cherung [KSIV]) erstellten Situationsbericht Haushalt vom 11. Oktober 2023 
(act. II 159 S. 2 ff.) übernommen und gründet auf den Aussagen der Be-
schwerdeführerin der sogenannten "ersten Stunde" (vgl. hierzu: BGE 143 V 
168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), wonach sie bei guter Gesund-
heit im … Bereich und nicht mehr als … arbeiten würde und um ihren Le-
bensunterhalt zu verdienen ungefähr 50 bis 70 % arbeiten müsste 
(act. II 53 S. 4 Ziff. 3.5). Sie lebte schon zu jener Zeit alleine und hatte kei-
ne Betreuungspflichten. Ihr erwachsener Sohn wohnte bereits damals und 
auch weiterhin (nunmehr samt den zwei Enkeltöchtern) in … und es be-
steht nur telefonischer Kontakt (act. II 53 S. 3 Ziff. 2, 151.2 S. 3 Ziff. 3.2.8, 
151.5 S. 10 Ziff. 6.1, 151.6 S. 3 Ziff. 3.2.8, 151.7 S. 3 Ziff. 3.2.8, 151.8 S. 3 
Ziff. 3.2.8 und S. 4 Ziff. 6.1). Diesbezüglich hat sich bis zum hier massge-
benden Verfügungszeitpunkt nichts Wesentliches geändert. 

Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin eine vollschichtige Er-
werbstätigkeit im Validitätsfall damit begründete, dass sie im Jahr 2016 
eine Ausbildung zur … abgeschlossen und sich in diesem Bereich selbst-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

-25-

ständig habe machen wollen. Es sei klar, dass sie als selbstständige … ein 
Vollzeitpensum hätte ausüben müssen, ansonsten sie ihren Lebensunter-
halt nicht hätte bestreiten können. Sie habe diese berufliche Tätigkeit je-
doch aus gesundheitlichen Gründen nicht aufnehmen können (Beschwerde 
S. 15 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 8). Letzteres kontrastiert mit der gutachterlichen 
Beurteilung, wonach ihr bis Ende August 2019 die Tätigkeit als … voll-
schichtig zumutbar war (bzw. gewesen wäre) und zwischen September 
2019 und dem 3. Juni 2020 lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % be-
stand (act. II 151.1 S. 11 Ziff. 4.6). Die Beschwerdegegnerin schliesst denn 
auch aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin keine (selbstständi-
ge) Erwerbstätigkeit aufnahm, dass sie im Gesundheitsfall nicht zu 100 % 
erwerbstätig wäre (act. II 174 S. 2; Beschwerdeantwort S. 4 lit. C Ziff. 12). 
Wie es sich damit verhält, kann vorliegend letztlich offenbleiben, denn 
selbst unter der Prämisse, dass sie im Validitätsfall zu 100 % als selbst-
ständigerwerbende … tätig wäre, würde sich – wie nachfolgend zu zeigen 
ist – am Ergebnis nichts ändern. Vor diesem Hintergrund erübrigen sich 
sowohl weitere diesbezügliche Sachverhaltserhebungen als auch Weite-
rungen zum Beweiswert des Situationsberichts Haushalt vom 11. Oktober 
2023 (act. II 159 S. 2 ff.; vgl. hierzu: Beschwerde S. 15 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 8 
f.).

6.

6.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

6.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf 
sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberück-
sichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten 
persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 
E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2).

6.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 

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beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist 
(BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 
S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1).

6.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 
143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Warte-
jahrs (vgl. E. 3.3 hiervor; attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % von Sep-
tember 2019 bis 3. Juni 2020 und von 100 % ab dem 4. Juni 2020 [vgl. 
E. 4.5 hiervor]) und der Neuanmeldung im Juli 2020 (act. II 59) fällt der 
frühestmögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b und 
Art. 29 Abs. 1 IVG auf Januar 2021 (die Beschwerdegegnerin ging fälschli-
cherweise von einem frühestmöglichen Rentenbeginn im Jahr 2022 aus 
[act. II 174 S. 2 f.]). Auf diesen Zeitpunkt hin ist eine Invaliditätsbemessung 
vorzunehmen.

6.3 Die Beschwerdegegnerin bestimmte das Valideneinkommen an-
hand statistischer Werte und ging dabei von der LSE 2020, Tabelle TA1, 
Ziff. 86-88 (Gesundheits- und Sozialwesen), Frauen, Kompetenzniveau 1, 
aus (act. II 174 S. 3). Mit Ausnahme des Kompetenzniveaus (es sei das 
Kompetenzniveau 2 anwendbar) bestreitet die Beschwerdeführerin die her-
angezogenen statistischen Werte nicht (Beschwerde S. 21 Ziff. III lit. B 
Ziff. 11). Dabei verhält sie sich jedoch widersprüchlich, wenn sie im Rah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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men der Statusfrage argumentiert, sie wäre im Gesundheitsfall vollschichtig 
als selbstständigerwerbende … tätig, beim Valideneinkommen hingegen 
den Beruf als … als massgebend erachtet. Soweit mit der Beschwerdefüh-
rerin ausgehend vom beschwerdeweise geltend gemachten und zu ihren 
Gunsten berücksichtigten (vgl. E. 5.3 hiervor) Status einer Vollzeittätigkeit 
im Gesundheitsfall als selbstständigerwerbende … ausgegangen wird, ist 
auch das Valideneinkommen anhand des Lohnes einer … zu bestimmen. 
Da die Beschwerdeführerin effektiv nie als … arbeitete und sich entspre-
chend auch nicht selbstständig machte (act. II 65 S. 3 ff.; Beschwerde S. 
20 Ziff. III lit. B Ziff. 10), kann jedoch nicht auf das effektiv erzielte Einkom-
men abgestellt werden (zur Berechnung des Valideneinkommens bei 
Selbstständigerwerbenden: vgl. Rz. 3320 ff. KSIR). Vielmehr wären statisti-
sche Werte heranzuziehen, wobei auf den NOGA-Wirtschaftszweig Ziff. 96 
(Erbringung von überwiegend persönlichen Dienstleistungen [vgl. BFS, 
NOGA 2025, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen 
S. 489 f. zu Ziff. 96]) abzustellen wäre. Wenn dabei zu Gunsten der Be-
schwerdeführerin vom Kompetenzniveau 2 ausgegangen würde, resultierte 
ein Bruttojahreseinkommen von Fr. 50'342.85 (Fr. 4'005.-- [LSE 2020, Ta-
belle TA1, Ziff. 96 {sonstige persönliche Dienstleistungen}, Frauen, Kompe-
tenzniveau 2] x 12 [Monate] / 40 x 41.9 [BFS, betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 94-96 {Erbringung von sonstigen Dienst-
leistungen}, Wert 2021]). Unter Berücksichtigung der (negativen) Nominal-
lohnentwicklung ergäbe sich im Jahr 2021 ein Valideneinkommen von 
Fr. 48'379.-- (Fr. 50'342.85 / 100 x 96.1 (BFS, Tabelle T1.2.15, Nominal-
lohnindex, Frauen NOGA-Wirtschaftszweig 90-96, Indexbasis 2020 bzw. 
Index 2021]).

6.4

6.4.1 Bezüglich des Invalideneinkommens ist vorab die von der Be-
schwerdeführerin bestrittene Verwertbarkeit der gutachterlich attestierten 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu prüfen (zur diesbezüglichen Rüge: Be-
schwerde S. 8 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 5; Replik S. 2). 

Die Beschwerdeführerin ist in einer leidensadaptierten Tätigkeit (mindes-
tens) 70 % arbeits- und leistungsfähig, wobei die quantitativen Einschrän-
kungen auf einem erhöhten Pausenbedarf gründen. Das Zumutbarkeitspro-

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fil umfasst neben jener auf leichte Tätigkeiten auch anderweitig relativ um-
fangreiche Einschränkungen (vgl. E. 4.5 hiervor), schliesst aber die Ver-
wertbarkeit nicht aus. So ist das trotz der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zumutbarerweise erzielbare Einkommen bezogen auf einen ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff 
dient dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der 
Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt 
ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot 
und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster 
Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen 
und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 
Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- 
und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entge-
genkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht 
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur 
Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten ob-
jektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An 
die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind 
jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu 
stellen (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 
IV Nr. 21 S. 65, 8C_458/2018 E. 4.2). Vorliegend wurde das medizinische 
Zumutbarkeitsprofil nicht derart eingeschränkt formuliert, dass davon aus-
gegangen werden muss, der Beschwerdeführerin wäre es nicht möglich, 
dieses auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – jedenfalls an einem Ni-
schenarbeitsplatz – zu verwerten. Selbst wenn – wie geltend gemacht (Be-
schwerde S. 10 Ziff. III lit. B Ziff. 5) – das Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 4.5 
hiervor) Kontroll- und Überwachungstätigkeiten generell ausschliessen soll-
te, existierte ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätig-
keiten, so z. B. Sortier- und Verpackungstätigkeiten sowie leichte Montage-
arbeiten, die ihrem Fähigkeitsprofil entsprechen. Rechtsprechungsgemäss 
ist denn auch – entgegen der Ansicht in der Beschwerde (S. 10 Ziff. III lit. B 
Ziff. 5) – das nötige häufige und längere Aufsuchen der Toilette kein Grund 
für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (Urteil des BGer 
8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 7.2.4; Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts [EVG; heute BGer] I 824/02 vom 16. Juni 2004 E. 2.2.2). 
Sodann lässt auch das Alter der Beschwerdeführerin nicht auf Unverwert-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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barkeit der Restarbeitsfähigkeit schliessen (zur entsprechenden Rüge: Be-
schwerde S. 10 Ziff. III lit. B Ziff. 5). Sie war zum Zeitpunkt der Erstellung 
des MEDAS-Gutachtens vom 2. Oktober 2023 (act. II 151.1 ff.), auf den es 
hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei 
vorgerücktem Alter grundsätzlich ankommt (BGE 146 V 16 E. 7.1 S. 25, 
138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 19, 
8C_759/2018 E. 7.1 und Nr. 44 S. 155, 9C_644/2019 E. 4.2), 57 Jahre und 
sechs Monate alt (act. II 59 S. 1 Ziff. 1.1). Damit verblieb ihr noch eine Akti-
vitätsdauer von siebeneinhalb Jahren, was einer Verwertbarkeit der Resta-
rbeitsfähigkeit nicht entgegensteht, denn die Rechtsprechung stellt für die 
altersbedingte Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit relativ hohe Hür-
den auf und bejahte in vergleichbaren Fällen – selbst bei deutlich kürzerer 
Aktivitätsdauer – wiederholt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
(vgl. etwa Urteile des BGer 8C_302/2024 vom 20. Dezember 2024 
E. 11.3.1, 8C_535/2021 vom 25. November 2021 E. 5.4.1). Soweit die Be-
schwerdeführerin letztlich auf ihre längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt 
hinweist (Beschwerde S. 10 Ziff. III lit. B Ziff. 5), ist zu beachten, dass sie 
gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 2. Oktober 2023 (act. II 151.1 ff.) in 
einer leidensangepassten Tätigkeit mit Ausnahme einer zweiwöchigen vol-
len Arbeitsunfähigkeit im Oktober 2016 bis Ende August 2019 100 % und 
seither 70 % arbeitsfähig gewesen wäre und auch in einer angestammten 
Tätigkeit erst seit dem 4. Juni 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit be-
steht (act. II 151.1 S. 11 f. Ziff. 4.6 f.). Unter diesen Umständen kann sie 
aus ihrer langjährigen Nichterwerbstätigkeit nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten (BGer 8C_302/2024 E. 11.3.3). 

Nach dem Dargelegten kann vorliegend nicht auf die Unverwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit geschlossen werden. 

6.4.2 Da die Beschwerdeführerin keine ihr zumutbare Tätigkeit aufnahm, 
ist auch das Invalideneinkommen anhand statistischer Werte zu ermitteln. 
Mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 4.5 hiervor) ist praxisgemäss 
(vgl. E. 6.1.2 hiervor) von der LSE 2020, Tabelle TA1, Total, Frauen, Kom-
petenzniveau 1, auszugehen, woraus sich ein hypothetisches Bruttojahres-
einkommen von Fr. 37'444.95 (Fr. 4'276.-- x 12 / 40 x 41.7 [betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, Wert 2021] x 0.7 [Arbeits-

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fähigkeit]) ergibt. Indexiert auf das Jahr 2021 ergibt sich ein Invalidenein-
kommen von Fr. 37'670.-- (Fr. 37'444.95 / 100 x 100.6 [BFS, Tabelle 
T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen, Total, Indexbasis 2020 bzw. Index 
2021]). 

Soweit die Beschwerdeführerin einen Abzug vom Tabellenlohn von 25 % 
fordert (Beschwerde S. 21 ff. Ziff. III lit. B Ziff. 11), ist ihr nicht zu folgen. 
Zunächst verkennt sie, dass nichtmedizinische Aspekte wie das Alter und 
die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt per se unberücksichtigt zu blei-
ben haben, da beide Vergleichseinkommen auf Tabellenlöhnen basieren 
und diese daher auch bei der Festsetzung des Valideneinkommens zu 
berücksichtigen wären (Urteil des BGer 8C_608/2022 vom 16. Mai 2023 
E. 5.2.2). Zudem ist der erhöhte Pausenbedarf bereits durch das reduzierte 
Rendement (Arbeitsunfähigkeit von 30 %; vgl. E. 4.5 hievor) berücksichtigt. 
Selbst wenn vom Erfordernis eines Nischenarbeitsplatzes ausgegangen 
würde (vgl. hierzu E. 6.4.1 hiervor), wäre vorliegend – wenn überhaupt –
höchstens ein Tabellenlohnabzug von 15 % gerechtfertigt (vgl. Urteil des 
BGer 9C_134/2016 vom 12. April 2016 E. 5.3, wonach ein Nischenarbeits-
platz nicht automatisch einen bestimmten Tabellenlohnabzug zur Folge 
hat), was am Ergebnis nichts ändern würde (vgl. E. 6.4.3 hiernach). Inter-
temporalrechtliche Fragen zur Anwendbarkeit von Art. 26bis Abs. 3 IVV (so-
wohl in der zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 31. Dezember 2023 
gültig gewesenen Fassung als auch in der am 1. Januar 2024 in Kraft ge-
tretenen Fassung) erübrigen sich, denn bis Ende 2023 würde sich – auch 
unter Berücksichtigung der Rechtsprechung gemäss Urteil des BGer 
8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorgesehen – je-
denfalls kein über 15 % hinausgehender Abzug vom Tabellenlohn rechtfer-
tigen und ab dem 1. Januar 2024 wäre zwar der 10%ige Pauschalabzug, 
bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70 % (vgl. E. 4.5 hiervor), jedoch nicht 
der 20%ige Teilzeitabzug, zugelassen. 

Demnach resultiert ein Invalideneinkommen von mindestens Fr. 32'020.-- 
(Fr. 37'670.-- [vgl. hiervor] x 0.85 [maximal gerechtfertigter Abzug von 
15 %]). 

6.4.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufgerundeter (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

-32-

Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) Invaliditätsgrad von maximal 34 % 
([Fr. 48'379.-- ./. Fr. 32'020.--] / Fr. 48'379.-- x 100). Mithin besteht 
– selbst wenn auf die vom psychiatrischen Gutachter attestierte Arbeitsun-
fähigkeit aus rechtlicher Sicht abgestellt (vgl. E. 4.5 hiervor), zu Gunsten 
der Beschwerdeführerin von einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit als … im 
Gesundheitsfall ausgegangen (vgl. E. 5.3 hiervor) und ihr ein Tabellenlohn-
abzug von 15 % gewährt würde (vgl. E. 6.4.2 hiervor) – kein Rentenan-
spruch (vgl. E. 3.3 hiervor). 

7.

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 18. September 2024 
(act. II 174) jedenfalls im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege (vgl. Verfügung vom 10. Dezember 2024) ist die 
Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht 
zu befreien.

8.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

-33-

8.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin (vgl. Verfü-
gung vom 10. Dezember 2024) bleibt deren amtliches Honorar festzulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 8. Januar 2025 macht Rechtsanwältin B.________ 
einen Aufwand von 8.69 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 2'259.40 zuzüg-
lich Auslagen von Fr. 108.60 sowie die Mehrwertsteuer von Fr. 191.80 
(8.1 % auf Fr. 2'368.--) geltend, was nicht zu beanstanden ist. Folglich wird 
der tarifmässige Parteikostenersatz für dieses Verfahren auf Fr. 2'559.80 
festgesetzt. 

Im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung sind die geltend 
gemachten Auslagen für Fotokopien in der Höhe von Fr. 91.-- (91 Kopien à 
Fr. 1.--) zu hoch bemessen. Analog der Regelung im Zivil- und Strafverfah-
ren (Ziff. 3.4 des Kreisschreibens Nr. 15 des Obergerichts vom 20. Januar 
2025 über die Entschädigung der amtlich bestellten Anwältinnen und An-
wälte und Nachforderungsrecht) können für notwendige Fotokopien 
Fr. 0.40 pro Kopie in Rechnung gestellt werden. Die zu entschädigenden 
Auslagen für die geltend gemachten Kopien sind demnach auf Fr. 36.40 
(91 Kopien à Fr. 0.40) festzusetzen. Demnach ist Rechtsanwältin 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 1’738.-- (8.69 Stunden à Fr. 200.--) 
zuzüglich Auslagen von Fr. 54.-- (Fr. 36.40 [Kopien] + Fr. 17.60 [Porti]) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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Mehrwertsteuer von Fr. 145.15 (8.1 % auf Fr. 1'792.--), total somit eine 
Entschädigung von Fr. 1'937.15, auszurichten. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gegenüber dem Kanton Bern 
entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2'559.80 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1'937.15 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 705

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5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe vom 8. Januar 2025) 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.