# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a944df92-4ed2-5272-b7f9-a7c844c20e8c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.05.2008 E-2655/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2655-2008_2008-05-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2655/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro,
Gerichtsschreiber Urs David.

X._______, Russland, mit diversen alias-Identitäten,
vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 18. April 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2655/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  Beschwerdeführerin  am 22. Mai 2006  zusammen mit  ihrem 
Ehemann in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  29.  Mai  2006  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel sowie der Anhörung zu den 
Asylgründen vom 9. August 2006 durch die kantonale Behörde im We-
sentlichen Folgendes geltend machte,

dass sie ethnische A._______ sei und aus B._______ stamme, sich im 
Jahre 2004 im Geheimen nach Brauch verheiratet habe, jedoch nicht 
mit ihrem Mann, sondern bei ihren Verwandten gelebt habe, 

dass im Jahre 2000 ihre Eltern, zwei Geschwister, weitere Verwandte 
und zahlreiche Nachbarn bei einem Überfall durch russische Soldaten 
getötet worden seien, sie selber sich aber versteckt und dadurch über-
lebt habe,

dass  sie  in  der  Folge  einem  zum Tatort  gekommenen  Kamerateam 
über das Ereignis berichtet habe,

dass Anfang April 2006 russische Soldaten gekommen seien, sie zwei 
Tage lang festgehalten, über ihren Ehemann befragt und mangels ver-
wertbarer  Antworten  zu  Oralsex  gezwungen,  heftig  geschlagen  und 
bedroht hätten,

dass sie in Folge Rache an diesen Soldaten habe nehmen wollen und 
diesen Ende April 2006 unerkannt auf dem Markt vergiftete Fladenbro-
te verkauft habe,

dass ein Soldat  an der  Vergiftung gestorben sei  und sie seither  ge-
sucht werde, weshalb sie geflüchtet und mit ihrem ebenfalls verfolgten 
Ehemann in die Schweiz gekommen sei, ohne über die Transitländer 
und Reiseumstände näher Auskunft geben zu können,

dass sie nie einen Reisepass gehabt habe, ihre Identitätskarte (Inland-
pass) von den russischen Soldaten abgenommen worden sei und sie 
über keine weiteren identitätsrelevanten Dokumente verfüge,

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dass  sie  in  A._______,  C._______,  D._______  und  Europa  ver-
schiedene  Angehörige  und  Verwandte  habe,  darunter  einen  Bruder 
und eine Schwester in der Schweiz,

dass ihre beiden Söhne aus erster Ehe bei Verwandten in C._______ 
lebten,

dass sie – auf wiederholte entsprechende Fragen hin – angab, nie zu-
vor im Ausland gewesen zu sein und in keinem anderen Land ein Asyl-
gesuch gestellt zu haben,

dass eine im Juni 2006 durchgeführte, vom BFM veranlasste "Lingua-
Analyse"  im  Ergebnis  die  Herkunft  der  Beschwerdeführerin  von 
A._______ bestätigte,

dass das BFM aufgrund der Vermutung einer vorgängigen Asylgesuch-
stellung der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes in E._______ 
jenes Land am 14. November  2006 um Rückübernahme der  beiden 
Personen ersuchte,

dass  die  zuständigen  Behörden  von  E._______  am  15.  November 
2006 die Rückübernahme der Beschwerdeführerin und am 18. Dezem-
ber 2006 auch die Rückübernahme des Ehemannes zusicherten,  da 
die  Beschwerdeführerin  in  E._______  aufenthaltsberechtigt  sei  und 
der Ehemann dort über den Flüchtlingsstatus verfüge,

dass das BFM der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann – beide zu 
jener  Zeit  bereits  rechtsvertreten  –  zur  beabsichtigten  vorsorglichen 
Wegweisung  in  das  Drittland  E._______  nach  dem  damals  noch  in 
Kraft gewesenen Art. 42 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) das rechtliche Gehör gewährte,

dass  die  Beschwerdeführerin  und  ihr  Ehemann  mit  Stellungnahme 
vom  11.  Januar  2007  ihre  vorgängigen  Aufenthalte  in  E._______ 
einräumten,

dass die  Beschwerdeführerin  erklärte,  sie  habe dort  ein  Asylgesuch 
gestellt,  welches im Jahre 2004 erstinstanzlich und im Sommer 2005 
zweitinstanzlich abgelehnt worden sei,

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dass sie im Frühjahr 2006 E._______ habe verlassen müssen, da sie 
nicht  als  rechtsgültige  Ehepartnerin  ihres  Ehemannes  anerkannt 
worden sei,

dass sie in der Folge für zwei Monate nach A._______ zurückgekehrt 
sei,

dass, weil  ein gemeinsames Leben in E._______ aus eherechtlichen 
Gründen und ein solches in A._______ aus flüchtlingsrechtlichen Moti-
ven nicht möglich gewesen sei, beide die Weiterreise in die Schweiz 
beschlossen hätten,

dass in  der  Stellungnahme schliesslich  die  Einreichung der  Asylent-
scheide von E._______ für die "nächsten Tage" angekündigt wurde,

dass das BFM mit selbstständig anfechtbarer Zwischenverfügung vom 
5. Februar 2007 in Anwendung von (alt) Art. 42 Abs. 2 AsylG die vor-
sorgliche Wegweisung der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes 
nach E._______ verfügte,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf eine von der Beschwerdefüh-
rerin  und  ihrem Ehemann gemeinsam erhobene  Beschwerde  gegen 
diese Verfügung mit  Urteil  vom 9. März 2007 infolge Nichtbezahlung 
des eingeforderten Kostenvorschusses nicht eintrat, nachdem es zuvor 
mittels Zwischenverfügung vom 14. Februar 2007 mit einlässlicher Be-
gründung die Aussichtslosigkeit  der Beschwerde erkannte und dabei 
insbesondere die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit der vor-
sorglichen Wegweisung nach E._______ bestätigte,

dass  das  BFM das Asylverfahren der  Beschwerdeführerin  und ihres 
Ehemannes mit Beschluss vom 29. März 2007 als gegenstandslos ge-
worden (intern) abschrieb, da es infolge unbekannten Aufenthaltes und 
fehlender Angabe eines Rechtsdomizils von einem dahingefallenen In-
teresse  der  Gesuchsteller  an  der  Weiterführung  des  Asylverfahrens 
ausging,

dass die Beschwerdeführerin am 24. Februar 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum Kreuzlingen erneut um Asyl in der Schweiz ersuch-
te,

dass das BFM mit Zwischenverfügung vom 1. April 2008 die Wieder-
aufnahme des Asylgesuchs der Beschwerdeführerin vom 22. Mai 2006 

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anordnete und nebst der zu jenem Zeitpunkt bereits stattgefundenen 
Kurzbefragung  vom  4.  März  2008  am  7.  April  2008  eine  weitere 
Anhörung zu den Asylgründen durchführte,

dass die Beschwerdeführerin dabei geltend machte, im März 2007 die 
Schweiz zusammen mit ihrem Mann in Richtung E._______ verlassen 
zu  haben,  ohne  dort  aber  jemals  in  Kontakt  mit  Behörden  von 
E._______ gekommen zu sein oder solchen gesucht zu haben,

dass sie im November beziehungsweise Dezember 2007 beziehungs-
weise im Januar 2008 nach der Trennung von ihrem Ehemann und im 
Bewusstsein einer zwischenzeitlich verbesserten Lage in ihrer Heimat 
nach B._______ zurückgekehrt sei und sich dabei mit dem Pass der 
Ehefrau eines Reisebegleiters beziehungsweise in F._______ mit dem 
negativen  Asylentscheid  aus  E._______  und  dem  Inlandpass  einer 
verstorbenen Freundin ausgewiesen habe, 

dass sie dort  im Januar 2008 von einem Soldaten, der sie seinerzeit 
vergewaltigt und später von ihr vergiftetes Fladenbrot gekauft habe, er-
kannt und verfolgt worden sei,

dass sie ihrem Verfolger habe entkommen können, jedoch seither wie-
der gesucht beziehungsweise nicht gesucht werde, aus Angst vor wei-
teren Benachteiligungen A._______ um den 21. Februar 2008 erneut 
verlassen  habe  und  abermals  in  die  Schweiz  gekommen  sei,  ohne 
über die Transitländer und Reiseumstände näher  Auskunft  geben zu 
können,

dass  sie  aktuell  von  ihrem  nunmehr  von  ihr  getrennten  Ehemann 
schwanger sei und sie über dessen Aufenthaltsort nichts wisse,

dass die Geburt per 12. August 2008 in Aussicht stehe, 

dass sie – auf Anfrage hin – keine Beweise für ihre Ausreise aus der 
Schweiz und ihre seitherigen Aufenthalte in E._______ und A._______ 
vorlegen könne, 

dass sie im Übrigen im Kern die bereits bei ihren ersten Anhörungen 
gemachten Asylgründe bestätigte, die dortigen Angaben aber insofern 
modifizierte,  als  sie  in  A._______  über  keine  Angehörigen  und 
Verwandten mehr  verfüge und nur  ein in  der Schweiz lebendes Ge-
schwister (Y._______, N _______) erwähnte,

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dass sie zudem bei dem Vorfall im Jahre 2006 nicht nur zu Oralsex ge-
zwungen, sondern mehrfach vergewaltigt worden sei,

dass sie ferner das zweistufig durchlaufene und abschlägig beschiede-
ne  Asylverfahren  in  E._______  bestätigte,  jedoch  ihre  Ausreise  aus 
E._______ auf den Juni/Juli 2005 beziehungsweise Herbst 2005 statt 
Frühjahr 2006 verlegte, 

dass  sie  keine  Unterlagen  zum  Asylverfahren  in  E._______  einzu-
reichen imstande sei,

dass  sie  –  angesprochen  auf  allfällige  Rückkehrhindernisse  nach 
E._______ – erklärte,  sie  müsse befürchten,  dass ihr  Mann dort  ihr 
Kind wegnehmen werde, da dieses nach Brauch von A._______ dem 
Vater gehöre und die Mutter keine Rechte habe,

dass sie sich auch nicht zum Schutz an die Behörden von E._______ 
wenden könne, da es nach Brauch von A._______ nicht angehe, das 
Privatleben gegenüber Fremden auszubreiten,

dass die zuständigen Migrationsbehörden von E._______ auf Anfrage 
des BFM vom 9. April 2008 am 11. April 2008 ihre erneute Bereitschaft 
zur Rückübernahme der Beschwerdeführerin zusicherten,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. April 2008 – eröffnet am selben 
Tag – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Voraus-
setzungen von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b 
AsylG  seien  vorliegend  erfüllt,  da  der  Bundesrat  E._______  als  si-
cheren  Drittstaat  bezeichnet,  die  Beschwerdeführerin  sich  vor  der 
Einreise  in  die  Schweiz  dort  aufgehalten  und  jenes  Land  die 
Bereitschaft für die Rückübernahme erklärt habe,

dass die von der Beschwerdeführerin im Rahmen des rechtlichen Ge-
hörs zu einer  Rückkehr  nach E._______ gemachten Einwände nicht 
geeignet  seien,  die  Widerlegung  der  Vermutung  der  Beachtung  des 
Non-refoulement-Gebotes  durch  E._______  herbeizuführen,  da  sie 
sich  zum  Schutz  vor  Übergriffen  seitens  ihres  Ehemannes  an  die 
Behörden  von  E._______  wenden  könne,  E._______  seinen 

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völkerrechtlichen und insbesondere aus dem Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30)  und 
der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) erwachsenen Verpflich-
tungen  vollumfänglich  nachkomme  und  insbesondere  ethnische 
A._______  vor  ungerechtfertigter  Rückführung  nach  F._______ 
geschützt seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  ferner  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfülle,  weil  ihre  Vorbringen aufgrund verschiedener  Ungereimtheiten 
nicht glaubhaft seien,

dass  insbesondere  zahlreiche  erhebliche  Widersprüche  aufgetreten 
seien  und  die  Vorbringen  den  Eindruck  eines  realitätsfremden  und 
konstruierten Sachverhalts erweckten, 

dass  gleichsam  die  dargelegte  Rückkehr  von  E._______  nach 
A._______ in hohem Masse substanzarm und nicht überzeugend aus-
gefallen seien und der angebliche Anlass zu dieser Rückkehr (nega-
tiver Asylentscheid in E._______) ferner gesicherten Kenntnissen des 
BFM  widerspreche,  zumal  Wegweisungen  von  A._______'s  durch 
E._______  nicht  vollzogen  und  diese  stattdessen  vorläufig  aufge-
nommen würden,

dass die Beschwerdeführerin im Weiteren in der Schweiz weder Ange-
hörige  noch enge Beziehungen zu hier  lebenden Personen habe, da 
das  verwandtschaftliche  Verhältnis  zu  ihrer  angeblichen,  in  der 
Schweiz lebenden Schwester (gemäss Verfügung N _______, recte je-
doch N _______) nicht gesichert sei und die Beschwerdeführerin sel-
ber  ihre  Identität  bislang  mangels  Vorlegung  von  Ausweispapieren 
nicht belegt habe,

dass besagte Schwester zudem nicht über einen gesicherten Aufent-
haltstitel in der Schweiz verfüge, sondern ihr Asylverfahren noch hän-
gig sei,

dass ferner eine enge Beziehung zwischen den zwei Personen nicht 
belegt sei und ferner angesichts des langjährigen Aufenthaltes der Be-
schwerdeführerin  in  E._______  davon  auszugehen  sei,  sie  verfüge 
dort  über  ein  ausreichendes  Beziehungsnetz  von  Personen  mit  ge-
sichertem Aufenthaltsstatus,

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dass im Übrigen die Angaben der Beschwerdeführerin zum Verbleib ih-
rer Angehörigen, insbesondere ihres Ehemannes und ihrer Geschwis-
ter, äusserst vage und zweifelhaft und mithin unglaubhaft seien,

dass  E._______,  wie  bereits  erwogen,  effektiven  Schutz  vor  Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG biete,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und keine Gründe ersichtlich  seien,  die  auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges  in 
den  Drittstaat  E._______  schliessen  lassen  würden,  zumal  insbe-
sondere auch eine Rückübernahmezustimmung durch E._______ vor-
liege,

dass die Beschwerdeführerin mit  Eingabe vom 25. April  2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei dessen Aufhebung, die Gewährung von Asyl unter Feststel-
lung der Flüchtlingseigenschaft, eventualiter die Rückweisung der Sa-
che  an  die  Vorinstanz  zwecks  Eintretens  auf  das  Asylgesuch  und 
subeventualiter die Anordnung der vorläufige Aufnahme unter Feststel-
lung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges beantragt,

dass ferner in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung 
mit Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu bewilligen 
sei,

dass  sie  in  der  Begründung  zunächst  eine  ungerechtfertigte  Vernei-
nung einer Geschwisterbeziehung zu Y._______ durch das BFM rügt, 
zumal  dieses  verwandtschaftliche  Verhältnis  schlüssig  aus  den 
Anhörungsprotokollen der beiden Personen hervorgehe,

dass ferner das Gesetz im Gegensatz zur Auffassung des BFM bei na-
hen Angehörigen im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG keinen gesi-
cherten Aufenthalt und zu solchen zudem keine enge Beziehung ver-
lange,  weshalb  schon  aus  diesem  Grund  ein  Nichteintreten  auszu-
schliessen sei,

dass ferner die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft  zu unrecht er-
kannt worden sei, da die erkannten Widersprüche auch unter Berück-
sichtigung der langen Zeitdauer zwischen den Verfolgungsereignissen 
und der Anhörung vom 7. April 2008 sowie der Art und Schwere der ihr 
widerfahrenen Nachteile hätten gewürdigt werden müssen,

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dass  die  Verfolgungsvorbringen  unter  diesen  Umständen  durchaus 
schlüssig,  plausibel,  erfahrungsnah erschienen und im Übrigen auch 
asylrelevant seien,

dass sodann ausführliche "Glaubhaftigkeitsanalysen" der vorliegenden 
Art keinen Eingang in einen Nichteintretensentscheid finden dürften,

dass ferner die vorinstanzliche Behauptung eines Aufenthaltsrechts in 
E._______ zweifelhaft sei, zumal es diesfalls erstaunen müsste, dass 
sie nicht in das Familienasyl ihres Mannes einbezogen worden wäre,

dass die Beschwerdeführerin denn auch heute keine Genehmigung in 
E._______ habe, die es ihr erlauben würde, dort ein menschenwürdi-
ges Leben zu führen, 

dass sie bestenfalls über eine Duldung in E._______ verfüge,

dass ein solcher Status zwar mit grosser Wahrscheinlichkeit vor einer 
Rückschiebung  nach  A._______  schütze,  aber  mit  einer  vorläufigen 
Aufnahme  in  der  Schweiz  nicht  vergleichbar  sei,  zumal  sie  als  im 
sechsten Monat Schwangere und deshalb auf sorgfältige medizinische 
Hilfe angewiesene Person insbesondere zu einer verletzlichen Gruppe 
gehöre,

dass die medizinische Unterstützung wie auch eine allfällig notwendig 
werdende  psychosoziale  und  therapeutische  Unterstützung  in 
E._______  nicht  sichergestellt  seien  und  ein  Wegweisungsvollzug 
dorthin somit unzumutbar erscheine,

dass sie sich in E._______ zudem vor ihrem Mann fürchte, vor dessen 
zu erwartenden Übergriffen der Staat E._______ kaum wirksamen, die 
FK und EMRK beachtenden Schutz bieten könne, 

dass sie im Übrigen betreffend die Rückübernahme durch E._______ 
keine Akteneinsicht erhalten habe,

dass die vorinstanzlichen Akten einenteils am 25. April 2008 und – auf 
Intervention des Bundesverwaltungsgerichts hin – andernteils am 30. 
April  2008 beim Bundesverwaltungsgericht  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 
AsylG),

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dass im Übrigen vorliegend hinsichtlich Sachverhaltsfeststellung, ein-
gereichte Beweismittel und Verfahrensgang auf die Akten und den In-
halt der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit – unter Vorbehalt  nachfolgend zu erwägender Einschrän-
kungen – auf  die im Übrigen form- und fristgerecht  eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass somit auf den Antrag betreffend Gewährung des Asyls und Zuer-
kennung der Flüchtlingseigenschaft  nicht einzutreten ist, selbst wenn 
im Rahmen einer vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nicht-

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eintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegen-
stand ist (vgl. analog BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht zunächst von Amtes wegen eine 
Unsorgfältigkeit  in der Redaktion des angefochtenen Entscheides er-
kennt, soweit dort sowohl im Sachverhalt als auch in der Begründung 
gleich mehrfach von einem ersten und einem zweiten Asylgesuch die 
Rede ist,

dass  diese  Terminologie  in  der  Beschwerde  punktuell  übernommen 
wird,

dass jedoch klarzustellen ist, dass vorliegend die Beschwerdeführerin 
ein einziges Asylgesuch – jenes vom 22. Mai 2006 – gestellt hat, des-
sen Verfahren nach dem vermeintlich erneuten Asylersuchen vom 24. 
Februar  2008  in  rechtskonformer  Anwendung  des  seit  1.  Januar  in 
Kraft stehenden Art. 35a Abs. 1 AsylG am 1. April 2008 durch das BFM 
wieder aufgenommen wurde,

dass das BFM konsequenterweise auf dem Rubrum seiner angefoch-
tenen Verfügung einzig das Asylgesuch vom 22. Mai 2006 als Verfah-
rensgegenstand aufführte,

dass demzufolge keine über eine blosse redaktionelle Fehlerhaftigkeit 
hinausgehende formelle Gesetzeswidrigkeit  zu erkennen ist  und eine 
solche in der Beschwerde im Übrigen auch nicht gerügt wird,

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dass die (auf Rekursstufe wiederum rechtsvertretene) Beschwerdefüh-
rerin ferner bemerkt, die beiden Protokolle des "ersten Asylverfahrens" 
nicht erhalten zu haben,

dass aus den dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten her-
vorgeht,  dass  der  Beschwerdeführerin  die  "editionspflichtigen  Akten 
gemäss Aktenverzeichnis" mit  der Eröffnung des angefochtenen Ent-
scheides ausgehändigt wurden,

dass – unbesehen einer allenfalls nicht vollständig erfolgten Aktenein-
sicht  –  den  betreffenden  Ausführungen  auf  Seite  4  (Mitte)  der  Be-
schwerdeschrift  keine Rüge der Verletzung der Akteneinsicht zu ent-
nehmen ist, sondern dort vielmehr klar hervorgeht, die der Beschwer-
deführerin übergebenen Akten seien zur vollständigen Abfassung der 
Beschwerde  genügend,  zumal  sogleich  ein  materieller  Entkräftungs-
versuch hinsichtlich ihr  zur Last  gelegter  Ungereimtheiten unternom-
men wird und hierbei ausdrücklich die Begnügung mit den erhaltenen 
Akten hervorgeht,

dass die Beschwerdeführerin ferner – diesmal durchaus im Sinne ei-
ner eigentlichen Rüge – die Nichtherausgabe der Akten (beziehungs-
weise  deren  Qualifikation  als  "intern")  betreffend  ihre  Rücknahme 
durch E._______ beanstandet,

dass das Bundesamt diese Aktenstücke zwar tatsächlich infolge ihrer 
Qualifikation als "intern" nicht ediert hat, es in der angefochtenen Ver-
fügung jedoch die wesentlichen Inhalte  (insbesondere Rückübernah-
mezusicherung  durch  E._______  sowie  vorgängiger  Aufenthalt  und 
Aufenthaltsrecht der Beschwerdeführerin in E._______) dargelegt hat 
und die Beschwerdeführerin im Rahmen der protokollierten Anhörung 
vom 7. April  2008 auch das rechtliche Gehör zu allfälligen Rückfüh-
rungshindernissen in das Drittland E._______ erhielt, 

dass ihr entsprechende Gelegenheiten zur Stellungnahme zu den sel-
ben Themen auch bis zu ihrem Verschwinden nach der angeordneten 
vorsorglichen Wegweisung nach E._______ mehrfach formell  und im 
Rahmen der Anhörung eingeräumt wurden,

dass zudem die Beschwerdeführerin an der zugesicherten Rückkehr-
möglichkeit nach E._______ auch aktuell zu Recht nicht zweifelt,

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dass es sich im Übrigen beim Abkommen zwischen dem Schweizeri-
schen Bundesrat und der Regierung von E._______ um ein öffentlich 
zugängliches Dokument handelt,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2008 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der 
Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren 
Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG der Bundesrat Staaten bezeich-
nen kann, in denen nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht,

dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses Ar-
tikels keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz  leben  (Bst.  a),  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise 
darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in Bestätigung der 
vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind,

dass  der  beziehungsweise  die  vorangegangene(n)  Aufenthalt(e)  der 
Beschwerdeführerin in E._______ aktenkundig und unbestritten sind,

dass E._______ – zusammen mit allen anderen EU- und EFTA Staa-
ten –  am 14. Dezember  2007  vom Bundesrat  als  sicherer  Drittstaat 
bezeichnet worden ist,

dass die Beschwerdeführerin – wie vom BFM zutreffend erkannt – in 
den sicheren Drittstaat E._______ zurückkehren kann, da dessen Be-
hörden  mit  erneuerter  und  nach  wie  vor  gültiger  Erklärung vom 11. 
April  2008  gegenüber  der  Schweiz  die  Rückübernahme zugesichert 
haben,

dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als 
sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der Vermu-
tung ausgehen, dass die asylsuchende Person dort  vor einer Verlet-

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zung  des  Non-Refoulement-Gebotes  sowie  vor  Wegweisungshinder-
nissen im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und dabei die Beweislast 
des Gegenteils, das heisst das Umstossen dieser Vermutung, der asyl-
suchenden Person obliegt (vgl. dazu:  Botschaft  des Bundesrates zur 
Änderung des Asylgesetzes vom 4. September 2002 [02.060] S. 6884),

dass die Beschwerdeführerin keine Nachteile durch die Behörden von 
E._______ geltend gemacht hat,  die  geeignet  wären,  die Vermutung 
der Sicherheit des Drittstaates E._______ zu widerlegen,

dass der Umstand, dass die polnischen Asylbehörden das dort gestell-
te Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt haben, an der Qualifikation von 
E._______ als sicheren Drittstaat im Sinne des Asylgesetzes nichts zu 
verändern vermag, 

dass überdies gemäss der Drittstaatenregelung unbeachtlich ist, ob im 
Drittstaat ein Asylverfahren hängig oder schon abgeschlossen ist (Bot-
schaft des Bundesrates a.a.O.), und es demzufolge auch unerheblich 
ist, ob der nach Abschluss des Asylverfahrens im Drittland erhaltene 
Aufenthaltsstatus die  Festigkeit  eines permanenten Aufenthaltsrechts 
oder bloss jene einer vorläufigen Aufnahme (analog schweizerischem 
Recht) beziehungsweise einer Duldung (analog deutschem Recht) auf-
weist,

dass  keine  substanziierten  und  hinreichend  konkretisierten  Anhalts-
punkte dafür bestehen, dass die Beschwerdeführerin in E._______ un-
menschliche Behandlung oder eine Strafe im Sinne von Art. 3  EMRK 
oder eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund nach 
Art. 3 AsylG befürchten müsste,

dass  insbesondere  die  von der  Beschwerdeführerin  aufgestellte  Be-
hauptung zu befürchtender Übergriffe seitens ihres (Ex-)Mannes und 
inexistenter Schutzfähigkeit des Staates E._______ jeglicher Grundla-
ge entbehrt,

dass E._______ sowohl Vertragsstaat  der FK  als auch der EMRK ist 
und  den  sich  daraus  ergebenden  völkerrechtlichen  Pflichten  grund-
sätzlich Folge leistet,

dass somit hinreichende Gewähr dafür besteht, dass die Beschwerde-
führerin von E._______ nicht in ein Land ausgewiesen wird, in dem für 
sie eine konkrete Gefährdung bestehen würde,

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dass auch keine anderweitigen Indizien für die Widerlegung der Ver-
mutung ersichtlich sind, wonach E._______ im Falle der Beschwerde-
führerin den Rückschiebungsschutz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
beachte,

dass  ferner  eine  Missachtung  des  Non-refoulement-Gebotes  bezie-
hungsweise eigener Schutzpflichten durch den Drittstaat gar nicht be-
gangen werden kann, solange die Behörden dieses Drittstaates man-
gels  Schutzersuchens  oder  mangels  Mitwirkung  der  Betroffenen  gar 
nicht auf eine allfällige Verfolgungs- oder Gefährdungssituation im Hei-
matstaat- oder Gaststaat aufmerksam gemacht werden, 

dass es somit in der Disposition der Beschwerdeführerin liegt, entspre-
chende  Gründe  nach  einer  Rückkehr  nach  E._______  geltend  zu 
machen,

dass in Übereinstimmung mit der Beschwerdeführerin festzuhalten ist, 
dass der in Art. 34 Abs. 3 AsylG verwendete Begriff "nahe Angehörige" 
die  enge  Beziehung,  welche das Gesetz  in  der  selben Bestimmung 
einzig bei anderen "Personen" voraussetzt, gemäss gesetzessystema-
tischer Logik bereits impliziert,

dass gemäss den Akten dennoch gewisse Zweifel an der behaupteten 
verwandtschaftlichen Nähe zu Y._______ anzubringen sind, zumal die 
Beschwerdeführerin  in  Missachtung  der  ihr  obliegenden  Mit-
wirkungspflicht in ihrem nunmehr zweijährigen Asylverfahren keine An-
stalten gemacht hat, der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht nach Art. 8 
AsylG hinsichtlich der Offenlegung und Dokumentierung ihrer Identität 
rechtsgenüglich nachzukommen,

dass – unbesehen dessen – die Vorinstanz durchaus zutreffend erwog, 
dass ein(e) nahe(r) Angehörige(r) in der Schweiz jedenfalls nicht bloss 
über einen gänzlich ungesicherten, temporären und einzig auf einem 
nicht  rechtskräftig  abgeschlossenen  Asylverfahren  basierenden  Auf-
enthaltsstatus verfügen darf, um der Gesuchstellerin die Berechtigung 
zur  Berufung  auf  die  Ausschlussklausel  nach  Art.  34  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG zu verleihen,

dass im Übrigen auch das angebliche Eheverhältnis der Beschwerde-
führerin – ob zivilstandsamtlich oder nach Brauch begründet, ob aktu-
ell oder nicht mehr – erheblich zweifelhaft erscheint und ebenso gänz-
lich unbelegt ist,

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dass  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintretens-Tatbestandes  von 
Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 
der gleichen Bestimmung (safe country im Sinne eines verfolgungssi-
cheren Herkunftslandes)  nicht  zu  prüfen ist,  ob  Hinweise auf  Verfol-
gung  vorliegen,  sondern  lediglich  die  Ausnahmeklausel  von  Art.  34 
Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach von einer Wegweisung in 
den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn die asylsuchende Person 
offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass die Beschwerdeführe-
rin  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  erfüllt,  sondern  be-
reits  die  Feststellung genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jeden-
falls nicht offensichtlich zutage tritt,

dass diese Feststellung durchaus auch in einer einlässlicheren Glaub-
haftigkeitsprüfung gewonnen werden kann, im Gegensatz zur Feststel-
lung eines offensichtlichen Nichtbestehens der Flüchtlingseigenschaft, 
worin ein qualitativer Unterschied zu erblicken ist,

dass die Beschwerdeführerin zwar die Anwendbarkeit dieser Ausnah-
meklausel für sich beansprucht, sie indessen nicht dem klaren Wort-
laut entsprechend interpretiert,

dass sich, wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend erkannt, aus 
den Akten keine konkreten Hinweise zur offensichtlichen Annahme der 
Flüchtlingseigenschaft ergeben und auf die betreffenden Erwägungen 
verwiesen werden kann,

dass die Beschwerdeschrift keine zureichenden Anhaltspunkte für eine 
gegenüber den vorinstanzlichen Erkenntnissen andere Betrachtungs-
weise in der Eintretensfrage enthält, 

dass  die  gesamten  vorliegenden  erst-  und  zweitinstanzlichen  Akten 
zwar eine erhebliche persönliche Unglaubwürdigekit der Beschwerde-
führerin  sowie  eine  von  ihr  betriebene  Verschleierungsstrategie  und 
Mitwirkungsverweigerung erahnen lassen, aber – trotz erheblicher Un-
gereimtheiten vor allem in der Chronologie der Sachverhaltsdarlegung 
sowie klarer  Widersprüche in  wesentlichen Punkten – nicht  den Ge-
samteindruck geradezu offensichtlich haltloser Asylvorbringen vermit-
teln,

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dass dennoch das Gesetz für den Ausschluss der Anwendbarkeit des 
Nichteintretenstatbestandes im Sinne von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG 
die offensichtlich zutage tretende Flüchtlingseigenschaft verlangt, de-
ren Annahme sich mit anderen Worten ohne weitere Abklärungen auf 
den ersten Blick objektiv ergeben muss,

dass  vorliegend  jedoch  die  gesamten  Akten  und  Umstände  zur  Er-
kenntnis eines bestenfalls punktuell vertiefteren Abklärungsbedarfs im 
Hinblick auf die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen, längst 
nicht  aber  zur  Offensichtlichkeit  der  Flüchtlingseigenschaft  der  Be-
schwerdeführerin,

dass  die  blosse  Erkenntnis  eines  allfälligen  weiteren  Abklärungsbe-
darfs  im  Hinblick  auf  die  Prüfung  der  Flüchtlingseigenschaft  einen 
Nichteintretensentscheid nach Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht abzu-
wenden vermag,

dass somit vorliegend die Ausschlussklausel der offensichtlich beste-
henden  Flüchtlingseigenschaft  nicht  zur  Anwendung  gelangt,  die 
Nichteintretensfolge bestehen bleibt und allfällige die Flüchtlingseigen-
schaft  begründenden  Elemente  im  Bedarfsfall  gegenüber  den  polni-
schen Behörden geltend zu machen sind, soweit sie nicht ohnehin in 
jenem Drittland bereits beurteilt worden sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass vorliegend einzig ein Vollzug der Wegweisung nach E._______ 
zur Diskussion steht, nicht aber ein solcher nach F._______ oder gar 
in das Herkunftsgebiet A._______ der Beschwerdeführerin,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen (insb. auch Art. 3 EMRK) 
zulässig  ist,  da  die  Beschwerdeführerin  in  E._______  mangels 
zureichender  Anhaltspunkte  offensichtlich  nicht  an  Leib,  Leben  oder 
Freiheit gefährdet ist oder eine menschenrechtswidrige Behandlung zu 
befürchten  hat  und  sie  dort  zudem  –  wie  bereits  oben  erkannt  – 
Schutz vor Übergriffen durch ihren Ex-Mann und vor Rückschiebung 
im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass  weder  die  in  E._______  herrschende  allgemeine  Lage  noch 
sonstige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges 
der Beschwerdeführerin nach E._______ sprechen,

dass eine Feststellung der Unzumutbarkeit die begründete Annahme 
einer konkreten und ernsthaften Gefährdung, mithin einer eigentlichen 
Notlage bedarf,

dass  eine  solche  durch  die  Beschwerdeführerin  weder  mit  ihrer 
Schwangerschaft  noch mit  dereinst  womöglich  eintretenden  gesund-
heitlichen  Beeinträchtigungen  noch  anderweitig  schlüssig  dargetan 
wird und der blosse Umstand eines (behauptungsgemäss) gegenüber 
der  Schweiz  tieferen  Versorgungs-  und  Betreuungsstandards  für 
Schutzsuchende in E._______ jedenfalls nicht bereits zur Feststellung 
der  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  in  den  Drittstaat 
führen kann,

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dass  ebenso  unbefriedigende  Lebensperspektiven  im  Drittland  noch 
keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges herbeizuführen ver-
mögen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführer  nach 
E._______  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  konkreten  Vollzugshin-
dernisse ersichtlich sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die Behörden von 
E._______ die Rückübernahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  angeordnete  Vollzug 
der Wegweisung als rechtmässig zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde in-
klusive  sämtlicher  materieller  und  prozessualer  Anträge  abzuweisen 
ist, soweit Eintretensanspruch besteht,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet  der behaupteten Bedürftigkeit 
abzuweisen ist, da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Er-
wägungen  als  aussichtslos  präsentierten,  welcher  Umstand  die  Ge-
währung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Endentscheid in der Sache gegenstandslos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax, zu den Akten Ref.-Nr. N _______)

- Migrationsamt des Kantons G._______ (per Telefax)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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