# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89a55f65-0d53-58fa-af57-482473ce935a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.07.2019 D-2786/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2786-2019_2019-07-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2786/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m   3 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet; 

Gerichtsschreiber Fabian Füllemann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Mehrfachgesuch); 

Verfügung des SEM vom 20. Mai 2019 / N (…). 

 

 

 

D-2786/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 stellte das damalige Bundesamt 

für Migration (BFM; heute SEM) fest, der Beschwerdeführer erfülle die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch vom 17. März 2014 

ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz, schob den Vollzug je-

doch wegen Unzumutbarkeit zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auf. 

B.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies eine dagegen erhobene Beschwerde 

mit Urteil (…) ab. 

Das Gericht führte im Wesentlichen aus, die Asylvorbringen würden den 

Anforderungen an die Glaubhaftigkeit beziehungsweise an die Flüchtlings-

eigenschaft nicht standhalten, wobei auch das erstmals auf Rechtsmittel-

ebene geltend gemachte exilpolitische Engagement niedrig profiliert und 

nicht geeignet sei, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. 

C.  

C.a Mit Verfügung vom 9. November 2018 lehnte das SEM ein Gesuch des 

Beschwerdeführers vom 12. September 2018 um Ausstellung eines Pas-

ses für eine ausländische Person ab. 

C.b Der Beschwerdeführer erhob gegen diesen Entscheid mit Eingabe 

vom 4. Dezember 2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Be-

schwerdeverfahren des BVGer (…) [zum Urteilszeitpunkt pendent]).  

C.c Mit Eingabe vom 17. Dezember 2018 wies der Beschwerdeführer das 

Bundesverwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren (…) auf einen Beitrag 

des (…) hin, während welchem ein von ihm verfasster (…)Kommentar (…) 

worden sei. Seiner Eingabe langen unter anderem zwei Screenshots (…) 

des fraglichen Beitrags bei.  

C.d Mit weiteren Eingaben an das Gericht im genannten Beschwerdever-

fahren vom 21. Januar 2019 und 21. Januar 2019 (recte: 21. März 2019) 

machte der Beschwerdeführer weitere exilpolitische Aktivitäten geltend und 

beantragte die Anerkennung als Flüchtling. Auf entsprechende instrukti-

onsrichterliche Nachfrage im vorgenannten Beschwerdeverfahren mittels 

Zwischenverfügung vom 9. April 2019 hin ersuchte er mit Eingabe vom 

25. April 2019 darum, seine Eingaben seien auch im Sinne eines neu an-

zuhebenden Asylverfahrens zu berücksichtigen. 

D-2786/2019 

Seite 3 

C.e Mit Schreiben vom 1. Mai 2019 übermittelte das Bundesverwaltungs-

gericht dem SEM die Eingaben des Beschwerdeführers zuständigkeitshal-

ber zur Prüfung und Einleitung weiterer Schritte. 

D.  

Mit Verfügung vom 20. Mai 2019 – eröffnet am 22. Mai 2019 – stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht 

und lehnte sein Asylgesuch ab. 

E.  

Der Beschwerdeführer focht diese Verfügung mit handschriftlich ergänzter 

Formularbeschwerde vom 5. Juni 2019 beim Bundesverwaltungsgericht 

an. Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, seine 

Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren. In pro-

zessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung samt Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses so-

wie um amtliche Verbeiständung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wie-

dererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung 

auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist 

das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG 

und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG 

und Art. 6 AsylG). 

1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

D-2786/2019 

Seite 4 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 105 und aArt.  108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich begründet und ist im Ver-

fahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-

rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 

und 2 AsylG). 

4.  

Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich geregelt 

(vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM innert 

30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich und 

begründet einzureichen; im Übrigen richtet sich das Verfahren nach den 

revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 66–68 VwVG (Art. 111b 

Abs. 1 AsylG). 

In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwägungs-

gesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an eine 

nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Werden nachträglich erhebliche Gründe in 

Bezug auf die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft vorgetragen, handelt 

es sich um ein Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111c AsylG (vgl. BVGE 

2014/39 E. 4.5 m.w.H.). 

5.  

5.1 Das SEM kommt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, den 

Akten könne nicht entnommen werden, dass sich das politische Engage-

ment des Beschwerdeführers seit Ergehen des Urteils im ordentlichen Be-

schwerdeverfahren namhaft verändert beziehungsweise ein flüchtlings-

rechtlich relevantes Ausmass angenommen habe. Insbesondere seien 

Form und Inhalt des Kommentars (…) (…) nicht geeignet, auf eine rele-

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Seite 5 

vante öffentliche Exponiertheit im Sinne der Rechtsprechung zu schlies-

sen. Damit würden die Vorbringen den Anforderungen an Art. 3 i.V.m. Art. 

54 AsylG nicht standhalten.  

5.2 Der Beschwerdeführer entgegnet in der Rechtsmittelschrift, die einge-

reichten Beweismittel würden seine politische Exponiertheit bestätigen. 

Der syrische Geheimdienst habe mit Sicherheit Kenntnis von ihm genom-

men. Sein (…) sei vor (…) verhaftet worden. Seither habe er (Beschwer-

deführer) nichts mehr von ihm gehört. Er befürchte, dass die Verhaftung im 

Zusammenhang mit seinem politischen Engagement stehe.  

6.  

6.1 Dem Bundesverwaltungsgericht obliegt gemäss Art. 49 Bst. b VwVG 

(beziehungsweise Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG) eine umfassende Sachver-

haltskontrolle (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.188). Stellt das Bundes-

verwaltungsgericht eine fehler- oder lückenhafte Feststellung des Sachver-

halts fest, hebt es die Verfügung auf und weist die Sache an die Vorinstanz 

zurück, damit diese den rechtserheblichen Sachverhalt neu und vollständig 

erhebt (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.191; KÖLZ/HÄNER/ 

BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1155). 

6.2 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen 

des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat 

die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die für das Ver-

fahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich 

relevanten Umstände abklären sowie ordnungsgemäss darüber Beweis 

führen (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1; KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, in: 

Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 

Waldmann/Weissberger (Hrsg.) 2. Aufl. 2016, Art. 12 VwVG N 15 ff.; KÖLZ/ 

HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1043 ff.). Unrichtig ist die Sachverhaltsfest-

stellung dann, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger oder 

nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. Unvollständig 

ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde trotz Untersuchungs-

maxime den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt hat, oder wenn 

nicht alle für den Entscheid wesentlichen Sachumstände berücksichtigt 

wurden. Die Behörde ist dabei jedoch nicht verpflichtet, zu jedem Sachver-

haltselement umfangreiche Nachforschungen anzustellen. Zusätzliche Ab-

klärungen sind vielmehr nur dann vorzunehmen, wenn sie aufgrund der 

Aktenlage als angezeigt erscheinen (vgl. dazu KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, 

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a.a.O., N. 629 ff.; CHRISTOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 

a.a.O., Rz. 17 zu Art. 12; BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], a.a.O., Rz. 29 ff. zu Art. 49). 

6.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 VwVG) umfasst das Recht 

des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifen-

den Entscheids zur Sache äussern zu können. Er verlangt von der Be-

hörde, dass sie die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, ernsthaft 

prüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berücksichtigt. Dies gilt für 

alle form- und fristgerechten Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur 

Klärung der konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich erscheinen. 

Die Aktenführungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs beinhaltet 

insbesondere die geordnete Ablage, die Paginierung und die Registrierung 

der vollständigen Akten im Aktenverzeichnis. Sie ergibt sich aus dem Ak-

teneinsichtsrecht des Gesuchstellers beziehungsweise Beschwerdefüh-

rers, welches in Art. 26 ff. VwVG geregelt ist (vgl. dazu ausführlich BVGE 

2011/37 E. 5.4.1). 

7.  

Zunächst ist festzustellen, dass das SEM seine Aktenführungs- und Pagi-

nierungspflicht verletzt hat. So wurden die vom Beschwerdeführer im Ver-

fahren (…) eingereichten und vom Bundesveraltungsgericht mit Schreiben 

vom 1. Mai 2019 an das SEM weitergeleiteten Akten (vgl. Bst. C.e) weder 

paginiert noch in einem entsprechenden Aktenverzeichnis registriert. Wei-

ter lassen sich die für das vorliegende Verfahren teilweise zentralen Beila-

gen der Eingabe vom 17. Dezember 2018 (vgl. Bst. C.c) nicht in den vo-

rinstanzlichen Akten auffinden. Das SEM wird seiner Aktenführungs- und 

Paginierungspflicht – wie sich folgend zeigen wird – im Verlaufe des weite-

ren Verfahrens rechtsgenüglich nachzukommen haben. Zu diesem Zweck 

wird dem SEM gemeinsam mit dem vorliegenden Entscheid eine Kopie der 

Eingabe vom 17. Dezember 2018 inklusive Beilagen übermittelt. 

8.  

8.1 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer während 

eines (…) mit Namen, Foto und Kommentar – […] – (…) wurde. Die (…) 

wurde auf YouTube veröffentlicht, wo sie bereits über (…) mal aufgerufen 

wurde (Stand am 2. Juli 2019). Nach Erkenntnissen des Gerichts handelt 

es sich bei (…) um einen in B._______ stationierten und (…) ([…]), der sich 

gemäss eigener Darstellung gegen (…) sowie gegen (…) (vgl. […], abge-

rufen am 18.06.2019). Das von (…) ist frei (…) zugänglich. Überdies ver-

öffentlicht (…) täglich eine Vielzahl an Videos (…) (Stand am 2. Juli 2019). 

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Seite 7 

8.2 In den Akten findet sich weder eine Übersetzung des fraglichen, (…) 

Kommentars noch des Titels des entsprechenden Beitrages. Das SEM be-

gnügt sich in der angefochtenen Verfügung damit, lediglich die Darstellung 

des Beschwerdeführers zu wiederholen, wonach der Kommentar (…). Vor 

dem Hintergrund des Gesagten geht der Schluss des SEM fehl, wonach 

Form und Inhalt des Kommentars nicht geeignet seien, auf eine relevante 

öffentliche Exponiertheit im Sinne der Rechtsprechung zu schliessen. Ins-

gesamt erweist sich der Sachverhalt damit als unzureichend abgeklärt; das 

SEM hat seine Untersuchungspflicht verletzt. Zur Abklärung von Form und 

Inhalt muss insbesondere der Kommentar übersetzt werden. Eine Über-

setzung könnte grundsätzlich auch durch das Bundesverwaltungsgericht 

eingeholt werden. Ein solches Vorgehen ist allerdings nicht als zweckmäs-

sig zu erachten, insbesondere da angenommen werden kann, dass in die-

sem Zusammenhang weitere Abklärungen notwendig sein werden (na-

mentlich ist an eine Einordnung des Kommentars in den Kontext […] zu 

denken). Es erscheint daher als angebracht, die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwä-

gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, zumal dem Beschwerdeführer 

ansonsten eine Instanz verloren ginge.  

9.  

9.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als mit 

ihr die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt wird, und die 

Sache ist zur Durchführung der erforderlichen Verfahrensschritte und zur 

erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bei dieser Sach-

lage erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den weiteren Vorbringen in 

der Beschwerde. 

9.2 Die mit der Beschwerde gestellten Begehren um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung samt Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses sowie um amtliche Verbeiständung sind mit dem vorlie-

genden Direktentscheid gegenstandslos geworden. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

10.2 Es ist nicht davon auszugehen, dass dem nicht vertretenen Be-

schwerdeführer aus dem vorliegenden Verfahren Kosten im Sinne der 

massgeblichen Bestimmungen entstanden sind, weshalb ihm keine Partei-

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Seite 8 

entschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung beantragt wird. 

2.  

Die Verfügung des SEM vom 20. Mai 2019 wird aufgehoben und die Sache 

im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückge-

wiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Fabian Füllemann 

 

 

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