# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 396a8efb-fd7a-5738-913b-44489e5db9b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2014 725 2013 178 / 94 (725 13 178 / 94)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2013-178---94_2014-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2014 (725 13 178 / 94) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Behandlungsabschluss eines Rückfalles, Unfallkausalität 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Markus Mattle, Gerichtsschreiberin i.V. Bettina Brodbeck 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.  Der 1966 geborene A.____ war seit 1989 als Maschinist für die B.____ AG tätig und 
durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligato-
risch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 27. Oktober 1992 
liess A.____ der SUVA durch seine Arbeitgeberin einen Unfall melden. Er machte geltend, er 
habe mit dem linken Fuss den Deckel einer Pumpe schliessen wollen, wobei er sich, um mehr 

 
 
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Kraft entfalten zu können, mit beiden Händen an der Maschine festgehalten habe. Dabei habe 
er einen starken Schmerz im linken Knie verspürt. Der Versicherte unterzog sich in der Folge 
einer Arthroskopie und die SUVA anerkannte das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschä-
digung und kam ihrer gesetzlichen Leistungspflicht nach. Mit Verfügung vom 8. März 1996 
sprach die SUVA dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 1995 eine Invalidenrente auf 
der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % und eine Integritätsentschädigung von 15 % zu. 
Eine von Dr. Peter Studer, Advokat, Dornach, namens und im Auftrag von A.____ gegen diese 
Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA am 15. Mai 1996 ab. Zur Begründung machte 
sie im Wesentlichen geltend, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall 
vom 23. Oktober 1992 und den beim Versicherten vorliegenden psychischen Gesundheitsbe-
einträchtigungen verneint werden müsse. Die gegen diesen Einspracheentscheid erhobene 
Beschwerde hat das Versicherungsgericht Basel-Landschaft (seit 1. April 2002: Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht [Kantonsgericht]) am 19. November 1997 
abgewiesen. Der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. In der Folge nahm die SUVA die durch den 
Versicherten am 20. November 1997 eingereichte Rückfallmeldung an Hand. In ihrer Verfügung 
vom 26. Mai 2003 führte die SUVA jedoch aus, dass sich die Unfallfolgen seit der Rentenfest-
setzung nicht erheblich verschlimmert hätten, weshalb weder eine höhere Rente noch eine hö-
here Integritätsentschädigung geschuldet sei. Die gegen diesen Entscheid erhobenen Rechts-
mittel wurden abgewiesen und das in der Sache ergangene Urteil des Kantonsgerichts vom 
24. November 2004 erwuchs in Rechtskraft. Anlässlich einer periodischen Rentenrevision im 
Jahre 2008 wurde der Invaliditätsgrad durch die SUVA erneut geprüft und eine Änderung ver-
neint. 
 
Nach einer erneuten Rückfallmeldung vom 5. Januar 2010 wurde der Versicherte am 18. Janu-
ar 2010 im Kantonspital am linken Knie operiert, wobei auch eine Anpassung seiner kniestabili-
sierenden Orthese vorgenommen wurde. Der Versicherte klagte danach weiterhin über Be-
schwerden im Knie sowie ab dem Jahre 2011 zunehmend auch über Schmerzen im Bereich der 
Lendenwirbelsäule (LWS) und der Hüfte. Nach mehrfachen psychiatrischen, orthopädischen 
wie auch neurologischen Untersuchungen erklärte die SUVA mit Verfügung vom 20. November 
2012 den gemeldeten Rückfall als abgeschlossen und stellte die Heilkosten- und Taggeldleis-
tungen per sofort ein. Für den notwendigen Schmerzmittelbedarf, ein bis zwei Physiotherapie-
Serien pro Jahr sowie die monatliche Rente werde sie jedoch im bisherigen Rahmen Leistun-
gen erbringen. In ihrer Verfügung führte die SUVA aus, dass sich aus somatischer Sicht keine 
wesentlichen Änderungen der Unfallfolgen am linken Knie bestätigt hätten und der Versicherte 
somit weiterhin im Rahmen der mit der Verfügung vom 8. März 1996 zugesprochenen Invali-
denrente von 25 % als erwerbsfähig zu betrachten sei. Des Weiteren verneinte sie die Unfall-
kausalität der Hüft- und LWS-Beschwerden. Mit Entscheid vom 13. Mai 2013 schützte die 
SUVA die Verfügung vom 20. November 2012 und lehnte die dagegen erhobene Einsprache 
ab.  
 
B.  Gegen den ablehnenden Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Daniel 
Altermatt, Advokat in Dornach, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft. Darin be-
antragte er, es sei der Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, den Sachverhalt in medizinischer Hinsicht neu abklären zu las-

 
 
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sen. Die Beschwerdegegnerin sei zudem anzuweisen, dem Beschwerdeführer über den 8.  No-
vember 2012 hinaus und weiterhin Taggeldleistungen auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 
100 % zu entrichten sowie die Heilungskosten zu übernehmen. Weiter sei dem Beschwerdefüh-
rer die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen; unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung führte 
er aus, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers verschlechtert habe. 
Ausserdem sei der Beschwerdeführer weiterhin in ärztlicher Behandlung, weshalb nicht von 
einem Endzustand ausgegangen werden könne. Sodann stehe die Verneinung der Unfallkausa-
lität der LWS- und Hüftbeschwerden in einem klaren Widerspruch zum Bericht des Kantonsspi-
tals vom 31. August 2012. Des Weiteren sei der Entscheid der SUVA gestützt auf eine reine 
Aktenbeurteilung durch den zuständigen Kreisarzt Dr. med. C.____ ergangen, welcher aufgrund 
der komplexen medizinischen Sachlage von vornherein kein Beweiswert zukommen könne. 
Diesen Standpunkt vertrete auch der behandelnde Arzt Dr. med. D____.  
 
C.  In ihrer Vernehmlassung vom 29. Juli 2013 beantragte die SUVA, die Beschwerde sei 
abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013, mit welchem die Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 20. November geschützt werde, sei zu bestätigen. Während die Un-
fallkausalität der Kniebeschwerden links, soweit nicht psychisch überlagert, nicht bestritten sei, 
könnten die Unfallkausalität sowie die Objektivierbarkeit der Hüft- und LWS-Beschwerden nicht 
bejaht werden. Dies ergebe sich aus den Berichten des Kreisarztes Dr. C.____ vom 
5. Mai 2011 und vom 20. Juni 2012. Der Bericht des Kantonspitals vom 31. August 2012, in 
welchem die Beschwerden am ehesten als Insertionstendinopathie im Bereich der Adduktoren 
aufgrund des erschwerten Gehens mit Orthese interpretiert würden, vermöge dagegen keine 
Kausalität im Sinne strukturell objektivierbarer Schäden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
des Kausalzusammenhangs zu begründen. Weiter erachte man die Behandlung der Unfallfol-
gen am linken Knie als abgeschlossen. Dies ergebe sich sowohl aus der Beurteilung durch 
Dr. C.____ vom 20. Juni 2012 als auch aus dem Bericht des Kantonspitals vom 31. Au-
gust 2012, welcher eine gut sitzenden Orthese und ein sicheres Gangbild attestiere. Des Weite-
ren werde im Bericht des Kantonspitals vom 6. Mai 2013 ausdrücklich festgestellt, dass aus 
orthopädischer Sicht keine weiteren Behandlungsoptionen bestünden. Der Beweiswert der Ak-
tenbeurteilung durch den Kreisarzt Dr. C.____ sei dabei nicht anzuzweifeln, da der Beschwer-
deführer vorgängig umfassend untersucht worden sei. Dr. C.____ habe somit auf die medizini-
schen Berichte abstellen können, ohne den Beschwerdeführer erneut zu untersuchen. Insofern 
seien auch keine weiteren medizinischen Abklärungen oder Gutachten notwendig. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherungen anwendbar sind, kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ih-

 
 
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ren Wohnsitz hat. Vorliegend befand sich dieser zu diesem Zeitpunkt in E.____, weshalb die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichtes Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 
Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtli-
che Instanz des Kantons Beschwerden aus dem Bereich der Unfallversicherung. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentschei-
de einzureichen. Die Rechtsmittelfrist ist vorliegend gewahrt, weshalb auf die im Übrigen form-
gerecht erhobene Beschwerde einzutreten ist.  
 
2.  Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob der vom Beschwerdeführer im Januar 2010 
gemeldete Rückfall der Kniebeschwerden links als abgeschlossen zu betrachten ist und ob die 
geltend gemachten LWS- und Hüftbeschwerden in einem ursächlichen Zusammenhang mit 
dem Unfall vom 23. Oktober 1992 stehen.  
 
2.1.  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistung so lange zu erbringen, als davon 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 
Satz 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, 
so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Ar-
beitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es 
entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG 
am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn der Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls 
zu mindestens 10 % invalid ist. Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 
erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 
UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invaliden-
rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 
Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.2  Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer jedoch nur unter der Vorausset-
zung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden 
(Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinig oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störung ist; 
es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 

 
 
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Worten nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 14 je mit Hinweisen).  
 
2.3  Im Weiteren muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden auch 
ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adä-
quaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (vgl. 
BGE 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b je mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheit-
lichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach der von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln 
vom Gericht zu beurteilen ist (vgl. BGE 112 V 30 E. 1b mit Hinweis). Zu beachten ist, dass sich 
bei organischen Unfallfolgen die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt, sodass die Adäquanz hier gegenüber dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang praktisch keine selbstständige Bedeutung hat. (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 
127 V 102 E. 5b/bb je mit Hinweisen). Als objektivierbar gelten Untersuchungsergebnisse, die 
reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde 
in fast allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, welches eine Adäquanzprüfung 
als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen wer-
den, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008 8C_806/2007 E. 8.2 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 
134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
2.4  Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie insbesondere der Feststellung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behör-
de regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfü-
gung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat 
diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund-
satz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) wie alle anderen Beweismittel frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die vorliegenden Un-
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesonde-
re darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe abzugeben, warum 
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.  
 

 
 
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2.5  Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c je mit Hinwei-
sen). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von 
Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits 
erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang 
und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr 
wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden 
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes vom 27. März 2008 8C_540/2007 E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.1  Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
hält fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden, für 
Bezüger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG. Gemäss 
Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG werden dem Versicherten im Falle eines Rückfalles oder bei Spätfol-
gen Pflegeleistungen gewährt, wenn die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorgehen we-
sentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann. Bei einem 
Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank-
heitsbild führen können (vgl. BGE 118 V 296 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327f. E. 2). 
 
3.2  Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslö-
sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim ver-
sicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hin-
weisen). In Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Aner-
kennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall beziehungsweise bei früheren 
Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen kön-
nen. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittel-
bar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 
oder später eingestellt hätte (status quo sine) erreicht ist. Dabei obliegt es dem Leistungsan-
sprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall 
oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Un-

 
 
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fallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste gewürdigt wird (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Dabei 
sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser 
der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträch-
tigung ist (vgl. RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in fine; Urteil des EVG vom 2. September 
2003, U77/03, E. 2.3). Schliesslich ist darauf zu verweisen, dass sich im Rahmen eines Rück-
falls eine Beweislosigkeit hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs zu Lasten der 
versicherten Person auswirkt (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 
 
4.  Im vorliegenden Fall liegen für die Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes zahl-
reiche medizinische Berichte vor, welche alle vom Gericht gewürdigt wurden, auch wenn in der 
Folge nur ausgewählte Arztberichte zusammenfassend wiedergegeben werden. Folgende me-
dizinische Unterlagen sind vorliegend für die Beurteilung der umstrittenen Fragen von Bedeu-
tung: 
 
4.1  Am 18. Januar 2010 unterzog sich A.____ in der Orthopädischen Klinik des Kanton-
spitals einer Operation am linken Kniegelenk. Dabei wurde das Osteosynthesematerial entfernt 
sowie eine diagnostische Kniearthroskopie vorgenommen.  
 
4.2  Mit Arztbericht vom 26. März 2010 berichtete Dr. med. F.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, dass ein funktionelles Gangbild mög-
lich sei und dass momentan keine erfolgsversprechenden mechanistischen Optionen zur Verfü-
gung stehen würden. Er empfehle eine Umschulung hin zu einer sitzenden Tätigkeit, eventuell 
begleitet von einer schmerztherapeutischen Behandlung.  
 
4.3  Anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. C.____ vom 6. Mai 2010 di-
agnostizierte dieser eine durchgehende Instabilität des linken Knies, wobei er jedoch von einer 
erneuten Stabilisierung abriet. An der adaptierten Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Rente werde 
festgehalten.  
 
4.4 Bei der Untersuchung in der Orthopädischen Klinik des Kantonsspitals vom 24. August 
2010 wurde ein gutes Gangbild mit gut sitzender Orthese festgestellt sowie über einen aktuell 
sehr erfreulichen Verlauf berichtet.   
 
4.5  Im Bericht des Kantonsspitals vom 28. Januar 2011 wurden sowohl die Knieinstabilität 
als auch der chronische Schmerz als unfallbedingt diagnostiziert, wobei die bisherigen Mass-
nahmen zu keiner wesentlichen Besserung der Schmerzsituation beigetragen hätten.  
 
4.6  Dr. med. G.____, Spital H.____, stellte anlässlich einer MRI der Lendenwirbelsäule 
vom 10. Januar 2011 erneut einen lumbosakralen Übergangswirbel S 1 mit Listhesis und klei-
ner Stufenbildung sowie eine mittelständige Diskushernie L5/S1 und eine kleine Diskushernie 

 
 
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L4/5 rechts, beide ohne Nervenwurzelkompressionszeichen, fest. Diese Übergangsstörung war 
bereits anlässlich zweier polydisziplinärer Gutachten im Jahre 1996 sowie 2003 festgestellt 
worden. 
 
4.7  Am 27. Januar 2011 berichtete der Neurologe Dr. med. I.____ von einer funktionellen 
Beinschwäche sowie Knieschmerzen links ohne neurologische Ursachen. Das sensomotorische 
Defizit am ganzen linken Knie sei aus neurologischer Sicht nicht erklärbar. 
 
4.8  Gemäss dem Bericht des Kantonsspitals vom 18. April 2011 beklagte der Beschwer-
deführer zusätzlich zu den belastungsabhängigen Knieschmerzen nun auch belastungsabhän-
gige Hüftschmerzen. Der Röntgenbefund sowie die Hüftuntersuchung zeigten jedoch einen un-
auffälligen Befund, wobei die gesamte Untersuchung schmerzfrei und keine Druckdolenz aus-
lösbar sei. Im Bereich des Kniegelenks bestehe objektiv eine mässige Instabilität. Aufgrund der 
Differenz zwischen subjektivem Instabilitätsgefühl sowie der sich aus der klinischen Untersu-
chung ergebenden mässigen Instabilität erachte man eine Bandrekonstruktion als voraussicht-
lich wenig erfolgreich für die Gesamtsituation und die Behandlung als zunächst abgeschlossen. 
 
4.9  Kreisarzt Dr. C.____ verneinte am 5. Mai 2011 eine Unfallkausalität der LWS-
Beschwerden. Er verwies dabei auf die ärztliche Begutachtung des J.____ vom April 2003 so-
wie auf die Untersuchung im Spital H.____ vom 7. Januar 2011 (Bericht von Dr. G.____ vom 
10.1.2011). Der bestehende lumbosakrale Übergangswirbel habe zu einer mittelständigen Dis-
kushernie geführt und schliesse somit eine Unfallkausalität aus. Weiter seien die Hüftbe-
schwerden reaktiv und in der Untersuchung nicht objektivierbar. Somit sei auch diesbezüglich 
die Unfallkausalität zu verneinen. Dies ergebe sich aus dem Bericht des Kantonsspitals vom 
18. April 2011. Eine Verschlimmerung der unfallbedingt organischen Beschwerden seit der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 6. Mai 2010 sei zu verneinen. Weiter sei keine Verbesserung 
in Bezug auf die Erwerbstätigkeit zu erwarten. Diesbezüglich kann wiederum auf den Bericht 
des Kantonsspitals vom 18. April 2011 verwiesen werden, wonach auch nach einer Bandstabili-
sierung voraussichtlich wenig Hoffnung auf eine Änderung der Gesamtsituation des Patienten 
bestehe. 
 
4.10  Am 11. August 2011 beurteilte Kreisarzt Dr. med. K.____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychologie, die aktuellen psychischen Beschwerden als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf das Unfallereignis von 1992 zurückführbar. 
 
4.11  Am 30. Dezember 2011 fand eine neurologische Beurteilung durch Dr. med. L.____ 
bezüglich einer vorgesehenen Spinal Cord Stimulation (SCS, Rückenmarkstimulation) statt. Die 
Indikation wurde dabei aufgrund der fehlenden neuropathischen Schmerzen verneint. Des Wei-
teren stellten die funktionellen Störungen eine Kontraindikation dar. 
 
4.12  Am 9. Februar 2011 diagnostizierte Dr. med. M.____, Spital H.____, eine Anpas-
sungsstörung mit längerer depressiver Reaktion. 
 

 
 
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4.13  Im Bericht des Kantonsspitals vom 25. Mai 2012 wurde ein chronisches Schmerzsyn-
drom in den Hüften beidseits sowie im Knie links diagnostiziert. Dieses scheine jedoch unter der 
zentralen analgetischen Therapie sowie Versorgung mit Orthese gut eingestellt zu sein und die 
Behandlung werde aus orthopädischer Sicht als vorläufig abgeschlossen betrachtet. 
 
4.14  In einer erneuten kreisärztlichen Beurteilung vom 20. Juni 2012 verneinte Dr. C.____ 
wiederum die Unfallkausalität der Beschwerden an der LWS sowie an der Hüfte. Dabei stützte 
er sich insbesondere auf die neurologische Beurteilung durch Dr. L.____. Des Weiteren seien 
die Beschwerden aus orthopädischer, psychiatrischer, neurologischer und aus kreisärztlicher 
Sicht sowohl an der LWS als auch an der Hüfte nicht objektivierbar. Diesbezüglich hielt 
Dr. C.____ an seinen Ausführungen und der Beurteilung vom 5. Mai 2011 fest. Die Situation am 
linken Knie sei seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 6. Mai 2010 unverändert, wo-
bei der orthopädische Bericht des Kantonsspitals, der eine unveränderte Mobilität mit Orthese 
feststelle, wegweisend sei. Es sei, so Dr. C.____ weiter, von einem Endzustand auszugehen, 
da die Situation am Knie unverändert und die Beschwerden an der Hüfte und LWS unfallfremd 
seien.  
 
4.15.  Gemäss Bericht von Dr. D.____ vom 23. August 2012 schienen die Hüftbeschwerden 
im Bereich der Hüftgelenke zunächst auf der linken Seite konsekutiv nach Verletzung des Knies 
und den erlebten Komplikationen eingetreten zu sein. Diese Einschätzung stütze sich auf die 
Berichterstattung des Kantonsspitals. Eine Beurteilung aufgrund der Aktenlage erscheine ihm 
jedoch nicht adäquat und er bitte um eine weitere Evaluation.  
 
4.16  Der Bericht des Kantonsspitals vom 31. August 2012 bescheinigte bezüglich des lin-
ken Knies eine gut sitzende Orthese sowie eine erhaltene Gehfähigkeit mit sicherem Gangbild. 
Die Hüftbeschwerden schienen im Zusammenhang mit der Verletzung und dem aktuellen Zu-
stand des linken Kniegelenks zu stehen; dabei seien diese am ehesten als Insertionstendinopa-
thie im Bereich der Adduktoren mit Überlastung dieser Muskelgruppe aufgrund des erschwerten 
Gehens mit Orthese zu interpretieren. Der Kreisarzt Dr. C.____ bemerkte daraufhin am 
13. September 2012, dass sich aus dieser Beurteilung keine Kausalität im Sinne strukturell ob-
jektivierbarer Schäden (wie beispielsweise eine Coxarthrose) ableiten lasse. 
 
4.17  Am 6. Mai 2013 wurde der Beschwerdeführer anlässlich einer Nachkontrolle im Kan-
tonsspital erneut vorstellig. Der entsprechende Bericht hielt dabei chronische Becken- und Hüft-
schmerzen beidseits fest. Mit Orthese bestehe ein sicheres und stockfreies Gangbild und die 
Hüftgelenke seien frei beweglich. Im Bereich beider Hüften komme es selbst bei sanften Druck-
bewegungen zu einschiessenden Schmerzen, welche jedoch nicht objektiviert werden könnten. 
Muskuläre Triggerpunkte seien nicht auslösbar. Man habe sich bewusst gegen eine neue Bild-
gebung entschieden, da aufgrund der klinischen Befunde nicht mit einem weiterreichenden Be-
fundbild zu rechnen sei. Aus orthopädischer Sicht bestünden aktuell keine weiteren Behand-
lungsoptionen. 
 
5.  Was zunächst die Frage des Behandlungsabschlusses im Bereich des linken Knies 
betrifft, hat die SUVA in ihrer Verfügung vom 20. November 2012 bzw. im angefochtenen Ein-

 
 
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spracheentscheid vom 13. Mai 2013 zu Recht auf die erwähnten Berichte des Kreisarztes sowie 
des Kantonsspitals abgestellt. Der Bericht von Dr. C.____ erfolgte in Kenntnis der Vorakten, ist 
einleuchtend in der Darlegung und Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und nimmt 
im Wesentlichen die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachver-
haltes vor. Die relevanten Befunde bezüglich des Zustandes am linken Knie wurden bereits im 
Vorfeld mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch erhoben. So wurde bereits im März 2010 
durch Dr. F.____, ein funktionelles Gangbild attestiert sowie die Möglichkeit weiterer erfolgsver-
sprechender mechanistischen Optionen verneint. Dem Bericht von Dr. I.____ vom 27. Januar 
2011 ist zu entnehmen, dass die Kniebeschwerden aus neurologischer Sicht nicht erklärbar 
sind. Dabei ist anzumerken, dass die Unfallkausalität allfälliger psychischer Beschwerden be-
reits mit Urteil des Kantonsgerichts vom 19. November 1997 rechtskräftig verneint wurde. Des 
Weiteren beurteilte das Kantonsspital mit Bericht vom 18. April 2011 eine weitere Bandrekon-
struktion als wenig erfolgversprechend und verneinte die Indikation für eine Knietotalprothese. 
Mit Bericht des Kantonsspitals vom 25. Mai 2010 wird die Behandlung des linken Knies aus-
drücklich als vorläufig abgeschlossen bezeichnet. Ebenfalls in den Berichten des Kantonsspitals 
Liestal vom 31. August 2010 und vom 6. Mai 2013 wird der Befund einer gut sitzenden Orthese 
mit sicherem Gangbild erhoben und im Bericht vom 6. Mai 2013 ausdrücklich festgestellt, dass 
aus orthopädischer Sicht keine weiteren Behandlungsoptionen bestehen. Dr. C.____ beurteilte 
in seinem Aktengutachten die erhobenen Diagnosen und erklärte die Situation am Knie als un-
verändert und die Behandlung somit als abgeschlossen. Dieser Einschätzung ist beizupflichten; 
eine zweckmässige Behandlung, aufgrund welcher eine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustandes des Beschwerdeführers zu erwarten wäre, besteht gemäss den aufgeführten Berich-
ten nicht.  
 
Des Weiteren liegt durch den Rückfall keine bleibende Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes des linken Knies vor, womit diesbezüglich an der adaptierten Arbeitsfähigkeit im Rah-
men der Rente festgehalten werden kann.  
 
6.1  Weiter zu prüfen ist die Unfallkausalität der geltend gemachten LWS- und Hüftbe-
schwerden.  
 
6.2  Bereits im Jahre 1996 sowie im April 2003 wurde anlässlich eines interdisziplinären 
medizinischen Gutachtens ein leichtes Lumbovertebralsyndrom bei lumbosakraler Übergangs-
störung diagnostiziert. Dr. C.____ führt dazu in seinem Bericht vom 5. Mai 2011 aus, dieser 
Befund bleibe auch nach der MRI-Untersuchung der LWS vom 7. Januar 2011 unfallfremd, da 
ein lumbosakraler Übergangswirbel S1 mit Listhese und kleiner Stufenbildung L5/S1 bestehe, 
welcher zu einer mittelständigen Diskushernie, etwas kleiner L4/5 und grösser L5/S1, ohne 
Nervenwurzelkompression führte. Ansonsten ist in keinem der vorgelegten Arztberichte ein Zu-
sammenhang zwischen den Beschwerden im Rücken und dem Unfall vom Jahre 1992 herge-
stellt worden. Der Verneinung der Unfallkausalität ist beizupflichten; das Lumbovertebralsyn-
drom ist eine unfallfremde Vorerkrankung, welche zu den diagnostizierten Diskushernien ge-
führt hat. Somit besteht zwischen den geltend gemachten LWS-Beschwerden und dem Unfall 
des Beschwerdeführers im Jahre 1992 keine Kausalität; vielmehr liegt ein Zustand vor, wie er 

 
 
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sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall 
früher oder später eingestellt hätte. 
 
6.3  Bezüglich der Hüftbeschwerden stellt die SUVA im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 13. Mai 2010 wiederum auf die Ausführung des Kreisarztes Dr. C.____ vom 5. Mai 
2011 ab. Dieser verneint insbesondere die Objektivierbarkeit der geltend gemachten Be-
schwerden. Dr. C.____ führt dabei den Bericht des Kantonsspitals vom 18. April 2011 an, wel-
cher anlässlich einer Hüftuntersuchung und eines Röntgenbefundes beidseits einen unauffälli-
gen Befund des Hüftgelenkes ohne Druckdolenz diagnostizierte. An dieser Einschätzung hielt 
Dr. C.____ anlässlich einer erneuten Beurteilung vom 20. Juni 2012 fest.  
 
6.4  Weiter führt die SUVA an, dass auch die Beurteilung des Kantonsspitals vom 31. Au-
gust 2012, in welchem die Hüftbeschwerden am ehesten als eine im Zusammenhang mit der 
Verletzung des linken Knies stehende Insertionsthenopathie interpretiert werden, keine andere 
Beurteilung der Unfallkausalität herbeizuführen vermöge. Dieser Auffassung ist beizupflichten. 
Eine solche Verdachtsdiagnose ohne objektiv ausgewiesene Beschwerden vermag keine über-
wiegende Wahrscheinlichkeit der Kausalität zu begründen, zumal diese in keiner Weise durch 
bildgebende Abklärungen bestätigt wird.  
 
6.5 Auch der vom Beschwerdeführer angeführte Bericht von Dr. D.____ vom 23. Au-
gust 2012, welcher die Hüftbeschwerden als konsekutiv nach der Verletzung des linken Knies 
und den damit verbundenen Komplikationen eingetreten sieht, vermag an dieser Einschätzung 
nichts zu ändern. Insbesondere beruht dieser, soweit ersichtlich, weder auf einem eingehenden 
Studium der medizinischen Vorakten noch auf einer persönlichen Untersuchung des Versicher-
ten. Dr. D.____ verweist vielmehr auf nicht spezifizierte Berichterstattungen des Kantonsspitals 
und begründet dabei seine Einschätzung der medizinischen Sachlage nicht näher. Der Bericht 
ist somit für die streitigen Belange nicht umfassend und die darin enthaltene Schlussfolgerung 
sind nicht hinreichend begründet. 
 
6.6 Zu ergänzen bleibt schliesslich, dass auch der neueste Bericht des Kantonsspitals vom 
6. Mai 2013 eine Objektivierbarkeit der Hüftbeschwerden ausdrücklich verneint. Die geltend 
gemachten Hüftbeschwerden sind in keiner Weise klinisch nachweis- und objektivierbar. Allfälli-
ge funktionelle Beschwerden sind, wie bereits im Urteil von 1997 bestätigt, nicht kausal zum 
Unfall vom 23. Oktober 1992. 
 
7.1  Bezüglich des Beweiswertes des Aktengutachtens durch den Kreisarzt Dr. C.____ 
kann auf die vorhergehenden Ausführungen (E.5.) verwiesen werden. Zu beanstanden ist in 
diesem Zusammenhang jedoch die etwas voreilige Bemerkung im Bericht vom 20. Juni 2012, 
dass die geltend gemachten Hüftbeschwerden immer unfallfrei waren und sein werden. Auf-
grund der langjährigen Krankheitsgeschichte können unfallkausale Beschwerden im Bereich 
der Hüften nicht von vornherein und pauschal ausgeschlossen werden. Da jedoch im vorliegen-
den Fall keine organisch nachweisbaren Befunde in der Hüfte gegeben sind, ist die Frage der 
Unfallkausalität im jetzigen Zeitpunkt zu verneinen. 
 

 
 
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7.2 Nachdem der Beschwerdeführer mehrmals neurologisch, orthopädisch sowie auch 
psychiatrisch untersucht wurde und dabei auch bildgebende Verfahren zur Anwendung kamen, 
lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des Gesund-
heitszustandes zu. Auf das Einholen weiterer medizinischer Gutachten kann somit verzichtet 
werden. Aufgrund der schlüssigen spezialärztlichen Berichte ist der gemeldete Rückfall zu 
Recht abgeschlossen und die Unfallkausalität der geltend gemachten LWS- resp. Hüftbe-
schwerden verneint worden. Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde vollumfänglich ab-
zuweisen ist. 
 
8.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Für das vorliegende Verfahren sind 
demnach keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
8.2  Abschliessend bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm 
die unentgeltliche Verbeiständung zu gewähren. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der 
Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher 
Rechtsbeistand bewilligt. Nach § 22 Abs. 1 und 2 VPO wird einer Partei der kostenlose Beizug 
eines Anwaltes gewährt, sofern ihr dafür die nötigen Mittel fehlen, ihr Begehren nicht offensicht-
lich aussichtslos erscheint und der Beizug einer anwaltlichen Vertretung zu Wahrung ihrer 
Rechte notwendig erscheint. Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt: die Bedürftigkeit 
des Beschwerdeführers kann bejaht werden. Sodann ist die Beschwerde, trotz deren Abwei-
sung, nicht als aussichtslos und die anwaltliche Vertretung als geboten zu bezeichnen. Der 
Rechtsanwalt des Beschwerdeführers hat für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeit-
aufwand von insgesamt 5.5 Stunden und Auslagen in der Höhe von Fr. 51. -- ausgewiesen, was 
umfangmässig nicht zu beanstanden ist. Da die gesamten anwaltschaftlichen Bemühungen im 
Jahre 2013 stattfanden, ist Art. 3 Abs. 2 der kantonalen Tarifordnung für Anwältinnen und An-
wälte vom 17. November 2003 in der bis 31. Dezember 2013 gültigen Fassung einschlägig, 
nach welchem das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 180.-- pro Stunde beträgt. 
Dem Rechtsanwalt des Beschwerdeführers ist deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in 
der Höhe von Fr.1‘124.30 -- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 
auszurichten. 
 
8.3  Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘124.30 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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