# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da0a4bb0-1ef9-5ea7-bb42-333a4b303978
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2010 D-5819/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5819-2010_2010-08-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5819/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Martin Zoller (Vorsitz),
Richter Pietro Angeli-Busi, Richter Bendicht Tellenbach, 
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...),
Irak,
(...),
Gesuchsteller,

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
12. April 2010 (Vollzug der Wegweisung) / (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Partei

Gegenstand

D-5819/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der Gesuchsteller, nach eigenen Angaben ein aus Mosul stam-
mender Iraker kurdischer Ethnie, am 25. Mai 2008 in der Schweiz um 
Asyl nachsuchte,

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  während  seiner  beruflich  bedingten,  zweimonatigen  Ab-
wesenheit sei seine Familie wegen der Arbeit eines Bruders von ihm 
als  (...)  ab  (...)  von (...)  belästigt  und  mit  dem Tod bedroht  worden, 
weshalb  die  Familienangehörigen  schliesslich  zu  einem Onkel  nach 
(...) geflüchtet seien,

dass er davon nach seiner Rückkehr von Nachbarn erfahren und ge-
hofft habe, bei seinem ebenfalls in Mosul ansässigen (...) wohnen zu 
können,  welcher  ihn  indes  nicht  bei  sich  habe  aufnehmen  wollen, 
sondern zu einem Cousin des Vaters nach (...) geschickt habe, 

dass ihn dieser Verwandte nicht einmal habe empfangen wollen, wes-
halb  er  sich  ebenfalls  zum Verlassen  des  Iraks  entschlossen  habe, 
jedoch  nicht  nach  (...)  gegangen  sei,  da  er  gehört  habe,  dass  die 
Situation seiner Familie dort nicht so gut sei,

dass sich die vom Gesuchsteller eingereichte irakische Identitätskarte 
gestützt  auf  die  vom  BFM  amtsintern  durchgeführte  Dokumenten-
analyse als Fälschung erwies, dazu (...) das recht liche Gehör gewährt 
wurde und die Stellungnahme vom (...) datiert,

dass das BFM mit  Verfügung vom 1. Dezember 2009 feststellte,  der 
Gesuchsteller erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch 
ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, den Vollzug der 
Wegweisung anordnete und die als gefälscht erkannte Identitätskarte 
einzog,

dass  es  zur  Begründung  der  Nichtzuerkennung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  ausführte,  dem  Gesuchsteller  sei  es  im  Rahmen  des 
rechtlichen  Gehörs  nicht  gelungen,  die  auf  die  Dokumentenanalyse 
gestützten Fälschungsmerkmale zu entkräften, und aufgrund dessen, 
dass sich die in Mosul ausgestellte Identitätskarte als Fälschung er-
wiesen  habe,  sei  entgegen  dessen  Darstellung  nicht  davon  aus-
zugehen, dass er aus Mosul, Zentralirak, stamme, 

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dass  der  Gesuchsteller  zudem  seine  Asylgründe  in  wesentlichen 
Punkten zu wenig konkret, detailliert und differenziert dargelegt habe, 
weshalb sie  den Anforderungen  an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  nicht stand-
hielten und somit nicht auf ihre  Asylrelevanz hin überprüft zu werden 
bräuchten,

dass der Gesuchsteller diese Verfügung den Vollzug der  Wegweisung 
betreffend  mit  Beschwerde  vom  4.  Januar  2010  beim  Bundes-
verwaltungsgericht anfocht,

dass  er  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  zur  Untermauerung 
der  von  ihm  geltend  gemachten  Herkunft  aus  Mosul  seinen  (...) 
Führerschein und eine Bestätigung (...) einreichte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  (...) 
vom 12. April 2010 vollumfänglich abwies,

dass es im Einklang mit der Vorinstanz die vom Gesuchsteller geltend 
gemachte Herkunft aus dem Zentralirak als nicht glaubhaft erachtete, 
wobei  es  in  der  Urteilsbegründung  insbesondere  ausführte,  dass 
daran  namentlich  auch  die  beiden  im  Beschwerdeverfahren  ein-
gereichten Dokumente nichts zu ändern vermöchten,

dass  der  Beweiswert  des  Einwohnerbestätigungsschreibens  (...)  als 
äusserst  gering zu bezeichnen sei,  zumal  derartige  Schreiben ohne 
Weiteres käuflich erworben werden könnten,

dass  der  Führerschein  von  (...)  datiere,  was  in  Widerspruch  zur 
Aussage  des  Gesuchstellers  stehe,  wonach  das  Dokument  im  (...) 
oder (...) ausgestellt worden sei,

dass  die  Authentizität  des  Führerscheins  auch mit  Blick  auf  dessen 
äusseres Erscheinungsbild und unter Berücksichtigung der Tatsache, 
dass  sich  bereits  die  eingereichte  Identitätskarte  als  Fälschung  er-
wiesen habe, zu bezweifeln sei,

dass  der  Gesuchsteller  mit  einer  als  „Wiedererwägungsgesuch“  be-
zeichneten Eingabe vom 13. August 2010 (Datum des Poststempels) 
an das BFM beantragte, es sei dessen Verfügung vom 1. Dezember 
2009 im Wegweisungspunkt  aufzuheben und festzustellen,  dass  seit 
Erlass  derselben  eine  wiedererwägungsrechtlich  massgebliche 

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Änderung der Sachlage eingetreten sei, 

dass  im  Weiteren  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass in prozessualer Hinsicht beantragt wurde, es sei dem Gesuch die 
aufschiebende Wirkung zu gewähren und das Migrationsamt des (...) 
anzuweisen,  den  Vollzug  während  der  Behandlung  des  Gesuchs 
auszusetzen,

dass  gleichzeitig  eine  Bestätigung  einer  Person  namens  (...)  im 
Original  sowie  der  in  (...)  ausgestellte  Führerschein  eines  gewissen 
(...) in Kopie eingereicht wurden,

dass in der Eingabe im Wesentlichen ausgeführt wurde, (...) sei ein in 
(...)  als Asylsuchender vorläufig aufgenommener (...)  des  (...),  wobei 
Letzterer anlässlich der Bundesanhörung den (...) erwähnt habe,

dass der (...) anlässlich seiner eigenen Bundesanhörung erklärt habe, 
die Familie stamme aus Mosul,

dass  der  Führerschein  dem Bruder  des  Gesuchstellers gehöre  und 
darin,  wie  in  (...)  üblich,  der  Geburtsort,  in  diesem  Fall  Mosul, 
verzeichnet sei,

dass  BFM  die  Eingabe  mit  Schreiben  vom  16.  August  2010  zur 
weiteren Behandlung an das Bundesverwaltungsgericht überwies, und 
zur Begründung im Wesentlichen ausführte, darin würden keine neuen 
Gründe  angeführt,  die  erstinstanzlich  im  Rahmen  eines  Wieder-
erwägungsverfahrens  oder  erneuten  Asylverfahrens  zu  beurteilen 
wären, sondern die Urteilserwägungen durch die Beweisdokumente in 
Frage gestellt,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung von Gesuchen 
um  Revision  seiner  Urteile  selber  zuständig  ist  und  dabei  die 
Art. 121-128  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  (BGG, 
SR 173.110)  sinngemäss anwendet (Art. 45 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni  2005 [VGG, SR 173.32]; vgl. Entscheide des 

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Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/21  E. 2.1 
S. 242 f.),

dass  mit  dem ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  die  Un-
abänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen  Be-
schwerdeentscheides angefochten wird,  im Hinblick darauf,  dass  die 
Rechtskraft beseitigt wird und über die Sache neu entschieden werden 
kann (vgl.  PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines Verwaltungs-
recht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),

dass die Gründe, aus denen das Bundesverwaltungsgericht seine Ur-
teile auf Gesuch hin in Revision zieht, in Art.  121-123 BGG aufgeführt 
sind,

dass Gründe, welche von einer um Revision ersuchenden Partei  be-
reits mit ordentlicher Beschwerde gegen eine Verfügung des BFM auf 
dem Gebiet  des  Asyls  vor  Bundesverwaltungsgericht  hätten  geltend 
gemacht werden können, nicht als Revisionsgründe gelten (vgl. Art. 46 
VGG in analogiam),

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern 
oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG) entscheidet, sofern das Revi-
sionsgesuch nicht – was vorliegend nicht in Betracht kommt – in die 
Zuständigkeit  des  Einzelrichters  beziehungsweise  der  Einzelrichterin 
fällt (Art. 23 VGG),

dass der Gesuchsteller sich auf ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung beziehungsweise Abänderung des Beschwerdeurteils vom 
12.  April  2010  berufen  kann  und  zur  Einreichung  des  dagegen  ge-
richteten Revisionsgesuches legitimiert  ist  (Art. 48  Abs. 1 Bst. c  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren  [VwVG,  SR  172.021] in  analogiam;  vgl.  URSINA BEERLI-
BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

dass  auf  Inhalt,  Form,  Verbesserung  und Ergänzung des Revisions-
gesuchs  Art.  67  Abs.  3  VwVG  Anwendung  findet  (Art.  47  VGG), 
welcher für dieselben vier Bereiche seinerseits auf die Bestimmungen 
von  Art. 52  und  53  VwVG verweist  und  darüber  hinaus  vorschreibt, 
dass  die  Begründung  insbesondere  den  Revisionsgrund  und  die 
Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens darzutun und Letzteres auch 

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bereits die Begehren für den Fall eines neuen Beschwerdeentscheides 
zu enthalten hat,

dass  die  Begründung  eines  Revisionsgesuches  somit  erhöhten  An-
forderungen zu genügen hat,

dass  der  Gesuchsteller  zwar  keinen  der  in  Art.  121-123  BGG  auf-
geführten Gründe explizit benennt, anhand der eingereichten Beweis-
mittel  und  der  darauf  bezogenen  Argumentation  jedoch  mit  ge-
nügender  Klarheit  das  Bestreben zu erkennen ist,  die Sachverhalts-
feststellung  im  Urteil  (...)  vom  12.  April  2010  als  falsch  oder  un-
vollständig erscheinen zu lassen,

dass der Gesuchsteller insofern den gesetzlichen Revisionsgrund von 
Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG anruft und mit hinreichender Begründung 
darlegt, warum nach seiner Einschätzung ebendieser Revisionsgrund 
verwirklicht ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1993  Nr. 18  E. 4a  S. 122  f.; 
ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, Marcel 
Alexander  Niggli/Peter  Uebersax/Hans  Wiprächtiger  [Hrsg.],  Basel 
2008, N. 5 und 6 zu Art. 123 BGG),

dass die Eingabe des Gesuchstellers zudem die Begehren für den Fall 
eines neuen Beschwerdeentscheids enthält (Art. 67 Abs. 3 VwVG),

dass mithin die von Gesuchsteller  als „Wiedererwägungsgesuch“ be-
zeichnete  Eingabe  vom BFM  zu  Recht  an  das  Bundesverwaltungs-
gericht zur Prüfung als Revisionsgesuch überwiesen wurde,

dass  somit  auf  das  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Revisions-
gesuch  –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  ein-
zutreten ist,

dass nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG die Revision eines Urteils ver -
langt  werden kann,  wenn die ersuchende Partei  nachträglich  erheb-
liche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die 
sie  im früheren Verfahren nicht  beibringen  konnte,  unter  Ausschluss 
der  Tatsachen  und  Beweismittel,  die  erst  nach  dem  Entscheid  ent-
standen sind,

dass  diejenigen  Tatsachen  als  neu  im  Sinne  von  “nachträglich  er-
fahren“ gelten, welche sich bis zum Zeitpunkt,  da im Hauptverfahren 

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noch tatsächliche Vorbringen prozessual  zulässig  waren,  verwirklicht 
haben, jedoch der um Revision ersuchenden Partei trotz hinreichender 
Sorgfalt  nicht  bekannt  waren und  deswegen von  dieser  nicht  schon 
damals  vorgebracht  wurden  (sog.  unechte  Nova,  vgl.  HANSJÖRG 
SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH,  Bundesgerichtsgesetz 
[BGG],  Handkommentar,  Bern  2007,  zu  Art. 123  Rz.  7;  KARL 
SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/  DOMINIK VOCK,  Kurzkommentar  zum  Bundes-
gerichtsgesetz,  Zürich/  St. Gallen  2006,  Art. 123  N. 3;  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 

Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 249 f. Rz. 5.46 und 5.47),

dass auch neu aufgefundene Beweismittel in der Regel nur unter der 
zusätzlichen Bedingung Berücksichtigung finden können, dass die ge-
suchstellende Partei zu einer Beibringung im früheren Verfahren nicht 
in  der  Lage  war  (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S.  250 
Rz. 5.48),

dass es an der genügenden Sorgfalt fehlt, wenn die Entdeckung neuer  
Tatsachen  oder  Beweismittel  auf  Nachforschungen  zurückzuführen 
sind, die bereits im früheren Verfahren hätten angestellt  werden kön-
nen und müssen (vgl.  SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH,  a.a.O, zu  Art. 123 
Rz. 8; SPÜHLER/DOLGE/VOCK, a.a.O., Art. 123 N. 4),

dass es der um Revision ersuchenden Partei  obliegt,  rechtzeitig und 
prozesskonform zur Klärung des Sachverhalts entsprechend ihrer Be-
weispflicht  beizutragen  (vgl.  ELISABETH ESCHER,  in:  Basler  Kommentar, 
Bundesgerichtsgesetz,  Basel  2008,  N. 8  zu  Art. 123  BGG;  zur  Ein-
schränkung  der  behördlichen  Untersuchungspflicht  durch  die  Mit-
wirkungspflicht der Verfahrensparteien und deren Beweisführungslast 
bezüglich ihnen naturgemäss besser bekannter und behördlicherseits 
schwierig  zu  ermittelnder  Tatsachen  im  Asylverfahren  siehe 
BVGE 2007/30 E. 5.5.2 S. 365 f. mit weiteren Hinweisen),

dass die objektive Unmöglichkeit einer früheren Beibringung von Tat-
sachen und Beweismitteln nur mit Zurückhaltung anzunehmen ist und 
der Revisionsgrund der unechten Noven nicht dazu dienen darf, bis-
herige Versäumnisse in der Beweisführung wieder gutzumachen (vgl. 
ESCHER, a.a.O., N. 8 zu Art. 123 BGG),

dass die Bestätigung von (...) vom (...) datiert  und es sich mithin um 
ein  Beweismittel  handelt,  welches  erst  nach  Abschluss  des 
ordentlichen Verfahrens vom 12. April 2010 entstanden ist, weswegen 

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es  gemäss  Art.  123  Abs.  2  Bst.  a  letzter  Halbsatz  BGG  keinen 
zulässigen  Revisionsgrund  darstellt  (vgl.  BGE  2C_424/2007  E.  3, 
IF_10/2007 E. 5.3, 6F_82007 E. 1.2),

dass  sich  demzufolge  das  Revisionsgesuch  diesbezüglich  als  un-
zulässig erweist, weshalb darauf nicht einzutreten ist,

dass dessen ungeachtet dem erwähnten Beweismittel von vornherein 
nur beschränkte Beweiskraft  zukommen würde,  zumal  es von einem 
Familienangehörigen des Gesuchstellers ausgestellt wurde,

dass der in Kopie eingereichte Führerschein am (...) ausgestellt wurde, 
dem  Gesuchsteller  indes  bereits  spätestens  seit  der  Eröffnung  der 
erstinstanzlichen Verfügung vom 1. Dezember 2009 bekannt war, dass 
es sich bei der von ihm geltend gemachten Herkunft aus Mosul um ein 
wesentliches Sachverhaltsvorbringen handelt,  dessen Glaubhaftigkeit 
von den Asylbehörden in Abrede gestellt wurde,

dass der Gesuchsteller mit  keinem Wort  darlegt,  warum es ihm trotz 
hinreichend  umsichtiger  Prozessführung  nicht  hätte  möglich  sein 
sollen, das erwähnte Dokument in der Phase des ihm in diesem Zu-
sammenhang  vom  BFM  gewährten  rechtlichen  Gehörs  (verfahrens-
leitende  Verfügung  vom  (...)  mit  Fristgewährung  bis  am  (...),  vgl. 
act. A17/2)  oder  während des beim Bundesverwaltungsgericht  ange-
hobenen  Beschwerdeverfahrens  (zur  prozessualen  Zulässigkeit  von 
Parteivorbringen bis zum Urteilserlass vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG i.V.m. 
Art. 37 VGG) einzuholen und zu den Akten zu reichen,

dass er es versäumt näher zu beleuchten, auf welche konkreten Um-
stände  es  zurückzuführen  ist,  dass  er  das  erwähnte  Dokument  erst 
sieben  Monate  später  vorlegt  als  die  mit  der  Beschwerde  ein-
gereichten  Dokumente  aus  dem  Heimatland  (eigener  Führerschein, 
Einwohnerbestätigung (...)),

dass keine Anhaltspunkte für  unverschuldete Komplikationen bei  der 
Beschaffung der  Kopie des Führerscheins des Bruders  zu erkennen 
sind,  nachdem der  Gesuchsteller  weder  in  der  Eingabe vom (...)  an 
das  BFM  (...)  noch  in  der  Beschwerde  vom  4.  Januar  2010  die 
Nachreichung eines entsprechenden Beweismittels vorbehalten hat,

dass der Gesuchsteller mit Bezug auf dieses Beweismittel und die da-
mit belegbaren Tatsachen nicht darzutun vermag, dass ihm eine Bei -

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bringung respektive Geltendmachung im früheren Verfahren wegen un-
verschuldeter  Umstände  (zum  Genügen  der  blossen  Glaubhaft-
machung der Schuldlosigkeit vgl. BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 110) nicht 
möglich war,

dass abgesehen vom Mangel der verspäteten Einreichung hinlänglich 
auszuschliessen  ist,  die  Kopie  des  erwähnten  Dokuments  hätte  bei 
Vorliegen im ordentlichen Verfahren zu einer anderen Beurteilung ge-
führt,  zumal  es  sich  nicht  um  den  Führerschein  des  (...),  sondern 
dessen  (...)  handelt,  und  das  Schriftstück  nur  in  Kopie  eingereicht 
wurde,

dass das erwähnte Beweismittel  somit zusätzlich mit dem Mangel der 
fehlenden  revisionsrechtlichen  Erheblichkeit  behaftet  ist  (vgl.  hierzu 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 251 Rz. 5.51),

dass der Vollständigkeit halber klarzustellen ist, dass das vom Gesuch-
steller  verspätet  beigebrachte  Beweismittel  und  die  daraus  herleit-
baren Tatsachen auch nicht mit dem Argument berücksichtigt werden 
können, es würden ansonsten zwingende Bestimmungen des Völker-
rechts  wie  namentlich  die  Garantien  von  Art. 33  Abs. 1  des  Ab-
kommens vom 28. Juli  1951 über  die Rechtsstellung der  Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30), Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
sowie von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 
Folter  und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-
handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verletzt (vgl. EMARK 1995 Nr. 9 
E. 7,  insb.  E. 7  f.  und  g.;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O,  S. 250 
Rz. 5.49),

dass nämlich dem Beweismittel und den betreffenden Tatsachen – wie 
sich  aus den vorstehenden  Erwägungen zur  fehlenden Erheblichkeit 
ergibt – nur schon die Eignung zur Herbeiführung eines anderen Ver-
fahrensausgangs abgeht, weshalb a fortiori  auszuschliessen ist, eine 
vorweggenommene materielle Beurteilung könnte zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  einer  realen  Gefahr  von Folter  oder  un-
menschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung führen,

dass es dem Gesuchsteller somit nicht gelungen ist, im vorliegenden 
Revisionsverfahren erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweis-
mittel im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG beizubringen, weshalb 

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sein Gesuch um Revision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 11. August 2010 abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das sinngemässe Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
(Absehen  von  Vollzugsmassnahmen  während  des  Revisionsver-
fahrens) durch den Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos ge-
worden ist, weshalb darüber nicht mehr zu befinden ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von insgesamt 
Fr. 1200.-  dem Gesuchsteller  aufzuerlegen  sind  (Art. 37  VGG i.V.m. 
Art. 63  Abs. 1  und  Art.  68  Abs. 2  VwVG; Art. 16  Abs. 1  Bst. a  VGG 
i.V.m. Art. 1,  2 und 3 Bst. b  des Reglements  vom 21. Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 172.320.2]),

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das  Revisionsgesuch  wird  abgewiesen,  soweit  darauf  eingetreten 
wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 1200.-  werden  dem Gesuchsteller  auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Gesuchsteller (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N (...)

(per Kurier; in Kopie)
- die zuständige kantonale Behörde (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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