# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f46353c9-053a-5c54-80e7-ae75b3458a16
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.05.2010 C-6446/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6446-2008_2010-05-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6446/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  M a i  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Spanien,
vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. Abelardo Vazquez Conde, 
avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6446/2008

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1955 geborene, verheiratete, spanische Staatsangehörige 
X._______ war in den Jahren 1973 und 1981 bis 2006 in der Schweiz 
als Lanzenführer im Baugewerbe erwerbstätig und hat dabei Beiträge 
an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung entrichtet  (act. 1,  8  und 23). Am 11. Juli  2007 
hat  er  sich  beim  spanischen  Sozialversicherungsträger  zum  Bezug 
einer  Invalidenrente  angemeldet  (act. 1).  Der  spanische 
Versicherungsträger  hat  diesen  Antrag  am 4. Januar  2008  mit  dem 
Formular E 205 der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: 
IVSTA) weitergeleitet (act. 2).

B.
Mit  Vorbescheid  vom  16. Juni  2008  (act. 17)  teilte  die  IVSTA 
X._______ mit,  es liege keine anspruchsbegründende Invalidität  vor, 
weshalb beabsichtigt werde, das Leistungsbegehren abzuweisen.

Mit  Schreiben vom 3. Juli  2008 (act. 18) erhob X._______, vertreten 
durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, gegen den Vorbescheid 
Einwand und beantragte die Zustellung der Verfahrensakten.

Mit Schreiben vom 21. Juli 2008 (act. 19) sandte die IVSTA Abelardo 
Vazquez Conde die Verfahrensakten zu.

C.
Mit Verfügung vom 25. August 2008 (act. 20) wies die IVSTA das Leis-
tungsbegehren  von  X._______  mangels  anspruchsbegründender 
Invalidität ab.

Die  IVSTA  stützte  sich  dabei  namentlich  auf  folgende  Unterlagen 
medizinischen  und  wirtschaftlichen  Inhalts:  den  Bericht  von 
Dr. med. A._______,  Arzt  für  Neurochirurgie,  vom  22. März  2007 
(act. 12),  das  Gutachten  von  Dr. med. B._______,  Spezialist  für 
Neurologie,  Psychiatrie  und  Elektroenzephalographie,  vom  15. Juni 
2007  (act. 13),  das  von  Dr. med. C._______  ausgefüllte  Formular 
E 213  vom  26. November  2007  (act. 14),  die  medizinische 
Stellungnahme  von  Dr. med. D._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin 
FMH,  des  medizinischen  Dienstes  der  IVSTA  vom  10. Juni  2008 
(act. 16),  den  Fragebogen  für  den  Versicherten  vom 10. April  2008 

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(act. 9)  und  den  Fragebogen  für  Arbeitgebende  vom 20. März  2008 
(act. 8).

Die Ärzte diagnostizierten in den obgenannten medizinischen Unter-
lagen im Wesentlichen einen Status nach Hirnblutung (Februar 2007), 
chronischen Alkoholismus (ICD-10 F10.2), Diabetes mellitus Typ II und 
arterielle Hypertonie.

D.
Gegen  die  Verfügung  vom  25. August  2008  hat  X._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Abelardo  Vazquez  Conde,  mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2008 
Beschwerde  beim Bundesverwaltungsgericht  erhoben. Er  beantragte 
die  verordnungskonforme  Zustellung  der  Verfügung  über  den  spani-
schen Versicherungsträger, eventualiter die Zusprechung einer Rente 
in gesetzlicher Höhe; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur 
Begründung führte er aus, die IVSTA habe das rechtliche Gehör des 
Beschwerdeführers verletzt, indem sie ihm kaum Gelegenheit gegeben 
habe, auf den Vorbescheid zu reagieren. Die Zustellung der Verfügung 
sei  zudem  nicht  gemäss  den  Vorschriften  der  EWG-Verordnung 
Nr. 574/72 erfolgt, weshalb die Rechtsmittelfrist nicht zu laufen begon-
nen habe und die Verfügung somit keine Wirksamkeit entfalten könne. 
Zum Eventualantrag führte er aus, die der IVSTA zugrunde gelegene 
medizinische Beurteilung sei nicht zutreffend, da inzwischen der Ent-
scheid des spanischen Trägers, welcher sich ebenfalls auf diese medi-
zinische Beurteilung stützte, durch ein Gericht aufgehoben worden sei. 
Der Beschwerdeführer erhalte deshalb jetzt in Spanien eine halbe In-
validenrente.

E.
Mit Zwischenverfügung vom 16. Oktober 2008 wurde der Beschwerde-
führer aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.-- zu bezahlen. 
Am 13. November 2008 ist ein solcher in der Höhe von Fr. 293.-- beim 
Bundesverwaltungsgericht eingegangen. 

Mit Schreiben vom 13. November 2008 reichte der Beschwerdeführer 
einen Buchungsbeleg der Bank "Caja Madrid" ein, woraus ersichtlich 
ist, dass er den Auftrag zur Überweisung von Fr. 300.-- erteilt und zu 
diesem Zweck der Bank einen Betrag von Euro 201.29 (= Fr. 300.-- zu 
einem  Kurs  von  1,490370)  sowie  Gebühren  in  der  Höhe  von 
Euro 15.00 und 9.00 überlassen hat.

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F.
Mit Vernehmlassung vom 27. Februar 2009 beantragte die IVSTA die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Zur  Begründung  in  formeller  Hinsicht 
führte sie aus, die angefochtene Verfügung sei dem Beschwerdeführer 
am 3. Oktober 2008 vom spanischen Versicherungsträger korrekt zu-
gestellt  worden,  weshalb  die  diesbezügliche  Rüge  gegenstandslos 
geworden sei; in Bezug auf die Rüge betreffend der angeblichen Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs, sei festzuhalten, dass das Anhörungs-
verfahren – entgegen der Darstellung in der Beschwerde – korrekt ab -
gelaufen  und  dem  Vertreter  des  Beschwerdeführers  Akteneinsicht 
gewährt worden sei. In materieller Hinsicht führte die IVSTA aus, dass 
die schweizerische Invalidenversicherung nicht  an ausländische Ent-
scheide  gebunden  sei  und  beim  Beschwerdeführer  ein  chronischer 
Alkoholabusus  vorliege,  welcher  noch  von  keinen  für  die  Arbeits-
fähigkeit  relevanten,  anhaltenden  somatischen,  geistigen  oder  psy-
chischen  Folgeschäden  begleitet  werde,  weshalb  kein  invalidisieren-
des Leiden bestehe.

G.
Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen.

H.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-
weismittel wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 

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das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass er  im Sinne  von Art. 59  ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 
nach Eröffnung der Verfügung einzureichen. Vorliegend datiert die an-
gefochtene Verfügung vom 25. August 2008 und die Beschwerde wur-
de am 8. Oktober 2008 bei der spanischen Post aufgegeben. Gemäss 
(unwidersprochen  gebliebener)  Stellungnahme  der  IVSTA  vom 
27. Februar  2009  wurde  die  angefochtene  Verfügung  am 3. Oktober 
2008 nachträglich noch durch den spanischen Versicherungsträger zu-
gestellt.  Da  gemäss  Art. 48  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 574/72  des 
Rates  vom  21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung 
(EWG)  Nr. 1408/71  über  die  Anwendung  der  Systeme  der  sozialen 
Sicherheit  auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familien-
angehörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(Verordnung [EWG] Nr. 574/72, SR 0.831.109.268.11) der bearbeiten-
de  Träger  die  Entscheidungen  dem  Antragsteller  in  Form  einer  in 
dessen Sprache abgefassten zusammenfassenden Mitteilung zustellt 
und die Rechtsbehelfsfristen erst  mit  der  Zustellung der  zusammen-
fassenden Mitteilung an den Antragsteller zu laufen beginnen, wurde 
die vorliegende Beschwerde fristgerecht erhoben. Der Antrag des Be-
schwerdeführers betreffend korrekte Zustellung über den spanischen 
Versicherungsträger ist damit gegenstandslos.

Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  formgerecht  (Art. 52  Abs. 1  VwVG) 
eingereicht  und der  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist 
darauf einzutreten. 

Betreffend  des  Kostenvorschusses  ist  ergänzend  festzuhalten,  dass 
beim  Bundesverwaltungsgericht  lediglich  ein  Betrag  von  Fr. 293.-- 
eingetroffen ist und somit Fr. 7.-- fehlen. Angesichts der geringen Höhe 

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der Differenz und der bei Auslandsüberweisungen anfallenden, hohen 
Gebühren  wurde  ausnahmsweise  auf  eine  Nachforderung  dieses 
Fehlbetrages verzichtet.

2.  

2.1 Der  Beschwerdeführer  rügt  vorliegend  die  Verletzung  des  An-
spruchs auf rechtliches Gehör, da ihm die IVSTA kaum Zeit gelassen 
habe, sich zum Vorbescheid zu äussern, da die verlangten Akten dem 
Vertreter  des  Beschwerdeführers  am  29. Juni  2008  (recte:  29. Juli 
2008, da das Akteneinsichtsgesuch erst am 3. Juli 2008 gestellt wur-
de) zugestellt worden seien und die Verfügung bereits am 25. August 
2008 erlassen worden sei.

2.2 Die IVSTA macht  demgegenüber  geltend,  der  Beschwerdeführer 
habe  das  Akteneinsichtsgesuch  zwar  ausdrücklich  nicht  im  Hinblick 
auf  eine  Stellungnahme  zum  Vorbescheid,  sondern  im  Hinblick  auf 
eine  später  zu  erhebende  Beschwerde  gestellt.  Dennoch  habe  man 
nach Übermittlung der  Akten am 21. Juli  2008 noch mehr  als  einen 
Monat zugewartet,  bevor man die Verfügung erlassen habe. Das An-
hörungsverfahren  sei  somit  –  entgegen  der  Darstellung  in  der  Be-
schwerde – ordnungsgemäss durchgeführt worden.

2.3 Gemäss  Art. 29  Abs. 2  der Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 101)  und dem 
gestützt darauf erlassenen Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch 
auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sach-
aufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwir-
kungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechts-
stellung  einer  Person  eingreift.  Dazu  gehört  insbesondere  deren 
Recht,  sich  vor Erlass des in  ihre  Rechtsstellung eingreifenden Ent-
scheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweismittel beizubringen, 
Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen ge-
hört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweismittel entwe-
der mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 
wenn  dieses  geeignet  ist,  den  Entscheid  zu  beeinflussen 
(BGE 127 I 56  E. 2b,  127 III 578  E. 2c,  126 V 130  E. 2a;  zu  Art. 4 
Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom  29. Mai  1874  [aBV]  ergangene  und  weiterhin  geltende  Recht-
sprechung: BGE 126 I 16 E. 2a/aa, 124 V 181 E. 1a, 375 E. 3b, je mit 
Hinweisen).

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2.4 Vorliegend  hat  die  IVSTA dem Beschwerdeführer  das  Aktenein-
sichtsrecht  gewährt  und ihm Gelegenheit  gegeben,  sich  zum Vorbe-
scheid zu äussern. Auch wenn dem Beschwerdeführer nur knapp ein 
Monat blieb, um sich zu äussern, hat die Vorinstanz nach Auffassung 
des Bundesverwaltungsgerichts den Anspruch auf das rechtliche Ge-
hör nicht verletzt.

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger, so dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstän-
dige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft 
zu-  und  abwandern,  haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungs-
bereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden 
Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grund-
sätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen 
dieses Staates.

3.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie  der  Effektivität  –  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraus-
setzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  nach 
der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entspre-
chend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf  eine  Rente  der  Invalidenversicherung  ausschliesslich  nach  dem 
innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG 
sowie  der  Verordnung  vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenver-
sicherung (IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – 

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für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, 
wenn die  in  den Rechtsvorschriften  dieser  Staaten festgelegten  Tat-
bestandsmerkmale der Invalidität  in Anhang V dieser Verordnung als 
übereinstimmend  anerkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen 
Spanien und der  Schweiz  (ebenso wie  das Verhältnis  zwischen den 
übrigen  EU-Mitgliedstaaten  und  der  Schweiz)  nicht  der  Fall  ist.  Ge-
mäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat der Träger eines Mitglied-
staates  aber  bei  der  Bemessung des Invaliditätsgrades die  von den 
Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Be-
richte sowie Auskünfte der Verwaltung zu berücksichtigen, soweit sie 
rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). 
Jeder Träger behält jedoch die Möglichkeit, die antragstellende Person 
durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lassen. 
Eine  Pflicht  zur  Durchführung  einer  solchen  Untersuchung  besteht 
allerdings nicht.

4.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

4.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

4.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

In materiell-rechtlicher Hinsicht ist pro rata temporis auf jene Bestim-
mungen  des  IVG und  der  IVV respektive  des  ATSG und  der  zuge-
hörigen Verordnung vom 11. September  2002 über  den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) abzustellen, die 

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für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und 
in Kraft standen. Da das Rentengesuch im Juli 2007 eingereicht wur-
de, sind im vorliegenden Fall bis zum 31. Dezember 2007 das IVG und 
das  ATSG in  der  Fassung  vom 21. März  2003  und  die  IVV  in  der 
Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision,  AS 2003 3837  be-
ziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember  2007)  anwendbar. Am 1. Januar  2008  sind  die  Änderungen 
des  IVG  und  des  ATSG  vom  6. Oktober  2006  sowie  der  IVV  vom 
28. September  2007 (5. IV-Revision,  AS 2007 5129 beziehungsweise 
AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Rentenanspruch auf 
die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Bestimmungen der 
erwähnten Erlasse in der seit  diesem Datum geltenden Fassung an-
wendbar.

4.3 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei  
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 1  IVG  [4. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50 Prozent entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für die Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist. 

4.4 Der Rentenanspruch nach Artikel 28 entsteht nach den Vorschrif-
ten  der  4. IV-Revision frühestens in  dem Zeitpunkt,  in  dem der  Ver-
sicherte  mindestens  zu  40% bleibend  erwerbsunfähig  (Art. 7  ATSG) 
geworden ist  (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG [4. IV-Revision])  oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 
lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision 
haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  erhalten 
oder  verbessern  können,  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  arbeitsunfähig  (Art. 6 
ATSG) gewesen sind und nach Ablauf  dieses Jahres zu mindestens 

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40% invalid  (Art. 8  ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a  bis  c  IVG [5. IV-
Revision]).

4.5 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

Nach  der  Rechtsprechung  begründet  Alkoholabhängigkeit  (wie  auch 
Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit) für sich alleine keine In-
validität  im  Sinne  des  Gesetzes.  Vielmehr  wird  diese  invalidenver-
sicherungsrechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen 
Unfall  bewirkt  hat,  in  deren  Folge  ein  körperlicher,  geistiger  oder 
psychischer,  die  Erwerbsfähigkeit  beeinträchtigender  Gesundheits-
schaden  eingetreten  ist,  oder  wenn  sie  selber  Folge  eines  körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheitsschadens  ist,  dem 
Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Dabei ist das ganze 
für  die  Alkoholsucht  massgebende Ursachen-  und Folgespektrum in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert,  dass einer all-
fälligen  Wechselwirkung  zwischen  Suchtmittelabhängigkeit  und  psy-
chischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist (Urteile des BGer 
I 169/06  vom  8. August  2006  E. 2.2,  I 313/06  vom  6. Februar  2007 
E. 2.3, 8C_582/2008 vom 14. Januar 2009 E. 2). 

Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für  
die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erfor-
derlich,  dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer 
Natur  nach  für  die  Entwicklung  einer  Suchtkrankheit  geeignete 
Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche 
Teilursache der  Alkoholsucht  darstellt  (Urteil  des BGer I 192/02 vom 
23. Oktober 2002 E. 1.2.2 mit Hinweis); es genügt nicht, wenn es sich 

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nur  um  eine  ganz  untergeordnete  Teilursache  handelt  ([nicht  ver-
öffentlichtes] Urteil des BGer I 130/93 vom 29. August 1994). Mit dem 
Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psy-
chischen  Krankheit  wird  verlangt,  dass  diese  die  Arbeits-  und  Er-
werbsfähigkeit  einschränkt  (BGE 99 V 28.  E. 2;  Urteile  des  BGer 
I 940/05  vom  10. März  2006,  E. 2.2  und  vom  5. November  2002 
I 758/01,  E. 3.1).  Wenn  der  erforderliche  Kausalzusammenhang 
zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesund-
heitsschaden  besteht,  sind  für  die  Frage  der  noch  zumutbaren  Er-
werbstätigkeit  die  psychischen  und  die  suchtbedingten  Beeinträch-
tigungen  gesamthaft  zu  berücksichtigen  (Urteile  des  BGer  I  366/01 
vom 12. Februar 2003, E. 3.2 und I 130/93 vom 29. August 1994).

4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

4.7 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel  zu würdigen sind. Für  das gesamte Verwaltungs-  und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfol-
gerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 

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Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit 
Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre  
Zuverlässigkeit besteht. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

4.8 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung  der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger  Einglie-
derungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad  bestimmen  lässt  (allgemeine  Methode  des  Einkommens-
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

5.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des 
Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.

Seite 12

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5.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er sei  zu 
Unrecht  nicht  durch  den  medizinischen  Dienst  der  IVSTA oder  von 
einer externen Klinik begutachtet worden, obwohl dies gemäss Art. 40 
der EWG-Verordnung Nr. 574/72 vorgesehen sei. Zudem habe sich die 
IVSTA zur Beurteilung des Invaliditätsgrades einerseits auf Unterlagen 
von spanischen Ärzten gestützt,  welche nicht  auf  Deutsch übersetzt 
worden  seien,  andererseits  sei  auf  die  mangelhafte  Beurteilung  im 
Formular E 213 abgestellt  worden und ferner  sei  die dem Entscheid 
der  IVSTA  zugrunde  gelegte  Einschätzung  des  spanischen  Ver-
sicherungsträgers gar nicht massgebend, weil dessen Entscheid durch 
einen  Gerichtsentscheid  aufgehoben  worden  und  dem Beschwerde-
führer  in Spanien schliesslich eine Rente zugesprochen worden sei.  
Davon habe die IVSTA mangels Mitteilung durch den spanischen Ver-
sicherungsträger nichts gewusst.

5.2 Die IVSTA macht demgegenüber geltend, es bestehe keine Pflicht, 
zusätzliche Untersuchungen in der Schweiz zu veranlassen, wenn die 
ausländischen medizinischen Akten genügten, um einen Entscheid zu 
fällen. Sie sei aber auch nicht an die ausländischen Entscheidungen 
gebunden,  weshalb  der  Beschwerdeführer  aus  dem spanischen Ge-
richtsentscheid nichts zu seinen Gunsten ableiten könne. Schliesslich 
wies die IVSTA darauf hin, dass keine Notwendigkeit bestanden habe, 
die medizinischen Unterlagen übersetzen zu lassen, da bei der IVSTA 
und  deren  medizinischem  Dienst  entsprechende  Sprachkenntnisse 
vorhanden seien.

5.3  

5.3.1 Vorweg ist  darauf  hinzuweisen,  dass  –  entgegen der  Meinung 
des Beschwerdeführers – keine Bindung an ausländische Entscheide 
besteht  und  somit  die  IVSTA grundsätzlich  unabhängig  von auslän-
dischen Rentenentscheiden entscheiden kann (vgl. bereits die diesbe-
züglichen Ausführungen unter E. 3.2). Der neue spanische Entscheid 
vermag daher den Entscheid der IVSTA nicht zu beeinflussen. Ferner 
ist darauf hinzuweisen, dass die IVSTA nicht verpflichtet war, den Be-
schwerdeführer in der Schweiz untersuchen zu lassen, sofern die vor -
handenen ausländischen Gutachten den Anforderungen genügen und 
eine ausreichende Grundlage bilden, um über den Anspruch des Be-
schwerdeführers zu entscheiden. Diese Frage ist nachfolgend zu prü-
fen.

Seite 13

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5.3.2 In Bezug auf die Rüge des Beschwerdeführers, dass die Unter-
lagen nicht auf Deutsch übersetzt worden seien, ist festzuhalten, dass 
der Beschwerdeführer nicht substantiiert  vorbringt, inwiefern die ärzt-
lichen  Zeugnisse  nicht  korrekt  verstanden  worden  sein  sollen.  In 
Übereinstimmung mit  den Ausführungen der IVSTA ist  davon auszu-
gehen,  dass  es  dem bearbeitenden  Versicherungsträger  sowie  dem 
beurteilenden Gericht jeweils selbst überlassen ist, zu entscheiden, ob 
Dokumente  zu  übersetzen  sind  oder  ob  ausreichende  Sprachkennt-
nisse  intern  vorhanden  sind.  Da  der  Beschwerdeführer  keine  kon-
kreten Rügen diesbezüglich vorbringt  und nicht ausführt,  weshalb er 
der Meinung ist, die Berichte seien falsch verstanden worden, ist nicht 
weiter darauf einzugehen.

5.4  

5.4.1 Dr. med. A._______,  Arzt  für  Neurochirurgie,  hat  in  seinem 
Spital-Austrittsbericht  vom  22. März  2007  festgehalten,  der 
Beschwerdeführer leide in erster Linie an einem subakuten subduralen 
Hämatom,  welches  zwei  Mal  operativ  behandelt  worden  sei,  und  in 
zweiter Linie an chronischem Aethylismus, Diabetes mellitus II und ar-
terieller Hypertonie. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich der Arzt nicht.

5.4.2 Dr. med. B._______,  Spezialist  für  Neurologie,  Psychiatrie  und 
Elektroenzephalographie, hält aufgrund der vom 12. bis 14. Juni 2007 
durchgeführten  Untersuchung  fest,  dass  es  sich  beim 
Beschwerdeführer  seit  Jahren  um  einen  regel-  und  übermässigen 
Alkoholtrinker handle, welcher zudem an arterieller Hypertonie und an 
Diabetes mellitus II leide. Aufgrund der Alkoholabhängigkeit sei es zu 
einer  Verminderung  der  kognitiven  Fähigkeiten  gekommen,  was  zu 
einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führe. Er 
halte den Beschwerdeführer daher für jegliche Arbeit und unabhängig 
vom Pensum für arbeitsunfähig.

5.4.3 Dr. med. C._______ hat mit Formular E 213 vom 26. November 
2007  folgende  Diagnosen  gestellt:  ein  subdurales  Hämatom 
temporoparietal  mit  therapierter  Hemiparese,  eine  alkoholtoxische 
Lebererkrankung  ohne  Anzeichen  einer  Leberzirrhose,  Diabetes 
mellitus  und  Bluthochdruck.  Der  Beschwerdeführer  berichte  ferner 
über eine rasche Ermüdbarkeit der linken Körperseite sowie über eine 
Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten. Letztere habe jedoch mit 
dem  MMSE-Test  nicht  objektiviert  werden  können  (Resultat: 
38 Punkte). Er erachte den Beschwerdeführer für eine leichte bis mit-

Seite 14

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telschwere  Tätigkeit  unter  Vermeidung  von  Heben  und  Tragen  von 
schweren  Lasten  als  ganztägig  arbeitsfähig.  Insbesondere  die  linke 
Körperseite  sei  eingeschränkt.  Seine  frühere  Tätigkeit  auf  dem Bau 
könne  er  nicht  mehr  vollzeitlich,  sondern  maximal  während  drei 
Stunden täglich ausüben. Gemäss den Rechtsvorschriften des Wohn-
sitzlandes  sei  er  in  Verweistätigkeiten  zu  40%  invalid.  Diese  Ein-
schränkungen bestünden seit dem 4. Juli 2007.

5.4.4 Dr. med. D._______ des medizinischen Dienstes der IVSTA hielt 
in seiner Stellungnahme vom 10. Juni 2008 fest, der Beschwerdeführer 
habe ein subdurales Hämatom mit Hemiparese links erlitten, weshalb 
er am 7. Februar 2007 hospitalisiert  worden sei. Das Hämatom habe 
mit zwei Operationen am 9. und am 22. Februar 2007 entfernt werden 
können. Der Beschwerdeführer sei offensichtlich schon seit mehreren 
Jahren  alkoholabhängig;  allerdings  sei  unklar,  seit  wann  genau. Die 
Frage, die sich vorliegend stelle, sei diejenige der kognitiven Defizite. 
Dr. med. B._______  habe  dem  Beschwerdeführer  eine  derartige 
Einschränkung  attestiert,  währenddessen  im  Gutachten  des 
spanischen  Versicherungsträgers  (INSS)  vom  26. November  2007 
diese Diagnose nicht bestätigt  worden sei. Seines Erachtens sei die 
Einschätzung  der  INSS  glaubwürdiger  als  diejenige  von 
Dr. med. B._______,  zumal  nebst  dem  Alkoholismus  keine  sicheren 
Anzeichen für eine sekundäre Pathologie somatischer, neurologischer 
oder  psychiatrischer  Art  vorlägen,  welche  die  Arbeitsfähigkeit 
beeinträchtigen könnten. Es bestehe somit volle Arbeitsfähigkeit.

5.5  

5.5.1 Die  Dres. C._______  und  B._______  haben  festgestellt,  dass 
beim Beschwerdeführer  insbesondere ein  Zustand  nach subudralem 
Hämatom  mit  Hemiparese  links  vorliegt,  und  dass  der  Be-
schwerdeführer an Alkoholismus, Diabetes mellitus II sowie arterieller 
Hypertonie leidet. Strittig ist,  ob der Beschwerdeführer kognitive Ein-
schränkungen  hat.  Beide  untersuchenden  Ärzte  haben  mit  dem 
Beschwerdeführer  mindestens  einen  Test  gemacht,  sind  jedoch  zu 
unterschiedlichen  Ergebnissen  gelangt.  Der  Austrittsbericht  von 
Dr. med. A._______  äussert  sich  nicht  zum  Vorliegen  allfälliger 
kognitiver Defizite.

5.5.2 Das Testergebnis  des  von  Dr. med. C._______  durchgeführten 
MMSE-Tests  beträgt  38 Punkte,  wobei  bei  diesem  Test  maximal 
30 Punkte möglich sind (vgl.  JOSEF SCHÖPF,  Psychiatrie für die Praxis, 

Seite 15

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2. Auflage,  Berlin/Heidelberg 2003,  S. 36).  Bereits  deshalb  ist  – 
entgegen  der  Ansicht  des  IV-Stellenarztes,  welcher  sich  für  die  Be-
rücksichtigung der Einschätzung von Dr. med. C._______ ausspricht – 
an  der  Richtigkeit  dieser  Abklärung  zu  zweifeln  und  nicht  darauf 
abzustellen. Auch die weiteren Feststellungen von Dr. med. C._______ 
sind  zum  Teil  sehr  widersprüchlich  (vgl.  die  Angaben  zur 
Arbeitsunfähigkeit in Verweistätigkeiten [E. 5.4.3 hievor]), weshalb der 
Bericht nicht als Grundlage für die Beurteilung dienen kann. 

5.5.3 Dr. med. B._______  hat  mit  dem  Beschwerdeführer  ebenfalls 
einen  MMSE-Test  sowie  diverse  andere  Tests  durchgeführt.  Das 
Resultat des MMSE-Tests liegt mit  28 von 30 möglichen Punkten im 
Normbereich.  Hingegen  sind  einige  Resultate  der  weiteren  Tests 
(stark)  ausserhalb  der  Normwerte  (vgl.  act. 13).  Aufgrund  dieser 
Ergebnisse attestiert  der untersuchende Arzt  dem Beschwerdeführer 
erhebliche  kognitive  Störungen  und  schliesst  deswegen  auf  das 
Vorliegen einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Inwiefern  diese Stö-
rungen,  welche  zum  Teil  explizit  als  Folgeerscheinungen  des  Alko-
holabusus bezeichnet werden, den Beschwerdeführer jedoch bei der 
Ausübung von einfachen Verweistätigkeiten mit geringem geistigen An-
forderungsprofil zu behindern vermöchten, wird nicht dargelegt. Somit 
ist  nicht  nachvollziehbar,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
festgestellten  Einschränkungen  für  jegliche  Tätigkeiten  zu  100% ar-
beitsunfähig sein soll. 

5.5.4 Aufgabe  des  medizinischen  Dienstes  der  IV-Stelle  (bezie-
hungsweise des regionalen ärztlichen Dienstes) ist es, zu Handen der 
Verwaltung den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu 
würdigen.  Dazu  gehört  auch,  bei  sich  widersprechenden  medizini-
schen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die 
eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche 
Untersuchung  vorzunehmen sei  (Urteil  des  BGer  9C_341/2007  vom 
16. November  2007  E. 4.1  mit  Hinweisen).  Eine  solche  Zusammen-
fassung  und  Würdigung  des  medizinischen  Sachverhalts  liegt  hier 
nicht  beziehungsweise  nur  in  ungenügender  Weise  vor.  Dabei  fehlt 
nicht  nur  eine  Auseinandersetzung  mit  den  abweichenden  Ein-
schätzungen der örtlichen medizinischen Fachpersonen, sondern auch 
mit den gestellten Diagnosen und deren möglichen Auswirkungen auf 
die  Arbeitsfähigkeit.  Die  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  durch 
Dr. med. D._______ ist  daher  weder  nachvollziehbar  noch schlüssig, 
weshalb nicht darauf abzustellen ist.

Seite 16

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Wie oben bereits ausgeführt, sind auch die anderen Gutachten nicht in 
jeder  Hinsicht  schlüssig  respektive  unvollständig,  so  dass  gestützt 
darauf  nicht  beurteilt  werden kann,  ob nebst  der  Alkoholproblematik 
tatsächlich  Begleiterkrankungen  (wie  beispielsweise  kognitive  Beein-
trächtigungen)  bestehen und inwiefern  diese die  Arbeitsfähigkeit  be-
einflussen. Dies  ist  jedoch  zentral,  da  ohne  diesen  Zusammenhang 
gemäss Rechtsprechung nicht davon ausgegangen werden darf, dass 
alleine  die  Alkoholabhängigkeit  sowie  die  für  die  Arbeitsunfähigkeit  
nicht  massgebenden  Diagnosen  Diabetes  mellitus  sowie  arterielle 
Hypertonie  den  Beschwerdeführer  in  der  Arbeitsfähigkeit  einschrän-
ken.

Es ist  zusammenfassend festzuhalten,  dass  in  Bezug auf  die  Frage 
der  Begleiterkrankungen  (insbesondere  kognitive  Einschränkungen) 
auf  keines  der  Gutachten  abgestellt  werden  kann  und  somit  ergän-
zende Abklärungen nötig sind. Die Sache ist somit zur weiteren psy-
chiatrischen  und  neurologischen  Abklärung  an  die  IVSTA  zurück-
zuweisen und die Beschwerde ist in diesem Sinn gutzuheissen, soweit 
sie nicht gegenstandslos geworden ist.

6.  
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  beschwerde-
führenden  Partei  (BGE 132 V 215  E. 6),  so  dass  dem  Beschwerde-
führer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist der geleistete 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 293.-- nach Eintritt  der Rechts-
kraft des vorliegenden Entscheids auf ein von ihm bekannt zu geben-
des Konto zurückzuerstatten.

Der  unterliegenden  Vorinstanz  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-
sprechen (Art. 64  Abs. 1  VwVG in  Verbindung mit  Art. 7  Abs. 1  des 

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Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Ver-
tretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 
VGKE). Der Beschwerdeführer ist vorliegend anwaltlich vertreten. Ihm 
ist daher eine Parteientschädigung für die ihm entstandenen notwen-
digen Kosten zuzusprechen. Da keine Kostennote eingereicht wurde, 
ist  die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 
Abs. 2 VGKE). Eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'200.- 
erscheint  unter  Berücksichtigung  des  aktenkundigen  Aufwandes  als 
angemessen.

Seite 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist, in 
dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  angefochtene  Verfügung  vom 
25. August  2008  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz  zu-
rückgewiesen wird, damit diese nach weiterer Abklärung im Sinne der 
Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfügt.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 293.-- wird dem Beschwerdeführer nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet.

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine  Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 1'200.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: For-
mular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Seite 19

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art. 82 ff.,  90 ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 20