# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b020a970-0ed8-591a-a34d-d75481e509ba
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.03.2025 BG.2024.68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2024-68_2025-03-04.pdf

## Full Text

Beschluss vom 4. März 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Felix Ulrich,  
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
Parteien   

KANTON BASEL-LANDSCHAFT, Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Wirt-
schaftskriminalität,  
 

Gesuchsteller 
 

 gegen 
   

KANTON BASEL-STADT, Staatsanwaltschaft,  
 

Gesuchsgegner 
 
 

Gegenstand  Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2024.68 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ging am 10. September 2024 
die Strafanzeige der A. AG mit Sitz in Z./LU, vertreten durch Rechtsan-
walt […], gegen B., wohnhaft in Y./BL, und C., wohnhaft in DE-[…], wegen 
Betrugs, versuchten Betrugs und Urkundenfälschung ein (Verfahrensakten 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft MU1 24 4236 etc. [nachfolgend «Ver-
fahrensakten BL»]).  
 
In der Strafanzeige, datiert vom 9. September 2024, wurde der Sachverhalt 
wie folgt dargestellt: 
 
Im Jahre 2023 sei es zum geschäftlichen Kontakt zwischen der A. AG bzw. 
deren Verwaltungsrat D. und B. als auch C. als jeweilige Verwaltungsräte 
der E. AG gekommen. B. und C. sollen der A. AG ein Konzept für Brennstoff-
zellen-Busse mit grünem Wasserstoff vorgestellt haben. Dieses Konzept sei 
mit äusserst erfolgsversprechenden Ausführungen präsentiert und eine ent-
sprechend hohe Rendite in Aussicht gestellt worden. Der A. AG seien ver-
schiedene Unterlagen vorgelegt worden. Nach mehrfachen Gesprächen 
habe sich die A. AG bereit erklärt, ein gemeinsames Investment zu tätigen 
bzw. eine Finanzierung zu ermöglichen. Geplant sei u.a. die Gründung einer 
neuen Gesellschaft, namentlich der F. AG gewesen, welche verschiedene 
Tochterfirmen haben sollte. Im weiteren Verlauf der Gespräche sei dem Ver-
waltungsrat der A. AG dazu geraten worden, ein Darlehen an die E. AG zu 
gewähren, damit so möglichst schnell und unkompliziert die Gründung der 
F. AG vorgenommen werden könnte. Die E. AG habe sich verpflichtet, das 
Darlehen umgehend auf ein Kapitaleinzahlungskonto zu überweisen. Da-
raufhin habe die A. AG mit der E. AG am 6. Dezember 2023 einen Darle-
hensvertrag über eine Summe von Fr. 64'900.-- abgeschlossen und das Dar-
lehen direkt im Anschluss in voller Höhe ausbezahlt. Der Darlehensvertrag 
habe in Ziffer 2.4 die ausdrückliche Verpflichtung der E. AG als Darlehens-
nehmerin enthalten, das Darlehen auf das «Gründungskonto» zu überwei-
sen. Die Einzahlung sei nie erfolgt (Verfahrensakten BL). 
 
Parallel dazu seien weiterhin ein zusätzliches Investment der A. AG hinsicht-
lich der Neugründung thematisiert und der A. AG bereits entsprechende Un-
terlagen, u.a. Statuten der Gesellschaft, eine unterzeichnete Handelsregis-
teranmeldung, Lex-Friedrich-Erklärung, Vollmachten, etc., vorgelegt worden. 
Insgesamt sei es um ein Investment von mindestens Fr. 3,3 Mio. gegangen, 
welches im Anschluss an die Gründung hätte eingebracht werden sollen. Die 
Gründung sei jedoch nicht erfolgt und in der Folge sei seitens von B. als auch 
C. behauptet worden, die E. AG werde neu Sacheinlagen in die F. AG ein-

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bringen, um so das notwendige Gründungskapital bzw. Investment erbringen 
zu können. Dabei sei stets weiterhin thematisiert worden, dass die A. AG ein 
entsprechendes Investment erbringen solle, einerseits als Kapitaleinlage zur 
Gründung und andererseits als zusätzliche Einlagen zur Kapitalerhöhung. Die 
A. AG habe in diesem Zusammenhang zusätzliche Unterlagen, insbesondere 
hinsichtlich der Bewertung der Sacheinlagen der E. AG, zu Prüfung angefor-
dert. Im Februar 2024 habe B. der A. AG dann ein Gutachten der G. AG mit 
Sitz in X./SG mit dem Titel «Bewertung der Sacheinlagen durch die E. AG mit 
Sitz in […] W./AG für die F. AG, mit Sitz in […] V./BS» übersandt. Auf Nach-
frage der A. AG per E-Mail vom 5. April 2024 habe die G. AG per E-Mail vom 
gleichen Tag bestätigt, dass das Gutachten nicht von ihr verfasst worden sei 
und sie keinerlei Kenntnis von diesem Dokument habe. Mit E-Mail vom 23. Ap-
ril 2024 habe die A. AG B. und C. mitgeteilt, dass aufgrund der vorgenannten 
Entdeckungen eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen sei, und das 
Darlehen mit entsprechender Frist gekündigt (Verfahrensakten BL). 
 
Die A. AG legte ihrer Strafanzeige namentlich die erwähnten E-Mails und 
Unterlagen im Zusammenhang mit der Gründung der F. AG sowie den Dar-
lehensvertrag vom 6. Dezember 2023 bei. Im Darlehensvertrag war verein-
bart worden, dass die A. AG als Darlehensgeberin der E. AG als Darlehens-
nehmerin ein Darlehen von Fr. 64'900.-- gewährt und dass die Überweisung 
auf das aufgeführte Konto der E. AG bei der Bank H erfolgt. Der Vertrag war 
für die A. AG durch D. und für die E. AG durch B. unterzeichnet worden. Als 
Unterschreibungsorte sind für die A. AG Z./LU und für die E. AG U./AG vor-
gedruckt aufgeführt. Gemäss dem Vertrag lautet die Adresse der E. AG […] 
W./AG (Verfahrensakten BL).  
 
 

B. Mit Schreiben vom 11. September 2024 ersuchte die Staatsanwaltschaft des 
Kantons Basel-Landschaft die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg 
um Übernahme ihres Strafverfahrens gegen B. und C. wegen Betrugs (Ver-
fahrensakten BL). 
 
Zur Begründung führte sie aus, die E. AG habe Sitz in W./AG und der Darle-
hensvertrag zwischen der E. AG und der A. AG sei in U./AG unterzeichnet 
worden. Ausser dem angeblichen Wohnsitz von B. in Y./BL sei kein Bezug 
zum Kanton Basel-Landschaft erkennbar, insbesondere seien im Kanton Ba-
sel-Landschaft keine Tathandlungen begangen worden. Aufgrund des Sitzes 
der E. AG und des Ortes der Vertragsunterzeichnung im Kanton Aargau er-
achte sie gestützt auf Art. 31 Abs. 1 StPO den Kanton Aargau für das Ver-
fahren zuständig.  
 
 

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C. Mit Antwortschreiben vom 17. September 2024 lehnte die Staatsanwalt-
schaft Rheinfelden-Laufenburg eine Verfahrensübernahme ab (Verfahrens-
akten BL). 
 
Zur Begründung teilte sie der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit, vor-
liegend seien noch nicht alle für die Festlegung des Gerichtsstandes wesent-
lichen Tatsachen erforscht und alle notwendigen Erhebungen durchgeführt 
worden. Insbesondere sei aus der Strafanzeige nicht zu entnehmen, wo die 
einzelnen Vertragsverhandlungen als Teil des allfälligen Betrugskomplexes 
örtlich stattgefunden haben. Auch seien auf den der Strafanzeige beigeleg-
ten Dokumenten diverse Ortsangaben ersichtlich, wie V./BS, U./AG und 
Z./LU. Ferner hätten die Parteien beabsichtigt, dass der Sitz der gemeinsa-
men Firma (F. AG) in V./BS sein würde. Schliesslich fehle das gemäss der 
Strafanzeige angeblich gefälschte Gutachten in den Akten, womit ebenfalls 
offenbleibe, wo diese Tathandlung vorgenommen worden sei.  
 
 

D. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2024 bat die Staatsanwaltschaft Basel-Land-
schaft den Rechtsvertreter der A. AG in Ergänzung der Strafanzeige anzu-
geben, wann und wo die Verfahrensverhandlungen zwischen der A. AG und 
B. sowie C. stattfanden und wo der Darlehensvertrag vom 6. Dezember 2023 
abgeschlossen wurde. Zudem bat sie um Einreichung des namens der 
G. AG verfassten Gutachtens (Verfahrensakten BL). 
 
 

E. Mit Antwortschreiben vom 25. Oktober 2024 reichte der Rechtsvertreter der 
A. AG der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft neben dem Gutachten wei-
tere E-Mail-Kommunikation ein und machte in Ergänzung der Strafanzeige 
vom 9. September 2024 folgende Angaben (Verfahrensakten BL):  
 
Vertragsverhandlungen hätten bei persönlichen Treffen am 25. April 2023 
sowie 4. August 2023 im Hotel I. in V./BS stattgefunden, an welchen u.a. D. 
und C. teilgenommen hätten. 
Ferner hätten am 5. sowie 12. September 2023 zusätzliche Vertragsbespre-
chungen per Telefonkonferenz stattgefunden, an welchen jeweils u.a. D. und 
C. teilgenommen hätten. 
Weitere persönliche Vertragsverhandlungen hätten in der Folge bei einem 
Treffen am 10. Oktober 2023 in den Büroräumlichkeiten des Treuhänders 
J. AG, in V./BS stattgefunden, an welcher jeweils u.a. D. sowie B. und C. 
teilgenommen hätten.  
D. habe für die A. AG den Darlehensvertrag in Z./LU unterzeichnet. An wel-
chem Ort B. den Darlehensvertrag unterzeichnet habe, sei der A. AG unbe-
kannt. Gemäss dem Darlehensvertrag sei die Unterschrift in U./AG erfolgt. 

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Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass B. den Darlehensvertrag al-
lenfalls an seinem Wohnsitz in Y./BL unterzeichnet habe. Die unterzeichne-
ten Versionen des Darlehensvertrages seien jeweils anschliessend lediglich 
per E-Mail zwischen den Parteien ausgetauscht worden.  
 
Betreffend das zusätzliche Investment habe am 18. Januar 2024 eine Tele-
fonkonferenz stattgefunden, an welcher u.a. D. sowie B. und C. teilgenom-
men hätten. Ein persönliches Gespräch habe am 5. Februar 2024 im Hotel I. 
unter Anwesenheit von D. sowie B. und C. stattgefunden.  
 
Das eingereichte Gutachten wies auf jeder Seite das Logo-Symbol (oder 
eine Variante davon) der G. AG auf und enthielt die abschliessende Formu-
lierung «Mit freundlichen Grüssen G. AG». Darüber hinaus waren im Gut-
achten weder Angaben zum konkreten Verfasser der Bewertung zu finden, 
noch war das Dokument datiert noch waren die konkreten Prüfungskriterien 
dargelegt worden. 
 
 

F. Mit Schreiben vom 5. November 2024 ersuchte die Staatsanwaltschaft Ba-
sel-Landschaft die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt um Übernahme ihres 
Strafverfahrens gegen B. und C. wegen Betrugs (Verfahrensakten BL).  
 
Zur Begründung führte sie aus, aus den Akten ergebe sich, dass die mut-
masslichen Täuschungshandlungen der beschuldigten Personen nachweis-
lich in V./BS stattgefunden hätten. Weitere mögliche Tatorte seien zwar do-
kumentiert, nicht jedoch gesichert, so z.B. U./AG als Ort der Vertragsunter-
zeichnung seitens des Beschuldigten. Demgegenüber sei ausser dem an-
geblichen Wohnsitz von B. in Y./BL kein Bezug zum Kanton Basel-Land-
schaft erkennbar, insbesondere seien im Kanton Basel-Landschaft keine 
Tathandlungen begangen worden. Aufgrund des Ortes der mutmasslichen 
Täuschungshandlungen in V./BS erachte sie gestützt auf Art. 31 Abs. 1 
StPO den Kanton Basel-Stadt für das Verfahren zuständig. 
 
 

G. Mit Antwortschreiben vom 11. November 2024 erklärte die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Basel-Stadt, sie könne im jetzigen Zeitpunkt den Ge-
richtsstand nicht anerkennen (Verfahrensakten BL). 
 
Zur Begründung führte sie aus, die Verhandlungen seien auch per Video-
konferenz erfolgt, wobei hier noch zu klären wäre, von wo aus die Beschul-
digten diese Gespräche geführt hätten. Dass die persönlichen Treffen nicht 
am Sitz der E. AG in W./AG stattgefunden hätten, lasse jedenfalls darauf 
schliessen, dass dort keine Büroräumlichkeiten bestehen würden, was 

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mithin wiederum die Vermutung begründe, dass zumindest B. von seinem 
Wohnort in Y./BL aus telefonisch verhandelt habe. Mangels gegenteiliger In-
dizien sei davon auszugehen, dass die Urkundenfälschung, welche D. B. 
vorwerfe, am Wohnsitz des Letzteren geschehen sei. Jedenfalls bleibe so-
wohl der Ort der mutmasslichen Urkundenfälschung als auch der Ort abzu-
klären, von dem aus die Beschuldigten und namentlich C. telefonisch mit D. 
verhandelt hätten.  
 
 

H. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel Landschaft, Hauptabteilung Wirt-
schaftskriminalität, gelangt mit Gesuch vom 21. November 2024, unterzeich-
net durch den stellvertretenden Ersten Staatsanwalt und den zuständigen 
Staatsanwalt, an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts. Sie be-
antragt, es seien die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Basel-Stadt für 
berechtigt und verpflichtet zu erklären, die B. und C. im Strafverfahren WK1 
24 163 und WK1 24 164 zu Lasten gelegten Straftaten zu verfolgen und zu 
beurteilen (act. 1). 
 
Zur Begründung führte sie aus, dass sich die Zuständigkeit des Kantons Aar-
gau nicht aufdränge. Erstens deute derzeit nichts darauf hin, dass am Sitz 
der E. AG strafbare Handlungen erfolgt sein könnten (act. 1 S. 4). Zweitens 
sei notorisch, dass die Angabe des Ortes der Unterzeichnung bei Verträgen 
oft nicht stimmte. Die Vertragsunterzeichnung sei zudem keine Täuschungs-
handlung und somit ohnehin nicht gerichtsstandsrelevant (act. 1 S. 4 f.).  
 
Im Kanton Basel-Landschaft bestehe kein unmittelbarer Anknüpfungspunkt. 
Aus den Akten gehe nicht hervor, dass B. an den Telefonkonferenzen vom 
5. September 2023 und 12. September 2023 teilgenommen habe. Es sei 
zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, dass B. das offenbar gefälschte Gut-
achten der G. AG an seinem Wohnort im Kanton Basel-Landschaft erstellt 
und/oder von hier aus per E-Mail verschickt haben könnte. Es handle sich 
hierbei um nichts anderes als lediglich um eine Möglichkeit bzw. um eine 
nicht weiter erhöhte Vermutung der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Es be-
stehe kein Anlass, hierzu weitere Erhebungen durchzuführen (act. 1 S. 5). 
 
In Basel-Stadt hätten hingegen vor der Unterzeichnung des Darlehensver-
trages vom 6. Dezember 2023 drei Treffen stattgefunden. Diese Treffen hät-
ten dazu gedient, D. bzw. die von ihm vertretene A. AG mittels mutmassli-
cher Täuschung zu Geldzahlungen zu bewegen (act. 1 S. 5).  
 
Die bekannten präsumtiv deliktischen Handlungen würden sich praktisch 
ausschliesslich «an einem Ort, in casu in Basel-Stadt, konzentrieren». Es 
gebiete sich nicht, dass der Gesuchsteller noch weitere Erhebungen 

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durchführe. Dies umso weniger, als die von der Staatsanwaltschaft Basel-
Stadt geforderten Erhebungen realistischerweise wohl einzig mit einer Be-
fragung des Beschuldigten B. erfolgen könnten. Solange aber das Verfahren 
gegenüber den Beschuldigten noch nicht offengelegt ist, würde eine solche 
Befragung das weitere Strafverfahren gefährden, nicht zuletzt, weil damit 
den Beschuldigten Anlass und Zeit gegeben würde, allfällige belastende Be-
weise zu beseitigen. Ferner würde allfälligen Hausdurchsuchungen das 
Überraschungsmoment genommen (act. 1 S. 5). 
 
 

I. Mit Gesuchsantwort vom 29. November 2024 beantragt die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Basel-Stadt, unterzeichnet durch den zuständigen 
Staatsanwalt und den Ersten Staatsanwalt, es sei auf das Gesuch der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft nicht einzutreten. Even-
tualiter sei das Gesuch abzuweisen und die Strafverfolgungsbehörden des 
Kantons Basel-Landschaft seien zur Führung des Verfahrens für berechtigt 
und verpflichtet zu erklären (act. 3). 
 
Zur Begründung führte sie aus, dass die Ortsangabe eines Vertragsdoku-
ments grundsätzlich die Vermutung begründe, dass der Vertrag auch tat-
sächlich am ausgewiesenen Ort unterzeichnet worden sei (act. 3 S. 1). So-
dann habe B. neben sämtlichen vorgängigen Manövern auch durch die mit-
tels Vertragsunterzeichnung abgegebene Willenserklärung D. über den mut-
masslich nicht vorhandenen Willen der beiden Beschuldigten zum vertrags-
mässigen Verhalten getäuscht (act. 3 S. 1 f.). Die Strafverfolgungsbehörden 
des Kantons Aargau wären in den Meinungsaustausch einzubeziehen ge-
wesen, welcher vorliegend nicht als abgeschlossen gelten könne, weshalb 
auf das Gesuch nicht einzutreten sei (act. 3 S. 2). 
 
Weiter räume der Gesuchsteller ein, es sei nicht ausgeschlossen, dass das 
mutmasslich von B. gefälschte Gutachten der G. AG an seinem Wohnort in 
Y./BL erstellt bzw. von dort aus per E-Mail verschickt worden sei. Dieses 
Verhalten erfülle den Tatbestand der Urkundenfälschung, welche mit ebenso 
schwerer Strafe bedroht sei wie der Tatbestand des Betrugs. Entsprechend 
wäre bei Annahme, das Gutachten sei an B.s Wohnort gefälscht worden, ein 
Handlungsort im Kanton Basel-Landschaft gegeben und dieser auch für die 
Verfolgung der übrigen beanzeigten Sachverhalte zuständig (act. 3 S. 2).  
 
Es sei dem Gesuchsteller darin zuzustimmen, dass die momentane Ver-
dachtslage Handlungsorte für einen Teil der beanzeigten Sachverhalte im 
Kanton Basel-Stadt erkennen lasse, hingegen bestehe eben, wie bereits 
vom Gesuchsteller eingeräumt, zumindest für die ebenfalls beanzeigte 

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Urkundenfälschung der Verdacht eines Handlungsortes im Kantons Basel-
Landschaft, was der Gesuchsteller als erstbefasster Kanton ebenso abzu-
klären hätte, da nur so eine zweifelsfreie Bestimmung es Gerichtsstandes in 
der vorliegenden Sache möglich sei (act. 3 S. 2). 
 
Eventualiter habe sich der Gesuchsteller mangels eigener Abklärungen die 
Verdachtslage hinsichtlich der B. zur Last gelegten Urkundenfälschung da-
hingehend anrechnen zu lassen, dass diese mangels gegenteiliger Erkennt-
nisse mutmasslich am Wohnort des Beschuldigten in Y./BL begangen wor-
den sein dürfte, was einen Handlungsort im Kanton Basel-Landschaft be-
gründe und damit zur Abweisung des Gesuchs und zur Zuständigerklärung 
des Gesuchstellers zu führen habe (act. 3 S. 2). 

 
 
J. Mit Gesuchsreplik vom 10. Dezember 2024 führte der Gesuchsteller aus, es 

habe ein Meinungsaustausch mit dem Kanton Aargau stattgefunden. Auf-
grund des Konkretisierungsschreibens der A. AG seien die Anknüpfungs-
punkte im Kanton Basel-Stadt in den Vordergrund getreten, ohne dass sich 
gleichzeitig die Anknüpfungspunkte zum Kanton Aargau weiter verdichtet 
hätten. Selbst wenn allein die Unterschrift des Darlehensvertrags überhaupt 
als Täuschungshandlung anzusehen wäre, dann wäre diese Täuschungs-
handlung im Vergleich zu den in Basel-Stadt mutmasslich erfolgten Täu-
schungshandlungen nur von marginaler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund 
sei aus prozessökonomischen Gründen darauf verzichtet worden, die Ober-
staatsanwaltschaft des Kantons Aargau mit einem Gerichtsstandsersuchen 
zu bedienen. Es könne ohnehin antizipierend davon ausgegangen werden, 
dass die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau ein erneutes Ersu-
chen abschlägig beantworten würde, zumal zwischenzeitlich keine neuen Er-
kenntnisse zum Vorschein getreten seien, welche für den Gerichtsstand des 
Kantons Aargau sprechen würden, hingegen solche, welche für die Zustän-
digkeit des Kantons Basel-Stadt sprechen. Ein weiterer Einbezug des Kan-
tons Aargau würde somit als unnötiger und überspritzt formalistischer Ver-
fahrensleerlauf erscheinen, was im Widerspruch zum Gebot der beschleu-
nigten und summarischen Prüfung des Gerichtsstands stehe. Es bestehe 
kein Anlass, weitere Erhebungen durchzuführen, vielmehr gebiete es sich 
zur Vermeidung der Gefährdung des noch nicht offen geführten Verfahrens, 
auf solche Erhebungen zu verzichten (act. 5). 
 
 

K. In der Gesuchsduplik vom 17. Dezember 2024 führte der Gesuchsgegner 
aus, der Gesuchsteller gehe davon aus, die Oberstaatsanwaltschaft des 
Kantons Aargau hätte die Verfahrensübernahme ohnehin abgelehnt. Diese 

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Antizipation sei unzulässig und müsse bereits aus formellen Gründen zu 
einem Nichteintreten führen. Hinsichtlich des Begehungsortes sei die Urkun-
denfälschung nicht abgeklärt worden (act. 7). 
 
 

L. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2024 wurde die Gesuchsduplik dem Ge-
suchsteller zur Kenntnis gebracht (act. 8). 
 
 

M. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug 
genommen. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Geht in einem Kanton eine Strafanzeige bzw. ein Strafantrag ein, so hat die 

betroffene Strafverfolgungsbehörde von Amtes wegen zu prüfen, ob nach 
den Gerichtsstandsbestimmungen die örtliche Zuständigkeit ihres Kantons 
gegeben ist. Damit diese Prüfung zuverlässig erfolgen kann, muss die frag-
liche Behörde alle für die Festlegung des Gerichtsstandes wesentlichen Tat-
sachen erforschen und alle dazu notwendigen Erhebungen durchführen (vgl. 
u.a. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2016.22 vom 25. August 2016 
E. 2.2 m.w.H.).  
 
Erscheinen mehrere Strafbehörden als örtlich zuständig, so informieren sich 
die beteiligten Staatsanwaltschaften unverzüglich über die wesentlichen Ele-
mente des Falles und bemühen sich um eine möglichst rasche Einigung 
(Art. 39 Abs. 2 StPO). Können sich die Strafverfolgungsbehörden verschie-
dener Kantone über den Gerichtsstand nicht einigen, so unterbreitet die 
Staatsanwaltschaft des Kantons, der zuerst mit der Sache befasst war, die 
Frage unverzüglich, in jedem Fall vor der Anklageerhebung, der Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts zum Entscheid (Art. 40 Abs. 2 StPO 
i.V.m. Art. 37 Abs. 1StBOG). Voraussetzung für die Anrufung der Beschwer-
dekammer ist allerdings, dass mit allen ernsthaft in Frage kommenden Kan-
tonen ein Meinungsaustausch durchgeführt wurde (Beschluss des Bundes-
strafgerichts BG.2013.31 vom 27. Februar 2014 E. 1.1 und 2.3; 
SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsa-
chen, 2. Aufl. 2004, N. 599). 
 

- 10 - 

 

 

1.2 Der Ausführungsort oder Tatort geht als primärer Gerichtsstand allen ande-
ren Gerichtsständen vor und befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat 
(BGE 144 IV 265 E. 2.7.2; 86 IV 222 E. 1; BAUMGARTNER, Die Zuständigkeit 
im Strafverfahren, 2014, S. 58 f., 85; SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 59 f.). 
Der Erfolgsort ist bei der Bestimmung des Gerichtsstands gegenüber dem 
Ausführungsort subsidiär und gilt nur dann, wenn es sich um ein Erfolgsdelikt 
oder ein konkretes Gefährdungsdelikt handelt, der Ort des Erfolgseintritts 
bekannt ist und in der Schweiz liegt (vgl. Art. 31 Abs. 1 Satz 2 StPO; BGE 86 
IV 222 E. 1; SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 60, 78, 95 ff.). 
 

1.3 Der Kanton Basel-Stadt (Gesuchsgegner) erachtet die Angelegenheit in 
zweifacher Hinsicht als nicht entscheidungsreif. Seiner Ansicht nach kommt 
aufgrund der Vertragsunterzeichnung in U./AG ein Gerichtsstand im Kanton 
Aargau in Frage. Ein Meinungsaustausch habe jedoch mit der Oberstaats-
anwaltschaft des Kantons Aargau nicht stattgefunden (act. 3 und 7). Sodann 
sei der Begehungsort der Urkundenfälschung nicht abgeklärt worden.  
 
Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, bestehen gegenwärtig keine Anhalts-
punkte für gerichtsstandsrelevante Handlungen in den Kantonen Aargau und 
Basel-Landschaft (Gesuchsteller). Den Vorbringen des Kantons Basel-Stadt 
kann vorliegend nicht gefolgt werden.  
 

1.4 Die übrigen Eintretensvorsaussetzungen geben zu keinen Bemerkungen An-
lass, sodass auf das Gesuch einzutreten ist.  
 
 

2.  
2.1 Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Or-

tes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 1. Satz StPO). 
Liegt nur der Ort, an dem der Erfolg der Straftat eingetreten ist, in der Schweiz, 
so sind die Behörden dieses Ortes zuständig (Art. 31 Abs. 1 2. Satz StPO). 
Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 98 
IV 60 E. 1 S. 62; 86 IV 222 E. 1; TPF 2021 167 E. 2.1). In der Literatur wird 
dieser Ort u.a. als Handlungsort (BAUMGARTNER, a.a.O., S. 60) oder als Aus-
führungsort bezeichnet (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 65). 
 
Ist die Straftat an mehreren Orten verübt worden, so sind die Behörden des 
Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen wor-
den sind (sog. forum praeventionis; Art. 31 Abs. 2 StPO). 
 
Bei der rechtlichen Handlungseinheit werden mehrere selbständig strafbare 
Handlungen im Sinne einer natürlichen Handlungsmehrheit durch ihre ge-
setzliche Umschreibung im Tatbestand (gewerbsmässiges oder banden-

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mässiges Delikt oder Dauerdelikt) zu einer rechtlichen oder juristischen 
Handlungseinheit verschmolzen, die gelegentlich auch als «Kollektivdelikt» 
bezeichnet wird (differenzierend GODENZI, Strafbare Beteiligung am krimi-
nellen Kollektiv, 2015, S. 9; vgl. auch Beschlüsse des Bundesstrafgerichts 
BG.2024.75 vom 26. Februar 2025 E. 2.2; BG.2024.56 vom 17. Oktober 2024 
E. 4.1). Diese rechtliche Einheit besteht objektiv in gleich gelagerten Hand-
lungen, die gegen das gleiche Rechtsgut gerichtet sind, an verschiedenen 
Orten begangen werden können, jedoch in einem zeitlichen Zusammenhang 
stehen und subjektiv auf einem alle Handlungen umfassenden Entschluss 
bzw. einem Gesamtvorsatz beruhen. Alle einem Beschuldigten Last geleg-
ten versuchten oder vollendeten Verfehlungen sind gleich zu behandeln und 
haben als mit gleicher Strafe bedroht zu gelten. Keine Handlungseinheit, 
sondern blosse Handlungsmehrheit liegt dann vor, wenn ein Einzelakt mit 
den übrigen gewerbs- oder bandenmässig begangenen Delikten keinen Zu-
sammenhang hat bzw. wenn hinsichtlich des Einzelaktes die für dessen 
Qualifikation notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen 
(Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2024.75 vom 26. Februar 2025 
E. 2.2; BG.2019.20 vom 24. ApriI 2019 E. 3.2; BG.2014.17 vom 10. Juli 2014 
E. 2.3; BG.2012.7 vom 16. März 2012 E. 3.2; BG.2010.14 vom 20. Septem-
ber 2010 E. 2.2; SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 83-85, 295). Die Handlungs-
einheit wirkt sich bei der Gerichtsstandsbestimmung in dem Sinne aus, dass 
alle dem Täter unter dem Titel des gewerbsmässigen Delikts zur Last gelegten 
Verfehlungen gleich zu behandeln sind. Gemäss Art. 31 Abs. 2 StPO sind in 
einem solchen Fall die Behörden jenes Ortes zur Verfolgung zuständig, wo 
die Untersuchung zuerst angehoben wurde (BGE 112 IV 61 E. 1). 
 
Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden 
des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen 
worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO).  
 

2.2 Hat eine beschuldigte Person mehrere Straftaten an verschiedenen Orten 
verübt, so sind für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Be-
hörden des Ortes zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte 
Tat begangen worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des 
Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen wor-
den sind (Art. 34 Abs. 1 StPO).  
 
Die schwerste Tat im gerichtsstandsrechtlichen Sinn ist diejenige mit der 
höchsten abstrakten gesetzlichen Strafdrohung, wobei Qualifizierungs- und 
Privilegierungselemente des besonderen Teils des StGB, welche den Straf-
rahmen verändern, zu berücksichtigen sind (an Stelle vieler zuletzt Be-
schluss des Bundesstrafgerichts BG.2024.75 vom 26. Februar 2025 E. 2.1; 
Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BG.2011.17 vom 15. Juli 2011 E. 3.1 

- 12 - 

 

 

bzw. BG.2012.8 vom 26. März 2012 E. 2.1 in Übernahme der Praxis zu den 
Gerichtsstandsregeln gemäss aArt. 340 ff. StGB nach Einführung der 
schweizerischen Strafprozessordnung). Bei Vorliegen von zwei oder mehre-
ren mit gleichen Höchst- und Mindeststrafen bedrohten Delikten, welche teil-
weise versucht begangen wurden, ist der Privilegierungsgrund des Versu-
ches grundsätzlich zu beachten (Beschlüsse des Bundesstrafgerichts 
BG.2025.1 vom 24. Januar 2025 E. 2.3; BG.2022.25 vom 2. November 2022 
E. 2.2; wie schon vor Einführung der schweizerischen Strafprozessordnung 
Entscheide des Bundesstrafgerichts BK_G 031/04 vom 12. Mai 2004 E. 1.2 
in fine und BG.2008.15 vom 26. September 2008 E. 2.3; vgl. auch BGE 75 
IV 94). Versuchte Einzeltaten eines gewerbsmässigen oder bandenmässi-
gen Delikts wiegen demgegenüber gleich schwer wie die vollendeten (s. zum 
Ganzen supra E. 2.1 sowie Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2012.8 
vom 26. März 2012 E. 2.1). 
 

2.3 Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen 
mehrere Delikte, so sind Art. 33 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu 
kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt wer-
den, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt 
worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichts-
stand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo die Verfolgungshandlungen zu-
erst vorgenommen worden sind (vgl. hierzu u. a. die Beschlüsse des Bun-
desstrafgerichts BG.2022.49 vom 23. März 2023 E. 2.3; BG.2022.29 vom 
21. November 2022 E. 3.3; BG.2011.49 vom 19. Januar 2012 E. 2.1).  
 
 

3.  
3.1 Den Tatbestand des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB erfüllt, wer 

in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jeman-
den durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irre-
führt oder ihn in seinem Irrtum bestärkt und so den Irrenden zu einem Ver-
halten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermö-
gen schädigt. Der Getäuschte muss durch den Irrtum zu einer Vermögens-
verfügung veranlasst werden. Vermögensverfügung ist grundsätzlich jedes 
Handeln oder Unterlassen, das eine Vermögensverminderung unmittelbar 
herbeiführt. Unmittelbarkeit bedeutet, dass das irrtumsbedingte Verhalten 
des Getäuschten zu der Vermögensminderung führt, ohne dass dafür noch 
zusätzliche deliktische Zwischenhandlungen des Täters erforderlich sind 
(BGE 126 IV 113 E. 3.a). Nach der Rechtsprechung ist die Vorspiegelung 
des Leistungswillens grundsätzlich arglistig, weil sie eine innere Tatsache 
betrifft, die vom Vertragspartner ihrem Wesen nach nicht direkt überprüft 
werden kann (BGE 147 IV 73 E. 3.3; 142 IV 153 E. 2.2.2). Die Unmöglichkeit 

- 13 - 

 

 

einer direkten Überprüfung des Erfüllungswillens kann nicht zur Bejahung 
der Arglist führen, wenn sich aus der möglichen und zumutbaren Überprü-
fung der Erfüllungsfähigkeit ergeben hätte, dass der andere nicht erfüllungs-
fähig war. Auf das Fehlen des Erfüllungswillens des andern kann sodann 
unter Umständen auch dann geschlossen werden, wenn dieser in der Ver-
gangenheit schon wiederholt die von ihm eingegangenen Pflichten nicht er-
füllt hat (BGE 118 IV 359 E. 2).  
 
Betrug gilt als dort verübt, wo der Täter jemanden durch Vorspiegelung oder 
Unterdrückung von Tatsachen zu einem Verhalten bestimmt, das den sich 
Irrenden oder einen Dritten am Vermögen schädigt (Urteil des Bundesge-
richts 6B_127/2013 vom 3. September 2013 E. 4.2.2 m.H.). Ausführungs-
handlung des Betrugs ist jede Tätigkeit, die nicht blosse Vorbereitungshand-
lung ist, d.h. die nach dem Plan des Betrügers auf dem Weg zum Erfolg den 
entscheidenden Schritt bildet, von dem es in der Regel kein von äusseren 
Schwierigkeiten unbeeinflusstes Zurück mehr gibt (SCHWERI/BÄNZIGER, 
a.a.O., N. 106).  
 

3.2 Den Tatbestand der Urkundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt, 
wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu 
schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu 
verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder 
das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Ur-
kunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet 
oder beurkunden lässt (1. Absatz) und eine Urkunde dieser Art zur Täu-
schung gebraucht (2. Absatz).  
 
Der Tatbestand der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB gilt an 
dem Ort ausgeführt, wo die Urkunde gefälscht, somit geschrieben und un-
terzeichnet wird (BGE 122 IV 162 E. 5; Beschluss des Bundesstrafgerichts 
BG.2012.48 vom 18. Januar 2013 E. 2.3; BAUMGARTNER , a.a.O., S. 137; 
SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 124). Dasselbe gilt entsprechend für den Tat-
bestand der Falschbeurkundung. Ist eine Straftat im Ausland verübt worden 
oder kann der Tatort nicht ermittelt werden, so sind für die Verfolgung und 
Beurteilung die Behörden des Ortes zuständig, an dem die beschuldigte Per-
son ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 32 Abs. 1 
StPO). 
 
 

4. Die Beurteilung der Gerichtsstandsfrage richtet sich nach der aktuellen Ver-
dachtslage. Massgeblich ist nicht, was dem Beschuldigten letztlich nachge-
wiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der Gegenstand der Untersu-
chung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von vornherein als haltlos oder 

- 14 - 

 

 

sei sicher ausgeschlossen. Der Gerichtsstand bestimmt sich also nicht nach 
dem, was der Täter begangen hat, sondern nach dem, was ihm vorgeworfen 
wird, das heisst, was aufgrund der Aktenlage überhaupt in Frage kommt. Als 
Tatsachenbasis kommen bei jedem Tatverdacht nur vorbestehende, objektiv 
begründete, konkrete Anhaltspunkte in Betracht. Dabei stützt sich die Be-
schwerdekammer auf Fakten, nicht auf Hypothesen. Reine Mutmassungen, 
generelle Vermutungen, Gerüchte, kriminalistisches Gespür, Intuition, vorstell-
bare Lebensvorgänge oder mathematische Wahrscheinlichkeiten reichen zur 
Begründung eines Tatverdachts nicht aus (vgl. ACKERMANN, Tatverdacht und 
Cicero – in dubio contra suspicionem maleficii, in: Niggli/Hurtado-Pozo/Que-
loz [Hrsg.], Festschrift für Franz Riklin, 2007, S. 326 m.w.H.; WALDER/HANS-
JAKOB/GUNDLACH/STRAUB, Kriminalistisches Denken, 12. Aufl. 2023, S. 134; 
s. auch KARNUSIAN, Der Tatverdacht und seine Quellen, in forumpoenale 
2016, S. 352 und 354). Es gilt der Grundsatz in dubio pro duriore, wonach 
im Zweifelsfall auf den für den Beschuldigten ungünstigeren Sachverhalt ab-
zustellen bzw. das schwerere Delikt anzunehmen ist (vgl. Beschluss des 
Bundesstrafgerichts BG.2014.10 vom 10. Juni 2014 E. 2.1).  

 
 
5.  
5.1 Der angezeigte Sachverhalt betrifft drei Delikte: Betrug, Betrugsversuch und 

Urkundenfälschung (s. supra lit. A). Der Betrug im Sinne von Art. 146 StGB 
und die Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB weisen die-
selbe Strafdrohung auf.  
 

5.2 Hinsichtlich des Betrugsdelikts ist gestützt auf die Strafanzeige und deren 
Ergänzung davon auszugehen, dass diverse Ausführungshandlungen auf 
dem Gebiet des Gesuchsgegners erfolgt sind (s. supra lit. A und E). An den 
Telefonkonferenzen hat auf Seiten der beschuldigten Personen gemäss der 
Strafanzeige ausschliesslich der in Deutschland wohnhafte C. teilgenommen 
(s. supra lit. A und E). Für die seitens des Gesuchsgegners geäusserte Ver-
mutung, wonach von Y./BL aus telefonisch verhandelt worden sei, besteht 
somit keine Grundlage. Lediglich die Vertragsunterzeichnung seitens der 
E. AG durch den in Y./BL wohnhaften B. soll gemäss dem vorgedruckten 
Vertragsinhalt in U./AG am Sitz der E. AG erfolgt sein (s. supra lit. A).  
 
Wie der Gesuchsteller zu Recht geltend macht, bestehen somit zusammen-
fassend keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass weitere relevante Aus-
führungshandlungen des Betrugs auf seinem Gebiet oder im Kanton Aargau 
erfolgt wären.  
 
Auch für den Betrugsversuch bestehen keine konkreten Anhaltspunkte da-
für, dass die beiden Beschuldigten Ausführungshandlungen auf dem Gebiet 

- 15 - 

 

 

des Gesuchstellers oder im Kanton Aargau vorgenommen hätten. Gestützt 
auf die Strafanzeige und deren Ergänzung kann demgegenüber angenommen 
werden, dass eine Ausführungshandlung in V./BS erfolgte (s. supra lit. E). 
 

5.3 Hinsichtlich der Urkundenfälschung ist gestützt auf die Strafanzeige und de-
ren Ergänzung in der vorliegenden Konstellation einzig anzunehmen, dass 
B. das mutmasslich gefälschte Gutachten der A. AG zustellte (s. supra lit. A 
und D).  
 
Es bestehen keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass B. das gefälschte 
Gutachten vom Gebiet des Gesuchstellers oder des Kantons Aargau aus 
übermittelt und dass er auf diesen Kantonsgebieten auch das Gutachten ge-
fälscht hat, soweit er dafür verantwortlich sein sollte. Der Umstand, dass sich 
der Wohnort von B. in Y./BL und der Sitz der E. AG in U./AG befindet, sagt 
in der vorliegenden Fallkonstellation nichts weiter aus.  
 

5.4 Ergeben weitere Erhebungen, dass der gesetzliche Gerichtsstand für den 
Straftatbestand der Urkundenfälschung auf dem Gebiet des Gesuchstellers 
liegt, dann wäre dieser als forum praeventionis in Anwendung von Art. 31 
Abs. 2 StPO grundsätzlich für alle hier zur Diskussion stehenden Delikte zu-
ständig. Allerdings ist der Ausgang dieser Erhebungen offen, weshalb sich 
selbst nach den vom Gesuchsgegner geforderten Erhebungen die Zustän-
digkeitsfrage nach wie vor stellen könnte. Unter diesen Umständen drängen 
sich mit Blick auf die konkret angezeigten Sachverhalte keine weiteren Er-
hebungen auf, da bereits für ein Delikt mit der gleichen Strafdrohung der 
Gerichtsstand auf dem Gebiet des Gesuchsgegners feststeht.  
 

5.5 Nach dem Gesagten ist das Gesuch gutzuheissen, und es sind die Strafver-
folgungsbehörden des Kantons Basel-Stadt für berechtigt und verpflichtet zu 
erklären, die B. und C. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu be-
urteilen.  
 
 

6. Praxisgemäss ist bei interkantonalen Gerichtsstandskonflikten keine Ge-
richtsgebühr zu erheben (TPF 2023 130 E. 5.1; vgl. schon BGE 87 IV 145). 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Basel-Stadt sind berechtigt und 

verpflichtet, die B. und C. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu 
beurteilen. 

 
2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 
 

Bellinzona, 4. März 2025 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Wirtschaftskriminalität 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.