# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 495825eb-b83b-5225-9351-317e3d6bef73
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.03.2024 F-1483/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1483-2024_2024-03-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1483/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer;   

Gerichtsschreiberin Maria Wende. 

   

Parteien 

 
A._______,  

Türkei,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

AsyLex,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren); Verfügung des SEM vom 27. Februar 2024 / N (…). 

 

 

 

F-1483/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 2. Februar 2024 in der Schweiz um 

Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerab-

druck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 31. Januar 2024 in Kroatien 

um Asyl ersucht hatte.  

B.  

Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer am 12. Februar 2024 das 

rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der 

Möglichkeit der Überstellung nach Kroatien, dessen Zuständigkeit für die 

Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in Frage komme.  

C.  

Die kroatischen Behörden hiessen das Gesuch des SEM vom 13. Februar 

2024 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 

Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO) am 27. Februar 2024 gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-

VO gut.  

D.  

Mit Verfügung vom 27. Februar 2024 (eröffnet am 29. Februar 2024) trat 

das SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Überstellung nach Kroatien an und forderte ihn auf, die Schweiz am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig verfügte es 

die Aushändigung der editionspflichtigen Akten und hielt fest, einer allfälli-

gen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wir-

kung zu. 

E.  

Am 7. März 2024 gelangte der Beschwerdeführer an das Bundesverwal-

tungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und das SEM sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten. Eventuali-

ter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren und die kan-

tonalen Behörden seien entsprechend anzuweisen. Die Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs sei superprovisorisch zu verfügen. Es sei ihm die 

F-1483/2024 

Seite 3 

unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses zu gewähren.  

F.  

Am 8. März 2024 ordnete die Instruktionsrichterin gestützt auf Art. 56 

VwVG einen superprovisorischen Vollzugsstopp an. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG (SR 142.31) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2. Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die üb-

rigen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], 

Frist [Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind offen-

sichtlich erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.  

2.  

2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Untersuchungs-

grundsatzes nach Art. 12 VwVG geltend und führt zur Begründung an, die 

Vorinstanz hätte abklären müssen, ob er in Kroatien angemessen unterge-

bracht und ihm effektiv Schutz gewährt werde oder ob ihm nicht erneut eine 

unmenschliche Behandlung durch die lokalen Behörden drohe, nachdem 

er dort geschlagen und gefoltert worden sei. Ferner seien medizinische 

Abklärungen dringend indiziert. Bezüglich der Gesundheitsversorgung ver-

weise die Vorinstanz auf veraltete Umstände, da die Finanzierung von 

Médecins du Monde (MdM) Ende 2023 Jahr ausgelaufen sei. 

F-1483/2024 

Seite 4 

3.2. Die Vorinstanz hat Abklärungen zu den vom Beschwerdeführer ange-

führten Missständen in Kroatien, den ihm offenstehenden Möglichkeiten, 

sich dort gegen ungerechte oder rechtswidrige Behandlung zu wehren so-

wie der allgemeinen Situation vorgenommen. Bezüglich seines Gesund-

heitszustands ist festzuhalten, dass er angibt, Probleme mit seinem Bein 

zu haben. Worum es sich dabei konkret handelt oder an welchen Be-

schwerden er leidet, führt er jedoch nicht aus. Ferner gibt er an, dass es 

ihm psychisch nicht gut gehe. Jedoch kann den Akten nicht entnommen 

werden, dass er sich an das Gesundheitspersonal im Bundesasylzentrum 

(er gab zu Protokoll, sich der Seelsorge anvertraut zu haben) gewendet 

hätte. Auch hat er keine Beweismittel zu seinem (psychischen oder physi-

schen) Gesundheitszustand eingereicht. Vor diesem Hintergrund war die 

Vorinstanz nicht verpflichtet, weitere medizinische Abklärungen vorzuneh-

men. Bezüglich der Finanzierung von MdM ist auf die Ausführungen der 

Vorinstanz zu verweisen, wonach das medizinische Betreuungsangebot 

von MdM zum heutigen Zeitpunkt in Kroatien verfügbar ist. Bei dieser 

Sachlage ist eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu vernei-

nen. 

3.3. Die formelle Rüge erweist sich als unbegründet, weshalb das Eventu-

albegehren, die Sache zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vor-

instanz zurückzuweisen, abzuweisen ist. 

4.  

Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsuchende 

in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

5.  

5.1. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaats wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des 

Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich 

keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr 

statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1).  

F-1483/2024 

Seite 5 

5.2. Der Mitgliedstaat, bei dem der erste Antrag auf internationalen Schutz 

gestellt wurde, ist gehalten, einen Antragsteller, der sich ohne Aufenthalts-

titel im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats aufhält oder dort einen 

Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, nachdem er seinen ersten 

Antrag noch während des Verfahrens zur Bestimmung des zuständigen 

Mitgliedstaats zurückgezogen hat, nach den Bestimmungen der Artikel 23, 

24, 25 und 29 wieder aufzunehmen, um das Verfahren zur Bestimmung 

des zuständigen Mitgliedstaats zum Abschluss zu bringen (Art. 20 Abs. 5 

Dublin-III-VO).  

5.3. Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers ergab, dass 

er am 31. Januar 2024 in Kroatien daktyloskopisch erfasst worden war. 

Gleichentags stellte er gemäss Auszug aus der «Eurodac»-Datenbank sein 

Asylgesuch. Die kroatischen Behörden stimmten dem Wiederaufnahmeer-

suchen der Vorinstanz gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu. Somit 

sind sowohl die Antragsstellung in Kroatien als auch der Umstand, dass 

das kroatische Verfahren zur Bestimmung des für das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers zuständigen Mitgliedstaats gemäss Art. 20 Abs. 5 Dublin-

III-VO noch nicht abgeschlossen wurde, als erstellt zu betrachten mit der 

Folge, dass das Verfahren nach einer Rücküberstellung des Beschwerde-

führers fortgesetzt wird. Die Zuständigkeit Kroatiens ist grundsätzlich ge-

geben. Dem Einwand des Beschwerdeführers, er sei in Kroatien zur Ab-

gabe seiner Fingerabdrücke gezwungen worden, was eine Verletzung von 

Art. 8 Abs. 1 EMRK darstelle, ist entgegenzuhalten, dass sich die Abnahme 

der Fingerabdrücke von illegal einreisenden ausländischen Personen und 

Asylsuchenden auf Art. 14 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 603/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 (Eurodac-Ver-

ordnung) stützt. 

6.  

6.1. Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als 

zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–Grund-

rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um fest-

zustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden 

kann. Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund 

der Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten 

Mitgliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so 

F-1483/2024 

Seite 6 

wird der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitglied-

staat (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

6.2. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

weisen das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Kroatien 

keine systemischen Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 zweiter und 

dritter Satz Dublin-III-VO auf (Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 

22. März 2023 E. 9.5). Demnach sind Dublin-Überstellungen nach Kroatien 

grundsätzlich sowohl in "take-charge" (Aufnahme) als auch in "take-back" 

(Wiederaufnahme) Verfahren zulässig.  

7.  

7.1. Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(BVGE 2015/9 E. 8.2.1). Gemäss Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 

vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) kann zudem das SEM das 

Asylgesuch «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln, wenn da-

für gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre. Bei dieser Ent-

scheidung darf das Bundesverwaltungsgericht sein eigenes Ermessen 

nicht an Stelle desjenigen des SEM setzen (BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1 

in fine). 

7.2. Der Beschwerdeführer führt an, bei seiner Überstellung nach Kroatien 

bestehe ein reales Risiko einer Verletzung von Art. 3 EMRK. Er vermag 

indessen nicht darzutun, dass die ihn bei einer Rückführung nach Kroatien 

zu erwartenden Bedingungen derart schlecht sind, dass sie zu einer Ver-

letzung von Art. 3 EMRK führen könnten. Es bestehen auch keine Gründe 

für die Annahme, Kroatien werde den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden. Bei einer allfälligen vorübergehenden 

Einschränkung der ihm zustehenden Aufnahmebedingungen könnte er 

sich im Übrigen nötigenfalls an die kroatischen Behörden wenden und 

seine Rechte auf dem Rechtsweg einfordern (vgl. Art. 26 der Richtlinie des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 

F-1483/2024 

Seite 7 

zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internati-

onalen Schutz beantragen [Aufnahmerichtlinie]). Dies gilt auch in Bezug 

auf ein allfälliges Fehlverhalten der kroatischen Polizei. Des Weiteren steht 

ihm die Möglichkeit offen, die vor Ort tätigen karitativen Organisationen zu 

kontaktieren. Der Beschwerdeführer wendet ein, faktisch bestehe kein Zu-

gang zur kroatischen Justiz. Er zeigt jedoch nicht auf, dass er sich an die 

zuständigen Behörden gewendet hätte und ob und in welcher Form diese 

reagiert hätten. 

7.3. Des Weiteren besteht kein Grund zur Annahme, die Gesundheit des 

Beschwerdeführers würde bei einer Überstellung nach Kroatien ernsthaft 

gefährdet. Die von ihm angeführten «Probleme mit seinem Bein» und die 

geltend gemachten – aber nicht substantiierten – psychischen Probleme 

dürften, sofern überhaupt nötig, einer Behandlung in Kroatien zugänglich 

sein. Sollte der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr nach Kroatien 

eine medizinische Behandlung benötigen, ist darauf hinzuweisen, dass die 

Mitgliedstaaten verpflichtet sind, den Antragstellern die erforderliche medi-

zinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt 

erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Stö-

rungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie). 

Folglich droht keine Verletzung von Art. 3 EMRK. Weder ist die Schweiz 

völkerrechtlich verpflichtet, auf das Asylgesuch einzutreten, noch sind hu-

manitäre Gründe ersichtlich, welche einen Selbsteintritt nahelegen würden.  

7.4. Damit erübrigt sich auch die (einzig in der Beschwerdebegründung) 

beantragte Einholung von Garantien von den kroatischen Behörden, wo-

nach ab dem Zeitpunkt der Ankunft in Kroatien dem Beschwerdeführer um-

gehend Obdach, Nahrung und eine adäquate und regelmässige medizini-

sche sowie psychologische Behandlung zur Verfügung zu stehen habe. 

Das entsprechende Begehren ist abzuweisen.  

8.  

Die Vorinstanz ist zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten und hat die Wegweisung nach Kroatien angeordnet. 

9.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Mit dem vorliegen-

den Urteil fällt der am 8. März 2024 angeordnete superprovisorische Voll-

zugsstopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

ist gegenstandslos geworden. 

F-1483/2024 

Seite 8 

10.  

10.1. Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch 

um unentgeltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist.  

10.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR173.320.2]). 

11.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nachfolgende Seite) 

  

F-1483/2024 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Maria Wende 

 

 

Versand: