# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00e6888d-5108-5f74-8d34-613aca7dd3c5
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 1123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-1123_nodate.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1122,1123

1122

Einspracheverfahren. Einsprache- und Rekurslegitimation (Art. 91 
EG zumRPG; bGS 721.1).

Gemäss Art.91 Abs.1 EG zum RPG (bGS 721.1) ist zum Rekurs legitimiert, 
wer durch den angefochtenen Gegenstand berührt ist und ein schutzwür­
diges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat.

Die Parzelle Nr. 1329 stösst auf ihrer westlichen Seite direkt an das Bau­
grundstück an. Soweit die Verletzung der Vorschriften über die zulässige 
Geschosszahl gerügt wird, steht der Rekurrent in einer besonderen, 
beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache und hat ein schutz­
würdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheides (vgl. BGE 1041b 245ff.).

Sinn und Zweck des Mehrlängenzuschlags ist, dass Gebäude ab einer 
gewissen Gebäudelänge aus wohnhygienischen Gründen einen verhält­
nismässig grösseren Grenzabstand aufweisen sollen als normal dimensio­
nierte Bauten. Da die Parzelle Nr. 1329 auf ihrer westlichen Seite direkt an 
das Baugrundstück anstösst, ist der Rekurrent durch die Art und Weise, 
wie der Mehrlängenzuschlag berechnet wird, wegen der damit verbunde­
nen Auswirkungen auf den Grenzabstand wesentlich und unmittelbar, 
mehr als irgendjemand, betroffen und damit auch in diesem Punkte legiti­
miert. Schliesslich macht der Rekurrent sinngemäss geltend, dass durch 
den von der zuständigen Behörde festgelegten Grenzabstand gegen 
Süden eine für die eigenen wohnhygienischen Verhältnisse gedrängte 
bauliche Situation entstehe. Auch diesbezüglich ist der Rekurrent mehr als 
irgend ein Dritter berührt; er hat ein schutzwürdiges Interesse an der Auf­
hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids.

RRB 27.5.1986

1123

Einspracheverfahren. Einsprache- und Rekurslegitimation (Art.91 
EG zumRPG; bGS 721.1).

Gemäss Art.91 EG zum RPG (bGS 721.1) ist zum Rekurs legitimiert, wer 
durch den angefochtenen Gegenstand berührt ist und ein schutzwürdiges

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A. Entscheide des Regierungsrates 1123, 1124

Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Gemäss Rechtspre­
chung des Bundesgerichtes ist berührt, wer durch die angefochtene Ver­
fügung infolge einer besonderen, beachtenswerten nahen Beziehung zur 
Streitsache mehr als irgend ein beliebiger Dritter betroffen ist (BGE 104 lb 
249). Die verlangte «unmittelbare Beziehung» zur Streitsache kann sich 
aus der Topographie, der Sichtverbindung, der Lage der Bauparzelle und 
der Stellung des Bauvorhabens oder aus anderen Gründen ergeben. 
Schutzwürdige Interessen können rechtliche oder tatsächliche Interessen 
irgendwelcher Art sein (BGE 104 lb 249). Der Rekurrent hat ein schutz­
würdiges Interesse, wenn der Ausgang des Verfahrens, in das er sich ein- 
mischen will, seine Interessensphäre beeinflussen kann, er also einen prak­
tischen Nutzen hat oder je nachdem einen Nachteil abwenden kann, den 
der angefochtene Verwaltungsakt für ihn zur Folge hätte (BGE 104 lb 258). 
Die Parzellen der Rekurrenten (Nr. 3840 und Nr. 2046) liegen direkt an­
schliessend an die Bauparzelle und stehen somit in einer unmittelbaren, 
nahen Beziehung zum Baugrundstück. Dass die Interessenlage der Rekur­
renten durch den Ausgang des Rekurses beeinflusst wird, kann nicht 
von der Hand gewiesen werden. Danach haben sie ein schutzwürdiges 
Interesse zur Anfechtung der erteilten Baubewilligung und sind zur 
Anfechtung des Vorhabens legitimiert.

RRB 7.4.1987

1124

Einspracheverfahren. Rekurslegitimation (Art. 91 EG zum RPG; 
bGS 721.1).

Gemäss Art.91 Abs.1 EG zum RPG (bGS 721.1) ist zum Rekurs legitimiert, 
wer durch den angefochtenen Gegenstand berührt ist und ein schutzwür­
diges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Gemäss Recht­
sprechung des Bundesgerichtes ist der Rekurrent berührt, wenn er durch 
die angefochtene Verfügung infolge einer besonderen, beachtenswerten, 
nahen Beziehung zur Streitsache mehr als irgend ein beliebiger Dritter 
betroffen ist (vgl. BGE 104 lb 248). Die verlangte «unmittelbar nahe Bezie­
hung» zur Streitsache kann sich aus derTopographie, der Sichtverbindung, 
der Lage der Bauparzelle und der Stellung des Bauvorhabens oder aus

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