# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10ebe5b6-a221-5180-9ad0-699fde0f0db4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 07.04.2010 BRKE III Nr. 0047/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-III-Nr--0047-20_2010-04-07.pdf

## Full Text

F BAUREKURSKOMMISSION III DES KANTONS ZÜRICH
G.-Nr. R3.2009.00023
BRKE III Nr. 0047/2010

Entscheid vom 7. April 2010

Mitwirkende Vizepräsident Felix Müller, Kommissionsmitglieder Eugen Staub und Wal-
ter Linsi  sowie juristischer Sekretär Roland Blaser

in Sachen Rekurrentin
S. AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt ….

gegen Rekursgegner
Gemeinderat Hinwil, 8340 Hinwil 

betreffend Gemeinderatsbeschluss vom 14. Januar 2009; Verweigerung der Baube-
willigung für Mobilfunk-Antennenanlage, Kat.-Nr. 4376, Dürntnerstrasse 
19, Hinwil
_______________________________________________________

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hat sich ergeben:

A.
Mit Beschluss vom 14. Januar 2009 verweigerte der Gemeinderat Hinwil 
der S. AG die Erstellung einer Mobilfunk-Basisstation auf dem Gebäude 
Dürntnerstrasse 19 in Hinwil (Grundstück Kat.-Nr. 4376). Die Basisstation 
ist als Gemeinschaftsanlage zusammen mit der B. AG geplant. 

B. 
Dagegen rekurrierte die S. AG mit Eingabe vom 16. Februar 2009 binnen 
gesetzlicher Frist an die Baurekurskommission III und beantragte in mate-
riellrechtlicher Hinsicht: 

"1. Der angefochtene Entscheid der Rekursgegnerin sei aufzuheben 
und der Gemeinderat Hinwil sei anzuweisen, das Baugesuch vom 
14. Mai 2008 betreffend Bau einer Mobilfunkantennenanlage auf 
dem Gebäude Kat.-Nr. 4376, an der Dürntnerstrasse 19 in Hinwil zu 
bewilligen;

  2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Re-
kursgegnerin."

C.
Mit Verfügung vom 18. Februar 2009 wurde der Eingang des Rekurses 
vorgemerkt, diesem die aufschiebende Wirkung zuerkannt sowie das Ver-
nehmlassungsverfahren eröffnet. 

D. 
In seiner Rekursantwort vom 15. April 2009 beantragte der Gemeinderat 
Hinwil die Abweisung des Rekurses. 

E.
Am 19. November 2009 führte eine Delegation der Baurekurskommission 
III im Beisein der Parteien einen Augenschein vor Ort durch. 

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F.
Auf die Darlegungen der Parteien wird, soweit für die Entscheidfindung er-
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Es kommt in Betracht:

1. 
Die S. AG ist als Bauherrin und Adressatin der angefochtenen Bauverwei-
gerung mehr als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit in ihren eige-
nen Interessen betroffen und daher aufgrund der nachstehend unter Ziffer 
3.2 zusammengefassten Rügen gemäss § 338a Abs. 1 des Planungs- und 
Baugesetzes (PBG) rechtsmittellegitimiert. Da auch die übrigen Prozess-
voraussetzungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. 

2. 
Die auf dem Gebäude Dürntnerstrasse 19 geplante UMTS-Basisstation soll 
mit einer Gesamtleistung von maximal 11'890 WERP betrieben werden (S. 
AG - Anlageteil 5'690 WERP; B. AG - Anlageteil 6'200 WERP). Zur Basisstati-
on gehören vier Richtfunkantennen sowie das für den Anlagebetrieb erfor-
derliche technische Equipment. Das Baugrundstück liegt in der Zentrums-
zone Z/3.5. 

3.1.
Die Vorinstanz begründet die Bauverweigerung damit, die auf dem Mehr-
familienhaus "Zentrum" projektierte und erheblich grosse Basisstation wür-
de als ortsuntypischer Fremdkörper das Ortszentrum von Hinwil verunstal-
ten. Das Antennenbauvorhaben lasse sich mit den Anforderungen, welche 
§ 238 Abs. 1 PBG an eine sorgfältige Gestaltung stelle, nicht vereinbaren. 
Die Anlage sei von den Hauptverkehrsachsen sowie von der benachbarten 
Kernzone aus gut einsehbar, sogar vom Bachtel aus. Das Streitobjekt liege 
zwar nicht im Bereich von Schutzobjekten, aber doch immerhin im Umfeld 

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eines intakten Dorfzentrums. Im vorliegenden Fall sei das öffentliche Inte-
resse an der Erhaltung des Ortsbilds deutlich höher zu gewichten als das-
jenige an einer möglichst störungsfreien Mobilfunkkommunikation, zumal 
letzterer längst nicht mehr nur der Grundversorgung diene, sondern je län-
ger desto mehr zusätzlichen Kommunikationsbedürfnissen. Bei der Bau-
verweigerung sei zudem berücksichtigt worden, dass es hier nicht nur um 
die optische Eingliederung gehe, sondern ebenso um eine grosse Angst 
der Bevölkerung vor den möglichen negativen gesundheitlichen Folgen 
solcher leistungsstarker Basisstationen. Mit der BZO-Revision wolle die 
Gemeinde Hinwil im Sinne einer vor allem immissionsmässigen Prioritä-
tenordnung denn auch die Standortwahl von Mobilfunkanlagen reglemen-
tieren und steuern, dies in Umsetzung des sogenannten Kaskadenmodells. 
Ziel sei dabei, solche Anlagen möglichst von dicht besiedelten Quartieren 
fernzuhalten und wenn möglich an peripheren Orten zu realisieren. 
Grenzwertmässig sei das Bauvorhaben der S. AG allerdings nicht bean-
standen. Die gesetzlichen Immissions- und Anlagegrenzwerte würden an 
allen massgebenden Orten eingehalten.

3.2. 
Die S. AG hält dagegen kurz zusammengefasst im Wesentlichen fest, ihre 
durchschnittlich grosse Mobilfunkanlage ordne sich völlig problemlos in die 
ortsbaulich nicht besonders empfindliche Umgebung ein, die von einer 
ausgesprochen heterogenen Bauweise geprägt sei. Dem Gemeinderat 
Hinwil gehe es denn auch nur vordergründig um die Belange der Einord-
nung und des Ortsbildschutzes. Eigentlicher Grund für die Bauverweige-
rung sei die Opposition von offenbar sehr aktiven Quartierbewohnern ge-
gen die vorgesehene Anlage, welchen Personen der Gemeinderat nach-
gegeben habe. Weil die Basisstation unbestrittenermassen grenzwertkon-
form sei, habe die Einordnung als Verweigerungsgrund herhalten müssen. 
Ins gleiche Kapitel gingen die neuen Antennenbestimmungen in der revi-
dierten kommunalen Bau- und Zonenordnung. Diese seien jedoch rechts-
widrig, vor allem nicht kompatibel mit dem übergeordneten Bundesrecht. 
Die neuen kommunalen Bestimmungen seien folglich für die Beurteilung 
ihres Bauvorhabens irrelevant.

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4.1. 
Strittig ist vorab, inwieweit die von der Gemeindeversammlung am 15. 
März 2010 beschlossene Teilrevision der kommunalen Bau- und Zonen-
ordnung, welche neben weiteren Änderungen eine detaillierte kommunale 
Regelung über die Zulässigkeit von Mobilfunk-Basisstationen beinhaltet 
(u.a. Pflicht zur Gemeinschaftsanlagen, zonenbezogene Prioritätenord-
nung bzw. Kaskadenregelung), die Bewilligungsfähigkeit des Streitobjekts 
beeinflusst. Zum Zeitpunkt des Bauverweigerungsbeschlusses war die 
Teilrevision noch kein rechtsrelevantes Thema.

4.2. 
Bauten und Anlagen dürfen nur auf Grundstücken erstellt werden, die bau-
reif sind oder deren Baureife auf die Fertigstellung oder, wo die Verhältnis-
se es erfordern, bereits auf den Baubeginn hin gesichert ist (§ 233 Abs. 1 
PBG). Gemäss § 234 PBG gilt ein Grundstück als baureif, wenn es er-
schlossen ist und wenn durch die bauliche Massnahme keine noch fehlen-
de oder durch die Gemeindeexekutive beantragte planungsrechtliche Fest-
legung nachteilig beeinflusst wird. Diese Bestimmung bezweckt somit den 
Schutz fehlender oder in Änderung stehender planungsrechtlicher Festle-
gungen. Das Erfordernis der planungsrechtlichen Baureife löst eine befris-
tete Bausperre aus, wenn eine noch ausstehende Planung oder eine Plan-
änderung durch ein Bauvorhaben negativ präjudiziert würde. Künftige 
Planfestsetzungen entfalten auf diese Weise eine negative Vorwirkung. 
Dabei sind für die Annahme einer nachteiligen Beeinflussung künftigen 
Rechts nicht in erster Linie die Auswirkungen des betreffenden Vorhabens 
an sich massgebend; vielmehr kommt es auf dessen präjudizielle Bedeu-
tung an. Zu fragen ist demnach nach den Folgen einer Vielzahl gleicharti-
ger Projekte (RB 1995 Nr. 78).

§ 234 PBG dient nicht allgemein der Voranwendung künftigen Rechts, 
sondern ausschliesslich der Plansicherung (BGE 116 Ia 449 ff., E. 4a; RB 
1984 Nr. 96). Geschützt werden sollen mit anderen Worten planungsrecht-
liche Festlegungen, d.h. alle jene Normen, die einen planerischen Gehalt 
aufweisen. Dazu gehören etwa die Bestimmungen über die Nutzweise, die 
Ausnützung, die erlaubte Überbauungsart oder die Geschosszahl, nicht 
aber alleinige Messvorschriften oder etwa Bestimmungen, die überwiegend 
feuerpolizeilichen Zwecken dienen (VB.95.00066 und 00067 vom 3. No-
vember 1995, E. 3b). Um negativ präjudiziert werden zu können, muss eine 
Planungsabsicht überdies einen bestimmten Konkretisierungsgrad erreicht 

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haben. Als von der Gemeindeexekutive beantragt im Sinne von § 234 PBG 
und damit ausreichend konkretisiert gilt eine planerische Festlegung in der 
Regel dann, wenn sie zuhanden der öffentlichen Auflage gemäss § 7 PBG 
verabschiedet worden ist. (BRKE IV Nr. 166/1993 in BEZ 1994 Nr. 3, E. 
2e/f). Sodann muss die vom Gemeinderat verabschiedete oder bereits vom 
Souverän angenommene Vorlage eine ernsthafte Realisierungschance ha-
ben. Dazu gehört, dass die vorgesehene planerische Festlegung im Sinne 
von § 2 lit.  a PBG überhaupt genehmigungsfähig ist. Andernfalls kann sie 
einem Bauvorhaben nicht entgegengehalten werden (RB 1999 Nr. 113 E. 
3a; RB 1993 Nr. 40). 

4.3. 
Die von der kommunalen Planungsbehörde ins Auge gefassten Änderun-
gen wurden dem kantonalen Amt für Raumplanung und Vermessung (ARV) 
am 8. Juli 2009 zur Vorprüfung eingereicht. Die öffentliche Auflage im Sin-
ne von § 7 Abs. 2 PBG dauerte vom 17. Juli bis zum 15. September 2009. 
In seinem Vorprüfungsbericht vom 11. November 2009 kam das ARV zum 
Schluss, die in der Revisionsvorlage vorgesehene Standortevaluation im 
Baubewilligungsverfahren für Mobilfunkanlagen sei gesetzwidrig, weil es 
gegen übergeordnetes Recht verstosse und es hielt weiter fest: "Nach dem 
Fernmeldegesetz sollen der Bevölkerung und der Wirtschaft überall vielfäl-
tige, preiswerte und qualitativ hochstehende Fernmeldedienste angeboten 
werden. So sind innerhalb von Bauzonen Mobilfunkanlagen im Prinzip zo-
nenkonform; ausserhalb davon erfordern sie eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 Raumplanungsgesetz (RPG), welche zur Versorgung von Ge-
bieten, welche vorwiegend innerhalb der Bauzonen liegen, regelmässig 
nicht erteilt werden kann. Innerhalb von Bauzonen ist die Bevölkerung 
durch die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
abschliessend vor nichtionisierender Strahlung geschützt. Radioplaneri-
sche Einschränkungen in Form der vorgesehenen Prioritätenfolge sind da-
her nicht erlaubt" (act. 12, S. 4). Im Weiteren verweist das ARV auf die 
einschlägige Rechtsprechung, insbesondere auf die Entscheide der Bau-
rekurskommissionen I und IV in BEZ 2009 Nrn. 20 und 45.

In den genannten Urteilen haben die Baurekurskommissionen einerseits 
entschieden, dass die kommunalen Baubehörden mangels gesetzlicher 
Grundlage nicht befugt sind, die Mobilfunkgesellschaften zu Gemein-
schaftsanlagen zu verpflichten. Die Zuständigkeit, solche Anlagen zu ver-
langen, liegt gemäss Art. 36 Abs. 2 des Fernmeldegesetzes (FMG) einzig 

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bei der Konzessionsbehörde des Bundes (u.a. BEZ Nr. 20). Andererseits
hielt die Rekursbehörde fest, dass die Gemeinden in ihren Bauordnungen 
für Mobilfunk-Basisstationen über das massgebende Bundesumweltschutz-
recht hinaus (USG, NISV) gestützt auf § 78 PBG einzig dann legiferieren 
dürfen, wenn die vorgesehenen Antennenbestimmungen ausschliesslich 
auf raum- oder ortsplanerischen Überlegungen basieren. Soweit es um die 
Auswirkungen der von solchen Anlagen emittierten elektromagnetischen 
Hochfrequenzstrahlung auf die Umgebung geht (also den so genannten 
Elektrosmog), ist die bundesrechtliche Grenzwertregelung abschliessend 
und darf von den Kantonen oder Gemeinden weder verschärft, abge-
schwächt noch ergänzt werden.

Aber auch aus raum- und ortsplanerischen Überlegungen vorgesehene 
kommunale Antennenbestimmungen sind nur unter verschiedenen Vorbe-
halten zulässig. Generell müssen solche Vorschriften raum- und ortsplane-
risch zweckmässig sein. Im Rahmen einer Interessenabwägung ist neben 
anderem auch zu prüfen, ob die einschränkenden kommunalen Standort-
vorschriften in funktechnischer und betrieblicher Hinsicht überhaupt prakti-
kabel sind. Zudem dürfen neben dem Bundesumweltschutzrecht auch die 
Vorschriften und Zielsetzungen der eidgenössischen Fernmeldegesetzge-
bung nicht tangiert werden, und die Erfüllung der ebenfalls im öffentlichen 
Interesse stehenden Vorgaben in den Mobilfunkkonzessionen muss ge-
währleistet sein. Folglich müssen kommunale Antennenbestimmungen dem 
gesetzlich vorgeschrieben Interesse an einer qualitativ guten Mobilfunk-
versorgung und an einem funktionierenden Wettbewerb zwischen den Mo-
bilfunkgesellschaften Rechnung tragen (u.a. BRKE I Nr. 0027/2009 in BEZ 
2009 Nr. 45 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). 

4.4. 
Art. 2.11 der revidierten Bau- und Zonenordnung (revBZO) der Gemeinde 
Hinwil regelt detailliert die Standortwahl bzw. die Zulässigkeit von "Mobil-
funkanlagen" – ob die kommunale Planungsbehörde unter diesem weiten, 
unklaren Begriff nur die eigentlichen Mobilfunk-Basisstationen (mit 
GSM/UMTS-Antennen) oder aber auch Richtfunkanlagen oder die mittler-
weile sehr häufig verwendeten Mikrozellen versteht, ist unklar – im Sinne 
einer Standortsteuerung durch die Gemeinde (Art. 2.11.1 revBZO. Dabei 
werden die Mobilfunkgesellschaften zunächst verpflichtet, "bestehende 
Standorte anderer Anbieter zu nutzen, sofern der Mitbenützung keine tech-
nischen beziehungsweise rechtlichen Gründe entgegenstehen und die 

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Vermieterschaft einer Mitbenützung zustimmt" (Art. 2.11.2 revBZO). Wie 
bereits erwähnt, können die Gemeinden mangels Zuständigkeit Mobilfunk-
gesellschaften weder einzelfallweise noch im Rahmen einer kommunalen 
Bestimmung zu Gemeinschaftsanlagen verpflichten. Soweit in Art. 2.11.3 
revBZO festgehalten wird, dass Mobilfunkanlagen vorab der Quartierver-
sorgung zu dienen haben und in der Industrie- und Gewerbezone sowie in 
der Zone für öffentliche Bauten auch Anlagen für die kommunale Versor-
gung erstellt werden können, ist dies grundsätzlich nicht zu beanstanden. 
Immerhin muss hierzu in grundsätzlicher Hinsicht festgehalten werden, 
dass Mobilfunkstrahlen nicht an der jeweiligen Quartier- oder Zonengrenze 
Halt machen, sondern bis zu einer gewissen Distanz auch noch Nachbar-
zonen mobilfunkmässig mitversorgt werden, ohne dass hieraus auf eine 
quartierübergreifende (und damit gegebenenfalls nicht mehr zonenkonfor-
me) Versorgung geschlossen werden könnte (vgl. im Detail BRKE I Nrn. 
0281 und 0282/2009 vom 21. Oktober 2009, E. 12). 

Schwerpunkt der Revision ist indes die Einführung des so genannten Kas-
kadenmodells, bei welchem die Zulässigkeit der Mobilfunkstandorte im 
Sinne einer Zonenpriorität geregelt werden soll, wobei Mobilfunkanlagen in 
reinen Wohnzonen nur im Sinne einer Ausnahme zulässig sind. Im Detail 
ist Folgendes vorgesehen:

"Art. 2.11.4 revBZO
Mobilfunkanlagen sind nur in folgenden Zonen und gemäss folgenden Priori-
täten zulässig:
1. Priorität: Industrie- und Gewerbezonen
2. Priorität: Zone für öffentliche Bauten in denen stark und mässig störende 

Betriebe zulässig sind
3. Priorität: Zentrumszone und Wohnzonen mit Gewerbeerleichterung
4. Priorität: Kernzonen
Erbringt der Betreiber den Nachweis, dass aufgrund von funktechnischen 
Bedingungen ein Standort ausserhalb der zulässigen Zonen erforderlich ist, 
ist eine Mobilfunkanlage auch in den übrigen Wohnzonen zulässig.

Art. 2.11.5 revBZO
Die Betreiber erbringen den Nachweis, dass in den Zonen mit jeweils höhe-
rer Priorität keine Standorte zur Verfügung stehen. Deckt ein Standort Ver-
sorgungsgebiete der Landwirtschaftszone ab, hat der Betreiber auf Verlan-
gen der Bewilligungsbehörde zusätzlich den Nachweis zu erbringen, dass 
kein Standort in der Landwirtschaftszone zur Verfügung steht.

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Art. 2.11.6 revBZO
Die Bewilligungsbehörde kann von den Mobilfunkbetreibern verlangen, dass 
innerhalb der Zonen mit gleicher Priorität Alternativstandorte geprüft wer-
den."

Im vorliegenden Fall müsste die S. AG also zunächst den Nachweis erbrin-
gen, dass für die strittige Mobilfunk-Basisstation weder in den Industrie-
und Gewerbezonen noch in den Zonen für öffentliche Bauten in Hinwil 
Standorte zur Verfügung stehen. Ob sich dieser Nachweis nur auf die 
funkplanerischen Belange oder auch auf das Fehlen von vermietungswilli-
gen Grundeigentümern bezieht, bleibt jedenfalls nach dem Wortlaut der 
Vorschrift offen; letzteren Nachweis zu erbringen, wäre indes jedenfalls in 
grösseren Zonen wohl als unzumutbar zu bezeichnen. Bezogen auf die 
funktechnischen Belange ist zudem nicht geregelt, welche qualitativen An-
sprüche bei der Prioritätenwahl an einen Standort gestellt werden dürfen 
oder müssen. Könnte die S. AG nun den Nachweis erbringen, dass ein 
Standort – aus welchen Gründen auch immer – nur in der Zentrumszone 
realisiert werden kann, dürfte der Gemeinderat darüber hinaus auch noch 
verlangen, dass in dieser Zone Alternativstandorte geprüft werden. Unter 
welchen Voraussetzungen dann ein solcher Alternativstandort Priorität hät-
te und damit der ursprünglich anvisierte Standort nicht bewilligungsfähig 
wäre, bleibt völlig unklar. Ebenso unklar ist im Übrigen auch, ob die so ge-
nannten Mikrozellen (Basisstationen mit einer Leistung von weniger als 6 
WERP) ebenfalls unter das Kaskadenmodell fallen, indem diese zwar ge-
mäss § 1 lit. i BVV zwar von der Baubewilligungspflicht, laut § 2 Abs. 2 
BVV aber nicht von der Einhaltung der materiellrechtlichen Vorschriften be-
freit sind. 

Dies alles zeigt, dass die von der Gemeindeversammlung beschlossene 
Prioritätenregelung unklar und kaum praktikabel ist und zudem der Bau-
herrschaft Aufwand verursacht, der in keinem vernünftigen Verhältnis zu 
einem – wie auch immer zu umschreibenden – Ergebnis steht. Zudem wer-
den die Erfüllung der Zielsetzungen des Fernmeldegesetzes sowie der 
konzessionsrechtlichen Vorgaben zumindest erheblich erschwert. 

4.5. 
Allerdings stellt sich ganz generell die Frage, ob die Gemeinde Hinwil mit 
der Einführung des Kaskadenmodells tatsächlich in einem für sie zulässi-
gen Bereich legiferiert hat. Den online zugänglichen Planungsunterlagen 
ist u.a. zu entnehmen (http://www.hinwil.ch/de/politik/sitzung/welcome.php?

www.hinwil.ch/de/
http://www.hinwil.ch/de/

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action=showevent&event_id=248395), dass die Neuregelung dazu dienen 
soll, Mobilfunkanlagen in erster Priorität in Industrie- und Gewerbezone 
und erst in letzter Priorität in Zonen mit einem erhöhten gestalterischen 
Schutzbedürfnis zuzulassen (Bericht zu den nicht berücksichtigten Ein-
wendungen, S. 4). Auch im Übrigen argumentiert die Planungsbehörde, 
dass die Gemeinde bei Mobilfunkanlagen nur ästhetische Normen festle-
gen dürfe (Erläuternder Bericht, S. 12, Ziff. 3.6). Dass es hier aber um eine 
unzulässige Verschärfung des Bundesumweltschutzrechts geht, zeigt u.a. 
folgendes: Schon seit einiger Zeit werden viele Mobilfunk-Basisstationen 
einerseits indoor erstellt (z.B. in Estrichen), womit sie von Aussen visuell 
nicht wahrnehmbar sind und im Lichte des Ortsbildschutzes irrelevant sind. 
Andererseits werden zahlreiche Anlagen baulich kaschiert, so dass sie 
nicht als Kommunikationsanlage, sondern als Kamin, Lüftungsrohr, Stütz-
pfosten, Mauerteil etc. wahrgenommen werden und die gebotene einord-
nungsmässige Beurteilung damit eben ein Kamin, Lüftungsrohr, Stützpfos-
ten etc. und nicht eine Mobilfunkanlage betrifft. Mittlerweile sind mehr als 
die Hälfte der neu geplanten Mobilfunk-Basisstationen nicht mehr als sol-
che erkennbar, weil sie entweder im Gebäudeinnern erstellt oder kaschiert 
werden. Nach dem Wortlaut der Antennenvorschriften in Art. 2.11 revBZO 
fallen aber sämtliche Mobilfunkanlagen, seien diese nun ortsplanerisch 
bzw. gestalterisch relevant oder nicht, unter die fragliche Prioritätenord-
nung. Wäre es der kommunalen Planungsbehörde auch nur vorwiegend 
um die Belange des Ortsbildes gegangen, hätte sie die Prioritätenordnung 
auf die als Kommunikationseinrichtungen visuell wahrnehmbaren und da-
her ortsbildschutzmässig relevanten Anlagen beschränken müssen. Offen-
bar geht es der Gemeinde aber in erster Linie darum, Mobilfunk-
Basisstationen aus Gründen des Immissionsschutzes möglichst weit von 
schwerpunktmässig dem Wohnen dienenden Gebieten fernzuhalten, was 
sich etwa in der Feststellung zeigt, dass man die "Ängste der Bevölkerung 
Ernst nehmen" will (Prot. S. 3). Bei der Kaskadenreglung in der revidierten 
Bau- und Zonenordnung hätte man sich somit zumindest auf die sichtbaren 
Anlagen beschränken müssen – was allerdings an den vorstehend unter 
Ziffer 4.2 dargelegten Vorbehalten in keiner Weise etwas ändern würde.

4.6. 
Insgesamt ist daher davon auszugehen, dass den in Frage stehenden Mo-
bilfunkbestimmungen in der revidierten Bau- und Zonenordnung der Ge-

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meinde Hinwil die Genehmigung durch die Baudirektion versagt bleiben 
wird, womit sie vorliegend im Sinne von 234 PBG unbeachtlich sind.

5.1. 
Gemäss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung für sich 
und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Um-
gebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass ei-
ne befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch 
für Materialien und Farben. Die genannte Bestimmung enthält eine Grund-
anforderung an Bauten, Anlagen und Umschwung. Verlangt wird sowohl 
eine gewisse Qualität der Gestaltung in sich als auch der Einordnung in 
die bauliche und landschaftliche Umgebung. Die Frage, ob eine befriedi-
gende Gesamtwirkung erreicht wird, ist gestützt auf objektive, nachvoll-
ziehbare Kriterien zu beantworten. Subjektives Empfinden rechtfertigt kei-
nen Eingriff in das Eigentum. Nach § 238 Abs. 2 PBG ist auf Objekte des 
Natur- und Heimatschutzes besondere Rücksicht zu nehmen. In der Nach-
barschaft von Schutzobjekten ist demnach mehr als eine nur befriedigende 
Gesamtwirkung zu verlangen. Im Kontext mit Mobilfunk-Basisstationen, 
welche als standardisierte technische Anlagen im konkreten Einzelfall (mit 
Ausnahme der Farbgebung oder einer Einwandung) in der Regel nur ein-
geschränkt individuell gestaltet werden können, stellt sich vor allem die 
Frage, ob eine genügende Einordnung in die bauliche und landschaftliche 
Umgebung zu bejahen ist.

Bei der Anwendung der Ästhetikgeneralklausel kommt den Gemeinden ein 
erheblicher Ermessensspielraum zu, so dass sich die Baurekurskommissi-
onen bei der Entscheidüberprüfung entgegen ihrer grundsätzlich vollen 
Kognition (§ 20 Abs. 1 VRG) Zurückhaltung auferlegen. Die Baurekurs-
kommissionen ersetzen somit eine noch vertretbare Wertung der Gemein-
de nicht durch eine eigene andere Wertung. Hingegen greifen sie dann 
ein, wenn die Unhaltbarkeit des vorinstanzlichen Entscheides offensichtlich 
ist (vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwal-
tungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 20 
Rz. 17 ff.).

5.2. 
In der beurteilungsrelevanten Umgebung des in der Zentrumszone situier-
ten Baugrundstücks Kat.-Nr. 4376 sind, wie auch der Augenschein vom 19. 

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November 2009 gezeigt hat, Bauten in sehr unterschiedlicher architektoni-
scher Ausprägung mit sehr unterschiedlichen Kubaturen aus verschiede-
nen Epochen zu finden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Dürnt-
nerstrasse (d.h. westlich des Standortgebäudes) stehen Satteldachbauten 
älteren (Gebäude Dürntnerstrasse 10) bzw. neueren Datums (Gemeinde-
haus Dürntnerstrasse 8. Nördlich und östlich des Baugrundstücks sind ne-
ben dem relativ grossflächigen Gemeindeplatz, der vor allem als Autopar-
kierfläche genutzt wird, klein- bis mittelkubige Satteldachgebäude von bes-
tenfalls durchschnittlicher gestalterischer Qualität sowie ein Scheunenge-
bäude zu finden. Südlich des Standortgebäudes ennet der Bachtelstrasse 
liegt – neben einigen ortbaulich kaum relevanten Häusern – das architek-
tonisch recht originelle Eckgebäude Bachtelstrasse 1, welches allerdings 
durch den wenig gelungenen Einbau eines Ladengeschäftes im Erdge-
schoss vor einiger Zeit verunstaltet wurde. Das Gebäude steht nach Aus-
kunft der Vorinstanz weder unter Schutz noch ist es inventarisiert. Das am 
nächsten bei der geplanten Antennenanlage situierte Kernzonengebäude 
befindet sich in einer Distanz von über 90 m und wird durch das streitbe-
troffene Bauvorhaben optisch nicht betroffen. Das ein Flachdach aufwei-
sende Standortgebäude selbst ist eine vergleichsweise sehr grosskubige 
Baute mit einem gewerblich genutzten Erdgeschoss sowie vier weiteren 
Vollgeschossen. Der südliche Gebäudeteil ist lediglich zweigeschossig. 
Das Hauptgebäude, das auf dem Flachdach bereits zahlreiche technische 
Einrichtungen aufweist, hat eine Höhe von 15,1 m. 

Der visuell wahrnehmbare Teil der streitbetroffenen Basisstation, wie be-
reits erwähnt eine Gemeinschaftsanlage der S. AG und B. AG, besteht ei-
nerseits aus zwei 5,50 m hohen Stahlmasten, welche je südlich (Mast [Po-
le] 1) und nördlich (Mast [Pole] 1) der 1,60 m hohen Liftaufbaute erstellt 
werden solchen. An beiden Masten sollen insgesamt sieben UMTS-
Antennen sowie vier Richtfunkantennen (MW1 - MW4) montiert werden. 
Andererseits sollen neben der Liftaufbaute die für den Anlagebetrieb not-
wendigen Steuerungsanlagen und anderen technischen Einrichtungen rea-
lisiert werden. Sie werden in so genannte Technikkästen eingebaut, wel-
che die bestehende Liftaufbaute um 0,90 m überragen. Höhenmässig han-
delt es sich um eine vergleichsweise durchschnittlich dimensionierte Mobil-
funk-Basisstation. Die beiden Masten sollen 5 m von der westlichen Ge-
bäudefassade entfernt, also nicht ganz in der Mitte des 14 m breiten 
Flachdaches, erstellt werden. 

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5.3. 
Im Lichte der geschilderten ortsbaulichen Situation und der Tatsache, dass 
es sich hier um eine nur durchschnittlich dimensionierte Kommunikations-
anlage handelt, ist die vorinstanzliche negative Einordnungsbeurteilung, 
welche zur Bauverweigerung geführt hat, in keiner Weise objektiv nach-
vollziehbar. So geht die Argumentation, die ziemlich grosse Anlage sei 
dominant und wirke von den Hauptverkehrsachsen, der benachbarten 
Kernzone sowie – wie von den Vertretern der Vorinstanz anlässlich des 
Augenscheins geäussert – sogar vom Bachtel aus als ortsuntypischer 
Fremdkörper, fehl. Tatsache ist vielmehr, dass die Basisstation "einord-
nungsschonend" beinahe in der Mitte des Flachdachs des Standortgebäu-
des geplant ist und die zusätzlichen technischen Einrichtungen an die be-
stehende Liftaufbaute angebaut werden, weshalb sie nicht als störende 
neue, solitäre technische Elemente wahrgenommen werden. Zudem steht 
die Masthöhe in einem ausgewogenen Verhältnis zur Gebäudehöhe, wes-
halb die Basisstation nicht unproportional wirkt. Auch wenn das Streitobjekt 
nicht unsichtbar ist, ordnet es sich doch gesetzeskonform in die ausge-
sprochen heterogene bauliche Umgebung ein. Auf die Kernzone (das 
nächstgelegene Kernzonengebäude ist mehr als 90 m entfernt) wirkt sich 
die Basisstation, wie der Augenschein gezeigt hat, optisch nicht aus. Es ist 
schlechterdings nicht nachvollziehbar, weshalb diese die dortigen Bauten 
oder das Erscheinungsbild der Zone als Ganzes schmälern sollte. Vom 
Bachtel aus, vom Standortgebäude immerhin 3,3 km entfernt, dürfte das 
Streitobjekt – wie vom rekurrentischer Rechtsvertreter zutreffend bemerkt –
allenfalls mit einem guten Feldstecher sichtbar sein. Insgesamt ordnet sich 
die gemeinschaftliche Kommunikationsanlage im Sinne von § 238 PBG ge-
setzeskonform ins bauliche und landschaftliche Umfeld ein. Dabei würde 
sie nicht nur den Anforderungen von Abs. 1 der Bestimmung, sondern so-
gar denjenigen (hier aber nicht massgebenden) von Abs. 2 genügen. Ins-
gesamt sind die Einwände des Gemeinderates, welche zur angefochtenen 
Bauverweigerung geführt haben, auch unter Berücksichtigung des qualifi-
zierten kommunalen Ermessensspielraums in solchen Fragen in keiner 
Weise geeignet, die strittige Mobilfunk-Basisstation objektiv als einord-
nungsmässig ungenügend zu qualifizieren, weshalb sich der angefochtene 
Beschluss insoweit als unhaltbar erweist. Damit erweist sich der Rekurs als 
begründet. 

6.1. 

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Der Schutz der Umwelt vor elektromagnetischer Strahlung wird im Bun-
desgesetz über den Umweltschutz (USG) sowie in der bundesrätlichen 
Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. De-
zember 1999 (NISV) geregelt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) konkre-
tisierte die NISV mit Vollzugsempfehlungen (Mobilfunk- und WLL-Basis-
stationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, BUWAL/ BAFU, Bern 2003 [VE-
NISV]). Die Verordnung regelt hauptsächlich die Begrenzung von nieder-
und hochfrequenten Strahlenemissionen, welche durch den Betrieb orts-
fester Anlagen, wozu auch Mobilfunk-Basisstationen gehören, erzeugt 
werden (Art. 2 Abs. 1 lit. a NISV). Es wurden gemäss den gesetzlichen 
Vorgaben von Art. 13 USG Immissionsgrenzwerte und in Umsetzung des 
Vorsorgeprinzips Anlagegrenzwerte festgelegt. 

6.2.
Die Immissionsgrenzwerte (IGW) gelten an allen Orten, wo sich Menschen 
normalerweise aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV) und stützen sich 
konzeptionell auf die Empfehlungen bzw. Richtlinien der Weltgesundheits-
organisation WHO und der internationalen Strahlenschutzvereinigung 
ICNIRP ab. Die Anlagegrenzwerte (AGW) der NISV, welche von Mobil-
funkanlagen mit  einer Gesamtstrahlungsleistung von über 6 WERP zwin-
gend eingehalten werden müssen (Ziffern 61 und 64 Anhang 1 NISV), ge-
hen markant über den Schutzumfang der Immissionsgrenzwerte hinaus 
und verlangen in Konkretisierung der Bestimmung von Art. 4 Abs. 1 NISV 
an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN), die in Art. 3 Abs. 3 NISV auf-
geführt werden, im Vergleich zu den Immissionsgrenzwerten durchschnitt-
lich um den Faktor 10 tiefere elektrische Feldstärken.  

6.3.
Die Ermittlung der Immissions- und Anlagegrenzwerte erfolgt mit Hilfe des 
vom BAFU entwickelten Berechnungsmodells für hochfrequente nichtioni-
sierende Strahlen (NIS-Berechnungsmodell), den so genannten Standort-
datenblättern. Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 1 und 2 NISV verlangt solche Immis-
sionsprognosen einerseits beim strahlenmässig exponiertesten OKA (Ort 
für den kurzfristigen Aufenthalt von Menschen; Immissionsgrenzwert/IGW) 
und andererseits für jene drei Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN), an 
denen die elektromagnetische Strahlung am grössten ist (Anlagegrenz-
wert/AGW). Bei komplexen Sendeanlagen mit zahlreichen Antennen oder 
sonst wie speziellen Verhältnissen kann der Einbezug zusätzlicher OMEN 

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sinnvoll oder gar notwendig sein. Die Grenzwertberechnungen werden von 
den Mobilfunkgesellschaften durchgeführt und müssen zwingend Teil des 
Baugesuchs sein. Es ist Aufgabe der kommunalen Baubehörden, das je-
weilige Standortdatenblatt zusammen mit den übrigen Baugesuchsunterla-
gen auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen oder von einer 
externen Fachstelle überprüfen zu lassen.  

6.4.
Die berechnungsmässig vom Gemeinderat Hinwil nicht in Frage gestellte 
Immissionsprognose hat an allen massgebenden Orten eingehaltene Im-
missions- und Anlagegrenzwerte ergeben, was vom kantonalen Amt für Ab-
fall Wasser, Energie und Luft, Abteilung Lufthygiene im Detail überprüft 
und als korrekt befunden wurde. Der entsprechende Prüfungsbericht da-
tiert vom 5. November 2008 (act. 9.2). Die Baurekurskommission III hat die 
wesentlichsten Berechnungsparameter ebenfalls überprüft und ist zum 
gleichen Schluss wie die kantonale Fachstelle gekommen. Für die Prüfung 
der Bewilligungsfähigkeit irrelevant ist schliesslich die von der Vorinstanz-
aufgeworfene Frage, ob sich aufgrund der bestehenden Mobilfunkabde-
ckung eine weitere Basisstation der S. AG rechtfertige. Gemäss Recht-
sprechung müssen die Mobilfunkgesellschaften keinen betrieblichen oder 
technischen Bedarfsnachweis für neu zu erstellende Kommunikationsanla-
gen innerhalb der Bauzonen erbringen (statt vieler: BRKE 0253/2009 vom 
25. September 2009, E. 10.2).

7. 
Zusammenfassend ist der Rekurs in Aufhebung der angefochtenen Bau-
verweigerung gutzuheissen. Der Gemeinderat Hinwil ist einzuladen, die 
nachgesuchte Baubewilligung unter den erforderlichen Nebenbestimmun-
gen zu erteilen (Abnahmemessungen an verschiedenen OMEN gemäss 
Prüfbericht AWEL vom 5. November 2008; allenfalls farbliche Anpassung 
der Basisstation oder einzelner Teile davon an die Farbgebung des Stand-
ortgebäudes etc.). 

8. 
Bei diesem Verfahrensergebnis sind die Kosten dem Gemeinderat Hinwil 
aufzuerlegen (§ 13 VRG). Nach § 35 der Verordnung über die Organisati-

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on und den Geschäftsgang der Baurekurskommissionen (BRV) beträgt die 
Spruchgebühr je nach Zeitaufwand sowie finanzieller und rechtlicher Trag-
weite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.-- bis Fr. 12'000.--
(Abs. 1). In besonders aufwendigen Verfahren kann die Gebühr unter An-
gabe der Gründe bis auf das Doppelte dieses Ansatzes erhöht werden 
(Abs. 2). Aufgrund dieser Kriterien ist hier die Spruchgebühr auf Fr. 4'000.-
- festzusetzen. 

9. 
Die Komplexität der Streitsache rechtfertigt antragsgemäss die Zuspre-
chung einer angemessenen Umtriebsentschädigung an die obsiegende S. 
AG zulasten des Gemeinderates Hinwil (§ 17 Abs. 2 und 3 VRG). 

10. 
In Anwendung von § 316 Abs. 2 PBG ist der Rekursentscheid auch Sonja 
Bruhin zu eröffnen, welche seinerzeit die Zustellung des vorliegend stritti-
gen baurechtlichen Entscheids verlangt hat.

Die Baurekurskommission III erkennt:

I.
Der Rekurs wird gutgeheissen. 
Demgemäss wird der angefochtene Beschluss vom 14. Januar 2009 auf-
gehoben. Der Gemeinderat Hinwil wird eingeladen, die nachgesuchte Bau-
bewilligung unter den erforderlichen Nebenbestimmungen zu erteilen.

II.
[Verfahrenskosten]

III.
[Parteientschädigungen]

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IV.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an ge-
rechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Militärstrasse 36, 
Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift ist in genügender Anzahl für das Verwaltungsgericht, die 
Vorinstanz und jede Gegenpartei einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene 
Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu be-
zeichnen und soweit möglich beizulegen.

V.
Mitteilung an:
…………………………..

Namens der 
Baurekurskommission III
Der Vizepräsident:

Der juristische Sekretär: