# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb158938-92ce-5ad8-a6d9-4e2f35ba984c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.03.2021 II 2021 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-7_2021-03-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 7

Entscheid vom 18. März 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung infolge ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) stellte am 7. August 2019 Antrag auf Arbeitslosen-
entschädigung per 1. September 2019. Seinen letzten Arbeitstag als Produkti-
onsmitarbeiter bei der B.________ hatte er am 2. März 2018; die Anstellung 
wurde per 30. November 2018 gekündigt, verlängerte sich indes infolge Unfall 
und Krankheit bis 31. August 2019 (Vi-act. 1). Per 2. August 2019 wurde 
A.________ zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle angemeldet. Nachdem 
er zwischenzeitlich wegen geltend gemachter anhaltender Arbeitsunfähigkeit von 
der Arbeitsvermittlung abgemeldet wurde, wurde am 14. April 2020 die Re-
Anmel-dung per 5. März 2020 sowie am 6. Mai 2020 die erneute Anmeldung 
schon ab 2. August 2019 bestätigt (Vi-act. 2; vgl. auch Sachverhaltsdarstellung in 
VGE II 2020 113 vom 22.2.2021).

B. Am 8. September 2020 informierte das Amt für Arbeit A.________, gemäss 
Mitteilung des RAV C.________ habe er vom 1. März 2020 bis 31. August 2020 
zu wenig persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen; für den Monat März 
2020 würden jegliche Nachweise fehlen. Das Amt beabsichtige, ihn deswegen in 
der Anspruchsberechtigung einzustellen, wozu ihm das rechtliche Gehör gewährt 
werde (Vi-act. 4). Hierzu nahm A.________ am 10. September 2020 Stellung (Vi-
act. 5). Mit Verfügung vom 24. September 2020 stellte das Amt für Arbeit 
A.________ ab dem 1. September 2020 für die Dauer von 7 Tagen wegen 
zweitmals fehlenden bzw. ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen 
während der Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act. 6). Eine 
am 10. Oktober 2020 hiergegen erhobene Einsprache (Vi-act. 7) wies das Amt 
für Arbeit mit Entscheid vom 5. Januar 2021 ab (Vi-act. 9).

C. Am 21. Januar 2021 erhebt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 5. Januar 2021 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht 
Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzu-
heben und von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung sei abzusehen.

Mit Vernehmlassung vom 22. Februar 2021 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde vollumfänglich abzuweisen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend sind die Arbeitslosigkeit sowie der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Arbeitslosenentschädigung unbestritten. Strittig ist einzig, ob die Vor-
instanz den Beschwerdeführer zu Recht für sieben Tage in der Anspruchsbe-

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rechtigung eingestellt hat mit der Begründung, er sei seiner Pflicht nach persönli-
chen Arbeitsbemühungen im Monat März 2020 nicht nachgekommen. 

2.1 Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn 
sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht (Art. 30 Abs. 1 
lit. c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0] 
vom 25.6.1982). 

2.2 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutba-
re Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität ihrer 
Bewerbungen von Bedeutung. Das Quantitativ der Bewerbungen beurteilt sich 
nach den konkreten Umständen, wobei in der Praxis durchschnittlich zehn bis 
zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genügend erachtet werden 
(BGE 139 V 524 Erw. 2.1.4).

2.3.1  Art. 26 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; 
SR 837.02) vom 31. August 1983 normiert die Anforderungen an die persönli-
chen Arbeitsbemühungen des Versicherten. Die versicherte Person muss den 
Nachweis der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften 
Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag 
einreichen. Nachgewiesene Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksich-
tigt, wenn die versicherte Person die Frist verstreichen lässt und keinen ent-
schuldbaren Grund geltend macht (vgl. Art. 26 Abs. 2 AVIV). Die zuständige 
Amtsstelle hat die Arbeitsbemühungen des Versicherten monatlich zu überprüfen 
(Art. 26 Abs. 3 AVIV). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren 
Grundes die Arbeitsbemühungen unberücksichtigt bleiben und eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise 
der Arbeitsbemühungen nicht innert der gesetzlichen Frist eingereicht werden, 
ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass 
die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfah-
ren (BGE 139 V 164 Erw. 3.3; Urteil BGer 8C_946/2015 vom 2.3.2016 Erw. 3.2).

2.3.2  Entschuldbare Gründe liegen vor, wenn die säumige Partei aus hinrei-
chenden, objektiven oder subjektiven Gründen davon abgehalten worden ist, 
fristgerecht zu handeln oder eine Vertretung zu bestellen und wenn ihr auch kei-
ne Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Es muss sich um Gründe von einigem Ge-
wicht handeln (BGE 119 III 82 Erw. 2; Urteil EVGer U 582/06 vom 19.12.2006 
Erw. 2.1). Typischer Anwendungsfall ist ein Krankheitszustand. Schwere Erkran-
kung oder Unfall können ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung führendes 

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Hindernis sein, wenn die rechtssuchende Person durch sie davon abgehalten 
wird, selber innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme zu 
betrauen (BGE 112 V 255 Erw. 2a).

2.4.1  Sowohl das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren wie auch 
der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Da-
nach haben Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsgericht den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersu-
chungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen An-
spruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil BGer 
9C_662/2016 vom 15.3.2017 Erw. 2.2). Die Verwaltung als verfügende Instanz 
und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewie-
sen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Zudem gilt der Un-
tersuchungsgrundsatz nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 Erw. 2 mit Hinweisen), die dieje-
nigen Beweismittel, die sie in Händen haben oder die sie sich allenfalls bei Drit-
ten besorgen können, beizubringen haben. Mithin kommt die Mitwirkungspflicht 
naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die 
Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erhoben werden können (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 8.6.4).

2.4.2  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 Erw. 6; Urteil 
BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 Erw. 4.1). Führen die im Rahmen des Unter-
suchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den 
Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver 
und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 Erw. 4.1) zur Überzeu-
gung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu be-
trachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 
Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Be-
weise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 136 I 229 Erw. 5.3 mit Hinweisen). Bleiben jedoch erhebli-
che Zweifel an der Vollständigkeit oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsa-
chenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Ab-

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klärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Ur-
teil BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 Erw. 4.2).

2.4.3  Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Be-
weisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungs-
gerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 
sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 
Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Unguns-
ten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Dieser in Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB; SR 210) vom 10. Dezember 1907 enthaltene Grundsatz gilt auch im öf-
fentlichen Recht (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 6.8.2). Demgemäss hat die Partei, die 
einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, 
während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden  
oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des An-
spruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet 
(BGE 130 III 321 Erw. 3.1). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf-
grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 
Erw. 6 mit Hinweisen; Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17.8.2016 Erw. 5.3).

3.1 Mit Schreiben vom 8. September 2020 konfrontierte die Vorinstanz den Be-
schwerdeführer mit dem Vorwurf, er habe in der Zeit vom 1. März 2020 bis 
31. August 2020 (welche covid-19-bedingt als eine einzige Kontrollperiode gilt; 
vgl. Art. 8d Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung vom 20.3.2020; 
Stand bis 31.8.2020; SR 837.033) zu wenige persönliche Arbeitsbemühungen 
nachgewiesen. Für den Monat März 2020 würden jegliche Arbeitsbemühungen 
fehlen (Vi-act. 4).

3.2 Am 10. September 2020 nimmt der Beschwerdeführer zum Vorwurf Stel-
lung. Er bestreitet ausdrücklich nicht, in der Zeit vom 1. bis 31. März 2020 keine 
Bewerbungen getätigt zu haben (Vi-act. 5). Vielmehr begründet er diesen Um-
stand mit seiner dannzumaligen Arbeitsunfähigkeit und der Tatsache, dass er 
vom Taggeldversicherer erst am 11. März 2020 zur Arbeitssuche und Anmeldung 
beim RAV aufgefordert worden sei. Zudem sei er vom RAV Berater per 4. März 
2020 von der Arbeitsvermittlung abgemeldet worden und habe daher keine Be-
werbungen schreiben können. Er sei dann erst per April wieder beim RAV ange-
meldet worden und habe erst am 23. April 2020 einen Beratungstermin erhalten. 

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3.3 In der Einstellungsverfügung vom 24. September 2020 bestätigt die Vor-
instanz den Vorwurf der fehlenden Arbeitsbemühungen im März 2020, was zur 
angefochtenen Einstellung von sieben Tagen führte (Vi-act. 6).

3.4 In der Einsprache vom 17. Oktober 2020 begründet der Beschwerdeführer 
die fehlenden Arbeitsbemühungen im Monat März 2020 erneut wie folgt:

- Mit Schreiben vom 4. März 2020 sei er vom RAV über die Abmeldung von der 
Arbeitsvermittlung informiert worden.

- Mit Schreiben vom 11. März 2020 habe ihm der Taggeldversicherer mitgeteilt, 
für die Monate Januar bis März 2020 keine Taggelder zu leisten.

- Mit Schreiben vom 14. April 2020 sei er erneut zu einem RAV-Beratungs-
gespräch auf den 23. April 2020 eingeladen worden.

Seit April bis Ende August 2020 sei er den Vorgaben regelmässig nachgekom-
men und habe seine Pflichten erfüllt. 

3.5 Im Einspracheentscheid vom 5. Januar 2021 betont die Vorinstanz, den 
Ausführungen in der Einsprache könne nicht gefolgt werden. Der Beschwerde-
führer verschweige, dass ihm der Taggeldversicherer bereits im September 2019 
das Ende der Taggeldzahlungen angekündigt und ihn zur Anmeldung beim RAV 
angehalten habe. Er könne also nicht behaupten, erst am 11. März 2020 infor-
miert worden zu sein. Da er per 1. Januar 2020 keine Taggeldleistungen des 
Taggeldversicherers mehr erhalten habe, hätte er sich auch im Monat März 2020 
um Stellen bemühen müssen. Dass er per Ende Februar 2020 vom RAV abge-
meldet worden sei, hänge damit zusammen, dass er kurz zuvor ein weiteres 
Arztzeugnis eingereicht habe, das ihm ab 1. März 2020 eine volle Arbeitsun-
fähigkeit attestiert habe.

3.6 Vor Verwaltungsgericht erklärt der Beschwerdeführer, die verfügte Sanktion 
sei aus denselben Gründen falsch wie die verfügte Einstellung für die fehlenden 
Nachweise der Monate Januar und Februar 2020 (die Gegenstand des Verfah-
rens VGE II 2020 113 vom 22.2.2021 bildeten). Er sei aufgrund seiner Anstellung 
bei der D.________ taggeldversichert gewesen und habe bei dieser per 1. Janu-
ar 2020 eine Einzel-Taggeldversicherung abgeschlossen. Es sei falsch, dass er 
bis 31. Dezember 2019 Taggelder bezogen habe; im Dezember 2019 habe er 
Arbeitslosentaggelder bezogen. Die Feststellung der Vorinstanz, er hätte ab Sep-
tember 2019 Arbeit suchen können, sei falsch, da er damals taggeldversichert 
gewesen sei. Er könne sich ja nicht rückwirkend bewerben. Daher würden auch 
die Bewerbungen für die Monate Januar bis März 2020 fehlen. Für März 2020 
liege sodann ein Arztzeugnis vor.

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4.1 Der Beschwerdeführer verweist in seiner Begründung auf seine Beschwer-
de im Verfahren VGE II 2020 113. Es seien die nämlichen Gründe, die ihn auch 
an den Bewerbungen im Monat März 2020 gehindert hätten.

Im Entscheid VGE II 2020 113 vom 22. Februar 2021 führte das Verwaltungs-
gericht aus:

- Es sei zutreffend, dass der Beschwerdeführer per 1. Januar 2020 eine neue 
Einzel-Taggeldversicherung beim bisherigen (Kollektiv-)Taggeldversicherer 
abgeschlossen habe. Genau dieser habe ihm aber bereits am 13. September 
2019 mitgeteilt, ihm sei eine angepasste Tätigkeit zumutbar, weshalb die Tag-
gelder eingestellt würden. Mithin sei dem Beschwerdeführer bewusst gewe-
sen, dass die Taggeldzahlungen eingestellt würden. Der Abschluss der Ein-
zel-Taggeldversicherung ändere daran nichts, handle es sich doch um den 
nämlichen Versicherer, der im Übrigen im März 2020 explizit auf das Schrei-
ben vom 13. September 2019 verwiesen habe. 

- Der Taggeldversicherer habe den Beschwerdeführer schon im Mai 2019 be-
gutachten lassen mit dem Ergebnis, dass ihm eine angepasste Tätigkeit ganz-
tägig zumutbar sei. Mithin könne er nicht vorbringen, vom Schreiben vom 
13. März 2020, das ihm Taggelder absprach und ihn ans RAV verwies, über-
rascht gewesen zu sein. Vielmehr konnte er nicht angenommen haben, tag-
geldberechtigt zu sein und keine Arbeit suchen zu müssen.

- Krankentaggelder und Arbeitslosentaggelder würden sich ohnehin nicht aus-
schliessen. Dem Beschwerdeführer sei ärztlicherseits (u.a.) eine 80%ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert worden. Er habe für die Teilarbeitsfähigkeit Arbeits-
losentaggelder geltend gemacht und hätte entsprechend für dieses Pensum 
Arbeit suchen müssen.

- Schliesslich lägen sich widersprechende Arztzeugnisse desselben Arztes mit 
demselben Datum im Recht. Gegenüber der Arbeitslosenversicherung habe 
er jenes mit der Teilarbeitsfähigkeit vorgewiesen, um im Umfange der Arbeits-
fähigkeit Arbeitslosentaggeld beziehen zu können. Wenn er aber Arbeitslo-
sengeld beanspruchen wollte und wusste, dass er hierzu zumindest teilar-
beitsfähig sein musste, und er dies mit dem Arztzeugnis auch im Umfang von 
20% bestätigt habe, dann sei er auch verpflichtet gewesen, persönliche Ar-
beitsbemühungen zu tätigen und nachzuweisen. 

Im Ergebnis erkannte das Gericht, da der Beschwerdeführer aufgrund ausgewie-
sener Teilarbeitsfähigkeit Arbeitslosentaggelder beansprucht habe und ihm der 
Taggeldversicherer schon länger erklärt hatte, eine angepasste Tätigkeit sei in 
vollem Umfange zumutbar, hätte er Arbeitsbemühungen tätigen müssen.

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4.2 Nichts anderes gilt für den vorliegend strittigen Monat März 2020. 

Dass das Schreiben des Taggeldversicherers vom 11. März 2020 (kein Anspruch 
auf Taggeldleistungen, da in angepasster Tätigkeit arbeitsfähig) für den Be-
schwerdeführer keine Überraschung sein konnte, nachdem ihm ein Gutachten in 
angepasster Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit attestierte und nachdem ihm dieselbe 
Versicherung bereits im September 2019 die Einstellung der Taggelder an-
gekündigt hatte und ihn zur Arbeitssuche und Arbeitsvermittlung aufforderte, 
steht fest. Zudem bestätigt der Beschwerdeführer selber, bereits im Dezember 
2019 keine Krankentaggelder mehr erhalten zu haben, sondern Arbeitslosengel-
der. Mithin beanspruchte er ab Dezember 2019 Arbeitslosengelder, wozu er sel-
ber mindestens Teilarbeitsfähigkeit geltend machen musste. 

Auch für den Monat März 2020 beanspruchte der Beschwerdeführer Arbeitslo-
sentaggelder. Anspruch hierauf besteht indes nur, wenn (unter anderem) die Ar-
beitsfähigkeit und damit die Vermittlungsfähigkeit gegeben sind. Es ist daher 
nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer Arbeitslosentaggelder bean-
spruchen will, gleichzeitig aber geltend macht, gemeint zu haben, keine Arbeit 
suchen zu müssen, weil er arbeitsunfähig sei. 

Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer mit RAV-Schreiben vom 4. März 2020 
von der Arbeitsvermittlung abgemeldet wurde (später aber wieder per 2.8.2019 
angemeldet wurde). Dies, nachdem er gemäss Vorinstanz (vgl. auch Verfahren 
II 2020 113) Ende Februar 2020 ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis vorgelegt hatte. 
Dieses Zeugnis legt er auch vorliegend ins Recht (Zeugnis vom 14.2.2020; 100% 
arbeitsunfähig wegen Krankheit; Bf-act. 8). Diese Zeugnisse waren aber wie dar-
gestellt nicht ohne Widerspruch. Vor allem aber bezog sich die vollständige Ar-
beitsunfähigkeit nur auf die bisherige Tätigkeit (was nicht bestritten ist), nicht je-
doch auf angepasste Tätigkeiten. In dem im Feststellungsblatt der IV zitierten 
Arztbericht vom 14. Februar 2020 (der dem Zeugnis zugrunde liegt) ist ausdrück-
lich festgehalten (vgl. Vi-act. 13), einfache Tätigkeiten in abwechselnd sitzender 
und stehender Tätigkeit seien dem Beschwerdeführer zumutbar. Selbst im stritti-
gen Zeitpunkt wusste der Beschwerdeführer somit, dass auch der behandelnde 
Arzt von einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging und bestätigte 
somit, was dem Beschwerdeführer schon mehrfach erklärt wurde, angepasste 
Tätigkeiten seien ihm zumutbar. 

Schliesslich hat das RAV in besagtem Schreiben vom 4. März 2020 - das er sel-
ber ins Recht gelegt hatte (Bf-act. 3) - den Beschwerdeführer ausdrücklich auf-
merksam gemacht, dass ein Unterbruch der Arbeitslosigkeit nicht von der Ar-
beitssuche befreie; bei Wiederanmeldung seien für die drei Monate vor neuerli-
cher Arbeitslosigkeit Arbeitsbemühungen nachzuweisen. Die Abmeldung von der 

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Arbeitsvermittlung allein befreite den Beschwerdeführer somit nicht von den per-
sönlichen Arbeitsbemühungen, wollte er später wieder Arbeitslosentaggelder be-
anspruchen. Diese Neuanmeldung erfolgte bereits wieder im April. Zu Unrecht 
behauptet der Beschwerdeführer daher, er habe sich gar nicht um Stellen be-
werben können.

4.3 Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers 
damit als unbegründet. Seinerseits erhob und erhebt er im besagten Zeitraum 
Anspruch auf Arbeitslosentaggelder. Dies setzt zumindest eine Teilarbeitsfähig-
keit voraus. Aufgrund der mehrfachen ärztlichen Untersuchungen, dem Gutach-
ten und der Leistungseinstellung seines Taggeldversicherers wusste der Be-
schwerdeführer, dass er in angepasster Tätigkeit arbeitsfähig war. Auch hatte er 
ein entsprechendes Teilarbeitsfähigkeitszeugnis der Vorinstanz eingereicht (vgl. 
VGE II 2020 113 vom 22.2.2021). Das Schreiben der Taggeldversicherung vom 
11. März 2020 war keine Neuigkeit, sondern eine Bestätigung dessen, was sie 
ihm bereits im September 2019 mitgeteilt hat, nämlich, dass eine angepasste 
Tätigkeit zumutbar ist und er sich beim RAV melden solle. Entsprechend erhielt 
er bereits ab Dezember 2019 keine Taggelder mehr, sondern bezog Arbeitslo-
sen-entschädigung. Das Arztzeugnis vom 14. Februar 2020, das ihm für die an-
gestammte Tätigkeit ab 1. März 2020 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierte, 
ändert hieran nichts. Der behandelnde Arzt bestätigte aufgrund der Sprechstun-
de vom 14. Februar 2020, in angepasster Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit. 
Und schliesslich wurde in der Information über die Abmeldung von der Arbeits-
vermittlung vom 4. März 2020 ausdrücklich darauf hingewiesen, der Beschwer-
deführer sei dadurch nicht von der Arbeitssuche entbunden, falls er später wieder 
Arbeitslosengelder beanspruchen wolle. Mithin bestand keine Rechtfertigung, 
dass der Beschwerdeführer im Monat März 2020 keinerlei persönliche Arbeits-
bemühungen tätigte, gleichwohl aber Anspruch auf Arbeitslosentaggelder erhebt.

5. Steht fest, dass die fehlenden persönlichen Arbeitsbemühungen nicht ent-
schuldbar sind, so ist dies zu sanktionieren (vgl. oben Erw. 2.1). Die Vorinstanz 
sprach eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von sieben 
Tagen aus, was nicht zu beanstanden ist.

5.2.1  Gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV dauert die Einstellung 1 bis 15 Tage bei leich-
tem (lit. a), 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31 bis 60 Tage bei 
schwerem Verschulden (lit. c). Eine ausdrückliche Zuordnung zum Grad des Ver-
schuldens (als schwer) findet sich, in Art. 45 Abs. 4 AVIV, lediglich für die Aufga-
be einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen sowie für die 
Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ohne entschuldbaren Grund. Im Übrigen hat 

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das SECO diesbezüglich weitergehende Vorgaben für die Verwaltung publiziert 
(AVIG-Praxis ALE). Diese gelten als Verwaltungsweisungen, die für das Gericht 
grundsätzlich nicht verbindlich sind. Es soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werden-
de Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Ge-
richt weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn 
diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. 
Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine 
rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 
141 V 362 Erw. 2.4). 

5.2.2  Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind im Übrigen rechtspre-
chungsgemäss alle Umstände des konkreten Einzelfalls wie Beweggründe, per-
sönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, Gesundheit, soziales Umfeld, Bil-
dungsgrad) und Begleitumstände zu berücksichtigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 
25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 vom 17.7.2002 Erw. 5b, Cho-
pard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 2021, D64). Massgebend ist 
das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Ge-
gebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 3.5). Es ist dabei vom Mittel-
wert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittelschweres und schweres 
Verschulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem Verhalten entsprechend ver-
schärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert werden kann (BGE 123 V 153 
Erw. 3b).

5.2.3  Schliesslich stellt die Festlegung der Einstellungsdauer eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. Das Gericht greift nur mit Zurückhaltung in dieses ein. 
Es setzt nicht sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz, solange diese 
davon pflichtgemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichts-
punkten gebührend Rechnung trägt (VGE II 2016 6 vom 22.3.2016 Erw. 4.1; 
VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1). 

5.3 Der Einstellraster des SECO (AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 1.C 2) beurteilt 
das zweitmalige Ungenügen betreffend Nachweis der persönlichen Arbeits-
bemühungen als leichtes Verschulden und gibt 5 bis 9 Einstelltage vor. Das 
drittmalige Ungenügen wird als leichtes bis mittelschweres Verschulden qualifi-
ziert und mit 10 bis 19 Tagen geahndet. Die Vorinstanz verfügte vorliegend sie-
ben Einstelltage.

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Der Beschwerdeführer hat per 1. September 2019 Arbeitslosenentschädigung 
beantragt. Per 2. August 2019 wurde er zur Arbeitsvermittlung angemeldet. Si-
cher ab Dezember 2019 bezog er Arbeitslosentaggelder. Bereits in den Monaten 
Januar und Februar 2020 ist er seiner Pflicht zur persönlichen Arbeitsbemühung 
nicht nachgekommen, was zu je fünf Einstelltagen geführt hat (vgl. VGE II 2020 
113 vom 22.2.2021). Mithin handelt es sich vorliegend um eine wiederholte 
Pflichtverletzung. Anderseits ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 
erstmals im April 2020 mit dieser Pflichtverletzung konfrontiert wurde. Also zu ei-
nem Zeitpunkt, da er sich für den Monat März 2020 gar nicht mehr verbessern 
konnte. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die sieben verfügten Einstelltage 
nicht unangemessen sind. Der Beschwerdeführer hat bewusst Arbeitslosentag-
gelder beansprucht, was Arbeitsfähigkeit / Vermittlungsfähigkeit voraussetzt; 
gleichzeitig machte er wider besseres Wissen vollständige Arbeitsunfähigkeit gel-
tend, was ihn an der Arbeitssuche gehindert habe. Dieses Verhalten verdient 
keinen Schutz. Es besteht keine Veranlassung, die Dauer der Einstelltage zu kor-
rigieren.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. März 2021