# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c286a24-ab9f-526a-824f-ddd00ca17656
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.05.2010 E-2877/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2877-2009_2010-05-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2877/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Anna Poschung.

A._______,
Irak,
vertreten durch (...),
Asylhilfe Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
3. April 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2877/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu-
folge am 9. Oktober 2008 verliess und am 17. November 2008 ohne 
Kontrolle  in die Schweiz einreiste,  wo er gleichentags im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum B._______ (EVZ) um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 24. November 2008 im EVZ 
sowie der Anhörung am 3. März 2009 durch das BFM zu seinen Asyl -
gründen im Wesentlichen Folgendes ausführte,

dass er aus C._______ (Provinz Sulaymaniya, Nordirak) stamme, kur-
discher Ethnie sei  und als  (...)  im Geschäft  seines Vaters gearbeitet 
habe,

dass er und seine zwei Kollegen am 3. Oktober 2008 auf der Rückfahrt 
von einem Ausflug von zwei Männern, welche erklärt hätten, dass sie 
von  der  Arbeiterpartei  Kurdistans  (PKK)  seien,  zwecks  Mitfahrt  an-
gehalten worden seien,

dass kurz darauf aus einem hinter ihnen fahrenden Auto auf sie ge-
schossen worden sei, worauf er und einer seiner beiden Kollegen aus 
dem Fahrzeug gesprungen und in ihr Heimatdorf zurückgekehrt seien,

dass  er  sich  gleichentags  zu  seinen  Onkeln  begeben  und  erfahren 
habe, dass einer seiner Begleiter entführt worden sei, und dass er, der 
Beschwerdeführer,  vom anderen Begleiter  bis auf  ein letztes Telefon 
nichts mehr gehört oder gesehen habe,

dass  sein  Vater  sich  an  den  örtlichen  Sicherheitsdirektor  gewendet 
habe,  welcher  anerboten  habe,  dem  Beschwerdeführer  eine  Be-
willigung zum Waffenbesitz auszustellen, um sich vor Übergriffen der 
PKK schützen zu können,

dass die PKK sich in seinem Heimatdorf frei bewegen würde, die ge-
walttätigste kurdische Partei sei, und er ihre Gewalttätigkeit kenne,

dass er deswegen Angst um sein Leben gehabt habe und ausgereist 
sei,

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dass  er  sich  nach  seiner  Ausreise  aus  dem  Heimatstaat  bis  am 
9. November 2008 in der Türkei aufgehalten habe und anschliessend 
per LKW durch ihm unbekannte Länder in die Schweiz gereist sei, 

dass er im Verlaufe des erstinstanzlichen Verfahrens als Beweismittel 
zuerst  die  Kopie  und  später  das  Original  seiner  Identitätskarte  und 
einen Gewerkschaftsausweis einreichte,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  3.  April  2009  ablehnte,  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass  das  BFM  den  ablehnenden  Asylentscheid  damit  begründete, 
dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen von 
Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die 
Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachverhalts  nicht  ge-
nügten, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht 
erfülle,

dass er sich in zahlreiche Ungereimtheiten verstrickt habe,

dass er insbesondere an der Empfangsstelle  zuerst  gesagt habe, er 
und  seine  beiden  Kollegen  seien  am  3.  Oktober  2008  von  einem 
Polizeifahrzeug  verfolgt  worden,  dessen  Insassen  sie  beschossen 
hätten  und  dass  der  eine  Kollege  von  der  Polizei  festgenommen 
worden sei,  während er an späterer Stelle und bei  der einlässlichen 
Anhörung ausgeführt habe, Leute der PKK hätten sie in einem Fahr-
zeug  verfolgt,  auf  sie  geschossen  und  auch  den  Kollegen  fest-
genommen,

dass er weiter die Umstände der Flucht aus dem Fahrzeug sowie den 
Inhalt  und die Chronologie des nachfolgenden Ereignisablaufs unter-
schiedlich geschildert habe, 

dass die Wegweisung ferner die Regelfolge der Ablehnung des Asyl-
gesuchs  darstelle  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf  Un-
zulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungs-
vollzuges schliessen lassen könnten, zumal insbesondere Art. 5 Abs. 1 
AsylG (Grundsatz der Nichtrückschiebung) nicht anwendbar und keine 
Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. Novem-

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ber 1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) erkennbar sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  aus  einer  der  drei  von  der 
kurdischen Regionalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen 
Dohuk,  Erbil  und Sulaymaniya stamme und auch keine individuellen 
Gründe  gegen  den  Wegweisungsvollzug  sprächen,  zumal  sich  der 
Beschwerdeführer  auf  ein  breites  familiäres  und  soziales  Be-
ziehungsnetz stützen könne,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  4. Mai 2009  gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  er-
heben  liess  und die  Aufhebung der  erstinstanzlichen Verfügung,  die 
Gewährung  des  Asyls  und  (eventualiter)  die  Feststellung  der  Un-
zulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sowie  in 
prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechts-
pflege beantragt,

dass er in der Begründung im Wesentlichen geltend macht,  der Vor-
wurf  der  Widersprüchlichkeit  und  Nichtnachvollziehbarkeit  sei  auf 
Schwierigkeiten bei der Übersetzung in der Kurzbefragung  zurückzu-
führen, da er den kurdischen Dialekt Sorani, der im EVZ eingesetzte 
Übersetzer hingegen den Dialekt Badini spreche,

dass er ferner seine Angaben bereits in der Anhörung präzisiert  und 
korrigiert habe, insgesamt keine Ungereimtheiten in seinen Vorbringen 
bestünden  und  diese  höchstens  in  ihren  Details  leicht  differieren 
würden,

dass er nach Erhalt einer Droh-SMS bei staatlichen Organen um Hilfe 
ersucht  habe,  welche  ihm nicht  gewährt  worden  sei,  zumal  die  ört-
lichen Behörden weder willens noch fähig seien, Schutz zu gewähren, 
womit von einer mittelbaren staatlichen Verfolgung auszugehen sei,

dass deshalb sein Leben im Irak gefährdet und der Vollzug der Weg-
weisung unzulässig sei,

dass sich die Sicherheitslage im Irak allgemein verschlechtert  habe, 
und sich  insbesondere in  den kurdischen Provinzen im Nordirak  die 
Anzeichen wachsender Unzufriedenheit mehren würden,

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dass eine allfällige Rückkehr aufgrund der humanitären und sozialen 
Lage im Irak unzumutbar sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
12. Mai  2009  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  infolge  Aussichtslosigkeit  der  Beschwerde  abwies  und 
dem  Beschwerdeführer  Frist  zur  Leistung  eines  Kostenvorschusses 
von Fr. 600.-- setzte,

dass die Instruktionsrichterin zur Begründung der Aussichtslosigkeit im 
Wesentlichen Folgendes erwog (Zitat:),

"dass die Erkenntnis der Vorinstanz, wonach die Vorbringen des Be-
schwerdeführers, die ihn zur Ausreise veranlasst hätten, aufgrund un-
gereimter  und  widersprüchlicher  Angaben  als  unglaubhaft  zu  quali -
fizieren sind, als zutreffend erscheint,

dass die Vorbringen in der Rekurseingabe nicht geeignet sein dürften,  
die in der angefochtenen Verfügung festgehaltenen Vorhalte plausibel  
zu erklären, zumal den Ausführungen der Vorinstanz insgesamt nichts  
Stichhaltiges entgegengesetzt wird,

dass insbesondere die geltend gemachten Übersetzungsprobleme bei  
der Erstanhörung - der Dolmetscher habe einen anderen Dialekt (Ba-
dini) als der Beschwerdeführer gesprochen -, so dass es zu Schwierig-
keiten gekommen sei, nicht geeignet erscheinen, zu einer anderen Er-
kenntnis zu führen,

dass der Beschwerdeführer zwar – nachdem er auf Widersprüche in  
seinen Aussagen angesprochen wurde - bereits in der direkten Bun-
desanhörung  geltend  gemacht  hat,  dass  die  Verständigung  in  
B._______ aufgrund der Muttersprache des Dolmetschers nicht so gut  
gewesen sei, so dass er vieles habe korrigieren müssen,

dass indessen die vom Beschwerdeführer erwähnte Anhörung gemäss  
Protokoll in Sorani erfolgte, und der Beschwerdeführer zudem angab,  
über passive Badinikenntnisse zu verfügen,

dass  er  zudem  anlässlich  dieser  Anhörung  keine  Verständigungs-
probleme aktenkundig machte,

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dass  sich  der  Beschwerdeführer  vielmehr  entgegenhalten  lassen  
müsste,  dass  er  unterschriftlich  bestätigte,  dass  das  Protokoll  der  
Erstanhörung  seinen  Aussagen  und  der  Wahrheit  entspreche  und  
dass es ihm in eine ihm verständliche Sprache (Sorani) rückübersetzt  
worden sei,

dass  gewisse  Verständigungsprobleme  aufgrund  einer  (einzigen)  
handschriftlichen Korrektur  im Protokoll  der Erstanhörung zwar nicht  
völlig  ausgeschlossen  werden  können,  indessen  als  irrelevant  er-
scheinen,

dass die vom Beschwerdeführer vorgetragene Erklärung mithin nicht  
geeignet  erscheint,  die  vorinstanzlich  zu  Recht  festgestellten  Un-
gereimtheiten und Widersprüche in seinen Aussagen plausibel aufzu-
lösen,

dass ferner auch weitere Vorbringen in der direkten Anhörung durch  
die Vorinstanz als realitätsfremd und unsubstanziiert  erscheinen, auf  
diese indessen an dieser Stelle nicht eingegangen werde muss,

dass  schliesslich  der  in  der  Beschwerde  geltend  gemachte  Erhalt  
einer  Droh-SMS  als  bisher  nicht  aktenkundig  und  damit  als  nach-
geschoben erscheint,

dass  die  angefochtene  Verfügung  sodann  in  Bezug  auf  die  an-
geordnete  Wegweisung  und  deren  Vollzug  als  praxiskonform  er-
scheint,

dass insbesondere keine Gründe ersichtlich sind, die gegen die Weg-
weisung und die Möglichkeit, Zulässigkeit und Zumutbarkeit eines Voll-
zugs der Wegweisung sprechen würden,

dass auch in Berücksichtigung der geltend gemachten allgemeinen Si-
tuation im Heimatland keine substanziierten und konkreten Hinweise  
darauf bestehen, dass der Beschwerdeführer dort bei einer Rückkehr  
einer konkreten Gefährdung ausgesetzt würde,

dass der Beschwerdeführer zudem gemäss Aktenlage im Heimatland  
über ein soziales Beziehungsnetz verfügt",

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dass der eingeforderte Kostenvorschuss am 18. Mai 2009 fristgerecht 
geleistet wurde,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz gesetzes- und praxiskonform erkannt hat, dass die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  den  Anforderungen  von  Art.  7 
AsylG  an  die  Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachver-
halts klar nicht genügen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Erwägungen in der 
angefochtenen Verfügung,  die  obige zusammenfassende Darstellung 
derselben sowie integral auf die zitierten einlässlichen Erwägungen in  
der Zwischenverfügung vom 12. Mai 2009 verwiesen werden kann,

dass zwar – wie bereits in besagter Zwischenverfügung festgehalten – 
Übersetzungsschwierigkeiten  bei  der  Erstbefragung  aufgrund  einer 
Korrektur bei der Rückübersetzung nicht völlig ausgeschlossen werden 
können, der Beschwerdeführer indessen sowohl zu Beginn wie auch 
am Schluss der Befragung zu Protokoll gab, den Dolmetscher "gut" zu 
verstehen beziehungsweise verstanden zu haben,

dass er auch die Möglichkeit zur Klarstellung seiner Aussagen anläss-
lich der Anhörung durch das BFM ungenutzt liess (vgl. A9 S. 9 F83),

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dass es  den  Aussagen  des Beschwerdeführers  zu  seinen Ausreise-
gründen gesamthaft an Detailreichtum und Realkennzeichen mangelt, 
wesentliche  Punkte  als  zu  wenig  begründet  erscheinen  und  der 
objektive Eindruck von tatsächlich Erlebtem fern liegt,

dass insbesondere die Schilderungen des Beschwerdeführers bezüg-
lich  der  Fahrzeugverfolgungssituation  nicht  plausibel  erscheinen und 
es der allgemeinen Erfahrung widerspricht, dass mehrere Reifen eines 
mit  hoher  Geschwindigkeit  fahrenden Fahrzeugs durch Schüsse aus 
einem  zweihundert  Meter  entfernten,  ebenfalls  fahrenden  Auto  ge-
troffen und zum Platzen gebracht werden können,

dass  im  Übrigen  PKK-Mitglieder  einem strengen  Verschwiegenheits-
kodex  unterliegen,  dessen  Missachtung  schwerwiegende  Konse-
quenzen nach sich ziehen kann, weshalb es realitätsfremd erscheint, 
dass der Beschwerdeführer als gänzlich fremde Person von PKK-Ab-
trünnigen in deren Schicksal eingeweiht worden sein soll,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation,  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 

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(ARK), der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft 
gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 
ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medi-
zinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  des  Beschwerde-
führers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im 
Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  seiner  nach  wie  vor 
aktuellen Praxis davon ausgeht, dass in den drei kurdischen Provinzen 
keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische 

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Lage nicht dermassen angespannt ist, dass eine Rückführung dorthin 
als  generell  unzumutbar  betrachtet  werden  müsste  (Entscheide  des 
Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2008/5  E. 7.5.8 
S. 72),

dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs hingegen voraussetzt, 
dass die betroffene Person ursprünglich aus der Region stammt oder 
längere  Zeit  dort  gelebt  hat  und  über  ein  soziales  Netz  oder  Be-
ziehungen zu den herrschenden Parteien verfügt (a.a.O.),

dass  der  junge,  alleinstehende  und  gemäss  Akten  gesunde,  Be-
schwerdeführer  seit  seiner  Geburt  bis  zu  seiner  Ausreise  im  Jahre 
2008 immer in C._______ (Provinz Sulaymaniya) gelebt hat,

dass er sich, wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt, dort auf ein 
breites  familiäres  und  soziales  Beziehungsnetz  abstützen  kann  und 
aufgrund seiner Schulbildung und seiner bis zur Ausreise ausgeübten 
Berufstätigkeit  als  (...)  im  Geschäft  seines  Vaters  über  reale 
Erwerbsaussichten verfügt,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist und kein Anlass besteht, auf den weiteren Inhalt der Be-
schwerde näher einzugehen, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1 
VwVG)  und  mit  dem am 18. Mai  2009  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM und die kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Regula Schenker Senn Anna Poschung

Versand: 

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