# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49eba7d0-d101-5a0e-b1a6-55950dedc8e6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.04.2022 S 2020 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-151_2022-04-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Aldo Elsener
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 29. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 151

2

Urteil S 2020 151

A. Die 1969 geborene A.________, zuletzt in einem 80 %-Pensum als Beraterin und 
Coach im Bereich Outplacement, berufliche Neuorientierung und 
Führungskräfteentwicklung tätig, meldete sich im August 2018 unter Verweis auf Burnout 
und Erschöpfung durch Überarbeitung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug 
an (IV-act. 1). Die IV-Stelle traf erwerbliche und medizinische Abklärungen (IV-act. 5 ff.). 
Insbesondere zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers (IV-act. 8) sowie Berichte 
des Hausarztes und der behandelnden Psychiater bei (IV-act. 11 f.). Am 29. Oktober 2019 
stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 25). Auf 
Einwand der Versicherten hin (IV-act. 26, 32) holte sie – nach Konsultation eines 
Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; Stellungnahme vom 22. Juni 2020, IV-act. 33) – einen Verlaufsbericht beim 
behandelnden Psychiater ein (Bericht vom 25. Juli 2020, IV-act. 35), wozu am 17. August 
2020 wiederum der RAD-Psychiater Stellung nahm (IV-act. 37). Gestützt darauf verneinte 
die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Oktober 2020 einen Leistungsanspruch (IV-act. 38). 

B. Hiergegen erhob die Versicherte am 12. November 2020 (Poststempel) Beschwer-
de. Sie beantragt, es sei die Verfügung der IV-Stelle vom 13. Oktober 2020 aufzuheben 
und die Sache zwecks Einholens eines externen Gutachtens und neuem Entscheid an die 
Verwaltung zurückzuweisen (act. 1 S. 2). Ausserdem sei in formeller Hinsicht die IV-Stelle 
durch das Gericht anzuweisen, «inskünftig die bundesrechtlichen und 
rechtsprechungsgemässen Anforderungen an die Aktenführungspflicht zu beachten» (act. 
1 Ziff. 19). 

C. Den mit Verfügung vom 13. November 2020 angesetzten Kostenvorschuss 
bezahlte die Beschwerdeführerin fristgerecht (act. 2 f.).

D. Die IV-Stelle schliesst mit Vernehmlassung vom 25. Januar 2021 auf Abweisung 
der Beschwerde (act. 5). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

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Urteil S 2020 151

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist 
weiter das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; 
SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das 
Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; in 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Die hier angefochtene Verfügung erging am 
13. Oktober 2020; die zu beurteilende Beschwerde wurde am 12. November 2020 der 
Post übergeben. Anwendbar sind demnach die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen 
Normen des ATSG, des IVG sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus Art. 82a ATSG 
(Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019), der ebenfalls vorsieht, dass für 
im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 13. Oktober 2020. Mit 
der am 12. November 2020 der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerdeschrift ist 
die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist als 
Verfügungsadressatin direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung, womit auch den formellen 
Anforderungen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b ATSG; § 44 VRG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG Versicherte, die – kumulativ – ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 

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herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 
ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent 
invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

3.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und 
insbes. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit kann immer nur dann – potenziell – anspruchserheblich sein, wenn sie 
Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.1 und 130 V 396 
E. 5.3.2). Die IV-Stelle trifft dabei eine Untersuchungspflicht, d.h. sie hat die notwendigen 
Abklärungen zum Gesundheitszustand der leistungsansprechenden Person von Amtes 
wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 
Erforderlich sind weitere Abklärungen so lange, bis der massgebliche Sachverhalt mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist (etwa: BGer 8C_815/2012 
vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 
N 20). Ergibt sich bereits aufgrund der vorbestehenden Aktenlage schlüssig und mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit das Bild einer Limitierung allein durch 
(invaliditätsfremde, vgl. eingehend etwa BGE 143 V 409 E. 4.5.2; BGer 9C_311/2021 vom 
23. September 2021 E. 4.2) psychosoziale Belastungsfaktoren, ohne Anhaltspunkte für ein 
verselbständigtes krankheitswertiges Geschehen, ist die Einholung eines externen 
Gutachtens nicht notwendig und darf die IV-Stelle folglich darauf verzichten ohne damit 
den Untersuchungsgrundsatz zu verletzen (BGE 143 V 409 a.a.O.; weiter etwa BGer 
9C_262/2018 vom 22. August 2018 E. 4.2.1). 

4. Dies ist vorliegend der Fall:
  
4.1 Bereits die Versicherte selbst verweist in ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug 
auf eine «Erschöpfung durch Überarbeitung» (IV-act. 1 S. 5). Sämtliche behandelnden 
Ärzte attestieren reaktive Bedingtheit des depressiven Erschöpfungszustands durch 
Überforderung und Überlastung am Arbeitsplatz (Berichte der Dres. med. C.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Mai 2018 [IV-act. 8 S. 9]; 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Juni 2018 [IV-act. 8 S. 5 
f.]; E.________, Facharzt für Innere Medizin, vom 26. September 2018 [IV-act. 11 S. 3]). 
Der Hausarzt der Versicherten berichtet ausserdem von zusätzlichen psychosozialen 
Belastungsfaktoren auch im privaten Bereich (Probleme mit dem Ex-Mann [gemeint wohl: 

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dem Kindsvater]; Belastung durch den Status als alleinerziehende Mutter einer 
zehnjährigen Tochter, IV-act. 11 S. 2, 4). Von einem reaktiv-arbeitsbezogenen 
depressiven Geschehen gehen, übereinstimmend mit den Behandlern, auch Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Dr. med. G.________, 
Fachärztin für Neurologie, aus. Sie haben die Versicherte im Auftrag von deren 
Taggeldversicherung begutachtet (Berichte vom 13. August bzw. 5. Dezember 2018, IV-
act. 8 S. 1 ff., 21 S. 6 ff.). Diese – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. 1 
Ziff. 7 ff.) – grundsätzlich übereinstimmende und in sich konsistente Aktenlage ergibt 
bereits ein stimmiges Bild einer normalpsychologisch nachvollziehbaren, psychosozialen 
Reaktion der Versicherten auf belastende Lebensumstände.

4.2 Mit zuhanden der IV-Stelle erstattetem Arztbericht vom 28. September 2018 
attestiert sodann der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ eine mittelgradige 
depressive Episode (ICD-10 F32.1), anhaltend seit Ende 2017. Ihm zufolge führen die 
Befunde einer starken Einschränkung der kognitiven Funktionen sowie schneller 
Übermüdung mit geringer Belastbarkeit zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit 17. März 
2018 (IV-act. 12). Im Rahmen einer verhaltensneurologisch-neuropsychologischen 
Abklärung im Auftrag der Taggeldversicherung vermag indes die Neurologin Dr. med. 
G.________ lediglich eine gewisse Müdigkeit, jedoch kein relevantes 
depressionsassoziiertes kognitives Ausfallmuster zu objektivieren, ebenso wenig wie 
relevante Einschränkungen im angestammten Beruf (Bericht vom 5. Dezember 2018, IV-
act. 21 S. 6 ff.). Hierzu nimmt der behandelnde Psychiater mit Schreiben vom 17. Januar 
2019 (IV-act. 21 S. 2 f.) Stellung, wobei er – in eklatantem Widerspruch zu seinem 
Vorbericht vom 28. September 2018 – wörtlich ausführt: «Ein Patient muss nicht zwingend 
depressiv sein und muss nicht unbedingt Einbussen im kognitiven Bereich haben. 
Aufgrund von tiefgehenden Verletzungen, Kränkungen und Demütigungen kann er aber 
trotzdem nicht belastbar sein und psychopathologische Symptome zeigen, die einen 
Wiedereinstieg in den angestammten Beruf verhindern. Diesem Umstand, der bei der 
Patientin vollständig zutrifft, wurde keine Rechnung getragen». Daraus erhellt, dass 
offensichtlich auch der behandelnde Psychiater davon ausging, spätestens Anfang 2019 – 
und damit vor Ablauf des Wartejahres – hätten ein verselbständigtes depressives 
Geschehen und kognitive Einschränkungen nicht (mehr) bestanden. Inwiefern in diesem 
Zusammenhang von Relevanz sein soll, dass – nach Darlegung der Beschwerdeführerin 
(act. 1 Ziff. 9 ff.) – eine Mehrheit der Depressionspatienten über unbeeinträchtigte 
neuropsychologische Leistungsergebnisse im Normbereich verfügen würden, ist nicht 
ersichtlich. Jedenfalls ist diesem Hinweis weder zu entnehmen, inwiefern bei der konkret 

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am Recht stehenden Versicherten ein krankheitswertiger Gesundheitsschaden vorliegen 
sollte, noch inwiefern sich dieser auf ihre Arbeitsfähigkeit auswirken würde. 

4.3 In Würdigung der referierten Aktenlage steht jedenfalls mit dem im 
Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. etwa BGE 138 V 218 E. 6) fest, dass bei der Versicherten kein 
verselbständigtes, krankheitswertiges depressives Geschehen vorliegt, das der weiteren 
Abklärung durch externe Begutachtung bedürfte, sondern vielmehr massive psychosoziale 
Belastungsfaktoren. Anhaltspunkte für einen verselbständigten Gesundheitsschaden 
ergeben sich – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (act. 1 Ziff. 16) – auch nicht 
aus den späteren Berichten des behandelnden Psychiaters vom 9. Februar 2019 sowie 
vom 25. Juli 2020 (IV-act. 18, 35), zumal darin die angegebenen Befunde nicht im Ansatz 
objektiviert oder plausibilisiert werden. Dieser Schluss vermag sich im Übrigen auch auf 
die Einschätzung des RAD-Psychiaters vom 17. August 2020 zur Aktenlage zu stützen 
(IV-act. 37). Er stellt nachvollziehbar fest, aktenkundig gingen sowohl der behandelnde 
Psychiater als auch die zuhanden der Taggeldversicherer Bericht erstattenden Dres. med. 
F.________ und G.________ vom selben psychischen Zustandsbild aus; der behandelnde 
Arzt berücksichtige indes in seiner Beurteilung auch psychosoziale Faktoren wie etwa die 
Vermeidung von Kränkungen am Arbeitsplatz.  Zusammenfassend hat die IV-Stelle 
demnach kein Recht verletzt, indem sie auf die Einholung eines externen psychiatrischen 
Gutachtens verzichtet hat. 

5.
5.1 Hinsichtlich der im Übrigen gerügten (act. 1 Ziff. 18 f.) Verletzung der 
Aktenführungspflicht gemäss Art. 46 ATSG i.V.m. Art. 8 der Verordnung über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) ist festzuhalten, dass 
ein Aktenverzeichnis gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung «in der Regel» zu 
erstellen ist (BGer 8C_319/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 2.2.1). Art. 8 Abs. 2 ATSV, 
der die IV-Stelle zur (grundsätzlich fortlaufenden) Führung eines vollständigen 
Aktenverzeichnisses verpflichtet, ist zwar am 1. Oktober 2019 in Kraft getreten; indes sieht 
Art. 18b Abs. 2 ATSV eine Übergangsfrist von drei Jahren vor, bis die Akten zwingend 
entsprechend dieser Bestimmung geführt werden müssen. 

5.2 Im konkreten Fall zeigt der Blick in das Aktendossier der Beschwerdegegnerin, 
dass die Akten grundsätzlich chronologisch geordnet sind. Dem Gericht liegen sie in 
Papierform, nummeriert (nach Aktenstück), paginiert (ebenfalls nach Aktenstück) und inkl. 

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Aktenverzeichnis vor. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin wurde das Dossier 
hingegen – entsprechend der gerichtsnotorischen Usanz der IV-Stelle Zug – ohne 
separates Aktenverzeichnis, auf CD im PDF-Format und mit Paginierung (fortlaufend nach 
Seitenzahl) zugestellt (vgl. BF-act. 3). In dieser elektronischen Form lässt sich eine 
namentliche Auflistung der enthaltenen Dokumente über die Navigationsleiste im 
Dokument selber abrufen. Damit wird der versicherten Person bzw. ihrer Rechtsvertretung 
die Wahrnehmung ihres Akteneinsichtsrechts in hinreichender Form ermöglicht, indem sie 
in die Lage versetzt werden, sich einen Überblick über das Dossier zu verschaffen und in 
diesem zielgerichtet nach einzelnen Dokumenten zu suchen (vgl. BGer 8C_319/2010 vom 
15. Dezember 2010 E. 2.3.1). 

5.3 Abgesehen davon, dass dem Verwaltungsgericht ohnehin keine Kompetenz 
zukommt, der IV-Stelle allgemeine Weisungen zu erteilen, wie dies die 
Beschwerdeführerin wünscht (act. 1 Ziff. 19), kann nach dem Gesagten jedenfalls im 
aktuellen Zeitpunkt der Verwaltung nur nahegelegt werden, künftig ihre Akten den 
versicherten Personen bzw. deren Rechtsvertreterinnen und Rechtsvertretern in derselben 
Form und vor allem mit derselben Nummerierung und Paginierung zur Verfügung zu 
stellen wie später dem Gericht. Damit wäre nicht zuletzt einer speditiven 
Verfahrenserledigung gedient, indem die jeweiligen Aktenzitate von Rechtsvertretung und 
Gericht gegenseitig einfacher nachvollzogen werden könnten. 

6. Die Beschwerde ist abzuweisen. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG 
kostenpflichtig. Es ist demnach eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– 
festgesetzt wird. Diese ist entsprechend dem Ausgang des Verfahrens von der 
Beschwerdeführerin zu tragen und wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in 
nämlicher Höhe verrechnet.

Bei diesem Verfahrensausgang ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.   

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, die der Beschwerdeführerin 
auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
IV-Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, 
und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug.

Zug, 29. April 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am