# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db37956c-5a0f-5ed7-b314-54e4fc414160
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.09.2018 I 2018 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-53_2018-09-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 53

Entscheid vom 11. September 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am 29.03.1956 in der Schweiz, italienischer Staatsan-
gehöriger) war jahrelang als selbständigerwerbender Informatiker/Programmierer 
erwerbstätig. Am 6. November 2014 unterzeichnete er eine Anmeldung zum Be-
zug von IV-Leistungen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb er 
mit metastasierendes Adenokarzinom des Kolons ICD-Code C18.6 (vgl. IV-act. 
1).

B. Nach Einholung diverser Berichte und Prüfung der Unterlagen empfahl der 
RAD-Arzt Dr.med. B.________ (Allgemeinmedizin FMH) am 3. November 2015, 
einen zusätzlichen Bericht der behandelnden Psychosomatikerin einzuholen so-
wie im Rahmen der Mitwirkungspflichten vom Versicherten zu verlangen, dass er 
eine schulmedizinisch onkologische Verlaufskontrolle durchführen lasse (IV-act. 
22-4/4). Gestützt darauf forderte die IV-Stelle am 5. November 2015 von 
A.________, sich einer solchen Verlaufskontrolle unterziehen zu lassen (IV-act. 
23). Daraufhin attestierte Dr.med. C.________ (Psychosomatik, Zürich) in einem 
Bericht vom 11. November 2015 für den Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 15. Au-
gust 2015 sowie vom 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit, derweil für die Zwischenzeit vom 16. August 2015 bis 30. 
September 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 75% veranschlagt wurde (IV-act. 
24-2/7). 

C. Nach Prüfung der Unterlagen empfahl der RAD-Arzt Dr.med. D.________ 
(FA Innere Medizin) die Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung (in 
den Disziplinen: Innere Medizin, Onkologie, Psychiatrie, IV-act. 31-5/6). Dies 
wurde A.________ mit Schreiben vom 29. April 2016 mitgeteilt (IV-act. 32). Der 
Begutachtungsauftrag wurde dem Begutachtungszentrum E.________ zugelost 
(IV-act. 34). Die Namen der Gutachter wurden am 20. Mai 2016 mitgeteilt (IV-act. 
38). Am 26. Juli 2016 teilte die Gutachterstelle mit, dass noch zwei zusätzliche 
Begutachtungen nötig seien, und zwar in den Bereichen Neuropsychologie und 
Orthopädie (vgl. IV-act. 48). Das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten wurde am 
7. Oktober 2016 erstattet (IV-act. 50). Eine Rückfrage wurde von den 
E.________-Gutachtern am 27. März 2017 beantwortet (IV-act. 60). 

D. In der Folge erteilte die IV-Stelle am 11. Mai 2017 einen Abklärungsauftrag 
an eine Fachperson der IV-Stelle Luzern, um die Einkommenssituation von 
A.________ als Selbständigerwerbender zu beurteilen (IV-act. 62). Der entspre-
chende Abklärungsbericht ging am 7. September 2017 bei der IV-Stelle Schwyz 
ein (IV-act. 64). Der RAD-Arzt F.________ (Facharzt für Allg. Innere Medizin) 
hielt in einer Stellungnahme vom 5. Oktober 2017 fest, dass nach der Aktenlage 

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zwischen November 2014 und Ende Oktober 2016 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit anzunehmen sei (IV-act. 66). 

E. Mit Vorbescheid vom 30. November 2017 teilte die IV-Stelle mit, es sei vor-
gesehen, für den Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis 31. Oktober 2016 eine ganze IV-
Rente zu gewähren (IV-act. 67). Dagegen erhob A.________ mit Schreiben vom 
23. Dezember 2017 Einwände (IV-act. 68). 

F. Am 11. April 2018 ging bei der IV-Stelle die Mitteilung ein, dass 
A.________ am 23. März 2018 verunfallt sei. Im beigelegten ärztlichen Zeugnis 
des Assistenzarztes prakt.med. M.________ (Klinik für Traumatologie, 
O.______) wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 23. März 2018 bis 13. 
Mai 2018 attestiert (IV-act. 75). Am 30. Mai 2018 verfügte die IV-Stelle, dass 
A.________ für den befristeten Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 31. Oktober 2016 
Anspruch auf eine ganze Rente habe. Das Total der Nachzahlung (18 x 2‘162.--, 
zuzüglich Verzugszinsen wegen verspäteter Auszahlung) wurde auf Fr. 41‘186.-- 
festgelegt (IV-act. 76).

G. Gegen diese Verfügung reichte A.________ rechtzeitig am 28. Juni 2018 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein und berief sich darauf, dass er weiter-
hin ärztliche Atteste vorlegen könne, welche eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
belegen würden. Sinngemäss beantragt er, dass die Befristung des Rentenan-
spruchs aufzuheben und ihm mithin eine unbefristete Rente zu gewähren sei.

H. Mit Vernehmlassung vom 14. August 2018 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

1.2 Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 

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- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Przent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Pro-

zent invalid ist. 

1.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des Inva-
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invaliden-
einkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die ver-
sicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ihr 
verbliebenen Erwerbsfähigkeit (ganz oder teilweise) Gebrauch macht. Vielmehr 
ist die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu 
bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit er-
zielen könnte (vgl. Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundes-
gerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

1.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe dieser Fach-
leute ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 Erw. 4). Diese ärztlichen Angaben 
dienen als wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 141 V 
281 Erw. 5.2.1; 140 V 193 Erw. 3.2; 132 V 93 Erw. 4, je mit weiteren Hinweisen).

1.5.1  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Für den Beweiswert eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 

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ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-
gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). 

1.5.2  In Bezug auf Berichte behandelnder Ärzte darf und soll der Richter der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass allgemein praktizierende Hausärzte 
wie behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, 
weshalb den (unabhängigen) Fachärzten grundsätzlich mehr Gewicht zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; Urteil des Bundes-
gerichts 9C_395/2016 vom 25.8.2016 Erw. 4.1; 9C_11/2016 vom 22.2.2016 
Erw. 4.3.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und 
Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
be-handelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_419/2008 vom 12.3.2008 Erw. 3.3; I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 
Sozialversicherung, 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a; Urteil des Bundes-
gerichts 8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 148 
Erw. 5.3).

1.7 Anzufügen ist, dass der gerichtliche Überprüfungszeitraum sich grundsätz-
lich auf den Sachverhalt erstreckt, wie er sich bis zum Erlass der streitigen Ver-
fügung (hier: 30. Mai 2018) verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 Erw. 1.2). 

2. Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien hinsichtlich des Zeitraums vom 
1. Mai 2015 bis 31. Oktober 2016 einig, dass diesbezüglich ein Anspruch auf ei-
ne ganze IV-Rente besteht. Streitig und hier zu prüfen ist, wie es sich für die Zeit 
ab 1. November 2016 verhält. 

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2.1 Die Vorinstanz veranlasste die Durchführung einer interdisziplinären medi-
zinischen Abklärung. Die ausgeloste Gutachterstelle (E.________) erstattete ihr 
Gutachten am 7. Oktober 2016, an welchem folgende Fachpersonen mitwirkten 
(IV-act. 50-64/91):

Dr.med. G.________ (FMH Allg. Innere Medizin/ zertif. med. Gutachter SIM)
Dr.med. H.________ (FMH Psychiatrie & Psychotherapie/ zertif. med. Gutachter 
SIM)
Dr.med. I.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie)
N.________ (Fachpsychologe f. Neuropsychologie/ zertif. Gutachter SIM)
Dr.med. J.________ (FMH Onkologie)

2.2 Diese MEDAS-Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 50-58f./91):

1. Chronisches lumbovertebrales Syndrom
- bildgebend Spondylolisthesis I. Grades bei beidseitiger L5-Spondylolyse 

(CT 28.06.2016)
- sekundäre paralumbale muskuläre Dysbalance
- keine neoplastischen Läsionen

2. Intermittierendes Schmerzsyndrom linkes Knie mehr als rechts
- Status nach beidseitigen arthroskopischen medialen Meniscus-

Teilresektionen
- Bildgebend mediale Gonarthrose links (Knochenszintigramm vom 

28.04.2015)
- Mässige Funktionsstörung linkes Knie

3. Leichte kognitive Funktionsstörung

4. Mässig differenziertes Adenokarzinom des Kolon descendens pT3, pNO, MO, 
G2, R0
- 24.05.2011: laparaoskopisch assistierte Hemikolektomie links (Spital 

N.______), Histologie (Institut für Pathologie Stadt Spital Triemli Zürich): 
6x4 cm grosses exulzeriertes, mässig differenziertes, herdförmig schleim-
bildendes Adenokarzinom vom intestinalen Typ mit Infiltration bis ins peri-
kolische Fettgewebe, tumorfreie Resektionsränder. 23 tumorfreie Lymph-
knoten im perikolischen Fettgewebe.

- 09.04.2014: Bisegmentektomie der Lebersegmente VI/VII sowie Cholezys-
tektomie, Histologie (Institut für klinische Pathologie O.______): 1.8 cm 
grosses teils regressiv verändertes, schleimbildendes Adenokarzinom von 
intestinalen Typ, Abstände zum Resektatrand 4 mm. 

- Postoperativ ein Zyklus FOLFOX (Abbruch wegen Nebenwirkungen)
- 28.06.2015 CT- Thorax/Abdomen (Spital N.______): St.n. Hemikolektomie 

links und partielle Hepatektomie (Segmentresektion) ohne Hinweis auf Lo-
kalrezidiv oder Fernmetastasen.

- Aktuell: anhaltend komplette Remission

5. Depressive Störung in Remission mit noch leichter Restsymptomatik (ICD-10 
F32.4)

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2.3 Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten die 
Gutachter ein intermittierendes myofaszial betontes Schmerzsyndrom der HWS, 
Metatarsalgien sowie ein Status nach Sprunggelenks-Fraktur links vor Jahren.

2.4 Die Frage der zumutbaren verbliebenen Arbeitsfähigkeit wurde im Gutach-
ten zunächst aus der Sicht der einzelnen Disziplinen behandelt.

2.4.1  Der orthopädische Gutachter hielt fest, dass aufgrund der bildgebend do-
kumentierten lumbosacralen Instabilität und der klinischen muskulären Dysba-
lance am lumbosacralen Übergang schwere körperliche Tätigkeiten nicht mehr 
zumutbar seien. Hinsichtlich des linken Kniegelenks würden schwere körperliche 
Tätigkeiten mit Heben von Lasten über 10 kg ausscheiden, ebenso dauernde 
Tätigkeiten in der Hocke, auf Gerüsten oder mit häufigem Treppensteigen. Dem-
gegenüber seien dem Versicherten leichte, teils sitzende, teils stehende Tätigkei-
ten vollschichtig zumutbar, wobei in Anbetracht der intermittierenden lumbover-
tebralen Schmerzen eine Reduktion des Rendements von 20% zu gewähren sei 
(IV-act. 50-61/91).

2.4.2  Der Fachpsychologe vertrat den Standpunkt, dass aus neuropsychologi-
scher Sicht seine angestammte Tätigkeit als "Freelancer-Programmierer" 
grundsätzlich weiterhin geeignet sei, zumal er die Arbeit vergleichsweise gut ein-
teilen und teilweise an einem Arbeitsplatz zuhause leisten könne. Erschwerend 
sei die leicht erhöhte kognitive Ermüdbarkeit, da es sich beim Programmieren um 
eine konzentrativ belastende Tätigkeit handle. Sodann mangle es dem Versicher-
ten nach ca. 5 Jahren Unterbruch an der Übung; auch dürften ihm aktuelle Soft-
ware-Entwicklungen kaum vertraut sein. Bei Wiederaufnahme dieser Tätigkeit sei 
daher mit einem Einarbeitungsaufwand zu rechnen. Anschliessend sei im neuro-
psychologischen Bereich für die qualifizierte Tätigkeit als Programmierer eine 
leicht- bis mittelgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen (vgl. 
IV-act. 50-34/91 und IV-act. 50-62/91).

2.4.3  Der onkologische Gutachter leitete aus den vorgenommenen Abklärungen 
ab, dass aus onkologischer Sicht bis August 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 
100% zu attestieren sei. Ab diesem Zeitpunkt (ab September 2014) könne auf-
grund der persistierenden Schmerzsymptomatik im Bereich der Narben und Tro-
ckar-Einstichstellen eine Arbeitsunfähigkeit von 10% anerkannt werden. Sollte 
sich im Verlauf ein erneutes Rezidiv bzw. eine systemische Metastasierung der 
bekannten Tumorerkrankung manifestieren, müsse die Arbeitsfähigkeit neu beur-
teilt werden (IV-act. 50-62/91).

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2.4.4  Der psychiatrische Gutachter ging davon aus, dass die bisherige Tätigkeit 
als Software-Entwickler grundsätzlich noch möglich sein sollte, veranschlagte in-
dessen unter Berücksichtigung der kognitiven Beeinträchtigung für eine eher 
komplexe Tätigkeit eine Einschränkung von etwa 30% (IV-act. 50-63/91).

2.4.5  Gesamtmedizinisch gelangten die Gutachter gemeinsam zum Ergebnis, 
die angestammte Tätigkeit sei im Rahmen eines vollschichtigen Pensums zu-
mutbar, allerdings mit einer Einschränkung von gesamthaft 30%. Schwere kör-
perliche Arbeiten seien dem Versicherten nicht mehr zumutbar (IV-act. 50-63/91).

2.5 Eine Rückfrage der IV-Stelle vom 20. Januar 2017 (bezüglich des Arbeits-
unfähigkeitsgrades ab August 2014, vgl. IV-act. 59-1/4) wurde von den 
E.________-Gutachtern am 27. März 2017 beantwortet (IV-act. 60-3/6). 

2.6.1  Vom 23. März 2018 bis 30. März 2018 hielt sich der Versicherte im 
O.______spital auf (zuvor offenbar im Spital N.______). Gemäss O.______-
Austrittsbericht vom 3. April 2018 (unterzeichnet von prakt.med. M.________, 
Assistenzarzt, visiert von Prof. Dr.med. K.________ und Oberarzt Dr.med. 
L.________) stürzte der Versicherte nach eigenen Angaben am 18. März 2018 
beim Spaziergang mit seinen Hunden auf die linke Seite; seither bestünden 
Schmerzen im Bereich des linken Schultergürtels und der linken Hüfte. Vom Spi-
tal N.______ wurde der Versicherte dem O.______  zugewiesen. Dem 
O.______-Austrittsbericht sind folgende Diagnosen zu entnehmen (IV-act. 74):

1. Azetabulumfraktur links Typ vorderer Pfeiler nach Letournel vom 18.03.2018
2. Thoraxtrauma links vom 18.03.2018

- Gering dislozierte, impaktierte mediale Claviculafraktur
- Fraktur der 1. Rippe ventro-medial

3. Mässig differenziertem Adeno-Karzinom des Kolon deszendens initial pT3, 
PN0, M0, G2, R0, ED 05/2011, M1Hep 04/2014
- Laparoskopisch assistierte Hemikolektomie links 05/2011 (Spital 

N.______)
- Bisegmentektomie der Leber- Segmente (VI/VII sowie Cholezystektomie 

04/2014 bei metachroner Lebermetastasierung im Segment VI/VII 
(O.______)

- Adjuvante Chemotherapie 2014 (Spital N.______)
4. Axiale Hiatushernie mit Refluxösophagitis (Los Angeles Grad C)
5. Lebersteatose

2.6.2  Die aus diesem Sturz resultierende Arbeitsunfähigkeit wurde vom erwähn-
ten O.______-Assistenzarzt am 29. März 2018 auf 100% bis zum 13. Mai 2018 
veranschlagt (IV-act. 75).

3.1 Was den Arbeits(un)fähigkeitsgrad des Versicherten unmittelbar nach dem 
aktenkundigen MEDAS-Gutachten vom 7. Oktober 2016 anbelangt, ist im Ein-

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klang mit der Vorinstanz darauf abzustellen, dass dieses interdisziplinäre Gut-
achten beweiskräftig ist. Es beruht auf umfassenden Untersuchungen des Versi-
cherten, welche auch die beklagten Beeinträchtigungen (vgl. IV-act. 50-14/91) 
umfassen. Sodann wurde die Begutachtung in Kenntnis der damals vorhandenen 
medizinischen Unterlagen vorgenommen (vgl. die Auflistung der medizinischen 
Unterlagen in IV-act. 50-9/19 bis 50-11/91). Die medizinische Situation und die 
Zusammenhänge wurden einleuchtend dargelegt, namentlich wurden die 
Schlussfolgerungen der Experten zur Arbeitsfähigkeitsbeurteilung differenziert 
und nachvollziehbar begründet (vgl. vorstehend, Erw. 2.4.1 bis 2.4.5). Des Weite-
ren wurden im Gutachten auch die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der behan-
delnden Ärztin mitberücksichtigt (IV-act. 50-47/91 unten; IV-act. 50-64/91 oben). 
Für die gutachtlich bescheinigte Arbeitsfähigkeit von 70% für (leidensangepass-
te) Tätigkeiten, welche (u.a.) keine schweren körperlichen Arbeiten umfassen, 
sprechen zudem u.a. die anlässlich der Begutachtung festgestellten und im Gut-
achten aufgeführten Aspekte,

- dass der Explorand keine Medikamente benötigt bzw. keine Medikamente ein-
nimmt (IV-act. 50-15/91 Mitte; 50-41/91 unten, einzig verschiedene komple-
mentärmedizinische Stoffe wie z.B. Magnesium, Natroncarbonat);

- dass er eine gut entwickelte paracervicale sowie Schultergürtel-Muskulatur auf-
weist (ohne palpatorische Druckempfindlichkeit, ohne Verspannungen), zudem 
die Beweglichkeit der HWS in allen Richtungen einwandfrei möglich ist (IV-at. 50-
17/91), die Arm-Muskulatur gut entwickelt ist sowie eine einwandfreie Beweglich-
keit der Schultern, Ellenbogen, Hand- und Fingergelenke festgestellt wurde (IV-
act. 50-18/91), 

- dass sich klinisch nur geringe objektivierbare Veränderungen feststellen liessen 
(IV-act. 50-20/91, abgesehen von einer Funktionsstörung des linken Kniege-
lenks),

- dass im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung klinisch keine erhöhte 
Ermüdbarkeit beobachtet wurde (IV-act. 50-26/91 oben),

- dass im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hinsichtlich Aufmerk-
samkeit/ Konzentrationsfähigkeit die Ergebnisse lediglich „leicht unter der Norm“ 
ausfielen (IV-act. 50-27/91),

- dass hinsichtlich Lernen & Gedächtnis ebenfalls lediglich leicht unterdurchschnitt-
liche Ergebnisse festgestellt wurden (IV-act. 50-27/91),

- dass der Explorand nach der Anreise mit dem PW (ca. 1 ½ h, IV-act. 50-45/91 
unten) die mehr als 4-stündige neuropsychologische Untersuchung in einer Sit-
zung absolvieren konnte (mit nur einer kurzen Pause, auf Wunsch des Exploran-
den ohne Mittagspause) und dabei nur leichte Ermüdungszeichen festgestellt 
wurden (IV-act. 50-29f./91),

- dass gesamthaft die Befunde einer leichten kognitiven Funktionsstörung entspre-
chen (IV-act. 50-31/91),

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- dass in der aktuellen Lebenssituation das seit ca. 5 Jahren bestehende mangel-
hafte kognitive Training als Faktor die aktuelle kognitive Leistungsfähigkeit mitbe-
stimmt (IV-act. 50-32/91 unten),

- dass sein Tagesablauf u.a. Spazieren mit dem Hund, Autofahrten, Einkäufe, eini-
ge Haushaltarbeiten, Beschäftigung mit paramedizinischer Literatur, Beschäfti-
gung mit PC etc. umfasst (IV-act. 50-42/91),

- dass er verschiedenen Aktivitäten problemlos nachgehen kann (IV-act. 50-48/91 
unten),

- dass er in der Lage sein sollte, die verschiedenen Ressourcen, welche durchaus 
vorhanden seien, auszunützen (IV-act. 50-51/91 unten),

- und dass um ihn ein soziales Netzwerk besteht und seine Kommunikationsfähig-
keit nicht beeinträchtigt ist (IV-act. 50-52/91).

3.2 Im Lichte all dieser Angaben sowie der festgestellten Befunde ist es (ein-
mal abgesehen vom Unfall vom 18. März 2018, siehe dazu noch nachfolgend) 
rechtens, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das 
vorliegende MEDAS-Gutachten eine verwertbare Arbeitsfähigkeit von 70% (na-
mentlich für die angestammte Tätigkeit) angenommen hat. Es liegt ein aussage-
kräftiges Gutachten vor, welches die von der Rechtsprechung formulierten An-
forderungen grundsätzlich erfüllt. An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen 
des Beschwerdeführers vor Gericht nichts zu ändern. Soweit er sich konkludent 
auf (abweichende) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen seiner behandelnden 
Ärztin Dr.med. C.________ beruft, ist auf die ständige Rechtsprechung hinzu-
weisen, wonach bei solchen Divergenzen zwischen behandelnden und begutach-
tenden Ärzten der unterschiedlichen Natur von Begutachtungs- und Behand-
lungsauftrag Rechnung zu tragen ist. Diesbezüglich ist zu beachten, dass na-
mentlich für den therapeutisch tätigen Psychiater mit seinem besonderen Ver-
trauensverhältnis zum Patienten, welcher die geklagten Beschwerden als Faktum 
hinzunehmen hat, die Rechtsprechung zur Beweiswürdigung von Berichten von 
Hausärzten gilt (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2007 vom 
4.8.2008 Erw. 4.2 mit Hinweisen). Demnach vermag eine abweichende Arbeits-
fähigkeitsbeurteilung der behandelnden Psychosomatikerin den gutachtlich fest-
gestellten Arbeitsfähigkeitsgrad (70% im bisherigen Berufsbereich) nicht in Frage 
zu stellen. Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, dass in der ange-
fochtenen Verfügung für den Zeitraum nach Erstattung des beweiskräftigen in-
terdisziplinären Gutachtens − das heisst vom 7. Oktober 2016 bis jedenfalls 18. 
März 2018 (siehe nachfolgend) − kein 30% überschreitender Arbeitsunfähig-
keitsgrad in der angestammten Berufstätigkeit angenommen wurde. Damit resul-
tiert für den genannten Zeitraum im Einkommensvergleich kein rentenbegrün-
dender IV-Grad, nachdem der Versicherte unter Berücksichtigung der anerkann-

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ten kognitiven Beeinträchtigungen noch ein gutachtlich ermitteltes Leistungspo-
tential im angestammten Bereich von 70% aufweist und die gleichen Gründe, 
welche eine gewisse Herabsetzung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigen, nicht zu-
sätzlich als leidensbedingter Abzug bei der Ermittlung des massgebenden Invali-
deneinkommens herangezogen werden dürfen.  

3.3 Eine andere Fragestellung ist, wie sich die gesundheitliche Situation des 
Versicherten im Zeitraum vom 18. März 2018 (= vorgebrachter Sturz) bis zum Er-
lass der angefochtenen Verfügung vom 30. Mai 2018 entwickelte. Diesbezüglich 
ist die Aktenlage dürftig. Es liegt einzig ein Austrittsbericht des O.______ vom 3. 
April 2018 (= IV-act. 74) sowie ein per 29. März 2018 datiertes Arztzeugnis mit 
einer prognostischen, aber nicht näher begründeten Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 
bis zum 13. Mai 2018 (IV-act. 75) vor. Wie der konkrete Verlauf im April und Mai 
2018 ausfiel, ist unklar und nicht dokumentiert. Nachdem diese beiden erwähn-
ten Monate hier zum gerichtlichen Überprüfungszeitraum gehören und diesbe-
züglich noch keine Abklärungen erfolgten, drängt es sich auf, diesbezüglich eine 
(teilweise) Rückweisung an die Vorinstanz vorzunehmen.

4. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. 

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit der Beschwerdeführer (zusätzlich zum ge-
währten Anspruch auf eine ganze IV-Rente ab 1. Mai 2015 bis 31. Oktober 
2016) auch für den Zeitraum vom 1. November 2016 bis zum Unfall vom 
18. März 2018 Rentenleistungen beantragt, im Sinne der Erwägungen ab-
gewiesen.

2. Soweit der Beschwerdeführer für die Folgen des Unfalles vom 18. März 
2018 IV-Leistungen geltend macht, wird die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen, damit sie weitere Abklärungen vornehmen und alsdann 
über einen allfälligen zusätzlichen Leistungsanspruch neu befinden kann.

3. Die gerichtlichen Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und 
den Parteien je zur Hälfte (je Fr. 250.--) auferlegt. Dies wird zahlungsver-
kehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den vom Beschwerdeführer 
bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und die Vorinstanz 
dem Beschwerdeführer noch Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. September 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 17. September 2018