# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b482e183-9a31-5831-ba2f-839ad9cd6781
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 28.02.2024 23-507
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_23-507_2024-02-28.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/12

Publikationsplattform

Kanton St.Gallen und St.Galler Gemeinden

Fall-Nr.: 23-507

Stelle: Generalsekretariat Bau- und Umweltdepartement

Instanz: Bau- und Umweltdepartement

Publikationsdatum: 14.05.2024

Entscheiddatum: 28.02.2024

BUDE 2024 Nr. 019
Baurecht, Art. 24c RPG, Art. 42 RPV. Gemäss Art. 24c Abs. 1 RPG werden 
bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der 
Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, grundsätzlich in ihrem 
Bestand geschützt. Solche Bauten und Anlagen können mit Bewilligung der 
zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder 
wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert 
worden sind (Art. 24c Abs. 2 RPG). Veränderungen am äusseren 
Erscheinungsbild müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine 
energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung 
in die Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). Die geplante 
Wohnraumerweiterung durch die Erstellung eines Erkers an der 
Nordfassade des Wohnhauses, die eine Veränderung am äusseren 
Erscheinungsbild zur Folge hat, erfüllt die Voraussetzungen von Art. 24c 
Abs. 4 RPG nicht (Erw. 2.2 f.). Selbst wenn das Bauvorhaben einen der drei in 
Art. 24c Abs. 4 RPG genannten Fälle abdecken würde, müsste darüber 
hinaus die Identität der Baute weiterhin gegeben sein. Dies ist vorliegend 
nicht der Fall (Erw. 2.4). Abweisung des Rekurses.

BUDE 2024 Nr. 19 finden Sie im angehängten PDF-Dokument.

Kanton St.Gallen 

Bau- und Umweltdepartement 

 

 
 

  

 

 

 

 

 

23-507 

 

Entscheid Nr. 19/2024 vom 28. Februar 2024 

Rekurrent 

 

  

 A.___,  

vertreten durch lic.iur. Daniel Perret, Rechtsanwalt, 

Grossfeldstrasse 40, 7320 Sargans 

 

 

   

gegen 

 

 

Vorinstanz  Gemeinderat Z.___ (Entscheid vom 5. Januar 2023) 

 

 

Betreff  Baugesuch (Erweiterung Wohnraum) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 2/11 

 

Sachverhalt 

A.  

A.___, Y.___, ist Eigentümer von Grundstück Nr. 001, Grundbuch 

Z.___, an der S.___ 2 in Z.___. Das Grundstück liegt gemäss gelten-

dem Zonenplan der Gemeinde Z.___ vom 29. Mai 2012 in der Land-

wirtschaftszone. Es ist mit dem Wohnhaus Vers.-Nr. 002 überbaut.  

 

[…] 

(Ausschnitt Zonenplan kommunale Darstellung Gde; Quelle: Geoportal) 

 

B.  

a) Mit Baugesuch vom 18. Juli 2022 beantragte A.___ bei der Ge-

meinde Z.___ die Baubewilligung für die Erstellung eines Erkers an 

der Nordfassade des Wohnhauses Vers.-Nr. 002 zwecks Wohn-

raumerweiterung.  

 

b) Innert der Auflagefrist vom 11. bis 24. August 2022 wurden 

keine Einsprachen erhoben.  

 

c) In seiner raumplanungsrechtlichen Zwischenbeurteilung vom 

26. Oktober 2022 führte das Amt für Raumentwicklung und Geoinfor-

mation (abgekürzt AREG) aus, die geplanten baulichen Massnahmen 

mit Erweiterung würden die Voraussetzungen von Art. 24c Abs. 4 des 

eidgenössischen Raumplanungsgesetzes (SR 700; abgekürzt RPG) 

i.V.m. Art. 41 ff. der eidgenössischen Raumplanungsverordnung 

(SR 700.1; abgekürzt RPV) nicht erfüllen. Durch den in den Abhang 

ragenden Erker wirke der verhältnismässig ohnehin schon grosse An-

bau massiv und ordne sich dem Hauptbau nicht mehr unter. Dadurch 

werde die Identität des bestehenden Einfamilienhauses nicht gewahrt. 

Die Veränderung am äusseren Erscheinungsbild sei aufgrund des ak-

tuellen Ausbaustandards für eine zeitgemässe Wohnnutzung nicht er-

forderlich. Ebenso diene das Bauvorhaben nicht der besseren Einpas-

sung ins Landschaftsbild. Dem Bauvorhaben könne deshalb keine Zu-

stimmung in Aussicht gestellt werden.  

 

d) Mit Stellungnahme vom 4. November 2022 hielt A.___ an sei-

nem Baugesuch fest und begründete dies namentlich damit, dass sich 

die Notwendigkeit der Erweiterung daraus ergebe, dass das Haus oft 

mit sechs bis acht Personen belegt sei. Dadurch fehle ein eigentlicher 

Essraum.  

 

e) Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 15. Dezember 

2022 verweigerte das AREG die Zustimmung zur Baubewilligung.  

 

Zur Begründung führte es aus, das Einfamilienhaus sei als rechtmäs-

sig erstellte, altrechtliche Baute zu qualifizieren, womit Art. 24c RPG 

Anwendung finde. Der Gesuchsteller habe angegeben, das Einfamili-

enhaus sei oft mit sechs bis acht Personen belegt. Dadurch würde es 

in der Folge an einem geeigneten Essbereich fehlen, da alle Zimmer 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 3/11 

 

als Schlafzimmer genutzt würden. Diese Situation entstehe dadurch, 

dass der Gesuchsteller seine Liegenschaft überbelege und deshalb 

nicht mehr über genügend Wohnraum verfüge. Gemäss Vorbestand 

habe das Einfamilienhaus über fünf Zimmer (zwei im Dachgeschoss, 

drei im Erdgeschoss) verfügt. Weiter müsse mittlerweile auch der Vor-

raum im Untergeschoss als weiteres Zimmer gerechnet werden. Mit 

dieser Anzahl an Zimmern hätte der Gesuchsteller bei einer korrekten 

Benützung als Einfamilienhaus genügend Wohnraum zur Verfügung. 

Das Vorhaben, welches zu einer Veränderung des äusseren Erschei-

nungsbilds führe, sei für eine zeitgemässe Wohnnutzung nicht not-

wendig. Auch sei die geplante Wohnraumerweiterung für eine verbes-

serte Einpassung in die Landschaft objektiv nicht erforderlich. Eine 

Verbesserung des Fassadenbilds könne auch mit geringeren bauli-

chen Massnahmen und ohne Wohnraumerweiterung erreicht werden. 

Ferner lege der Gesuchsteller nicht dar, dass durch den Anbau des 

Erkers eine energetische Sanierung durchgeführt werden soll. Die ge-

plante Erweiterung diene keinem der in Art. 24c Abs. 4 RPG vorge-

schriebenen Zwecke und sei somit unzulässig. Hinzu komme, dass 

der Anbau im Verhältnis zum Hauptbau sehr massiv sei und sich die-

sem nicht mehr unterordne. Dies führe dazu, dass die Identität des 

bestehenden Einfamilienhauses nicht gewahrt bleibe. Es sei unerheb-

lich, dass die geplante Erweiterung rein rechnerisch innerhalb des er-

laubten Rahmens liege. Es bestehe kein absoluter Anspruch auf eine 

Vergrösserung im maximalen Umfang. Dadurch seien auch die  

Voraussetzungen von Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 41 ff. RPV nicht 

eingehalten.  

 

f) Mit Beschluss vom 5. Januar 2023 lehnte der Gemeinderat 

Z.___ das Baugesuch für die Erweiterung des Wohnraums mit einem 

Erker ab. Zur Begründung wird ausgeführt, da das AREG dem Bau-

vorhaben nicht zustimmen könne, könne keine Baubewilligung erteilt 

werden.  

 

C.  

Gegen diesen Beschluss erhob A.___, vertreten durch lic.iur. Daniel 

Perret, Rechtsanwalt, Sargans, mit Schreiben vom 20. Januar 2023 

Rekurs beim Bau- und Umweltdepartement. Mit Rekursergänzung 

vom 14. Februar 2023 werden folgende Anträge gestellt:  

 
1. Der Bauentscheid (Negativentscheid) des Gemeinde-

rates Z.___ vom 05. Januar 2023 sei aufzuheben und 
das auf Grundstück Nr. 001 vorgesehene Bauvorha-
ben (Erweiterung Wohnraum mit Erker) sei zu bewilli-
gen.  

2. Eventualiter: Der Bauentscheid (Negativentscheid) 
des Gemeinderates Z.___ vom 05. Januar 2023 sei 
aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Vorinstanz.  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 4/11 

 

Zur Begründung wird geltend gemacht, dass es sich beim Einfamilien-

haus Vers.-Nr. 002 um eine rechtmässig erstellte, altrechtliche Baute 

handle. Dadurch geniesse diese Bestandesschutz. Soweit das AREG 

argumentiere, eine Verbesserung des Fassadenbilds könne auch mit 

geringeren baulichen Massnahmen und ohne Wohnraumerweiterung 

erreicht werden, sei dies unzutreffend und lebensfremd. Die Verbes-

serung des äusseren Erscheinungsbilds sei ein willkommener Neben-

effekt des geplanten Bauvorhabens. Die Nordfassade präsentiere sich 

symmetrischer und harmonischer. Durch das Bauvorhaben könne die 

bestehende Wohnsituation einerseits den heutigen Anforderungen an-

gepasst werden und andererseits werde dadurch das Erscheinungs-

bild verbessert. Zudem werde der geplante Erker isolationstechnisch 

nach den aktuellen Vorgaben erstellt, womit von einer energetischen 

Teilsanierung auszugehen sei. Ebenfalls ergebe sich aus den Vorak-

ten, dass sich die geplante Erweiterung um 14,35 m2 unbestrittener-

massen im Rahmen des Zulässigen bewege. Die aktuell mögliche Nut-

zung entspreche nicht mehr den Anforderungen an den zeitgemässen 

Komfort eines Einfamilienhauses. Im Moment müsse das Essen im 

Wohnzimmer eigenommen werden. Die Verhältnisse in der Küche 

liessen es nicht zu, dort einen Essbereich einzurichten. Dadurch 

komme dem Wohnzimmer nicht mehr die bestimmungsgemässe 

Funktion zu, sondern müsse dieses zweckwidrig als Esszimmer ge-

nutzt werden. Auch sei es nicht möglich, ein Schlafzimmer in ein Ess-

zimmer umzufunktionieren. Die vorhandenen vier Schlafzimmer seien 

bei einer Belegung einer Familie mit zwei bis drei Kindern notwendig. 

Der heutige Anspruch gehe dahin, dass jedes Kind ein eigenes Zim-

mer bewohnen könne. Zudem sei es üblich, dass in einem von einer 

Familie genutzten Einfamilienhaus ein Raum als Büro zur Verfügung 

stehe. Dies sei aktuell nicht möglich. Im Untergeschoss habe es zwar 

einen Raum, dort befinde sich aber der einzige Kellerzugang von aus-

sen. Dieser Raum könne unmöglich als Zimmer ausgebaut und be-

nutzt werden. Insgesamt bleibe die Identität der Baute gewahrt.  

 

D.  

a) Mit Schreiben vom 6. März 2023 verzichtet die Vorinstanz auf 

eine Stellungnahme und ersucht um Abweisung des Rekurses, unter 

Kostenfolge zulasten des Rekurrenten.  

 

b) Mit Vernehmlassung vom 19. April 2023 beantragt das AREG, 

der Rekurs sei abzuweisen. Zur Begründung führt es aus, es habe in 

seiner raumplanungsrechtlichen Teilverfügung die Ansicht vertreten, 

dass der geplante Erkeranbau mit obliegendem Balkon nicht mehr nur 

geringfügig, sondern wesentlich in Erscheinung trete, sich in der 

Fassade nicht mehr unterordne und das ursprünglich vorbestehende 

(altrechtliche) Wohngebäude wesentlich verändere. Es sei weiter 

davon ausgegangen worden, dass der Erkeranbau als Erweiterung 

des Wohnraums für eine zeitgemässe Wohnnutzung nicht nötig sei. 

Auch wenn die Flächenberechnung in der Teilverfügung aufzeige, 

dass die geplante Wohnraumerweiterung im zulässigen Rahmen 

liege, bestehe kein absoluter Anspruch auf eine Vergrösserung im 

maximalen Umfang. Wenn beispielsweise die 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 5/11 

 

Identität/Wesensgleichheit der Baute durch die in Frage stehende Er-

weiterung massgeblich verändert werde, dürfe diese nicht oder zumin-

dest nicht im vorgesehenen Mass bewilligt werden. Daher habe das 

AREG zu Recht die Zustimmung zur geplanten Wohnraumerweiterung 

verweigert, da sich die Wohnbaute mit dem geplanten Anbau nicht 

mehr in das bestehende Landschaftsbild einfüge und ortsfremd 

scheine. Bei Erweiterungen sei vorab zu prüfen, ob diese innerhalb 

des bestehenden Gebäudevolumens erfolgen könnten.  

 

E.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten in den vor-

genannten Eingaben wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen 

eingegangen.  

Erwägungen 

1.  

1.1 Die Zuständigkeit des Bau- und Umweltdepartementes ergibt 

sich aus Art. 43bis des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(sGS 951.1; abgekürzt VRP).  

 

1.2 Die Frist- und Formerfordernisse von Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 

VRP sind erfüllt. Die Rekursberechtigung ist gegeben (Art. 45 VRP). 

Auf den Rekurs ist einzutreten.  

 

2.  

Der Rekurrent bringt vor, der Erker sei für eine zeitgemässe 

Wohnnutzung erforderlich, stelle eine energetische Teilsanierung dar 

und führe zu einer verbesserten Einfügung in die Landschaft. Darüber 

hinaus werde durch den geplanten Erker die Identität des 

Einfamilienhauses gewahrt.   

 

2.1 Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit 

behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Die Bewilli-

gung für eine Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzone setzt voraus, 

dass sie dem Zweck der Nutzungszone entspricht, also zonenkonform 

ist (Art. 22 Abs. 2 Bst. a RPG), oder dass sie die Voraussetzungen 

nach Art. 24 ff. RPG für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung er-

füllt.  

 

Eine Bewilligung als zonenkonformes Vorhaben scheidet vorliegend 

zum Vornherein aus. Es ist unbestritten, dass das Einfamilienhaus als 

rechtmässig erstellte, altrechtliche Baute zu betrachten ist. Dadurch 

gelangt Art. 24c RPG zur Anwendung. Nachfolgend ist somit zu prü-

fen, ob das Bauvorhaben des Rekurrenten nach Art. 24c RPG bewilli-

gungsfähig ist. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend auf die 

Durchführung eines Augenscheins verzichtet werden kann, da sich die 

entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse vollständig aus den Ver-

fahrensakten und dem öffentlich zugänglichen Geoportal ergeben. 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 6/11 

 

 

2.2 Gemäss Art. 24c Abs. 1 RPG werden bestimmungsgemäss 

nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht 

mehr zonenkonform sind, grundsätzlich in ihrem Bestand geschützt. 

Solche Bauten und Anlagen können mit Bewilligung der zuständigen 

Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wieder-

aufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert wor-

den sind (Art. 24c Abs. 2 RPG). Dies gilt auch für landwirtschaftliche 

Wohnbauten sowie angebaute Ökonomiebauten, die rechtmässig er-

stellt oder geändert worden sind, bevor das betreffende Grundstück 

Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinn des Bundesrechts wurde 

(Art. 24c Abs. 3 RPG). Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild 

müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische 

Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die 

Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). In jedem Fall bleibt 

die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbe-

halten (Art. 24c Abs. 5 RPG).  

 

Der Bundesrat hat in Art. 41 f. RPV die im Sinn von Art. 24c RPG zu-

lässigen Änderungen weiter konkretisiert. Art. 24c RPG ist anwendbar 

auf Bauten und Anlagen, die rechtmässig erstellt oder geändert wor-

den sind, bevor das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbau-

gebiets im Sinn des Bundesrechts wurde (altrechtliche Bauten und An-

lagen; Art. 41 Abs. 1 RPV). Er ist nicht anwendbar auf alleinstehende, 

unbewohnte landwirtschaftliche Bauten und Anlagen (Art. 41 Abs. 2 

RPV). Eine Änderung gilt als teilweise und eine Erweiterung als mas-

svoll im Sinn von Art. 24c Abs. 2 RPG, wenn die Identität der Baute 

oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zü-

gen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig 

(Art. 42 Abs. 1 RPV). Massgeblicher Vergleichszustand für die Beur-

teilung der Identität ist der Zustand, in dem sich die Baute oder Anlage 

im Zeitpunkt der Zuweisung zum Nichtbaugebiet befand (Art. 42 Abs. 

2 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen ge-

wahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurtei-

len (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 RPV). In Art. 42 Abs. 3 Bst. a und b RPV 

sind feste quantitative Obergrenzen verankert, bei deren Überschrei-

tung die Identität der Baute in jedem Fall als nicht mehr gewahrt gilt. 

Bauliche Veränderungen dürfen keine wesentlich veränderte Nutzung 

ursprünglich bloss zeitweise bewohnter Bauten ermöglichen (Art. 42 

Abs. 3 Bst. c RPV). 

 

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes ist für die Zulässigkeit 

von Änderungen bzw. Erweiterungen nach Art. 24c RPG i.V.m. Art. 42 

RPV darauf abzustellen, ob die Änderung bei einer Gesamtbetrach-

tung von untergeordneter Natur ist. Die Wesensgleichheit der Baute 

muss hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie Zweckbestim-

mung gewahrt werden und es dürfen keine wesentlichen neuen Aus-

wirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt ge-

schaffen werden. Die Identität einer Baute wird in massgeblicher 

Weise durch die Umgebung mitgeprägt. Gefordert ist nicht völlige 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 7/11 

 

Gleichheit von Alt und Neu; die Identität bezieht sich auf die «wesent-

lichen Züge», also die aus raumplanerischer Sicht wichtigen Merkmale 

des Objekts. Ob die so verstandene Identität noch gewahrt wird, beur-

teilt sich unter Würdigung aller raumrelevanten Gesichtspunkte in ih-

rem Zusammenwirken. In die Gesamtbeurteilung einzubeziehen sind 

namentlich das äussere Erscheinungsbild, die Nutzungsart und das 

Nutzungsmass, die Anzahl Wohneinheiten, die Erschliessung, die wirt-

schaftliche Zweckbestimmung sowie die Auswirkungen auf die Raum-

ordnung und die Umwelt. Bei der Beurteilung des äusseren Erschei-

nungsbilds ist entscheidend, ob das geplante Bauprojekt bezüglich 

Gebäudeform, Stil und Gestaltung wesentlich vom bestehenden Ge-

bäude abweicht. Fehlt es an der Identität, liegt eine vollständige Ände-

rung vor und die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24c 

RPG fällt ausser Betracht. Auch wenn einer der Tatbestände von 

Art. 24c Abs. 4 RPG (zeitgemässe Wohnnutzung, energetische Sanie-

rung, bessere Einpassung in die Landschaft) erfüllt ist, befreit dies im 

Grundsatz nicht vom Erfordernis der Wesensgleichheit (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 1C_518/2021 vom 12. Juni 2023 Erw. 3 mit Hinwei-

sen). 

 

2.3 Art. 24c Abs. 4 RPG listet drei alternativ und abschliessend zu 

verstehende Voraussetzungen auf, die bei teilweisen Änderungen, 

massvollen Erweiterungen sowie Wiederaufbauten zur Anwendung 

gelangen (vgl. ALIG/HOFFMANN, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr 

[Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, Zürich/Basel/Genf 

2016, N 3.211). Da Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild 

gemäss Art. 24c Abs. 4 RPG nur noch in drei Fällen zugelassen sind, 

ist vor der Prüfung der Wahrung der Identität zu beurteilen, ob über-

haupt eine Änderung des äusseren Erscheinungsbilds zulässig ist. 

Erst wenn dies zu bejahen ist, ist in einem zweiten Schritt zu beurtei-

len, ob die Identität gewahrt bleibt (vgl. R. MUGGLI, in: Aemiseg-

ger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen 

ausserhalb der Bauzone, Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 24c N 36).  

 

2.3.1 Das AREG führt in seiner raumplanungsrechtlichen Teilverfü-

gung aus, das Vorhaben, welches zu einer Veränderung des äusseren 

Erscheinungsbilds führe, sei für eine zeitgemässe Wohnnutzung nicht 

notwendig. Auch sei die geplante Wohnraumerweiterung für eine ver-

besserte Einpassung in die Landschaft objektiv nicht notwendig. Eine 

Verbesserung des Fassadenbilds könne auch mit geringeren bauli-

chen Massnahmen und ohne Wohnraumerweiterung erreicht werden. 

Weiter lege der Rekurrent nicht dar, dass durch den Anbau des Erkers 

eine energetische Sanierung durchgeführt werden soll. Die geplante 

Erweiterung diene keinem der in Art. 24c Abs. 4 RPG vorgeschriebe-

nen Zwecke und sei somit unzulässig. 

 

2.3.2 Der Rekurrent begründet die Wohnraumerweiterung durch den 

Erker mit reinen Komfortwünschen, namentlich dem Einrichten eines 

separaten Esszimmers. Solche Wünsche fallen klarerweise nicht in 

den Anwendungsbereich von Art. 24c Abs. 4 RPG. Dass eine Verän-

derung am äusserlichen Erscheinungsbild für eine zeitgemässe 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 8/11 

 

Wohnnutzung nötig sein muss, ist aufgrund des Trennungsgrundsat-

zes restriktiv auszulegen. Diese Bestimmung hat nicht zum Zweck, 

grosszügige oder komfortable Lösungen zu erlauben, sondern bloss 

das tatsächlich objektiv Erforderliche (vgl. R. MUGGLI, a.a.O., Art. 24c 

N 36). Veränderungen am äusserlichen Erscheinungsbild sind dann 

zulässig, wenn sie nötig sind, um die ursprüngliche Wohnnutzung auf 

einen zeitgemässen Stand zu bringen, beispielsweise durch Anpas-

sung der Raumhöhen oder ein Anbau für eine Küche oder Sanitär-

räume (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1C_312/2016 vom 3. April 

2017 Erw. 3.2; ALIG/HOFFMANN, a.a.O., N 3.212). Eine Wohnraumer-

weiterung, damit – wie vom Rekurrenten gewünscht – ein separates 

Esszimmer eingerichtet werden kann, damit nicht im Wohnzimmer ge-

gessen werden muss, ist augenscheinlich nicht objektiv notwendig. 

Sodann beruft sich der Rekurrent darauf, dass im Zusammenhang mit 

dem Erker eine energetische Teilsanierung des Einfamilienhauses er-

folge. Der Erker dient allerdings der Wohnraumerweiterung und nicht 

der energetischen Sanierung des Gebäudes. Dass mit dessen Erstel-

lung womöglich teilweise eine energetische Sanierung erfolgt, ist le-

diglich ein Nebeneffekt. Der Anbau eines Erkers ist klarerweise nicht 

als energetische Sanierung im Sinn von Art. 24c Abs. 4 RPG zu ver-

stehen. Soweit der Rekurrent schliesslich vorbringt, durch den Erker 

resultiere eine verbesserte Einfügung in die Landschaft, substantiiert 

er dieses Vorbringen nicht näher. Der projektierte angebaute Erker mit 

seinen Stützen wirkt – wie den Baugesuchsplänen zu entnehmen ist – 

als Fremdkörper an der Nordfassade. Es ist nicht erkennbar, inwiefern 

die derart dominant und wuchtig in Erscheinung tretende Wohn-

raumerweiterung darauf ausgerichtet sein soll, eine verbesserte Ein-

fügung zu erzielen (vgl. Planausschnitte Erw. 2.4.1 f.).  

 

2.3.3 Aus dem vorstehend Ausgeführten ergibt sich, dass das ge-

plante Bauvorhaben des Rekurrenten, welches eine Veränderung am 

äusseren Erscheinungsbild zur Folge hat, die Voraussetzungen von 

Art. 24c Abs. 4 RPG nicht erfüllt. Das Bauvorhaben erweist sich dem-

nach bereits aus diesem Grund als unzulässig. Der Vollständigkeit hal-

ber ist trotzdem ergänzend Folgendes festzuhalten:  

 

2.4 Selbst wenn das Bauvorhaben einen der drei in Art. 24c Abs. 4 

RPG genannten Fälle abdecken würde, müsste darüber hinaus die 

Identität der Baute weiterhin gegeben sein (Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. 

Art. 42 Abs. 1 RPV). Das in Art. 24c Abs. 2 RPG und Art. 42 Abs. 1 

RPV verankerte Erfordernis der Wahrung der Identität bzw. Wesens-

gleichheit und die in Art. 24c Abs. 4 RPG aufgezählten drei Tatbe-

stände, die eine Veränderung am äusseren Erscheinungsbild erlau-

ben, stellen eigenständige, unabhängig voneinander zu erfüllende  

Voraussetzungen dar (vgl. Erw. 2.2 hievor und BUDE Nr. 45/2022 vom 

24. Mai 2022 Erw. 5.3). 

 

2.4.1 Das AREG begründet seine Verweigerung der Zustimmung zum 

Bauvorhaben des Rekurrenten im Weiteren damit, dass durch den Er-

ker die Identität bzw. Wesensgleichheit des Einfamilienhauses im Sinn 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 9/11 

 

von Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 1 RPV nicht gewahrt 

werde, da dieser massiv in Erscheinung trete.  

 

In seinem Rekurs beruft sich der Rekurrent diesbezüglich lediglich in 

unsubstantiierter Weise darauf, dass die Identität mit der geplanten 

Wohnraumerweiterung weiterhin gegeben sei und sich die Erweite-

rung im Rahmen der rechnerischen Möglichkeiten nach Art. 42 Abs. 3 

Bst. b RPV bewege. Mit seiner Argumentation vermag er aber nicht 

aufzuzeigen, weshalb der geplante Erker entgegen der vom AREG 

vertretenen Auffassung dem Grundsatz der Wesensgleichheit ent-

spricht. Er verkennt in diesem Zusammenhang, dass es für die An-

nahme der Wahrung der Identität nicht ausreicht, dass das zahlen-

mässig maximal mögliche Erweiterungspotential ausserhalb des Ge-

bäudevolumens (Art. 42 Abs. 3 Bst. b RPV) eingehalten wird. Bloss, 

weil die zahlenmässige Vorgabe eingehalten wird, führt dies nicht au-

tomatisch zur Bejahung der Wahrung der Identität der Baute. Vielmehr 

ist danebst und unabhängig vom Umfang der Erweiterung trotzdem zu 

beurteilen, ob in einer Gesamtbetrachtung die Identität gewahrt wird 

(vgl. zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung hierzu vorstehend 

Erw. 2.2 sowie R. MUGGLI, a.a.O., Art. 24c N 35). Weshalb durch den 

vorgesehenen Erker, abgesehen von der Einhaltung des maximal 

möglichen Erweiterungsumfangs, die Wesensgleichheit weiterhin zu 

bejahen sein soll, wird durch den Rekurrenten allerdings nicht aufge-

zeigt und ist auch nicht ersichtlich. Dem AREG ist insoweit beizupflich-

ten, als die projektierte Wohnraumerweiterung derart massiv in Er-

scheinung tritt, dass diese nicht mehr als bloss untergeordnete Ände-

rung wahrzunehmen ist, wie es das Bundesgericht gemäss ständiger 

Rechtsprechung voraussetzt. Durch den Erker mit den drei Stützen 

erhält die Nordfassade des Einfamilienhauses ein gänzlich anderes 

Erscheinungsbild, wie sich den Baugesuchsplänen entnehmen lässt 

(vgl. nachfolgende Ausschnitte). Aus den Plänen ist erkennbar, dass 

die Nordfassade vom Erker mit den drei Stützen dominiert und die 

Charakteristik des Gebäudes stark verändert wird.  

 

[…] 

(Nordfassade; Ausschnitt Fassaden-Ansichten bestehend) 

 

[…] 

(Nordfassade; Ausschnitt Fassaden-Ansichten neu) 

 

2.4.2 Auch aus westlicher bzw. östlicher Perspektive bestätigt sich die 

Einschätzung, dass der geplante Erker aufgrund seiner Grösse massiv 

erscheint und das Wohnhaus in der Wahrnehmung dominiert (siehe 

nachfolgender Ausschnitt). Im Verhältnis zum bestehenden Gebäude 

wirkt er übergross. Das Erscheinungsbild des bestehenden Einfamili-

enhauses verändert sich mit dem vorgesehenen Erker in seiner Form 

und Gestaltung wesentlich.  

 

[…] 

(Westfassade; Ausschnitt Fassaden-Ansichten neu) 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 10/11 

 

2.4.3 Insgesamt führt die geforderte Gesamtbetrachtung zum Ergeb-

nis, dass mit dem umstrittenen Bauvorhaben die Wesensgleichheit der 

Baute nicht gewahrt bliebe. Das Bauvorhaben verletzt somit Art. 24c 

Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 1 RPV.  

 

3.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Veränderungen am äusseren 

Erscheinungsbild nicht für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine 

energetische Sanierung nötig sind oder auf eine verbesserte Einpas-

sung in die Landschaft ausgerichtet ist (Art. 24c Abs. 4 RPG) und dar-

über hinaus die Identität des Einfamilienhauses nicht mehr gewahrt 

bleibt (Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 1 RPV). Der Rekurs 

erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Für eine Rückwei-

sung der Angelegenheit besteht keine Veranlassung.  

  

4.  

4.1 Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die 

Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Die Entscheidgebühr beträgt Fr. 3'000.– (Nr. 20.13.01 des 

Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung, 

sGS 821.5). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die 

amtlichen Kosten dem Rekurrenten zu überbinden (Art. 96bis VRP).  

 

4.2 Der vom Rekurrenten am 27. Januar 2023 geleistete Kostenvor-

schuss von Fr. 1'800.– ist anzurechnen. 

 

5.  

Rekurrent und Vorinstanz stellen ein Begehren um Ersatz der ausser-

amtlichen Kosten. 

 

5.1 Im Rekursverfahren werden ausseramtliche Kosten entschädigt, 

soweit sie auf Grund der Sach- und Rechtslage notwendig und ange-

messen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). Die ausseramtliche Entschä-

digung wird den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unter-

liegen auferlegt (Art. 98bis VRP). Die Vorschriften der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung (SR 272) finden sachgemäss Anwendung 

(Art. 98ter VRP).  

 

5.2 Da der Rekurrent mit seinen Anträgen unterliegt, hat er von 

vornherein keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung. 

Sein Begehren ist deshalb abzuweisen. 

 

5.3 Die Vorinstanz hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Ersatz der 

ausseramtlichen Kosten (R. HIRT, Die Regelung der Kosten nach 

st.gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St.Gallen 2004, 

S. 176). Sie bringt keine Gründe vor, die ein Abweichen von dieser 

Regel rechtfertigen. Ihr Begehren ist daher abzuweisen.  

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 19/2024), Seite 11/11 

 

Entscheid 

1.  

Der Rekurs von A.___, Y.___, wird abgewiesen. 

 

2.  

a) A.___ wird eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.– auferlegt.  

 

b) Der am 27. Januar 2023 von A.___ geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 1'800.– wird angerechnet. 

 

3.  

a) Das Begehren von A.___ um Ersatz der ausseramtlichen Kos-

ten wird abgewiesen. 

 

b) Das Begehren der Politischen Gemeinde Z.___ um Ersatz der 

ausseramtlichen Kosten wird abgewiesen.   

 

 

Die Vorsteherin 

 

 

 

Susanne Hartmann 

Regierungsrätin 

 

	Publikationsplattform
	Kanton St.Gallen und St.Galler Gemeinden
	BUDE 2024 Nr. 019
	Baurecht, Art. 24c RPG, Art. 42 RPV. Gemäss Art. 24c Abs. 1 RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, grundsätzlich in ihrem Bestand geschützt. Solche Bauten und Anlagen können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind (Art. 24c Abs. 2 RPG). Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). Die geplante Wohnraumerweiterung durch die Erstellung eines Erkers an der Nordfassade des Wohnhauses, die eine Veränderung am äusseren Erscheinungsbild zur Folge hat, erfüllt die Voraussetzungen von Art. 24c Abs. 4 RPG nicht (Erw. 2.2 f.). Selbst wenn das Bauvorhaben einen der drei in Art. 24c Abs. 4 RPG genannten Fälle abdecken würde, müsste darüber hinaus die Identität der Baute weiterhin gegeben sein. Dies ist vorliegend nicht der Fall (Erw. 2.4). Abweisung des Rekurses.