# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f38fcf0b-c2df-507b-b444-88f08875fb73
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-27
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 27.12.2017 BK 2017 485
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-485_2017-12-27.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 17 485

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 27. Dezember 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Bratschi, Ober-
richterin Apolloni Meier
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Leitung Jugendanwaltschaft, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 
3011 Bern

Gegenstand vorsorgliche Unterbringung in einer geschlossenen Erziehungs-
einrichtung

Strafverfahren wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hinderung 
einer Amtshandlung, etc.

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Jugendanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 15. November 2017

(EO-16-0391)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Jugendanwaltschaft Emmental-Oberaargau (nachfolgend: Jugend-
anwaltschaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein Straf-
verfahren wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung, 
etc. Am 15. November 2017 verfügte sie, dass die am 18. September 2017 für den 
Beschwerdeführer vorsorglich angeordnete Schutzmassnahme der Unterbringung 
in einer offenen Erziehungseinrichtung per 16. November 2017 aufgehoben werde. 
Für den Beschwerdeführer werde stattdessen per 16. November 2017 vorsorglich 
die Schutzmassnahme der Unterbringung in einer geschlossenen Erziehungsein-
richtung (Massnahmezentrum I.________) angeordnet.

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 27. November 2017 Be-
schwerde und beantragte was folgt:
1. Die Verfügung der Jugendanwaltschaft Region Emmental-Oberaargau vom 15. November 2017 

sei aufzuheben.

2.    Es sei die vorsorgliche Unterbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung anzuordnen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

In ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2017 beantragte die Leitende Jugend-
anwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 
21. Dezember 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest.

2. Gemäss Art. 39 Abs. 2 Bst. a der Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung 
(JStPO; SR 312.1) ist gegen die vorsorgliche Anordnung von Schutzmassnahmen 
die Beschwerde zulässig. Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer in Strafsa-
chen des Obergerichts des Kantons Bern ergibt sich aus Art. 39 Abs. 3 JStPO und 
Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts (OrR OG; BSG 162.11). Der Beschwerdeführer ist durch 
die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen 
betroffen und damit zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert (Art. 38 Abs. 1 Bst. a 
und Abs. 3 JStPO i.V.m. Art. 382 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0). Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Jugendanwaltschaft begründete ihren Entscheid im Wesentlichen wie folgt:
[…]

2. Erste Abklärungen […] zeigten, dass A.________ seit längerer Zeit in einer schwierigen Lebenssi-
tuation steckte und dringend auf Unterstützung angewiesen war. Ende Januar 2017 präsentierten 
sich folgende Problembereiche:

- Belastetes Familiensystem (Suizid des Vaters; Schuldgefühle seitens A.________; psychiatri-
scher Klinikaufenthalt der Mutter; Überforderung)

- Fehlende Tagesstruktur seit Herbst 2015

- Scheitern diverser zivilrechtlicher (ambulant und stationär) Unterstützungsmassnahmen und 
daraus folgende Heimkehr an das Domizil der Mutter (Entweichungen; Suizidäusserungen)

- Starker Alkoholkonsum und Konsum von illegalen Suchtmitteln

- Ständig wechselnder Freundeskreis ohne konstante Vertrauensperson

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- Gefährdung seiner psychischen und physischen Gesundheit sowie beruflichen und persönli-
chen Entwicklung

3. In Absprache mit den zivilrechtlichen Behörden wurde […] vorsorglich die Schutzmassnahme der 
Unterbringung in einer offenen Behandlungseinrichtung angeordnet. Der Eintritt erfolgte mit ge-
schlossener Eintrittsphase am 30.01.2017 in der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel (UPK). 
Für den dortigen Klinikaufenthalt wurden folgende Ziele definiert:

- Psychiatrische Begutachtung

- Beruhigung und Stabilisierung der Lebenssituation

- Suchtmittelentzug, insbesondere Alkoholentzug

- Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung

- Distanz zum aktuellen sozialen Milieu

- Finden einer angemessenen Anschlusslösung

- Keine strafbaren Handlungen

4. Während des Aufenthalts in der UPK wurde A.________ durch Frau Dr. med. C.________ […] 
begutachtet. Frau C.________ hat in ihrem Gutachten vom 09.06.2017 eine Weiterplatzierung in 
ein Ausbildungswohnheim mit sozialpädagogischem Konzept und internen Ausbildungsplätzen 
empfohlen, weshalb mit Verfügung vom 18.09.2017 vorsorglich die Schutzmassnahme der Unter-
bringung in einer offenen Erziehungseinrichtung, namentlich in der J.________ in F.________, 
angeordnet wurde. Der Wechsel von der UPK in die J.________ erfolgte per 18.09.2017.

5. Mit der dortigen Platzierung hätte die Stabilisierung von A.________ im offenen Rahmen ange-
strebt werden sollen […]. Doch bereits am 28.09.2017 musste die Probezeit in der J.________ 
abgebrochen und A.________ zurück in die UPK versetzt werden.

6. Nach der Rückkehr in die UPK zeigte sich A.________ wiederholt oppositionell und abwertend 
gegenüber der Klinik. Ab dem 25.10.2017 verweigerte er seine orale Medikation […]. Erst nach-
dem ihm eingehend erklärt worden war, dass sich seine Bedürfnisse in eine Psychotherapie zu 
begeben und sich dort behandeln zu lassen und seine grundsätzliche Ablehnung der Medikation 
widersprechen, nahm er einen Tag später eines der beiden Medikamente wieder ein. A.________ 
störte mit seinem Verhalten das Stationsmilieu und gefährdete seine Mitpatienten in ihren eigenen 
Fortschritten, indem er sie durch sein Beispiel negativ beeinflusste. A.________ beschwerte sich 
seit der Rückkehr immer wieder darüber, dass ihm der Aufenthalt in der Jugendforensischen Ab-
teilung nichts bringe. Die durch die UPK angebotenen milieutherapeutischen Angebote wollte er 
nicht nutzen, weshalb ein dortiger Aufenthalt nicht mehr zielführend sein konnte.

7. A.________ äusserte den Wunsch, nach Münsingen in das Psychiatriezentrum versetzt zu wer-
den. […] Die Rückmeldung der zuständigen Person des PZMs […] ergab, dass sich A.________ 
während des Vorstellungsgesprächs am 27.10.2017 therapieerfahren und fassadär zeigte. 
A.________ habe sich laut Herrn D.________ stark für einen Platz im PZM eingesetzt und schien 
genau zu wissen, was er sagen musste, um eine Zusage zu erhalten. Über anderweitige Themen, 
insbesondere seine Delikte und den Drogenkonsum, gab er hingegen nur eingeschränkt Auskunft. 
Nach Einschätzung von Herrn D.________ wäre eine Aufnahme des jungen Mannes mit grossen 
Fragezeichen verbunden gewesen. Da es in der Erwachsenenpsychiatrie bezüglich Drogenkon-
sum und Absprachefähigkeit keinen Spielraum gebe, hätte wohl mit einem raschen Abbruch des 
Aufenthaltes gerechnet werden müssen. Vor diesem Hintergrund konnte dem Wunsch von 
A.________ […] nicht entsprochen werden.

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8. Aufgrund des Verlaufs der letzten fünf Monate seit dem Gutachten wurde von Seiten der Jugend-
anwaltschaft eine ergänzende Beurteilung […] angefordert. Dem Ergänzungsgutachten vom 
06.11.2017 ist in Bezug auf den Verlauf der letzten fünf Monaten zu entnehmen, dass A.________ 
vier Wochen nach der Gutachtenseröffnung aus der UPK entwich und erst nach zehn Tagen 
durch die Polizei aufgegriffen und zurück geführt werden konnte. Bereits im Juli zeigte 
A.________ grenzüberschreitendes Verhalten, indem er Mitpatienten angeblich im Spass schlug 
und diese beim Fangen spielen an den Geschlechtsteilen berührte. Zwischen der ersten Entwei-
chung und einem Probeeintritt im Jugenddorf G.________ verhielt und äusserte sich A.________ 
zunehmend dissozial (positive Urinproben auf THC, rassistische Äusserungen gegenüber Mitpati-
enten und verbale Bedrohung von Mitarbeitern). Aufgrund sabotierenden Verhaltens durch rechts-
radikale Äusserungen dauerte der Aufenthalt in G.________ lediglich einen Tag. Nach der Rück-
kehr in die UPK bedrohte A.________ eine Mitarbeiterin erneut massiv und entwich wiederum für 
drei Tage. Der anschliessend durchgeführte Drogentest war auch dieses Mal positiv auf Cannabis. 
Nach dem zweiwöchigen Aufenthalt in der J.________ resp. der darauffolgenden Rückkehr nach 
Basel war A.________s Verhalten weiterhin grenzüberschreitend (fraglicher Diebstahl und zwei 
Entweichungen). Nach dem durch ihn gewünschten Vorstellungsgespräch im PZM kehrte 
A.________ nicht wie geplant in die UPK zurück […]. Am 31.10.2017 konnte A.________ in redu-
ziertem Allgemeinzustand durch die Polizei in die UPK gebracht werden. Insgesamt waren die 
letzten fünf Monate somit geprägt von unkorrigierbarem und grenzverletzendem Verhalten. Durch 
seine Entweichungen entzog er sich zudem der Auseinandersetzung mit den geforderten Entwick-
lungsschritten und zeigte immer wieder einen offensichtlich massiven Druck in Bezug auf den 
Substanzkonsum. Nach Einschätzung der UPK seien die im Gutachten vom 09.06.2017 beschrie-
benen altersinadäquaten, unreifen und damit defizitären Anteile im Zusammenhang mit dem psy-
chosozialen Zustand, den Emotionen und der Moralvorstellung im Verlauf der dortigen Platzierung 
unerwartet mehr und vor allem ungünstig handlungsleitend in den Vordergrund gedrungen. Das 
Ergänzungsgutachten stellt demnach eine gegenüber dem Gutachten vom 09.06.2017 revidierte 
Diagnose der kombinierten Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und emotional-instabilen Antei-
len sowie eines Abhängigkeitssyndroms von Cannabis und eines episodischen Substanzge-
brauchs. Vor dem Hintergrund des Verlaufs und der neu gestellten Diagnosen revidieren Frau 
C.________ und Herr H.________ im Rahmen des Ergänzungsgutachtens vom 06.11.2017 die 
Massnahmeempfehlung hin zu einer geschlossenen Unterbringung.

9. […] Der Verlauf der letzten Monate hat gezeigt, dass A.________ mit seinem Verhalten seine wei-
tere Entwicklung massiv gefährdet. Durch den zunehmend erhöhten Suchtdruck und die damit 
verbundenen Entweichungen verunmöglicht er eine Auseinandersetzung mit seinem Problemver-
halten und mögliche Entwicklungsschritte diesbezüglich. Aufgrund der vermehrt handlungsleiten-
den dissozialen Anteilen und grenzverletzenden Handlungen zeigt sich A.________ auch ver-
mehrt fremdgefährdend. Es hat sich deshalb gezeigt, dass der Prozess einer nachhaltigen Weite-
rentwicklung seiner Persönlichkeit und seiner Verhaltensweisen sowie der beruflichen Integration 
im offenen Rahmen nicht stattfinden kann. Aus diesem Grund ist die Notwendigkeit einer vorsorg-
lichen Schutzmassnahme im geschlossenen Rahmen klar gegeben, verhältnismässig und not-
wendig.

10. Vor diesem Hintergrund konnte am 08.11.2017 ein Vorstellungsgespräch mit dem pädagogischen 
Leiter des Massnahmezentrums I.________ und A.________ vereinbart werden. […] A.________ 
wurde diesbezüglich am 08.11.2017 in Anwesenheit seiner Anwältin das rechtliche Gehör ge-
währt. Er machte geltend, dass er mit der […] Platzierung im Massnahmezentrum I.________ ein-
verstanden ist.

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4. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei richtig, dass sich seine Situation in 
der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel (UPK) verschlechtert habe. Es sei 
aber zu beachten, dass die geschlossene Eintrittsphase in der UPK viel länger ge-
dauert habe als vorgesehen. Am Schluss sei die Situation für alle unbefriedigend 
gewesen. Diese Entwicklung sei nicht allein dem Beschwerdeführer zuzuschreiben. 
Mit Gutachten vom 9. Juni 2017 sei eine Weiterplatzierung in ein Ausbildungs-
wohnheim mit sozialpadägogischem Konzept und internen Ausbildungsplätzen 
empfohlen worden. Am 18. September 2017 sei schliesslich die vorsorgliche Un-
terbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung angeordnet worden. Dies habe 
der Beschwerdeführer akzeptiert. Am gleichen Tag sei der Wechsel in die 
J.________ in F.________ als offene Erziehungseinrichtung erfolgt. Per 28. Sep-
tember 2017 schliesslich sei die Rückversetzung des Beschwerdeführers in die 
UPK gegen seinen Willen erfolgt. Die angeblichen Vorfälle in der J.________ wür-
den bestritten (vgl. Protokoll rechtliches Gehör vom 28. September 2017). Der Auf-
enthalt in der J.________ sei für den Beschwerdeführer eine positive Erfahrung 
gewesen. Anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 28. September 
2017 sei ihm weiterhin in Aussicht gestellt worden, dass es das Ziel sei, in einem 
offenen Setting zu funktionieren und dass er eine Ausbildung mache. Niemand wol-
le ihn einsperren (vgl. Protokoll rechtliches Gehör vom 28. September 2017).

Die Notwendigkeit der Anordnung einer Schutzmassnahme werde nicht bestritten, 
jedoch die Anordnung der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung. Eine 
geschlossene Unterbringung nach den Voraussetzungen von Art. 15 Abs. 2 Bun-
desgesetz über das Jugendstrafecht (JStG; SR 311.1) sei unverhältnismässig. Ei-
nerseits sei es in der heutigen Verfassung des Beschwerdeführers weder zu sei-
nem eigenen Schutz noch zur Behandlung einer psychischen Störung erforderlich, 
dass er in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht sei. Es sei auf das Gut-
achten vom 9. Juni 2017 zu verweisen. Was die Entweichungen und den damit in 
Verbindung zu setzenden Cannabiskonsum betreffe, so werde dies nicht bestritten. 
Jedoch sei zu beachten, unter welchen Umständen diese jeweils erfolgt seien. So 
sei eine erste Entweichung nach der Gutachtenseröffnung im Rahmen der Suche 
nach einer geeigneten Institution erfolgt; eine weitere um den Todestag seines Va-
ters am 10. September 2017. Der Austrittsbericht der UPK vom 19. September ge-
be darüber Auskunft. Die weiteren Entweichungen seien nach der Rückführung in 
die UPK am 28. September 2017 erfolgt, nachdem ihm eröffnet worden sei, dass er 
den Aufenthalt in der J.________ gegen seinen Willen und ungerechtfertigt abbre-
chen müsse, und schliesslich ein letztes Mal, als sich die geschlossene Unterbrin-
gung abgezeichnet habe. Im Zeitpunkt der Erstellung des Austrittsberichts vom 
19. September 2017 sei ein Teil der Entweichungen bereits bekannt gewesen; 
ebenso anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 28. September 2017. 
Dennoch sei dem Beschwerdeführer in Aussicht gestellt worden, dass am geplan-
ten Vorgehen – offenes Setting – festgehalten werde. Dies nun als Argumente für 
die Anordnung einer geschlossenen Unterbringung und die Schutzbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers vorzubringen, sei widersprüchlich. Es könne nicht von einer 
schwerwiegenden Gefährdung Dritter gesprochen werden. Zwar würden im Gut-
achten vom 6. November 2017 Regelverstösse (insbesondere Cannabiskonsum, 
angebliche Sachbeschädigung, Diebstahlverdacht) und Drohungen gegenüber Drit-

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ten geltend gemacht, wobei insbesondere die Vorfälle in der J.________ bestritten 
würden. Insgesamt könnten die Vorfälle nicht als schwerwiegend bezeichnet wer-
den. Ausserdem habe der Beschwerdeführer während der Dauer der bisherigen 
vorsorglichen Unterbringungen keine weiteren Straftaten begangen.

Die Unterbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung als mildere Massnahme 
erscheine nach wie vor möglich. Als dem Beschwerdeführer am 8. November 2017 
das rechtliche Gehör gewährt worden sei, habe er sich positiv geäussert und sich 
mit einer Umplatzierung ins Massnahmezentrum I.________ einverstanden ge-
zeigt. Damals sei die Situation, die sich über den Zeitraum seit dem ersten Eintritt 
in die UPK am 30. Januar 2017 mit diversen Unterbrüchen und Rückführungen 
entwickelt habe, für den Beschwerdeführer unhaltbar gewesen, sodass er jeder 
Veränderung zugestimmt hätte und sich deshalb auch mit der Platzierung in der 
geschlossenen Einrichtung in I.________ einverstanden erklärt habe. Dies könne 
ihm nicht zu seinem Nachteil ausgelegt werden.  

5. Die Leitung der Jugendanwaltschaft führt aus, der Beschwerdeführer sei im Rah-
men des Vorverfahrens von der UPK, Dr. med. C.________, begutachtet worden. 
Vor dem Hintergrund des Verlaufs seit der Gutachtenserstellung vom 9. Juni 2017 
habe die Gutachterin am 6. November 2017 eine ergänzende Beurteilung vorge-
nommen und ihre ursprünglichen Massnahmenempfehlungen dahingehend revi-
diert, dass aktuell aus jugendforensischer Sicht Hinweise für die Notwendigkeit ei-
ner Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung bestünden. Tatsächlich sei 
die Unterbringung in eine geschlossene Einrichtung durch das Verhalten des Be-
schwerdeführers indiziert, um sein selbst- und drittgefährdendes Verhalten zu un-
terbinden und für ihn eine längerfristige Perspektive zu eröffnen. Nach Abschluss 
der Begutachtung im Juni 2017 hätten sich beim Beschwerdeführer deutliche Sym-
ptome einer Anpassungsstörung im Sinne einer verlängerten Trauerreaktion auf 
den Tod des Vaters gezeigt. Ebenfalls seien Persönlichkeitsmerkmale wie Impulsi-
vität, emotionale Instabilität und explosives Verhalten in den Vordergrund getreten. 
Im Rahmen der Austrittsvorbereitungen in eine geeignete Institution sei der Be-
schwerdeführer zunehmend unter Druck geraten, wodurch es zu Impulsdurch-
brüchen gekommen sei. Zudem sei er am 27. Juni 2017 aus einem begleiteten 
Ausgang entwichen. Diese Faktoren hätten dazu geführt, dass der Beschwerdefüh-
rer sich längere Zeit im geschlossenen Setting habe aufhalten müssen. Die Suche 
nach einer Anschlusslösung sei schwierig gewesen. Einerseits, um den für ihn ge-
eigneten Rahmen zu finden, und andererseits habe er sich immer wieder ambiva-
lent gezeigt, sei unentschlossen gewesen, habe teilweise überfordert gewirkt und 
verschiedene Ängste und Sorgen geäussert. Vom 17. - 24. August 2017 sei im Ju-
genddorf G.________ ein Schnuppern vereinbart worden. Der Beschwerdeführer 
habe diese Möglichkeit bereits am ersten Tag abgebrochen. Gemäss Rückmeldung 
an die Jugendanwaltschaft vom 18. August 2017 sei er sehr nervös und überfordert 
erlebt worden. Er habe seine Notfallmedikamente verlangt und erklärt, dass er 
zurück in die UPK gehen wolle, da er ein Problem mit Ausländern habe und sich in 
der rechten Szene bewege.

In der Verfügung vom 18. September 2017 sei zwar festgehalten worden, dass die 
Schnupperzeit in der J.________ in F.________ mehrheitlich positiv verlaufen sei. 

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Bezüglich einer definitiven Aufnahme in der J.________ sei allerdings aufgrund 
verschiedener Äusserungen (Verharmlosung/Verherrlichung seiner Drogen- und 
Delikterfahrungen, rechtsradikales Gedankengut) sowie Intransparenz bezüglich 
des Aufenthaltsorts während bestimmten Zeiten eine Probezeit von einem Monat 
vereinbart worden. Zum Abbruch in der J.________ werde auf den Kurzbericht vom 
2. Oktober 2017 verwiesen, in dem auch die vom Beschwerdeführer bestrittenen 
Vorfälle beschrieben seien. Zudem sei festgestellt worden, dass die Handlungsstra-
tegien des Beschwerdeführers in Krisen sehr eingeschränkt gewesen seien und er 
sich von Betreuungspersonen nicht habe führen lassen. Zudem sei sein Gruppen-
verhalten mangelhaft und seien Überforderungstendenzen in Gruppendynamiken 
augenfällig gewesen. Der damals vorliegenden Massnahmeempfehlung (gemäss 
Gutachten vom 9. Juni 2017) folgend sei nach wie vor versucht worden, den Be-
schwerdeführer in einem offenen Setting zu platzieren. Sein Verhalten habe das 
geplante Vorgehen aber verunmöglicht, da er sich der erneuten Hospitalisation am 
28. September 2017 durch Flucht bis am 2. Oktober 2017 entzogen und daraufhin 
am 7. Oktober 2017 erneut die Gelegenheit zur Entweichung genutzt habe. Am 
9. Oktober 2017 sei er von der Polizei zurückgeführt worden. Aufgrund seines 
Wunsches, dass er seine Depression mit einer störungsspezifischen Therapie im 
stationären Rahmen behandeln lassen wolle, sei er am 28. Oktober 2017 zum Vor-
gespräch ins Psychiatriezentrum Münsingen eingeladen worden. Danach sei er 
nicht nach Basel zurückgekehrt. Er habe erst am 31. Oktober 2017 in reduziertem 
Allgemeinzustand (blutige Nase nach angeblicher Schlägerei, Urinprobe THC posi-
tiv) von der Polizei angehalten und zurückgeführt werden können. Aufgrund des 
Verlaufs nach der Gutachtenseröffnung seien seitens der Gutachterin die gestellten 
Diagnosen und Massnahmeempfehlungen revidiert worden (vgl. Austrittsbericht 
UPK vom 23. November 2017; Bericht vom 6. November 2017).  

Aktuell bestünden Hinweise für die Notwendigkeit einer geschlossenen Unterbrin-
gung, dies vor dem Hintergrund des bisherigen Verlaufs, der revidierten Einschät-
zung der Persönlichkeit und des Verhaltens im Zusammenhang mit Substanzkon-
sum. Der Beschwerdeführer zeige sich fluchtgefährdet, mit zunehmendem Sucht-
druck auch selbstgefährdend und unter Einbezug der vermehrt handlungsleitenden 
dissozialen Anteile und der grenzverletzenden Handlungen im Verlauf ebenfalls 
fremdgefährdend. Wie in der Verfügung vom 15. November 2017 festgehalten wer-
de, sei eine geschlossene Unterbringung zulässig und verhältnismässig. Das allei-
nige Abstellen auf das Gutachten vom 9. Juni 2017 – wie vom Beschwerdeführer 
angestrebt – sei nicht zielführend. Sein Verhalten nach der Gutachtenseröffnung, 
der gesamte Verlauf und insbesondere die revidierten Diagnosen und Massnah-
meempfehlungen seien mitzuberücksichtigen. Insbesondere seien beim Beschwer-
deführer die im Gutachten vom 9. Juni 2017 beschriebenen altersinadäquaten, un-
reifen und damit defizitären Anteile im Zusammenhang mit dem psychosozialen 
Zustand, den Emotionen und der Moralvorstellung im Verlauf der Platzierung uner-
wartet mehr und ungünstig in den Vordergrund gedrungen. Es seien nicht die vom 
Beschwerdeführer vorgebrachten Entweichungen, mit denen die geschlossene Un-
terbringung gerechtfertigt werde. Vielmehr sei der Beschwerdeführer in seiner Ent-
wicklung massiv gefährdet. Es habe sich gezeigt, dass der Prozess einer nachhal-
tigen Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit und seiner Verhaltensweisen sowie 

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der beruflichen Integration im offenen Setting nicht stattfinden könne und daher ei-
ne Unterbringung im geschlossenen Rahmen unabdingbar sei.

6. In der Replik ergänzt der Beschwerdeführer, die Jugendanwaltschaft führe aus, 
dass die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung durch das Verhalten 
des Beschwerdeführers indiziert sei und verweise dabei vorab auf die Interventio-
nen durch die KESB, welche nicht zielführend gewesen seien und wolle damit die 
Erfahrungen in offenen Einrichtungen aufzeigen. Zudem werde der Verlauf im 
Rahmen der vorsorglichen Unterbringung in der UPK zur Begründung herangezo-
gen. Diese Faktoren seien jedoch bereits bei der Erstellung des Gutachtens vom 
9. Juni 2017 berücksichtigt worden. Dennoch sei ein offenes Setting empfohlen und 
die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung als nicht notwendig erachtet 
worden. Für die Begründung einer geschlossenen Unterbringung könne daher 
höchstens das Verhalten des Beschwerdeführers nach der Gutachtenseröffnung ab 
Juni 2017 beigezogen werden, wie dies im ergänzenden Bericht der Gutachterin 
vom 6. November 2017 auch festgehalten werde. Dabei seien sehr wohl die Ent-
weichungen des Beschwerdeführers als Begründung herbeigezogen worden, um 
ihn als flucht- und damit selbstgefährdend darzustellen. Schliesslich könnten die 
Vorfälle gegenüber Drittpersonen nicht als schwerwiegend bezeichnet werden, so 
dass keine Fremdgefährdung vorliege.

7.

7.1 Jeder Mensch hat das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche 
und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit (Art. 10 Abs. 2 Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Die Freiheit darf 
einer Person nur in den vom Gesetz selbst vorgesehenen Fällen und nur auf die im 
Gesetz vorgeschriebene Weise entzogen werden. Jede Person, der die Freiheit 
entzogen wird, hat Anspruch darauf, unverzüglich und in einer ihr verständlichen 
Sprache über die Gründe des Freiheitsentzugs und über ihre Rechte unterrichtet zu 
werden (Art. 31 Abs. 1 sowie Abs. 2 Satz 1 BV).  

Während der jugendstrafprozessualen Untersuchung kann die zuständige Behörde, 
hier die Jugendanwaltschaft, gemäss Art. 5 JStG vorsorglich die jugendstrafrechtli-
chen Schutzmassnahmen nach Art. 12-15 JStG anordnen. Nach Art. 15 Abs. 1 
JStG ordnet die Jugendanwaltschaft eine vorsorgliche Unterbringung des Jugendli-
chen an, wenn dessen notwendige Erziehung und Behandlung nicht anders sicher-
gestellt werden kann. Die Unterbringung erfolgt bei Privatpersonen oder in Erzie-
hungs- oder Behandlungseinrichtungen, die in der Lage sind, die erforderliche er-
zieherische oder therapeutische Hilfe zu leisten. Gemäss Art. 15 Abs. 1 JStG ist die 
Unterbringung – in Anwendung des Subsidiaritätsprinzips – nur dann anzuordnen, 
wenn die notwendige Erziehung und Behandlung des Jugendlichen nicht anders 
sichergestellt werden kann. Eine Unterbringung ist etwa in Fällen unvermeidbar, in 
welchen Eltern hoffnungslos überfordert sind, sie selbst ein Kind gefährden (Ge-
walt, sexuelle Übergriffe, Vernachlässigung), das Sozialverhalten des Jugendlichen 
derart gestört ist, dass laufend neue Probleme entstehen, eine verfestigte Aus-
weich- oder Fortlauf-Symptomatik vorliegt oder zu einer Subkultur (z.B. Drogen-

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szene) Distanz hergestellt werden muss (GÜRBER/HUG/SCHLÄFLI, in: Basler Kom-
mentar Strafrecht, 3. Aufl. 2013, N. 3 zu Art. 15 JStG). 

Die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung darf gemäss Art. 15 Abs. 2 
JStG nur angeordnet werden, wenn sie für den persönlichen Schutz oder für die 
Behandlung der psychischen Störung des Jugendlichen unumgänglich (Bst. a) oder 
für den Schutz Dritter vor schwer wiegender Gefährdung durch den Jugendlichen 
notwendig ist (Bst. b). Erforderlich ist ferner das Vorliegen eines medizinischen
oder psychologischen Gutachtens (Abs. 3). Sämtliche vorsorglichen Schutzmass-
nahmen im Sinne von Art. 12 ff. JStG i.V.m. Art. 5 JStG müssen den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit gemäss Art. 36 Abs. 3 BV wahren. Die Massnahme muss 
somit zur Zielerreichung geeignet und erforderlich sein, und es muss eine vernünf-
tige Relation bestehen zwischen dem Eingriff und dem angestrebten Ziel (Urteil des 
Bundesgerichtes 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 2.6 m.w.H.).

7.2 Vorweg wird auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (vorne E. 3) 
sowie auf die Stellungnahme der Leitenden Jugendanwaltschaft verwiesen (vorne 
E. 5), welchen nur Weniges beizufügen ist. Was der Beschwerdeführer insbeson-
dere zur seiner Einschätzung nach wenig gravierenden Entwicklung in den letzten 
Monaten sowie zur Verhältnismässigkeit der Unterbringung in einer geschlossenen 
Erziehungseinrichtung vorbringt, überzeugt nicht. Auch erscheint das pauschale 
Bestreiten der Vorfälle in der J.________ wenig glaubhaft. Es ist kein Grund er-
sichtlich, weshalb die verantwortlichen Personen der J.________ derart spezifische 
Vorkommnisse wie das Anzünden von Papier, das Androhen von Schlägen oder 
das Erzeugen von Stichflammen mit einem Desinfektionsspray erfinden oder fäl-
schlicherweise dem Beschwerdeführer anlasten sollten. Gerade das Hantieren mit 
Desinfektionsmitteln und Feuer stellt eine beträchtliche Gefährdung nicht nur für 
den Beschwerdeführer selbst, sondern auch für Drittpersonen dar. Diese Vorfälle 
sind als schwerwiegend zu bezeichnen. Hinzu tritt die gravierende Selbstgefähr-
dung, musste der Beschwerdeführer doch zum Beispiel am 31. Oktober 2017 in re-
duziertem Allgemeinzustand durch die Polizei zurückgeführt werden. Seine Ent-
wicklung ist massiv gefährdet.

Das Ergänzungsgutachten vom 6. November 2017 kam vor dem Hintergrund des 
Verlaufs der letzten Monate, der revidierten Einschätzung der Persönlichkeit und 
des Verhaltens im Zusammenhang mit Substanzkonsum und somit der revidierten 
Diagnosen zum Schluss, dass die Massnahmeempfehlungen revidiert werden 
müssten. Der Beschwerdeführer zeige sich momentan klar fluchtgefährdet, mit zu-
nehmendem Suchtdruck auch selbstgefährdend, und unter Einbezug der vermehrt 
handlungsleitenden dissozialen Anteile und der grenzverletzenden Handlungen im 
Verlauf ebenfalls fremdgefährdend. Es zeigt sich also deutlich, dass zur Beurtei-
lung der Frage, ob eine vorsorgliche Unterbringung in einer geschlossenen Erzie-
hungseinrichtung notwendig ist, nicht mehr auf das ursprüngliche Gutachten vom 
9. Juni 2017 abgestellt werden kann. Dieses Vorgehen kann auch nicht als «un-
durchschaubarer Zickzackkurs» abgetan werden. Vielmehr ist aufgrund der Aggra-
vation des stark fehlerhaften Verhaltens des Beschwerdeführers schlicht von einer 
besseren Einsicht der Gutachterin auszugehen. Wie selbst der Beschwerdeführer 
letztlich anerkennt, ergibt sich die Unumgänglichkeit (i.S.v. Art. 15 Abs. 2 Bst. a 

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JStG) einer vorsorglichen Unterbringung in einer geschlossenen Erziehungseinrich-
tung eben vorrangig aus seinem Verhalten nach der Gutachtenseröffnung am 
9. Juni 2017.     

Unbestritten ist in rechtlicher Hinsicht, dass eine genügende gesetzliche Grundlage 
besteht (Art. 15 Abs. 2 JStG) und dass die vorsorgliche Unterbringung des Be-
schwerdeführers in einer geschlossenen Erziehungseinrichtung im öffentlichen In-
teresse liegt. Des Weiteren erweist sich die angeordnete Massnahme auch als ge-
eignet, erforderlich sowie zumutbar (vgl. Art. 36 Abs. 3 BV) und damit zu seinem 
persönlichen Schutz als zwingend: Keine andere Schutzmassnahme vermag den 
Beschwerdeführer – wie die vergangenen Monate eindrücklich gezeigt haben – 
derzeit davor zu schützen, dass die festgestellten altersinadäquaten, unreifen und 
damit defizitären Anteile im Zusammenhang mit dem psychosozialen Zustand, den 
Emotionen und der Moralvorstellung noch mehr und ungünstig in den Vordergrund 
treten. Die für ihn derzeit hochgradig angezeigte sehr enge Begleitung durch Fach-
personen in erzieherischer, sozialer und therapeutischer Hinsicht kann einzig in ei-
nem geschlossenen Rahmen – also nicht in einer offenen Erziehungseinrichtung – 
geboten werden. Mit der vorsorglichen Anordnung der Schutzmassnahme der Un-
terbringung in einer geschlossenen Einrichtung wurde die mildeste geeignete
Massnahme gewählt, um dem Beschwerdeführer zu einer deliktsfreien Zukunft zu 
verhelfen und zu verhindern, dass sich bei ihm die festgestellten Defizite in der 
Persönlichkeitsentwicklung weiter akzentuieren. Die vorsorgliche Unterbringung ist 
auch verhältnismässig im engeren Sinne, da es für den Beschwerdeführer im Sinne 
einer vernünftigen Relation zumutbar ist, bis auf weiteres – idealerweise bis rasch 
markante Verbesserungen eintreten – in einer geschlossenen Erziehungseinrich-
tung untergebracht zu werden. Im Übrigen wird die Verhältnismässigkeit der ange-
ordneten Unterbringung als schwerer Grundrechtseingriff freilich fortwährend durch 
die Jugendstaatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit den involvierten Institutionen 
zu überprüfen sein.    

7.3 Nach dem Gesagten ist die Verfügung der Jugendanwaltschaft vom 15. November 
2017 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt er unterliegende Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 200.00 (Art. 44 Abs. 2 JStPO i.V.m. Art. 428 
Abs. 1 StPO, Art. 33 des Dekrets betreffend die Verfahrenskosten und die 
Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [VKD; 
BSG 161.12]). Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin wird am Ende des 
Verfahrens durch die Jugendanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt 
(Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 135 Abs. 2 StPO).

11

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 200.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Die amtliche Entschädigung wird am Ende des Verfahrens durch die Jugendanwalt-
schaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Leitung Jugendanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Jugendanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Jugendanwältin 

E.________
(mit den Akten)

Bern, 27. Dezember 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber:

Müller
i.V. Gerichtsschreiberin Lauber

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.