# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92ebd0f8-b212-5a2e-b6e0-ed47fd6e1a8f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.06.2016 200 2016 340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-340_2016-06-02.pdf

## Full Text

200 16 340 SH
LOU/IMD/WIL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juni 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Soziale Dienste B.________
Beschwerdegegnerin

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland
Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen
Vorinstanz

betreffend Entscheid des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 
4. März 2016 (shbv 110/2015)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2016, SH/16/340, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Sozialhilfebezüger bzw. Beschwerdefüh-
rer) wurde ab November 2014 durch die Sozialen Dienste B.________ 
bzw. Beschwerdegegnerin) mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt (Ak-
ten der Sozialen Dienste B.________ act. IIA, unpaginiert], rotes Mäpp-
chen). Am 9. Oktober 2015 wiesen die Sozialen Dienste B.________ den 
Sozialhilfebezüger unter Androhung der Einstellung der Sozialhilfe im Un-
terlassungsfall an, einen lückenlosen Kontoauszug des Geschäftskontos 
der C.________, für welche er einzelzeichnungsberechtigt ist (vgl. 
www.zefix.ch), einzureichen (act. IIA, Register 6.1). Dieser Aufforderung 
kam der Sozialhilfebezüger auch nach entsprechender Mahnung vom 
23. Oktober 2015 (act. IIA, blauer Ordner, Register 6.1) nicht nach. Darauf-
hin stellten die Sozialen Dienste B.________ mit Verfügung vom 16. No-
vember 2015 die wirtschaftliche Sozialhilfe per 30. November 2015 ein mit 
der Begründung, sie seien mangels Mitwirkung von Seiten des Sozialhilfe-
bezügers nicht in der Lage, dessen Bedürftigkeit zu überprüfen (Akten des 
Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland RSA bzw. Vorinstanz; act. II] 5 
ff.).

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Sozialhilfebezüger am 17. November 
2015 Beschwerde beim RSA (act. II 1 ff.) und beantragte sinngemäss die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung von wirt-
schaftlicher Sozialhilfe. Mit Entscheid vom 4. März 2016 wies die Vorin-
stanz die Beschwerde ab (act. II 23 ff.)

C.

Hiergegen erhob der Sozialhilfebezüger am 1. April 2016 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern und beantragte sinngemäss, der 

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angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihm sei wirtschaftliche Sozial-
hilfe zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. April 2016 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie fügte ergänzend hinzu, es 
sei während des vorinstanzlichen Verfahrens eine nicht deklarierte Zahlung 
auf dem Betriebskonto des Beschwerdeführers eingegangen, was vermu-
ten lasse, dass weitere, dem Sozialdienst nicht bekannte Zahlungseingän-
ge erfolgt seien. 

Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 2. Mai 2016 auf eine Be-
schwerdevernehmlassung. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) und Art. 54 Abs. 2 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) i.V.m. Art. 18 Abs. 2 des Organisa-
tionsreglements des Verwaltungsgerichts vom 22. September 2010 (OrR 
VG; BSG 162.621) zuständig (vgl. auch Art. 52 Abs. 3 des Gesetzes über 
die öffentliche Sozialhilfe vom 11. Juni 2001 [Sozialhilfegesetz, SHG; BSG 
860.1]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG).

1.2 Angefochten ist der Entscheid des RSA Bern-Mittelland vom 
4. März 2016 (act. II 23 ff.). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

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der erfolgten Leistungseinstellung per 30. November 2015 wegen Verlet-
zung der Mitwirkungspflicht.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzung hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, 
hat nach Art. 12 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 29 Abs. 1 
der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) – dieser geht nicht über 
die bundesverfassungsrechtliche Garantie hinaus (BVR 2005 S. 400 E. 5.2) 
– Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf Mittel, die für ein menschen-
würdiges Dasein unabdingbar sind. Der verfassungsrechtliche Anspruch ist 
beschränkt auf ein absolutes Minimum im Sinn einer "Überlebenshilfe", was 
Ausdruck des Subsidiaritätsgrundsatzes ist und zugleich bedeutet, dass 
Schutzbereich und Kerngehalt bei diesem Grundrecht zusammenfallen 
(BGE 130 I 71 E. 4.1 S. 74, 131 I 166 E. 3.1 S. 172; vgl. auch BGE 134 I 65 
E. 3.1 S. 69; BVR 2005 S. 400 E. 5.2).

Der kantonal-gesetzliche Anspruch auf Sozialhilfe gewährleistet jeder be-
dürftigen Person persönliche und wirtschaftliche Hilfe (Art. 23 Abs. 1 SHG). 
Als bedürftig gilt, wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder 
nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann (Art. 23 Abs. 2 
SHG). Auch die gesetzlichen Sozialhilfeleistungen unterliegen demnach 
dem Grundsatz der Subsidiarität (vgl. auch Art. 9 Abs. 1 SHG); sie werden 
nur gewährt, wenn die bedürftige Person sich nicht selbst helfen kann oder 
Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist (Art. 9 Abs. 2 
und Art. 23 Abs. 2 SHG). Die betroffene Person hat namentlich vorhande-
nes Einkommen und Vermögen sowie die eigene Arbeitskraft einzusetzen, 

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um die drohende oder bestehende Notlage abzuwenden oder zu beheben 
(BVR 2011 S. 368 E. 4.1).

2.2 Nach dem im Sozialhilferecht geltenden Bedarfsdeckungsprinzip ist 
in jedem individuellen Fall der Bedarf für die konkrete und aktuelle Notlage 
auszurichten. Die Bedürftigkeit ist gleichzeitig auch die Begrenzung in Be-
zug auf die Höhe der Hilfeleistung (CHRISTOPH RÜEGG, Das Recht auf Hilfe 
in Notlagen, in CHRISTOPH HÄFELI [Hrsg.], Das Schweizerische Sozialhilfe-
recht, 2008, S. 23 ff., 47). Das heisst, dass die einer um Hilfe suchenden 
Person auszurichtenden Sozialhilfeleistungen gestützt auf die anrechenba-
ren Einnahmen und Ausgaben des jeweiligen Monats zu berechnen sind.

2.3

2.3.1 Für das Sozialhilferecht wird die Mitwirkungspflicht in Art. 28 Abs. 1 
SHG konkretisiert (vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG): Danach ist die betroffene 
Person verpflichtet, dem Sozialdienst die erforderlichen Auskünfte über ihre 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu geben und Änderungen 
der Verhältnisse unaufgefordert und unverzüglich mitzuteilen, oder zwecks 
Abklärung des Sachverhalts persönlich zu erscheinen (VGE 2010/242 vom 
21.12.2010, E. 3.1). Die Auskunftspflicht bezieht sich sowohl auf die Ei-
genmittel als auch Leistungen Dritter, die aufgrund einer Rechtspflicht oder 
freiwillig geleistet werden (BVR 2009 S. 225 E. 4). Die Mitwirkungs- und 
Auskunftspflicht besteht selbst dann, wenn sich die Auskunft zum Nachteil 
der Rechtsunterworfenen auswirkt. Den Mitwirkungspflichten der um Hilfe 
suchenden Personen steht eine Aufklärungspflicht der Behörden gegenü-
ber. Diese haben die Betroffenen darüber zu informieren, worin die Mitwir-
kungspflicht besteht, welche Tragweite ihr zukommt und insbesondere wel-
che Beweismittel sie beizubringen haben (BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115; 
BVR 2009 S. 415 E. 2.2 mit Hinweisen, 2009 S. 225 E. 3.1).

2.3.2 Können wegen mangelhafter Mitwirkung der betroffenen Personen 
trotz seriöser Abklärungen der Sozialhilfebehörde erhebliche Zweifel an der 
Bedürftigkeit nicht beseitigt werden, kann zufolge der allgemeinen Beweis-
lastregel, wonach zu Ungunsten derjenigen Person zu entscheiden ist, die 
aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache hätte Rechte ableiten können 
(vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]), eine 

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(teilweise oder volle) Leistungseinstellung gerechtfertigt sein. Diesfalls ist 
die Anspruchsberechtigung nach dem SHG – gleich wie der grundrechtli-
che Anspruch auf Hilfe in Notlage – gar nicht berührt, da die wirtschaftliche 
Notlage nicht erstellt ist und somit beweismässig keine Bedürftigkeit vor-
liegt (vgl. BVR 2011 S. 448 E. 3.1, 2009 S. 415 E. 2.3.2). Das kann etwa 
der Fall sein, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller einverlangte 
Kontoauszüge nicht einreicht, Leistungen Dritter nicht offenlegt oder man-
gels Mitwirkung die Einkommens- und Vermögensverhältnisse unklar blei-
ben (vgl. BVR 2011 S. 448 E. 3.3, 2009 S. 225 E. 6, S. 415 E. 4.3; A.8.3 
der SKOS-Richtlinien).

2.4 Eine Tatsache kann als bewiesen gelten, wenn die entscheidende 
Behörde aufgrund der erhobenen Beweise zur Überzeugung gelangt, dass 
diese Tatsache, so wie behauptet oder angenommen, besteht. Absolute 
Gewissheit ist nicht erforderlich. Es genügt ein so hoher Grad an Wahr-
scheinlichkeit, dass keine vernünftigen Zweifel bleiben. Eine blosse Mög-
lichkeit aber reicht nicht aus. Die Wahrheitsüberzeugung der Behörde muss 
auf konkreten Gründen, der allgemeinen Lebenserfahrung und der prakti-
schen Vernunft beruhen (MERKLI/ AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 19 N. 6 f.; vgl. auch BVR 2009 S. 385 
E. 4.3.2 mit Hinweis). Der Beweis kann auch indirekt, durch Indizien, er-
bracht werden, d.h. durch den Beweis von Sachumständen, die den 
Schluss auf andere, rechtswesentliche Tatsachen zulassen (vgl. BVR 2012 
S. 58 E. 4.1; MERKLI/AESCHLIMANN/ HERZOG, a.a.O., Art. 19 N. 5).

3.

Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz begründen die verfügte Ein-
stellung der Sozialhilfe mit einer Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens 
des Beschwerdeführers. Es gilt nachfolgend zu prüfen, ob diese Massnah-
me gerechtfertigt ist.

3.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin den 
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 darauf hinwies, 
monatlich unaufgefordert die zur Berechnung der Bedürftigkeit 
notwendigen Unterlagen, d.h. den Kontoauszug des Vormonats (Betriebs- 

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und Privatkonto) sowie die "Milchbüchleinrechnung" des Betriebs, 
einzureichen (act. IIA, rotes Mäppchen). Nachdem sie den 
Sozialhilfebezüger wiederholt per E-Mail um die Einreichung fehlender 
Unterlagen ersucht hatte (act. IIA, grünes Mäppchen), wies sie ihn am 
9. Oktober 2015 unter Androhung der Einstellung der Sozialhilfe im 
Unterlassungsfall an, die bisher eingereichten unvollständigen E-Banking-
Auszüge innert 10 Tagen durch einen lückenlosen Kontoauszug des 
Betriebskontos der C.________ zu ergänzen (act. IIA, Register 6.1). Die 
Beschwerdegegnerin führte dazu aus, dass sie zur Überprüfung der 
Bedürftigkeit bzw. des Anspruchs auf wirtschaftliche Sozialhilfe auf eine 
vollständige Übersicht der wirtschaftlichen Verhältnisse angewiesen sei. 
Trotz der entsprechenden Mahnung und erneuten Androhung der 
Einstellung der Sozialhilfe im Unterlassungsfall vom 23. Oktober 2015 (act. 
IIA, Register 6.1) reichte der Beschwerdeführer die geforderten Unterlagen 
nicht ein. Vielmehr machte er in einem E-Mail an die Sozialen Dienste 
B.________ vom 2. Oktober 2015 sinngemäss geltend, er sei seit dem 
18. Januar 2015 zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb er ohnehin kein 
Einkommen erziele. Zudem sei das Geschäftskonto seit Februar 2015 
eingestellt (act. IIA, grünes Mäppchen). 

3.2 Vorweg ist festzuhalten, dass es nicht am Beschwerdeführer ist, zu 
bestimmen, welche Unterlagen einzureichen sind. Vielmehr ist es Sache 
der Behörde, die beizubringenden Beweismittel zu bezeichnen und Aufga-
be der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers, diese zu beschaffen (vgl. 
E. 2.3.1 hiervor). Unter dem Titel der Mitwirkungspflicht hat der Beschwer-
deführer die verlangten Unterlagen einzureichen, wenn sie für die Ab-
klärung seiner wirtschaftlichen Situation erforderlich sind. Wie die Vorin-
stanz zutreffend erwogen hat, trifft dies bei den Kontoauszügen der 
C.________ zu (vgl. angefochtener Entscheid, E. 7). Soweit der Beschwer-
deführer aus seinen Vorbringen ableitet, die Einreichung der verlangten 
Kontoauszüge sei nicht erforderlich, kann ihm demnach nicht gefolgt wer-
den: Wie sich aus der Beschwerdeantwort, wonach gegen den Beschwer-
deführer ein Strafverfahren eingeleitet worden sei, ergibt, bestehen bei der 
Beschwerdegegnerin offensichtlich Zweifel daran, dass der Beschwerde-
führer keine Einnahmen generiert hat. Da das Verwaltungsgericht vom 
Sachverhalt ausgeht, wie er sich zum Entscheidzeitpunkt darstellt (vgl. 

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BVR 2011 S. 448 E. 3.4.1), sind die in der Beschwerdeantwort zum vorlie-
genden Verfahren geltend gemachten Zweifel zu berücksichtigen. Diese 
sind insofern berechtigt, als allein aus dem Umstand, dass dem Beschwer-
deführer infolge seiner Erkrankung seit August 2015 eine 100 %ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert wird (act. IIA, Register 4.11), nicht mit dem im 
Sozialhilferecht erforderlichen Beweisgrad (vgl. E. 2.4 hiervor) auf das 
Ausbleiben von Einnahmen geschlossen werden kann. Ebenso wenig steht 
die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers möglichen Bewegungen auf 
dem Geschäftskonto der C.________ entgegen, was auch durch die am 
15. Dezember 2015 erfolgte Gutschrift der rückerstatteten Lohnbeiträge der 
AHV in Höhe von Fr. 1'333.35 auf dem Geschäftskonto der C.________ 
(act. II, weisses Mäppchen) bestätigt wurde. An den Vermögensverhältnis-
sen des Beschwerdeführers, die für die Ausrichtung von Sozialhilfe von 
entscheidender Bedeutung sind, bestehen demnach erhebliche Zweifel. 
Die Beschwerdegegnerin hat folglich zu Recht auf dem Einreichen der feh-
lenden Kontoauszüge beharrt und – nach erfolgloser Mahnung – die Be-
dürftigkeit des Beschwerdeführers nach dem im Sozialhilferecht erforderli-
chen Beweisgrad und dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung der 
Behörde als nicht erwiesen erachtet. Dass der Beschwerdeführer die ver-
langten Unterlagen aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht beibrin-
gen könnte, wird weder behauptet noch ergibt sich dies aus den einge-
reichten Arztzeugnissen. Ohne Einsicht in die geforderten Unterlagen ist 
der Beweis der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers damit nicht möglich, 
was sich aufgrund der Verletzung der Mitwirkungspflicht zu seinen Lasten 
auswirkt (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Die Leistungseinstellung durch die Be-
schwerdegegnerin erweist sich demnach als rechtmässig.

3.3 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Entscheid der Vorin-
stanz vom 4. März 2016 (act. II 23 ff.) nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen.

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4.

4.1 Gemäss Art. 53 SHG werden in Verfahren vor den Sozialdiensten 
und den Beschwerdeinstanzen vorbehältlich mutwilliger oder leichtfertiger 
Prozessführung keine Verfahrenskosten erhoben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die obsiegende Beschwerdegegnerin 
hat ebenfalls keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 4 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Soziale Dienste B.________
-  Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.