# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c6ed881-7ab8-51f0-958d-76e9198c090b
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.11.2023 SK.2023.30
**Docket/Reference:** SK.2023.30
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2023-30_2023-11-14

## Full Text

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziffer 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG);;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziffer 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG);;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziffer 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG);;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziffer 1 StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 1 StGB) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG)

Urteil vom 14. November 2023 
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien 

 

BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt 

des Bundes Vincens Nold 

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

1. B. 

2. C. 

 

 

gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt  

Marino Di Rocco 

 

Gegenstand 

 

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbre-

cherischer Absicht; einfache Körperverletzung; Beschimp-

fung; Drohung und Widerhandlung gegen das Waffenge-

setz 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2023.30 

- 2 - 

SK.2023.30 

Der Einzelrichter erkennt: 

I.       

1. A. wird schuldig gesprochen: 

− der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Ab-

sicht im Sinne von Art. 224 Abs. 1 StGB; 

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB; 

− der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB; 

− der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB; 

− der Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 

WG. 

2. A. wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten und einer Geldstrafe von 

60 Tagessätzen zu je Fr. 50.--, jeweils bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 

2 Jahren. 

Die ausgestandene Polizeihaft von 1 Tag wird auf die Strafe angerechnet. 

3. Die nachgenannten beschlagnahmten Gegenstände und Aufzeichnungen werden 

nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils: 

3.1 zur Vernichtung eingezogen (Art. 267 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 69 StGB und 31 

WG): 

− Ass.-ID 33887 (A015’719'478), 8 Stück Mega Thunder in 2 Originalverpackungen 

− Ass.-ID 33888 (A015’719’489), Pfefferspray Defenol CS KO Super 

− Ass.-ID 33889 (A015’719'843), Pfefferspray CS 3000 Super Defense 

3.2 eingezogen und bei den Akten belassen (Art. 267 Abs. 3 StPO): 

− Pag. 10-001-0009, DVD mit Videoüberwachungssequenzen des Vorfalls vom 1. Januar 2022 

− Pag. 10-002-0019, USB-Stick mit Videoüberwachungssequenzen des Vorfalls vom 1. Januar 

2022 

4. Die Verfahrenskosten von Fr. 7'400.-- (inkl. Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- und 

Auslagen des Gerichts von Fr. 20.--) werden A. auferlegt. 

- 3 - 

SK.2023.30 

5. Rechtsanwalt Marino Di Rocco wird für die amtliche Verteidigung von A. durch die 

Eidgenossenschaft mit Fr. 10'647.40 (inkl. MWST) entschädigt. 

A. hat der Eidgenossenschaft für die Entschädigung seiner amtlichen Verteidigung 

Ersatz zu leisten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

II.  

Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Einzelrichter mündlich 

begründet. Den anwesenden Parteien wird das Urteilsdispositiv ausgehändigt; der nicht 

anwesenden Privatklägerschaft wird es schriftlich zugestellt. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 
 
 
 
 
 
 
 
Mitzuteilen an (vollständig): 

− Bundesamt für Polizei (vollständig; gestützt auf Art. 68 Abs. 1 StBOG und Art. 20 des 

Bundesgesetzes über Vorläuferstoffe für explosionsfähige Stoffe vom 25. Septem-

ber 2020 [Vorläufergesetz, VSG; SR 941.42]) 

− Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen (vollständig; gestützt auf Art. 3 Ziff. 13 der 

Verordnung über die Mitteilung kantonaler Strafentscheide vom 10. November 2004 

[SR 312.3] und Art. 31 Abs. 4 des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und 

Munition vom 20. Juni 1997 [Waffengesetz, WG; SR 514.54]) 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an (vollständig): 

− Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde 

 

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SK.2023.30 

Rechtsmittelbelehrung 

Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet und nicht eine 

Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Ar-

tikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug 

von mehr als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein 

begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach der Zustellung des Dispositivs verlangt 

oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO). 
 

Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, 

kann innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder 

schriftlich Berufung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG). 

 

Mit der Berufung gegen ein Urteil im abgekürzten Verfahren kann eine Partei nur geltend machen, sie habe 

der Anklageschrift nicht zugestimmt oder das Urteil entspreche der Anklageschrift nicht (Art. 362 Abs. 5 

StPO). 

 

Beschränkt sich die Berufung auf den Zivilpunkt, so wird das Urteil der Strafkammer nur so weit überprüft, als 

es das am Gerichtsstand anwendbare Zivilprozessrecht vorsehen würde (Art. 398 Abs. 5 StPO). 

 

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungs-

kammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, 

ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 

sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich 

anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). 

 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und 

Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO).