# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4ce14bf-c323-540a-b7c2-b7bc27483d06
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.07.2014 B-6084/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6084-2012_2014-07-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-6084/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richterin Vera Marantelli,    

Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______, 

_______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente (Rentenanspruch). 

 

 

B-6084/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am '_______' 1952 geborene, in Österreich wohnhafte österreichi-

sche Staatsangehörige X._______ ist Vater einer erwachsenen Tochter. 

Der gelernte Kellner war in den Jahren 1978 bis 1994 und 1999 bis 2007 

(mit zwischenzeitlicher Arbeitslosigkeit) in der Schweiz bei verschiedenen 

Arbeitgebern und auch als selbständig Erwerbender im Gastgewerbe tä-

tig. Während dieser Zeit leistete er Beiträge an die schweizerische Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; IV-act. 19, 24 und 

26-27). Danach kehrte X._______ nach Österreich zurück (vgl. IV-act. 2 

S. 2 und 4 sowie IV-act. 24). 

B.  

Dort war X._______ zuletzt ab dem 5. März 2010 in einem 100%igen 

Pensum als Kellner in W.______ tätig, bis ihm sein damaliger Arbeitgeber 

per 16. April 2011 kündigte. Der  letzte effektive Arbeitstag war der 2. April 

2011 (IV-act. 10 S. 6-7). Seither ging X._______ keiner beruflichen Er-

werbstätigkeit mehr nach (IV-act. 1 S. 2; IV-act. 2 S. 4; IV-act. 10 und IV-

act. 24). 

C.  

C.a Am 30. November 2011 meldete die österreichische Pensionsversi-

cherungsanstalt, Landesstelle V._______,  X._______ bei der IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland (IVSTA; nachfolgend auch: Vorinstanz) zum Be-

zug von Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung an (EU-

Formular E 204 "Bearbeitung eines Antrags auf Invaliditätsrente" von dato 

[IV-act. 1], unter Beilage des EU-Formulars E 205 "Bescheinigung des 

Versicherungsverlaufs in Österreich" vom 30. November 2011 [IV-act. 2]). 

Dieser Anmeldung reichte der heimatliche Versicherungsträger zwei zu 

seinen Händen erstellte ärztliche Gutachten nach (Eingang am 5. März 

2012, IV-act. 4-5). Darauf holte die IVSTA Auskünfte des letzten Arbeitge-

bers (Fragebogen für den Arbeitgeber vom 22. März 2012, IV-act. 10 

S. 6-7) und des Versicherten (Versichertenfragebogen vom 8. Mai 2012, 

IV-act. 10 S. 1-5 und 8), medizinische Unterlagen (IV-act. 11-17 und 20-

23) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug vom 

23. August 2006, IV-act. 19) ein.  

C.b Mit Bescheid vom 12. Juli 2012 lehnte die österreichische Pensions-

versicherungsanstalt X._______ seinen Antrag auf Gewährung einer In-

validitätspension ab (IV-act. 33). Am 14. Juli 2012 beschied die Deutsche 

B-6084/2012 

Seite 3 

Rentenversicherung die Ablehnung des bei ihr gestellten Antrags auf 

Rente wegen Erwerbsminderung (IV-act. 30 S. 1-8).   

C.c Nach einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 

(nachfolgend: RAD) Rhone vom 20. Juli 2012 (IV-act. 31) stellte die 

IVSTA mit Vorbescheid vom 26. Juli 2012 dem Versicherten die Abwei-

sung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 34). Er erhob dage-

gen keinen Einwand. Am 15. Oktober 2012 verfügte die Vorinstanz wie 

angekündigt (IV-act. 36). Als Begründung führte die IVSTA an, dass ge-

mäss den Akten keine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 

während eines Jahres vorliege. Trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung 

sei eine dem Gesundheitszustand angepasste, gewinnbringende Tätigkeit 

noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar. 

D.  

Gegen diese Verfügung hat X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

mit Eingabe vom 14. November 2012 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erhoben. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung und die Zusprechung einer Invalidenrente, eventua-

liter nach Einholung eines internistischen und orthopädischen Gutach-

tens.  

Der Beschwerdeführer begründet seine Anträge im Wesentlichen damit, 

dass er erwerbsunfähig und seine Erwerbsfähigkeit durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen nicht herstellbar sei. Der Invaliditätsgrad lie-

ge weit über 50%. Seine gesundheitlichen Beschwerden lägen primär im 

internistisch-medizinischen und orthopädischen Bereich (Knie, Schulter).  

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2013 stellt die Vorinstanz Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist die Vorinstanz 

auf die Stellungnahme des RAD Rhone vom 20. Juli 2012 (IV-act. 31). 

F.  

In seiner Replik vom 20. Februar 2013 hält der Beschwerdeführer unter 

Beilage mehrerer medizinischer Unterlagen an seinem Antrag und des-

sen Begründung fest. 

G.  

Am 4. Juli 2013 (Eingangsdatum) hat der Beschwerdeführer dem Bun-

desverwaltungsgericht unaufgefordert weitere Dokumente zu den Akten 

gereicht.  

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Seite 4 

H.  

In ihrer Duplik vom 10. September 2013 bekräftigt die Vorinstanz ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist die Vor-

instanz auf die Stellungnahmen des RAD Rhone vom 18. Juni 2013 und 

vom 3. September 2013.  

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unter-

lagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen.  

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 

Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 

1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen 

Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA). Eine Aus-

nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist demnach für die Beurteilung der Beschwerde vom 

14. November 2012 zuständig. 

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts an-

deres bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund 

von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssa-

chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invali-

denversicherung (Art. 1a bis 26
bis

 und 28 bis 70) anwendbar, soweit das 

IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-

rung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist.  

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Seite 5 

Zudem hat der Beschwerdeführer frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG; 

vgl. auch Art. 50 und Art. 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Nachdem 

auch der Kostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Be-

schwerde einzutreten. 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Un-

angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).  

2.2 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsge-

richt zu prüfen, ob die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung das 

Leistungsgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat und 

in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sach-

verhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat.  

3.  

3.1  

3.1.1 Der Beschwerdeführer ist ein in Österreich wohnhafter österreichi-

scher Staatsangehöriger, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 

getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die 

Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgen-

den: FZA; SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung 

gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend 

die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Än-

derung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Ju-

ni 2002). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Si-

cherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglie-

der der Vertragsstaaten zu gewährleisten. 

3.1.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der bis zum 31. März 2012 in Kraft gewesenen 

Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (AS 2004 

121 [vgl. auch AS 2008 4219 und AS 2009 4831]) hatten die im Gebiet 

eines Mitgliedstaates wohnhaften Personen, für die diese Verordnung 

galt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften 

eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, 

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Seite 6 

soweit besondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vor-

sahen. Dabei war im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die 

Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des 

FZA).  

3.1.3 Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (15. Oktober 2012) finden 

vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 

2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Moda-

litäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) 

Anwendung.  

Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für 

die diese Verordnung gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes 

bestimmt ist, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvor-

schriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. 

Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt diese Verordnung an die Stelle al-

ler zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über soziale Si-

cherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Sicher-

heit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser 

Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für die Be-

rechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen Umstän-

den ergeben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin Anwen-

dung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufgeführt 

sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Bestim-

mungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung gilt, so 

ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 883/2004). Die 

Bestimmung des anwendbaren Rechts ergibt sich aus Art. 11 ff. der Ver-

ordnung (EG) Nr. 883/2004. 

3.1.4 Die Bestimmung der Invalidität und die Berechnung der Rentenhö-

he richten sich auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizeri-

schem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). Insbesondere sind die rechtsan-

wendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Ent-

scheide ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden 

und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn gebunden (vgl. 

BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 

S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende 

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Seite 7 

Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Bundesge-

richt] vom 11. Dezember 1981; zum Grundsatz der freien Beweiswürdi-

gung: BGE 125 V 351 E. 3a).  

3.1.5 Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Be-

schwerdeführers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversiche-

rung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, 

insbesondere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 

über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201).  

3.2 In zeitlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass Rechts- und 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er-

lasses der streitigen Verfügung eintraten (hier: 15. Oktober 2012), im vor-

liegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (vgl. 

BGE 130 V 329 sowie 129 V 1 E. 1.2, je mit Hinweisen). Denn das Sozi-

alversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streitsache in der 

Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungs-

verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tat-

sachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normal-

fall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 

E. 1b).  

Die Sache beurteilt sich deshalb in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich nach 

denjenigen materiellen Rechtssätzen, die bei der Erfüllung des rechtlich 

zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hat-

ten (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist daher 

für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab die-

sem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. 

BGE 130 V 445 sowie Urteile des Bundesverwaltungsgerichts  

C-8639/2007 vom 20. Januar 2012 E. 2.4 und C-196/2010 vom 19. Juli 

2011 E. 3.2). 

3.3 Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene 

schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der ange-

fochtenen Verfügung vom 15. Oktober 2012 in Kraft standen; weiter aber 

auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfü-

gung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Da sich der 

allenfalls anspruchsbegründende Sachverhalt im Zeitraum 2. April 2011 

(letzter effektiver Arbeitstag) bis Oktober 2012 (Erlass der angefochtenen 

Verfügung) zugetragen hat, ist vorliegend grundsätzlich auf die materiel-

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Seite 8 

len Bestimmungen des IVG und der IVV in der Fassung gemäss den am 

1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 

5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Zudem sind die mit dem ersten 

Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getrete-

nen Änderungen des IVG und der IVV (IV-Revision 6a; IVG in der Fas-

sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 

16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beachten, soweit diese einschlä-

gig sind. 

Da die IV-Revisionen 5 und 6a für die Invaliditätsbemessung keine sub-

stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Rechtslage brachten, ist bezüglich der entsprechenden Nor-

men die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiter-

hin massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_373/2008 vom 

28. August 2008 E. 2.1). 

3.4 Ferner sind das ATSG und die Verordnung über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 (ATSV; SR 

830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-

beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7) sowie der Invalidität 

(Art. 8) entsprechen den bisherigen von der Rechtsprechung zur Invali-

denversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 

V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des 

IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006, der IVV und der ATSV vom 

28. September 2007 (5. IV-Revision [AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155], 

in Kraft seit 1. Januar 2008), des IVG und des ATSG vom 18. März 2011 

sowie der IVV und der ATSV vom 16. November 2011 (IV-Revision 6a 

[AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679], in Kraft seit 1. Januar 2012) nichts 

geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen 

verwiesen wird. 

4.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 7, 8 und 16 ATSG; Art. 4, 

28, 28a und 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während 

drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

cherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese zwei Bedingungen müs-

sen kumulativ erfüllt sein. 

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Seite 9 

Der Beschwerdeführer hat in der Schweiz unbestrittenermassen während 

mehr als drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung geleistet (IV-act. 27), womit die betragsmässigen Vor-

aussetzungen für den Bezug einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind. 

Zu prüfen bleibt damit, ob der Beschwerdeführer zum rechtsrelevanten 

Zeitpunkt, das heisst dem Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ver-

fügung (15. Oktober 2012), als invalid im Sinne des Gesetzes zu betrach-

ten war. 

4.2  

4.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Dabei ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 

im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. 

Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Be-

ruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien 

definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen 

oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (vgl. BGE 110 V 

273 E. 4a und 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglich-

keiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, 

sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Verweisungstätig-

keiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirt-

schaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Bei 

der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf die objektiven 

wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinderung an, und nicht al-

lein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung 

(vgl. BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459). 

4.2.2 Invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbie-

tung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer-

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Seite 10 

ten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2, vgl. auch BGE 102 V 165; 

AHI-Praxis 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen).  

4.2.3 Gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald 

sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung er-

forderliche Art und Schwere erreicht hat (sogenannter leistungsspezifi-

scher Versicherungsfall; vgl. BGE 137 V 417 E. 2.2.1 und 2.2.4; SVR 

2007 IV Nr. 7 E. 1.1).  

4.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss 

Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ein-

kommensvergleichs zu bestimmen.  

4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditäts-

grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente so-

wie bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine 

Viertelsrente. 

Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entspre-

chenden Renten gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG jedoch nur an Versicherte 

ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 

ATSG) in der Schweiz haben. Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

stellt dies eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 

E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Union (EU), 

denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Rente ausgerich-

tet wird, wenn sie − wie vorliegend der österreichische Beschwerdefüh-

rer − in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 

E. 2.3).  

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Entscheidbe-

hörden auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 

auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz-

tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und da-

zu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die 

ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fra-

ge, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 

werden können (vgl. BGE 125 V 25 E. 4 und 115 V 133 E. 2; Rechtspre-

B-6084/2012 

Seite 11 

chung und Verwaltungspraxis in den Bereichen AHV, IV etc., AHI-Praxis 

2002, S. 62 E. 4b/cc). Aufgabe des medizinischen Dienstes ist es dabei, 

zu Handen der Verwaltung den medizinischen Sachverhalt zusammenzu-

fassen und zu würdigen. Auch diese Berichte sind entscheidrelevante Ak-

tenstücke (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2007 vom 16. Novem-

ber 2007 E. 4.1 mit Hinweisen). 

4.6  

4.6.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, 

unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-

teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

4.6.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 

I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 

E. 3a). 

4.6.3 Das Gericht darf eine Tatsache grundsätzlich dann als bewiesen 

annehmen, wenn es sich von deren Vorhandensein derart überzeugt hat, 

dass das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. PATRICK L. 

KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 12 N. 9 S. 253). Im Sozialversiche-

rungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen, sofern das Gesetz nicht et-

was Abweichendes vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 

B-6084/2012 

Seite 12 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mögli-

chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 

BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).  

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-

tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-

zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich 

zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 

feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme wei-

terer Beweise zu verzichten (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. UELI 

KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, 

S. 212, Rz. 450; vgl. auch BGE 136 I 229 E. 5.3, 122 II 464 E. 4a und 122 

III 219 E. 3c, mit Hinweisen). 

5.  

Vorab ist festzustellen, dass aus der Begründung der Vorinstanz zur an-

gefochtenen Verfügung nicht klar abgeleitet werden kann, mangels wel-

cher Voraussetzungen das Rentengesuch abgewiesen wurde. So erwägt 

die Vorinstanz einerseits, dass keine ausreichende durchschnittliche Ar-

beitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Es wird jedoch auch 

ausgeführt, eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende 

Tätigkeit sei trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch immer in ren-

tenausschliessender Weise zumutbar und für die Bemessung des Invali-

ditätsgrades sei es unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich 

ausgeübt werde. Es findet sich in den Akten allerdings kein Einkommens-

vergleich bzw. keine Invaliditätsgradbemessung, welche diese Schluss-

folgerungen gestützt hätte. Sofern die Vorinstanz indessen davon aus-

geht, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als 

Kellner nicht erheblich eingeschränkt sei und mithin keine Invalidität von 

mindestens 40 % vorliege, womit entsprechend auch kein Rentenan-

spruch gegeben sei, würde sich die Berechnung des Invaliditätsgrades 

mittels Einkommensvergleich erübrigen. In diesem Fall würde sich ange-

sichts einer erheblichen Restarbeitsfähigkeit rechtfertigen, den Invalidi-

tätsgrad durch Übernahme der prozentualen Einschränkung der Arbeits-

fähigkeit (Prozentvergleich) zu ermitteln (vgl. BGE 114 V 310 E. 3a mit 

Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_129/ 2008 vom 7. Au-

gust 2008 E. 3.3.1 und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-57/2008 

vom 3. Dezember 2009 E. 6).  

B-6084/2012 

Seite 13 

Für eine diesbezügliche schlüssige Feststellung ist es allerdings grundle-

gend, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nachfolgend um-

fassend abzuklären.  

6.  

6.1 Die angefochtene Verfügung stützt sich in medizinischer Hinsicht auf 

die Stellungnahme von Dr. med. A._______, Fachärztin FMH für Innere 

Medizin und Ärztin des RAD Rhone, vom 20. Juli 2012 (IV-act. 31). Die 

RAD-Ärztin verfasste diese aufgrund der medizinischen Unterlagen, die 

sich dato in den vorinstanzlichen Akten befanden. Die medizinische Ak-

tenlage stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar: 

6.2 Dr. B._______, Facharzt für Unfallchirurgie, nannte in seinem Gutach-

ten vom 17. Januar 2012 (IV-act. 5 S. 8-12) zuhanden der österreichi-

schen Pensionsversicherungsanstalt als diagnostische Hauptursache der 

Minderung der Erwerbsfähigkeit ein Impingementsyndrom an beiden 

Schultern (ICD-10 M75.4), radiologisch beginnende Abnutzungserschei-

nungen am rechten Kniegelenk, Senkspreizfüsse beidseits und einen 

Verdacht auf ein Polyneuropathiesyndrom an beiden Füssen. Ein Diabe-

tes mellitus und Übergewicht seien weitere Leiden (S. 10). Am übrigen 

Bewegungs- und Stützapparat bestehe ein altersentsprechender, guter 

Funktionszustand. Aus unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht seien leich-

te und mittelschwere Arbeiten zumutbar. Die Arbeiten sollten abwech-

selnd im Gehen, Sitzen und Stehen durchgeführt werden. Längerdauern-

de Arbeiten im Hocken und Knien, Überkopfarbeiten sowie Arbeiten auf 

Leitern und Gerüsten seien zu vermeiden. Längere als die üblichen Ar-

beitspausen seien nicht nötig (S. 11). Der Beschwerdeführer könne voll-

schichtig arbeiten. Eine überwiegend sitzende, stehende oder gehende 

Arbeitshaltung sei zumutbar. Die körperliche Belastbarkeit erlaube keine 

schweren Anforderungen. Höhenexponierte Arbeiten seien nur fallweise, 

allgemein exponierte Arbeiten überwiegend möglich. Leichte und mittel-

schwere Hebe- und Trageleistungen seien in überwiegendem Masse zu-

mutbar, aber keine schweren. Zwangshaltungen überkopf, kniend und 

hockend könnten fallweise, vorgebeugte und gebückte in überwiegendem 

Umfang ausgeübt werden. Eine Kälte- oder Nässeexposition sei fallweise 

zumutbar, eine Hitze- oder Staubexposition überwiegend (S. 12). 

6.3 Dr. C._______, Fachärztin für Innere Medizin und Ärztin für Allge-

meinmedizin, führte in ihrem Gesamtgutachten vom 23. Januar 2011 

(richtig: 2012) (IV-act. 5 S. 1-6) zuhanden der österreichischen Pensions-

B-6084/2012 

Seite 14 

versicherungsanstalt als diagnostische Hauptursachen der Minderung der 

Erwerbsfähigkeit folgende an: 

1. Diabetes mellitus Typ II b / Body-Mass-Index (BMI) 29; 

– Insulintherapie nach dem Basis/Bolus-Schema; 

– bekannte diabetische Nephrophatie; 

– beginnende diabetische Polyneuropathie an beiden unteren Ex-

tremitäten; 

2. arterielle Hypertonie (ICD-10 l10.0); 

3. Impingementsyndrom an beiden Schultern (ICD-10 M75.4); 

4. radiologisch beginnende Abnutzungserscheinungen am rechten Knie-

gelenk; 

5. Senkspreizfüsse beidseits. 

Weitere Leiden seien ein chronischer Nikotinabusus und eine Hyperlipo-

proteinämie (S. 3-4). Aus Sicht beider Disziplinen seien noch leichte und 

mittelschwere körperliche Tätigkeiten zumutbar. Die arbeitsüblichen Pau-

sen seien ausreichend. Angezeigt sei eine Wechselhaltung. Nicht zumut-

bar seien längerdauernde Arbeiten im Hocken und Knien, Überkopfarbei-

ten, Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie Arbeiten unter Nässe- und 

Kälteexposition. Weiter nicht zumutbar seien das ständige berufsbedingte 

Lenken von Kraftfahrzeugen sowie das ständige Arbeiten an gefährden-

den Maschinen und im Akkord. Übliche (Hilfs-)Tätigkeiten auf dem allge-

meinen Arbeitsmarkt (AAM-Tätigkeiten) sowie Verweisungstätigkeiten im 

Berufsbild eines Kellners seien zumutbar (S. 4). Der Beschwerdeführer 

könne vollschichtig arbeiten. Die Arbeitshaltungen Sitzen, Stehen und 

Gehen, das Heben und Tragen von leichten und mittelschweren Lasten 

sowie Tätigkeiten unter starker Lärmeinwirkung seien überwiegend zu-

mutbar. Körperlich belastbar für schwere Arbeiten sei er nicht. Das Heben 

und Tragen schwerer Lasten sei nicht zumutbar. Das berufsbedingte Len-

ken eines Kraftfahrzeugs, höhenexponierte Arbeiten, allgemein exponier-

te Tätigkeiten, Zwangshaltungen überkopf, vorgebeugt, gebückt, kniend 

oder hockend sowie Kälte- oder Nässeexpositionen seien fallweise mög-

lich. Hitze- oder Staubexposition sei überwiegend möglich. Reine Bild-

schirmarbeit oder Nachtarbeit seien unzumutbar (S. 6). 

6.4 In ihrer Stellungnahme vom 20. Juli 2012 (IV-act. 31) zuhanden der 

Vorinstanz gab RAD-Ärztin Dr. A._______ als Hauptdiagnose ein Impin-

gementsyndrom der Schultern beidseits gemäss ICD-10 M75.4 an. Als 

Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte 

Dr. A._______ einen Diabetes Mellitus Typ 2 b bei BMI 29 gemäss ICD-

10 M75.4, Erstdiagnose im Jahre 2000, sekundär insulinpflichtig, sowie 

B-6084/2012 

Seite 15 

eine diabetische Nephropathie und eine beginnende Polyneuropathie der 

unteren Extremitäten. Als Nebendiagnose ohne Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit hielt Dr. A._______ eine arterielle Hypertonie, eine begin-

nende Gonarthrose rechts, Senkspreizfüsse beidseits mit Einlagen ver-

sorgt sowie einen chronischen Nikotinabusus und eine Dyslipidämie fest. 

In seiner bisherigen Tätigkeit als Kellner und in einer angepassten Tätig-

keit bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer könne ganz-

tags in wechselnder Arbeitsposition arbeiten. Das Heben von maximal 15 

bis 20 kg schweren Gewichten sei gelegentlich möglich. Schwere Arbei-

ten könnten nicht verrichtet werden. Bei Arbeiten in Feuchtigkeit und Käl-

te bestünden funktionelle Einschränkungen. Es seien kein längerdauern-

des Hocken bzw. Knien, keine Überkopfarbeiten, keine Arbeiten auf Lei-

tern bzw. Gerüsten, kein berufsbedingtes Lenken von Kraftfahrzeugen 

und kein ständiges Arbeiten an gefährdenden Maschinen und kein Akkord 

zumutbar. Aufgrund der klinischen Befunde werde trotz degenerativer 

Veränderungen in der Bildgebung des Knies und der Schultern keine re-

levante Einschränkung festgehalten. Die angestammte wie auch ange-

passte Tätigkeiten mit dem obigen Profil würden als zu 100 % zumutbar 

befunden. Der Diabetes Mellitus habe zur Zeit keinen invalidisierenden 

Charakter, die beginnende Polyneuropathie ebensowenig.  

7.  

7.1  

7.1.1 Nach der Rechtsprechung kann auf Stellungnahmen der RAD ab-

gestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforde-

rungen an einen ärztlichen Bericht genügen (dazu E. 4.6.2 hiervor). Die 

Stellungnahmen müssen insbesondere in Kenntnis der Vorakten (Anam-

nese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizini-

schen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerun-

gen sind zu begründen. Die Ärzte und Ärztinnen des RAD müssen so-

dann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifi-

kationen verfügen. Bezüglich dieser materiellen und formellen Anforde-

rungen sind sie im Beschwerdefall gerichtlich überprüfbar (zum Ganzen: 

Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 [publiziert in 

SVR 2009 IV Nr. 56] E. 4.3.1 mit Hinweisen und 9C_1059/2009 vom 

4. August 2010 E. 1.2).  

Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die versicherte Person untersucht 

wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medi-

B-6084/2012 

Seite 16 

zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Bedarf" sel-

ber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine 

Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen 

von eigenen Untersuchungen an sich ist somit kein Grund, um einen 

RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-

ten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. Novem-

ber 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 

Auf einen reinen Aktenbericht eines RAD kann deshalb abgestellt wer-

den, wenn die Akten zum Entscheidzeitpunkt ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 

28. Oktober 2009 E. 5.2 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1). 

7.1.2 Die medizinische Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. A._______ 

vom 20. Juli 2012 (E. 6.4 hiervor) ist ein reiner Aktenbericht. Die RAD-

Ärztin, welche selbst Fachärztin für Innere Medizin ist, konnte sich aber 

aufgrund der bereits vorhandenen medizinischen Dokumentation ein um-

fassendes, genaues Bild über die Anamnese, den Verlauf und den dama-

ligen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers machen. Mit dem Gut-

achten von Dr. C._______ vom 23. Januar 2012 (E. 6.3 hiervor) und der 

Expertise von Dr. B._______ vom 17. Januar 2012 (E. 6.2 vorstehend) 

setzte sich die RAD-Ärztin bei ihrer aktengestützten Beurteilung des ge-

sundheitlichen Zustands einlässlich auseinander und beurteilte sie kohä-

rent. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist ein Arzt unabhängig 

von seiner Fachrichtung grundsätzlich in der Lage, die Kohärenz des Be-

richts eines Kollegen zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 

9C_149/2008 vom 27. Oktober 2008 E. 3.2). Die von Dr. A._______ in 

Kenntnis der Vorakten vorgenommene Beschreibung der medizinischen 

Situation des Beschwerdeführers ist nachvollziehbar. Dies gilt insbeson-

dere für die Feststellung der RAD-Ärztin, dass die angestammte Tätigkeit 

wie auch angepasste Tätigkeiten trotz degenerativer Veränderungen des 

Knies und der Schultern nach wie vor zu 100 % zumutbar seien (IV-act. 

31 S. 3). Im Vergleich mit den übrigen medizinischen Unterlagen sind 

keine Widersprüche feststellbar. Die RAD-ärztliche Stellungnahme stimmt 

mit den Feststellungen von Dr. C._______ vom 23. Januar 2012 und 

Dr. B._______ vom 17. Januar 2012 überein. Zudem liegen keine Arztbe-

richte vor, welche den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bis 

B-6084/2012 

Seite 17 

zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung abweichend 

beurteilt hätten. Es bestehen auch keine Indizien, die gegen die Zuver-

lässigkeit der Aussagen der RAD-Ärztin sprechen. Da es zum Zeitpunkt 

der Stellungnahme im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehen-

den medizinischen Sachverhalts ging, durfte die RAD-Ärztin von einer ei-

genen Untersuchung absehen. Somit ist die Einschätzung der RAD-Ärztin 

nachvollziehbar, überzeugend und schlüssig, wonach sowohl in der bis-

herigen Tätigkeit als Kellner wie auch in behinderungsangepassten Tätig-

keiten nach wie vor keine Arbeitsunfähigkeit vorhanden ist. Der RAD-Stel-

lungnahme vom 20. Juli 2012 kommt damit uneingeschränkter Beweis-

wert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).  

Wird aber dieser Einschätzung gefolgt, ist auch dann kein Anspruch auf 

eine Invalidenrente gegeben, wenn die Voraussetzung der durchschnittli-

chen Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres erfüllt wäre, da bei dessen 

Beendigung keine Invalidität von mindestens 40 % vorläge (vgl. Art. 28 

Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 6 und 8 ATSG; E. 4.4 hiervor).  

7.1.3 Das Gutachten von Dr. B._______ vom 17. Januar 2012 (E. 6.2 

hiervor) beruht auf einer von ihm gleichentags durchgeführten eingehen-

den Untersuchung des Beschwerdeführers. Der Experte berücksichtigte 

die geschilderten Leiden, insbesondere die wiederkehrenden Schmerzen 

an beiden Schultern und die Schmerzen im rechten Kniegelenk, und setz-

te sich mit den Beschwerdeschilderungen genau auseinander. Die vom 

Gutachter beschriebenen Einschränkungen hinsichtlich der Leistungsfä-

higkeit, namentlich die erforderliche wechselbelastende Arbeitshaltung 

sowie die zu vermeidenden Arbeiten, lassen sich aufgrund der festgestell-

ten Befunde nachvollziehen. Die unfallchirurgisch-orthopädischerseitige 

gutachterliche Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwer-

deführers ist einleuchtend. Das Gutachten ist indessen internistisch-

allgemeinmedizinischerseits unzureichend, wie auch der ausdrückliche 

Hinweis des Experten, dass zusätzlich ein Facharztgutachten von einem 

Internisten zu erstellen sei (IV-act. 5 S. 11), aufzeigt. Der Schlussfolge-

rung des Gutachters, dass eine vollschichtige Tätigkeit möglich sei, kann 

deshalb nur in unfallchirurgisch-orthopädischer Hinsicht gefolgt werden. 

Da das Gutachten Dr. B._______s aber im unfallchirurgisch-

orthopädischen Bereich den praxisgemässen Anforderungen an den Be-

weiswert eines Arztberichts (zu diesen in E. 4.6.2 hiervor) entspricht, hat 

die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 20. Juli 2012 insofern zu 

Recht auf die Expertise abgestellt. 

B-6084/2012 

Seite 18 

7.1.4 Dem Gutachten der Internistin und Allgemeinmedizinerin  

Dr. C._______ vom 23. Januar 2012 (E. 6.3 vorstehend), auf welches 

sich die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme ebenfalls stützte, liegt eine 

gründliche internistisch-allgemeinmedizinische Untersuchung des Be-

schwerdeführers zugrunde, die wie jene Dr. B._______s am 17. Januar 

2012 stattfand. Die österreichische Expertin äusserte sich nicht ausdrück-

lich zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen bzw. angestammten Tätigkeit 

und in leidensangepassten Tätigkeiten. Die Gutachterin kam aber zum  

– grundsätzlich nachvollziehbaren – Schluss, dass übliche (Hilfs-)Tätig-

keiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sowie Verweisungstätigkeiten 

im Berufsbild eines Kellners zumutbar seien und eine vollschichtige Tä-

tigkeit möglich sei. Das Gutachten bezieht sich damit allerdings auf die 

lokale Situation des (österreichischen) Arbeitsmarktes und kann daher 

nicht ohne Weiteres zur Beurteilung von Leistungsansprüchen gegenüber 

der schweizerischen Invalidenversicherung herangezogen werden. Ge-

mäss schweizerischem Recht ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt nach 

Art. 7 Abs. 1 ATSG massgebend. Damit kommt der RAD-Stellungnahme 

vom 20. Juli 2012 (E. 6.4 vorstehend) im Rahmen der Prüfung des Leis-

tungsanspruchs mehr Gewicht zu. Im Übrigen ist das Gutachten von 

Dr. C._______ in sich schlüssig, die ärztliche Gesamtbeurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtend und die Ausführungen zur Leistungsfä-

higkeit nachvollziehbar. Die Expertise genügt den Anforderungen an den 

Beweiswert eines Arztberichts. Die einzelnen fachgebietsfremden Äusse-

rungen der Expertin vermögen am Beweiswert des Gutachtens nichts zu 

ändern, weil diese mit den überzeugenden Aussagen der Expertise 

Dr. B._______s übereinstimmen. Die RAD-Ärztin durfte somit auch auf 

das Gutachten von Dr. C._______ abstellen. 

7.2 Die medizinischen Stellungnahmen von RAD-Ärztin Dr. A._______ 

vom 18. Juni 2013 und 3. September 2013 wurden erst nach dem Erlass 

der angefochtenen Verfügung (15. Oktober 2012) erstellt. In diesen Stel-

lungnahmen setzt sich die RAD-Ärztin mit den vom Beschwerdeführer 

nachgereichten medizinischen Berichten auseinander, in welchen unter 

anderem eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert wird. 

7.2.1 In ihrer Stellungnahme vom 18. Juni 2013 nannte RAD-Ärztin 

Dr. A._______ folgende Hauptdiagnose: 

– 3-Ast-koronare Herzkrankheit, Erstdiagnose im Dezember 2012 bei 

progredienter Angina pectoris gemäss ICD-10 l25.1; 

– dreifach-aortokoronarer Bypass am 11. Januar 2013 und Stenting des 

Ramus circumflexus; 

B-6084/2012 

Seite 19 

– gute Herzfunktion bei Ejektionsfraktion (EF) 55%. 

Als Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte 

Dr. A._______: 

– Impingementsyndrom der Schultern beidseits (ICD-10 M75.4); 

– Diabetes Mellitus Typ 2 b bei BMI 29 (ICD-10 M75.4), Erstdiagnose 

im Jahre 2000; sekundär insulinpflichtig, leichte diabetische Neph-

rophatie und beginnende Polyneuropathie der unteren Extremitäten, 

periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) I-IIa beidseits. 

Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine ar-

terielle Hypertonie, eine beginnende Gonarthrose rechts, Senkspreizfüs-

se beidseits mit Einlagen versorgt sowie ein chronischer Nikotinabusus 

und eine Dyslipidämie. Bei unkompliziertem Verlauf, so wie er dokumen-

tiert sei, sei eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter, sitzender Tätigkeit für 

drei Monate maximal zu erwarten. In der Tätigkeit als Kellner könne eine 

maximale Arbeitsunfähigkeit von vier bis sechs Monaten anerkannt wer-

den. Zusätzliche Limitationen seien aufgrund der diagnostizierten PAVK 

Grad I bis II lange Gehstrecken ohne Pause. Eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands sei im Dezember 2012 eingetreten und vermöge 

eine Arbeitsunfähigkeit von drei bis sechs Monaten zu begründen. Auf-

grund der guten Herzfunktion und des komplikationslosen postoperativen 

Verlaufs liege keine invalidisierende langdauernde Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit vor. 

7.2.2 In ihrer Stellungnahme vom 3. September 2013 bekräftigte RAD-

Ärztin Dr. A._______, dass in der bisherigen Tätigkeit als Kellner keine 

Arbeitsunfähigkeit vorhanden sei. Nur vom 19. Dezember 2012 (Korona-

rographie) bis spätestens am 30. Juni 2013 habe eine 100%ige Arbeits-

unfähigkeit bestanden. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe 

keine Arbeitsunfähigkeit. Lediglich während dreier Monate nach der Ope-

ration des aortokoronaren Bypasses sei der Beschwerdeführer in ange-

passten Tätigkeiten 100%ig arbeitsunfähig gewesen. In Bezug auf die 

von ihr bereits genannten funktionellen Einschränkungen ergänzte 

Dr. A._______ bloss, dass keine langen Gehstrecken ohne Pausenmög-

lichkeit zumutbar seien. Das forcierte exspiratorische Volumen (FEV) 1 

betrage 2.55 l, was 73 % des Solls entspreche und keine Leistungsein-

schränkung bedinge. Die Tatsache, dass eine ambulante Rehabilitations-

therapie für die nächsten neun Monate bewilligt worden sei, begründe 

keine Arbeitsunfähigkeit. Diese könne möglicherweise zu einer Verbesse-

rung der Leistungsfähigkeit führen, mit Reduktion der in der Stellungnah-

me genannten Limitationen. Aus medizinischer Sicht bestünden keine 

B-6084/2012 

Seite 20 

neuen Tatsachen, die eine Änderung der bisherigen Beurteilung bedingen 

würden. 

7.2.3 Wie in E. 3.2 hiervor bereits dargelegt, sind Sachverhaltsänderun-

gen, die nach Verfügungserlass eingetreten sind, grundsätzlich nicht zu 

berücksichtigen. Es ist aber zu prüfen, ob die nach Verfügungserlass er-

stellten Arztberichte mit dem vor dem Erlasszeitpunkt gegebenen Ge-

sundheitszustand in engem Zusammenhang stehen, sodass sie vorlie-

gend dennoch zu berücksichtigen wären.  

7.2.3.1 Dr. D._______ schloss in seinem Bericht betreffend die am 

31. Oktober 2012 stattgefundene periphere Erstuntersuchung des Be-

schwerdeführers noch eine koronare Herzkrankheit aus. Dr. D._______ 

stellte bloss fest, dass ein beträchtliches Risikoprofil und ein peripherer 

PAVK-Typ vorliege. 

7.2.3.2 Dem Austrittsbericht (Entlassungsbrief) der Universitätsklinik für 

Innere Medizin II, Kardiologie und Internistische Intensivmedizin des Uni-

versitätsklinikums U._______ vom 19. Januar 2013 betreffend den dorti-

gen stationären Aufenthalt vom 10. bis 22. Januar 2013 ist zu entnehmen, 

dass sich die koronare Dreigefässerkrankung erst während einer Korona-

rangiographie im Dezember 2012 gezeigt habe.  

7.2.3.3 Gemäss den vorinstanzlichen Akten (vgl. E. 6.3 und E. 6.4 hier-

vor) sind zwar schon vor Erlass der angefochtenen Verfügung Herz-/ 

Kreislauf-Beschwerden aufgetreten, bei denen nicht gänzlich ausge-

schlossen werden kann, dass auch sie durch die erst später diagnosti-

zierte koronare Dreigefässerkrankung verursacht wurden. Dass diese 

Beschwerden indessen bereits damals zu einer Beeinträchtigung der Ar-

beitsfähigkeit geführt haben, ist nach dem im Sozialversicherungsrecht 

geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht er-

wiesen. Vielmehr waren die damaligen Herz-/Kreislauf-Beschwerden der 

begutachtenden Dr. C._______ und der RAD-Ärztin Dr. A._______ be-

reits bekannt und von ihnen in ihren Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt worden.  

7.2.3.4 Die nach Verfügungserlass erstellten medizinischen Dokumente 

erlauben somit keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand vor Er-

lass der angefochtenen Verfügung und können im vorliegenden Verfahren 

nicht berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die RAD-Stellung-

nahmen von Dr. A._______ vom 18. Juni 2013 und 3. September 2013 

B-6084/2012 

Seite 21 

betreffend den Gesundheitszustand ab dem 19. Dezember 2012 (Datum 

der Koronarographie), welcher in den Zeitraum nach Verfügungserlass 

fällt.  

7.3 Die übrigen in den Akten enthaltenen Arztberichte genügen den ein-

gangs beschriebenen Anforderungen an einen umfassenden ärztlichen 

Bericht (dazu in E. 4.6.2 hiervor) von vornherein nicht. Diese Berichte 

enthalten keinerlei konkrete Angaben zu den Auswirkungen der diagnos-

tizierten Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in ei-

ner leidensangepassten Tätigkeit. Diese Berichte sind daher, wenn über-

haupt, nur sehr beschränkt beweisaussagekräftig und vermögen die 

nachvollziehbare und schlüssige Einschätzung der RAD-Ärztin 

Dr. A._______ vom 20. Juli 2012 (vorstehend E. 6.4) nicht zu erschüttern.  

8.  

Was die vom Beschwerdeführer beantragte zusätzliche internistische und 

orthopädische Begutachtung anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass auf 

weitere Beweisvorkehren gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

(BGE 119 V 335 E. 3c) dann verzichtet werden kann, wenn der Sachver-

halt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist oder der an-

gebotene Beweis keine zusätzlichen Erkenntnisse herbeizuführen ver-

mag. Im hier zu beurteilenden Fall lagen RAD-Ärztin Dr. A._______ bei 

ihrer Stellungnahme vom 20. Juli 2012 zwei medizinische Gutachten von 

Spezialärzten sowie zahlreiche weitere medizinische Unterlagen aus dem 

Heimatland des Beschwerdeführers vor. Letztere stammen zum Teil von 

behandelnden Ärzten. Aufgrund dieser medizinischen Dokumentation 

konnte sich die RAD-Ärztin ein umfassendes, genaues Bild vom Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers machen. Aus diesen Akten ergeben 

sich keine Hinweise darauf, dass weitere medizinische Abklärungen zu 

einem wesentlich anderen Beschwerdebild mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit führen würden. Unter diesen Umständen kann im Rahmen 

des vorliegend zu beurteilenden Falles auf das Einholen einer zusätzli-

chen internistisch-orthopädischen Begutachtung abgesehen werden (zur 

antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 122 V 157 E. 1d und E. 4.6.3 

vorstehend).  

9.  

9.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer gemäss 

dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der über-

wiegenden Wahrscheinlichkeit zum massgeblichen Zeitpunkt der ange-

http://links.weblaw.ch/BGE-119-V-335
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157

B-6084/2012 

Seite 22 

fochtenen Verfügung (15. Oktober 2012) in der angestammten Tätigkeit 

als Kellner wie auch in leidensangepassten Tätigkeiten zu 100 % arbeits-

fähig war. Ein Einkommensvergleich erübrigte sich daher (vgl. E. 5 vor-

stehend). Eine Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG (dazu siehe 

E. 4.2 hiervor) bestand nicht, womit mangels invalidenversicherungs-

rechtlicher Relevanz des Gesundheitsschadens eine Invalidenrente von 

vornherein ausser Frage steht.  

Damit hat die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers 

zu Recht abgewiesen. Die angefochtene Verfügung vom 15. Oktober 

2012 ist mithin zu schützen und die Beschwerde abzuweisen.  

9.2 Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes seit dem Zeitpunkt des Verfügungserlasses wäre 

im Rahmen einer Neuanmeldung zu prüfen (siehe E. 3.2 hiervor). 

10.  

10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten-

pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden 

Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorliegend werden die Verfah-

renskosten, die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen zusam-

mensetzen, unter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit 

der Streitsache auf Fr. 400.– festgesetzt (vgl. Art. 63 Abs. 4
bis

 VwVG so-

wie Art. 1, Art. 2 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufer-

legt. Der von ihm einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten verwendet.  

10.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 

Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).  

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

B-6084/2012 

Seite 23 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. '_______'; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Maria Amgwerd Andrea Giorgia Röllin 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 21. August 2014