# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 993f2f5b-7c07-5203-aca5-b88484f4dd3a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.12.2014 UV 2013/92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-92_2014-12-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/92

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.12.2014

Entscheiddatum: 08.12.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2014
Art. 6 UVG: Verneinung eines fassbaren pathologischen unfallbedingten 
Gesundheitsschadens; Erreichen des Status quo sine/ante; natürliche 
Kausalität von Nackenschmerzen bezogen auf eine 
schleudertraumaähnliche Verletzung verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2014, UV 
2013/92).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Marie Löhrer, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Peter 

Wohnlich

Entscheid vom 8. Dezember 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Mattias Dolder, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

gegen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.      

A.a  Die 1970 geborene A.___(nachfolgend: Versicherte) war als Sachbearbeiterin von 

B.___ bei der Swica Gesundheitsorganisation (nachfolgend: Swica) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als sie laut Unfallmeldung vom 17. Januar 2012 am 

8. Januar 2012 beim Skifahren in der C.___ stürzte, sich am linken Knie verletzte und 

eine Stauchung der Wirbelsäule erlitt (UV-act. 1). Die Versicherte begab sich 

gleichentags bei Dr. med. D.___ in ärztliche Behandlung. Klinisch zeigte das linke Knie 

weder eine Schwellung noch ein Hämatom, es war stabil und das Meniskuszeichen 

sowie der Schubladentest zur Diagnostik eines Kreuzbandrisses waren negativ. Am 

lateralen Bandapparat konnte hingegen ein leichter Druckschmerz erhoben werden. Die 

röntgenologische Untersuchung brachte keine ossären Läsionen hervor und Dr. D.___ 

diagnostizierte eine Kniedistorsion links (UV-act. 4). Am 9. Januar 2012 konsultierte die 

Versicherte ihren Hausarzt Dr. med. E.___, Chiropraktor SCG/ECU. Inzwischen zeigten 

sich bei ihr ein geschwollenes linkes Knie mit Bewegungseinschränkung sowie mässige 

Nacken- und Rückenschmerzen, ebenfalls mit Bewegungseinschränkung der HWS 

(UV-act. 2). Gestützt auf eine am 20. Januar 2012 im Röntgenzentrum F.___ 

durchgeführte MRT-Untersuchung des linken Kniegelenks diagnostizierte Dr. E.___ 

eine Distorsion Genu links, eine Kreuzbandruptur Genu links sowie eine 

Seitenbandzerrung medial. Im Weiteren stellte er die Diagnose eines unfallbedingten 

cervicovertebralen Syndroms. Dr. E.___ bejahte die Unfallkausalität der Diagnosen und 

attestierte der Versicherten vom 12. Januar 2012 bis auf weiteres eine 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 2). Mit Schreiben vom 24. Januar 2012 bestätigte die Swica 

einen Leistungsanspruch der Versicherten (Heilkosten- und Taggeldleistungen) für die 

Folgen des Ereignisses vom 8. Januar 2012 (UV-act. 3).

A.b  Am 1. Februar 2012 begab sich die Versicherte auf Zuweisung von Dr. E.___ bei

Dr. med. G.___, Orthopädie St. Gallen, in die Sprechstunde. Dr. G.___ diagnostizierte 

im Bericht vom 6. Februar 2012 eine Kniedistorsion links mit VKB (vorderes 

Kreuzband)-Ruptur und attestierte der Versicherten weiterhin eine 100%-ige 

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Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 5). Am 29. März 2012 führte er bei der Versicherten in der 

Klinik H.___- nach den arthroskopisch erhobenen Diagnosen einer posttraumatischen 

anteromedialen Knieinstabilität links bei vollständiger vorderer Kreuzbandruptur 

Kniegelenk links, eines Einrisses der Plica mediopatellaris sowie eines beginnenden 

Knorpelschaden am medialen Femurcondyl- eine arthroskopische mediale Plica-

Resektion, ein Débridement des medialen Knorpelschadens sowie eine arthroskopisch 

assistierte vordere Kreuzbandplastik mittels Semitendinosus-Transplantat durch. Die 

Versicherte war bis 2. April 2012 in der Klinik H.___ hospitalisiert (UV-act. 6 und UV-act. 

9).

A.c  Am 11. Mai und 21. August 2012 sowie am 5. Oktober 2012 erstellte Dr. G.___ 

Zwischen- bzw. Verlaufsberichte bezüglich des linken Kniegelenks (UV-act. 7, 11, 13). 

Am 21. Mai 2012 gab auch Dr. E.___, von dem die Versicherte betreffend der LWS- 

sowie HWS-Problematik betreut wurde, einen Zwischenbericht ab (UV-act. 8). Am 20. 

September 2012 berichtete Dr. med. I.___, Allgemeine Medizin FMH, über bei der 

Versicherten noch durchgeführte Behandlungen und gab eine Prognose hinsichtlich 

des weiteren Verlaufs ab (UV-act. 12). Im Unfallschein UVG bestätigte Dr. G.___ der 

Versicherten nach einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit ab 21. Mai 2012 eine solche von 

100% ab 1. November 2012. Als Datum der letzten Konsultation vermerkte er den 29. 

Oktober 2012 (UV-act. 14).

A.d  Am 27. März 2013 erfolgte durch die Arbeitgeberin der Versicherten eine als 

Rückfall zum Unfall vom 8. Januar 2012 bezeichnete Schadenmeldung (UV-act. 17). 

Die Versicherte hatte davor am 25. März 2013 der Swica telefonisch von immer leichten 

Beschwerden seit Herbst und jetzt wieder starken Schmerzen vor allem in der Hüfte 

sowie von Knieschmerzen nach zwei Stunden laufen berichtet. Letztere habe sie früher 

nie gehabt (UV-act. 18). Am 5. April 2013 nahm Dr. E.___ zur Nacken-Schulter- sowie 

auch lumbosakralen Schmerzproblematik Stellung (UV-act. 20).

A.e  Zur Prüfung ihrer Leistungspflicht veranlasste die Swica am 23. April 2013 eine 

polydisziplinäre (orthopädische, neurologische und psychiatrische) Begutachtung der 

Versicherten durch die J.___ AG (UV-act. 22). Die Begutachtung erfolgte am 2. und 8. 

Mai 2013 und das polydisziplinäre Gutachten wurde am 22. Mai 2013 erstattet (UV-act. 

26).

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A.f   Mit Schreiben vom 14. Juni 2013 teilte die Swica der Versicherten mit, dass sie 

aufgrund des Begutachtungsergebnisses der J.___ AG den Status quo sine am 29. 

September 2012 als erreicht betrachte. Da zwischen den heutigen Beschwerden und 

dem Ereignis vom 8. Januar 2012 kein Kausalzusammenhang mehr bestehe, lehne sie 

die Übernahme der Kosten des Rückfalls vom März 2013 vollumfänglich ab (UV-act. 

27).

A.g  Mit Schreiben vom 11. Juli 2013 liess die Versicherte durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

M. Dolder, St. Gallen, eine anfechtbare Verfügung verlangen (UV-act. 30), worauf die 

Swica ihre Leistungsablehnung am 19. Juli 2013 verfügungsweise bestätigte (UV-act. 

31).

B.     Die gegen die Verfügung vom 19. Juli 2013 erhobene Einsprache (UV-act. 33) 

wies die Swica mit Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2013 ab (UV-act. 36).

C.      

C.a  Dagegen erhob Rechtsanwalt Dr. Dolder am 29. November 2013 Beschwerde und 

beantragte, der Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2013 und damit auch die 

Verfügung vom 19. Juli 2013 seien aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien ohne 

Unterbruch und weiterhin, also namentlich auch über den 29. September 2012 hinaus, 

die gesetzlichen Versicherungsleistungen (einschliesslich Verzugszinsen) zu erbringen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung, namentlich für die Einholung 

eines polydisziplinären Gutachtens, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 24. März 2014 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an 

seinen beschwerdeweise gestellten Anträgen fest. Ausserdem beantragte er, die Akten 

seien an die Beschwerdegegnerin zu retournieren, damit diese die Akten überprüfe und 

entsprechend den Vorgaben einer sorgfältigen Aktenführung geordnet und vollständig 

sowie mit einem ordnungsgemässen Aktenverzeichnis versehen wieder einreiche (act. 

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G 11). Zusammen mit der Replik legte Rechtsanwalt Dr. Dolder einen Bericht von Dr. 

med. K.___, Orthopädie L.___, vom 18. März 2014 vor (act. G 11.1).

C.d  Mit Duplik vom 6. Mai 2014 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Beschwerdeabweisung fest und reichte ein Aktenverzeichnis ein (act. G 13, 

G 13.1).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid den 

Unfallbegriff gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an und legte die weitere Voraussetzung 

für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers - das Vorliegen eines natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem 

Gesundheitsschaden (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 1818 E. 3.1 mit Hinweisen) - 

zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 

3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, je mit Hinweisen; hinsichtlich Beweiswert eines 

Arztberichts vgl. BGE 125 V 352 E. 3a).

1.2   Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur  noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

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Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 

sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit 

Hinweisen).

1.3   Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt, wobei ein Rückfall einen 

besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 22 UVG darstellt (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Bei einem Rückfall handelt es sich um 

das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich 

geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt. Da der Rückfall begrifflich an ein in der 

Vergangenheit bestandenes Unfallereignis anschliesst, kann er eine Leistungspflicht 

des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den 

erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall 

erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c).

1.4   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des 

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Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens handelt es sich um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die 

entsprechende Beweislast liegt hier - anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder 

auch bei einem Rückfall ein (erneuter) leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 

328 E. 3b mit Hinweisen).

1.5   Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2013 (UV-act. 36). Diesem liegt die Verfügung 

vom 19. Juli 2013 zu Grunde (UV-act. 31), worin der Beschwerdeführerin eröffnet 

wurde, dass die Beschwerden nach dem Sturz vom 8. Januar 2012 eindeutig 

unfallbedingt gewesen und die Leistungen dafür erbracht worden seien. Jedoch seien 

die nachfolgenden Beschwerden auf einen krankheitsbedingten Verlauf 

zurückzuführen. Der Status quo sine sei gemäss Gutachten der SMAB AG vom 22. Mai 

2013 (UV-act. 26) am 29. September 2012 erreicht worden. Da kein Zusammenhang 

zwischen den heutigen Beschwerden und dem Ereignis vom 8. Januar 2012 mehr 

bestehe, würden Leistungen für den Rückfall vom März 2013 vollumfänglich abgelehnt. 

- Mit der Verfügung vom 19. Juli 2013 hat die Beschwerdegegnerin mithin das Ereignis 

vom 8. Januar 2012 als Unfallereignis anerkannt, die durch den Unfall erlittene 

Verletzung am linken Knie sowie die anschliessend an den Unfall aufgetretenen HWS- 

und LWS-Beschwerden als überwiegend wahrscheinlich kausal zum Ereignis vom 8. 

Januar 2012 beurteilt und entsprechend Leistungen für den Grundfall erbracht. Die 

Beschwerdegegnerin verwendet zwar in der Verfügung vom 19. Juli 2013 hinsichtlich 

der am 27. März 2013 gemeldeten Zunahme der HWS- und LWS-Beschwerden, 

weswegen die Beschwerdeführerin am 25. und 27. März 2013 Dr. E.___ konsultierte 

(UV-act. 20), und der Knieschmerzen links (UV-act. 17 f.) den Rückfallbegriff. Die 

weitere Feststellung des erreichten Status quo sine am 29. September 2012, die 

Bezeichnung der nachfolgenden Beschwerden als krankheitsbedingt sowie der Verweis 

an den Krankenversicherer sind jedoch dahingehend auszulegen, dass die 

Beschwerdegegnerin verfügungsweise die Leistungen wegen Dahinfallens jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen per 29. September 2012 einstellen 

wollte, die verfügungsweise Einstellung in Bezug auf den Grundfall und dies formell 

richtig mit einer Verfügung erfolgte (vgl. dazu Art. 49 Abs. 1 ATSG). Streitig ist, ob für 

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die Heilbehandlungen und allfälligen Arbeitsunfähigkeiten wegen Knie-, HWS- und 

LWS-Beschwerden über den 29. September 2012 hinaus eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht.

1.6   Während der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hinsichtlich eines über das 

Datum der Leistungseinstellung hinaus gehenden Anspruchs auf 

Unfallversicherungsleistungen von einem fortdauernden Grundfall ausgeht, prüft die 

Beschwerdegegnerin einen weiteren Leistungsanspruch bzw. die 

Heilbehandlungskosten ab März 2013 unter dem Aspekt des Rückfalls. Unbestritten ist, 

dass sowohl ein (fortdauernder) Grundfall als auch ein Rückfall an dasselbe (frühere) 

Unfallereignis - im konkreten Fall an das Ereignis vom 8. Januar 2012 - anschliessen. 

Selbst wenn ein Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nach dem 29. September 

2012 - wie von der Beschwerdegegnerin vertreten - als Rückfall zu prüfen wäre, wäre 

also zunächst zu beurteilen, ob der Grundfall von der Beschwerdegegnerin zu Recht 

per 29. September 2012 abgeschlossen worden ist. Gilt es dies zu bejahen, steht ein 

Rückfall nur noch unter bestimmten Voraussetzungen zur Diskussion, beispielsweise 

bei Vorliegen von unfallkausalen degenerativen Spätfolgen, nicht jedoch bei einer 

Unfallverletzung, welche lediglich einen vorübergehenden Gesundheitsschaden 

verursachte (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen 3.3 und 3.4.4). Das 

Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den 

bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 31. Oktober 

2013) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 4 E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit 

Hinweisen). Bis zu diesem Zeitpunkt kam es zumindest zu einer neuen ärztlichen 

Behandlung durch Dr. E.___ (vgl. UV-act. 20). Die vorliegende Prüfung einer 

weitergehenden Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin umfasst mithin ohnehin 

auch die anfänglichen von der Beschwerdegegnerin als Rückfall geprüften 

Beschwerden. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, ob im 

vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen 

ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen auch insofern 

offen bleiben, als sich die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu 

tragen hat, erst stellt, wenn es sich als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

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entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 

Wie zu zeigen sein wird, trifft dies vorliegend nicht zu.

2.     

Im Folgenden gilt es die einzelnen über den 29. September 2012 hinaus geklagten 

Beschwerden der Beschwerdeführerin im linken Kniegelenk sowie im Bereich der LWS 

und HWS auf ihre Unfallkausalität zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin erachtet eine 

über das Datum der Leistungseinstellung hinaus gehende Unfallkausalität hinsichtlich 

sämtlicher geklagten Beschwerden als nicht mehr gegeben und stützt sich dabei 

massgebend auf das polydisziplinäre Gutachten der J.___ AG vom 22. Mai 2013 (UV-

act. 26). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hält das fragliche Gutachten zu 

Unrecht nicht für beweistauglich. Das J.____ AG-Gutachten erfüllt die formellen 

Kriterien an ein medizinisches Gutachten, insbesondere berücksichtigt es sämtliche 

wesentlichen Akten (S. 3 ff.), erhebt eine ausführliche Anamnese unter Einbezug der 

von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden (S. 5 f., S. 20 ff., 26 ff.), basiert 

auf zusätzlich durchgeführten Untersuchungen im Fachbereich Orthopädie, Neurologie 

und Psychiatrie (vgl. insbesondere S. 7 f.) bzw. den gestützt darauf erhobenen 

Befunden sowie Beurteilungen und beantwortet die gestellten Fragen anschliessend an 

die gutachterliche Diskussion/Beurteilung (vgl. zum Aufbau eines Gutachtens Ueli 

Kieser, Die rechtliche Würdigung von medizinischen Gutachten, in: Schaffhauser/

Schlauri, Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. 

Gallen 1997, S. 145 f.). Die Würdigung der medizinischen Aktenlage umfasst nach der 

Rechtsprechung des EVG auch die Auseinandersetzung mit abweichenden 

Beurteilungen der Ärzte (vgl. Urteil I 645/2005 vom 13. April 2006, E. 2.3), was in Ziff. 4 

(S. 12 f.) des Gutachtens auch getan wird. Selbstverständlich gilt es nun aber 

nachfolgend zu prüfen, ob die im Rahmen der formellen Kriterien vorgenommene 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die 

Schlussfolgerungen begründet und nachvollziehbar sind und damit auf das Gutachten 

abgestellt werden kann.

3.     

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Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Eine 

manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber 

objektivierbare organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf Ergebnisse 

klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches 

Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde 

mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 

117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Diese 

Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 

231 E. 5.1 mit Hinweisen).

3.1   Durch die MRT-Untersuchung in der F.___ vom 20. Januar 2012 (UV-act. 2) ist 

nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des Skiunfalls vom 8. Januar 

2012 eine Kreuzbandruptur im linken Kniegelenk erlitten hat. Im Weiteren zeigte das 

MRT ödematöse Veränderungen rund um den medialen Bandapparat, auch im Sinne 

einer Zerrung. Entsprechend diagnostizierte Dr. E.___ im ärztlichen Zeugnis vom 20. 

Januar 2012 eine Kreuzbandruptur Genu links sowie eine Seitenbandzerrung medial 

(UV-act. 2). Die diagnostische Arthroskopie, durchgeführt am 29. März 2012 durch Dr. 

G.___, brachte außerdem einen Einriss der Plica mediopatellaris sowie einen 

beginnenden Knorpelschaden am medialen Femurcondyl hervor (UV-act. 6). Am 29. 

März 2012 wurde der Kreuzbandriss durch Dr. G.___ arthroskopisch mit einer 

Kreuzbandplastik mittels Semitendinosus-Transplantat behandelt, der Einriss der Plica 

mediopatellaris wurde resektiert und bezüglich des Knorpelschadens wurde ein 

Débridement durchgeführt (UV-act. 5 f.). Die Frage, ob und inwiefern hinsichtlich der 

vorgenannten, unbestrittenermassen objektivierten strukturellen Gesundheitsschäden 

von somatischen Unfallrestfolgen auszugehen ist, stellt sich selbstverständlich nur 

bezüglich derjenigen Gesundheitsschäden, die durch den Unfall verursacht worden 

sind, d.h. der unfallrelevanten Diagnosen.

3.2   Während der Knorpelschaden vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin als 

durch den Unfall erlitten betrachtet wird, halten die SMAB-Gutachter diesen für 

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unfallfremd bzw. vorbestehend, rein degenerativ schicksalsmässig verursacht. 

Grundsätzlich ist sowohl eine degenerativ bedingte, aber auch eine unfallbedingte 

Knorpelschädigung denkbar (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 123). Weder anlässlich der MRT-Untersuchung des 

F.___ vom 20. Januar 2012 (UV-act. 2) noch der nachfolgend in der Sprechstunde von 

Dr. G.___ vom 1. Februar 2012 durchgeführten röntgenologischen Untersuchung (UV-

act. 5) hatten sich Hinweise auf degenerative Veränderungen ergeben. Die 

arthroskopische Diagnostik ergab jedoch laut Operationsbericht von Dr. G.___ vom 29. 

März 2012 (UV-act. 6) im lastentragenden Bereich oberflächlich einen aufgefaserten 

und eingebrochenen femoralen Knorpelüberzug. Der Knorpelschaden nehme rund 1/3 

der Knorpeldicke ein. Unter der Rubrik "Indikation" hielt Dr. G.___ im Operationsbericht 

folgendes fest: "Am 8. Januar 2012 erlitt Frau A.___ einen Sturz und verletzte sich im 

Bereich des linken Kniegelenks. Dabei zog sie sich obgenannte Verletzungen zu. Die 

initialen Schmerzen klangen sukzessive etwas ab. Heute persistiert jedoch nach wie 

vor ein deutliches Schmerzsyndrom sowie eine anteromediale Instabilität. Auf Grund 

der Beschwerden ist aktuell die Indikation zur operativen Revision gegeben." Die 

plurale Formulierung "obgenannte Verletzungen" lässt zwar auf eine Unfallkausalität 

schliessen. Die Indikation zu einer Operation ergibt sich jedoch nicht aus der Diagnose, 

sondern aus der Funktionsstörung und ihrer Bedeutung für den Patienten im konkreten 

Fall und richtet sich auf die Frage, welche medizinische Massnahme bei einem 

bestimmten Gesundheitsbild angebracht ist (vgl. dazu A. Debrunner, a.a.O., S. 159 ff., 

S. 275 f., S. 330 ff.; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, 

S. 996). Entsprechend spricht Dr. G.___ vom damals nach wie vor persistierenden 

deutlichen Schmerzsyndrom, einer anteromedialen Instabilität sowie den Beschwerden 

als Indikation zur operativen Revision. Aus dem alleinigen, letztlich im Rahmen der 

anamnestischen Ausführungen geschriebenen Satz "Dabei zog sie sich obgenannte 

Verletzungen zu." lässt sich mithin keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität 

sämtlicher Gesundheitsschäden ableiten. Der Befund eines "aufgefaserten" 

Knorpelüberzugs im lasttragenden Bereich sowie die Diagnose eines "beginnenden" 

Knorpelschadens weisen ausserdem auf einen degenerativen Prozess hin (vgl. A. 

Debrunner, a.a.O., S. 123 f.). Auch die fibrosierte, längs eingerissene Plica stellt im 

Übrigen laut medizinischer Literatur keine Unfallverletzung, sondern eine degenerative 

Veränderung dar (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 673 "Fibrose", S. 1947 "Sklerose"; 

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A. Debrunner, a.a.O., S. 58). Angesichts des Gesagten erscheint die Feststellung im 

Gutachten der SMAB AG eines rein degenerativ verursachten Knorpelschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit schlüssig. Weil die 

Kausalitätskette "unfallkausaler Knorpelschaden - unfallkausale Spätfolgen" somit 

ausser Betracht fällt, vermag auch die gutachterliche Feststellung - Ein intraoperativ 

dokumentierter Knorpelschaden könne am medialen Femurcondylus naturgemäss 

langfristig und im Lauf der nächsten Jahre eine Erweiterung/Verschlimmerung erfahren. 

- keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu begründen. Dieser Aspekt geht - 

wie von den Gutachtern festgestellt - nicht zu Lasten der Einwirkungen des Ereignisses 

vom 8. Januar 2012, sondern gründet rein schicksalsmässig. Der Vollständigkeit halber 

ist anzufügen, dass der Knorpelschaden an sich bei der Operation vom 29. März 2012 

therapiert worden ist und die Akten keinerlei Hinweise auf eine Erweiterung/

Verschlimmerung des Knorpelschadens enthalten. Die geklagten morgendlichen 

Anlaufschmerzen im linken Kniegelenk betrachteten die Gutachter rein hypothetisch, 

d.h. also nicht medizinisch konkret objektiviert, als Folge eines beginnenden 

Knorpelschadens am medialen Femurcondylus. Der Zohlen-Test war schliesslich 

negativ (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 2294; A. Debrunner, a.a.O., S. 1050; Roche 

Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 2009) und der Befund wurde eigentlich als 

nicht wesentlich krankheitswertig eingestuft (UV-act. 26). Auch im Bericht von Dr. K.__ 

vom 18. März 2014 wird in keiner Weise auf einen Knorpelschaden Bezug genommen 

(act. G 11.1).

3.3   Mit Bezug auf die unbestrittenermassen beim Skiunfall vom 8. Januar 2012 

erlittene Kreuzbandruptur im linken Kniegelenk gehen die Gutachter der J.___ AG 

davon aus, dass sich für die von der Beschwerdeführerin geklagten 

belastungsabhängigen Knieschmerzen und die Schwellung des gesamten Beins unter 

Belastungsbedingungen retrospektiv kein korrelierender pathologischer Befund finde. 

Die Kreuzbandruptur wurde am 29. März 2012 operativ behandelt und verlief 

offensichtlich komplikationslos (vgl. UV-act. 6). Rund eineinhalb Monate vor der 

Leistungseinstellung per 29. September 2012 bzw. anlässlich der Untersuchung vom 

10. August 2012 erhob Dr. G.___ in seinem Zwischenbericht vom 21. August 2012 (UV-

act. 11) ein grundsätzlich reizlos wirkendes linkes Kniegelenk. Periartikulär sei es noch 

leicht verdickt. Das Knie als solches zeigte sich jedoch ergussfrei, die Extension war 

komplett möglich, die Flexion hingegen endgradig noch um ca. 20° eingeschränkt. 

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Ligamentär war das Knie stabil und es zeigte sich eine zunehmend gute Spannung der 

knienahen Muskulatur. Zum Verlauf hielt Dr. G.___ fest, dass bei der 

Beschwerdeführerin ein Status fünf Monate nach VKB-Plastik im Bereich des linken 

Kniegelenks bestehe. Grundsätzlich gehe es diesbezüglich gut. Die 

Beschwerdeführerin klage hingegen nach wie vor über Restbeschwerden. Zudem sei 

ihr ihre Arbeitsstelle gekündigt worden, worauf die Beschwerden erheblich 

zugenommen hätten. Die Beschwerdeführerin sei zurzeit 75% arbeitsfähig. Er empfehle 

aufgrund der Gesamtumstände die Beibehaltung dieser Arbeitsfähigkeit und die 

Weiterführung der physiotherapeutischen Behandlung des Knies. Bei Erhöhung der 

Arbeitsfähigkeit befürchte er, dass die Beschwerdeführerin innert kurzer Zeit ganz 

arbeitsunfähig werde. Ausführlich berichtete Dr. G.___ letztmals über die 

Verlaufskontrolle vom 21. September 2012. Als Befunde erhob er ein zunehmend 

reizloses linkes Kniegelenk, eine praktisch komplette Extension, eine Flexion bis 130°, 

dann federnd eingegrenzt, ein ligamentär stabiles Knie sowie eine zunehmend etwas 

bessere knienahe Muskulatur. Verlaufsmässig hielt er fest, dass es sukzessive besser 

gehe. Die Beschwerdeführerin mache Physiotherapie und gehe dreimal wöchentlich ins 

Fitness. Sie scheine den Weg zur Besserung gefunden zu haben. Er empfehle sicher 

bis Ende Oktober die Weiterführung der Physiotherapie. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibe 

die Beschwerdeführerin 75% arbeitsfähig (UV-act. 13). Am 29. Oktober 2012 erfolgte 

laut Unfallschein UVG (Datum unlesbar) offensichtlich eine letzte Konsultation bei Dr. 

G.___, bei welcher er der Beschwerdeführerin ab 1. November 2012 eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit attestierte (UV-act. 14). Anlässlich der orthopädischen Untersuchung 

der J.___ AG vom 8. Mai 2013 wurden folgende Befunde erhoben: Die Konturen des 

linken Kniegelenks waren erhalten. Über der linken Kniegelenksinnenseite zeigte sich 

eine reizlose schrägverlaufende 2 cm lange Inzisionsnarbe nach arthroskopisch 

assistierter vorderer Kreuzbandplastik (29. März 2012). Die Bandführung am linken 

Kniegelenk war in allen Qualitäten straff. Es zeigte sich keine Insuffizienz, der Lachman-

Test als auch der Pivot-Shift-Test waren negativ, der Anschlag eindeutig hart. Die im 

Operationsbericht vom 29. März 2012 beschriebene antero-mediale Knieinstabilität war 

postoperativ vollständig regredient, es zeigten sich keine klinischen Meniskuszeichen, 

die Kniegelenkbeweglichkeit war aktiv und passiv frei, auch die 

Kniescheibenverschieblichkeit war frei und der Zohlen- sowie Bandi-Test waren jeweils 

negativ (UV-act. 26). Gestützt auf die dargelegten übereinstimmenden medizinischen 

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Untersuchungsergebnisse mit den (letztlich) gänzlich unauffälligen Befunden im 

Bereich des linken Kniegelenks und einer diesbezüglichen 100%-igen Arbeitsfähigkeit 

durfte die Beschwerdegegnerin von einer Heilung der Kreuzbandruptur nach 

durchgeführter Operation und demzufolge vom überwiegend wahrscheinlichen 

Dahinfallen einer kausalen Bedeutung des Unfalls für die fortdauernd geklagten 

Kniebeschwerden ausgehen. Von einem Behandlungsabschluss bzw. Erreichen der 

100%-ige Arbeitsfähigkeit ging Dr. G.___ jedoch nicht bereits am 29. September 2012, 

sondern erst ab 1. November 2012 aus UV-act. 14). Wenn die SMAB AG dagegen in 

ihrem Gutachten feststellt, dass retrospektiv spätestens nach Ablauf des sechsten 

Monats nach der erfolgreich durchgeführten VKB-Plastik am linken Kniegelenk vom 29. 

März 2012, d.h. ab 29. September 2012, vom Erreichen des Status quo sine 

auszugehen sei, scheint sie sich nicht auf den konkreten Fall, sondern auf statistische 

Grundlagen oder medizinische Erfahrungssätze abzustützen. Angesichts dessen, dass 

sich die zeitliche Differenz zwischen dem Behandlungsabschluss bei Dr. G.___ sowie 

der von ihm attestierten 100%-igen Arbeitsfähigkeit und dem Einstellungszeitpunkt 

sehr gering darstellt, erscheint es nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen die J.___ 

AG von der tatsächlichen Situation abweicht, zumal sie mit der Formulierung "sollten 

sämtliche unfallassoziierten Beschwerden spätestens sechs Monate nach der OP 

vollständig regredient gewesen sein" einen Ermessensspielraum erkennen lässt. Der 

Beweis bezüglich Dahinfallens der Unfallkausalität unter Bezugnahme auf statistische 

Grundlagen und medizinische Erfahrungssätze ist dann ungenügend, wenn diese - wie 

vorliegend - im konkreten Fall keine Grundlage finden. Zusammenfassend ist mithin 

festzuhalten, dass gestützt auf die Verlaufsberichte von Dr. G.___ bezüglich der 

operativ therapierten Kreuzbandruptur von einer Heilung bzw. einem Dahinfallen der 

Unfallkausalität per 1. November 2012 auszugehen ist. Eine darüber hinaus gehende 

Unfallkausalität kann der im Gutachten verwendeten Formulierung "sollten" mit Blick 

auf die Verlaufsberichte von Dr. G.___ allerdings nicht beigemessen werden. Der 

Argumentation des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin - bei einer am Morgen 

durchgeführten Untersuchung würden Schwellungen und Belastungsbeschwerden 

noch nicht auftreten - kann zwar im Grundsatz gefolgt werden. Dies ändert jedoch 

nichts an der Sachlage, dass für die geklagten Beschwerden kein korrelierender 

pathologischer Befund objektiviert werden konnte. Nachdem bereits im 

Zwischenbericht von Dr. G.___ vom 21. August 2012 betreffend die Konsultation vom 

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10. August 2012 nur noch eine leichte periartikuläre Verdickung vermerkt war (UV-act. 

11), wurde eine Schwellung des Kniegelenks im Verlaufsbericht von Dr. G.___ vom 5. 

Oktober 2012 gar nicht mehr thematisiert (UV-act. 13). Es bestehen somit keinerlei 

Anhaltspunkte, dass die Schwellungssituation nur vom Zeitpunkt der Untersuchung 

abhängig gewesen wäre. Eine allfällige Unfallkausalität bzw. Leistungspflicht 

hinsichtlich der im Bericht von Dr. K.__ vom 18. März 2014 bezüglich der ab 12. 

November 2013 und damit nach der rechtmässig zu erfolgenden Leistungseinstellung 

per 1. November 2012 und nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 

gestellten Diagnose rezidivierender Schmerzen im linken Kniegelenk und des 

kernspintomographisch objektivierten Gesundheitsschadens einer Hypertrophie des 

Hoffa'schen Fettgewebekörpers mit einer Volumenvermehrung direkt unterhalb der 

Patellarsehne mit dem Verdacht von Vernarbungen und konsekutivem Impingement 

(act. G 11.1), ist schliesslich zunächst im Verwaltungsverfahren unter den 

Voraussetzungen von Art. 11 UVV (Rückfall/Spätfolgen) zu prüfen (vgl. Erwägung 1.3, 

1.6).

3.4   Geltend gemacht werden seitens des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin 

schliesslich des Weiteren unfallkausale LWS- und HWS-Beschwerden.

3.4.1         Laut Röntgenbericht des F.___-Centers vom 8. Mai 2013 weist die 

Beschwerdeführerin im Bereich der LWS und HWS radiologisch sichtbare 

Gesundheitsschäden auf. In der LWS zeigte sich eine linkskonvexe 

Skoliosefehlhaltung, vor allem im oberen LWS-Bereich mit Rechtskonvexität 

lumbosakral, und eine leicht verschmälerte lumbosakrale Bandscheibe. Auch die HWS 

stellte sich mit einer minimen linkskonvexen Skoliosefehlhaltung zervikothorakal dar 

und wies zudem eine Streckhaltung im mittleren und oberen Bereich sowie mässige 

degenerative Veränderungen der Intervertebralgelenke, vor allem im zervikothorakalen 

Übergangsbereich, auf (UV-act. 25). Traumatische Läsionen wurden bezüglich der LWS 

explizit verneint und hinsichtlich der HWS zumindest nicht ausdrücklich erwähnt. 

Vielmehr ist von gewissen degenerativen Veränderungen die Rede. Dass die im 

Regelfall ohnehin angeborene oder krankheitsbedingte Skoliosefehlhaltung (vgl. dazu 

Pschyrembel, a.a.O., S. 1949; A. Debrunner, a.a.O., S. 827 f.; Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O., S. 1715) traumatisch bedingt sein könnte, ist mangels ausgewiesener primärer 

Verletzung nicht anzunehmen. Die Beurteilung im orthopädischen/traumatologischen 

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J.___ AG-Gutachten vom 22. Mai 2013 (UV-act. 26) - die im Röntgenbericht 

beschriebene Streckfehlhaltung im mittleren und oberen Drittel der HWS könne 

myoligamentär und im Kontext mit dem anlässlich der klinischen Untersuchung 

erhobenen muskulären Hartspann der posterioren Nackenmuskulatur erklärt werden, 

wobei es sich um einen rein funktionellen Befund handle - erscheint ohne weiteres 

schlüssig. Myofasziale Befunde, Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, 

aber auch Druckdolenzen im Nacken können für sich allein nicht als organisch 

hinreichend nachweisbare Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für 

Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit zahlreichen Hinweisen, sowie vom 7. Februar 

2008, U 13/07, E. 3.2 und 3.3). Nach der Rechtsprechung des EVG können 

Schmerzangaben der versicherten Person allein für die Annahme struktureller 

Unfallrestfolgen nicht genügen; vielmehr muss im Rahmen der 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, schlüssig feststellbare Befunde 

hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der 

Leistungsansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil vom 9. Oktober 2001, I 382/2000, 

E. 2b, vgl. auch Urteil vom 12. März 2004, I 683/2003, E. 2.2.2). Wie dargelegt ist diese 

Gegenseitigkeit im vorliegenden Fall nicht gegeben. Die klinischen Befunde der LWS 

zeigten sich sodann vollständig unauffällig.

3.4.2         Zusammenfassend ist festzustellen, dass die gutachterlichen medizinischen 

Abklärungen der J.___ AG überzeugend und schlüssig begründet keine durch den 

Unfall bedingten organisch strukturellen Befunde im Bereich der LWS und HWS 

ergeben haben und ihre Diagnose eines Status nach Skiunfall 8. Januar 2012 mit 

Distorsion und Kontusion der HWS und LWS ohne gravierende pathomorphologische 

Schäden und ohne aktuell noch feststellbare Folgen überzeugt. Die weiteren 

medizinischen Akten vermögen an dieser Beurteilung - entgegen den Ausführungen 

des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin - nichts zu ändern. In seinem ärztlichen 

Zwischenbericht vom 21. Mai 2012 (UV-act. 8) diagnostizierte Dr. E.___ ein 

"unfallbedingtes" lumbo- sowie cervikovertebrales Syndrom. Die Definition 

"unfallbedingt" ist für die Beurteilung, ob über das Datum der Leistungseinstellung 

fortdauernde unfallkausale LWS- und HWS-Beschwerden überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen sind, bereits deshalb nicht massgebend, weil sie vor dem von der 

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Beschwerdegegnerin festgelegten Leistungseinstellungsdatum erfolgte. Dass sie im 

Zeitpunkt der Berichterstattung durch Dr. E.___ zutraf, wird nicht in Frage gestellt. Ein 

begründeter, überwiegend wahrscheinlicher Beweis für unfallbedingte organisch-

strukturelle Befunde über das Datum der Leistungseinstellung hinaus kann darin jedoch 

nicht gesehen werden, zumal auch in einer Syndrom-Diagnose keine überwiegend 

wahrscheinliche unfallkausale strukturelle Gesundheitsschädigung zu erblicken ist (vgl. 

dazu Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1791; Bär/Bertrand/Kiener, Medizinischen 

Mitteilungen der Suva Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.). Bei einem Syndrom 

handelt es sich um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer 

Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster", manifestierendes 

Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder 

nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur entsprechenden Diagnose führt somit eher das 

vom jeweiligen Patienten subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv 

erhobener organischer Befund. Auch die alleinige Feststellung von Dr. E.___ in seinem 

Bericht vom 5. April 2013 (UV-act. 20), es seien ihm betreffend HWS- sowie LWS-

Problematik keine unfallfremden Faktoren bekannt, spricht nicht automatisch für das 

Vorliegen unfallbedingter organisch-struktureller Befunde. Es ist nicht Sache der 

obligatorischen Unfallversicherung, die Ursache eines Gesundheitsschadens zu 

erforschen. Sie hat lediglich abzuklären, ob zwischen den geltend gemachten 

Beschwerden und einem versicherten Ereignis ein natürlicher und allenfalls adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, und so lange Versicherungsleistungen zu erbringen, bis 

ein Unfall als Ursache eines Gesundheitsschandes mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit wegfällt. Insofern, als an diesem Beweis angesichts des 

schlüssigen und überzeugenden J.___ AG-Gutachtens nicht zu zweifeln ist, vermag die 

ohnehin vage und durch den Hinweis auf eine Tendenz zu depressiver Verstimmung 

bereits eingeschränkte Feststellung - unfallfremde Faktoren seien unbekannt - in keiner 

Weise eine überzeugende Grundlage für das Bestehen unfallkausaler Verletzungsfolgen 

zu bieten. Dr. E.___ hielt übrigens in seinem Bericht vom 21. Mai 2012 (UV-act. 8) 

selbst fest, dass bezüglich der HWS und LWS seines Erachtens keine 

Arbeitsunfähigkeit bestehe und mit keinem bleibenden Nachteil gerechnet werde. Die 

J.___ AG-Gutachter haben die Berichte von Dr. E.___ in ihre Beurteilung 

miteinbezogen. Inwiefern sie angesichts ihrer radiologischen und klinischen 

Untersuchungsergebnisse eine weitergehende Erklärung als "Für den am 27. März 

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2013 dokumentierten Rückfall findet sich anhand des gesamten Verlaufs aus heutiger 

Sicht keine Erklärung. Entsprechendes gilt auch für den Bericht von Dr. E.___ vom 5. 

April 2013." hätten abgeben müssen, ist nicht ersichtlich.

3.4.3         Ebenfalls auszuschliessen ist eine richtunggebende Verschlimmerung einer 

degenerativen Erkrankung der HWS und LWS. Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass eine solche Verschlimmerung nur dann als erwiesen gelten 

kann, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel und das 

Auftreten bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma aufzeigt (E. 

Morscher, in Baur/Nigst [Hrs.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, S. 191). Eine 

solche wird in den medizinischen Akten in keiner Weise diskutiert. Im Übrigen lässt sie 

sich aufgrund nicht vorliegender Echtzeitdokumente einer radiologischen 

Untersuchung der HWS und LWS zum Unfallzeitpunkt nicht beantworten. Zumindest 

die im Röntgenbericht des F.___-Center vom 8. Mai 2013 (UV-act. 25) beschriebenen 

mässigen degenerativen Veränderungen und die nicht krankheitswertige minime 

Skoliose im Bereich der HWS sowie die gleichfalls geringen degenerativen 

Veränderungen im Bereich der LWS lassen für ein Geschehen einer richtunggebenden 

Verschlimmerung ohnehin keinen Raum.

3.4.4         Es kommt damit nur eine ausheilende Läsion mit vorübergehenden 

unfallkausalen Beschwerden in Frage. Im Gutachten der SMAB AG vom 22. Mai 2013 

(UV-act. 26) ist als unfallrelevante Diagnose ein Status nach Skiunfall 8. Januar 2012 

mit Distorsion und Kontusion der HWS und LWS aufgeführt. Auch wenn diese 

Diagnose den Berichten von Dr. E.___ nicht entnommen werden kann, kann sie 

entsprechend den Anmerkungen in der Unfallmeldung UVG vom 17. Januar 2012 (UV-

act. 1) - Sturz beim Skifahren und Stauchung der Wirbelsäule - zumindest nicht 

gänzlich in Abrede gestellt werden. Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen 

der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs 

bis neun Monaten, abheilen. Diese Erfahrungstatsache darf, zumal sie der 

herrschenden medizinischen Lehrmeinung entspricht, im Rahmen des 

Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden. Dies hat insbesondere für den 

Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen 

Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil 

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des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2, E. 3.2 mit Hinweisen auf die 

medizinische Literatur; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 

4.6). In den Medizinischen Mitteilungen der Suva Nr. 79 (2008), S. 101, hält der Autor 

Erich Bär sogar fest, dass Weichteilzerrungen bzw. -prellungen am Rücken (mithin 

Verletzungen ohne objektivierbaren strukturellen Schaden) ungeeignet seien, länger als 

einige Wochen bis wenige Monate Beschwerden zu machen, die mit organischen 

Folgen der ursprünglichen Verletzung zu erklären wären. Dabei weist er auf zahlreiche 

weitere Publikationen hin (Erich Bär, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule. Ein Update. in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 79 [2008], S. 100 

ff.). Insofern zeichnet sich eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustands im 

Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch stetige Besserung des unfallkausalen 

Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule. in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [1994], S. 45). Medizinische 

Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, 

die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist 

grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. 

Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Bezüglich des 

Unfalls vom 8. Januar 2012 sind einzig allgemein ein Sturz beim Skifahren und eine 

Stauchung der Wirbelsäule bekannt. Konkrete Angaben hinsichtlich der auf die HWS 

und LWS eingewirkten Kraft sind den Akten nicht zu entnehmen. Es ist jedoch davon 

auszugehen, dass besondere, erschwerende Verhältnisse irgendwann Eingang in die 

Akten gefunden hätten. Dass die Beschwerdeführerin beim Unfall keine strukturellen 

Läsionen erlitt, wurde in Erwägung 3.4.1 f. ausführlich dargelegt. Die durch Dr. E.___ im 

ärztlichen Zeugnis vom 20. Januar 2012 (UV-act. 2) erhobenen Befunde zeigten sich 

sodann bereits in diesem frühen Zeitpunkt nicht als schwerwiegend. Festgestellt 

wurden lediglich eine mässige Beweglichkeitseinschränkung bei Rotation nach links 

sowie ein Rüttel-/Schüttelschmerz über dem Halswirbelkörper (HWK) 5/6. 

Auffälligkeiten im Bereich der LWS wurden überhaupt nicht vermerkt. Im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 21. Mai 2012 (UV-act. 8) verneinte Dr. E.___ eine 

Arbeitsunfähigkeit und rechnete nicht mit bleibenden Nachteilen. Anlässlich der 

Begutachtung durch die J.___ AG zeigte sich dann eine allseits freie Beweglichkeit der 

HWS und LWS. Für die weiteren subjektiv mitgeteilten Befunde fanden sich keine 

klinisch funktionellen und/oder röntgenologischen Korrelate (vgl. dazu Erwägung 3.4.1 

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f.). In den medizinischen Akten wurden zudem nie typische Prellungssymptome, wie 

Hämatome, Blutergüsse usw. angeführt. Eine Arbeitsunfähigkeit infolge der 

Wirbelsäulenproblematik bestand zu keinem Zeitpunkt und selbst die 

Beschwerdeführerin erklärte sich anlässlich der J.___ AG-Begutachtung als zu 100% 

arbeitsfähig (vgl. UV-act. 8, 26). Schliesslich spricht der Umstand, dass seit dem Unfall 

anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen bestehen, nicht automatisch 

für das Vorliegen anhaltender Unfallrestfolgen. Die Leistungseinstellung des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. 

Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine 

kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Diesfalls können 

anhaltende Beschwerden beispielsweise eben degenerativer Natur sein. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die konkrete Sachlage - wie von den J.___ 

AG-Gutachtern beurteilt - massgebend gegen eine fortdauernde Unfallkausalität 

spricht. Die J.___ AG und damit auch die Beschwerdegegnerin gehen von einem Status 

quo sine per 29. September 2012 aus. Es erscheint indessen angemessen, wie 

bezüglich des Kniegelenks, das Datum der Leistungseinstellung auch für die HWS und 

LWS auf den 31. Oktober 2012 festzulegen. 

3.4.5         Liegt - wie im konkreten Fall - kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, ist in der Regel trotzallem ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und der danach eingetretene Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit anzunehmen, wenn ein Schleudertrauma oder eine dem 

Schleudertrauma äquivalente Verletzung (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b) 

diagnostiziert ist und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegt (BGE 117 V 

360 E. 4b; Bestätigung in BGE 134 V 116 E. 6.2.1). Dieses Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden muss nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb 

von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn 

sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS 

manifestieren. Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer 

äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich 

jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein 

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eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen (Urteile des Bundesgerichts vom 

30. Januar 2007, U 215/05, und vom 15. März 2007, U 258/06; RKUV 2000 Nr. 359 S. 

29 E. 5e). Obgleich mit dem J.___ AG-Gutachten eine HWS-Distorsion im Sinne einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung im Raum steht (UV-act. 26), ist vorliegend nicht 

weiter zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin von einem solchen Geschehen 

auszugehen ist. Weder ist aus den echtzeitlichen Akten ein Schleudertrauma bzw. eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung bzw. Diagnose ersichtlich, noch wurde sie in den 

medizinischen Akten und in den Eingaben beider Verfahrensparteien diskutiert. Ein bei 

einer HWS-Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

konnte bei der Beschwerdeführerin ebenfalls nie fassbar gemacht werden. Zwar 

machte die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. E.___ bereits einen Tag nach dem 

Unfall Nackenbeschwerden und leichte Kopfschmerzen geltend. Zusätzliche typische 

Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit oder andere Beschwerden wurden jedoch 

nicht erwähnt (vgl. UV-act. 2). Entsprechend ist die natürliche Kausalität der 

Nackenschmerzen bezogen auf eine schleudertraumaähnliche Verletzung, welche 

Langzeitbeschwerden zur Folge haben könnte, zu verneinen.

3.4.6         Das Vorliegen des adäquaten Kausalzusammenhangs braucht damit nicht 

weiter geprüft zu werden. Eine Adäquanzprüfung nach Massgabe der in BGE 134 V 

109 begründeten Rechtsprechung bzw. der sogenannten Schleudertrauma-Praxis" fällt 

ausser Betracht. Ebenso unpassend stellt sich eine Adäquanzprüfung nach Massgabe 

der in BGE 115 V 133 begründeten Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen 

bzw. der sogenannten "Psycho-Praxis" dar, nachdem gemäss J.___ AG-Gutachten 

(UV-act. 26) keinerlei Hinweise auf eine psychische Problematik der 

Beschwerdeführerin vorliegen.

4.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde nach Prüfung sämtlicher in 

Frage kommender Kausalitätsbegründungen insoweit abzuweisen, als die 

Beschwerdegegnerin für Heilbehandlungen und allfällige Arbeitsunfähigkeiten ab 1. 

November 2012 keine Leistungen mehr zu erbringen hat. Die Beschwerde wird jedoch 

dahingehend gutgeheissen, als die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 

zusätzlich für den Zeitraum vom 1. bis 31. Oktober 2012 die Kosten für 

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Heilbehandlungen und eine allfällige Arbeitsunfähigkeit zu vergüten hat. Die Sache ist 

zur Berechnung dieser Versicherungsleistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.     

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die teilweise 

obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom 

Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der 

Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g 

ATSG). Da die Beschwerdeführerin mit ihrem Antrag nur zu einem unbedeutenden Teil 

durchgedrungen ist, rechtfertigt es sich, die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 

400.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom

31. Oktober 2013 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der 

Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. bis 31. Oktober 2012 die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen auszurichten. Die Sache wird für die Berechnung dieser 

Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 400.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2014
	Art. 6 UVG: Verneinung eines fassbaren pathologischen unfallbedingten Gesundheitsschadens; Erreichen des Status quo sine/ante; natürliche Kausalität von Nackenschmerzen bezogen auf eine schleudertraumaähnliche Verletzung verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2014, UV 2013/92).

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		2025-07-19T09:26:50+0200
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