# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0f2a0fb-62dd-5499-a49d-54ce9f15ba6f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2008 A-931/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-931-2008_2008-06-25.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-931/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Markus Metz (Vorsitz), 
Richter Thomas Stadelmann (Kammerpräsident), 
Richterin Salome Zimmermann, 
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

A._______AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberzolldirektion (OZD), Abteilung LSVA, 
Gutenbergstrasse 50, 3003 Bern
Vorinstanz.

LSVA (Nachforderung)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-931/2008

Sachverhalt:

A.
Die  A._______AG  immatrikulierte  am  16.  Januar  2007  beim 
Strassenverkehrsamt  des  Kantons  Thurgau  den  Sattel-
Sachentransportanhänger  mit  der  Stamm-Nummer  (...)  und  dem 
Kontrollschild (...) (hiernach kurz Anhänger). Die A._______AG setzte 
den Anhänger  in  Kombination mit  dem Zugfahrzeug mit  der Stamm-
Nummer  (...)  (Kontrollschild  ...,  hiernach  kurz  Zugfahrzeug)  ein.  Die 
A._______AG bzw. der Fahrzeugführer deklarierte am 16. Januar 2007 
den  Anhänger  am  Erfassungsgerät  für  die  leistungsabhängige 
Schwerverkehrsabgabe  (LSVA)  des  Zugfahrzeugs  korrekt  mit  dem 
höchstzulässigen Gesamtgewicht von 33 t.

B.
Das  Strassenverkehrsamt  des  Kantons  Thurgau  meldete  am 
16. Januar 2007 der Abteilung LSVA der Oberzolldirektion (OZD) auf 
elektronischem  Weg  den  Anhänger  irrtümlich  mit  dem  „Code  P  – 
pauschale  Schwerverkehrsabgabe“.  Gestützt  darauf  stellte  die  OZD 
der A._______AG die Abgaben für die Perioden Januar bis Juli 2007 
im  Umfang  von  insgesamt  Fr. 6'399.--  jeweils  durch  anfechtbare 
Verfügungen  in  Rechnung.  Die  A._______AG  focht  die 
entsprechenden  Verfügungen  nicht  an  und  bezahlte  die  geforderten 
Abgaben.

C.
Eine  nachträgliche  Kontrolle  der  Veranlagung  des  Fahrzeugs  ergab, 
dass  die  LSVA  auf  Grund  der  falschen  Meldung  des  Strassen-
verkehrsamts  des  Kantons  Thurgau  mit  9.4  t  (Leergewicht  des 
Fahrzeugs)  statt  korrekt  auf  40  t  (maximal  zulässiges  Gesamt-
zugsgewicht von Fahrzeug und Anhänger) berechnet worden war. Am 
4. Oktober 2007 informierte die OZD die A._______AG über den aus 
diesem  Umstand  resultierenden  beabsichtigten  Nachbezug  und 
gewährte ihr das rechtliche Gehör. Am 13. November 2007 erliess sie 
aufgrund  der  mit  dem  Anhänger  gefahrenen  Kilometer  für  das 
Fahrzeug  eine  Nachbezugsverfügung  über  Fr.  20'830.60  für  die 
Periode Januar bis Juli 2007.

D.
Die  dagegen  von  der  A._______AG  eingereichte  Einsprache  vom 
13. Dezember 2007 wies die OZD mit dem Entscheid vom 16. Januar 

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2008 ab. Sie stellte fest, dass das Gesetz dem Abgabepflichtigen die 
volle  Verantwortung  für  die  Deklaration  der  für  eine  Veranlagung 
erforderlichen Fahrleistungsdaten überbinde und hohe Anforderungen 
an seine Sorgfaltspflicht stelle. Die offensichtliche Falschveranlagung 
habe  vom  Fahrzeugführer  auf  den  ersten  Blick  erkannt  werden 
können. Die Forderung der LSVA verjähre fünf Jahre nach Ablauf des 
Kalenderjahres,  in  dem sie  fällig  geworden  sei.  Für  den Nachbezug 
gälten die Vorschriften der Zollgesetzgebung. Die Zollverwaltung habe 
sich  in  einem  Irrtum  befunden,  da  die  von  der  A._______AG  zwar 
korrekt  gemeldete  Fahrleistung  aufgrund  der  falschen  Angaben  des 
Strassenverkehrsamts des Kantons Thurgau vom Informationssystem 
falsch berechnet worden sei.

E.
Die  A._______AG  (hiernach  kurz  Beschwerdeführerin)  reichte  am 
14. Februar  2008 Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  ein 
mit  dem  Begehren,  den  angefochtenen  Entscheid  aufzuheben.  Sie 
stellte  ausserdem den  Antrag  auf  Kosten-  und  Entschädigungsfolge 
und machte geltend, der Sachverhalt werde nicht bestritten, sie treffe 
jedoch kein  Fehlverhalten,  da der  Fahrzeugführer  bei  der  Ermittlung 
der  Fahrleistung  mitgewirkt  und  insbesondere  das  Erfassungsgerät 
korrekt bedient habe. Sie sei  nicht verpflichtet zu überprüfen, ob die 
Veranlagungsverfügung korrekte Beträge aufweise. 

Die  Veranlagungsverfügungen  für  die  Monate  Januar  bis  Juli  2007 
seien unangefochten in formelle und materielle Rechtskraft erwachsen 
und  damit  grundsätzlich  unabänderlich.  Die  Voraussetzung  für  eine 
Revision zu Lasten der Beschwerdeführerin sei nicht gegeben, da sie 
kein Verschulden an der falschen Veranlagung treffe. Die OZD könne 
sich für die Nachforderung nicht auf die einschlägigen Bestimmungen 
der  Zollgesetzgebung  stützen;  sie  verletze  dadurch  das  abgabe-
rechtliche  Legalitätsprinzip.  Die  Gesetzgebung  zur  LSVA  enthalte 
keine gesetzliche Grundlage für eine Nachforderung.

F.
Die OZD liess sich am 27. Mai 2008 vernehmen und stellte Antrag, die 
Beschwerde  abzuweisen.  Sie  hielt  an  ihrer  Begründung  im 
Einspracheentscheid vom 16. Januar 2008 fest.

Soweit  entscheidrelevant  wird das  Bundesverwaltungsgericht  auf  die 

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übrigen  Begründungen  der  Parteien  im  Rahmen  der  Erwägungen 
eingehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Behandlung  der  Beschwerde 
sachlich  wie  funktionell  zuständig  (Art.  31  und  33  Bst.  e  des 
Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungs-
gericht  [VGG,  SR  173.32]  in  Verbindung  mit  Art.  23  Abs.  3  des 
Bundesgesetzes  vom  19.  Dezember  1997  über  eine  leistungs-
abhängige  Schwerverkehrsabgabe  [SVAG,  SR  641.81]).  Die 
Beschwerdeführerin  hat  den  Einspracheentscheid  der  OZD  vom 
16. Januar  2008  mit  der  Eingabe  vom  14.  Februar  2008  frist-  und 
formgerecht  angefochten  (Art.  50  und  52  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]).  Sie  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  beschwert 
und zur Anfechtung berechtigt (Art. 48 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
daher einzutreten.

2.

2.1 Gemäss  Art.  85  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) kann der 
Bund  auf  dem  Schwerverkehr  eine  leistungs-  oder  verbrauchsab-
hängige Abgabe erheben, soweit diese Verkehrsart der Allgemeinheit 
Kosten verursacht,  die nicht durch andere Leistungen oder Abgaben 
gedeckt  sind.  Die  LSVA  wird  für  die  Benützung  der  öffentlichen 
Strassen erhoben (Art. 2 SVAG); sie wird seit dem 1. Januar 2001 auf 
den  im  In-  und  Ausland  immatrikulierten  (in-  und  ausländischen) 
schweren Motorfahrzeugen und Anhängern  für  den  Güter-  oder  den 
Personentransport eingefordert  (Art. 3 SVAG). Abgabepflichtig ist der 
Halter,  bei  ausländischen  Fahrzeugen  zusätzlich  der  Fahrzeugführer 
(Art. 5 Abs. 1 SVAG).

2.2 Die  abgabepflichtige  Person  hat  bei  der  Ermittlung  der 
Fahrleistung  mitzuwirken  (Art.  11  Abs.  1  SVAG,  Art.  22  Abs.  1  der 
Verordnung vom 6. März 2000 über eine leistungsabhängige Schwer-
verkehrsabgabe  [SVAV,  SR 641.811]).  Der  Abgabepflichtige  hat  der 
Zollverwaltung  die  für  die  Berechnung  der  LSVA  erforderlichen 
Angaben innerhalb von 20 Tagen nach Ablauf der Abgabeperiode zu 
deklarieren (Art. 22 Abs. 1 SVAV). Die Veranlagung der Abgabe erfolgt 

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auf  Grund  der  vom  Abgabepflichtigen  eingereichten  elektronischen 
oder  schriftlichen  Deklaration  (Art. 23  Abs.  1  SVAV). Die  durch  das 
Erfassungsgerät  ermittelten  Kilometer  sind  für  die  Berechnung  der 
Abgabe massgebend (Art. 22 Abs. 2 SVAV).

Der  Abgabepflichtige  unterliegt  somit  dem Selbstdeklarationsprinzip; 
dies bedeutet,  dass das  Gesetz ihm die  volle  Verantwortung für  die 
korrekte  Deklaration  überbindet  und  hohe  Anforderungen  an  seine 
Sorgfaltspflicht  stellt  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-3409/2007  vom  29.  November  2007  E.  2.2,  A-1717/2006  vom 
28. Februar 2007 E. 2.2; Entscheide der Zollrekurskommission [ZRK] 
vom  27. August  2004,  veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis  der 
Bundesbehörden  [VPB]  69.19  E. 2b  und  3b,  vom  29.  April  2002, 
veröffentlicht  in  Archiv  für  Schweizerisches  Abgaberecht  [ASA]  72 
S. 496, vom 7. September 2001, veröffentlicht in ASA 71 S. 77).

2.3 Der Bundesrat regelt den Vollzug der LSVA (Art. 10 Abs. 1 SVAG). 
Der Gesetzgeber ist dabei davon ausgegangen, dass die Zollbehörden 
und die Kantone damit beauftragt werden (BBl 1996 V 521, 547). Der 
Bundesrat hat deshalb den Vollzug der LSVA nach Art. 45 SVAV der 
Zollverwaltung übertragen.

2.4

2.4.1 Formell  rechtskräftige  Abgabeverfügungen  sind  grundsätzlich 
unabänderlich.  Auf  einen  Veranlagungsentscheid  kann  daher  nur 
ausnahmsweise  zurückgekommen  werden,  nämlich  dann,  wenn  ein 
gesetzlicher Revisionsgrund erfüllt ist (BGE 121 II 273 E. 1a/bb). Für 
die Zollnachforderung gelten deshalb nicht die Grundsätze über den 
Widerruf  von  Verwaltungsverfügungen,  die  das  Bundesgericht  als 
ungeschriebene  Rechtsregeln  entwickelt  hat;  diese  Rechtsprechung 
behält  besondere  gesetzliche  Bestimmungen  ausdrücklich  vor 
(BGE 106 Ib 218 E. 2 mit Hinweisen).

2.4.2 Nach  Art.  126  Abs.  1  des  Zollgesetzes  vom 1.  Oktober  1935 
(aZG, BS 6 465) konnte der entgangene Betrag von der zuständigen 
Zollkreisdirektion  binnen  Jahresfrist  seit  der  Abgabenfestsetzung 
nachgefordert  werden,  wenn  eine  durch  die  Zollverwaltung  zu 
erhebende Abgabe infolge Irrtums zu niedrig festgesetzt worden war. 
Seit  dem  1.  Mai  2007  gilt  das  Zollgesetz  vom 18.  März  2005  (ZG, 
SR 631.0). Nach Art. 90 Abs. 1 ZG richten sich u.a. die Veranlagung 
und  die  Erhebung  von  Abgaben  nichtzollrechtlicher  Bundesgesetze 

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nach dem ZG, soweit  der Vollzug dieser Gesetze der Zollverwaltung 
obliegt  und  soweit  sie  die  Anwendung  des  ZG nicht  ausschliessen. 
Nach  Art.  85  ZG  schliesslich  kann  die  Zollverwaltung  den 
geschuldeten Betrag nachfordern, wenn sie irrtümlich eine von ihr zu 
erhebende  Zollabgabe  zu  niedrig  festgesetzt  hat  und  die 
entsprechende  Absicht  innerhalb  eines  Jahres  nach  dem Ausstellen 
der  Veranlagungsverfügung  mitteilt. Der  Nachforderungsanspruch 
nach  Art.  126  aZG  bzw.  Art.  85  ZG  stellt  demnach  eine  spezial-
gesetzlich  geregelte  Möglichkeit  dar,  eine  rechtskräftig  veranlagte 
Zollschuld  der  Revision  zu  unterziehen  Ein  Verschulden  des 
Zollschuldners oder der Zollschuldnerin ist  dabei nicht vorausgesetzt 
(REMO ARPAGAUS, Zollrecht, in: Koller/Müller/Tanquerel/ Zimmerli [Hrsg.], 
Das  schweizerische  Bundesverwaltungsrecht,  2. Aufl.,  Basel  2007, 
Rz. 512 mit Hinweisen).

2.5 Gemäss  Art.  15  Abs.  1  SVAG  verjährt  die  Abgabeforderung 
innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie 
fällig geworden ist.

3.
Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin die 
LSVA im Umfang von Fr. 20'830.60 für den Zeitraum vom Januar bis 
Juli  2007  zu  Unrecht  nicht  bezahlt  hat,  weil  die  zuständige 
Zollverwaltung die Abgabe aufgrund eines Irrtums nach der falschen 
Mitteilung des Strassenverkehrsamts des Kantons Thurgau zunächst 
als Pauschalabgabe veranlagt hatte. Streitig ist, ob der Zollverwaltung 
eine Nachforderung auf den Differenzbetrag zustehe.

3.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  es  treffe  sie  kein 
Fehlverhalten  für  die  falsche  Erhebung  der  Abgaben.  Nach  dem 
geltenden  Prinzip  der  Selbstdeklaration  (E.  2.2)  hat  der  Abgabe-
pflichtige  bei  der  Ermittlung  der  Fahrleistung  mitzuwirken  (Art.  11 
Abs. 1  SVAG)  und  der  Zollverwaltung  die  für  die  Berechnung  der 
Abgabe erforderlichen Angaben innerhalb von 20 Tagen nach Ablauf 
der  Abgabeperiode  zu  deklarieren  (Art.  21  und  22  Abs.  1  SVAV). 
Diesen  Pflichten  ist  die  Beschwerdeführerin  umfassend  nach-
gekommen, was auch die OZD grundsätzlich nicht bestreitet; sie hat 
auch  am Erfassungsgerät  des  Fahrzeugs  den  Anhänger  korrekt  mit 
dem Gewicht von 33 t angegeben. Sie hat es damit nicht zu vertreten 
und  ist  nicht  dafür  verantwortlich,  dass  infolge  eines  Fehlers  des 

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Strassenverkehrsamts  des  Kantons  Thurgau  die  Abgaben  für  den 
Anhänger zunächst falsch bezogen wurden.

3.2 Die  Nachforderung  lässt  sich  entgegen  der  Ansicht  der 
Beschwerdeführerin auf Art. 126 aZG (bis zum 30. April 2007) und auf 
Art. 85 ZG in Verbindung mit Art. 90 ZG (ab 1. Mai 2007) stützen. Der 
Bundesgesetzgeber  hat  vorweggenommen,  dass  der  Bundesrat  den 
Vollzug  der  Schwerverkehrsabgabe  der  Zollverwaltung  übertrage 
(E. 2.3). Schon Art. 126 Abs. 1 aZG hatte ausdrücklich festgehalten, 
die  Nachforderung  gelte  auch  für  eine  „andere  durch  die 
Zollverwaltung zu erhebende Abgabe“. Unter dem Titel „Abgaben nach 
nichtzollrechtlichen Bundesgesetzen“  regelt  heute  Art. 90 Abs. 1 ZG 
u.a.  die  Veranlagung  und  die  Erhebung  von  Abgaben,  soweit  der 
Vollzug dieser Gesetze der Zollverwaltung obliegt; darunter fällt  auch 
die LSVA. Die Vollzugskompetenz zur Erhebung dieser Abgabe an die 
Zollverwaltung  war  deshalb  nicht  notwendigerweise  im  SVAG  zu 
regeln. Es ist auch nicht ersichtlich, wie durch die Vollzugskompetenz 
an die  Zollverwaltung das abgaberechtliche Legalitätsprinzip  verletzt 
würde. Der Kreis der Abgabepflichtigen, der Gegenstand der Abgabe, 
die Bemessungsgrundlagen der Abgabe und die Abgabeerhebung sind 
im Gesetz geregelt; daran vermag die Zollverwaltung im Rahmen des 
Vollzugs  nicht  zu  rütteln. Das Legalitätsprinzip  ist  damit  eingehalten 
(BGE 131 II 562 E. 3.1, mit Hinweisen; ERNST BLUMENSTEIN/PETER LOCHER, 
System  des  schweizerischen  Steuerrechts,  6.  Aufl.,  Zürich  2002, 
S.13,  mit  Hinweisen).  Selbstredend  ist  die  Verjährung  der  Abgabe-
forderung von fünf Jahren noch längst nicht eingetreten (Art. 15 Abs. 1 
SVAG)  und  hat  die  Zollverwaltung  der  Beschwerdeführerin  die 
Nachforderung  innerhalb  eines  Jahres  nach  dem  Ausstellen  der 
Veranlagungsverfügung mitgeteilt  bzw. gestellt  (Art.  126  Abs. 1  aZG 
bzw. Art. 85 ZG).

4.
Nach  dem  Gesagten  ist  die  Beschwerde  abzuweisen  und  der  Ein-
spracheentscheid  der  OZD vom 16. Januar  2008 zu bestätigen. Die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerde-
führerin  auferlegt  (Art.  63  Abs. 1 VwVG und  Art.  4  des  Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und  mit  dem 
Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet. Eine Parteientschädigung 
ist unter diesen Umständen nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG 
und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.- verrechnet.

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus Metz Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie die Beschwerdeführerin in Händen hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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