# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9634be8d-48c8-5842-8001-fa1b05db7ae7
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Rentenbeginn strittig; keine verspätete Anmeldung, da im Rahmen der früheren Anmeldung für berufliche Integration/Rente ein allfälliger Rentenanspruch zu Unrecht nicht geprüft wurde. Berechnung des Wartejahres einer Auszubildenden
**Docket/Reference:** IV.2022.00503
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2022.00503.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2022.00503
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Gerichtsschreiberin Stadler
Urteil
vom
19. September 2023
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Y.___
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren
am 2
0.
Februar
2000,
liess mit Anmeldung für Minder
jährige vom
5.
Mai 2017 (Eingangsdatum) durch ihre Eltern bei der
Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
An
trag auf Kostengutsprache für eine Psychotherapie stellen (Urk. 11/2). Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in medizinischer Hinsicht (Urk. 11/9
f.
, Urk. 11/
2
1)
und gewährte der Versicherten
für die Dauer vom
7.
August 2017 bis 3
1.
August 2019 und rückwirkend für die
Periode
1.
Januar 2016 bis 1
2.
April 2017
Kostengutsprache für
ambu
-
lante
Psychotherapie (vgl. Mitteilung
en
vom 1
3.
November 2017
[
Urk. 11/19
]
und
1.
Februar 2018 [Urk. 11/37]
)
,
welche auf Gesuch (vgl.
Urk. 11/59) bis längstens
2
9.
Februar 2020 (Vollendung des 2
0.
Altersjahres) verlängert wurde (vgl.
Mitteilung vom
2
6.
September 2019
,
Urk. 11/61
).
1.2
Seit August 2017 war
X.___
als auszubildende
Coiffeuse
bei der
Z.___
AG angestellt (vgl. Urk. 11/16).
Mit einer weiteren Anmeldung für Minder
jährige vom
4.
Oktober 2017 (Eingangs
datum) ersuchten die Eltern der Versicher
ten um Massnahmen für die berufliche Eingliederung (Urk. 11/13).
Zur Klärung beruflicher
M
assnahmen fand am
5
.
De
zember
201
7
bei der IV-Stelle ein persön
liches Gespräch statt
(vgl. Urk. 11/46)
. In der Folge wurde die Versicherte von einem internen Job Coach begleitet
mit dem Ziel der Arbeitsplatzerhaltung
(vgl. Urk. 11/
40
)
.
Im weiteren Verlauf kam es gesundheitsbedingt zu einem Lehrab
bruch, infolgedessen das Job Coaching im April 2018 zwischenzeitlich beendet
wurde
(vgl. Urk. 11/41)
.
Nachdem die Versicherte per Sommer 2018 einen neuen Ausbildungsvertrag bei
der
A.___
GmbH
unterzeichnet hatte
(vgl. Urk. 11/48)
und ihrerseits eine Aus
bildungs
begleitung in Form eines Job Coachings nicht mehr gewünscht wur
de, wurde
die Berufs
beratung
abgeschlossen (vgl. Mitteilung vom 1
0.
Juli 2018, Urk. 11/45).
1.
3
A
uf Aufforderung der IV-Stelle hin (vgl. Mitteilung vom
6.
April 2018, Urk.
11/41) reichte die Versicherte a
m 2
3.
April 2018 (Eingangsdatum)
das ausgefüllte
For
mular
«Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente» bei der IV-Stelle
ein
(Urk. 11/42).
Nachdem die Versicherte
die Ausbildung im
Coiffeursalon
im Sommer 2019
abgebrochen hatte
, ersuchte
sie mit
Email
vom
6.
Juni 2019 um Wiederaufnahme der IV-Berufsberatung (vgl. Urk. 11/52). Die IV-Stelle gewährte
i
m Rahmen der Frühin
tervention Kosten
gut
sprache für ein Bewer
bungs
coaching und Begleitung bei der Lehr
stellen
suche (vgl. Mitteilung vom 24.
Sep
tember 2019, Urk. 11/60) für die erst
malige beruf
liche Ausbildung
zur Kauffrau EFZ bei der
B.___
AG
(vgl. Mitteilung vom 6.
April 2020,
Urk. 11/71) so
wie für eine berufliche Vorbereitung auf die Aus
bildung zur Kauffrau EFZ (vgl. Mit
teilung vom 5. Juni 2020, Urk. 11/74)
einschliesslich eines IV-Taggeldes ab
1.
Juni 2020 für die Wartezeit und für die Dauer der beruflichen Ausbildung (
Urk.
11/70,
Urk.
11/73;
Urk.
11/75 f.)
. Nachdem der Lehrvertrag
mit der
B.___
AG
im gegen
seitigen Ein
vernehmen per 2
9.
Oktober 2020 aufgelöst wurde (vgl. Urk. 11/80) hob die IV-Stelle die Kostengutsprache rück
wirkend per 2
9.
Oktober 2020 auf und schloss die Berufsberatung ab (vgl. Mit
teilu
n
g vom
9.
November 2020, Urk. 11/82).
1.
4
Am 2
6.
Mai 2021
(Eingangsdatum)
stellte die Versicherte ein Zusatzgesuch und ersuchte um Ren
tenprüfung (vgl. Urk. 11/89). Die IV-Stelle holte
den
Bericht der behan
delnden Ärzte (Urk. 11/90) ein und veranlasste eine psychiatrische Begut
achtung durch
Dr.
med.
C.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, über
welche am 4.
März 2022 berichtet wurde (Urk. 11/97). In der Folge nahm
Dr.
med.
D.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Ärztin des
r
egionalen
ä
rztlichen Dienstes (RAD),
am 1
1.
März 2022
eine aktenbasierte
Ein
schätzung vor (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 11/98
/4 ff.
), gestützt worauf die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
4.
April 2022 die Zusprache einer Invalidenrente ab 1.
No
vember 2021 in Aussicht stellte (Urk. 11/101). Gleichen
tags
auferlegte
die IV-Stelle der Versicherten die
Pflicht zur
Fortführung der therapeutischen Be
hand
lung sowie die Aufnahme einer Tätigkeit im geschützten Rahmen zur Sicher
stellung der Tagesstruktur mit Förderung der sozialen Fertig
keiten und Wieder
herstellung der verwertbaren Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/99). Gegen den Vor
be
scheid erhob die Versicherte mit Schreiben vom 2
9.
April 2022 Einwand (Urk.
11/108). Die IV-Stelle sprach der Versicherten mit Verfügung vom 2
7.
Juli 2022 wie vorbeschieden eine ganze IV-Rente ab
1.
November 2021 zu (Urk.
11/121 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
September 2022 (
Urk.
1) Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, eine Rentenprüfung basierend auf der IV-Anmeldung von April 2018 vorzunehmen.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Schreiben vom
9.
Januar 2023 auf Ab
wei
sung der Beschwerde (
Urk.
9), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
10. Januar 2023
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008
des Kreisschreibens
des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [
K
S ÜB WE IV],
gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Da
vorliegend ein
vor dem 1. Januar 2022
entstandener Rentenanspruch im Streit steht
, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Nicht erwerbs
tätige
Personen vor dem vollendeten 2
0.
Altersjahr
gelten als invalid, wenn die Beeinträchtigung ihrer körp
er
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben wird (
Art.
8
Abs.
2
ATSG in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
2 IVG
).
Versicherte mit vollendetem 2
0.
Altersjahr
, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ist sinngemäss anwendbar (
Art.
8
Abs.
3
ATSG in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
1 IVG
).
Die Bemessung der Invalidität von Versicherten, die in Ausbildung begriffen sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, erfolgt nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG (
Art.
26
bis
IVV).
Danach wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs. 2 ATSG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinander
folgenden Tagen voll arbeitsfähig war (
Art.
29
ter
IVV).
1.5
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters
jahres folgt (Abs. 1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3).
1.6
1.6.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sog. Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3
m.w.H
.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Juli
2022 (Urk. 2), medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass es der Beschwer
de
führerin seit Oktober 2020 aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sei, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der IV-Grad betrage somit 100 %, womit sie Anspruch auf eine ganze Rente habe. Der Rentenanspruch entstehe frühestens nach Ablauf des Wartejahres sowie sechs Monate nach
Einreichung der An
meldung
(Zusatzgesuch vom 2
6.
Mai 2021 [
Urk.
11/89])
, vorliegend somit ab November 202
1.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 14. September 2022 (Urk. 1) zusammengefasst geltend,
aufgrund ihrer
seit
Kindheit bestehenden Gesundheitsbeeinträchtigung
habe sie drei Mal eine Lehre abbrechen müssen und wegen häufiger stationärer Massnahmen nie im ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen können. Kein noch so wohlwollender Arbeitgeber hätte sie länger
fristig beschäftigen können.
Da mehrere Eingliederungsversuche scheiterten
und sie nie eine volle Leistungsfähigkeit aufgewiesen habe, mithin es nie zu einem Unterbruch des Wartejahres gekommen sei
,
sei der Rentenanspruch gestützt auf die Anmeldung von April 2018 zu prüfen.
Mit
Mitteilung
vom
9.
November 2020
seien lediglich die berufliche
n
Massnahme
n
abgeschlossen worden, nicht jedoch die Rentenprüfung. Eine solche habe bis dahin nie stattgefunden und hätte auch ohne das Zusatzgesuch vom 2
0.
Mai 2021 erfolgen müssen.
2.3
Sinngemäss beantragt die Beschwerdeführerin mit ihrem Rechtsbegehren gestützt auf das am 2
3.
April 2018 eingereichte Formular (
Urk.
11/42) einen früheren Rentenbeginn
ab Vollendung des 1
8.
Altersjahres, das heisst ab Februar 2018 (vgl.
Urk.
1 S. 9 Ziffer 26)
. Nicht bestritten wird, dass sie seit Oktober 2020 im ersten Arbeitsmarkt erwerbs- und ausbildungsunfähig ist.
3.
3.1
Rechtsprechungsgemäss
wahrt die versicherte Person mit ihrer Anmeldung nicht nur jene Ansprüche, die sie ausdrücklich auf dem Anmeldeformular aufzählt. Vielmehr umfasst eine Anmeldung alle Ansprüche, die nach Treu und Glauben mit dem angemeldeten Risikoeintritt in Zusammenhang stehen. Die im Anschluss an ein Leistungsgesuch durchzuführenden Abklärungen der Verwaltung erstrecken sich jedoch nur auf die vernünftigerweise mit dem vorgetragenen Sach
verhalt und allfälligen bisherigen oder neuen Akten in Zusammenhang stehenden Leistungen. Wird später geltend gemacht, es bestehe noch Anspruch auf eine andere Versicherungsleistung, so ist nach den gesamten Umständen des Einzel
falles im Lichte von Treu und Glauben zu prüfen, ob jene frühere ungenaue Anmeldung auch den zweiten, allenfalls später substanziierten Anspruch umfasst. Dabei ist ein solcher Zusammenhang relativ grosszügig anzunehmen (
Urteile des Bundesgerichts 9C_40/2020 vom 26. Juni 2020 E. 5.1 sowie 9C_336/2012 vom 6. Mai 2013 E. 3.2 mit weiteren Hin
weisen
).
Keine verspätete Anmeldung liegt vor, wenn ein Versicherungsträger anlässlich einer ersten Anmeldung einen
hinreichend geltend gemachten Leistungsanspruch übersehen und diesbezüglich keine Verfügung getroffen hat (Urteil des Bundesgerichts
9C_452/2011 vom 15. No
vember 2011 E. 3.3
mit Hinweisen
;
vgl. auch
Rz
.
2224
des Kreisschreibens über Invalidität und
Rente
in der IV, KSI
R
, gültig ab
1.
Januar 202
2).
3.2
Aus den Akten geht hervor, dass sich die Beschwerdeführerin vor der Anmeldung zur Rentenprüfung vom 2
6.
Mai 2021 (Urk. 11/89) zuletzt - auf Gesuch der Beschwerdegegnerin hin (vgl. Urk. 11/41) infolge Vollendung des 1
8.
Altersjahres der im Februar 2000 geborenen Beschwerdeführerin - am 2
3.
April 2018 mit dem Formular «Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente» unter Hinweis auf seit 2015 bestehende gesundheitliche Beschwerden zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet hat (Urk. 11/42). Damals ging es primär um berufliche Massnahmen bzw. um die Kostenübernahme für die Begleitung durch einen Job Coach. Mit Mitteilung vom 1
0.
Juli 2018 schloss die Beschwerdegegnerin die beruflichen Massnahmen ab, da die Be
schwer
de
führerin angemessen einge
gliedert war. Gleichzeitig schrieb sie das Leistungsbegehren ab (Urk. 11/45). Dabei verwies die Beschwerdegegnerin auf das Gesuch vom
4.
Oktober 2017 (vgl.
Urk. 11/13). Als die Beschwerdeführerin am
6.
Juni 2019 um Wieder
-
aufnahme der beruflichen Massnahmen ersuchte (
Urk.
11/52) und die Beschwer
-
degegnerin
diese mit Mitteilung vom
9.
November 2020 infolge einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorzeitig abbrach und die beruflichen Massnahmen zwischenzeitlich abschloss (
Urk.
11/82), nahm die Beschwerde
gegnerin abermals keinen Bezug auf die Anmeldung vom 2
3.
April
201
8.
Insofern war der Renten
anspruch nicht Gegenstand der damaligen Mit
teilung.
Vielmehr be
merkte die Beschwerdegegnerin, dass aufgrund des Prinzips «Eingliederung vor Rente» der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung noch nicht geprüft werde
. Wenn die Beschwerdegegnerin mit Blick darauf schloss, dass über das Leistungs
begehren vom 23. April 2018 abschliessend be
funden
worden sei
und die An
meldung vom 2
6.
Mai 2021 implizit ein neues Leis
tungs
begehren betreffe, kann dem nicht gefolgt werden, da bis anhin noch keine Auseinandersetzung mit einem möglichen Rentenanspruch stattgefunden hat, die Anmeldung vom 23. April 2018
eine solche jedoch mitumfasste
.
3.3
Insoweit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Anmel
dung vom 2
3.
April 2018 auch einen Rentenanspruch wahrte, infolge dessen der
frühest
möglich
e
Beginn
in Anwendung von
Art.
29
Abs.
1 IVG
auf den
1.
Oktober 2018 zu legen ist. Dabei bleibt zu beachten, dass auch die Vorausset
zungen gemäss Erwägung 1.4 erfüllt sein müssen, insbesondere eine ununter
brochene Arbeitsunfähigkeit in (für den Anspruch auf eine ganze Rente)
durchschnittlicher Höhe von 70
%
, wobei vorliegend die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen als Auszubildende im Vordergrund steht (vgl.
auch Ulrich Meier/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
4.
Aufl., 2022,
Rz
. 26 zu
Art.
28). Zu beachten bleibt
unter Hinweis auf Art.
29
Abs.
2 IVG
ebenso, dass die Beschwerdeführerin ab
1.
Juni 2020 ein (Warte)
taggeld
der Invalidenversicherung bezog
(
Urk.
11/73-75).
4.
4
.1
Im psychiatrischen Gutachten vom 4. März 2022
(Urk. 11/97)
führte
Dr.
C.___
aus, bei
der Be
schwer
deführerin sei im frühen Erwachsenenalter eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert worden, die unter psychopharma
ko
lo
gischer Behandlung zur besseren psychophysischen Ausdauer geführt habe. Die negativen Lebens
ereignisse hätten bei der Beschwerdeführerin primär zur Ent
wicklung einer dissoziativen Identitätsstörung mit typischen unterschiedlichen Persönlichkeiten mit einem Gedächtnis und Verhaltensweisen mit der Unfähig
keit, sich an die persönlichen Informationen zu erinnern, geführt. Nach dem Aus
bruch der dissoziativen Identitätsstörung sei es der Beschwerde
führerin weder möglich gewesen, eine Berufsausbildung abzuschliessen noch einen geordneten Tages
ablauf herzustellen. Es könne allerdings nicht von einem anhaltend auf
fälligen Verhaltensmuster bezüglich der Kognitionen, Wahrneh
mungen und sozialen Interaktionen ausgegangen werden, weshalb eine Persön
lichkeitsstörung nicht diagnostiziert werden könne. Bei fehlenden Hinweisen auf Störungen der Affekt- und Impulskontrolle, Selbstwertproblematik, Unfähigkeit zu vertrauen,
Revik
ti
misierung
und
Viktimisierung
sowie Verlust der früheren stützenden Grund
über
zeugung
könne auch keine komplexe posttraumatische Belastungs
störung dia
gnos
tiziert werden. Gegen schwerwiegende strukturelle Persönlich
keits
defizite würden zusätzlich die sozialen Fertigkeiten der Beschwer
deführerin sowie die stabile Partnerschaft sprechen.
Eine Persönlichkeitsressource sei auch die Fähig
keit der Beschwerdeführerin, nach der Suchttherapie bereits über drei Jahre
hinsichtlich
Amphetamin und grösstenteils
hinsichtlich
Cannabis abstinent zu bleiben. Die akten
mässig postulierte bipolare affektive Störung könne unter Mitberücksichtigung der da
mals aktiven Amphetamin- und Cannabis-Abhängigkeit nicht bestätigt werden, seien die euphorische
n
Phasen doch auf die Amphetamin-Abhängigkeit zurück
zuführen. Seit der Amphetamin- und Cannabis-Abstinenz seien weder akten
mässig noch anamnestisch manische oder depressive Phasen
dokumentiert
, weshalb eine bipolare affektive Störung ausgeschlossen werden könne. Gegen
wärtig könne bei der Beschwerdeführerin immer noch von einer erheblichen psychischen Instabilität beziehungsweise
dekompensierten dissoziativen Identi
täts
störung ausgegangen werden, weshalb ihr keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem freien Wirtschaftsmarkt, inklusive Lernfähigkeit betreffend d
ie
all
fälli
ge beruf
liche Ausbildung, attestiert werden könne.
Dr.
C.___
führte weiter aus, aufgrund der dissoziativen Ausfälle könne von einem angstbedingten Ver
meidungs
verhalten ausgegangen werden, weshalb zu den bereits etablierten the
rapeutischen Massnahmen auch die Sicherstellung der Tagesstruktur mit För
derung der sozialen Fertigkeiten empfohlen werde. Zwecks Wiederherstellung der verwertbaren Arbeitsfähigkeit bzw. Lernfähigkeit sei eine Kombination der bereits etablierten therapeutischen und Eingliederungs
massnahmen im geschützten Rahmen, initial im Sinne eines Belastbarkeits
trainings, zu empfehlen. Innerhalb von sechs Monaten könne mit weitgehender Verbesserung des psychischen Zu
standes der Beschwerdeführerin, ihrer allgemeinen psychischen Belastbarkeit sowie der Arbeitsfähigkeit auf dem freien Wirtschaftsmarkt resp. Lernfähigkeit gerechnet werden. Aufgrund der erhobenen anamnestischen Angaben anlässlich der Exploration vom 1
0.
Januar 2022 und den vorliegenden medizinischen Akten könne bei der Beschwerdeführerin nach
gewiesenermassen von der Verschlech
te
rung des psychischen Zustandes im Verlauf 2020 mit dem Ausbruch der dissozia
tiven Identitätsstörung ausgegangen werden, womit der vorzeitige Abbruch der beruflichen Massnahmen objektiv auf die Verschlechterung des Gesundheits
zustandes der Beschwerdeführerin zurück
zuführen gewesen sei.
Dr.
C.___
attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem freien Wirtschafts
markt bzw. für sämtliche Ausbildungen auf dem freien Wirtschaftsmarkt. Diese sei insbesondere auf die stark reduzierte allgemeine psychische Belastbarkeit mit häufigen dissoziativen Ausfällen mit dem Verlust der normalen Integration des Bewusstseins zurückzuführen.
4
.2
Aus den Berichten der behandelnden Therapeutinnen ergibt sich, für den Zeit
raum 2
5.
September 2017 bis
9.
Oktober 2017 eine vollständige und vom
9.
bis 2
1.
Oktober 2017 eine 50%ige
A
rbeits- bzw.
U
nterrichtsunfähigkeit (Urk.
11/10).
Danach
war die Beschwerdeführerin vom 2
6.
Februar bis
4.
April und vom 1
5.
bis 2
2.
Mai 2018 infolge stationärer Behandlung leistungsunfähig (
Urk.
11/47/2). Im Sommer 2018 wurde der Wechsel zu einer
Borderline
-spezifischen Therapie empfohlen und
die Behandlung der Suchterkrankung ambulant weitergeführt. Die bipolare Erkrankung
habe
sich remittiert
gezeigt
und eine Ausbildungs- bzw. Arbeitsunfähigkeit wurde nicht explizit attestiert (
Urk.
11/58/6). Mit Bericht vom
5.
Juli 2019 wurde
eine sehr gute Prognose gestellt,
d
ie
Beschwerdeführerin
war seit 7 Monaten abstinent von psychischen und Verhaltensstörungen induzie
renden Substanzen und ihr wurde attestiert, für 6-8 Stunden pro Tag einer ange
passten Tätigkeit
mit ausreichender intellektueller Anforderung
nachzugehen, ohne intensiven Kundenkontakt, ohne Unterforderung,
unter Ausschluss monotoner oder
emotional belast
ender Tätigkeiten oder reizintensiver Umgebung
(
Urk.
11/58
/1-4
). Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte die Oberärztin
des Psychiatriezentrums
O.___
der
E.___
AG
danach
erst
wieder
ab
dem
3.
Oktober 2020 (
Urk.
11/90/2).
Im Abschlussbericht vom 1
8.
Dezember
2020 über das ab September 2019 laufende Coaching (
Urk.
11/84) wird von einer anfänglichen Eigeneinschätzung von 70-80
%
und vom Eindruck eines sehr positiven und stabilen Zustand
s
seit der Arbeitsplatzzusage im April
2020
berichtet. Die Beschwerdeführerin
habe das Praktikum (im KV) zur vollsten Zufriedenheit absolviert und sei eine grosse Unterstützung gewesen; sie habe administratives und organisatorisches Geschick gezeigt und der stetige
Pensum
saufbau
habe keine Schwierigkeit bedeutet.
4
.3
Angesichts dessen ist vor dem
3.
Oktober 2020 keine 365 Tage dauernde, durch
gehende Arbeits- und Ausbildungsunfähigkeit
von durchschnittlich mindestens 40
%
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen und es ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass das Wartejahr im Oktober 2021 endete. Daran vermag die beschwerdeweise vorgebrachte Argu
mentation, die Beschwerdeführerin habe gesundheitsbedingt dreimalig ihre Ausbildung abbrechen müssen, nichts zu ändern.
Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass eine 30 Tage dauernde Ausbildungs- und Unterrichtsfähigkeit ausreicht, um die Wartezeit zu unterbrechen
, und keine echtzeitlichen medizinischen
oder beruflichen
Unterlagen darüber bestehen, dass die Beschwerdeführerin vor Oktober 2020 durchgehend in massgeblichem Umfang in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt war.
4.4
Nach dem Gesagten erwarb die Beschwerdeführerin mit Anmeldung vom 23.
April 2018 ihren Rentenanspruch
jedoch
bereits
per
1.
Oktober 2021
, also einen Monat früher
. In teilweiser Gutheissung der
Beschwerde ist die ange
fochtene Verfügung
demnach
hinsichtlich des Rentenbeginns aufzuheben und der Beschwerdeführerin die ganze Invalidenrente per
1.
Oktober 2021 zuzu
sprechen.
5.
5.1
Das vorliegende Verfahren geht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, es ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen.
Da die Beschwerdeführerin nur in geringfügigem Umfang obsiegt, sind sie den Parteien je zur Hälfte (je
Fr.
300.--)
aufzuerlegen.
5.2
Eine Prozessentschädigung wird bei diesem Ausgang nicht gesprochen, zumal davon auszugehen ist, dass die Vertretung durch den Vater der Beschwerde
führerin im Rahmen seiner familiären Beistandspflicht unentgeltlich ist und nur geringfügige Barauslagen angefallen sind (vgl. auch Beschluss UV.2023.00039 vom 1
6.
Mai 2023 mit Hinweis).
Das Gericht erkennt:
1.
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde wird
die angefochtene Verfügung vom
27.
Juli 2022
hinsichtlich des Zeitpunkts des Rentenbeginns
aufgehoben und
der
Beschwerdeführerin eine ganze Invalidenrente ab
1.
Oktober 2021
statt
1.
November
2021
zugesprochen
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
den Parteien je zur Hälfte
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
den
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Y.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46
BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstStadler