# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 671312dc-ddd7-5a6c-825a-14e8efe2d9eb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.08.2019 200 2019 399
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-399_2019-08-08.pdf

## Full Text

200 19 399 IV
SCJ/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. August 2019

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. April 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 17. März 2014 unter Hinweis auf einen 
am 24. September 2013 erlittenen Unfall bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin, Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB nahm erwerbliche und 
medizinische Abklärungen vor und zog die Akten der D.________ bei. Am 
10. September 2014 gewährte die IVB sodann Beratung und Unterstützung 
beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes (AB 17). Am 26. April 2016 teilte 
sie dem Versicherten mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes 
zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (AB 
36). Gestützt auf einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
vom 24. August 2016 (AB 41) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 26. Sep-
tember 2016 (AB 42) dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 16 % 
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Sie erwog hauptsächlich, 
dass gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom 19. Dezember 2013 dem 
Versicherten eine angepasste Tätigkeit (wechselbelastend, vorwiegend 
sitzend) ganztags ohne Leistungsminderung zumutbar sei. Die im Januar 
2015 durchgeführten Hüftoperationen führten nicht zu einer länger dauern-
den Erwerbsunfähigkeit. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 26. 
Oktober 2016 (AB 44) fest und wies – nach Einholung einer RAD-
Stellungnahme (AB 47) – mit Verfügung vom 10. November 2016 (AB 48) 
das Rentenbegehren des Versicherten ab.

Die dagegen am 12. Dezember 2016 erhobene Beschwerde hiess das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 14. Februar 2018, 
IV/2016/1237 (AB 60), unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung gut 
und wies die Sache an die IVB zurück zwecks Einholung eines versiche-
rungsexternen Gutachtens in den Disziplinen Orthopädie, Rheumatologie 
und Neurochirurgie und allenfalls weiteren Fachdisziplinen. 

B.

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In der Folge holte die IVB erwerbliche sowie medizinische Unterlagen und 
wiederum die Akten der D.________ ein (AB 65 - 69, 71 f., 80). Zudem 
liess sie den Versicherten durch die C.________ (MEDAS) polydisziplinär 
in den Fachrichtungen Orthopädie/Traumatologie, Neurochirurgie, Rheu-
matologie, Innere Medizin und Psychiatrie begutachten (Expertise vom 23. 
November 2018 mit Gutachten in den erwähnten Fachdisziplinen [AB 92.1 - 
92.5]). 

Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens und der Einholung einer 
Stellungnahme des RAD sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung 
vom 5. April 2019 vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 sowie vom 
1. September bis 31. Dezember 2016 bei jeweils einem Invaliditätsgrad von 
100 % eine ganze Rente zu; aus medizinischer Sicht seien dem Beschwer-
deführer vom 24. September bis 31. Dezember 2014, vom 1. Januar bis 
31. August 2016 und ab dem 1. Januar 2017 angepasste ständig oder 
überwiegend sitzende Tätigkeiten vollzeitlich ohne Leistungseinschränkung 
zumutbar (AB 94 - 99, 103 - 105). 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 23. Mai 2019 Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung der Beschwer-
degegnerin vom 5. April 2019 sei insoweit aufzuheben, als dass dem Be-
schwerdeführer vom 24. September 2014 bis 31. Dezember 2014, vom 
1. Januar 2016 bis 31. August 2016 und ab dem 1. Januar 2017 keine Inva-
lidenrente zugesprochen worden sei und die Sache sei zur Vornahme wei-
terer Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Gleichzeitig stellt er ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtli-
cher Anwalt. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Mai 2019 forderte der Instruktions-
richter die Beschwerdegegnerin zur Einreichung einer Beschwerdeantwort 
auf. Gleichzeitig ersuchte er die Beschwerdegegnerin, das Zustelldatum 
der angefochtenen Verfügung zu belegen; sollte die Beschwerdefrist offen-

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sichtlich nicht eingehalten sein, so könne sie sich in der Beschwerdeant-
wort auf diesen formellen Aspekt beschränken. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2019 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Hin-
sichtlich der Rechtzeitigkeit der Beschwerde hielt sie fest, die renten-
zusprechende Verfügung sei von der Ausgleichskasse per A- oder B-Post 
versandt worden, weshalb keine Sendungsnachverfolgung bei der Post 
vorgenommen werden könne. Es sei folglich nicht möglich, den Zeitpunkt 
der Zustellung der angefochtenen Verfügung nachzuweisen. Aus diesem 
Grund sei die Beschwerde als rechtzeitig eingegangen anzusehen. 

Der Instruktionsrichter hiess mit prozessleitender Verfügung vom 27. Juni 
2019 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehält-
lich der Ausführungen in Erwägung 1.2.2 hiernach – auf die Beschwerde 
einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 5. April 2019 (AB 105), mit wel-
cher dem Beschwerdeführer von Januar bis Dezember 2015 sowie von 
September bis Dezember 2016 eine ganze Invalidenrente zugesprochen 
worden ist. Der Beschwerdeführer beantragt zumindest sinngemäss die 
Ausrichtung einer ununterbrochenen Invalidenrente seit dem 24. Septem-
ber 2014, ein Jahr nach dem Unfall vom 24. September 2013. Er bean-
standet damit sinngemäss die Befristung der Rente. In anfechtungs- und 
streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhältnis vor, wenn rück-
wirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente zugesprochen wird. 
Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, 
wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne einge-
schränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeiten von der 
richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; AHI 2001 
S. 278 E. 1a). Folglich ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers um-
fassend zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende 
Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

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kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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2.8 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.8.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.8.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind 
einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwen-
dung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Ja-
nuar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) 
festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die 
massgebenden Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 16. Juni 2009, 8C_87/2009, E. 2.2).

2.8.3 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-

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te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeein-
flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-
terbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss 
anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV). Dabei ist im Unterschied zu dem in Art. 
88a Abs. 1 IVV geregelten Tatbestand der Verbesserung der Erwerbs-
fähigkeit nicht verlangt, dass die Änderung, nachdem sie ohne wesentliche 
Unterbrechung drei Monate angedauert hat, voraussichtlich weiterhin an-
dauern muss. Das gesetzliche Erfordernis einer auf Dauer gerichteten Än-
derung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit grundsätzlich erfüllt 
(SVR 2017 IV Nr. 71 S. 220 E. 2.3.1).

2.8.4 Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades 
aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen 
einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein 
rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der Berechnung der 
Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten 
angerechnet (Art. 29bis IVV). 

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Der Arzt der D.________, Dr. med. H.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin und Chirurgie, führte im Untersuchungsbericht 
vom 19. Dezember 2013 (AB 4) die folgenden (Haupt-)Diagnosen auf (AB 
4/8):

1. Vermehrt symptomatisch gewordene, ausgeprägteste posttraumatische Cox-
arthrose links

2. LWS-Kontusion
3. Leichte AC-Gelenksarthrose rechts, leichtes subacromiales Impingement

Der Kreisarzt hielt fest, die aktive Beweglichkeit im rechten Schultergelenk 
sei im Vergleich zur Gegenseite für Flexion und Abduktion schmerzbedingt 

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leicht eingeschränkt. Auch liege eine eingeschränkte Aussenrotation vor. 
Die Muskelkraft sei erhalten. Es bestehe eine leichte Einbusse der 
Muskelkraft des Musculus subscapularis. Der Beschwerdeführer zeige ein 
hinkendes Gangbild mit deutlichem Entlastungs- und Verkürzungshinken 
links. Die Hüftgelenksbeweglichkeit sei links massiv eingeschränkt. 
Radiologisch bestehe eine fortgeschrittenste Coxarthrose links mit massiv 
dekonfiguriertem Hüftgelenkskopf und verkürztem Schenkelhals bei 
anamnestischem Zustand nach operativer Versorgung einer hinteren 
Luxationsfraktur des linken Hüftgelenks nach einem Verkehrsunfall vor 20 
Jahren. Es falle eine ausgeprägte Hypotrophie der 
Oberschenkelmuskulatur resp. der hüftgelenksnahen Muskulatur links auf. 
Die MRI-Untersuchung der LWS zeige auch eine deutliche Hypotrophie des 
linksseitigen Musculus iliopsoas. Aufgrund der Anamnese sei die 
muskuläre Hypotrophie in den letzten fünf Jahren zunehmend in 
Erscheinung getreten. Bereits vorgängig sei kein hinkfreies Gehen möglich 
gewesen; das linke Bein sei deutlich verkürzt. Die schwerste 
Hüftgelenksarthrose sei vorbestehend und nicht durch das Unfallereignis 
vom 24. September 2013 (Sturz auf das Gesäss bzw. die untere LWS; AB 
4/7 Ziff. 5) entstanden (AB 4/9). Die massive muskuläre Hypotrophie weise 
darauf hin, dass auch die Bewegungseinschränkung längere Zeit 
vorbestehend gewesen sei und das linke Bein bereits seit längerer Zeit 
wahrscheinlich aufgrund von Schmerzen im Hüftgelenk nicht mehr voll 
belastet worden sei. Die Indikation für einen prothetischen Ersatz des 
linken Hüftgelenks sei gegeben; dieser ginge nicht zu Lasten der 
D.________ (AB 4/9). Die nach dem Abstützen des Sturzes aufgetretenen 
Beschwerden im Bereich des rechten Schultergelenks seien nur zum Teil 
durch den Unfall erklärbar. Vorbestehend seien die degenerativen 
Veränderungen wie die leichte AC-Gelenksarthrose, die tendinopathischen 
Alterationen im Bereich der Supraspinatussehne, der Subscapularissehne 
sowie der Bicepssehne. Einzig die (Teil-)Ruptur der Subscapularissehne 
wäre mit dem Unfallmechanismus erklärbar. Die konservative Therapie 
könne aufgrund der recht guten Schulterfunktion weitergeführt werden. 
Eine zumindest teilweise Arbeitsunfähigkeit als … sei nachvollziehbar. Dem 
Beschwerdeführer seien angepasste Tätigkeiten (vorwiegend sitzend, ohne 
belastende Überkopfarbeiten, ohne Arbeiten mit Schlägen und Vibrationen 
auf das rechte Schultergelenk, ohne längere Steh- und Gehphasen, ohne 

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Arbeiten mit Zwangshaltungen für das rechte Hüftgelenk [gebückt oder 
kniend], ohne Gehen und Stehen auf unebenem Gelände, ohne Arbeiten in 
körperferner und belastender Haltung, ohne linkshändigem Heben und 
Tragen von Gewichten über 10 kg) ganztags zumutbar (AB 4/10). 

Mit einem weiteren Untersuchungsbericht vom 25. August 2014 (AB 15) 
bekräftigte derselbe Arzt seine Arbeitsfähigkeitseinschätzung und führte 
aus, dass ohne Sanierung der Hüftproblematik eine wesentliche Besserung 
der Schulterbeschwerden nicht zu erwarten sei. Allerdings werde auch 
nach operativer Versorgung des linken Hüftgelenks eine Rückkehr in die 
bisherige Tätigkeit auf dem … nicht mehr möglich sein (AB 15/8). 

3.2 Im Sprechstundenbericht des Spitals I.________ vom 4. April 2018 
(AB 78) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt: 

 Chronische Schmerzen Becken links und untere linke Extremität bei 
 Status nach Hüft-TP-Revision links mit Pfanneninlay und Hüftprothesen-

kopfwechsel und Exzision der Neokapsel sowie heterotope Ossifikationen 
über eine Trochanterosteotomie vom 6. September 2010 (richtig: 2016) bei 

 Horizontal verlaufende Acetabulumfraktur mit Verdacht auf Lockerung der 
pelvinen Prothesenkomponente 

 Status nach Hüfttotalprothesenimplantation links über einen anterolateralen 
Zugang vom 12. Januar 2015 mit/bei 
 Kompliziert durch eine Via falsa mit nachfolgendem Schaftwechsel vom 

14. Januar 2015 mit Erweiterung des anterolateralen Zugangs nach distal 
mit/bei 

 Schwerer posttraumatischer Coxarthrose nach traumatischer Hüftluxation 
mit operativer Versorgung in … vor zirka 20 Jahren

 Posttraumatische Schulterbeschwerden mit Verletzung der Rotatorenman-
schette rechts (in Behandlung bei Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie, Spital M.________) 

 Diskushernie L5/S1 rechts mit Kompromittierung der Nervenwurzel S1 rechts 
 Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts mit medialer Teilmeniskektomie 

und Punktion der Baker-Zyste vom 11. August 2017 mit aktuell erneuter Baker-
Zyste 

 instabile Narbe prätibial rechts

Die behandelnden Ärzte gaben an, es zeige sich eine stabile Schmerzsi-
tuation seit Jahren mit keiner wesentlichen Änderung. Klinisch zeige sich 
klar eine deutliche Muskelatrophie des linken Beines und im MRI zusätzlich 
nachgewiesen die Psoas- und Gluteaatrophie linksseitig. Ein solch schwe-

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res Muskeldefizit könne nicht aufgeholt werden mit Physiotherapie. Es sei 
daher langfristig keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu sehen. 
Während der Konsultation sei noch Dr. med. E.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hin-
zugezogen worden bei persistierender Baker-Zyste rechts. Die 
ersichtlichen Gelenksschäden im MRI und in der Arthroskopie erklärten 
nicht die wiederholte Bildung der Baker-Zyste rechts. Neu erzähle der Be-
schwerdeführer jedoch von der instabilen Narbe prätibial rechts, welche er 
während Jahren habe und die intermittierend sezerniere. Es werde mit den 
Kollegen der Dermatologie am Spital L.________ eine zeitnahe Konsultati-
on vereinbart. 

3.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
führte im Bericht vom 8. Mai 2018 (AB 80) die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf:

 Chronische Schmerzen im Becken links und im linken Bein nach Hüft-
Operationen bei Status nach posttraumatischer Coxarthrose (Hüftluxation zirka 
1997 und nach Arbeitsunfall 2013)

 Chronische Schulterschmerzen rechts bei posttraumatischer Verletzung der 
Rotatorenmanschette bei Arbeitsunfall 2013

 Status nach Kniearthroskopie rechts – rezidivierende Baker-Zyste 2017

Dr. med. F.________ gab an, es bestehe seit 2008 eine chronische rezidi-
vierende Lumbalgie / Lumboischalgie, nach einem Unfall am 24. Septem-
ber 2013 sei es zu einer aktivierten Coxarthrose bei Hüftdysplasie links 
gekommen sowie zu Schulterschmerzen rechts. Seit dem 24. September 
2013 bis heute bestehe für alle Tätigkeiten, die mit Lastentragen, langem 
Stehen und Gehen in Verbindung stünden, eine 100 %-ige Arbeitsunfähig-
keit.

3.4 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 23. November 
2018 (AB 92.1) basiert auf Untersuchungen in den Fachdisziplinen Or-
thopädie/Traumatologie, Neurochirurgie, Rheumatologie, Innere Medizin 
und Psychiatrie. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurden die 
folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-
keit) angegeben (AB 92.1/6):

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1. Mässiggradige Hüftgelenksfunktion mit Belastungsminderung des linken Bei-
nes 
 im Status nach Hüfttotalprothesenimplantation vom 12. Januar 2015, im 

Status nach Revision mit nachfolgendem Schaftwechsel bei via falsa am 
14. Januar 2015 sowie erneuter Hüft-TP-Revision mit Wechsel des Pfan-
neninlays und Hüftprothesenkopfwechsels mit Exzision der Neokapsel und 
heterotopen Ossifikationen über eine Trochanter-Osteotomie vom 6. Sep-
tember 2016 

 mit zusätzlicher Hypotrophie des M. psoas und der Glutealmuskelgruppen 
mit konsekutiver Schwäche 

2. Leichte bis mittelgradige Funktionseinschränkung rechte Schulter bei klinischer 
Impingementsymptomatik und MRT-gesicherter Partialruptur der Rotatoren-
manschette 

3. Rheumatologisch chronifizierte Schulterschmerzen rechts 
4. Lumboischialgie links bei Beinverkürzung links bei Status nach Hüftgelenks-

operationen und Verletzungen und andauernder Fehlbelastung der Wirbelsäu-
le sowie degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule

Die Gutachter gaben an (AB 92.1/4 f.), orthopädisch präsentiere sich aktu-
ell eine mässiggradige Hüftgelenksfunktion mit Belastungsminderung des 
linken Beines bei Schwäche der Hüftbeuger (M. lliopsoas) und Beckensta-
bilisatoren (Glutealmuskulatur). Mit dem Sturzereignis vom 24. September 
2013 habe sich auch eine Schultersymptomatik rechts eingestellt. Kern-
spintomographisch habe eine Partialruptur der Rotatorenmanschette (Sub-
skapularis und Supraspinatus) aufgezeigt werden können. Das rechte 
Kniegelenk mache sich weiterhin nach arthroskopisch assistierter, partieller 
Meniskektomie mit einer rezidivierenden Bakerzyste bemerkbar. Für die 
Verschmächtigung der Muskulatur als auch für die ungeklärten Gefühlss-
törungen des gesamten linken Beines und Gesässes sei neurochirurgisch 
keine primäre Ursache festgestellt worden. Rheumatologisch würden keine 
entzündlichen Veränderungen im Achsenorgan oder in den peripheren Ge-
lenken nachgewiesen. Auf rheumatologischem Fachgebiet werde ebenfalls 
eine erhebliche Einschränkung der Belastbarkeit des linken Beines festge-
stellt, die dazu führe, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei. Seitens der rechten Schulter würden – 
wie im orthopädischen Gutachten – Einschränkungen für Tätigkeiten in und 
über Kopfhöhe festgestellt. Bezüglich der Lendenwirbelsäule werde ausge-
führt, dass sich Hinweise für ein radikuläres Schmerzsyndrom nicht ergä-
ben, auch wenn magnetresonaztomographisch neuroforaminale Stenosen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 14

L5/S1 beidseits vorlägen, jedoch ohne Zeichen einer Neurokompression. 
Die aktenanamnestisch dokumentierten, degenerativen Diskopathien seien 
wohl vorhanden und führten per se zu einer leichten funktionellen Ein-
schränkung der Lendenwirbelsäule. Internistisch seien eine arterielle Hy-
pertonie und Status nach Brandwunden des rechten Unterschenkels und 
Fusses mit Deckung mittels Hauttransplantat bekannt. Aktuell zeigten sich 
im Bereich der Tibia-Vorderkante verkrustete, kleinere Läsionen. Sicherlich 
handle es sich hier um exponierte Stellen. Es sei also möglich, dass auf 
Druck und Reibung wiederkehrende Läsionen entstünden. Ein Versuch mit 
mechanischem, zusätzlichem Schutz der ehemaligen Transplantate emp-
fehle sich. Allenfalls wäre bei fehlender Besserung eine dermatologische 
Untersuchung angezeigt. Psychiatrisch weise der Beschwerdeführer eine 
stabile Persönlichkeit auf. Er habe die geschilderten Belastungen gut be-
wältigt, auch im Rahmen des Unfallereignisses habe sich keine reaktive 
psychische Symptomatik entwickelt. Der Beschwerdeführer sei weiterhin 
durch die somatische Problematik im Alltag eingeschränkt, jedoch nicht aus 
psychischer Sicht. Hinweise auf eine anhaltende Schmerzstörung ergäben 
sich nicht. Insbesondere seien alle Medikamentenspiegel wie Trimipramin, 
Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen in einem sehr niedrigen Spiegelbe-
reich, so dass von keiner regelmässigen Einnahme, entgegen der Aussa-
ge, ausgegangen werde. Die Gutachter hielten weiter fest (AB 92.1/7 f.), 
aufgrund der bestehenden Belastungsminderung des linken Beines seien 
insbesondere längere Gehstrecken und Standphasen ohne Unterarm-
gehstützen nicht möglich. Auch liege bei beschriebener Partialruptur der 
rechtsseitigen Rotatorenmanschette eine Belastungsminderung vor. Hier-
durch seien ebenfalls Tätigkeiten überwiegend In- und Überkopfhöhe nicht 
mehr möglich. Ausgenommen hiervon seien jedoch Tätigkeiten in überwie-
gend sitzender Position. Der Beschwerdeführer sei in der Lage, nur noch 
körperlich leichte Tätigkeiten in überwiegend bis ständig sitzender Position, 
auch unter Zuhilfenahme eines Arthrodesenstuhls oder -kissens durchzu-
führen. Tätigkeiten im Stehen oder Gehen seien nur noch kurzfristig mög-
lich. Tätigkeiten, die eine erhöhte Standsicherheit erforderten, sollten 
vermieden werden. Darüber hinaus sollten Tätigkeiten in kniender und 
kauernder Stellung vermieden werden. Der Anteil sitzender Tätigkeit sollte 
im vorliegenden Fall mehr als 90 % betragen. Ausserdem sollten Tätigkei-
ten In- und Überkopfhöhe vermieden werden. Die Arbeitsfähigkeit in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 15

bisherigen Tätigkeit betrage 0 %. Mit dem Unfallereignis vom 24. Septem-
ber 2013 sei die Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeitsfähigkeit) in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit als …/… nicht mehr gegeben. In einer leidensange-
passten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit gesamthaft 100 %. Nach der 
Hüftoperation vom 12. Januar 2015/Revisionsoperation vom 16. (richtig: 
14.) Januar 2015 sei spätestens etwa sechs Monate nach Operation mit 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit 
zu rechnen. Zum Zeitpunkt des möglichen Wiedereintritts der Arbeitsfähig-
keit in leidensadaptierten Tätigkeiten etwa Juli 2015 sei eine Bandschei-
benprolabierung L5/S1 nachgewiesen worden. Dies habe jedoch nicht zu 
einer neurochirurgischen Behandlung geführt, so dass spätestens Ende 
2015 mit einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter 
Tätigkeit habe gerechnet werden können. Eine erneute Arbeitsunfähigkeit 
in leidensadaptierter Tätigkeit habe nach dritter Hüftoperation vom 6. Sep-
tember 2016 für erneut drei bis vier Monate bestanden. Sodann sei erneut 
mit einer vollen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit auszugehen.

3.5 Im Sprechstundenbericht des Spitals I.________ vom 18. Januar 
2019 (AB 110/2 f.) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt:

Chronische lumbospondylogene Schmerzen links 
 DD fazettogen, muskuläre Dysbalancen 
 Diskushernie L5/S1 rechts mit Kompromittierung der Nervenwurzel S1 rechts 
Chronische Schmerzen Becken und untere Extremität links 
 fragliche neuropathische Komponente im Versorgungsbereich N. femoralis und 

N. cutaneus femoris lateralis 
 Status nach Hüft-TP-Revision links mit Pfanneninlay und Hüftprothesenkopf-

wechsel und Exzision der Neokapsel sowie heterotope Ossifikationen über ei-
ne Trochanterosteotomie vom 6. September 2010 (richtig: 2016) bei 

 Horizontal verlaufende Acetabulumfraktur mit Verdacht auf Lockerung der pel-
vinen Prothesenkomponente 

 Status nach Hüfttotalprothesenimplantation links über einen anterolateralen 
Zugang vom 12. Januar 2015 mit/bei 

 Kompliziert durch eine Via falsa mit nachfolgendem Schaftwechsel vom 
14. Januar 2015 mit Erweiterung des anterolateralen Zugangs nach distal 
mit/bei 

 Schwerer posttraumatischer Coxarthrose nach traumatischer Hüftluxation mit 
operativer Versorgung in … vor zirka 20 Jahren 

Chronische Schulterschmerzen rechts bei posttraumatischer Verletzung der Rota-
torenmanschette 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 16

 bei Arbeitsunfall 2013 
St.n. Kniegelenksarthroskopie rechts mit medialer Teilmeniskektomie und Punktion 
einer Baker-Zyste 11. August 2017 
 Rezidiv Baker-Zyste 
Instabile Narbe prätibial rechts St.n. Verbrennung vor 10 Jahren

Die behandelnden Ärzte hielten fest, bezüglich der rechten Schulter beste-
he sicher ein Schaden der Rotatorenmanschette. In den vorliegenden Do-
kumenten seien keine MRI-Bilder der rechten Schulter vorhanden, lediglich 
ein Röntgenbild von 2013. Es sei deshalb eine neuerliche Bildgebung ver-
anlasst worden und anschliessend werde mit PD Dr. med. K.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Leiter Schulter-
chirurgie, die Situation besprochen. Darüber hinaus erkläre der Beschwer-
deführer noch die soziale Situation. Anscheinend sei von der IV eine 
17 %ige IV-Rente nach einem Gutachten zugesprochen worden. Hiergegen 
werde der Beschwerdeführer juristisch vorgehen, was absolut unterstützt 
werde. Der Beschwerdeführer sei schon aufgrund der Hüft- und Becken- 
sowie Rückenproblematik kaum erwerbsfähig. Hinzu kämen jetzt noch die 
Probleme des rechten Knies sowie der rechten Schulter, so dass – wie 
auch schon im letzten Sprechstundenbericht erwähnt – eine Verbesserung 
der Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit nicht mehr zu erwarten sei, zumal 
der Beschwerdeführer eine hüftbelastende Tätigkeit (…) gelernt habe. 

3.6 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in der Stel-
lungnahme vom 7. März 2019 (AB 103) fest, der Argumentation der 
Rechtsanwältin, wonach der Beschwerdeführer schon allein aufgrund der 
Hüftgelenksprothese und der Gehstöcke nicht in der Lage sei, einer Er-
werbstätigkeit in seinem angestammten Bereich (…) nachzugehen, könne 
gefolgt werden, sie stehe aber nicht im Widerspruch zu den Einschätzun-
gen im Gutachten der MEDAS vom 26. (richtig: 23.) November 2018. Aus-
führlich werde in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des Gutachtens 
auf die funktionellen Auswirkungen der Befunde (Punkt 4.3 des Gutach-
tens) eingegangen und eine Diskussion von Belastungsfaktoren und Res-
sourcen geführt (Punkt 4.5). So heisse es im Gutachtentext, "aufgrund der 
bestehenden Belastungsminderung des linken Beines sind insbesondere 
längere Gehstrecken und Standphasen ohne Unterarmgehstützen nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 17

möglich". "Der Versicherte ist in der Lage, nur noch körperlich leichte Tätig-
keiten in überwiegend bis ständig sitzender Position, auch unter Zuhilfe-
nahme eines Arthrodesenstuhls oder -kissens durchzuführen. Tätigkeiten 
im Stehen oder Gehen sind nur noch kurzfristig möglich. Tätigkeiten, die 
eine erhöhte Standsicherheit erfordern, sollten vermieden werden ..." 
(Punkt 4.5). Unter Bezugnahme auf den Sprechstundenbericht des Spitals 
I.________ vom 18. Januar 2019 (AB 110/2 f.) führte der RAD-Arzt weiter 
aus, sicher würden gegenwärtig die Beschwerden in der rechten Schulter 
durch die Benutzung der Gehstöcke akzentuiert. Die Schulterproblematik 
werde nach der geplanten erweiterten Diagnostik einer Therapie gut 
zugänglich sein. Beschwerden seitens des rechten Kniegelenkes, welche 
im Bericht vom 18. Januar 2019 nicht befundet worden seien, fänden voll-
umfänglich Berücksichtigung in dem gutachterlich erstellten Zumutbar-
keitsprofil. Wenn im Bericht vom 18. Januar 2019 geschrieben werde, dass 
eine Verbesserung der Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit beim Be-
schwerdeführer nicht mehr zu erwarten sei, zumal dieser eine hüftbelas-
tende Tätigkeit gelernt habe, so beziehe er sich wohl auf die die 
Gehfähigkeit einschränkenden Beschwerden an Wirbelsäule und Hüf-
te/Kniegelenk, da er im selben Satz ausdrücklich die erlernte hüftgelenkbe-
lastende Tätigkeit erwähne. Bezüglich der Schulter gehe er von einer 
Behandelbarkeit aus. Die rechtsseitige Schulterproblematik mit Rotatoren-
manschettenteilruptur sei zudem bereits im Gutachten 2018 bekannt gewe-
sen und finde dort im Zumutbarkeitsprofil Berücksichtigung. Hinsichtlich der 
Gesundheitsstörungen, welche für die Minderbelastbarkeit der Beine ver-
antwortlich zeichneten, gingen auch die Gutachter im November 2018 nicht 
von einer möglichen Verbesserung der Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit 
aus. Sie schrieben aber, und dies werde im Gutachten nachvollziehbar 
argumentiert, dass der Beschwerdeführer zwar in der angestammten Tätig-
keit nicht mehr arbeitsfähig sei, wohl aber in ideal dem Leiden angepassten 
Tätigkeiten eingesetzt werden könne. Neues von versicherungsmedizini-
scher Relevanz ergebe sich somit seit Vorlage des Gutachtens im Novem-
ber 2018 nicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 18

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin auf 
das Gutachten der MEDAS vom 23. November 2018 (AB 92.1), welches im 
Nachgang an den Rückweisungsentscheid VGE IV/2016/… vom 14. Fe-
bruar 2018 (AB 60) eingeholt worden ist. Es ist für die streitigen Belange 
umfassend, beruht auf den notwendigen Untersuchungen, berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben 
worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich ausführlich 
mit den bei den Akten liegenden fachärztlichen Einschätzungen 
auseinander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Es erfüllt 
somit sämtliche Anforderungen an beweiswertige ärztliche 
Entscheidgrundlagen (vgl. E. 2.6 hiervor) und ist voll beweiskräftig. 

4.2 Im Gutachten (AB 92.1/8) wird für die Zeit nach den Hüftoperationen 
vom 12. und 14. Januar 2015 (AB 68/26 f.) bis Ende 2015 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit beschrieben. Dass für die 
vorangegangene Zeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit angenommen 
worden ist, lässt sich im Lichte der beiden kreisärztlichen Untersuchungs-
berichte des Dr. med. H.________ vom 19. Dezember 2013 (AB 4) sowie 
25. August 2014 (AB 15) nicht beanstanden. Gegenteiliges wird vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht. Sodann wurde nach der dritten Hüf-
toperation vom 6. September 2016 erneut für drei bis vier Monate eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten attestiert. Dies 
lässt sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen ebenfalls nicht beanstan-
den. Für die übrige Zeit gehen die Gutachter mit Bezug auf eine angepass-
te Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit aus, was im 
Gesamtgutachten (AB 92.1/8) sowie in den Teilgutachten (AB 92.1/34, 
92.2/13 f., 92.3/12, 92.4/11, 92.5/12) nachvollziehbar begründet wird. Zu-
dem weisen die Gutachter darauf hin, dass von keiner regelmässigen Ein-
nahme der Medikamente auszugehen sei (AB 92.1/8), was gegen einen 
Leidensdruck spricht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 19

Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Bericht des Spitals I.________ 
vom 18. Januar 2019 (AB 110/2 f.) beruft, weist die Beschwerdegegnerin in 
der Beschwerdeantwort, S. 3, zu Recht darauf hin, dass dieser nicht in Wi-
derspruch zum Gutachten steht. Denn im erwähnten Bericht wird festgehal-
ten, dass eine Verbesserung der Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit nicht 
mehr zu erwarten sei, zumal der Beschwerdeführer eine hüftbelastende 
Tätigkeit (…) gewählt habe. Dies steht in Übereinstimmung mit dem Gut-
achten der MEDAS, wonach der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätig-
keit nicht mehr arbeitsfähig ist (AB 92.1/8). Dem erwähnten 
Sprechstundenbericht sind keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer lei-
densangepassten Tätigkeit zu entnehmen. Folglich bestehen zwischen 
dem Gutachten und dem Bericht keine Diskrepanzen. Zudem hat sich auch 
der RAD-Arzt Dr. med. G.________ in seiner Aktenbeurteilung vom 7. März 
2019 (AB 103) mit den Feststellungen des Spitals I.________ auseinan-
dergesetzt. Insbesondere ist zu erwähnen, dass die Schulterproblematik 
rechts bereits bei der Begutachtung der MEDAS bekannt war und dort im 
Zumutbarkeitsprofil Berücksichtigung gefunden hat (vgl. AB 92.1/7). Bezüg-
lich der im Bericht erwähnten rezidivierenden Baker-Zyste ist davon auszu-
gehen, dass diese die Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit nicht 
entscheidend beeinträchtigt. 

Was die verlangte Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit (EFL) betrifft (Beschwerde S. 5 f.), ist mit der Beschwerde-
gegnerin festzuhalten (Beschwerdeantwort S. 3), dass bei zuverlässiger 
ärztlicher Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der Regel keine 
Notwendigkeit besteht, die Rechtsfrage der Erwerbsunfähigkeit durch eine 
EFL zu überprüfen. Ausnahmsweise kann eine solche erforderlich sein, 
wenn mehrere involvierte Ärzte diese angesichts eines multiplen und 
schwierig einzuschätzenden Krankheitsbildes ausdrücklich befürworten 
(Entscheid des BGer vom 5. Oktober 2018, 9C_433/2018, E. 4.2), was 
vorliegend nicht der Fall ist.

4.3 Rechtsprechungsgemäss sind bei Personen, deren Rente revisi-
onsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, nach mindestens 
fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückge-
legt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 20

gliederung zu prüfen und allenfalls durchzuführen, bis sie in der Lage sind, 
das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial 
mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten 
(BGE 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3). Diese Recht-
sprechung ist auch anwendbar bei einer rückwirkend abgestuften oder be-
fristeten Rentenzusprechung (Entscheid des BGer vom 6. Juni 2019, 
8C_494/2018 [zur Publikation vorgesehen], E. 5.4). 

Vorliegend hatte der am 10. November 1962 geborene Beschwerdeführer 
(AB 1/1) sowohl bei der ersten als auch der zweiten Rentenbefristung 
(März 2016 bzw. März 2017 [vgl. E. 5.4.2 und 5.5.2 hiernach]) das 55. Al-
tersjahr noch nicht vollendet. Es liegt nur ein kurzer Rentenbezug vor. Dazu 
kommt, dass dem Beschwerdeführer nach der Wiedererlangung der Ar-
beitsfähigkeit im Anschluss an die Operationen vom 12./14. Januar 2015 
sowie 6. September 2016 (vgl. E. 4.2 hiervor) ohne weiteres bewusst sein 
musste, dass ihm eine leidensadaptierte Tätigkeit wiederum zumutbar war. 
Entsprechende Klarheit über diesen Umstand lag nicht erst seit dem poly-
disziplinären Gutachten MEDAS vom 23. November 2018 (AB 92.1) vor. 
Die Beschwerdegegnerin musste deshalb vor den beiden Rentenbefristun-
gen per März 2016 sowie März 2017 keine Eingliederungsmassnahmen 
prüfen respektive durchführen.

Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde, S. 7, geltend macht, 
er sei auf Unterstützung durch die Beschwerdegegnerin angewiesen, um 
beruflich wieder Fuss fassen zu können, so steht es ihm frei, sich bei der 
Beschwerdegegnerin zur Prüfung von beruflichen Massnahmen zu melden. 

5.

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 21

ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2017 IV Nr. 70 S. 
217 E. 2.2).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

5.2.3 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 
5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 
das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-
zen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 22

IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beur-
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

5.3 Der Beschwerdeführer ist seit dem Unfall vom 24. September 2013 
dauerhaft in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (AB 92.1/8) und die Anmel-
dung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug erfolgte am 
17. März 2014 (AB 1). In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 
Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 und 2.3 hiervor) fällt der frühestmögliche Rentenbe-
ginn auf September 2014; auf diesen Zeitpunkt hin ist ein erster Einkom-
mensvergleich vorzunehmen. 

5.3.1 Das von der Beschwerdegegnerin aufgrund der Angaben der frühe-
ren Arbeitgeberin vom 15. April 2014 (AB 9) ermittelte Valideneinkommen 
per 2014 von Fr. 79‘300.-- ist nicht zu beanstanden. Es wird vom Be-
schwerdeführer denn auch nicht bestritten und stimmt grundsätzlich mit 
den Angaben der Arbeitgeberin gegenüber der D.________ überein (AB 
22.5/1). Zwar wurde gegenüber der D.________ am 8. September 2016 
von der Arbeitgeberin angegeben (AB 68.22), dass im Jahr 2014 keine 
Zulage von monatlich Fr. 800.-- für den … (und in den Jahren 2015 und 
2016 nur Fr. 640.-- monatlich) ausbezahlt worden seien. Zu Gunsten des 
Beschwerdeführers ist jedoch stets von einer entsprechenden monatlichen 
Zulage von Fr. 800.-- auszugehen. 

5.3.2 Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, hat die Be-
schwerdegegnerin zu Recht auf Tabellenlöhne abgestellt, was unbestritten 
geblieben ist. Auszugehen ist von der LSE 2014, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 im Betrag von 
Fr. 5‘312.-- monatlich bzw. Fr. 63‘744.-- jährlich. Angepasst an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Abschnitt Total im Jahr 2014 von 
41.7 Stunden resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 66‘453.10 
(Fr. 63‘744.-- : 40 h x 41.7 h). Nach Ablauf des Wartejahres am 24. Sep-
tember 2014 war der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätig-
keit zu 100 % arbeitsfähig (AB 92.1/8; vgl. auch E. 4.2 hiervor). In der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 23

Beschwerde, S. 6 f., verlangt der Beschwerdeführer, es sei ein maximaler 
leidensbedingter Abzug (vgl. E. 5.2.3 hiervor) von 25 % zu gewähren. Letz-
ten Endes kann diese Frage offen bleiben, denn auch bei einem solchen 
Abzug – das Invalideneinkommen beliefe sich in diesem Fall auf 
Fr. 49‘839.80 (Fr. 66‘453.10 x 0.75) – würde mit gerundet 37 % (100 / 
Fr. 79‘300.-- x [Fr. 79‘300.-- - Fr. 49‘839.80] = 37.15 %; zu den Rundungs-
regeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad erreicht. Zu Recht macht der Beschwerdeführer sodann 
nicht geltend, die Beschwerdegegnerin habe das von der D.________ er-
mittelte Invalideneinkommen (AB 68.11) zu übernehmen. Nach Ablauf des 
Wartejahres im September 2014 besteht somit kein Anspruch auf eine In-
validenrente.

5.4 Ab dem 12. Januar 2015 war der Beschwerdeführer in jeglicher 
Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (AB 92.1/8), so dass ab dem 1. Januar 
2015 Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Die Wiedererlangung der 
vollen Arbeitsfähigkeit per Ende Dezember 2015 (AB 92.1/8) stellt einen 
Revisionsgrund (vgl. E. 2.8.2 hiervor) dar, so dass per 2016 ein erneuter 
Einkommensvergleich vorzunehmen ist. 

5.4.1 Das Valideneinkommen beträgt im Jahr 2016 Fr. 79‘625.-- 
([Fr. 5‘325.-- + Fr. 800.--] x 13; AB 9, 22.5/1, 68.22). 

5.4.2 Das Invalideneinkommen ist ausgehend von den LSE 2016, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 im Betrag von 
Fr. 5‘340.-- monatlich bzw. Fr. 64‘080.-- jährlich, zu bestimmen. Angepasst 
an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Abschnitt Total im Jahr 
2016 von 41.7 Stunden resultiert ein Invalideneinkommen von 
Fr. 66‘803.40 (Fr. 63‘744.-- : 40 h x 41.7 h). Ab Anfang 2016 war der Be-
schwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeits-
fähig (AB 92.1/8). Wie bereits für das Jahr 2014 resultiert auch im Jahr 
2016 bei der Annahme des maximalen leidensbedingten Abzuges von 
25 % – in diesem Fall beliefe sich das Invalideneinkommen auf Fr. 
50‘102.55 (Fr. 66‘803.40 x 0.75) – mit 37 % (100 / Fr. 79‘625.-- x [Fr. 
79‘625.-- - Fr. 50‘102.55] = 37.08 %; zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 
V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. 
Nach der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit per Ende Dezember 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 24

2015 kann die Rente aber erst unter Berücksichtigung einer Wartefrist von 
drei Monaten gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.8.3 hiervor; Rz. 4018 
des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi-
cherung [KSIH] des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV]) – d.h. 
per Ende März 2016 – aufgehoben werden. 

5.5 Die erneute vollständige Arbeitsunfähigkeit ab September 2016 in 
jeglicher Tätigkeit (AB 92.1/8) stellt einen weiteren Revisionsgrund (vgl. 
E. 2.8.2 hiervor) dar und gibt wiederum Anspruch auf eine ganze Rente. 
Diesbezüglich kommt Art. 29bis IVV (vgl. E. 2.8.4 hiervor) zur Anwendung, 
so dass keine erneute Wartefrist nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zu bestehen 
ist. Nicht anwendbar ist hingegen Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.8.3 hiervor), 
dies infolge Fehlens einer revidierbaren Rente im Zeitpunkt der massgebli-
chen Verschlechterung des Gesundheitszustandes im September 2016 
(Entscheid des BGer vom 28. Januar 2015, 8C_777/2014, E. 4.2; vgl. auch 
MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 
3. Aufl. 2014, S. 304). Somit besteht ab 1. September 2016 Anspruch auf 
eine ganze Rente. Die Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit ab Anfang Januar 2017 (AB 92.1/8) stellt 
einen neuerlichen Revisionsgrund (vgl. E. 2.8.2 hiervor) dar, was einen 
weiteren Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin erforderlich macht.

5.5.1 Das Valideneinkommen des Jahres 2016 Fr. 79‘625.-- (vgl. E. 5.4.1 
hiervor) ist auf das Jahr 2017 zu indexieren, was einen Betrag von 
Fr. 79‘862.90 ergibt (Tabelle T1.1.15 Nominallohnindex, Männer, 2016 - 
2018, Ziff. 41 - 43 Baugewerbe/Bau, Index 2016: 100.4 Punkte, Index 
2017: 100.7 Punkte).

5.5.2 Das Invalideneinkommen für das Jahr 2017 ist ausgehend von den 
LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzni-
veau 1 im Betrag von Fr. 5‘340.-- monatlich bzw. Fr. 64‘080.-- jährlich, zu 
bestimmen. Indexiert auf das Jahr 2017 resultiert ein Betrag von 
Fr. 64‘334.80 (Tabelle T1.1.15 Nominallohnindex, Männer, 2016 - 2018, 
Total, Index 2016: 100.6 Punkte, Index 2017: 101 Punkte). Angepasst an 
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Abschnitt Total im Jahr 
2017 von 41.7 Stunden resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 67‘069.-- 
(Fr. 64‘334.80 : 40 h x 41.7 h). Ab Anfang 2017 war der Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 25

in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (AB 92.1/8). 
Wie bereits für das Jahr 2014 und 2016 resultiert auch im Jahr 2017 bei der 
Annahme des maximalen leidensbedingten Abzuges von 25 % – in diesem 
Fall beliefe sich das Invalideneinkommen auf Fr. 50‘301.75 (Fr. 67‘069.-- x 
0.75) – mit 37 % (100 / Fr. 79‘862.90.-- x [Fr. 79‘862.90 - Fr. 50‘301.75] = 
37.01 %; zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 
123) kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Auch hier kann die Rente 
nicht unmittelbar nach Wiedererlangung der vollständigen Arbeitsfähigkeit 
per Ende Dezember 2016, sondern erst nach einer Wartefrist von drei Mo-
naten (Art. 88a Abs. 1 IVV) per Ende März 2017 aufgehoben werden. 

5.6 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde insofern teilweise gutzu-
heissen, als zusätzlich je für Januar bis März 2016 und für Januar bis März 
2017 eine ganze Rente auszurichten ist. Soweit weitergehend ist die Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer zusätzlich für sechs Monate 
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat (vgl. E. 5.4.2 und 5.5.2 hier-
vor), ist von einem hälftigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszuge-
hen. Die auf Fr. 800.-- bestimmten Verfahrenskosten haben somit die 
Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer je zur Hälfte bzw. im Um-
fang von je Fr. 400.-- zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 
E. 4). Aufgrund der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. pro-
zessleitende Verfügung vom 27. Juni 2019) ist der Beschwerdeführer – 
unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 
123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272) – von der Pflicht zur Zahlung seines Anteils an den Verfah-
renskosten zu befreien.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 26

6.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Mit Blick auf die Ausführungen in Erwägung 6.1 hiervor hat der Beschwer-
deführer Anspruch auf die Hälfte der geltend gemachten Parteientschädi-
gung. Diese ist gestützt auf die angemessene Kostennote von 
Rechtsanwalt B.________ vom 2. Juli 2019 von gesamthaft Fr. 2‘187.80 
(Honorar von Fr. 2‘000.-- [8 Stunden à Fr. 250.--], zuzüglich Auslagen von 
Fr. 31.40 und Mehrwertsteuer von Fr. 156.40 [7.7 % von Fr. 2'031.40]) auf 
Fr. 1‘093.90 (ein Zweitel von Fr. 2‘187.80) festzulegen. Diesen Betrag hat 
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

6.3 Die restlichen Kosten werden über die gewährte unentgeltliche 
Rechtspflege (vgl. prozessleitende Verfügung vom 27. Juni 2019) liquidiert.

6.3.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

6.3.2 Der tarifmässige Parteikostenersatz im Zusammenhang mit dem 
teilweisen Unterliegen wird auf Fr. 1‘093.90 (inklusive Auslagen und Mehr-
wertsteuer [ein Zweitel von Fr. 2‘187.80]) festgesetzt. Davon ist Rechtsan-
walt B.________ – ausgehend von einem Aufwand von 4 Stunden (ein 
Zweitel von 8 Stunden) – nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus 
der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 800.-- (4 h x Fr. 200.--), 
zuzüglich Auslagen von Fr. 15.70 (ein Zweitel von Fr. 31.40) und Mehr-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 27

wertsteuer von Fr. 62.80 (7.7 % von Fr. 815.70), total somit eine Entschä-
digung von Fr. 878.50, auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungs-
pflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend 
den Voraussetzungen von Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 
5. April 2019 der IV-Stelle Bern insoweit abgeändert, als zusätzlich je 
für Januar bis März 2016 und für Januar bis März 2017 eine ganze 
Rente ausgerichtet wird. Soweit weitergehend wird die Beschwerde 
abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- haben die Beschwerdegegnerin 
und der Beschwerdeführer je zur Hälfte bzw. im Umfang von je 
Fr. 400.-- zu bezahlen. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die anteilsmässi-
gen Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘093.90 (inkl. Auslagen 
und MWSt.), zu ersetzen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘093.90 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 878.50 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2019, IV/2019/399, Seite 28

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.