# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db6bd7b7-3312-5b08-a040-189a80bab64d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 21.02.2023 BZ 2022 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2022-91_2023-02-21.pdf

## Full Text

20221115_144705_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2022 91

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 21. Februar 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und/oder Rechtsanwältin C.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

D.________,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________ und/oder Rechtsanwältin F.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Baar
(Beschwerde gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 12. August 
2022)

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Sachverhalt

1. Am 9. Juli 2021 schlossen die D.________, Zypern, als Verkäuferin (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) und die G.________, Root, als Käuferin (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) einen Kaufvertrag ("Contract No. H.________") ab. In Ziff. 4 dieses 
Vertrags verpflichtete sich die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführerin 1'000 metrische 
Tonnen (+/- 5 %) Gerste zu einem Preis von USD 192.00 pro metrische Tonne DAP 
"I.________", Ukraine, zu liefern (Vi act. 1/5).  

2. Mit Rechnung Nr. 23/1 vom 12. Juli 2021 verlangte die Beschwerdegegnerin von der 
Beschwerdeführerin die Zahlung von USD 55'895.04 für 291,12 Tonnen Gerste, mit 
Rechnung Nr. 24 vom 15. Juli 2021 die Zahlung von USD 65'591.04 für 341,62 Tonnen 
Gerste und mit Rechnung Nr. 25 vom 26. Juli 2021 die Zahlung von USD 57'177.60 für 297,8 
Tonnen Gerste, mithin einen Gesamtbetrag von USD 178'663.68 (Vi act. 1/16-18). 

3. Mit Statutenänderung vom 3. August 2021 wurde die Beschwerdeführerin in A.________ 
GmbH umfirmiert (Vi act. 1/6). 

4. Am 10. August 2021 bezahlte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin einen Betrag 
von USD 92'009.86, welcher 95 % des in der Rechnung Nr. 23/1 gestellten Betrages (d.h. 
USD 53'100.29) und 95 % des in der Rechnung Nr. 26 gestellten Betrages (d.h. 
USD 38'909.57) entsprach (vgl. Vi act. 1 Rz 27; Vi act. 1/16, 1/20-21). Die Rechnung Nr. 26 
betraf einen anderen Vertrag zwischen den Parteien ("Contract No. J.________" vom 13. Juli 
2021, vgl. Vi act. 1/21). In Zusammenhang mit den Rechnungen Nr. 23/1, Nr. 24 und Nr. 25 
verblieb ein offener Betrag von USD 125'563.39 (USD 178'663.68 abzüglich USD 53'100.29; 
vgl. Vi act. 1 Rz 28 f., Vi act. 1/19-21). 

5. Die Beschwerdegegnerin mahnte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 29. September 
2021 und vom 11. Oktober 2022 für den offenen Betrag (vgl. Vi act. 1 Rz 30; Vi act. 1/23-24). 

6. Mit Statutenänderung vom 30. November 2021 verlegte die Beschwerdeführerin ihren Sitz 
nach Baar (Vi act. 1/7). 

7. Am 4. Februar 2022 betrieb die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin beim 
Betreibungsamt Baar für CHF 115'552.13 ("ausstehende Forderungen gemäss Vertrag 
Nr. H.________ vom 9. Juli 2021") und CHF 22'070.46 ("Vertragliche 
Schadenersatzansprüche gemäss 'CONTRACT No. H.________'"). Der entsprechende 
Zahlungsbefehl wurde der Beschwerdeführerin am 14. Februar 2022 zugestellt, worauf die 
Beschwerdeführerin am 16. Februar 2022 Rechtsvorschlag erhob (Vi act. 1/2-3). 

8. Mit Eingabe vom 30. März 2022 ersuchte die Beschwerdegegnerin bei der Einzelrichterin am 
Kantonsgericht Zug um provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ________ des 
Betreibungsamtes Baar für CHF 115'552.13 und CHF 22'070.46, alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zu Lasten der Beschwerdeführerin (Vi act. 1). 

9. In der Gesuchsantwort vom 13. Mai 2022 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei auf das 
Gesuch nicht einzutreten, eventualiter sei das Gesuch vollumfänglich abzuweisen, alles unter 

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Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Beschwerdegegnerin (Vi 
act. 7). 

10. In der Replik vom 30. Mai 2021 und der Duplik vom 10. Juni 2022 hielten die Parteien an 
ihren Rechtsbegehren fest (Vi act. 10 und 11). 

11. Mit Entscheid vom 12. August 2022 erteilte die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug in der 
Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Baar provisorische Rechtsöffnung für 
CHF 107'331.28 (Disp.-Ziff. 1). Die Gerichtskosten von 750.00 auferlegte sie im Umfang von 
CHF 600.00 (= 80 %) der Beschwerdeführerin und im Umfang von CHF 150.00 (= 20 %) der 
Beschwerdegegnerin und verrechnete sie mit dem von der Beschwerdegegnerin geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 750.00. Sie hielt fest, dass die Beschwerdeführerin der 
Beschwerdegegnerin den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 600.00 zu ersetzen habe 
(Disp.-Ziff. 2). Zudem verpflichtete sie die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin für 
die prozessualen Umtriebe mit CHF 1'800.00 zu entschädigen (Disp.-Ziff. 3; Vi act. 13; 
Verfahren ER 2022 228). 

12. Gegen diesen Entscheid reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 25. August 2022 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug ein und stellte folgende Anträge (act. 1): 

1. Es sei der Entscheid des Einzelgerichts des Kantonsgerichts Zug vom 12. August 2022 
(Geschäfts-Nr. ER 2022 228) vollumfänglich aufzuheben und es sei das Gesuch der 
Beschwerdegegnerin vom 30. März 2022 vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
sei. 

2. Eventualiter sei der Entscheid des Einzelgerichts des Kantonsgerichts Zug vom 12. August 2022 
(Geschäfts-Nr. ER 2022 228) vollumfänglich aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen 
an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin, es sei der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

13. Mit Verfügung vom 29. August 2022 erkannte der Abteilungspräsident der Beschwerde 
aufschiebende Wirkung zu (act. 2). 

14. In der Beschwerdeantwort vom 8. September 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu 
Lasten der Beschwerdeführerin (act. 6). 

15. In der Replik vom 22. September 2022 und der Duplik vom 6. Oktober 2022 hielten die 
Parteien an ihren Rechtsbegehren fest (act. 7 und 10). 

16. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. 4). 

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Erwägungen

1. Angefochten ist ein Rechtsöffnungsentscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug. 
Dagegen ist einzig das Rechtsmittel der Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO gegeben 
(vgl. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO). 

1.1 Mit der Beschwerde kann gemäss Art. 320 ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) 
und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht 
werden. 

1.1.1 Die Überprüfung des Sachverhalts ist auf Willkür beschränkt (BGE 138 III 232 E. 4.1.2; Urteil 
des Bundesgerichts 4A_149/2017 vom 28. September 2017 E. 2.2). Willkür liegt vor bei 
aktenwidriger Tatsachenfeststellung, d.h. wenn sich die Feststellung auf einen Sachverhalt 
stützt, der überhaupt nicht aktenmässig belegt ist, es sei denn, es handle sich um eine 
bekannte Tatsache (d.h. offenkundige oder gerichtsnotorische Tatsachen oder allgemein 
anerkannte Erfahrungssätze) im Sinne von Art. 151 ZPO. Dasselbe gilt, wenn eine 
aktenkundige und rechtserhebliche Tatsache übersehen oder irrtümlich nicht richtig 
festgehalten worden ist. Ist das Beweisergebnis interpretationsbedürftig, gilt der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO). Der Beschwerdegrund ist nur erfüllt, wenn die 
durch die erste Instanz gezogene Schlussfolgerung schlechtweg nicht vertretbar erscheint 
(Sterchi, Berner Kommentar, 2012, Art. 320 ZPO N 6 f.).

1.1.2 Uneinheitlich ist der Meinungsstand zur Kognition der Beschwerdeinstanz bei Rechtsfragen. 
Ein Teil der Lehre geht davon aus, die Rechtsmittelinstanz habe (auch) eine 
uneingeschränkte Angemessenheitskontrolle vorzunehmen und nötigenfalls ihr 
(Rechtsanwendungs-)Ermessen an die Stelle desjenigen der Erstinstanz zu setzen (vgl. 
Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. A. 2016, Art. 310 ZPO N 36; Reich, in: Baker 
& McKenzie [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2010, Art. 320 ZPO N 2 
i.V.m. Art. 310 ZPO N 16 f.; Stauber, in: Kunz/Hoffmann-Nowotny/Stauber [Hrsg.], ZPO-
Rechtsmittel, Berufung und Beschwerde, 2013, Art. 320 ZPO N 3 i.V.m. Art. 310 ZPO N 10). 
Andere Autoren sind demgegenüber der Auffassung, dass diesfalls nur gerügt werden 
könne, es liege eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung, d.h. Ermessensmissbrauch, 
Ermessensüber- oder -unterschreitung vor, und dass blosse Unangemessenheit den 
Beschwerdegrund der unrichtigen Rechtsanwendung nicht erfülle (vgl. Spühler, Basler 
Kommentar, 3. A. 2017, Art. 320 ZPO N 1 i.V.m. Art. 310 ZPO N 3; Sterchi, a.a.O., Art. 320 
ZPO N 3 i.V.m. Art. 310 ZPO N 3 und N 8 f.). Die II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts 
Zug geht von einer umfassenden Kognition auch bezüglich Angemessenheit aus. Sie greift 
aber nur mit einer gewissen Zurückhaltung in einen wohl durchdachten und vertretbaren 
Ermessensentscheid der ersten Instanz ein (BZ 2018 43; BZ 2022 68). 

1.2 Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im 
Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Was im erstinstanzlichen 
Verfahren nicht behauptet, bestritten oder eingereicht wurde, kann im Beschwerdeverfahren 
nicht mehr nachgeholt werden. Es herrscht grundsätzlich ein umfassendes Novenverbot 
sowohl für echte als auch unechte Noven (vgl. Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/ Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 326 ZPO N 41 f.). 

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2. Die Vorinstanz prüfte zunächst die Frage, ob die Parteien auf die Möglichkeit der Einleitung 
eines provisorischen Rechtsöffnungsverfahrens vor den staatlichen Gerichten verzichtet 
haben. Sie führte aus, die Parteien hätten in Ziff. 14 des Kaufvertrages eine 
Schiedsvereinbarung zugunsten der GAFTA Arbitration Rules Nr. 125 getroffen. Gemäss Ziff. 
14.3 des Vertrages seien gerichtliche Verfahren zur Beantragung/Erlangung von 
Sicherheiten für eine Klage- oder Widerklageforderung von dieser Schiedsklausel 
ausgenommen, wobei die materielle Begründetheit einer Streitigkeit der Forderung 
ausschliesslich durch ein Schiedsverfahren gemäss den GAFTA Arbitration Rules Nr. 125 
entschieden werden solle. Die Schiedsvereinbarung enthalte keinen ausdrücklichen 
Ausschluss des provisorischen Rechtsöffnungsverfahrens. Die Zulassung eines 
provisorischen Rechtsöffnungsverfahrens widerspreche auch nicht dem von den Parteien in 
Ziff. 14.3 des Kaufvertrages geäusserten Willen, wonach über die materielle Begründetheit 
einer Streitigkeit oder Forderung ausschliesslich durch ein Schiedsverfahren entschieden 
werde, werde doch im Rechtsöffnungsverfahren nicht über den materiellen Bestand der 
Betreibungsforderung entschieden. Zudem wäre es bei Annahme eines Ausschlusses der 
provisorischen Rechtsöffnung der Beschwerdegegnerin gerade verwehrt, die 
Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 83 Abs. 1 SchKG zu beantragen, was dem Sinn und 
Zweck der Bestimmung in Ziff. 14.3 zuwiderliefe (vgl. act. 1/1 S. 3 f.). 

2.1 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz verkenne, dass ein 
ausdrücklicher Verzicht nicht erst bei einem wortwörtlichen Ausschluss des 
Rechtsöffnungsverfahrens anzunehmen sei. In Bezug auf das Erfordernis der 
Ausdrücklichkeit seien nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung die zu Art. 192 IPRG 
entwickelten Kriterien analog anwendbar. Somit liege ein ausdrücklicher Verzicht vor, wenn 
aus der Erklärung der gemeinsame Wille der Parteien unmissverständlich hervorgehe, auf 
ein staatliches Rechtsöffnungsverfahren zu verzichten. In Ziff. 14.2 der Schiedsvereinbarung 
hätten die Parteien ausdrücklich vereinbart und erklärt, dass der Erhalt eines Schiedsspruchs 
eine aufschiebende Bedingung sei für das Recht einer Partei, eine Klage oder ein sonstiges 
gerichtliches Verfahren gegen die andere Partei einzuleiten. Damit hätten die Parteien 
unmissverständlich vereinbart, dass sie alle gerichtlichen Verfahren ausschliessen würden, 
bis ein Schiedsspruch ergangen sei. Dass ein Rechtsöffnungsverfahren nichts über den 
materiellen Bestand der Forderung aussage, sei vorliegend nicht massgebend, denn die 
Parteien hätten einen umfassenden Verzicht in Bezug auf Klagen oder sonstige gerichtliche 
Verfahren erklärt. Zudem verkenne die Vorinstanz, dass ein Ausschluss der provisorischen 
Rechtsöffnung nicht dem Sinn und Zweck des in Ziff.14.3 der Vereinbarung enthaltenen 
Vorbehalts zuwiderlaufe. Nach dieser Bestimmung seien lediglich auf die Beantragung 
und/oder Erlangung von Sicherungsmassnahmen beschränkte Verfahren vor staatlichen 
Gerichten zulässig. Die provisorische Rechtsöffnung diene der Beseitigung eines 
Rechtsvorschlages und falle nicht unter diesen Vorbehalt. Im Übrigen habe die 
Beschwerdegegnerin auch zu keinem Zeitpunkt geltend gemacht, sie verfolge mit ihrem 
Gesuch um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung die Erlangung von 
Sicherungsmassnahmen (vgl. act. 1 Rz 16 ff.). 

2.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts können Parteien mit einer Schiedsklausel auf 
das provisorische Rechtsöffnungsverfahren verzichten, wobei ein solcher Verzicht 
ausdrücklich erfolgen muss. Zum Erfordernis der Ausdrücklichkeit können die 

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bundesgerichtlichen Kriterien zu Art. 192 IPRG analog angewendet werden (BGE 136 III 583 
E. 2.2; vgl. auch Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich RT140097 vom 6. März 2015 E. 
II./4.2 m.H.). In Art. 192 IPRG wird geregelt, unter welchen Voraussetzungen und in welcher 
Form die Vertragsparteien in einer Schiedsvereinbarung oder in einer späteren Übereinkunft 
Rechtsmittel gegen Schiedsentscheide vollständig oder teilweise ausschliessen können. Das 
Bundesgericht verlangt im Zusammenhang mit Art. 192 IPRG eine ausdrückliche Erklärung, 
mit welcher die Parteien auf alle Beschwerden gegen die Entscheide des Schiedsgerichts 
verzichten. Der sicherste Weg, um diesem Erfordernis gerecht zu werden, bleibt eine 
Verzichtserklärung mit ausdrücklichem Hinweis auf Art. 190 und/oder 192 IPRG in der 
Schiedsklausel. Im Falle eines umfassenden Verzichts ist allerdings nicht erforderlich, in der 
Verzichtserklärung ausdrücklich auf Art. 190 IPRG Bezug zu nehmen, sofern aus der 
Erklärung der gemeinsame Wille der Parteien unmissverständlich hervorgeht, von der 
Möglichkeit i.S.v. Art. 192 Abs. 1 IPRG Gebrauch zu machen und auf die Anfechtung des 
internationalen Schiedsentscheids beim Bundesgericht zu verzichten (vgl. Patocchi/Jermini, 
Basler Kommentar, 4. A. 2021, Art. 192 IPRG N 28 ff.). 

Haben die Parteien eine Schiedsvereinbarung getroffen, ohne ausdrücklich das Verfahren 
betreffend provisorische Rechtsöffnung auszuschliessen, so ist darin nicht ein Verzicht zu 
erblicken, vor dem staatlichen Gericht das Verfahren auf provisorische Rechtsöffnung 
einzuleiten (Staehelin, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 84 SchKG N 17 m.H.). Denn ein 
Schiedsgericht kann überhaupt keine Rechtsöffnung erteilen. Der Gläubiger geht mit dem 
Ausschluss der staatlichen Gerichtsbarkeit für das provisorische Rechtsöffnungsverfahren 
seines Rechts gänzlich verlustig, sichernde Zwangsvollstreckungsmassnahmen (Art. 83 
Abs. 1 SchKG; provisorische Pfändung/Aufnahme Güterverzeichnis) zu erwirken. Diese 
weitgreifende Folge ist bei der Auslegung einer Schiedsvereinbarung im Auge zu behalten. 
Es ist deshalb ein strenger Massstab anzulegen bei der Prüfung, ob die Rechtsöffnung durch 
eine Schiedsklausel ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Fehlt eine ausdrückliche 
Verzichtserklärung, kann der Verzicht auf das provisorische Rechtsöffnungsverfahren nicht 
ersatzweise durch Auslegung der Schiedsvereinbarung nach dem hypothetischen 
Parteiwillen hergeleitet werden (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich RT150102 
vom 5. Januar 2016 E. III./1.3).  

2.3 Die Beschwerdegegnerin stützt die Forderungen, für welche sie provisorische Rechtsöffnung 
verlangt, auf den Kaufvertrag vom 9. Juli 2021 ("Contract No. H.________"). Dieser in 
englischer Sprache abgefasste Vertrag enthält in Ziff. 14 folgende Klauseln (vgl. Vi act. 1/5):

"14.1 The parties shall attempt to resolve any dispute arising out of or relating to this contract through 
negotiations. If the matter is not resolved by negotiation all disputes arising out of or under this 
contract or any claim regarding the interpretation or execution of this contract shall be 
determined by arbitration in accordance with the GAFTA Arbitration Rules, No. 125, in the 
edition current at the date of this contract. Language of arbitration shall be English; seat of 
arbitration shall be London, England.

 14.2 Neither party hereto, nor any persons claiming under either of them shall bring any action or 
other legal proceedings against the other in respect of any such dispute, or claim until such 
dispute or claim shall first have been heard and determined by the arbitrator(s) or a board of 
appeal, as the case may be, in accordance with the Arbitration Rules and it is expressly agreed 

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and declared that the obtaining of an award from the arbitrator(s) or board of appeal, as the 
case may be, shall be a condition precedent to the right of either party hereto or of any persons 
claiming under either of them to bring any action or other legal proceedings against the other of 
them in respect of any such dispute or claim.

 14.3 Nothing contained under this Arbitration Clause shall prevent the parties form seeking to obtain 
security in respect of their claim or counterclaim via legal proceedings in any jurisdiction, 
provided such legal proceedings shall be limited to applying for and/or obtaining security for a 
claim or counterclaim, it being understood and agreed that the substantive merits of any dispute 
or claim shall be determined solely by arbitration in accordance with the GAFTA Arbitration 
Rules, No 125."

2.4 Die Vorinstanz kam zutreffend zum Schluss, dass die Schiedsklauseln keinen ausdrücklichen 
Verzicht auf ein provisorisches Rechtsöffnungsverfahren enthalten, wird doch das 
Rechtsöffnungsverfahren mit keinem Wort erwähnt (vgl. vorne E. 2.3). Dementsprechend 
geht aus den Schiedsklauseln nicht der gemeinsame und unmissverständliche Wille der 
Parteien hervor, auf die Möglichkeit der provisorischen Rechtsöffnung und damit auf die 
Möglichkeit von sichernden Zwangsvollstreckungsmassnahmen wie provisorische Pfändung 
und Aufnahme eines Güterverzeichnisses (Art. 83 Abs. 1 SchKG) zu verzichten. Folglich liegt 
der vom Bundesgericht geforderte ausdrückliche Verzicht auf ein provisorisches 
Rechtsöffnungsverfahren nicht vor. An diesem Ergebnis vermögen die Einwände der 
Beschwerdeführerin nichts zu ändern, wie sogleich darzulegen ist:  

2.4.1 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin enthält Ziff. 14.2 keinen ausdrücklichen 
Verzicht auf das staatliche Rechtsöffnungsverfahren. In dieser Ziffer wird lediglich erklärt, 
dass der Erhalt eines Schiedsspruchs eine aufschiebende Bedingung ist für das Recht einer 
Partei, eine Klage oder ein sonstiges gerichtliches Verfahren gegen die andere Partei 
einzuleiten (vgl. Vi act. 7 Rz 4; act. 1 Rz 23). Ein gemeinsamer und unmissverständlicher 
Wille der Parteien, auf ein Rechtsöffnungsverfahren zu verzichten, lässt sich daraus nicht 
ableiten. Durch eine Schiedsklausel wird für das Erkenntnisverfahren zugunsten eines 
Schiedsgerichts auf ein Verfahren vor einem staatlichen Gericht verzichtet, nicht jedoch auch 
für nicht schiedsfähige vollstreckungsrechtliche Verfahren. Durch den Verzicht auf die 
provisorische Rechtsöffnung entgeht den Parteien ein Rechtsinstitut, welches ausserhalb des 
Zuständigkeitsbereichs des Schiedsgerichts liegt. Es ginge zu weit, aus einer Schiedsklausel, 
ohne ausdrücklichen Verzicht auf das provisorische Rechtsöffnungsverfahren, abzuleiten, die 
Parteien hätten auf das provisorische Rechtsöffnungsverfahren und damit auch auf die 
Möglichkeit der provisorischen Pfändung und der Aufnahme eines Güterverzeichnisses 
verzichtet (vgl. vorne E. 2.3 und Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich RT140097 vom 
6. März 2015 E. II./4.4). 

2.4.2 Auch aus Ziff. 14.3 lässt sich nichts Gegenteiliges ableiten. In dieser Ziffer wird festgelegt, 
dass die Schiedsklausel die Parteien nicht daran hindert, für ihre Forderung oder 
Gegenforderung Sicherungsmassnahmen auf dem Wege eines gerichtlichen Verfahrens in 
einer beliebigen Jurisdiktion zu erlangen, sofern ein solches gerichtliches Verfahren auf die 
Beantragung und/oder Erlangung von Sicherungsmassnahmen für eine Forderung oder 
Gegenforderung beschränkt ist (Vi act. 7 Rz 6; act. 1 Rz 24). In diesem Zusammenhang hat 
die Vorinstanz zu Recht ausgeführt, bei Annahme eines Ausschlusses der provisorischen 

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Rechtsöffnung wäre es der Beschwerdegegnerin geradezu verwehrt, die 
Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 83 Abs. 1 SchKG zu beantragen, was dem Sinn und 
Zweck der Bestimmung in Ziff. 14.3 zuwiderliefe. Wird die provisorische Rechtsöffnung 
bewilligt, kann der Gläubiger die provisorische Pfändung oder die Aufnahme eines 
Güterverzeichnisses verlangen (Art. 83 Abs. 1 SchKG). Dabei handelt es sich um sichernde 
Massnahmen (vgl. Staehelin, a.a.O., Art. 83 SchKG N 3). Diese Sicherungsmassnahmen 
wären der Beschwerdegegnerin verwehrt, wenn angenommen würde, die Parteien hätten auf 
die Möglichkeit einer provisorischen Rechtsöffnung verzichtet. Offensichtlich wollten die 
Parteien aber in Ziff. 14.3 gerichtliche Verfahren zur Erlangung von Sicherungsmassnahmen 
für eine Forderung oder Gegenforderung zulassen. 

2.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass sich den zitierten Schiedsklauseln kein 
ausdrücklicher Verzicht der Parteien auf das provisorische Rechtsöffnungsverfahren vor dem 
staatlichen Gericht entnehmen lässt. Folglich ist die Vorinstanz zu Recht auf das vorliegende 
Rechtsöffnungsgesuch eingetreten. 

3. Die Vorinstanz stellte fest, der von den Parteien unterzeichnete Kaufvertrag Nr. H.________ 
vom 9. Juli 2021 stelle grundsätzlich einen provisorischen Rechtsöffnungstitel für den darin 
vereinbarten Kaufpreis von USD 192.00 pro metrische Tonne dar. Die in Ziff. 6.3.1 
genannten Dokumente würden vorliegen, weshalb 95 % des Gesamtkaufpreises fällig sei. 
Die Beschwerdeführerin habe unbestrittenermassen 95 % des Kaufpreises der Rechnung 
Nr. 23/1 bezahlt. Demnach sei für 95 % des Kaufpreises betreffend die Rechnungen Nr. 24 
und 25, d.h. für USD 116'630.21, provisorische Rechtsöffnung zu erteilen (vgl. act. 1/1 
S. 4 f.). 

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages habe sie keine 
bestimmte oder bestimmbare Forderung anerkannt, da im Zeitpunkt der Unterzeichnung nicht 
festgestanden habe, wie viele metrische Tonnen die Beschwerdegegnerin in der Zukunft 
tatsächlich liefern würde. Damit ein provisorischer Rechtsöffnungstitel für den Kaufpreis von 
USD 116'630.21 vorliege, müsse eine Anerkennung der Beschwerdeführerin ihrer 
Zahlungspflicht für den Kaufpreis für 930.54 Tonnen Gerste vorliegen. Eine solche 
Anerkennung liege im Vertrag nicht vor, weil der Lieferumfang noch nicht bestimmt gewesen 
sei. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin auch keine Dokumente vorgelegt, worin die 
Beschwerdeführerin die Lieferung der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten 
Menge von 930.54 Tonnen Gerste nach Abschluss des Vertrags anerkannt hätte (vgl. act. 1 
Rz 28 ff.).  

3.2 Den Einwand, dass die Forderung der Beschwerdegegnerin nicht bestimmbar sei, bringt die 
Beschwerdeführerin erstmals im Beschwerdeverfahren vor. Dabei handelt es sich um ein 
unechtes Novum, das im vorliegenden Beschwerdeverfahren aufgrund des 
Novenausschlusses nicht mehr berücksichtigt werden kann (vgl. vorne E. 1.2). 

3.3 Selbst wenn der Einwand noch berücksichtigt werden könnte, wäre der Beschwerdeführerin 
nicht geholfen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt eine Schuldanerkennung 
im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG vor, wenn daraus der vorbehalts- und bedingungslose 
Wille des Betriebenen hervorgeht, dem Betreibenden eine bestimmte oder leicht 
bestimmbare Geldsumme zu bezahlen (vgl. Staehelin, a.a.O., Art. 82 SchKG N 21 mit 

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Hinweis auf BGE 139 III 297 E. 2.3.1). Dabei kann sich das unterschriebene Dokument auf 
erst noch zu erstellende andere Schriftstücke beziehen. Einschränkungen ergeben sich indes 
daraus, dass der Betrag der Forderung im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Anerkennung 
zumindest bestimmbar sein muss und dass der geschuldete Betrag auf Grund der 
Unterlagen leicht ausgerechnet werden kann (vgl. Staehelin, a.a.O., Art. 82 SchKG N 15, 
m.H.). Im vorliegenden Fall verpflichtete sich die Beschwerdegegnerin im Kaufvertrag vom 9. 
Juli 2021, der Beschwerdeführerin 1'000 metrische Tonnen (+/- 5 %) Gerste zu einem Preis 
von USD 192.00 pro metrische Tonne zu liefern. Als Lieferort haben die Parteien in Ziff. 5.3 
des Vertrages DAP (Delivery at Place) "I.________", Ukraine, vereinbart (vgl. Vi act. 1/5). 
I.________ ist ein Frachtterminal in K.________ Ukranie, wo v.a. I.________ LLC als 
Hafenbetreiber tätig ist (vgl. act. 1 Rz 12). I.________ LLC bestätigte später die genaue 
Menge der gelieferten Ware (vgl. Vi act. 1/9-10; Vi act. 1 Rz 15). Damit war die Höhe der 
Forderung bereits im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Schuldanerkennung bestimmbar im 
Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Bei dieser Sach- und Rechtslage musste die 
Beschwerdeführerin weder den Kaufpreis für 930.54 Tonnen Gerste noch die Lieferung von 
930.54 Tonnen Gerste nach Abschluss des Vertrags ausdrücklich "anerkennen", wie die 
Beschwerdeführerin verlangt.  

4. Die Vorinstanz führte weiter aus, gemäss der Vereinbarung der Parteien im Kaufvertrag sei 
der Eigentumsübergang der Güter für die Fälligkeit der Kaufpreisforderung nicht 
vorausgesetzt. Der Eigentumsübergang müsse erst für die Fälligkeit des Gesamtkaufpreises 
mittels Unterzeichnung des "Act of acceptance-transfer" erstellt sein. Mithin sei die 
Beschwerdeführerin bezüglich 95 % des Kaufpreises vorleistungspflichtig und dieser 
Teilbetrag sei bei Vorliegen der in Ziff. 6.3.1 aufgeführten Dokumente zur Zahlung fällig. Die 
Beschwerdeführerin könne sich daher gemäss Basler Rechtsöffnungspraxis aufgrund ihrer 
Vorleistungspflicht bezüglich 95 % des Kaufpreises nicht auf die fehlende 
Eigentumsübertragung bzw. auf das Nichtvorliegen des "Act of acceptance-transfer" berufen 
(vgl. act. 1/1 S. 5). 

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei nicht sie 
(die Beschwerdeführerin) bezüglich 95 % des Kaufpreises vorleistungspflichtig gewesen, 
sondern vielmehr die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Lieferung der Ware. Erst wenn 
die Ware geliefert würde und die im Vertrag genannten Dokumente vorlägen, welche den 
Versand bzw. die Verladung der Ware bestätigten, werde der Kaufpreis von 95 % des Werts 
der gelieferten Ware fällig. Vorleistungspflichtig wäre sie, die Beschwerdeführerin, nur dann, 
wenn sie bereits vor der Verladung der Ware den Kaufpreis hätte bezahlen müssen. In 
diesem Fall hätte aber auch schon der zu zahlende Kaufpreis bei Unterzeichnung des 
Vertrags feststehen müssen, was vorliegend gerade nicht der Fall sei (act. 1 Rz 34 ff.).  

4.2 Nach der sog. Basler Rechtsöffnungspraxis kann bei vollkommen zweiseitigen Verträgen die 
provisorische Rechtsöffnung erteilt werden, wenn (Staehelin, a.a.O., Art. 82 SchKG N 99 f. 
und bes. für den Kaufvertrag N 113): 
- der Schuldner die nicht gehörige Erbringung der Gegenleistung gar nicht erst behauptet 

oder
- der Schuldner die nicht gehörige Erbringung der Gegenleistung zwar behauptet, jedoch 

diese Behauptung offensichtlich haltlos ist, oder 

Seite 10/16

- der Schuldner die nicht gehörige Erbringung der Gegenleistung zwar behauptet und diese 
Behauptung nicht offensichtlich haltlos ist, jedoch der Gläubiger diese Behauptung sofort 
liquide (durch Urkunden) widerlegen kann, oder

- der Schuldner gemäss Vertrag vorleistungspflichtig ist. 

4.3 Für die umstrittene Frage, ob die Beschwerdeführerin vorleistungspflichtig ist, sind folgende 
Bestimmungen im Kaufvertrag massgebend (vgl. Vi act. 1/5):

"5.11 The Seller doesn't have any obligations for Commodity insurance. Date of transfer of title of 
ownership for the Goods from the Sellers to Buyers is the date of signing the Act of acceptance-
transfer of the Goods. Risks of the accidental loss or damage of the Commodity, shall pass to 
the Buyer at the time of discharge of the Commodity form the railcars and/or trucks at the place 
of delivery.

[…]

6.3.1 95 % of the value of the appropriate Commodity lot is paid upon arrival of the Commodity 
according to the weight stated in the Reweighing statement within 3 (three) banking days upon 
presentation of the following documents in scan copies, with following replacement by originals 
within 10 working days:
- commercial invoice of the seller (as per weight indicated in reweighting statement covering 

95 % of the total value of the Commodity);
- forwarder's confirmation at the port, stating they have received all documents necessary for 

exports of the Commodity lot;
- Register issued by the Seller showing a list of transportation vehicles shipped to port, 

waybills numbers, gross and net weight loaded to each truck and weight accepted by the 
Terminal;

- Veterinary Certificate(s) for each truck (for feed grain and should be issued by Buyer's 
request).

6.3.2 Buyer shall fully pay for delivered Commodity lot according to factual accepted quantity, defined 
by the weighing results at the Place of delivery (paragraph 3.1) and inclusive of partial payment 
of this lot according to paragraph 6.3.1 of present Contract, within 3 (three) banking days […] 
upon presentation to the Buyer in scan copies, with following replacement by originals within 10 
working days:
- Seller's commercial invoice covering the balance payment, according to present clause, of 

the received Commodity as per weight indicated in Reweighing statement.
- The Act of acceptance-transfer of Commodity.
- Cargo custom declaration with border crossing note."

4.4 Nach Ziff. 5.11 des Kaufvertrages sollte das Eigentum an der Ware am Tag der 
Unterzeichnung des "Act of acceptance-transfer" vom Verkäufer auf dem Käufer übergehen. 
Die Hauptleistung der Beschwerdegegnerin – die Verschaffung von Eigentum – sollte 
demnach erst mit der Unterzeichnung des "Act of acceptance-transfer" erfolgen. Die Leistung 
der Beschwerdeführerin – die Bezahlung von 95 % des Kaufpreises – wurde mit der Vorlage 
der Dokumente gemäss Ziff. 6.3.1 des Kaufvertrages fällig (vgl. Ziff. 6.3.1 und 6.3.2 des 
Kaufvertrages) und war damit vor der Hauptleistung der Beschwerdegegnerin zu erbringen. 

Seite 11/16

Dementsprechend hätte erst die Unterzeichnung des "Act of acceptance-transfer" die 
Verpflichtung zur restlichen Zahlung von 5 % des Kaufpreises ausgelöst. Strittig ist im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren lediglich die Zahlung von 95 % des Kaufpreises. Diesen 
Betrag muss die Beschwerdeführerin bezahlen, bevor das Eigentum übergeht, mithin bevor 
die Beschwerdegegnerin ihre Hauptpflicht erbringen muss. Folglich ist die 
Beschwerdeführerin, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, für die ersten 95 % des 
Kaufpreises vorleistungspflichtig und dieser Teilbetrag ist bei Vorliegen der in Ziff. 6.3.1 
aufgeführten Dokumente zur Zahlung fällig. Aufgrund ihrer Vorleistungspflicht kann sich die 
Beschwerdeführerin daher nicht unter Hinweis auf die Basler Rechtsöffnungspraxis darauf 
berufen, die Beschwerdegegnerin habe ihre Gegenleistung (Eigentumsübertragung bzw. 
Vorlage des "Act of acceptance-transfer") nicht gehörig erbracht. 

4.5 Die Beschwerdeführerin differenziert nicht zwischen den ersten 95 % und den restlichen 5 % 
des Kaufpreises. Die ersten 95 % wurden bei Vorliegen der in Ziff. 6.3.1 aufgeführten 
Dokumente zur Zahlung fällig, die restlichen 5 % erst bei Vorlage der in Ziff. 6.3.2 
aufgeführten Dokumente (u.a. des "Act of acceptance-transfer of Commodity"). Vorliegend 
geht es einzig um die ersten 95 % des Kaufpreises. Für diese Forderung ist die Vorlage des 
"Act of acceptance-transfer of Commodity" nicht erforderlich. Im Übrigen führte die 
Beschwerdeführerin in der Gesuchsantwort vom 13. Mai 2022 selber aus, die Parteien hätten 
in Ziff. 5.11 des Vertrages festgehalten, dass der Eigentumsübergang der Güter zum 
Zeitpunkt der Unterzeichnung einer Übergabebestätigung erfolge (vgl. Vi act. 7 Rz 22). Die 
Beschwerdeführerin geht folglich selber davon aus, dass die Verschaffung von Eigentum an 
der Ware – die Erfüllung der Hauptpflicht des Verkäufers – erst mit der Unterzeichnung des 
"Act of acceptance-transfer of Commodity" erfolgen sollte. 

5. Schliesslich prüfte die Vorinstanz, ob nebst den – unbestrittenermassen vorhandenen – 
Rechnungen der Verkäuferin auch die weiteren in Ziff. 6.3.1 des Kaufvertrages genannten 
Dokumente vorlagen. 

5.1 Die Beschwerdegegnerin reichte in diesem Zusammenhang eine Bestätigung von 
I.________ vom 15. Juli 2021, die mit Stempel und Unterschrift der Beschwerdegegnerin 
versehenen Tabellen "Register of vehicles shipped and delivered to DAP K.________" samt 
Übersetzung sowie die E-Mail von L.________ von der Beschwerdeführerin vom 21. Juli 
2021 (in welcher dieser der Beschwerdegegnerin die Liste der ausgeladenen Fahrzeuge 
übermittelt habe) ins Recht. Dazu führte die Vorinstanz Folgendes aus: 

5.1.1 Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin betreffe die Tabelle eindeutig die 
Lieferungen unter dem streitgegenständlichen Kaufvertrag Nr. H.________ vom 9. Juli 2021, 
da sowohl die Frachtbriefnummern ("No. of transportation document") als auch die 
Transportnummern ("Truck licence", "Trailer licence") und die Gewichtsangaben mit der von 
der Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 21. Juli 2021 übermittelten Liste der ausgeladenen 
Fahrzeuge übereinstimmten. Somit liege für sämtliche Lieferungen unter dem Kaufvertrag 
Nr. H.________ vom 9. Juli 2021 die gemäss Ziff. 6.3.1, 3. Lemma, erforderliche Liste mit 
Informationen betreffend die Lieferung bzw. den Transport der Güter vor. 

5.1.2 Zudem würden keine relevanten Zweifel daran bestehen, dass es sich bei I.________ um 
den Spediteur handle und die von I.________ ausgestellte Bestätigung über das Vorliegen 

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aller für die Zollabfertigung relevanter Unterlagen die unter dem Kaufvertrag Nr. H.________ 
vom 9. Juli 2021 zu liefernde Gerste betreffe. Denn die I.________ biete gemäss ihrer Web-
site auch Speditionsdienstleistungen an, die in der Bestätigung bezeichnete Ware ("Gerste, 
Klasse 3, Ernte aus dem Jahr 2021") sei identisch mit dem in Ziff. 1.1 des Kaufvertrages 
vereinbarten Kaufgegenstand, die Bestätigung führe als Händler "M.________ LTD" auf und 
diese Gesellschaft sei auch in der Liste der Beschwerdeführerin als Auslieferer genannt und 
schliesslich habe die Beschwerdegegnerin die Bestätigung der I.________ zusammen mit 
der (zu 95 % beglichenen) Rechnung Nr. 23/1 an die Beschwerdeführerin übermittelt. Somit 
liege für sämtliche Lieferungen unter dem Kaufvertrag Nr. H.________ vom 9. Juli 2021 die 
gemäss Ziff. 6.3.1, 2. Lemma, erforderliche Bestätigung des Spediteurs vor. 

5.1.3 Eine Veterinärbescheinigung gemäss Ziff. 6.3.1, 4. Lemma, des Kaufvertrages müsse nur auf 
Ersuchen des Käufers beigebracht werden und die Beschwerdeführerin behaupte nicht, eine 
solche gefordert zu haben. 

5.1.4 Nach dem Gesagten würden die in Ziff. 6.3.1 genannten Dokumente vorliegen, weshalb 95 % 
des Gesamtkaufpreises fällig seien. 

5.2 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin zunächst vor, sie habe vor Vorinstanz bestritten, 
dass die (vorleistungspflichtige) Beschwerdegegnerin ihre Leistung zur Abrufung des 
Kaufpreises ordnungsgemäss erbracht habe. Die Vorinstanz habe zu Recht nicht 
angenommen, dass diese Bestreitung offensichtlich haltlos sei. Die Beschwerdegegnerin 
hätte folglich beweisen (und nicht bloss glaubhaft machen) müssen, dass sie die Leistung 
ordnungsgemäss erbracht habe. Diesen Beweis habe sie nicht erbracht. Zudem habe die 
Vorinstanz die Dispositionsmaxime verletzt. Die Beschwerdegegnerin habe nicht 
prozesskonform dargelegt, welche konkreten Dokumente sie der Beschwerdeführerin hätte 
vorlegen müssen, um die Fälligkeit der strittigen Forderung auszulösen. Zum Beispiel habe 
die Beschwerdegegnerin nicht behauptet, die angebliche Lieferantenbestätigung der 
I.________ der Beschwerdeführerin vorgelegt zu haben (vgl. act. 1 Rz 38 ff.). 

5.2.1 Die Vorinstanz hat weder die Beweislast falsch verteilt noch ein unzutreffendes Beweismass 
angelegt. Sie hat für 95 % des Kaufpreises – zu Recht – angenommen, dass die 
Beschwerdeführerin vorleistungspflichtig gewesen sei (vgl. vorne E. 4-4.5) und nachweislich 
die für die Fälligkeit dieses Teils der Kaufsumme vereinbarten Dokumente vorgelegt habe 
(vgl. hinten E. 5.3 ff.). Bezüglich der restlichen 5 % des Gesamtkaufpreises führte sie aus, 
die Beschwerdegegnerin habe die in Ziff. 6.3.2, 2. und 3. Lemma, genannten Dokumente 
("Act of acceptance-transfer of Commodity" und "Cargo custom declaration with border 
crossing note") nicht vorgelegt. Mangels der in Ziff. 5.11 des Kaufvertrages vereinbarten 
unterzeichneten Urkunden betreffend die Annahme und Übergabe der Ware erscheine der 
Einwand der Beschwerdeführerin nicht offensichtlich haltlos bzw. sei der Einwand der 
Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin nicht sofort durch Urkunden liquide 
widerlegt worden. Folglich könne für 5 % des Gesamtkaufpreises, d.h. für USD 8'933.18, 
keine Rechtsöffnung erteilt werden (vgl. act. 1/1 S. 6 f.). Die Vorinstanz hat somit bezüglich 
der restlichen 5 % des Kaufpreises zutreffend erkannt, dass die Beschwerdegegnerin den 
erforderlichen Beweis nicht erbracht hat. 

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5.2.2 Zudem hat die Vorinstanz auch die Dispositionsmaxime nicht verletzt. Die in Art. 58 Abs. 1 
ZPO verankerte Dispositionsmaxime besagt, dass das Gericht einer Partei nicht mehr und 
nichts anderes zusprechen darf, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei 
anerkannt hat. Die Vorinstanz hat der Beschwerdegegnerin nicht mehr zugesprochen als sie 
verlangt hat. Auch eine Verletzung der Behauptungs- und Beweislast ist nicht ersichtlich. Im 
Gesuch vom 30. März 2022 legte die Beschwerdegegnerin dar, dass sie der 
Beschwerdeführerin die notwendigen Informationen und Dokumente (einschliesslich der 
Rechnungen, der Listen mit den Informationen über den Transport der Waren und der 
Zollerklärung von I.________) übermittelt habe (vgl. Vi act. 1 Rz 16). Als Beleg reichte sie die 
Korrespondenz zwischen ihr und der G.________ betreffend Rechnung Nr. 23/1, 24 und 25 
(inkl. Übersetzung) ein. Die Lieferantenbestätigung der I.________ war als Anhang der E-
Mails beigefügt (vgl. Vi act. 1/11-13). Damit hat die Beschwerdegegnerin – zumindest implizit 
– behauptet, die erforderliche Lieferantenbestätigung der I.________ der 
Beschwerdeführerin vorgelegt zu haben.  

5.3 Weiter wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz in verschiedener Hinsicht eine 
offensichtlich falsche Sachverhaltsermittlung vor (vgl. act. 1 Rz 42 ff.). 

5.3.1 Zunächst bringt die Beschwerdeführerin vor, gemäss Ziff. 6.3.1, 3. Lemma des Vertrages, 
hätte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Liste der zum Hafen beförderten 
Transportfahrzeuge, Frachtbriefnummern, Brutto- und Nettogewicht, das auf jeden LKW 
geladen worden sei, sowie das vom Terminal akzeptierte Gewicht vorlegen müssen. Sie (die 
Beschwerdeführerin) habe bereits vor Vorinstanz dargelegt, dass die eingereichte Liste (Vi 
act. 1/10) keinen Zusammenhang mit dem Vertrag habe und in klarem Widerspruch zur 
vermeintlichen Bestätigung der I.________ LLC stehe. Die in Vi act. 1/10 aufgeführten Güter 
seien nämlich am Lieferort ausgeladen worden, nachdem der angebliche Spediteur 
I.________ sein Schreiben vom 15. Juli 2021 ausgestellt habe. Damit könne es sich bei den 
Gütern in der Tabelle gemäss Vi act. 1/10 nicht um dieselben handeln, deren Lieferung die 
I.________ im fraglichen Schreiben nenne. Die Feststellung der Vorinstanz, die 
Beschwerdegegnerin hätte ihre Pflicht in Bezug auf die Vorlage der nach Ziff. 6.3.1, 3. 
Lemma, geschuldeten Liste erfüllt, sei somit offensichtlich falsch und unhaltbar (vgl. act. 1 Rz 
43 f.). 

Die Vorinstanz hat nachvollziehbar, schlüssig und damit willkürfrei begründet, weshalb die 
Tabellen gemäss Vi act. 1/10 eindeutig die Lieferungen unter dem streitgegenständlichen 
Kaufvertrag Nr. H.________ vom 9. Juli 2021 betreffen. Sie hat aufgezeigt, dass sowohl die 
Frachtbriefnummern ("No. of transportation document") als auch die Transportnummern 
("Truck licence", "Trailer licence") und die Gewichtsangaben mit der von der 
Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 21. Juli 2021 übermittelten Liste der ausgeladenen 
Fahrzeuge (Vi act. 1/14) übereinstimmen. Es mag zwar zutreffen, dass nicht alle in den 
Tabellen gemäss Vi act. 1/10 aufgeführten Güter als "Date of unloading" ein früheres Datum 
als die Bestätigung der I.________ vom 15. Juli 2021 nennen (vgl. Vi act. 1/10-12). Dies 
ändert aber nichts daran, dass die Tabellen der Beschwerdegegnerin jeweils als "Seller" die 
"D.________ LLC" und als "Buyer" die "G.________" aufführen, Bezug auf den Kaufvertrag 
"H.________ dd 09.07.2021" nehmen und als Liefermenge 930.54 Tonnen (297,8 t + 341,62 
t + 291,12 t) angeben (vgl. Vi act. 1/10). Die Beschwerdeführerin bestätigt in ihrer E-Mail vom 
21. Juli 2021 ausdrücklich die Liefermenge von 930.54 Tonnen (vgl. Vi act. 1/14). Damit 

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besteht ein hinreichender Bezug zum Kaufvertrag Nr. H.________ vom 9. Juli 2021. 
Insgesamt vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz in Willkür 
verfallen ist. Mit ihren Ausführungen zeigt sie bestenfalls auf, dass man auch zu einem 
anderen Beweisergebnis gelangen könnte. Sie setzt sich indes mit der (zutreffenden) 
Begründung der Vorinstanz nicht ausreichend auseinander. Damit genügt sie den 
Erfordernissen einer Willkürrüge nicht. Die Vorinstanz ist mithin willkürfrei davon 
ausgegangen, die Beschwerdegegnerin habe ihre Pflicht in Bezug auf die Vorlage der nach 
Ziff. 6.3.1, 3. Lemma, geschuldeten Liste erfüllt. 

5.3.2 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin vermöge mit Vi act. 1/9 nicht 
den Nachweis zu erbringen, dass sie der Beschwerdeführerin die gemäss Ziff. 6.3.1, 
2. Lemma, erforderliche Bestätigung des Spediteurs vorgelegt habe. Zunächst weise das 
fragliche Schreiben keinen sichtbaren Bezug zum Vertrag auf. Das Schreiben nenne weder 
die Beschwerdeführerin noch die Beschwerdegegnerin, sondern nenne als Händler "GmbH 
M.________-LTD/N.________". Die Hinweise auf einen "Vertrag O.________ vom 09.07.21" 
und die Menge von "1'050 Tonnen Gerste Klasse 3, Ernte 2021" würden jedenfalls nicht den 
Nachweis erbringen, dass hiermit die vertraglich geschuldete Bestätigung des Spediteurs 
vorliege. Die Feststellung der Vorinstanz, Vi act. 1/9 stelle die nach Ziff. 6.3.1, 2. Lemma, 
erforderliche Lieferantenbestätigung dar, sei somit offensichtlich falsch (vgl. act. 1 Rz 46). 

Auch mit diesen Ausführungen vermag die Beschwerdeführerin keine Willkür darzutun. 
Zunächst gilt es zu beachten, dass der Kaufvertrag zwischen der Beschwerdegegnerin und 
der Beschwerdeführerin einer von mehreren separaten Verträgen zwischen verschiedenen 
Käufern und (Weiter-)Verkäufern war. Wie die Beschwerdegegnerin im Gesuch vom 30. März 
2022 darlegte, wurden die Waren von (1) M.________ LLC an N.________, (2) von 
N.________ an P.________, (3) von P.________ an die Beschwerdegegnerin und (4) von 
der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin verkauft (vgl. Vi act. 1 Rz 13 ff.). Damit 
lässt sich erklären, dass in Vi act. 1/9 die Parteien M.________ LLC und N.________ 
aufgeführt sind. In der Bestätigung von I.________ vom 15. Juli 2021 wird auf den Vertrag 
von 9. Juli 2021 Bezug genommen, die in der Bestätigung bezeichnete Ware ("Gerste, 
Klasse 3, Ernte aus dem Jahr 2021") ist identisch mit dem in Ziff. 1.1 des Kaufvertrages 
vereinbarten Kaufgegenstand und es wird dieselbe Menge Tonnen aufgeführt. Die 
Vorinstanz hat aber nicht nur auf das Dokument Vi act. 1/9 abgestellt. Sie zeigte auf, dass es 
sich bei der I.________ um den Spediteur handle (Vi act. 1/8) und die von I.________ 
ausgestellte Bestätigung über das Vorliegen aller für die Zollabfertigung relevanter 
Unterlagen die unter dem Kaufvertrag Nr. H.________ vom 9. Juli 2021 zu liefernde Gerste 
betreffe (Vi act. 1/11). Zu diesen Erwägungen äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. 
Insgesamt vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz die 
Beweise willkürlich gewürdigt hat. Es bleibt daher dabei, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Pflicht zur Vorlage der nach Ziff. 6.3.1, 2. Lemma, geschuldeten Liste erfüllt hat.  

5.3.3 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe keines der von der 
Beschwerdegegnerin zum Nachweis der Lieferung von 930,54 Tonnen Gerste eingereichten 
Dokumente (Schreiben der I.________ vom 15. Juli 2021, mit Stempel und Unterschrift der 
Beschwerdegegnerin versehene Tabelle "Register of vehicles shipped and delivered to TAP 
K.________" und Rechnungen Nr. 23/1, 24 und 25) genehmigt, geschweige denn 
unterschriftlich anerkannt (vgl. act. 1 Rz 33). 

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Diese Behauptung ist neu und kann aufgrund des Novenausschlusses im 
Beschwerdeverfahren nicht mehr gehört werden (vgl. vorne E. 1.2). Abgesehen davon war 
eine Genehmigung oder unterschriftliche Anerkennung der Dokumente gar nicht erforderlich. 

5.4 Aus all diesen Gründen ist anzunehmen, dass die in Ziff. 6.3.1 genannten Dokumente zum 
relevanten Zeitpunkt vorgelegen haben. Folglich hat die Vorinstanz zu Recht provisorische 
Rechtsöffnung für 95 % des Kaufpreises gewährt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

6. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen. Diese ist ferner antragsgemäss zu verpflichten, die anwaltlich vertretene 
Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren angemessen zu entschädigen (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Die Mehrwertsteuer auf der Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin 
entfällt, da Dienstleistungen von Anwälten an Empfänger mit Geschäfts- oder Wohnsitz im 
Ausland von der Steuerpflicht befreit sind (Art. 8 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. a MWSTG e 
contrario).

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 1'100.00 wird der 
Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
verrechnet.

3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, die Beschwerdegegnerin für das Beschwerde-
verfahren mit CHF 2'500.00 zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die 
Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten 
Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach 
Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht, Einzelrichterin (ER 2022 228)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

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Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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