# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9aa8b5bc-afbc-5671-b23b-45eb944522bc
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-24
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 24.07.2020 VG.2019.00147 (VG.2020.957)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2019-00147_2020-07-24.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
  DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 24. Juli 2020

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2019.00147

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    Gemeinde Glarus

    	
    Beschwerdeführerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.1

    	
    AA.______

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    1.2

    	
    AB.______

    	
     

    

  

  
	
   

  
	
  beide
  vertreten durch lic. iur. Pavlo Stathakis,
  Rechtsanwalt, 

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus

    

  
  

  
	
   

  
	
   

  
	
  und

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    B.______AG

    	
    Beigeladene

    

  

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch lic. iur. Hansjürg Rhyner, Rechtsanwalt, 

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
  Baubewilligung

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in
  Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  Der Gemeinderat der
  ehemaligen Gemeinde […] erliess am 25. Juni 2009 den
  Überbauungsplan C.______, welcher die Baufelder "A-K" umfasst.
  Nach der Umsetzung von Hochwasserschutzmassnahmen am Bach D.______ wurden die
  Baufelder "A-J" sukzessive überbaut. 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Am 7. Juli 2017 reichte die
  B.______AG als neue Grundeigentümerin der Parz.-Nr. 01, Grundbuch […],
  ein Baugesuch für die Erstellung eines Mehrfamilienhauses auf dem Baufeld
  "K" ein. Gegen die Umsetzung dieses Bauvorhabens erhoben unter
  anderem AA.______ und AB.______ als Eigentümer der benachbarten Parz.-Nrn. 02
  und 03, Grundbuch […], am 14. September 2017 verschiedene Einwände. Die
  Baukommission der Gemeinde Glarus wies am 14. November 2017 alle erhobenen
  Einsprachen ab und erteilte der B.______AG gleichzeitig die Baubewilligung.
  Dagegen gelangten AA.______ und AB.______ ans Departement Bau und Umwelt des
  Kantons Glarus (DBU), welches deren Beschwerde am 5. November 2018 guthiess
  und die Teilnichtigkeit des Überbauungsplans C.______ feststellte. Gegen
  diesen Entscheid erhob die B.______AG am 6. Dezember 2018
  Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde am
  25. April 2019 ab (Urteil VG.2018.00124). Es hielt fest, dass der
  Überbauungsplan C.______für das Baufeld "K" mit Ausnahme der
  darin festgesetzten Höhenkoten keine Wirkung entfalte. Dieser Entscheid
  erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Am 6. Dezember 2018 reichte
  die B.______AG ein Baugesuch für die Erstellung eines Carports auf der in
  ihrem Eigentum stehenden Liegenschaft Parz.-Nr. 04, Grundbuch […], ein.
  Darin ist vorgesehen, den Carport direkt auf die Grenze der die beiden
  Baufelder "J" und "K" betreffenden Parz.-Nrn. 01 und 05,
  beide Grundbuch […], zu erstellen. Dagegen erhoben AA.______ und AB.______ am
  20. Dezember 2018 Einsprache. Die Baukommission der Gemeinde Glarus wies
  diese am 26. Februar 2019 ab und erteilte der B.______AG gleichzeitig die
  Baubewilligung. 

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  Dagegen gelangten AA.______
  und AB.______ mit Beschwerde vom 4. April 2019 ans DBU. Dieses stellte am 18.
  November 2019 die Nichtigkeit der Baubewilligung fest und trat auf die
  Beschwerde nicht ein.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1
  Gegen diesen Entscheid erhob die Gemeinde Glarus am 11. Dezember 2019
  Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, den vorinstanzlichen
  Entscheid vom 18. November 2019 vollumfänglich aufzuheben und ihren
  Baubewilligungsentscheid vom 26. Februar 2019 zu bestätigen
  bzw. festzustellen, dass die Baubewilligung vom 26. Februar 2019 gültig
  und rechtswirksam erteilt worden sei. Eventualiter sei die Streitsache zur
  Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei die
  Streitsache an diese zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten von AA.______ und AB.______ sowie des DBU.

  
	
   

  
	
  5.2 Das
  Verwaltungsgericht lud die B.______AG am 16. Dezember 2019 ins Verfahren bei.
  Am 16. Januar 2020 schloss das DBU auf vollumfängliche Abweisung der
  Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zu Lasten der
  Gemeinde Glarus. AA.______ und AB.______ beantragten gleichentags die
  Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
  der Gemeinde Glarus. Die B.______AG ersuchte am 28. Januar 2020 um
  vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 18. November
  2019 und um Bestätigung des Baubewilligungsentscheids der Gemeinde Glarus vom
  26. Februar 2019 bzw. um die Feststellung, dass die Baubewilligung vom
  26. Februar 2019 gültig und rechtswirksam erteilt worden sei. Eventualiter
  sei die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, subeventualiter an
  die Gemeinde Glarus zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten von AA.______ und AB.______ sowie des DBU.

  
	
   

  
	
  5.3 Am
  1. März 2020 nahm E.______ unaufgefordert zur Beschwerde Stellung, ohne
  jedoch eine Beiladung ins Verfahren zu verlangen. Das Verwaltungsgericht
  stellte diese Stellungnahme am 11. Juni 2020 allen Parteien zu, woraufhin
  sich die Beschwerdegegner 1 am 17. Juni 2020 dazu äusserten. Am 18.
  Juni 2020 stellte das Verwaltungsgericht die vorerwähnte Eingabe der
  Beschwerdegegner 1 den übrigen Parteien zu. 

  
	
   

  
	
  5.4
  Rechtsanwalt Richard Schmidt teilte dem Verwaltungsgericht am 30. April 2020
  mit, dass er sämtliche beim Verwaltungsgericht hängigen Verfahren, in denen
  er mandatiert worden sei, Rechtsanwalt Hansjürg Rhyner übergebe. Das Rubrum
  ist entsprechend zu korrigieren.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das
  Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 79 Abs. 1 des Raumentwicklungs- und
  Baugesetzes vom 2. Mai 2010 (RBG) i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. b des Gesetzes
  über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur Behandlung der
  Beschwerde zuständig.

  
	
   

  
	
  1.2 Einer
  Gemeinde kommt die Beschwerdebefugnis zur Wahrung der von ihr vertretenen
  öffentlichen Interessen zu (Art. 88 lit. b VRG). Seit Inkrafttreten des
  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) am 1. Januar 2007 orientiert
  sich das Verwaltungsgericht bei der Auslegung dieser Bestimmung mit Blick auf
  die Art. 111 Abs. 1 i.V.m. Art. 89 BGG verankerte Mindestanforderung
  an die Beschwerdelegitimation im kantonalen Verfahren an der
  bundesgerichtlichen Praxis zur Beschwerdelegitimation vor dem Bundesgericht
  (VGer-Urteil VG.2018.00082/83 vom 24. Januar 2019 E. II/1.4.3,
  VG.2018.00044 vom 28. Juni 2018 E. II/1.3.4.1). Dies dient der Einheit
  des Verfahrens.

  
	
   

  
	
  Die Beschwerdelegitimation
  der Gemeinde ist dann zu bejahen, wenn sie als Trägerin öffentlicher Aufgaben
  schutzwürdige, spezifische öffentliche Interessen geltend machen kann und in
  einem Mass betroffen ist, das die Bejahung der Rechtsmittelbefugnis im als
  verletzt gerügten Aufgabenbereich rechtfertigen lässt. Verlangt wird
  grundsätzlich eine qualifizierte Betroffenheit in eigenen hoheitlichen
  Interessen. Eine solche ist anzunehmen, wenn ein Hoheitsakt wesentliche
  öffentliche Interessen in einem Politikbereich betrifft, der der Gemeinde zur
  Regelung zugewiesen wurde (BGE 136 II 383 E. 2.4;
  VGer-Urteil VG.2018.00082/83 vom 24. Januar 2019 E. II/1.4.3,
  VG.2018.00044 vom 28. Juni 2018 E. II/1.3.4.1; Martin Bertschi, in Alain
  Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
  Zürich, 3. A., Zürich/Basel/ Genf 2014, § 21 N. 105 ff.;
  Bernhard Waldmann, in Basler BGG-Kommentar, 3 A., 2018, Art. 89
  N. 43). 

  
	
   

  
	
  Die Beschwerdeführerin ist
  durch den angefochtenen Entscheid als Trägerin hoheitlicher Gewalt berührt
  und rügt, dass der Entscheid des Beschwerdegegners 2 ihre
  Gemeindeautonomie verletze. Dies reicht bereits, um nach Art. 113
  Abs. 1 lit. b VRG auf die Beschwerde einzutreten. Denn ob die
  beanspruchte Autonomie tatsächlich besteht und im konkreten Fall verletzt
  wurde, ist keine Frage des Eintretens, sondern der materiellen Beurteilung
  der Beschwerde (BGE 140 V 328 E. 4.1).

  
	
   

  
	
  1.3 Die
  Beschwerdeführerin und die Beigeladene beantragen die Feststellung, dass der
  Baubewilligungsentscheid vom 26. Februar 2019 gültig und rechtswirksam
  erteilt worden sei. Kann die Beschwerde führende Partei ein Gestaltungsurteil
  erwirken, besteht kein Feststellungsinteresse; in diesem Sinne ist der
  Feststellungsanspruch subsidiär (VGer-Urteil VG.2018.00124 vom 25. April 2019
  E. II/1.3, VG.2018.00065 vom 13. September 2018 E. II/1.2,
  VG.2017.00105 vom 25. Januar 2018 E. II/1.2). 

  
	
   

  
	
  Ziel der Beschwerdeführerin
  wie auch der Beigeladenen ist es, den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben
  und den durch die Beschwerdeführerin gefällten Baubewilligungsentscheid vom
  26. Februar 2019 zu bestätigen. Wird die vorliegende Beschwerde gutgeheissen,
  erfolgt dies unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, womit der
  Baubewilligungsentscheid bestätigt wird. Damit erwirken die
  Beschwerdeführerin und die Beigeladene ein Gestaltungsurteil, womit kein
  Feststellungsinteresse ersichtlich ist, weshalb auf ihre
  Feststellungsbegehren nicht einzutreten ist. Im Übrigen ist aufgrund des
  Vorliegens der weiteren Prozessvoraussetzungen auf die Beschwerde
  einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.4
  Gemäss Art. 107 Abs. 1 VRG können mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die
  unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
  Sachverhalts (lit. a) und die unrichtige Rechtsanwendung einschliesslich
  eines Missbrauchs des Ermessens (lit. b) gerügt werden. Die Unangemessenheit
  des Entscheids kann gemäss abschliessender Aufzählung in Art. 107 Abs. 2 VRG
  nur ausnahmsweise geltend gemacht werden, wobei ein solcher Ausnahmefall
  nicht vorliegt.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die
  Beschwerdeführerin bringt vor, die von ihr erteilte Baubewilligung sei nicht
  nichtig, da diese nicht auf den Überbauungsplan abstelle, sondern unter
  Anwendung der Regelbauweise erteilt worden sei. Sodann habe es der Beschwerdegegner 2
  unterlassen, die Bewilligungsfähigkeit des Carports vollständig zu prüfen.
  Zwar sei der Carport keine An- oder Nebenbaute, da er die zulässigen Masse
  überschreite, allerdings sei er als Hauptbaute zu behandeln und als solche
  bewilligungsfähig, was der Beschwerdegegner 2 nicht berücksichtigt habe.
  So sei der Carport als Unterniveaubaute einzustufen, welcher die
  Grünflächenziffer einhalte. Selbst wenn die Qualifikation als
  Unterniveaubaute nicht zutreffend sein sollte, sei zu beachten, dass die Kleinparzelle
  Parz.-Nr. 04 der Gesamtüberbauung zum Parkieren diene, weshalb die
  angrenzende Parz.-Nr. 05 bei der Berechnung der Grünflächenziffer
  mitzuberücksichtigen sei. Dies gelte analog auch für die Berechnung des
  Wohnnutzungsanteils. Sollte das Bauvorhaben wider Erwarten die
  Grünflächenziffer bzw. den Wohnnutzungsanteil nicht einhalten, sei die
  Erteilung einer Ausnahmebewilligung zu prüfen, was der
  Beschwerdegegner 2 unterlassen habe, womit er ihre Gemeindeautonomie
  verletzt habe. 

  
	
   

  
	
  2.2 Die
  Beschwerdegegner 1 sind hingegen der Ansicht, der Carport diene den auf den
  Baufeldern "J" und "K" erstellten bzw. noch zu
  erstellenden Bauten, womit es sich um eine An- oder eine selbständige
  Nebenbaute handle. Das geplante Bauvorhaben überschreite die für eine Nebenbaute
  vorgesehene Fläche von 50 m2 klar. Die Nichtigkeit des
  Überbauungsplans C.______ in Bezug auf das Baufeld "K" sei
  gerichtlich festgestellt worden, was im Übrigen auch für den Carport gelte.
  Da die auf dem Baufeld "K" zu erstellende Baute der Regelbauweise
  zu entsprechen habe, sei auch der Carport zu redimensionieren. Für eine
  Ausnahmeregelung bestehe überdies kein Raum, da ansonsten die Gefahr bestehe,
  dass der Überbauungsplan trotz dessen Nichtigkeit umgesetzt werde. Weiter
  seien die Bauvisiere für den geplanten Carport nicht rechtzeitig errichtet
  worden, weshalb sie sich kein umfassendes Bild über das Bauvorhaben hätten
  machen können. Dies stelle einen groben Verfahrensfehler dar, denn das
  Erstellen der Bauvisiere bilde ein Gültigkeitserfordernis für das Erteilen
  einer Baubewilligung. 

  
	
   

  
	
  2.3 Der
  Beschwerdegegner 2 führt aus, der Carport habe den
  Überbauungsplan C.______ als Grundlage. Dieser sei jedoch auch für die
  nun mit dem Carport zu überbauende Parz.-Nr. 04 nichtig. Eine
  Baubewilligung unter Anwendung der Regelbauweise könne sodann nicht erteilt
  werden, da der Carport zum einen keine Unterniveaubaute darstelle und zum
  anderen die zulässige Fläche für eine An- oder Nebenbaute von 50 m2 um
  das Dreifache überschreite. Da der Carport einzig dem Parkieren diene,
  betreffe er nur Nebennutzungsflächen, womit er keine Hauptbaute sei. Weiter
  könne auch keine Ausnahmebewilligung erteilt werden, da keine über einen
  Wohnnutzungsanteil verfügende Hauptbaute vorliege. Zudem sei die Frage, ob
  überhaupt eine Ausnahmesituation gegeben sei, welche das Erteilen einer
  Ausnahmebewilligung rechtfertigen würde, eine Rechtsfrage, welche sie frei
  überprüfen dürfe. Somit verfüge die Beschwerdeführerin diesbezüglich über
  kein Ermessen, weshalb sie deren Autonomie auch nicht habe verletzen können.
  Sodann habe die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht darum
  ersucht, eine Ausnahmebewilligung zu erteilen.

  
	
   

  
	
  2.4 Die
  Beigeladene macht geltend, der Carport entspreche der Regelbauweise und sei
  damit bewilligungsfähig. Ferner könne der teilnichtig erklärte
  Überbauungsplan C.______ nicht vollumfänglich ausgeblendet werden, diene
  der Carport doch insbesondere auch der auf dem Baufeld "J" in
  Anwendung des Überbauungsplans erstellten Baute. Folglich seien als
  Beurteilungsgrundlage für die Berechnung der zulässigen Masse sowie der
  Grünflächenziffer der Gesamtkontext und auch die beiden Baufelder
  "J" und "K" miteinzubeziehen. Ebenso sei bei der
  Entscheidfindung die vorliegend ausserordentliche Situation der
  Teilnichtigkeit des Überbauungsplans zu beachten, sei doch eine gute
  Gesamtwirkung der gesamten Überbauung anzustreben. Eine solche würde bei
  einem Verbot des Carports erheblich beeinträchtigt. Sollte der Carport wider
  Erwarten der Regelbauweise nicht entsprechen, seien daher die erforderlichen
  Ausnahmebewilligungen für dessen Umsetzung zu erteilen. 

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1
  Nach Art. 70 Abs. 1 RBG ist für bewilligungspflichte Bauten und Anlagen bei
  der zuständigen Gemeindebehörde ein Baugesuch einzureichen. Gleichzeitig mit
  der Einreichung des Baugesuchs sind Visiere aufzustellen, welche die Stellung
  und das Ausmass des Bauvorhabens kennzeichnen. Sie dürfen vor rechtskräftiger
  Erledigung des Baugesuchs nur mit Zustimmung der zuständigen Gemeindebehörde
  entfernt werden (Art. 70 Abs. 2 RBG). Eingehende Baugesuche werden nach Art.
  78 Abs. 1 der Bauverordnung des Kantons Glarus vom 2. Mai 2010 (BauV) von der
  zuständigen Gemeindebehörde umgehend auf deren Vollständigkeit geprüft und
  einer materiellen Vorprüfung unterzogen. Gleichzeitig wird geprüft, ob die
  Bauvisiere richtig gestellt sind.

  
	
   

  
	
  Das Baugespann soll
  Personen, die in ihren Interessen beeinträchtigt sein könnten, ermöglichen,
  sich über das Projekt zu informieren. Die geplante Baute oder Anlage muss
  jedoch nur in groben Zügen wiedergegeben werden, damit eine hinreichende
  Visualisierung und Wahrnehmung für den Rechtssuchenden gewährleistet wird.
  Über die genaue Gestalt der Baute hat sich der Nachbar stets anhand der
  öffentlich aufliegenden Plänen zu orientieren. Unterbleibt die öffentliche
  Aussteckung, muss die bereits erfolgte Publikation wiederholt werden. Ist die
  Aussteckung unvollständig oder fehlerhaft, liegt gegebenenfalls eine
  Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der betroffene Dritte hat dafür im
  Rechtsmittelverfahren den Nachweis zu erbringen, dass er dadurch in seiner
  Interessenlage tatsächlich behindert wurde, da für die Beurteilung eines
  konkreten Bauvorhabens primär auf die Baueingabepläne abzustellen ist und der
  Profilierung nur eine unterstützende Funktion zukommt (Christoph Fritzsche et
  al., Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. 1, 6. A., Wädenswil 2019,
  S. 395 f.). 

  
	
   

  
	
  3.2 Es
  ist unbestritten, dass die Beigeladene die Bauvisiere betreffend das
  vorliegende Bauvorhaben entgegen der Vorgabe von Art. 70 Abs. 1 RBG erst nach
  Einreichung des Baugesuchs errichtete. Wann genau die Bauvisiere aufgestellt
  wurden, ist nicht bekannt. Aus den Akten ergibt sich jedoch, dass diese noch
  während der Dauer des öffentlichen Auflageverfahrens des Bauvorhabens
  errichtet wurden. Überdies wurden den Beschwerdegegnern 1 die
  vollständigen Baugesuchunterlagen am […] per E-Mail zugestellt, mithin einen
  Tag nach der Publikation des Bauvorhabens im Amtsblatt am […]. Damit waren
  die Beschwerdegegner 1 bereits einen Tag nach der öffentlichen
  Publikation in der Lage, sich über das Bauvorhaben in Kenntnis der öffentlich
  aufgelegten Baupläne zu informieren. Die Dimension des Bauvorhabens wurde
  überdies durch die ordnungsgemässe Erstellung des Baugespanns visualisiert,
  wenn auch einige Tage nach der amtlichen Publikation. Dass die
  Beschwerdeführerin die ausgebliebene Visierung nicht rechtzeitig monierte,
  ist zwar als Verstoss gegen die Bauvorschriften zu werten. Da den
  Beschwerdegegnern 1 aus diesem Versehen jedoch keine schwerwiegenden
  Nachteile erwuchsen, sie stattdessen ihre Einsprache fristgerecht und in
  vollständiger Kenntnis der Sachlage verfassen konnten, wurde deren
  rechtliches Gehör nicht verletzt. 

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Was
  planungsrechtlich in der Sondernutzungsplanung verbindlich festgelegt wird,
  kann im Baubewilligungsverfahren nicht mehr angefochten werden. Rügen, welche
  sich gegen den Überbauungsplan als solchen richten, sind daher im
  Rechtsmittelverfahren gegen den Überbauungsplan vorzubringen. Eine
  akzessorische Überprüfung der Sondernutzungsplanung ist grundsätzlich
  ausgeschlossen (BGE 131 II 103 E. 2.4.1; VGer-Urteil
  VG.2018.00039 vom 23. August 2018 E. II/3.3, VG.2017.00113 vom 1. März
  2018 E. 3.2.1; Fritzsche et al., S. 190; Christian Häuptli, in
  Andreas Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern
  2013, Vorbem. zu §§ 16 bis 21 N. 48), was sich mit dem Vertrauen
  auf die Planbeständigkeit erklären lässt. Nur ausnahmsweise lässt die
  Rechtsprechung gemäss gefestigter Praxis eine vorfrageweise Überprüfung der
  Nutzungsplanung und damit der Sondernutzungsplanung zu. Sie ist unter anderem
  dann zulässig, wenn sich der Betroffene bei Planerlass noch nicht über die
  ihm damit auferlegten Beschränkungen Rechenschaft geben konnte und er im
  damaligen Zeitpunkt keine Möglichkeit hatte, seine Interessen zu verteidigen
  (BGE 119 Ib 480 E. 5c, 111 Ia 129
  E. 3d, 106 Ia 383 E. 3c, 106 Ia 310 E. 3).

  
	
   

  
	
  4.2
  Eine allfällige Nichtigkeit einer Verfügung ist hingegen von Amtes wegen zu
  beachten und kann von jedermann jederzeit – auch noch im Vollstreckungsverfahren
  – geltend gemacht werden. Nichtigkeit bedeutet absolute Unwirksamkeit einer
  Verfügung, womit eine nichtige Verfügung keine Rechtswirksamkeit entfaltet.
  Eine nichtige Verfügung ist vom Erlass an und ohne amtliche Aufhebung
  rechtlich unverbindlich (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann,
  Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., Zürich/ St. Gallen 2016,
  Rz. 1096). So kann auch die Nichtigkeit eines Nutzungsplans jederzeit
  geltend gemacht werden und ist von sämtlichen Instanzen von Amtes wegen zu
  beachten (BGer-Urteil 1C_62/2015 vom 9. November 2015 E. 3.2, mit
  Hinweisen).

  
	
   

  
	
  4.3
  Eine Verfügung ist nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer
  wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn
  zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft
  gefährdet wird (Häfelin/Müller/Uhlmann, Rz. 1098). Von Teilnichtigkeit
  ist dann zu sprechen, wenn die Fehlerhaftigkeit eine von mehreren Anordnungen
  der Verfügung betrifft und die Verfügung auch beim Wegfall dieser nichtigen
  Bestimmung ihren Zweck erreichen kann. Im Verwaltungsrecht ist im stärkeren
  Masse als im Privatrecht auf blosse Teilnichtigkeit zu schliessen
  (Häfelin/Müller/Uhlmann, Rz. 1133).

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1
  Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete die Frage, ob der geplante
  Carport gestützt auf den Überbauungsplan C.______ oder aber im Falle von
  dessen (Teil-)Nichtigkeit gestützt auf die Regelbauweise zu bewilligen ist.
  Da eine allfällige (Teil-)Nichtigkeit des Überbauungsplans C.______ für
  die vom vorliegenden Bauvorhaben betroffene Liegenschaft Parz.-Nr. 04
  von Amtes wegen zu beachten ist, hat der Beschwerdegegner 2 zu Recht
  eine vorfrageweise Überprüfung des Überbauungsplans vorgenommen und dabei
  beurteilt, ob und inwiefern dieser (teil-)nichtig ist. Denn Gegenstand des
  verwaltungsgerichtlichen Verfahrens VG.2018.00124 bildete einzig die Frage,
  ob der Überbauungsplan C.______ für die Baufelder "A-K"
  verbindlich ist. Entsprechend ist die Teilnichtigkeit des
  Überbauungsplans C.______ einzig bezüglich das Baufeld "K"
  rechtskräftig festgestellt worden, während der Überbauungsplan C.______
  für die damals bereits überbauten Baufelder "A-J" als verbindlich
  eingestuft wurde. Ob der Überbauungsplan C.______ für die vom vorliegenden
  Bauvorhaben betroffene Parz.-Nr. 04 ebenfalls nichtig ist, wurde noch
  nicht geprüft. Sollte sich ergeben, dass der Überbauungsplan auch
  diesbezüglich als (teil-)nichtig anzusehen ist, hätte das Verwaltungsgericht
  dies im vorliegenden Verfahren von Amtes wegen zu beachten. Folglich bildet
  die Nichtigkeitsfrage auch vorliegend Verfahrensgegenstand. Ist die
  (Teil-)Nichtigkeit in Bezug auf die Parz.-Nr. 04 zu bejahen, kommt dem
  Überbauungsplan C.______ für das vorliegende Bauvorhaben betreffend
  Carport auf der Liegenschaft Parz.-Nr. 04 keine Rechtswirkung zu. In
  diesem Fall bleibt zu prüfen, ob das Bauvorhaben die Vorgaben der
  Regelbauweise, mithin der heute geltenden Bauordnung der Gemeinde Glarus vom
  23. September 2006 (BO Glarus), einhält und gestützt darauf zu
  bewilligen ist.

  
	
   

  
	
  5.2 Das
  Verwaltungsgericht begründete im mittlerweile rechtskräftigen Urteil vom
  25. April 2019 eingehend, welche schwerwiegenden und leicht erkennbaren
  Verfahrensfehler beim Erlass des Überbauungsplans C.______ begangen
  wurden (vgl. VGer-Urteil VG.2018.00124 E. II/6.1 – 6.4). Die
  diesbezüglichen Ausführungen sind auch im vorliegenden Verfahren bei der
  Frage, ob der Überbauungsplan C.______ auch für die Parz.-Nr. 04
  (teil-)nichtig ist, einschlägig, worauf daher verwiesen werden kann. 

  
	
   

  
	
  5.3

  
	
  5.3.1
  Vorzunehmen bleibt eine Interessenabwägung zwischen dem Interesse an der
  richtigen Rechtsanwendung und dem Interesse an der Rechtssicherheit in Bezug
  auf die vorstehend in Frage stehende Liegenschaft Parz.-Nr. 04. 

  
	
   

  
	
  Dabei kommt dem Interesse an
  der richtigen Rechtsanwendung aufgrund der mehrfachen schwerwiegenden
  Verstösse gegen die bundesrechtlichen Vorgaben (mangelnde öffentliche Auflage
  des Überbauungsplans C.______; Unmöglichkeit der Erhebung eines
  Rechtsmittels dagegen; fehlende kantonale Genehmigung des Überbauungsplans C.______)
  im Verfahren betreffend Erlass des Überbauungsplans C.______ besonderes
  Gewicht zu (vgl. VGer-Urteil VG.2018.00124 vom 25. April 2019
  E. II/6.5). Sodann ist zu beachten, dass aus einer allfälligen
  (Teil-)Nichtigkeit des Überbauungsplans C.______ für die
  Parz.-Nr. 04 nicht folgt, dass diese Liegenschaft nicht mehr baulich
  genutzt werden kann. Stattdessen ist eine zonenkonforme und der BO Glarus
  entsprechende Überbauung weiterhin möglich, wobei insbesondere davon
  auszugehen ist, dass auf der Parz.-Nr. 04 auch unter der Geltung der
  Regelbauweise Parkplätze erstellt werden können. Dies gründet insbesondere
  darin, dass Grenz- und Gebäudeabstände nur bei der Erstellung von Gebäuden zu
  beachten sind, da für deren Berechnung der Abstand zwischen der
  Parzellengrenze und der projizierten Fassadenlinie bzw. der Abstand
  zwischen den projizierten Fassadenlinien zweier Gebäude massgebend sind
  (Art. 53 und 54 BauV). Werden hingegen einzig Parkplätze umgesetzt,
  verfügen diese über keine Gebäudehülle und damit über keine projizierte
  Fassadenlinie, weshalb weder der Grenz- noch der Gebäudeabstand einzuhalten
  ist. Daher erscheint die Erstellung von Parkplätzen auf der Parz.-Nr. 04
  auch unter Geltung der Regelbauweise möglich. Weiter fällt ins Gewicht, dass
  eine gemeinsame Tiefgarage für die Bewohner der Überbauung C.______ im
  Überbauungsplan vorgesehen und mittlerweile auch realisiert worden ist. Damit
  sind bereits heute witterungsgeschützte Parkierungsmöglichkeiten vorhanden,
  welche von allen Bewohnern der Überbauung C.______, wozu insbesondere
  auch die Anwohner der Baufelder "J" und "K" zählen,
  genutzt werden können. 

  
	
   

  
	
  5.3.2
  Gegen die Annahme der (Teil-)Nichtigkeit spricht hingegen, dass im Rahmen der
  Gesamtüberbauung C.______ bereits Vorkehrungen für die Errichtung des
  Carports getroffen wurden. So ist die Zufahrt zur Parz.-Nr. 04 bereits
  umgesetzt und die für den Carport vorgesehene Liegenschaftsfläche ist für die
  geplante Erstellung der Parkplätze ausgeschieden worden. Auch ist der
  Zementsteinbelag auf der vom vorliegenden Bauvorhaben betroffenen
  Liegenschaftsfläche wohl im Rahmen der Umsetzung der Gesamtüberbauung bereits
  erstellt worden. Zwar ist die Parz.-Nr. 04 noch nicht überbaut, doch
  wurden bereits Planungsarbeiten für deren Überbauung ausgeführt, was sich
  insbesondere aus den vorhandenen Baubewilligungsunterlagen zeigt. Sodann
  sollen die auf der Parz.-Nr. 04 zu errichtenden Parkplätze der gesamten
  Überbauung C.______ als Parkierungsfläche dienen, was sich nicht zuletzt
  daraus ergibt, dass im Planungsbericht zum Überbauungsplan C.______
  vorgesehen ist, diese Fläche für die Erstellung von Besucherparkplätzen zu
  nutzen. 

  
	
   

  
	
  5.3.3 Aus
  den vorstehenden Ausführungen zeigt sich insbesondere, dass auf der
  Parz.-Nr. 04 auch unter der Geltung der BO Glarus Parkplätze errichtet
  werden können, womit die Erstellung einer harmonischen Gesamtüberbauung mit
  einer für die Bewohner und deren Besucher genügenden Anzahl an Parkplätzen
  auch unter der Geltung der BO Glarus sichergestellt werden kann. Sodann fällt
  massgeblich ins Gewicht, dass beim Erlass des Überbauungsplans C.______
  mehrere schwerwiegende Verfahrensfehler begangen wurden, woraus
  zusammenfassend folgen muss, dass die Interessen an der richtigen
  Rechtsanwendung die Interessen an der Rechtssicherheit überwiegen. Somit
  entfaltet der Überbauungsplan C.______ für die Überbauung der
  Parz.-Nr. 04 keine Wirkung, womit zu prüfen bleibt, ob der geplante
  Carport gestützt auf die Regelbauweise bewilligungsfähig ist. 

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1
  Bewilligungspflichtige Bauten und Anlagen bedürfen einer Baubewilligung der
  Gemeinde (Art. 67 Abs. 1 RBG). Der Bewilligungspflicht unterstehen
  insbesondere Hochbauten, einschliesslich Vor-, An- und Aufbauten jeglicher
  Art, ebenso Tiefbauten wie Strassen, Wege und Plätze (Art. 73 Abs. 1 lit. a
  und b BauV). 

  
	
   

  
	
  Es ist unbestritten, dass
  die Umsetzung des vorliegend geplanten Carports einer Baubewilligung bedarf.
  Entsprechend hat die Beschwerdeführerin im Baubewilligungsentscheid vom 26.
  Februar 2019 geprüft, ob der Carport bewilligungsfähig ist. Dass sie sich
  dabei auf die BO Glarus stützte, ergibt sich aus den eindeutigen Erwähnungen
  der Regelbauweise im Baubewilligungsentscheid und insbesondere auch aus der
  Prüfung der Einhaltung der in der BO Glarus festgelegten Grünflächenziffer.
  Dabei kam die Beschwerdeführerin zum Schluss, dass das Bauvorhaben in allen
  Belangen den heute geltenden Bestimmungen der Regelbauweise entspreche,
  weshalb sie die Baubewilligung erteilte. Sie führte jedoch nicht weiter aus,
  gestützt auf welche Rechtsgrundlagen sie zu diesem Entscheid gelangte. Dem
  Baubewilligungsentscheid ist insbesondere nicht zu entnehmen, wie sie den
  geplanten Carport in baulicher Hinsicht qualifizierte bzw. welcher
  Gebäudeart sie diesen zuordnete. Dies ist nachfolgend zu prüfen.

  
	
   

  
	
  6.2

  
	
  6.2.1
  Untergeschosse sind Geschosse, bei denen die Oberkante des fertigen Bodens,
  gemessen in der Fassadenflucht, im Mittel bis höchstens bis zu dem im
  kommunalen Baureglement festgelegten Mass über die Fassadenlinie hinausragt
  (Art. 50 BauV). Untergeschosse dürfen höchstens bis zum zulässigen Mass
  für vorspringende Gebäudeteile über die Fassadenlinie hinausragen. Ragen sie
  darüber hinaus, dann handelt es sich um Unterniveaubauten oder um
  unterirdische Bauten (Anhang zu Art. 50 BauV). Vorspringende
  Gebäudeteile in Abstandsbereichen dürfen höchstens 2,00 m über die
  Fassadenflucht hinausragen (Art. 58 Abs. 2 BO Glarus). 

  
	
   

  
	
  6.2.2 Der
  Beschwerdegegner 2 begründete in E. 4.5.3 des angefochtenen Entscheids
  ausführlich, weshalb der geplante Carport nicht als offenes Untergeschoss der
  beiden benachbarten Liegenschaften Parz.-Nrn. 01 und 05 angesehen werden
  kann. Gegen diese Ausführungen erhebt die Beschwerdeführerin zu Recht keine
  Einwendungen. Der Vollständigkeit halber anzufügen bleibt einzig, dass der
  Carport mit einer geplanten Parkplatzlänge bzw. mit einem entsprechenden
  Carportdach von 5,0 m über das maximal zulässige Mass für einen
  vorspringenden Gebäudeteil von 2,0 m gemäss Art. 58 Abs. 2 BO
  Glarus klar hinausragt. Folglich kann der Carport auch deshalb kein offenes
  Untergeschoss darstellen. 

  
	
   

  
	
  6.3

  
	
  6.3.1 Unterniveaubauten
  sind Gebäude, die höchstens bis zu dem im kommunalen Baureglement
  festgelegten Mass über das massgebende beziehungsweise über das tiefer
  gelegte Terrain hinausragen (Art. 36 BauV). Art. 57 BO Glarus legt das
  zulässige Mass mit 0,8 m fest. Als massgebendes Terrain gilt der
  natürlich gewachsene Geländeverlauf. Kann dieser infolge früherer Abgrabungen
  und Aufschüttungen nicht mehr festgestellt werden, ist vom natürlichen
  Geländeverlauf der Umgebung auszugehen. Aus planerischen oder
  erschliessungstechnischen Gründen kann das massgebende Terrain in einem
  Planungs- oder Baubewilligungsverfahren abweichend festgelegt werden
  (Art. 31 BauV).

  
	
   

  
	
  6.3.2 Im
  vorliegenden Beschwerdeverfahren stellt sich die Beschwerdeführerin auf den
  Standpunkt, der Carport stelle eine Unterniveaubaute dar. Sie macht jedoch
  keine Ausführungen zum für das Vorliegen einer Unterniveaubaute
  begriffsnotwendig zu bestimmenden massgebenden Terrain.

  
	
   

  
	
  Im Baugebiet C.______
  wurden Aufschüttungen von durchschnittlich einem Meter vorgenommen, wobei die
  dadurch gestaltete neue Topographie im Überbauungsplan verbindlich festgelegt
  wurde. Damit legt der Überbauungsplan C.______ das massgebende Terrain
  für die Baufelder "A-K" fest, wovon für die Festlegung des massgebenden
  Terrains für die Überbauung der vorliegend betroffenen Liegenschaft
  Parz.-Nr. 04 auszugehen ist (vgl. Art. 31 BauV). Die
  Höhenkoten für das Baufeld "J" betragen 479,05 m.ü.M. für das
  UG und 482,05 m.ü.M. für das EG. Für das Baufeld "K" werden
  die Höhenkoten mit 478,50 m.ü.M. für das UG und mit 481,50 m.ü.M.
  für das EG bestimmt. Der geplante Carport soll auf dem heute bereits
  bestehenden Niveau der Parz.-Nr. 04, welches sich auf 478,56 m.ü.M.
  bzw. auf 479,29 m.ü.M. befindet, erstellt werden. Damit ist
  vorgesehen, die Parkplätze und den dazugehörigen Carport auf der Ebene des
  Untergeschosses der auf den Baufeldern "J" und "K"
  bereits errichteten Bauten zu platzieren, weshalb die im Überbauungsplan
  festgelegten Untergeschosskoten der beiden vorerwähnten Baufelder mit
  479,05 m.ü.M. bzw. mit 478,50 m.ü.M. als massgebendes Terrain
  heranzuziehen sind. Das Dach des geplanten Carports soll auf
  481,81 m.ü.M. bzw. auf 481,16 m.ü.M. errichtet werden, woraus
  erhellt, dass das zulässige Mass von 0,8 m gemäss Art. 57 BO Glarus
  vom vorliegend geplanten Carport überschritten wird. Damit kann der geplante
  Carport keine Unterniveaubaute darstellen. 

  
	
   

  
	
  6.4

  
	
  6.4.1
  Klein- und Nebenbauten sind freistehende Gebäude. Sie dürfen die im
  kommunalen Baureglement festgelegten Masse nicht überschreiten und nur
  Nebennutzflächen enthalten (Art. 33 BauV). Kleinbauten sind
  beispielsweise Garagen oder Geräteschuppen. Die Nebennutzflächen sind in der
  SIA-Norm 416 definiert (Anhang zu Art. 33 BauV). Anbauten sind mit einem
  Gebäude zusammengebaut. Sie dürfen die im kommunalen Baureglement
  festgelegten Masse nicht überschreiten und nur Nebennutzflächen enthalten
  (Art. 34 BauV). Die Grundfläche von Klein-, Neben- und Anbauten darf
  höchstens 50 m2, ihre Fassadenhöhe höchstens 3,30 m und ihre
  Gesamthöhe höchstens 5,0 m betragen (Art. 52 und Art. 53
  Abs. 1 BO Glarus). Eine Definition einer Hauptbaute findet sich weder in
  den kantonalen noch in den kommunalen Rechtsgrundlagen. 

  
	
   

  
	
  6.4.2 Aus
  den Planunterlagen ist ersichtlich, dass der Carport eine Länge von
  29,74 m und eine Breite von 5,0 m aufweisen soll, was eine
  Grundfläche von fast 150 m2 ergibt. Damit wird das zulässige Mass für
  eine Klein-, Neben- und Anbaute von einer Grundfläche von 50 m2 nach
  Art. 52 und Art. 53 Abs. 1 BO Glarus klar überschritten, weshalb der Carport
  keine solche Baute sein kann. Da sich das zulässige Mass einer Klein-, Neben-
  oder Anbaute nicht unterscheidet, kann offen bleiben, welcher der drei
  vorerwähnten Bauten das vorliegende Bauvorhaben zuzuordnen wäre.

  
	
   

  
	
  6.4.3 Der
  Carport dient dem Parkieren, womit er unbestrittenermassen einzig über
  Nebennutzflächen verfügt. Der Beschwerdegegner 2 stellt sich deshalb auf
  den Standpunkt, der Carport könne mangels Hauptnutzflächen keine Hauptbaute
  darstellen, weshalb die Erteilung einer Baubewilligung für eine Hauptbaute
  nicht zu prüfen sei. 

  
	
   

  
	
  Der Beschwerdegegner 2 hält
  grundsätzlich sachrichtig fest, dass eine Baute entweder als Hauptbaute oder
  aber als Klein-, Neben- oder Anbaute zu behandeln ist. Eine Baute kann nur entweder
  das eine oder das andere sein, nicht jedoch gleichzeitig beide Vorgaben
  erfüllen. Je nachdem, welcher Art der Baute das Bauvorhaben zuzuordnen ist,
  sind die gesetzlichen Vorgaben für eine Hauptbaute oder aber für eine Klein-,
  Neben- oder Anbaute anwendbar. Insofern der Beschwerdegegner 2 jedoch
  festhält, eine Hauptbaute müsse zwingend über Hauptnutzflächen verfügen, ist
  ihm in Übereinstimmung mit der Beschwerdeführerin nicht zu folgen. Denn es
  findet sich keine gesetzliche Grundlage, welche vorschreibt, dass eine
  Hauptbaute zwingend über Hauptnutzflächen verfügen muss. Stattdessen
  definieren insbesondere Art. 33 und 34 BauV, wann eine Klein-, Neben-
  oder Anbaute vorliegt. Darin wird unter anderem zwar festgehalten, dass eine
  Klein-, Neben- oder Anbaute nur über Nebennutzflächen verfügen darf, woraus
  aber entgegen den Vorbringen des Beschwerdegegners 2 nicht der
  Umkehrschluss gezogen werden darf, dass Hauptbauten zwingend über
  Hauptnutzungsflächen verfügen müssen. Weil die Hauptbaute nicht gesetzlich umschrieben
  wird, ist für deren Definition von den gesetzlich umschriebenen Merkmalen
  einer Klein-, Neben- oder Anbaute auszugehen. So halten Art. 33 und
  Art. 34 BauV insbesondere fest, dass eine Klein-, Neben- oder Anbaute
  die im kommunalen Baureglement umschriebenen Masse nicht überschreiten darf.
  Daraus muss demnach folgen, dass eine Klein-, Neben- oder Anbaute dann nicht
  mehr vorliegt, wenn eine Baute die zulässigen Masse überschreitet. Die
  zulässigen Masse gemäss Art. 52 und Art. 53 Abs. 1 BO Glarus sind
  zum einen eine Grundfläche von 50 m2, eine Fassadenhöhe von höchstens
  3,3 m und eine Gesamthöhe von höchstens 5,0 m. Eine geplante Baute
  muss demnach alle drei der genannten Vorgaben kumulativ einhalten, um als
  Klein-, Neben- oder Anbaute zu gelten. Wird hingegen eines der umschriebenen
  Masse überschritten, kann eine Baute nicht mehr als Klein-, Neben- oder
  Anbaute behandelt werden. Stattdessen ist vom Vorliegen einer Hauptbaute
  auszugehen, unabhängig davon, dass sie nur Nebennutzflächen umfasst (vgl. dazu
  beispielsweise S. 13 der Harmonisierung der Baubegriffe und Messweisen
  nach IVHB [Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der
  Baubegriffe] im Kanton Zürich, worin ausdrücklich festgehalten wird, dass
  Klein- und Anbauten, welche die Grundfläche von 50 m2 überschreiten,
  baurechtlich als Hauptbauten gelten). Somit hätte der Beschwerdegegner 2
  prüfen müssen, ob der geplante Carport als Hauptbaute unter Anwendung der
  Regelbauweise bewilligungsfähig ist. Dies ist nachfolgend nachzuholen.

  
	
   

  
	
  6.4.4

  
	
  6.4.4.1 Ist
  der Carport als Hauptbaute zu betrachten, ist insbesondere der für
  Hauptbauten vorgeschriebene Grenzabstand einzuhalten. Gemäss Art. 51
  Abs. 1 RBG beträgt der Grenzabstand vorbehältlich anderer
  nachbarrechtlicher Abmachungen 4,0 m. Die Einhaltung der
  Grenzabstandsvorschriften bzw. das Vorliegen einer nachbarrechtlichen
  Abmachung ist von der Baubewilligungsbehörde zu prüfen. Diese Abmachung hat
  in Form einer im Grundbuch eingetragenen Dienstbarkeit vorzuliegen
  (Art. 51 Abs. 7 RBG).

  
	
   

  
	
  6.4.4.2
  Gemäss den vorhandenen Baubewilligungsunterlagen soll der Carport direkt auf
  die Grenze zu den benachbarten Liegenschaften Parz.-Nrn. 01 und 05
  erstellt werden, womit der Grenzabstand von 4,0 m nicht eingehalten
  wird. Für das Erstellen einer Baute auf die Grenze der benachbarten
  Liegenschaften hat die Beigeladene als Baugesuchstellerin ein im Grundbuch
  eingetragenes Grenzbaurecht vorzuweisen, welches ihr das Bauen auf die
  Parzellengrenze erlaubt. Eine schriftliche Vereinbarung, welche der
  Parz.-Nr. 04 ein im Grundbuch eingetragenes Grenzbaurecht gewähren
  würde, findet sich in den Akten nicht. Entsprechend durfte gemäss
  Art. 51 Abs. 7 RBG keine Baubewilligung für den vorliegend
  geplanten Carport erteilt werden. 

  
	
   

  
	
  6.4.4.3
  Sollten die Eigentümer der benachbarten Parz.-Nrn. 01 und 05 der im
  Eigentum der Beigeladenen stehenden Parz.-Nr. 04 ein Grenzbaurecht für
  das vorliegend geplante Bauvorhaben einräumen und dieses im Grundbuch
  eingetragen werden, kann die Beigeladene die entsprechende Vereinbarung der
  Beschwerdeführerin im Rahmen des vorliegenden Baubewilligungsverfahrens
  nachreichen. In diesem Fall hätte die Beschwerdeführerin das Bauvorhaben
  erneut zu beurteilen, wozu insbesondere gehören würde, das Vorliegen der
  übrigen Voraussetzungen für die Erteilung einer Baubewilligung, wie
  beispielsweise das Einhalten der Grünflächenziffer nach Art. 16 BO
  Glarus, zu überprüfen. In Bezug auf den Gebäudeabstand bleibt schliesslich
  anzumerken, dass der vorliegend geplante Carport bei dessen Berechnung ausser
  Betracht fällt, da die Fassadenhöhe des Carports weniger als 3,3 m
  beträgt (vgl. Art. 52 Abs. 1 RBG). Bei einer
  Änderung des Bauprojekts wäre hingegen ein neues Baubewilligungsverfahren mit
  erneuter öffentlicher Auflage durchzuführen (Art. 71 RBG).

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1
  Schliesslich ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, der
  Beschwerdegegner 2 hätte im vorinstanzlichen Verfahren das Erteilen
  einer Ausnahmebewilligung prüfen müssen.

  
	
   

  
	
  Art. 60 RBG umschreibt, wann
  eine Ausnahmebewilligung erteilt werden darf. Zuständig für deren Erteilung
  ist gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. c BO Glarus der Gemeinderat. Der
  Bauherr muss um die Gewährung einer Ausnahmebewilligung ausdrücklich ersuchen
  und die entsprechende Begründung zusammen mit den Baugesuchunterlagen
  einreichen. Es erfolgt grundsätzlich keine Erteilung von Amtes wegen
  (vgl. Fritzsche et al., S. 1442; Markus Lanter, in Alain Griffel et
  al., Öffentliches Baurecht, Zürich/Basel/ Genf 2016, N.3.522).
  Betriebstechnische Notwendigkeiten können wichtige Gründe für das Erteilen
  einer Ausnahmebewilligung bilden. Aus solchen Gründen kann eine
  Ausnahmebewilligung jedoch nur erteilt werden, wenn das Vermeiden von
  Unzweckmässigkeiten und Unbilligkeiten in einem besonders gelagerten
  Einzelfall im Vordergrund steht. Sofern Alternativprojekte möglich erscheinen,
  muss die Ausnahmebewilligung verweigert werden. Ob eine Ausnahmesituation
  vorliegt, ist eine Rechtsfrage. Dagegen ist die Regelung des Ausnahmefalls,
  insbesondere das Mass der Abweichung und der Inhalt der Bewilligung, dem
  pflichtgemässen Ermessen der Bewilligungsbehörde anheimgestellt (Baumann,
  § 67 N. 2 f.; Bernhard Waldmann/Peter Hänni,
  Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 23 N. 5).

  
	
   

  
	
  7.2 Wie
  der Beschwerdegegner 2 zu Recht festhält, findet sich in den
  Baugesuchunterlagen kein Gesuch, mit welchem die Erteilung einer
  Ausnahmebewilligung beantragt wurde. Entsprechend ist auch kein kommunaler
  Entscheid über eine Ausnahmebewilligung vorhanden (vgl. Art. 9
  Abs. 2 lit. c BO Glarus). Folglich bildete die Frage, ob eine
  Ausnahmebewilligung für die Umsetzung des Carports erteilt werden kann, im
  vorinstanzlichen Verfahren nicht Verfahrensgegenstand und ist damit auch
  vorliegend nicht zu prüfen. 

  
	
   

  
	
  8.

  
	
  Zusammenfassend ergibt sich,
  dass die Beschwerdeführerin das Baugesuch zwar auf dessen Übereinstimmung mit
  der Regelbauweise prüfte, die Baubewilligung für das geplante Bauvorhaben
  jedoch zu Unrecht erteilte. Da die Baubewilligung nicht auf den
  (teil-)nichtigen Überbauungsplan C.______ abstütze, ist diese entgegen
  der Ansicht des Beschwerdegegners 2 nicht nichtig. Stattdessen hätte der
  Beschwerdegegner 2 die vorinstanzliche Beschwerde gutheissen und den
  Baubewilligungsentscheid vom 26. Februar 2019 aufheben müssen, was am
  Ergebnis jedoch nichts ändert.

  
	
   

  
	
  Die Beschwerde ist daher im
  Sinne der Erwägungen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  1. 

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit. c
  VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Die Gerichtskosten von pauschal
  Fr. 2'000.- sind zur Hälfte auf die Staatskasse zu nehmen, da die
  Beschwerdeführerin gemäss Art. 135 Abs. 2 VRG nicht kostenpflichtig
  ist. Die andere Hälfte der Gerichtskosten ist der Beigeladenen aufzuerlegen,
  weil sie sich am vorliegenden Verfahren beteiligt hat (Art. 16
  Abs. 3 VRG).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Soweit in einem
  Beschwerdeverfahren Parteien mit gegensätzlichen Interessen beteiligt sind,
  kann gemäss Art. 138 Abs. 2 VRG der obsiegenden Partei zu Lasten
  jener, die unterliegt oder ihre Begehren zurückzieht, eine angemessene
  Parteientschädigung zugesprochen werden. Die unterliegende Beschwerdeführerin und die
  unterliegende Beigeladene sind daher je zu verpflichten, den
  Beschwerdegegnern 1 eine Parteientschädigung von Fr. 600.- zu
  bezahlen. Der Beigeladenen wie auch der Beschwerdeführerin steht aufgrund
  deren Unterliegens keine Parteientschädigung zu. 

  
	
  Demgemäss
  erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit darauf
    eingetreten wird.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 2'000.- werden zur Hälfte auf die Staatskasse
    genommen und zur Hälfte der Beigeladenen auferlegt.

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdeführerin und die Beigeladene werden je verpflichtet, den
    Beschwerdegegnern 1 innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses
    Entscheids eine Parteientschädigung von Fr. 600.- (inkl. Mehrwertsteuer)
    zu bezahlen. 

    
	
    4.

    	
    Schriftliche Eröffnung und
    Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]