# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70e618c2-7537-51e3-81f5-3914dd71337d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.09.2023 725 21 162 / 214 (725 2021 162 / 214)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-162---214_2023-09-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. September 2023 (725 21 162 / 214) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Unfallkausalität: Beweistauglichkeit der vertrauensärztlichen Aktenbeurteilungen 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rémy Wyssmann, 
Rechtsanwalt und Notar, Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 
4702 Oensingen 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst, Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Zu-
stelladresse: Helvetia, Rechtsdienst Personenversicherung, Postfach 
99, 8010 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 

A. Der 1974 geborene A.____ arbeitete vom 1. Januar 2019 bis 31. März 2019 bei der 
B.____ AG als Greenkeeper und war in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Ver-
sicherungsgesellschaft AG (Helvetia) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Ge-
mäss Schadenmeldung UVG vom 30. Mai 2019 habe der Versicherte am 20. Januar 2019 eine 
Kiste mit Golfbällen gehoben, um diese auf den Boden zu stellen. Bei der Drehbewegung sei er 

 

 
 
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über eine weitere Kiste gestolpert, habe nachfassen müssen und sich dabei am Gewicht verho-
ben. Er habe einen Zwick im Rücken verspürt. Es sei zu einer Quetschung der Lendenwirbelsäule 
gekommen. Die Helvetia lehnte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 4. Juli 2019 zunächst ab, 
da der Unfallbegriff mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt sei. Nach dem 
Erlass einer einsprachefähigen Verfügung erhob A.____, vertreten durch seine Rechtsschutzver-
sicherung, vorsorglich Einsprache. Nach erneuter Prüfung zog die Helvetia mit Schreiben vom 
6. September 2019 das Ablehnungsschreiben vom 4. Juli 2019 zurück, anerkannte ihre Leis-
tungspflicht und erbrachte Versicherungsleistungen. Mit Schreiben vom 5. Februar 2020 und Ver-
fügung vom 17. Juni 2020 stellte der Unfallversicherer die Leistungen per 10. Dezember 2019 ein 
mit der Begründung, dass die Beschwerden an der Lendenwirbelsäule spätestens ab dem MRI-
Termin vom 10. Dezember 2019 nicht mehr mit der erforderlichen überwiegenden Wahrschein-
lichkeit auf den Unfall vom 20. Januar 2019 zurückzuführen seien. Eine dagegen vom Versicher-
ten, vertreten durch Rechtsanwalt Rémy Wyssmann, erhobene Einsprache wies die Helvetia mit 
Entscheid vom 21. April 2021 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Wyssmann, am 
21. Mai 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Er beantragte, es sei die Beschwerdesache in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 
21. April 2021 an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen Abklärung, zur Neubeurteilung 
und zum neuen Entscheid zurückzuweisen. Eventualiter seien dem Beschwerdeführer ab dem 
korrekten Zeitpunkt die gesetzlichen Leistungen nach Massgabe einer unfallbedingten Erwerbs-
unfähigkeit von mindestens 10% sowie einem unfallbedingten Integritätsschaden von mindestens 
5% zuzüglich eines Verzugszinses von 5% auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde 
die Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung sowie die Gelegenheit zur Einreichung 
einer detaillierten Kostennote zur Geltendmachung der Parteientschädigung beantragt; alles un-
ter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerde-
gegnerin ihre gesetzliche Abklärungs- und Untersuchungspflicht verletzt habe. So beruhe die 
Leistungseinstellung lediglich auf einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung eines beraten-
den Arztes. Dieser habe sich nicht oder ungenügend mit den abweichenden medizinischen Ein-
schätzungen auseinandergesetzt, seine Beurteilung beruhe auf einer unvollständigen Ak-
tenanamnese und die attestierte Dauer der unfallkausalen Folgen werde nicht begründet. Über-
dies sei der beratende Arzt fachlich nicht qualifiziert, die allfällige psychischen Beteiligung an den 
Unfallfolgen bzw. die psychischen Unfallfolgen selbst zu beurteilen. Eine gutachterliche Abklä-
rung dränge sich deshalb auf. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 6. August 2021 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Die versicherungsinternen medizinischen Beurteilungen seien voll be-
weiswertig. Bildgebend seien keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule des Beschwerde-
führers erkennbar gewesen. Das Unfallereignis habe maximal zu einer vorübergehenden Ver-
schlimmerung des dokumentierten Vorzustandes der Wirbelsäule geführt. Auch bezüglich der 
psychischen Beschwerden sei keine natürliche Kausalität zum Unfallereignis dokumentiert. Mit 
der Vernehmlassung reichte die Beschwerdegegnerin eine neurologische Aktenbeurteilung von 
Dr. med. C.____, FMH Praktischer Arzt sowie Neurologe Boston University School of Medicine, 
vom 28. Juli 2021 ein. 

 

 
 
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D. In seiner Replik vom 5. Oktober 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 
und Ausführungen fest. Mit Eingabe vom 8. November 2021 reichte er überdies eine Stellung-
nahme des behandelnden Orthopäden ein.  
 
E. Die Beschwerdegegnerin hielt ihrerseits mit Duplik vom 22. Dezember 2021 an den bis-
her gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest, wobei sie eine neurologische Stellungnahme 
ihres beratenden Arztes einreichte.  
 
F. Mit Verfügung vom 5. Januar 2022 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beurtei-
lung überwiesen. Im Hinblick auf die anzusetzende Parteiverhandlung wurden die vollständigen 
Akten des den Beschwerdeführer betreffenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens 
(Verfahrensnummer 720 20 355) beigezogen.  
 
G. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 25. November 2022 wurde den Parteien vom Ge-
richt ein Vergleichsvorschlag unterbreitet. Die Parteien ersuchten das Gericht anschliessend 
übereinstimmend, das Verfahren zu sistieren, um aussergerichtliche Vergleichsverhandlungen 
durchzuführen. Im Hinblick auf einen allfälligen späteren Entscheid wurde der Beschwerdeführer 
befragt und den Parteien Gelegenheit gegeben, ihre Parteivorträge zu halten. Der Beschwerde-
führer führte aus, dass er unverändert an Rückenschmerzen leide. Die Schmerzen würden vari-
ieren, es komme auch auf das Wetter an. Er nehme zwischen einer und sechs Schmerztabletten 
am Tag ein. Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Beschwerdegegnerin hielten im Rahmen 
ihrer Parteivorträge vollumfänglich an ihren Rechtsbegehren und Begründungen fest. Mit Be-
schluss vom 25. November 2022 wurde das Verfahren zur Durchführung von Vergleichsverhand-
lungen sistiert. Auf Antrag der Parteien wurde die Sistierung mit Verfügung 14. März 2023 ver-
längert. 
 
H. Mit Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 30. Mai 2023 und Eingabe des Beschwer-
deführers vom 31. Mai 2023 teilten die Parteien dem Gericht mit, dass sie keinen Vergleich hätten 
erzielen können, und beantragten die Fortsetzung des Verfahrens.  
 
I. Mit Verfügung vom 2. Juni 2023 wurde die Sistierung sinngemäss aufgehoben und den 
Parteien wurde mitgeteilt, dass das Urteil – wie anlässlich der Parteiverhandlung vom 25. No-
vember 2023 in Aussicht gestellt – im Zirkulationsverfahren ergehen würde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 

 

 
 
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befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerden zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
21. Mai 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu 
Recht per 10. Dezember 2019 einstellte. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu prüfen, 
ob die vom Beschwerdeführer in diesem Zeitpunkt geklagten Rückenbeschwerden mit dem Unfall 
vom 20. Januar 2019 in einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung).  
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines 
Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streit-
fall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

 

 
 
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der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsscha-
dens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversiche-
rungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenverän-
derungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Vorausset-
zungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Dis-
kushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet 
war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen und die Symptome der Diskushernie (ver-
tebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. 
Bezüglich der Verschlimmerung eines vorbestehenden Gesundheitsschadens gelten dieselben 
Kriterien, was dazu führt, dass eine Unfallkausalität nur ausnahmsweise und insbesondere nur 
dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe 
zu verletzen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit Hinweisen). In 
solchen Fällen hat die Unfallversicherung auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukom-
men. Als Beispiele für die Bejahung einer Unfallkausalität sind etwa ein freier Sturz aus erhebli-
cher Höhe, ein Sprung aus 10 m Höhe, ein Sturz beim Tragen von schweren Lasten oder ein 
Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit zu nennen (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht, sozialversicherungsrechtliche Abteilungen] vom 9. 
Mai 2005, U 408/04, E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts vom 4. März 2013, 8C_811/2012, E. 
6.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind zudem fast alle (seltenen) traumatischen 
Diskushernien mit ossären Läsionen verbunden (Urteil des EVG vom 26.  Juli 2000, U 24/00, E. 
3c). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber 
verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusam-
menhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizini-
schem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien 

 

 
 
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und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige rich-
tunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersübli-
chen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen 
degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, 
spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts 
vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2, und vom 14. Oktober 2015, 8C_571/2015, E. 
2.2.3 je mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]).   
 
4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fach-
personen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 
Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdi-
gung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung 

 

 
 
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eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende mit Hinweis; Urteil des 
Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen im Wesentlichen folgende Un-
terlagen vor: 
 
5.1 Dem Bericht über ein am 28. Januar 2019 durchgeführtes MRT der Lendenwirbelsäule 
(LWS) vom 29. Januar 2019 ist zu entnehmen, dass die geklagte Symptomatik bildgebend nicht 
habe erklärt werden können. Insbesondere sei keine Fraktur oder Neurokompression sichtbar. 
Es hätten sich leichte degenerative Veränderungen auf Höhe der Lendenwirbelkörper (LWK) 3/4 
mit Spondylarthrose, auf Höhe der LWK 4/5 mit rechtsseitiger Osteochondrose Modic I und foka-
ler foraminaler und extraforaminaler Diskushernie/Extrusion sowie auf Höhe der 
LWK 5/Sakralwirbelkörper (SWK) 1 mit kleiner sequestrierter medianer Diskushernie gezeigt.  
 
5.2 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, machte in 
seinem ärztlichen Erstbericht zuhanden der Unfallversicherung vom 6. Juni 2019 Angaben zum 
Unfallhergang. Er diagnostizierte eine Diskopathie, eine Spondylarthrose sowie eine Osteo-
chondrose der LWS. Der Heilungsverlauf könne von psychosozialen Belastungsfaktoren sowie 
den degenerativen LWS-Veränderungen ungünstig beeinflusst werden. Er habe den Patienten 
nicht aufgrund des Arbeitsunfalls als arbeitsunfähig beurteilt. Vielmehr habe es zwei Phasen der 
Arbeitsunfähigkeit vom 27. Februar 2019 bis 4. März 2019 sowie vom 18. März 2019 bis 31. März 
2019 gegeben. Der Behandlungsabschluss sei am 21. Januar 2019 erfolgt.  
 
5.3 Auf Anfrage der Helvetia verneinte der beratende Arzt Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, 
am 2. Juli 2019 das Vorliegen einer Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG. 
 
5.4 Gemäss Bericht vom 10. Dezember 2019 über ein am gleichen Tag durchgeführtes MRT 
der LWS liege weiterhin die bekannte kleine foraminale/extraforaminale Diskushernie LWK 4/5 
rechts mit möglicher Tangierung von L 4 rechts foraminal vor, welche im Verlauf stationär sei. Die 
vorbeschrieben mediane Diskushernie LWK 5/SWK 1 sei deutlich grössenregredient mit Auflö-
sung des Sequesters. Es liege keine Neurokompression vor. Die leichte Spondylarthrose auf 
Höhe LWK 3/4, LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 sei stationär. Ferner sei eine stationäre Osteochond-
rose LWK 4/5 rechts, weniger ausgeprägt LWK 2/3 sowie LWK 1/2 sichtbar.  
 
5.5 Am 3. Februar 2020 nahm der beratende Arzt der Helvetia Dr. med. F.____, Facharzt 
für Chirurgie, zum medizinischen Sachverhalt Stellung. Er führte aus, dass unfallkausal von einer 
leichten Zerrung auszugehen sei mit einer Arbeitsunfähigkeit von zwei Wochen. Die Unfallkausa-
lität sei aktuell nicht mehr gegeben, das aktuelle MRT zeige keine traumatischen Schäden. Viel-
mehr sei davon auszugehen, dass die degenerativen Veränderungen der LWS den Heilungsver-
lauf beeinträchtigen würden.  
 

 

 
 
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5.6 In seinem Bericht vom 6. Januar 2020 diagnostizierte der behandelnde Arzt G.____, 
Facharzt für Orthopädie, eine chronisch rezidivierende Lumboischialgie rechts bei Diskushernie 
L 4/L 5 rechts mit Pelottierung der Nervenwurzel L 5 rechts und Zustand nach deutlicher Dis-
kushernie L 5/S 1, derzeit in Remission und ohne Kompromittierung der neuronalen Strukturen 
(gemäss MRI vom 10. Dezember 2019). Der Patient klage seit circa einem Jahr über rezidivie-
rende Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein nach einem Verheben bei der Arbeit 
als Gärtner, wobei er sich zwei Diskushernien zugezogen habe. Die Lumboischialgie mit Dis-
kushernie L 4/5 mit Pelottierung der Nervenwurzel L 5 rechts würden durch die schwere Arbeit in 
der Gärtnerei immer wieder aktiviert. Der Patient sei derzeit und bis zur Aufnahme einer körperlich 
leichteren Arbeit am 1. April 2020 krankgeschrieben.  
 
5.7 Gemäss Bericht von Facharzt G.____ vom 10. März 2020 seien bei einer für den Pati-
enten zumutbaren Tätigkeit Überbelastungen zu vermeiden. Die Tätigkeit solle wechselbelastet 
sein mit Gehen, Stehen und Sitzen sowie ohne Zwangspositionen und ohne Heben oder Tragen 
von Gewichten über 10 kg. 
 
5.8 Mit ärztlichen Zeugnis vom 28. April 2020 wiederholte Facharzt G.____ das definierte 
Arbeitsprofil. Bei weiterer Belastung der Wirbelsäule sei eine Progredienz der Beschwerden zu 
prognostizieren.  
 
5.9 Zuhanden der Beschwerdegegnerin nahm der behandelnde Orthopäde am 15. Mai 2020 
Stellung. Entgegen der Auffassung der beratenden Ärzte des Unfallversicherers sei er der Mei-
nung, dass die Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule eindeutig kausal mit dem Ereignis vom 
20. Januar 2019 zusammenhängen würden. Es handle sich dabei nach wie vor um eine chro-
nisch-rezidivierende Lumboischialgie rechts durch eine Diskushernie L 4/5 mit Pelottierung der 
Nervenwurzel L 5 rechts, die sich der Patient bei der Arbeit am 20. Januar 2019 zugezogen habe.  
 
5.10 Der Vertrauensarzt Dr. F.____ wiederholte mit Schreiben vom 14. Juni 2020 auf Anfrage 
der Beschwerdegegnerin, dass unfallkausal lediglich eine leichte Zerrung angenommen werden 
könne. Im MRT zeige sich keinerlei Anhalt für eine traumatisch bedingte Schädigung. Hingegen 
seien deutliche degenerative Veränderungen im Bereich der LWS sichtbar. Die Arbeitsunfähigkeit 
sei für längstens zwei Wochen ausgewiesen. Nach dieser Zeit sei keine Unfallkausalität der Be-
schwerden mehr gegeben. Die anhaltenden Beschwerden würden hinreichend durch die dege-
nerativen Veränderungen erklärt. Damit würden inzwischen bloss noch unfallfremde Beschwer-
den aufgrund einer Diskushernie LWK 4/5 rechts mit möglicher Tangierung von L 4 rechts fora-
minal, einer medianen Diskushernie LWK 5/SWK 1 mit Auflösung des Sequesters ohne Neuro-
kompression und leichten Spondylarthrosen auf Höhe LWK 3/4, LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 so-
wie Osteochondrosen LWK 4/5 rechts, weniger ausgeprägt LWK 2/3 sowie LWK 1/2 vorliegen.  
 
5.11 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin 
eine neurologische Aktenbeurteilung von Dr. med. C.____ vom 28. Juli 2021 ein. Darin führte 
dieser aus, dass das Ereignis vom 20. Januar 2019 echtzeitlich nur grob dokumentiert sei. In der 
Bildgebung vom 28. Januar 2019 hätten sich keine die Beschwerden erklärende Befunde gezeigt. 
Überdies fänden sich keine Hinweise auf eine Traumatisierung, beispielsweise ein Ödem, eine 

 

 
 
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Fraktur, eine beschwerdewirksame Kompression oder eine Blutung, die zweifelsfrei eine erhebli-
che Krafteinwirkung auf die lumbale Wirbelsäule dokumentiert hätte. Ein Sturz auf den Rücken 
sei nicht beschrieben oder aus Befunden abzuleiten. Somit entfalle eine Quetschung (Prellung) 
oder Kontusion der lumbalen oder paralumbalen Weichteile oder Knochen. Eine axiale Kompres-
sion der LWS oder Sakralwirbelsäule (SWS) lasse sich aus dem beschriebenen Verletzungsme-
chanismus nicht ableiten. Somit sei eine muskuloligamentäre Verletzung durch Traktion (Zug) 
oder Torsion (Dehnung) der paralumbalen Weichteile am besten mit den geklagten Beschwerden 
nach dem Ereignis und dem dokumentierten Verlauf vereinbar. Die Verursachung einer Dis-
kushernie durch die beschriebene Rumpfbewegung sei wohl möglich, aber als Ursache der Be-
schwerden nicht überwiegend wahrscheinlich. Die in späteren Akten beschriebenen neuroge-
nen/neuropathischen Schmerzen seien in den ersten medizinischen Berichten nicht aufzufinden 
und ihre ursächliche Zuordnung zum Ereignis vom 20. Januar 2019 sei nicht mindestens im Grad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen. Für die leichten bis leicht fortgeschrittenen de-
generativen Veränderungen der unteren LWS bestehe vor dem Ereignis vom 20. Januar 2019 
kein klinisches Korrelat, der Versicherte sei in der Lage gewesen, seine als körperlich schwer 
einzustufende Beschäftigung auszuüben. Ob die vorbestehenden degenerativen Veränderungen 
der unteren LWS für die Beschwerden nach dem Ereignis verantwortlich seien, lasse sich nicht 
faktisch nachweisen. Ein gegebenenfalls begünstigender Anteil der degenerativen Veränderun-
gen am chronischen Verlauf lasse sich nicht quantifizieren, er wäre indessen gering, da der Ver-
sicherte vergleichbare Bewegungen des Rückens zuvor häufig und ohne akute Schmerzen 
durchgeführt habe. Die unfallfremden Faktoren hätten auf die unfallbedingte Behandlung und 
eine allfällige unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit keinen Einfluss. Das Ereignis vom 20. Januar 
2019 habe zu keiner nachgewiesenen Strukturschädigung an der LWS oder an den Nerven der 
Cauda equina respektive an den lumbosakralen Nervenwurzeln geführt. Bei fehlenden nachge-
wiesenen strukturellen Grundlagen sei eine Schädigung der Nerven, Nervenwurzeln oder des 
Plexus lumbosakralis durch den Unfall nicht überwiegend wahrscheinlich. Die Beschwerden 
seien in den ersten Wochen nach dem Ereignis zurückgegangen, was ebenfalls gegen eine rich-
tungsgebende Verschlimmerung der Beschwerden durch das Ereignis vom 20. Januar 2019 
spreche. Der Status quo sine der vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung durch die 
muskuloligamentäre Zerrung sei überwiegend wahrscheinlich nach vier Wochen, somit per Ende 
Februar 2020, erreicht. Zur Frage nach einer unfallkausalen Verursachung einer Pelottierung der 
Nervenwurzel führte Dr. C.____ aus, dass darunter ein mechanischer Zug oder Druck an der 
Nervenwurzel verstanden werde. Die Ursachen dafür seien vielfältig, eine traumatische Dis-
kushernie könne eine mögliche Ursache sein. Häufiger seien aber degenerative Veränderungen 
an den Wirbeln für eine Pelottierung verantwortlich. Eine traumatische Diskushernie mit Zug/Ein-
engung der Nervenwurzel führe sofort innerhalb von Sekunden bis Stunden zu neurologischen 
Störungen, die für das Innervationsgebiet dieser Wurzel typisch seien. Dieser neuropathologische 
Zusammenhang sei beim Versicherten weder dokumentiert, noch lasse er sich aus dessen An-
gaben ableiten. Die vorliegenden Berichte mit neurologischen Befunden wiesen auf keine funkti-
onelle Relevanz der Pelottierung der Nervenwurzel L 5 rechts hin. Die Betonung der Kausalität 
durch den Facharzt G.____ im Bericht vom 15. Mai 2021 beruhe auf der Diskushernie L 4/L 5, 
deren Ursache jedoch nicht durch zusätzliche pathologische Befunde als verletzungsbedingt be-
urteilt werden könne. Die Pelottierung der Nervenwurzel sei nicht überwiegend wahrscheinlich 

 

 
 
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auf den Unfall vom 20. Januar 2019 zurückzuführen. Die Diskushernie L 4/L 5 liege an einer be-
vorzugten Stelle für degenerativ bedingte lumbale Diskushernien. Eine traumatische Ursache 
wäre durch Begleitbefunde gesichert worden, die vorliegend nicht gegeben seien. Die dokumen-
tierten Beschwerden entsprächen nicht dem Innervationsgebiet der Wurzeln L 4 oder L 5. Die 
Nervenwurzelpelottierung rechts erkläre die Beschwerden links nicht. Der Sachverhalt einer Is-
chialgie werde beim Versicherten trotz Diagnose nicht beschrieben.  
 
5.12 Der Orthopäde G.____ nahm am 2. November 2021 zur Aktenbeurteilung von 
Dr. C.____ Stellung. Er führte aus, dass die sonst typischen Zeichen einer traumatischen Verlet-
zung der Wirbelsäule beim Ereignis vom 20. Januar 2019 eher nicht zu erwarten gewesen seien, 
da der Beschwerdeführer weder gestürzt sei noch eine andere äussere Einwirkung auf die Wir-
belsäule stattgefunden habe. Die Kausalität bestehe vielmehr zwischen der Drehbewegung und 
vor allem dem Stolpern mit einem schweren Gewicht in den Händen, was die Belastung an die 
Bandscheiben der unteren LWS (biomechanisch bei leichter Vorneigung bis zu 750 kg) ruckartig 
verstärkt habe und zum Riss des Anulus fibrosus geführt habe. Dieser Hergang passe sehr genau 
zu den vom Patienten angegebenen akuten Rückenschmerzen (Zwick). Auch die äusserst un-
spezifische, nicht genau einer Nervenwurzel zuordenbare Ausstrahlung ins Gesäss beidseits und 
in den Oberschenkel sei typisch für solche Verletzungen, wenn die Nervenwurzel nicht primär 
und dauerhaft eingeklemmt werde. Bei der Betrachtung der MRT-Bilder vom 28. Januar 2019 sei 
ganz deutlich eine Diskushernie L 4/L 5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L 4 sowie eine seques-
trierte massive Diskushernie L 5/S 1 mit Kontakt zur Nervenwurzel L 5 links zu erkennen. Der 
Befund, welcher im radiologischen Bericht zwar beschrieben, jedoch falsch interpretiert worden 
sei, erkläre sehr wohl die zuerst unspezifische Ausstrahlung ins Gesäss und den rechten Ober-
schenkel. Die von Dr. C.____ angeführten weiteren Erklärungen der Beschwerden mittels Trak-
tion oder Torsion seien seines Erachtens rein spekulativ und mit keinen klinischen oder bildge-
benden Befunden belegt. Die Bestätigung der eindeutigen Kausalität sei die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer vor dem Ereignis über keinerlei dokumentierte Beschwerden im Bereich der 
LWS geklagt habe. Der radiologische Befundbericht des MRT vom 29. Januar 2019 sei auch 
insofern falsch, als er die Abschlussplattenveränderung der Deckplatte LWK 5 als degenerativ 
(Modic I) beurteile. Das leichte Knochenödem der ventralen und lateralen Kante rechts des 
LWK 5 bei noch recht breitem Diskus sei als frisch und nicht degenerativ einzuordnen und korre-
liere gut mit dem Ereignis vom 20. Januar 2019.  
 
5.13 Mit Schreiben vom 16. Dezember 2021 liess sich wiederum Dr. C.____ zur Stellung-
nahme des behandelnden Orthopäden vernehmen. Er merkte an, dass das Gewicht des Korbes, 
den der Beschwerdeführer beim Ereignis hielt, nirgendwo festgehalten sei. Dass der Korb oder 
die Kiste mit den Golfbällen eine unübliche Belastung dargestellt hätte, gehe nicht aus den Un-
terlagen hervor. Die Körperdrehung und das Vorbeugen des Rumpfes sei nicht als ungewöhnli-
che Körperbewegung zu bezeichnen. Die Ungewöhnlichkeit sei vielmehr im Stolpern zu sehen. 
Dabei seien die Richtung des Stolperns und die Körperbelastung nicht beschrieben worden. Es 
sei festzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeit im ärztlichen Erstbericht ausdrücklich nicht aufgrund 
des Unfalls attestiert worden sei. Vielmehr sei die erste Phase der Arbeitsunfähigkeit erst mehr 
als einen Monat nach dem Unfall ausgewiesen worden, was angesichts des körperlich an-

 

 
 
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spruchsvollen Berufs des Beschwerdeführers bei einer akuten (traumatischen) lumbalen Dis-
kushernie atypisch sei. Insgesamt fehle es an überzeugenden Argumenten dafür, dass der Unfall 
zu den Diskushernien geführt habe, namentlich an der Beschreibung einer körperlichen Überbe-
lastung bei einer unüblichen Körperbewegung, die zu sofortigen Symptomen geführt habe, und 
an einer bildgebenden Darstellung einer Verletzung der Wirbelsäule, der Cauda aquina oder der 
Nervenwurzeln. Nach eigener Durchsicht der MRI-Bilder sei festzustellen, dass zwischen dem 
28. Januar 2019 und dem 10. Dezember 2019 sowie dem 28. August 2020 kein Rückgang des 
angeblichen traumatischen Ödems sichtbar sei. Die Wahrscheinlichkeit einer bildgebend erfass-
ten traumatischen Veränderung bleibe seiner Auffassung nach im Bereich des Möglichen, eine 
solche sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Die Rückenbeschwerden mit Ausstrahlung 
ins rechte Bein würden nicht hinterfragt. Die Interpretation, der Verlauf der Beschwerden nach 
dem Ereignis vom 20. Januar 2019 sei einer Traumatisierung der lumbalen Wirbelsäule mit einer 
bis zwei Diskushernien zuzuordnen, halte er als hypothetisch, d.h. möglich, aber nicht überwie-
gend wahrscheinlich.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Einstellung der Leistungen in medizinischer Hinsicht auf die vertrauensärztlichen Beurteilungen 
von Dr. F.____ vom 3. Februar 2020 und 14. Juni 2020. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
hat den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen grundsätzlich stets Be-
weiswert zuerkannt (BGE 135 V 465 E. 4.4, vgl. E. 4.2 hiervor). Auch einem reinen Aktengutach-
ten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent-
lichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu 
einer Diagnose oder das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fäl-
len kann in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen 
und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht wer-
den (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Wie in 
Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind jedoch an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 
zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden soll. Solche Zweifel sind bei den Beurteilungen von Dr. F.____ gegeben. Zunächst 
ist festzuhalten, dass die Beurteilungen vom 3. Februar 2020 und 14. Juni 2020 verhältnismässig 
kurz und oberflächlich ausgefallen sind. Der beratende Arzt hat sich ferner in keiner Weise mit 
der abweichenden Einschätzung des behandelnden Facharztes G.____ auseinandergesetzt, wo-
mit letztlich auch nicht klar ist, ob ihm sämtliche Akten zur Verfügung gestanden sind.  
 
6.2 Die Zweifel an der Schlüssigkeit der Einschätzung Dr. F.____ haben auch im vorliegen-
den Beschwerdeverfahren durch die Beurteilungen und Stellungnahmen von Dr. C.____ nicht 
ausgeräumt werden können. Die im Gerichtsverfahren nachträglich zur Erhellung des massge-
blichen medizinischen Sachverhalts ins Verfahren eingebrachten versicherungsinternen ärztli-
chen Auskünfte sind im Hinblick auf den geltenden Untersuchungsgrundsatz und die freie Be-
weiswürdigung zwar zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2018, 
8C_916/2017, E. 3.1), es sind bei ihnen aber dieselben strengen Anforderungen an die Beweis-
würdigung zu stellen. Die Beurteilungen von Dr. C.____ sind im Gegensatz zu denjenigen von 

 

 
 
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Dr. F.____ ausführlich, sie beziehen sich auf die vorhandenen Akten und seine Schlussfolgerun-
gen sind begründet. Indessen stehen seiner Einschätzung die konkreten und differenzierten Ein-
wände des Facharztes G.____ gegenüber. Der behandelnde Facharzt legt nicht bloss eine pau-
schale Bejahung der Unfallkausalität, sondern eine im einzelnen begründete Stellungnahme vor. 
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat sich zwischen dem beratenden Arzt Dr. C.____ und 
dem behandelnden Orthopäden ein regelrechter Fachstreit entwickelt, bei dem sowohl die Inter-
pretation der bildgebenden Untersuchungen als auch die Richtigkeit der dazugehörenden Be-
richte umstritten ist. Uneinigkeit besteht darüber hinaus über die unfallbedingte Verursachung der 
Pelottierung und ihre Bedeutung für die Beschwerden des Versicherten. Die Begründungsdichte 
der Ausführungen und Argumente des Facharztes G.____ vermögen somit auch an den Beurtei-
lungen Dr. C.____ zumindest geringe Zweifel zu wecken, womit nicht mehr auf die Beurteilungen 
des versicherungsinternen Arztes abgestellt werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
31. Januar 2012, 8C_800/2011, E. 3.3 und 3.5 und vom 7. Dezember 2016, 8C_679/2016, 
E. 3.3.1). Indessen kann vorliegend ebenso wenig unbesehen auf die Einschätzung des behan-
delnden Facharztes abgestellt werden. Neben den dargestellten Unsicherheiten in Bezug auf die 
Bildgebung und die Einschätzung der Nervenpelottierung stellen sich weitere Fragen bezüglich 
des Unfallhergangs, des Verletzungsmechanismus und den vorbestehenden degenerativen Ver-
änderungen an der LWS. Weder die versicherungsinternen Ärzte noch der behandelnde Facharzt 
setzen sich sodann genügend mit der Frage einer allfälligen Teilkausalität auseinander. (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage ist folglich nicht 
möglich. In dieser Situation muss ein externes medizinisches Gutachten (Art. 44 ATSG) veran-
lasst werden.  
 

6.3 Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzuhalten, dass vorliegend insbeson-
dere aufgrund der konkreten und differenzierten Einwände des behandelnden Facharztes Zweifel 
an den Einschätzungen der versicherungsinternen medizinischen Fachpersonen bestehen, wel-
che einer abschliessenden Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage entgegenstehen. Der an-
gefochtene Einspracheentscheid ist somit aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklä-
rungen vorzunehmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-
rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückwei-
sen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzuneh-
men, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für 
gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheb-
lichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 139 V 100 E. 1.1, 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Vorliegend 
hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungs-
pflicht ergänzende Abklärungen im Rahmen eines unabhängigen Gutachtens im Sinne von 
Art. 44 ATSG einzuholen. Da sie somit den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt 
hat und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte 
Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin auch unter Be-
rücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge 
ist die Angelegenheit zur Einholung eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens 
nach Art.  44 ATSG zur Frage der natürlichen Kausalität der LWS-Beschwerden an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird sie in der 

 

 
 
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Folge über den Leistungsanspruch des Versicherten erneut zu befinden haben. Die vorliegende 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer 
deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.  
 
7.2.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 25. Novem-
ber 2022 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 31 Stunden und 40 Minuten sowie 
Auslagen von Fr. 180.-- geltend gemacht. Die ausgewiesenen Bemühungen und Auslagen müs-
sen als zu hoch bezeichnet werden. Zunächst ist festzustellen, dass die detaillierte Abrechnung 
zwei Aufwendungen im Umfang von insgesamt 15 Minuten beinhaltet, die auf den Kontakt mit 
der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers zurückzuführen sind. Diese Bemühungen 
würden im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten Person nicht anfallen und sind daher pra-
xisgemäss nicht zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht, vom 16. Dezember 2021 [720 20 127] E. 10.4, vom 20. März 2018 [720 2018 28] E. 
6.3 und vom 9. November 2017 [720 17 283] E. 9.3 sowie Beschluss der Präsidentin vom 
23. September 2016 [720 16 51] E. 3.2). Ferner fällt auf, dass gemäss detaillierter Abrechnung 
des Rechtsvertreters insgesamt 37 Telefonate mit dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau 
getätigt und dafür Bemühungen von 5 Stunden und 54 Minuten und Auslagen von Fr. 9.-- geltend 
macht wurden. Darüber hinaus sind der Leistungsabrechnung insgesamt 15 Kontakte mit dem 
Beschwerdeführer und seiner Ehefrau per E-Mail zu entnehmen, wofür der Rechtsvertreter ins-
gesamt 3 Stunden und 6 Minuten geltend macht. Dieser engmaschige Kontakt geht weit über 
eine zweckmässige und notwendige Vertretung hinaus, zumal er nach Beschwerdeerhebung und 
damit nach der anfänglichen Instruktion stattgefunden hat. Der diesbezügliche Aufwand ist um 6 
Stunden zu kürzen. Für die anerkannten Bemühungen erscheinen Auslagen von Fr 4.-- als an-
gemessen. Ferner erscheint auch der für die Rechtsschriften geltend gemachte Aufwand teil-
weise als zu hoch. Für das Verfassen der 18-seitigen Beschwerdeschrift wird ein Aufwand von 8 
Stunden und 30 Minuten geltend gemacht. Für die achtseitige Replik werden weitere vier Stunden 
veranschlagt. Der vorliegende Fall bot indessen weder in rechtlicher noch in sachverhaltlicher 
Hinsicht besonders komplexe Fragen. In den Akten finden sich weder umfangreiche Gutachten 
noch ausführliche Stellungnahmen der beratenden Ärzte, mit denen sich der Rechtsvertreter de-
tailliert auseinanderzusetzen hatte. Inhaltlich wurde letztlich lediglich die ungenügende Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt. Zu beachten ist auch, dass der Vertreter den Be-
schwerdeführer bereits im Einspracheverfahren vertreten hatte, wodurch im Beschwerdeverfah-
ren zwangsläufig verringerte Aufwendungen für das Aktenstudium und rechtliche Abklärungen 
entstehen. Insgesamt erscheint der geltend gemachte Aufwand als übermässig. Unter Berück-
sichtigung aller Umstände des Einzelfalls erscheint für die Rechtsschriften und Eingaben ein Auf-
wand von insgesamt nicht mehr als 11 Stunden und 30 Minuten als angemessen. Schliesslich 

 

 
 
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sind die Bemühungen für die Vorbereitung auf die Hauptverhandlung mit 3 Stunden zu hoch ver-
anschlagt. Hier ist eine Reduktion um 2 Stunden angemessen. 
 
7.2.2 Damit ergeben sich angemessene Aufwendungen im Umfang von insgesamt 20 Stun-
den und 30 Minuten, was im Quervergleich mit anderen, ähnlich gelagerten Fällen noch immer 
als grosszügig erscheint. Diese Bemühungen sind zum geltend gemachten Ansatz von  
Fr. 240.-- pro Stunde zu entschädigen. Ausserdem können Auslagen in der Höhe von Fr. 175.-- 
anerkannt werden. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer nach dem Ausgeführten 
eine Parteientschädigung von Fr. 5'487.30 (20 Stunden und 30 Minuten zu Fr. 240.-- plus Ausla-
gen von Fr. 175.-- zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 

8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 21. April 2021 aufgehoben und die Angele-
genheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 5'487.30 (inklusive Auslagen und 7,7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
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