# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7befd9d-c43c-5581-bc52-9fb56e90ada2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 28.08.2023 SB220543
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220543_2023-08-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB220543-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, und lic. iur.  

S. Volken, Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Keller sowie Gerichts-

schreiberin MLaw A. Jacomet  

 

Urteil vom 28. August 2023 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Hugelshofer,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend versuchte sexuelle Handlungen mit Kindern etc. und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 18. August 2022 
(DG220005) 
  

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 7. März 2022 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 19/6). 

Urteil der Vorinstanz 
(Urk. 67 S. 35 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig  

− der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB 

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, und 

− der mehrfachen Missachtung eines Kontakt- und Rayonverbots im Sinne von Art. 294 

Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 

302 Tage durch Haft erstanden sind). 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen, jedoch für die Dauer der mit heutigem Urteil 

angeordneten stationären Massnahme aufgeschoben. 

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons 

Zürich vom 12. November 2015 ausgefällten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 50.– 

wird widerrufen. Die Geldstrafe wird vollzogen. 

5. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete ambulante Be-

handlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer Störun-

gen) wird in Anwendung von Art. 63a Abs. 3 StGB aufgehoben und in Anwendung von 

Art. 63b Abs. 4 StGB im Umfang von 0 Tagen an die mit selbigem Urteil ausgefällte 

Freiheitsstrafe von 8 Monaten angerechnet.  

6. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung 

von psychischen Störungen) in Verbindung mit Art. 63b Abs. 5 StGB angeordnet.  

7. Der Vollzug der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 ausgefällten Frei-

heitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben. 

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8. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebenslänglich jede berufli-

che und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit untersagt, die einen regelmässigen 

Kontakt zu Minderjährigen umfasst (lebenslanges Tätigkeitsverbot). 

9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB für die Dauer von 

5 Jahren verboten, sich Kindern im schulpflichtigen oder im Vorschulalter zu nähern und 

solche anzusprechen sowie sich in der näheren Umgebung von Kindergärten und/oder 

Schulen der Primar- und Oberstufe aufzuhalten.  

10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 1. Oktober 2021 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Ent-

scheidgebühr um einen Drittel.  

13. Die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 8'676.60 Auslagen Untersuchung (psych. Gutachten) 

Fr. 1'320.00 Kosten der Kantonspolizei Zürich  

Fr. 2'100.00 Gebühr gemäss § 4 Abs. 1 lit. d GebV StrV 

14. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt. 

15. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten mit Fr. 28'300.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-

kasse entschädigt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vor-

behalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

16. Rechtsanwältin MLaw Y._____ wird für ihre Bemühungen als unentgeltliche Geschädigten-

vertreterin der Privatklägerin mit Fr. 4'400.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entschädigt.  

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Die Kosten der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 138 

Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 StPO.  

17. (Mitteilung) 

18. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 11 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 121 S. 2): 

"1. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete 

ambulante Massnahme sei nicht aufzuheben und weiterzuführen; 

2. Eventualiter sei die ambulante Massnahme gemäss Urteil des Bezirksge-

richts Bülach vom 15. Juli 2020 aufzuheben und eine neue ambulante Mas-

snahme anzuordnen, wobei zur Einleitung der ambulanten Massnahme eine 

stationäre Behandlung zu verfügen sei; 

3. Es sei festzustellen, dass mein Mandant sowohl die erstinstanzlich ausge-

fällte Freiheitsstrafe von 11 Monaten als auch die mit Urteil des Bezirksge-

richts Bülach vom 15. Juli 2020 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 

8 Monaten bereits verbüsst hat;  

4. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des 

Berufungsverfahrens seien ausgangsgemäss zu verteilen, wobei die Kosten 

der amtlichen Verteidigung gemäss eingereichter Honorarnote auf die 

Staatskasse zu nehmen seien."  

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 87; Urk. 122): 

"Das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 18. August 2022 sei vollumfäng-

lich zu bestätigen, unter Kostenfolge zulasten des Beschuldigten." 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

18. August 2022 wurde der Beschuldigte anklagegemäss schuldig gesprochen 

und mit einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten bestraft; eine frühere, bedingt auf-

geschobene Geldstrafe wurde für vollziehbar erklärt. Eine laufende ambulante 

Behandlung wurde aufgehoben; hingegen wurde für den Beschuldigten eine stati-

onäre Massnahme angeordnet, wobei der Strafvollzug zugunsten des Massnah-

mevollzugs aufgeschoben wurde (Urk. 67 S. 35 f.). Gegen diesen Entscheid liess 

der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger mit Eingabe vom 

22. August 2022 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 

StPO; Urk. 53). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert ge-

setzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 82). Die 

Anklagebehörde hat mit Eingabe vom 22. November 2022 innert Frist mitgeteilt, 

dass auf Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 87; Art. 400 Abs. 2 f. und 

Art. 401 StPO). Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht 

gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 82 und 87). Die Verteidigung hat die Berufung 

in ihrer Berufungserklärung ausdrücklich – sowie mit ihrer Eingabe vom 

28. August 2023 weiter (vgl. Urk. 117) – beschränkt (Urk. 82 S. 2 f.; Art. 399 

Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen 

Entscheides (Urk. 87). Mit Präsidialverfügung vom 3. November 2022 wurde dem 

Beschuldigten auf seinen Antrag hin (Urk. 57) der vorzeitige Antritt der im ange-

fochtenen Entscheid angeordneten stationären Massnahme bewilligt (Urk. 80). 

Per 25. April 2023 wurde der Beschuldigte vom Gefängnis Limmattal zwecks 

Massnahmevollzug in die Psychiatrische Klinik C._____ versetzt (Urk. 106 und 

107), wo er sich aktuell befindet (vgl. Urk. 112). Mit Präsidialverfügung vom 

30. Mai 2023 wurde bei der Klinik ein Massnahmeverlaufsbericht angefordert 

(Urk. 110), welcher am 24. Juli 2023 einging und den Parteien zur Kenntnisnahme 

zugestellt wurde (Urk. 112). Mit E-Mail vom 3. August 2023 informierte der 

D._____ (D._____), Bewährungs- und Vollzugsdienste, die hiesige Kammer über 

einen Antrag der Psychiatrischen Dienste E._____ betreffend Vollzugslockerun-

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gen für den Beschuldigten. Der D._____ bewilligte den Antrag auf Vollzugslocke-

rungen, was von der im vorliegenden Berufungsverfahren zuständigen Verfah-

rensleitung ebenfalls gestützt wurde (Urk. 112A und 112B/1-3).  

2. Gemäss den Anträgen der Parteien sind im Berufungsverfahren nicht ange-

fochten  

 – der vorinstanzliche Schuldspruch (Urteilsdispositiv-Ziff. 1)  

– die vorinstanzliche Sanktion (Urteilsdispositiv-Ziff. 2) 

– der vorinstanzliche Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl 

der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 12. November 2015 aus-

gefällten Geldstrafe (Urteilsdispositiv-Ziff. 4) 

 – die vorinstanzliche Anordnung eines Tätigkeits- sowie eines Kontaktver-

bots (Urteilsdispositiv-Ziff. 8 und 9) 

 – die vorinstanzliche Regelung der Zivilansprüche der Privatklägerin (Ur-

teilsdispositiv-Ziff. 10 und 11)  

 – die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 12 und 13) 

sowie 

 – die vorinstanzliche Festsetzung der Entschädigungen der amtlichen Ver-

teidigung sowie der unentgeltlichen Privatklägervertretung (Urteilsdispositiv-

Ziff. 15 Absatz 1 und 16 Absatz 1). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Sanktion  

1.1. Das Bezirksgericht Bülach hatte in seinem Urteil vom 15. Juli 2020 für den 

Beschuldigten eine ambulante Massnahme (Behandlung psychischer Störungen) 

angeordnet (Urk. 69 S. 2). In deren Verlauf hat der Beschuldigte erneut delinquiert 

und die heute zu beurteilenden Taten begangen. Daher hat die Vorinstanz im 

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angefochtenen Entscheid diese Massnahme aufgehoben und stattdessen eine 

stationäre Massnahme angeordnet (Urk. 67 S. 36). Wie bereits im Hauptverfahren 

lässt der Beschuldigte im Berufungsverfahren durch seine amtliche Verteidigung 

beantragen, die genannte ambulante Massnahme sei nicht aufzuheben und es sei 

keine stationäre Massnahme anzuordnen. Eventualiter sei die aktuelle ambulante 

Massnahme aufzuheben und stattdessen eine neue ambulante Massnahme an-

zuordnen, wobei zur Einleitung der ambulanten Massnahme eine stationäre Be-

handlung zu verfügen sei (Urk. 121 S. 2; Urk. 82 S. 3 f.; vgl. Urk. 48 S. 2 f.).   

1.2. Therapeutische Massnahmen im Sinne von Art. 56 StGB generell und am-

bulante Massnahmen im Sinne von Art. 63 StGB im Speziellen werden angeord-

net, um der Gefahr weiterer Straftaten des Täters zu begegnen. Der einschlägig 

vorbestrafte Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 

15. Juli 2020 wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind schuldig 

gesprochen. Die dafür ausgefällte Freiheitsstrafe wurde zugunsten des Vollzugs 

einer ambulanten Massnahme aufgeschoben (Urk. 69). Nach deutlich über ein-

einhalb Jahren des Vollzugs dieser (faktisch zweiten – bereits mit Strafbefehl vom 

12. November 2015 war dem Beschuldigten die Weisung erteilt worden, sich ei-

nem Coaching/einer Therapie zu unterziehen; Urk. 16/2) ambulanten Massnahme 

delinquierte der Beschuldigte nicht nur wiederum einschlägig, sondern in gerade-

zu identischer Weise erneut. Die ambulante Massnahme gemäss Urteil des Be-

zirksgerichts Bülach vom Juli 2020 vermochte ihn somit in keiner Weise von neu-

erlicher Delinquenz abzuhalten und ist gescheitert. An diesem schon für den me-

dizinischen Laien offensichtlichen Schluss lässt auch die fachärztliche Gutachterin 

im Ergänzungsgutachten nicht den kleinsten Zweifel: Das ambulante Setting sei 

nicht in der Lage gewesen, das Delinquenzrisiko des Beschuldigten zu mindern; 

beide durchgeführten ambulanten Therapien seien gescheitert; eine Weiterfüh-

rung der ambulanten Behandlung sei nicht zweckmässig und mache aus gut-

achterlicher Sicht keinen Sinn; eine stationäre Behandlung sei alternativlos 

(Urk. 15/22 S. 48 ff.). Dies bezieht sich zweifellos auch auf die seitens der Vertei-

digung aufgeworfene Variante einer ambulanten Behandlung mit begleitender 

triebdämpfender Medikation: Eine unterstützende Verabreichung einer solchen 

Medikation wurde bereits im Hauptgutachten "zu erwägen" empfohlen (Urk. 15/1 

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S. 63 und S. 67; Urk. 121 S. 2). Diesbezüglich brachte die Verteidigung anlässlich 

der Berufungsverhandlung vor, die Verantwortlichen hätten trotz dieser Empfeh-

lung im Hauptgutachten eine medikamentöse und unter anderem triebdämpfende 

Behandlung im Rahmen der anschliessend durchgeführten ambulanten Mass-

nahme nicht umgesetzt, weshalb – so im Wesentlichen – nicht gesagt werden 

könne, die ambulante Massnahme sei gescheitert (vgl. Urk. 121 S. 6 f.). Wie die 

Staatsanwaltschaft diesem Argument zu Recht entgegensetzte (vgl. Prot. II 

S. 16), gab es in der Vergangenheit aufgrund der Intransparenz und fehlenden 

Offenheit des Beschuldigten gegenüber seinen Therapeuten keine Anzeichen für 

allfällige Risikosituationen seinerseits und deshalb auch keinen Bedarf, das sehr 

einschneidende Mittel der triebdämpfenden Medikamente – welches aufgrund ih-

res schweren Eingriffs in die Freiheitsrechte der betroffenen Person lediglich als 

ultima ratio Anwendung finden sollte – einzusetzen (vgl. auch Urk. 15/22 S. 13). 

Selbst im aktuellen Massnahmeverlaufsbericht vom 21. Juli 2023 wird der Be-

schuldigte seitens der Klinik C._____ als manipulativ beschrieben: So habe er 

mehrfach versucht, Mitglieder des Behandlungsteams zu manipulieren, um seine 

Ziele zu erreichen (bspw. ein Telefonat mit seiner Schwester zu erhalten; vgl. 

Urk. 112 S. 3 und Urk. 120 S. 9 f.). Zwar wird die medikamentöse Behandlung 

nun im Ergänzungsgutachten ausdrücklich empfohlen, allerdings ausschliesslich 

im Rahmen der einzig empfohlenen stationären Therapie (Urk. 15/22 S. 48 ff.). 

Die Verdeutlichung in der gutachterlichen Empfehlung rührt im Übrigen daher, 

dass beim Beschuldigten seit der Erstellung des Hauptgutachtens eine Progredi-

enz der sexuellen Devianz mit höherer Dranghaftigkeit erkannt wird. Die Gutach-

terin lässt hingegen – nachvollziehbar und überzeugend – keinen Zweifel offen, 

dass dieser Medikation ohnehin einzig eine unterstützende Rolle zukommen 

kann. Der Beschuldigte nimmt zwar gemäss eigenen Aussagen sowie Angaben 

seiner Verteidigung nunmehr seit dem 18. August 2023 das – unter anderem 

auch – triebdämpfende Medikament Sertralin, und es seien im September 2023 

zusätzlich noch Depotspritzen geplant (Urk. 120 S. 2 ff. und S. 17; Urk. 121 S. 8; 

Urk. 117 S. 2). Diese medikamentöse Behandlung hat jedoch auch für die Klinik 

C._____ höchstens eine begleitende, mit Sicherheit jedoch keine primäre Funkti-

on: Aufgrund der zwanghaften Beschäftigung mit Sexualität des Beschuldigten 

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"bestünden Hinweise für eine medikamentöse Behandlung" (Urk. 112 S. 11). 

Auch gab der Beschuldigte anlässlich seiner Befragung an der Berufungsver-

handlung selbst zu, dass er vor der Einnahme dieses Medikaments – mithin bis 

vor zehn Tagen – regelmässig Fantasien betreffend minderjährige Mädchen ge-

habt habe und in einem solchen Fall alles abgebrochen und in sein Zimmer oder 

die Toilette gegangen sei. Seit Beginn der Einnahme von Sertralin seien die Fan-

tasien nicht mehr so dominierend wie früher und habe er seinen Drang unter Kon-

trolle (vgl. Urk. 120 S. 2, S. 6 f. und S. 19 f.). Nach dem Gesagten wird jedoch 

deutlich, dass die Fantasien des Beschuldigten trotz Einnahme triebdämpfender 

Medikamente nicht vollends verschwinden und die Medikation somit – mit der 

Staatsanwaltschaft – keinesfalls den einzigen Erfolgsgaranten darstellt (vgl. 

Prot. II S. 15). Ohnehin wird erst eine längerfristige medikamentöse Behandlung 

aussagekräftig sein können. Nichtsdestotrotz vermag auch sie die eigentliche 

Problematik des Beschuldigten, nämlich die Pädophilie, nicht zu kurieren, wes-

halb letztlich eine wirkungsvolle Therapie unumgänglich ist. Für die Gutachterin 

und die aktuelle Vollzugsinstitution kann indes wie erwähnt eine ambulante Be-

handlung nicht mehr zur Diskussion stehen: Deren Zweckmässigkeit wurde auf-

grund der wiederholten, einschlägigen Rückfälligkeit des Beschuldigten widerlegt.   

Gemäss aktuellem Verlaufsbericht der Klinik C._____ bestehe beim Beschuldig-

ten für den Fall einer Entlassung aus dem stationären Rahmen aufgrund seiner 

geringen Kontrollfähigkeiten und exzessiven sexuellen Beschäftigung ein hohes 

Risiko für weitere hands-off wie auch hands-on Sexualdelikte. Eine ambulante 

Massnahme wird damit hinsichtlich der Deliktsprävention rundweg als ungeeignet 

taxiert (Urk. 112 S. 11).  

Demnach ist die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeord-

nete ambulante Massnahme mit der Vorinstanz (Urk. 67 S. 17-19) im Sinne von 

Art. 63a Abs. 3 StGB aufzuheben.  

1.3. Der Eventualantrag der Verteidigung gemäss Berufungserklärung, bei Auf-

hebung der laufenden ambulanten Therapie eine neue ambulante Therapie anzu-

ordnen (Urk. 82 S. 3 f.), zielt ins Leere: Die Verteidigung postulierte – einzig –, ei-

ne ambulante Behandlung ohne begleitende Medikation durch eine ambulante 

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Behandlung mit begleitender Medikation zu ersetzen. Dabei handelt es sich je-

doch um eine reine Frage der Ausgestaltung der Behandlung und damit um eine 

Vollzugsfrage. Gemäss überzeugender Beurteilung im Ergänzungsgutachten wie 

im aktuellen Massnahmeverlaufsbericht ist jedoch vor dem Hintergrund des mehr-

fach gescheiterten ambulanten Massnahmeverlaufs, einhergehend mit wiederhol-

ten Rückfällen des Beschuldigten in die einschlägige Delinquenz, eine ambulante 

Behandlung gemäss Art. 63 StGB nicht mehr zweckmässig. An diesem Schluss 

vermöge auch die – von der Verteidigung an der Berufungsverhandlung angeführ-

te (Urk. 121 S. 2 und S. 14 f.) – Variante einer zur Einleitung der ambulanten 

Massnahme zu verfügenden stationären Massnahme von maximal zwei Monaten 

im Sinne von Art. 63 Abs. 3 StGB nichts zu ändern.   

2.1. Die Vorinstanz hat für den Beschuldigten eine stationäre Massnahme ge-

mäss Art. 59 StGB angeordnet und dabei vorab die diesbezüglich massgeblichen 

theoretischen Grundsätze angeführt, worauf verwiesen wird (Urk. 67 S. 21 ff.).  

2.2. Dem Beschuldigten wurde schon im Hauptgutachten vom Oktober 2019 (er-

stellt im Verfahren, das zum Urteil vom 15. Juli 2020 führte) aufgrund der diagnos-

tizierten multiplen psychischen Störungen, verbunden mit einer hohen Rückfall-

gefahr, eine Massnahmebedürftigkeit attestiert (Urk. 15/1 S. 66 f.). Dies wird im 

Ergänzungsgutachten vom Januar 2022 ohne Weiteres bestätigt (Urk. 15/22 

S. 53). Die Gutachterin erkennt sogar eine Progredienz der sexuellen Devianz mit 

hoher Dranghaftigkeit (Urk. 15/22 S. 49), damit eine Verschlimmerung des psy-

chischen Störungsbildes und eine umso höhere Massnahmebedürftigkeit. Auch 

die aktuell die stationäre Massnahme vollziehende Klinik C._____ sieht den Be-

schuldigten diskussionslos als massnahmebedürftig (Urk. 112). Seitens des Be-

schuldigten und der Verteidigung steht ausser Frage, dass der Beschuldigte einer 

Behandlung bedarf, um nicht erneut einschlägig straffällig zu werden (Urk. 48 

S. 10 ff; Urk. 82; Urk. 120 S. 16; Urk. 121 S. 3). 

2.3. Die Verteidigung bestreitet die Massnahmefähigkeit des Beschuldigten hin-

sichtlich einer stationären Massnahme nicht, sie taxiert eine solche vielmehr – 

einzig – als unverhältnismässig (Urk. 48 S. 23 f.; vgl. Urk. 121 S. 3 ff.). Die Gut-

achterin hatte im Hauptgutachten noch die Empfehlung einer ambulanten Mass-

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nahme der Empfehlung einer stationären Massnahme vorgezogen (Urk. 15/1 

S. 63 f. und S. 67). Dies namentlich vor dem Hintergrund, dass sie eine Behand-

lung in der Einrichtung F._____ AG als auf den Beschuldigten individuell zuge-

schnitten erachtete. Das Scheitern dieser Behandlung wurde vorstehend bereits 

mehrfach erwogen. Zu einer stationären Massnahme führt die Gutachterin im Er-

gänzungsgutachten aus, es existierten mittlerweile einige, wenn auch wenige fo-

rensisch adaptierte Behandlungskonzepte, auch für intelligenzgeminderte Straftä-

ter. Wohl lasse sich die hirnorganische Störung nicht kurativ behandeln, jedoch 

könne an Einstellungen und Kognition, Schwierigkeiten in der Selbstregulation 

und der Beeinträchtigung der Sexualität gearbeitet werden, um eine nachhaltige 

Verhaltensänderung im Sinne einer verminderten Rückfallgefahr herbeizuführen 

(Urk. 15/22 S. 48 f.). Eine Massnahmefähigkeit wird – allerdings heute einzig be-

treffend eine stationäre Behandlung – klar bejaht.  

Auch im Verlaufsbericht der Klinik C._____ wird eine Massnahmefähigkeit des 

Beschuldigten klar bejaht (Urk. 112 S. 11).  

2.4. Zur Massnahmewilligkeit wird im Ergänzungsgutachten festgehalten, die 

Durchführung einer stationären Therapie sei letztlich auch ohne die initiale Zu-

stimmung des Beschuldigten durchführbar, wobei in der ersten Therapiephase an 

der Therapiemotivation zu arbeiten sei (Urk. 15/22 S. 50). Gemäss Verlaufsbe-

richt der Klinik C._____ äussert der Beschuldigte zwar, dass seiner Meinung nach 

eine ambulante Behandlung ausreichend wäre. Er zeige sich jedoch im aktuellen 

vorzeitigen stationären Massnahmevollzug insgesamt kooperativ, überwiegend 

zugänglich und nehme aktiv am erweiterten Therapieprogramm teil. Er sei moti-

viert und wolle schnell Therapiefortschritte erreichen. Eine Therapiewilligkeit des 

Beschuldigten wird klar bejaht (Urk. 112 S. 2 f., S. 8 und S. 11).  

Auch an der Berufungsverhandlung hat der Beschuldigte zwar auf entsprechende 

Befragung ausgesagt, dass er eine ambulante Massnahme vorziehe, da er unter 

anderem nicht so lange von seiner Familie getrennt sein wolle. So habe er Ver-

pflichtungen als Ehemann und als Vater. Gleichzeitig führte er auch aus, dass es 

ihm in der Klinik C._____ gefalle, ihm die stationäre Therapie sehr helfe sowie 

dass sie einen guten Schritt darstelle und er sich am Bessern sei. Sodann sei es 

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für ihn grundsätzlich in Ordnung, noch für höchstens ein Jahr in der stationären 

Massnahme zu verbleiben (Urk. 120 S. 1 f., S. 7 und S. 20 f.). Auch der Beschul-

digte scheint die Vorteile der stationären Behandlung grundsätzlich einzusehen. 

Eine Therapiewilligkeit ist mit der Klinik C._____ zu bejahen. 

2.5. Die Verteidigung kritisiert die Anordnung einer stationären Behandlung auch 

im Berufungsverfahren schliesslich namentlich dahingehend, der mit einer statio-

nären Behandlung verbundene Freiheitsentzug sei massiv schuldüberschreitend 

(Urk. 48 S. 23 f.; Urk. 121 S. 3 ff.). Vorab ist der Verteidigung zu widersprechen, 

dass es eine geeignete, mildere Massnahme gäbe (Urk. 48 S. 24; Urk. 121 S. 8): 

Die Fachärztin lässt im aktuellen Gutachten keinen Zweifel daran, dass eine –

 erneute – ambulante Behandlung, ob begleitet durch eine Medikation oder nicht, 

nicht mehr zweckmässig und ein stationäres Behandlungssetting alternativlos ist 

(Urk. 15/22 S. 50). Die Klinik C._____ kommt wie zitiert zum selben Ergebnis 

(Urk. 112 S. 11). 

Der mit einer stationären Behandlung verbundene Freiheitsentzug erweist sich 

entgegen der Verteidigung vor dem Hintergrund der kriminellen Historie des Be-

schuldigten, verbunden mit einer nach wie vor hohen Rückfallgefahr, auch nicht 

als unverhältnismässig: Der Beschuldigte hat 2014, 2018, 2019 und 2021 mehr-

fach kleinen Mädchen im Alter zwischen 5 und 9 Jahren eigentlich nachgestellt, 

diese in Ausnützung ihrer kindlichen Naivität angelockt und übertölpelt, um sie zu 

umarmen, Zungenküsse an ihnen vorzunehmen oder sie im Intimbereich auszu-

greifen, respektive hat er dies versucht (Urk. 69; Urk. 15/1 S. 9 ff.; Urk. 15/22 

S. 3). Diese Taten, ob vollendet oder lediglich versucht, sind keinesfalls zu baga-

tellisieren: Es handelt sich gerade gegenüber kleinen, schutzlosen Kindern um 

massive sexuelle Übergriffe, die zweifellos dazu geeignet sind, ein Opfer bleibend 

zu verängstigen und zu traumatisieren. Diverse Behandlungsversuche des Be-

schuldigten sind gescheitert; eine allenfalls – und einzig – geeignete stationäre 

Behandlung steht nach wenigen Monaten noch am Anfang des Vollzugs (vgl. den 

Massnahmeverlaufsbericht der Klinik C._____, Urk. 112). Der massnahmebedürf-

tige Beschuldigte ist aktuell somit noch weitgehend unbehandelt und es besteht 

ein grosses Rückfallrisiko für gleichgelagerte Übergriffe. Der Schutz einer unbe-

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stimmt grossen Zahl kleiner Mädchen vor zukünftigen sexuellen Übergriffen des 

Beschuldigten rechtfertigt dessen mit einer stationären Behandlung einhergehen-

den Freiheitsentzug klar – insbesondere, da der Beschuldigte aktuell auch 

sexuelle Fantasien äusserte, die graduell deutlich über die bisher begangenen 

Delikte hinausgehen (Urk. 112 S. 4, S. 6, S. 9). Zudem konnte der Beschuldigte 

auch anlässlich seiner Befragung an der Berufungsverhandlung keine konkreten 

Strategien nennen, wie er im Falle einer Risikosituation verfahren würde. So gab 

er zwar immer wieder an, dass er mit seiner Psychiaterin einen "Fluchtplan" für 

problematische Situationen eruiert habe. Gleichzeitig führte er aber auch aus, 

dass er im Rahmen der stationären Therapie einen Alltag mit Patientenkontakt 

sowie Arbeitstherapie und damit eine eigentliche Ablenkung von seinen 

Gedanken habe. Auf die Frage, was er machen würde, wenn diese Ablenkung in 

der Freiheit in einer ambulanten Therapie wegfallen würde, antwortete der 

Beschuldigte, dass er sich dann meistens zu Hause aufhalten oder seine Arbeit 

verfolgen würde (vgl. Urk. 120 S. 6 und S. 20 f.). Von einem hinreichend 

eingeübten Notfallplan zur Rückfallvermeidung kann noch keine Rede sein (vgl. 

dazu auch die Ausführungen im Massnahmeverlaufsbericht der Klinik C._____; 

Urk. 112 S. 3). Immerhin konnten aber seitens der Klinik C._____ bereits erste 

Vollzugslockerungen geplant werden (begleitete Ausgänge verschiedener Stufen; 

Urk. 112A und Urk. 120 S. 8). Eine stationäre Massnahme erweist sich somit 

auch als verhältnismässig.  

2.6. Da wie erwogen sämtliche Voraussetzungen für eine stationäre Behandlung 

im Sinne von Art. 59 StGB erfüllt sind, ist für den Beschuldigten in Bestätigung 

des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheides (vgl. dazu Urk. 67 S. 27/28) eine 

solche anzuordnen.   

3. Wenn die Verteidigung vorbringt, eine auf maximal sechs Monate befristete 

stationäre Behandlung könne ebenfalls als mögliche Variante erwogen werden 

(Urk. 121 S. 15 f.), kann ihr nicht gefolgt werden: Dem Gericht liegen keine objek-

tiven Anhaltspunkte zur Frage der mutmasslich notwendigen Dauer der jetzigen 

stationären Massnahme vor, weshalb sich unter diesem Gesichtspunkt eine Be-

fristung als schwierig erweist. Im Übrigen erachtet die Klinik C._____ entspre-

- 14 - 

chende Entlassvorbereitungen des Beschuldigten aus dem stationären Mass-

nahmevollzug erst als längerfristiges Ziel (Urk. 112 S. 11 f.). Notorischerweise 

wird der Beschuldigte jedoch nicht länger als notwendig in einer stationären Mas-

snahme verbleiben müssen. Auch in diesem Setting wird regelmässig geprüft, ob 

und wann der Täter aus dem Vollzug der Massnahme bedingt zu entlassen oder 

die Massnahme aufzuheben ist (Art. 62d Abs. 1 StGB). Die stationäre Massnah-

me kann demnach auch durchaus kürzer ausfallen als fünf Jahre, und es wird der 

Beschuldigte nicht – wie von der Verteidigung angeführt (Urk. 121 S. 3 f. und 

S. 16) – auf unbestimmte Zeit weggesperrt. Nach dem Gesagten erweist sich eine 

(auf wenige Monate) befristete stationäre Behandlung als nicht zielführend und ist 

entsprechend nicht festzulegen.  

4. Schliesslich stellte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung 

den Antrag, es sei festzustellen, dass der Beschuldigte sowohl die erstinstanzlich 

ausgefällte Freiheitsstrafe von 11 Monaten als auch die mit Urteil des Bezirksge-

richts Bülach vom 15. Juli 2020 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 8 Monaten 

bereits verbüsst hat (Urk. 121 S. 2). Gleichzeitig zog die Verteidigung mit ihrer 

Eingabe vom 28. August 2023 ihre Berufung hinsichtlich der Sanktion 

(Urteilsdispositiv-Ziffer 2) und des Widerrufs der ausgefällten Geldstrafe 

(Urteilsdispositiv-Ziffer 4) zurück (vgl. Urk. 117), weshalb diese Punkte sowie 

derjenige betreffend die Anrechnung der bis zum erstinstanzlichen Urteil vom 

18. August 2022 erstandenen Haft (302 Tage) in Rechtskraft erwachsen sind. 

Was darüber hinaus seit Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils an die Freiheits- 

und Geldstrafe sowie an die vorliegend anzuordnende stationäre Massnahme 

anzurechnen ist, wird von der zuständigen Vollzugsbehörde zu entscheiden sein, 

weshalb sich hier entsprechende Ausführungen dazu erübrigen.  

5. Im Übrigen ist festzuhalten, dass gemäss Art. 57 Abs. 2 StGB der Vollzug 

einer Massnahme nach den Art. 59-61 StGB einer zugleich ausgesprochenen 

vollziehbaren Freiheitsstrafe vorausgeht. Da dies somit von Gesetzes wegen zu 

erfolgen hat, ist eine entsprechende Erwähnung im Dispositiv nicht notwendig.  

- 15 - 

III. Kosten 

1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungs-

regelung – soweit angefochten – zu bestätigen (Art. 426 StPO).  

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– festzu-

setzen.   

3. Im Berufungsverfahren unterliegt der – einzig – appellierende Beschuldigte 

mit seinen Anträgen vollumfänglich. Daher sind ihm auch die Kosten dieses Ver-

fahrens aufzuerlegen (Art. 428 StPO). Der Beschuldigte führte anlässlich der Be-

rufungsverhandlung aus, dass er letztes Jahr eine Summe von rund Fr. 320'000.– 

geerbt hat (Urk. 120 S. 12 f.). In Anbetracht der aktuell verbesserten finanziellen 

Verhältnisse des Beschuldigten rechtfertigt es sich, ihm auch die Kosten der amt-

lichen Verteidigung sowie diejenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

klägerschaft vollumfänglich aufzuerlegen und diese nicht einstweilen auf die Ge-

richtskasse zu nehmen.  

4. Die amtliche Verteidigung macht für das Berufungsverfahren eine Entschä-

digung von total Fr. 9'869.45 (inkl. Barauslagen und MwSt. sowie Berufungsver-

handlung) geltend (Urk. 119). Dabei rechnete sie für die Berufungsverhandlung 

eine Dauer von vier Stunden ein. In Berücksichtigung der tatsächlichen Dauer der 

Berufungsverhandlung von weniger als drei Stunden, rechtfertigt es sich, das 

Honorar entsprechend zu kürzen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf 

Fr. 9'600.– festzusetzen.  

5. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin ist ihrem Antrag ent-

sprechend für das Berufungsverfahren mit Fr. 355.35 zu entschädigen (Urk. 115). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 

18. August 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

- 16 - 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig  

− der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB 

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, und 

− der mehrfachen Missachtung eines Kontakt- und Rayonverbots im Sinne von Art. 294 

Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 

302 Tage durch Haft erstanden sind). 

3. (…) 

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons 

Zürich vom 12. November 2015 ausgefällten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 50.– 

wird widerrufen. Die Geldstrafe wird vollzogen. 

5.-7. (…) 

8. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebenslänglich jede berufli-

che und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit untersagt, die einen regelmässigen 

Kontakt zu Minderjährigen umfasst (lebenslanges Tätigkeitsverbot). 

9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB für die Dauer von 

5 Jahren verboten, sich Kindern im schulpflichtigen oder im Vorschulalter zu nähern und 

solche anzusprechen sowie sich in der näheren Umgebung von Kindergärten und/oder 

Schulen der Primar- und Oberstufe aufzuhalten.  

10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 1. Oktober 2021 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Ent-

scheidgebühr um einen Drittel.  

- 17 - 

13. Die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 8'676.60 Auslagen Untersuchung (psych. Gutachten) 

Fr. 1'320.00 Kosten der Kantonspolizei Zürich  

Fr. 2'100.00 Gebühr gemäss § 4 Abs. 1 lit. d GebV StrV 

14. (…) 

15. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten mit Fr. 28'300.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-

kasse entschädigt.  

(…) 

16. Rechtsanwältin MLaw Y._____ wird für ihre Bemühungen als unentgeltliche Geschädigten-

vertreterin der Privatklägerin mit Fr. 4'400.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entschädigt.  

(…)  

17. (Mitteilungen) 

18. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete 

ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Be-

handlung psychischer Störungen) wird aufgehoben.  

2. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 

StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. 

3. Die erstinstanzliche Kostenregelung, soweit im Berufungsverfahren ange-

fochten (Ziff. 14, Ziff. 15 Absatz 2 und Ziff. 16 Absatz 2), wird bestätigt. 

- 18 - 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 9'600.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 355.35   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen 

Verteidigung und derjenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger-

schaft, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste per E-Mail (kanzlei.bvd@ji.zh.ch)  
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklä-

gerschaft (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklä-

gerschaft  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

− die Staatsanwaltschaft I (vormals IV) des Kantons Zürich zuhanden der 
Akten C-5/2014/10001741 

− das Bezirksgericht Bülach zuhanden der Akten DG200008-C. 

- 19 - 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 28. August 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw A. Jacomet 
 

 

	Urteil vom 28. August 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz (Urk. 67 S. 35 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig
	 der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, und
	 der mehrfachen Missachtung eines Kontakt- und Rayonverbots im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 302 Tage durch Haft erstanden sind).
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen, jedoch für die Dauer der mit heutigem Urteil angeordneten stationären Massnahme aufgeschoben.
	4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 12. November 2015 ausgefällten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen. Die Geldstrafe wird vollzogen.
	5. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer Störungen) wird in Anwendung von Art. 63a Abs. 3 StGB aufgehoben und in Anwendung von ...
	6. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) in Verbindung mit Art. 63b Abs. 5 StGB angeordnet.
	7. Der Vollzug der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 ausgefällten Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck aufgeschoben.
	8. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit untersagt, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst (lebenslanges Tätigkeitsverbot).
	9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB für die Dauer von 5 Jahren verboten, sich Kindern im schulpflichtigen oder im Vorschulalter zu nähern und solche anzusprechen sowie sich in der näheren Umgebung von Kindergärten ...
	10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 1. Oktober 2021 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	13. Die weiteren Kosten betragen:
	14. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.
	15. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 28'300.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	16. Rechtsanwältin MLaw Y._____ wird für ihre Bemühungen als unentgeltliche Geschädigtenvertreterin der Privatklägerin mit Fr. 4'400.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Die Kosten der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 StPO.
	17. (Mitteilung)
	18. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 11 f.)
	"1. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete ambulante Massnahme sei nicht aufzuheben und weiterzuführen;
	2. Eventualiter sei die ambulante Massnahme gemäss Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 aufzuheben und eine neue ambulante Massnahme anzuordnen, wobei zur Einleitung der ambulanten Massnahme eine stationäre Behandlung zu verfügen sei;
	3. Es sei festzustellen, dass mein Mandant sowohl die erstinstanzlich ausgefällte Freiheitsstrafe von 11 Monaten als auch die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 8 Monaten bereits verbüsst hat;
	4. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des Berufungsverfahrens seien ausgangsgemäss zu verteilen, wobei die Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss eingereichter Honorarnote auf die Staatskasse zu nehmen seien."
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Sanktion
	III. Kosten
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 18. August 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig
	 der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, und
	 der mehrfachen Missachtung eines Kontakt- und Rayonverbots im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 302 Tage durch Haft erstanden sind).
	3. (…)
	4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 12. November 2015 ausgefällten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen. Die Geldstrafe wird vollzogen.
	5.-7. (…)
	8. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit untersagt, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst (lebenslanges Tätigkeitsverbot).
	9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB für die Dauer von 5 Jahren verboten, sich Kindern im schulpflichtigen oder im Vorschulalter zu nähern und solche anzusprechen sowie sich in der näheren Umgebung von Kindergärten ...
	10. Die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 1. Oktober 2021 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	13. Die weiteren Kosten betragen:
	14. (…)
	15. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 28'300.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	(…)
	16. Rechtsanwältin MLaw Y._____ wird für ihre Bemühungen als unentgeltliche Geschädigtenvertreterin der Privatklägerin mit Fr. 4'400.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	(…)
	17. (Mitteilungen)
	18. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 15. Juli 2020 angeordnete ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer Störungen) wird aufgehoben.
	2. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	3. Die erstinstanzliche Kostenregelung, soweit im Berufungsverfahren angefochten (Ziff. 14, Ziff. 15 Absatz 2 und Ziff. 16 Absatz 2), wird bestätigt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung und derjenigen der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste per E-Mail (kanzlei.bvd@ji.zh.ch)
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Staatsanwaltschaft I (vormals IV) des Kantons Zürich zuhanden der Akten C-5/2014/10001741
	 das Bezirksgericht Bülach zuhanden der Akten DG200008-C.

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.