# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e806bc4-78a3-55a7-ae9d-ecd819fff1fa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.05.2022 UV 2021/38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-38_2022-05-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/38

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.09.2022

Entscheiddatum: 18.05.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2022
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
lagen überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen somatischen 
Beschwerden mehr vor. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
der organisch nicht objektivierbaren Beschwerden in Anwendung der 
Kriterien der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133). Die 
Leistungseinstellung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 
2022, UV 2021/38).

Entscheid vom 18. Mai 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2021/38

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Hermann Grosser, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten,

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gegen

Generali Allgemeine Versicherungen AG, Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Taggeldleistungen / Heilbehandlung

Sachverhalt

A.  

A.___ war als Teilarbeitslose bei der B.___ AG als Verkäuferin im 

Zwischenverdienst tätig und dadurch bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG 

(nachfolgend: Generali) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 13. 

April 2018 wollte sie mit ihrem Auto auf einer Strasse abbiegen und kam deshalb zum 

Stillstand, als ein Lieferwagen mit ca. 60 km/h von hinten in ihr Auto prallte (UV-act. 3, 

48, 241). Die Generali kam für die Folgen des Unfalls auf (UV-act. 50; vgl. betreffend die 

vorerst angenommene Zuständigkeit der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

[Suva] UV-act. 42).

A.a. 

Nach einer bei med. prakt. C.___, Allgemeine Medizin, am Unfalltag erfolgten 

Erstbehandlung (vgl. UV-act. 21, 48, 86-2) stellte sich die Versicherte am 18. April 2018 

notfallmässig im Spital D.___ vor. Die dort behandelnden Ärzte diagnostizierten eine 

Kyphosierung der Halswirbelsäule (HWS) nach Schleudertrauma vom 13. April 2018. 

Sie führten eine Röntgenkontrolle durch (vgl. UV-act. 16) und veranlassten eine MR-

Untersuchung der Brustwirbelsäule (BWS) und der HWS (UV-act. 14). Diese ergab tags 

darauf unter anderem keinen Anhalt für eine Läsion des Plexus brachialis sowie keinen 

Anhalt für eine diskoligamentäre Verletzung oder eine dorsale Weichteilläsion (UV-act. 

23). Med. prakt. C.___ attestierte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

(UV-act. 1).

A.b. 

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Am 9. Mai 2018 wurde die Versicherte in der Klinik für Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) abgeklärt. Die zuständigen Ärzte berichteten unter 

anderem über eine nach dem Auffahrunfall vom 13. April 2018 aufgetretene Nacken-  

und Kopfschmerzsymptomatik mit beidseitigen Schulterschmerzen, Kreuzschmerzen 

sowie Missempfindungen über dem linken Arm und Schmerzen in beiden Handflächen. 

Es bestehe ein Status nach einem ähnlichen Auffahrunfall im Jahr 2014. Die 

Beschwerden seien gemäss Angaben der Versicherten damals weniger ausgeprägt 

gewesen und sie habe nach zwei Wochen wieder arbeiten können (UV-act. 21).

A.c. 

Vom 9. bis 27. Juli 2018 befand sich die Versicherte stationär in den Kliniken 

E.___. Die dort behandelnden Ärztinnen diagnostizierten ein cervicobrachiales Syndrom 

beidseits nach Auffahrunfall am 13. April 2018, einen benignen paroxysmalen 

Lagerungsschwindel beidseits, eine depressive Anpassungsreaktion nach 

Verkehrsunfall und dauerhafter Beeinträchtigung sowie einen Verdacht auf ein Restless 

Legs Syndrom. Insgesamt habe bei der Versicherten keine Verbesserung der 

Beschwerden erreicht werden können, da sie aufgrund des Schwindels nicht in der 

Lage gewesen sei, in vollem Umfang an den Therapien teilzunehmen. Sie empfahlen 

eine Fortsetzung der stationären Rehabilitation nach Abklingen der 

Schwindelsymptomatik. Die Versicherte sei während der Zeit des stationären 

Rehabilitationsaufenthalts und weiter bis zum 31. August 2018 zu 100 % 

arbeitsunfähig. Die weitere Prüfung der Arbeitsfähigkeit obliege dem 

nachbehandelnden Arzt (UV-act. 83, vgl. auch den Austrittsbericht des Bereichs 

Psychosomatik; UV-act. 86). Med. prakt. C.___ attestierte der Versicherten weiterhin 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. UV-act. 1).

A.d. 

Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeinchirurgie und Traumatologie, beratender 

Arzt der Generali, befand am 3. September 2018, die Nacken-, Rücken- und 

Kreuzschmerzen seien überwiegend wahrscheinlich Folge des Auffahrunfalls vom 13. 

April 2018. Mindestens drei Kriterien der "HWS-Praxis" seien erfüllt. Die foraminalen 

Stenosen im Bereich der HWS seien mit grösster Wahrscheinlichkeit vorbestehend 

(UV-act. 89).

A.e. 

Med. prakt. C.___ hatte am 24. August 2018 berichtet, der Schwindel sei nach 

entsprechender Behandlung nun regredient (UV-act. 75, vgl. UV-act. 76). Vom 19. 

A.f. 

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September bis 9. Oktober 2018 befand sich die Versicherte erneut stationär in den 

Kliniken E.___. Die behandelnden Ärzte attestierten ihr für die Dauer des Aufenthalts 

und weiter bis zum 14. Oktober 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Ab dem 15. 

Oktober 2018 bestehe eine 40%ige Arbeitsfähigkeit (ausgehend vom zuletzt 

ausgeübten Arbeitspensum von 60 %) für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit 

(UV-act. 106).

Med. prakt. C.___ berichtete am 31. Oktober 2018, die Versicherte leide weiterhin 

an erheblichen Nacken- und Kopfschmerzen sowie rezidivierender Übelkeit. Vor 

wenigen Tagen habe sie einen Arbeitsversuch unternommen, den sie jedoch 

beschwerdebedingt habe abbrechen müssen (UV-act. 111). Med. prakt. G.___, 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, attestierte der Versicherten aus psychiatrischer 

Sicht vom 1. Dezember 2018 bis 31. Januar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

und vom 1. bis 28. Februar 2019 eine solche von 60 % (UV-act. 1, 202-7). Med. prakt. 

C.___ ging vom 1. Februar bis 13. März 2019 weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 

60 % aus (UV-act. 145).

A.g. 

Im Auftrag der Generali (vgl. UV-act. 151) wurde die Versicherte am 8. Mai 2019 

durch Ärzte der medexperts AG bidisziplinär (orthopädisch, psychiatrisch) abgeklärt. In 

ihrem Gutachten vom 21. Mai 2019 hielten diese als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41) fest. Aus orthopädischer/traumatologischer Sicht liessen 

sich keine unfallbedingten Einschränkungen feststellen. Die vorhandenen leichten 

degenerativen Veränderungen der BWS und HWS stünden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit in keinem natürlichen Zusammenhang mit dem zweifach 

aufgetretenen kraniozervikalen Beschleunigungstrauma im Rahmen der beschriebenen 

Unfälle. In der zuletzt ausgeübten sowie in einer adaptierten Tätigkeit bestehe seit Mai 

2018 eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (UV-act. 162). Auf Nachfrage der Generali (vgl. 

UV-act. 161) bestätigten die Gutachter am 8. August 2019 ihre Einschätzung zur 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten (UV-act. 166).

A.h. 

Nach einer Untersuchung der Versicherten am 2. Juli 2019 hatten die zuständigen 

Ärzte der Schmerzsprechstunde am KSSG ein chronifiziertes, vorwiegend nozizeptives 

Schmerzsyndrom, eine depressive Anpassungsstörung nach Verkehrsunfall und 

A.i. 

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B.  

dauerhafter Beeinträchtigung, einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel bei 

Canalolithiasis rechts im August 2018 und eine Pollinosis diagnostiziert. Sie hatten 

festgehalten, die Versicherte befinde sich über das regionale 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) in einer Wiedereingliederung; die Arbeitsfähigkeit 

betrage derzeit 40 % (UV-act. 174).

Nachdem die IV-Stelle der Versicherten Beratung und Unterstützung bei der 

Stellensuche gewährt hatte (UV-act. 115, vgl. UV-act. 164), stellte sie der Versicherten 

mit Vorbescheid vom 30. September 2019 bei einem Invaliditätsgrad von 20 % die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (UV-act. 169).

A.j. 

Med. prakt. G.___ berichtete am 19. Dezember 2019 über eine depressive Episode 

mittel- bis schwergradig (ICD-10: F32.1/32.2) und ein chronifiziertes, vorwiegend 

nozizeptives Schmerzsyndrom. Aus ihrer Sicht wäre die Teilnahme an der im KSSG 

angebotenen interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (vgl. UV-act. 208) 

sinnvoll (UV-act. 220).

A.k. 

Mit Verfügung vom 16. März 2020 stellte die Generali die vorübergehenden 

Leistungen per 31. Mai 2019 ein (UV-act. 230).

A.l. 

Dagegen erhob die Versicherte am 14. Mai 2020 Einsprache. Sie reichte unter 

anderem einen Bericht über eine stationäre Behandlung im Schmerzzentrum des KSSG 

vom 3. bis 25. Februar 2020 sowie Unterlagen zu einem durch das RAV organisierten 

Einsatzprogramm, welches vom 25. März bis 31. Juli 2019 stattgefunden hatte, ein 

(UV-act. 235, vgl. auch die vorsorgliche Einsprache der Krankenversicherung der 

Versicherten; UV-act. 232)

B.a. 

Am 30. September und 23. Dezember 2020 teilte die IV-Stelle der Versicherten 

mit, sie übernehme die Kosten für ein Belastbarkeitstraining vom 12. Oktober bis 31. 

Dezember 2020 sowie ein Aufbautraining vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 in der 

Dreischiibe, St. Gallen. Während der Massnahme entrichte die IV-Stelle Taggelder (UV-

act. 236 f., 239).

B.b. 

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C.  

Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) der 

Beschwerdegegnerin über den 31. Mai 2019 hinaus.

Mit Entscheid vom 22. April 2021 wies die Generali die Einsprache ab (UV-act. 

243).

B.c. 

 Am 25. Mai 2021 erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

dagegen Beschwerde. Sie beantragte, der Einspracheentscheid vom 22. April 2021 

bzw. die Verfügung vom 16. März 2020 seien aufzuheben und ihr seien ab 1. Juni 2019 

weiterhin Taggelder auszurichten sowie die Heilungskosten zu übernehmen. Allenfalls 

sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und Neuverfügung an 

die Generali (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuführen; alles unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge (act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 27. Juli 2021, die Beschwerde sei 

vollumfänglich abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G5).

C.b. 

Mit Replik vom 13. September 2021 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest (act. G8).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 23. November 2021 auf die Einreichung 

einer Duplik (act. G12).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der 

Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

1.1. 

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ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG).

  Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2018, 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

 1.3. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers endet, wenn der Unfall nicht mehr 

eine natürliche und adäquate Ursache der fortdauernden Beschwerden darstellt, d.h. 

wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruhen. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; 

Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

Bern 2014, § 70 N. 58). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2017, 

8C_766/2016, E. 2.2). Allerdings greift die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, 

wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem 

Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; BGE 

117 V 264 E. 3b mit Hinweis; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 1).

1.3.1. 

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Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfall ist in 

erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1). Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

1.3.2. 

Bei Unfällen mit klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei 

ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres sowohl bezüglich vorübergehender 

als auch dauerhafter Gesundheitsschäden zu bejahen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 

103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) nachweisbar, ist betreffend Dauerschäden (Invalidität und 

Integritätsschaden) eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei 

welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2016, 8C_12/2016, E. 7.1 mit Hinweisen; SVR 1995 UV Nr. 

23 S. 67 E. 2) erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 140 E. 6c/aa (sogenannte "Psycho-Praxis") zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen dagegen, dass eine versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

1.3.3. 

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2.

Vorerst ist zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Mai 2019 noch 

organisch objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren, welche die fortdauernd 

geklagten Beschwerden verursachen konnten.

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (sogenannte 

"Schleudertrauma-Praxis").

Die behandelnden Ärzte des Spitals D.___ diagnostizierten am 18. April 2018 eine 

Kyphosierung der HWS (UV-act. 14). Sie stützten sich dabei auf das Ergebnis einer 

gleichentags durchgeführten Röntgenuntersuchung, welche im Übrigen unauffällig war 

und insbesondere keine Frakturen oder Deformitäten zur Darstellung gebracht hatte 

(UV-act. 16). Eine MR-Untersuchung vom 19. April 2018 ergab zudem keinen Anhalt für 

eine Läsion des Plexus brachialis sowie keinen Anhalt für eine diskoligamentäre 

Verletzung oder eine dorsale Weichteilläsion (UV-act. 23).

2.1. 

Der orthopädische Teilgutachter der medexperts AG, Dr. med. univ. H.___, 

Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, beurteilte im bidiszplinären 

Gutachten vom 21. Mai 2019, aus orthopädischer/traumatologischer Sicht bestehe 

kein Hinweis auf eine unfallbedingte Verletzung im Bereich der Wirbelsäule und die 

vorhandenen leichten degenerativen Veränderungen der BWS und HWS stünden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem natürlichen Zusammenhang mit den 

zweifach (gemeint: 2014 und 2018) aufgetretenen kraniozervikalen 

Beschleunigungstraumata im Rahmen der beschriebenen Unfälle. Es bestehe 

ausserdem keine objektivierbare relevante funktionelle Einschränkung mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit. Aus orthopädischer Sicht könnten die Beschwerden und das von 

der Beschwerdeführerin empfundene Ausmass der Schmerzen nicht nachvollzogen 

bzw. objektiviert werden (UV-act. 162, S. 4 und 16). Auf Nachfrage der 

Beschwerdegegnerin (vgl. UV-act. 161) präzisierte Dr. H.___ am 8. August 2019, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen seien ab Mai 2018 gültig. Von orthopädisch/

traumatologischer Seite her hätten keine unfallbedingten Verletzungen nach dem 

kraniozervikalen Beschleunigungstrauma festgestellt werden können. 

Erfahrungsgemäss und aufgrund des derzeitigen Wissensstandes könne in dieser 

Situation somit zwei bis drei Wochen nach dem Unfall wieder von einer 

uneingeschränkten Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Die ab Mai 2018 noch 

vorhandenen Beschwerden und Einschränkungen seien in der psychiatrischen 

Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren berücksichtigt (UV-act. 166).

2.2. 

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3.

Weiter bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung noch unter natürlich und adäquat kausalen organisch nicht 

objektivierbaren Unfallfolgen litt.

Insgesamt sind die geklagten Beschwerden entsprechend der Beurteilung von Dr. 

H.___ (vgl. UV-act. 162, 166) spätestens seit dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

vom 31. Mai 2019 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen klar 

ausgewiesenen organischen Unfallschaden im Sinn einer nachweisbaren strukturellen 

Veränderung erklärbar.

2.3. 

 3.1. 

Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertrauma- sowie äquivalenten Verletzungen wie einer HWS-Distorsion oder 

einem Schädel-Hirntrauma auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische 

Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten 

können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente 

Verletzung typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden 

(wie Röntgen, MRT, CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 f. E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 379 f. E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss bei 

einem Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung das typische 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden 

Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. 

Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder 

an der HWS – bei einem Schädel-Hirntrauma in Form von Kopfschmerzen – 

manifestieren. Die andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten 

Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in 

einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

3.1.1. 

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Kausalzusammenhangs auszugehen (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 

2007, U 258/06, E. 4.3).

Am Unfalltag vom 13. April 2018 begab sich die Beschwerdeführerin in 

Behandlung bei med. prakt. C.___ (vgl. UV-act. 21, 48, 86-2). Gemäss anamnestischen 

Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber den behandelnden Ärzten der Klinik E.___ 

habe med. prakt. C.___ ihr zur Therapie ein Pflaster sowie Schmerztabletten 

abgegeben. Es seien sonst keine weitergehenden Untersuchungen erfolgt. Die 

Schmerzen seien daraufhin immer mehr geworden, weshalb sie am vierten Tag nach 

dem Unfall notfallmässig ins Spital D.___ habe gehen müssen (UV-act. 86-2). Der 

Arztbericht über die Erstbehandlung bei med. prakt. C.___ ist nicht aktenkundig. Die 

Beschwerdeführerin reichte mit ihrer Beschwerde allerdings einen am 25. Mai 2018 

durch med. prakt. C.___ ausgefüllten "Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach 

kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" ein. Diesem ist zu entnehmen, dass die 

Erstuntersuchung am 13. April 2018, gut zwei Stunden nach dem Unfall, stattgefunden 

hatte. Die Beschwerdeführerin habe auf Nachfrage über Übelkeit sowie bereits initial 

über Schmerzen im linken Arm geklagt. Andere Beschwerden (Kopf- und 

Nackenschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Hör- und Sehstörungen, Schlafstörungen) 

wurden verneint. Die Beweglichkeit der HWS sei initial normal gewesen. Med. prakt. 

C.___ hielt fest, am 25. Mai 2018, mithin rund sechs Wochen nach dem Unfall, sei die 

Bewegung der HWS sodann nur eingeschränkt möglich und schmerzhaft gewesen (act. 

G1.2). Anlässlich der Notfallkonsultation vom 18. April 2018 hatten die behandelnden 

Ärzte des Spitals D.___ eine HWS-Kyphosierung diagnostiziert. Die 

Beschwerdeführerin habe berichtet, nach dem Unfall initial starke Schmerzen und eine 

Kraftminderung im linken Arm verspürt zu haben. In den nächsten Tagen hätten sich 

die Symptome verschlechtert mit noch mehr Kraftminderung und Sensibilitätsstörung 

(UV-act. 14). Im "Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma" wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin klage über 

Nackenschmerzen, eine Bewegungseinschränkung der HWS und Rückenschmerzen. 

Die Bewegungen der HWS seien eingeschränkt möglich und schmerzhaft. Die 

Muskelkraft im linken Arm sei vermindert und dort bestünden auch Parästhesien sowie 

sensible Defizite (UV-act. 119).

3.1.2. 

Am 9. Mai 2018, also knapp ein Monat nach dem Unfall, wurde die 

Beschwerdeführerin in der Klinik für Neurologie des KSSG untersucht. Die zuständigen 

Ärzte hielten fest, die Beschwerdeführerin leide an einem recht ausgedehnten 

Schmerzbild mit Nacken- und Hinterhauptschmerzen, beidseitigen Schulterschmerzen, 

beidseitigen Patellaschmerzen sowie auch einem Einschlafen über dem linken Arm. 

3.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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Dermatom- oder myotombezogene sensible Ausfälle oder myotombezogene 

Schwächen liessen sich nicht nachweisen. Es bestehe wohl links eine gewisse 

Kraftminderung, wobei diese am ehesten als ein Giving-Way zu interpretieren sei. In 

Anbetracht der fehlenden sicheren Nervenwurzelkompression sowie auch des Fehlens 

von klaren radikulären Beschwerden komme aus neurochirurgischer Sicht kein 

spezielles Prozedere, weder eine Infiltration noch eine Operation, in Betracht. Sie sähen 

keinen Handlungsbedarf. Da die Beschwerdeführerin durch ihre Beschwerden jedoch 

deutlich beeinträchtigt sei, würden sie eine stationäre Behandlung empfehlen (UV-act. 

21). Vom 9. bis 27. Juli 2018 befand sich die Beschwerdeführerin sodann erstmals 

stationär in der Klinik E.___. Die behandelnden Ärztinnen berichteten am 3. August 

2018, die Beschwerdeführerin habe sich bei Eintritt in die Klinik sehr schmerzgeplagt 

gezeigt. Sie habe seit dem Unfall unverändert bestehende Schmerzen mit Ziehen von 

der HWS in den Kopf okzipital sowie einen ausstrahlenden Schmerz entlang der 

Wirbelsäule bis zur Hüfte und in die linke obere und untere Extremität beschrieben. 

Weiter habe sie über brennende Handinnenflächen geklagt. Aufgrund der starken 

immobilisierenden Schmerzen hätten sie verschiedene Schmerzmittel etabliert, welche 

die Beschwerdeführerin jedoch nicht toleriert habe. Bei anhaltendem Schwindel und 

Übelkeit hätten sie die Beschwerdeführerin neurologisch mitbehandeln lassen und es 

sei ein benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel beidseits festgestellt worden. 

Wegen der auffällig depressiven Verstimmung sei auch ein Psychiater in den 

Therapieprozess involviert worden (UV-act. 83). Dieser hatte eine depressive 

Anpassungsreaktion nach Verkehrsunfall und somatischer andauernder 

Beeinträchtigung diagnostiziert (UV-act. 86). Nachdem der Schwindel behandelt 

worden und in der Folge regredient war (UV-act. 75 f.), war die Beschwerdeführerin 

vom 16. September bis 9. Oktober 2018 erneut stationär in der Klinik E.___ (UV-act. 

106). Vom 1. Dezember 2018 bis 31. Januar 2019 attestierte ihr med. prakt. G.___ 

sodann aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und vom 1. bis 28. 

Februar 2019 eine solche von 60 % (UV-act. 202-7).

Insgesamt bestanden in den Tagen nach dem Unfall zwar gewisse für ein 

Beschleunigungstrauma der HWS typische Beschwerden im Sinne von Schmerzen und 

einer Bewegungseinschränkung. Die von med. prakt. C.___ dokumentierte Übelkeit 

erwähnte die Beschwerdeführerin allerdings anlässlich der Notfallkonsultation vom 18. 

April 2018 offenbar nicht mehr. Schwindel wurde sodann erstmals während des 

Aufenthalts in der Klinik E.___, rund drei Monate nach dem Unfall dokumentiert. Ab 

diesem Zeitpunkt wurden auch psychische Beschwerden festgestellt, welche in der 

Folge im Vordergrund standen. Auch die Gutachter der medexperts AG hielten als 

Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einzig eine chronische Schmerzstörung 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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4.  

mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), also eine psychiatrische 

Diagnose, fest (vgl. UV-act. 162-4). Nachfolgend hat die Adäquanzprüfung der im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Mai 2019 noch geklagten gesundheitlichen 

Beschwerden daher anhand der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu erfolgen. Dies steht 

im Übrigen auch im Einklang mit der Beurteilung der Gutachter der medexperts AG, 

welche ab Mai 2018 von keinen orthopädisch bedingten Beschwerden mehr ausgingen 

und der Beschwerdeführerin lediglich aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit 

von 20 % attestierten (vgl. UV-act. 162, 166).

Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung 

der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 

mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle 

nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, 

eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in 

einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen 

kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken.

4.1. 

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Kommt keinem Einzelkriterium ein besonderes bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien 

herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung 

führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass 

nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte 

Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32).

Vorliegend wollte die Beschwerdeführerin am 13. April 2018 mit ihrem Auto auf 

einer Strasse zu einer Tankstelle abbiegen. Als sie dazu auf der Strasse anhielt, prallte 

ein Lieferwagen von hinten mit ca. 60 km/h in ihr Auto (UV-act. 3, 48, 241). Laut der 

Unfallanalyse vom 9. Juli 2018 betrug die kollisionsbedingte 

Geschwindigkeitsänderung (Delta-v-Geschwindigkeitszunahme) des Personenwagens 

je nach Beladung des Lieferwagens beim Heckanstoss zwischen 18.8 und 28.7 km/h. 

Die Insassen des Personenwagens der Beschwerdeführerin bewegten sich initial-

kollisionsbedingt relativ zum Fahrzeug annähernd achsparallel nach hinten (UV-act. 

242). Es erscheint - entsprechend der Rechtsprechung bei Auffahrkollisionen auf ein 

(haltendes) Fahrzeug (RKUV 2005 Nr. U 549, S. 236) - insgesamt gerechtfertigt, von 

einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen. 

Selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin jedoch von einem mittelschweren 

Unfall im engeren Sinn ausgegangen würde, wäre jedoch - wie sich nachfolgend ergibt 

- die Adäquanz zu verneinen.

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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Bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn müssen für die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein 

einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung 

dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/

aa, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009 E. 5 mit 

Hinweis).

4.4. 

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Vorliegend bestehen unbestritten keine Hinweise auf 

besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls.

4.4.1. 

Die behandelnden Ärzte des Spitals D.___ diagnostizierten eine Kyphosierung 

der HWS nach Schleudertrauma (UV-act. 14, 23). Gutachter Dr. H.___ befand sodann, 

aus orthopädischer/chirurgischer Sicht lasse sich keine unfallbedingte Verletzung 

feststellen (UV-act. 162, 166). Es ist damit davon auszugehen, dass es durch den Unfall 

vom 13. April 2018 zu keiner strukturellen Verletzung kam (vgl. auch E. 2). 

Dementsprechend ist das Kriterium einer besonders schweren Verletzung oder einer 

Verletzung besonderer Art zu verneinen.

4.4.2. 

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 

128, E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des 

Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung 

grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen 

kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Der am 

Unfalltag erstbehandelnde med. prakt. C.___ gab der Beschwerdeführerin lediglich ein 

Schmerzpflaster und -tabletten ab. Weitere Untersuchungen erfolgten gemäss 

4.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Angaben der Beschwerdeführerin nicht (UV-act. 86-2). Am 18. April 2018 stellte sich 

die Beschwerdeführerin notfallmässig im Spital D.___ vor. Die dort zuständigen Ärzte 

führten eine Röntgenkontrolle durch und veranlassten eine MR-Untersuchung (UV-act. 

14). Am 9. Mai 2018 erfolgte sodann eine neurologische Abklärung im KSSG (UV-act. 

21). Vom 9. bis 27. Juli 2018 sowie vom 19. September bis 9. Oktober 2018 befand 

sich die Beschwerdeführerin stationär in den Kliniken E.___, wo nebst den beklagten 

somatischen Beschwerden auch die festgestellte depressive Anpassungsreaktion 

behandelt wurde (UV-act. 83, 106). Zwischen den beiden Aufenthalten wurde die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihres Schwindels behandelt (UV-act. 75 f.). Danach 

fanden in somatischer Hinsicht lediglich Kontrolluntersuchungen bei med. prakt. C.___ 

statt (vgl. UV-act. 111, 145). Am 2. Juli 2019 wurde die Beschwerdeführerin zudem in 

der Schmerzsprechstunde des KSSG untersucht, wo die zuständigen Ärzte unter 

anderem ein chronifiziertes, vorwiegend nozizeptives Schmerzsyndrom, eine 

depressive Anpassungsstörung und einen benignen paroxysmalen 

Lagerungsschwindel diagnostizierten (UV-act. 174). Insgesamt fand damit in 

somatischer Hinsicht keine intensive Behandlung statt, mehrheitlich erfolgten lediglich 

Abklärungen bzw. Kontrolluntersuchungen. Aktenkundig stellten die behandelnden 

Ärzte der Kliniken E.___ zudem bereits anlässlich des stationären Aufenthalts im Juli 

2018 erstmals eine psychische Beschwerdesymptomatik fest (UV-act. 83). Gutachter 

Dr. H.___ ging gar davon aus, dass bereits ab Mai 2018 keine orthopädisch bedingten 

Unfallfolgen mehr bestanden (UV-act. 162, 166). Das Kriterium der langen Dauer der 

ärztlichen Behandlung ist damit zu verneinen.

Die Beschwerdeführerin klagte gegenüber den behandelnden Ärzten initial über 

Schmerzen im linken Arm sowie Nacken- und Rückenschmerzen (vgl. UV-act. 14, 119, 

act. G1.2). Bei späteren Arztkonsultationen machte sie sodann unter anderem 

zusätzlich Kopfschmerzen, beidseitige Schulterschmerzen und Kreuzschmerzen 

geltend (UV-act. 21, 83, 106, 111). Wie von den Gutachtern der medexperts AG 

festgestellt (vgl. UV-act. 162), waren diese jedoch bereits ab Mai 2018 nicht mehr 

orthopädisch erklärbar, sondern auf die psychische Problematik zurückzuführen. Das 

Kriterium der Dauerschmerzen ist damit als nicht erfüllt zu betrachten.

4.4.4. 

Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, ergeben sich weder aus den Akten, noch werden solche von der 

Beschwerdeführerin geltend gemacht.

4.4.5. 

Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

4.4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Vorliegend sind keine besonderen Gründe für 

einen schwierigen Heilungsverlauf im Sinne der Rechtsprechung erkennbar. Die 

Beschwerdeführerin bringt vor, das Kriterium dürfte aufgrund der verschiedensten 

medizinischen Massnahmen mit stationären Aufenthalten ohne weiteres erfüllt sein 

(act. G1). Wie in E. 4.4.3 ausgeführt, war die somatische Behandlung jedoch wenig 

intensiv und schon nach wenigen Monaten abgeschlossen. Psychische Aspekte sind, 

wie bereits erwähnt (E. 4.4), bei der Prüfung im Sinne von BGE 115 V 133 ausser Acht 

zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

Dezember 2009, 8C_487/2009 E. 5 mit Hinweis).

Die behandelnden Ärzte attestierten der Beschwerdeführerin vom 13. April bis 

14. Oktober 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (UV-act. 1, 83, 106). Ab 15. 

Oktober 2018 gingen die zuständigen Ärzte der Kliniken E.___ von einer 

Arbeitsfähigkeit von 40 % aus (UV-act. 106), med. prakt. C.___ berichtete jedoch am 

31. Oktober 2018, die Beschwerdeführerin habe einen Arbeitsversuch aufgrund 

erheblicher Nacken- und Kopfschmerzen sowie rezidivierender Übelkeit abbrechen 

müssen (UV-act. 111). Med. prakt. G.___ attestierte der Beschwerdeführerin vom 1. 

Dezember 2018 bis 28. Februar 2019 sodann eine Arbeitsunfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht (UV-act. 1, 202-7). Med. prakt. C.___ ging vom 1. Februar bis 13. 

März 2019 von einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % und vom 3. bis 9. April von einer 

solchen von 100 % aus (UV-act. 145, 194). Sein Praxiskollege Dr. med. I.___, 

Allgemeinmedizin, ging vom 10. April bis 28. Juni 2019 von einer Arbeitsunfähigkeit von 

80 % und vom 29. Juni bis 31. Oktober 2019 von einer solchen von 60 % aus (UV-act. 

185 ff., vgl. abweichende Atteste in UV-act. 202). Die beiden Hausärzte äusserten sich 

jedoch nicht zu den Gründen der attestierten Arbeitsunfähigkeit. Wie die Gutachter der 

medexperts AG überzeugend beurteilten, bestand bereits ab Mai 2018 aus 

somatischer Sicht wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Lediglich aus psychiatrischen 

Gründen gingen sie von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % aus (UV-act. 162, 166). Das 

Kriterium der langdauernden (somatisch bedingten) Arbeitsunfähigkeit ist damit nicht 

erfüllt.

4.4.7. 

Da somit keines der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt ist, ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 13. April 2018 und den organisch 

nicht objektivierbaren Beschwerden zu verneinen. Die natürliche Kausalität wäre 

gestützt auf die Beurteilung der Gutachter der medexperts AG wohl zu bejahen (UV-

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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5.

Zusammengefasst lagen damit spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 

31. Mai 2019 keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor, weshalb die 

Leistungseinstellung nicht zu beanstanden ist. Die später noch von der IV-Stelle 

gewährten beruflichen Massnahmen (vgl. UV-act. 115, 164, 236 f., 239) stehen dem 

Fallabschluss insofern nicht entgegen, als die Massnahmen lediglich der 

Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung der unfallfremden 

psychischen Problematik dienten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2016, 

8C_892/2015, E. 4.1 f.).

6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Für dieses Verfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

act. 162-27). Eine detaillierte Prüfung kann vorliegend jedoch unterbleiben (vgl. BGE 

135 V 465 E. 5.1).

Im Sinne der Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Die Beschwerdegegnerin hat als mit öffentlich-rechtlichen 

Aufgaben betraute Organisation ebenfalls keinen Anspruch auf die beantragte 

Parteientschädigung (act. G5).

6.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2022
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen somatischen Beschwerden mehr vor. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs der organisch nicht objektivierbaren Beschwerden in Anwendung der Kriterien der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133). Die Leistungseinstellung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2022, UV 2021/38).

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		2025-07-19T01:45:08+0200
	"9001 St.Gallen"
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