# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efbe6a22-c2f0-5259-9dbf-8511a46751bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2010 A-7778/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-7778-2009_2010-04-28.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-7778/2009
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter André Moser (Vorsitz), Richter Alain Chablais, 
Richter Jérôme Candrian, 
Gerichtsschreiberin Mia Fuchs.

Radio Argovia AG, Bahnhofstrasse 41, Postfach, 
5001 Aarau,
vertreten durch Rechtsanwalt Professor Dr. iur. 
Urs Saxer, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, 
Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Strassen ASTRA,
Filiale Zofingen, Brühlstrasse 3, 4800 Zofingen,
Vorinstanz.

Signalisation Radiofrequenz.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-7778/2009

Sachverhalt:

A.
Auf dem Nationalstrassennetz im Gebiet des Kantons Aargau sind an 
verschiedenen  Stellen  Signaltafeln  mit  Radio-Verkehrsinformationen 
angebracht. Diese weisen nebst  dem Schriftzug "DRS" und der ent-
sprechenden  Sendefrequenz  auch  auf  die  Frequenz  von  Radio 
Argovia  hin.  Anfangs  2008  informierte  das  Bundesamt  für  Strassen 
(ASTRA)  durch  die  Informationsbeauftragte  der  Filiale  Zofingen  die 
damalige Redaktionsleitung der Radio Argovia AG mündlich darüber, 
dass  die  Hinweisschilder  nicht  den  gesetzlichen  Vorgaben  ent-
sprächen.

B.
Am  13. November  2009  verfügte  das  ASTRA  gestützt  auf  Art.  104 
Abs. 3  der  Signalisationsverordnung  vom  5. September  1979  (SSV, 
SR 741.21), die Signale "Radio-Verkehrsinformation" mit der Aufschrift 
Radio Argovia auf den Nationalstrassen seien zu entfernen bzw. ab-
zudecken.  Der  Radio  Argovia  AG  entstünden  durch  diese  Mass-
nahmen  keine  Kosten.  Zur  Begründung  wurde  ausgeführt,  Radio 
Argovia sei kein Sender mit nationalem Programm. Da für Lokalradio-
stationen eine Signalisation  nach  Art. 62  Abs. 5  SSV nicht  gestattet 
sei, sei es zur Wiederherstellung des rechtskonformen Zustands not-
wendig  und  verhältnismässig,  die  vorhandenen  Hinweisschilder  zu 
entfernen.  Nach  Rechtskraft  des  Entscheides  werde  die  zuständige 
Gebietseinheit  des  ASTRA  mit  der  Entfernung  bzw. Abdeckung  der 
Schilder beauftragt.

C.
Gegen diese Verfügung  erhebt  die  Radio  Argovia  AG (Beschwerde-
führerin)  am  15. Dezember  2009  Beschwerde  an  das  Bundesver-
waltungsgericht;  sie  beantragt,  die  angefochtene  Verfügung  aufzu-
heben und die bestehende Signalisation beizubehalten. Sie begründet 
ihre  Begehren  im  Wesentlichen  damit,  dass  die  Signalisation  nicht 
rechtswidrig sei, sondern deren Entfernung bzw. Abdeckung vielmehr 
eine sachlich nicht begründete, rechtsungleiche Behandlung darstelle. 
Der  Begriff  "nationaler  Sender"  in  Art. 62  Abs. 5 SSV bedeute  nicht 
zwangsläufig, regionale Sender seien ausgeschlossen. Hinzu komme, 
dass der administrative und finanzielle Aufwand, die Signalisation zu 
bedecken oder zu entfernen, völlig unnötig sei.

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D.
In seiner Vernehmlassung vom 27. Januar 2010 beantragt das ASTRA 
(Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde. Es macht geltend, Art. 62 
Abs. 5  SSV  und  insbesondere  den  Begriff  "Sender  mit  nationalem 
Programm" im  Sinne des  Verordnungsgebers  und damit  richtig  aus-
gelegt zu haben. Die Ungleichbehandlung von Sendern mit nationalem 
und  solchen  mit  regionalem  Programm  erfolge  im  Hinblick  auf  die 
Sicherstellung einer überregionalen Verkehrslenkung nicht ohne sach-
lichen und vernünftigen Grund. Das Abdecken des Schriftzugs "Radio 
Argovia"  und  der  entsprechenden  Sendefrequenz  auf  den  be-
anstandeten  Signaltafeln  sei  das  mildeste  geeignete  Mittel  zur  Ziel -
erreichung und auch aus Sicht der Verkehrssicherheit  angezeigt. Bei 
einem  Hinweis  auf  Lokalradiofrequenzen  im  Bereich  von  National-
strassen handle es sich zudem um eine Ankündigung in Schrift  und 
somit  um  eine  unzulässige  Strassenreklame  im  Sinne  von  Art.  98 
Abs. 1 SSV.

E.
Mit Eingaben vom 22. Februar 2010 resp. 15. März 2010 halten sowohl 
die  Beschwerdeführerin  als  auch  die  Vorinstanz  an  ihren  Begehren 
fest.

F.
Auf weitergehende Ausführungen in den Rechtsschriften ist – soweit 
entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das ASTRA gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG 
und  ist  daher  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  Aus-
nahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). 
Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig zur Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde.

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor 
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 

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Teilnahme  erhalten  hat,  durch  den  angefochtenen  Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin 
der angefochtenen, sie belastenden Verfügung ohne Weiteres zur Be-
schwerde legitimiert.

1.3 Auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  (Art.  50 
Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist deshalb einzutreten.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 
auf  Verletzungen  von  Bundesrecht –  einschliesslich  der  unrichtigen 
oder  unvollständigen  Feststellung  des  Sachverhalts  und  Über-
schreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens –  sowie  auf  Ange-
messenheit hin (Art. 49 VwVG).

3.
Die Vorinstanz verfügte die Entfernung resp. Abdeckung der Hinweis-
schilder  auf  die  Radiofrequenzen  der  Beschwerdeführerin,  weil  die 
gesetzlichen Vorgaben nicht  erfüllt  seien. So handle  es sich  bei  der 
Beschwerdeführerin nicht um einen Sender mit nationalem Programm, 
sondern um ein Lokalradio. Die Beschwerdeführerin wirft  demgegen-
über der Vorinstanz vor, den massgeblichen Art.  62 Abs. 5 SSV falsch 
ausgelegt zu haben.

3.1 Gemäss  Art. 62  Abs. 5  SSV  nennt  das  Signal  "Radio-Verkehrs-
information" den Sender mit nationalem Programm und die Frequenz, 
auf  dem  der  Führer  Radio-Verkehrsinformationen  empfangen  kann. 
Nach Art. 89  Abs. 3  SSV wird  es  auf  Autobahnen  und  Autostrassen 
nur  aufgestellt,  wo  der  Frequenzbereich  wechselt  (Bst. a),  nach 
wichtigen Einfahrten und vor längeren Tunneln (Bst. b) oder im Bereich 
der  Landesgrenze  (Bst. c).  Umstritten  ist  vorliegend,  ob  die  Be-
schwerdeführerin als "Sender mit nationalem Programm" gilt.

3.2 Ist  die  Bedeutung  einer  Rechtsnorm  zweifelhaft,  ist  sie  durch 
Gesetzesauslegung zu ermitteln. Auszugehen ist  dabei vom Wortlaut 
der auszulegenden Norm, doch kann dieser nicht allein massgebend 
sein,  namentlich  wenn  der  Text  unklar  ist  oder  verschiedene  Be-
deutungen zulässt. Diesfalls muss unter Berücksichtigung der weiteren 
Auslegungselemente  wie  der  Entstehungsgeschichte,  des  zeit-
gemässen Verständnisses und des Zwecks der Norm nach der wahren 
Tragweite der Rechtsnorm gesucht  werden. Wichtig  ist  auch die Be-

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deutung, welche der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zu-
kommt (Systematik). Nach herrschender Meinung kommt keiner dieser 
Auslegungsmethoden ein grundsätzlicher Vorrang zu. Vielmehr befolgt 
das Bundesgericht einen "pragmatischen Methodenpluralismus" (BGE 
135  V  50  E. 5.1;  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  All-
gemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006, 
Rz. 216 f.;  ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches 
Bundesstaatsrecht, 7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 90 ff.;  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.182 f.).

3.3 Dem Wortlaut nach ist unter "national" (1) eine Nation betreffend, 
(flächendeckend) innerhalb einer Nation,  nicht  über Grenzen hinaus, 
(2)  für  eine Nation charakteristisch und (3)  um die  Interessen einer 
Nation bemüht zu verstehen (<http://wiktionary.org>; in diesem Sinne 
auch Duden, Das Bedeutungswörterbuch, 3. Aufl., Mannheim/Leipzig/ 
Wien/Zürich  2002).  Der  Begriff  lässt  sich  zu  "regional"  –  auf  eine 
Region bezogen – oder "lokal" – örtlich, örtlich begrenzt, den Ort be-
treffend – abgrenzen  (vgl.  ebenfalls  <http://wiktionary.org>;  Duden, 
a.a.O.).

3.4 Gemäss  Art. 23  des  Bundesgesetzes  vom  24. März  2006  über 
Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) erbringt die Schweizerische 
Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR idée suisse) einen Dienst 
für die Allgemeinheit. Sie erfüllt den verfassungsrechtlichen Auftrag im 
Bereich  von  Radio  und  Fernsehen  (Programmauftrag)  und  versorgt 
unter  anderem  die  gesamte  Bevölkerung  inhaltlich  umfassend  mit 
gleichwertigen Radio- und Fernsehprogrammen in den drei Amtsspra-
chen  (Art. 24  Abs. 1  Bst. a  RTVG).  Die  Veranstaltung  regionaler 
Programme ist  der  SRG SSR  idée  suisse  untersagt  (Art.  26  Abs. 1 
RTVG). Nach Art. 26 Abs. 2 RTVG kann sie lediglich mit Genehmigung 
des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und 
Kommunikation (UVEK) zeitlich begrenzte regionale Fenster einfügen. 
Die Radio- und Fernsehprogramme der SRG SSR idée suisse werden 
mindestens  in  der  betreffenden  Sprachregion  flächendeckend  ver-
breitet (Art. 30 Abs. 1 RTVG).

Die  SRG  SSR  idée  suisse  umfasst  sechs  Unternehmenseinheiten, 
eine  davon  ist  das  Schweizer  Radio  DRS  (SR  DRS),  das  sechs 
Programme in  deutscher  Sprache  sendet.  SR DRS nimmt  damit  im 
deutschsprachigen Raum den verfassungsmässigen Auftrag wahr, zur 

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Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur 
Unterhaltung beizutragen und die Besonderheiten des Landes und die 
Bedürfnisse der Kantone zu berücksichtigen (vgl. Art.  93 der Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999 [BV, SR. 101]).

Im Gegensatz dazu beschränken sich Regional- oder Lokalsender ört-
lich auf eine Region. So werden Konzessionen mit Gebührenanteil er-
teilt  an  Veranstalter  lokal-regionaler  Programme,  die  unter  anderem 
ein Gebiet ohne ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten mit Radio- 
und  Fernsehprogrammen  versorgen,  welche  die  lokalen  oder 
regionalen Eigenheiten durch umfassende Information,  insbesondere 
über politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge, berück-
sichtigen  sowie  zur  Entfaltung  des  kulturellen  Lebens  im  Ver-
sorgungsgebiet  beitragen  (Art. 38  Abs. 1  Bst. a  RTVG;  vgl.  auch 
Art. 43  Abs. 1  Bst. a  RTVG  für  Konzessionen  mit  Leistungsauftrag 
ohne Gebührenanteil).

3.5 Bei einem Sender mit nationalem Programm handelt es sich dem-
nach um einen Sender,  der  die  ganze Schweiz  abdeckt,  das  heisst 
einerseits in der ganzen Schweiz empfangen werden kann, anderer-
seits sich flächendeckend auf die ganze Nation bezieht. Diese Aufgabe 
fällt in der deutschsprachigen Schweiz SR DRS zu. Der Wortlaut von 
Art. 62 Abs. 5 SSV ist  weder unklar  noch lässt  er  verschiedene Be-
deutungen zu. An der Auslegung der Bestimmung durch die Vorinstanz 
ist entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin somit nichts aus-
zusetzen.  Im  Übrigen  entspricht  die  wörtliche  Auslegung  der  Norm 
auch dem Willen des Verordnungsgebers. Der Bundesrat begründete, 
wie  die  Vorinstanz –  Fachbehörde  für  die  Strasseninfrastruktur  und 
den individuellen  Strassenverkehr –  ausführt,  die  Einschränkung  auf 
den Sender mit nationalem Programm unter anderem damit, dass Ver-
kehrsinformationen  primär  einer  überregionalen  Verkehrslenkung 
dienen sollen,  was nur  mit  grossräumig ausgestrahlten Programmen 
möglich sei. Diese Auffassung ist sowohl von der Vorinstanz als auch 
vom UVEK in der Praxis stets so vertreten worden. Es soll  demnach 
der Verkehrsteilnehmer auf den Radiosender hingewiesen werden, mit 
dem möglichst  auf  dem gesamten  nationalen  Strassennetz  alle  not-
wendigen Verkehrsinformationen empfangen werden können. Die Aus-
legung von Art. 62 Abs. 5 SSV durch die Vorinstanz ist somit nicht zu 
beanstanden.

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4.
Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Vorinstanz behandle 
Sender  mit  schweizweitem  und  solche  mit  regionalem  Sendegebiet 
ohne sachlichen Grund ungleich und verletze damit das Rechtsgleich-
heitsgebot.

4.1 Der Grundsatz der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 Abs. 1 BV be-
trifft  die Rechtsetzung auf  allen Ebenen der staatlichen Tätigkeit. Er 
verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder 
Ungleiches  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  behandelt 
wird. Der Anspruch auf  rechtsgleiche Behandlung wird insbesondere 
verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache recht-
liche  Unterscheidungen  getroffen  werden,  für  die  ein  vernünftiger 
Grund  in  den  zu  regelnden  Verhältnissen  nicht  ersichtlich  ist,  oder 
wenn Unterscheidungen unterlassen werden, die aufgrund der Verhält-
nisse hätten getroffen werden müssen (vgl. statt vieler BGE 135 V 361 
E. 5.4.1; HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 750 ff.).

4.2 Die umstrittene Bestimmung unterscheidet zwischen Sendern mit 
nationalem und solchen mit regionalem Programm. Lediglich Ersteren 
ist  die  Signalisation  "Radio-Verkehrsinformation"  mit  der  ent-
sprechenden Radiofrequenz erlaubt. Wie die Vorinstanz ausführt, soll 
damit  sichergestellt  werden,  dass  Verkehrsinformationen  in  gleich-
bleibender  Qualität  gesamtschweizerisch empfangen werden können 
und somit jederzeit eine überregionale Verkehrslenkung gewährleistet 
ist. Diese Dienstleistung kann, wie zu Recht geltend gemacht wird, nur 
von  Sendern  erbracht  werden,  die  national,  das  heisst  schweizweit 
empfangen werden können. Somit  liegt  ein sachlicher  Grund für  die 
unterschiedliche  Behandlung  von  regional  und  national  sendenden 
Radiostationen vor.

4.3 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, im Vergleich 
zu  anderen  Regionalsendern  im  Kanton  Graubünden  und  im  Raum 
Walensee ungleich behandelt zu werden, da diesen eine Signalisation 
gestattet werde.

Der  Grundsatz  der  Gesetzmässigkeit  geht  dem  Rechtsgleichheits-
prinzip im Konfliktfall  in der Regel vor. Wenn eine Behörde in einem 
Fall  eine vom Gesetz  abweichende Entscheidung getroffen hat,  gibt 
das den Privaten, die sich in der gleichen Lage befinden, grundsätzlich 
keinen  Anspruch  darauf,  ebenfalls  abweichend  von  der  Norm  be-
handelt zu werden; es besteht somit grundsätzlich kein "Anspruch auf 

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Gleichbehandlung im Unrecht". Nur ausnahmsweise geht die Rechts-
gleichheit vor, nämlich wenn eine ständige gesetzwidrige Praxis einer 
rechtsanwendenden  Behörde  vorliegt  und  die  Behörde  zu  erkennen 
gibt,  dass  sie  auch  in  Zukunft  nicht  von dieser  Praxis  abzuweichen 
gedenke  (BGE  127  I  1  E. 3a;  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., 
Rz. 518 ff.; HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 770 ff.).

Die  Beschwerdeführerin  vermag  sich  angesichts  dieser  Recht-
sprechung nicht auf einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht 
zu berufen. Die Vorinstanz hat klar zum Ausdruck gebracht, dass sie – 
als seit dem 1. Januar 2008 für den Bau, Betrieb und Unterhalt der Na-
tionalstrassen zuständige Behörde – auch für das Anbringen und Ent-
fernen von Signalen und Markierungen zuständig ist. Als solche habe 
sie bis anhin keine Kenntnis von anderen Lokalradiostationen gehabt, 
die auf  dem Signal  "Radio-Verkehrsinformation" auf  ihre Frequenzen 
hinwiesen.  Bei  Hinweisen  auf  nicht  rechtskonforme  Signalisationen 
werde sie selbstverständlich umgehend darauf hinwirken, den rechts-
konformen Zustand wieder herzustellen. Die Vorinstanz ist bei dieser 
Zusicherung  zu  behaften.  Eine  Verletzung  des  Rechtsgleichheits-
gebots ist unter diesen Umständen nicht auszumachen.

5.
Die  Beschwerdeführerin  rügt  schliesslich,  der  administrative  und 
finanzielle Aufwand, die Signalisation zu bedecken oder zu entfernen, 
sei völlig unnötig und damit unverhältnismässig.

5.1 Der  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  fordert,  dass  die  Ver-
waltungsmassnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse 
liegenden  Ziels  geeignet  und  notwendig  sind.  Ausserdem muss  der 
angestrebte  Zweck  in  einem  vernünftigen  Verhältnis  zu  den  Be-
lastungen  stehen,  die  den  Privaten  auferlegt  werden 
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 581).  Zu  prüfen  ist  folglich  zu-
nächst die Zwecktauglichkeit einer Massnahme. Diese Voraussetzung 
ist vorliegend ohne Weiteres gegeben, eignet sich doch das Abdecken 
oder  Entfernen  des  Schriftzugs  "Radio  Argovia"  auf  resp.  von  den 
Signalisationstafeln, um den rechtskonformen Zustand wieder herzu-
stellen.

5.2 Die Massnahme muss sodann erforderlich sein, das heisst sie hat 
zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme 
für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Ein milderes Mittel als 

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das Entfernen resp. allenfalls das blosse Abdecken des Schriftzugs ist  
nicht ersichtlich, die Massnahme demnach erforderlich.

5.3 Verwaltungsmassnahmen müssen zur Wahrung des Grundsatzes 
der Verhältnismässigkeit schliesslich auch zumutbar sein. Eine Mass-
nahme  ist  nur  gerechtfertigt,  wenn  sie  ein  vernünftiges  Verhältnis 
zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den be-
troffenen Privaten bewirkt, wahrt. Das Abdecken des Schriftzuges und 
der Sendefrequenz wird von der Vorinstanz resp. deren Gebietseinheit 
VIII,  NSNW, Sissach,  im Rahmen des normalen betrieblichen Unter-
halts  besorgt  werden.  Die  Kosten  werden  sich  daher  in  einem ver-
nünftigen  Rahmen  halten  und  insbesondere –  wie  schon  in  der  an-
gefochtenen  Verfügung  festgehalten –  nicht  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt werden. Die Massnahme kann daher durchaus als zumutbar 
bezeichnet werden.

5.4 Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als verhältnismäs-
sig.

6.
Die  Frage,  ob  die  umstrittene  Signalisation  gleichzeitig  eine  un-
zulässige Strassenreklame im Sinne von Art. 98 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 
Abs. 1 SSV darstellt, bildet nicht Gegenstand der angefochtenen Ver-
fügung. Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Parteien ist daher 
nicht einzugehen.

7.
Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwer-
de als unbegründet und ist abzuweisen.

8.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens gilt  die  Beschwerdeführerin  als 
unterliegend und hat die auf Fr. 1'500.-- zu bestimmenden Verfahrens-
kosten  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  zu  tragen  (Art.  63  Abs. 1 
VwVG). Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben 
Höhe zu verrechnen.

9.
Der  Beschwerdeführerin  als  unterliegende  Partei  steht  keine  Partei-
entschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'500.-- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. J033-1242/Sur; Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

André Moser Mia Fuchs

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 

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Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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