# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14c067e4-d575-536a-9635-1922598a326d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.11.2018 B 2017/188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-188_2018-11-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/11

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/188

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 21.11.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 21.11.2018
Beschwerdelegitimation (Art. 64 i.V.m. 45 Abs. 1 VRP, sGS 951.1). Die 
Beschwerdeführer, welche als Rekurrenten bereits am vorangehenden 
Verfahren teilnahmen, waren als Miteigentümer eines in das Gebiet des 
Überbauungsplans Y.__ fallenden Grundstücks zur Anfechtung des 
Rekursentscheids grundsätzlich legitimiert. Hingegen hatten sie 
zwischenzeitlich der Bauverwaltung ein überarbeitetes Baugesuch auf dem 
Grundstück eingereicht, welches in der Folge bewilligt wurde; dessen 
Ausführung begann im Juni 2018. Da die Realisierung des streitigen 
Bauprojekts auf demselben Grundstück somit ausser Betracht fiel bzw. die 
beiden Projekte sich gegenseitig teilweise ausschlossen und eine materielle 
Beschwer der Beschwerdeführer weder geltend gemacht noch ersichtlich 
war, fehlte es ihnen an der Legitimation bzw. am aktuellen schutzwürdigen 
Interesse, das erste Projekt vom Verwaltungsgericht beurteilen zu lassen; 
diesbezüglich war auf die Beschwerde nicht einzutreten 
(Verwaltungsgericht, B 2017/188).

Entscheid vom 21. November 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

A.__ und B.__,

Beschwerdeführer,

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gegen

G.__ und H.__,

K.__,

L.__,

M.__,

O.__ und P.__,

R.__ und S.__,

J.__ und N.__,

W.__ und T.__,

Z.__,

D.__ und E.__,

Beschwerdegegner,

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,  

Gegenstand

Einholung und Kostenbeteiligung eines Modells sowie Baubewillgung

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

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A.

a. A.__ und B.__ sind Eigentümer des im Weiler Y.__ gelegenen Grundstücks Nr. 00__, 

Grundbuch X.__. Das Grundstück liegt in der Bauzone WG2 und ist mit einem im Jahr 

2005 als Doppelgarage und Holzlager bewilligten Gewerbegebäude, einer Scheune/

Werkstatt und einem Wohnhaus überbaut. Es grenzt im Osten und Norden an die F.__-

strasse und im Süden an die C.__-strasse. Der Weiler Y.__ ist gemäss Zonenplan der 

Gemeinde X.__ vom 9. September 2016 (Genehmigungsdatum) mehrheitlich der 

Bauzone (Wohnzone W1 und WG2) zugewiesen. Im ISOS-Inventar der 

schützenswerten Ortsbilder fungiert der Weiler unter der Aufnahmekategorie AB mit 

dem Erhaltungsziel A (www.sg.ch/home/kultur/denkmalpflege). Der kantonale 

Richtplan (vom Bundesrat am 5. März 2013 genehmigt) nahm den Weiler Y.__ ins 

Kantonsinventar der schützenswerten Ortsbilder auf (Anhang zum Koordinationsblatt 

"Schützenswerte Ortsbilder", IV 21).

Der Überbauungsplan Y.__ vom 27. März 1984 (geändert am 22. Januar 1996; act. G 

11/73), in dessen Gebiet sich das Grundstück Nr. 00__ befindet, schreibt in den 

besonderen Vorschriften (besV) nebst Baulinien entlang der Strassen für Neu- und 

Umbauten eine harmonische Eingliederung vor. Der nördliche Teil des Weilers Y.__ 

befindet sich im Perimeter des Überbauungsplans Nr. 01__ vom 7. November 2005.

b. Am 15. Juli 2015 reichten A.__ und B.__ nach Vorabklärungen bei der Bauverwaltung 

und der kantonalen Denkmalpflege ein Baugesuch für den Abbruch des Wohnhauses 

und der Scheune sowie den Neubau von zwei Wohngebäuden (EFH und Doppel-EHF 

mit Tiefgarage) und eines zweigeschossigen Gebäudes mit Gewerbefläche 

(Erdgeschoss) und Wohnung (Obergeschoss) ein. Das bislang als Holzlager/

Doppelgarage dienende Gewerbegebäude soll neu als reine Gewerbefläche 

(Erdgeschoss) mit Büro (Obergeschoss) genutzt werden. Sodann umfasst das 

Baugesuch ein Gesuch um Ausnahmebewilligung für die Unterschreitung der 

Gebäudeabstände zwischen EFH und Doppel-EFH einerseits und des EFH zum 

bestehenden Gewerbegebäude anderseits sowie für die Beanspruchung des 

Baulinienbereichs für die Überdachung der Ein- und Ausfahrt in die Tiefgarage. 

Nachdem gegen dieses Baugesuch Einsprachen erhoben worden waren, verlangte die 

Baubehörde X.__ von der Bauherrschaft die Einreichung eines Modells, womit diese 

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nicht einverstanden war. Am 21. Dezember 2015 ordnete die Baubehörde die 

Erstellung eines Modells verfügungsweise an. Der Modellperimeter werde über das 

ganze Dorf Y.__ festgelegt und das Modell bei Modellbauer L. gemäss Offerte mit 

Gesamtkosten von CHF 5'660 in Auftrag gegeben (Ziff. 1). Die Baugesuchsteller 

wurden zu einer Kostenbeteiligung von CHF 600 verpflichtet (Ziff. 2). Gegen diese 

Verfügung erhoben die Baugesuchsteller mit Eingabe vom 28. Dezember 2015 Rekurs 

beim Baudepartement, welches die Eingabe dem Gemeinderat X.__ 

zuständigkeitshalber überwies.

Nach Vorliegen des Modells und Einholung einer weiteren Stellungnahme bei der 

kantonalen Denkmalpflege hiess die Baubehörde die gegen das Baugesuch erhobenen 

öffentlichrechtlichen und die privatrechtlichen Einsprachen nach Art. 684 ZGB am 

8. April 2016 im Sinn der Erwägungen gut; die weiteren privatrechtlichen Einsprachen 

verwies sie auf den Zivilrechtsweg. Das Baugesuch wies sie ab und auferlegte den 

Baugesuchstellern Kosten (Entscheidgebühr, Modellkostenbeitrag, Kosten für 

Bauanzeigen/Porto) von CHF 7'460 (act. G 11/61-66 und 76). Gegen diesen 

Einspracheentscheid erhoben A.__ und B.__ beim Gemeinderat X.__ am 20. April 2016 

Rekurs.

c. Der Gemeinderat X.__ wies die beiden Rekurse mit Entscheid vom 27. September 

2016 ab, soweit er darauf eintrat. Zur Begründung führte er unter anderem aus, die 

Rechtmässigkeit eines Sondernutzungsplans (Überbauungsplans) könne grundsätzlich 

nur im Planverfahren bestritten werden. Zudem handle es sich beim Plangebiet um ein 

eng umgrenztes Gebiet im Sinn des Baugesetzes. Sodann werde mit dem 

Einordnungsgebot im massgebenden Bereich die Regelbauweise ersetzt, weshalb der 

Einwand des Fehlens von verbindlichen Vorgaben im Überbauungsplan nicht 

stichhaltig sei. Es bestehe kein Anspruch auf Ausschöpfung der Regelbauweise. Der 

Überbauungsplan Y.__ gelte weiterhin. Daran ändere auch die revidierte 

Raumplanungsgesetzgebung mit Vorschriften betreffend innere Verdichtung nichts. Die 

Baubehörde habe im Weiteren zu Recht das kantonale Inventar berücksichtigt (act. G 

11/174). Den gegen diesen Entscheid von A.__ und B.__ am 19. Oktober 2016 

erhobenen Rekurs (act. G 12/1) wies das Baudepartement, nachdem es mit den 

Beteiligten am 27. Februar 2017 einen Augenschein an Ort durchgeführt hatte, mit 

Entscheid vom 23. August 2017 ab, soweit es darauf eintrat (act. G 2).

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B.

a. Gegen diesen Entscheid erhoben A.__ und B.__ mit Eingabe vom 11. September 

2017 Beschwerde (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 20. Oktober 2017 

beantragten sie Aufhebung des Rekursentscheids und der besV des 

Überbauungsplans Y.__; der Überbauungsplan sei als Baulinienplan weiterzuführen. 

Die Kosten für das Modell sei den Beschwerdeführern abzunehmen. Die Kosten für das 

erstinstanzliche Verfahren und das Rekursverfahren seien den Vorinstanzen 

aufzuerlegen; den Beschwerdeführern sei für die beiden Verfahren eine angemessene 

Entschädigung zuzusprechen. Die Vorinstanzen seien zu rügen (anzuweisen), 

verhältnismässige Entscheide zu treffen, diese fristgemäss zu erlassen und zuzustellen 

sowie keine Fehlinformationen zu geben (act. G 6).

b. In der Vernehmlassung vom 6. November 2017 beantragte die Vorinstanz 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen 

Entscheid (act. G 9).

c. Die Beschwerdegegner 1 beantragten in der Eingabe vom 21. November 2017 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wiesen sie auf die in der Einsprache 

angeführten Argumente hin und hielten fest, das Baugesuch stehe in der Dimension in 

keinem Verhältnis zur Grösse und Lage der entsprechenden Bauparzelle (act. G17). Die 

übrigen Beschwerdegegner und die Beschwerdebeteiligte verzichteten auf eine 

Stellungnahme (act. G 15, 20). Die Beschwerdeführer teilten am 22. Dezember 2017 

den Verzicht auf weitere Ausführungen mit (act. G 22).

d. Das Verwaltungsgericht zog die Planunterlagen zum Überbauungsplan Y.__ sowie 

das erstellte Modell bei (act. G 24-26). Gemäss Mitteilung der Bauverwaltung 

(Beschwerdebeteiligte) vom 21. September 2018 hatten die Beschwerdeführer am 

15. November 2017 ein überarbeitetes Baugesuch auf dem Grundstück Nr. 00__ 

eingereicht, welches am 17. April 2018 bewilligt wurde; dessen Ausführung begann am 

8. Juni 2018 (act. G 27). Die Beschwerdeführer äusserten sich ergänzend mit Eingabe 

vom 8. Oktober 2018 (act. G 29).

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e. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden 

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführer, welche als Rekurrenten bereits am vorangehenden Verfahren 

teilnahmen, sind als Miteigentümer des in das Gebiet des Überbauungsplans Y.__ 

fallenden Grundstücks Nr. 00__, Grundbuch X.__, zur Anfechtung des 

Rekursentscheids grundsätzlich legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 

VRP). Zu beachten ist jedoch, dass gemäss Mitteilung der Bauverwaltung vom 

21. September 2018 die Beschwerdeführer am 15. November 2017 ein überarbeitetes 

Baugesuch auf dem Grundstück Nr. 00__ einreichten, welches am 17. April 2018 

bewilligt wurde; dessen Ausführung begann am 8. Juni 2018 (act. G 27). Da die 

Realisierung des streitigen Bauprojekts auf demselben Grundstück somit ausser 

Betracht fällt bzw. die beiden Projekte sich gegenseitig ausschliessen und eine 

materielle Beschwer der Beschwerdeführer weder geltend gemacht noch ersichtlich ist, 

fehlt es ihnen an der Legitimation bzw. am aktuellen schutzwürdigen Interesse, das 

erste Projekt vom Verwaltungsgericht beurteilen zu lassen. Diesbezüglich wurde die 

Beschwerde während des laufenden Beschwerdeverfahrens gegenstandslos und ist 

dementsprechend abzuschreiben (vgl. BGE 118 Ia 488 E. 1a, BGE 136 III 497 E. 2.1). 

Hieran vermögen die Darlegungen der Beschwerdeführer in ihrer Eingabe vom 

8. Oktober 2018 (act. G 29) nichts zu ändern, zumal sie selbst festhalten, dass es ihnen 

beim hängigen Projekt nicht darum gehe, bauen zu können, sondern um eine (von der 

Projektrealisierung unabhängige) Prüfung der richtigen Rechtsanwendung (act. G 29 S. 

2 unten). Demgegenüber ist die Beschwerdelegitimation hinsichtlich der Frage der 

Beteiligung an den Kosten des von der Beschwerdebeteiligten eingeholten Modells 

gegeben. Die Beschwerdeerklärung und -begründung entspricht zeitlich, formal und 

inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist diesbezüglich einzutreten.

bis

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Auf das unter der Rubrik "Anträge" aufgeführte Begehren "Rüge der Vorinstanzen 

verhältnismässige Entscheide zu treffen, Entscheide fristgemäss zu treffen und 

zuzustellen sowie keine Fehlinformationen zu geben" ist nicht einzutreten, weil es nicht 

als eigentlicher Antrag zu verstehen ist, sondern lediglich die Beschwerdebegründung 

inhaltlich zusammenfasst. Im Übrigen ist festzuhalten, dass das Verwaltungsgericht 

keine aufsichtsrechtliche Funktion über die Vorinstanzen hat und daher auch keine 

Rügen oder Verhaltensanweisungen an diese erteilen kann. Nicht einzutreten ist im 

Weiteren auf das Begehren um Aufhebung der besV des Überbauungsplans Y.__ und 

dessen Weiterführung als Baulinienplan (act. G 6), da der vorinstanzliche Entscheid 

nicht die Überprüfung des Überbauungsplans an sich, sondern ein 

Baubewilligungsverfahren zum Gegenstand hat. Materiell streitig und zu klären bleibt 

damit ausschliesslich, ob der den Beschwerdeführern auferlegte Kostenanteil von 

CHF 600 für das im Bewilligungsverfahren eingeholte Modell sowie die 

Verfahrenskostenauferlegung im vorinstanzlichen Entscheid sowie im Verfahren vor der 

Beschwerdebeteiligten zu Recht bestätigt wurden.

2.

2.1. Gemäss Art. 12 Abs. 1 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte 

Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen durch 

Befragen von Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von 

Urkunden, Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere 

geeignete Weise. Mit welchen Beweismitteln der Sachverhalt festzustellen ist, liegt 

grundsätzlich im Ermessen der Behörde. Dabei ist der Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit zu beachten. Das Beweismittel muss somit geeignet, erforderlich 

und zumutbar sein. Im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes können Abklärungen 

des Sachverhalts auch dann weitergeführt werden, wenn die von den Beteiligten 

angebotenen Beweise nicht die gewünschte Klarheit bringen (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 594). Nicht Beweis 

zu führen ist unter anderem über das, was offenkundig oder amts- bzw. 

gerichtsnotorisch ist (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 597). Nach Art. 12 Abs. 2 VRP sind nur 

die von den Verfahrensbeteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise 

über erhebliche Tatsachen abzunehmen, wenn zur Wahrung der öffentlichen Interessen 

keine besonderen Erhebungen nötig sind. Sind hingegen für die Wahrung öffentlicher 

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Interessen bzw. von Interessen der Nachbarn weitere Beweiserhebungen erforderlich, 

geht der Untersuchungsgrundsatz über die in Art. 12 Abs. 2 VRP erwähnten Beweise 

hinaus. In einem solchen Fall ist die Behörde verpflichtet, auch nicht leicht zugängliche 

Beweise aufzunehmen und den rechtserheblichen Sachverhalt von sich aus zu 

ermitteln (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 606).

Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jene Partei grundsätzlich die Kosten zu 

tragen, deren Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. In Art. 94 Abs. 1 VRP 

ist demgegenüber insofern eine Kostenverteilung nach Verursacherprinzip vorgesehen, 

als Kosten derjenigen Partei auferlegt werden können, welche eine Amtshandlung 

verursacht hat (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz 777).

2.2. Die Beschwerdeführer halten fest, eine Integration anhand des Modells zu prüfen, 

sei problematisch und fragwürdig, da die Vordächer fehlen würden. Dadurch würden 

alle Gebäude hoch wirken und hätten komische Proportionen. Die Bestellung eines 

Modells mit der Begründung, dass das ISOS zu beachten und eine Prüfung der 

Integration nur anhand des Modells möglich sei, sei nicht nachvollziehbar. Gegen das 

Modell würden auch die zahlreichen Zusatzinformationen wie Querschnitte und 

Höhenmessungen sprechen, welche die Beschwerdeführer der Baubehörde zur 

Verfügung gestellt hätten. Sie seien eine kostengünstigere Alternative. Die Erstellung 

eines Modells über ganz Y.__ sei nicht verhältnismässig (act. G 6 S. 7 f.). Im Weiteren 

habe die Baubehörde innerhalb der zwölfwöchigen Frist zur Behandlung eines 

Baugesuchs nichts getan, ausser das Gesuch zu Kenntnis zu nehmen. Sie hätte 

problemlos innert Frist reagieren können (act. G 6 S. 2). Die Behörden hätten sich 

enorm viel Zeit gelassen, um einen Entscheid (Bauentscheid, Rekursentscheid) zu 

fällen. Dies wäre bei korrektem Handeln der kommunalen Behörden vermeidbar 

gewesen und habe sie (die Beschwerdeführer) viel Zeit und Geld gekostet (act. G 6 S. 

7).

2.3. Im angefochtenen Entscheid hatte die Vorinstanz ausgeführt, zur Beurteilung des 

Gesuchs sei es angebracht gewesen, ein Modell zu verlangen, weil mit den drei 

geplanten Bauten mit Tiefgarage die Wirkung auf das Dorfbild nicht ohne Weiteres aus 

den Unterlagen zu erkennen gewesen sei. Angesichts der Einordnungsvorschrift von 

Art. 2 besV sei die Darstellung des gesamten Dorfbilds im Modell erforderlich, nehme 

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doch diese Bestimmung Bezug auf das Dorfbild. Ein Modell der umliegenden Gebäude 

hätte für die Beurteilung nicht genügt. Nachdem die Beschwerdeführer im 

Einspracheverfahren unterlegen seien und ihr Baugesuch abgelehnt worden sei, sei 

gestützt auf Art. 95 VRP auch die Kostenauferlegung für die Erstellung des Modells zu 

ihren Lasten begründet. Der Baubehörde könne kein Vorwurf gemacht werden, dass 

sie das Modell erst nach Eingang und Prüfung der Baugesuchsunterlagen und nach 

Ablauf der 12wöchigen Maximalfrist einverlangt habe. Abgesehen davon, dass Art. 57 

aBauR bzw. Art. 48 BauR nicht vorschreiben würden, in welchem Zeitpunkt ein Modell 

auf Verlangen einzureichen sei, hätten vorliegend erst die Sachverhaltsabklärung und 

die Stellungnahme der Denkmalpflege gezeigt, dass ein Modell erforderlich sei. Ein 

Verfahrensfehler, der eine Kostenauferlegung zu Lasten der Baubehörde verlangen 

würde, liege deshalb nicht vor. Auch sei keine offensichtlich rechtsungleiche 

Behandlung ersichtlich. Zwar sei unbestritten, dass weder für das Baugesuch auf 

Grundstück Nr. 02__ noch für dasjenige auf Grundstück Nr. 03__ ein Modell verlangt 

bzw. ein Kostenanteil verfügt worden sei, jedoch könnten die Bauvorhaben auf den 

erwähnten Grundstücken nicht mit demjenigen der Beschwerdeführer verglichen 

werden, welches den Abbruch von zwei Gebäuden und den Neubau von drei 

Ersatzbauten beinhalte. Es handle sich um ein komplexes bzw. grösseres Vorhaben im 

Sinn Art. 57 aBauR, auch wenn es auf einem einzigen Grundstück und gestaffelt hätte 

errichtet werden sollen. Die Kostenauferlegung für das Einholen eines Modells sei im 

Ergebnis rechtmässig (act. G 2 S. 32-34).

Im Weiteren sei auch die Kostenverlegung im Baubewilligungsverfahren nicht zu 

beanstanden. Nicht nachvollziehbar sei, weshalb die Einreichung eines Gesuchs um 

Bewilligung von drei Gebäuden eine (kostensenkende) Vereinfachung zur Folge haben 

müsse. Auch hier liege kein erheblicher Verfahrensfehler vor, wenn die Baubehörde das 

Modell nicht gleich nach Eingang des Baugesuchs einverlangt habe. Das Verfahren vor 

der Baubehörde habe eher lang gedauert, was aber angesichts der komplexen 

Ausgangslage und der mehrfachen Schriftenwechsel erklärbar sei. Bis zum Zeitpunkt 

des Entscheids der Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2015 könne der 

Baubehörde kein Vorwurf (Verfahrensverschleppung) gemacht werden. In der Folge 

habe die Baubehörde - unter Wahrung des rechtlichen Gehörs der Beteiligten und 

Beizug der Denkmalpflege - das erstellte Modell beurteilt und den Bauentscheid nach 

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Kenntnis aller Stellungnahmen gefällt. Eine Kostenreduktion aus Billigkeitsgründen 

dränge sich unter diesen Umständen nicht auf (act. G 2 S. 34 f.).

2.4.

2.4.1. Der vorinstanzliche Entscheid legt mit nachvollziehbarer Begründung dar, dass 

die Erstellung eines Modells des Überbauungsplan-Gebiets für die sachgerechte 

Beurteilung der Wirkungen der projektierten Bauten auf das Ortsbild erforderlich war. 

Beim Entscheid der Baubehörde, ein Modell für das ganze Überbauungsplangebiet zu 

erstellen, handelte es sich um einen sachlich vertretbaren Ermessensentscheid. Die 

Auferlegung eines Kostenanteils von knapp 10% der Erstellungskosten erscheint 

sodann unter Berücksichtigung der Tatsache verhältnismässig, dass die Liegenschaft 

der Beschwerdeführer lediglich einen kleinen Teil des Überbauungsplangebiets 

abdeckt. Für das Verwaltungsgericht, dessen Kognition sich grundsätzlich auf die 

Überprüfung von Rechtsverletzungen beschränkt (Art. 61 Abs. 3 VRP), besteht 

diesbezüglich kein Grund für eine Korrektur des vorinstanzlichen Entscheids. 

2.4.2. Eine überlange Verfahrensdauer kann es unter Umständen rechtfertigen, aus 

Billigkeitsgründen die Verfahrenskosten nicht vollumfänglich der unterliegenden Partei 

aufzuerlegen (Art. 97 und 98  VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. f der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272, ZPO]; vgl. V. Rüegg, in: Basler 

Kommentar zur ZPO, 3. Aufl. 2017, Rz. 2 und 9 zu Art. 107 ZPO). Was den Hinweis der 

Beschwerdeführer auf die zwölfwöchige Frist gemäss Anhang 3 der Verordnung über 

die Verfahrenskoordination und Fristen in Bausachen (sGS 731.21, VKoV, in Kraft 

gewesen bis 30. September 2017) betrifft (act. G 6 S. 2), ist mit der Vorinstanz 

festzuhalten, dass erst die Sachverhaltsabklärung und die Einwendungen der 

Verfahrensbeteiligten die Notwendigkeit eines Modells gezeigt hätten und die eher 

lange Verfahrensdauer durch den relativ komplexen Sachverhalt und den mehrfachen 

Schriftenwechsel erklärbar ist. Eine unangemessen lange Verfahrensdauer liegt bei 

diesen aktenkundigen und unbestritten gebliebenen Gegebenheiten nicht vor.

Die Entscheidgebühren von CHF 7'460 und CHF 3'750, die den Beschwerdeführern im 

Entscheid vom 8. April 2016 (act. G 11/61-66 und 76) und im Beschluss vom 

27. September 2016 (act. G 12/1 Beilage) auferlegt wurden, liegen im Bereich, den der 

ter

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Gebührentarif für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5) dafür vorsieht 

(Ziff. 10.01: CHF 150 bis 10'000). Ein Grund für eine Gebührenreduktion bzw. für einen 

Eingriff ins Ermessen der Vorinstanzen ist weder dargetan noch ist ein solcher 

anderweitig ersichtlich.

3.

3.1. (…).

3.2. (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten und sie nicht zufolge 

Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist, abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführer tragen die amtlichen Kosten von CHF 3'000, unter 

Anrechnung des von ihnen geleisteten Kostenvorschusses und Rückerstattung von 

CHF 1'000 an sie.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Schmid

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