# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25333c1d-39d0-572b-81fc-716976a2c5aa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-11
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 11.06.2018 BK 2017 497
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-497_2018-06-11.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Begründung Beschluss vom 
11. Juni 2018 
BK 17 497

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht

Bern, 18. Juni 2018

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, 
Oberrichter Stucki
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Verurteilter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Gegenstand Verlängerung einer stationären therapeutischen Massnahme
(Art. 59 Abs. 4 StGB)

Beschwerde gegen den Beschluss des Regionalgerichts Berner 
Jura-Seeland, Kollegialgericht Dreierbesetzung, vom 21. Novem-
ber 2017 (PEN 17 499)

2

Erwägungen:

1. A.________ (Verurteilter/Beschwerdeführer; nachfolgend: Beschwerdeführer) wur-
de am 1. Februar 2013 im abgekürzten Verfahren vom Regionalgericht Berner Ju-
ra-Seeland (nachfolgend: Regionalgericht) wegen sexueller Handlungen mit Kin-
dern sowie Versuchs dazu (mehrfach begangen), Pornografie (mehrfach began-
gen) und sexueller Belästigung zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt. Der 
Vollzug der Strafe wurde zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme 
gemäss Art. 59 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) 
aufgeschoben. 

Am 14. Juni 2017 stellten die Bewährungs- und Vollzugsdienste (nachfolgend: 
BVD) des Amts für Justizvollzug beim Regionalgericht Antrag auf Verlängerung der 
stationären therapeutischen Massnahme um fünf Jahre. 

Am 31. August 2017 ordnete das Regionale Zwangsmassnahmengericht Berner 
Jura-Seeland auf Antrag des Regionalgerichts zufolge Auslaufens der Massnah-
menhöchstdauer am 11. September 2017 Sicherheitshaft über den Beschwerde-
führer bis am 30. November 2017 an. Dieser Entscheid wurde von der Beschwer-
dekammer in Strafsachen mit Beschluss BK 17 377 vom 10. Oktober 2017 (teilwei-
se Gutheissung aufgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs; soweit weiterge-
hend Abweisung der Beschwerde) und vom Bundesgericht mit Urteil 1B_487/2017 
vom 1. Dezember 2017 bestätigt. 

Am 21. November 2017 verlängerte das Regionalgericht die stationäre therapeuti-
sche Massnahme um fünf Jahre. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 
4. Dezember 2017 Beschwerde. Er beantragte das Folgende: 
1. Der Beschluss des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland vom 21. November 2017 sei aufzuhe-

ben.
2. Der Beschwerdeführer sei ohne Verzug bedingt im Sinne von Art. 62 StGB aus dem stationären 

Vollzug der Massnahme zu entlassen, dies unter Anordnung einer Probezeit für die Dauer von 
zwei Jahren, während welcher sich A.________ ambulant zu behandeln und namentlich in re-
gelmässigen Abständen an delikts- und störungsorientierten Therapien teilzunehmen hat. 

3. Dem Beschwerdeführer sei die Weisung zu erteilen, die Alkoholabstinenz mindestens während 
der Probezeit weiterhin aufrecht zu erhalten, was regelmässig durch einen Arzt zu kontrollieren 
sei. 

4. Dem Beschwerdeführer sei ferner die Weisung zu erteilen, die seit April 2015 eingeleitete anti-
androgene Therapie mindestens während der Probezeit weiter zu verfolgen, was regelmässig 
durch einen Arzt zu kontrollieren sei.

5. Dem Beschwerdeführer sei für den unrechtmässigen Freiheitsentzug ab dem 12. September 
2017 bis zur Entlassung aus der stationären Massnahme eine angemessene Entschädigung und 
Genugtuung auszurichten. 

6. Die Verfahrenskosten der ersten sowie der oberen Instanz seien dem Kanton Bern aufzuerle-
gen.

7. Dem Beschwerdeführer sei eine Entschädigung für seine Verteidigungskosten vor erster und vor 
oberer Instanz gemäss noch einzureichender Honorarnote auszurichten.

8. Subsidiär sei das Honorar für die amtliche Verteidigung vor erster und vor oberer Instanz 
gemäss einzureichender Honorarnote festzulegen. 

3

Die Generalstaatsanwaltschaft schloss am 20. Dezember 2017 auf Abweisung der 
Beschwerde. 

Am 5. Januar 2018 wurde von Amtes wegen die Durchführung einer mündlichen 
Verhandlung angeordnet. Zudem wurde bei den 
C.________(Massnahmeneinrichtung) ein Therapie- und Vollzugsverlaufsbericht, 
datierend vom 16. Februar 2018, eingeholt. Am 19. Februar 2018 reichten die 
C.________(Massnahmeneinrichtung) einen weiteren Therapie- und Vollzugsver-
laufsbericht in Kopie zur Kenntnisnahme ein. 

Am 21. Februar 2018 wurde den Parteien Gelegenheit gewährt, bei der Beschwer-
dekammer in Strafsachen ergänzende Fragen zu den Berichten der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 einzureichen. 
Die Generalstaatsanwaltschaft verzichtete gleichentags auf Ergänzungsfragen. Der 
Beschwerdeführer reichte solche am 6. März 2018 ein. Zudem stellte er den Be-
weisantrag, es sei Prof. Dr. med. D.________, anlässlich der Verhandlung vom 
11. Juni 2018 als Sachverständiger vorzuladen und zu befragen. Am 7. März 2018 
wurden die vom Beschwerdeführer gestellten ergänzenden Fragen zugelassen. 
Der Beweisantrag wurde abgewiesen. Am 8. März 2018 wurde den Verfassern des 
Therapie- und Verlaufsberichts der C.________(Massnahmeneinrichtung) nebst 
den zugelassenen ergänzenden Fragen des Beschwerdeführers von Amtes wegen 
eine weitere Ergänzungsfrage gestellt. Die Ergänzungsfragen wurden von der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) am 11. April 2018 beantwortet. Am 17. April 
2018 wurde ein weiterer Beweisantrag des Beschwerdeführers auf Einvernahme 
von Prof. Dr. med. D.________ als Zeugen abgewiesen.

Am 5. Juni 2018 wurden den Parteien der mit Fax einverlangte Austrittsbericht der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 sowie die Verfügung der 
BVD betreffend Änderung des Vollzugsortes vom 28. Februar 2018 zur Kenntnis-
nahme zugestellt. Am 8. Juni 2018 wurde ihnen zudem der bei der Justizvollzugs-
anstalt (JVA) E.________ eingeholte Therapie- und Vollzugsverlaufsbericht vom 
8. Juni 2018 zur Kenntnis gebracht. 

Die oberinstanzliche Hauptverhandlung fand am 11. Juni 2018 statt. Fürsprecher 
B.________ bestätigte die Begehren gemäss schriftlicher Beschwerde. Die Gene-
ralstaatsanwaltschaft beantragte Folgendes:
1. Die Beschwerde sei in Bestätigung des regionalgerichtlichen Entscheides vom 21. November 

2017 (Verlängerung der Massnahme um 5 Jahre) abzuweisen.
2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 17 497 seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
3. Der Beschwerdeführer sei im Massnahmenvollzug zu belassen. 

2. Der angefochtene Beschluss des Regionalgerichts vom 21. November 2017 erging 
im Verfahren der selbstständigen nachträglichen Entscheide gemäss Art. 363 ff. 
der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0). Das Rechtsmittel ge-
gen derartige Entscheide ist die Beschwerde (BGE 141 IV 396 E. 4.7). Zur Beurtei-
lung der Beschwerde ist die Beschwerdekammer in Strafsachen zuständig (Art. 35 
des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des 
Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Verlän-

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gerung der stationären therapeutischen Massnahme unmittelbar in seinen rechtlich 
geschützten Interessen betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.

Nicht angefochten und damit rechtskräftig wurde der Beschluss des Regionalge-
richts vom 6. Dezember 2017 betreffend Festsetzung der Entschädigung für die 
amtliche Verteidigung. 

3.

3.1 Der Beschwerdeführer wurde erstmals mit Urteil des Strafamtsgerichts Bern vom 
3. September 1982 wegen Unzuchts mit Kindern (14 Fälle; in einem Fall mit Frei-
heitsberaubung unter Anwendung von Gewalt), Nötigung, Diebstahls, Betrugs und 
weiterer Delikte zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 17 Monaten sowie einer 
ambulanten Behandlung während und nach dem Strafvollzug verurteilt. 
Dr. F.________ von der G.________(Klinik) diagnostizierte im Gutachten vom 
28. Juni 1982 beim Beschwerdeführer eine charakterneurotische Fehlentwicklung 
mit später einsetzendem Alkoholismus sowie eine leichte bis mittelschwere hirnor-
ganische Schädigung. Die Gefahr von Rückfällen könne beim Beschwerdeführer 
nicht ausgeschlossen werden und sei unter fortgesetztem Alkoholkonsum nicht un-
erheblich. Im März 1983 wurde der Beschwerdeführer bedingt aus dem Strafvoll-
zug entlassen. 

Am 17. August 1983 wurde der Beschwerdeführer vom Strafamtsgericht Bern er-
neut wegen Unzuchts mit Kindern und Nötigung zu einer Gefängnisstrafe von 12 
Monaten verurteilt. Die Gefängnisstrafe wurde zugunsten einer Behandlung in einer 
Trinkeranstalt nach Art. 44 Abs. 1 aStGB aufgeschoben. Der Psychologe 
H.________ und Dr. I.________ von der G.________(Klinik) diagnostizierten beim 
Beschwerdeführer im Gutachten vom 27. Mai 1983 eine Persönlichkeitsfehlent-
wicklung mit später einsetzendem sekundärem Alkoholismus auf lebensgeschicht-
lichem und anlagemässigem Hintergrund. Die hirnorganische Schädigung konnte 
nicht mehr nachgewiesen werden. Die Rückfallgefahr wurde gleich eingeschätzt 
wie im Gutachten vom 28. Juni 1982. Es wurde ausgeführt, obschon der Be-
schwerdeführer das Wissen um die Gefährlichkeit des Alkohols schon im Juni 1982 
gehabt habe, sogar zu einer Abstinenzverpflichtung bereit gewesen wäre, sei er 
schon am ersten Frei-Tag nach Stellenantritt im März 1983 in eine «Beizentour» 
abgeglitten. Der Beschwerdeführer wurde im Jahr 1984 aus der JVA E.________ 
entlassen.

Am 10. August 1995 wurde der Beschwerdeführer vom Obergericht des Kantons 
Bern wegen Schändung, sexueller Handlungen mit Kindern (Stieftochter und Pfle-
getochter; mehrfach begangen), Nötigung, Pornografie, sexueller Belästigung 
(mehrfach begangen) und weiterer Delikte zu 28 Monaten Zuchthaus verurteilt. Der 
Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und der Beschwerdeführer wurde 
in eine Heil- und Pflegeanstalt im Sinne von Art. 43 und 44 aStGB eingewiesen. 
Dr. med. J.________ stellte im Gutachten vom 12. September 1994 beim Be-
schwerdeführer die Diagnose einer durchschnittlich intelligenten, charakterneuro-
tisch schwer fehlentwickelten, aggressionsgehemmten, selbstunsicheren und infan-
til-unreifen Persönlichkeit, die auf dem Boden einer sekundären Alkoholsucht wie-

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derholt infolge triebhafter Enthemmung auf infantiler Stufe sexuell delinquierte. In-
folge der psychiatrisch-psychologischen Befunde, die sich über einen Zeitraum von 
nunmehr mehr als 10 Jahren nicht merklich verändert hätten, müsse der Be-
schwerdeführer auch in Zukunft als besonders rückfallgefährdet angesehen wer-
den, wenn es ihm nicht gelinge, gänzlich auf Alkoholkonsum zu verzichten, denn 
die Delinquenz beruhe nicht auf einer sexuellen Deviation. Der Beschwerdeführer 
trat die Massnahme in der JVA E.________ am 21. November 1994 vorzeitig an. 
Am 10. April 1996 wurde er ins Wohn- und Arbeitsexternat versetzt. Vom 5. bis 
21. April 1997 befand er sich auf der Flucht, wobei er sich selbst wieder stellte. Am 
22. April 1997 wurde er in die JVA E.________ zurückversetzt. Im Mai 1998 wurde 
er bedingt aus dem Massnahmenvollzug entlassen. Die Massnahme wurde am 
15. Mai 2000 aufgehoben. 

Am 15. Dezember 2005 wurde der Beschwerdeführer vom Kreisgericht II Biel-
Nidau wegen sexueller Belästigung eines 15-jährigten Mädchens zu einer Haftstra-
fe von 5 Tagen (bedingt) verurteilt. 

3.2 Am 1. Februar 2013 erfolgte die der vorliegenden stationären therapeutischen 
Massnahme zugrunde liegende Verurteilung des Beschwerdeführers im abgekürz-
ten Verfahren wegen sexueller Handlungen mit Kindern sowie Versuchs dazu 
(mehrfach begangen), Pornografie (mehrfach begangen) und sexueller Belästigung 
zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, welche zugunsten der stationären therapeuti-
schen Massnahme gemäss Art. 59 Abs. 1 StGB aufgeschoben wurde. Hinsichtlich 
des Tatvorgehens des Beschwerdeführers kann auf die Anklageschrift vom 18. Ok-
tober 2012 verwiesen werden: 
1. Sexuelle Handlungen mit Kindern, Einbeziehen in eine sexuelle Handlung, sowie Ver-

suchs dazu, wiederholt begangen in der Zeit von 2006 bis 17.11.2011 in K.________(Ortschaft) 
und anderswo,
1.1. in der Zeit von ca. 2010 bis November 2011 in K.________(Ortschaft), z.N. L.________, 

Privatkläger,
- indem der Beschuldigte L.________ (geb. 1996) dabei filmte, wie L.________ masturbier-
te
- indem der Beschuldigte in der fraglichen Zeit zwei Mal den Penis des Privatklägers in den 
Mund nahm und oral stimulierte, wobei der Beschuldigte die Handlung filmte
- indem der Beschuldigte den Penis des Privatklägers manuell stimulierte, wobei der Be-
schuldigte dem Privatkläger zwischen CHF 5.00 und 20.00 für die jeweiligen Handlungen 
bezahlte.

1.2. in der Zeit von ca. 2010 bis November 2011 in K.________(Ortschaft), z.N. L.________, 
Privatkläger,
indem der Beschuldigte mit dem Privatkläger in der Wohnung des Beschuldigten einen 
Pornofilm schaute, wobei der Beschuldigte, für den Privatkläger wahrnehmbar, masturbier-
te.

1.3. ca. zwischen Ende September und anfangs Oktober 2011 in M.________(Land), z.N. eines 
unbekannten Mädchens,
indem der Beschuldigte ein ihm nicht weiter bekanntes, ca. 11-12 Jahre altes Mädchen in 
sein Bungalow mitnahm, der Beschuldigte dem Mädchen sagte, dass er ihm Geld gebe, 
wenn es dem Beschuldigten «Sex gebe». Der Beschuldigte liess sich in der Folge seinen 

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Penis von dem Mädchen oral und manuell stimulieren, der Beschuldigte führte weiter sei-
nen Finger in die Scheide des Mädchens ein und leckte die Vagina des Mädchens, wobei 
er diese Handlungen mit seiner Kamera aufzeichnete. Der Beschuldigte gab dem Mädchen 
dafür .________(Währung) 1'000.00 (ca. 10 Franken).

1.4. in der Zeit vom 25.10.2011 bis 06.11.2011, in K.________(Ortschaft), z.N. N.________ (Pri-
vatklägerin),
- indem der Beschuldigte über das Internet und unter Verwendung eines falschen Namens 
die Privatklägerin per Mail kontaktierte und diese - in Kenntnis ihres Alters - nach einem 
Nacktfoto fragte und - indem der Beschuldigte die Geschädigte per Mail fragte, ob sie Sex-
filme schaue, sich manchmal am „Schlitzli" reiben würde und ob ihre Mutter das wisse 
(Versuch).

1.5. in der Zeit von ca. 2006 bis 2007 in K.________(Ortschaft), z.N. O.________,
indem der Beschuldigte die Geschädigte, die zusammen mit P.________ und Q.________ 
in der Wohnung des Beschuldigten war, mehrfach fragte, ob er ihre nackten Brüste fotogra-
fieren dürfe und er ihr auch Geld dafür bot (Versuch).

2. Pornografie, begangen in der Zeit von 2009 bis 17.11.2011 in K.________(Ortschaft),
2.1. durch Zugänglichmachen bzw. Zeigen von pornografischen Ton- oder Bildaufnahmen,

2.1.1. in der Zeit vom 25.10.2011 bis 06.11.2011, in K.________(Ortschaft), z.N. 
N.________, Privatklägerin,
indem der Beschuldigte der geschädigten N.________, geb. 1999, unter Verwen-
dung eines falschen Namens eine Email mit einem Bild eines erigierten Penis zu-
sandte.

2.1.2. in der Zeit von ca. 2006 bis 06.11.2011 z.N. O.________
- indem der Beschuldigte der geschädigten O.________, geb. 1996, unter Verwen-
dung eines falschen Namens eine Email mit einem Bild eines erigierten Penis zu-
sandte und
- indem der Beschuldigte bei einem Besuch von O.________ und Q.________ in 
seiner Wohnung den Kindern einen Pornofilm am Computer zeigte.

2.1.3. in der Zeit von ca. 2006 bis ca. 2007 in K.________(Ortschaft), z.N. Q.________,
indem der Beschuldigte Q.________, als diese zusammen mit O.________ in sei-
ner Wohnung war, einen Pornofilm zeigte.

2.1.4. am 06.11.2011 in K.________(Ortschaft), z.N. R.________, indem der Beschuldigte 
der Geschädigten (geb. 1998) unter Verwendung eines falschen Namens eine 
Email mit einem Bild eines erigierten Penis zusandte.

2.1.5. in der Zeit von 2010 bis 2011 in K.________(Ortschaft), z.N. L.________; 
indem der Beschuldigte zusammen mit L.________ (geb. 1996) in der Wohnung 
des Beschuldigten einen Pornofilm schaute.

2.2. durch Beschaffen, Besitz, Überlassen, in Verkehr Bringen, Herstellen von Bildern und Fil-
men mit verbotener Pornografie, die sexuelle Handlungen mit Kindern, mit Tieren, mit 
menschlichen Ausscheidungen und Gewalt zeigen (850 illegale Erzeugnisse auf Datenträ-
gern gespeichert, mehrere 10'000 Bilder im temporären Internetspeicher).

3. Sexuelle Belästigung, begangen am 06.11.2011 in K.________(Ortschaft), z.N. S.________, 
Privatklägerin,
indem der Beschuldigte der Geschädigten per Email mit dem Text «Wär das was zur Abwechs-
lung» ein Bild eines erigierten Penis sandte und der Geschädigten ein weiteres Mail sandte mit 

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dem Inhalt: «i Weiss das gärn Vöglisch und s mit jedem machsch....weiss das der 
T.________??? Also schick mer es Föteli vo dire Futz und i la di i rueh...». 

Dr. med. U.________ und Prof. Dr. med. V.________ des W.________(Institution) 
diagnostizierten im Gutachten vom 12. April 2012 beim Beschwerdeführer zum 
Tatzeitpunkt (2006-2011) ein Erschöpfungssyndrom (ICD-10: Z73.0), ausgelöst 
durch die Zunahme des Arbeitspensums, einen Alkoholmissbrauch/fragliche Alko-
holabhängigkeit (ICD-10: F10.1/F10.2) als sekundäres Problem vor der Hintergrund 
mangelnder Coping-Strategien, eine Pädophilie (ICD-10: F65.4), nicht ausschliess-
licher Typ, sowie dissoziale Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1). Die Störung der 
sexuellen Präferenz bestehe fort, was auch für die Alkoholproblematik gelten dürf-
te. Aktuell sei der Beschwerdeführer seit der Inhaftierung im November 2011 absti-
nent. Das Rückfallrisiko sei – unbehandelt – als hoch einzustufen. Eine adäquate 
Behandlung, welche der Präferenzstörung und der Alkoholproblematik gleicher-
massen Rechnung trage, sei geeignet, die Legalprognose zu verbessern. 

Der Beschwerdeführer hatte die stationäre therapeutische Massnahme bereits am 
12. September 2012 vorzeitig in der Therapieabteilung der JVA X.________ ange-
treten. Am 1. April 2015 wurde mit einer antiandrogenen Behandlung (triebdämp-
fende Medikation mit Salvacyl [chemische Kastration]) begonnen. Am 2. März 2016 
wurde vor dem Hintergrund der geplanten Schliessung der Therapieabteilung der 
JVA X.________, der dokumentierten Stagnation in der Therapie betreffend emoti-
onale Identifikation mit der Pädophilie und des Gesuches des Beschwerdeführers 
um erneute Begutachtung ein Gutachten bei Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. 
Psych. Z.________, datierend vom 29. Juli 2016, eingeholt. Am 16. August 2016 
wurde der Beschwerdeführer in die C.________(Massnahmeneinrichtung) verlegt. 
Am 30. August 2016 gewährte die Abteilung für Straf- und Massnahmenvollzug 
(heute: BVD) dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Wei-
terführung der stationären therapeutischen Massnahme. Der Beschwerdeführer er-
klärte sich mit dieser einverstanden. Am 21. September 2016 wurden dem Be-
schwerdeführer begleitete Einzel- und Gruppenausgänge im Areal der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) gewährt. Am 30. Januar 2017 bewilligte das 
Amt für Straf- und Massnahmenvollzug (heute: BVD) begleitete Einzel- und Grup-
penausgänge ausserhalb des Klinikareals, sofern die Begleitung ausschliesslich 
durch einen Mitarbeiter der C.________(Massnahmeneinrichtung) erfolge. 

Am 14. Juni 2017 stellten die BVD den Antrag auf Verlängerung der stationären 
therapeutischen Massnahmen um weitere fünf Jahre. 

3.3 Das Regionalgericht hielt im angefochtenen Verlängerungsentscheid zusammen-
gefasst fest, das Gericht stütze sich auf die aktenkundigen forensisch-
psychiatrischen Gutachten, insbesondere dasjenige von Prof. Dr. med. Y.________ 
und Dipl. psych. Z.________ vom 29. Juli 2016 ab. Der Beschwerdeführer leide 
nach wie vor an einer behandlungsbedürftigen, schweren psychischen Störung. 
Der Kausalzusammenhang zwischen dem psychischen Störungskomplex und dem 
kriminellen Verhalten sei gegeben. Die Legalprognose sei ohne geeignete Therapie 
ungünstig, wobei insbesondere ein moderates Rückfallrisiko für Sexualdelikte an 
Kindern bzw. ein moderates bis deutliches Rückfallrisiko im hands-off Bereich 
(Pornografie) bestehe. Die Erfolgsaussichten einer stationären Behandlung seien 

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als positiv zu bewerten. Die Anordnung einer ambulanten Massnahme erscheine 
zurzeit als ungenügend. Der Rückfallgefahr könne derzeit nur im Rahmen einer 
stationären Massnahme wirksam begegnet werden. Angesichts des Umstandes, 
dass in der Therapie nur langsam Fortschritte erzielt worden seien und erst nach 
jahrelanger Therapie eine emotionale Identifikation des Beschwerdeführers mit sei-
ner pädosexuellen Neigung stattgefunden habe und davon auszugehen sei, dass 
die Therapiebedürftigkeit noch längere Zeit bestehen werde – der Beschwerdefüh-
rer befinde sich aktuell im geschlossenen Vollzug und werde die meisten Progres-
sionsstufen noch durchlaufen müssen – sei es angemessen, die Massnahme um 
weitere fünf Jahre zu verlängern.

3.4 Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts. Die Einschätzung der Behandler, wonach dem Beschwerdeführer ei-
ne angeblich (noch) fehlende emotionale Identifikation mit seiner pädosexuellen 
Neigung zu attestieren sei, sei im Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und 
Dipl. Psych. Z.________ relativiert worden. Zudem habe der Beschwerdeführer be-
reits im Juni 2016 eine pädosexuelle Neigung im Rahmen einer Therapiesitzung of-
fengelegt. Von einem «jüngst erfolgten Schritt der Selbstöffnung» könne nicht die 
Rede sein. Im Weiteren bestehe ein Widerspruch zwischen dem Gutachten vom 
29. Juli 2016 und den Einschätzungen der Behandler. Letztere würden eine Forts-
etzung der Behandlung im geschlossenen Rahmen befürworten, während im Gut-
achten ausgeführt werde, dass keine Therapieziele zu erkennen seien, welche im 
bestehenden Setting noch erreicht werden könnten. Der durch die Gutachter Prof. 
Dr. med. Y.________ und Dipl. Psych. Z.________ vorgeschlagene weitere Thera-
pieverlauf (Vollzugslockerungen, Behandlung mit Antabus, triebdämpfende Medika-
tion) sei mit den in der Beschwerde gestellten Anträgen vereinbar. Das Regionalge-
richt würdige die Legal- und die Lockerungsprognose falsch. Dem Beschwerdefüh-
rer könne keine ungünstige Rückfallprognose gestellt werden. Vielmehr müsse ihm 
gestützt auf das Gutachten vom 29. Juli 2016 sowie im Lichte der antiandrogenen 
Behandlung und der Alkoholabstinenz eine gute Prognose attestiert werden. Ent-
scheidend sei das absolute Risiko, welches vom Beschwerdeführer ausgehe. Die-
ses sei deutlich geringer als 50 % und könne mittels der Therapien gemäss 
Rechtsbegehren in der Beschwerde weiter signifikant reduziert werden. Das Regi-
onalgericht unterlasse es darzulegen, welches Restrisiko sozialverträglich sei. 
Auch habe es weder die risikosenkenden Kontrollfähigkeiten des Beschwerdefüh-
rers bei der Beurteilung des Rückfallrisikos gewürdigt, noch dessen Alkoholabsti-
nenz seit 16. November 2011 berücksichtigt und den diesbezüglichen Sachverhalt 
falsch erhoben (Abstinenz erst seit 16. November 2016). Mit seiner sechsjährigen 
ärztlich kontrollierten Alkoholabstinenz habe er den Tatbeweis erbracht, sein frühe-
res Alkoholproblem endgültig zu lösen. Mit der antiandrogenen Behandlung leiste 
er zudem seit April 2015 einen weiteren risikosenkenden Beitrag und belege damit 
seine Kontrollfähigkeit. Diese Bemühungen zur Risikoreduktion habe das Regio-
nalgericht ebenfalls nicht berücksichtigt. Das Regionalgericht unterlasse es, die 
sehr lange (verlängerte) Massnahmendauer von fünf Jahren zu begründen. Die 
Verlängerung verletzte das Verhältnismässigkeitsprinzip. Die Fortführung der stati-
onären therapeutischen Massnahme sei nicht notwendig bzw. nicht erforderlich, um 
die individualpräventiven Ziele (weitere Reduktion der Risikofaktoren) zu erreichen 

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und um den Schutz der Gesellschaft vor weiterer Delinquenz des Beschwerdefüh-
rers sicherzustellen. Diese Ziele könnten mit der Fortführung der delikts- und 
störungsbedingten Therapie im Rahmen einer ambulanten Behandlung im Verbund 
mit der Fortführung der ärztlich kontrollierten Alkoholabstinenz und der antiandro-
genen Behandlung erreicht werden. Dem Risiko der leichten Verfügbarkeit von Al-
kohol lasse sich mit der Einnahme des Medikaments Antabus, ärztlichen Kontrollen 
und weiteren Therapien begegnen. Die Einnahme der triebdämpfenden Medikation 
hänge ebenfalls nicht von der Fortführung der stationären Massnahme ab. Auch 
die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne sei im Falle der Verlängerung der stati-
onären Massnahme nicht gegeben, weil der Zweck einer allfälligen weiteren statio-
nären Massnahme (Individualprävention, Schutz der Öffentlichkeit etc.) durch mil-
dere Mittel (Alkoholabstinenz, chemische Kastration, Therapiegespräche) im Rah-
men einer ambulanten Therapie erreicht werden könne. 

3.5 Am 27. November 2017 hielt die konkordatliche Fachkommission zur Beurteilung 
der Gemeingefährlichkeit von Straftätern (KoFako) in ihrem Dispositiv fest, dass die 
Gewährung der Ausgangsstufe 8 sowie die Versetzung in den offenen Massnah-
menvollzug aus legalprognostischer Sicht vertretbar sei (vgl. Therapie- und Voll-
zugsverlaufsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. Februar 
2018, S. 8). Mit Verfügung vom 22. Januar 2018 erteilten die BVD die Genehmi-
gung für die Stufe 8 des Ausgangspaktes II (unbegleitete Ausgänge auf dem Klini-
kareal). Mit Verfügung vom 28. Februar 2018 versetzten die BVD den Beschwerde-
führer per 5. März 2018 in die JVA E.________, Grundstufe. Dem Beschwerdefüh-
rer wurden die Weisungen auferlegt, eine totale Abstinenz von Alkohol einzuhalten, 
sich den regelmässigen Abstinenzkontrollen zu unterziehen, die libidosenkende 
Medikation beizubehalten und die mit der Institution getroffenen Termine und Ab-
machungen einzuhalten. 

4.

4.1 Nach Art. 59 Abs. 4 StGB beträgt der mit der stationären Behandlung verbundene 
Freiheitsentzug in der Regel höchstens fünf Jahre. Sind die Voraussetzungen für 
die bedingte Entlassung nach fünf Jahren noch nicht gegeben und ist zu erwarten, 
durch die Fortführung der Massnahme lasse sich der Gefahr weiterer mit der 
psychischen Störung des Täters in Zusammenhang stehender Verbrechen und 
Vergehen begegnen, so kann das Gericht auf Antrag der Vollzugsbehörde die 
Verlängerung der Massnahme um jeweils höchstens fünf Jahre anordnen.

Die gesetzlich geschaffene Möglichkeit der Massnahmenverlängerung knüpft mit-
hin an zwei Bedingungen an: Sie erfordert zunächst, dass die Voraussetzungen für 
eine bedingte Entlassung nach Art. 62 StGB noch nicht gegeben sind, dem Täter 
prospektiv also noch keine günstige Prognose gestellt werden kann (BGE 135 IV 
139 E. 2.2.1). Sodann muss – im Sinne von Art. 59 Abs. 4 StPO – erwartet werden 
können, dass sich durch die Fortführung der Massnahme der Gefahr weiterer mit 
der psychischen Störung des Täters in Zusammenhang stehender Verbrechen und 
Vergehen begegnen lasse (BGE 135 IV 139 E. 2.3.1). Gemeint ist damit eine the-
rapeutische dynamische Einflussnahme, die zu einer Verbesserung der Legalpro-
gnose führt (BGE 134 IV 315 E. 3.6). 

10

4.2 Der Beschwerdeführer wurde seit 1982 sechsmal begutachtet: 

Dem Gutachten der G.________(Klinik) vom 28. Juni 1982 ist zu entnehmen, dass 
beim Beschwerdeführer eine charakterneurotische Fehlentwicklung mit später ein-
setzendem Alkoholismus sowie eine leichte bis mittelschwere hirnorganische 
Schädigung diagnostiziert wurden. 

Im Ergänzungsgutachten der G.________(Klinik) vom 27. Mai 1983 wurde die 
Grunddiagnose (Persönlichkeitsfehlentwicklung mit später einsetzendem sekun-
därem Alkoholismus auf lebensgeschichtlichem und anlagemässigem Hintergrund) 
bestätigt, die hirnorganische Schädigung konnte nicht mehr nachgewiesen werden. 

Im Gutachten der G.________(Klinik) vom 15. September 1987 hatten sich keine 
Anhaltspunkte mehr für eine hirnorganische Schädigung gezeigt. Es wurde die 
Diagnose einer charakterneurotisch fehlentwickelten, aggressionsgehemmten, 
selbstunsicheren und noch infantilen Persönlichkeit mit sekundärem Alkoholismus 
gestellt (vgl. Austrittsbericht der JVA X.________ vom 9. November 2016, S. 2). 

Dr. med. J.________ bestätigte in seinem Gutachten vom 12. September 1994 die 
Beurteilung aus dem Jahr 1983. Er diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine 
durchschnittlich intelligente, charakterneurotisch schwer fehlentwickelte, aggressi-
onsgehemmte, selbstunsichere und infantil-unreife Persönlichkeit, die auf dem Bo-
den einer sekundären Alkoholsucht wiederholt infolge triebhafter Enthemmung auf 
infantiler Stufe sexuell delinquierte. Die vom Beschwerdeführer verübten Sexualde-
likte taxierte er als untauglichen Lösungsversuch, mit den in der schwer gestörten 
Paarbeziehung und im Umgang mit der Rolle als Ersatzvater der in die Ehe einge-
brachten Tochter erlittenen tiefgreifenden Kränkungen und daraus resultierenden 
Aggressionen umzugehen. 

Dr. med. U.________ und Prof. Dr. med. V.________ diagnostizierten beim Be-
schwerdeführer im Gutachten vom 12. April 2012 zum Tatzeitpunkt (2006-2011) ein 
Erschöpfungssyndrom (ICD-10: Z73.0), ausgelöst durch die Zunahme des Arbeits-
pensums, einen Alkoholmissbrauch/fragliche Alkoholabhängigkeit (ICD-10: 
F10.1/F10.2) als sekundäres Problem vor der Hintergrund mangelnder Coping-
Strategien, eine Pädophilie (ICD-10: F65.4), nicht ausschliesslicher Typ, sowie dis-
soziale Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1). Die Störung der sexuellen Präferenz 
bestehe fort, was auch für die Alkoholproblematik gelten dürfte. Es gebe Hinweise, 
dass eine Episodik des sexuell devianten Verhaltens vorliege, die durch psychoso-
zialen Stress und Alkoholkonsum beeinflusst werde. Möglicherweise habe der Be-
schwerdeführer zuerst «nur» kinderpornografisches Material konsumiert und sich 
mit stetiger Zunahme von beruflichem Stress und Alkohol immer mehr zum realen 
Ausleben seiner Neigung hinreissen lassen. 

Im jüngsten Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________ vom 29. Juli 2016 wurde die Diagnose der Pädophilie (ICD-10: F65.4) 
sowohl für den Tatzeitraum seit 1982 als auch aktuell bestätigt. Für den Tatzeit-
punkt 2011 sowie für alle früheren Tatzeitpunkte habe zudem eine Störung durch 
Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F10.1), bestanden. Aktuell sei darauf hin-
zuweisen, dass der Beschwerdeführer nachgewiesenermassen seit vier Jahren al-
koholabstinent lebe, sich aber in geschützter Umgebung befinde. Das Erschöp-

11

fungssyndrom habe nicht bestätigt werden können, da im Gesamtkomplex aller be-
gangenen Delikte zu den verschiedenen Tatbegehungszeitpunkten vom Be-
schwerdeführer von keinen besonderen Belastungen berichtet wurde. Bezüglich 
der dissozialen Persönlichkeitszüge kamen die Gutachter zum Schluss, dass diese 
zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr festzustellen seien. 

Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ setzten sich ausführlich 
mit den früher gestellten Diagnosen auseinander. Sie legten nachvollziehbar dar, 
dass die pädosexuelle Affinität des Beschwerdeführers spätestens seit dessen 
frühen Erwachsenenalter existiere (Ende der 70er/Anfang 80er-Jahre) und sich die 
sexuelle Ansprechbarkeit dabei primär auf Mädchen in einem Altersspektrum von 5 - 
15 Jahren beziehe bei gleichzeitig vorhandener heterosexueller Orientierung auf 
Erwachsene vom nicht ausschliesslichen Typus. Nahezu mit der Realisierung der 
eigenen pädosexuellen Ansprechbarkeit sei im Entwicklungsverlauf des Beschwer-
deführers Anfangs der 80er-Jahre der Beginn eines dysfunktionalen Stressregulati-
onsverhaltens festzustellen, das sich im problematischen Umgang mit Alkohol ma-
nifestiere. Es seien nicht primär umweltbezogene und/oder situationsspezifische 
Faktoren von Relevanz für die begangenen Delikte, sondern die Dynamik der per-
sönlichkeitsimmanenten Risiko-Eigenschaften (Pädosexualität als Affinität und risi-
korelevante Alkoholproblematik). 

In den aktuellen Therapie- und Vollzugsverlaufsberichten der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 sowie im 
Austrittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 wur-
de die von den Gutachtern Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ 
gestellte Diagnose der Pädophilie, nicht ausschliesslicher Typus, heterosexuell 
(ICD-10: F65.4), bestätigt. Bezüglich des Alkoholkonsums wurde von einer Alko-
holabhängigkeit (ICD-10: F10.2) ausgegangen. Eine dissoziale Persönlichkeitss-
truktur liess sich, gleichermassen wie im Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ 
und Dipl. psych. Z.________, nicht erkennen. 

Gestützt auf das Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________ sowie die Therapie- und Vollzugsverlaufsberichte der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 und den Aus-
trittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 muss 
sowohl tatzeitnah als auch aktuell von einer schweren psychischen Störung des 
Beschwerdeführers im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB ausgegangen werden. Deren 
Zusammenhang mit den verübten Taten ist offenkundig gegeben (vgl. die Aus-
führungen hiervor zum Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________). Das Vorliegen einer psychischen Störung wurde und wird denn auch 
vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt.

4.3 Gemäss Art. 62 Abs. 1 StGB wird der Täter aus dem stationären Vollzug der 
Massnahme bedingt entlassen, sobald sein Zustand es rechtfertigt, dass ihm 
Gelegenheit gegeben wird, sich in der Freiheit zu bewähren. Damit wird zum 
Ausdruck gebracht, dass die bedingte Entlassung nur bei einer günstigen Prognose 
für das weitere Verhalten des Täters möglich ist. Mit Blick auf die 
Aufhebungsgründe in Art. 62c StGB ist davon auszugehen, dass die bedingte 
Entlassung dann zu erfolgen hat, wenn die mit der schweren psychischen Störung 

12

zusammenhängende Rückfallgefahr ausreichend vermindert werden konnte. Bei 
der Beurteilung des Rückfallrisikos sind die Modalitäten einer allfälligen bedingten 
Entlassung, d.h. die spezialpräventiven Wirkungen der Bewährungshilfe, der 
Weisungen bzw. der Verpflichtung zu einer ambulanten Behandlung, usw. zu 
berücksichtigen. Prognoserelevante Veränderungen sind einerseits durch das mit 
der Behandlung betraute Fachpersonal festzustellen und im Bericht der 
Vollzugseinrichtung festzuhalten. Andererseits lassen sich entsprechende 
Erkenntnisse durch zuvor gewährte, positiv verlaufene Vollzugslockerungen 
gewinnen. Bei Anlasstaten, die zum Straftatenkatalog von Art. 64 Abs. 1 StGB 
gehören, was im Fall des Beschwerdeführers zutrifft, ist der kriminalprognostischen 
Beurteilung durch Sachverständige besondere Beachtung zu schenken 
(TRECHSEL/PAUEN BORER, in: TRECHSEL/PIETH [Hrsg.], Schweizerisches Strafge-
setzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 2 zu Art. 62 StGB; HEER, in: Basler 
Kommentar, Strafrecht, 3. Aufl. 2013, N. 23 ff. zu Art. 62 StGB; 
SCHWARZENEGGER/HUG/JOSITSCH, Strafrecht II Strafen und Massnahmen, 8. Aufl. 
2007, § 9 Ziff. 1.22). Sexualstraftäter gelten als eine stark rückfallgefährdete 
Gruppe von Straftätern, insbesondere in Verbindung mit Persönlichkeits- und 
psychotischer Störung sowie Alkohol- und Substanzmissbrauch (HEER, a.a.O., 
N. 70 zu Art. 59 StGB). 

4.4 Das Regionalgericht stützt sich betreffend die Beurteilung der Legalprognose 
massgeblich auf das Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________ vom 29. Juli 2016. Der Beschwerdeführer beanstandet dies zu Recht 
nicht. Vielmehr stützt er sich zur Begründung seiner Rechtsbegehren auf dieselbe 
Expertise. 

Im Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ wurden 
die für die Legalprognose günstigen und ungünstigen Faktoren einander gegenü-
bergestellt. Als ungünstig wurde die sehr lange Zeit der einschlägigen Delinquenz 
(1982-2011) bewertet. Gleiches gelte für die Tatsache, dass mit früheren Therapien 
keine anhaltenden Erfolge in Bezug auf die zentralen Risikoeigenschaften (pädo-
sexuelle Affinität und risikorelevante Alkoholproblematik) erzielt worden seien. Ein-
schneidende Sanktionierungen (Inhaftierungen) hätten den Beschwerdeführer nicht 
in Richtung Deliktsfreiheit zu beeinflussen vermocht. Der Beschwerdeführer sei 
sowohl im hands-on- als auch im hands-off-Bereich mehrfach einschlägig rückfällig 
geworden. Zusätzlich belastend auf die Legalprognose wirke sich die in der Ver-
gangenheit hinzugetretene allgemeine Delinquenz aus (vgl. S. 90 des Gutachtens). 
Positiv stuften die Gutachter die aktuelle, allerdings noch junge Problemeinsicht 
des Beschwerdeführers ein, welche erstmals die eigene pädosexuelle Ansprech-
barkeit in den Vordergrund rücke und nicht mehr auf dem während Jahrzehnten 
gestützten Motiv einer alkoholbedingten Entgleisung aufbaue. Des Weiteren seien 
die Compliance des Beschwerdeführers bezüglich risikosenkender Massnahmen 
(triebdämpfende Medikation und Antabus zur unterstützenden Entwöhnung von Al-
kohol), seine moderat bis deutlich ausgeprägte Kontrollfähigkeit, seine realistischen 
Zukunftsvorstellungen sowie der «prosozial gefärbte soziale Empfangsraum» (Fa-
milie) positiv zu bewerten. Dem tadellosen Vollzugsverhalten des Beschwerdefüh-
rers komme keine unmittelbare legalprognostische Relevanz zu, da sich die risiko-
relevante Problematik des Beschwerdeführers in anderen Bereichen (pädosexuelle 

13

Affinität und risikorelevante Alkoholproblematik) zeige (vgl. S. 90 f. des Gutach-
tens). 

In einer Gesamtschau und unter Gewichtung aller Faktoren bewerteten die Gutach-
ter die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer mit einschlägigen Straftaten 
im Sinne sexueller Handlungen mit Kindern erneut rückfällig werde, kurz- bis mittel-
fristig als moderat. Moderat bedeute, dass Deliktsfreiheit wahrscheinlicher sei als 
einschlägige Straffälligkeit. Das Risiko sei deutlich geringer als 50 %. Es handle 
sich demnach nicht um ein hohes Risiko. Moderat bedeute aber auch, dass das Ri-
siko gegenüber dem – naturgemäss sehr geringen – Risiko der Normalbevölkerung 
deutlich erhöht sei. Es handle sich beim hier beschriebenen moderaten Risiko für 
den Bereich von Sexualdelikten an Kindern sicherlich um ein relevantes und nicht 
um ein vernachlässigbares Risiko. Auch bei einem moderat ausgeprägten Risiko 
seien gerade für sexuelle Handlungen an Kindern risikosenkende Massnahmen 
weiterhin klar indiziert. Die Wahrscheinlichkeit für erneute Delikte im hands-off-
Bereich (sexuelle Belästigung und Pornografie) stuften die Gutachter als leicht er-
höht ein, nämlich moderat bis deutlich. Begleitende (und bereits eingeleitete) risi-
kosenkende Massnahmen (wie beispielsweise die aktuelle triebdämpfende Medika-
tion oder die geplante Antabus-Behandlung) seien geeignet, das ausgewiesene Ri-
siko weiter signifikant zu senken (vgl. S. 91 f. des Gutachtens). 

Vor dem Hintergrund des positiv bewerteten Vollzugs- und Massnahmenverlaufs 
sowie unter Berücksichtigung der aktuellen legalprognostischen Einschätzung er-
achteten die Gutachter den weiteren Verbleib des Beschwerdeführers im geschlos-
senen Setting als nicht zwingend. Der aktuelle Behandlungsrahmen sei im positi-
ven Sinne ausgeschöpft. Nächster Schritt innerhalb der therapeutischen Arbeit soll-
te die vertiefte Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit seiner pädosexuel-
len Affinität sein, wofür die jüngste Offenlegung eine geeignete Basis darstelle. Un-
ter Berücksichtigung der bislang erzielten Fortschritte und der Compliance des Be-
schwerdeführers mit den bereits eingeleiteten risikosenkenden Begleitmassnah-
men werde eine Verlegung in ein offen geführtes Massnahmenzentrum empfohlen. 
Es könne auch in einem offen geführten Regime an den risikorelevanten Themen 
des Beschwerdeführers weiter gearbeitet werden. Als spezifischer Risikofaktor 
müsste in diesem Kontext die leichte Verfügbarkeit von Alkohol bezeichnet werden. 
Ein weiterer Risikofaktor stelle sich im Zusammenhang mit dem Freizeitverhalten 
des Beschwerdeführers im Rahmen von Lockerungen. Die allfälligen Lockerungs-
schritte müssten sorgfältig vor- und nachbesprochen werden und die bestehende 
Sensibilisierung des Beschwerdeführers für risikorelevante Situationen (z.B. 
Schwimmbäder) weiter vertieft werden (vgl. S. 92 des Gutachtens).

Betreffend Progression führten die Gutachter aus, angesichts des bisherigen posi-
tiven Vollzugs- und Massnahmenverlaufs und unter Berücksichtigung des aktuellen 
therapeutischen Standes inkl. bereits eingeleiteter Unterstützungsmassnahmen 
seien erste Vollzugsöffnungen in der Form von durch Institutionspersonal begleite-
ten Ausgängen zum aktuellen Zeitpunkt aus legalprognostischer Sicht vertretbar. 
Im Falle und unter Vorbehalt des weiteren günstigen Massnahmenverlaufs könnten 
weitere Progressionen in Betracht gezogen werden. Dabei sollte die Gewährung 
von teil- oder unbegleiteten Ausgängen/Urlauben vom vorauszusetzenden positi-

14

ven Verlauf der vorgängig absolvierten begleiteten Lockerungsschritte abhängig 
gemacht werden. Ebenfalls bei positivem Verlauf von unbegleiteten Ausgän-
gen/Urlauben könne als weitere Progression ein Wohn- und Arbeitsexternat sowie 
in der Folge die bedingte Entlassung eingeleitet werden. Als spezifische Risikofak-
toren seien dabei dieselben Aspekte zu berücksichtigen, auf die bereits bei der 
Frage des Vollzugsortes Bezug genommen worden sei (leichte Verfügbarkeit von 
Alkohol; Freizeitverhalten; vgl. S. 93 des Gutachtens). 

4.5 In den jüngsten Therapie- und Vollzugsverlaufsberichten der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 wurde betref-
fend die Legalprognose ausgeführt, in der Gesamtschau und unter Gewichtung der 
einzelnen Faktoren ergebe sich ein indifferentes bis eher ungünstiges Bild hinsicht-
lich der Begehung von einschlägigen Straftaten im Sinne sexueller Handlungen mit 
Kindern. Die bisherige Kriminalitätsentwicklung sei hinsichtlich des wiederholten 
Bewährungsversagens trotz einschneidender Sanktionen als ungünstig zu beurtei-
len. Positiv ins Gewicht fielen die vom Beschwerdeführer gezeigte hohe Therapie-
bereitschaft, seine offene Selbstdarstellung sowie seine Auseinandersetzung mit 
der Tat und der Situation der Opfer. Eher günstig zu beurteilen seien die vom Be-
schwerdeführer gezeigte Einsicht in die und Auseinandersetzung mit der Pädophi-
lie, seine stabilen Freundschaften und familiären Beziehungen sowie seine allge-
meine Zufriedenheit mit dem Leben und sein breites Interesse an diversen Akti-
vitäten. Der bisherige Verlauf nach den der letzten Verurteilung zugrundeliegenden 
Taten werde als indifferent beurteilt, da bislang nur eingeschränkt Gelegenheit zu 
deliktrelevantem Verhalten bestanden habe. Verbesserungspotential werde in einer 
weiteren Erhöhung der Frustrationstoleranz und des besseren Ausdrucks seiner 
Emotionen und Bedürfnisse sowie einer weiteren Stärkung des Selbstwertes gese-
hen. Die Beibehaltung der Testosteron senkenden Medikation, gegebenenfalls 
auch die präventive Einnahme von Antabus, würden das Risiko erneuter Delin-
quenz deutlich senken. Ein erhöhtes Risiko für erneuten Alkoholkonsum bestehe 
bei Auftreten von vor allem familiären Problemen resp. Verlusten. Während be-
grenzten Ausgängen seien impulsive Übergriffe auf Kinder wenig wahrscheinlich, 
zumal der Beschwerdeführer zuvor nie unalkoholisiert delinquiert habe und es bei 
seinen Delikten – zumindest in den vergangenen zwei Jahrzehnten – immer zu 
vorherigen Anbahnungshandlungen mit bzw. dem Aufbau von Beziehungen zu den 
Opfern gekommen sei. Als spezifischer Rückfallfaktor müssten bei weiteren Locke-
rungen, also unbegleiteten Ausgängen, die leichtere Verfügbarkeit von Alkohol so-
wie vermehrtes Antreffen von Kindern festgehalten werden. Ebenfalls bestünde bei 
weiteren Lockerungen für den Beschwerdeführer Zugang zum Internet. Hierbei sei 
denkbar, dass sich der Beschwerdeführer allenfalls zunehmend in der Grauzone 
von Legalität vs. Illegalität bewegen könnte und eine langsame Annäherung bis zu 
illegalen Inhalten stattfinde, wie es in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. 

Hinsichtlich der Empfehlungen für den weiteren Vollzug der Massnahme bzw. die 
weitere Behandlung wurde festgehalten, es werde die Ansicht im Gutachten vom 
29. Juli 2016 geteilt, wonach ein weiterer Verbleib des Beschwerdeführers im ge-
schlossenen Setting nicht zwingend sei. Unter Berücksichtigung der bislang erziel-
ten Fortschritte und der stets gegebenen Compliance mit bereits eingeleiteten risi-
kosenkenden Begleitmassnahmen (Salvacyl) sowie der Bereitschaft des Be-

15

schwerdeführers für weitere risikosenkende Massnahmen (z.B. Antabus, begleite-
tes Wohnen) werde ein Übertritt in ein offenes Setting befürwortet. Hinsichtlich 
Stressmanagement, Umgang mit negativen Emotionen und folglich der Alkoholab-
stinenz und Rückfallprophylaxe für Sexualdelikte verfüge der Beschwerdeführer be-
reits über ein breites Wissen über mögliche aktuelle und zukünftige Risikofaktoren 
sowie deren Management. Als therapeutische Schwerpunkte in der nächsten Be-
handlungsphase werde die Festigung der bisher erarbeiteten Therapieinhalte und 
deren Überprüfung auf der Handlungsebene gesehen. Auch die Beziehungsgestal-
tung und daraus abzuleitende Risikofaktoren sollten weiterhin behandelt werden.

4.6 Im Austrittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 
wurde ergänzt, der Beschwerdeführer habe in den Gesprächen ein Verständnis 
von individuellen Risikosituationen und deren Zusammenhang mit seiner Bezie-
hungsgestaltung, seinem sozialen Umfeld, der Berufsausübung, der Wohnortwahl 
sowie der Freizeitgestaltung entwickelt. Trotz dieser Fortschritte sei zuletzt deutlich 
geworden, dass beim Beschwerdeführer weiterhin eine hohe Ansprechbarkeit für 
Nähe und Zuwendung vorgelegen habe, die er ab einem gewissen Punkt nicht 
mehr habe adäquat zu regulieren vermocht und sich unkritisch und idealisierend 
von seinen Emotionen und Wunschvorstellungen habe leiten lassen. Konkret sei es 
ihm schwer gefallen, sich adäquat von den Avancen einer erwachsenen, deutlich 
jüngeren Mitpatientin abzugrenzen. Der Beschwerdeführer habe gewisse Vorsätze 
verworfen, um ihr zu gefallen, und habe Schwierigkeiten gezeigt, Distanz zu wah-
ren oder die Signale der Mitpatientin kritisch auf ihre Bedeutung zu prüfen. Dabei 
habe er mit einer teilweise undifferenzierten, idealisierenden und wenig kritischen 
Interpretation seines eigenen Verhaltens sowie der Signale der Mitpatientin impo-
niert, welche wiederholt geäussert habe, dass sie keine enge Beziehung wolle. 
Dies werde nicht als Ausdruck sexuellen Interesses oder als Beleg für etwaiges 
Therapieversagen der antiandrogenen Behandlung gesehen, sondern als Ausdruck 
für sein grosses Bedürfnis nach Beziehungen, Nähe und Normalität. Hinsichtlich 
der Deliktshypothese hätten sich somit kurz vor dem Austritt neue Erfahrungen er-
geben, welche die bisherige Deliktshypothese um das Element «sehr hohes Be-
dürfnis nach und Ansprechbarkeit für Nähe und Zuwendung» erweitere. Es werde 
davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer vor dem Hintergrund seiner aus-
geprägten Bedürftigkeit und Sehnsucht nach Nähe und Zuwendung zu einer ver-
zerrten Wahrnehmung des Gegenübers (Idealisierung) sowie seiner eigenen Per-
son (Selbstüberschätzung) neige sowie zu einer Art Objektifizierung des Gegenü-
bers. Es sei anzunehmen, dass obige Aspekte in der Vergangenheit zur pädosexu-
ellen Motivation hinzugekommen seien und die Wahrscheinlichkeit eines Übergriffs 
erhöht hätten. 

Die unkritische und stark idealisierende Beziehungsgestaltung mit grenzüberschrei-
tendem Verhalten zu einer Mitpatientin werfe neue Aspekte auf die Legalprognose. 
Das kürzlich gezeigte Beziehungsverhalten mit Grenzüberschreitungen und kogni-
tiven Verzerrungen müsse als kritisch beurteilt werden. Die Beibehaltung der anti-
androgenen Medikation senke das Risiko erneuter Delinquenz zwar deutlich, je-
doch sollte der stark deliktrelevante Aspekt der hohen Bedürftigkeit und Wunsch 
nach Nähe und Zuwendung weiter therapeutisch behandelt werden. 

16

Zum Prozedere nach dem Austritt und den Empfehlungen wurde im Austrittsbericht 
angeführt, psychotherapeutisch sollte der Fokus auf die dysfunktionale und delik-
trelevante Beziehungsgestaltung des Beschwerdeführers gelegt werden, da diese 
auch ohne Alkoholkonsum zu grenzüberschreitendem Verhalten führen könne. In 
diesem Zusammenhang würden weitere Lockerungen im Sinne von unbegleiteten 
Ausgängen als wichtig angesehen, um das Kontaktverhalten des Beschwerdefüh-
rers beobachten und therapeutisch bearbeiten zu können. Ebenfalls sollten die Re-
gulation von Ärger und das Äussern von Kritik und Bedürfnissen weiter therapeu-
tisch bearbeitet werden, um den Selbstwert des Beschwerdeführers weiter zu festi-
gen und seine Beziehungsgestaltung zu optimieren (vgl. ebenso den Bericht der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) betreffend die Ergänzungsfragen vom 
11. April 2018, S. 2). 

4.7 Im Verlaufsbericht der JVA E.________ vom 8. Juni 2018 wurde dargelegt, der 
Beschwerdeführer habe sich gut auf die psychotherapeutische Therapiebeziehung 
einlassen können. Gemäss eigenen Angaben führe er seit Februar 2018 eine pla-
tonische Beziehung. Er habe die Frau als Mitpatientin der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) kennengelernt. Die Beziehung scheine aus 
sozialtherapeutischer Sicht eher asymmetrisch zu sein. Die Initiative für Aufmerk-
samkeit scheine mehrheitlich vom Beschwerdeführer auszugehen. Gegenwärtig 
stünden neben der Besprechung aktueller Themen und des Umgangs mit schwieri-
gen Situationen die Reflexion der bisherigen Therapieerfahrungen im Fokus der 
Psychotherapie. Im Hinblick auf eine nachhaltige Rückfallprävention werde die 
Fortführung der Massnahme im aktuellen Setting zur Festigung der Abstinenzmoti-
vation und zur Etablierung eines umfassenden Risikomanagements als zielführend 
erachtet. Die Fortführung der Massnahme sei notwendig und sinnvoll.

4.8 Gestützt auf das Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________ sowie die jüngsten Therapie- und Vollzugsverlaufsberichte der 
C.________(Massnahmeneinrichtung), welche alle eine Verlegung des Beschwer-
deführers in ein offen geführtes Massnahmenzentrum zwecks Weiterbearbeitung 
der risikorelevanten Themen empfehlen, muss zwingend geschlossen werden, 
dass die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung nach Art. 62 StGB derzeit 
noch nicht gegeben sind. Dem Beschwerdeführer kann prospektiv noch keine der-
art günstige Prognose gestellt werden, als dass eine umgehende bedingte Entlas-
sung gerechtfertigt wäre. Es trifft zu, dass im Gutachten von Prof. Dr. med. 
Y.________ und Dipl. psych. Z.________ das Risiko erneuter hands-on-Delikte ge-
ringer als 50 % eingeschätzt wurde. Dies begründet indes nicht ohne weiteres eine 
positive Legalprognose. Wie bereits im Beschluss des Obergerichts des Kantons 
Bern BK 17 377 vom 10. Oktober 2017 E. 6.2 sowie im Urteil des Bundesgerichts 
1B_487/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 3.8 ausgeführt worden ist, stellt es eine 
Rechtsfrage dar, ab wann die Wahrscheinlichkeit einer Rückfallgefahr als erheblich 
zu bewerten ist. Bei der Einschätzung der Gutachter muss berücksichtigt werden, 
dass diese lediglich das kurz- und mittelfristige Rückfallrisiko betrifft, während Ziel 
einer Massnahme auch die langfristige Deliktsfreiheit sein muss. Die Einschätzung 
der Gutachter, es bestehe ein moderates Rückfallrisiko, ist zudem vor dem Hinter-
grund zu würdigen, dass diese ausdrücklich eine kontrollierte und nur schrittweise 
Lockerung des Vollzugsregimes – und nicht eine umgehende bedingte Entlassung 

17

– empfehlen. Weiter kommt hinzu, dass im Gutachten das kurz- und mittelfristige 
Risiko von hands-off-Delikten als höher (moderat bis deutlich) bezeichnet wurde. 
Diesbezüglich besteht die Befürchtung einer eigenen Dynamik. Die Gefahr, dass 
durch hands-off-Delikte der Drang nach hands-on-Delikten und die Versuchung 
audiovisuell Wahrgenommenes in die Praxis umzusetzen, erhöht werden, ist na-
mentlich bei Personen, welche derartige Handlungen in der Vergangenheit wieder-
holt tatsächlich vollzogen haben, nicht von der Hand zu weisen (vgl. dazu auch die 
Ausführungen im Therapie- und Vollzugsverlaufsberichts der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. Februar 2018, S. 11 f.). Schliesslich 
muss berücksichtigt werden, dass die drohenden Delikte (sexuelle Handlungen mit 
Kindern) von erheblicher Sicherheitsrelevanz sind. Kinder sind besonders schutz-
bedürftig, das Rechtsgut der sexuellen Entwicklung Unmündiger wiegt dement-
sprechend hoch (BGE 143 IV 9 E. 3.2). Angesichts dessen ist auch ein moderates 
Risiko für hands-on-Delikte als erheblich einzustufen.

4.9 Die zentralen Risikoeigenschaften beim Beschwerdeführer sind gemäss Gutachten 
von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ die pädosexuelle Affi-
nität und die risikorelevante Alkoholproblematik. Gemäss Prof. Dr. med. 
Y.________ und Dipl. psych. Z.________ existiert beim Beschwerdeführer schon 
seit frühem Erwachsenenalter eine durchgängige pädosexuelle Affinität, welcher 
eine primäre handlungsbegleitende Bedeutung im Kontext der diversen Deliktsbe-
gehungen zukommt. Die risikorelevante Alkoholproblematik besitze eine «Rolle in 
der zweiten Reihe» in dem Sinne, dass sie sich konstellierend und begünstigend 
(im Sinne der Verminderung von Hemmschwellen) auswirke (vgl. S. 76 ff. des Gut-
achtens). Frühere Therapien vermochten an diesen Risikoeigenschaften keine 
nachhaltige Änderung zu bewirken. Der Beschwerdeführer hat sowohl im hands-
on- als auch im hands-off-Bereich wiederholt einschlägig delinquiert.

Gemäss eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer seit seiner Inhaftierung am 
16. November 2011, d.h. seit nunmehr mehr als 6 ½ Jahren, keinen Alkohol mehr 
konsumiert. Dies wurde mittels Tests regelmässig überprüft, welche jeweils negativ 
ausfielen. Beim vom Regionalgericht erwähnten Datum (16. November 2016) han-
delt es sich offensichtlich um einen Verschrieb, der auf den Beschluss inhaltlich 
keinen Einfluss hatte. Aus den Akten geht hervor und ist unbestritten, dass sich der 
Beschwerdeführer während des Massnahmenvollzugs alkoholabstinent verhalten 
hat. Aus der aktuellen Alkoholabstinenz lässt sich indes kaum etwas für die Freiheit 
ableiten, da diese im geschlossenen Rahmen erfolgte. Ausgänge des Beschwerde-
führers ausserhalb der Institution fanden bislang nur in Begleitung statt. Die freie 
Verfügbarkeit von Alkohol ist bei der Konstellation des Beschwerdeführers ein zen-
traler, spezifischer Risikofaktor. Dies insbesondere deshalb, weil sich in der Ver-
gangenheit gezeigt hat, dass auch die Einnahme von Antabus beim Beschwerde-
führer nicht zu einer längerfristigen Alkoholabstinenz und Deliktsfreiheit geführt hat. 
Es ist demnach im Rahmen von weiteren Lockerungsschritten angezeigt, einläss-
lich zu überprüfen, wie der Beschwerdeführer im offener geführten Rahmen rea-
giert, wenn er mit Alkohol konfrontiert wird (Suchtdruck etc.). Der Verabreichung 
von Antabus als risikosenkende Massnahme stehen derzeit zudem erhebliche me-
dizinische Bedenken gegenüber (vgl. den Therapie- und Verlaufsbericht der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 15. Mai 2017, S. 16 [Aortenaneurysma; 

18

mögliche Blutdruckkrisen]). Gemäss Angaben des Beschwerdeführers anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 11. Juni 2018 fanden insoweit keine weiteren Ab-
klärungen mehr statt (Z. 49 ff. des Protokoll). Ob das vom amtlichen Verteidiger 
genannte Medikament Campral eine geeignete Alternativmedikation für den Be-
schwerdeführer ist, kann derzeit nicht beurteilt werden. Hinsichtlich der vom Be-
schwerdeführer an der Hauptverhandlung erwähnten weiteren Auffangnetze (Not-
fallvertrag, wonach er sich an die freiwillige Mitarbeiterin der Bewährungshilfe wen-
den kann, wenn er Suchtdruck verspürt; Box mit Foto seines Sohnes, einem Gum-
miband und einer Chilischote; Z. 96 ff. des Protokolls der Einvernahme vom 
11. Juni 2018) ist festzustellen, dass es sich bei all diesen Auffangnetzen um Hilfe-
stellungen handelt, welche vom Beschwerdeführer selbständig in Anspruch ge-
nommen werden müssen. Sowohl Alkohol als auch Nikotin stellen grosse Risiko-
faktoren bei einem Aneurysma dar. Dies muss auch dem Beschwerdeführer be-
kannt sein. Trotzdem hat er nach einem kurzen Rauchstopp wieder mit dem Rau-
chen angefangen (vgl. Z. 291 ff. des Protokolls der Einvernahme vom 11. Juni 
2018). Dass der Beschwerdeführer um das Risiko eines Aneurysmas weiss, 
scheint deshalb nicht geeignet, ihn vom Alkoholkonsum abzuhalten. Sein Verhalten 
zeigt vielmehr, dass er offenbar nicht in der Lage ist, sämtliche Vorhaben wie ge-
plant umzusetzen. Seine Beteuerungen sind folglich mit Vorsicht zu geniessen. 

Der Beschwerdeführer konnte erst nach über 30-jähriger Delinquenz im Juni 2016 
seine pädosexuelle Neigung im Rahmen einer Therapiesitzung offenlegen. 
Gemäss den Gutachtern Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ 
habe dieser jüngst erfolgte Schritt eine nächste und entscheidende Tür für seine 
weitere therapeutische Entwicklung geöffnet. Nächster Schritt innerhalb der thera-
peutischen Arbeit solle die vertiefte Auseinandersetzung mit seiner pädosexuellen 
Affinität sein, wofür die jüngste Offenlegung eine geeignete Basis darstelle (vgl. 
S. 89 f. des Gutachtens). Der vom Beschwerdeführer kritisierte Terminus «jüngst 
erfolgter Schritt der Selbstöffnung» stammte folglich von den Gutachtern selbst und 
nicht vom Regionalgericht. Die Formulierung erscheint im Übrigen durchaus ge-
rechtfertigt, wenn bedacht wird, dass die Gutachter Prof. Dr. med. Y.________ und 
Dipl. psych. Z.________ von 30 Jahren intermittierender einschlägiger Delinquenz 
sprechen. Vor diesem zeitlichen Hintergrund ist es nachvollziehbar, eine erst im 
Sommer 2016 erfolgte Öffnung als jüngst erfolgt zu qualifizieren. Von einer mass-
geblichen Relativierung der von den Behandlern monierten mangelnden Identifika-
tion mit der pädosexuellen Neigung durch die Gutachter Prof. Dr. med. Y.________ 
und Dipl. psych. Z.________ kann nicht die Rede sei (vgl. dazu die zutreffenden 
Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft in der Stellungnahme vom 20. De-
zember 2017, S. 5). Mit der Identifikation des Beschwerdeführers mit der Pädophi-
lie hat sich ein relevanter Faktor in der weiteren Behandlung verändert. Die Arbeit 
am Umgang mit der Pädophilie und die Installierung eines insoweit adäquaten Risi-
komanagements konnte erst ab Sommer 2016 resp. mit dem Übertritt in die 
C.________(Massnahmeneinrichtung) angegangen werden. Nach den Gutachtern 
besteht insoweit weiterer Behandlungs- und Vertiefungsbedarf. 

Weiter kommt hinzu, dass auch die erst kurz vor dem Übertritt in die JVA 
E.________ beim Beschwerdeführer festgestellte unkritische und stark idealisie-
rende Beziehungsgestaltung mit grenzüberschreitendem Verhalten zu einer Mitpa-

19

tientin neue Aspekte auf die Legalprognose des Beschwerdeführers wirft. Im Aus-
trittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 wurde 
das kürzlich gezeigte Beziehungsverhalten des Beschwerdeführers als kritisch be-
urteilt und es wurde empfohlen, den stark deliktrelevanten Aspekt der hohen Be-
dürftigkeit und Wunsch nach Nähe und Zuwendung weiter therapeutisch zu behan-
deln. Die dysfunktionale und deliktrelevante Beziehungsgestaltung könne auch oh-
ne Alkoholkonsum zu grenzüberschreitendem Verhalten führen und es wurde an-
genommen, dass diese die Wahrscheinlichkeit sexueller Übergriffe erhöht habe. 
Auch insoweit besteht folglich weiterhin therapeutischer Behandlungsbedarf (vgl. 
ebenso den Verlaufsbericht der JVA E.________ vom 8. Juni 2018, S. 3, wonach 
die Beziehung als asymmetrisch bezeichnet wurde). Die unkritische und idealisie-
rende Wahrnehmung des Beschwerdeführers bezüglich seiner Beziehung zeigte 
sich auch anlässlich der Einvernahme an der Hauptverhandlung vom 11. Juni 2018 
(Z. 126 ff. des Protokolls). 

4.10 Die Gegenüberstellung der positiven und der negativen Faktoren hat die Gutachter 
nicht zur Folgerung geführt, dass der Beschwerdeführer sogleich bedingt aus der 
jetzigen Massnahme zu entlassen sei. Vielmehr empfehlen die Gutachter unter 
Berücksichtigung der bisher erzielten Fortschritte und der Compliance des Be-
schwerdeführers, mit bereits eingeleiteten risikosenkenden Begleitmassnahmen die 
Massnahme fortzusetzen, um an den risikorelevanten Themen weiterzuarbeiten, 
wenngleich unter Verlegung in ein offen geführtes Massnahmenzentrum. Mithin be-
fürworten die Gutachter unter Abwägung und Würdigung der verschiedenen Fakto-
ren (insbesondere auch der Compliance des Beschwerdeführers bezüglich risiko-
senkender Massnahmen sowie seiner moderat bis deutlich ausgeprägten Kontroll-
fähigkeit als positive Faktoren) gerade nicht das, was der Beschwerdeführer an-
strebt (sofortige bedingte Entlassung unter Anordnung einer ambulanten Therapie 
und Erteilung von Weisungen und Kontrollen betreffend Alkoholabstinenz und der 
eingeleiteten antiandrogenen Therapie), sondern sie gehen davon aus, dass eine 
Fortsetzung der Massnahme mit sukzessiven Öffnungen angezeigt ist. Von einer 
gutachterlichen Beurteilung ist nicht ohne triftigen Grund abzuweichen. Derartige 
Gründe liegen hier nicht vor. Die aktuellen Therapie- und Verlaufsberichte der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 sowie der 
Austrittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 
stimmen denn auch mit der gutachterlichen Schlussfolgerung überein. Nicht eine 
bedingte Entlassung, sondern eine Fortsetzung der Massnahme in einem offener 
geführten Massnahmenzentrum mit der Erweiterung der Beobachtungs- und 
Übungsfelder wird als angezeigt erachtet. Durch diese Vollzugslockerungen soll 
evaluiert werden, wie der Beschwerdeführer reagiert, wenn er Begegnungen mit 
ihn sexuell ansprechenden Kindern und Frauen hat, und ob allenfalls ein Sucht-
druck auftritt bei Konfrontation mit Alkohol (vgl. dazu den Lockerungsantrag der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 20. Dezember 2016, S. 2; vgl. zudem 
die Verfügung der BVD betreffend Änderung des Vollzugsortes vom 28. Februar 
2018, S. 5). Sowohl das jüngste Gutachten als auch die Therapie- und Vollzugsver-
laufsberichte und der Austrittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) 
zeigen konstant und in nachvollziehbarer Weise auf, weshalb unter Risikogesichts-
punkten eine sorgfältig geplante, vorbereitete und begleitete bedingte Entlassung 

20

angezeigt erscheint. Zwischen Vollzug in einer offenen Anstalt und bedingter Ent-
lassung besteht ein sehr wesentlicher Unterschied. Der Beschwerdeführer kann 
folglich nicht mit der Behauptung gehört werden, seine Anträge seien mit den gut-
achterlichen Schlüssen ohne weiteres vereinbar. 

Soweit der Beschwerdeführer moniert, die Gutachter seien nicht ausdrücklich nach 
einer bedingten Entlassung gefragt worden, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich 
beim Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ nicht 
um ein Gerichtsgutachten handelt. Dieses wurde von der Vollzugsbehörde vor dem 
Hintergrund der geplanten Schliessung der Therapieabteilung der JVA X.________ 
und der damit verbundenen Frage nach der geeigneten Anschlussinstitution sowie 
angesichts der dokumentierten Stagnation in der Therapie betreffend emotionaler 
Identifikation mit der Pädophilie und des Gesuches des Beschwerdeführers um 
neue Begutachtung eingeholt. Es betraf demnach nicht ausdrücklich die Frage der 
Weiterführung der Massnahme. Angesichts der Antworten zum Vollzugsort und der 
Progression ergibt sich aber klar, dass die Gutachter stets von der Weiterführung 
der Massnahme in einem stationären Rahmen ausgegangen sind (vgl. S. 105 ff. 
des Gutachtens). Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, seit der Gutachtenserstel-
lung habe sich vieles geändert und er habe viele Therapien gemacht, vermag dies 
nichts daran zu ändern, dass die gutachterlichen Feststellungen nach wie vor Gel-
tung haben. Die Einschätzung der Gutachter wurde in sämtlichen weiteren Ver-
laufsberichten unter Berücksichtigung der Therapiefortschritte bestätigt. Auch in 
den jüngsten Verlaufsberichten wird nicht eine bedingte Entlassung, sondern eine 
Versetzung in eine offene Massnahmeneinrichtung resp. dortig die Gewährung von 
unbegleiteten Ausgängen befürwortet (vgl. S. 16 des Austrittsberichts der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018; vgl. auch den aktuellen 
Verlaufsbericht der JVA E.________ vom 8. Juni 2018, S. 8). 

Die Beschwerdekammer in Strafsachen teilt sodann die von der Generalstaatsan-
waltschaft anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. Juni 2018 geäusserten Be-
denken hinsichtlich der angestrebten Wohnsituation des Beschwerdeführers im 
Falle einer sofortigen bedingten Entlassung. Der Beschwerdeführer beabsichtigt, 
zu seiner Exfrau zu ziehen (vgl. Z. 211 ff. des Protokolls der Einvernahme vom 
11. Juni 2018). Diese lebt in einer neuen Partnerschaft. Es ist offensichtlich, dass 
eine solche Wohnsituation erhebliches Konfliktpotential birgt und keine stabile Lö-
sung darstellt. Der Beschwerdeführer verfügte im Übrigen auch anlässlich seiner 
letzten Entlassung aus dem Massnahmenvollzug im Jahr 2000 über einen stabilen 
sozialen Empfangsraum. Dieser hat den Beschwerdeführer nicht vor weiterer ein-
schlägiger Delinquenz abzuhalten vermocht. Schliesslich ist angesichts der vom 
Beschwerdeführer mehrfach verübten hands-off-Delikte als kritisch zu beurteilen, 
dass er bei einer bedingten Entlassung beabsichtigt, an der von ihm erstellten Ho-
mepage weiterzuarbeiten (vgl. Z. 173 ff. des Protokolls der Einvernahme vom 11. 
Juni 2018). Eine Kindersicherung für das Internet (vgl. Z. 267 ff. des Protokolls der 
Einvernahme vom 11. Juni 2018) kann vom Beschwerdeführer selbst wieder auf-
gehoben werden. 

4.11 Die protektiven Faktoren genügen nach dem Gesagten im jetzigen Zeitpunkt noch 
nicht, um eine bedingte Entlassung als verantwortbar erscheinen zu lassen. Eine 

21

sofortige bedingte Entlassung wäre für den Beschwerdeführer mit grossen Heraus-
forderungen für die Bewährung verbunden. Insbesondere die freie Verfügbarkeit 
von Alkohol und die einfache Möglichkeit, mit Kindern in Kontakt zu treten, stellen 
gewichtige Risikofaktoren für eine Rückfallgefahr dar. Der Beschwerdeführer befin-
det sich erst seit dem 5. März 2018 in der offen geführten JVA E.________ auf der 
Grundstufe. Hinreichende Beobachtungs- und Übungsfelder konnten noch nicht in-
stalliert und evaluiert werden. Bei einer sofortigen bedingten Entlassung aus dem 
derzeitigen stationären therapeutischen Rahmen wäre aufgrund der sich daraus 
abrupt erschliessenden Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu Kindern – sei es 
über das Internet oder durch zufälliges Antreffen, z.B. im Schwimmbad – verbun-
den mit dem einfachen Zugang zu Alkohol von einer gesellschaftlich nicht hin-
nehmbaren Wahrscheinlichkeit der Begehung weiterer Sexualstraftaten auszuge-
hen. Dem Beschwerdeführer kann daher noch keine hinreichend günstige Progno-
se gestellt werden, welche eine sofortige bedingte Entlassung ohne Durchlaufen 
der weiteren Vollzugslockerungsschritte rechtfertigen würde. Eine – ohnehin nicht 
zuverlässige – Bezifferung eines «sozialverträglichen» Restrisikos erübrigt sich 
damit. 

4.12 Mit Blick auf die aktuellen Verlaufs- und Therapieberichte der 
C.________(Massnahmeneinrichtung), insbesondere auch den Bericht betreffend 
die Ergänzungsfragen, sowie das jüngste Gutachten von Prof. Dr. med. 
Y.________ und Dipl. psych. Z.________ vom 29. Juli 2016 ist zudem von einer 
therapeutischen dynamischen Einflussnahme, die zu einer Verbesserung der Le-
galprognose führt, auszugehen. Der Beschwerdeführer ist therapiefähig und thera-
piewillig. Pädophilie ist zwar nicht heilbar, indes kann man lernen, mit dieser Nei-
gung umzugehen. Dies vermag das Rückfallrisiko zu vermindern. 

4.13 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Eingangsindikation für die Mass-
nahme, das Vorliegen einer psychischen Störung bzw. deren Zusammenhang mit 
den verübten Taten, gegeben ist. Zudem kann dem Beschwerdeführer aktuell noch 
keine derart günstige Prognose gestellt werden, als dass eine umgehende bedingte 
Entlassung anzuordnen wäre. 

5.

5.1 Sind, wie vorliegend, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Verlängerung der 
stationären therapeutischen Massnahme gegeben, kann das zuständige Gericht 
die Massnahme nach dem Gesetzeswortlaut um jeweils höchstens fünf Jahre ver-
längern. Aus der Formulierung ergibt sich zunächst, dass eine Massnahmenver-
längerung selbst bei Vorliegen der in Art. 59 Abs. 4 StGB genannten Vorausset-
zungen nicht zwingend erfolgen muss («Kann-Vorschrift»; BGE 135 IV 139 E. 2.4). 
Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz verlangt, dass die Sicherheitsbelange der All-
gemeinheit und der Freiheitsanspruch des Betroffenen als wechselseitiges Korrek-
tiv gesehen und im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden. Der Staat soll 
dem Betroffenen die Freiheit nur so lange entziehen können, als die von ihm aus-
gehende Gefahr dies zu rechtfertigen vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_513/2017 vom 24. August 2017 E. 2.1 mit Hinweisen). 

22

5.2 Das Verhältnismässigkeitsprinzip umfasst drei Teilaspekte. Eine Massnahme muss 
geeignet sein, beim Betroffenen die Legalprognose zu verbessern. Weiter muss sie 
notwendig sein, d.h. sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mil-
dere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Schliesslich muss 
zwischen dem Eingriff und dem angestrebten Zweck eine vernünftige Relation be-
stehen (Verhältnismässigkeit i.e.S.). Das bedeutet, dass die betroffenen Interessen 
gegeneinander abgewogen werden müssen. Bei der Prüfung des Zweck-Mittel-
Verhältnisses fällt im Rahmen der Gesamtwürdigung auf der einen Seite insbeson-
dere die Schwere des Eingriffs in die Freiheitsrechte des Betroffenen in Betracht. 
Auf der anderen Seite sind die Behandlungsbedürfnisse sowie die Schwere und 
Wahrscheinlichkeit künftiger Straftaten relevant. Den Gefahren, die von einem 
Täter ausgehen, muss bei einer Interessenabwägung grössere Bedeutung 
zukommen als der Schwere des mit einer Massnahme verbundenen Eingriffs (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 6B_70/2017 vom 19. Juli 2017 E. 6.3 mit Hinweisen). 

5.3 Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt nicht nur in Bezug auf die Anordnung der 
Massnahmenverlängerung als solche Beachtung, sondern auch hinsichtlich ihrer 
Dauer (Art. 56 Abs. 2 StGB). Nach dem Gesetzeswortlaut darf die Massnahme, wie 
erwähnt, um höchstens fünf Jahre verlängert werden. Daraus folgt unmissverständ-
lich, dass im Einzelfall auch eine Verlängerungsdauer von weniger als fünf Jahren 
in Frage kommen kann (BGE 135 IV 139 E. 2.4). Die Dauer der Massnahme hängt 
vom Behandlungsbedürfnis des Betroffenen und der Erfolgsaussicht der Mass-
nahme, letztlich also von den Auswirkungen der Massnahme auf die Gefahr weite-
rer Straftaten ab. Das Ende der Massnahme wird damit im Unterschied zum Ende 
der Strafe nicht durch Zeitablauf bestimmt. Sie dauert vielmehr grundsätzlich so 
lange an, bis ihr Zweck erreicht ist oder sich eine Zweckerreichung als aussichtslos 
erweist (Urteil des Bundesgerichts 6B_513/2017 vom 24. August 2017 E. 2.1 mit 
Hinweisen). Es gibt keine abstrakte, mathematisch zu bestimmende zeitliche Ober-
grenze (vgl. TRECHSEL/PAUEN BORER, in: TRECHSEL/PIETH [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, a.a.O., N. 6 f. zu Art. 56 StGB; HEER, a.a.O., N. 128 zu Art. 59 
StGB mit Verweis auf BGE 135 IV 139 sowie HEER, a.a.O., N. 36 zu Art. 56 StGB). 
Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die Sicherheitsbelange der Allge-
meinheit und der Freiheitsanspruch des Betroffenen gegeneinander abzuwägen. 
Es kommt insbesondere darauf an, ob und welche Straftaten vom Massnahmeun-
terworfenen drohen, wie ausgeprägt das Mass der Gefährdung ist und welches 
Gewicht den bedrohten Rechtsgütern zukommt (Urteil des Bundesgerichts 
6B_513/2017 vom 24. August 2017 E. 2.4 mit Verweis auf BGE 142 IV 105 E. 5.4 
sowie Urteil 6B_109/2013 vom 19. Juli 2013 E. 4.4.3 mit Hinweisen). 

5.4 Die grundsätzliche Eignung der stationären Therapierung des Beschwerdeführers 
zwecks Verbesserung seiner Legalprognose wird vom Beschwerdeführer zu Recht 
nicht in Abrede gestellt. Diese kann gestützt auf das Gutachten von Prof. Dr. med. 
Y.________ und Dipl. psych. Z.________ vom 29. Juli 2016 sowie die aktuellen 
Therapie- und Vollzugsverlaufsberichte der C.________(Massnahmeneinrichtung) 
als gegeben erachtet werden. Die JVA E.________ ist eine geeignete offene 
Massnahmeneinrichtung (vgl. Art. 56 Abs. 6 StGB). 

23

5.5 Was den vom Beschwerdeführer beanstandeten Teilaspekt der Notwendigkeit an-
belangt, gilt es Folgendes festzuhalten: Es ist dem Beschwerdeführer zuzustim-
men, dass die sofortige bedingte Entlassung unter Anordnung einer ambulanten 
Behandlung sowie Erteilung von Weisungen/Kontrollen betreffend die Alkoholabsti-
nenz und die eingeleitete antiandrogene Therapie seine Freiheitsrechte weniger 
einschneidend tangieren würde als eine stationäre therapeutische Massnahme und 
damit grundsätzlich ein milderes Mittel darstellen würde. Dies allein reicht aller-
dings nicht, denn die zur Auswahl stehenden Mittel müssen zur Erreichung des mit 
dem Eingriff verfolgten öffentlichen Interesses gleich geeignet sein. Dies ist vorlie-
gend nicht der Fall. Es kann auf das Urteil des Bundesgerichts 1B_487/2017 vom 
1. Dezember 2017 E. 3.14 betreffend Anordnung der Sicherheitshaft verwiesen 
werden. Was der Beschwerdeführer als begleitende Massnahmen zu einer beding-
ten Entlassung vorschlägt, entspricht im Wesentlichen dem, was im Haftbeschwer-
deverfahren als Ersatzmassnahmen in Betracht gekommen wäre und insbesondere 
auch vom Bundesgericht als ungenügend verworfen worden ist. Zwar erscheint ge-
stützt auf die gutachterlichen Schlussfolgerungen eine schrittweise Lockerung des 
Vollzugsregimes als angezeigt. Mit einer umgehenden Entlassung aus der statio-
nären therapeutischen Massnahme mit der blossen Anordnung einer ambulanten 
Behandlung und von Weisungen/Kontrollen, wie sie der Beschwerdeführer fordert, 
kann der Rückfallgefahr für sexuelle Handlungen mit Kindern hingegen nicht wir-
kungsvoll begegnet werden. Insbesondere stellen, wie in E. 4.11 hiervor dargelegt, 
bei einer sofortigen bedingten Entlassung die freie Verfügbarkeit von Alkohol und 
die einfache Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu Kindern trotz der medikamentö-
sen Behandlung und der deliktorientierten Therapie des Beschwerdeführers ge-
wichtige Risikofaktoren dar. Diese vorgeschlagenen Anordnungen sind mithin nicht 
in gleicher Weise wie die Fortführung der stationären therapeutischen Massnahme 
geeignet, um die Rückfallgefahr zu bannen. Unter Risikogesichtspunkten ist eine 
sukzessive Heranführung auf den Zeitpunkt der bedingten Entlassung gemäss den 
gängigen Stufenkonzepten gegenüber der umgehenden Entlassung mit Anordnung 
einer ambulanten Massnahme nach Art. 63 StGB nach wie vor klar zu bevorzugen. 
Von entscheidender Bedeutung für das zukünftige Risikomanagement sind die 
sukzessive Beobachtung, Begleitung und mit zunehmender Belastungserprobung 
erfolgte Heranführung an die Freiheit. Dieses Vorgehen, das klassischerweise ei-
nem Stufenkonzept folgt, ist geeignet, allfällige Risikoentwicklungen frühzeitig zu 
erkennen und therapeutisch und vollzugstechnisch angemessen zu kompensieren 
(vgl. S. 93 des Gutachtens von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. 
Z.________ vom 29. Juli 2016; S. 16 des Therapie- und Verlaufsberichts der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 15. Mai 2017; S. 12 des Therapie- und 
Vollzugsverlaufsberichts der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. Fe-
bruar 2018; S. 16 des Austrittsberichts der C.________(Massnahmeneinrichtung) 
vom 19. März 2018; S. 1 f. des Berichts betreffend Ergänzungsfragen der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 11. April 2018). Dass das Regionalge-
richt vor diesem Hintergrund die sofortige bedingte Entlassung des Beschwerde-
führers unter Anordnung einer ambulanten Massnahme und Weisungen/Kontrollen 
als valable Alternative zur Verlängerung der stationären therapeutischen Mass-

24

nahme verworfen hat, ist daher nicht zu beanstanden. Das Regionalgericht hat mit-
hin, anders als es vom Beschwerdeführer dargetan wurde, Alternativen geprüft. 

5.6 Bei der Überprüfung der Verhältnismässigkeit im engeren Sinne hat die Beschwer-
dekammer in Strafsachen abzuwägen, ob das vom Beschwerdeführer ausgehende 
Gefahrenpotential für die Allgemeinheit den mit der Verlängerung der Massnahme 
verbundenen Eingriff in seine Freiheitsrechte zu überwiegen vermag. Vorliegend 
besteht nach wie vor ein Behandlungsbedürfnis des Beschwerdeführers. Im Falle 
einer umgehenden bedingten Entlassung des Beschwerdeführers müsste mit er-
heblichen Verletzungen hochrangiger Rechtsgüter besonders schutzbedürftiger 
Opfer (sexuelle Entwicklung Unmündiger) gerechnet werden. Der Beschwerdefüh-
rer befindet sich seit rund 5 Jahren und 9 Monaten im Massnahmenvollzug. Das öf-
fentliche Interesse an der Sicherheit sowie das Behandlungsbedürfnis überwiegen 
den Freiheitsanspruch des Beschwerdeführers. Eine Verlängerung der stationären 
therapeutischen Massnahme ist damit zumutbar. Soweit der Beschwerdeführer 
vorbringt, die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne sei nicht gegeben, weil der 
Zweck einer allfälligen stationären Massnahme im Rahmen einer ambulanten The-
rapie erreicht werden könnte, handelt es sich hierbei um eine Frage der Notwen-
digkeit (vgl. dazu E. 5.5. hiervor). 

5.7 Zu prüfen bleibt die konkrete Massnahmendauer. Das Regionalgericht führte be-
treffend die Massnahmendauer aus, angesichts des Umstandes, dass in der The-
rapie nur langsam Fortschritte erzielt worden seien und erst nach jahrelanger The-
rapie eine emotionale Identifikation des Beschwerdeführers mit seiner pädosexuel-
len Neigung stattgefunden habe und davon auszugehen sei, dass die Therapiebe-
dürftigkeit noch längere Zeit bestehen werde – der Beschwerdeführer befinde sich 
aktuell im geschlossenen Vollzug und werde die meisten Progressionsstufen noch 
durchlaufen müssen –, werde es als angemessen erachtet, die Massnahme ent-
sprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft um weitere fünf Jahre zu verlän-
gern. Damit ist das Regionalgericht – wenn auch knapp – seiner Begründungs-
pflicht nachgekommen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerde-
führers liegt nicht vor. 

5.8 Für die Dauer der Massnahmenverlängerung ist entscheidend, in welchem Zeit-
rahmen vom Beschwerdeführer welche Fortschritte erwartet werden können. Die 
Beantwortung dieser Frage hängt auch vom bisherigen Therapieverlauf ab. 

Dem Austrittsbericht der JVA X.________ vom 9. November 2016 lässt sich ent-
nehmen, dass vom Beschwerdeführer zu Beginn seines Aufenthaltes eine sexuelle 
Motivation für die Delikte geleugnet worden sei. Obwohl Stress in der Beziehung 
und bei der Arbeit und der daraus resultierende enthemmende Alkoholkonsum als 
relevante Kontextfaktoren gesehen werden könnten, sei die Hauptmotivation des 
Beschwerdeführers über Jahre unausgesprochen geblieben. Er habe die Diagnose 
der Pädophilie im Verlauf zwar grundsätzlich akzeptieren und annehmen können, 
es habe ihm aber nicht möglich geschienen, einen emotionalen Zugang zu ent-
sprechenden Anteilen zu finden. Gegen Ende des Aufenthalts habe der Beschwer-
deführer in der Therapie am 24. Juni 2016 zugeben können, dass er eine pädophile 
Neigung verspüre und schon immer verspürt habe. Um ein adäquates Risikomana-
gement zu erstellen, habe es dieses Zugeständnisses bedurft. Aktuell werde eine 

25

weitere Behandlung als zweckmässig angesehen, da sich mit der Identifikation mit 
der Pädophilie ein relevanter Faktor verändert habe. Zudem bedürften die bisher 
erarbeiteten Risikofaktoren Alkoholkonsum, Selbstwert und Umgang mit Stress in 
sozialen Situationen weiterer Arbeit. 

Aus den aktuellen Therapie- und Vollzugsverlaufsberichten der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 16. und 19. Februar 2018 geht hervor, 
dass der Beschwerdeführer regelmässig an wöchentlichen kognitiv-
verhaltenstherapeutisch ausgerichteten delikts- und störungsorientieren Einzelthe-
rapien teilnehme. Vom 24. Oktober 2016 bis 31. Januar 2017 habe er einmal 
wöchentlich an der deliktspezifischen Gruppentherapie für Sexualstraftäter teilge-
nommen. Seit dem 28. September 2016 beziehe er begleitete Einzelausgänge in-
nerhalb des Areals; seit dem 3. November 2016 habe er aufgrund der guten Ent-
wicklung an den begleiteten Gruppenausgängen auf dem Klinikareal teilnehmen 
können. Begleitete Einzelausgänge ausserhalb der Klinik fänden seit dem 1. Fe-
bruar 2017 statt. An begleiteten Gruppenausgängen ausserhalb des Klinikareals 
nehme der Beschwerdeführer seit dem 5. April 2017 teil (vgl. im Detail den Thera-
pie- und Verlaufsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 15. Mai 
2017). Am 22. Januar 2018 hätten die BVD zudem die Genehmigung für unbeglei-
tete Ausgänge auf dem Klinikareal erteilt. Der Beschwerdeführer zeige sich in den 
Therapien offen, therapiemotiviert und veränderungsbereit. Bezüglich der Medikati-
on habe er sich durchgehend «compliant» und verantwortungsvoll verhalten. Der 
Eindruck, dass der Beschwerdeführer seine – lange Zeit verdrängte – Pädosexua-
lität in sein Selbstbild integriert habe und für sich habe akzeptieren können, habe 
sich weiter verfestigt. Während der begleiteten Ausgänge habe sich der Beschwer-
deführer achtsam hinsichtlich Risikosituationen und eigener Reaktionen auf rele-
vante Reize (Alkoholangebot, Kinder) gezeigt und diese mit der Einzeltherapeutin 
oder seiner Bezugsperson besprochen. In den begleiteten Ausgängen sei es zu 
keinen besonderen Vorkommnissen gekommen. Trotz der Fortschritte sei zuletzt 
deutlich geworden, dass beim Beschwerdeführer weiterhin eine hohe Ansprech-
barkeit für Nähe und Zuwendung vorgelegen habe, welche er ab einem gewissen 
Punkt nicht mehr adäquat zu regulieren vermocht habe. Er habe sich unkritisch und 
idealisierend von seinen Emotionen und Wunschvorstellungen leiten lassen. Kon-
kret sei es ihm schwer gefallen, sich von den Avancen einer erwachsenen, aber 
deutlich jüngeren Mitpatientin abzugrenzen. Verlangen nach Bier habe der Be-
schwerdeführer kaum mehr verspürt. Denke er z.B. nach einem stressigen Tag 
doch einmal an ein Bier, könne er sich gut mit etwas Nichtalkoholischem «beloh-
nen». Unter Berücksichtigung der bislang erzielten Fortschritte und der stets gege-
benen Compliance mit bereits eingeleiteten risikosenkenden Begleitmassnahmen 
(Salvacyl) sowie der Bereitschaft für weitere stützende Massnahmen (Antabus, be-
gleitetes Wohnen etc.) werde ein Übertritt in ein offenes Setting befürwortet. Hin-
sichtlich Stressmanagement, Umgang mit negativen Emotionen und folglich der Al-
koholabstinenz und Rückfallprophylaxe verfüge der Beschwerdeführer bereits über 
ein breites Wissen über mögliche aktuelle und zukünftige Risikofaktoren sowie de-
ren Management. Als therapeutische Schwerpunkte in der nächsten Behandlungs-
phase würden die Festlegung der bisher erarbeiteten Therapieinhalte und deren 
Überprüfung auf der Handlungsebene als zentral erachtet. Auch die Beziehungs-

26

gestaltung und daraus abzuleitende Risikofaktoren sollten weiterhin behandelt 
werden. 

Im Austrittsbericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 19. März 2018 
wurde ergänzt, kurz vor dem Austritt hätten sich neue Erfahrungen ergeben, wel-
che die bisherige Deliktshypothese um das Element «sehr hohes Bedürfnis nach 
und Ansprechbarkeit für Nähe und Zuwendung» erweitere. Die Beibehaltung der 
antiandrogenen Medikation senke das Risiko erneuter Delinquenz zwar deutlich, 
doch sollte der stark deliktrelevante Aspekt der hohen Bedürftigkeit und Wunsch 
nach Nähe und Zuwendung weiter therapeutisch behandelt werden. Psychothera-
peutisch müsse der Fokus auf die dysfunktionale und deliktrelevante Beziehungs-
gestaltung des Beschwerdeführers gelegt werden. In diesem Zusammenhang wür-
den weitere Lockerungen im Sinne von unbegleiteten Ausgängen als wichtig ange-
sehen, um das Kontaktverhalten des Beschwerdeführers zu beobachten und the-
rapeutisch bearbeiten zu können. 

Im Bericht der C.________(Massnahmeneinrichtung) vom 11. April 2018 wurde 
hinsichtlich der Frage des weiteren Massnahmenverlaufs, insbesondere in zeitli-
cher Hinsicht, Folgendes ausgeführt: «Aufgrund der bisherigen therapeutischen Erfah-
rungen lässt sich hinsichtlich des wahrscheinlichen und möglichen weiteren Massnahmen-
verlaufs aus therapeutischer Sicht sagen, dass Herr A.________ bei uns eine hohe Mitwir-
kungsbereitschaft in den Therapien und ein durchgehend sicher absprachefähiges Verhal-
ten in sämtlichen Ausgängen und bezüglich seiner Lockerungen gezeigt hat. Es gibt aus 
therapeutischer Sicht ggw. keinen Grund zu bezweifeln, warum sich an dieser Zuverlässig-
keit und Offenheit im näheren weiteren Verlauf etwas ändern sollte. Bezüglich einer zeitli-
chen Dimension sehen wir, wie schon im Austrittsbericht ausgeführt, weiter Lockerungen 
i.S. von unbegleiteten Ausgängen als wichtig, um sein Kontaktverhalten zu beobachten und 
ggf. weiter therapeutisch bearbeiten zu können. Wie lange eine derartige weiter Beobach-
tungsphase andauern wird, lässt sich ggw. zeitlich nur sehr schwierig einschätzen». Weiter 
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe im Rahmen der Therapie nie den 
Eindruck vermittelt, dass eine Verlängerung der Massnahme bei ihm zu einer Per-
spektivenlosigkeit führen könnte oder werde. Es sei aus therapeutischer Sicht nicht 
ersichtlich, inwieweit die erzielten Therapieerfolge beim Beschwerdeführer durch 
eine Massnahmenverlängerung gefährdet werden sollten. 

Im Verlaufsbericht der JVA E.________ vom 8. Juni 2018 wurde dargelegt, der Be-
schwerdeführer habe seit seinem Eintritt Anfangs März 2018 einen guten Start auf 
der offenen Abteilung gehabt. Er habe sich problemlos ins offene Setting einfügen 
und sich an sämtliche Regeln halten können. Der Beschwerdeführer gebe an, sich 
auf die Massnahme einzulassen und an sich zu arbeiten. Inwiefern eine tiefgründi-
ge Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Problembereichen gelingen 
werde und ob er die ihm gebotenen Übungsfelder erfolgreich nutzen könne, werde 
sich in den nächsten Monaten zeigen. 

5.9 Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ hatten in ihrem Gutachten 
vom 29. Juli 2016 hinsichtlich der Gewährung weiterer Progressionen ausgeführt, 
die Gewährung von teil- oder unbegleiteten Ausgängen/Urlauben sollte vom 
vorauszusetzenden positiven Verlauf der vorgängig absolvierten begleiteten Locke-
rungsschritte abhängig gemacht werden. Bei ebenfalls positivem Verlauf von unbe-

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gleiteten Ausgängen/Urlauben könnten als weitere Progressionen ein Wohn- und 
Arbeitsexternat sowie in der Folge die bedingte Entlassung eingeleitet werden. Als 
spezifische Risikofaktoren seien die leichtere Verfügbarkeit von Alkohol sowie das 
Freiheitverhalten des Beschwerdeführers im Rahmen von Lockerungen zu berück-
sichtigen. Die allfälligen Lockerungsschritte sollten sorgfältig vor- und nachbespro-
chen und die bestehende Sensibilisierungsphase für risikorelevante Situationen 
(z.B. Schwimmbäder) weiter vertieft werden (S. 93 des Gutachtens). 

5.10 Die BVD hatten in ihrem Antrag auf Verlängerung der stationären therapeutischen 
Massnahme vom 14. Juni 2017 ausgeführt, aktuell befinde sich der Beschwerde-
führer im geschlossenen Vollzug mit begleitet geführten Ausgängen und somit erst 
in den ersten Stufen eines progressiv geführten Vollzugssystems. Er werde sich 
folglich noch in den meisten Progressionsstufen (offener Vollzug, unbegleitete 
Ausgänge/Urlaube, Übernachtungsurlaube, Arbeitsexternat, Wohn- und Arbeitsex-
ternat), welche schrittweise zu durchlaufen seien, bewähren müssen. Dabei müsse 
in Anbetracht der bisher langsam erzielten Therapiefortschritte mit einer längeren 
Erprobungsphase pro Progressionsstufe gerechnet werden. Dies treffe insbeson-
dere für das Wohn- und Arbeitsexternat zu, da dort im Vergleich zu einer Institution 
das Kontroll- und Betreuungssetting weniger eng sei. So sei insbesondere bei Per-
sonen, bei denen eine deliktrelevante Störung durch Alkohol diagnostiziert werde, 
die leichtere Verfügbarkeit von Alkohol zu beachten. Zusätzlich zur Alkoholproble-
matik seien im vorliegenden Fall gestützt auf die Ausführungen im Gutachten und 
die Rückmeldungen der behandelnden Personen weitere Risikofaktoren, nämlich 
der leichtere Zugang zum Internet und vermehrtes Antreffen von Kindern zu nen-
nen. Des Weiteren müssten gemäss dem aktuellen Gutachten der Risikofaktor 
Freizeitverhalten beobachtet und damit verbundene risikorelevante Situationen 
(z.B. Schwimmbäder) monitorisiert werden. Es werde deshalb von einem länger 
angelegten Wohn- und Arbeitsexternat (mindestens 1 Jahr) ausgegangen. In Anbe-
tracht der dargestellten Grobplanung werde eine Verlängerung der Massnahme um 
fünf Jahre als angemessen und notwendig erachtet, um den Rahmen der Mass-
nahme in kleinen und sorgfältig vorbereiteten Stufen zu lockern, die Compliance 
und das Verhalten des Beschwerdeführers im gelockerten Setting über einen an-
gemessenen Zeitraum zu überwachen und ihn bei allfälligen Schwierigkeiten wei-
terhin zeitnah unterstützen zu können. 

5.11 In der Verfügung betreffend Änderung des Vollzugsortes vom 28. Februar 2018 
erwogen die BVD, der Beschwerdeführer weise einen positiven Vollzugs- und The-
rapieverlauf auf und habe sich durchgehend engagiert, therapiemotiviert und ver-
änderungsbereit gezeigt. Die bisherigen begleiteten Ausgänge seien alle aus-
nahmslos positiv verlaufen. Bezüglich relevanter Problembereiche habe der Be-
schwerdeführer ein vertieftes Verständnis zwischen pädosexueller Neigung und Al-
koholkonsum zu erlangen vermocht. Hinweise auf Versuche, an Alkohol oder por-
nografisches Material zu gelangen, seien nicht festzustellen gewesen. Da weitere 
therapeutische Fortschritte auch in einer offener geführten Institution erzielt werden 
könnten, sei die Versetzung des Beschwerdeführers in ein offenes Setting indiziert 
und legalprognostisch vertretbar. Die Versetzung in ein offeneres Setting diene 
insbesondere der Überprüfung der Therapiefortschritte bezüglich Pädophilie und 
der Abstinenzerprobung von Alkohol. Diese hätten im geschlossenen Setting kaum 

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erprobt werden können. Angesichts der vorliegenden Risikofaktoren (leichtere Ver-
fügbarkeit von Alkohol; Zugang zum Internet; vermehrtes Antreffen von Kindern; 
Freizeitverhalten) seien die Vollzugslockerungen sorgfältig zu planen, vorzuberei-
ten und insbesondere schrittweise durchzuführen sowie zu überwachen und zu er-
proben. Da in der JVA E.________ ein klar strukturiertes und kleinschrittiges Stu-
fenkonzept bestehe, welches dem Beschwerdeführer ermögliche, die bisherigen 
Therapiefortschritte sukzessive unter fortschreitenden Öffnungsschritten zu stabili-
sieren und zu vertiefen, werde die JVA E.________ als geeignete Institution erach-
tet. 

5.12 Der Beschwerdeführer befand sich seit dem 12. September 2012 bis am 5. März 
2018 im geschlossenen Massnahmenvollzug, wobei ihm erste Vollzugslockerungen 
gewährt worden waren (begleitete Gruppenausgänge innerhalb des Areals seit 
September 2016; begleitete Einzelausgänge ausserhalb des Areals seit Februar 
2017; begleitete Gruppenausgänge ausserhalb der Areals seit April 2017; unbeglei-
tete Ausgänge auf dem Klinikareal seit Februar 2018). Begleitete Einzel- und 
Gruppenausgänge im Areal fanden gemäss Aussagen des Beschwerdeführers täg-
lich statt. Zudem erfolgten ca. sechs begleitete Einzelausgänge ausserhalb des 
Areals. Die Gruppenausgänge waren wöchentlich. Unbegleitete Ausgänge im Areal 
nahm der Beschwerdeführer seit Februar 2018 bis zu seiner Versetzung Anfangs 
März 2018 täglich wahr (vgl. Z. 60 ff. des Protokolls der Einvernahme vom 11. Juni 
2018). Die bislang erfolgten Vollzugslockerungen verliefen ohne Zwischenfälle. Seit 
dem 5. März 2018 befindet sich der Beschwerdeführer im offenen Massnahmen-
vollzug in der JVA E.________ in der Grundstufe. Die JVA E.________ bietet fünf 
Vollzugsstufen an (Beobachtungs- und Triagestation; Grundstufe; A; B; C), welche 
mit den vier Vollzugsmodulen (Arbeitserprobung; Arbeitsexternat; Wohnexternat; 
Wohn- und Arbeitsexternat) kombiniert werden können. In der Regel tritt ein Ein-
gewiesener direkt in die Grundstufe des offenen Massnahmenvollzugs ein (vgl. 
Broschüre der JVA E.________, S. 8; abrufbar im Internet unter: .________). 
Gemäss Stufenkonzept der JVA E.________ sind in der Grundstufe erst ab vier 
Monaten Aufenthalt Ausgänge und Urlaube möglich (vgl. die Verfügung der BVD 
betreffend Änderung des Vollzugsortes vom 28. Februar 2018, S. 2). Der Be-
schwerdeführer wird gemäss eigenen Angaben in der JVA E.________ frühestens 
Anfangs Juli 2018 wieder Vollzugslockerungen erhalten (vgl. Z. 90 des Protokolls 
der Einvernahme vom 11. Juni 2018). Dass dem Beschwerdeführer nach seiner 
Versetzung in die JVA E.________ während der ersten vier Monate keine Ausgän-
ge etc. gewährt werden, kann nicht als Rückschritt bezeichnet werden. Ein solches 
Vorgehen ist bei einem Institutionswechsel nachvollziehbar. Die Institution muss 
den Beschwerdeführer zuerst neu kennen- und einschätzen lernen. Da die Instituti-
on bezüglich des Beschwerdeführers eine Verantwortung trifft, ist es jedenfalls hin-
zunehmen, dass während dieser Kennenlernphase noch keine Vollzugslockerun-
gen gewährt werden. Von einer Erschwerung, die Progressionsschritte voranzu-
treiben, kann nicht gesprochen werden. 

Der Beschwerdeführer ist in der Vergangenheit bereits mehrfach einschlägig rück-
fällig geworden. Es liegt ein mehrfaches Bewährungsversagen vor (vgl. E. 3.1 hier-
vor). Der Beschwerdeführer war insbesondere bereits in den Jahren 1994-1998 in 
der JVA E.________ untergebracht und absolvierte von 1996-1997 ein Wohn- und 

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Arbeitsexternat. Im Rahmen dieser Vollzugslockerung floh der Beschwerdeführer. 
Er musste in die JVA E.________ zurückversetzt werden. Dem Beschwerdeführer 
gelang es auch nach diesem Massnahmenvollzug nicht, straffrei zu leben. Er wur-
de erneut einschlägig rückfällig. Die heutige Ausgangslage ist zwar insoweit an-
ders, als es dem Beschwerdeführer Ende Juni 2016 gelang, seine pädosexuelle 
Neigung offenzulegen. Allerdings konnte die zielgerichtete therapeutische Arbeit 
mit der Pädophilie dementsprechend auch erst ab diesem Zeitpunkt in Angriff ge-
nommen werden. Als neuer deliktrelevanter Gesichtspunkt ergab sich zudem kurz 
vor dem Austritt aus der C.________(Massnahmeneinrichtung) Anfang März 2018 
das hohe Bedürfnis des Beschwerdeführers nach und Ansprechbarkeit für Nähe 
und Zuwendung. Auch die dysfunktionale Beziehungsgestaltung des Beschwerde-
führers muss zur Verbesserung der Legalprognose weiter therapiert werden. Die 
bisherige Kriminalitätsentwicklung zeigt einen problematischen schwergradig chro-
nifizierten Verlauf. Angesichts der einschlägigen Vorgeschichte bedarf es daher 
einlässlicher Erprobung und Bewährung des Beschwerdeführers in den einzelnen 
Progressionsschritten.

Der Beschwerdeführer befand sich bislang in einem noch sehr geschützten Rah-
men (geschlossene Institution bis Anfangs März 2018). Noch anstehend ist ein (er-
neutes) Bewähren in Ausgängen und Urlauben ausserhalb des Klinikareals, in 
Übernachtungsurlauben, in der Arbeitserprobung, im Arbeitsexternat, im Wohnex-
ternat sowie im Wohn- und Arbeitsexternat (vgl. dazu auch die Empfehlungen im 
Gutachten von Prof. Dr. med. Y.________ und Dipl. psych. Z.________ vom 
29. Juli 2016, S. 93). Insoweit wurde von den BVD zu Recht ausgeführt, dass sich 
der Beschwerdeführer – auch wenn er nunmehr in den offenen Massnahmenvoll-
zug (Grundstufe) versetzt worden ist – noch in den ersten Stufen eines progressiv 
geführten Vollzugssystems befindet. Angesichts der Vorgeschichte des Beschwer-
deführers ist davon auszugehen, dass er sämtliche oder mindestens die meisten 
Vollzugsstufen der JVA E.________ bis hin zum Wohn- und Arbeitsexternat erfolg-
reich wird durchlaufen müssen, bevor eine bedingte Entlassung in Frage kommt. 
Soweit der Beschwerdeführer anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. Juni 2018 
die Auffassung vertrat, die üblicherweise vorgesehenen Progressionsstufen seien 
nicht notwendig, da er bereits in der C.________(Massnahmeneinrichtung) grosse 
Erfahrungen mit den Ausgängen habe machen können und sich ausserhalb der 
Station sicher bewegt habe (Z. 188 ff. des Einvernahmeprotokolls), ist ihm entge-
genzuhalten, dass ihm bislang lediglich begleitete Ausgänge inner- und ausserhalb 
der Institution sowie unbegleitete Ausgänge innerhalb der Institution gewährt wor-
den sind. Mithin wurden ihm bislang nur vergleichsweise beschränkte Freiheiten 
eingeräumt. Es ist wichtig zu prüfen, wie sich der Beschwerdeführer verhält, wenn 
ihm immer mehr Freiheiten zugestanden werden. 

Der Beschwerdekammer in Strafsachen liegt kein Vollzugsplan der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) oder der JVA E.________ vor. Ein Voll-
zugsplan der JVA X.________, datierend vom 29. Dezember 2015, ist zwar vor-
handen, indes äussert sich dieser nicht zu den Progressionsstufen und zur Vorbe-
reitung der bedingten Entlassung. Der vorstehend genannte Vollzugsplan hätte zu-
dem schon nur angesichts der im Juni 2016 erfolgten Offenlegung der pädophilen 
Ansprechbarkeit und der sich daraus ergebenden Therapiefortschritte revidiert 

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werden müssen. Von den BVD wurde lediglich hinsichtlich der letzten Progressi-
onsstufe des Wohn- und Arbeitsexternats in zeitlicher Hinsicht konkret ausgeführt, 
dass davon ausgegangen werden müsse, dass dieses mindestens ein Jahr dauern 
werde. Die Beschwerdekammer in Strafsachen geht davon aus, dass die JVA 
E.________ demnächst einen Vollzugsplan mit einem Zeitplan hinsichtlich mögli-
cher Progressionsstufen erstellen wird, sollte dies zwischenzeitlich nicht bereits er-
folgt sein (vgl. Art. 75 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 29 Abs. 3 des Gesetzes über den 
Straf- und Massnahmenvollzug [SMVG; BSG 341.1] und Art. 43 der Verordnung 
über den Straf- und Massnahmenvollzug [SMVV; BSG 341.11]). In der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) bedurfte es für die dem Beschwerdeführer 
weitestgehend gewährte Vollzugslockerung der unbegleiteten Ausgänge innerhalb 
der Institution rund 1½ Jahre (August 2016 [Eintritt]-Februar 2018). 

Angesichts des grundsätzlich positiven Vollzugsverlaufs, insbesondere auch bei 
den erfolgreich verlaufenen Vollzugslockerungen in der 
C.________(Massnahmeneinrichtung), und des Eintritts des Beschwerdeführers in 
die JVA E.________ per Anfang März 2018 kann davon ausgegangen werden, 
dass sich der Beschwerdeführer auch weiterhin motiviert zeigen und engagiert mit-
arbeiten wird. Es ist daher zu erwarten, dass er die bereits in der 
C.________(Massnahmeneinrichtung) gewährten, positiv verlaufenen Vollzugslo-
ckerungen in der JVA E.________ schnell durchlaufen haben wird und diese ent-
gegen den Befürchtungen des Beschwerdeführers sicher nicht drei Jahre dauern 
werden (vgl. die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Einvernahme 
von 11. Juni 2018, Z. 93 f., wonach er Personen kenne, welche die begleiteten 
Ausgänge ein Jahr gehabt hätten und solche, bei welchen es drei Jahre gedauert 
habe). Bei weiterhin gutem Verlauf (auch hinsichtlich der therapeutischen Behand-
lung) wird derzeit für die Absolvierung unbegleiteter Ausgänge und (Übernach-
tungs-)Urlaube ab Juli 2018 mit einem zeitlichen Rahmen von ca. 1-1½ Jahren ge-
rechnet. Die weitergehenden Vollzugslockerungen (Arbeitserprobung, Arbeitsex-
ternat, Wohnexternat, Wohn- und Arbeitsexternat) setzen angesichts der bisheri-
gen Kriminalitätsentwicklung des Beschwerdeführers und seines früheren Be-
währungsversagens indes eine länger andauernde Überwac