# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5c0162f-3198-5469-b954-f8eef49ae951
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 27.03.2025 P3 25 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_P3-25-12_2025-03-27.pdf

## Full Text

P3 25 12 

 

 

VERFÜGUNG VOM 27. MÄRZ 2025 

 

Kantonsgericht Wallis 

Strafkammer 

 

Dr. Thierry Schnyder, Richter; Bernhard Julen, Gerichtsschreiber 

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Alexander 

Gärtner, Zug 

und 

 

Y _________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Alexander 

Gärtner, Zug 

gegen 

 

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS WALLIS, ZENTRALES AMT, Staatsan-

walt Dr. Milan Kryka,  

und 

 

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS WALLIS, AMT DER REGION OBER-

WALLIS, Staatsanwalt Dominic Lehner, Vorinstanz 

(Beschlagnahme) 

Beschwerde gegen den Beschlagnahmebefehl vom 23. Dezember 2024 der 

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS WALLIS, Amt der Region Oberwallis, 

(SAO 24 3823)  

- 2 - 

Verfahren  

 

A.  Am 1. Dezember 2024 wurden X _________ und Y _________ auf der Ausreisespur 

des Autoverlades A _________ - B _________ einer Zollkontrolle unterzogen, bei wel-

cher festgestellt wurde, dass beide Personen mit Kokain kontaminiertes Bargeld auf sich 

trugen. Das Fahrzeug wurde zur eingehenden Fahrzeugkontrolle nach C _________ ge-

bracht (Hauptdossier [HD] S. 20 ff. und S. 39 ff.). Das Geld blieb auf Anordnung des 

Staatsanwaltes sichergestellt (HD S. 4). X _________ und Y _________ wurden glei-

chentags polizeilich einvernommen (HD S. 8 ff. und S. 15 ff.). Gemäss Beschlagnahme-

befehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, vom  

23. Dezember 2024 wurde das kontaminierte Bargeld von insgesamt Fr. 15'050.00 und 

EUR 1'040.00 beschlagnahmt (HD S. 130 f.).  

B.  Gegen diesen Beschlagnahmebefehl erhoben X _________ (fortan: Beschwerdefüh-

rer 1) und Y _________ (fortan: Beschwerdeführer 2) am 22. Januar 2025 Beschwerde 

beim Kantonsgericht und stellten folgende Anträge (Gerichtsdossier [GD] S. 1 ff.): 

1. Der Beschlagnahmebefehl vom 01.12.2024 sei aufzuheben. 

2. Die beschlagnahmten Bargeldbeträge seien unverzüglich an meine Mandanten zurückzugeben. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatsanwaltschaft. 

Sie beantragten zudem Akteneinsicht und erklärten, anschliessend würden sie eine wei-

terführende Stellungnahme einreichen. 

C.  Der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, wurde diese 

Beschwerde am 24. Januar 2025 zugestellt und die Möglichkeit geboten, sich hierzu 

innert zehn Tagen zu äussern. Zugleich wurde um Zustellung der Akten ersucht (GD 

S. 8). 

D.  Am 28. Januar 2025 wurde das Kantonsgericht von der Staatsanwaltschaft des Kan-

tons Wallis, Zentrales Amt (fortan: Staatsanwaltschaft), dahingehend informiert, dass 

das Verfahren durch das Zentrale Amt der Staatsanwaltschaft übernommen worden sei. 

Gleichzeitig wurde um eine Fristerstreckung zur Stellungnahme bis am 14. Februar 2025 

gebeten (GD S. 10). 

E.  Nach gewährter Fristerstreckung (GD S. 11) nahm die Staatsanwaltschaft am 

11. Februar 2025 zur Beschwerde Stellung, beantragte deren kostenpflichtige Abwei-

sung und deponierte die Akten (GD S. 12).  

- 3 - 

F.  Am 12. Februar 2025 wurden die Akten den Beschwerdeführern zur Einsichtnahme 

zugestellt und eine Fristerstreckung von zehn Tagen für die Einreichung einer Stellung-

nahme gewährt (GD S. 13). Daraufhin reichten diese am 20. Februar 2025 ihre ergän-

zende Begründung zur Beschwerde vom 22. Januar 2025 ein und beantragten zusätz-

lich Folgendes (GD S. 17 ff.): 

 Akteneinsicht nach Art. 101 StPO, insbesondere in Bezug auf mögliche Einträge im RIPOL-Fahndungs-

system oder sonstige Vermerke in behördlichen Datenbanken. 

 Die sofortige Löschung eines etwaigen Eintrags, sofern dieser nicht auf einer gerichtlichen oder gesetz-

lich begründeten Massnahme beruht. 

 Eine Erklärung der Staatsanwaltschat Wallis, ob und mit welcher Begründung Herr Y _________ zur 

Kontrolle ausgeschrieben oder registriert wurde. 

 Die Einstellung sämtlicher verdeckten oder offenen Ermittlungsmassnahmen, die ohne rechtliche Grund-

lage gegen meine Mandanten geführt werden. 

G.  Diese Eingabe wurde der Staatsanwaltschaft am 24. Februar 2025 zugestellt und sie 

wurde um Stellungnahme gebeten, ob das Kantonsgericht im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens oder die Staatsanwaltschaft für die Behandlung dieser Anträge 

zuständig ist (GD S. 21). 

H.  Die Staatsanwaltschaft hinterlegte am 25. Februar 2025 ihre entsprechende Stel-

lungnahme und beantragte, dass auf die in der Eingabe vom 20. Februar 2025 unter Ziff. 

2 gestellten Anträge mangels Anfechtungsobjekt, eventualiter wegen Ablaufs der Be-

schwerdefrist, unter Kostenfolge an die Beschwerdeführer nicht einzutreten sei (GD S. 

22 f.). 

I.  Am 7. März 2025 deponierten die Beschwerdeführer eine weitere Eingabe mit folgen-

den Anträgen (GD S. 25 ff.): 

1. Die sofortige Aufhebung der Beschlagnahme des Bargelds meiner Mandanten. 

2. Die Feststellung, dass keine strafrechtliche Grundlage für das laufende Verfahren besteht. 

3. Die Aufklärung der rechtlichen Grundlage für die Anhaltung von Y _________ am 16. Januar 2025 und 

ggf. die Entfernung eines etwaigen Fahndungsvermerks. 

4. Die Kostentragung durch den Staat, da die Beschwerde nicht unbegründet ist. 

J.  Diese Eingabe wurde der Staatsanwaltschaft am 10. März 2025 zugestellt (GD S. 29), 

worauf sich diese nicht mehr vernehmen liess. 

- 4 - 

Erwägungen 

 

1.   

1.1  Verfügungen der Staatsanwaltschaft können innert zehn Tagen mittels schriftlicher 

und begründeter Beschwerde beim Einzelrichter des Kantonsgerichts angefochten wer-

den (Art. 393 Abs. 1 lit. a, Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 13 Abs. 1 EGStPO). Die angefoch-

tene Verfügung wurde am 23. Dezember 2024 erlassen und dem Beschwerdeführer 1 

am 15. Januar 2025 zugestellt (vgl. HD S. 164), womit die schriftlich begründete Be-

schwerde vom 22. Januar 2025 innert laufender Rechtsmittelfrist eingereicht wurde. Auf 

dem Rückschein des Beschwerdeführers 2 wurde bei der Zustellung kein Datum ange-

geben. Es ist nur ein Poststempel vom 22. Januar 2025 ersichtlich (vgl. HD S. 163). Das 

Kantonsgericht hat daher zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er seine Be-

schwerde ebenfalls innert offener Frist hinterlegte, zumal Gegenteiliges von der Staats-

anwaltschaft auch nicht geltend gemacht wird. 

1.2  Zur Beschwerde legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an 

der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die Be-

schwerdeführer sind durch die Verfügung der Staatsanwaltschaft direkt betroffen und zur 

Beschwerdeführung legitimiert, da das kontaminierte Bargeld bei ihnen sichergestellt 

wurde und sie geltend machen, es handle sich um ihr Bargeld. 

1.3  Bei der Beschwerde gemäss Art. 393 StPO handelt es sich um ein umfassendes 

ordentliches Rechtsmittel. Der Beschwerdeinstanz kommt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO 

volle Kognition zu (GUIDON, Basler Kommentar, 3. A., 2023, N. 15 zu Art. 393 StPO), sie 

prüft jedoch einzig die in der Beschwerde vorgebrachten Rügen (CALAME, in: Kuhn/Jean-

neret/Perrier Depeursinge [Hrsg.], Commentaire romand, Code de procédure pénale 

suisse, 2. A., 2019, Nr. 5, 6 und 20 zu Art. 385 StPO). 

1.4  Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, wo-

mit auf die Beschwerde einzutreten ist. 

2.   

2.1  Dem am 23. Dezember 2024 erlassenen Beschlagnahmebefehl ist Folgendes zu 

entnehmen: Unter den beschlagnahmten Gegenständen wird kontaminiertes Bargeld in 

mehreren Vakuumbeutel angegeben (1x10 CHF, 3x20 CHF, 1x50 CHF, 1x100 CHF; 

31x200 CHF; 8x10 CHF, 10x20 CHF, 9x50 CHF, 7x100 CHF, 12x200 CHF, 

1x1000 CHF; 1x10 CHF, 4x200 CHF, 3x1000 CHF; 11x5 EUR, 4x20 EUR, 9x100 EUR; 

1x5 EUR). Beim Beschlagnahmegrund wird dargelegt, dass das beschlagnahmte Geld 

- 5 - 

voraussichtlich Gegenstand eines selbstständigen Einziehungsverfahrens bilden wird. 

Als Kurzbegründung wird zusammenfassend ausgeführt, dass die Beschuldigten am 

1. Dezember 2024 am Autoverlad in A _________ angehalten und kontrolliert worden 

seien. Dabei seien auf beiden Personen grössere Bargeldbeträge (Beschwerdeführer 2: 

Fr. 8‘640.00 und EUR 1‘040.00; Beschwerdeführer 1: Fr. 6‘410.00) festgestellt worden. 

Eine genauere Überprüfung habe ergeben, dass die Geldscheine mit Kokain kontami-

niert gewesen seien. In Anbetracht der Betäubungsmittelspuren auf dem Geld bestehe 

der dringende Verdacht, dass das Geld aus dem Betäubungsmittelhandel stamme (HD 

S. 130 f.). 

2.2  Diesen Beschlagnahmebefehl fechten die Beschwerdeführer an und bringen in ih-

rem Rechtsmittel vom 22. Januar 2025 vor, der Beschlagnahmebefehl stütze sich auf 

die Behauptung, dass die beschlagnahmten Bargeldbeträge mit Kokain kontaminiert 

seien und daher ein Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelhandel bestehe. Diese 

Annahme werde bestritten. Aus den bisherigen Grundlagen gehe weder hervor, welche 

genauen Beweise diesen Verdacht stützten, noch, dass die Voraussetzungen für eine 

Beschlagnahme nach Art. 263 StPO gegeben seien (GD S. 1 f.). 

2.3  Die Staatsanwaltschaft entgegnete in der Stellungnahme vom 11. Februar 2025, 

dass wie den Messprotokollen entnommen werden könne, sei das beschlagnahmte Bar-

geld hochgradig mit Kokain kontaminiert, deutlich stärker als dies allgemein üblich sei. 

Damit bestehe der dringende Tatverdacht, dass die Banknoten für den Handel mit Be-

täubungsmitteln verwendet worden seien. Wie die Beschwerdeführer in den Besitz der 

Banknoten gelangt seien, sei Gegenstand der Untersuchung und die Staatsanwaltschaft 

beabsichtige, die Beschwerdeführer zu dieser Thematik zu befragen (GD S. 12). 

2.4  Die Beschwerdeführer ergänzten ihre Beschwerde am 20. Februar 2025 und am 

7. März 2025 dahingehend, dass sich in den gesamten Akten kein einziger Beweis, nicht 

einmal ein Indiz, finde, dass sie mit einem Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

in Verbindung bringen könnte. Das Fahrzeug sei durchsucht worden, wobei keinerlei 

Drogen oder andere illegale Substanzen gefunden worden seien. Sie seien umfangrei-

chen Drogentests unterzogen worden, welche alle negativ verlaufen seien. Es existierten 

kein belastendes Telefonat, keine verdächtigen Kontakte sowie keine sonstigen relevan-

ten Ermittlungsergebnisse. Die Beschlagnahme sei durch nichts gerechtfertigt. Die 

Staatsanwaltschaft stütze sich einzig und allein auf die Kontamination des Bargelds mit 

Kokain. Dies sei kein Beweis für eine strafbare Handlung. Es sei ein allgemein bekanntes 

Phänomen, dass ein erheblicher Teil aller im Umlauf befindlichen Banknoten Rück-

stände von Betäubungsmittel aufwiesen. Der Verdacht beruhe auf absoluter Spekulation 

- 6 - 

ohne jeden realen Bezug zu einem möglichen Delikt. Die fortdauernde Beschlagnahme 

und die damit verbundene Einschränkung für sich stellten eine nicht gerechtfertigte Mas-

snahme dar, die weder durch belastbare Beweise noch durch eine rechtliche Grundlage 

gestützt werde (GD S. 17 ff. und S. 25 ff.). 

3.   

3.1  Nach Art. 263 Abs. 1 StPO können Gegenstände und Vermögenswerte einer be-

schuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn die Gegen-

stände und Vermögenswerte voraussichtlich zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, 

Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen gebraucht werden (lit. b), den Geschädigten 

zurückzugeben sind (lit. c), einzuziehen sind (lit. d) oder zur Deckung von Ersatzforde-

rungen des Staates gemäss Art. 71 StGB gebraucht werden (lit. e; Bundesgerichtsurteil 

7B_169/2024 vom 5. August 2024 E. 3.1.1). Provisorische Beschlagnahmen im Hinblick 

auf eine mögliche richterliche Ausgleichseinziehung (Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO) setzen 

eine sachliche Konnexität zwischen der Straftat und den mit Beschlag belegten Vermö-

genswerten voraus (Bundesgerichtsurteil 7B_161/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.1). Die 

Vermögenseinziehungsbeschlagnahme strebt die vorläufige Sicherstellung von Vermö-

gen an, das evtl. durch eine Straftat erlangt wurde oder dazu bestimmt war, eine Straftat 

zu veranlassen bzw. zu belohnen. Die Einziehungsbeschlagnahme stellt demgemäss 

die vorsorgliche Massnahme zur Durchsetzung des Einziehungsrechts gemäss Art. 69 

f. bzw. Art. 72 StGB dar (HEIMGARTNER, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], 

Kommentar zur StPO, 3. A., 2020, N. 11 zu Art. 263 StPO). Für die Beschlagnahme zur 

Vermögenseinziehung genügt ein Verdacht auf eine Beziehung zwischen Vermögens-

wert und Straftat. Zur Hauptsache geht es bei der Vermögenseinziehung um Vermö-

genswerte, die mutmasslich durch eine Straftat erlangt worden sind. Einziehbar und da-

mit beschlagnahmefähig sind Erträge aus Straftaten ohne individuellen Geschädigten, 

etwa aus unerlaubtem Handel mit Betäubungsmitteln (BOMMER/GOLDSCHMID, Basler 

Kommentar, 3. A., 2023, N. 41 und 43 zu Art. 263 StPO). Eine Vermögenseinziehungs-

beschlagnahme setzt die Wahrscheinlichkeit einer späteren Einziehung voraus. Demge-

mäss bedarf es eines evtl. relevanten Zusammenhangs zwischen den Vermögenswer-

ten und einer inkriminierten Tat. Es müssen konkrete Anhaltspunkte für die Hypothese 

bestehen, dass betreffende Vermögenswerte in erheblichem Zusammenhang mit einem 

inkriminierten Verhalten stehen. Nicht erforderlich ist, dass diesbezüglich ein qualifizier-

ter Verdacht besteht. Im Rahmen von Beschlagnahmeentscheiden soll dem sachrichter-

lichen Einziehungsentscheid nicht vorgegriffen werden, mithin soll eine Freigabe nur ver-

fügt werden, wenn eine Einziehung a priori ausgeschlossen ist (HEIMGARTNER, a.a.O., 

N. 18 zu Art. 263 StPO). 

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Das Gericht verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat erlangt 

worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, 

sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes 

ausgehändigt werden (Art. 70 Abs. 1 StGB). Die blosse Kokain-Kontamination genügt 

für den Nachweis der deliktischen Herkunft von Bargeld aus dem Drogenhandel in der 

Regel nicht. Dazu bedarf es vielmehr weiterer Indizien wie das Fehlen einer plausiblen 

Erklärung für einen legalen Erwerb der Gelder, die Stückelung eines grossen Geldbe-

trags in kleine Einheiten und verschiedene Währungen oder die Art des Geldtransports. 

Nicht verlangt wird hingegen, dass die Behörde auch detaillierte Kenntnis der Tatum-

stände und des Täters hat, inklusive Ort und Zeit der einzelnen Tathandlungen; ein strik-

ter Beweis der (Vor-) Tat ist nicht erforderlich (Bundesgerichtsurteil 7B_793/2023 vom 

22. April 2024 E. 2.1). 

Strafprozessuale Zwangsmassnahmen können nur ergriffen werden, wenn ein hinrei-

chender Tatverdacht vorliegt (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Im Gegensatz zum erkennen-

den Sachrichter hat das für die Beurteilung von Zwangsmassnahmen im Vorverfahren 

zuständige Gericht bei der Überprüfung des hinreichenden Tatverdachtes keine er-

schöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vor-

zunehmen. Bestreitet die betroffene Person den Tatverdacht, ist vielmehr zu prüfen, ob 

aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte 

für eine Straftat und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen, 

die Strafbehörden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit vertretba-

ren Gründen bejahen durften. Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheblich 

und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tatverdacht begründen zu können 

(Bundesgerichtsurteil 7B_861/2023 vom 10. Juli 2024 E. 3.1). Bei Beginn der Strafun-

tersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in spä-

teren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab an die 

Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stellen. Nach Durchführung der in 

Betracht kommenden Untersuchungshandlungen muss eine Verurteilung als wahr-

scheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 E. 3.2 mit Hinweisen). 

Strafprozessuale Zwangsmassnahmen müssen zudem verhältnismässig sein, dürfen 

also nur soweit angeordnet und aufrecht erhalten werden, als die angestrebten Ziele 

nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können und die Bedeutung der Straftat 

die Zwangsmassnahme rechtfertigt (Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO). Zwangsmassnah-

men, die in die Grundrechte nicht beschuldigter Personen eingreifen, sind besonders 

- 8 - 

zurückhaltend einzusetzen (Art. 197 Abs. 2 StPO). Die Beschlagnahme ist eine konser-

vatorische provisorische Massnahme, welche die Bewahrung von Gegenständen und 

Vermögenswerten bezweckt, die das Sachgericht unter anderem einziehen oder der ge-

schädigten Person zurückerstatten könnte, oder die der Durchsetzung einer Ersatzfor-

derung dienen könnten. Solange die Strafuntersuchung nicht abgeschlossen ist und die 

Möglichkeit einer Einziehung, einer Rückerstattung an die geschädigte Person oder ei-

ner Ersatzforderung besteht, ist die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme daher grund-

sätzlich verhältnismässig (Bundesgerichtsurteil 7B_429/2023 vom 3. Juni 2024 E. 2.2). 

Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit ist zwischen den verschiedenen Typen der 

Beschlagnahme zu unterscheiden: Bei der Einziehungsbeschlagnahme (Art. 263 Abs. 1 

lit. d StPO) müssen grundsätzlich sämtliche Vermögenswerte beschlagnahmt bleiben, 

solange nicht geklärt ist, welcher Anteil der betroffenen Vermögenswerte deliktischer 

Herkunft ist; andernfalls besteht die Gefahr, dass Deliktserlös in den Wirtschaftskreislauf 

eingespiesen wird und nicht eingezogen respektive der geschädigten Person restituiert 

werden kann (vgl. Art. 305bis StGB; Bundesgerichtsurteil 7B_374/2023 vom 25. Juni 

2024 E. 3.3). 

3.2  In casu ist erwiesen, dass anlässlich der Zollkontrolle festgestellt wurde, dass die 

Beschwerdeführer mit Kokain kontaminiertes Bargeld auf sich trugen (HD S. 20 ff. und 

S. 39 ff.). Gemäss den entsprechenden Effektenverzeichnissen handelte es sich dabei 

beim Beschwerdeführer 1 um den Betrag von Fr. 6‘410.00 und beim Beschwerdeführer 2 

um die Beträge von Fr. 8‘640.00 und Euro 1‘040.00 (HD S. 27 f. und S. 46 f.). Das sind 

hohe Bargeldbeträge, welche die beiden Beschwerdeführer über die Grenze mit sich 

geführt haben.  

Den ITMS Berichten vom 2. Dezember 2024 ist Folgendes zu entnehmen (vgl. HD S. 62 

ff. und S. 87 ff.): Das beim Beschwerdeführer 1 gefundene Bündel Geldscheine war mit 

Kokain kontaminiert. Das entsprechende Messprotokoll zeigte bei den getesteten Bank-

noten Werte zwischen 4.99 und 5.66 an. Die beim Beschwerdeführer 2 gefundenen Bün-

del Geldscheine waren auch mit Kokain kontaminiert. Gemäss dem Messprotokoll wies 

das erste Bündel Werte zwischen 3.35 und 5.12 sowie das zweite Bündel solche zwi-

schen 3.94 und 5.51 auf. Fast alle gemessenen Banknoten dieser drei Bündel waren 

kontaminiert. 

Im angefochtenen Beschlagnahmebefehl wird unter Beschlagnahmegrund aufgeführt, 

dass das beschlagnahmte Geld voraussichtlich Gegenstand eines selbstständigen Ein-

ziehungsverfahrens bilden wird. Eine Vermögenseinziehungsbeschlagnahme ist gesetz-

- 9 - 

lich vorgesehen und daher grundsätzlich möglich (vgl. Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO). Auf-

grund der Kontamination des Geldes mit Kokain besteht ein Verdacht auf eine Bezie-

hung dieser Vermögenswerte und einer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge-

setz. Ein qualifizierter Verdacht ist nicht erforderlich. Zwar genügt die blosse Kokain-

Kontamination für den Nachweis der deliktischen Herkunft von Bargeld aus dem Dro-

genhandel in der Regel nicht. Jedoch kann zum jetzigen Zeitpunkt des Strafverfahrens 

eine Einziehung des beschlagnahmten Geldes a priori nicht ausgeschlossen werden. 

Hierfür sind weitere Ermittlungen notwendig. Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, dass 

Gegenstand der Untersuchung sei, wie die Beschwerdeführer in Besitz der Banknoten 

gelangt seien und sie beabsichtige diese hierzu zu befragen. Die vorliegende Strafun-

tersuchung steht erst am Beginn, weshalb die Anforderungen an den dringenden Tat-

verdacht geringer sind als in späteren Stadien. Angesichts des mit Kokain kontaminier-

ten Bargeldes liegen dafür zum jetzigen Verfahrensstadium genügend konkrete Anhalts-

punkte für eine Straftat vor. Weil die Strafuntersuchung noch nicht abgeschlossen ist 

und die Möglichkeit einer Einziehung besteht, ist die Aufrechterhaltung der Beschlag-

nahme auch verhältnismässig. Mildere Massnahmen, um das angestrebte Ziel der Ein-

ziehungsbeschlagnahme als vorsorgliche Massnahme zur Durchsetzung des Einzie-

hungsrechts erreichen zu können, sind nicht ersichtlich. Da noch nicht geklärt ist, wel-

cher Anteil der beschlagnahmten Vermögenswerte deliktischer Herkunft sind, müssen 

diese gesamthaft beschlagnahmt bleiben.  

3.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschlagnahmebefehl vom  

23. Dezember 2024 rechtmässig erfolgte und die Beschwerde diesbezüglich abzuwei-

sen ist. Ob das beschlagnahmte Geld nach der durchzuführenden Untersuchung tat-

sächlich einzuziehen oder den Beschwerdeführern auszubezahlen ist, wird die Staats-

anwaltschaft oder allenfalls das Sachgericht zu entscheiden haben. 

4.   

4.1  Die Beschwerdeführer stellen weitere Anträge im Zusammenhang mit einer Anhal-

tung des Beschwerdeführers 2 am 16. Januar 2025 (vgl. oben Verfahren lit. F und I).  

Dies wird damit begründet, dass dieser an jenem Datum am Flughafen D _________ bei 

der Einreise für 20 Minuten ohne Angabe von Gründen angehalten worden sei. Eine 

konkrete Massnahme sei nicht ergriffen worden. Es werde davon ausgegangen, dass 

die Staatsanwaltschaft eine interne Fahndungsnotiz oder eine andere behördliche Mas-

snahme veranlasst habe, die zu dieser Kontrolle geführt habe, ohne dass eine rechtliche 

- 10 - 

Grundlage oder ein konkreter Tatverdacht bestehe. Offensichtlich führe die völlig unbe-

gründete Einleitung dieses Verfahrens dazu, dass sie zu Unrecht als Verdächtige be-

handelt und überwacht würden (GD S. 18). 

4.2  Die Staatsanwaltschaft führt zu diesen Anträgen aus, dass den Beschwerdeführern 

die vollständige Akteneinsicht gewährt worden sei. Mit Ausnahme der Verfahrensüber-

nahme durch das Zentrale Amt seien im vorliegenden Verfahren durch die Staatsanwalt-

schaft seit Beschwerdeerhebung keine weiteren Verfügungen getroffen worden. Insofern 

fehle es den Anträgen an einem Anfechtungsobjekt. Bezüglich tatsächlicher Verfahrens-

handlungen werde einzig eine angebliche Anhaltung des Beschwerdeführers 2 am Flug-

hafen D _________ am 16. Januar 2025 namhaft gemacht. Diesbezüglich wäre die Be-

schwerdefrist von zehn Tagen längstens abgelaufen. Auf die in gestellten Anträge sei 

demzufolge nicht einzutreten (GD S. 22 f.). 

4.3  Die Beschwerdeführer entgegnen diesbezüglich, dass die Argumentation, wonach 

eine Anfechtung dieser Massnahme aufgrund Ablaufs der zehntägigen Beschwerdefrist 

nicht mehr möglich sei, fehl gehe. Zum Zeitpunkt der Anhaltung sei nicht ersichtlich ge-

wesen, dass dies in direktem Zusammenhang mit den Ermittlungen der Staatsanwalt-

schaft gestanden sei. Eine effektive Rechtsverfolgung setze voraus, dass Betroffene 

über die rechtliche Grundlage einer Massnahme informiert würden, was hier nicht ge-

schehen sei. Falls die Staatsanwaltschaft tatsächlich eine Fahndungsnotiz oder andere 

Massnahmen veranlasst habe, wäre dies ein unrechtmässiger Eingriff in die Persönlich-

keitsrechte der Beschwerdeführer, welcher die gerichtliche Prüfung rechtfertige (GD S. 

26). 

4.4  Zunächst gilt es festzuhalten, dass im Rahmen des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens der angefochtene Beschlagnahmebefehl vom 23. Dezember 2024 anhand der 

vorgebrachten Rügen zu prüfen ist. Betreffend die beantragte Akteneinsicht ist zu sagen, 

dass die Beschwerdeinstanz den Beschwerdeführer am 12. Februar 2025 die ihr vorlie-

genden Akten zur Einsichtnahme zugestellt hat (vgl. GD S. 13). Eine weitergehende Ak-

teneinsicht insbesondere in behördliche Datenbanken kann ihnen vom Kantonsgericht 

nicht gewährt werden, weshalb ihr Antrag als gegenstandlos zu betrachten ist. Aus den 

Akten sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach von den Strafverfolgungsbehörden 

im vorliegenden Verfahren Verfügungen oder Verfahrenshandlungen getroffen wurden, 

welche im Zusammenhang mit dieser Anhaltung stehen würden. Daher kann auf die 

übrigen Anträge betreffend die vorgebrachte Anhaltung vom 16. Januar 2025 im Rah-

men dieses Beschwerdeverfahrens nicht eingetreten werden, weil dem Kantonsgericht 

diesbezüglich kein Anfechtungsobjekt vorliegt. 

- 11 - 

5.   

5.1  Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmit-

tel nicht eingetreten wird (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführer unterliegen 

mit ihren Anträgen, womit ihnen bei diesem Verfahrensausgang die Kosten des Be-

schwerdeverfahrens aufzuerlegen sind. 

Gemäss Art. 13 Abs. 1 GTar wird die Gerichtsgebühr aufgrund des Umfangs und der 

Schwierigkeit, der Art der Prozessführung der Parteien sowie ihrer finanziellen Situation 

festgesetzt. Für das Beschwerdeverfahren vor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts 

beträgt die Gebühr Fr. 90.00 bis Fr. 2’400.00 (Art. 22 lit. g GTar). Im konkreten Fall recht-

fertig es sich, die Gerichtsgebühr in Berücksichtigung der vorgenannten Kriterien – die 

Akten waren nicht umfangreich und es war einzig die Frage der Beschlagnahme zu be-

urteilen – auf Fr. 600.00 festzusetzen (Art. 424 Abs. 2 StPO und Art. 11 GTar), welche 

den Beschwerdeführern hälftig, ausmachend jeweils Fr. 300.00, aufzuerlegen ist. 

5.2  Den Beschwerdeführern ist aufgrund des Verfahrensausganges keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 StPO sowie Art. 429 StPO). 

 

Das Kantonsgericht erkennt: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.00 werden X _________ und  

Y _________ hälftig, ausmachend jeweils Fr. 300.00, auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

Sitten, 27. März 2025