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**Case Identifier:** a43acb25-5581-53aa-91f6-4b22e58d9515
**Source:** St. Gallen (entscheidsuche) (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.01.2026 AVI 2025/21
**Docket/Reference:** AVI 2025/21
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2025-21_2026-01-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2025/21

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 03.02.2026

Entscheiddatum: 08.01.2026

Entscheid Versicherungsgericht, 08.01.2026
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit. Wer eine 
Kündigung, welche die gesetzliche Frist missachtet, akzeptiert, verzichtet 
auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses und erfüllt damit 
grundsätzlich den Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit. Der 
Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, sie 
habe auf Grund ihrer Beziehung mit dem Arbeitgeber trotz der kurzfristig 
(gleichentags) ausgesprochenen Kündigung vom bevorstehenden Verkauf 
der gemeinsam betriebenen Gaststätte gewusst. Der Kaufvertrag wurde nur 
wenige Tage vor der Kündigung notariell beurkundet, womit sie nicht 
mindestens zwei Monate vor Stellenverlust über das konkrete Datum der 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses Bescheid wissen konnte (Erw. 2.2)
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Januar 
2026, AVI 2025/21).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung I 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 8. Januar 2026 

Besetzung  Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungs-
richterinnen Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; 
Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach  

   

Geschäftsnr.   AVI 2025/21 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  U N I A  A r b e i t s l o s e n k a s s e  K o m p e t e n z z e n t r u m  
D - C H  O s t ,  Strassburgstrasse 11, Postfach 5037, 8021 Zürich 1,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Einhaltung 
Kündigungsfrist) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/21 
 

 

2/7 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich am 17. April 2024 beim RAV B.___ zur Arbeitsvermittlung an und stellte bei 
der UNIA Arbeitslosenkasse Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (act. G 3.1/1 und 13). Sie gab an, 

sie suche ein 70-%-Pensum im Service und erhebe ab dem 17. April 2024 Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung (act. G 3.1/1 und 8). Ihre letzte Arbeitsstelle bei der C.___, D.___ wurde 

vom Arbeitgeber infolge des Verkaufs des Gasthofs am 31. März 2024 auf dasselbe Datum hin 

aufgelöst (act. G 3.1/5).  

A.b Per 1. Mai 2024 erfolgte die Anmeldung der Versicherten in der Gemeinde E.___ (SG [vgl. act. 
G 3.1/38]). 

A.c Am 8. Mai 2024 wies die UNIA Arbeitslosenkasse die Versicherte darauf hin, dass das 
Arbeitsverhältnis frühestens auf den 30. April 2024 hätte gekündigt werden können, und forderte sie 

auf, den Lohn für die nicht eingehaltene Kündigungsfrist beim Arbeitgeber einzufordern, ansonsten eine 

Leistungskürzung zu prüfen sei (act. G 3.1/9). Gleichentags forderte sie auch den Inhaber des 

Gasthauses C.___, F.___, auf, der Versicherten den Lohn für die nicht eingehaltene Kündigungsfrist 

bis 30. April 2024 zu bezahlen bzw. die Gründe für die Nichtbezahlung zu nennen (act. G 3.1/10). Am 

26. Juni 2024 gab F.___ an, die Versicherte sei seine Lebenspartnerin. Sie habe gewusst, dass das 

Gasthaus verkauft werde, was dann am 31. März 2024 vollzogen worden sei. Der Übergang sei 

fliessend gewesen und die Kündigung(sfrist) sei abgegolten worden (act. G 3.1/28).  

A.d Mit Verfügung vom 12. August 2024 stellte die UNIA Arbeitslosenkasse die Versicherte für 15 
Tage, beginnend ab dem 1. April 2024, in der Anspruchsberechtigung ein, da sie auf die Einhaltung der 

2-monatigen Kündigungsfrist verzichtet habe (act. G 3.1/55).  

A.e Mit Einsprache vom 16. August 2024 führte die Versicherte aus, F.___ sei ihr Lebenspartner und 
sie hätten seit September 2008 zusammen das Gasthaus C.___ geführt. Seit 2019 sei ihr bekannt, dass 

er das Gasthaus verkaufen wolle. Nach Corona habe sich dann ab Juli 2023 eine Lösung für einen 

Verkauf abgezeichnet. Sie habe somit gewusst, dass das Gasthaus bald verkauft werde und sie 

dadurch ihre Anstellung verlieren werde (act. G 3.1/61).  

A.f Mit Entscheid vom 5. Juni 2025 wies die Arbeitslosenkasse die Einsprache ab. Zur Begründung 
führte sie aus, dass gemäss Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von zwei Monaten vorgesehen 

gewesen sei. Fakt sei, dass die Kündigung erstmals am 31. März 2024 ausgesprochen worden sei. Es 

sei unerheblich, ob die Versicherte bereits zuvor gewusst habe, dass das Gasthaus verkauft werde. 

Der Arbeitgeber wäre weiterhin verpflichtet gewesen, den Lohn auszurichten. Da die Versicherte der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/21 
 

 

3/7 

Aufforderung der Arbeitslosenkasse, den Lohn einzufordern, nicht nachgekommen sei, habe sie auf die 

Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist verzichtet. Ein solches Verhalten sei als Verzicht auf die 

Weiterführung des Arbeitsverhältnisses zu qualifizieren und erfülle den Tatbestand der 

selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit. Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung richte 

sich nach dem Verschulden. Die vorliegend verfügte Einstelldauer von 15 Tagen bewege sich im oberen 
Bereich des leichten Verschuldens und sei unter Berücksichtigung der Umstände nicht zu beanstanden 

(act. G 3.1/116).  

B.   

B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 3. Juli 2025 mit dem 
sinngemässen Antrag auf dessen Aufhebung. Zur Begründung macht die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) im Wesentlichen geltend, dass sie kein Verschulden treffe. Der Arbeitgeber sei ihr 

Lebenspartner und sie habe seit geraumer Zeit vom Verkauf des Gasthofs gewusst, womit die 

Kündigungsfrist eingehalten sei. Sie sei auch bei diversen Verkaufsverhandlungen dabei gewesen und 

habe als Übersetzerin fungiert. Der Verkauf sei dann auf den 31. März 2024 vollzogen worden (act. 

G 1). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2025 beantragt die Arbeitslosenkasse (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 3).  

Erwägungen 
1.  

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin zu Recht wegen selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit 15 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.  

1.1 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung 

einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Wer eine Kündigung, welche die 

gesetzliche Frist missachtet, akzeptiert, verzichtet auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses und 

erfüllt damit grundsätzlich den Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG und Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV 

(BGE 124 V 234 E. 4b/aa; Urteil des EVG vom 10. Februar 2003, C 135/02, E. 1.3.1; Weisung AVIG 

ALE des SECO, Rz. D29). 

1.2 Die Zumutbarkeit zum Verbleib an der bisherigen Stelle wird strenger beurteilt als die 
Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweis). Für die Auslegung 

des Begriffs der Zumutbarkeit ist sodann Art. 20 lit. c des Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/21 
 

 

4/7 

Arbeitsorganisation über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 

21. Juni 1988 (nachfolgend: Übereinkommen; SR 0.822.726.8) zu beachten, welches für die Schweiz 

am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist. Sanktioniert werden darf dem französischen Original-Wortlaut 

nach nur, wer seine Beschäftigung freiwillig ("volontairement") und ohne triftigen Grund ("sans motif 

légitime") aufgibt. Wo eine versicherte Person effektiv nicht von sich aus, sondern vom Arbeitgeber oder 
durch die Entwicklung am Arbeitsplatz zur Kündigung gedrängt wird oder sie für das Verlassen der 

Stelle triftige Gründe nennen kann, bleibt deshalb keinen Raum für eine Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung (BGE 124 V E. 4a/aa). Da diese Bestimmung inhaltlich hinreichend bestimmt 

und klar ist, ist sie im Einzelfall direkt anwendbar und geht damit allfällig widersprechendem 

Landesrecht vor (BGE 124 V 234 E. 3c mit Hinweis). 

1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen (BGE 115 V 142 E. 8a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der im 

Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (ARV 1993/1994 

Nr. 31 S. 225 E. 3a; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 10. Dezember 2002 i/S G., C 138/02, E. 

2). 

2.   

2.1 Vorliegend beendete der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit der Beschwerdeführerin 
unbestrittenermassen mit Kündigung vom 31. März 2024 auf dasselbe Datum (act. G 3.1/5). Dazu 

macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe bereits seit 2019 gewusst, dass das Restaurant 

verkauft werden solle. Ab Mitte 2023 habe sich dann eine Lösung für den Verkauf abgezeichnet. 

Sinngemäss sei sie also bereits in den Monaten vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses – mithin 

während der Kündigungsfrist – über den Stellenverlust informiert gewesen, was der Einhaltung der 

Kündigungsfrist gleichkomme. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Zwar kann ein 

Arbeitsverhältnis grundsätzlich formlos gekündigt werden (vgl. Art. 335 des Bundesgesetzes betreffend 

die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR; SR 220]). 

Die Kündigung ist aber empfangsbedürftig (WOLFGANG PORTMANN/ISABELLE WILDHABER/ROGER 

RUDOLPH, Schweizerisches Arbeitsrecht, 5. Aufl., 2024, Rz. 661). Gemäss (auf dem Landes-

Gesamtarbeitsvertrag Gastgewerbe beruhendem) Arbeitsvertrag vom 16. Dezember 2020 betrug die 

Kündigungsfrist im ersten bis fünften Arbeitsjahr einen Monat, ab dem sechsten Arbeitsjahr zwei 

Monate (act. G 3.1/4 Ziff. 4). Als Arbeitsbeginn ist der 1. Januar 2021 vermerkt, womit sich die 
Beschwerdeführerin im März 2024 erst im vierten Arbeitsjahr befunden hätte. Indessen ist unter den 

"Besonderen Vereinbarungen" ersichtlich, dass dieser Arbeitsvertrag sämtliche vorhergehenden 

ersetze (act. G 3.1/4 Ziff. 19). Die Beschwerdeführerin selbst führt aus, dass sie seit September 2008 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/21 
 

 

5/7 

mit ihrem Lebenspartner das Gasthaus C.___ bewirtschaftet habe (act. G 1 und G 3.1/61). Der 

Arbeitgeber gibt den Beginn des Arbeitsverhältnisses in seiner Arbeitgeberbescheinigung vom 3. Mai 

2024 mit Mai 2009 an (act. G 3.1/7). Auch im Kündigungsschreiben vom 31. März 2024 ist die Rede 

von einer 16-jährigen Zusammenarbeit (act. G 3.1/5). Im Weiteren wäre die Unterteilung von 

Arbeitsverhältnissen zwecks Umgehung von an die Dauer des Arbeitsverhältnisses geknüpften 
Rechten der arbeitnehmenden Person auch in arbeitsrechtlicher Hinsicht nicht statthaft (ULLIN 

STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, 7. Aufl., 2012, Art. 335c N5). Es ist 

demnach davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Kündigung 

mindestens im sechsten Arbeitsjahr befand, was denn auch unter den Parteien nicht umstritten ist. Die 

Kündigungsfrist betrug somit zum Zeitpunkt der Kündigung zwei Monate. Schliesslich ist nach der 

Darstellung der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass der Betrieb des Gasthauses auf einen 

Erwerber überging. Grundsätzlich geht dadurch das Arbeitsverhältnis auf diesen über, sofern die 

Arbeitnehmerin den Übergang nicht ablehnt. Bei Ablehnung des Übergangs wird das Arbeitsverhältnis 

auf den Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist aufgelöst; der Erwerber oder die Erwerberin des 

Betriebes und die Arbeitnehmenden sind bis dahin zur Erfüllung des Vertrages verpflichtet. Der 

bisherige Arbeitgeber und der Erwerber des Betriebes haften solidarisch für die Forderungen der 

Arbeitnehmerin, die vor dem Übergang fällig geworden sind und die nachher bis zum Zeitpunkt fällig 

werden, auf den das Arbeitsverhältnis ordentlicherweise beendigt werden könnte oder bei Ablehnung 
des Überganges durch die Arbeitnehmerin beendigt wird (Art. 333 Abs. 1 - 3 OR). 

2.2 Damit vorliegend die Kündigungsfrist als eingehalten angesehen werden könnte, hätte die 
Beschwerdeführerin spätestens Ende Januar 2024 konkret um den per 31. März 2024 bevorstehenden 

Stellenverlust wissen müssen. Dies war jedoch nicht der Fall. Zwar mögen ab Oktober 2023 

Verkaufsverhandlungen mit dem späteren Erwerber stattgefunden haben, von denen die 

Beschwerdeführerin Kenntnis gehabt haben mag (in den eingereichten Unterlagen zu den 

Verhandlungen ist allerdings von einem Verkauf erst per Juni 2024 die Rede, da der potenzielle Käufer 

des Gasthofs erst nach einem seinerseitigen Immobilienverkauf in G.___ über die nötigen Mittel verfüge 

[act. G 3.1/61, Beilagen]). Effektiv wurde der Kaufvertrag am 22. März 2024 notariell beurkundet und 

nach eigenen Angaben per 31. März 2024 vollzogen (act. G 3.1/5 und 61, Beilagen). Die Kündigung 

erfolgte anschliessend ebenfalls am 31. März 2024 auf dasselbe Datum (fristlos [act. G 3.1/5]). Der 

Arbeitgeber wartete demnach für die Kündigung den definitiven Abschluss des Kaufvertrags ab und die 

Beschwerdeführerin konnte vor dem 22. März 2024 keine rechtsgenügliche Kenntnis von einem 

Stellenverlust per 31. März 2024 haben. Der gesamte Ablauf spricht ebenfalls dafür, dass der Verkauf 
des Gasthofs ursprünglich wohl erst auf Ende Mai 2024 geplant war und schliesslich doch überraschend 

schnell zustande kam. Dies ändert jedoch nichts daran, dass unter den gegebenen Umständen – auch 

unter Berücksichtigung des Übergangs des Arbeitsverhältnisses auf den Erwerber des Betriebs (vgl. 

vorstehende Erwägung 2.1) – eine ordentliche Kündigung frühestens per Ende Mai 2024 hätte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/7 

ausgesprochen werden dürfen (sollte das Kündigungsschreiben der Beschwerdeführerin erst nach dem 

31. März 2024 zugegangen sein, hätte sich die Kündigungsfrist auf den 30. Juni 2024 verlängert; vgl. 

act. G 3.1/4). Nachdem die Beschwerdeführerin die Beendigung des Arbeitsverhältnisses bereits auf 

Ende März 2024 unbestrittenermassen akzeptiert und damit trotz Aufforderung der 

Beschwerdegegnerin, den Lohn für die nichteingehaltene Kündigungsfrist einzufordern (act. G 3.1/9), 
auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses verzichtet hatte, ist zumindest im Zeitraum vom 1. April 

2024 bis zum 31. Mai 2024 von einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Die Einstellung 

in der Anspruchsberechtigung ist damit zu Recht erfolgt.  

3.  

Zu prüfen bleibt nachfolgend das angeordnete Einstellmass von 15 Tagen. 

3.1 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens und beträgt je 
Einstellungsgrund höchstens 60 Tage. Der Vollzug der Einstellung fällt binnen sechs Monaten, 

nachdem die Einstellungsfrist zu laufen begonnen hat, dahin (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 

dauert 1-15 Tage bei leichtem, 16-30 Tage bei mittelschwerem und 31-60 Tage bei schwerem 

Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV).  

3.2 Die Einstelldauer von 15 Tagen ist im oberen Bereich des leichten Verschuldens angesiedelt. 
Von der Beschwerdeführerin wird diese Dauer nicht konkret beanstandet. Sie erscheint 

verschuldensangemessen und stellt im Verhältnis zur Dauer der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit 
eine angemessene Schadensbeteiligung dar. Es besteht demnach kein Anlass für eine Reduktion.  

4.   

4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.  

4.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im AVIG keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/7 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

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		2026-02-04T03:55:40+0100
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