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**Case Identifier:** baef9fd5-9b0b-5240-874c-b6d6d1e3fb34
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2019 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2019-15_0000-00-00.pdf

## Full Text

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

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Grundwasserschutzzonen. Auferlegung von quellschutz- 
bedingten Mehrkosten für Quellschutzmassnahmen an 
den Nutzungsberechtigten der Quelle gestützt auf kom- 
munales Recht.
– Zuständigkeit betreffend des (qualitativen und quan- 

titativen) Gewässerschutzes von Bund, Kantonen und 
Gemeinden sowie grundsätzliche Ausführungen zum 
System der Grundwasserschutzzonen bzw. des pla- 
nerisches (Grundwasser-)schutzes (E.3); Pflichten des 
Fassungsinhabers gemäss Art. 20 Abs. 2 GSchG und die 
ursprüngliche parlamentarische Beratung dazu (E.3.1); 
Öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen infol- 
ge der Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen 
sowie deren Erscheinungsformen (E.3.2); Entstehungs- 
geschichte von Art. 40a des kommunalen Erschlies- 
sungs- und Gebührengesetzes sowie seine Abstützung 
im kommunalen Baugesetz (E.3.3).

– Konkrete (akzessorische) Normenkontrolle von Art. 40a 
EGG, ob dieser kompetenzgemäss erlassen wurde und 
mit dem übergeordneten Recht in Einklang steht (E.4.3); 
die von der Gemeinde vorgebrachte Unterscheidung 
zwischen dem Erlass des planerischen (Grundwasser-) 
schutzes sowie der primär durch die Gemeinde selbst 
vorzunehmenden Umsetzung dieser Schutzmassnah- 
men steht nicht im Einklang mit den massgebenden, 
übergeordneten Vorgaben und entspricht so auch nicht 
den allgemeinen Regeln über den Vollzug bzw. die 
Vollstreckung von hoheitlichen Anordnung sowie dem 
genehmigten, vorliegend einschlägigen Schutzzonen- 
reglement; allfällige Entschädigungsforderungen sind 
gemäss kantonaler Regelung im Verfahren über die 
Feststellung bzw. Festsetzung betreffend eine (materiel- 
le) Enteignung gemäss Art. 98 KRG zu beurteilen (E.4.3.1 
ff.); Hinweis der Gemeinde auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung, wonach sie über eine Kompetenz zur 
Konkretisierung des Verursacherbegriffes im Sinne des 
Einbezuges von Zweckveranlassern verfüge, ist vorlie- 
gend nicht einschlägig (E.4.4).

– Zusammenfassung und Ergebnis (E.5).

Zone di protezione delle acque sotterranee. Accollamento 
dei costi aggiuntivi dovuti a provvedimenti di protezione

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della sorgente al beneficiario della sorgente in base al di- 
ritto comunale.
– Competenza in merito alla protezione delle acque (qua- 

litativa e quantitativa) della Confederazione, dei Cantoni 
e dei Comuni e disquisizioni sul sistema delle zone di 
protezione delle acque sotterranee e della protezione 
pianificatoria (delle acque sotterranee) (consid. 3); obbli- 
ghi del proprietario della captazione d’acqua sotterranea 
giusta l’art. 20 cpv. 2 LPAc e consultazione parlamenta- 
re originaria in merito (consid. 3.1); restrizioni di diritto 
pubblico della proprietà in seguito alla delimitazione di 
zone di protezione delle acque sotterranee e loro mani- 
festazioni (consid. 3.2); genesi dell’art. 40a del regola- 
mento comunale sull’allacciamento e i contributi e il suo 
fondamento nella legge edilizia comunale (consid. 3.3).

– Controllo normativo concreto (accessorio) dell’art. 40a 
del regolamento comunale sull’allacciamento e i contri- 
buti: se è stato rilasciato dall’autorità competente e se si 
concilia con il diritto di rango superiore (consid. 4.3); la 
differenziazione da parte del Comune tra il rilascio della 
protezione pianificatoria (delle acque sotterranee) e l’at- 
tuazione di questi provvedimenti di protezione che in- 
combe primariamente al Comune stesso non si concilia 
con le determinanti norme di rango superiore e non cor- 
risponde neppure alle regole generali sull’esecuzione di 
disposizioni sovrane né all’approvato regolamento sulle 
zone di protezione qui pertinente; eventuali pretese di 
risarcimento vanno valutate giusta le disposizioni canto- 
nali nella procedura di constatazione o determinazione 
di esproprio (materiale) secondo l’art. 98 LPTC (consid.
4.3.1 segg.); il rinvio del Comune alla giurisprudenza del 
Tribunale federale secondo cui il Comune sarebbe com- 
petente per la concretizzazione del concetto di causalità 
nel senso di un’inclusione dei promotori di un determi- 
nato scopo, non è pertinente nel caso di specie (consid. 
4.4).

– Riassunto e conclusioni (consid. 5).

Erwägungen:
3. Vorab ist auf die grundsätzliche Zuständigkeit betreffend des 

(qualitativen und quantitativen) Gewässerschutzes von Bund, 
Kantonen und Gemeinden sowie das System der Grundwasser-

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schutzzone bzw. des planerischen (Grundwasser-)schutzes etwas 
näher einzugehen. Der Bund verfügt gestützt auf Art. 76 Abs. 3 BV im 
Bereich des qualitativen und quantitativen Gewässerschutzes über 
eine umfassende (Gesetzgebungs-)Kompetenz bzw. einen 
umfassenden Gesetzgebungsauftrag, wozu auch der planerische Schutz 
gemäss Art. 19 ff. GSchG gehört. Das GSchG regelt insbe- sondere 
den qualitativen und quantitativen Gewässerschutz (vgl. zum Ganzen: 
Vallender, in: HetticH/Jansen/norer [Hrsg.], Kommentar zum 
Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz [nachfol- gend: 
GSchG-Kommentar], Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 1 GSchG Rz.  14  
und  18  ff.;  tHurnHerr/HetticH/tscHumi,  GSchG-Kommentar, Art. 4 Rz. 23; 
caluori/Griffel, in: Waldmann/Belser/epiney [Hrsg.], Bas-   ler Kommentar 
zur Bundesverfassung, Basel 2015, Art. 76 Rz. 29 ff.; marti, in: 
eHrenzeller/scHindler/scHWeizer/Vallender, St. Galler Kom- mentar  zur  
schweizerischen  Bundesverfassung,  3.  Aufl.,  Zürich/ St. Gallen 
2014, Art. 76 Rz. 17 ff.). Gemäss Art. 45 GSchG obliegt der Vollzug   des   
GSchG   grundsätzlich   den   Kantonen   (siehe   rucH, GSchG-
Kommentar, Art. 45 Rz. 3 ff.; Botschaft der Regierung des Kantons 
Graubünden an den Grossen Rat vom 27. August 1996 zur Totalrevision 
des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Schutz der 
Gewässer gegen Verunreinigungen sowie der dazu- gehörigen 
grossrätlichen Gewässerschutzverordnung [Botschaft KGSchG 1997], 
Heft Nr. 6/1996–1997, S. 403 f.). Nach Art. 65 KV sind die Gemeinden 
im Rahmen des kantonalen bzw. übergeordneten Rechts autonom. Im 
Bereich der Rechtsetzung sind die Gemeinden dann autonom, wenn sie 
zum Erlass eigener Rechtserlasse ermäch- tigt oder verpflichtet sind, 
das übergeordnete (kantonale) Recht keine oder keine 
abschliessende Regelung enthält und den Ge- meinden eine relativ 
erhebliche Entscheidungsfreiheit zukommt (siehe toller, in: 
BänziGer/menGiardi/toller  & partner  [Hrsg.], Kom- mentar zur 
Verfassung des Kantons Graubünden, Chur/Glarus/Zü- rich 2006, Art. 
65 Rz. 3, 6 ff. und 14; vgl. auch Art. 3 GG bzw. Art. 2 des 
Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden vom 28. April 1974 
(aGG) sowie Art. 50 Abs. 1 BV; vgl. auch BGE 129 I 410 E. 2.1 f.,
129  I  290  E.2.1,  110  Ia  205  E.2a;  Urteile  des Bundesgerichts
2C_604/2017 vom 10. Januar 2018 E.2 und 2C_995/2012 vom 16. De- 
zember 2013 E.2.1 f.). Gemäss Art. 2 Abs. 1 KGSchG obliegt dem 
Kanton der Vollzug des GSchG, soweit nicht die Gemeinde oder 
Organe des Bundes zuständig sind. Den Gemeinden kommen so- mit 
jene Aufgaben zu, welche ihnen durch das KGSchG übertragen werden. 
Dementsprechend haben sie Aufgaben im Bereich «Einlei- tung und 
Behandlung von Abwasser» wie beispielsweise die Er-

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stellung eines generellen Entwässerungsplanes, die Prüfung der 
abwassertechnischen Voraussetzungen bei Erteilung von Baube- 
willigungen oder den Bau und Betrieb von öffentlichen Abwasser- 
anlagen inkl. der Regelung der Finanzierung solcher Anlagen wahr- 
zunehmen (siehe Art. 10, 15, 17 und 21 f. KGSchG; vgl. zum Ganzen
Botschaft KGSchG 1997, S. 413 ff., 424 f., 427 ff., 433 f., 434 f., 436–
439; Protokoll des Grossen Rates vom Januar 1997, S. 661 ff.; tol-
ler, a.a.O., Art. 65 Rz. 24). Den Gemeinden obliegt schliesslich die
«unmittelbare Aufsicht und Kontrolle» über die Einhaltung der Ge- 
wässerschutzvorschriften des Bundes und des Kantons sowie der 
gestützt darauf erlassenen Verfügung und sie haben private Ab- 
wasseranlagen zu überwachen (Art. 2 Abs. 2 und Art. 20 Abs. 1 
KGSchG). Mit anderen Worten bedeutet dies, dass sie für die kon- 
krete Einhaltung der gewässerschutzrechtlichen Normen und Ver- 
fügungen zu sorgen haben. Gemäss Art. 24 Abs. 1 KGSchG schei- den 
die Gemeindevorstände im Rahmen des planerischen 
(Grundwasser-)Schutzes nach Anhörung der Inhaberinnen und In- 
haber und auf Antrag der Fachstelle für den Gewässerschutz sowie nach 
gewährter Mitwirkungsmöglichkeit der davon Betroffenen (detaillierte) 
Grundwasserschutzzonen um Grundwasser- und Quellfassung aus 
und legen die notwendigen Eigentumsbeschrän- kungen fest (vgl. dazu 
auch Art. 20 Abs. 1 GSchG und Art. 29 Abs. 2 und Anhang 4 Ziffer 12 ff. 
GSchV). Das konkrete Vorgehen richtet sich dabei nach Art. 25 
KGSchG und bezüglich (allfälliger) Entschä- digungsansprüchen bei der 
Ausscheidung von Schutzzonen um Grundwasser- und 
Quellfassungen wird festgehalten, dass solche Ansprüche sinngemäss 
nach den Bestimmungen des kantonalen Raumplanungsgesetzes 
beurteilt würden (vgl. dazu Art. 26 Abs. 1 KGSchG i.V.m. Art. 97 f. KRG 
sowie Art. 20 Abs. 1 lit. k und m KEntG). Art. 26 Abs. 2 statuiert, dass im 
Falle einer vorsorglichen Ausschei- dung die Kosten auf diejenigen 
abgewälzt werden können, welche künftig Wasser beziehen (vgl. für 
einen potenziellen Anwendungs- bereich dieser Bestimmung bzw. 
dessen Herkunft: Art. 21 Abs. 2 GSchG betreffend die Ausscheidung 
von Grundwasserschutzarea- len bzw. bereits Art. 24 Abs. 2 der vom 
Grossen Rat erlassenen Gewässerschutzverordnung (aKGSchV) 
vom 3. Oktober 1973, auf- gehoben per 30. September 1997; vgl. auch 
Brunner, GSchG-Kom- mentar, Art. 21 Rz. 12). Die Schutzzonenpläne 
und die dazugehöri- gen Reglemente bedürfen zu ihrer Gültigkeit der 
Genehmigung durch die Regierung (Art. 24 Abs. 2 KGSchG; siehe VGU 
R 12 7 vom
28. Februar 2013 E.3b und Urteil des Bundesgerichts 1C_455/2013
vom 4. April 2014 E.2.1). Im Zusammenhang mit den (detaillierten)

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Grundwasserschutzzonen gemäss Art. 20 Abs. 1 GSchG und Art. 24 
KGSchG ist noch darauf hinzuweisen, dass diese mit den im Rah- 
men der Grundordnung bzw. dem Zonenplan festzulegenden (ge- 
nerellen) Grundwasser- und Quellschutzzonen gemäss Art. 37 KRG 
bzw. der Schutzzone gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. e des bis am 29. Ok- 
tober 2005 in Kraft gestandenen Raumplanungsgesetzes für den 
Kanton Graubünden vom 20. Mai 1973 (aKRG) nicht identisch sind und 
von diesen grundsätzlich zu unterscheiden sind (siehe Bot- schaft 
KGSchG 1997, S. 438; Amt für Raumplanung Graubünden [heute: 
Amt für Raumentwicklung Graubünden], Merkblatt zur Ortsplanung, 
Grundwasser- und Quellschutzzonen, Mai 1993, Um- weltteil  
aktualisiert  im  Juni  2003,  S.  2  f.  abrufbar  unter:  https:// 
www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are-/nutzungspla- 
nung/merk_grundwasser.pdf,  zuletzt  besucht  am:  30.  September 
2019). Dies auch wenn sich unter der Geltung von Art. 37 KRG be- reits 
aus solchen nutzungsplanerischen Festlegungen unter ande- rem 
ergibt, dass diese Gebiete als besonders gefährdete Bereiche gemäss 
Gewässerschutzgesetzgebung gelten (vgl. zu diesem Be- griff: Art. 19 
GSchG sowie Art. 29 Abs. 1 und Anhang 4 Ziffer 11 GSchV;  vgl.  
auch  Brunner,  GSchG-Kommentar,  Art.  19  Rz.  8  ff.). Schliesslich 
kann auch noch auf die vom Kanton selbst vorzuneh- mende Einteilung 
seines Gebietes in Gewässerschutzbereiche im Sinne von Art. 19 
GSchG und Grundwasserschutzareale gemäss Art. 21 GSchG 
hingewiesen werden, welche in einer Gewässer- schutzkarte 
gemäss Art. 30 GSchV darzustellen sind (vgl. dazu Art. 23 
KGSchG, Art. 29 Abs. 1 und 3 GSchV sowie Anhang 4 Ziffer
11, 13, 21 und 23 GSchV; Brunner, GSchG-Kommentar, Art. 19 Rz. 6
ff. und Art. 21 Rz. 5 ff.; Botschaft KGSchG 1997, S. 408 und 417). 
Diesbezüglich kann noch festgehalten werden, dass bei der Revisi- on 
des aktuell gültigen GSchG im Jahre 1991 die an die Kantone 
gerichtete Verpflichtung zur Ausscheidung von Gewässerschutz- 
bereichen, Grundwasserschutzzonen sowie Grundwasser- 
schutzarealen prinzipiell aus den bereits bestehenden Verpflich- 
tungen gemäss dem Bundesgesetz vom 8. Oktober 1971 über den 
Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung (aGSchG, in Kraft seit
1. Juli 1972) übernommen wurden (siehe Art. 29, 30 und 31 aG- 
SchG; Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung zu 
einem neuen Gewässerschutzgesetz und Bericht zum Volksbegeh- ren 
für den Gewässerschutz vom 26. August 1970 [Botschaft aG- SchG], 
BBl 1970 II 425 ff. 461 f. und 486 f.; Botschaft zur Volksinitia- tive «zur 
Rettung unserer Gewässer» und zur Revision des Bundesgesetzes 
über den Schutz der Gewässer vom 29. April 1987

http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are-/nutzungspla-

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[nachfolgend: Botschaft GSchG], BBl 1987 II 1061 ff. 1121; Botschaft 
KGSchG 1997, S. 438; Brunner, GSchG-Kommentar, Art. 19 Rz. 2 ff., 
Art. 20 Rz. 2 ff. und Art. 21 Rz. 2 ff.). Das KGSchG sowie die KGSchV 
ersetzten im Jahre 1997 das vormalige Einführungsgesetz zum 
Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer gegen Verunreini- gung 
(aKGSchG) vom 4. Oktober 1959 und die vom Grossen Rat erlassene 
aKGSchV vom 3. Oktober 1973, wobei die aKGSchV der Umsetzung 
des aGSchG von 1971 diente (siehe Art. 41 KGSchG und Art. 17 
KGSchV; Botschaft KGSchG 1997, S. 404 f.).

3.1. Nach Art. 4 lit. b GSchG wird Grundwasser dem Quell- 
wasser  gleichgesetzt  (siehe  Brunner,  GSchG-Kommentar,  Art.  20 Rz. 
11 f.; vgl. auch Art. 24 Abs. 1 und Art. 26 Abs. 1 KGSchG). Ge- mäss 
Art. 20 Abs. 2 GSchG haben die Inhaber der Grundwasser- bzw. 
Quellenfassung die Pflicht, die notwendigen Erhebungen für die 
Abgrenzung der Schutzzonen durchzuführen (lit. a) sowie die 
erforderlichen dinglichen Rechte zu erwerben (lit. b; siehe Brunner, 
GSchG-Kommentar, Art. 20 Rz. 22 ff.). Unter dem erforderlichen 
Erwerb der dinglichen Rechte kann insbesondere der im Normal- fall 
übliche Erwerb des unmittelbaren Fassungsbereiches bzw. des Bodens 
im Perimeter der Grundwasserschutzone S1 verstanden werden. 
Weiter können auch der notwendige Erwerb der für die 
Wasserfassung erforderlichen Quellenrechte oder der Erwerb der 
notwendigen Wasserdurchleitungsrechte für die Verlegung von 
Rohren für den Abtransport des gefassten Wassers darunter ver- 
standen werden (Keller, Sanierung in Grundwasserschutzzonen, in: 
URP 2003/6, S. 534 ff. S. 550 f.). Gemäss Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG 
haben die Fassungsinhaber auch für allfällige Entschädigungen von 
Eigentumsbeschränkungen aufkommen. Die Bestimmung von Art. 20 
GSchG wurde anlässlich der Revision des Gewässerschutz- rechts im 
Jahre 1991 materiell unverändert aus Art. 30 aGSchG (in Kraft seit 1. 
Juli 1972 und abgelöst durch das GSchG per 1. No- vember  1992)  
übernommen  (siehe  Brunner,  GSchG-Kommentar, Art. 20 Rz. 6; 
Botschaft GSchG], S. 1121). Zu Art. 30 Abs. 2 aGSchG bzw. Art. 29 
Abs. 2 des Entwurfes zum aGSchG [E-aGSchG] wur- de in der 
Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung zu einem 
neuen Gewässerschutzgesetz und Bericht zum Volksbe- gehren für 
den Gewässerschutz vom 26. August 1970 (BBl 1970 II 425 ff.) 
festgehalten, dass es auf der Hand liege, dass die Kosten für die 
(Grundwasser-)Schutzmassnahmen den Fassungseigentü- mern zu 
überbinden seien. Dabei würden in erster Linie Aufwen- dungen für 
den Erwerb von dinglichen Rechten ins Gewicht fallen und auch die 
namentlich für die Abgrenzung der Bauverbotszone

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unabdingbare Untersuchung der geologischen, hydrologischen und 
technischen Faktoren würden den Fassungsinhabern in der Regel 
gewisse Umtriebe und Kosten verursachen. Im Gesetzestext wurde 
dies Absicht so umschrieben, dass es den Eigentümern von 
Grundwasserfassungen obliege, die Grundlagen für eine sachdien- liche 
Abgrenzung der Schutzzone zu beschaffen, die erforderlichen dinglichen 
Rechte zu erwerben und allfällige Entschädigung für 
Nutzungsbeschränkungen  auszurichten  (siehe  Botschaft aGSchG,
S. 462 und 487). Anlässlich der parlamentarischen Beratung wur- de 
vom Berichterstatter der Minderheit der ständerätlichen Kom- mission 
(Rohner) ein Antrag auf Änderung von Art. 29 E-aGSchG gestellt. Der 
Minderheitsvorschlag sollte verdeutlichen, dass nicht einfach alle 
Nutzungsbeschränkungen entschädigungspflichtig seien. Dazu wurde 
einleitend auf die damalige bundesgerichtliche Rechtsprechung zu nicht 
entschädigungspflichtigen Eigentums- beschränkungen polizeilicher 
Natur zum Schutze der öffentlichen Gesundheit hingewiesen und 
betont, dass es empfehlenswert sei, den Eindruck zu zerstreuen, dass 
die Ausscheidung von Schutzzo- nen in jedem Fall 
entschädigungspflichtig sei. Ständerat Jauslin als weiteres Mitglied der 
Minderheit ergänzte, dass die Mehr- und Min- derheitsfassung sich 
darin unterschieden, dass man bei der Fas- sung der Minderheit nicht 
unbedingt dingliche Rechte erwerben müsse und auch für die 
Ausscheidung von Schutzzonen nicht un- bedingt bezahlen müsse. 
Dies entspreche einer modernen Auffas- sung, welche auch mit dem 
Raumplanungsgesetz zur Geltung kom- men werde und in 
verschiedenen Kantonen schon bestehe. Auf diese parlamentarischen 
Äusserungen hin hielt Bundesrat Tschu- di fest, dass auch bei 
Annahme der Fassung der (Kommissions-) Mehrheit bzw. des 
Bundesrates dies keine Entschädigungspflicht für alle 
Nutzungsbeschränkungen bedeute. Aus einer Zustimmung zum Antrag 
des Bundesrates und der (Kommission-)Mehrheit kön- ne nicht 
geschlossen werden, dass damit alle Nutzungsbeschrän- kungen 
entschädigungspflichtig seien. Bereits im Antrag sei aus- drücklich von 
«allfälligen Entschädigungen» die Rede gewesen. Die Meinung gehe 
also durchaus dahin, dass in Zukunft gemäss der von Ständerat 
Rohner zitierten Rechtsprechung des Bundesge- richts bezüglich einer 
allfälligen Entschädigungspflicht gehandelt werden soll. Die Fassung 
von Art. 29 E-aGSchG des Bundesrates sowie der (Kommissions-
)Mehrheit liege also durchaus in der Rich- tung der 
bundesgerichtlichen Praxis bzw. solle diese bestätigen (siehe BGE 
106 Ib 330 E.3; Fortsetzung der Beratung des Geschäfts
«10  660.  Gewässerschutz.  Bundesgesetz  und  Bericht  über das

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Volksbegehren», Vormittagssitzung des Ständerates vom 10. März 
1971, Amtliches Bulletin [Amtl. Bull.] des Ständerates 1971 S. 137 ff. 
S. 147 f.). Auch heute existiert noch eine entsprechende Recht- 
sprechung des Bundesgerichts betreffend entschädigungspflich- tiger 
oder entschädigungsloser (Nutzungs-)Einschränkungen des (Grund-
)Eigentums gestützt auf öffentliches Recht, insbesondere (Raum-
)Planungsrecht, in weiterentwickelter Form (siehe Brunner, GSchG-
Kommentar,  Art.  20  Rz.  29;  HuBer-WälcHli,  Kostentragung bei 
bestehenden Anlagen in neuen Grundwasserschutzzonen, in: 
Umweltrecht in der Praxis [URP] 2003/8, S. 790 ff. S. 799 ff.).

3.2. Die gemäss Art. 24 Abs. 1 KGSchG durch die kom- 
munalen Gemeindevorstände zu beschliessenden und durch die 
Regierung des Kantons Graubünden zu genehmigenden Grund- 
wasserschutzzonenpläne sowie die dazugehörigen Schutzzo- 
nenreglemente auferlegen den davon betroffenen Anlagen- und 
Grundeigentümern unter Umständen vielfältige öffentlich-recht- liche 
Eigentumsbeschränkungen zur Sicherung von im öffentli- chen 
Interesse liegenden Grundwasserfassung und -anreicherun- gen bzw. 
(Trink-)Wasserfassungen, welche sich insbesondere aus Art. 31 
GSchV sowie Anhang 4 der GSchV ergeben (vgl. auch Art. 7 ff. und 
Anhang 2 des Schutzzonenreglements [SchZR] B.    in   den Akten der 
Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 7). Die Eigentumsbe- schränkung wird im 
Grundbuch auf den betroffenen Parzellen an- gemerkt (siehe Art. 30 
SchZR B.    und Art. 962 ZGB). Bestehen- de Anlagen in der 
(Grundwasserschutz-)Zone S1 (Fassungsbereich) und S2 (engere 
Schutzzone), die eine Grundwasserfassung oder
-anreicherungsanlage gefährden, sind innert angemessener Frist 
prinzipiell zu beseitigen. Dieser Grundsatz führt aber nicht dazu, 
dass alle Anlagen und Nutzungen, von welchen eine gewisse Ge- fahr 
für das Grundwasser ausgehen könnte, in jedem Fall zu besei- tigen 
oder einzustellen bzw. aufzuheben sind. Dementsprechend werden in 
der Zone S2 vielfach Massnahmen wie beispielsweise die 
Verpflichtung zur Abdichtung und gewässerschutzrechtskon- formen 
Ableitung des anfallenden Wassers auf Plätzen und Strasse sowie die 
Sanierung von Abwasseranlagen mit doppelwandigen Rohren usw. 
angeordnet. Ziel solcher Massnahmen ist, dass die von diesen 
Anlagen ausgehende Gefährdung ausgeschlossen bzw. soweit reduziert 
werden kann, dass auf Beseitigung der Anlage entweder ganz 
verzichtet werden kann oder dass sie noch während einer kürzeren oder 
längeren Übergangsfrist bestehen bleiben kön- nen. Solche 
Schutzmassnahmen könne sowohl baulicher als auch betrieblicher Art 
sein (vgl. zum Ganzen Brunner, GSchG-Kommen-

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tar, Art. 20 Rz. 8 ff.; HuBer-WälcHli, a.a.O., S. 793 ff.; Keller, a.a.O.,
S. 543 ff.; BUWAL [heute: BAFU], Wegleitung Grundwasserschutz, 
Bern 2004, S. 39 ff., 55 ff. und 96 ff.; Urteil des Bundesgerichts 
1C_522/2014 vom 18. März 2015 E.1.2 und 3 ff.). Die konkreten, nach 
den Umständen gebotenen Massnahmen werden dabei für die von den 
Grundwasserschutzzonen betroffenen Grundstücke, Anlagen und 
Nutzung im Rahmen des Schutzzonenreglements detailliert 
festgelegt und auch in zeitlicher Hinsicht sowie bezüglich der Zu- 
ständigkeit/Verantwortlichkeit bzw. des Adressaten bestimmt (sie- he 
Art. 28 i.V.m. Anhang 2 des SchZR B. [Bg-act. 7]; vgl. auch Anhang 
2 zum Muster-Schutzzonenreglement des Amtes für Natur und Umwelt 
des Kantons Graubünden [ANU] vom 15. Januar 2014, Version 1.0 
[nachfolgend: Musterreglement ANU Anhang 2]). Die genehmigten 
Grundwasserschutzzonen sowie die dazugehörigen 
Schutzzonenreglemente setzen also insbesondere die sich aus Art. 
20 GSchG, Art. 31 und Anhang 4 GSchV ergebenden (öffent- lich-
rechtlichen) Eigentumsbeschränkungen für den einzelnen Ad- ressaten 
verbindlich um und stellen nach Ansicht von Brunner eine (Allgemein-
)Verfügung in Anwendung des GSchG dar, welche ver- bindlich öffentlich-
rechtliche Eigentumsbeschränkung im Rahmen der Ausscheidung der 
Grundwasserschutzzonen sowie dem Erlass des dazugehörigen 
Schutzzonenreglementes festsetzen (siehe Brunner, GSchG-
Kommentar, Art. 20 Rz. 21; vgl. auch Erläuterung des ANU vom 15. 
Januar 2014 zum Muster-Schutzzonenreglement, Version 1.0 
[nachfolgend: Erläuterung ANU], S. 2 f. und 5 f.).

3.3. Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die vorliegend
strittige, der Beschwerdeführerin auferlegten grundsätzlichen 
Kostentragungspflicht für die durch Quellschutzmassnahmen 
bedingten Mehrkosten im Rahmen der gemäss Anhang 2 SchZR B. 
(durch die Gemeinde) auszuführenden Schutz- bzw. Sa- 
nierungsmassnahmen auf Art. 40a des kommunalen Erschlies- 
sungs- und Gebührengesetzes (EGG). Diese Bestimmung wurde 
anlässlich der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2015 
beschlossen. Das EGG stützt sich nach seinem Ingress aber auf Art. 
91 BG ab. Gemäss Art. 91 BG regelt das EGG in Ergänzung zum 
Baugesetz insbesondere Projektierung, Bereitstellung, Nutzung und 
Unterhalt von Erschliessungsanlagen sowie auch die Finan- zierung 
von solchen Erschliessungsanlagen und Aufwendungen unter 
Berücksichtigung des Verursacherprinzips sowie des über- 
geordneten Rechts. Dieser Artikel des Baugesetzes, welcher als 
Bestandteil der Grundordnung gemäss Art. 49 KRG der Genehmi- 
gung durch die Regierung unterliegt, ist auf die kantonale Rege-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

156

lungen gemäss Art. 58 ff. KRG, insbesondere auch Art. 64 Abs. 2 
KRG, sowie Art. 21 f. KGSchG zurückzuführen, wonach die Gemein- den 
im Baugesetz bzw. einem anderen kommunalen Erlass insbe- sondere 
weitergehende Regelungen betreffend Bau und Betrieb öffentlicher 
und privater Abwasseranlagen, Anschlusspflichten, 
Anschlussvoraussetzungen, Verfahren und Finanzierung der Bau-, 
Betriebs-, Unterhalts- und Erneuerungskosten (öffentlicher) Ab- 
wasseranlagen mittels Beiträgen und Gebühren zu regeln haben. In 
diesem Zusammenhang kann noch darauf hingewiesen werden, dass 
gemäss kantonalem Recht Verkehrsanlagen über Beiträge im Sinne 
von Art. 63 KRG zu finanzieren sind, Versorgungs- und Ent- 
sorgungsanlagen hingegen über Beiträge beziehungsweise Ge- 
bühren (Art. 62 Abs. 2 KRG). Die Gemeinden haben zu bestimmen, 
welche Versorgungs- und Entsorgungsanlagen über Beiträge und 
welche über Gebühren finanziert werden. Diese Regelungen ste- hen 
vornehmlich im Zusammenhang mit der Voraussetzung der Baureife 
gemäss Art. 72 KRG bzw. den Anforderungen von Art. 22 Abs. 2 lit. b 
sowie Art. 19 RPG und betreffen primär die Sicherstel- lung der 
Erschliessung von zur baulichen Nutzung vorgesehenen 
Nutzungszonen. Diese grundsätzlich kommunale Kompetenz be- trifft 
also unter anderem die aus der Sicht des Gewässerschutzes und der 
Raumplanung erforderliche Bereitstellung, Sicherstellung sowie 
Regelung der Finanzierung einer hinreichenden abwasser- 
technischen Erschliessung von (Bau-)Grundstücken (siehe auch Art. 
15 KGSchG und Art. 11 und 17 f. GSchG; vgl. zum Ganzen auch 
Botschaft der Regierung an den Grossen Rat des Kantons Grau- 
bünden zur Revision Raumplanungsgesetz für den Kanton Grau- 
bünden [KRG-Revision] vom 11. Mai 2004, Heft Nr. 3/2004-2005,
S. 333 ff.; Botschaft KGSchG 1997, S. 433 ff. und 436 ff.; Jeanne-
rat,  in:  aemiseGGer/moor/rucH/tscHannen  [Hrsg.],  Praxiskommen-  tar 
RPG: Nutzungsplanung, Zürich/Basel/Genf 2016; Art. 19 Rz. 22 ff., 
45 ff. und 66 ff.; rey, in: Griffel/liniGer/rauscH/tHurnHerr, Fach- handbuch 
Öffentliches Baurecht, Zürich/Basel/Genf 2016, S.176 ff. Rz.  3.279  
ff.;  Waldmann/Hänni,  Handkommentar  RPG,  Bern  2006, Art. 22 Rz. 60 
ff. und 67). Das RPG stützt sich zudem im Wesentli- chen auf die 
Grundsatzgesetzgebungskompetenz des Bundes ge- mäss  Art.  75  
Abs.  1  BV  (vgl.  dazu  rucH,  in:  eHrenzeller/scHindler/ scHWeizer/Vallender,  
St.  Galler  Kommentar  zur  schweizerischen Bundesverfassung, 3. 
Aufl., Zürich/St. Gallen 2014, Art. 75 Rz. 27 ff.; Griffel, 
Waldmann/Belser/epiney [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Bundesverfassung, Basel 2015, Art. 75 Rz. 25 ff.). Im (qualitativen 
und quantitativen) Gewässerschutz steht dem Bund hingegen eine

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

157

umfassende (Gesetzgebungs-)Kompetenz zu (siehe bereits vorste- hende 
Erwägung 3).

4.3. Insofern ist vorliegend eine konkrete (akzessorische) 
Normenkontrolle von Art. 40a EGG vorzunehmen, ob diese Bestim- 
mung durch die Gemeindeversammlung der Gemeinde X. 
kompetenzgemäss erlassen wurde und mit dem übergeordneten Recht 
in Einklang steht. Dass Art. 40a EGG nach seiner Verab- schiedung 
durch die Gemeindeversammlung nicht angefochten wurde, hindert 
eine solche konkrete Normenkontrolle im Einzelfall nicht. Die 
Aufhebung oder Änderung der allenfalls rechtswidrigen Norm an sich ist 
hingegen Sache der zuständigen rechtsetzenden Behörde und kann 
von der Rechtsmittelinstanz selbst nicht angeordnet werden, weil 
nur der angefochtene Entscheid das Anfechtungsobjekt bildet (vgl. 
VGU A 16 8 vom 25. Oktober 2017 E.5b m.H.a. 
Häfelin/Haller/Keller/tHurnHerr, Schweizerisches Bun- desstaatsrecht, 9. 
Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, § 66 Rz. 2070 ff.; auer,  Staatsrecht  
der  schweizerischen  Kantone,  Bern  2016,  §  13 Rz. 1584-1587; 
Griffel, in: BiaGGini/GäcHter/Kiener [Hrsg.], Staatsrecht,
2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2015, § 27 Rz. 38-40; siehe auch scHmid, in: 
BänziGer/menGiardi/toller & partner [Hrsg.], Kommentar zur Verfas- sung  
des  Kantons  Graubünden,  Chur/Glarus/Zürich  2006,  Art.  55 Rz. 26 
ff. und Rz. 84 ff.). Das SchZR B. auferlegt den Grund- eigentümern 
bzw. Anlageninhaber im Perimeter des Schutzzonen- planes B. die im 
Reglement vorgesehenen öffentlich-recht- lichen 
Eigentumsbeschränkung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_522/2014 
vom 18. März 2015 E.1.2). Der Schutzzonenplan legt insbesondere 
auch den parzellenscharfen Verlauf der (Grundwas- serschutz-)Zone S1 
bis S3 fest (siehe Bg-act. 6). Gestützt darauf, sind durch das 
dazugehörige Schutzzonenreglement für jede Par- zelle bzw. Anlage die 
entsprechenden Eigentumsbeschränkungen genau bestimmt. 
Vorliegend relevant sind die sich aus der Zone S2 ergebenden 
Eigentumsbeschränkungen (siehe Art. 7, 17 ff. und Anhang 2 S. 2 
SchZR B. [Bg-act. 7]). Öffentlich-rechtliche Ei- 
gentumsbeschränkungen können sich in der Form eines Verbotes, 
einer Verpflichtung zu einem Dulden oder auch einem Gebot äus- sern. 
Darunter fallen somit auch die baulichen und betrieblichen 
Massnahmen, welche für den Weiterbestand bzw. die Weiterbenut- zung 
einer bestehenden Anlagen in den Grundwasserschutzzonen und 
gestützt auf das Schutzzonenreglement durch die Grundeigen- tümer 
bzw. Anlageninhaber vorgenommen werden müssen (siehe HuBer-
WälcHli, a.a.O., S. 797 m.H.a. riVa, Hauptfragen der materi- ellen 
Enteignung, Habil., Bern 1990, S. 213 ff. und Brunner, Grund-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

158

wasserschutzzonen nach eidgenössischem und zugerischem Recht unter 
Einschluss der Entschädigungsfrage, Diss., Zürich 1996,
S. 114 f. sowie Urteil des Bundesgerichts 1A.18/1994 vom 28. Ok- 
tober 1994 E.5b, abgedruckt in: Schweizerisches Zentralblatt für 
Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 1995 S. 369 ff.; siehe auch an- 
toniazza, Die Baupflicht, Diss., Zürich/Basel/Genf 2008, S. 26 m.H.a. 
BGE 97 I 792 E.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1C_222/2016 
vom 5. Juli 2017 E.3.3, auszugsweise publiziert in BGE 143 II 476 
ff. und übersetzt in Die Praxis 2018 Nr. 72 betreffend die durch die 
Kantone zu schaffende gesetzliche Grundlage zur Ansetzung einer 
Überbauungsfrist gemäss Art. 15a RPG; vgl. zu Art. 15a RPG auch: 
aemiseGGer/KisslinG,   in:   aemiseGGer/moor/rucH/tscHannen     [Hrsg.], 
Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich/Basel/Genf 2016; 
Art. 15a Rz. 9 ff.; anderer Meinung im Ergebnis wohl: Keller, a.a.O.
S. 546–548). Die Beschwerdegegnerin erblickt immerhin eine sich aus 
der Grundwasserschutzzonenausscheidung ergebende öffent- lich-
rechtliche Eigentumsbeschränkung darin, dass die privaten 
Grundeigentümer die von der Beschwerdegegnerin projektierten und 
durchzuführenden Quellschutzmassnahmen zu dulden hätten (siehe 
Vernehmlassung vom 6. Juni 2018 Rz. 25). Öffentlich-recht- liche 
Eigentumsbeschränkungen erschöpfen sich aber wie vorste- hend 
dargelegt nicht in der Form einer durch den privaten Grund- eigentümer 
zu duldenden Amtshandlung durch das Gemeinwesen oder (Nutzungs-
)Verboten.

4.3.1. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Unterscheidung zwischen der ihr unbestritten zustehenden, ge- mäss 
Art. 24 Abs. 1 KGSchG vom Kanton an den Gemeindevor- stand 
übertragenen Befugnis zum Erlass des (genehmigungsbe- dürftigen) 
Grundwasserschutzzonenplans sowie die Festlegung der notwendigen 
Eigentumsbeschränkungen im (ebenfalls ge- nehmigungsbedürftigen) 
Schutzzonenreglement als einziger Ge- genstand des planerischen 
(Grundwasser-)Schutzes im Sinne von Art. 20 GSchG und Art. 24 f. 
KGSchG einerseits sowie der Umset- zung dieses planerischen 
Schutzes ohne weitere Vorgaben des eidgenössischen und 
kantonalen Rechts und somit einer kommu- nalen 
Gesetzgebungskompetenz entspricht hingegen nicht dem allgemeinen 
Konzept des planerischen (Grundwasser-)Schutzes sowie der 
Kompetenzausscheidung gemäss dem eidgenössischen und 
kantonalen Recht (vgl. dazu bereits vorstehende Erwägun- gen 3 ff. 
sowie 4.3), wobei die kommunale Kompetenz betreffend Bereitstellung, 
Sicherstellung sowie Regelung der Finanzierung ei- ner hinreichenden 
abwassertechnischen Erschliessung von (Bau-)

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

159

Grundstücken gemäss Art. 58 ff. KRG, insbesondere Art. 64 Abs. 2 
KRG, sowie Art. 21 f. KGSchG (vgl. dazu bereits vorstehende Erwä- 
gung 3.3) im Rahmen der materiellen Beurteilung der vorliegenden 
Streitsache von den Regelungskompetenzen für den planerischen 
(Grundwasser-)Schutz sowie deren Konsequenzen abzugrenzen sind. 
[…]

4.3.2. Insbesondere hinsichtlich der Finanzierung der aus 
raumplanungs- und gewässerschutzrechtlichen Gründen verlang- ten 
Erschliessung für zur baulichen Nutzung vorgesehene Nut- 
zungszonen bzw. Grundstücke besteht auf eidgenössischer und 
kantonaler Ebene die Vorgabe bzw. der Gesetzgebungsauftrag an die 
Kantone, dass solche Kosten grundsätzlich in Anwendung des 
Verursacherprinzips gemäss Art. 3a GSchG und Art. 6 KGSchG zu 
verteilen sind bzw. aus raumplanungsrechtlicher Sicht diejenigen 
Personen zu belasten sind, welche aus einer öffentlichen Anla- gen 
einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anlagen nutzen 
oder nutzen könnten (Art. 60a GSchG, Art. 21 Abs. 1 KG- SchG, Art. 
19 Abs. 2 Satz 2 RPG, Art. 62 Abs. 3 KRG und Art. 6 Abs.  1  WEG;  
vgl.  rey,  in:  Griffel/liniGer/rauscH/tHurnHerr,  a.a.O.,
S. 190 ff. Rz. 3.331 ff.; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 19 Rz. 57 ff.; vgl. 
auch Jansen, GSchG-Kommentar, Art. 60a Rz. 4 ff. und Urteile des 
Bundesgericht 2C_67/2015 vom 12. November 2015 E.3.1 sowie 
2C_656/2008 vom 29. Mai 2009 E.3.2). Konkreter sehen aber die 
eidgenössischen Vorgaben bezüglich der finanziellen Folgen bzw. der 
Kostenverlegung im Bereich des planerischen (Grundwasser-) 
Schutzes gemäss Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG aus. Aufgrund der Ma- 
terialien ergibt sich, dass der Gesetzgeber beim Erlass von Art. 20 
Abs. 2 lit. c GSchG bzw. Art. 30 Abs. 2 aGSchG nicht jegliche öffent- lich-
rechtliche Eigentumsbeschränkungen im Zusammenhang mit dem 
planerischen (Grundwasser-)Schutz im Sinne des GSchG bzw. aGSchG 
als entschädigungswürdig betrachtet hat, sondern die sich daraus 
ergebenden Einschränkungen einer Enteignung gleichkom- men müssen 
(siehe bereits ausführlich vorstehende Erwägung 3.1; siehe BGE 106 Ib 
330 E.3 f., 106 Ib 336 E.5b ff. und 105 Ia 330 E.3c ff.; Fortsetzung der 
Beratung des Geschäfts «10 660. Gewässerschutz. Bundesgesetz und 
Bericht über das Volksbegehren», Vormittags- sitzung des 
Ständerates vom 10. März 1971, Amtliches Bulletin [Amtl. Bull.] des 
Ständerates 1971 S. 137 ff. S. 147 f.). Der kantonale Gesetzgeber, 
welcher gemäss vorstehender Erwägung 3 für den Vollzug des 
eidgenössischen Gewässerschutzrechtes bzw. dessen Regelung als 
grundsätzlich zuständig erklärt wurde und den Ge- meinden nur in 
spezifisch zugewiesenen Bereichen eine Vollzugs-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

160

oder Regelungskompetenz delegiert hat, verweist somit – im Ein- 
klang mit den Materialien zu Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG – in Art. 26 
Abs. 1 KGSchG für die vorliegend zu beurteilende Konstellation zu- 
treffend auf die sinngemässe Anwendung der Bestimmungen des KRG 
betreffend allfälliger Entschädigungsansprüche aus der einer 
Enteignung gleichkommenden Planung bei der Ausscheidung von 
Schutzzonen um Grundwasser- und Quellfassungen (siehe dazu Art. 
98 Abs. 1 KRG [materielle Enteignung]; vgl. für die Beurtei- lung von 
vermögensrechtlichen Folgen von öffentlich-rechtlichen 
Eigentumsbeschränkungen infolge planerischem [Grundwasser-] 
schutz bereits Art. 24 Abs. 1 aKGSchV i.V.m. Art. 52 aKRG). Weil die 
gegenüber den Grundeigentümern bzw. Anlageninhabern in Art. 28 
Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B. festgelegten Schutz- 
und Sanierungsmassnahmen (vgl. dazu vorstehende Erwägun- gen 
3.2 und 4.3) als (lediglich unter gewissen Umständen entschä- 
digungspflichtige) öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen im 
Sinne von Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG und Art. 26 Abs. 1 KGSchG
i.V.m. Art. 98 Abs. 1 KRG zu betrachten sind, regelt das eidgenössi- 
sche und das kantonale Recht diese Frage ohne einen Vorbehalt im 
KGSchG zugunsten der Gemeinden. Eine Konsequenz davon ist, 
dass infolge des Verweises in Art. 26 Abs. 1 KGSchG auf Art. 98 Abs. 
4 KRG für solche Konstellationen im Falle der Bestreitung einer 
Entschädigungspflicht durch das für die Eigentumsbeschränkung 
verantwortliche Gemeinwesen oder fehlender Einigung betreffend die 
Höhe der Entschädigung das Entschädigungsbegehren nach den 
Bestimmungen der kantonalen Enteignungsgesetzgebung bei der 
zuständigen Enteignungskommission geltend zu machen ist (siehe 
auch Art. 20 Abs. 1 lit. k und m KEntG).

4.3.3. Die Seitens der Beschwerdegegnerin gewählte Vor- 
gehensweise die Schutz-/Sanierungsmassnahmen nach Massgabe von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B. für die privaten 
Grundeigentümer durchzuführen und der Beschwerdeführerin da- bei 
entstehende Mehrkosten gestützt auf Art. 40a EGG zu überbin- den 
bzw. als Akontobetrag in Rechnung zu stellen, weicht von der 
kantonalen gesetzlichen Verfahrensordnung und den allgemeinen 
Grundsätzen betreffend den Vollzug bzw. die Vollstreckung von 
hoheitlichen Anordnungen, welche so auch im SchZR B. vor- gesehen 
ist, diametral ab. Die privaten Grundeigentümer haben im Übrigen 
insbesondere ihre Abwasseranlagen bereits gestützt auf Art. 15 Abs. 
1 GSchG und Art. 13 GSchV sachgemäss zu er- stellen, zu bedienen, 
zu warten und zu unterhalten, wobei diese Bestimmung den jeweiligen 
Anlageninhabern eine verwaltungs-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

161

rechtliche Verpflichtung auferlegt und eine Konkretisierung des 
Verunreinigungsgebotes gemäss Art. 6 GSchG und dem Sorgfalts- 
gebot nach Art. 3 GSchG darstellt. Die Kostentragung beispiels- weise 
für die (ordentliche) Sanierung einer privaten Kanalisation hat sich 
nach dem in Art. 3a GSchG normierten Verursacherprinzip zu richten 
(siehe stutz, GSchG-Kommentar, Art. 15 Rz. 12 ff.). Da- mit ist bereits 
klar, dass die jeweiligen Anlageninhaber bzw. die (privaten) 
Grundeigentümer ohnehin für den ordnungsgemässen Zustand ihrer 
Abwasseranlagen zu sorgen haben. Erwachsen den privaten 
Grundeigentümern aus den auf ein Schutzzonenregle- ment  
gestützten  Schutz-/Sanierungsmassnahmen  aber  allfällige 
Mehrkosten im Vergleich zu einer «normalen» Sanierung bzw. den 
ohnehin einzuhaltenden Vorschriften, sind diese als Auswirkung der 
öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkung im Verfahren nach Art. 
98 KRG zu beurteilen. Ob sich eine solche, allfällige Ent- 
schädigungsforderung (aufgrund von Eigentumsbeschränkungen die 
einer materiellen Enteignung gleichkommen) gegen das den 
Grundwasserschutzzonenplan sowie das Schutzzonenreglement 
beschliessende Gemeinwesen – und somit infolge von Art. 24 Abs. 1 
KGSchG die Gemeinde, auf deren Gebiet die Quelle oder 
Grundwasserfassung liegt – zu richten hat oder sich die privaten 
Grundeigentümer infolge von Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG direkt an den 
Nutzungsberechtigten der Quelle bzw. der Grundwasserfas- sung zu 
wenden haben (vgl. dazu Erläuterung ANU, S. 7), braucht vorliegend 
nicht abschliessend geklärt zu werden. Gemeinsam ist dem gesetzlich 
vorgesehenen Verfahren gemäss Art. 26 Abs. 1 KGSchG i.V.m. Art. 
98 KRG, dass im Streitfalle die zuständige, von der Regierung 
gewählte Enteignungskommission über das Vor- liegen einer 
entschädigungspflichtigen Eigentumsbeschränkung bzw. materiellen 
Enteignung sowie der Höhe der Entschädigung zu befinden hat (siehe 
auch Art. 19 Abs. 1 KEntG). Soweit sich ein all- fälliger 
Entschädigungsanspruch der privaten Grundeigentümer in lediglich 
sinngemässer Anwendung von Art. 98 Abs. 2 KRG gegen das die 
Schutzzonenausscheidung beschliessende Gemeinwesen sowie 
gleichzeitig auch gegen den Nutzungsberechtigten der Quel- le oder 
Grundwasserfassung in Nachachtung von Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG 
richten würde, böte sich immerhin der Vorteil, dass bei einer 
gleichzeitigen Beurteilung durch die zuständige Enteig- 
nungskommission auch allfällige, durch das beschliessende Ge- 
meinwesen zu verantwortende Planungsfehler bei der Festsetzung der 
durch den Nutzungsberechtigten an der Quelle oder Grund- 
wasserfassung zu leistenden, allfälligen Entschädigung berück-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

162

sichtigt werden könnten. Dies soweit überhaupt die Schwelle einer 
entschädigungspflichtigen materiellen Enteignung erreicht würde.

4.3.4. Die gegenüber der Beschwerdeführerin verfügte 
(grundsätzliche) Kostenpflicht bzw. die Akontozahlung im Betrag von 
Fr. Z.16. setzt sich vorliegend aus anteiligen Kosten für Sa- 
nierungsmassnahmen gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B.        
auf  den  (privaten)  (Bau-)Parzellen  Z.6.        ,  Z.7.        ,  Z.8.       , 
Z.5.       und Z.9.        in der Zone S2 zusammen. Eben- falls enthalten 
sind Sanierungskosten betreffend den E.   -weg Teil 1 und  2,  womit  
partiell  die  Parzellen  Z.2.  und  Z.10. gemeint sein dürften (siehe 
Technischer Beschrieb und Kosten- voranschlag  für  
Quellschutzmassnahmen  Quelle  B.          Y. vom 19. Juni 2017 [Bg-
act. 9] sowie Kostenaufteilung QS-Massnah- men Quellen B. vom 15. 
August 2017, revidiert am 20. August 2017  [Bg-act. 10]).  Die 
Parzellen Z.4.  und Z.3.  , welche ebenfalls in der Zone S2 liegen und 
gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang   2   SchZR   B.             mit   
Schutz-/Sanierungsmassnahmen belastet sind, scheinen hingegen zu 
fehlen. Gemäss dem Techni- schen Beschrieb sind in der Zone S2 der 
Ersatz oder Abdichtung sämtlicher privater Schutzwasserleitungen, 
die Erstellung von Me- teorwasserableitungen für das Dachwasser der 
privaten Liegen- schaften, die wasserdichte Befestigung sämtlicher 
Vorplätze und Strassen sowie Sammlung und Ableitung des anfallenden 
Oberflä- chenwassers vorgesehen. Hinsichtlich der privaten 
Schmutzwas- serleitungen wurde festgehalten, dass diese teilweise 
mit Inliner saniert werden könnten und teilweise neue 
Schmutzwasserleitun- gen im Doppelwandsystem auszuführen seien. 
Die Vorplätze seien mit neuen Belägen mit gutem Porenverschluss zu 
versehen und das anfallende Oberflächenwasser werde über 
Belagsrigolen bzw. Randbordüren gesammelt und mit der 
Dachentwässerung in die neue Strassenentwässerung oder über eine 
neue Meteorwasser- leitung ausserhalb der Zone S2 abgeleitet. Auch 
die in der Zone S2 gelegenen Bereiche der Gemeindesstrasse würden 
mit einem neu- en Asphaltbelag mit gutem Porenverschluss versehen, 
das Ober- flächenwasser über Belagsrigolen bzw. Randbordüren 
gesammelt und in Einlaufschächte geleitet. Das anfallende Wasser in 
den Ein- laufschächten werde über eine neue Strassenentwässerung 
aus- serhalb der Zone S2 abgeleitet.

4.3.5. Von    den    erwähnten    Schutz-/Sanierungsmass-
nahmen  sind  also  die  Parzellen  Z.2.        ,  Z.10.         ,  Z.6.    ,
Z.7.     ,  Z.8.     ,  Z.5.      und  Z.9.      ,  allenfalls  auch  die  Parzellen 
Z.4.          und Z.3.        , betroffen (siehe Bg-act. 10 und

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

163

Anhang 2 [S. 2] und Anhang 3 SchZR B. ). Adressaten der öf- fentlich-
rechtlichen Eigentumsbeschränkungen gemäss SchZR  B. bzw. zu 
einer Handlung verpflichtete Personen sind, soweit vorliegend von 
Interesse, aber die jeweiligen Grundeigentümer bzw. Anlageninhaber. 
Dies kann auch ein Gemeinwesen für öf- fentlichen 
Entsorgungsanlagen oder andere Infrastrukturanlagen sein in seiner 
Funktion als Grundeigentümer bzw. Anlageninhaber (siehe  HunGer,  Die  
Sanierungspflicht  im  Umweltschutz-  und  Ge- wässerschutzgesetz, 
Diss., Zürich/Basel/Genf 2010, S. 221 ff.; vgl. auch Art. 15 Abs. 1 
GSchG sowie Art. 13 und Art. 32a GSchV). Dies ergibt sich eindeutig 
aus Art. 28 Abs. 1 bis 4 sowie Anhang 2 des SchZR B. . Art. 28 
SchZR regelt den Umgang mit bestehenden Bauten und Anlagen, 
ohne dass diese wesentlich geändert wer- den (vgl. dazu Art. 7 Abs. 2 
SchZR; HuBer-WälcHli, a.a.O., S. 796 f. und 802 f.). Die von der 
Beschwerdegegnerin angenommene Prä- misse, dass sie nicht nur für 
die Einhaltung der im Schutzzonen- reglement festgelegten 
Eigentumsbeschränkung gegenüber den belasteten (privaten) 
Grundeigentümern zu sorgen habe, sondern die vorgesehenen 
Quellschutzmassnahmen zugleich von vornhe- rein selbst zu 
projektieren und auch durchzuführen habe, weicht von den 
Regelungen im Schutzzonenreglement sowie dem über- geordneten 
Recht ab (siehe auch vorstehende Erwägungen 3, 3.2 f. und 4.3 ff.). 
Wenn es die von der Beschwerdegegnerin dargestell- te Zweiteilung 
des planerischen (Grundwasser-)Schutzes gäbe, ist nicht einzusehen, 
warum sowohl das Muster-Schutzzonenregle- ment des Amtes für 
Natur und Umwelt des Kantons Graubünden (ANU) vom 18. Juni 
2018, Version 1.1 (nachfolgend: Musterregle- ment ANU; Version 1.1 
enthält keine vorliegend relevante Änderun- gen gegenüber der Version 
1.0) und auch das genehmigte SchZR B. insbesondere in Art. 7 Abs. 3 
vorsehen, dass Mängel an Bauten und Anlagen, die das Grundwasser 
konkret gefährden, vom Inhaber der Baute unverzüglich zu beheben 
seien. Art. 28 Abs. 2 des Musterreglements ANU sowie des SchZR B.    
sieht auch   eine Meldepflicht vor, wonach in Nachachtung der 
Entfernungs- und Ausserbetriebnahmepflicht von nicht mehr benutzten 
Anlagen dem Gemeindevorstand die Entfernung und 
Ausserbetriebnahme zu melden seien. Art. 28 Abs. 3 der erwähnten 
Reglemente statu- iert eine Meldepflicht der Massnahmepflichtigen an 
die Gemein- de betreffend die Umsetzung der Massnahmen gemäss 
Anhang 2, wobei der Gemeindevorstand eine Liste der noch 
umzusetzenden Massnahmen zu führen und jährlich zu aktualisieren 
hat. Gemäss Art. 28 Abs. 4 des SchZR B. ist die Gemeinde im 
Unterlas-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

164

sungsfalle berechtigt, die Ersatzvornahme anzuordnen, soweit das 
übergeordnete Recht keine andere Behörde für zuständig er- klärt (vgl. 
in diesem Zusammenhang bereits Art. 53 GSchG und Art. 8 KGSchG; 
vgl. dazu auch Botschaft KGSchG, S. 427; errass, GSchG-
Kommentar, Art. 53 Rz. 11 und 16 ff.). Aus diesen, im von der 
Regierung des Kantons  Graubünden  genehmigten  SchZR B. 
enthaltenen Regelungen, welche sich teilweise auch im 
Musterreglement ANU finden, geht also unzweifelhaft hervor, dass die 
Beschwerdegegnerin nicht primär und in Erfüllung ihrer Voll- 
zugsaufgabe zur Umsetzung der Schutzmassnahmen im Sinne von Art. 
28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 des SchZR B.      zuständig ist wie sie dies 
behauptet. Damit stimmen auch Art. 3 Abs. 1 sowie Art. 4 des 
Musterreglement ANU sowie des SchZR B.  überein. Ge-  mäss Art. 4 
SchZR B. hat der Gemeindevorstand neben der Überwachung der 
Einhaltung der Schutzvorschriften auch die erforderlichen 
Massnahmen (bei Nichteinhaltung) zu treffen (vgl. dazu auch 
Erläuterung ANU, S. 4). Die Gemeinde kann immerhin im Rahmen der 
(zwangsweisen) Ersatzvornahme zur (tatsächli- chen)  Durchführung  
der  noch  ausstehenden  (baulichen)  Schutz-/ Sanierungsmassnahmen 
verpflichtet sein. Dies wäre dann der Fall, wenn die 
massnahmepflichtigen Grundeigentümer bzw. Anlagen- inhaber den 
ihnen auferlegten Pflichten gemäss Anhang 2 SchZR B. trotz 
Aufforderung und Androhung der Ersatzvornahme nicht  nachkämen  
(siehe  dazu  errass,  GSchG-Kommentar,  Art.  53 Rz. 16 ff.). 
Ausserhalb dieser Konstellation nimmt die Beschwerde- gegnerin aber 
nicht im eigentlichen Sinne eine gesetzliche, durch sie unmittelbar zu 
erfüllende öffentliche Aufgabe wahr, wenn sie neben den ihr selbst 
auferlegten Verpflichtungen gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 
SchZR B. betreffend den Strassenpar- zellen, insbesondere 
hinsichtlich deren Abdichtung und Entwässe- rung sowie der 
Signalisation der Grundwasserschutzzonen, auch solche Massnahmen 
auf privaten Grundstücke durchführt und die- se dann gestützt auf eine 
kommunale Bestimmung im (nicht ge- nehmigungsbedürftigen) EGG als 
Gebühr dem Quelleninhaber auf- erlegen will. Der 
beschwerdegegnerische Einwand, wonach sich ihre Pflicht (vorerst) 
nicht nur auf die Kontrolle der Einhaltung bzw. Umsetzung des SchZR 
B. beschränke, sondern sie vielmehr eine gebührenpflichtige 
Amtshandlung bezüglich der Schutz-/Sa- nierungsmassnahmen bei 
den (privaten) Grundeigentümern bzw. Anlageninhabern vorzunehmen 
habe und es sich gar nicht um eine (allfällige) Entschädigung im Sinne 
von Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG handle, ist also, wie vorstehend 
ausführlich dargelegt, nicht zu fol-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

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gen. In diesem Zusammenhang kann auch noch darauf hingewie- sen 
werden, dass eine allfällige Entschädigung jeweils nicht Vor- 
aussetzung für eine materielle Enteignung ist, sondern lediglich die 
Folge davon (siehe Kiener/Kälin/WyttenBacH, Grundrechte, 3. Aufl., Bern 
2018, § 30 Rz. 73; Griffel, Allgemeines Verwaltungsrecht im Spiegel 
der Rechtsprechung, Zürich/Basel/Genf 2017, § 20 Rz. 446).

4.3.6. Dass in Art. 28 Abs. 5 SchZR B.   , in Ergänzung    zum 
Musterreglement ANU, eine Kostentragungspflicht für Mass- nahmen 
des SchZR B. nach kommunalen und dem übergeord- neten Recht 
statuiert wird, ändert nichts am vorliegend dargeleg- ten Mechanismus 
der (vorerst) auf Anordnung und eine eigentliche Vollzugskontrolle 
beschränkten Zuständigkeit bzw. Aufgabe der Beschwerdegegnerin 
(siehe vorstehende Erwägung 4.3.5). Zudem wird  in  Art. 31  Abs. 2  
SchZR  B.    ,  welcher  wortwörtlich mit Art. 31 Abs. 2 
Musterreglement ANU übereinstimmt, betreffend allfälliger 
Entschädigungsansprüche wiederum auf deren Beurtei- lung nach den 
Vorschriften des übergeordneten Rechts verwiesen (siehe dazu Art. 20 
Abs. 2 lit. c GSchG und Art. 26 Abs. 1 KGSchG
i.V.m. Art. 98 Abs. 1 KRG), wobei es sich bei den gegenüber den 
(privaten)   Grundeigentümern   festgelegten   Schutz-/Sanierungs- 
massnahmen gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B.  um 
eine öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung in der Form eines 
Handlungsgebotes handelt (siehe dazu bereits vorstehende Erwägung 
4.3). Schliesslich weist das ANU in seinen Erläuterun- gen zum 
Muster-Schutzzonenreglement auch darauf hin, dass die 
Schutzzonenreglemente keine detaillierten Vorschriften betreffend die 
Entschädigung für Eigentumsbeschränkungen enthalten soll- ten 
(siehe Erläuterung ANU, S. 6). Der Hintergrund liegt offensicht- lich 
darin, dass sich sowohl aus Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG, als auch nach 
Art. 26 Abs. 1 KGSchG i.V.m. Art. 98 Abs. 1 KRG ergibt, dass 
Eigentumsbeschränkungen in denen Fällen zu entschädigen sind, in 
welcher sie einer Enteignung gleichkommen bzw. eine materiel- len 
Enteignung darstellen (vgl. bereits vorstehende Erwägungen 3,
3.1 und 4.3.2 f.). Im Genehmigungsbeschluss der Regierung  vom
28. Juni 2016 finden sich keine Ausführungen zu Art. 28 Abs. 5 SchZR B. 
betreffend einer spezifischen Kostentragungspflicht der 
Nutzungsberechtigten einer Quelle oder Grundwasserfassung für 
Massnahmekosten bzw. deren Umfang gestützt auf kommunales 
Recht. Insbesondere wird nicht dargelegt, inwiefern diese Bestim- 
mung im Zusammenspiel mit Art. 40a EGG ein Abweichen von den 
bundesrechtlichen und kantonalen Vorschriften des GSchG sowie des 
KGSchG betreffend den finanziellen Auswirkungen des plane-

7/15 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2019

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rischen (Grundwasser-)Schutzes erlaube und es der Beschwerde- 
gegnerin dadurch möglich sei, im Rahmen von Schutz- und Sanie- 
rungsmassnahmen gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B. 
zu Lasten der Beschwerdeführerin selbst zu planen und die 
Massnahmen auch für private Grundeigentümer durchzuführen sowie 
die quellschutzbedingten Mehrkosten dadurch auf die Be- 
schwerdeführerin als Kausalabgabe abzuwälzen. Der Hinweis auf das 
kommunale Recht in der erwähnten Bestimmung, welche im 
Musterreglement ANU gar nicht vorgesehen ist, kann vorliegend im 
Rahmen des übergeordneten Rechts keine selbständige Be- deutung 
gegenüber Art. 31 Abs. 2 SchZR für Schutz-/Sanierungs- 
massnahmen nach Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 SchZR B. 
zukommen. Warum schliesslich den betroffenen privaten Grundei- 
gentümern die fachliche Qualifikation auch bei Beauftragung einer 
entsprechenden Fachperson fehlen soll, ist nicht nachvollziehbar.

4.4. Der Hinweis der Beschwerdegegnerin auf BGE 138 II 111, 
wonach sie zur Konkretisierung des Verursacherbegriffes im Sinne 
eines Zweckveranlassers sowie der Schaffung einer ab- 
gaberechtlichen Grundlage für die Abgeltung der Projektierung und 
Durchführung von Schutz- und Sanierungsmassnahmen ge- mäss den 
(Grundwasser-)Schutzzonenreglementen als durch die 
Beschwerdegegnerin vorzunehmende Amtshandlung gemäss Art. 40a 
EGG befugt sei, hilft ebenfalls nicht weiter. Wie in der vor- stehenden 
Erwägungen 3 f. und 4.3.2 ff. ausführlich dargelegt, ver- weist Art. 26 
Abs. 1 KGSchG als kantonale Bestimmung bezüglich der finanziellen 
Konsequenzen des planerischen (Grundwasser-) Schutzes bzw. 
allfälliger Entschädigungsansprüche gemäss Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG 
auf die Bestimmungen des kantonalen Raum- planungsgesetzes, 
insbesondere Art. 98 KRG und es besteht dies- bezüglich kein 
Vorbehalt zu Gunsten kommunaler Regelungen im Sinne von Art. 2 
Abs. 1 KGSchG. Zudem geht die Beschwerdefüh- rerin von der 
unzutreffenden Prämisse aus, dass sie im Rahmen einer 
Amtshandlung die Schutz-/Sanierungsmassnahmen gemäss SchZR 
B. (auch) zugunsten privater Grundeigentümer durch- zuführen habe 
und somit eine für den Nutzungsberechtigten der Quelle B. gestützt 
auf Art. 40a EGG gebührenpflichtige Amts- handlung vorliege. Wie in 
der vorstehenden Erwägungen 4.3 und
4.3.3 ff. ebenfalls schon ausgeführt, hat die Beschwerdegegnerin
die im SchZR B. gegenüber den privaten Grundeigentümern bzw. 
Anlageninhabern festgelegten Schutz- und Sanierungsmass- nahmen 
(vorerst) lediglich im Sinne einer (unmittelbaren) Vollzugs- kontrolle zu  
überwachen  und  erst bei Untätigkeit  der  im SchZR

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B. als massnahmepflichtig erklärten Grundeigentümer bzw. 
Anlageninhaber weitergehende Vorkehrungen im Rahmen der un- 
mittelbaren Aufsichts- und Kontrollaufgabe im Sinne von Art. 2 Abs. 
2 KGSchG zu treffen. Insofern unterscheidet sich BGE 138 II 111 
schon darin, dass dort im Gegensatz zum vorliegenden Fall die 
Konstellation der Erhebung von Kausalabgaben von Grundeigen- tümer 
für die Reinigung und Entsorgung von im öffentlichen Raum 
zurückgelassenen (Siedlungs-)Abfällen durch das zuständige Ge- 
meinwesen strittig war, wobei die betroffenen Grundeigentümer den 
Aufenthaltsgrund gesetzt haben sollen für diejenigen, unbe- kannten 
Personen, welche die Abfälle im öffentlichen Raum zu- rückliessen. 
Ferner besteht im Abfallrecht keine mit Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG 
vergleichbarer bundesrechtliche Regelung und in der Konstellation von 
BGE 138 II 111 konnten die eigentlichen polizei- rechtlichen Störer 
nicht eruiert werden (vgl. BGE 138 II 111 E.5.2 ff.). Vorliegend lassen 
sich aber die Störer im polizeirechtlichen Sinne mit den 
Grundeigentümern bzw. Anlageninhaber im Perimeter des 
Schutzzonenplans sowie aufgrund der zu treffenden Massnahmen 
gemäss SchZR B.   ohne weiteres bestimmen. Denn durch   sie 
geht infolge ihrer Grundstücksnutzung bzw. der dort vorhan- denen 
Bauten und Anlagen eine (potenzielle) Gefahr aus (vgl. Hu- Ber-WälcHli, 
a.a.O., S. 802 f.; HunGer, a.a.O., S. 213 ff. und 221 ff.; vgl. auch BGE 139 
II 106 E.3.1.1 ff. sowie BGE 131 II 743 E.3.1 f. m.H.a.
121 II 378 E.17a/bb betreffend des Verursacherbegriffes in Anleh-
nung an den polizeirechtlichen Störerbegriff bei der Sanierung von 
belasteten Standorten).

5. Im Ergebnis kann somit festgehalten werden, dass im 
Bereich des Gewässerschutzes die Gemeinden nur insoweit Auf- 
gaben und (Gesetzgebungs-)Kompetenzen haben, soweit ihnen das 
KGSchG solche überträgt und im Licht des GSchG sowie dem 
KGSchG überhaupt noch ein relativ erheblicher (Regelungs-) Spielraum 
verbleibt. Bereits anlässlich des Erlasses des aGSchG im Jahre 1971 
wurde im Rahmen der parlamentarischen Beratung klargestellt, dass 
sich die Frage nach allfälligen Entschädigungen, die sich aus 
Eigentumsbeschränkungen im Zusammenhang mit 
Grundwasserschutzzonen ergäben, sich nach der bundesgerichtli- chen 
Rechtsprechung betreffend entschädigungspflichtiger (mate- rieller) 
Enteignungen richten soll. Es sei nicht die Absicht, dass jeg- liche 
Eigentumsbeschränkungen die durch die Ausscheidung von 
Grundwasserschutzzonen entstünden – auch solche unterhalb der 
rechtsprechungsgemässen Schwelle einer (materiellen) Enteig- nung 
(für polizeiliche begründete Beschränkungen) – zu entschä-

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digen seien (siehe bereits ausführlich vorstehende Erwägung 3.1; vgl. 
auch HuBer-WäcHli, a.a.O., S. 799; Brunner, GSchG-Kommentar, Art. 20 
Rz. 25 und 29; WaGner pfeiffer, GSchG-Kommentar, Art. 3a Rz. 67 f.). 
Dieser Grundsatzentscheidung kann – auch mit Blick auf Art. 49 Abs. 
1 BV – nicht durch kommunales Recht umgestossen werden. Das 
kantonale Recht bestimmt im Art. 26 Abs. 1 KGSchG, dass sich 
allfällige Entschädigungsansprüche bei der Ausschei- dung von 
Grundwasserschutzzonen um Quell- und Grundwasser- fassungen 
sinngemäss nach den Bestimmungen des kantonalen 
Raumplanungsgesetzes beurteilen (siehe Art. 97 f. KRG, vorliegend 
insbesondere Art. 98 Abs. 1 KRG). Die Kompetenzsituation für Ge- 
meinden stellt sich somit im planerischen (Grundwasser-)Schutz 
anders dar, als im Rahmen der kommunale (raumplanerischen und 
gewässerschutzrechtlichen) Kompetenz betreffend Bereitstellung, 
Sicherstellung sowie Regelung der Finanzierung einer hinreichen- den 
abwassertechnischen Erschliessung von (Bau-)Grundstücken gemäss 
Art. 58 ff. KRG, insbesondere Art. 64 Abs. 2 KRG, sowie Art. 21 f. 
KGSchG. Daran ändern auch die unmittelbaren Auf- sichts- und 
Kontrollaufgaben der Gemeinden gemäss Art. 2 Abs. 2 KGSchG nichts, 
denn dadurch haben sie (vorerst) die Umsetzung der Schutz- und 
Sanierungsmassnahmen gemäss Schutzzonen- reglement durch die 
dazu verpflichteten Grundeigentümer bzw. Anlageninhaber zu 
kontrollieren und diese allenfalls unter An- drohung der 
Ersatzvornahme zur Erfüllung dieser Verpflichtung anzuhalten. Erst 
bei fortgesetzter Weigerung der Umsetzung von im   
Schutzzonenreglement   rechtskräftig   vorgesehenen   Schutz-/ 
Sanierungsmassnahmen durch die (Verfügungs-)Adressaten, hat die 
Gemeinde mit einer Ersatzvornahme diese Massnahmen ge- mäss 
Schutzzonenreglement zwangsweise durchzuführen  bzw. in eigener 
Regie vorzunehmen. Aufgrund der Regelungen des 
eidgenössischen und des kantonalen Rechts betreffend den pla- 
nerischen (Grundwasser-)Schutz konnte die Beschwerdegegnerin also 
Art. 40a EGG in der vorliegenden Fassung nicht kompetenz- gemäss 
und im Einklang mit dem übergeordneten Recht erlassen und 
anwenden. Denn sie umgeht zum einen die gesetzgeberische Absicht 
von Art. 20 Abs. 2 lit. c GSchG und widerspricht im vorlie- genden Fall 
auch der Zuständigkeitsordnung gemäss Art. 26 Abs. 1 KGSchG 
betreffend der (strittigen) Beurteilung von allfälligen Ent- 
schädigungsansprüchen bzw. den finanziellen Konsequenzen im 
Zusammenhang mit dem planerischen (Grundwasser-)Schutz. Aus 
diesem Grund basiert die mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 
gegenüber der Beschwerdeführerin festgelegte (grundsätzliche)

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Kostenpflicht sowie die verfügte Akontozahlung auf einer nicht mit 
dem übergeordneten Recht zu vereinbarenden gesetzlichen 
Grundlage, weshalb der Einspracheentscheid vom 29. März, mitge- teilt 
am 10. April 2018, worin die Einsprache der Beschwerdeführe- rin 
abgewiesen wurde, nicht zu schützen ist. Bei diesem Ergebnis ist der 
Einspracheentscheid vom 29. März 2018 antragsgemäss auf- zuheben, 
womit auch die Verpflichtungen der Beschwerdeführerin gemäss 
Verfügung vom 5. Oktober 2017 dahinfallen.
A 18 23 Urteil vom 10. September 2019

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-recht- 
lichen Angelegenheiten ist noch hängig (1C_573/2019).