# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb578b2e-e9bf-5b38-9fe0-f3f430218341
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.08.2018 II 2018 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-61_2018-08-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2018 61

Entscheid vom 20. August 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Krankenkasse B.________
Vorinstanz,

Gegenstand Krankenversicherung (Rechnung; Frist-Wiederherstellungsgesuch)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1952) war 2017 bei der Krankenkasse B.________ obliga-
torisch krankenversichert (Vi-act. 2). Im Auftrag der IV führte Dr.med. 
C.________ (Facharzt ORL FMH) am 19. Juni 2017 eine spezialärztliche Begut-
achtung für eine Hörgeräteexpertise durch (Vi-act. 3). Im Nachgang zur Begut-
achtung stellte Dr.med. D.________ der B.________ am 28. August 2017 Rech-
nung für eine Konsultation sowie eine erschwerte Gehörgangsreinigung mittels 
Mikroskop, total Fr. 49.55 (Vi-act. 5). Am 8. Februar 2018 führte er dazu gegenü-
ber der B.________ aus, um eine objektive Gehörsmessung durchführen zu 
können, habe der Gehörgang beidseits gereinigt werden müssen. Diesen Auf-
wand habe er entsprechend den gesetzlichen Grundlagen der Krankenkasse 
(und nicht der die spezialärztliche Begutachtung in Auftrag gebenden IV-Stelle) in 
Rechnung gestellt (Vi-act. 4). 

B. Die B.________ stellte A.________ mit Leistungsabrechnung Nr. 1343291 
vom 20. September 2017 für die Behandlung bei Dr.med. C.________ Fr. 49.55 
in Rechnung (Franchise; Vi-act. 6). Am 28. November 2017 erfolgte eine Zah-
lungserinnerung (Vi-act. 7) und am 25. Januar 2018 eine Mahnung (Vi-act. 8). Mit 
Mail vom 26. Januar 2018 verlangte A.________ von der B.________ eine be-
schwerdefähige Verfügung, da der Rechnungsbetrag von ihm nicht geschuldet 
sei (Vi-act. 11).

C. Am 16. Februar 2018 verfügte die B.________ gegenüber A.________:

1. Die Verrechnung der Gehörgangsreinigung, welche am 19.6.2017 durch Herrn 
Dr.med. C.________ (vor Durchführung der IV-Expertise) durchgeführt wurde, 
erfolgte gemäss den gültigen tariflichen Bestimmungen und entspricht den Vor-
gaben des Krankenversicherungsgesetzes (KVG).

2. Die Rechnung Nr. 81956 vom 28. August 2017 über CHF 49.55 der Arztpraxis 
Dr.med. C.________ wird nicht storniert und die Kosten werden nicht von der 
Arztpraxis zurückgefordert.

3. Es werden keine Parteikosten erstattet.

4. Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

D. Am 19. März 2018 erhob A.________ gegen die Verfügung vom 
16. Februar 2018 Einsprache (Vi-act. 13). Mit Einspracheentscheid vom 10. April 
2018 wurde die Einsprache teilweise − mit Bezug auf die aufschiebende Wirkung 
− gutgeheissen und im Übrigen jedoch abgewiesen (Vi-act. 14).

E. Mit Eingabe vom 3. Juni 2018 gelangt A.________ ans Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz mit den Rechtsbegehren:

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1. Die Frist zur Beschwerde an das kant. Versicherungsgericht sei (gem. Art. 148 
ZPO) wieder herzustellen und eine angemessene Nachfrist zu weiteren Be-
gründungen der Beschwerde selber anzusetzen.

2. Oder es sei nach Gewährung vorstehender Frist-Wiederherstellung eventualiter 
auch gleich die Beschwerde selber in Gutheissung z.G. des unterzeichneten Bf 
mit zu entscheiden; auf Grund der Akten und insbesondere der aktenkundigen 
(und hier auch beiliegenden) Einsprache mit deren konkreten Anträge des Bf., 
dat. 19. März 2018:

A) Vorgenannte Verfügung(en) dat. 16.2.2018 [der Krankenkasse B.________], 
sowie nun analog zusätzlich auch dat. 10.4./18.5.2018, sei (mangels einschlä-
giger-ernsthafter Rechtsgrundlage in der Sache selber) vollumfänglich aufzuhe-
ben.

B) Die strittigerweise / fälschlicherweise beim unterzeichneten VN und Einsprecher 
geltend gemachte Rechnung Nr. 81956 v.28.8.2017 über Fr. 49.55 sei in jedem 
Eventualfall und unter allen Umständen gegenüber dem Einsprecher bei der 
Krankenasse nun sogleich definitiv auszubuchen.

C) Sub-Eventualiter sei in der Folge der entsprechende Betrag entweder richtiger-
weise auch durch die IV zu übernehmen bezw. an diese zurück zu weisen oder 
ansonsten bei Dr. C.________ zurück zu fordern.

F. Mit Vernehmlassung vom 8. Juni 2018 beantragt die Krankenkasse 
B.________:

1. Der Beschwerdeführer sei zu verurteilen, der Vorinstanz CHF 49.55 zuzüglich 
Zins von 5% seit dem 28. November 2018 (recte: 2017) zu bezahlen.

2. Es sei eine Rechtskraftbescheinigung der Vorinstanz zu erteilen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000 sind auf die Kran-
kenversicherung anwendbar, soweit das Bundesgesetz über die Krankenversi-
cherung (KVG; SR 832.10) vom 18. März 1994 oder das Bundesgesetz betref-
fend die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung (KVAG; SR 832.12) vom 
26. September 2014 nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsehen 
(Art. 1 KVG). Eine solche ist in der hier strittigen Frage nicht vorgesehen. 

2.1 Gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, gegen welche eine Ein-
sprache ausgeschlossen ist, kann beim kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden (Art. 56 f. ATSG). Die Beschwerde ist innerhalb von 
30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheides oder der Verfügung, 
gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen (Art 60 Abs. 1 
ATSG). Die Frist kann nicht erstreckt werden (Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 40 Abs. 1 

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ATSG). Nach Art. 39 Abs. 1 i.V.m. Art. 60 Abs. 2 ATSG ist die 30-tägige Frist nur 
gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim erst-
instanzlichen Versicherungsgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsula-
rischen Vertretung übergeben wird. Läuft die Frist unbenützt ab, so erwächst der 
Verwaltungsentscheid in (formelle) Rechtskraft mit der Wirkung, dass das erstin-
stanzliche Gericht auf eine verspätet eingereichte Beschwerde nicht eintreten 
darf (BGE 134 V 49 Erw. 2).

2.2 Die 30tägige Frist beginnt am Tag der Mitteilung an zu laufen (Art. 60 
Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift 
des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person überbracht wird, gilt 
spätestens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellversuch als er-
folgt (Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 2bis ATSG). Diese Zustellfiktion ist auch im 
Falle eines Postrückbehaltungsauftrages beachtlich (BGE 134 V 49). Die Frist bis 
zum Eintreten der Zustellfiktion wird daher nicht verlängert, wenn ein Abholen 
nach den anwendbaren Bestimmungen der Post auch noch länger möglich ist, 
etwa zufolge eines Rückbehaltungsauftrags. Auch ein allfälliger zweiter Versand 
und die spätere Entgegennahme der Sendung vermögen an der nach Ablauf der 
siebentägigen Abholfrist eingetretenen Zustellungsfiktion grundsätzlich nichts zu 
ändern. Sie gelten als rechtlich unbeachtlich (BGE 117 V 131 [frz.] Erw. 4a, BGE 
111 V 99 Erw. 2b).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die Zustellung eines behörd-
lichen Aktes aber nur dann fingiert werden, wenn der Empfänger mit der Zustel-
lung rechnen musste (BGE 141 II 429 Erw. 3.1; BGE 130 III 396 Erw. 1.2.3). Dies 
ist der Fall, wenn ein Prozessrechtsverhältnis besteht, das die Parteien verpflich-
tet, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter anderem dafür zu sor-
gen, dass ihnen behördliche Akte, die das Verfahren betreffen, zugestellt werden 
können. Diese prozessuale Pflicht entsteht mit der Begründung eines Verfah-
rensverhältnisses (Rechtshängigkeit) und gilt insoweit, als während des hängigen 
Verfahrens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit der Zustellung eines 
behördlichen Aktes gerechnet werden muss (BGE 141 II 429 Erw. 3.1; BGE 138 
III 225 Erw. 3.1; Urteil BGer 2C_298/2015 vom 26.4.2017 Erw. 3.2; 
OFK/KVG/UVG-Bollinger, ATSG Art. 39 Rz. 7).

2.3 Ist die beschwerdeführende Person oder ihre Vertretung unverschuldeter-
weise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wieder herge-
stellt, sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des 
Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 
60 Abs. 2 i.V.m. Art. 41 ATSG).

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3.1 Nachdem zwischen dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz Meinungs-
verschiedenheiten betreffend die Rechtmässigkeit der Rechnung über Fr. 49.55 
für die im Rahmen der von der IV in Auftrag gegebenen spezialärztlichen Begut-
achtung bestand, forderte der Beschwerdeführer von der Vorinstanz den Erlass 
einer anfechtbaren Verfügung (Vi-act. 11). Diese erging per Einschreiben vom 
16. Februar 2018 (Vi-act. 12). Am 19. März 2018 erhob der Beschwerdeführer 
dagegen Einsprache (Vi-act. 13). Damit machte er das Einspracheverfahren vor 
der Vorinstanz rechtshängig. Von diesem Moment an musste er mit der Zustel-
lung eines behördlichen Aktes, namentlich auch eines Entscheides rechnen 
(Erw. 2.2). 

3.2 Der Einspracheentscheid erging am 10. April 2018 (Vi-act. 14). Er wurde 
gleichentags als Einschreibesendung der Post übergeben und am 11. April 2018 
beim Beschwerdeführer zur Abholung mit Frist bis 18. April 2018 angemeldet. Da 
der Beschwerdeführer einen Auftrag für einen Postrückbehalt erteilt hatte, wurde 
die Abholfrist bis 9. Mai 2018 verlängert. Nachdem das Einschreiben auch innert 
der verlängerten Frist nicht abgeholt wurde, wurde es am 11. Mai 2018 an die 
Vorinstanz zurückgesandt (Vi-act. 15; vgl. Sendungsverlauf zur R-Sendung 
98.42.102862.00032450). Am 18. Mai 2018 hat die Vorinstanz dem Beschwerde-
führer den Einspracheentscheid erneut zugestellt mit dem Hinweis, er gelte als 
am 18. April 2018 zugestellt (Vi-act. 15.2).

3.3 Mit E-Mail vom 2. Juni 2018 ersuchte der Beschwerdeführer die Vorinstanz 
um Wiedererwägung, bevor er das Gesuch um Frist-Wiederherstellung an die 
Beschwerdeinstanz richte (Vi-act. 16). Die Zuschriften der Vorinstanz habe er am 
28. Mai 2018 erhalten. Er sei bekanntlich für längere Zeit im Ausland gewesen. 
Mit einer erneuten Zustellung in so kurzen Zeitabschnitten innerhalb dieser Zeit 
der Ausland-Abwesenheit habe er nicht rechnen müssen und können. Es sei Os-
ter- und Schulferienzeit gewesen. Zudem sei nicht einmal eine Zustellung per 
E-Mail erfolgt, was eine Kenntnisnahme auch im Ausland ermöglicht hätte (Vi-
act. 16).

3.4 Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer selber das Einspracheverfah-
ren rechtshängig gemacht hat und damit mit einem anfechtbaren Einspracheent-
scheid rechnen musste. Dieser wurde ihm am 11. April 2018 zur Abholung an-
gemeldet, womit die Zustellung am siebten Tag danach als zugestellt gilt (Art. 38 
Abs. 2bis ATSG; Erw. 2.2). Daran ändert rechtsprechungsgemäss der vom Be-
schwerdeführer erteilte Postrückhalteauftrag nichts. Unbehilflich ist ebenso der 
Einwand, er habe nicht so rasch nach Einspracheerhebung mit einem Entscheid 
rechnen müssen. Ab Einreichung eines Rechtsmittels muss der Einsprecher mit 

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einer gewisser Wahrscheinlichkeit damit rechnen, von der Rechtsmittelinstanz 
behördliche Akte zugestellt zu erhalten, seien dies verfahrensleitende Anordnun-
gen oder ein Entscheid in der Sache selbst. Dies umso mehr, als die Vorinstanz 
von Gesetzes wegen aufgefordert war, den Einspracheentscheid innert ange-
messener Frist zu erlassen (Art. 52 Abs. 2 ATSG); mithin war die Vorinstanz ge-
halten, beförderlich über die Einsprache zu befinden. Daran ändern weder Os-
tern etwas (der Fristenstillstand endete am siebten Tag nach Ostern, mithin vor 
Erlass des Einspracheentscheides; Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG), noch die örtlichen 
Schulferien, die ohnehin ohne Einfluss auf die gesetzlichen Fristen sind. 

Der Beschwerdeführer spricht sodann davon, er sei "bekanntlich" auslandabwe-
send gewesen, die Ausland-Abwesenheit sei "dokumentiert". Er belegt jedoch 
nicht, dass er über diese Auslandabwesenheit bereits vorgängig auch die Vor-
instanz unterrichtet hätte. Solches ergibt sich auch nicht aus den Akten. Insbe-
sondere machte er die Vorinstanz in seiner Einsprache vom 19. März 2018 nicht 
auf seine längere Abwesenheit aufmerksam und er begehrte nicht um Verschie-
bung allfälliger Zustellungen oder um elektronische Zustellung (vgl. Urteil BGer 
4A_660/2011 vom 9.2.2012 Erw. 2.5). 

Damit aber steht fest, dass die 30tägige Beschwerdefrist am 18. April 2018 zu 
laufen begann und die Beschwerde vom 3. Juni 2018 erst nach Ablauf der Frist 
und somit verspätet eingereicht wurde.

3.5 Am 3. Juni 2018 ersucht der Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht um 
Frist-Wiederherstellung. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass er das Ge-
such innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses eingereicht hat, ist es ab-
zuweisen, weil es an der Voraussetzung der unverschuldeten Verhinderung 
mangelt.

3.5.1  Unverschuldet ist das Versäumnis, wenn dafür objektive Gründe vorliegen 
und der Partei keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (EGV-SZ 1997 Nr. 
26 Erw. 2b; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 587). Es muss sich um Gründe 
von einigem Gewicht, wie schwere Erkrankung oder Unfall, höhere Gewalt (wie 
Naturkatastrophen), plötzlich eintretende Handlungsunfähigkeit, unerwarteter 
Tod naher Angehöriger und dergleichen handeln, so dass die betroffene Person 
von der Rechtshandlung abgehalten wird, und auch nicht in der Lage ist, eine 
Vertretung zu bestellen (BGE 112 V 225; BGE 108 V 109). Gründe wie Ferien-
abwesenheit, Arbeitsüberlastung, Unbeholfenheit oder Unachtsamkeit reichen 
praxisgemäss nicht aus (Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 587; VGE II 2015 39 
vom 26.8.2015 Erw. 3.1; VGE II 2013 105 vom 23.10.2013 Erw. 2.1; VGE I 2007 

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284 vom 22.1.2008 Erw. 2.6). Einer Fristwiederherstellung steht demgemäss be-
reits schon leichtes Verschulden der betroffenen Person entgegen (Griffel, Kom-
mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich 
2014, § 12 N 44). Bei den anerkannten Wiederherstellungsgründen handelt es 
sich somit um Situationen, in welchen es der betroffenen Person überhaupt nicht 
oder nur mittels unverhältnismässigem Aufwand möglich ist, die Frist einzuhalten. 
Insbesondere unbeachtlich ist auch die Geltendmachung von fehlender Rechts-
kenntnis, da Gesetze mit der amtlichen Publikation des Textes als bekannt gelten 
und daraus abgeleitet der allgemeine Grundsatz gilt, dass Rechtsunkenntnis 
schadet und niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten 
kann (ignorantia iuris nocet; BGE 136 V 331 Erw. 4.2.3.1 mit weiteren Verweisen; 
BGE 111 V 402 Erw. 3; VGE II 2015 15 vom 22.7.2015 Erw. 3.3; VGE II 2015 39 
vom 26.8.2015 Erw. 3.3). Gemäss Lehre und Rechtsprechung soll der Behörde 
bei der Beurteilung des geltend gemachten Wiederherstellungsgrundes zwar ein 
weiter Ermessensspielraum zukommen, doch darf ein Hinderungsgrund im Inter-
esse eines geordneten Verfahrensablaufes nicht leichthin angenommen werden; 
anzulegen ist vielmehr ein strenger Massstab (vgl. VGE II 2017 40 vom 
26.4.2017; VGE II 2012 107 vom 25.9.2012 Erw. 4 mit Hinweisen auf EGV-SZ 
1997 Nr. 26 Erw. 2b; BGE 108 V 110; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 588; VGE 
II 2013 38 vom 26.8.2013 Erw. 3.3).

3.5.2  Der Beschwerdeführer bringt keine objektiven, gewichtigen Gründe vor, 
welche eine Frist-Wiederherstellung zu rechtfertigen vermögen. Er weilte im Zeit-
punkt der Zustellung des Einspracheentscheides − mit welchem er rechnen 
musste (Erw. 3.4) − schlicht in den Ferien, ohne dass er dies vorgängig der Vor-
instanz mitgeteilt hätte oder eine Vertretung bestimmt hätte. Dies reicht indes 
praxisgemäss nicht aus, um eine unverschuldete Verhinderung annehmen zu 
können. Insbesondere wenn er ausführt, im Kontext des hier eher tiefen Streit-
wertes in dieser Grundsatzfrage sei es völlig unverhältnismässig und nicht zu-
mutbar gewesen, den Auslandaufenthalt zu stornieren und zu Hause zu warten 
oder eine Vertretung zu bestimmen, so hat er es selber zu verantworten und in 
Kauf genommen, dass die Beschwerdefrist noch vor seiner Rückkehr abgelaufen 
ist. 

4.1 Damit aber ist das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ab-
zuweisen und auf die Beschwerde ist infolge Fristversäumnis nicht einzutreten.

4.2 Kosten werden keine erhoben; Anspruch auf Parteientschädigung besteht 
nicht (Art. 61 lit. a und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eintreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. September 2018