# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfbbb5d1-3e9a-579a-b913-81c72c6f5f76
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.10.2014 E-5216/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5216-2012_2014-10-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-5216/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz), 

Richter Martin Zoller, Richter Jean-Pierre Monnet,    

Gerichtsschreiber Christoph Berger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), Pakistan,   

vertreten durch lic. iur. Eduard M. Barcikowski,  

Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 28. September 2012 / N (…). 

 

 

E-5216/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Gemäss eigenen Angaben verliess die Beschwerdeführerin ihren Heimat-

staat am 10. September 2012 mit Hilfe eines Schleppers. Sie erreichte 

am selben Tag den Flughafen Zürich, wo sie am 11. September 2012 um 

Asyl nachsuchte. Mit Verfügung vom 11. September 2012 wurde ihr die 

Einreise in die Schweiz verweigert und sie wurde dem Transitbereich des 

Flughafens zugewiesen. 

Anlässlich der Kurzbefragung vom 14. September 2012 machte sie im 

Wesentlichen geltend, sie gehöre seit Geburt der Religion der Ahmadi an 

und habe für diese Gemeinschaft Geld gespendet. Der (hauptsächliche 

und unmittelbare) Grund für ihre Ausreise sei der Tod ihrer Mutter, der sie 

in ein moralisches Tief versetzt habe. Ausserdem habe es die Gemein-

schaft in Rawalpindi schwer gehabt, da sie ihren Glauben nicht hätten of-

fen ausüben können. Mitglieder der Gemeinschaft würden vereinzelt um-

gebracht. Im letzten Jahr seien in Lahore 200 Anhänger der Gemein-

schaft ums Leben gekommen. Persönlich habe sie nichts erlebt, allge-

mein hätten sie es schwer und die Moscheen seien die Ziele (der Bedro-

hungen). Ihr Ehemann lebe seit ungefähr 20 Jahren in der Schweiz und 

habe sie jeweils einmal pro Jahr in Pakistan besucht. Er habe ihr immer 

Geld geschickt und so ihr Leben in Pakistan finanziert. Er habe auch den 

Schlepper und ihre Ausreise organisiert. Ferner machte die Beschwerde-

führerin gesundheitliche Probleme geltend. 

B.  

Am 14. September 2012 reichte die Beschwerdeführerin per e-mail vier 

Dokumente beziehungsweise Texte zur Situation der Ahmadis in Pakistan 

zu den Akten. Am 18. September 2012 leitete die Flughafenpolizei fol-

gende von der Beschwerdeführerin abgegebene Dokumente ans BFM 

weiter: Kopien ihres Passes (1. Seite) und ihrer Heiratsurkunde, zwei 

englischsprachige Texte zur Situation der Ahmadis, weitere fremdsprachi-

ge Ausdrucke sowie einen handgeschriebenen fremdsprachigen Text.  

C.  

Anlässlich ihrer Anhörung vom 25. September 2012 brachte die Be-

schwerdeführerin vor, sie habe während der letzten fünf bis sechs Jahre 

in ihrem Viertel für die Religionsgemeinde gearbeitet, indem sie (…) ha-

be. Dies habe die Mullahs gestört und sie sei zweimal von bewaffneten 

Leuten auf Motorrädern verfolgt worden, als sie einkaufen gegangen sei. 

Diese hätten ihr gedroht, sie umzubringen, und sie aufgefordert, ihre Re-

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Seite 3 

ligion aufzugeben. Wegen diesen Verfolgungen sei sie auch krank ge-

worden. Diese Gründe für ihre Ausreise habe sie zwar während der Kurz-

befragung nicht erwähnt, da es ihr an diesem Tag nicht gut gegangen sei, 

jedoch habe sie alles am Tag darauf schriftlich festgehalten und bei der 

Flughafenpolizei eingereicht. Noch während der Anhörung wurde abge-

klärt und bestätigt, dass die Beschwerdeführerin das besagte Dokument 

bei der Flughafenpolizei am 15. September 2012 abgegeben hatte. 

D.  

Mit Verfügung vom 28. September 2012 (eröffnet tags darauf) lehnte das 

BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin ab und ordnete ihre Weg-

weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Die Vorinstanz begrün-

dete den ablehnenden Asylentscheid damit, dass die Vorbringen der Be-

schwerdeführerin weder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft 

gemäss Art. 3 AsylG (SR 142.31) noch jenen an die Glaubhaftigkeit ge-

mäss Art. 7 AsylG stand hielten. Der Vollzug der Wegweisung sei zuläs-

sig, zumutbar und möglich.  

E.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 5. Oktober 2012 

beantragte die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Verfügung vom 

28. September 2012, die Gewährung von Asyl, eventualiter die Anord-

nung der vorläufigen Aufnahme aufgrund Unzumutbarkeit sowie in pro-

zessualer Hinsicht die Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Als Be-

weismittel reichte sie folgende Dokumente zu den Akten: eine Überset-

zung ins Deutsche ihres Schreibens vom 15. September 2012, die zweite 

und dritte Seite ihres Reisepasses, ihre Identitätskarte und ihre Heiratsur-

kunde, zwei Überweisungsformulare der ors Service AG betreffend medi-

zinische Behandlung mit Beilagen, medizinische Abklärungen, ein Ge-

such um Familiennachzug von ihrem Mann aus dem Jahr 2004 sowie 

zwei Gesuche um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung desselben aus 

den Jahren 2000 und 2002, eine Mitteilung des Ahmadiyya Foreign Mis-

sion Office betreffend Polizeiübergriffe auf Ahmadis vom 15. Juli 2012, ei-

nen News Report betreffend staatliches Religionsverbot gegen Ahmadis 

in Rawalpindi vom August 2012, einen undatierten Bericht der Asian Hu-

man Rights Commission betreffend staatliche Tolerierung von Übergriffen 

auf Ahmadis sowie eine Pressemitteilung des Gerichtshofes der Europäi-

schen Union (EuGH) vom 5. September 2012 (alle in Kopie). 

F.  

Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Oktober 2012 

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Seite 4 

wurde mangels Prozessgegenstands auf den Antrag, der Beschwerde sei 

aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, nicht eingetreten. Gleichzeitig 

wurde aufgrund der Aktenlage auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses verzichtet.  

G.  

Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Oktober 2012 

wurde die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung (unter Beila-

ge der originalen N-Akten) innert Frist eingeladen. 

H.  

Mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 2012 hielt das Bundesamt an sei-

ner Verfügung vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Be-

schwerde. 

I.  

Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. November 2012 

wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit eingeräumt, innert Frist eine 

Replik und entsprechende Beweismittel einzureichen. 

J.  

Mit Verfügung des BFM vom 7. November 2012 wurde der Beschwerde-

führerin die Einreise in die Schweiz bewilligt. 

K.  

Mit Replik vom 19. November 2012 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest und beantragte zusätzlich, ihr sei eventualiter eine Frist von 

14 Tagen zur Einreichung von Übersetzungen eingereichter Beweismittel 

anzusetzen. Gleichzeitig reichte sie eine Bestätigung der Ahmadiyya-

Muslim Jamaat Schweiz vom 4. November 2012 zu den Akten, aus wel-

cher hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin seit Geburt Ahmadi, für die 

Ahmadiyya-Muslim Jamaat tätig und (…) in ihrem Quartier in Rawalpindi 

gewesen sei. Ferner reichte sie folgende fremdsprachigen Dokumente zu 

den Akten: eine Bestätigung der Ahmadiyya Rabwah vom 3. November 

2012 sowie Kopien einer Bestätigung der Ahmadiyya Rabwah betreffend 

eine finanzielle Zuwendung vom 10. Juni 2012 und einer Bestätigung 

vom 28. Juni 2012 betreffend "Vermittlung der Botschaft" der Ahmadiyya 

(die Originale dieser zwei Dokumente befinden sich bei den vorinstanzli-

chen Akten). 

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Seite 5 

L.  

Mit Instruktionsverfügung vom 21. November 2012 wurde der Antrag auf 

Ansetzung einer Frist zur Einreichung von Übersetzungen abgelehnt.  

M.  

Am 12. Dezember 2012 reichte die Beschwerdeführerin die angekündig-

ten Übersetzungen zu den Akten. 

N.  

Mit Verfügung vom 4. April 2013 ersuchte das Bundesverwaltungsgericht 

die Vorinstanz, innert Frist eine erneute Vernehmlassung einzureichen.  

O.  

Mit Vernehmlassung vom 10. Mai 2013 nahm das BFM unter Würdigung 

der im Verlauf des Beschwerdeverfahrens nachgereichten Beweismittel 

und in Berücksichtigung der aktuellen persönlichen Gegebenheiten die 

Beschwerdeführerin betreffend Stellung und beantragte erneut die Abwei-

sung der Beschwerde. 

P.  

Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Mai 2013 wurde 

der Beschwerdeführerin Gelegenheit eingeräumt, innert Frist eine Replik 

und entsprechende Beweismittel einzureichen. 

Q.  

Mit Eingabe vom 3. Juni 2013 nahm die Beschwerdeführerin zur zweiten 

Vernehmlassung des BFM Stellung und hielt an ihren Argumenten in der 

Beschwerdesache sowie den Beschwerdeanträgen fest. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 

den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel und so auch vorlie-

gend endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Seite 6 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 

BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung; sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens, sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als 

ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist 

Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Asylentscheid damit, 

die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden weder den Anforderungen 

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Seite 7 

an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG noch jenen an die Flücht-

lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG standhalten. So sei der Wahrheits-

gehalt wesentlicher Vorbringen zweifelhaft, wenn sie ohne zwingenden 

Grund erst im späteren Verlauf des Verfahrens geltend gemacht würden 

und nicht lediglich eine Konkretisierung bereits dargelegter Ereignisse 

darstellen würden. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Kurzbe-

fragung ausgesagt, persönlich nichts erlebt zu haben. Im handschriftli-

chen, bei der Flughafenpolizei eingereichten Dokument, welches am 

18. September 2012 ans BFM weitergeleitet worden sei, habe sie dann 

jedoch erklärt, sie sei seit fünf bis sechs Jahren in ihrem Viertel für (…) ih-

res Glaubens tätig gewesen und zwei Mal von "Typen" auf Motorrädern 

verfolgt worden. Es sei offensichtlich, dass diese Aktivitäten und die an-

gebliche Belästigung und Verfolgung nachträglich vorgebracht worden 

seien, obwohl die eigentlichen Ausreisegründe darin liegen würden, dass 

ihre Mutter verstorben sei und ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben be-

schäftig seien. Das Verhalten der Beschwerdeführerin sei klar miss-

bräuchlich. Das weitere Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Ahmadis 

würden in Pakistan allgemein unterdrückt, vermöge den Anforderungen 

an die Asylrelevanz nicht standzuhalten, da die Asylgewährung eine ge-

zielt gegen die Person der Beschwerdeführerin gerichtete Verfolgungs-

massnahme voraussetze. Die Ahmadis seien zwar im Jahre 1974 durch 

Beschluss der pakistanischen Nationalversammlung aus der Gemein-

schaft der Muslime ausgeschlossen und zu einer nicht-muslimischen 

Minderheit erklärt worden und würden auch durch die Strafgesetzgebung 

diskriminiert, würden aber nicht ihrer religiösen Identität beraubt, da ihnen 

die Religionsausübung im privaten Bereich weiterhin gewährt werde. Da 

die Anzahl der gegen sie angestrengten Verfahren in Anbetracht der 

Grösse dieser Religionsgemeinschaft als relativ gering bezeichnet wer-

den und die Mehrheit der Ahmadis in Pakistan ungestört ihren Glauben 

ausüben könne, könne nicht von einer Kollektivverfolgung der Ahmadis in 

Pakistan gesprochen werden. Die blosse Zughörigkeit zur Ahmadiyya-

Bewegung vermöge deshalb die Wahrscheinlichkeit einer asylrelevanten 

Verfolgung nicht zu begründen und die Flüchtlingseigenschaft werde nur 

dann zuerkannt, wenn eine individuelle Verfolgung im Sinne von Art. 3 

AsylG glaubhaft gemacht werde.  

4.2 In der Rechtsmitteleingabe entgegnete die Beschwerdeführerin, sie 

sei Mitglied der Ahmadiyya Gemeinschaft, welche in Pakistan durch Ver-

fassung und Gesetze staatlich verfolgt werde. Übergriffe Dritter auf Ah-

madis würden vom Staat nicht sanktioniert. Selbst wenn nicht von einer 

Kollektivverfolgung der Ahmadis in Pakistan ausgegangen werde, sei die 

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Seite 8 

Situation der Ahmadis im Sinne einer "Grenzziehung" entsprechend der 

neuesten Rechtsprechung des EuGH zu berücksichtigen. Die Beschwer-

deführerin sei aufgrund ihrer exponierten Stellung als (…) speziell ge-

fährdet und erfülle die Voraussetzungen von Art. 3 AsylG. Die diesbezüg-

lichen Vorbringen seien ausserdem nicht unglaubhaft und könnten von 

der Beschwerdeführerin durch Bestätigungsschreiben der Ahmadiyya 

Gemeinschaft bewiesen werden. Zwar habe sie bei der ersten Befragung 

gewisse Angaben nicht gemacht, jedoch habe sie diesen Mangel unmit-

telbar behoben, indem sie bereits am nächsten Tag schriftlich auf ihre 

Asylgründe aufmerksam gemacht habe. Da das Schreiben anlässlich der 

Anhörung nicht korrekt übersetzt worden sei, werde mit der Beschwerde 

eine Übersetzung durch einen registrierten Gerichtsdolmetscher einge-

reicht. So stehe nämlich im Schreiben nicht, sie habe für ihre Religions-

gemeinde gearbeitet, sondern, sie sei (…) gewesen. Diesbezüglich sei 

entweder bei der Übersetzung oder bei der Protokollierung ein Fehler 

entstanden. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin (…) war, könne 

verbindlich überprüft werden und belege ihre Gefährdung. Der Präsident 

der Amadiyya Gemeinschaft in Zürich könne dies bestätigen. Indem die 

Vorinstanz diese Aktivität der Beschwerdeführerin nicht berücksichtige, 

gehe sie von einem unrichtig und unvollständig festgestelltem Sachver-

halt aus, weshalb die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben sei. Die fal-

sche Übersetzung oder Protokollierung sei ferner als Verletzung des ver-

fassungsrechtlichen Grundsatzes des rechtlichen Gehörs zu rügen.  

4.3 In seiner ersten Vernehmlassung führte das BFM aus, nachdem der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin der anlässlich der Anhörung 

dolmetschenden Person eine tendenziöse oder schlichtweg falsche 

Übersetzung unterstellt habe, sei der Brief der Beschwerdeführerin erneut 

übersetzt worden. Die erneute Übersetzung beziehungsweise die Einga-

be der Beschwerdeführerin würden jedoch an den Erwägungen, dass 

diese zunächst vorgebracht habe, persönlich nichts erlebt zu haben, und 

nach Kontaktnahme mit ihrem Ehemann nachträgliche Asylgründe vor-

bringe, nichts ändern. 

4.4 In ihrer Replik entgegnete die Beschwerdeführerin, die von ihr einge-

reichten Bestätigungen von verschiedenen Stellen der Ahmadiyya Ge-

meinschaft würden ihre Tätigkeit als (…) der Ahmadiyya beweisen. Den 

Behörden sei bekannt, dass die Ahmadi- Organisation keine Gefällig-

keitszeugnisse ausstelle, weshalb diesen Bestätigungen ein hoher Be-

weiswert zukäme. Falls dies bezweifelt werden sollte, werde der Antrag 

gestellt, dies auf den zur Verfügung stehenden Kanälen zu überprüfen. 

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Seite 9 

Ferner wurde auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Mai 

2011 E-4992/2006 hingewiesen, welches die Gefährdungslage der Ah-

madis in Pakistan neu beurteilt habe.  

5.  

5.1 Strittig ist vorab die Frage der rechtskonformen Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts. Im Asylverfahren – wie im übrigen Ver-

waltungsverfahren – gilt der Untersuchungsgrundsatz, das heisst, die 

Asylbehörde hat den rechtserheblichen Sachverhalt vor ihrem Entscheid 

von Amtes wegen vollständig und richtig abzuklären (Art. 6 AsylG i.V.m. 

Art. 12 VwVG, Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Dabei muss sie die für das 

Verfahren erforderlichen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rele-

vanten Umstände abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen. 

Gemäss Art. 8 AsylG hat die asylsuchende Person demgegenüber die 

Pflicht und unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs im Sinne von 

Art. 29 VwVG und Art. 29 Abs. 2 BV das Recht, an der Feststellung des 

Sachverhalts mitzuwirken (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2, BVGE 2007/21     

E. 11.1.3 mit Hinweis auf Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-

rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 13). Art. 7 (Glaubhaft-

machung) und Art. 8 AsylG (Mitwirkungspflicht) befassen sich mit Fragen 

des Beweismasses beziehungsweise der Beweislast. Art. 7 AsylG lässt 

für die Sachverhaltsermittlung im Grundsatz das Beweismass der Glaub-

haftigkeit genügen, wobei Art. 8 AsylG – als Korrelat zum in Art. 12 VwVG 

verankerten und der Behörde obliegenden Untersuchungsgrundsatz – die 

asylsuchende Person einer weitreichenden Mitwirkungspflicht unterstellt; 

Kernpunkt dieser Mitwirkungspflicht ist die Angabe der Asylgründe (Art. 8 

Abs. 1 Bst. c AsylG). Die beiden Bestimmungen beschlagen somit einer-

seits die Erfassung des gemäss Mitwirkungspflicht von den Asylgesuch-

stellenden vorzutragenden und gegebenenfalls durch Beweismittel zu un-

terlegenden Sachverhalts sowie behördlicherseits die (gegebenenfalls 

durch weitere Untersuchungs- und Beweismassnahmen vorzunehmende) 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. In einem nachfolgen-

den Schritt ist im Asylverfahren zu prüfen, ob und wie der so ermittelte 

rechtserhebliche Sachverhalt unter Art. 3 AsylG subsumierbar ist und im 

Falle der flüchtlingsrechtlichen Beachtlichkeit zur Flüchtlingseigenschaft 

führen kann; im Verneinungsfalle ist der Sachverhalt zusätzlich unter dem 

Aspekt der Wegweisungs- und Vollzugsvoraussetzungen zu prüfen. 

5.2 Mit der Begründung, die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüg-

lich ihrer Tätigkeit bei (…) in ihrem Quartier seien nachgeschoben, ging 

die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung von der Unglaubhaftigkeit 

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Seite 10 

dieser Vorbringen aus und unterliess es, sie zu überprüfen oder sich zu 

deren flüchtlingsrechtlichen Relevanz an sich zu äussern. 

Auch in ihrer ersten Vernehmlassung, nachdem zwar festgestellt wurde, 

dass bei der mündlichen Übersetzung des von der Beschwerdeführerin 

verfassten Schreibens ein Fehler unterlaufen war, begründete die Vorin-

stanz die fehlende Glaubhaftigkeit einzig damit, dass die Beschwerdefüh-

rerin besagte Vorbringen nachträglich geltend gemacht habe. Von einer 

flüchtlingsrechtlichen Überprüfung der Vorbringen an sich wurde erneut 

abgesehen und auch auf die neu eingereichten Beweismittel wurde nicht 

eingegangen. 

In seiner zweiten Vernehmlassung hat das BFM die wesentlichen einge-

reichten Dokumente gewürdigt und kam zum Schluss, diesen komme 

betreffend die vorgebrachte Verfolgung kein Beweiswert zu. Aufgrund der 

nachstehenden Erwägungen unter 5.4 kann das Gericht darauf verzich-

ten, diese Würdigung einer Prüfung zu unterziehen. Im Weiteren hat das 

BFM in der zweiten Vernehmlassung hervorgehoben, es sei erneut auf 

die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der Erstbefragung hin-

zuweisen, mit denen sie deutlich gesagt habe, in erster Linie habe der 

Tod ihrer Mutter sie zur Ausreise bewegt, und auf die klare Frage, welche 

persönliche Bedrohung sie erlebt habe, geantwortet habe, dass sie per-

sönlich nichts erlebt habe. Auch habe sie anlässlich der Anhörung vom 

25. September 2012 die Zweifel an den nachträglich vorgebrachten 

Gründen bezüglich ihrer Funktion innerhalb der lokalen Ahmadiyya sowie 

einer angeblichen Verfolgung durch Unbekannte nicht zu entkräften ver-

mocht. Somit blieb das BFM bei der Einschätzung, die Beschwerdeführe-

rin habe keine über die schwierige Alltagslage der Ahmadia hinausge-

hende, individuelle Gefährdung glaubhaft machen können und prüfte die 

unmittelbar nach der Erstbefragung schriftlich geltend gemachten indivi-

duellen Gründe, die zur Einschätzung einer allenfalls persönlichen bedeu-

tenden Gefährdungslage führen könnten, nicht auf deren flüchtlingsrecht-

liche Relevanz. 

5.3 Da die Erstbefragung (Befragung zur Person) in erster Linie dem 

Zweck dient, festzustellen, ob überhaupt ein Asylgesuch vorliegt, kommt 

den Aussagen bei dieser Befragung im Gegensatz zu den Aussagen ei-

ner asylsuchenden Person bei der Anhörung angesichts des summari-

schen Charakters der Kurzbefragung für die Beurteilung der Glaubhaftig-

keit nur ein beschränkter Beweiswert zu. Es darf nicht davon ausgegan-

gen werden, dass Asylsuchende im Rahmen dieser Kurzbefragung 

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Seite 11 

grundsätzlich die Möglichkeit oder gar die Pflicht hätten, sämtliche Grün-

de ihres Asylgesuches abschliessend darzulegen. Widersprüche sind 

aber dann für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen heran-

zuziehen, wenn anlässlich der Erstbefragung gemachte klare Aussagen 

in wesentlichen Punkten der Asylbegründung von späteren Aussagen bei 

der Anhörung diametral abweichen. Dies gilt auch für den Fall, dass be-

stimmte Ereignisse oder Befürchtungen, die später als zentrale Asylgrün-

de genannt werden, nicht bereits zumindest ansatzweise bei der Befra-

gung zur Person erwähnt werden (vgl. EMARK 2005 Nr. 7 E. 6.2.1 S. 66; 

2004 Nr. 34 E. 4.4 S. 243). 

5.4 Tatsächlich hat die Beschwerdeführerin anlässlich der Befragung zur 

Person weder ihre Tätigkeit als (…) noch die Verfolgung und Drohungen 

von Leuten auf Motorrädern erwähnt, sondern gab an, in erster Linie we-

gen des Todes ihrer Mutter ausgereist zu sein. Es ist mit dem BFM in dem 

Sinne einig zu gehen, dass solche Vorbringen in der Regel als zentrales 

Vorbringen bereits bei Erstbefragungen erwartet werden dürften, gegebe-

nenfalls müssten. Vorliegend ist jedoch zu beachten, dass die Frage an-

lässlich der Erstbefragung, welche persönliche Bedrohung sie erlebt ha-

be, unmittelbar an Ausführungen anschliesst, wonach in Lahore "letztes 

Jahr 200 von unseren Anhängern ums Leben" gekommen seien und aus 

diesem Grund "auch unser Prophet nach London immigriert" sei. Es ist 

demnach nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin in diesem 

Kontext gedanklich in schlimmsten Vorstellungen der Tötung von Anhän-

gern der Ahmadiyya verhaftet war und diese Bedrohungsform in diesem 

Moment nicht konkret auf ihre Person fokussiert sah. Diese Einschätzung 

lässt sich auch angesichts der unmittelbar darauf folgenden Aussage, 

wonach die Moscheen die Ziele (von konkreten Übergriffen) seien, be-

gründeterweise vertreten (vgl. hierzu A9/21, Pt. 7.02). Es ist demnach 

auch nicht widersprüchlich, wenn die Beschwerdeführerin als hauptsäch-

lichen Grund und nahe liegendensten Anlass der Ausreise den Tod ihrer 

Mutter bezeichnet, da dieser Umstand sie auch kurz nach der Ausreise 

aus ihrem Heimatland zentral hat beschäftigen müssen. Weiter machte 

die Beschwerdeführerin anlässlich der Erstbefragung geltend, ihre Ge-

meinschaft habe es schwer in Rawalpindi und dass vereinzelt Mitglieder 

umgebracht würden. Ausserdem gab sie anlässlich der Kurzbefragung 

an, vor drei Jahren in Indien an einer religiösen Veranstaltung gewesen 

zu sein und sich im Jahr 2005 aus dem gleichen Grund für einen Monat in 

London aufgehalten zu haben (A9/21, Pt. 2.05). Aus diesen Aussagen 

geht bereits hervor, dass sich die Beschwerdeführerin aktiv in ihrer Reli-

gionsgemeinschaft betätigt hat. Die weiter geltend gemachten Vorbringen 

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Seite 12 

weichen somit von den Aussagen anlässlich der Kurzbefragung nicht 

diametral ab. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerde-

führerin diese Vorbringen nicht erst anlässlich der zweiten Anhörung gel-

tend machte, sondern diese bereits einen Tag nach der Befragung zur 

Person schriftlich bei der Flughafenpolizei einreichte. Es erscheint des-

halb – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – in Berücksichtigung der 

entsprechenden Aktenlage nicht als offensichtlich, dass die Aktivitäten für 

ihre Glaubensgemeinschaft und die Belästigungen nachgeschoben sind. 

Die Einschätzung des BFM, die Beschwerdeführerin habe nach Kontakt-

nahme mit ihrem Ehemann nachträgliche Asylgründe vorgebracht, ver-

mag ausserdem nicht gänzlich zu überzeugen, zumal die Beschwerde-

führerin bereits vor der Kurzbefragung und vor ihrer Einreise in Kontakt 

mit ihrem Ehemann stand, welcher sie noch kurz vor ihrer Ausreise in Pa-

kistan besucht habe und nur fünf Tage vor ihrer Ausreise in die Schweiz 

gereist sei (A9/21, Pt. 7.02). Sie hätte somit auch schon vor der Kurzbe-

fragung ausreichend Gelegenheit gehabt, sich mit ihrem Mann abzuspre-

chen. Da das Familiennachzugsgesuch des Ehemannes bereits beinahe 

zehn Jahre zurückliegt, und die Beschwerdeführerin von Anfang an dar-

über informierte, ist auch nicht von einem missbräuchlichen Verhalten ih-

rerseits auszugehen. Insbesondere auch aufgrund der allgemein schwie-

rigen Situation für Ahmadis in Pakistan erscheint die Begründung der Un-

glaubhaftigkeit des BFM als ungenügend und eine vollständige Abklärung 

des Sachverhalts als angebracht. 

5.5 Indem die Vorinstanz Teile der Vorbringen der Beschwerdeführerin an 

sich nicht entsprechend würdigte, sondern lediglich aufgrund des Nach-

reichens deren schriftlichen Erklärung vom 15. September 2013 als 

nachgeschoben und somit unglaubhaft erachtete, hat sie den rechtser-

heblichen Sachverhalt nicht vollständig abgeklärt und erstellt. Dieser for-

melle Mangel wurde vom BFM nicht nachträglich geheilt. Angesichts die-

ser formellen Mängel besteht für das Bundesverwaltungsgericht weder 

Anlass noch die rechtliche Möglichkeit, die vorinstanzlichen Erwägungen 

zur Frage der flüchtlingsrechtlichen Beachtlichkeit unter dem Aspekt von 

Art. 3 AsylG einer materiellen Überprüfung zu unterziehen. Auch ginge 

der Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht eine Beurteilungsinstanz ver-

lustig. Der formelle Mangel der falschen Übersetzung der handschriftli-

chen Eingabe der Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung wurde in-

dessen durch die erneute Übersetzung des Textes durch das BFM nach-

träglich geheilt.  

E-5216/2012 

Seite 13 

6. 

Aus vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü-

gung den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig fest-

stellte (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Die Verfügung vom 28. September 

2012 ist demnach aufzuheben und die Sache ist an das BFM zur voll-

ständigen und richtigen Sachverhaltsfeststellung und zur neuen Ent-

scheidung zurückzuweisen. Dabei hat das BFM insbesondere zu prüfen, 

ob der Beschwerdeführerin eine über die schwierige Alltagslage der Ah-

madia hinausgehende, individuelle Gefährdung zukommen könnte und ob 

individuelle Gründe, die zur Einschätzung einer allenfalls persönlichen 

bedeutenden Gefährdungslage führen könnten, gemäss der Rechtspre-

chung flüchtlingsrechtliche Relevanz entfalten. Die Beschwerde ist dem-

entsprechend insofern gutzuheissen, als damit die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung beantragt wird. 

 

7. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).  

8. 

Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG kann der obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für die 

ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuge-

sprochen werden. Angesichts ihres Obsiegens ist der Beschwerdeführe-

rin eine angemessene Parteientschädigung für die ihr durch das Be-

schwerdeverfahren erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen 

(Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,                     

SR 173.320.2]). Da keine Kostennote vorliegt, werden die zu entschädi-

genden Kosten aufgrund der Akten geschätzt (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Ge-

stützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren (Art. 7 ff. 

VGKE) wird die Parteientschädigung, welche von der Vorinstanz zu ent-

richten ist, auf Fr. 2000.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfügung des BFM vom 28. September 2012 wird aufgehoben und 

die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen. 

E-5216/2012 

Seite 14 

2.  

Die Sache wird dem BFM zur vollständigen und korrekten Sachverhalts-

feststellung und zur neuen Entscheidung zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das BFM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin eine Parteientschä-

digung von Fr. 2000.– (inklusive Auslagen und MWST) zu entrichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Muriel Beck Kadima Christoph Berger 

 

 

 

 

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