# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ef82c5a-5a92-59c9-a051-0b37746981cd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 09.01.2024 R 2023 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-58_2024-01-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 58

5. Kammer 

Vorsitz Brun

RichterInnen Audétat und Pedretti

Aktuar Gees

URTEIL 

vom 9. Januar 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Flavio Decurtins, 

Beschwerdegegnerin

und

Amt für Raumentwicklung Graubünden, 

Beschwerdegegner

betreffend Baugesuch

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I. Sachverhalt:

1. Am 18. März 2020 erteilte der Gemeindevorstand B._____ gestützt auf 

Art. 4 des Gastwirtschaftsgesetzes für den Kanton Graubünden (GWG) 

die Gastwirtschaftsbewilligung zur Führung des Restaurantbetriebs 

"C._____" ab 1. November 2020 für die Monate November bis April 

(jeweils 6 Monate). Eigentümer der Lokalitäten war A._____, für die 

Führung des Betriebs verantwortlich D._____, beide wohnhaft in E._____. 

Der Betrieb befindet sich in der Landwirtschafts- und Wintersportzone, 

Parzelle Nr. 2101, F._____, E._____, Gemeinde B._____. Alljährlich neu, 

insgesamt drei Mal, wurde jeweils mit separater Baubewilligung gestützt 

auf Art. 86 Abs. 3 KRG und Art. 40 KRVO temporär für Anfang November 

bis Ende April die Erstellung einer Terrasse im Westen des Stallgebäudes, 

einer mobilen Toilette im Anbau und von Bänken und Tischen sowie einer 

Bar im Stallgebäude bewilligt. Die temporären Einrichtungen mussten 

nach sechs Monaten wieder zurückgebaut werden. 

2. Mit Baugesuch im ordentlichen Verfahren ausserhalb der Bauzone (BAB) 

ersuchte A._____ die Gemeinde B._____ am 10. Februar 2022 um 

Abparzellierung des ganzen Gebäudes gemäss Betriebskonzept, 

Nutzungsänderung als Restaurationsbetrieb gemäss Betriebskonzept und 

Entlassung aus dem Geltungsbereich des BGBB. Die bestehende Baute, 

die bisher einen Grossviehstall und seit 2020 temporär einen 

Restaurationsbetrieb "C._____" aufwies, soll künftig allein als 

Restaurationsbetrieb genutzt werden. Da der Restaurationsbetrieb für 

A._____ die Haupteinnahmequelle darstellen soll, plane er den 

Landwirtschaftsbetrieb G._____ – der die bisherige Existenzgrundlage 

bildete – zu verkaufen und den Stall für einen vergrösserten 

Restaurationsbetrieb umzunutzen. In diesem Zuge soll das Gebäude auch 

aus dem Geltungsbereich des bäuerlichen Bodenrechts BGBB entlassen 

werden. 

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3. Das BAB-Baugesuch wurde vom 4. März bis 23. März 2022 in der 

Gemeinde B._____ öffentlich aufgelegt und im Kantonsamtsblatt 

publiziert. 

4. Dieses Vorhaben wurde seitens des Amts für Raumentwicklung 

Graubünden (ARE) als kantonaler Bewilligungsbehörde mittels vorläufiger 

Beurteilung vom 20. April 2022 abschlägig beurteilt. Es wurde 

festgehalten, dass aufgrund der vorliegenden Unterlagen eine BAB-

Bewilligung für eine Zweckänderung des Stalles zu einem 

Restaurationsbetrieb nicht in Aussicht gestellt werden könne. Aktuell sei 

insbesondere die Standortgebundenheit für einen solchen Betrieb nicht 

nachgewiesen. Es sei notwendig, ausführlich aufzuzeigen, weshalb der 

Restaurationsbetrieb im bestehenden Gebäude standortgebunden und für 

das gesamte Skigebiet notwendig sei. Nach Einschätzung des ARE sei 

überdies mehr als fraglich, ob der Nachweis der Standortgebundenheit 

überhaupt möglich sein werde. Es gibt zu bedenken, dass sich in 60 

Metern Entfernung ein Konkurrenzbetrieb befinde und nicht geklärt sei, 

welche baulichen Massnahmen für die Erstellung des dauernden 

Betriebes zu ergreifen seien. 

5. In der Folge nahm A._____ von seinem Vorhaben Abstand. Mit 

Baugesuch Nr. 2023-076 ersuchte er die Gemeinde B._____ erneut um 

Erteilung der Baubewilligung für die baulichen Anlagen für den temporären 

Gastwirtschaftsbetrieb während der kommenden Wintersaison 2023/24. 

Dabei sollten die temporären Anlagen wieder 1:1 wie in den vergangenen 

Jahren aufgestellt werden. 

6. Mit Entscheid vom 16. Mai 2023 verweigerte die Gemeinde eine 

wiederholte temporäre Baubewilligung mit der Begründung, mit einer 

solchen werde ein eigentlich nicht bewilligungsfähiger Zustand perpetuiert. 

Der Gastronomiebetrieb erweise sich, solange die Standortgebundenheit 

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nicht nachgewiesen und ein Gastronomiekonzept nicht ausgearbeitet sei, 

als nicht bewilligungsfähig. Vor diesem Hintergrund könne die temporäre 

Bewilligung nicht erteilt werden, weshalb das Baugesuch abgewiesen 

werde. 

7. Gegen den Entscheid der Gemeinde B._____ (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

am 5. Juni 2023 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Er wies in seiner Beschwerde insbesondere darauf hin, dass 

der angebliche Konkurrenzbetrieb von H._____, das Bergrestaurant 

"I._____", seit drei Wintersaisons geschlossen sei und nur noch als 

Unterkunft für Schulklassen und dergleichen diene. Insofern bestehe ein 

Unterangebot an Verpflegungsmöglichkeiten im Skigebiet, weshalb der 

Beschwerdeführer um Bewilligungserteilung seines Vorhabens ersuche. 

8. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2023 hielt die Beschwerdegegnerin 

an der Begründung ihres Entscheides vom 16. Mai 2023 vollumfänglich 

fest. Sie führte aus, es liege auf der Hand, dass es nicht um die 

Gastwirtschaftsbewilligung für die eigentliche Führung des Betriebs 

C._____ gehe, sondern um das Umnutzungsgesuch für die fragliche 

Liegenschaft (von einem Stall resp. Materialdepot in einen 

Restaurationsbetrieb). Die Beschwerdegegnerin versicherte, sie werde 

den Betreiber der C._____ nach Möglichkeit unterstützen, wenn es um das 

erforderliche Gastronomiekonzept gehe. 

9. Das ARE beantragte in seiner Vernehmlassung vom 5. Juli 2023 die 

Abweisung der Beschwerde und stimmte den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin weitgehend zu. Es hielt bezüglich baurechtlicher 

Lage zusammenfassend fest, dass der Gemeinde ein neues, vollständiges 

BAB-Gesuch mit Analyse der bestehenden Gesamtsituation im Skigebiet 

sowie einzelbetrieblichem Konzept einzureichen sei. Es liege dabei im 

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Ermessen der Gemeinde, Bestandteile der notwendigen Unterlagen selbst 

zu erstellen. 

10. Mit Replik vom 27. August 2023 stellte der Beschwerdeführer klar, dass 

es ihm um die temporäre Bewilligung während der Wintermonaten gehe 

und nicht um das Baugesuch Nr. 2022-22 im ordentlichen Verfahren, mit 

dem er um einen dauerhaften Gastronomiebetrieb ersucht habe, und 

gegen das H._____ am 18. März 2022 Einsprache erhoben habe. Mit 

diesem Baugesuch Nr. 2022-22 sei um Umnutzung der Parzelle 2101 zu 

einem dauerhaften Gastronomiebetrieb angefragt worden. Dieses 

Baugesuch sei nicht bewilligungsfähig gewesen. Deshalb liege momentan 

keine Einsprache gegen die temporäre Terrasse vor. Es sei zudem 

festzuhalten, dass die gastgewerbliche Bewilligung der Gemeinde vorliege 

und es keine rechtsgenügliche Einsprache gegen das Aufstellen der 

temporären Terrasse gebe. 

11. Duplicando entgegnete die Beschwerdegegnerin am 11. September 2023, 

es sei weder Streitgegenstand noch von Relevanz, ob der 

Beschwerdeführer über eine gültige Gastronomiebewilligung verfüge oder 

nicht. Es gehe einzig und allein darum, dass sich die Umnutzung der 

fraglichen Liegenschaft von einem Stall respektive Materialdepot in einen 

Restaurationsbetrieb unter den aktuellen Umständen als nicht 

zonenkonform respektive bewilligungsfähig erweise und eine solche 

deshalb auch nicht wiederholt temporär bewilligt werden dürfe. 

12. Mit prozessleitender Verfügung vom 2. November 2023 ordnete die 

Instruktionsrichterin die Edition der Akten betreffend Baugesuch Nr. 2023-

076 und Baubewilligungen der Jahre 2020, 2021 und 2022 an. Die 

Beschwerdegegnerin kam der Aufforderung nach, woraufhin die anderen 

Verfahrensbeteiligten bis 27. November 2023 die Möglichkeit hatten, zu 

den neu edierten Akten Stellung zu nehmen. 

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13. Das ARE verzichtete mit Schreiben vom 16. November 2023 auf eine 

weitere Stellungnahme.

14. Der Beschwerdeführer liess sich mit Eingabe vom 24. November 2023 

dahingehend vernehmen, dass er darauf hinwies, er verfüge seit über vier 

Jahren über eine gültige Gastwirtschaftsbewilligung gemäss Art. 4 des 

kantonalen Gastwirtschaftsgesetzes. Sie würden eine "Besenbeiz" in 

einem Stall führen und müssten alle sechs Monate das Mobiliar wieder 

wegräumen. Nichts sei fest montiert. Darum habe man eine Bewilligung 

für jeweils sechs Monate erhalten, sonst wäre es eine fixe 

Gastrobewilligung für einen Ganzjahresbetrieb. Für einen Ausschank im 

Stall, der in seinem Zustand nicht verändert werde, brauche es keine 

Umnutzung. Es sei korrekt, dass sie jeweils ein Baugesuch für eine 

temporäre Terrasse hätten machen müssen. Diese sei auch immer 

bewilligt worden, nun nicht mehr. Sie würden nun diesen Entscheid 

akzeptierten und die Terrasse diesen Winter nicht aufbauen, wie von der 

Gemeinde gefordert. Ihren bewilligten Betrieb würden sie sich aber nicht 

verbieten lassen. 

15. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2023 merkte die Beschwerdegegnerin an, 

dass es auf der Hand liege, dass die Umnutzung eines Stalles ausserhalb 

der Bauzone, auch wenn sie jedes Jahr nur während weniger Monate 

erfolge, einer ordentlichen BAB-Bewilligung bedürfe. Der 

Beschwerdeführer gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Betreiber 

der Bar über eine rechtmässige Bewilligung zur Umnutzung des Stalles 

von einem "Abstell- und Lagerraum" zu einem (temporären) 

Gastronomiebetrieb verfügen. Auch die Gastronomiebewilligung vermöge 

daran nichts zu ändern. Diese stütze sich auf die 

Gastwirtschaftsgesetzgebung und beziehe sich lediglich auf 

gastropolizeiliche Aspekte. Der streitgegenständliche Barbetrieb müsse 

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aber auch in raum- respektive nutzungsplanerischer Hinsicht bewilligt 

sein.

16. Mit Verfügung vom 10. November 2023 ordnete die Gemeinde B._____ 

ein Bau- und Nutzungsverbot betreffend den Barbetrieb "C._____, 

Parzelle Nr. 2101, B._____ an. Gegen diese Verfügung erhob der 

Beschwerdeführer ebenfalls Beschwerde ans Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden. Diese ist wird separat geführt und ist nicht 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Entscheid der 

Gemeinde B._____ vom 16. Mai 2023 ist weder endgültig noch kann er 

bei einer anderen Instanz angefochten werden. Die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde fällt demzufolge in die Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts. Als Adressat des angefochtenen Entscheids ist der 

Beschwerdeführer zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 50 Abs. 1 

VRG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist einzutreten (Art. 52 Abs. 1 und Art. 38 VRG). 

2. Einleitend ist festzuhalten, dass der vom Beschwerdeführer vorgesehene 

Gastronomiebetrieb zwei verschiedene Bewilligungen benötigt: Einerseits 

eine gastgewerbliche Bewilligung gestützt auf Art. 4 des 

Gastwirtschaftsgesetzes für den Kantons Graubünden (GWG; BR 

945.100), für welche die kommunale Behörde der Gemeinde B._____ 

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zuständig ist, und andererseits eine kantonale Baubewilligung für Bauten 

ausserhalb der Bauzone, welche durch das Amt für Raumentwicklung 

Graubünden (ARE) erteilt wird. Unbestritten ist vorliegend die Bewilligung 

für die gastgewerbliche Tätigkeit für den Betrieb "C._____" vom 18. März 

2020 (Bewilligung ab 1. November 2020 – für die Monate November bis 

April jeweils 6 Monate; beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2). Auch ist 

nicht eine im ordentlichen Baubewilligungsverfahren ergangene BAB-

Bewilligung für einen Restaurationsbetrieb bzw. für die Umnutzung des 

Stalles in einen Gastronomiebetieb auf Parzelle Nr. 2021 in B._____ 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Strittig ist einzig, ob die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht die temporäre 

Bewilligung für das Baugesuch Nr. 2023-076 (siehe Aktenedition der 

Beschwerdegegnerin, Beilage 1) verweigert hat. 

3. Der Beschwerdeführer beantragt gemäss undatierter Baumeldung 

sinngemäss, ihm sei für den temporären Restaurantbetrieb "C._____" die 

temporäre Bewilligung "für sämtliche Anlagen 1:1 wie in der vergangenen 

Saison" (Terrasse, inklusive Bänke und Stühle, Kamins, Bar und sanitäre 

Anlage [Toi Toi's]) auch für die kommende Saison 2023/24 wieder zu 

erteilen. Die Beschwerdegegnerin ist der Auffassung, dass sich eine 

wiederholte temporäre Bewilligung als rechtswidrig erweise, wenn damit 

ein eigentlich nicht bewilligungsfähiger Zustand perpetuiert werde. 

Aufgrund der Stellungnahme des Amts für Raumentwicklung des Kantons 

Graubünden (ARE) im Rahmen des Baugesuches um Bewilligung eines 

Gastwirtschaftsbetriebs im ordentlichen BAB-Verfahren erweise sich ein 

Gastronomiebetrieb auf der Parzelle Nr. 2101 als nicht bewilligungsfähig, 

solange kein Gastronomiekonzept über das gesamte Skigebiet vorliege 

und die Standortgebundenheit nicht ausgewiesen sei.

4. Ausweislich der Akten bewilligte die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer seit 2020 dreimal gestützt auf Art. 86 Abs. 3 des 

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Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

und Art. 40 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung für den Kanton 

Graubünden (KRVO; BR 801.110) die temporäre Errichtung von Bänken 

und Tischen sowie einer Bar im Stallgebäude, einer mobilen Toilette im 

Anbau sowie einer Terrasse im Westen des Stallgebäudes während der 

Wintersaison von November bis April (Baugesuche Nrn. 2020-3028, 2021-

183.000, 2022-022.000, 2022-176.000; beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 3 - 5). 

4.1. Gemäss Art. 86 Abs. 2 KRG unterstehen zeitlich begrenzte Vorhaben, 

welche weder öffentliche noch private Interessen berühren, nicht der 

Bewilligungspflicht. Die Regierung bestimmt durch Verordnung, welche 

Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen, und legt für diese eine 

Anzeigepflicht fest. Sie trifft für Bauten und Anlagen innerhalb und 

ausserhalb der Bauzonen die gleiche Regelung, soweit das Bundesrecht 

dies zulässt. Art. 40 Abs. 1 Ziff. 6 KRVO konkretisiert, dass Bauten und 

Anlagen, die nicht für länger als sechs Monate pro Jahr aufgestellt oder 

errichtet werden, keiner Baubewilligung bedürfen. Ziff. 6 betrifft hierbei 

vornehmlich Bauten, Anlagen und Vorrichtungen, deren Befreiung von der 

Baubewilligungspflicht vor allem im Interesse einer raschen und 

nachfragegerechten Reaktion auf Bedürfnisse der Gäste in den 

touristischen Gebieten (v.a. Skigebiete) liegt (Arbeitshilfe zum KRG, 

Departement für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden, ein Hilfsmittel 

für die Rechtsanwendung, Stand1. Dezember 2010, S. 87). Die Befreiung 

von der Bewilligungspflicht entbindet jedoch nicht von der Einhaltung der 

Vorschriften des materiellen Rechts und der Einholung anderer 

Bewilligungen (Art. 40 Abs. 3 KRVO). Sind die gesetzlichen 

Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung nicht gegeben, können 

diese nicht mittels Befristung substituiert werden (Urteil des 

Verwaltungsgerichts [VGU] R 2020 96 vom 11. Januar 2022 E. 2.6.2). So 

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hielt auch das Bundesgericht fest, dass Kantone nicht von der 

Bewilligungspflicht ausnehmen können, was nach Art. 22 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) einer Bewilligung 

bedarf. Der Ausschluss der Bewilligungspflicht ist Gegenstand der 

Regelung von Art. 22 RPG und damit bundesrechtlich geordnet. Nach der 

Rechtsprechung ist eine bauliche Massnahme dann dem 

Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, wenn mit der Realisierung der 

Baute oder Anlage im Allgemeinen, nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse 

der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle 

besteht (BGE 120 Ib 379 E. 3c S. 383 f. mit Hinweisen). Wenn diese 

Voraussetzung erfüllt ist, unterstehen auch reine Umnutzungen der 

Baubewilligungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 1C_157/2011 vom 

21. Juli 2011 E. 3.1; BGE 119 Ib 222 E. 3a je m. w. H.). Mit anderen Worten 

kann ein Vorhaben von Bundesrechts wegen von der Bewilligungspflicht 

nur befreit werden, wenn es keine nennenswerten Einflüsse auf Raum, 

Erschliessung und Umwelt bewirkt (GRIFFEL, Raumplanungs- und 

Baurecht, 4. Aufl., Zürich 2021, S. 234). Bestehen Anzeichen einer 

Verletzung, leitet die kommunale Baubehörde (hier: Gemeindevorstand 

nach Art. 4 Abs. 1 BauG der Gemeinde B._____) von Amtes wegen ein 

Baubewilligungsverfahren ein (Art. 40 Abs. 3 KRVO, Art. 62 Abs. 1 BauG).

4.2. Gemäss Zonenplan der Gemeinde B._____ befindet sich das betroffene 

Grundstück Nr. 2101 mit bestehendem Gebäude in der 

Landwirtschaftszone, welche zugleich von einer Wintersportzone 

überlagert wird. Die vom Beschwerdeführer in den vergangenen Jahren 

jeweils temporär aufgestellte Terrasse, Bänke, Tische, Kamin und die Bar 

weisen grössere Dimensionen auf, treten deutlich in Erscheinung und 

haben erhebliche Auswirkungen auf Raum und Umwelt (vgl. Unterlagen 

zum Baugesuch vom 10. Februar 2022, Bg-act. 1; Ausführungen unter 

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https://J._____/). Mit einer temporären Schneebar, welche die Gemeinde 

lediglich der Anzeigepflicht gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 6 und Art. 51 Abs. 

3 KRVO unterstellen könnte, ist dieses Vorhaben nicht mehr zu 

vergleichen. Grundsätzlich hätte somit von Anfang an das ordentliche 

Baubewilligungsverfahren zur Anwendung kommen müssen. Selbst wenn 

man jedoch anlässlich der ersten Inbetriebnahme des 

Restaurationsbetriebes "C._____" in der Wintersaison 2020/2021 ein 

Interesse an einer raschen und nachfragegerechten Reaktion auf 

Bedürfnisse der Gäste in der Wintersportzone noch bejahen würde und 

daher die Beschwerdegegnerin die temporären baulichen Vorkehrungen 

des Beschwerdeführers von der ordentlichen Baubewilligungspflicht hätte 

befreien dürfen (vgl. Amt für Raumentwicklung, Gastronomiebetriebe in 

Intensiverholungsgebieten, Checkliste für das BAB-Verfahren vom 10. 

November 2015, Bg-act. 9), kommt danach eine jährlich wiederkehrende, 

wenn auch temporäre Bewilligung für den immer gleichen Standort einem 

permanenten Saisonbetrieb gleich. Ein solches Vorgehen kann dann 

offensichtlich nicht mehr als bewilligungsfrei eingestuft werden. Dies käme 

faktisch einer Umgehung von Art. 22 ff. RPG gleich (vgl. auch VGU R 2015 

46 vom 7. Juli 2015 E. 4a). 

4.3. Die Beschwerdegegnerin hat offenbar spätestens nach der zweiten für die 

Saison 2021/2022 (temporär) erteilten Bewilligung auf der Durchführung 

eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens bestanden. Andernfalls 

hätte der Beschwerdeführer kaum mit Eingabe vom 10. Februar 2022 bei 

der Beschwerdegegnerin ein Baugesuch im ordentlichen Verfahren 

ausserhalb der Bauzone eingereicht (Bg-act. 1). Er musste davon 

ausgehen, dass die bisher für zwei Wintersaisons temporär erfolgte 

Bewilligung für seinen Gastronomiebetrieb nicht unbegrenzt wiederholt 

erfolgen kann. Das Gastronomieprojekt des Beschwerdeführers wurde 

seitens ARE als kantonaler Bewilligungsbehörde mit vorläufiger 

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Beurteilung vom 20. April 2022 abschlägig beurteilt, bzw. es wurde 

festgehalten, dass aufgrund der vorliegenden Unterlagen eine BAB-

Bewilligung für eine Zweckänderung des Stalles zu einem 

Restaurationsbetrieb nicht in Aussicht gestellt werden könne (Bg-act. 2). 

Dem Beschwerdeführer wurde unter anderem aufgezeigt, dass 

insbesondere die Standortgebundenheit des Restaurationsbetriebs 

nachgewiesen werden müsse. In der Vernehmlassung zur vorliegenden 

Beschwerde bestätigte das ARE diese Ausführungen und hielt bezüglich 

baurechtlicher Lage zusammenfassend fest, dass der Gemeinde ein 

neues, vollständiges BAB-Gesuch mit Analyse der bestehenden 

Gesamtsituation im Skigebiet sowie einzelbetrieblichem Konzept 

einzureichen sei. Es liege dabei im Ermessen der Gemeinde, Bestandteile 

der notwendigen Unterlagen selbst zu erstellen. 

4.4. Aufgrund dieser Tatsachen ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, 

dass eine erneute Befreiung von der Baubewilligungspflicht im Sinne von 

Art. 40 Abs. 1 Ziff. 6 KRVO nicht mehr länger möglich und das Projekt für 

einen Gastronomiebetrieb "C._____" insgesamt, d.h. sowohl für die 

Umnutzung des Stalls in einen Restaurationsbetrieb als auch für die 

Erstellung von Bauten wie einer Terrasse etc., dem ordentlichen (BAB-) 

Baubewilligungsverfahren zu unterstellen ist. Im Rahmen eines 

ordentlichen Baubewilligungsverfahrens wird von den zuständigen 

Behörden zu prüfen sein, ob dem Beschwerdeführer für seine Bauten und 

Anlagen bzw. für die Umnutzung der Stallbaute in einen 

Restaurationsbetrieb eine Bewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG erteilt 

werden kann. Eine solche Beurteilung ist jedoch, wie unter Ziff. 2 hiervor 

ausgeführt, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die 

Beschwerde ist somit abzuweisen.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem unterliegenden Beschwerdeführer 

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aufzuerlegen. Das Gericht erachtet dabei eine Staatsgebühr von 

CHF 2'000.00, zuzüglich Kanzleiauslagen als angemessen. 

6. Den Beschwerdegegnern stehen keine Parteientschädigungen zu, da sie 

in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 295.00

zusammen CHF 2'295.00

gehen zulasten von A._____.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]