# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d8f2da8-e702-595a-b22f-f37dae488eaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.07.2008 D-4248/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4248-2008_2008-07-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4248/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung 
von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, unbekannte 
Staatsangehörigkeit,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Juni 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4248/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Sudan  am  1.  Juli  2007  verliess  und  über  unbekannte  Länder  am 
29. November  2007  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die 
Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  A._______  vom  11.  Dezember  2007,  der  Kurz-
Anhörung  des  BFM  zur  Überprüfung  der  Altersangabe  vom 
18. Dezember 2007 sowie der Anhörung des BFM vom 9. Januar 2008 
zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
sei in B._______ geboren und im Kindesalter mit seiner Familie nach 
C._______  ungezogen,  wo  er  bis  vor  fünf  Monaten  (Aussage  vom 
11. Dezember 2007) gelebt habe,

dass er der katholischen Kirche angehöre, wo sein Vater Bibelkunde 
und  Englisch  unterrichtet  habe,  bis  er  im  Jahr  2005  im  Auftrag  de 
Kirche  nach  B._______  gesandt  und  dort  im  gleichen  Jahr  von 
Muslimen getötet worden sei,

dass der  Beschwerdeführer  von Kirchenmitgliedern  an einen andern 
Ort gebracht worden sei, wo er das Haus nicht hätte verlassen dürfen,

dass er eines Tages das Haus mit  einem Freund trotzdem verlassen 
habe,  worauf  sie  von  Muslimen  auf  der  Strasse  angegriffen  worden 
seien,

dass zudem sein Freund später niedergestochen worden sei,

dass  daraufhin  die  christliche  Gemeinschaft  dem  Beschwerdeführer 
und  seiner  Mutter  geraten  habe,  den  Sudan  zu  verlassen,  was  sie 
Mitte 2007 getan hätten,

dass der Beschwerdeführer während der Reise in die Schweiz seine 
Mutter allein zurückgelassen habe,

dass  er  ein  als  Geburtsurkunde bezeichnetes  Dokument  eingereicht 
hat,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung  vom  10.  Juni  2008  –  eröffnet  am  18.  Juni  2006  –  nicht 

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eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Angabe 
des  Beschwerdeführers,  er  sei  minderjährig,  könne  nicht  geglaubt 
werden,  da  er  die  Minderjährigkeit  mit  einem  als  Geburtsurkunde 
bezeichneten  Dokument  habe  belegen  wollen,  dessen  Stempel  und 
einzelne  Rubriken  orthografische  und  grammatikalische  Fehler 
aufwiesen und dessen Ausstellungsort nicht ersichtlich sei, 

dass  das  Dokument  ausserdem  fälschlicherweise  eine  Provinz  mit 
dem Namen B._______ angebe,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  ungereimte  Angaben  über  den 
Schulbesuch  zu  Protokoll  gegeben  habe  und  sein  äusseres 
Erscheinungsbild sowie seine Ausdrucksweise auf  das Bestehen der 
Volljährigkeit schliessen liessen,

dass er deshalb insgesamt als volljährig zu betrachten sei,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  abgegebene  Geburtsurkunde  – 
abgesehen  vom  fraglichen  Beweiswert  –  keine  Fotografie  des 
Beschwerdeführers enthalte, weshalb es sich nicht um ein Reise- oder 
Identitätspapier im Sinne des Gesetzes handle,

dass  er  zwar  angegeben  habe,  nie  einen  Reisepass  oder  eine 
Identitätskarte  besessen  zu  haben,  indessen  auch  nicht  versucht 
habe, jemanden zur Beschaffung von heimatlichen Identitätspapieren 
zu kontaktieren,

dass zudem der Aussage des Beschwerdeführers im Zusammenhang 
mit  allfälligen Kontrollen  in  seinem Heimatland,  nämlich  er  sei  nach 
dem Tod des Vaters nie ausgegangen, nicht gefolgt werden könne,

dass  schliesslich  aus  der  stereotypen Schilderung der  Reise  darauf 
geschlossen werden müsse, der Beschwerdeführer wolle die wahren 
Umstände  der  Reise  verschleiern  und  die  dabei  verwendeten 
Ausreisepapiere verheimlichen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere 
einzureichen,

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dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art.  3  und  7  AsylG  nicht  erfülle  und  aufgrund  der  Aktenlage  keine 
zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  mangels  ausreichender 
Kenntnis  über  seinen  angeblichen  Heimatstaat  respektive  infolge 
unzutreffender  Angaben  über  den  Sudan  und  teilweise 
widersprüchlicher sowie realitätsfremder  Angaben über seine Person 
als  haltlos  zu qualifizieren seien und die  Annahme rechtfertigten,  er 
stamme nicht aus dem Sudan,

dass damit den an die sudanesische Herkunft geknüpften Vorbringen 
jeglicher Wahrheitsgehalt abgesprochen werden müsse,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  Juni  2008  gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  vollumfänglich 
aufzuheben, auf sein Asylgesuch sei einzutreten, es sei ihm Asyl zu 
gewähren, eventuell sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um weitere Abklärungen ersuchte,

dass  er  zur  Begründung  vorbrachte,  er  habe  anlässlich  der 
Befragungen  dargelegt,  keinen  Reisepass  seines  Heimatlandes  zu 
besitzen,  und  habe  nur  seine  Geburtsurkunde  vorlegen  können, 
welche indessen nicht als gültiges Identitätspapier anerkannt werde,

dass er sich unter den gegebenen Umständen vor seiner Ausreise kein 
Identitätspapier  habe  beschaffen  können  und  das  abgegebene 
Dokument vom sudanesischen Staat ausgestellt worden sei, weshalb 
er für Fehler nicht verantwortlich gemacht werden könne und es nicht 
angehe,  aus  den  im  Dokument  enthaltenen  Fehlern  auf  dessen 
Fälschung zu schliessen,

dass  die  auf  dem  Dokument  enthaltenen  Angaben  wahr  seien, 
insbesondere sein Geburtsdatum,

dass  zudem  nicht  von  einem  Widerspruch  hinsichtlich  des 
Schulbesuchs  gesprochen  werden  könne,  da  er  die  Schule  zwar 

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während  drei  Jahren  besucht  habe,  man  unter  diesen  Umständen 
jedoch nicht davon sprechen könne, er habe die Schule absolviert,

dass  er  somit  entschuldbare  Gründe  für  die  Nichtabgabe  eines 
Identitätsdokumentes habe,

dass er zudem die Mitwirkungspflicht nicht verletzt habe, weil er dem 
Pastor  seiner  Kirche  geschrieben  und  ihn  gebeten  habe,  ihm  ein 
Identitätsdokument zu schicken,

dass  seine  beschränkten  Kenntnisse  über  sein  Heimatland  auf  den 
beschränkten Schulbesuch zurückzuführen seien, 

dass somit seine Aussagen als glaubhaft zu bewerten seien,

dass der Sudan zudem vor einem neuen Bürgerkrieg stehe, sich der 
Konflikt  in  Darfur  verstärkt  habe und die Regierung in  Khartoum die 
Freiheitsrechte  fundamental  verletze,  weshalb  eine  Rückweisung  in 
dieses Land zu verbieten sei,

dass die Vorakten am 26. Juni  2008 beim Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen,

dass  die  mit  Zwischenverfügung  vom  26.  Juni  2008  verlangte 
Beschwerdeverbesserung  mit  Eingabe  vom  2.  Juli  2008  fristgerecht 
eintraf,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  die 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gestützt hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  somit  auf  das  Begehren  um  Anerkennung  als  Flüchtling  nicht 
einzutreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass vorab zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausging, 
der Beschwerdeführer sei – entgegen seinen Angaben – volljährig, da 
es sich um eine verfahrensrechtliche Rüge handelt,  welche allenfalls 
geeignet  wäre,  eine  Kassation  der  vorinstanzlichen  Verfügung  zu 
bewirken (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  38  und  1994  Nr.  1;  FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 233 mit 
weiteren  Hinweisen,  S.  287  und  297;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, 

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Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. 
Aufl., Zürich 1998, S. 225 mit weiteren Hinweisen),

dass einer unbegleiteten minderjährigen und nicht vertretenen Person, 
für  die  kein  Vormund  oder  Beistand  ernannt  worden  ist  und  innert 
vernünftiger  Frist  keine  entsprechenden  vormundschaftlichen 
Massnahmen  seitens  der  zuständigen  kantonalen  Behörden  zu 
erwarten  sind,  für  die  Dauer  des  Asylverfahrens  eine  rechtskundige 
Vertrauensperson beizuordnen ist,  bevor  die  erste  Anhörung zu den 
Asylgründen stattfindet (vgl. Art. 17 Abs. 3 AsylG; Art. 7 Abs. 3 und 5 
der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
[AsylV 1,  SR  142.311];  Art.  12  und  22  des  Übereinkommens  vom 
20. November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes  [SR  0.107]; 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 [Grundsatzentscheid] und 
dort zitierte Rechtssprechung sowie EMARK 2005 Nr. 16),

dass  es  gemäss  der  zitierten  Praxis  der  ARK,  welcher  sich  das 
Bundesverwaltungsgericht  anschliesst,  indessen  zulässig  ist,  die 
Frage der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Minderjährigkeit vor 
der  Anhörung  zu  den  Asylgründen  ohne  Beizug  einer 
Vertrauensperson zu prüfen, sofern Zweifel an den Altersangaben der 
asylsuchenden Person bestehen,

dass  die  Angaben,  die  für  und  solche,  die  gegen  die  behauptete 
Minderjährigkeit sprechen, gegeneinander abzuwägen sind, wobei den 
Aussagen  der  betroffenen  Person  sowie  der  Abgabe  respektive 
Nichtabgabe  von  Identitätspapieren  besondere  Beachtung  zu 
schenken ist,

dass  im  Fall  von  unglaubhaften  Angaben  zum  Alter  und  fehlenden 
Beweisen  zur  behaupteten  Minderjährigkeit  im  Verlauf  des 
Asylverfahrens  die  asylsuchende  Person  für  die  Anhörung  zu  den 
Asylgründen  als  erwachsene  Person  betrachtet  wird  und  ihr 
infolgedessen keine Vertrauensperson zugeteilt werden muss,

dass, falls die asylsuchende Person – auch nach der Anhörung ohne 
Vertrauensperson – die behauptete Minderjährigkeit glaubhaft machen 
oder  beweisen  kann,  die  Anhörung  zu  den  Asylgründen  ohne 
Vertrauensperson  im  Nachhinein  als  Verletzung  der  für  unbegleitete 
Minderjährige  bestehenden  Verfahrensgarantien  betrachtet  werden 
muss und – falls das Verfahren bereits auf Beschwerdeebene geführt 

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wird  –  zur  Kassation  der  angefochtenen erstinstanzlichen Verfügung 
führt,

dass  vorliegend  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  am 
18. Dezember  2007  vom  BFM  durchgeführten  Anhörung  zu  seinem 
Alter mitgeteilt wurde, es werde an seiner Altersangabe gezweifelt und 
er werde deswegen als erwachsene Person betrachtet, weshalb für ihn 
keine  Vertrauensperson  ernannt  und  die  Anhörung  ohne 
Vertrauensperson durchgeführt werde (vgl. Akte A7/6),

dass  die  vom  Beschwerdeführer  im  Empfangszentrum  abgegebene 
Geburtsurkunde,  wie  vom  BFM  zutreffend  festgehalten,  zahlreiche 
Fehler  und  Ungereimtheiten  aufweist,  welche  Zweifel  an  deren 
Echtheit aufwirft,

dass  beispielsweise  der  Begriff  "WEST EQUITORIAL"  nicht  existiert 
und der Staat Sudan – falls mit  dem Begriff  die zentralafrikanischen 
Staaten gemeint sein sollten – nicht im Westen liegt,

dass es im Sudan zwar eine Provinz "West Equatoria" gibt, die Stadt 
B._______,  aus  welcher  der  Beschwerdeführer  –  gemäss  dem 
Dokument – stammen soll, jedoch nicht in dieser Provinz liegt, 

dass zudem im Stempel nicht die gleiche Behörde erwähnt wird wie 
auf dem Vordruck des Formulars und der Begriff "DATE OF ISSUED" 
grammatikalisch falsch ist,

dass  ferner  aus  dem Dokument  nicht  hervorgeht,  wo es  ausgestellt 
worden sein soll, was jedoch bei echten und von offiziellen Behörden 
ausgestellten Dokumenten zwingender Bestandteil wäre,

dass infolge dieser Unvereinbarkeiten und Tatsachenwidrigkeiten das 
vom Beschwerdeführer  abgegebene  Dokument  nicht  als  authentisch 
qualifiziert  werden  kann  und  gestützt  auf  Art.  10  Abs.  4  AsylG 
einzuziehen ist,

dass  es  zudem  –  wie  die  Vorinstanz  zutreffend  ausführte  –  nicht 
geeignet  ist,  die  behauptete Minderjährigkeit  des Beschwerdeführers 
zu beweisen,

dass ferner  die  Angaben des Beschwerdeführers  über  seine Person 
nicht  zu  überzeugen  vermögen,  was  die  Vorinstanz  ebenfalls 

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zutreffend feststellte, weshalb diesbezüglich auf die Argumentation in 
der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass  der  Einwand  des  Beschwerdeführers  in  seiner 
Beschwerdeschrift,  er  habe  zwar  während  drei  Jahren  die  Schule 
besucht,  diese  jedoch  nicht  abgeschlossen,  weshalb  seine 
divergierenden  Aussagen  –  er  sei  nicht  zur  Schule  gegangen 
respektive  er  habe  diese  während  drei  Jahren  besucht  –  nicht  als 
widersprüchlich aufzufassen seien,  nicht  gehört  werden kann,  da es 
sich um einen klaren und eindeutigen Widerspruch handelt, 

dass  er  darüber  hinaus  –  nach  seiner  Ethnie  gefragt  –  angab,  er 
stamme aus dem Nordsudan, was indessen mit seiner Angabe, er sei 
in  B._______  geboren  und  habe  in  C._______  gelebt,  nicht  zu 
vereinbaren  ist,  da  B._______  und  C._______  nicht  im  Nordsudan 
gelegen sind,

dass er weder über die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppierung 
noch über den Namen der Schule, die er besucht haben soll, Angaben 
zu  Protokoll  geben  konnte,  was  die  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit 
seiner Vorbringen schliesslich bestätigt,

dass die Vorinstanz angesichts dieser zahlreichen Ungereimtheiten zu 
Recht  den  Schluss  zog,  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  über 
sein Alter seien nicht glaubhaft,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  im  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nichts  vorbrachte,  das  die  von  ihm 
behauptete  Minderjährigkeit  glaubhaft  erscheinen  liesse,  und  keine 
rechtsgenüglichen  heimatlichen  Identitätspapiere  einreichte,  weshalb 
die von ihm behauptete Minderjährigkeit unbewiesen geblieben ist und 
auch im weiteren Verfahren nicht glaubhaft dargelegt werden konnte,

dass es unter  diesen Umständen – in  Berücksichtigung der von der 
ARK entwickelten Praxis – nicht zu beanstanden ist, dass ihm vor der 
Anhörung zu seinen Asylgründen keine Vertrauensperson beigeordnet 
wurde,

dass gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im 
Wegweisungspunkt  nicht  beschränkt  ist,  da  sich  die  Vorinstanz 
diesbezüglich  gemäss  Art.  44  AsylG  in  Verbindung  mit  Art.  83  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch materiell zur Sache zu äussern 
hatte, 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3 AsylG abgab, 

dass  er  dazu  geltend  machte,  er  habe  keinen  internationalen 
Reisepass besessen, weshalb er keinen beschaffen könne,

dass  er  zudem niemanden  habe,  mit  dem er  in  seinem Heimatland 
Kontakt herstellen könne,

dass  vorab  –  um unnötige  Wiederholungen  zu  vermeiden  –  auf  die 
zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  bezüglich  der  fehlenden 
Reise- und Identitätspapiere zu verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer  darüber  hinaus im Beschwerdeverfahren 
geltend machte, er habe bezüglich der Beschaffung von heimatlichen 
Identitätspapieren  dem  Pastor  seiner  Kirche  geschrieben,  was  im 

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Widerspruch steht zu seiner Aussage, er habe niemanden, mit dem er 
Kontakt aufnehmen könnte,

dass  es  zudem  keinen  plausiblen  Grund  dafür  gibt,  dass  der 
Beschwerdeführer  gestützt  auf  seine  Aussage  im 
Beschwerdeverfahren  nicht schon nach der Abgabe der Aufforderung 
zur Papierbeschaffung den Pastor seiner Kirche um die entsprechende 
Hilfe angefragt hätte,

dass  dem  Beschwerdeführer  ferner  nicht  geglaubt  werden  kann,  er 
habe  seine  Reise  in  die  Schweiz  ohne  Reisepapiere  absolviert,  da 
dies mit der Realität nicht zu vereinbaren ist,

dass  die  Vorinstanz  somit  zu  Recht  ausführte,  es  lägen  keine 
entschuldbaren  Gründe  vor,  die  es  dem  Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs Dokumente einzureichen, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  haltlos  erachtete,  wie  die  nachfolgenden  Erwägungen 
zeigen,

dass die geltend gemachte Herkunft des Beschwerdeführers aus dem 
Sudan  infolge  substanzloser  und  tatsachenwidriger  Angaben  nicht 
geglaubt werden kann,

dass er nämlich darlegte, der Sudan bestehe aus neun Staaten (Akte 
A1/10 S. 2), was nicht den Tatsachen entspricht,

dass zudem – wie bereits festgehalten – seine Angabe, er stamme aus 
dem  Nordsudan,  mit  seiner  ebenfalls  angegebenen  Herkunft  aus 
B._______ respektive aus C._______, die beide nicht  im Nordsudan 
liegen, nicht zu vereinbaren ist,

dass  er  nicht  in  der  Lage  war,  ausser  C._______  und  B._______ 
andere  Städte  seines  Heimatlandes  und  ausser  den  Quartieren 

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D._______ und E._______ andere Quartiere der Stadt C._______ zu 
nennen,

dass seine Erklärung in der Beschwerdeschrift, seine Kenntnisse über 
sein  Heimatland seien  wegen des kurzen Schulbesuchs beschränkt, 
nicht zu überzeugen vermag,

dass darüber hinaus seine Aussage, er  spreche kein Arabisch (Akte 
A1/10  S.  2),  mit  seiner  Angabe,  er  spreche  ein  bisschen  Arabisch 
(Akte A9/11 S. 4), nicht in Einklang zu bringen ist,

dass zudem seine Erklärung für die geringen Arabischkenntnisse, er 
habe nie ausgehen können, weder vereinbar ist mit seiner Aussage, er 
habe  während  drei  Jahren  die  Schule  besucht,  noch  der  Realität 
entspricht,

dass  das  BFM  aufgrund  dieser  haltlosen  Vorbringen  zu  Recht  den 
Schluss  zog,  der  Beschwerdeführer  stamme  nicht  aus  dem  Sudan, 
und auch zu Recht argumentierte, seine an die sudanesische Herkunft 
knüpfenden Asylvorbringen entbehrten jeglicher Wahrheit und könnten 
nicht geglaubt werden,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für  die  Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss 
summarische  materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche 
Abklärungen getroffen,

dass das BFM zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 
44  Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu und 
Glauben  ihre  Grenze  an  der  Mitwirkungspflicht  der  Asylsuchenden 
findet (Art. 8 AsylG), welche auch die Substanziierungslast tragen (Art. 
7  AsylG),  und es deshalb nicht  Sache der  Asylbehörden sein kann, 
nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen 
Herkunftsländern zu forschen, 

dass  vorliegend  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  die  vom 
Beschwerdeführer  geltend gemachte Herkunft  nicht  geglaubt  werden 
kann,  jedoch  mangels  glaubhafter  Angaben  des  Beschwerdeführers 
nicht festgestellt werden kann, aus welchem Land er wirklich stammt, 
was die Prüfung allfälliger Wegweisungshindernisse verunmöglicht,

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  die  Folgen  seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive der Verheimlichung seiner wahren Herkunft  zu 
tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden 
einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine landes- oder 
völkerrechtlichen Vollzugshindernisse entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 
AuG;  vgl.  EMARK  2005  Nr. 1  S.  4  f.  E.  3.2.2),  zumal  die  von  ihm 
geltend  gemachten  Gründe  für  das  Verlassen  seines  Heimatlandes 
aufgrund  der  festgestellten  Unglaubhaftigkeit  jeglicher  Grundlage 
entbehren  und  somit  keine  "stichhaltigen  Gründe"  für  die  Annahme 
von Vollzugshindernissen darzustellen vermögen,

dass aufgrund der Aktenlage ferner nicht zu schliessen ist, der Vollzug 
der Wegweisung sei für den Beschwerdeführer unzumutbar im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG, weil  er bei  einer Rückkehr in die Heimat in 
eine Situation geraten würde, die als  konkrete Gefährdung im Sinne 
der zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre und auch keine 
Hinweise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse vorliegen, 
weshalb der Vollzug als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

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dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  BFM  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist  und die Kosten von 
Fr. 600.--  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Die  eingereichte  Geburtsurkunde  wird  gestützt  auf  Art.  10  Abs.  4 
AsylG eingezogen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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