# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01069345-f914-50e9-9444-00c7b8b6ce98
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 20.08.2025 SST.2024.112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2024-112_2025-08-20.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

SST.2024.112 
(ST.2023.110; StA.2022.4579) 

 

 

Urteil vom 20. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Fedier 

Oberrichter Vasvary 

Gerichtsschreiberin Eichenberger 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, 

Seetalplatz, Bahnhofstrasse 4, 5600 Lenzburg 

 

 
    

Beschuldigter   A._____,  

geboren am tt.mm.1957, von Worb, 

[…]  

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Lanz,  

[…] 

 

 
 

Gegenstand  Pornografie; Strafzumessung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau erhob am 11. Mai 2023 Anklage 

gegen den Beschuldigten wegen mehrfacher Pornografie gemäss Art. 197 

Abs. 5 Satz 1 und Satz 2 StGB. 

 

2. 

Das Bezirksgericht Aarau hat den Beschuldigten mit Urteil vom 

14. Dezember 2023 – soweit im Berufungsverfahren noch strittig – u.a. zu 

einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten bei einem 

vollziehbaren Anteil von 12 Monaten und einem bedingt vollziehbaren 

Anteil von 18 Monaten bei einer Probezeit von 5 Jahren verurteilt. Zudem 

wurde die Entnahme eines Wangenschleimhautabstrichs und die 

Erstellung eines DNA-Profils angeordnet. Dem Beschuldigten wurden die 

erstinstanzlichen Verfahrenskosten vollumfänglich auferlegt. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 17. Juni 2024 beantragte der Beschuldigte 

eine bedingte Freiheitsstrafe von 300 Tagen bzw. von 10 Monaten bei einer 

Probezeit von 3 Jahren. Zudem sei auf die Anordnung eines DNA-Profils 

zu verzichten und ihm seien die erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu 

einem Drittel aufzuerlegen. 

 

3.2. 

Am 16. August 2024 reichte der Beschuldigte vorgängig zur Berufungs-

verhandlung eine schriftliche Berufungsbegründung ein. 

 

3.3. 

Mit vorgängiger Berufungsantwort vom 26. August 2024 beantragte die 

Staatsanwaltschaft die Abweisung der Berufung. 

 

3.4. 

Die Berufungsverhandlung fand am 20. August 2025 statt. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen die vorinstanzliche 

Strafzumessung, gegen die Anordnung eines DNA-Profils sowie gegen die 

vorinstanzliche Kostenverlegung. Die übrigen Punkte sind im Berufungs-

verfahren nicht mehr zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe 

von 2 Jahren und 6 Monaten bei einem vollziehbaren Anteil von 12 

Monaten und einem bedingt vollziehbaren Anteil von 18 Monaten bei einer 

Probezeit von 5 Jahren verurteilt. 

 

Der Beschuldigte beantragt mit Berufung eine bedingte Freiheitsstrafe von 

10 Monaten bei einer Probezeit von 3 Jahren. 

 

2.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 IV 

217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.). Darauf kann 

verwiesen werden. 

 

2.3. 

Der Tatbestand der Pornografie sieht als Sanktion alternativ Geld- oder 

Freiheitsstrafe vor. Bei der Wahl der Sanktionsart sind neben dem 

Verschulden unter Beachtung des Prinzips der Verhältnismässigkeit als 

wichtige Kriterien die Zweckmässigkeit und Angemessenheit einer 

bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales 

Umfeld sowie ihre Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention 

zu berücksichtigen (BGE 147 IV 241 E. 3; BGE 134 IV 97 E. 4.2; BGE 134 

IV 82 E. 4.1). 

 

Beim Tatbestand der Pornografie handelt es sich, auch wenn die einzelnen 

Tathandlungen über einen längeren Zeitraum wiederholt begangen worden 

sind, nicht um ein Kollektivdelikt, das verschuldensmässig sämtliche Bild- 

und Videodateien umfassen würde. Insoweit die einzelnen Tathandlungen 

demnach rechtlich selbständige Einzelhandlungen darstellen, die kein 

einheitliches zusammengehörendes Geschehen im Sinne einer natürlichen 

Handlungseinheit bilden (vgl. Urteil 6B_894/2020 vom 26. November 2020 

E. 1.1 und 1.3; zur hier nicht zu vertiefenden Figur der natürlichen 

Handlungseinheit ferner BGE 132 IV 49 E. 3.1.1.3), sondern jeweils einen 

neuen Tatentschluss erfordert haben, ist – anders als bei der Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Betäubungsmittelgesetz, wonach 

bezüglich der Frage des Vorliegens eines mengenmässig schweren Falls 

die Betäubungsmittelmengen, die Gegenstand einzelner, gleichzeitig zu 

beurteilender Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz bilden, 

auch dann zu addieren sind, wenn die Widerhandlungen rechtlich 

selbständige Einzelhandlungen und kein zusammengehörendes 

Geschehen darstellen (BGE 150 IV 213) – ist für jede Einzeltat eine dem 

konkreten Verschulden angemessene Einzelstrafe festzusetzen, wobei der 

Mehrfachbegehung einerseits und dem zeitlichen und sachlichen 

Zusammenhang der einzelnen Tathandlungen andererseits allein im 

https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2025&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=nat%FCrliche+handlungseinheit&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-IV-49%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page49

 - 4 - 

 

 

Rahmen der Asperation und nicht bei der Verschuldensfestsetzung der 

Einzelstrafen Rechnung zu tragen ist. Wie zu zeigen sein wird, haben sich 

die Handlungen des Beschuldigten jedoch nicht darin erschöpft, sich nur 

einzelne Bild- und Videodateien auf einmal zu beschaffen, zu speichern 

und zu konsumieren. Vielmehr hat der Beschuldigte eigenen Angaben 

zufolge über eine nicht unerhebliche Zeitdauer von jeweils ca. 10 Minuten 

eine pornografische Bild- bzw. Videodatei nach der anderen konsumiert 

und sich währenddessen selbstbefriedigt (Protokoll der Berufungs-

verhandlung, S. 6). Hinsichtlich dieser zeitlich sehr eng verknüpften 

Tathandlungen, die auf demselben Tatentschluss gefusst haben, ist 

deshalb von einer natürlichen Handlungseinheit auszugehen, die alle 

davon betroffenen Bild- und Videodateien umfasst. 

 

Der Beschuldigte hat die ihm mit Anklage vorgeworfenen Pornografie-

handlungen, für die er erstinstanzlich schuldig gesprochen worden ist, im 

Tatzeitraum vom 1. Juli 2014 bis 12. September 2022 begangen. Bei der 

Wahl der Sanktionsart ist deshalb zu beachten, dass die Geldstrafe 

gemäss Art. 34 StGB in der bis Ende 2017 geltenden Fassung noch bis zu 

360 Tagessätze betragen hat. Erst seit 1. Januar 2018 beträgt sie 

höchstens 180 Tagessätze. Insoweit es somit um die Beurteilung von vor 

dem 1. Januar 2018 begangene Pornografiehandlungen geht, für die bei 

einer Einzelbetrachtung eine Strafe von mehr als 180 Tagessätzen, jedoch 

nicht mehr als 360 Tagessätzen auszufällen ist, erweist sich das bis zum 

31. Dezember 2017 geltende Recht als milder («lex mitior», Art. 2 Abs. 2 

StGB), da nach neuem Recht im Bereich von mehr als 180 Tagessätzen 

bzw. 6 Monaten nur noch eine Freiheitsstrafe – nicht aber eine Geldstrafe 

– infrage kommt. 

 

Der Beschuldigte, bei dem im Therapiebericht eine Pädophilie vom nicht 

ausschliesslichen Typ (ICD-10 F65.4) diagnostiziert worden ist, ist im 

aktuellen Strafregisterauszug nicht verzeichnet und gilt deshalb als nicht 

vorbestraft. Er hat – wenn auch erst nach Vorliegen des vorinstanzlichen 

Urteils und somit vor dem Hintergrund einer drohenden Freiheitsstrafe – 

auf Anraten seines amtlichen Verteidigers ein Therapieangebot der Praxis 

B._____ bei C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), 

mit einem störungs- und deliktspezifischen Lern- und Trainingsprogramm 

begonnen. Der Beschuldigte benötigt eigenen Angaben zufolge aber nach 

wie vor den erheblichen Druck einer ihm drohenden Freiheitsstrafe, da ihn 

mildere Strafen in der Vergangenheit nicht vor erneuten Pornografie-

handlungen abgeschreckt hätten (vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung, 

S. 8; Therapiebericht von C._____ vom 11. August 2025, S. 4). Deshalb ist 

aus Präventionsgründen auch dort eine Freiheitsstrafe auszusprechen, wo 

für einzelne Pornografiehandlungen aufgrund der Schwere des 

Verschuldens noch eine Geldstrafe infrage käme (höchstens 360 

Tagessätze Geldstrafe bis 31. Dezember 2017, höchstens 180 Tagessätze 

Geldstrafe ab 1. Januar 2018). Das wird vom Beschuldigten, der eine 

 - 5 - 

 

 

Freiheitsstrafe von 10 Monaten beantragt hat, denn auch zu Recht nicht 

infrage gestellt. 

 

2.4. 

2.4.1. 

Die Einsatzstrafe ist ausgehend vom konkret schwersten Fall der 

Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB festzulegen. 

 

Der Tatbestand der Pornografie nach Art. 197 StGB schützt – insoweit es 

wie vorliegend um Pornografie geht, die tatsächliche sexuelle Handlungen 

mit Minderjährigen zum Inhalt haben – im Wesentlichen die ungestörte 

sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Daneben dient die 

Bestimmung auch dem Schutz der Erwachsenen. Dem liegt der Gedanke 

zugrunde, dass sich die im Gesetz genannte verbotene Pornografie auf den 

Verbraucher korrumpierend auswirken kann, mithin geeignet ist, beim 

Betrachter u.a. die Bereitschaft zu erhöhen, das Geschehen selbst 

nachzuahmen. In diesem Sinne weckt der Konsum kinderpornografischer 

Erzeugnisse die Nachfrage für die Herstellung solcher Produkte und schafft 

den finanziellen Anreiz zur Begehung von Straftaten. Insofern trägt er 

mittelbar zum sexuellen Missbrauch von in solchen Machwerken zur Schau 

gestellten Kindern bei. Die Bestimmung von Art. 197 StGB will daher 

insbesondere auch die potenziellen «Darsteller» harter Pornografie vor 

sexueller Ausbeutung, Gewalt und erniedrigender bzw. menschen-

unwürdiger Behandlung bewahren. Auch insoweit geht es letzten Endes in 

jedem Fall um eine aus dem Konsum harter Pornografie resultierende 

abstrakte Rechtsgutsgefährdung (BGE 131 IV 16 E. 1.2).  

 

Der Beschuldigte hat sich insgesamt mehrere Hundert kinder-

pornografische Bild- und Videodateien über das Internet beschafft, 

gespeichert und konsumiert. Auch wenn aufgrund der Vielzahl 

kinderpornografischer Bild- und Videodateien nicht exakt festgestellt 

werden kann, welche Bilder und Videos der Beschuldigte wann genau 

angeschaut hat, rechtfertigt es sich bei der Festsetzung der Einsatzstrafe 

auf jene Pornografiehandlungen abzustellen, anlässlich welcher der 

Beschuldigte im Sinne einer Handlungseinheit über eine Dauer von rund 

10 Minuten zahlreiche kinderpornografische Videodateien nacheinander 

angeschaut und sich dabei selbst befriedigt hat (vgl. Protokoll der 

Berufungsverhandlung, S. 6 und S. 9). Unter diesen Dateien fanden sich 

sowohl vergleichsweise milde Formen wie etwa solche ohne sichtbare 

Vornahme sexueller Handlungen bis hin zu sehr schweren Formen 

verbotener Pornografie. Zu Letzteren gehörte namentlich eine Videodatei, 

auf welcher ein noch sehr junges Mädchen – das genaue Alter des in der 

Videoaufnahme ersichtlichen Mädchens ist nicht bekannt, wobei es sich 

aufgrund der Körpergrösse und damit einhergehend der Grösse des 

Geschlechtsteils sowie gänzlich fehlender Intimbehaarung eindeutig um 

ein vorpubertäres Mädchen handelt – während rund einer Minute vaginal 

 - 6 - 

 

 

penetriert wird (UA act. 54.1, Auswertung Mobiltelefon, Kinderpornografie, 

Videodatei 1_5091485155890036786 mit Dateidatum 7. Oktober 2017 

02:02 Uhr). Dabei handelt es sich innerhalb des weiten Spektrums 

denkbarer Darstellungen um eine sehr schwere Form verbotener 

Pornografie. Entsprechend schwer wiegt das damit einhergehende 

Tatverschulden. 

 

Zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte die Dateien nicht nur 

heruntergeladen und konsumiert hat, sondern sie auch durch bewusstes 

Abspeichern hergestellt hat, was einer der gravierenderen Tathandlungen, 

welche durch Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB erfasst wird, entspricht. 

Hinsichtlich der Art und Weise der Tatbegehung und damit einhergehend 

der Verwerflichkeit des Handelns ist der Beschuldigte jedoch nicht über die 

blosse Tatbestandserfüllung hinausgegangen, was sich neutral auswirkt. 

 

Was die Beweggründe des Beschuldigten betrifft, so wird im 

Therapiebericht von C._____ davon ausgegangen, dass der Beschuldigte 

mit der Vorstellung, sich «Jugend» einverleiben zu können und um die 

Ängste vor dem Tod und das damit verbundene Unlustgefühl abzuwenden, 

konsumiert habe (Therapiebericht vom 11. August 2025, S. 7). In erster 

Linie dürfte er in subjektiver Hinsicht aber aus egoistischen Motiven, 

nämlich zur Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse – wie er es 

anlässlich der Berufungsverhandlung selbst ausgeführt hat (Protokoll der 

Berufungsverhandlung, S. 8) – gehandelt haben. Dieser Umstand ist 

jedoch jedem Sexualdelikt immanent und entsprechend nicht 

verschuldenserhöhend zu gewichten (Urteil des Bundesgerichts 

7B_229/2022 vom 29. November 2023 E. 2.4.1). Verschuldenserhöhend 

wirkt sich hingegen das hohe Mass an Entscheidungsfreiheit aus, über 

welches der Beschuldigte im Zeitpunkt der Tatbegehung verfügt hat. Es 

sind keine inneren oder äusseren Umstände ersichtlich, welche die 

Entscheidungsfreiheit des Beschuldigten hätten einschränken können. 

Insbesondere vermochte die von C._____ diagnostizierte Pädophilie vom 

nicht ausschliesslichen Typ, welche sich vermutlich bereits in der Pubertät 

des Beschuldigten entwickelt habe, weder seine Einsichtsfähigkeit noch 

Steuerungsfähigkeit zu beeinträchtigen, ist der Beschuldigte doch auch in 

der Lage gewesen, diese pädosexuelle Neigung über mehrere Jahre zu 

unterdrücken (Therapiebericht vom 11. August 2025, S. 7 f.). Auch der 

Umstand, dass es zu einer Häufung von Todesfällen im nahen Umfeld des 

Beschuldigten gekommen ist, namentlich der Tod seiner Frau im Jahr 2009 

und der Tod eines langjährigen engen Freundes, weswegen er in ein 

emotional tiefes Loch gefallen sei, vermochte weder seine 

Einsichtsfähigkeit noch seine Steuerungsfähigkeit zu beeinträchtigen, 

zumal ihm die Beschaffung, Herstellung und der Konsum von u.a. 

Kinderpornografie ab dem Jahr 2014 vorgeworfen wird und es seinen 

Ausführungen zufolge während rund 9 Jahren (2005 bis 2014), in welche 

Zeit auch der Tod seiner Ehefrau fiel, zu keinen Vorfällen gekommen ist 

 - 7 - 

 

 

(Protokoll der Berufungsverhandlung, S. 5). Im Übrigen hätte der 

Beschuldigte ohnehin sowohl professionelle Hilfe zur Verarbeitung der 

Todesfälle in Anspruch nehmen als auch seine sexuellen Bedürfnisse 

anderweitig als durch den Konsum von Kinderpornografie befriedigen 

können. Je leichter es aber für ihn gewesen wäre, auf die Beschaffung, die 

Herstellung durch bewusstes Speichern und den Konsum dieser 

inkriminierten Aufnahmen zu verzichten, desto schwerer wiegt die 

Entscheidung dagegen und damit einhergehend sein Verschulden (BGE 

117 IV 112 E. 1; BGE 127 IV 101 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 

6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.4.3). 

 

Unter Berücksichtigung des breiten Spektrums der vom Tatbestand der 

Pornografie erfassten strafbaren Handlungen und in Relation zum 

Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis drei Jahre oder – hier nicht 

zweckmässiger – Geldstrafe ist hinsichtlich der während einer Dauer von 

rund 10 Minuten konsumierten Videodateien, worunter sich sehr schwere 

Formen von Kinderpornografie befunden haben, insgesamt von einem – in 

Relation zum Strafrahmen – mittelschweren Tatverschulden und einer 

dafür angemessenen Einsatzstrafe von 14 Monaten Freiheitsstrafe 

auszugehen. 

 

2.4.2. 

Die so bestimmte Einsatzstrafe ist für die weiteren Pornografiehandlungen 

in Anwendung des Asperationsprinzips gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB 

angemessen zu erhöhen. Dazu ergibt sich Folgendes: 

 

Der Beschuldigte hat sich zusammengefasst über einen Zeitraum von 

etwas mehr als acht Jahren eine sehr grosse Anzahl an kinder-

pornografischen Bild- und Videodateien beschafft, konsumiert und für den 

(späteren) Konsum gespeichert. Die sichergestellten Dateien umfassen 

inhaltlich ein breites Spektrum verbotener Kinderpornografie, darunter Bild- 

und Videodateien, bei denen der Tatbestand der Pornografie nur knapp 

erfüllt ist, aber auch sehr schwerwiegende Darstellungen, in welchen junge 

Kinder vaginal, anal und oral penetriert werden. 

 

Was die Art und Weise der Tatbegehung des Beschuldigten, seine 

Beweggründe und das hohe Mass an Entscheidungsfreiheit betrifft, kann 

auf die bereits im Rahmen der Einsatzstrafe erfolgte Begründung 

verwiesen werden. 

 

Insgesamt ist für die weiteren durch den Tatbestand der Pornografie 

erfassten kinderpornografischen Bild- und Videoaufnahmen unter 

Berücksichtigung des breiten Spektrums der vom Tatbestand der 

Pornografie erfassten strafbaren Handlungen in Relation zum Strafrahmen 

von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder – hier nicht zweckmässiger – 

Geldstrafe aufgrund des jeweiligen Inhalts, der Intensität der sexuellen 

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Handlungen, der jeweiligen Dauer der Misshandlung sowie dem Alter der 

involvierten Kinder und der bei Annahme einer natürlichen 

Handlungseinheit betroffenen Anzahl Bild- und Videodateien von einem 

jeweils nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden und damit 

einhergehend von Einzelstrafen von 8 Monaten bis 12 Monaten 

Freiheitsstrafe auszugehen. Im Rahmen der Asperation ist sodann zu 

beachten, dass diese heruntergeladenen, konsumierten und gespeicherten 

Dateien zwar in einem gewissen sachlichen Zusammenhang zu den in 

natürlicher Handlungseinheit begangenen Pornografiehandlungen stehen, 

für welche die Einsatzstrafe festgelegt worden ist, dass auf den Dateien 

aber jeweils andere Kinder und verschiedene Kindesmissbräuche zu sehen 

sind, weshalb der Gesamtschuldbeitrag der weiteren Videoaufnahmen 

dennoch hoch zu veranschlagen ist. Insgesamt erweist sich eine Erhöhung 

der Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips um 1 Jahr und 

einen Monat Freiheitsstrafe auf 2 ¼ Jahre Freiheitsstrafe als angemessen. 

 

2.4.3. 

In Bezug auf die Täterkomponente ergibt sich Folgendes: Der Beschuldigte 

ist im aktuellen Strafregisterauszug nicht verzeichnet, weshalb er als nicht 

vorbestraft gilt. Dies gilt jedoch als Normalfall und wirkt sich neutral aus 

(BGE 136 IV 1). 

 

Die bereits in den polizeilichen Einvernahmen erfolgten Geständnisse des 

Beschuldigten können nicht strafmindernd berücksichtigt werden, da sie die 

Strafuntersuchung nicht in nennenswertem Umfang vorangetrieben oder 

erleichtert haben. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Beschuldigte die 

vorinstanzlichen Schuldsprüche nicht mehr angefochten hat, was zur 

Vereinfachung des Berufungsverfahrens geführt hat, weshalb dieser 

Umstand leicht strafmindernd zu berücksichtigen ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_65/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.4). 

 

Der Beschuldigte hat – wenn auch erst nach Vorliegen des vorinstanzlichen 

Urteils und auf Anraten seines Verteidigers – nunmehr ein nachhaltig 

erscheinendes Therapieangebot der Praxis B._____ bei C._____, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH), mit einem störungs- und 

deliktspezifischen Lern- und Trainingsprogramm begonnen. Gestützt 

darauf, den in der Therapie bereits erreichten Fortschritt und aufgrund des 

anlässlich der Berufungsverhandlung gewonnenen Eindrucks des 

Beschuldigten und seiner Persönlichkeit, ist von einer nicht nur 

vorgespielten Einsicht und einer aufrichtigen Reue, welche über eine 

blosse Tatfolgenreue hinausgeht, auszugehen, was sich strafmindernd 

auswirkt. 

 

Aus den persönlichen, familiären und beruflichen Verhältnissen des 

Beschuldigten ergeben sich keine für die Strafzumessung relevanten 

Faktoren. Der heute 67-jährige Beschuldigte ist pensioniert und lebt allein 

 - 9 - 

 

 

in einer Liegenschaft. Er hat zwei erwachsene Töchter (Jahrgang 1993 und 

1995). Seit rund sieben Jahren hat er eine etwa gleichaltrige Freundin, die 

im Kanton Solothurn in einem eigenen Haus wohnt (Protokoll der 

Berufungsverhandlung, S. 3). Insgesamt begründet seine Lebenssituation, 

sein Alter und seine soziale Stellung, wobei der Beschuldigte diesbezüglich 

geltend macht, in seinem näheren sozialen Umfeld sehr gut verknüpft zu 

sein (Protokoll der Berufungsverhandlung, S. 10) – keine besondere 

Strafempfindlichkeit (vgl. vorinstanzliches Plädoyer, S. 9; Berufungs-

begründung, S. 13), wird eine solche doch nur bei aussergewöhnlichen 

Umständen, welche vorliegend nicht gegeben sind, bejaht (statt vieler: 

Urteil des Bundesgerichts 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit 

Hinweisen). 

 

Weitere Umstände, welche sich straferhöhend oder strafmindernd 

auswirken könnten, sind nicht ersichtlich. 

 

Insgesamt ist die Täterkomponente – unter gleichzeitiger Berücksichtigung 

einer leichten Verletzung des Beschleunigungsgebots im Berufungs-

verfahren (vgl. Art. 408 Abs. 2 StPO [in Kraft seit 1. Januar 2024]) – im 

Umfang von 3 Monaten strafmindernd zu berücksichtigen. 

 

2.5. 

Zusammengefasst erscheint dem Obergericht eine Freiheitsstrafe von 24 

Monaten bzw. 2 Jahren dem Verschulden und den persönlichen 

Verhältnissen des Beschuldigten und unter Berücksichtigung einer leichten 

Verletzung des Beschleunigungsgebots angemessen. 

 

2.6. 

Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig 

erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 

Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Der Strafaufschub ist die 

Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose abgewichen 

werden darf; er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit den Vorrang 

(BGE 134 IV 1 E. 4.2.2). 

 

Der Beschuldigte gilt als nicht vorbestraft. Aufgrund der bei ihm 

diagnostizierten Pädophilie vom nicht ausschliesslichen Typ, seiner 

langjährigen Delinquenz mit einer sehr hohen Anzahl inkriminierter Bild- 

und Videodateien und dem hohen Mass an Entscheidungsfreiheit, über 

welches er bei der Tatbegehung verfügt hat, bestehen jedoch nicht 

unerhebliche Bedenken an seiner Legalbewährung. Zu beachten ist 

allerdings, dass er nunmehr eine nachhaltig erscheinende Therapie 

begonnen hat und sich auf einem guten Weg befindet (siehe dazu oben). 

Gestützt auf den Therapiebericht ist davon auszugehen, dass er eine 

grundsätzliche und authentische Motivation zeigt, sich in konstruktiver, 

 - 10 - 

 

 

risikovermindernder Art und Weise zu verändern (Therapiebericht vom 

11. August 2025, S. 11). Er hat sich seit den letzten Vorfällen im September 

2022 und somit seit nunmehr knapp drei Jahren denn auch wohlverhalten 

(vgl. Protokoll der Berufungsverhandlung, S. 10). Aus dem Therapiebericht 

geht aber auch hervor, dass der Beschuldigte bezüglich Risikobewusstsein 

den grössten Rückstand in der Therapie aufweise und der Beschuldigte 

selbst sein Rückfallrisiko nur schwer einschätzen könne (Therapiebericht 

vom 11. August 2025, S. 12). Unter diesen Umständen kann dem 

Beschuldigten der bedingte Strafvollzug bei einer Gesamtwürdigung aller 

wesentlichen Umstände zwar gewährt werden. Einerseits ist mit Blick auf 

die Legalbewährung der Druck einer zu vollziehenden Freiheitsstrafe für 

eine möglichst lange Dauer aufrecht zu erhalten, weshalb die Probezeit auf 

5 Jahre festzusetzen ist (Art. 44 Abs. 1 StGB). Andererseits ist ihm die 

Weisung zu erteilen, die bereits begonnene Therapie für die Dauer der 

Probezeit fortzusetzen (Art. 44 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 94 StGB), zumal 

dem Beschuldigten, der sich erst in einer frühen Therapiephase befinde, 

aus forensisch-therapeutischer Sicht die Möglichkeit gegeben werden 

sollte, die begonnene Therapie im gegenwärtigen Setting fortsetzen und 

erfolgreich abschliessen zu können (Therapiebericht vom 11. August 2025, 

S. 12) und auch der Beschuldigte selbst die begonnene Therapie 

weiterführen möchte. Die Überwachung des Vollzugs obliegt dem Amt für 

Justizvollzug (§ 3 Abs. 2 lit. g SMV). 

 

3. 

3.1. 

Die Vorinstanz hat die Entnahme eines Wangenschleimhautabstrichs und 

die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet. Der Beschuldigte ficht die 

entsprechende Anordnung an (Berufungserklärung, S. 2). 

 

3.2. 

Das Gericht kann gestützt auf Art. 257 StPO [in der zum Zeitpunkt des 

vorinstanzlichen Urteils geltenden Fassung] in seinem Urteil anordnen, 

dass eine Probe genommen und ein DNA-Profil von Personen erstellt wird, 

die wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens zu einer 

Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt worden sind (lit. a), die 

wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens gegen 

Leib und Leben oder gegen die sexuelle Integrität verurteilt worden sind 

(lit. b), oder gegenüber denen eine therapeutische Massnahme oder die 

Verwahrung angeordnet worden ist (lit. c). Dient die Erstellung eines DNA-

Profils nicht der Aufklärung bereits begangener, sondern der Aufklärung 

und Verhütung künftiger Straftaten, müssen vor dem Hintergrund des 

Verhältnismässigkeitsgebots allerdings erhebliche und konkrete Anhalts-

punkte für die Gefahr derartiger künftiger Straftaten bestehen. Diese haben 

zudem von einer gewissen Schwere zu sein. Zu berücksichtigen ist im 

Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung auch, ob der Beschuldigte 

vorbestraft ist. Trifft dies nicht zu, schliesst das allein die DNA-Analyse 

 - 11 - 

 

 

jedoch nicht aus (BGE 145 IV 263 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 

1B_508/2022 vom 16. Dezember 2022 E. 2.8). 

 

Der Beschuldigte wird mit vorliegendem Urteil der mehrfachen Pornografie 

gemäss Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und Satz 2 schuldig gesprochen. Hierbei 

handelt es sich um sog. «hands-off»-Delikte, zu deren Aufklärung ein DNA-

Profil nicht von Nutzen (gewesen) wäre. Folglich wäre durch die Erstellung 

eines DNA-Profils bei künftigen Delikten, wie den vorliegenden, kein Vorteil 

zu erwarten. Im jetzigen Zeitpunkt liegen keine konkreten Anhaltspunkte für 

zukünftige «hands-on»-Delikte vor. Sollte der Beschuldigte in Zukunft eines 

hands-on-Delikts verdächtigt werden und ist in jenem Zeitpunkt davon 

auszugehen, dass sein DNA-Profil ein geeignetes Beweismittel darstellt 

(vgl. Art. 139 Abs. 1 StPO), so kann ein solches Profil ohne Weiteres 

dannzumal noch angeordnet werden. Dies bereits jetzt auf Vorrat zu tun, 

ist – auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschuldigte als 

nicht vorbestraft gilt (vgl. aktueller Strafregisterauszug) – nicht erforderlich, 

weshalb der damit einhergehende Grundrechtseingriff unverhältnismässig 

wäre. 

  

Folglich ist von der Erstellung eines DNA-Profils abzusehen, womit sich die 

Berufung des Beschuldigten in diesem Punkt als begründet erweist. 

 

4. 

Die Vorinstanz hat gestützt auf Art. 197 Abs. 6 StGB die Einziehung und 

Vernichtung des Mobiltelefons Apple iPhone 8, des Tablets Apple iPad Pro, 

des Notebooks HP Pavillon, der Harddisk 2.5" Seagate ab Notebook HP 

Pavillon (Datenträger Nr. […]), der Harddisk 2.5" Seagate ab Notebook HP 

Pavillon (Datenträger Nr. […]), des PC Fujitsu Siemens Scaleo P sowie der 

Harddisk 3.5" Seagate aus dem PC Fujitsu Siemens angeordnet. Dies ist 

mit Berufung nicht angefochten worden. Zuhanden der Vorinstanz ist 

jedoch – wie bereits zuvor in anderen Verfahren – festzuhalten, was folgt: 

 

Gemäss Art. 197 Abs. 6 StGB werden Gegenstände, welche harte 

Pornografie beinhalten, eingezogen. Im Gegensatz zu Art. 69 StGB ist 

keine gesonderte Prüfung erforderlich, ob die Gegenstände die Sicherheit 

von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährden 

(ISENRING/KESSLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, 

N. 61 zu Art. 197 StGB). Das generelle Interesse der Öffentlichkeit 

rechtfertigt es unter Berücksichtigung der Eigentumsgarantie sowie des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes aber nicht, die beschlagnahmten 

Gegenstände bzw. Datenträger zu vernichten. Eine Einziehung muss denn 

auch immer verhältnismässig, d.h. geeignet und erforderlich sein (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 1B_355/2020 vom 19. Mai 2021 E. 5.2). Notwendig, 

aber auch ausreichend ist die Vernichtung, d.h. Löschung der porno-

grafischen Daten. Dies kann auch dadurch erreicht werden, dass diese 

dauerhaft gelöscht werden. Dazu genügt es, dass die Daten so gelöscht 

 - 12 - 

 

 

werden (z.B. durch Überschreiben), dass die betroffenen pornografischen 

Daten nicht mehr betrachtet oder wiederhergestellt werden können. Nicht 

erforderlich ist, dass bei einer forensischen Analyse keinerlei Spuren auf 

gelöschte (aber nicht mehr vorhandene und wiederherstellbare) Dateien 

vorhanden sind. Möglich ist auch, dass die Geräte, wie dies z.B. beim Apple 

iPhone oder iPad möglich ist, vollständig und unwiderruflich zurückgesetzt 

werden, so dass die inkriminierten Daten nicht mehr hergestellt werden 

können. 

 

Folglich wären die verbotenen pornografischen Daten auf den 

verschiedenen Geräten des Beschuldigten auf seine Kosten zu löschen 

bzw. die Geräte zurückzusetzen und ihm diese anschliessend heraus-

zugeben gewesen. Keine Rolle spielt, ob der Beschuldigte die Herausgabe 

der Gegenstände beantragt oder der Einziehung und Vernichtung 

zugestimmt oder sich dieser nicht widersetzt hat. Die Voraussetzungen 

einer Einziehung sind von Amtes wegen unter Beachtung der 

Eigentumsgarantie und des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu prüfen 

und unterstehen nicht der freien Disposition der Parteien.  

 

Nachdem dieser Punkt jedoch nicht mit Berufung angefochten worden ist, 

bleibt es bei der vorinstanzlich angeordneten Einziehung der oben 

genannten Geräte. Die Staatsanwaltschaft hat die sachgemässen 

Verfügungen zu treffen. 

 

5. 

5.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei 

im Berufungsverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon 

ab, in welchem Ausmass ihre vor Obergericht gestellten Anträge 

gutgeheissen wurden (Urteil des Bundesgerichts 6B_1145/2022 vom 

13. Oktober 2023 E. 3.2.1). 

 

Der Beschuldigte, der mit Berufung eine bedingte Freiheitsstrafe von 

zehn Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren, den Verzicht auf die 

Anordnung eines DNA-Profils sowie die Auferlegung der vorinstanzlichen 

Verfahrenskosten zu einem Drittel beantragt hat, dringt insoweit durch, als 

die Freiheitsstrafe bedingt ausgesprochen und auf die Anordnung eines 

DNA-Profils verzichtet wird. Zudem wird die Freiheitsstrafe auf zwei Jahre 

herabgesetzt. Die Probezeit beträgt jedoch nach wie vor 5 Jahre und ihm 

wird zudem die Weisung erteilt, die begonnene Therapie fortzusetzen. Die 

erstinstanzlichen Verfahrenskosten hat er vollumfänglich zu tragen (siehe 

dazu unten). Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, dem 

Beschuldigten die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 

(§ 29 GebührD i.V.m. § 18 VKD) zu 2/3 aufzuerlegen und im Übrigen auf 

die Staatskasse zu nehmen. 

 - 13 - 

 

 

5.2. 

Der amtliche Verteidiger ist für das obergerichtliche Verfahren gestützt auf 

seine anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichte Kostennote, 

angepasst an die effektive Dauer der Berufungsverhandlung und einer 

angemessenen Dauer für die Besprechung mit dem Beschuldigten 

betreffend das vorliegende Urteil, mit gerundet Fr. 3'700.00 aus der 

Staatskasse zu entschädigen (Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und 

Abs. 3bis AnwT; § 13 AnwT). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten, der sich in günstigen 

finanziellen Verhältnissen befindet, ausgangsgemäss zu 2/3 sofort 

zurückzufordern (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

 

5.3. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 

Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person 

die Kosten, wenn sie verurteilt wird.  

 

Da der vorinstanzliche Schuldspruch wegen mehrfacher Pornografie mit 

Berufung nicht angefochten wurde und es somit bei einer Verurteilung des 

Beschuldigten bleibt, hat der Beschuldigte die erstinstanzlichen 

Verfahrenskosten von Fr. 6'560.00 (inkl. Anklagegebühr von Fr. 2'700.00) 

vollumfänglich zu tragen. 

 

5.4. 

Die dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche Verfahren 

zugesprochene Entschädigung in der Höhe von Fr. 6'718.75 ist mit 

Berufung nicht angefochten worden, weshalb darauf im Berufungs-

verfahren nicht zurückzukommen ist (Urteil des Bundesgerichts 

6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019 E. 2.3). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten, der sich in günstigen 

finanziellen Verhältnissen befindet, sofort zurückzufordern (Art. 135 Abs. 4 

StPO). 

 

6. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, fällt es ein 

neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 Abs. 1 

StPO, Art. 81 StPO). 

  

 - 14 - 

 

 

   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Es wird festgestellt, dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden ist. 

 

2. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der Beschuldigte ist der mehrfachen Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 

Satz 1 und Satz 2 StGB schuldig. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschuldigte wird gemäss Art. 197 Abs. 5 StGB sowie in Anwendung 

von Art. 47 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, 

und Art. 44 Abs. 1 StGB  

 

zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren, Probezeit 5 Jahre,  

 

verurteilt. 

 

3.2. 

Dem Beschuldigten wird gestützt auf Art. 44 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 94 

StGB für die Dauer der Probezeit die Weisung erteilt, die bei C._____ 

begonnene Therapie fortzusetzen. 

 

4. [in Rechtskraft erwachsen] 

Dem Beschuldigten wird gestützt auf Art. 67 Abs. 3 StGB lebenslänglich 

jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen 

regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten. 

 

5. 

Von der Erstellung eines DNA-Profils gemäss Art. 257 StPO wird abge-

sehen. 

 

6. [in Rechtskraft erwachsen] 

Folgende Gegenstände werden eingezogen: 

 

- 1 Mobiltelefon Apple iPhone 8 mit SIM-Karte 

- 1 Tablet Apple iPad Pro mit schwarzer Hülle und Tastatur 

- 1 Notebook HP Pavillon mit Ladeadapter 

- 1 Harddisk 2.5" Seagate ab Notebook HP Pavillon (Datenträger Nr. […]) 

- 1 Harddisk 2.5" Seagate ab Notebook HP Pavillon (Datenträger Nr. […]) 

- 1 PC Fujitsu Siemens Scaleo P 

- 1 Harddisk 3.5" Seagate ab PC Fujitsu Siemens 

 

Die Staatsanwaltschaft trifft die sachgemässen Verfügungen. 

 

 - 15 - 

 

 

7. 

7.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 werden dem 

Beschuldigten zu 2/3 mit Fr. 2'666.65 auferlegt und im Übrigen auf die 

Staatskasse genommen. 

 

7.2. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das 

Berufungsverfahren eine Entschädigung von Fr. 3'700.00 auszurichten. 

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zu 2/3 mit Fr. 2'466.65 sofort 

zurückgefordert. 

 

8. 

8.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 6'560.00 (inkl. Anklage-

gebühr von Fr. 2'700.00) werden dem Beschuldigten auferlegt. 

 

8.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche 

Verfahren eine Entschädigung von Fr. 6'718.75 auszurichten. 

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten sofort zurückgefordert. 

 

 

 Zustellung an: 

 

[…] 

 

 
   

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe  

(Art. 44 Abs. 3 StGB) 

 

Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgeschoben. 

Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. Hat 

sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe 

nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht zu 

bezahlen bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der 

Probezeit aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 

Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 

Abs. 1 StGB).  

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

 - 16 - 

 

 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 20. August 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six Eichenberger