# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8560fcf3-3c54-5a0d-bb16-f8831bc911fa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 07.05.2013 R 2012 129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-129_2013-05-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 12 129

4. Kammer 

bestehend aus

Vizepräsident Priuli als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Stecher 

und Präsident Meisser, Aktuar Gross

URTEIL
vom 7. Mai 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
B._____,
C._____,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler, 

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde Schiers, ,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Schnyder,

Beschwerdegegnerin

betreffend Quartierplan "O._____" (Kostenverteiler)

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1. Nachdem der Quartierplan O._____ schon einmal vom 27. Januar bis 27. 

Februar 2012 öffentlich aufgelegen hatte und aufgrund verschiedener 

Einsprachen bzw. Anträge angepasst worden war, wurde er vom 15. Juni 

bis 14. Juli 2012 erneut aufgelegt. Dagegen gingen wiederum Einspra-

chen ein. Unter anderem erhoben die Eigentümer von Parzelle 370, 

A._____, B._____ und C._____, am 11. Juni 2012 Einsprache und sie 

beantragten:

Betreffend neue Erschliessungsstrasse Teilgebiet Mitte: 

Ergänzung zu Art. 18 Abs. 5 der Quartierplanvorschriften (QPV): "Die Mit-

eigentümer an der privaten Erschliessungsstrasse Mitte sind von sämtli-

chen Unterhaltskosten sowie Aufwendungen für den Winterdienst etc. be-

freit, bis ihre jeweiligen Grundstücke ganz oder teilweise überbaut sind."

Dazu erwog der Gemeindevorstand, dass aufgrund des von den Grundei-

gentümern gewünschten reduzierten Ausbaustandards, welcher einem 

Vergleich mit anderen Quartierplangebieten nicht standhalte, der Antrag 

unverhältnismässig sei. Mit der Erstellung der Erschliessungsstrasse sei 

für die betreffenden Grundeigentümer die Nutzungsmöglichkeit gegeben, 

womit sie sich an den anfallenden Unterhaltskosten zu beteiligen hätten.

Betreffend neue Erschliessungsstrasse Teilgebiet Nord: 

Ergänzung in Art. 18 Abs. 2 QPV: "Beabsichtigt der Eigentümer der Par-

zelle 369, sein Grundstück zu bebauen und/oder in der Nordecke weitere 

Parkplätze zu erstellen und/oder beantragt der Eigentümer bei der Ge-

meinde die Erschliessungsstrasse Nord, trägt er sämtliche Kosten für die 

Parkplatzerweiterung sowie seine Erschliessungsstrasse selber." 

Dazu erwog der Gemeindevorstand, dass eine Erschliessung, welche 

lediglich die Zufahrt und Parkierung im Einfahrtsbereich der 

F._____strasse betreffe und ausschliesslich der bereits bestehenden 

Parkierung von Parzelle 368 diene, für das angrenzende Grundstück Par-

zelle 370 keine Erschliessungskosten zur Folge haben sollte. Umgekehrt 

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verhalte es sich bei einer Teilerschliessung bis an die südöstliche Ecke 

von Parzelle 369. Dadurch werde bereits die volle Erschliessung der 

nördlichen Parzelle 370 erstellt und somit ein erheblicher Erschliessungs-

vorteil für diesen Parzellenteil erbracht. Für die betroffenen Grundei-

gentümer bestehe unmittelbar die Möglichkeit, diese Erschliessungsanla-

gen auch zu nutzen. Somit müssten sie sich auch an den Erschliessungs-

kosten beteiligen.

Betreffend Landumlegung Erschliessungsstrasse Teilgebiet Nord: 

„Das Staudenbord sei gemäss der Einsprache beigelegter Fotos sowie 

der Zufahrtsbereich nicht in die neue Zuteilung einzubeziehen und beim 

heutigen Besitzer zu belassen.“

Dazu erwog der Gemeindevorstand, die bauliche Nutzung der einzelnen 

Parzellen sei durch die Festlegung der Bruttogeschossfläche (BGF) aus-

gewiesen. Eine Neueinzonung habe in der Regel nach einfachen themati-

schen Grundsätzen sowie bezugnehmend zu bestehenden bzw. neu an-

gelegten Strassen und Geländelinien zu erfolgen. Dabei sei sinnvoll, 

wohlgeformte Bauparzellen festzulegen und dabei möglichst wenige neue 

Grenzpunkte zu kreieren.

Betreffend öffentliche Wasserleitung (Abschnitt AA): 

„Die Wasserversorgung (WV) der Gemeinde Schiers soll die Kosten für 

die neue öffentliche Wasserleitung (Abschnittabbau) übernehmen.“

Dazu erwog der Gemeindevorstand, dass die Kostenverteilung entspre-

chend dem Vorteilsprinzip zu erfolgen habe. Eine Beteiligung der Ge-

meinde könne lediglich analog den Beiträgen in anderen Quartierplanun-

gen gesprochen werden. Bis anhin seien maximal 9 % entrichtet worden. 

Eine Anpassung des Beitragssatzes sei bereits nach der Mitwirkung Ende 

letzten Jahres (Erhöhung von 9 % auf 50 %) erfolgt. Der Gemeindevor-

stand habe somit den örtlichen Gegebenheiten mehr als Rechnung getra-

gen.

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Betreffend öffentliche Kanalisation (Abschnitt AA): 

„Teilgebiet Nord sei zu entlasten und die Abwasserversorgung habe eine 

Kostenbeteiligung zu übernehmen.“

Dazu erwog der Gemeindevorstand, auch diese Kostenverteilung erfolge 

nach dem Vorteilsprinzip und eine Gemeindebeteiligung könnte lediglich 

analog den Beiträgen in anderen Quartierplanungen gesprochen werden. 

Gemäss Praxis würden aber keine Beiträge entrichtet. Aufgrund der Klas-

sierung werde die Kanalisationsleitung nach der Erstellung jedoch von der 

Gemeinde übernommen und die Gemeinde komme künftig für allfällige 

Unterhaltsarbeiten auf.

„Die falsche Gebäudenummer sei zu korrigieren (490-B statt 490-D).“ 

Diesem Antrag entsprach der Gemeindevorstand.

Betreffend Verteilschlüssel/Kostenverteiler: 

„Der Verteilschlüssel/Kostenverteiler für die Verfahrenskosten sei anzu-

passen.“

Dazu erwog der Gemeindevorstand, er habe bereits vor dem von den 

Einsprechern erwähnten Datum (Anmerkung: Datum ist nicht aktenkun-

dig) verschiedene Erschliessungslösungen und Kosten ermittelt und 

ebenfalls verschiedene Bebauungsmöglichkeiten aufgezeigt, woraus Par-

zelle 370 der Einsprecher ein nicht unerheblicher Vorteil entstehe. Parzel-

le 370 werde erst durch die Quartierplanung baureif. In einem Quartier-

planverfahren könnten die Gesamtkosten nicht zu gleichen Teilen auf die 

einzelnen Grundeigentümer aufgeschlüsselt werden, solches wäre unver-

hältnismässig. Wer und wie viel jede einzelne Parzelle an Konzept- und 

Bearbeitungskosten verursacht habe, sei nicht einfach zu berechnen. Auf-

träge zu Konzeptarbeiten würden nicht von den Grundeigentümern, son-

dern von der Gemeinde erteilt. Die Kostenverteilung habe nach verwal-

tungsgerichtlicher Praxis nach dem Vorteilsprinzip zu erfolgen. In der Re-

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gel werde dazu eine schematische Abstufung wie vorliegend vorgenom-

men. Es liege hier keine nachteilige Behandlung vor.

2. Der Einspracheentscheid des Gemeindevorstands datiert vom 4. Sep-

tember 2012 und wurde am 6. September 2012 mitgeteilt. Gleichentags 

genehmigte der Gemeindevorstand den Quartierplan O._____. Er präzi-

sierte dabei noch den Art. 18 Abs. 4 QPV und nahm gegenüber der öf-

fentlichen Auflage sonst keine weiteren Änderungen vor.

3. Dagegen erhoben die vormaligen Einsprecher am 8. Oktober 2012 (Post-

stempel) Beschwerde an das Verwaltungsgericht und sie beantragten, der 

Einsprache- und der Genehmigungsentscheid vom 4. September 2012 

seien aufzuheben. Der Quartierplan sei zur Überarbeitung an die Ge-

meinde zurückzuweisen, dergestalt, dass:

„- für das Verlegen der öffentlichen Wasserleitung AA (Verteilschlüssel 3 

gemäss Anhang 3 und Anhang 3.3 QPV) die öffentliche Interessenz auf 

100 % festzulegen sei;

- für die öffentliche Abwasserleitung AA (Verteilschlüssel 4 gemäss An-

hang 3 und Anhang 3.4 QPV) die öffentliche Interessenz auf 50-70 % 

festzulegen sei;

- die Erschliessungsstrasse für das Teilgebiet Nord höchstens bis an die 

südöstliche Ecke von Parzelle 369 führe und mit einer Kostenvorschuss-

pflicht für den erstbauenden Grundeigentümer belegt werde.“

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass hinsichtlich des Kostenverteilers 

für die Wasserleitung AA gemäss Anhang 3.3 QPV eine Verletzung der 

massgebenden Gesetzesbestimmungen vorliege. Wie dem kommunalen 

Erschiessungsplan entnommen werden könne, bestehe für die Wasser-

versorgung des Gebietes O._____ bereits jetzt eine öffentliche Hauptlei-

tung, welche von der Dorfstrasse her die Parzellen 378 und 370 in 

nordöstlicher Richtung durchquere und zum O._____weg führe. Deshalb 

sei die geplante Leitung AA gemäss Anhang 3.3 QPV für die Erschlies-

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sung des Gebietes nicht notwendig und es könnten auch keine Erschlies-

sungsbeiträge gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. b des Wasserversorgungsgeset-

zes (WVG) erhoben werden. Hingegen seien Anschlussgebühren nach 

Art. 20 WVG möglich, welche aber nicht hier zur Diskussion stehen wür-

den. Die Verschiebung der bestehenden Leitung zur besseren Erschlies-

sung und zur Verbesserung der Überbaubarkeit des südlichen Teils der 

Parzelle 370 sei gemäss Art. 8 Abs. 2 WVG auf Kosten der Wasserver-

sorgung vorzunehmen. Die durch die Gemeinde vorgesehene Belastung 

der Eigentümer mit 50 % sei deshalb unzulässig. Für die Abwasserleitung 

AA sei Art. 63 KRG zu berücksichtigen, wonach für Anlagen der Grober-

schliessung die Gemeinde zwischen 40 und 70 % zu übernehmen habe. 

Hier gehe es um die Erschliessung von ca. 11 000 m2 und nicht bloss um 

den Anschluss von einzelnen Liegenschaften an die Hauptstränge der Er-

schliessungsanlage. Im Weiteren werde sie als Entlastungsleitung der 

bestehenden Kanalisation im O._____weg erstellt. Die mit 0 festgelegte 

öffentliche Interessenz sei somit kantonalrechtswidrig. Bezüglich Er-

schliessungsstrasse bringe die Gemeinde in Art. 18 Abs. 2 QPV zum 

Ausdruck, dass sie von einer etappierten Nutzung bzw. Überbauung aus-

gehe. Zunächst solle die Überbauung im Teilgebiet Mitte und erst ansch-

liessend im Teilgebiet Nord erfolgen. Die neu vorgesehene Strasse diene 

nunmehr der Erschliessung von Parzelle 369 und des nördlichen Teils der 

Parzelle 370. Trotz der erheblichen veränderten Ausgangslage habe es 

die Gemeinde fälschlicherweise unterlassen, die Linienführung bzw. die 

Länge der Erschliessungstrasse an die neue Situation anzupassen. Die 

Gefahr einer unzweckmässigen Erschliessung erhöhe sich noch dadurch, 

dass der Eigentümer der Parzelle 369 den Bau der Strasse mit geringer 

Kostenfolge verlangen könne, obgleich vielleicht noch keine Pläne für die 

Überbauung der Parzelle 370 bestehen würden.

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4. Frau D._____ (Eigentümerin der Parzelle 383) teilte mit Schreiben vom 

31. Oktober 2012 dem Verwaltungsgericht mit, dass sie trotz Aufforde-

rung auf die Einreichung einer Stellungnahme verzichte und am vorlie-

genden Verfahren nicht teilnehme. 

5. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Gemeinde die Abweisung der 

Beschwerde. Bezüglich Wasserleitung AA werde eine Erhöhung der öf-

fentlichen Interessenz von 50 auf 100 % verlangt. Dem Plan im Anhang 

3.3 könne entnommen werden, dass die Wasserleitung die Parzellen 370, 

2603 und 2604 erschliesse. Eine über das südliche Quartierplangebiet 

hinausgehenden Bedeutung komme ihr nicht zu. Es handle sich somit um 

eine Anlage der Feinerschliessung, für welche die öffentliche Interessenz 

gemäss Art. 62 KRG zwischen 0 und 30 % betrage. Im Sinne einer abso-

luten Ausnahme habe sie wegen des bestehenden Feuerschutzes einen 

Anteil von 50 % übernommen, welcher auf jeden Fall auch den Anteil für 

die Groberschliessung erfüllen würde. Gemäss Art. 63 Abs. 1 KRG wür-

den Beiträge nicht nur für die Erstellung, sondern ausdrücklich auch für 

die Änderung und Erneuerung von bestehenden Erschliessungsanlagen 

erhoben. Die vorgesehene Abwasserleitung AA habe keine quartierüber-

greifende Funktion, sondern erschliesse lediglich vier Parzellen, weshalb 

es sich dabei fraglos um eine Anlage der Feinerschliessung handle. Nicht 

weniger als 80 % des dadurch erschlossenen Gebietes stehe sogar mit 

der Parzelle 370 im Eigentum der Beschwerdeführer. Überdies sei die 

Leitung mit jener des O._____weges gar nicht verbunden. Die festgelegte 

öffentliche Interessenz von 0 % sei somit korrekt. Mit Bezug auf die 

Strassenerschliessung Nord erweise sich die Beschwerde sogar als rein 

appellatorisch, da nicht nachgewiesen werde, inwieweit die Gemeinde ihr 

Ermessen überschritten haben könnte. Eine Nichterschliessung ihrer Par-

zelle hätten die Beschwerdeführer aber bereits bei der Einleitung des 

Quartierpanverfahrens rügen müssen, was sie jedoch nicht gemacht und 

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somit verpasst hätten. Konkret sei eine alternative strassenmässige Er-

schliessung unter Berücksichtigung der topografischen Verhältnisse und 

der allseitigen Interessen gar nicht möglich. Die Einfahrt in die nördlich 

gelegene F._____strasse und das Anliegen, die Parzelle 369 zu er-

schliessen, bedingten notwendigerweise den vorgesehenen Strassenab-

schnitt. Der Antrag der Beschwerdeführer, dass der erstbauende Grun-

deigentümer mit einer Kostenvorschusspflicht für die Erstellung der Stras-

se belastet werde, sei klar rechtswidrig, denn massgeblich sei einzig die 

objektive Möglichkeit der Überbauung der Grundstücke.

6. In ihrer Replik ergänzten die Beschwerdeführer, bei der Wasserleitung AA 

gehe es eindeutig um die Verlegung einer bestehenden Ringleitung, wel-

che als solche Teil der Groberschliessung sei. Den von der Gemeinde 

eingereichten technischen Ausführungen könne entnommen werden, 

dass die Verlegung der Wasserleitung aus erschliessungstechnischen 

Gründen hinsichtlich der Feinerschliessung erfolge. Daraus könne ge-

schlossen werden, dass die bestehende Leitung für die Erschliessung 

und den Feuerschutz des Quartierplangebietes ausreichend sei. Bezüg-

lich Abwasserleitung sei unter Berücksichtigung der zu erschliessenden 

Fläche durchaus angezeigt, die Erschliessungsanlage als Teil der Gro-

berschliessung zu qualifizieren. Bezüglich Erschliessungsstrasse Nord 

werde nicht der Zufahrtspunkt an sich, sondern die Strassenlänge gerügt. 

Auch mit einer wesentlich kürzeren Erschliessungsstrasse könne nämlich 

das ganze nördliche Teilgebiet von Parzelle 370, beispielweise mit einer 

unterirdischen Parkierungsanlage, angemessen erschlossen werden. 

Durch die vorgesehene Strassenlänge würden sogar die künftigen Über-

bauungsmöglichkeiten ohne Erfordernis präjudiziert und eingeschränkt, 

womit der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt sei. Eine Etappie-

rung habe die Gemeinde bereits selber in Art. 18 Abs. 2 QPV festgelegt, 

weshalb zu Recht auf einen entsprechenden Antrag verzichtet worden 

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sei. Im Übrigen sei eine Vorfinanzierung durch Erstbauende gar nicht un-

üblich.

7. In ihrer Duplik führte die Gemeinde ergänzend noch aus, seit PVG 2007 
Nr. 20 würden für die Kostenverteilung von Erschliessungsanlagen aus-

schliesslich Art. 58 ff. KRG bzw. Art. 22 ff. KRVO gelten. Die ausschliess-

liche Geltung des kantonalen Rechts im Rahmen eines Quartierplanver-

fahrens sei sowohl für die Gemeinde als auch für die Quartierplanbeteilig-

ten gegeben. Die hier in Frage stehende Wasserleitung stelle funktional 

eine Anlage der Feinerschliessung dar und ihre Verlegung diene in erster 

Linie eben gerade der besseren Überbaubarkeit der Parzelle der Be-

schwerdeführer. Dies gelte auch für die Abwasserleitung, welche lediglich 

vier Parzellen erschliesse. Der wirtschaftliche Vorteil dieser Erschliessung 

liege ausschliesslich bei den privaten Grundeigentümern. Die im Quar-

tierplan vorgesehene Strassenlänge Nord beschränke sich auf das abso-

lute Minimum und sei aufgrund der topographischen Lage absolut unab-

dingbar und somit auch gerechtfertigt.

8. Am 24. April 2013 führte das Verwaltungsgericht (4. Kammer) einen Au-

genschein durch, an welchem von Seiten der Beschwerdeführer B._____ 

mit Ehemann persönlich in Begleitung ihres gemeinsamen Rechtsvertre-

ters und von Seiten der Gemeinde der Leiter des Bauamtes, der Raum-

planer des Quartiers und ihr Rechtsvertreter vor Ort präsent waren. Allen 

Anwesenden wurde an zwei verschiedenen Standorten (Standort 1: Zwi-

schen Haus/Stall auf Strassenparzelle 377T; Standort 2: Auf Wiese mitten 

auf Parzelle 370 im Abschnitt Nord) die Möglichkeit geboten, sich auch 

noch mündlich zur Streitsache zu äussern, wovon allseits Gebrauch ge-

macht wurde. Das Gericht erstellte seinerseits zudem noch insgesamt 27 

Fotos über die genauen Örtlichkeiten, die bestehende und geplante Er-

schliessung und die Geländetopografie im „Abschnitt Nord“ im Grenzbe-

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reich zu den Parzellen 370 und 369. Seitens der Gemeinde wurde noch 

die Nachreichung der Einsprachen samt zugehöriger Einspracheent-

scheide bezüglich der Eigentümer der Parzellen 370 und 369 in Aussicht 

gestellt. Der Anwalt der Beschwerdeführer reichte schliesslich noch eine 

ergänzende Honorarnote vom 23. April 2013 (im Doppel) zu den Akten. 

Die Fotos des Augenscheins wurden dem Protokoll beigefügt.

9. Mit Schreiben vom 25. April 2013 reichte der Anwalt der Gemeinde die 

am Augenschein in Aussicht gestellte Einsprache von E._____ vom 27. 

Juni 2012 (Eigentümer der Parzelle 369 im „Abschnitt Nord“) einschliess-

lich zugehörigem Einspracheentscheid vom 4./6. September 2012 betref-

fend Abweisung derselben noch nach. Dieses Schreiben samt Beilagen 

wurde dem Anwalt der Beschwerdeführer vom Gericht unverzüglich zur 

Kenntnisnahme zugestellt, worauf beim Gericht keine weitere Stellung-

nahme einging.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

am Augenschein wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen noch näher 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Einsprache- und Genehmigungsent-

scheid vom 4./6. September 2012, worin die Gemeinde (Beschwerdegeg-

nerin) den Quartierplan „O._____“ samt zugehöriger, bereits einmal über-

arbeiteter/angepasster Quartierplanvorschriften (QPV) genehmigte und 

damit die dagegen vorgebrachten Einwände und Einsprachen abwies. 

Beschwerdegegenstand bilden insgesamt drei Fragen: Nämlich ob die 

Festlegung der öffentlichen Interessenz mit 50 % bezüglich der neuen 

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Wasserversorgung im Quartierplangebiet (vgl. Planvorgaben Anhang 3.3; 

Wasser [Abschnitt AA]), mit 0 % bezüglich der neuen Kanalisation (vgl. 

Anhang 3.4; Abwasser [Abschnitt AA]) sowie mit 0 % bezüglich einer all-

fälligen Strassenerschliessung der Parzelle 370 (im Grenzbereich zur Pa-

rzelle 369) im Norden (vgl. Anhang 3.1; E-Strasse Teilgebiet Nord) recht-

mässig und vertretbar war, oder ob den entsprechenden Anträgen der 

Beschwerdeführer (Eigentümer der Parzelle 370) um angemessene Er-

höhung des Anteils der öffentlichen Interessenz an den drei erwähnten, 

neuen Infrastrukturanlagen (Wasserleitungen; Kanalisations-/Abwasser-

leitungen; geplante Strassenerschliessung Abschnitt Nord) gefolgt und ih-

re Beschwerde daher gutgeheissen bzw. zur erneuten Überarbeitung an 

die Gemeinde zurückgewiesen werden sollte.

2. a) Zunächst gilt es bezüglich des anwendbaren Rechts klar festzuhalten, 

dass auch für das vorliegende Quartierplanverfahren in erster Linie die 

kantonalen Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) und die zugehörige Vollziehungsverord-

nung (KRVO; BR 801.110) gelten, wobei es insbesondere auf die Art. 51-

54 KRG und Art. 16-21 KRVO zu verweisen gilt.

b) Für die Kostenverteilung des erarbeiteten Quartierplans – nach Eintritt der 

Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses (zwecks Abgrenzung des Quar-

tierplangebietes) – gelten laut Art. 54 Abs. 3 KRG sinngemäss die Be-

stimmungen über die Erhebung von Beiträgen, das heisst hier die Art. 62 

bis 64 KRG und die Art. 22 bis 27 KRVO, die zur Kostenverteilung rechts-

verbindliche Regelungen enthalten, welche durch das kommunale Recht 

höchstens noch ergänzt werden können (vgl. PVG 2007 Nr. 20). Gemäss 

Art. 62 KRG decken die Gemeinden ihre Auslagen für Erschliessungen 

nach Art. 60 KRG durch die Erhebung von Erschliessungsabgaben. Sie 

beteiligen sich an den Kosten, soweit an den öffentlichen Anlagen ein öf-

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fentliches Interesse besteht oder besondere Umstände vorliegen (Abs. 1). 

Verkehrsanlagen werden über Beiträge finanziert (Abs. 2). Solche können 

zur Deckung der Kosten für die Erschliessung, Änderung und die Erneue-

rung erhoben werden (Art. 63 Abs. 1 KRG). Das Verfahren für die Erhe-

bung von Beiträgen wird durch die Regierung in einer Verordnung gere-

gelt (Art. 63 Abs. 6 KRG). In Art. 22 ff. KRVO ist denn auch das zweistufi-

ge Beitragsverfahren (Phase 1: Einleitungsbeschluss für Abgrenzung des 

Beizugsgebiets; Phase 2: Beschluss über Kostenverteilung) geregelt wor-

den. Versorgungs- und Entsorgungsanlagen werden nach Art. 62 Abs. 2 

KRG demgegenüber wahlweise entweder über Beiträge oder über Ge-

bühren finanziert, wobei die Gemeinden selber bestimmen, welche Infra-

strukturanlagen (hier Wasser- und Abwasserleitung im Plangebiet) nach 

welchem System finanziert werden. Gemäss Art. 62 Abs. 3 KRG sind die 

Erschliessungsabgaben grundsätzlich von jenen Personen zu bezahlen, 

die aus den öffentlichen Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil zie-

hen oder die Anlagen nutzen oder nutzen könnten. Die Aufteilung der 

Kosten zwischen dem Gemeinwesen (öffentliche Interessenz bzw. Ge-

meindeanteil) und den Grundeigentümern (Anteil der privaten Interes-

senz) erfolgt nach Massgabe des Interesses an einem öffentlichen Werk. 

Unter Heranziehung der jeweils von der Erschliessungsanlage zu erfül-

lenden Funktion wird der von den Grundeigentümern/-innen zu entrich-

tende Anteil in einem Prozentrahmen festgelegt, wobei der zuständigen 

Gemeindebehörde innerhalb der gesetzlichen Richtwerte ein erheblicher 

Entscheidungsspielraum zusteht. Nach Art. 63 Abs. 2 KRG beträgt der 

Gemeindeanteil (öffentliche Interessenz) bei Erschliessungsanlagen der 

Feinerschliessung 30 – 0 % und bei solchen der Groberschliessung 70 – 

40 %. Im konkreten Fall handelt es sich bei der geplanten (Frisch-

)Wasserleitung um eine vollständige Neuanlage (mit Standortverschie-

bung als Ersatz für die bisherige, obsolet gewordene Wasserzufuhrleitung 

„Mitte“) und bei der geplanten Abwasser-/Kanalisationsleitung um eine 

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Erneuerungsanlage (ohne Standortverschiebung, aber mit Rohrverlänge-

rung bis zur Hauptkanalisation [A], als Ersatz für die bestehende Abwas-

serleitung „Mitte“), weshalb hier vorrangig Art. 63 Abs. 1 KRG (Beitrags-

verfahren) und nicht subsidiäres kommunales Recht (Gebührenverfahren) 

zur Anwendung kommt. Dies ist denn auch im rechtskräftigen Einlei-

tungsbeschluss so festgelegt worden und im Rahmen des hier zur Dis-

kussion stehenden Kostenverteilers nicht mehr anfechtbar.

c) Die Beschwerdeführer beanstanden vorab einmal, dass beim Kostenver-

teiler bezüglich Frischwasserversorgung (vgl. Planvorgaben Anhang 3.3.; 

Wasser [Abschnitt AA]) eine öffentliche Interessenz von nur 50 % anstatt 

von 100 % festgelegt worden sei; mit für sie resultierenden konkreten Be-

lastungsprozenten von 37.5 % und einem provisorischen Kostenverteiler 

von Fr. 20‘629.--. Für ihre Argumentation verweisen sie auf die erwähnte 

Planvorgabe, wonach bereits eine bestehende Wasserleitung zu den Par-

zellen 378 und 370 vorhanden sei und somit kein (Sonder-)Vorteil für sie 

aus der neuen Wasserleitung ersichtlich sei, weshalb allfällige Beiträge 

gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. b WVG entfallen würden. Wie der Augenschein 

gezeigt hat und auch bereits der zitierten Planvorgabe (Anhang 3.3) zu 

entnehmen ist, erschliesst die neu vorgesehene Frischwasserleitung die 

Parzellen 370, 2603 und 2604 entlang ihren gemeinsamen Grenzen, 

während die bestehende (alte) Leitung ringförmig ab der Strassenparzelle 

377T (im Eigentum der Gemeinde) gegen Süden quer (unterirdisch) durch 

die Parzelle 370 (Abschnitt Mitte) führte. Für das Gericht ergibt sich dar-

aus, dass die neue Linienführung der Wasserleitung im fraglichen Quar-

tierplangebiet damit eindeutig näher an das Wohnhaus auf Parzelle 370 

samt zugehöriger Stall- und Ökonomiebauten gezogen wird und folgerich-

tig geradezu von einer Feinerschliessung dieser Gebäude auszugehen 

ist. Die Festlegung der öffentlichen Interessenz von 50 % erweist sich 

damit aber sogar als eher grosszügig, liegt der kostenrelevante Privatan-

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teil für Feinerschliessungen gemäss Art. 63 Abs. 2 KRG doch üblicher-

weise bei einem Richtwert von 70-100 % bzw. die öffentliche Interessenz 

lediglich bei 30-0 %. Nebst der Qualifikation als Infrastrukturanlage der 

Feinerschliessung fällt weiter ins Gewicht, dass die neue Wasserleitung 

bis direkt vor das Wohnhaus auf Parzelle 370 auch aus feuerpolizeilicher 

Sicht erhebliche (private) Vorteile für die Beschwerdeführer mit sich 

bringt, da eine allfällige Löschung eines Brandherdes auf der Parzelle 370 

(im Abschnitt Nord wie auch im noch zur Überbauung vorgesehenen Ab-

schnitt Mitte) rascher und effizienter erfolgen könnte, als mit der beste-

henden (alten) Leitung, die im Hinblick auf die im Quartierplangebiet ge-

planten Neubauten und Veränderungen als „nicht genügend“ und daher 

als zu ersetzende Versorgungsanlage zu qualifizieren ist. Das Gericht ist 

deshalb zur Überzeugung gelangt, dass die Gemeinde ihr pflichtgemäs-

ses Ermessen nicht überschritten oder verletzt hat, als sie eine öffentliche 

Interessenz von 50 % bezüglich der neuen Wasserzufuhrleitung für rech-

tens und angemessen erachtete. Die festgelegte öffentliche Interessenz 

von 50 % wäre sogar bei einer Qualifikation als Infrastrukturanlage der 

Groberschliessung (mit Gemeindeanteil 70-40 %; Privatanteil 30-60 %) 

nach Art. 63 Abs. 2 KRG gesetzlich abgedeckt. Die von den Beschwerde-

führern für ihren Standpunkt angeführten Art. 8 Abs. 2 und Art. 21 WVG 

(kommunale Vorschriften) sind – wie in der vorgehenden Erwägung 2b in 

fine ausgeführt - nicht anwendbar. 

d) Die Beschwerdeführer kritisieren im Weiteren die Festlegung der öffentli-

chen Interessenz mit 0 % bezüglich der neu und erstmals vor Ort erstell-

ten Abwasser- und Kanalisationsleitung (vgl. Planvorgaben, Anhang 3.4, 

Abwasser [Abschnitt AA]) entlang den Parzellengrenzen 370 sowie 2603 

und 2604, also mit identischer Linienführung wie die neu geplante (unter-

irdische) Wasserleitung im Quartierplangebiet (Abschnitt Mitte/Südost). 

Während indessen beim Frischwasser eine bestehende (al-

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te/ungenügende) Ringleitung ersetzt werden sollte, wird mit der geplanten 

Abwasserkanalisation eine völlig neue Infrastrukturanlage für die Er-

schliessung der unmittelbar daran anstossenden Quartierplangrundstücke 

(Parzelle 370 Abschnitte Mitte/Nord; Parzelle 2603 [bereits überbaut] und 

Parzelle 2604 [noch unüberbaut]) erstellt. Diese neu geplante Infrastruktu-

ranlage im Plangebiet mit Direktanschluss an die drei erwähnten, unmit-

telbar davon profitierenden Privateigentümer lässt sich nun aber eindeutig 

als in der betreffenden Bau- und Wohnzone notwendige Entsorgungsan-

lage der Feinerschliessung im Sinne von Art. 63 Abs. 2 KRG taxieren, 

womit es an der (fehlenden) öffentlichen Interessenz von 0 % hinsichtlich 

dieser ausschliesslich von Privaten genutzten Kanalisationsleitung auch 

sachlich nichts auszusetzen gibt. Dieser Einschätzung kann hier umso 

mehr gefolgt werden, als diese neu geplante Abwasserleitung zusätzlich 

als Entlastungsleitung für den bisherigen Abwasserkanal unterhalb des im 

Südosten verlaufenden O._____weg verwendet werden sollte, womit der 

Sondervorteil für die so künftig über eine eigene und unabhängige Kanali-

sationsleitung verfügenden Quartierplangenossen (Parzellen 370/2603/ 

2604) offenkundig zu Recht bejaht wurde. An der vorgesehenen Belas-

tung der Beschwerdeführer (vgl. Planvorgaben, Anhang 3, Verteilschlüs-

sel 4) mit insgesamt 79.2 % bzw. Fr. 53‘034.-- bei öffentlicher Interessenz 

von 0 % bezüglich der neu geplanten Abwasser-/Kanalisationsleitung im 

Abschnitt Mitte/Südost gibt es also nichts auszusetzen, weshalb die Be-

schwerde auch in dieser Beziehung unbegründet und der Plangenehmi-

gungsentscheid zu schützen ist.

e) Zu klären und zu entscheiden bleibt damit noch die Festlegung der öffent-

lichen Interessenz von 0 % für die geplante Erschliessungstrasse im Nor-

den der Parzelle 370 (Abschnitt Nord) entlang der Grenze zur westlich 

davon gelegenen Nachbarsparzelle 369 (vgl. Planvorgaben, Anhang 3.1, 

E-Strasse Teilgebiet Nord). Die vorgesehene Belastung der Beschwerde-

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führer (vgl. Planvorgaben, Anhang 3, Verteilschlüssel 1) mit gesamthaft 

82.9 % bzw. Fr. 124‘382.-- erscheint auf den ersten Blick zwar sehr be-

trächtlich, bei näherer Betrachtungsweise geht es aber um die Erschlies-

sung eines Baulandgebiets mit einer Bruttogeschossfläche (BGF) von 

4‘386 m2, was die Schaffung und den späteren Verkauf einer Vielzahl von 

Wohneinheiten auf der Parzelle 370 (Abschnitt Nord) erst ermöglichen 

wird. Aus wirtschaftlicher Perspektive stehen die (bisher nur theoretisch 

bzw. planerisch) ermittelten Erschliessungskosten deshalb sicherlich noch 

immer in einem sehr vorteilhaften Verhältnis zu Gunsten der Beschwerde-

führer. Die Beschwerdeführer verlangen, dass die geplante Stichstrasse 

von Norden her höchstens bis zur Grenze der Parzelle 369 geführt wird, 

was zur Konsequenz hätte, dass sie um ca. 10 Meter gekürzt würde. Wie 

der gerichtliche Augenschein vom 24. April 2013 dazu nun aber gezeigt 

hat, ist es aus topografischen und bautechnischen Gründen unmöglich, 

eine Verkürzung der geplanten Stichstrasse zu gewähren. Die Steilheit 

des bestehenden Geländes im Norden bzw. das Gefälle des gewachse-

nen Terrains ab dem Einfahrtsbereich (Höhe Parkplätze der Parzelle 369) 

der oberhalb verlaufenden Gemeindestrasse hinunter auf die Parzelle 370 

(Abschnitt Nord) ist nämlich derart beschaffen, dass es tatsächlich einer 

gewissen Wegstrecke bedarf, um den vorhandenen Höhenunterschied 

vernünftig auffangen bzw. ausgleichen zu können. Das Gefahren- und 

Unfallpotential wäre bei einer verkürzten Stichstrasse offensichtlich zu 

gross, um dem Antrag der Beschwerdeführer auf Verkürzung (samt Kos-

tenersparnis) planerisch stattgeben zu können. Die topografischen 

Geländeverhältnisse haben den Verlauf der zu planenden Erschlies-

sungsstrasse Nord zwingend vorgegeben und diese Tatsache müssen 

sich die Beschwerdeführer anrechnen lassen, zumal die definitive Pro-

jektverwirklichung ja noch gar nicht feststeht. In Art. 18 Abs. 2 QPV ist 

nämlich noch ausdrücklich vorgesehen, dass die Erschliessungsstrasse 

„Nord“ erst projektiert und ausgeführt werde, falls die Eigentümer der Par-

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zellen 369 und/oder 370 dies schriftlich bei der Gemeinde verlangen wür-

den. Das Vorteilsverfahren bei der Auferlegung der Erschliessungskosten 

muss im Plangenehmigungsverfahren aber unabhängig davon erfolgen, 

wer dereinst konkret die Realisierung der betreffenden Stichstrasse 

(mit/ohne Böschung oder Stützmauer entlang der Nachbarparzelle 369) 

auslösen wird. Denkbar wäre z.B. auch die Erstellung einer Tiefgarage im 

Nahbereich zum Anschlusspunkt (= Einfahrtsbereich im Norden) oder die 

Überbrückung des Höhenunterschieds ab Einfahrtsbereich mittels künstli-

cher Bauten in obergeschossige Garagen oder Autoparkplätze auf Dach-

terrassen der neu zu erstellenden Gebäudekomplexe auf Parzelle 370 

(Abschnitt Nord). Die Detailplanung steht mit anderen Worten noch aus 

und die Prüfung realisierbarer Anpassungsmöglichkeiten besteht durch-

aus noch, wobei es aber an den Beschwerdeführern bzw. an den „Initian-

ten“ für ein angepasstes Erschliessungsprojekt liegt, mit einem entspre-

chenden Gesuch an die zuständige Baubehörde der Gemeinde zu gelan-

gen. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das Gericht die Planung und 

Berechnung der „mutmasslichen Natur“ des vorgesehenen Erschlies-

sungsprojektes auf Parzelle 370 (Abschnitt Nord) als annehmbare und 

vertretbare Lösung ansieht, was demnach auch in dieser Beziehung zur 

Bestätigung des angefochtenen Genehmigungsentscheids der Be-

schwerdegegnerin und zur Abweisung der dagegen vorgebrachten Anträ-

ge und Abänderungswünsche der Beschwerdeführer führt. Weitere Aufla-

gen in planerischer Hinsicht haben sich anhand  des derzeitigen Erkennt-

nisstandes ebenfalls nicht aufgedrängt.

3. a) Der angefochtene Einsprache- und Genehmigungsentscheid vom 4./6. 

September 2012 ist demnach rechtmässig und sachlich vertretbar, was 

zur Abweisung der Beschwerde vom 8. Oktober 2012 führt.

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b) Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspfle-

ge (VRG; BR 370.100) anteilsmässig (zu je 1/3) den Beschwerdeführern 

– unter solidarischer Haftung für das Ganze – aufzuerlegen. Eine ausser-

gerichtliche Entschädigung steht der Gemeinde nach Art. 78 Abs. 2 VRG 

nicht zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 846.--

zusammen Fr. 3‘846.--

gehen zu je 1/3 – unter soldidarischer Haftung für das Ganze - zulasten 

von A._____, B._____ sowie C._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]