# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 310ce0b4-ea3d-5f4c-8692-1ac64bab19f2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.04.2014 A-2252/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2252-2013_2014-04-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-2252/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian,  

Richterin Marie-Chantal May Canellas,  

Richterin Kathrin Dietrich,  

Richter André Moser,      

Gerichtsschreiber Ivo Hartmann. 
 

 
 

Parteien 

 
1. Roger Schawinski, 

2. Daniel Sigel, 

beide vertreten durch Stefan Bühler, 

3. Stefan Bühler, 

4. Matthias Eppenberger, 

gemeinsam Radio Südost AG (in Gründung), 

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Adrian Bachmann, 

Bachmann Baumberger Rechtsanwälte,  

Schulhausstrasse 14, Postfach, 8027 Zürich,  

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 

 
Südostschweiz Radio AG, 

vertreten durch Christian Stärkle, Rechtskonsulent 

Advokatur Stärkle, Postfach, 3423 Ersigen, 

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und 

Kommunikation UVEK, Bundeshaus Nord, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Erteilung einer Konzession mit Leistungsauftrag und Gebüh-

renanteil betreffend das UKW-Versorgungsgebiet Nr. 32. 

 

 

A-2252/2013 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) schrieb am 4. September 

2007 41 Veranstalterkonzessionen für die Verbreitung von lokal-regio-

nalen UKW-Radioprogrammen in der Schweiz aus. Um die UKW-Radio-

konzession mit Leistungsauftrag und Gebührenanteil für das Versor-

gungsgebiet Nr. 32 (Region Südostschweiz) bewarben sich bis zum Ab-

lauf der Ausschreibungsfrist am 6. Dezember 2007 die Radio Südost AG 

(in Gründung) und die Südostschweiz Radio / TV AG, welche zur Südost-

schweiz Medien AG gehört. 

B.  

Nach Durchführung des Konzessionierungsverfahrens erteilte das Eidge-

nössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 

(UVEK) schliesslich mit Verfügung vom 31. Oktober 2008 der Südost-

schweiz Radio / TV AG die Konzession für das Versorgungsgebiet Nr. 32. 

Die Bewerbung der Radio Südost AG (in Gründung) wurde abgewiesen. 

C.  

Am 4. Dezember 2008 erhoben Roger Schawinski, Daniel Sigel und Ste-

fan Bühler, gemeinsam Radio Südost AG (in Gründung) Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Verfügung des UVEK vom 

31. Oktober 2008. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung und die Erteilung der Konzession an sie. Eventuell verlangten 

sie die Aufhebung der betreffenden Verfügung und die Rückweisung der 

Sache zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz. Zur Begründung 

machte die Radio Südost AG (in Gründung) geltend, das UVEK habe be-

züglich der Südostschweiz Radio / TV AG die Konzessionsvoraussetzung 

von Art. 44 Abs. 1 Bst. g des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über 

Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40), wonach ein Bewerber die An-

gebots- und Meinungsvielfalt nicht gefährden dürfe, nicht geprüft und die 

Selektionskriterien gemäss Art. 45 Abs. 3 RTVG nicht korrekt angewandt. 

D.  

Am 22. Januar 2009 änderte die Südostschweiz Radio / TV AG ihre Firma 

in Südostschweiz Radio AG (nachfolgend: S.O.-Radio AG).  

E.  

Mit Entscheid vom 3. Dezember 2009 (Verfahren A-7799/2008) hiess das 

Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut, hob die Verfü-

gung vom 31. Oktober 2008 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung 

A-2252/2013 

Seite 4 

an die Vorinstanz zurück. Das Bundesverwaltungsgericht wies das UVEK 

an, die Konzessionsvoraussetzung von Art. 44 Abs. 1 Bst. g RTVG einge-

hend abzuklären. Soweit weitergehend, wies das Bundesverwaltungsge-

richt die Beschwerde ab.  

F.  

Mit Verfügung vom 6. März 2013 erteilte das UVEK die Konzession für 

ein UKW-Radio mit Leistungsauftrag und Gebührenanteil für das Versor-

gungsgebiet Nr. 32 der Südostschweiz Radio / TV AG (recte: S.O.-Radio 

AG). Die Bewerbung der Radio Südost AG (in Gründung) wurde wieder-

um abgewiesen. In seiner Verfügung hielt das UVEK fest, dass innerhalb 

des Marktes für Leser, im Printwerbemarkt sowie im Markt für Radiower-

bung – abgesehen von einem Einzelfall – kein publizistischer Missbrauch 

der marktbeherrschenden Stellung der Südostschweiz Medien AG er-

sichtlich sei und folglich keine Gefährdung der Meinungs- und Angebots-

vielfalt erfolge. Entsprechend erfülle die S.O.-Radio AG die Konzessions-

voraussetzung von Art. 44 Abs. 1 Bst. g RTVG. Zudem erfülle die 

S.O.-Radio AG die Selektionskriterien insgesamt besser, weshalb ihr die 

betreffende Konzession zu erteilen sei. 

G.  

G.a Gegen die Verfügung des UVEK vom 6. März 2013 erheben Roger 

Schawinski, Daniel Sigel und Stefan Bühler, gemeinsam Radio Südost 

AG (in Gründung; nachfolgend: Beschwerdeführende), am 22. April 2013 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragen unter ande-

rem, die angefochtene Verfügung sei zusammen mit der gleichentags der 

S.O.-Radio AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) erteilten Konzession 

aufzuheben und die Konzession mit Leistungsauftrag und Gebührenanteil 

den Beschwerdeführenden zu erteilen. Eventuell sei die Konzessionsver-

fügung aufzuheben und die Sache zur Beweiserhebung und erneuten 

Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

G.b In der Beschwerdeergänzung vom 27. Mai 2013 halten die Be-

schwerdeführenden an ihren Rechtsbegehren fest. Im Wesentlichen rü-

gen sie eine unzutreffende Auslegung der Konzessionsvoraussetzung 

von Art. 44 Abs. 1 Bst. g RTVG und machen geltend, dass die Erteilung 

der Konzession an die S.O.-Radio AG zufolge Gefährdung der Meinungs- 

und Angebotsvielfalt durch die S.O.-Radio AG bzw. die Südostschweiz 

Medien AG zu Unrecht erfolgt sei. 

A-2252/2013 

Seite 5 

H.  

In der Vernehmlassung vom 27. Juni 2013 schliesst das UVEK (nachfol-

gend: Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde. 

I.  

Mit Beschwerdeantwort vom 14. August 2013 beantragt die Beschwerde-

gegnerin, es sei "auf die Beschwerde aufgrund des Rechtsmittelmiss-

brauchs nicht einzutreten"; eventuell sei die Beschwerde abzuweisen. In 

prozessualer Hinsicht sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 

entziehen.  

J.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. September 2013 heisst das Bundesver-

waltungsgericht den Antrag der Beschwerdegegnerin auf Entzug der auf-

schiebenden Wirkung teilweise gut. 

K.  

Am 16. Oktober 2013 reichen die Beschwerdeführenden ihre Replik ein 

und beantragen, dass der Nichteintretensantrag der Beschwerdegegnerin 

abzuweisen sei.  

L.  

Die Beschwerdegegnerin reicht ihre Duplik am 3. Januar 2014 ein und 

hält an ihren Begehren fest. 

M.  

Mit Eingabe vom 2. Februar 2014 teilt die Beschwerdegegnerin mit, dass 

sich Roger Schawinski um die Konzession von Radio 105 der in Konkurs 

gefallenen Music First Network AG in Liquidation bewerbe. Gemäss 

Art. 44 Abs. 3 RTVG könne ein Veranstalter beziehungsweise das Unter-

nehmen, welchem er gehört, maximal 2 Fernseh-Konzessionen und 

2 Radio-Konzessionen erwerben (sog. "2+2"-Regel). Da Roger Scha-

winski mit der Radio 1 AG bereits über eine Radiokonzession verfüge, sei 

für den Fall, dass er die Radiokonzession der Music First Network AG in 

Liquidation erhalten sollte, ein Erwerb der Konzession für das Versor-

gungsgebiet Nr. 32 nicht mehr zulässig. 

N.  

Mit Eingabe vom 3. Februar 2014 teilt das BAKOM mit, dass Roger 

Schawinski am 28. Januar 2014 über den Erwerb der Radiokonzession 

von Radio 105 aus der Konkursmasse der Music First Network AG in Li-

quidation durch die Radio 1 AG informiert und ein Gesuch um Genehmi-

A-2252/2013 

Seite 6 

gung der Übertragung beim UVEK eingereicht habe. Da die Genehmi-

gung der Konzessionsübertragung durch das UVEK keine konstitutive 

Wirkung habe, verfüge Roger Schawinski bzw. die ihm gehörende Ra-

dio 1 AG über zwei Radiokonzessionen. Folglich stelle sich die Frage, ob 

die Beschwerdeführenden die "2+2"-Regel einhalten.  

O.  

Die Vorinstanz, die Beschwerdeführenden und die Beschwerdegegnerin 

werden vom Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 

5. Februar 2014 aufgefordert, sich zur rechtlichen Bedeutung des neuen 

Sachverhaltselements für das vorliegende Verfahren zu äussern und be-

züglich des weiteren Verlaufs des Beschwerdeverfahrens entsprechend 

Antrag zu stellen. 

P.  

Gleichentags orientieren die Beschwerdeführenden über das Übertra-

gungsgesuch vom 28. Januar 2014 und stellen eine Anpassung betref-

fend die künftigen Beteiligungsverhältnisse der Radio Südost AG (in 

Gründung) in Aussicht.  

Q.  

Am 18. Februar 2014 stellt die Beschwerdegegnerin den Antrag, auf die 

Beschwerde sei nicht weiter einzutreten. Zur Begründung führt sie sinn-

gemäss aus, dass Roger Schawinski – bei einer Übertragung der Radio-

konzession der Music First Network AG in Liquidation auf die Radio 1 AG 

– kein schutzwürdiges Interesse am Erwerb der vorliegend strittigen Kon-

zession aufweise, weil er in diesem Fall die "2+2"-Regel verletze. 

R.  

Gleichentags reicht auch das UVEK eine Stellungnahme ein und weist 

darauf hin, dass die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 6. Februar 

2014 massgebliche Veränderungen bezüglich der Beteiligungsverhältnis-

se an der Radio Südost AG (in Gründung) geplant hätten und sich infol-

gedessen die Frage stelle, ob eine derartige Anpassung des Konzessi-

onsgesuchs vom 6. Dezember 2007 zulässig sei. 

S.  

Ebenfalls mit Stellungnahme vom 18. Februar 2014 äussern sich die Be-

schwerdeführenden zum Konzessionserwerb der Radio 1 AG von der 

Music First Network AG in Liquidation. Sie geben den Eintritt eines neuen 

Gesellschafters in die Radio Südost AG (in Gründung) bekannt, welcher 

A-2252/2013 

Seite 7 

eine Liberierungspflicht von 25% des gesamten Aktienkapitals der Radio 

Südost AG (in Gründung) von Roger Schawinski übernehme. Die Be-

schwerdeführenden machen zudem geltend, der Gesellschafterwechsel 

und der damit einhergehende Parteiwechsel sei zulässig, da keine 

höchstpersönlichen Rechte oder Pflichten Verfahrensgegenstand bilde-

ten. 

T.  

Mit Zwischenverfügung vom 24. Februar 2014 wurde das Beschwerde-

verfahren vorläufig auf die Frage der Sistierung und die Zulässigkeit des 

erfolgten Parteiwechsels seitens der Beschwerdeführenden beschränkt 

und den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit gegeben, hierzu Stellung zu 

nehmen.  

U.  

Mit Stellungnahme vom 13. März 2014 schliesst die Vorinstanz auf Ab-

weisung der Beschwerde. Sie hält fest, dass gestützt auf die Stellung-

nahme der Beschwerdeführenden vom 18. Februar 2014 eine wesentli-

che Änderung der ursprünglich eingereichten Bewerbung vorliege. Da so-

fort über die Zulässigkeit dieser Gesuchsänderung und den damit ver-

bundenen Parteiwechsel befunden werden könne, sei das Verfahren nicht 

bis zur Genehmigung der Konzessionsübertragung von Radio 105 zu sis-

tieren. 

V.  

Gleichentags reichen die Beschwerdeführenden ihre Stellungnahme ein. 

Sie machen im Wesentlichen geltend, dass Änderungen am Konzessi-

onsgesuchs ohne Weiteres zulässig seien. Zudem seien sowohl der Ein-

tritt des neuen Gesellschafters in die Radio Südost AG (in Gründung) ge-

sellschaftsrechtlich wie auch sein Beitritt zum Verfahren in verfahrens-

rechtlicher Hinsicht zulässig. Im weiteren habe der Beschwerdeführer 

Nr. 1 sowohl seine Rolle als auch seine Beteiligung betreffend die Radio 

Südost AG (in Gründung) auf ein mit der "2+2"-Regel konformes Mass 

reduziert, da er über die Gesellschaft weder eine rechtliche noch fakti-

sche Kontrolle ausübe. Entsprechend mangle es den Beschwerdeführen-

den – entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerin – nicht an ei-

nem rechtlichen Interesse an der Beschwerdeführung. In prozessualer 

Hinsicht verlangen die Beschwerdeführenden schliesslich, von einer Ver-

fahrenssistierung sei abzusehen.  

A-2252/2013 

Seite 8 

W.  

In der Stellungnahme vom 13. März 2014 hält die Beschwerdegegnerin 

an ihrem Nichteintretensantrag fest und verlangt darüber hinaus, es sei 

festzustellen, dass das Rechtschutzinteresse nicht gegeben sei. In pro-

zessualer Hinsicht beantragt sie, das Verfahren sei nicht zu sistieren. Sie 

macht sinngemäss geltend, dass selbst durch die vorgenommene Reduk-

tion der Beteiligung seitens Roger Schawinski die "2+2"-Regel verletzt 

werde und infolgedessen die Beschwerdeführenden kein Rechtschutzin-

teresse mehr aufwiesen. Hinsichtlich des Eintritts des neuen Gesellschaf-

ters führt sie aus, dass ein Gesellschafterwechsel nur unter bestimmten 

Voraussetzungen zulässig sei und es stossend wäre, wenn eine Ände-

rung seitens der Gesellschafter automatisch zu einem Parteiwechsel füh-

ren würde. 

X.  

Am 7. April 2014 teilt die Vorinstanz mit, dass sie mit Verfügung vom 

3. April 2014 die Übertragung der Konzession der Music First Network AG 

in Liquidation auf die Radio 1 AG genehmigt habe. 

Y.  

Auf die weitergehenden Ausführungen der Parteien und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – sofern entscheidrelevant – im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im Sinn von 

Art. 33 VGG entschieden hat. Der angefochtene Entscheid des UVEK 

vom 6. März 2013 stellt eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG und 

damit ein zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Das UVEK gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und eine Ausnahme bezüglich des 

Sachgebietes liegt nicht vor (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsge-

richt ist demnach sachlich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

A-2252/2013 

Seite 9 

2.  

Mit Stellungnahme vom 18. Februar 2014 gaben die Beschwerdeführen-

den den Eintritt eines neuen Gesellschafters, Matthias Eppenberger (Be-

schwerdeführender Nr. 4) in die Radio Südost AG (in Gründung) bekannt. 

Vorliegend ist an erster Stelle die Zulässigkeit des Eintritts eines neuen 

Gesellschafters in die einfache Gesellschaft zu prüfen. 

2.1 Die einfache Gesellschaft stellt eine personenbezogene Rechtsge-

meinschaft dar, welche auf einem Vertrag zwischen ihren Mitgliedern be-

ruht. Ohne die Zustimmung sämtlicher Gesellschafter kann der Vertrag 

und infolgedessen auch das Gesellschaftsverhältnis nicht verändert wer-

den. Aus diesem Grund ist auch eine Änderung im Personenstand, wie 

die Aufnahme eines neuen Mitglieds, nur mit Einwilligung aller Gesell-

schafter möglich (sog. Grundsatz der personellen Geschlossenheit; WAL-

TER FELLMANN/KARIN MÜLLER, in: Berner Kommentar, Bd. VI, 2. Abteilung, 

8. Teilbd. 2006 [nachfolgend: Berner Kommentar], Art. 542 OR N 13 f. und 

17). Tritt eine Person in eine Gesellschaft ein, übernimmt sie mit dem Er-

werb der Mitgliedschaft uno actu und ipso iure alle Rechte und Pflichten 

eines Gesellschafters, ohne dass es dabei besonderer Übertragungs-

handlungen bezüglich der einzelnen Vermögenswerte bedarf (LUKAS 

HANDSCHIN/RETO VONZUN, in: Zürcher Kommentar, 4. Teil, Teilbd. V/4a, 

4. Aufl. 2009 [nachfolgend: Zürcher Kommentar], Art. 542 OR N 20). Mit 

anderen Worten gehen sämtliche Rechte und Pflichten mittels Universal-

sukzession auf den neu eintretenden Gesellschafter über. 

2.2 Im Gesellschaftsvertrag vom 17. bzw. 18. Februar 2014 ist ausdrück-

lich festgehalten, dass Matthias Eppenberger mit Zustimmung aller Ge-

sellschafter neu in die Gesellschaft eintritt (vgl. Ziff. 1.1 f. des Gesell-

schaftsvertrages). Damit kommt es im vorliegenden Fall zu einer Ände-

rung des Personenbestandes der einfachen Gesellschaft Radio Südost 

AG (in Gründung) und die eintretende Person erhält ohne weiteres die 

Stellung eines Gesellschafters. Zugleich übernimmt sie sämtliche Rechte 

und Pflichten eines Gesellschafters. Da in einer einfachen Gesellschaft 

aufgrund ihrer Konzeption als Gesamthandverhältnis sämtliche Gesell-

schafter nur gemeinsam über deren Vermögenswerte verfügen können 

und der einfachen Gesellschaft selbst die Rechts- und die Parteifähigkeit 

fehlt, bilden sämtliche Gesellschafter in einem Prozess eine notwendige 

Streitgenossenschaft (FELLMANN/MÜLLER, Berner Kommentar, Art. 530 

OR N 661; HANDSCHIN/VONZUN, Zürcher Kommentar, Art. 544 OR 

N 10 ff.; VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, VwVG – Praxiskom-

mentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2009 [nach-

A-2252/2013 

Seite 10 

folgend: Praxiskommentar VwVG], Art. 6 N 11 und 13). Aus diesem Grund 

haben im vorliegenden Fall sämtliche Gesellschafter der Radio Südost 

AG (in Gründung) gemeinsam am Beschwerdeverfahren teilzunehmen, 

soweit Vermögenswerte, die Gegenstand des Gesamthandsverhältnisses 

bilden, im Streit liegen. Dies ist vorliegend geschehen, erklärt doch der 

neue Gesellschafter in der Stellungnahme vom 18. Februar 2014 seinen 

Beitritt zur notwendigen Streitgenossenschaft, mithin seinen Eintritt in das 

Beschwerdeverfahren (vgl. Stellungnahme S. 7, Rz. 9) und reicht eine 

entsprechende Vertretungsvollmacht für den gemeinsamen Rechtsvertre-

ter ein. Zusammengefasst ist somit der Eintritt in die einfache Gesell-

schaft Radio Südost AG (in Gründung) ohne weiteres zulässig und sei-

tens der Gesellschafter sind die Voraussetzungen grundsätzlich erfüllt, 

um als notwendige Streitgenossen am Beschwerdeverfahren teilzuneh-

men. 

3.  

Mit dem Beitritt des neuen Gesellschafters zur notwendigen Streitgenos-

senschaft ist aber noch nichts zur Zulässigkeit des vorgenommenen Par-

teiwechsels gesagt. Dies ist im Folgenden zu prüfen. 

3.1 Die Frage der Zulässigkeit des Parteiwechsels seitens der Privaten ist 

in der Bundesverwaltungsrechtspflege nicht ausdrücklich geregelt. 

Grundsätzlich ist die prozessuale Frage des Parteiwechsels in Konkor-

danz zur materiellrechtlichen Rechtslage zu beantworten. Nach der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und herrschender Lehre 

ist ein Parteiwechsel dann zulässig, wenn Rechte und Pflichten frei über-

tragbar sind, die rechtsnachfolgende Partei ebenfalls ein Rechtsschutzin-

teresse hat und weder höchstpersönliche Rechte und Pflichten Verfah-

rensgegenstand bilden noch die Partei besondere persönliche Vorausset-

zungen erfüllen muss (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-2583/2009 vom 7. November 2012 E. 2.2; MARANTELLI-

SONANINI/HUBER, Praxiskommentar VwVG, Art. 6 N 49 ff.; ALFRED 

KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver-

waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N 933; ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.6). Ein Parteiwechsel ist mit 

anderen Worten dann unzulässig, wenn verwaltungsrechtliche Rechte 

und Pflichten den Streitgegenstand bilden, die höchstpersönlicher Natur 

sind, d.h. wenn sie besonders eng mit den persönlichen Eigenschaften 

verbunden sind und infolgedessen kein Übergang schutzwürdiger Inte-

ressen stattfindet (ISABELLE HÄNER, Die Beteiligten im Verwaltungsverfah-

A-2252/2013 

Seite 11 

ren und Verwaltungsprozess, 2000, N 370; MARTIN BERTSCHI, in: Kom-

mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 

3. Aufl. 2014 [nachfolgend: Kommentar VRG], N 19 zu Vorbem. zu §§ 21-

21a). Derartige Rechte und Pflichten nehmen nicht an der Universalsuk-

zession teil (MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkontroll-

verfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechts-

pflege [VRPG] vom 9. Juli 1968, 1998, N 25 zu Vorbem. zu § 38). 

3.2 Im vorliegenden Fall bildet die Veranstalterkonzession für das Versor-

gungsgebiet Nr. 32 den Streitgegenstand. Für die Frage der Zulässigkeit 

des Parteiwechsels ist vorab festzustellen, ob die mit der Konzession ver-

bundenen Rechte und Pflichten frei übertragbar sind oder ob sie derart 

eng mit der Person des Konzessionärs verbunden sind, dass sie als 

höchstpersönlich qualifiziert werden müssen. 

3.2.1 Die Beschwerdeführenden vertreten in der Stellungnahme vom 

18. Februar 2014 die Ansicht, seitens der bisherigen Beschwerdeführen-

den Nr. 1-3 bestehe eine Anwartschaft auf eine Konzession, welche au-

tomatisch auf den neu eintretenden Gesellschafter übergehe. Deshalb sei 

nicht ersichtlich, weshalb der mit dem Eintritt des neuen Gesellschafters 

(Beschwerdeführender Nr. 4) in die einfache Gesellschaft einhergehende 

Parteiwechsel nicht zulässig sein sollte. Dieser sei sowohl gesellschafts-

rechtlich wie verfahrensrechtlich ohne weiteres möglich. Zudem würden 

keine höchstpersönlichen Rechte und Pflichten Verfahrensgegenstand 

bilden und es bestünden auch keine entgegenstehenden, überwiegenden 

Interessen seitens der Beschwerdegegnerin.  

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Stellungnahme vom 13. März 

2014 aus, dass es stossend wäre, wenn in Beschwerdeverfahren betref-

fend eine Veranstalterkonzession ein Gesellschafterwechsel seitens der 

Gesuchsteller automatisch zu einem Parteiwechsel führen würde.  

3.2.3 Mit Stellungnahme vom gleichen Tag stellt die Vorinstanz fest, dass 

eine wesentliche Änderung des Konzessionsgesuchs vorgenommen wor-

den sei und sich die Frage stelle, ob diese Modifikation sowie der damit 

verbundene Parteiwechsel zulässig seien.  

3.2.4 Die Lehre unterscheidet grundsätzlich drei verschiedene Kategorien 

von verwaltungsrechtlichen Rechten und Pflichten. In die erste Kategorie 

fallen die höchstpersönlichen verwaltungsrechtlichen Rechte und Pflich-

ten. Diese sind zufolge ihrer Rechtsnatur derart eng mit einer bestimmten 

A-2252/2013 

Seite 12 

Person verknüpft, dass sie nur von dieser ausgeübt werden können. Da-

von werden die beschränkt übertragbaren Rechte und Pflichten unter-

schieden, deren Übertragung zwar nicht gänzlich ausgeschlossen ist, bei 

denen jedoch die Übertragbarkeit – im Unterschied zur dritten Kategorie 

der frei übertragbaren Rechte und Pflichten – von der Erfüllung weiterer 

Voraussetzungen, wie die Zustimmung einer Behörde, abhängig gemacht 

wird (zum Ganzen: ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 830 ff.). Nachfolgend gilt 

es festzustellen, zu welcher Kategorie die Veranstalterkonzessionen des 

RTVG zu zählen sind. 

3.2.4.1 Die Konkretisierung einer Norm im Hinblick auf einzelne Lebens-

sachverhalte als Teil der Gesetzesanwendung geschieht durch Ausle-

gung. Deren Ziel ist die Ermittlung des Sinngehalts der Bestimmung. Ist 

dieser nicht klar oder bestehen Zweifel, ob ein scheinbar klarer Wortlaut 

den wahren Sinn der Norm wiedergibt, so ist auf die übrigen Auslegungs-

elemente zurückzugreifen. Abzustellen ist insbesondere auf die Entste-

hungsgeschichte einer Rechtsnorm (historische Auslegung), ihren Sinn 

und Zweck (teleologische Auslegung) sowie die Bedeutung, die ihr im 

Kontext mit anderen Normen (systematische Auslegung) zukommt 

(sog. "Methodenpluralismus"; vgl. BGE 137 III 217 E. 2.4.1; Urteil des 

Bundesgerichts 1C_156/2011 vom 15. Juli 2011 E. 3.5.1; vgl. statt vieler: 

Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts A-5218/2013 vom 

10. Oktober 2013 E. 3.2). Es sollen all jene Methoden kombiniert werden, 

die für den konkreten Fall im Hinblick auf ein vernünftiges und praktikab-

les Ergebnis am meisten Überzeugungskraft haben (HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 217). Sind mehrere Lösungen denkbar, 

ist jene zu wählen, die der Verfassung entspricht (BGE 134 II 249 E. 2.3, 

131 II 710 E. 4.1; BVGE 2007/41 E. 4.2). 

3.2.4.2 Im Rundfunkrecht besteht mit Art. 48 RTVG eine ausdrückliche 

Bestimmung, welche die Übertragbarkeit von Konzessionen regelt. Der 

Wortlaut von Art. 48 Abs. 1 RTVG sieht vor, dass die Übertragung der 

Konzession vor ihrem Vollzug dem Departement zu melden ist und von 

diesem genehmigt werden muss. Dabei prüft das Departement, ob die 

Konzessionsvoraussetzungen auch nach der Übertragung erfüllt sind 

(Art. 48 Abs. 2 RTVG). Der französische Wortlaut ("Tout transfert de la 

concession doit être préalablement annoncé au département et approuvé 

par celui-ci." sowie "Le département vérifie si les conditions d’octroi de la 

concession sont remplies après le transfert.") und die italienische Fas-

sung ("Il trasferimento della concessione va notificato previamente al Di-

A-2252/2013 

Seite 13 

partimento ed è subordinato all’approvazione di quest’ultimo." sowie "Il 

Dipartimento verifica se le condizioni della concessione sono adempiute 

anche dopo il trasferimento.") sind mit der deutschen Bestimmung de-

ckungsgleich. 

Aus dieser Bestimmung folgt, dass für die im RTVG geregelten Konzes-

sionen die Übertragbarkeit weder absolut ausgeschlossen noch uneinge-

schränkt möglich ist. Dies spricht auf den ersten Blick dafür, dass die 

Konzessionen des RTVG nicht höchstpersönlicher Natur sind, sondern 

unter dem Vorbehalt der Genehmigung auf einen Dritten übertragen wer-

den können und insofern in die Kategorie der beschränkt übertragbaren 

Rechte und Pflichten fallen. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass 

die Genehmigung die Prüfung der Konzessionsvoraussetzungen umfasst. 

So macht Art. 48 Abs. 2 RTVG die Genehmigung und mit ihr die Übertra-

gung der Konzession von der vorgängigen Kontrolle der entsprechenden 

Voraussetzungen gemäss Art. 44 RTVG abhängig. Damit lässt sich die 

Frage, ob es sich bei der Konzession um höchstpersönliche oder be-

schränkt übertragbare Rechte und Pflichten handelt, nicht mit einer auf 

die Übertragungsbestimmung (Art. 48 RTVG) beschränkten Auslegung 

beantworten. Vielmehr ist der Wortlaut von Art. 44 RTVG in diese Beurtei-

lung mit einzubeziehen.  

Art. 44 Abs. 1 RTVG hält fest, dass die Konzession erteilt werden kann, 

wenn der Bewerber in der Lage ist, den Leistungsauftrag zu erfüllen 

(Bst. a), wenn er glaubhaft darlegt, dass er die erforderlichen Investitio-

nen und den Betrieb finanzieren kann (Bst. b), der Konzessionsbehörde 

darlegt, wer über die wesentlichen Teile seines Kapitals verfügt und wer 

ihm im wesentlichen Umfang finanzielle Mittel zur Verfügung stellt 

(Bst. c). Sodann muss der Bewerber Gewähr bieten, dass er die arbeits-

rechtlichen Vorschriften und die Arbeitsbedingungen der Branche, das 

anwendbare Recht und namentlich die mit der Konzession verbundenen 

Pflichten und Auflagen einhält (Bst. d). Zudem hat er darzulegen, dass er 

die redaktionelle Tätigkeit von den wirtschaftlichen Aktivitäten trennt 

(Bst. e), eine natürliche Person mit Wohnsitz in der Schweiz oder eine ju-

ristische Person mit Sitz in der Schweiz ist (Bst. f) sowie die Meinungs- 

und Angebotsvielfalt nicht gefährdet (Bst. g). Schliesslich darf ein Veran-

stalter beziehungsweise das betreffende Unternehmen, welchem er ge-

hört, maximal zwei Fernseh-Konzessionen und zwei Radio-Konzessionen 

erwerben (sog. "2+2"-Regel; Art. 44 Abs. 3 RTVG). Diese Auflistung an 

Voraussetzungen verdeutlicht, dass die Person des Konzessionärs von 

elementarer Bedeutung ist und im Zentrum der Beurteilung steht. Diese 

A-2252/2013 

Seite 14 

zentrale Stellung des Bewerbers und die Tatsache, dass ihm die Konzes-

sion gestützt auf sein Gesuch erteilt wird, welches seinerseits massge-

bend von seinen Eigenschaften geprägt wird sowie von seinem Konzept 

zur Erfüllung des Leistungsauftrages und weiterer Zusicherungen ab-

hängt, verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Gesuchsteller bzw. 

Konzessionär und Konzession. Dies deutet im Gegensatz zur eingangs 

gemachten Feststellung eines beschränkt übertragbaren Rechtes auf den 

höchstpersönlichen Charakter der Veranstalterkonzession hin. Da sich 

die Rechtsnatur der Konzession noch nicht eindeutig aus dem Wortlaut 

von Art. 48 i.V.m. Art. 44 RTVG erschliesst, sind die weiteren Ausle-

gungsmethoden heranzuziehen. 

3.2.4.3 Die Materialien halten fest, dass die Übertragung der Konzession 

gemäss Art. 48 RTVG auf einen anderen Programmveranstalter nach wie 

vor der Zustimmung der Kommission bedürfe (Botschaft des Bundesrates 

zur Totalrevision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen [RTVG] 

vom 18. Dezember 2002 [nachfolgend: Botschaft zum RTVG], BBl 2003 

1569 1712, welche ursprünglich die Einsetzung der Kommunikations-

kommission als zentralen Regulator in beinahe sämtlichen Bereichen der 

Konzessionierung von Programmveranstaltern vorsah, was letztlich je-

doch keinen Niederschlag im Gesetz fand). Damit lehnt sich die Bestim-

mung weitgehend an die frühere Regelung von Art. 13 des Bundesgeset-

zes vom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen (aRTVG; AS 1992 601) 

an, welche die Übertragung der Konzession ebenfalls von der Genehmi-

gung durch die Konzessionsbehörde abhängig machte. Aus den Materia-

lien zu Art. 13 aRTVG folgt, dass ein Veranstalter zwar seine Konzession 

nicht veräussern dürfe, diese jedoch von der Konzessionsbehörde über-

tragen lassen könne. Diese Übertragung komme einer Aufhebung der al-

ten und Erteilung einer neuen Konzession gleich (Botschaft des Bundes-

rates vom 28. September 1987 zum Bundesgesetz über Radio und Fern-

sehen [nachfolgend: Botschaft zum aRTVG], BBl 1987 III 689 733). Diese 

Grundprinzipien der Konzessionsübertragung haben angesichts des ver-

gleichbaren Wortlauts und der Bezugnahme der Botschaft zum RTVG auf 

die frühere Regelung des aRTVG mit dem Passus "nach wie vor" auch 

bezüglich Art. 48 RTVG immer noch ihre Gültigkeit. Entsprechend verbie-

tet auch Art. 48 RTVG implizit die Veräusserung der Konzession durch 

den Konzessionär, indem diese Bestimmung die Übertragung der Kon-

zession nur bei vorgängiger Meldung und unter Vorbehalt der Genehmi-

gung des Departements vorsieht. Zwar verlangt das RTVG vor dem Voll-

zug der Übertragung keine vorgängige Genehmigung mehr, sondern nur 

noch eine Meldung an die Konzessionsbehörde. Diese Regelung wurde 

A-2252/2013 

Seite 15 

jedoch lediglich aus Praktikabilitätsgründen eingeführt, um bei einem in 

finanzielle Notlage geratenen Programmveranstalter eine rasche Über-

tragung der Konzession auf eine Drittperson zu ermöglichen (vgl. ROLF H. 

WEBER, Rundfunkrecht, Handkommentar, 2008 [nachfolgend: RTVG-

Kommentar], N 3 zu Art. 48). Nichtsdestotrotz ist der Übergang letztlich 

aber von der Genehmigung des Departementes abhängig. Hierzu hält die 

Botschaft explizit fest, dass die Konzessionsbehörde darüber zu befinden 

habe, ob auch der neue Veranstalter in der Lage sei, die mit der Konzes-

sion verknüpften Leistungen zu erbringen und ob er die übrigen Konzes-

sionsvoraussetzungen erfülle (Botschaft zum RTVG, BBl 2003 1569 

1712). Dies verdeutlicht, dass eine Übertragung denselben Mechanismen 

folgt wie nach altem Recht. Folglich kann nicht aus der vereinfachten, 

vorläufigen Übertragung, welche zunächst nur einer vorgängigen Mel-

dung an die Konzessionsbehörde bedarf, geschlossen werden, die Kon-

zession sei frei übertragbar. Vielmehr lassen die Materialien den Schluss 

zu, dass mit der vorgesehenen Genehmigung, welche die Überprüfung 

sämtlicher geänderter Konzessionsvoraussetzungen in Bezug auf den 

Übernehmer umfasst, ebenfalls keine eigentliche Übertragung erfolgt, 

sondern diese faktisch mit einer Aufhebung der alten und Erteilung der 

neuen Konzession verbunden ist (vgl. auch WEBER, RTVG-Kommentar, 

N 5 zu Art. 48). Dies lässt ebenfalls auf eine enge Verknüpfung zwischen 

Konzession und Konzessionär schliessen. 

3.2.4.4 Bevor auf den Sinn und Zweck der Bestimmung von Art. 48 RTVG 

eingegangen werden kann, ist kurz auf die allgemeinen Prinzipien zur 

Übertragbarkeit von Konzessionen einzugehen.  

So gilt in Bezug auf Konzessionen der Grundsatz, dass diese nicht frei 

übertragbar sein dürfen, da sich das Gemeinwesen die eigenhändige 

Auswahl allfälliger Konzessionäre vorbehalten und deren Zulassung prü-

fen können muss, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben stets si-

cherstellen zu können (vgl. DANIEL KUNZ, Konzessionen, in: Zuffe-

rey/Stöckli [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2012, Bd. 21, 2012, S. 205 ff., 

N 72). Vom Prinzip der Unübertragbarkeit wird dann abgewichen, wenn 

eine Weiterführung der Tätigkeit durch einen Dritten denkbar und faktisch 

möglich ist (TOMAS POLEDNA, Staatliche Bewilligungen und Konzessio-

nen, 1994, N 403).  

Mit Art. 48 RTVG besteht nun im Rundfunkrecht eine ausdrückliche Be-

stimmung, welche die Übertragbarkeit von Konzessionen regelt. Dass die 

Übertragung dabei von der Genehmigung durch das UVEK abhängig 

A-2252/2013 

Seite 16 

gemacht wird, ist aufgrund der eingangs gemachten Ausführungen zu 

den allgemeinen Grundsätzen der Übertragbarkeit von Konzessionen na-

heliegend, wird doch mit der Genehmigung überprüft bzw. sichergestellt, 

dass auch der Übernehmer die Konzessionsvoraussetzungen einhält. 

Folglich verfolgt Art. 48 RTVG den Zweck, die Übertragung der Konzessi-

on unter dem Vorbehalt der Prüfung der Konzessionsvoraussetzungen zu 

ermöglichen. Sowohl in der Ausgestaltung des Übertragungsvorgangs im 

Allgemeinen als auch bei der im Rahmen des Genehmigungsverfahrens 

konkret durchzuführenden Überprüfung der Konzessionsvoraussetzun-

gen kommt zum Ausdruck, dass der Person des Übernehmers im Über-

tragungsprozess zentrale Bedeutung zukommt. So hängen zahlreiche 

Konzessionsvoraussetzungen entweder direkt von der Person des Be-

werbers ab, wie beispielsweise die Staatsangehörigkeit von natürlichen 

Personen, die Einhaltung der "2+2"-Regel, etc. oder müssen von ihm zu-

mindest gewährleistet werden, wie die Einhaltung der arbeitsrechtlichen 

Vorschriften sowie sämtlicher mit der Konzession verbundener Pflichten 

und Auflagen. Darüber hinaus hat die betreffende Person darzulegen, 

dass sie den Leistungsauftrag erfüllen kann, über die erforderlichen fi-

nanziellen Mittel verfügt und die Angebots- und Meinungsvielfalt nicht ge-

fährdet. Daraus folgt, dass die Erfüllung der Konzessionsvoraussetzun-

gen nicht nur wesentlich von der Person des Bewerbers bzw. Überneh-

mers und von dessen Eigenschaften abhängt, sondern sein Gesuch, in 

welchem er die Einhaltung der Konzessionsvoraussetzungen darlegt, 

umgekehrt Bestandteil der Konzession bildet (vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der 

Konzession vom 6. März 2013 für ein UKW-Radio mit Leistungsauftrag 

und Gebührenanteil, UKW-Versorgungsgebiet Nr. 32). In seinem Gesuch 

legt ein Bewerber konkret in Bezug auf seine Person dar, inwiefern er die 

Voraussetzungen für die Konzessionserteilung zu erfüllen gedenkt. Mit 

anderen Worten betrifft die Person des Bewerbers nicht nur einen formel-

len Aspekt des Konzessionsgesuchs bzw. – im Falle der Übertragung – 

des Übertragungsgesuchs, sondern dessen Eigenschaften bzw. seine im 

Konzessionsgesuch gemachten Ausführungen haben massgeblichen Ein-

fluss auf den materiellen Gehalt der zu erteilenden Konzession. Dies hat 

zur Folge, dass eine einmal erteilte Konzession nur vom betreffenden 

Konzessionär ausgeübt werden kann, da sie von dessen Person abhängt 

und erst aufgrund dessen spezifischen Eigenschaften erteilt wird. Ent-

sprechend stellt die Veranstalterkonzession kein frei übertragbares Recht 

dar, welches unabhängig bzw. losgelöst von der Person und den Eigen-

schaften des Übernehmers übertragen werden kann. Deshalb entspricht 

die Genehmigung gemäss Art. 48 Abs. 2 RTVG nicht einem rein formellen 

Kontrollerfordernis, um eine freie Übertragbarkeit der Konzession zu ver-

A-2252/2013 

Seite 17 

hindern bzw. die Übertragung von der staatlichen Kontrolle abhängig zu 

machen, sondern faktisch handelt es sich dabei um die Erteilung einer 

neuen Konzession (vgl. Botschaft zum aRTVG, BBl 1987 III 733; WEBER, 

RTVG-Kommentar, N 5 zu Art. 48; POLEDNA, a.a.O., N 403). Demzufolge 

findet keine eigentliche Übertragung der Konzession vom bisherigen 

Konzessionär auf eine Drittperson statt, sondern diese wird nach Prüfung 

der Konzessionsvoraussetzungen und vorbehältlich deren Erfüllung zu-

gunsten des Übernehmenden (neu) erteilt. 

3.2.5 Zusammengefasst spricht im vorliegenden Fall nicht nur die Tatsa-

che, dass die Übertragung der Veranstalterkonzession einer Genehmi-

gung durch das UVEK bedarf, gegen die von den Beschwerdeführenden 

behauptete freie Übertragbarkeit der strittigen Konzession, sondern dar-

über hinaus sind auch die mit der Konzession zusammenhängenden 

Rechte und Pflichten derart eng mit der Person des Konzessionärs bzw. 

Gesuchstellers verbunden, dass eine freie Übertragbarkeit ausgeschlos-

sen ist. Die Veranstalterkonzessionen gemäss RTVG sind folglich 

höchstpersönlicher Natur. 

3.3 Da sich die Frage der Zulässigkeit des Parteiwechsels danach richtet, 

ob höchstpersönliche Rechte und Pflichten den Streitgegenstand bilden, 

mangelt es im vorliegenden Fall bereits an einer zentralen Voraussetzung 

für den vorgenommenen Parteiwechsel. Denn wie eben festgestellt wur-

de, liegen mit der Veranstalterkonzession für das Versorgungsgebiet 

Nr. 32 verwaltungsrechtliche Rechte und Pflichten von höchstpersönlicher 

Natur im Streit. 

4.  

4.1  

Sodann ist im vorliegenden Fall noch ein weiterer Aspekt zu berücksichti-

gen. Die Vorinstanz macht in ihren Stellungnahmen vom 18. Februar und 

13. März 2014 geltend, dass mit dem Eintritt des neuen Gesellschafters 

in die einfache Gesellschaft und der Veränderung der künftigen Beteili-

gungsverhältnisse eine wesentliche Änderung des Konzessionsgesuchs 

einhergegangen sei. Es stelle sich folglich die Frage, ob diese Änderung 

im Beschwerdeverfahren zulässig sei. 

Demgegenüber machen die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 

13. März 2014 im Wesentlichen geltend, dass Änderungen am Konzessi-

onsgesuchs ohne Weiteres zulässig seien. Einerseits sei der Verweis der 

Vorinstanz auf die bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung, wo-

A-2252/2013 

Seite 18 

nach nachgereichte Dokument nur insofern berücksichtigt werden kön-

nen, als sie nicht die eingereichte Bewerbung abändern, in Bezug auf die 

vorliegend vorgenommenen Gesuchsanpassungen nicht einschlägig. An-

dererseits sei aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes auf den aktuellen 

Sachverhalt abzustellen und mithin seien die erfolgten Modifikationen am 

Gesuch zu berücksichtigen. Ferner änderten die vorgenommenen Anpas-

sungen nichts am Kern des Konzessionsgesuchs, da sämtliche bisheri-

gen Gesellschafter weiterhin an der einfachen Gesellschaft beteiligt sei-

en.  

Die Beschwerdegegnerin äussert sich in den Stellungnahmen vom 

18. Februar und 13. März 2014 nicht zu den vorgenommenen Anpassun-

gen am Konzessionsgesuchs und zu deren Zulässigkeit, kritisiert jedoch, 

dass "nun plötzlich eine andere Partei die Beschwerde führt". 

Wie es sich mit den vorgenommenen Gesuchsanpassungen im konkreten 

Fall verhält, ist im Folgenden zu untersuchen. 

4.2 Die Beschwerdeführenden haben mit der Aufnahme des neuen Ge-

sellschafters, Matthias Eppenberger, in die Radio Südost AG (in Grün-

dung) Anpassungen am Gesellschaftsvertrag vorgenommen, welche sich 

in mehreren Punkten auf das Konzessionsgesuch vom 6. Dezember 2007 

auswirken. 

4.2.1 An erster Stelle hat diese Veränderung seitens der Gesellschafter 

zur Folge, dass damit die Bewerberschaft für die strittige Konzession bzw. 

die Identität der Gesuchsteller geändert wird. So ist im Gesellschaftsver-

trag vom 17. bzw. 18. Februar 2014 vorgesehen, dass Roger Schawinski 

– welchem bis anhin das Recht und die Verpflichtung zur Zeichnung von 

40% der Aktien der Radio Südost AG (in Gründung) oblag – seine Liberie-

rungspflicht im Umfang von 25% des Aktienkapitals auf den neu eintre-

tenden Gesellschafter Matthias Eppenberger überträgt (vgl. Ziff. 1.1 des 

Gesellschaftsvertrags). Damit soll nach den Ausführungen der Beschwer-

deführenden das Ziel verfolgt werden, Roger Schawinskis Anteil an und 

seine Rolle bei der Radio Südost AG (in Gründung) auf ein Mass zu re-

duzieren, welches sämtliche Zweifel an der Vereinbarkeit mit der "2+2"-

Regel ausschliesse (Ziff. 0.5 des Gesellschaftsvertrags). Aufgrund der 

vorgenommenen Modifikationen und deren Zwecksetzung werden die Ei-

gentums- und Mehrheitsverhältnisse der Radio Südost AG (in Gründung) 

grundlegend verändert, was eine wesentliche Anpassung des Gesuchs in 

Bezug auf die Konzessionsvoraussetzung von Art. 44 Abs. 1 Bst. c RTVG 

A-2252/2013 

Seite 19 

(Kriterium zur Angabe der Eigentumsverhältnisse und Herkunft des 

Fremdkapitals) zur Folge hat.  

4.2.2 Zweitens wurden auch Anpassungen in der Organisationsstruktur 

der Radio Südost AG (in Gründung) vorgenommen. Im Konzessionsge-

such vom 6. Dezember 2007 bzw. im angepassten Gesuch vom 17. De-

zember 2007 war vorgesehen, dass sich der Verwaltungsrat aus Roger 

Schawinski, Stefan Bühler und Daniel Sigel zusammensetzen wird; wem 

die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten zufallen sollte, wurde je-

doch nicht festgelegt (vgl. Ziff. 2.2 Bst. d des Konzessionsgesuchs). So-

dann wurde ausgeführt, dass erst nach der Konzessionserteilung be-

stimmt werde, wer die Funktion der Geschäftsleitung und der Programm-

leitung, welche in Personalunion ausgeübt werden soll, übernehmen wer-

de (vgl. Ziff. 2.2 Bst. b und d des Konzessionsgesuchs). Hinsichtlich der 

Organisationsstruktur ist im Gesellschaftsvertrag vom 17. bzw. 18. Febru-

ar 2014 neu vorgesehen, dass Stefan Bühler zum Verwaltungsratspräsi-

denten und Geschäftsführer ernannt bzw. bestimmt wird und Roger 

Schawinski, Daniel Sigel und Matthias Eppenberger je als Verwaltungsrat 

amten werden (vgl. Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrages). Wie bereits oben 

erläutert, erfolgen diese Modifikationen unter anderem mit dem Ziel, die 

Rolle von Roger Schawinski in der Radio Südost AG (in Gründung) auf 

ein Mass zu reduzieren, welches im Einklang mit der Konzessionsvor-

aussetzung von Art. 44 Abs.3 RTVG steht (vgl. Ziff. 0.5 des Gesellschafts-

vertrages). Diesbezüglich führen die Beschwerdeführenden näher aus, 

dass mit diesem Vorgehen die Rolle von Roger Schawinski "von jener ei-

nes wichtigen (Minderheits-) Teilhabers auf ein Mass reduziert werde, das 

jegliche rechtliche oder faktische Kontrolle der Gesellschaft verunmög-

licht" (Stellungnahme der Beschwerdeführenden vom 18. Februar 2014, 

Rz. 11 sowie Stellungnahme der Beschwerdeführenden vom 13. März 

2014, Rz. 7). Diese Anpassungen in der Organisationsstruktur sind vor-

liegend insofern relevant, als an mehreren Stellen des Konzessionsge-

suchs auf die Funktionen und das Wissen der drei Gesuchsteller verwie-

sen wird (Ziff. 1, 2.3 Bst. a und 5 Bst. b des Konzessionsgesuchs). Dies-

bezüglich folgt sodann aus dem Konzessionsgesuch, dass zwar sämtli-

che ursprünglichen Gesuchsteller im Medienwesen tätig sind und ent-

sprechend grosse Erfahrungen vorzuweisen haben, jedoch ausschliess-

lich Roger Schawinski und Daniel Sigel Erfahrungen mit dem Betrieb ei-

ner Radiostation haben (Ziff. 1 und 2.3 Bst. a des Konzessionsgesuchs). 

Darüber hinaus halten die Beschwerdeführenden zur Person Roger 

Schawinski explizit fest, dass dieser schweizweit über ein einzigartiges 

Know-how bezüglich des operativen Betriebs eines Lokalradios verfüge 

A-2252/2013 

Seite 20 

(vgl. Stellungnahme vom 18. Februar 2014, Rz. 8). Da sich Roger Scha-

winski jedoch teilweise aus der Radio Südost AG (in Gründung) zurück-

gezogen hat und lediglich noch über einen Sitz im Verwaltungsrat sowie 

eine Minderheitsbeteiligung im Umfang von 15% des Aktienkapitals ver-

fügen wird, stellt sich die Frage, ob beim vorliegenden Projekt, welches 

unter anderem massgeblich auf seinem Wissen und seinen Fähigkeiten 

fusste, der Leistungsauftrag noch erfüllt werden kann. Die Beschwerde-

führenden legen zwar dar, dass sich Roger Schawinski im Gesellschafts-

vertrag vom 17.  bzw. 18. Februar 2014 dazu verpflichtet habe, trotz re-

duzierter Beteiligung an der Gesellschaft, weiterhin diejenigen Leistungen 

für die Radio Südost AG (in Gründung) zu erbringen, wie diese im Kon-

zessionsgesuch, namentlich in Bezug auf die Bereiche Ausbildung und 

Qualitätssicherung, festgehalten sind (vgl. Ziff. 4.2 des Gesellschaftsver-

trages). Es stellt sich vor diesem Hintergrund jedoch die Frage, ob die 

neu aufgenommene vertragliche Verpflichtung zur Erbringung der ent-

sprechenden Leistungen im Vergleich zu den ursprünglichen Zusicherun-

gen betreffend die Erfüllung des Leistungsauftrages als gleichwertig er-

scheint. Zumindest kann festgehalten werden, dass Roger Schawinski 

zwar dieselben Leistungen garantiert, durch die Aufgabe jeglicher fakti-

scher sowie rechtlicher Kontrollmöglichkeiten jedoch nicht mehr über 

denselben Einfluss auf die Radio Südost AG (in Gründung) haben wird 

und folglich die Erfüllung des Leistungsauftrages nicht mehr im gleichen 

Umfange als gesichert erscheint, wie dies im Konzessionsgesuch vom 

6. Dezember 2007 zugesichert wurde. Aus diesem Grund findet auch in 

Bezug auf die Konzessionsvoraussetzung von Art. 44 Abs. 1 Bst. a RTVG 

(Kriterium der Erfüllung des Leistungsauftrages) eine wesentliche Anpas-

sung des Gesuchs statt. 

4.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann aus 

dem Grundsatz der Gleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 

SR 101]) nicht direkt geschlossen werden, dass nachträgliche Eingaben 

im Beschwerdeverfahren betreffend die Erteilung einer Veranstalterkon-

zession generell unzulässig sind. Es ist jedoch bei der Ausgestaltung des 

Konzessionierungsverfahrens sicherzustellen, dass für sämtliche Parteien 

die gleichen Bedingungen herrschen und für alle die gleichen Eingabefris-

ten gelten. Weder das RTVG noch die Radio- und Fernsehverordnung 

vom 9. März 2007 (RTVV, SR 784.401) legen den massgeblichen Zeit-

punkt ausdrücklich fest, bis zu welchem Eingaben zulässig sind. Aus der 

Konzeption des Verfahrens als öffentliche Ausschreibung und aus der 

Verpflichtung der Bewerber, sämtliche für die Prüfung der Bewerbung er-

A-2252/2013 

Seite 21 

forderlichen Angaben zu machen, geht aber hervor, dass sich die Behör-

de auf die Angaben im Gesuch abzustützen hat. Konkret bedeutet dies, 

dass ein Nachreichen von Beweismitteln zum Verdeutlichen oder Bewei-

sen von in der Bewerbung vorgebrachten Ausführungen im Beschwerde-

verfahren zulässig erscheint, ein Ändern der Bewerbung in Punkten, wel-

che im Konzessionierungsverfahren bemängelt wurden, dagegen ausge-

schlossen ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7143/2008 vom 

16. September 2009 E. 7.3.2). Diese Feststellung wurde vom Bundes-

verwaltungsgericht in Bezug auf die Beurteilung der Qualifikationskriterien 

gemäss Art. 44 Abs. 1 RTVG in seiner bisherigen Rechtsprechung teil-

weise relativiert: Stellt sich im Beschwerdeverfahren aufgrund von neu 

eingebrachten Beweismitteln heraus, dass der Bewerber, welcher die 

Konzession zugeteilt erhalten hat, die Qualifikationskriterien nicht erfüllt, 

wäre es stossend, wenn die Beschwerdeinstanz den Entscheid der Vorin-

stanz nicht aufheben könnte. In Bezug auf die Beurteilung der Qualifikati-

onskriterien ist somit im Beschwerdeverfahren der Sachverhalt massge-

bend, wie er sich zum Zeitpunkt des Rechtsmittelentscheids präsentiert 

(Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7801/2008 vom 7. Dezember 

2009 E. 6.5).  

4.4 Im vorliegenden Fall steht fest, dass während des Beschwerdeverfah-

rens in mehreren Punkten eine wesentliche Anpassung des Konzessi-

onsgesuchs erfolgt ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwal-

tungsgerichts ist jedoch eine Anpassung des Gesuchs nach Ablauf der 

Bewerbungsfrist nicht mehr zulässig. Zwar sind vorliegend von den vor-

genommenen Anpassungen ausschliesslich die Qualifikationskriterien be-

troffen, bezüglich welcher der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich im 

Zeitpunkt des Rechtsmittelentscheides präsentiert. Daraus kann aber – 

entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführenden – nicht abgelei-

tet werden, dass ein Gesuch bezüglich der Qualifikationskriterien nach 

Belieben der Bewerber nach Ablauf der Bewerbungsfrist noch angepasst 

werden kann. Denn aus der bisherigen Rechtsprechung des Bundesver-

waltungsgerichts ergibt sich lediglich, dass bezüglich der Qualifikations-

kriterien jeweils der aktuelle Sachverhalt massgebend ist und diesbezüg-

lich neue Beweismittel, wie beispielsweise der Gesellschaftsvertrag vom 

17. bzw. 18. Februar 2014, zu berücksichtigen sind, nicht jedoch, dass 

eigentliche Gesuchsanpassungen seitens der Bewerber nach Ablauf der 

Bewerbungsfrist noch zulässig wären. Die Einwände der Beschwerdefüh-

renden, wonach echte Noven und Gesuchsanpassungen, die nicht auf 

ein im erstinstanzlichen Konzessionierungsverfahren bemängeltes Kon-

zessionsgesuch zurückzuführen seien, berücksichtigt werden müssen, 

A-2252/2013 

Seite 22 

gehen somit an der Sache vorbei. Insgesamt folgt daraus, dass im kon-

kreten Fall die zusammen mit der Gesuchsübertragung vorgenommenen 

Anpassungen des Gesuchsinhalts im derzeitigen Verfahrensstadium un-

berücksichtigt bleiben müssen und einem Parteiwechsel ebenfalls entge-

genstehen. 

5.  

5.1 Im weiteren berufen sich die Beschwerdeführenden darauf, dass auch 

seitens der Beschwerdegegnerin ein Gesellschafter- bzw. Parteiwechsel 

stattgefunden habe und deren Identität verändert worden sei, weil keine 

Gesellschaft mit der Firma "Südostschweiz Radio und TV AG" existiere. 

Soweit die Beschwerdeführenden daraus schliessen wollen, dass auch 

der von ihnen vorgenommenen Parteiwechsel zulässig sei, fällt was folgt 

in Betracht:  

Es trifft zu, dass die ursprünglich in der Konzessionsverfügung vom 

6. März 2013 und im vorliegenden Beschwerdeverfahren geführte Firma 

der Beschwerdegegnerin unzutreffend ist, da keine Gesellschaft mit der 

Bezeichnung "Südostschweiz Radio und TV AG" bzw. "Südostschweiz 

Radio / TV AG" mehr existiert. Die Beschwerdegegnerin wurde am 

22. Januar 2009 in "Südostschweiz Radio AG" umfirmiert und unter dieser 

Firma bereits auch im Rubrum des Urteils des Bundesverwaltungsge-

richts vom 3. Dezember 2009 (Verfahren A-7799/2008) aufgeführt. 

Zugleich erfolgte auch ein Adresswechsel. Die Anschrift der Beschwerde-

gegnerin lautet seither Kasernenstrasse 1, 7007 Chur. 

Eine fehlerhafte Parteibezeichnung kann ohne weiteres berichtigt werden, 

wenn die Identität der Parteien von Anfang an eindeutig feststand und 

bloss deren Benennung falsch war (BGE 136 III 551 E. 3.4.1, 131 I 63 

E. 2.2, 120 III 13 f. E. 1b; statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-4795/2011, A-4800/2011 und A-4818/2011 vom 3. Januar 2013 

E. 2.3; MARANTELLI-SONANINI/HUBER, Praxiskommentar, Art. 6 N 48).  

Die genannten Voraussetzungen sind im Falle einer Umfirmierung einer 

Gesellschaft ohne weiteres gegeben, weshalb die Parteibezeichnung im 

Rubrum von Amtes wegen in Südostschweiz Radio AG zu ändern und 

neu die Adresse Kasernenstrasse 1, 7007 Chur zu führen ist. Darüber 

hinaus stellt jedoch weder eine Firmenänderung noch die Berichtigung 

einer unzutreffenden Parteibezeichnung einen Parteiwechsel dar (vgl. 

BERTSCHI, Kommentar VRG, N 19 zu Vorbem. zu §§ 21-21a; MERKER, 

a.a.O., N 24 zu Vorbem. zu § 38). 

A-2252/2013 

Seite 23 

5.2 Schliesslich machen die Beschwerdeführenden geltend, dass die Vor-

instanz in einem frühen Verfahrensstadium bereits einmal Änderungen in 

der Gesellschaftsstruktur zugelassen habe. So sei dem BAKOM mit 

Schreiben vom 17. Dezember 2007 mitgeteilt worden, dass der ursprüng-

liche Gesuchsteller, Patrick Vogt, durch den heutigen Beschwerdeführer 

Nr. 2, Daniel Sigel, ersetzt werde, was in der Folge von der Vorinstanz 

ohne weiteres formlos akzeptiert worden sei.  

Aus diesem Verweis auf einen im vorinstanzlichen Verfahren tolerierten 

Parteiwechsel können die Beschwerdeführenden in Bezug auf das vorlie-

genden Beschwerdeverfahren nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn 

das Bundesverwaltungsgericht ist nicht an eine allfällige Praxis des UVEK 

gebunden. Vielmehr legt es seinem Beschwerdeentscheid – wie oben 

dargelegt (vgl. E. 2-4) – seine eigene Rechtsauffassung zu Grunde. 

6.  

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die mit einer Veranstalter-

konzession verbundenen Rechte und Pflichten nicht übertragbar bzw. 

höchstpersönlicher Natur sind, weshalb der vorliegend vorgenommene 

Parteiwechsel unzulässig ist. Darüber hinaus scheitert ein Parteiwechsel 

auch daran, dass dieser eine Übertragung des Gesuchs erfordert, welche 

im vorliegenden Fall jedoch mit einer im derzeitigen Verfahrensstadium 

unzulässigen inhaltlichen Anpassung des Gesuchs verbunden ist. 

7.  

Im vorliegenden Fall ist der neue Gesellschafter in die Gründungsgesell-

schaft eingetreten und infolgedessen Mitglied der notwendigen Streitge-

nossenschaft geworden (vgl. vorne E. 2). Weil das Prozessrechtsverhält-

nis im Gegensatz zum vorliegenden Streitgegenstand der Veranstalter-

konzession nicht höchstpersönlicher Natur ist, tritt der neue Gesellschaf-

ter, welcher mit der Aufnahme in die einfache Gesellschaft Bestandteil der 

notwendigen Streitgenossenschaft geworden ist, zufolge Universal-

sukzession in den Prozess ein (MERKER, a.a.O., N 25 zu Vorbem. zu 

§ 38). Da ein Parteiwechsel jedoch unzulässig ist, weil unübertragbare, 

höchstpersönliche Rechte und Pflichten den Streitgegenstand bilden, ist 

das vorliegenden Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben 

(vgl. BERTSCHI, Kommentar VRG, N 19 zu Vorbem. zu §§ 21-21a; HÄNER, 

a.a.O., N 370; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.6). Mit der 

Feststellung der Gegenstandslosigkeit ist vorliegend auch nicht mehr 

über eine allfällige Verfahrenssistierung zu befinden und die entspre-

A-2252/2013 

Seite 24 

chenden Anträge der Verfahrensbeteiligten sind als gegenstandslos ge-

worden abzuschreiben. 

8.   

8.1 Wird ein Verfahren gegenstandslos, so werden die Verfahrenskosten 

in der Regel jener Partei auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslo-

sigkeit verursacht hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Im vorliegenden Fall nahmen die Beschwerde-

führenden Nr. 1 bis 3 einen unzulässigen Parteiwechsel vor, indem sie ei-

nen neuen Gesellschafter (Beschwerdeführer Nr. 4) in die Gründungsge-

sellschaft aufgenommen und damit die Zusammensetzung der notwendi-

gen Streitgenossenschaft verändert haben, auf welche sich aber in der 

Folge die im Streit liegenden Rechte und Pflichten zufolge ihrer höchst-

persönlichen Natur nicht übertragen lassen. Folglich haben sie mit ihrem 

Verhalten die Ursache für die Gegenstandslosigkeit gesetzt. Damit sind 

die Verfahrenskosten den Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Diese 

werden auf Fr. 4'000.– festgesetzt und mit dem geleisteten Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 7'000.– verrechnet. Die Differenz von 

Fr. 3'000.– wird den Beschwerdeführenden zurückerstattet. 

8.2 In gegenstandslos gewordenen Verfahren prüft das Gericht, ob eine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist. Dabei findet Art. 5 VGKE sinnge-

mäss Anwendung (Art. 15 VGKE). Vorliegend haben – wie erwähnt – die 

Beschwerdeführenden die Gegenstandslosigkeit verursacht. Es rechtfer-

tigt sich deshalb der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu-

zusprechen und diese den Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Die Be-

schwerdegegnerin hat keine detaillierte Kostennote eingereicht, weshalb 

die Entschädigung ermessensweise aufgrund der Akten festzulegen ist 

(Art. 14 Abs. 2 VGKE). Zu berücksichtigen ist, dass bereits ein umfang-

reicher doppelter Schriftenwechsel in der Hauptsache vorausgegangen 

ist. Demnach erscheint im vorliegenden Fall eine Parteientschädigung 

von Fr. 20'000.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen 

(Art. 7 ff. VGKE). 

9.  

Dieses Urteil kann nicht beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 83 

Bst. p Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG], 

SR 173.110). Es tritt somit mit Eröffnung in Rechtskraft. 

 

A-2252/2013 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 7'000.– verrechnet. Der Restbetrag in der Höhe von Fr. 3'000.– wird 

den Beschwerdeführenden zurückerstattet. Hierzu haben sie dem Bun-

desverwaltungsgericht einen Einzahlungsschein zuzustellen oder ihre 

Bankverbindung bekannt zu geben. 

3.  

Die Beschwerdeführenden werden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 

eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 20'000.– (inkl. Auslagen 

und Mehrwertsteuer) zu entrichten. 

4.  

Die Stellungnahme der Vorinstanz vom 13. März 2014 sowie das Schrei-

ben vom 7. April 2014, die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin vom 

2. Februar 2014 sowie 13. März 2014 und die Stellungnahme der Be-

schwerdeführenden vom 13. März 2014 (inkl. Kopie des Beilagenver-

zeichnisses) werden den Verfahrensbeteiligten je wechselseitig zur 

Kenntnisnahme zugestellt.  

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Einschreiben mit Beilagen) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben mit Beilagen) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. Radio-VG 32/1000288857; Einschreiben mit 

Beilagen) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Ivo Hartmann 

Versand: