# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e5a0dac-d1ee-56c3-a752-5f6d0108b496
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 28.02.2013 R 2012 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-7_2013-02-28.pdf

## Full Text

R 12 7
5. Kammer 

URTEIL
vom 28. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache 

betreffend Grundwasserschutzzone/-reglement

1. a) Die … überprüfte als Inhaberin der Grundwasserfassungen … die dortige 

Schutzzonenausscheidung und passte den Schutzzonenplan sowie das 

Schutzzonenreglement an. Schutzzonenplan und -reglement wurden am 20. 

Februar 2009 publiziert und 20 Tage lang öffentlich aufgelegt. 

b) Dagegen erhob das … am 13. März 2009 Einsprache. Es beantragte 

verschiedene Ergänzungen des Reglements. Unter anderem beantragte es, auf 

das geplante Grundwasserschutzgebiet gemäss Schutzzonenplanung vom 18. 

Dezember 2008 sei gänzlich zu verzichten. Zudem seien die 

Bundesgrundstücke 1844, 4446 und 5383 ersatzlos zu streichen. Es verwies 

zur Begründung unter anderem auf die Stellungnahme des Bundesamtes für 

Umwelt (BAFU) vom 22. Oktober 2008. Darin hatte das BAFU Stellung 

genommen zum Bauvorhaben Schwermetallsanierungen auf dem Waffenplatz 

…, Bereich ... Am 4. September 2009 leitete die Stadt die Einsprache an die … 

zur Stellungnahme weiter.

c) Am 21. September 2009 nahmen die … Stellung zur Einsprache. Sie führten 

aus, dass aus ihrer Sicht unabhängig von der Zuständigkeit der Schutz des 

Trinkwassers oberste Priorität geniesse und auch für die militärischen Anlagen 

und Tätigkeiten gelten müsse.

Das Schutzareal solle nicht neu ausgeschieden werden, sondern bestehe 

bereits. 2009 hätten die armasuisse und die Stadt die Schiessanlagen saniert 

und so umgebaut, dass ein immissionsfreier Schiessbetrieb möglich sei. Damit 

stelle der Schiessbetrieb keine wassergefährdende Tätigkeit im Sinne der 

gesetzlichen Bestimmungen mehr dar. Auch die übrigen militärischen 

Tätigkeiten seien unter Beachtung des Grundwasserschutzes möglich 

gewesen. Die Schutzarealausscheidung diene dem Zweck, Land für eine 

allfällige Erweiterung der Grundwasserförderung zu reservieren. In der Regel 

sei nicht klar, wo zukünftige Grundwasserbrunnen zu liegen kämen bzw. wo 

zusätzliche Schutzzonen S2 und S3 geschaffen werden müssten. Deswegen 

gälten in Grundwasserschutzarealen (SA) generell die schärferen 

Anforderungen der Schutzzone S2. Damit solle eine irreversible Nutzung dieser 

Flächen verhindert werden. Für die militärische Nutzung treffe dies aber nicht 

zu. Militäranlagen seien in der Regel relativ leicht zurückbaubar und 

verhinderten einen zukünftigen Ausbau der Trinkwasserversorgung nicht 

nachhaltig. Aufgrund einer Grundwassersimulationsrechnung habe sie sehr 

gute Kenntnisse, wie die Grundwasserströme verliefen und wie die detaillierte 

Schutzzoneneinteilung bei einer zukünftigen Erweiterung der 

Grundwasserentnahme aussähe. Bei maximalem Ausbau der Wasserentnahme 

würde ein grosser Teil von Parzelle 1844 als Schutzzone S2 und S3 benötigt. 

Auf Parzelle 1844 wäre eine teilweise Aufhebung des nicht benötigten 

Schutzareals denkbar, doch sei diese Fläche als zusätzliche Pufferzone für den 

Schutz der Trinkwasserfassungen sehr wertvoll. Gleichzeitig schütze sie eines 

der stärksten Grundwasservorkommen der Schweiz. Ohne zwingenden Grund - 

die militärische Nutzung sei ohne nennenswerte Einschränkungen möglich -  

sollte nicht darauf verzichtet werden.

Auf Parzellen 4446 und 5383 bestehe ein Munitions- und Sprengstoffdepot. 

Anderweitige militärische Nutzungen könnten dort weitgehend ausgeschlossen 

werden. Die Parzellen lägen am äussersten Rand des Schutzareals und 

würden zukünftig höchstens als Schutzzone S3 beansprucht. Die S3 lasse das 

Erstellen von Lagergebäuden und damit die heutige Nutzung ohne Behinderung 

zu. Die Anpassung sei aus ihrer Sicht somit genehmigungsfähig. Zur 

Zuständigkeit für den Vollzug der Gewässerschutzbestimmungen auf 

militärischer Seite seien noch genauere Abklärungen der Rechtslage nötig. 

Andernfalls müssten ins Reglement entsprechende Hinweise aufgenommen 

und identische Schutzzonenbestimmungen seitens der zuständigen 

militärischen Vollzugsbehörde erlassen werden.

d) Am 25. Januar, mitgeteilt den 1. Februar 2010, wies die Stadt die Einsprache 

ab.

Die qualitative und quantitative Bedeutung des Trinkwassers nehme ständig zu. 

Deswegen sei als Vorsorge dem planerischen Schutz der Grund- und 

Quellwasservorkommen als wichtige Lebensgrundlage grösste Aufmerksamkeit 

zu schenken. Damit sei ein erhebliches öffentliches Interesse zum Erlass von 

Vorschriften des Grundwasserschutzes auf dem … ausgewiesen. Zur 

langfristigen Sicherung sehe Art. 20 GSchG vor, dass für die im öffentlichen 

Interesse liegenden Grundwasserfassungen Schutzzonen auszuscheiden 

seien. Dies erfolge in der Regel in zwei Phasen. In der ersten Phase würden im 

Rahmen der kommunalen Nutzungsplanung die Grundwasser- und 

Quellschutzzonen generell ausgeschieden und grundeigentümerverbindlich 

festgelegt. In einer zweiten Phase, die Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens bilde, sei gestützt auf die Gewässerschutzgesetzgebung die 

detaillierte Schutzzonenausscheidung vorzunehmen. Die ausgeschiedenen 

Schutzzonen würden in separaten Plänen mit dem dazugehörenden Reglement 

vom Stadtrat erlassen und durch die Regierung genehmigt (Art. 24 Abs. 2 

KGSchG).

Der Einsprecher mache geltend, Schutzzonenplan und Schutzzonenreglement 

stünden im Widerspruch zu den militärischen Interessen des Bundes. Für die 

Bereiche der militärischen Nutzung, der Erstellung militärischer Bauten und 

Anlagen sowie der Erteilung von Ausnahmebewilligungen sei das … zuständig. 

Daher seien im Reglement die entsprechenden Vorbehalte und Hinweise 

anzubringen und auf das Grundwasserschutzareal SA zu verzichten, da ein 

militärischer Betrieb innerhalb dieses Bereichs nicht mehr möglich sei und 

eingestellt werden müsste. Dies treffe nicht zu. Gemäss Art. 124 Abs. 2 MG und 

Art. 4 Abs. 1 VWS seien bei der Benutzung und Verwendung militärischer 

Anlagen die Vorschriften der Umweltschutzgesetzgebung einzuhalten. Es 

stimme nicht, dass die militärische Nutzung des Bodens den Bestimmungen 

des Gewässerschutzes vorgehe. Die Kompetenzen betreffend die Erstellung 

militärischer Bauten und Anlagen richteten sich nach dem 

Plangenehmigungsverfahren. Deswegen müssten sie nicht im 

Schutzzonenreglement erwähnt oder wiederholt werden. Auch die 

Plangenehmigung gemäss Art. 126 Abs. 2 MG müsse unter Beachtung der 

umweltschutzrechtlichen Bestimmungen erfolgen.

Die Ausscheidung eines Grundwasserschutzareals diene dazu, eine allfällige 

künftige Erweiterung der Grundwasserförderung von Bauten und Anlagen 

freizuhalten (Art. 21 GSchG; Art. 28 Schutzzonenreglement). Da im SA die 

Vorschriften der S2 gälten, seien auch andere Tätigkeiten untersagt, welche 

das Grundwasser quantitativ oder qualitativ beeinträchtigen könnten. Die 

militärische Nutzung sei unter Einhaltung der gewässerschutzrechtlichen 

Auflagen nach Art. 20 des Reglements immer noch möglich. Zudem könnten 

gemäss Art. 29 des Reglements unter strengen Voraussetzungen 

Ausnahmebewilligungen erteilt werden. Schon bisher sei zudem auf dem 

militärisch genutzten … ein Grundwasserschutz vorhanden gewesen (Art. 32 

Schutzzonenreglement).

e) Dagegen erhob das … am 25. Februar 2010 Beschwerde bei der Regierung 

und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 25. Januar 

2010. Dem Schutzzonenplan sei die Genehmigung zu verweigern und dem 

Schutzzonenreglement für die Grundwasserfassungen … vom 18. Dezember 

2008 sei die Genehmigung zu verweigern, soweit das Grundwasserschutzareal 

gemäss Schutzzonenplanung betroffen sei.

Grundwasserschutzareale gemäss Art. 21 GSchG stellten im Hinblick auf eine 

künftige Grundwasserbewirtschaftung vorsorglich den Schutz des 

unterirdischen Gewässers sicher. Hinsichtlich der bereits bestehenden 

Fassungen, welche vom Geltungsbereich des Schutzzonenreglements erfasst 

würden, sei nicht ersichtlich, welchen Zwecken das Grundwasserschutzareal 

dienen solle. Die beabsichtige Ausscheidung hiesse, dass auf dem Gebiet des 

Schiessplatzes … dereinst eine Grundwasserfassung oder Ähnliches 

vorgesehen sei. Davon habe das … aber keine Kenntnis und könne aufgrund 

der bestehenden Nutzung innert nützlicher Frist auch keine Zustimmung zu 

einem solchen Vorhaben in Aussicht stellen, da ein Verzicht auf die militärische 

Nutzung nicht diskutabel sei. 

Es stelle sich die grundsätzliche Frage, ob hier überhaupt je eine 

ordnungsgemäss geschützte Trinkwasserfassung innerhalb des als 

Schiessplatz genutzten Schutzareals erstellt werden könne. Dies sei aufgrund 

der unbestrittenen und unbefristeten militärischen Nutzung zu verneinen. Das 

Schiessplatzareal könne deswegen nicht als von Bedeutung für eine künftige 

Nutzung und Anreicherung von Grundwasservorkommen angesehen werden. 

Das Überlagern eines Schiessplatzes mit einem Grundwasserschutzareal, ohne 

dass eine künftige Trinkwassernutzung in Aussicht stehe, widerspreche deshalb 

Art. 21 Abs. 1 GSchG.

Die Stadt lasse ausser Acht, dass das Schutzareal die Schutzwirkung einer S2 

geniesse. Dort seien Zielgebiete für das Schiessen mit Flachbahn- und 

Steilfeuerwaffen mit Vollmunition nicht zulässig. In einem Schutzareal seien sie 

grundsätzlich unzulässig. Allenfalls könne in Ausnahmefällen die Bewilligung 

zur entsprechenden Nutzung in der künftigen S3 erteilt werden, wenn Lage und 

Ausdehnung der künftigen Grundwasserschutzzonen bereits festgelegt seien. 

Bei ausnahmsweise bewilligten Nutzungen gälten die 

Nutzungsbeschränkungen der zukünftigen Zonen. Darüber bestünden heute 

noch keine Vorstellungen, weswegen die Überlagerung des Waffenplatzes mit 

einem SA vorliegend einem grundeigentümerverbindlichen Nutzungsverbot für 

den Schiessplatz gleichkomme. Mit solchen Nutzungseinschränkungen sei ab 

einer bestimmten Dauer eine materielle Enteignung gegeben. 

Die nationalen Interessen der Landesverteidigung stünden den kommunalen 

Interessen an der Wasserversorgung gegenüber. Den nationalen Interessen 

gebühre der Vorrang.

f) Am 26. März 2010 beantragte die Stadt die Abweisung der Beschwerde und die 

Genehmigung von Plan und Reglement.

Gemäss Art. 21 Abs. 1 GSchG und Art. 23 KGSchG müsse die Regierung im 

Kanton eine Gewässerschutzkarte erstellen, welche auch die SA enthalte. Der 

… sei schon lange in einer SA, ohne dass damit die militärische Nutzung unter 

Einhaltung der entsprechenden Auflagen verhindert worden wäre. Der … sei für 

die künftige Nutzung und Anreicherung von Grundwasservorkommen von 

grosser Bedeutung. Es stimme nicht, dass eine künftige Trinkwassernutzung 

nicht in Aussicht stehe.

Beim Sachplan Waffen- und Schiessplätze gehe es einzig um die 

Grobabstimmung raumrelevanter Auswirkungen. Er sei ein Planungs- und 

Informationsinstrument des Bundes. Er gehe den kantonalen Richtplänen nicht 

vor und sei mit diesen zu koordinieren. Auch im Sachplan Waffenplatz … sei für 

den Gewässerschutz eine Zone eingezeichnet, welche zu einem erheblichen 

Teil auch dem SA gemäss angefochtenem Schutzzonenplan entspreche.

Beim Bau und Betrieb von Waffenplätzen sei die Umweltschutzgesetzgebung 

einzuhalten.

Da im Schutzareal die Vorschriften der S2 gälten, seien dort gewisse 

Tätigkeiten untersagt. Indessen beziehe sich das nur auf neue Bauten und 

Anlagen und eine bestehende militärische Nutzung sei aufgrund einer 

Ausnahmeregelung mit entsprechenden Auflagen zum Schutz des 

Grundwassers möglich. Der bisherige Betrieb habe zudem bis heute zu keinen 

Beeinträchtigungen des Grundwassers geführt. Zudem habe 2009 die 

armasuisse Immobilien ihre Anlagen saniert. Heute sei ein Schiessbetrieb ohne 

eine Belastung des Grundwassers möglich (Art. 26f Schutzzonenreglement). 

Die Ausnahmeregelung für die bestehende militärische Nutzung habe in Art. 20 

Schutzzonenreglement Eingang gefunden. Weitere Ausnahmebewilligungen 

seien unter den Voraussetzungen von Art. 29 Schutzzonenreglement 

vorgesehen.

Es seien zwei nationale Interessen gegeneinander abzuwägen, Umweltschutz 

und Landesverteidigung.

g) In seiner Replik vom 16. April 2010 stellte der Beschwerdeführer den Antrag, 

beim BAFU sei ein Rechtsgutachten über die Zulässigkeit von Schiessplätzen 

und Zielgebieten etc. in einem SA respektive in einer S2 generell und im 

vorliegenden Fall und zur Bestandesgarantie bestehender 

Gefechtsschiessplätze und Zielgebiete in einer SA respektive S2 generell und 

im vorliegenden Fall in Auftrag zu geben. In ihrer Duplik vom 29. April 2010 

lehnte die Stadt dies ab.

h) Am 20., mitgeteilt am 21. Dezember 2011, wies die Regierung des Kantons 

Graubünden die vom … gegen den Einspracheentscheid des Stadtrates von … 

vom 25. Januar 2010 betreffend Schutzzonenplan und Schutzzonenreglement 

Grundwasserfassungen … erhobene Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat 

und genehmigte das vom Stadtrat erlassene Schutzzonenreglement für die 

Grundwasserfassungen … und den Schutzzonenplan vom 18. Dezember 2008 

(Eingabepläne vom 16. Februar 2009).

Die Regierung erwog, hier gehe es nicht um die Ausscheidung eines SA. 

Anfechtungsobjekte seien hier die Schutzzonenplanung und das 

Schutzzonenreglement. Gemäss dem in Art. 25 Abs. 3 KGSchG 

vorgezeichneten Rechtsweg könne die Beanstandung bzw. Anfechtung eines 

SA nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein.

Ende 1970er und anfangs 1980er Jahre sei auf dem … ein grosses 

zusammenhängendes Gewässerschutzareal ausgeschieden worden. Zwischen 

1974 und 1978 habe die Regierung die Gewässerschutzkarte Graubünden 

erlassen. Die dritte Auflage der Gewässerschutzkarte habe die Regierung am 

19. September 2000 genehmigt, letztmals am 3. Februar 2009. Schon seit 

vielen Jahren sei der … in der Karte als SA aufgenommen. Deswegen sei auf 

die Einwände hinsichtlich der Ausscheidung eines SA nicht weiter einzutreten.

Dagegen seien die Einwände des … gegen das Reglement und den Plan zu 

prüfen. Gewässerschutzareale würden gemäss Art. 23 KGSchG von der 

Regierung ausgeschieden, Schutzzonen um Grundwasser- und Quellfassungen 

schieden indessen die Gemeindevorstände gemäss Art. 24 Abs. 1 KGSchG 

aus. Gemäss Art. 24 Abs. 2 KGSchG bedürften die Pläne und Reglemente zu 

ihrer Gültigkeit der Genehmigung durch die Regierung.

Für die S2 gälten die für die S3 umschriebenen Anforderungen gemäss Anhang 

4 Ziff. 221 Abs. 1 GSchV. Darüber hinaus seien in der S2 das Erstellen 

gewisser Anlagen, Grabungen, Versickerung von Abwasser und andere 

Tätigkeiten, die das Trinkwasser quantitativ und qualitativ beeinträchtigen 

könnten, nicht zulässig (Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit a-d GSchV). Für die S2 

könne die Behörde aber aus wichtigen Gründen Ausnahmen gestatten, wenn 

eine Gefährdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden könne. 

Diese Regelungen bezögen sich grundsätzlich nur auf neue Bauten und 

Anlagen und die bestehende militärische Nutzung sei grundsätzlich davon nicht 

betroffen. Gemäss Art. 20 Reglement seien die militärische Nutzung und der 

zivile Schiessbetrieb weiterhin erlaubt, dürften aber zu keiner 

Schadstoffbelastung des Bodens und zu keiner Gefährdung des Grundwassers 

führen. Zudem könne die Behörde gemäss Art. 29 Reglement unter bestimmten 

Voraussetzungen abweichende Bewilligungen erteilen. 2009 habe die 

armasuisse Immobilien die Schiessanlagen umfassend saniert, so dass heute 

ein Schiessbetrieb ohne Belastung des Grundwassers möglich sei. Zudem 

habe der bisherige Schiessbetrieb zu keinen Beeinträchtigungen geführt.

Plan und Reglemente beruhten auf hinreichender gesetzlicher Grundlage 

(Gewässerschutzrecht), seien im öffentlichen Interesse (Vorsorge) und 

verhältnismässig (militärische Nutzung unter Einhaltung der 

gewässerschutzrechtlichen Auflagen möglich).

2. Dagegen erhob das VBS am 23. Januar 2012 verwaltungsgerichtliche 

Beschwerde und beantragte die Aufhebung des Regierungsentscheides vom 

20. Dezember 2011. Dem Schutzzonenplan sei die Genehmigung zu 

verweigern und dem Schutzzonenreglement für die Grundwasserfassungen … 

sei die Genehmigung zu verweigern, soweit das Grundwasserschutzareal 

gemäss Schutzzonenplan betroffen sei. Der Beschwerde sei die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen (am 3. Februar 2012 gewährt).

Die Regierung sei mit dem Argument, das vorliegende Verfahren beinhalte 

keine Ausscheidung einer Grundwasserschutzzone, auf die entsprechenden 

Einwände nicht eingetreten, was eine Rechtsverweigerung darstelle.

Die Areale gemäss Art. 21 Abs. 1 GSchG seien für die künftige Nutzung von 

Bedeutung. Das jetzt schon bestehende Areal könne in Zusammenhang mit 

den bestehenden Grundwasserfassungen … gebracht werden und habe für 

deren Schutz bis zur Festlegung der S1 bis und mit der S3 Sinn gemacht. Da 

Lage und Ausdehnung der S3 bekannt gewesen seien, sei es gemäss Ziff. 23 

Anhang 4 der GSchV auch zulässig, im Areal bloss die weniger strengen 

Restriktionen gemäss Ziff. 222 Anhang 4 GSchV anzuwenden.

Die neue Situation sei gegenüber der alten als aliud zu bezeichnen und 

hinsichtlich der einzuhaltenden Betriebseinschränkungen neu zu beurteilen. De 

facto und de iure entstehe hier ein neues Grundwasserschutzareal, was vom 

Beschwerdeführer nicht ohne weiteres hingenommen werden müsse.

Es sei nicht gewillt, sein militärisch genutztes Grundeigentum für die Erstellung 

neuer Grundwasserfassungen zur Verfügung zu stellen. Das Überlagern eines 

Schiessplatzes mit einem Gewässerschutzareal, ohne dass eine künftige, neue 

lokalisierte Nutzung in Aussicht stehe, widerspreche Art. 21 Abs. 1 GSchG und 

somit könnten darauf abgestützte Nutzungseinschränkungen mangels 

gesetzlicher Grundlage nicht vorgeschrieben werden.

Ein Grundwasserschutzareal habe die Schutzwirkung einer S2. Zielgebiete für 

das Schiessen mit Waffen mit Vollmunition seien dort nicht zulässig. Die 

Behörde könne in Ausnahmefällen die Bewilligung der entsprechenden 

Nutzung in einer künftigen S3 erteilen, wenn Lage und Ausdehnung der 

zukünftigen Grundwasserschutzzonen aufgrund hydrogeologischer 

Abklärungen bereits festgelegt seien, was hier nicht der Fall sei. Dies habe 

auch das BAFU am 22. Oktober 2008 gesagt

Aufgrund von Art. 21 GSchG dürften keine Nutzungseinschränkungen verfügt 

werden. Zudem gingen die nationalen Interessen des Beschwerdeführers den 

kommunalen Interessen der Wasserversorgung vor.

3. Am 6. März 2012 beantragte die Stadt die Abweisung der Beschwerde, sofern 

darauf einzutreten sei, und die Bestätigung von Beschwerdeentscheid und 

Genehmigungsbeschluss.

Würden antragsgemäss der Regierungsbeschluss und der Plan aufgehoben, 

träte der bisherige rechtliche Zustand wieder ein und der Perimeter wäre 

gesamthaft einem Gewässerschutzareal zugewiesen. Das Areal würde somit 

sogar vergrössert.

Weil das Gewässerschutzareal … schon lange rechtskräftig vom Kanton 

festgelegt worden sei, sei die Regierung zu Recht auf die Einwendungen des 

Beschwerdeführers gegen die Ausscheidung des Grundwasserschutzareals 

nicht eingetreten, weil sich hier nichts ändere.

Weil im Schutzareal die Vorschriften der S2 gälten, seien gewisse Tätigkeiten 

untersagt. Die militärische Nutzung, wie sie heute auf dem … praktiziert werde, 

sei aber möglich. Im Schutzareal gemäss Plan (gelbe Fläche) fänden im 

Gegensatz zum Rheinsand keine Gefechtsübungen mit scharfer Munition statt. 

Die Ausnahmeregelung für die bestehende militärische Nutzung sei in Art. 20 

Reglement eingeflossen. Weitere Ausnahmen seien unter den 

Voraussetzungen von Art. 29 Reglement vorgesehen. Somit seien die 

militärischen Bedürfnisse abgedeckt.

Die gesetzliche Grundlage, das öffentliche Interesse und die 

Verhältnismässigkeit seien gegeben. 

4. Am 13., mitgeteilt am 14. März 2012, beantragte die … die Abweisung der 

Beschwerde.

Schon seit vielen Jahren gebe es auf dem … ein rechtskräftig ausgeschiedenes 

und in der Gewässerschutzkarte aufgenommenes Schutzareal.

1987 habe die Regierung Schutzzonenpläne und Schutzzonenreglement 

betreffend die Grundwasserfassungen … der öffentlichen 

Trinkwasserversorgung … genehmigt. Auf Parzelle 1844 habe ein solches 

Schutzareal damals bestanden. Trotzdem sei die militärische Nutzung der 

Schiessanlage des Bundes möglich gewesen und sei es noch heute. Im 

westlichen Teil von Parzelle 1844 liege eine grössere Fläche als vorher in der 

S3. Dieser Teil habe früher im Schutzareal gelegen. Heute befinde sich folglich 

ein grösserer Teil des Schiessplatzes des Bundes in der S3. In der SA gälten 

aber für Eingriffe und andere Tätigkeiten die Anforderungen der S2, welche 

restriktiver seien als in der S3. Somit habe der neue Schutzzonenplan für den 

Bund keine strengeren Restriktionen zur Folge als der alte.

Aufgrund der umfassenden Altlastensanierung des Waffenplatzes auf dem … 

2008/2009 sei eine Gefährdung für das Grundwasser ausgeschlossen.

Der Trinkwasserverbrauch steige langfristig. Somit bestehe ein grosses 

Interesse, die Teilgebiete des Schutzareals beizubehalten. Die künftige 

Nutzung und Anreicherung von Grundwasservorkommen stehe sehr wohl zur 

Debatte. Es sei erstaunlich, weswegen sich der Beschwerdeführer erst jetzt 

gegen das Schutzzonenareal wehre, sei dies ist doch schon vor über 30 Jahren 

ausgeschieden worden und sei der Bund schon lange Eigentümer der vom 

Schutzareal überlagerten Parzellen. Hier gehe es nicht allgemein um nationale 

Interessen der Landesverteidigung, sondern um Interessen an einem konkreten 

militärischen Schiessplatz in ... Die langfristige Sicherung des Trinkwassers sei 

vorrangig.

5. In seiner Replik vom 30. März 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Das bestehende Grundwasserschutzareal sei bis jetzt im 

Zusammenhang mit den bestehenden Wasserfassungen im Boden zu sehen 

gewesen, bei welchen die Ausdehnung der S3 bekannt sei. Für die 

entsprechenden Flächen des Grundwasserschutzareals hätten somit bisher die 

weniger strengen Anforderungen von Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 2 GSchG 

gegolten, was einen gesetzeskonformen militärischen Schiessbetrieb 

zugelassen habe. Jetzt werde die S3 der bestehenden Wasserfassungen 

vergrössert, was nichts an der Situation ändere, aber die Ansicht des 

Beschwerdeführers stütze, dass das Grundwasserschutzareal bisher einzig im 

Zusammenhang mit den bestehenden Fassungen zu sehen gewesen sei. Das 

Areal wäre eigentlich aufzuheben, weil dort ohnehin nie eine Fassung erstellt 

werden könnte.

Die Stadt bestätige, es handle sich hier unter anderem auch um ein neu 

ausgeschiedenes Grundwasserschutzareal. Darauf sei sie zu behaften.

Enteignungsrechtliche Fragen seien hier zu klären.

Mit dem angefochtenen Entscheid solle der Weg für den Bau neuer 

Grundwasserfassungen bereitet werden. Mit einem allfälligen rechtskräftigen 

Genehmigungsentscheid würden damit im neuen Grundwasserschutzareal 

mangels Kenntnis der Ausdehnung der künftigen S3 praktisch auf dem ganzen 

Waffenplatzareal die Anforderungen einer S2 gelten und ein militärischer 

Schiessbetrieb wäre nicht mehr zulässig. Die im Reglement vorgesehenen 

Ausnahmen seien nichtig, da sie geltendem Bundesrecht widersprächen.

6. Am 26. April 2012 hielt die Stadt duplicando an ihren Rechtsbegehren fest. Die 

Stadt könne gar kein neues Schutzareal ausscheiden, dies liege in der 

Kompetenz des Kantons. Das Gebiet liege zudem schon seit vielen Jahren als 

Schutzareal in der Gewässerschutzkarte.

7. Am 1./2. Mai 2012 hielt auch die … duplicando an ihren Anträgen fest.

Es stimme nicht, dass das Gewässerschutzareal bis jetzt einzig im 

Zusammenhang mit den bestehenden Wasserfassungen im … zu sehen 

gewesen sei. Das Areal sei so gross, dass darin weitere Wasserfassungen 

erstellt werden könnten. Die Situation bezüglich des Schutzareals habe sich 

nicht geändert.

Das BAFU habe eine Aufhebung des Gewässerschutzareals nur für den Fall 

vorgeschlagen, in dem der Waffenplatz auf unabsehbare Zeit weitergeführt 

werde. Solange ein Teil des Areals als Truppenübungs- und Schiessplatz 

genutzt werde, könne dort keine Wasserfassung neu erstellt werden. Werde der 

Waffenplatz aber aufgehoben, was möglich sei, sei die Erstellung zusätzlicher 

Fassungen bzw. die Erhöhung der Entnahmemengen gut möglich.

Im angefochtenen Entscheid habe die … kein neues Schutzareal 

ausgeschieden. Andernfalls hätte sie dies im Dispositiv festgelegt und in den 

Erwägungen begründet.

8. Am 11. Juli 2012 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine Stellungnahme zu 

weiteren, von der Stadt auf Verlangen des Instruktionsrichters eingereichten 

Unterlagen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Entscheid vom 20./21. Dezember 2011, worin die … 

(Beschwerdegegnerin 1) den Einspracheentscheid der Stadt 

(Beschwerdegegnerin 2) vom 25. Januar 2010 bestätigte und so den vom …; 

Beschwerdeführer) angefochtenen Schutzzonenplan samt 

Schutzzonenreglement Grundwasserfassungen für die Grundwasserfassungen 

… und den zugehörigen Schutzzonenplan vom 18. Dezember 2008 

(Eingabepläne vom 16. Februar 2009) genehmigte. Beschwerdegegenstand 

bildet die Frage, ob die … die nachgesuchte Genehmigung betreffend 

Anpassung Grundwasserschutzareal … zu Recht erteilt hat oder ob sie diese 

aus höherrangigen Interessen der Landesverteidigung (militärisch genutzte 

Übungs- und Schiessanlagen) hätte verweigern und damit die Beschwerde des 

… vom 23. Januar 2012 hätte gutheissen müssen.

2. a) Nach Art. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (GSchG; SR 

814.20) bezweckt dieses Gesetz, die Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen 

zu schützen. Es dient insbesondere (Abs.1):

a) der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen;
b) der Sicherstellung und haushälterischen Nutzung des Trink- und 

Brauchwassers; [sowie u.a.]
h) der Sicherung der natürlichen Funktion des Wasserkreislaufs.

Der planerische Schutz der Gewässer wird auf Bundesebene in Art. 19 ff. 

GSchG und in Art. 29f. Gewässerschutzverordnung (GSchV; SR 814.201) wie 

folgt geregelt:

Art. 19 GSchG - Gewässerschutzbereiche
1Die Kantone teilen ihr Gebiet nach der Gefährdung der ober- und der 

unterirdischen Gewässer in Gewässerschutzbereiche ein. Der Bundesrat 

erlässt die erforderlichen Vorschriften.
2In den besonders gefährdeten Bereichen bedürfen die Erstellung und die 

Änderung von Bauten und Anlagen sowie Grabungen, Erdbewegungen und 

ähnliche Arbeiten einer kantonalen Bewilligung, wenn sie die Gewässer 

gefährden können. 

Art. 20 GSchG - Grundwasserschutzzonen

1Die Kantone scheiden Schutzzonen für die im öffentlichen Interesse liegenden 

Grundwasserfassungen und –anreicherungsanlagen aus; sie legen die 

notwendigen Eigentumsbeschränkungen fest.
2Die Inhaber von Grundwasserfassungen müssen:

a) die notwendigen Erhebungen für die Abgrenzung der Schutzzonen 
durchführen;

b) die erforderlichen dinglichen Rechte erwerben;
c) für allfällige Entschädigungen von Eigentumsbeschränkungen aufkommen.

Art. 21 GSchG - Grundwasserschutzareale
1Die Kantone scheiden Areale aus, die für die künftige Nutzung und 

Anreicherung von Grundwasservorkommen von Bedeutung sind. In diesen 

Arealen dürfen keine Bauten und Anlagen erstellt oder Arbeiten ausgeführt 

werden, die künftige Nutzungs- und Anreicherungsanlagen beeinträchtigten 

könnten.
2Die Kantone können Entschädigungen von Eigentumsbeschränkungen auf die 

späteren Inhaber von Grundwasserfassungen und Anreicherungsanlagen 

überwälzen.

Art. 29 GSchV – Bezeichnung/Ausscheidung Gewässerschutzbereiche  
1Die Kantone bezeichnen bei der Einteilung ihres Gebiets in 

Gewässerschutzbereiche (Art. 19 GSchG) die besonders gefährdeten und die 

übrigen Bereiche. Die in Anhang 4 Ziff. 11 beschriebenen besonders 

gefährdeten Bereiche umfassen: [Aufzählung lit. a-d)].
2Sie (Kantone) scheiden zum Schutz der im öffentlichen Interesse liegenden 

Grundwasserfassungen und –anreicherungsanlagen die in Anhang 4 Ziff. 12 

umschriebenen Grundwasserschutzzonen (Art. 20 GSchG) aus. Sie können 

Grundwasserschutzzonen auch für geplante, im öffentlichen Interesse liegende 

Fassungen und Anreicherungsanlagen ausscheiden, deren Lage und 

Entnahmemenge feststehen.
3Sie scheiden zum Schutz von zur Nutzung vorgesehenen unterirdischen 

Gewässern die in Anhang 4 Ziff. 13 umschriebenen Grundwasserschutzareale 

(Art. 21 GSchG) aus.

4Sie stützen sich bei der Bezeichnung von Gewässerschutzbereichen sowie bei 

der Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen und –arealen auf die 

vorhandenen hydrologischen Kenntnisse; reichen diese nicht aus, sorgen sie 

für die Durchführung der erforderlichen hydrogeologischen Abklärungen.

Art. 30 GSchV – Gewässerschutzkarten
1Die Kantone erstellen Gewässerschutzkarten und passen diese nach Bedarf 

an. Die Gewässerschutzkarten enthalten mindestens: 

a) die Gewässerschutzbereiche;
b) die Grundwasserschutzzonen;
c) die Grundwasserschutzareale;
d) die Grundwasseraustritte, -fassungen und –anreicherungsanlagen, die für 

die Wasserversorgung von Bedeutung sind.
2Die Gewässerschutzkarten sind öffentlich zugänglich. Die Kantone stellen dem 

Bundesamt für Umwelt (BAFU) und den betroffenen Nachbarkantonen je ein 

Exemplar der Gewässerschutzkarten (einschliesslich der Änderungen) zu.

Art. 31 GSchV – Schutzmassnahmen
1Wer in den besonders gefährdeten Bereichen (Art. 29 Abs. 1) sowie in 

Grundwasserschutzzonen und –arealen Anlagen erstellt oder ändert oder wer 

dort andere Tätigkeiten, die eine Gefahr für die Gewässer darstellen, ausübt, 

muss die nach den Umständen gebotenen Massnahmen zum Schutz der 

Gewässer treffen; insbesondere muss er: [Aufzählung lit. a-b].
2Die Behörde sorgt dafür, dass: [Aufzählung lit. a-b].

Im Anhang 4 (Art. 29/Art. 31 GSchV) wird noch ergänzend festgehalten:

Anhang 4 Ziffer 13 – Grundwasserschutzareale

Die Grundwasserschutzareale werden so ausgeschieden, dass die Stand-orte 

der Grundwasserfassungen und –anreicherungsanlagen zweckmässig 

festgelegt und die Grundwasserschutzzonen entsprechend ausgeschieden 

werden können.

Anhang 4 Ziffer 22 – Grundwasserschutzzonen

Anhang 4 Ziffer 221 – Weitere Schutzzone (Zone S3)  
1In der Zone S3 sind nicht zulässig:

a) industrielle und gewerbliche Betriebe, von denen eine Gefahr für das 
Grundwasser ausgeht;

b) Einbauten, die das Speichervolumen oder den Durchflussquerschnitt des 
Grundwassers verringern; 

c) Versickerung von Abwasser, ausgenommen die Versickerung von nicht 
verschmutztem Abwasser (Art. 3 Abs. 3) über eine biologisch aktive 
Bodenschicht;

d) wesentliche Verminderung der schützenden Deckschicht;
e) Rohrleitungen, die dem Rohrleitungsgesetz vom 4. Oktober 1963 

unterstehen; ausgenommen sind Gasleitungen;
f) Kreisläufe, die Wärme dem Untergrund entziehen oder an den Untergrund 

abgeben;
g) erdverlegte Lagerbehälter und Rohrleitungen mit wassergefährdenden 

Flüssigkeiten;
h) Lagerbehälter mit wassergefährdenden Flüssigkeiten mit mehr als 450 l 

Nutzvolumen je Schutzbauwerk, ausgenommen sind freistehende 
Lagerbehälter mit Heiz- oder Dieselöl zur Energieversorgung von Gebäuden 
oder Betrieben für längstens zwei Jahre; das gesamte Nutzvolumen darf 
höchstens 30 m3 je Schutzbauwerk betragen;

i) Betriebsanlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten mit mehr als 2000 l 
Nutzvolumen.

2Für die Verwendung von Holzschutzmitteln, Pflanzenschutzmitteln und 
Düngern gelten die Anhänge 2.4 Ziffer 1,2.5 und 2.6 ChemRRV.

Anhang 4 Ziffer 222 – Engere Schutzzone (Zone S2)
1In der Zone S2 gelten die Anforderungen nach Ziffer 221; überdies sind unter 
Vorbehalt des Absatzes 2 nicht zulässig:
a) das Erstellen von Anlagen; die Behörde kann aus wichtigen Gründen 

Ausnahmen gestatten, wenn eine Gefährdung der Trinkwassernutzung 
ausgeschlossen werden kann;

b) Grabungen, welche die schützende Deckschicht nachteilig verändern;
c) Versickerung von Abwasser;
d) andere Tätigkeiten, die das Trinkwasser quantitativ und qualitativ 

beeinträchtigen können.
2Für die Verwendung von Holzschutzmitteln, Pflanzenschutzmitteln und

Düngern gelten die Anhänge 2.4 Ziffer 1, 2.5 und 2.6 ChemRRV. 

Anhang 4 Ziffer 223 – Fassungsbereich (Zone S1)

In der Zone S1 sind nur bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten zulässig, 

welche der Trinkwasserversorgung dienen; ausgenommen ist das Liegenlassen 

von Mähgut.

Anhang 4 Ziffer 23 – Grundwasserschutzareale

1Für bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten in Grundwasserschutzarealen 

gelten die Anforderungen nach Ziffer 222 Abs. 1.
2Sind Lage und Ausdehnung der künftigen Weiteren Zone (Zone S3) bekannt, 

so gelten für die entsprechenden Flächen die Anforderungen nach Ziffer 221 

Abs. 1.   

b) Auf kantonaler Ebene ist das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über den 

Schutz der Gewässer (Kantonales Gewässerschutzgesetz; KGSchG; BR 

815.100) zu beachten. Nach Art. 1 KGSchG bezweckt dieses Gesetz, den 

Vollzug des Bundesrechts über den Gewässerschutz zu gewährleisten. Es 

regelt insbesondere die Aufgabenteilung zwischen den Gemeinden und dem 

Kanton. Der Planschutz ist in Art. 23 ff. KGSchG geregelt:

Art. 23 KGSchG – Gewässerschutzbereiche/Grundwasserschutzareale

Die Regierung nimmt nach Anhören der Gemeinden die Einteilung des 

Kantonsgebietes in Gewässerschutzbereiche vor und scheidet 

Grundwasserschutzareale aus.

Art. 24 KGSchG – Grundwasserschutzzonen
1Die Gemeindevorstände scheiden nach Anhören der Inhaberinnen und Inhaber 

sowie auf Antrag der Fachstelle die Schutzzonen um Grundwasser- und 

Quellfassungen aus; sie legen die notwendigen Eigentumsbeschränkungen 

fest.
2Die Schutzzonenpläne und die dazugehörigen Reglemente bedürfen zu ihrer 

Gültigkeit der Genehmigung durch die Regierung. 

Art. 25 KGSchG – Verfahren
1Die Schutzzonenpläne und die dazugehörigen Reglemente werden in den 

betroffenen Gemeinden während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. Die betroffenen 

Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer werden mit persönlicher Anzeige 

von der öffentlichen Auflage in Kenntnis gesetzt.

2Wer durch die Schutzzonenausscheidung berührt ist und ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung zu haben glaubt, kann während 

der Auflagefrist Einsprache erheben. Über die Einsprache entscheidet der 

Gemeindevorstand.
3Gegen Einspracheentscheide des Gemeindevorstands kann innert 30 Tagen 

seit Mitteilung bei der Regierung Beschwerde erhoben werden.
4Über Beschwerden entscheidet die Regierung gleichzeitig mit der 

Genehmigung der Schutzzonenpläne und der dazugehörigen Reglemente.

c) Das - nebst den Schutzzonenplänen – weiter angefochtene 

Schutzzonenreglement (SchZR) für die Grundwasserfassungen vom 18. 

Dezember 2008 enthält zudem noch spezielle Bestimmungen für die Zone S3 

(Art. 9 – Art. 20 SchZR), für die Zone S2 (Art. 21- Art. 23 SchZR) und für die 

Zone S1 (Art. 24-Art. 25 SchZR). Vorliegend sind dazu erwähnenswert:

Art. 9 SchZR - Allgemeine Beschränkungen (S3)

Anlagen und Nutzungen, von denen eine Gefahr für das Grundwasser ausgeht, 

sind nicht zulässig. 

Art. 20 SchZR – Schiessanlagen und militärische Nutzungen

Die militärische Nutzung sowie der zivile Schiessbetrieb dürfen zu keiner 

Schadstoffbelastung des Bodens bzw. zu keiner Gefährdung des 

Grundwassers führen.

Feste Zielgebiete (Scheibenstände) sind mit emissionsfreien 

Kugelfangsystemen auszurüsten.

Bei variablen Zielgebieten / Zielorten muss der Kugelfangwall über eine 

Abdichtung mit Sickerwasserfassung gebaut werden, die langfristig verhindert, 

dass Abwasser versickern kann. Die Abdichtung muss dieselbe Qualität 

aufweisen wie Deponieabdichtungen.

Zielgebiete für Sprengmunition, Brand- oder Nebelmunition dürfen nicht in der 

Schutzzone liegen.

Brandübungen / Häuserkampfübungen sind nicht zulässig.

Die Betankung und Wartung von Fahrzeugen und Geräten ist nicht zulässig. Es 

dürfen nur einwandfrei unterhaltene und gewartete Fahrzeuge, Maschinen und 

Geräte verwendet werden. 

Vor der Wiederaufnahme des Schiessbetriebs nach der Sanierung ist durch die 

Betreiber der Anlagen ein Überwachungs-, Alarm- und Bereitschaftsdispositiv 

zum Schutz des Grundwassers zu erarbeiten.

Art. 21 SchZR – Allgemeine Beschränkungen (S2)

In der Zone S2 gelten die Vorschriften für die Zone S3, soweit sie nicht durch 

die nachfolgenden Bestimmungen verschärft bzw. konkretisiert werden.

In der Zone S2 gilt ein allgemeines Bau- und Grabungsverbot. Verboten sind 

überdies andere Tätigkeiten, welche das Grundwasser quantitativ oder 

qualitativ beeinträchtigen können, insbesondere das Versickernlassen von 

Abwasser.

Über Ausnahmen bestimmt die kantonale Behörde (Amt für Natur und Umwelt) 

gestützt auf das Bundesrecht.

Art. 24 SchZR – Allgemeine Beschränkungen (S1)

Es sind nur bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten zulässig, welche der 

Trinkwasserversorgung dienen. Über Ausnahmen sowie 

Bewirtschaftsbeschränkungen bestimmt das Bundesrecht. 

Art. 25 SchZR – Zutritt

Die Zone S1 ist auf geeignete Weise dauerhaft zu markieren und vor dem 

Zutritt Unbefugter zu schützen (z.B. durch Zaun oder Hecke).

Weidegang ist nicht zulässig.

d) Im Lichte dieser gesetzlichen und reglementarischen Vorgaben sowie des 

Schutzzonen-/Eingabeplanes vom 16. Februar 2009 (Plan Nr. GR398/B1) gilt 

es im konkreten Fall zu entscheiden, ob die formelle Vorgehensweise und 

materielle Beurteilung des zur Genehmigung vorgelegten Schutzzonenplanes 

einschliesslich Schutzzonenreglement durch die Beschwerdegegnerinnen 

korrekt erfolgt sind, oder ob vielmehr der Beschwerdeführer mit seinen 

Einwänden hätte durchdringen müssen, wonach das Überlagern eines 

Schiessplatzes mit einem Gewässerschutzareal – ohne künftige, neu 

lokalisierte Nutzung – rechtswidrig wäre und die vorgenommene Ausscheidung 

bzw. Anpassung des betreffenden Grundwasserschutzareals keinen 

Rechtsschutz verdienen würde.

3. a) Zuerst gilt es verfahrensrechtlich festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 2 

zwar am 20. Februar 2009 die Schutzzonenausscheidung 

Grundwasserfassungen … öffentlich ausgeschrieben und zur Einsichtnahme 

aufgelegt hat, allerdings fälschlicherweise nur für 20 Tage und damit um 10 

Tage zu kurz. Nach Art. 25 Abs. 1 KGSchG ist nämlich eine Auflagefrist von 30 

Tagen vorgeschrieben. Dem Beschwerdeführer gereicht es deshalb auch nicht 

zum Nachteil, dass er seine Einsprache erst – unter Beanspruchung einer 

Fristerstreckung – am 13. März 2009 eingereicht hat. Die übrigen 

Voraussetzungen zur Beschwerdelegitimation nach Art. 50 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) – wie die unmittelbare 

Berührtheit bzw. Betroffenheit durch den angefochtenen Regierungsentscheid 

sowie ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung – 

sind indessen gegeben, wie die beiden Beschwerdegegnerinnen selbst richtig 

festgestellt und anerkannt haben. Auf die Beschwerde ist deshalb unter diesem 

Aspekt einzutreten.

b) In Bezug auf die Aufgaben- und Kompetenzverteilung hat die 

Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung auf Seite 3 korrekt und 

einleuchtend dargestellt, wie es sich damit konkret bezüglich der Planung des 

Schutzes des unterirdischen Gewässers im Hinblick auf eine künftige 

Grundwasserbewirtschaftung (Nutzung oder Anreicherung) verhält. Die 

Grundwasserschutzareale werden danach gemäss Art. 21 Abs. 1 GSchG vom 

Kanton – mittels Gewässerschutzkarten nach Art. 30 Abs. 1 GSchV - 

festgesetzt und durch die Regierung genehmigt. In diesen Arealen dürfen keine 

Bauten oder Anlagen erstellt werden, welche die künftige Bewirtschaftung 

beeinträchtigen könnten. Sie stellen somit in ihrer Wirkung eine Art 

„Planungszone“ dar. Sie werden in der Praxis so bemessen, dass im Bedarfsfall 

künftige Grundwasserfassungen oder –anreicherungsanlagen zweckmässig 

platziert und die Grundwasserschutzzonen ordnungsgemäss ausgeschieden 

werden können (vgl. Art. 29 Abs. 3 GSchV in Verbindung mit Anhang 4 Ziffer 13 

GSchV).

Die Ausscheidung der Schutzzonen für die im öffentlichen Interesse liegenden 

Grundwasserfassungen und –anreicherungsanlagen werden hingegen von den 

Gemeinden bzw. dem Gemeindevorstand ausgeschieden (Art. 24 Abs. 1 

KGSchG). Die Regierung genehmigt oder verweigert in der Folge diese 

Schutzzonenpläne und Reglemente (Art. 25 Abs. 3 KGSchG).

Die Ausscheidung der Gewässerschutzareale stellt somit quasi die Vorarbeit 

durch die Regierung, die Ausscheidung und Zuweisung der graduell 

abgestuften Schutzzonen (S1-3) die Feinarbeit durch die Gemeinden dar. Die 

Koordination dieser Aufgabenteilung wird dadurch sichergestellt, dass die 

individuelle und präzise Schutzzonenausscheidung der Gemeinden sodann 

noch durch die Regierung genehmigt werden muss. So ist institutionell 

gewährleistet, dass am Schluss die gleiche Instanz überprüft, ob die 

Abstimmung der Schutzareale und der Schutzzonen korrekt erfolgt ist.

c) Insofern der Beschwerdeführer in Ziffer 3 seines Rechtsbegehrens in der 

Beschwerde vom 23. Januar 2012 beantragte, dass „die Genehmigung zu 

verweigern sei, soweit das Grundwasserschutzareal gemäss Schutzzonenplan 

Nr. GR395 / B1 betroffen“ sei, kann das Gericht darauf zum vorneherein nicht 

eintreten. Wie die Regierung diesbezüglich zu Recht festhielt, ist das 

betreffende Gewässerschutzareal gar nicht im vorliegenden 

Genehmigungsverfahren festgelegt worden. Vielmehr erfolgte eine erste 

Ausscheidung dieses Gewässerschutzareals nachweislich bereits Ende der 

70er und anfangs der 80er Jahre – also vor über 30 Jahren – und die erste 

Gewässerschutzkarte wurde ebenfalls schon zwischen 1974 sowie 1978 

erlassen (vgl. Beilage 4 der Regierung; Sitzungs- und Beschlussprotokoll vom 

30. November 1987; Protokoll Nr. 3113 sowie Beilage 2 Gewässerschutzkarte 

laut RB-Beschluss vom 31. Oktober 1983). Eine erneute Genehmigung der 

Gewässerschutzkarte datiert vom 19. September 2000 und die letztmalige 

Genehmigung derselben Karte durch die Regierung erfolgte am 3. Februar 

2009 (Beilage 3; Sitzungs- und Beschlussprotokoll Nr. 93). Das 

Gewässerschutzareal (SA) konnte folglich im Rahmen der vorliegend 

angefochtenen Schutzzonenplanung gar nicht neu ausgeschieden oder 

substanziell geändert werden, da der Grundsatzentscheid darüber längst schon 

gefällt worden war und in Rechtskraft erwachsen ist. Dasselbe gilt für die 

einschlägigen Vorschriften im bisherigen Schutzzonenreglement aus dem Jahre 

1987 (vgl. Vorakten Regierung Beilage 5.2). Mangels Regelungsgegenstands 

im hier angefochtenen Schutzzonenplan samt Schutzzonenreglement von 

2008/2009 kann auf die Rüge der nicht zulässigen Ausscheidung des 

Gewässerschutzareals (SA) – auch infolge offensichtlicher Verspätung – daher 

zum voraus nicht eingetreten werden.

d) Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ist für das Gericht auch 

dessen Argumentation auf Seite 5 Ziff. 3 und 4 sowie auf Seite 6 Ziff. 1 in der 

Beschwerde nicht nachvollziehbar, wieso bei erneuter Genehmigung der 

angefochtenen Schutzzonenplanung im längst definierten Gewässerschutzareal 

wiederum die schärferen Vorschriften der Schutzzone 2 (S2) gelten sollten. Zur 

Begründung machte er geltend, dass eine solche Verschärfung (S2) deshalb 

eintrete, weil die Lage und Ausdehnung der weniger strengen Schutzzone (S3) 

betreffend künftiger Grundwasserfassungen bis heute nicht bekannt bzw. noch 

nicht genügend abgeklärt worden seien. Dies trifft aktenkundig so nicht zu. Es 

herrscht nämlich zumindest Einigkeit darüber, dass im Gewässerschutzareal 

keine neue Trinkwasserfassung erstellt und betrieben werden kann, solange 

dieses Gelände - vor allem Parzelle 1844 des Bundes – als Truppenübungs- 

und Schiessplatz genutzt wird. Wenn jedoch, was dereinst nicht 

ausgeschlossen werden kann, der besagte Waffenplatz aufgehoben wird, ist die 

Erstellung und der Betrieb zusätzlicher Trinkwasserfassungen bzw. die 

Erhöhung der Entnahmemengen aus den bestehenden Fassungen gut möglich 

und daraus denkbar (vgl. Seite 6 Ziff. 2 unten der Beschwerde und die 

Ausführungen in der Replik des Beschwerdeführers sowie Seite 3 Ziff. 1 der 

Duplik der Regierung). Bei dieser Betrachtungsweise ergibt sich, dass die Lage 

und Ausdehnung der Schutzzone 3 (S3) der solcherart bedingten „künftigen 

Grundwasserfassungen“ aber schon seit längerem genauso bekannt sind wie 

vor der angefochtenen Schutzzonenplanung (vgl. Vorakten Regierung Beilage 

3.5 – Hydrogeologische Fachstudie samt Legende Grundwasser/ Schutzzonen 

[Stand 2007] und Beilage 5.3 – Studie [Stand Juni 2008]; umstrittener 

Schutzzonenplan [Nr. GR398 / B1] vom 18. Dezember 2008).

e) Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtene Schutzzonenplanung für den 

Beschwerdeführer offensichtlich nicht nur nachteilig, sondern sogar vorteilhaft 

ist. Seine Grundstücke Parzellen 4446 und 5383 lagen schon vor der neuen 

Planung gänzlich im Gewässerschutzareal, Parzelle 1844 zum grössten Teil im 

Schutzareal (SA) und zu einem kleineren Teil in der Schutzzone S3 (vgl. 

Vorakten Regierung Beilage 5.2), allenfalls dort im Gewässerschutzareal (vgl. 

Vorakten Regierung Beilage 5.1). Im Schutzareal gelten nach den 

vorstehenden Ausführungen („künftige Grundwasserfassungen hier bekannt“) 

jedoch ausnahmsweise die weniger strengen Vorschriften der Schutzzone S3 

(vgl. Anhang 4 Ziff. 23 Abs. 2 GSchV). Für Parzellen 4446 und 5183 des 

Beschwerdeführers ändert sich somit nichts, denn sie liegen nach wie vor 

gänzlich im Schutzareal. In der angefochtenen Planung wurde das Schutzareal 

(SA) zu Gunsten der Schutzzone (S3) verkleinert und die strengere Schutzzone 

(S2) zu Lasten der geringeren Schutzzone (S3) etwas erweitert. Genauer 

gesagt handelt es sich dabei um eine neue Grenzziehung im Bereich der 

bestehenden Anlagen des Schiessplatzes …, die einerseits anstatt wie bisher 

vom Schutzareal (SA) neu mit einer Schutzzone (S3) überlagert wurden und 

anderseits anstelle der bisherigen S3 neu geringfügig (schmaler Bodenstreifen) 

der S2 zugewiesen wurden (vgl. Pläne Vorakten Regierung Beilagen 5.1 

[Gewässerkarte mit Schutzareal] und 5.2 [Schutzzonen 1987 Chur] in Relation 

zum minim angepassten Schutzzonenplan 2008/2009). In Anbetracht der 

Tatsache, dass im konkreten Fall aber das verkleinerte Schutzareal (SA) nach 

wie vor den Vorschriften der Schutzzone (S3) untersteht, bleibt sich die 

Belastung der fraglichen Grundstücke bzw. deren Nutzungsmöglichkeit für den 

Beschwerdeführer gleich. Anders wäre dies nur dann, wenn das Schutzareal 

(SA) neu mit der strengeren Schutzzone (S2) überlagert worden wäre, da die 

Belastung bzw. Verwendbarkeit des seit Jahrzehnten (beinahe unverändert) als 

militärischer Truppenübungs- und Schiessplatz genutzten … in diesem Fall 

effektiv spürbar abgenommen hätte. Die weiter im Nordosten gelegene Parzelle 

4077 des Beschwerdeführers lag bereits bisher in der Schutzzone S2 

respektive in der erweiterten Schutzzonenabgrenzung für die Wasserquell-

Fassungen F1, F2, F3 sowie F4 (vgl. Vorakten Regierung a.a.O. Beilage 5.2 

[Schutzzonen 1987 Chur]). Neuerdings liegt diese Parzelle vollumfänglich in der 

Schutzzone S2, so dass sich auch hier für den Beschwerdeführer keine 

Änderung ergibt. Im Übrigen wurde die (Neu-)Festsetzung dieser quellnahen 

Schutzzone S2 durch den Beschwerdeführer gar nicht explizit angefochten. 

Selbst die Tatsache, dass ein kleiner Spickel von Parzelle 1844 in der 

Nordwestecke dieser flächenmässig sehr grossen Parzelle neu von der 

strengeren Schutzzone S2 überlagert wird, statt wie bisher in der weniger 

strengen Schutzzone S3 verblieben ist, vermag an der Zulässigkeit der 

vorgenommenen Schutzzonenplanung nichts zu ändern, weil diese minimale 

„Umzonung“ (schmaler Bodenstreifen) für die militärische Nutzung der Parzelle 

1844 objektiv völlig bedeutungslos ist und diese räumliche Grenzbereinigung 

daher ebenfalls nicht einmal vom Beschwerdeführer ausdrücklich bemängelt 

bzw. förmlich angefochten wurde. 

f) Der Beschwerdeführer kann zudem auch nichts aus dem Hinweis auf das 

Schreiben vom 22. Oktober 2008 des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) 

herleiten (vgl. Bemerkung auf Seite 6 Ziff. 2 der Beschwerde), da sich die dort 

gemachten Beurteilungen und gestellten Anträge betreffend Gewässerschutz 

einzig und alleine auf die Schwermetallsanierungen beim besagten Waffenplatz 

… bezogen, also gerade nicht auf die jetzt erfolgte Vorsorgeplanung gemäss 

Eingabeplänen vom 16. Februar 2009. Die Gegenstand dieses umweltrechtlich 

motivierten Schreibens bildenden Sanierungsarbeiten 2008/2009 (Entfernung 

der durch Munitionsrückstände kontaminierten Erde beim Kugelfang bzw. 

Einbau von Auffangbecken um das Versickern von Schadstoffen ins Erdreich zu 

verhindern) wurden in der Zwischenzeit einwandfrei durchgeführt und somit 

korrekt erledigt, weshalb den diesbezüglichen Erwägungen und Vorschlägen 

des BAFU im heutigen Beschwerdeverfahren direkt keine selbständige 

Bedeutung mehr zukommt. Dem ist vorliegend umso mehr zuzustimmen, als 

den auf die Beseitigung der umweltschutzrechtlichen Probleme zielenden 

Anträge 3-7 des fachkundigen BAFU bei der Waffenplatzsanierung 

offensichtlich bereits gebührend Rechnung getragen wurde und daher der 

militärische Truppenübungs- und Schiessbetrieb vor Ort bis heute unverändert 

fortgesetzt und somit im bisherigen Umfang weitergeführt werden konnte.

g) In einer Gesamtschau ist das Gericht demnach zur Überzeugung gelangt, dass 

die angefochtene Schutzzonenplanung samt modifiziertem 

Schutzzonenreglement objektiv keine nennenswerten Änderungen bringt, zumal 

die für das flächenmässig dominierende Schutzareal (SA) geltenden 

Vorschriften nicht geändert wurden. Zutreffend ist lediglich, dass die strittige 

Planung eine Verkleinerung des Schutzareals zugunsten der Schutzzone S3 

mit sich bringt, dem Beschwerdeführer daraus jedoch keine Nachteile 

erwachsen, sondern sie ihm gegenteilig sogar eine Erleichterung bringt, indem 

sich die Anlagen des Schiessplatzes neuerdings in der Schutzzone S3 und 

nicht mehr im Schutzareal (SA) befinden. Aus demselben Grunde fehlt es dem 

Beschwerdeführer aber offensichtlich auch bereits an einer 

legitimationsrelevanten Beschwernis (nach Art. 50 VRG; direkte 

Berührtheit/Betroffenheit) bzw. an einem schützenswerten Interesse an der 

Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Regierungsentscheids vom 

20./21. Dezember 2011 bzw. der diesem zugrunde liegenden 

Schutzzonenplanung samt Schutzzonenreglement vom 18. Dezember 2008 

(Eingabepläne vom 16. Februar 2009). Auf die Beschwerde ist somit auch unter 

diesem Gesichtspunkt nicht weiter einzutreten. Dies trifft umso mehr zu, als der 

Beschwerdeführer ja gerade nicht durch besondere Vorschriften zur 

Beschwerdeerhebung befugt ist, sondern unbestritten - wie er selbst sagte - als 

betroffener Grundeigentümer aktiv geworden ist.

4. a) Die Beschwerdegegnerin 1 hat die angefochtene Schutzzonenplanung der 

Beschwerdegegnerin 2 demzufolge zu Recht genehmigt, was im Resultat zur 

Abweisung der Beschwerde vom 23. Januar 2012 führt, soweit das Gericht 

darauf überhaupt eintreten kann. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine 

aussergerichtliche Entschädigung steht den Beschwerdegegnerinnen nach Art. 

78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegten.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 4‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 684.--

zusammen Fr. 4‘684.--

gehen zulasten des … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 4 April 2014 

abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (1C_455/2013).