# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7497efc0-7062-5cbe-8cf5-2fc7f7e01235
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.02.2012 E-588/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-588-2012_2012-02-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­588/2012

U r t e i l   v om     2 3 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Daniel Willisegger, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher,  
Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher.

Parteien A._______, geboren am (…),
Tunesien, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 12. Januar 
2012 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer,  ein  tunesischer  Staatsangehöriger,  reichte  am 
8. Juli  2011  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum des BFM B._______ 
ein Asylgesuch  ein.  Am 20.  Juli  2011 wurde  er  zur Person  befragt,  am 
20. Dezember 2011 zu den Asylgründen angehört. Der Beschwerdeführer 
machte  geltend,  dass  das  Haus  seiner  Familie  Ende  März  2011 
geplündert  und  verbrannt  worden  sei.  Sowohl  die  Polizei  als  auch  das 
Innenministerium hätten nicht auf seine Anzeige reagiert. Deshalb sei er 
geflohen.  Zudem  habe  er  als  Mitglied  der  Partei  des  ehemaligen 
Präsidenten Ben Ali Angst vor Racheakten. 

B. 
Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  12.  Januar  2012  –  eröffnet  am 
16. Januar  2012  –  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Das BFM lehnte das Asylgesuch ab, 
wies  den Beschwerdeführer  aus  der  Schweiz weg  und  beauftragte  den 
zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. 

C. 
Der  Beschwerdeführer  hat  mit  Eingabe  vom  31.  Januar  2012 
(Poststempel)  gegen  den  Entscheid  des  BFM  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  erhoben.  Die  Anträge  in  der  Beschwerde 
werden  auf  einem  standardisierten,  vorgedruckten  Formular  gestellt. 
Beantragt  wird  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  Gewährung  von  Asyl,  die 
Feststellung,  dass  die  Wegweisung  unzulässig,  unzumutbar  und 
unmöglich  sei  und  die  vorläufige Aufnahme  angeordnet werden müsse; 
die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  Verzicht  auf 
Erhebung des Kostenvorschusses; eventualiter die Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung; die vorsorgliche Anweisung der Behörde,  sich 
jeder  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat­  und 
Herkunftsstaats  zu  enthalten  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an 
dieselben  zu  unterlassen;  eventualiter  bei  bereits  erfolgter 
Datenweitergabe  eine  Information  des  Beschwerdeführers  in  einer 
separaten Verfügung. 

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  in der Regel – wie 
auch  vorliegend  –  endgültig  (vgl.  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; Art. 105 
des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]).  Der 
Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art.  48 VwVG). Auf die  fristgerecht  eingereichte Beschwerde 
(Art. 108 Abs. 1 AsylG) ist in der Sache einzutreten. 

1.2.  Soweit  der  Beschwerdeführer  Anträge  zum  Verfahren  stellt – 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, vorsorgliche Anweisung 
der  zuständigen  Behörde,  die  Kontaktaufnahme mit  den  Behörden  des 
Heimat­  und  Herkunftsstaats  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an 
dieselben  zu  unterlassen  sowie  (eventualiter)  bei  bereits  erfolgter 
Datenweitergabe  darüber  in  einer  separaten  Verfügung  informiert  zu 
werden  –,  so  ist  die Beschwerde mangelhaft  begründet  (Art.  52 Abs.  1 
VwVG). Der Beschwerdeführer liefert keine eigene Begründung, sondern 
bedient  sich  statt  dessen  eines  vorgedruckten  Formulars  ohne 
Aussagekraft. Eine Rückweisung der Beschwerde zur Verbesserung des 
Mangels  (Art.  52  Abs.  2  VwVG)  kann  indes  unterbleiben,  weil  die 
verfahrensrechtlichen  Anträge  mit  dem  vorliegenden  Endentscheid 
gegenstandslos werden. 

2. 

2.1. Mit  der  Beschwerde  kann  eine  Verletzung  von  Bundesrecht,  eine 
unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  und  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG).

2.2. Die Beschwerde erweist  sich  als  offensichtlich  unbegründet  und  ist 
im  Verfahren  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines 
zweiten  Richters  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  ohne  Weiterungen  und  mit 
summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).

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3. 

3.1. Gemäss  Art. 7  AsylG  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen 
oder  zumindest  glaubhaft  machen,  wer  um  Asyl  nachsucht.  Die 
Flüchtlingseigenschaft  ist  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr 
Vorhandensein  mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält. 
Unglaubhaft sind  insbesondere Vorbringen, die  in wesentlichen Punkten 
zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen 
nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte 
Beweismittel abgestützt werden.

3.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die  Anforderungen  an  das 
Glaubhaftmachen der Vorbringen in einem jüngeren Entscheid dargelegt 
und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. 
statt vieler BVGE 2010/57 E. 2.2 und 2.3).

Die  Vorinstanz  hat  den  Massstab  des  Glaubhaftmachens  nach  Art.  7 
AsylG  auf  den  vorliegenden  Fall  korrekt  angewendet.  Sie  begründet  in 
der angefochtenen Verfügung einlässlich, weshalb erhebliche Zweifel an 
der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  bestehen, 
welche  sie als  zum Teil widersprüchlich,  insgesamt  vage und allgemein 
formuliert  erachtet. Weiter  hält  sie  fest,  dass  selbst  wenn  die  Angaben 
des Beschwerdeführers  stimmen  sollten,  diese  nicht  asylrelevant  seien, 
da nicht erkennbar sei, dass eine gezielt gegen  ihn gerichtete staatliche 
Verfolgung  vorliege  oder  der  Staat  seinen  Schutzpflichten  nicht 
nachkommen  würde.  Der  Beschwerdeführer  setzt  sich  mit  der 
vorinstanzlichen Beweiswürdigung kaum auseinander und zeigt nicht auf, 
inwiefern  diese  Bundesrecht  verletzen  oder  zu  einer  fehlerhaften 
Sachverhaltsfeststellung führen soll. Solches ist auch nicht ersichtlich.

So  trifft  zu,  dass  die  vorinstanzlichen  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers  nur  sehr  oberflächlich  bleiben  und  sich  auf 
Allgemeingültiges  beschränken.  Seine  Schilderungen  weisen  kaum 
Substanz  auf  und  lassen  Realkennzeichen  weitgehend  vermissen, 
weshalb  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  insgesamt  erhebliche 
Zweifel  bestehen.  Auch  stellt  die  Vorinstanz  zu  Recht  fest,  dass  selbst 
wenn  das Haus  ausgeraubt  und  verbrannt  worden  sein  sollte,  sich  aus 
den  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  keine  gezielt  gegen  ihn 
gerichteten staatlichen Verfolgungsmassnahmen erkennen lassen, zumal 
der  Beschwerdeführer  nicht  geltend  macht,  dass  der  Vorfall  durch 
staatliche Funktionäre erfolgt  ist. Sodann  führt die Vorinstanz zutreffend 

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aus,  dass  keine  asylrelevante  Verletzung  der  Schutzpflicht  durch  die 
tunesischen Behörden ersichtlich ist. Um Wiederholungen zu vermeiden, 
kann diesbezüglich vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz in 
der  angefochtenen  Verfügung  (E.  1  S.  3)  verwiesen  werden.  Den 
Befürchtungen  des  Beschwerdeführers,  zukünftig  aufgrund  seiner 
Mitgliedschaft  bei  der Partei  von Ben Ali  verfolgt  zu werden,  kann nicht 
gefolgt  werden.  Es  bestehen  keine  Hinweise  darauf,  dass  bestimmte 
Personengruppen  (d.h.  politische Partei, Gewerkschaften,  religiöse oder 
ethische  Gruppen)  Verfolgungsmassnahmen  oder  einer  konkreten 
Gefährdung ausgesetzt wären.  In Übersteinstimmung mit der Vorinstanz 
ist  deshalb  anzunehmen,  dass  dem  Beschwerdeführer  als  einfaches 
Mitglied  der  Partei  von  Ben  Ali  weder  staatliche  Verfolgung  noch 
Racheakte seitens von Dritten drohen. 

Der Beschwerdeführer hat damit nichts vorgebracht, das geeignet wäre, 
die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen. Der angefochtene Entscheid ist im Asylpunkt zu bestätigen. 

4. 
Gemäss  Art. 44  Abs. 1  AsylG  verfügt  das  Bundesamt  in  der  Regel  die 
Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das 
Asylgesuch  ablehnt  oder  darauf  nicht  eintritt.  Da  der  Beschwerdeführer 
weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen verfügt (BVGE 2009/50 E. 9), 
ist die Anordnung der Wegweisung nicht zu beanstanden.

5. 

5.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

5.2.  Nach  Art.  83  Abs.  3  AuG  ist  der  Vollzug  nicht  zulässig,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat  entgegenstehen.  Da  dem  Beschwerdeführer  keine 
Flüchtlingseigenschaft  zukommt,  ist  das  flüchtlingsrechtliche 
Rückschiebungsverbot  von Art. 33 Abs. 1  des Abkommens  vom 28. Juli 

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1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und 
Art. 5  AsylG  nicht  anwendbar.  Die  Zulässigkeit  des  Vollzuges  beurteilt 
sich  vielmehr  nach  den  allgemeinen  verfassungs­  und  völkerrechtlichen 
Bestimmungen  (Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]); 
Art.  3  des Übereinkommens  vom 10. Dezember  1984 gegen Folter  und 
andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder 
Strafe  [FoK,  SR  0.105];  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [EMRK,  SR 
0.101].  Im  Lichte  dieser  Bestimmungen  sind  keine  Anhaltspunkte  dafür 
auszumachen, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Ausschaffung in 
den  Herkunftsstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer 
verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Der 
Wegweisungsvollzug ist zulässig. 

5.3. Nach Art. 83 Abs. 4 AuG  kann  der Vollzug  für Ausländerinnen  und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

Die Rückkehr von Personen aus Tunesien  ist – auch  in Würdigung des 
erfolgten  Machtwechsels  und  des  beabsichtigten  Wandels  zu 
demokratischen  Strukturen  –  zumutbar,  da  keine  Situation  allgemeiner 
Gewalt  herrscht,  aufgrund  derer  die  Bevölkerung  konkret  gefährdet 
erscheint und eine Rückführung dorthin als generell unzumutbar erachtet 
werden müsste. Der Beschwerdeführer macht ohne nähere Begründung 
geltend, dass er an einer Magenkrankheit  leide und einer regelmässigen 
medizinischen Betreuung bedürfe. Aufgrund seiner Mitgliedschaft bei der 
Partei  von  Ben  Ali  werde  er  keine  Arbeitsstelle  finden  und  keine 
Sozialhilfeleistungen  erhalten,  weshalb  er  sich  die  medizinische 
Behandlung  nicht  mehr  werde  leisten  können.  Dabei  ist  jedoch 
festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  selbst  angibt,  dass 
Behandlungsmöglichkeiten  für  die  von  ihm  angegebenen  Leiden  in 
Tunesien  bestehen  (vgl.  Beschwerdeschrift  S.  6).  Für  die 
Behandlungskosten  kann  er  zur Not  auf  seine  im Heimatland  lebenden 
Eltern  und  sonstigen  Verwandten  zurückgreifen.  Der  Beschwerdeführer 
verkennt die Tragweite seiner Mitwirkungspflicht  (Art. 8 AsylG), wenn er 
vorbringt, das Bundesverwaltungsgericht könne, falls es Zweifel an seiner 
Erkrankung  hege,  seine  Krankenakte  konsultieren.  Soweit  darin  ein 

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Antrag  zu  erblicken  wäre,  ist  von  einer  Konsultation  in  antizipierter 
Beweiswürdigung  abzusehen,  weil  dem  gesundheitlichen  Leiden  nach 
dem  Gesagten  ohnehin  keine  relevante  Beweiskraft  zukäme.  Aus  den 
Akten  ergeben  sich  somit  keine  Hinweise  darauf,  dass  der  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  einer  konkreten  gesundheitlichen  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers  führen  würde.  Der  Beschwerdeführer  verfügt 
zweifelsohne  über  ein  familiäres  und  soziales  Netz,  welches  ihn  bei 
seiner  Rückkehr  ins  Heimatland  unterstützen  wird.  Der  Vollzug  der 
Wegweisung des Beschwerdeführers ist damit zumutbar. 

5.4. Nach  Art.  83  Abs.  2  AuG  ist  der Wegweisungsvollzug  schliesslich 
auch  als möglich  zu  bezeichnen,  da  es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine 
Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515).

5.5. Die Vorinstanz  hat  den Wegweisungsvollzug  zusammenfassend  zu 
Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet,  weshalb  die 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt. 

6. 
Nach  dem  Gesagten  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  Abs.  1  AsylG).  Die 
Beschwerde ist abzuweisen.

7. 
Dem  Ersuchen  des  Beschwerdeführers  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  kann  nicht  entsprochen  werden,  weil  sein 
Begehren  als  aussichtslos  zu  gelten  hat  (Art.  65  Abs.  1  VwVG).  Der 
Beschwerdeführer hat daher die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu 
tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die auf Fr. 600.– festzusetzen sind (Art. 1 – 
3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Willisegger Linda Rindlisbacher

Versand: