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**Case Identifier:** b13c7871-f34a-52e8-80ea-c9f6ff9934d3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.06.2023 S 2022 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2022-23_2023-06-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 22 23

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Pedretti und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 20. Juni 2023

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler, 

Beschwerdeführer

gegen

Helsana Unfall AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1958, wohnhaft in B._____, war als Immobilien-

bewirtschafter bei der C._____ AG angestellt und obligatorisch bei der 

Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 22. Juni 2021 beim Biken hängen blieb und auf die 

rechte Schulter stürzte. A._____ litt in der Folge an Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen der Schulter. Die Helsana erbrachte die 

gesetzlichen Leistungen für die Heilbehandlung, nicht aber für Taggeld.

2. Der Hausarzt Dr. med. D._____, Facharzt für Innere Medizin FMH, 

überwies A._____ zwecks MRI der Schulter ins Spital. Am 1. Juli 2021 

erfolgte ein Arthro-MRI durch Radiologe Dr. med. E._____, Leitender Arzt 

Radiologie des Spitals Davos. Bei klinischer Angabe einer 

vorbestehenden und re-traumatisierten Omarthropathie rechts lautete der 

Befund wie folgt: "Komplettruptur des Musculus supraspinatus mit 

Retraktion Grad II nach Patte bei kräftig vorbestehender Tendinose. 

Volumenminderung mit einzelnen Fetteinlagerungen. Im Weiteren auch 

Komplettruptur der anterioren Teile des Musculus infraspinatus, einzelne 

Fetteinlagerung des Muskelbauches (Grad I nach Goutallier). Tendinose 

der langen Bizepssehne bei fehlender Abgrenzbarkeit der Pulley-Schlinge 

sowie Oberrandläsion des Musculus subscapularis. AC-Gelenksarthrose 

ohne Aktivierung mit Abbildung einer subacromialen Konsole. Geringe 

chondrale Ausdünnung des posterioren Glenoids." Dr. med. E._____ 

beurteilte eine Komplettruptur des Musculus supraspinatus, Retraktion 

Grad II nach Patte sowie anteriore Ruptur des Musculus infraspinatus. 

Geringe Volumenminderung des Musculus supraspinatus mit einzelnen 

Fetteinlagerungen. Verdacht auf Pulley-Läsion mit Tendinose der langen 

Bizepssehne und Oberrandläsion des Musculus subscapularis.

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3. Im Konsiliarbericht von Dr. med. F._____, Chefarzt Orthopädische 

Chirurgie Klinik Gut, vom 28. Juli 2021, wurde die Diagnose einer post-

traumatischen Totalruptur der Supraspinatussehne sowie Partialruptur der 

Infraspinatussehne Schulter rechts nach Velosturz vom 22. Juni 2021 mit: 

– Tendinopathie der langen Bizepssehne gestellt. Anamnestisch sei der 

Patient am 22. Juni 2021 mit dem Velo gestürzt und es zeige sich seitdem 

eine deutliche Bewegungseinschränkung der rechten Schulter. Diese 

habe sich zwar etwas verbessert, auffallend sei jedoch ein deutliches 

Aussenrotationsdefizit und eine verfrühte Mitrotation der Scapula. Ebenso 

sei dem Patienten ein deutliches Kraftdefizit aufgefallen. Im Vorfeld sei der 

Patient beim Tennisspielen aktiv gewesen. Er habe gelegentlich leichte 

Beschwerden bei Belastungen gehabt, jedoch keine Einschränkungen in 

Bezug auf die Funktion und die Kraft. Im Rahmen der klinischen Unter-

suchung zeige sich ein positives Hornblower Zeichen bei ansonsten 

unauffälligem Lokalbefund. Keine Druckdolenz über dem AC-Gelenk. Die 

aktive Flexion gelinge etwas mühsam bis nahezu 120°. Die Abduktion bis 

120°. Die Aussenrotation sei nahezu aufgehoben. Keine Kraft bei der 

Aussenrotation gegen Widerstand. Deutlich positiver Jobe-Test. Lift-off 

und Belly-Press-Test seien negativ. Der Ellbogen sei frei beweglich. 

PDMS intakt. Zudem finde sich der bildgebende Befund der Schulter 

rechts ap IR/AR und axial vom 28. Juli 2021 über eine gute Zentrierung 

glenohumeral und einen altersentsprechenden ossären Normalbefund." 

Dr. med. F._____ bestätigte die Ruptur der Supra- und auch Infraspinatus-

sehne an der rechten Schulter mit positivem Hornblower Zeichen und 

deutlich positivem Jobe-Test. In Anbetracht der sportlichen Aktivität 

empfahl er klar eine Operation im Sinne einer arthroskopischen Rotatoren-

manschettenrekonstruktion mit Tenodese der langen Bizepssehne.

4. Der beratende Arzt (Versicherungsmediziner) Dr. med. G._____, Facharzt 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

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stellte in seiner Stellungnahme am 17. August 2021 fest, es seien unter 

anderem noch die Angaben in den klinischen Angaben des MRI vom 

1. Juli 2021 zu erwähnen, die sich auf einen Vorzustand beziehen würden 

und von einer re-traumatisierten Omarthropathie ausgingen. Aus 

beratungsärztlicher Sicht seien die im MRI festgestellten Veränderungen 

nur möglicherweise auf das Ereignis vom 22. Juni 2021 zurückzuführen. 

Insofern sei die geplante Operation nicht unfallkausal. Es ergäben sich 

somit Fragen zum Ausmass des Vorzustandes, zumal die oben genannten 

Veränderungen eher für eine degenerative Entwicklung sprächen oder auf 

ein altes Trauma hindeuteten.

5. Nur zwei Tage später, am 19. August 2021, hielt Dr. med. G._____ fest, 

dass die Befunde und Diagnose mit dem Unfall vom 22. Juni 2021 

überwiegend wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang 

stünden. Das Ereignis vom 22. Juni 2021 habe zu einer Kontusion der 

rechten Schulter ohne frische, traumatisch strukturelle Läsion geführt und 

die im MRI festgestellten Veränderungen deuteten auf teils massive 

degenerative Veränderungen der Rotatorenmanschette ohne Zeichen 

einer traumatischen Verursachung hin, die im MRI vom 1. Juli 2021 

beschriebenen Veränderungen seien sämtlich als Vorzustand zu 

qualifizieren.

6. Mit Verfügung vom 20. August 2021 stellte die Helsana die Leistungen 

(Heilbehandlungskosten) per 28. Juli 2021 mit der Begründung ein, es sei 

der Status quo sine eingetreten.

7. Am 23. August 2021 erfolgte die Operation der Schulter rechts bei persi-

stierender Schmerzsymptomatik und ausgeschöpfter konservativer 

Therapie. Zu den intraartikulären Befunden erging durch Dr. med. F._____ 

u.a. die Feststellung: "Deutliche Synovitis vor allem ventral und cranial. 

Der Knorpelüberzug ist insgesamt unauffällig. Stabil verankerte 

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Bizepssehne jedoch mit deutlicher Tendinopathie. Unauffällige Insertion 

der Subscapularissehne. Verstrichenes vorderes Intervall. Die lange 

Bizepssehne liegt im Sulcus jedoch mit deutlicher Tendinopathie. Es 

bestätigt sich die vollständige Ruptur der Supraspinatussehne. Nur der 

craniale Anteil der Infraspinatussehne ist rupturiert. Die inferioren Anteile 

sind intakt. Deutlich entzündlich veränderter Recessus inferior. Etwas 

ausgefaserte posteriore Labrumabschnitte."

8. Mit Parteigutachten vom 19. September 2021 nahm Dr. med. H._____, 

Ärztin für Chirurgie, Gefässchirurgie, Phlebologie und u.a. zertifizierte 

Gutachterin SIM, Stellung zur Sache. Sie führte aus, dass die Fragen zur 

Unfallkausalität medizinisch nicht beantwortet werden könnten, da sie auf 

unvollständigen bzw. fehlenden Dokumenten beruhten. Es fehlten die 

Berichte des Hausarztes über die Vorgeschichte, die konservative 

Behandlung bis zur Operation und der Operationsbericht. Die Befunde des 

MRI-Berichtes müssten mit den Befunden der Operation verglichen 

werden. Es sei zweifelhaft, ob die altersentsprechenden degenerativen 

Veränderungen so stark gewesen seien, dass sie durch den Unfall zur 

Sehnenruptur geführt hätten oder andere Faktoren wie Entzündungen mit 

beteiligt gewesen seien. Der Unfallmechanismus müsse daher genau 

geklärt sein. Die Anamnese zum Tennissport und den körperlichen 

Aktivitäten könne Auskunft zu Kraft und Beweglichkeit geben. Eine 

Kausalitätsfeststellung bei Rupturen der Rotatorenmanschette im höheren 

Alter sei immer schwierig und könne daher nur individuell und mit exakter 

Befunderhebung erfolgen. Die Beurteilung durch den beratenden Arzt 

Dr. med. G._____ sei medizinisch nicht nachvollziehbar, da sie auf 

fehlender und lückenhafter Dokumentation beruhe. Es sei eine 

orthopädisch-traumatische Begutachtung erforderlich.

9. Mit Einsprache vom 21. September 2021 beantragte A._____ unter 

Beilage des Parteigutachtens von Dr. med. H._____ u.a. die Rückweisung 

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zu weiteren versicherungsmedizinischen Beurteilungen und neuem 

Entscheid.

10. Mit Einspracheentscheid vom 26. Januar 2022 wies die Helsana die 

Einsprache ab.

11. Hausarzt Dr. med. D._____ hielt am 14. Februar 2022 fest, A._____ habe 

bis zum Unfallzeitpunkt weder über Schmerzen im rechten Schultergelenk 

geklagt noch hätten entsprechende Behandlungen stattgefunden.

12. Am 21. Februar 2022 erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

gegen den Entscheid der Helsana Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden. Er beantragte die Aufhebung des Einsprache-

entscheids vom 26. Januar 2022 und die Vornahme weiterer 

medizinischer Abklärungen mit nachfolgendem neuem Entscheid; 

eventualiter seien die gesetzlichen Leistungen ab wann rechtens zu 

erbringen. Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen vor, dass die Unfallversicherung und der beurteilende 

Mediziner keine Kenntnis vom gesundheitlichen Vorzustand gehabt hätten 

und dass – unter Hinweis auf die Einschätzung von Dr. med. H._____ – 

die Beurteilung von Dr. med. G._____ nicht nachvollziehbar sei. Die 

Voraussetzungen für die Leistungen aus Nichtberufsunfall als auch 

gemäss Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG (Rotatoren-

manschettenriss) seien als erfüllt zu betrachten, zumal der 

Unfallversicherung der Entlastungsbeweis nicht gelinge. Der medizinische 

Berater habe sich auf unvollständige Akten gestützt, den Vorzustand nicht 

abgeklärt und daher auch keine Gewichtung vornehmen können. Seine 

Einschätzung entspreche nicht den Akten, wo lediglich eine 

Omarthropathie rechts bestätigt werde und ein altersentsprechend ossärer 

Normalbefund. Es habe ihm nur der Radiologiebericht vom 2. Juli 2021, 

nicht aber das MRI-Bild, vorgelegen.

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13. Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2022 (Datum Poststempel) 

beantragte die Helsana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die 

Abweisung der Beschwerde vom 21. Februar 2022. Begründet wurde die 

Beschwerdeabweisung mit dem Hinweis auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid hinsichtlich Sachverhalt wie auch rechtlichen 

Erwägungen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 26. Januar 2022 sowie die übrigen Akten wird, 

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 26. Januar 2022 (vgl. Akten des 

Beschwerdeführers [Bf-act.] 1; Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 

22). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfall-

versicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid innert 

30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde an das Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die versicherte Person 

im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als im Einspracheverfahren 

unterlegener, formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 

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Änderung auf (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und 

Art. 61 ATSG).

2. Unbestritten geblieben sind das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von 

Art. 4 ATSG und die Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG 

(Heilbehandlung nach Art. 10 UVG). Streitig und zu prüfen ist vorliegend 

eine allfällige Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über den 28. Juli 

2021 hinaus.

3.1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatori-

schen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss 

Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.

3.2.1. Die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers gemäss UVG 

setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem 

eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Tod, 

Integritätseinbusse, Hilflosigkeit) ein natürlicher und ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 147 V 161 E.3.1, 129 V 177 E.3; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, Einführung in das schweizerische 

Unfallversicherungsrecht, Bern 2021, Rz. 221 f. und Rz. 249 ff.; RUMO-

JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 53 ff.). Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

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werden kann (siehe statt vieler: BGE 147 V 161 E.3.2). Entsprechend 

dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal-

zusammenhangs nicht erforderlich, dass das Unfallereignis die alleinige 

oder unmittelbare Ursache der gesundheitlichen Störungen und 

Beschwerden ist; vielmehr genügt es, dass das Unfallereignis eine 

Teilursache des Gesundheitsschadens ist (vgl. HÜRZELER/USINGER-

EGGER, a.a.O., Rz. 252; NABOLD, in: HÜRZELER/KIESER, Kommentar zum 

UVG, Bern 2018, Art. 6 Rz. 52), d.h. dass der Unfall nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (BGE 147 V 161 E.3.2, 129 V 177 E.3.1).

3.2.2. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, stellt eine Tatfrage 

dar, die mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von der leistungsansprechenden 

Person nachzuweisen ist, wobei die blosse Möglichkeit, dass ein solcher 

besteht, den Beweisanforderungen nicht genügt (BGE 146 V 51 E.5.1, 

129 V 177 E.3.1; vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 253; NABOLD, 

a.a.O., Art. 6 Rz. 53). Nicht tauglich für den Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist das Argument, die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten und deshalb 

auf das Unfallereignis zurückzuführen, d.h. die Beweismaxime "post hoc 

ergo propter hoc" ist unzulässig (BGE 119 V 335 E.2b/bb; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E.3; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 253; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 53).

3.2.3. Die Frage, ob ein bestimmter natürlicher Kausalzusammenhang adäquat 

ist, stellt eine Rechtsfrage dar. Bei organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen erfolgt eine einfache Adäquanzprüfung. Dabei spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Leistungspflicht des Unfall-

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versicherers praktisch keine (selbständige) Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 356 

E.3.2, 138 V 248 E.4; vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 271; 

NABOLD, a.a.O., Art. 6 Rz. 62 f.). Daher erfolgt in solchen Fällen 

grundsätzlich keine Eingrenzung mittels der Adäquanzformel (vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 271).

3.2.4. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der 

erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 

Ursachen beruht (BGE 147 V 161 E.3.3 mit Hinweisen; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 261). Dies trifft dann zu, wenn 

entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, 

wie er sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften 

Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine), erreicht ist (BGE 147 V 161 E.3.3 mit Hinweisen; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 262 f.; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 54). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausal-

zusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei 

der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen-

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hang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (Urteile des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 

2020 E.3, 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E.2.2 mit Hinweisen; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 264). Mit dem Erreichen des 

Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 

bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante 

noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 

Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen 

und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die 

Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_781/2017 vom 21. September 2018 E.5.1, 

8C_421/2018 vom 28. August 2018 E.3.2, 8C_637/2013 vom 11. März 

2014 E.2.3.2).

3.2.5. Der vom Unfallversicherer zu beweisende Wegfall des Kausalzusammen-

hanges muss ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(Status quo sine vel ante; BGE 146 V 51 E.5.1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_689/2019 vom 9. März 2020 E.5.3), d.h. auch der Wegfall einer 

Teilkausalität im Sinne von Art. 36 UVG, wie der Beschwerdeführer 

vorbringt. Dabei hat der Unfallversicherer indes nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Ursachen (Krankheit, 

Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen) ein nach wie vor 

geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entscheidend ist allein, ob 

die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E.3.2, 8C_80/2021 vom 

7. Juli 2021 E.2.2, 8C_840/2019 vom 14. Februar 2020 E.3.2, 8C_58/2017 

vom 9. Juni 2017 E.6.3 mit weiteren Hinweisen). Ebenso wenig muss der 

Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun 

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bei voller Gesundheit sei (Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 

11. März 2020 E.3.2, 8C_840/2019 vom 14. Februar 2020 E.3.2 mit 

Hinweisen).

3.3. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der 

Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von 

ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 

E.3.2, 138 V 218 E.6). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es 

Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden 

Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 

besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien 

in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; 

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Urteile des Bundesgerichts 8C_722/2021 vom 20. Januar 2022 E.4, 

8C_382/2020 vom 3. Dezember 2020 E.3.3, 8C_17/2017 vom 4. April 

2017 E.2.2).

3.4. Zur Beurteilung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungsansprüchen 

sind die rechtsanwendenden Behörden auf verlässliche medizinische 

Entscheidungsgrundlagen angewiesen. Das Gericht hat diese nach dem 

für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 

– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Gericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 

eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 

zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 

eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(siehe zum Ganzen: BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 157 

E.1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_528/2021 vom 11. Februar 2022 

E.4.1).

3.5. Gemäss Rechtsprechung ist auch ein reines Aktengutachten 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

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sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_390/2022 vom 7. September 2022 E.3, 8C_809/2021 vom 24. Mai 

2022 E.3.1, 8C_476/2021 vom 2. März 2022 E.5.1, 8C_397/2019 vom 

6. August 2019 E.4.3 mit Hinweisen). Dabei geht es im Wesentlichen nur 

um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte ärztliche Befassung 

mit der versicherten Person in den Hintergrund (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_390/2022 vom 7. September 2022 E.3, 8C_322/2020 

vom 9. Juli 2020 E.3, 8C_780/2016 vom 24. März 2017 E.6.1, je mit 

Hinweisen). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Beratende 

Ärztinnen und Ärzte eines Versicherungsträgers sind hinsichtlich der 

Beweiseignung ihrer ärztlichen Beurteilungen mit derjenigen von 

versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4). Trotz dieser grundsätzlichen 

Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem 

gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 

Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 

Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 

externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1 mit 

weiteren Hinweisen, BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 

- 15 -

125 V 351 E.3b/ee; Urteile des Bundesgerichts 8C_410/2022 vom 

23. Dezember 2022 E.4.3, 8C_549/2021 vom 7. Januar 2022 E.7.1 und 

8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4 mit Hinweisen). In Bezug auf 

behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, ist zu 

beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur 

versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster Linie auf die 

Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den 

Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (Urteile des Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 1. Juli 2022 

E.7.2, 8C_819/2019 vom 26. Februar 2020 E.6.3.3, 8C_900/2017 vom 

30. Mai 2018 E.4.2.2), wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache 

einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 

kaum je in Frage kommen (Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 

1. Juli 2022 E.7.2). Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen 

nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch 

die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte zu wecken 

vermögen (BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 

8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 E.7, 8C_499/2020 vom 19. November 

2020 E.4.2, 8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.2, 8C_160/2012 vom 

13. Juni 2012 E.3.1.2 und 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

- 16 -

3.6. Gemäss Rechtsprechung kann ein Beschwerdeführer allein aus der 

Verwendung des medizinischen Begriffs "Trauma" nichts zu seinen 

Gunsten ableiten; insbesondere kann nicht bereits aus dem Beiwort 

"posttraumatisch" auf die Bejahung der Unfallkausalität geschlossen 

werden. Der medizinische Begriff des Traumas ist nicht deckungsgleich 

mit dem versicherungsrechtlichen Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG 

(BGE 134 V 72; Urteile des Bundesgerichts 8C_645/2022 vom 

16. Februar 2023 E.4.1 mit Hinweisen, 8C_270/2020 vom 1. September 

2020 E.5.2 und 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E.3). Weiter ging das 

Bundesgericht dazu über, dem Kriterium des Unfallmechanismus zur 

Beurteilung der Unfallkausalität keine übergeordnete Bedeutung mehr 

beizumessen. Es gehe vielmehr darum, die einzelnen Kriterien, die für 

oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung sprächen, aus 

medizinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit 

zu entsprechen. Dabei ist auch der Unfallmechanismus als einzelnes Indiz 

unter mehreren in die Gesamtwürdigung einzubeziehen. Ob und inwieweit 

Anpralltraumen geeignet sind, Rotatorenmanschettenläsionen auszulösen 

oder zu verursachen, wird in der neueren medizinischen Literatur 

kontrovers diskutiert (Urteil des Bundesgerichts 8C_59/2020 vom 14. April 

2020 E.5.4; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 8C_593/2021 vom 

6. Januar 2022 E.5.2.3, 8C_167/2021 vom 16. Dezember 2021 E.4.1 mit 

weiteren Hinweisen, 8C_672/2020 vom 15. April 2021 E.4.5 und 

8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.4.2).

4. Es ist zu prüfen, ob die ärztlichen Einschätzungen von Radiologe Dr. med. 

E._____ vom 2. Juli 2021, vom orthopädischen Chirurgen Dr. med. 

F._____ vom 28. Juli 2021, dem Operationsbericht von Dr. med. F._____ 

vom 23. August 2021 sowie von Hausarzt Dr. med. D._____ vom 

14. Februar 2022 unter Berücksichtigung des Parteigutachtens von 

- 17 -

Dr. med. H._____ vom 19. September 2021 zumindest geringe Zweifel an 

den versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. med. G._____ 

vom 17. August 2021 resp. 19. August 2021 (Bg-act. 7 und 8) zu wecken 

vermögen.

4.1. Dem Radiologiebericht vom 2. Juli 2021 nach Arthro-MRI vom 1. Juli 2021 

ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer durch seinen Hausarzt 

Dr. med. D._____ zugewiesen wurde. Im Radiologiebericht bleibt ein 

Unfallereignis unerwähnt. Vielmehr geht der Radiologe klinisch von einer 

vorbestehenden und re-traumatisierten Omarthropathie rechts aus (Bg-

act. 6). Dieser Vorzustand einer Omarthropathie rechts und eines 

altersentsprechend ossären Normalbefunds ist unbestritten geblieben 

(vgl. Beschwerde S. 8 [Gerichtsakte A1]; Bericht Dr. med. F._____ vom 

28. Juli 2021 [Bg-act. 5]). Ebenso, dass der Beschwerdeführer vor dem 

Unfall (nur) gelegentlich leichte Beschwerden bei Belastungen hatte, wenn 

auch keine Einschränkung bezüglich Funktion und Kraft (vgl. Beschwerde 

S. 8 [Gerichtsakte A1]; Bericht Dr. med. F._____ vom 28. Juli 2021 [Bg-

act. 5]). Gleichzeitig bestätigen der Radiologiebericht vom 2. Juli 2021 von 

Dr. med. E._____ wie auch der orthopädische Chirurgie-Bericht vom 

28. Juli 2021 von Dr. med. F._____ übereinstimmend eine Komplettruptur 

des Musculus supraspinatus/Supraspinatussehne und eine Partialruptur 

des Musculus infraspinatus/Infraspinatussehne, wie auch weitere 

(degenerative) medizinische Erscheinungen (vgl. Bg-act. 5 und 6). Die 

Beschwerdegegnerin hat den Unfall anerkannt und ist für die 

Heilbehandlungskosten aufgekommen.

4.2. Die beiden Aktenbeurteilungen des Versicherungsmediziners Dr. med. 

G._____ vom 17. August 2021 resp. 19. August 2021, welche zur 

Leistungseinstellung per 28. Juli 2021 geführt haben, überzeugen nicht, 

wie nachfolgend ausgeführt wird.

- 18 -

4.2.1. Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ stellte sich am 17. August 

2021 auf den Standpunkt, die im MRI festgestellten Veränderungen seien 

nur möglicherweise auf das Ereignis vom 22. Juni 2021 zurückzuführen, 

warf aber selbst noch Fragen zum Ausmass des Vorzustandes auf, zumal 

die o. g. Veränderungen eher für eine degenerative Entwicklung sprächen 

oder auf ein altes Trauma hindeuteten (Bg-act. 7 S. 2). Ohne weitere 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin zum Vorzustand erstellte 

Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ nur gerade zwei Tage später 

eine weitere Aktenbeurteilung (Bg-act. 8). Dafür lagen ihm die Akten bis 

zum 29. Juli 2021 vor – allerdings unbestrittenermassen ohne Akten resp. 

Angaben über den medizinischen Vorzustand vor dem Unfallereignis, 

ohne Arthro-MRI-Bild vom 1. Juli 2021 und ohne Angaben zum 

Unfallhergang bzw. –mechanismus. Darin kam er zum Schluss, dass die 

erhobenen Befunde/Diagnosen überwiegend wahrscheinlich mit dem 

Unfall vom 22. Juni 2021 in einem natürlichen Kausalzusammenhang 

stünden (Bg-act. 8 Ziff. 2.1 Absatz 1 S. 2). Einige Absätze später 

allerdings relativiert Versicherungsmediziner Dr. med. G._____, wenn er 

ausführt, dass "das Ereignis vom 22.06.2021 zu einer Kontusion der 

rechten Schulter ohne frische, traumatisch strukturelle Läsion geführt [hat]. 

Die im MRI festgestellten Veränderungen deuten auf teils (Hervorhebung 

durch das Gericht) massive degenerative Veränderungen der 

Rotatorenmanschette ohne Zeichen einer traumatischen Verursachung 

hin. Daher ist die geplante OP vom 23.08.2021 nur möglicherweise auf 

das Ereignis vom 22.06.2021 zurückzuführen." (Bg-act. 8 Ziff. 2.1 Absatz 

6 S. 2). Und er kommt sodann noch weitergehend zu folgendem Schluss: 

"Die im MRI vom 01.07.2021 beschriebenen Veränderungen sind sämtlich 

(Hervorhebung durch das Gericht) als Vorzustand zu qualifizieren." (Bg-

act. 8 Ziff. 2.1 Absatz 7 S. 2). Diese Herleitung ist nicht schlüssig 

begründet und nicht nachvollziehbar. Und obschon er von einer 

vorübergehenden Verschlimmerung ausgeht und den Status quo sine als 

- 19 -

per 28. Juli 2021 eingetreten beurteilt (Bg-act. 8 Ziff. 3.3 und 3.4 S. 3), 

beschreibt er dennoch am 19. August 2021 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 % seit dem 22. Juni 2021 bis auf weiteres und auch aktuell (Bg-act. 8 

S. 1 und 4), während auf der Schadenmeldung UVG vom 30. Juni 2021 

unklare Vermerke angebracht sind, ob überhaupt eine Arbeitsunfähigkeit 

bestanden hat (Bg-act. 1) und der Beschwerdeführer offenbar keine 

Taggelder erhalten hat (Bg-act. 9).

4.2.2. Abgesehen davon, dass sich Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ 

Einschätzungen vom 17. August 2021 resp. 19. August 2021 im Kern 

widersprechen (17. August 2021:"…die im MRI festgestellten 

Veränderungen sind nur möglicherweise auf das Ereignis vom 22.06.2021 

zurückzuführen" [Bg-act. 7 S. 2]; 19. August 2021: "… die 

Befunde/Diagnosen mit dem Unfall vom 22.06.2021 überwiegend 

wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang stehen" [Bg-

act. 8 Ziff. 2.1 S. 2]), überzeugen sie auch – wie soeben beschrieben – in 

ihrer Herleitung und Begründung nicht.

4.2.3. Versicherungsmedizinische Feststellungen und Aktenbeurteilungen sind 

als solche beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind. Vorliegendenfalls lagen die Untersuchungsbefunde dem 

Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ nicht lückenlos vor – so hatte 

Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ nur Einsicht in den 

Radiologiebericht von Dr. med. E._____ vom 2. Juli 2021, nicht aber in 

das zugrundeliegende Arthro-MRI (vgl. E-Mail der Beschwerdegegnerin 

vom 14. September 2021 [Bg-act. 17]). Ebensowenig besass er 

medizinische Unterlagen zum Vorzustand (insbesondere "vorbestehende 

und re-traumatisierte Omarthropathie rechts") oder hatte er Kenntnis vom 

Unfallhergang bzw. –mechanismus am 22. Juni 2021. Er war somit nicht 

imstande, sich aufgrund der vorhandenen Daten ein vollständiges Bild zu 

- 20 -

verschaffen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_390/2022 vom 

7. September 2022 E.3, 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 E.3.1, 

8C_476/2021 vom 2. März 2022 E.5.1, 8C_397/2019 vom 6. August 2019 

E.4.3 mit Hinweisen). Damit ging es im Wesentlichen auch nicht nur um 

die fachärztliche Beurteilung des an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts und es rückte die direkte ärztliche Befassung mit dem 

Beschwerdeführer nicht in den Hintergrund. Versicherungsmediziner 

Dr. med. G._____ begründete nicht schlüssig, nicht nachvollziehbar und 

nicht in sich widerspruchsfrei und es sind durchaus Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit seiner Beurteilungen vorhanden. Mit den reinen 

Aktenbeurteilungen von Versicherungsmediziner Dr. med. G._____ kann 

die Beschwerdegegnerin den Beweis des Status quo sine per 28. Juli 2021 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht 

führen. An die Beweiswürdigung medizinischer Berichte sind strenge 

Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung 

eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5; 142 V 58 E.5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_410/2022 vom 23. Dezember 

2022 E.4.3). Dies ist auch vorliegend der Fall. Die Beschwerdegegnerin 

ist ihrer Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG nicht 

rechtsgenüglich nachgekommen.

4.3. Somit ist der angefochtene Einspracheentscheid in Gutheissung der 

Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit zur Vervollständigung 

des Versichertendossiers und zur Vornahme ergänzender medizinischer 

Abklärungen in Form eines neutralen zumindest orthopädischen 

Gutachtens und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

- 21 -

5.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen Versi-

cherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn 

dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die Sonderbestimmungen 

zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine generelle 

Kostenpflicht vor. Damit sind unfallversicherungsrechtliche Beschwerde-

verfahren über Leistungen in der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die 

Kostenauflage infolge – in casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder 

leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine 

ATSG). Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind daher keine 

Kosten zu erheben.

5.2.1. Die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu 

medizinischen Abklärungen und neuem Entscheid gilt praxisgemäss als 

volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig davon, ob 

sie beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im 

Eventualbegehren gestellt wird (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

8C_214/2022 vom 16. Februar 2023 E.5 mit Hinweisen). Bei diesem 

Ausgang des Verfahrens hat der obsiegende Beschwerdeführer somit 

Anspruch auf einen angemessenen Parteikostenersatz, welcher vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen wird (Art. 61 lit. g ATSG). Der Beschwerdeführer 

verlangt den Ersatz der Auslagen von CHF 1'000.00 für das 

Parteigutachten von Dr. med. H._____ (vgl. Rechnung vom 

20. September 2021 [Gerichtsakte E1]). Im angefochtenen 

Einspracheentscheid blieb das Parteigutachten von Dr. med. H._____ 

unerwähnt und es fand keine Auseinandersetzung damit statt, obschon es 

mit der Einsprache vom 21. September 2021 eingereicht worden war (Bg-

act. 21 S. 4 mit Hinweisen auf das Parteigutachten als 

Beweisofferte/Beilage 6). Ob die Beschwerdegegnerin damit das 

- 22 -

rechtliche Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) verletzt hat, weil sie 

das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht tatsächlich gehört, geprüft 

und in der Entscheidfindung berücksichtigt hat und damit ihrer 

Begründungspflicht nicht nachgekommen ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_483/2021 vom 11. Februar 2022 E.3.2), kann 

vorliegendenfalls ausgangsgemäss offen gelassen werden. In die 

Beweiswürdigung war das Parteigutachten von Dr. med. H._____ 

jedenfalls miteinzuziehen, ist doch die Herkunft des Gutachtens 

grundsätzlich nicht massgebend (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c), 

wenn auch einem Parteigutachten nicht dasselbe Gewicht zuerkannt wird, 

wie einem vom Gericht oder vom Versicherungsträger nach dem 

vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholten Gutachten (BGE 125 V 351 

E.3c; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_725/2017 vom 4. Mai 2018 

E.3.4).

5.2.2. Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten 

Person, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der ärztlichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in 

Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten 

Beweismittel stammen regelmässig von behandelnden Ärztinnen und 

Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen, die in einem 

auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen (BGE 135 

V 465 E.4.5, vgl. KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2020, Art. 44 ATSG Rz. 79 f.). Gemäss Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG 

übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, wenn er 

keine Massnahmen zur Abklärung angeordnet hat, dennoch, wenn die 

Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder 

Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 

Vorliegendenfalls war das Parteigutachten Dr. med. H._____ zwar hilfreich 

- 23 -

aber nicht unerlässlich für die Beurteilung der beiden 

versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilungen von Versicherungs-

mediziner Dr. med. G._____ bzw. für die Feststellung, dass geringe 

Zweifel an deren Zuverlässigkeit bestehen, weil sie in sich nicht schlüssig 

begründet und nicht nachvollziehbar und gar widersprüchlich waren. 

Damit sind diese Parteikosten der Beschwerdegegnerin nicht 

aufzuerlegen.

5.2.3. Hingegen hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Parteikostenersatz aus 

der Tätigkeit seiner Rechtsvertreterin; Ausgangspunkt ist deren 

eingereichte Honorarnote. Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die 

Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

(HV; BR 310.250) setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der 

obsiegenden Partei nach Ermessen fest. Dabei geht sie gemäss Art. 2 

Abs. 2 Ziff. 1 HV vom Betrag aus, welcher der entschädigungs-

berechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt 

wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig 

vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgs-

zuschläge enthält. Als üblich gilt gemäss Art. 3 Abs. 1 HV ein 

Stundenansatz von CHF 210.00 bis CHF 270.00. Die Praxis des 

Verwaltungsgerichts (Praxisänderung vom 6. September 2017, vgl. dazu 

Urteile des Verwaltungsgerichts U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b, S 

17 15 vom 27. September 2017 E.7b und R 18 17 vom 18. September 

2019 E.9.2.1) geht gestützt auf die HV dahin, dass bei Einreichen einer 

Honorarvereinbarung der geltend gemachte Stundenansatz übernommen 

wird, sofern er den Ansatz von CHF 270.00 nicht überschreitet.

5.2.4. Die eingereichte Honorarnote über CHF 3'851.50 (CHF 3'472.00 

zuzüglich 3 % Barauslagen inkl. Spesen [CHF 104.15] zuzüglich 7.7 % 

MWST [CHF 275.35]) ist nach Auffassung des Gerichts wie folgt zu 

kürzen: Für das Beschwerdeverfahren ist ein Zeitaufwand von 5.16 

- 24 -

Stunden zu berücksichtigen, wobei die eingereichte Honorarvereinbarung 

über CHF 280.00 (vgl. Bf-act. 2) praxisgemäss zu kürzen ist auf 

CHF 270.00 pro Stunde, d.h. der zu entschädigende Stundenaufwand 

beträgt CHF 1'393.20 (5.16 Stunden à CHF 270.00); zuzüglich 3 % 

Barauslagen resp. Spesen (CHF 41.80) zuzüglich 7.7 % MWST 

(CHF 110.50), was zu einem Parteikostenersatz von CHF 1'545.50 (inkl. 

Spesen und MWST) führt.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-

entscheid der Helsana Unfall AG vom 26. Januar 2022 aufgehoben und 

die Angelegenheit zu ergänzenden Abklärungen in Form eines neutralen 

zumindest orthopädischen Gutachtens und zu neuem Entscheid im Sinne 

der Erwägungen an die Helsana Unfall AG zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Helsana Unfall AG entschädigt A._____ aussergerichtlich mit 

CHF 1'545.50 (inkl. Spesen und MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]