# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7222f510-ba78-58d1-97a6-27c7f655000f
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-21
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 21.06.2016 SK.2016.22
**Docket/Reference:** SK.2016.22
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2016-22_2016-06-21

## Full Text

Erwerben und Lagern falschen Geldes (Art. 244 StGB), mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlungen (Besitz, Konsum, Anstalten treffen und Verkauf) gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG und Art. 19a BetmG), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Tätlichkeiten (Art. 126 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 2 Bst. b StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB),...;;Erwerben und Lagern falschen Geldes (Art. 244 StGB), mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlungen (Besitz, Konsum, Anstalten treffen und Verkauf) gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG und Art. 19a BetmG), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Tätlichkeiten (Art. 126 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 2 Bst. b StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB),...;;Erwerben und Lagern falschen Geldes (Art. 244 StGB), mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlungen (Besitz, Konsum, Anstalten treffen und Verkauf) gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG und Art. 19a BetmG), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), mehrfache einfache Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfache Tätlichkeiten (Art. 126 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 2 Bst. b StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB),...;;

Beschluss vom 21. Juni 2016 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Daniel Kipfer Fasciati, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Nathalie Zufferey Franciolli,  

Gerichtsschreiber Kaspar Lang 

 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

wältin des Bundes Manuela Graber,  

 

 

und als Privatklägerschaft: 

 

A., unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Martin 

Dreifuss, 

 

et al. 

 

 

gegen 

  

B., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Thomas 

Wenger,  

 

et al. 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2016.22 

(Hauptgeschäftsnummer: SK.2015.53) 

- 2 - 

Gegenstand  Erwerben und Lagern falschen Geldes (Art. 244 StGB), 

mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 

Abs. 1 StGB), mehrfache Widerhandlungen gegen das 

Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG und 

Art. 19a BetmG), Hinderung einer Amtshandlung 

(Art. 286 StGB), mehrfacher einfacher Körperverletzung 

(Art. 123 Ziff. 2 StGB), mehrfacher Tätlichkeiten 

(Art. 126 Abs. 1 StGB), Drohung (Art. 180 Abs. 2 lit. b 

StGB), Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB), mehrfa-

cher Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB), mehrfache 

Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB), mehrfacher 

Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen (Art. 292 

StGB), mehrfacher Missbrauch einer Fernmeldeanlage 

(Art. 179septies StGB) 

 

Verfahrenstrennung (Art. 30 StPO) 

 

Einstellung (Art. 329 Abs. 4 StPO) 

 

 

 

- 3 - 

In Erwägung, dass: 

 die Bundesanwaltschaft (sowie diverse Privatklägerschaften) am 3. Dezember 2015 

gegen B. wegen eingangs erwähnten Delikten und gegen C. wegen weiteren, teil-

weise zusammenhängenden Delikten Anklage erhoben hat (SK.2015.53 pag. 

10.100.1 ff.); 

 B. am 15. April 2016 folgende Vereinbarung mit der Privatklägerin A. einreichte 

(SK.2015.53 pag. 10.588.3 ff.): 

„1. B. entschuldigt sich in aller Form bei A. für die zur Anzeige gebrachten Vorfälle vom 11. und 
12. September 2013, 25. November 2013, 25. Februar 2014, 20. und 23. September 2014 sowie 
5. Oktober 2014 (vgI. Ziff. 1.2.5.1, 1.2.5.2, 1.2.5.3, 1.2.6, 1.2.7, 1.2.8, 1.2.9, 1.2.10.1, 1.2.10.2, 
1.2.10.3, 1.2.12 der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft vom 3. Dezember 2015 im Verfahren 
SK.2015.53 des Bundesstrafgerichtes). 

 

2. B. anerkennt, A. aus den Vorfällen gemäss Ziffer 1 hiervor eine Genugtuung in der Höhe von 
CHF 1‘000.00 zu schulden. B. verpflichtet sich, den Betrag von CHF 1‘000.00 innert 60 Tagen seit 
gerichtlicher Genehmigung der vorliegenden Vereinbarung zu bezahlen. 

 

3. A. zieht ihre Privatklage im Straf- und Zivilpunkt sowie sämtliche gestellten Strafanträge im 
Verfahren SK.2015.53 des Bundesstrafgerichtes gegen B. zurück. 

 

4. A. beantragt dem Bundesstrafgericht die Sistierung des Strafverfahrens bezgl. den Ziff. 1.2.5.1, 
1.2.5.2, 1.2.5.3, 1.2.6 sowie 1.2.7 der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft vom 3. Dezember 
2015 im Verfahren SK.2015.53 des Bundesstrafgerichtes nach Art. 55a StGB wegen mehrfacher 
einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten und Drohung für die Dauer von sechs Monaten. Das 
Verfahren wird wieder an die Hand genommen, wenn A. ihre Zustimmung innerhalb von sechs 
Monaten seit der Sistierung schriftlich oder mündlich widerruft. Wird die Zustimmung nicht wider-
rufen, so wird die Einstellung des Verfahrens verfügt. 
 
5. Die Parteien beantragen die Einstellung des Strafverfahrens gegen B. aufgrund der zurückge-
zogenen Strafanträge durch A. bezgl. den Ziff. 1.2.8, 1.2.9, 1.2.10.1, 1.2.10.2 sowie 1.2.12 der 
Anklageschrift der Bundesanwaltschaft vom 3. Dezember 2015 im Verfahren SK.2015.53 des 
Bundesstrafgerichtes. 
 
6. Im Übrigen erklärt A. ihr Desinteresse an der Bestrafung von B. wegen mehrfachen Ungehor-
sams gegen amtliche Verfügungen gemäss den Ziff. 1.2.11.1, 1.2.11.2 und 1.2.11.3 der Anklage-
schrift der Bundesanwaltschaft vom 3. Dezember 2015 im Verfahren SK.2015.53 des Bun-
desstrafgerichtes. 
 
7. B. übernimmt die entstandenen Verfahrenskosten sowie, vorbehältlich von Schuldsprüchen und 
des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege, die Parteikosten von A.. 
 
8. Die Parteien beantragen beim Bundesstrafgericht im Verfahren SK.2015.53 die Genehmigung 
dieser Vereinbarung.“ 

 die Bundesanwaltschaft auf eine Stellungnahme hiezu verzichtete (SK.2015.53 

pag. 10.510.3);  

- 4 - 

 A. mit Eingabe vom 26. Mai 2016 diese Vereinbarung und somit ihre Strafanträge 

sowie ihr Sistierungsersuchen widerrief (SK.2015.53 pag. 10.588.8); 

 ein zurückgezogener Strafantrag nicht nochmals gestellt werden kann (Art. 33 Abs. 2 

StGB) und der Rückzug der entsprechenden Strafanträge somit definitiv ist; 

 das Ersuchen um Sistierung des Strafverfahrens i.S.v. Art. 55a StGB indes ohne 

Weiteres widerrufen werden kann (vgl. Art. 55a Abs. 2 StGB); 

 das Verfahren betreffend die Antragsdelikte gemäss Ziff. 1.2.6 (mehrfache Tätlich-

keiten, Art. 126 Abs. 1 StGB), Ziff. 1.2.8 (Beschimpfung, Art. 177 StGB), Ziff. 1.2.9 

(mehrfacher Hausfriedensbruch, Art. 186 StGB), Ziff. 1.2.10.1-2 (mehrfache Sach-

beschädigung, Art. 144 Abs. 1 StGB) und Ziff. 1.2.12 (mehrfacher Missbrauch einer 

Fernmeldeanlage, Art. 179septies StGB) der Anklageschrift infolge Rückzugs des Straf-

antrags vom Hauptverfahren SK.2015.53 abzutrennen (Art. 30 StGB), unter der Ge-

schäftsnummer SK.2016.22 zu führen und einzustellen ist (Art. 329 Abs. 4 StPO); 

 über die weiteren Anklagepunkte anlässlich der Hauptverhandlung im Rahmen des 

Verfahrens SK.2015.53 zu entscheiden sein wird; 

 B. trotz (teilweiser) Verfahrenseinstellung die Verfahrenskosten zu tragen hat, zumal 

er rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt (Art. 426 Abs. 2 

StPO) und er sich zudem mit der Privatklägerin über eine Kostentragung geeinigt hat 

(vgl. Art. 427 Abs. 4 StPO); 

 über die Höhe der Verfahrenskosten im Rahmen des Verfahrens SK.2015.53 ent-

schieden wird; 

 über die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes der Privatklägerin, 

Rechtsanwalt Martin Dreifuss (vgl. pag. 15.2.15), im Rahmen des Urteils im Verfah-

ren SK.2015.53 zu entscheiden sein wird; 

 das Gesuch der Privatklägerin um Parteientschädigung nach Art. 433 StPO abzu-

weisen ist, zumal diese bereits unentgeltlich vertreten ist und ihr somit keine derarti-

gen Kosten entstanden sein können;  

 

 

  

- 5 - 

beschliesst die Strafkammer: 

1. Das Strafverfahren SK.2015.53 wird getrennt und in Bezug auf die Anklagepunkte 

Ziff. 1.2.6 (mehrfache Tätlichkeiten, Art. 126 Abs. 1 StGB), 1.2.8 (Beschimpfung, 

Art. 177 StGB), 1.2.9 (mehrfacher Hausfriedensbruch, Art. 186 StGB), 1.2.10.1-2 

(mehrfache Sachbeschädigung, Art. 144 Abs. 1 StGB) und 1.2.12 (mehrfacher Miss-

brauch einer Fernmeldeanlage, Art. 179septies StGB) unter der Verfahrensnummer 

SK.2016.22 geführt. 

2. Das Strafverfahren SK.2016.22 gegen B. wird infolge Rückzugs der entsprechenden 

Strafanträge durch A. eingestellt. 

3. Über die Verfahrenskosten und die Entschädigung des Rechtsvertreters der Privat-

klägerin wird im Rahmen des Verfahrens SK.2015.53 entschieden. 

4. Das Gesuch der Privatklägerin A. um Entschädigung nach Art. 433 StPO wird abge-

wiesen.  

5. Dieser Entscheid wird den Parteien des Verfahrens SK.2016.22 mitgeteilt. Dem im 

Verfahren SK.2015.53 Mitbeschuldigten C. wird eine Kopie des Entscheides zur 

Kenntnis zugestellt. 
 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

  

- 6 - 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 
396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 
 
Beschwerde an das Bundesgericht 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Ausfertigung Beschwerde 

eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 
Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a und b 
BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder 
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Versand: 22. Juni 2016