# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01e12bd3-9da7-57c4-b1c3-3d0c0aadade1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 12.03.2025 SV1 2025 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-1_2025-03-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. März 2025
mitgeteilt am 

Referenz SV1 25 1

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel 
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Procap Schweiz

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, 
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Invalidenrente

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1967, ist gelernte Hotelfachassistentin und war zuletzt bis 
Ende November 2020 als Mitarbeiterin im Direktionssekretariat bei der B._____ in 
einem 50 %-Pensum angestellt. 

B. Im Juli 2016 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine Colitis ulcerosa 
erstmals bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an. In dem dieser Anmeldung beigelegten Bericht von Dr. med. 
C._____, Facharzt für Gastroenterologie, vom 30. Mai 2016 wurde eine Colitis 
ulcerosa in Remission bei Status nach akutem Schub ausgewiesen. 

C. Nachdem die IV-Stelle im April 2017 Kostengutsprache für einen Support am 
Arbeitsplatz während einer Integrationsmassnahme im Betrieb durch die 
Eingliederungsberatung erteilt hatte und diese Massnahme Anfang Juli 2017 wegen 
Erreichens der vereinbarten Ziele beendet worden war, sprach die IV-Stelle 
A._____ mit Verfügung vom 3. Oktober 2017 für den Zeitraum vom 1. Februar 2017 
bis zum 31. März 2017 eine ganze Rente zu. 

D. Im Juni 2018 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine Colitis ulcerosa 
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Auf Afforderung der IV-Stelle hin 
reichte die Hausärztin Dr. med. D._____, Fachärztin für Innere Medizin, ihren 
Verlaufsbericht vom 25. Juni 2018 ein. Darin führte sie aus, im April/Mai 2018 habe 
sich erneut ein kürzerer Schub der bekannten Colitis ulcerosa ereignet, weshalb 
A._____ gekündigt worden sei. Bezüglich der Darmerkankung gehe es ihr wieder 
gut. Allerdings bestehe aktuell aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit in 
Bezug auf den aktuellen Arbeitsplatz. Die behandelnde Psychiaterin, 
Dr. med. E._____, wies in ihrem Bericht vom 30. Juli 2018 eine rezidivierende 
depressive Erkrankung mit aktuell mittelgradiger Episode mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit aus. 

E. Nachdem die IV-Stelle in der Folge einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung 
bejaht hatte, wurden die beruflichen Massnahmen per 20. November 2018 
abgebrochen, da sich A._____ als nicht arbeitsfähig erachte (vgl. Mitteilung vom 
28. November 2018). 

F. In ihrem Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2018 wies Dr. med. E._____ bei 
gleichgebliebener Diagnose einen verbesserten Gesundheitszustand aus und 
erachtete ein engmaschig begleitetes Aufbautraining für sinnvoll, um die körperliche 
und psychische Leistungsfähigkeit sowie das Selbstwertgefühl zu steigern. 

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G. Nachdem die IV-Stelle daraufhin mit Mitteilung vom 18. Februar 2019 
Kostengutsprache für ein Aufbautraining bei F._____ für den Zeitraum vom 4. März 
2019 bis zum 31. August 2019 erteilt hatte, wurde diese Integrationsmassnahme 
Anfang September 2019 abgeschlossen, da die vereinbarten Ziele erreicht worden 
seien (vgl. Mitteilung vom 3. September 2019). 

H. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2019 wurde das Leistungsbegehren mangels 
eines rentenbegründenden Invaliditätsgrads abgewiesen. 

I. Im Januar 2021 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine Depression 
abermals bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Auf Aufforderung der IV-Stelle 
hin reichte die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. E._____, ihren Bericht vom 
18. Februar 2021 ein. Darin wies sie eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig mittelgradige Episode, akzentuierte Persönlichkeitszüge sowie eine 
Colitis ulcerosa aus. Dr. med. E._____ hielt insbesondere fest, dass von einer 
längerfristigen (Teil-)Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. 

J. Bereits zuvor wies Dr. med. G._____, Chefarzt Spezialpsychiatrie der 
H._____ (H._____), in seinem Bericht vom 21. Dezember 2020 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit aus. Er führte insbesondere aus, es handle sich um eine 
wiederholte Krankheitsperiode im Rahmen einer chronischen rezidivierenden 
Grunderkrankung, weshalb insgesamt von einer eher schwierigen Prognose in 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. 

K. Den von ihr zuvor gestellten Diagnosen schrieb Dr. med. E._____ in ihrem 
Bericht vom 1. Juni 2021 Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu. In befundlicher 
Hinsicht hielt sie insbesondere fest, A._____ zeige eine mittelgradige depressive 
Symptomatik mit depressiver Verstimmung, Freud- und Interessenlosigkeit, 
Grübelneigung, kognitiven Störungen, reduziertem Appetit sowie Ein- und 
Durchschlafstörungen. Seit Beginn der erneuten Behandlung per Ende September 
2020 und Umstellung des Antidepressivums habe sich die Symptomatik stabilisiert 
bzw. sei teilweise remittiert. Dr. med. E._____ erachtete eine neuropsychologische 
Abklärung für sinnvoll. Am 23. Dezember 2021 wies Letztere bei gleichgebliebenen 
Diagnosen einen stationären Gesundheitszustand aus. 

L. Vom 6. Juli 2022 bis zum 17. August 2022 hielt sich A._____ zur stationären 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung in der I._____ auf. Im 
entsprechenden Austrittsbericht vom 6. September 2022 wurde in psychiatrischer 
Hinsicht neben Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (Burnout) sowie einer 
Persönlichkeitsakzentuierung mit selbsunsicheren bzw. abhängigen Zügen eine 

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rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, 
ausgewiesen. Die behandelnden Fachpersonen befanden insbesondere, bei 
A._____ bestehe eine mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer 
bekannten rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mit Erschöpfung und stark 
ausgeprägten somatischen Symptomen, die in Verbindung mit einer 
multifaktoriellen psychosozialen Belastungssituation stünden. 

M. Am 13. Dezember 2022 erfolgte im Auftrag der IV-Stelle eine 
neuropsychologische Abklärung. Im entsprechenden Gutachten vom 15. Dezember 
2022 ging lic. phil. J._____, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, von nicht 
validen Testbefunden aus. 

N. In der Folge liess die IV-Stelle A._____ polydisziplinär in den Fachdisziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Neurologie, Opthalmologie, 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Rheumatologie begutachten, wobei der 
Auftrag der ABI, Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, zugeteilt wurde 
(nachfolgend: ABI-Gutachten). In dem am 12. Oktober 2023 erstatteten ABI-
Gutachten wiesen die Expertin und Experten eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichtgradige Ausprägung, eine bilaterale rechtsdominante 
Rhizarthrose, eine zentrale Coxarthrose links und eine Sehbeeinträchtigung mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus. Ohne Einfluss darauf sei namentlich eine 
Colitis ulcerosa. Sie erachteten A._____ sowohl in der bisherigen als auch in einer 
leidensangepassten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig.

O. Nach Einholung der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 20. November 2023 die 
Abweisung des Leistungsbegehrens an. Zum Abklärungsergebnis hielt sie fest, die 
Gutachter bestätigten, dass A._____ sowohl die angestammte wie auch eine 
adaptierte Tätigkeit zu 70 % zumutbar sei. Dementsprechend liege die 
versicherungsmedizinische Arbeitsunfähigkeit bei 30 %. Im Aufgabenbereich 
Haushalt bestehe laut gutachterlicher Abklärung eine Einschränkung von unter 
20 %. Daraus sei zu folgern, dass der Invaliditätsgrad weiterhin unter 40 % liege, 
womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Dagegen liess A._____ am 
13. Dezember 2023 Einwand erheben, welcher am 11. Januar 2024 unter Beilage 
einer Stellungnahme der behandelnden Psychiaterin vom 15. Dezember 2023 
ergänzt wurde. Nachdem in der Folge im März 2024 eine neuropsychologische 
Untersuchung bei den H._____ stattgefunden hatte und im Mai 2024 eine 
Lumbalpunktion durchgeführt worden war, entschied die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 12. November 2024 wie vorbeschieden und verneinte einen Anspruch auf eine 
Invalidenrente.

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P. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 3. Januar 
2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden erheben und in 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 12. November 2024 beantragen, ihr 
sei eine dem Invaliditätsgrad entsprechende Rente zuzusprechen. Eventualiter sei 
die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. In 
prozessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Rechtspflege und 
Verbeiständung. Zur Begründung brachte sie zusammenfassend vor, dass eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 % aufgrund der verschiedenen Einschränkungen (Colitis 
ulcerosa, Sehstörung, depressive und neuropsychologische Störung) nicht 
nachvollziehbar sei. Alleine schon aufgrund der neuropsychologischen Störung 
werde eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % bis 50 % attestiert. Die Wechselwirkungen 
der verschiedenen Erkrankungen würden von den Gutachtern nicht bzw. zu wenig 
diskutiert. Dass die Colitis ulcerosa bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht 
berücksichtigt werde, sei mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht 
vereinbar. Zudem sei im Gutachten kein strukturelles Beweisverfahren durchgeführt 
worden. Auch hätte zwingend eine Haushaltsabklärung durchgeführt werden 
müssen. 

Q. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Januar 2025 schloss die IV-Stelle 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde und nahm in 
ablehnender Weise zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin Stellung.

R. Die Beschwerdeführerin reichte am 4. Februar 2025 ihre Replik ein, wobei 
sie an ihren Anträgen festhielt und ihren Standpunkt vertiefte.

S. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 20. Februar 2025 auf 
die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 12. November 2024 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung ist 

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die Beschwerdeführerin davon berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse 
an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abschlägig beschieden hat. 
Dieser entstünde angesichts der Anmeldung im Januar 2021 wegen der im Herbst 
2020 wiederaufgetretenen depressiven Symptomatik (vgl. IV-act. 212) gestützt auf 
Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. Juli 2021 (d.h. sechs Monate nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs), sofern bis dahin das Wartejahr erfüllt 
war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein Invaliditätsgrad von mindestens 
40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG).

2.2. Uneins sind sich die Verfahrensbeteiligten insbesondere hinsichtlich des 
Umfangs der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Unbestritten ist die 
Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung bei einer 
Gewichtung des Erwerbsbereichs mit 80 % und des Aufgabenbereichs mit 20 %.

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). In zeitlicher Hinsicht sind – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt 
vieler: BGE 149 II 320 E. 3, 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 
E. 4.3.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 2.2). 
Entsprechend ist – je nach Zeitpunkt der Erfüllung des Wartejahrs vor oder nach 
dem 1. Januar 2022 – entweder nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden 
Rechtslage oder aber nach neuem Recht zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt 
ein Rentenanspruch entstanden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_435/2023 
vom 27. Mai 2024 E. 4.2; Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 
19. Juni 2020; Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 
1. Januar 2022, Rz. 9102 [<http://www.sozialversicherungen.admin.ch>]). Gemäss 
lit. b Abs. 1 der Übergangsbestimmungen bleibt für Rentenbezüger, deren 
Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die in 
diesem Zeitpunkt – wie hier – das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, der 
bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach 

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Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert. Diesfalls gelangt das ab dem 1. Januar 2022 geltende 
revidierte Recht zur Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_823/2023 vom 
8. Juli 2024 E. 4).

4.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berück-sichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

4.2. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die 
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 
IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 144 I 21 E. 2.1 m.w.H.).

4.3.1. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG vor, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der 
bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) wird die Rente nach dem 
Grad der Invalidität abgestuft, wobei bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente besteht.

4.3.2. Nach Art. 28b Abs. 1 IVG (in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung) 
wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen 
Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der 

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prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 
IVG). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen 
Anteile (Art. 28b Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5 %
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %
42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

5.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 12. November 2024 einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Invalidenrente mit der Begründung, sowohl die angestammte wie auch eine 
adaptierte Tätigkeit sei zu 70 % zumutbar und die Einschränkung im Haushalt liege 
unter 20 %, woraus sich ein rentenausschliessender Invaliditätgrad von unter 40 % 
ergebe (vgl. IV-act. 306 S. 2). Dabei stützte sie sich insbesondere auf das 
polydiszipli-näre ABI-Gutachten vom 12. Oktober 2023 ab (vgl. IV-act. 280).

5.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

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Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 
E. 2.4 und 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

5.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 4.1, 8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 
vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4). 

5.2.3. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach 
Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 
137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile 
des Bundesgerichts 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 vom 

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13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E. 2.3, 8C_84/2022 
vom 19. Mai 2022 E. 2.2 und 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E. 2.2.2). In Bezug 
auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc). 
Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 
therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4) 
andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich 
eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der subjektiven 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 
vom 4. Mai 2022 E. 4, 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 11.2.2, 8C_736/2021 
vom 22. März 2022 E. 5.2 und 8C_764/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2).

5.3. Insoweit ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 
polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 12. Oktober 2023 abgestellt hat oder ob 
konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. dieses von der 
übrigen medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen wird. Während die 
Beschwerdegegnerin das ABI-Gutachten im Ergebnis für schlüssig, nachvollziehbar 
und widerspruchsfrei hält (vgl. angefochtene Verfügung vom 12. November 2024 
[IV-act. 306]), zweifelt die Beschwerdeführerin dessen Beweiswert an. Dabei 
kritisiert sie insbesondere das gastroenterologische und das psychiatrische 
Teilgutachten.

6. Die Feststellung einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung erfolgt 
bei somatoformen Schmerzstörungen (vgl. BGE 141 V 281) wie auch bei sämtlichen 
psychischen Störungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) nach Vorliegen einer 
ärztlichen Diagnosestellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens anhand 
der sogenannten Standardindikatoren. Im strukturierten Beweisverfahren ist der 
Nachweis des funktionellen Schweregrades und der Konsistenz der 
Gesundheitsschädigung unter Verwendung sogenannter Indikatoren zu erbringen 
(vgl. Kreisschreiben des BSV über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 

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Invalidenversicherung [KSIH], Stand: 1. Januar 2021, Rz. 1006 
[<https://sozialversicherungen.admin.ch>]). Die Kategorie "funktioneller 
Schweregrad" umfasst den Komplex "Gesundheitsschädigung" (mit den Indikatoren 
"Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde", "Behandlungserfolg oder -
resistenz", "Eingliederungserfolg oder -resistenz" und "Komorbiditäten"), den 
Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) und 
den Komplex "Sozialer Kontext". Die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des 
Verhaltens) umfasst die Komplexe "Gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" und "Behandlungs- 
und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" (vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.1.3; KSIH, Rz. 1006). Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von 
einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder 
auch gar nicht geeignet ist (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 und 143 V 418 E. 7.1; siehe 
dazu auch Urteile des Bundesgerichts 8C_560/2023 vom 18. Januar 2024 E. 7.4.2, 
9C_38/2022 vom 24. Mai 2022 E. 4.6, 9C_587/2021 vom 31. Januar 2022 E. 4.1 
und 9C_197/2018 vom 5. Juni 2018 E. 7). Hat sich die sachverständige Person bei 
der Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss 
BGE 141 V 281 orientiert und genügt ihr Gutachten den allgemeinen Anforderungen 
an den Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1), sind die darin 
formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen der 
Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische 
Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht 
stattfinden (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.2 und 141 V 281 E. 5.2.3; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_389/2022 vom 3. Mai 2023 E. 2.3.2, 9C_293/2021 vom 
23. Dezember 2021 E. 2.3, 9C_307/2017 vom 11. Januar 2018 E. 5.1.2 und 
9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.5; siehe auch BGE 144 V 50 E. 4.3). 
Eine solche liegt aber nicht vor, wenn der Versicherungsträger und im 
Beschwerdefall das Gericht anhand der medizinischen Indikatorenprüfung die 
massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung eines 
stimmigen Gesamtbildes schlüssig abhandeln und nachweisen, wo die ärztlichen 
Darlegungen nicht mit den normativen Vorgaben übereinstimmen (vgl. BGE 145 V 
361 E. 4.1.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_773/2023 vom 1. Mai 2024 E. 5.2 
f. und 9C_293/2021 vom 23. Dezember 2021 E. 2.3).

7. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a und 122 V 157 E. 1c m.w.H., vgl. auch E. 5.2.2 hiervor; vgl. 
auch BGE 144 V 50 E. 4.3 betreffend die ärztliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung im 
strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 für die Prüfung der 
funktionellen Auswirkungen einer psychischen Erkrankung) ist festzustellen, dass 

12 / 32

das ABI-Gutachten vom 12. Oktober 2023 in Kenntnis der Vorakten (vgl. IV-act. 280 
S. 18 ff.) sowie der von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und dem 
Krankheitsverlauf ergangen ist (vgl. IV-act. 280 S. 9 ff., S. 27, S. 34, S. 44, S. 51 ff., 
S. 60 f. und S. 68). Es basiert auf eigenen klinischen, bildgebenden und 
laborchemischen Untersuchungen (vgl. IV-act. 280 S. 28, S. 37, S. 45 f., S. 54, 
S. 62 und S. 69 ff.). Auch nahmen die Gutachterin und der Gutachter zu den 
streitigen Belangen Stellung (vgl. IV-act. 280 S. 9 ff., S. 29 ff., S. 37 ff., S. 46 ff., 
S. 55 ff., S. 62 ff., S. 71 ff. und S. 78 f.). Dabei wiesen sie folgende Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 280 S. 12):

 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Ausprägung (ICD-
10: F33.0)

 Bilaterale rechtsdominante Rhizarthrose (ICD-10: M18.0)

 Zentrale Coxarthrose links (ICD-10: M16.1)

 Sehbeeinträchtigung (ICD-10: H54.9)
o Hornhautnarbe nach Herpeskeratitis rechts (ICD-10: H19.1)
o ausgeprägte Benetzungsstörung links (ICD-10: H16.1)
o Fehlsichtigkeit (Hyperopie, Myopie, Astigmatismus) (ICD-10: 

H52.0/H52.1/H52.2)
o Cataracta incipiens (ICD-10: H25.0)
o Esophorie (ICD-10: H50.5)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichneten die Expertin und Experten 
insbesondere die Diagnose Colitis ulcerosa (ICD-10: K51.9) (vgl. IV-act. 280 S. 12). 
In ihrer gesamtmedizinischen Beurteilung führten sie aus, aus 
allgemeininternistischer und neurologischer Sicht hätten sich keine Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Klinisch-rheumatologisch bestünden eine 
bilaterale rechtsdominante Rhizarthrose sowie eine zentrale Coxarthrose links. 
Konsekutiv liege in der angestammten wie auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 
75%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor. Aus gastroenterologischer Sicht habe 
die bereits bekannte Colitis ulcerosa bestätigt werden können. Es bestehe ein 
remittierter Verlauf seit vier Monaten unter einer immunsupprimierenden 
Behandlung mit Azathioprin mit Status nach multiplen Rezidiven, so dass sich 
aktuell im Rahmen der Colitis ulcerosa keine Einschränkungen ergäben. Aus 
ophthalmologischer Sicht habe sich aufgrund der festgestellten 
Sehbeeinträchtigung bei Status nach Hornhautnarbe nach einer Herpeskeratitis und 
ausgeprägter Benetzungsstörung eine gewisse Rendementeinschränkung von 
30 % ergeben. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung sei eine gegenwärtig 
leichtgradig ausgeprägte rezidivierende depressive Störung ausgewiesen worden, 
was zu einer 80%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit führe (vgl. IV-act. 280 S. 11 

13 / 32

f.). Die Gutachterin und Gutachter erachteten die Beschwerdeführerin bei einer 
reduzierten Leistungsfähigkeit bei erhöhtem Pausenbedarf und reduziertem 
Rendement sowohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit 
seit Mai 2018 zu 70 % arbeitsfähig (vgl. IV-act. 280 S. 13 f.). Zudem gingen sie von 
einer Einschränkung im Haushalt von weniger als 20 % aus (vgl. IV-act. 280 S. 14). 

8.1. In somatischer Hinsicht ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass 
bei der Beschwerdeführerin die Diagnose einer Colitis ulcerosa erstmals im Jahr 
2003 erhoben wurde (vgl. insb. Berichte von Dr. med. C._____ vom 15. August 
2016 [IV-act. 15 S. 1] und vom 30. Mai 2016 [IV-act. 6 S. 1]; Berichte von Dr. med. 
D._____ vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1] und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3]). 
Nachdem es Ende 2015 nach einem bisher unauffälligen Krankheitsverlauf zu einer 
psychischen Krise gekommen war, traten ab Anfang 2016 abdominale 
Beschwerden mit Durchfall samt Blutbeimengungen und tenesmenartigen 
Schmerzen auf (vgl. Berichte von Dr. med. C._____ vom 15. August 2016 [IV-act. 
15 S. 1] und vom 30. Mai 2016 [IV-act. 6 S. 1]; Berichte von Dr. med. D._____ vom 
4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1] und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3]; siehe auch die 
Angaben der Beschwerdeführerin zu den Schubbeschwerden [blutige Diarrhoe, 
spontaner Schleimabgang, Bauchschmerzen, Nausea, Schwächegefühl] im Bericht 
von Dr. med. D._____ vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3]; siehe ferner Bericht von 
Dr. med. K._____, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 23. Januar 2017 [IV-act. 
27 S. 1]). Am 21. Februar 2016 wurde bei einem normalen CRP-Wert ein 
Calprotectinwert von 2686 gemessen (vgl. Bericht von Dr. med. D._____ vom 2. Juli 
2016 [IV-act. 6 S. 3] und Bericht von Dr. med. C._____ vom 30. Mai 2016 [IV-act. 6 
S. 1]; siehe ferner zur Calprotectin-Konzentration: 
<https://flexikon.doccheck.com/de/Calprotectin>, besucht am 21. Februar 2025). 
Unter Einleitung einer medikamentösen Therapie mit Cortison trat hinsichtlich der 
Abdominalsymptomatik eine Besserung ein, so dass Dr. med. C._____ nach der am 
23. Mai 2016 durchgeführten Ileokoloskopie eine Colitis ulcerosa in Remission 
feststellte (vgl. Berichte von Dr. med. C._____ vom 15. August 2016 [IV-act. 15 S. 1] 
und vom 30. Mai 2016 [IV-act. 6 S. 1 f.]; Berichte von Dr. med. D._____ vom 
4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1] und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3]; siehe auch 
Bericht von Dr. med. K._____ vom 23. Januar 2017 [IV-act. 27 S. 1]). 
Demgegenüber besserte sich der anfänglich aufgrund der Dickdarmentzündung 
festgestellte reduzierte Allgemeinzustand der Beschwerdeführerin wegen 
Unverträglichkeit der Steroidbehandlung im Verlauf nicht (vgl. Berichte von Dr. med. 
D._____ vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1] und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3]; 
siehe auch die Angaben der Beschwerdeführerin im zuletzt genannten Bericht zu 
den Steroidnebenwirkungen [ausgeprägtes Schwächegefühl, Zittern, teilweise 

https://flexikon.doccheck.com/de/Calprotectin

14 / 32

Unruhe]). Nachdem nach ausgewiesener Vollremission auf Empfehlung von 
Dr. med. C._____ hin die Steroiddosis reduziert worden war, kam es Mitte Juni 2016 
erneut zu einem entzündlichen Schub mit Abdominalkrämpfen, blutigem Durchfall 
und Nachweis eines abermals stark erhöhten Calprotectinwerts, woraufhin die 
Cortisondosis wieder erhöht wurde (vgl. Berichte von Dr. med. C._____ vom 
15. August 2016 [IV-act. 15 S. 1 f.] und vom 30. Mai 2016 [IV-act. 6 S. 2]; Berichte 
von Dr. med. D._____ vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1 f.] und vom 2. Juli 2016 
[IV-act. 6 S. 3]; siehe auch Bericht von Dr. med. K._____ vom 23. Januar 2017 [IV-
act. 27 S. 1]). Daraufhin wurde Anfang August 2016 bei normalisiertem 
Calprotectinwert erneut eine Verbesserung der Abdominalsymptomatik bei jedoch 
reduziertem Allgemeinzustand mit ausgeprägter Schwäche, Zittern und Müdigkeit 
im Rahmen der Medikamentennebenwirkung ausgewiesen (vgl. Bericht von 
Dr. med. D._____ vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 2]; siehe auch 
Telefongespräch vom 31. August 2016 [IV-act. 61] und Bericht von Dr. med. 
K._____ vom 23. Januar 2017 [IV-act. 27 S. 1]). In ihrem Verlaufsbericht vom 
28. Oktober 2016 hielt Dr. med. D._____ fest, dass sich die Beschwerdeführerin 
recht gut von ihrem Schub der Colitis ulcerosa erholt habe und das Cortison auf 
eine niedrige Dosierung habe reduziert werden können. Die Arbeitsunfähigkeit 
betrage momentan noch 100 %, wobei für den Monat November 2016 ein 
Arbeitsversuch geplant sei (vgl. IV-act. 21; siehe auch Bericht von Dr. med. K._____ 
vom 23. Januar 2017 [IV-act. 27 S. 1]; E-Mail der L._____ AG vom 18. November 
2016 [IV-act. 61 S. 5]; Telefongespräch vom 25. Oktober 2016 [IV-act. 61 S. 4] und 
Bericht der L._____ AG vom 7. September 2016 [IV-act. 61 S. 2]; vgl. betreffend 
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ab dem 29. Februar 2016: IV-act. 7 und 13 
S. 2). Nachdem in der Folge in den Monaten November 2016 bis März 2017 ein 
Arbeitsversuch ohne Beteiligung der Beschwerdegegnerin durchgeführt worden war 
(vgl. IV-act. 22, 31, 33 und 40), erteilte Letztere Kostengutsprache für einen Support 
am Arbeitsplatz während einer Integrationsmassnahme im Betrieb durch die 
Eingliederungsberatung für den Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 30. Juni 2017 
(vgl. Mitteilung vom 6. April 2017 [IV-act. 45]). Da die vereinbarten Ziele erreicht 
werden konnten, wurde die Integrationsmassnahme Anfang Juli 2017 
abgeschlossen (vgl. Mitteilung vom 3. Juli 2017 [IV-act. 58]; siehe betreffend die 
vereinbarten Ziele: IV-act. 42; siehe ferner Verlaufsprotokoll Eingliederung IM, 
Eintrag vom 28. Juni 2017 [IV-act. 56 S. 6], und Gesprächsprotokoll vom 29. Juni 
2017 [IV-act. 66], wonach die Bauchschmerzen und der Durchfall mit dem neuen 
Cortison unter Kontrolle seien und die Beschwerdeführerin über das gleiche 
Leistungslevel wie vor der Erkrankung verfüge). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2017 
sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin vom 1. Februar 2017 bis 
zum 31. März 2017 eine ganze Rente zu (vgl. IV-act. 69). Im April und Mai 2018 

15 / 32

erlitt die Beschwerdeführerin nach mehrmonatiger Remission bei festgestelltem 
erhöhtem Infektparameter erneut einen Schub der Colitis ulcerosa mit starken 
Bauchschmerzen, häufigen blutigen Durchfällen sowohl am Tag wie auch nachts, 
und einem reduzierten Allgemeinzustand, woraufhin sie sich im Juni 2018 erneut 
bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug anmeldete (vgl. Bericht von 
Dr. med. D._____ vom 2. Mai 2018 [IV-act. 194 S. 7 f.] und IV-Anmeldung vom 
6. Juni 2018 [IV-act. 79]; siehe ferner telefonische Erstabklärung KTG Versicherter 
vom 30. April 2018 [IV-act. 193 S. 76] und hausärztliche 
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von April und Mai 2018 [IV-act. 195 S. 13 ff.]). 
In ihrem Verlaufsbericht vom 25. Juni 2018 hielt die Hausärztin Dr. med. D._____ 
namentlich fest, im April/Mai 2018 habe sich erneut ein kürzerer Schub der Colitis 
ulcerosa ereignet, woraufhin der Beschwerdeführerin gekündigt worden sei. 
Betreffend Darmerkrankung gehe es ihr aber wieder gut. Aktuell bestehe aus 
psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf den aktuellen 
Arbeitsplatz (vgl. IV-act. 83; siehe ferner RAD-Einschätzung von Dr. med. M._____ 
vom 17. Juli 2018, wonach eine Arbeitsunfähigkeit aus versicherungsmedizinischer 
Sicht im April und Mai 2018 wahrscheinlich anzuerkennen sei, und die von ihm 
ausgewiesenen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit [IV-act. 200 S. 7 f.]). 
Gleichermassen teilte die Beschwerdeführerin ihrem Eingliederungsberater 
anlässlich eines Gesprächs vom 7. November 2018 insbesondere mit, dass die 
Situation bezüglich der Colitis ulcerosa relativ ruhig sei und das Cortison 
ausgeschlichen werde könne (vgl. IV-act. 113 S. 2; siehe auch Verlaufsprotokoll 
Eingliederung AV, Einträge vom 23. Juli 2018, vom 13. August 2018 und vom 
23. August 2018, wonach die Beschwerdeführerin laut ihren Angaben im Juli 2018 
erneut einen Schub erlitten habe, sich ihr diesbezüglicher Gesundheitszustand 
allerdings im August 2018 wieder verbessert habe [IV-act. 114 S. 4]; siehe ferner 
Verlaufsprotokoll Eingliederung IM, Eintrag vom 29. Januar 2019, wonach die 
Beschwerdeführerin ihrem Eingliederungsberater mitteilte, dass sie das Cortison 
habe absetzen können und es ihr so gut wie schon lange nicht mehr gehe [IV-act. 
186 S. 3]). In der Folge absolvierte die Beschwerdeführerin vom 4. März 2019 bis 
zum 31. August 2019 ein Aufbautraining bei F._____, wobei diese Inte-
grationsmassnahme Anfang September 2019 aufgrund Zielerreichung 
abgeschlossen wurde (vgl. Mitteilungen vom 3. September 2019 [IV-act. 188] und 
vom 18. Februar 2019 [IV-act. 126]; siehe auch Schlussbericht vom 31. August 
2019 [IV-act. 182] und betreffend die vereinbarten Ziele: IV-act. 141; siehe ferner 
Protokoll Standortgespräch vom 4. April 2019, wonach sich aufgrund eines Streits 
mit der Mutter wieder Bauchprobleme bemerkbar gemacht hätten, diese allerdings 
im Vergleich zu früher eher glimpflich verlaufen seien [IV-act. 144 S. 1], und jenes 
vom 14. Juni 2019, wonach die Beschwerdeführerin keine Magen-Darm-

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Beschwerden beklage [IV-act. 164 S. 1]). Mit Verfügung vom 31. Oktober 2019 wies 
die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren mangels eines 
rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab (vgl. IV-act. 199). Im Rahmen einer 
darauffolgenden erneuten IV-Anmeldung unter Hinweis auf eine psychische 
Beeinträchtigung wies Dr. med. D._____ in ihrem Verlaufsbericht vom 21. Mai 2021 
die Diagnose einer Colitis ulcerosa ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus 
und hielt insbesondere fest, es scheine, als verlaufe die Colitis ulcerosa schon 
länger schubfrei (vgl. IV-act. 225 S. 2 und IV-Anmeldung vom Januar 2021 [IV-act. 
207]). In der Folge wies Dr. med. D._____ am 6. Dezember 2021 einen stationären 
Gesundheitszustand aus und wies darauf hin, dass sich aus internistischer Sicht 
keine Änderungen betreffend Diagnose ergeben hätten (vgl. Bericht von Dr. med. 
D._____ vom 6. Dezember 2021 [IV-act. 229 S. 1]). Sodann hielt die behandelnde 
Psychiaterin, Dr. med. E._____, in ihrem Verlaufsbericht vom 23. Dezember 2021 
namentlich fest, dass laut der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Colitis ulcerosa 
aktuell ein stabiler Verlauf vorliege (vgl. IV-act. 230 S. 1). Mitte März 2022 
informierte Dr. med. E._____ die Beschwerdegegnerin unter anderem darüber, 
dass seit Januar 2022 ein akuter Schub der Colitis ulcerosa bestehe, welcher 
gerade abklinge. Die nächste gastroenterologische Untersuchung sei per Anfang 
April 2022 geplant (vgl. Antwortblatt Medizin vom 14. März 2022 [IV-act. 232]). Im 
Austrittsbericht der I._____ vom 6. September 2022 wurde als somatische 
Nebendiagnose insbesondere eine nicht näher bezeichnete Colitis ulcerosa 
ausgewiesen und diesbezüglich festgehalten, dass der letzte Schub im Januar 2022 
gewesen sei und aktuell ein reguläres Stuhlverhalten ohne Blutabgang vorliege. 
Während der stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei bei 
Fortführung der eingeleiteten Medikation keine akute Exazerbation aufgetreten [IV-
act. 236 S. 3 und S. 6]). 

8.2. Der gastroenterologische Gutachter Dr. med. N._____ wies in seinem 
Teilgutachten als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Colitis 
ulcerosa Montreal Klassifikation A2 E2 (ICD-10: K51.9) bei remittiertem Verlauf seit 
vier Monaten unter Azathioprin und Status nach multiplen Rezidiven aus (vgl. IV-
act. 280 S. 63; siehe auch IV-act. 280 S. 12). Hierzu führte er aus, gestützt auf die 
Aktendokumentation und die Anamnese präsentiere sich bei der 
Beschwerdeführerin ein klassischer Verlauf einer Colitis ulcerosa mit 
schubförmigen Episoden. Letztmals scheine hier eine Aktivität im Januar 2023 
eingesetzt zu haben, welche als mittelschwer qualifiziert werden müsse. Aktuell 
bestehe aber ein seit über vier Monaten anhaltender, remittierter Verlauf (vgl. IV-
act. 280 S. 63). Zudem hielt der gastroenterologische Experte in anamnestischer 
Hinsicht insbesondere fest, den letzten Schub habe die Beschwerdeführerin im 

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Januar 2023 erlebt, welcher sich nach einer Koloskopie etabliert habe. Dieser 
Schub habe mit einem Gastroenterologikum unter Verwendung von Mesalazin 
kupiert werden können. Aktuell sei die Beschwerdeführerin beschwerdefrei. Die 
Stuhlfrequenz werde mit einmal täglich angegeben. Gelegentlich habe die 
Beschwerdeführerin Abdominalbeschwerden, welche prä- als auch postdefäktional 
aufträten. In der Nacht leide sie nicht an Abdominalbeschwerden (vgl. IV-act. 280 
S. 61). Angesichts der somit im Begutachtungszeitpunkt am 14. August 2023 sich 
bereits seit mehreren Monaten in Remission befindlichen Colitis ulcerosa ist nicht 
zu beanstanden, wenn Dr. med. N._____ in Bezug auf diesen Zeitpunkt aus 
gastroenterologischer Sicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausging und keine 
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auswies (vgl. IV-act. 280 S. 64; 
siehe auch IV-act. 280 S. 11). Allerdings ergeben sich aus den vorliegenden Akten 
– wie dargelegt (vgl. E. 8.1 hiervor) – Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin 
im vorliegend massgeblichen Zeitraum zwei, jeweils mehrere Monate andauernde 
Krankheitsschübe erlitten hat (ab Januar 2022 bzw. ab Januar 2023). In Bezug auf 
den zuletzt erlittenen Schub der Colitis ulcerosa ging der gastroenterologische 
Gutachter Dr. med. N._____ – wie bereits erwähnt (vgl. E. 8.1 hiervor) – von einer 
mittelschweren Aktivität aus. Insofern wäre die Beschwerdegegnerin gehalten 
gewesen, hinsichtlich dieser beiden Krankheitsschübe echtzeitliche (fach-)ärztliche 
Bericht einzuholen und diese im Rahmen der funktionellen Folgenabschätzung der 
ausgewiesenen Colitis ulcerosa in retrospektiver Hinsicht gutachterlicherseits 
beurteilen und würdigen zu lassen. Dies gilt umso mehr, als Dr. med. N._____ in 
seinem Teilgutachten festhielt, dass sich aus gastroenterologischer Sicht keine 
Arbeitsprofile herleiten liessen, welche der aktiven Colitis ulcerosa entgegenkämen 
(vgl. IV-act. 280 S. 64). Insofern präsentiert sich der rechtserhebliche Sachverhalt 
als unvollständig abgeklärt. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass vorliegend die Püfung der 
Konnexität pflichtwidrig unterlassen worden sei, und diesbezüglich mehrere 
Bundesgerichtsurteile anführt, ist festzuhalten, dass Letztere ausschliesslich die 
berufliche Vorsorge zum Gegenstand haben. Allerdings ist mit Blick auf die noch 
vorzunehmenden Abklärungen auf die höchstrichterliche Rechtsprechung 
hinzuweisen, wonach nicht vorhersehbare und schwer kalkulierbare Absenzen, wie 
sie durch Krankheitsschübe verursacht werden, einen Tabellenlohnabzug 
rechtfertigen können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_770/2023 vom 11. Juli 
2024 E. 7.2.2 und 9C_42/2022 vom 12. Juli 2022 E. 4.5; siehe hierzu insbesondere 
RAD-Einschätzungen vom 17. Juli 2018, wonach der Verlauf einer Colitis ulcerosa 
recht unberechenbar sei [IV-act. 200 S. 7], und vom 10. August 2016, wonach der 
zeitliche Ablauf eines solchen Prozesses unterschiedlich ausfallen könne [IV-act. 

18 / 32

18 S. 1 f.]). Eine eingehende Untersuchung dieses Aspekts drängt sich 
insbesondere auch aufgrund der (versicherungs-)medizinischen Beurteilung von 
Dr. med. N._____ auf. Denn im gastroenterologischen Teilgutachten hielt er fest, 
die Colitis ulcerosa müsse als eigenständige Entität bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit gewertet werden, insbesondere bei hoher Aktivität, wobei er 
aufgrund des langjährigen Verlaufs davon ausging, dass auch mittelfristig weitere 
Schübe auftreten würden (vgl. IV-act. 280 S. 63).

9.1. Ferner diagnostizierte der psychiatrische Gutachter Dr. med. O._____ in 
seinem Teilgutachten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichtgradige Ausprägung (ICD-10: F33.0), mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 280 S. 39; siehe auch IV-act. 280 S. 12). Hierzu führte 
er aus, die Beschwerdeführerin habe sich in der Untersuchung bei einer 
subdepressiv herabgesetzten Stimmungslage mit einem verminderten Antrieb und 
einer allenfalls mässigen affektiven Modulationsfähigkeit gezeigt. Es bestehe 
darüber hinaus eine entsprechende psychopharmakologische Behandlung. Die 
depressiven Zustände seien mehrfach durch Belastungsfaktoren ausgelöst worden, 
hätten sich jedoch teilweise nur unzureichend zurückgebildet. Diagnostisch sei 
somit zunächst von einer rezidivierenden depressiven Störung in einer gegenwärtig 
leichtgradigen Ausprägung auszugehen. Für weitere Störungsbilder aus dem 
Spektrum der psychischen Erkrankungen hätten sich keine Anhaltspunkte ergeben. 
Die beschriebenen Unsicherheiten, sich unter anderen Menschen aufzuhalten, 
könnten als phobisch anmutend angesehen werden. Ein eigenständiges 
Krankheitsbild sei bei keinem erheblichen Vermeidungsverhalten nicht zu 
diagnostizieren, da die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Biographie keine 
Mühe im Umgang mit anderen Menschen gehabt habe. Die beklagten kognitiven 
Störungen, wegen derer die Beschwerdeführerin sich alles aufschreiben müsse, 
seien einerseits nicht nachvollziehbar und anderseits nicht aus einem psychischen 
Störungsbild heraus abzuleiten. Es hätten sich darüber hinaus auch keine 
Anhaltspunkte für akzentuierte Persönlichkeitszüge ergeben, welche ohnehin per 
se als normabweichendes Verhalten ohne Krankheitswert anzusehen wären (vgl. 
IV-act. 280 S. 39). Angesichts der verminderten psychischen Gesamtbelastbarkeit 
aufgrund einer herabgesetzten Stressresistenz im Rahmen der rezidivierenden 
depressiven Störung erachtete Dr. med. O._____ die Beschwerdeführerin seit Juli 
2018 sowohl in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % 
arbeitsfähig (vgl. IV-act. 280 S. 40 f.; siehe auch IV-act. 280 S. 12). Soweit die 
Beschwerdeführerin gestützt auf den Bericht von Dr. med. E._____ vom 
15. Dezember 2023 das psychiatrische Teilgutachten zunächst in Frage stellt, weil 
Dr. med. O._____ – im Gegensatz zur behandelnden Psychiaterin (vgl. Bericht von 

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Dr. med. E._____ vom 15. Dezember 2023 [IV-act. 293 S. 3]) – kein Mini-ICF-APP 
durchgeführt hat, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn die Mini-ICF-APP kann 
rechtsprechungsgemäss bloss eine Ergänzung darstellen und die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage 
sind im Einzelfall anhand von Standardindikatoren zu prüfen (vgl. BGE 148 V 49 
E. 6.3; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2019 vom 8. April 2020 E. 4.3.1 und 
9C_157/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 4.3; siehe hierzu E. 9.5 hernach). 
Abgesehen davon steht der Gutachtensperson bei der Wahl der 
Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_613/2022 vom 6. Oktober 2023 E. 4.2 und 8C_153/2021 vom 
10. August 2021 E. 5.2). Ausserdem ist nicht ersichtlich, was die 
Beschwerdeführerin aus ihrem Vorbringen, wonach der Medikamentenspiegel zum 
falschen Zeitpunkt bestimmt worden sei, konkret ableiten will. In diesem 
Zusammenhang merkte der psychiatrische Gutachter an, laborchemisch zeige sich, 
dass die Medikamente Trittico und Pregabalin wie verordnet eingenommen würden. 
Im Weiteren hielt er zwar fest, dass der Venlafaxinspiegel sich deutlich ausserhalb 
des therapeutischen Bereichs, namentlich kurz vor dem toxischen Bereich, 
befunden habe (vgl. IV-act. 280 S. 34; siehe auch IV-act. 280 S. 40 und S. 79). Wie 
RAD-Arzt P._____ jedoch zutreffend festhält (vgl. Stellungnahme vom 13. Februar 
2024 [IV-act. 307 S. 31]), leitete Dr. med. O._____ im Rahmen seiner Beurteilung 
aus der Bestimmung des Medikamentenspiegels nichts zu Ungunsten der 
Beschwerdeführerin ab (vgl. IV-act. 280 S. 37 ff.).

9.2. Sodann bringt die Beschwerdeführerin vor, dass der psychiatrische Experte 
die von verschiedenen Fachärzten diagnostizierten selbstunsicheren und 
abhängigen Persönlichkeitszüge nicht berücksichtigt habe. Diesbezüglich lässt sich 
den Akten entnehmen, dass die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. E._____, in 
ihrem Bericht vom 18. Februar 2021 unter anderem akzentuierte 
Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1) auswies und in diesem Zusammenhang 
festhielt, die Beschwerdeführerin habe ihr von einer Überlastung am Arbeitsplatz, 
einer anstehenden Kündigung sowie auch von Mobbing durch eine Arbeitskollegin 
und eine Vorgesetzte berichtet. Sie zeige selbstunsichere, abhängige sowie 
depressive Persönlichkeitszüge, aufgrund welcher sie immer wieder in ähnliche 
Konflikte gerate, weil sie sich selbst zum "Prügelknaben" mache und ihre 
Bedürfnisse nicht angemessen durchsetzen bzw. sich nicht angemessen zur Wehr 
setzen könne (vgl. IV-act. 212). Auch in ihrem Bericht vom 1. Juni 2021 stellte 
Dr. med. E._____ selbstunsichere, abhängige und depressive Persönlichkeitszüge 
fest. Betreffend Funktionseinschränkungen führte sie namentlich aus, aufgrund der 
beschriebenen Persönlichkeitszüge sei die Beschwerdeführerin verringert 

20 / 32

belastbar. Sie zeige eher rigide Verhaltensmuster und ihre Flexibilität sowie 
Lernfähigkeit seien eingeschränkt. Im zwischenmenschlichen Kontakt und in der 
Kommunikation träten eher Missverständnisse auf. Die Beschwerdeführerin erachte 
für sie unverständliche Äusserungen als feindsinnig gegen sie gerichtet. Sie habe 
Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse zu kommunizieren und diese angemessen 
durchzusetzen. Diese Funktionseinschränkungen seien langjährig chronifiziert, 
therapeutisch entsprechend schwer beeinflussbar und hätten auch zu den gehäuft 
berichteten Mobbing-Erfahrungen beigetragen. Dr. med E._____ erachtete die 
beschriebenen Persönlichkeitsfaktoren als einer Eingliederung im Wege stehend 
(vgl. IV-act. 227 S. 3 ff.). Ausserdem wies die behandelnde Psychiaterin in ihrem 
Verlaufsbericht vom 23. Dezember 2021 bei gleichgebliebenen Diagnosen einen 
stationären Gesundheitszustand aus. Neben den bereits dargelegten 
Funktionseinschränkungen hielt sie insbesondere fest, die akzentuierten 
Persönlichkeitszüge beeinflussten den Verlauf der depressiven Episode, führten zu 
einer starken Ängstlichkeit und somit auch zu einer Chronifizierung sowie 
Verschlechterung der Prognose (vgl. IV-act. 230 S. 1 und S. 3). Ferner 
diagnostizierten die behandelnden Fachpersonen der I._____ in ihrem 
Austrittsbericht vom 6. September 2022 über den mehrwöchigen stationären 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Aufenthalt der Beschwerdeführerin unter 
anderem eine Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsicheren bzw. abhängigen 
Zügen (ICD-10: Z73). Dazu führten sie in ihrer Verlaufsbeschreibung aus, zu Beginn 
der Therapie seien anamnestisch familiäre Elemente erhoben worden, welche 
folgende Erlebnisse in den Vordergrund gebracht hätten: Der Beschwerdeführerin 
sei bezüglich der vorelterlichen Generation grösstenteils nichts bekannt, was eine 
familiäre Entwurzelung und somit ein fehlendes Gefühl der Zugehörigkeit ausgelöst 
habe. Verschiedene Traumata beim Vater (Hitlerjugend) und bei der Mutter 
(Hospitalismus) seien zum hypothetischen Erklärungsmodell für die dysfunktionale 
elterliche Beziehung (u.a. mit fehlender Unterstützung, Gefühl der Abwertung, des 
Verlassenseins und des "kommandiert werden") gemacht worden. Die 
Genogrammarbeit habe diese dysfunktionale Beziehung in die Struktur zweier 
Parteien hervorgebracht: Mutter-Schwester gegen Vater-Beschwerdeführerin. 
Entsprechend habe der Tod des Vaters ein weiteres Gefühl des Verlassenseins 
hervorgerufen, welches bis heute noch unbearbeitet geblieben sei. Diese 
verschiedenen Aspekte, welche möglicherweise zu Persönlichkeitszügen der 
Abhängigkeit und Unsicherheit geführt hätten, sollten im psychotherapeutischen 
ambulanten Setting noch tiefer behandelt werden (vgl. IV-act. 236 S. 1 und S. 5; 
siehe auch IV-act. 236 S. 3 f. [Persönliche Anamnese]). Zwar ist der 
Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, dass es sich bei einer Z-Kodierung nicht 
um eine Erkrankung im Sinne des Klassifikationssystems bzw. einen 

21 / 32

invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsschaden handelt (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 4.1.3, 9C_542/2019 
vom 12. November 2019 E. 3.2 und 8C_699/2018 vom 28. August 2019 E. 4.2.2; 
siehe auch IV-act. 280 S. 38 f., wonach der psychiatrische Experte festhielt, 
akzentuierte Persönlichkeitszüge seien per Definition bloss als normabweichendes 
Verhalten ohne Krankheitswert und somit als ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit anzusehen). Allerdings wäre der psychiatrische Gutachter 
angesichts der in Bezug auf den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum aktenkundig 
ausgewiesenen und hergeleiteten akzentuierten Persönlichkeitszügen mit 
Wechselwirkung hinsichtlich der depressiven Symptomatik gehalten gewesen, sich 
damit auseinanderzusetzen (vgl. hierzu auch die Ausführungen zum Indikator 
"Komorbiditäten" sowie zum Komplex "Persönlichkeit" in E. 9.5 hernach). Dies gilt 
umso mehr, als selbst RAD-Arzt P._____ bezüglich der akzentuierten 
Persönlichkeitszüge anerkennt, dass diese im Rahmen der Beeinflussung IV-
relevanter Krankheiten Relevanz haben können (vgl. Stellungnahme vom 
13. Februar 2024 [IV-act. 307 S. 31]). Die psychiatrische Beurteilung, wonach sich 
anlässlich der Exploration am 21. August 2023 keine Anhaltspunkte für akzentuierte 
Persönlichkeitszüge ergeben hätten bzw. diese ohnehin lediglich als 
normabweichendes Verhalten ohne Krankheitswert und damit als ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit anzusehen seien, greift insofern zu kurz (vgl. 
IV-act. 280 S. 38 f.). Soweit Dr. med. O._____ schliesslich darauf hinweist, dass die 
Beschwerdeführerin angesichts ihrer bisherigen Biographie keine Mühe im Umgang 
mit anderen Menschen gehabt habe, weshalb von keinem erheblichen 
Vermeidungsverhalten auszugehen sei, kann ihm in dieser Absolutheit nicht gefolgt 
werden. Abgesehen davon, dass er in seinem psychiatrischen Teilgutachten selbst 
von nur wenigen sozialen Kontakten ausgeht (vgl. IV-act. 280 S. 40), ergeben sich 
in Bezug auf den vorliegend massgeblichen Zeitraum durchaus gegenteilige 
Anhaltspunkte aus den Akten (vgl. insb. neuropsychologisches Gutachten von 
lic. phil. J._____ vom 15. Dezember 2022, wonach in anamnestischer Hinsicht 
festgehalten wird, die Beschwerdeführerin lebe sehr zurückgezogen, verlasse nur 
selten ihre Wohnung und ihr früheres soziales Netz habe sich vollständig 
zurückgezogen [IV-act. 259 S. 9], und Austrittsbericht vom 6. September 2022, 
wonach von einem langandauernden sozialen Rückzug und in anamnestischer 
Hinsicht von sozialen Interaktionsschwierigkeiten bzw. Schwierigkeiten, sich in die 
Öffentlichkeit zu begeben, die Rede ist [IV-act. 236 S. 2]). Diese blieben im Rahmen 
der psychiatrischen Begutachtung ungewürdigt. Insofern erweist sich der 
rechtserhebliche Sachverhalt auch in dieser Hinsicht als ungenügend abgeklärt. 

22 / 32

9.3.  Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, dass ein allfälliges Chronic 
Fatigue Syndrom im Rahmen der chronisch entzündlichen Darmerkrankung als 
Differenzialdiagnose nicht diskutiert worden sei. Es ist zwar aktenmässig erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der diagnostizierten Colitis 
ulcerosa gegenüber ihrer Hausärztin Dr. med. D._____ ein ausgeprägtes 
Schwächegefühl und eine Müdigkeit beklagte und Letztere in befundlicher Hinsicht 
auch eine entsprechende Symptomatik auswies (vgl. Berichte von Dr. med. 
D._____ vom 2. Mai 2018 [IV-act. 194 S. 7], vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 2] 
und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3 f.]; siehe ferner insb. Gesprächsprotokoll vom 
29. Juni 2017 [IV-act. 66]; E-Mails vom 17. März 2017 [IV-act. 61 S. 17], vom 
15. Februar 2017 [IV-act. 61 S. 15] und vom 18. November 2016 [IV-act. 61 S. 5]; 
ELAR-Notiz vom 17. November 2016 [IV-act. 22]; Verlaufsprotokoll Eingliederung 
IM, Einträge vom 8. März 2017 und vom 13. Februar 2017 [IV-act. 56 S. 2 f.]; 
Evaluationsgespräch Eingliederung vom 6. September 2016 [IV-act. 17 S. 1 f.]; 
Telefonnotiz vom 31. August 2016 [IV-act. 61 S. 1]; Bericht Folgetermin Arbeitgeber 
der L._____ AG vom 16. Juni 2016 [IV-act. 5 S. 12]; Telefonnotiz vom 11. Mai 2016 
[IV-act. 5 S. 9] und Bericht Ersttermin der L._____ AG vom 26. April 2016 [IV-act. 5 
S. 1 ff.]). Allerdings hat die besagte Hausärztin in ihren Berichten nie den Verdacht 
auf ein Chronic Fatigue Syndrom gestellt bzw. diesbezüglich weitere Abklärungen 
empfohlen (vgl. Berichte von Dr. med. D._____ vom 2. Mai 2018 [IV-act. 194 S. 7 
f.], vom 4. August 2016 [IV-act. 13 S. 1 ff.] und vom 2. Juli 2016 [IV-act. 6 S. 3 f.]). 
Gleiches gilt mit Blick auf die aktenkundigen Berichte der die Beschwerdeführerin 
in psychiatrischer Hinsicht behandelnden Fachpersonen. So wies Dr. med. E._____ 
in ihrem Bericht vom 30. Juli 2018 bei namentlich festgestellter Antriebslosigkeit 
sowie reduzierter körperlicher bzw. psychischer Belastbarkeit und einer daraus 
resultierenden raschen Ermüdbarkeit eine rezidivierende depressive Störung mit 
aktuell mittelgradiger Episode aus (vgl. IV-act. 89 S. 4 ff.; siehe ferner Beratungs- 
und Integrationsbericht vom 20. November 2015 [IV-act. 113 S. 2]; 
Besprechungsnotiz vom 20. September 2018 [IV-act. 100 S. 2]). Sodann hielt sie in 
ihrem Bericht vom 6. Dezember 2018 bei gleichgebliebener Diagnose in 
befundlicher Hinsicht namentlich fest, dass die Beschwerdeführerin weiterhin durch 
die Antriebslosigkeit sowie in ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit 
eingeschränkt sei und rasch ermüde. Zu den Auswirkungen der gesundheitlichen 
Störung auf die bisherige Tätigkeit führte sie insbesondere aus, durch die aktuelle 
depressive Symptomatik sei die körperliche und psychische Belastbarkeit reduziert; 
hieraus resultiere eine rasche Ermüdbarkeit. Zudem erachtete Dr. med. E._____ 
die Durchführung eines Aufbautrainings zur Steigerung der körperlichen und 
psychischen Leistungsfähigkeit für sinnvoll (vgl. IV-act. 118 S. 1 ff.; siehe auch E-
Mails von Dr. med. E._____ an den Eingliederungsberater vom 28. August 2019 

23 / 32

[IV-act. 179] und vom 4. Juli 2019 [IV-act. 169]; siehe ferner Bericht von Dr. med. 
G._____ vom 21. Dezember 2020 [IV-act. 218]; Detailbericht vom 31. August 2019 
[IV-act. 183 S. 4]; Schlussbericht vom 31. August 2019 [IV-act. 182 S. 3]; Protokolle 
Standortgespräch vom 17. Juli 2019 [IV-act. 175], vom 14. Juni 2019 [IV-act. 164] 
und vom 4. April 2019 [IV-act. 144]). Nachdem die behandelnde Psychiaterin in der 
Folge am 18. Februar 2021 erneut unter anderem eine seit Herbst 2020 bestehende 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ohne 
entsprechende Befunderhebung ausgewiesen hatte (vgl. Bericht von Dr. med. 
E._____ vom 18. Februar 2021 [IV-act. 212]), stellte sie in ihrem Bericht vom 1. Juni 
2021 dieselbe Diagnose (vgl. IV-act. 227 S. 3). Zudem wies sie darin im 
Zusammenhang mit der mittelgradigen depressiven Symptomatik in befundlicher 
Hinsicht namentlich einen Antriebsmangel aus. Auch hielt sie in Bezug auf die 
infolge der depressiven Symptomatik bestehenden Funktionseinschränkungen 
insbesondere fest, bei der Beschwerdeführerin liege eine verringerte psychische 
und physische Belastbarkeit vor, wobei davon auszugehen sei, dass sich die 
Funktionseinschränkungen mit dem Abklingen der depressiven Symptomatik 
besserten (vgl. IV-act. 227 S. 3 und S. 5; siehe auch Verlaufsbericht von Dr. med. 
E._____ vom 23. Dezember 2021 mit einer ebenfalls diagnostizierten 
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und einer 
in diesem Zusammenhang festgestellten verringerten psychischen und physischen 
Belastbarkeit [IV-act. 230 S. 1 und S. 3]). Ferner wiesen die behandelnden 
Fachpersonen der I._____ in ihrem Austrittsbericht vom 6. September 2022 über 
den mehrwöchigen stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Aufenthalt als 
Hauptdiagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 
Episode (ICD-10: F33.1), aus. Im Rahmen ihrer Beurteilung führten sie 
insbesondere aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine mittelgradige 
depressive Episode im Rahmen einer bekannten rezidivierenden depressiven 
Störung, aktuell mit Erschöpfung und stark ausgeprägten somatischen Symptomen, 
die in Verbindung mit einer multifaktoriellen psychosozialen Belastungssituation 
stünden (vgl. IV-act. 236 S. 1 f.; siehe auch S. 2 f. und S. 5 f., wonach die 
Beschwerdeführerin eine Erschöpfung beklagte, betreffend Psychostatus bei Eintritt 
ein mittelschwer reduzierter Antrieb, ein Gefühl schwerer Erschöpfbarkeit sowie in 
objektiver Hinsicht eine extreme Erschöpfung erwähnt wurden, seitens der 
behandelnden Fachpersonen in der Verlaufsbeschreibung ein schwerer 
Erschöpfungszustand bzw. betreffend Psychostatus bei Austritt ein mittelschwer 
reduzierter Antrieb mit einem Gefühl mittelmässiger Erschöpfbarkeit und in 
objektiver Hinsicht eine schwere Erschöpfung festgehalten wurde; siehe ferner 
psychiatrisches Teilgutachten, wonach die Beschwerdeführerin angab, dass sie vor 
dem Klinikaufenthalt total erschöpft gewesen sei bzw. bei Austritt mehr Kraft gehabt 

24 / 32

habe [IV-act. 280 S. 34]). Gleichermassen ging die behandelnde Psychiaterin 
Dr. med. E._____ in ihrem Bericht vom 15. Dezember 2023 weiterhin von einer 
depressiven Symptomatik aus (vgl. IV-act. 293 S. 3 ff.) Abgesehen davon, dass 
anlässlich der psychiatrischen Exploration im August 2023 kein aktueller 
Erschöpfungszustand beklagt bzw. in befundlicher Hinsicht unter anderem bloss ein 
verminderter Antrieb festgestellt wurde (vgl. IV-act. 280 S. 34, S. 37 und S  39; siehe 
aber allgemeininternistisches, rheumatologisches und gastroenterologisches 
Teilgutachten [IV-act. 280 S. 27, S. 44 und S. 60] sowie neuropsychologisches 
Gutachten von lic. phil. J._____ vom 15. Dezember 2022 [IV-act. 259 S. 8 und 
S. 11]), stellt es angesichts des Umstands, dass im Rahmen des dargelegten 
langjährigen Krankheitsverlaufs nie die Verdachtsdiagnose eines Chronic Fatigue 
Syndroms gestellt bzw. diesbezügliche Abklärungen durchgeführt wurden und die 
ausgewiesene Erschöpfungssymptomatik im Kontext der rezidivierenden 
depressiven Störung bertrachtet wurde, entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin keinen Mangel dar, wenn sich der psychiatrische Experte 
Dr. med. O._____ mit dieser Thematik nicht näher auseinandergesetzt hat (vgl. IV-
act. 280 S. 37 ff.; siehe ferner Stellungnahme von RAD-Arzt P._____ vom 
13. Februar 2024 [IV-act. 307 S. 31] und Bericht von Dr. med. E._____ vom 
15. Dezember 2023, wonach zwar von einem möglichen Chronic Fatigue Syndrom 
die Rede ist, hierzu allerdings nichts Konkreteres ausgeführt wird [IV-act. 293 S. 4]).

9.4. Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin bezüglich der psychiatrischen 
Einschätzung von Dr. med. O._____, wonach seit Juli 2018 eine 80%ige 
Arbeitsfähigkeit bestehe, geltend, dass diese den klinischen Verlauf nicht bzw. zu 
wenig berücksichtige. Nachdem sich die depressive Symptomatik ab Herbst 2018 
gebessert hatte und ab Frühjahr bzw. Sommer 2019 in Remission gewesen war, 
nahm die Beschwerdeführerin im Herbst 2020 aufgrund einer von ihr berichteten 
Überlastung am Arbeitsplatz und einer bevorstehenden Kündigung erneut 
psychotherapeutische Behandlung durch Dr. med. E._____ in Anspruch (vgl. 
Bericht von Dr. med. E._____ vom 18. Februar 2021 [IV-act. 212]; siehe auch 
Schreiben von Dr. med. E._____ vom 5. Mai 2021 [IV-act. 222]). Diese attestierte 
aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustands bei festgestellter 
mittelgradiger depressiver Symptomatik ab dem 25. September 2020 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit und ging von einer längerfristigen (Teil-)Arbeitsunfähigkeit aus 
(vgl. ebenda; siehe auch Bericht von Dr. med. G._____ vom 21. Dezember 2020 
[IV-act. 218], welcher ebenfalls eine volle Arbeitsunfähigkeit auswies und in Bezug 
auf diese insgesamt von einer eher schwierigen Prognose ausging). Nachdem die 
behandelnde Psychiaterin in der Folge Anfang Juni 2021 festgehalten hatte, dass 
sich die depressive Symptomatik aufgrund der Umstellung der Medikamente 

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stabilisiert habe bzw. teilweise remittiert sei (vgl. Bericht von Dr. med. E._____ vom 
1. Juni 2021 [IV-act. 227 S. 3]), wies sie in ihrem Verlaufsbericht vom 23. Dezember 
2021 zwar einen stationären Gesundheitszustand aus, hielt allerdings bei 
stagnierendem Verlauf sowie verschlechterter Prognose gleichzeitig fest, neben 
einer weiter ausgeprägten depressiven Symptomatik bestünden seit Juni 2021 
generalisierte Ängste, Panikattacken sowie ausgeprägte Schlafstörungen. Dr. med. 
E._____ attestierte weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit und wies darauf hin, dass 
mit der Beschwerdeführerin aktuell eine (teil-)stationäre Behandlung intensiv 
besprochen werde (vgl. IV-act. 230 S. 1 f.). Vom 6. Juli 2022 bis zum 17. August 
2022 hielt sich die Beschwerdeführerin zur stationären psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung in der I._____ auf. Im entsprechenden 
Austrittsbericht vom 6. September 2022 wurde in anamnestischer Hinsicht 
insbesondere ausgeführt, die Beschwerdeführerin beschreibe aktuell ein Gefühl von 
"Nicht-Weiterkommen im Leben". Das Schlimmste sei der tägliche Stress und die 
Erschöpfung. Sie sei völlig durcheinander, unkonzentriert und vergesslich. Sie 
könne ihre Tage kaum planen oder Planungen durchführen. Panikattacken träten 
seit Oktober 2020 mehrmals in der Woche auf. Soziale Interaktion sei schwierig. So 
habe sie sich von Herbst bis Sommer 2021 nicht in die Öffentlichkeit begeben 
können. Die behandelnden Fachpersonen attestierten für die Dauer des 
Klinikaufenthalts bis zum 22. August 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und 
beurteilten, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine mittelgradige depressive 
Episode im Rahmen einer bekannten rezidivierenden depressiven Störung, aktuell 
mit Erschöpfung und stark ausgeprägten somatischen Symptomen, die in 
Verbindung mit einer multifaktoriellen Belastungssituation stünden. Es liege eine 
chronisch belastete Lebenssituation nach einer kürzlich erfolgten Kündigung mit 
Mobbingerfahrung und dem noch nicht verarbeiteten Tod ihrer Mutter im Januar 
2020 vor. Zudem erlebe die Beschwerdeführerin Einsamkeit durch 
langandauernden sozialen Rückzug (vgl. IV-act. 236 S. 1 f.]). Obwohl sich die 
Beschwerdeführerin bei Klinikaustritt in einem besseren allgemeinen 
psychophysischen Zustand befand (vgl. Austrittsbericht vom 6. September 2022 
[IV-act. 236 S. 5]), bestand bei Austritt immer noch ein auffälliger Psychostatus mit 
namentlich präsenter Angst vor Mobbing, zeitweisen Panikattacken, objektiv 
mittelschwer gedrückter Stimmung, mittelmässig reduzierter Schwingungsfähigkeit, 
deutlicher Affektlabilität, mittelschwer reduziertem Antrieb und objektiv schwerer 
Erschöpfung (vgl. IV-act. 236 S. 6). Sodann erfolgte eine Nachbehandlung in der 
psychiatrischen Tagesklinik (vgl. E-Mail von Dr. med. E._____ vom 13. September 
2022 [IV-act. 237]). Abgesehen davon, dass der psychiatrische Experte zum 
Austrittsbericht vom 6. September 2022 anmerkte, dass die darin gestellte 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung in einer gegenwärtig 

26 / 32

mittelgradigen Ausprägung retrospektiv nachvollziehbar sei, setzte er sich in seiner 
Beurteilung mit den sich auf den vorliegend massgeblichen Zeitraum beziehenden 
Berichten der behandelnden Fachpersonen und der tagesklinischen Behandlung 
nicht näher auseinander (vgl. IV-act. 280 S. 38 f.). Wenn Dr. med. O._____ die 
Einschätzung der I._____ anerkennt, erscheint zudem nicht nachvollziehbar, 
weshalb sich die damals vorliegende mittelgradige Episode der rezidivierenden 
depressiven Störung in gleicher Weise wie die von ihm selbst zum 
Begutachungszeitpunkt festgestellte bloss leichtgradige Episode auf die 
Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben soll. Soweit Dr. med. O._____ der von Dr. med. 
E._____ seit Herbst 2020 attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausserdem 
entgegenhält, dass eine solche aus dem beschriebenen Zustand bei Austritt nicht 
abzuleiten sei (vgl. IV-act. 280 S. 38), erweist sich dies angesichts der vorerwähnten 
Auffälligkeiten im Psychostatus ebenfalls als erklärungsbedürftig. Insofern erweist 
sich der rechtserhebliche Sachverhalt ebenfalls als nicht hinreichend abgeklärt.

9.5. Soweit die Beschwerdeführerin ferner vorbringt, das psychiatrische 
Teilgutachten habe sich nicht hinreichend mit den nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung massgebenden Indikatoren auseinandergesetzt, ist ihr 
zuzustimmen. So hat Dr. med. O._____ namentlich im Rahmen des zum Komplex 
"Gesundheitsschädigung" gehörenden Indikators "Komorbiditäten" keine 
Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen vorgenommen, obwohl den 
ausgewiesenen akzentuierten Persönlichkeitszügen als Z-Diagnose nicht von 
vornherein eine ressourcenhemmende Wirkung abgesprochen werden kann (vgl. 
BGE 144 V 50 E. 5.2.1 und 143 V 418 E. 8.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_146/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.4.1 f. und 9C_899/2017 vom 9. Mai 2018 
E. 4.2.3; siehe ferner E. 9.2 hiervor). In Bezug auf den Komplex "Persönlichkeit" 
erwähnte der psychiatrische Experte zwar psychosoziale Belastungsfaktoren (keine 
Partnerschaft seit vielen Jahren, keine Kinder, nur wenige soziale Kontakte; vgl. IV-
act. 280 S. 40). Allerdings würdigte er diese – wie die Beschwerdeführerin 
zutreffend festhält – nicht. Zudem wären im Rahmen dieses Indikators die 
akzentuierten Persönlichkeitszüge ebenfalls zu diskutieren gewesen (vgl. BGE 141 
V 281 E. 4.3.2). Sodann äusserte sich Dr. med. O._____ zum Indikator 
"Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" 
nicht, obwohl die aktenkundige mehrwöchige stationäre Behandlung sowie die 
Nachbehandlung in der psychiatrischen Tagesklinik neben der langjährigen 
ambulanten psychiatrischen Therapie samt psychopharmakologischer Behandlung 
auf einen solchen hindeuten. Im Übrigen äusserte sich der psychiatrische Gutachter 
– wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt – auch zu den weiteren 
Beweisthemen wenn überhaupt nur oberflächlich (vgl. IV-act. 280 S. 37 ff.). 

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Angesichts der somit nicht hinreichenden Auseinandersetzung mit den 
massgeblichen Beweisthemen im psychiatrischen Teilgutachten kann das aus 
psychiatrischer Sicht tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen nicht zuverlässig 
eingeschätzt werden. Da auch die in den Akten liegenden fachärztlichen Berichte 
keine umfassende Beurteilung anhand der systematisierten Indikatoren erlauben, 
präsentiert sich der rechtserhebliche Sachverhalt als ungenügend abgeklärt.

10. Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, dass die 
neuropsychologischen Einschränkungen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
zwingend zu berücksichtigen seien. In seinem neuropsychologischen Bericht vom 
15. Dezember 2022 wies lic. phil. J._____ zwar (weit) unterdurchschnittliche 
Befunde in diversen Bereichen und insbesondere einen Gesamt-IQ von 53 aus, 
konnte dabei allerdings mangels valider Testbefunde keine neuropsychologischen 
Funktionseinschränkungen feststellen (vgl. IV-act. 259 S. 13 und S. 16 ff.; siehe 
demgegenüber Bericht der H._____ [H._____] vom 9. April 2024 über die 
neuropsychologische Untersuchung vom 13. März 2024 mit diagnostizierter leichter 
bis mittelschwerer neuropsychologischer Störung und ausgewiesener 
Arbeitsunfähigkeit von 30 % bis 50 % [IV-act. 301]). Zu den Diskrepanzen zwischen 
massiven subjektiven Beschwerden und der erkennbaren körperlich-psychischen 
Beeinträchtigung in der Untersuchungssituation führte lic. phil. J._____ aus, auf der 
grundlegenden neurokognitiven Informationsverarbeitungsebene habe die 
Beschwerdeführerin überwiegend Resultate gezeigt, welche bei grossflächigen 
Hirnverletzungen oder relevanten neurologischen Störungen bzw. bei 
fortgeschrittenen Demenzen zu erwarten wären. Auch eine Depression könnte 
diese tiefen intellektuellen bzw. neurokognitiven Resultate erklären (vgl. IV-act. 259 
S. 17; siehe auch neurologisches Teilgutachten von Dr. med. Q._____, wonach 
dieser sich die Frage stellte, ob die kognitiven Defizite eine hirnorganische Basis 
hätten, und schliesslich von einer Pseudodemenz ausging [IV-act. 280 S. 56], und 
Bericht der H._____ vom 9. April 2024 über die neuropsychologische Untersuchung 
vom 13. März 2024, wonach die festgestellten subkortikalen Auffälligkeiten gut mit 
einer Antriebsminderung vereinbar seien bzw. neben einer 
Depressionssymptomatik als mögliche (Teil-)Ätiologie der neurokognitiven Defizite 
auch ein frühzeitiger neurodegenerativer Abbauprozess in Frage komme [IV-act. 
301 S. 4]). Obschon sich im Rahmen der Ende Mai/Anfang Juni 2024 
durchgeführten Lumbalpunktion und PET/CT-Untersuchung keine Hinweise auf 
eine neurodegenerative Erkrankung ergaben (vgl. Berichte des Kantonsspitals 
Graubünden vom 29. Mai 2024 und vom 3. Juni 2024 [IV-act. 297]), lässt die 
Beurteilung von Dr. med. O._____ eine eingehende Auseinandersetzung zur 
psychiatrischen Einordnung der anlässlich der neuropsychologischen Abklärung 

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durch lic. phil. J._____ festgestellten kognitiven Minderleistungen vermissen (vgl. 
IV-act. 280 S. 38 f., wonach lediglich festgehalten wird, die beklagten 
neurokognitiven Störungen, aufgrund welcher sich die Beschwerdeführerin alles 
aufschreiben müsse, seien nicht nachvollziehbar und nicht aus dem psychischen 
Störungsbild heraus abzuleiten; siehe auch Einschätzung von RAD-Arzt P._____ 
vom 13. Februar 2024 [IV-act. 307 S. 32]). Mithin wurden die Ergebnisse vom 
psychiatrischen ABI-Gutachter nicht – wie rechtsprechungsgemäss gefordert (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_605/2019 vom 12. November 2019 E. 3.2.2 und 
8C_95/2019 vom 3. Juni 2019 E. 6.1) – mit Blick auf plausible Alternativerklärungen 
im Sinne psychiatrischer Störungen in ihrer Beurteilung gewürdigt. Dies hätte sich 
allerdings aufgedrängt, da bereits lic. phil. J._____ in seinem Bericht vom 
15. Dezember 2022 – wie dargelegt – auf eine Depression als mögliche Erklärung 
der kogitiven Minderleistungen hinwies (vgl. IV-act. 259 S. 17) und auch im Bericht 
der H._____ vom 9. April 2024 zur neuropsychologischen Untersuchung vom 
13. März 2024, welche eine leichte bis mittelschwere neurokognitive Störung ergab 
(vgl. IV-act. 301 S. 3 f.), eine Depressionssymptomatik als mögliche (Teil-)Ätiologie 
für die neurokognitiven Defizite in Betracht gezogen wurde (vgl. IV-act. 301 S. 4). 
Insofern erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt ebenfalls als nicht 
hinreichend abgeklärt. Nach der Rechtsprechung bleibt es denn auch grundsätzlich 
Aufgabe des Facharztes oder der Fachärztin der Psychiatrie – oder allenfalls der 
Neurologie –, die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger 
neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_380/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 10.2.1, 8C_381/2022 vom 27. Dezember 
2022 E.8.2.1, 9C_299/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4 und 9C_752/2018 vom 12. April 
2019 E. 5.3). In Übereinstimmung mit der Beschwerdeführerin wird im Rahmen der 
noch vorzunehmenden fachärztlichen Abklärungen (vgl. E. 11.2 hernach) auch der 
Bericht der H._____ vom 9. April 2024 mitzuberücksichtigen und zu würdigen sein. 

Soweit aus dem neuropsychlogischen Bericht von lic. phil. J._____ vom 
15. Dezember 2022 gefolgert würde, es lägen keine kognitiven Defizite vor, bzw. er 
selbst im Rahmen der Schätzung des prämorbiden Intelligenzniveaus aufgrund 
biografisch-anamnestischer Angaben auf einen Gesamt-IQ von 95 und damit auf 
eine normvariante Intelligenz schliesst (vgl. IV-act. 259 S. 15 ff.), erscheint dies 
aufgrund der jüngsten beruflichen Vita der Beschwerdeführerin erklärungsbedürftig. 
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass Letzterer bei ihrer früheren Anstellung 
als Mitarbeiterin im Direktionssekretariat der B._____ gewisse Aufgaben Mühe 
bereiteten und die Probezeit um sechs Monate verlängert wurde. So geht aus der 
Aktennotiz vom 9. September 2020 insbesondere hervor, dass die 
Beschwerdeführerin die zentralen Aufgaben der einwandfreien Bewältigung der 

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wöchentlichen Traktandierung und des Sitzungsabschlusses trotz eines 
Handbuches und der Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen, nicht vollumfänglich 
erledigen bzw. die hierfür zur Verfügung stehende Zeit nicht habe einhalten können. 
Dabei seien auch gravierende Fehler entstanden, ohne dass die 
Beschwerdeführerin bei Problemen bzw. Nichtwissen Fragen gestellt habe (vgl. IV-
act. 228 S. 15; siehe auch die Angaben der Beschwerdeführerin zu den konkreten 
krankheitsbedingten Einschränkungen am letzten Arbeitsplatz anlässlich der 
neuropsychologischen Begutachtung durch lic. phil. J._____ [IV-act. 259 S. 9]; 
siehe ferner Bericht von Dr. med. E._____ vom 1. Juni 2021 [IV-act. 227 S. 3 f.]). In 
der Folge wurde dieses Arbeitsverhältnis aufgrund mangelnder Leistungen der 
Beschwerdeführerin per Ende November 2020 gekündigt (vgl. Schreiben des 
R._____ vom 9. Oktober 2020 [IV-act. 228 S. 13 f.]; siehe auch Berichte von 
Dr. med. E._____ vom 1. Juni 2021 [IV-act. 227 S. 3] und vom 18. Februar 2021 
[IV-act. 212 S. 2]). Seither hat die Beschwerdeführerin unstreitig keine neue 
Erwerbstätigkeit aufgenommen. Indem lic. phil. J._____ im Rahmen seiner 
Beurteilung betreffend Schätzung des prämorbiden Intelligenzniveaus bzw. anderer 
kognitiver Defizite diese die Berufsbiografie der Beschwerdeführerin betreffenden 
Umstände unberücksichtigt bzw. ungewürdigt liess (vgl. IV-act. 259 S. 15 ff.), greift 
sie zu kurz. Insofern erweist sich der Sachverhalt ebenfalls als nicht hinreichend 
abgeklärt.

11.1. Erachtet das zuständige Sozialversicherungsgericht – wie hier – eine Sache 
in medizinischer Hinsicht als ungenügend abgeklärt und somit auch die seitens der 
Verwaltung vorgenommene Beweiswürdigung als unvollständig, verbleibt ihm auch 
nach der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Möglichkeit, die Sache an 
den zuständigen Versicherungsträger zurückzuweisen, anstatt ein gerichtliches 
Gutachten zur Klärung einer offenen Frage in Auftrag zu geben. Ein solches ist in 
der Regel namentlich dann einzuholen, wenn ein (im Verwaltungsverfahren 
anderweitig) erhobener medizinischer Sachverhalt überhaupt für "gutachterlich 
abklärungsbedürftig" gehalten wird oder eine Administrativexpertise in 
rechtserheblichen Punkten nicht ausreichend beweiswertig ist und dieser Mangel 
nicht alleine durch eine Klarstellung, Präzisierung oder Gutachtensergänzung 
behoben werden kann (vgl. FURRER, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem 
Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung, SZS 1/2019 S. 4 f.; vgl. 
BGE 139 V 496 E. 4.4 und 137 V 210 E. 4.4.1.4 f.). Eine Rückweisung an den 
Versicherungsträger steht dem Versicherungsgericht aber weiterhin in den Fällen 
offen, in denen die Rückweisung in der Erhebung einer bisher vollständig 
ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung 

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oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. BGE 137 V 
210 E. 4.4.1.4; KIESER, ATSG-Kommentar, 5. Aufl. 2024, Art. 44 Rz. 75).

11.2. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 
nachgekommen, indem sie den medizinischen Sachverhalt nur lückenhaft abgeklärt 
und letztlich auf das ABI-Gutachten vom 12. Oktober 2023 abgestellt hat, obwohl 
dieses keine schlüssige Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Folgenabschätzung enthält, weshalb die massgebliche Frage des Umfangs der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bisweilen immer noch offen ist und 
ergänzender fachärztlicher Klärung bedarf. Da sich das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin mangels genügender Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts auch nicht gestützt auf die übrige Aktenlage 
zuverlässig und umfassend einschätzen lässt, erweist sich ein reformatorischer 
Entscheid im Sinne einer Zusprache von Leistungen der Invalidenversicherung, 
insbesondere einer Invalidenrente, wie dies von der Beschwerdeführerin im 
Hauptrechtsbegehren beantragt wird, als verfrüht. Im Einklang mit BGE 137 V 210 
ist die Sache daher unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 
12. November 2024 zu weiteren Abklärungen hinsichtlich des medizinischen 
Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gestützt auf die 
dannzumal vollständigen medizinischen Unterlagen wird die Beschwerdegegnerin 
eine neue sachverständige polydisziplinäre Abklärung zu veranlassen haben. 
Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin nach der aufgrund der mitunter 
somatischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin angezeigten Durchführung 
einer Haushaltsabklärung die Leistungsansprüche der Beschwerdeführerin neu zu 
prüfen haben.

12. Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 
Verfügung vom 12. November 2024 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

13.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das 
Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 700.00 fest. Gemäss ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer 
Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der 

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Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges 
Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). 
Infolge des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

13.2. Die Beschwerdeführerin hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der 
Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand 
der Rechtsvertretung regelmässig durch die Schwierigkeit des Prozesses 
mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die Bemessung der Parteientschädigung gemäss 
Art. 61 Satz 1 ATSG nach dem kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 9C_64/2019 vom 25. April 
2019 E. 4, 9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2 und 9C_321/2018 vom 
16. Oktober 2018 E. 6.1). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV (BR 310.250) wird 
die Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es 
grundsätzlich von dem in der Honorarnote geltend gemachten (und als angemessen 
zu betrachtenden) Aufwand sowie vom (üblichen) Stundenansatz ausgeht.

13.3. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte aufforderungsgemäss 
am 4. Februar 2025 eine Honorarnote ein. Das geltend gemachte Honorar beläuft 
sich auf insgesamt CHF 2'351.55 (bestehend aus einem Aufwand von 13.2 Stunden 
à CHF 160.00 [CHF 2'112.00] zzgl. einer Spesenpauschale von 3 % [CHF 63.35] 
und 8.1 % MWST [CHF 176.20]). Diese berücksichtigt sowohl den praxisgemäss 
geltenden, reduzierten Stundenansatz für Hilfsorganisationen, zu denen auch die 
Procap Schweiz zu zählen ist (vgl. PVG 2010 Nr. 31 und Nr. 32), als auch die 
rechtsprechungsgemäss anzuerkennende Spesenpauschale von 3 % des Honorars 
(vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 24 8 vom 
12. März 2024 E. 8.2, S 23 55 vom 19. September 2023 E. 9.2.2, S 22 106 vom 
1. November 2022 E. 4, S 21 117 vom 25. Januar 2022 E. 9 und S 2020 67 vom 
8. Dezember 2020 E. 7). Insgesamt erweist sich somit eine Entschädigung von 
CHF 2'351.55 als angemessen. In diesem Umfang hat die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin aussergerichtlich zu entschädigen.

13.4. Bei diesem Verfahrensausgang wird das Gesuch der Beschwerdeführerin 
um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gegenstandslos.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 
12. November 2024 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die IV-
Stelle des Kantons Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ aussergerichtlich mit 
CHF 2'351.55 (inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung].

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