# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bea567f1-9aab-5c6e-8f9a-0350775f2fe4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.11.2016 200 2016 792
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-792_2016-11-22.pdf

## Full Text

200 16 792 UV
SCP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. November 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Schwegler 
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
Place de Milan, Postfach 120, 1001 Lausanne
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. August 2016 (D. 125596/14-74)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1980 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesell-
schaft AG (nachfolgend Vaudoise bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrank-
heiten versichert, als er gemäss Schadenmeldung vom 25. März 2014 am 
15. März 2014 auf dem Heimweg beim Versuch, einen Streit zu schlichten, 
einen heftigen Schlag ins Gesicht erhalten hatte und bewusstlos geworden 
war (Akten der Vaudoise, Antwortbeilage [AB] 1). Die Vaudoise erbrachte 
die gesetzlichen Leistungen (AB 3, 26) und nahm medizinische Abklärun-
gen vor. Gestützt auf ein neurologisch-neuropsychologisches Gutachten 
des Spitals H.________ vom 16. Dezember 2015 (AB 54) sowie ein psych-
iatrisches Gutachten von Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, vom 1. März 2016 (AB 62) stellte sie ihre Leis-
tungen mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (AB 68) per 16. Dezember 2015 ein 
und hielt zugleich fest, die Taggeldleistungen, entsprechend einer Arbeits-
unfähigkeit von 20 %, würden "aus Kulanz" bis zum 1. März 2016 ausge-
richtet. Die dagegen erhobene Einsprache (AB 73) wies die Vaudoise mit 
Entscheid vom 9. August 2016 ab (AB 77).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 6. September 2016 Beschwerde mit dem 
Antrag, der Einspracheentscheid vom 9. August 2016 sei aufzuheben und 
es seien die ihm rechtmässig zustehenden Unfallversicherungsleistungen 
zuzusprechen.

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2016 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 9. August 2016 
(AB 77). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfall-
versicherung für die als Folgen des Ereignisses vom 15. März 2014 geltend 
gemachten Beschwerden.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, 
indem die Beschwerdegegnerin es unterlassen habe, Ausführungen zum 

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Zeitpunkt des Fallabschlusses zu machen, obwohl dieser Punkt im Rah-
men der Einsprache explizit geltend gemacht worden sei. Damit sei die 
Beschwerdegegnerin ihrer Begründungspflicht nicht genügend nachge-
kommen (Beschwerde S. 5 Ziff. 2.2).

2.1

2.1.1 Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, 
dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Be-
troffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzu-
fechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch 
die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild 
machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegun-
gen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 
sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtli-
chen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 
E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181).

2.1.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die An-
hörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentschei-
dung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres Ent-
scheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d aa S. 437; SVR 
2013 IV Nr. 26 S. 75 E. 4.2).

2.1.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

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Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs 
an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn 
und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit 
zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen 
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 
S. 197; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

2.2 Im Einspracheentscheid vom 9. August 2016 (AB 77) hat sich die 
Beschwerdegegnerin zwar nicht explizit zum Zeitpunkt des Fallabschlusses 
geäussert, indem sie darin jedoch die angefochtene Verfügung vom 9. Mai 
2016 (AB 68) und damit auch den Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
bestätigt hat, ging sie implizit davon aus, dass von der weiteren Fortset-
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes erwartet werden kann (vgl. E. 3.5 hiernach). Letztlich kann 
offen bleiben, ob aufgrund des Fehlens einer vertieften diesbezüglichen 
Auseinandersetzung von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auszu-
gehen ist; eine solche wäre geheilt, zumal sie nicht besonders schwer 
wiegt und das angerufene Gericht sowohl den Sachverhalt als auch die 
Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. E. 1.4 hiervor). Dem Beschwerdefüh-
rer war es denn auch problemlos möglich, den Einspracheentscheid sach-
gerecht anzufechten.

3.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

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3.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

3.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-

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menhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen ge-
sundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtser-
hebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den 
von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die 
Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer 
Rechtsfrage – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang – nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

3.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die re-
produzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Anga-
ben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiese-
nen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erho-
benen Befunde mit apparativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen 
bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251).

3.4 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-

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schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 
S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103).

Die Diskussion der Frage, nach welchen Regeln die Adäquanz zu beurtei-
len ist, kann unterbleiben, wenn der Kausalzusammenhang auch nach der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) zu verneinen ist (SVR 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.3; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 17. Juni 2010, 
8C_248/2010, E. 3.3).

3.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 

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Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 

3.6 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99).

3.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.8 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

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unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

4.

4.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis 
vom 15. März 2014 die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen des Un-
fallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 3.1 hiervor) erfüllt. Die Be-
schwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen 
erbracht. Umstritten ist hingegen, ob die über den Zeitpunkt der Leistungs-
einstellung am 16. Dezember 2015 hinaus geklagten Beschwerden in ei-
nem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang mit dem besagten Unfall stehen. Die massgeblichen medizini-
schen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

4.1.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.________ vom 20. März 2014 
(AB 2d) wurden die folgenden Diagnosen festgehalten:

1. Leicht dislozierte Nasenbeinfraktur
2. Mittelschweres Schädelhirntrauma mit:

- Undislozierte Schädelkalottenfraktur rechts parieto-occipital mit 
Verlauf in C0;

- Kontusionsblutungen frontal beidseits, rechtsbetont;
- Subarachnoidalblutungen links fronto-temporal und rechts tempo-

ral;
- Orbitabodenfraktur links;
- Atemalkoholtest (Polizei): 1.28 Promille.

Der stationäre Verlauf habe sich regelgerecht gestaltet. Sowohl die post-
traumatischen Schmerzen, als auch die mässig ausgeprägte Schwindel-
symptomatik hätten sich unter einer adäquaten medikamentösen Therapie 
regredient gezeigt. Der Patient könne am 21. März 2014 in gutem Allge-
meinzustand und ohne neu aufgetretene fokalneurologische Defizite ent-
lassen werden.

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4.1.2 Dem neurochirurgischen Sprechstundenbericht des Spitals 
D.________ vom 1. Mai 2014 (AB 7) ist zu entnehmen, dass sich klinisch 
neurologisch kein fokales sensomotorisches Defizit finde und die Hirnner-
ven unauffällig seien. Aus neurochirurgischer Sicht bestehe kein weiterer 
Handlungsbedarf. Die Arbeitsunfähigkeit sei um vier Wochen verlängert 
worden, da in Anbetracht der bei der neuropsychologischen Testung offen-
kundigen Konzentrationsstörungen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine 
100 %-ige Wiedereingliederung in den Berufsalltag möglich sein werde.

4.1.3 Dr. med. E.________, Neurologe und Verhaltensneurologe, führte 
im Bericht vom 10. Juni 2014 (AB 13) aus, die fokale und oberflächliche 
Natur der Hirnläsion rechtfertige eine optimistische Prognose der berufli-
chen Leistungsfähigkeit. Allerdings könne die Genesung dennoch recht 
lange dauern, falls bei der Aufnahme einer mental anspruchsvollen Tätig-
keit Kopf- oder Gesichtsschmerzen als Zeichen der Anstrengung aufträten. 
Kopfschmerzen seien häufig nach subarachnoidalen Blutungen. Die Kon-
zentrationsstörungen seien für die Dauer seit dem Unfall (6 Wochen) nicht 
ungewöhnlich und noch kein Hinweis für dauerhafte Störungen. Mit einer 
dauerhaften teilweisen Arbeitsunfähigkeit müsse gegenwärtig nicht gerech-
net werden.

4.1.4 Im Bericht vom 24. Juli 2015 (AB 33) diagnostizierte med. pract. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, chronische Kopf-
schmerzen, am ehesten im Zusammenhang mit dem mittelschweren Schä-
del-Hirntrauma nach Faustschlag am 15. März 2014, sowie eine leichte bis 
mittelschwere depressive Episode, differentialdiagnostisch posttraumatisch. 
Derzeit erfolge eine medikamentöse Therapie mit Mirtazapin 30 mg einmal 
täglich, ab dem 10. August 2015 eine psychiatrische Betreuung. Neben den 
chronischen Kopfschmerzen bestünden auch Konzentrationsstörungen und 
eine rasche Erschöpfbarkeit, was zur depressiven Entwicklung geführt ha-
be.

4.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, hielt im Bericht vom 22. September 2015 (AB 46) fest, es bestün-
den funktionelle Einschränkungen im Rahmen des depressiven Syndroms. 
Im Vordergrund stünden aktuell ausgeprägte Konzentrationsstörungen und 
ein verminderter Antrieb. Die Ausdauer und die Belastbarkeit seien redu-

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ziert. Der Patient sei aktuell zu 30 % arbeitstätig, bei einer Verbesserung 
des depressiven Syndroms könne mit einer schrittweisen Steigerung des 
Arbeitspensums gerechnet werden.

4.1.6 Dem neurologisch-neuropsychologischen Gutachten des Spitals 
H.________ vom 16. Dezember 2015 (AB 54) ist zu entnehmen, dass die 
unauffälligen neuropsychologischen Befunde gut mit dem unauffälligen MR 
übereinstimmten, womit für diesen Bereich keine unfallbedingten Ein-
schränkungen abgeleitet werden könnten. Es könne mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die subjektiven ko-
gnitiven Klagen (Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Ermüdbarkeit) 
psychisch und/oder kopfschmerzbedingt seien. Die beklagten Kopfschmer-
zen würden im Zusammenhang mit dem Unfall gesehen. Sie seien laut den 
vorliegenden Berichten bereits früh nach dem Ereignis beklagt worden und 
erfüllten die von der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft vorgeschla-
genen Kriterien eines persistierenden Kopfschmerzes nach einem modera-
ten oder schweren Kopftrauma. Die aus den posttraumatischen Kopf-
schmerzen resultierenden Einschränkungen würden durch gleichzeitig vor-
handene kognitive oder affektive Störungen erhöht. Aufgrund der plausibel 
geschilderten Zunahme der Kopfschmerzen bestehe eine daraus resultie-
rende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da in Phasen heftiger Kopf-
schmerzen mit begleitender Übelkeit und Verschwommensehen Tätigkeiten 
mit Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und visuelle Wahrneh-
mung nicht mehr sinnvoll ausgeübt werden könnten. Die aktuelle Reduktion 
des Arbeitspensums auf 30 % (entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 
70 %) könne jedoch alleine durch die Kopfschmerzen nicht begründet wer-
den. In Anlehnung an die Beurteilung anderer chronischer Kopfschmerzen 
könne eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestiert werden.

4.1.7 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 1. März 
2016 (AB 62) eine schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom, 
unter hochdosierten Antidepressiva im Abklingen begriffen, aktuell leicht bis 
mittelschwer ausgeprägt (ICD-10: F32.21), differentialdiagnostisch eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere depressive Episode, im 
Abklingen begriffen (ICD-10: F33.21), ebenfalls differentialdiagnostisch 
eine posttraumatische Belastungsstörung (Kriterien noch partiell erfüllt; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 13

ICD-10: F43.1) sowie einen Verdacht auf eine Somatisierungsstörung (ICD-
10: F45.0 [S. 32]). Sie hielt fest, aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
bestehe zweifellos ein natürlicher teilkausaler Zusammenhang der depres-
siven Störung zum Unfallereignis. Als unfallfremd bzw. vorbestehend be-
richte der Explorand über eine depressive Grundstimmung, die sich zumin-
dest seit dem frühen Erwachsenenleben durch sein Leben gezogen habe, 
dies einschliesslich passiver Todeswünsche und Fragen der Sinnhaftigkeit 
sowie einem Gefühl der Einsamkeit. Daneben dürften vor allem die fehlen-
den Ressourcen einen relevanten Anteil am Verlauf der depressiven 
Störung gehabt haben. Die Diagnose der posttraumatischen Belastungs-
störung habe nicht (mehr) sicher verifiziert werden können. Auf der ande-
ren Seite gebe es doch eine Reihe von Hinweisen auf Symptome einer 
PTBS, aktuell noch leichter bis partiell mittelschwerer Ausprägung. Das 
Ereignis sei unzweifelhaft geeignet gewesen, eine PTBS auszulösen, inso-
fern bestehe hier noch eine Kausalität zur Symptomatik. Was den Verdacht 
auf eine Somatisierungsstörung betreffe, könne auch diese Diagnose nicht 
klar verifiziert werden. Die Diagnose stehe nicht per se in kausalem Zu-
sammenhang zum Unfallereignis. Hier gebe es deutliche Hinweise auf ent-
sprechende vorbestehende Beschwerden. Die Neigung zur Somatisierung 
und die nur begrenzte Wahrnehmung der eigenen Gefühle scheine sich 
jedoch nach dem Unfallereignis – insbesondere im Hinblick auf die erlebte 
kognitive Leistungseinschränkung – akzentuiert zu haben. Insofern bestehe 
auch hier überwiegend wahrscheinlich noch eine natürliche Teilkausalität 
(selbst wenn die Somatisierungstendenzen im Kontext der depressiven 
Störung und nicht als eigenständige Diagnose gesehen werden sollte (S. 
41). Der Explorand arbeite seit Februar zu 40 %. Das nächste Ziel sei ein 
Pensum von 50 %. Das sollte aufgrund der noch vorhandenen Einschrän-
kungen der Fähigkeiten möglich sein. Soweit aktuell beurteilbar sollte die 
weitere Steigerung bis zu einem Pensum von 80 % bis in den Herbst hinein 
möglich sein (S. 47).

4.2 Gestützt auf das neurologisch-neuropsychologische Gutachten 
vom 16. Dezember 2015 (AB 54) und das psychiatrische Gutachten vom 
1. März 2016 (AB 62) stellte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 
16. Dezember 2015 ein (AB 68) und nahm damit (implizit) auf diesen Zeit-
punkt hin den Fallabschluss vor. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 14

die Beschwerdegegnerin habe den Fallabschluss zu früh angesetzt. Es 
bestünden nach wie vor (psychische und physische) Unfallfolgen, bei wel-
chen durch geeignete Behandlungen eine namhafte Verbesserung bewirkt 
werden könne (Beschwerde S. 7 Ziff. 2.3). Dabei wird ausdrücklich aner-
kannt, dass keine organisch objektivierbaren Unfallfolgen mehr vorliegen 
(Beschwerde S. 5 Ziff. 2.2).

4.2.1 Was die posttraumatischen Kopfschmerzen anbelangt, wurde aus 
neurologischer Sicht festgestellt, dass nach Ablauf eines Jahres diesbezüg-
lich eine namhafte Besserung nicht mehr zu erwarten ist (vgl. dazu AB 38). 
Die Gutachter empfehlen zwar die weitere Behandlung der Kopfschmerzen 
und schlagen verschiedene Möglichkeiten – unter anderem zur gleichzeiti-
gen Behandlung der psychischen Beschwerden – vor, halten jedoch 
gleichzeitig fest, dass keine dieser Massnahmen sicher zu einer Besserung 
der Kopfschmerzen führe (AB 54 S. 22 f. Ziff. 6).

4.2.2 Soweit das von der psychiatrischen Gutachterin beschriebene de-
pressive Stimmungsbild und die subjektiv empfundene Leistungsbeein-
trächtigung – bei vorbestehend depressiver Grundstimmung und persön-
lichkeitsbezogener von der Norm abweichender Einstellung zur Arbeit seit 
dem frühen Erwachsenenleben (AB 62 S. 21 ff., S. 40 f. und S. 46 Ziff. 5.1) 
– überhaupt auf den im März 2014 erlittenen Unfall zurückgeführt werden 
können, kann mit Bezug auf die vorliegend umstrittene Adäquanzprüfung 
davon ausgegangen werden, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
hinsichtlich der seelischen Verarbeitung des vom Beschwerdeführer erlitte-
nen Traumas nach 21 Monaten mit weiteren therapeutischen Massnahmen 
eine allenfalls noch vorhandene Restsymptomatik nicht namhaft verbessert 
werden kann. Die Aussage der Gutachterin, wonach noch eine relevante 
Besserung erwartet werden dürfe (AB 62 S. 47 Ziff. 6.1), bezieht sich of-
fensichtlich auf das vorbestehende Grundleiden und nicht auf die durch das 
Unfallereignis vorübergehend eingetretene Verschlimmerung der psychi-
schen Beschwerdesymptomatik. Denn soweit sie aufgrund der von ihr ge-
führten Diskussion hinsichtlich verschiedener Diagnosen (AB 62 S. 36 ff.) 
von einem unfallbedingt länger andauernden Verlauf der Beschwerden 
ausgeht (AB 62 S. 46 Ziff. 5.2), vermag dies insofern nicht zu überzeugen, 
als der Beschwerdeführer sich an den tätlichen Angriff gar nicht mehr zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 15

erinnern vermag (Ereignisamnesie; AB 2d, 54 S. 12). Damit bleibt für die 
von der Gutachterin differenzialdiagnostisch diskutierte posttraumatische 
Belastungsstörung von Anfang an kein Raum, zumal der Unfall vom 15. 
März 2014 das (unabdingbare) Diagnosekriterium des belastenden Ereig-
nisses kürzerer oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung 
oder katastrophenartigem Ausmass, das bei fast jedem eine tiefe Verzweif-
lung hervorrufen würde (ICD-10: F43.1), nicht erfüllt, hat doch der Be-
schwerdeführer die Situation laut eigenen Schilderungen nicht so empfun-
den (AB 62 S. 38). Soweit die Gutachterin dagegen die vom Idealfall ab-
weichende Behandlungsdauer mit dem durch das Unfallereignis angestos-
senen Reifungsprozess (AB 62 S. 46 Ziff. 5.2) begründet, betrifft dies das 
Grundleiden und nicht die unfallbedingt eingetretene Verschlimmerung die-
ses Vorzustandes. 

4.2.3 Damit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der 
gesamten Umstände davon ausgehen durfte, hinsichtlich der durch das 
versicherte Ereignis eingetretenen Verschlimmerung des Vorzustandes sei 
spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung der status quo sine vel 
ante eingetreten, womit der Fallabschluss per 16. Dezember 2015 zu Recht 
erfolgte.

5.

5.1 Es kann offen bleiben, ob die Adäquanz gemäss der Praxis nach 
BGE 134 V 109 oder nach BGE 115 V 133 zu prüfen ist (vgl. E. 3.4 hier-
vor), diese ist nämlich auch unter Berücksichtigung der für den Beschwer-
deführer tendenziell günstigeren Praxis gemäss BGE 134 V 109 (da nicht 
zwischen physischen und psychischen Komponenten unterschieden wird; 
BGE 134 V 109 E. 6.2.1 S. 117 in Verbindung mit E. 10.1 S. 126 f.) zu ver-
neinen (vgl. nachfolgend E. 5.3).

5.2. Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 16

zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.4) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren 
Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um ei-
nen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-
sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 
UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit 
den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E. 4c 
S. 384).

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog 
der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 17

E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu 
gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist:

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
 fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
 erhebliche Beschwerden;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der 
vorstehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen 
physischen und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht 
entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder 
psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5d aa S. 364 und 
E. 6a S. 367; RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). 
Voraussetzung für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die 
psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit 
den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 
zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV 
Nr. 13 S. 48 E. 3b).

5.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich zur Schwere des erlittenen Un-
falls nicht abschliessend geäussert bzw. offen gelassen, ob es sich um 
einen mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinne oder im Grenzbereich zu 
den leichten Unfällen handelt (AB 77 S. 7 Ziff. 2.7). Mit dem Beschwerde-
führer ist von einem mittleren Ereignis im eigentlichen Sinne auszugehen 
(Beschwerde S. 7 Ziff. 3; vgl. Entscheid des BGer vom 28. September 
2010, 8C_281/2010, E. 4.1). Damit müssen für die Bejahung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs drei der Kriterien oder eines in besonders 
schwerer oder auffallender Weise gegeben sein. Dies ist hier nicht der Fall:

5.3.1 Der Unfall hat sich weder unter besonders dramatischen Begleit-
umständen abgespielt, noch war er von besonderer Eindrücklichkeit. Das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 18

wird auch vom Beschwerdeführer nicht behauptet, zumal hinsichtlich des 
genauen Ablaufs eine Amnesie besteht (AB 6 S. 2 Ziff. 14; 62 S. 17).

5.3.2 Die erlittenen Verletzungen waren entgegen der Darstellung des 
Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 Ziff. 3) weder schwer noch von be-
sonderer Art. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält (AB 77 S. 7 
Ziff. 2.7), konnte der Beschwerdeführer nach einer Woche in gutem Allge-
meinzustand aus dem Spital entlassen werden (AB 2d) und es bestand 
nach eineinhalb Monaten aus neurochirurgischer Sicht kein weiterer Hand-
lungsbedarf mehr (AB 7). Es liegen denn auch keine organisch objektivier-
baren Unfallfolgen mehr vor, was vom Beschwerdeführer ausdrücklich an-
erkannt wird (Beschwerde S. 5 Ziff. 2.2).

5.3.3 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 
Behandlung ist nicht zu bejahen: Abgesehen vom einwöchigen Spitalauf-
enthalt nach dem Unfallereignis im März 2014 (AB 2d) und der hausärztli-
chen Betreuung ab Mai 2015 (AB 33) befindet sich der Beschwerdeführer 
erst seit August 2015 in psychiatrischer Behandlung (AB 46), welche eine 
positive Wirkung hat und damit eher ent- statt belastend ist (AB 62 S. 24 f.).

5.3.4 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist ebenfalls nicht 
erfüllt. Es gilt festzuhalten, dass die üblicherweise mit Schädel-Hirntraumen 
verbundenen Beschwerden nicht genügen, ansonsten das Kriterium bei 
jeder solchen Verletzung bejaht werden müsste und damit keine Bedeu-
tung als Differenzierungsmerkmal mehr hätte (vgl. Entscheid des BGer vom 
18. April 2011, 8C_46/2011, E. 5.2.2). Dem Beschwerdeführer ist es trotz 
der geklagten Beschwerden (insb. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwie-
rigkeiten, rasches Ermüden) möglich, nebst dem Arbeitspensum in unter-
schiedlicher Höhe dreimal pro Woche während zwei Stunden ins Krafttrai-
ning zu gehen (AB 62 S. 16) und zu Hause viel Zeit am Computer zu ver-
bringen (AB 54 S. 12; 62 S. 17), was doch gewisse Anforderungen an die 
Konzentrationsfähigkeit voraussetzt. Im Rahmen der psychiatrischen Un-
tersuchung hat der Beschwerdeführer zudem angegeben, von den Kopf-
schmerzen her gehe es ihm inzwischen im Grossen und Ganzen gut, sie 
seien auf ein besser erträgliches Mass zurückgegangen (AB 62 S. 12).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 19

5.3.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung liegt nicht vor, was vom Beschwer-
deführer denn auch nicht behauptet wird.

5.3.6 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklag-
ten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf 
und erhebliche Komplikationen geschlossen werden, nötig sind besondere 
Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt haben (z.B. Entscheid des 
BGer vom 4. Februar 2011, 8C_680/2010, E. 5.3.4); solche sind hier aber 
nicht ersichtlich. Es genügt auch nicht zur Bejahung des Kriteriums, dass 
Beschwerden trotz medizinischer Behandlung anhalten (Entscheid des 
BGer vom 3. Juni 2009, 8C_768/2008, E. 4.2.4) resp. dass trotz verschie-
dener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden kann (Entscheid 
des BGer vom 11. August 2011, 8C_481/2011, E. 4.2).

5.3.7 Mit der Beschwerdegegnerin ist auch das Kriterium der erhebli-
chen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen zu verneinen 
(AB 77 S. 7 f. Ziff. 2.7). Sie hält zu Recht fest, dass einerseits ab Mitte Juni 
2014 die Aufnahme eines Job-Trainings zu 50 % geplant war, was jedoch 
aus gesundheitsfremden Gründen nicht zustande kam (AB 12 ff.), und der 
Beschwerdeführer andererseits im Dezember 2014 eine Arbeitstätigkeit in 
einem Vollpensum aufnahm. Nachdem der Beschwerdeführer sodann erst 
sechs Monate später wieder zu 100 % krankgeschrieben wurde (AB 33), 
kann nicht von einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit gesprochen werden.

5.4 Nach dem Gesagten liegt keines der massgebenden Kriterien vor. 
Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den bei Leistungseinstel-
lung noch geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 15. März 2014 ist 
demnach nicht gegeben und die Beschwerdegegnerin hat die Leistungs-
einstellung per 16. Dezember 2015 zu Recht vorgenommen. Die gegen 
den Einspracheentscheid vom 9. August 2016 (AB 77) erhobene Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist damit abzuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Nov. 2016, UV/16/792, Seite 20

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerde-
führer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus 
Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
-  Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.