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**Case Identifier:** dbba4e12-6db9-5198-a189-2141815057f4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.08.2023 100 2021 315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-315_2023-08-14.pdf

## Full Text

100.2021.315/316U 
BUC/SBE/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. August 2023

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Streun

A.________ und B.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2015 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
21. September 2021; 100 19 130, 200 19 119)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern veranlagte A.________ und 
B.________ mit Einspracheentscheiden vom 12. März 2019 abweichend von 
deren Selbstdeklaration für das Steuerjahr 2015 auf ein steuerbares 
Einkommen von Fr. 201'287.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern 
sowie von Fr. 205'687.-- bei der direkten Bundessteuer. Die Abweichung 
beruhte soweit hier interessierend auf einer Aufrechnung von Fr. 164'000.--, 
welche sich aus einer Vergleichsberechnung von Vermögensentwicklung 
und Lebensaufwand ergab, sowie einer Aufrechnung von Fr. 4'500.-- für 
Ertrag aus einer unverteilten Erbschaft, an der B.________ beteiligt war. 

B.

Dagegen erhoben A.________ und B.________ am 5. April 2019 Rekurs 
und Beschwerde bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). 
Diese wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 21. September 2021 ab. 
Darüber hinaus erhöhte sie die Aufrechnung aus Vermögensentwicklung auf 
«(gerundet) Fr. 220'000.--» und wies die Sache zur Vornahme der 
Veranlagungen im Sinn der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurück. 
Vorgängig hatte die StRK A.________ und B.________ Gelegenheit 
eingeräumt, sich zu der in Aussicht gestellten Schlechterstellung zu äussern.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 25. Oktober 2021 haben A.________ 
und B.________ sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als 
auch der direkten Bundessteuer 2015 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Sie beantragen, die Entscheide der StRK seien aufzuheben, auf 
die Aufrechnungen sei zu verzichten und das steuerbare Einkommen sei für 
die Kantons- und Gemeindesteuern auf Fr. 76'600.-- und für die direkte 

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Bundessteuer auf Fr. 78'448.-- festzusetzen. Zudem sei die interkantonale 
Steuerausscheidung entsprechend neu zu berechnen. 

Am 26. Oktober 2021 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer verei-
nigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Beschwerdevernehmlas-
sung vom 1. November 2021 bzw. Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 
2021 je auf Abweisung der Beschwerden.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.  

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Bei den angefochtenen Rück-
weisungsentscheiden handelt es sich um Endentscheide, verbleibt der Steu-
erverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum mehr; die Rückweisung 
dient nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des Angeordneten (statt vie-
ler BVR 2017 S. 205 E. 1.4; BGE 142 II 20 E. 1.2). Die zusätzlichen Voraus-
setzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die Anfechtung 
von Zwischenentscheiden müssen daher nicht erfüllt sein. Die Beschwerde-
führenden haben am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren 
teilgenommen, sind durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-

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rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 140 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 140 DBG). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen 
Bestimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend 
gleich lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit 
hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Umstritten ist die ermessensweise Aufrechnung von steuerbarem Einkom-
men von rund Fr. 220'000.-- aufgrund einer Vermögensentwicklungsberech-
nung bei den Beschwerdeführenden im Steuerjahr 2015. 

2.1 Hat die steuerpflichtige Person trotz Mahnung ihre Verfahrenspflich-
ten nicht erfüllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Un-
terlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die Steuerverwaltung 
die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor (Art. 174 Abs. 2 
Satz 1 StG; Art. 130 Abs. 2 Satz 1 DBG). Anlass zu einer Ermessensveran-
lagung bietet jede nicht zu beseitigende Ungewissheit im Sachverhalt, wel-
che es der Veranlagungsbehörde verunmöglicht, die Steuerfaktoren oder 
Teile davon einwandfrei zu ermitteln (VGE 2020/274/275 vom 21.5.2021 
E. 4.1). Die Ungewissheit über den massgebenden Sachverhalt kann, muss 
aber nicht auf einer Nicht- bzw. Schlechterfüllung von Verfahrenspflichten 
beruhen (vgl. Zweifel/Hunziker, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum 

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Schweizerischen Steuerrecht, 4. Aufl. 2022, Art. 130 DBG N. 30 und 33). 
Eine Ermessensveranlagung wird etwa dann vorgenommen, wenn das de-
klarierte und belegte Einkommen in nicht erklärbarer Weise niedriger ist als 
der Aufwand der davon lebenden Personen (Peter Locher, Kommentar zum 
DBG, III. Teil, 2015, Art. 130 N. 28, 54 [je betr. Erfahrungszahlen] und 57 ff.; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, 
Art. 130 N. 31; zum Ganzen VGE 2021/170/171 vom 24.5.2023 E. 2.1, 
2018/43/44 vom 20.12.2018 E. 3.2 f. mit Hinweisen). Der steuerpflichtigen 
Person steht allerdings der Nachweis offen, dass sie besonders sparsam 
gelebt oder ihren Lebensunterhalt durch steuerfreie Einkünfte bestritten hat 
(vgl. VGE 2018/43/44 vom 20.12.2018 E. 3.3; Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 61 f., 71; Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, 
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. Aufl. 2018, § 19 
N. 18 f.).

2.2 Die Ermessensveranlagung besteht in einer Schätzung der Steuer-
faktoren oder einzelner Einkommens- bzw. Gewinnbestandteile und beruht 
auf einer Sachverhaltsfeststellung durch Wahrscheinlichkeitsschluss. Ziel 
der ermessensweisen Schätzung ist die bestmögliche Annäherung an den 
wirklichen Sachverhalt; die steuerpflichtige Person soll – soweit möglich – 
entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingeschätzt werden 
(vgl. BVR 2008 S. 181 E. 4.1; neuerdings etwa VGE 2021/170/171 vom 
24.5.2023 E. 2.2 [auch zum Folgenden], 2019/148/149 vom 11.2.2021 
E. 3.3; BGE 138 II 465 E. 6.4; BGer 2C_164/2019 vom 18.4.2019 E. 3.3, 
2C_679/2016 und 2C_680/2016 vom 11.7.2017, in StE 2017 B 93.5 Nr. 33 
E. 4.2.2). Die Veranlagungsbehörde hat die amtliche Schätzung pflichtge-
mäss vorzunehmen. Sie kann dabei Erfahrungszahlen, Vermögensentwick-
lung und Lebensaufwand der steuerpflichtigen Person berücksichtigen 
(Art. 174 Abs. 2 Satz 2 StG; Art. 130 Abs. 2 Satz 2 DBG; VGE 2019/253/254 
vom 8.10.2020 E. 3.3). Liegen über die Entwicklung der Vermögensverhält-
nisse verlässliche bzw. überprüfbare Angaben vor, so ist von der Differenz 
des jeweiligen Vermögensstands am Anfang und am Ende der Bemessungs-
periode auszugehen und zum so ermittelten Betrag der geschätzte Lebens- 
und Privataufwand hinzuzurechnen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 
Art. 130 N. 70 ff.). 

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2.3 Eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen kann die steuer-
pflichtige Person nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten; die Ein-
sprache ist zu begründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 191 
Abs. 3 und 5 StG; Art. 132 Abs. 3 DBG). Die gegenüber der Einsprache im 
ordentlichen Verfahren qualifizierte Anforderung folgt aus der besonderen 
Natur der Ermessensveranlagung. Weil sich der betragsmässige Umfang 
der zu bestimmenden Steuerfaktoren nicht genau feststellen lässt, ist er zu 
schätzen. Die Schätzung beruht notwendigerweise auf Annahmen und Ver-
mutungen. Da die Ermessensveranlagung deshalb zwangsläufig gewisse 
Ungenauigkeiten aufweist, ist die Möglichkeit, sie anzufechten, entspre-
chend eingeschränkt (Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 132 DBG N. 32). Der Un-
richtigkeitsnachweis kann auf zwei Arten erbracht werden, entweder indem 
die steuerpflichtige Person die bisherige Ungewissheit bezüglich des Sach-
verhalts vollständig beseitigt oder indem sie dartut, dass die angefochtene 
Veranlagung offensichtlich übersetzt ist (statt vieler: VGE 2021/170/171 vom 
24.5.2023 E. 2.3 mit Verweisen auf VGE 2022/61/62 vom 1.11.2022 E. 4.1; 
BGer 2C_61/2021 vom 22.12.2021, in StE 2022 B 95.1 Nr. 17 E. 4.1 ff., 
Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 132 DBG N. 39 und 42).

3.

3.1 Die Steuerverwaltung stützte ihre ermessensweise vorgenommene 
Aufrechnung im steuerbaren Einkommen einerseits auf folgende Vermö-
gensvergleichsberechnung (vgl. angefochtene Entscheide E. 7; Berechnung 
der Vermögensentwicklung, Vorakten StV [act. 3B] pag. 41 f.):

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Andererseits erfolgte eine Aufrechnung von Fr. 4'500.-- für Ertrag aus unver-
teilter Erbschaft, den die Steuerverwaltung mangels Angaben der Pflichtigen 
ebenfalls nach Ermessen festgesetzt hatte (vgl. Einspracheentscheide, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 1 ff., 6, 8 und 11 f.; vgl. auch Gesprächsnotiz 
vom 31.5.2018, Vorakten StV [act. 3B] pag. 26 ff.). 

3.2 Die StRK hat die der Vermögensvergleichsberechnung der Steuer-
verwaltung zu Grunde liegenden Vermögensstände per Ende 2014 und 2015 
von Fr. 367'914.-- (2014) und Fr. 941'653.-- (2015) für korrekt befunden (an-
gefochtene Entscheide E. 7 f.). Dabei stellte sie einerseits fest, dass der An-
teil an der unverteilten Erbschaft, an welcher die Beschwerdeführerin betei-

…

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ligt war, im Reinvermögen per 31. Dezember 2014 bereits enthalten gewe-
sen sei (E. 7.2) und der im Reinvermögen per 31. Dezember 2015 berück-
sichtigte restliche Anteil an der unverteilten Erbschaft zu Recht auf 
Fr. 173'077.-- festgesetzt worden sei (E. 7.4 ff., insbes. E. 7.6). Weiter 
schloss die StRK, dass die amtlichen Werte der beiden im Jahr 2015 von 
den Beschwerdeführenden gekauften Liegenschaften in k mit Fr. 167'410.-- 
und Fr. 72'660.-- richtig erfasst worden seien (E. 7.7; vgl. zu den weiteren 
Ausführungen der Vorinstanz hinten E. 4.3). Hinsichtlich eines von der 
Steuerverwaltung anerkannten Darlehens von Fr. 70'000.--, welches dem 
Beschwerdeführer im Jahr 2015 gewährt worden sein soll, erwog die StRK, 
es sei nicht deklariert worden und es lägen weder ein Darlehensvertrag noch 
ein Zahlungsnachweis vor; deshalb sei es in der Vermögensberechnung 
nicht als Schuld anzuerkennen, zumal an Zahlungsflüsse aus dem Ausland 
höhere Beweisanforderungen gestellt würden (E. 9.1-9.3). Die StRK hat 
sodann weitere (kleinere) Korrekturen bei der Berechnung des Privatauf-
wands vorgenommen (so betreffend die «Verkehrsausgaben», Krankenkas-
senprämien, Lebenshaltungskosten, Liegenschaftssteuern sowie Berufs- 
und Liegenschaftskosten), wobei sich diese Änderungen teils zu Gunsten 
und teils zu Lasten der Beschwerdeführenden auswirken (E. 9.4-9.8). Insge-
samt ergab sich ein Fehlbetrag aus Vermögensentwicklung von Fr. 219'860.-
- bzw. (gerundet) Fr. 220'000.-- (E. 9.9). Betreffend die Aufrechnung des 
Ertrags aus unverteilter Erbschaft von Fr. 4'500.-- gelangte die StRK zum 
Schluss, dass dieser Betrag einer Rendite von 4 % auf dem auf die 
Beschwerdeführerin entfallenden Anteil am Barvermögen entspreche, was 
innerhalb des Ermessens der Steuerverwaltung liege und nicht zu be-
anstanden sei (E. 10). 

3.3 Die Beschwerdeführenden bringen vor Verwaltungsgericht zunächst 
erneut vor, der Nachlass C.________ sei im Vermögen 2014 nicht enthalten. 
Dieser sei erst im Vermögensstand per Ende 2015 erfasst worden, womit die 
ihnen 2015 ausbezahlten Fr. 241'500.-- aus Barvermögen und Fr. 15'166.-- 
aus dem Verkauf eines Grundstücks in der Gemeinde … keine Vermö-
gensumschichtung sondern einen Vermögenszugang darstellten, welcher in 
der Vermögensentwicklung zu berücksichtigen sei. Noch wenn zutreffen 
würde, dass der Nachlass C.________ Bestandteil des Vermögens 2014 
gebildet hätte, erwiesen sich die Berechnungen der Vorinstanzen als falsch. 

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Werde für den Nachlass von einem im Vermögensstand 2014 
berücksichtigten Betrag von Fr. 343'462.-- ausgegangen und seien der 
Beschwerdeführerin im Lauf des Jahres hiervon insgesamt Fr. 256'666.-- 
ausbezahlt worden, belaufe sich der Restbestand der unverteilten Erbschaft 
per Ende 2015 nicht auf Fr. 173'077.--, sondern sei um Fr. 86'271.-- tiefer, 
wie sich aus nachfolgender Aufstellung ergebe:

Entgegen der Vorinstanz sei der gesamte Anteil aus dem Erlös der Liegen-
schaft in … einzubeziehen, da es sich – soweit dieser den amtlichen Wert 
übersteige – um (steuerfreien) Liegenschaftsgewinn handle, welcher bei der 
Mankoberechnung abzuziehen sei. Was sodann den unter «Zunahme 
amtlicher Wert auf Liegenschaften» aufgeführten Betrag von Fr. 72'660.-- 
angehe, liege dieser tiefer als der amtliche Wert des Stockwerk-
eigentumsanteils, den die Beschwerdeführerin 2015 in … erworben habe; 
ausgehend vom amtlichen Wert der gesamten Liegenschaft habe er sich für 
die erworbenen zwei Drittel an der Stockwerkeinheit Nr. … mit einer an-
teilmässigen Quote von 121/1000 auf Fr. 80'644.-- zu belaufen. Noch zu be-
rücksichtigen sei zudem eine in der Vermögensentwicklung nicht enthaltene 
(weitere) Auszahlung von Freizügigkeitsguthaben in der Höhe von 
Fr. 2'305.--, die dem Beschwerdeführer im April 2015 zugeflossen sei. 
Schliesslich sei das dem Beschwerdeführer gewährte Darlehen von 
Fr. 70'000.-- bei den Schulden zu berücksichtigen. Der Darlehensgeber sei 
zwar deutscher Staatsangehöriger, sei jedoch jahrelang in der Schweiz tätig 
und wohnhaft gewesen; überdies sei das Darlehen vollumfänglich in der 
Schweiz abgewickelt worden, weshalb es sich nicht anders zu behandeln 
sei, als wenn es ein schweizerischer Staatsangehöriger gewährt hätte.

…

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3.4 In ihrer Beschwerdevernehmlassung führt die StRK zum angeblich 
gewährten Darlehen ergänzend aus, dem Darlehensvertrag sei zu entneh-
men, dass der Darlehensgeber in Deutschland wohnhaft gewesen sei. So-
weit die Beschwerdeführenden argumentierten, das Darlehen sei in der 
Schweiz abgewickelt worden, stimme dies nicht mit dem Vertrag überein. 
Stehe demnach ein Geldfluss aus dem Ausland in Frage, gälten gemäss 
bundesgerichtlicher Praxis erhöhte Anforderungen an dessen Nachweis, 
welcher von den Beschwerdeführenden nicht erbracht worden sei.

4.

4.1 Strittig ist zunächst, ob der Vermögensstand Ende 2014 den Anteil 
der Beschwerdeführerin an der Erbschaft C.________ von Fr. 343'462.-- 
enthält bzw. in den Aktiven von Fr. 2'390'065.-- und somit auch im «Total 
Vermögen» der Veranlagung 2014 enthalten ist, wie die StRK erwogen hat 
(angefochtene Entscheide E. 7.1 f.). Aus der Veranlagungsverfügung 2014 
ergibt sich insoweit, dass das «Total Vermögen» Fr. 2'390'065.-- und die 
Schulden Fr. 2'022'151.-- betragen haben (vgl. Veranlagungsverfügung 
Kantons- und Gemeindesteuern 2014 vom 6.12.2016, Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 254 f. und 258 ff., insbes. pag. 259), womit ein Reinvermögen von 
Fr. 367'914.-- entsprechend der Vermögensvergleichsberechnung resultiert 
(vorne E. 3.2). Dabei setzte sich das Vermögen zusammen aus 
Wertschriftenvermögen von Fr. 211'663.--, den amtlichen Werten diverser 
Grundstücke von insgesamt Fr. 1'437'733.-- sowie der «Differenz 
Repartitionswert Liegenschaften» von Fr. 397'207.--, was zusammengezählt 
ein Total von Fr. 2'046'603.-- ergibt. Das gesamte Vermögen gemäss 
definitiver Veranlagung belief sich jedoch auf Fr. 2'390'065.--. Damit enthält 
das Vermögen gemäss Veranlagung 2014 einen in den Details zur 
Veranlagungsverfügung nicht aufgelisteten Betrag von Fr. 343'462.--, 
welcher dem Erbschaftsanteil zugeordnet werden kann und entspricht. Dass 
dieser in der Veranlagung nicht aufgelistet wird, ist nach den plausiblen und 
glaubhaften Ausführungen der Steuerverwaltung darauf zurückzuführen, 
dass «Korrekturen betreffend unverteilte Erbschaften» aufgrund eines 
Systemfehlers auf den gedruckten Veranlagungsverfügungen nicht 
ersichtlich waren (vgl. E-Mail Steuerverwaltung vom 9.7.2020, Vorakten 

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StRK [act. 3A] pag. 131). Die StRK hat damit zu Recht geschlossen, der 
Anteil der Beschwerdeführerin an der Erbschaft C.________ von 
Fr. 343'462.-- sei im Vermögensstand 2014 enthalten.

4.2 Strittig ist weiter die Höhe des (verbleibenden) Anteils der 
(unverteilten) Erbschaft C.________ im Vermögen 2015. Gemäss den 
eigenen Angaben der Beschwerdeführerin in den Einspracheverfahren 
setzte sich der Erbteil ursprünglich zusammen aus einem Anteil an 
Grundstücken im Kanton Waadt (…) von Fr. 42'000.--, einem Anteil an 
Grundstücken im Kanton Wallis (…) von Fr. 36'382.-- und Barvermögen von 
Fr. 344'577.-- abzüglich eines Anteils an den Passiven von Fr. 79'498.--, 
ausmachend Fr. 343'462.-- netto (vgl. Gesprächsnotiz vom 31.5.2018, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 26 f.). Unstrittig ist, dass der Beschwerdeführerin 
2015 aus der Erbschaft Bargeld in der Höhe von Fr. 241'500.-- und eine 
Zahlung von Fr. 15'166.-- aus dem Verkauf des … in … zugeflossen sind. 
Umstritten ist hingegen, mit welchem Betrag der Restanteil an der 
unverteilten Erbschaft im Vermögensstand 2015 zu berücksichtigen ist. Die 
StRK erwog insoweit, dass von einem Betrag in der Höhe von Fr. 173'077.-- 
auszugehen sei. Dies entspreche der Summe des Werts des Anteils der Be-
schwerdeführerin an den Grundstücken in … (Fr. 42'000.--), des 
verbleibenden Anteils an den Grundstücken in … (Fr. 28'000.--) und des 
Anteils am Barvermögen von Fr. 103'077.--, welcher sich nach Abzug von 
Fr. 241'500.-- vom Stand per Ende 2014 ergebe (angefochtene Entscheide 
E. 7.5 a.E.). Die Beschwerdeführenden bringen zu Recht vor, dass bei 
dieser Berechnung der Anteil an den Passiven von Fr. 79'498.-- fehlt: Die 
StRK hat den Restanteil Barvermögen von Fr. 103'077.-- aus der 
Berechnung der Steuerverwaltung übernommen und dabei nicht 
berücksichtigt, dass es sich hierbei um einen Bruttobetrag handelt (vgl. 
Berechnung in Gesprächsnotiz vom 31.5.2018, Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 26; vgl. auch Berechnung des Erbanteils aus unverteilter Erbschaft, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 111), während der Vermögensstand per Ende 
2014 den Nettobetrag des Erbschaftanteils enthält. Korrekterweise muss im 
Vermögensstand 2015 ebenfalls auf den Nettobetrag abgestellt werden: Der 
zu berücksichtigende Restanteil Barvermögen entspricht der Differenz des 
Nettobetrags zum zugeflossenen Betrag, mithin Fr. 265'079.-- (Fr. 344'577.- 
-- minus Fr. 79'498.--) abzüglich Fr. 241'500.--, ausmachend Fr. 23'579.--. 

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Strittig ist zudem, ob der Zufluss von Fr. 15'166.-- aus dem Verkauf des … 
im Jahr 2015 korrekt erfasst worden ist. Die StRK schloss, dass im Betrag 
von Fr. 343'462.-- das fragliche Grundstück mit einem amtlichen Wert von 
Fr. 8'382.-- enthalten gewesen sei, womit den Beschwerdeführenden 2015 
lediglich die Differenz von rund Fr. 6'780.-- aus dem Verkauf zugeflossen sei 
(angefochtene Entscheide E. 7.6). Die Beschwerdeführenden sind dagegen 
der Ansicht, dass der gesamte Erlös zu berücksichtigen und beim Manko 
abzuziehen sei. Wie den Berechnungen der Steuerverwaltung entnommen 
werden kann, beliefen sich die erfassten amtlichen Werte der Grundstücke 
im Kanton Wallis Ende 2014 auf insgesamt Fr. 36'382.--, während im 
Vermögensstand Ende 2015 noch solche von Fr. 28'000.-- enthalten sind 
(vgl. Gesprächsnotiz vom 31.5.2018, Vorakten StV [act. 3B] pag. 26 f.; vgl. 
auch Berechnung des Erbanteils aus unverteilter Erbschaft, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 111). Die StRK erwog damit zu Recht, dass nur im Umfang der 
Differenz von Fr. 6'784.-- ein Zufluss erfolgte, dem noch Rechnung zu tragen 
ist. In der Vermögensvergleichsberechnung sind der Verkaufserlös als 
«Verkauf Anteil Grundstück …» mit minus Fr. 15'166.-- und der im 
Vermögensstand bereits enthaltene amtliche Wert als «Wertvermehrender 
Anteil am Liegenschaftsunterhalt» mit plus Fr. 8'382.-- aufgeführt, womit im 
Ergebnis die Differenz von Fr. 6'784.-- vom Vermögenszuwachs abgezogen 
und somit korrekt berücksichtigt worden ist. Zusammenfassend beträgt der 
restliche Anteil an der Erbschaft C.________ per Ende 2015 entgegen der 
StRK nicht Fr. 173'077.--, sondern um die Passiven reduziert (Fr. 79'498.--) 
bloss Fr. 93'579.-- (Restanteil Barvermögen: Fr. 23'579.--, zuzüglich Anteile 
an den Grundstücken von Fr. 42'000.-- [VD] und Fr. 28'000.-- [VS]).

4.3 Die Beschwerdeführenden beanstanden weiter, bei der Berechnung 
der effektiven Vermögensveränderung sei die Differenz zwischen Kaufpreis 
und amtlichen Werten der von ihnen 2015 erworbenen Liegenschaften nicht 
korrekt erfasst worden, da der amtliche Wert des einen Grundstücks, näm-
lich des erworbenen Anteils von zwei Dritteln am Stockwerkeigentum … 
Gbbl. Nr. …, mit einem zu tiefen Betrag berücksichtigt worden sei. Die StRK 
hielt insoweit fest, dass die Vermögensvergleichsberechnung nebst der 
Position «Amtlicher Wert der gekauften Liegenschaften» von Fr. 167'410.-- 
eine weitere Position «Zunahme amtlicher Wert auf Liegenschaften» von 
Fr. 72'660.-- aufweise, insgesamt ausmachend Fr. 240'070.--. Dieser Betrag 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 13

entspreche der Differenz der amtlichen Werte der Liegenschaften der 
Beschwerdeführenden per Ende 2014 zu jenen per Ende 2015 von total 
Fr. 1'113'733.-- gemäss den Katasterauszügen der Gemeinde … 
(angefochtene Entscheide E. 7.7). – Die Beschwerdeführenden verfügten 
per Ende 2014 über verschiedene Liegenschaften im Kanton Wallis, wobei 
sich deren amtliche Werte gemäss Veranlagung 2014 auf Fr. 873'793.-- be-
liefen (Fr. 751'483.-- und Fr. 122'310.--; vgl. Veranlagungsverfügung 2014, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 254 f. und 258 ff., 259). Im Jahr 2015 haben sie 
in der Gemeinde … zwei weitere Grundstück erworben; konkret hat der 
Beschwerdeführer für Fr. 110'000.-- einen Miteigentumsanteil von 16/24 an 
der Stockwerkeinheit … Gbbl. Nr. … (Einstellhalle) gekauft, deren amtlicher 
Wert sich auf Fr. 167'409.70 beläuft (vgl. Mitteilung des Erwerbs von 
Eigentum an Grundstücken vom 29.6.2015, Vorakten StV [act. 3B] pag. 234; 
vgl. auch Vertragsentwurf vom Mai 2015; Vorakten StV [act. 3B] pag. 71 ff., 
93 f. und 98). Zudem hat die Beschwerdeführerin für Fr. 190'000.-- zwei 
Miteigentumsanteile von je einem Drittel an der Stockwerkeinheit … Gbbl. 
Nr. … (Wohnung) gekauft (vgl. Entwurf Kaufvertrag vom Mai 2015, Vorakten 
StV [act. 3B] pag. 51 ff., 62) mit einem amtlichen Wert von Fr. 77'434.-- 
(Fr. 76'600.-- Gebäudewert und Fr. 834.-- Bodenwert; vgl. Kataster-
schatzung vom 11.1.2018, Vorakten StV [act. 3B] pag. 133; vgl. auch 
Berechnung in Gesprächsnotiz vom 31.5.2018, Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 28). Wie sich aus den von der Steuerverwaltung eingeholten 
Katasterauszügen der Gemeinde … ergibt, haben sich die amtlichen Werte 
des Grundeigentums der Beschwerdeführenden im Kanton Wallis – wie von 
der StRK festgestellt (angefochtene Entscheide E. 7.7) – per Ende 2015 auf 
insgesamt Fr. 1'113'733.-- belaufen (Fr. 997'582.-- [Eigentum Be-
schwerdeführer] plus Fr. 116'151.-- [Eigentum Beschwerdeführerin]). Zieht 
man von diesem Betrag die amtlichen Werte der beiden 2015 neu gekauften 
Liegenschaften von Fr. 167'410.-- (Einstellhalle) und Fr. 77'434.-- 
(Wohnung), ausmachend insgesamt Fr. 244'844.-- ab, hätten sich die amt-
lichen Werte per Ende 2014 in der Veranlagung korrekterweise auf 
Fr. 868'889.-- belaufen müssen. Stattdessen wird ein Total von Fr. 873'793.-
- aufgeführt, was bedeutet, dass von den Beschwerde-führenden in der 
Steuererklärung 2014 ein zu hohes Vermögen deklariert worden und in der 
Folge der Vermögensstand Ende 2014 um Fr. 4'904.-- zu hoch ausgefallen 
ist. Um dies zu korrigieren, hat die Steuerverwaltung in der 

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316U, Seite 14

Vergleichsberechnung die neu gekauften Miteigentumsanteile an der 
Wohnung nicht mit dem amtlichen Wert von Fr. 77'434.-- berücksichtigt, 
sondern diesen Betrag um die Differenz der 2014 veranlagten zu den 
effektiven amtlichen Werten auf Fr. 72'530.-- korrigiert (vgl. Details zu 
Einspracheentscheid 2015, Vorakten StV [act. 3B] pag. 7; Berechnung in 
Gesprächsnotiz vom 31.5.2018, Vorakten StV [act. 3B] pag. 27 f.), was nicht 
zu beanstanden ist. Die weitere Differenz von Fr. 130.-- zum in der Vermö-
gensvergleichsberechnung schliesslich berücksichtigten Betrag von 
Fr. 72'660.-- beruht auf der Erhöhung des amtlichen Werts der Liegenschaft 
… Gbbl. Nr. … (vgl. Schreiben Steuerverwaltung vom 5.12.2018, Vorakten 
StV [act. 3B] pag. 16 f.). Nach dem Ausgeführten sind die amtlichen Werte 
der 2015 erworbenen Liegenschaften in der Vergleichsberechnung richtig 
festgesetzt worden.

4.4 Der Beschwerdeführer macht vor Verwaltungsgericht erstmals gel-
tend, im Jahr 2015 eine (weitere) Freizügigkeitsleistung von rund 
Fr. 2'305.-- erhalten zu haben, die noch zu berücksichtigen sei. Er legt einen 
Bankkontoauszug vom 30. Juni 2015 vor (act. 1C), gemäss welchem ihm am 
2. April 2015 eine Gutschrift der … AG mit dem Vermerk «Auszahlung FZP-
Erlebensfall Police 491214/G A.________» von Fr. 2'305.40 zugekommen 
ist. Dazu haben sich weder die Steuerverwaltung noch die StRK geäussert. 
– In der Vermögensentwicklungsberechnung ist bereits ein Betrag 
«Kapitalabfindung» in der Höhe von Fr. 23'308.-- aufgeführt (vorne E. 3.1). 
Es handelt sich dabei um eine Kapitalleistung der Rendita Freizügig-
keitsstiftung, die dem Beschwerdeführer aus «Freizügigkeitskonto/-police» 
infolge Eintritt des Versicherungsereignisses «Erlebensfall» am 1. April 2015 
ausbezahlt worden ist (vgl. Steuermeldung Kapitalleistungen, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 250 f.). Da es sich bei dem von der … ausbezahlten Betrag 
ebenfalls um eine Leistung aus Freizügigkeitspolice zufolge Erlebensfall zu 
handeln scheint, wäre er, soweit er in den «Kapitalleistungen» von 
Fr. 23'308.-- (und auch anderswo) nicht bereits enthalten ist, noch zu berück-
sichtigen. Dies bedarf weiterer Klärung. Es ist indes nicht Sache des Verwal-
tungsgerichts, dies zu tun bzw. hierüber als letzte kantonale Instanz erstmals 
zu befinden, weshalb die Angelegenheit insoweit an die StRK zurückzuwei-
sen ist, die sich damit ohnehin erneut befassen muss (vgl. vorne E. 4.2 sowie 
hinten E. 5).

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316U, Seite 15

4.5 Einen Teil des Vermögenszuwachses erklären die Beschwerdefüh-
renden nach wie vor mit dem Zufluss eines Darlehens von Fr. 70'000.--. Laut 
dem aktenkundigen Darlehensvertrag ist dem Beschwerdeführer von einer 
in … wohnhaften Privatperson am 1. Juli 2015 zwecks «Kauf von Garagen» 
in … ein zinsfreies Darlehen von Fr. 70'000.-- zur Rückzahlung bis 1. März 
2017 gewährt worden (vgl. Darlehensvertrag vom 1.7.2015, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 129). Tatsächlich hat der Beschwerdeführer mit Kaufvertrag 
vom 26. Juni 2015 Miteigentumsanteile an Einstellhallenplätzen in … gekauft 
(vgl. vorne E. 4.3). Gemäss der Belastungsanzeige der … Bank ist der 
Kaufpreis von Fr. 110'000.-- am 24. Juni 2015 getilgt worden 
(Belastungsanzeige vom 24.6.2015, Vorakten StV [act. 3B] pag. 46). 
Weshalb ein Darlehen zum Kauf der Einstellhallenplätze erst aufgenommen 
worden ist, nachdem der Kaufpreis bereits bezahlt wurde, erscheint nicht 
schlüssig und wird von den Beschwerdeführenden nicht erläutert. Auch 
liegen keine Bankbelege vor, die eine zeitnahe Ein- oder Auszahlung des 
angeblich in bar erhaltenen und auch wieder in bar zurückbezahlten Betrags 
bescheinigen würden. Wie die StRK zutreffend erwogen hat, ist nicht erstellt, 
dass den Beschwerdeführenden im Steuerjahr 2015 ein Betrag von 
Fr. 70'000.-- aufgrund eines Darlehensschuldverhältnisses zugeflossen ist, 
zumal geltend gemachte Zuflüsse von Geldmitteln im internationalen 
Verhältnis strengen Beweisanforderungen zu genügen haben, weil die 
Verhältnisse von ausländischen Vertragspartnern bzw. -partnerinnen der 
Kontrolle durch schweizerische Steuerbehörden nicht zugänglich sind (vgl. 
BGer 2C_720/2015 und 2C_721/2015 vom 18.4.2016 E. 2.3, 2C_356/2017 
vom 10.11.2017 E. 5.2). Daran ändert das (teilweise neue und nicht weiter 
belegte) Vorbringen der Beschwerdeführenden nichts, der Darlehensgeber 
sei «jahrelang als Geschäftsführer der Filiale … der Firma … […] tätig» 
gewesen und habe «in … eine Wohnung» gehabt und dort auch gelebt 
(Beschwerde S. 4 f., auch zum Folgenden). In der Sache von vornherein 
nichts zu ihren Gunsten ableiten können sie aus der pauschalen 
Behauptung, die StRK habe das Darlehen als «Retourkutsche» für ihr 
Ablehnungsbegehren gegen die Instruktionsrichterin (und den 
Gerichtsschreiber) aufgerechnet (vgl. diesbezüglich VGE 2020/453/454 vom 
30.3.2021). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 16

4.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Vermögensstand per Ende 
2014 einen Anteil der Beschwerdeführerin an der (unverteilten) Erbschaft 
C.________ von Fr. 343'462.-- enthält. Die der Beschwerdeführerin im 2015 
aus Erbschaft zugeflossenen Fr. 241'500.-- und Fr. 15'166.-- sind darin 
bereits erfasst bzw. letztere im Umfang von Fr. 6'780.-- (Differenz 
Verkaufserlös zu amtlichem Wert …) in der Vermögensentwicklung korrekt 
berücksichtigt worden. Ebenfalls richtig ermittelt worden sind die in der Ver-
gleichsberechnung anzurechnenden amtlichen Werte der 2015 durch die 
Beschwerdeführenden in … erworbenen Anteile an Liegenschaften. Was 
hingegen den per Ende 2015 noch unverteilten Erbschaftsanteil der Be-
schwerdeführerin anbelangt, ist ihr Anteil an den Passiven von Fr. 79'498.-- 
unberücksichtigt geblieben, weshalb der Betrag von Fr. 173'077.-- auf 
Fr. 93'580.-- zu reduzieren ist. Was sodann das angeblich im Jahr 2015 zu-
geflossene Darlehen von Fr. 70'000.-- betrifft, fehlt es am rechtsgenüglichen 
Nachweis. Weiter wird die StRK zu klären haben, ob die Position «Kapital-
abfindung» von Fr. 23'308.-- um Fr. 2'305.-- auf Fr. 25'613.-- zu erhöhen ist. 
Was die weiteren Positionen der Vermögensvergleichsberechnung anbe-
langt, ist weder dargetan noch ersichtlich, dass diese rechtsfehlerhaft fest-
gelegt worden wären. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht zum Schluss 
gelangt, dass die Vornahme einer Ermessensveranlagung zulässigerweise 
erfolgt ist. Hingegen erweist sich der von der StRK ermessensweise aufge-
rechnete Betrag von rund Fr. 220'000.-- in Anbetracht des in der Vergleichs-
berechnung beim (unverteilten) Erbschaftsanteil unberücksichtigt gebliebe-
nen Anteils an den Passiven als offensichtlich zu hoch, weshalb der aufge-
rechnete Ermessenszuschlag um diesen Betrag und gegebenenfalls um die 
noch nicht berücksichtigte Freizügigkeitsleistung zu reduzieren ist.

5.

Nach dem Gesagten erweisen sich die Beschwerden als teilweise begrün-
det. Die Entscheide der StRK vom 21. September 2021 sind aufzuheben und 
die Sache zur neuen Veranlagung der Beschwerdeführenden im Sinn der 
Erwägungen an die StRK zurückzuweisen; soweit weitergehend sind die Be-
schwerden abzuweisen. Der StRK ist es unbenommen, die Angelegenheit 
ihrerseits an die Steuerverwaltung zurückzuweisen (vgl. etwa 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 17

VGE 2020/43/44 vom 15.8.2022 E. 5.1; Ruth Herzog, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 84 N. 16). 

6.

Bei diesem Ausgang der Verfahren dringen die Beschwerdeführenden mit 
ihren Rechtsbegehren teilweise durch. Ausgehend vom gesamten Streitge-
genstand (vgl. Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 4 mit Hinweisen) ist von ei-
nem teilweisen Obsiegen im Umfang von zwei Fünfteln auszugehen, zumal 
hinsichtlich der Kapitalleistung von Fr. 2'305.-- ein vollumfängliches Durch-
dringen noch möglich erscheint. Die Beschwerdeführenden haben somit drei 
Fünftel der Kosten der verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu tragen. Die 
restlichen Verfahrenskosten werden nicht erhoben (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Im 
Umfang ihres Obsiegens haben die Beschwerdeführenden zudem Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten; die kantonale Steuerverwaltung hat ihr davon 
zwei Fünftel zu ersetzen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 
Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Die Kostennote des Vertreters 
der Beschwerdeführenden gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Kosten 
des vorinstanzlichen Verfahrens wird die aufgrund des vorliegenden 
Rückweisungsentscheids erneut mit der Angelegenheit befasste StRK 
gemäss dem Ausgang der Neuveranlagung zu bestimmen und liquidieren 
haben (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7).

7.

Gegen das vorliegende Urteil kann Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten an das Bundesgericht geführt werden (Art. 82 ff. des Bundes-
gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110]). Soweit es sich um einen Rückweisungsentscheid und 
damit um einen Zwischenentscheid im Sinn von Art. 93 BGG handelt, ist die 
Beschwerde aber nur zulässig, wenn die zusätzlichen Voraussetzungen von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 18

Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sind (statt vieler BGE 140 V 282 E. 2, 134 II 124 
E. 1.3).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2015 wird 
teilweise dahingehend gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerre-
kurskommission des Kantons Bern vom 21. September 2021 aufgehoben 
und die Sache zur Neuveranlagung der Beschwerdeführenden an die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abge-
wiesen. 

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2015 wird teilweise 
dahingehend gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommis-
sion des Kantons Bern vom 21. September 2021 aufgehoben und die Sa-
che zur Neuveranlagung der Beschwerdeführenden an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 5'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
zu drei Fünfteln, ausmachend Fr. 3'000.--, auferlegt. Die übrigen Kosten 
werden nicht erhoben.

4. Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat den Beschwerdeführenden die 
Parteikosten für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 4'525.40 (inkl. Auslagen und MWSt), zu zwei Fünfteln, ausmachend 
Fr. 1'810.15 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen:

- Beschwerdeführende 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.08.2023, Nrn. 100.2021.315/
316U, Seite 19

- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.