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**Case Identifier:** 821495f8-50fb-55ac-bf53-f7553179f524
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.08.2021 IV 2019/327
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-327_2021-08-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/327

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.01.2022

Entscheiddatum: 16.08.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2021
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Administrativgutachten. 
Vorbefassung des orthopädischen Gutachters begründet vorliegend keinen 
Ausstandsgrund. Beweiskraft des polydisziplinären Administrativgutachtens 
und der darin für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten 75%igen 
Arbeitsfähigkeit bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2021, IV 
2019/327).

Entscheid vom 16. August 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider 

und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2019/327

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Falkensteinstrasse 1, 

Postfach, 9016 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

Mit Verfügung vom 3. Oktober 2013 (IV-act. 6) wies die IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen das Gesuch von A.___ um Kostengutsprache für orthopädische 

Schuheinlagen vom 13. März 2013 (IV-act. 2) ab.

A.a. 

Am 16. August 2015 reichte der Versicherte bei der IV-Stelle das Formular 

«Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente» ein. Zur Art der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung gab er einen am 26. März 2015 erlittenen 

Bandscheibenvorfall an (IV-act. 7). Der behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 8. September 2015, der Versicherte leide an 

einer Diskushernie L5/S1 mit radikulärem Schmerzsyndrom S1 rechts und sei seit 

26. März 2015 für jegliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 13).

A.b. 

Vom 17. November bis 17. Dezember 2015 befand sich der Versicherte in den 

Kliniken C.___ zur stationären Behandlung. Die dort behandelnden medizinischen 

Fachpersonen diagnostizierten: 1. ein invalidisierendes lumboradikuläres Restsyndrom 

S1 rechts mit persistierender Neuropathie mit/bei Status nach Bandscheibenprolaps 

L5/S1 rechts, Diskushernienoperation am 20. Mai 2015 und Status nach wiederholter 

PRT und Sakralblockbehandlung, 2. ein Hyperlaxizitätssyndrom und 3. eine Adipositas. 

Die in der Testsituation gezeigte Belastbarkeit habe nicht der Belastung entsprochen, 

die der Versicherte in den Therapien gezeigt habe. Es habe sich eine deutliche 

Symptomausweitung gezeigt. Der Versicherte habe sehr gut von der stationären 

Rehabilitation profitieren können und fühle sich bereit, die berufliche Tätigkeit 

wiederaufzunehmen. Für die Dauer des stationären Aufenthalts und bis zum 3. Januar 

A.c. 

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2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem 4. bis 25. Januar 2016 bestehe 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Metallarbeiter (siehe hierzu 

IV-act. 14-3 oben). Ab dem 26. Januar 2015 könne das Pensum auf 80 % und nach 

Rücksprache mit dem weiterbehandelnden Arzt im weiteren Verlauf auf 100 % 

gesteigert werden (Austrittsbericht vom 4. Januar 2016, fremd-act. 3-2 f.).

Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 13. Mai 2016 mit, sie werde ihm Beratung 

und Unterstützung beim Erhalt seines derzeitigen Arbeitsplatzes gewähren (IV-act. 25; 

zum vereinbarten Eingliederungsplan vom 1./24. April 2016 siehe IV-act. 22). Dessen 

Arbeitgeberin meldete der IV-Stelle am 25. Mai 2016, der Versicherte sei seit Ende April 

2016 bis auf weiteres aufgrund von Rückenproblemen von der Arbeit dispensiert (IV-

act. 29; zur von Dr. B.___ ab 29. April 2016 bescheinigten 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

siehe dessen Bericht vom 9. Juni 2016, IV-act. 32).

A.d. 

Im Auftrag der Krankentaggeldversicherin erstattete Dr. med. D.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 

2. Dezember 2016 ein orthopädisches Gutachten, dem eine persönliche Untersuchung 

des Versicherten vom 21. Oktober 2016 zugrunde liegt. Als Diagnose mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit erhob Dr. D.___ eine Lumboischialgie rechts mit 

Diskushernienresiduum L5/S1 und Narbengewebe mediolateral/foraminal rechts mit 

potenzieller Kompression der Nervenwurzel S1 rezessal rechts bei Status nach 

interlaminärer Fensterung L5/S1 rechts mit Sequestrektomie in mikrochirurgischer 

Technik 05/2015. Bezogen auf die körperlich mindestens mittelschwere angestammte 

Tätigkeit als Logistiker in einer Metallfabrik bescheinigte Dr. D.___ ab Oktober 2015 

eine 75%ige und zuvor ab Mai 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für 

leidensangepasste Tätigkeiten habe zwischen Mai und September 2015 im Rahmen 

der postoperativen Rehabilitation zunächst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab 

Oktober 2015 eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bestanden (fremd-act. 7-1 ff.). Die RAD-

Ärztin Dr. med. E.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, gelangte 

in der Stellungnahme vom 23. Januar 2017 zur Ansicht, auf die Beurteilung von 

Dr. D.___ könne abgestellt werden (IV-act. 51).

A.e. 

Die IV-Stelle erachtete die Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

als abklärungsbedürftig und teilte ihm am 18. April 2017 mit, sie übernehme die Kosten 

A.f. 

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für eine berufliche Abklärung in den F.___ Werkstätten vom 1. Mai bis 31. Juli 2017 (IV-

act. 62; zum vereinbarten Eingliederungsplan vom 29. März/6. April 2017 siehe IV-

act. 58 und zur Taggeldverfügung vom 21. April 2017 siehe IV-act. 65). Im 

Schlussbericht vom 12. Mai 2017 führte die Abklärungsperson der F.___ Werkstätten 

aus, der Versicherte habe am 2. und 3. Mai 2017 über starke gesundheitliche 

Beschwerden geklagt. Am 5. Mai 2017 habe er um ca. 9:00 Uhr wegen starker 

gesundheitlicher Beschwerden den Arbeitsplatz verlassen (IV-act. 71). Gleichentags 

trat er wegen einer exazerbierten Lumboischialgie S1 rechts in die Klinik für 

Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) ein. Unter der dort angewandten 

Göttinger-Infusion besserte sich die Schmerzsituation deutlich. Nach deren 

Beendigung zeigte sich eine gut tolerable Symptomatik, so dass der Versicherte am 

9. Mai 2017 wieder aus dem KSSG austreten konnte (Austrittsbericht vom 10. Mai 

2017, IV-act. 72-2 f.). Die IV-Stelle ordnete am 19. Mai 2017 den Abbruch der 

beruflichen Massnahme an (IV-act. 74).

Auf der Grundlage einer gemeinsamen Zielvereinbarung vom 12. Juni 2017 (IV-

act. 80) gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Beratung und Unterstützung bei der 

Stellensuche (Mitteilung vom 13. Juni 2017, IV-act. 81).

A.g. 

Die den Versicherten ab 7. Juni 2017 im Schmerzzentrum am KSSG 

behandelnden medizinischen Fachpersonen diagnostizierten ein chronifiziertes 

gemischt nozizeptiv-neuropathisches Schmerzsyndrom. Seit 3 bis 4 Wochen klage der 

Versicherte zusätzlich über stechende, messerstichartige Schmerzen mittig in der 

Fusssohle des linken Fusses. Für den 1. Dezember 2017 sei eine 

Magenbypassoperation geplant (Verlaufsbericht vom 17. November 2017, IV-act. 96). 

Diese wurde am 12. Dezember 2017 durch Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, 

speziell Viszeralchirurgie, durchgeführt (Operationsbericht vom 12. Dezember 2017, IV-

act. 106; siehe auch den Austrittsbericht vom 18. Dezember 2017 über die 

Hospitalisierung des Versicherten vom 12. bis 16. Dezember 2017, IV-act. 105). Der 

Versicherte klagte in der Folge über linksseitige Mittelbauchschmerzen. Dr. G.___ 

diagnostizierte rezidivierende links- bis rechtsseitige Mittel- bis Oberbauchschmerzen 

(DD: Adhäsionen, Narbenschmerzen, Somatisierungstendenz). Bei fehlender 

Möglichkeit, die Beschwerden in der Bildgebung zu objektivieren und aufgrund der 

wechselnden Angaben seitens des Versicherten, müsse nun im weiteren Verlauf 

A.h. 

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entschieden werden, ob eine Revisionslaparoskopie im Hinblick auf den Leidensdruck 

seitens des Versicherten durchzuführen sei (Bericht vom 19. März 2018, IV-act. 117).

Die RAD-Ärztin Dr. E.___ empfahl in der Stellungnahme vom 11. April 2018 eine 

polydisziplinäre (allgemein-/internistische, neurologische, orthopädische und 

psychiatrische) Begutachtung des Versicherten (IV-act. 124). Am 16. Mai 2018 wurde 

dem Versicherten mitgeteilt, dass er sich einer polydisziplinären Begutachtung durch 

die Sachverständigen der MGSG Medizinisches Gutachtenzentrum Region St. Gallen 

GmbH (nachfolgend: MGSG) zu unterziehen habe. Sie orientierte ihn über die 

Sachverständigen, u.a., dass die orthopädische Begutachtung durch Dr. D.___ erfolgen 

werde (IV-act. 128; zur Zuteilung des Gutachtenauftrags via SuisseMED@P siehe IV-

act. 123). Die polydisziplinären Untersuchungen fanden am 13. und 20. Juni 2018 und 

die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) am 26. und 27. Juni 2018 statt. 

Die MGSG-Sachverständigen erhoben als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine Lumboischialgie rechts bei mässiger Spondylarthrose und 

Diskushernie L4/5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 beidseits sowie 

Diskushernienresiduum und leichte Osteochondrose L5/S1 mit Narbenbildung im 

Bereich der Nervenwurzel S1 rechts bei Status nach interlaminärer Fenestrierung L5/S1 

rechts mit Sequestrektomie im Mai 2015; ein chronifiziertes gemischt nozizeptiv-

neuropathisches Schmerzsyndrom im Sinn lumbaler Ausstrahlungsschmerzen S1 

rechts und einen Status nach laparaskopischem proximalem Magenbypass am 

12. Dezember 2017 mit Verdacht auf Adhäsionen. Die Arbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiter 

in einer Metallfabrik betrage unverändert seit Oktober 2015 25 % bei voller 

Stundenpräsenz. Bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten verfüge der Versicherte 

über eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Vom 12. Dezember 2017 bis 31. Januar 2018 habe 

nach der Magenbypassoperation eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche 

Tätigkeiten bestanden (polydisziplinäres Gutachten vom 20. September 2018 [Datum 

Posteingang IV-Stelle], IV-act. 133, insbesondere IV-act. 133-29 ff.). Die mit der EFL 

betrauten Abklärungspersonen hielten fest, dass infolge erheblicher 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz die Resultate der physischen 

Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise 

verwertbar seien. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere 

Leistung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstests gezeigt worden sei (EFL-

A.i. 

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Bericht vom 28. Juni 2018, IV-act. 133-40 ff.). Die RAD-Ärztin Dr. E.___ vertrat die 

Auffassung, dass auf das polydisziplinäre MGSG-Gutachten abgestellt werden könne 

(IV-act. 137; siehe auch die ELAR-Notiz vom 6. Dezember 2018, IV-act. 141).

Mit der Begründung, dass sich der Versicherte nicht in der Lage fühle, je wieder zu 

arbeiten, wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche Massnahmen ab (Mitteilung vom 

15. Oktober 2018, IV-act. 140). Sie ermittelte einen 30%igen Invaliditätsgrad und zeigte 

dem Versicherten mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2018 die Abweisung des Renten­

gesuchs an (IV-act. 144). Dagegen erhob der Versicherte am 22. Januar 2019 Einwand 

und beantragte unter Gewährung eines 15%igen Tabellenlohnabzugs eine Überprüfung 

des Invaliditätsgrads. Zudem ersuchte er um Gewährung von beruflichen Massnahmen 

(IV-act. 149).

A.j. 

Auf der Grundlage der Zielvereinbarung vom 3. April 2019 (IV-act. 168) teilte die 

IV-Stelle dem Versicherten am 4. April 2019 mit, sie übernehme die Kosten für 

Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 170). Am 6. Mai 2019 sprach 

die IV-Stelle dem Versicherten einen Arbeitsversuch als Chauffeur im Betrieb Bäckerei-

Konditorei H.___ zu (Mitteilung vom 6. Mai 2019, IV-act. 175; zum Eingliederungsplan 

vom 3. Mai 2019 siehe IV-act. 173 und zur Taggeldverfügung vom 6. Mai 2019 IV-

act. 178). Der Versicherte schloss mit dem Inhaber des Einzelunternehmens Bäckerei-

Konditorei H.___ am 30. Juli 2019 einen Arbeitsvertrag als Teilzeit-Chauffeur/Ausläufer 

für Backwaren mit einem Beschäftigungsgrad von 30 bis 40 % ab. Als Arbeitsbeginn 

wurde der 1. August 2019 vereinbart (IV-act. 180; zu den von der IV-Stelle gewährten 

Einarbeitungszuschüssen für die ersten 3 Monate der Anstellung siehe den 

Eingliederungsplan vom 8. August 2019, IV-act. 181, und die Mitteilung vom 9. August 

2019, IV-act. 185). Mit Mitteilung vom 9. August 2019 wies die IV-Stelle das Gesuch um 

berufliche Massnahmen ab, da solche wegen der inzwischen erfolgten Anstellung nicht 

(mehr) angezeigt seien (IV-act. 184).

A.k. 

In der den Einwand ergänzenden Eingabe vom 23. Oktober 2019 beantragte der 

Versicherte, neu vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler: 1. Es seien 

ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 2. Eventualiter sei eine unabhängige 

EFL-Abklärung in der Rehaklinik Bellikon durchzuführen. 3. Subeventualiter sei ein 

aktuelles unabhängiges Gutachten, mit einem Dolmetscher, in den Disziplinen Innere 

A.l. 

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B.  

Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie nach dem Zufallsprinzip einzuholen 

(IV-act. 192). Die RAD-Ärztin Dr. E.___ gelangte in der Stellungnahme vom 4. November 

2019 zur Auffassung, es bestehe kein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf, 

weshalb weiterhin auf das MGSG-Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 193). Am 

8. November 2019 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-

act. 194).

Gegen die Verfügung vom 8. November 2019 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 10. Dezember 2019. Der Beschwerdeführer beantragt darin: 1. Es sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen 

zuzusprechen. 2. Eventualiter sei eine unabhängige EFL-Abklärung in der Rehaklinik 

Bellikon durchzuführen. 3. Subeventualiter sei durch das Gericht ein aktuelles 

unabhängiges Gutachten in den Disziplinen Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie 

und Psychiatrie einzuholen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur 

Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die gutachterliche 

Beurteilung sei nicht beweiskräftig und die Beschwerdegegnerin hätte das 

polydisziplinäre Gutachten, das gemäss Zufallsprinzip der MGSG und damit wiederum 

Dr. D.___ zugeteilt worden sei, an eine andere Gutachterstelle per Zufallsprinzip 

vergeben müssen. Es springe ins Auge, dass Dr. D.___ sein erstes Gutachten habe 

verteidigen wollen (act. G 1).

B.a. 

I.___, «Spezialist IV-Renten» bei der Beschwerdegegnerin, äussert sich in der 

Stellungnahme Fachbereich vom 14. Januar 2020 zur Kritik an der Person des 

orthopädischen Gutachters. Seines Erachtens sei nicht ganz von der Hand zu weisen, 

dass Dr. D.___ in seinem Zweitgutachten «vermutlich schon etwas voreingenommen 

war». Vielleicht sei es tatsächlich besser, eine unabhängige polydisziplinäre 

Begutachtung durchzuführen. Seitens des Fachbereichs werde eine Besprechung 

erwünscht (IV-act. 200). In der Beschwerdeantwort vom 5. März 2020 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und vertritt im Wesentlichen den 

Standpunkt, dass das MGSG-Gutachten beweiskräftig sei. Gründe, die einen 

Tabellenlohnabzug rechtfertigen würden, lägen nicht vor (act. G 6).

B.b. 

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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die 

Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.

In der Replik vom 3. September 2020 hält der Beschwerdeführer unverändert an 

der Beschwerde fest und führt u.a. aus, dass auch seitens des Fachbereichs der 

Beschwerdegegnerin die Beurteilung von Dr. D.___ angezweifelt worden sei (act. G 14). 

Des Weiteren reicht er weitere Unterlagen ein, darunter u.a. eine Stellungnahme von 

Dr. B.___ vom 23. Mai 2020. Darin gab dieser an, seit Anbeginn der Rückenkrankheit 

des Beschwerdeführers hätten erhebliche Diskrepanzen zwischen den objektivierbaren 

Befunden und dem Schmerzerleben bestanden. Die aktuelle persistierende 

Leistungseinbusse sei rein schmerzbedingt und nicht funktionell verursacht. Deshalb 

erwarte er von einem neuerlichen orthopädischen Gutachten keine weiterführenden 

Erkenntnisse. Dr. B.___ hielt den Beschwerdeführer aufgrund seiner glaubhaften 

Schmerzsymptomatik höchstens zu 50 % arbeitsfähig bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten (act. G 14.4).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin bringt in der Duplik vom 22. September 2020 vor, aus 

den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen würden sich keine neuen 

medizinischen Erkenntnisse ergeben. Ein Gutachter, der sich zweimal mit der gleichen 

versicherten Person befasse, sei nicht per se als befangen zu qualifizieren. Auch in der 

Replik habe der Beschwerdeführer immer noch nicht plausibel dargelegt, aufgrund 

welcher Umstände Dr. D.___ als Gutachter als befangen erscheine. Bezüglich der 

Ausführungen seitens des Fachbereichs erwähnt sie, es komme «ab und an leider vor, 

dass Sachbearbeiter auf eine rasche Abarbeitung der Pendenzen streben und dann 

den Weg des geringsten Widerstandes gehen, um keine Beschwerde zu provozieren 

(i.c. wäre es eine erneute Auftragsvergabe gewesen). Die unbedacht in den Raum 

geworfene Besprechungsnotiz in Form einer Anfrage kann die davor getätigten 

Abklärungen jedoch nicht einfach aushebeln» (act. G 16).

B.d. 

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu beurteilen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG i.V.m. 

Art. 28a Abs. 1 IVG).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

1.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/17

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2.

Zunächst zu prüfen ist die Frage, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif abgeklärt 

worden ist. Der Beschwerdeführer bemängelt das der angefochtenen Verfügung 

zugrundeliegende MGSG-Gutachten in verschiedener Hinsicht.

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

Der Beschwerdeführer rügt, Dr. D.___ sei befangen, da er bereits im Auftrag der 

Krankentaggeldversicherin ein orthopädisches Gutachten erstellt habe (siehe zum 

Gutachten vom 2. Dezember 2016, fremd-act. 7) und dieses im Rahmen des von der 

Beschwerdegegnerin eingeholten polydisziplinären MGSG-Gutachtens habe 

verteidigen wollen (act. G 1, Rz 7, und act. G 14, Rz 3).

2.1. 

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass ein Ausstandsgrund gegen einen 

medizinischen Sachverständigen sofort geltend zu machen ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Dezember 2020, 9C_15/2020, E. 5.1 mit Hinweisen). Die 

Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer am 16. Mai 2018 u.a. mit, dass 

Dr. D.___ mit der orthopädischen Begutachtung beauftragt werde und der 

Beschwerdeführer Gelegenheit habe, triftige Einwendungen gegen die vorgesehenen 

Sachverständigen bis zum 28. Mai 2018 vorzubringen (IV-act. 128), was er jedoch 

unterliess. Erst nach dem Vorliegen des polydisziplinären Gutachtens und des sich 

darauf stützenden Vorbescheids vom 6. Dezember 2018 (IV-act. 144) rügte der 

Beschwerdeführer eine Voreingenommenheit von Dr. D.___ (Einwand vom 22. Januar 

2019, IV-act. 149). Ohnehin erweist sich der Vorwurf der Befangenheit von Dr. D.___ als 

nicht stichhaltig, wie sich aus nachstehenden Erwägungen ergibt.

2.1.1. 

Personen, die im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren 

Entscheide über Rechte und Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, darunter 

auch Sachverständige, müssen in den Ausstand treten, wenn sie in der Sache ein 

persönliches Interesse haben oder aus anderen Gründen in der Sache befangen sein 

könnten (Art. 36 Abs. 1 ATSG). Befangenheit von Sachverständigen ist nach der 

2.1.2. 

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Rechtsprechung anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, 

Misstrauen in ihre Unparteilichkeit zu wecken. Bei der Befangenheit handelt es sich 

allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es 

braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die 

sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände 

vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit 

zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der 

Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer 

Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als 

begründet erscheinen. Einzelfallunabhängige, allgemein-strukturelle Einwendungen 

stellen keine Ausstandsgründe dar. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, die den 

medizinischen Gutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die 

Unparteilichkeit der Sachverständigen ein strenger Massstab anzusetzen. Die formelle 

Natur der Verletzung des Anspruchs auf unabhängige Sachverständige führt dazu, 

dass ein Gutachten, das die erforderlichen Attribute nicht aufweist, als Beweismittel 

auszuschliessen ist, unabhängig davon, wie es sich mit den materiellen Einwendungen 

tatsächlich verhält (Urteil des Bundesgerichts vom 13. August 2020, 9C_226/2020, 

E. 4.1.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 144 V 262 E. 2.3.2). In Anbetracht der Bedeutung der 

Unparteilichkeit von Sachverständigen ist nicht nachvollziehbar, weshalb die 

Rechtsdienstmitarbeitende der Beschwerdegegnerin die seitens des Fachbereichs 

gewünschte interne Besprechung der Frage nach der Befangenheit von Dr. D.___ bzw. 

die der Anfrage zugrunde liegenden Ausführungen «als unbedacht in den Raum 

geworfen» bezeichnet und das Arbeitsverhalten des anfragenden Fachmitarbeiters in 

ein schlechtes Licht rückt («Andererseits kommt es ab und an leider vor, dass 

Sachbearbeiter auf eine rasche Abarbeitung der Pendenzen streben und dann den 

Weg des geringsten Widerstandes gehen, um keine Beschwerde zu provozieren», act. 

G 16). Vielmehr spricht es für eine sorgfältige Arbeitsweise, wenn Mitarbeitende der 

Beschwerdegegnerin eine einlässliche Prüfung der Frage der 

(Un-)Voreingenommenheit von Sachverständigen im Rahmen einer 

bereichsübergreifenden Besprechung anstreben. Dies gilt vorliegend umso mehr, als 

die seitens des Fachbereichs in den Raum gestellte Möglichkeit einer neuerlichen 

Begutachtung gerade nicht zu einer Verminderung, sondern einer Erhöhung des 

Arbeitsaufwands im Verwaltungsverfahren geführt hätte.

Bezüglich der vorliegend zu beurteilenden Vorbefassung von Dr. D.___ ist zu 

beachten, dass sein Erstgutachten von der RAD-Ärztin Dr. E.___ gewürdigt und für 

beweiskräftig befunden wurde (Stellungnahme vom 23. Januar 2017, IV-act. 51-2). 

2.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/17

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Auch der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer führt keine konkreten Mängel am 

orthopädischen Erstgutachten von Dr. D.___ ins Feld. Dem später von der RAD-Ärztin 

Dr. E.___ bzw. der Beschwerdegegnerin erkannten polydisziplinären Abklärungsbedarf 

liegen denn auch keine danach entstandenen Zweifel am orthopädischen 

Erstgutachten zugrunde. Vielmehr begründete die RAD-Ärztin Dr. E.___ die Empfehlung 

für eine polydisziplinäre – insbesondere neurologische und psychiatrische – 

Begutachtung einerseits mit den Erkenntnissen der seit 7. Juni 2017 im 

Schmerzzentrum am KSSG behandelnden Fachpersonen, die ein chronifiziertes 

gemischt nozizeptives/neuropathisches Schmerzsyndrom diagnostizierten. 

Andererseits standen die im Nachgang zur Magenbypass-Operation vom 

12. Dezember 2017 rezidivierenden wechselnden Mittel- und Oberbauchbeschwerden 

des Beschwerdeführers und die hierzu empfohlene allgemein-/internistische 

Begutachtung im Vordergrund. Die Empfehlung der RAD-Ärztin, im Rahmen der von ihr 

ohnehin für erforderlich erachteten polydisziplinären Beurteilung auch die 

orthopädische Fachdisziplin einzubeziehen, liegt in der von ihr erwähnten, im Mai 2017 

– und damit erst mehrere Monate nach dem Erstgutachten von Dr. D.___ – 

exazerbierten Lumboischialgie rechts begründet (Stellungnahme vom 11. April 2018, 

IV-act. 124-2). Aus diesen Umständen kann darauf geschlossen werden, dass der 

orthopädische Abklärungsbedarf vor allem den Verlauf des Gesundheitszustands ab 

Mai 2017 und eine fachorthopädische Würdigung der sich daraus ergebenden 

Erkenntnisse beschlug. Insoweit beinhaltete der orthopädische Abklärungsbedarf im 

Wesentlichen eine Ergänzung der bisherigen, für beweiskräftig erachteten 

orthopädischen Beurteilung von Dr. D.___. Werden die Ausführungen der RAD-Ärztin 

Dr. E.___ zum orthopädischen Leidensbild isoliert und losgelöst vom konkreten 

Abklärungsbedarf in anderen Disziplinen betrachtet, wäre es denn auch nicht zu 

beanstanden gewesen, wenn Dr. D.___ mit einem monodisziplinären orthopädischen 

Verlaufs- bzw. Ergänzungsgutachten beauftragt worden wäre. Dass vorliegend neu 

eine allgemein-/internistische, neurologische und psychiatrische Erstbegutachtung mit 

dem ergänzenden orthopädischen Abklärungsbedarf zusammenfielen, vermag an 

dieser Betrachtungsweise nichts zu ändern und ist für sich allein auch nicht geeignet, 

das orthopädische Erstgutachten in Zweifel zu ziehen. Rechtsprechungsgemäss 

vermag der Umstand der Vorbefassung bei Einholung eines Verlaufs- oder 

Ergänzungsgutachtens für sich allein nicht von vornherein den Anschein der 

Befangenheit zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2019, 

8C_872/2018, E. 6.1 mit Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

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Aus dem orthopädischen Teilgutachten ergeben sich keine Hinweise, die 

geeignet sind, Dr. D.___ als befangen erscheinen zu lassen. Sowohl die sich auf 

persönliche Untersuchungen stützende Wahrnehmung, dass die orthopädische 

Erstbegutachtung im Gegensatz zur polydisziplinären Begutachtung noch problemlos 

ohne Dolmetscherin habe durchgeführt werden können, als auch die Qualifikation 

dieser Verhältnisse als «nicht nachvollziehbar» (IV-act. 133-8 unten; siehe auch IV-

act. 133-9 oben), sind in sachlicher Art begründet worden. Jedenfalls wecken sie nicht 

den Eindruck einer Voreingenommenheit. Zudem ist nicht erkennbar, dass sich diese 

Ausführungen zuungunsten des Beschwerdeführers ausgewirkt hätten, da Dr. D.___ 

ihnen bei der versicherungsmedizinischen orthopädischen Beurteilung keine 

Bedeutung zumass, wie sich aus der dort vorgenommenen Konsistenzprüfung ergibt 

(IV-act. 133-27). Dr. D.___ liess im Rahmen der Begutachtung mehrere bildgebende 

Abklärungen (siehe IV-act. 133-10) und eine EFL (IV-act. 133-40 ff.) durchführen. Die 

damit belegte umfassende Untersuchung des Beschwerdeführers spricht deutlich für 

eine ergebnisoffene Arbeitsweise. Auch aus dem übrigen orthopädischen Teilgutachten 

gehen keine konkreten Hinweise hervor, die den Anschein von Befangenheit 

begründen. Dass Dr. D.___ im Wesentlichen zu gleichen Schlüssen wie beim 

Erstgutachten gelangte, ist allein auf den – aus orthopädischer Sicht – 

gleichgebliebenen Gesundheitszustand zurückzuführen. Weder den Ausführungen des 

Beschwerdeführers noch den Akten lassen sich Gesichtspunkte für einen aus 

orthopädischer Sicht seit dem orthopädischen Erstgutachten dauerhaft 

verschlechterten Gesundheitszustand entnehmen. Insbesondere konnte die im Mai 

2017 exazerbierte Lumboischialgie mit der stationären Behandlung in der Klinik für 

Neurochirurgie am KSSG vom 5. bis 9. Mai 2017 wieder auf eine gut tolerable 

Symptomatik gesenkt werden. Weitere neurochirurgische Nachkontrollen waren nicht 

vorgesehen (IV-act. 72-2 f.) und eine objektivierbare Verschlechterung des 

Bewegungsapparates wurde nicht festgestellt (siehe zu den Ergebnissen der 

bildgebenden Abklärungen vom 8. Mai 2017 IV-act. 86-19 f., die sich mit den 

Ergebnissen der MRI-Abklärung der LWS vom 20. Juni 2018 vereinbaren lassen, IV-

act. 133-10 Mitte). Dr. B.___ verneinte ebenfalls einen weiteren orthopädischen 

Abklärungsbedarf in seiner Stellungnahme vom 23. Mai 2020 (act. G 14.4).

2.1.4. 

Gegen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung bringt der Beschwerdeführer 

ausserdem vor, sie sei nicht mit der Einschätzung des Eingliederungsverantwortlichen 

der Beschwerdegegnerin zu vereinbaren. Dieser habe festgestellt, dass er (der 

Beschwerdeführer) bei einem Arbeitspensum von 30 bis 40 % schlicht an sein Limit 

stosse (act. G 14, Rz 4; zu der entsprechenden Aussage des 

Eingliederungsverantwortlichen vom 9. August 2019 siehe IV-act. 182-8 oben). 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/17

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Diesbezüglich ist einerseits von Bedeutung, dass dem Eingliederungsverantwortlichen 

die erforderliche medizinische Fachkompetenz zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

oder Belastbarkeit des Beschwerdeführers in einer optimal den Leiden angepassten 

Tätigkeit fehlt. Andererseits beruht seine Aussage ohnehin hauptsächlich auf den 

Leidensangaben und der Leidenspräsentation des Beschwerdeführers, die vorliegend 

allerdings nicht frei von Diskrepanzen, Selbstlimitierung und Inkonsistenzen ist (wie sie 

sich etwa bei Belastbarkeitstests in den Kliniken C.___, fremd-act. 3-9, und anlässlich 

der im Rahmen der Begutachtung durchgeführten EFL ergeben haben, IV-act. 133-42 

unten; siehe zum Ganzen auch nachstehende E. 2.3). Nichts anderes gilt bezüglich der 

im Feststellungsblatt «Berufliche Massnahmen» am 9. August 2019 gemachten 

Ausführungen des Sachbearbeiters der Beschwerdegegnerin (IV-act. 183).

Aus den vom Beschwerdeführer mit der Replik eingereichten Berichten der 

behandelnden Physiotherapeutin vom 13. Juni 2020 (act. G 14.3) und von Dr. B.___ 

vom 23. Mai 2020 (act. G 14.4) gehen keine relevanten objektiven Gesichtspunkte 

hervor, welche die MGSG-Sachverständigen ausser Acht gelassen hätten. Diese 

beiden Berichte gehen sodann im Wesentlichen in einer unkritischen Übernahme der 

Schmerzschilderungen und Leidenspräsentation des Beschwerdeführers auf (die 

«Aussagen stimmen absolut mit meinen Beobachtungen überein», act. G 14.3; 

«glaubhafte Schmerzsymptomatik», act. G 14.4). Sie beruhen nicht auf einer 

erkennbaren Konsistenz- und Ressourcenprüfung mit Diskussion der aktenkundigen 

und auch von Dr. B.___ bejahten Inkonsistenzen und erheblichen Diskrepanzen (act. 

G 14.4; IV-act. 133-27 Mitte; IV-act. 133-42 unten und IV-act. 133-83 f.; zu den 

Hinweisen auf eine Aggravation und einen sekundären Krankheitsgewinn siehe IV-

act. 133-105 unten; siehe auch den Austrittsbericht der Kliniken C.___ vom 4. Januar 

2016, fremd-act. 3-3 und fremd-act. 3-9, worin ebenfalls eine erhebliche 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz beschrieben wurden). Im 

Übrigen wies Dr. B.___ ausdrücklich darauf hin, dass von einem weiteren 

orthopädischen Gutachten keine neuen Kenntnisse zu erwarten seien und eine 

psychiatrische Ausweitung der Beschwerden nicht vorliege. Damit verneint auch er 

zumindest einen (weiteren) orthopädischen und psychiatrischen Abklärungsbedarf. Am 

neurologischen Teilgutachten beschränkt sich seine Kritik auf den Vorwurf, die 

neurologische Gutachterin habe zwar auf die Schmerzbehandlung am KSSG Bezug 

genommen, «m. E. jedoch der "negative outcome" zu wenig gewürdigt» (sic; act. 

G 14.4). Diese nicht näher begründete, sich in einer bloss anderen Würdigung der 

Schmerzbehandlung erschöpfende Kritik ist nicht geeignet, die zwangsläufig mit einer 

Ermessensausübung verbundene Beurteilung der neurologischen MGSG-Gutachterin 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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3.

Es verbleibt die Ermittlung des Invaliditätsgrads im Rahmen eines 

Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG).

in Zweifel zu ziehen, zumal Dr. B.___ nicht über eine fachneurologische Ausbildung 

verfügt.

Bei der Würdigung des polydisziplinären MGSG-Gutachtens fällt zudem ins 

Gewicht, dass es auf umfassenden Untersuchungen beruht, die vom 

Beschwerdeführer geklagten Leiden erfasst wurden, die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

nachvollziehbar begründet wurde und sie im Ergebnis einleuchtet. Gestützt darauf ist 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

– abgesehen von kurzzeitigen Verschlechterungen – seit Oktober 2015 über eine 

75%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten verfügt (IV-

act. 133-38). Ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf ist folglich zu verneinen.

2.4. 

Bei der Bestimmung der trotz des Gesundheitsschadens verbliebenen Erwerbs­

möglichkeiten (Art. 7 Abs. 1 ATSG) bzw. des Invalideneinkommens (Art. 16 ATSG) kann 

nicht auf das vom Beschwerdeführer bei einem 30 bis 40%igen Pensum tatsächlich 

erzielte Einkommen abgestellt werden (Arbeitsvertrag vom 30. Juli 2019, IV-act. 180). 

Denn er schöpft dabei die ihm bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten medizinisch-

theoretisch zumutbare Restarbeitsfähigkeit nicht aus. Deshalb ist mit der 

Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf den vom 

Bundesamt für Statistik im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

ermittelten Medianlohn für Hilfsarbeiter abzustellen. Im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns (Art. 29 Abs. 1 IVG) im Jahr 2016 (zur IV-Anmeldung vom 16. August 

2015 siehe IV-act. 7) betrug dieser Fr. 66'803.-- (Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Wird das von der 

Beschwerdegegnerin für das Jahr 2015 mit schlüssiger Begründung ermittelte – vom 

Beschwerdeführer unbestritten gebliebene (vgl. IV-act. 192, act. G 1 und act. G 14) – 

Valideneinkommen von Fr. 71'059.60 (IV-act. 60 und IV-act. 143-2) an die bis zum Jahr 

2016 eingetretene Nominallohnentwicklung von + 0.6% (Bundesamt für Statistik, 

Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der 

Reallöhne, Männer, 2016) angepasst, resultiert ein Valideneinkommen von aufgerundet 

Fr. 71'486.-- (Fr. 71'059.60 x 1.006).

3.1. 

Der Beschwerdeführer fordert bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

einen Leidens- und Teilzeitabzug (act. G 1, Rz 7 am Schluss). Ob der 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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4.  

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr 

von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm 

Beschwerdeführer die ihm verbliebene 75%ige Arbeitsfähigkeit ganztags oder im 

Rahmen eines 75%igen Beschäftigungsgrads mit 100%iger Leistungserbringung 

ausüben kann, spielt für die Frage eines Tabellenlohnabzugs vorliegend keine Rolle. 

Denn im erstgenannten Fall verneint die bundesgerichtliche Rechtsprechung generell 

einen Abzugsgrund (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2019, 

8C_395/2019, E. 6.5.2 mit Hinweisen). Demgegenüber wäre im Fall eines reduzierten 

Beschäftigungsgrads zu berücksichtigen, dass ein solcher in der Bandbreite zwischen 

75 und 89 % im Vergleich zu einer vollzeitlichen Beschäftigung (90 % oder mehr) noch 

nicht zu einer lohnmässigen Benachteiligung führt (siehe hierzu Bundesamt für 

Statistik, Tabelle T18, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, 

beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor zusammen, 

Schweiz 2018, ohne Kaderfunktion, Männer). Da dem Beschwerdeführer immerhin 

noch «bis mittelschwere» leidensangepasste Tätigkeiten zumutbar sind und bloss 

«häufige» inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen nicht mehr zugemutet 

werden können, scheint das verbliebene Spektrum leidensangepasster 

Hilfsarbeitertätigkeiten nicht in einem Mass eingeschränkt, das erhebliche 

lohnwirksame Nachteile befürchten liesse. Selbst wenn hierfür ein Tabellenlohnabzug 

von (höchstens) 10 % gewährt würde, resultierte kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad (siehe nachstehende E. 3.3). Der Beschwerdeführer steht ausserdem 

auch noch nicht im fortgeschrittenen Erwerbsalter, sodass von vornherein keine 

altersbedingten Lohnnachteile auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 

ATSG) zu befürchten sind. Andere Gründe, die einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen 

könnten, sind weder erkennbar noch geltend gemacht worden.

Selbst bei der allfälligen Gewährung eines höchstens 10%igen Tabellenlohnabzugs 

resultieren bei einer 75%igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten ein Invalideneinkommen von Fr. 45'092.-- (Fr. 66'803.-- x 0.75 x 0.9), ein 

Verlust an Erwerbsmöglichkeiten von Fr. 26'394.-- (Fr. 71'486.-- - Fr. 45'092.--) und ein 

nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von aufgerundet 37 % 

(Fr. 26'394.-- / Fr. 71'486.--). Die angefochtene Verfügung ist folglich nicht zu 

beanstanden.

3.3. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2021
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Administrativgutachten. Vorbefassung des orthopädischen Gutachters begründet vorliegend keinen Ausstandsgrund. Beweiskraft des polydisziplinären Administrativgutachtens und der darin für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten 75%igen Arbeitsfähigkeit bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2021, IV 2019/327).

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