# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** beefd63f-6fb8-5a40-bb52-8cc3edde7bdd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.06.2021 720 20 84/172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-84-172_2021-06-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juni 2021 (720 20 84 / 172)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Auf das beweiskräftige Verwaltungsgutachten sowie dessen Ergänzung (vertiefende Be-

urteilung anhand der bundesgerichtlichen Standardindikatoren) kann abgestellt werden. 

Die Angelegenheit ist zur Abklärung der Einschränkung im Haushalt an die IV-Stelle zu-

rückzuweisen.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
Birsigstrasse 34, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente / Rückweisung BGer (Urteil v. 7.2.2020) 
 
 
 
A.a Die 1975 geborene A.____ meldete sich erstmals mit Gesuch vom 15. November 2011 
unter Hinweis auf multiple Schmerzen nach einem erlittenen Unfall bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 17. November 2013 
lehnte die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Invaliden-

 

 
 
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rente ab. Die gegen diese Verfügung geführte Beschwerde wies das Kantonsgericht des Kan-
tons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 
13. Februar 2014 ab. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
A.b Mit Gesuch vom 24. Juni 2015 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV an, wobei 
sie als gesundheitliche Beeinträchtigungen die bekannten somatischen Beschwerden sowie 
eine depressive Verstimmung angab. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse lehnte 
die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 10. September 2018 
abermals ab. Zur Begründung führte die IV-Stelle an, bei der Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts könne nicht auf das anlässlich des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten 
von Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Dezember 2016 abgestellt 
werden. Vielmehr sei gestützt auf die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider 
Basel (RAD), insbesondere auf den Bericht vom 16. Juni 2017, davon auszugehen, dass kein 
invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege.  
 
A.c Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
am 27. September 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, welches die Beschwerde mit Urteil 
vom 11. April 2019 insoweit guthiess, als es die Angelegenheit zur Abklärung der Einschrän-
kungen im Haushalt und zum anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
zurückwies. Die IV-Stelle zog dieses Urteil weiter an das Bundesgericht, welches mit Urteil vom 
7. Februar 2020 (8C_423/2019) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde den Entscheid des 
Kantonsgerichts vom 11. April 2019 aufhob und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die-
ses zurückwies. Es erwog im Wesentlichen, dass das Kantonsgericht die gutachterliche Zumut-
barkeitsbeurteilung übernommen habe, ohne die Plausibilität dieser Einschätzung anhand der 
Standardindikatoren zu überprüfen. Im vorliegenden Fall gebe es Hinweise auf Inkonsistenzen 
und Ressourcen sowie psychosoziale und soziokulturelle Faktoren, hinsichtlich derer unklar 
bleibe, wie weit sie bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Berücksichtigung gefunden hätten. 
Nachdem es nicht Sache des Bundesgerichts sei, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand 
der Standardindikatoren von sich aus vorzunehmen, sei die Sache an das Kantonsgericht zu-
rückzuweisen, damit dieses − allenfalls nach Rücksprache mit dem Gutachter − vertiefend prü-
fen könne, ob sich die Unstimmigkeiten auflösen liessen und sich ein stimmiges Gesamtbild 
ergebe.  
 
B. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 19. November 2020 gelangte das Kantonsge-
richt zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die 
vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Eine den Erwägungen des Bundesge-
richts entsprechende vertiefende Beurteilung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens sei 
nicht möglich, ohne dass sich der in der Sache zuständige Gutachter erneut mit den hierfür er-
forderlichen Grundlagen befasse. Dies gelte umso mehr, als es sich bei der Zumutbarkeitsbeur-
teilung primär um eine medizinische Frage handle. Das Kantonsgericht beschloss daher, den 
Fall auszustellen und Dr. B.____ mit einer vertiefenden Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der 
bundesgerichtlichen Standardindikatoren in Würdigung der vom Bundesgericht hervorgehobe-
nen Aspekte zu beauftragen. Die entsprechende Stellungnahme erging am 22. Januar 2021. 
 

 

 
 
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C. Die IV-Stelle hielt mit Eingabe vom 3. März 2021 unter Verweis auf die Stellungnahme 
ihres RAD vom 9. Februar 2021 vollumfänglich an ihrem Abweisungsantrag fest. Die umfas-
sende Betrachtung sämtlicher Indikatoren führe nach wie vor zur Abweichung von der gut-
achterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 60%. Mit Eingabe vom 5. März 2021 beantragte 
die Beschwerdeführerin, die Angelegenheit sei im Sinne der Erwägungen 8.1 und 8.2 des Kan-
tonsgerichtsurteils vom 11. April 2019 an die IV-Stelle zurückzuweisen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Das Kantonsgericht erachtete sich im Urteil vom 11. April 2019 zuständig für die Be-
handlung der Beschwerde vom 27. September 2018. Im Rückweisungsentscheid des Bundes-
gerichts vom 7. Februar 2020 wurde die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts nicht in Frage gestellt und die Sache zu neuer Beurteilung an dieses zurückgewiesen. Auf 
die Beschwerde ist daher unbestrittenermassen einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

 

 
 
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Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi-
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän-
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu er-
bringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je 
mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
5.2 Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen ei-
nem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklärungen 

 

 
 
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enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen 
Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfä-
higkeit schliessen lassen (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
5.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei den genannten Gesundheitsschäden 
beachtlichen Standardindikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert: Der erste Indi-
katoren-Komplex steht unter dem Titel “Gesundheitsschädigung“. Darunter sind die Ausprägung 
der diagnoserelevanten Befunde, der Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg 
oder -resistenz und die Komorbiditäten zu würdigen. Im zweiten, die “Persönlichkeit“ betreffen-
den Indikatoren-Komplex wird nach der Persönlichkeitsentwicklung und der -struktur gefragt, 
und es sind die persönlichen Ressourcen der versicherten Person zu eruieren. Im dritten Indika-
toren-Komplex schliesslich ist unter dem Titel “sozialer Kontext“ eine Eruierung der Ressourcen 
anhand des sozialen Umfelds vorzunehmen. Anhand der ermittelten Indikatoren ist schliesslich 
die “Konsistenz“ zu prüfen. Darunter fallen verhaltensbezogene Kategorien wie die Indikatoren 
einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei-
chen und eines behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks 
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4). 
 
5.4 Gemäss BGE 141 V 281 ergibt sich hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, 
dass sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwen-
dung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientie-
ren haben; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung 
(vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei ins-
besondere daraufhin, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditäts-
fremde Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) 
mitberücksichtigt, die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind 
(vgl. BGE 140 V 193; 130 V 352 E. 2.2.5). Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen, ist bei 
der Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (vgl. BGE 141 V 281 
E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteile des Bundesgerichts vom 22. März 2018, 8C_582/2017, E. 5, 
vom 3. Februar 2016, 8C_746/2015, E. 2.2 und vom 19. Januar 2016, 9C_146/2015, E. 3.1). Es 
soll indes keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten 
Beweisverfahrens stattfinden (vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.3), sondern im Rahmen der Beweis-
würdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indika-
toren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben 
Rechnung tragen (vgl. BGE 141 V 281 E. 6; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2018, 
8C_628/2018, E. 4.3 und vom 1. Dezember 2017, 8C_260/2017, E. 4.2.4). Entscheidend bleibt 
letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des 
Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. 
Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesund-
heitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der 
massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Ge-
samtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer 
Arbeitsunfähigkeit zeigt.  
 

 

 
 
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6.1 Im angefochtenen Urteil vom 11. April 2019 gelangte das Kantonsgericht im Wesentli-
chen zum Schluss, dass dem von der IV-Stelle anlässlich des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten von Dr. B.____ vom 28. Dezember 2016 volle Beweiskraft zukomme, wonach bei 
der Versicherten auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 60% 
bestehe. Nachdem die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 10. September 2018 von einer fehlen-
den Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen war, hatte sie auf Abklärungen im 
Haushalt verzichtet. Weil unter Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 60% im Erwerbs-
bereich bereits bei einer geringgradigen Beeinträchtigung im Haushaltsbereich eine rentenbe-
gründende Invalidität nicht auszuschliessen ist, wies das Kantonsgericht die Angelegenheit zur 
Abklärung der Einschränkungen im Haushalt und zum anschliessenden Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück.  
 
6.2 Im besagten Gutachten vom 28. Dezember 2016 diagnostizierte Dr. B.____ mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Störung mittelgradigen Ausmasses (ICD-10 
F32.1) sowie eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Hierzu führte er im We-
sentlichen aus, dass sich im Vergleich zur Untersuchung aus dem Jahr 2012 eine Veränderung 
zeige, indem sich die Explorandin vermehrt zurückziehe, zunehmend passiv geworden sei und 
eine Schreckhaftigkeit entwickelt habe, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vorhanden ge-
wesen sei. Sie sehe neu auch Bilder vom Unfall, die in flashback-artiger Weise auftreten wür-
den. Der Unfall im Jahr 2010 sei ziemlich dramatisch gewesen und folglich auch geeignet, eine 
posttraumatische Belastungsstörung auszulösen. Dies zeige sich heute in Form der Nachhaller-
innerungen und es finde sich eine Anhedonie. Die Explorandin würde jedoch trotzdem hin und 
wieder Auto fahren, so dass kein konsequentes Meideverhalten festgestellt werden könne. Sie 
könne auch recht gut über die Unfallsituation sprechen, so dass nicht von einer gravierenden 
Symptomatik bezüglich der posttraumatischen Belastungsstörung auszugehen sei. Gravieren-
der sei die affektive Störung mit Beeinträchtigung der Stimmung, Interessenverlust und Freud-
losigkeit, psychomotorischer Beeinträchtigung und stark erhöhter Ermüdbarkeit, Kraftverlust, 
Rückzugstendenz, kognitiven Schwierigkeiten, negativistischer Haltung, Schlafstörungen, Appe-
titstörungen und teilweise passiven Sterbegedanken. Die Explorandin fühle sich zwar wegen 
ihrer Körperschmerzen nicht in der Lage, die Haushaltstätigkeiten zu verrichten. Anlässlich der 
Untersuchung habe sie diesbezüglich aber nicht wesentlich beeinträchtigt gewirkt, so dass eine 
vollständige Beeinträchtigung auch für leichteste Tätigkeiten nicht nachvollzogen werden kön-
ne. Es sei jedoch anzunehmen, dass im Alltag teilweise mittelstarke Beeinträchtigungen be-
stünden und die Explorandin teilweise auf die Hilfe anderer angewiesen sei. Aufgrund der ob-
jektivierbaren Befunde und der subjektiven Angaben müsse eine mittelschwere depressive Stö-
rung bestätigt werden. Für eine schwergradige Störung fehle eine entsprechende affektive und 
psychomotorische Beeinträchtigung. Die Explorandin verfolge eine ambulante Therapie sowie 
eine antidepressive und anxiolytische Medikation. Eine konsequente stationäre Therapie sei nie 
durchgeführt worden, obwohl dies aufgrund der bisherigen Erfolglosigkeit bei den Therapie-
massnahmen indiziert wäre. Die bisherige Weigerung der Explorandin, entsprechende Thera-
pien aufgrund der Leukämieerkrankung ihres Sohnes wahrzunehmen, sei nachvollziehbar. Ins-
gesamt sei seit 2012 aufgrund des psychischen Befundes eine Verschlechterung eingetreten, 
indem sich eine depressive Entwicklung bemerkbar gemacht und ein mittelschweres Ausmass 
erreicht habe. Zusätzlich hätten sich auch Symptome einer posttraumatischen Belastungsstö-

 

 
 
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rung manifestiert. Die Körperschmerzproblematik bestehe weiterhin und könne mittlerweile im 
Rahmen der depressiven Störung interpretiert werden. Nicht nachvollzogen werden könne, 
dass die Explorandin alleine aufgrund der Körperschmerzen sich überhaupt nicht mehr in der 
Lage fühle, einfachste Haushaltstätigkeiten zu verrichten. Es bestehe aber aufgrund der de-
pressiven Störung eine verminderte Belastbarkeit. Im Verlauf des Tages sei sodann auch mit 
kognitiven Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Explorandin benötige längere Pausen und sei 
nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Sie könne keine komplexen Tätigkeiten 
durchführen und sollte nicht unter Zeitdruck arbeiten müssen. Eine einfach strukturierte, vorge-
gebene Arbeit, die körperlich nicht belastend sei, sollte halbtags möglich sein, so dass gesamt-
haft von einer Arbeitsunfähigkeit von 60% sowohl für die angestammte als auch jegliche alter-
native Tätigkeit auszugehen sei. Diese Beeinträchtigung bestehe seit Aufnahme der psychiatri-
schen Behandlung im November 2014. 
 
6.3 Im bundesgerichtlichen Rückweisungsurteil vom 7. Februar 2020 wurde beanstandet, 
dass das Kantonsgericht die gutachterliche Zumutbarkeitsbeurteilung übernommen habe, ohne 
die Plausibilität dieser Einschätzung anhand der Standardindikatoren zu überprüfen. Die im 
vorliegenden Fall festgestellten Diagnosen und Befunde würden für sich gesehen noch keine 
besondere Schwere der Gesundheitsschädigung nahelegen und vermöchten die gestützt auf 
das Gutachten angenommene Arbeitsunfähigkeit von 60% nicht ohne Weiteres zu erklären. Im 
Gutachten würden verschiedene psychosoziale und soziokulturelle Faktoren genannt, welche 
an der Entstehung des Leidens ihren Anteil gehabt haben mögen. Indessen fehle es an nach-
vollziehbaren Angaben darüber, ob die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit zumindest teilweise da-
rin gründe. Aus den gutachterlichen Erhebungen gehe alsdann hervor, dass die Versicherte 
über Ressourcen verfüge; nicht hinreichend geklärt sei jedoch, ob und inwieweit diese Res-
sourcen unter dem Eindruck der Krankheit aktiviert werden könnten. In diesem Zusammenhang 
fehle es insbesondere an Feststellungen bezüglich der Persönlichkeit der Versicherten. Insge-
samt sei die kantonsgerichtliche Würdigung des Gutachtens nicht geeignet, die erforderliche 
Plausibilisierung der Folgenabschätzung durch den Gutachter zu erbringen. Die Angelegenheit 
sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie − allenfalls nach Rücksprache mit dem Gutach-
ter − vertiefend prüfen könne, ob sich die Unstimmigkeiten auflösen liessen und sich ein stim-
miges Gesamtbild ergebe (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2020, 8C_423/2019, 
E. 6.1 ff.).  
 
7.1 Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids hat die mit der Neubeur-
teilung befasste kantonale Instanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, 
mit der die Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Wegen die-
ser Bindung ist es den Gerichten wie auch den Parteien verwehrt, den Streitpunkt der Rückwei-
sung auszuweiten oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rück-
weisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden 
sind. Dabei beschlägt die Verbindlichkeit sowohl Punkte, bezüglich deren keine Rückweisung 
erfolgt, wie auch diejenigen Erwägungen, welche den Rückweisungsauftrag umschreiben (BGE 
135 III 334 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2012, 8C_152/20212, E. 4.2; vgl. fer-
ner JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar BGG, Niggli, Marcel Alexander/Uebersax, Pe-
ter/Wiprächtiger, Hans/Kneubühler, Lorenz [Hrsg.], 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 N 18). 

 

 
 
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7.2 Das Kantonsgericht ist anlässlich seiner Urteilsberatung vom 19. November 2020 zur 
Auffassung gelangt, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die 
vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Es hat deshalb beschlossen, den Fall 
auszustellen und Dr. B.____ mit einer vertiefenden Beurteilung der Standardindikatoren, unter 
Berücksichtigung der vom Bundesgericht hervorgehobenen Aspekte, zu beauftragen. Die ent-
sprechende Stellungnahme erging am 22. Januar 2021. Darin führte der Gutachter im Wesent-
lichen aus, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine mittelgradige 
depressive Störung und eine posttraumatische Belastungsstörung. Die objektivierbaren Befun-
de würden nicht auf eine schwergradige depressive Störung hinweisen. Eine gravierende Be-
einträchtigung der Affektivität sei nicht festzustellen, ebenso wenig sei die Explorandin psycho-
motorisch verlangsamt. Ferner gebe es Hinweise für eine posttraumatische Belastungsstörung. 
Ein eigentliches Meideverhalten liege aber nicht vor, da die Versicherte gut über den Unfall 
sprechen könne. Die affektive Störung stehe daher im Vordergrund. Die Explorandin gebe auch 
eine Körperschmerzproblematik an, die aber als somatoforme Begleitreaktion im Rahmen der 
depressiven Störung zu interpretieren sei. Weitere psychiatrisch relevante Störungen lägen 
nicht vor, namentlich gebe es keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsproblematik. Es bestün-
den verschiedene psychosoziale Belastungssituationen. Zum einen die Leukämieerkrankung 
ihres Sohnes. Die Operation des Sohnes habe bei der Explorandin eine Krisenintervention aus-
gelöst, was darauf hindeute, dass sie eine enge Bindung zum Sohn habe und schnell mit Ängs-
ten und Verunsicherung reagiere, die sich in affektiven Schwankungen bemerkbar machen 
könnten. Indessen sei die Explorandin ihrem Sohn keine wesentliche Stütze, sondern eher um-
gekehrt. So sei es der Sohn bzw. seien es die Kinder, die der Explorandin im Haushalt und 
auch beim Kochen helfen würden. Auch wenn die Leukämieerkrankung des Sohne Verunsiche-
rung auslösen könne, so sei diesbezüglich nicht von einer gravierenden dauerhaften Belastung 
auszugehen. Im Weiteren habe die Explorandin zwei gescheiterte Ehen hinter sich, wobei sich 
die Explorandin schon circa zwei Jahre vor dem Untersuchungszeitpunkt von ihrem zweiten 
Ehemann getrennt habe. Als soziale Kontakte bestünden Kontakte zu den Geschwistern, eine 
ihrer Schwestern komme regelmässig vorbei. Ansonsten besuche die Explorandin einmal jähr-
lich ihre Eltern, weitere Kontakte gäbe es nicht. Die Passivität der Explorandin im Haushalt und 
die Delegation der entsprechenden Arbeiten an die Kinder seien sicher auch durch soziokultu-
relle Faktoren zu erklären. Aufgrund des objektivierbaren psychischen Zustands lasse sich die 
angegebene Passivität nicht nachvollziehen. Diesbezüglich bestünden wesentliche Inkonsisten-
zen. In der Untersuchung habe die Explorandin nicht derart beeinträchtigt gewirkt, wie aufgrund 
ihrer Angaben anzunehmen wäre, wobei schwierig zu unterscheiden sei, inwieweit es sich da-
bei um tatsächliche Aggravation handle oder soziokulturelle Gründe verantwortlich seien. In 
diesem Sinne sei angenommen worden, dass leichte bis mittelschwere Haushaltstätigkeiten 
aus psychiatrischer Sicht möglich sein sollten. Die bestehende mittelschwere depressive Stö-
rung begründe zumindest eine teilweise Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und verminde-
re die Belastbarkeit, wodurch auch der Pausenbedarf erhöht sei. Ferner seien die Ansprüche an 
das kognitive Funktionsniveau reduziert. Ungünstig wirke sich auch die posttraumatische Belas-
tungsstörung aus, wobei das Ausmass dieser Diagnose nicht als schwergradig eingestuft wer-
den könne. Einige Symptome würden aber zu einer ungünstigen Interaktion mit der Depression 
führen. Dies sei auch der Grund, warum zusammen mit der depressiven Störung eine Arbeits-

 

 
 
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unfähigkeit von 60% angenommen worden sei. Bei der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 
seien allfällige psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nicht mitberücksichtigt worden, auch 
keine allfälligen eingeschränkten sprachlichen Kompetenzen oder bildungsmässige Defizite. Es 
seien einige Ressourcen vorhanden, die die Explorandin mobilisieren könnte. Sie beherrsche 
ordentlich die hiesige Sprache und sei diesbezüglich auf keine Hilfe angewiesen. Sie sei offen-
sichtlich gut in der Lage, ihre Eltern einmal jährlich in der Heimat zu besuchen. Sie habe trotz 
Eheproblemen und Partnerwechsel ihre Kinder teilweise mit therapeutischer Unterstützung 
grossgezogen. Sie sei trotz des nur kleinen sozialen Umfeldes in der Lage, Hilfe im Haushalt zu 
organisieren. Die Passivität könne nicht aufgrund einer Persönlichkeitsproblematik erklärt wer-
den. Es sei der Explorandin zuzumuten, sich mehr zu aktivieren. Die psychische Beeinträchti-
gung sei nicht derart gravierend, dass sie nicht in der Lage wäre, zumindest leichte Aufgaben 
zu übernehmen, sei dies im Haushalt oder bei der Strukturierung des Tages. Allerdings sei in-
zwischen von einer Gewöhnung an diesen Zustand auszugehen. Es liege ein sekundärer 
Krankheitsgewinn vor, wobei auch soziokulturelle Aspekte eine Rolle spielen würden. Aus die-
sen Gründen sei eine halbstationäre Massnahme vorgeschlagen worden, um die Explorandin 
aus ihrer Situation herauszuholen und ihre Eigenverantwortlichkeit zu fördern. Es könne von ihr 
eine aktivere Beteiligung am Therapieprozess erwartet werden, wodurch auch eine Besserung 
des psychischen Zustands zu erwarten wäre. Bei einer Besserung des psychischen Zustands 
könnte auch mit einer sukzessiven Leistungssteigerung gerechnet werden. Es sei zu erwarten, 
dass mit der vorgeschlagenen Massnahme innerhalb von drei Monaten eine Besserung der 
Depression und eine Stabilisierung der posttraumatischen Belastungsstörung erreicht werden 
könne. Mit einer gleichzeitig durchgeführten Verhaltenstherapie könne eine bessere Aktivierung 
erreicht werden. Es wäre dann anzunehmen, dass eine klar strukturierte Tätigkeit mindestens 
halbtags aufgenommen werden könnte ohne zusätzliche Leistungseinschränkung. Bei Ange-
wöhnung an eine Tätigkeit könne innerhalb eines Monats mit einer Leistungsfähigkeit von 70% 
gerechnet werden, sofern sich die Explorandin motiviert an den Massnahmen beteilige.  
 
7.3 Das Gutachten von Dr. B.____ vom 28. Dezember 2016 erfüllt mit dessen Ergänzung 
vom 22. Januar 2021 alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein beweiskräftiges 
Gutachten. Nachdem sich der Gutachter im Rahmen seiner Stellungnahme vom 22. Januar 
2021 nunmehr eingehend zu den Standardindikatoren geäussert hat, weist seine Begutachtung 
weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird 
(vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend. Die darin dargelegten medizini-
schen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvoll-
ziehbar und überzeugend. Der Gutachter hat die Versicherte persönlich untersucht, eine um-
fassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. Ins-
gesamt sind die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im Gutachten bzw. namentlich die 
daraus resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leistungsfähigkeit durch 
die ergänzenden Ausführungen des Gutachters vom 22. Januar 2021 umfassend und plausibel 
begründet worden, und es ergibt sich ein lückenloses Bild der Gesundheitsschädigung und der 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten. 
 
7.4.1 Aufgrund des zuverlässigen Gutachtens von Dr. B.____ steht unstreitig fest, dass die 
Versicherte eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1) und damit ein objektiv be-

 

 
 
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gründbares krankheitswertiges Leiden aufweist. Ferner besteht eine posttraumatische Belas-
tungsstörung (ICD-10 F43.1). Der Bestand der besagten Diagnosen wurde im Verfahren vor 
Bundesgericht weder bestritten noch hat das Bundesgericht die Existenz dieser Diagnosen in 
grundsätzlicher Hinsicht in Frage gestellt. Der Gutachter legt in seinem Gutachten schlüssig 
dar, dass sich die funktionellen Einschränkungen vorwiegend durch die mittelgradige depressi-
ve Störung ergeben, die sich insbesondere durch eine Beeinträchtigung der Stimmung, Interes-
senverlust und Freudlosigkeit, psychomotorische Beeinträchtigung und stark erhöhte Ermüd-
barkeit, Kraftverlust, Rückzugstendenz, kognitive Schwierigkeiten, negativistische Haltung, 
Schlafstörungen, Appetitstörungen sowie teilweise passive Sterbegedanken manifestieren. 
Damit ist eine erhebliche Ausprägung der Symptomatik durch objektive Befunde dargetan. In 
diesem Kontext kann denn auch nicht darüber hinweggesehen werden, dass eine konsequent 
verfolgte, kontinuierliche psychiatrisch-psychotherapeutische Fachbehandlung in wöchentlichen 
Abständen einschliesslich Psychopharmakotherapie erfolgt, was den Leidensdruck der Versi-
cherten unstreitig untermauert. Daran ändert auch nichts, dass bisher keine konsequent verfolg-
te (halb-)stationäre Therapie erfolgt ist (vgl. auch E. 7.5 hiernach). Hinsichtlich der komorbid 
bestehenden posttraumatischen Belastungsstörung, welcher in Bezug auf die Symptomatik  
eher eine untergeordnete Rolle zugeschrieben wird, bekräftigt der Gutachter im Rahmen seiner 
Stellungnahme vom 22. Januar 2021, dass einige Symptome indessen zu einer ungünstigen 
Interaktion mit der Depression führen würden. Diesbezüglich ist daran zu erinnern, dass der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zufolge jegliche Störung – selbst eine nicht invalidisieren-
de – eine Komorbidität begründen kann. Vorausgesetzt wird lediglich, dass der in Frage ste-
henden Störung ressourcenhemmende Wirkung zukommt (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). 
Schliesslich zeigt der Gutachter mit Blick auf die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
erneut nachvollziehbar auf, dass eine schwergradige Beeinträchtigung des Funktionsniveaus 
nicht begründet werden kann.  
 
7.4.2 In Bezug auf die Komplexe "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" stellte der psychiat-
rische Gutachter diverse Defizite in den psychischen Grundfunktionen fest. So bestehe nament-
lich eine mittelgradige Beeinträchtigung der Durchhalte- und Umstellfähigkeit sowie der Flexibili-
tät. Alsdann konnte er anlässlich der Begutachtung eine Veränderung der Stimmung in Form 
einer leicht gedrückten Haltung, kognitive Beeinträchtigungen und eine Anspannung ausma-
chen. Die Versicherte vermittelte dem Gutachter einen müden und wenig belastbaren Eindruck. 
In seiner Stellungnahme vom 22. Januar 2021 zeigt der Gutachter nunmehr detailliert Ausmass 
und Grenzen der noch vorhandenen Ressourcen auf. Er nimmt dabei eine Ausscheidung der 
psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vor und würdigt einen Teil der angegebenen 
Passivität als inkonsistent. Hinsichtlich des an Leukämie erkrankten Sohnes hält der Gutachter 
nun fest, dass dieser sich tagsüber beschäftigen und aktivieren könne und keine wesentliche 
Mithilfe durch die Explorandin benötige. Die Explorandin sei ihrem Sohn keine wesentliche 
Stütze. Wenngleich der Gutachter in der Leukämieerkrankung des Sohnes keine gravierende 
dauerhafte Belastung sieht, schreibt er der Erkrankung insofern einen Einfluss auf das Krank-
heitsgeschehen zu, als die Versicherte aufgrund ihrer engen Bindung zu ihrem Sohn mit Ängs-
ten und Verunsicherung reagiere, was sich in affektiven Schwankungen bemerkbar machen 
könne. Hinsichtlich der Ressourcen bekräftigt der Gutachter erneut, dass nur ein kleines sozia-
les Umfeld vorhanden sei. Wie das Kantonsgericht bereits in seinem Urteil vom 11. April 2019 

 

 
 
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festgehalten hat, unterhält die Versicherte ausschliesslich Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie. 
Weitere Ressourcen sieht der Gutachter in den ordentlich vorhandenen Sprachkenntnissen 
sowie in der Tatsache, dass die Versicherte in der Lage sei, ihre Eltern einmal jährlich in ihrer 
Heimat zu besuchen, und im Umstand, dass es ihr möglich gewesen sei, ihre Kinder trotz 
Eheproblemen grosszuziehen. Der Gutachter weist in diesem Kontext darauf hin, dass das an-
gegebene Ausmass der Passivität (die Explorandin würde nur daliegen, ohne irgendwelchen 
Aktivitäten oder Interessen nachzugehen) teilweise wohl aufgrund der soziokulturellen Umstän-
de zu erklären sei, wobei er einräumt, dass schwierig zu beurteilen sei, ob es sich bei der fest-
gestellten Inkonsistenz um Aggravation handle oder ausschliesslich soziokulturelle Gründe ver-
antwortlich seien. Nach Auffassung des Gutachters sei es der Explorandin zuzumuten, die vor-
handenen Ressourcen mehr zu mobilisieren, da keine derart schwergradige psychische Beein-
trächtigung vorliege, die es ihr nicht erlauben würde, zumindest einige leichte Aufgaben zu 
übernehmen, sei dies im Haushalt oder bei der Strukturierung des Tages.  
 
7.4.3 Mit der am 22. Januar 2021 ergangenen Stellungnahme sind die vom Gutachter fest-
gestellten Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit aufgrund des medizinisch festgestellten Ge-
sundheitsschadens anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen und der Gutachter schliesst nachvollziehbar auf eine Arbeits-
unfähigkeit von 60%. Dabei weist er explizit darauf hin, dass er psychosoziale und soziokulturel-
le Faktoren ohne Einfluss auf das Krankheitsgeschehen sowie weitere IV-fremde Gründe wie 
eingeschränkte sprachliche Kompetenzen oder bildungsmässige Defizite bei der veranschlag-
ten Arbeitsunfähigkeit von 60% nicht berücksichtigt habe. Diese Schlussfolgerung steht im Ein-
klang mit den gutachterlichen Angaben zu den funktionellen Auswirkungen und den noch vor-
handenen Ressourcen. Nachdem der Gutachter es der Versicherten als zumutbar erachtet, ihre 
Ressourcen insoweit mehr zu mobilisieren, als dass sie auch im Haushalt oder bei der Struktu-
rierung des Tages zumindest einige leichte bis mittelschwere Aufgaben übernehmen könne, 
bestehen klare Hinweise für eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen 
vergleichbaren Lebensbereichen. Ausser dem nicht nachvollziehbaren Ausmass der Passivität, 
welches der Gutachter vorwiegend soziokulturellen Gründen zuordnet, konnte er nunmehr auch 
anlässlich seiner nachträglichen Stellungnahme keine weiteren Inkonsistenzen ausmachen.  
 
7.5 Insgesamt sind keine Gründe ersichtlich, die dazu Anlass geben könnten, an den Er-
gebnissen des Gutachtens bzw. dessen Ergänzung zu zweifeln. Auch der RAD-Arzt Dr. C.____ 
erachtet die Gutachtensergänzung in seiner Stellungnahme vom 9. Februar 2021 zuhanden der 
Beschwerdegegnerin in jeder Hinsicht als valide und die Restarbeitsfähigkeit von 40% als ver-
einbar mit der mittelgradigen depressiven Störung und der komorbid bestehenden posttrauma-
tischen Belastungsstörung sowie im Einklang mit der psychiatrischen Lehrmeinung. Ferner be-
zeichnet er die noch vorhandenen Ressourcen, namentlich die Beschränkung der sozialen Kon-
takte auf den Verwandtenkreis, als konsistent mit der mittelgradigen Ausprägung der depressi-
ven Störung, zumal kein sozialer Rückzug in allen Lebenslangen bestehe (vgl. hierzu RAD-
Stellungnahme vom 9. Februar 2021, S. 5). Unter Berücksichtigung des vorstehend Dargeleg-
ten zielt der Einwand der Beschwerdegegnerin, wonach eine umfassende Betrachtung sämtli-
cher Indikatoren zu einer Abweichung von der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsunfähig-
keit führe, ins Leere. Die Beschwerdegegnerin begründet diesen pauschalen Hinweis nicht und 

 

 
 
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setzt sich auch nicht näher mit den Ausführungen des Gutachters oder ihres RAD auseinander. 
Ebenso wenig zeigt sie auf, inwiefern es Dr. B.____ in seiner Stellungnahme vom 22. Januar 
2021 unterlassen haben soll, auf sämtliche Aspekte einzugehen bzw. die verbliebenen Unklar-
heiten nachträglich auszuräumen. An der schlüssigen Beurteilung im Lichte der massgeblichen 
Indikatoren ändert für den hier zu beurteilenden Zeitraum auch die nun in der Stellungnahme 
vom 22. Januar 2021 vorgenommene Prognose hinsichtlich einer Leistungssteigerung bei kon-
sequenter Therapieführung nichts. Bereits in seinem Gutachten vom 28. Dezember 2016 hatte 
Dr. B.____ als Therapieoption eine mehrwöchige stationäre Behandlung oder eine Behandlung 
in einer Tagesklinik erwähnt. Erklärt ein medizinisches Gutachten die versicherte Person als 
(teilweise) arbeitsunfähig, hält aber gleichzeitig fest, dass nach durchgeführter erfolgreicher 
Eingliederung wieder eine deutlich bessere Arbeitsfähigkeit erreichbar sein sollte, so ist nach 
der Rechtsprechung der Anspruch auf eine Rente für die zurückliegende Zeit so lange nicht 
ausgeschlossen, als die bestehende Erwerbsunfähigkeit nicht (oder noch nicht) mit geeigneten 
Eingliederungsmassnahmen tatsächlich behoben oder in einer für den Rentenanspruch erhebli-
chen Weise verringert werden konnte (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2007, I 
1048/2006, E. 6.3). Demnach steht die bis anhin nicht konsequent verfolgte (halb-)stationäre 
psychiatrische Behandlung einem Rentenanspruch nicht entgegen. Ungeachtet der Tatsache, 
dass einer Prognose sodann stets eine gewisse Unsicherheit innewohnt, sind die präzisen Aus-
sagen des Gutachters hinsichtlich der ziffernmässigen Höhe einer künftigen Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit insofern etwas fraglich, als der Gutachter die sukzessive Steigerung der Arbeits-
fähigkeit zunächst von einer möglichen Besserung des Gesundheitszustands abhängig macht 
(vgl. E. 6.2 hiervor). Jedenfalls kann die künftige gesundheitliche Entwicklung der Versicherten 
aufgrund der gutachterlichen Aussagen auch nicht als derart gesichert angesehen werden, 
dass es sich rechtfertigen würde, einen allfälligen Rentenanspruch von vornherein zu befristen. 
Es steht der Beschwerdegegnerin indessen frei, einen allfälligen Leistungsanspruch mit einer 
Therapieauflage zu verknüpfen, unter Androhung der Folgen bei Nichtbeachtung der Auflage. 
 
7.6 Neuere fachärztliche Berichte, die nach der Begutachtung durch Dr. B.____ eine mas-
sgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands beschreiben würden oder an den Fest-
stellungen im Gutachten Zweifel zu begründen vermöchten, liegen nicht vor. In dem von der 
Beschwerdeführerin eingereichten Kurzbericht der Psychiatrie D.____ vom 7. Mai 2020 wird, 
wie bereits im Bericht derselben Institution vom 16. März 2016 (vgl. IV-act. 81), neben der Di-
agnose der posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) eine schwere depressive Epi-
sode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) diagnostiziert. Gestützt darauf sowie auf die 
Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.1) wird sodann ohne weitere Begründung auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
geschlossen. Dessen ungeachtet hat Dr. B.____ in seiner Stellungnahme vom 22. Januar 2021 
erneut schlüssig und nachvollziehbar bekräftigt, weshalb die Diagnose einer somatoformen 
Schmerzstörung nicht gestellt und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht begründet werden 
kann.  
 
8. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten 
kann demnach auf das überzeugende Gutachten von Dr. B.____ sowie dessen Ergänzung ab-

 

 
 
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gestellt werden, wonach auch in einer angepassten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 40% 
besteht.  
 
9. Nach dem Gesagten bleibt es bei den kantonsgerichtlichen Erwägungen, wonach die 
Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen ist (vgl. E. 6.1 hiervor). Diese wird eine Haus-
haltsabklärung und allenfalls eine weitere Beurteilung bei Dr. B.____ zu veranlassen haben, in 
deren Rahmen er sich mit der Frage auseinanderzusetzen haben wird, inwiefern die Beschwer-
deführerin aus medizinisch-psychiatrischer Sicht in den einzelnen Bereichen im Haushalt ein-
geschränkt ist. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin 
neu über den Leistungsanspruch zu verfügen haben.  
 
10. Im Ergebnis ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Ver-
fügung vom 10. September 2018 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im 
Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückzuweisen ist.  
 
11. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-
sind somit der IV-Stelle aufzuerlegen. 
 
11.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Vorliegend war das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 19. November 2020 
zum Ergebnis gelangt, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die 
damals vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich war. Es entschied deshalb, den Fall 
auszustellen und Dr. B.____ mit einer vertiefenden Beurteilung der Standardindikatoren zu be-
auftragen. Wie aus den vorstehenden Erwägungen resultiert, waren diese zusätzlichen Ausfüh-
rungen für eine abschliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts unerlässlich. Es 
rechtfertigt sich deshalb, die Kosten für die Stellungnahme von Dr. B.____ vom 22. Januar 
2021, welche sich gemäss Honorarrechnung vom 22. Januar 2021 auf Fr. 700.-- belaufen, der 
IV-Stelle aufzuerlegen.  
 

 

 
 
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11.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegt, ist ihr eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter macht in seiner Honorarnote 
vom 15. März 2021 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 32 Stun-
den und Auslagen von pauschal Fr. 150.-- geltend. Während die geltend gemachten Auslagen 
zu keinen Beanstandungen Anlass geben, erweist sich der Aufwand im Quervergleich zu ähn-
lich gelagerten Fällen als zu hoch. 
 
Vorab gilt es festzuhalten, dass das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 11. April 2019 für die 
bis zu diesem Zeitpunkt erbrachten Bemühungen eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2’550.-- (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) als angemessen erachtet hatte. Daran ist 
festzuhalten. In Bezug auf den geltend gemachten Aufwand nach diesem Zeitpunkt gilt es zu-
nächst zu berücksichtigen, dass das kantonsgerichtliche Verfahren erst nach der bundesge-
richtlichen Rückweisung weitergeführt und zunächst kein weiterer Schriftenwechsel angeordnet 
wurde. Bis zur Urteilsberatung vom 19. November 2020 gab es daher für den Rechtsvertreter 
keine Veranlassung, Aufwendungen zu tätigen. Erst nach Eingang der Stellungnahme von 
Dr. B.____ vom 22. Januar 2021 war er gehalten, wieder aktiv zu werden. Die ab diesem Zeit-
raum geltend gemachten Bemühungen belaufen sich auf insgesamt 9 Stunden und 5 Minuten. 
Dabei macht der Rechtsvertreter einen Aufwand von 6 Stunden und 5 Minuten für das Verfas-
sen seiner auf die gutachterliche Stellungnahme hin ergangene fünfseitige Eingabe an das Kan-
tonsgericht geltend. Die Stellungnahme von Dr. B.____ ist gut leserlich und verständlich ge-
schrieben und die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin erweist sich vorliegend 
nicht als besonders komplex, weshalb ein Aufwand von 4 Stunden und 5 Minuten für die ge-
nannte Eingabe als ausreichend zu beurteilen ist. Der geltend gemachte Aufwand ist folglich um 
2 Stunden zu kürzen. Ferner ist das Erstellen einer Honorarnote keine zu entschädigende Leis-
tung des Anwaltes, sondern Voraussetzung seiner Entschädigung nach Aufwand und anwaltli-
che Obliegenheit. Der hierfür geltend gemachte Aufwand von 20 Minuten ist daher nicht zu be-
rücksichtigen. Zusätzlich gewährt das Gericht indessen pauschal 2 Stunden für die Bemühun-
gen bis zur Gutachtensergänzung durch Dr. B.____. Der Beschwerdeführerin ist daher eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5’067.50 (Fr. 2'550.-- + Fr. 2’517.50 [8,75 Stunden à 
Fr. 250.-- und Auslagen von Fr.150.-- zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer]) zuzusprechen. 
 
12. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-

 

 
 
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weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. September 2018 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Kosten für die Gutachtensergänzung in der Höhe von Fr. 700.-- 
werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt.  

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 5’067.50 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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