# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb3ac4c6-b12d-5925-81c4-bcd3d415bc4b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.05.2014 200 2013 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-203_2014-05-28.pdf

## Full Text

200 13 203 UV
GRD/MAK/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Mai 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Mauerhofer

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. Februar 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2014, UV/13/203, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1942) verfügt über abgeschlossene Berufsausbildungen 
zum … sowie zum …. In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der 
B.________ ist er im Rahmen der freiwilligen Unternehmerversicherung bei 
der SUVA gegen wirtschaftliche Unfallfolgen versichert (act. IIA/169). 

Am 5. September 2005 stürzte A.________ rückwärts von einem Bau-
gerüst und erlitt dabei eine linksseitige Unterarmfraktur (AB 5/2). Die SUVA 
anerkannte ihre Leistungspflicht. Während dem (protrahierten) Heilverlauf 
kam sie für die Heilungskosten auf und bezahlte Taggelder. Mit Schreiben 
vom 24. Mai 2012 informierte sie den Versicherten über den bevorstehen-
den Fallabschluss (act. IIB/408). Am 31. August 2012 erliess sie eine Ver-
fügung, wonach kein Rentenanspruch bestehe, da keine Erwerbseinbusse 
vorliege. Die Integritätseinbusse betrage 5 %, was Anspruch auf eine Inte-
gritätsentschädigung im Umfang von Fr. 5‘340.-- begründe. Die bisherigen 
Leistungen würden per 16. September 2012 eingestellt. Einer allfälligen 
Einsprache entzog sie die aufschiebende Wirkung (act. IIB/428). Eine Ein-
sprache des Versicherten vom 3. September 2012 (AB 432) wies sie mit 
Entscheid vom 25. Februar 2013 vollumfänglich ab (act. IIC/457).

B.

Mit Beschwerde vom 5. März 2013 hat der Versicherte den Einsprache-
entscheid der SUVA vom 25. Februar 2013 (act. IIC/457) beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern angefochten und sinngemäss beantragt, 
dieser sei vollumfängliche aufzuheben. Am 21. Mai und am 4. Juni 2013 
gingen insgesamt drei weitere Schreiben des Beschwerdeführers beim 
Verwaltungsgericht ein; sie wurden der SUVA zur Berücksichtigung in der 
Beschwerdeantwort zugestellt. Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2013 
schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde. 

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Am 9. Juli und am 29. August 2013 gingen dem Verwaltungsgericht zwei 
weitere Eingaben des Beschwerdeführers zu. Die Beschwerdegegnerin 
erhielt Gelegenheit zur Stellungnahme und machte davon am 1. Oktober 
2013 Gebrauch. In der Folge gelangte der Beschwerdeführer mit Schreiben 
vom 10. Oktober 2013, 5. November 2013 und 7. April 2014 abermals ans 
Verwaltungsgericht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 In der Schweiz wohnhafte Selbstständigerwerbende (und ihre nicht 
obligatorisch versicherten mitarbeitenden Familienglieder) können sich 
gemäss Art. 4 Abs. 1 UVG freiwillig versichern. Nach Art. 5 Abs. 1 UVG 
gelten die Bestimmungen über die obligatorische Versicherung sinngemäss 
für die freiwillige Versicherung. Der Bundesrat erlässt ergänzende Vor-
schriften über die freiwillige Versicherung. Er ordnet namentlich den Beitritt, 
den Rücktritt und den Ausschluss sowie die Prämienbemessung (Art. 5 
Abs. 2 UVG). 

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Ausserdem bedarf es nebst anderem eines natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 
Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun-
gen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio 
sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 
2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b 
bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

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2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 

2.4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.5 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 
4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellen-

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löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der 
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt (SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 
301, 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). 

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.7 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

2.8 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2014, UV/13/203, Seite 7

Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 
296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2). 

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. September 
2008, 8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen 
dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 
desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 
E. 1c).

3. Der Beschwerdeführer macht bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit gel-
tend, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien bedeutender als dies 
von der Beschwerdegegnerin angenommen werde. Insbesondere leide er 
an einer Meralgia paraesthetica, einer Polyneuropatie und einem „Morbus 
Sudeck“, was ebenfalls vom Unfall herrühre. Bei der Arthrose, die seitens 
der Beschwerdegegnerin nicht hinreichend berücksichtigt worden sei, 
handle es sich zudem nicht um einen Rückfall, wie die Beschwerdegegne-
rin erkläre. Vielmehr sei dieses Leiden bereits seit längerer Zeit aktenkun-
dig und nicht erst nach Fallabschluss aufgetreten. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen führt der Beschwerdeführer 
aus, es bestehe sehr wohl eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit. 

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Die Beschwerdegegnerin sei bei der Bemessung des Valideneinkommens 
zu Unrecht vom Durchschnittswert der Jahreseinkommen von 2001 bis 
2004 gemäss IK-Auszug ausgegangen. Als Gesunder würde er ein weitaus 
höheres Erwerbseinkommen als Fr. 30‘799.25 verdienen, zumal ein versi-
cherter Verdienst von Fr. 90‘000.-- vereinbart worden sei. Ausserdem kön-
ne er keinesfalls das von der SUVA ermittelte Invalideneinkommen von 
Fr. 55‘718.20 erzielen.

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin im 
Wesentlichen auf den Bericht über die Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit (EFL) im Spital C.________ vom 28. Januar 2011 (act. 
IIA/321). Diese wurde veranlasst, nachdem Dr. med. D.________ (Plasti-
sche, Rekonstruktive und Ästhetische Chirugie FMH, Handchirurgie FMH) 
in ihrem Gutachten vom 23. Februar 2010 erklärt hatte, die zumutbare 
Dauer einer administrativen Tätigkeit sei mithilfe einer Arbeitsplatzab-
klärung durch die Ergotherapie festzustellen (act. IIA/309, S. 17 f.). 
Gemäss der EFL ist eine leichte bis mittelschwere ganztägige Arbeit zu-
mutbar, mit Einschränkungen hinsichtlich der zu hebenden und zu tragen-
den Gewichte (max. 15 kg bzw. 12.5 kg), Leiternsteigen, Arbeiten auf 
Schulterhöhe, Kriechen und längerem Stehen und Gehen mit hängendem 
Arm sowie Gehen auf unebener Unterlage. Auch Arbeiten auf hohen unge-
sicherten Arbeitsplätzen seien nicht zumutbar.

Die beiden Gutachten erfüllen die rechtsprechungsgemäss gestellten An-
forderungen an Expertisen. Sie berücksichtigen die beklagten Beschwer-
den, beruhen auf eigenen durchgeführten Untersuchungen und wurden in 
Kenntnis der Vorakten erstellt. Die in der Darlegung der medizinischen Si-
tuation widerspruchsfreien, begründeten Dokumente erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen und erbringen damit vollen 
Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 253). Daran vermögen auch die 
seitens des Beschwerdeführers vorgebrachten Einwände nichts zu ändern. 

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4.2 Sowohl im Gutachten von Dr. med. E.________ als auch im Bericht 
über die EFL wird das Complex Regional Pain Syndrome (CRPS [„Morbus 
Sudeck“]) ausdrücklich erwähnt und somit auch mitberücksichtigt (act. 
IIA/309 S. 14 und act. IIA/321 S. 1). Was die mit Schreiben vom 17. Mai 
2013 (act. IID/474) gemeldete Arthrose angeht, ist – entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers – weder objektivierbar noch ausgewiesen, 
dass diese in ihrer derzeitigen Ausprägung schon seit längerer Zeit vorliegt. 
Die ins Recht gelegten echtzeitlichen Beweisstücke erwähnen zwar 
Schmerzen (act. IB/3 f.), im Übrigen wird aber nur darauf hingewiesen, es 
bestehe die „Gefahr der sich zunehmend entwickelten Handgelenksarthro-
se“ (Verlaufsblatt des Spitals F.________, Eintrag vom 27. Mai 2008, act. 
IB/2). Auch Dr. med. E.________ war in ihrem Gutachten zum Schluss 
gekommen, die damals aktuelle Symptomatik sei wahrscheinlich nicht auf 
die beginnende Arthrose zurückzuführen (act. IIA/309 S. 15). Somit ist da-
von auszugehen, dass die (inzwischen auch operativ behandelte [act. IB/6]) 
Arthrose erst nach Fallabschluss aufgetreten ist, wobei sie nicht als Rück-
fall, sondern als Spätfolge zu qualifizieren ist (vgl. vorstehend E. 2.8). Ge-
stützt auf den Bericht von Dr. med. G.________ (Chirurgie FMH, Handchir-
urgie FMH) vom 16. Mai 2013 hat die Beschwerdegegnerin denn auch mit 
Verfügung vom 1. April 2014 festgehalten, mittlerweile betrage der Inte-
gritätsschaden insgesamt 15 %. Dementsprechend werde eine zusätzliche 
Integritätsentschädigung von Fr. 10‘680.--, entsprechend einer zusätzlichen 
Integritätseinbusse von 10 %, zugesprochen (act. IB/7).

4.3 Der Beschwerdeführer bringt in medizinischer Hinsicht weiter vor, 
die Beschwerdegegnerin habe die Meralgia paraesthetica und die Poly-
neuropathie zu Unrecht als unfallfremd eingestuft. 

Die eine Meralgia paraesthetica (Inguinaltunnel-Syndrom) kennzeichnen-
den Beschwerden werden durch eine mechanische Kompression des Ner-
vus cutaneus femoris lateralis in der Leisteingegend hervorgerufen (Pschy-
rembel, Klinisches Wörterbuch, 2011, 262. Aufl. 2010, S. 1419). Der Be-
schwerdeführer erlitt beim Unfallereignis vom 5. September 2005 eine 
linksseitige Unterarmfraktur (act. II/1). Weitere Verletzungen sind nicht do-
kumentiert. Insbesondere wurden zeitnah zum Unfall keinerlei Beschwer-
den im Bereich der Leistengegend erwähnt. Unter diesen Umständen er-

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scheint nicht nachvollziehbar, inwiefern das diagnostizierte Syndrom unfall-
kausal sein soll. Zwar werden die betreffenden Beschwerden in den Akten 
durchaus erwähnt, von den Ärzten jedoch zu keinem Zeitpunkt in einen 
ursächlichen Zusammenhang mit dem erlittenen Sturz gebracht, sondern – 
im Gegenteil – ausdrücklich als unfallfremd bezeichnet (act. II/58 S. 4, II/74 
S. 4, II/81, II/292 S. 7). Dasselbe gilt für die Polyneuropathie. Daran ändert 
nichts, dass Dr. med. H.________ (Neurologie FMH) im Bericht vom 22. 
Januar 2010 ausführt, die eigentliche Krankengeschichte habe am 5. Sep-
tember 2005 mit dem Sturz auf den linken Arm begonnen, wie der Be-
schwerdeführer einwendet (act. IIB/375 S. 1). Auch die Tatsache, dass die 
Beschwerden erst nach dem 5. September 2005 auftraten, vermag nicht 
als Beweis für den behaupteten Kausalzusammenhang zu dienen, zumal 
die Formel „post hoc, ergo propter hoc“ (lat.: „danach, also deswegen“) im 
Zusammenhang mit der Frage der natürlichen Kausalität nicht massgebend 
ist (vgl. vorstehend E. 2.2). 

Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 
zu Recht auf das Zumutbarkeitsprofil gemäss Bericht über die EFL vom 
28. Januar 2011 (act. IA/321; vgl. vorstehend E. 4.1) abgestellt hat. Ob der 
Beschwerdeführer Aussicht hat, eine Stelle zu finden, die seinem Zumut-
barkeitsprofil entspricht, ist – entgegen seinen Ausführungen – unerheblich. 
Die Restarbeitsfähigkeit ist auf dem hypothetischen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt verwertbar (Entscheid des BGer vom 20. März 2013, 
9C_941/2012, E. 4.1.2).

5.

5.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens hat die Beschwerde-
gegnerin auf den IK-Auszug betreffend die Jahre 2001 bis 2004 abgestellt 
(act. IIB/327). Im Durchschnitt beträgt das dort vermerkte Einkommen 
(aufindexiert) Fr. 30‘799.25 pro Jahr. Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV 
vorgesehenen Gleichstellung der massgebenden hypothetischen Ver-
gleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbsein-
kommen – analog anwendbar für die Unfallversicherung (Entscheid des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 30. Juli 2002, U 80/02, 

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E. 3.2) – ist dieses Vorgehen grundsätzlich zulässig. Die im individuellen 
Konto ausgewiesenen Einkünfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dür-
fen allerdings nicht als unabänderliche Grössen verstanden werden, die im 
Sinne einer abschliessenden Beweiswürdigungsregel eine keinem Gegen-
beweis mehr zugängliche Tatsachenvermutung aufstellen würden. Weist 
das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhält-
nismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei 
auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsver-
dienst abzustellen (Entscheid des BGer 8C_9/2009 vom 10. November 
2009 E. 3.3 f.). Wie erwähnt, hat die Beschwerdegegnerin hat denn auch 
einen Durchschnittswert der Jahre 2001 bis 2004 herangezogen, so dass 
das Abstellen auf die IK-Auszüge nicht zu beanstanden ist.

Daran vermag auch nichts zu ändern, dass mit Vereinbarung vom 16. Fe-
bruar 2001 ein versicherter Verdienst Fr. 90‘000.-- festgelegt worden war 
(act. I/2c). Der versicherte Verdienst dient als Berechnungsgrundlage für 
die Prämien- und die Geldleistungen (vgl. beispielsweise zum Taggeld Art. 
17 Abs. 1 Satz 1 UVG, zur Rente Art. 20 Abs. 1 UVG). Er dient hingegen 
nicht als Basis für das hypothetische Einkommen ohne Invalidität. Bei der 
Ermittlung desselben ist vielmehr von dem auszugehen, was der Versicher-
te aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu 
erwarten gehabt hätte (EVGE U 78/01, E. 3.3).

Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer vor, für den Lebensunterhalt 
habe er zusätzlich zum Entgelt für seine Tätigkeit noch Privatbezüge 
getätigt. Diese seien durch Baubegleitungs- und Bauführungshonorare fi-
nanziert worden und hätten daher nicht als Vermögensverzehr, sondern als 
Erwerbseinkommen zu gelten, das beim Valideneinkommen zu berücksich-
tigen sei. Hierzu liefert der Beschwerdeführer jedoch keine nachvollziehba-
ren Belege. Namentlich hat er bezüglich der (angeblichen) Honorare kei-
nerlei Rechnungskopien, Vereinbarungen oder sonstigen Beweismittel ein-
gereicht. Auf die Jahresabschlüsse, die er ins Recht legt, kann nicht abge-
stellt werden, da diese unvollständig sind, ebenso wenig auf die (nicht be-
gründete) Bestätigung des I.________ sowie die Kontodetails (act. I/2a-2c). 
Der Beschwerdeführer unterlässt es ferner zu erklären, weshalb er über 
diese Bezüge keine Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet hat, obwohl 

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die (angeblichen) Honorare ebenfalls Einkommen aus selbständiger Er-
werbstätigkeit im Sinne von Art. 8 AHVG darstellen würden, das zu melden 
er verpflichtet gewesen wäre. Mit Schreiben an die Beschwerdegegnerin 
vom 1. November 2012 hat der Beschwerdeführer denn auch erklärt, für 
seine Tätigkeit als … habe er sich einen Jahreslohn von Fr. 30‘000.-- aus-
bezahlt, für den übrigen Lebensunterhalt habe er die Substanz antasten 
müssen (act. IC/448). Somit ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass der Beschwerdeführer als Gesunder ein bedeutend höheres 
Erwerbseinkommen erzielen würde, als dies betreffend die Jahre unmittel-
bar vor dem Unfallereignis im individuellen Konto (IK) vermerkt ist. Damit 
hat es beim von der Beschwerdegegnerin ermittelten Valideneinkommen 
von Fr. 30‘799.25 sein Bewenden.

5.2 Zu prüfen ist weiter, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon 
ausgeht, es lasse sich bei der geschilderten Restarbeitsfähigkeit ein Invali-
deneinkommen in der Höhe von Fr. 55‘718.20 erzielen. 

Nach eigenen Angaben hat die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des 
Invalideneinkommens auf den Durchschnitt der Durchschnittslöhne von fünf 
DAP-Profilen abgestellt (Nr. 3, 5, 393, 9435 und 844913) und dabei einen 
Durchschnitt von Fr. 55‘718.20 ermittelt (vgl. dazu S. 8 f. Ziff. 5 des Ein-
spracheentscheids, act. IIC/457). Die betreffenden DAP-Blätter dieser SU-
VA-internen Datenbank liegen nicht bei den Akten. Dies ist im Ergebnis 
indessen nicht von Bedeutung, weil auch eine Plausibilitätskontrolle an-
hand von lohnstatistischen Werten – selbst bei ausgesprochen entgegen-
kommender Betrachtungsweise – keinen rentenbegründenden Invaliditäts-
grad ergibt: Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2010 (Totalwert, Männer; abruf-
bar unter www.bfs.admin.ch) betrug der Medianlohn im Anforderungsni-
veau 4 („einfache und repetitive Arbeiten“) monatlich Fr. 4‘901.--. Arbeits-
zeitbereinigt (Fr. 4‘901.-- / 40 x 41,7 = Fr. 5‘109.--) und auf den Zeitpunkt 
des Fallabschlusses im Jahr 2012 indexiert (Fr. 5‘109.-- / 123.4 Punkte x 
125.5 Punkte = Fr. 5‘196.--) beläuft sich das lohnstatistische Jahresein-
kommen auf Fr. 62‘352.--. Selbst bei Vornahme des maximal zulässigen 
behinderungsbedingten Abzugs von 25 % (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301), 
ausmachend Fr. 15‘588.--, ergibt sich keine Erwerbseinbusse: Das resultie-
rende Invalideneinkommen von Fr. 46‘764.-- fällt höher aus als das Vali-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2014, UV/13/203, Seite 13

deneinkommen von Fr. 30‘799.25. Die Verneinung eines Rentenanspruchs 
erfolgte demnach zu Recht. 

6. Zu prüfen ist weiter, ob die Beschwerdegegnerin den Integritäts-
schaden zu Recht mit 5% bemessen hat. 

Sie stützt sich dabei auf die Beurteilung von Dr. med. J.________ (Allge-
meine Innere Medizin FMH). Dieser hielt mit Beurteilungsbericht vom 11. 
Juli 2011 folgenden Zustand fest (act. IIB/339): „Im Bereiche des Handge-
lenkes sind aus obigen Angaben nicht die funktionellen Bewegungsein-
schränkungen massgebend, sondern das Schmerzausmass. Dieses ist 
einerseits auf einen möglichen Restzustand nach abgelaufenem CRPS 1, 
eventuell 2 zurückzuführen, andererseits auf eine beginnende Arthrose-
Entwicklung im Handgelenk. (…)“. Gemäss Tabelle 5 sei bei leicht bis 
mässiger Arthrose-Entwicklung im Handgelenk eine Entschädigung zwi-
schen 5 % und 10 % vorgesehen. Diese auf einer eingehenden Untersu-
chung beruhende Einschätzung von Dr. med. J.________ ist nachvollzieh-
bar und überzeugend. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers 
handelt es sich bei der inzwischen fortgeschrittenen und mittlerweile opera-
tiv behandelten Arthrose um eine Spätfolge, deren Ausmass erst nach 
Fallabschluss dokumentiert ist und welche die Beschwerdegegnerin seither 
durch Erhöhung der Integritätsentschädigung auch anerkannt hat (act. IB/7; 
vgl. vorstehend E. 4.2). Es erübrigen sich daher weitere medizinische Ab-
klärungen bezüglich der Bemessung des Integritätsschadens, und es ist 
dabei auf die kreisärztliche Beurteilung vom 11. Juli 2011 abzustellen, wo-
nach dieser 5% beträgt. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbe-
gründet und daher vollumfänglich abzuweisen.

7.

7.1 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2014, UV/13/203, Seite 14

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________ 
- SUVA (samt Eingaben des Beschwerdeführers vom 10. Oktober 

2013, 5. November 2013 und 7. April 2014)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.