# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0ec1cf9-4d85-54f0-8717-41b82bbb64c3
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 01.10.2014 BG.2014.25
**Docket/Reference:** BG.2014.25
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2014-25_2014-10-01

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 1. Oktober 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A., 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. KANTON SCHWYZ,  

 

2. KANTON ZÜRICH, 

 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2014.25 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- bei der Staatsanwaltschaft Innerschwyz ein Strafverfahren gegen A. seit 

4. März 2011 wegen einfacher Körperverletzung (Art. 123 Abs. 1 StGB), 

Sachentziehung (Art. 141 StGB) etc. hängig ist (act. 3 und 4.4);  

 

- die Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl mit Gerichtsstandsanfrage vom 

19. August 2014 die Staatsanwaltschaft Innerschwyz um Übernahme des 

bei ihnen hängigen Verfahrens gegen A. wegen Entwendung eines 

Fahrzeuges zum Gebrauch (Art. 94 Abs. 1 SVG; mutmasslicher 

Tatzeitpunkt: 12. Juni 2014 ) ersuchte (Verfahrensakten 13.0.02);  

 

- die Staatsanwaltschaft Innerschwyz am 22. August 2014 die Übernahme 

des obgenannten Verfahrens gegen A. verfügte (act. 1.2);  

 

- A. dagegen mit Eingabe vom 1. September 2014 Beschwerde bei der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt; A. sinngemäss 

beantragt, das Verfahren wegen angeblicher Entwendung eines 

Fahrzeuges zum Gebrauch sei im Kanton Zürich zu führen (act. 1);  

 

- der Oberstaatsanwalt des Kantons Schwyz mit Beschwerdeantwort vom 

4. September 2014 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde beantragt 

(act. 3);  

 

- die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am 11. September 2014 

ebenfalls die kostenfällige Abweisung der Beschwerde beantragt (act. 4);  

 

- der Beschwerdeführer von seiner Möglichkeit zu einer Beschwerdereplik 

keinen Gebrauch machte (act. 5). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften 

getroffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2 StPO) 

innert 10 Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

beschweren können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 

Abs. 1 StBOG);  

 

- Art. 34 Abs. 1 StPO folgendes festhält: "Hat eine beschuldigte Person 

mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die 

- 3 - 

 

 

Verfolgung und Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes 

zuständig, an dem die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen 

worden ist. Bei gleicher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes 

zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden 

sind";  

 

- einfache Körperverletzung (Art. 123 Abs. 1 StGB) und Sachentziehung 

(Art. 141 StPO) sowie Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch 

(Art. 94 Abs. 1 SVG) gleich schwere Delikte im Sinne von Art. 34 Abs. 1 

StPO sind; die ersten Verfolgungshandlungen im Kanton Schwyz erfolgten, 

wo bereits seit 4. März 2011 ein Strafverfahren gegen den Obgenannten 

läuft;  

 

- die Anerkennung durch die Staatsanwaltschaft Innerschwyz folglich im 

Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen erfolgte; der 

Beschwerdeführer in der Beschwerde nichts Gerichtsstandsrelevantes 

vorbringt, sondern im Wesentlichen sein Misstrauen gegenüber der 

Staatsanwaltschaft Innerschwyz äussert und die ihm vorgeworfene Tat 

bestreitet (act. 1);  

 

- die Beschwerde folglich abzuweisen ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren, BStKR; SR 173.713.162).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer zur 

Bezahlung auferlegt.  

 

 

 

 

 

Bellinzona, 1. Oktober 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.