# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f0d4ae6-7fdc-5384-8f09-32505906db49
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2024 B-1023/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1023-2023_2024-06-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1023/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK),  

Anerkennung Ausbildungsabschlüsse,  

Vorinstanz.  

  

Gegenstand 
 Anerkennung Abschluss/Ausbildung  

(Physiotherapeut/Deutschland). 

 

 

 

B-1023/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) reichte am 19. September 

2022 beim Schweizerischen Roten Kreuz (im Folgenden: Vorinstanz) ein 

Gesuch um Anerkennung seines in Deutschland erworbenen Ausbildungs-

abschlusses als Physiotherapeut ein.  

B.  

Die Vorinstanz teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. Novem-

ber 2022 mit, dass sie im Rahmen eines ersten Vergleichs seines Ausbil-

dungsabschlusses mit der schweizerischen Ausbildung als Physiothera-

peut (Niveau Fachhochschule, Tertiärstufe) Lücken im Bereich des wissen-

schaftlichen Arbeitens festgestellt habe. Der Beschwerdeführer erhalte Ge-

legenheit, relevante Dokumente und Unterlagen zum Unterricht in diesem 

Bereich nachzuliefern.  

C.  

Mit Teilentscheid vom 23. Januar 2023 ordnete die Vorinstanz an, dass der 

Beschwerdeführer erfolgreich Ausgleichsmassnahmen absolvieren 

müsse, damit die Anerkennung als Physiotherapeut (Niveau Fachhoch-

schule) vorgenommen werden könne. Der Beschwerdeführer könne sich 

zwischen einem sechsmonatigen Anpassungslehrgang mit einer Zusatz-

ausbildung oder einer Eignungsprüfung entscheiden.  

Zur Begründung führte sie aus, der Beschwerdeführer verfüge über keine 

ausreichenden Kenntnisse über die Methoden der wissenschaftlichen For-

schung im Gesundheitsbereich und der Evidence Based Practice; er weise 

gemäss der von ihm eingereichten Ausbildungsbestätigung lediglich 

20 Stunden Unterricht in wissenschaftlichem Arbeiten nach. Auch die von 

ihm eingereichten Weiterbildungsbestätigungen zeigten keine Weiterbil-

dung in diesem Bereich. Gewisse Lücken in der Ausbildung des Beschwer-

deführers, welche sich aufgrund der im Vergleich zur Schweiz kürzeren 

Ausbildungsdauer ergäben, könnten durch seine Berufserfahrung kompen-

siert werden, nicht aber die Lücken im Bereich des wissenschaftlichen Ar-

beitens.  

D.  

Am 20. Februar 2023 erhebt der Beschwerdeführer beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde gegen den Teilentscheid vom 23. Januar 2023. 

Zur Begründung führt er aus, die Vorinstanz habe weder die 30 Stunden 

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"Wissenschafts-AG" auf freiwilliger Basis noch das dreijährige Zahnmedi-

zinstudium in Deutschland berücksichtigt, obwohl dieses äquivalent mit 

dem Medizinstudium sei und für ihn höherwertiger sei als das Physiothera-

piestudium in der Schweiz. Das wissenschaftliche Arbeiten sei Teil jedes 

Studienfaches, auch wenn es nicht explizit auf den Bescheinigungen 

stehe.  

E.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2023, die Be-

schwerde sei abzuweisen. Die Gleichwertigkeit eines ausländischen Dip-

loms mit der schweizerischen Physiotherapeutenausbildung (Niveau Fach-

hochschule) könne nur bejaht werden, wenn auch die entsprechenden 

Grundlagen in wissenschaftlichem Arbeiten beziehungsweise in Evidence 

Based Practice vorhanden seien. Wissenschaftliches Arbeiten im Bereich 

der Physiotherapieausbildung ziele auf spezifische Kompetenzen und 

könne nicht mit dem viel breiteren Begriff Wissenschaft gleichgesetzt wer-

den. Die Schweizer Fachhochschulausbildung zum diplomierten Physio-

therapeuten FH beinhalte zwischen 15 und 24 ECTS-Punkten (Median 19 

ECTS-Punkte) im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. Zutreffend 

sei, dass die Vorinstanz in ihrem Teilentscheid lediglich 20 Stunden Unter-

richt in wissenschaftlichem Arbeiten berücksichtigt habe, nicht aber die 

30 Stunden, die der Beschwerdeführer auf freiwilliger Basis in der "Wissen-

schafts-AG" absolviert habe. Der Beschwerdeführer habe demnach in sei-

ner Ausbildung zum Physiotherapeuten insgesamt 50 Stunden im Bereich 

des wissenschaftlichen Arbeitens absolviert. Dies reiche aber angesichts 

der durchschnittlich 475 bis 570 Stunden, welche dem wissenschaftlichen 

Arbeiten im Schweizer Bachelorstudiengang in Physiotherapie gewidmet 

seien, nicht aus. Die Lücken im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens 

könnten weder durch die Berufserfahrung des Beschwerdeführers noch 

durch seine physiotherapeutischen Weiterbildungen geschlossen werden. 

Auch das von ihm in der Zeit von April 2019 bis April 2022 absolvierte Stu-

dium der Zahnmedizin könne nicht berücksichtigt werden, weil aus den 

dazu eingereichten Dokumenten weder die Stundenzahl noch die konkre-

ten Inhalte der besuchten Veranstaltungen oder die entsprechenden 

ECTS-Punkte hervorgingen.  

F.  

Mit Replik vom 6. Juni 2023 bringt der Beschwerdeführer vor, die Vor-

instanz hätte zusätzlich zu den insgesamt 50 Stunden, die er im Bereich 

des wissenschaftlichen Arbeitens während seiner Ausbildung zum Physio-

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therapeuten absolviert habe, sowohl seine physiotherapeutischen Weiter-

bildungen als auch sein Zahnmedizinstudium einbeziehen müssen. Im 

Rahmen seiner physiotherapeutischen Weiterbildungen seien 148 Stun-

den im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens und im Rahmen seines 

Zahnmedizinstudiums 412 Stunden zu berücksichtigen. Mit insgesamt 

610 Stunden in diesem Bereich könne er eine ausreichende Anzahl Stun-

den nachweisen, um auf dem Niveau des Physiotherapeuten in der 

Schweiz ohne zusätzliche Ausgleichsmassnahmen im Bereich des wissen-

schaftlichen Arbeitens zu agieren. Ausserdem setze er während der Be-

rufsausübung wissenschaftliche Erkenntnisse um und reflektiere in der Su-

pervision laufend seine Fähigkeiten.    

G.  

Die Vorinstanz hält mit Duplik vom 7. Juli 2023 an ihrem Antrag auf Abwei-

sung der Beschwerde fest. Sie habe den Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 4. November 2022 ausdrücklich aufgefordert, Informationen zu seinen 

Weiterbildungen in einer für die Vorinstanz sachdienlichen Form beizubrin-

gen. Der Beschwerdeführer sei seiner Mitwirkungspflicht indessen nicht 

oder nicht genügend nachgekommen, vielmehr habe er bloss Informatio-

nen zu Inhalten und Zielen seiner Weiterbildungen in den Bereichen der 

Physiotherapie und Zahnmedizin zusammengestellt und Links zu allgemei-

nen Angaben sowie aktuellen Ausbildungsangeboten aufgeführt. Obwohl 

es ihm zumutbar gewesen wäre, habe er es im Hinblick auf den Nachweis 

von Aus- und Weiterbildungen im Bereich des wissenschaftlichen Arbei-

tens weitgehend unterlassen, aussagekräftige Unterlagen offizieller Stellen 

(Schule, Universität, Bildungsinstitutionen), welche auf seinen Namen aus-

gestellt seien und die die Vermittlung respektive den Erwerb von Kenntnis-

sen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens in Stunden/ECTS-Punk-

ten bezifferten, einzureichen. Die Vorinstanz könne daher nicht überprüfen, 

ob ihm in den physiotherapeutischen Weiterbildungen die Methoden der 

wissenschaftlichen Forschung im Gesundheitsbereich vermittelt worden 

seien. Ferner bezwecke eine Supervision nicht den Erwerb von Methoden-

kenntnissen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. Es gehe aus 

dem Arbeitszeugnis seiner ehemaligen Arbeitgeberin nicht hervor, dass er 

während seiner beruflichen Tätigkeit Kenntnisse im Bereich des wissen-

schaftlichen Arbeitens erworben habe.  

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Der Entscheid der Vorinstanz vom 23. Januar 2023 stellt eine Verfügung 

im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 31 und Art. 33 

Bst. h VGG; vgl. Zwischenentscheid des BVGer B-1813/2020 vom 26. Feb-

ruar 2021 E. 2.2.4). 

Der Beschwerdeführer hat am Vorverfahren teilgenommen, ist als Adressat 

der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert und vermag ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung geltend zu machen (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der 

Beschwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.  

Im vorliegenden Fall beantragte der Beschwerdeführer die Anerkennung 

seines in Deutschland erworbenen Diploms als Physiotherapeut im Hin-

blick auf die Ausübung dieser Berufstätigkeit in der Schweiz.  

Die Vorinstanz ordnete im angefochtenen Teilentscheid Ausgleichsmass-

nahmen an, welche der Beschwerdeführer vor einer Anerkennung als Phy-

siotherapeut (Niveau Fachhochschule) absolvieren müsse, wobei er zwi-

schen einem sechsmonatigen Anpassungslehrgang mit einer Zusatzaus-

bildung oder einer Eignungsprüfung wählen könne. Sie begründet dies da-

mit, dass der Beschwerdeführer über keine ausreichenden Kenntnisse 

über die Methoden der wissenschaftlichen Forschung im Gesundheitsbe-

reich und der Evidence Based Practice verfüge. Wissenschaftliches Arbei-

ten im Bereich der Physiotherapieausbildung ziele auf spezifische Kompe-

tenzen und könne nicht mit dem viel breiteren Begriff Wissenschaft gleich-

gesetzt werden. Die Schweizer Fachhochschulausbildung zum diplomier-

ten Physiotherapeuten FH beinhalte zwischen 15 und 24 ECTS-Punkten 

(Median 19 ECTS-Punkte) im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens. In 

seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten habe er insgesamt 50 Stunden 

im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens absolviert. Dies reiche aber 

angesichts der durchschnittlich 475 bis 570 Stunden, welche dem wissen-

schaftlichen Arbeiten im Schweizer Bachelorstudiengang in Physiotherapie 

gewidmet seien, nicht aus. Die Lücken im Bereich des wissenschaftlichen 

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Arbeitens könnten weder durch die Berufserfahrung des Beschwerdefüh-

rers noch durch seine physiotherapeutischen Weiterbildungen geschlos-

sen werden. Auch das von ihm von April 2019 bis April 2022 absolvierte 

Studium der Zahnmedizin könne nicht berücksichtigt werden, weil aus den 

dazu eingereichten Dokumenten weder die Stundenzahl noch die konkre-

ten Inhalte der besuchten Veranstaltungen oder die entsprechenden 

ECTS-Punkte hervorgingen. Im Rechtsmittelverfahren gestand die Vor-

instanz dem Beschwerdeführer zusätzliche 30 Stunden wissenschaftliches 

Arbeiten in der "Wissenschafts-AG" zu. Sie bestreitet aber, dass auch das 

dreijährige Zahnmedizinstudium in Deutschland berücksichtigt werden 

könne.  

Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, das Grundstudium der Zahnme-

dizin sei äquivalent mit demjenigen der Humanmedizin und daher höher-

wertiger als das Physiotherapiestudium in der Schweiz. Das wissenschaft-

liche Arbeiten sei Teil jedes Studienfaches, es stehe nur nicht explizit auf 

den Bescheinigungen. Im Rahmen seiner physiotherapeutischen Weiter-

bildungen seien 148 Stunden im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens 

und ihm Rahmen seines Zahnmedizinstudiums 412 Stunden im Bereich 

des wissenschaftlichen Arbeitens zu berücksichtigen. Mit insgesamt 

610 Stunden in diesem Bereich könne er eine ausreichende Anzahl Stun-

den nachweisen, um auf dem Niveau des Physiotherapeuten in der 

Schweiz ohne zusätzliche Ausgleichsmassnahmen im Bereich des wissen-

schaftlichen Arbeitens zu agieren. 

2.1 Am 1. Juni 2002 trat das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-

meinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

(Freizügigkeitsabkommen, FZA [SR 0.142.112.681]) in Kraft. Nach Art. 2 

FZA dürfen die Staatsangehörigen einer Vertragspartei, die sich rechtmäs-

sig im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei aufhalten, bei der An-

wendung des Freizügigkeitsabkommens gemäss den Anhängen I, II und III 

nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden. Das in die-

ser Bestimmung statuierte allgemeine Diskriminierungsverbot beziehungs-

weise Gleichbehandlungsgebot wird in Art. 9 Abs. 1 Anhang I FZA für Ar-

beitnehmer und in Art. 15 Abs. 1 Anhang I FZA für selbstständig Erwerbs-

tätige konkretisiert. Gemäss Art. 15 Abs. 1 Anhang I FZA ist Selbstständi-

gen im Aufnahmestaat hinsichtlich des Zugangs zu einer selbstständigen 

Erwerbstätigkeit und deren Ausübung eine Behandlung zu gewähren, die 

nicht weniger günstig ist als die den eigenen Staatsangehörigen gewährte 

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Behandlung. Sofern ein grenzüberschreitender Anknüpfungspunkt vorhan-

den ist und der Sachverhalt in den Anwendungsbereich des Freizügigkeits-

abkommens fällt, kann sich ein Angehöriger eines Vertragsstaats auch ge-

genüber seinem Herkunftsstaat auf das Diskriminierungsverbot gemäss 

Art. 2 FZA und Art. 9 und 15 Anhang I FZA berufen (vgl. BGE 136 II 241 

E. 11.3 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des EuGH). Art. 16 FZA be-

stimmt sodann, dass die Vertragsparteien alle erforderlichen Massnahmen 

treffen, damit gleichwertige Rechte und Pflichten wie in den Rechtsakten 

der EU, auf die Bezug genommen wird, Anwendung finden, um die Ziele 

des Abkommens zu gewährleisten (vgl. Art. 16 Abs. 1 FZA).  

Gemäss Art. 9 FZA treffen die Vertragsparteien nach Anhang III die erfor-

derlichen Massnahmen zur gegenseitigen Anerkennung der Diplome, 

Zeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise und zur Koordinierung ih-

rer Rechts- und Verwaltungsvorschriften über den Zugang zu unselbststän-

digen und selbstständigen Erwerbstätigkeiten und deren Ausübung sowie 

die Erbringung von Dienstleistungen. Die Schweiz hat sich in Anhang III 

des Freizügigkeitsabkommens verpflichtet, Diplome, Zeugnisse und sons-

tige Befähigungsnachweise gemäss den dort genannten Rechtsakten der 

EU anzuerkennen. Zu diesen Rechtsakten gehört auch die Richtlinie 

2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Septem-

ber 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255/22 

vom 30. September 2005; im Folgenden: Richtlinie 2005/36/EG), die mit 

dem Beschluss Nr. 2/2011 des Gemischten Ausschusses für die gegensei-

tige Anerkennung von Berufsqualifikationen (AS 2011 4859 ff.) für anwend-

bar erklärt wurde (Urteil des BGer 2C_472/2017 vom 7. Dezember 2017 

E. 2.2.1 f.). Mit der Richtlinie 2005/36/EG wurden die bis anhin geltenden 

15 Richtlinien (drei allgemeine, zwölf sektorielle Richtlinien) im Bereich der 

Diplomanerkennung in einem einzigen Rechtsakt vereinigt und sektoren-

übergreifend vereinheitlicht (vgl. MATTHIAS OESCH, Niederlassungsfreiheit 

und Ausübung öffentlicher Gewalt im EU-Recht und im Freizügigkeitsab-

kommen Schweiz-EU, SZIER 2011, S. 591; NICOLAS DIEBOLD, Freizügig-

keit im Mehrebenensystem, 2016, Rz. 1121 S. 370; NINA GAMMENTHALER, 

Diplomanerkennung und Freizügigkeit, 2010, S. 127).  

Art. 13 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG bestimmt, dass, wenn die Auf-

nahme oder Ausübung eines reglementierten Berufes im Aufnahmemit-

gliedstaat den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen voraussetzt, die zu-

ständige Behörde des Aufnahmemitgliedstaates den Antragstellern die 

Aufnahme oder Ausübung dieses Berufes unter denselben Voraussetzun-

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gen wie Inländern gestattet, wenn sie einen gleichwertigen Ausbildungs-

nachweis gemäss Art. 11 der Richtlinie besitzen, der im Herkunftsmitglied-

staat erforderlich ist, um dort die Erlaubnis zur Aufnahme und Ausübung 

dieses Berufes zu erhalten (vgl. Art. 13 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG). 

Wenn demnach ein Beruf im Aufnahmemitgliedstaat reglementiert ist und 

ein Antragsteller einen gleichwertigen Ausbildungsnachweis im Sinne von 

Art. 11 der Richtlinie 2005/36/EG aus dem Herkunftsmitgliedstaat besitzt, 

der ihn dort ermächtigt, diesen Beruf auszuüben, dann hat der Aufnah-

memitgliedstaat diesen grundsätzlich anzuerkennen (BERNHARD ZAGLMA-

YER, Anerkennung von Gesundheitsberufen in Europa, 2016, Rz. 4.2).  

Das Personenfreizügigkeitsabkommen erfasst nur die im Aufnahmemit-

gliedstaat reglementierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglementier-

ten Berufe stehen demgegenüber der freien Ausübung offen. Für sie ist die 

Anerkennung nach dem Personenfreizügigkeitsabkommen ohne Bedeu-

tung. Ist ein Beruf im Aufnahmemitgliedstaat nicht reglementiert, bedarf es 

somit keiner Prüfung der Gleichwertigkeit des Diploms. Eine Arbeitsbewil-

ligung genügt. Der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung beruht auf 

dem Grundgedanken des sich entgegengebrachten Vertrauens: Er geht 

davon aus, dass ein Qualifikationsniveau, das ein Mitgliedstaat für sich 

selbst als ausreichend erachtet, grundsätzlich auch in den übrigen Mit-

gliedstaaten der EU und in den durch das Freizügigkeitsabkommen an der 

Personenfreizügigkeit teilhabenden Drittstaaten ausreicht (vgl. BGE 136 II 

470 E. 4.2; Urteil des BVGer B-3284/2018 vom 16. November 2018 E. 3.4; 

FRÉDÉRIC BERTHOUD, La reconnaissance des qualifications professionnel-

les, Union européenne et Suisse-Union européenne, 2016, S. 33, 36, 303; 

DERS., Die Anerkennung von Berufsqualifikationen zwischen der Schweiz 

und der EU, in: Thürer/Weber/Portmann/Kellerhals [Hrsg.], Bilaterale Ver-

träge I & II Schweiz-EU, 2007, S. 250 Rz. 5). 

2.2 Beim Beruf des Physiotherapeuten handelt es sich um eine in der 

Schweiz reglementierte Tätigkeit, welche auf der Liste des Staatssekreta-

riats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI aufgeführt ist (abrufbar 

unter www.sbfi.admin.ch > Bildung > Anerkennung ausländischer Berufs-

qualifikationen > Information und Verfahren > Rechtliche Grundlagen > 

Reglementierte Berufe und Merkblätter > Liste der reglementierten Be-

rufe/Tätigkeiten in der Schweiz, abgerufen am 17. Juni 2024). Auch in 

Deutschland ist der Beruf des Physiotherapeuten ein reglementierter Be-

ruf, der nicht unter die automatische Anerkennung fällt (vgl. Europäische 

Kommission > Datenbank der reglementierten Berufe > Berufsgruppen > 

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Physiotherapeut/in, Krankengymnastin, <https://ec.eu-

ropa.eu/growth/tools-databases/regprof/regprof/954>, abgerufen am 

17. Juni 2024). Die Richtlinie 2005/35/EG ist demnach anwendbar.  

2.3 In der Schweiz regelt das Gesundheitsberufegesetz vom 30. Septem-

ber 2016 (GesBG, SR 811.21), in Kraft seit dem 1. Februar 2020, die Vo-

raussetzungen für Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung als 

Physiotherapeut. Erforderlicher Bildungsabschluss dafür ist ein Bachelor of 

Science in Physiotherapie FH (Art. 12 Abs. 2 Bst. b GesBG).  

2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe ein Studium der Zahn-

medizin an der (...)-Universität in (...) absolviert. Während der dreijährigen 

Dauer dieses Studiums habe er Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten 

erworben, welche die Vorinstanz bei ihrem Entscheid hätte berücksichtigen 

müssen. Er argumentiert, man werde in jedem Studium mit wissenschaftli-

chem Arbeiten konfrontiert, sowie, das Studium der Zahnmedizin sei in 

Deutschland im Grundstudium äquivalent mit dem Humanmedizinstudium. 

Die Fächer, die äquivalent zum Humanmedizinstudium seien, bestünden 

immer aus Vorlesungen und Praktika. Die wissenschaftliche Arbeit um-

schreibe im Allgemeinen ein methodisches und systematisches Vorgehen, 

bei dem wichtig sei, dass die Ergebnisse objektiv und nachvollziehbar so-

wie auch reproduzierbar seien. Dies erreiche man durch das Offenlegen 

der verwendeten Quellen und eine detaillierte Beschreibung von Experi-

menten. Daher seien alle Praktika im Bereich des wissenschaftlichen Ar-

beitens zu bewerten. Die Praktika und die Erstellung der Versuchsproto-

kolle seien somit wesentliche Bestandteile des wissenschaftlichen Arbei-

tens. Er habe in diesem Zusammenhang weder die jeweilige Vorbereitung 

auf die Praktika noch die Ausarbeitung der Versuchsprotokolle eingerech-

net. Sodann sehe er in seinem Studium einen deutlichen Bezug zum Beruf 

respektive Studium des Physiotherapeuten.  

Dagegen wendet die Vorinstanz ein, dass wissenschaftliches Arbeiten im 

Bereich der Physiotherapieausbildung auf spezifische Kompetenzen ziele 

und nicht mit dem viel breiteren Begriff Wissenschaft gleichgesetzt werden 

könne. Die Physiotherapeuten müssten aktuelles, evidenzbasiertes Wis-

sen in die Behandlungen der Patienten miteinbeziehen und fähig sein, wis-

senschaftliche Studien nach fallspezifischen Kriterien auszuwählen, zu in-

terpretieren und in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen. Die 

Gleichwertigkeit eines ausländischen Diploms mit der schweizerischen 

Physiotherapeutenausbildung (Niveau Fachhochschule) könne nur bejaht 

werden, wenn auch die entsprechenden Grundlagen in wissenschaftlichem 

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Arbeiten beziehungsweise in Evidence Based Practice vorhanden seien. 

Die Vorinstanz macht geltend, weder die von der (...)-Universität ausge-

stellte Leistungsübersicht vom 29. Dezember 2021 noch die verschiede-

nen Bestätigungen, wonach die Prüfungs- und Studienleistungen des Be-

schwerdeführers teilweise äquivalent mit jenen des Humanmedizinstudi-

ums seien, würden die Stundenzahl und die konkreten Inhalte der besuch-

ten Veranstaltungen des Zahnmedizinstudiums und die entsprechenden 

ECTS-Punkte ausweisen.  

2.5 Der Beschwerdeführer reichte eine Leistungsübersicht der (...)-Univer-

sität vom 29. Dezember 2021 ein, aus der hervorgeht, dass er vom Som-

mersemester 2019 bis Sommersemester 2021 insgesamt 14 Kurse, Prak-

tika und Klausuren des ersten Studienabschnitts des Studiengangs Zahn-

medizin bestanden hatte. Zwar ist die Übersicht auf den Namen des Be-

schwerdeführers ausgestellt, doch weist die darin enthaltene Rubrik 

"ECTS-Punkte" keinerlei Einträge auf, weder in Bezug auf die jeweiligen 

Leistungsnachweise noch speziell in Bezug auf den Bereich des wissen-

schaftlichen Arbeitens. Auch ergibt sich aus der Übersicht nicht, ob und 

gegebenenfalls in welchem Umfang in den vom Beschwerdeführer erfolg-

reich abgelegten Kursen und Praktika das wissenschaftliche Arbeiten un-

terrichtet worden wäre.  

2.6 Gemäss Art. 50 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG kann die zuständige 

Behörde des Aufnahmemitgliedstaates die im Anhang VII aufgeführten Un-

terlagen und Bescheinigungen verlangen. Zu diesen zählen der Staatsan-

gehörigkeitsnachweis der betreffenden Person, eine Kopie der Befähi-

gungsnachweise oder des Ausbildungsnachweises, der zur Aufnahme des 

entsprechenden Berufes berechtigt, sowie gegebenenfalls eine Bescheini-

gung über die von der betreffenden Person erworbenen Berufserfahrung. 

Ferner können die zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaates 

den Antragsteller auffordern, Informationen zu seiner Ausbildung vorzule-

gen, soweit dies erforderlich ist, um festzustellen, ob diese möglicherweise 

von der im betreffenden Staat geforderten Ausbildung gemäss Art. 14 er-

heblich abweicht (vgl. Anhang VII zur Richtlinie 2005/36/EG, Ziff. 1 Bst. a 

und b). Infolgedessen kann die zuständige Behörde des Aufnahmemit-

gliedstaates gegebenenfalls Informationen verlangen, die die Gesamt-

dauer des Studiums, die absolvierten Fächer und unter Umständen das 

Verhältnis zwischen theoretischem und praktischem Ausbildungsanteil be-

treffen. Kann der Antragsteller diese Informationen nicht beibringen, sollte 

sich die zuständige Behörde des Aufnahmemitgliedstaates an die Kontakt-

stelle, die zuständige Behörde oder an eine sonstige einschlägige Stelle im 

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Herkunftsmitgliedstaat wenden (vgl. Anhang VII zur Richtlinie 2005/36/EG, 

Ziff. 1 Bst. b; "Von der Koordinatorengruppe gebilligter Verhaltenskodex für 

die Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen 

– Nationale Verwaltungspraktiken, die unter die Richtlinie 2005/36/EG fal-

len", Ziff. II.3.B. Bst. k, S. 6, anwendbar gemäss Urteilen des BVGer 

B-5081/2020 vom 1. September 2021 E. 10.3.1 f.; B-1184/2020 vom 

25. Mai 2021 E. 3.4.1 f.; B-3198/2019 vom 11. August 2020 E. 5.1 und 

B-5129/2013 vom 4. März 2015 E. 5.1).  

2.7 Die Vorinstanz ist daher im vorliegenden Fall zu Unrecht davon ausge-

gangen, die Beweislast dafür, in welchem Ausmass wissenschaftliches Ar-

beiten im Zahnmedizinstudium des Beschwerdeführers enthalten sei, ob-

liege ausschliesslich dem Gesuchsteller. Vielmehr hätte sie sich, nachdem 

der Beschwerdeführer die erforderlichen Zeugnisse bezüglich seines 

Zahnmedizinstudiums eingereicht hatte, selbst darum bemühen müssen, 

bei der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedsstaates weitere Infor-

mationen über den genauen Inhalt dieser Ausbildung einzuholen, sofern 

sie diese als notwendig erachtete.  

2.8 Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz auch bezüglich ihrer Behaup-

tung, die in Frage stehende Ausbildung in wissenschaftlichem Arbeiten, 

welche Bestandteil des Studiums "Bachelor of Science Physiotherapie" 

sei, ziele auf spezifische Kompetenzen in diesem Bereich und könne nicht 

mit dem viel breiteren Begriff Wissenschaft gleichgesetzt werden:  

Der Vergleich mit auf dem Internet veröffentlichten Inhalten der Physiothe-

rapieausbildungen an schweizerischen Fachhochschulen zeigt, dass das 

Fach "wissenschaftliches Arbeiten" etwa an der Zürcher Hochschule für 

Angewandte Wissenschaften nicht unter die berufsspezifischen Fächer, 

sondern unter die "Multi- und interprofessionellen Module" eingestuft wird 

(ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften > Studium > 

Bachelorstudiengänge > Bachelorstudiengänge Gesundheit > Physiothe-

rapie > Detailinformationen, <https://www.zhaw.ch/de/gesundheit/stu-

dium/bachelorstudium/bachelor-physiotherapie/>, abgerufen am 17. Juni 

2024). Diese Formulierung impliziert, dass das Modul von Studierenden 

verschiedener Fachrichtungen besucht wird.  

Auch der Fachkurs Wissenschaftliches Arbeiten - reflektierte Praxis, den 

die Vorinstanz in ihrem Teilentscheid als eine von möglichen Ausgleichs-

massnahmen fordert, ist ein Kurs, der beispielsweise an der Berner Fach-

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Seite 12 

hochschule für ein Zielpublikum angeboten wird, das nicht nur Physiothe-

rapeuten, sondern auch Ernährungsberaterinnen HF, Pflegefachpersonen 

HF, Hebammen HF, Ergotherapeuten sowie weitere Gesundheitsfachper-

sonen mit einem HF-Abschluss einschliesst (vgl. Berner Fachhochschule 

> Unsere Weiterbildungen > Kurse + Studienreisen > Fachkurs Wissen-

schaftliches Arbeiten, reflektierte Praxis – am Departement Gesundheit, 

<https://www.bfh.ch/gesundheit/de/weiterbildung/fachkurse/wissenschaft-

liches-arbeiten-reflektierte-praxis/>, abgerufen am 17. Juni 2024). Auch 

den Informationen zu Inhalt und Ausbildungszielen dieses Kurses kann 

nicht entnommen werden, dass dieser Kurs spezifisch auf die Physiothe-

rapie ausgerichtet wäre. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass es bei 

der Ausbildung in "wissenschaftlichem Arbeiten" nicht darum geht, berufs-

spezifisches Wissen zu erwerben, sondern vielmehr um das Erlernen von 

Kompetenzen, welche für alle Gesundheitsberufe in mehr oder weniger 

grossem Ausmass nützlich und erforderlich sind.  

Da ein Studium in Zahnmedizin nicht nur ebenfalls einen Gesundheitsberuf 

betrifft, sondern auf der Hochschulstufe angesiedelt ist, ist zu erwarten, 

dass die Anforderungen an die zu erlernenden Kompetenzen in wissen-

schaftlichem Arbeiten im Kontext eines derartigen Studiums deutlich höher 

sind als bei einer Ausbildung auf Fachhochschulstufe.      

2.9 Im Ergebnis erscheint es daher nicht als plausibel, dass der Beschwer-

deführer während seines erfolgreich absolvierten, dreijährigen Studiums in 

Zahnmedizin keine für einen Physiotherapeuten genügenden Kenntnisse 

in wissenschaftlichem Arbeiten erworben haben sollte. Sofern die Vor-

instanz es dennoch als nötig erachten sollte, konkretere Informationen 

über die durch den Beschwerdeführer während seines Zahnarztstudiums 

absolvierten Unterrichtseinheiten und deren genauen Inhalt zu erhalten, 

würde es indessen ihr obliegen, diese Informationen bei den zuständigen 

ausländischen Behörden einzuholen.   

3.  

Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als begründet. Der angefochtene 

Teilentscheid ist daher aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen.  

4.  

Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens ist der Beschwerdeführer 

als obsiegende Partei anzusehen, weshalb ihm keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorinstanzen werden keine 

B-1023/2023 

Seite 13 

Verfahrenskosten auferlegt, selbst wenn sie unterliegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 

VwVG).  

5.  

Eine obsiegende Partei hat Anspruch auf eine Parteientschädigung für die 

ihr erwachsenen notwendigen Kosten (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Be-

schwerdeführer war im vorliegenden Verfahren indessen nicht vertreten 

und hat auch sonst keine anrechenbaren Kosten in diesem Sinn dargetan, 

weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.  

  

B-1023/2023 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Teilentscheid der Vorinstanz vom 

23. Januar 2023 wird aufgehoben und die Sache wird an die Vorinstanz 

zurückgewiesen zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Departement des Innern EDI. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann 

 

  

B-1023/2023 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 20. Juni 2024 

 

  

B-1023/2023 

Seite 16 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular)  

– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde)  

– das Eidgenössische Departement des Innern EDI (Gerichtsurkunde)