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**Case Identifier:** 5ffafbb8-6c02-5e63-88a5-a13fe0b954a7
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 21.06.2024 VBE.2024.85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-85_2024-06-21.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2024.85 / KB / bs 
Art. 89 

 

Urteil vom 21. Juni 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Jacober  

Gerichtsschreiberin Biehler          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch MLaw Melissa Traber, Rechtsanwältin c/o CAP 

Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, Münchensteinerstrasse 127, 

Postfach, 4002 Basel  

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

vertreten durch lic. iur. Reto Bachmann, Rechtsanwalt, Schwanenplatz 4, 

6004 Luzern    

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1980 geborene Beschwerdeführer war als Bauarbeiter angestellt und 

in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen Un-

fallfolgen versichert. Am 13. Februar 2006 verletzte er sich bei einem Be-

rufsunfall an der rechten Schulter. Während seiner darauffolgenden Anstel-

lung als Mitarbeiter in der Baustoffindustrie kam es am 10. März 2017 zu 

einem Rückfall, woraufhin die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für 

die geltend gemachten Beschwerden anerkannte und hierfür vorüberge-

hende Leistungen ausrichtete. Daraufhin stellte die Beschwerdegegnerin 

die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. November 2022 ein und 

sprach dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. Januar 2023 ab 

1. Dezember 2022 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad 

von 20 % und eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse 

von 20 % zu. Mit Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2023 wies die 

Beschwerdegegnerin die dagegen erhobene Einsprache des Beschwerde-

führers ab. 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Februar 2024 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
22. Dezember 2023 aufzuheben. 

 2.  Es seien dem Beschwerdeführer – nach der Durchführung der erfor-
derlichen Abklärungen – die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 

 3. Es sei – nach der Durchführung der erforderlichen Abklärungen – eine 
Integritätsentschädigung von 25 % zuzusprechen. 

 4.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 27. Februar 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Höhe der dem Beschwer-

deführer mit Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2023 (Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 459) zugesprochenen Rente und Integritätsentschädi-

gung sowie der zur Festsetzung der Integritätsentschädigung massgebli-

che Höchstbetrag des versicherten Verdienstes. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit 

das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfäl-

len sowie Berufskrankheiten gewährt. Wird die versicherte Person infolge 

des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie nach Art. 18 Abs. 1 

UVG Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen 

des ordentlichen Rentenalters ereignet hat. 

 

2.1.2. 

Nach Art. 24 Abs. 1 UVG haben versicherte Personen, die durch einen Un-

fall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleiden, zudem Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung. Integritätsentschädigungen werden in Form einer 

Kapitalleistung gewährt, entsprechend der Schwere des Integritätsscha-

dens abgestuft und dürfen den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 

versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen (Art. 25 Abs. 1 UVG).  

 

2.2. 

2.2.1. 

Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der versicherten Person ist die 

Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-

sen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-

gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen).  

 

2.2.2. 

Die Schätzung des Integritätsschadens ist ebenfalls eine ärztliche Aufgabe 

(PHILIPP PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische Unfall-

folgen nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfall-

versicherung: Grundlagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 

53/2009 S. 344). Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich nach 

dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen (Urteil des Bundesgerichts 8C_478/2022 vom 30. Mai 2023 

E. 6.1 mit Hinweisen).  

 

2.3. 

2.3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

 - 4 - 

 

 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

2.3.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3a 

S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis 

der versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll ein Ver-

sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-

den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105; 142 

V 58 E. 5.1 S. 65; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 

 

3. 

3.1. 

Im angefochtenen Einspracheentscheid (VB 459) stützte sich die Be-

schwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den Be-

richt (samt Beurteilung des Integritätsschadens) ihres Versicherungsmedi-

ziners med. pract. B._____, Facharzt für Chirurgie, vom 10. August 2022 

(VB 376; 377), in welchem dieser die Diagnose eines chronischen 

Schmerzsyndroms und einer eingeschränkten Beweglichkeit der rechten 

Schulter bei einer schweren posttraumatischen Omarthrose rechts gestellt 

hatte (VB 376 S. 8). Aus chirurgischer Sicht sei von weiteren Behandlun-

gen keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes 

zu erwarten (vgl. VB 376 S. 9). Der Beschwerdeführer sei aufgrund der kli-

nischen und radiologischen Befunde in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

vollständig arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei er dagegen 

ganztägig arbeitsfähig. Dem Beschwerdeführer seien sehr leichte Tätigkei-

ten bis Schulterniveau und leichte Tätigkeiten bis Lendenniveau zumutbar. 

Nicht zumutbar seien hingegen Überkopfarbeiten, das Tragen und/oder Be-

wegen von schweren und sehr schweren Lasten mit Hubwagen ohne Ei-

genbetrieb sowie Tätigkeiten, die mit Schlägen und/oder Vibrationen für die 

rechte obere Extremität verbunden seien, und das Besteigen von Leitern 

sowie Gerüstarbeiten (VB 376 S. 10).  

 

 - 5 - 

 

 

3.2. 

Der Versicherungsmediziner med. pract. B._____ nahm zur Erstattung des 

Berichts vom 10. August 2022 (VB 376; 377) eine klinische Untersuchung 

des Beschwerdeführers vor. Ausserdem beurteilte er die medizinischen Zu-

sammenhänge sowie die medizinische Situation in Kenntnis der Vorakten, 

insbesondere der Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte samt 

bildgebenden Untersuchungen (VB 376 S. 1 ff.), und unter Berücksichti-

gung der geklagten Beschwerden (VB 376 S. 7) einleuchtend und gelangte 

zu einer nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung. Dem Bericht des 

Versicherungsmediziners med. pract. B._____ vom 10. August 2022 

kommt damit grundsätzlich Beweiswert im Sinne vorstehender Kriterien zu. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, in Bezug auf das für eine ange-

passte Tätigkeit definierte Zumutbarkeitsprofil seien auch die in den Berich-

ten des behandelnden Arztes Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädi-

sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 1. Feb-

ruar 2023 (VB 436) und 17. Mai 2023 (VB 445) genannten funktionellen 

Einschränkungen des rechten Armes bzw. der rechten Hand zu berück-

sichtigen, welche dazu führten, dass er faktisch einarmig sei. Zudem sei 

auch das im Austrittsbericht der Rehaklinik D._____ vom 16. November 

2017 (VB 62 S. 2 ff.) angegebene Zumutbarkeitsprofil zu berücksichtigen. 

Ausserdem ergäben sich aus dem Bericht der E._____ GmbH vom 3. No-

vember 2022 betreffend die Potenzialabklärung vom 17. bis 28. Oktober 

2022 (VB 412) und dem Bericht des Spitals F._____ vom 22. Dezember 

2023 betreffend das Arbeitstraining vom 27. Juni 2023 bis 31. Dezember 

2023 (Beschwerdebeilage [BB] 5) starke Einschränkungen der dominanten 

rechten Hand. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er habe sich stets 

konsistent hinsichtlich der Schmerzen geäussert und verhalten. Zudem 

seien die Beschwerden in der Schulter von diversen Ärzten immer gleich 

festgehalten worden. Als Ursache sei dabei eine starke Schädigung des 

Schultergelenks bzw. ein starker Knorpelschaden im Schultergelenk fest-

gestellt worden (vgl. Beschwerde S. 8). Ausserdem sei medizinisch eine 

Instabilität des Schultergelenks nachgewiesen. Dies sei auch der Grund für 

die Schulteroperation am 19. Juni 2020 (VB 203 S. 2 ff.) gewesen und das 

Vorgehen sei dabei vergleichbar mit einer Prothesenimplantation (vgl. Be-

schwerde S. 11). 

 

3.3.2. 

Zunächst ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass der Versiche-

rungsmediziner med. pract. B._____ die medizinischen Berichte zum Zu-

stand des rechten Schultergelenks des Beschwerdeführers und insbeson-

dere zum Knorpelschaden in dessen rechten Schultergelenk in seine 

Beurteilung der funktionellen Einschränkungen des rechten Armes und der 

daraus folgenden Arbeitsfähigkeitseinschätzung miteinbezog und sich 

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dabei auf die vorliegenden klinischen und radiologischen Befunde ab-

stützte (vgl. VB 376 S. 1 ff. und insbesondere VB 13 S. 2; 62 S. 3; 273). Im 

Bericht vom 10. August 2022 führte er sodann aus, dass der Beschwerde-

führer anlässlich der Untersuchung vom 10. August 2022 über starke Ru-

hebeschwerden der rechten Schulter und über eine deutliche Beschwerde-

zunahme unter Belastung der rechten Schulter geklagt habe. Klinisch habe 

sich eine schmerzbedingt eingeschränkte Beweglichkeit des rechten 

Schultergelenks und nur eine minimale Atrophie der rechtsseitigen Schul-

tergürtelmuskulatur und Armmuskulatur gezeigt. Die klinische Beurteilung 

der Rotatorenmanschette sei bei fehlender Compliance des Beschwerde-

führers nicht möglich gewesen. Es habe sich zudem eine leichte Kraftmin-

derung der rechten Hand und des rechten Unterarmes gezeigt. Eine Ein-

schränkung im Bereich beider Ellenbogen- und Handgelenke sowie 

funktionelle Einschränkungen der rechten Hand hätten nicht bestanden. Es 

hätten zudem keine Hinweise auf einen Infekt oder ein CRPS, eine Läsion 

der langen Bizepssehne, neurologische Defizite (nebst der berichteten 

Hypästhesie des gesamten rechten Armes und insbesondere des rechten 

Daumens) oder Durchblutungsstörungen bestanden. Weiter führte der Ver-

sicherungsmediziner med. pract. B._____ aus, dass er anlässlich der Un-

tersuchung Inkonsistenzen festgestellt habe. So wären bei einer Schonung 

des gesamten rechten Armes seit mehreren Jahren infolge der vom Be-

schwerdeführer geschilderten Schmerzen und der eingeschränkten Be-

weglichkeit deutliche muskulär atrophische Veränderungen der rechten 

Schultergürtel- und Armmuskulatur zu erwarten, welche sich aber anläss-

lich der Untersuchung nicht bestätigt hätten, da die muskulären Defizite 

höchstens als leicht zu bewerten seien. Die geklagten Beschwerden bzw. 

"sehr starken Schmerzen" seien unter Würdigung aller klinischen und radi-

ologischen Befunde medizinisch nur teilweise erklärbar und die Beschwer-

deintensität sei medizinisch nicht nachvollziehbar. Die Belastbarkeit des 

Beschwerdeführers habe er bei deutlicher Symptomausweitung und feh-

lender Compliance gestützt auf die objektivierbaren klinischen und radiolo-

gischen Befunde beurteilt (VB 376 S. 9 f.). In den weiteren medizinischen 

Berichten wurde ebenfalls wiederholt darauf hingewiesen, dass das Aus-

mass der angegebenen Beschwerden (fachärztlich-)medizinisch nicht (voll-

ständig) erklärbar sei (vgl. Berichte der Rehaklinik D._____ vom 16. No-

vember 2017 [VB 62 S. 4] und 23. Februar 2021 [VB 264 S. 2 ff., 5] sowie 

Berichte von Dr. med. G._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 

vom 13. Juni 2019 [VB 147 S. 2 f.]; med. pract. H._____, Fachärztin für 

Neurologie, vom 23. August 2021 [VB 297] und PD Dr. med. I._____, Fach-

arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-

rates, vom 26. August 2021 [VB 299 S. 2 f.]; vgl. auch der im IV-Verfahren 

eingeholte Bericht des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] 

Dr. med. J._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, vom 17. Januar 2022 [VB 367 S. 2 f.]). In die-

sem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass in Bezug auf Schmerzen 

mit den sich dabei naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die 

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subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung 

einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen; vielmehr muss im 

Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt 

werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich 

schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind (vgl. BGE 143 V 

124 E. 2.2.2 S. 126 f.; 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398). Die Beurteilung der funk-

tionellen Einschränkungen des rechten Armes und die daraus folgende Be-

urteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch den Versiche-

rungsmediziner med. pract. B._____ stützte sich somit zu Recht auf die 

vorliegenden objektiven medizinischen Befunde – und nicht auf das vom 

Beschwerdeführer beschriebene Ausmass der Schmerzen – und erweist 

sich unter Berücksichtigung der medizinischen Unterlagen als schlüssig 

und nachvollziehbar.  

 

3.3.3. 

Dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. C._____ vom 1. Februar 

2023 ist zu entnehmen, dass dieser dem Bericht des Versicherungs-

mediziners med. pract. B._____ vom 10. August 2022 (VB 376) im 

Wesentlichen zustimme. Er sei jedoch der Meinung, dass der rechte Arm 

nur bei angelegtem Oberarm für sehr leichte Tätigkeiten eingesetzt werden 

könne. Der rechte Arm könne allenfalls unterstützend gebraucht werden 

(VB 436 S. 1). In seinem Bericht vom 17. Mai 2023 führte Dr. med. C._____ 

daraufhin aus, dass dem Beschwerdeführer nur leichte bis sehr leichte 

Tätigkeiten zumutbar seien, bei denen der Oberarm am Körper anliegend 

sei und nicht abgespreizt bzw. nicht aussenrotiert werden müsse. Somit 

seien Tätigkeiten zwischen Lendenniveau und Schulterniveau nicht 

zumutbar. Der (rechte) Arm könne nur gelegentlich für unbelastete 

Tätigkeiten abgespreizt werden, nicht jedoch für längere Zeit in einer 

abgespreizten Position gehalten werden. Bei angelegtem Oberarm 

könnten Lasten bis maximal 1,5 kg getragen oder angehoben werden. 

Überkopftätigkeiten seien nicht nur zu vermeiden, sondern überhaupt nicht 

möglich. Aufgrund der Schmerzsituation sei auch die Konzentrations-

fähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt. Die letzte Konsultation sei 

am 30. November 2022 erfolgt (VB 445 S. 2). Im Bericht von Dr. med. 

C._____ vom 22. Dezember 2022 (VB 415 S. 2 f.) zu dieser letzten 

Untersuchung am 30. November 2022 ist zwar eine deutliche Ein-

schränkung der aktiven Schultergelenksbeweglichkeit (Abduktion [= 

Abspreizen] und Flexion jeweils 90°) mit Schmerzprovokation bei 

sämtlichen Funktionstests beschrieben. Der Befund zeigt jedoch geringere 

funktionelle Einschränkungen des rechten Armes als diejenigen, welche 

durch den Versicherungsmediziner med. pract. B._____ anlässlich der 

Untersuchung vom 10. August 2022 festgestellt worden waren (Abduktion 

60° und Anteversion [= Flexion] 60°; VB 376 S. 8). Ausserdem ist in Bezug 

auf die im Bericht von Dr. med. C._____ vom 17. Mai 2023 erwähnte 

Schmerzsituation darauf hinzuweisen, dass dieser die Schmerzen 

ebenfalls nicht hinreichend durch objektive Befunde erklären konnte (vgl. 

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insbesondere die Berichte von Dr. med. C._____ vor und nach der letzten 

Schulteroperation am 5. April 2022 vom 23. Februar 2022 [VB 339 S. 2 f.]; 

20. Mai 2022 [VB 356 S. 2 f.]; 22. Dezember 2022 [VB 415 S. 2 f.]; 

1. Februar 2023 [VB 436] und 17. Mai 2023 [VB 445 S. 2]; BGE 143 V 124 

E. 2.2.2 S. 126 f.; 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398). Damit vermag die 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. med. C._____ gemäss dessen 

Berichten vom 1. Februar 2023 (VB 436) und 17. Mai 2023 (VB 445 S. 2), 

welche unter Berücksichtigung der klinischen Befunde vom 30. November 

2022 als nicht nachvollziehbar erscheint, keine Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit des Berichts des Versicherungsmediziners 

med. pract. B._____ vom 10. August 2022 zu begründen. 

 

3.3.4. 

Der Versicherungsmediziner med. pract. B._____ berücksichtigte in 

seinem Bericht vom 10. August 2022 auch den Austrittsbericht der 

Rehaklinik D._____ vom 16. November 2017 (vgl. VB 62 S. 2 ff.; 376 S. 2), 

in welchem festgehalten ist, dass dem Beschwerdeführer ganztags leichte 

bis mittelschwere Arbeiten zumutbar seien, wobei Tätigkeiten mit dem 

rechten Arm länger dauernd über Brusthöhe nicht zumutbar seien. Denkbar 

seien leichtere Verweis-, Hilfs- oder Vorbereitungstätigkeiten (VB 62 

S. 2 f.). Damit wurde im Austrittsbericht der Rehaklinik D._____ vom 

16. November 2017 noch von geringeren funktionellen Einschränkungen 

ausgegangen als sie diese der Versicherungsmediziner med. pract. 

B._____ in seinem Bericht vom 10. August 2022 feststellte (nur noch sehr 

leichte Tätigkeiten bis Schulterniveau und leichte Tätigkeiten bis 

Lendenniveau zumutbar; VB 376). Zudem ist der Austrittsbericht der 

Rehaklinik D._____ vom 16. November 2017 in Bezug auf die medizinische 

Situation des Beschwerdeführers per 1. Dezember 2022 nicht mehr aktuell, 

da in den Jahren 2019–2022 weitere Schulteroperationen erfolgten (vgl. 

VB 162; 203 S. 2 ff.; 350 S. 2 ff.). Folglich lässt der Austrittsbericht der 

Rehaklinik D._____ vom 16. November 2017 keine Zweifel am Bericht des 

Versicherungsmediziners med. pract. B._____ vom 10. August 2022 

aufkommen. 

 

3.3.5. 

Schliesslich handelt es sich bei dem vom Beschwerdeführer angeführten 

Bericht der E._____ GmbH vom 3. November 2022 betreffend die 

Potenzialabklärung vom 17. bis 28. Oktober 2022 (VB 412) und dem 

Bericht des Spitals F._____ vom 22. Dezember 2023 betreffend das 

Arbeitstraining vom 27. Juni 2023 bis 31. Dezember 2023 (BB 5) nicht um 

medizinische Beurteilungen, weshalb diese keine Zweifel am Bericht des 

Versicherungsmediziners med. pract. B._____ vom 10. August 2022 zu 

erwecken vermögen. Im Übrigen stellte auch der Versicherungsmediziner 

med. pract. B._____ bei seiner Beurteilung eine leichte Kraftminderung der 

rechten Hand und des rechten Unterarmes fest, was jedoch nach seiner 

Einschätzung nicht zu weiteren, nicht im Zumutbarkeitsprofil 

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beschriebenen funktionellen Einschränkungen der rechten Hand führte 

(vgl. VB 376 S. 9 f.). Ausserdem ist den erwähnten Berichten betreffend die 

Potenzialabklärung und das Arbeitstraining auch zu entnehmen, dass dem 

Beschwerdeführer (sehr leichte) Tätigkeiten mit beiden Armen bzw. 

Händen durchaus möglich waren (vgl. VB 412 S. 3 f.; BB 5 S. 5). In Bezug 

auf die Angaben des Beschwerdeführers, dass seine Finger taub würden 

(vgl. Bericht vom 3. November 2022 betreffend die Potenzialabklärung vom 

17. bis 28. Oktober 2022; VB 412 S. 3 f.), ist darauf hinzuweisen, dass der 

Versicherungsmediziner med. pract. B._____ die vom Beschwerdeführer 

angegebene Hypästhesie des gesamten rechten Armes und insbesondere 

des rechten Daumens aufgrund der vorliegenden medizinischen 

Dokumentation für nicht erklärbar und nicht nachvollziehbar hielt (vgl. 

VB 376 S. 9). Darauf ist abzustellen, zumal auch die neurologische 

Untersuchung am 19. August 2021 keine entsprechenden neurologischen 

Befunde ergeben hatte (vgl. Bericht von med. pract. H._____ vom 

23. August 2021 [VB 297]). Auch die nachträglichen neurologischen 

Untersuchungen ergaben nichts anderes (vgl. VB 443 S. 2 f.; 447 S. 2 ff.).  

 

3.3.6. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers noch aus den medizinischen Unterlagen Hinweise, wel-

che auch nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit 

des Berichts des Versicherungsmediziners med. pract. B._____ vom 

10. August 2022 erwecken, weshalb darauf abgestellt werden kann (vgl. 

E. 2.3.2). Zusätzlich zu dem im Bericht vom 10. August 2022 formulierten 

Zumutbarkeitsprofil sind folglich keine weiteren funktionellen Einschrän-

kungen des rechten Armes bzw. der rechten Hand zu berücksichtigen (vgl. 

E. 3.1). Der medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund 

als vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen (vgl. Rechtsbe-

gehren Ziff. 2 und 3) in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist, da 

von diesen keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 

V 361 E. 6.5 S. 368 mit Hinweisen). 

 

4. 

Die Beschwerdegegnerin stellte die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 

30. November 2022 ein (VB 382), nachdem gemäss dem Bericht des Ver-

sicherungsmediziners med. pract. B._____ vom 10. August 2022 aus chi-

rurgischer Sicht von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam-

hafte Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr 

zu erwarten war (vgl. VB 376 S. 9). Im angefochtenen Einspracheentscheid 

sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer daraufhin auf-

grund der somatischen Unfallfolgen per 1. Dezember 2022 eine Invaliden-

rente und eine Integritätsentschädigung zu, ohne den Abschluss der Ein-

gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abzuwarten. Ei-

nen Leistungsanspruch aufgrund der mit den somatischen Befunden nicht 

erklärbaren Schmerzen verneinte sie hingegen mangels adäquater 

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Unfallkausalität (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 129 V 402 E. 2.2 S. 405 

und 125 V 456 E. 5a S. 461 f.; vgl. VB 459 S. 7 f.). Die Rechtmässigkeit 

des Fallabschlusses per 30. November 2022 sowie der Festsetzung des 

Beginns eines allfälligen Rentenanspruches aufgrund der (adäquat) unfall-

fallkausalen somatischen Beschwerden auf den 1. Dezember 2022 und die 

gleichzeitige Festsetzung der Integritätsentschädigung sind unumstritten 

und nach Lage der Akten sowie unter Berücksichtigung des Umstandes, 

dass die (teilweise nachträglich) veranlassten Eingliederungsmassnahmen 

(VB 396; 440; 448; 451; 460) nicht geeignet waren, den Invaliditätsgrad des 

Beschwerdeführers zu beeinflussen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_350/2018 vom 20. August 2018 E. 7; 8C_892/2015 vom 29. April 2016 

E. 4.1 mit Hinweisen), nicht zu beanstanden (vgl. Art. 19 Abs. 1 und Art. 24 

Abs. 2 UVG). Ebenfalls nach Lage der Akten zu Recht nicht beanstandet 

wurde, dass die Beschwerdegegnerin einen adäquaten Kausalzusammen-

hang zwischen dem Unfall und dem mit den objektivierbaren Befunden 

nicht zu erklärenden somatischen bzw. dem psychischen Gesundheits-

schaden verneinte (vgl. BGE 115 V 133 E. 6a S. 139).  

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdegegnerin ermittelte im angefochtenen Einspracheent-

scheid gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Be-

schwerdeführers für das Jahr 2022 und die durchschnittliche Bonuszahlung 

in den Jahren 2012–2016 (vgl. VB 414) ein Valideneinkommen von 

Fr. 74'140.00 (VB 459 S. 9). Das Invalideneinkommen legte sie gestützt auf 

das Kompetenzniveau 1 der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstruk-

turerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) des Jahres 2020 

(Total, Männer) sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

(-0,7 % [2021]; +1,1 % [2022]), der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits-

zeit von 41,7 Stunden und eines leidensbedingten Abzugs von 10 % auf 

Fr. 59'466.00 fest. Bei der daraus folgenden Erwerbseinbusse von 

Fr. 14'674.00 resultierte ein Invaliditätsgrad von gerundet 20 % (VB 459 

S. 10). 

 

5.2. 

Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass die funktionellen Defizite 

der dominanten rechten Hand zu berücksichtigen seien, weshalb ein 

leidensbedingter Abzug von mindestens 15 % vorzunehmen sei (vgl. 

Beschwerde S. 8 ff.). Da der Versicherungsmediziner med. pract. B._____ 

keine über das von ihm definierte Zumutbarkeitsprofil hinausgehenden 

funktionellen Einschränkungen des rechten Armes bzw. der rechten Hand 

und damit keine faktische bzw. funktionelle Einarmigkeit feststellen konnte 

(vgl. E. 3.3.6), ist – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 

(Beschwerde S. 8 ff.) – kein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn 

gerechtfertigt. In Bezug auf den von der Beschwerdegegnerin gewährten 

Abzug vom Tabellenlohn von 10 % aufgrund der leidensbedingten 

 - 11 - 

 

 

Einschränkungen des Beschwerdeführers besteht unter Berücksichtigung 

der bestehenden qualitativen gesundheitlichen Einschränkungen (E. 3.1) 

kein Anlass, in das Ermessen der Beschwerdegegnerin einzugreifen (vgl. 

BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182; 146 V 16 E. 4.1 S. 19 f.; 135 V 297 E. 5.2 

S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.; 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 

[insbesondere E. 5 S. 78 ff.]; Urteil des Bundesgerichts 8C_74/2022 vom 

22. September 2022 E. 4.4.2 mit Hinweisen). 

 

5.3. 

Die Berechnung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin 

ist im Übrigen unumstritten und nach Lage der Akten auch nicht zu bean-

standen. 

 

6. 

6.1. 

Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, es sei ihm aufgrund der 

– nebst der Schädigung des Schultergelenks – zusätzlich zu berücksichti-

genden Instabilität des Schultergelenks eine Integritätsentschädigung bei 

einer Integritätseinbusse von 25 % auszurichten. Ausserdem sei zur Fest-

legung der betraglichen Höhe der Integritätsentschädigung auf den zum 

Zeitpunkt des Rückfalls im Jahr 2017 geltenden Höchstbetrag des versi-

cherten Jahresverdienstes abzustellen (Beschwerde S. 10 f.). 

 

6.2. 

Der Versicherungsmediziner med. pract. B._____ bezifferte den Integritäts-

schaden in seinem Bericht vom 10. August 2022 aufgrund der fortgeschrit-

tenen bzw. schweren Omarthrose rechts bei Status nach den erfolgten 

Schulteroperationen in den Jahren 2008–2022 (zuletzt Entfernung der pro-

ximalen Schraube im Jahr 2022 nach offener Schulterstabilisierung rechts 

nach Latarjet mittels Coracoidtransfers bei einer Rezidiv-Instabilität der 

rechten Schulter im Jahr 2020; VB 377 S. 1) und gestützt auf die Suva-

Tabelle 5 ("Integritätsschaden bei Arthrosen"; Revision 2011) mit 20 % 

(VB 377 S. 1). Dabei stellte der Versicherungsmediziner zu Recht auf den 

unkorrigierten Zustand (ohne Berücksichtigung einer allfälligen zu einem 

späteren Zeitpunkt einzusetzenden Endoprothese im Schultergelenk) ab 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_525/2023 vom 8. März 2024 E. 6.3; 

8C_746/2022 vom 18. Oktober 2023 E. 4.3.2; je mit Hinweisen) und ge-

langte gestützt auf die Suva-Tabelle 5, gemäss welcher bei einer schweren 

Omarthrose (glenohumeral) mit einem 10–25%igen Integritätsschaden zu 

rechnen ist, zu einer nachvollziehbaren Einschätzung des Integritätsscha-

dens. In den Akten finden sich zudem keine anderslautenden medizini-

schen Beurteilungen. Auf den Bericht des Versicherungsmediziners 

med. pract. B._____ vom 10. August 2022 kann somit auch in Bezug auf 

die Festsetzung der Integritätsentschädigung abgestellt werden (vgl. 

E. 3.1, 3.2 und 3.3.6). Darauf hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang, 

dass der Integritätsschaden bei einer schweren Instabilität des 

 - 12 - 

 

 

Glenohumeralgelenks bzw. Schultergelenks gemäss der Suva-Tabelle 6 

("Integritätsschaden bei Gelenksinstabilitäten") 10 % beträgt und der Arth-

roseschaden somit eine höhere Schätzung aufweist. Da in der Regel bei 

gleichzeitiger Arthrose und Instabilität eines Gelenks keine Kumulation des 

Integritätsschadens erfolgt (vgl. Suva-Tabellen 5 und 6), rechtfertigt auch 

die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Schulterinstabilität keine höhere 

Integritätsentschädigung.  

 

6.3. 

Für die Bestimmung des zur Festsetzung der Integritätsentschädigung an-

wendbaren Höchstbetrags des versicherten Jahresverdienstes ist nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Unfallzeitpunkt auch massge-

bend, wenn der Anspruch erst bei Eintritt eines Rückfalls oder bei Spätfol-

gen (Art. 11 UVV) entsteht (vgl. Art. 25 Abs. 1 UVG; BGE 127 V 456 E. 4b 

S. 457 f.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 385/00, U 

388/00 vom 8. April 2002 E. 3b). Der Höchstbetrag des versicherten Jah-

resverdienstes am Unfalltag am 13. Februar 2006 belief sich auf 

Fr. 106'800.00 pro Jahr (Art. 22 Abs. 1 UVV in der bis 31. Dezember 2007 

geltenden Fassung).  

 

7. 

Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer zu Recht per 1. Dezember 2022 eine Invalidenrente ge-

stützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % sowie eine Integritätsentschädi-

gung bei einer Integritätseinbusse von 20 % und gestützt auf einen versi-

cherten Jahresverdienst von Fr. 106'800.00 zugesprochen hat. Der Ein-

spracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2023 er-

weist sich damit als rechtens. 

 

8. 

8.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

8.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

8.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 
  

 - 13 - 

 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 21. Juni 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Biehler