# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51497daf-54b0-5541-b7b0-deabf743cb30
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 02.05.2013 SB130053
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130053_2013-05-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130053-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

L. Chitvanni und Oberrichter lic. iur. C. Prinz sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. C. Baumgartner  

 

Urteil vom 2. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Nötigung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung -  
Einzelgericht, vom 4. Dezember 2012 (GG120234) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 26. September 

2012 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 14). 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 47) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.–, wovon 

bis und mit heute 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.  

4. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 50.–   Auslagen Untersuchung 

Fr.     amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung, der Verteidigung und des gerichtlichen Verfahrens werden 

dem Beschuldigten auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 67): 

1. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv Ziff. 1 des Urteils des 

Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 vom Tatvorwurf der Nötigung 

gemäss Art. 181 StGB freizusprechen; 

2. es sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des Urteils des Bezirksge-

richts Zürich vom 4. Dezember 2012 die Geldstrafe von 30 Tagessätzen bei 

einem Tagessatz von CHF 70.--, unter Gewährung des bedingten Strafvoll-

zuges, mit einer Probezeit von 2 Jahren, ersatzlos aufzuheben; 

3. eventualiter sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des Urteils  

des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 die Geldstrafe von  

30 Tagessätzen bei einem Tagessatz von CHF 70.00, auf eine Geldstrafe 

von höchstens 10 Tagessätzen bei einem Tagessatz von CHF 10.00, unter 

Gewährung des bedingten Strafvollzugs, herabzusetzen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8% MwSt zu Lasten des 

Staates. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich, Urk. 56) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c) Des Privatklägers B._____: 

 (schriftlich, sinngemäss, Urk. 57) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Umfang der Berufung 

1. Vorinstanzliches Urteil 

1.1. Mit Urteil vom 4. Dezember 2012 sprach das Bezirksgericht Zürich, 1. Abtei-

lung - Einzelgericht, den Beschuldigten der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB 

schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 70.--, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt; die Probezeit wurde  

dabei auf 2 Jahre festgesetzt (vgl. Urk. 47 S. 45, Dispositiv-Ziffer 1 - 3). Weiter 

verwies die Vorinstanz den Privatkläger mit seinem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses (vgl. Dispositiv-Ziffer 4), setzte die Kosten fest  

(Dispositiv-Ziffer 5) und auferlegte diese dem Beschuldigten (Dispositiv-Ziffer 6).  

1.2. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2012 liess der Beschuldigte dagegen Beru-

fung anmelden und um Zustellung des begründeten Urteils ersuchen (vgl. Urk. 

41). Am 21. Februar 2013 erstattete die erbetene Verteidigung die Berufungser-

klärung (vgl. Urk. 49). Darin stellte sie die folgenden Anträge: (vgl. Urk. 49 S. 2): 

1. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv Ziff. 1 des 
Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 vom 
Tatvorwurf der Nötigung gemäss Art. 181 StGB freizusprechen; 

2. es sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des Urteils  
des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 die Geldstrafe  
von 30 Tagessätzen bei einem Tagessatz von CHF 70.00, unter  
Gewährung des bedingten Strafvollzuges, ersatzlos aufzuheben; 

3. eventualiter sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des  
Urteils des Bezirksgericht Zürich vom 4. Dezember 2012 die 
Geldstrafe von 30 Tagessätzen bei einem Tagessatz von 
CHF 70.00, auf eine Geldstrafe von höchstens 10 Tagessätzen 
bei einem Tagessatz von CHF 10.00, unter Gewährung des  
bedingten Strafvollzuges, herabzusetzen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 4 [Zivilpunkt] und 5 [Kosten-

festsetzung] (Urk. 49 S. 2, Prot. II S. 5). 

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1.3. Mit Eingabe vom 4. März 2013 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf  

Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzliches Urteils 

(vgl. Urk. 56). Gleichzeitig erklärte sie, dass sie sich am weiteren Verfahren nicht 

aktiv beteiligen werde.  

1.4. Mit Schreiben vom 11. März 2013 teilte sodann der Privatkläger mit, der 

Entscheid der Vorinstanz vom 4. Dezember 2012 sei seines Erachtens korrekt 

(vgl. Urk. 57). Weiter erklärte er, er teile die Auffassung der Verteidigerin nicht, 

wonach seine Aussagen stärker gewichtet worden seien. Das Gericht habe  

vielmehr objektiv entschieden (vgl. Urk. 57). Damit stellte der Privatkläger  

sinngemäss einen Bestätigungsantrag.  

1.5. In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung vorgeladen, welche am 2. Mai 

2013 stattfand. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Gestützt auf die oben zitierte Berufungserklärung sind Dispositiv- Ziffer 4 

(Zivilpunkt) und Dispositiv- Ziffer 5 (Kostenfestsetzung) des vorinstanzlichen  

Urteils nicht angefochten und daher in Rechtskraft erwachsen, was festzustellen 

ist. Die übrigen Ziffern stehen zur Disposition und bilden daher Berufungs-

gegenstand. 

II. Beweisanträge 

1. Beweisanträge im Untersuchungsverfahren 

1.1. Die Verteidigung stellte im Untersuchungsverfahren Beweisanträge (vgl. 

Urk. 9/2), namentlich die Einvernahme oder Einholung eines schriftlichen Berichts 

von C._____ der D._____ und die Einvernahme einer vom Beschuldigten zu  

bezeichnenden Lehrperson zu den Vorkommnissen vom 31. Januar 2012, welche 

die Staatsanwaltschaft ablehnte (vgl. Urk. 9/3). 

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2. Beweisanträge im erstinstanzlichen Verfahren 

2.1. Im vorinstanzlichen Verfahren wiederholte die Verteidigung den Beweis-

antrag auf Einvernahme oder Einholung eines schriftlichen Berichts von C._____ 

der D._____ (vgl. Urk. 18). Der Privatkläger verlangte die Ablehnung dieses An-

trages und beantragte gleichzeitig die Einvernahme von Prof. E._____ und 

F._____ (vgl. Urk. 22). Die Vorinstanz lehnte in der Folge die Befragung von 

F._____ ab und liess die Beweisanträge betreffend Einholung schriftlicher Berich-

te von C._____ und von Prof. E._____ zu (vgl. Urk. 26), welche sie am 15. No-

vember 2012 auch anforderte (vgl. Urk. 29 und 30).  

2.2. Mit Eingabe vom 26. November 2012 liess die C1._____ Treuhand  

einen schriftlichen Bericht von C._____ einreichen (vgl. Urk. 31). Gleichzeitig 

wurden das Organisationsreglement des Verwaltungsrates der D._____ AG samt 

Anhang I (Verteilung der Aufgaben und Kompetenzen) sowie der Anstellungsver-

trag zwischen der D._____ AG und B1._____ (Ehefrau des Privatklägers) vom 

30. Januar 2012 eingereicht (vgl. Anhänge in Urk. 31). Der schriftliche Bericht von 

Prof. E._____ ging bei der Vorinstanz am 29. Januar 2013, mithin nach der am 4. 

Dezember 2012 erfolgten Urteilsfällung ein (vgl. Urk. 44).  

III. Sachverhalt 

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage 

1.1. Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, er habe durch  

seine am Abend des 31. Januar 2012 um ca. 20.00 Uhr getätigten Äusserung den 

Privatkläger B._____ in dermassen grosse Angst versetzt, dass dieser dem Willen 

des Beschuldigten gefolgt sei und die ihm von der D._____ angebotene Arbeits-

stelle nicht angetreten habe. Konkret habe der Beschuldigte dem Privatkläger in  

albanischer Sprache gesagt, falls dieser die Reinigung der D._____ übernehme,  

würde er sich nicht daran erfreuen und der Beschuldigte werde seine Familie  

verlieren. Diese Äusserung habe der Privatkläger als Ankündigung aufgefasst, der 

Beschuldigte werde ihn töten, wenn er die Reinigung der D._____ übernehme 

(vgl. Anklage Urk. 14). 

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1.2. Der Beschuldigte bestritt sowohl in der Untersuchung als auch vor Vor-

instanz den der Anklage zugrunde liegenden Sachverhalt (vgl. Urk. 5/1 A. 1 und 

3, Urk. 5/2 S. 2 und S. 4 ff., Urk. 5/3 S. 2 f., Urk. 33 S. 3 ff.).  

1.3. Anlässlich der Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte an seiner  

Bestreitung fest (vgl. Urk. 66 S. 5), womit der diesbezügliche Sachverhalt zu  

erstellen ist.  

2. Grundsätze der Beweiswürdigung, vorhandene Beweismittel und 
Verwertbarkeit 

2.1. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid die theoretischen Grundsätze der  

richterlichen Beweiswürdigung wiedergegeben, worauf vorab verwiesen werden 

kann und darauf hingewiesen, dass bei der Abwägung von Aussagen zwischen 

der Glaubwürdigkeit einer Person und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen zu  

unterscheiden ist (vgl. Urk. 47 S.19 und S. 21, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2.2. Die Anklägerin stützt den Anklagevorwurf im Wesentlichen auf die Aussagen 

des Privatklägers B._____ (vgl. Urk. 5/4 und 5/5) sowie auf diejenigen des Zeu-

gen G._____ (vgl. Urk. 5/7 und 5/8).  

2.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel korrekt aufgeführt und in 

ihrem Entscheid die Aussagen des Beschuldigten (vgl. Urk. 5/1, Urk. 5/2, Urk. 5/3 

und Urk. 33), des Privatklägers B._____ (vgl. Urk. 5/4 und Urk. 5/5), der Zeugen 

H._____ und G._____ (vgl. Urk. 5/6, 5/7 und 5/8) sowie den schriftlichen Bericht 

von C._____, der mit zwei Urkunden eingereicht wurde (vgl. Urk. 31), ausführlich 

wiedergegeben, so dass vorliegend zur Vermeidung von unnötigen Wiederholun-

gen darauf verwiesen werden kann (vgl. Urk. 47 S. 6 - 19, vgl. Art. 82 Abs. 4 

StPO). Sodann befinden sich in den Akten diverse Urkunden (vgl. Anhänge zu 

Urk. 5/5), so insbesondere der (nebst von C._____ auch) vom Privatkläger einge-

reichte Anstellungsvertrag zwischen der D._____ und der Ehefrau des Privatklä-

gers sowie die Kündigung des Vertrages seitens des Privatklägers und seiner 

Ehefrau gegenüber dem Beschuldigten (vgl. Anhänge zu Urk. 5/5). Weiter ging 

bei der Vorinstanz – allerdings nach ergangenem Urteil – auch der bei Prof. 

E._____ angeforderte schriftliche Bericht ein (vgl. Urk. 44). 

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2.4. Während die Einvernahmen in prozessualer Hinsicht allesamt korrekt  

erfolgten, ist im Folgenden die Frage nach der Verwertbarkeit der eingeholten 

schriftlichen Berichte (vgl. Urk. 31 und Urk. 44) zu erörtern. 

2.4.1. Nach Art. 145 StPO kann die Strafbehörde eine einzuvernehmende Person 

einladen, an Stelle einer Einvernahme oder zu ihrer Ergänzung einen schriftlichen 

Bericht abzugeben. Die Lehre ist dabei einhellig der Meinung, die im Zentrum  

jedes Strafverfahrens stehenden Einvernahmen der beschuldigten Person wie 

auch von Zeugen, sollten nicht zuletzt mit Rücksicht auf die einzuhaltenden Teil-

nahme- und Fragerechte nach Art. 147 StPO, grundsätzlich nicht durch solche 

Berichte ersetzt werden, weshalb die schriftlichen Einvernahmen nur sehr zurück-

haltend Anwendung finden und die Ausnahme bleiben sollten (vgl. hierzu Schmid, 

StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 145 N 1 und 2; vgl. auch 

Schmid, Handbuch StPO, Zürich/St. Gallen 2009, N 817; vgl. weiter Godenzi in 

Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessord-

nung [StPO], Zürich-Basel-Genf 2010, Art. 145 N 5 ff.; vgl. sodann BSK StPO - 

Häring, Basel 2011, Art. 145 N 6 ff.).  

Die Möglichkeit nämlich, schriftliche Berichte einzuholen, darf keine Einschrän-

kung der Parteirechte zur Folge haben, welcher Grundsatz sowohl gegenüber der 

Person, die schriftlich einvernommen wird, als auch gegenüber der beschuldigten 

Person oder einer anderen Partei, die vom Inhalt einer schriftlichen Einvernahme 

betroffen ist, wirkt (vgl. BSK StPO - Häring, Basel 2011, Art. 145 N 10 und 11). 

Freilich wird die Verwertungsproblematik durch das Einverständnis der Parteien 

mit dem Vorgehen nach Art. 145 StPO insofern entschärft, als dies als ein – auf 

den Berichtsinhalt beschränkter – Verzicht auf die Ausübung des Teilnahmerechts 

zu werten ist, womit ein Verwertungsverbot nach Art. 147 Abs. 4 dahinfällt  

(vgl. Godenzi in Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung [StPO], Zürich-Basel-Genf 2010, Art. 145 N 11 mit weiteren 

Hinweisen auf die Botschaft und weitere Literatur). Dennoch ist festzuhalten, dass 

der Beweiswert solcher Berichte beschränkt ist: Sie treten zwar, soweit ihr  

Wahrheitsgehalt nicht bestritten ist, an die Stelle einer Einvernahme. Sofern aber 

ein solcher Bericht, dessen Inhalt von einer Partei bestritten wird, beweismässig 

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bedeutsam ist, ist die betreffende Person zusätzlich einzuvernehmen (vgl. hierzu 

Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/ St. Gallen 2009, Art. 145 N 7). 

2.4.2. Für die im vorliegenden Verfahren eingeholten Berichte (Urk. 31 und 

Urk. 44) gilt demnach was folgt:  

2.4.3. Der von C._____ angeforderte schriftliche Bericht (vgl. Urk. 29) wurde mit 

Begleitschreiben der C1._____ Treuhand vom 26. November 2012 eingereicht 

und traf bei der Vorinstanz am 27. November 2012 ein (vgl. Beiblatt  

zu Urk. 31). Dem Bericht beigelegt wurden das Organisationsreglement des Ver-

waltungsrates der "D._____ AG" vom 21. November 2001 samt Anhang I zu die-

sem Reglement sowie der Anstellungsvertrag zwischen der "D._____ AG" und 

B1._____ vom 30. Januar 2012, welch letztere Urkunde bereits vom Privatkläger 

eingereicht wurde (vgl. Anhang zu Urk. 5/5). Dem Schreiben der Verteidigung 

vom 6. Dezember 2012 kann entnommen werden, dass dieser Bericht in der Fol-

ge sowohl dem Beschuldigten als auch der Verteidigung zugestellt wurde (vgl. 

Urk. 39), wozu sich die Verteidigung an der Hauptverhandlung auch äusserte. 

2.4.4. Der schriftliche Bericht von Prof. E._____ vom 24. Januar 2012 ging bei der 

Vorinstanz am 29. Januar 2012, mithin nach der erstinstanzlichen  

Urteilsfällung, ein (vgl. Urk. 44). Dieser wurde den Parteien mit Schreiben vom 

30. Januar 2013 zugestellt (vgl. Urk. 45). Die Verteidigung äusserte dazu an der 

Berufungsverhandlung, der Bericht sei erst nach der Urteilsfällung und damit zu 

spät eingereicht worden. Sie gehe deshalb davon aus, dass er nicht berücksich-

tigt werde. Im Übrigen werde bestritten, dass der Inhalt dieses Berichts der Wahr-

heit entspreche. Für den Fall, dass das Gericht beabsichtige den Bericht zu be-

rücksichtigen, so beantrage sie, das Verfahren an die Vorinstanz zurückzuweisen 

und sämtliche Parteien nochmals zu befragen (Urk. 67 S. 9). 

2.4.5. Nachdem der Bericht von Prof. E._____ erst nach der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung eingereicht wurde, die Verteidigung den Inhalt des  

Berichts als unzutreffend bezeichnete und verlangte, sämtliche Parteien seien  

dazu zu befragen, womit zum Vornherein kein Verzicht auf die Teilnahmerechte 

vorliegt, ist von der Verwertung des Berichts abzusehen. 

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3. Würdigung 

3.1. In ihrem Entscheid setzte sich die Vorinstanz vorerst mit der Glaubwürdig-

keit der einvernommenen Personen auseinander. 

3.1.1. Zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten strich die Vorinstanz die Interessen-

lage aufgrund seiner prozessualen Stellung hervor, welche nicht zuletzt aufgrund 

der Tatsache, dass er auch nicht zur Wahrheit verpflichtet ist, eine gewisse  

kritische Zurückhaltung bei der Würdigung dessen Aussagen nahelegt (vgl. 

Urk. 47 S. 19 f.).  

3.1.2. Zutreffend legte die Vorinstanz sodann dar, dass auch der Privatkläger  

– selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er als Auskunftsperson unter 

dem Hinweis auf die Strafbarkeit im Sinne der Art. 303, 304 und 305 StGB befragt 

wurde – als direkt Geschädigter des dem Beschuldigten vorgeworfenen Delikts, 

den Ereignissen nicht gänzlich neutral gegenüber steht. In diesem Zusammen-

hang wies die Vorinstanz zudem korrekt auf die Erklärung des Privatklägers hin, 

mit dem Beschuldigten verfeindet zu sein (vgl. Urk. 47 S. 20 unter Hinweis auf 

Urk. 5/5 S. 2) und auf die zwischen ihm und dem Beschuldigten langjährige ar-

beitsrechtliche Beziehung, welche unmittelbar vor dem zur Diskussion stehenden 

Vorfall beendet wurde und aus welcher der Privatkläger zivilrechtliche Ansprüche 

ableitet, womit er in diesem Verfahren durchaus auch wirtschaftliche Interessen 

verfolgt (vgl. Urk. 47 S. 20). 

3.1.3. Trotz Befragung als Zeugen, mithin unter der Wahrheitspflicht nach Art. 307 

StGB, ist mit der Vorinstanz weiter die familiäre und geschäftliche Beziehung von 

H._____ zum Beschuldigten nicht ausser Acht zu lassen, zumal es sich  

dabei um dessen Sohn handelt, der auch im Geschäft des Beschuldigten  

beschäftigt ist (vgl. Urk. 47 S. 20). 

3.1.4. Schliesslich ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass der unter Wahr-

heitspflicht als Zeuge einvernommene G._____ zwar weder zum Beschuldigten 

noch zum Privatkläger private Beziehungen pflegte, dass er indessen – nach sei-

ner Darstellung – in seiner damaligen Stellung bei der D._____ bezüglich der 

Schulreinigung sowohl geschäftliche Kontakte zum Beschuldigten als auch zum 

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Privatkläger als dessen damaliger Angestellter unterhielt, wobei er den Privatklä-

ger selbst als Arbeitnehmer der D._____ verpflichten wollte (vgl. Urk. 47 S. 21 un-

ter Hinweis auf Urk. 5/8 S. 2). Mit der Vorinstanz sind indessen keine Anhalts-

punkte auszumachen, welche auf eine weitergehende als nur geschäftliche oder 

gar freundschaftliche Beziehung zwischen dem Zeugen G._____ und dem  

Privatkläger hindeuteten oder aber auf eine Absprache dieses Zeugen mit dem 

Privatkläger, um dem Beschuldigten zu schaden bzw. ihn zu Unrecht zu belasten, 

wie dies der Beschuldigte und die Verteidigung unterstellen (vgl. Urk. 5/2 S. 5 und 

Urk. 35 S. 9). Entgegen der Verteidigung (vgl. Urk. 35 S. 9) ist ebenso wenig ein 

Eigeninteresse des Zeugen G._____ ersichtlich, den Beschuldigten zu Unrecht zu 

belasten. 

3.1.5. Die Vorinstanz hielt schliesslich zutreffend fest, dass das Interesse einer 

aussagenden Person am Prozessausgang oder die persönliche Bindung zu ande-

ren Prozessbeteiligten für sich allein indessen noch kein Grund bildeten, ihren 

Aussagen zu misstrauen und dass erst das Hinzutreten weiterer – in dieselbe 

Richtung weisender – Indizien begründeten Anlass gibt, Aussagen als unzuver-

lässig zu verwerfen. Denn bei der Würdigung der Aussagen ist in erster Linie nicht 

die prozessuale Stellung der Aussagenden bzw. ihre allgemeine Glaubwürdigkeit 

massgebend, sondern der materielle Gehalt, mithin die Glaubhaftigkeit ihrer  

Ausführungen (vgl. Urk. 47 S. 21 mit Hinweisen). 

3.2. Entsprechend setzte sich die Vorinstanz mit der Glaubhaftigkeit der Aus-

sagen der Einvernommenen auseinander. Vorweg ist diesbezüglich festzuhalten, 

dass die Vorinstanz in allen Teilen eine ausführliche und akkurate Beweiswürdi-

gung vornahm, auf welche grundsätzlich verwiesen werden kann (Urk. 47  

S. 21 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden Ausführungen knüpfen daher 

an die vorinstanzlichen Erwägungen an und werden der besseren Lesbarkeit  

wegen – abgesehen von einzelnen Ergänzungen und Präzisierungen – haupt-

sächlich wiederholt. 

3.2.1. Bezüglich der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten gelangte 

die Vorinstanz nach eingehender Analyse (vgl. Urk. 47 S. 21 ff.) zum folgenden 

Schluss: Zwar seien seine Aussagen zumindest bezüglich der äusseren Umstän-

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de der Vorgänge in der D._____ des 31. Januars 2012 glaubhaft. Indessen be-

stünden aufgrund der ausweichenden Antworten auf Fragen zu seiner Reaktion 

auf die Kündigungen durch die D._____ und durch den Privatkläger B._____ er-

hebliche Zweifel daran, ob der Beschuldigte wirklich gelassen damit umging oder 

ob ihn diese Kündigungen vielleicht doch intensiver belasteten als er dies geschil-

dert habe. Zudem weise das Beweisergebnis darauf hin, dass der Beschuldigte 

sich in einem emotionalen, und nicht wie er selbst geltend mache, in einem nüch-

ternen und sachlichen Zustande befunden habe (vgl. dazu Urk. 47 S. 23).  

Im Einzelnen ist zwar zutreffend, dass in den verschiedenen Einvernahmen des 

Beschuldigten zur Vorgeschichte und zum Ablauf des Geschehens am Abend des 

31. Januar 2012 keine wesentlichen Widersprüche erkennbar sind (so auch die 

Vorinstanz in Urk. 47 S. 21 f.). In Ergänzung zur Würdigung der Vorinstanz(vgl. 

Urk. 47 S. 21 ff.), fällt indessen vorerst auf, dass der Beschuldigte anlässlich der 

ersten polizeilichen Befragung sich äusserst negativ über den Privatkläger  

äusserte. So begnügte er sich nicht damit, den Nötigungsvorwurf pauschal zu  

bestreiten, sondern fügte noch an, er mache sein Leben "nicht für so einen Idioten 

kaputt" (vgl. Urk. 5/1 S. 3) und antwortete auf die Frage, wieso der Privatkläger so 

etwas sage, es fehle "ihm im Kopf", er sei "ein Dubbel" (a.a.O.), wobei er in  

Widerspruch dazu immerhin einräumte, es immer gut mit dem Privatkläger gehabt 

und früher nie mit ihm Streit gehabt zu haben (vgl. Urk. 5/2 S. 2 und Urk. 5/1 

S. 4). Nachdem er selber schilderte, nach der bereits Ende 2011 bzw. Anfang 

2012 erfolgten Kündigung seitens der D._____, jener Institution nach einem Ge-

spräch eine neue (billigere) Offerte für die Reinigung unterbreitet zu haben, was 

ihm indessen eine Absage eintrug (vgl. Urk. Urk. 5/1 S. 2 bzw. Urk. 5/2 S. 3), und 

er selbst anlässlich der Einvernahme vom 11. September 2012 eine Wiederertei-

lung des Reinigungsauftrages der D._____ an die A._____-Reinigung als möglich 

bzw. noch offen stehend bezeichnete (vgl. Urk. 5/3 S. 4), will die Vehemez, mit 

welcher er wiederholt betonte, er sei nicht auf den Reinigungsauftrag der D._____ 

angewiesen gewesen (vgl. Urk. 5/2 S. 3 und Urk. 5/3 S. 3), die Kündigung habe 

ihm nicht geschadet (vgl. Urk. 5/2 S. 3) nicht einleuchten. Denn die erwähnten 

Bemühungen und sein Engagement widerspiegeln sein grosses Interesse – wenn 

auch nicht einzig in wirtschaftlicher Hinsicht – um eine Fortsetzung jenes Reini-

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gungsauftrages. Dies offenbart auch die Tatsache, dass der Beschuldigte gleich 

nach Erhalt der Kündigung der Eheleute B._____ mit dem Privatkläger ein klären-

des Gespräch suchte. Dies alles lässt mit der Vorinstanz den Schluss zu, dass 

der Verlust des Reinigungsauftrages mit der D._____ dem Beschuldigten offen-

sichtlich nicht einfach – wie von diesem behauptet – gleichgültig war, weshalb 

seine anderslautenden Aussagen nicht überzeugen und daher als nicht glaubhaft 

erscheinen.  

Wenn die Vorinstanz die Darstellung des Beschuldigten zum Inhalt seiner Äusse-

rung gegenüber dem Privatkläger damit festhielt, er habe jenem nur gesagt, dass 

er gerichtlich gegen ihn vorgehen wolle (vgl. Urk. 47 S. 22), so ist präzisierend 

anzumerken, dass er in der ersten Einvernahme lediglich äusserte, dem Privat-

kläger gesagt zu haben, dass er "das" (d.h. die Arbeit bei der D._____ selber wei-

ter machen) nicht tun dürfe, "dies sei so im Gesetz" (vgl. Urk. 5/2 S. 2). Erst in der 

zweiten Einvernahme, mithin über sechs Monate später, behauptete er, dem  

Privatkläger gesagt zu haben, er werde einen Anwalt beiziehen, er würde nicht 

diskutieren (vgl. Urk. 5/2 S. 2) bzw. er (der Privatkläger) habe nicht gesetzlich  

gehandelt, er würde "vor Gericht gehen und fertig" (vgl. Urk. 5/2 S. 4). Immerhin 

deuten diese selber zugestandenen Äusserungen des Beschuldigten dem Privat-

kläger gegenüber klar darauf hin, dass er ihm Konsequenzen für den Fall der 

Übernahme des Reinigungsauftrages in Aussicht stellte (so auch Vorinstanz, vgl. 

Urk. 47 S. 23).  

Bei der geschilderten Ausgangslage werfen auch die Aussagen des Beschuldig-

ten zu seinem Gemütszustand an jenem Tag Fragen auf. Bereits die Vorinstanz 

wies auf seine Reaktionen zu den Fragen zu seinem Gemütszustand vor und 

während des Gesprächs mit dem Privatkläger hin (vgl. Urk. 47 S. 22). Wenn  

nämlich der Beschuldigte solche Fragen mit Fragen beantwortete und auch auf 

konkrete Fragen auszuweichen versuchte, so deutet dies klar auf eine Flucht-

tendenz hin, was ein Lügensignal ist. Weiter ist ausgehend davon, dass der  

Beschuldigte an jenem Tag vom Privatkläger erfuhr, dass jener die Arbeit bei der 

D._____ übernehmen wollte, was der Beschuldigte als unzulässig erachtete und 

weswegen er dem Privatkläger Konsequenzen in Aussicht stellte, doch sehr un-

-   14   - 

wahrscheinlich und damit unglaubhaft, dass der Beschuldigte dabei „ganz ruhig“ 

geblieben sein soll (vgl. Urk. 33 S. 4). Dies umso mehr, als der Beschuldigte in 

der Einvernahme an der Berufungsverhandlung ausführte, es sei noch nie vorge-

kommen, dass er von einem Mitarbeiter konkurrenziert worden sei. Er habe sich 

hintergangen gefühlt (Urk. 66 S. 7). Mitunter hat es sich entgegen den Angaben 

des Beschuldigten nicht um eine übliche Kündigungssituation gehandelt (Urk. 5/2, 

Urk. 66 S. 5, Urk. 67 S. 6). 

Aber auch seine Reaktion auf Vorhalt des Schreibens von G._____ (vgl. Urk. 5/7) 

irritiert. Denn der Beschuldigte lehnte es ab, dass ihm das erwähnte Schreiben – 

obwohl dies auf Anregung seines Verteidigers geschah – weiter übersetzt wird mit 

der Begründung, das stimme "alles nicht", die "beiden" (gemeint G._____ und der 

Privatkläger) seien "Kollegen", er wisse "schon Bescheid" (vgl. Urk. 5/2 S. 5), 

womit er das Schreiben ohne vollständige Kenntnis dessen Inhalts pauschal als 

unzutreffend bezeichnete und nicht weiter darauf eingehen wollte Das Vorbringen 

der Verteidigung, dem Beschuldigten sei aufgrund seiner Unschuld nichts ande-

res übrig geblieben, als den gegen ihn erhobenen Vorwurf pauschal zu bestreiten, 

trifft damit nicht zu. Die diesbezügliche Kritik der Verteidigung am vorinstanzlichen 

Urteil ist somit unbegründet (vgl. Urk. 67 S. 6). 

3.2.2. Die Vorinstanz setzte sich sodann mit den Aussagen des Privatklägers ein-

gehend auseinander, worauf vorweg verwiesen werden kann (vgl. Urk. 47 S. 23 ff. 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Sie hielt korrekt fest, er habe die Vorkommnisse in der 

D._____ an jenem 31. Januar 2012 sehr detailliert geschildert, dabei sowohl An-

gaben zu den jeweils beteiligten Personen, der Dauer und der Lautstärke des Ge-

sprächs und zu den Äusserungen aller Beteiligten gemacht. Zu Recht hielt die Vo-

rinstanz sodann fest, der Würdigung der Aussagen des Privatklägers zu dem, was 

der Beschuldigte ihm konkret gesagt haben soll, käme besondere Bedeutung zu, 

was eine genaue Analyse erfordere.  

Mit der Vorinstanz fielen die Aussagen des Privatklägers zum Kerngeschehen 

bzw. zu den vom Beschuldigten gemachten Drohungen spontan und im Wesentli-

chen widerspruchsfrei aus. Insbesondere die Kerndrohung des Beschuldigten, 

wonach dieser dem Privatkläger wiederholt sagte (vgl. dazu die im vorinstanzli-

-   15   - 

chen Urteil wiedergegebene Darstellung der einzelnen Aussagen, vgl. Urk. 47 

S. 24 ff.), dass er den Vertrag nicht annehmen dürfe, da er sonst das Leben nicht 

geniessen könne, womit der Beschuldigte gemeint habe, ihn umzubringen, und 

der Beschuldigte seine Familie verlieren würde, wenn er ins Gefängnis gehen 

würde, wurde vom Privatkläger in beiden Einvernahmen gleich geschildert. Es ist 

zwar zutreffend, dass der Privatkläger im Gegensatz zur ersten, in der zweiten 

Einvernahme die chronologische Reihenfolge der Geschehnisse etwas sprunghaft 

schilderte. Indessen blieben seine Aussagen, die er im Übrigen was die zeitliche 

Abfolge betrifft, von sich aus korrigierte (vgl. Urk. 5/5 S. 4), inhaltlich konstant. So 

fasste bereits die Vorinstanz korrekt zusammen, die Kerndrohung des Beschul-

digten, der Privatkläger dürfe den Vertrag nicht annehmen, da er sonst das Leben 

nicht geniessen könne und er (der Beschuldigte) seine Familie verlieren würde, 

sei vom Privatkläger in beiden Einvernahmen zeitlich in der Cafeteria geortet  

worden (vgl. Urk. 47 S. 25). In beiden Einvernahmen schilderte der Privatkläger 

sodann, der Beschuldigte habe ihn erneut ermahnt, die Stelle nicht anzunehmen, 

als dieser aus dem Gebäude gewiesen wurde (vgl. Urk. 5/4 S. 2 f. und Urk. 5/5 

S. 4 und S. 10). Zu Recht wies die Vorinstanz im Übrigen unter Hinweis auf  

Bender/Nack/Treuer (Tatsachenfeststellung vor Gericht, 3. Auflage, München 

2007, S. 90) darauf hin, der Umstand, dass eine Aussage impulsiv und weniger 

chronologisch gemacht werde, inhaltlich aber konstant bleibe, spreche eher für 

eine realitätsbezogene und glaubhafte Aussage des Privatklägers.  

Die Vorinstanz setzte sich sodann minutiös mit den Aussagen des Privatklägers 

hinsichtlich der vom Beschuldigten ihm gegenüber ausgesprochenen Drohung 

auseinander und schloss daraus, die Individualität dieser Aussage spreche als 

weiteres Realitätskriterium für deren Glaubhaftigkeit (vgl. Urk. 47 S. 26 f.). Sie  

erwog in diesem Zusammenhang, der Privatkläger habe sich nicht nur mit der 

Aussage begnügt, der Beschuldigte habe ihm gedroht, ihn umzubringen, sondern 

habe versucht, möglichst präzise darzulegen, was der Beschuldigte ihm gesagt 

habe. In der Tat wies der Privatkläger selber darauf hin, dass er die in albanischer 

Sprache erfolgte Aussage des Beschuldigten nicht korrekt auf Deutsch über-

setzen könne (vgl. Urk. 5/4 S. 2), womit sich auch die geringfügigen Nuancen im 

wiedergegebenen Wortlaut plausibel erklären lassen. Der Privatkläger hatte noch 

-   16   - 

während des Streitgesprächs mit dem Beschuldigten sodann dessen Äusserung 

auch gegenüber dem Zeugen G._____ gleichlautend übersetzt, insbesondere 

schon damals darauf hingewiesen, dass es sich um eine Todesdrohung gehan-

delt habe, welche man auf Albanisch „verblümt“ sage (vgl. Urk. 5/8 S. 8). In die-

sem Zusammenhang ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass eher unwahrschein-

lich ist, sich in so kurzer Zeit, also noch unmittelbar während des Streitgesprächs 

mit dem Beschuldigten, diese Art von Drohung auszudenken. Ebenso wenig 

wahrscheinlich ist, dass der Privatkläger eine solche Drohung als reines  

Fantasieprodukt und als unmittelbare Reaktion auf die – bestrittenen (vgl. Urk. 5/5 

S. 9) – vom Beschuldigten jedoch behaupteten angedrohten gerichtlichen Konse-

quenzen – präsentiert hätte.  

Mit der Vorinstanz und entgegen den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 66  

S. 2 f.), sprechen diese doch sehr spezifische Drohung und die Tatsache, dass 

der Privatkläger dem anwesenden Zeugen G._____ die Drohung unmittelbar 

übersetzte, für eine glaubhafte Aussage des Privatklägers. Ebenso zutreffend ist, 

dass er die Ereignisse des 31. Januars 2012 sowie die Vorgeschichte grundsätz-

lich detailliert und meist von sich aus wiedergegeben hat, was alles den Schluss 

zulässt, die Aussagen des Privatklägers seien wahrheitsgetreu erfolgt.  

Der Privatkläger gab in seiner zweiten Einvernahme zwar an, mit dem Beschul-

digten nunmehr verfeindet zu sein (vgl. Urk. 5/5 S. 2). Es fällt indessen auf, dass 

er ansonsten weder in der ersten, noch in der zweiten Einvernahme sich negativ 

über den Beschuldigten äusserte. So schilderte er, er habe nie Streit gehabt mit 

dem Beschuldigten, sie hätten es immer super (vgl. Urk. 5/4 S. 3), bzw. sie hätten 

bis zu jenem Zeitpunkt ein sehr gutes Verhältnis und keine Probleme miteinander 

gehabt (vgl. Urk. 5/5 S. 5). Dazu kommt, dass der Privatkläger anlässlich seiner 

Einvernahmen Unsicherheiten offen einräumte und vermeintliche Diskrepanzen in 

den Aussagen erklären konnte (vgl. Urk. 5/5 S. 8 f. bezüglich der Frage, weshalb 

G._____ dazu stiess, vgl. Urk. 5/5 S. 9 und 11 bezüglich der Telefongespräche 

nach dem Vorfall, vgl. dazu auch Urk. 36/5), was alles die Behauptung der Vertei-

digung, der Privatkläger habe dem Beschuldigten mit der Anzeige schaden wollen 

(vgl. Urk. 35 S. 3) als unverständlich erscheinen lässt. Nach wie vor nicht  

-   17   - 

nachvollziehbar ist sodann diese Haltung der Verteidigung auch deshalb, weil 

nicht ersichtlich ist, inwiefern eine aus der Luft gegriffene Anzeige gegen den  

Beschuldigten die Stellung des Privatklägers in einem allfälligen Zivilverfahren 

wegen Verletzung der Treuepflicht verbessert hätte, denn dazu hätte gehört,  

dass er die Reinigungsarbeiten auch tatsächlich zur selbständigen Erledigung  

übernimmt, was er unbestrittenermassen nicht tat.  

3.2.3. Was die Aussagen des Zeugen G._____ betrifft, so hielt die Vorinstanz fest, 

er habe sowohl in seinem Schreiben vom 8. Juli 2012 als auch anlässlich seiner 

Zeugeneinvernahme erwähnt, dass der Privatkläger gezittert habe und sichtlich 

geschockt gewesen sei, als er in die Cafeteria gekommen sei und dass der Pri-

vatkläger gezittert habe und bleich gewesen sei, als der Beschuldigte, der sehr er-

regt gewesen sei und den Privatkläger angeschrien habe, gegangen sei (vgl.  

Urk. 47 S. 27 f. unter Hinweis auf Urk. 5/7 und 5/8 S. 5).  

Die Vorinstanz wies im Zusammenhang mit den Aussagen von G._____ auf  

einige Unstimmigkeiten hin (so zum Standort des Sohnes des Beschuldigten in 

der Cafeteria und zur Frage, welcher Sohn des Beschuldigten an jenem Tag  

anwesend war, vgl. Urk. 47 S. 28), die indessen nicht das eigentliche Kern-

geschehen, nämlich die Drohungen selber betreffen. Denn der Zeuge G._____ 

erwähnte bereits in seinem Schreiben vom 8. Juli 2012 (vgl. Urk. 5/7), der  

Beschuldigte habe gegenüber dem Privatkläger an jenem Abend mehrmals die 

hier zur Diskussion stehende Drohung geäussert, nämlich dass es sich bei derje-

nigen, die er beim Hinausgehen aussprach, „offenbar“ um eine „weitere“ Drohung 

handelte (vgl. Klammerbemerkung in Urk. 5/7). Damit ist aber entgegen der  

Vorinstanz keine Unstimmigkeit darin zu sehen, dass er erst als Zeuge auch die 

Drohung erwähnte, die in der Cafeteria fiel (vgl. Urk. 47 S. 28 unter Hinweis auf 

Urk. 5/8 S. 5). Keinesfalls sind, wie die Verteidigung ausführte, zahlreiche und er-

hebliche Widersprüche in den Aussagen des Zeugen zu erkennen (Urk. 67 S. 5). 

Damit steht aber fest, dass der Zeuge G._____ die Drohungen des Beschuldigten 

in Übereinstimmung mit der Darstellung des Privatklägers schilderte. Zwar war 

der Zeuge G._____ aus sprachlichen Gründen nicht in der Lage, den Wortlaut der 

in albanischer Sprache geäusserten Drohungen zu verstehen, weshalb er sich 

-   18   - 

diesbezüglich auf die ihm vom Privatkläger gelieferte Übersetzung verlassen 

musste. Indessen ist auch hier festzuhalten, dass der Privatkläger die Überset-

zung der Drohungen unmittelbar nachdem sie erfolgten, lieferte. Berücksichtigt 

man zudem die schon oben dargelegte Individualität der Drohung („verblümte“ 

Todesdrohung vgl. Urk. 5/8 S. 8), so lässt dies in Verbindung mit der Schilderung 

des Zeugen G._____, der Privatkläger sei dabei erbleicht, den Schluss zu, diese 

habe den Inhalt, den der Privatkläger ihr gab, gehabt. Damit stimmt die Schilde-

rung des Zeugen G._____ auch zum Wortlaut der Drohungen mit derjenigen des 

Privatklägers überein, war für die Glaubhaftigkeit der Aussagen dieses  

Zeugen spricht (vgl. auch Vorinstanz in Urk. 47 S. 28 f.). Schliesslich spricht für 

die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen G._____, dass er aufgrund der 

damaligen Situation sich veranlasst sah, die sofortige Wegweisung des Beschul-

digten und seines Sohnes anzuordnen, den Beschuldigten mit einem schriftlichen 

Hausverbot zu belegen und den Reinigungsauftrag fristlos aufzulösen (vgl.  

Anhang zu Urk. 5/5, Schreiben an den Beschuldigten vom 1. Februar 2012).  

3.2.4. Demgegenüber verneinte der Zeuge H._____, der Sohn des Beschuldigten, 

dass der Beschuldigte an jenem Abend die ihm vorgeworfenen Drohungen ge-

genüber dem Privatkläger geäussert haben soll (vgl. Urk. 5/6 S. 4). Auffällig ist, 

dass er aussagte, der Privatkläger habe an jenem Abend erklärt, er habe bereits 

anfangs Dezember 2011 den Reinigungsauftrag der D._____ unterschrieben, zu  

einem Zeitpunkt also, als die D._____ die Kündigung gegenüber der A._____ 

Reinigungen gar noch nicht ausgesprochen hatte. Berücksichtigt man die Tatsa-

che, dass der Reinigungsauftrag der D._____ mit der Ehefrau des Privatklägers 

das Datum vom 30. Januar 2012 trägt (vgl. Anhang 1 zu Urk. 5/5) und dass die 

D._____ selbst nach Darstellung des Beschuldigten noch im Januar 2012 eine 

neue Offerte bei ihm einholte (vgl. Urk. 5/1 S. 2), so kann die vom Zeugen 

H._____ behauptete Äusserung des Privatklägers nicht zutreffen. Wie beim Be-

schuldigten, so erstaunt auch bei diesem Zeugen die Darstellung, das Gespräch 

sei an jenem Abend in normalem Tonfall erfolgt (vgl. Urk. 5/6 S. 5), bestätigte 

doch auch H._____, dass der Beschuldigte dem Privatkläger Vorwürfe bezüglich 

der Übernahme des Reinigungsauftrages machte und ihm deswegen auch Kon-

sequenzen androhte (vgl. Urk. 5/6 S. 3 und 4). Insgesamt entsteht also bei der 

-   19   - 

Würdigung der Aussagen von H._____ der Eindruck, dass er, aus welchem 

Grund auch immer, um die Schilderung eines normalen Gespräches bemüht war, 

obwohl die Situation derart eskalierte, dass er zusammen mit dem Beschuldigten 

zum Verlassen der Lokalitäten aufgefordert wurde, beide sofort mit einem schrift-

lich ausformulierten Hausverbot belegt wurden und dies zur fristlosen Auflösung  

des noch laufenden Reinigungsvertrages Anlass gab (vgl. Anhang zu Urk. 5/5, 

Schreiben vom 1. Februar 2012).  

4. Zusammenfassung 

4.1. Die Vorinstanz hielt hinsichtlich der Vorgeschichte zutreffend fest, aus den 

Befragungen aller Beteiligten gehe übereinstimmend hervor, dass zunächst die 

D._____ den Auftrag an die A._____ Reinigungen kündigte und anschliessend 

auch der Privatkläger und seine Ehefrau ihr Arbeitsverhältnis bei der Firma des 

Beschuldigten kündigten. Unbestritten sei sodann, dass der Beschuldigte seinen 

Besuch bei der D._____ am Abend des 31. Januar 2012 vorgängig telefonisch 

beim Privatkläger ankündigte (vgl. Urk. 47 S. 30). 

4.2. Zur Beurteilung der Äusserungen des Beschuldigten bei der D._____ am 31. 

Januar 2012 könne angesichts der Tatsache, dass sie in albanischer Sprache  

erfolgten, – so die Vorinstanz zutreffend weiter – lediglich auf die Aussagen des 

Beschuldigten und seines Sohnes H._____ sowie auf diejenigen des Privatklä-

gers abgestellt werden (vgl. Urk. 47 S. 30). Gestützt auf die glaubhaften Aussa-

gen des Privatklägers ist dabei als erstellt zu betrachten, dass der Beschuldigte 

dem Privatkläger entsprechend dem Anklagevorwurf drohte, dass er (der  

Privatkläger) sich nicht an seiner neuen Stelle erfreuen könne und dass der Be-

schuldigte seine Familie verlieren werde, welche Drohung der Beschuldigte in der 

Cafeteria wiederholt aussprach und worauf er später den Privatkläger am Aus-

gang der Liegenschaft erneut darauf hinwies. In diesem Zusammenhang wieder-

holte die Vorinstanz die Kriterien, welche im Rahmen der Würdigung zu diesem 

Schluss führten (Konstanz in den Aussagen des Privatklägers, Individualität der 

Äusserung, welche in Erinnerung haften bleibt und in diesem Zusammenhang 

fehlende Gründe für die Annahme einer Erfindung des Privatklägers), welche 

Ausführungen überzeugen und damit zu übernehmen sind (vgl. Urk. 47 S. 30). 

-   20   - 

4.3. Es wurde bereits oben erwähnt, dass die Darstellung des Beschuldigten 

(und seines Sohnes) hinsichtlich seines Gemütszustandes während des  

Gesprächs, mit welcher er namentlich glauben machen wollte, dabei ganz ruhig 

gewesen zu sein, klar in Widerspruch sowohl zu seiner an den Tag gelegten  

Vehemenz, mit welcher er den Reinigungsvertrag mit der D._____ par tout nicht  

verlustig gehen wollte, steht, als auch damit, dass er dem Privatkläger für den Fall 

der Übernahme des Reinigungsauftrages selbst nach seiner Darstellung mit Kon-

sequenzen drohte. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang unter Berück-

sichtigung der Aussagen der weiteren Beteiligten, vorab derjenigen des Privatklä-

gers und des Zeugen G._____, über Seiten im Einzelnen geschildert, weswegen 

die Darstellung des Beschuldigten betreffend seines Gemütszustandes als 

Schutzbehauptung erscheint. Auf die vorinstanzlichen Ausführungen, welche alle-

samt überzeugen und denen nichts mehr beizufügen ist, kann an dieser Stelle 

vollumfänglich verwiesen werden (vgl. Urk. 47 S. 31 - 34, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

4.4. Weiter hielt die Vorinstanz zu Recht fest, die verschiedenen Reaktionen des 

Privatklägers liessen gewisse Aufschlüsse auf die Geschehnisse zu. Die körperli-

che Reaktion des Privatklägers, der nach der Schilderung des Zeugen G._____ 

sichtlich geschockt bzw. bleich gewesen sei und gezittert habe, als er (G._____) 

in die Cafeteria kam (vgl. Urk. 5/7 und 5/8), deutet mit der Vorinstanz vorerst  

zumindest darauf hin, dass der Privatkläger an jenem Abend sehr aufgewühlt war 

(vgl. auch Vorinstanz Urk. 47 S. 34). Damit lässt die körperliche Reaktion des  

Privatklägers die Darstellung der Verteidigung, der Beschuldigte habe lediglich in 

sachlicher Art und Weise seinen Unmut über das Verhalten des Privatklägers 

kundgetan, als unrealistisch erscheinen (Urk. 67 S. 4). Weiter kann die Tatsache, 

dass der Privatkläger sofort Anzeige erstatten wollte und dies auch tat, wobei er 

durch den Zeugen G._____ zur Polizei begleitet wurde (vgl. Urk. 1 S. 5 und 

Urk. 5/4 S. 1 sowie Urk. 5/5 S. 10), als Indiz dafür gewertet werden, dass es  

tatsächlich zu einer Drohung kam, zumal die Erfindung einer Drohung und die  

Erstattung einer (falschen) Anzeige bei der Polizei den Privatkläger – wie schon 

oben dargetan – nicht vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung, wie ihm diese 

der Beschuldigte in Aussicht gestellt haben will, geschützt hätte (vgl. auch  

Vorinstanz Urk. 47 S. 34). Die Vorinstanz führte in diesem Zusammenhang weiter 

-   21   - 

die Tatsache ins Feld, dass der Privatkläger gleichzeitig ausdrücklich auf eine  

Anzeige gegenüber dem Sohn des Beschuldigten verzichtete, welche Differenzie-

rung wiederum darauf hindeutet, dass sich der Privatkläger die Drohungen nicht 

einfach ausgedacht hat. Ferner wies sie auf den Umstand hin, dass der Privatklä-

ger in den Einvernahmen darauf verzichtete, das Verhältnis zum Beschuldigten 

vor diesem Ereignis als schlecht darzustellen (vgl. Urk. 47 S. 34 f., vgl. auch oben 

Ziff. 3.2.2.), was alles ebenso wenig die Annahme zulässt, die vom Privatkläger 

geschilderten Drohungen seien ein Fantasieprodukt. Zu guter Letzt spricht auch 

die Tatsache, dass der Privatkläger und seine Ehefrau trotz unterschriebenem 

Vertrag die Reinigungsarbeiten in den Räumlichkeiten der D._____ nicht aufnah-

men (vgl. Urk. 5/4 S. 3 und 4 sowie Urk. 5/5 S. 5, vgl. auch Urk. 5/8 S. 7) dafür, 

dass beide aufgrund der vom Beschuldigten gemachten Aussagen ersthafte 

Nachteile daraus befürchteten (so auch Vorinstanz, Urk. 47 S. 35).  

4.5. Unbestritten ist, dass der Privatkläger den Beschuldigten nach dem Treffen 

in der D._____ am Abend des 31. Januar 2012 noch anrief (vgl. Urk. 36/5). In die-

sem Zusammenhang erwog die Vorinstanz unter Hinweis auf die zum Inhalt des  

Gesprächs divergierenden Aussagen, wichtig sei vorab, dass der Privatkläger den 

Beschuldigten darüber habe informieren wollen, dass er zur Polizei gehe oder  

gegangen sei und weniger, was genau gesagt worden sei (vgl. Urk. 47 S. 36 mit 

Hinweisen). Denn so wie die Verteidigung den Anruf dahingehend werte, dass der 

Privatkläger keine grosse Angst vor dem Beschuldigten gehabt habe, könne  

dieser Anruf auch im Einklang mit den Aussagen des Beschuldigten damit  

begründet werden, dass der Privatkläger Angst hatte, dass der Beschuldigte  

seine Drohung wahr machen könnte und ihn deshalb informieren wollte, dass die 

Polizei Kenntnis von der Drohung habe (vgl. dazu Urk. 5/5 S. 9), womit diesem 

Umstand keine allzu grosse Relevanz zukommt.  

4.6. Zusammenfassend gelangte die Vorinstanz in nochmaliger Wiederholung 

der Kernpunkte ihrer sorgfältigen Beweiswürdigung, auf welche abermals verwie-

sen werden kann, korrekt zum Schluss, dass der Sachverhalt gemäss Anklage-

schrift rechtsgenügend erstellt und damit der rechtlichen Würdigung zugrunde zu 

legen ist (vgl. Urk. 47 S. 36 f.). 

-   22   - 

IV. Rechtliche Würdigung 

1. Vorinstanzliches Urteil 

Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten der Nötigung im Sinne von Art. 181 

StGB schuldig (vgl. Urk. 47 S. 37 ff.). 

2. Theoretische Ausführungen zur Nötigung 

2.1.  Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich schuldig, wer  

jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere 

Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder 

zu dulden. Drohung ist das in Aussicht stellen eine Übels, dessen Eintritt nach der 

beim Opfer geweckten Vorstellung vom Willen des Täters abhängt (vgl. Trechsel/ 

Fingerhuth in Trechsel/Pieth [Hrsg.], StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, 

Art. 181 N 4 mit Hinweisen).  

2.2. Für eine Androhung ernstlicher Nachteile wird vorausgesetzt, dass der  

Eintritt des Nachteils nach der Darstellung des Täters als von seinem Willen  

abhängig erscheint und die Androhung geeignet ist, den Betroffenen in  

seiner Entscheidungsfreiheit einzuschränken (vgl. Vorinstanz Urk. 47 S. 38 unter 

Hinweis auf BGE 120 IV 19). Massgeblich für die Ernstlichkeit des angedrohten 

Nachteils sind objektive, absolute Kriterien, wobei zu fragen ist, ob „die Andro-

hung geeignet ist, auch eine verständige Person in der Lage des Betroffenen  

gefügig zu machen“ (vgl. Trechsel/Fingerhuth in Trechsel/Pieth [Hrsg.], StGB PK, 

2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 181 N 5 mit Hinweisen).  

2.3. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualdolus genügt, 

der sich auf die Beeinflussung und das abgenötigte Verhalten beziehen muss,  

eine weitergehende Absicht ist nicht erforderlich (vgl. Trechsel/Fingerhuth in 

Trechsel/Pieth [Hrsg.], StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 181 N 14 

mit Hinweisen). 

-   23   - 

3. Beurteilung 

3.1. Vorliegend ist die Drohung des Beschuldigten zu beurteilen, der Privatkläger 

würde sich nicht daran erfreuen, falls er die Reinigung der D._____ übernehme, 

und der Beschuldigte werde seine Familie verlieren, was der Privatkläger als An-

kündigung des Beschuldigten auffasste, er werde ihn töten, wenn er die Reini-

gung der D._____ übernehme. 

3.2. Mit der Vorinstanz ist vorerst klar, dass wenn der Privatkläger diese Worte 

als Drohung, er werde umgebracht, verstehen musste, dass dann die Umsetzung 

dieser Androhung sowohl vom Willen des Beschuldigten abhängig als auch  

geeignet gewesen wäre, den Privatkläger in seiner Entscheidungsfreiheit  

einzuschränken (vgl. Urk. 47 S. 38).  

3.3. Die Verteidigung stellte im Berufungsverfahren in Abrede, die zur Diskussion 

stehenden Worte entsprächen sinngemäss einer Todesdrohung (vgl. Urk. 49 S. 3, 

Urk. 67 S. 8). Demgegenüber erklärte der Privatkläger, er sei davon ausge-

gangen, dass der Beschuldigte die Drohung schon habe ernst meinen können, 

zumal der Beschuldigte wütend darüber gewesen sei, dass er den Auftrag nicht 

mehr gehabt und gedacht habe, dass er ihm die Arbeit weggenommen habe (vgl. 

Urk. 5/4 S. 3). 

Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, die Tatsache, dass 

auch Dritte an jenem Abend auf das Gespräch aufmerksam wurden, lasse die 

Annahme zu, dass das Gespräch zumindest nicht bis zum Schluss auf einer 

sachlichen Ebene zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer habe geführt werden 

können. Vor diesem Hintergrund sei es nachvollziehbar, dass die Androhung, 

man werde das Leben nicht mehr geniessen können, wenn man eine neue Stelle 

antrete, so aufgefasst werden könne, dass der Drohende dafür sorgen würde, 

dass ein Leben beendet würde (vgl. Urk. 47 S. 39). In der Tat lässt schon der 

Wortlaut dieser Erklärung des Beschuldigten keine andere Interpretation zu,  

als die einer Todesdrohung, was schliesslich auch der Privatkläger – der ein 

Missverständnis im Übrigen ausschloss – mehrfach so verstanden hat (vgl. 

Urk. 5/4 S. 2, Urk. 5/5 S. 4).  

-   24   - 

Die Tatsache also, dass der Beschuldigte dem Privatkläger somit schwerwiegen-

de nachteilige Folgen in Aussicht stellte, sollte dieser den Vertrag mit der D._____ 

annehmen, stellte eine massive Einwirkung auf die Willensfreiheit des Privatklä-

gers dar. Dass diese ausgesprochene Androhung zudem objektiv ohne Weiteres 

geeignet ist, eine verständige Person in der Lage des Privatklägers gefügig  

zu machen und somit als ernstlich zu bezeichnen ist, bedarf angesichts der  

Tatsache, dass mit dem Tod gedroht wurde, keiner vertieften Erörterung.  

Vorliegend ist auch erstellt, dass der Privatkläger den zuvor bereits mit der 

D._____ unterzeichneten Vertrag aufgrund der ausgesprochenen Drohungen 

nicht antrat, womit die Nötigung in objektiver Hinsicht erfüllt ist. 

3.4. In subjektiver Hinsicht kann auf die zutreffenden Ausführungen der  

Vorinstanz verwiesen werden, welche von zumindest eventualvorsätzlichem  

Handeln des Beschuldigten ausgeht (vgl. Urk. 47 S. 39 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Die Verteidigung brachte im Berufungsverfahren vor, der Beschuldigte habe nicht 

beabsichtigt, mit dem Tod zu drohen, weshalb beim Beschuldigten der Vorsatz 

betreffend die Nötigung fehle. Dieser Ansicht ist nicht zu folgen. Der Beschuldigte 

hat den Privatkläger in den Räumlichkeiten der D._____ aufgesucht und die im 

Sachverhalt erstellten Drohungen gegen diesen ausgesprochen, was ein bewuss-

tes Verhalten des Beschuldigten war. Das Ziel seiner Unterredung mit dem Pri-

vatkläger war, diesen davon abzuhalten, für die D._____ zu arbeiten. Damit wollte 

der Beschuldigte bewusst die Willensfreiheit des Beschuldigten einschränken und 

nahm zumindest in Kauf, dass sich dieser nach seinem Willen richtete. Damit liegt 

beim Beschuldigten aber, entsprechend dem obigen Verweis auf die vorinstanzli-

che Begründung, zumindest Eventualvorsatz vor. 

3.5. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie einhelliger Lehre 

indiziert die Tatbestandsmässigkeit der Nötigung die Rechtswidrigkeit noch nicht; 

diese muss vielmehr positiv begründet werden. Rechtswidrigkeit liegt unter ande-

rem dann vor, wenn der mit der Nötigung verfolgte Zweck oder das zur Nötigung 

verwendete Mittel unerlaubt ist. Vorliegend ergibt sich die Rechtswidrigkeit  

der Nötigung ohne Weiteres aus dem unerlaubten Mittel, namentlich aus der  

-   25   - 

Androhung von Gewalt, womit das Verhalten des Beschuldigten als rechtswidrig 

zu gelten hat.  

3.6. Damit ist der Beschuldigte in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils der 

Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig zu sprechen. 

V. Sanktion 

1. Strafrahmen und Strafzumessungsfaktoren 

Die Vorinstanz hat den gesetzlichen Strafrahmen von Art. 181 StGB korrekt  

abgesteckt und im Übrigen zu den Kriterien der Strafzumessung die nötigen  

theoretischen Ausführungen gemacht sowie festgehalten, dass zwischen der  

Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden ist, worauf vorweg zu verweisen 

ist (vgl. Urk. 47 S. 40 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2. Tatkomponente 

2.1. Zur Tatschwere ist in objektiver Hinsicht auszuführen, dass der Beschuldigte 

den grösstmöglichen Nachteil, der einer Person angedroht werden kann, nämlich 

den Tod, in Aussicht stellte und damit den Privatkläger massiv erschreckte und 

verunsicherte. 

2.2. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass finanzielle 

Motive wohl auch eine Rolle spielten, dass indessen für den Beschuldigten die 

Massregelung seines Arbeitnehmers im Vordergrund stand. Offensichtlich wollte 

der Beschuldigte dem Privatkläger drastisch vor Augen führen, dass er eine  

Konkurrenzierung nicht duldete. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass das  

Verhalten des Privatklägers aus arbeitsrechtlicher Sicht trotz Fehlens eines  

Konkurrenzverbotes (vgl. Urk. 36/2) nicht ganz unproblematisch war, weshalb  

in gewissem Umfang nachvollziehbar ist, dass er aus dieser Situation heraus 

emotional reagierte (vgl. Urk. 47 S. 41 f.). Korrekt erwog daher die Vorinstanz, 

dass das objektive Verschulden in subjektiver Hinsicht eine erhebliche Relativie-

rung erfährt. Insofern kann das Tatverschulden des Beschuldigten insgesamt 

-   26   - 

noch als leicht gewertet werden. Die von der Vorinstanz in diesem Zusammen-

hang ins Feld geführte Einsatzstrafe von 30 Tagen ist dennoch als äusserst 

wohlwollend zu bezeichnen. 

3. Täterkomponente 

3.1. Was die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten betrifft, so ist vorab 

auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. Urk. 47 S. 42, Art. 82 

Abs. 4 StPO). Im Berufungsverfahren bezeichnete der überaus geschäftstüchtige 

Beschuldigte sein Erwerbseinkommen auf Fr. 7'000.-- monatlich netto (vgl. 

Urk. 59/1 S. 2). Zusätzlich bezieht er einen 13. Monatslohn. Seine jüngste Tochter 

wird im August 2013 ihre Lehre abschliessen. Aus dem Werdegang des Beschul-

digten und seinen persönlichen Verhältnissen sind keine entlastenden Momente 

ersichtlich. 

3.2. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, was sich indessen neutral auswirkt (so 

auch Vorinstanz in Urk. 47 S. 42). Er ist nicht geständig, bekundete damit weder 

Reue noch Einsicht, so dass er auch unter dem Titel Nachtatverhalten keine  

Entlastung erfahren kann. Ebenso wenig ist eine besondere Strafempfindlichkeit 

auszumachen. 

3.3. Im Rahmen der Täterkomponente sind zusammengefasst keine Ent-

lastungsfaktoren zu berücksichtigen. 

4. Gesamtergebnis 

Damit ist die von der Vorinstanz aufgrund der Tatkomponente festgesetzte  

Einsatzstrafe von 30 Tagen im Rahmen der Täterkomponente nicht zu verändern. 

Ergänzend ist beizufügen, dass eine Erhöhung dieser Strafe angesichts des hier 

zu beachtenden Verschlechterungsverbotes ohnehin nicht in Frage kommt. 

5. Strafart und Tagessatz 

5.1. Für den Beschuldigten als Ersttäter ist ohne Weiteres eine Geldstrafe  

auszusprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 6B_449/2011 vom 12.9.2011 

E. 3.6.1). 

-   27   - 

5.2. Die Vorinstanz setzte den Tagessatz auf Fr. 70.-- fest. Die Verteidigung be-

antragte für den Eventualfall einer Verurteilung die Festsetzung des Tagessatzes 

auf Fr. 10.-- (vgl. Urk. 49 S. 2, Urk. 67 S. 9).  

5.3. Der Antrag der Verteidigung auf Festsetzung des Tagessatzes auf Fr. 10.-- 

lässt die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten gänzlich ausser  

Acht. Nach den jüngsten eigenen Angaben des Beschuldigten erzielt er – wie  

gesehen – ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 7'000.-- (vgl. Urk. 59/1 S. 2), 

was den von der Vorinstanz auf Fr. 70.-- festgesetzten Tagessatz ohne Weiteres 

rechtfertigt. Nachdem eine Erhöhung des Tagessatzes wiederum aufgrund des 

hier zur Anwendung gelangenden Verschlechterungsverbotes nicht in Frage 

kommt, ist die Höhe des Tagessatzes von Fr. 70.-- zu bestätigen.  

6. Zusammenfassung 

In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte daher mit einer 

Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- zu bestrafen. An die Geldstrafe ist ein 

Tag erstandene Haft anzurechnen (Art. 51 StGB). 

VI. Vollzug 

1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundsätze, die bei der Beurteilung,  

ob eine Strafe vollzogen werden soll massgebend sind, korrekt wiedergegeben. 

Darauf kann verwiesen werden (vgl. Urk. 47 S. 43). 

2. Die Vorinstanz gewährte dem nicht vorbestraften Beschuldigten den beding-

ten Strafvollzug mit zutreffender Begründung, auf welche verwiesen werden kann 

(vgl. Urk. 47 S. 44, Art. 82 Abs. 4 StPO). Diese Anordnung könnte im Übrigen 

wegen des Verschlechterungsverbotes auch nicht in Frage gestellt werden und ist 

damit, zusammen mit der Ansetzung einer 2jährigen Probezeit, welche der  

gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdauer entspricht (vgl. Art. 44 Abs. 1 StGB), 

zu bestätigen.  

-   28   - 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Kosten des ersten Instanz 

Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenauflage zu bestätigen (Art. 426 

StPO).  

2. Kosten der Berufungsinstanz 

2.1. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe  

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten 

des Berufungsverfahrens zu tragen.  

2.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- anzu-

setzen. 

3. Entschädigung an den Privatkläger 

Der Privatkläger hat keine Entschädigung beantragt, weshalb keine solche  

festzusetzen ist (vgl. Art. 433 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

-   29   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich 1. Abteilung, 

Einzelgericht, vom 4. Dezember 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. … 

2. … 

3. …  

4. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 
 Zivilprozesses verwiesen. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

 Fr. 1'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

 Fr.     Kosten Kantonspolizei 

 Fr. 1'000.--   Gebühr Anklagebehörde 

 Fr.     Kanzleikosten 

 Fr.  50.--   Auslagen Untersuchung 

 Fr.      amtliche Verteidigung 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. … 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

 

-   30   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Nötigung im Sinne  
von Art. 181 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 70.--, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

zwei Jahre festgesetzt. 

4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziff. 6) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− den Privatkläger 

(Eine begründete Urteilsausfertigung wird dem Privatkläger nur 
zugestellt, sofern er dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangt.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

-   31   - 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 2. Mai 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Baumgartner 
 

 

	Urteil vom 2. Mai 2013
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.–, wovon bis und mit heute 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung, der Verteidigung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 vom Tatvorwurf der Nötigung gemäss Art. 181 StGB freizusprechen;
	2. es sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 die Geldstrafe von 30 Tagessätzen bei einem Tagessatz von CHF 70.--, unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges, mit einer Probezeit von...
	3. eventualiter sei in Abänderung von Dispositiv Ziff. 2 und 3 des Urteils  des Bezirksgerichts Zürich vom 4. Dezember 2012 die Geldstrafe von  30 Tagessätzen bei einem Tagessatz von CHF 70.00, auf eine Geldstrafe von höchstens 10 Tagessätzen bei eine...
	alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8% MwSt zu Lasten des Staates.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Umfang der Berufung

	1. Vorinstanzliches Urteil
	1.1. Mit Urteil vom 4. Dezember 2012 sprach das Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung - Einzelgericht, den Beschuldigten der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.--, w...
	1.2. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2012 liess der Beschuldigte dagegen Berufung anmelden und um Zustellung des begründeten Urteils ersuchen (vgl. Urk. 41). Am 21. Februar 2013 erstattete die erbetene Verteidigung die Berufungserklärung (vgl. Urk. 49). ...
	Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 4 [Zivilpunkt] und 5 [Kostenfestsetzung] (Urk. 49 S. 2, Prot. II S. 5).
	1.3. Mit Eingabe vom 4. März 2013 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf  Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzliches Urteils (vgl. Urk. 56). Gleichzeitig erklärte sie, dass sie sich am weiteren Verfahren nicht aktiv beteilig...
	1.4. Mit Schreiben vom 11. März 2013 teilte sodann der Privatkläger mit, der Entscheid der Vorinstanz vom 4. Dezember 2012 sei seines Erachtens korrekt (vgl. Urk. 57). Weiter erklärte er, er teile die Auffassung der Verteidigerin nicht, wonach seine A...
	1.5. In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung vorgeladen, welche am 2. Mai 2013 stattfand.

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Gestützt auf die oben zitierte Berufungserklärung sind Dispositiv- Ziffer 4 (Zivilpunkt) und Dispositiv- Ziffer 5 (Kostenfestsetzung) des vorinstanzlichen  Urteils nicht angefochten und daher in Rechtskraft erwachsen, was festzustellen ist. Die ü...
	II.  Beweisanträge

	1. Beweisanträge im Untersuchungsverfahren
	1.1. Die Verteidigung stellte im Untersuchungsverfahren Beweisanträge (vgl. Urk. 9/2), namentlich die Einvernahme oder Einholung eines schriftlichen Berichts von C._____ der D._____ und die Einvernahme einer vom Beschuldigten zu  bezeichnenden Lehrper...

	2. Beweisanträge im erstinstanzlichen Verfahren
	2.1. Im vorinstanzlichen Verfahren wiederholte die Verteidigung den Beweisantrag auf Einvernahme oder Einholung eines schriftlichen Berichts von C._____ der D._____ (vgl. Urk. 18). Der Privatkläger verlangte die Ablehnung dieses Antrages und beantrag...
	2.2. Mit Eingabe vom 26. November 2012 liess die C1._____ Treuhand  einen schriftlichen Bericht von C._____ einreichen (vgl. Urk. 31). Gleichzeitig wurden das Organisationsreglement des Verwaltungsrates der D._____ AG samt Anhang I (Verteilung der Auf...
	III.  Sachverhalt

	1. Anklagevorwurf und Ausgangslage
	1.1. Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, er habe durch  seine am Abend des 31. Januar 2012 um ca. 20.00 Uhr getätigten Äusserung den Privatkläger B._____ in dermassen grosse Angst versetzt, dass dieser dem Willen des Beschuldigten gefo...
	1.2. Der Beschuldigte bestritt sowohl in der Untersuchung als auch vor Vor-instanz den der Anklage zugrunde liegenden Sachverhalt (vgl. Urk. 5/1 A. 1 und 3, Urk. 5/2 S. 2 und S. 4 ff., Urk. 5/3 S. 2 f., Urk. 33 S. 3 ff.).
	1.3. Anlässlich der Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte an seiner  Bestreitung fest (vgl. Urk. 66 S. 5), womit der diesbezügliche Sachverhalt zu  erstellen ist.

	2. Grundsätze der Beweiswürdigung, vorhandene Beweismittel und Verwertbarkeit
	2.1. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid die theoretischen Grundsätze der  richterlichen Beweiswürdigung wiedergegeben, worauf vorab verwiesen werden kann und darauf hingewiesen, dass bei der Abwägung von Aussagen zwischen der Glaubwürdigkeit einer ...
	2.2. Die Anklägerin stützt den Anklagevorwurf im Wesentlichen auf die Aussagen des Privatklägers B._____ (vgl. Urk. 5/4 und 5/5) sowie auf diejenigen des Zeugen G._____ (vgl. Urk. 5/7 und 5/8).
	2.3. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel korrekt aufgeführt und in ihrem Entscheid die Aussagen des Beschuldigten (vgl. Urk. 5/1, Urk. 5/2, Urk. 5/3 und Urk. 33), des Privatklägers B._____ (vgl. Urk. 5/4 und Urk. 5/5), der Zeugen H._____ u...
	2.4. Während die Einvernahmen in prozessualer Hinsicht allesamt korrekt  erfolgten, ist im Folgenden die Frage nach der Verwertbarkeit der eingeholten schriftlichen Berichte (vgl. Urk. 31 und Urk. 44) zu erörtern.
	2.4.1. Nach Art. 145 StPO kann die Strafbehörde eine einzuvernehmende Person einladen, an Stelle einer Einvernahme oder zu ihrer Ergänzung einen schriftlichen Bericht abzugeben. Die Lehre ist dabei einhellig der Meinung, die im Zentrum  jedes Strafver...
	Die Möglichkeit nämlich, schriftliche Berichte einzuholen, darf keine Einschränkung der Parteirechte zur Folge haben, welcher Grundsatz sowohl gegenüber der Person, die schriftlich einvernommen wird, als auch gegenüber der beschuldigten Person oder ei...
	2.4.2. Für die im vorliegenden Verfahren eingeholten Berichte (Urk. 31 und Urk. 44) gilt demnach was folgt:
	2.4.3. Der von C._____ angeforderte schriftliche Bericht (vgl. Urk. 29) wurde mit Begleitschreiben der C1._____ Treuhand vom 26. November 2012 eingereicht und traf bei der Vorinstanz am 27. November 2012 ein (vgl. Beiblatt  zu Urk. 31). Dem Bericht b...
	2.4.4. Der schriftliche Bericht von Prof. E._____ vom 24. Januar 2012 ging bei der Vorinstanz am 29. Januar 2012, mithin nach der erstinstanzlichen  Urteilsfällung, ein (vgl. Urk. 44). Dieser wurde den Parteien mit Schreiben vom 30. Januar 2013 zugest...
	2.4.5. Nachdem der Bericht von Prof. E._____ erst nach der erstinstanzlichen Hauptverhandlung eingereicht wurde, die Verteidigung den Inhalt des  Berichts als unzutreffend bezeichnete und verlangte, sämtliche Parteien seien  dazu zu befragen, womit zu...

	3. Würdigung
	3.1. In ihrem Entscheid setzte sich die Vorinstanz vorerst mit der Glaubwürdigkeit der einvernommenen Personen auseinander.
	3.1.1. Zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten strich die Vorinstanz die Interessenlage aufgrund seiner prozessualen Stellung hervor, welche nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass er auch nicht zur Wahrheit verpflichtet ist, eine gewisse  kritische Z...
	3.1.2. Zutreffend legte die Vorinstanz sodann dar, dass auch der Privatkläger  – selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er als Auskunftsperson unter dem Hinweis auf die Strafbarkeit im Sinne der Art. 303, 304 und 305 StGB befragt wurde – als...
	3.1.3. Trotz Befragung als Zeugen, mithin unter der Wahrheitspflicht nach Art. 307 StGB, ist mit der Vorinstanz weiter die familiäre und geschäftliche Beziehung von H._____ zum Beschuldigten nicht ausser Acht zu lassen, zumal es sich  dabei um dessen ...
	3.1.4. Schliesslich ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass der unter Wahrheitspflicht als Zeuge einvernommene G._____ zwar weder zum Beschuldigten noch zum Privatkläger private Beziehungen pflegte, dass er indessen – nach seiner Darstellung – in s...
	3.1.5. Die Vorinstanz hielt schliesslich zutreffend fest, dass das Interesse einer aussagenden Person am Prozessausgang oder die persönliche Bindung zu anderen Prozessbeteiligten für sich allein indessen noch kein Grund bildeten, ihren Aussagen zu mis...
	3.2. Entsprechend setzte sich die Vorinstanz mit der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Einvernommenen auseinander. Vorweg ist diesbezüglich festzuhalten, dass die Vorinstanz in allen Teilen eine ausführliche und akkurate Beweiswürdigung vornahm, auf w...
	3.2.1. Bezüglich der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten gelangte die Vorinstanz nach eingehender Analyse (vgl. Urk. 47 S. 21 ff.) zum folgenden Schluss: Zwar seien seine Aussagen zumindest bezüglich der äusseren Umstände der Vorgänge in de...
	Im Einzelnen ist zwar zutreffend, dass in den verschiedenen Einvernahmen des Beschuldigten zur Vorgeschichte und zum Ablauf des Geschehens am Abend des 31. Januar 2012 keine wesentlichen Widersprüche erkennbar sind (so auch die Vorinstanz in Urk. 47 S...
	Wenn die Vorinstanz die Darstellung des Beschuldigten zum Inhalt seiner Äusserung gegenüber dem Privatkläger damit festhielt, er habe jenem nur gesagt, dass er gerichtlich gegen ihn vorgehen wolle (vgl. Urk. 47 S. 22), so ist präzisierend anzumerken, ...
	Bei der geschilderten Ausgangslage werfen auch die Aussagen des Beschuldigten zu seinem Gemütszustand an jenem Tag Fragen auf. Bereits die Vorinstanz wies auf seine Reaktionen zu den Fragen zu seinem Gemütszustand vor und während des Gesprächs mit dem...
	Aber auch seine Reaktion auf Vorhalt des Schreibens von G._____ (vgl. Urk. 5/7) irritiert. Denn der Beschuldigte lehnte es ab, dass ihm das erwähnte Schreiben – obwohl dies auf Anregung seines Verteidigers geschah – weiter übersetzt wird mit der Begrü...
	3.2.2. Die Vorinstanz setzte sich sodann mit den Aussagen des Privatklägers eingehend auseinander, worauf vorweg verwiesen werden kann (vgl. Urk. 47 S. 23 ff. Art. 82 Abs. 4 StPO). Sie hielt korrekt fest, er habe die Vorkommnisse in der D._____ an jen...
	Mit der Vorinstanz fielen die Aussagen des Privatklägers zum Kerngeschehen bzw. zu den vom Beschuldigten gemachten Drohungen spontan und im Wesentlichen widerspruchsfrei aus. Insbesondere die Kerndrohung des Beschuldigten, wonach dieser dem Privatkläg...
	Die Vorinstanz setzte sich sodann minutiös mit den Aussagen des Privatklägers hinsichtlich der vom Beschuldigten ihm gegenüber ausgesprochenen Drohung auseinander und schloss daraus, die Individualität dieser Aussage spreche als weiteres Realitätskrit...
	Mit der Vorinstanz und entgegen den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 66  S. 2 f.), sprechen diese doch sehr spezifische Drohung und die Tatsache, dass der Privatkläger dem anwesenden Zeugen G._____ die Drohung unmittelbar übersetzte, für eine glaubha...
	Der Privatkläger gab in seiner zweiten Einvernahme zwar an, mit dem Beschuldigten nunmehr verfeindet zu sein (vgl. Urk. 5/5 S. 2). Es fällt indessen auf, dass er ansonsten weder in der ersten, noch in der zweiten Einvernahme sich negativ über den Besc...
	3.2.3. Was die Aussagen des Zeugen G._____ betrifft, so hielt die Vorinstanz fest, er habe sowohl in seinem Schreiben vom 8. Juli 2012 als auch anlässlich seiner Zeugeneinvernahme erwähnt, dass der Privatkläger gezittert habe und sichtlich geschockt g...
	Die Vorinstanz wies im Zusammenhang mit den Aussagen von G._____ auf  einige Unstimmigkeiten hin (so zum Standort des Sohnes des Beschuldigten in der Cafeteria und zur Frage, welcher Sohn des Beschuldigten an jenem Tag  anwesend war, vgl. Urk. 47 S. 2...
	3.2.4. Demgegenüber verneinte der Zeuge H._____, der Sohn des Beschuldigten, dass der Beschuldigte an jenem Abend die ihm vorgeworfenen Drohungen gegenüber dem Privatkläger geäussert haben soll (vgl. Urk. 5/6 S. 4). Auffällig ist, dass er aussagte, de...

	4. Zusammenfassung
	4.1. Die Vorinstanz hielt hinsichtlich der Vorgeschichte zutreffend fest, aus den Befragungen aller Beteiligten gehe übereinstimmend hervor, dass zunächst die D._____ den Auftrag an die A._____ Reinigungen kündigte und anschliessend auch der Privatklä...
	4.2. Zur Beurteilung der Äusserungen des Beschuldigten bei der D._____ am 31. Januar 2012 könne angesichts der Tatsache, dass sie in albanischer Sprache  erfolgten, – so die Vorinstanz zutreffend weiter – lediglich auf die Aussagen des Beschuldigten u...
	4.3. Es wurde bereits oben erwähnt, dass die Darstellung des Beschuldigten (und seines Sohnes) hinsichtlich seines Gemütszustandes während des  Gesprächs, mit welcher er namentlich glauben machen wollte, dabei ganz ruhig gewesen zu sein, klar in Wider...
	4.4. Weiter hielt die Vorinstanz zu Recht fest, die verschiedenen Reaktionen des Privatklägers liessen gewisse Aufschlüsse auf die Geschehnisse zu. Die körperliche Reaktion des Privatklägers, der nach der Schilderung des Zeugen G._____ sichtlich gesch...
	4.5. Unbestritten ist, dass der Privatkläger den Beschuldigten nach dem Treffen in der D._____ am Abend des 31. Januar 2012 noch anrief (vgl. Urk. 36/5). In diesem Zusammenhang erwog die Vorinstanz unter Hinweis auf die zum Inhalt des  Gesprächs diver...
	4.6. Zusammenfassend gelangte die Vorinstanz in nochmaliger Wiederholung der Kernpunkte ihrer sorgfältigen Beweiswürdigung, auf welche abermals verwiesen werden kann, korrekt zum Schluss, dass der Sachverhalt gemäss Anklageschrift rechtsgenügend erste...
	IV.  Rechtliche Würdigung

	1. Vorinstanzliches Urteil
	Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig (vgl. Urk. 47 S. 37 ff.).

	2. Theoretische Ausführungen zur Nötigung
	2.1.  Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich schuldig, wer  jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Drohung ist...
	2.2. Für eine Androhung ernstlicher Nachteile wird vorausgesetzt, dass der  Eintritt des Nachteils nach der Darstellung des Täters als von seinem Willen  abhängig erscheint und die Androhung geeignet ist, den Betroffenen in  seiner Entscheidungsfreihe...
	2.3. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualdolus genügt, der sich auf die Beeinflussung und das abgenötigte Verhalten beziehen muss,  eine weitergehende Absicht ist nicht erforderlich (vgl. Trechsel/Fingerhuth in Trechsel/Pie...

	3. Beurteilung
	3.1. Vorliegend ist die Drohung des Beschuldigten zu beurteilen, der Privatkläger würde sich nicht daran erfreuen, falls er die Reinigung der D._____ übernehme, und der Beschuldigte werde seine Familie verlieren, was der Privatkläger als Ankündigung d...
	3.2. Mit der Vorinstanz ist vorerst klar, dass wenn der Privatkläger diese Worte als Drohung, er werde umgebracht, verstehen musste, dass dann die Umsetzung dieser Androhung sowohl vom Willen des Beschuldigten abhängig als auch  geeignet gewesen wäre,...
	3.3. Die Verteidigung stellte im Berufungsverfahren in Abrede, die zur Diskussion stehenden Worte entsprächen sinngemäss einer Todesdrohung (vgl. Urk. 49 S. 3, Urk. 67 S. 8). Demgegenüber erklärte der Privatkläger, er sei davon ausgegangen, dass der ...
	Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, die Tatsache, dass auch Dritte an jenem Abend auf das Gespräch aufmerksam wurden, lasse die Annahme zu, dass das Gespräch zumindest nicht bis zum Schluss auf einer sachlichen Ebene zwischen Arbeit...
	Die Tatsache also, dass der Beschuldigte dem Privatkläger somit schwerwiegende nachteilige Folgen in Aussicht stellte, sollte dieser den Vertrag mit der D._____ annehmen, stellte eine massive Einwirkung auf die Willensfreiheit des Privatklägers dar. D...
	Vorliegend ist auch erstellt, dass der Privatkläger den zuvor bereits mit der D._____ unterzeichneten Vertrag aufgrund der ausgesprochenen Drohungen nicht antrat, womit die Nötigung in objektiver Hinsicht erfüllt ist.
	3.4. In subjektiver Hinsicht kann auf die zutreffenden Ausführungen der  Vorinstanz verwiesen werden, welche von zumindest eventualvorsätzlichem  Handeln des Beschuldigten ausgeht (vgl. Urk. 47 S. 39 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Verteidigung brachte ...
	3.5. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie einhelliger Lehre indiziert die Tatbestandsmässigkeit der Nötigung die Rechtswidrigkeit noch nicht; diese muss vielmehr positiv begründet werden. Rechtswidrigkeit liegt unter anderem dann vor...
	3.6. Damit ist der Beschuldigte in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig zu sprechen.
	V.  Sanktion

	1. Strafrahmen und Strafzumessungsfaktoren
	Die Vorinstanz hat den gesetzlichen Strafrahmen von Art. 181 StGB korrekt  abgesteckt und im Übrigen zu den Kriterien der Strafzumessung die nötigen  theoretischen Ausführungen gemacht sowie festgehalten, dass zwischen der  Tat- und der Täterkomponent...

	2. Tatkomponente
	2.2. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass finanzielle Motive wohl auch eine Rolle spielten, dass indessen für den Beschuldigten die Massregelung seines Arbeitnehmers im Vordergrund stand. Offensichtlich wollte der Beschuld...

	3. Täterkomponente
	3.1. Was die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten betrifft, so ist vorab auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. Urk. 47 S. 42, Art. 82 Abs. 4 StPO). Im Berufungsverfahren bezeichnete der überaus geschäftstüchtige Beschuldigte se...
	3.2. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, was sich indessen neutral auswirkt (so auch Vorinstanz in Urk. 47 S. 42). Er ist nicht geständig, bekundete damit weder Reue noch Einsicht, so dass er auch unter dem Titel Nachtatverhalten keine  Entlastung...
	3.3. Im Rahmen der Täterkomponente sind zusammengefasst keine Entlastungsfaktoren zu berücksichtigen.

	4. Gesamtergebnis
	Damit ist die von der Vorinstanz aufgrund der Tatkomponente festgesetzte  Einsatzstrafe von 30 Tagen im Rahmen der Täterkomponente nicht zu verändern. Ergänzend ist beizufügen, dass eine Erhöhung dieser Strafe angesichts des hier zu beachtenden Versch...

	5. Strafart und Tagessatz
	5.1. Für den Beschuldigten als Ersttäter ist ohne Weiteres eine Geldstrafe  auszusprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 6B_449/2011 vom 12.9.2011 E. 3.6.1).
	5.2. Die Vorinstanz setzte den Tagessatz auf Fr. 70.-- fest. Die Verteidigung beantragte für den Eventualfall einer Verurteilung die Festsetzung des Tagessatzes auf Fr. 10.-- (vgl. Urk. 49 S. 2, Urk. 67 S. 9).
	5.3. Der Antrag der Verteidigung auf Festsetzung des Tagessatzes auf Fr. 10.-- lässt die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten gänzlich ausser  Acht. Nach den jüngsten eigenen Angaben des Beschuldigten erzielt er – wie  gesehen – ein monatli...

	6. Zusammenfassung
	In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte daher mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- zu bestrafen. An die Geldstrafe ist ein Tag erstandene Haft anzurechnen (Art. 51 StGB).
	VI.  Vollzug
	VII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	1. Kosten des ersten Instanz
	Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenauflage zu bestätigen (Art. 426 StPO).

	2. Kosten der Berufungsinstanz
	2.1. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe  ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  unterliegt hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten des Berufungsve...
	2.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- anzusetzen.
	3. Entschädigung an den Privatkläger
	Der Privatkläger hat keine Entschädigung beantragt, weshalb keine solche  festzusetzen ist (vgl. Art. 433 Abs. 2 StPO).

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich 1. Abteilung, Einzelgericht, vom 4. Dezember 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Nötigung im Sinne  von Art. 181 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.--, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziff. 6) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Privatkläger
	(Eine begründete Urteilsausfertigung wird dem Privatkläger nur zugestellt, sofern er dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangt.)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.