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**Case Identifier:** 0dfa9052-0960-5ee2-8513-f4828b3f4103
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 28.02.2024 810 2023 241 (810 23 241)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-241_2024-02-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 28. Februar 2024 (810 23 241) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

 

 

Antrag auf Befreiung von der Bezahlung der Entschädigung der Beiständin und der Ver-

fahrenskosten der KESB 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Elena 
Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
 
B.____, gesetzlich vertreten durch A.____, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Prüfung von Schlussbericht / Entlassung der Mandatsperson  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
25. September 2023) 

 
 
 
A. B.____, geboren am XX.XX.2009, ist das Kind von A.____ und D.____. Am 30. April 
2021 ging bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (nachfolgend KESB) eine 
Gefährdungsmeldung betreffend B.____ ein, woraufhin die KESB neuerliche Kindesschutz-
massnahmen in Betracht zog. Im Verlauf des Abklärungsverfahrens reichte die Kindsmutter bei 

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der KESB ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege datiert vom 11. November 2021 ein, wel-
ches Letztgenannte nach eingehender Überprüfung der Vermögens- und Einkommenssituation 
der Kindsmutter mit Entscheid vom 14. Januar 2022 abwies. Für dieses Verfahren erhob die 
KESB keine Verfahrenskosten. Mit Entscheid vom 15. Februar 2022 errichtete die KESB für 
B.____ per sofort eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 und ernannte E.____, F.____ GmbH, 
zur Mandatsperson. Die Kosten für den Abklärungsbericht, den Entscheid und die Verfahrens-
führung in der Gesamthöhe von Fr. 2'484.-- wurden den Kindseltern je zur Hälfte in Rechnung 
gestellt. Die KESB sprach mit Entscheid vom 22. März 2022 den Kindseltern die gemeinsame 
elterliche Sorge über B.____ zu und auferlegte die Gesamtkosten für den Entscheid und die 
Verfahrensführung in der Höhe von Fr. 900.-- je zur Hälfte den Kindseltern. Mit Entscheid vom 
17. Oktober 2022 genehmigte die KESB den am 10. bzw. 12. Oktober 2022 von den Kindsel-
tern unterzeichneten Unterhaltsvertrag und auferlegte die Verfahrenskosten in der Gesamthöhe 
von Fr. 640.-- den Kindseltern je zur Hälfte. Mit Entscheid vom 30. Juni 2023 hob die KESB die 
für B.____ bestehende Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB per sofort 
auf und entliess E.____ mit bestem Dank per sofort aus dem Amt. Die Mandatsperson wurde 
aufgefordert, der KESB bis zum 30. September 2023 den Schlussbericht für den Zeitraum vom 
15. Februar 2022 bis 30. Juni 2023 einzureichen. Die Gesamtkosten für den Entscheid in der 
Höhe von Fr. 520.-- wurden den Kindseltern je zur Hälfte in Rechnung gestellt. Der hälftige An-
teil des Kindsvaters ging aus Billigkeitsüberlegungen zu Lasten der KESB und wurde in Anwen-
dung von § 14 des Vertrages über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (in 
Kraft getreten am 1. Januar 2013; nachfolgend KESB-Vertrag) der Gemeinde G.____ (nach-
folgend Gemeinde) auferlegt.  
 
B. Die Beiständin reichte der KESB den Schlussbericht vom 29. August 2023 für die Zeit 
vom 15. Februar 2022 bis 30. Juni 2023 sowie die Schlussrechnung zur Genehmigung gemäss 
Art. 425 ZGB ein. Mit Entscheid vom 25. September 2023 genehmigte die KESB den Schluss-
bericht vom 29. August 2023 (Dispositiv-Ziff. 1). E.____ wurde mit Verweis auf die Bestimmun-
gen von Art. 454 f. ZGB entlastet (Dispositiv-Ziff. 2). Die Entschädigung der Mandatsperson für 
die Berichtsperiode wurde auf Fr. 8'362.30 (Dispositiv-Ziff. 3.a), ihre Spesen für dieselbe Perio-
de wurden auf Fr. 97.25 (Dispositiv-Ziff. 3.b) und die Verfahrenskosten der KESB für den Ent-
scheid vom 25. September 2023 wurden auf Fr. 340.-- festgesetzt, womit sich die gesamten 
Kosten auf Fr. 8'799.55 beliefen (Dispositiv-Ziff. 4). Die KESB verfügte, dass der auf den Kinds-
vater anfallende hälftige Anteil der Kosten (Art. 276 ZGB i.V.m. § 6 Abs. 2bis der Verordnung 
über die Gebühren zum Zivilrecht [GebV] vom 8. Januar 1991 und § 18 Abs. 1 GebV) in der 
Höhe von Fr. 4'399.77 unter Würdigung der Gesamtumstände zu Lasten der KESB gehe und in 
Anwendung von § 14 KESB-Vertrag der Gemeinde auferlegt werde (Dispositiv-Ziff. 5). Den hälf-
tigen Anteil der Kosten (Art. 276 ZGB i.V.m. § 6 Abs. 2bis GebV und § 18 Abs. 1 GebV) in der 
Höhe von Fr. 4'399.77 auferlegte die KESB der Kindsmutter (Dispositiv-Ziff. 6).  
 
C. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2023 erhoben A.____ (Beschwerdeführerin 1) und 
B.____ (Beschwerdeführerin 2) gegen den Entscheid der KESB vom 25. September 2023 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), 
und baten um Überprüfung des Entscheids. Sie führten aus, B.____ habe den Kontakt zum Va-

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ter definitiv abgebrochen, seit die KESB im März 2022 dem Gesuch des Kindsvaters um Errich-
tung des gemeinsamen Sorgerechts stattgegeben habe. B.____ habe kein gemeinsames Sor-
gerecht gewünscht. Im Weiteren habe die Ernennung einer Beiständin für sie eine Mehrbelas-
tung statt eine Entlastung bedeutet (Ziff. 1 der Beschwerde). Die Beschwerdeführerinnen erklär-
ten, dass die Kosten für die Aufhebung der Beistandschaft dem Vater wegen Unbilligkeit erlas-
sen worden seien (Ziff. 2 der Beschwerde). Die Kindsmutter führte aus, sie habe kein Einkom-
men mehr, da sie seit der Erkrankung mit dem Coronavirus im Dezember 2021 nicht mehr er-
werbstätig sein könne. Das Krankentaggeld werde nur noch bis Ende 2023 bezahlt. Die Be-
rechnung der IV-Renten sei im Gange. Sie könne keine weiteren finanziellen Belastungen tra-
gen, weshalb sie Beschwerde erhebe. Die letzten Male habe sie aufgrund weiterer möglicher 
Kosten und ihrer gesundheitlichen Situation keine Beschwerde erhoben. Zudem habe sie nicht 
noch mehr Öl ins Feuer werfen wollen. Diesen Entscheid akzeptiere sie nicht mehr (Ziff. 3 der 
Beschwerde).  
 
D. Nachdem der vom Gericht erhobene Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- ein-
gegangen war, liess sich die KESB mit Eingabe vom 20. November 2023 vernehmen. Die Vor-
instanz beantragte die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 
werden könne. Sie führte unter anderem aus, mit Entscheid vom 15. Februar 2022 sei eine Er-
ziehungsbeistandschaft für B.____ errichtet worden. Die entstandenen Kosten seien den Kinds-
eltern jeweils zur Hälfte auferlegt und in Rechnung gestellt worden, nachdem ein Gesuch der 
Kindsmutter um unentgeltliche Rechtspflege sowohl aufgrund der Einkommens- als auch der 
Vermögenssituation mit Entscheid vom 14. Januar 2022 abgewiesen worden sei. Die zuvor ge-
führten Abklärungen seien zum Schluss gekommen, dass bei B.____ zusätzliche Massnahmen 
angezeigt seien. Eine allfällige Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge sei in der Hoffnung 
geprüft worden, dass diese zu einer Entlastung und Stabilität im Familiensystem führen könne. 
Im Nachgang zum Entscheid hätten sich die Fronten jedoch zusätzlich verhärtet und B.____ 
habe sich geweigert, ihren Vater zu sehen. Dieser habe in der Folge einen Antrag auf Aufhe-
bung der Beistandschaft gestellt, welchem die KESB mit Entscheid vom 30. Juni 2023 entspro-
chen habe. Im Entscheid vom 25. September 2023 sei der auf den Kindsvater anfallende Kos-
tenanteil infolge Unbilligkeit der Gemeinde mit der Begründung weiterverrechnet worden, dass 
die Kindesschutzmassnahme während der betroffenen Berichtsperiode sich primär an B.____ 
sowie die Kindsmutter gerichtet habe und der Kindsvater nur sporadisch involviert worden sei. 
Die KESB hielt in ihrer Vernehmlassung fest, die Beschwerdeführerin 1 kritisiere in ihrer Be-
schwerde zwar indirekt die Arbeit der Mandatsperson, beantrage jedoch nicht die Nichtgeneh-
migung des Schlussberichts. Vielmehr beanstande sie die verfügte Kostenfolge. Die Vorinstanz 
nahm zu den Kosten und der Kostenverlegung Stellung und begründete vor allem, weshalb es 
vorliegend gerechtfertigt gewesen sei, den auf den Kindsvater anfallenden hälftigen Kostenan-
teil der KESB bzw. der Gemeinde aufzuerlegen. Des Weiteren führte die KESB aus, die Kinds-
mutter habe sich mit den diesbezüglichen Argumenten nicht einmal ansatzweise auseinander-
gesetzt und es sei fraglich, inwiefern sie ein schutzwürdiges Interesse an einer Rechnungsstel-
lung an den Kindsvater habe. Die Kindsmutter betone stattdessen die eigene finanzielle Lage, 
welche es nicht erlaube, weitere Kosten zu tragen. Um die entsprechende Bedürftigkeit geltend 
zu machen, hätte die Kindsmutter jedoch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einrei-
chen müssen, was sie in der Vergangenheit auch bereits (erfolglos) getan habe. 

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E. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2023 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der 
Kammer zur Beurteilung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 
2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Ver-
waltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Per-
sonen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Per-
son nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin 1 als Mutter 
von B.____ und als Verfahrensbeteiligte und B.____, gesetzlich vertreten durch ihre Mutter, als 
Verfahrensbeteiligte sind zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvo-
raussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.  
 
1.2. Zu prüfen ist, welche Begehren die Beschwerdeführerinnen stellen und ob auf alle ein-
zutreten ist. Eine Beschwerde muss gemäss § 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 
ein klar umschriebenes Rechtsbegehren enthalten. Eindeutig ist, dass die Beschwerdeführe-
rin 1 in ihrer eingereichten Eingabe aufgrund ihrer finanziellen Situation die Aufhebung der ihr 
im angefochtenen Entscheid auferlegten Kosten beantragt. Fraglich ist, ob die Eingabe weitere 
Anträge enthält und ob auf diese eingetreten werden könnte. Die Vorinstanz bezweifelt in ihrer 
Vernehmlassung, dass die Beschwerdeführerinnen ein schutzwürdiges Interesse an einer 
Rechnungsstellung an den Kindsvater hätten, weshalb sie beantragt, es sei nur teilweise auf die 
Beschwerde einzutreten. Die Beschwerdeführerin 1 erklärt in ihrer Eingabe, die Ernennung ei-
ner Beiständin habe für B.____ eine Mehrbelastung statt eine Entlastung bedeutet und dass die 
Kosten für die Aufhebung der Beistandschaft dem Vater wegen Unbilligkeit erlassen worden 
seien. Das Kantonsgericht erblickt darin keinen Antrag auf Auferlegung von Kosten an den 
Kindsvater, sondern eine zusätzliche Begründung dafür, ihr keine Kosten aufzuerlegen. Die von 
den Beschwerdeführerinnen eingereichte Eingabe ist als Antrag auf Aufhebung der der Be-
schwerdeführerin 1 auferlegten Kosten zu verstehen. Auch mit Blick darauf, dass es sich um 
eine Laienbeschwerde handelt, ist das Rechtsbegehren als in diesem Sinne zu qualifizieren 
(vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
26. Juni 2019 [810 18 287] E. 1.3; KGE VV vom 14. Juni 2017 [810 17 24] E. 1). Damit ist auf 
die Beschwerde vollumfänglich einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-

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messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die KESB der Beschwerdeführerin 1 zu Recht die 
Kosten in der Höhe von Fr. 4'399.77 auferlegt hat. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der 
jeweiligen Hälfte der Entschädigung für die Mandatsführung in der Höhe von Fr. 8'362.30, Spe-
sen der Mandatsperson in der Höhe von Fr. 97.25 und Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 340.--. 
 
4. Die Kosten von Kindesschutzmassnahmen, und damit namentlich auch die Kosten für 
eine Beistandschaft, gehören gemäss ausdrücklicher bundesgesetzlicher Regelung (Art. 276 
Abs. 2 ZGB) zum von den Eltern zu tragenden Kindesunterhalt (BGE 141 III 401 E. 4). Da auch 
Rechtsschutz Teil des Unterhalts bildet (BGE 119 Ia 134; BGE 127 I 202), erfasst die elterliche 
Unterhaltspflicht ebenfalls Verfahrenskosten, die dem Kind entstehen (vgl. CHRISTIANA FOUN-
TOULAKIS in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar ZGB I, 7. Auflage, Basel 2022, 
N. 22 zu Art. 276 ZGB; vgl. zum Ganzen KGE VV vom 11. September 2019 [810 19 130] 
E. 7.3).  
 
5.1. Gemäss § 17 lit. c Ziff. 3 GebV beträgt der Gebührentarif für die Prüfung und Genehmi-
gung der Rechnung und des Berichts Fr. 200.-- bis Fr. 1'800.--. § 17a GebV statuiert, dass auf 
die Erhebung einer Gebühr gemäss § 17 GebV ganz oder teilweise verzichtet werden kann, 
wenn der Zweck der Massnahme dadurch gefährdet ist (Abs. 1 lit. a) oder bei offensichtlicher 
Bedürftigkeit (Abs. 1 lit. b). Auf die Geltendmachung einer Gebühr ist zu verzichten, sofern de-
ren Erhebung unter Würdigung der gesamten Umstände als unbillig oder stossend erscheint 
(Abs. 3). Ob die Voraussetzungen von § 17a Abs. 3 GebV erfüllt sind, ist jeweils im Einzelfall 
aufgrund einer Gesamtwürdigung zu beurteilen (vgl. KGE VV vom 26. Juni 2013 [810 13 22] 
E. 4.2). Beim Entscheid, ob auf die Geltendmachung einer Gebühr gestützt auf § 17a Abs. 3 
GebV aus Gründen der Billigkeit zu verzichten ist, steht der KESB ein Ermessensspielraum zu, 
in welchen das Kantonsgericht nur mit Zurückhaltung eingreift (KGE VV vom 11. Mai 2022 [810 
21 272] E. 7.6; KGE VV vom 30. Mai 2018 [810 17 339] E. 5.2). Nach § 6 Abs. 2bis GebV wer-
den Gebühren und Auslagen, die in kindesschutzrechtlichen Verfahren betreffend Minderjährige 
anfallen, beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt. In besonderen Fällen kann eine andere Kosten-
aufteilung verfügt werden.  
 
5.2. Die KESB erhebt in der angefochtenen Verfügung für die Prüfung und Genehmigung der 
Rechnung und des Berichts Fr. 340.--. Dieser Betrag liegt im unteren Bereich des gemäss 
§ 17 lit. c Ziff. 3 GebV vorgesehenen Rahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 1'800.--, weshalb er nicht 
zu beanstanden ist. Die KESB erklärt in ihrer Vernehmlassung eingehend, weshalb beim Kinds-
vater auf die Geltendmachung verzichtet wurde. Darauf wird in den nachfolgenden E. 6.3.2 und 
6.3.3. eingegangen. Ein Grund, weshalb die Geltendmachung der Gebühr bei der Kindsmutter 
als unbillig oder stossend erscheinen sollte, ist nicht ersichtlich. Auch lag, nachdem die KESB 
das Gesuch vom 11. November 2021 um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid vom 
14. Januar 2022 abgewiesen hatte, keine offensichtliche Bedürftigkeit nach § 17a Abs. 1 lit. b 

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GebV vor. Die KESB hat demzufolge zu Recht der Kindsmutter die Hälfte der Verfahrenskosten 
und damit Fr. 170.-- auferlegt.  
 
6.1. Nach § 18 GebV haben die Mandatsträgerinnen und die Mandatsträger für ihre Amtsfüh-
rung Anspruch auf Entschädigung und Spesenersatz. Diese werden von der betroffenen Person 
oder von allfällig unterhalts- oder unterstützungspflichtigen Personen derselben bezahlt (erster 
und zweiter Satz des Abs. 1; siehe auch Art. 404 Abs. 1 ZGB; RUTH E. REUSSER, in: Geiser/
Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar ZGB I, 7. Auflage, Basel 2022, N. 7 und 33 zu Art. 404 
ZGB; KGE VV vom 6. November 2023 [810 23 152] E. 9.2.3). Die Entschädigung der Mandats-
trägerinnen und der Mandatsträger bemisst sich nach dem Aufwand, den ihre Amtsführung 
notwendigerweise verursacht, sowie nach der Komplexität der wahrgenommenen Aufgaben 
(Abs. 2).  
 
6.2.1. Die Höhe der Entschädigung der Mandatsperson inkl. Spesen von Fr. 8'459.55 wird von 
den Beschwerdeführerinnen in keiner Weise substantiiert gerügt. Es gibt aufgrund der Quartals-
rechnungen keine Anhaltspunkte dafür, an der Richtigkeit der Gesamtsumme zu zweifeln. Da-
mit ist auch die Höhe der Entschädigung der Mandatsperson inkl. Spesen nicht zu beanstan-
den.  
 
6.2.2. Die Beschwerdeführerinnen erklären, dass die Ernennung einer Beiständin für B.____ 
eine Mehrbelastung statt eine Entlastung bedeutet habe. Die mit Entscheid vom 15. Februar 
2022 errichtete Erziehungsbeistandschaft ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 
und vermag an der Rechtmässigkeit der Höhe der Entschädigung der Mandatsperson nichts zu 
ändern.  
 
6.3.1. Die KESB hat die Gebühren und die Entschädigung der Mandatsperson zur Hälfte der 
Kindsmutter auferlegt, was gemäss Art. 276 Abs. 2 KESB i.V.m. § 6 Abs. 2 bis GebV (analoge 
Anwendung von § 6 Abs. 2bis GebV bei Mandatsentschädigung) und § 18 Abs. 1 GebV nicht zu 
beanstanden ist. Die KESB hat den auf den Kindsvater anfallenden hälftigen Anteil unter Wür-
digung der Gesamtumstände der KESB bzw. der Gemeinde auferlegt. Wie in der Erwägung 1.2 
hiervor ausgeführt, ist der Entscheid der KESB, den auf den Kindsvater anfallenden Anteil nicht 
zu erheben, nicht Streitgegenstand. Die im Zusammenhang mit dieser Entscheidung aufgeführ-
ten Argumente können jedoch für die Überprüfung, ob auch der auf die Kindsmutter anfallende 
Anteil aus den gleichen Überlegungen der KESB bzw. der Gemeinde aufzuerlegen wäre, rele-
vant sein, weshalb auf diese einzugehen ist.  
 
6.3.2. Die KESB führt im angefochtenen Entscheid aus, in der vorliegenden Berichtsperiode 
habe sich die Kindesschutzmassnahme primär an B.____ und die Kindsmutter gerichtet. Der 
Kindsvater sei nur sporadisch involviert gewesen. Infolgedessen erscheine die Erhebung der 
Kosten gegenüber dem Kindsvater als unbillig, weshalb der hälftige Anteil des Kindsvaters in 
der Höhe von Fr. 4'399.77 unter Würdigung der Gesamtumstände zu Lasten der KESB gehe 
und in Anwendung von § 14 KESB-Vertrag der Gemeinde aufzuerlegen sei. Die KESB stützt 
diesen Entscheid auf Art. 276 ZGB i.V.m. § 6 Abs. 2bis GebV und § 18 Abs. 1 GebV. In ihrer 
Vernehmlassung führt die KESB aus, dass in den vergangenen Entscheiden, welche die KESB 

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betreffend B.____ erlassen habe, die entstandenen Kosten stets hälftig geteilt und den Kindsel-
tern in Rechnung gestellt worden seien. Bei den Entscheiden betreffend die Errichtung der Bei-
standschaft, die Prüfung der gemeinsamen elterlichen Sorge und die Regelung des Unterhalts 
sei der Kindsvater in zentraler Art und Weise in die behördlichen Prozesse eingebunden gewe-
sen. Im Unterschied dazu habe der Fokus der Arbeit der Mandatsperson jedoch eindeutig in der 
Zusammenarbeit mit der Kindsmutter oder Drittstellen (wie beispielsweise der Schule oder mög-
lichen Wohninstitutionen) gelegen. Aus den beigelegten Zeiterfassungsprotokollen der Man-
datsperson werde ersichtlich, dass während der gesamten Dauer der Beistandschaft gemein-
same Gespräche, an denen auch der Kindsvater beteiligt gewesen sei, nur im Umfang von etwa 
sechs Stunden stattgefunden hätten. Bei lediglich circa drei weiteren Stunden sei der Kindsva-
ter zumindest teilweise in die Bemühungen der Mandatsperson miteinbezogen worden. Aus 
diesen Gründen habe die KESB aus Billigkeitsüberlegungen auf die Verrechnung der Kosten 
gegenüber dem Kindsvater verzichtet. 
 

6.3.3. Wie bereits in der E. 5.1 hiervor ausgeführt, werden gemäss § 6 Abs. 2bis GebV Gebüh-
ren und Auslagen, die in kindesschutzrechtlichen Verfahren betreffend Minderjährige anfallen, 
beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt. In besonderen Fällen kann eine andere Kostenaufteilung 
verfügt werden. Diese Bestimmung bezieht sich zwar auf Gebühren und Auslagen und nicht auf 
Entschädigungen von Mandatspersonen, wird aber i.V.m. Art. 276 ZGB auch in Bezug auf die 
hälftige Aufteilung der Entschädigung von Mandatspersonen zwischen den Eltern analog ange-
wendet. Es ist fraglich, ob auch der zweite Teil der Bestimmung, gemäss welchem in besonde-
ren Fällen eine andere Kostenaufteilung verfügt werden kann, in Bezug auf Mandatsentschädi-
gungen analog angewendet werden kann. Ein besonderer Fall kann aber auf jeden Fall vorlie-
gen, wenn die Auferlegung der Kosten aufgrund der Gesamtumstände als unbillig erscheint. 
Angemerkt kann hier werden, dass § 17a GebV als gesetzliche Grundlage bei Mandatsent-
schädigungen wohl nicht herangezogen werden kann, da er ausdrücklich auf Gebühren nach 
§ 17 GebV Bezug nimmt. Da aber der Verzicht der Kostenerhebung gegenüber dem Kindsvater 
nicht Streitgegenstand ist und der Kindsmutter daraus kein Nachteil erwachsen ist, da der auf 
den Kindsvater anfallende Anteil nicht der Kindsmutter, sondern der KESB bzw. der Gemeinde 
auferlegt wurde, kann die Frage nach der gesetzlichen Grundlage offenbleiben. Die Argumente 
für die Entscheidung, dass aufgrund der gesamten Umstände auf die Geltendmachung des 
hälftigen Kostenanteils gegenüber dem Kindsvater verzichtet wurde, sind nachvollziehbar und 
werden von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert entkräftet. Ebenso rügt die Beschwerde-
führerin nicht substantiiert, weshalb es auch als unbillig erscheinen sollte, ihr ihren hälftigen 
Anteil aufzuerlegen. Ihre Ausführungen, dass B.____ den Kontakt zum Vater definitiv abgebro-
chen habe, seit die KESB dem Gesuch des Kindsvaters um Errichtung des gemeinsamen Sor-
gerechts stattgegeben habe, dass B.____ kein gemeinsames Sorgerecht gewünscht habe und 
dass die Ernennung einer Beiständin für B.____ eine Mehrbelastung statt eine Entlastung be-
deutet habe, reichen keinesfalls aus, um auch auf die Geltendmachung des auf die Beschwer-
deführerin 1 anfallenden hälftigen Anteils der Kosten aus Unbilligkeit zu verzichten. Obwohl die 
Ernennung der Beiständin und die Errichtung des gemeinsamen Sorgerechts vorliegend nicht 
Prozessthema sind, ist aufgrund der Ausführungen und der klaren Empfehlungen im Abklä-
rungsbericht vom 4. November 2021 nicht zu beanstanden, dass die KESB mit Entscheid vom 
15. Februar 2022 eine Erziehungsbeistandschaft errichtet hat. Überdies hatten gemäss Ent-

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scheid vom 15. Februar 2022 sowohl die Kindsmutter als auch der Kindsvater am 18. Novem-
ber 2021 der geplanten Errichtung der Kindesschutzmassnahme zugestimmt.  
 
7.1. Zu prüfen bleibt somit, ob die Beschwerdeführerin 1 von der Übernahme der Verfah-
renskosten und der Mandatsentschädigung aufgrund ihrer finanziellen Situation hätte befreit 
werden müssen.  
 
7.2.1. Gemäss § 69 Abs. 4 EG ZGB i.V.m. § 23 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrens-
gesetzes des Kantons Basel-Landschaft (VwVG) vom 13. Juni 1988 wird eine Partei im Ver-
waltungsverfahren auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten, der Kosten von 
Beweismassnahmen sowie der Parteientschädigung befreit, wenn sie ihre Bedürftigkeit glaub-
haft macht und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen 
Voraussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts 
gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint. Nach Art. 29 Abs. 3 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 hat jede 
Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspfle-
ge, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte 
notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Da die Voraus-
setzungen im kantonalen Recht gleich wie im Bundesrecht umschrieben werden, kann ein allfäl-
lig erhobener Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gestützt auf die bundesgerichtliche 
Praxis zu Art. 29 Abs. 3 BV geprüft werden (Urteil des BGer 2C_48/2017 vom 16. Juni 2017 
E. 2.2; Urteil des BGer 5A_890/2014 vom 11. Februar 2015 E. 2.1; KGE VV vom 28. Dezember 
2021 [810 21 278] E. 4.2; KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 2017 327] E. 2.1; KGE VV vom 
14. November 2018 [810 18 237] E. 5.1). Gemäss dem dritten und vierten Satz des § 18 Abs. 1 
GebV richtet bei Bedürftigkeit die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die Entschädigung 
der Mandatsperson und den Spesenersatz aus. Die Bedürftigkeit bestimmt sich nach den Krite-
rien der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Zivilprozess, wobei Vermögen unter 
Fr. 25'000.-- nicht angerechnet werden. Die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege 
gemäss Art. 117 f. der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) vom 19. Dezember 2008 
stimmen dabei mit denjenigen der Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV überein (BGE 142 III 
131 E. 4.1). Mittellosigkeit und Bedürftigkeit sind bedeutungsgleich (FRANK EMMEL, in: Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N. 4 zu Art. 117 ZPO). 
 
7.2.2. Die Voraussetzungen für den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege umschreibt 
das kantonale Recht gleich wie der Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 117 ZPO, so dass ein allfälliger 
Anspruch gestützt auf die bundesgerichtliche Praxis zu Art. 29 Abs. 3 BV geprüft werden kann. 
Als mittellos im Sinne des in Art. 29 Abs. 3 BV garantierten Anspruchs auf unentgeltliche 
Rechtspflege gilt eine Person dann, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen 
vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen notwendigen Lebensun-
terhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt 
sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation des Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Einrei-
chung des Gesuchs. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, anderseits 
die Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 135 I 221 E. 5.1). Für die Ermittlung des 

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Grundbedarfs ist vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum und den für seine Berechnung 
massgebenden Richtlinien auszugehen (vgl. DANIEL WUFFLI/DAVID FUHRER, Handbuch unent-
geltliche Rechtspflege im Zivilprozess, Zürich/St. Gallen 2019, Rz. 113 und 259 f.; ALFRED 
BÜHLER, Die Prozessarmut, in: Schöbi [Hrsg.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, 
unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 156). Es darf dabei aber nicht schematisch auf 
das betreibungsrechtliche Existenzminimum abgestellt werden. Vielmehr ist den gesamten indi-
viduellen Umständen Rechnung zu tragen (Urteil des BGer 5A_774/2015 vom 24. Februar 2016 
E. 2.1; BGE 124 I 1 E. 2a; BGE 108 Ia 108 E. 5b). Unter Berücksichtigung der Höhe der mut-
masslichen Prozesskosten ist zu prüfen, ob die gesuchstellende Person in der Lage ist, die 
Prozesskosten aus ihrem Vermögen oder dem monatlichen Einkommensüberschuss bei weni-
ger aufwändigen Prozessen binnen eines Jahres und bei anderen binnen zweier Jahre zu tilgen 
(Urteil des BGer 2C_48/2017 vom 16. Juni 2017 E. 2.4). Soweit das Vermögen einen ange-
messenen "Notgroschen" übersteigt, ist es dem Gesuchsteller unbesehen der Art der Vermö-
gensanlage zumutbar, dieses zur Finanzierung des Prozesses zu verwenden. Die Art der Ver-
mögensanlage beeinflusst allenfalls die Verfügbarkeit der Mittel, nicht aber die Zumutbarkeit, 
sie vor der Beanspruchung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung anzugreifen. Die um 
unentgeltliche Rechtspflege ersuchende Grundeigentümerin hat sich daher die für den Prozess 
benötigten Mittel allenfalls durch Belehnung der Liegenschaft bzw. Aufnahme eines zusätzli-
chen Hypothekarkredits, und, wenn zumutbar, nötigenfalls durch Veräusserung der Liegen-
schaft zu beschaffen. Die Veräusserung der Liegenschaft ist allerdings nur zumutbar, wenn 
damit zu rechnen ist, dass mit einem Verkauf die für den Prozess erforderlichen Mittel erwirt-
schaftet werden können, was namentlich vom Verkehrswert und der Belastung der Liegenschaft 
abhängt. An den Nachweis des Verkehrswertes und der fehlenden Möglichkeit zusätzlicher hy-
pothekarischer Belastung dürfen keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden (vgl. zum 
Ganzen Urteil des BGer 5A_726/2014 vom 2. Februar 2015 E. 4.2 m.w.H.). 
 
7.2.3. Es obliegt der gesuchstellenden Partei, ihre finanziellen Verhältnisse umfassend darzu-
legen und soweit wie möglich zu belegen. Aus den eingereichten Belegen muss auf jeden Fall 
der aktuelle Bedarf der Partei hervorgehen. Die Angaben und Belege haben über sämtliche 
finanziellen Verpflichtungen sowie über die Einkommens- wie auch über die Vermögens-
verhältnisse Aufschluss zu geben. Kommt die Partei diesen Obliegenheiten nicht nach, wird das 
Gesuch abgewiesen (Urteil des BGer 2C_48/2017 vom 16. Juni 2017 E. 2.3). 
 
7.3.1. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin nach Eingang der Gefährdungsmel-
dung vom 30. April 2021 und dem Beginn der Abklärungen bezüglich allfälliger Errichtung von 
Kindesschutzmassnahmen mit Eingabe vom 12. November 2021 bei der KESB ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege eingereicht. Die KESB hat dieses eingehend geprüft und mit Ent-
scheid vom 14. Januar 2022 abgewiesen. Die KESB führt in ihrem Entscheid vom 14. Januar 
2022 aus, dass aufgrund der eingereichten und hinreichend belegten Unterlagen der Kindsmut-
ter ihre finanzielle Situation habe beurteilt werden können. Aus den Unterlagen ergebe sich eine 
monatlich positive Sanierungsrate im Hinblick auf ihr Existenzminimum. Überdies besitze die 
Kindsmutter Vermögenswerte von über Fr. 25'000.-- in Form von Konti, Aktien sowie einer Ei-
gentumswohnung, was die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ausschliesse. Selbst 
bei einer grosszügigen Auslegung des Gesuchs würde kein Spielraum für eine Gutheissung 

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bestehen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege der Kindsmutter sei folglich sowohl auf-
grund der Einkommens- als auch der Vermögenssituation abzuweisen. Ausdrücklich wird im 
Entscheid festgehalten, dass bei einer Verschlechterung der finanziellen Situation die Möglich-
keit bestehe, für die Zukunft ein erneutes Gesuch einzureichen. 
 
7.3.2. Der Entscheid vom 14. Januar 2022 zeigt, dass die Beschwerdeführerin das Institut der 
unentgeltlichen Rechtspflege kannte und sie wusste, dass ein Gesuch gestellt werden kann. 
Zudem war ihr bewusst oder hätte aufgrund des Entscheids bewusst sein müssen, dass bei 
einer Verschlechterung der finanziellen Situation die Möglichkeit bestand, für die Zukunft ein 
erneutes Gesuch einzureichen. Die Beschwerdeführerin hat kein neues Gesuch eingereicht, 
weshalb auch nicht geprüft werden kann und muss, ob sie aufgrund veränderter Verhältnisse 
Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und auf Übernahme der Mandatsentschädigung 
durch die KESB gehabt hätte. In Anbetracht, dass die Beschwerdeführerin 1 – wie aus dem 
Gesuch vom 11. November 2021 hervorgeht – bei Gesuchseinreichung über Vermögenswerte 
(Bankkonto und Aktien) in der Höhe von rund Fr. 65'000.-- verfügte und vor allem auch Woh-
nungseigentümerin war, ist selbst bei einer Reduktion ihrer Einnahmen aufgrund des Bezugs 
von Krankentaggeldern (statt Lohn) und bei einer allfälligen in der Zwischenzeit eingetretenen 
teilweisen Schmälerung der Vermögenswerte und unter Berücksichtigung des Freibetrages von 
Fr. 25'000.-- gemäss § 18 Abs. 1 GebV äusserst fraglich, ob einem allfälligen Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege und der Übernahme der Mandatsentschädigung durch die KESB 
stattgegeben worden wäre.  
 
8. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin keinen An-
spruch auf Nichterhebung bzw. Nichtgeltendmachung der ihr auferlegten Kosten für das Verfah-
ren und für die Entschädigung der Mandatsperson inkl. Spesen infolge Billigkeitsüberlegungen 
hat und sie keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Übernahme der Mandatsent-
schädigung durch die KESB hat, da sie kein Gesuch eingereicht hat. Im Übrigen hätte ein der-
artiges Gesuch wohl geringe Erfolgsaussichten gehabt. Die Beschwerde ist folglich abzuwei-
sen.  
 
9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfassen die 
Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der 
unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Wie in der E. 4 hiervor ausgeführt, 
erfasst die elterliche Unterhaltspflicht auch Verfahrenskosten, die dem Kind entstehen. Entspre-
chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens sind die gesamten Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 1'200.-- der Beschwerdeführerin 1 aufzuerlegen und mit dem bereits geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 Abs. 1 
VPO wettzuschlagen. Gemäss § 22 VPO hat eine Partei unter den gleichen Voraussetzungen 
wie nach Art. 29 Abs. 3 BV Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege. Die Beschwerdeführerin 
hat für das Verfahren vor Kantonsgericht kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt, 
wobei – wie in der E. 7.3.2 hiervor ausgeführt – ein solches Gesuch wohl geringe Erfolgsaus-
sichten gehabt hätte.   

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der Be-

schwerdeführerin 1 auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in gleicher Höhe verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin