# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd45b5e1-fdb0-5637-8bbd-3cfd80ec7649
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.11.2023 D-6355/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6355-2023_2023-11-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6355/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski,  

Solidaritätsnetz Bern,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 10. November 2023 / N (…). 

 

 

D-6355/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 27. August 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte und dabei unter anderem angab, er sei 16 Jahre alt, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefragung minderjähriger 

Asylsuchender vom 4. Oktober 2023 (EB UMA) gegen eine Überstellung 

nach Kroatien vorbrachte, dass er in Kroatien schlecht behandelt worden 

sei, indem er nichts zu essen erhalten habe, 

dass in einem Altersgutachten vom 18. Oktober 2023 zum Schluss gelangt 

wurde, aufgrund der Untersuchung des Schlüsselbeins sei von einem Min-

destalter von 19 Jahren auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 25. Oktober 

2023 an seiner Minderjährigkeit festhalten liess,  

dass das SEM mit Verfügung vom 10. November 2023 – eröffnet am selben 

Tag – das Geburtsdatum im ZEMIS auf den 1. Januar 2004 (mit Bestrei-

tungsvermerk) festlegte, in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Kroatien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, 

die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-

lassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-

schwerdeführer verfügte, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung am 10. November 2023 ihr Man-

dat niederlegte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines neu mandatierten Rechts-

vertreters vom 17. November 2023 gegen diesen Entscheid beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfü-

gung sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf das Asylgesuch 

einzutreten, 

dass eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen sei, 

D-6355/2023 

Seite 3 

dass in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf Kostenvor-

schuss ersucht wurde, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

20. November 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass im Rahmen der Beschwerdebegründung auf die Dispositivziffer eins 

der Verfügung vom 10. November 2023 (ZEMIS-Eintrag) oder das Alter des 

Beschwerdeführers in keiner Weise eingegangen wurde, weshalb davon 

auszugehen ist, dass betreffend die entsprechende Dispositivziffer eins 

kein Beschwerdewille besteht, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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Seite 4 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer zwar geltend macht, er habe in Kroatien nie 

um Asyl ersuchen wollen, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank aber 

ergab, dass er am 21. August 2023 in Kroatien ein Asylgesuch eingereicht 

hat, 

dass das SEM die kroatischen Behörden daher zu Recht am 23. Oktober 

2023 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte, zumal das SEM auch zu Recht von 

der Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausging, was auf Beschwerde-

ebene auch nicht mehr bestritten wird, 

dass die kroatischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 6. No-

vember 2023 zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist, 

dass daran auch der Umstand nichts ändert, dass die Zustimmung gestützt 

auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO, "in order to continue to determine 

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responsibility" erfolgte (vgl. Urteil des BVGer F-1876/2023 vom 13. April 

2023 S. 4 m.w.H.), 

dass das Vorliegen systemischer Schwachstellen unter Hinweis auf die 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts zu verneinen ist (vgl. Referenzurteil 

des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5), 

dass diese Feststellung auch im Lichte der in der Beschwerde referenzier-

ten Äusserungen einer Delegation der NGOs «Centre for Peace Studies» 

und «Are You Serious?» anlässlich der Verleihung des Menschenrechts-

preises «Offene Alpen» am 15. Juni 2023 in Bern (vgl. CONSTANZE WARTA, 

Schweiz / Kroatien: Menschenrechtspreis auf der Balkanroute, 20. Juli 

2023, < https://forumcivique.org/artikel/schweiz-kroatien-menschenrechts-

preis-auf-der-balkanroute >, abgerufen am 21.11.2023) weiterhin Gültigkeit 

hat,  

dass Gleiches für die in der Beschwerde ebenfalls erwähnten kritischen 

Berichte gilt (vgl. Solidarité sans frontières und Droit de Rester, Eine Spi-

rale der Gewalt Dublin-Rückführungen nach Kroatien und die Rolle der 

Schweiz, 28. Juni 2023, < www.sosf.ch/cms/upload/230628_Sosf_Dub-

linKroatien_Spirale_der_Gewalt_DE_WEB.pdf > sowie Lighthouse Re-

ports, Europe’s Black Sites – Refugees arbitrarily detained, tortured at se-

cret facilities in EU, < https://www.lighthousereports.com/investigation/eu-

ropes-black-sites > sowie Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH], Juristi-

sche Analyse zu Kroatien: SFH beurteilt aktuelle Praxis der Schweiz kri-

tisch, 10. März 2023, < https://www.fluechtlingshilfe.ch/publikatio-

nen/news-und-stories/juristische-analyse-zu-kroatien-sfh-beurteilt-aktu-

elle-praxis-der-schweiz-kritisch >, sämtliche Berichte abgerufen am 

21.11.2023), 

dass auch der Hinweis auf die Rechtsprechung der deutschen Verwal-

tungsgerichte Braunschweig und Stuttgart sowie des höchsten Verwal-

tungsgerichts der Niederlande vom 13. April 2023 (202104072/1/V3) an der 

Feststellung des Referenzurteils E-1488/2020 nichts zu ändern vermag, 

zumal namentlich die deutsche Rechtsprechung als uneinheitlich zu be-

zeichnen ist (vgl. dazu etwa Beschluss des Verwaltungsgerichts München 

vom 20. Juni 2023 [M 10 S 23.50598], N 20 f.), 

dass schliesslich auch der Hinweis auf die kroatische Asylstatistik nichts 

ändert, wonach Kroatien im Jahre 2022 lediglich fünf Asylgesuche afgha-

nischer Staatsangehöriger geprüft habe und diese Zahl kleiner sei, als 

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diejenige der afghanischen Asylsuchenden, die im Rahmen des Dublin-

Verfahrens von der Schweiz nach Kroatien überstellt worden seien (ge-

mäss Beschwerdeschrift acht), 

dass diese Zahlen kaum Rückschlüsse auf das Vorliegen oder Nichtvorlie-

gen systemischer Mängel zulassen, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO vermutungsweise davon ausgegangen werden kann, dass Kroatien 

seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber 

Personen in der Situation des Beschwerdeführers nachkommt und insbe-

sondere die Rechte respektiert und schützt, die sich aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rats 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass diese Vermutung zwar im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür 

aber konkreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die von den Betroffenen 

glaubhaft darzutun sind (vgl. Urteil des BVGer F-1924/2023 vom 13. April 

2023 E. 7.2 m.w.H.), 

dass selbst unter der Annahme, die vom Beschwerdeführer geschilderten 

Erlebnisse entsprächen den Tatsachen, festzuhalten ist, dass er diese im 

Rahmen der illegalen Einreise erlebt hat, 

dass er sich im Falle einer Überstellung im Rahmen eines Dublin-Verfah-

rens in einer grundsätzlich anderen Situation befindet, weshalb aus den 

geschilderten Erlebnissen keine Schlüsse auf die Bedingungen gezogen 

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werden können, denen er bei einer Rückführung nach Kroatien in den dor-

tigen Aufenthaltsstrukturen ausgesetzt wäre (vgl. Urteil des BVGer 

D-6041/2022 vom 16. Mai 2023 E. 8.1), 

dass namentlich nicht angenommen werden kann, die Bedingungen seien 

derart schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 

FoK führen könnten, 

dass Kroatien grundsätzlich ein funktionierender Rechtsstaat ist und sich 

der Beschwerdeführer bei Bedarf an die dortigen Behörden wenden könnte 

(vgl. dazu Urteil des BVGer D-2260/2023 vom 27. April 2023 E. 8.3), 

dass sich die Überstellung nach Kroatien unter Beachtung der massgebli-

chen völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist, womit keine 

zwingenden Gründe für einen Selbsteintritt ersichtlich sind, 

dass dem SEM ausserhalb des Bereichs völkerrechtlicher Vollzugshinder-

nisse bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 ein Ermessensspiel-

raum zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), 

dass die angefochtene Verfügung unter diesem Blickwinkel nicht zu bean-

standen ist, zumal sich das SEM genügend mit dem konkreten Einzelfall 

auseinandergesetzt hat, 

dass folglich kein Grund für einen Selbsteintritt der Schweiz gemäss 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbindung mit Art. 17 Dublin-III-VO vorliegt, Kro-

atien somit zuständiger Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO bleibt und ver-

pflichtet ist, den Beschwerdeführer aufzunehmen, 

dass ferner keine Gründe ersichtlich sind, die Sache zur erneuten Ent-

scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist und in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist,  

dass das Gesuch um Verzicht auf Kostenvorschuss mit Entscheid in der 

Hauptsache gegenstandslos geworden ist, 

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dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Linus Sonderegger