# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e61508de-fb6f-528b-aabb-94f8b0b1e096
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.06.2010 C-5115/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5115-2008_2010-06-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5115/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______, 
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 24. April 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5115/2008

Sachverhalt:

A.
Der am _______ 1946 geborene,  verheiratete  und in  seiner  Heimat 
Spanien wohnhafte X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) war 
von 1964 bis 1974 (mit Unterbrüchen) in der Schweiz als Zimmermann 
tätig  und  entrichtete  während  dieser  Zeit  Beiträge  an  die 
obligatorische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV;  vgl.  act.  1  und  2).  Am  6.  Juli  2007  stellte  er  bei  der  
spanischen Verbindungsstelle  zuhanden der  IV-Stelle  für  Versicherte 
im Ausland (IVSTA,  im Folgenden: Vorinstanz) ein Gesuch um Bezug 
von Rentenleistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV; 
act. 3).

B.
Dieses Leistungsgesuch wies die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid 
vom 18. Februar 2008 (act. 37) bestätigenden Verfügung vom 24. April  
2008 im Wesentlichen mit der Begründung ab, beim Beschwerdeführer 
liege keine rentenbegründende Invalidität vor (act. 40).

C.
In seiner Beschwerde vom 1. August 2008 beantragte der Beschwer-
deführer sinngemäss, die Verfügung der Vorinstanz vom 24. April 2008 
sei  aufzuheben  und  es  sei  ihm eine  Invalidenrente  zuzusprechen  – 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte 
er  im Wesentlichen aus,  die  der  angefochtenen Verfügung zugrunde 
liegende Stellungnahme des ärztlichen Dienstes  der  Vorinstanz vom 
11. Januar 2008 (act. 35) beruhe auf unzuverlässigen medizinischen 
Vorakten,  die  vom  ärztlichen  Dienst  der  Vorinstanz  unzutreffend 
gewürdigt  worden  seien.  Auf  dessen  Stellungnahme  könne  nicht 
abgestellt  werden. Ohne Vornahme einer  zusätzlichen,  umfassenden 
ärztlichen  Untersuchung  könne  insbesondere  nicht  ausgeschlossen 
werden, dass er an einer Nervenwurzelkompression und einer somato-
formen Schmerzstörung leide. 

D.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 16. Oktober  2008  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ange-
fochtenen  Verfügung.  Im  Wesentlichen  führte  sie  aus,  die  medizi-
nischen Akten dokumentierten kein psychiatrisches Leiden. In seiner 
Stellungnahme vom 11. Januar  2008 habe der  ärztliche  Dienst  eine 

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weitergehende  Abklärung  der  somatischen  Leiden  als  nicht  erfor-
derlich erachtet. Folglich sei der medizinische Sachverhalt vollständig 
abgeklärt  worden,  und erweise sich die angefochtene Verfügung als 
rechtens.

E.
Nachdem er den mit Zwischenverfügung vom 23. Oktober 2008 einver-
langten  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr.  400.–  am  5.  November 
2008 geleistet  hatte  (Einzahlung von Fr. 410.–),  bestätigten  der  Be-
schwerdeführer  in  seiner  Replik  vom  26.  November  2008  und  die 
Vorinstanz in ihrer Duplik vom 2. Dezember 2008 die bisher gestellten 
Anträge und deren Begründung.

F.
Auf  die  weiteren  Ausführungen  der  Parteien  und  die  eingereichten 
Unterlagen  wird  – soweit  erforderlich  – in  den  nachfolgenden  Er-
wägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 1. August 2008 gegen die Ver-
fügung der Vorinstanz vom 24. April 2008, mit welcher das Leistungs-
begehren  des  Beschwerdeführers  vom  6.  Juli  2007  abgewiesen 
worden ist.

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art.  37  VGG])  sowie  des Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver -
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d bis VwVG]). 
Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln 
diejenigen Verfahrensbestimmungen Anwendung, welche im Zeitpunkt 
der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl.  
auch Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend  – keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  gegeben  ist.  Als 

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Vorinstanzen  gelten  die  in  Art.  33  VGG  genannten  Behörden.  Zu 
diesen gehört  auch die  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland,  die  mit 
Verfügungen über Leistungsgesuche befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. 
auch  Art.  69  Abs. 1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes vom 19.  Juni  1959 
über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwal-
tungsgericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig.

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei 
teilgenommen. Als Adressat ist er durch die angefochtene Verfügung, 
welche  ihm von der  spanischen  Verbindungsstelle  am 14. Juli  2008 
eröffnet  worden ist,  besonders berührt  und hat  an deren Aufhebung 
bzw. Änderung ein schutzwürdiges Interesse. Nachdem auch der ein-
verlangte Verfahrenskostenvorschuss innert Frist geleistet worden ist, 
kann auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde einge-
treten werden (Art. 60 ATSG, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG ).

2.
Vorab  sind  die  im  vorliegenden  Verfahren  wesentlichen  Verfahrens-
grundsätze darzustellen.

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 

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Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts-
erheblichen Sachverhalts  zu  sorgen. Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt; er  findet  zum einen sein  Korrelat  in  den Mit -
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen). Zum anderen  umfasst  die  behördliche und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf  
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist  (vgl.  GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversiche-
rungsgerichte  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 
sich  aus den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  [EVG,  heute  Schweizerisches  Bundesgericht] 
I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen  nicht.  Der  Richter  und die  Richterin  haben  vielmehr  jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das  Verwal-
tungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; 

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GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 
E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen.

Für den Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für 
die streitigen Belange umfassend ist,  auf allseitigen Untersuchungen 
beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis 
der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der  Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob 
die  Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlagge-
bend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich somit  weder  die  Herkunft 
des  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten.

Auch  auf  Beurteilungen  versicherungsinterner  Ärzte  der  Vorinstanz 
darf  nur abgestellt  werden,  sofern  sie schlüssig  und nachvollziehbar 
begründet  sowie  in  sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  Indizien 
gegen  ihre  Zuverlässigkeit  bestehen  (vgl.  zum Ganzen: BGE 125  V 
351 E. 3a und E. 3b/ee,  je  mit  Hinweisen). Nicht  in jedem Einzelfall  
zwingend  erforderlich  ist,  dass  solche  Ärzte  den  Versicherten  per-
sönlich  untersuchen.  Das  Fehlen  eigener  Untersuchungen  vermag 
daher ihre Stellungnahmen für  sich alleine nicht in Frage zu stellen.  
Dies  gilt  insbesondere  dann,  wenn  es  im  Wesentlichen  um die  Be-
urteilung der  erwerblichen Folgen eines bereits  feststehenden medi-
zinischen Sachverhalts  geht,  folglich  die  direkte  ärztliche  Befassung 
mit dem Versicherten in den Hintergrund rückt (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

3.
Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesent-
lichen  materiellen  Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu entwickelten Grundsätze dargestellt.

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Spanien und hat 
dort seinen Wohnsitz, so dass vorliegend die Bestimmungen des Ab-

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kommens  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  einer-
seits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Frei-
zügigkeit vom 21. Juni 1999 (im Folgenden: FZA, SR 0.142.112. 681) 
sowie  der  darin  erwähnten  europäischen  Verordnungen  anwendbar 
sind. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Si-
cherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Bür-
ger der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Soweit weder das FZA und 
die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte 
abweichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrund-
sätze dagegen  sprechen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung des Verfah-
rens und die materielle Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der 
schweizerischen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Insbeson-
dere  besteht  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der  Schweiz 
keine Bindung an Feststellungen und Entscheide ausländischer  Ver-
sicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte (vgl. BGE 130 
V  253  E.  2.4,  AHI  1996,  S. 179;  vgl.  auch  ZAK  1989  S. 320  E.2). 
Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel 
der  freien  Beweiswürdigung  des  Gerichts  (vgl.  Urteil  des  EVG vom 
11. Dezember 1981 i.S. D). 

3.2 In  zeitlicher  Hinsicht  ist  vorab  festzuhalten,  dass  Rechts-  und 
Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 24. April  2008) eintraten,  im 
vorliegenden  Verfahren  grundsätzlich  nicht  zu  berücksichtigen  sind 
(vgl. BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 

3.3 Weiter  sind  grundsätzlich  diejenigen materiellrechtlichen Bestim-
mungen  anzuwenden,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (vgl.  BGE  130  V  329).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445).

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schwei-
zerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der  ange-
fochtenen Verfügung vom 24. April 2008 in Kraft standen; weiter aber  
auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft  
getreten sind, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher ent-

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standenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab dem 1. 
Januar  2004  in  der  Fassung  vom  21.  März  2003  [AS  2003  3837; 
4. IVG-Revision]  und  ab  dem  1.  Januar  2008  in  der  Fassung  vom 
6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in 
den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision).

Bei  der  Beurteilung  des  vorliegend  geltend  gemachten  Renten-
anspruchs sind zudem das ATSG und die Verordnung vom 11. Sep-
tember 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11)  anwendbar. Die  im  ATSG enthaltenen  Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  Erwerbsunfähigkeit  und der  Invalidität 
entsprechen den  bisherigen,  von der  Rechtsprechung  zur  Invaliden-
versicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 
343 E. 3.1,  3.2 und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der 
Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV 
und  ATSV vom 28. September  2007  (5. IV-Revision  [AS  2007  5129 
bzw. AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008) nichts geändert.

3.4 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt  der Invalidität  während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 
(vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung  (AHV/IV)  geleistet  hat.  Diese  Bedingungen 
müssen kumulativ gegeben sein; fehlt  eine, so entsteht kein Renten-
anspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

3.4.1 Der Beschwerdeführer  hat  laut  Auszug vom 14. Oktober  2008 
aus dem individuellen Konto während insgesamt mehr als einem Jahr 
Beiträge  an  die  AHV/IV  geleistet  (vgl.  act.  1)  und  somit  die  mass-
gebende Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche 
Invalidenrente erfüllt (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der diesbezüglich an-
wendbaren, bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung).

3.4.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde,  ganze oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit  oder  Unmöglich-
keit,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 
und 3 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburts -
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

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Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Krite-
rien  definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu 
erzielen  oder  sich  im bisherigen  Aufgabenbereich  zu betätigen  (vgl. 
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im angestammten Beruf  bzw. der bis-
herigen Tätigkeit, sondern  – wenn erforderlich  – auch in zumutbaren 
Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist  also grund-
sätzlich  nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grund-
sätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit 
einzig  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen  einer  funktionellen 
Behinderung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der 
funktionellen Einschränkung (vgl. BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459).

Trotzdem ist  die Verwaltung  – und im Beschwerdeverfahren das Ge-
richt  – auf  Unterlagen angewiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 
Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stell-
ung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärzt lichen 
Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  noch  zugemutet  werden 
können (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Be-
urteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der 
Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwer-
defall dem Gericht.

3.4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gül -
tig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Drei-
viertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invalidi -
tätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und  bei  einem Invaliditätsgrad  von  mindestens  40% ein  solcher  auf 
eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (vgl. 
Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung).  
Laut Art. 28 Abs. 1ter  IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge-
wesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab dem 1. Januar 
2008 geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invalidi -
tätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung eine besondere An-

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spruchsvoraussetzung  darstellt  (vgl.  BGE  121  V  264  E.  6c).  Eine 
Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer 
Bürger und Staatsangehörige der EU, denen bereits ab einem Inva-
liditätsgrad von 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie – wie der 
Beschwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben.

3.4.4 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in jenem Zeitpunkt, in 
dem  die  versicherte  Person  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbs-
unfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b 
IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassungen). Gemäss Art.  
28 Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben 
jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähig-
keit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im Aufgabenbereich  zu betätigen,  nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal-
ten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b 
und c). 

3.5 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in 
seiner  Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 
2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt der  
IV-Stelle,  aus  medizinischer  Sicht  zu  entscheiden,  in  welchem Aus-
mass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutba-
rer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Ar-
beitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Ver-
sicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätig-
keit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 

4.
Die  beim Beschwerdeführer seit  dem 31.  Mai  1988  diagnostizierten 
Leiden (vgl. act.  13  ff.)  sind  zweifelsohne als  labiles  pathologisches 
Geschehen zu qualifizieren – also als Leiden, die sowohl eine Besse-

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rung als auch eine Verschlimmerung durchmachen können. Dies führt 
zur Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG  in der bis Ende 2007 
gültig  gewesenen  Fassung.  Danach entsteht  ein  allfälliger  Renten-
anspruch  frühestens  dann,  wenn  der  Versicherte  während  eines 

Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  zu  mindestens  40%  arbeits-

unfähig gewesen ist (Wartefrist, vgl. BGE 121 V 269 ff. Erw. 5 und 6). 
Dem  Beschwerdeführer  könnten  indessen  ohnehin  lediglich  für  die 
zwölf der Anmeldung vom 6. Juli 2007 (act. 3) vorangehenden Monate 
und die folgende Zeit Rentenleistungen ausgerichtet werden (vgl. Art. 
48 Abs. 2 IVG in der diesbezüglich anwendbaren, bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung).  Daher  ist  vorliegend  zu  prüfen,  ob  der  Be-
schwerdeführer  ab  dem 6. Juli  2005 während eines Jahres  zu min-
destens  40% arbeitsunfähig  gewesen  ist  und  anschliessend,  in  der 
Zeit  vom 6. Juli  2006  bis  24.  April  2008  (Erlass  der  angefochtenen 
Verfügung, vgl. E. 3.2 hiervor) invalid im Sinne des Gesetzes gewesen 
bzw. geworden ist.

Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben ist im Folgenden unter Heran-
ziehung  und  Würdigung  der  entscheidwesentlichen  Dokumente  zu 
prüfen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt vollstän-
dig erhoben und das Leistungsbegehren vom 6. Juli  2007 zu Recht 
mangels  anspruchsbegründender  Invalidität  abgewiesen  hat  – was 
vom Beschwerdeführer bestritten wird.

4.1 Die  angefochtene  Verfügung  erliess  die  Vorinstanz  im  Wesent-
lichen gestützt auf die Stellungnahme vom 11. Januar 2008 ihres ärzt-
lichen Dienstes (Dr. med. A._______; act. 35).

Zur Beurteilung lagen Dr. med. A._______ Berichte von in Spanien auf  
den  Gebieten  der  Chirurgie,  Orthopädie,  Traumatologie,  Radiologie, 
Kardiologie und Dermatologie praktizierenden Fachärzten aus der Zeit 
vom 31. Mai 1988 bis 15. November 2007 vor (vgl. act. 12 bis 26 und 
28 bis 33). In Würdigung des Rentenbescheids des spanischen Sozial-
versicherungsträgers vom 22. Juli 1988 (act. 2), von Arztberichten vom 
26. Januar 1998 (act. 14) und 30. Juli 2007 (act. 31) sowie Berichten 
vom 5. Dezember 2000 von Dr. med. B._______ (act. 16), vom 3. Mai 
2004 von Dr. med. D._______ (act. 17), vom 5. Juli 2004 von Dr. med.  
E._______ (act. 18 und 19), vom 6. Juni 2007 von Dr. med. C._______ 
(act. 29) und vom 8. August 2007 von Dr. med. F._______ (Formular E 
213;  vgl.  act.  33)  führte  Dr.  med.  A._______  als  Diagnosen  mit 
Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  eine  zervikale  und  lumbale 

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Spondylarthrose  (Hauptdiagnose)  sowie  eine  chronische  obstruktive 
Bronchopneumonie  an.  Als  Diagnose  ohne  Auswirkungen  auf  die 
Arbeitsfähigkeit erwähnte er eine Staub- und Milbenallergie. Er attes-
tierte dem Beschwerdeführer ab dem 28. November 2000 eine 30%ige 
Arbeitsfähigkeit in der zuletzt in Spanien bis zum 23. September 1986 
ausgeübten  Erwerbstätigkeit  als  Zimmermann  (vgl.  act.  2  und  34) 
sowie eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in leichten bis mittelschweren 
wechselbelastenden  Verweisungstätigkeiten  ohne  Heben und  Tragen 
von Lasten über 10 kg. Zur Begründung führte Dr. med. A._______ im 
Wesentlichen  aus,  die  vom Beschwerdeführer  zuletzt  ausgeübte  Er-
werbstätigkeit  sei  ihm  nicht  mehr  zumutbar.  Die  ärzt lichen  Berichte 
enthielten zwar unterschiedliche Beurteilungen der Auswirkungen der 
orthopädischen  Leiden  auf  die  Arbeitsfähigkeit.  Diese  Leiden  recht-
fertigten aber nicht die Annahme einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit 
in jeglicher Erwerbstätigkeit; ebenso wenig die chronische obstruktive 
Bronchopneumonie  und  die  übrigen  aktenkundigen  Beschwerden 
(act. 35).

4.2 Die – alleine auf einer Würdigung der medizinischen Vorakten be-
ruhende  – Stellungnahme  vom  11.  Januar  2008  von  Dr.  med. 
A._______ vermag im Ergebnis nicht zu überzeugen.

4.2.1 Der  Beschwerdeführer  hat  im  vorinstanzlichen  Verfahren  nie 
behauptet,  dass  er  an  psychischen  Beschwerden  – namentlich  an 
einer somatoformen Schmerzstörung – leide. Auch können den Akten 
– soweit lesbar  – keine fachärztlich diagnostizierten psychischen Be-
schwerden  entnommen werden; ebenso  wenig  finden  sich  Hinweise 
auf  Umstände,  welche nach Massgabe der  Rechtsprechung die  An-
nahme eines invalidisierenden psychischen Leidens rechtfertigen wür-
den (vgl. hierzu BGE 131 V 49 E. 1.2 mit  Hinweisen). Zu Recht hat 
daher  Dr.  med.  A._______  in  seiner  Stellungnahme  ausschliesslich 
somatische Leiden diagnostiziert und gewürdigt.

4.2.2 Beim  Zusammentreffen  verschiedener  somatischer  Gesund-
heitsbeeinträchtigungen  –  wie  vorliegend  der  asthmatischen  (dia-
gnostiziert seit dem 31. Mai 1988; vgl. act. 13 sowie act. 16, 29, 30 und 
33 S. 8), orthopädischen (diagnostiziert  ab dem 28. November 2000; 
vgl.  act.  16  sowie  act.  17,  29  und  33  S.  8)  und  kardio logischen 
Beschwerden (am 5. Juli 2004 diagnostizierte  aurikulare paroxsymale 
Fibrillation;  vgl.  act.  18  f.)  –  überschneiden  sich  aber  in  der  Regel 
deren  erwerbliche  Auswirkungen,  weshalb  der  Grad  der  Arbeits-

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unfähigkeit  jeweils  aufgrund  einer  sämtliche Behinderungen  umfass-
enden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist (vgl. Urteil des 
EVG I 850/02 vom 3. März 2003, E. 6.4.1 mit Hinweisen). 

Da diverse aktenkundige fachärztlichen Berichte ganz oder  zum Teil 
unleserlich (vgl. etwa act. 12, 14, 21 bis 24, 30, 31 und 32) und/oder  
nicht  datiert  sind (vgl. act. 24,  25 und 26),  und Dr. med. A._______ 
diese Unterlagen – mit Ausnahme von zwei Berichten (vom 26. Januar 
1998  und 30. Juli  2007; vgl. act.  14  und  31)  – auch  nicht  erwähnt, 
bestehen  erhebliche Zweifel  daran,  ob er  tatsächlich  sämtliche rele-
vanten  somatischen  Leiden  berücksichtigt  hat  und  seine  Stellung-
nahme mithin auf einer zuverlässigen Gesamtbeurteilung des Gesund-
heitszustandes beruht.

4.2.3 Hinzu kommt, dass auch an der Zuverlässigkeit der von Dr. med. 
A._______ hauptsächlich gewürdigten Berichte vom 6. Juni 2007 von 
Dr. med. C._______ (act. 29) und vom 8. August 2007 von Dr. med. 
F._______  (act.  33)  – welche  im  Gegensatz  zu  den  übrigen  akten-
kundigen Arztberichten (vgl. act. 12 bis 26 und 30 bis 32) eine Arbeits-
fähigkeitsbeurteilung enthalten – erhebliche Zweifel bestehen. 

Zum einen kann mangels ausreichender anamnestischen Angaben in 
den  Berichten  der  Dres.  med.  C._______  und  F._______  nicht  als 
überwiegend  wahrscheinlich  erstellt  gelten,  dass  ihnen  sämtliche 
aktenkundigen  medizinischen  Vorakten  bekannt  waren,  sie  also  alle 
relevanten Leiden des Beschwerdeführers berücksichtigten.  Dr. med. 
C._______  hat  in  seinem  Bericht  bloss  festgehalten,  dass  er  eine 
orthopädische  Untersuchung  durchgeführt  und  einen  nicht  akten-
kundigen  Bericht  vom 29. März  2007  von  Dr. med. E._______,  den 
Rentenbescheid des spanischen Sozialversicherungsträgers vom 22. 
Juli 1988 (act. 2), den radiologischen Bericht vom 30. November 2000 
von Dr. med. G._______ (act. 15) sowie einen weiteren, nicht akten-
kundigen  radiologischen  Bericht  (vgl.  act.  29  S.  1)  gewürdigt  habe. 
Dem Bericht  von  Dr. med. F._______ kann sodann – mit  Ausnahme 
des  Verweises  auf  den  damals  bereits  über  7  Jahre  alten radiolog-
ischen Bericht vom 30. November 2000 von Dr. med. G._______ (vgl. 
act. 33  S. 6  und  15)  – nicht  entnommen werden,  welche  konkreten 
medizinischen Vorakten ihm vorlagen; insbesondere auch nicht, ob ihm 
der orthopädische Bericht von Dr. med. C._______ bekannt war. 

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Zum  anderen  ist  festzuhalten,  dass  die  Dres.  med.  C._______  und 
F._______  weder  die  von  ihnen  diagnostizierten  asthmatischen  Be-
schwerden  noch  das  Herzleiden  des  Beschwerdeführers  (am 5. Juli 
2004 von Dr. med. E._______ diagnostizierte aurikulare paroxsymale 
Fibrillation [vgl. act. 18 f.]) selbst untersucht oder diesbezüglich Unter-
suchungen  veranlasst  haben  (vgl.  act.  29  S.  2  und  33  S.  8).  Ihre 
Berichte beruhen  daher auch nicht  auf  einer  – für  eine zuverlässige 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erforderlichen – allseitigen Untersuch-
ung des Gesundheitszustandes. 

4.2.4 Weiter  ist  festzuhalten,  dass das Leistungskalkül von Dr. med. 
A._______,  wonach  der  Beschwerdeführer  seit  dem  28.  November 
2000 in gleichbleibendem Ausmass teilweise erwerbsunfähig sei, keine 
Stütze in den  – voneinander erheblich abweichenden  –  Berichten der 
Dres.  med.  C._______  und  F._______ findet.  So  diagnostizierte  Dr. 
med. C._______ eine markante Arthrose zervikal, eine Arthrose dorsal 
und  lumbal,  eine  Diskushernie  L4-L5 und  L5  -S1  links,  eine  Kanal-
stenose  L5-S1  sowie  ein  exogenes  Asthma. Er  attestierte  dem Be-
schwerdeführer  sinngemäss  erst  ab  dem  6.  Juni  2007  eine  voll-
schichtige  Arbeitsunfähigkeit  in  jeglicher  Erwerbstätigkeit  und  führte 
zur  Begründung  im  Wesentlichen  aus,  infolge  des  Asthmas  sei  die 
Atmung  des  Beschwerdeführers  erheblich  eingeschränkt.  Dessen 
arterielle  Hypertonie  werde  medikamentös  behandelt  und  müsse 
regelmässig  ärztlich  untersucht  werden.  Angesichts  seiner  orthopä-
dischen Beschwerden  – insbesondere der Stenose, welche den Ner-
venwurzel S1 beidseitig komprimiere – sei der Beschwerdeführer nicht 
mehr in der Lage, ohne Pause weiter als 100 Meter zu gehen (act. 29). 
Demgegenüber  diagnostizierte  Dr.  med.  F._______  ein  Bronchial-
asthma,  eine  Rhinitis,  eine  Arthrose  zervikal,  eine  Diskuspathologie 
lumbal  – ohne  radikuläre  Auswirkungen  – sowie  eine  Dyslipidämie 
(act. 33 S. 8). Er konnte keine Bewegungseinschränkung der oberen 
und unteren Extremitäten oder die Beweglichkeit einschränkende neu-
rologische  Auffälligkeiten  feststellen  und  gelangte  im  Wesentlichen 
zum Schluss, der Beschwerdeführer sei zwar bereits seit  1988 nicht 
mehr in der Lage, die letzte Erwerbstätigkeit vollschichtig auszuüben. 
Indessen seien ihm ab diesem Zeitpunkt leichte Verweisungstätigkei-
ten ohne regelmässiges Bücken, Heben und Transportieren von Lasten 
zumutbar.  Weitergehendere  Angaben  zum  zeitlichen  Umfang  der 
Zumutbarkeit  einer  Verweisungstätigkeit  und/oder  der  zuletzt  aus-
geübten Erwerbstätigkeit können dem Bericht von Dr. med. F._______ 
allerdings  nicht  entnommen  werden.  Auch  aus  diesem  Grunde  be-

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inhaltet dieser Bericht keine die streitigen Belange umfassende, zuver-
lässige  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit,  auf  die  sich   Dr.  med. 
A._______ hätte abstützen können.

Auch  findet  die  Beurteilung  von  Dr.  med.  A._______  keine 
zuverlässige  Stütze  in  den  übrigen  aktenkundigen,  teilweise 
unlesbaren Arztberichten – namentlich auch nicht  im Bericht  vom 5. 
Dezember 2000 von Dr. med. B._______, der beim Beschwerdeführer 
am  28.  November  2000  erstmals  orthopädische  Leiden  bzw.  eine 
Ischialgie mit radikulärer Kompression infolge möglicher Diskushernie 
lumbal diagnostizierte (vgl. act. 16). All diese Berichte enthalten keine 
Beurteilung der Auswirkungen sämtlicher seit dem 28. November 2000 
diagnostizierter  Leiden  auf  die  Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers. Es  finden sich – wie  auch in  den Berichten der 
Dres.  med.  C._______  und  F._______  –  insbesondere  keine  Aus-
führungen  dazu,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  des  Beschwer-
deführers im vorliegend massgebenden Zeitraum vom 6. Juli 2005 bis 
zum 24. April 2008 rentenrelevant verändert hat. 

Angesichts  dieser  Umstände  ist  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  Dr. 
med. A._______ alleine gestützt auf die medizinischen Vorakten dafür 
hielt,  die  diagnostizierten  somatischen  Leiden  führten  zwar  im 
angestammten  Beruf  zu  einer  70%igen  Arbeitsunfähigkeit,  in 
Verweisungstätigkeiten  sei  der  Beschwerdeführer  aber  vollschichtig 
arbeitsfähig.  Das  von  Dr.  med.  A._______  erstellte Leistungskalkül 
wird zudem nicht einleuchtend begründet. Auch aus diesen Gründen 
kann nicht  auf  seine Stellungnahme vom  11. Januar 2008 abgestellt 
werden. 

5.
Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  keine  alle  streitigen 
Belange umfassende, zuverlässige sowie ausreichend begründete und 
nachvollziehbare Auseinandersetzung der Vorinstanz mit den Auswirk-
ungen des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers auf dessen 
Arbeitsfähigkeit im vorliegend massgebenden Zeitraum vorliegt. Ohne 
eine  ergänzende  fachärztliche  retrospektive  Abklärung  und  Beurtei-
lung ist  es folglich dem Bundesverwaltungsgericht  nicht  möglich,  mit 
dem im  Sozialversicherungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der  überwie-
genden  Wahrscheinlichkeit  festzustellen,  ob  und  gegebenenfalls  ab 
wann und wie lange der Beschwerdeführer Anspruch auf Ausrichtung 
einer Invalidenrente hat. 

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6.
Die Vorinstanz hat demnach den rechtserheblichen Sachverhalt nicht 
vollständig festgestellt  und gewürdigt  (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 
VwVG). Die angefochtene Verfügung ist in teilweiser Gutheissung der 
Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.  Diese  ist  anzuweisen,  unter  Berücksichtigung  der  akten-
kundigen medizinischen Berichte eine umfassende, retrospektive fach-
ärztliche  Abklärung  und  Beurteilung  der  Leiden  des  Beschwerde-
führers (insbesondere in orthopädischer, pneumologischer und kardio-
logischer Hinsicht) und ihrer Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit 
seit dem 6. Juli 2005 vornehmen zu lassen und anschliessend neu zu 
verfügen (Art. 61 Abs. 1 VwVG).

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten sowie eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Angesichts des teilweise Obsiegens des Beschwerdeführers sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 sowie 2 VwVG; vgl. 
BGE 132 V 215 E. 6.1). Der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvor-
schuss in Höhe von Fr. 410.– ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Dem  teilweise  obsiegenden  Beschwerdeführer  ist  eine  von  der 
Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 
Abs. 1  VwVG i.V.m. Art. 7  Abs.  2  des  Reglements  vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), welche mangels Kostennote auf-
grund  der  Akten  zu  bestimmen  ist  (Art.  14  Abs.  2  VGKE).  Unter 
Berücksichtigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands  er-
achtet das Bundesverwaltungsgericht ein zu entschädigendes Honorar 
von Fr. 1'500.– (inklusive Auslagen)  für  angemessen. Die Vorinstanz 
hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise  gutgeheissen und die Verfügung vom 
24.  April  2008  wird  aufgehoben.  Die  Sache  wird  an  die  Vorinstanz 

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zurückgewiesen mit der Weisung, die erforderlichen zusätzlichen Ab-
klärungen und Beurteilungen im Sinne von Erwägung 6 vorzunehmen 
und anschliessend neu zu verfügen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete 
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 410.– wird dem Beschwerdeführer 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe 
von Fr. 1'500.– zugesprochen, die von der Vorinstanz zu leisten ist.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

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Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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