# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09e70010-527a-593e-8dea-56f4794d6f6e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 28.02.2025 ZR1 2024 193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-193_2025-02-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 28. Februar 2025

Referenz ZR1 24 193

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitzende
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer
Postfach 355, Kornplatz 2, 7001 Chur

gegen

C._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rudolf Kunz
Postfach 341, Gäuggelistrasse 1, 7001 Chur

Gegenstand öffentliches Inventar

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Landquart vom 
10. Oktober 2024, mitgeteilt am 10. Oktober 2024 
(Proz. Nr. 135-2024-213)

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Sachverhalt

A. Am _____ 2024 verstarb D._____. Er hinterliess als gesetzliche Erbin seine 
Ehefrau, A._____, und als eingesetzten Erben C._____. A._____ bestreitet die 
Erbenstellung von C._____. Auf Gesuch von C._____ vom 3. Juni 2024 hin ordnete 
der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart am 12. Juni 2024 betreffend den 
Nachlass von D._____. ein öffentliches Inventar nach Art. 580 ff. ZGB an und 
beauftragte Rechtsanwalt und Notar lic. iur. F._____ mit dessen Aufnahme. Mit 
Entscheid vom 30. August 2024 schloss der Einzelrichter am Regionalgericht 
Landquart das öffentliche Inventar vom 28. August 2024 und stellte es A._____ und 
C._____ zu. A._____ ersuchte den Einzelrichter am Regionalgericht Landquart am 
26. September 2024 innert Auflegungsfrist um Ergänzung und Berichtigung des 
öffentlichen Inventars. Gleichzeitig erklärte sie die Annahme der Erbschaft unter 
öffentlichem Inventar. Der Einzelrichter überwies das Gesuch am 1. Oktober 2024 
an den Notar. Mit Entscheid vom 10. Oktober 2024 stellte der Einzelrichter am 
Regionalgericht Landquart das vom Notar in Teilen ergänzte bzw. korrigierte 
Inventar vom 9. Oktober 2024 den Beteiligten zu (Dispositivziffer 1), nahm Kenntnis 
davon, dass A._____ in ihrem Schreiben vom 26. September 2024 bereits Annahme 
der Erbschaft unter öffentlichem Inventar erklärt hatte (Dispositivziffer 2), und setzte 
C._____ eine Frist von einem Monat zur Erklärung über die Annahme der Erbschaft 
an (Dispositivziffer 3), unter Kostenverteilung zulasten des Nachlasses, subsidiär 
zulasten von C._____ (Dispositivziffer 4).

B. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
am 21. Oktober 2024 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren und Anträge:

1. Die Dispositivziffer 1 des Entscheids des Einzelrichters am 
Regionalgericht Landquart vom 10. Oktober 2024 sei aufzuheben und 
das öffentliche Inventar vom 9. Oktober 2024 im Nachlass von D._____. 
sei dahingehend zu ergänzen und zu berichtigen, als dass:

a) sämtliche im öffentlichen Inventar aufgeführten Aktiven im 
Alleineigentum von Dr. A._____ stehen und nicht Bestandteil des 
Nachlasses von D._____. bilden, mitunter sind die folgenden 
Aktiven im öffentlichen Inventar, insbesondere unter "C. Vermögen 
per Todestag", zu löschen:

- Hausrat in der Liegenschaft A._____;

- Bank G._____ (USD 5'889'050 / CHF 5'397'314.33);

- Bank H._____ (USD 5'482'001 / CHF 5'024'253.92);

- Bank I._____ (CHF 115’685);

- Verrechnungssteuerguthaben/Steuerrückbehalt USA
(CHF 4'349);

- E._____ (CHF 1'000);

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- K._____ (CHF 20'000);

b) eventualiter bei sämtlichen Aktiven gemäss vorstehenden Ziffer a) 
ein Hinweis gemäss Art. 77 Abs. 3 EGzZGB aufzunehmen ist, 
wonach Zweifel bestehen, ob die Vermögenswerte zum Nachlass 
gehören;

c) die Hypothek bei der Sammelstiftung J._____ mit einem 
Schuldstand per Todestag von CHF 700'341.25 und fortlaufenden 
Hypothekarzinsen besteht;

d) sämtliche Forderungsanmeldungen von Dr. A._____:

- Bankguthaben und Wertschriften, Fahrzeuge: 
CHF 10'562'602.25, bestehend aus USD 11'371'051 (Bank 
G._____ USD 5'889'050, Bank H._____ USD 5'482'001) und 
CHF 141'034 (Bank I._____ CHF 115'685, Guthaben 
Verrechnungssteuer/Steuerrückbehalt USA CHF 4'349, 
Fahrzeuge CHF 21'000); und

- Liegenschaft A._____: CHF 2'023'361 zuzüglich eines allfälligen 
Mehrwerts;

je nach rechtlicher Qualifikation insbesondere im Eigentumsrecht 
(Ansprüche infolge Alleineigentum/Eigengut von Dr. A._____), im 
Güterrecht (güterrechtliche Ansprüche aus dem durch den Tod des 
Erblassers aufgelösten Güterstand), im Gesellschaftsrecht 
(Ansprüche aus der Liquidation von einfachen Gesellschaften, 
insbesondere Rückzahlung der Einlagen an Dr. A._____) und/oder 
im Darlehensrecht (Ansprüche aus Gewährung von Darlehen) 
gründen;

e) Ziffer 5 unter "A. Vorbericht" wie folgt geändert wird: "Mit Eingabe 
vom 26. September 2024 beantragte die Witwe beim 
Regionalgericht Landquart die Ergänzung und Berichtigung des 
öffentlichen Inventars."

2. Eventualiter sei die Dispositivziffer 1 des Entscheids des Einzelrichters 
am Regionalgericht Landquart vom 10. Oktober 2024 aufzuheben und 
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.

Prozessualer Antrag

4. Es seien die Akten im Verfahren Proz. Nr. 135-2024-213 vor dem Regio-
nalgericht Landquart beizuziehen.

C. C._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagter) beantragte mit 
Berufungsantwort vom 7. November 2024, auf die Berufung sei nicht einzutreten, 
eventualiter sei sie unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Berufungsklägerin abzuweisen. Für den Fall, dass die Berufung als Beschwerde 
entgegengenommen würde, beantragte er, es sei der Beschwerde aufschiebende 
Wirkung zu erteilen, damit die Frist zur Einreichung der Erklärung über den Erwerb 
der Erbschaft nicht ablaufe.

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D. Mit Verfügung vom 11. November 2024 gewährte die Vorsitzende dem 
Rechtsmittel mit Bezug auf die im angefochtenen Entscheid angesetzte Frist zur 
Erklärung über den Erwerb der Erbschaft (Dispositivziffer 3) einstweilen 
aufschiebende Wirkung.

E. Die Berufungsklägerin bezog mit Replik vom 21. November 2024 Stellung, 
wobei sie an ihren Rechtsbegehren festhielt und beantragte, soweit sich der Antrag 
auf aufschiebende Wirkung auf die dem Berufungsbeklagten angesetzte 
Erklärungsfrist über den Erwerb der Erbschaft beziehe, sei darauf nicht einzutreten, 
eventualiter sei der Antrag diesbezüglich abzuweisen.

F. Der Berufungsbeklagte nahm mit Duplik vom 5. Dezember 2024 Stellung und 
hielt an seinen Rechtsbegehren fest. 

G. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2024 bestätigte die Vorsitzende die 
superprovisorisch gewährte aufschiebende Wirkung. Die Verteilung der Kosten 
dieser Verfügung behielt die Vorsitzende dem Hauptentscheid vor.

H. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. Nr. 135-2024-213) sowie die Akten des 
Notars (act. I.1-17) wurden beigezogen.

I. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden das 
Gerichtsorganisationsgesetz vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) in Kraft. Auf 
diesen Zeitpunkt hin fusionierte das Kantonsgericht von Graubünden mit dem 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zum Obergericht des Kantons 
Graubünden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 
auf das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Infolge der damit 
verbundenen Anpassung der Verfahrensnummern wird das Verfahren ZK1 24 193 
neu als ZR1 24 193 geführt.

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Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Anfechtungsobjekt

Mit dem angefochtenen Entscheid wird das öffentliche Inventar über den Nachlass 
von D._____. den Beteiligten zur Kenntnis gebracht und die Frist zur Erklärung über 
die Annahme der Erbschaft (Art. 587 Abs. 1 ZGB) angesetzt, das öffentliche 
Inventar in diesem Sinne abgeschlossen, wodurch das erstinstanzliche Verfahren 
endet. Es liegt mithin ein Endentscheid vor, der grundsätzlich ein berufungsfähiges 
Anfechtungsobjekt darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_791/2017 vom 
17. Juli 2018 E. 1.1; Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO).

1.2. Streitwert

1.2.1. Die Berufung ist in vermögensrechtlichen Angelegenheiten erst ab einem 
Streitwert von CHF 10'000.00 zulässig; bei darunterliegendem Streitwert ist das 
Rechtsmittel der Beschwerde einschlägig (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO; 
Art. 319 lit. a ZPO). Erbrechtliche Angelegenheiten sind grundsätzlich 
vermögensrechtlicher Natur (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_441/2020 vom 
8. Dezember 2020 E. 1.1). Dies gilt auch für den Abschluss des öffentlichen 
Inventars (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_791/2017 vom 17. Juli 2018 E. 1.1; 
vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 19 145 vom 12. November 
2019 E. 1.2; vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau ZBE.2023.9 vom 
5. August 2024 E. 2 in fine). Entsprechend ist die Zulässigkeit der Berufung 
vorliegend streitwertabhängig. Der Streitwert bestimmt sich nach den 
Rechtsbegehren (Art. 91 ZPO), wobei grundsätzlich auf die vorinstanzlich zuletzt 
aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren abzustellen ist. Weder das Gesuch um 
Aufnahme eines öffentlichen Inventars des Berufungsbeklagten noch die 
Ergänzungs- und Berichtigungsanträge der Berufungsklägerin lauten auf eine 
bestimmte Geldsumme. Wie bei der Auskunftsklage ist auch beim Gesuch um 
Aufnahme eines öffentlichen Inventars eine genaue Bezifferung der anbegehrten 
Information naturgemäss nicht möglich, geht es doch gerade darum, sich über 
Aktiven und Passiven sowie ihren Wert zu informieren (vgl. HÄUPTLI, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 5. Aufl. 2023, Art. 560 N. 26). Da unter den 
Parteien keine Einigung über den Streitwert vorliegt (vgl. act. A.1, I.4; vgl. act. A.2, 
II.A.8), ist dieser vom Gericht festzusetzen (Art. 91 Abs. 2 ZPO).

1.2.2. Würde vorliegend auf den Wert des Nettonachlasses abgestellt, wie es der 
Berufungsbeklagte geltend macht, wäre aufgrund des erheblichen 

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Passivenüberschusses (vgl. act. B.4) des öffentlichen Inventars der Streitwert der 
Berufung nicht erreicht. Würde auf den Bruttowert der Aktiven oder die 
angemeldeten Forderungen abgestellt, wäre er hingegen erreicht. Es steht daher in 
Frage, wonach der Streitwert vorliegend festzusetzen ist. Das Obergericht Zürich 
geht für den Streitwert beim öffentlichen Inventar teils vom mutmasslichen Wert des 
Nettonachlasses (Urteil des Obergerichts Zürich PF230023 vom 2. November 2023 
E. 2.1), teils vom Bruttowert der Aktiven des Nachlasses (Urteil des Obergerichts 
Zürich LF130021 vom 24. April 2013 E. III) aus. In einem Fall betreffend 
Erstreckung der Deliberationsfrist wurde für den Streitwert auf die Höhe der im 
öffentlichen Inventar angemeldeten Forderungen abgestellt, welche Gegenstand 
eines parallelen ordentlichen Zivilprozesses waren (Urteil des Obergerichts Zürich 
PF140032 vom 17. September 2014 E. 3). Bei Sicherungsmassregeln nach 
Art. 551 ff. ZGB wird der Bruttowert der Aktiven des Nachlasses als Streitwert 
zugrunde gelegt, wenn der ganze Nachlass betroffen ist (DIGGELMANN, in: 
Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 91 N. 30). Das Bundesgericht erwog im 
Zusammenhang mit dem Streitwert beim öffentlichen Inventar, dieser müsse wie bei 
Auskunftsklagen nicht exakt beziffert werden. Das Erreichen der Streitwertgrenze 
(für die Beschwerde ans Bundesgericht) begründete das Bundesgericht mit der Art 
des Verfahrens und den vermögensrechtlichen Folgen, welche die materiellen 
Wirkungen des öffentlichen Inventars erzeugen können (vgl. Urteils des 
Bundesgerichts 5A_184/2012 vom 6. Juli 2012 E. 1.3). Aus diesen Gründen sowie 
in Berücksichtigung dessen, dass vorliegend Aktiven von erheblichem Wert in Frage 
stehen, die gleichzeitig auf der Passivseite als von der Berufungsklägerin 
angemeldete Forderungen inventarisiert wurden – der mutmassliche Nettonachlass 
weist denn auch lediglich deshalb einen Passivenüberschuss auf, weil die 
Berufungsklägerin gemäss den von ihr eingegebenen Forderungen (mehr als) 
sämtliche inventarisierten Aktiven für sich beansprucht –, ist der Streitwert für eine 
Berufung vorliegend als erreicht zu erachten (Art. 308 Abs. 2 ZPO).

1.3. Form und Frist

Für Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt das Summarverfahren (vgl. 
Art. 248 lit. e ZPO; E. 1.6). Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung zehn Tage (vgl. Art. 314 
Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde den Parteien am 10. Oktober 2024 
mitgeteilt und die Berufung wurde am 21. Oktober 2024 zuhanden des (damaligen) 
Kantonsgerichts von Graubünden der Post übergeben. Die Berufungsfrist ist damit 

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gewahrt. Auf die Berufung ist unter Vorbehalt der Ausführungen zum 
Rechtsschutzinteresse einzutreten.

1.4. Zuständigkeit

Die Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO 
(BR 320.100). Innerhalb des Obergerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche 
Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer 
(Art. 9 lit. a OGV [BR 173.010]). Nach Art. 7 Abs. 2 lit. abis EGzZPO entscheidet das 
Obergericht in einzelrichterlicher Kompetenz über Berufungen gegen Entscheide im 
summarischen Verfahren. Ein Entscheid in Dreierbesetzung erfolgt nach Art. 7 
Abs. 3 EGzZPO, wenn dies von einer Partei in der ersten Rechtsschrift beantragt 
wird, der Streitwert CHF 10'000.00 übersteigt und das Rechtsmittel nicht 
offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Da die 
erwähnten Bestimmungen erst per 1. Januar 2025 in Kraft getreten sind, wurde den 
Parteien mit Schreiben vom 30. Januar 2025 Frist angesetzt, um einen 
entsprechenden Antrag zu stellen. Der Berufungsbeklagte verzichtete auf einen 
Entscheid in Dreierbesetzung (vgl. act. D.17) und von der Berufungsklägerin ging 
innert Frist kein Antrag auf einen Entscheid in Dreierbesetzung ein. Das vorliegende 
Urteil ergeht daher in Einzelbesetzung.

1.5. Rechtsschutzinteresse

1.5.1. Die Berufungsklägerin macht geltend, der vorinstanzliche Entscheid komme 
einer faktischen Abweisung ihres Gesuchs vom 26. September 2024 auf 
Berichtigung und Ergänzung des öffentlichen Inventars gleich, womit ihr 
Rechtsschutzinteresse gegeben sei (vgl. act. A.1, I.6). Der Berufungsbeklagte 
entgegnet, die Berufungsklägerin habe die Erbschaft im erwähnten Gesuch 
bedingungslos angenommen und diese Annahme in der Berufung nicht bestritten. 
Sie habe damit ihr Recht auf eine Abänderung des Inventars verwirkt. Ausserdem 
fehle ihr das Rechtsschutzinteresse, weil das öffentliche Inventar nicht der 
rechtlichen Prüfung des Bestehens der Aktiven und Passiven diene, sondern der 
Information über den Nachlass. Ob Aktiven wegfielen oder nicht, habe für sie keine 
Wirkung, da sie die Erbschaft bereits angenommen habe. Auf die Berufung sei 
deshalb nicht einzutreten (vgl. act. A.2, II.A.5-7). Die Berufungsklägerin führt aus, 
ihre Erklärung, die Erbschaft unter öffentlichem Inventar anzunehmen, habe implizit 
die von ihr beantragten Ergänzungen und Berichtigungen vorausgesetzt. Ferner 
beruft sie sich auf ihre Stellung als Gläubigerin bzw. ihren Anspruch, dass 
angemeldete Forderung im öffentlichen Inventar korrekt aufgenommen werden (vgl. 

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act. A.3, III.6). Der Berufungsbeklagte weist ergänzend darauf hin, die 
Berufungsklägerin habe die Vormerknahme ihrer Annahmeerklärung im 
erstinstanzlichen Entscheid (Dispositivziffer 2) nicht angefochten (vgl. act. A.4, 
II.A.4). 

1.5.2. Voraussetzung für das Eintreten auf die Berufung ist die Beschwer. Ein 
Berufungskläger ist formell beschwert, wenn das Dispositiv des angefochtenen 
Entscheids von seinen Rechtsbegehren abweicht. Eine materielle Beschwer liegt 
vor, wenn sich der angefochtene Entscheid nachteilig auf seine Rechtsstellung 
auswirkt, so dass er ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung hat. Dies 
kann selbst dann der Fall sein, wenn er obsiegt und formell nicht beschwert ist (BGE 
120 II 5 E. 2.a; REETZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, 
Vorbemerkungen zu den Art. 308–318 N. 29 ff.).

1.5.3. Dem Gesuch der Berufungsklägerin um Ergänzung und Berichtigung des 
öffentlichen Inventars vom 26. September 2024 wurde mit Ausnahme des 
Eventualantrags auf Aufnahme des (lediglich) hälftigen Miteigentumsanteils an der 
Liegenschaft in B._____ (vgl. RG-act. 12, Rechtsbegehren 1.c; und bzgl. des 
vorinstanzlichen Entscheids Rechtsbegehren 2) nicht entsprochen, weshalb die 
Berufungsklägerin formell beschwert ist (vgl. RG act. 9 und 15 f.).

1.5.4. Zur Prüfung der materiellen Beschwer im vorliegenden Fall ist auf den Zweck 
und die Wirkungen des öffentlichen Inventars einzugehen. Das Inventar, in dem die 
Vermögenswerte und Schulden der Erbschaft verzeichnet sind (vgl. Art. 581 Abs. 1 
ZGB), dient zum einen der Information der Erben über die Aktiven und Passiven der 
Erbschaft, damit sie den Entscheid über die Annahme oder Ausschlagung des 
Nachlasses in voller Kenntnis des Bestandes und des Wertes der Erbschaft treffen 
können (LEU/BRUGGER, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
II, 7. Aufl. 2023, vor Art. 580-592 N. 7; vgl. BGE 110 II 228 E. 2). Zum anderen gibt 
es ihnen in der Form des Instituts der Annahme der Erbschaft unter öffentlichem 
Inventar die Möglichkeit, die Haftung für Erblasserschulden zu beschränken 
(Präklusion; vgl. BGE 144 III 313 E. 2.4; NONN/GEHRER CORDEY, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 5. Aufl. 2023, Vorbem. zu Art. 580 ff. ZGB N. 1 
ff.; zum genauen Umfang der materiellrechtlichen Wirkungen siehe NONN/GEHRER 
CORDEY, a.a.O., Art. 590 N. 4 ff.). Bei Annahme unter öffentlichem Inventar gehen 
die Passiven nur soweit auf die annehmenden Erben über, als sie inventarisiert sind 
(Art. 589 Abs. 1 ZGB). Für die nicht inventarisierten und nicht pfandgesicherten 
Forderungen ändert sich die Rechtslage, sei es, dass für sie die Haftung entfällt 
oder sich diese auf die Bereicherung aus der Erbschaft beschränkt (Art. 590 ZGB). 

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Die Aufnahme oder Nichtaufnahme von Passiven im Inventar kann daher die 
Rechtsstellung der Gläubiger sowie der übernehmenden Erben verändern (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5C.126/2006 vom 23. August 2006 E. 4.1), insbesondere 
löst die Nichtaufnahme die Präklusionsfolgen nach Art. 590 ZGB unabhängig davon 
aus, ob sie zu Recht oder zu Unrecht erfolgte (BGE 110 II 228 E. 2; Urteil des 
Obergerichts Zürich LF180091 vom 7. Mai 2019 E. IV.2). Die Aufnahme oder 
Nichtaufnahme von Aktiven hat zwar keine vergleichbaren Folgen; die Aktiven 
gehen im Rahmen der Universalsukzession (Art. 560 Abs. 1 ZGB) auf die 
annehmenden Erben über, unabhängig davon, ob sie im Inventar verzeichnet sind 
oder nicht. Da jedoch der primäre Zweck des öffentlichen Inventars in der 
Informationsbeschaffung und nicht in der Haftungsbegrenzung liegt, kann ein 
schutzwürdiges Interesse an einer Ergänzung auch dann bestehen, wenn durch sie 
die Informationskraft des Inventars erhöht und die Entscheidung über die Annahme 
oder Ausschlagung der Erbschaft beeinflusst wird.

1.5.5. Die Berufungsklägerin erklärte zeitgleich mit dem Ergänzungs- und 
Berichtigungsgesuch vom 26. September 2024 die Annahme der Erbschaft unter 
öffentlichem Inventar (RG act. 12, II.14). Das Bundesgericht hat die Frage 
aufgeworfen, ob nach Annahme der Erbschaft unter öffentlichem Inventar noch ein 
aktuelles und praktisches Interesse an seiner Überprüfung bestehe (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_739/2019 vom 27. Januar 2020 E. 1.2.2; 5A_791/2017 vom 
17. Juli 2018 E. 1.1). Das öffentliche Inventar soll zwar eine Grundlage für den 
Entscheid über die Annahme der Erbschaft bieten, nach diesem Entscheid verliert 
das öffentliche Inventar jedoch nicht jegliche Bedeutung, da es auch eine 
haftungsbeschränkende Funktion hat. Zudem ist fraglich, ob eine Erbschaft vor 
rechtskräftigem Abschluss des öffentlichen Inventars überhaupt "unter Inventar" 
angenommen werden kann, mithin, ob die von der Berufungsklägerin vor 
rechtskräftigem Abschluss abgegebene Erklärung wirksam ist (siehe E. 1.7.3). Vor 
diesem Hintergrund kann zumindest vorliegend ein aktuelles Interesse nicht allein 
mit Verweis auf die Annahmeerklärung verneint werden. Selbst wenn dies der Fall 
wäre und die besagte Erklärung der Berufungsklägerin die Aktualität entfallen 
liesse, so gälte dies nur soweit, als sich die Genannte auf ihre Stellung als Erbin 
beruft. Soweit sie hingegen eine Gläubigerstellung geltend macht, kann ihre als 
Erbin abgegebene Annahmeerklärung die Aktualität des Rechtsschutzinteresses 
nicht entfallen lassen.

1.5.6. Mit Bezug auf die Aktiven macht die Berufungsklägerin geltend, diese 
stünden in ihrem Alleineigentum (vgl. act. A.1, Rechtsbegehren 1.a) und seien 
daher aus dem Inventar zu löschen oder bei Zweifeln über die Zugehörigkeit zum 

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Nachlass zumindest mit einem entsprechenden Hinweis nach Art. 77 Abs. 3 
EGzZGB zu versehen (vgl. act. A.1, Rechtsbegehren 1.b). Wie erwähnt gehen 
Nachlassaktiven unabhängig ihrer Inventarisierung auf die annehmenden Erben 
über. Die Berufungsklägerin ist daher weder durch die Aufnahme von Aktiven im 
öffentlichen Inventar noch durch einen fehlenden Hinweis nach Art. 77 Abs. 3 
EGzZGB in ihrer Rechtsstellung direkt betroffen. Beides beeinflusst jedoch die 
Informationskraft des Inventars und den Entscheid über die Annahme oder 
Ausschlagung der Erbschaft. Zwar verfügt die Berufungsklägerin als (mindestens) 
Miteigentümerin der inventarisierten Bankguthaben, Wertschriften und Liegenschaft 
bereits ohne Berichtigung des Inventars über die notwendigen Informationen für 
einen fundierten Entscheid. Wäre sie alleinige Erbin, könnte daher argumentiert 
werden, es fehle ein schutzwürdiges Interesse an der Berichtigung. Vorliegend hat 
neben ihr jedoch auch ein eingesetzter Erbe, der Berufungsbeklagte, basierend auf 
dem öffentlichen Inventar einen Annahmeentscheid zu fällen, was sich auf die 
Rechtsstellung der Berufungsklägerin auswirken kann (vgl. Art. 572 Abs. 2 ZGB). 
Würden die Aktiven wie beantragt aus dem Inventar gelöscht, so hätte dies einen 
Einfluss auf den Nettowert des Nachlasses und den Annahmeentscheid des 
Berufungsbeklagten. Insofern könnte die Rechtsstellung der Berufungsklägerin 
indirekt betroffen sein, was sie so jedoch nicht geltend macht. Ob diese indirekte 
und nicht behauptete Auswirkung auf die Rechtsstellung der Berufungsklägerin zur 
materiellen Beschwer ausreicht, muss nicht vertieft werden, da die Berufung mit 
Blick auf die Rechtsbegehren 1.a und 1.b ohnehin abzuweisen ist (vgl. E. 2.1).

1.5.7. Mit Bezug auf die Passiven rügt die Berufungsklägerin, die 
Hypothekargläubigerin sei im öffentlichen Inventar widersprüchlich und falsch 
bezeichnet worden (vgl. act. A.1, II.23). In der Tat wird im Inventar unter dem Titel 
Güterrecht ausgeführt, die Eheleute würden für die "Hypothek bei der I._____", 
Schuldstand per Todestag CHF 700'341.25, solidarisch haften (vgl. act. B.4, B.3), 
während in der Aufstellung der Passiven die Hypothek als "Hypothek L._____" mit 
dem Betrag von CHF 700'341.25 aufgeführt wird (vgl. act. B.4, C.2). Fehlt eine 
genaue Bezeichnung des Gläubigers im Inventar, so läuft der effektive Gläubiger 
Gefahr, sich später die Präklusionswirkung entgegenhalten lassen zu müssen. Aus 
diesem Grund wäre der effektive Gläubiger materiell beschwert und an einer 
Berichtigung der Gläubigerbezeichnung interessiert. Die Berufungsklägerin ist 
hingegen weder als Erbin noch als Gläubigerin durch eine solche ungenaue 
Bezeichnung beschwert, würde ihr die ungenaue Bezeichnung eines anderen 
Gläubigers vielmehr erlauben, für dessen Ausschluss aufgrund der 
Präklusionswirkung zu argumentieren. Aufgrund des Umstands, dass die 
Berufungsklägerin als Solidargläubigerin der Hypothekarschuld selbst Kenntnis des 

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effektiven Gläubigers hat (vgl. die von ihr eingereichte Kapital- und Zinsbestätigung 
vom 9. August 2024 mit dem Briefkopf "L._____" [RG act. 12.14]), und die 
Hypothekarschuld an sich mit dem korrekten Betrag von CHF 700'341.25 im 
Inventar aufgenommen wurde, ist auch nicht ersichtlich, inwiefern eine Berichtigung 
einen Einfluss auf den Annahmeentscheid der Berufungsklägerin oder des 
Berufungsbeklagten – und damit indirekt auf die Rechtsstellung der 
Berufungsklägerin – haben könnte. Die materielle Beschwer der Berufungsklägerin 
ist in diesem Punkt daher zu verneinen und auf Rechtsbegehren 1.c mit Blick auf 
die Gläubigerbezeichnung nicht einzutreten. Die Berufungsklägerin beantragt mit 
Rechtsbegehren 1.c ferner, es seien im öffentlichen Inventar auch die fortlaufenden 
Hypothekarzinsen aufzunehmen. Hierauf ist bereits mangels Begründung nicht 
einzutreten, sodass für das gesamte Rechtsbegehren 1.c ein 
Nichteintretensentscheid zu ergehen hat.

1.5.8. Die Berufungsklägerin rügt weiter die Inventarisierung der eigenen 
Forderungen insofern (vgl. act. A.1, Rechtsbegehren 1.d), als dass diesen 
zusammengefasst der Vermerk "Güterrecht" angefügt worden sei, obwohl sie die 
Forderungen nicht allein unter diesem Titel angemeldet habe (vgl. act. A.1, II.24). 
Zwar sind die Forderungen der Berufungsklägerin in der angemeldeten Höhe ins 
Inventar aufgenommen worden, jedoch nur unter dem Titel Güterrecht bzw. 
Ersatzforderung Liegenschaft. Es besteht damit die Gefahr, dass der 
Berufungsklägerin in einem späteren ordentlichen Zivilprozess entgegengehalten 
würde, dass Forderungen, die auf einem anderen Forderungsgrund als dem 
Güterrecht basieren, keinen Eingang ins Inventar gefunden haben (vgl. E. 2.2). 
Nicht die Anmeldung, sondern die Aufnahme bzw. Nichtaufnahme ins Inventar ist 
massgebend mit Blick auf die Präklusionswirkung. Zudem löst die Nichtaufnahme 
unabhängig davon, ob sie zu Recht oder zu Unrecht erfolgte, die Präklusionsfolgen 
aus (vgl. Art. 590 ZGB; vgl. BGE 110 II 228 E. 2; vgl. Urteil des Obergerichts Zürich 
LF180091 vom 7. Mai 2019 E. IV.2). Vor diesem Hintergrund ist die materielle 
Beschwer der Berufungsklägerin zu bejahen und auf das Rechtsbegehren 1.d 
einzutreten.

1.5.9. Die Berufungsklägerin beantragt schliesslich eine Änderung des Vorberichts 
im öffentlichen Inventar. Eine Prüfung der Beschwer erübrigt sich hier, da eine 
Begründung für diesen Antrag fehlt und bereits deshalb auf das 
Rechtsbegehren 1.e nicht einzutreten ist.

12 / 23

1.6. Verfahrensgrundsätze

1.6.1. Neben den Art. 580 ff. ZGB bestimmt sich das Verfahren betreffend 
öffentliches Inventar nach kantonalem Recht (Art. 54 Abs. 3 SchlT ZGB; zur 
fehlenden Anwendbarkeit von Art. 1 lit. b ZPO siehe BGE 139 III 225 E. 2.2). Im 
Kanton Graubünden richtet es sich nach den Art. 76 ff. EGzZGB sowie aufgrund 
des Verweises in Art. 2 Abs. 2 EGzZGB nach der eidgenössischen ZPO, welche als 
subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung gelangt und Angelegenheiten der 
freiwilligen Gerichtsbarkeit – als solche gilt das Verfahren des öffentlichen Inventars 
– dem (atypischen) Summarverfahren zuweist (Art. 248 lit. e ZPO; zu den 
atypischen Elementen siehe E. 1.6.2).

1.6.2. Da die Verhandlungsmaxime zwei Parteien voraussetzt, sieht die ZPO für 
Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, bei denen es sich oft (aber nicht 
zwingend) um Einparteienverfahren handelt, die eingeschränkte 
Untersuchungsmaxime vor (Art. 255 lit. b ZPO). Im Rahmen der eingeschränkten 
Untersuchungsmaxime ist der Sachverhalt festzustellen und die verstärkte 
Fragepflicht auszuüben, der Sachverhalt ist hingegen nicht zu erforschen und es 
sind keine eigenen Ermittlungen anzustellen. Die Parteien haben aktiv an der 
Sachverhaltsfeststellung mitzuwirken (BGE 149 III 569 E. 2.3, in: Pra 2016 Nr. 99; 
Urteil des Zivilappellationshofs Freiburg 101 2019 317 vom 22. November 2019 
E. 1.2 u. 2.3 m.w.H.). Aufgrund der Untersuchungsmaxime greift die in anderen 
Summarverfahren geltende Beschränkung auf den Urkundenbeweis nicht (Art. 254 
Abs. 2 lit. c i.V.m. Art. 255 lit. b ZPO). Für Angelegenheiten der freiwilligen 
Gerichtsbarkeit gilt grundsätzlich das Regelbeweismass (vgl. MAZAN, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 248 N. 14).

1.6.3. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Berufungsverfahren nur noch 
beschränkt zugelassen. Sie dürfen nur berücksichtigt werden, wenn sie sofort 
vorgebracht werden und es sich entweder um Tatsachen und Beweismittel handelt, 
die nach dem Zeitpunkt, in dem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz 
letztmals vorgebracht werden konnten (Novenschranke), entstanden sind (echte 
Noven),
oder dann um solche, die in diesem Zeitpunkt schon bestanden (unechte Noven), 
jedoch trotzdem, und auch bei Anwendung zumutbarer Sorgfalt, nicht früher 
vorgebracht werden konnten (Art. 317 ZPO).

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1.7. Neuansetzung der Deliberationsfrist

1.7.1. Der Berufungsbeklagte beantragt für den Fall der Entgegennahme des 
Rechtsmittels als Beschwerde die Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit 
Blick auf die angesetzte Frist zur Erklärung über die Annahme der Erbschaft 
(Deliberationsfrist, Art. 587 ZGB; vgl. act. B.0, Dispositivziffer 3). Für den Fall der 
Entgegennahme als Berufung stellt er keinen solchen Antrag, obwohl diesem Punkt 
mangels Anfechtung der Berufungsklägerin auch bei der Berufung keine 
aufschiebende Wirkung zukommt, da die Berufung die Rechtskraft nur im Umfang 
der Anträge hemmt (Art. 315 Abs. 1 ZPO, es sei denn die übrigen Anordnungen 
seien mit den angefochtenen untrennbar verbunden, vgl. SPÜHLER, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 315 N. 2 u. 3). Zudem ist vorliegend kein 
Fall gegeben, in welchem die Vollstreckbarkeit aufgeschoben werden kann 
(Art. 315 Abs. 4 lit. b i.V.m. Art. 407f ZPO). Aus diesen Gründen ist die 
Fristansetzung (Dispositivziffer 3) in Rechtskraft erwachsen.

1.7.2. Anordnungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit sind jedoch erleichtert 
abänderbar, auch ausserhalb eines Rechtsmittelverfahrens (vgl. Art. 256 Abs. 2 
ZPO sowie BGE 136 III 178 E. 5.2). Die Deliberationsfrist kann sodann mehrmals 
und auch von Amtes wegen erstreckt werden (Art. 587 Abs. 2 ZGB; NONN/GEHRER 
CORDEY, a.a.O., Art. 587 N. 9). Ohnehin darf die Deliberationsfrist nach 
herrschender Auffassung von Bundesrechts wegen nur und erst dann angesetzt 
werden, wenn allfällige Beanstandungen gegen das Inventar rechtskräftig erledigt 
sind und dieses insoweit vollständig und unveränderlich vorliegt (vgl. Urteil des 
Obergerichts Zürich LF180091 vom 7. Mai 2019 E. V.1 m.w.H.; NONN/GEHRER 
CORDEY, a.a.O., Art. 584 N. 19). Aus diesen Gründen stehen weder die 
Teilrechtskraft des angefochtenen Entscheids noch der Umstand, dass der 
Berufungsbeklagte die Erstreckung nur eventualiter bzw. nur für den Fall der 
Entgegennahme des Rechtsmittels als Beschwerde beantragt, einer Abnahme, 
Erstreckung oder Neuansetzung der Deliberationsfrist entgegen (vgl. Urteil des 
Obergerichts Zürich LF180091 vom 7. Mai 2019 E. II.4). Entsprechend gewährte die 
Vorsitzende dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung in dem Sinne, als dem 
Berufungsbeklagten die Deliberationsfrist abgenommen und die Neuansetzung im 
End-entscheid in Aussicht gestellt wurde (vgl. act. D.10). Hierauf ist nach dem 
Entscheid über die Ergänzungen und Berichtigungen des öffentlichen Inventars 
zurückzukommen.

1.7.3. Die Vorinstanz setzte angesichts der im Gesuch vom 26. September 2024 
enthaltenen Erklärung der Berufungsklägerin, die Erbschaft unter öffentlichem 

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Inventar anzunehmen, bloss dem Berufungsbeklagten Frist an (vgl. act. B.0, 
Dispositivziffern 2 und 3). Es stellt sich die Frage, ob die Deliberationsfrist auch der 
Berufungsklägerin (neu) anzusetzen ist. Die Berufungsklägerin macht geltend, ihre 
Annahmeerklärung habe implizit die beantragten Ergänzungen und Berichtigungen 
vorausgesetzt (vgl. act. A.3, III.6.1 in fine). Die Erklärung über die Annahme oder 
Ausschlagung einer Erbschaft kann jedoch nicht bedingt abgegeben werden 
(SCHWANDER, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl. 
2023, Art. 566 N. 4). Unabhängig davon ist fraglich, ob eine Annahme unter 
öffentlichem Inventar bereits vor dem rechtskräftigen Abschluss desselben erklärt 
werden kann. Der Zweck der Beschränkung der Haftung für Erbschaftsschulden auf 
eine bekannte und feststehende Obergrenze würde in Frage gestellt, wenn letztere 
im Zeitpunkt der Entscheidung über die Annahme nicht feststünden und nach der 
Annahmeerklärung noch veränderlich wären, weshalb wie im vorangehenden 
Abschnitt erwähnt die Deliberationsfrist grundsätzlich erst nach rechtskräftigem 
Abschluss des Inventars angesetzt werden darf (vgl. Urteil des Obergerichts Zürich 
LF180091 vom 7. Mai 2019 E. V.1 m.w.H.; NONN/GEHRER CORDEY, a.a.O., Art. 584 
N. 19). Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Deliberationsfrist auch der 
Berufungsklägerin anzusetzen.

2. Einzelne Rechtsbegehren und Rügen

2.1. Löschung von Aktiven; Hinweis (Rechtsbegehren 1.a und 1.b)

2.1.1. Die Berufungsklägerin beantragt, es seien die im öffentlichen Inventar 
aufgeführten Aktiven mit Ausnahme des hälftigen Miteigentumsanteils am 
Grundstück zu löschen. Wie bereits vor Vorinstanz macht sie zur Begründung 
geltend, es handle sich bei diesen Aktiven um ihr Alleineigentum/Eigengut, da sie 
namhaftes Vermögen in die Ehe eingebracht und die Ehegatten Gütertrennung 
vereinbarten hätten. Diese Aktiven seien daher nicht Teil des Nachlasses. Der 
Erblasser habe nie über diese Aktiven verfügt und selbst gesetzliche Vermutungen 
würden nicht darauf schliessen lassen. Das Inventar sei nicht vollständig und 
vermöge den gesetzlichen Anforderungen des ZGB sowie der einschlägigen 
kantonalen Bestimmungen nicht zu genügen. Im öffentlichen Inventar sei zwar 
angeführt, dass sie Alleineigentum/Eigengut geltend mache, bei der Aufstellung des 
Vermögens per Todestag finde sich jedoch kein entsprechender Hinweis. 
Ausserdem halte die öffentliche Urkunde in Ziffer 5 des Vorberichts fest, es werde 
bei den Aktiven nur die Hälfte des Verkehrswerts, d.h. der Wert des dem 
Verstorbenen gehörenden Miteigentumsanteils aufgenommen, was den Anschein 
erwecke, die Aufstellung des Nachlassvermögens sei entsprechend bereinigt. Dies 
sei jedoch nicht der Fall, sondern es werde mit Ausnahme des Grundstücks, wo nur 

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der Miteigentumsanteil aufgenommen sei, der volle Wert der Aktiven aufgeführt, 
ungeachtet der Eigentumsverhältnisse (vgl. act. A.1, II.9 ff.). Der Berufungsbeklagte 
wendet ein, bei Gütertrennung sei Miteigentum zu vermuten, wenn Alleineigentum 
nicht bewiesen sei, auch bei gemeinsamen Bankkonten und Portfolios. Bei 
Fahrzeugen sei gestützt auf die Haltereigenschaft des Erblassers dessen 
Eigentümerstellung zu vermuten und an der Liegenschaft in B._____ habe jener 
gemäss Grundbuch hälftiges Miteigentum. Der Berufungsklägerin sei der Nachweis 
von Alleineigentum nicht gelungen, weshalb sämtliche Aktiven zu Recht im 
öffentlichen Inventar aufgenommen worden seien (vgl. act. B.2, II.B.11 ff.).

2.1.2. Das öffentliche Inventar stellt ein Verzeichnis der Vermögenswerte (Aktiven) 
und Schulden (Passiven) der Erbschaft dar (Art. 581 Abs. 1 ZGB). Es soll seinem 
Informationszweck entsprechend möglichst alle Faktoren erfassen, die den Umfang 
des Nettonachlasses beeinflussen. Als Aktiven sind alle Vermögenswerte 
aufzunehmen, die im Zeitpunkt des Erbganges im Gewahrsam des Erblassers 
standen oder bei welchen zu vermuten ist, dass sie dem Erblasser gehörten. 
Bestehen Zweifel über die Zugehörigkeit eines Vermögensgegenstandes zum 
Nachlass und sind keine hinreichenden Belege vorhanden, so ist von den äusseren 
Umständen auszugehen (vgl. BÜRGI, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar 
Zivilgesetzbuch, 2. Aufl. 2018, Art. 581 N. 3; vgl. LEU/BRUGGER, a.a.O., Art. 581 
N. 10; vgl. NONN/GEHRER CORDEY, a.a.O., Art. 581 N. 3). Anwendbar sind bei 
beweglichen Sachen die Eigentumsvermutung aufgrund des Besitzes (Art. 930 
ZGB) und bei Grundstücken diejenige aufgrund des Grundbucheintrags (Art. 937 
Abs. 1 ZGB). Diese Vermutungen gelten auch zwischen Ehegatten und haben 
Vorrang vor den güterrechtlichen Eigentumsvermutungen (im Schweizer Recht für 
Gütertrennung bspw. Art. 248 Abs. 2 ZGB; vgl. ERNST/ZOGG, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl. 2023, Art. 930 N. 37). Bestehen 
Zweifel daran, ob ein Vermögenswert zum Nachlass gehört oder machen Dritte 
(Allein-, Mit- oder Gesamt-)Eigentumsansprüche an inventarisierten 
Vermögenswerten geltend, so sind die Vermögenswerte gleichwohl zu schätzen 
und in das Inventar aufzunehmen, wobei auf die geltend gemachten Ansprüche 
hinzuweisen ist und die Schätzwerte der beanspruchten Vermögenswerte in der 
Endabrechnung in Abzug zu bringen sind (vgl. Art. 77 Abs. 3 EGzZGB; vgl. 
NONN/GEHRER CORDEY, a.a.O., Art. 581 N. 2 und 6 sowie Art. 589 N. 5; vgl. BÜRGI, 
Art. 581 N. 3). Zu beachten ist, dass die Vermutung des Eigentums aus Art. 930 
ZGB nicht stets eine Vermutung von Alleineigentum begründet, sondern dies nur 
bei Alleinbesitz der Fall ist und Mitbesitz lediglich Formen des gemeinschaftlichen 
Eigentums (Miteigentum oder Gesamteigentum) vermuten lässt (vgl. BGE 117 II 
124 E. 2). Daher ist vor dem Hintergrund der dargelegten Inventarisierung von 

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Eigentumsansprüchen Dritter zu konstatieren, dass die (Allein-, Mit- und 
Gesamteigentums-)Vermutung nach Art. 930 ZGB im Rahmen des öffentlichen 
Inventars nicht zur Aufnahme von Miteigentumsanteilen oder der auf 
Gesamteigentum gründenden Rechte führt, sondern stets der Vermögenswert als 
Ganzes unter den Aktiven zu inventarisieren ist, ein entsprechender Hinweis 
anzubringen ist und die Schätzwerte in der Endabrechnung abzuziehen sind. Bei 
der Vermutung für Grundstücke (Art. 937 Abs. 1 ZGB) sind hingegen 
Eigentumsansprüche anderer bzw. dingliche Rechte beim zu inventarisierenden 
Wert zu berücksichtigen. Hinsichtlich Verwertungsrechten (Pfandrechten) ist 
wiederum der volle Wert des Grundstücks – hier des hälftigen Miteigentumsanteils 
– aufzunehmen und die Pfandforderung als Passivum in Abzug zu bringen (vgl. 
LEU/BRUGGER, a.a.O., Art. 581 N. 17). Durch die Inventarisierung des gesamten 
Werts der Vermögensobjekte unter den Aktiven und der geltend gemachten (Allein-, 
Mit- oder Gesamt-)Eigentums- oder anderer dinglicher Ansprüche unter den 
Passiven wird transparent gemacht, dass die Aktiven möglicherweise nicht alle oder 
nicht in vollem Umfang dem Erblasser gehörten bzw. dem Nachlass zugehörig sind. 
Dieses Vorgehen dient dem Informationszweck des öffentlichen Inventars. 
Schliesslich sind auch andere angemeldete Ansprüche und Forderungen als 
Passiven ins Inventar aufzunehmen. Dabei sind diese keiner materiellrechtlichen 
Prüfung zu unterziehen. Angemeldete Ansprüche und Forderungen dürfen weder 
zurückgewiesen noch herabgesetzt werden (BGE 144 III 313 E. 3.2; vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_392/2016 vom 1. November 2016 E. 4.3). Auch güterrechtliche 
Ansprüche sind zu inventarisieren, wobei gemäss Lehre eine pauschale Aufnahme 
im Sinne einer nicht bezifferten Aufnahme zulässig ist (vgl. NONN/GEHRER CORDEY, 
a.a.O., Art. 581 N. 12 und Art. 589 N. 5; vgl. LEU/BRUGGER, a.a.O., Art. 581 N. 12a).

2.1.3. Vorliegend wurde im Inventar erklärt, die Liegenschaft in B._____ stehe in 
hälftigem Miteigentum der Ehegatten (act. B.4, B.3). In der Vermögensaufstellung 
wurde die Liegenschaft mit der Hälfte des indexierten Verkehrswerts gemäss 
amtlicher Schätzung inventarisiert, der Hausrat der Liegenschaft wurde ohne 
Wertangabe pro memoria aufgeführt (act. B.4, C.1). Mit Bezug auf die Fahrzeuge 
wird erklärt, es sei gestützt auf Art. 248 Abs. 2 ZPO (sic: ZGB) Miteigentum 
anzunehmen (act. B.4, B.5). In der Vermögensaufstellung (act. B.4, C.1) wurden die 
Fahrzeuge zum vollen Wert inventarisiert. Die drei Positionen "Bank" und die 
Position Verrechnungssteuerguthaben wurden ebenfalls jeweils zum vollen Wert 
inventarisiert. Hinweise auf Miteigentum bzw. eine gemeinschaftliche Berechtigung 
an diesen Vermögenswerten wurden dort keine angebracht, es wird jedoch in den 
Bemerkungen zum Güterrecht darauf hingewiesen, dass die Berufungsklägerin 
Alleineigentum/Eigengut an den aufgeführten Aktiven geltend mache (act. B.4, B.4).

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2.1.4. Der hälftige Miteigentumsanteil am Grundstück ergibt sich aus dem 
Grundbuch, weshalb die Aufnahme (nur) des Werts des Miteigentumsanteils im 
Inventar korrekt war (Art. 937 Abs. 1 ZGB; siehe E. 2.1.2). Dies wird von der 
Berufungsklägerin denn auch nicht bemängelt. Der gerügte Widerspruch zwischen 
den Ausführungen in Ziffer A.5 des öffentlichen Inventars (vgl. act. B.4, A.5) und der 
Aufstellung der Aktiven (vgl. act. B.4, C.1) ist nur scheinbar. Die Feststellung in 
Ziffer A.5, wonach bei den Aktiven nur die Hälfte des Verkehrswerts, d.h. der Wert 
des dem Verstorbenen gehörenden Miteigentumsanteils aufgenommen werde, 
bezieht sich ausschliesslich auf das Grundstück. Dies ergibt sich aus dem 
Folgesatz, der sich zur Hypothek äussert, sowie der Feststellung, dass die anderen 
güterrechtlichen Forderungen der Berufungsklägerin nicht hätten geprüft werden 
können. Wie im Folgenden gezeigt wird, besteht auch kein Widerspruch zur 
Inventarisierung des vollen Werts bei den übrigen Vermögenswerten, auch nicht bei 
den Fahrzeugen, für die in Ziff. B.5 des Inventars erklärt wird, es sei Miteigentum 
anzunehmen.

2.1.5. Beim Hausrat der ehelichen Wohnung ist von Mitbesitz der Ehegatten 
auszugehen (vgl. ERNST/ZOGG, a.a.O., Art. 930 N. 31). Das Portfolio bei der Bank 
G._____ und das Bankkonto bei der I._____ lauten auf den Erblasser und die 
Berufungsklägerin, weshalb die mindestens gemeinschaftliche Berechtigung des 
Erblassers angenommen werden durfte (vgl. act. I.15 f.). Auf wen das Portfolio bei 
der H._____ lautet, ist nicht bekannt. Angesichts der äusseren Umstände 
(Deklaration dieses Kontos in der gemeinsamen Steuererklärung [vgl. act. I.6-9], 
weitere Konten, die auf Erblasser und Berufungsbeklagte lauten) durfte jedoch auch 
für das Portfolio bei der H._____ von einer mindestens gemeinschaftlichen 
Berechtigung ausgegangen werden. Dasselbe gilt für die ebenfalls in der 
gemeinsamen Steuererklärung deklarierten Fahrzeuge (vgl. act. I.6-9). Der 
Berufungsbeklagte reichte eine Auskunft des Strassenverkehrsamts (act. C.5) ein, 
was mangels Äusserungsmöglichkeit im vorinstanzlichen Verfahren (E. 1.6.3) ein 
zulässiges Novum darstellt. Daraus geht hervor, dass der Erblasser Halter der zwei 
inventarisierten Fahrzeuge war. Der Halter eines Fahrzeuges kann zwar weder mit 
dem Eigentümer noch mit dem Besitzer gleichgesetzt werden (vgl. GIGER, in: SVG 
Kommentar, Strassenverkehrsgesetz mit weiteren Erlassen, 9. Aufl. 2022, Art. 58 
N. 25; ERNST/ZOGG, a.a.O., Art. 919 N. 37; Art. 78 Abs. 1 VZV). Gestützt auf die 
Haltereigenschaft durfte jedoch erst recht mindestens gemeinschaftliches Eigentum 
des Erblassers vermutet und durften gestützt darauf die Fahrzeuge ins Inventar 
aufgenommen werden. Daher kann auch offengelassen werden, ob die in Ziffer B.5 
angerufene Vermutung von Miteigentum bei Gütertrennung (Art. 248 Abs. 2 ZGB) 
aus dem Schweizer Recht Anwendung finden würde (vgl. Art. 92 Abs. 1 i.Vm. 

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Art. 52 Abs. 1 IPRG; vgl. Ehevertrag zwischen Erblasser und Berufungsklägerin, 
act. I.10; vgl. act. B.4, D.2). Der Erblasser und die Berufungsklägerin wurden 
gemeinsam besteuert, weshalb schliesslich auch eine gemeinsame Berechtigung 
am Steuerguthaben anzunehmen ist. Ein Nachweis der Berufungsklägerin, dass es 
sich bei den erwähnten Aktiven um ihr Alleineigentum handelt, liegt nicht vor. Ob es 
sich bei den im vorliegenden Abschnitt erwähnten Aktiven um Miteigentum handelt 
und zu welchen Quoten, ist im Inventarverfahren nicht weiter abzuklären, da Inhalt 
und Bestand der Aktiven nicht in diesem Rahmen, sondern in einem späteren 
Zivilprozess zu klären sind (BGE 144 III 313 E. 2.4 u. 3.2). Aus diesen Gründen war 
die Aufnahme der erwähnten Vermögenswerte mit ihrem vollen Wert (vgl. E. 2.1.2) 
ins Inventar korrekt.

2.1.6. Auch die weitere Inventarisierung der geltend gemachten 
Eigentumsansprüche erfolgte ordnungsgemäss: Ziffer B.4 des Inventars weist 
darauf hin, dass die Berufungsklägerin geltend macht, es handle sich bei den 
ausgewiesenen Aktiven um ihr Alleineigentum/Eigengut und diese seien nicht 
Bestandteil des Nachlasses (vgl. act. B.4, B.4). Auf der Passivseite bzw. in der 
Endabrechnung wurde der Schätzwert der von der Berufungsklägerin 
beanspruchten Vermögenswerte sodann in Abzug gebracht (vgl. act. B.4, C.2). Wie 
in E. 2.1.2 erwähnt, verdeutlicht die Inventarisierung des gesamten Werts der 
Vermögensobjekte auf der Aktivseite und die Inventarisierung der geltend 
gemachten Ansprüche auf der Passivseite, dass möglicherweise nicht alle Aktiven 
oder nicht ihr voller Umfang dem Erblasser gehörten und Teil des Nachlasses 
bilden. Würden die Aktiven, wie die Berufungsklägerin dies fordert, aufgrund der 
von ihr geltend gemachten Eigentumsansprüche aus dem Inventar entfernt, würde 
das Inventar nicht mehr die im Gewahrsam des Erblassers gestandenen 
Vermögenswerte sowie das Ergebnis der Eigentumsvermutungen auf der einen und 
die Behauptungen der Gläubiger auf der anderen Seite wiederspiegeln und so den 
Informationszweck des Inventars schmälern. Das Rechtsbegehren 1.a ist daher 
abzuweisen.

2.1.7. Eventualiter beantragt die Berufungsklägerin die Aufnahme eines Hinweises 
nach Art. 77 Abs. 3 EGzZGB. Ein solcher liegt in Form des im vorangehenden 
Abschnitt erwähnten Hinweises in Ziffer B.4 des Inventars indes bereits vor. Worin 
das Interesse der Berufungsklägerin besteht, denselben Hinweis nochmals in der 
Vermögensaufstellung selbst (vgl. act. B.4, C.1) angebracht zu haben, ist nicht 
ersichtlich, zumal Zweifel an der Zugehörigkeit der inventarisierten 
Vermögenswerte zum Nachlass auch durch die Inventarisierung der von ihr geltend 

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gemachten Ansprüche auf der Passivseite zum Ausdruck kommen (vgl. E. 2.1.6). 
Demzufolge ist auch das Rechtsbegehren 1.b abzuweisen.

2.2. Titel der angemeldeten Forderungen (Rechtsbegehren 1.d)

2.2.1. Die Berufungsklägerin beantragt eine Präzisierung ihrer 
Forderungsanmeldungen in dem Sinne, dass sämtliche Forderungsanmeldungen je 
nach rechtlicher Qualifikation insbesondere im Eigentumsrecht (Ansprüche infolge 
Alleineigentum/Eigengut), im Güterrecht (güterrechtliche Ansprüche aus dem durch 
den Tod des Erblassers aufgelösten Güterstand), im Gesellschaftsrecht (Ansprüche 
aus der Liquidation von einfachen Gesellschaften, insbesondere Rückzahlung der 
Einlagen) und/oder im Darlehensrecht (Ansprüche aus Gewährung von Darlehen) 
gründen würden. Das Inventar könne den Eindruck vermitteln, dass ihre 
Forderungen allein unter dem Titel Güterrecht geltend gemacht worden seien. Die 
rechtliche Beurteilung ihrer Ansprüche gegenüber dem Erblasser durch das Gericht 
könne nicht vorweggenommen werden (vgl. act. A.1, II.24 ff.). Der 
Berufungsbeklagte wendet ein, im Inventar sei vermerkt, dass die 
Berufungsklägerin ihre Ansprüche auch aus Alleineigentum geltend mache (vgl. 
act. A.2, B.20; act. B.4, B.4).

2.2.2. Gestützt auf den Rechnungsruf meldete die Berufungsklägerin mit Eingabe 
vom 8. August 2024 ihre Forderungen gegenüber dem Erblasser an. Dabei führte 
sie aus, sie habe die Liegenschaft in B._____ unter Vorbehalt des 
Hypothekardarlehens alleine finanziert und habe in diesem Zusammenhang eine 
Forderung gegenüber dem Erblasser von CHF 2'023'361.00 zuzüglich eines 
allfälligen Mehrwerts. Ausserdem würden in Bezug auf die Bankguthaben und 
Wertschriften sowie die zwei Fahrzeuge Forderungen in der Höhe von mindestens 
USD 11'371'051.00 und CHF 141'034.00, ausmachend in CHF 10'562'602.25 (CHF 
5'397'314.33 + CHF 5'024'253.92 + CHF 115'685.00 + CHF 4'939.00 + CHF 
21'000.00) geltend gemacht. Sie halte ausdrücklich fest, dass es sich bei den 
ausgewiesenen Aktiven um ihr Alleineigentum/Eigengut handle und diese nicht Teil 
des Nachlasses bilden würden. Die Forderungsanmeldung erfolgte für den Fall, 
dass die Vermögenswerte nicht infolge ihrer behaupteten Ansprüche aus Eigentum 
und Güterrecht aus den Nachlassaktiven entfernt würden. Die Forderungen würden 
je nach rechtlicher Qualifikation, die nicht vorweggenommen werden könne, 
insbesondere im Eigentumsrecht (Ansprüche infolge Alleineigentum/Eigengut von 
Dr. A._____), im Güterrecht (güterrechtliche Ansprüche aus dem durch den Tod des 
Erblassers aufgelösten Güterstand), im Gesellschaftsrecht (Ansprüche aus der 
Liquidation von einfachen Gesellschaften, insbesondere Rückzahlung der Einlagen 

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an Dr. A._____) und/oder im Darlehensrecht (Ansprüche aus Gewährung von 
Darlehen) gründen (vgl. RG-act. 12.4).

Im Inventar wurde unter den Passiven dann ein Gesamtbetrag von 
CHF 10'562'602.25 als "Forderung A._____ [sic: A._____] (Güterrecht)" sowie ein 
Betrag von CHF 2'023'361.00 als "Forderung A._____ [sic: A._____] 
(Ersatzforderung Liegenschaft)" aufgenommen (vgl. act. B.4, C.2).

2.2.3. Vorab fragt sich, welchen Inhalt eine Forderungsanmeldung im Rahmen des 
Rechnungsrufes beim öffentlichen Inventar haben muss (vgl. Art. 582 ZGB). Der 
Gesetzestext sprich bloss von der Anmeldung von Forderungen und Schulden und 
enthält darüber hinaus keinen Hinweis auf den Inhalt der Anmeldung. Bei anderen 
Schuldenrufen ist zur Identifikation einer Forderung neben der Angabe der Person 
des Gläubigers und dem Forderungsbetrag auch die Angabe des 
Forderungsgrunds erforderlich (vgl. Art. 742 Abs. 2 OR; vgl. Art. 232 Abs. 1 Ziff. 2 
SchKG und insbesondere Art. 234 SchKG, der nahelegt, dass eine Anmeldung im 
Rahmen eines Rechnungsrufes für das öffentliche Inventar den Anforderungen 
einer Eingabe im Rahmen eines Schuldenrufs nach SchKG genügt). Zu beachten 
ist, dass die Durchsetzbarkeit von Forderungen gegenüber Erben, die unter 
öffentlichem Inventar angenommen haben, u.U. vom Nachweis der Identität der 
Forderung mit dem inventarisierten Anspruch abhängig ist. Lehrmeinungen zufolge 
sind bezifferte und unbezifferte Forderungen und Ansprüche bei der Anmeldung 
daher präzis zu umschreiben – bei unbezifferten Forderungen ist bspw. das 
Rechtsverhältnis des Gläubigers zum Erblasser zu nennen –, so dass bei der 
späteren Durchsetzung die Identität des geltend gemachten Anspruchs mit dem 
inventarisierten nicht in Zweifel gezogen werden kann (vgl. NONN/GEHRER CORDEY, 
a.a.O., Art. 582 N. 7, 11 f. und 29; vgl. auch LEU/BRUGGER, a.a.O., Art. 581 N. 11, 
der die Anmeldung als Behauptung des Gläubigers definiert, gegenüber dem 
Erblasser aus einem bestimmten Rechtsgrund einen Anspruch zu haben). Im 
Übrigen ist gemäss Lehre nicht nur für güterrechtliche Ansprüche, sondern 
namentlich auch für nicht güterrechtliche Ansprüche des überlebenden Ehegatten, 
z.B. aus vertraglichen Vereinbarungen (Art. 168 ZGB), eine Inventarisierung 
erforderlich (vgl. NONN/GEHRER CORDEY, a.a.O., Art. 589 N. 5). Die Forderungen 
sind in der angemeldeten Form, ohne verbindliche rechtliche Prüfung, ins Inventar 
aufzunehmen (BGE 144 III 313 E. 3.2; vgl. NONN/GEHRER CORDEY, a.a.O., Art. 581 
N. 2; E. 2.1.2 in fine).

2.2.4. Vor diesem Hintergrund liegt in casu eine formal nicht korrekte 
Inventarisierung vor, da der Notar die Forderungen der Berufungsklägerin nicht wie 
angemeldet ins Inventar aufnahm, sondern diese bereits als solche aus "Güterrecht" 

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oder betreffend "Ersatzforderung Liegenschaft" qualifizierte. Dies birgt die Gefahr, 
dass eine allfällige spätere Geltendmachung der Forderungen durch die 
Berufungsklägerin an der Präklusion zufolge mangelhafter Inventarisierung 
scheitert (vgl. auch E. 1.5.8). In der Vermögensaufstellung per Todestag (act. B.4, 
C.2) sind daher sämtliche in der Anmeldung behaupteten Forderungsgründe 
aufzunehmen. Ausserdem drängt es sich auf, die Hinweise zum Güterrecht (act. 
B.4, B) dahingehend zu ergänzen, dass als mögliche Forderungsgrundlagen neben 
dem Güterrecht und Eigentumsrecht auch das Gesellschafts- und Darlehensrecht 
genannt werden. Daher ist die Berufung im Umfang des Rechtsbegehrens 1.d 
gutzuheissen.

2.3. Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid in teilweiser Gutheissung der 
Berufung aufzuheben. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen mit dem 
Auftrag, das öffentliche Inventar im Sinne der Erwägungen ergänzen und 
berichtigen zu lassen sowie neu zu entscheiden, wobei insbesondere die 
Deliberationsfrist neu und für beide, die Berufungsklägerin sowie den 
Berufungsbeklagten, anzusetzen ist (Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 ZPO; siehe E. 1.7).

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen

3.1. Die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens kann bei 
Rückweisungsentscheiden der Vorinstanz überlassen werden (Art. 104 Abs. 4 
ZPO), unter Festsetzung der Höhe der Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 
durch die Rechtsmittelinstanz (HOFMANN/BAECKERT, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, 
Art. 104 N. 17). Der Entscheid hierüber liegt im Ermessen der Rechtsmittelinstanz 
und hängt davon ab, ob im Berufungsentscheid über ein gewichtiges Element der 
Beurteilung definitiv entschieden wurde oder ob der Streit der Parteien im 
Wesentlichen offenbleibt (Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 22 3 v. 
21. Juli 2022 E. 4.1 m.w.H.).

3.2. Vorliegend sind die fraglichen Ergänzungen und Berichtigungen 
abschliessend geklärt, weshalb es sich rechtfertigt, die Prozesskosten des 
Berufungsverfahrens nicht nur der Höhe nach festzusetzen, sondern auch bereits 
zu verteilen. 

3.3. Im Zusammenhang mit den Prozesskosten sieht Art. 106 ZPO als Grundsatz 
die Kostenverteilung zwischen den Parteien nach Obsiegen und Unterliegen vor. 
Da ein Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit in ein streitiges 
Zweiparteienverfahren mündet, wenn Betroffene gegen einen entsprechenden 

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Entscheid ein Rechtsmittel ergreifen (BGE 136 III 178 E. 5.2), rechtfertigt sich 
vorliegend die Anwendung der genannten Bestimmung, selbst wenn in der Lehre 
für die Kostenverteilung im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit auf das 
Verursacherprinzip verwiesen wird (vgl. HOFMANN/BAECKERT, a.a.O., Art. 106 N. 2).

3.4. Die Berufungsklägerin obsiegt teilweise. Sie dringt mit ihrer Berufung mit 
einem von fünf Begehren durch. Der Berufungsbeklagte identifizierte sich mit dem 
vorinstanzlichen Entscheid und argumentierte für dessen Aufrechterhaltung. Es 
rechtfertigt sich daher, die Kosten im Umfang von 4/5 zulasten der 
Berufungsklägerin und im Umfang von 1/5 zulasten des Berufungsbeklagten zu 
verlegen. In Anwendung der Quotenverrechnungsmethode ist die 
Berufungsklägerin zu verpflichten, dem Berufungsbeklagten 3/5 des Honorars 
seines Rechtsvertreters zu bezahlen.

3.5. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren (einschliesslich der Verfügung 
vom 17. Dezember 2024) werden auf CHF 2'500.00 festgelegt. Sie sind im Umfang 
von CHF 2'000.00 der Berufungsklägerin und im Umfang von CHF 500.00 dem 
Berufungsbeklagten aufzuerlegen. Die Gerichtskosten sind mit dem von der 
Berufungsklägerin geleisteten Kostenvorschusses von CHF 2'500.00 zu 
verrechnen. Der dem Berufungsbeklagten auferlegte Anteil ist von diesem der 
Berufungsklägerin direkt zu erstatten.

3.6. Die Parteientschädigung, vorliegend bestehend aus dem Honorar des 
Rechtsvertreters des Berufungsbeklagten, ist nach Ermessen festzulegen (Art. 2 
Abs. 1 HV [BR 310.250]). Ausgehend von einem für die Vertretung des 
Berufungsbeklagten im Berufungsverfahren angemessenen anwaltlichen Aufwand 
von 12 Stunden und dem mittleren Stundenansatz von CHF 240.00 (Art. 3 Abs. 1 
HV) ist das Honorar auf CHF 3'207.00 (Honorar inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) 
festzulegen. Die Berufungsklägerin ist folglich zu verpflichten, dem 
Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von CHF 1'924.00 (inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Berufungsbegehren 1.c und 1.e wird nicht eingetreten. Die 
Berufungsbegehren 1.a und 1.b werden abgewiesen, soweit darauf 
eingetreten werden kann. Das Berufungsbegehren 1.d wird gutgeheissen, 
der angefochtene Entscheid vom 10. Oktober 2024 aufgehoben und die 
Sache im Sinne der Erwägungen zur Ergänzung und Berichtigung des 
öffentlichen Inventars sowie zu neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 2'500.00 gehen im Umfang 
von CHF 2'000.00 zulasten von A._____ und im Umfang von CHF 500.00 
zulasten von C._____. Die Gerichtskosten werden mit dem von A._____ 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'500.00 verrechnet. C._____ wird 
verpflichtet, den ihm auferlegten Anteil von CHF 500.00 A._____ direkt zu 
ersetzen.

3. A._____ wird verpflichtet, C._____ für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'924.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) 
zu bezahlen.

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