# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c944664-1830-545d-8813-98dd139f8618
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2007 C-2553/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2553-2006_2007-04-24.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-2553/2006
{T 0/2}

Urteil vom 24. April 2007

Mitwirkung: Michael Peterli, vorsitzender Richter,
Eduard Achermann, Richter,
Francesco Parrino, Richter,
Gerichtsschreiberin Gross

W._______, Deutschland,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,

betreffend
Invalidenrente

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Die  am  11.  Februar  1954  geborene  deutsche  Staatsangehörige 
W._______, gelernte Chemielaborantin, hat zwischen 1988 und 2000 wäh-
rend insgesamt 148 Monaten als Grenzgängerin in der Schweiz gearbeitet 
und dabei die obligatorischen Beiträge an die schweizerische Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet. Am 16. Dezember 2003 
meldete sie sich über die Landesversicherungsanstalt Baden-Württemberg 
(nachfolgend:  LVA) zum Bezug von Leistungen aus der schweizerischen 
Invalidenversicherung.

B. Die mit der Prüfung des Leistungsgesuchs befasste IV-Stelle konnte sich 
in  ihrer  Rentenverfügung  namentlich  auf  folgende  Unterlagen  wirtschaft-
lichen, versicherungstechnischen und medizinischen Inhalts stützen:

– die  Fragebogen  der  IV-Stelle  mit  Beilagen,  woraus  sich  ergibt,  dass 
W._______ zwischen 1992 und 2000 vollzeitlich berufsverwandt  (Her-
stellung von Datenträgern) bei der O._______ AG tätig und nach Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses bis zum 1. April 2002 arbeitslos gemeldet 
war;  in  den drei  dem Leistungsgesuch  vorangehenden Jahren sei  sie 
als Hausfrau tätig gewesen;

– diverse ärztliche Berichte, wonach bei W._______ namentlich eine beid-
seitige  Handwurzelarthrose sowie Rhizarthrose,  Bouchardsche Arthro-
se, Carpaltunnelsyndrom links, Epicondylosis humeri radialis links sowie 
STT-Arthrose links diagnostiziert worden ist;

– ein sozialmedizinisches Gutachten von Dr. med. Y._______ vom 19. Ju-
ni  2002,  wonach  bei  W._______  beidseitige  Handwurzel-  und  Rhiz-
arthrosen  sowie  Bouchardarthrosen  der  kleinen  Fingergelenke  mit 
Schmerzen  und  funktionellen  Einschränkungen  (ICD-10:  M15.2/M18) 
diagnostiziert wurden, die mit einer entsprechenden Leistungsverminde-
rung für Arbeiten mit durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen An-
forderungen an das Greifvermögen der  Hände einhergingen,  aber  Ar-
beiten mit geringem Anteil manueller Tätigkeiten vollschichtig zuliessen; 
als Nebendiagnose wurde eine medikamentös zur Zeit ausreichend be-
handelte  Depression  festgestellt  sowie  ein  unter  Medikation  kompen-
siertes allergisches Asthma bronchiale;

– Berichte von Dr. med. B._______ bzw. von PD Dr. med. G._______, Kli-
nik  für  Plastische  und  Handchirurgie  V._______,  vom 27.  Juni  2002, 
vom 1. Juli 2002 sowie vom 7. Oktober 2002 betreffend eine Arthrosko-
pie des linken Handgelenks mit Teilsynovialektomie, Knorpel- und Dis-
kusglättung,  Retinakulumspaltung  und  Medianusneurolyse  links  vom 
24. Juni 2002;

– ein zu Handen der LVA erstelltes Gutachten von Dr. med. S._______, 
Ärztin für Allgemeinmedizin, betreffend die Untersuchung vom 15. Okto-
ber 2003, wobei Polyarthrose der Hände (M18), ein LWS-Syndrom bei 
leichter Skoliose (M54),  mediale Meniskopathie links,  Senkspreizfüsse 
sowie  Asthma bronchiale  diagnostiziert  wurden;  W._______  sei  trotz-

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dem ein vollschichtiges berufliches Leistungsvermögen (6 Stunden und 
mehr)  für  körperlich  mittelschwere  Tätigkeiten  mit  überwiegender  Ar-
beitshaltung im Stehen,  im Gehen oder  sitzend,  namentlich auch ihre 
bisherige Tätigkeit als Chemielaborantin, zumutbar;

– ein  durch  die  LVA ergänzend  angeordnetes  fachärztliches  Gutachten 
von Dr. med. K._______ betreffend die Untersuchung vom 14. Novem-
ber 2003, der auf orthopädischem Gebiet eine Polyarthrose der Hände, 
ein  LWS-Syndrom  bei  leichter  Skoliose,  mediale  Meniskopathie  links 
sowie Senkspreizfüsse diagnostizierte, auf dieser Grundlage aber eben-
falls  mittelschwere  körperliche  Tätigkeiten  inklusive  der  Tätigkeit  als 
Chemielaborantin als zumutbar erachtete;

– einen Bericht von Dr. med. M._______, Neurologe, vom 18. Mai 2004, 
wonach W._______ an einem polymorphen Schmerzsyndrom leide, sei-
nes Erachtens im Rahmen einer Somatisierungsstörung auch mit Aus-
druckscharakter;

– eine Stellungnahme von Dr. med. R._______ vom 10. November 2004 
zu Handen der IV-Stelle, wonach bei W._______ Cervicoarthrose, Rhiz-
arthrose,  Polyarthrose,  Epikondylitis,  Depressionen,  sowie  somatische 
Schmerzstörungen diagnostiziert  worden seien; eine Tätigkeit  in ihrem 
bisherigen Beruf als Laborantin sei ihr weiterhin vollzeitlich zumutbar.

C. Mit  Verfügung  vom 18.  November  2004  lehnte  die  IV-Stelle  W._______ 
Rentenbegehren ab. Sie begründete ihren Entscheid damit, dass sich aus 
den  Akten  weder  eine  bleibende  Erwerbsunfähigkeit  noch  eine  gemäss 
den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen ausreichende durchschnitt-
liche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres ergäben. Trotz des Gesund-
heitsschadens sei eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinnbrin-
gende Tätigkeit  noch immer  in  rentenausschliessender  Weise zumutbar. 
Es liege somit keine Invalidität vor, die einen Rentenanspruch zu begrün-
den vermöge. 

D. Gegen  diese Verfügung  erhob  W._______  am 25.  November  2004  Ein-
sprache und forderte die Auszahlung einer Invalidenrente. Die bei ihr fest-
gestellte Arthrose sei erblich bedingt und eine Heilung sei nach dem jetzi-
gen medizinischen Stand nicht möglich. Trotz grösster Vorsicht habe sich 
die  Krankheit  weiter  verschlechtert,  die  Abstände  zwischen  den  Krank-
heitsschüben würden kürzer und es seien immer mehr Gelenke betroffen, 
so habe sie auch Arthrose in den Füssen, Knöchel links, Mittelfuss rechts 
und im linken Knie. Auf Schmerzmittel spräche sie nicht an bzw. leide un-
ter deren Nebenwirkungen, namentlich führten diese zu heftigen Asthma-
anfällen. Sie könne den linken Arm zeitweise nicht mehr gebrauchen, an 
schlechten Tagen könne sie die Wohnung aufgrund der Schmerzen nicht 
mehr verlassen. Die Schäden an der Wirbelsäule führten immer häufiger 
zu  heftigen  Rückenschmerzen.  Durch  Arbeitsversuche,  die  sie  aufgrund 
heftiger  Schmerzen  habe  abbrechen  müssen,  und  durch  die  ständigen 
Schmerzen hätten sich auch die Depressionen verschlimmert, was die Ein-
nahme von Antidepressiva erforderlich mache und sie zur Einschränkung 
oder völligem Verzicht von Schmerzmitteln zwinge. 

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E. Mit Einspracheentscheid vom 25. Juli 2005 wies die IV-Stelle die Einspra-
che  ab  und  bestätigte  die  angefochtene  Verfügung  vom  18.  November 
2004. Sowohl der Orthopäde Dr. med. K._______ als auch die Ärztin für 
Allgemeinmedizin und Sozialmedizin Dr. med. S._______ kämen in ihren 
Gutachten zum Schluss,  dass W._______ eine leichte körperliche Tätig-
keit, namentlich auch die Tätigkeit als Chemielaborantin, vollschichtig zu-
mutbar  sei.  Dies  bestätige  Dr.  med.  S._______  erneut  in  ihrem Bericht 
vom 13. Oktober 2004, auf dessen Grundlage auch die LVA den Anspruch 
auf eine Rente im Widerspruchsverfahren wiederum verneinte.  

F. Mit Eingabe vom 17. August 2005 (Poststempel vom 18. August 2005) er-
hebt W._______ (im Folgenden: die Beschwerdeführerin) Beschwerde bei 
der Eidgenössischen AHV/IV-Rekurskommission für die im Ausland woh-
nenden  Personen.  Ihr  Gesundheitszustand  verschlechtere  sich  ständig. 
Als Beweismittel reicht sie einen von Dr. med. D._______, Arzt in Weiter-
bildung, und von Dr. med. A._______, Psychiater, am 17. Juni 2005 ver-
fassten  Bericht  ein,  wonach  bei  der  Beschwerdeführerin  ein  polytopes 
Schmerzsyndrom,  Verdacht  auf  Wurzelschaden  C6 links  bei  Bandschei-
benprotrusion HWK 5/6 links, Cervicobrachialgie rechts sowie chronischer 
Schmerzmittelabusus diagnostiziert  wurden,  und wonach sich kein Nach-
weis eines CTS oder SUS fand. Im ebenfalls neu eingereichten Bericht von 
Dr.  med.  D._______  und  Dr.  med.  X._______,  Neurologe,  vom 30.  Mai 
2005 wurde – abgesehen von der sonst identischen Diagnostik – ein Ver-
dacht auf einen Wurzelschaden C6 rechts (anstatt links) geäussert. 

G. Anlässlich ihrer Vernehmlassung vom 26. Oktober 2005 beantragt die IV-
Stelle die Abweisung der Beschwerde.  IV-Ärztin Dr. med. L._______ be-
tonte in ihrer Stellungnahme vom 22. Oktober 2005, dass die Diskrepanz 
zwischen links- und rechtsdominierter Schmerzwahrnehmung charakteris-
tisch sei für die Diagnose eines polymorphen Schmerzsyndroms im Rah-
men einer Somatisierungsstörung auch mit Ausdruckscharakter. Da jedoch 
keine relevante  Begleitdepression  aktenkundig  sei,  könne  an der  beste-
henden Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit festgehalten werden.

H. Mit Replik vom 12. November 2005 hält die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen  fest.  Aus ihrer  Sicht  seien die  Beeinträchtigungen ihrer  Bewe-
gungsmöglichkeit  durch  die  erst  jetzt  festgestellten  Schäden  nicht  mehr 
ausreichend  berücksichtigt  worden.  Ebenso  fänden  auch  die  zunehmen-
den psychischen  Probleme zu wenig  Beachtung.  Im beigelegten  Bericht 
vom 20. Juli 2005 bestätigt Dr. med. X._______ die bereits bekannten Dia-
gnosen.  Dr.  med.  T._______,  Fachärztin  für  Neurologie  und Psychiatrie, 
diagnostizierte  gemäss  ihrem  Bericht  vom 6.  Oktober  2005  (abgesehen 
von den bereits bekannten Diagnosen) eine rezidivierende depressive Stö-
rung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2, 
G)  sowie  eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4,  G).  Zu-
sätzlich legt die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Replik einen Abhilfe-
bescheid des Landsratsamtes Konstanz vom 12. August 2005 vor, wonach 
der  Grad der  Behinderung 50 betrage und die Schwerbehinderteneigen-
schaft im Sinne des § 2 Abs. 2 des deutschen IX. Sozialgesetzbuchs erfüllt 
sei. 

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I. Duplicando beantragt die IV-Stelle weiterhin die Abweisung der Beschwer-
de. In der erneuten ärztlichen Stellungnahme vom 14. Dezember 2005 hält 
Dr.  med.  L._______  fest,  dass  sich  aus  den  neu  vorgelegten  medizini-
schen Unterlagen in orthopädischer Hinsicht keine neuen Gesichtspunkte 
ergäben,  dass  jedoch  im  nervenärztlichen  Attest  vom  6.  Oktober  2005 
erstmals relevante psychiatrische Diagnosen mit erheblichem Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit fachärztlich festgehalten worden seien. Da keine Anga-
ben gemacht worden seien, seit wann die festgestellten psychischen Lei-
den die Arbeitsfähigkeit einschränkten, und da bis zu diesem Zeitpunkt kei-
ne psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit  akten-
kundig gewesen seien, gelte es insoweit auf das Datum des Attests abzu-
stellen. Da es sich bei den Leiden der Beschwerdeführerin um ein labiles 
pathologisches  Geschehen  handle,  bestehe  erst  dann  der  Anspruch  auf 
eine  Invalidenrente,  wenn während  eines  Jahres  eine  Arbeitsunfähigkeit 
von durchschnittlich mindestens 40% bestanden habe. Ihrer Ansicht nach 
rechtfertige  es  sich  jedoch,  die  Eingabe  der  Beschwerdeführerin  vom 
12. November 2005 als neues Leistungsgesuch zu betrachten, und dieses 
nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens zur weiteren Prüfung zurück-
zuweisen.

J. Mittels Triplik hält die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde weiterhin auf-
recht, da aus ihrer Sicht die (nunmehr zusätzlich durch ein neu eingereich-
tes, von Dr. med. H._______ im Auftrag des Sozialgerichts Konstanz ver-
fasstes orthopädisches Gutachten vom 5. Januar 2006 attestierten) ortho-
pädischen Probleme mit den damit verbundenen Schmerzen nicht ausrei-
chend  berücksichtigt  worden  seien.  Betreffend  die  Frage,  wie  lange  die 
psychischen Störungen vorliegen, weist sie auf ihren Leistungsantrag hin, 
in dem die ständige Behandlung von Depressionen durch ihre Hausärztin 
angegeben seien. In einem beigelegten kurzen ärztlichen Attest bestätigt 
die Hausärztin  Dr. med. Q._______, dass die Beschwerdeführerin schon 
längere Zeit an einer depressiven Entwicklung leide und bereits seit 1999 
mit Antidepressiva behandelt werde. Im Oktober 2005 sei es dann zu einer 
schweren  Krise  gekommen,  welche  die  Zusammenarbeit  mit  einer  Psy-
chiaterin (Dr. med. T._______) notwendig gemacht habe. 

K. Die IV-Stelle hält anlässlich ihrer erneuten Vernehmlassung – mit Verweis 
auf  eine  neu  eingeholte  Stellungnahme  von  Dr.  med.  L._______  vom 
22. Februar  2006 – an ihren Anträgen fest,  die Beschwerde abzuweisen 
und die Replik der Beschwerdeführerin als neues Leistungsgesuch zu be-
trachten. 

L. Mit Eingabe vom 7. März 2006 hält  die Beschwerdeführerin an ihrer Be-
schwerde fest. 

M. Mit Schreiben vom 13. März 2007 gibt das Bundesverwaltungsgericht den 
Parteien  den  Spruchkörper  bekannt.  Es  sind  keine  Ausstandsbegehren 
eingegangen.   

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Be-
urteilung der am 1.  Januar  2007 bei den Eidgenössischen Rekurs-  oder 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente  hängigen  Rechtsmittel.  Die  Beurteilung  erfolgt  gemäss  Art.  53 
Abs. 2  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwaltungsgericht  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht.

1.2 Gemäss Art.  31 VGG in Verbindung mit  Art.  33 Bst.  d VGG und Art.  69 
Abs.  1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom 
19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schweize-
rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von 
Art. 32 IVG liegt nicht vor.

1.3 Die  Beschwerdeführerin  ist  gemäss Art.  48  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) zur Beschwerde legitimiert.

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist-  und formgerecht  (Art.  50 ff.  VwVG) 
eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.

2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  deutsche  Staatsangehörige,  so  dass  vorlie-
gend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft  einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 
Freizügigkeit (nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen 
Anhang II betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-
heit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Die bis dahin zwischen der Schweiz 
und den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft geltenden bilate-
ralen Abkommen über die soziale Sicherheit werden grundsätzlich mit In-
krafttreten des FZA insoweit suspendiert, als letzteres denselben Sachbe-
reich  regelt  (Art. 20  FZA).  Nach Art.  3  Abs.  1  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der 
sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Fa-
milienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, ha-
ben  die  in  den  persönlichen  Anwendungsbereich  der  Verordnung  fal-
lenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Personen aufgrund der Rechts-
vorschriften  eines  Mitgliedstaats  grundsätzlich  die  gleichen  Rechte  und 
Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates. 

Soweit  das  FZA  bzw.  die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren  gemein-
schaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorse-
hen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der 
Anspruchsvoraussetzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grund-
sätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). 

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Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der IV ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweize-
rischen Recht,  insbesondere  nach dem IVG sowie  der  Verordnung über 
die  Invalidenversicherung  vom 17.  Januar  1961  (IVV,  SR 831.210).  Die 
Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  wonach  sie  im  Sinne  der  einschlä-
gigen  deutschen  Bestimmungen  behindert  sei,  erweisen  sich  somit  von 
Vornherein als nicht stichhaltig.  

2.2 In  zeitlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massge-
bend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 129 V 356 E. 1). Betreffend den Anspruch auf eine 
Invalidenrente ist festzuhalten, dass am 1. Januar 2003 das Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 
2000  (ATSG,  SR  830.1)  sowie  die  entsprechende  Verordnung  vom 
11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten sind. Das Inkraft-
treten der 4. Revision des IVG erfolgte am 1. Januar 2004.  Die Prüfung 
des materiellen Rentenanspruchs richtet sich deshalb für die Zeit bis zum 
31. Dezember 2002 respektive bis zum 31. Dezember 2003 nach den je-
weiligen alten und ab diesen Stichtagen nach den jeweiligen neuen Nor-
men (BGE 130 V 329, 130 V 445). 

In BGE 130 V 343 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) er-
kannt, dass es sich bei den in Art. 3 bis 13 enthaltenen Legaldefinitionen in 
aller  Regel  um  eine  formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen 
Rechtsprechung  zu  den  entsprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des 
ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die 
hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden 
kann. Auch die Normierung des Art. 16 ATSG betreffend den Grad der In-
validität führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur In-
validitätsbemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin 
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen 
ist. Aus diesem Grund wird im Folgenden zur Vereinfachung der Leserlich-
keit nur auf die entsprechenden neuen Artikel verwiesen. 

2.3 Das  Sozialversicherungsgericht  stellt  bei  der  Beurteilung  eines  Falles 
grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ver-
waltungsaktes eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hin-
weisen). Der im vorliegenden Verfahren streitige Einspracheentscheid wur-
de am 25. Juli 2005 erlassen, so dass eventuelle nach diesem Zeitpunkt 
eingetretene  Sachverhaltsänderungen  grundsätzlich  nicht  berücksichtigt 
werden können (BGE 121 V 366 E. 1b).

2.4 Falls  sich  ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach Entstehung des 
Rentenanspruches anmeldet, so werden gemäss Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG 
Leistungen der Invalidenversicherung lediglich für die zwölf der Anmeldung 
vorangehenden  Monate  ausgerichtet.  Daraus  folgt,  dass  allfällige 
Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  vorliegend  frühe-
stens ab Dezember 2002 gewährt werden könnten, weshalb bei der Prü-
fung des Rentenanspruchs nicht über diesen Zeitpunkt zurückzugehen ist. 

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3. Vorliegend  ist  streitig  und  vom Bundesverwaltungsgericht  zu  prüfen,  ob 
und gegebenenfalls  inwiefern  die Beschwerdeführerin  aufgrund  ihrer  ge-
sundheitlichen Einschränkungen in rentenberechtigendem Ausmass invalid 
ist und somit Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente hat. 

3.1 Laut Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die vor-
aussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde  ganze  oder  teilweise 
Erwerbsunfähigkeit  als Folge von Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder Un-
fall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein 
theoretischer und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbe-
reich  der  Invalidenversicherung  von  jenem der  Arbeitslosenversicherung 
abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichge-
wicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; ander-
seits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen 
Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten 
bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre 
restliche  Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten  und  sie  ein  rentenausschlies-
sendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; 
ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG ist 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Gesundheit 
bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-
benbereich zumutbare Arbeit zu leisten, wobei bei langer Dauer auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt wird. Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, so-
bald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung 
erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

3.2 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in 
der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung, wenn die ver-
sicherte Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Ren-
te,  wenn sie mindestens zur Hälfte  und derjenige auf eine Viertelsrente, 
wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. 

Nach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat 
ein  Versicherter  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  70% Anspruch  auf  eine 
ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der Invalidität von 
60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier-
telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40%.

Gemäss Art.  28 Abs.  1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, zwar nur an Versicherte ausgerichtet, 
die  ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt jedoch seit 1. Juni 
2002 aufgrund des FZA für Schweizer  Bürger und Staatsangehörige der 
Europäischen  Gemeinschaft,  welche  Anspruch  auf  Viertelsrenten  haben, 

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wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz 
haben.

3.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung all-
fälliger  Eingliederungsmassnahmen  durch  eine  ihm  zumutbare  Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid ge-
worden wäre (Art. 16 ATSG). 

3.4 Der  Rentenanspruch  entsteht  nach  Art.  29  IVG frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
im  Sinne  von  Art.  7  ATSG geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität),  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens zu 40% arbeitsunfähig  im Sinne von Art.  6 ATSG gewesen war 
und der  Invaliditätsgrad  nach  Ablauf  der  Wartezeit  mindestens  40% be-
trägt (Bst. b: langdauernde Krankheit; vgl. BGE 121 V 272 E. 6). 

3.5 Nach dem ATSG/IVG ist der Begriff der Invalidität, wie bereits ausgeführt, 
nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, 
Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, 102 V 166) oder 
sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- 
bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bis-
herigen Tätigkeit, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu 
prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirtschaftlichen und 
nicht  nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln.  Das heisst,  dass es 
bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven wirt-
schaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung ankommt, welche nicht 
unbedingt  mit  dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Ein-
schränkung übereinstimmen müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). 
Trotzdem ist  die Verwaltung – und im Beschwerdfall  auch das Gericht – 
auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere 
Fachleute  zur  Verfügung gestellt  haben.  Aufgabe des Arztes ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist.  Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte  eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2, 
114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). 

3.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht  für  die streitigen Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begrün-
det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit we-
der  die  Herkunft  eines  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der  einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-

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achten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; 
AHI 2001 S. 112 f.).

4. Mit Bezug auf das Invalideneinkommen ist nachfolgend zu prüfen, ob der 
Beschwerdeführerin  die  Arbeit  als  Chemielaborantin  weiterhin  in  renten-
ausschliessender Weise zugemutet werden kann oder nicht:

4.1 Vorliegend  schränkt  Dr.  med.  Y._______  in  seinem sozialmedizinischen 
Gutachten vom 19.  Juni  2002 das Leistungsbild  der  Beschwerdeführerin 
insofern ein, als ihr Arbeiten mit durchschnittlichen oder überdurchschnittli-
chen Anforderungen an das Greifvermögen der Hände, permanente Tasta-
turbedienung in hoher Frequenz (Schreibtätigkeit) sowie die Expositionen 
durch Gase, Dämpfe, Staub und Nickel nicht zumutbar seien. Für Arbeiten 
mit  geringem  Anteil  manueller  Tätigkei  und  ohne  Atemwegsbelastungen 
verfüge die Beschwerdeführerin  über ein vollschichtiges Leistungsvermö-
gen. Betreffend die Zumutbarkeit  der Tätigkeit  als Chemielaborantin äus-
sert sich der Gutachter nicht explizit. Das Asthma bronchiale und die De-
pression seien unter der derzeit  durchgeführten Behandlung kompensiert 
und würden für sich allein keine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen.  

4.2 Dr.  med.  S._______,  Ärztin  für  Allgemeinmedizin,  attestiert  in  einem auf 
der  Grundlage  der  Untersuchung vom 15.  Oktober  2003 zu Handen der 
LVA verfassten Gutachten ein vollschichtiges berufliches Leistungsvermö-
gen  (6  Stunden  und  mehr)  für  körperlich  mittelschwere  Tätigkeiten,  mit 
überwiegender Arbeitshaltung im Stehen, im Gehen oder sitzend. Die Tä-
tigkeit als Chemielaborantin bzw. Qualitätsprüferin im chemischen Bereich 
sei  ihr  weiterhin  möglich.  Die  Einschränkungen  seien  dem Bewegungs-/ 
Haltungsapparat  zuzuschreiben,  weshalb  die  Gutachterin  ergänzend  ein 
fachärztliches Gutachten anordnete. 

4.3 In dem ergänzenden orthopädischen Gutachten vom 14. November 2003 
erachtet Dr. med. K._______ schwere manuelle Tätigkeiten als nicht mehr 
zumutbar.  Insbesondere könnten Arbeiten,  welche eine erhöhte Anforde-
rung an die Haltefähigkeit  der Hände oder an die Kraftentwicklung beim 
Faustschluss  stellten,  auf  Dauer  nicht  mehr  durchgeführt  werden.  Mittel-
schwere  körperliche  Tätigkeiten  könnten  vollschichtig  (6  Stunden  und 
mehr)  ausgeübt  werden.  Eine  (vollzeitliche)  Tätigkeit  im  zuletzt  ausge-
übten Beruf als Chemielaborantin erachtet er – sofern dabei den qualitati-
ven Funktionseinschränkungen beider Hände Rechnung getragen werde – 
als zumutbar. 

4.4 Dr. med. H._______ schätzt in einem vom Sozialgericht Konstanz einge-
holten,  27 Seiten umfassenden und in Kenntnis  der Vorakten verfassten 
orthopädischen Gutachten vom 5. Januar 2006 das bei der Beschwerde-
führerin vorliegende Leistungsbild reduzierter ein: So seien ihr aufgrund ih-
rer  schmerzhaften  Funktionsstörungen  im Bereich  der  Handgelenke  und 
Daumensattelgelenke beidseits mechanisch anspruchsvolle Arbeiten nicht 
möglich (feinmechanische Arbeiten,  Arbeiten mit  erhöhtem Kraftaufwand, 
Hämmern,  Schrauben,  Bohren,  Fräsen  etc.).  Namentlich  bestehe  beim 

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Hantieren mit potentiell gefährlichen Chemikalien die Gefahr des Verschüt-
tens. Pipettiervorgänge könnten nicht mehr mit der erforderlichen Präzision 
durchgeführt werden. Das Heben und Tragen von mittelschweren oder so-
gar schweren Lasten sei  ihr nicht  mehr möglich.  Auch Probleme bei der 
Dokumentation,  handschriftlich  oder  per  Computer,  liessen  sich  auf  der 
Grundlage der objektiven Befunde nachvollziehen. Im Hinblick auf die Be-
einträchtigungen im Bereich der Hals-  und Lendenwirbelsäule sei  es der 
Beschwerdeführerin nicht zumutbar, stundenlang in ein und derselben Kör-
perhaltung zu verharren (im Stehen oder im Sitzen mit nach vorne geneig-
tem Kopf). Der Gutachter kommt zum Schluss, dass der Beschwerdeführe-
rin aufgrund dieser bereits seit Jahren bestehenden und seit 4 Jahren ver-
stärkt vorhandenen Einschränkungen die Ausübung ihrer bisherigen Tätig-
keit als Chemielaborantin nicht mehr zumutbar sei. 

Hingegen  stimmt  der  Gutachter  in  der  Umschreibung  des  positiven  Lei-
stungsbildes namentlich mit seinem Kollegen Dr. med. K._______ insoweit 
überein, als der Beschwerdeführerin eine leichte Tätigkeit ohne besondere 
Belastung für Hand- und Daumensattelgelenke, in wechselnder Körperhal-
tung  und  in  überwiegend  geschützten  Räumen  aus  orthopädisch  soma-
tischer Sicht während mindestens 6 Stunden täglich zumutbar sei.

4.5 Auf der Grundlage des von Dr. med. H._______ erstellten Gutachtens, das 
die Anforderungen, die von der Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
ärztlichen Gutachtens gestellt  werden,  gänzlich erfüllt,  erachtet  das Bun-
desverwaltungsgericht die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Chemie-
laborantin  – jedenfalls  entsprechend dem durchschnittlichen Berufsbild  – 
als  nicht  zumutbar.  Entgegen der  Annahme von Dr.  med. K._______ ist 
nämlich  davon  auszugehen,  dass  der  Beruf  als  Chemielaborantin  regel-
mässig erhöhte Anforderungen an die Haltefähigkeit der Hände stellt und 
namentlich eine präzise Feinmotorik, verbunden mit einer gewissen Kraft-
entwicklung  beim  Faustschluss,  zum  Hantieren  mit  teilweise  schweren 
oder fragilen bzw. gefährlichen Materialien erforderlich ist. 

Eine leichte Tätigkeit in dem von den Gutachtern beschriebenen Rahmen 
(ohne besondere Belastung für Hand- und Daumensattelgelenke, in wech-
selnder Körperhaltung und in überwiegend geschützten Räumen) – allen-
falls  auch  eine  entsprechende  (qualitativ  bzw.  quantitativ  auf  den  ihr 
zumutbaren Rahmen reduzierte)  Arbeit  als Chemielaborantin  – kann der 
Beschwerdeführerin jedoch vollzeitlich zugemutet werden. 

5. Die IV-Stelle  ist  davon ausgegangen,  dass der Beschwerdeführerin  trotz 
ihrer  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  die  Tätigkeit  als  Chemielabo-
rantin vollzeitlich zumutbar sei und entsprechend ein rentenausschliessen-
des Invalideneinkommen bestehe. Vor diesem Hintergrund hat sie auf die 
Eruierung  der  der  Beschwerdeführerin  konkret  offenstehenden  Verwei-
sungstätigkeiten  verzichtet  und  entsprechend  auch  keinen  Einkommens-
vergleich durchgeführt. Nach dem bisher Gesagten kann die Beschwerde-
führerin  aber  ihrer  bisherigen  Tätigkeit  als  Chemielaborantin  nicht  mehr 
bzw. jedenfalls nicht mehr vollzeitlich und qualitativ unbeschränkt nachge-

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hen.  Insofern  ist  nicht  von  Vornherein  auszuschliessen,  dass  sie  einen 
gesundheitsbedingten  Einkommensverlust  in  rentenrelevanter  Höhe 
erleidet.

Es gilt  deshalb,  die für die Beschwerdeführerin  mit  dem gegebenen Lei-
stungsbild konkret in Frage kommenden Verweisungstätigkeiten zu eruie-
ren und auf dieser Grundlage das Invalideneinkommen zu berechnen (sie-
he nur  UELI KIESER, Der praktische Nachweis des rechtserheblichen Invali-
deneinkommens, in: Schaffhauser/Schlauri (Hrsg.), Rechtsfragen der Inva-
lidität in der Sozialversicherung, S. 49 ff.). Auf dieser Basis muss sodann 
der Einkommensvergleich durchgeführt werden. Anhand der vorliegenden 
Akten kann die Frage nach der Höhe des der  Beschwerdeführerin  unter 
Berücksichtigung  ihrer  gesundheitlichen  Beschwerden  noch  möglichen 
Verdienstes  allerdings  nicht  beantwortet  werden.  Demnach  erweist  sich 
der Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich erstellt und verlangt der weiteren 
Abklärung. 

5.1 Das  Eidgenössische  Versicherungsgericht  hat  wiederholt  festgehalten, 
dass das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, 
im Prinzip die Wahl hat,  die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die 
Verwaltung  zurückzuweisen  oder  selber  die  nötigen Instruktionen  vorzu-
nehmen (ZAK 1987 S. 264 E. 2a).  Bei festgestellter  Abklärungsbedürftig-
keit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche we-
der den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und ra-
schen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückwei-
sung  an  die  Verwaltung  einer  Verweigerung  des  gerichtlichen  Rechts-
schutzes  gleichkäme  (beispielsweise  dann,  wenn  aufgrund  besonderer 
Gegebenheiten  nur  ein  Gerichtsgutachten  oder  andere  gerichtliche  Be-
weismassnahmen geeignet  wären,  zur  Abklärung des Sachverhaltes bei-
zutragen),  oder  wenn die  Rückweisung  nach den Umständen  als  unver-
hältnismässig bezeichnet  werden müsste (BGE 122 V 163 E.  1d;  RKUV 
1989 K 809 S. 207 E. 4). Vorliegend sind kein Gründe ersichtlich, die der 
Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle entgegen-
stehen würden.

5.2 Die  Beschwerde ist  somit  insofern  teilweise  gutzuheissen,  als  die  ange-
fochtene  Verfügung  aufgehoben  und  die  Sache  zur  weiteren  Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts, namentlich zur Eruierung der der Be-
schwerdeführerin  konkret  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  und  zur 
Durchführung des Einkommensvergleiches, an die IV-Stelle zurückgewie-
sen wird, welche anschliessend eine neue Verfügung zu erlassen hat.

In dem mit der Replik  der Beschwerdeführerin  eingereichten Bericht  von 
Dr.  med.  T._______  vom  6. Oktober  2005,  wonach  jene  aus  psychiatri-
scher  Sicht  an  einer  rezidivierenden  depressiven  Störung,  gegenwärtig 
schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2, G), sowie an einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.4, G) leidet, finden sich 
keine Angaben, seit wann (und inwiefern) sich diese gesundheitlichen Be-
einträchtigungen allenfalls auf die Arbeitsunfähigkeit auswirken. 

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Bis  zur  Einreichung  dieses  Berichts  waren  keine  fachärztlich  ausgewie-
senen psychiatrischen Diagnosen aktenkundig, die sich auf die Arbeitsun-
fähigkeit  der  Beschwerdeführerin  ausgewirkt  hätten  (vgl.  betreffend  eine 
allfällige bereits früher bestehende somatoforme Schmerzstörung nur BGE 
130 V 352, 130 V 396, 131 V 49, wonach namentlich eine entsprechende 
fachärztlich  schlüssig  ausgewiesene  psychiatrische  Komorbidität  von  er-
heblicher Schwere, Intensität,  Ausprägung und Dauer erforderlich ist, um 
durch  diesen  Gesundheitsschaden  ausnahmsweise  eine  invalidisierende 
Arbeitsunfähigkeit zu begründen). 

Es ist deshalb mit der IV-Stelle einig zu gehen, dass insoweit auf das Da-
tum  des  psychiatrischen  Attestes  abzustellen  ist.  Da  dieses  ausserhalb 
des  im vorliegenden  Beschwerdeverfahren  zu  beurteilenden  Zeitfensters 
liegt, rechtfertigt es sich entsprechend dem Antrag der Vorinstanz, das da-
rauf gestützte Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend eine dadurch 
indizierte  Arbeitsunfähigkeit  zur  Beurteilung  an die IV-Stelle  zu  überwei-
sen. 

6. Gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden Bestimmungen werden kei-
ne  Verfahrenskosten  erhoben  (Art.  69  IVG  in  Verbindung  mit  Art.  85bis 

Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung  vom  20.  Dezember  1946  [AHVG,  SR  831.10]  und  Art. 63  Abs. 5 
VwVG in Verbindung mit Art. 4b der Verordnung über Kosten und Entschä-
digungen im Verwaltungsverfahren vom 10. September 1969 [Kostenver-
ordnung; SR 172.041.0] sowie in Verbindung mit den Schlussbestimmun-
gen  Bst.  c  zur  Änderung  des  IVG  vom  16.  Dezember  2005  [AS  2006 
2003]).  Der  Beschwerdeführerin,  die  sich  nicht  anwaltlich  vertreten  liess 
und der auch sonst keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten 
entstanden  sind,  ist  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG).

14

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die angefochtene Verfü-
gung vom 25. Juli 2005 aufgehoben.

2. Die Sache wird zur Feststellung des Sachverhalts  und zum Erlass einer 
neuen Verfügung im Sinne der Erwägung 5.2 an die Vorinstanz zurückge-
wiesen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen. 

4. Dieses Urteil wird eröffnet: 

– der Beschwerdeführerin (Einschreiben, mit Rückschein)

– der Vorinstanz (Einschreiben, mit Gerichtsurkunde)

– dem Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben,  mit Gerichts-
urkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Dieses Urteil kann innerhalb von 30 Tagen ab Zustellung beim Schweizerischen Bundes-
gericht,  Sozialversicherungsrechtliche  Abteilungen,  Schweizerhofquai  6,  6004 Luzern, 
angefochten werden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das Bundesgericht [BGG, SR 173.110]). 

In Anwendung des FZA, dessen Anhangs II sowie des Art. 86 der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71 kann das Rechtsmittel innerhalb der Frist von 30 Tagen einer Poststelle, ei-
nem Träger der Sozialversicherung oder einem Gericht des Mitgliedstaates, in dem der 
Beschwerdeführer Wohnsitz hat, übergeben werden.

Versand am:  

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