# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b892ff6-4584-5920-9b6f-5c52316bb9d8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.01.2014 100 2013 307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-307_2014-01-09.pdf

## Full Text

100.2013.307U
VBL/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 9. Januar 2014

a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiberin Marti 

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt 
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung; Härtefall; Nichteintreten 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 31. Juli 2013; 
BD 096/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2014, Nr. 100.2013.307U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1968, Staatsangehöriger von Sri Lanka ersuchte am 
11. Juli 2006 unter der falschen Identität «B.___» erstmals um Asyl. Das Gesuch 
wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juli 2010 letztinstanzlich 
abgewiesen (BVGer D-6808/2007 vom 16.7.2010). Am 14. Oktober 2010 stellte 
A.________ erneut ein Asylgesuch, welches das Bundesamt für Migration (BFM) am 
16. Juni 2011 ablehnte. Eine hiergegen erhobene Beschwerde blieb erfolglos 
(BVGer D-4161/2011 vom 17.12.2012). In der Folge setzte das BFM A.________ eine 
Ausreisefrist bis 25. Januar 2013 an. 

Am 14. Januar 2013 stellte A.________ ein Gesuch um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung unter Berufung auf einen schwerwiegenden persönlichen 
Härtefall. Mit Verfügung vom 26. März 2013 wies das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI) das Gesuch ab. 

B.

Hiergegen erhob A.________ am 26. April 2013 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese trat darauf mit Entscheid vom 31. Juli 
2013 nicht ein.

C.

Gegen diesen Nichteintretensentscheid hat A.________ am 9. September 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er verlangt, der Beschwerdeentscheid der 
POM sei aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen. Mit 
Vernehmlassung vom 25. September 2013 beantragt die POM die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde. Am 17. Dezember 2013 beantragt der Beschwerdeführer, 
die Sache sei der POM und dem MIP zur Vernehmlassung zu unterbreiten und 
Letzterem sei Gelegenheit zu geben, die Verfügung vom 26. März 2013 in 
Wiedererwägung zu ziehen.  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2014, Nr. 100.2013.307U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die POM ist auf die 
Beschwerde nicht eingetreten, weil sie dem Beschwerdeführer die Parteistellung im 
Verfahren abgesprochen hat. Deshalb ergibt sich dessen Beschwerdebefugnis für das 
verwaltungsgerichtliche Verfahren unmittelbar aus dem negativen Prozessentscheid 
(vgl. BVR 2006 S. 481 E. 1.2; VGE 2013/278 vom 10.10.2013, E. 1.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 79 N. 3, 
Art. 65 N. 6). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit unter 
Vorbehalt von E. 1.2 einzutreten. 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt, der MIDI sei anzuweisen, «Daten 
offenzulegen, aus denen sich ergibt, in welchen Fällen ein Härtefallgesuch dem 
Bundesamt für Migration unterbreitet wird und in welchen nicht» (Beschwerde, S. 11). 
– Strittig ist vorliegend einzig der mangels Parteistellung des Beschwerdeführers 
gefällte Nichteintretensentscheid der POM (vgl. hinten E. 2.1). Der Antrag des 
Beschwerdeführers, über den Einzelfall hinaus «Daten» zur Härtefallpraxis des MIDI zu 
erlangen, weitet diesen Streitgegenstand unzulässig aus (vgl. BVR 2011 S. 391 E. 2.1 
mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist insofern nicht einzutreten. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

1.4 Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide behandeln die Mitglieder des 
Verwaltungsgerichts als Einzelrichterin oder Einzelrichter (Art. 119 VRPG i.V.m. Art. 57 
Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]; BVR 2011 S. 498 
[VGE 2010/495 vom 19.5.2011], nicht publ. E. 1.3 mit Hinweis auf die Praxisfestlegung 
der erweiterten Abteilungskonferenz vom 29.11.2010).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2014, Nr. 100.2013.307U, Seite 4

2.

2.1 Ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf ein Rechtsmittel nicht 
eingetreten, so kann Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens 
ausschliesslich die Frage bilden, ob zu Recht ein Nichteintretensentscheid gefällt 
worden ist. Mithin kann das Verwaltungsgericht vorliegend nur die Rechtmässigkeit des 
Nichteintretens der POM auf die Beschwerde vom 26. April 2013 und nicht auch die 
Verweigerung der Härtefallbewilligung durch das MIP (Verfügung vom 26.3.2013) 
überprüfen. Soweit der Beschwerdeführer rügt, der Nichterteilung der 
Härtefallbewilligung liege eine unvollständige Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhalts (Beschwerde, S. 4) sowie eine fehlerhafte Rechtsanwendung (Art. 8, 9 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 31 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 
über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]) bzw. 
Ermessensausübung durch das MIP zugrunde (Beschwerde, S. 3, 9 ff.), ist auf die 
Vorbringen nicht weiter einzugehen. 

2.2 Ab Einreichung des Asylgesuchs bis zur Ausreise nach einer rechtskräftig 
angeordneten Wegweisung, nach einem Rückzug des Asylgesuchs oder bis zur 
Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchführbarem Vollzug kann eine 
asylsuchende Person kein Verfahren um Erteilung einer ausländerrechtlichen 
Bewilligung einleiten, ausser es bestehe ein Anspruch auf deren Erteilung (Art. 14 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG; SR 142.31]). Gemäss Art. 14 
Abs. 2 AsylG kann der Kanton mit Zustimmung des Bundesamts einer ihm nach 
diesem Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung erteilen, wenn die 
betroffene Person sich seit Einreichung des Asylgesuchs mindestens fünf Jahre in der 
Schweiz aufhält, ihr Aufenthaltsort den Behörden immer bekannt war und wegen der 
fortgeschrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt. Die 
betroffene Person hat nur beim Zustimmungsverfahren des Bundesamts Parteistellung 
(Art. 14 Abs. 4 AsylG; VGE 2010/407 vom 18.2.2011, E. 2.1).

2.3 Der Beschwerdeführer ist rechtskräftig ab- und weggewiesener Asylbewerber. 
Das MIP hat sein Gesuch um Erteilung einer Härtefallbewilligung gemäss Art. 14 
Abs. 2 AsylG abgewiesen (vorne Bst. A). Die POM ist auf die dagegen eingereichte 
Beschwerde nicht eingetreten mit der Begründung, gemäss Art. 14 Abs. 4 AsylG 
komme dem Beschwerdeführer keine Parteistellung zu. Der Beschwerdeführer rügt, 

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die POM verletze mit diesem Entscheid Art. 6, 8 und 13 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101), die Rechtsweggarantie von Art. 29a 
BV sowie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
BV; Beschwerde, S. 4 ff.).

2.4 Gemäss Art. 29a BV hat jede Person bei Rechtsstreitigkeiten Anspruch auf 
Beurteilung durch eine richterliche Behörde. Bund und Kantone können allerdings den 
Zugang zu einem Gericht durch Gesetz ausschliessen. Das schliesst eine darüber 
hinausgehende Anerkennung eines generellen Anspruchs auf gerichtlichen 
Rechtsschutz und eine Umschreibung der Ausnahmen durch die Rechtsprechung aus 
(BGE 130 I 388 E. 4; VGE 2010/407 vom 18.2.2011, E. 4.2; vgl. auch BGE 137 I 128 
E. 4.2 [Pra 100/2011 Nr. 72]). Nach Art. 190 BV sind Bundesgesetze und Völkerrecht 
für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden massgebend. 
Damit kann Bundesgesetzen weder im Rahmen der abstrakten noch der konkreten 
Normenkontrolle die Anwendung versagt werden (BGE 136 I 65 E. 3.2 mit weiteren 
Hinweisen). Das Bundesgericht hat erkannt, dass das Fehlen eines gerichtlichen 
Rechtsmittels gegen die kantonale Verfügung, welche die Eröffnung des Verfahrens 
zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verweigert, der verfassungsmässigen 
Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV widerspricht. Dessen ungeachtet sei die Be-
stimmung von Art. 14 Abs. 4 AsylG anzuwenden (BGE 137 I 128 E. 4.3 [Pra 100/2011 
Nr. 72]; BGer 2C_39/2012 vom 20.1.2012, E. 2.2.1; VGE 2010/407 vom 18.2.2011, 
E. 4.2). Entscheide im Zusammenhang mit dem Aufenthalt und der Wegweisung einer 
ausländischen Person würden zudem weder eine Zivil-, noch eine Strafrechtssache im 
Sinn von Art. 6 EMRK betreffen, auch nicht mit Blick auf eine beabsichtigte 
Erwerbstätigkeit (E. 4.4.2). Diese Rechtsprechung ist im vorliegenden Fall 
massgebend.

2.5 Der Beschwerdeführer macht geltend, der angefochtene Entscheid verletze das 
Recht auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Wie die POM gestützt auf 
die erwähnte Bundesgerichtspraxis richtig ausgeführt hat, betrifft der Entscheid über 
den Aufenthalt einer ausländischen Person oder deren Wegweisung weder einen 
zivilrechtlichen Anspruch noch eine strafrechtliche Anklage im Sinn von Art. 6 EMRK, 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 7) auch nicht mit 
Blick auf dessen Erwerbstätigkeit bzw. wirtschaftliche Existenz (BGE 137 I 128 E. 4.4.2 
[Pra 100/2011 Nr. 72]; VGE 2010/407 vom 18.2.2011, E. 4.2 auch zum Folgenden). Ist 
Art. 6 Ziff. 1 EMRK mangels eines zivilrechtlichen Charakters des 

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Bewilligungsverfahrens gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG nicht anwendbar, ergibt sich für 
den Beschwerdeführer aus der Rechtsweggarantie folglich kein Recht auf Teilnahme 
am Verfahren. Weiter sieht der Beschwerdeführer durch die fehlende Parteistellung im 
Bewilligungsverfahren gemäss Art. 14 Abs. 4 AsylG sein Recht auf Achtung des 
Privatlebens nach Art. 8 EMRK verletzt (entspricht Art. 13 BV). Sein besonders enger 
Bezug zur Schweiz zeichne sich dadurch aus, dass er überdurchschnittlich viele 
soziale Beziehungen habe und etliche davon eine familienähnliche Qualität aufweisen 
würden. Sodann hätten sich über 300 Personen in Kenntnis seiner Situation für ihn 
eingesetzt. Die Vorinstanz hat eine Verletzung von Art. 8 EMRK zu Recht verneint: 
Ohne Familienbezug kann nur unter besonderen Umständen ein Recht auf Verbleib im 
Aufenthaltsstaat abgeleitet werden; eine lange Anwesenheit und die normale 
Integration genügen hierfür nicht. Vielmehr bedarf es für den Schutz des Rechts auf 
Achtung des Privatlebens besonders intensiver, über eine normale Integration 
hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. 
entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. 
ausserhäuslichen Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 mit Hinweisen; BGer 2C_39/2012 
vom 20.1.2012, E. 2.3.2; BVR 2012 S. 145 E. 3.4.2). Obschon der Beschwerdeführer 
durchaus vielseitige Kontakte zu Einheimischen pflegt und einer Erwerbstätigkeit 
nachgeht, kann darin keine überdurchschnittliche oder aussergewöhnliche 
Verbundenheit mit den hiesigen Verhältnissen erblickt werden. Zwar sind ein gewisses 
soziales Engagement des Beschwerdeführers sowie einige Bekanntschaften dargetan, 
die mehr als bloss gelegentlichen Charakter haben. Von einer tiefgreifenden sozialen 
Verwurzelung in der Schweiz kann angesichts der nicht sehr langen 
Anwesenheitsdauer von sieben Jahren und dem Umstand, dass der Beschwerdeführer 
mindestens 36 Jahre in Sri Lanka lebte, wo sich auch seine Ehefrau und seine beiden 
Kinder befinden (Vorakten POM, pag. 3), jedoch nicht gesprochen werden. Demnach 
liegen keine besonderen Umstände vor, die eine Verletzung des Rechts auf Achtung 
des Privatlebens erkennen lassen. Auch Art. 8 EMRK vermag dem Beschwerdeführer 
somit keinen gesetzlich nicht vorgesehenen Rechtsweg zu eröffnen. Soweit sich der 
Beschwerdeführer schliesslich auf sein Recht auf wirksame Beschwerde (Art. 13 
EMRK) beruft, ist festzuhalten, dass diese Bestimmung einzig im Zusammenhang mit 
einer materiellen Konventionsvorschrift angerufen werden kann. Die tatsächliche 
Verletzung eines Anspruchs wird dabei nicht vorausgesetzt, jedoch muss sie in 
vertretbarer Weise behauptet werden (vgl. Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, 2009, 
Art. 13 N. 2 ff.; BGE 137 I 128 E. 4.4.3 [Pra 100/2011 Nr. 72]; VGE 2011/103 vom 
8.9.2011, E. 3.5.1). Da der Beschwerdeführer eine Missachtung einer EMRK-Garantie 

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nicht plausibel und nachvollziehbar darzulegen vermag, kann er hinsichtlich seines 
Rechts auf Teilnahme am Verfahren auch aus Art. 13 EMRK nichts zu seinen Gunsten 
ableiten.  

2.6 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich Verletzungen des rechtlichen Gehörs 
und verlangt deswegen die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zum neuen 
Entscheid. Er habe für den Fall, dass die POM «gemäss der früheren Praxis» einen 
Nichteintretensentscheid erlässt, ausdrücklich um Ansetzung einer Frist zur 
Einreichung einer ausführlichen Stellungnahme ersucht (Beschwerde, S. 4 f.; Vorakten 
POM, pag. 17). Zudem habe die POM ihren Entscheid ungenügend begründet 
(Beschwerde, S. 7) und sich nicht mit der Zulässigkeit bzw. Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs auseinandergesetzt (Beschwerde, S. 5). – Besteht kein Recht auf 
Teilnahme am Verfahren, kann sich der Beschwerdeführer auch nicht auf die 
Verletzung seiner Verfahrensrechte, insbesondere des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]; Art. 21 VRPG), berufen (BGE 137 I 128 E. 3.1.2; VGE 2010/407 vom 
18.2.2011, E. 4.5). Die Vorwürfe erweisen sich auch als unbegründet: 

2.6.1 Der Gehörsanspruch beinhaltet das Recht der betroffenen Person, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zu den Sachumständen 
zu äussern (BGE 134 I 140 E. 5.3; BVR 1993 S. 341 E. 2c/bb; vgl. auch BVR 2010 
S. 157 E. 2.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 6, N. 8 zum Folgenden). 
Da die Behörden das Recht von Amtes wegen anwenden (Art. 20a Abs. 1 VRPG), 
besteht im Allgemeinen kein Anspruch der Parteien, sich zur rechtlichen Beurteilung 
der Sachfragen noch besonders äussern zu können, es sei denn die Behörde gedenkt, 
ihren Entscheid auf eine völlig neue rechtliche Basis zu stützen (BVR 2012 S. 28 
E. 2.3.1; BGer 2C_657/2010 vom 11.4.2011, E. 2.2; VGE 2012/4 vom 30.11.2012, 
E. 2.2). – Die Vorinstanz hat den Verzicht auf die Einholung einer Stellungnahme damit 
begründet, dass dem Beschwerdeführer die Rechtsprechung zur fehlenden 
Parteistellung bestens bekannt sei und er vernünftigerweise damit habe rechnen 
müssen, dass die Parteistellung Zweifeln unterworfen sein würde. Dessen ungeachtet 
hätte er auch nach Ablauf der Beschwerdefrist die rechtliche Argumentation von sich 
aus ergänzen können (vgl. angefochtener Entscheid, E. 1c). Die Ausführungen der 
Vorinstanz sind nicht zu beanstanden; der Beschwerdeführer war sich darüber im 
Klaren, dass die Parteistellung strittig ist und aufgrund der ihm bekannten Praxis ein 
Nichteintreten auf der Hand liegt. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer den 

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Sachverhalt in seiner Beschwerde umfassend vorgebracht. Er hätte im Rahmen der 
Schlussbemerkungen (vgl. Vorakten POM, pag. 40) bzw. bis zum Abschluss des 
Schriftenwechsels jederzeit neue Tatsachen oder Beweismittel beibringen können, 
sofern dies für die Parteistellung von Bedeutung gewesen wäre. 

2.6.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die POM auch ihre 
Begründungspflicht nicht verletzt (zum Gehalt der Begründungspflicht BGE 138 I 232 
E. 5.1, 136 I 229 E. 5.2, 133 I 270 E. 3.1; BVR 2012 S. 109 E. 2.3.3, 2004 S. 133 
E. 4.4.1): Zunächst war für den Beschwerdeführer aus den Ausführungen der POM 
ersichtlich, weshalb diese eine Verletzung von Art. 8 EMRK (Recht auf Privatleben) 
vorliegend verneint hat (angefochtener Entscheid, E. 2c/bb). Es war ihm denn auch 
möglich, den Entscheid in diesem Punkt sachgerecht anzufechten. Auch indem sich 
die Vorinstanz nicht mit der Zulässigkeit bzw. Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
auseinandergesetzt hat, liegt keine Verletzung der Begründungspflicht vor: Wie die 
Vorinstanz zutreffend vorbringt (Vernehmlassung vom 25.9.2013, S. 2), hat das 
Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer rechtskräftig weggewiesen und 
allfällige Vollzugshindernisse geprüft (BVGer D-4161/2011 vom 17.12.2012, Akten 
MIP, pag. 241). Streitgegenstand im Verfahren vor dem MIP war somit nicht die 
Wegweisung bzw. der Vollzug derselben, sondern einzig die Erteilung einer 
Härtefallbewilligung. Bei dieser Ausgangslage bestand für das MIP und die Vorinstanz 
kein Anlass, die vorläufige Aufnahme zu prüfen.

3.

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Parteistellung des Beschwerdeführers zu 
Recht verneint. Der Nichteintretensentscheid hält der Rechtskontrolle stand; die 
Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2). Der Antrag 
des Beschwerdeführers, vor dem Hintergrund, dass das BFM am 23. August 2013 die 
vorläufige Sistierung der Rückführungen nach Sri Lanka beschlossen habe und 
deshalb nicht mit einer Rückkehr in absehbarer Zeit zu rechnen sei, sei dem MIP 
Gelegenheit zur Wiedererwägung der Verfügung einzuräumen (vorne Bst. C), ist 
abzuweisen; ob aufgrund der aktuellen Gefährdungslage in Sri Lanka Hindernisse 
beim Vollzug der Wegweisung vorliegen, ist weder für die Frage der Parteistellung 
noch für den Härtefall relevant; wenn das MIP die Voraussetzungen für die Erteilung 
einer Härtefallbewilligung gemäss Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG derzeit als nicht erfüllt 

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erachtet – was der Beschwerdeführer mangels Parteistellung nicht überprüfen kann – 
bleibt kein Raum für eine Bewilligungserteilung wegen Gefährdung im Herkunftsland. 
Die diesbezüglich möglicherweise veränderten Umstände sind allenfalls im Rahmen 
einer vorläufigen Aufnahme zu berücksichtigen, welche nur von den kantonalen 
Behörden beantragt werden kann und vom BFM verfügt wird (vgl. Art. 83 Abs. 1 AuG; 
BGE 137 II 305 E. 3.2 mit Hinweisen; VGE 2012/86 vom 9.1.2013, E. 7.1 [bestätigt 
durch BGer 2C_136/2013 vom 30.10.2013]; zur aktuellen Aussetzung der 
Rückführungen nach Sri Lanka Medienmitteilung des BFM vom 3.10.2013, einsehbar 
unter <http://www.bfm.admin.ch>). 

4.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1ʹ000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern […] 
- dem Bundesamt für Migration

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2014, Nr. 100.2013.307U, Seite 10

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.