# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 878eef42-eaa6-5642-bf18-17718aa44eba
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 21.08.2025 BA 2025 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2025-49_2025-08-21.pdf

## Full Text

20250807_104841_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2025 49

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 21. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Betreibungsamt Baar, 

betreffend

Nichtbekanntgabe einer Betreibung

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Sachverhalt

1. B.________ (nachfolgend: Gläubiger) reichte beim Betreibungsamt Baar gegen die 
A.________ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin) eine Betreibung für eine Forderung 
von CHF 231.00 ein. Der Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. C.________ vom 19. Februar 
2025 wurde der Beschwerdeführerin am 28. Februar 2025 zugestellt. Dagegen erhob die Be-
schwerdeführerin am 4. März 2025 Rechtsvorschlag (act. 1/2-3).

2. Am 3. Juni 2025 reichte die Beschwerdeführerin beim Betreibungsamt Baar gestützt auf 
Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG ein Gesuch um Nichtbekanntgabe der Betreibung Nr. C.________ 
an Dritte ein. Mit Verfügung vom 10. Juni 2025 wies das Betreibungsamt das Gesuch ab 
(act. 1/4). 

3. Gegen diese Verfügung reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 20. Juni 2025 Be-
schwerde bei der II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts Zug als Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs ein und beantragte, die Verfügung des Betreibungsamtes 
Baar vom 10. Juni 2025 sei aufzuheben und es sei anzuordnen, dass die Betreibung 
Nr. C.________ nicht gegenüber Dritten bekannt gemacht werde (act. 1). 

4. Die Akten des Betreibungsamtes wurden beigezogen. Vernehmlassungen wurden nicht ein-
geholt. 

Erwägungen

1. Das Betreibungsamt Baar wies das Gesuch der Beschwerdeführerin um Nichtbekanntgabe 
der Betreibung an Dritte mit der Begründung ab, die Forderung (oder ein Teil davon) in die-
ser Betreibung sei bezahlt worden. In einem solchen Kontext den Betreibungseintrag nicht 
sichtbar machen zu wollen mit der Behauptung, die Betreibung sei ungerechtfertigt, stelle ein 
widersprüchliches Verhalten dar, welches keinen Rechtsschutz erhalte (vgl. act. 1/4). 

2. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, die zugrunde liegende Forderung in der Höhe 
von CHF 231.00 sei bereits "vor Zustellung der Betreibung" vollständig bezahlt worden. Die 
Zahlung sei am 28. Februar 2025 durch ihre Bank (D.________) erfolgt, habe jedoch schon 
am 27. Februar 2025 ausgelöst werden müssen, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden. 
Die Zustellung des Zahlungsbefehls sei am 28. Februar 2025, also nach vollständiger Be-
gleichung der Forderung, erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt habe keine rechtliche Grundlage mehr 
für die Betreibung bestanden, womit auch der von ihr erhobene, vollständige Rechtsvor-
schlag berechtigt gewesen sei. Eine Veröffentlichung gegenüber Dritten sei unter diesen 
Umständen nicht gerechtfertigt und verletze ihre wirtschaftlichen Interessen erheblich (vgl. 
act. 1). 

3. Gemäss Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG geben Ämter Dritten von einer Betreibung keine Kennt-
nis, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von drei Monaten seit der Zustellung des 
Zahlungsbefehls ein entsprechendes Gesuch gestellt hat, sofern der Gläubiger nach Ablauf 
einer vom Betreibungsamt angesetzten Frist von 20 Tagen den Nachweis nicht erbringt, dass 

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rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages (Art. 79-84 SchKG) einge-
leitet wurde. 

3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt ein (unter Umständen bloss teilweiser) 
Rückzug des Rechtsvorschlages vor, wenn der Betriebene den Forderungsbetrag trotz des 
erhobenen Rechtsvorschlages an das Betreibungsamt überweist. Soweit durch diese Zah-
lung nicht alle in Betreibung gesetzten Forderungen und Kosten beglichen sind, kann daher 
das Fortsetzungsbegehren ohne Weiteres gestellt werden (vgl. Bessenich/Fink, Basler 
Kommentar, 3. A. 2021, Art. 78 SchKG N 5 und 5a m.H.). 

3.2 Begleicht der Schuldner eine Forderung, nachdem sie in Betreibung gesetzt wurde, so kann 
er die Bekanntgabe der Betreibung an Dritte nicht mit einem Gesuch nach Art. 8a Abs. 3 lit. d 
SchKG verhindern. Auf diese Bestimmung kann sich der Schuldner nur berufen, solange die 
Forderung bestritten ist. Der Gesetzgeber schliesst aus der Begleichung einer in Betreibung 
gesetzten Forderung auf die Anerkennung einer Schuldpflicht und geht daher nicht von einer 
ungerechtfertigten Betreibung aus, deren Bekanntgabe mit einem Gesuch nach Art. 8a Abs. 
3 lit. d SchKG verhindert werden kann (vgl. BGE 147 III 486 E. 3.4.2 und 3.5.3). Diese 
Schlussfolgerung wird in der Lehre bestätigt und kommt auch in der Weisung Nr. 5 des Bun-
desamtes für Justiz, Dienststelle Oberaufsicht für Schuldbetreibung und Konkurs, vom 18. 
Oktober 2018 bzw. 19. Oktober 2021 (Ziff. 10-12) zum Ausdruck. Begleicht der Schuldner die 
Forderung nach Einleitung der Betreibung, macht er damit deutlich, dass er sowohl die For-
derung als auch das Recht, diese in Betreibung zu setzen, nicht bestreitet (zit. Weisung, 
a.a.O., Ziff. 9 und 10). 

3.3 Wenn der Schuldner hingegen die Forderung bereits vor der Einleitung der Betreibung be-
zahlt hat, kann er ein Gesuch um Nichtbekanntgabe der Betreibung an Dritte stellen. Mass-
gebend ist der Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls (vgl. BGE 150 III 390 E. 4.2 und 
4.4.2). 

4. Wie den Akten zu entnehmen ist, wurde der Zahlungsbefehl in der Betreibung 
Nr. C.________ des Betreibungsamtes Baar der Beschwerdeführerin am 28. Februar 2025 
zugestellt (act. 1/2-3). Gleichentags, am 28. Februar 2025, hat die Beschwerdeführerin 
gemäss der von ihr eingereichten Kopie der Bewegungsdetails im E-Banking einen Betrag 
von CHF 231.00 an den Gläubiger überwiesen (act. 1/1). Sie hat aber weder die Uhrzeit der 
Überweisung noch diejenige des Empfangs des Zahlungsbefehls nachgewiesen. Damit fehlt 
es am Nachweis, dass die Zahlung vor der Zustellung des Zahlungsbefehls erfolgte. Ebenso 
wenig hat die Beschwerdeführerin ihre Darstellung belegt, wonach sie den Zahlungsauftrag 
bereits am Vortag, dem 27. Februar 2025, in Auftrag gegeben hat. Ob die Erteilung des Zah-
lungsauftrags im vorliegenden Zusammenhang überhaupt relevant wäre, kann daher offen-
gelassen werden. Somit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die Forderung 
erst nach Einleitung der Betreibung beglichen hat und daher die Bekanntgabe der Betreibung 
an Dritte nicht mit einem Gesuch nach Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG verhindern kann (vgl. 
E. 3.1-3.3). Demnach kann die Betreibung gegen die Beschwerdeführerin nicht als unge-
rechtfertigt bezeichnet werden und das Betreibungsamt hat das Gesuch der Beschwerdefüh-
rerin um Nichtbekanntgabe einer Betreibung an Dritte zu Recht abgewiesen. 

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5. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach abzu-
weisen. 

Das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs ist 
kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Parteientschädigungen sind nicht auszurichten 
(Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Beschwerdeführerin
- Betreibungsamt Baar
- Gläubiger

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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