# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e04331b-c459-5c81-8273-1656dabaf910
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.09.2014 200 2014 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-68_2014-09-10.pdf

## Full Text

200 14 68 IV
LOU/MAK/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. September 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Mauerhofer

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1959) absolvierte nach der obligatorischen Schulzeit eine 
Anlehre als …. Im Jahr 1995 schloss sie ferner den Grundpflegekurs … 
erfolgreich ab. Sie ist ledig, hat eine Tochter mit Jahrgang 1986 und eine 
Enkelin mit Jahrgang 2011.

Nachdem A.________ ihre damalige Arbeitsstelle in der … verloren hatte 
(Antwortbeilage [AB] 16), meldete sie sich am 20. März 2002 bei der Invali-
denversicherung (IV) unter Hinweis auf Muskelerkrankung, Schilddrüsen-
unterfunktion, Diskushernie und Nierenschädigung zum Leistungsbezug an 
(AB 11). Die IV-Stelle Bern (IVB) traf medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen. Sie ging von einer im Gesundheitsfall hypothetisch ausgeübten 
Erwerbstätigkeit im Umfang von 80 % aus und sprach der Versicherten mit 
Verfügung vom 11. Juni 2003 ab 1. September 2002 eine halbe Rente zu-
züglich Kinderrente bei einem IV-Grad von 53 % zu (AB 29). 

Im Rahmen eines Revisionsverfahrens im Jahr 2005 wurde festgestellt, 
dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten infolge eines erhebli-
chen Gewichtsverlusts nach einer Magen-Bypass-Operation verbessert 
habe. Zwischenzeitlich sei auch die Hypothyreose korrigiert (AB 32, 44/2). 
Die IVB ermittelte – bei gleichbleibendem Status (80 % / 20 %) – einen IV-
Grad von nurmehr 18 % (AB 45), woraufhin sie die Rente mit (unangefoch-
ten gebliebener) Verfügung vom 25. November 2005 aufhob (AB 46). 

Wegen Fussbeschwerden wandte sich A.________ an die SUVA. Diese 
anerkannte zunächst ihre Leistungspflicht aufgrund eines Rückfalls zu ei-
nem angeblich im Jahr 1977 erlittenen Motorradunfall und erbrachte Heil-
behandlungs- und Taggeldleistungen (AB 59 ff.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 3

B.

Im Januar 2008 reichte die Versicherte bei der IVB eine Neuanmeldung ein 
und beantragte eine Umschulung sowie eine Rente (AB 54). Sie machte 
dabei unfallbedingte Beschwerden am linken (richtig: rechten) Fussgelenk 
geltend. Die IVB holte in der Folge die Akten der SUVA ein und traf weitere 
medizinische sowie erwerbliche Abklärungen (AB 57 ff.). 

Am 21. Oktober 2008 unterzog sich die Versicherte einer Operation zur 
Gelenksversteifung (AB 80 ff.). Da sich der Heilungsverlauf protrahiert ge-
staltete, konnte sie ihre damalige Tätigkeit als … nicht mehr aufnehmen. 
Nachdem ein betriebsintern durchgeführter Arbeitsversuch in einer anderen 
Tätigkeit gescheitert war (AB 85/3), wurde das Arbeitsverhältnis seitens der 
Arbeitgeberin per Ende November 2009 aufgelöst (AB 94). 

Auf Veranlassung der IVB durchlief die Versicherte vom 1. September bis 
am 23. November 2009 eine berufliche Grundabklärung in der Abklärungs-
stelle B.________ (AB 109). Wegen persistierenden Beschwerden unter-
zog sie sich am 4. Mai 2010, am 25. August 2010 und am 24. März 2011 
drei weiteren Operationen (AB 111.6, 117/5, 133/5 f.). In der Folge leitete 
die IVB erneut eine berufliche Grundabklärung in der Abklärungsstelle 
B.________ in die Wege. Diese fand vom 7. Juni bis am 29. August 2011 
statt (AB 151). Anschliessend daran wurde ein Arbeitstraining durchgeführt, 
eine Verlängerung desselben jedoch per 15. Februar 2012 vorzeitig abge-
brochen (AB 162 f.). 

Mit Verfügung vom 2. Juli 2012 schloss die IVB die Arbeitsvermittlung ab 
(AB 176). Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Mit Schreiben an die IVB vom 22. Oktober 2012 informierte der aktuell be-
handelnde Chirurg, Dr. med. C.________ (Allgemeinchirurgie und Trauma-
tologie FMH), die Situation habe sich deutlich verschlechtert (AB 178). Mit 
Arztbericht vom 27. Mai 2013 attestierte er eine Arbeitsfähigkeit in der bis-
herigen Tätigkeit von 50 % (AB 185/2 ff.). Dr. med. D.________ (Orthopä-
dische Chirurgie FMH) vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) ging zwar 
mit Stellungnahme vom 10. Juni 2013 ebenfalls von einer Verschlechterung 
aus, vertrat aber die Auffassung, in einer angepassten, wechselbelasten-
den und vorwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit 

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bei einer Leistungsminderung von maximal 10 % (AB 186/4). Daraufhin 
holte die IVB einen IK-Auszug ein (AB 187) und liess am Domizil der Versi-
cherten eine Haushaltabklärung durchführen (AB 188). Gestützt auf die 
genannten Erhebungen ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 18 % und 
teilte der Versicherten mit Vorbescheid vom 16. Juli 2013 mit, sie beabsich-
tige, das Rentenbegehren mangels rentenbegründender Invalidität abzu-
weisen (AB 191). Die Versicherte – vertreten durch E.________ – erhob 
am 12. September 2013 dagegen Einwand (AB 193/1 f.) und verwies dabei 
auf eine Stellungnahme von Dr. med. C.________ vom 25. August 2013 
(AB 193/3). In der Folge holte die IVB beim RAD und beim Abklärungs-
dienst zusätzliche Stellungnahmen ein (AB 197, 199). Mit Verfügung vom 
13. Dezember 2013 verfügte sie gemäss Vorbescheid (AB 200). 

C.

Mit Beschwerde vom 20. Januar 2014 hat die – inzwischen nicht mehr ver-
tretene – Versicherte die Verfügung der IVB vom 13. Dezember 2013 
(AB 200) beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern angefochten. Sie be-
antragt, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente auszurich-
ten. Zugleich wird um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (uR) 
ersucht.

Die IVB schliesst mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2014 auf Abweisung 
der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 13. Dezember 2013 
(AB 200). Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch. Zu prüfen ist, ob im 
massgeblichen Vergleichszeitraum eine Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die erneut zu einem Rentenanspruch führt, 
und ob der Sachverhalt zur Beantwortung dieser Frage hinreichend abge-
klärt worden ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 
28a Abs. 2 IVG bzw. bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG; spezi-
fische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG (bis 31. Dezember 2007 aArt. 28 Abs. 2ter IVG) 
wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgelt-
lich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen 
Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 
im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 7

auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG; bis 31. De-
zember 2007 aArt. 28 Abs. 2bis IVG). In diesem Falle sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb 
des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufga-
benbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu be-
messen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 87 Abs. 3 und 4 
IVV).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 
3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 
3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

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und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.7 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 9

holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 
353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 
44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 
469).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass die Verwaltung auf die Neuanmeldung zum 
Rentenbezug vom 8. Januar 2008 (AB 54) eingetreten ist, und dass sie 
demnach den geltend gemachten Anspruch umfassend abzuklären hatte. 
Unter diesen Umständen ist die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu 
überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

3.2 Streitig ist, ob es im massgebenden Vergleichszeitraum zu einer 
rentenrelevanten Verschlechterung des Gesundheitszustands gekommen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 10

ist. Zu prüfen ist insbesondere, ob sich die IVB dabei auf einen hinreichend 
abgeklärten Sachverhalt gestützt hat. Den massgebenden Vergleichszeit-
punkt bildet die unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 
25. November 2005, mit der die bisherige halbe Rente bei einem Invali-
ditätsgrad von 18 % aufgehoben worden war (AB 46).

3.3 Anlässlich der rentenaufhebenden Verfügung vom 25. November 
2005 (AB 46) stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-
sicht massgeblich auf die folgenden Arztberichte: 

Dr. med. F.________ (Innere Medizin FMH) nannte mit Bericht vom 20. Ju-
ni 2005 (AB 34/6-8) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
einen Status nach proximalem Roux-Y-Magenbypass bei Adipositas Grad 
IV sowie einen Status nach Operation der symptomatischen epi-
gastrischen, periumbilikalen Narbenhernie mit Netzeinlage. Die Fragen 
nach den Einschränkungen im Arbeitsbereich und in der Alltags- und Frei-
zeitgestaltung liess sie ausdrücklich offen. 

Dr. med. G.________ (Chirurgie FMH) nannte als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ebenfalls einen Status nach proximalem 
Roux-Y-Magenbypass, einen Status nach Lösung einer epigastrischen Na-
rbenhernie mit Netzaugmentation sowie (aktuell) eine generalisierte Der-
matochalasie mit Beteiligung vor allem der Oberschenkel medialseits beid-
seits sowie abdominal suprapubisch. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte 
er aus, bezüglich der genannten Operationen bestünden aktuell keine funk-
tionellen Einschränkungen. Wegen der ausserordentlich guten Gewichts-
abnahme sei – im Gegenteil – sogar eine Verbesserung der körperlichen 
Aktivität sowie eine Beibehaltung oder allenfalls sogar eine Steigerung der 
aktuellen Erwerbstätigkeit möglich (AB 35/14).

Dr. med. H.________ (Allgemeine Innere Medizin FMH, Endokrinolo-
gie/Diabetologie FMH) vom RAD folgerte aus den genannten Arztberichten 
mit Stellungnahme vom 11. November 2005 (AB 44/2), es  bestehe – infol-
ge der Gewichtsreduktion und der korrigierten Hypothyreose – insofern 
keine Arbeitsunfähigkeit mehr, als eine Erwerbstätigkeit im Umfang eines 
Pensums von 100 % zumutbar sei. Aufgrund der Schmerzen des rechten 
Fusses sei allerdings eine wechselbelastende Tätigkeit mit intermittierend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 11

sitzender Haltung vorzuziehen; schwere Arbeiten seien zu vermeiden. Un-
ter diesen Voraussetzungen bestehe keine Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit. 

4.

4.1 Bezüglich der Entwicklung des Gesundheitszustands und insbeson-
dere der Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit Erlass der Verfügung vom 
25. November 2005 (AB 46) lässt sich den Akten entnehmen, dass sich die 
Beschwerdeführerin in diesem Zeitraum den folgenden fünf Operationen 
unterzog: 

Am 21. Oktober 2008 wurde eine Operation zur Versteifung des rechten 
Sprunggelenks durchgeführt (AB 80 ff.). Im Anschluss an den Eingriff war 
die Beschwerdeführerin während vier Monaten arbeitsunfähig. Am 19. Mai 
2009 wurde eine der eingesetzten Schrauben operativ entfernt 
(AB 110.15). Wegen persistierender Beschwerden erfolgte am 4. Mai 2010 
eine Re-Arthrodese (AB 111.6). Anschliessend wurde der Beschwerdefüh-
rerin bis Ende August 2010 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
(AB 111.2). Infolge eingeschränkter Beweglichkeit, Schmerzen und der 
Bildung von Osteophyten am Talus bedurfte die Beschwerdeführerin einer 
weiteren Operation. Diese fand am 25. August 2010 statt (AB 117/5). Am 
24. März 2011 unterzog sich die Beschwerdeführerin einer OSG-
Prothesenimplantation (AB 133), woraufhin sie bis am 23. Mai 2011 
vollständig und bis am 24. Juni 2011 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben 
wurde (AB 135). Unter diesen Umständen steht (zumindest) für die ge-
nannte Periode eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausser 
Zweifel. Mithin ist ein (bzw. allenfalls gar mehrere) Revisionsgrund gege-
ben und es hat eine in jeder Hinsicht freie Prüfung zu erfolgen. 

4.2 Zur Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit der im Jahr 2008 
erfolgten Neuanmeldung äussern sich die mit der Beschwerdeführerin be-
fassten Ärzte wie folgt (vgl. auch E. 4.1): 

4.2.1 Der SUVA-Kreisarzt, Dr. med. I.________ (Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH) definierte mit Bericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 12

vom 19. Januar 2012 (AB 159/6) folgendes Zumutbarkeitsprofil: Ganztägi-
ger Einsatz für wechselbelastende vorwiegend sitzende Tätigkeiten, ohne 
regelmässiges Besteigen von Treppen und Leitern, ohne Gehen im unweg-
samen steilen Gelände und ohne regelmässiges Heben und Tragen von 
Lasten über 5 kg.

4.2.2 Mit Bericht vom 22. Oktober 2012 erklärte Dr. med. C.________, die 
Beschwerdeführerin sei maximal 50 % arbeitsfähig, wobei sich die Situation 
deutlich verschlechtert habe (AB 178).

4.2.3 Nachdem er am 30. Oktober 2012 eine Infiltration durchgeführt hat-
te (AB 185/15), erklärte Dr. med. C.________ gegenüber Dr. med. 
J.________ (Orthopädie, spez. Fusschirurgie FMH) mit Schreiben vom 25. 
Dezember 2012, die Beschwerdeführerin sei aktuell arbeitsunfähig (AB 
185/11).

4.2.4 Mit Arztbericht vom 27. Mai 2013 hielt Dr. med. C.________ fest, es 
bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Serviererin eine Arbeitsunfähigkeit 
von 50 % (AB 185/4). Wechselbelastende Tätigkeiten seien zeitlich vollum-
fänglich und ohne Leistungseinbusse möglich (AB 185/6). Auf derselben 
Seite des Berichts erklärt er, in einer angepassten Tätigkeit mit Wechselbe-
lastung könne die Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von ca. 60 % 
erreichen, wobei idealerweise mit 50 % zu beginnen und hernach das Stei-
gerungspotenzial abzuwarten sei (AB 185/6, unten). 

4.2.5 Der RAD-Arzt, Dr. med. D.________, formulierte mit Bericht vom 
10. Juni 2013 (AB 186/4) folgendes Zumutbarkeitsprofil: Die bisherige 
Tätigkeit als … könne der Beschwerdeführerin seit dem 22. Oktober 2008 
nicht mehr zugemutet werden. Zumutbar seien wechselbelastende respek-
tive vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu gelegentlichen 
kurzen Gehstrecken; dies ganztags mit einer maximalen Leistungsminde-
rung von 10 % wegen vermehrter Pausen. Nicht zumutbar sei repetitives 
Treppengehen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, Tätigkeiten auf 
unebener Unterlage und repetitives Heben von Gewichten über 5 bis 10 kg. 

4.2.6 Mit Stellungnahme vom 25. August 2013 äusserte sich Dr. med. 
C.________ dahingehend, sein Arztbericht vom 27. Mai 2013 sei vom 
RAD-Arzt in dessen Bericht vom 10. Juni 2013 (AB 186; vgl. vorstehend E. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 13

4.1.5) nicht richtig wiedergegeben worden (AB 193/3). Er halte daran fest, 
dass in einer wechselbelastenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60 % 
erreichbar sei. 

4.2.7 Dr. med. D.________ nahm am 31. Oktober 2013 zum Einwand der 
Beschwerdeführerin vom 12. September 2013 (AB 193/1 f.) wie folgt Stel-
lung (AB 197/2): Dr. med. C.________ gebe auf Seite sechs seines Be-
richts vom 27. Mai 2013 an, eine rein sitzende Tätigkeit sei täglich während 
sechs Stunden mit 100 % Leistung zumutbar, eine rein stehende Tätigkeit 
hingegen während fünf Stunden, dies ebenfalls mit 100 % Leistung. Bezüg-
lich einer wechselbelastenden Tätigkeit werde ganztags angegeben, ohne 
Angaben in welcher Leistung. Diese Angaben von Dr. med. C.________ 
stünden im Widerspruch zu jenen vom 25. August 2013, wonach eine 
wechselbelastende Tätigkeit nur im Umfang von 60 % zumutbar sei. Aus 
orthopädischer Sicht sei es im Übrigen nicht nachvollziehbar, dass in einer 
rein stehenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von fünf Stunden, entspre-
chend 62,5 % bestehe, in einer wechselbelastenden hingegen nur eine 
solche von 60 %. Am Zumutbarkeitsprofil gemäss RAD-Bericht vom 10. 
Juni 2013 (AB 186/4) sei daher festzuhalten.

4.3 Die genannten ärztlichen Dokumente enthalten widersprüchliche 
Angaben zum Zumutbarkeitsprofil. Die Beschwerdeführerin macht hinsicht-
lich der Entwicklung ihres Gesundheitszustands geltend, die Beschwerde-
gegnerin habe zu Unrecht auf die Beurteilung des RAD-Arztes, Dr. med. 
D.________, abgestellt. Massgeblich für das Zumutbarkeitsprofil sei viel-
mehr jene von Dr. med. C.________. 

Zunächst ist an die Erfahrungstatsache zu erinnern, dass behandelnde 
Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3b cc S. 353). Dr. med. D.________ ist zudem auch insofern beizupflich-
ten, als er zu Recht auf Widersprüchlichkeiten zwischen den beiden Beur-
teilungen durch Dr. med. C.________ (AB 185/2, 193/3) verweist. Damit 
sind die Zweifel des RAD-Arztes nachvollziehbar, die er hinsichtlich des 
Attests einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % bei wechselbelastender Tätigkeit 
äussert. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 14

In Anbetracht des Umstands, dass sich die Beschwerdegegnerin bei der 
Ermittlung des Invaliditätsgrades ausschliesslich auf die Beurteilungen des 
RAD-Arztes gestützt (AB 188/6, Ziffer 3.8) und keine externe Begutachtung 
veranlasst hat, sind indessen bei der Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen (BGE 135 465 E. 4 S. 467 ff.; vgl. vorstehend E. 2.7). Die 
Berichte von Dr. med. D.________ halten diesen Anforderungen nicht voll-
umfänglich stand: So hat dieser die Beschwerdeführerin anlässlich seines 
aktuellen Berichts nicht persönlich untersucht; dies schmälert den Beweis-
wert der betreffenden Beurteilung erheblich. Ausserdem wird im Zumutbar-
keitsprofil, das im Bericht vom 10. Juni 2013 enthalten ist (AB 186/4), der 
Verlauf nicht berücksichtigt, und zwar insofern, als die (zumindest vorüber-
gehenden) Verschlechterungen der Arbeitsfähigkeit im Anschluss an meh-
rere Operationen keine Erwähnung finden; dies, obschon die Eingriffe und 
die von den behandelnden Ärzten jeweils attestierte Arbeitsunfähigkeit zu 
Beginn des Berichts einzeln aufgeführt werden (AB 186/2 f.). Insofern äus-
sern sich die Ausführungen des RAD-Arztes nur unzulänglich zur mass-
geblichen Frage der Arbeitsfähigkeit während des hier relevanten (gesam-
ten) Zeitraums seit der Neuanmeldung und haben demnach nicht vollen 
Beweiswert. Infolgedessen erschliesst sich weder anhand der Berichte des 
behandelnden Arztes noch anhand jener des RAD-Arztes, ob seit der Neu-
anmeldung dauernd oder allenfalls auch nur befristet eine rentenrelevante 
Einschränkung in der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestanden hat. Dies 
hat zur Folge, dass die angefochtene Verfügung wegen eines unvollständig 
abgeklärten Sachverhalts aufzuheben ist. Zur Klärung desselben ist eine 
orthopädische Begutachtung durchzuführen. Das (monodisziplinäre) Gut-
achten hat sich insbesondere zur Frage nach dem Verlauf der Einschrän-
kungen und der dadurch bedingten Arbeitsunfähigkeit, insbesondere auch 
der Beeinträchtigung in einer sitzenden und in einer wechselbelastenden 
Tätigkeit, zu äussern. Es ist von der Verwaltung in Auftrag zu geben, zumal 
die Beschwerdeführerin sinngemäss weitere Abklärungen durch die Be-
schwerdegegnerin beantragt und dadurch zu verstehen gegeben hat, dass 
sie keine Instanz verlieren will, was bei einer Gutachtensanordnung durch 
das Verwaltungsgericht der Fall wäre. Ausserdem handelt es sich bei der 
zu klärenden Frage nach dem Verlauf lediglich um eine Präzisierung des 
bereits Bekannten. Unter diesen Umständen kommt die Rechtsprechung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 15

betreffend Gerichtsgutachten (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264) nicht zum 
Tragen. 

4.4

4.4.1 In erwerblicher Hinsicht macht die Beschwerdeführerin überdies 
(sinngemäss) geltend, es habe eine Änderung in der anzuwendenden Art 
der Invaliditätsbemessung stattgefunden. Die Beschwerdeführerin erklärt 
namentlich, der Invaliditätsgrad sei nicht anhand der gemischten Methode 
zu ermitteln, sondern ausschliesslich anhand eines Einkommensvergleichs, 
wobei ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen sei. 

Nachdem die Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht vom 29. November 
2002 erklärt hatte, sie würde auch bei guter Gesundheit nicht zu 100% er-
werbstätig sein wollen, solange ihre Tochter noch schulpflichtig sei (AB 
18/4), hatte sie sich auch anlässlich der Rentenrevision im Jahr 2005 da-
hingehend geäussert, im Gesundheitsfall würde sie kein volles Pensum 
erfüllen, da sie auch so über die Runden käme (AB 45/4). Im Rahmen des 
Intake-Gesprächs vom 31. Januar 2008 machte sie hingegen geltend, wäre 
sie gesund, würde sie ein 100%-Pensum ausüben (AB 60/3). Im Bericht 
des Abklärungsdienstes vom 11. Juli 2013 (AB 188/5) wird unter Ziffer 3.5 
ausgeführt, die Beschwerdeführerin mache geltend, sie würde als Gesunde 
ein volles Pensum im Pflegebereich erfüllen. Nach Auffassung der Ab-
klärungsperson sei dies jedoch nicht nachvollziehbar, zumal ein volles 
Pensum im Pflegebereich sehr unüblich sei. Ausserdem gebe die Be-
schwerdeführerin an, Zeit haben zu wollen, um zu ihrer Enkelin schauen zu 
können. Im Vergleich mit der Situation zum Zeitpunkt der rentenaufheben-
den Verfügung vom 25. November 2005 (vgl. Abklärungsbericht vom 18. 
November 2005, AB 45) hätten zudem weder die Betreuungsaufgaben, die 
finanziellen Verhältnisse noch die beruflichen Fähigkeiten geändert. Mit 
Blick auf die Rechtskraft der genannten Verfügung sei am bisherigen Sta-
tus mit einer hypothetischen Erwerbstätigkeit von 80 % festzuhalten.

4.4.2 Hinsichtlich des Verweises auf die Rechtskraft der Verfügung vom 
25. November 2005 (AB 46) ist vorauszuschicken, dass diese einer freien 
Überprüfung des Status keineswegs entgegensteht, wenn ein Revisions-
grund ausgewiesen ist: Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 16

vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allsei-
tig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechti-
gung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an 
frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). Im vorliegenden Fall liegt aufgrund der 
veränderten gesundheitlichen Situation ein Revisionsgrund vor (vgl. vorste-
hend E. 4.1). Zu prüfen sind somit auch die Sachverhaltsabklärung und 
Beweiswürdigung durch die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Fest-
setzung des hypothetischen Ausmasses der Erwerbstätigkeit im Validitäts-
fall, zumal es sich bei dieser Einschätzung um eine Tatfrage handelt, so-
weit sie auf einer Würdigung der konkreten Umstände basiert (Urteil des 
Bundesgerichts [BGer] vom 15. Dezember 2010, 8C_319/2010, E. 5.2).

Seit der Neuanmeldung im Januar 2008 erklärt die Beschwerdeführerin – 
im Wissen um die Bedeutung ihrer Aussage –  konsequent, dass sie ihr 
Arbeitspensum bei guter Gesundheit auf 100 % erhöhen würde. Sie be-
gründet dies mit finanziellen Problemen, namentlich Schulden, ohne nähe-
re Angaben dazu zu machen (AB 60/3, 188/5). Aus den Akten ergibt sich 
allerdings, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum auch dann nicht er-
höhte, als ihre Tochter die obligatorische Schulzeit abgeschlossen hatte. 
Zwar ist denkbar, dass gesundheitliche Einschränkungen dafür – zumin-
dest teilweise – mitverantwortlich gewesen sein könnten, andererseits hat 
die Beschwerdeführerin auch während den Zeiten ohne gesundheitliche 
Einschränkungen ihr Pensum nicht erhöht oder zumindest entsprechende 
Schritte unternommen. Hinzu kommt, dass sich die Tochter und die Enkelin 
regelmässig bei der Beschwerdeführerin aufhalten, wobei die Tochter eine 
Weiterbildung absolviert. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Erhe-
bung auch an, sie möchte Zeit haben, um die Enkelin zu hüten (AB 188/2 f. 
Ziff. 1, 188/5 Ziff. 3.5). Nicht zuletzt die familiären Verpflichtungen führten 
denn auch zu Präsenzproblemen anlässlich des (vorzeitig abgebrochenen) 
B.________-Arbeitstrainings (AB 162/2, 163/3). Unter diesen Umständen 
und angesichts des bereits hohen hypothetischen Erwerbsanteils von 80 % 
ist eine weitere Erhöhung desselben zumindest bis zum Zeitpunkt der hier 
angefochtenen Verfügung nicht überwiegend wahrscheinlich. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 17

4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde infolge 
eines ungenügend abgeklärten Sachverhalts gutzuheissen ist. Die ange-
fochtene Verfügung vom 13. Dezember 2013 (AB 200) ist somit aufzuhe-
ben und die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme von 
weiteren Abklärungen im Sinne der vorstehenden Erwägungen und ansch-
liessender Prüfung der Leistungsansprüche zurückzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(BVR 2009 S. 187 E. 4.1.1). 

5.2 Die obsiegende Beschwerdeführerin ist im vorliegenden Verfahren 
nicht vertreten. Nach der Rechtsprechung ist für das kantonale Beschwer-
deverfahren ausnahmsweise ein Anspruch auf Parteientschädigung anzu-
nehmen, wenn folgende Voraussetzungen kumulativ gegeben sind: Es 
muss sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handeln. Fer-
ner muss die Interessenwahrung einen Arbeitsaufwand erfordern, der den 
Rahmen dessen überschreitet, was der einzelne üblicher- und zumutbare-
rweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich 
zu nehmen hat; erforderlich ist somit ein Arbeitsaufwand, welcher die nor-
male (z.B. erwerbliche) Betätigung während einiger Zeit erheblich beein-
trächtigt. Schliesslich hat zwischen dem betriebenen Aufwand und dem 
Ergebnis der Interessenwahrung ein vernünftiges Verhältnis zu bestehen 
(BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Es handelt sich hier nicht um ein besonders aufwändiges Verfahren im 
Sinne der erwähnten Rechtsprechung und es besteht deshalb kein An-
spruch auf eine Parteientschädigung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 18

5.3 Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (uR) ist als gegen-
standslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 13. Dezember 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos 
geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________ (samt eingereichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/68, Seite 19

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.