# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f9f5ce5-0e95-5385-bfdf-2db745dc8e7c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 25.11.2025 KBE.2025.66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_005_KBE-2025-66_2025-11-25.pdf

## Full Text

Obergericht 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als obere  

betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde 

 

KBE.2025.66 
(BE.2025.15)  

 

 

Entscheid vom 25. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Roth  

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiber Stutz 

 

 
   

Beschwerde- 

führer 

 

 
 

   

Schuldner  A._____, Wisstrotteweg 10, 5313 Klingnau   

 

 

Schuldnerin 

 B._____, Wisstrotteweg 10, 5313 Klingnau   

 

 Regionales Betreibungsamt Q._____,  

[…] 

 

 

A._____,  

[…] 

 

B._____,  

[…]   

 

 

Anfechtungs- 

gegenstand 

 Entscheid des Präsidiums des Zivilgerichts des Bezirksgerichts Zurzach 

vom 22. September 2025 

 

 

in Sachen  Regionales Betreibungsamt Q._____ 

 

 

 

Betreff  Pfändungsurkunden vom 31. Juli 2025 (Gruppe Nr. aaa)  

und vom 18. August 2025 (Gruppe Nr. bbb)  

 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

In den Betreibungen gegen A._____ und B._____ vollzog das Regionale 

Betreibungsamt Q._____ am 11. Juni 2025 je eine Einkommenspfändung. 

Die entsprechenden Pfändungsurkunden wurden am 31. Juli 2025 (Gruppe 

Nr. aaa) und am 18. August 2025 (Gruppe Nr. bbb) ausgestellt. 

 

2. 

2.1. 

Mit E-Mail vom 20. August 2025 erhoben A._____ und B._____ beim Re-

gionalen Betreibungsamt Q._____ sinngemäss Beschwerde gegen diese 

Pfändungsurkunden sowie die jeweilige Berechnung des Existenzmini-

mums und stellten den Antrag, es sei je eine Neuberechnung der pfändba-

ren Lohnquote vorzunehmen. 

 

2.2. 

Mit Schreiben vom 27. August 2025 leitete das Regionale Betreibungsamt 

Q._____ die Beschwerde samt Beilagen zuständigkeitshalber an das Be-

zirksgericht Zurzach weiter. 

 

2.3. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Zurzach als untere betreibungsrechtli-

che Aufsichtsbehörde (fortan: Vorinstanz) entschied am 22. September 

2025: 

 

" 1. 
1.1. 
In Gutheissung der Beschwerde werden folgende Verfügungen des Regi-
onalen Betreibungsamtes Q._____ aufgehoben: 

- die Pfändung gemäss Pfändungsurkunde Nr. bbb vom 18. August 
2025 

- die Pfändung gemäss Pfändungsurkunde Nr. aaa vom 31. Juli 2025 
- die Existenzminimumberechnung vom 11. Juni 2025 

 
Das regionale Betreibungsamt Q._____ wird angewiesen, die Existenzmi-
nimumberechnung und die darauf beruhenden Pfändungen im Sinne der 
vorstehenden Erwägungen anzupassen. 
 
1.2. 
Das Regionale Betreibungsamt Q._____ wird verpflichtet, den Beschwer-
deführern alle gemäss Neuberechnung des Existenzminimums bis anhin 
zu viel gepfändeten Beträge zurückzuerstatten.  
 
2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben." 

 

 - 3 - 

 

 

3. 

3.1. 

Gegen diesen Entscheid erhob das Regionale Betreibungsamt Q._____, 

vertreten durch den Leiter des Betreibungsamts, mit Eingabe vom 30. Sep-

tember 2025 bei der Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des 

Obergerichts des Kantons Aargau als obere betreibungsrechtliche Auf-

sichtsbehörde Beschwerde und beantragte: 

 

" Die beiden Pfändungsurkunden seien nicht aufzuheben. 
Die Schuldner seien für die neue Berechnung des Existenzminimums an 
das Betreibungsamt zu verweisen und die ExMin Berechnung sei nicht auf-
zuheben." 

 

3.2. 

Die Vorinstanz reichte am 20. Oktober 2025 ihren Amtsbericht ein und be-

antragte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei die 

Beschwerde abzuweisen. 

 

 
   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission zieht in         

Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das 

Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung 

eines Betreibungs- oder Konkursamts bei der Aufsichtsbehörde wegen Ge-

setzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden.  

 

Der Entscheid einer unteren Aufsichtsbehörde kann innert zehn Tagen 

nach der Eröffnung an die obere kantonale Aufsichtsbehörde weitergezo-

gen werden (Art. 18 Abs. 1 SchKG). Zur Beschwerde legitimiert sind die 

durch den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde Betroffenen, d.h. wer 

durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und in seinen rechtlich oder 

tatsächlich geschützten Interessen verletzt wird (GEORG J. WOHL, in: Kurz-

kommentar SchKG, 3. Auflage 2025, N. 6 zu Art. 18 SchKG). Die Zwangs-

vollstreckungsorgane – insbesondere das Betreibungs- und das Kon-

kursamt – sind in der Regel nicht zur Beschwerde legitimiert. Auch im 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht gilt der Grundsatz, dass eine untere 

Behörde, deren Verfügung durch eine obere Instanz nicht bestätigt worden 

ist, ihren Standpunkt nicht auf dem Rechtsmittelweg durchsetzen kann. 

Nach ständiger Rechtsprechung ist die Konkursverwaltung zur Be-

schwerde an die kantonalen Aufsichtsbehörden bzw. das Bundesgericht 

grundsätzlich dann legitimiert, wenn sie Interessen der Konkursmasse und 

damit der Gesamtheit der Gläubiger geltend macht. Ferner wird den 

Zwangsvollstreckungsorganen das Recht zur Weiterziehung zugestanden, 

 - 4 - 

 

 

um fiskalische bzw. gebührenrechtliche Interessen wahrzunehmen (Art. 2 

GebV SchKG), oder wenn ihre eigenen materiellen oder persönlichen Inte-

ressen betroffen sind (BGE 119 III 4 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 

5A_688/2012 vom 29. April 2013, E. 2 m.w.H.; WOHL, a.a.O., N. 20 zu 

Art. 17 SchKG i.V.m. N. 6 zu Art. 18 SchKG). Abgesehen von diesen Aus-

nahmen ist ein Vollstreckungsorgan, das eine andere Rechtsauffassung als 

die untere kantonale Aufsichtsbehörde vertritt, nicht zur Beschwerde an die 

obere kantonale Aufsichtsbehörde legitimiert (WOHL, a.a.O., N. 6 zu Art. 18 

SchKG). 

 

1.2. 

Aus der Begründung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich, dass das 

Regionale Betreibungsamt Q._____ mit der Beschwerdeerhebung weder 

fiskalische noch gebührenrechtliche Interessen wahrnimmt. Vielmehr geht 

es ihm einzig um die von ihm abweichend zur Vorinstanz vorgenommenen 

Berechnungen der Existenzminima in den Pfändungsgruppen Nr. bbb und 

Nr. aaa. Das Regionale Betreibungsamt Q._____ ist daher als Behörde 

nicht zur Beschwerde legitimiert. Dass der Betreibungsbeamte ein eigenes 

rechtlich geschütztes Interesse hätte, wird von ihm weder dargetan noch 

ist ein solches ersichtlich. 

 

Auf die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. 

 

2. 

Im Beschwerde- bzw. Weiterziehungsverfahren vor der kantonalen Auf-

sichtsbehörde sind ungeachtet des Ausgangs keine Verfahrenskosten zu 

erheben und keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 20a Abs. 2 

Ziff. 5 SchKG i.V.m. Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

 

 
   

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission entscheidet: 

 

1. 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigun-

gen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

  

 - 5 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG)  

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung des Ent-

scheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 2 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Hän-

den hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 25. November 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Schuldbetreibungs- und Konkurskommission 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

Holliger Stutz