# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** afc4903a-fb9b-5578-83f5-5e1c41044668
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2007 C-1086/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1086-2007_2007-05-29.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-1086/2007

{T 0/2}

Urteil vom 29. Mai 2007

 

Mitwirkung: Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident),
Richter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiber Wilhelm-Ulrich Schodde

B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 
3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz

betreffend
Altersrente (Rentenberechnung)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Die am 1. Februar 1941 geborene, verheiratete deutsche Staatsangehöri-
ge B._______ war in den Jahren 1964 bis 1967 mit Unterbrüchen in der 
Schweiz  wohnhaft  und  erwerbstätig.  Am 2.  Mai  2006  stellte  sie  bei  der 
deutschen Rentenversicherung Bund, Berlin, ein Gesuch um Bezug einer 
schweizerischen  Altersrente  (Formulare  der  Europäischen  Ge-
meinschaften E 207 und 202 D; act. 19-29). Dabei legte sie unter anderem 
die Kopie einer Zusicherung einer Aufenthaltsbewilligung (gültig ein Jahr 
ab dem 13. Oktober 1964; act. 4), eine Studienbescheinigung des Instituts 
Richelieu, Lausanne, für 2 Trimester im Jahre 1966 und für die Zeit bis Mai 
1967 (act. 12, 13), Arbeitszeugnisse der Firma André & Cie, Lausanne, für 
die Zeit ab 16. Oktober 1967 (act. 16), von Frau Girardet, Préverenges, für 
die Zeit  vom 1. Mai 1965 bis zum 16. April  1966 (act.  14-15),  der Firma 
Profilnorm SA, Lausanne, für die Zeit vom 1. Juli 1966 bis zum 30. Sep-
tember 1967 (act. 11), von Frau Elie Haroun, Lausanne, für die Zeit vom 
19. Oktober 1964 bis 30. April 1965 (act. 7), eine Aufstellung über ihre Ar-
beitsverhältnisse vom 19. Oktober 1964 bis zum 31. Oktober 1967 und ei-
nen Quellensteuernachweis für die Zeit  von Mai 1965 bis 30.  April  1966 
(act. 17, 18) ins Recht. In der Folge wurde auch ein schweizerischer Versi-
cherungsverlauf (Formular E 205 CH) eingeholt, wonach die Gesuchstelle-
rin von Mai 1965 bis April 1966 und von Juni 1966 bis Oktober 1967 (ins-
gesamt 28 Monate) in der Schweiz Beiträge auf Einkommen abgerechnet 
hat (act. 39-47).

B. Mit  Verfügung  vom 6.  September  2006 sprach  die  Schweizerische  Aus-
gleichskasse (SAK) der Gesuchstellerin rückwirkend ab dem 1. März 2004 
eine ordentliche Altersrente von Fr. 72.-- (Fr. 73.-- ab dem 1. Januar 2005) 
zu.  Der Rentenberechnung legte die SAK die Rentenskala  3,  eine anre-
chenbare Beitragsdauer von zwei Jahren und 4 Monaten sowie ein mass-
gebendes durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 9'030.-- zugrunde 
(act. 48-51).

C. Mit  Schreiben  vom  4.  Oktober  2006  erhob  B._______  bei  der  SAK 
Einsprache gegen die Verfügung vom 6. September 2006 und beantragte 
sinngemäss die Aufhebung der Verfügung und die Zusprechung einer hö-
heren  und  zeitlich  um  ein  Jahr  vorgezogenen  Altersrente  mit  der  Be-
gründung, dass sie bereits ab dem 62. Alterjahr Anspruch auf eine Alters-
rente habe, ihr Jahrgang nicht 42, sondern 41 sei, und dass sie am 1. Feb-
ruar und nicht am 1. März geboren sei. Weiter beanstandete sie, dass die 
Beschäftigungszeit  bei  Frau  Elie  Haroun  vom 19.  Oktober  1964  bis  30. 
April  1965  bei  der  Rentenberechnung  nicht  berücksichtigt  worden  sei 
(act. 52-53).  Mit  Einspracheverfügung  vom  6.  Dezember  2006  wies  die 
SAK die Einsprache ab mit der Begründung, dass die Rentenberechnung 
überprüft worden und nicht zu beanstanden sei. Die SAK führte weiter an, 
dass für die Beschäftigung bei Frau Elie Haroun keine Beiträge abgerech-
net worden seien, so dass diese Zeit nicht als Beitragsdauer anzuerken-
nen sei (act. 66-68). 

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D. Gegen die Einspracheverfügung vom 6. Dezember 2006 erhob B._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  am  21.  Dezember  2006  fristgerecht 
Beschwerde  bei  der  Deutschen  Rentenversicherung  und  beantragte 
sinngemäss die Aufhebung der Einspracheverfügung und die Zusprechung 
einer  höheren  und um ein  Jahr  vorbezogenen  Altersrente  basierend auf 
einer  längeren  Beitragsdauer;  sie  forderte,  dass auch die Beschäftigung 
bei  Frau  Elie  Haroun  vom  19.  Oktober  1964  bis  Ende  April  1965  zu 
berücksichtigen sei .

E. Die Deutsche Rentenversicherung leitete die Beschwerde an die SAK wei-
ter, welche sie am 7. Februar 2007 dem Bundesverwaltungsgericht über-
mittelte.

F. In ihrer Vernehmlassung vom 13. März 2007 beantragte die SAK die Ab-
weisung der Beschwerde mit der Begründung, dass die Beschwerdeführe-
rin keinen Rentenvorbezug beantragt habe, und dass das ordentliche Ren-
tenalter für Frauen mit Jahrgang 1941 bei 63 Jahren liege. Abschliessend 
gab  die  SAK an,  dass  ihre  Nachforschungen  bei  den  Ausgleichskassen 
"Caisse  Cantonale  Vaudoise  de Compensation"  und  "Caisse  AVS de  la 
Fédération patronale vaudoise" ergeben hätten, dass für die Beschäftigung 
bei Frau Elie Haroun in der Zeit vom 19. Oktober 1964 bis 30. April 1965 
keine  Beiträge  abgerechnet  worden seien.  Die  Beschwerdeführerin  liess 
sich nicht mehr vernehmen.

G. Am 21.  März 2007 gab das Bundesverwaltungsgericht  den Parteien den 
Spruchkörper bekannt. Es ist kein Ausstandsbegehren eingereicht worden. 

                        Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art.  31 VGG in Verbindung mit  Art.  33 lit.  d VGG und Art. 85bis 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung  vom 20. Dezember 1946 (AHVG, SR 831.10) beurteilt  das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der  Schweizerischen Ausgleichskasse.  Es liegt  keine Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG kei-
ne  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind 
die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und 
Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrück-
lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid 
berührt  und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 

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Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert 
ist. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und 
Art. 52 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.

2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige  eines  Mitgliedstaates  der 
Europäischen Gemeinschaft,  so dass vorliegend das am 1. Juni  2002 in 
Kraft  getretene Abkommen vom 21.  Juni  1999 zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft  einerseits und der Europäischen Gemeinschaft 
und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA; 
SR 0.142.112.681), welches die verschiedenen bis dahin geltenden bilate-
ralen  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und 
den einzelnen Mitgliedsstaaten der  Europäischen Gemeinschaft  insoweit 
absetzt, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird, anzuwenden ist (Art. 
20 FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
keine abweichenden Bestimmungen enthält, ist mangels einer einschlägi-
gen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen  Regelung  die 
Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvorausset-
zungen und die Berechnung einer schweizerischen Altersrente grundsätz-
lich  Sache der  innerstaatlichen  Rechtsordnung  (BGE 130 V 51 ff.;  SVR 
2004  AHV  Nr.  16  S.  49;  Urteil  des  EVG  H  13/05  vom  4.  April  2005, 
E. 1.1,).  Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwer-
deführerin  auf  eine  Rente  der  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung 
(AHV)  ausschliesslich  nach dem internen  schweizerischen  Recht,  insbe-
sondere dem AHVG und der Verordnung über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung vom 31. Oktober 1947 (AHVV, SR 831.101).

2.2 In  zeitlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massge-
bend, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel-
tung hatten (BGE 130 V 445, 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b). Die 
vorliegend strittigen Fragen, ob die Vorinstanz bei der Berechnung der Al-
tersrente der Beschwerdeführerin  die Beitragsdauer und den Beginn des 
Rentenanspruchs korrekt berücksichtigt hat, beurteilt sich somit nach den 
im  Februar  2004  (Vollendung  des  Rentenalters  der  Beschwerdeführerin 
von 63 Jahren) gültigen Bestimmungen des AHVG und der AHVV.

2.3 Nach Art. 21 Abs. 1 lit.  b und Abs. 2 sowie Art. 29 Abs. 1 AHVG haben 
Frauen, die das 64. Altersjahr vollendet haben, und denen für mehr als ein 
Jahr Einkommen in der Schweiz angerechnet  werden können, Anspruch 
auf eine Altersrente. Der Anspruch auf die Altersrente entsteht grundsätz-
lich am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des 64. Altersjah-
res folgt, und er erlischt mit dem Tod. Gemäss lit. d Abs. 1 bis 3 der Über-
gangsbestimmungen bzw. Schlussbestimmungen der Änderung des AHVG 
vom 7. Oktober 1994 (10. AHV-Revision) wurde das Rentenalter der Frau 
vier  Jahre nach Inkrafttreten der 10.  AHV-Revision  (per 1. Januar  1997) 

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auf 63 Jahre und acht Jahre nach Inkrafttreten auf 64 Jahre erhöht.  Die 
Beschwerdeführerin, die am 1. Februar 2004 das 63. Altersjahr vollendet 
und während mehr als eines Jahres Beiträge an die schweizerische Alters- 
und Hinterlassenenversicherung geleistet hat,  hat entgegen ihrer  Ansicht 
seit dem 1. März 2004 Anspruch auf eine ordentliche Altersrente. Ein An-
trag auf  Vorbezug der Altersrente,  welcher mit  einer Rentenkürzung ver-
bunden gewesen wäre, wurde von ihr nicht gestellt.

2.4 Die  ordentlichen  Renten  werden  gemäss  Art.  29bis  Abs.  1  AHVG  nach 
Massgabe  der  Beitragsjahre,  der  Erwerbseinkommen  sowie  der  Erzie-
hungs-  oder  Betreuungsgutschriften  der  rentenberechtigten  Person  zwi-
schen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. 
Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles berechnet.

2.5 Die Renten gelangen nach Art. 29 Abs. 2 AHVG in Form von Vollrenten für 
Versicherte mit vollständiger Beitragsdauer oder in Form von Teilrenten für 
Versicherte mit unvollständiger Beitragsdauer zur Ausrichtung. Die Teilren-
te entspricht dabei einem Bruchteil der Vollrente (Art. 38 Abs. 1 AHVG), für 
dessen Berechnung nach der ab dem 1. Januar 1973 geltenden Fassung 
von Art. 38 Abs. 2 AHVG das Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjah-
ren der Versicherten zu denjenigen ihres Jahrganges sowie die eingetrete-
nen Veränderungen der Beitragsansätze berücksichtigt werden. Ein volles 
Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 AHVV vor, wenn eine Person insgesamt 
länger als elf Monate der Beitragspflicht unterstellt war und während dieser 
Zeit  den Mindestbeitrag  entrichtet  hat  oder  Beitragszeiten  im Sinne  von 
Art. 29ter Abs. 2 lit. b und c AHVG aufweist. Als vollständig gilt die Beitrags-
dauer, wenn die versicherte Person gleich viele Beitragsjahre aufweist wie 
ihr Jahrgang (Art. 29ter Abs. 1 AHVG). 

2.6 Nach der vom Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) herausgegebenen 
Jahrgangstabelle  2004 (Rententabellen  2004,  S. 7)  beträgt  die Beitrags-
dauer für den Jahrgang der Versicherten (1941) beim Entstehen des Ren-
tenanspruchs im Jahr 2004 42 Jahre. 

2.7 Die Beitragsdauer  einer versicherten Person bestimmt sich in der Regel 
nach den Einträgen in ihren individuellen Konten (Art. 30ter AHVG). Der seit 
dem 1. Januar 1979 in Kraft stehende Art. 140 Abs. 1 lit. d AHVV schreibt 
vor, dass das individuelle Konto das Beitragsjahr und die Beitragsdauer in 
Monaten umfassen muss. Für die Jahre 1948 bis 1968 wurden hingegen 
nur die Kalenderjahre der Beitragsleistung in die individuellen Konten ein-
getragen, so dass die Beitragsdauer in Monaten daraus nicht hervorgeht. 
Deshalb ist gemäss der Rechtsprechung des EVG in Fällen, in denen Be-
lege mit näheren Angaben über die Beitragsdauer für die Jahre 1948 bis 
1968 (z.B. Wohnsitzbescheinigungen, Arbeitszeugnisse, zusätzliche Anga-
ben der kontenführenden Ausgleichskassen) fehlen, auf die eigens zur Er-
mittlung der mutmasslichen Beitragsdauer publizierten Tabellen des BSV 
(nachfolgend: Tabellen BSV) abzustellen (BGE 107 V 16 Erw. 3b). Diese 
Vorgehensart  beeinträchtigt  die  Rechtsstellung  der  Versicherten,  die  in 
den  Jahren  1948  bis  1968  Beiträge  geleistet  haben,  nicht,  da  sie  auf 
Grund  eines  für  die  Versicherten  vorteilhaften  versicherungsmathemati-

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schen Verfahrens gestaltet wurde (beispielsweise werden die im individu-
ellen Konto registrierten Beiträge auf die nächsthöhere Klasse der Tabel-
len aufgerundet). Diese Rechtsprechung greift allerdings erst, wenn nicht 
von  vornherein  feststeht,  dass  eine  Person  kraft  des  schweizerischen 
Wohnsitzes versichert  war und im individuellen Konto wenigstens der je-
weils gültig gewesene Mindestbeitrag eingetragen ist (Art. 1 Abs. 1 Bst. a 
i.V.m.  Art.  3  AHVG),  weil  diesfalls  das  ganze Jahr  als  Beitragsdauer  zu 
zählen ist.

2.8 Gemäss Art. 138 Abs. 1 AHVV sind die von einem Arbeitnehmer erzielten 
Erwerbseinkommen, von welchen der Arbeitgeber die gesetzlichen Beiträ-
ge abgezogen hat, in das individuelle Konto des Arbeitnehmers einzutra-
gen,  selbst  wenn der  Arbeitgeber  die entsprechenden Beiträge der Aus-
gleichskasse nicht entrichtet hat. Dies gilt auch bei einer Nettolohnverein-
barung, das heisst, wenn der Arbeitgeber sämtliche Beiträge vom Lohn zu 
seinen Lasten übernimmt. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, dass 
der Arbeitgeber tatsächlich die AHV-Beiträge vom Lohn seines Arbeitneh-
mers abgezogen hat,  oder lässt sich eine behauptete Nettolohnvereinba-
rung nicht eindeutig feststellen, so dürfen die entsprechenden Einkommen 
nicht ins individuelle Konto eingetragen werden. Die Eintragung ins indivi-
duelle Konto des Versicherten erfolgt in der Regel einmal jährlich (Art. 139 
AHVV). Gemäss Art. 141 Abs. 1 AHVV hat der Versicherte das Recht, bei 
jeder Ausgleichskasse, die für ihn ein individuelles Konto führt, einen Aus-
zug über die darin gemachten Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeit-
geber zu verlangen. Der Kontoauszug wird unentgeltlich abgegeben. Ver-
sicherte, welche die Richtigkeit einer Eintragung nicht anerkennen, können 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Kontoauszuges bei der Ausgleichskas-
se eine Berichtigung verlangen (Art. 141 Abs. 2 AHVV). Wird kein Konten-
auszug oder keine Berichtigung verlangt,  oder wird das Berichtigungsbe-
gehren abgelehnt, so kann bei Eintritt des Versicherungsfalles die Berichti-
gung von Eintragungen nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit of-
fenkundig ist  oder  dafür  der volle  Beweis  erbracht  wird (Art.  141 Abs.  3 
AHVV). Dies gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige 
Eintragungen im individuellen Konto, wie beispielsweise die Nichtregistrie-
rung tatsächlich geleisteter Zahlungen. Diese Kontoberichtigung erstreckt 
sich alsdann auf die gesamte Beitragsdauer des Versicherten, betrifft so-
mit also auch jene Beitragsjahre, für welche gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG 
jede Nachzahlung von Beiträgen ausgeschlossen ist  (BGE 117 V 262 f. 
Erw. 3a mit Hinweisen).

3.

3.1 Vorliegend  ist  aufgrund  der  Angaben  im  individuellen  Beitragskonto  der 
Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass sie im Jahre 1965 Beiträge 
auf Einkommen von Fr. 600.--, im Jahre 1966 solche auf Einkommen von 
Fr. 5'753.-- und im Jahre 1967 solche auf Einkommen von Fr. 8'175.--, so-
mit Beiträge auf Einkommen von insgesamt Fr. 14'528.-- abgerechnet hat 
(vgl. act. 35). Arbeitszeugnisse wurden für die Perioden vom 19. Oktober 

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1964 bis 30. April 1965 (7 Monate; act. 7), vom 1. Mai 1965 bis 16. April 
1966 (12 Monate; act. 15), vom 1. Juli 1966 bis 30. September 1967 (15 
Monate; act. 11) und vom 16. Oktober bis 31. Oktober 1967 (1 Monat; act. 
16)  ins  Recht  gelegt.  Die  Beschwerdeführerin  war  ab Oktober  1964  mit 
einer  Jahresaufenthaltsbewilligung  (B)  in  der  Schweiz  und erfüllte  damit 
die  Anforderungen  für  die  Annahme  eines  schweizerischen  Wohnsitzes 
(vgl. BGE 119 V 104 f. E. 5b mit Hinweisen). Im Jahre 1964 wurden jedoch 
keine  Beiträge  für  die  Beschwerdeführerin  abgerechnet,  so  dass  auch, 
trotz  Vorlage  eines  Arbeitszeugnisses  für  3  Monate  (vgl.  act.  7),  keine 
Beitragszeiten  anerkannt  werden  können.  Da im Jahre  1965  jedoch  der 
Mindestbeitrag  für  sie  abgerechnet  wurde,  die  Beschwerdeführerin  mit 
einer  Jahresaufenthaltsbewilligung  (B;  vgl.  act.  4)  in  der  Schweiz  tätig 
gewesen ist und Arbeitszeugnisse für das gesamte Jahr sowie Unterlagen 
über ihre bezahlten Quellensteuern von Mai bis Dezember 1965 ins Recht 
gelegt  wurden  (vgl.  act.  7,  15,  17),  kann  das  Jahr  1965  als  volles 
Beitragsjahr anerkannt werden. Im Jahre 1966 liegen Arbeitszeugnisse für 
10 Monate vor, so dass diese Zeit auch als Beitragszeit anerkannt werden 
kann. Das Gleiche gilt für die 10 Beitragsmonate im Jahre 1967.  Aufgrund 
der  Beiträge  in  den  Jahren  1965,  1966  und  1967  sind  insgesamt 
Beitragszeiten von 32 Monaten anzuerkennen. 

3.2 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass bei der Berechnung der 
Altersrente der Beschwerdeführerin von einer Beitragsdauer von 32 Mona-
ten (2 Jahre und 8 Monate) auszugehen ist, und nicht, wie die Vorinstanz 
es getan hat, von 28 Monaten (2 Jahre und 4 Monate; act. 48-51). 

4.

4.1 Gemäss Skalenwähler ist bei zwei vollen Beitragsjahren die Rentenskala 3 
anzuwenden (Rententabellen 2004 S. 10).

4.2 Gemäss Art. 29quater  AHVG werden die Renten nach Massgabe des durch-
schnittlichen Jahreseinkommens berechnet.  Dieses setzt  sich zusammen 
aus den Erwerbseinkommen, den Erziehungsgutschriften und den Betreu-
ungsgutschriften. Gemäss Art. 29quinquies, Abs. 3 AHVG werden Einkommen, 
welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe 
erzielt haben, geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet. 
Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn beide Ehegatten renten-
berechtigt sind (lit. a) oder bei Auflösung der Ehe durch Scheidung (lit. c). 
Der  Teilung  gemäss  Abs.  4  der  erwähnten  Bestimmung  unterliegen  nur 
Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. 
Altersjahres  und  dem 31.  Dezember  vor  Eintritt  des  Versicherungsfalles 
beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird. Berücksichtigt wer-
den jedoch nur Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen 
Alters- und Hinterlassenenversicherung versichert gewesen sind.

4.3 Vorliegend  hat  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  während  der  ge-
meinsamen Ehe keine Beitragszeiten in der Schweiz zurückgelegt, so dass 
auch keine Einkommensteilung vorzunehmen ist.

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4.4 Gemäss  Art.  30  Abs.  1  AHVG wird  die  Summe der  Erwerbseinkommen 
entsprechend dem Rentenindex gemäss Art. 33ter AHVG aufgewertet; der 
Bundesrat lässt die Aufwertungsfaktoren jährlich feststellen. Für die Ermitt-
lung des durchschnittlichen Jahreseinkommens wird die Summe der auf-
gewerteten Erwerbseinkommen, auf denen die versicherte Person Beiträ-
ge bezahlt  hat, sowie die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften durch 
die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art. 30 Abs. 1 und 2 AHVG).

4.5 Die  Einkommen  der  Beschwerdeführerin  von  CHF  14'528.--  sind  nach 
Art. 30 Abs. 1 AHVG entsprechend einem vom Bundesrat jährlich festge-
setzten Faktor  aufzuwerten,  um die Inflation auszugleichen.  Der  Aufwer-
tungsfaktor beträgt hier, entsprechend dem ersten massgebenden Eintrag 
im individuellen Konto im Jahr 1965 (Art. 29bis Abs. 1 AHVG), 1.374 (Ren-
tentabellen  2004  S.  15);  dies  führt  zu  einem aufgewerteten  Einkommen 
von Fr. 19'962.-- (Fr. 14'528.-- x 1.374) im Jahre 2004. Dieser Wert wurde 
ab dem 1. Januar 2005 der Lohn- und Preisentwicklung angepasst und um 
1,9% auf  Fr.  20'342.--  erhöht  (Verordnung 05 über Anpassungen an die 
Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV, vom 24. September 2004 [SR 
831.108]).

4.6 Versicherten wird für die Jahre, in welchen sie die elterliche Gewalt über 
eines oder mehrere Kinder ausüben, die das 16. Altersjahr noch nicht er-
reicht  haben,  eine  Erziehungsgutschrift  angerechnet,  wobei  Ehepaaren 
nicht  zwei  Gutschriften  kumulativ  gewährt  werden  (Art.  29sexies Abs.  1 
AHVG).  Die  Beschwerdeführerin  hatte  keine  Kinder  während  der  hier  in 
Frage  kommenden  Zeit,  so  dass  vorliegend  auch  keine  Erziehungsgut-
schriften anzurechnen sind (vgl. act. 22).

5.

5.1 Unter Berücksichtigung dieser Faktoren beträgt das durchschnittliche Jah-
reseinkommen der Beschwerdeführerin im Jahre 2004 bei einer Beitrags-
dauer  von 32 Monaten (2 Jahre und 8 Monate;  2,6666)  Fr.  7'486.--  (Fr. 
19'962.-- : 2,6666); der entsprechende Wert für das Jahr 2005 beträgt Fr. 
7'628.--.  Der  aufgerundete  Tabellenwert  für  das  massgebende  durch-
schnittliche  Jahreseinkommen  in  Rentenskala  3;  vgl.  Randziffer  5101 
RWL; Rententabellen 2004, S. 100) muss durch Ergänzung der Tabellen 
erfolgen, da kein massgebendes durchschnittliches Jahreseinkommen un-
ter Fr. 12'660.-- in den Tabellen verzeichnet ist. Der ergänzte Wert beträgt 
hier Fr. 7'596.- für das Jahr 2004 und Fr. 7'740.-- für das Jahr 2005. Die 
monatliche Altersrente im Jahre 2004 beträgt in Skala 3 bei einem mass-
gebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen bis Fr.  12'660.-- Fr.  72.-- 
bzw.  für  das  Jahr  2005  bis  zu  einem massgebenden  durchschnittlichen 
Jahreseinkommen  von  Fr.  12'900.--  Fr.  73.--  (Rententabellen  2004  und 
2005, S. 100). 

Bei dieser Gelegenheit  ist darauf hinzuweisen,  dass selbst  bei  einer von 
der  Beschwerdeführerin  beantragten  Anerkennung  von  zusätzlichen  Bei-
tragszeiten im Jahre 1964 von 3 Monaten (Oktober bis Dezember) für die 

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Beschäftigung  bei  Frau  Elie  Haroun  ohne  entsprechende  zusätzliche 
Beiträge von einer Beitragsdauer von 35 Monaten (2 Jahre und 11 Monate; 
2,9166)  auszugehen  gewesen  wäre,  und  dass  das  dadurch  errechnete 
durchschnittliche Jahreseinkommen (2004) von Fr. 6'844.-- (Fr. 19'962.-- : 
2,9166) ebenfalls nur bis zur gleichen Altersrente von Fr. 73.-- pro Monat 
(Rententabellen  2005,  S.  100)  geführt  hätte,  welche  bis  zu  einem 
massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 12'900.-- gilt. 
Zu Erreichung einer um Fr. 2.-- höheren Rente (Fr. 75.-- anstatt Fr. 73.-- 
im Jahre 2005) wäre es notwendig gewesen, dass die Beschwerdeführerin 
für die zusätzlichen 3 Monate Beitragszeiten auch zusätzliche Einkommen 
von  ca.  dem doppelten  Monatslohn  hätte  erzielen  müssen,  welchen  sie 
vorliegend während ihrer Beschäftigungszeit in der Schweiz erhalten hat. 
Dies kann als unwahrscheinlich bezeichnet werden.

5.2 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz für die Beschwerde-
führerin zwar in ihrer Verfügung vom 6. September 2006 zu Unrecht  nur 
eine Beitragsdauer von 2 Jahren und 4 Monaten berücksichtigt hat, doch 
die  Berechnung  des  Rentenbetreffnisses  durch  die  nunmehr 
anzurechnenden zusätzlichen 4 Monate nicht beeinflusst werden kann, da 
zwar von einem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen von 
Fr.  7'628.--  (Wert  2005)  ausgegangen werden muss,  welcher  Wert  aber 
immer noch unter dem Tabellenwert von Fr. 12'900.-- liegt, bis zu welchem 
eine monatliche Rente von Fr. 73.-- zuzusprechen ist (vgl. Rententabellen 
2005, S. 100). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

5.3 Vorliegend sind keine Verfahrenskosten zu erheben (vgl.  Art. 85bis Abs. 2 
AHVG). 

10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die  Beschwerde  gegen  die  Einspracheverfügung  der  Schweizerischen  Aus-
gleichskasse vom 6. Dezember 2006 wird abgewiesen.

1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und der Beschwerdeführerin 
wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

2. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- der Beschwerdeführerin (eingeschrieben mit Rückschein)

- der Vorinstanz (Gerichtsurkunde, Ref-Nr. y)

- dem Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde)

Der Abteilungspräsident:     Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Wilhelm-Ulrich Schodde

Rechtsmittelbelehrung
Gegen  diesen  Entscheid  kann  innerhalb  von  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schweizerhofquai 6, 
6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt wer-
den (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu enthalten.  Der angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel  sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-
den hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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