# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 246c865e-4a66-50a5-8904-bdfa6a4bcdb2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.05.2018 715 18 4 / 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-4---121_2018-05-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 16. Mai 2018 (715 18 4 / 121) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Vermittlungsfähigkeit einer Versicherten, die auf eigene Kosten einen nicht bewilligten 
Kurs besucht, bejaht 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Taggeld 
 
 
 
A.1 Die 1960 geborene A.____ war vom 1. Februar 2015 bis 31. Mai 2017 bei der B.____ 
angestellt. Am 12. Mai 2017 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) X.____ zur Arbeitsvermittlung an und erhob am 15. Mai 2017 bei der Öffentlichen Ar-
beitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 
1. Juni 2017. In der Folge wurde ihr eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Juni 2017 
bis 31. Mai 2019 eröffnet.  
 

 

 
 
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A.2 Mit Verfügung vom 31. August 2017 lehnte das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe 
und Arbeit Baselland (KIGA), Abteilung Ergänzende Massnahmen ALV, das Gesuch von 
A.____ um Kostenübernahme für einen Sprachkurs in der Zeit vom 4. September 2017 bis 
11. Dezember 2017 ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Am 22. August 2017 wies das 
KIGA A.____ sodann zum Besuch eines von der C.____GmbH durchgeführten Kurses vom 
11. bis 29. September 2017 an. Dieser Aufforderung kam die Versicherte nach. An den Nach-
mittagen vom 11. und 18. September 2017 blieb sie jedoch dem angeordneten Kurs zugunsten 
des vom KIGA nicht bewilligten Sprachkurses fern. In der Folge reduzierte die Arbeitslosenkas-
se ihren Anspruch für die Kontrollperiode September 2017 um zwei Taggelder (Taggeldabrech-
nung vom 4. Oktober 2017). Daran hielt sie mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 und Ein-
spracheentscheid vom 7. Dezember 2017 fest. Während der Dauer des jeweils an den Montag-
nachmittagen stattfindenden nicht bewilligten Sprachkurses bestehe kein Anspruch auf Tag-
geld. Dies gelte auch in den Kontrollperioden Oktober 2017 bis Dezember 2017. 
 
B. Dagegen erhob A.____ am 31. Dezember 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, (Kantonsgericht). Sie beantragte, (1) der 
Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2017 sei aufzuheben und es sei (2) in teilweiser Gut-
heissung der Einsprache vom 18. Oktober 2017 (recte: Beschwerde vom 31. Dezember 2017) 
die Taggeldabrechnung der Kontrollperiode September 2017 vom 4. Oktober 2017 dahinge-
hend zu korrigieren, dass die in dieser Kontrollperiode entfallenden Taggelder um einen statt 
um zwei Tage gekürzt werden (entsprechend zwei Nachmittagen) und in den Folgemonaten 
von Kürzungen zufolge Besuchs des Sprachkurses abgesehen werde. (3) Allfällige Kosten sei-
en der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
C. Das KIGA schloss in ihrer Vernehmlassung vom 15. März 2018 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 
56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Da die 
Versicherte der Kontrollpflicht im Kanton Baselland nachgeht, ist die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-

 

 
 
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spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. 
 
1.2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vor-
gängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die 
Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand (BGE 131 V 164 
E. 2.1). Das verwaltungsgerichtliche Verfahren kann rechtsprechungsgemäss aus prozessöko-
nomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. ausserhalb des 
durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt 
werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass 
von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu 
dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 122 V 34 
E. 2a). 
 
1.2.2 Vorliegend beziehen sich die Dispositive der Verfügung der Arbeitslosenkasse 
Nr. 2007/2017 vom 12. Oktober 2017 und des angefochtenen Einspracheentscheids vom 
7. Dezember 2017 einzig auf die Kontrollperiode September 2017. Da aber die streitige Frage, 
ob die Beschwerdeführerin während der Dauer des Sprachkurses vermittlungsfähig resp. an-
spruchsberechtigt war, auch die Kontrollperioden Oktober 2017 bis Dezember 2017 betrifft, ist 
es im Interesse der Prozessökonomie, das vorliegende Verfahren über die Kontrollperiode Sep-
tember 2017 hinaus auf die spruchreifen Kontrollperioden Oktober 2017 bis Dezember 2017 
auszudehnen. Dies umso mehr, als sich auch die Beschwerdegegnerin mehrfach dazu geäus-
sert hat (vgl. Einspracheentscheid Ziff. 11 und 13, E-Mails vom 30. Oktober und 30. November 
2017). Auf den Antrag der Beschwerdeführerin, wonach in den Kontrollperioden Oktober 2017 
bis Dezember 2017 von Kürzungen des Taggeldanspruchs abzusehen sei, ist demnach einzu-
treten. 
 
2. Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse den Taggeldan-
spruch der Beschwerdeführerin im September 2017 zu Recht um vier halbe Tage, im Oktober 
2017 um drei halbe Tage, im November 2017 um vier halbe Tage und im Dezember 2017 um 
zwei halbe Tage reduzierte. Bei einem Taggeld von Fr. 258.60 beläuft sich der Streitwert somit 
auf Fr. 1‘680.90 (6,5 Tage à Fr. 258.60) Die Angelegenheit ist folglich präsidial zu entscheiden. 
 
3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung resp. die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin während der 
Dauer des Sprachkurses vom 4. September 2017 bis 11. Dezember 2017 verneinte. 
 
4.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG unter an-
derem voraus, dass die versicherte Person einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat 
(Art. 11 AVIG) und vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG). Die arbeitslose versicherte Person ist 
nach Art. 15 Abs. 1 AVIG vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine 

 

 
 
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zumutbare Arbeit auszuüben und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Die allgemeine 
Vermittlungsfähigkeit setzt sich somit aus drei Elementen zusammen. Davon sind die Arbeitsfä-
higkeit sowie die Arbeitsberechtigung objektiver und die Vermittlungsbereitschaft subjektiver 
Natur. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven 
Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen 
Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslo-
senversicherung, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 
Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 2345, Rz. 261). Damit die Anspruchsvorausset-
zungen erfüllt sind, müssen die drei Elemente kumulativ erfüllt sein. Als Anspruchsvorausset-
zung schliesst der Begriff der Vermittlungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist 
die versicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit anzuneh-
men, oder nicht (BGE 125 V 58 E. 6a). 
 
4.2 Wer ohne Zustimmung der kantonalen Amtsstelle (vgl. Art. 60 AVIG) einen Kurs be-
sucht, ist nur so weit vermittlungsfähig, als feststeht, dass die versicherte Person bereit und in 
der Lage ist, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine Stelle anzutreten. Eine Willenserklärung 
reicht nicht aus, vielmehr ist eine entsprechend überprüfbare Bestätigung der Schulleitung zu 
verlangen, worin auch die allfälligen finanziellen Konsequenzen eines Kursabbruchs enthalten 
sein müssen. In subjektiver Hinsicht muss feststehen, dass die versicherte Person auch wäh-
rend des Kursbesuches ihrer Pflicht zu persönlichen Arbeitsbemühungen nachgekommen ist. 
Daher müssen an die Disponibilität und Flexibilität der Versicherten, die freiwillig und auf eigene 
Kosten einen nicht bewilligten Kurs besuchen, erhöhte Anforderungen gestellt werden. Sie 
müssen ihre Arbeitsbemühungen qualitativ und quantitativ fortsetzen und bereit sein, den Kurs 
unverzüglich abzubrechen, um eine angebotene Stelle anzutreten. Eine entsprechende Wil-
lenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft genügt nicht. Bei fehlender 
Aktivität und Dispositionen, die der Annahme der Vermittlungsbereitschaft entgegenstehen, 
kann sich der Versicherte nicht darauf berufen, er habe die Vermittlung und Suche einer Arbeit 
gewollt (BGE 122 V 268 E. 4; vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B265). 
 
5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-

 

 
 
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nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, 
der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
5.2 Im Sozialversicherungsverfahren gilt, sofern das Gesetz nichts abweichendes vorsieht, 
der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinwei-
sen). Überwiegende Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass jener Sachverhaltsdarstellung gefolgt 
wird, die von allen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird 
(BGE 115 V 133 E. 8b). Demgegenüber genügt es nicht, dass ein bestimmter Sachverhalt bloss 
möglich ist. 
 
6. Unbestritten besuchte die Beschwerdeführerin ohne Bewilligung des KIGA einen 
Sprachkurs. Aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin an den Nachmittagen vom 
11. und 18. September 2017 – zugunsten dieses Sprachkurses – dem vom KIGA angeordneten 
Kurs fernblieb, ging die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin den Sprachkurs mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auch nicht zu Gunsten einer zumutbaren Arbeit aufgegeben 
hätte. In der Folge verneinte sie im Zeitraum vom 4. September 2017 bis 11. Dezember 2017 
jeweils an den Montagnachmittagen die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin.  
 
7.1 Dieser Betrachtungsweise kann nicht beigepflichtet werden. Entgegen den Darlegun-
gen der Vorinstanz kann die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin zugunsten eines aus Ei-
geninitiative besuchten Sprachkurses an den Nachmittagen des 11. und 18. September 2017 
dem angeordneten Kurs fernblieb, nicht bereits als Ausdruck dafür gewertet werden, es fehle ihr 
in Bezug auf die Annahme einer Dauerstelle die subjektive Vermittlungsbereitschaft. Allein der 
Umstand, dass die Beschwerdeführerin nicht bereit war, den Sprachkurs zu Gunsten des zu-
gewiesenen Kurses ganz abzubrechen, lässt in pflichtgemässer Würdigung der gesamten 
Sachlage jedenfalls noch nicht den Schluss zu, dass sie den Sprachkurs überwiegend wahr-
scheinlich auch nicht zu Gunsten einer zumutbaren Arbeit aufgegeben hätte. Vielmehr hätte die 
Vorinstanz bei der Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit die gesamten Umstände (vgl. E. 4.2 
hiervor) beachten und würdigen müssen, was sie jedoch unterliess. Dies führte zu einer einsei-
tigen Beweiswürdigung zu Lasten der Versicherten und in der Folge zu einer unvollständigen 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Gänzlich unberücksichtigt blieb dabei na-
mentlich die Tatsache, dass der Sprachkurs einen geringfügigen Zeitaufwand von lediglich 1,5 
Wochenstunden jeweils am Montagnachmittag während 13 Wochen umfasste (vgl. Bestätigung 
des Kursveranstalters D.____, act. 105) und zu keinem offiziellen Abschluss (Zertifikat/Diplom) 
führte. Hinzu kommt, dass bei einem Kursgeld von insgesamt Fr. 286.-- die finanziellen Konse-
quenzen eines Kursabbruchs gering gewesen wären, was klar für die von der Beschwerdefüh-
rerin stets betonte und angesichts ihres Alters auch glaubwürdige Bereitschaft zur sofortigen 
Aufgabe des Sprachkurses zu Gunsten einer angebotenen Stelle spricht. Schliesslich ergeben 
sich aus den vorliegenden Unterlagen keine Hinweise darauf, dass die Arbeitsbemühungen der 
Beschwerdeführerin in qualitativer oder in quantitativer Hinsicht jemals bemängelt worden wä-
ren. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist demnach – entgegen der Ansicht der Vorinstanz 
– mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin bereit und in der 
Lage gewesen wäre, den Sprachkurs jederzeit abzubrechen, um eine Stelle anzutreten. Vor 
diesem Hintergrund ist ihre Vermittlungsfähigkeit und damit grundsätzlich auch der Anspruch 

 

 
 
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auf Taggelder für die Montagnachmittage während der Dauer des Sprachkurses vom 
4. September 2017 bis 11. Dezember 2017 zu bejahen. 
 
7.2 Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin an den Nachmittagen des 
11. und 18. September 2017 dem durch das KIGA angeordneten Kurs unentschuldigt fernblieb. 
Dieses Verhalten während einer angeordneten arbeitsmarktlichen Massnahme führt dazu, dass 
für die Dauer der Absenzen keine Taggelder entrichtet werden (vgl. AVIG-Praxis ALE, 
Rz. D35). Aus diesem Grund ist ein Taggeldanspruch der Beschwerdeführerin an den Nachmit-
tagen des 11. und 18. September 2017 dennoch zu verneinen. Unter Berücksichtigung, dass in 
der Kontrollperiode September 2017 demnach lediglich während den Abwesenheiten vom an-
geordneten Kurs und somit an zwei Halbtagen kein Taggeldanspruch besteht, besitzt die Be-
schwerdeführerin in der Kontrollperiode September 2017 einen Anspruch auf 20 (21 kontrollier-
te Tage – zwei Halbtage) entschädigungsberechtigte Taggelder. 
 
8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 31. Dezember 2017 in dem Sinne gutzu-
heissen, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2017 aufzuheben und 
festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin auch während der Dauer des Sprachkurses vom 
4. September 2017 bis 11. Dezember 2017 vermittlungsfähig war und in der Kontrollperiode 
September 2017 Anspruch auf 20 entschädigungsberechtigte Taggelder hat. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das vorliegende 
Verfahren kostenlos. Die ausserordentlichen Kosten sind bei der nicht anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführerin wettzuschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutzuheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2017 aufgehoben und festge-
stellt wird, dass die Beschwerdeführerin auch während der Dauer des 
Sprachkurses vom 4. September 2017 bis 11. Dezember 2017 ver-
mittlungsfähig war und in der Kontrollperiode September 2017 Anspruch 
auf 20 entschädigungsberechtigte Taggelder hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

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