# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab1db87c-e427-5a2b-ac36-4f970f6c9648
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.05.2024 D-2365/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2365-2024_2024-05-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2365/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Contessina Theis (Vorsitz), 

Richterin Regina Derrer, Richter Walter Lang, 

Gerichtsschreiber Jonas Perrin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenschutz (Datenänderung im Zentralen Migrationsinfor-

mationssystem [ZEMIS]); 

Verfügung des SEM vom 10. April 2024 / N (…). 

 

 

 

D-2365/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsangehöriger – suchte am 

6. Februar 2024 in der Schweiz um Asyl nach. Anlässlich des Eintritts in 

das Bundesasylzentrum (BAZ) der Region B._______ gab er auf dem glei-

chentags ausgefüllten Personalienblatt an, er sei am (…). August 2007 be-

ziehungsweise am (…). Tag des (…). Monats des Jahres 1385 gemäss af-

ghanischem Kalender geboren. 

B.  

Nachdem ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank 

(Eurodac) vom 8. Februar 2024 ergab, dass der Beschwerdeführer am 

10. November 2023 bereits in Bulgarien um Asyl nachgesucht hatte, stellte 

das SEM am 8. Februar 2024 in Bezug auf das vom Beschwerdeführer in 

Bulgarien geltend gemachte Alter bei den bulgarischen Behörden ein Infor-

mationsersuchen gemäss Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

C.  

Die bulgarischen Behörden beantworteten am 15. Februar 2024 das Infor-

mationsersuchen vom 8. Februar 2024 und teilten dem SEM mit, das Ge-

burtsdatum des Beschwerdeführers sei in Bulgarien auf den (…). Juni 2006 

lautend erfasst worden. 

D.  

D.a Der Beschwerdeführer erklärte anlässlich der Erstbefragung unbeglei-

teter minderjähriger Asylsuchender (EB UMA) vom 5. März 2024, gemäss 

seiner Tazkera sei er im Jahr 1385 geboren, weshalb er das Personalien-

blatt entsprechend ausgefüllt habe. Auf seiner Tazkera sei nur das Geburts-

jahr, nicht aber sein exaktes Geburtsdatum angegeben; da er sein genaues 

Geburtsdatum nicht kenne, habe er das Personalienblatt nach seinem 

Bauchgefühl ausgefüllt. Drei Tage vor der EB UMA habe er jedoch von sei-

ner Mutter erfahren, dass er eigentlich am (…). Tag des (…). Monats des 

Jahres 1386 geboren sei. Das Original seiner Tazkera befinde sich noch 

bei einem Onkel in Afghanistan, er werde aber die Sendung des Doku-

ments in die Schweiz veranlassen. Er sei mit fünf oder sechs Jahren ein-

geschult worden und habe das achte Schuljahr abgeschlossen; er sei 

D-2365/2024 

Seite 3 

damals etwa 13 oder 14 Jahre alt gewesen, wisse dies aber nicht mehr 

genau. In Bulgarien sei er daktyloskopisch erfasst worden, er könne sich 

aber nicht mehr erinnern, welches Geburtsdatum er den bulgarischen Be-

hörden gegenüber angegeben habe. Die bulgarischen Behörden hätten ihn 

auch gar nicht nach seinem Geburtsdatum gefragt, und ein Datum ohne 

sein Zutun erfasst. 

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer eine Tazkera 

in Kopie ein. 

D.b Anlässlich der EB UMA unterrichtete das SEM den Beschwerdeführer 

über die Möglichkeit der Durchführung einer Untersuchung zur Altersschät-

zung. 

E.  

Das Gutachten zur forensischen Altersschätzung des Instituts für (…) des 

Universitätsspitals C._______ vom 15. März 2024 ergab für den Be-

schwerdeführer ein höchstes Mindestalter von 21.6 Jahren. Das angege-

bene Alter von 17 Jahren und (…) Monaten liege somit unterhalb der Er-

gebnisse der Altersschätzung. 

F.  

Mit Schreiben vom 25. März 2024 gewährte das SEM dem Beschwerde-

führer das rechtliche Gehör zu den Ergebnissen des Gutachtens und zur 

beabsichtigten Anpassung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrati-

onsinformationssystem (ZEMIS). 

G.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 2. April 2024 nahm der Be-

schwerdeführer Stellung zu den Ergebnissen der forensischen Altersschät-

zung. 

H.  

Am 3. April 2024 passte das SEM mittels Mutationsformular für Personen-

daten das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) 

2002 unter Anbringung eines Bestreitungsvermerks an. Gleichentags 

setzte es seine Rechtsvertretung darüber in Kenntnis. 

I.  

Mit Verfügung vom 10. April 2024 – eröffnet am 11. April 2023 – trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegweisung 

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Seite 4 

aus der Schweiz nach Bulgarin an und forderte ihn auf, die Schweiz am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig stellte es 

fest, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine auf-

schiebende Wirkung zu und sein Geburtsdatum im ZEMIS laute auf den 

(…) 2002 (mit Bestreitungsvermerk). 

J.  

Mit Eingabe vom 17. April 2024 erhob der Beschwerdeführer dagegen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Dabei beantragte er, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben, auf das Asylgesuch sei einzutreten 

und es sei ein nationales Asyl- und Wegweisungsverfahren durchzuführen; 

eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache 

zur vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts an die 

Vorinstanz zurückzuweisen; ferner sei die Vorinstanz anzuweisen, sein Ge-

burtsdatum im ZEMIS auf den (…). August 2007 anzupassen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

sowie um superprovisorische Aussetzung des Vollzugs und um Gewäh-

rung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. 

K.  

Mit Urteil E-2359/2024 vom 22. April 2024 wies das Bundesverwaltungs-

gericht die Beschwerde betreffend das Nichteintreten auf das Asylgesuch 

und die angeordnete Wegweisung sowie den Vollzug ab, und verfügte, 

dass über das Begehren hinsichtlich der Datenänderung im ZEMIS im vor-

liegenden Verfahren D-2365/2024 zu entscheiden ist. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid betreffend ZEMIS-Eintragung handelt 

es sich um eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, die vom SEM als 

Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG erlassen wurde. Da keine Aus-

nahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur 

Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (vgl. dazu Art. 37 VGG). 

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Seite 5 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet der Berichti-

gung von Personendaten im ZEMIS mit uneingeschränkter Kognition 

(Art. 37 VGG i.V.m. Art. 49 VwVG). 

3.  

Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde vorliegend verzichtet 

(Art. 57 Abs. 1 VwVG e contrario). 

4.  

4.1 Am 1. September 2023 ist eine Totalrevision des Bundesgesetzes über 

den Datenschutz (DSG, SR 235.1) in Kraft getreten (AS 2022 491). Die an-

gefochtene Verfügung datiert vom 10. April 2024, für das vorliegende Be-

schwerdeverfahren gilt folglich das neue Recht (Art. 70 DSG). Da die für 

Beschwerdeverfahren betreffend Datenänderung im ZEMIS wesentlichen 

Bestimmungen inhaltlich gleichgeblieben sind, kann auch unter der Gel-

tung des revidierten DSG auf die bisherige Rechtsprechung verwiesen 

werden. 

4.2 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-

tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, 

nach dem Datenschutzgesetz und dem VwVG. 

4.3 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 6 Abs. 5 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 41 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 

Art. 32 Abs. 1 DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein 

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absoluter und uneingeschränkter Anspruch (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.2). 

Die ZEMIS-Verordnung sieht zudem in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, 

dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind. 

4.4 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (vgl. Urteil des BGer 1C_11/2013 vom 21. Oktober 

2013 E. 4.2; BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). Nach den massgeblichen Beweisre-

geln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung 

sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen 

Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. 

Die mit dem Berichtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat zwar nach 

dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes 

wegen abzuklären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch 

gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung 

mitzuwirken (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). 

4.5 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige der neuen 

Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder die einen 

noch die anderen Daten bearbeitet werden (vgl. Art. 41 Abs. 3 Bst. a DSG). 

Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Personenda-

ten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bear-

beitet werden. Dies gilt namentlich auch für im ZEMIS erfasste Namen und 

Geburtsdaten. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der 

Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren 

Richtigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 41 Abs. 4 DSG die Anbrin-

gung eines Bestreitungsvermerks vor. Spricht dabei mehr für die Richtig-

keit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zunächst zu berichtigen 

und die neuen Daten anschliessend mit einem entsprechenden Vermerk 

zu versehen. Verhält es sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der 

bisher eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als 

unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit einem Bestreitungs-

vermerk zu versehen. Über dessen Anbringung ist jeweils von Amtes we-

gen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein entsprechender Antrag 

gestellt worden ist (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 VI/3 E. 3.4; vgl. ferner 

Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 3.2). 

  

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Seite 7 

5.  

5.1 Im Asylverfahren ist das Geburtsdatum – der allgemeinen asylrechtli-

chen Beweisregel folgend – von der asylsuchenden Person zumindest 

glaubhaft zu machen. Anders verhält es sich im datenschutzrechtlichen 

Verfahren betreffend die Berichtigung von Personendaten im ZEMIS. Hier 

wird – wie soeben dargelegt – verlangt, dass die wahrscheinlichsten – also 

überwiegend wahrscheinlichen – Personendaten eingetragen werden. 

5.2 Vorliegend obliegt es demnach grundsätzlich dem SEM zu beweisen, 

dass das aktuell im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum – lautend auf den 

(…) 2002 – korrekt ist. Der Beschwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, 

dass das von ihm geltend gemachte Geburtsdatum – lautend auf den 

(…). August 2007 – richtig beziehungsweise zumindest wahrscheinlicher 

ist als das von der Behörde geänderte und im ZEMIS erfasste (vgl. Urteil 

des BVGer A-3051/2018 vom 12. März 2019 E. 5.5). Gelingt keiner Partei 

der Nachweis, ist dasjenige Geburtsdatum im ZEMIS zu belassen oder ein-

zutragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist. 

6.  

6.1 Anlässlich der Gehörsgewährung vom 25. März 2024 führte das SEM 

an, gemäss den Ergebnissen der forensischen Altersschätzung sei für den 

Beschwerdeführer ein höchstes Mindestalter von 21.6 Jahren festgestellt 

worden. Demnach habe er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich-

keit die Volljährigkeit erreicht. Seine Angaben zu seinem chronologischen 

Lebensalter seien zudem in verschiedener Weise widersprüchlich ausge-

fallen. Auch die eingereichte Tazkera vermöge diese Ungereimtheiten nicht 

zu erklären, zumal eine Tazkera kein rechtsgenügliches Identitätsdoku-

ment darstelle; ausserdem gehe auch aus der eingereichten Tazkera ledig-

lich eine Altersschätzung, nicht aber ein exaktes Geburtsdatum hervor. Das 

SEM beabsichtige daher, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) 2002 

zu ändern, zumal dieses Datum mit den Ergebnissen der forensischen Al-

tersschätzung vereinbar sei. 

6.2 In der Stellungnahme seiner Rechtsvertretung vom 2. April 2024 er-

klärte sich der Beschwerdeführer mit der beabsichtigen ZEMIS-Änderung 

nicht einverstanden. Sein korrektes Geburtsdatum laute auf den (…). Au-

gust 2007, was die eingereichte Tazkera bestätige. Auch habe er sowohl 

auf dem Personalienblatt wie auch anlässlich der EB UMA angegeben, sein 

Geburtsdatum laute auf den (…). August 2007. Da das forensische Alters-

gutachten lediglich ein Indiz für seine Volljährigkeit darstelle, würden an-

hand einer Gesamtbetrachtung die Indizien für das von ihm angegebene 

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Seite 8 

Geburtsdatum überwiegen, weshalb von einer Anpassung seines Geburts-

datums im ZEMIS abzusehen sei. 

6.3 In ihrer Verfügung vom 10. April 2024 führte die Vorinstanz an, die ein-

gereichte Tazkera stelle kein rechtsgenügendes Identitätsdokument dar, 

weshalb ihr lediglich ein tiefer Beweiswert zukomme. Ausserdem gehe aus 

der Tazkera nur ein Geburtsjahr, nicht aber ein exaktes Geburtsdatum her-

vor. Zudem seien seine Angaben während des Verfahrens widersprüchlich 

ausgefallen. So habe er auf dem selbstständig ausgefüllten Personalien-

blatt den (…). Tag des (…). Monats des Jahres 1385 gemäss afghani-

schem Kalender beziehungsweise den (…). August 2007 als sein Geburts-

datum angegeben; das von ihm gemäss afghanischem Kalender angege-

bene Geburtsdatum entspreche jedoch dem (…). August 2006. Anlässlich 

der EB UMA habe er indes angegeben, sein eigentliches Geburtsdatum, 

welches er drei Tage vor der Befragung von seiner Mutter erfahren habe, 

laute auf den (…). Tag des (…). Monats des Jahres 1386. Nichtsdestotrotz 

habe der Beschwerdeführer angeführt, das auf der Tazkera aufgeführte 

Geburtsjahr – das Jahr 1385 – sei korrekt, sein exaktes Geburtsdatum hin-

gegen wisse er nicht. Auch seine weiteren Angaben seien teilweise wider-

sprüchlich ausgefallen. So habe er einerseits angegeben, er wisse nicht 

mehr, welches Geburtsdatum er den bulgarischen Behörden gegenüber 

angegeben habe; andererseits habe er zu Protokoll gegeben, den bulgari-

schen Behörden gegenüber keine diesbezüglichen Angaben gemacht zu 

haben. Ferner stehe auch das in Bulgarien registrierte Geburtsdatum – der 

(…). Juni 2006 – im Widerspruch zu seinen Angaben auf dem Personali-

enblatt und der EB UMA. Demgegenüber sei das forensische Altersgutach-

ten zum Schluss gelangt, das höchste Mindestalter des Beschwerdefüh-

rers betrage 21.6 Jahre. Die Ergebnisse der forensischen Altersschätzun-

gen seien daher mit dem im ZEMIS auf den (…) 2002 eingetragenen Ge-

burtsdatum vereinbar. 

6.4 In der Beschwerde machte der Beschwerdeführer geltend, es sei ihm 

– entgegen der Einschätzung der Vorinstanz – gelungen, seine vorge-

brachte Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Zunächst sei festzuhalten, 

dass er schon in Bulgarien als Minderjährigen erfasst worden sei; der 

(…). August 2007 sei sein Geburtsdatum, er habe dies sowohl auf dem 

Personalienblatt wie auch anlässlich der EB UMA so angegeben. Die vom 

SEM angeführten vermeintlichen Widersprüche seien auf seinen schlech-

ten psychischen und physischen Zustand zurückzuführen, ausserdem sei 

die Umrechnung vom afghanischen auf den gregorianischen Kalender 

komplex, weshalb ihm Rechenfehler nicht angelastet werden dürften. In 

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Seite 9 

der Folge sei das von ihm angegebene Geburtsdatum korrekt, weshalb die 

Vorinstanz anzuweisen sei, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…). Au-

gust 2007 zu ändern. 

7.  

7.1 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Anpassung des Geburtsdatums des Beschwerdeführers 

im ZEMIS auf den (…) 2002 nicht zu beanstanden ist. 

7.2 Mit Blick auf die Argumentation in der angefochtenen Verfügung, es sei 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen, seine Minderjährigkeit zumindest 

glaubhaft zu machen, stellt das Gericht Folgendes fest: Bei asylrechtlichen 

Verfahren und bei datenschutzrechtlichen Verfahren betreffend die Muta-

tion eines ZEMIS-Eintrags handelt es sich um verschiedene Verfahren, 

welche unterschiedliche Beweisobjekte und eine unterschiedliche Beweis-

lastverteilung sowie Beschwerdefristen aufweisen. Gegenstand des Be-

weises eines datenschutzrechtlichen Verfahrens zur Berichtigung eines 

ZEMIS-Eintrags stellt das korrekte Geburtsdatum dar; demgegenüber soll 

im Asylverfahren (und insbesondere im Dublin-Zuständigkeitsverfahren) le-

diglich Beweis darüber geführt werden, ob die gesuchstellende Person tat-

sächlich minderjährig ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3), und nicht darüber, 

welches ihr genaues Geburtsdatum ist. Auch die Beweisregeln betreffend 

eine strittige Minderjährigkeit in Asylverfahren unterscheiden sich von je-

nen in Verfahren betreffend Berichtigung eines Geburtsdatums im ZEMIS, 

die Beweislast ist anders verteilt. Im Asylverfahren trifft die asylsuchende 

Person die Beweispflicht, die von ihr geltend gemachte Minderjährigkeit 

zumindest glaubhaft zu machen (vgl. zur gefestigten Praxis BVGE 2018 

VI/3 E. 4.2.3 m.H. auf die Entscheidungen und Mitteilungen der Asylrekurs-

kommission [EMARK] 2004 Nr. 31 E. 5, 6.2 und 7.3; 2004 Nr. 30 E. 5-6; 

2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8). Da bei der Berichtigung von Perso-

nendaten im ZEMIS verlangt wird, dass die wahrscheinlichsten – also über-

wiegend wahrscheinlichen – Personendaten eingetragen werden, hat nicht 

nur die das Berichtigungsbegehren stellende Person die Richtigkeit der 

von ihr verlangten Änderung, sondern im Bestreitungsfall auch die Vor- 

instanz die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personendaten zu bewei-

sen (vgl. BVGE 2013/30 E. 4.1 f.; BVGE 2018 VI/3 E. 3 m.w.H.). 

7.3 Für die Beurteilung des Alters einer asylsuchenden Person fallen in 

erster Linie von dieser Person selbst vorgelegte oder von den Behörden 

auf andere Weise erlangte und für echt befundene Identitätspapiere 

(Art. 1a Bst. b und c der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1, 

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Seite 10 

SR 142.311]) in Betracht, das heisst Urkunden im Sinne von Art. 12 Bst. a 

VwVG; ihnen kommt – ihre Echtheit vorausgesetzt – ein hoher Beweiswert 

zu. Reicht die asylsuchende Person keine Identitätspapiere ein, welche die 

Behauptung, minderjährig zu sein, stützen könnten, darf jedoch allein dar-

aus noch nicht der Schluss gezogen werden, dieser Person sei es nicht 

gelungen, ihre Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, sondern es sind zu-

vor die angegebenen Gründe für dieses Versäumnis auf deren Plausibilität 

zu prüfen. Liegen keine schlüssigen Identitätsdokumente vor, fallen mit 

Blick auf die Altersfeststellung als Beweismittel sodann Abklärungsergeb-

nisse in Betracht, welche auf «wissenschaftliche Methoden» im Sinne von 

Art. 7 Abs. 1 AsylV 1 abstellen (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1 f. m.w.H.). 

7.3.1 Zunächst stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die in Kopie 

eingereichte Tazkera nicht geeignet ist, das geltend gemachte Lebensalter 

des Beschwerdeführers zu beweisen, mithin ihr aufgrund der leichten 

Fälschbarkeit und Erwerbbarkeit nur geringer Beweiswert beizumessen ist. 

7.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich zur Beweistauglichkeit von 

Altersabklärungen in grundsätzlicher Art geäussert. Praxisgemäss sind von 

den in der Schweiz angewandten Methoden der medizinischen Altersab-

klärung nur die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die 

zahnärztliche Untersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse 

und die ärztliche körperliche Untersuchung) zum Beweis der Minder- be-

ziehungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. Relevant für die Beur-

teilung sind mithin die Ergebnisse betreffend das festgestellte Mindestalter 

der Schlüsselbeinanalyse sowie der zahnärztlichen Untersuchung. Medizi-

nische Altersabklärungen stellen – je nach Ergebnis – unterschiedlich zu 

gewichtende Indizien für das Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit 

einer Person dar (vgl. BVGE 2018 VI/3). Nach den Leitlinien der Arbeitsge-

meinschaft für forensische Altersdiagnostik (AGFAD) ist für die Altersschät-

zung das sogenannte Mindestalterprinzip anzuwenden, Berechnungen aus 

Mittelwerten hingegen sind nicht tauglich, da für die erforderliche Sicherheit 

mindestens eine dreifache Standardabweichung berücksichtigt werden 

müsste (vgl. Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin [SGRM], Fo-

rensische Altersdiagnostik, Methodendokument Version 02, Juni 2022, 

S. 4 ff.).  

7.3.3 Das Gutachten zur Altersschätzung des Instituts für (…) des Univer-

sitätsspitals C._______ vom 15. März 2024 stützt sich auf eine Röntgen-

untersuchung der linken Hand, eine Computertomographie der Schlüssel-

bein-Wachstumsfugen sowie eine Röntgenuntersuchung der Kiefer 

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(Orthopantomograph); eine körperliche Untersuchung der Genitalregion 

hat der Beschwerdeführer verweigert. Das Gutachten ergab aufgrund der 

Röntgenuntersuchung der Schlüsselbein-Wachstumsfugen ein Mindestal-

ter für den Beschwerdeführer von 21.6 Jahren (Stadium 3c rechts, Stadium 

4 links, vgl. SEM-eAkte […]-18/8); die sich aus dem Schlüsselbeinröntgen 

und der zahnärztlichen Untersuchung ergebenden Altersspannen überlap-

pen sich (Schlüsselbeinröntgen: 29.7 Jahre ± 5.1 Jahre = Altersspanne 

zwischen 24.6 und 34.8 Jahren; zahnärztliche Untersuchung der berück-

sichtigten Weisheitszähne: 22.7 Jahre ± 1.9 Jahre = Altersspanne zwi-

schen 20.8 und 24.6 Jahren). 

7.3.4 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellt 

das Ergebnis einer forensischen Altersschätzung ein starkes Indiz für die 

Volljährigkeit dar, wenn – wie vorliegend – das Mindestalter bei der Schlüs-

selbein- respektive Skelettaltersanalyse oder der zahnärztlichen Untersu-

chung über 18 Jahren liegt und sich die anhand der beiden Analysen erge-

benden Altersspannen überlappen. Für die Beweiswürdigung kommt es 

umso weniger auf eine Gesamtwürdigung der Beweise an, je stärker die 

medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vorliegen der Minder- respek-

tive Volljährigkeit einer Person darstellt (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2). 

7.3.5 Vorliegend stellt das Gericht fest, dass es dem Beschwerdeführer 

nicht gelungen ist, das sich aufgrund der Ergebnisse der forensischen Al-

tersschätzung bestehende starke Indiz für seine Volljährigkeit umzustos-

sen, zumal er offensichtlich keine plausiblen, widerspruchsfreien und ko-

härenten Angaben zu seinem Alter zu machen in der Lage war (vgl. hierzu 

die entsprechenden Erwägungen im Urteil des BVGer D-2359/2024 vom 

22. April 2024 betreffend das Dublin-Verfahren). 

7.4  

7.4.1 Das starke Indiz der Volljährigkeit aufgrund der Ergebnisse der Al-

tersschätzung stellt indes keinen Beweis für das chronologische Lebensal-

ter einer asylsuchenden Person dar (vgl. Urteile des BVGer E-4048/2023 

vom 13. Oktober 2023 E. 6.3 und 6.4, D-1874/2022 vom 31. August 2022 

E. 5.6 und E-5056/2021 vom 5. Mai 2022 E. 6.3 und 6.4). Insofern ist der 

Umstand, dass das Altersgutachten im vorliegenden Fall ein höchstes Min-

destalter des Beschwerdeführers von 21.6 Jahren ergab, nicht hinreichend 

für den Nachweis seines Geburtsdatums. Da sich auch aus den weiteren 

Angaben des Beschwerdeführers sein genaues Geburtsdatum nicht eruie-

ren lässt, ist es dem SEM nicht gelungen, über das exakte chronologische 

Lebensalter des Beschwerdeführers Beweis zu führen. 

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7.4.2 Andererseits ist es auch dem Beschwerdeführer nicht gelungen, Be-

weis im datenschutzrechtlichen Sinn über sein angegebenes Geburtsda-

tum zu führen. Zwar reichte er eine Kopie einer Tazkera zu den Akten; die-

ser ist jedoch aufgrund der leichten Fälschbarkeit und Erwerbbarkeit ledig-

lich geringer Beweiswert zuzumessen und indes auch kein exaktes Ge-

burtsdatum zu entnehmen. Auch seine Angaben im Laufe des Asylverfah-

rens erscheinen mit Rücksicht auf das datenschutzrechtliche Beweismass 

nicht zur Beweisführung geeignet (Art. 12 Bst. b VwVG). 

7.5  

7.5.1 Nach dem Gesagten ist weder dem SEM noch dem Beschwerdefüh-

rer der eindeutige Nachweis gelungen, dass das aktuell im ZEMIS einge-

tragene Geburtsdatum – lautend auf den (…) 2002 – beziehungsweise das 

seitens des Beschwerdeführers geltend gemachte Geburtsdatum – lautend 

auf den (…). August 2007 – korrekt ist.  

7.5.2 Obwohl – wie in E. 7.4.1 dargelegt – die Ergebnisse einer forensi-

schen Altersschätzung für den Beweis eines exakten chronologischen Le-

bensalters beziehungsweise eines genauen Geburtsdatums nicht hinrei-

chend sind, kann es unter Umständen angebracht erscheinen, die Ergeb-

nisse für die Berichtigung von Personendaten im ZEMIS heranzuziehen, 

zumal verlangt wird, dass die wahrscheinlichsten – also überwiegend wahr-

scheinlichen – Personendaten eingetragen werden. 

7.5.3 Vorliegend stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass das vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte chronologische Lebensalter von 17 

Jahren und (…) Monaten sehr stark vom Ergebnis des Altersgutachtens 

vom 15. März 2024 abweicht, weshalb insgesamt das vom SEM im ZEMIS 

eingetragene Geburtsdatum lautend auf den (…) 2002 als wahrscheinli-

cher erscheint, zumal es sich mit den Ergebnissen der Altersabklärung 

grundsätzlich vereinbaren lässt, mithin die Abweichung zum festgestellten 

höchsten Mindestalter nur einige Monate beträgt, und es deshalb als über-

wiegend wahrscheinlich bezeichnet werden kann. 

7.6 Nach dem Gesagten erscheint das vom SEM im ZEMIS eingetragene 

Geburtsdatum des Beschwerdeführers lautend auf den (…) 2002 als über-

wiegend wahrscheinlich. Das im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum ist 

daher unverändert zu belassen und weiterhin mit einem Bestreitungsver-

merk zu versehen. 

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8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 49 

VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Mit vorliegendem Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen, wes-

halb sich die Anträge auf Verzicht auf Erlass eines superprovisorischen 

Vollzugsstopps, Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 

und Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos 

erweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Erwägungen 

als aussichtslos zu bezeichnen war und es damit an einer gesetzlichen Vor- 

aussetzung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG fehlt. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 500.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt.  

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-

genden Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustel-

lung der Rechnung erfolgt mit separater Post. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde und das Generalsekretariat des EJPD. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Jonas Perrin 

 

 

(Rechtsmittelbelehrung nächste Seite)  

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes [BGG, SR 173.110]). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist 

(Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache 

abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

 

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