# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5dda5394-a002-590d-8301-fb27de0f26be
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2008 C-3783/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3783-2007_2008-11-21.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3783/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

B._______, ohne Zustelldomizil in der Schweiz,
vertreten durch Rechtsanwalt Franklin Sedaj, 
Rr. UÇK Nr. 6 (Fah. Post. 7), XZ-10010 Prishtinë,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 18. Mai 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3783/2007

Nach Einsicht:

in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend 
IV-Stelle oder Vorinstanz) vom 18. Mai 2007 (act. 23 IV-Akten), mit wel-
cher das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen wur-
de mit  der Begründung, es liege keine Invalidität vor, die einen Ren-
tenanspruch zu begründen vermöge,

in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 29. Mai 2007 
(Poststempel), in welcher die Beschwerdeführerin beantragt, die Verfü-
gung der Vorinstanz sei  aufzuheben und ihr, unter Nachzahlung von 
4 % Zinsen ab dem 17. Januar 2005, eine Invalidenrente auszurichten 
(act. 1),

in  die Verfügung vom 27. August  2007 (act. 5),  mit  welcher  die Be-
schwerdeführerin aufgefordert  wurde, dem Bundesverwaltungsgericht 
innert 30 Tagen nach Erhalt dieser Aufforderung ein Zustelldomizil  in 
der Schweiz bekannt  zu geben,  andernfalls Mitteilungen und Zustel-
lungen in  Zukunft  durch Publikation  im schweizerischen Bundesblatt 
erfolgen werden mit der Rechtswirkung, dass von Gesetzes wegen an-
genommen  werde,  die  Beschwerdeführerin  habe  von  den  entspre-
chenden Publikationen Kenntnis genommen,

in die von Dr. med. A._______ verfasste Stellungnahme des ärztlichen 
Dienstes der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 20. Januar 2008 
zu Handen der IV-Stelle (act. 25 IV-Akten), wonach zur Ausstellung der 
Diagnose einer dissoziativen Störung eine ausführliche Anamnese und 
eine ausführliche Verlaufsbeschreibung gemacht werden müsste, wel-
che den Unterlagen nicht vorliegen würden, und deshalb eine psychia-
trische und neurologische Untersuchung in  der  Schweiz  vorgeschla-
gen werde,

in die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 21. Februar 2008 (act. 13), 
in  welcher  diese  aufgrund  des  genannten  Berichts  des  ärztlichen 
Dienstes der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland beantragt,  die  Be-
schwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung  aufzuheben 
und die Sache im Sinne der erwähnten Stellungnahme an die Verwal-
tung zurückzuweisen.

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In Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32)  in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 
34 VGG zuständig ist,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass nach dem Zugeständnis der IV-Stelle  in Verbindung mit  der IV-
ärztlichen  Stellungnahme  die  angefochtene  Verfügung  vom  18.  Mai 
2007 auf einem mangelhaft eruierten Sachverhalt beruht und sich die 
Durchführung einer psychiatrischen und neurologischen Untersuchung 
in der Schweiz als notwendig erweist,

dass sich – nach Einsicht in die Akten – die Durchführung der genann-
ten  Untersuchung  zur  genaueren  Abklärung  des  Gesund-
heitszustandes der Beschwerdeführerin sowie zu den entsprechenden 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufdrängt,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,

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dass demzufolge die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Mai 2007 aufzu-
heben und die Sache zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass die Vorinstanz dannzumal über das Begehren auf Nachzahlung 
von 4 % Zinsen zu befinden hat,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind und – da der Beschwer-
deführerin keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind – kei-
ne Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e cont-
rario),

dass die Beschwerdeführerin innert der angesetzten Frist kein Zustell-
domizil in der Schweiz bekannt gegeben hat,

dass demzufolge androhungsgemäss weitere Zustellungen – wie das 
vorliegende Urteil – auf dem Ediktalweg erfolgen. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 18. Mai 2007 aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur Feststellung des Sachverhalts im Sinne der Erwä-
gungen,  zur  Prüfung  eines  Verzugszinses  sowie  zum  Erlass  einer 
neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Ediktalweg; Notifikation im Bundesblatt)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 157.66.683.158/501/SMN)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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