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**Case Identifier:** e371188a-d5a6-5db4-91b4-6862bc83e8d5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.05.2013 UV 2012/101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-101_2013-05-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/101

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 13.05.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2013
Zulässigkeit der Einstellung der ursprünglich durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro bejaht. Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der 
Unfallkausalität in Bezug auf eine Läsion des medialen Meniskus bei Status 
nach medialer Meniskektomie (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St.Gallen vom 13. Mai 2013, UV 2012/101).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter 

Schmid

Entscheid vom 13. Mai 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel, Grossfeldstrasse 45, 

7320 Sargans,

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 

120, 1001 Lausanne,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Aussendienstmitarbeiter bei der Vaudoise 

Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) in B.___ tätig und 

bei dieser Arbeitgeberin gegen die Folgen von Unfällen versichert. Laut Bagatell-

Unfallmeldung UVG vom 9. Mai 2006 hielt der Versicherte am 17. April 2006 mit seinem 

Roller vor einem Fussgängerstreifen an, um eine Fussgängerin die Strasse überqueren 

zu lassen. Dabei sei ein Personenwagen ungebremst von hinten auf seinen Roller 

aufgefahren. Der Roller sei ca. vier Meter nach vorne geschleudert worden, sei dabei 

nach rechts gekippt und es habe dem Versicherten den Lenker an den rechten 

Unterschenkel unterhalb des Knies an den Innenmeniskus geschlagen (act. G 3.1/1). 

Die Notfallärztin Dr. med. C.___, FMH Innere Medizin, bestätigte im Arztzeugnis vom 

18. Mai 2008 eine Erstbehandlung am 17. April 2006 und stellte die Verdachtsdiagnose 

einer traumatischen medialen Meniskusläsion am rechten Knie. Eine Arbeitsunfähigkeit 

wurde nicht attestiert (act. G 3.1/3). Am 21. April 2006 war die Weiterbehandlung durch 

den damaligen Hausarzt Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, erfolgt. Dieser 

schloss die Behandlung am 8. Mai 2006 ab (act. G 3.1/4). Die Vaudoise erbrachte für 

den Unfall vom 17. April 2006 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten).

A.b  Im Januar 2009 meldete der Versicherte einen Rückfall zum Unfall vom 17. April 

2006. Er gab an, seit dem Unfall ununterbrochen bei jeder Drehbewegung und beim 

Aufstehen vom Stuhl unter Schmerzen im rechten Knie zu leiden. Bei schnellerem 

Gehen würden die Schmerzen zunehmen. Rennen und Sport seien seit dem Unfall 

nicht mehr möglich. Die Schmerzen würden messerstichartig, besonders auf der 

Innenseite des Knies, auftreten (act. G 3.1/6). Eine auf Zuweisung der neuen Hausärztin 

des Versicherten, Dr. med. E.___, FMH Innere Medizin, am 23. Dezember 2008 im 

Spital F.___ durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Knies hatte beginnende 

Degenerationen des medialen Femurcondylus sowie femoropatellar, komplexe 

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Rissbildungen und winzige dorsale Ganglien von Pars intermedia und Cornu posterius 

des Meniscus medialis sowie eine Chondropathia patellae Grad II ergeben (act. 

G3.1/12, 13). Am 24. Februar 2009 wurde beim Versicherten im Spital F.___ eine 

Kniegelenkarthroskopie mit Teilmeniskektomie medial und Knorpeldébridement 

durchgeführt (act. G 3.1/25). Nachfolgend wurde ihm eine 100%-ige bzw. 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Im Austrittsbericht stellte das Spital F.___  die 

Hauptdiagnose einer medialen Meniskusläsion sowie einer Chondropathie Grad III des 

medialen Kondylus und der Patella rechts (act. G 3.1/10). Die Vaudoise kam für die 

Operationskosten auf und erbrachte Taggeldleistungen (act. G 3.1/19, 21 ff., 27 ff.).

A.c  In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 14. September 2009 hielt Dr. E.___ fest, 

dass der postoperative Verlauf unbefriedigend sei bzw. der Versicherte unverändert 

unter einem Belastungsschmerz leide (act. G 3.1/32). Auf ihre Zuweisung wurde der 

Versicherte am 25. September 2009 durch Dr. med. G.___, Orthopädie H.___, 

untersucht (act. G 3.1/33). Am 25. Januar 2010 folgte im Radiologie Institut im 

Medizinischen Zentrum I.___ eine weitere MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks 

(act. G 3.1/38).

A.d  Nach Einholung einer Beurteilung durch ihren Vertrauensarzt, Dr. med. J.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie, Lausanne (act. G 3.1/39, 40), eröffnete die Vaudoise dem 

Versicherten mit Verfügung vom 1. Juni 2010, dass die aktuellen Kniebeschwerden 

krankheitsbedingter Natur seien. Der Kausalzusammenhang könne maximal während 

vier bis sechs Monaten nach dem operativen Eingriff vom 24. Februar 2009 akzeptiert 

werden. Die Versicherungsleistungen müssten deshalb per 31. August 2009 eingestellt 

werden. Auf die Rückforderung der zu Unrecht nach diesem Datum erbrachten 

Leistungen werde jedoch verzichtet (act. G 3.1/41).

A.e  Die gegen diese Verfügung am 29. Juni 2010 erhobene Einsprache des 

Rechtsvertreters des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. M. Köppel, Sargans (act. G 

3.1/43), wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 9. November 2010 ab (act. G 

3.1/47).

A.f Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde vom 8. Dezember 2010 (act. G 

3.1/48a) wurde mit Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 7. Juli 2011 

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(UV 2010/95; act. G 3.1/55) dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung ergänzender Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen und neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wurden.

A.g  Am 10. April 2012 liess die Vaudoise bei Dr. med. K.___, Co-Chefarzt/Leiter OD 

KRZ, Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Kantonsspital Graubünden, eine 

orthopädische Begutachtung des Versicherten vornehmen, über welche dieser am 15. 

Mai 2012 berichtete (act. G 3.1/63). Mit Schreiben vom 20. Juni 2012 nahm der 

Rechtsvertreter des Versicherten zum Gutachten von Dr. K.___ Stellung (act. G 3.1/65).

A.h  Gestützt auf die Begutachtung von Dr. K.___ bestätigte die Vaudoise mit 

Verfügung vom 12. Juli 2012 nochmals ihre Leistungseinstellung per 31. August 2009 

(act. G 3.1/66). Die dagegen am 10. August 2012 erhobene Einsprache (act. G 3.1/70) 

wurde mit Einspracheentscheid vom 26. November 2012 (act. G 3.1/77) abgewiesen.

B.  

B.a  Mit Eingabe vom 20. Dezember 2012 liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter Beschwerde erheben mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 

26. November 2012 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die bestehenden 

Kniebeschwerden rechts nach wie vor, d.h. über den 31. August 2009 hinaus, 

ausschliesslich auf das Unfallereignis vom 17. April 2006 zurückzuführen und mithin 

unfallbedingt seien. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer ihre Leistungen gestützt auf das Unfallversicherungsgesetz auch 

über den 31. August 2009 hinaus und bis auf weiteres vollumfänglich zu erbringen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

B.c  Mit Schreiben vom 25. Februar 2013 verzichtete der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf die Einreichung einer Replik (act. G 5).

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B.d  Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen 

Rechtsschriften bzw. medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die beim Beschwerdeführer nach der am 24. Februar 2009 

durchgeführten Kniegelenkarthroskopie mit Teilmeniskektomie medial und 

Knorpeldébridement anhaltenden Belastungsschmerzen über den 31. August 2009 

hinaus auf den Unfall vom 17. April 2006 zurückzuführen sind.

2.   

2.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigung zutreffend 

dar (Erwägung 2.2; BGE 129 V 181 f. E. 3.1). Darauf kann verwiesen werden. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Innerhalb des 

Sozialversicherungsrechts spielt jedoch die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen praktisch 

keine Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Zu ergänzen ist im Weiteren, dass der 

Unfallversicherer im Rahmen von Art. 6 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) für Schäden einzustehen hat, die durch 

Krankenpflegemassnahmen (Heilbehandlung) im Anschluss an versicherte Unfälle 

herbeigeführt werden, ohne dass die behandlungsbedingte Schadensverursachung 

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den Unfallbegriff, den Tatbestand des haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der 

strafrechtlich relevanten Körperschädigung erfüllen muss (BGE 118 V 286).

2.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, welche 

besondere revisionsrechtliche Tatbestände im Sinn von Art. 22 UVG darstellen (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei

einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. 

vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen 

dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit 

organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten 

Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen folglich begrifflich 

an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an. Dementsprechend können 

sie eine Leistungspflicht des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, 

wenn zwischen den erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim 

versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c).

2.3 Ist die Unfallkausalität des Rückfalls einmal mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt, so entfällt eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erst dann, wenn der 

Rückfall nicht mehr eine natürliche und adäquate Ursache des Grundfalls darstellt, d.h. 

wenn die rückfallmässig gemeldeten Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruhen. Das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 

3b).

3.   

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3.1 Am 17. April 2006 erlitt der Beschwerdeführer bei einem Unfall mit seinem Roller 

eine Kontusion des rechten Knies. Der Unfall hatte keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge 

und die ärztliche Behandlung durch Dr. D.___ wurde am 8. Mai 2006 abgeschlossen. 

Eine radiologische Untersuchung wurde damals nicht durchgeführt (Art. G 3.1/1, 3, 4, 

31). Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für 

das fragliche Unfallereignis anerkannt und ist für die Kosten der Heilbehandlung 

aufgekommen. Infolge Belastungsschmerzen im rechten Knie wurde beim 

Beschwerdeführer am 23. Dezember 2008 eine MRI-Untersuchung durchgeführt, 

welche insbesondere komplexe Rissbildungen und winzige dorsale Ganglien im 

Mittelteil und Hinterhorn des medialen Meniskus hervorbrachte (act. G 3.1/13). Im 

Januar 2009 erfolgte eine entsprechende Schaden- bzw. Rückfallmeldung unter 

Hinweis auf das Unfallereignis vom 17. April 2006 (act. G 3.1/6). Am 24. Februar 2009 

wurde die mediale Meniskusläsion mit einer Kniegelenkarthroskopie mit 

Teilmeniskektomie medial und Knorpeldébridment therapiert (act. G 3.1/10). Die 

Beschwerdegegnerin anerkannte auch im Rahmen des Rückfalls ihre Leistungspflicht. 

Sie ist für die Operationskosten sowie weitere Heilbehandlungskosten aufgekommen 

und hat während der Arbeitsunfähigkeit Taggelder geleistet (act. G 3.1/21, 22, 26, 29, 

30). Das Versicherungsgericht stellte in seinem Urteil vom 7. Juli 2011 (UV 2010/95, E. 

3.2; G 3.1/55) fest, die Kostenübernahme der Beschwerdegegnerin und damit die 

Anerkennung der Unfallkausalität für den Rückfall erscheine aufgrund der vorliegenden 

Akten zumindest plausibel.

3.2 Nach der Operation vom 24. Februar 2009 litt der Beschwerdeführer weiterhin unter 

Knieschmerzen, worauf am 25. Januar 2010 erneut eine MRI-Untersuchung des 

rechten Kniegelenks durchgeführt wurde (act. G 3.1/38). Die Beschwerdegegnerin 

erachtete die dabei erhobenen Befunde bzw. die damit verbundenen Beschwerden per 

31. August 2009 nicht mehr als unfallkausal und stellte ihre Versicherungsleistungen 

auf dieses Datum hin ein. Auf die Rückforderung der nach diesem Datum erbrachten 

Leistungen hat sie jedoch verzichtet. Bei der Leistungseinstellung stützte sie sich auf 

die Beurteilung ihres Vertrauensarztes Dr. J.___ vom 29. April 2010, der sich auf den 

Standpunkt stellte, ein Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und der als 

unfallkausal erachteten Meniskusoperation könne nur während vier bis sechs Monaten 

nach der Operation bejaht werden. Im Übrigen liege eine erhebliche degenerative 

Pathologie vor, die mit dem Unfall vom 17. April 2006 nichts zu tun habe, sondern als 

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Krankheit betrachtet werden müsse (act. G 3.1/39, 40). Das Versicherungsgericht 

(Urteil vom 7. Juli 2011, UV 2010/95, E. 4.2.2 f.; act. G 3.1/55) stellte dazu fest, Dr. 

J.___ bzw. die Beschwerdegegnerin würden damit die Unfallkausalität während der 

Heilungsdauer der unmittelbaren Operationsfolgen (Wundheilung, postoperative 

Schmerzphase, Einnahme von Medikamenten, Schonungsphase mit möglicher 

Arbeitsunfähigkeit usw.) bejahen und danach von einem rein degenerativ geschädigten 

Gesundheitszustand ausgehen. Es sei jedoch zu beachten, dass mit einer Operation 

auch bleibende Änderungen an einem Körperteil vorgenommen würden und in diesem 

Sinn Heilungsstörungen, beispielsweise durch Behandlungsfehler (vgl. dazu Art. 6 Abs. 

3 UVG), auftreten könnten, durch die das Erreichen des angestrebten Operationsziels 

in Frage gestellt werde. Entscheidrelevant sei bezüglich beider Situationen, in welchem 

Zeitpunkt die Operationsfolgen als abgeheilt zu betrachten seien. Das Dahinfallen der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei aufgrund der vorliegenden Aktenlage 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Immerhin benenne der 

Befund der MRI-Untersuchung vom 25. Januar 2010 grundsätzlich eine nicht 

vollständig operativ therapierte Meniskusläsion. Nachdem am 24. Februar 2009 

lediglich eine Teilmeniskektomie, d.h. eine der Läsion entsprechende partielle 

Resektion, durchgeführt worden sei, liesse sich ein Rezidiv nach einer Meniskektomie 

durchaus erklären. Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die am 

24. Februar 2009 operativ therapierte Meniskusläsion anerkannt habe, wäre sie auch 

für allfällige Heilungsstörungen im Zusammenhang mit der Operation leistungspflichtig 

gewesen. Die am 25. Januar 2010 radiologisch erhobene Meniskusläsion sei von Dr. 

J.___ im Bericht vom 29. April 2010 hinsichtlich ihrer Ursache - rein degenerativer 

Prozess oder erfolglos operativ therapiert - in keiner Weise gewertet worden. Seine 

Beurteilung habe sich lediglich auf die Heilungsdauer der unmittelbaren 

Operationsfolgen bezogen. Es obliege der Beschwerdegegnerin, bis zum Zeitpunkt des 

Einspracheentscheids anhand fachärztlicher Unterlagen zu belegen, ob, und wenn ja, 

ab welchem Zeitpunkt der Unfall jegliche Ursächlichkeit für die streitigen 

gesundheitlichen Leiden verloren habe. Die Beschwerdegegnerin kam dieser Pflicht 

nach, indem sie am 10. April 2012 bei Dr. K.___ eine orthopädische Begutachtung des 

Beschwerdeführers vornehmen liess, über welche dieser am 15. Mai 2012 berichtete 

(act. G 3.1/63).

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3.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. November 2012 (act. G 3.1/77) 

hielt die Beschwerdegegnerin an ihrer Leistungseinstellung per 31. August 2009 fest 

und stützte sich dabei auf das Gutachten von Dr. K.___. Entsprechend den 

Erwägungen des Versicherungsgerichtsentscheids vom 7. Juli 2011 (UV 2010/95; act. 

G 3.1/55) nahm dieser in seinem Gutachten zur Frage Stellung, ob die am 25. Januar 

2010 radiologisch erhobene mediale Meniskusläsion rechts nach der am 24. Februar 

2009 durchgeführten Teilmeniskektomie am rechten Knie als allfällige unfallbedingte 

Heilungsstörung mit Sicherheit oder zumindest überwiegend im natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Vorfall vom 17. April 2006 und der Operation vom 24. 

Februar 2009 zu sehen oder als allfällige krankheitsbedingte und degenerative 

Veränderung zu betrachten wäre (Frage 5.2). In der Antwort auf diese Frage verweist 

Dr. K.___ im Wesentlichen auf seine Ausführungen im Zusammenhang mit der weiteren 

Frage, ob alle oder ein Teil (welche?) der festgestellten Beschwerden mit Sicherheit, 

zumindest überwiegend wahrscheinlich, nur möglicherweise oder ausgeschlossen im 

natürlichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfall vom 17. April 2006 ständen 

(Frage 5.1). Der Gutachter verwies hier zunächst auf das Vorliegen eines Intervalls ohne 

klare ärztliche Beurteilung von gut 1 ½ Jahren seit der Abschlussbehandlung bei Dr. 

D.___ am 8. Mai 2006 (act. G 3.1/4), was einen natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis zwar möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich mache. Hätte der 

Beschwerdeführer als Versicherungsfachmann nach dem Unfallereignis erhebliche 

weitere Schmerzen im Kniegelenk rechts gehabt, hätten seines Erachtens nicht 1 ½ 

Jahre bis zu einer entsprechenden Neuevaluation verstreichen dürfen. Es sei nicht 

nachvollziehbar, dass der Hausarzt nicht darauf reagiert hätte. Es sei denkbar, dass der 

Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 17. April 2006 über längere Zeit ein 

beschwerdefreies oder mindestens beschwerdearmes Intervall durchgemacht habe. 

Dr. K.___ wies sodann auf den Umstand hin, dass der Beschwerdeführer einen Varus-

Morphotyp am Kniegelenk aufweise und anamnestisch schon im Jahre 2002 eine 

Meniskektomie am Gegenknie habe durchgeführt werden müssen. Die 

Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Parallelentwicklung einer degenerativen 

Meniskuspathologie respektive medialer Gonarthrose sei damit als wesentlich höher 

einzustufen. Es sei also davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bereits im 

Zeitpunkt des Unfalls an einer degenerativen Meniskuspathologie oder 

Knorpelschädigung gelitten habe. Im Weiteren sei die Beschreibung des 

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Unfallereignisses im Sinn einer direkten Kontusion des Motorradlenkers auf den 

rechten oberen Anteil des Unterschenkels auf der Innenseite nur bedingt geeignet, eine 

Meniskusläsion allein auszulösen, da weitere Angaben über zusätzlich 

Drehmechanismen fehlen würden. Hinsichtlich des Varus-Morphotyps fügte er in der 

Antwort auf die Frage 5.2 ergänzend hinzu, dass es sich dabei um leichte O-Beine 

handle. Damit gehe die Hauptbelastungslinie der mechanischen Belastung auf der 

Innenseite der Kniegelenke durch. Somit sei eine vermehrte Belastung der Innenseite 

und insbesondere des Innenmeniskus als morpho-typische Konsequenz anzusehen. 

Die konkrete Frage 5.2 abschliessend beantwortend, erklärte Dr. K.___ sodann, dass 

die residuellen, wahrscheinlich verbliebenen Rissbildungen im Bereich des 

Restmeniskus als natürlicher, weiterer degenerativer Ablauf, auch nach 

Meniskusentfernung, anzusehen seien. Auf die weitere Frage 5.4, ab welchem 

Zeitpunkt - bei Bejahung von unfallfremden Faktoren - der Status quo ante bzw. Status 

quo sine nach dem Ereignis vom 17. April 2006 wieder erreicht worden sei, antwortete 

Dr. K.___, dass nach der Abschlussbehandlung von Dr. D.___ am 8. Mai 2006 der 

Status quo sine weitgehend erreicht worden sei. Auch hier verwies er darauf, dass 

mindestens Mitte bis spätestens Ende 2006 eine ärztliche Behandlung stattgefunden 

haben müsste, wenn in der Folge eine klare Pathologie mit erheblicher Einschränkung 

eingetreten wäre. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die gegenwärtig oder zum 

Zeitpunkt von Anfang 2009 beklagten Beschwerden schon zu einem früheren Zeitpunkt 

so stark ausgeprägt gewesen sein sollten.

3.4 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beanstandet, dass sich Dr. K.___ in 

seinem Gutachten allein zur Frage äussere, ob die von ihm im Zug seiner 

Untersuchung am 12. April 2012 beim Beschwerdeführer festgestellten Beschwerden 

auf den Unfall zurückzuführen seien, nicht aber zur Frage, ob und mit welcher 

Wahrscheinlichkeit die Beschwerden zum Zeitpunkt der Anerkennung des Rückfalls 

durch die Beschwerdegegnerin auf den Unfall zurückzuführen seien. Für diese per 

Anerkennung des Rückfalls durch die Beschwerdegegnerin bestehenden Beschwerden 

bleibe es bei der Feststellung, dass diese als überwiegend wahrscheinlich auf den 

Unfall zurückzuführen seien. Mit dieser Annahme habe die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht bezüglich des Rückfalls unwiderruflich und bedingungslos anerkannt 

und auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Es könne nicht angehen, 

dass die Beschwerdegegnerin diese Anerkennung im Nachhinein widerrufe.

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3.5 Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist darin zuzustimmen, dass sich Dr. 

K.___ in seiner Antwort bzw. seinen Ausführungen im Grunde insofern nicht an die von 

der Beschwerdegegnerin gestellte Frage hält, als er an den Ursprung des Schadenfalls 

zurückgeht bzw. argumentiert, es habe eigentlich bereits für den Rückfall bzw. die 

Operation vom 24. Februar 2009 keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität 

bestanden. Damit wäre die diesbezügliche Leistungsanerkennung zu Unrecht erfolgt. 

Die nach der Operation andauernden Beschwerden sowie eine deswegen allenfalls 

weitere durchzuführende Operation könnten somit ebenfalls keinen Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung begründen. Die Beschwerdegegnerin hat allerdings 

ihre Leistungspflicht in Bezug auf den Rückfall vom Januar 2009 anerkannt und die 

Leistungen ab dem 31. August 2009 eingestellt, womit im vorliegenden Fall eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage zur Diskussion steht, für welche die Beweislast bei der 

Beschwerdegegnerin liegt (vgl. dazu Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2003, S. 72; RKUV 1994 Nr. U 06 S. 328 

f. E. 3b). Der Umstand, dass die Leistungseinstellung im angefochtenen 

Einspracheentscheid unter Anführung einer sozusagen neuen Begründung - Kausalität 

bereits in Bezug auf die Meniskektomie vom 24. Februar 2009 und nicht erst bezüglich 

des nachfolgenden Rezidivs bzw. der am 25. Januar 2010 radiologisch erhobenen 

Meniskusläsion nur möglich - erfolgt ist, ändert an dieser Beweislastverteilung nichts. 

Im vorliegenden Verfahren gilt es die Frage nach der Richtigkeit der 

Leistungseinstellung zu prüfen. Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer - wie 

von der Beschwerdegegnerin dargelegt - bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, 

die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht 

mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der 

Wiedererwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, da eine solche 

Leistungseinstellung kein Rückkommen auf die bisher gewährten 

Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin durfte also auf ihren 

Entscheid der Rückfallanerkennung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen 

Rückkommenstitel zurückkommen, dies mit der Begründung, es habe bereits in Bezug 

auf den Rückfall keine Unfallkausalität vorgelegen. Es gilt im vorliegenden Verfahren die 

Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin für die am 25. Januar 2010 radiologisch 

erhobene Meniskusläsion leistungspflichtig ist und dies grundsätzlich in 

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Auseinandersetzung mit allen rechtlich zutreffenden Begründungen einer 

Leistungszusprechung bzw. -abweisung. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, 

gilt es diese Frage unter zu Grundlegung des Gutachtens von Dr. K.___ zu verneinen.

3.6 Die Feststellung des Versicherungsgerichts im Entscheid vom 7. Juli 2011 (UV 

2010/95, E. 3.2; act. G 3.1/55), die Kostenübernahme der Beschwerdegegnerin und 

damit die Anerkennung der Unfallkausalität für den Rückfall erscheine aufgrund der 

vorliegenden Akten zumindest plausibel, hatte für die Beschwerdegegnerin keine 

Bindungswirkung zur Folge. Mit dieser Aussage wurde einzig eine Plausibilität der 

Anerkennung der Rückfallkausalität aufgrund der (damals) vorliegenden Akten 

festgehalten. Da sich anhand der damals vorliegenden Akten nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachweisen liess, dass die Unfallkausalität im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung am 31. August 2009 weggefallen war, wurde die Sache zur 

Veranlassung der nötigen medizinischen Abklärungen und neuen Entscheidung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, wobei es die diesbezüglich massgebenden 

Fragen zu beantworten galt. Die Feststellungen bzw. Fragen wurden vom 

Versicherungsgericht gestützt auf dessen damaligen Wissensstand formuliert. 

Überzeugt jedoch das Gutachten von Dr. K.___, so lassen sich die Annahmen des 

Versicherungsgerichts im Entscheid vom 7. Juli 2011 (UV 2010/95) gestützt auf die 

aktuelle Aktenlage nicht mehr halten. Dr. K.___ konnte bzw. durfte in seiner 

Begutachtung nicht einfach auf einen bestimmten Zeitpunkt, d.h. denjenigen des 

anlässlich der MRI-Untersuchung vom 25. Januar 2010 erneut erhobenen Defekts des 

medialen Meniskus, zurückgehen und zuvor allenfalls relevante medizinische Fragen 

als abschliessend beantwortet annehmen. Er hatte der medizinischen Wahrheit auf den 

Grund zu gehen, was die Berücksichtigung des gesamten medizinischen Sachverhalts 

voraussetzt. Bei der Beantwortung der Frage 5.2 erachtete er es - wie bereits gesagt - 

offensichtlich als erforderlich bzw. als richtig, an den Ursprung des Schadenfalls 

zurückzugehen und damit die ursprüngliche Annahme des Versicherungsgerichts zu 

widerlegen. Wenn also die Frage des Versicherungsgerichts grundsätzlich formell 

durch Dr. K.___ nicht als beantwortet betrachtet werden kann, so ist sie es - wie die 

nachfolgenden Erwägungen aufzeigen - doch materiell.

4.   

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4.1 Anlässlich der Arthroskopie vom 24. Februar 2009 liessen sich beim 

Beschwerdeführer ein ausgedehnter III.-IV.-gradiger Knorpelschaden am medialen 

Kondylus, eine ausgedehnte mediale Meniskusläsion mit Radiärriss am Übergang 

intermediär/Hinterhorn sowie zusätzlicher horizontaler Risskomponente und 

femoropatellar eine II.-III.-gradige Malazie der Patellarückfläche erkennen. Die mediale 

Meniskusläsion wurde mit einer Teilmeniskektomie und einem Knorpeldébridment 

therapiert (act. G 3.1/25). Bereits die zuvor durchgeführte MRI-Untersuchung vom 23. 

Dezember 2008 hatte im Bereich des Femurcondylus, femoropatellar sowie im Bereich 

des Meniskus Gesundheitsschäden gezeigt (vgl. Sachverhalt A.b). Die MRI-

Untersuchung vom 25. Januar 2010 hat im Vordergrund stehend einen Defekt des 

medialen Meniskus nach ausgedehnter Teilmeniskektomie, schwere Knorpelschäden 

mit grossflächigen tief greifenden Läsionen des medialen femorotibialen 

Gelenkkompartimentes mit reaktiven Foci von Knochenmarksödemen am medialen 

Femurcondylus zentral und im medialen Randbereich des Tibiaplateaus, eine 

residuelle, wahrscheinlich verbliebene Rissbildung im Bereich der Pars intermedia des 

medialen Meniskus sowie eine schwere patellofemorale Chondromalazie ergeben (act. 

G 3.1/38). Bei diesen Gesundheitsschäden handelt es sich zweifelsohne um klare 

organische, strukturelle Substrate, die grundsätzlich als Ursache der fortwährend 

geklagten Schmerzen im Bereich des Kniegelenks in Frage kommen. Dr. K.___ stellt 

sich in seinem Gutachten vom 15. Mai 2012 (act. G 3.1/63) auf den Standpunkt, dass 

hinsichtlich der am 25. Januar 2010 radiologisch erhobenen Rissbildungen im Bereich 

des medialen Restmeniskus höchstens ein möglicher, nicht jedoch überwiegend 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zum versicherten Unfall vom 17. April 2006 

gegeben sei. Aus den medizinischen Akten geht hervor und ist von Seiten der 

Verfahrensparteien grundsätzlich unbestritten, dass von einer natürlichen Kausalität 

zwischen dem streitigen Unfallereignis und den im MRI vom 25. Januar 2010 erkannten 

Rissbildungen dann ausgegangen werden kann, wenn bereits zwischen dem 

Unfallereignis und der am 24. Februar 2009 durchgeführten Meniskusoperation ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Dr. K.___ nennt für die Prüfung der 

Unfallkausalität die zeitlichen Abläufe, die gesamte Kniesituation des 

Beschwerdeführers, insbesondere die Situation seines rechten Knies, sowie den 

Unfallmechanismus als richtungweisend. Seine Beurteilung umfasst damit 

grundsätzlich solche im Rahmen der Kausalitätsprüfung massgebende Kriterien, zu 

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denen er - wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen - in Bezug auf den konkreten Fall 

durchaus schlüssig und nachvollziehbar Stellung nimmt.

4.2 Hinsichtlich Meniskusläsionen gilt es zu beachten, dass die Kniegelenkmenisken 

zur Degeneration neigen. Zudem sind sie starker mechanischer Beanspruchung 

ausgesetzt. Meniskusläsionen können aber auch als Folge eines Traumas auftreten, 

indem die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen ein- oder abreissen (vgl. 

Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 1056 

f.). Die bereits früh, d.h. anlässlich der MRI-Untersuchung vom 23. Dezember 2008 

erhobenen Gesundheitsschäden im Bereich des Femurcondylus sowie femoropatellar 

wurden explizit als degenerativ bezeichnet (act. G 3.1/13). Bei der Chondromalazie 

bzw. Varusgonarthrose handelt es sich sodann auch um häufige degenerative, also 

nicht traumatisch bedingte degenerative Kniegelenkserkrankungen. Die fraglichen 

Gesundheitsstörungen können gegenüber der Meniskusläsion als unfallkausalem 

Gesundheitsschaden lediglich sekundär, d.h. als Spätfolge einer primären Verletzung, 

aber auch einer angeborenen Fehlstellung, auftreten (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

a.a.O., S. 579 ff., 618, 693 ff., 1067; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl., S. 

169 f., 372 f.). Beim Beschwerdeführer besteht sodann eine unstreitig unfallfremde 

Achsenfehlstellung in Form eines Varusknies. Es ist mithin von einer massgebenden 

unfallfremden Abweichung von der normalen Grundstruktur des Bewegungsapparats 

mit umfassender degenerativer Problematik im Bereich des rechten Kniegelenks 

auszugehen. Für letzteres spricht auch der Umstand, dass den radiologischen 

Untersuchungsergebnissen sowie dem Arthroskopiebefund ein fortschreitender 

degenerativer Prozess zu entnehmen ist. So wies der Beschwerdeführer zunächst 

beginnende und später ausgedehnte bzw. schwere Knorpelschäden und in der MRI-

Untersuchung vom 25. Januar 2010 einen neuen schweren Knorpelschaden im 

femorotibialen Gelenkskompartiment auf. Allein aus dem theoretischen Umstand, dass 

eine Meniskusläsion grundsätzlich als Folge eines Traumas auftreten kann, lässt sich 

keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der operativ therapierten 

Meniskusläsion und somit des am 25.Januar 2010 radiologisch erhobenen Rezidivs 

ableiten. Viel wahrscheinlicher erscheint bei obiger Sachlage ein über Jahre 

stattgefundenes degeneratives Geschehen ohne Erwägung einer zusätzlichen kausalen 

Bedeutung des Unfallereignisses vom 17. April 2006. Als zentral erachtet Dr. K.___ das 

Varusknie des Beschwerdeführers. Diese Achsenfehlstellung wirkt sich ungünstig auf 

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die Druckverteilung im Kniegelenk aus, womit Überlastungserscheinungen auftreten, 

die u.a. zu Meniskusläsionen und schliesslich zu Kniegelenksarthrose führen können 

(Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 612 f., 1068 ff.). Entsprechend verweist auch Dr. G.___ 

in seinem Bericht vom 28. September 2009 auf die fragliche Achsenfehlstellung und 

hält fest, dass hier im Verlauf des Alters mit einer überlastungsbedingten 

Varusgonarthrose zu rechnen sei (act. G 3.1/33). Als weiteren, für eine rein degenerativ 

bedingte Meniskusläsion sprechenden und überzeugenden Umstand nennt Dr. K.___ 

sodann die anamnestisch schon im Jahr 2002 durchgeführte Meniskektomie im 

Gegenknie, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Parallelentwicklung einer 

degenerativen Meniskuspathologie zusätzlich als wesentlich höher einzustufen sei.

4.3 Ein massgebendes zusätzliches Indiz für einen rein degenerativen Prozess bildet 

sodann auch der zeitliche Abstand von rund 1 ½ Jahren zwischen dem Abschluss der 

Unfallbehandlung bei Dr. D.___ am 8. Mai 2006 und der - ohne weiteren aktenkundigen 

ärztlichen Behandlungen - erst wieder am 17. Januar 2008 erfolgten Konsultation von 

Dr. D.___ wegen eines anderen Ereignisses (vgl. act. G 3.1/31). Die Entstehung einer 

rein degenerativ bedingten Meniskusläsion ist innerhalb dieses Zeitraums ohne 

weiteres möglich. Laut Arztbericht von Dr. D.___ vom 24. Juni 2009 (act. G 3.1/31) 

hatte der Beschwerdeführer am 17. Januar 2008 zwar erwähnt, am rechten Knie 

gelegentlich noch Beschwerden zu haben, welche sicher auf den Unfall vom 17. April 

2006 zurückzuführen seien. Dieser Umstand vermag jedoch weder am Vorliegen des 

behandlungsfreien Intervalls etwas zu ändern, noch einen überzeugenden Beweis für 

eine damals bestandene unfallkausale Meniskusläsion zu liefern. Die fragliche 

Äusserung war laut Dr. D.___ nur nebenbei erfolgt und führte zu keinen grösseren 

Untersuchungen. Im Regelfall ist jedoch davon auszugehen, dass offenkundige und als 

massgeblich vorgebrachte Beschwerden zu entsprechenden ärztlichen 

Untersuchungen und einer Befunderhebung führen oder zumindest vom Patienten eine 

Untersuchung gefordert wird. Vielmehr verging jedoch im konkreten Fall bis zur 

nächsten Konsultation eines Arztes wiederum beinahe ein Jahr. So hat Dr. D.___ den 

Beschwerdeführer laut Bericht vom 24. Juni 2009 (act. G 3.1/31) letztmals am 25. 

Januar 2008 gesehen, wobei der Arztwechsel zu Dr. E.___ erst im Dezember 2008 

erfolgt ist (vgl. act. G 3.1/6). Die Diagnose einer Meniskusläsion wurde sodann erstmals 

anlässlich der MRI-Untersuchung im Spital F.___ vom 23. Dezember 2008 gestellt (act. 

G 3.1/13). In Übereinstimmung mit Dr. K.___ ist es als erstaunlich zu bezeichnen, wenn 

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der Beschwerdeführer - hat er nach dem Unfallereignis tatsächlich unter ausgeprägten 

weiteren Schmerzen im Kniegelenk gelitten - so lange keinen Arzt mehr aufsuchte. Es 

gibt zudem keinen Anlass, an den Angaben von Dr. D.___ im Bericht vom 24. Juni 2009 

zu zweifeln, d.h. es kann in antizipierter Beweiswürdigung auf eine Edition sämtlicher 

Behandlungsunterlagen durch Dr. D.___ verzichtet werden (BGE 124 V 90 E. 4b, 136 I 

229 E. 5.3). Der Beschwerdeführer vermag sich nur unbestimmt bzw. vage an einen 

einzigen weiteren Termin bei seinem ehemaligen Hausarzt innerhalb des 1 ½-jährigen 

Zeitraums zu erinnern. Selbst ein solcher würde jedoch keine massgebend andere 

Sachlage begründen, zumal in keiner Weise dargetan ist, dass eine solche Konsultation 

wegen Beschwerden im rechten Knie erfolgt wäre. Laut Angaben von Dr. D.___ fanden 

nämlich auch andere Konsultationen statt, beispielsweise diejenige am 25. Januar 

2008, jedoch nie mehr wegen des Knies. Angesichts des dargelegten Sachverhalts 

liegt somit die Annahme nahe, dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. K.___ erwogen 

- nach dem Unfall vom 17. April 2006 über längere Zeit ein beschwerdefreies oder 

mindestens beschwerdearmes Intervall durchgemacht hat. Je grösser der zeitliche 

Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. 

Angesichts des zeitlichen Ablaufs im vorliegenden Fall kann jedoch höchstens die 

Möglichkeit eines Zusammenhangs angenommen werden. Entsprechend äusserte sich 

auch Dr. D.___ in seinem Bericht vom 24. Juni 2009 (act. G 3.1/31).

4.4 Ebenfalls nur als möglich erscheint eine Unfallkausalität mit Blick auf den 

Unfallmechanismus bzw. die Art und Weise der Einwirkung auf den betroffenen 

Körperteil. Die Ereignisschilderung in der Bagatell-Unfallmeldung vom 9. Mai 2006 (act. 

G 3.1/1) entspricht einem Kontusionsvorgang des Motorradlenkers auf den rechten 

oberen Anteil des Unterschenkels auf der Innenseite, der gemäss Dr. K.___ nur bedingt 

geeignet ist, eine Meniskusläsion auszulösen. Grundsätzlich typisch für die 

Verursachung einer Meniskusläsion ist die Distorsion (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

a.a.O., S. 1057). Ein solcher Unfallmechanismus lässt sich jedoch anhand der Akten 

nicht nachweisen.

4.5 Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass die natürliche Kausalität zwischen dem 

Unfall vom 17. April 2006 und der am 24. Februar 2009 operativ therapierten 

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Meniskusläsion und damit auch der anlässlich der MRI-Untersuchung vom 25. Januar 

2010 erneut erhobenen Rissbildung im Bereich des medialen Meniskus nicht mit der 

notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann. Die Beurteilung 

von Dr. K.___ (act. G 3.1/63) erscheint in der Schlussfolgerung einer höchstens 

möglichen Unfallkausalität schlüssig und überzeugend. Die Leistungseinstellung der 

Beschwerdegegnerin per 31. August 2009 ist daher zu Recht erfolgt.

5. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2013
	Zulässigkeit der Einstellung der ursprünglich durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro bejaht. Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der Unfallkausalität in Bezug auf eine Läsion des medialen Meniskus bei Status nach medialer Meniskektomie (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 13. Mai 2013, UV 2012/101).

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