# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce831efc-47f9-590d-b4be-40b1bb86bffc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.05.2024 UV 2023/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-67_2024-05-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 26.06.2024

Entscheiddatum: 23.05.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 23.05.2024
Art. 6 UVG. Unfallkausalität der beidseitigen Schulterbeschwerden verneint. 
Bei der Rentenprüfung wurden zu Recht nur die beidseitigen 
Kniebeschwerden berücksichtigt. Für die Berechnung des 
Valideneinkommens kann nicht auf den zuletzt effektiv erzielten Verdienst 
abgestellt werden, da der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit 
auch ohne den unfallkausalen Gesundheitsschaden an den beiden 
Kniegelenken aus unfallfremden Gründen (Schulterbeschwerden) nicht mehr 
hätte ausführen können. Für das Valideneinkommen ist vorliegend auf den 
Wert gemäss LSE, Sektor 2, Kompetenzniveau 2, Männer, abzustellen, für 
das Invalideneinkommen auf den Wert gemäss LSE, Total aller 
Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer. Bei einem IV-Grad von 12 
% hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente. Teilweise 
Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 23. Mai 2024, UV 2023/67).

Entscheid vom 23. Mai 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen

Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Anita Burkhart

Geschäftsnr.

UV 2023/67

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), war als Schlosser bei der B.___ AG tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 31. Januar 1987 (zunächst 

wurde das Schadendatum fälschlicherweise auf den 11. November 1986 festgelegt, 

vgl. dazu auch nachfolgend Sachverhalt A.q) auf der Treppe stolperte und dabei mit 

dem rechten Knie auf eine Stufe fiel. In der Folge wurde am rechten Kniegelenk eine 

laterale Meniskusläsion festgestellt und erfolgte am 9. Juni 1987 eine Kniearthroskopie 

mit Meniskusteilresektion am Aussenmeniskus. Die Suva anerkannte ihre 

Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem vorerwähnten Ereignis und erbrachte die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen (vgl. zum Ganzen die Akten der Suva zur 

Schaden-Nr. Z.___ [act. G 3.1; nachfolgend zitiert: Suva act. I/...]).

A.a. 

Im Jahr 2006 wurde der Suva ein Fall mit Tangierung beider Schultergelenke des 

Versicherten gemeldet (Schaden-Nr. Y.___). Die Suva lehnte eine Leistungspflicht 

A.b. 

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ihrerseits für diesen Schadenfall mit Verfügung vom 29. März 2007 ab (vgl. dazu die 

Ausführungen in Suva-act. I/110-1).

Im Jahr 2008 wurde der Suva ein weiterer Schadenfall mit Tangierung der linken 

Schulter gemeldet (Schaden-Nr. X.___ [vgl. dazu insbesondere Suva-act. I/108]). 

Gemäss Eintrag vom 22. Dezember 2008 von Dr. med. C.___, Orthopädie D.___, in der 

Krankengeschichte des Versicherten hatte dieser bei einem Sturz von einer Leiter eine 

Schulterkontusion links erlitten (Suva-act. I/19-1). Weitere Untersuchungen/

Behandlungen im Zusammenhang mit diesem Ereignis fanden offenbar nicht statt. Die 

Suva ging in der Folge von einem Bagatellfall aus (vgl. dazu die Ausführungen in Suva-

act. I/110-1 [worin jedoch fälschlicherweise auf die rechte Schulter Bezug genommen 

worden war, vgl. auch Suva-act. I/108]).

A.c. 

Der Versicherte war aufgrund seiner Tätigkeit für die E.___ AG weiterhin bei der 

Suva unfallversichert, als er am 9. Oktober 2009 erneut auf einer Treppe ausrutschte 

und dabei auf beide Knie fiel. Am 30. März 2010 führte Dr. C.___ aufgrund der von ihm 

am linken Kniegelenk diagnostizierten traumatisierten Pangonarthrose mit medialer und 

lateraler Meniskusverletzung eine arthroskopische mediale und laterale 

Teilmeniskektomie sowie ein ausgedehntes Débridement durch (vgl. dazu den 

Operationsbericht vom 30. März 2010 sowie den Austrittsbericht vom 12. April 2010). 

Auch bezüglich des Ereignisses vom 9. Oktober 2009 anerkannte die Suva ihre 

Leistungspflicht (vgl. zum Ganzen die Akten der Suva zur Schaden-Nr. W.___ [act. 

G 3.2; nachfolgend zitiert: Suva act. II/...], insbesondere act. 16 und 17).

A.d. 

Am 16. September 2010 ereignete sich ein weiteres Unfallereignis mit Beteiligung 

des rechten Knies des Versicherten (Schaden-Nr. V.___). Dieses hat gemäss 

versicherungsmedizinischer Beurteilung von Dr. med. F.___, Fachärztin für 

Neurochirurgie, zu keinen zusätzlichen strukturellen Verletzungen geführt (Suva-act. I/

11-5).

A.e. 

Am 5. Februar 2014 meldete die E.___ AG der Suva einen neuerlichen Unfall des 

Versicherten vom 23. Januar 2014 (fälschlicherweise wurde als Schadendatum der 

25. Januar 2014 gemeldet [vgl. Suva-act. III/1]) mit Beteiligung des rechten Oberarms/

der rechten Schulter. Anlässlich der MRT-Untersuchung vom 14. Februar 2014 zeigte 

A.f. 

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sich an der rechten Schulter eine Supraspinatussehnen-Ruptur mit fettiger 

Degeneration und Atrophie des Musculus supraspinatus, eine Ruptur der langen 

Bizepssehne sowie ein subacromiales Impingement. In der Folge wurden zwei 

subacromiale Infiltrationen durchgeführt, eine operative Behandlung der Schäden 

erfolgte hingegen nicht (vgl. zum Ganzen die Akten der Suva zur Schaden-Nr. U.___ 

[act. G 3.3; nachfolgend zitiert: Suva-act. III/...]).

Am 27. August 2014 meldete die E.___ AG der Suva einen Rückfall zum 

Unfallereignis vom 9. Oktober 2009 (Suva-act. II/19). Am 4. September sowie am 

23. Oktober 2014 wurden jeweils erneut Arthroskopien am linken sowie am rechten 

Kniegelenk des Versicherten durchgeführt (Suva-act. II/22 und II/33). Am 15. April 2016 

meldete die neue Arbeitgeberin des Versicherten, die G.___ AG (heute: H.___ AG), der 

Suva einen weiteren Rückfall zum Unfall vom 9. Oktober 2009 (Suva-act. II/64). Am 

16. Februar 2016 war dem Versicherten wegen der festgestellten fortgeschrittenen 

Gonarthrose links ein endoprothetischer Kniegelenksersatz implantiert worden (vgl. 

dazu den Operationsbericht vom 16. Februar 2016 und den Austrittsbericht vom 4. Juli 

2016 [Suva-act. II/79 und II/ 78]).

A.g. 

Am 9. Januar 2018 meldete die G.___ AG der Suva erneut einen Rückfall (Suva-

act. I/4; fälschlicherweise erfolgte die Rückfallmeldung zum Unfallereignis vom 

9. Oktober 2009, statt zu demjenigen vom 31. Januar 1987). Am 15. Februar 2018 

wurde dem Versicherten auch am rechten Kniegelenk ein endoprothetischer 

Gelenksersatz implantiert (vgl. dazu den Operationsbericht vom 15. Februar 2018 

sowie den Austrittsbericht vom 23. Februar 2018 [Suva-act. II/112 und II/111]). Am 

28. Juli 2020 führte Dr. C.___ sodann am rechten Kniegelenk des Versicherten einen 

Inlay-Wechsel durch (vgl. dazu den Operationsbericht vom 28. Juli 2020 sowie den 

Austrittsbericht vom 5. August 2020 [Suva-act. II/136 und II/137]). Nachdem die Suva 

mit Verfügung vom 26. August 2021 zunächst ihre Leistungspflicht infolge fehlender 

Rückfallkausalität zu sämtlichen gemeldeten Knieunfällen abgelehnt hatte (Suva-act. II/

143), nahm sie aufgrund der Einwände des Versicherten (Suva-act. II/148) diese 

Verfügung am 6. Dezember 2021 zurück und anerkannte ihre Leistungspflicht (Suva-

act. II/152).

A.h. 

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Am 23. und 24. Januar 2020 hatte die Q.___ AG (vormals: G.___ AG, heute: H.___ 

AG) der Suva zwei weitere Unfälle des Versicherten vom 10. (Schaden-Nr. T.___) und 

15. Januar 2020 (Schaden-Nr. S.___) gemeldet, beide mit Tangierung der rechten 

Körperseite, insbesondere auch der rechten Schulter. Mit Verfügung vom 

24. September 2020 hatte die Suva ihre Versicherungsleistungen im Zusammenhang 

mit diesen beiden Schadenfällen per 20. Mai 2020 eingestellt, was später mit 

unangefochten gebliebenem Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 1. April 2022 (UV 2021/26) bestätigt wurde.

A.i. 

Am 25. Juni 2020 hatte die Q.___ AG der Suva überdies einen weiteren Unfall des 

Versicherten vom 17. Juni 2020 mit Tangierung der linken Schulter gemeldet. Die 

Leistungen im Zusammenhang mit diesem Ereignis hatte die Suva mit formlosen 

Schreiben vom 30. Oktober 2020 rückwirkend per 3. August 2020 eingestellt (vgl. zum 

Ganzen die Akten der Suva zur Schaden-Nr. R.___ [act. G 3.4; nachfolgend zitiert: 

Suva act. IV/...]).

A.j. 

Am 15. Dezember 2020 hatte Dr. med. I.___, Orthopädie D.___, beim Versicherten 

eine inverse Schulterprothese rechts implantiert (Suva-act. I/19-26).

A.k. 

Per 1. Februar 2022 wurde der Versicherte pensioniert (Suva-act. I/97-7).A.l. 

Am 3. März 2022 teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er nunmehr 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, vertreten werde (Suva-act. 

51 und 55-2 f.).

A.m. 

Mit Blick auf die im Raum stehende Berentung des Versicherten attestierte Dr. 

C.___ diesem in seinem Bericht vom 30. Mai 2022 eine medizinisch theoretische 

Arbeitsfähigkeit von 50 % (Suva-act. I/77-2 f.). Auf entsprechende Nachfrage der Suva 

hin (Suva-act. I/81) antwortete er mit Schreiben vom 12. September 2022, dass beim 

Versicherten nicht nur die beiden Kniegelenke einen leistungseinschränkenden Faktor 

darstellten, sondern auch seine beiden Schultergelenke, wobei im Bereich der rechten 

Schulter bereits ein endoprothetischer Gelenksersatz bestehe (Suva-act. I/88-2).

A.n. 

Am 4. Oktober 2022 fand die versicherungsmedizinische Abschlussuntersuchung 

durch Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

A.o. 

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Bewegungsapparates, statt. In seinem Abschlussbericht vom 5. Oktober 2022 hielt Dr. 

J.___ fest, die Schäden im Bereich beider Schultergelenke seien mit keinem bei der 

Suva versicherten Unfallereignis in Einklang zu bringen und würden eher verschleiss- 

respektive abnutzungsbedingten Schäden der Rotatorenmanschette entsprechen. Es 

sei nicht davon auszugehen, dass sich der unfallbedingte Gesundheitszustand 

bezüglich beider Kniegelenke durch weiterführende Behandlungsmassnahmen noch 

namhaft verbessern werde. Es sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Versicherten in 

einer leichten körperlichen, leidensadaptierten Tätigkeit (überwiegend sitzend und unter 

wechselbelastenden Bedingungen) auszugehen (Suva-act. I/97). Zudem schätzte er 

den Integritätsschaden bezogen auf die beiden Kniegelenke auf insgesamt 30 % 

(rechts: 20 %, links: 10 %; Suva-act. I/96). Gestützt auf die Beurteilung von Dr. J.___ 

teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 18. Oktober 2022 mit, dass sie die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) rückwirkend per 

1. Dezember 2020 einstellen und den Anspruch auf eine Rente sowie auf eine 

Integritätsentschädigung prüfen werde (Suva-act. I/105).

Aufgrund einer E-Mail von Rechtsanwalt Pedergnana vom 20. Oktober 2022, in 

welcher dieser geltend machte, die beiden (geschädigten) Schultern des 

Beschwerdeführers seien bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit ebenfalls zu 

berücksichtigen (Suva-act. I/108), holte die Suva eine ergänzende Stellungnahme von 

Dr. J.___ ein. In der Stellungnahme vom 10. Dezember 2022 hielt Dr. J.___ im 

Wesentlichen fest, das MRT habe gut fünf (richtig: drei) Wochen nach dem Ereignis 

vom 5. (richtig: 23.) Januar 2014 eine ausgeprägte Schädigung der 

Supraspinatussehne älterer Genese mit bereits fortgeschrittener Degeneration und 

Verfettung gezeigt. Der Schaden stehe nicht in einem kausalen Zusammenhang mit 

dem Ereignis von 2014 sondern sei ausschliesslich auf eine vorbestehende 

Degeneration mit bereits offensichtlicher Verfettung zurückzuführen. Dementsprechend 

könne auch unter Berücksichtigung eines fehlenden kausalen Zusammenhangs mit den 

anderen Suva-versicherten Ereignissen an den Ergebnissen seiner 

versicherungsmedizinischen Untersuchung festgehalten werden (Suva-act. I/119-3).

A.p. 

Mit Verfügung vom 21. November 2022 sprach die Suva dem Versicherten 

aufgrund der Unfallereignisse vom "11. November 1986" und 9. Oktober 2009 eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 30 % zu (Suva-

A.q. 

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B.  

C.  

act. I/113). Dagegen erhob der Versicherte am 5. Januar 2023 Einsprache und 

beantragte, die Berechnung der Integritätsentschädigung bezogen auf den (damals von 

der Suva noch auf einen früheren Zeitpunkt angenommenen) Unfall vom 

"11. November 1986" habe gestützt auf einen höheren Grundlohn zu erfolgen, da sich 

das Unfallereignis in Wahrheit erst im Januar 1987 ereignet habe (Suva-act. I/121). Mit 

Verfügung vom 27. März 2023 hob die Suva ihre Verfügung vom 21. November 2022 

auf, änderte das Datum des Schadenfalls Z.___ auf den 31. Januar 1987 und sprach 

dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse 

von 30 %, nunmehr für den Schadenfall vom 31. Januar 1987 jedoch basierend auf 

einem höheren Jahresverdienst zu (Suva-act. I/141).

Mit Verfügung vom 8. März 2023 hatte die Suva ausserdem zwischenzeitlich einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente mangels Erheblichkeit 

verneint (Invaliditätsgrad: 5 %; Suva-act. I/139).

A.r. 

Gegen die Rentenverfügung vom 8. März 2023 erhob der Versicherte am 17. April 

2023 Einsprache und beantragte, es seien die Unfallfolgen der beidseitigen 

Schulterbeschwerden beim Einkommensvergleich ebenfalls zu berücksichtigen und 

dem Versicherten sei somit eine Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 50 % 

zu entrichten (Suva-act. I/143).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2023 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. I/149).

B.b. 

Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin 

vertreten durch Rechtsanwalt Pedergnana, am 13. November 2023 Beschwerde. Er 

beantragte, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 11. Oktober 2023 sei aufzuheben, ihm sei ab 22. September 2020 mindestens 

eine halbe Rente zuzusprechen, es sei eine Integritätsentschädigung für die 

Beschwerden in der Schulter auszurichten und es sei vom Gericht ein orthopädisches 

Gutachten zur unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit bei der Klinik K.___ in Auftrag zu 

geben; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. In 

C.a. 

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prozessualer Hinsicht beantragte er zudem die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

11. Oktober 2023. Dem Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung sei 

nicht stattzugeben (act. G 3). Zusammen mit der Beschwerdeantwort reichte die 

Beschwerdegegnerin die Schadendossiers zu den Unfällen vom 31. Januar 1987 

(Schaden-Nr. Z.___ [act. G 3.1]), 9. Oktober 2009 (Schaden-Nr. W.___ [act. G 3.2]), 

23. Januar 2014 (Schaden-Nr. U.___ [act. G 3.3]) und 17. Juni 2020 (Schaden-Nr. R.___ 

[act. G 3.4]) ein.

C.b. 

Am 23. Januar 2024 liess das Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer die 

Beschwerdeantwort zukommen und setzte ihm eine Frist zur allfälligen Replik an (act. 

G 4).

C.c. 

Mit Schreiben vom 21. Februar 2024 verwies der Beschwerdeführer nochmals auf 

seinen Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung und teilte mit, er werde 

im Rahmen dieser Verhandlung mündlich replizieren (act. G 5).

C.d. 

Am 27. Februar 2024 informierte das Gericht den Beschwerdeführer über den 

geplanten Verhandlungstermin und hielt ausserdem fest, dass aus dem Schreiben 

seines Rechtsvertreters vom 21. Februar 2024 mit Verweis auf Art. 6 der Konvention 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) zu schliessen 

sei, dass es ihm um die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung gehe (act. G 6). 

Mit jeweiligem Schreiben vom 9. April 2024 wurden die Parteien zur Verhandlung 

vorgeladen (act. G 7 und G 8).

C.e. 

Mit Eingabe vom 18. April 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin, von der 

Durchführung der für den 30. April 2024 anberaumten mündlichen Gerichtsverhandlung 

sei abzusehen. Eventualiter sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen (act. G 9). 

Mit Schreiben vom 19. April 2024 informierte das Gericht die Beschwerdegegnerin, 

dass an der Durchführung der öffentlichen Verhandlung festgehalten werde (act. G 10).

C.f. 

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Erwägungen

1.  

Am 30. April 2024 fand die öffentliche Verhandlung vor dem Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen statt. Beide Parteien hielten an ihren bisherigen 

Rechtsbegehren vollumfänglich fest (vgl. das Verhandlungsprotokoll vom 30. April 2024 

[act. G 11]).

C.g. 

Auf die detaillierten Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften, die 

Ausführungen anlässlich der Verhandlung sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 

soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C.h. 

Nachdem die Beschwerdegegnerin anlässlich der öffentlichen Verhandlung vom 

30. April 2024 an ihrem verfahrensrechtlichen Antrag, auf die Durchführung einer 

mündlichen Verhandlung sei zu verzichten (vgl. dazu den Antrag Ziff. 2 in der 

Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2024 [act. G 3 S. 2] sowie die Eingabe vom 

18. April 2024 [act. G 9]), festgehalten hat, ist zunächst kurz auf die Zulässigkeit der 

Durchführung der Verhandlung vom 30. April 2024 einzugehen. Wie bereits im 

Schreiben vom 19. April 2024 an die Beschwerdegegnerin (act. G 10) festgehalten, 

garantiert Art. 6 Ziff. 1 EMRK den Anspruch der Parteien auf eine öffentliche 

Verhandlung. Diesem Anspruch wird durch den auf das vorliegende Verfahren 

anwendbaren Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Rechnung getragen. Ein Verzicht auf eine 

explizit beantragte öffentliche (nicht nur einer Beweisabnahme dienenden [vgl. dazu 

BGE 134 I 147 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts vom 19. August 2022, 8C_190/2022, 

E. 4.2.1]) Verhandlung ist rechtsprechungsgemäss nur unter bestimmten 

Voraussetzungen möglich, namentlich wenn die Durchführung einer solchen dem 

Grundsatz der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens zuwider läuft, 

rechtsmissbräuchlich erscheint oder die zur Diskussion stehende Materie eine hohe 

Technizität aufweist (vgl. zum Ganzen anstelle vieler das Urteil des Bundesgerichts 

vom 7. November 2022, 8C_352/2022, E. 2.1 f.). Im vorliegenden Fall ist entgegen dem 

Dafürhalten der Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe vom 18. April 2024 (act. G 9) 

sowie anlässlich der Verhandlung am 30. April 2024 (act. G 11) keine dieser 

Voraussetzungen erfüllt. Insbesondere ist im Vorgehen des Beschwerdeführers bzw. 

seines Rechtsvertreters (Verzicht auf eine schriftliche Replik unter Verweis auf den 

Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und Vorbehalt, sich zum 

Einkommensvergleich mündlich zu äussern) keine relevante Verkomplizierung des 

1.1. 

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Verfahrens zu erkennen. Es mag zwar zutreffen, dass es dem Beschwerdeführer bzw. 

seinem Rechtsvertreter möglich gewesen wäre, die Einwände zum 

Einkommensvergleich bereits in der Beschwerdeschrift (oder allenfalls sogar im 

Einspracheverfahren) vorzutragen. Indessen sehen weder Art. 61 lit. b ATSG noch das 

st. gallische Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) eine Pflicht zur 

umfassenden Begründung einer Beschwerde vor. Vielmehr muss die Beschwerde nach 

Art. 61 lit. b ATSG eine kurze Begründung enthalten und können die Beteiligten gemäss 

Art. 19 i. V. m. Art. 58 Abs. 1 VRP bis zum Abschluss des Verfahrens neue Begehren 

stellen und sich auf neue Tatsachen, Beweismittel und Vorschriften berufen. Die 

Beschwerdeschrift vom 13. November 2023 (act. G 1) erfüllt die verfahrensrechtliche 

Mindestanforderung einer kurzen Begründung klarerweise. Insbesondere geht daraus 

ohne Weiteres hervor, dass der Beschwerdeführer sowohl mit der medizinischen 

Beurteilung seines Falls als auch der gestützt darauf erfolgten Ermittlung der 

Vergleichseinkommen nicht einverstanden ist. Die Beschwerde ist somit in formeller 

Hinsicht nicht zu bemängeln, andernfalls darauf in Anwendung von Art. 48 VRP nicht 

hätte eingetreten werden dürfen (was auch von der Beschwerdegegnerin zu Recht 

nicht beantragt bzw. geltend gemacht wurde). Dass sich der Beschwerdeführer in der 

Beschwerdeschrift nur kurz mit der Berechnung der Vergleichseinkommen 

auseinandergesetzt hat, ist im Übrigen objektiv betrachtet angesichts seiner primären 

Argumentation (unzutreffende medizinische Beurteilung) und mit Blick auf die 

Verfahrensökonomie nachvollziehbar. Soweit er mit seiner primären Argumentation 

durchdringen sollte, wäre der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich nämlich ohnehin hinfällig bzw. neu vorzunehmen. Von einem 

Rechtsmissbrauch kann unter den vorliegenden Umständen klarerweise ebenfalls nicht 

ausgegangen werden, zumal die Beschwerdegegnerin auch nicht näher dargelegt hat, 

worin dieser genau bestehen soll. Auch eine unbillige Verzögerung des Verfahrens ist 

mit Blick auf den zu Gunsten einer mündlichen Verhandlung erfolgten Verzicht auf 

einen zweiten Schriftenwechsel seitens des Beschwerdeführers bzw. die insgesamt 

sogar als eher kurz zu bezeichnende Gesamtdauer des vorliegenden Verfahrens 

(Rechtshängigkeit seit dem 13. November 2023) nicht anzunehmen. In diesem 

Zusammenhang ist zudem nochmals in Erinnerung zu rufen, dass die 

Mindestanforderungen gemäss Art. 61 ATSG, insbesondere lit. a, ohnehin primär die 

sozial schwächere Partei, d. h. den Beschwerdeführer, schützen sollen (vgl. dazu Ueli 

Kieser, Kommentar ATSG, 4. Aufl. 2020, N 15 zu Art. 61 ATSG).

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 1.2. 

Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist sodann zu beachten, dass im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige 

Verwaltungsbehörde oder der zuständige Versicherungsträger vorgängig verbindlich – 

in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. 

Insoweit bestimmen die Entscheide der Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise 

weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 

Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und 

insoweit kein Entscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit Hinweis). 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 11. Oktober 2023 (Suva-act. I/149). Diesem liegt die Verfügung vom 8. März 2023 

zugrunde (Suva-act. I/139).

1.2.1. 

In der Verfügung vom 8. März 2023 hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch 

des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung verneint. 

Hinsichtlich der Integritätsentschädigung hielt sie fest, über den entsprechenden 

Anspruch sei bereits am 21. November 2022 verfügt (vgl. dazu Suva-act. I/113) und die 

Integritätsentschädigung ausbezahlt worden (Suva-act. I/139). Die 

Beschwerdegegnerin hat zwar die Verfügung vom 21. November 2022 aufgrund der 

erfolgten Einsprache vom 5. Januar 2023 (Suva-act. I/121) durch eine neue Verfügung 

vom 27. März 2023 betreffend Integritätsentschädigung ersetzt (Suva-act. I/141). Die 

am 17. April 2023 erfolgte Einsprache des Beschwerdeführers (Suva-act. I/141) bezog 

sich indessen klarerweise lediglich auf die Verfügung vom 8. März 2023 betreffend 

Rente (vgl. dazu den Antrag auf Aufhebung derselben). Aus dem Gesagten wird 

ersichtlich, dass offensichtlich auch der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 

erkannt hatte, dass zwei separate Anfechtungsgegenstände bzw. Verfahren vorliegen. 

Im Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2023 hat die Beschwerdegegnerin sodann 

entsprechend der dargelegten Sachlage nur einen Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Invalidenrente weiterhin verneint und dementsprechend die Verfügung vom 8. 

März 2023 bestätigt (Suva-act. I/149). Der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung kann somit nicht Gegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens sein.

1.2.2. 

Da es sich bei den Ansprüchen auf eine Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung der Unfallversicherung um zwei getrennt voneinander 

beurteilbare Ansprüche handelt (Verfügungen/Einspracheentscheide über beide 

1.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/36

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2.  

Ansprüche sind denn auch der Teilrechtskraft zugänglich [vgl. BGE 144 V 358 f. E. 

4.3]), ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin in formeller Hinsicht im Übrigen auch 

nicht zu beanstanden.

Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren die Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung für die Beschwerden in den Schultern beantragt (act. G 1-2 

Rechtsbegehren Ziff. 3), kann darauf mangels Anfechtungsobjekt mithin nicht 

eingetreten werden.

1.2.4. 

Vorliegend strittig und zu prüfen ist nach Gesagtem in materieller Hinsicht einzig 

der Anspruch des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin auf eine 

Invalidenrente im Sinne der Unfallversicherung.

1.3. 

Hinsichtlich der nachfolgenden Rentenprüfung ist sodann darauf hinzuweisen, 

dass aufgrund der vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren, insbesondere 

anlässlich der Verhandlung vom 30. April 2024 (act. G 11) vorgetragenen Rügen, unter 

anderem auch die von der Beschwerdegegnerin mit Blick auf die beidseitigen 

Kniegelenkbeschwerden vorgenommene Berechnung der Vergleichseinkommen bzw. 

des Invaliditätsgrads gerichtlich zu überprüfen sein wird. Von einer Teilrechtskraft der 

Verfügung vom 8. März 2023 in dieser Hinsicht, kann entgegen den Ausführungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-act. I/149-12 E. 6a/cc) nicht ausgegangen 

werden, da – wie der Beschwerdeführer korrekt vorträgt (vgl. act. G 1-8 Ziff. 27) – 

lediglich ein separat beurteilbarer Anspruch (z. B. derjenige auf eine Invalidenrente und/

oder Integritätsentschädigung) und dieser wiederum nur als Ganzes in 

(Teil-)Rechtskraft erwachsen kann (vgl. dazu bereits vorstehende E. 1.2.3). Mithin kann 

und muss der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente durch das 

angerufene Gericht nachfolgend umfassend geprüft werden.

1.4. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

2.1. 

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[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht in der gleichen 

Weise bzw. zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist. Es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche und geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene Störung entfiele (Conditio sine qua non; BGE 129 V 181 E. 

3.1). Bei organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche 

Kausalität, im Übrigen weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 

praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 112 E. 2.1).

Ist die Unfallkausalität eines Gesundheitsschadens einmal mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erst dann, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens bzw. der Beschwerden darstellt, wenn also letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder 

der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. zum Ganzen Urteile des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2, und 7. Juli 2021, 8C_80/2021, 

E. 2.2; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; KOSS UVG-Nabold, N 54 

zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54).

2.2. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG). 

Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn 

2.3. 

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von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen 

die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 

BGE 128 V 30 E. 1). Nimmt ein Versicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit 

altershalber nicht mehr auf oder wirkt sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache 

der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit aus, so sind für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren 

Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte (Art. 28 Abs. 4 

der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Grundlage der 

Bemessung des Invalideneinkommens bilden insbesondere auch die 

Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten (BGE 125 V 

261 E. 4 und 115 V 134 E. 2).

2.4. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Eine Tatsache darf nur dann als bewiesen angenommen 

werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Die Richterin und der Richter 

haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6).

2.5. 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/28a90b4c-46d0-4501-962a-706df39ee1ad/citeddoc/ee3e056a-009a-41ee-a4d0-171b3b7a5038/source/document-link

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3.  

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere um den Gesundheitszustand, den natürlichen 

Kausalzusammenhang und das Ausmass der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist 

die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben 

(BGE 115 V 134 E. 2; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O. S. 55). Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f.).

2.6. 

Zunächst ist zu prüfen, welche – auf einen Unfall zurückzuführenden (vgl. zur 

Voraussetzung der Unfallkausalität nochmals vorstehende E. 2.1) – gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen zurückgeblieben sind und damit Ausgangspunkt für die 

Bestimmung eines allfälligen Rentenanspruchs des Beschwerdeführers bilden.

3.1. 

Während die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang in ihrer Verfügung 

vom 8. März 2023 bzw. dem Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2023 lediglich 

hinsichtlich der gesundheitlichen Einschränkungen in Bezug auf seine beiden Knie eine 

Unfallkausalität anerkannt und diese entsprechend bei der Rentenprüfung 

berücksichtigt hat, macht der Beschwerdeführer geltend, auch seine gesundheitlichen 

Einschränkungen an beiden Schultern seien unfallkausal und diese müssten 

3.2. 

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Ereignis im Jahr 2006 (unklares Datum; Schaden-Nr. Y.___ [vgl. zur Angabe der 

Schaden-Nr. Suva-act. I/108]; Akten dem Gericht nicht vorliegend)

Ereignis im Jahr 2008 (unklares Datum [vermutlich 13. November 2008, vgl. Suva-act. I/

19-1]; Schaden-Nr. X.___ [vgl. zur Angabe der Schaden-Nr. Suva-act. I/108]; Akten 

dem Gericht nicht vorliegend)

Ereignis vom 25. (richtig: 23.) Januar 2014 (Schaden-Nr. U.___ [act. G 3.3])

Ereignis vom 10. Januar 2020 (Schaden-Nr. T.___; Akten dem Gericht nicht vorliegend)

Ereignis vom 15. Januar 2020 (Schaden-Nr. S.___; Akten dem Gericht nicht vorliegend)

Ereignis vom 17. Juni 2020 (Schaden-Nr. R.___ [act. G 3.4])

Nachfolgend ist somit auf die oben erwähnten Ereignisse und deren gesundheitlichen 

Folgen detailliert einzugehen und zu prüfen, ob eines dieser Ereignisse (Teil-)Ursache 

der weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers ist. Der 

Beizug der nicht vorliegenden Schadendossiers erübrigt sich dabei, wie aus den 

nachfolgenden Ausführungen ersichtlich wird.

entsprechend im Rahmen der Rentenprüfung ebenfalls berücksichtigt werden. Einig 

sind sich die Parteien somit zu Recht darin, dass der Beschwerdeführer aufgrund der 

Unfälle vom 31. Januar 1987 und 9. Oktober 2009 Unfallfolgen im Bereich beider 

Kniegelenke aufweist (vgl. dazu auch die Einschätzung von Dr. J.___ im Bericht vom 

5. Oktober 2022 zur Abschlussuntersuchung [Suva-act. I/97-9 f.]). Demnach gilt es 

nachfolgend zunächst zu prüfen, ob auch die bestehenden beidseitigen 

Schulterbeschwerden Folge eines UVG-versicherten Ereignisses sind und mithin eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht (dafür, dass die Beschwerden in 

einem Kausalzusammenhang zu einem nicht bei der Beschwerdegegnerin versicherten 

Ereignis stehen, liegen keine Hinweise vor, zumal auch der Beschwerdeführer davon 

ausgeht, dass lediglich bei der Beschwerdegegnerin versicherte Ereignisse im Raum 

stehen [vgl. dazu die Ausführungen in seiner Einsprache vom 17. April 2023, Suva-act. 

I/143-3]).

Aus den Akten wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer mehrere 

Versicherungsfälle mit Tangierung einer oder beider Schultern bei der 

Beschwerdegegnerin angemeldet hat. Es handelt sich um folgende Ereignisse:

3.3. 

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3.4. Der Schadenfall aus dem Jahr 2006 tangierte offenbar beide Schultern. Zwar 

liegen dem Gericht die vollständigen Akten zu diesem Schadenfall nicht vor, doch 

ergibt sich aus den vorliegenden Akten, dass beim Beschwerdeführer damals im 

Nachgang zu diesem Ereignis an der rechten Schulter offenbar eine 

Supraspinatussehnen-Ruptur festgestellt wurde (vgl. den Eintrag vom 29. Januar 2020 

von Dr. L.____ in der Krankengeschichte "Vollständige Supraspinatussehnen-Ruptur 

mit starker Retraktion (bekannt seit 2007)" [Suva-act. I/19-20]). Eine Leistungspflicht für 

den gemeldeten Schadenfall wurde seitens der Beschwerdegegnerin mit Verfügung 

vom 29. März 2007 unbestrittenermassen verneint (Suva-act. I/108 und I/110-1 ["kein 

UE, UKS, BK"]) und der Beschwerdeführer macht nicht geltend, er habe diese 

angefochten. Es ist somit von der Rechtskraft der vorerwähnten Verfügung 

auszugehen. Nachdem eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des 

Ereignisses im Jahr 2006 rechtskräftig und von Grund auf verneint worden ist, fällt eine 

nunmehr bestehende Leistungspflicht bzw. Berücksichtigung von "Unfallfolgen" aus 

diesem Ereignis bei der Rentenprüfung generell ausser Betracht.

3.5.

3.5.1. Die Unfallereignisse vom 10. und 15. Januar 2020 betrafen die rechte Schulter 

des Beschwerdeführers. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen anerkannte die 

Beschwerdegegnerin zunächst eine Leistungspflicht und erbrachte 

Versicherungsleistungen. Das Rechtsmittelverfahren betreffend die 

Leistungseinstellung per 20. Mai 2020 wurde mit dem unangefochten gebliebenen 

Entscheid des Versicherungsgerichts vom 1. April 2022 (UV 2021/26 [Suva-act. III/5]) 

rechtskräftig abgeschlossen.

3.5.2. Das Ereignis vom 17. Juni 2020 betraf die linke Schulter des Beschwerdeführers. 

Wiederum anerkannte die Beschwerdegegnerin zunächst eine Leistungspflicht 

ihrerseits (vgl. die Anerkennungsschreiben vom 29. Juni 2020 [Suva-act. IV-2 und 

IV-3]), widerrief diese Anerkennung jedoch mit Schreiben vom 20. Juli 2020 und stellte 

die Überprüfung der Leistungspflicht in Aussicht (Suva-act. IV-7). Mit formlosem 

Schreiben vom 30. Oktober 2020 stellte die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die 

Beurteilung der Versicherungsmedizinerin med. pract. M.____, Fachärztin für Chirurgie 

(vgl. Suva-act. IV/20-2), die Versicherungsleistungen per 3. August 2020 ein (Suva-act. 

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IV-26). Der zu diesem Zeitpunkt durch Rechtsanwalt Goran Djajic, Küsnacht, vertretene 

Beschwerdeführer (Suva-act. II/134 und IV/22) hat in diesem Zusammenhang nie eine 

anfechtbare Verfügung verlangt, womit dem formlosen Schreiben betreffend 

Leistungseinstellung per 3. August 2020 inzwischen die Wirkung einer materiell 

rechtskräftigen Verfügung zukommt (vgl. dazu BGE 134 V 150 ff. E. 5.2 ff. [insb. E. 

5.3.2 bezüglich der Frist für ein Gesuch um Erlass einer anfechtbaren Verfügung]).

3.5.3. Nach Gesagtem wurden in Bezug auf die Ereignisse vom 10. und 15. Januar 

sowie vom 17. Juni 2020 die Versicherungsleistungen durch die Beschwerdegegnerin 

jeweils rechtskräftig eingestellt. Eine allfällige erneute Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit diesen Ereignissen bzw. die 

Berücksichtigung allfälliger gesundheitlicher Einschränkungen aus diesen bei der 

Rentenprüfung kommt nur unter der Voraussetzung in Betracht, dass zwischenzeitlich 

ein Rückfall/eine Spätfolge eingetreten ist (vgl. Art. 11 UVV). Hinweise auf einen 

Rückfall oder eine Spätfolge zu einem der Ereignisse aus dem Jahr 2020 ergeben sich 

indessen keine aus den Akten. Ausserdem haben weder der Beschwerdeführer noch 

einer seiner behandelnden Ärzte solche geltend gemacht. Eine neuerliche 

Leistungspflicht begründende Umstände bzw. seit der Leistungseinstellung neu 

aufgetretene unfallbedingte gesundheitliche Einschränkungen an den beiden Schultern 

sind demnach nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

3.5.4. Zusammengefasst sind mit Blick auf die Ereignisse vom 10. und 15. Januar 

sowie vom 17. Juni 2020 keine unfallbedingten gesundheitlichen Einschränkungen an 

den beiden Schultern des Beschwerdeführers (mehr) nachgewiesen, welche bei der 

vorliegend strittigen Rentenprüfung zu berücksichtigen wären.

3.6. Gleiches gilt im Ergebnis auch für das Ereignis im Jahr 2008. Dieses tangierte 

offenbar die linke Schulter des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin hielt in 

ihrer Vorlage an den Versicherungsmediziner fest, dass es sich dabei um einen 

Bagatellfall handle (vgl. Suva-act. I/110-1). Eine rechtskräftige Verfügung (oder ein 

formloses Schreiben, dem dieselbe Wirkung zugerechnet werden könnte, vgl. dazu 

vorstehende E. 3.5.2), liegt bezüglich diesem Schadenfall aber nicht vor. Der 

Beschwerdeführer macht jedoch zu Recht keine weiteren Ansprüche aus diesem 

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Versicherungsfall geltend, zumal sich – in Übereinstimmung mit der Haltung der 

Beschwerdegegnerin – aus dem Eintrag vom 22. Dezember 2008 von Dr. C.___ in der 

Krankengeschichte des Beschwerdeführers ergibt, dass dieser aufgrund der von ihm 

erhobenen Befunde (frei bewegliche linke Schulter, seitengleiche Kraftverhältnisse, 

keine Bewegungseinschränkungen, minimal positiver Impingement-Test, deutlich 

nachgelassene Schmerzen) nicht von unfallkausalen strukturellen Verletzungen, 

sondern von einer blossen Schulterprellung linksseitig ausgegangen war (Suva-act. I/

19-1). Da Weichteilverletzungen, wie Kontusionen und Distorsionen, erfahrungsgemäss 

in der Regel innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden 

gänzlich zurückbilden (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 

4. Aufl. 2005, S. 412, 1096 f.), ist deshalb ‒ und weil aus den medizinischen Unterlagen 

bis zum Juni 2020 keine weiteren Behandlungen und/oder Beschwerden im Bereich 

der linken Schulter mehr ersichtlich sind (vgl. insbesondere Suva-act. I/19 und Suva-

act. I/97-1 ff.) ‒ davon auszugehen, dass der Status quo sine/ante in der Zwischenzeit 

erreicht worden war und mithin keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus 

diesem Versicherungsfall mehr besteht (vgl. zur Zulässigkeit des Nachweises des 

Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen durch Erfahrungswerte das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2). 

Hinweise auf einen erlittenen Rückfall/eine Spätfolge liegen wiederum keine vor und 

werden auch nicht geltend gemacht.

3.7. Unabhängig von den vorerwähnten rechtskräftigen Leistungsablehnungen bzw. 

einstellungen bzw. den damals in diesem Zusammenhang erfolgten medizinischen 

Abklärungen wird der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen, dass Dr. J.___ in 

seiner Abschlussbeurteilung vom 5. Oktober 2022 abermals bzw. in Übereinstimmung 

mit den damals erfolgten Leistungsablehnungen bzw. -einstellungen zu dem Schluss 

gelangte, dass die Schäden bezüglich beider Schultergelenke überwiegend 

wahrscheinlich nicht in einem kausalen Zusammenhang mit einem der Ereignisse aus 

dem Jahre 2006, 2008 und 2020 stehen würden (Suva-act. I/97-10).

3.8. Zu prüfen bleibt somit nachfolgend das zwischen den Parteien im Wesentlichen im 

Streit stehende (vgl. auch act. G 1-4 f. Ziff. 13 ff.) Ereignis vom 23. Januar 2014 mit 

Tangierung der rechten Schulter.

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3.8.1. In der Schadenmeldung vom 5. Februar 2014 wurde angegeben, der 

Beschwerdeführer habe am "25. Januar 2014" (richtig: 23. Januar 2014) beim 

Hochziehen eines Rolltors einen "Zwick" in den Muskel erlitten. Betroffen sei der rechte 

Oberarm (Suva-act. III/1). Aus der Krankengeschichte des Beschwerdeführers ergibt 

sich, dass sich dieser nach dem vorerwähnten Ereignis erstmals am 10. Februar 2014 

wegen Beschwerden an der rechten Schulter nach einem "Verhebetrauma" bei Dr. 

med. N.____, Orthopädie D.___, vorstellte. Anlässlich dieser Untersuchung hat sich laut 

Eintrag in der Krankengeschichte am rechten Oberarm eine Schmerzproblematik in der 

rechten Schulter gezeigt, welche jedoch noch in allen Freiheitsgraden voll beweglich 

war. Beim Bizeps-Provokationstest zeigte sich ein atypischer Muskelbauch im Sinne 

eines proximalen Bizepssehnenabrisses. Peripher präsentierten sich eine regelrechte 

Durchblutung, Motorik und Sensibilität der Langfinger. Aufgrund der klinisch erhobenen 

Befunde ging Dr. N.____ vom Verdacht auf einen proximalen Bizepssehnenabriss an 

der rechten Schulter aus und empfahl eine MRT-Untersuchung. Die Befunde derselben 

sollten mit Dr. med. O.____ besprochen werden (Suva-act. I/19-4). Das am 14. Februar 

2014 durchgeführte Arthro-MRT der rechten Schulter des Beschwerdeführers zeigte 

eine komplett durchgehende Ruptur der ansatznahen Supraspinatussehne mit nur 

noch fraglich einzelnen kontinuitätserhaltenen Faserzügen am dorsalen Sehnenrand, 

begleitet von einer deutlichen muskulotendinösen Retraktion und einer mittel- bis 

höhergradigen myxoiden Muskel-Degeneration/ Atrophie, eine Insertionstendinose und 

leichtgradige interstitielle Partialruptur der ansatznahen kranialen Infraspinatussehne 

sowie eine leichte Ansatztendinose der Subscapularissehne. Im Weiteren wurde eine 

Läsion der langen Bizepssehne proximal mit fehlender Sehnendarstellung sowohl 

intraartikulär im horizontalen Abschnitt als auch auf Höhe des Sulcus bicipitis bei hier 

Nachweis eines Mitek-Ankers (DD: Status nach Bizepssehnen-Tenodese älteren 

Datums) festgestellt. Ausserdem wurden ein stark eingeengter Subakromialraum im 

Rahmen der Supraspinatussehnen-Läsion mit begleitendem Humeruskopfhochstand 

im Liegen sowie ein Akromiontyp 2 nach Bigliani mit eher prominent nach kaudal 

gerichteter lateraler Spitze und deutlich hypertropher AC-Arthrose festgestellt. 

Schliesslich zeigte sich auch noch eine SLAP-Läsion mit Auffransungen/Einrissen des 

Labrums entlang der apicalen Zirkumferenz sowie ein basisnaher Labrumeinriss kaudal 

mit hier zusätzlich tiefer fissuraler Knorpelläsion bei ca. 5 7 Uhr (Suva-act. III-10). In 

seinem Eintrag in der Krankengeschichte vom 19. Februar 2014 hielt Dr. O.____ fest, es 

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bestehe eine freie seitengleiche Beweglichkeit der rechten Schulter mit Flexion 165°, 

Abduktion/Elevation 170°, Innenrotation L1 und Aussenrotation 30°. Die Kraft bei der 

Aussen- und Innenrotation sei gut. Der Jobe-Test sei positiv. Der Muskelbauch des 

Musculus biceps brachii sei distalisiert, es zeige sich aber eine gute Kraftentwicklung 

bei der Flexion. Als Diagnosen hielt Dr. O.____ eine Supraspinatussehnen-Ruptur mit 

fettiger Degeneration des Musculus supraspinatus, eine Ruptur der langen 

Bizepssehne bei Status nach Tenodese sowie ein subacromiales Impingement an der 

rechten Schulter fest. Zum Procedere führte er aus, bei praktisch vollständiger fettiger 

Degeneration und Atrophie des Musculus supraspinatus würden sie von einer 

vorgeschädigten Supraspinatussehne ausgehen. Wahrscheinlich seien noch letzte 

Fasern am 23. Januar 2014 während der Arbeit bzw. dem Kurbeln durchtrennt worden. 

Sie würden bei relativ gut erhaltener Beweglichkeit die subacromiale Infiltration 

Schulter rechts empfehlen. Damit sei der Patient einverstanden, so dass diese 

gleichentags durchgeführt werde (Suva-act. I/19-4 f.). Am 2. April 2014 meldete sich 

der Beschwerdeführer zur regulären Verlaufskontrolle bei Dr. O.____. Er berichtete, die 

Beschwerden hätten sich nach der Infiltration gebessert, würden nun langsam aber 

wieder auftreten. Dr. O.____ hielt in seinem Eintrag in der Krankengeschichte zu den 

erhobenen Befunden fest, diese seien unverändert gegenüber der Voruntersuchung am 

19. Februar 2014. Er habe den Beschwerdeführer über die erneute Möglichkeit der 

Infiltration bzw. operativen Therapie im Sinne einer Schulter-Arthroskopie rechts mit 

Débridement aufgeklärt. Da der Beschwerdeführer keine weitere invasive Therapie 

wünsche, werde keine weitere klinische Verlaufskontrolle vereinbart. Der 

Beschwerdeführer melde sich bei Bedarf direkt bei ihnen (Suva-act. I/19-5). Am 

11. Juni 2014 führte Dr. O.____ beim Beschwerdeführer erneut eine subacromiale 

Infiltration an der rechten Schulter durch (Suva-act. I/19-5 f.).

3.8.2. Die Beschwerdegegnerin anerkannte mit Schreiben vom 6. Februar 2014 eine 

Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 23. Januar 2014 (Suva-act. III/2) und mithin 

zumindest eine unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Eine eigentliche Leistungseinstellung im 

Sinne einer Verfügung oder einer formlosen Mitteilung seitens der Beschwerdegegnerin 

erfolgte – im Gegensatz zu den Ereignissen in den Jahren 2008 und 2020 (vgl. zu 

diesen die vorstehenden E. 3.5 und 3.6) – nicht, auch wenn offenbar zumindest 

während rund sechs Jahren keine Notwendigkeit ärztlicher Konsultationen/

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 22/36

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Behandlungen bestand (der nächste Eintrag in der Krankengeschichte zu einer 

Konsultation in Bezug auf die rechte Schulter bei Dr. C.___ datiert erst wieder vom 

24. Januar 2020, wobei diese Konsultation aufgrund von Schulterbeschwerden nach 

einem Fahrradsturz vom 17. Februar 2020 [gemeint wohl: 15. Januar; vgl. dazu auch 

den nächsten Eintrag vom 29. Januar; Suva-act. I/19-20] erfolgte). Die 

Beschwerdegegnerin stellt sich – gestützt auf die Beurteilung von Dr. J.___ – nunmehr 

auf den Standpunkt, dass hinsichtlich der rechten Schulter keinerlei Unfallrestfolgen 

mehr bestehen, welche bei der Rentenprüfung berücksichtigt werden müssten. Der 

Beschwerdeführer macht hingegen auf das Ereignis vom 23. Januar 2014 

zurückzuführende Beschwerden/Einschränkungen der rechten Schulter geltend. Somit 

ist nachfolgend insbesondere die Unfallkausalität der im MRT-Untersuch vom 

14. Februar 2014 festgestellten Sehnenrisse zu prüfen bzw. ob sämtliche 

unfallkausalen Beschwerden zwischenzeitlich dahingefallen sind (vgl. zu den 

Voraussetzungen der Unfallkausalität sowie der Leistungseinstellung nochmals 

vorstehende E. 2.1 und 2.2).

3.8.3. Dr. J.___ hat den Beschwerdeführer anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 4. Oktober 2022 umfassend, insbesondere auch die 

beiden Schultern, untersucht. Dabei gelangte er zu dem Schluss, die Schäden im 

Bereich der beiden Schultergelenke seien mit keinem bei der Beschwerdegegnerin 

versicherten Ereignis in Einklang zu bringen und eher verschleiss- bzw. 

abnutzungsbedingt (Suva-act. I/97-8 ff.). Entgegen dem Dafürhalten des 

Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, dass er sich bei dieser Aussage auf die 

Einschätzung von Juristen gestützt hat. In seiner ergänzenden Beurteilung vom 

10. Dezember 2022 begründete Dr. J.___ – unter anderem auch nach Einsicht in die 

Krankengeschichte des Beschwerdeführers – die fehlende Unfallkausalität der 

weiterhin bestehenden rechtsseitigen Schulterbeschwerden bzw. der 

Supraspinatussehnenruptur (in Bezug auf das Unfallereignis vom 23. Januar 2014) 

überzeugend damit, der MRT-Untersuch vom 14. Februar 2014 (Suva-act. III/10) habe 

eine ausgeprägte Schädigung der Supraspinatussehne älterer Genese mit bereits 

fortgeschrittener Degeneration und Verfettung gezeigt (Suva-act. I/119-3). Tatsächlich 

kann das Vorliegen einer fettigen Atrophie und/oder fettigen Infiltration der 

Rotatorenmanschettenmuskulatur einen Hinweis auf den Zeitpunkt einer Läsion der 

Rotatorenmanschette liefern, da die Entwicklungsdauer einer solchen mehrere Monate 

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bis Jahre beträgt (Alexandre Lädermann et al., Revidierte Unterscheidungskriterien, 

Degenerative oder traumatische Läsionen der Rotatorenmanschette, in: 

Schweizerisches Medizin-Forum 2019 [1516], S. 260 ff., insbesondere S. 264; vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts vom 24. Mai 2022, 8C_43/2022, E. 5.2). Die rund drei 

Wochen nach dem fraglichen Ereignis festgestellte fettige Atrophie des Supraspinatus-

Muskels (Goutallier Stadium 2-3; vgl. Suva-act. III/10) spricht demnach für das 

Vorliegen eines (unfallfremden) Vorzustands, was im Grundsatz auch von Dr. O.____ in 

seinem Eintrag in der Krankengeschichte vom 19. Februar 2014 anerkannt wurde ("Bei 

praktisch vollständiger fettiger Degeneration und Atrophie des M. supraspinatus gehen 

wir von einer vorgeschädigten Supraspinatussehne aus" [Suva-act. I/19-4 f.]).

3.8.4. Hingegen machte Dr. O.____ in der Folge zumindest sinngemäss eine 

unfallkausale richtungsgebende Verschlimmerung dieses Vorzustands geltend, indem 

er ausführte, wahrscheinlich seien durch die Arbeit bzw. das Kurbeln am 23. Januar 

2014 noch die letzten Fasern durchtrennt worden (Suva-act. I/19-5). Die von Dr. O.____ 

festgehaltene "Wahrscheinlichkeit" einer richtungsgebenden Verschlimmerung genügt 

dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit für den Nachweis eines Kausalzusammenhangs aber nicht. 

Ausserdem waren im Bericht zur MRT-Untersuchung vom 14. Februar 2014 ohnehin 

noch "fraglich einzelne kontinuitätserhaltende Faserzüge am dorsalen Sehnenrand" 

festgehalten worden (Suva-act. III/10-1), womit eine vollständige Ruptur auch daher 

nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist. Zumindest erscheint eine 

unfallkausale richtungsgebende Verschlimmerung aufgrund der pauschal erwähnten 

Möglichkeit von Dr. O.____ nicht wahrscheinlicher als eine (vollständig) degenerativ 

bedingte Läsion. Mithin ist auch gestützt auf die Behandlungseinträge von Dr. O.____ 

nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen, dass es durch das Ereignis vom 

23. Januar 2014 zu neuen strukturellen Schäden an der rechten Schulter des 

Beschwerdeführers gekommen ist. Demnach ist unfallkausal von einer bloss 

vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustands an der rechten Schulter 

auszugehen, welche innert weniger Wochen bis Monate abgeheilt war (vgl. zur 

Abheilung von Kontusions /Distorsionsfolgen ohne strukturelle Schädigungen bereits 

vorstehende E. 3.6).

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3.8.5. Selbst wenn man aber davon ausgehen würde, dass noch einzelne, letzte Fasern 

bei der Öffnung des Rolltors gerissen wären, wäre vorliegend angesichts eines solch 

prekären Vorzustands (auch Dr. O.____ ging – wenn überhaupt – nur noch von 

einzelnen, letzten Fasern aus) von einer sogenannten Gelegenheits- oder 

Zufallsursache auszugehen, für welche keine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

besteht, da jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) Schädigung zu rechnen 

gewesen wäre (vgl. zum Ganzen auch das Urteil des Bundesgerichts vom 5. April 2007, 

U 413/05, E. 4.2.3).

3.8.6. Sodann führt Dr. C.___ in seinem Schreiben vom 12. September 2022 an die 

Beschwerdegegnerin zwar aus, die beiden Schultergelenke, namentlich der 

endoprothetische Gelenkersatz rechtsseitig, würden ebenfalls einen 

leistungseinschränkenden Faktor darstellen und in Anbetracht der Gesamtsituation 

erachte er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bereits als sehr grosszügig bemessen (Suva-

act. I/88-2). Der Umstand allein, dass auch die Schultergelenke des Beschwerdeführers 

ihn in seiner Erwerbsfähigkeit einschränken (was seitens der Beschwerdegegnerin 

grundsätzlich nicht in Abrede gestellt wird), begründet aber noch keine Leistungspflicht 

der Beschwerdegegnerin bzw. die Berücksichtigung derselben im Rahmen der 

unfallversicherungsrechtlichen Rentenprüfung. Dies würde den Nachweis der 

Unfallkausalität dieser Einschränkungen voraussetzen. Dr. C.___ macht jedoch weder 

explizit geltend, die Funktions-/Leistungseinschränkungen an den Schultergelenken 

seien unfallkausal noch begründet er die zumindest implizite Annahme einer solchen 

seinerseits. Somit vermag auch die Stellungnahme von Dr. C.___ vom 12. September 

2022 eine Unfallkausalität der Einschränkungen an den beiden Schultergelenken nicht 

überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen bzw. Zweifel an der Beurteilung von Dr. 

J.___ zu erwecken. Bezeichnenderweise wurde denn auch bereits der 

endoprothetische Gelenkersatz an der rechten Schulter im Jahr 2020 (vgl. dazu 

vorstehend Sachverhalt A.k) über die Krankenkasse abgewickelt (Suva-act. I/110-1), 

obwohl sich offenbar der Beschwerdeführer, sein damaliger Rechtsvertreter und Dr. 

C.___ im Vorfeld dieser Operation der Problematik der Frage nach dem 

leistungspflichtigen Sozialversicherungsträger bewusst gewesen waren (vgl. dazu die 

Einträge von Dr. C.___ in der Krankengeschichte vom 11. März und 18. Mai 2020 

[Suva-act. I/19 21 f.]).

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3.8.7. Auch der Hausarzt Dr. P.____ ging in seinem Bericht vom 30. Dezember 2021 

aufgrund der Knie- und Schulterbeschwerden von einer bloss 50%igen Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit aus (Suva-act. IV/37-3). Er 

machte jedoch ebenfalls weder explizit eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden 

geltend, noch begründete er eine solche Annahme seinerseits. Mithin ist auch aufgrund 

dieser Einschätzung eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen bzw. bestehen keine Zweifel an der kreisärztlichen 

Einschätzung der fehlenden Unfallkausalität.

3.8.8. Eine unfallfremde, degenerative Ursache der im Jahr 2014 festgestellten 

Gesundheitsschäden an der rechten Schulter des Beschwerdeführers (Läsionen der 

Supraspinatussehne und langen Bizepssehne, subacromiales Impingement) fügt sich 

im Übrigen – mit Blick auf die beim Beschwerdeführer bereits zuvor festgestellten 

degenerativen Prozesse am rechten Schultergelenk (vgl. dazu die vorstehenden 

Ausführungen zu dem Ereignis im Jahr 2006 [E. 3.4]) – auch überzeugend in das von 

Dr. J.___ in seiner Stellungnahme vom 10. Dezember 2022 (Suva-act. I/199-3) 

dargelegte degenerative Gesamtbild ein.

3.8.9. Ob es sich beim Ereignis vom 23. Januar 2014 tatsächlich um einen Unfall im 

Rechtssinne (Art. 4 ATSG) gehandelt hat und ob der Leistungsanspruch im Rahmen 

eines fortdauernden Grund- oder eines Rückfalles zu prüfen ist, kann nach Gesagtem 

offenbleiben, da selbst bei Annahme eines Unfallereignisses und unabhängig von der 

Frage nach dem Vorliegen einer rechtswirksamen Leistungseinstellung der 

überwiegend wahrscheinliche Nachweis des Dahinfallens sämtlicher unfallbedingter 

Beschwerden, wie in den Erwägungen 3.8.3 bis 3.8.8 dargelegt, erbracht worden ist 

(mangels unfallkausaler struktureller Gesundheitsschäden wäre eine allenfalls erlittene 

Kontusion zwischenzeitlich abgeheilt [vgl. dazu die Ausführungen in E. 3.6]).

3.9. Zusammengefasst ist eine (Teil-)Unfallkausalität der aktuellen rechtsseitigen 

Schulterbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen, sondern ist in 

Übereinstimmung mit der Beurteilung von Dr. J.___ von einem unfallfremden 

(Vor-)Zustand auszugehen. Die Beschwerdegegnerin hat die beidseitigen 

Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers bei der Rentenprüfung demnach zu 

Recht unberücksichtigt gelassen.

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 26/36

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4.

4.1. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu Recht nicht umstritten ist der 

Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. zum Fallabschluss Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

4. Aufl. 2012, S. 143) bzw. des allfälligen Rentenbeginns (vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG) 

per 1. Dezember 2020. In diesem Zusammenhang kann vollumfänglich auf die 

überzeugenden und im Übrigen auch unbestritten gebliebenen Ausführungen von Dr. 

J.___ in seiner Beurteilung vom 5. Oktober 2022 verwiesen werden (Suva-act. I/97-10), 

zumal nach dem 26. Oktober 2020 keine weiteren Konsultationen in der Orthopädie 

D.___ bezüglich der beiden Kniegelenke mehr erfolgt sind (vgl. dazu die Auszüge aus 

der Krankengeschichte [Suva-act. I/19 und I/35]) und auch der Hausarzt Dr. P.____ in 

seinem Zwischenbericht vom 30. Dezember 2021 zur Konsultation vom 20. Februar 

2021 festgehalten hat, die orthopädische Behandlung der Knieleiden beidseits sei 

abgeschlossen (Suva-act. IV-37-2). Da keine Eingliederungsmassnahmen der IV im 

Raum standen, hat die Beschwerdegegnerin demnach rechtmässig die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) per 1. Dezember 

2020 eingestellt (vgl. dazu das formlose Schreiben vom 18. Oktober 2022, Suva-act. I/

105) und den Anspruch des Beschwerdeführers auf Dauerleistungen (Invalidenrente, 

Integritätsentschädigung) geprüft.

4.2. Auch wenn der Taggeldanspruch des Beschwerdeführers nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens bildet, ist der Vollständigkeit halber im Zusammenhang mit 

dem Fallabschluss darauf hinzuweisen, dass sich aus der vorliegenden Aktenlage 

widersprüchliche Informationen hinsichtlich der Dauer der Ausrichtung der 

vorübergehenden Versicherungsleistungen, namentlich der Taggelder, ergeben. Der 

Beschwerdeführer selbst beantragt in seiner Beschwerdeschrift vom 13. November 

2023 einerseits die Zusprache einer Rente ab dem 22. September 2020 (act. G 1-2 

Rechtsbegehren Ziff. 2), da er bis zum 21. September 2020 Taggeldleistungen der 

Beschwerdegegnerin erhalten habe (act. G 1-3 Ziff. 12). Andererseits führt er weiter 

hinten in seiner Beschwerdeschrift im Widerspruch dazu aus, die Beschwerdegegnerin 

habe bis zu seiner Pensionierung (am 31. Januar 2022, vgl. dazu Suva-act. I/97-7) ein 

volles Taggeld bezahlt (act. G 1-7 Ziff. 22). Ausserdem ergibt sich aus einer 

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Telefonnotiz vom 3. März 2022 zu einem Gespräch mit der zuständigen 

Krankentaggeldversicherung des Beschwerdeführers, dass diese offenbar seit Mai 

2020 bis zur Pensionierung des Beschwerdeführers (ebenfalls) Taggelder ausbezahlt 

habe (vgl. Suva-act. I/53). Anlässlich der Verhandlung vom 30. April 2024 gab der 

Beschwerdeführer an, er wisse nicht genau, wie lange die Taggeldleistungen von der 

Beschwerdegegnerin erbracht worden seien, da er anschliessend nahtlos Taggelder 

der Krankentaggeldversicherung seiner Arbeitgeberin bzw. von dieser weiterhin seinen 

Lohn erhalten habe (act. G 11). Sollte die Beschwerdegegnerin ihre Taggeldleistungen 

tatsächlich bereits per 21. September 2020 eingestellt haben, wird sie über den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf solche bis zum Fallabschluss (per 1. Dezember 

2020, vgl. vorstehende E. 4.1) noch zu verfügen haben, wobei auch eine allfällige 

Koordination mit den Leistungen der Krankentaggeldversicherung des 

Beschwerdeführers zu prüfen wäre. Falls und soweit die Beschwerdegegnerin 

hingegen über den 30. November 2020 hinaus Taggeldleistungen erbracht haben 

sollte, wird sie eine Rückforderung derselben gestützt auf Art. 25 Abs. 1 ATSG zu 

prüfen haben.

4.3. Es folgt die Invaliditätsgradbemessung (vgl. vorstehende E. 2.4). Zur Bemessung 

des Invalideneinkommens (vgl. dazu nachfolgende E. 6.7) muss, wie bereits erwähnt, 

zunächst die Arbeitsfähigkeit und die Umschreibung der trotz der unfallbedingten 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Diese sind als nächstes 

zu prüfen.

4.4. In Bezug auf das von Dr. J.___ in seinem kreisärztlichen Abschlussbericht vom 

5. Oktober 2022 hinsichtlich der Kniegelenkbeschwerden formulierte 

Zumutbarkeitsprofil (nur noch leichte körperliche Tätigkeiten, überwiegend sitzend und 

unter wechselbelastenden Bedingungen, keine Arbeiten mit ständiger Belastung im 

Stehen oder Gehen, keine kniende Tätigkeiten, kein repetitives Steigen auf Leitern, 

Gerüste oder Treppen, keine Arbeiten auf unebenem Untergrund und unter widrigen 

Witterungsumständen und kein repetitives Heben von Lasten über 10 kg [Suva-act. I/

97-10]), gehen aus den medizinischen Unterlagen keine abweichenden Einschätzungen 

hervor. Da Dr. J.___ in dieser Hinsicht die relevanten Akten vorlagen und seine 

diesbezügliche Beurteilung auch auf einer persönlichen Untersuchung basiert, kann auf 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 28/36

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diese überzeugende Einschätzung des Zumutbarkeitsprofils, die eine umfassende 

Entlastung/Schonung der Kniegelenke gewährleistet, abgestellt werden. Soweit der 

Beschwerdeführer bemängelt, es sei seitens Dr. J.___ beispielsweise kein Mini-ICF-

APP-W durchgeführt worden (act. G 1-7 Ziff. 22), ist darauf hinzuweisen, dass es sich 

dabei um ein Instrument zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit bei psychischen 

Gesundheitsschäden handelt, welche vorliegend jedoch klarerweise nicht im Raum 

stehen. Bei der Beurteilung körperlicher Gesundheitsschäden existiert ein 

vergleichbares Instrument nicht, da die körperlichen Einschränkungen bzw. 

Leistungseinbussen – im Gegensatz zu psychischen – ohne Weiteres objektivierbar 

bzw. einem direkten Beweis zugänglich sind (vgl. BGE 143 V 426 ff. E. 6 f. e contrario). 

Auch die pauschalen und medizinisch nicht untermauerten Rügen des 

Beschwerdeführers hinsichtlich fehlender Angaben zu der Gehstrecke, der Dauer, die 

der Beschwerdeführer stehen bzw. sitzen könne, und wie oft er repetitive Tätigkeiten 

ausführen könne (act. G 1-7 Ziff. 22), vermögen keine Zweifel an der kreisärztlichen 

Einschätzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit zu erwecken, da 

Einschränkungen in dieser Hinsicht – wenn überhaupt – mit Blick auf die Verwertbarkeit 

der (Rest )Arbeitsfähigkeit von Relevanz wären. Wie die nachfolgenden Ausführungen 

(E. 5) zeigen, ist vorliegend aber ohne Weiteres von einer solchen Verwertbarkeit 

auszugehen. Die Beurteilung Dr. J.___s ist mithin hinsichtlich der von ihm 

angenommenen qualitativen Einschränkungen des Beschwerdeführers nicht zu 

bemängeln.

4.5. Sodann ging Dr. J.___ in seiner Abschlussbeurteilung vom 5. Oktober 2022 in 

quantitativer Hinsicht von einer vollen (ohne zeitliche Einschränkung bestehenden) 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit aus (Suva-act. I/

97-10). Wie vorstehend bereits erwähnt, beruht die überzeugende fachärztliche 

Einschätzung Dr. J.___s insbesondere auf einer eigens durchgeführten persönlichen 

Untersuchung des Beschwerdeführers und ist ihr Beweiswert zuzumessen. An der 

Beurteilung durch Dr. J.___ vermögen, wie die Beschwerdegegnerin anlässlich der 

Verhandlung vom 30. April 2024 zutreffend dargelegt hat (act. G 11), die pauschalen 

abweichenden Einschätzungen von Orthopäde Dr. C.___ (Suva-act. I/77-3 f. und I/88-2) 

und Hausarzt Dr. P.____ (Suva-act. IV/37-3) keine auch nur geringen Zweifel zu 

erwecken, zumal beide behandelnden Ärzte bei ihrer Einschätzung jeweils explizit auch 

die Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers berücksichtigt haben.

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 29/36

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5.

5.1. Als nächstes ist die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen.

5.2. Massgeblich für die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG), der als theoretische Grösse durch ein 

gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften 

gekennzeichnet ist und einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist. Das gilt 

sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen 

wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei 

welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers 

rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.3). 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare 

Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. 

zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 8C_202/2021, E. 5.1 

mit Hinweisen).

5.3. Angesichts des vorstehend dargelegten Zumutbarkeitsprofils (vgl. vorstehende E. 

4.4) und der in zeitlicher sowie leistungsmässiger Hinsicht uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. vorstehende E. 4.5) ist zwar von einer 

erheblichen Einschränkung hinsichtlich stehender/gehender Tätigkeiten auszugehen. 

Arbeiten, welche dem betreffenden Arbeitnehmer die freie Wahl bzw. den Wechsel 

zwischen stehender und sitzender Tätigkeit ohne längere Gehdistanzen einräumen, 

sind dem Beschwerdeführer jedoch ohne Weiteres zumutbar. Im Übrigen hatte der 

Beschwerdeführer gegenüber Dr. J.___ auch selber angegeben, er könne eine halbe 

bis eine Stunde gehen, bevor er eine Pause benötige und die Gehstrecke betrage etwa 

zwei Kilometer (Suva-act. I/97-7 f.). Eine solche (körperliche) Leistungsfähigkeit ist nicht 

als aussergewöhnlich tief anzusehen, sondern lässt eine Vielzahl von Arbeiten zu (zu 

denken ist beispielsweise an administrative Tätigkeiten oder eine Tätigkeit als Pförtner, 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 30/36

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bei welcher der Versicherte zwar immer wieder kürzere Distanzen gehen müsste, sich 

aber auch immer wieder hinsetzen könnte [vgl. dazu auch bereits die Nachfrage der 

Beschwerdegegnerin an Dr. C.___ vom 2. September 2022; Suva-act. I/81] oder an 

Kontroll- und Prüftätigkeiten). Zu Recht hat nach Gesagtem auch der 

Beschwerdeführer nicht geltend gemacht, die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit sei 

nicht verwertbar. Vielmehr hat er diese – unter Berücksichtigung von 

Nischenarbeitsplätzen – anlässlich der Verhandlung vom 30. April 2024 selber 

anerkannt (act. G 11). Zusammengefasst kann vorliegend, ausgehend vom 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt, klarerweise nicht von einer Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen werden.

5.4. Auch das Alter des Beschwerdeführers führt nicht zu einer fehlenden 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, da Hilfsarbeiten 

erfahrungsgemäss keines grossen Einarbeitungsaufwands bedürfen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juli 2016, 9C_825/2016, E. 4.5). Zu beachten ist weiter, dass 

er bis zu seiner Pensionierung in einem Arbeitsverhältnis stand (vgl. nachfolgende E. 

6.3)

6.

6.1. Somit bleibt nachfolgend die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Berechnung der Vergleichseinkommen zu überprüfen. Vorab ist in diesem 

Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des 

Rentenbeginns bzw. bei der Berechnung der Vergleichseinkommen fälschlicherweise 

vom 1. Februar 2022 als massgebendem Zeitpunkt ausging (Suva-act. I/135-1). Wie 

vorstehend (E. 4.1) jedoch ausgeführt, war der medizinische Endzustand per 

1. Dezember 2020 erreicht gewesen und ist mithin die Prüfung des Rentenanspruchs 

bzw. die Berechnung der Vergleichseinkommen ebenfalls auf dieses Datum hin 

vorzunehmen.

6.2. Da der Beschwerdeführer zwischenzeitlich ordentlich pensioniert ist (seit 

1. Februar 2022) und gemäss der Angabe der Arbeitgeberin keine Weiterbeschäftigung 

über die ordentliche Pensionierung vorgesehen war, ging die Beschwerdegegnerin 

hinsichtlich der Berechnung des Valideneinkommens von der Anwendbarkeit von Art. 

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28 Abs. 4 UVV aus. Weiter befand sie, dass aufgrund des hohen Lohns des 

Beschwerdeführers vor dem Rückfall bei einem Versicherten im mittleren Alter 

berufliche Massnahmen durch die IV zu erwarten gewesen wären. Da der 

Beschwerdeführer keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung absolviert, jedoch vor 

dem Rückfall einen hohen Lohn bezogen hatte, zog die Beschwerdegegnerin für die 

Berechnung des Valideneinkommens den Wert gemäss Tabelle TA1 der LSE 2020, 

Wirtschaftszweig 81 (Gebäudebetreuung), Männer, Kompetenzniveau 2, heran (vgl. 

zum Ganzen die Zusammenfassung der Entscheidungsgrundlagen für die 

Rentenfestsetzung [Suva-act. I/135-2]). Der Beschwerdeführer machte anlässlich der 

Verhandlung vom 30. April 2024 hingegen geltend, es hätte für die Berechnung das 

Valideneinkommens auf den effektiv erzielten Verdienst (rund Fr. 7'000.  monatlich zzgl. 

13. Monatslohn) abgestellt werden müssen. Ausserdem entspreche der 

Wirtschaftszweig 81 nicht seiner effektiven Tätigkeit als Betriebsmechaniker und 

elektriker. Bei Heranziehen der LSE-Werte hätte für die Berechnung des 

Valideneinkommens demnach auf den Totalwert der Männer im Sektor 2 (Produktion) 

abgestellt werden müssen. Da Betriebsmechaniker und elektriker sehr gefragt seien, 

weil sie über Kenntnisse in beiden Fachbereichen verfügen müssten, hätte vorliegend 

sodann auf den entsprechenden Wert im Kompetenzniveau 3 abgestellt werden 

müssen (act. G 11).

6.3. Vorliegend scheint fraglich, ob mit Blick auf die per 1. Februar 2022 erfolgte 

ordentliche Pensionierung des Beschwerdeführers tatsächlich von einem 

Anwendungsfall von Art. 28 Abs. 4 UVV ausgegangen werden kann. Wie sich aus den 

Akten ergibt, wurde das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers bei der H.___ AG 

nämlich nie gekündigt (vgl. zu den weiterhin erfolgten Lohnzahlungen den IK-Auszug 

des Beschwerdeführers [Suva-act. I/132-6] sowie die Ausführungen anlässlich der 

Verhandlung vom 30. April 2024 [act. G 11]), und hat der Beschwerdeführer demnach – 

zumindest aus arbeitsrechtlicher Sicht – seine Arbeits-/Erwerbstätigkeit nie 

aufgegeben. Auch wenn der Beschwerdeführer seit dem 1. August 2020 durchgehend 

bis zu seiner Pensionierung Krankentaggelder aufgrund einer 100 %igen 

Arbeitsunfähigkeit bezogen (vgl. dazu die Leistungsübersicht der 

Krankentaggeldversicherung [Suva-act. I/54-3]) hatte, ist diese faktisch fehlende 

Wiederaufnahme der Arbeits-/Erwerbstätigkeit auf seine Krankheit 

(Schulterbeschwerden) und nicht auf sein Alter zurückzuführen. Die Frage nach der 

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Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 UVV kann letztlich aber offenbleiben, da – entgegen 

der Argumentation des Beschwerdeführers – auch bei fehlender Anwendbarkeit von 

Art. 28 Abs. 4 UVV für die Berechnung des Valideneinkommens nicht auf den vor dem 

Rückfall effektiv erzielten Verdienst abgestellt werden könnte (vgl. die nachfolgenden 

Ausführungen in E. 2.4 f.).

6.4. Massgebend für die Ermittlung des Valideneinkommens ist das Einkommen, das 

die versicherte Person ohne den unfallkausalen Gesundheitsschaden überwiegend 

wahrscheinlich erzielt hätte. Für die Ermittlung des (hypothetischen) 

Valideneinkommens ist mithin nicht per se an das Einkommen, welches die versicherte 

Person in ihrer letzten Tätigkeit erzielt hat, anzuknüpfen (auch wenn 

rechtsprechungsgemäss aufgrund der Empirik grundsätzlich davon ausgegangen 

werden kann, dass die bisherige Tätigkeit ohne unfallkausalen Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre). Vielmehr gibt es auch Fälle, in denen von diesem Grundsatz 

abzuweichen ist, wobei eine entsprechende Ausnahme aber überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen sein muss (vgl. zum Ganzen das Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2018, 9C_887/2017, E. 4.2).

6.5. Der Beschwerdeführer leidet – wie bereits ausführlich dargelegt – neben den 

unfallkausalen Kniebeschwerden auch an degenerativ bedingten Einschränkungen 

beider Schultergelenke. Insbesondere wurde ihm am 14. Dezember 2014 rechtsseitig 

ein künstliches Schultergelenk implantiert (Suva-act. I/19-26). Dr. J.___ stellte 

anlässlich seiner Abschlussuntersuchung vom 4. Oktober 2022 dementsprechend fest, 

dass die Bewegungsfreiheit beider Schultergelenke des Beschwerdeführers 

eingeschränkt sei (Ab-/ Adduktion rechts 70-0-10, links 135-0-20; Aussen-/

Innenrotation rechts 30-0-L4, links 45-0-Th12; vordere Flexion/Extension rechts 

90-0-10, links 170-0-30 [Suva-act. I/97-9]). Aufgrund der von Dr. J.___ festgestellten 

Bewegungseinschränkungen ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer auch ohne die unfallkausalen Gesundheitsschäden an den 

beiden Kniegelenken aufgrund der Schulterproblematik keine Leitern mehr hätte 

besteigen und/oder Arbeiten über Schulter-/Kopfhöhe ausführen können (vgl. zu diesen 

Anforderungen den Arbeitsplatzbeschrieb der H.___ AG [Suva-act. I/46-6]). Der 

Beschwerdeführer hätte mithin – unabhängig von den unfallkausalen Kniebeschwerden 

– seine bisherige Tätigkeit als Betriebsmechaniker und elektriker überwiegend 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 33/36

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wahrscheinlich aufgeben müssen und hätte nicht mehr dasselbe Einkommen erzielt. 

Dementsprechend kann nicht auf den zuletzt effektiv erzielten Verdienst abgestellt 

werden, sondern muss auf die Tabellenlöhne der LSE zurückgegriffen werden.

6.6. Hinsichtlich des Beizugs der LSE-Werte kann dem Beschwerdeführer insofern 

beigepflichtet werden, als dass der Wirtschaftszweig 81 (Gebäudebetreuung; Garten- 

und Landschaftsbau), welcher unter anderem Hausmeisterdienste und/oder die 

Reinigung von Gebäuden umfasst, der letzten Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Betriebsmechaniker und elektriker nicht entspricht, zumal er auch eine Tätigkeit in der 

Gebäudebetreuung bzw. als Hauswart aus unfallfremden Gründen überwiegend 

wahrscheinlich nicht mehr ausführen könnte. In Übereinstimmung mit dem 

Beschwerdeführer ist für das Valideneinkommen auf den Totalwert für den Sektor 2 

(Produktion) abzustellen. Entgegen seinem Dafürhalten rechtfertigt sich hingegen in 

seinem Fall angesichts des Fehlens einer in der Schweiz anerkannten 

Berufsausbildung, sonstiger Aus /Weiterbildungsnachweise oder Führungserfahrung 

das Abstellen auf das Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten welche ein 

grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) nicht. An der fehlenden 

Sachgerechtigkeit einer Anwendung des Kompetenzniveaus 3 im vorliegenden Fall 

ändert nichts, dass für die Tätigkeit als Betriebsmechaniker und elektriker gemäss 

Aussage des Beschwerdeführers anlässlich der Verhandlung vom 30. April 2024 keine 

eigenständige Ausbildung existiert, sondern vielmehr zwei Berufslehren (Mechaniker 

und Elektriker) absolviert werden müssten (act. G 11), was mit Blick auf das 

Stellenprofil eines Polymechanikers EFZ (abrufbar unter <https://

www.berufsberatung.ch/dyn/ show/1900?id=3656>; zuletzt besucht am 3. Mai 2024) 

aber ohnehin fraglich erscheint. Angesichts einer zugestandenermassen bestehenden 

"Interdisziplinarität" der Tätigkeit als Betriebsmechaniker und elektriker sowie der 

jahrelangen praktischen Erfahrung des Beschwerdeführers erscheint jedoch die 

Anwendung des Kompetenzniveaus 1 ebenfalls nicht als sachgerecht. Vielmehr 

rechtfertigt sich im Ergebnis die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 (praktische 

Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von 

Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst). Der Totalwert für 

den Sektor 2, Kompetenzniveau 2, Männer, gemäss TA1 LSE 2020 beträgt Fr. 6'063.

monatlich bzw. Fr. 72'756.  jährlich (x12). Hochgerechnet auf die betriebsübliche 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 34/36

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Arbeitszeit im Sektor II für das Jahr 2020 von 41.3 Stunden, ergibt dies ein 

Valideneinkommen von Fr. 75'120.55 jährlich (Fr. 72'756.  / 40 * 41.3).

6.7. Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist zwischen den Parteien zu Recht 

unumstritten, dass dem Beschwerdeführer lediglich noch sogenannte Hilfsarbeiten 

zumutbar sind, mithin auf den Totalwert über alle Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 

1, Männer, gemäss TA1 der LSE 2020 abzustellen ist. Dieser beträgt Fr. 5'261.

monatlich bzw. Fr. 63'132.  jährlich (x12). Hochgerechnet auf die betriebsübliche 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden über alle Wirtschaftszweige hinweg ergibt dies ein 

Invalideneinkommen von Fr. 65'815.11 (Fr. 63'132.  / 40 * 41.7).

6.8. Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. zu den Voraussetzungen eines solchen anstelle 

vieler BGE 126 V 78 ff. E. 5 mit Hinweisen) rechtfertigt sich vorliegend entgegen dem 

Dafürhalten des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift (act. G 1 S. 8 Ziff. 26) 

nicht. Insbesondere wirkt sich das fortgeschrittene Alter einer versicherten Person bei 

Hilfsarbeiten rechtsprechungsgemäss nicht lohnsenkend aus (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. März 2022, 8C_799/2021, E. 4.3.3). Andere mögliche Gründe 

für einen Abzug vom Tabellenlohn sind im vorliegenden Fall nicht erkennbar und 

werden vom Beschwerdeführer auch nicht vorgetragen.

6.9. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 75'120.55 und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 65'815.11 ergibt sich mithin eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 8'305.44 bzw. ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 12 %. Damit ist die 

Erheblichkeitsgrenze von 10 % gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG erreicht und der 

Beschwerdeführer hat einen Anspruch auf Ausrichtung einer entsprechenden 

Invalidenrente.

7.

7.1. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2023 dahingehend gutzuheissen, dass dieser 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer 

ab dem 1. Dezember 2020 eine Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 35/36

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von 12 % auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.

7.2. Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

7.3. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Zwar wird die Beschwerde vorliegend nicht 

vollständig gutgeheissen, jedoch obsiegt der Beschwerdeführer zumindest 

grundsätzlich mit seinem Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente. Unter den 

gegebenen Umständen rechtfertigt es sich mithin, dem Beschwerdeführer eine volle 

Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 

2020, 8C_500/2020, E. 4.4 mit Hinweisen). Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

den notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei fehlendem zweiten 

Schriftenwechsel, dafür mit Durchführung einer mündlichen Verhandlung eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'250.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 13. November 2023 wird der 

Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2023 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet, dem Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2020 eine Invalidenrente, 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von 12 % auszurichten. Die Angelegenheit wird 

zur Berechnung und Auszahlung der Invalidenrente an die Beschwerdegegnerin 

überwiesen.

2.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

bis

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 36/36

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3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von

Fr. 4'250.  (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.05.2024
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität der beidseitigen Schulterbeschwerden verneint. Bei der Rentenprüfung wurden zu Recht nur die beidseitigen Kniebeschwerden berücksichtigt. Für die Berechnung des Valideneinkommens kann nicht auf den zuletzt effektiv erzielten Verdienst abgestellt werden, da der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit auch ohne den unfallkausalen Gesundheitsschaden an den beiden Kniegelenken aus unfallfremden Gründen (Schulterbeschwerden) nicht mehr hätte ausführen können. Für das Valideneinkommen ist vorliegend auf den Wert gemäss LSE, Sektor 2, Kompetenzniveau 2, Männer, abzustellen, für das Invalideneinkommen auf den Wert gemäss LSE, Total aller Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer. Bei einem IV-Grad von 12 % hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente. Teilweise Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Mai 2024, UV 2023/67).

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