# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be26b488-407e-591e-884f-2fd1d4880e05
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.05.2010 C-638/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-638-2008_2010-05-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-638/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  M a i  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-
Carpani, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______, (wohnhaft in Deutschland)
vertreten durch Rechtsdienst der Gewerkschaft 
Unia Nordwestschweiz, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 
21. Dezember 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-638/2008

Sachverhalt:

A.
A._______  (nachfolgend  Versicherter  oder  Beschwerdeführer), 
geboren  1951,  deutscher  Staatsangehöriger  mit  Wohnsitz  in 
C._______ (D) arbeitete 1973 und 1974 sowie von 1991 bis 1. Februar 
2005 als Grenzgänger in der Schweiz, zuletzt als Lastwagenfahrer für 
die Firma B._______ in Basel, und leistete in dieser Zeit Beiträge an 
die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
AHV/IV. Im Zeitraum von Dezember 2004 bis Februar 2005 (es liegen 
widersprüchliche Angaben betreffend den genauen Zeitpunkt vor [vgl. 
Akten der IV-Stelle Basel-Stadt, nachfolgend IVBS, IV/3 S. 5, IV/7 S. 1, 
IV/9 S. 2, IV/11 S. 4, IV/21 S. 3, IV/22 S. 2, IV/29 S. 19, IV/43 S. 3]) 
erlitt der Beschwerdeführer einen Myokardinfarkt. Nach Durchführung 
einer Koronarangiographie unterzog er sich am 10. März 2005 einer 
Bypassoperation  und  danach  einem  kardialen  Rehabilitations-
programm. Seit  dem 2. Februar 2005 arbeitet  der  Beschwerdeführer 
nicht  mehr  und  macht  dafür  gesundheitliche  Gründe  (namentlich 
koronare  Gefässerkrankung,  Herzinfarkt,  Depression  bzw.  [im 
Zusammenhang  mit  dem  Herzinfarkt  bzw.  der  Bypassoperation 
stehende]  Posttraumatische  Belastungsstörung  [PTBS;  engl.  PTSD] 
und Bandscheibenschaden HWS) geltend (vgl. IV/1, 3, 5, 6, 8 S. 6 f.,  
IV/35).

B.  
B.a Mit  Formular  vom 7. März  2006  meldete  sich  der  Beschwerde-
führer am 9. März 2006 bei der IVBS zum Bezug einer Invalidenrente 
an (IV/1).

B.b Mit  Vorbescheid  vom  4.  Mai  2007  stellte  die  IVBS  dem 
Beschwerdeführer  die  Ausrichtung  einer  Viertelsrente  ab  1.  Februar 
2006  in  Aussicht  (vgl.  IV/31).  Sie  begründete  dies  im  Wesentlichen 
damit,  dass  seit  Februar  2005  eine  ununterbrochene,  krankheits-
bedingte  Arbeitsunfähigkeit  von erheblichem Ausmasse vorliege  und 
die  Ausübung  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Chauffeur  nicht  mehr 
möglich sei. Hingegegen seien in spezialärztlicher Sicht, bei Ablauf der 
Wartefrist  im  Februar  2006,  alternative,  leichte  bis  mittelschwere 
Tätigkeiten  (z.B.  Kontroll-,  Sortier-  oder  Überwachungstätigkeiten, 
einfache  Lager-  und  Montagearbeiten,  etc.)  mit  einem Pensum von 
60%  zumutbar.  Ein  entsprechender  Einkommensvergleich  ergebe 

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unter  Berücksichtigung  eines  Leidensabzugs  von  5%  einen 
Invaliditätsgrad von 45%.

B.c Am 31. Mai 2007 erklärte der Beschwerdeführer, dass er mit dem 
Vorbescheid nicht einverstanden sei und die Ausrichtung einer ganzen 
Rente  ab  Februar  2006  beantrage,  da  er  aus  somatischen  und 
psychischen  Gründen  auch  nicht  für  eine  angepasste  Tätigkeit 
eingesetzt werden könne (vgl. IV/35). 

B.d Mit  Verfügung vom 21. Dezember  2007  sprach die  IV-Stelle  für 
Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend  IVSTA  bzw.  Vorinstanz)  dem 
Beschwerdeführer  eine  Viertelsrente  ab  1.  Februar  2006  zu  (vgl. 
IV/47). Sie begründete dies gleich wie die IVBS ihren Vorbescheid und 
fügte  ergänzend  an,  dass  aus  medizinischer  Sicht  keine  neuen 
Tatsachen geltend gemacht worden seien, die eine andere Beurteilung 
der  Arbeitsfähigkeit  zuliessen.  Daher  stütze  sie  sich  auf  die  um-
fassenden, sorgfältigen und nachvollziehbaren Abklärungsergebnisse 
der involvierten Gutachter ab. 

C.
C.a Gegen  diese  Verfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  am  29. 
Januar  2008  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht.  Er 
beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Zu-
sprache  einer  ganzen  Invalidenrente  ab  Februar  2006  und  die 
Zusprache einer angemessenen Parteientschädigung. Gegebenenfalls 
sei  angesichts  der  widersprüchlichen  Aktenlage  ein  unabhängiges 
Gutachten  zur  Klärung  der  Arbeitsunfähigkeit  anzuordnen.  Zur 
Begründung  führte  der  Beschwerdeführer  an,  dass  er  aus  somati-
schen und psychischen Gründen gänzlich arbeitsunfähig sei.

C.b Mit Vernehmlassung vom 19. Februar 2008 (act. 3) beantragte die 
IVSTA  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  Bestätigung  der  ange-
fochtenen Verfügung und verwies auf die Stellungnahme der IVBS vom 
13. Februar 2008, worin die Würdigung der medizinischen Unterlagen 
dargelegt und bestätigt wurde (vgl. act. 3 und 3.1). 

C.c Der Beschwerdeführer leistete den ihm vom Bundesverwaltungs-
gericht auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 400.- fristgerecht am 12. 
März 2008.

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C.d Mit  Replik  vom  8.  April  2008  hielt  der  Beschwerdeführer 
vollumfänglich  an  der  Beschwerde  fest  und  beantragte  deren 
Gutheissung (act. 6).

C.e Mit  Schreiben vom 22. April  2008 reichte der Beschwerdeführer 
einen  Bescheid  des  Landratsamt  C._______  vom 11. April  2008  zu 
den  Akten,  worin  ihm  die  Schwerbehinderteneigenschaft 
zugesprochen wurde (act. 8 und 8.1).

C.f Mit Duplik vom 15. Mai 2008 hielt die IVSTA an ihren Anträgen fest 
(vgl. act. 10 und 10.1).

C.g Am  20.  Mai  2008  schloss  das  Bundesverwaltungsgericht  den 
Schriftenwechsel. 

C.h Mit Eingabe vom 19. Mai 2008 reichte die IVSTA eine ergänzende 
Stellungnahme der IVBS vom 15. Mai 2008 zu den Akten, worin sich 
diese  in  Bezug  auf  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichte 
Bestätigung der Schwerbehinderteneigenschaft  äusserte (vgl. act. 12 
und 12.1).

C.i Innert  der  ihm  dazu  eingeräumten  Frist  liess  sich  der 
Beschwerdeführer zu dieser Eingabe nicht vernehmen. 

D.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 
soweit  erforderlich,  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

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1.2 Nach  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem VwVG,  soweit  das  VGG nichts 
anderes bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d bis 

VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das 
Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist.

2.
2.1 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er ist 
daher zur Beschwerde legitimiert.

2.2 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
und  der  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die 
Beschwerde einzutreten (60 ATSG, Art. 52 VwVG und Art. 63 Abs. 4 
VwVG).

3.
3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und lebt in 
Deutschland. Daher ist vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getrete-
ne  Abkommen  vom  21.  Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft 
und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (nach-
folgend:  FZA,  SR  0.142.112.681),  insbesondere  dessen  Anhang  II 
betreffend  die  Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit, 
anzuwenden  (Art.  80a  IVG).  Soweit  das  FZA  bzw.  die  auf  dieser 
Grundlage  anwendbaren  gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine 
abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung 
des  Verfahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen 
einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  nach  der  inner-
staatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4).

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis 
auf  den  im Zeitpunkt  des  Erlasses des angefochtenen Verwaltungs-
aktes eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 
die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab 
diesem Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro 
rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 

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4.
Gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgängern die IV-
Stelle,  in  deren  Tätigkeitsgebiet  die  Grenzgängerin  oder  der 
Grenzgänger  eine  Erwerbstätigkeit  ausübt,  zur  Entgegennahme und 
Prüfung der Anmeldungen zuständig. Die Verfügungen werden von der 
IVSTA erlassen.

Da  der  Beschwerdeführer  bei  Eintritt  des  geltend  gemachten 
Gesundheitsschadens als  Grenzgänger  im Tätigkeitsgebiet  der  IVBS 
arbeitete,  war  die  IVBS  für  die  Entgegennahme  und  Prüfung  der 
Anmeldung  zuständig  und  wurde  die  Verfügung  vom 21.  Dezember 
2007 zu Recht von der IVSTA erlassen.

5.
5.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens  die  Verletzung  von  Bundesrecht  unter  Einschluss  des 
Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

5.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein  Korrelat  insbesondere  in  den  Mitwirkungspflichten  der  Parteien 
(BGE 125  V  193  E. 2,  BGE 122  V  157  E. 1a,  je  mit  weiteren  Hin-
weisen).

5.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern  das  Gesetz  nicht  etwas  Abweichendes  vorsieht,  nach  dem 
Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  zu  fällen.  Die 
blosse  Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den 
Beweisanforderungen  nicht.  Das  Gericht  hat  vielmehr  jener  Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehens-
abläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 
V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

5.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 

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Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  Person noch  zugemutet  werden  können  (BGE 
125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die - arbeitsmedizinische - Aufgabe der 
Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die 
versicherte  Person  in  ihren  körperlichen  oder  geistigen  Funktionen 
leidensbedingt  eingeschränkt  ist.  Im  Vordergrund  stehen  dabei  vor 
allem jene Funktionen, welche für  die nach der  Lebenserfahrung im 
Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person 
wesentlich  sind  (so  etwa,  ob  diese  sitzend  oder  stehend,  im Freien 
oder  in  geheizten Räumen arbeiten  kann oder  muss,  ob sie  Lasten 
heben  und  tragen  kann).  Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen 
Tätigkeiten  auf  Grund  der  medizinischen  Angaben  und  unter  Be-
rücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Fra-
ge  kommen,  ist  demgegenüber  nicht  von der  Ärztin  oder  dem Arzt, 
sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufsberatung zu beantwor-
ten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  I  457/04 
vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf 
BGE 107 V 20 E. 2b).

5.5 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend,  ob  der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf 
allseitigen Untersuchungen beruht,  auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben 
worden  ist,  in  der  Darlegung  der  Zusammenhänge  und  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hinweisen). 

6.
6.1 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungs-
gericht  zu  prüfen,  ob  die  IVSTA  zu  Recht  dem  Beschwerdeführer 
(lediglich) eine Viertelsrente zugesprochen hat.

6.2 Die Voraussetzung der - noch nach altem Recht zu beurteilenden - 
Mindestbeitragsdauer von zwölf Monaten (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der 
bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) ist erfüllt. Es bleibt daher 
zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  in  rentenrelevantem  Ausmass 
invalid ist.

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6.3 Der Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität beurteilt sich nach Art. 29 
Abs. 1 IVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, 
in  dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden  ist  (Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder  während  eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 
40% arbeitsunfähig war (lang dauernde Krankheit,  Art. 6 ATSG, vgl. 
BGE 121 V 264 E. 5  und 6). Meldet  sich  ein  Versicherter  mehr  als 
zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs  an,  so  werden  die 
Leistungen in Abweichung von Artikel 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die 
zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet.  Weiter-
gehende Nachzahlungen werden erbracht,  wenn der Versicherte den 
anspruchsbegründenden  Sachverhalt  nicht  kennen  konnte  und  die 
Anmeldung innert zwölf Monaten nach Kenntnisnahme vornimmt (vgl. 
Art. 48  Abs. 1 und 2 IVG in der  bis  Ende 2007 geltenden Fassung, 
welche  hier  auf  Grund  der  vor  dem  1.  Januar  2008  erfolgten 
Anmeldung massgebend ist). 

Da vorliegend eine labile Gesundheitseinschränkung im Sinne von Art. 
29 Abs. 1 Bst. a IVG vorliegt (vgl. Bst. A) und der Beschwerdeführer 
aus gesundheitlichen Gründen seit  Februar 2005 keiner Arbeit  mehr 
nachgegangen ist,  ist  im Folgenden zu prüfen,  ob der  Beschwerde-
führer im Zeitraum vom 9. März 2005 (ein Jahr vor Eingang der An-
meldung  bei  der  IVBS)  bis  21.  Dezember  2007  (Datum  der  an-
gefochtenen Verfügung)  in  rentenbegründendem Umfang erwerbsun-
fähig war.

6.4 Die  folgenden  gesetzlichen  Grundlagen  und  von  der  Recht-
sprechung entwickelten Grundsätze sind für die Beurteilung der Streit -
sache massgebend:

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich 
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  verursachte  und  nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt  (Art.  7  Abs. 1  ATSG). Für 

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die  Beurteilung  des  Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  sind 
ausschliesslich  die  Folgen der  gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen.  Eine  Erwerbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn 
sie  aus  objektiver  Sicht  nicht  überwindbar  ist  (Art.  7  Abs.  2  ATSG, 
eingefügt per 1. Januar 2008).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

6.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (ab 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2 IVG) 
besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf 
eine  ganze  Rente,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  60% 
Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens  50%  Anspruch  auf  eine  halbe  Rente,  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.

7.
7.1 Der  Beschwerdeführer  beantragt  die  Ausrichtung  einer  ganzen 
Invalidenrente,  da  er  aus  psychischen  und  somatischen  Gründen 
gänzlich arbeitsunfähig sei.

7.2 In  den  Vorakten  finden  sich  insbesondere  die  folgenden 
medizinischen Unterlagen:

- zwei  Untersuchungsberichte  von  Prof.  Dr.  D._______  (Kreiskrankenhaus 

C._______) vom 18. Februar 2005 und 18. Juni 2007 (IV/3 S. 1 f. und IV/40 S. 2 

ff.);

- ärztliche  Bescheinigungen  und  ein  Arztbericht  von  Dr.  E._______  (Facharzt  für  

Allgemeinmedizin,  langjähriger  Hausarzt  des  Beschwerdeführers)  vom  3.  März 

2005, 20. März 2006 und 18. Mai 2007 (IV/3 S. 9, IV/7 S. 1, IV/35 S. 4; vgl. auch 

IV/1 S. 6);

- ein  kardiologisches  Austrittskonsilium  vom  17.  März  2005  und  ein 

nuklearmedizinischer  Befundbericht  vom  12.  April  2005  des  Spitals  F._______ 

(IV/3 S. 4-7); 

- ein  Austrittsbericht  des  ambulanten  kardialen  Rehabilitationsprogramms 

P._______ vom 27. Juni 2005 (IV/8 S. 6);

- ein Arztbericht  für  Erwachsene des Spitals F._______ (Kardiologie) vom 7. April 

2006 (IV/11);

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- eine  Bescheinigung  vom  14.  Februar  2006  sowie  zwei  Arztberichte  von  Dr. 

M._______ (Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin; Praktische Ärztin) vom 

30. März 2006 und 25. Mai 2007 (IV/3 S. 12, IV/9 und IV/43 S. 2 ff.);

- ein rheumatologisches Gutachten von Dr. O._______ (Facharzt für Rheumatologie 

Physikalische Medizin und Rehabilitation) vom 17. November 2006 (IV/20 S. 2 ff.);

- ein psychiatrisches Gutachten von Dr. N._______ (Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH) vom 13. Dezember 2006 (IV/21);

- ein  dreiteiliges  MEDAS-Gutachten  der  G._______  [Bezeichnung  MEDAS]  (im 

Folgenden: MEDAS; IV/29 S. 2 ff.) bestehend aus:

- dem  psychiatrischen  Fachgutachten  von  Dr.  H._______  (Psychiatrie  und 

Psychotherapie FMH; MEDAS) vom 23. Januar 2007 (IV/29 S. 28-31),

- dem  rheumatologischen  Fachgutachten  von  Dr.  I._______  (Rheumatologie 

Rehabilitation,  leitende  Ärztin)  und  J._______  (Assistenzärztin;  beide  Spital 

K._______, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation) vom 26. Januar 2007 

(IV/29 S. 22-27),

- dem Gesamtgutachten vom 16. April 2007 (IV/29 S. 2-27) inkl. internistischem 

Untersuchungsbericht von Dr. L._______ vom 23. Januar 2007 (IV/29 S. 13);

- eine ergänzende Stellungnahme der MEDAS vom 11. Oktober 2007 (IV/45);

- sechs  Stellungnahmen  des  Regionalen  Ärztlichen  Dienstes  für  die  IVBS  (im 

Folgenden RAD) vom 2. und 24. August 2006, vom 19. Dezember 2006 sowie vom 

23. April, 1. Oktober und 9. November 2007 (vgl. Protokoll IVBS [nicht paginiert] S.  

3-7). 

7.3 Im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  wurden  keine  weiteren 
medizinischen  Unterlagen  eingereicht.  Das  vom  Beschwerdeführer 
eingereichte  Schwerbehindertenattest  stellt  eine  amtliche  Bescheini-
gung nach deutschem Recht und keine medizinische Beurteilung dar 
und ist für die Beurteilung des Anspruchs auf eine schweizerische IV-
Rente nicht verbindlich. 

7.4 Der  Beschwerdeführer  beruft  sich  zur  Begründung  der  geltend 
gemachten Arbeitsunfähigkeit einerseits auf psychische Beschwerden.

7.4.1 Diesbezüglich  zeigen sich in  den medizinischen Beurteilungen 
erhebliche Differenzen. 

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Auf der einen Seite diagnostizierte die MEDAS im Gesamtgutachten 
und im psychiatrischen Fachgutachten (Dr. H._______) am 23. Januar 
und 16. April 2007 eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression 
gemischt (IDC-10 F43.22) und attestierte dem Beschwerdeführer (ab 
Februar 2005) aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 60-
80% in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit (vgl. IV/29 S. 
16-19  und  S.  30-31).  Dieser  Beurteilung  schloss  sich  der  RAD  in 
seiner  abschliessenden  Stellungnahme  vom  9.  November  2007  an 
(vgl. Protokoll IVBS [nicht paginiert] S. 6). 

Auf der anderen Seite diagnostizierte Dr. N._______ am 13. Dezember 
2006 neben der Anpassungsstörung, Angst und Depression gemischt 
(ICD-10  F.43.22)  eine  posttraumatische  Belastungsstörung  (ICD-10 
F43.1), je bei einem Status nach aortokoronarer Bypassoperation am 
10.  März  2005  nach  Myokardinfarkt  im  Dezember  2004  und  nicht 
vollständig  erfolgreicher  Revaskularisation  (vgl.  IV/21).  Er  attestierte 
dem  Beschwerdeführer  aus  psychiatrischer  Sicht  (ab  der 
Bypassoperation  im  März  2005)  für  die  bisherige  Tätigkeit  eine 
gänzliche  und  für  eine  alternative  Tätigkeit  quantitativ  wie  qualitativ 
eine  Arbeitsunfähigkeit  von  mindestens  80%.  Auch  Dr.  M._______ 
diagnostizierte  am  30.  März  2006  und  25.  Mai  2007  eine 
posttraumatische  Belastungsstörung  nach  Herzoperation  mit  nicht 
zufriedenstellender  Revaskularisation,  mit  Angst  und  Depression 
gemischt (ohne eine Klassifizierung nach ICD-10 vorzunehmen) (vgl. 
IV/9 und IV/43 S. 2-4). Sie attestierte dem Beschwerdeführer (schon) 
aus  psychotherapeutischer  Sicht  für  jegliche  Erwerbstätigkeit  eine 
gänzliche Arbeitsunfähigkeit (ab der Bypassoperation im März 2005). 

7.4.2 Dr.  H._______  (MEDAS),  dessen  Beurteilung  auf  einer 
einmaligen  Visite  des  Beschwerdeführers  beruht,  gestand  diesem 
zwar  zu,  die  Operationen  und  die  anschliessende  Rehabilitation 
schlecht verarbeitet zu haben, erklärte es jedoch als "wenig plausibel", 
"daraus  [...]  eine  posttraumatische  Belastungsstörung  zu 
konstruieren",  da  die  Schwere  der  Ereignisse  nicht  mit  den 
psychischen  Beeinträchtigungen  korreliere  und  die  Symptome  der 
Angst  und  Depression  in  der  Anpassungsstörung  (ICD-10  F.43.22) 
gewürdigt würden. Soweit ersichtlich, unternahm Dr. H._______ keine 
weiteren  Abklärungen,  um im  konkreten  Einzelfall  die  Diagnose  der 
posttraumatischen  Belastungsstörung  zu  prüfen,  sondern  begnügte 
sich  mit  dieser  abstrakten  Begründung,  wobei  er  nicht  ausschloss 
("wenig plausibel"), dass konkret eine PTBS vorlag. Als der Arztbericht 

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von Dr. M._______ vom 25. Mai 2007 - auf Anregung des RAD hin - 
der MEDAS zur Stellungnahme unterbreitet  wurde,  setzte sich diese 
damit und auch mit  der Frage des konkreten Vorliegens einer PTBS 
nicht  auseinander,  sondern  verwies  lediglich  auf  die  im  eigenen 
Gutachten  vertretene  Position  (vgl.  IV/44-45  sowie  Protokoll  IVBS 
[nicht paginiert] S. 5). 

Der  RAD,  welcher  den  Beschwerdeführer  nicht  direkt  untersuchte, 
erklärte  in  seiner  Stellungnahme vom 1. Oktober  2007 die Angaben 
von  Dr.  M._______  als  nicht  nachvollziehbar.  Zum  einen  habe  der 
Beschwerdeführer  angesichts  der  Narkose  während  der  Bypass-
operation  keinen  Sinneseindruck  gewinnen  können.  Zum  anderen 
finde  sich  PTBS  nach  Herzoperationen  "vor  allem"  bei  denen,  die 
lange auf  der Intensivpflegestation behandelt  wurden und finde man 
"am häufigsten" einzelne  PTBS-Symptome und  kein  PTBS-Syndrom 
(als Diagnose nach ICD-10). Auch der RAD setzte sich somit nicht mit 
der konkreten Situation des Beschwerdeführers auseinander, sondern 
begnügte  sich  mit  allgemeinen  Ausführungen  und  Angaben  zur 
Wahrscheinlichkeit  des Vorliegens einer PTBS (wobei die angegebe-
nen Internetfundstellen keine weiterführenden Informationen enthalten 
[zuletzt besucht am 20. Mai 2010]). 

Da  sowohl  Dr.  N._______  (der  den  Beschwerdeführer  an  zwei 
verschiedenen Tagen begutachtete) als auch Dr. M._______ (welche 
den Beschwerdeführer seit Juni 2005 psychotherapeutisch behandelt 
[durchschnittlich  eine  Stunde  pro  Woche])  beim  Beschwerdeführer 
konkret  eine  PTBS  diagnostiziert  und  aus  psychiatrischer  bzw. 
psychotherapeutischer  Hinsicht  eine  Arbeitsunfähigkeit  von 
mindestens  80% bzw. von 100% attestiert  haben,  während  sich  die 
MEDAS und der RAD nur allgemein zur Wahrscheinlichkeit einer PTBS 
nach einer Herzoperation geäussert haben, kann nicht nachvollzogen 
werden, wie die MEDAS und der RAD (und mit ihnen die IVBS und die 
IVSTA)  in  psychiatrischer  Hinsicht  auf  eine  Arbeitsfähigkeit  von  60-
80% in einer Verweisungstätigkeit schliessen konnten. Dies gilt  umso 
mehr,  als  sowohl  die  MEDAS  als  auch  der  RAD  sich  mehrfach 
dahingehend  geäussert  haben,  dass  in  psychiatrischer  bzw. 
psychotherapeutischer  bzw.  psychopharmazeutischer  Hinsicht  klarer 
Handlungsbedarf  bestehe,  wobei  namentlich  auch  eine  stationäre 
Behandlung in  Betracht  zu ziehen sei  (vgl. IV/29: S. 16,  19 und 31; 
Protokoll IVBS [nicht paginiert] S. 4 und 6). Dieser Behandlungsbedarf 
scheint mit der attestierten Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht, 

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ohne  weitere  Erklärungen  oder  Abklärungen,  nicht  vereinbar. 
Andererseits ist auch aus dem Gutachten von Dr. N._______ und dem 
Arztbericht von Dr. M._______ nicht ersichtlich, inwiefern sie konkrete 
Tests  und  Untersuchungen  vorgenommen  haben,  um  das  Vorliegen 
einer  zur  gänzlichen  Arbeitsunfähigkeit  führenden  PTBS  zu 
verifizieren. 

7.4.3 Somit besteht in Bezug auf die psychische Gesundheit des Be-
schwerdeführers  und  die  damit  verbundene  Beeinträchtigung  seiner 
Arbeitsfähigkeit  ein  Abklärungsbedarf  und  ist  eine  erneute 
psychiatrische  Begutachtung  vorzunehmen,  soweit  erforderlich  nach 
vorgängiger stationärer Behandlung. 

7.5 Die  MEDAS  attestierte  dem  Beschwerdeführer  ausserdem  (als 
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) weiter eine 

koronare 3-Gefässerkrankung (ICD-10 I23.13) 

- Status nach inferiorem Myokardinfarkt 02/2005

- Koronarangiographie  18.02.2005:  hochgradige  Stenose  der  RCA 
und  peripherer  RIVP-Verschluss,  Verschluss  LCX  ab  Abgang, 
signifikante Stenose des RIVA, EF 47%

- 10.03.2005: 3-fach AC-Bypass-Operation (Vene auf ACD, Vene auf 
R-intermed, Venenpatch auf LAD)

- 25.04.2006:  Myokardperfusionsszintigraphie:  szintigraphisch 
inferobasale Narbe und inferolaterale Ischämie

- 06.04.2006:  TTE:  LVET  45%  bei  inferiorer  auf  inferoseptal 
übergreifender Hypokinesie

- seit 02/2005: stabile AP CCS 2, Dyspnoe NYHA II bis III

- kardiovaskuläre  Risikofaktoren:  arterielle  Hypertonie,  Hyper-
cholesterinämie,  Status  nach  Nikotin  (30  py),  positive 
Familienanamnese.

Daraus  schloss  die  MEDAS  in  kardialer  Hinsicht  auf  eine  100%ige 
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen Tätigkeit, 
da  die kardiale  Lage nicht  abgeklärt  sei,  was dringend indiziert  sei. 
Der Patient  verweigere eine vollständige Untersuchung bei  weiterhin 
bestehenden  pektanginösen  Beschwerden  mit  nachgewiesener 
Ischämie in der Ergometrie und Myokardperfusions-Szintigraphie. Ein 

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akutes  kardiales  Geschehen  könne  jederzeit  auftreten,  so  dass 
während  des  Führens  eines  Fahrzeuges  eine  Selbst-  und 
Fremdgefährdung gegeben sei. Für Verweistätigkeiten sei eine leichte 
bis maximal mittelschwere Arbeit, ohne Selbst- und Fremdgefährdung 
bei  möglichem  plötzlichem  kardialen  Ereignis  zu  60%  möglich  (vgl. 
IV/29 S. 18 f.). Wie die  MEDAS angesichts des von ihr  deklarierten 
kardialen  Abklärungsbedarfs  und  der  (auch)  damit  begründeten 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit  in der bisherigen Tätigkeit,  in Bezug 
auf eine angepasste Verweisungstätigkeit eine genaue Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit  vornehmen  und  diese  aus  kardialer  Sicht  auf  60% 
festsetzen  konnte,  ist  –  auch  unter  Berücksichtigung  der 
medizinischen  Akten  (welche  bestätigen,  dass  die  Bypassoperation 
die kardialen Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers 
nicht umfassend zu eliminieren vermochte, vgl. namentlich IV/11, 21, 
29 S. 8, IV/40, 43) - nicht nachvollziehbar. Insbesondere erklärte das 
Spital F._______ am 7. April 2006 (nur), dass in einer nicht körperlich 
belastenden  Tätigkeit  aus  kardiologischer  Sicht  "wahrscheinlich"  ein 
100%-Einsatz möglich sei, und sie eine erneute Konorarangiographie 
für  indiziert  halte  (vgl.  IV/11  S. 3).  Auch  der  RAD erkannte  am 19. 
Dezember  2006 in Bezug auf  die  kardiale  vaskuläre Situation  einen 
Abklärungsbedarf,  zumal  er  wissen  wollte,  ob  eine  Optimierung 
derselben  eine  gesamthafte  gesundheitliche  Verbesserung  bringen 
würde (vgl. Protokoll IVBS [nicht paginiert] S. 3 f.). Weiter erklärte Dr. 
D._______  (Kreiskrankenhaus  C._______)  am  18.  Juni  2007  (vgl. 
IV/40  S.  2  ff.),  dass  die  aktuelle  kardiologische  Untersuchung  nur 
unvollständig  habe  durchgeführt  werden  können  und  keine 
verbindliche Aussage aus der Belastungsuntersuchung abgeleitet und 
eine  Progression  der  koronaren  Herzkrankheit  somit  nicht 
nachgewiesen  werden  könne.  Im  Rahmen  des  Gesamtgeschehens 
und insbesondere der psychovegetativen Komponente lasse sich eine 
Belastungseinschränkung  des  Patienten  feststellen  (welche  Dr. 
D._______  allerdings  nicht  quantifiziert).  Sowohl  Dr.  N._______  als 
auch  Dr.  M._______  wiesen  auf  einen  engen  Zusammenhang 
zwischen dem kardialen Krankheitsbild und der PTBS hin, wie er auch 
von  Dr.  D._______  angesprochen  wurde,  und  betonten  die  gegen-
seitige  Interdependenz,  wobei  der  Beschwerdeführer  vor  dem 
Hintergrund der PTBS invasive kardiale Abklärungen verweigere (vgl. 
IV/21 und 43; vgl. auch IV/11). Der kardiale Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers  und  die  damit  verbundene  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit bedarf somit weiterer Abklärung. Da der Beschwerde-
führer  nur  bedingt  bereit  zu  sein  scheint,  sich  entsprechenden 

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Untersuchungen  zu unterwerfen,  ist  im Rahmen der  psychiatrischen 
Begutachtung  in  Rücksprache  mit  einem  Kardiologen  zu  prüfen, 
inwiefern  der  kardiale  Gesundheitszustand  (und  die  entsprechende 
Arbeitsfähigkeit) im Rahmen dessen, was dem Beschwerdeführer aus 
psychiatrischer Sicht und unter psychiatrischer Betreuung zugemutet 
werden kann, besser abgeklärt werden kann und sind entsprechende 
kardiologische Abklärungen vorzunehmen.

7.6 Zusammenfassend ist der Beschwerdeführer in seiner bisherigen 
Tätigkeit  somit  als  zu  100%  arbeitsunfähig  zu  beurteilen.  Zur 
Beurteilung einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Verweisungstätigkeit  sind  in  Bezug  auf  die  psychische  und  kardiale 
Gesundheit  des  Beschwerdeführers  weitere  Abklärungen  vorzuneh-
men, deren Resultate in  eine Gesamtbetrachtung einzubringen sind. 
Die  Beschwerde  ist  daher  insoweit  gutzuheissen,  als  die  Verfügung 
vom 21. Dezember 2007 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch zu berücksichtigen.

8.
Bei diesem  Ergebnis  ist  auf  die  weiteren,  von  der  MEDAS 
diagnostizierten  Beschwerden  (vgl.  IV/29:  S.  12,  13,  17,  25)  nicht 
weiter einzugehen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist auch nicht zu prüfen, ob der 
durchgeführte Einkommensvergleich korrekt war und ein ausreichend 
hoher Leidensabzug gewährt wurde.

9.
9.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art.  63  Abs.  1 
und Abs. 3 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen-
den  Partei.  Eine  Rückweisung  gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der 
Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Den Vorinstanzen 
werden  keine Verfahrenskosten auferlegt  (Art.  63  Abs. 2  VwVG). Es 
sind  daher  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen.  Der  vom 
Beschwerdeführer am 12. März 2008 geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 400.- ist ihm zurück zu erstatten.

9.2 Der obsiegende, vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Fe-
bruar  2008 über  die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2;  in  der  ab  1.  April  2010 

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geltenden Fassung) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten 
der  Verwaltung. Diese  ist  unter  Berücksichtigung des  aktenkundigen 
Aufwands auf Fr. 600.- festzulegen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insofern  gutgeheissen,  als  die  Verfügung vom 
21.  Dezember  2007  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- wird dem Beschwerdeführer zurück erstattet. 

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  für  das  vorliegende  Verfahren  eine 
Parteientschädigung in der  Höhe von Fr. 600.-  zugesprochen. Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Rückerstat-
tungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung ist auf die nächste Seite zu verweisen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand:

Seite 17