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**Case Identifier:** 62d9befa-a9f8-5b6e-a713-3a08952b019c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-27
**Language:** de
**Title:** Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.04.2017 S 2016 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/XX_Upload/ZG_UPL_001_S-2016-149_2017-04-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG 
 

 
 

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER 

 

 

Mitwirkende Richter: lic. iur. Felix Gysi, Vorsitz 

lic. iur. Oskar Müller und Rosemarie Rossi Andenmatten  

Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler 

 

 

U R T E I L  vom 27. April 2017 

 

 

 in Sachen 

 

A, B Strasse, C Gemeinde 

Beschwerdeführerin 

vertreten durch RA D 

 

 gegen 

 

IV-Stelle des Kantons Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug 

Beschwerdegegnerin  

 

 betreffend 

 

Invalidenversicherung (Leistungen) 

 

 

 

S 2016 149 

2 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

A. Die Versicherte, A, Jahrgang 1958, machte am 10. Juni 2011 beim Treppenhinab-

steigen einen Fehltritt und erlitt dabei eine Distorsion des rechten Knies, woraufhin am 17. 

November 2011 eine Arthroskopie stattfand. In der Folge erbrachte die Unfallversicherung 

E die gesetzlichen Leistungen, bevor sie diese per 31. Dezember 2013 einstellte. Am 18. 

Juni 2012 meldete sich A sodann bei der IV-Stelle an und beantragte eine Hilflosenent-

schädigung. Nachdem die IV-Stelle A mit Schreiben vom 7. September 2012 darauf hin-

wies, dass sie unter Umständen Anspruch auf weitere Leistungen der IV habe und die IV-

Stelle den Anspruch auf Hilflosenentschädigung ablehnte, meldete sich A am 13. Septem-

ber 2012 zum Bezug von weiteren Leistungen bei der IV-Stelle an. Daraufhin zog die IV-

Stelle im Rahmen ihrer Abklärungen die Akten der E bei und verfügte am 4. Juli 2013, 

dass A Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe. Nach durchgeführtem Erstgespräch und der 

Tatsache, dass sich die Versicherte auch in einer angepassten Tätigkeit absolut nicht ar-

beitsfähig einstufte, wurden die Eingliederungsbemühungen im August 2013 jedoch ein-

gestellt und ein allfälliger Rentenanspruch geprüft. In der Folge liess die E A begutachten 

und die IV-Stelle führte eine Haushaltsabklärung vor Ort durch. Gestützt auf die durchge-

führten Abklärungen teilte die IV-Stelle A schliesslich mit Vorbescheid vom 5. Oktober 

2015 und Verfügung vom 27. Oktober 2015 [recte: 2016] mit, es werde davon ausgegan-

gen, dass sie ohne Gesundheitsschaden einem Erwerbspensum von 60 % als Mitarbeite-

rin Ökonomie und Reinigungsfrau nachgehen würde und die restlichen 40 % im Haushalt 

tätig wäre. Ausgehend von einer Einschränkung von 39 % im Erwerbsbereich und 0 % im 

Haushalt errechnete die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 23 % und wies das Leistungs-

begehren ab.  

 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28. November 2016 liess A, vertreten 

durch RA D, beantragen, die Verfügung vom 27. Oktober 2016 sei aufzuheben und es 

seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine IV-Rente, auszurichten; alles un-

ter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Aus verfahrensrechtlicher Sicht liess sie die Durch-

führung eines zweiten Schriftenwechsels beantragen. Nach Darlegung des Sachverhalts 

liess die Beschwerdeführerin insbesondere die Aufteilung 60 % Erwerbstätigkeit und 40 % 

Haushalt sowie die angewandte Methode für die Bemessung des Invaliditätsgrades rügen 

und ausführen, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung würde sie nach wie vor ihren vier 

Beschäftigungen, entsprechend einem Arbeitspensum von 80 - 90 %, nachgehen, denn 

bis zur Tumor-Operation im Jahr 2007 mit nachfolgender Bestrahlung habe sie mehr oder 

weniger immer in einem Vollzeitpensum gearbeitet, dies sogar während einer Zeit, in der 

ihre Kinder noch klein gewesen seien. Weil es sich bei der von ihr ausgeübten Tätigkeit 

(Mitarbeiter Reinigung und Ökonomie) um eine körperlich strenge Arbeit gehandelt habe 

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

und berücksichtigt werden müsse, dass sie an vier verschiedenen Arbeitsorten tätig gewe-

sen sei, sei ein Pensum von über 90 % nicht realisierbar. Sie habe nicht Teilzeit gearbei-

tet, um den Rest ihrer Zeit dem Haushalt zu widmen. Auch habe es keinen Anlass (z.B. 

Erziehungs- oder Betreuungsaufgaben) gegeben, dass sie dies hätte tun müssen. Viel-

mehr habe sie die Freizeit gebraucht, um sich von der körperlich anstrengenden Arbeit zu 

erholen. Somit bemesse sich der Invaliditätsgrad nach der allgemeinen Methode des Ein-

kommensvergleichs und nicht nach der gemischten Methode. Sollte das Gericht dennoch 

der Ansicht sein, die Beschwerdegegnerin habe zu Recht die gemischte Methode ange-

wandt, so sei festzuhalten, dass der Erwerbsanteil bei 90 % und nicht bei 60 % gelegen 

habe, weshalb noch 10 % auf den Haushalt entfallen würden und die Bemessung des In-

validitätsgrades entsprechend anzupassen sei. Des Weiteren wurde ausgeführt, sie hätte 

ohne gesundheitliche Beeinträchtigung so viel verdient wie im Jahr 2007. Dieser Verdienst 

sei als Valideneinkommen den Lohnentwicklungen auf den Zeitpunkt des frühestmögli-

chen Rentenbeginns anzupassen. Zudem sei sie im Verfügungszeitpunkt 58 Jahre alt ge-

wesen. Unbestritten sei, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand, insbesondere das Knie 

betreffend, nicht mehr verbessern werde, im Gegenteil, eine Verschlechterung wahr-

scheinlicher erscheine. Ihre gesundheitsbedingten beruflichen Möglichkeiten seien äus-

serst beschränkt und entsprechende Stellen auf dem Arbeitsmarkt rar. Die fehlende Aus-

bildung, die Einschränkungen aufgrund der Kniebeschwerden, die mit regelmässiger Ein-

nahme von Medikamenten, Schlafproblemen, Konzentrationsschwächen, Wassereinlage-

rungen, etc. einhergehen würden, würden dazu führen, dass sie mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit keinen Arbeitgeber finden werde. Die ärztlich attestierte Restarbeitsfähigkeit 

sei deshalb wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, was zu einer vollständigen Invalidität im 

Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG führe. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtspre-

chung liess die Beschwerdeführerin sodann die Haushaltsabklärung vom 10. September 

2015 rügen und ausführen, könne eine Person wegen der Behinderung gewisse Haus-

haltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so müsse sie 

sich in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familien-

angehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall dürfe dann angenom-

men werden, wenn die Aufgaben, die behinderungsbedingt durch Angehörige übernom-

men würden, eine unverhältnismässige Belastung bedeuteten. Anlässlich der Haushalts-

abklärung sei festgestellt worden, dass sie im Haushalt lediglich noch leichte Arbeiten ver-

richten könne. Da zum Zeitpunkt der Abklärung der Sohn und dessen Freundin im selben 

Haushalt gewohnt hätten, habe sich eine Aufgabenteilung im Haushalt ergeben. Nicht kor-

rekt sei aber das Vorgehen anlässlich der Abklärung, weil genau das gemacht worden sei, 

was gemäss BGE 133 V 504 nicht zulässig sei: Die Haushaltstätigkeit sei in einzelne 

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Funktionen unterteilt und diese wiederum auf die Familienmitglieder überwälzt worden. Im 

Ergebnis seien ihr nur die leichten Arbeiten zugemutet und die restlichen Arbeiten von 

Familienangehörigen besorgt worden. Dies habe zum Ergebnis geführt, dass bei ihr (an-

geblich) keine Einschränkung mehr vorgelegen habe, da die grösseren Arbeiten ja gar 

nicht durch sie erledigt werden mussten. Damit sei aber nicht ihre Einschränkung im 

Haushalt, sondern vielmehr die Verfügbarkeit der Familienangehörigen und deren Leis-

tungsfähigkeit bemessen worden, was mit dem Invaliditätsbegriff, der ja die Einschränkung 

der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin bezeichnen sollte, nicht vereinbar sei. Al-

lenfalls müsste man den Bericht der Abklärung dergestalt interpretieren, als die Be-

schwerdeführerin all die Arbeiten, die von Familienangehörigen ausgeführt werden wür-

den, eben selbst nicht ausführen könne und entsprechend auch in diesem Umfang einge-

schränkt sei. Ansonsten sage der Bericht nichts über ihre effektive Leistungseinschrän-

kung im Haushalt aus. Überdies leuchte nicht ein, weshalb sie unbestrittenermassen in ih-

rer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin zu 100 % arbeitsunfähig sei, im Haus-

haltsbereich dennoch keine Einschränkung aufweisen sollte, handle es sich doch faktisch 

um mehr oder weniger dieselben Arbeiten. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, die 

ihr attestierte Restarbeitsfähigkeit sei verwertbar, sei beim Invalideneinkommen ein grös-

serer Leidensabzug als die von der Beschwerdegegnerin anerkannten 10 % vorzuneh-

men. Insbesondere sei zu berücksichtigen, dass sie nicht deutscher Muttersprache sei, 

über kaum eine Schulbildung verfüge, keine berufliche Ausbildung absolviert habe, regel-

mässig in ärztliche Kontrolle müsse, keine Verbesserung des Zustandes zu erwarten und 

sie bereits 58-jährig sei. Dass sie nicht Auto fahren und nur mit grossem Aufwand zur 

nächsten Haltestelle des öffentlichen Verkehrs gehen könne, schränke ihre Möglichkeiten 

weiter ein. Zudem seien auch ihre Schmerzen und die Umstände, die die Medikamenten-

einnahme und die eingeschränkte Beweglichkeit beider Kniegelenke mit sich bringen wür-

den, nicht berücksichtigt worden. All diese Umstände würden dazu führen, dass sie eine 

allfällige Restarbeitsfähigkeit nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwer-

ten könne, weshalb der Leidensabzug auf 25 % zu beziffern sei. Schlussendlich liess die 

Beschwerdeführerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes rügen und ausfüh-

ren, die Beschwerdegegnerin habe kein eigenes medizinisches Gutachten in Auftrag ge-

geben, obwohl dies angezeigt gewesen wäre. Während die Unfallversicherung medizini-

sche Aspekte, die nicht unfallkausal seien, ausklammere, müsse die IV sämtliche Ge-

sundheitsschäden vollumfänglich berücksichtigen, entsprechend auch die Beschwerden 

im linken Knie. Insbesondere werde aber auf die Verdachtsdiagnose der seronegativen 

Polyarthritis nicht eingegangen. Die Beschwerdegegnerin hätte hier zumindest beim be-

handelnden Arzt nachfragen müssen, richtigerweise hätte sie eine Begutachtung vorneh-

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

men sollen. Zudem klage sie weiter über Schmerzen, die sich durch Medikation nicht lin-

dern lassen würden. Ob diese Schmerzen Ursachen haben könnten, die nicht auf die 

Kniedistorsion zurückzuführen seien, sei ebenfalls nicht abgeklärt worden. Sodann sei die 

Haushaltsabklärung im Rahmen einer Wohnsituation (Wohngemeinschaft mit Sohn und 

Freundin) durchgeführt worden, die im Zeitpunkt der Verfügung nicht mehr aktuell gewe-

sen sei. Die Beschwerdegegnerin habe jedoch darauf verzichtet, eine erneute Abklärung 

durchzuführen, obwohl sich die Umstände grundlegend verändert hätten. Dementspre-

chend habe die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sachverhalt nur ungenügend 

abgeklärt.  

  

C. Der vom Vorsitzenden der sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Zug mit Verfügung vom 29. November 2016 erhobene Kosten-

vorschuss von Fr. 800.-- wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt.  

 

D. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2017 

die vollumfängliche Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Begründend wurde 

ausgeführt, selbst wenn davon auszugehen wäre, dass die Beschwerdeführerin ohne ge-

sundheitliche Beeinträchtigung zu 100 % erwerbstätig wäre, hätte sie keinen Anspruch auf 

eine Invalidenrente. Werde zur Berechnung des Valideneinkommens das Jahreseinkom-

men, welches die Beschwerdeführerin als Gesunde im Jahr 2006 – somit vor Eintritt der 

Tumorentfernung im Jahr 2007 – gemäss IK-Auszug erzielt habe, beigezogen, betrage 

das Valideneinkommen beim mutmasslichen Rentenbeginn ab November 2012 

Fr. 53'970.--. Würde das Valideneinkommen, wie dies in der Beschwerde vorgebracht 

werde, gestützt auf den im Jahr 2007 erzielten Jahreslohn berechnet, würde sich das Vali-

deneinkommen auf Fr. 48'693.-- belaufen. Bei einem Invalideneinkommen von  

Fr. 46'297.-- (vgl. Invalideneinkommen gemäss Verfügung vom 27. Oktober 2015 [recte: 

2016], aufgerechnet auf ein Vollpensum) würde die Beschwerdeführerin eine Erwerbsein-

busse von Fr. 7'673.-- bzw. Fr. 2'396.-- erleiden, was einem Invaliditätsgrad von 14 % bzw. 

5 % entsprechen würde. Des Weiteren sei entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-

rerin nicht das Alter bei Verfügungserlass, sondern im Zeitpunkt des mutmasslichen Ren-

tenbeginns (hier: November 2012) massgebend. Damals sei die Beschwerdeführerin 54-

jährig gewesen. Ausserdem überzeuge ihre Argumentation, ihre gesundheitsbedingten be-

ruflichen Möglichkeiten seien äusserst beschränkt und entsprechende Stellen auf dem Ar-

beitsmarkt rar, keineswegs. Die Beschwerdeführerin sei in einer körperlich leichten, über-

wiegend sitzenden Wechseltätigkeit ohne häufiges Gehen über 50 m und ohne Schläge/ 

Vibrationen auf das Kniegelenk, bei der sie weder Gewichte über 10 kg heben oder tra-

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

gen, Zwangshaltungen einnehmen noch Treppen laufen oder Leitern besteigen müsse, zu 

100 % arbeitsfähig. Solche einfache Hilfstätigkeiten gebe es zweifelsohne auf dem ausge-

glichenen Arbeitsmarkt (z.B. Verpacken oder Montage), auf den es bei der Beurteilung des 

Rentenanspruches ankomme. Darüber hinaus bemerkte die Beschwerdegegnerin, selbst 

bei einer Gewichtung von 90 % Erwerbstätigkeit und 10 % Haushalt würde kein Renten-

anspruch entstehen. Zur Haushaltsabklärung führte sie sodann an, es sei durchaus legi-

tim, dass bei einer Wohngemeinschaft von vier erwachsenen Personen die Besorgung des 

Haushaltes aufgeteilt werde, und im Rahmen der Schadenminderungspflicht die Be-

schwerdeführerin die leichten Haushaltsarbeiten erledige und ihr Sohn und dessen Freun-

din die schwereren Arbeiten, die im Übrigen nicht täglich anfielen, übernehmen würden. 

Der Tatsache, dass die Wohngemeinschaft mit dem Sohn aufgelöst worden sei, sei auch 

Rechnung getragen worden, was zur Folge habe, dass der Beschwerdeführerin ab 1. Juli 

2016 eine Einschränkung im Haushalt von 3 % anerkannt werde. Zur Höhe des Leidens-

abzuges von 10 % sei in der angefochtenen Verfügung hinreichend Stellung genommen 

worden. Weder die fehlende Schul- und Ausbildung noch die Tatsache, dass die Be-

schwerdeführerin nicht deutscher Muttersprache sei, würden einen höheren Leidensabzug 

zu rechtfertigen vermögen, zumal die Beschwerdeführerin offensichtlich über hinreichende 

Sprachkenntnisse für die Ausübung von einfachen Hilfsarbeiten verfüge. Abschliessend 

führte die Beschwerdegegnerin aus, es werde bestritten, dass sie den Sachverhalt unge-

nügend abgeklärt habe. Weder in der Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädi-

gung, in der Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente, den Angaben der Beschwerde-

führerin bei den Abklärungen vom 29. August 2012 (Abklärung für eine Hilflosenentschä-

digung) und 10. September 2015 noch in den Berichten des Hausarztes Dr. F habe es 

Hinweise für zusätzliche gesundheitliche Beeinträchtigungen als die bekannte Gonarthro-

se gegeben. Der von Dr. F gegenüber Dr. G geäusserte Verdacht auf seronegative Poly-

arthritis habe sich offensichtlich nicht bestätigt, zumal die Beschwerdeführerin bei der Un-

tersuchung vom 12. März 2015 durch Dr. H nicht darüber berichtet habe, als sie ausdrück-

lich nach weiteren Erkrankungen gefragt worden sei. Schliesslich sei nicht einmal im Ein-

wand gegen den Vorbescheid vom 5. Oktober 2015 substantiiert dargelegt worden, in wel-

cher Hinsicht noch weitere medizinische Abklärungen notwendig gewesen wären. Es treffe 

zwar zu, dass nach dem Wohnortwechsel der Beschwerdeführerin per 1. Juli 2016 keine 

weitere Abklärung vor Ort durchgeführt worden sei, allerdings habe sie bei der Beschwer-

deführerin ergänzende Angaben zur neuen Wohnsituation eingeholt und diese Angaben in 

der vorliegend angefochtenen Verfügung berücksichtigt.  

 

7 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

E. Am 25. Januar 2017 stellte das Gericht die Vernehmlassung der Beschwerdegeg-

nerin der Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zu. In der Folge gingen beim Gericht 

keine weiteren Eingaben ein, weshalb der Schriftenwechsel als Ende Januar 2017 abge-

schlossen betrachtet werden kann. 

 

 

 

 Das Verwaltungsgericht erwägt: 

 

 

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 

dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1] in Verbindung 

mit § 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 1. April 1976 [VRG, BGS 162.1] und 

§ 12 des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlas-

senenversicherung und die Invalidenversicherung vom 28. Januar 1993 in der aktuell gel-

tenden Fassung, BGS 841.1). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-

Stelle – fraglos gegeben. Die strittige Verfügung der IV-Stelle datiert vom 27. Oktober 

2015 [recte: 2016]. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Be-

schwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 

wurde am 28. November 2016 der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwal-

tungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene, 30-tägige Beschwerde-

frist wurde somit unter Berücksichtigung von Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 3 ATSG, 

wonach die Frist am nächstfolgenden Werktag endet, wenn der letzte Tag der Frist auf  

einen Samstag, Sonntag oder anerkannten Feiertag fällt, gewahrt. Die Beschwerdeführe-

rin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. 

Die Beschwerdeschrift enthält Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforde-

rungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 

 

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-

lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 27. Oktober 

2016) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 Erw. 1b). Dabei sind in 

zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 

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Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 und 130 V 445, 

mit Verweis auf BGE 129 V 1 Erw. 1.2, 167 Erw. 1, 354 Erw. 1, je mit weiteren Hinweisen).  

Vorliegend sind namentlich Rentenleistungen ab November 2012 strittig. Mithin kommen 

die materiellen Bestimmungen des ATSG und die Bestimmungen der vierten und fünften 

IV-Revision sowie der IV-Revision 6a zum Tragen.  

 

3.  

3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 

ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-

nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-

tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-

res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität von 40 % 

besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf eine Drei-

viertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).  

 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-

re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-

ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-

kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-

kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). Bei 

nichterwerbstätigen versicherten Personen, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haus-

halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden 

kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf ab-

gestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu be-

tätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil er-

werbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie 

daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach 

Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 

Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend 

der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. gemischte 

Methode). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ab-

lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 

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Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres 

folgt. 

 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be-

schwerdefall der Richter) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 

auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärzt-

lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-

leistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 105 V 156 Erw. 1). 

Für die Invaliditätsbemessung ist im Übrigen nicht die medizinisch-theoretische Schätzung 

der Arbeitsfähigkeit durch den Arzt ausschlaggebend, sondern vielmehr die durch den Ge-

sundheitsschaden bedingte Einschränkung der Erwerbsmöglichkeiten auf dem gesamten 

für den Versicherten in Betracht fallenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 273 

Erw. 4). 

 

3.4  

3.4.1 Die Unterlagen sind nach dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung zu werten, d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmli-

chen Beweisregeln gebunden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversiche-

rungsrichter bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-

lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streiti-

gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-

nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-

lungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen me-

dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So 

ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von ex-

ternen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-

gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

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zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

pertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von 

Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (Urteil des Bundesgerichts 

8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008, Erw. 8.2) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 

dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-

fällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung sind Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Ex-

pertise und Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 

praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den thera-

peutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, wel-

ches die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (Urteil des Bundesgerichts 

9C_420/2008 vom 23. September 2008 Erw. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Immerhin ver-

pflichtet aber jede substantiiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Recht-

sprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 

rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 

oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 

dass davon abzuweichen ist (siehe zum Ganzen BGE 125 V 351 Erw. 3 mit zahlreichen 

Hinweisen). 

 

3.4.2 Bei Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Sinne von Art. 49 

Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, 

SR 831.201) – um solche handelt es sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD 

Zentralschweiz – ist zu beachten, dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten 

im Sinne von Art. 44 ATSG noch um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV 

handelt. Ihre Funktion besteht einzig darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzu-

fassen und zu würdigen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Ak-

ten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht 

abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Solchen Berichten 

nach Art. 49 Abs. 3 IVV kann zwar ein gewisser Beweiswert zugemessen werden und es 

ist nach der Rechtsprechung dem Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auch nicht 

verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich vom am Recht stehen-

den Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In 

solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne 

zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil des Bun-

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

desgerichts 9C_341/ 2007 vom 16. November 2007, Erw. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 

157 Erw. 1d). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich 

zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-

nischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, al-

lerdings nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgericht 8C_971/2012 vom 

11. Juni 2013, Erw. 3.4). 

 

4. Da die Invalidität im Erwerbsbereich und im Haushalt unterschiedlich ermittelt 

wird, ist vorab die strittige Frage zu klären, ob die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der 

angefochtenen Verfügung als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige einzustufen ist. Die 

IV-Stelle stufte die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige ein und bemass den IV-Grad 

nach der gemischten Methode mit den Anteilen 60 % Erwerbstätigkeit und 40 % Haushalt. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet diesen Status und macht geltend, sie würde ohne ge-

sundheitliche Beeinträchtigung einem Arbeitspensum von 80 - 90 % nachgehen. 

 

4.1 Ob die versicherte Person als ganztägig oder teilzeitig erwerbstätig oder als nicht-

erwerbstätig zu betrachten ist, was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invalidi-

tätsbemessung (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) Anlass 

gibt, bestimmt sich aufgrund der Prüfung, was die versicherte Person bei im Übrigen un-

veränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. 

Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Per-

son im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo-

thetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 Erw. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-

richts 9C_335/2012 vom 17. Juli 2012, Erw. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im 

Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse 

ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, 

die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 

Begabungen zu berücksichtigen. Im Rahmen der erwerblichen Verhältnisse gilt es insbe-

sondere zu prüfen, ob eine finanzielle Notwendigkeit besteht, eine Erwerbstätigkeit wieder 

aufzunehmen oder allenfalls auszudehnen. Bei der Beurteilung sind die konkrete Situation 

und die Vorbringen der Versicherten nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu 

würdigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie 

sich bis zum Erlass der Verfügung entwickelt haben.  

 

12 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung bezüglich 

Statusfrage auf die Angaben im Abklärungsbericht Haushalt vom 10. September 2015. 

Demgemäss habe die Versicherte ausgeführt, sie würde im Gesundheitsfall im gleichen 

Ausmass arbeiten wie bis anhin. Aktenkundig sei, dass sie bis Ende Mai 2007 bis zu 80 % 

erwerbstätig gewesen sei. Ab Juni 2007 habe die Versicherte demgegenüber nur noch die 

Stellen bei der Stiftung I und in der Zahnarztpraxis von Dr. J innegehabt. Somit habe sie 

ab Juni 2007 nur noch insgesamt zu 60 % gearbeitet, weshalb die Aufteilung 60 % Erwerb 

und 40 % Haushalt nicht zu beanstanden sei. 

 

4.3 Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, sie würde 

ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach wie vor ihren vier Beschäftigungen, entspre-

chend einem Arbeitspensum von 80 - 90 %, nachgehen. Bis zur Tumor-Operation im Jahr 

2007 mit nachfolgender Bestrahlung habe sie mehr oder weniger immer in einem Vollzeit-

pensum gearbeitet. Dies sogar während einer Zeit, in der ihre Kinder noch klein gewesen 

seien. Beachte man ihre Erwerbsbiografie, sehe man, dass sie wegen des Tumors im Jahr 

2007 das Pensum reduziert habe. Im Gesundheitsfall würde sie jedoch weiterhin mit ei-

nem Pensum von 80 - 90 % arbeiten. Mit dem "gleichen Ausmass" habe sie folglich nicht 

das reduzierte Pensum von rund 60 % gemeint, sondern das Vollpensum von 80 - 90 %. 

Dass die Aussage nicht klar sei, liege daran, dass abgesehen von den Kniebeschwerden 

nicht nach weiteren gesundheitlichen Einschränkungen gefragt worden sei. Zudem sei zu 

beachten, dass ihr Ehemann eine volle IV-Rente beziehe, weshalb die Familie auf das 

Einkommen angewiesen sei.  

 

4.4 Zur Beurteilung der Statusfrage sind vorerst die Verhältnisse der Beschwerdefüh-

rerin etwas zu erhellen. Den Unterlagen lässt sich entnehmen, dass die zur Zeit der ange-

fochtenen Verfügung 58 Jahre alte Beschwerdeführerin, verheiratet und Mutter von drei 

inzwischen erwachsenen Kindern (Jahrgang 1978, 1981 und 1990), in ihrer Heimat vier 

Jahre die Grundschule besuchte und über keine Berufsausbildung verfügt. 1979 reiste sie 

in die Schweiz ein und arbeitete zunächst in verschiedenen Hotels und Restaurants, spä-

ter als Reinigungsmitarbeiterin im Spital K und in der Leiterplattenproduktion bei der L AG, 

bevor sie dann von März 1989 bis April 2000 in der Kopier- und Druckabteilung bei der M 

AG in einem 100 % Pensum und anschliessend infolge Reorganisation des Stellenbe-

reichs bis Oktober 2001 in einem 80 % Pensum tätig war. Nachdem ihr diese langjährige 

Festanstellung gekündigt wurde, bezog sie Arbeitslosenentschädigung und arbeitete ab 

März 2001 in einem 10 % Pensum als Reinigungskraft in der Zahnarztpraxis von Dr. N. 

Anschliessend war sie ab 2003 bis Ende Mai 2007 insgesamt bei vier verschiedenen Ar-

13 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

beitgebern in einem 80 - 90 % Arbeitspensum tätig. So war sie vom 17. März 2003 bis 

31. August 2012 als Mitarbeiterin Hauswirtschaft in einem 50 % Pensum bei der Stiftung I 

angestellt und führte daneben in zwei Privathaushalten (September 2003 bis Mai 2007 bei 

Frau O und Frau P, jeweils vier bis fünf Stunden pro Woche pro Haushalt) und in der 

Zahnarztpraxis (1. März 2001 bis 31. März 2006 bei Dr. N und 1. April 2006 - 31. Juli 2012 

bei Dr. J, vier bis sechs Stunden pro Woche) Reinigungsarbeiten aus, welche jeweils ei-

nem Arbeitspensum von ca. 10 % entsprachen (IV-act. 25 S. 3 ff.). Nachdem bei der Be-

schwerdeführerin im Jahr 2007 ein seltener Tumor abdominal entfernt wurde und deswe-

gen während drei Jahren eine Bestrahlung erfolgte, musste sie die zwei Stellen in den Pri-

vathaushalten gemäss eigenen Angaben gesundheitsbedingt aufgeben. Ab Juni 2007 war 

die Beschwerdeführerin somit nur noch bei der Stiftung I und in der Zahnarztpraxis von 

Dr. J angestellt und dementsprechend nur noch zu insgesamt 60 % erwerbstätig. Nach 

dem Unfall vom 10. Juni 2011, bei welchem sie sich eine Distorsion des rechten Knies zu-

zog, musste sie auch diese Erwerbstätigkeit bei der Stiftung I und in der Zahnarztpraxis 

aufgeben. Eine Arbeitstätigkeit nahm sie seither wegen ihrer gesundheitlichen Beeinträch-

tigungen nicht mehr auf. Bei der seinerzeitigen Haushaltsabklärung vom 10. September 

2015 wohnte die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Ehemann, welcher gemäss ih-

ren eigenen Angaben wegen Herzbeschwerden eine ganze IV-Rente bezieht, und dem 

gemeinsamen Sohn sowie dessen Freundin im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhau-

ses in der Gemeinde Q in einer 4 Zimmer-Wohnung. Auf die Frage der Abklärungsperson, 

ob sie ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, antwortete sie, sie hätte 

im gleichen Ausmass weiter gearbeitet, es hätte keinen Grund gegeben aufzuhören. Man 

sei sehr froh gewesen um den finanziellen Zuverdienst. Ihr Ehemann sei IV- Rentner, das 

Einkommen dementsprechend gering. Sie hätte auch Zeit zum Arbeiten, da die Kinder 

selbständig und sie flexibel sei. Vor allem aber gehe es um den Zuverdienst. Seit dem 

1. Juli 2016 wohnt die Beschwerdeführerin nun lediglich noch mit ihrem Ehemann in einer 

2 1/2 Zimmer-Wohnung in der Gemeinde Q. Die Beschwerdeführerin hat ein paar Zim-

merpflanzen, sonstige Freizeitbeschäftigungen werden hingegen nicht genannt.  

 

4.5  Die vorliegenden Umstände, insbesondere dass die Beschwerdeführerin zumin-

dest ab 1991 und auch in einer Zeit, in der ihre Kinder noch betreuungsbedürftig waren, 

praktisch durchgehend in einem beträchtlichen Arbeitspensum tätig war, sie ab 1989 bis 

2000 bei der M AG in einem 100 % Pensum tätig war und sie auch nach der Kündigung ab 

2003 in einem 80 - 90 % Arbeitspensum angestellt war, bei ihr im Jahr 2007 ein seltener 

Tumor abdominal entfernt werden musste und anschliessend während drei Jahren eine 

Bestrahlung erfolgte, sie ihr Arbeitspensum ab 2007 offensichtlich aus gesundheitlichen 

14 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Gründen reduziert hat, sie über keine Freizeitbeschäftigung verfügt, ihre drei Kinder er-

wachsen und von zu Hause ausgezogen sind, ihr Ehemann wegen Herzbeschwerden eine 

ganze IV-Rente bezieht und die Familie in finanzieller Hinsicht auf das Einkommen der 

Beschwerdeführerin angewiesen ist, sprechen dafür, dass die Beschwerdeführerin ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung im heutigen Zeitpunkt weiterhin zwischen 80 - 90 % er-

werbstätig wäre. 

 

Soweit die Beschwerdegegnerin nun einzig gestützt auf den Umstand, dass die Be-

schwerdeführerin bei der Abklärung im Haushalt angab, ohne Behinderung hätte sie im 

gleichen Ausmass weiter gearbeitet, darauf schliessen lässt, die Beschwerdeführerin wäre 

im Gesundheitsfall zu 60 % erwerbstätig, habe sie doch ab Juni 2007 nur noch insgesamt 

zu 60 % gearbeitet, kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar trifft es zu, dass die Beschwerde-

führerin im Jahr 2007 ihre Reinigungstätigkeit in den Privathaushalten aufgegeben und 

dementsprechend ab Juni 2007 nur noch zu insgesamt 60 % erwerbstätig war, die Be-

schwerdegegnerin übersieht dabei jedoch, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspen-

sum offensichtlich wegen der Entfernung des Tumors und der anschliessenden Bestrah-

lung reduziert hat. Andere Beweggründe sind aus den Akten jedenfalls nicht ersichtlich 

und auch die sozialen Lebensumstände der Beschwerdeführerin – keine Kinderbetreuung, 

keine Hobbies – sprechen dafür, dass sie die Reinigungstätigkeit bei Frau O und Frau P 

gesundheitsbedingt aufgegeben hat. Wenn die Beschwerdeführerin nun in der Beschwer-

de ausführen lässt, mit dem "gleichen Ausmass" habe sie nicht das reduzierte Pensum 

von rund 60 % gemeint, sondern das Vollpensum von 80 - 90 %, erscheint dies dem Ge-

richt plausibel und nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass sie das Pensum im Jahr 

2007 gesundheitsbedingt reduziert hat und es demnach naheliegend ist, dass sich ihre 

Aussage gegenüber der Abklärungsperson auf das Arbeitspensum vor der Tumorentfer-

nung – eben gerade im Gesundheitsfall – bezogen hat, zumal die Beschwerdeführerin be-

reits im Vorbescheidverfahren bestritten hat, sich je dahingehend geäussert zu haben, 

dass sie im Gesundheitsfall zu 60 % erwerbstätig wäre. Mithin gilt die Annahme der Be-

schwerdeführerin, im Gesundheitsfall würde sie zwischen 80 - 90 % arbeiten, im Lichte 

des Gesagten und vor dem Hintergrund der sozialen Lebensumstände der Beschwerde-

führerin als überwiegend wahrscheinlich.  

 

4.6 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Gewichtung, wonach die Be-

schwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 60 % erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt be-

schäftigt wäre, ist aufgrund dieser Ausführungen insofern zu korrigieren, dass die Be-

schwerdeführerin im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwischen 80 - 

15 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

90 % erwerbstätig wäre. Dementsprechend wird vorliegend von einem Durchschnittswert 

von 85 % im Erwerbsbereich und von 15 % im Haushalt ausgegangen.  Der Invaliditäts-

grad ist somit anhand der gemischten Methode festzulegen.  

 

5. Im Hinblick auf ihre Erwerbstätigkeit ist zu prüfen, inwieweit die Beschwerdeführe-

rin infolge ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen überhaupt noch arbeitsfähig ist. 

 

5.1 Aus den vorhandenen medizinischen Unterlagen ergibt sich hierzu im Wesentli-

chen was folgt: 

 

5.1.1 Dem Arztzeugnis UVG vom 4. Juli 2011 von Dr. med. F, FMH Allgemeinmedizin, 

kann als Diagnose eine Distorsion des rechten Knies entnommen werden. Die Erstbe-

handlung sei am 14. Juni 2011 erfolgt. Seit dem 10. Juni 2011 bestehe eine 100%ige Ar-

beitsunfähigkeit (IV-act. 29 S. 17 f.). 

 

5.1.2 Am 28. September 2011 hielt Dr. med. R, Facharzt FMH für Orthopädische Chi-

rurgie, folgende Diagnose(n) fest: Mediale Restmeniskusläsion des rechten Knies, Knor-

peldefekt des medialen Kondylus, zwei freie Gelenkskörper im rechten Knie (Trauma 10. 

Juni 2011). Anamnestisch wurde eine Distorsion des rechten Knies am 10. Juni 2011 fest-

gehalten. Seitdem bestünden Schmerzen, vor allem anterior und medial im rechten Knie. 

Bis jetzt sei keine Physiotherapie durchgeführt worden. Die Patientin nehme Schmerz-

medikamente. Nachdem die Patientin die Arbeit mehrere Male habe unterbrechen müs-

sen, arbeite sie zurzeit wieder vollumfänglich. In der Beurteilung wurde festgehalten, im 

rechten Knie bestehe eine relevante, mediale Restmeniskusläsion und ein deutlicher 

Knorpelschaden des Kondylus und des Tibiaplateaus. In der Ganzbeinaufnahme bestehe 

jedoch glücklicherweise eine Valgusachse. Therapeutisch werde nun einerseits eine phy-

siotherapeutische Betreuung zum Aufbau der Muskulatur und andererseits längerfristig ei-

ne Kniearthroskopie mit Sanierung der medialen Restmeniskusläsion und ein Microfrac-

turing des medialen Kondylus vorgeschlagen. Der Eingriff sei für November 2011 geplant. 

In der Zwischenzeit wäre ein Aufbautraining des Knies hilfreich (IV-act. 29 S. 12 f.).  

 

5.1.3. Die Diagnose einer medialen Restmeniskusläsion des rechten Knies und eines 

Knorpeldefektes des medialen Kondylus hielt auch Dr. F im ärztlichen Zwischenbericht 

UVG vom 10. November 2011 fest (IV-act. 29 S. 11). 

 

16 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

5.1.4 Am 17. November 2011 wurde die Versicherte in der orthopädischen Gelenkschi-

rurgie von Dr. R operiert. Es fand sowohl eine Arthroskopie des rechten Knies als auch ei-

ne mediale Teilmeniskektomie statt. Zudem wurden Knorpelschäden der Trochlea und des 

medialen Kondylus mit Microfracturing geglättet und eine Resektion einer zerrissenen Pli-

ca infrapatellaris durchgeführt (IV-act. 29 S. 9 f.).  

 

5.1.5 Dem Bericht vom 4. Januar 2012 von Dr. R kann folgende Diagnose entnommen 

werden: Status nach Arthroskopie des rechten Knies mit medialer Restmeniskusentfer-

nung, Microfracturing der Trochlea und des medialen Kondylus bei Knorpelschäden 

Grad III bis IV des medialen Kondylus und der Trochlea am 17. November 2011. Beurtei-

lend wurde festgehalten, nach Microfracturing der Trochlea und des medialen Kondylus 

wegen Knorpelschäden Grad III bis IV des rechten Knies bestehe jetzt noch ein deutlicher, 

schmerzhafter Gelenkserguss. Glücklicherweise würden sich derzeit keine Hinweise für 

eine Kondylusnekrose finden (IV-act. 28 S. 9 f.).  

 

5.1.6 Einem erneuten Bericht von Dr. R vom 22. Februar 2012 ist zu entnehmen, dass 

bei der Patientin weiterhin ein deutlicher Gelenkserguss des rechten Knies und die schon 

früher dokumentierten Knorpelschäden bestünden. Radiologisch und klinisch bestehe eine 

Valgusachse, sodass das mediale Kompartiment durch eine zusätzliche Massnahme nicht 

entlastet werden könne. Einzig die Gewichtsreduktion wäre unbedingt wünschenswert. Er, 

Dr. R, schlage nun als erste Massnahme eine Punktion des Knies mit Instillation einer Ste-

roids und eine Teilbelastung mit Stöcken für zwei Wochen vor (IV-act. 28 S. 11 f.). 

 

5.1.7 Am 19. März 2012 hielt Dr. R beurteilend fest, die Patientin habe in den letzten 

drei Wochen objektiv gesehen eine Verbesserung erfahren und zeige nur noch wenig Res-

terguss. Es stelle sich nun die Frage, ob bei ihr längerfristig ein Knorpeltransfer mittels au-

tologen Knorpelzellen oder einer AMIC-Plastik indiziert wäre. Deshalb werde er, Dr. R, die 

Patientin konsiliarisch dem Kollegen Dr. med. S zuweisen (IV-act. 3 S. 5 f.). 

 

5.1.8 Dem Bericht vom 2. April 2012 von Dr. med. S, Facharzt FMH für Orthopädische 

Chirurgie, ist zu entnehmen, dass sich die Situation nach Durchführung der Arthroskopie, 

Teilmeniskektomie und Débridement Knorpel inkl. Microfracturing nicht mehr beruhigt ha-

be. Auch eine Kortisonspritze habe die Situation nicht verbessert. Die MRI-Untersuchung 

im Februar 2012 zeige ein Fortschreiten der medial ausgeprägten Arthrose mit Teilmenis-

kektomie medial und auf den neuen Bildern seien jetzt zusätzlich eine Knochenprellung 

(Bone bruise) und eine leicht einbrechende subkortikale Lamelle erkennbar. Dies weise 

17 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

auf ein Fortschreiten der Arthrose und Überlastungszeichen des ganzen Systems im me-

dialen Kompartiment hin. Empfohlen wurde eine weitere Entlastung und Schonung, insbe-

sondere keine weiteren körperlichen Arbeiten, eine Arbeitsreduktion, Belastungsreduktion 

sowie eine Badekur (IV-act. 3 S. 3 f.).  

 

5.1.9 Im ärztlichen Zwischenbericht UVG vom 2. Juli 2012 hielt Dr. F die bereits bekann-

te Diagnose  einer fortgeschrittenen aktivierten Arthrose des rechten Knies bestehend seit 

dem Unfall im Juni 2011 fest und führte aus, der Verlauf sei trotz durchgeführter Arthro-

skopie im November 2011 schlecht (IV-act. 29 S. 2). 

 

5.1.10 Am 10. Januar 2013 nahm Dr. F zur bisher ausgeführten Tätigkeit der Versicher-

ten Stellung und führte aus, es bestünden persistierende Schmerzen und Bewegungsein-

schränkungen im Knie. Aus medizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr zu-

mutbar. Eine rein sitzende Tätigkeit sei der Versicherten evtl. zu 50% zumutbar, dies 

müsste jedoch zuerst ausprobiert werden (IV-act. 28 S. 1 ff.).  

 

5.1.11 Am 25. März 2013 berichtete Dr. F, die Patientin habe seit Anfang 2013 zuneh-

mende Schmerzen im linken Knie. Als Diagnose wurde neu eine Gonarthrose links mit 

medialer Meniskusläsion links festgehalten und ausgeführt, aufgrund der durchgeführten 

Physiotherapie habe rechts eine einigermassen stabile Situation erreicht werden können. 

Die Arbeitsunfähigkeit verbleibe aber weiterhin bei 100 %, auch wegen der neuen Gon-

arthrose links. Eine Besserung sei nicht in Sicht und eine endoprothetische Versorgung 

werde wohl kaum mehr abzuwenden sein. Abschliessend wurde festgehalten, die  

Situation habe sich durch die Gonarthrose links deutlich verschlechtert (IV-act. 42 S. 5 f.).  

 

5.1.12 Im Bericht vom 8. April 2013 von Dr. S wurde festgehalten, dass die Patientin seit 

einigen Wochen plötzlich starke Schmerzen im linken Kniegelenk habe, wobei die 

Schmerzen spontan aufgetreten seien. Ein MRI sei veranlasst worden und zeige sowohl 

einen medialen Meniskushorizontalriss als auch Erweichungsherde des medialen Menis-

kus und unregelmässige Knorpeloberflächen. Die Patientin gehe an Stöcken und hinke 

stark. Generell löse jede Bewegung Schmerzen aus wie bei einer starken Synovitis. Diag-

nostiziert wurde eine aktivierte mediale Arthrose mit beginnendem Meniskuseinriss beim 

linken Kniegelenk und es wurde festgehalten, dass eine baldige operative Sanierung an-

gebracht sei (IV-act. 50 S. 22 f.). 

 

18 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

5.1.13 Am 2. Juli 2013 nahm RAD-Arzt Dr. med. T, Facharzt für Innere Medizin FMH, 

zum ersten Mal Stellung und führte aus, bei der Versicherten bestehe gemäss den vorlie-

genden medizinischen Informationen eine fortgeschrittene aktivierte Arthrose des rechten 

Kniegelenks, welche gemäss fachärztlicher Einschätzung mit lokalen operativen Methoden 

nicht zu verbessern sei. Für die Implantation einer Knie-Prothese sei die Versicherte noch 

vergleichsweise (zu) jung. Angesichts der vorstehenden Problematik sei der Versicherten 

eine überwiegend gehend/stehende Tätigkeit mit intermittierenden Zwangshaltungen 

(Knien/Kauern/Besteigen von Leitern etc.) analog der bisherigen Tätigkeit im Reinigungs-

bereich/Mitarbeiterin Ökonomie nicht mehr zumutbar. Die seit dem 17. November 2011 at-

testierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei ausgewiesen. In einer leidensangepassten, über-

wiegend sitzenden Wechseltätigkeit ohne Hebe-/Tragbelastungen von mehr als 10 kg, oh-

ne Zwangshaltungen (Knien, Kauern), ohne Treppenlaufen/Besteigen von Leitern und oh-

ne Schläge/Vibrationen auf das Kniegelenk sei indes überwiegend wahrscheinlich eine er-

hebliche Restarbeitsfähigkeit vorhanden (IV-act. 31).  

 

5.1.14 Am 26. November 2013 diagnostizierte Dr. med. G, Praktischer Arzt FMH, einen 

Status nach Traumatisierung des rechten Kniegelenkes anlässlich einer Verrenkung am 

10. Juni 2011 mit Traumatisierung einer vorbestehenden trikompartimentellen Gonarthro-

se. Unfallfremd wurde ein Status nach Endometriose, ein Status nach Magenblutung nach 

Ponstaneinnahme, eine Penicillinallergie sowie ein Status nach Entfernung eines Tumors 

im Abdomen mit anschliessender Bestrahlung festgehalten. Nach telefonischer Auskunft 

von Dr. F bestehe zusätzlich der Verdacht auf eine seronegative Polyarthritis. Die einzige 

Möglichkeit den aktuellen Zustand zu verbessern, sei die Implantation der Totalendopro-

these im rechten Kniegelenk. Im Moment sei die Versicherte dazu jedoch nicht bereit, weil 

offenbar verschiedene Spezialisten die Totalendoprothese erst ab 60 Jahren empfehlen 

würden und sie selber gelesen habe, dass 30 % der Totalendoprothesen am Kniegelenk 

schlecht seien. Rein aus ärztlicher Sicht könne die Versicherte mit dem aktuellen Zustand 

des rechten Kniegelenks eine halbtägige Arbeit weitgehend sitzend, aber mit der Möglich-

keit je nach Schmerzzustand die Arbeit auch stehend oder kurzgehend auszuführen, aus-

führen. Die früheren Reinigungsarbeiten könnten der Versicherten jedoch nicht mehr zu-

gemutet werden. Dies gelte auch für den Fall der Implantation der Prothese. Allerdings 

könnte sie mit der Prothese sitzende Tätigkeiten besser tolerieren (IV-act. 42). 

 

5.1.15 Am 8./9. Mai 2014 wurde die Versicherte durch das Zentrum U untersucht. Dem 

entsprechenden Abklärungsbericht vom 20. Juni 2014 sind folgende arbeitsrelevante Di-

agnosen zu entnehmen: 1. Gonarthrose rechts medialbetont mit Knorpeldefekt Grad III 

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

bis IV des medialen Kondylus; 2. Knieschmerzen links bei horizontalem Riss im Korpus 

des Innenmeniskus; beginnende Gonarthrose links, Bakerzyste. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen gestellt: 1. Arterielle Hypertonie; 2. Zustand 

nach Operation und Radiotherapie eines Tumors im kleinen Becken 2008; 3. Verdacht auf 

seronegative Polyarthritis. Zur Arbeitsfähigkeit in ihrer angestammten Tätigkeit wurde fest-

gehalten, die Versicherte sei als Reinigungskraft wegen organisch reduzierter Belastbar-

keit sowie allgemeiner Dekonditionierung aus medizinischer Sicht nur reduziert einsetzbar 

mit nur kurzdauerndem Kauern, Knien und vermehrten Pausen beim Gehen/Stehen. Dar-

aus folge eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei einem Ganztagespensum. Was die ange-

passte Tätigkeit betreffe, sei der Versicherten eine leichte bis knapp mittelschwere Tätig-

keit mit gegebener Möglichkeit zur Wechselpositionierung zwischen Gehen/Stehen und 

Sitzen und regelmässiger Bewegung entsprechend ihrer Fähigkeiten und Einschränkun-

gen medizinisch-theoretisch zu 100 % zumutbar. (IV-act. 50 S. 29 ff.).  

 

5.1.16 Dem von der Unfallversicherung E in Auftrag gegebenen Gutachten vom 18. März 

2015 von Dr. med. H, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-

gungsapparates, sind folgende Diagnosen zu entnehmen: 1. Trikompartimentale, medial 

betonte Gonarthrose rechts mit/bei: medialer Meniskusruptur, degenerativ 2006; Zustand 

nach arthroskopischer medialer Meniskusteilresektion 2006; Rezidivruptur medialer Me-

niskus, Knorpelulceration medialer Femurkondylus 2011; Zustand nach arthroskopischer 

medialer Meniskusteilresektion, Microfracturing medialer Femurkondylus 2011; Genu va-

lgum; chronischer Synovitis; 2. Beginnende mediale Gonarthrose links mit/bei: Knor-

pelulceration medialer Femurkondylus; 3. Präadipositas (BMI 27.36). Zur Arbeitsfähigkeit 

führte Dr. H aus, in der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin Ökonomie bestehe eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Tätigkeiten stehend/gehend, tragend bis 25 kg, Arbeiten in 

Kniezwangshaltung, Besteigen von Leitern seien nicht zumutbar. Demgegenüber bestehe 

bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit (z.B. Büro/Telefonistin etc.) keine Einschränkung. 

Eine wechselbelastende Tätigkeit sei unter Einschränkung der Gehstrecke/Heben und 

Tragen/Treppensteigen zumutbar (IV-act. 50 S. 2 ff.). 

 

5.1.17 Am 24. August 2015 nahm RAD-Arzt Dr. T erneut Stellung und kam zum Schluss, 

dass der Versicherten die zuletzt ausgeübte überwiegend gehend/stehende Tätigkeit als 

Reinigungsangestellte/Mitarbeiterin Ökonomie nicht mehr zumutbar sei. Demgegenüber 

hielt er sie in einer angepassten, körperlich leichten, überwiegend sitzenden Wechseltätig-

keit ohne häufiges Gehen über 50 m und ohne Schläge/Vibrationen auf die Kniegelenke, 

20 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

bei der sie weder Gewichte über 10 kg heben oder tragen, Zwangshaltungen einnehmen 

noch Treppen laufen oder Leitern besteigen müsse, zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 53). 

 

5.2 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der fortgeschrit-

tenen aktivierten Arthrose des rechten Kniegelenks ihre Tätigkeit als Mitarbeiterin Ökono-

mie und Reinigungskraft nicht mehr ausüben kann. In der angestammten Tätigkeit ist die 

Beschwerdegegnerin demnach zu Recht von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausge-

gangen. Die Beschwerdeführerin rügt indes, sie leide auch an Schmerzen im linken Knie 

und es bestehe die Verdachtsdiagnose der seronegativen Polyarthritis. Die Beschwerde-

gegnerin habe damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie keine über die Ab-

klärungen der Unfallversicherung hinausgehenden, eigenen Abklärungen getroffen habe. 

Was die Beschwerden im linken Knie und der Verdacht der seronegativen Polyarthritis be-

treffen würden, hätte die Beschwerdegegnerin zumindest beim behandelnden Arzt nach-

fragen müssen, richtigerweise hätte sie eine Begutachtung vornehmen sollen. Des Weite-

ren klage sie über Schmerzen, die sich durch Medikation nicht lindern lassen würden. Ob 

diese Schmerzen Ursachen haben könnten, die nicht auf die Kniedistorsion zurückzufüh-

ren seien, sei ebenfalls nicht abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin vertritt demge-

genüber die Ansicht, aus den Akten hätten sich keine Hinweise auf weitere gesundheitli-

che Beeinträchtigungen als die Beschwerden im rechten Knie ergeben, weshalb für weite-

re Abklärungen kein Anlass bestanden habe. In medizinischer Sicht ist somit umstritten, 

ob der Sachverhalt genügend abgeklärt ist bzw. ob die Beschwerdegegnerin ihrer Abklä-

rungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG rechtsgenüglich nachgekommen ist.  

 

5.2.1 Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin erstmals im März 2013 

gegenüber ihrem Hausarzt Dr. F erwähnte, dass sie seit Anfang 2013 zusätzlich zur be-

kannten Gonarthrose rechts zunehmende Schmerzen im linken Knie habe. Doktor F diag-

nostizierte daraufhin in seinem Bericht vom 25. März 2013 neu eine Gonarthrose links mit 

medialer Meniskusläsion links und auch Dr. S, U AG sowie Dr. H hielten als Diagnose u.a. 

eine beginnende Gonarthrose links fest. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegne-

rin haben sich dementsprechend aus den medizinischen Berichten sehr wohl Hinweise auf 

weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen als die Beschwerden im rechten Knie erge-

ben. Nichtdestotrotz kann die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ablei-

ten. Denn sowohl die U AG als auch Dr. H haben ihre Arbeitsfähigkeitsbeurteilung unter 

Berücksichtigung der Kniebeschwerden links abgegeben und kamen zum Schluss, in einer 

leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit und auch RAD-Arzt 

Dr. T gab in seiner Stellungnahme vom 24. August 2015 unter Berücksichtigung der vor-

21 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

handenen ärztlichen Berichte eine identische Beurteilung ab. Soweit die Beschwerdegeg-

nerin nun in der Verfügung vom 27. Oktober 2015 [recte: 2016] im Wesentlichen auf die 

Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. T, welcher sich seinerseits wiederum auf das Gutachten 

von Dr. H sowie den Bericht der U AG abstützte, abstellt und gestützt darauf zum Schluss 

kommt, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit, d.h. in einer körper-

lich leichten Wechseltätigkeit mit hohem/überwiegendem Sitzanteil, ohne häufiges Gehen 

über 50 m bis selten max. 500 m, ohne Hebe-/Tragbelastung über 10 kg, ohne Zwangs-

haltungen (Knien, Kauern), ohne Schläge/Vibrationen auf die Kniegelenke und ohne Be-

steigen von Leitern/Gerüsten zu 100% arbeitsfähig sei, ist ihr zuzustimmen, erscheint die-

se Beurteilung dem Gericht doch plausibel und überzeugend, zumal sowohl die Be-

schwerden im rechten als auch im linken Knie mitberücksichtigt wurden. Was die Kniebe-

schwerden links betreffen, ist somit eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch 

die Beschwerdegegnerin zu verneinen. 

 

5.2.2 Was die seronegative Polyarthritis angeht, geht aus den Akten hervor, dass erst-

mals Dr. F gegenüber Dr. G den Verdacht auf seronegative Polyarthritis geäussert hatte 

und auch die U AG im Bericht vom 20. Juni 2014 als Diagnose ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit den Verdacht auf seronegative Polyarthritis festhielt. Die Verdachtsdiag-

nose wurde jedoch ohne weitere Begründung und ohne Hinweis auf frühere behandelnde 

Ärzte, frühere Arztberichte oder entsprechende Abklärungen genannt. Es handelt sich da-

her einzig um eine Verdachtsdiagnose, welche an der aktuellen Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin nichts zu ändern vermag. Was den weiteren Verlauf des Gesundheits-

zustandes der Beschwerdeführerin anbelangt, bleibt anzufügen, dass sich eine allfällige 

Polyarthritis insofern auswirken könnte, als dass sich der Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführerin schnell verschlechtern könnte. In diesem Fall würde der Beschwerdefüh-

rerin eine Neuanmeldung bei der IV-Stelle offenstehen.  

 

5.2.3  Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt genü-

gend abgeklärt ist und sich daher weitere Abklärungen als unnötig erweisen, da zum heu-

tigen Zeitpunkt von ihnen keine weitergehenden Aufschlüsse zu erwarten sind. Eine Ver-

letzung des Untersuchungsgrundsatzes ist deshalb zu verneinen. 

 

6. Die Beschwerdegegnerin ging gemäss dem Gutachten von Dr. H und den Stel-

lungnahmen des RAD-Arztes Dr. T davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer an-

gepassten, körperlich leichten, überwiegend sitzenden Wechseltätigkeit ohne häufiges 

Gehen über 50 m und ohne Schläge/Vibrationen auf das Kniegelenk, bei der sie weder 

22 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Gewichte über 10 kg heben oder tragen, Zwangshaltungen einnehmen noch Treppen lau-

fen oder Leitern besteigen muss, zu 100 % arbeitsfähig ist. Nach dem oben Gesagten (vgl. 

Erw. 3.4.1 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 

externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

pertise sprechen. Solche Indizien liegen vorliegend keine vor. Es sind keine Gründe er-

sichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gutachten von Dr. H in Frage zu 

stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten den 

von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gestellten Anforderungen an ein Gutachten 

in jeder Hinsicht entspricht. Der Gutachter hat sich hinreichend mit den wesentlichen me-

dizinischen Unterlagen auseinandergesetzt, diese wiedergegeben und gewürdigt und ins-

gesamt ein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin vermit-

telt. Alsdann nahm der Gutachter gestützt auf seine eingehende persönliche Untersu-

chung und Befunderhebung eine schlüssige und überzeugende Beurteilung der Arbeitsfä-

higkeit vor bzw. er kam überzeugend zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer 

vorwiegend sitzenden Tätigkeit nicht eingeschränkt sei bzw. dass ihr eine wechselbelas-

tende Tätigkeit unter Einschränkung der Gehstrecke/Heben und Tragen/Treppensteigen 

zumutbar sei, weshalb darauf abgestellt werden kann. Schlussendlich wurden auch die 

Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. T in Kenntnis der Vorakten abgegeben und es beste-

hen keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, 

weshalb es insgesamt nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Verfügung vom 27. Oktober 2015 [recte: 2016] überwiegend auf das Gutachten von Dr. H 

und die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes Dr. T abgestellt hat. Die Beschwerdegegnerin 

ist somit zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensan-

gepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.  

 

7. Die Beschwerdeführerin bringt nun jedoch vor, die ärztlich attestierte Restarbeits-

fähigkeit sei wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, was zu einer vollständigen Invalidität im 

Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG führe. In erster Linie führt sie dazu ihr Alter – sie ist am 

26. Juli 2016 58 Jahre alt geworden – an; sodann werden die fehlende Ausbildung und die 

Einschränkungen aufgrund der Kniebeschwerden erwähnt.  

 

7.1 Das fortgeschrittene Alter, auf welches sich die Beschwerdeführerin im Wesentli-

chen beruft, wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung 

23 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit den weiteren persönlichen und berufli-

chen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr 

nachgefragt wird, und dass ihm deren Verwertung gestützt auf die Selbsteingliederungs-

pflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das ver-

bliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt 

sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen 

des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und die Beschaffenheit des Gesundheits-

schadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und 

in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und 

Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung 

aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 Erw. 3.1 mit weiteren Hinweisen). 

Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 

verwerten, hängt zuletzt nicht davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine 

berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfü-

gung steht. Als massgeblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwert-

barkeit der Restarbeitsfähigkeit gilt der Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zu-

mutbarkeit einer (Teil-)Erwerbsfähigkeit (BGE 138 V 457 Erw. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen). 

Die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit steht nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zu-

verlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 Erw. 3.4).  

 

7.2 Die am 26. Juli 1958 geborene Beschwerdeführerin war in dem für die Beurteilung 

der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit massgebenden Zeitpunkt der Erstattung des Gut-

achtens von Dr. H vom 18. März 2015 56 Jahre alt, was für sich allein die Verwertbarkeit 

nicht ausschliesst. Es trifft zwar zu, dass sowohl ihr Alter als auch die Tatsache, dass sie 

über keine Ausbildung verfügt, ihre Chancen, eine neue Arbeitsstelle zu finden, schmä-

lern. Nichtsdestotrotz bestehen für die Beschwerdeführerin mit Bezug auf den hypotheti-

schen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. Einerseits wer-

den Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich alters-

unabhängig nachgefragt; andererseits unterliegt die ihr zumutbare Tätigkeit nicht so vielen 

Einschränkungen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. 

Diesbezüglich ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, wonach einfache Hilfsarbeiten 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zweifelsohne angeboten werden. Zu denken ist 

hierbei bspw. an Überwachungs-, Verpackungs- und Kontrollarbeiten. Gesamthaft be-

trachtet schränken die dargelegten persönlichen und beruflichen Gegebenheiten die Mög-

24 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

lichkeiten der Beschwerdeführerin nicht derart ein, dass es ihr unmöglich wäre, auf dem 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle zu finden, weshalb die zu-

mutbare volle Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durchaus als noch verwertbar zu 

betrachten ist. 

 

8. Die Beschwerdeführerin beanstandet im Weiteren die beschwerdegegnerischer-

seits ermittelte Höhe des Validen- und Invalideneinkommens.  

 

8.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermitt-

lung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den 

die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist 

(Urteil des EVG vom 26. November 2002, I 491/01, Erw. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen).  

 

Da – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird –, auch bei Berücksichtigung des von der Be-

schwerdeführerin geltend gemachten Valideneinkommens des Jahres 2007 kein renten-

begründender Invaliditätsgrad resultiert, wird zu Gunsten der Beschwerdeführerin beim 

Valideneinkommen auf den im Jahr 2006 – somit vor der Tumorentfernung im Jahr 2007 – 

bzw. im Jahr 2007 erzielten Gesamtlohn von Fr. 49'825.-- bzw. Fr. 45'686.-- abgestellt (IV-

act. 18). Aufindexiert auf das Jahr 2012 resultiert ein Valideneinkommen von gerundet 

Fr. 54'293.-- (gestützt auf den Lohn im Jahr 2006) bzw. Fr. 48'947.-- (gestützt auf den 

Lohn im Jahr 2007). 

 

8.2 Da die Versicherte seit Eintritt der Gesundheitsschädigung keine zumutbare lei-

densangepasste Tätigkeit ausübt, hat die IV-Stelle das Invalideneinkommen richtigerweise 

unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelt 

(vgl. dazu BGE 126 V 75 Erw. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 321 Erw. 3b/aa). Dabei ist 

sie korrekterweise vom Durchschnittslohn von Frauen, ganzer privater Sektor, Kompe-

tenzniveau 1, ausgegangen, was von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten wird. 

Dieser betrug im Jahr 2012 Fr. 4'112.-- monatlich, was bei der betriebsüblichen Arbeitszeit 

von wöchentlich 41,7 Stunden im Jahr 2012 ein Monatseinkommen von Fr. 4'286.76 bzw. 

ein Jahreseinkommen von Fr. 51'441.12 ergibt. Angepasst an das Arbeitspensum von 

85 % resultiert ein Jahreseinkommen von gerundet Fr. 43'725.--.  

 

25 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss verschiedene 

Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 hat das damalige EVG seine Rechtsprechung zu 

den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass 

die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtli-

chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (lei-

densbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-

kategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 

zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller 

jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu be-

grenzen (BGE 126 V 75 Erw. 5b). Die Frage, ob ein leidensbedingter Abzug nach Mass-

gabe der Grundsätze von BGE 126 V 75 vorzunehmen sei, ist rechtlicher Natur, die Be-

stimmung eines solchen Abzuges dagegen eine Ermessensfrage (Urteil des Bundesge-

richts 9C_759/2010 vom 31. Januar 2011, Erw. 1.2). Soweit die Beschwerdeführerin dies-

bezüglich den von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vorgenom-

menen Abzug vom Tabellenlohn von 10 % rügt und einen solchen von 25 % verlangt, 

kann ihr nicht gefolgt werden; zu bedenken ist, dass Stellen des Kompetenzniveaus 1 

grundsätzlich unbesehen von Alter, Nationalität und Dienstjahren vergeben werden. Die 

58-jährige Beschwerdeführerin lebt seit 1979 in der Schweiz, spricht gemäss ihren eige-

nen Angaben im Lebenslauf sehr gut Deutsch (IV-act. 25 S. 1 f.) und verfügt über die Auf-

enthaltsbewilligung C. Die Beschwerdegegnerin ging zudem gestützt auf das Gutachten 

von Dr. H vom 18. März 2015 davon aus, dass der Beschwerdeführerin eine leidensange-

passten Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Des Weiteren war die Beschwerdeführerin im 

Gutachtenszeitpunkt (18. März 2015), als die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-

)Erwerbstätigkeit feststand, erst 56-jährig (Urteil des Bundesgerichts 9C_780/2008 vom 

22. Dezember 2008, Erw. 3.4.2). Angesichts dieser gesamten Umstände liegt in der Ge-

währung eines Abzugs von 10 % weder ein Ermessensmissbrauch noch eine Ermessens-

über- oder -unterschreitung, weshalb sich der von der Beschwerdegegnerin gewährte lei-

densbedingte Abzug als korrekt erweist, zumal selbst bei Berücksichtigung des maximalen 

Abzugs von 25 % und einer Gewichtung mit 85 % kein Mindestinvaliditätsgrad von 40 % 

resultieren würde, weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen. Bei einem 10%igen Abzug 

ergibt sich ein Invalideneinkommen von rund Fr. 39'353.-- (Fr. 43'725.-- x 0.9).  

 

8.3 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 39'353.-- 

dem Valideneinkommen von Fr. 54'293.-- bzw. Fr. 48'947.-- gegenüber, so resultiert eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 14'940.-- bzw. Fr. 9'594.-- und somit eine Einschränkung im Er-

26 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

werbsbereich von 28 % bzw. 20 %. Gewichtet mit 85 % ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad 

im Erwerbsbereich von gerundet 24 % bzw. 17 %.  

 

9. Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Beschwerdeführerin zufolge ihrer gesund-

heitlichen Beschwerden im Haushalt eingeschränkt ist. Diesbezüglich bestreitet die Be-

schwerdeführerin den Beweiswert des Abklärungsberichtes und den Umfang der der Be-

schwerdeführerin und den Familienmitgliedern auferlegten Schadenminderungspflicht. 

Darüber hinaus wird der Beschwerdegegnerin eine Verletzung des Untersuchungsgrund-

satzes vorgeworfen. 

 

9.1 Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsberichts sind verschiedene Fakto-

ren zu berücksichtigen. Hierzu bedarf es im Regelfall einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 

Abs. 2 IVV). Ein Haushaltsabklärungsbericht ist beweiskräftig, wenn er von einer qualifi-

zierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse 

sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Di-

agnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, 

wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Be-

richtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der 

einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erho-

benen Angaben stehen (AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte 

Erwägung]; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 

Erw. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 Erw. 6.2 und 128 V 93 f. Erw. 4 betreffend Abklä-

rungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Sofern der Bericht 

eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, greift 

das Gericht in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehl-

einschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (z.B. in-

folge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass 

die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das 

im Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts 8C_107/2008 vom 

18. August 2008, Erw. 3.2.1 mit Hinweisen; BGE 128 V 93 f. Erw. 4). Rechtsprechungs-

gemäss bedarf es des Beizugs einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Po-

sitionen der Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, 

nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Per-

son, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts 

9C_49/2008 vom 28. Juli 2008, Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen) und bei psychischen 

27 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_671/2007 vom 13. Juni 2008, Erw. 3.2.1 mit Hin-

weisen).  

 

9.2 Vorliegend fand am 10. September 2015 eine Haushaltsabklärung an Ort und 

Stelle statt. Zum damaligen Zeitpunkt wohnte die Beschwerdeführerin zusammen mit ih-

rem Ehemann, welcher wegen Herzbeschwerden eine ganze IV-Rente bezieht, und dem 

gemeinsamen Sohn sowie dessen Freundin im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhau-

ses in der Gemeinde Q in einer 4 Zimmer-Wohnung. Dem Abklärungsbericht Haushalt 

vom 10. September 2015 von V kann entnommen werden, dass die Versicherte im Be-

reich der "Haushaltsführung" nicht eingeschränkt sei. In Bezug auf den Bereich "Ernäh-

rung" geht aus dem Abklärungsbericht hervor, dass die Versicherte mit ihrem Ehemann 

mittags alleine gewesen sei und immer selbständig eine warme Mahlzeit für beide zuberei-

tet habe. Abends habe grundsätzlich jeder für sich gekocht. Manchmal habe auch der 

Sohn für alle gekocht. Die Versicherte und ihr Ehemann hätten jedoch mehrheitlich kalt 

und leicht gegessen. Tisch decken und abdecken hätten alle gemacht. Weiter geht aus 

dem Abklärungsbericht hervor, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin beim Aufräu-

men der Küche geholfen habe. Er habe mehrheitlich den Geschirrspüler ein- und ausge-

räumt. Wenn der Sohn für alle gekocht habe, hätten die Versicherte und ihr Ehemann an-

schliessend die Küche gemacht. Bei der Grossreinigung der Küche habe die Versicherte 

auf der Arbeitshöhe die Schubladen und Tablare in Etappen selber reinigen können. Für 

die Reinigung der Kästen oben und unten habe sie jedoch Hilfe gebraucht. Bis anhin habe 

dies die Tochter gemacht. In Bezug auf die "Wohnungspflege" gab die Versicherte an, sie 

habe die leichten Reinigungsarbeiten selber erledigt. Staubsaugen würde ihr Ehemann 

und ihr Sohn oder dessen Freundin je einmal pro Woche. Ausserdem habe ihr Ehemann 

die Böden feucht aufgenommen und das Badezimmer sei durch den Sohn oder seine 

Freundin gereinigt worden. Die gründliche Wohnungsreinigung sei demgegenüber von der 

Tochter übernommen worden. Auch beim "Einkauf und weiteren Besorgungen" stellte die 

Abklärungsperson keine Einschränkung fest. Im Abklärungsbericht wird festgehalten, die 

Versicherte habe ihren Ehemann beim Einkaufen begleitet. Die Einkaufstüten habe der 

Ehemann oder, wenn es sich um schwere Sachen gehandelt habe, der Sohn und seine 

Freundin getragen. Schliesslich geht aus dem Abklärungsbericht in Bezug auf den Bereich 

"Wäsche- und Kleiderpflege" hervor, dass die Versicherte seit dem Umbau eine eigene 

Waschmaschine und einen Tumbler in der Wohnung gehabt habe. Die Versicherte habe 

die Wäsche selber sortieren, die Waschmaschine einfüllen und starten können, obwohl 

dies der Ehemann sehr viel übernommen hätte. Der Sohn und seine Freundin hätten ihre 

Wäsche selber waschen. Ein Teil der Wäsche sei an Bügel gehängt und so gleich ver-

28 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

sorgt, der Rest im Tumbler getrocknet worden. Die wenige Wäsche, die gebügelt werden 

musste, habe die Tochter übernommen. Unter "Verschiedenes" wurde festgehalten, die 

Versicherte hätte einige Zimmerpflanzen gehabt, die sie oder ihr Ehemann selber pflegen 

könnten. Unter Ziff. 6.5, behinderungsbedingte Hilfeleistungen, ist nachzulesen, dass der 

Ehemann im Haushalt helfe, soweit es ihm infolge seiner Herzbeschwerden möglich sei. 

Zudem komme ungefähr einmal pro Woche die Tochter vorbei und erledige die gründliche 

Reinigung. Früher sei die Tochter auch noch zur Erledigung der Wäsche vorbeigekom-

men, da man diese in die Wachküche habe tragen müssen, dies entfalle jetzt jedoch ganz. 

Der Sohn und dessen Freundin seien wegen der Wohnsituation verpflichtet, sich an der 

Reinigung der gemeinsam genutzten Räume zu beteiligen. Da diese jedoch arbeiten 

müssten und vor allem die Freundin noch etliche Hobbys habe und ihnen dementspre-

chend die Zeit fehle, viel im Haushalt zu helfen, frage die Versicherte lieber die Tochter um 

Mithilfe. Die Prüfung der verschiedenen Aufgabenbereiche im Haushalt ergab dann auf-

grund der Aussagen der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes, dass im Haushalt 

keine Einschränkungen bestehen (IV-act. 55).  

 

9.3 Vorab ist die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrer Rüge, es leuchte 

nicht ein, warum sie in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin zu 100 % ar-

beitsunfähig sei, aber im Haushaltsbereich dennoch keine Einschränkung aufweisen soll-

te, handle es sich doch faktisch um mehr oder weniger dieselben Arbeiten, darauf hinzu-

weisen, dass im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Haushalt nicht die medizi-

nisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend ist, sondern wie sich der Gesund-

heitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt. Die Beschwerdeführe-

rin verkennt, dass die Abklärung vor Ort über die tatsächlichen Verhältnisse Auskunft ge-

ben soll und es dabei insbesondere nicht einzig darum geht, was die Beschwerdeführerin 

selber noch kann, sondern vielmehr, was ihr durch Mithilfe ihrer Familienmitglieder im 

Rahmen der Schadenminderungspflicht noch möglich ist. Dabei hat sie Massnahmen zu 

treffen, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keiner-

lei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet 

dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Be-

hinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständi-

ge und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. So muss die Arbeit 

eingeteilt und in zumutbarem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch 

genommen werden. Gerade dieser bei Haushaltsabklärungen wichtige Aspekt der konkre-

ten schadenmindernden Verhaltensweisen wird von den Ärzten nicht berücksichtigt, da 

diese in ihren Berichten lediglich die sich aus medizinischen Gründen ergebenden Ein-

29 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

schränkungen festzuhalten haben. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tä-

tigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr 

erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige ver-

richtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch 

eine unverhältnismässige Belastung entsteht (vgl. zum Ganzen BGE 133 V 504 Erw. 4.2; 

Urteil des Bundesgerichts 9C_39/2010 vom 25. März 2010, Erw. 4.3.2).  

 

9.4 In casu hat die Abklärungsperson die Verhältnisse vor Ort abgeklärt und die zu-

mutbare Mithilfe der Familienangehörigen berücksichtigt. Entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin steht dabei die Mitberücksichtigung der Hilfe des Ehemannes, des Soh-

nes und dessen Freundin in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung. Im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht erweist sich deren Mithilfe im Haushalt als zumutbar. Dabei ist 

zu beachten, dass die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu be-

rücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter geht als die ohne Gesundheits-

schädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Überdies haben auch die Versi-

cherten selbst Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinde-

rung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und 

unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. In diesem Punkt ist der Ab-

klärungsbericht Haushalt vom 10. September 2015 somit nicht zu beanstanden. Zum Be-

weiswert des Berichts ist im Weiteren festzuhalten, dass er von V und damit von einer er-

fahrenen und qualifizierten Abklärungsperson verfasst worden ist. Im Haus der Beschwer-

deführerin eruierte sie zusammen mit dieser und ihrem Ehemann die verbleibenden Ein-

schränkungen und verfasste den Bericht somit in Kenntnis der örtlichen und räumlichen 

Verhältnisse. Ausserdem berücksichtigte sie die Angaben der Beschwerdeführerin. In 

Übereinstimmung mit der Verwaltungspraxis (Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosig-

keit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2013, Rz. 3086) wurden im 

Abklärungsbericht die Haushaltstätigkeiten in sieben Aufgaben eingeteilt und anschlies-

send nach deren prozentualen Gewichtung im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätig-

keiten bewertet. Die von der Abklärungsperson vorgenommene Gewichtung der einzelnen 

Aufgabenbereiche hält sich innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbe-

tracht der konkreten Gegebenheiten nicht zu beanstanden. Schliesslich ist der Berichtstext 

plausibel begründet, bezüglich der einzelnen Einschränkungen angemessen detailliert und 

steht in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben. Es sind keine 

besonderen Umstände gegeben, welche den Abklärungsbericht als mangelhaft oder un-

geeignet erscheinen lassen würden; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestellten An-

forderungen, so dass für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abgestellt werden 

30 

Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

kann. Zu beachten ist jedoch – wie von der Beschwerdeführerin korrekterweise vorge-

bracht –, dass die Beschwerdeführerin per 1. Juli 2016 zusammen mit ihrem Ehemann an 

die B Strasse in der Gemeinde C gezogen ist, die Beschwerdegegnerin eine neue Abklä-

rung gestützt auf die veränderte Wohnsituation indes nicht durchgeführt hat. Entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin kann darin jedoch keine Verletzung des Untersu-

chungsgrundsatzes gesehen werden. Denn wie von der Beschwerdegegnerin korrekt aus-

geführt, hat diese mit Schreiben vom 20. September 2016 ergänzende Angaben zur neu-

en Wohnsituation eingeholt und die Beschwerdeführerin hat am 19. Oktober 2016 darauf 

geantwortet, sie wohne nun mit ihrem Ehemann in einer 2 1/2 Zimmer-Wohnung im 

3. Obergeschoss. Der Sohn und seine Freundin würden indes nicht mehr bei ihnen woh-

nen. Die Wohnung selber verfüge über keinen eigenen Waschturm. Die Waschküche mit 

zwei Waschmaschinen und einem Tumbler befinde sich im Erdgeschoss. Ihre Tochter 

wohne im 1. Obergeschoss und helfe, wenn es nötig sei (IV-act. 63 f.). Gestützt auf diese 

Angaben ging die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 27. Oktober 2015 [recte: 

2016] von einer Einschränkung von 100 % im Bereich der gründlichen Reinigung der 

Wohnung und in der Grossreinigung der Küche aus, weshalb ab dem 1. Juli 2016 eine 

Einschränkung im Haushalt von 3 % anerkannt wurde (Ernährung 2 % und Wohnungs-

pflege 1 %). Die Beschwerdegegnerin hat dementsprechend den geänderten Wohnver-

hältnissen der Beschwerdeführerin Rechnung getragen, was nicht zu beanstanden ist, 

geht doch aus dem Abklärungsbericht vom 10. September 2015 eindeutig hervor, dass 

diese Tätigkeiten der Beschwerdeführerin nicht zumutbar sind und auch der Ehemann 

aufgrund seiner Herzbeschwerden diese Arbeiten nicht verrichten kann, weshalb nach 

dem Umzug der Beschwerdeführerin und der Tatsache, dass die Wohngemeinschaft mit 

dem Sohn und dessen Freundin aufgelöst wurde, die Einschränkungen von der Be-

schwerdegegnerin zu Recht anerkannt wurden. Darüber hinaus hätte die Beschwerde-

gegnerin jedoch auch eine Einschränkung von 100 % im Bereich der Reinigung der sanitä-

ren Anlagen anerkennen müssen, wird doch im Abklärungsbericht festgehalten, dass das 

Badezimmer durch den Sohn bzw. dessen Freundin gereinigt werde. Nachdem nun die 

Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann in die Gemeinde C umgezogen ist und somit die 

Hilfe des Sohnes und seiner Freundin nicht mehr in Anspruch nehmen kann, ist im Bereich 

der Wohnungspflege nicht nur eine Behinderung von 1 %, sondern eine solche von 5 % 

ausgewiesen. Darüber hinaus ergeben sich aus dem Umzug und der Auflösung der 

Wohngemeinschaft keine weiteren Einschränkungen, weshalb sich ab dem 1. Juli 2016 

eine Einschränkung im Haushalt von total 7 % (Ernährung 2 % und Wohnungspflege 5 %) 

und somit ein Teilinvaliditätsgrad von gerundet 1 % ergibt.  

 

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

10. Abschliessend ist festzustellen, dass entgegen der Auffassung der Beschwerde-

gegnerin vorliegend davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits-

fall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 85 % im Erwerbsbereich und zu 15 % im 

Haushalt tätig gewesen wäre, was zur Anwendung der gemischten Methode führt. Zu-

sammenfassend ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad im Anteil als Hausfrau von 0 % bzw. 

von 1 % ab 1. Juli 2016 (bei einer Gewichtung von 15 %) und ein Teilinvaliditätsgrad im 

Anteil als Erwerbstätige von rund 24 % bzw. 17 % (28 % bzw. 20 % [unter Berücksichti-

gung eines allfälligen Leidensabzug von 10 %] bei einer Gewichtung von 85 % = 23.8 % 

bzw. 17 %). Daraus resultiert ein gesamter Invaliditätsgrad von 24 % bzw. 17 % und ab 

1. Juli 2016 von 25 % bzw. 18 %. Liegt der Invaliditätsgrad damit unter 40 %, so besteht, 

wie von der Beschwerdegegnerin korrekt festgestellt, kein Rentenanspruch. Demzufolge 

ist die Beschwerde unbegründet und vollumfänglich abzuweisen. 

 

Anzufügen bleibt, dass dieser Invaliditätsgrad bei für die Beschwerdeführerin günstigen 

Verhältnissen – Erwerbstätigkeit 85 % und Haushalt 15 %, Valideneinkommen gestützt auf 

den Jahreslohn 2006 bzw. 2007 – resultiert und selbst wenn davon ausgegangen würde, 

dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit zu 85 % erwerbstätig und daneben 

nicht in einem Aufgabenbereich nach Art. 27 IVV (Haushaltsführung, Kinderbetreuung, 

Pflege von Angehörigen, gemeinnützige oder künstlerische Tätigkeit) tätig wäre, der Min-

destinvaliditätsgrad von 40 % nicht erreicht würde. Zwar wäre in diesem Fall – wie von der 

Beschwerdeführerin richtigerweise dargelegt –, die Invalidität ausschliesslich nach den 

Grundsätzen für Erwerbstätige nach Art. 16 ATSG, d.h. nach der allgemeinen Methode 

des Einkommensvergleichs und nicht nach der gemischten Methode zu bemessen (BGE 

131 V 51 Erw. 5.1.2), dabei wäre jedoch der Entscheid des Bundesgerichts zu berücksich-

tigen, wonach die seit längerer Zeit geltende Rechtsprechung gemäss BGE 131 V 51 da-

hingehend präzisiert wurde, dass bei Teilerwerbstätigen ohne Aufgabenbereich der durch 

den Einkommensvergleich ermittelte Invaliditätsgrad anschliessend proportional um den 

Faktor des Pensums zu gewichten ist (BGE 142 V 290 Erw. 7.3.). Unter diesen Umstän-

den würde dementsprechend ebenfalls ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

gerundet 24 % (28 % x 0.85) bzw. 17 % (20 % x 0.85) resultieren und selbst bei Gewäh-

rung eines leidensbedingten Abzugs von 25 % würde sich lediglich ein Invaliditätsgrad von 

34 % (40 % x 0.85) ergeben.  

 

11. Ergibt sich aus den Akten oder führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Ab-

klärungen die Verwaltung und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 

Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere 

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, 

kann auf die Abnahme weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet wer-

den (BGE 122 V 157 Erw. 1d, 124 V 90 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b und 

Urteil des EVG I 769/04 vom 27. April 2005 Erw. 3). Nachdem der medizinische Sachver-

halt mit dem Gutachten von Dr. H umfassend geklärt ist und dem Gutachten volle Beweis-

kraft zukommt, sind von einer weiteren Begutachtung der Beschwerdeführerin keine neu-

en Erkenntnisse zu erwarten, weshalb sich die Durchführung einer weiteren Begutachtung 

nicht als angezeigt erweist. Schliesslich ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegnerin 

auch keine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG vorgehalten wer-

den kann, zumal die Beschwerdegegnerin den ab 1. Juli 2016 veränderten Wohnverhält-

nissen und den damit zusammenhängenden Einschränkungen im Haushalt genügend 

Rechnung getragen hat.  

 

12. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 

Abs. 1
bis

 IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 

Fr. 800.-- dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine Parteient-

schädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht auszurichten.   

  

 

  

  

 

 

  

  

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Urteil i.S. A c. IV-Stelle des Kantons Zug  S 2016 149 
 

 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 

__________________________________ 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   

 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.-- auferlegt, welche 

mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird. 

 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 

beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-

lichen Angelegenheiten eingereicht werden.  

 

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-

Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 

zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug. 

 

 

Zug, 27. April 2017 

 

 Im Namen der 

 SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER 

 Der Vorsitzende 

 

 

 

 Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

 

 

 

versandt am