# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b9b0836-22bd-5a7e-bcba-3bd6a5e1a3c5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.11.2018 UV 2017/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-75_2018-11-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.11.2018

Entscheiddatum: 28.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2018
Art. 6 UVG: Unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung eines 
degenerativen Vorzustandes. Bejahung des Dahinfallens jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen bezüglich einer fortdauernden 
Rückenproblematik per Leistungseinstellungsdatum (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2018, UV 
2017/75).

Entscheid vom 28. November 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/75             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer, 

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gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 

120, 1001 Lausanne,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Produktions- und Vertriebsangestellter 

der B.___ GmbH bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG 

(nachfolgend: Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er dieser am 12. 

November 2016 folgenden Arbeitsunfall vom 24. Oktober 2016 meldete: "Während des 

Abladens diverser Kartonagen verlor ich das Gleichgewicht, dabei stürzte ein Karton 

auf mich herab und traf mich im hinteren Kopfbereich (HWS). Ich stürzte zur Seite, mir 

wurde "schwarz" vor Augen. Für einen kurzen Moment muss ich wohl laut Zeugnis 

eines Bekannten das Bewusstsein verloren haben. Ich versuchte den Karton vom 

Boden aufzuheben. Das gelang mir nicht, weil ein stechender Schmerz urplötzlich 

meinen Körper durchfuhr. Ich war bewegungsunfähig. Erst nach einiger Zeit konnte ich 

mich stark eingeschränkt unter grossen Schmerzen wieder bewegen. Starke 

Kopfschmerzen, ständig wiederkehrendes Schwindelgefühl und 

Gleichgewichtsstörungen traten ab dem Zeitpunkt des Unfalls in Intervallen ständig 

wieder auf. Massive Schlafstörungen traten bereits in der Nacht des Unfalls ebenfalls 

auf. Zwischenzeitlich stellte sich auch ein weiteres Symptom ein. Ein ständiges 

Rauschen im Ohr geht einher mit einer reduzierten Hörfähigkeit und Schwindelanfällen. 

Des Weiteren leide ich seit dem Unfall unter ständiger Müdigkeit. Vor dem Unfall hatte 

ich keinerlei Probleme oder Beschwerden." (UV-act. 54-5). Eine Erstbehandlung mit 

Röntgenuntersuchung hatte im Krankenhaus C.___ in Deutschland stattgefunden, 

dessen Ärzte mit Bericht vom 25. Oktober 2016 eine LWS-Verstauchung sowie einen 

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Verdacht auf eine akute Lumbalgie bei Blockierung links diagnostiziert hatten (UV-act. 

18-2). Für die Nachbehandlung hatte der Versicherte am 27. Oktober 2016 seinen 

damaligen Hausarzt, Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, konsultiert, der eine 

Zerrung der Wirbelsäule und eine Kontusion des Kopfs diagnostiziert, ab 24. Oktober 

2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, eine Physiotherapie und 

Schmerzmittel verordnet und den Versicherten an Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

überwiesen hatte (UV-act. 55, vgl. zur Arbeitsunfähigkeit auch UV-act. 54-3). Dr. E.___ 

diagnostizierte am 18. November 2016 basierend auf einem kernspintomographischen 

Untersuchungsergebnis der LWS (es handelt sich dabei offensichtlich um das Ergebnis 

einer am 15. November 2016 im Röntgeninstitut F.___ durchgeführten 

kernspintomographischen Untersuchung [vgl. dazu UV-act. 35-4]) eine alte LWK 1 

Vorderkanten Kompressionsfraktur, einzelne Protrusionen der Bandscheiben, jedoch 

ohne Hinweis für Wirbelsäulenkompressionen bzw. Nervenkompressionen, kein 

Hämatomnachweis intraspinal und eine normale Signalgebung des thorakalen Myelons 

(UV-act. 51). Dr. Nützi attestierte dem Versicherten weiterhin eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 47). Die Vaudoise hatte dem Versicherten inzwischen mit 

Schreiben vom 15. November 2016 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und 

Taggeldleistungen) zugesprochen (UV-act. 52).

A.b  Am 14. Dezember 2016 fand zwischen einem Schadenexperten der Vaudoise und 

dem Versicherten eine Besprechung statt, wobei der Versicherte insbesondere über 

starke Kopf- und Rückenschmerzen klagte (UV-act. 44-3).

A.c  Am 18. Januar 2017 wurde der Versicherte durch Dr. med. G.___, Facharzt FMH 

für Orthopädische Chirurgie, untersucht. Laut Untersuchungsbericht vom 19. Januar 

2017 lag Dr. G.___ das Ergebnis der am 15. November 2016 im Röntgeninstitut F.___ 

durchgeführten kernspintomographischen Untersuchung vor. Es fände sich eine 

vermutlich ältere Keilimpression LWK 1. Ansonsten seien nur mässige degenerative 

Veränderungen sichtbar. Als Diagnose nannte Dr. G.___ eine muskuläre Dysbalance 

nach Distorsion cervico-thorakal (UV-act. 35). Gleichentags stellte er dem 

Beschwerdeführer eine Physiotherapieverordnung mit der Diagnose muskuläre 

Dysbalance cervio-thorako-lumbal nach Schlag auf Nacken zur Stabilisation und 

Rebalancierung der Nacken-Rumpfmuskulatur aus (UV-act. 30). Am 28. Februar und 

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10. Mai 2017 führte Dr. G.___ beim Versicherten weitere Verlaufskontrollen durch, 

wobei er seine Diagnose vom 18. Januar 2017 bestätigte und eine Dekonditionierung 

feststellte. Am 28. Februar 2017 hatte er ausserdem angegeben, dass der Versicherte 

noch nicht arbeitsfähig sei (UV-act. 25, 19). Der zwischenzeitlich von der Vaudoise 

nach dem Verlauf befragte neue Hausarzt des Versicherten, Dipl. med. H.___, hatte mit 

Schreiben vom 20. März 2017 auf den Untersuchungsbericht von Dr. G.___ verwiesen 

und erklärt, er habe diesem nichts hinzuzufügen (UV-act. 25-1). Dipl. med. H.___ hatte 

auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (UV-act. 23-2).

A.d  Am 27. April 2017 hatte die Vaudoise den Schadenfall ihrem beratenden Arzt Dr. 

med. I.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, unterbreitet (UV-act. 22). Gestützt auf dessen Beurteilung vom 

3. Mai 2017 (UV-act. 22) eröffnete sie dem Versicherten mit Verfügung vom 18. Mai 

2017, dass der Status quo sine bezüglich der Rückenbeschwerden am 24. April 2016 

erreicht gewesen sei und die Angelegenheit somit ab dem 25. April 2016 von der 

Krankenkasse zu übernehmen sei (UV-act. 15).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 6. Juni 2017 

Einsprache (UV-act. 10).

B.b  Am 26. Juni 2017 führte Dr. G.___ beim Versicherten eine weitere Verlaufskontrolle 

mit Röntgenuntersuchung durch (UV-act. 7). Von Dipl. med. H.___ wurde dem 

Versicherten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. 6). Mit 

Schreiben vom 14. August 2017 ersuchte Dipl. med. H.___ die Vaudoise, die 

Heilbehandlungskosten weiterhin zu übernehmen (UV-act. 5).

B.c  Nach Einholung einer Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. J.___, Facharzt 

Chirurgie FMH (UV-act. 4), wies die Vaudoise die Einsprache des Versicherten mit 

Einspracheentscheid vom 11. September 2017 ab (UV-act. 2).

C.  

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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 25. September 2017 Beschwerde mit dem 

sinngemässen Antrag, die Vaudoise (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu 

verpflichten, aufgrund des Unfalls vom 24. Oktober 2016 weiterhin Leistungen zu 

erbringen (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 5).

Erwägungen

1.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 24. April 2016.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

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auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.2  Bei Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) hat der Unfallversicherer sodann für einen 

Gesundheitsschaden gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG nur insoweit Leistungen zu 

erbringen, als dieser in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum 

versicherten Ereignis steht (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei 

physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a).

3.3  Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein; die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.). Da es sich um eine 

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anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 

der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind.

3.4  Der Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens kann durchaus unter Bezugnahme auf 

statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt werden, sofern sie 

der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (vgl. BGE 126 V 189 E. 4c; RKUV 2000 Nr. 

U 363 S. 46 E. 3a). Beim Nachweis des Zeitpunkts des Dahinfallens von Unfallfolgen 

handelt es sich um einen hypothetischen Zustand, der sich häufig nur mit 

Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. 

September 2002, U 60/02, E. 2.2).

3.5  Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten / 

Krankengeschichte abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 

1c mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen 

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werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 

V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der 

Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen 

Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig 

sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es 

den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines 

Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung 

jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit eines Berichts oder Gutachtens eines beratenden 

Arztes oder einer beratenden Ärztin einer Versicherung, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in den Urteilen des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3 und vom 3. Oktober 

2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine 

Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. I.___ und Dr. J.___ erstellt 

wurden (UV-act. 22, 4), beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung 

mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 

18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen 

keine formellrechtlichen Gründe gegen den Einbezug der Aktenbeurteilungen von Dr. 

I.___ und Dr. J.___. Ob letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der 

nachfolgenden materiellrechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

4.   

Der Umstand allein, dass Ereignisse wie ein Sturz oder ein Aufprall eines 

Gegenstandes auf den Körper potentiell geeignet sind, körperliche Verletzungen 

herbeizuführen, bedeutet nicht, dass diese tatsächlich eine schädigende Einwirkung 

auf den menschlichen Körper zur Folge haben (vgl. Art. 4 ATSG) oder der konkrete 

Unfall für eine bestimmte beklagte gesundheitliche Störung verantwortlich sein muss 

und damit eine natürlich kausale Unfallfolge vorliegt (Art. 6 UVG; Erwägung 3.2). In 

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Bezug auf letzteren Fall erscheint es offensichtlich, dass in der Regel nur ein vom Unfall 

betroffener Körperteil eine unfallbedingte Verletzung mit nachfolgenden Beschwerden 

zeitigen kann. In Bezug auf die Leistungspflicht des Unfallversicherers ist damit 

zunächst die Frage der Unfallbeteiligung (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 5) und bei 

Bejahung einer solchen weiter die Frage der Kausalität der anhaltenden Beschwerden 

(vgl. dazu nachfolgende Erwägung 6) zu prüfen.

5.   

5.1  Es ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer am 24. Oktober 2016 beim 

Abladen von verpackten CD's/DVD's ein Karton auf den hinteren Kopfbereich bzw. die 

HWS gefallen ist, worauf der Beschwerdeführer seitwärts gestürzt ist und laut einer 

anwesenden Person das Bewusstsein verloren hat (UV-act. 54-5). Dieser 

Geschehensablauf erfüllt unstreitig das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors (vgl. Art. 4 ATSG). Der Beschwerdeführer schilderte weiter, dass er 

daraufhin versucht habe, den Karton vom Boden aufzuheben, was ihm jedoch nicht 

gelungen sei, weil ihn urplötzlich ein stechender Schmerz durchfahren habe (UV-act. 

54-5). Beim Ereignis vom 24. Oktober 2016 ist zwar dem Beschwerdeführer ein Karton 

auf den Hinterkopf bzw. die HWS gefallen, worauf bei ihm laut Unfallmeldung vom 12. 

November 2016 insbesondere starke Kopfschmerzen, ein Schwindelgefühl sowie 

Gleichgewichtsstörungen aufgetreten sind (UV-act. 54-5). Gemäss medizinischen 

Berichten (vgl. UV-act. 35, 25-3, 19, 5-1) sowie dem Protokoll des Schadensexperten 

der Beschwerdegegnerin über seine Besprechung mit dem Beschwerdeführer vom 14. 

Dezember 2016 (UV-act. 44) standen jedoch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung vor 

allem noch Rückenschmerzen im Bereich der LWS im Vordergrund. Im Folgenden ist 

zu prüfen, ob angesichts der vorgenannten Sachverhalte eine Unfallbeteiligung des 

Rückens bzw. der LWS angenommen werden kann (vgl. Erwägung 4).

5.2  Laut Aussage des Beschwerdeführers wogen die von ihm gehobenen und mit 

CD's oder DVD's gefüllten Kartons zwischen 20 und 30 kg (UV-act. 44-3, 35-3). Die 

höchstrichterliche Rechtsprechung bejaht das Vorliegen eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors dann, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz 

ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer, gelegentlich als Verhebetrauma 

bezeichneten, Schädigung führt. Es muss jedoch von Fall zu Fall geprüft werden, ob 

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die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche 

Gewöhnung der betreffenden Person ausserordentlich war (BGE 116 V 139 E. 3b mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38, RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 42). 

Sollten die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers, wie dem von ihm 

geschilderten Sachverhalt entnommen werden könnte, im Zusammenhang mit dem 

Aufheben des Kartons aufgetreten sein, stünde jedoch eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin mangels eines Unfallereignisses im Sinne einer 

aussergewöhnlichen Überanstrengung ausser Frage. Die höchstrichterliche 

Rechtsprechung orientiert sich hier insbesondere an Gewichten, welche von konkreten 

Personen unter bestimmten Umständen getragen werden können. Ohne Störung des 

Bewegungsablaufs durch etwas Programmwidriges wird bei Überanstrengungen nur 

selten, d.h. bei sehr hohen Gewichten und allfälligem Hinzutreten weiterer Umstände - 

wie eine unglückliche Bewegung, eine nicht optimale Körperhaltung vor dem Heben 

einer schweren Last oder ein Heben in hektischer unerwarteter Weise - ein Unfall 

anerkannt (vgl. Urteile des EVG vom 6.Mai 2002, U 477/00, E. 3b, und vom 27. Juli 

2001, U 7/00, E. 4b/dd; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 39 E. 3b und c; Suva-Jahresbericht 

1988 Nr. 8 S. 15, vgl. auch ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 178 Anm. 359). Eine den Unfallbegriff 

erfüllende Überanstrengung im Sinne eines ungewöhnlichen äusseren Faktors wurde 

von der Rechtsprechung nur bei Lasten von mehr als 100 kg bejaht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 3.3 mit Hinweis auf Urteil des 

EVG vom 9. Oktober 2003, U 360/02). In Fällen, in welchen die zu hebenden Lasten 

zwischen 50 und 100 kg schwer waren, wurde eine den Unfallbegriff erfüllende 

Überanstrengung im Sinne eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verneint (Urteil des 

EVG vom 9. Oktober 2003, U 360/02, E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Januar 2010, 8C_1029/2009, E. 2.1, und 25. August 2011, 

8C_246/2011, E. 4.4). Angesichts dieser Kasuistik fällt beim Hantieren mit einem 20 bis 

30 kg schweren Karton ein Unfall bzw. ein ungewöhnlicher äusserer Faktor ausser 

Betracht. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die konkrete 

berufliche Tätigkeit als übliche und gewohnte Anstrengung beschrieb, wie sie bei ihm 

im Rahmen seiner Anstellung bei der B.___ GmbH regelmässig vorkam. Hinweise 

darauf, dass sich seine Konstitution negativ auf das vorliegend zu beurteilende Ereignis 

ausgewirkt hätte, sind den Akten jedenfalls keine zu entnehmen (vgl. insbesondere UV-

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act. 44). Angesichts des Gesagten ist festzuhalten, dass im Rahmen des Ereignisses 

vom 24. Oktober 2016 zumindest kein relevanter Kraftaufwand erfolgt ist, aufgrund 

dessen bezogen auf die lumbalen Beschwerden auf ein Unfallereignis im Sinne eines 

Verhebetraumas zu erkennen wäre. Die fragliche Körperbewegung war mit einer 

normalen Belastung verbunden. Der aufgetretene Schmerz als solcher ist schliesslich 

kein ungewöhnlicher äusserer (schädigender) Faktor. Dabei geht es um die Wirkung 

des Vorgangs, auf die es bei der Beurteilung der Aussergewöhnlichkeit des äusseren 

Faktors nicht ankommt (vgl. RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 23; BGE 129 V 469 E. 4.2.1, 122 

V 232 f. E. 1 = Pra 86 415 E. 1, 121 V 38 E. 1a).

6.   

6.1  Selbst wenn von einer Unfalleinwirkung auf den Rücken durch den Sturz auf den 

Boden und einer dabei erlittenen Rückenverletzung ausgegangen würde, wäre mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

fortdauernde Rückenbeschwerden per 24. April 2016 (Leistungseinstellungsdatum) auf 

unfallfremde Faktoren zurückzuführen waren. Die Beschwerdegegnerin erachtet einen 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 24. Oktober 2016 und 

den fortdauernd geklagten Rückenbeschwerden gestützt auf die Beurteilungen ihrer 

beratenden Ärzte Dr. I.___ und Dr. J.___ vom 3. Mai und 30. August 2017 (UV-act. 22, 

4) per 24. April 2016 nicht mehr als gegeben. Der Beschwerdeführer sieht 

insbesondere im Schreiben von Dipl. med. H.___ vom 14. August 2017 einen Beweis 

für eine weiterdauernde Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin (UV-act. 5-1).

6.2  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 

25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen).

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6.3  Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch diesen zu keinen neuen 

strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten Körper, 

kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als vorübergehende oder 

richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes in Betracht. Eine 

richtunggebende Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn 

medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine 

je wieder erreicht werden können (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O, S. 54). Von einer 

vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung eines Vorzustandes wird dann 

gesprochen, wenn Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im 

Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als 

strukturelle Verletzung der Gelenke oder Knochen sichtbar gemacht werden können. In 

solchen Fällen wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten 

Phase davon ausgegangen, dass dieses eine schädigende Wirkung auf den Körper 

habe. Die aufgetretenen bzw. ausgelösten Beeinträchtigungen werden, obwohl sie 

möglicherweise weiterbestehen, nach einer gewissen Zeit gestützt auf medizinische 

Erfahrung aber nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in 

diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie 

hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im 

Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Als Beispiel 

dafür gelten insbesondere auch Kontusionsfolgen (vgl. nachfolgende Erwägung 8.2; 

vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 9. Januar 

2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; Urteil des 

EVG vom 14. März 2000, U 266/99, E. 1; vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 

55 f.). Bei einer Kontusion handelt es sich um eine Weichteilverletzung. Ihre Diagnose 

definiert eine schädigende Einwirkung des Unfalls auf den Körper, die insbesondere 

anhand klinischer Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - objektiviert wird (vgl. dazu 

ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., S. 412; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1139; ROCHE 

LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 357).

7.   

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7.1  Die erste radiologische Untersuchung fand am 25. Oktober 2016 im Krankenhaus 

C.___ statt, wobei sich auf dem Röntgenbild keine frische knöcherne Verletzung, aber 

eine deutliche Höhenverminderung LWK1 (anamnestisch alte Fraktur) nachweisen liess 

(UV-act. 18-2). Die von der LWS des Beschwerdeführers am 5. November 2016 im 

Röntgeninstitut F.___ mittels Kernspintomographie erstellten Bilder bestätigten eine 

LWK1 Vorderkanten Kompressionsfraktur (UV-act. 51) bzw. Keilimpression LWK1 (UV-

act. 35-4). Auch Dr. E.___ hielt im Untersuchungsbericht vom 18. November 2016 fest, 

dass die kernspintomographische Untersuchung keine Hinweise für eine frische Fraktur 

ergeben habe (UV-act. 51). Ebenso sprach Dr. G.___ im Untersuchungsbericht vom 19. 

Januar 2017 von einer vermutlich älteren Keilimpression (UV-act. 35-4). Dr. J.___ 

bejahte in seiner Beurteilung vom 30. August 2017 das Vorliegen eines unfallfremden 

Faktors, benannte als solchen die alte Kompressionsfraktur mit Keilwirbelbildung LWK1 

und ging bezüglich dieser von einem erheblichen Vorzustand aus (UV-act. 4-2). Die 

vorliegenden medizinischen Akten lassen mithin übereinstimmend davon ausgehen, 

dass der Beschwerdeführer den vorgenannten strukturellen Gesundheitsschaden nicht 

beim Unfall vom 24. Oktober 2016 erlitten hat.

7.2  Dr. E.___ diagnostizierte sodann im Untersuchungsbericht vom 18. November 

2016 einzelne Protrusionen der Bandscheiben, jedoch ohne Hinweis für eine 

Wirbelsäulen- bzw. Nervenkompression (UV-act. 51). Dr. G.___ hielt im 

Untersuchungsbericht vom 19. Januar 2017 fest, dass die radiologische Untersuchung 

(ansonsten nur) mässige degenerative Veränderungen zur Darstellung gebracht habe 

und erklärte ausdrücklich, dass sich anhand der vorliegenden Aufnahmen keine 

traumatischen Läsionen nachweisen liessen (UV-act. 35-4). Auch bezüglich der 

Protrusionen lässt sich mithin nicht von einer Unfallfolge im Sinne eines neuen 

unfallbedingten strukturellen Gesundheitsschadens ausgehen. Was Diskushernien und 

folglich auch Diskusprotrusionen angeht, entspricht es im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts denn auch einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass 

praktisch alle Diskushernien und Diskusprotrusionen (vgl. zu diesen Begriffen 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 778 ff. und 878 ff.) bei Vorliegen degenerativer 

Bandscheibenveränderungen entstehen. Ein Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) kann 

nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache in Betracht fallen. Voraussetzung ist, dass 

das fragliche Ereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 

Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder 

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radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten 

(RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 

2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Medizinische 

Mitteilungen der Suva Nr. 68 [1995], S. 17). Das gleiche gilt grundsätzlich für eine 

richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes, wenn und 

soweit also durch den Unfall eine Diskushernie früher oder beschleunigt zur 

Entwicklung gebracht wurde. Eine solche ist ausserdem nur dann bewiesen, wenn die 

Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel und das Auftreten bzw. die 

Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma aufzeigt. Eine allfällige 

richtunggebende Verschlimmerung muss radiologisch ausgewiesen sein und sich von 

der altersüblichen Progression abheben (RKUV 2000 Nr. 363 S. 46 f. E. 3a mit 

Hinweisen; Urteil des EVG vom 25. November 2004, U 107/04, E. 4.1). Die 

Voraussetzungen für eine unfallbedingte Diskusprotrusion bzw. richtunggebende 

Verschlimmerung einer vorbestehenden Diskusprotrustion lassen sich - die 

Arbeitsunfähigkeit ausgenommen - in Bezug auf den konkreten Fall nicht bejahen (vgl. 

dazu auch nachfolgende Erwägung 8.3).

7.3  Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 24. Oktober 2016 weder 

eine klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer 

strukturellen Veränderung noch eine richtunggebende Verschlimmerung des 

degenerativen Vorzustands erlitten hat.

8.   

8.1  Wie bereits erwähnt, kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausgelöst oder 

vorübergehend verschlimmert werden. Diesfalls übernimmt die Unfallversicherung 

jedoch nur den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 

Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen; vgl. Erwägung 6.3). Gleich wie Dr. D.___ im 

Arztzeugnis UVG vom 23. November 2016 eine Zerrung der Wirbelsäule diagnostizierte 

(UV-act. 55), hatte Dr. E.___ im Untersuchungsbericht vom 18. November 2016 erklärt, 

dass er aufgrund des vorliegenden Befundes allenfalls an eine durchgemachte Zerrung 

der Wirbelsäule denke (UV-act. 51). Dr. G.___ hielt im Untersuchungsbericht vom 19. 

Januar 2017 ebenso fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Unfallschilderung 

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(er beschrieb einen Sturz auf die Seite [UV-act. 54-5]) am ehesten eine Prellung und 

Distorsion erlitten habe (UV-act. 35-4, vgl. auch UV-act. 41).

8.2  Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache (vgl. Erwägung 3.4), dass 

Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs Monaten bis einem Jahr (bei 

degenerativen Veränderungen), abheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden 

gänzlich zurückbilden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 

4.6; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 3.2 mit Hinweisen auf die 

medizinische Literatur). In den Medizinischen Mitteilungen der Suva Nr. 79 [2008], S. 

100 ff., hält der Autor E. BÄR sogar fest, dass Weichteilzerrungen bzw. -prellungen am 

Rücken (mithin Verletzungen ohne objektivierbaren strukturellen Schaden) ungeeignet 

seien, länger als einige Wochen bis wenige Monate Beschwerden zu machen, die mit 

organischen Folgen der ursprünglichen Verletzung zu erklären wären, und weist auf 

zahlreiche weitere Publikationen hin. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustandes im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch 

stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu BÄR/KIENER, 

Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule. In Medizinische Mitteilungen der 

Suva Nr. 67 [1994], S. 45). Die Rechtsprechung hat also im Falle traumatisch 

ausgelöster Wirbelsäulenpathologien den konkreten medizinischen Beleg für die 

Heilung durch die Empirie, wie sie in der medizinischen Literatur wiedergegeben wird, 

ersetzt. Medizinische Erfahrungswerte beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf 

medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine 

Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich 

eben als solche präsentieren. Schliesslich spricht der Umstand, dass seit dem Unfall 

anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen weiterhin bestehen, nicht 

automatisch für das Fortbestehen von Unfallfolgen. Die Leistungseinstellung des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. Wie 

gesagt ist allein entscheidend, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub 

seine kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

8.3  Die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin, Dr. I.___ und Dr. J.___, gehen in 

ihren Beurteilungen vom 3. Mai bzw. 30. August 2017 (UV-act. 22, 4) in Bezug auf den 

vorliegenden Fall übereinstimmend von einem überwiegend wahrscheinlichen Status 

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quo sine spätestens sechs Monate nach dem Ereignis aus. Basierend auf dieser 

Heilungsdauer, mit welcher sich die beratenden Ärzte innerhalb des in der vorgängig 

zitierten medizinischen Literatur für den Regelfall angeführten Zeitrahmens befinden, 

legte die Beschwerdegegnerin den Leistungseinstellungszeitpunkt auf den 24. April 

2016. Es sind keine konkreten Gründe ersichtlich, derentwegen eine längere 

Heilungsdauer anzunehmen wäre. Eine vom Regelfall abweichende, folgenschwere 

Zerrung oder Kontusion ist jedenfalls auszuschliessen. In der Unfallbeschreibung der 

Schadenmeldung UVG vom 12. November 2016 werden im Zusammenhang mit dem 

Sturz auf die Seite keine besonderen, erschwerenden Tatbestandselemente angeführt. 

Auch sind in den unfallnahen medizinischen Akten keine auf eine schwerere Zerrung 

oder Kontusion hinweisenden Befunde vermerkt. Dr. D.___ verwies im Arztzeugnis UVG 

vom 23. November 2016 lediglich auf den Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 18. 

November 2016 (UV-act. 55), der wiederum keine besondere Befunde vermerkte, 

sondern - wie bereits erwähnt - lediglich von einer allenfalls durchgemachten Zerrung 

sprach (UV-act. 51). Diese Formulierung liesse sogar den Schluss zu, dass Dr. E.___ 

selbst eine solche nicht als gesichert ansah. Dass keiner der Ärzte von einer namhaften 

Krafteinwirkung auf die LWS ausging, ist auch der Beurteilung von Dr. G.___ vom 19. 

Januar 2017 zu entnehmen. Dieser hielt fest, dass der Beschwerdeführer vor allem am 

zervikothorakalen Übergang eine Prellung und Distorsion erlitten habe (UV-act. 35-4). 

Zu ergänzen ist, dass im MRT vom 15. November 2016 kein Hämatom sichtbar war 

(UV-act. 51), welches zumindest eine typische Kontusionsfolge dargestellt hätte (vgl. 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 234). Allgemein bleibt anzufügen, dass die Heilung eines 

traumatisch bedingt symptomatisch gewordenen degenerativen Vorzustandes 

fliessenden Charakter hat. Die soeben noch traumatisch bedingten Beschwerden 

lassen sich nicht von den fortan degenerativ bedingten oder anders begründeten 

Beschwerden unterscheiden. So ging Dr. G.___ beim Beschwerdeführer anlässlich der 

Untersuchung vom 28. Februar 2017 von einer erheblichen Dekonditionierung aus (UV-

act. 25-4), welche er bei der Untersuchung vom 10. Mai 2017 als noch weiter 

fortgeschritten betrachtete. Er zweifelte daran, dass der Beschwerdeführer das 

Übungsprogramm regelmässig selbständig und seriös mache (UV-act. 19-2). Die von 

Dr. G.___ gestellte Diagnose einer muskuläre Dysbalance entspricht der von ihm 

festgestellten Dekonditionierung und fällt damit als Diagnose für unfallkausale 

Restfolgen ebenfalls ausser Betracht. Eine unfallbedingte muskuläre Dysbalance ist 

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zwar nicht ausgeschlossen, doch gründet eine solche ihrerseits auf einer im 

vorliegenden Fall fehlenden unfallkausalen Körperverletzung wie beispielsweise einer 

Fraktur (vgl. SVR 2008 UV Nr. 2 S. 3 E. 5.2 mit Hinweisen, U 328/06; Urteil des EVG 

vom 6. Dezember 2006, U 334/06, E. 3). Als Folge einer gewöhnlichen Kontusion oder 

Distorsion ist die Entwicklung einer unfallkausalen und vor allem fortdauernden 

muskulären Dysbalance nicht erklärbar.

8.4  Angesichts der obigen Erwägungen sind keine Gründe ersichtlich, derentwegen 

die Richtigkeit der Beurteilung von Dr. I.___ und Dr. J.___ in Zweifel zu ziehen wäre. 

Vielmehr findet sie in der Erfahrungsmedizin - gerade bei Kontusions- und 

Distorsionsverletzungen muss sich eine medizinische Fachperson auf diese abstützen 

(vgl. Erwägung 8.2) - und in der konkreten Anamnese eine eindeutige Stütze. 

Anzufügen bleibt, dass eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten - wie bereits 

erwähnt (vgl. Erwägung 3.5) - nicht an sich unzuverlässig ist, wenn genügend 

Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. 56 S. 371, 

1993 Nr. U 167 S. 95). Vor allem Dr. J.___ standen offensichtlich sämtliche Vorakten 

zur Verfügung. Er legte diese bzw. die Anamnese in seinem Bericht lückenlos dar.

8.5  Die Bestätigung einer Unfallkausalität durch Dipl. med. H.___ im Schreiben vom 

14. August 2017 vermag an der Beurteilung von Dr. I.___ und Dr. J.___ nichts zu 

ändern. Mit seiner Argumentation - der Beschwerdeführer sei bis zu seinem Unfall vom 

Rücken her absolut beschwerdefrei gewesen, erst seit dem Unfall habe er diese 

Schmerzen - nimmt Dipl. med. H.___ lediglich eine zeitliche Einordnung basierend auf 

der Darstellung des Beschwerdeführers vor. Der zeitliche Aspekt allein besitzt indessen 

in solchen Fällen, in denen das Vorliegen einer strukturellen Verletzung mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint werden kann, keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 4 N 69; MAURER, a.a.O., S. 460 N 

1205 [Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 2009 

UV Nr. 13, S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

8.6  Ein Leistungsanspruch bezüglich der von Dr. G.___ im Untersuchungsbericht vom 

26. Juni 2017 (UV-act. 7) als notwendig erachteten stationären Rehabilitation muss 

mangels Vorliegens unfallkausaler Restfolgen nicht geprüft werden. Sein 

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Therapievorschlag erfolgte ohne Bezugnahme auf die Frage, inwieweit damit 

unfallkausale Gesundheitsschäden geheilt werden könnten. Eine Prüfung eines 

Anspruchs auf Heilbehandlungs¬eistungen aus der Unfallversicherung hat nur dann zu 

erfolgen, wenn unfallkausale Beschwerden zu bejahen sind. Andernfalls entfällt zum 

Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung (vgl. Erwägung 3.3). Der Vollständigkeit 

halber ist darauf hinzuweisen, dass die Ablehnung einer Kostengutsprache für eine 

muskuloskelettale Rehablitation durch den Krankenversicherer des Beschwerdeführers 

in Prüfung der krankenversicherungsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen erfolgte 

(UV-act. 5-5 f.).

8.7  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Nachweis für das Dahinfallen der 

Kausalität zwischen dem Unfall vom 24. Oktober 2016 und den direkten Unfallfolgen im 

Bereich der LWS per 24. April 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan 

und davon auszugehen ist, dass fortdauernde Beschwerden auf unfallfremde Faktoren 

zurückzuführen sind. Die Einstellung der bisherigen Leistungen auf dieses Datum hin 

und die Verneinung weiterer Leistungsansprüche erweist sich damit als gerechtfertigt.

9.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 11. September 2017 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2018
	Art. 6 UVG: Unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes. Bejahung des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen bezüglich einer fortdauernden Rückenproblematik per Leistungseinstellungsdatum (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2018, UV 2017/75).

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