# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5ba9d8d-4162-5f6b-8d69-a1dd9672b9c9
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-14
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 14.03.2025 BS 2024 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2024-80_2025-03-14.pdf

## Full Text

20241220_080820_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2024 66
BS 2024 80

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Beschluss vom 14. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und/oder Rechtsanwältin C.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwalt D.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Kontosperre / Beschlagnahme / vorzeitige Verwertung und Rückgabe an die berechtigte Person

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Sachverhalt

1. Die A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) ist eine Gesellschaft mit Sitz in 
E.________ (Ort), F.________ (Land). Gemäss eigenen Angaben verfügt sie über eine Bör-
senlizenz und entwickelt derzeit eine Handelsplattform. Um in der Aufbauphase einen gewis-
sen Umsatz zu erzielen, handelt sie auf verschiedenen Plattformen mit Kryptowährungen. 
Eine dieser Plattformen ist G.________, die unter anderem einen P2P-Markt (Peer-to-peer) 
unterhält, über den Käufer und Verkäufer direkt miteinander in Kontakt treten und Transakti-
onen abwickeln können. Die Beschwerdeführerin verfügt über vier Konten bei der 
H.________ AG mit Sitz in I.________ (ZH): ein CHF-Konto, ein EUR-Konto, ein "CT"-Konto 
für Kundentransaktionen (customer transactions) sowie ein Wertschriftendepot, über das 
Fiatgeld (wie CHF oder EUR) in USD Coin (USDC) gewechselt werden kann. Der USDC ist 
eine Kryptowährung, welche die Wertentwicklung des US-Dollars abbildet (sog. Stablecoin). 
Eine andere Kryptowährung, die den US-Dollar nachbildet, ist Tether (USDT).

2. Am 17. Januar 2024 erstattete J.________ bei der Zuger Polizei Strafanzeige gegen unbe-
kannt wegen Verdachts auf Betrug. Er machte geltend, er sei im Dezember 2023 im Internet 
auf eine angebliche Investitionsmöglichkeit bei der ihm unbekannten "K.________" ge-
stossen. Er habe daraufhin mit verschiedenen Personen von "K.________" Kontakt gehabt. 
Diese hätten ihm – teils mittels direkten Zugriffs auf seinen Computer mit der Applikation 
"TeamViewer" – geholfen, bei "K.________" ein Konto zu eröffnen und Einzahlungen darauf 
zu tätigen. Dieselben Personen hätten ihn veranlasst, zwischen dem 18. Dezember 2023 und 
dem 8. Januar 2024 vier Überweisungen über insgesamt CHF 124'000.00 auf ein auf die Be-
schwerdeführerin lautendes Konto bei der H.________ AG vorzunehmen. Die Staatsanwalt-
schaft eröffnete in der Folge eine Strafuntersuchung (2A 2024 22).

3. Mit Verfügung vom 18. Januar 2024 (nachfolgend: Erstverfügung) wies die Staatsanwalt-
schaft die H.________ AG an, sämtliche in der Schweiz angelegten Vermögenswerte, die auf 
den Namen der Beschwerdeführerin lauten, zu sperren. Zudem verbot die Staatsanwalt-
schaft der H.________ AG einstweilen, die Beschwerdeführerin über die Kontosperre zu in-
formieren. Später präzisierte die Staatsanwaltschaft gegenüber der H.________ AG, Trans-
aktionen zwischen verschiedenen Konten innerhalb der Bank seien unproblematisch; es dürf-
ten indes keine externen Zahlungen durchgeführt werden.

4. Am 19. Januar 2024 überwiesen auch L.________ und M.________ CHF 38'000.00 bzw. 
CHF 45'000.00 auf ein Konto bei der H.________ AG, das auf die Beschwerdeführerin lautet.

4.1 L.________ sagte an der Einvernahme durch die Kantonspolizei Bern vom 26. Januar 2024 
aus, er sei über einen Nachrichtenartikel auf die "K.________" aufmerksam geworden. Seit 
Anfang Dezember 2023 habe er auf deren Plattform mit Vermögenswerten gehandelt und ei-
nen Gewinn erzielt. Er sei dann von "K.________" angewiesen worden, für diesen Gewinn 
eine Kommission zu bezahlen. Aus diesem Grund habe er CHF 38'000.00 auf das CHF-
Konto der Beschwerdeführerin bei der H.________ AG überwiesen. Zudem habe er versucht, 
die angeblich auf seinem Konto bei der "K.________" vorhandenen Vermögenswerte zu-
gunsten seines Kontos bei G.________ zu transferieren, was jedoch nicht funktioniert habe 
(Vi act. 20/3/11 ff.).

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4.2 M.________ gab an der Einvernahme durch die Kantonspolizei Thurgau vom 19. Januar 
2024 zu Protokoll, sie sei am 12. Januar 2024 von einer ihr damals nicht bekannten Person 
kontaktiert worden. Diese Person habe sich als Brokerin der "Bank" A.________ ausgegeben 
und ihr eine Investitionsmöglichkeit im Zusammenhang mit Bitcoin vorgestellt. Mit der Appli-
kation "Anydesk" habe die Person Zugriff auf ihren Computer erlangt. Nachdem M.________ 
CHF 5'000.00 einbezahlt habe, habe sie gesehen, dass sie bereits Gewinn gemacht habe. 
So sei sie zu einer weiteren Einzahlung von CHF 45'000.00 animiert worden. Diesen Betrag 
habe sie zugunsten der A.________ überwiesen. Die Kontakte seien per Telefon und E-Mail 
erfolgt, wobei sie mehrmals E-Mails von der Adresse "x.________@k.________.com" erhal-
ten habe (Vi act. 22/2/1 ff.).

5. Mit Verfügung vom 22. Januar 2024 liess auch die Staatsanwaltschaft Bischofszell (TG) das 
auf die Beschwerdeführerin lautende CHF-Konto sperren. Noch in Unkenntnis der Konto-
sperre transferierte die Beschwerdeführerin am 19. Januar 2024 CHF 44'450.00 und am 
22. Januar 2024 CHF 38'000.00 auf ihr ebenfalls bei der H.________ AG geführtes EUR-
Konto. Der Saldo des EUR-Kontos erhöhte sich dadurch von EUR 1.43 auf EUR 85'808.67. 
Mit diesem Guthaben kaufte die Beschwerdeführerin am 26. Januar 2024 USDC 92'500.00, 
die auf ihr Wertschriftendepot eingebucht wurden.

6. Ebenfalls am 22. Januar 2024 teilte die Staatsanwaltschaft der H.________ AG mit, dass das 
Mitteilungsverbot gemäss Erstverfügung aufgehoben worden sei. Die H.________ AG infor-
mierte die Beschwerdeführerin daraufhin mit E-Mail und Einschreiben vom 31. Januar 2024 
über die Kontosperre.

7. Gestützt auf das Ersuchen der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 20. Februar 
2024 verfügte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug am 23. Februar 2024 die Übernahme 
des Verfahrens. Mit Schreiben vom 2. Juli 2024 bestätigte die Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Zug auch gegenüber der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern die Übernahme des Ver-
fahrens im Zusammenhang mit den von L.________ getätigten Zahlungen (Vi act. 3/2/1 ff. 
und 3/4/1 f.).

8. Mit Verfügung vom 2. Juli 2024 (nachfolgend: Zweitverfügung) ordnete die Staatsanwalt-
schaft die Beschlagnahme der sich (gemäss letzter Mitteilung der H.________ AG) auf dem 
Konto der Beschwerdeführerin befindenden EUR 85'808.67 an. Die Staatsanwaltschaft wies 
die H.________ AG an, diesen Betrag nach Rechtskraft der Zweitverfügung auf ein Konto 
der Staatsanwaltschaft zu überweisen. Zudem verfügte sie, dass die Vermögenswerte nach 
Zahlungseingang sowie unter Berücksichtigung allfälliger Gebühren M.________ und 
L.________ im Verhältnis zu ihren Einzahlungen (EUR 44'977.50 zu EUR 37'981.00) zurück-
gegeben würden.

9. Am 15. Juli 2024 erhob die Beschwerdeführerin beim Obergericht des Kantons Zug Be-
schwerde gegen die Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 18. Januar 2024 (Erstverfü-
gung) und vom 2. Juli 2024 (Zweitverfügung) mit folgenden Anträgen (Verfahren BS 2024 
66):

1. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die am 2. Juli 2024 verfügte Beschlagnahme bzw. fakti-
sche Einziehung der Vermögenswerte der Beschwerdeführerin in der Höhe von EUR 85'808.67 

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auf dem Bankkonto der H.________ AG mit der IBAN ________ sowie die am 18. Januar 2024 
verfügte Kontosperrung sämtlicher Bankkonti der Beschwerdeführerin aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die am 2. Juli 2024 verfügte Beschlagnah-
me bzw. faktische Einziehung der Vermögenswerte der Beschwerdeführerin in der Höhe von 
EUR 85'808.67 auf dem Bankkonto der H.________ AG mit der IBAN ________ aufzuheben.

3. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die am 2. Juli 2024 verfügte faktische 
Einziehung der Vermögenswerte der Beschwerdeführerin in der Höhe von EUR 85'808.67 auf 
dem Bankkonto der H.________ AG mit der mit der IBAN ________ aufzuheben.

4. Subsubeventualiter seien die Verfügungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, 
vom 18. Januar 2024 und 2. Juli 2024 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung im 
Sinne der obergerichtlichen Erwägungen zurückzuweisen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8,1 % MWST) zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

Zudem beantragte die Beschwerdeführerin, der Beschwerde sei die aufschiebenden Wirkung 
zu erteilen und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, bei G.________ sämtliche relevanten 
Informationen zu acht Transaktionen einzuholen.

10. Mit Verfügung vom 18. Juli 2024 trat der (damalige) Präsident der I. Beschwerdeabteilung 
des Obergerichts auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ein. 
M.________ reichte am 25. Juli 2024 eine kurze Stellungnahme ein, ohne Anträge zu stellen.

11. Die H.________ AG hatte der Staatsanwaltschaft in der Zwischenzeit mitgeteilt, dass die an 
sich zu beschlagnahmenden EUR 85'808.67 am 26. Januar 2024 in USDC 92'500.00 ge-
wechselt worden seien (vgl. vorne Sachverhalt Ziff. 5). Vor diesem Hintergrund erliess die 
Staatsanwaltschaft am 29. Juli 2024 eine neue Verfügung (nachfolgend: Drittverfügung), 
welche die Zweitverfügung (nach Rechtskraft) vollumfänglich aufheben soll. Die Drittverfü-
gung sieht vor, dass sämtliche Kryptowährungen bzw. USDC im auf die Beschwerdeführerin 
lautenden Wertwertschriftendepot bei der H.________ AG beschlagnahmt werden. Im Weite-
ren wird die H.________ AG angewiesen, diese Vermögenswerte in EUR zu wechseln, so-
bald damit ein Erlös von mindestens EUR 84'000.00 erzielt werden kann. Der Erlös aus der 
vorzeitigen Verwertung soll beschlagnahmt und anschliessend M.________ und L.________ 
im Verhältnis zu ihren Einzahlungen zurückgegeben werden. Die vorzeitige Verwertung be-
gründete die Staatsanwaltschaft damit, dass Kryptowährungen erfahrungsgemäss starken 
Kursschwankungen unterlägen.

12. Am 29. Juli 2024 liess sich die Staatsanwaltschaft sodann zur Beschwerde vom 15. Juli 2024 
vernehmen. Sie beantragte die Abweisung der Beschwerde gegen die Erstverfügung vom 
18. Januar 2024. Das Beschwerdeverfahren betreffend die Zweitverfügung vom 2. Juli 2024 
sei bis zur Rechtskraft der Drittverfügung vom 29. Juli 2024 zu sistieren. Eventualiter sei der 
Staatsanwaltschaft Gelegenheit zu geben, zu den Ausführungen der Beschwerdeführerin in 
der Beschwerde gegen die Zweitverfügung vom 2. Juli 2024 ausführlich Stellung zu nehmen.

13. Am 9. August 2024 erhob die Beschwerdeführerin auch gegen die Drittverfügung der Staats-
anwaltschaft vom 29. Juli 2024 Beschwerde beim Obergericht und stellte die folgenden An-
träge (Verfahren BS 2024 80):

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1. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die am 29. Juli 2024 verfügte vorzeitige Verwertung 
und die anschliessende Beschlagnahme und faktische Einziehung der Vermögenswerte der Be-
schwerdeführerin in der Höhe von USDC 92'500.00 auf dem ________ (Konto) (________) bei 
der H.________ AG aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die am 29. Juli 2024 verfügte vorzeitige 
Verwertung und die anschliessende faktische Einziehung der Vermögenswerte der Beschwerde-
führerin in der Höhe von USDC 92'500.00 auf dem ________ (Konto) (________) bei der 
H.________ AG aufzuheben.

3. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die am 29. Juli 2024 verfügte faktische 
Einziehung der Vermögenswerte der Beschwerdeführerin in der Höhe von USDC 92'500.00 auf 
dem ________ (Konto) (________) bei der H.________ AG aufzuheben.

4. Subsubeventualiter sei die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, vom 
29. Juli 2024 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung im Sinne der obergerichtlichen 
Erwägungen zurückzuweisen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8,1 % MWST) zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

Im Weiteren beantragte die Beschwerdeführerin, das Beschwerdeverfahren sei mit dem Ver-
fahren BS 2024 66 zu vereinigen. Eventualiter sei das Verfahren zu sistieren, bis im Verfah-
ren BS 2024 66 ein Entscheid gefällt worden sei. Im Falle einer vorzeitigen Verwertung sei 
die Staatsanwaltschaft bzw. die H.________ AG anzuweisen, zur Organisation und Durch-
führung des Wechsels der USDC in EUR eine Fachperson beizuziehen. Ferner verlangte die 
Beschwerdeführerin wiederum, die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, bei G.________ 
sämtliche relevanten Informationen zu acht Transaktionen einzuholen.

14. Mit Eingabe vom 22. August 2024 ersuchte auch die Staatsanwaltschaft um Vereinigung der 
Beschwerdeverfahren BS 2024 66 und BS 2024 80. Zudem beantragte sie die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde gegen die Drittverfügung vom 29. Juli 2024.

15. Mit Präsidialverfügung vom 23. August 2024 wurden die Beschwerdeverfahren BS 2024 66 
und BS 2024 80 vereinigt.

16. Ebenfalls am 23. August 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme zu den 
Eingaben der Staatsanwaltschaft vom 29. Juli 2024 und von M.________ vom 25. Juli 2024 
ein. Auch M.________ nahm mit Eingabe vom 26. August 2024 (Postaufgabedatum) erneut 
Stellung. Am 5. September 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine ergänzende Stellung-
nahme ein und wies darauf hin, dass sowohl diese Eingabe als auch ihre Eingabe vom 
23. August 2024 in beiden Beschwerdeverfahren zu beachten seien.

17. Am 1. Oktober 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Kopie des gleichentags versandten 
Schreibens ihrer Rechtsvertreterin an die H.________ AG ein. Diesem ist zu entnehmen, 
dass die H.________ AG die USDC 92'500.00 bereits am 30. Juli 2024 – und damit vor Ein-
tritt der Rechtskraft der Drittverfügung – in EUR gewechselt hatte.

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Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b, Art. 393 Abs. 1 lit. a 
und Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 lit. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Die Rechtsmittel-
frist beginnt grundsätzlich mit der Zustellung des schriftlichen Entscheids (Art. 384 lit. b 
StPO). Bei einer nicht schriftlich eröffneten Verfahrenshandlung beginnt die Rechtmittelfrist 
mit der Kenntnisnahme (Art. 384 lit. c StPO). Mit der Beschwerde können Rechtsverletzun-
gen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung 
und Rechtsverzögerung, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die Beschwerdeinstanz 
entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie verfügt über volle 
Kognition (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. Die Beschwerde gegen die mit der Erstverfügung vom 18. Januar 2024 angeordnete Konto-
sperre erweist sich als verspätet. Die Staatsanwaltschaft stellte der Beschwerdeführerin die 
Erstverfügung zwar nicht zu. Jedoch setzte die H.________ AG die Beschwerdeführerin 
nachweislich unter Beilage einer vollständigen Kopie der Erstverfügung am 31. Januar 2024 
über die Kontosperre in Kenntnis (act. 1/4 [BS 2024 66]; vgl. vorne Sachverhalt Ziff. 6). Mit 
dieser Kenntnisnahme nahm die Rechtsmittelfrist ihren Lauf (vgl. vorne E. 1). Die erst am 
15. Juli 2024 erhobene Beschwerde erfolgte mithin nach Ablauf der Rechtsmittelfrist. Auf die 
Beschwerde gegen die Erstverfügung (Kontosperre) ist folglich nicht einzutreten.

3. Im Weiteren erweist sich die Beschwerde vom 9. August 2024 insoweit als gegenstandslos, 
als die Beschwerdeführerin die mit der Drittverfügung angeordnete vorzeitige Verwertung der 
USDC 92'500.00 verhindern wollte. Die H.________ AG wandelte die gesperrten USDC 
92'500.00 im Wertschriftendepot der Beschwerdeführerin nach Erhalt der Drittverfügung vom 
29. Juli 2024 bereits am 30. Juli 2024 in EUR um, obwohl die Drittverfügung noch nicht in 
Rechtskraft erwachsen war (vgl. vorne Sachverhalt Ziff. 17). Es kann deshalb offenbleiben, 
ob die Voraussetzungen einer vorzeitigen Verwertung nach Art. 266 Abs. 5 StPO gegeben 
gewesen wären.

4. Ihre weiteren Anträge begründet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen wie folgt:

4.1 Die Beschwerdeführerin handle auf G.________ einzig mit USDT. Sie kaufe auf dem P2P-
Markt grössere Mengen USDT unter Marktwert ein und verkaufe diese dann ebenfalls auf 
dem P2P-Markt zum Marktpreis in kleineren Mengen an Privatpersonen. Dafür schalte die 
Beschwerdeführerin auf G.________ Verkaufsinserate mit der Menge der angebotenen Kryp-
towährung, dem geforderten Preis in Fiatwährung und den anfallenden Gebühren. Bevor sie 
eine solche Anzeige aufschalten könne, müsse die entsprechende Kryptowährung im 
G.________-Wallet vorhanden sein. Ein interessierter Käufer könne auf den "Kaufen"-Knopf 
klicken. Ab diesem Zeitpunkt könnten die Parteien über G.________ chatten. Die Beschwer-
deführerin mache eine KYC-Prüfung [Legitimationsprüfung von Neukunden zur Verhinderung 
von Geldwäscherei (know your customer)] und fordere eine Transaktionsbestätigung für die 
Überweisung des geforderten Preises in Fiatwährung. Sobald das Geld eingetroffen und die 
KYC-Prüfung abgeschlossen seien, könne der "Release"-Knopf gedrückt werden. In der Fol-
ge werde die in der Anzeige festgehaltene Menge an Kryptowährung im Wallet des Verkäu-

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fers abgezogen und im Wallet des Käufers gutgeschrieben. Die Übermittlung der Kryp-
towährung laufe allein über G.________. Der Verkäufer könne weder den Empfänger noch 
die Menge der zu transferierenden Kryptowährung ändern; diese bestimmten sich allein an-
hand der vom Verkäufer geschalteten Anzeige (act. 1 Rz 16 ff. [BS 2024 66]).

4.2 Von L.________ habe die Beschwerdeführerin am 10. Januar 2024 die erste Trading-
Anfrage erhalten (USDT 38'839.45 / CHF 37'304.00). Auch bei ihm habe sie eine KYC-
Prüfung durchgeführt und eine Zahlungsbestätigung (proof of payment) und einen Geld-
nachweis (proof of funds) verlangt. Am Folgetag habe die Beschwerdeführerin die USDT 
freigegeben und G.________ habe den Trade ausgeführt. Als L.________ am 19. Januar 
2024 eine zweite Trading-Anfrage gestellt habe (USDT 38'114.34 / CHF 38'000.00), habe er 
wieder eine Zahlungsbestätigung und einen Geldnachweis liefern müssen. Dies sei noch am 
gleichen Tag geschehen, worauf die Beschwerdeführerin die USDT freigegeben und 
G.________ den Trade ausgeführt habe. Aus dem Hinweis "Completed 2x" in den jeweiligen 
G.________-Chatverläufen sowie aus der Übersicht mit den abgeschlossenen Trades zwi-
schen L.________ und der Beschwerdeführerin ergebe sich, dass der Trade von beiden Sei-
ten korrekt und vollständig vollzogen worden sei (act. 1 Rz 21 ff. [BS 2024 66]).

4.3 Von M.________ habe die Beschwerdeführerin am 12. Januar 2024 die erste Trading-
Anfrage erhalten (USDT 5'010.02 / CHF 5'000.00). Nach Abschluss der KYC-Prüfung habe 
M.________ den Kaufpreis überwiesen, worauf die Beschwerdeführerin die USDT freigege-
ben habe. Am 19. Januar 2024 habe die Beschwerdeführerin eine zweite Trading-Anfrage 
von M.________ erhalten (USDT 45'045.04 / CHF 45'000.00). Da der angefragte Betrag 
CHF 10'000.00 überstiegen habe, habe die Beschwerdeführerin einen Geldnachweis ver-
langt. Nachdem M.________ diese Dokumente geliefert und den Kaufpreis gleichentags an 
die Beschwerdeführerin überwiesen habe, sei auch dieser Trade freigegeben worden. Die er-
folgreiche Ausführung des Trades und die Gutschrift der USDT im von M.________ angege-
benen Wallet ergäben sich wiederum aus der Belastungsanzeige, dem G.________-
Chatverlauf und dem Chatverlauf mit dem G.________-Support (act. 1 Rz 24 ff. [BS 2024 
66]).

4.4 Die Voraussetzungen für die von der Staatsanwaltschaft verfügte Beschlagnahme und die 
Rückgabe der Vermögenswerte an L.________ und M.________ seien nicht erfüllt. Als 
Zwangsmassnahme setze die Beschlagnahme einen hinreichenden Tatverdacht voraus. Der 
Vorwurf des Betrugs gemäss Art. 146 StGB sei jedoch unbegründet. L.________, 
M.________ und J.________ seien nach eigenen Angaben von "Brokern" kontaktiert und 
zum Investieren animiert worden. Diese "Broker" seien der Beschwerdeführerin nicht be-
kannt. Das Vorgehen und die Lügen der Täter seien jedoch plump und offensichtlich gewe-
sen. Ein Betrug, der Arglist voraussetze, scheide damit aus (act. 1 Rz 33 ff. und 36 ff. 
[BS 2024 66]).

4.5 Im Weiteren bleibe gänzlich unklar, wie die Staatsanwaltschaft behaupten könne, die Zah-
lungen der mutmasslich Geschädigten seien nicht im Zusammenhang mit den Transaktionen 
auf G.________ getätigt worden (act. 7 Rz 24 [BS 2024 66]). Die Beschwerdeführerin habe 
zweifelsfrei beweisen können, dass sie die von den angeblich Geschädigten gekauften 
USDT in deren G.________-Wallet geliefert habe. Wenn nun der dafür bezahlte Betrag be-
schlagnahmt werde, werde die Beschwerdeführerin doppelt bestraft. Ob die von der Be-

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schwerdeführerin freigegebenen USDT bei den angeblich Geschädigten angekommen seien, 
könne nicht abschliessend beantwortet werden, zumal diese angegeben hätten, dass die Ar-
beitsschritte auf den Handelsplattformen von Betrügern über "TeamViewer" oder "Anydesk" 
ausgeführt worden seien (act. 1 Rz 58 ff. [BS 2024 66]). Zwischen der Täterschaft und der 
Beschwerdeführerin bestehe keinerlei Verbindung (act. 5 Rz 6 [BS 2024 80]). Die Beschwer-
deführerin habe die beschlagnahmten Vermögenswerte gutgläubig und in Unkenntnis der 
Einziehungsgründe erworben. Eine Einziehung sei deshalb gemäss Art. 70 Abs. 2 StGB aus-
geschlossen. Folglich komme auch keine Beschlagnahme in Betracht (act. 7 Rz 25 ff. 
[BS 2024 66] und act. 5 Rz 9 f. [BS 2024 80]).

4.6 Schliesslich seien die Behörden des Kantons Zug unzuständig. Die Täter hätten die mut-
masslich Geschädigten von England aus bzw. mit ausländischen Telefonnummern kontak-
tiert. Zudem seien die Straftaten in mehreren Kantonen begangen worden und es bestehe 
kein eindeutiger Schwerpunkt in einem Kanton. Für die Untersuchung und Beurteilung seien 
deshalb nach Art. 24 Abs. 1 StPO die Bundesbehörden zuständig (act. 7 Rz 36).

5. Die Staatsanwaltschaft hält hingegen im Wesentlichen mit folgender Begründung an ihren 
Verfügungen fest:

5.1 Eine unbekannte Täterschaft habe L.________ und M.________ verschiedene Unterlagen 
zukommen lassen; darunter eine von der "K.________" ausgestellte Rechnung, einen Kon-
toauszug aus dem mutmasslichen Account bei "K.________" und weitere Unterlagen zu 
"K.________" (Vi act. 20/3/21 und 20/3/48-65). Gestützt darauf hätten L.________ und 
M.________ unter anderem die am 19. Januar 2024 erfolgten Überweisungen über 
CHF 38'000.00 bzw. CHF 45'000.00 auf das CHF-Konto der Beschwerdeführerin bei der 
H.________ AG getätigt. Diese Vorgehensweise sei allgemein als "Online-Anlagebetrug" be-
kannt. Dabei werde versucht, die Geschädigten zu vermeintlichen Investitionen in Wertschrif-
ten oder Kryptowährungen zu bewegen, wobei grosse Renditen innerhalb kurzer Zeit ver-
sprochen würden. Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass eine unbekannte Täterschaft 
unter anderem L.________ und M.________ im Zusammenhang mit einer angeblichen In-
vestitionsmöglichkeit bei der "K.________" arglistig getäuscht und so motiviert habe, die er-
wähnten Zahlungen zu tätigen (act. 4 Rz II.5 ff. [BS 2024 66]).

5.2 Die Geschäftsbeziehung der Beschwerdeführerin bei der H.________ AG sei am 1. Dezem-
ber 2023 eröffnet worden. Im Zeitraum vom 20. Dezember 2023 bis 22. Januar 2024 seien 
auf dem CHF-Konto Zahlungen über CHF 303'898.49 eingegangen, die im Wesentlichen von 
N.________, O.________, P.________, J.________, Q.________, L.________, 
R.________, S.________, T.________ und M.________ stammten. Diese Zahlungen seien 
jeweils unverzüglich auf das EUR-Konto weitergeleitet und von diesem Konto zugunsten der 
U.________ Limited ins Ausland wegtransferiert worden. Nachdem etwa am 8. Januar 2024 
CHF 49'975.00 von J.________ eingegangen seien, seien gleichentags EUR 51'500.00 auf 
das EUR-Konto weitergeleitet und von dort aus zugunsten der U.________ Limited überwie-
sen worden (act. 4 Rz II.8 [BS 2024 66]).

5.3 Im Zusammenhang mit den Überweisungen von L.________ und M.________ vom 19. Ja-
nuar 2024 über CHF 38'000.00 bzw. CHF 45'000.00 mache die Beschwerdeführerin geltend, 
sie habe den beiden jeweils den entsprechenden Gegenwert in der Kryptowährung USDT 

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zukommen lassen. Aus den Unterlagen von G.________ gehe hervor, dass M.________ dort 
über ein Konto verfüge. Ferner gehe daraus hervor, dass am 19. Januar 2024 ab diesem 
Konto USDT 45'035.04 wegtransferiert worden seien (Vi act. 3/2/25). In der Übersicht "P2P" 
(Vi act. 3/2/26) werde ein Kauf von USDT 45'045.04 vom 18. Januar 2024 aufgeführt, wobei 
in der Rubrik "Payment method" die Bezeichnung "BANK" und in der Rubrik "Release time" 
die Zeitangabe "2024-01-19 09:37:30" aufgeführt sei. Ebenfalls am 18. Januar 2024 sei 
zweimal versucht worden, USDT 45'317.00 zu kaufen, was jedoch anscheinend nicht funk-
tioniert habe und in der Rubrik "Status" mit den Bezeichnungen "Cancelled / Expired (Sys-
tem)" sowie "Cancelled / buyer" bezeichnet worden sei (act. 4 Rz II.9 [BS 2024 66]).

5.4 Die Staatsanwaltschaft habe den Geldfluss der Überweisungen vom 19. Januar 2024 über 
CHF 38'000.00 und CHF 45'000.00 detailliert aufgezeigt. Sodann habe L.________ ausge-
sagt, er habe die Zahlung von CHF 38'000 an die H.________ AG getätigt, da die 
"K.________" ihn angewiesen habe, für die von ihm erzielten Gewinne eine Kommission zu 
bezahlen. M.________ habe als Grund für die Überweisung von CHF 45’000 an die 
H.________ AG angegeben, ihr sei versprochen worden, dass sie damit den "Goldstatus" er-
reiche. Die Schilderungen der Beschwerdeführerin beträfen nicht diesen Vermögensfluss. 
Daran änderten auch die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen und die Aus-
züge von G.________ nichts. Sämtliche nach den erwähnten Überweisungen erfolgten 
Transaktionen auf G.________ seien irrelevant. Der anfängliche Verdacht, dass über die auf 
die Beschwerdeführerin lautenden Konten bei der H.________ AG deliktische Gelder geflos-
sen seien, habe sich erhärtet und die Kontosperre sei angesichts des mutmasslichen De-
liktsbetrags von CHF 83'000.00 auch verhältnismässig (act. 4 Rz II.10 f. [BS 2024 66] und 
act. 3 Rz 6 [BS 2024 80]).

6. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die von der Staatsanwaltschaft verfügte Beschlagnahme der 
Vermögenswerte der Beschwerdeführerin bei der H.________ AG zu Recht erfolgte.

6.1 Die Beschlagnahme ist in Art. 263-268 StPO geregelt. Sie stellt eine provisorische (konserva-
torische) Zwangsmassnahme zur vorläufigen Sicherung der Beweismittel bzw. der allenfalls 
der Einziehung unterliegenden Gegenstände und Vermögenswerte dar (Urteil des Oberge-
richts Zug BS 2023 7/12 vom 15. Mai 2023 E. 3).

6.1.1 Strafprozessuale Zwangsmassnahmen setzen einen hinreichenden Tatverdacht voraus 
(Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Sie müssen zudem verhältnismässig sein, dürfen also nur soweit 
angeordnet und aufrechterhalten werden, als die angestrebten Ziele nicht durch mildere 
Massnahmen erreicht werden können und die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnah-
me rechtfertigt (Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO). Zwangsmassnahmen, die in die Grund-
rechte nicht beschuldigter Personen eingreifen, sind besonders zurückhaltend einzusetzen 
(Art. 197 Abs. 2 StPO; Urteil des Bundesgerichts 7B_429/2023 vom 3. Juni 2024 E. 2.2).

6.1.2 Gemäss Art. 263 Abs. 1 StPO können Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldig-
ten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn die Gegenstände oder Ver-
mögenswerte voraussichtlich als Beweismittel (lit. a), zur Sicherstellung von Verfahrenskos-
ten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen (lit. b) oder zur Deckung von Ersatzforderun-
gen des Staates gemäss Art. 71 StGB gebraucht werden (lit. e) sowie wenn sie den Geschä-
digten zurückzugeben (lit. c) oder einzuziehen sind (lit. d).

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6.1.3 Die Beschlagnahme von Vermögenswerten findet ihre materielle Grundlage in der Vermö-
genseinziehung. Die Bestimmungen über die Vermögenseinziehung nach Art. 70 ff. StGB 
geben mithin den Umfang zulässiger Vermögensbeschlagnahme vor (Bommer/Goldschmid, 
Basler Kommentar, 3. A. 2023, Art. 263 StPO N 32 und 41). Gemäss Art. 70 StGB verfügt 
das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat erlangt worden 
sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie 
nicht der geschädigten Person zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes aus-
gehändigt werden (Abs. 1). Die Einziehung ist ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermö-
genswerte in Unkenntnis der Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine 
gleichwertige Gegenleistung erbracht hat oder die Einziehung ihm gegenüber sonst eine un-
verhältnismässige Härte darstellen würde (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 7B_429/2023 
vom 3. Juni 2024 E. 2.2). Daraus folgt im Umkehrschluss, dass deliktisch erlangte Vermö-
genswerte grundsätzlich bei jedem Dritten eingezogen werden können, der diese in Kenntnis 
der Einziehungsgründe oder ohne gleichwertige Gegenleistung erwirbt (Urteil des Bundesge-
richts 6B_502/2020 vom 6. Mai 2021 E. 1.2.1). Auch wenn sich der Dritte im Einziehungsver-
fahren nicht auf die Unschuldsvermutung berufen kann, hat der Staat sämtliche Vorausset-
zungen für eine Einziehung beim Dritten zu beweisen. Der Dritte, der behauptet, eine gleich-
wertige Gegenleistung im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB erbracht zu haben, muss bei der 
Beweiserhebung indessen in zumutbarer Weise mitwirken (BGE 147 IV 479 E. 6.5.2.2; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_334/2019 vom 28. Januar 2020 E. 4.3.4). Als Gegenleistungen im 
Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB kommen unter anderem Leistungen infrage, die im Rahmen 
eines synallagmatischen Vertrags erbracht wurden (Urteil des Bundesgerichts 6B_334/2019 
vom 28. Januar 2020 E. 4.3.3).

6.2 Es kann offenbleiben, ob vorliegend ein hinreichender Tatverdacht gegeben ist und ob die 
von der Staatsanwaltschaft verfügte Beschlagnahme verhältnismässig ist. Es fehlt bereits an 
den Voraussetzungen einer Vermögenseinziehung und einer damit verbundenen Rückgabe 
der Vermögenswerte an die Geschädigten.

6.2.1 Die Staatsanwaltschaft stellt nicht in Abrede, dass L.________ und M.________ – wie von 
der Beschwerdeführerin dargestellt – über ein G.________-Konto verfügen und darüber ver-
schiedene Transaktionen mit der Beschwerdeführerin abgewickelt haben. Sie bestreitet auch 
nicht, dass die Beschwerdeführerin am 19. Januar 2024 USDT 38'114.34 bzw. 
USDT 45'045.04 auf das jeweilige G.________-Konto von L.________ und M.________ 
überwies, nachdem diese CHF 38'000.00 bzw. CHF 45'000.00 auf ein Konto der Beschwer-
deführerin bei der H.________ AG überwiesen hatten. Ebenfalls unbestritten ist, dass die 
CHF 38'000.00 bzw. die CHF 45'000.00 dem Kaufpreis der von der Beschwerdeführerin am 
19. Januar 2024 mit L.________ und M.________ abgewickelten USDT-Transaktionen ent-
sprachen (act. 1/10; act. 1/12; act. 1/16; act. 1/34 [BS 2024 66]; Vi act. 3/2/26).

6.2.2 Gleichwohl bringt die Staatsanwaltschaft vor, die vorgenannten Zahlungen von L.________ 
und M.________ stünden nicht mit den Transaktionen auf G.________ in Verbindung. Die 
Akten legen jedoch den gegenteiligen Schluss nahe. Die G.________-Chatverläufe zwischen 
der Beschwerdeführerin und L.________ bzw. M.________ zeigen, dass die Beschwerdefüh-
rerin jeweils einen Nachweis der Überweisung über CHF 38'000.00 bzw. CHF 45'000.00 auf 
ihr Konto verlangte, bevor sie den entsprechenden Gegenwert in USDT an L.________ und 
M.________ überwies (Vi act. 17/1/70 ff.; Vi act. 17/1/85 ff.). Bei diesen Zahlungsnachweisen 

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handelte es sich im Fall von L.________ um eine Überweisungsbestätigung der V.________ 
AG (Bank) und im Fall von M.________ um eine Überweisungsbestätigung der W.________ 
(Bank) (vgl. Vi act. 4/2/13; Vi act. 10/2/21; Vi act. 17/1/71; Vi act. 17/1/87 ["it is bank state-
ment from my W.________"]). Es besteht somit kein Zweifel daran, dass L.________ und 
M.________ mit ihren Überweisungen auf das Konto der Beschwerdeführerin am 19. Januar 
2024 den jeweiligen Kaufpreis für die von der Beschwerdeführerin angebotenen USDT be-
zahlten. Unbestritten ist sodann, dass die Beschwerdeführerin anschliessend die entspre-
chenden Gegenwerte in USDT an L.________ und M.________ überwies. Stünden die 
Überweisungen von L.________ und M.________ an die Beschwerdeführerin vom 19. Janu-
ar 2024 nicht im Zusammenhang mit den G.________-Transaktionen selbigen Datums, wie 
es die Staatsanwaltschaft vorbringt, müssten L.________ und M.________ demzufolge je-
weils eine zweite Zahlung an die Beschwerdeführerin über CHF 38'000.00 bzw. 
CHF 45'000.00 geleistet haben. Derlei ist indessen weder behauptet noch ersichtlich.

6.2.3 Nach dem Gesagten konnte die Beschwerdeführerin aufzeigen, (i) dass sie L.________ und 
M.________ USDT 38'114.34 bzw. USDT 45'045.04 verkaufte, (ii) dass L.________ und 
M.________ dafür am 19. Januar 2024 den jeweiligen Kaufpreis von CHF 38'000.00 bzw. 
CHF 45'000.00 auf das Konto der Beschwerdeführerin bei der H.________ AG überwiesen 
und (iii) dass die Beschwerdeführerin die verkauften USDT gleichentags auf das jeweilige 
G.________-Konto von L.________ und M.________ überwies. Folglich hat die Beschwerde-
führerin für die von L.________ und M.________ geleisteten Zahlungen eine gleichwertige 
Gegenleistung erbracht. Die Staatsanwaltschaft behauptet jedenfalls nicht, dass die von der 
Beschwerdeführerin geleisteten USDT im Zeitpunkt des Verkaufs nicht dem Marktpreis ent-
sprachen.

6.2.4 An diesem Schluss vermag auch nichts zu ändern, dass eine unbekannte Täterschaft 
L.________ und M.________ vorgetäuscht haben mag, die Transaktionen auf G.________ 
würden im Zusammenhang mit angeblichen Investitionen bei der "K.________" stehen (vgl. 
vorne E. 5.1). Dasselbe gilt für den Umstand, dass eine unbekannte Täterschaft diese 
Transaktionen womöglich mittels Fernzugriffs auf die Computer von L.________ und 
M.________ selbst veranlasste oder sich die gekauften USDT aneignete (vgl. vorne E. 4.5 
und Sachverhalt Ziff. 4). Die Staatsanwaltschaft vermag keine Anhaltspunkte dafür zu nen-
nen, dass die Beschwerdeführerin diese Hintergründe erkannt hätte oder hätte erkennen 
können. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin die von 
L.________ und M.________ geleisteten Zahlungen gutgläubig entgegennahm und eine 
gleichwertige Gegenleistung dafür erbrachte.

6.2.5 Vor diesem Hintergrund bleibt unklar, worauf die Staatsanwaltschaft hinauswill, wenn sie 
vorbringt, am 18. Januar 2024 sei vom G.________-Konto von M.________ aus zweimal er-
folglos versucht worden, USDT 45'317.00 zu kaufen (vgl. vorne E. 5.3). Am 19. Januar 2024 
konnte der Verkauf von USDT 45'045.04 für CHF 45'000.00 erfolgreich abgewickelt werden 
(vgl. vorne E. 6.2.1 f.). Nicht von Belang ist sodann, ob und aus welchen Gründen die Be-
schwerdeführerin, die in keiner erkennbaren Verbindung zur unbekannten Täterschaft steht, 
andere Zahlungseingänge auf ihrem CHF-Konto in EUR wechselte und diese Guthaben ins 
Ausland überwies (vgl. vorne E. 5.2).

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6.3 Die Einziehung von Vermögenswerten ist ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermögens-
werte in Unkenntnis der Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine gleich-
wertige Gegenleistung erbracht hat (vgl. vorne E. 6.1.3). Wie vorstehend dargelegt, erwarb 
die Beschwerdeführerin die von der Beschlagnahme betroffenen Vermögenswerte – nament-
lich die Zahlungen von L.________ und M.________ vom 19. Januar 2024 über 
CHF 38'000.00 und CHF 45'000.00 – ohne Kenntnis des möglicherweise deliktischen Hinter-
grunds. Zudem erbrachte sie für diese Vermögenswerte eine gleichwertige Gegenleistung. 
Eine Vermögenseinziehung scheidet damit aus und die von der Staatsanwaltschaft verfügte 
Beschlagnahme erweist sich als unzulässig (vgl. vorne E. 6.1.3). Demzufolge können die 
Vermögenswerte auch nicht den Geschädigten zurückgegeben werden (vgl. vorne E. 6.1.2).

7. Der Ordnung halber ist im Weiteren auf die folgenden beiden Punkte hinzuweisen:

7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, vorliegend seien nicht die Behörden des Kantons Zug, 
sondern die Bundesbehörden zur Strafverfolgung zuständig (vgl. vorne E. 4.6). Dieser Ein-
wand ist unbegründet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Betrug (Art. 146 
StGB). Dabei handelt es sich um ein im zweiten Titel des StGB geregeltes Verbrechen. Die 
Zuständigkeit der Bundesbehörden setzt bei diesen Verbrechen unter anderem voraus, dass 
keine kantonale Strafverfolgungsbehörde mit der Sache befasst ist oder die zuständige kan-
tonale Strafverfolgungsbehörde die Staatsanwaltschaft des Bundes um Übernahme des Ver-
fahrens ersucht (Art. 24 Abs. 2 lit. b StPO). Dies ist vorliegend nicht der Fall.

7.2 Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 29. Juli 2024, ihr sei für den 
Fall, dass das Beschwerdeverfahren BS 2024 66 nicht sistiert werde, Gelegenheit zu geben, 
zur Beschwerde gegen die Zweitverfügung ausführlich Stellung zu nehmen (act. 4 S. 2 
[BS 2024 66]). In ihrer Eingabe vom 22. August 2024 beantragte die Staatsanwaltschaft hin-
gegen die Vereinigung der Beschwerdeverfahren BS 2024 66 und BS 2024 80 und verwies 
zur Begründung der verfügten Beschlagnahme im Wesentlichen auf ihre Ausführungen in der 
Vernehmlassung vom 29. Juli 2024 (act. 3 Rz 5 ff. [BS 2024 80]). Die Beschwerdeverfahren 
wurden in der Folge antragsgemäss vereinigt (vgl. vorne Sachverhalt Ziff. 15). Es bestand 
deshalb kein Anlass, die Staatsanwaltschaft zu einer weiteren Stellungnahme aufzufordern.

8. Im Ergebnis erweisen sich die Beschwerden als begründet, soweit sie sich gegen die Be-
schlagnahme der Vermögenswerte der Beschwerdeführerin bei der H.________ AG und die 
vorzeitige Rückgabe dieser Vermögenswerte an L.________ und M.________ richten. Die 
Zweitverfügung der Staatsanwaltschaft ("Beschlagnahmebefehl") vom 2. Juli 2024 ist somit 
vollständig aufzuheben. Die Drittverfügung der Staatsanwaltschaft vom 29. Juli 2024 ("Be-
schlagnahmebefehl / Verfügung betreffend unverzüglichen Wechsel von Krypto-Währung in 
FIAT-Währung bzw. betreffend vorzeitige Verwertung von Kryptowährung") ist aufzuheben, 
soweit sie nicht bereits gegenstandlos geworden ist (vgl. vorne E. 3). Bei dieser Ausgangsla-
ge wäre es an sich angezeigt, auch die mit der Erstverfügung vom 18. Januar 2024 angeord-
nete Kontosperre aufzuheben. Darüber ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren indes nicht 
mehr zu befinden (vgl. vorne E. 2).

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9. Zu regeln bleiben die Verfahrenskosten und die Entschädigung.

9.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
und Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetre-
ten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Auf die gegen die 
Erstverfügung gerichtete Beschwerde ist nicht einzutreten (vgl. vorne E. 2). Hingegen sind 
die Beschwerden gegen die Zweit- und die Drittverfügung gutzuheissen, letztere soweit sie 
nicht bereits gegenstandslos geworden ist (vgl. vorne E. 8). Die Beschwerdeführerin hat die 
teilweise Gegenstandslosigkeit ihrer Beschwerde nicht zu verantworten (vgl. vorne E. 3). Zu-
dem wäre die Beschwerdeführerin aufgrund der erfolgreichen Anfechtung der Beschlagnah-
me im Ergebnis auch mit ihrer Beschwerde gegen die vorzeitige Verwertung der beschlag-
nahmten Vermögenswerte durchgedrungen. Insofern ist die Beschwerdeführerin auch in Be-
zug auf die Drittverfügung als vollständig obsiegend zu betrachten (vgl. dazu Domeisen, Bas-
ler Kommentar, 3. A. 2023, Art. 428 StPO N 14). Bei dieser Ausgangslage rechtfertigt es 
sich, die Verfahrenskosten zu einem Drittel der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und zu 
zwei Dritteln auf die Staatskasse zu nehmen. Im Beschwerdeverfahren beträgt die Gebühr 
CHF 200.00 bis CHF 5'000.00 (§ 24 Abs. 1 KoV OG). Sie ist vorliegend auf CHF 1'200.00 
festzusetzen.

9.2 Die Beschwerdeführerin ist für die notwendigen Aufwendungen im Rechtsmittelverfahren aus 
der Staatskasse zu entschädigen (vgl. Art. 436 Abs. 3 StPO; Urteil des Obergerichts Zug 
BS 2024 21 vom 5. Juli 2024 E. 5.2; Schmid/Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, 
Praxiskommentar, 4. A. 2023, Art. 436 StPO N 4). Gemäss § 15 Abs. 1 der Verordnung über 
den Anwaltstarif (AnwT) bemisst sich das Honorar in Strafsachen nach dem angemessenen 
Zeitaufwand des Rechtsanwaltes. Nach § 15 Abs. 2 AnwT beträgt der Stundenansatz in der 
Regel CHF 220.00 und kann in besonderen Fällen bis auf CHF 300.00 erhöht werden. Inner-
halb dieser Grenzen ist das Honorar gemäss der allgemeinen Regel von § 2 AnwT nach der 
Schwierigkeit des Falles sowie nach dem Umfang und der Art der angemessenen Bemühun-
gen festzulegen. Im vorliegenden Fall kann nicht von einem aussergewöhnlich komplexen 
oder schwierigen Verfahren gesprochen werden, weshalb eine Erhöhung des Regelansatzes 
von CHF 220.00 nicht angezeigt ist. Bei diesem Ansatz und dem erforderlichen Aufwand er-
scheint grundsätzlich eine Entschädigung von CHF 4'500.00 (inkl. Auslagen) angemessen. 
Die Beschwerdeführerin obsiegt jedoch (im Wesentlichen) nur mit ihren Beschwerden gegen 
die Zweit- und die Drittverfügung, während sie mit ihrer Beschwerde gegen die Erstverfügung 
unterliegt. Dementsprechend ist ihr eine gekürzte Entschädigung von CHF 3'000.00 (inkl. 
Auslagen) zuzusprechen. Ein Mehrwertsteuerzuschlag ist nicht hinzuzurechnen, da Dienst-
leistungen von Anwälten, die an Empfänger mit Geschäftssitz im Ausland erbracht werden, 
von der Steuerpflicht befreit sind (Art. 8 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. a MWSTG e contrario).

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Beschluss

1.1 Auf die Beschwerde vom 15. Juli 2024 gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
18. Januar 2024 wird nicht eingetreten.

1.2 Im Übrigen wird die Beschwerde vom 15. Juli 2024 gutgeheissen und die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 2. Juli 2024 wird aufgehoben.

2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 9. August 2024 wird die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 29. Juli 2024 aufgehoben, soweit sie nicht gegenstandslos gewor-
den ist.

3. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 1'100.00Gebühren
CHF 100.00 Auslagen
CHF 1'200.00Total

und werden zu einem Drittel (CHF 400.00) der Beschwerdeführerin auferlegt und zu zwei 
Dritteln (CHF 800.00) auf die Staatskasse genommen.

4. Der Beschwerdeführerin wird eine Entschädigung von CHF 3'000.00 aus der Staatskasse 
zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

6. Mitteilung an:
- Parteien
- M.________
- L.________
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget Ph. Carr
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

versandt am: