# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 770e533b-5ec6-5d15-9809-49405a1e7216
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.08.2021 200 2021 169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-169_2021-08-26.pdf

## Full Text

200 21 169 IV
FUE/BOC/STL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. August 2021

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Wiedmer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung und war zuletzt bis 
August 2008 als Mitarbeiterin ... und ... im B.________ in ... erwerbstätig. 
Sie meldete sich im Mai 2009 unter Hinweis auf starke Rückenschmerzen, 
eine Knieoperation und Herzschmerzen erstmals bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 2, 8, 20 S. 2, 32 S. 3, 139 S. 
4). Nach Vornahme beruflicher und medizinischer Abklärungen, insbeson-
dere nach Einholen eines neurochirurgischen Gutachtens vom 10. Novem-
ber 2009 (act. II 20), verneinte die IVB mit Verfügung vom 2. März 2010 
den Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem IV-Grad von 19 % (act. II 
35). Auf Neuanmeldungen vom Juli 2012, Juli 2013 und August 2014 trat 
die IVB nicht ein (act. II 37, 51, 52, 66, 71, 83).

Im Juli 2019 meldete sich die Versicherte abermals bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an (act. II 85). Diese holte weitere medizinische und erwerbli-
che Unterlagen ein (act. II 87, 90, 98, 99, 104, 112), schloss Eingliede-
rungsmassnahmen mangels Erfolgsaussichten aus (act. II 114) und liess 
die Versicherte durch die Dres. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin und Rheumatologie, und D.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, untersuchen (samt Evaluation der funktionellen 
Leistungsfähigkeit [EFL]; bidisziplinäres Gutachten vom 27. August 2020; 
Teilgutachten vom 16. bzw. 26. August 2020; act. II 137.1 - 4) sowie durch 
den Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 16. 
November 2020 erstellen (act. II 139). Daraufhin stellte sie mit Vorbescheid 
vom 20. November 2020 die Verneinung eines Rentenanspruchs bei einem 
Status von 62 % Erwerb und 38 % Aufgabenbereich Haushalt sowie einem 
IV-Grad von 30 % in Aussicht (act. II 141). Nach dagegen erhobenen Ein-
wänden (act. II 142, 144) verfügte die IVB am 5. Februar 2021 wie in Aus-
sicht gestellt (act. II 145).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. März 2021 (Postauf-
gabe) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die Verfügung vom 5. Februar 
2021 sei aufzuheben und es sei ihr eine halbe IV-Rente zuzusprechen. 
Eventualiter sei unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung erneut ein 
psychiatrisches Gutachten einzuholen und anschliessend neu über den 
Leistungsanspruch zu entscheiden. Weiter sei ihr die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. März 2021 forderte der Instruktions-
richter die Beschwerdeführerin auf, ein Sozialhilfebudget für das Jahr 2021 
einzureichen. Dem kam die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. März 
2021 nach. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 14. April 
2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Februar 2021 (act. II 
145). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Rente der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

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wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.3 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 
4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Liegt auch unter dem Ge-
sichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädi-
gung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normati-
ven Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindern-
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 6

(Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287, E. 3.6 S. 294).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufga-
benbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abwei-
chung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig 
sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifi-
sche Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 
V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293).

Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 
Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in 
Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 27bis Abs. 2 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 

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[IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind Validen- und 
Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen Vollzeittätig-
keit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbseinbusse wird 
schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV). Für die 
Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufga-
benbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-
cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

2.6 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheb-
lichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 IVV). Wurde eine Rente wegen 
eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmel-
dung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 
Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). 

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 8

Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Juli 2019 
(act. II 85) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft. 
Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das Gericht daher nicht zu be-
urteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist durch einen Vergleich des 
Sachverhalts im Zeitpunkt der leistungsverneinenden Verfügung vom 
2. März 2010 (act. II 35) mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 5. Februar 2021 (act. II 145) zu prüfen, ob eine wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen. 
Gegebenenfalls ist anschliessend der Leistungsanspruch in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. E. 2.6 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 2. März 2010 (act. II 35) stützte sich auf das 
Gutachten von Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurochirurgie, vom 
10. November 2009 (act. II 20). Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizierte (act. II 20 S. 9 f.) sie:

Lumboradikuläres Schmerzsyndrom rechts m./b.:
 Status nach epiduraler Infiltration L4/5 18. September 2009
 neurologisch:

 Lasègue rechts positiv
 mangelnde Kooperation / Verdacht auf Aggravation

 radiologisch/neuroradiologisch:
 Fehlhaltung LWS
 degenerative Veränderungen gesamte LWS
 Discushernie L4/5 links mit möglicher Wurzelkompression L5 links
 flache Dicushernie L5/S1 rechts mit möglicher Wurzeltangierung S1 rechts

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 9

Bei der Patientin liege mit Sicherheit eine verminderte Belastbarkeit des 
lumbalen Wirbelsäulenabschnittes vor. Das vorgetragene Schmerzbild las-
se sich jedoch durch die aktuellen neurologischen und radiologi-
schen/neuroradiologischen Befunde nicht erklären, es müsse von einer 
Schmerzüberwertung/Aggravation ausgegangen werden (act. II 20 S. 10 
f.). Der Versicherten sei aus rein neurochirurgischer Sicht medizinisch-
theoretisch eine leichte Tätigkeit zweimal drei Stunden täglich zumutbar, 
eine körperlich sehr belastende Arbeit sollte nicht verrichtet werden (act. II 
20 S. 11). Es müsse eine Änderung des Lebensstils mit körperlichen Akti-
vitäten angestrebt werden, der Haushalt sollte ohne fremde Hilfe (mit Aus-
nahme des Hebens schwerer Gewichte) bewältigt werden können (act. II 
20 S. 11). Wenn der Einsatz im ... Gewichte heben über 7 kg ausschliesse, 
so wäre diese Tätigkeit weiterhin im vorgehend genannten Rahmen mög-
lich gewesen (act. II 20 S. 12). 

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass 
der Verfügung vom 2. März 2010 (act. II 35) ergibt sich aus den Akten im 
Wesentlichen das Folgende:

3.3.1 Im Bericht der Klinik F.________ vom 14. Dezember 2018 über die 
Hospitalisation vom 12. November bis 3. Dezember 2018 wurden die fol-
genden Hauptdiagnosen aufgeführt (act. II 117 S. 21 - 25):

1. Körperliche Dekonditionierung und Mobilitätseinschränkungen bei:
- Chronifiziertem thoraco-lumbo-vertebralem Schmerzsyndrom mit Ver-

dacht auf zunehmende somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung 
und zentrale Sensibilisierung auf das Schmerzleben, schmerzbedingt 
totale Inaktivität. Ausgeprägte psychosoziale Problematik.

2. Pangonarthrose li. mit leichter funktioneller Bewegungseinschränkung bei 
klinisch normalem Valgus und St. n. arthroskopischer Teilmeniskektomie 
2002.

3. Adipositas Grad I

Bei Eintritt berichte die Patientin von lage- und bewegungsabhängigen 
Schmerzen am Rücken begleitet von Mobilitätseinschränkungen (act. II 117 
S. 22). Sie habe vom Aufenthalt profitiert. Bei Austritt habe sie im 6-
Minuten-Gehtest 72m mit Stöcken zurücklegen können und die Schmerzen 
hätten reduziert werden können (act. II 117 S. 23). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 10

3.3.2 Am 21. August 2019 (act. II 99) stellte der seit Februar 2018 behan-
delnde Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit so-
matischem Syndrom (ICD-10: F33.11) 

Die Patientin befinde sich in einer mittel bis schweren ängstlich depressi-
ven Phase, welche durch Somatisierungen begleitet werde (act. II 99 S. 2 
f.). In der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit sei sie während zwei 
Stunden täglich arbeitsfähig (act. II 99 S. 4 f.).

3.3.3 Am 11. November 2019 führte Dr. med. H.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit die folgende Hauptdiagnose auf (act. II 117 S. 6 - 9): 

 Generalisiertes Schmerzsyndrom im Sinne eines wide spread pain Syndroms, 
mobilitätsmässig zunehmend invalidisierend und psychosomatisch invalidisie-
rend seit Herbst 2018 

Je nach Schmerzsituation und Lokalisation fänden sich funktionelle Ein-
schränkungen im Bereich der proximalen und mittleren Gelenke, an den 
Extremitäten und dann speziell auch im Bereich der WS insbesondere lum-
bosacral. Neurologisch fänden sich keine sicheren Defizite. Kardiopulmonal 
sei die Patientin kompensiert. Die Behandlung beschränke sich auf eine 
analgetische, medikamentöse Therapie. Seit Herbst letzten Jahres sei we-
gen der Verschlechterung der Gesamtsituation auch der Einsatz eines 
Opioids (Palexia) notwendig (act. II 117 S. 8). Die Belastbarkeit des Bewe-
gungsapparates sei deutlich bis massiv eingeschränkt, insbesondere im 
lumbosacralen Übergangsbereich und Becken sowie im Bereich der Hand 
und Finger; auch bei Hausarbeiten inklusive Kochen. Arbeiten über der 
Horizontalen mit den Armen seien nicht mehr möglich. Das Heben von Las-
ten sei ebenfalls nicht möglich. Das Heben von kleinen Gewichten in ergo-
nomischer/physiologischer Haltung bis maximal 3 bis 5 kg sei vereinzelt 
tagsüber denkbar/möglich. Eine hypothetische Arbeit müsste vorgenannte 
Einschränkungen berücksichtigen, könne aber der Patientin aufgrund ihres 
aktuellen Leidens nicht zugemutet werden (act. II 117 S. 9).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 11

3.3.4 Die Dres. med. C.________ und D.________ diagnostizierten im 
bidisziplinären Gutachten vom 27. August 2020 (act. II 137.3) mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit die folgenden Diagnosen (act. II 137.3 S. 6):

1. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
2. Widesprad Pain Syndrom/Fibromyalgie (ICD-10: M79.7)
3. Rezidivierende depressive Störung, ggw. leicht- bis mittelgradige depressive 

Episode (ICD-10: F33.0 - 1)
4. Chronifiziertes thorakolumbales lumbospondylogenes Schmerzsyndrom    

(ICD-10: M54.4)
 17. Juli 2012 Mikrodisketomie LWK4/5 links bei anamnestisch chroni-

schem lumboradikulärem Reizsyndrom 
 5. November 2013 dorsale Spondylodese, PLIF L4/5 und L5/S1, 

Arthrodese L4/5/S1
 leichte Retrolisthese LWK2
 Haltungs- und Bewegungskontrollfunktion bei myostatischer Dysbalan-

ce und Dekonditionierung, neuropatische Schmerzkomponente vor-
handen

 übersteigerte Schmerzempfindung und Schmerzdarstellung bei Dig. 1 
und positiven Wadell Zeichen als Hinweis für nicht somatische Rü-
ckenschmerzen 

Die Gutachter führten aus, die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin ei-
nes ... sei als angepasste Tätigkeit zu verstehen. Die Versicherte sei aus 
psychiatrischer Sicht aufgrund der Schmerzen im Rahmen der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung und aufgrund der depressiven Störung, 
welche sich durch Grübeln, eine Reduktion des Antriebs und der Interessen 
und eine erhöhte Ermüdbarkeit sowie die Affektlabilität negativ auf die Ar-
beitsfähigkeit auswirkten, zu 50 % als arbeitsunfähig zu beurteilen. Dieses 
Ausmass der Arbeitsunfähigkeit müsse aktenanamnestisch ab mindestens 
November 2018 angenommen werden (act. II 137.3 S. 8 f.). Aus rheumato-
logischer, schmerzmedizinischer Sicht bestehe eine qualitative und quanti-
tative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Qualitativ sei eine rein leichte bis 
intermittierend mittelschwere Tätigkeit ausführbar unter den im rheumato-
logischen Gutachten aufgeführten Belastungsangaben sowie eine quantita-
tive Limitierung von 40 % aufgrund der chronifizierten Schmerzsymptomatik 
mit erhöhtem Erholungsbedarf sowie Pausenbedarf (act. II 137.3 S. 9). 
Gesamtmedizinisch bestehe integral eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, oh-
ne dass sich die Teilarbeitsunfähigkeiten in den Teilgutachten addierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 12

(act. II 137.3 S. 10). Auf die Frage, ob sich der Gesundheitszustand und die 
Arbeitsfähigkeit verglichen mit der Situation zum Zeitpunkt der Verfügung 
vom 2. März 2010 wesentlich verändert hätten, gaben die Gutachter an, 
durch die seit der fraglichen Verfügung erfolgten Eingriffe habe keine Er-
leichterung der Beschwerdesymptomatik insbesondere der Rückenschmer-
zen mit spondylogener Ausstrahlung erreicht werden können, bei Zunahme 
auch psychosozialer Beschwerden und Auftreten der klaren Kriterien eines 
Widespread Pain Syndroms/Fibromyalgie. Gesamthaft könne eine leichte 
Schwächung im axialen Skelett bei zunehmend auch Dekonditionierung mit 
Minderung der Haltungs- und Bewegungskontrollfunktion attestiert werden. 
Rein biomechanisch/funktionell zeige sich hingegen keine wesentliche Än-
derung der potenziell möglichen Belastbarkeit. Die Dekonditionierung kön-
ne aufgrund der chronifizierten Schmerzsymptomatik bei Widespread Pain 
und somatoformer Schmerzstörung als schlechter bezeichnet werden. Aus 
psychiatrischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand seit 2010 wesent-
lich verändert, da nun die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung und insbesondere einer rezidivierenden depressiven 
Störung gestellt werden könnten (act. II 137.3 S. 10 f.). 

3.4

3.4.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 13

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 
353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).  

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Die Beschwerdegegnerin stütze sich bei Erlass der Verfügung vom 
5. Februar 2021 (act. II 145) auf das rheumatologisch-psychiatrische Gut-
achten vom 27. August 2020 samt Teilgutachten (act. II 137.1 - 4). Dieses 
erfüllt – jedenfalls was Befunderhebung und Diagnosestellung betrifft – die 
Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. E. 3.4.1 hiervor). Es 
ist voll beweiskräftig, da es – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte 
umfassend abhandelt und in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde. 
Weiter leuchtet es in der medizinischen Beurteilung ein und die darin gezo-
genen Schlussfolgerungen werden eingehend begründet. Folglich kann 
darauf grundsätzlich abgestellt werden. Gestützt darauf ist erstellt, dass die 
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht an einem Widespread pain 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 14

Syndrom bzw. einer Fibromyalgie und einem chronifizierten thorakolumba-
len lumbospondylogenen Schmerzsyndrom leidet. Aus diesen Diagnosen 
leitete der somatische Experte eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % in der bis-
herigen sowie in einer adaptierten Tätigkeit ab (act. II 137.1 S. 38; 
vgl. indes S. 42, wo von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % die Rede ist, dabei 
handelt es sich indes wohl um einen Verschreiber). In psychiatrischer Hin-
sicht besteht eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- 
bis mittelgradige depressive Episode, und eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (act. II 137.2 S. 15 Ziff. 6). Die Arbeitsfähigkeit in der bis-
herigen und in einer adaptierten Tätigkeit beträgt aus psychiatrischer Sicht 
50 % ab November 2018 (art. II 137.2 S. 18 Ziff. 8). Interdisziplinär beziffer-
ten die Experten die Arbeitsfähigkeit mit 50 % (act. II 137.3 S. 10 Ziff. 4.10). 

Obschon aus somatischer Sicht seit 2010 rein biomechanisch/funktionell 
keine wesentliche Änderung der potentiell möglichen Belastbarkeit einge-
treten ist, ist diese laut der Einschätzung der Experten aufgrund der chroni-
fizierten Schmerzsymptomatik bei Widespread Pain als schlechter zu be-
zeichnen (act. II 137.1 S. 42; 137.3 S. 10). Jedenfalls aus psychiatrischer 
Sicht hat eine Verschlechterung stattgefunden, weil nunmehr eine anhal-
tende somatoforme Schmerzstörung und eine rezidivierende depressive 
Störung vorliegen (act. II 137.2 S. 17, 137.3 S. 11). Diese Verschlechterun-
gen korrelieren auch mit der Aufnahme einer ambulanten psychiatrischen 
Behandlung ab Februar 2018 (act. II 99 S. 2) sowie der Analgesie mittels 
Opioidmedikation ab Herbst 2018 (act. II 117 S. 8). Aus den gestellten Dia-
gnosen leiteten die Experten eine Arbeitsunfähigkeit von nunmehr 40% 
(somatisch) bzw. 50% (psychiatrisch und interdisziplinär) ab. Folglich ist ein 
medizinischer Revisionsgrund erstellt und der Rentenanspruch allseitig zu 
prüfen (vgl. E. 2.6 hiervor). 

Auf eine Indikatorenprüfung im Zusammenhang mit den psychischen Be-
schwerden (vgl. E. 2.3 hiervor) kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwä-
gungen verzichtet werden, da so oder anders kein rentenbegründender IV-
Grad resultiert. Folglich erübrigen sich Ausführungen zum Einwand der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 3), die psychischen Einschränkungen 
seien bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt worden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 15

4.  

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 
Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

4.2 Der Verfügung vom 2. März 2010 (act. II 35) liegt kein Abklärungs-
bericht Haushalt/Erwerb zugrunde. Dieser wurde erstmals im Rahmen der 
Abklärungen für die vorliegend angefochtene Verfügung angefertigt (act. II 
139). Der durch den Abklärungsdienst ermittelte Status von 62 % Erwerb – 
ausgehend vom erforderlichen Erwerbspensum gemäss SKOS-Richtlinien 
– und 38 % Haushalt ist mit Blick auf die Erwerbsbiographie (act. II 139 
S. 4 Ziff. 3.2) und die (früheren) familiären Umstände (act. II 139 S. 4 Ziff. 
3.4) der Beschwerdeführerin nicht zu bestanden und wird von ihr auch nicht 
bestritten. Folglich ist die Invaliditätsbemessung anhand der gemischten 
Methode vorzunehmen. 

5.

Zunächst ist die Einschränkung im Erwerbsbereich zu bestimmen.

5.1

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 16

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

5.1.2 Die Beschwerdeführerin hat ihre letzte Arbeitsstelle im ... ihres 
Ehemannes verloren, weil er dieses schliessen musste (act II 139 S. 4 
Ziff. 3.3). Damit liegen für den Stellenverlust gesundheitsfremde Gründe 
vor, weshalb für das Valideneinkommen auf die Tabellenlöhne gemäss den 
LSE abzustellen ist (E. 5.1.1 hiervor). Der von der Beschwerdegegnerin 
herangezogene Tabellenlohn (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, 
TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen) ist angesichts 
der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin über keine berufliche Ausbil-
dung (act. II 139 S. 3 Ziff. 3.1) und nur geringe Arbeitserfahrung (16 Mona-
te; act. II 139 S. 4 Ziff. 3.2) verfügt, nicht zu beanstanden.

5.2

5.2.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 
143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 17

benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 
5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu 
beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen 
Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätz-
lich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu 
einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 
146 V 16 E. 4.1 S. 20).

5.2.2 Da die Beschwerdeführerin die medizinisch-theoretisch attestierte 
Arbeitsfähigkeit nicht ausschöpft, ist das Invalideneinkommen unbestritte-
nermassen anhand der LSE-Tabellenlöhne zu ermitteln (vgl. E. 5.2.1 hier-
vor). Hierfür ist wiederum auf den Monatlichen Bruttolohn [Zentralwert] 
nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sek-
tor, TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, abzustellen. 

Sind – wie im hier vorliegenden Fall – Validen- und Invalideneinkommen 
ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, entspricht der Invali-
ditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (SVR 2018 UV Nr. 29 S. 103 E. 5.2).

Einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 5.2.1 hiervor) gewährte die Be-
schwerdegegnerin angesichts des zumutbaren Leistungsprofils (vgl. act. II 
139 S. 6 f.) zu Recht nicht, umfasst der Tabellenlohn im hier zugrunde 
gelegten Kompetenzniveau 1 doch eine Vielzahl von leichten und 
mittelschweren Tätigkeiten (Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 19. 
September 2019, 8C_82/2019, E. 6.3.2, und vom 17. Juli 2018, 
9C_284/2018, E. 2.2.1). Weitere – invaliditätsfremde – Gesichtspunkte (Al-
ter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 18

vermögen keinen Abzug zu begründen, da sie beim – ebenfalls statistisch 
erhobenen – Valideneinkommen gleichermassen zu berücksichtigen wären 
(Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). 

5.2.3 Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer leidensan-
gepassten Tätigkeit – ohne Berücksichtigung der psychisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit – (vgl. act. II 137.3 S. 9 Ziff. 4.8) resultiert nach dem Ge-
sagten ein gewichteter Invaliditätsgrad im Bereich Erwerb von 24.80 % 
(40 % x 0.62) respektive ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % – 
mit Berücksichtigung der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. II 
137.3 S. 10 Ziff. 4.10) – ein gewichteter Invaliditätsgrad von 31 % (50 % x 
0.62). 

6.

Sodann sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und der 
IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 19

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 16. November 2020 (act. II 
139) erfüllt die rechtsprechungsgemässen Vorgaben an den Beweiswert 
solcher Berichte (vgl. E. 6.1 hiervor) vollumfänglich und überzeugt. Die 
Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eigenen, 
vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin durchgeführten Erhe-
bungen. Der Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich der Gewichtung der 
Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und den Einschränkungen sowie 
den Angaben der Beschwerdeführerin wurde angemessen Rechnung ge-
tragen. Die Ausführungen decken sich zudem mit den Feststellungen der 
Gutachter. Mangels klar feststellbarer Fehleinschätzung besteht kein An-
lass, in das Ermessen des Abklärungsdienstes einzugreifen. Mithin besteht 
eine Einschränkung im Bereich Haushalt von ungewichtet 12.4 % bzw. ge-
wichtet von 4.71 % (12.4% x 0.38). 

7.

Nach dem Dargelegten (vgl. E. 5.2.3 und 6.2 hiervor) resultiert ohne 
Berücksichtigung der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ein Gesam-
tinvaliditätsgrad von gerundet 30 % (24.80 % + 4.71 % = 29.51 %; zu den 
Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV 
Nr. 61 S. 198 E. 7.1) und mit Berücksichtigung der psychisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit ein solcher von gerundet 36 % (31 % + 4.71 % = 
35.71 %), was so oder anders keinen Rentenanspruch begründet (vgl. E. 
2.4 hiervor).

Die angefochtene Verfügung vom 5. Februar 2021 (act. II 145) ist folglich 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuwei-
sen. 

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 20

hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Vorliegend sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen und 
– unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 8.3 hiernach) – 
der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art 108 Abs. 1 VR-
PG). 

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

8.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 
Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin im Sinne der Prozessarmut ist 
aufgrund der aktenkundigen Sozialhilfeabhängigkeit ausgewiesen (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. I] 4). Zudem kann das Verfahren nicht als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden, so dass der Beschwerdeführe-
rin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren ist. Damit ist die Be-
schwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) i.V.m. Art. 113 VRPG – von der Zah-
lungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 21

Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2021, IV/21/169, Seite 22