# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a4239a6-b4a6-52e1-90f6-d8f2a7dc8a09
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.02.2012 E-5810/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5810-2010_2012-02-14.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­5810/2010

U r t e i l   v om   1 4 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz),
Richterin Muriel Beck Kadima,
Richter Jean­Pierre Monnet,
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
Pakistan,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 21. Juli 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  aus  B._______  (…)  stammende  Beschwerdeführer  verliess  seinen 
Heimatstaat gemäss eigenen Angaben am (…) und reiste über (…) nach 
(…). Von dort  her  kommend gelangte er  am  (…)  in  die Schweiz, wo er 
gleichentags  im  C._______  um  Asyl  nachsuchte.  Die  summarische 
Befragung  fand  am 6.  Januar  2010  statt  und  die Anhörung  erfolgte  am 
21. Januar 2010.

B.
Zur  Begründung  seines  Asylgesuches  machte  der  Beschwerdeführer 
geltend,  er  habe  für  die  D._______  (…)  gearbeitet.  Als  er  aufgefordert 
worden  sei,  an  Schlägereien  teilzunehmen  und  bei  Diebstählen 
mitzumachen,  habe  er  dies  abgelehnt.  Schliesslich  habe  man  ihm  mit 
Inhaftierung gedroht. Er habe Informationen über alle Aktivitäten gehabt, 
weshalb  er  aus  Angst  nach  E._______  gegangen  sei.  Mitglieder  der 
D._______ seien zu ihm nach Hause gegangen und hätten seinen Eltern 
gedroht,  sie  würden  sie  misshandeln  und  seine  Schwester  entführen, 
wenn  er  sich  ihnen  nicht  stelle.  Die  Polizei  sei  von  der  D._______ 
beauftragt worden, ihn zu erschiessen. Er habe dann das Land verlassen, 
worauf  sein  Haus  in  Brand  gesetzt  worden  sei.  Der  andere  Grund, 
weshalb  er  ausgereist  sei,  seien  seine  (…)probleme.  Er  habe  sich  in 
Pakistan  seit  dem  Jahre  (…)  mit  (...)  behandeln  lassen,  zuerst  in 
F._______ im (…)­Spital, und zuletzt am (…) im (…)­Spital in E._______. 
In E._______ habe er sich mangels Geld nicht behandeln lassen können; 
wäre er dort geblieben, wäre er an seiner Krankheit gestorben. Für den 
Inhalt der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen.

Der  Beschwerdeführer  gab  keinerlei  Ausweispapiere  oder  andere 
Dokumente zu den Akten.

C.
Mit  Verfügung  vom  21.  Juli  2010  stellte  das  BFM  fest,  der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  sein 
Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug an.

D.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  16.  August  2010  beantragte  der 
Beschwerdeführer  in materieller Hinsicht  die  vollumfängliche Aufhebung 
der  vor­instanzlichen  Verfügung  und  die  Gewährung  von  Asyl  sowie 

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(sinngemäss)  eventualiter  unter  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
den  Verzicht  auf  den  Wegweisungsvollzug.  In  prozessualer  Hinsicht 
beantragte  er  die  Zuerkennung  der  aufschiebenden  Wirkung  der 
Beschwerde.  Der  Beschwerde  lag  ein  ärztlicher  Bericht  des 
Kantonsspitals (...) vom (…) bei.

E.
Mit  Zwischenverfügung  vom  26.  August  2010  stellte  der 
Instruktionsrichter  fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den  Ausgang  des 
Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten,  und  verzichtete  vorbehältlich  des 
Nachreichens  einer  Mittellosigkeitsbestätigung  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses.  Gleichzeitig  wurde  die  Vorinstanz  zur  Einreichung 
einer Vernehmlassung eingeladen.

F.
In seiner Vernehmlassung vom 10. September 2010 hielt das BFM fest, 
die Beschwerdeschrift  enthalte  keine  neuen  erheblichen Tatsachen  und 
Beweismittel,  welche  eine  Änderung  seines  Standpunktes  rechtfertigen 
könnten.  Die  Behandlung  der  geltend  gemachten  (...)erkrankung  könne 
auch in Pakistan erfolgen. Was die (...)erkrankung anbelange, so sei die 
Ausreisefrist  gemäss  einer  Vereinbarung  mit  dem  Bundesamt  für 
Gesundheit  auf  das  voraussichtliche  Ende  der  akuten  Erkrankung 
anzusetzen. An den Erwägungen werde vollumfänglich  festgehalten und 
die Abweisung der Beschwerde beantragt.

G.
Vom  Gericht  am  16.  September  2010  eingeladen,  sich  zur 
Vernehmlassung  des  BFM  zu  äussern,  reichte  der  Beschwerdeführer 
keine Stellungnahme ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 

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Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  in 
der Regel  –  so auch  vorliegend –  endgültig  (Art.  105 des Asylgesetzes 
vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung. Er  ist  daher  zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  (Art. 
108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
3.1  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 
Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen,  die  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 

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sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).

4.
4.1  Das  BFM  führte  zur  Begründung  seines  Entscheides  aus,  die 
Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 
7 AsylG nicht stand.

Unglaubhaft  seien  Vorbringen,  wenn  sie  in  wesentlichen  Punkten  der 
allgemeinen  Erfahrung  oder  der  Logik  des  Handelns  widersprechen 
würden. Die gelte  für  die Behauptung des Beschwerdeführers, Sekretär 
eines  lokalen  (…)­Führers  gewesen  und  wegen  seiner  Weigerung, 
illegale  Tätigkeiten  vorzunehmen,  verfolgt  worden  zu  sein.  Seine 
diesbezügliche  Erklärung  vermöge  nicht  zu  überzeugen;  es  sei  nicht 
nachvollziehbar,  dass  er  trotz  massiven  Drohungen  als  Sekretär 
weitergearbeitet habe.

Die  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  würden  durch 
widersprüchliche Ausführungen erhärtet. So habe der Beschwerdeführer 
bezüglich seiner Aktivitäten anlässlich der Befragung Aussagen gemacht, 
die von jenen bei der Anhörung abweichen würden. Gleiches gelte für die 
vorgebrachte Bedrohung seiner Eltern.

Es  könne  erwartet  werden,  dass  Vorbringen  in  verschiedenen 
Befragungen  gleichbleibend  geschildert  würden.  Die  Angaben  des 
Beschwerdeführers  würden  indessen  voneinander  abweichen,  und  er 
könne diese Abweichungen nicht überzeugend erklären.

Der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  weshalb 
sein  Asylgesuch  abzulehnen  sei.  Die  Folge  der  Ablehnung  eines 
Asylgesuches  sei  gemäss  Art.  44  Abs.1  AsylG  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz.  Da  er  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfülle,  könne  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  gemäss  Art.  5 
AsylG  nicht  angewendet  werden.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  sei 
zulässig, zumutbar, technisch möglich und praktisch durchführbar.

4.2.  In  der  Rechtsmitteleingabe  hält  der  Beschwerdeführer  der 
Argumentation  des  BFM  entgegen,  Europäer  könnten  nicht  verstehen, 
wie  die  Politik  in  Pakistan  funktioniere.  Dort  gebe  es  tagtäglich  Morde, 
Unruhen und Schiessereien. Er sei ein Opfer seiner politischen Tätigkeit, 
und  wegen  seiner  Aktivitäten  habe  man  sein  Haus  in  Brand  gesteckt, 
wobei er all sein Hab und Gut verloren habe.

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Für schwache Personen gebe es in Pakistan keine Regeln und Gesetze. 
Er  habe  wegen  seiner  (...)erkrankung  regelmässig  zur  (...)  gehen 
müssen;  für die Kosten sei er von der Partei und der Familie unterstützt 
worden. Sein Zustand habe sich verschlechtert; eine Behandlung könne 
in  Pakistan  aus  politischen  und  finanziellen  Gründen  nicht  erfolgen. 
Müsse  er  dorthin  zurückgehen,  würde  er  von  Parteianhängern  als 
Verräter  umgebracht,  und  was  die  finanzielle  Unterstützung  seitens 
seiner Eltern betreffe, so wisse er nicht, wo diese sich aufhalten würden. 
Dies hätte zur Folge, dass er nicht behandelt werden könne, was zu einer 
wesentlichen Verkürzung seines Lebens führen würde.

Für  den  Fall,  dass  ihm  kein  Asyl  gewährt  würde,  ersuche  er  um 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme.  Er  sei  in  Pakistan  konkret  und 
unmittelbar bedroht.

5.
5.1  Wie  bereits  dargelegt  muss,  wer  um  Asyl  nachsucht,  die 
Flüchtlingseigenschaft zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG). 
Glaubhaft  gemacht  ist  die  Flüchtlingseigenschaft, wenn  die Behörde  ihr 
Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält 
(Art.  7  Abs.  2  AsylG).  Im  Gegensatz  zum  strikten  Beweis  genügt  es 
daher,  wenn  der  Richter  das  Vorhandensein  der  zu  beweisenden 
Tatsache für wahrscheinlich hält, selbst wenn er noch mit der Möglichkeit 
rechnet,  dass  sie  sich  nicht  verwirklicht  haben  könnte  (WALTER  KÄLIN, 
Grundriss  des  Asylverfahrens,  Basel  1990,  S.  302  f.).  Die 
wahrheitsgemässe  Schilderung  einer  tatsächlichen  Verfolgung  ist  dabei 
durch  Korrektheit,  Originalität,  hinreichende  Präzision  und  innere 
Übereinstimmung gekennzeichnet (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1996  Nr.  28  S. 
270).  Unglaubhaft  wird  eine  Schilderung  von  Erlebnissen  insbesondere 
bei  wechselnden,  widersprüchlichen,  gesteigerten  oder 
nachgeschobenen  Vorbringen.  Bei  der  Beurteilung  der 
Glaubhaftmachung  geht  es  um  eine  Gesamtbeurteilung  aller  Elemente 
(Übereinstimmung  bezüglich  des  wesentlichen  Sachverhaltes, 
Substanziiertheit  und  Plausibilität  der  Angaben,  persönliche 
Glaubwürdigkeit  etc.),  die  für  oder  gegen  den  Beschwerdeführer 
sprechen.  Glaubhaft  ist  eine  Sachverhaltsdarstellung  nur,  wenn  die 
positiven  Elemente  überwiegen.  Für  die  Glaubhaftmachung  reicht  es 
demnach nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber 
in  Würdigung  der  gesamten  Aspekte  wesentliche  und  überwiegende 
Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen.

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5.2
5.2.1 Es ist mit der Vorinstanz einigzugehen, dass die Asylvorbringen des 
Beschwerdeführers,  dessen  Identität  mangels  Anstrengungen, 
irgendwelche  Papiere  zu  beschaffen,  nach  wie  vor  nicht  mit  Sicherheit 
feststeht, den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht genügen. 

Die Aussagen sind bis auf ganz wenige Ausnahmen – etwa der Angabe, 
wo er in E._______ gewohnt habe (vgl. Akten BFM A8/15 F96 S. 11) oder 
Nennung  des  Namens  des  ihn  behandelnden  Arztes  (vgl.  a.a.O.  F120 
S. 13)  –  insgesamt  so  ausgefallen,  wie  sie  auch  von  jemandem  hätten 
gemacht werden können, der das Ganze nicht persönlich oder jedenfalls 
nicht  in  der  vorgebrachten  Art  erlebt  hat.  Insbesondere  ist  nicht 
nachvollziehbar, er habe trotz massiver Bedrohung (vgl. A1/12 Ziff. 15 S. 
5 und A8/15 F76 ff. S. 9 f.) in der Gruppe weitergearbeitet. Weder konnte 
er  diesen  Umstand  anlässlich  der  Anhörung  erklären  noch  wird  in  der 
Beschwerde auch nur ansatzweise darauf eingegangen.

5.2.2  Es  ist  dem  Gericht  bekannt,  dass  in  Pakistan  ganz  andere 
Verhältnisse  herrschen  als  im  westlichen  Europa,  wie  das  der 
Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  anmerkt  (vgl.  Akten 
Bundesverwaltungsgericht  1  Ziff.  III.  3.).  Dass  weite  Teile  der 
Bevölkerung  unter  zum Teil misslichen Verhältnissen  leben  und Gewalt 
und Willkür ausgesetzt sind,  ist eine notorische Tatsache. Vorliegend  ist 
indessen  festzustellen,  dass  eine  Verfolgung  durch  die  Mitglieder  einer 
Partei  vorgebracht  werden,  welcher  der  Beschwerdeführer  selber 
angehört  haben  will,  wobei  allerdings  weder  bezüglich  dieser 
Mitgliedschaft  noch  hinsichtlich  der  angeblichen  Bedrohung  irgendein 
Beleg  vorliegt.  Der  Beschwerdeführer  hat  es  gemäss  den  Akten  in 
Missachtung  der  ihm  obliegenden  Mitwirkungspflicht  (Art.  8  AsylG)  seit 
seiner  Ankunft  in  der  Schweiz  vor  über  zwei  Jahren  unterlassen,  seine 
Vorbringen mit Unterlagen zu untermauern, und er hat sich auch nicht um 
eine Stellungnahme bemüht,  als  er  vom Gericht  eingeladen worden  ist, 
sich zur Vernehmlassung der Vorinstanz zu äussern.

5.2.3  Um  Wiederholungen  zu  vermeiden,  kann  für  die  weiteren 
Unglaubhaftigkeitselemente  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der 
Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden.

5.2.4  Nach  dem  Gesagten  halten  die  vorgebrachten  Asylgründe  den 
Anforderungen  an  die Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7  AsylG  nicht  stand, 
weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat.

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6.
6.1  Lehnt  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 S. 737).

7.
7.1  Ist  der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig,  nicht  zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  UEBERSAX/RUDIN/HUGI  YAR/GEISER  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

7.2
7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 

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Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art.  3  der  Konvention  vom  4. 
November  1950  zum  Schutz  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.2.2  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen  schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft  erfüllen. Da es 
dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­
führers  nach  Pakistan  ist  demnach  unter  dem Aspekt  von  Art.  5  AsylG 
rechtmässig.

7.2.3  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwer­
deführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er  für den Fall 
einer  Ausschaffung  nach  Pakistan  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer nach Art.  3 EMRK oder Art.  1 FoK verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folter­ausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi  gegen  Italien, Urteil 
vom  28.  Februar  2008,  Beschwerde  Nr.  37201/06,  §§  124  –  127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in 
Pakistan lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

7.3
7.3.1 Gemäss Art.  83 Abs.  4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 
83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

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7.3.2 Mit  dem BFM  ist  einig  zu gehen,  dass  in Pakistan  zur Zeit weder 
Krieg  oder Bürgerkrieg  herrscht  noch  eine Situation  allgemeiner Gewalt 
vorliegt. Es bleibt demnach zu prüfen, ob  individuelle Gründe vorliegen, 
die  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  Heimatstaat  als 
unzumutbar  erscheinen  lassen.  Insbesondere  ist  zu  prüfen,  ob  die 
geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  ein  individuelles 
Vollzugshindernis bilden.

7.3.3 Nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts kann  im Rahmen 
der Tatbestandsvariante der medizinischen Notlage im Sinne von Art. 83 
Abs.  4  AuG  nur  dann  auf  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
geschlossen werden, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im 
Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen 
und  lebensgefährdenden  Beeinträchtigung  des  Gesundheitszustandes 
der  betroffenen  Person  führt,  wobei  als  wesentlich  die  allgemeine  und 
dringende  medizinische  Behandlung  erachtet  wird,  welche  zur 
Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. 
Unzumutbarkeit  liegt  jedenfalls  dann  noch  nicht  vor,  wenn  im  Heimat­ 
oder  Herkunftsstaat  eine  nicht  dem  schweizerischen  Standard 
entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2009 Nr. 
2 E. 9.3.2, mit einem Hinweis auf EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und 5b).

7.3.4 Gemäss den Akten (vgl. act. Bundesverwaltungsgericht 1 S. 6/7) ist 
der Beschwerdeführer an (...) erkrankt. In der Vernehmlassung des BFM 
vom 10. September 2010 wird diesbezüglich festgehalten, es handle sich 
dabei  um  eine  akute  Erkrankung,  bei  der  sofort  eine  medikamentöse 
Behandlung eingeleitet worden sei. Gemäss Auskunft der Ärzte daure die 
Behandlung der Krankheit ein Jahr. Aufgrund der Vereinbarung zwischen 
dem  BFM  und  dem  Bundesamt  für  Gesundheit  sei  die  Ausreisefrist 
deshalb  auf  das  Ende  der  Behandlung  der  akuten  (...)erkrankung 
anzusetzen.

Es  ist  aufgrund  der  Akten  davon  auszugehen,  dass  der 
Beschwerdeführer  mittlerweile  geheilt  ist;  etwas  anderes  hat  er 
zwischenzeitlich  jedenfalls  nicht  geltend  gemacht.  Die  (kurierte) 
(...)erkrankung  führt  demnach  nicht  zur  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs.

7.3.5  Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  er  leide  an 
(...)problemen  und  habe  regelmässig  zur  (...)  gehen  müssen  (vgl.  act. 
Bundesverwaltungsgericht  1  Ziff.  III.  6.  Ff.  und  beigelegtes  ärztliches 

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Zeugnis S.  6/7).  Er  könne  in Pakistan  für  die Kosten  nicht  aufkommen, 
was zu einer wesentlichen Verkürzung seines Lebens führen würde. Das 
Gericht kommt diesbezüglich zu folgendem Schluss:

Gemäss  Einschätzungen  des  U.S.  State  Departement  und  des  U.K. 
Home Office präsentiert sich die qualitative Situation des pakistanischen 
Gesundheitswesens  (mit  Ausnahmen)  in  einem  schlechten  Zustand.  In 
Pakistan  existiert  kein  staatliches  und  garantiertes  soziales 
Sicherheitsnetz  mit  Leistungsanspruch  auf  der  Grundlage  individueller 
Beitragszahlungen. Qualitativ und quantitativ hochwertige Leistungen  im 
Gesundheitswesen  werden  in  erster  Linie  von  privaten  Hospitälern 
angeboten, die sich  fast ausschliesslich  in urbanen Gegenden befinden. 
In  ländlichen  Gebieten  ist  die  medizinische  Versorgung  deshalb  als 
schlechter zu qualifizieren als in städtischen. Trotz des Umstandes, dass 
die  allgemeinen  Zustände  im  pakistanischen  Gesundheitswesens  nicht 
an  westliche  Standards  heranreichen,  ist  davon  auszugehen,  dass 
Pakistan  eine  weitgehend  funktionierende  Infrastruktur  auch  im 
Gesundheitswesen  aufweist.  Dies  ist  insbesondere  in Grossstädten wie 
Islamabad, Karachi und Lahore der Fall. Da in Pakistan keine allgemeine 
Krankenversicherung  existiert,  muss  ein  Patient  in  den  meisten  Fällen 
selbst  für  die  Kosten  der  Behandlung  aufkommen.  Staatliche 
Unterstützung kann einem Patienten in gewissen Fällen gewährt werden, 
ist aber unüblich und wird stets von Fall zu Fall von den Behörden vor Ort 
geprüft  (vgl.  FLORIAN  LÜTHI/MICHAEL  KIRSCHNER,  Pakistan:  Behandlung 
von Personen mit kardiovaskulären Insuffizienzen in Lahore, Auskunft der 
SFH­Länderanalyse,  Schweizerische  Flüchtlingshilfe  [SFH],  27.  April 
2005, mit entsprechenden Quellenangaben). 

7.3.6 Vorweg ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführer unterlassen 
hat,  das  Gericht  über  seinen  aktuellen  Gesundheitszustand  zu 
informieren.  Aufgrund  seiner  Erkenntnisse  geht  es  wie  zuvor  das  BFM 
davon  aus,  dass  eine  Behandlung  der  (...)erkrankung  auch  in 
entsprechenden  Einrichtungen  in  Pakistan  möglich  ist.  Zu  den 
anfallenden Kosten ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer um eine 
medizinische  Rückkehrhilfe  nachsuchen  kann.  Zudem  ist  ergänzend 
anzuführen, dass es  in Pakistan gemäss gesicherten Erkenntnissen des 
Bundesverwaltungsgerichts  (vgl. Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
D­8016/2007  vom  4. De­zember  2007)  die  Möglichkeit  zur  Abdeckung 
von Behandlungskosten gibt. So  ist beispielsweise auf den Zakat­Fonds 
zu verweisen, welcher Patienten unterhalb der Armutsgrenze offen steht. 

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Des  Weiteren  bietet  das  (…)  (…)  in  E._______  kostenlose  (…)  an, 
welche (…) haben.

Zwar will der Beschwerdeführer nicht wissen, wo sich seine Eltern, seine 
Schwester  und  andere  Familienmitglieder  beziehungsweise  Verwandte 
aufhalten,  aber  das  Gericht  hält  es  insbesondere  aufgrund  seiner 
unglaubhaften  Vorbringen  im  Asylpunkt  für  wahrscheinlich,  dass  er  bei 
einer Rückkehr  auf  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz  zurückgreifen  kann, 
das ihn finanziell unterstützen wird. Zudem verfügt der Beschwerdeführer 
eigenen  Angaben  zufolge  (A1/12  S.  3)  in  E._______  über  entfernte 
Verwandte, bei denen er sich vor seiner Ausreise aufgehalten hat.

7.3.7  Es  sind  auch  keine  sonstigen  individuellen  Gründe  ersichtlich, 
welche gegen die Zumutbarkeit der Rückkehr des Beschwerdeführers  in 
seine  Heimat  sprechen  würden.  Er  hat  bis  zu  seiner  Ausreise  im  (…) 
immer  in  Pakistan  gewohnt  und  ist  daher  mit  den  dortigen 
Lebensumständen  bestens  vertraut.  (…)  Jahre  hat  er  dort  die  Schule 
besucht  und  er  besitzt  wohl  auch  eine  gewisse  Erfahrung  im 
Erwerbsleben.  Diese  Fakten werden  ihm  eine Reintegration  erleichtern. 
Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird  ihm den Wiedereinstieg  in Pakistan 
ebenfalls  erleichtern  (vgl.  Art.  62  der  Asylverordnung 2  vom  11. August 
1999  über  Finanzierungsfragen  [AsylV 2,  SR  142.312]).  Schliesslich  ist 
darauf  hinzuweisen,  dass  blosse  soziale  und  wirtschaftliche 
Schwierigkeiten,  von  denen  die  ansässige  Bevölkerung  im  Allgemeinen 
betroffen  ist,  nicht  genügen,  um  eine Gefährdung  im  Sinne  von  Art. 83 
Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2).

7.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als 
zumutbar zu bezeichnen.

7.5  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG,  vgl. 
BVGE 2008/34 E.12 S. 513 ­ 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung 
auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.6  Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine Anordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art.  83 
Abs. 1 – 4 AuG).

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8.
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde­
führer  aufzuerlegen  (Art.  63 Abs.  1 VwVG)  und  auf  insgesamt Fr. 600.­ 
festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Kosten  des  Verfahren  in  der  Höhe  von  Fr.  600.­  werden  dem  Be­
schwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag  ist  innert 30 Tagen ab Versand 
des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (…).

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: