# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b28cb9ef-1373-5dcd-abb7-2d4c61fed47a
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Teilrevision Nutzungsplanung. Umzonung von der Landwirtschaftszone in die Erholungszone für eine Surfanlage
**Docket/Reference:** BRGE IV Nrn. 0074-0075/2022
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/auszug_r4.2021.00163_164_1.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

G.-Nrn. 
BRGE IV Nrn. 

R4.2021.00163 und R4.2021.00164 
0074/2022 und 0075/2022        

Entscheid vom 28. April 2022         

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Reto  Philipp,  Baurichter  Alexander  Seiler,  Baurichter 
Urs Hany, Gerichtsschreiber Andreas Mahler     

in Sachen 

Rekurrierende 

R4.2021.00163 
1.  SD, […] 
2.  E AG, […] 
3.  EG, […] 
4.  WH, […] 
5.  AH, […] 
6.  PL, […] 
7.  ES, […] 
8.  SS, […] 

alle vertreten durch […]   

R4.2021.00164 
MD, […] 
vertreten durch […] 

gegen 

Rekursgegnerinnen 

1.  Politische Gemeinde Regensdorf, 8105 Regensdorf  

vertreten durch Gemeinderat Regensdorf, 8105 Regensdorf  

dieser vertreten durch […] 

2.  Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mitbeteiligte 

3.  Erbengemeinschaft ED, bestehend aus:  

3.1.  JD, […] 
3.2.  FD, […] 
3.3.  Erbengemeinschaft UG, bestehend aus:  

3.3.1.  MG, […] 
3.3.2.  KT, […] 

Nrn. 3.2, 3.3.1 und 3.3.2 vertreten durch JD, […] 

4.  FA, […] 

betreffend 

Beschluss der Gemeindeversammlung vom 25. März 2019 sowie Genehmi-
gungsverfügung  der  Baudirektion  Kanton  Zürich  ARE 21-0780  vom  4. Au-
gust 2021; Teilrevision kommunale Nutzungsplanung, Erholungszonen Lee-
matten und Wisacher, Regensdorf 
_______________________________________________________ 

hat sich ergeben: 

A. 

Am 25. März 2019 stimmte die Gemeindeversammlung von Regensdorf der 

Teilrevision  der  BZO  zu  und  setzte  u.a.  die  Erholungszone Wisacher  fest, 

dies unter dem Vorbehalt der erforderlichen Anpassungen der Festsetzungs-

unterlagen  des  Erholungsgebietes  Wisacher  im  regionalen  Richtplan.  Mit 

Verfügung der Baudirektion vom 4. August 2021 wurde die Teilrevision ge-

nehmigt. 

B. 

Gegen diese Entscheide erhoben SD, die E AG, EG, WH, AH, PL, ES und 

SS mit gemeinsamer Eingabe vom 10. September 2021 fristgerecht Rekurs 

beim Baurekursgericht des Kantons Zürich mit folgenden Anträgen:  

"Materiell: 

R4.2021.00163 

Seite 2 

 
 
 
 
1.  Der Beschluss der Gemeinde Regensdorf vom 25. März 2019 sowie 
der  Genehmigungsentscheid  der  Baudirektion  des  Kantons  Zürich 
vom 4. August 2021 (BDV Nr. 0780/21) seien aufzuheben, soweit da-
mit die Erholungszone Wisacher um rund 7.7 ha bis an die neue Däl-
likerstrasse  erweitert  und  in  diesem  Gebiet  eine  Gestaltungsplan-
pflicht mit einer Surfanlage mit weiteren Sportnutzungen und dazuge-
hörigem Erholungspark als zulässige Nutzung festgelegt wird. 

2.  Es sei die fehlende Rechtmässigkeit des Richtplaneintrags für die Er-
weiterung des Erholungsgebiets Wisacher für eine Surfanlage mit öf-
fentlichen Mantelnutzungen im Regionalen Richtplan Furttal gemäss 
RRB Nr. 415/2018 vom 16. Mai 2018 sowie gemäss RRB Nr. 92/2021 
vom 3. Februar 2021 festzustellen.  

3.  Alles  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolge  zulasten  der  Rekurs-

gegner. 

Prozessual: 

4.  Es sei ein Augenschein durchzuführen. 

5.  Es seien bei der Gemeinde Regensdorf bzw. der Baudirektion sämtli-
che entscheidrelevanten Akten zu edieren und den Rekurrenten seien 
diese zusammen mit allfälligen Vernehmlassungen unter Ansetzung 
einer angemessenen Frist zur Stellungnahme zuzustellen." 

C. 

Mit Eingabe vom 13. September 2021 erhob sodann MD ebenfalls rechtzeitig 

Rekurs beim Baurekursgericht gegen die genannten Entscheide, im Wesent-

lichen mit denselben Anträgen. 

D. 

Mit Verfügungen vom 14. September 2021 wurden die Rekurseingänge unter 
den  Geschäfts-Nrn.  R4.2021.00163  (SD  etc.,  nachfolgend  Rekurrent-

schaft 1)  und  R4.2021.00164  (MD,  nachfolgend  Rekurrent 2)  vorgemerkt 

und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. Die betroffenen Grundeigentü-

mer (soweit nicht rekurrierend) wurden als Mitbeteiligte in die Verfahren ein-

bezogen. 

R4.2021.00163 

Seite 3 

 
 
E. 

Mit  Eingaben  vom  18. Oktober  2021  beantragte  die  Gemeinde  die  Abwei-

sung der Rekurse, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschä-

digungsfolgen zulasten der Rekurrierenden. Die Baudirektion beantragte mit 

Eingabe vom 14. Oktober 2021 ebenfalls die Abweisung der Rekurse, unter 

Verweis auf die Mitberichte des Amtes für Raumentwicklung vom 12. Okto-

ber 2021. Die Mitbeteiligten liessen sich nicht vernehmen. 

F. 

Mit Repliken vom 25. bzw. 26. November 2021 bzw. Dupliken vom 17. De-

zember 2021 hielten die Rekurrierenden und die Gemeinde an ihren Anträ-

gen  fest.  Die  Baudirektion  verzichtete  stillschweigend  auf  eine  Duplik.  Mit 

Datum vom 14. Januar 2022 erfolgte eine weitere Eingabe der Rekurrieren-

den. 

G. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit zur Entscheidbegründung erfor-

derlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. Streitgegenstand 

Mit der angefochtenen Teilrevision soll südlich an die bestehende Erholungs-

zone Wisacher (Ea) angrenzend eine insgesamt rund 7,7 ha grosse Fläche 

von  der  Landwirtschaftszone  in  die  Erholungszone  Ea  umgezont  werden. 

Damit  soll  die  planungsrechtliche  Grundlage  geschaffen  werden  für  eine 

Surfanlage mit weiteren Sportnutzungen und einen Park für die Bevölkerung. 

Die Surfanlage umfasst ein Wasserbecken, in dem künstliche rollende Wel-
len erzeugt werden. Weiter geplant ist sodann ein Schwimmbecken von ca. 

50 x 15 m. Die weiteren möglichen Sportanlagen sind eine Pumptrack- und 

R4.2021.00163 

Seite 4 

 
 
Skateranlage, Bouldersteine und Beachvolleyballfelder. Daneben ist ein Ge-

bäude  für  Mantelnutzungen  vorgesehen  (Laden  für  Surfausrüstung,  Schu-

lungsräumlichkeiten, Gastronomie). Der restliche Teil des Areals soll mög-

lichst naturnah gestaltet werden und einen grosszügigen Naturpark mit vie-

len Bäumen umfassen. Für die Surfanlage als Hauptattraktion wird mit 500 

Besuchern  pro  Tag  gerechnet.  Dazu  kommen  die  Besucher  der  übrigen 

Sportanlagen. Insgesamt wird von 225'000 Besuchern pro Jahr ausgegan-

gen (s. Weisung zur Teilrevision der BZO, act. 22.1.4.2). Zur Sicherung der 

im regionalen Richtplan vorgesehenen Nutzungen und der notwendigen qua-

litativen Anforderungen soll auf der für die geplante Surf- und Freizeitanlage 

vorgesehenen Fläche von rund 6,3 ha eine Gestaltungsplanpflicht festgelegt 

werden. Gleichzeitig soll im Sinne einer Kompensation im Gebiet Leematten 

eine rund 4,7 ha grosse Erholungszone Ea in die Landwirtschaftszone umge-

zont werden. 

2. Eintretensfragen 

2.1. 

Die  kommunale  Vorinstanz  stellt  die  Legitimation  der  Rekurrierenden 4-8 

(G.-Nr. R4.2021.00163) in Abrede. Dies u.a. mit der Begründung, die effek-

tive  Lärmbelastung  werde  entgegen  den  Vorbringen  der  Rekurrierenden 

nicht höher sein, als die im Lärmgutachten ausgewiesene. Es würden keine 

unzumutbaren Lärmimmissionen entstehen. Sodann liege die Wohnung der 

Rekurrentin 3 in einer Distanz von 600 m zum Bauvorhaben und damit klar 

ausserhalb der von der Rechtsprechung festgelegten 100 m. Dass Fussball-

spiele sehr gut hörbar sein sollen, werde bestritten, sei in keiner Weise belegt 

und im Übrigen auch nicht relevant. Es möge zwar zutreffen, dass der Anla-

genlärm  wahrnehmbar  sein  werde.  Ausserordentliche  Umstände,  welche 

zum Rekurs legitimieren würden, lägen jedoch nicht vor. Bezüglich der Legi-

timation  des  Rekurrenten 2  (Verfahren  G.-Nr.  R4.2021.00164)  moniert  die 

Gemeinde,  dieser  habe  das  Pachtverhältnis  unter  anderem  betreffend  die 

Parzelle Kat.-Nr. 5 nicht nachgewiesen, weswegen die Legitimation bestrit-

ten werde. 

2.2. 

Zum Rekurs und zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene 

Anordnung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung 

R4.2021.00163 

Seite 5 

 
 
oder Änderung hat. Dasselbe gilt für die Anfechtung von Erlassen (§ 338a 

des Planungs- und Baugesetzes [PBG]). 

Das Erfordernis des Berührtseins beinhaltet, dass der Rekurrent in einer be-

sonderen,  beachtenswerten,  nahen  Beziehung  zum  Streitgegenstand  ste-

hen und stärker als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit von diesem be-

troffen  sein muss.  Das  vom Gesetz  alsdann  verlangte  schutzwürdige  Inte-

resse (Anfechtungsinteresse) setzt voraus, dass der Rekurrent mit der Gut-

heissung des Rekurses einen Nutzen erlangt bzw. einen Nachteil abwendet. 

Sofern und soweit der Rekurs mit hierzu von vornherein ungeeigneten Rü-

gen begründet wird, fehlt es am Anfechtungsinteresse. Das Interesse kann 

rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein. Das Kriterium der Schutzwürdigkeit 

zeigt indes an, dass nicht jedes beliebige Interesse anerkannt wird; ob ein 

Interesse schutzwürdig ist, ergibt sich aus seiner rechtlichen Würdigung. Der 

angestrebte  Nutzen  muss  stets  ein  eigener  sein.  Allein  die Wahrnehmung 

von  öffentlichen  Interessen  oder  Interessen  Dritter  genügt  demnach  nicht. 

Der Rekurrent muss zudem von der Anordnung unmittelbar betroffen sein. 

Schliesslich ist zu verlangen, dass das Anfechtungsinteresse aktuell ist (Mar-

tin Bertschi, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 21 Rz. 

10 ff. und 53 ff.). 

Werden gestützt auf § 338a PBG raumplanungsrechtliche Festlegungen an-

gefochten, sei es durch den Eigentümer einer von der Festlegung erfassten 

Parzelle, sei es durch einen Dritten (Nachbarn), entsprechen die Legitimati-

onsvoraussetzungen grundsätzlich den vorstehend dargelegten für die An-

fechtung von baurechtlichen Entscheiden. Dies mit dem Unterschied, dass 

das Interesse des Rekurrenten nicht zwingend aktuell sein muss. So kann 

bei  Nachbarrekursen  gegen  Ein-  oder  Aufzonungen  die  Legitimation  nicht 

mit der Begründung in Frage gestellt werden, die Beeinträchtigung trete erst 
später mit der Ausschöpfung der neuen oder erweiterten Baubefugnisse ein 

(Bertschi, § 21 Rz. 69). Zudem kann, je nach Geltungsbereich bzw. Auswir-

kungen der angefochtenen raumplanerischen Anordnung, eine Vielzahl von 

Grundstücken bzw. Personen betroffen sein, ohne dass diese deswegen als 

– nicht legitimierte – Allgemeinheit zu betrachten wären (Bertschi, § 21 Rz. 

14).  

R4.2021.00163 

Seite 6 

 
 
2.3. 

Im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 ist die Rekurrentin 1 Eigentümerin des 

Grundstücks  Kat.-Nr. 5,  welches  von  der  Umzonung  von  der  Landwirt-

schaftszone in die Erholungszone unmittelbar betroffen ist. Sie ist daher zum 

Rekurs ohne Weiteres legitimiert. Gleiches gilt für den Rekurrenten im Ver-

fahren G.-Nr. R4.2021.00164, der als Pächter dieses Grundstücks eine Be-

einträchtigung u.a. der Erschliessung geltend macht.  

Die Rekurrentin 2 im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 ist Eigentümerin der 

Grundstücke  Kat.-Nrn. 1  und  2  mit  den  darauf  befindlichen  Wohnliegen-

schaften  G.-Strasse  […].  Die  fragliche  Erholungszone  reicht  bis  auf 

ca. 100 m an diese Grundstücke heran. Aufgrund der räumliche Nähe ist die 

Rekurrentin 2  von  der Teilrevision  der  BZO ebenfalls  unmittelbar betroffen 

(betr. Nachweis des Pachtverhältnisses s. act. 12.1, R4.2021.000164). 

Die  Rekurrentin 3  im  Verfahren  G.-Nr. R4.2021.00163  wohnt  an  der  H.-

Strasse  […]  in  Regensdorf  (Parzelle  Kat.-Nr. 3).  Die  streitbetroffene  Erho-

lungszone reicht im Süden bis ca. 640 m an diese Liegenschaft heran und 

ist im Übrigen noch weiter davon entfernt. Es wird geltend gemacht, es be-

stehe  aufgrund  der  Hanglage  eine  direkte  Sichtverbindung  und  bei  West-

windlage werde der Lärm der geplanten Anlage in das Wohnquartier getra-

gen.  Der Anlagelärm werde  deutlich  wahrnehmbar  sein.  Zudem  werde die 

Aussicht  stark  beeinträchtigt,  zumal  anstelle  der  bisher  ruhigen  landwirt-

schaftlichen Nutzung eine intensive Freizeitnutzung mit starkem Publikums-

verkehr trete. Das vom Gesetz verlangte schutzwürdige Interesse (Anfech-

tungsinteresse) setzt voraus, dass die Rekurrentin mit der Gutheissung des 

Rechtsmittels  einen  Nutzen  erlangt  bzw.  einen  Nachteil  abwendet.  Ein 

schutzwürdiges Interesse liegt damit nicht schon vor, wenn irgendwelche ne-

gativen Folgen des Bauvorhabens möglich und erkennbar sind, sondern nur 
dann, wenn die Einwirkungen so beschaffen sind, dass sie auch bei objekti-

vierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden müssen; eine be-

sondere (subjektive) Empfindlichkeit der betroffenen Person verdient keinen 

Rechtsschutz. Das Kriterium der Schutzwürdigkeit impliziert, dass nicht je-

des beliebige Interesse anzuerkennen ist. Ob ein Interesse schutzwürdig ist, 

ergibt sich aus seiner rechtlichen Würdigung. Nicht jeder noch so geringfü-

gige Nachteil oder jedes beliebige Interesse vermag ein schutzwürdiges In-

teresse zu begründen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 

Nachbarn zur Beschwerdeführung gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn 

R4.2021.00163 

Seite 7 

 
 
sie mit Sicherheit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissi-

onen betroffen werden, die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage her-

vorruft. Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit dient in der 

Praxis die räumliche Distanz zum Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Recht-

sprechung bejaht in der Regel die Legitimation von Nachbarn, deren Liegen-

schaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden. Bei grösse-

ren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten Ge-

gebenheiten glaubhaft gemacht werden. Allerdings wurde stets betont, dass 

nicht schematisch auf einzelne Kriterien (insbesondere Distanzwerte) abge-

stellt werden dürfe, sondern eine Gesamtwürdigung anhand der konkreten 

Verhältnisse  erforderlich  sei  (BGr 1C_11/2021  vom  15.  Dezember  2021, 

E. 1.5). Vorliegend ist aufgrund der grossen Distanz bei objektiver Betrach-

tungsweise kein rechtserheblicher Nachteil durch den Anblick der geplanten 

Anlage  auszumachen,  zumal  keine  hochaufragenden  Hochbauten  geplant 

sind und die Bewegungen der Besucher auf dem Gelände in der Entfernung 

nicht als Unruhe wahrgenommen werden. Auch in Bezug auf die Lärmimmis-

sionen erscheint es unwahrscheinlich, dass die geltend gemachte zeitweilige 

Hörbarkeit, soweit diese überhaupt gegeben ist, zu einer rechtserheblichen 

Betroffenheit führt, vielmehr werden die Geräusche – wenn überhaupt – im 

allgemeinen Umgebungslärm kaum wahrnehmbar sein. Dies ergibt sich aus 

den im Lärmgutachten ermittelten Lärmpegeln (act. 22.1.3.7, insbesondere 

Beilagen 1-4) von maximal 55 bis 60 dB(A) (Freizeitlärm) am südlichen Rand 

der Anlage und der aufgrund der grossen Entfernung resultierenden Pegel-

verminderung (Abstandsdämpfung). Auf den Rekurs, soweit er durch die Re-

kurrentin 3 erhoben wurde, ist daher nicht einzutreten. 

Die  Rekurrierenden  4  bis  8  sind  Eigentümer  von  Wohnungen  an  der  G.-

Strasse […] (Kat.-Nr. 4). Die Erholungszone grenzt unmittelbar an das be-

treffende Grundstück und der Perimeter der geplanten Freizeitanlage reicht 
bis ca. 50 m an die rekurrentischen Wohngebäude heran. Aufgrund dieser 

Nähe  ist  die  Betroffenheit  der  Rekurrierenden  4  bis  8  allein  aufgrund  des 

Sichtbezugs und der zweifellos deutlich wahrnehmbaren Lärmimmissionen 

offensichtlich gegeben. Entgegen der Auffassung der Gemeinde ist die Be-

troffenheit durch Lärmimmissionen nicht erst dann gegeben, wenn diese un-

zumutbar sind. Es genügt eine Wahrnehmbarkeit, die bei objektiver Betrach-

tung als nachteilig empfunden werden kann. 

R4.2021.00163 

Seite 8 

 
 
Zusammengefasst ist auf den Rekurs im Verfahren G.-Nr. R4.2021.000163, 

soweit er durch die Rekurrentin 3 erhoben wurde, nicht einzutreten. Im Übri-

gen ist, da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, auf die 

Rekurse einzutreten. 

3. Weitere verfahrensrechtliche Fragen 

3.1. 

Die  Rekurse  beziehen  sich  auf  dieselben  planungsrechtlichen  Festsetzun-

gen. Die Verfahren sind daher aus prozessökonomischen Gründen zu verei-

nigen. 

Soweit  nicht  anders  vermerkt,  beziehen  sich  die  nachfolgenden  Aktenbe-

zeichnungen auf das Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163. 

3.2. 

Die Rekurrentschaft 1 beantragt die Durchführung eines Augenscheins (vgl. 

§ 7 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). Das Baurekursgericht hat 

unbesehen von Parteianträgen nur dann einen Augenschein durchzuführen, 

wenn die Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, auf Grund der Akten 

aber  noch  unklar  sind.  Diese  Voraussetzung  ist  vorliegend  nicht  erfüllt,  so 

dass kein Augenschein durchzuführen war. 

3.3. 

Die Rekurrentschaft 1 verlangt, es seien ihr die von den Rekursgegnerinnen 

eingereichten Akten zusammen mit allfälligen Vernehmlassungen unter An-

setzung einer angemessenen Frist zur Stellungnahme zuzustellen. Die be-

treffenden  Vernehmlassungen  wurden  der  Rekurrentschaft 1  zur  Stellung-

nahme zugestellt, nicht jedoch die übrigen Akten. Das Akteneinsichtsrecht 

gemäss § 26a Abs. 2 VRG beinhaltet lediglich den Anspruch, die Akten am 

Sitz der Behörde einzusehen. Ein Anspruch auf Herausgabe von Akten be-

steht nicht (VB.2008.00001 vom 2. Juli 2008, E. 3.1). Das Baurekursgericht 

sieht praxisgemäss, so auch im vorliegenden Verfahren, von einer Aktenzu-

stellung ab. Die Rechtsvertreterin der Rekurrentschaft 1 machte am 16. No-

vember  2021  von  ihrem  Akteneinsichtsrecht  Gebrauch  (s.  Protokoll  G.-Nr. 

R4.2021.000163, S. 6). 

R4.2021.00163 

Seite 9 

 
 
4. Planungsgeschichte 

Der Sachverhalt bzw. die Planungsgeschichte stellt sich wie folgt dar: 

Bestehende Erholungszone Wisacher (grün) gemäss rechtskräftigem Zonenplan. 

Regionaler Richtplan Furttal, Karte "Siedlung und Landschaft" mit Erholungsgebiet C (gelb) 
(gemäss RRB Nr. 1250/1998, vor der Gesamtüberarbeitung im Jahr 2018). Das Erholungs-
gebiet deckt sich nicht mit der Erholungszone gemäss geltendem Zonenplan. 

Der derzeit rechtskräftige regionale Richtplan Furttal gemäss Beschluss des 

Regierungsrates vom 16. Mai 2018 (RRB Nr. 415/2018) weist das regionale 

Erholungsgebiet  "Sportanlagen  Wisacher"  mit  einer  Fläche  von  ca. 17 ha 

aus, die sich ab der Wiesackerstrasse ca. 300 m in Richtung Südwesten er-

streckt.  Ca. 70  bis  140 m  weiter  südwestlich  verläuft  die  Neue  Dälli-

kerstrasse. 

R4.2021.00163 

Seite 10 

 
 
 
 
Rechtskräftige regionale Richtplankarte (Quelle: GIS). Gelb = Erholungsgebiet 

Dem  zugehörigen  Richtplantext  (act. 7.3,  Tabelle 14)  ist  folgendes  zu  ent-

nehmen: "Sportanlagen bestehend, Erweiterung geplant inkl. neue Surf-an-

lage und öffentlichen Mantelnutzungen (mit Nachweis der Einbettung ins Ge-

samtverkehrssystem). In der nachgelagerten Nutzungsplanung soll die Ein-

zonung von einer Auszonung der bestehenden kommunalen Erholungszone 

Leematten abhängig gemacht werden." 

Dieser Festsetzung ging folgendes voraus: Im Richtplantext, Nachtrag zum 

Beschluss der DV vom 31. März 2016, vom Vorstand der Zürcher Planungs-

gruppe Furttal ZPF verabschiedet am 23. Februar 2017 zu Handen der Vor-

prüfung durch den Kanton (act. 7.2), wird ausgeführt, ursprünglich habe der 

Vorstand der ZPF die Erweiterung des Erholungsgebietes Wisacher bis zur 

Neuen Dällikerstrasse für die Erweiterung der Sportanlagen vorgesehen und 

dies am 31. März 2016 dergestalt zu Handen der Festsetzung durch den Re-

gierungsrat  verabschiedet.  Die  in  der  Richtplankarte  eingetragene  Fläche 

habe sich bis zur Neuen Dällikerstrasse erstreckt. In der Folge habe das Amt 

für Raumentwicklung die beantragte, 10,5 ha umfassende Erweiterung man-

gels Bedarfsnachweis nicht in vollem Umfang als festsetzungsfähig erachtet. 

In  der  Bereinigungssitzung  mit  dem  Baudirektor  vom  23. August  2016  sei 

beschlossen worden, die beantragte Erweiterung auf 4,7 ha zu reduzieren. 

Aufgrund der vom Verein waveup geplanten Surfanlage und der damit hin-

sichtlich des Flächenbedarfs geänderten Ausgangslage werde in Wiederer-

wägung des Beschlusses vom 23. August 2016 beantragt, das Erholungsge-
biet  über  die  4,7 ha  hinaus,  die  für  eine  Vielzahl  von  Breitensportanlagen 

benötigt  würden,  um  eine  weitere  Fläche  von  rund  3 ha  zu  erweitern.  Am 

R4.2021.00163 

Seite 11 

 
 
9. Februar 2017 habe der Vorstand der ZPF beschlossen, das Festsetzungs-

verfahren zu sistieren und am 23. Februar 2017 habe er die Ergänzungsvor-

lage zu Handen der öffentlichen Auflage und Vorprüfung durch den Kanton 

verabschiedet. Die Ausdehnung des Erholungsgebiets Wisacher gemäss der 

im Nachtrag dargestellten, anzupassenden Richtplankarte (angepasster An-

trag) entspricht der oben gezeigten rechtskräftigen Richtplankarte (act. 7.2, 

S. 8). 

Im  erläuternden  Bericht  zum  rechtskräftigen  Richtplan  gemäss  Beschluss 

des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 (act. 7.4, S. 20 ff.) ist festgehalten, 

für die Erweiterung der Sportanlage Wisacher (Fussball, Tennis, Beachvol-

leyball, 5er Fussball, Basketball) bestehe ein Flächenbedarf von rund 4 ha 

(netto für die Spielfelder, d.h. ohne den erforderlichen Umschwung). Die der 

Erholungszone zugewiesene Parzelle zwischen der unteren und der oberen 

Griesstrasse (Anmerkung: Kat.-Nr. 9343) reiche mit 2 ha nicht aus. Die ur-

sprünglich  von  der  Delegiertenversammlung  der  Zürcher  Planungsgruppe 

Furttal (ZPF) beantragte Erweiterung des Erholungsgebiets um 10,5 ha sei 

vom Kanton auf 4,7 ha (und nicht wie ursprünglich verlangt auf 2,8 ha) redu-

ziert  worden. Damit könne im nachgelagerten Nutzungsplanverfahren eine 

flächengleiche  Umlagerung  der  rechtskräftig  eingezonten,  aber  ungünstig 

gelegenen  Erholungszone  Leematten  erfolgen.  Im  Herbst  2016  habe  der 

Verein  waveup  mit  der  Gemeinde  Regensdorf  Kontakt  aufgenommen  und 

über  seine  Absicht  informiert,  in  Regensdorf  eine  Surfanlage  zu  erstellen. 

Das Anliegen des Vereins sei sowohl vom Gemeinderat Regensdorf als auch 

vom Vorstand der ZPF unterstützt worden. Der Vorstand der ZPF habe am 

9. Februar  2017  beantragt,  die  Festsetzung  des  Regionalen  Richtplans  zu 

sistieren, bis die Delegiertenversammlung der ZPF über die hierzu erforder-

liche Erweiterung des Erholungsgebiets befunden habe. Zur räumlichen bzw. 

flächenmässigen Ausdehnung der hernach beantragten Erweiterung äussert 
sich der Bericht nicht. 

Im Planungsbericht nach Art. 47 Raumplanungsverordnung (RPV) zur ange-

fochtenen Teilrevision der BZO vom 9. Mai 2019 wird übereinstimmend aus-

geführt, mit Beschluss des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 sei das Erho-

lungsgebiet  gemäss  Richtplan  um  7,7 ha  vergrössert  worden  (=  4,7 ha  + 

3 ha). Bei der Festsetzung des regionalen Richtplans sei jedoch eine Unklar-

heit entstanden. In den Beschluss- und Auflageakten sei ein Bedarf von zu-

sätzlichen 7,7 ha Erholungsgebiet ausgewiesen worden. In der festgesetzten 

R4.2021.00163 

Seite 12 

 
 
Richtplankarte sei die Erweiterung jedoch fälschlicherweise ungenau enthal-

ten,  indem  die  ausgewiesene  Fläche  nur  rund  6 ha  umfasse.  Dadurch  sei 

eine "potenziell etwas unsichere Rechtslage bezüglich der zulässigen Aus-

dehnung der Erholungszone" entstanden. Diese formale Unsicherheit sei in 

Bereinigung. 

Die besagte "Bereinigung" des Erholungsgebiets Wisacher verabschiedete 

der Vorstand der ZPF am 21. Februar 2019. Im entsprechenden Richtplan-

text und erläuternden Bericht (act. 7.6) wird ausgeführt, aufgrund des Man-

gels an Sportanlagen sei in den Jahren 2012 bis 2014 die Erweiterung des 

bestehenden Erholungsgebiets um 10,5 ha gegen Süden hin bis zur neuen 

Dällikerstrasse  vorgesehen  gewesen.  Der  regionale  Richtplan  sei  am 

31. März 2016 von der Delegiertenversammlung der ZPF verabschiedet wor-

den. Die in der Richtplankarte eingetragene Fläche für die Erweiterung des 

Erholungsgebietes  Wisacher  habe  sich  weiterhin  bis  zur  Neuen  Dälli-

kerstrasse erstreckt. Hernach habe der Regierungsrat eine Fläche von ledig-

lich 4,7 ha als festsetzungsfähig erachtet. Aufgrund des neu hinzugekomme-

nen Projekts der Surfanlage sei in einer Ergänzungsvorlage eine Vergrösse-

rung der Erholungszone (recte Erholungsgebiet) um weitere 3 ha (Erweite-

rung insgesamt 7,7 ha) eingereicht und die Erweiterung der Erholungszone 

am 16. Mai 2018 vom Regierungsrat festgesetzt worden. In der festgesetz-

ten Richtplankarte sei die Erweiterung jedoch fälschlicherweise ungenau ent-

halten, indem die ausgewiesene Fläche nur rund 6 ha umfasse. In den Be-

schluss- und Auflageakten sei demgegenüber ein Bedarf von zusätzlichen 

7,7 ha  Erholungsgebiet  ausgewiesen  worden.  Dadurch  sei eine  "potenziell 

etwas unsichere Rechtslage bezüglich der zulässigen Ausdehnung der Er-

holungszone" entstanden, die mit dem Bereinigungsantrag behoben werden 

solle. 

Am 3. Februar 2021 beschloss der Regierungsrat mit der Teilrevision 2019 

des  regionalen  Richtplans  Furttal  die  "Erweiterung"  des  Erholungsgebiets 

Wisacher gegen Süden (RRB Nr. 92/2021). Zur Begründung wird erwogen, 

die Fläche des im regionalen Richtplan festgelegten Erholungsgebiets Wisa-

cher sei im Süden rund 2 ha kleiner als die in der kommunalen BZO festge-

legte Erholungszone. Damit die für den Bau der Surfanlage notwendige Er-

holungszone dem übergeordneten regionalen Richtplan entspreche, müsse 

das Erholungsgebiet Wisacher im regionalen Richtplan gegen Süden hin um 

rund 2 ha erweitert werden. 

R4.2021.00163 

Seite 13 

 
 
Regionale Richtplankarte gemäss RRB Nr. 92/2021 (nicht rechtskräftig). Gelb = Erholungs-
gebiet. 

Mit  vorliegend  angefochtenem  Beschluss  vom  25. März  2019,  genehmigt 

durch  die  Baudirektion  am  4. August  2021,  beschloss  die  Gemeindever-

sammlung die Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung. Neu soll sich 

die Erholungszone bis zur Neuen Dällikerstrasse erstrecken: 

Teilrevision  kommunale  Nutzungsplanung  "Erholungszonen  Leematten  und  Wisacher" 
(Ausschnitt Zonenplan, act. 22.1.3.1.) 

5. Richtplanbedürftigkeit auf Stufe kantonaler Richtplan 

5.1. 

Die  Rekurrierenden  machen  zunächst  unter  Hinweis  auf  Art. 8  Abs. 2  des 

Raumplanungsgesetzes (RPG) einen fehlenden Richtplaneintrag auf Stufe 
des kantonalen Richtplans und insofern einen Verstoss gegen § 16 PBG gel-

tend, da dieser die betroffenen Flächen dem Landwirtschaftsgebiet zuweise. 

Der  geplanten  Surfparkanlage  komme  bereits  aufgrund  ihrer  räumlichen 

R4.2021.00163 

Seite 14 

 
 
Ausdehnung von rund 6,1 ha eine kantonale Bedeutung zu. Ausserdem de-

cke die geplante Anlage kein lokales oder regionales Erholungsbedürfnis ab; 

die  Besucher  würden  aus  der  gesamten  Schweiz  bzw.  aus  dem  Ausland 

stammen. Der Anlage komme mindestens eine überregionale Bedeutung zu. 

Erholungsgebiete von kantonaler Bedeutung seien aber gemäss § 23 Abs. 1 

PBG im kantonalen Landschaftsplan zu bezeichnen. Nur durch einen Richt-

planeintrag  auf  Stufe  des  kantonalen  Richtplans  hätte  die  angesichts  der 

überregionalen  Bedeutung  des  Vorhabens  notwendige  umfassende  Stan-

dortevaluation über das gesamte Kantonsgebiet auf Stufe Richtplanung ge-

währleistet  werden  können.  Zudem  wäre  dadurch  auch  die  für  ein  Projekt 

dieser Art und Grösse notwendige demokratische Legitimation zumindest auf 

erhöhter Stufe abgestützt und könnte aus einem solchen Eintrag aufgrund 

der Mitwirkung des Parlaments allenfalls ein gewisses öffentliches Interesse 

an der Anlage abgeleitet werden. Die blosse Eintragung im regionalen Richt-

plan  durch  den  Regierungsrat  vermöge  ein  öffentliches  Interesse  nicht  zu 

belegen. 

Hinzu komme, dass das Vorhaben zum grössten Teil im Bereich von Frucht-

folgeflächen bester Qualität zu liegen kommen solle. Dies sei nur dann zu-

lässig, wenn ein auch aus Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Bean-

spruchung  dieser  Flächen  nicht  sinnvoll  erreicht  werden  könne  (Art. 30 

Abs. 1bis lit. a RPV). Es müsse hierfür ein starkes, überwiegendes kantona-

les  Interesse  an  einem  solchen  Vorhaben  ausgewiesen  werden,  weshalb 

diese in der Regel im kantonalen Richtplan festgelegt werden müssten. Die 

geplante Anlage habe einen Einfluss auf eine Aufgabe, welche in der Ver-

antwortung  des  Kantons  und  nicht  der  betroffenen  Region  liege  (Art. 30 

Abs. 1 RPV). Der Surfpark laufe einem wichtigen Ziel der kantonalen Raum-

planung  zuwider,  weshalb  die  Anlage  eines  Eintrags  im  kantonalen  Richt-

plans bedurft hätte. 

5.2. 

Die  Gemeinde  führt  aus,  für  eine  Freizeitanlage  wie  den  streitbetroffenen 

Surf- und Freizeitpark samt Mantelnutzungen sei kein Eintrag im kantonalen 

Richtplan erforderlich. Massgebend sei nicht das mit einem Vorhaben ver-

folgte Interesse, sondern einzig und allein die Auswirkungen des Vorhabens 

auf Raum und Umwelt. Das Vorhaben verursache keine hohen und schädli-

chen Umweltbelastungen. Die Freizeitanlage werde vielmehr in das Naturer-

R4.2021.00163 

Seite 15 

 
 
lebnis eingebettet und der Flächenbedarf halte sich ohne weiteres in vertret-

barem  Rahmen.  Den  raumplanerischen  Interessenabwägungen  werde  mit 

dem regionalen Richtplaneintrag vollumfänglich Rechnung getragen. 

Art. 8 RPG handle allein vom Richtplan im Sinne des Bundesrechts. Richt-

pläne des kantonalen Rechts, namentlich Richtpläne der Regionen, blieben 

davon unberührt (BGE 143 II 276, E. 4.1). Das bedeute, dass dem Erforder-

nis der Richtplanung auch durch einen regionalen Richtplan Rechnung ge-

tragen werden könne. Daher müsse nach dem kantonalzürcherischen Recht 

zwischen dem Erfordernis der kantonalen und regionalen Richtplanung un-

terschieden werden. Wenn für das Vorhaben nach den Mindestanforderun-

gen von Art. 8 Abs. 2 RPG kein Eintrag in einem kantonalen Richtplan erfor-

derlich sei, so führe das Bestehen der regionalen Richtplanung zu einer der 

kommunalen  Nutzungsplanung  vorgelagerten  Interessenabwägung  unter 

Einbindung der vom Vorhaben betroffenen Region.  

Nichts Anderes ergebe sich mit Blick auf den Einwand der Rekurrierenden, 

wonach  die  Einzonung  von  Fruchtfolgeflächen  nur  zulässig  sei,  wenn  ein 

auch aus Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Beanspruchung dieser 

Flächen nicht sinnvoll erreicht werden könne (Art. 30 Abs. 1bis lit. a RPV). 

So werde mit der hier in Frage stehenden Anlage bzw. der entsprechenden 

Umzonung auch ein wichtiges Ziel des Kantons verfolgt, zumal damit öffent-

liche Begegnungsräume geschaffen und Übergänge zur offenen Landschaft 

gestaltet würden. Durch die Schaffung geeigneter und attraktiver Naherho-

lungsräume werde zudem auch das Gebiet der Chatzenseen als Natur- und 

Landschaftsschutzobjekte von kantonaler (und darüber hinaus auch interna-

tionaler)  Bedeutung  entlastet.  Ein  kantonales  Interesse  an  der  Verwirkli-

chung  der  in  Frage  stehenden  Umzonung  und  der  Verwirklichung  der  ge-

planten Anlage besteht somit ohne Weiteres. 

Dies allein ändere indes noch nichts an der planungsrechtlichen Natur einer 

solchen Freizeitanlage, nota bene an den konkreten Wirkungen des Vorha-

bens auf Raum und Umwelt. Diese seien wie bereits dargelegt nicht derart, 

dass  sie  einer  Eintragung  im  kantonalen  Richtplan  bedürften.  Mit  anderen 

Worten sei das mit dem Vorhaben verfolgte - mitunter auch erhebliche kan-

tonale  -  Interesse  nicht  mit  den  konkreten  Auswirkungen  der  Anlage  auf 

Raum und Umwelt gleichzusetzen. Einzig Letzteres sei jedoch mit Blick auf 

die Richtplaneintragungspflicht massgebend. 

R4.2021.00163 

Seite 16 

 
 
5.3. 

Die  Baudirektion  macht  geltend,  im  Kanton  Zürich  bestünden  neben  dem 

kantonalen Richtplan (§§ 20 ff. PBG) regionale und kommunale Richtpläne. 

Der regionale Richtplan umfasse gemäss § 30 Abs. 2 PBG die gleichen Be-

standteile und ordne sinngemäss die nämlichen Sachbereiche wie der kan-

tonale Richtplan. Er·könne die räumlichen und sachlichen Ziele enger um-

schreiben oder bei Bedarf weitergehende Angaben enthalten. Ob ein Vorha-

ben  im  kantonalen  Richtplan  festgelegt  werde,  orientiere  sich  neben  den 

Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  insbesondere  am  vorhandenen  Ab-

stimmungsbedarf (vgl. Einleitung kantonaler Richtplan, Stellenwert des kan-

tonalen  Richtplans).  In  räumlicher  Hinsicht  sei  ein  Eintrag  im  kantonalen 

Richtplan erforderlich, wenn das Vorhaben Auswirkungen über die Gebiets-

grenzen der regionalen Richtpläne nach § 30 Abs. 1 PBG hinaus zeitige. Aus 

organisatorischen Gründen sei ein Richtplaneintrag im kantonalen Richtplan 

dann  notwendig,  wenn  eine  Standortfestlegung  Schnittstellen  zu  anderen 

raumwirksamen Tätigkeiten aufweise.  Ein  Eintrag  im  kantonalen  Richtplan 

werde  ferner  bei  Vorhaben  vorausgesetzt,  die  erhebliche  finanzielle  Res-

sourcen binden würden oder deren Auswirkungen nicht sicher eingeschätzt 

werden könnten. Je nach Vorhaben könne sich somit die kantonale oder die 

regionale Planungsstufe als die geeignetere erweisen. Auch diesbezüglich 

sei den Planungsträgern ein Ermessensspielraum zuzugestehen. Die Richt-

planbedürftigkeit der Erweiterung des Erholungsgebiets für eine Surfanlage 

sei unbestritten. Aus diesem Grund sei eine Grundlage im regionalen Richt-

plan geschaffen worden. 

Verkehrsintensive Einrichtungen wie beispielsweise Freizeiteinrichtungen ab 

einer  gewissen  Grösse  benötigten  einen  Eintrag  im  kantonalen  Richtplan. 

Verkehrsintensive  Einrichtungen  seien  gemäss  kantonalem  Richtplan 

Pt. 4.5.1 a) Anlagen, die wesentliche Auswirkungen auf die räumliche Ord-
nung und Umwelt hätten und an mindestens 100 Tagen pro Jahr mehr als 

3'000 Fahrten von Personenwagen erzeugen würden. Vorliegend werde im 

Planungsbericht  (S. 23 f.)  dargelegt,  dass  aufgrund  des  prognostizierten 

Verkehrsaufkommens  keine  verkehrsintensive  Einrichtung  vorliege.  Ferner 

zeitigten  die  übrigen  vom  Gesetzgeber  erwähnten  Vorhaben  wie  Entwick-

lungsschwerpunkte, kantonale Arbeitsplatzgebiete oder auch die Erschlies-

sung  neuer  Skigebiete  stärkere  Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  und 

seien in einem höheren Grad abstimmungsbedürftig als die streitbetroffene 

R4.2021.00163 

Seite 17 

 
 
Surfparkanlage.  Ein  Richtplanvorbehalt  auf  Stufe  der  kantonalen  Richtpla-

nung könne aus Art. 8 Abs. 2 RPG deshalb nicht abgeleitet werden. 

Nach Pt. 6.5.2 des kantonalen Richtplans seien Vorhaben der Bereiche Kul-

tur, Sport, Messe und Kongresswesen im kantonalen Richtplan zu verzeich-

nen, wenn sie von erheblichem Interesse für den Kanton seien, sich im Ei-

gentum des Kantons befänden, zu einem erheblichen Anteil vom Kanton fi-

nanziert  würden  oder  einer  Abstimmung  mit  dem  Bund  oder  mit  anderen 

Kantonen bedürften. Die Surfanlage entspreche diesen Kriterien nicht.  

Das Erholungsgebiet sei sodann nicht von kantonaler Bedeutung im Sinne 

von  § 23 Abs. 1 lit. c PBG.  Der  Erholungsnutzung  im  Gebiet  Wisacher 

komme  regionale  Bedeutung  zu,  weshalb  eine  Festlegung  im  regionalen 

Richtplan  hinreichend  sei.  Der  regionale  Richtplan  Furttal  bestätige  in 

Pt. 3.5.2 weiter, dass im Furttal keine Erholungsgebiete von kantonaler Be-

deutung festgelegt seien. Dennoch bestehe in der Region Furttal ein wesent-

liches öffentliches Interesse an Erholungsanlagen. Gemäss dem regionalen 

Richtplan dokumentiere der Richtplaneintrag eine Standortgebundenheit von 

Bauten und Anlagen zur Erholungsnutzung. Ein Eintrag im regionalen Richt-

plan basiere grundsätzlich auf einer sorgfältigen Standortevaluation und ent-

spreche dem geeignetsten aller geprüften Standorte. Der Eintrag im regio-

nalen Richtplan bilde damit ein zentrales Element bei der Interessenabwä-

gung. 

Gemäss  Art. 30 Abs. 1bis RPV  dürften  Fruchtfolgeflächen  eingezont  wer-

den, wenn ein auch aus der Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Be-

anspruchung  von  Fruchtfolgeflächen  nicht  sinnvoll  erreicht  werden  könne 

(lit. a). Es sei indes nicht näher definiert, welche kantonalen Ziele damit ge-

meint seien. Von einem überwiegenden kantonalen Interesse sei sicher dann 
auszugehen, wenn das Vorhaben im kantonalen Richtplan festgesetzt sei. 

Allerdings könne daraus nicht ein kantonaler Richtplanvorbehalt für alle Vor-

haben im Bereich von Fruchtfolgeflächen abgeleitet werden. 

Das Zurverfügungstellen von ausreichend Sportanlagen in den Regionen sei 

ein  wichtiges  öffentliches  Ziel  (vgl.§§ 26  lit. f  in  Verbindung  mit  30 

Abs. 2 PBG). Dies bestätige sich auch in den Gestaltungsgrundsätzen der 

Richtplanung gemäss § 18 Abs. 2 lit. m PBG. Ferner bezeichne Art. 3 Abs. 4 

R4.2021.00163 

Seite 18 

 
 
Bst. b RPG Freizeitanlagen als öffentliche oder im öffentlichen Interesse lie-

gende Bauten und Anlagen. Nicht jedes Vorhaben bedürfe aber eines Ein-

trags im kantonalen Richtplan. Dennoch würden die Ziele der Erholungszo-

nen, die mittels regionaler Richtplanung koordiniert werden, als wichtig er-

achtet. 

5.4.1. 

Den Trägern raumwirksamer Aufgaben obliegen lediglich die "nötigen" Pla-

nungen (Art. 2 Abs. 1 RPG). Damit steht die Planungspflicht unter dem Vor-

behalt der Verhältnismässigkeit, sowohl was den Grundsatz der Planung als 

auch was ihr Ausmass angeht. Eine Planung kann unterbleiben, wenn und 

soweit eine zielgerichtete und allseitig abgestimmte Erfüllung der raumwirk-

samen Aufgabe auch ohne sie möglich bleibt. Der Abstimmungsnachweis ist 

dann aber im Einzelfall zu erbringen. Umgekehrt muss eine Planung an die 

Hand genommen werden, sobald das Lösungspotenzial eines einfachen Be-

willigungsverfahrens  überanstrengt  würde  (Pierre  Tschannen  in:  Heinz 

Aemisegger / Pierre Moor / Alexander Ruch / Pierre Tschannen [Hrsg.], Pra-

xiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, Zürich 

etc. 2019,  Art. 2  N. 22).  Besondere  Richtpläne des  kantonalen  Rechts  wie 

namentlich  auch  regionale  Richtpläne  dürfen  nicht  dahin  führen,  dass  der 

kantonale Richtplan nach Art. 6 ff. RPG den bundesrechtlichen Anforderun-

gen zu Inhalt, Gliederung und Form nicht mehr genügt. Insbesondere wäre 

es unzulässig, den kantonalen Richtplan unter Hinweis auf besondere Richt-

pläne  um  seinen  bundesrechtlichen  Pflichtinhalt  zu  bringen  (Tschannen, 

Art. 2 N. 45; Alain Griffel, Raum-planungs- und Baurecht in a nutshell, 4. Auf-

lage,  Zürich/St. Gallen 2021,  S. 41 ff.).  Dies  bestätigt  sich  auch  durch  die 

Grundsätze, die eine Delegation vorsehen. Eine gezielte Delegation einzel-

ner ausgewählter Umsetzungsaufgaben an die regionalen Richtpläne ist le-

diglich  unter  strengen  Voraussetzungen  möglich.  Insbesondere  muss  der 
Kanton einen klar formulierten Auftrag erteilen und verbindliche und präzise 

materielle und wo nötig auch räumliche Vorgaben machen. Für die Vorhaben 

gemäss Art. 8 Abs. 2 RPG sind überdies die bestehenden Vorgaben der ent-

sprechenden  Spezialgesetzgebung  betreffend  Behandlung  im  kantonalem 

Richtplan und die Empfehlungen des Bundes zu beachten (vgl. ARE, Ergän-

zung des Leitfadens Richtplanung vom März 2014, S. 6 f.). Eine solche De-

legation ist jedoch vorliegend nicht gegeben und wurde auch nicht geltend 

gemacht. Sollte ein Projekt solche gewichtigen Auswirkungen auf Raum und 

Umwelt haben, dass es gemäss Art. 8 Abs. 2 RPG zum Mindestinhalt der 

R4.2021.00163 

Seite 19 

 
 
Richtpläne gehört, ist dafür infolgedessen ein Eintrag im kantonalen Richt-

plan  erforderlich.  Gewichtige  Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  liegen 

vor,  sobald  angesichts  der  weitreichenden  Auswirkungen  des  Vorhabens 

eine vorgängige umfassende Interessenabwägung notwendig erscheint, die 

nur  durch  den  Prozess  der  Richtplanung  garantiert  werden  kann.  Die 

Schwelle  zum  Richtplanvorbehalt  überschreiten  insbesondere  Vorhaben, 

welche ausgedehnte Flächen beanspruchen, bedeutenden Einfluss auf die 

Nutzungs- und Versorgungsstrukturen des Kantons zeitigen, erhebliche Ver-

kehrsströme erzeugen, grosse Kulturlandverluste sowie hohe Umwelt-, Na-

tur-  und  Landschaftsbelastungen  verursachen  oder  sich  erheblich  auf  den 

Untergrund auswirken. Solche Vorhaben ziehen typischerweise auch einen 

hohen  Zusammenarbeits-  und  Abstimmungsbedarf  im  Kanton  selbst,  mit 

Nachbarkantonen  oder  dem  Bund  nach  sich.  Zu  diesen  Vorhaben  zählen 

u. a.  Entwicklungsschwerpunkte,  strategische  Arbeitszonen,  verkehrs-  und 

publikumsintensive  Einrichtungen,  überörtliche  Verkehrsinfrastrukturen, 

grössere Golfplätze und sonstige Sportzentren etc. (Tschannen, Art. 8 N. 24; 

BGr 1C_346/2014  vom  26. Oktober 2016,  E. 2.4;  VB.2020.00876  vom  3. 

Juni 2021, E. 4.3.2; VB.2020.00080 und VB.2020.00079 vom 9. Dezember 

2021, E. 2.2.1, mit Hinweisen; s. auch VB.2020.00876 vom 3. Juni 2021, E. 

4.3.1). 

Nach Pt. 6.5.2 des kantonalen Richtplans des Kantons Zürich sind Vorhaben 

der Bereiche Kultur, Sport, Messe und Kongresswesen im kantonalen Richt-

plan  zu  verzeichnen,  wenn  sie  von  erheblichem  Interesse  für  den  Kanton 

sind, sich im Eigentum des Kantons befinden, zu einem erheblichen Anteil 

vom  Kanton finanziert  werden  oder einer Abstimmung mit dem  Bund oder 

mit anderen Kantonen bedürfen. Die Regionen erarbeiten in enger Zusam-

menarbeit Grundlagen für die Planung von Bauten und Anlagen in den Be-

reichen  Kultur,  Sport,  Messe  und  Kongresswesen.  Sie  bezeichnen  in  den 
regionalen Richtplänen die regional bedeutsamen Bauten und Anlagen und 

beachten bei der Planung die Zielsetzungen des Richtplans gemäss Pt. 6.1. 

Sie sichern die Koordination mit dem Kanton, den Gemeinden und den um-

liegenden Regionen (kantonaler Richtplan, Pt. 6.5.3. lit. b). 

5.4.2. 

Als verkehrsintensive Einrichtungen gelten im Grundsatz Einzelobjekte und 

Anlagen  mit  räumlich  oder  erschliessungstechnisch  zusammenhängenden 

Gebäuden,  die  wesentliche  Auswirkungen  auf  die  räumliche  Ordnung  und 

R4.2021.00163 

Seite 20 

 
 
die  Umwelt  haben  und  an  mindestens  100 Tagen  pro  Jahr  mehr  als 

3'000 Fahrten (Summe der Zu- und Wegfahrten) von Personenwagen erzeu-

gen (kantonaler Richtplan, Pt. 4.5.1. lit. a). 

Gemäss Planungsbericht (S. 24 f.) ist für die Surfanlage und die zusätzliche 

Sportinfrastruktur mit jährlich 225'000 Besuchern zu rechnen, durchschnitt-

lich sind es 750 Personen pro Tag, an Spitzentagen bis zu 2'500. Mit einem 

Mobilitätskonzept muss sichergestellt werden, dass der Anteil der mit dem 

ÖV  anreisenden  Nutzer  mindestens  50 %  beträgt  (Planungsbericht  S. 23, 

Art. 8.2 BZO). Dies ergibt an Spitzentagen bis zu 2'500 und damit weniger 

als  3'000  Fahrten  mit  Personenwagen.  Ausserdem  wird  die  Zahl  von 

100 Spitzentagen pro Jahr offensichtlich nicht erreicht. Damit handelt es sich 

nicht um eine verkehrsintensive Einrichtung im Sinne des Richtplans. 

5.4.3. 

Surfen ist seit dem Jahr 2020 eine olympische Disziplin. Nach Angaben der 

Swiss Surfing Association SSA soll die Schweiz rund 45'000 aktive Surferin-

nen und Surfer zählen (act. 20.3; waveriding.ch, besucht am 23. März 2022). 

In der Statistik der im Kanton Zürich betriebenen Sportarten erscheint (Wel-

len-)Surfen nicht unter den 57 aufgeführten Sportarten (Sportamt des Kan-

tons  Zürich,  Studie  über  das  Sportverhalten  und  die  Sportbedürfnisse  der 

Zürcher  Bevölkerung,  Zürich,  Oktober 2020,  Tab. 4.2,  www.zh.ch,  besucht 

am 23. März 2022). Gemäss der Zürcher Planungsgruppe Furttal ZPF unter-

stützt der Akademische Sportverband Zürich ASVZ das streitbetroffene Pro-

jekt und plant, in Regensdorf ein Kurs- und Trainingsangebot zu schaffen. 

Der zuständige Regierungsrat Mario Fehr habe deshalb in einer schriftlichen 

Absichtserklärung einen Beitrag von Fr. 4,5 Mio. aus dem Sportfonds in Aus-

sicht gestellt (act. 20.3, Ziff. 2); die Gesamtkosten werden auf Fr. 56 Mio. ge-

schätzt. Eine vergleichbare Surfanlage mit rollenden Wellen existiert in der 
Schweiz nur noch in Sion (VS; www.alaiabay.ch). Es ist deshalb davon aus-

zugehen, dass auch Personen von ausserhalb des Kantons Zürich die An-

lage  nutzen  werden.  Es  ist  sogar  von  einer  internationalen  Bedeutung  als 

Trainingsort für Athleten aus zahlreichen Ländern die Rede (act. 22.1.4.2., 

Ziff. 2.1). Weiter hat das kantonale Sportamt die (bestehende) Sportanlage 

Wisacher als eines von elf polysportiven Zentren in das kantonale Sportan-

lagenkonzept  (KASAK)  aufgenommen,  wobei  die  Surfanlage  damals  noch 

R4.2021.00163 

Seite 21 

 
 
kein Thema war (act. 22.1.10; s. KASAK-Katalog 2018 auf www.zh.ch, be-

sucht am 23. März 2022). Der KASAK-Katalog enthält kantonal und regional 

bedeutende Sportanlagen.  

Es ist somit festzuhalten, dass die Sportart nur von sehr wenigen Menschen 

im Kanton ausgeübt wird und nichts darauf hindeutet, dass Surfen im Kanton 

Zürich von der öffentlichen Hand speziell gefördert werden soll. Wellenreiten 

(Surfen) wird im Meer betrieben. Im Binnenland Schweiz fehlen die natürli-

chen  Grundlagen  für  diesen  Outdoor-Sport;  hier  kann  nur  auf  stehenden 

Flusswellen, etwa in Thun und Bremgarten, und in drei Surfanlagen (in Zü-

rich,  Ebikon  und  Sion)  gesurft  werden  (www.waveriding.ch,  besucht  am 

23. März  2022).  Das  Fehlen  einer  Surfanlage  wird  im  KASAK,  im  Unter-

schied  zu  anderen  Anlagetypen,  nicht  als  Manko  aufgeführt  (s. KASAK, 

S. 18 f.). Ein allfälliger Beitrag aus dem Sportfonds könnte nicht als erhebli-

cher durch den Kanton finanzierten Anteil gelten. Aus dem Gesagten ergibt 

sich, dass Surfanlagen im Allgemeinen und der vorliegend in Frage stehen-

den Anlage im Besonderen aus Sicht des Kantons Zürich keine erhebliche 

Bedeutung als Sportinfrastruktur zukommt. Insofern besteht kein raumplane-

rischer Abstimmungsbedarf auf kantonaler Ebene. Auch die Gesamtbetrach-

tung der Anlage mit den weiteren im Wisacher geplanten Sportanlagen, na-

mentlich dem Schwimmbecken, führen zu keinem anderen Ergebnis. Diese 

Anlagen sind von regionaler Bedeutung, auch als Teil der Sportanlage Wisa-

cher in ihrer Funktion als eines von elf polysportiven Zentren im Kanton Zü-

rich (s. KASAK, S. 14 f.). Keines von diesen ist im kantonalen Richtplan auf-

geführt.  

5.4.4. 

Fruchtfolgeflächen  dürfen  nur  eingezont  werden,  wenn  ein  auch  aus  der 

Sicht des Kantons wichtiges Ziel ohne die Beanspruchung von Fruchtfolge-
flächen nicht sinnvoll erreicht werden kann und sichergestellt wird, dass die 

beanspruchten Flächen nach dem Stand der Erkenntnisse optimal genutzt 

werden (Art. 30 Abs. 1bis lit. a RPV). Diese Bestimmung zielt auf die Interes-

senabwägung bei der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen. Hingegen ist 

nicht jede flächenmässig noch so geringe Einzonung, mit der auch aus kan-

tonaler Sicht ein wichtiges Ziel verfolgt wird, auch aus raumplanerischer Sicht 

von erheblicher Bedeutung für den Kanton oder bedarf aus anderen Gründen 

einer  Grundlage  im  kantonalen  Richtplan.  Nicht  jede  Beanspruchung  von 

R4.2021.00163 

Seite 22 

 
 
Fruchtfolgeflächen setzt daher eine Grundlage im kantonalen Richtplan vo-

raus; diesbezüglich gilt kein genereller Richtplanvorbehalt. 

Der vorliegend in Frage stehende Verlust an Fruchtfolgeflächen ist mit min-

destens ca. 5,4 ha (s. E. 8.3.) zwar sehr erheblich, überschreitet aber nicht 

ein Mass, bei dem der Verzicht auf die Eintragung im kantonalen Richtplan 

und  die  Berücksichtigung  bloss  im  regionalen  Richtplan  nicht  mehr  im  Er-

messen der Planungsträger liegen würde. Die für die Inanspruchnahme von 

Fruchtfolgeflächen nötige Interessenabwägung kann auch auf den unteren 

Planungsstufen erfolgen, ebenso die Sicherstellung der Flächenkompensa-

tion. 

5.4.5. 

Die Anlage wird aufgrund ihrer grossflächigen Ausdehnung am Siedlungs-

rand in der Landschaft prägnant in Erscheinung treten. Zu dieser Auswirkung 

auf  die  Landschaft  hinzu  kommen  die  Auswirkungen  auf  die  Umwelt  auf-

grund  des  Verkehrsaufkommens  (Lärm,  Luftschadstoffe)  und  des  Betriebs 

der  Anlage  selbst  (Lärm-  und  Lichtimmissionen,  Energie-  und  Wasserver-

brauch; s. Bericht über die Umweltauswirkungen, act. 22.1.3.5). Die Belas-

tung  der  Landschaft  und  der  Umwelt  ist  aber  nicht  derart  hoch,  dass  eine 

Abstimmung auf kantonaler Ebene zwingend erschiene. Um eine verkehrs-

intensive Einrichtung im Sinne des kantonalen Richtplans handelt es sich wie 

ausgeführt nicht. Das Vorhaben untersteht auch nicht der UVP-Pflicht. 

5.4.6. 

Im  Ergebnis zeitigt  die  geplante  Anlage  nicht  derart  weitreichende Auswir-

kungen,  die  eine  vorgängige  umfassende  Interessenabwägung  notwendig 

erscheinen liesse, die nur durch den Prozess der Richtplanung auf kantona-

ler Ebene garantiert werden könnte. Die Rekurse sind daher in diesem Punkt 
abzuweisen. 

6. Rechtmässigkeit des regionalen Richtplans gemäss RRB 
  Nr. 92/2021 (nicht rechtskräftig) 

6.1. 

Die Rekurrentschaft 1 macht weiter geltend, die nachträgliche Erweiterung 

des Erholungsgebiets im regionalen Richtplan sei unrechtmässig. Entgegen 

der  Darstellung  im  erläuternden  Bericht  zum  regionalen  Richtplan  vom 

R4.2021.00163 

Seite 23 

 
 
21. Februar 2019 habe es sich bei der deutlich von der neuen Dällikerstrasse 

abgesetzten Festlegung des Erholungsgebiets mit Regierungsratsbeschluss 

vom 16. Mai 2018 keineswegs um ein Versehen gehandelt. Die Festlegung 

habe  klar  dem  Antrag der  Planungsgruppe entsprochen.  Noch  im Oktober 

2018 sei man zudem davon ausgegangen, dass das Surfparkprojekt deutlich 

nördlich  von  der  neuen  Dällikerstrasse  zu  liegen  komme,  weshalb  diese 

Festlegung auch ohne Weiteres dem Projekt entsprochen hätte.  

Erst  nachträglich  sei  das  Projekt  vergrössert  und  bis  an  die  neue  Dälli-

kerstrasse verschoben worden. Damit seien rund 2 ha zusätzliche Fruchtfol-

geflächen  ohne  jegliche  Begründung  des  hieran  bestehenden  öffentlichen 

Interesses und ohne jegliche Abwägung mit den dieser Erweiterung entge-

genstehenden  Interessen  dem  Erholungsgebiet  zugewiesen  worden.  Der 

Kanton selber habe noch in seinem Vorprüfungsbericht vom 12. März 2019 

eine Verkleinerung der Erholungszone auf den Umfang der Fläche des Er-

holungsgebiets gemäss regionalem Richtplan 2018 verlangt. Ohne jegliche 

inhaltliche Begründung habe der Kanton dann allerdings die Erweiterung mit 

RRB  Nr. 92/2021  festgesetzt.  Dieser  Erweiterung  fehle  jegliche  raumpla-

nungsrechtliche Grundlage. 

6.2. 

Die Gemeinde führt aus, gemäss Protokoll vom 29. Oktober 2020 der Berei-

nigungssitzung  ZPF  mit  dem  Baudirektor  (act. 22.1.1.4)  liege  der  Festset-

zung des Erholungsgebietes Wisacher ein plangraphisches Missverständnis 

zu  Grunde.  Bereits  in  der  Weisung  zuhanden  der  Gemeindeversammlung 

vom 25. März 2019 (act. 22.1.4.2.) sei dazu klargestellt worden, dass die De-

legiertenversammlung der Planungsgruppe Furttal der Erweiterung des Er-

holungsgebiets Wisacher  um  insgesamt  7,7 ha  zugestimmt  habe.  Im  Rah-

men des Genehmigungsverfahrens habe sich der Kanton zu dieser Erweite-
rung positiv geäussert. Im Beschluss des Regierungsrates vom 16. Mai 2018 

sei keine Abweichung zum Antrag der ZPF auf Erweiterung der Erholungs-

zone  um  7,7 ha  aufgeführt.  Einzig  im  festgesetzten  Richtplaneintrag  sei 

fälschlicherweise eine ungenaue Fläche von lediglich rund 6 ha ausgeschie-

den. Dieses Versehen sei mit RRB Nr. 92/2021 berichtigt worden. 

6.3. 

Die Baudirektion macht geltend, im Rahmen der Gesamtrevision des regio-

nalen Richtplans Furttal (RRB Nr. 415/2018 vom 16. Mai 2018) sei im Gebiet 

R4.2021.00163 

Seite 24 

 
 
Wisacher das bestehende Erholungsgebiet um rund 4,7 ha erweitert worden. 

Davon  seien  3 ha  für  die  Surfanlage  und  weitere  Nutzungen  gemäss  Be-

darfsnachweis  vorgesehen  gewesen.  In  der  Teilrevision  des  regionalen 

Richtplans von 2018 (recte Teilrevision 2019; RRB Nr. 92/2021 vom 3. Feb-

ruar 2021) seien zusätzliche rund 1,9 ha neu dem Erholungsgebiet zugewie-

sen worden. Die nachträgliche Erweiterung um rund 1,9 ha sei damit begrün-

det worden, dass die 7,5 ha zusätzlichen Erholungsgebiets nicht ab den be-

reits bestehenden Erholungszonen, sondern ab der Grenze des Erholungs-

gebiets Wisacher gemäss altem Richtplan eingetragen worden seien. Dies 

habe die Baudirektion als nachvollziehbar und plausibel erachtet. 

6.4. 

Die Rekurrentschaft 1 repliziert, die genannten Flächen (4,7 ha und 1,9 ha) 

würden  einer  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  um  6,6 ha  und  nicht  um 

7,7 ha  entsprechen.  Tatsächlich  sei  das  Erholungsgebiet  Wisacher  mit 

RRB Nr. 415/2018  um  7,7 ha  erweitert  worden.  Bestätigt  werde  immerhin, 

dass auf Stufe Richtplanung für die Surfanlage und weitere Nutzungen ef-

fektiv nur 3 ha ausgeschieden worden seien, diese aber gemäss der festge-

setzten Nutzungsplanung nunmehr eine Fläche von 6,1 ha einnehmen wür-

den. Die für den Breitensport erfolgte Erweiterung des Erholungsgebiets um 

4,7 ha  werde  zu  einem  erheblichen  Teil  dem  Surfpark  zugeschlagen  und 

stehe für den Breitensport nicht mehr zur Verfügung. 

Bei  der  Festsetzung  des  Ausmasses  des  Erholungsgebiets  Wisacher  mit 

RRB 415/2018 vom 16. Mai 2018 handle es sich nicht um einen Irrtum. Wenn 

die Rekursgegnerin 1 festhalte, dass im Beschluss des Regierungsrates vom 

16.  Mai  2018  keine  Abweichung  zum  Antrag  der  ZPF  auf Erweiterung  der 

Erholungszone um 7,7 ha aufgeführt sei, so sei vorab klarzustellen, dass es 

bei diesem Antrag nicht um die Erweiterung der Erholungszone, sondern des 
Erholungsgebiets gegangen sei. Der Regierungsrat habe dem Antrag auf Er-

weiterung des Erholungsgebiets um 7,7 ha entsprochen.  

Ursprünglich sei das Erholungsgebiet Wisacher für die Bedürfnisse des Brei-

tensports um 4,7 ha erweitert worden. Davon hätten 2 ha effektiv bereits in 

der  Erholungszone  gelegen.  Weil  innerhalb  dieser  Erholungszone  indes 

noch eine Reserve von 2 ha bestanden habe, habe sich eine weitergehende 

Ausdehnung  des  Erholungsgebiets  als  nicht  notwendig  erwiesen.  Für  die 

Surfanlage  hätten  zusätzlich  3 ha  Erholungsgebiet  ausgeschieden  werden 

R4.2021.00163 

Seite 25 

 
 
sollen. Man sei also davon ausgegangen, dass mit den 4,5 ha Erholungsge-

biet für den Breitensport (wovon 2 ha bereits in der Erholungszone) und den 

3  ha  Erholungsgebiet  für  den  Surfpark  (total  7,7  ha  ab  der  bestehenden 

Grenze  des  Erholungsgebiets)  der  ausgewiesene  Flächenbedarf  gedeckt 

sei. Entsprechend sei das Erholungsgebiet festgelegt worden. Es treffe nicht 

zu, dass die rechtskräftig der Erholungszone zugewiesenen Flächen heute 

bereits für die Erholungsnutzung genutzt würden. Die Parzelle Kat.-Nr. 9343 

im Halte von rund 2,3 ha werde heute noch landwirtschaftlich genutzt. Die 

nachträgliche Konstruktion eines Irrtums sei unglaubwürdig. Hätten die 7,7 

ha  tatsächlich  ab  der  bestehenden  Grenze  der  Erholungszone  gemessen 

werden sollen, dann hätte ein Flächenbedarf von 9,7 ha für Breitensport und 

Surfpark ausgewiesen werden müssen, denn es bestünden 2 ha Reserve in 

der bestehenden Erholungszone.  

Tatsächlich verhalte es sich so, dass das Surfparkprojekt ursprünglich im ge-

mäss RRB 415/2018 erweiterten Erholungsgebiet habe angeordnet werden 

können,  sich  dies  aber  aufgrund  einer  späteren  Projektanpassung  als  un-

möglich erwiesen habe, weil mit der Eigentümerschaft der Parzelle Kat.-Nr. 5 

keine Einigung habe gefunden werden können. Entgegen der Darstellung in 

diesem Aktenstück habe sich aber nachträglich die Annahme, dass die Aus-

dehnung  der  Erholungszone  über  das  Erholungsgebiet  hinaus  im  Anord-

nungsspielraum  liege,  als  unzutreffend  herausgestellt,  weshalb  es  zur  zu-

sätzlichen  Ausdehnung  des  Erholungsgebiets  gekommen  sei.  Diese  Aus-

dehnung, welche 2 ha Fruchtfolgeflächen bester Qualität betreffe, entbehre 

jeglicher raumplanungsrechtlichen Grundlage. 

6.5.1. 

Die angefochtene Änderung des Zonenplans bezüglich der Erholungszone 

Wisacher  erfolgte  unter  Vorbehalt  der  erforderlichen  Festsetzungsunterla-
gen des Erholungsgebiets Wisacher im regionalen Richtplan (Ziff. 3.2. des 

angefochtenen  Gemeindeversammlungsbeschlusses).  Die  Anpassung  des 

regionalen  Richtplans  wurde  mit  RRB Nr. 92/2021  beschlossen,  ist  aber 

noch nicht rechtskräftig (www.zpf.ch, besucht am 23. März 2022). 

R4.2021.00163 

Seite 26 

 
 
Im Rahmen der Gesamtrevision des regionalen Richtplans Furttal beantragte 

die ZPF ursprünglich eine Erweiterung des Erholungsgebiets Wisacher um 

10,5 ha (s. die Ausführungen unter E. 4.). Dabei ging sie offensichtlich vom 

damals bestehenden Erholungsgebiet aus, dessen südliche Grenze im Ab-

stand von ca. 50 m parallel zur nördlich gelegenen Wiesackerstrasse verlief: 

Reg. Richtplan Furttal, Karte gem. RRB Nr. 1250/1998 

Gegen Süden hin sollte sich das erweiterte Erholungsgebiet gemäss Vorla-

gen der ZPF in den Jahren 2014 und 2015 bis an die Neue Dällikerstrasse 

erstrecken (s. act. 7.5, S. 3 f.). Diese Ausdehnung entspricht denn auch einer 

Erweiterung  der  Fläche  um  10,5 ha.  Begründet  wurde  der  entsprechende 

Bedarf  mit  der  Erweiterung  der  Sportanlage  Wisacher,  namentlich  für  fol-

gende  Nutzungen:  Tennis-Leistungszentrum  (4  Hallen-  und  4  Aussen-

plätze), 4 Fussballplätze, 5 Beachvolleyballfelder, 3 5er-Fussballfelder und 

3 Basketballfelder (s. act. 7.5, S. 4 und act. 7.4, S. 19 [R4.2021.00164]). Da-

raus ermittelte das Amt für Raumentwicklung einen Bedarf von lediglich 4 ha. 

Davon  könnten  2  ha  in  der  bestehenden  Erholungszone  platziert  werden, 

womit der zusätzliche Bedarf für die Erweiterung des Erholungsgebiets noch 

2 ha betrage (act. 7.5, S. 4; die Erholungszone reichte im Süden ca. 80 m 

über das Erholungsgebiet hinaus). Hinzu komme ein Flächenbedarf für Zu-

schauertribünen, Garderoben, Parkierung  sowie  Manövrier-  und  Erschlies-

sungsflächen von ungefähr 0,5 ha, insgesamt somit 2,5 ha. An der Bereini-

gungssitzung vom 23. August 2016 mit dem Baudirektor wurde beschlossen, 

die Erweiterung des Erholungsgebiets auf 4,7 ha zu reduzieren. Im Gegen-

zug solle die entsprechende Fläche von 4,7 ha der Erholungszone Leemat-
folgender  Antrag  des 
ten  ausgezont  werden.  Damit  ergab  sich 

ZPF-Vorstandes vom 23. Februar 2017 an den Regierungsrat (act. 7.5, S. 8, 

Abb. 1): 

R4.2021.00163 

Seite 27 

 
 
Antrag der ZPF auf Erweiterung des Erholungsgebiets um 4,7 ha. 

Die  obige  Ausdehnung  des  Erholungsgebiets  entspricht  einer  Fläche  von 

4,7 ha ab der damals bestehenden Grenze des Erholungsgebiets. 

In  der  Folge beantragte  die  ZPF  dem Baudirektor  in Wiedererwägung  des 

Beschlusses vom 23. August 2016 über die 4,7 ha hinaus eine weitere Flä-

che von rund 3 ha für die Erstellung der Surfanlage (Wellensee mit Mantel-

nutzungen  wie  Surfshop,  Surfschule,  Gastronomie  usw.).  Die  angepasste 

Karte präsentierte sich wie folgt (act. 7.5, S 8, Abb. 1): 

Antrag der ZPF  auf Erweiterung  des  Erholungsgebiets um 7,7 ha.  So festgesetzt mit Be-
schluss des Regierungsrats vom 16. Mai 2018 (RRB Nr. 415/2018). 

Die  obige  Ausdehnung  des  Erholungsgebiets  entspricht  einer  Fläche  von 

7,7 ha ab der damals bestehenden Grenze des Erholungsgebiets. Bis dahin 

R4.2021.00163 

Seite 28 

 
 
 
ist die Planungsgeschichte nachvollziehbar und stimmt die in den Karten dar-

gestellte Erweiterung des Erholungsgebiets mit dem im Richtplantext darge-

legten Bedarf überein.  

6.5.2. 

Am 19. Juni 2019 beschloss die Delegiertenversammlung der ZPF eine "Be-

reinigung"  des  Erholungsgebiets  Wisacher.  Im  festgesetzten  Richtplan 

(Karte) sei die Erweiterung des Erholungsgebiets fälschlicherweise ungenau 

und dadurch etwas abweichend enthalten. Die im Plan ausgewiesene Fläche 

umfasse rund 6 ha (anstatt 7,7 ha). Die Karte solle wie folgt angepasst wer-

den (act. 7.9, S. 5): 

Beantragte Bereinigung der Richtplankarte. 

Das Erweiterungsmass von 6 ha ergibt sich, wenn ab der südlichen Grenze 

der Erholungszone und nicht ab der weiter nördlich verlaufenden Grenze des 

Erholungsgebiets gemessen wird. Im Schreiben vom 2. September 2020 an 

den  Baudirektor  (act. 22.1.1.7)  führt  die  ZPF  aus,  in  der  Richtplanrevision 
2018 sei der nachgewiesene Bedarf von 7,5 ha (recte 7,7 ha) zusätzlichen 

Erholungsgebietes nicht ab den heute bereits für die Erholung genutzten Flä-

chen eingetragen worden (gemeint ist die Erholungszone), sondern ab der 

Grenze des Erholungsgebiets im alten Richtplan (s. auch Beilagen zum Pro-

tokoll  der  Delegiertenversammlung  der  ZPF  vom  19. Juni  2019, 

act. 22.1.1.6). 

Dies trifft zu, ist aber kein Versehen. Tatsache ist, dass der ursprünglich gel-

tend gemachte Bedarf von 10,5 ha die Fläche ab der vormaligen Grenze des 

R4.2021.00163 

Seite 29 

 
 
Erholungsgebiets  (ca. 50  m  südlich  der  Wiesackerstrasse)  bis  zur  Neuen 

Dällikerstrasse  umfasst  haben  musste;  die  nun  beantragte  Fläche  südlich 

der Erholungszone bis zur Neuen Dällikerstrasse umfasst nämlich lediglich 

ca. 7,9 ha. Eine Erweiterung um 10,5 ha ab der Grenze der Erholungszone 

hätte sich über die Neue Dällikerstrasse hinaus erstreckt. Ausserdem wurde 

– wie oben festgehalten – davon ausgegangen, dass ein Teil des von 10,5 

ha auf 7,7 ha reduzierten Bedarfs innerhalb der bestehenden Erholungszone 

abgedeckt werden kann. Von einem Fehler in der planerischen Darstellung 

kann daher nicht ausgegangen werden. Der Regierungsrat setzte in seinem 

Beschluss  vom  16. Mai  2018  eine  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  um 

7,7 ha fest, was die Richtplankarte übereinstimmend darstellt. Nachdem ur-

sprünglich  eine  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  um  10,5 ha  beantragt 

worden war und sich diese Fläche in der Richtplankarte explizit bis an die 

Neue  Dällikerstrasse  erstreckt  haben  soll  (act. 7.5,  S. 3 f.),  kann  es  nicht 

sein,  dass  sich  die  auf  7,7 ha  reduzierte  Erweiterung  immer  noch  bis  zur 

Neuen Dällikerstrasse erstreckt. 

Es hat vielmehr den Anschein, dass das Erholungsgebiet im Nachhinein des-

halb gegen die Neue Dällikerstrasse hin ausgeweitet werden sollte, weil sich 

im Laufe der Planung der waveup Creations AG ergeben hatte, dass mit dem 

Besitzer der Parzelle Kat.-Nr. 5 keine Einigung gefunden werden konnte und 

die Surfanlage deshalb ohne Inanspruchnahme dieses Grundstücks neu an-

geordnet werden musste (s. Beschluss des Gemeinderates vom 26. Novem-

ber 2018, Erweiterung Erholungszone Wisacher und Auszonung Erholungs-

zone Leematten, Vorprüfung, act. 22.1.2.10, S. 3 ff.). Dementsprechend ist 

im Beschluss des Regierungsrates vom 3. Februar 2021 (Teilrevision 2019 

des regionalen Richtplans Furttal) nicht von einer Bereinigung die Rede, son-

dern  von  der  "Erweiterung"  des  Erholungsgebiets  Wisacher  gegen  Süden 

(RRB-Nr. 92/2021). Zur Begründung wird erwogen, die Fläche des im regio-
nalen Richtplan festgelegten Erholungsgebiets Wisacher sei im Süden rund 

2 ha kleiner als die in der kommunalen BZO festgelegte Erholungszone. Da-

mit die für den Bau der Surfanlage notwendige Erholungszone dem überge-

ordneten  regionalen  Richtplan  entspreche,  müsse  das  Erholungsgebiet 

Wisacher im regionalen Richtplan gegen Süden hin um rund 2 ha erweitert 

werden.  

R4.2021.00163 

Seite 30 

 
 
Ein überarbeiteter Bedarfsnachweis für die zusätzlichen 2 ha ist nicht akten-

kundig, wäre aber zu erwarten gewesen, da in der Gesamtrevision des Richt-

plans von 2018 davon ausgegangen wurde, dass sich ein Teil der Erweite-

rung der Sportanlage innerhalb der bestehenden Erholungszone realisieren 

lässt und die Erweiterung ab der alten Grenze des Erholungsgebiets bemes-

sen wurde. Der Bedarf für die Erweiterung um 2 ha ist daher nicht ausgewie-

sen.  Darauf  wird  im  Zusammenhang mit der  Durchstossung des Landwirt-

schaftsgebiets gemäss kantonalem Richtplan und der diesbezüglichen Inte-

ressenabwägung zurückzukommen sein. 

7. Vereinbarkeit der BZO-Teilrevision mit Art. 15 RPG 

7.1. 

Weiter monieren die Rekurrierenden eine Verletzung von Art. 15 RPG. Ein 
massgeblicher Teil der vorliegenden Erholungszone werde einer baulichen 

Nutzung zugeführt (Surfsee und dazugehörige Gebäude mit Restaurant, La-

den, Büros etc.). Diese Nutzungen könnten nicht als standortgebunden be-

zeichnet werden, weshalb von der Schaffung einer Bauzone im Sinne von 

Art. 15 RPG auszugehen sei. Selbst wenn es sich bei der Erholungszone um 

eine Spezialzone im Sinne von Art. 18 RPG handelte, würde deren Festset-

zung im Nichtbaugebiet gemäss Praxis des Bundesamts für Raumentwick-

lung unter den Einzonungsbegriff fallen, weil grössere Bauvorhaben für nicht 

standortgebundene  Nutzungen  zugelassen  würden.  Die  Einhaltung  von 

Art. 15 RPG werde in den Planungsunterlagen nicht erwähnt. Die Einzonung 

erfülle die Vorgaben von Art. 15 Abs. 4 RPG in mehrfacher Hinsicht nicht. So 

würden  u.a.  Fruchtfolgeflächen  nicht  als  zur  Überbauung  geeignet  gelten 

(Art. 15 Abs. 4 lit. a RPG). Die Einzonung führe zudem zu einer weitergehen-

den Zerstückelung von Kulturland (Art. 15 Abs. 4 lit. c RPG). Ferner sei die 

Verfügbarkeit des Landes rechtlich nicht sichergestellt (Art. 15 Abs. 4 lit. d 

RPG). Zudem würden mehrere Grundsätze der Raumplanung (Art. 1 und 3 

RPG) missachtet, die gemäss Art. 15 Abs. 3 RPG einzuhalten seien: Haus-

hälterischer Umgang mit Boden und Trennung Baugebiet vom Nichtbauge-

biet, Erhaltung von Fruchtfolgeflächen, Schonung von Wohngebieten, Archä-

ologisches Schutzobjekt, sparsamer Umgang mit Energie und Wasser. Die 

Anforderungen für die Schaffung neuer Bauzonen i.S.v. Art. 15 RPG würden 

nicht erfüllt.  

R4.2021.00163 

Seite 31 

 
 
7.2. 

Die  Freihalte-  und  Erholungszonen  des  Zürcher  Rechts  sind  nach  ihrer 

Zweckbestimmung keine Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG, da sie nicht 

primär Siedlungszwecken dienen. Sie gelten als Spezialzonen bzw. weitere 

Nutzungszonen gemäss Art. 18 Abs. 1 RPG. Die Festlegung einer solchen 

Zone ausserhalb des Siedlungsgebietes ist daher bundesrechtlich nicht von 

vornherein unzulässig. Der Richtplan das Kantons Zürich sieht ausdrücklich 

vor,  dass  das  Landwirtschaftsgebiet  für  öffentliche  Aufgaben  und  andere 

spezielle  Nutzungen  durch  Festlegungen  in  überkommunalen  Richtplänen 

oder durch die Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen oder Zonen 

für öffentliche Bauten und Anlagen in der Nutzungsplanung "durchstossen" 

werden kann (s. kantonaler Richtplantext, Pt. 3.2.3 a). Im Rahmen der Ge-

nehmigung solcher Planungsmassnahmen sind jedoch hohe Anforderungen 

an die sachgerechte Interessenabwägung zu stellen. Insbesondere ist dar-

zulegen, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckmässig innerhalb 

des Siedlungsgebiets untergebracht werden können, und es sind die Anord-

nungen  des  Sachplans  Fruchtfolgeflächen  zu  berücksichtigen 

(vgl. 

BGr 1C_328/2015  vom  18. Januar  2016,  E. 2.2;  VB.2004.00563  vom 

17. November 2005, E. 3.2; RB 1996 Nr. 70). Darauf wird im Folgenden zu-

rückzukommen sein. 

8. Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen, Quantifizierung, Kompen-
  sation  

8.1. 

Bund,  Kantone  und  Gemeinden  sorgen  dafür,  dass  der  Boden  haushälte-

risch genutzt wird (Art. 1 Abs. 1 RPG). Sie unterstützen mit Massnahmen der 

Raumplanung  insbesondere  die  Bestrebungen,  die  natürlichen  Lebens-

grundlagen wie Boden, Luft, Wasser, Wald und die Landschaft zu schützen 
(Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG) und die ausreichende Versorgungsbasis des Lan-

des zu sichern (Art. 1 Abs. 2 lit. d RPG). Die mit Planungsaufgaben betrauten 

Behörden müssen darauf achten, die Landschaft zu schonen; insbesondere 

sollen  der  Landwirtschaft  genügende  Flächen  geeigneten  Kulturlandes  er-

halten bleiben (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG).  

Fruchtfolgeflächen  sind  Teil  der für  die Landwirtschaft  geeigneten Gebiete 

(Art. 6 Abs. 2 Bst. a RPG). Sie umfassen das ackerfähige Kulturland, vorab 

R4.2021.00163 

Seite 32 

 
 
das Ackerland und die Kunstwiesen in Rotation sowie die ackerfähigen Na-

turwiesen, und werden mit Massnahmen der Raumplanung gesichert (Art. 26 

Abs. 1 RPV). Ein Mindestumfang an Fruchtfolgeflächen wird benötigt, damit 

in Zeiten gestörter Zufuhr die ausreichende Versorgungsbasis des Landes 

im  Sinne  der  Ernährungsplanung  gewährleistet  werden  kann  (Art. 26 

Abs. 3 RPV). Der Bund hat im Sachplan Fruchtfolgeflächen vom 8. Mai 2020 

den Mindestumfang der Fruchtfolgefläche und deren Aufteilung auf die Kan-

tone festgelegt (Art. 29 RPV). Dieser beträgt für den Kanton Zürich mindes-

tens 44'400 ha (netto). Art. 30 RPV verpflichtet die Kantone dafür zu sorgen, 

dass  die  Fruchtfolgeflächen  den  Landwirtschaftszonen  zugeteilt  werden 

(Abs. 1), und sicherzustellen, dass ihr Anteil am Mindestumfang der Frucht-

folgeflächen  dauernd  erhalten  bleibt  (Abs. 2).  Gemäss  Sachplan  (Grund-

satz 4) müssen die Kantone sämtliche Böden mit FFF-Qualität in einem In-

ventar ausweisen (vgl. Art. 28 Abs. 2 RPV).  

Dementsprechend  wird  im  kantonalen  Richtplantext  Pt. 3.2.3.  lit. a)  be-

stimmt, dass der Kanton Lage, Umfang und Qualität der Fruchtfolgeflächen 

in  einer  Karte  im  Massstab  1:5'000  erfasst.  Die  Karte  "Fruchtfolgeflächen" 

kann  im  GIS  (maps.zh.ch)  eingesehen  werden;  sie  ist  massgebend  dafür, 

was als Fruchtfolgefläche gilt. Im kantonalen Richtplan wird weiter festgehal-

ten, dass die Fruchtfolgeflächen in ihrem Gesamtumfang dauernd zu erhal-

ten sind. Der Gesamtumfang der Fruchtfolgeflächen beträgt rund 44'500 ha. 

Werden  sie  beansprucht,  muss  grundsätzlich  durch  den  Verursacher  eine 

flächengleiche  Aufwertung  der  Nutzungseignung  durch  Verbesserung  des 

Bodenaufbaus  eines  geeigneten  Gebietes  erfolgen  (s. Richtplantext  Pt. 

3.2.1. ff.).  

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dem Kulturlandschutz und 

der Fruchtfolgeflächensicherung grosses Gewicht beizumessen. Dennoch ist 
es nicht von vornherein ausgeschlossen, Fruchtfolgeflächen zu anderen als 

landwirtschaftlichen Zwecken in Anspruch zu nehmen, wenn dies durch ent-

gegenstehende,  höher  zu  gewichtende  Interessen  gerechtfertigt  erscheint. 

Hierfür ist eine umfassende Abwägung aller privaten und öffentlichen Inte-

ressen erforderlich (Art. 3 RPV). Sichergestellt sein muss zudem, dass der 

Anteil des Kantons am Mindestumfang der Fruchtfolgeflächen dauernd er-

halten bleibt (Art. 30 Abs. 2 RPV). Hierzu muss ermittelt werden, in welchem 

Ausmass Fruchtfolgeflächen beansprucht werden und inwiefern diese im Kri-

R4.2021.00163 

Seite 33 

 
 
senfall wieder rekultiviert werden können. Zu prüfen ist auch, ob eine Kom-

pensationsmöglichkeit für Fruchtfolgeflächen besteht, die aufgrund der Inan-

spruchnahme für landwirtschaftsfremde Zwecke verloren gehen; dies gilt je-

denfalls,  wenn  der  bundesrechtlich  gebotene  Mindestumfang  an Fruchtfol-

geflächen  nur  knapp  gewährleistet  oder  gar  unterschritten  wird 

(BGr 1A_19/2007 vom 2. April 2008, E. 5.2). Solange der kantonale Mindes-

tanteil eingehalten ist, liegt es von Bundesrechts wegen grundsätzlich im Er-

messen der kantonalen Behörde, ob eine Kompensation von Fruchtfolgeflä-

chen bei deren  Inanspruchnahme  erfolgt  (BGr 1C_429/2015  vom 28. Sep-

tember 2016, E. 6.3). 

Ende  2020  verfügte  der  Kanton  Zürich  über  44'575 ha  Fruchtfolgeflächen, 

davon  39'451 ha  vollwertige  (NEK 1–5)  und  5'124 ha  bedingt  geeignete 

(NEK 6)  (www.zh.ch,  besucht  am  23. Februar  2022),  die  zur  Hälfte  ange-

rechnet werden. Flächen der Bodeneignungsklasse 6 sind ausgezeichnetes 

Wies- und Weideland und werden bevorzugt für den Futterbau genutzt. Sie 

sind aber nur stark eingeschränkt für den Ackerbau tauglich, vor allem aus 

Gründen der Bearbeitbarkeit, Befahrbarkeit und aus Sorge um die Erhaltung 

der  Bodenfruchtbarkeit  (vgl.  Eidgenössische  Forschungsanstalt  für  Ag-

rarökologie und Landbau, Grundlagenbericht zur Bodenkartierung des Kan-

tons Zürich, 1998, S. 63 f.). Insofern entsprechen diese Böden nicht den An-

forderungen von Art. 26 RPV. Immerhin können sie in Krisenzeiten zumin-

dest  vorübergehend  für  den  Ackerbau  herangezogen  werden,  weshalb  es 

nicht unzweckmässig erscheint, sie ebenfalls den Fruchtfolgeflächen zuzu-

weisen,  jedenfalls  wenn  nicht  genug  Böden  höherer  Eignungsklassen  zur 

Verfügung stehen. Dagegen wäre es unzulässig, das kantonale Kontingent 

mit nur bedingt geeigneten Flächen aufzufüllen, um höherwertige Böden aus 

den Fruchtfolgeflächen entlassen zu können (BGr 1A_19/2007, E. 6.1).  

Betrachtet man nur die Flächen der NEK 1-5, so liegen die im Kanton Zürich 

gesicherten Fruchtfolgeflächen bereits heute unter dem im Sachplan gebo-

tenen Minimum. Ob der kantonale Mindestumfang gesichert ist, hängt davon 

ab, inwieweit bzw. in welchem Verhältnis die Böden der NEK 6 angerechnet 

werden. Nach der Rechtsprechung und den Richtlinien des ALN können die 

Böden der NEK 6 angerechnet werden, ebenso gemäss kantonalem Richt-

plan 

(vgl.  BGr 1C_429/2015 

vom  28. September  2016,  E. 6.2; 

VB.2017.00408 vom 25. Januar 2018, E. 8.5; Richtplantext Pt. 3.2.2). Über-

dies ist zu berücksichtigen, dass jeder Hektar Fruchtfolgefläche, der für eine 

R4.2021.00163 

Seite 34 

 
 
Anlage in Anspruch genommen wird, die Planungsmöglichkeiten von Kanton 

und Gemeinden für andere Bauten und Anlagen, die Fruchtfolgefläche be-

anspruchen, entsprechend einschränkt (BGr 1A_19/2007, E. 6.2). 

Dass der kantonale Mindestanteil an Fruchtfolgeflächen nicht gefährdet wird, 

ist bereits auf Stufe Nutzungsplanung auszuweisen. Zu beantworten ist mit-

hin  die  Grundsatzfrage,  ob  überhaupt  an  der  betreffenden  Stelle  landwirt-

schaftliches Kulturland für einen Sport- und Erholungspark in Anspruch ge-

nommen  werden  soll  und  ob  es  genügende  geeignete  Kompensationsflä-

chen in der Umgebung gibt. Die Prüfung der Kompensationsmöglichkeit er-

folgt somit bereits auf Stufe Nutzungsplanung, während die eigentliche Kom-

pensation (i.d.R. durch die Aufwertung von anthropogen veränderten Böden) 

im 

Baubewilligungsverfahren 

erfolgt 

(BGr 1C_429/2015, 

E. 6.3; 

BGr 1C_491/2011  vom  5. Juli 2012,  E. 5.3 f.;  BGr 1A.19/2007,  E. 5.3  f.; 

VB.2002.0400 vom 23. Oktober 2003, E. 5.bb). 

8.2. 

Nahezu der gesamte Perimeter der Umzonung, mithin rund 7,7 ha, und ins-

besondere der Bereich der Surfanlage (Wellensee) betreffen Fruchtfolgeflä-

chen (NEK 1-5, s. GIS, Karte Fruchtfolgeflächen). Gemäss Planungsbericht 

zur Teilrevision der BZO (act. 22.1.3.3, S. 16 f.) ist auf der Fläche des eigent-

lichen  Wellensees  und  den  Nebenflächen  (Gebäude,  Zuschauerbereiche, 

Wege und übrige befestigte Flächen) eine Veränderung des Oberbodens er-

forderlich  und  geht  die  Fruchtfolge-Qualität  verloren.  Betroffen  seien 
36'564 m2. Die Fläche der Böden mit Fruchtfolgequalität ausserhalb des Pe-
rimeters  der  Surfanlage  belaufe  sich  auf  12'483 m2.  Hier  stehe  noch  nicht 
fest, in welchem Umfang der Oberboden verändert werde. Im Gegensatz zur 

landwirtschaftlichen Nutzungseignungskarte (GIS) wird im Planungsbericht 
zur Teilrevision der BZO einer Fläche von 9'326 m2 im Bereich der Surfan-
lage  (mit  Erholungspark)  die  Qualität  als  Fruchtfolgefläche  abgesprochen, 

sie eigne sich aber für eine Aufwertung. Damit verbleibe per Saldo eine Flä-
che von 27'238 m2, die ausserhalb des Anlageperimeters kompensiert wer-
den müsse. 

8.3. 

Die Gesamtfläche der Surfanlage mit Erholungspark, mithin die Gesamtflä-
che  des  Gestaltungsplans,  beträgt  rund  63'000 m2.  Davon  gelten  gemäss 

R4.2021.00163 

Seite 35 

 
 
Planungsbericht zur Teilrevision der BZO 9'326 m2 nicht als Fruchtfolgeflä-
che. Die von Veränderungen des Oberbodens betroffenen Flächen setzen 
sich zusammen aus der eigentlichen Surfanlage (30'993 m2) und sieben wei-
teren kleineren Teilflächen zwischen 447 m2 und 1'317 m2 darum herum (to-
tal 5'571 m2),  alle  im  Perimeter  der  Surfanlage  mit  Erholungspark  (s. Pla-
nungsbericht, Abb. 8). Damit verbleibt rein rechnerisch eine Fruchtfolgeflä-
che von 17'110 m2. Dabei wird aber ausser Acht gelassen, dass Standorte 
mit einer ungenügenden Flächengrösse selbst bei ausreichender Nutzungs-

eignungsklasse (NEK) nicht FFF-fähig sind. Demgemäss gelten Flächen von 
weniger als 2'500 m2 oder mit einer Breite von weniger als 5 m als nicht FFF-
fähig (Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Landschaft und Kultur: Kriterien 

für Fruchtfolgeflächen im Kanton Zürich, Oktober 2014, www.zh.ch). Daraus 

folgt,  dass  die  verbleibenden  Fruchtfolgeflächen  nur  insoweit  angerechnet 

werden dürfen, als sie zusammenhängende Flächen im erforderlichen Mass 

bilden und sich, allenfalls nach ihrer Rekultivierung, für die landwirtschaftli-

che Nutzung tatsächlich eignen. Die übrigen zerstückelten Flächen können 

nicht mehr als Fruchtfolgeflächen gelten und sind zu kompensieren. Die zu 

kompensierende Fläche ist deshalb grösser als ausgewiesen. Im Planungs-

bericht  zum  öffentlichen  Gestaltungsplan  Surfanlage  mit  Erholungspark 

(act. 22.1.2.4, S. 21) wurde dies erkannt. Als Fruchtfolgefläche, die erhalten 
bleiben, werden nur noch zwei Bereiche mit rund 3'700 m2 und rund 2'600 m2 
ausgewiesen. Dabei liegt der grössere dieser Bereiche dort, wo gemäss Pla-

nungsbericht  zur  Teilrevision  BZO  gar  keine  Fruchtfolgefläche  vorhanden 
sein soll. Hierbei handelt es sich um jene Flächen (9'326 m2), deren Qualität 
die Gemeinde in der Rekursvernehmlassung relativiert. Ein ansehnlicher Teil 

sei laut den schriftlichen Bestätigungen (act. 23.11 - 23.13) des Landwirts, 

der  das  Land  bewirtschafte,  sowie  des  amtierenden  und  des  ehemaligen 

Ackerbaustellenleiters  gar  nicht  als  Fruchtfolgefläche  nutzbar.  In  dem  Zu-

sammenhang sei nicht klar, weshalb das Amt für Landwirtschaft und Natur 
noch während des laufenden Planungsprozesses dieses Stück Land aufge-

wertet habe.  

Fruchtfolgeflächen umfassen das ackerfähige Kulturland, vorab das Acker-

land und die Kunstwiesen in Rotation sowie die ackerfähigen Naturwiesen 

(Art. 26 Abs. 1 RPV). Dies entspricht den NEK 1-5 und für "bedingte" Frucht-

folgeflächen  der  NEK  6.  In  Frage  gestellt  wird  vorliegend  die  Eignung  als 

Fruchtfolgeflächen  des  nördlichen  Teils  der  Parzelle  Kat.-Nr. 6  sowie  der 

Parzellen  Kat.-Nrn. 5,  7  und  8,  die  in  der  Karte  "Fruchtfolgeflächen"  (GIS) 

R4.2021.00163 

Seite 36 

 
 
grösstenteils  als  Fruchtfolgefläche  (NEK  1-5)  ausgewiesen  werden.  In  der 

landwirtschaftlichen  Nutzungseignungskarte  (GIS)  werden  die  Flächen  mit 

der NEK 4 (getreidebetonte Fruchtfolge 2. Güte) ausgewiesen, das Beurtei-

lungsjahr  wird  mit  2017  angegeben.  Laut  Gemeinde  handle  es  sich  um 

schlecht aufgefüllte Kiesgruben, die Gründigkeit (nutzbarer Wurzelraum) sei 

teilweise gering und es seien vernässte und verdichtete Stellen vorhanden. 

Dadurch sei das Ertragspotential eingeschränkt. Es werde darum nur Gras-

wirtschaft betrieben. Eine der Auskunftspersonen schreibt bezüglich der Par-

zelle Kat.-Nr. 6 (nördlicher Teil), wegen der sehr geringen Gründigkeit käme 

"wenn überhaupt" nur Getreidebau in Frage. Der Getreidebau, der der NEK 

4 entspricht, wird somit nicht durchwegs ausgeschlossen. Die geringe Grün-

digkeit  wurde  bei  der  Beurteilung  der  NEK  erkannt  und  als  limitierender 

Standortfaktor erfasst (s. GIS, Nutzungseignungskarte). Ein geringeres Er-

tragsvermögen entspricht der Definition der NEK 4. Es sind somit keine stich-

haltigen Gründe ersichtlich, weshalb es sich bei den in Frage stehenden Flä-

chen  entgegen  dem  kantonalen  FFF-Inventar  (Karte  "Fruchtfolgeflächen") 

nicht um Fruchtfolgeflächen im Sinne von Art. 26 Abs. 1 RPV handeln soll. 

Die Gemeinde bestreitet dies auch nicht, sondern macht nur geltend, dass 

"die Qualität der in Frage stehenden Fruchtfolgeflächen keineswegs unbe-

stritten" sei. Es ist daher entgegen dem Planungsbericht zur Teilrevision der 

BZO (aber in Übereinstimmung mit dem Planungsbericht zum Gestaltungs-
plan, Abb. 6, S. 21) davon auszugehen, dass es sich bei den 9'326 m2 eben-
falls um Fruchtfolgeflächen handelt. Daran ändert nichts, dass die fraglichen 

Flächen in der kantonalen Richtplankarte (festgesetzt am 7. Juni 2021) als 

"übriges Landwirtschaftsgebiet" und nicht wie die übrige einzuzonende Flä-

che als "Fruchtfolgefläche im Landwirtschaftsgebiet" ausgewiesen werden. 

Massgebend ist schon aus kartografischen Gründen und gemäss Sachplan 

Fruchtfolgeflächen  die  Karte  Fruchtfolgeflächen  (FFF-Inventar).  Demge-
mäss handelt es sich im Umfang von ca. 8'850 m2 um Fruchtfolgeflächen, 
die aber weiterhin als solche gelten können: Freizeitanlagen wie z.B. Fuss-

ballplätze, können weiterhin als Fruchtfolgefläche gelten, soweit es sich um 

intakte Flächen ohne bauliche Veränderungen und Flächen handelt, die in-

klusive erforderlicher bodenschonender Folgebewirtschaftung innerhalb ei-
nes Jahres wiederhergestellt werden können. Praktisch bedeutet dies, dass 
der Unterboden intakt sein muss und allfällige Rekultivierungsmassnah-
men nur den Oberboden betreffen dürfen (Baudirektion Kanton Zürich, Kri-
terien für Fruchtfolgeflächen im Kanton Zürich, Oktober 2014, www.zh.ch). 

Entgegen  den  Ausführungen  im  Planungsbericht  zur  Teilrevision  der  BZO 

R4.2021.00163 

Seite 37 

 
 
kann auf dieser Fläche keine Kompensation stattfinden, da es sich bereits 

um Fruchtfolgeflächen handelt (s. dazu weiter unten).  

Festzuhalten ist sodann, dass im Planungsbericht zur Teilrevision der BZO 

wie  auch  im  Planungsbericht  zum  Gestaltungsplan  eine  Fläche  von 
ca. 2'829 m2 in der nordwestlichen Ecke der Parzelle Kat.-Nr. 7 fälschlicher-
weise als Fruchtfolgefläche ausgewiesen wird. Damit entfällt die Beanspru-
chung der betroffenen Teilfläche von 684 m2 (act. 22.1.3.3., S. 17, Abb. 8). 

Damit  gehen  innerhalb  des  Perimeters  der Surf-/Erholungsanlage  (Gestal-

tungsplanperimeter)  – basierend  auf  den Angaben  im  Planungsbericht  zur 
Teilrevision der BZO – insgesamt 35'880 m2 (36'564 m2 - 684 m2) Fruchtfol-
geflächen und weitere zerstückelte Flächen verloren. 

Die entsprechenden Angaben im Planungsbericht zum Gestaltungsplan auf 

Grundlage eines Richtprojekts weichen erheblich davon ab. Gemäss Abbil-
dung 6 gehen im Gestaltungsplanperimeter bis auf 6'300 m2 alle Fruchtfol-
geflächen, mithin 56'700 m2 verloren. An anderer Stelle im Planungsbericht 
zum  Gestaltungsplan  (S. 22)  wird  ausgeführt,  es  müssten  rund  55'000 m2 
Fruchtfolgeflächen  kompensiert  werden.  Neben  den  Flächen,  auf  welchen 
der Oberboden effektiv verändert werde, würden weitere rund 10'000 m2 hin-
zukommen, welche die Kriterien für Fruchtfolgeflächen aufgrund ihrer zu ge-

ringen  Grösse  nicht  mehr  erfüllen  würden.  In  der  Summe  sind  dies 
65'000 m2, mithin mehr  als  die  Fläche  des  gesamten  Gestaltungsplanperi-
meters, die im Planungsbericht (S. 18) nachvollziehbar mit 63'000 m2 ange-
geben wird. Richtigerweise ist aufgrund des Planungsberichts zum Gestal-
tungsplan davon auszugehen, dass der Gestaltungsplanperimeter 60'171 m2 
(63'000 m2 - 2'829 m2),  wovon  53'871 m2 
Fruchtfolgefläche  umfasst 
(60'171 m2 - 3'700 m2 - 2'600  m2)  beansprucht  werden.  Soweit  ergibt  sich, 
dass im Planungsbericht zur Teilrevision der BZO von einer erheblich zu ge-

ringen  Beanspruchung  von  Fruchtfolgeflächen  ausgegangen  wird.  Sodann 
steht bei der einzuzonenden Fläche von 12'483 m2 ausserhalb des Perime-
ters der Surf-/Erholungsanlage (Parzelle Kat.-Nr. 5, NEK 4) noch nicht fest, 

inwieweit die künftigen Nutzungen einen Verlust von Fruchtfolgeflächen zur 

Folge haben werden.  

R4.2021.00163 

Seite 38 

 
 
Wie nachfolgend ausgeführt wird, stehen genügend Kompensationsflächen 

zur Verfügung, um die in Anspruch genommenen Fruchtfolgeflächen zu kom-

pensieren und die mit der Umzonung angestrebten Nutzungen zu ermögli-

chen. Insofern kann das genaue Mass der beanspruchten Fruchtfolgeflächen 

offenbleiben. Bei der Interessenabwägung betreffend die Durchstossung des 

Landwirtschaftsgebiets gemäss kantonalem Richtplan ist allerdings von ei-

ner Beanspruchung im oberen Bereich der Bandbreite auszugehen. 

8.4. 

Als  Kompensationsmöglichkeiten  werden  im  Planungsbericht  zur  Teilrevi-

sion  der  BZO  folgende  Grundstücke  ausgewiesen:  Gebiet  Steingass, 
Kat.-Nrn. 9  und  10  mit  einer  Fläche  von  26'445 m2  bzw.  10'300 m2  (heute 
NEK 7). Dass dort eine Aufwertung (mindestens NEK 6) nicht möglich sein 

soll, wird nicht substantiiert bestritten. Es handelt sich zwar um einen belas-

teten Standort, der weder als überwachungs- noch sanierungsbedürftig gilt 

(wiederaufgefüllte  ehemalige  Kiesgrube,  s.  Kataster  der  belasteten  Stand-

orte KbS). Dass sich aber auch wiederaufgefüllte ehemalige Kiesgruben als 

Fruchtfolgefläche  eignen  können,  zeigen  insbesondere  die  Fruchtfolgeflä-

chen  auf  dem  von  der  Einzonung  betroffenen  Areal,  die  sich  ebenfalls  im 

Bereich  einer  ehemaligen  Kiesgrube  befinden  (Parzelle  Kat.-Nr. 6),  sowie 

andere  Beispiele  auf  dem  Gemeindegebiet  von  Regensdorf  (Kat.-Nrn.  11, 

12, 13, 14, 15). Gemäss "Hinweiskarte anthropogene Böden" (GIS) hat der 

Boden dort eine Beschaffenheit, die die Schaffung neuer Fruchtfolgeflächen 

"in der Regel" zulässt.  

Ausserdem sind laut Planungsbericht auf dem Grundstück Kat.-Nr. 15 (Eh-
renhau)  4'500  m2  als  Vorleistung  bereits  aufgewertet  worden  (zuvor  keine 
Fruchtfolgefläche). Diese Fläche könne falls nötig als Kompensation ange-

rechnet  werden.  Die  Gemeinde  zeigt  ausserdem  weitere  Areale  mit  einer 
(nach Aufwertung anrechenbaren) Gesamtfläche von 42'468 m2 auf, die für 
die  Fruchtfolgeflächenkompensation  zur  Verfügung  stehen  sollen 

(act. 22.1.5). Zu Recht nicht als Kompensationsfläche ausgewiesen wird das 

Gebiet Leematten, weil es sich bereits um Fruchtfolgeflächen handelt. 

Damit  sind  für  den  zu  erwartenden  Verlust  an  Fruchtfolgeflächen,  der  zur 

Erreichung  des  Zonenzwecks  unabdingbar  ist,  hinreichende  Kompensati-

onsmöglichkeiten nachgewiesen worden. Der kantonale Mindestumfang an 

R4.2021.00163 

Seite 39 

 
 
Fruchtfolgeflächen bleibt daher erhalten. Die konkrete Kompensationspflicht 

wird im Baubewilligungsverfahren festzulegen sein. 

9. Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets gemäss kantonalem 
  Richtplan durch den regionalen Richtplan 

9.1. 

Die Rekurrierenden monieren, die Voraussetzungen für die Durchstossung 

des kantonalen Landwirtschaftsgebiets seien nicht gegeben. Voraussetzung 

für  die  Festlegung  des  erweiterten  Erholungsgebiets  sei  eine  umfassende 

Interessenabwägung bereits auf Stufe der Richtplanung, welche insbeson-

dere  auch  die  Evaluation  von  Alternativen  und  Varianten  bezüglich  der 

Standortwahl und dabei – aufgrund des Konsums von Fruchtfolgeflächen – 

v.a. die Prüfung der Anordnungsmöglichkeit innerhalb des Siedlungsgebiets 

erfordere. Eine solche habe nicht stattgefunden. 

Ursprünglich  sei  die  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  vorgesehen  gewe-

sen, um die Bedürfnisse des Breitensports (insb. Fussball und Tennis) abzu-

decken, wozu das Wellensurfen nicht gezählt werden könne. Die hierfür an-

gestrebte  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  um 10,5  ha habe  der  Kanton 

mangels  ausgewiesenen  Bedarfs  abgelehnt,  dann  aber  aufgrund  weiterer 

Nachweise 2,5 ha und am Ende – aufgrund der flächengleichen Auszonung 

des Gebiets Leematten – schliesslich 4,7 ha akzeptiert. Nachträglich sei der 

Verein waveup an die Gemeinde herangetreten und es sei für dessen Projekt 

eine Erweiterung des Erholungsgebiets um 3 ha beantragt und festgesetzt 

worden. (RRB Nr. 92/2021). Die nun vom Surfpark beanspruchte Fläche von 

6,1 ha sei nie in den Richtplanprozess eingeflossen. Dies ergebe sich u.a. 

aus der Beantwortung der Einwendung zur Revision des regionalen Richt-

plans vom 10. Mai 2018, wonach trotz Surfpark für die lokalen Vereine wei-
terhin  die  Fläche,  welche  der  Kanton  für  festsetzungsfähig  erachte,  ver-

bleibe, nämlich die flächengleiche Kompensation der Auszonung Leematten, 

also 4,7 ha. Der Surfpark beanspruche damit Flächen, die mit den Bedürf-

nissen des Breitensports begründet worden seien. Das öffentliche Interesse 

am Surfpark sei im erläuternden Bericht zur Richtplananpassung mit keinem 

Wort ausgeführt worden. Für die Begründung des öffentlichen Interesses an 

der  Surfparkanlage  reiche  es  nicht  aus,  dass  die  Standortgemeinde  diese 

befürworte.  Die  Interessenabwägung  auf  Stufe  Richtplanung  erweise  sich 

R4.2021.00163 

Seite 40 

 
 
damit bereits mangels Nachweises eines hinreichenden öffentlichen Interes-

ses an der Surfparkanlage und insbesondere der hierfür effektiv beanspruch-

ten Fläche als unzureichend. Anzufügen bleibe, dass mittlerweile in Sion im 

Kanton  Wallis  bereits  eine  Surfanlage  ihre  Tore  geöffnet  habe  (www.alai-

abay.ch). Angesichts der geringen Bedeutung des Surfsports für die breite 

Öffentlichkeit in der Schweiz sei damit das öffentliche Interesse an einer wei-

teren derartigen Anlage, so ein solches überhaupt bestehe, jedenfalls erheb-

lich gesunken. 

Eine dem Projekt angemessene Standortevaluation über mindestens das ge-

samte Kantonsgebiet und nach den Kriterien gemäss Pt. 3.5.3 a) des kanto-

nalen Richtplans habe auf Stufe Richtplanung nie stattgefunden. Im erläu-

ternden  Bericht  zur  Anpassung  des  regionalen  Richtplans 2  (S. 21)  werde 

die Prüfung von zwei Alternativstandorten innerhalb der Gemeinde Regens-

dorf erwähnt, was als Standortevaluation für eine Anlage mit klar überregio-

naler  Bedeutung  keinesfalls  genüge.  Es  wäre  zu  erwarten  gewesen,  dass 

mindestens fünf bis sechs Alternativstandorte auch ausserhalb der Region 

evaluiert würden. Die Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen hätte erfordert, 

dass effektiv und umfassend geprüft worden wäre, ob hierfür kein Standort 

ausserhalb von Fruchtfolgeflächen bzw. innerhalb des Siedlungsgebiets zur 

Verfügung stehe.  

Die  Argumentation  gegen  die  beiden  Alternativstandorte  Leematten  und 

Rietli überzeugten nicht. Es werde im Wesentlichen ausgeführt, dass diese 

weiter weg vom Bahnhof entfernt seien als der Standort Wisacher. Ein gros-

ser Teil der Besucher werde jedoch mit dem MIV und nicht mit öffentlichen 

Verkehrsmitteln anreisen. Auch am Standort Wisacher sei die Anbindung an 

den öffentlichen Verkehr schlecht, insbesondere wenn auch noch die private 

Surfausrüstung  mitgebracht  werden  soll.  Die  beiden  Alternativstandorte 
seien  durch  Bushaltestellen  erschlossen.  Die  Gehdistanzen  vom  Bahnhof 

Regensdorf-Watt betrügen ca. 1,8 km bzw. ca. 2,2 km. Das sei zwar weiter 

als die Distanz zum Standort Wisacher (1,2 km), doch falle der Unterschied 

nicht derart gewichtig aus, um die beiden Alternativstandorte mit dieser Be-

gründung im Planungsbericht klar zu verwerfen. Hingegen müssten voraus-

sichtlich auch bei den beiden Alternativstandorten Fruchtfolgeflächen in An-

spruch  genommen  werden,  doch  wäre  nur  ein  geringer  Anteil  des  besten 

Ackerlands der NEK 1 betroffen. Im Fall des Alternativstandorts Leematten 

wären  zu  rund  zwei  Dritteln  nur  Flächen  der  NEK 6  betroffen,  welche  nur 

R4.2021.00163 

Seite 41 

 
 
bedingt  als  Fruchtfolgeflächen  zählen  würden,  und  am  Alternativstandort 

Rietli solche der NEK 4. Die Standortevaluation im Planungsbericht erweise 

sich daher als unzureichend und wenig überzeugend. 

9.2. 

Die Gemeinde entgegnet, die geplante Freizeitanlage bestehe nicht nur aus 

einer "Surfanlage", sondern beinhalte auch ein Schwimmbecken sowie wei-

tere  Sportnutzungen.  Daneben  sei  ein  Gebäude  mit  Mantelnutzungen  ge-

plant. Der restliche Teil des Areals solle als Park möglichst naturnah gestaltet 

werden und unter anderem die Durchführung von naturpädagogischen An-

geboten  ermöglichen.  Insgesamt  würden  durch  das  Wasserbecken  der 

Surfanlage knapp 1,9 ha beansprucht, mithin weniger als ein Drittel der gan-

zen Parkfläche von 6,1 ha und weniger als ein Viertel der gesamten Erwei-

terung der Erholungszone.  

Mit der Freizeitanlage werde ein attraktives Naherholungsgebiet für die Be-

völkerung  der  gesamten  Region  geschaffen  und  damit  dem  in  der  Region 

Furttal und insbesondere auch in der stetig wachsenden Gemeinde Regens-

dorf  ausgewiesenen  und  erheblichen  Bedarf  nach  (weiteren)  kommunalen 

und überkommunalen Sporteinrichtungen sowie attraktiven Freizeit- und Er-

holungsräumen entsprochen.  

Eine umfassende Interessenabwägung habe bereits auf Stufe der Richtpla-

nung im Rahmen der Gesamtrevision des regionalen Richtplans stattgefun-

den (Hinweis auf den Erläuternden Bericht und Bericht zu den Einwendun-

gen zum Regionalen Richtplan Region Furttal, Beschluss des Regierungsra-

tes vom 16. Mai 2018, RRB Nr. 415/2018, act. 23.5, vgl. S. 20), insbesondere 

auch mit Blick auf die von waveup geplante Freizeitanlage inkl. Surfanlage. 

Diese Interessenabwägung stütze sich mitunter auf eine umfassende Stan-
dortevaluation, im Rahmen welcher im gesamten Kanton Zürich insgesamt 

26 verschiedene Standorte sowie innerhalb des Gemeindegebiets Regens-

dorf nochmals zwei weitere Standorte für eine solche Anlage geprüft worden 

seien. Die Kriterien für die Standortsuche seien neben der guten Erreichbar-

keit, der guten Angliederung an bestehende Sportanlagen zur Nutzung von 

Synergien, der geeigneten Topographie zur Vermeidung übermässiger Ge-

ländeanpassungen  insbesondere  auch  die  möglichst  geringe  Beanspru-

chung  von  Fruchtfolgeflächen  sowie  die  möglichst  geringe  Zerschneidung 

R4.2021.00163 

Seite 42 

 
 
der Landschaft gewesen (act. 22.1.8). Im Rahmen dieser umfassenden Eva-

luation habe der Standort Wisacher am besten abgeschnitten. Dies aufgrund 

der Anzahl Einwohner und Beschäftigen in Velo- und Fussdistanz, der Nähe 

zum  Bahnhof,  der  Angrenzung  ans  Siedlungsgebiet  und  an  bestehende 

Sportanlagen (keine weitere Zersiedelung, Nutzung von Synergien), der fla-

chen Topographie, und der Kompensationsmöglichkeiten für die wegfallen-

den  Fruchtfolgeflächen  durch  die  Aufwertung  minderwertiger  Böden  in 

nächster Nähe. 

Im Nachgang zur kantonsweiten Evaluation seien innerhalb der Gemeinde 

Regensdorf auch noch die Standorte Leematten und Rietli geprüft worden. 

Der Standort Leematten (Erholungszone) liege in verkehrstechnischer Hin-

sicht deutlich weiter vom Bahnhof Regensdorf entfernt als der Standort Wisa-

cher. Die dortigen Böden seien – im Gegensatz zu den Böden im Wisacher 

–  nie anthropogen  verändert  worden  und  würden  tendenziell  eine bessere 

Fruchtfolgequalität aufweisen. Nachteilig sei zudem die etwas steilere Topo-

graphie und der Standort grenze nicht an bereits heute bestehende Sportan-

lagen an.  

Der Standort Rietli (Reservezone) wäre aus topographischer Sicht geeignet, 

aber verkehrstechnisch ungünstig gelegen und ebenfalls nicht angrenzend 

an bestehende Sportanlagen. Schliesslich bilde der Standort Rietli eine der 

letzten grossen Reserven des Kantons für die Arbeitsplatznutzung. Die ge-

plante  Freizeitanlage würde  die  Nutzung  des  Gebiets für  Arbeitsplätze  zu-

mindest erheblich beeinträchtigen. 

Aus dem Vorangehenden erhelle, dass der Standort Wisacher sich für die 

geplante  Freizeitanlage  insgesamt  klar  am  besten  eigne  und  dass  die  in 

Frage stehende Nutzungen nicht zweckgemäss innerhalb des Siedlungsge-
biets untergebracht werden könnten. 

Bezüglich der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen treffe es zu, dass sich 

ein erheblicher Teil der zur Umzonung vorgesehenen Fläche auf teils in den 

1970-er Jahren unsachgemäss aufgefüllten Kiesgruben befinde. Die Flächen 

würden sich zwar grundsätzlich für den Ackerbau eignen, seien jedoch teil-

weise aufwertungsbedürftig. Das Gebiet sei daher zumindest teilweise stau-

wassergeprägt, was die entsprechende Eignung einschränke. 

R4.2021.00163 

Seite 43 

 
 
Für die geplante Anlage würden sodann nicht die gesamten Fruchtfolgeflä-

chen beansprucht. Vielmehr sei man im Rahmen des Projekts bestrebt, dass 

möglichst grosse und zusammenhängende Flächen bestehen bleiben wür-

den, auf welchen der Oberboden nicht verändert werde, namentlich bei den 
geplanten Ökowiesen. Insgesamt werde auf einer Fläche von rund 36'564 m2 
Oberboden mit Fruchtfolge-Qualität verändert. Davon könnten rund 9'326 m2 
durch Aufwertung von Boden innerhalb des Projektperimeters kompensiert 
werden. Somit verblieben per Saldo noch rund 27'238 m2 Fruchtfolgeflächen, 
welche  ausserhalb  des  Anlagenperimeters  kompensiert  werden  müssten. 

Dazu  werde  die  Erholungszone  Leematten  (4,7 ha)  wieder  der  Landwirt-

schaftszone  zugewiesen.  In  Regensdorf  selbst  befänden  sich  ausserhalb 

des Siedlungsgebiets zudem über 12 ha Land, die vom Kanton als anthro-

pogen verändert und mit Potenzial für die Fruchtfolgeflächen-Kompensation 

kartiert seien. Rund 8,5 ha seien dabei für eine Aufwertung gut geeignet. Die 

erforderliche FFF-Kompensation lasse sich somit auf dem Gemeindegebiet 

von Regensdorf gut erreichen.  

Zusammenfassend würden die Voraussetzungen für die Durchstossung des 

kantonalen Landwirtschaftsgebietes insgesamt erfüllt und eine umfassende 

Interessenabwägung  habe  bereits  auf  Stufe  der  regionalen  Richtplanung 

stattgefunden. 

Soweit die Rekurrierenden schliesslich vorbringen würden, dass die nun vom 

Surf- und Freizeitpark beanspruchte Fläche ursprünglich mit den Bedürfnis-

sen des Breitensports begründet worden sei, würden sie zweierlei  verken-

nen: Erstens gehe aus den Erläuterungen zur Gesamtrevision des regiona-

len Richtplans Region Furttal (act. 23.5) klar hervor, dass die entsprechende 

Interessenabwägung bereits damals mit Blick auf die von waveup geplante 

Freizeitanlage inkl. Surfanlage vorgenommen worden sei. Das Projekt habe 
einen Bestandteil der regionalen Richtplanung und der entsprechenden In-

teressenabwägung  gebildet.  Darüber  hinaus  bestehe  die  geplante  Anlage 

wie bereits dargelegt nicht nur aus der Surfanlage, sondern beinhalte mitun-

ter auch weitere Sportanlagen. 

9.3. 

Die Baudirektion führt aus, die Region Furttal weise einen Mangel an Sport-

anlagen  auf.  Mit  der  Erweiterung  der  bestehenden  Sportanlage  Wisacher 

könnten die kommunalen und regionalen Bedürfnisse nach Erholungs- und 

R4.2021.00163 

Seite 44 

 
 
Sportmöglichkeiten befriedigt werden. Zusätzlich sei die Nutzung von Syner-

gien mit der bestehenden Infrastruktur möglich. Der von der ZPF vorgeschla-

gene  Standort  sei  aufgrund  seiner  Nähe  zum  S-Bahnhof  Regensdorf,  und 

dem direkten Angrenzen an die bestehende Freizeit- und Sportanlage Wisa-

cher aus raumplanerischer Sicht als geeignet betrachtet worden.  

Eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets durch Festlegungen in regi-

onalen Richtplänen oder durch Festsetzung von Freihalte-, Erholungszonen 

sowie  Zonen  für  öffentliche  Bauten  und  Anlagen  in  der  Nutzungsplanung, 

wie  es  der  kantonale  Richtplan  in  Pt. 3.2.2  vorsehe,  wäre  von  vornherein 

nicht möglich, wenn für jedes Vorhaben im Bereich von Fruchtfolgeflächen 

ein Eintrag im kantonalen Richtplan erforderlich wäre. Das Landwirtschafts-

gebiet  des  kantonalen  Richtplans  könnte  bei  Fruchtfolgeflächen  gar  nicht 

mehr durchstossen werden, müsste doch in jedem Fall eine Anpassung des 

kantonalen Richtplans erfolgen. Damit läge wiederum keine Durchstossung 

mehr  vor.  Die  vom  Richtplan  vorgesehenen  Kriterien für  Durchstossungen 

im Bereich von Fruchtfolgeflächen wären obsolet. Deshalb könne es nicht im 

Sinne des kantonalen Richtplangebers gewesen sein, dass sämtliche Vor-

haben, die Fruchtfolgeflächen beanspruchten, eines Eintrags im kantonalen 

Richtplan bedürften.  

Mit der Festsetzung des Eintrags Nr. 2 in Tabelle 14 zu den regionalen Er-

holungsgebieten  habe  der  Regierungsrat  die  Auszonung  der  bestehenden 

kommunalen Erholungszone Leematten ausdrücklich als Voraussetzung für 

die Erweiterung der bestehenden Sportanlage Wisacher formuliert. Die Kom-

pensation der durch das Vorhaben beanspruchten Fruchtfolgeflächen solle 

gemäss  der  Gemeinde  Regensdorf  im  Gebiet  Steingass  erfolgen.  Dieses 

Grundstück sei im Eigentum der Gemeinde Regensdorf. In den nachgelager-

ten Verfahren könne damit sichergestellt werden, dass eine flächengleiche 
Aufwertung  der  Nutzungseignung  durch  Verbesserung  des  Bodenaufbaus 

erfolge. 

9.4.1. 

Gemäss § 16 Abs. 1 PBG haben Planungen unterer Stufen denjenigen der 

oberen Stufe, die Nutzungsplanungen jeder Art und Stufe der Richtplanung 

zu entsprechen. Abweichungen sind nur zulässig, wenn sie sachlich gerecht-

fertigt und untergeordneter Natur sind (Abs. 2). Dies gilt auch für regionale 

Richtpläne als dem kantonalen Richtplan untergeordnete Planungen. 

R4.2021.00163 

Seite 45 

 
 
Die  vorliegend  in  Frage  stehenden  Erweiterungen  des  Erholungsgebiets 

Wisacher um ca. 10,5 ha (Festsetzungen vom 16. Mai 2018 und 3. Februar 

2021)  sind  schon  angesichts  ihrer  Fläche  offensichtlich  keine  Abweichung 

von  untergeordneter  Natur  (§ 16  Abs. 2 PBG)  vom  kantonalen  Richtplan, 

demzufolge es sich um Landwirtschaftsgebiet handelt (vgl. RB 2003 Nr. 71, 

E. 4). Zu prüfen ist, ob eine zulässige Durchstossung von Landwirtschafts-

gebiet vorliegt. Eine dahingehende akzessorische Überprüfung des regiona-

len  Richtplans  ist  im  vorliegenden  Rechtsmittelverfahren  über  Nutzungs-

pläne zulässig, weil sich die Betroffenen Nachbarn gegen den Richtplan als 

solchen nicht zur Wehr setzen konnten, wie das nach zürcherischer Ordnung 

zutrifft (§ 19 Abs. 2 PBG; VB.2000.00199 vom 29. August 2000, E. 3a). 

9.4.2. 

Der Erhalt von genügenden Flächen geeigneten Kulturlands, insbesondere 

von Fruchtfolgeflächen, ist ein wichtiger Grundsatz der Raumplanung (Art. 3 

Abs. 2 lit. a RPG; vgl. die Ausführungen unter E. 8.1.). Für die Inanspruch-

nahme von Fruchtfolgeflächen zu anderen als landwirtschaftlichen Zwecken 

ist eine umfassende Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen er-

forderlich (Art. 3 RPV). Dies setzt grundsätzlich den Nachweis der Prüfung 

von Alternativen ohne oder mit weniger Beanspruchung von Fruchtfolgeflä-

chen (einschliesslich Kompensationsmöglichkeiten) voraus (VB.2017.00408 

vom 25. Januar 2018, E. 8.4.). 

Der Richtplan das Kantons Zürich sieht ausdrücklich vor, dass das Landwirt-

schaftsgebiet  für  öffentliche  Aufgaben  und  andere  spezielle  Nutzungen 

durch  Festlegungen  in  überkommunalen  Richtplänen  oder  durch  die  Fest-

setzung  von  Freihaltezonen,  Erholungszonen  oder  Zonen  für  öffentliche 

Bauten und Anlagen in der Nutzungsplanung "durchstossen" werden kann. 

Hierfür  sind die  unter Pt.  3.2.3  a)  genannten  Kriterien  zu  erfüllen. Demge-
mäss dürfen Fruchtfolgeflächen nur in Anspruch genommen werden, wenn 

ein  überwiegendes  öffentliches  Interesse  vorliegt  und  grundsätzlich  durch 

den  Verursacher  eine  flächengleiche  Aufwertung  der  Nutzungseignung 

durch Verbesserung des Bodenaufbaus eines geeigneten Gebietes erfolgt. 

Im  Zuge  der  Bewilligung  werden  entsprechende  Auflagen  festgelegt.  Der 

Kanton  sorgt  dafür,  dass  Kompensationsmassnahmen  auf  anthropogenen 

oder bereits belasteten Böden stattfinden. Der Kanton stellt eine flächende-

ckende Karte der Bodenqualität zur Verfügung, die für Kompensationsmass-

nahmen grundsätzlich in Frage kommende Böden mit Aufwertungspotenzial 

R4.2021.00163 

Seite 46 

 
 
aufzeigt sowie die Grundlage für die Interessensabwägung bildet. Der Kan-

ton gewährleistet, dass im Rahmen der Genehmigung von Planungsmass-

nahmen zur Durchstossung des Landwirtschaftsgebietes hohe Anforderun-

gen  an  die  Interessensabwägung  gestellt  werden. Es  ist  darzulegen,  wes-

halb  die  betreffenden  Nutzungen  nicht  zweckmässig  innerhalb  des  Sied-

lungsgebietes  untergebracht  werden  können.  Werden  Fruchtfolgeflächen 

beansprucht, so sind diese zu kompensieren (vgl. Pte. 2.2.2, 3.2.2 und 3.2.3 

lit. a des kantonalen Richtplantextes). 

Sodann gelten gemäss Richtplan Pt. 3.5.3. lit. a für die Standortbeurteilung 

von Erholungsanlagen mit besonders grossen Auswirkungen auf die Land-

schaft – z.B. Golfplätze, Pferdesportanlagen, Fussballplätze, Campingplätze 

u.ä. – unter anderem folgende Kriterien: Bei der Realisierung von Erholungs-

anlagen  ist  der  Schonung  von  Natur  und  Landschaft  besonderes  Gewicht 

beizumessen. Sie sind daher möglichst an bestehende Siedlungen anzuglie-

dern. Bisher noch weitgehend unverbaute Landschaftskammern und solche 

mit speziellem Charakter, die durch die örtliche landwirtschaftliche Nutzung 

geprägt wurden, sind von grossflächigen Anlagen bzw. Anlagen mit wesent-

lichen  baulichen  Eingriffen  freizuhalten  (vgl.  Pte.  1.3.4  und  1.3.5).  Für  die 

Beurteilung der Standorteignung von Erholungsanlagen mit einem grossen 

Flächenbedarf ist insbesondere auch der Anteil bester, uneingeschränkt für 

die Landwirtschaft nutzbarer Böden am Projektperimeter relevant. Dieser soll 

in der Regel den kantonalen Durchschnitt von 40 % nicht überschreiten. Be-

reits belastete Standorte und Böden sind wenn möglich vorrangig zu nutzen. 

9.4.3. 

Im  Vorprüfungsbericht  zur  Teilrevision  BZO (Erholungszone Wisacher  und 

Leematten) des ARE vom 12. März 2019 (act. 22.1.2.9) wird u.a. zum Pla-

nungsbericht vom 27. November 2018 (nicht bei den Akten) ausgeführt, das 
Planungsvorhaben bewirke eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets, 

bei  welchem  hohe  Anforderungen  an  die  Interessenabwägung  zu  stellen 

seien. Weil die Interessenabwägung sowie die daraus abgeleiteten Bestim-

mungen und räumlich-konkreten Verortungen in der eingereichten Vorlage 

nicht hinreichend gesichert seien, widerspreche die Vorlage dem kantonalen 

Richtplan. Die umfassende Interessenabwägung werde im vorliegenden Fall 

zweckmässig  im  Rahmen  eines  Gestaltungsplanverfahrens  dargelegt.  Es 

werde daher empfohlen, eine Gestaltungsplanpflicht festzulegen. Die im Pla-

R4.2021.00163 

Seite 47 

 
 
nungsbericht dargelegte Standortevaluation entspreche nicht den hohen An-

forderungen  einer  umfassenden  Interessenabwägung  gemäss  kantonalem 

Richtplan und sei in der Vorlage vertiefter und umfassender darzulegen. In 

der Folge wurde mit der Teilrevision der BZO das für die streitbetroffene An-

lage vorgesehene Areal mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt. 

9.4.4. 

Die Verschiebung der Interessenabwägung auf die Stufe des Gestaltungs-

plans ist nicht zulässig. Wird im Hinblick auf die Realisierung eines konkreten 

Bauvorhabens  ausserhalb  der  Bauzone  der  Weg  über  eine  Änderung  der 

Nutzungsplanung  beschritten,  so  dispensiert  das  die  planenden  Behörden 

nicht davon, mindestens dieselben Anforderungen wie bei der Anwendung 

von Art. 24 RPG zu beachten, nämlich: eingehende Prüfung der Standortge-

bundenheit  und  umfassende  Interessenabwägung  durch  die  nämliche  Be-

hörde (BGE 124 II 391, E. 2.c, betreffend die Ausscheidung einer Zone für 

Sport- und Freizeitanlagen für den Bau einer Reithalle). Ausgehend davon, 

dass Planungsmassnahmen mit den Zielen und Grundsätzen der Nutzungs-

planung gemäss Raumplanungsgesetz vereinbar sein müssen, ergeben sich 

aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Richtplantext betref-

fend die Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets weitgehend deckungs-

gleiche Voraussetzungen für die Ausscheidung einer Spezialnutzungszone 

für ein konkretes Projekt (BGr 1C_153/2007 vom 6. Dezember 2007, E. 3.1; 

VB.2006.00462 vom 19. April 2007, E. 4). 

9.4.5. 

Vorliegend soll die Erweiterung der Erholungszone im Wesentlichen projekt-

bezogen erfolgen. Es sollen Fruchtfolgeflächen von der Landwirtschaftszone 

in eine Erholungszone umgezont werden, in der Gebäude und Anlagen, die 

dem  Sport  dienen,  zulässig  sind,  namentlich  eine  Surfanlage  mit  weiteren 
Sportnutzungen und dazugehörigem Erholungspark (Art. 8.2. Abs. 2 BZO). 

Zwar  muss  noch ein Gestaltungsplan festgesetzt  werden.  Im  Gestaltungs-

planverfahren  geht  es  jedoch  nur  noch  um  die  Detailgestaltung;  über  die 

grundsätzliche Inanspruchnahme von Fruchtfolgeflächen für die Errichtung 

der  Anlage  wird  bereits  im  Nutzungsplanverfahren  entschieden.  Insofern 

muss  die  für  die  Umzonung  von  Fruchtfolgeflächen  erforderliche,  umfas-

sende raumplanerische Interessenabwägung schon im Nutzungsplanverfah-

ren  erfolgen  und  darf  nicht  auf  das  Gestaltungsplanverfahren  verschoben 

werden.  Dieses  Verfahren  eignet  sich für  die  Frage,  in  welchem Ausmass 

R4.2021.00163 

Seite 48 

 
 
und an welcher Stelle Fruchtfolgeflächen durch Bauten und Sportanlagen in 

Anspruch genommen werden sollen und kompensiert werden müssen, nicht 

dagegen  für  die  Grundsatzfrage,  ob  überhaupt  an  dieser  Stelle  landwirt-

schaftliches Kulturland für einen Sport- und Erholungspark in Anspruch ge-

nommen werden soll und ob es genügend geeignete Kompensationsflächen 

in  der  Umgebung  gibt.  Die  Verlagerung  wichtiger  Fragen  auf  das  Gestal-

tungsplanverfahren  verunmöglicht  nicht  nur eine umfassende  raumplaneri-

sche  Interessenabwägung,  sondern  führt  auch  zu  einer  Verletzung  von 

Art. 46 RPV: Danach teilen die Kantone dem Bundesamt für Raumentwick-

lung (ARE) rechtzeitig die Änderung von Nutzungsplänen mit, wenn Frucht-

folgeflächen um mehr als drei Hektaren vermindert werden. Es geht nicht an, 

diese Information erst im Gestaltungsplanverfahren vorzunehmen, wenn die 

Umzonung von Fruchtfolgeflächen in die Erholungszone bereits rechtskräftig 

beschlossen  ist  (BGr 1A.19/2007  vom  2. April 2008,  E. 5.3  u.  8;  BGr 

1C_491/2011 vom 5. Juli 2012, E. 5.3). 

9.4.6. 

Der Planungsbericht zur "Teilrevision BZO und Zonenplan Erholungszonen 

Leematten  und  Wisacher"  vom  9. Mai  2019  (act. 22.1.3.3,  S. 6 ff.)  enthält 

eine  Standortprüfung,  mit  der  26  Standorte  im  Kanton  Zürich  anhand  ver-

schiedener Kriterien beurteilt werden, wobei der Standort Wisacher am bes-

ten abschneidet. Dabei seien folgende Kriterien ins Gewicht gefallen: Gute 

Erreichbarkeit,  Lage  angrenzend  an  das  Siedlungsgebiet  und  bestehende 

Sportanlagen,  Möglichkeiten  von  Synergien  mit  den  Sportanlagen  (z.B. 

Gastronomiebetrieb  und  verkehrliche  Erschliessung),  flache  Topographie, 

politische Unterstützung und grundsätzliche Einigung mit den Landbesitzern. 

Nicht erwähnt wird, dass der Standort Wisacher hinsichtlich der Beanspru-

chung von Fruchtfolgeflächen als "ungenügend" eingestuft wurde. Im Kapitel 

3.2  des  Planungsberichts  ("Bodenschutz/Fruchtfolgeflächen")  wird  festge-
halten, in welchem Ausmass Fruchtfolgeflächen verloren gehen (s. dazu die 

Ausführungen unter E. 8.3.) und es werden die Kompensationsmöglichkeiten 

aufgezeigt.  Bezüglich  der  Interessenabwägung  für  die  Durchstossung  des 

Landwirtschaftsgebiets werden im Wesentlichen die erwähnten Vorzüge des 

Standorts und die Kompensation der Fruchtfolgeflächen aufgeführt. 

In der angefochtenen Genehmigungsverfügung der Baudirektion vom 4. Au-

gust 2021 zur Teilrevision der BZO wird erwogen, in der Vorprüfung sei fest-

gehalten worden, dass im Rahmen der umfassenden Interessenabwägung 

R4.2021.00163 

Seite 49 

 
 
neben der Darlegung der geprüften Alternativstandorte auch das öffentliche 

Interesse an der Surfnutzung und den übrigen Nutzungen vertiefter aufzu-

zeigen sei. Der Regierungsrat habe die Erweiterung des Erholungsgebiets 

Wisacher  mit  der  vorgesehenen  Surfnutzung  und  den  öffentlichen  Mantel-

nutzungen mit RRB Nr. 92/2021 vom 3. Februar 2021 festgesetzt. Damit sei 

das überwiegende öffentliche Interesse an der Surfanlage statuiert worden. 

Des Weiteren sei die Standortevaluation mit den 26 geprüften Standorten im 

Kanton Zürich im Planungsbericht nachvollziehbar dargelegt. 

Dem kann nicht gefolgt werden. Im erläuternden Bericht zum Beschluss des 

Regierungsrates vom 16. Mai 2018 (Regionaler Richtplan Furttal, Gesamt-

überarbeitung, act. 23.5, S. 21) wird ausgeführt, es seien neben dem Stand-

ort Wisacher  zwei  weitere  Standorte  in  Regensdorf  geprüft  worden.  Diese 

auf die Gemeinde Regensdorf beschränkte Standortevaluation genügt zwei-

felsohne  nicht,  zumal  die  anderen  Standorte  ebenfalls  ausserhalb  der 

Bauzone  liegen  (Erholungszone  bzw.  Reservezone)  und  nicht  dargelegt 

wird, weshalb die Anlage nicht zweckmässig innerhalb des Siedlungsgebie-

tes untergebracht werden könnte. Wiewohl die Unterbringung der grossräu-

migen  Anlage  innerhalb  der  Bauzonen,  u.a.  aus  ökonomischen  Gründen, 

nicht einfach sein dürfte, ist dennoch nicht anzunehmen, dass dies von vorn-

herein ausser Betracht fällt. Für die am 3. Februar 2021 beschlossene noch-

malige  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  wurde  keine  weitere  dahinge-

hende Beurteilung vorgenommen. Die im regionalen Richtplan Furttal fest-

gesetzten Erweiterungen des Erholungsgebiets Wisacher durchstossen das 

Landwirtschaftsgebiet gemäss kantonalem Richtplan, ohne dass das dafür 

verlangte überwiegende öffentliche Interesse, insbesondere für die eigentli-

che Surfanlage (Wellensee) dargelegt wurde. Es fehlt eine Interessenabwä-

gung, die den verlangten hohen Anforderungen genügt. Ausserdem wird die 

mit RRB Nr. 92/2021 beschlossene Erweiterung des Erholungsgebiets um 
rund 2 ha damit begründet, dass die für den Bau der Surfanlage notwendige 

Erholungszone  dem  übergeordneten  Richtplan  entsprechen  solle.  Mithin 

wird  die  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  mit  der  Erweiterung  der  Erho-

lungszone gerechtfertigt und umgekehrt.  

Die Erweiterung des Erholungsgebiets Wisacher im regionalen Richtplan er-

weist sich daher als rechtswidrig. Folglich lässt sich die Erweiterung der Er-

holungszone  Wisacher  nicht  darauf  abstützen  bzw.  fehlt  dafür  eine  recht-

mässige Grundlage im Richtplan.  

R4.2021.00163 

Seite 50 

 
 
10.  Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets gemäss kantonalem 

Richtplan durch den kommunalen Nutzungsplan 

10.1. 

Auch auf Stufe Nutzungsplanung (Teilrevision BZO) wird nicht dargelegt, in-

wiefern  das  Interesse  an  der  geplanten  Anlage  dasjenige  am  Erhalt  der 

Fruchtfolgeflächen  überwiegen  soll.  Es  genügt  nicht,  dass  der  Standort 

Wisacher die Prüfkriterien von allen geprüften Standorten am besten erfüllt, 

zumal fast ausnahmslos Standorte ausserhalb des Siedlungsgebiets geprüft 

wurden und nicht dargelegt wird, weshalb die Anlage nicht zweckmässig in-

nerhalb des Siedlungsgebietes untergebracht werden könnte. Selbst wenn 

der Standort am besten abschneidet oder sogar als einziger in Frage kommt, 

begründet dies noch kein überwiegendes öffentliches Interesse an der ge-

planten Nutzung für die Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets. Weiter 

ist zu beachten, dass das überwiegende Interesse für die Anlage als Ganzes 

gegeben sein muss, d.h. für den Wellensee als Hauptattraktion sowie auch 

für die weiteren Nutzungen, zumal die eigentliche Surfanlage weniger als ein 

Drittel der ganzen Parkfläche und weniger als ein Viertel der gesamten Er-

weiterung der Erholungszone beanspruchen soll, wie die Gemeinde in ihrer 

Vernehmlassung hervorhebt (s. E. 9.2.).  

Die Kompensation der Fruchtfolgeflächen fällt bei der Interessenabwägung 

nicht  ins  Gewicht,  denn  sie  ist  grundsätzlich  Voraussetzung  für  die  Inan-

spruchnahme  von  Fruchtfolgeflächen.  Auch wenn  Fruchtfolgeflächen  kom-

pensiert werden, geht Kulturland verloren. Die vorliegend geltend gemachten 

guten Kompensationsmöglichkeiten könnten höchstens im Vergleich mit ei-

nem Alternativstandort eine Rolle spielen. Sodann ist nicht ersichtlich, ob ge-

wisse Standorte, die ebenfalls hoch rangiert wurden, aber keine Fruchtfolge-

flächen beanspruchen würden, namentlich die Standorte Greifensee (Milan-

dia-Areal)  und  Dübendorf  (Innovationspark),  unmöglich  sind  oder  ob  sich 
dort  bloss  –  grundsätzlich  überwindbare  –  "Herausforderungen"  stellen 

(s. Detailbewertungen in act. 22.1.8).  

10.2. 

Zum selben Ergebnis gelangt auch das ARE in seinem Vorprüfungsbericht 

zum  öffentlichen  Gestaltungsplan  "Surfanlage  mit  Erholungspark"  vom 

14. Mai 2020 (act. 22.1.2.1; derzeit noch nicht festgesetzt). Mit Blick auf die 

Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets hielt das ARE fest, anhand der 

im erläuternden Bericht vom 30. Januar 2020 zum öffentlichen Gestaltungs-

R4.2021.00163 

Seite 51 

 
 
 
plan dargelegten Standortevaluation (Planungsbericht "Öffentlicher Gestal-

tungsplan – Surfanlage mit Erholungspark", act. 22.1.2.4, Abb. 3; dieser be-

inhaltet die identische Standortprüfung wie bereits der Planungsbericht vom 

9. Mai 2019 zur Teilrevision der BZO) sei nicht ersichtlich, dass auch Stand-

orte  innerhalb  der  Bauzone  geprüft  worden  seien.  Die  im  Planungsbericht 

(Kap. 4.2) dargelegten Gründe würden lediglich pauschale Ausführungen zu 

den  Aspekten  enthalten,  welche  in  Bezug  auf  die  Errichtung  der  Anlagen 

günstig erschienen (Erschliessung, Synergien mit den Sportanlagen, keine 

weitere Zersiedelung wegen angrenzender Bauzone, geringe Terrainverän-

derungen wegen flachem Gelände, Kompensation von FFF-Verlusten). Eine 

faktenbasierte Abwägung, weshalb das Interesse an einer Surfanlage mit Er-

holungspark das nationale Interesse am Erhalt von Fruchtfolgeflächen über-

wiege,  liege  nicht  vor.  Der  öffentliche  Gestaltungsplan  sei  nicht  genehmi-

gungsfähig. 

Es ist somit festzuhalten, dass sich auch auf Stufe Gestaltungsplan in der 

Phase der Vorprüfung trotz der weiteren Konkretisierung des Vorhabens kein 

überwiegendes  öffentliches  Interesse  für  die  Durchstossung  des  Landwirt-

schaftsgebiets bzw. für die Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen manifes-

tiert. 

10.3. 

In der Weisung zuhanden der Gemeindeversammlung vom 25. März 2019 

betreffend  die  Teilrevision  der  BZO  (act. 22.1.4.2)  führt  der  Gemeinderat 

nebst  Standortvorteilen  (Topographie,  Nähe  zum  Flughafen  Kloten,  gute 

Verkehrsanbindung,  Synergiepotenziale  mit  den  bestehenden  Sportanla-

gen) weitere Interessen ins Feld, die für die Teilrevision der BZO sprechen 

sollen. Es sind dies der Mangel an Sportanlagen, die angeblich grosse Nach-

frage nach einer Trainingsmöglichkeit für das Surfen und zahlreiche Vorteile 
für die Gemeinde: qualitative Erweiterung des Sport- und Freizeitangebots, 

Gratiseintritt  in  den  Park  für  die  Einwohnerschaft  von  Regensdorf,  Sport-

stätte mit nationaler und internationaler Ausstrahlung, Stärkung des Furttals 

als Sportregion, 35 fixe und 50 temporäre Arbeitsplätze, Wertschöpfung für 

das  lokale  Gewerbe  von  mehr  als  Fr. 1 Mio.  pro  Jahr,  Wertsteigerung  der 

Immobilien in der Gemeinde, keine finanziellen Verpflichtungen für die Ge-

meinde und zusätzliche Steuereinnahmen von der Betriebsgesellschaft der 

R4.2021.00163 

Seite 52 

 
 
Anlage. Die Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets bzw. die für die In-

anspruchnahme  der  Fruchtfolgeflächen  erforderliche  Interessenabwägung 

werden nicht angesprochen.  

In der Vernehmlassung bringt die Gemeinde vor, in der Region Furttal wür-

den alle bestehenden Sportanlagen an ihrer Leistungsgrenze betrieben. Zu-

dem gebe es im ganzen Furttal kein öffentlich zugängliches Frei- oder Hal-

lenbad. Um das auch vom Kanton im Sportanlagenkonzept festgestellte De-

fizit an Wassersportanlagen im Furttal sowie das Defizit bei den Sport-, Frei-

zeit- und Erholungsräumen zu beheben, dränge sich der Standort Wisacher 

direkt bei den bereits bestehenden Anlagen, sowie mit seiner bahnhofsna-

hen  Lage  in  der  mit  Abstand  grössten  Furttaler  Gemeinde  geradezu  auf. 

Hinzu komme, dass sich die jüngere Generation zunehmend der individuel-

len, spontanen sportlichen Betätigung zuwende und weniger im Vereinssport 

betätige. Der geplante Erholungs- und Surfpark solle dieser – bisher in Re-

gensdorf und im ganzen Furttal bei der Sportinfrastruktur kaum berücksich-

tigten  Zielgruppe  – mit  dem  Schwimmbecken, dem Pump-track,  den Boul-

dersteinen  und  den  Beachvolleyballfeldern  erstmals  ein  reichhaltiges  und 

zeitgemässes Angebot bieten. 

10.4. 

Der Mangel an Sportanlagen in der Region Furttal betrifft Breitensportarten 

wie Fussball, Tennis, Beachvolleyball, 5er Fussball, Basketball und allenfalls 

ein Frei- oder Hallenbad, aber nicht den Surfsport (vgl. Regionaler Richtplan 

Furttal,  erläuternder  Bericht  zum  Beschluss  RRB  Nr. 415/2018,  S. 19,  act. 

7.4, R4.2021.00164). Damit lässt sich höchstens ein Teil der Anlage recht-

fertigen  (übrige  Sportanlagen),  wobei  ein  schlüssiger  Bedarfsnachweis  für 

die einzuzonenden Flächen und eine Standortevaluation fehlen, wie im Zu-

sammenhang mit der Erweiterung des Erholungsgebiets im regionalen Richt-
plan bereits ausgeführt wurde.  

Ein öffentliches Interesse kann indes nicht nur an der Schaffung von Anlagen 

für den Breitensport bestehen, sondern auch für Sportanlagen, die von ei-

nem eingeschränkteren Benützerkreis in Anspruch genommen werden, aber 

grundsätzlich jedermann offenstehen. Dies gilt auch dann, wenn die Anlagen 

privat  und  gewinnstrebig  betrieben  werden  (BGr  1A.193/2001  vom  6. Mai 

2002,  E.  3.2;  vgl.  auch  VB.2004.00563  vom  17.  November  2005,  E. 5.5, 

beide  betreffend  Reitsportanlagen).  Ein  ins  Gewicht  fallendes  öffentliches, 

R4.2021.00163 

Seite 53 

 
 
sportpolitisches Interesse an der Bereitstellung einer – voraussichtlich kost-

spieligen (s. Eintrittspreise Alaia Bay Sion, www.alaiabay.ch, besucht am 23. 

März 2022) – Trainingsmöglichkeit für das Surfen wird jedoch nicht dargelegt 

und ist auch nicht ersichtlich. Dass die Erweiterung des Sport- und Freizeit-

angebots mit der Anlage und namentlich der weitherum einzigartigen Attrak-

tion  des  Wellensees  zur  Standortattraktivität  von  Regensdorf  beitragen 

würde, ist nicht von der Hand zu weisen. Eine gewisse Steigerung der Stand-

ortattraktivität begründet indes nicht das erforderliche überwiegende öffentli-

che Interesse, zumal dafür auch Massnahmen in Betracht kommen, die keine 

oder weniger Fruchtfolgeflächen beanspruchen. Gleiches gilt für die aufge-

zählten  monetären  Vorteile.  Zu  berücksichtigen  sind  nicht  zuletzt  ökologi-

sche  Interessen,  die  der  Surfanlage  entgegenstehen,  namentlich  der  Ver-

brauch an Wasser und Energie und die Umweltbelastung durch die erwar-

tungsgemäss teils von weither anreisenden Surfsportler (s. Bericht über die 

Umweltauswirkungen, act. 22.1.3.5).  

10.5. 

Als weiteres öffentliches Interesse nennt die Gemeinde in den Vernehmlas-

sungen zu den Rekursen die Entlastung des Gebiets der Chatzenseen, wel-

ches in Ermangelung von attraktiven Naherholungsmöglichkeiten in der Re-

gion bereits heute sehr stark frequentiert sei, was in einem erheblichen Span-

nungsverhältnis  zum  Natur-  und  Landschaftsschutz  sowie  zum  hohen 

Schutzstatus dieses Gebiets stehe. Eine Entlastung des Gebiets der Chat-

zenseen könne letztlich nur durch Schaffung geeigneter Alternativangebote 

zur Naherholung – wie der geplanten Freizeitanlage – erzielt werden. Damit 

stelle die geplante Umnutzung eine geeignete und erforderliche Massnahme 

zur  Erhaltung  schutzwürdiger  Lebensräume  von  einheimischen  Tier-  und 

Pflanzenarten dar. 

Dies erscheint etwas gar  weit hergeholt. Durch das geplante Schwimmbe-

cken entlastet wird allenfalls das Seebad Katzensee. Im Übrigen deckt der 

Aufenthalt in der Natur im Gebiet der Chatzenseen ganz andere Bedürfnisse 

ab und richtet sich überwiegend an ein anderes Zielpublikum als die geplante 

Anlage und namentlich der Wellensee. Sie ist weder geeignet geschweige 

denn erforderlich, um den Nutzungsdruck auf das Gebiet der Chatzenseen 

zu reduzieren. Von einem "naturnahen Erholungsraum" (vgl. act. 22.1.13, S. 

34) im Sinne einer Alternative zu den Chatzenseen kann schwerlich gespro-

chen werden. 

R4.2021.00163 

Seite 54 

 
 
10.6. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die in der angefochtenen Festset-

zung  der  Erholungszone  Wisacher  geplante  Nutzung  in  sehr  erheblichem 

Mass Fruchtfolgeflächen dauerhaft beansprucht, deren Erhalt als nicht ver-

mehrbare und kaum erneuerbare Ressource von grosser Bedeutung ist (vgl. 

kantonaler Richtplantext Pt. 3.2.1). Der von Erholungsanlagen in der Regel 

nicht zu überschreitende Anteil uneingeschränkt für die Landwirtschaft nutz-

barer Böden (NEK 1 und 2) von 40 % (kantonaler Durchschnitt; s. Kantonaler 

Richtplan, Richtplantext Pt. 3.5.3. a) wird durch den Surf- und Erholungspark 

mit ca. 55 % deutlich überschritten. Trotz Kompensation wird die Ressource 

Boden,  insbesondere  aufwertbare  Böden,  verknappt.  Weiter  beeinträchtigt 

die Surfanlage die Landschaft (Art. 3 Abs. 2 und 15 Abs. 3 RPG) und belastet 

durch den erzeugten Verkehr und den Betrieb die Umwelt. Die vorgesehene 

Nutzung zeitigt mithin massive Auswirkungen auf Raum und Umwelt, womit 

der Erholungszone sehr gewichtige öffentliche Interessen entgegenstehen.  

Im Zusammenhang mit der mit RRB Nr. 92/2021 beschlossenen Erweiterung 

des Erholungsgebiets um rund 2 ha fand die für die (weitere) Durchstossung 

des kantonalen Landwirtschaftsgebiets verlangte umfassende Interessenab-

wägung  nicht  statt  und  wurde  auch der  Flächenbedarf  nicht ausgewiesen. 

Schon diesbezüglich fehlt es an einer rechtsgenügenden richtplanerischen 

Grundlage. 

Sodann wurde weder auf Stufe des regionalen Richtplans noch auf Stufe der 

vorliegend angefochtenen Nutzungsplanung hinreichend dargelegt, weshalb 

die Anlage nicht zweckmässig innerhalb des Siedlungsgebietes oder an ei-

nem Standort mit weniger Fruchtfolgeflächen untergebracht werden könnte, 

auch was die weiteren Nutzungen neben der eigentlichen Surfanlage (Wel-

lensee)  anbetrifft  (weitere  Sport-  und  Freizeitanlagen  im  "Erholungspark", 
wie  Lehrpfade,  Barfusswege,  Schülergarten,  Spielplatz,  s. öffentlicher  Ge-

staltungsplan,  Vorschriften,  act. 22.1.2.3).  Mithin  ist  die  Standortevaluation 

ungenügend. 

Schliesslich ergeben sich keine überwiegenden Interessen, die die geplante 

Nutzung rechtfertigen würden. Insbesondere ist die Bedeutung der Surfan-

lage als Sportinfrastruktur als marginal einzustufen. Auch ist die Anlage nur 

zu einem untergeordneten Teil auf die Bedürfnisse des Breitensports ausge-

legt,  mit  der  die  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  gemäss  regionalem 

R4.2021.00163 

Seite 55 

 
 
Richtplan begründet wurde. Ein ins Gewicht fallendes öffentliches Interesse 

an  den  weiteren  Freizeitanlagen,  die  der  Surfanlage  angegliedert  werden 

sollen, wird nicht dargelegt. Auch die weiteren von der Gemeinde ins Feld 

geführten kommunalen Interessen vermögen kein überwiegendes Interesse 

zu begründen. 

Insgesamt sind die zugunsten der Erholungszone Wisacher vorgebrachten 

öffentlichen und privaten Interessen nicht derart gewichtig, dass sie die Er-

weiterung der Erholungszone zu rechtfertigen vermöchten. Dies führt in Gut-

heissung der Rekurse zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses der 

Gemeindeversammlung und der Genehmigungsverfügung der Baudirektion. 

11. Feststellungsbegehren (Rekursanträge 2) 

Die  Rekurrierenden  beantragen,  es  sei  die  fehlende  Rechtmässigkeit  des 

Richtplaneintrags  für  die  Erweiterung  des  Erholungsgebiets  Wisacher  für 

eine Surfanlage mit öffentlichen Mantelnutzungen im Regionalen Richtplan 

Furttal gemäss RRB Nr. 415/2018 vom 16. Mai 2018 sowie gemäss RRB Nr. 

92/2021 vom 3. Februar 2021 festzustellen. 

Ein Feststellungsbegehren setzt ein schutzwürdiges Interesse für den Fest-

stellungsanspruch voraus. Es gelten spezifische Kriterien für die Schutzwür-

digkeit des Feststellungsinteresses und damit die Zulässigkeit der Feststel-

lungsverfügung. Es muss insbesondere über den Bestand, Nichtbestand und 

Umfang öffentlich-rechtlicher Rechte und Pflichten Unklarheit bestehen. Ge-

genstand der Feststellungsverfügung muss ein konkretes Rechtsverhältnis 

sein; es muss sich um verwaltungsrechtliche Rechte oder Pflichten eines in-

dividuell bestimmten Rechtssubjekts handeln, die sich aus einem bestimm-

ten  Sachverhalt  ergeben.  Ein  Feststellungsanspruch  besteht  regelmässig 

dann  nicht,  wenn  die  gesuchstellende  Person  in  der  betreffenden  Angele-

genheit ebenso gut – bzw. ohne unzumutbare Nachteile – eine Gestaltungs-

verfügung  oder  ein  im  gerichtlichen  Klageverfahren  zu  treffendes  Gestal-

tungsurteil erwirken kann; in diesem Sinn ist der Feststellungsanspruch sub-

sidiär (Jürg Bosshart/Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19 N. 25 f.). 

Da der regionale Richtplan nicht grundeigentümerverbindlich ist, womit sich 

daraus  für  die  Rekurrierenden  keine  Rechte  oder  Pflichten  ergeben,  und 

nachdem  der  regionale  Richtplan  im  vorliegenden  Verfahren  akzessorisch 

R4.2021.00163 

Seite 56 

 
 
überprüft wurde, fehlt es den Rekurrierenden an einem schutzwürdigen Fest-

stellungsinteresse. Auf diesen Antrag ist somit nicht einzutreten. 

12. Zusammenfassung, Kosten- und Entschädigungsfolgen 

12.1. 

Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Rekurrierenden  ist  bei  diesem  Ergebnis 

nicht mehr einzugehen. 

12.2. 

Zusammengefasst sind die Rekurse gutzuheissen, soweit darauf einzutreten 
ist. Demgemäss sind der Beschluss der Gemeindeversammlung Regensdorf 

vom 25. März 2019 und die Genehmigungsverfügung der Baudirektion vom 

4. August 2021 aufzuheben. 

12.3. 

Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  zu  53/80  der  politischen  Ge-

meinde Regensdorf, zu 26/80 der Baudirektion und betreffend das Nichtein-

treten auf den Rekurs von EG zu 1/80 EG aufzuerlegen. Das Nichteintreten 

auf den Rekursantrag 2 rechtfertigt infolge des vernachlässigbaren Aufwan-

des keine weitere Kostenentlastung der Rekursgegnerinnen. 

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwaltungs-

gerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr nach sei-

nem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem bestimm-

baren  Streitwert  oder dem  tatsächlichen  Streitinteresse fest.  Liegt  wie  hier 

ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die Gerichtsgebühr 

in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 Abs. 2 GebV 

VGr). In besonders aufwendigen Verfahren kann die Gerichtsgebühr bis auf 

das Doppelte erhöht werden (§ 4 Abs. 1 GebV VGr). Bei der Bemessung der 

Gebührenhöhe steht der Rekursinstanz ein grosser Ermessensspielraum zu 

(Kaspar Plüss, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 

Rz. 25 ff.).  

R4.2021.00163 

Seite 57 

 
 
Im Lichte des vorliegend gegebenen tatsächlichen Streitinteresses, des ge-

tätigten  Verfahrensaufwandes 

(umfangreiche  Rechtsschriften,  zweiter 

Schriftenwechsel),  des  Umfangs  des  vorliegenden  Urteils  und  der  Vereini-

gung zweier Rekursverfahren ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 20'000.-- festzu-

setzen  (BGr 1C_566/2015  vom  18. Februar 2016,  E. 2;  BGr 1C_244/2013 

vom 4. Juli 2013, E. 4; BRGE II Nrn. 0162 und 0163/2012 vom 23. Oktober 

2012, E. 16, in BEZ 2014 Nr. 36; Entscheid bestätigt mit VB.2012.00774 vom 

22. August 2013, dieser bestätigt mit BGr 1C_810/2013 vom 14. Juli 2014; 

www.baurekursgericht-zh.ch). 

12.4. 

Gemäss § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu ei-

ner  angemessenen  Entschädigung  für  die  Umtriebe  der  Gegenpartei  ver-

pflichtet werden, wenn die rechtsgenügende Darlegung komplizierter Sach-

verhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte  oder 

den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte. Die Bemessung der Um-

triebsentschädigung richtet sich nach § 8 GebV VGr. 

Der Beizug eines Rechtsbeistandes ist in aller Regel als Grund für die Zu-

sprechung  einer  Umtriebsentschädigung  einzustufen  (VB.2003.00093  vom 

16. Oktober  2003,  E.  3.1.).  Demnach  ist  vorliegend  den  Rekurrierenden 1 

und 2 sowie 4 bis 8 im Verfahren G.-Nr. R4.2021.00163 und dem Rekurren-

ten  im  Verfahren  G.-Nr. R4.2021.00164  zulasten  der  Rekursgegnerinnen 

eine Umtriebsentschädigung zuzusprechen. Angemessen erscheint ein Be-

trag  von  Fr. 3'300.--  je  Verfahren  (insgesamt  Fr.  6'600.--),  zahlbar  zu  2/3 

durch die Gemeinde Regensdorf und zu 1/3 durch die Baudirektion. Da die 

Umtriebsentschädigung  pauschal  festgelegt  wird,  entfällt  die  Zusprechung 

eines  Mehrwertsteuerzusatzes  von  vornherein  (BRKE II  Nrn. 0247  und 
0248/2007 in BEZ 2007 Nr. 56; www.baurekursgericht-zh.ch). 

R4.2021.00163 

Seite 58 

 
 
 
 
Auszug Protokoll 

Anlässlich der Beratung des Geschäfts wurde in Abweichung von E. 5.4.6 

des Entscheids der folgende Minderheitsantrag gestellt: (vgl. § 18 Abs. 5 der 

Organisationsverordnung  des Baurekursgerichts  vom  12.  November  2010, 

OV BRG) 

"Die Rekurse werden aufgrund des fehlenden Eintrags im kantonalen Richt-

plan gutgeheissen." 

Erwägungen: 

Die Kantone haben nach Art. 8 Abs. 1 RPG einen Richtplan zu erstellen, mit 

dem die anzustrebende räumliche Entwicklung festgelegt wird und der sich 

über die Abstimmung und Realisierung bestimmter Vorhaben äussert. Vor-

haben mit gewichtigen Auswirkungen auf Raum und Umwelt bedürfen einer 

Grundlage im kantonalen Richtplan (Art. 8 Abs. 2 RPG). Besondere Richt-

pläne  des  kantonalen  Rechts,  wie  namentlich  auch  regionale  Richtpläne, 

dürfen nicht dazu führen, dass der kantonale Richtplan den bundesrechtli-

chen Anforderungen nicht mehr genügt. Für ein Projekt, welches solch ge-

wichtige  Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  hat, dass es  gemäss  Art. 8 

Abs. 2 RPG zum Mindestinhalt gehört, ist ein Eintrag im kantonalen Richtplan 

bundesrechtlich  erforderlich.  Die  Schwelle  zum  Richtplanvorbehalt  über-

schreiten insbesondere Vorhaben, welche: ausgedehnte Flächen beanspru-

chen,  bedeutenden  Einfluss  auf  die  Nutzungs-  und  Versorgungsstrukturen 

des Kantons zeitigen; erhebliche Verkehrsströme erzeugen; grosse Kultur-

landverluste sowie hohe Umwelt-, Natur- und Landschaftsbelastungen ver-

ursachen oder sich erheblich auf den Untergrund auswirken. Darunter fallen 

auch  Vorhaben  wie  grössere  Golfplätze  oder  sonstige  Sportzentren 

(VB.2020.00080 vom 9. Dezember 2021, E. 2.2.1, Seilbahn Mythenquai). 

Ein solches Projekt liegt hier vor. Mit der angefochtenen Revision der Bau- 

und Zonenordnung soll neu eine zusätzliche Fläche von ca. 7,7 ha aus der 

Landwirtschaftszone der bereits bestehenden Erholungszone Wisacher zu-

geschlagen werden. Aufgrund der bereits bestehenden Erholungszone mit 

noch nicht genutzter Reserve, welche ursprünglich für den öffentlichen Brei-

tensport geschaffen wurde, kann davon ausgegangen werden, dass die zu-

sätzlich geschaffene Fläche in der Erholungszone grossmehrheitlich für die 

 
 
 
 
 
  
Surfparkanlage vorgesehen ist. Der Rekurrent 2 beziffert die benötigte Flä-

che  denn  auch  auf  6,1  ha,  das  Wasserbecken  allein  auf  1,9  ha 

(R4.2021.00164, act. 20, Rz. 8, 48).  

Das Raumplanungsrecht verlangt einen haushälterischen Umgang mit dem 

Boden.  Insbesondere  die  für  die  Landwirtschaft  geeigneten  Kulturlandflä-

chen sind zu schonen und die Fruchtfolgeflächen zu erhalten. Im betroffenen 

Gebiet liegen überwiegend Fruchtfolgeflächen. Der Kanton Zürich ist bereits 

heute nur noch durch die hälftige Anrechnung der Flächen der NEK 6 (Nut-

zungseignungsklasse) in der Lage, die erforderlichen 44’000 ha Fruchtfolge-

flächen knapp auszuweisen. Vorhaben, welche Fruchtfolgeflächen betreffen, 

sind deshalb im Kanton Zürich per se von erhöhtem öffentlichen Interesse. 

Bei  einem Wegfall  von  Fruchtfolgeflächen  hat  innerhalb  des  Kantons  eine 

Kompensation stattzufinden, was angesichts der umstrittenen Bodenaufwer-

tung nicht unproblematisch scheint. Es stellt sich die Frage, ab welcher Grös-

senordnung eine mögliche Beeinträchtigung von Fruchtfolgeflächen als ge-

wichtige Auswirkung auf Raum und Umwelt im Sinne von Art. 8 Abs. 2 RPG 

zu bezeichnen ist. Es bietet sich an, auf die in Art. 46 Abs. 3 RPV bundes-

rechtlich festgelegte Grösse von 3 ha abzustellen. Im vorliegenden Fall sind 

von  der  Umzonung  deutlich  mehr  als  3  ha  Kulturland,  überwiegend  auch 

Fruchtfolgeflächen, betroffen. Bei der vorgesehenen Nutzung ergeben sich 

mit  der  zusätzlichen  Beeinträchtigung  der Landschaft,  insbesondere  durch 

die geplanten grossflächigen und tiefgründigen Grab- und Abdichtungsarbei-

ten, und der Verkehrserzeugung massive Auswirkungen auf Raum und Um-

welt (so auch der vorliegende Entscheid in E. 10.6). 

Die  Durchstossung  des  Landwirtschaftsgebiets  im  vorgesehenen  Umfang 

ohne Eintrag im kantonalen Richtplan erweist sich als bundesrechtswidrig. 

Die  Umzonung  von  der  Landwirtschaftszone  in  die  Erholungszone  hätte 
zwingend im kantonalen Richtplan festgehalten werden müssen. 

Der Surfpark ist zweifelsohne als Sportstätte mit überregionalem Charakter 

zu bezeichnen. So sollen insgesamt 26 Standorte im Kanton Zürich geprüft 

worden  sein.  Das Wellensurfen  dürfte  in  der  Schweiz  als  Binnenland  eine 

ungeordnete Bedeutung für die breite Bevölkerung haben und dies auch in 

absehbarer Zukunft. Die Besucher werden kaum nur aus dem Kanton Zürich, 

sondern auch aus benachbarten Kantonen oder gar aus dem Ausland anrei-

sen. Auch wenn aufgrund einer Beschränkung der Parkplätze die Pflicht zur 

R4.2021.00163 

Seite 4 

 
 
 
   
 
Einreichung einer UVP vermieden werden kann, wird die Anlage einen er-

heblichen  Verkehrsstrom  -  sowohl  Individualverkehr  als  auch  öffentlicher 

Verkehr - bewirken, der nicht aus der Region kommt. Erweist sich das Projekt 

als nicht mehr von nur regionaler Bedeutung, so ist nach Sinn und Zweck der 

Bestimmungen über die Richtpläne im Kanton Zürich auch von einer kanto-

nalrechtlichen  Eintragungspflicht  in  den  kantonalen  Richtplan  auszugehen 

(VB.2020.00080, E. 2.4.4, Seilbahn Mythenquai). 

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