# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6afb677-b143-5942-9f08-697c8d09dd69
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.04.2022 200 2022 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-11_2022-04-21.pdf

## Full Text

200 22 11 UV
JAP/GET/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. April 2022

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG
Generaldirektion, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. November 2021 
(UVG 44.112.380/26)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) ist bei der C.________ AG zu einem Pensum von 40% als … an-
gestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA 
bzw. Beschwerdegegnerin]) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtbe-
rufsunfällen versichert (Akten der AXA [act. II] A1; A24). Gemäss Unfall-
meldung UVG vom 10. Dezember 2018 verdrehte sich die Versicherte am 
2. Dezember 2018 während den Ferien auf … bei einem Misstritt das linke 
Bein (act. II A1). Die erste medizinische Versorgung (mit Untersuchung 
sowie Abgabe von Medikamenten) erfolgte am 6. Dezember 2018 auf … 
(act. II M19). Nach der Rückkehr in die Schweiz wurde die Versicherte von 
ihrem Hausarzt zwecks weiterer Abklärungen an die Orthopädie 
D.________ überwiesen (act. II M3). In deren Bericht vom 23. Januar 2019 
(act. II M2) wurde nach zwei bildgebenden Untersuchungen mittels MRI 
eine posteromediale Meniskusläsion Knie links mit kleiner tibialer Osteone-
krosezone/Knochenödem bei Status nach Kniedistorsion vom 2. Dezember 
2018 diagnostiziert. Die Behandlung erfolgte (weiterhin) konservativ. In der 
Sprechstunde vom 7. Mai 2019 wurde bei leicht progredientem Verlauf die 
Fortführung der Physiotherapie empfohlen, indessen keine Nachkontrolle 
vereinbart (act. II M9). Am 6. Juni 2019 konnte die Versicherte ihr ange-
stammtes Arbeitspensum wieder aufnehmen (act. II M9; Beschwerde, 
S. 5). Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht, indem sie Heilbehandlung 
gewährte und Taggelder ausrichtete (act. II A66 E. 1.2 S. 2).

A.b.

Am 23. Juli 2020 meldete die Versicherte bei der AXA einen "Rückfall" (act. 
II A24). Anlässlich einer Vorstellung in der Sprechstunde der Orthopädie 
D.________ vom 27. Juli 2020 klagte sie über zunehmende belastungsab-
hängige Schmerzen über dem medialen Gelenkspalt im linken Knie (act. II 

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M11). Die AXA klärte den Ereignishergang vom 2. Dezember 2018 mittels 
Fragebogen ab (act. II A28), zog Berichte behandelnder Ärzte bei, legte 
das Dossier Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, zur Beurteilung 
vor (Bericht vom 7. Dezember 2020 [act. II M16]) und verneinte anschlies-
send mit (formlosem) Schreiben vom 8. Januar 2021 einen Leistungsan-
spruch (act. II A42). Damit war die Versicherte nicht einverstanden (act. II 
A47) und liess einen Bericht von PD Dr. med. F.________, Facharzt für 
Chirurgie, ins Recht legen (act. II M17), woraufhin die AXA ihrerseits eine 
Stellungnahme von Dr. med. E.________ einholte (act. II A50) und mit Ver-
fügung vom 31. März 2021 (act. II A50) einen Anspruch auf Versicherungs-
leistungen mit der Begründung verneinte, die ab Anfang Juli 2020 
geklagten Kniebeschwerden links ständen nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 2. Dezember 2018. 
Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache (act. II A52; A61) 
wies die AXA mit Entscheid vom 18. November 2021 (act. II A66) ab, 
nachdem sie von ihrem beratenden Arzt, Dr. med. G.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
einen Bericht eingeholt hatte (act. II M21).

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 6. Januar 2022 Beschwerde erheben. Sie 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. November 2021 sei aufzu-
heben und es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen 
nach UVG zu gewähren.

Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 18. November 2021 aufzuhe-
ben und nach Durchführung einer externen medizinischen Beurteilung, unter 
Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien, neu über den Leistungsan-
spruch der Beschwerdeführerin zu befinden.

Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin

Gleichzeitig reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht vom 20. Dezem-
ber 2021 von PD Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 9), sowie einen weiteren Bericht von PD Dr. 
med. F.________ vom 21. Dezember 2021 (act. I 8) zu den Akten. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2022 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Ferner legte sie eine weitere Stel-
lungnahme von Dr. med. G.________ vom 7. Februar 2022 (act. II M26) 
sowie einen (im Auftrag von Dr. med. G.________ konsiliarisch veranlass-
ten) Bericht vom 10. Februar 2022 (act. II M25) von Dr. med. I.________, 
Facharzt für Radiologie, ins Recht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 31. März 2021 (act. II A50) 
bestätigende Einspracheentscheid vom 18. November 2021 (act. II A66). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung in Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 2. Dezember 2018 und dabei insbesondere die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin zu Recht einen natürlichen Kausalzusammenhang 

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zwischen den ab Juli 2020 geklagten linksseitigen Kniebeschwerden und 
dem Ereignis verneinte. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 
161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). 

2.1.1 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.1.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 6

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges 
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 
435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 
5.1).

2.1.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 11 erster Halbsatz der Verordnung vom 20. Dezem-
ber 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) werden die Versi-
cherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem 
Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich ge-
heilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise 
sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 144 V 245 E. 6.1 S. 
254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

2.2.2 Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leis-
tungspflicht im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der sei-
nerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein 
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. E. 2.1 vor-
ne). Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des Kau-
salzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren Rückfall behaftet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 7

werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und 
S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). 

Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das Vor-
liegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Be-
schwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht 
geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuwei-
sen (vgl. E. 2.1.2 vorne). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 
Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der 
Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 
57 E. 2.2.2; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Dezember 
2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.3 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 
Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer 
Entscheidungsgrundlagen (Entscheid des BGer vom 26. März 2019, 
8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den 
Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Entscheid des BGer vom 
27. April 2021, 8C_287/2020, E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Ereignis vom 2. Dezember 2018, 
als die Beschwerdeführerin gemäss Angaben in der Unfallmeldung auf dem 
Rückweg vom Strand einen Misstritt machte und sich dabei das linke Bein 
verdrehte (act. II A1), im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. 
November 2021 als Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1.1 vorne) qualifiziert 
(vgl. act. II A66 E. 2.3.6 S. 5; Beschwerdeantwort, S. 13, Ziff. 6). Dies ist 
nicht zu beanstanden, sind die Tatbestandsvoraussetzungen nach Art. 4 
ATSG doch erfüllt respektive stellt ein Misstritt ("movimiento brusco" [act. II 
M19]) im Sinne einer unkoordinierten Bewegung einen ungewöhnlichen 
äusseren Faktor dar (vgl. Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 3. Januar 2000, U 236/98, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 8

E. 3b; IRENE HOFER, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Unfallversicherungsgesetz, 2019, N 37 zu Art. 6 UVG; zur 
Qualifikation einer unkoordinierten Bewegung als Unfallereignis, vgl. SVR 
2021 UV Nr. 10 S. 54 E. 4.2; RKUV 2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 
S. 422 E. 2b). Damit ist der vorliegende Fall ungeachtet dessen, ob gleich-
zeitig eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt, einzig unter 
dem Blickwinkel von Art. 6 Abs. 1 UVG zu prüfen (vgl. E. 2.1 vorne; Ent-
scheid des BGer vom 25. November 2021, 8C_355/2021, E. 6.1). 

3.2 Zum Gesundheitszustand des linken Kniegelenks sowie der Frage 
der Kausalität lässt sich den im Recht liegenden Akten im Wesentlichen 
Folgendes entnehmen: 

3.2.1 Im Bericht des Spitals J.________ (…) vom 6. Dezember 2018 
(act. II M19) wurden anlässlich der gleichentags erfolgten Untersuchung 
Schmerzen in der Poplitealregion festgestellt und Schmerzen im linken 
Knie diagnostiziert. 

3.2.2 Ein (nach der Rückkehr in die Schweiz) am 12. Dezember 2018 
(act. II M4) durchgeführtes MRI des linken Kniegelenks wurde wie folgt 
beurteilt: "Patella-/Trochleadysplasie (Dejour Typ B). Hinweise für ein Pa-
tellasehnen-, lateralen Femurkondylen-Impingement-, sowie Plica-Syndrom 
medial. Hauptbefundlich wahrscheinlich eine bis an die Kapsel reichende 
radiäre Ruptur am medialen Meniskushinterhorn an der dorsomedialen 
Meniskuswurzel. Rupturierte Baker-Zyste."

Ein weiteres MRI des linken Kniegelenks vom 22. Januar 2019 (act. II M5) 
wurde wie folgt beurteilt: "Unverändert zur Voruntersuchung 12/2018 radiä-
rer Riss der Innenmeniskushinterhorn Wurzel mit subluxiertem Innenme-
niskuscorpus. Neues Knochenmarksödem an der medialen Kante des 
Tibiaplateaus, vereinbar mit Überlastungsreaktion. Kein Nachweis einer 
Fraktur. Etwas ausgedünnter Knorpel am medialen Femurkondylus. Kleine 
osteochondrale Läsion am lateralen Femurkondylus. Keine höhergradigen 
Knorpelschäden."

3.2.3 Im Bericht der Orthopädie D.________ vom 23. Januar 2019 (act. 
II M2) wurde eine posteromediale Meniskusläsion Knie links mit kleiner 
tibialer Osteonekrosezone/Knochenödem bei Status nach Kniedistorsion 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 9

vom 2. Dezember 2018 diagnostiziert. Mittels MRI stelle sich die Innenme-
niskusläsion im Vergleich zur Voruntersuchung vom Dezember 2018 
unverändert dar. Die Beschwerdeführerin zeige wie in der letzten 
Sprechstunde vermutet eine Entzündungsreaktion des Tibiaplateaus 
medial und zudem die bekannte Innenmeniskusläsion. 

Im Bericht der Orthopädie D.________ vom 7. Mai 2019 (act. II M9) wurde 
festgehalten, der Verlauf sei leicht progredient. Die Fortführung der Physio-
therapie werde empfohlen. Eine Nachkontrolle werde nicht terminiert. Die 
50%ige Arbeitsunfähigkeit werde bis Ende Mai verlängert. Dies entspreche 
bei einem Pensum von 40% einem Pensum von 20% bis 31. Mai 2019, 
dann 0% ab 6. Juni 2019.

3.2.4 Am 27. Juli 2020 begab sich die Beschwerdeführerin erneut in die 
Sprechstunde der Orthopädie D.________. Im entsprechenden Bericht 
vom 29. Juli 2020 (act. II M11) wurde festgehalten, es beständen weiterhin 
zunehmende belastungsabhängige Schmerzen über dem medialen 
Gelenkspalt im linken Knie. Die Beschwerden träten insbesondere bei 
Belastung auf. Die initial durchgeführte konservative Therapie habe ein 
gutes Resultat gezeigt. Nun seit 2-3 Wochen seien die Beschwerden so 
ausgeprägt, dass eine normale Belastung nicht mehr möglich sei. 

Nach Durchführung eines weiteren MRI’s vom 10. August 2020 (act. II 
M12) wurde im Bericht der Orthopädie D.________ vom 12. August 2020 
(act. II M10) ein posteromedialer Meniskusradiärriss Knie links mit kleiner 
tibialer Osteonekrosezone/Knochenödem bei Status nach Kniedistorsion 
vom 2. Dezember 2018 sowie eine beginnende Gonarthrose Knie links 
diagnostiziert. 

3.2.5 Dr. med. E.________ hielt in seiner zu Handen der 
Beschwerdegegnerin erstellten Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 
(act. II M16) fest, der Gesundheitszustand habe sich "zwischen dem 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung im Sommer 2019 und dem Zeitpunkt der 
Rückfallmeldung ab 27.07.2020" verändert. Die im MRI vom 10. August 
2020 dokumentierten progredienten degenerativen Veränderungen ständen 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzu-
sammenhang zum Unfallereignis vom 2. Dezember 2018: Anlässlich dieses 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 10

Ereignisses sei es bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen (be-
ginnende mediale und retropatelläre Arthrose) zur Ruptur der Bakerzyste 
gekommen, was die Schmerzen ausgelöst habe. Gegen eine damals trau-
matisch bedingte Meniskusläsion spreche auch ein fehlendes Bone Bruise 
tibial medial bei u.a. intrameniskalen Veränderungen. Die auf … dokumen-
tierte Schmerzlokalisation habe auch popliteal im Bereich der rupturierten 
Bakerzyste gelegen, welche als Folge der degenerativen Veränderungen 
im linken Kniegelenk entstanden sei. Der Status quo sine sei nach dem 
Ende der Kontrolle vom 7. Mai 2019 und der letzten Physiotherapiesitzung 
vom 21. Mai 2019 erreicht worden.

3.2.6 PD Dr. med. F.________ hielt in der zu Handen der Beschwerde-
führerin erstellten Stellungnahme vom 9. Februar 2021 (act. II M17) fest, 
die Beurteilung des vorliegenden Falles sei schwierig: Die Befunde Baker-
zyste, dorsaler Innenmeniskuswurzelriss, Osteonekrose am medialen Ti-
biaplateaurand und zunehmende Gonarthrose seien in Verbindung zu 
bringen (S. 3). Eine traumatische Meniskusläsion müsse nicht von einem 
Bone Bruise/Knochenmarködem begleitet sein. Die klinischen Befunde und 
die Symptomatik beim Hausarzt seien Zeichen einer erlittenen Meniskuslä-
sion. Der Status quo sine sei nicht erreicht. Anlässlich des Unfallereignis-
ses sei es zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen und 
die Beschwerden im Sommer 2020 seien als Rückfall zu werten (S. 5).

3.2.7 Im zu Handen der Beschwerdegegnerin verfassten Bericht vom 
29. Oktober 2021 (act. II M21) hielt Dr. med. G.________ fest, das Ereignis 
vom 2. Dezember 2018 stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 
einem natürlichen Kausalzusammenhang mit der geltend gemachten 
Symptomatik am linken Knie. Es habe sich eine popliteale 
Schmerzmanifestation bemerkbar gemacht, die mit einer Ruptur der 
vorbestehenden Bakerzyste gut vereinbar sei. Diese wiederum stehe in 
einem strengen Zusammenhang mit der chronischen posteromedialen 
Meniskusschädigung. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lägen 
krankhafte Vorzustände einer beginnenden Kniearthrose vor. Dazu 
gehörten auch die Veränderungen an den Menisken medial und lateral, die 
Bakerzyste und das temporäre Ödem an der medialen Tibiakante. 
Spätestens nach zwei Monaten (2. Januar 2019 [gemeint wohl: 2. Februar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 11

2019]) sei die Flüssigkeit aus der rupturierten Bakerzyste resorbiert. Es sei 
aber zu berücksichtigen, dass es sich dabei um eine 
Krankheitsmanifestation und nicht um eine Unfallfolge handle. Streng 
genommen gebe es somit unfallbedingt keinen Status quo sine (S. 9).

3.2.8 Im zu Handen der Rechtsschutzversicherung der 
Beschwerdeführerin verfassten und im vorliegenden Verfahren aufgelegten 
Bericht vom 20. Dezember 2021 (act. I 9) hielt der Radiologe PD Dr. med. 
H.________ fest, es handle sich um einen medialseitigen, akuten, 
traumatisch ausgelösten, vertikal und radiär verlaufenden Einriss 
angrenzend an die hintere Meniskuswurzel (S. 5). Es lägen eindeutige 
Befunde vor, die von Dr. med. G.________ in seiner Befundbeurteilung 
nicht berücksichtigt worden seien (S. 6). 

Unter anderem gestützt auf den Bericht von PD Dr. med. H.________ hielt 
PD Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 21. Dezember 2021 
(act. I 8) an seiner Beurteilung vom 9. Februar 2021 fest (S. 3). 

3.2.9 Dr. med. G.________ bestätigte nach Vorlage der Berichte von PD 
Dr. med. H.________ und F.________ und unter Berücksichtigung einer 
konsiliarischen Beurteilung der MRI-Bilder durch Dr. med. I.________ (act. 
II M26) mit Stellungnahme vom 7. Februar 2022 (act. II M26) seine 
Beurteilung vom 29. Oktober 2021. 

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 12

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbe-
sondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens erörtert 
werden (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, 
E. 4.2). 

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Ent-
scheid des BGer vom 23. Juli 2021, 8C_85/2021, E. 3.3) – kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2021 UV Nr. 34 
S. 154 E. 2.3).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 
V 58 E. 5.1 S. 65; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154 E. 2.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 13

4.

Die Beschwerdegegnerin prüfte die Kausalität der seit Juli 2020 von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden am linken Knie respektive den 
in diesem Zusammenhang geltend gemachten Leistungsanspruch unter 
dem Blickwinkel eines Rückfalls (vgl. E. 2.2 vorne; act. II A50; A66 E. 
2.3.12 S. 9). Dies ist im Lichte der (medizinischen) Aktenlage (vgl. E. 3.2 
vorne) nicht zu beanstanden: Zwar erfolgte der damalige Abschluss des 
Grundfalls nicht mittels einer schriftlichen Mitteilung der 
Beschwerdegegnerin. Wie jedoch aus dem Bericht der Orthopädie 
D.________ vom 7. Mai 2019 (act. II M9) hervorgeht, wurde keine 
Nachkontrolle terminiert und die letzte Physiotherapiesitzung erfolgte 
gemäss Angaben in der Beschwerde (vgl. S. 5) am 21. Mai 2019. Da für 
die Zeit ab dem 6. Juni 2019 auch keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert 
wurde und nach der Aktenlage damals davon ausgegangen werden 
konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten, standen spätestens ab Anfang Juni 2019 
keine Leistungen mehr zur Diskussion. Damit kann ein Abschluss des 
Grundfalls auch ohne förmliche Mitteilung der Beschwerdegegnerin 
angenommen werden und ist der seitens der Beschwerdeführerin 
behauptete ursächliche Zusammenhang zwischen den ab Juli 2020 
geklagten Kniebeschwerden links und dem Ereignis vom 2. Dezember 
2018 respektive der geltend gemachte Leistungsanspruch unter dem 
Aspekt eines Rückfalls zu prüfen (vgl. Entscheid des BGer vom 31. Juli 
2013, 8C_400/2013, E. 4). Dies ist denn auch unbestritten (vgl. 
Beschwerde, S. 5 [Titel "IV/2. Rückfall"]; S. 9 [IV/3. Zusammenfassung]).

5.

5.1 Für die Prüfung der Rückfallkausalität (vgl. E. 1.2 und E. 4 vorne) 
stellte die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 18. November 2021 auf die Berichte ihrer beratenden Ärzte Dres. 
med. E.________ und G.________ vom 7. Dezember 2020 (act. II M16) 
bzw. 29. Oktober 2021 (act. II M21) ab (act. II A66 E. 2.3.7 S. 6 f.). Den 
Schlussfolgerungen deren Beurteilungen entsprechend verneinte sie den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 14

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den seit Juli 2020 geklagten 
Kniebeschwerden links und dem Ereignis vom 2. Dezember 2018. Demge-
genüber macht die Beschwerdeführerin geltend, insbesondere gestützt auf 
den Bericht von PD Dr. med. H.________ vom 20. Dezember 2021 (act. I 
9) sei die Kausalität zu bejahen (Beschwerde, S. 9 f., Ziff. IV/3). Eventuell 
lägen mit den eingereichten Berichten von PD Dr. med. F.________ und 
H.________ gleichwertige Expertisen vor, welche die Einholung eines ex-
ternen Gutachtens erforderlich machten (Beschwerde, S. 10, Ziff. IV/4). 

5.2 Der Bericht von Dr. med. G.________ vom 29. Oktober 2021 (act. 
II M21) ist grundsätzlich nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind 
ausführlich begründet (vgl. E. 3.3.2 vorne). Dabei orientierte sich der Ex-
perte an dem von ihm verfassten Dokument "Meniskusschaden - Extrakt 
mit Kernaussagen aus dem Kursbuch der ärztlichen Begutachtung 2018 
(Ludolph/Schürmann/Gaidzik) Ecomed Verlag" (vgl. act. II M21 S. 5; M27). 
Danach beurteilt sich die Unfallkausalität von Meniskusschäden insbeson-
dere anhand des Schadensmechanismus sowie des funktionellen und 
morphologischen Schadensbildes. Diese (im Einzelnen weiter erläuterten) 
Kriterien bestimmten gemäss Dr. med. G.________ "bis heute den Stan-
dard der Begutachtung zu Meniskusschäden" (vgl. act. II M22). Dieselben 
Kriterien zitiert die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort, hier 
indessen unter Berufung auf ELMAR LUDOLPH (Hrsg.), Der Unfallmann, 13. 
Aufl., Springer-Verlag, 2013 (vgl. Beschwerdeantwort, S. 4, Ziff. 3.1). Die 
von ihr und Dr. med. G.________ berücksichtigte Fachliteratur respektive 
die darin als massgeblich erachteten Beurteilungskriterien haben – soweit 
ersichtlich – in dieser Form bis anhin weder in die höchstrichterliche Praxis 
noch in die schweizerischen Leitlinien medizinische Begutachtung (vgl. 
etwa die Leitlinien für die orthopädische Begutachtung, abrufbar unter 
<www.swiss-insurance-medicine.ch> ->Fachwissen und Tools -
>Medizinische Gutachten ->Leitlinien medizinische Begutachtung) Eingang 
gefunden. Etwas Anderes folgt auch nicht aus dem beschwerdeantwort-
weise (S. 5, Ziff. 3.1) angeführten Bundesgerichtsentscheid vom 22. Okto-
ber 2019 (8C_446/2019), welcher im Übrigen nicht eine Knie- sondern eine 
Schulterproblematik (Verletzung der Rotatorenmanschette) betrifft. So oder 
anders führt der Umstand, dass sich die Berichte von PD Dr. med. 
F.________ und H.________ nicht (ausdrücklich) an diesen Kriterien orien-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 15

tieren nicht dazu, dass ihren Stellungnahmen einzig deswegen jegliche 
Eignung für das Aufzeigen zumindest geringer Zweifel an der Zuverlässig-
keit der versicherungsinternen Berichte abzusprechen wäre. 

5.3 In seinem Bericht vom 29. Oktober 2021 (act. II M21) hat Dr. med. 
G.________ unter Bezugnahme auf die hiervor genannten Beurteilungskri-
terien (vgl. E. 5.2 vorne) einzig die aktenmässigen Angaben zum morpho-
logischen Schadensbild als verwertbar beurteilt (S. 5). Seine Einschätzung, 
wonach alle relevanten Kriterien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
kongruent darauf hinwiesen, dass kein Rückfall vorliege (S. 7 f.), ist vor 
diesem Hintergrund folglich zumindest zu relativieren. Der vorliegende Ex-
pertenstreit dreht sich denn auch in der Hauptsache um die richtige Inter-
pretation der MRI-Bildgebung sowie die Frage nach der Ätiologie der darin 
dargestellten Befunde (vgl. MRI’s vom 12. Dezember 2018 [act. II M4], 22. 
Januar 2019 [act. II M5] und 10. August 2020 [act. II M12]). Insofern ergibt 
sich folgendes Bild:

5.3.1 In Bezug auf die erste Bildgebung vom 12. Dezember 2018 hielt 
Dr. med. G.________ fest, in der persönlichen Betrachtung der MRI-Bilder 
könne im medialen Meniskushinterhorn die radiäre, ansatznahe Kontinu-
itätsunterbrechung bis in die Peripherie nachvollzogen werden. Die Ränder 
seien zehn Tage nach dem Ereignis scharf begrenzt abgeschliffen. Die 
Substanz sei im Hinterhorn inhomogen, der Meniskus sei ansatznahe eher 
plump und im Corpusgebiet deutlich extrudiert. Innenbandstrukturen zart 
und reizlos. Kein Bone Bruise. Im lateralen Meniskusvorderhorn seien in-
tramurale Irregularitäten erkennbar. Die Knorpelschichten seien femoral 
medial etwas unregelmässig. Der Inhalt der Bakerzyste sei nach distal aus-
fliessend. In dieser Konstellation müsse man die Schlussfolgerung ziehen, 
dass die Dokumentation der sich entleerten Bakerzyste zeitlich mit der aku-
ten posteromedialen und poplitealen Symptomatik streng zusammenhänge, 
derweil die Zeichen des Abschliffs und der scharfen Begrenzung im Spalt 
der wurzelnahen Meniskussubstanz im klar degenerativ veränderten Hin-
terhorn zeitlich nicht mit einer frischen Meniskusverletzung übereinstimme. 
Zudem sei es undenkbar, dass sich in der 10-tägigen Schonungszeit nach 
dem Ereignis bereits eine derartige Meniskusextrusion etabliert habe. 
Querverlaufende Zusammenhangstrennungen seien zudem gemäss der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 16

versicherungs-medizinischen Literatur nicht beweisend für eine traumati-
sche Genese. Hinsichtlich der zweiten Bildgebung vom 22. Januar 2019 
hielt Dr. med. G.________ fest, neu werde eine umschriebene Signalver-
änderung an der medialen Tibiakante beschrieben. Ebenso auffällig seien 
die Zeichen einer Knorpelschädigung femorotibial medial und lateral er-
schienen, derweil sich der Aspekt der Hinterhornansatz-Schädigung des 
Meniskus mit der Extrusion unverändert habe darstellen lassen. Schliess-
lich sei es anhand der letzten Bildgebung vom 10. August 2020 zu einer 
allmählichen Zunahme der Knorpelschäden in allen drei Kompartimenten 
gekommen. Das vordere Kreuzband sei inzwischen auch mukoid verändert 
erschienen. Die Meniskusschädigung posteromedial sei an der Unterseite 
im Bereich der bekannten Degenerationszonen transmural dargestellt und 
die degenerativen Meniskusveränderungen im lateralen Vorderhorn hätten 
auch zugenommen. Die Bakerzyste habe sich wieder gefüllt, das Knochen-
ödem indes wieder zurückgebildet, so dass die Bezeichnung einer Kno-
chennekrose nicht zutreffend sei (S. 7). 

5.3.2 Der Radiologe PD Dr. med. H.________ hielt nach Sichtung und 
Beurteilung aller drei MRI-Bilder im Bericht vom 20. Dezember 2021 (act. I 
9) fest, es lägen eindeutige Befunde vor, die von Dr. med. G.________ 
nicht berücksichtigt worden seien: Die Ränder im radiären Riss seien 10 
Tage nach dem Ereignis nicht scharf begrenzt und abgeschliffen, sondern 
zum einen ausgefranst, zum andern mit einer umschriebenen Schulterbil-
dung; erst im weiteren Verlauf (Januar 2019 sowie im August 2020) seien 
diese scharf begrenzt und abgeschliffen. Sodann liege die Meniskusdege-
neration initial am 12. Dezember 2018 im Übergang Pars intermedia zum 
Hinterhorn, und es finde sich nicht wie von Dr. med. G.________ beschrie-
ben ein klar degenerativ verändertes Hinterhorn. Folglich sei die Schluss-
folgerung, dass die Zeichen des Abschliffs und der scharfen Begrenzung 
im Spalt im klar degenerativ veränderten Hinterhorn zeitlich nicht mit einer 
frischen Meniskusläsion übereinstimme, nicht überzeugend. Ferner finde 
sich entgegen seiner Beschreibung ein eindeutiges Bone Bruise direkt an-
grenzend an den radiären Riss im hinteren medialen Tibiaplateau. Weiter 
möge die Schlussfolgerung, wonach die rupturierte Bakerzyste zeitlich mit 
der akuten posteromedialen und poplitealen Symptomatik eng zusammen-
hänge, korrekt sein. Dass genau diese Symptomatik auch typischerweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 17

durch eine radiäre hintere Meniskuswurzelläsion verursacht werde, werde 
jedoch nicht diskutiert. Sodann erscheine die Feststellung von Dr. med. 
G.________ spekulativ und wenig faktenbasiert, wonach es unmöglich sei, 
dass sich in einer 10-tägigen Schonungszeit nach dem Ereignis bereits 
eine Meniskusextrusion etabliert habe. Die vorliegenden Untersuchungen 
dokumentierten anschaulich die typische, über die Zeit progrediente Dyna-
mik der radiären Meniskusläsion, vom Traumaereignis bis zu den subaku-
ten und chronischen Folgeschäden. Schliesslich sei auch die Behauptung, 
querverlaufende Zusammenhangstrennungen seien gemäss versiche-
rungsmedizinischer Literatur nicht beweisend für eine traumatische Gene-
se, nicht belastbar. In diesem Fall liege eine klare, vertikal verlaufende, 
radiäre Rissbildung vor, die sehr typisch für einen unfallbedingten Schaden 
sei (S. 6). Unter Berücksichtigung der von ihm aufgrund der Bildgebung 
beschriebenen Befunde gelangte PD Dr. med. H.________ zum Schluss, 
dass es am 2. Dezember 2018 zu einem medialseitigen, akuten, trauma-
tisch ausgelösten, vertikal und radiär verlaufenden Einriss angrenzend an 
die hintere Meniskuswurzel gekommen sei, was im weiteren Verlauf zu 
einer progredienten Gonarthrose geführt habe (S. 5).

5.3.3 Dr. med. I.________, welcher die MRI’s im Auftrag von Dr. med. 
G.________ sichtete, gelangte in seiner Beurteilung vom 10. Februar 2022 
(act. II M25) zum Schluss, zusammenfassend seien die Befunde aus radio-
logischer Sicht am besten so erklärt, dass wahrscheinlich schon vorbeste-
hend eine Ruptur (oder Partialruptur?) des medialen Meniskushinterhorns 
bestanden habe. Dafür spreche die gleichbleibende, scharfe Kontur und 
das bei der ersten Untersuchung geringe und ebenfalls persistierende Kap-
selödem medio-posterior sowie die mässige, vorbestehende Meniskusde-
generation. Die Befunde am 22. Januar 2019 seien gut mit einer 
möglicherweise durch das beschriebene Trauma bedingten Exazerbation 
der Meniskusinstabilität erklärt. Jedenfalls sei das Knochenmarködem am 
medialen Tibiaplateau nur im Januar 2019 vorhanden.

Unter anderem basierend auf dieser konsiliarischen Beurteilung von Dr. 
med. I.________ nahm Dr. med. G.________ im Bericht vom 7. Februar 
2022 (act. II M26) nochmals ausführlich Stellung und legte seine – als sol-
che bezeichnete – Gegenhypothese zu den Ausführungen von PD Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 18

H.________ dar. Dabei bestätigte Dr. med. G.________ im Wesentlichen 
seine ursprüngliche Einschätzung, wonach es – bei bestehender Dispositi-
on zur Entstehung einer Früharthrose (2005 wahrscheinlich mild prognose-
relevante Knietraumatisierung [vgl. act. II M14 f.]) sowie relevanten 
degenerativen Veränderungen am Knorpel und Meniskus links im Laufe der 
letzten ca. 12 Jahre bzw. vor 2018 – überwiegend wahrscheinlich zu einer 
Ruptur der Bakerzyste am 2. Dezember 2018 gekommen sei und nach 
Abklingen der poplitealen Symptomatik allmählich eine Progredienz der 
Kniearthrose in allen Kompartimenten innerhalb von drei Jahren im Sinne 
eines natürlichen Krankheitsverlaufes eingesetzt habe (act. II M26). 

5.4 Wie in E. 5.3.2 vorne gezeigt, bestehen zunächst in Bezug auf die 
Interpretation der bildgebenden MRI-Befunde (potentiell kausalitätsrelevan-
te) Diskrepanzen. So beurteilt der Radiologe PD Dr. med. H.________ die 
Ränder im radiären Meniskusriss im Gegensatz zu den Dres. med. 
G.________ und I.________ im MRI vom 12. Dezember 2018 als nicht 
scharf abgegrenzt und abgeschliffen, sondern ausgefranst und verneint das 
Vorliegen eines degenerativ veränderten Hinterhorns. Ferner stellte er an-
ders als die Administrativexperten (aber auch im Gegensatz zu den erstbe-
urteilenden Radiologen [vgl. act. II M5]) ein Knochenmarködem (Bone 
Bruise) direkt angrenzend an den radiären Riss im hinteren Tibiaplateau 
fest. Auch bezüglich der Einordnung der Befunde im Hinblick auf die streiti-
ge Ätiologie weichen die Einschätzungen von Dr. med. G.________ und 
PD Dr. med. H.________ voneinander ab, indem Letzterer die Schlussfol-
gerungen von Dr. med. G.________ in Bezug auf die Meniskusextrusion in 
Frage stellte und darüber hinaus dessen Einschätzung, wonach querver-
laufende Zusammenhangstrennungen des Meniskus gegen eine trauma-
bedingte Ursache sprächen, als nicht belastbar qualifizierte. Weiter stellt 
PD Dr. med. H.________ zwar nicht grundsätzlich in Frage, dass die im 
Zuge des Ereignisses vom 2. Dezember 2018 geklagten Beschwerden auf 
eine rupturierte Bakerzyste zurückgeführt werden könnten (vgl. auch den 
Bericht von Dr. med. E.________ vom 7. Dezember 2020 [act. II M16]), 
führt jedoch ins Feld, dass die geklagte Symptomatik typischerweise auch 
durch eine radiäre hintere Meniskuswurzelläsion verursacht werden könne 
(vgl. act. I 9 S. 6). In der Folge gelangen PD Dr. med. H.________ (sowie 
PD Dr. med. F.________, welcher etwa die ätiologische Relevanz der Bone 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 19

Bruise anders beurteilt als die Administrativexperten [vgl. act. II M16; M17 
S. 5; M21 S. 8]) und Dr. med. G.________ in Bezug auf die hier streitige 
Rückfallkausalität der ab Juli 2020 geklagten Kniebeschwerden links zu 
entgegengesetzten Schlussfolgerungen. 

5.5

5.5.1 Zwar bildet – insoweit ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten 
(vgl. Beschwerdeantwort, S. 13, Ziff. 5.2.4) – die Quantität der Einwände 
anderer Fachärzte gegen eine Administrativbeurteilung für sich genommen 
keinen hinreichenden Grund für die Annahme bereits geringer Zweifel an 
deren Beweiswert. Zentral ist vielmehr die Frage, ob solchen Einwänden 
auf dem Wege der Beweiswürdigung begegnet werden kann (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 5. Februar 2020, 8C_693/2019, E. 5.2.1.2). Dies ist 
vorliegend nicht der Fall. Vielmehr präsentiert sich die Ausgangslage der-
gestalt, dass einerseits mit den Berichten der Dres. med. E.________, 
G.________ und I.________ kausalitätsverneinende und andererseits mit 
den Berichten von PD Dr. med. H.________ und F.________ kausalitäts-
bejahende – insgesamt formal gleichrangige – fachärztliche Stellungnah-
men im Recht liegen. Unter beweisrechtlichem Gesichtspunkt (vgl. E. 5.2 
vorne) ist dabei namentlich entscheidend, dass sich der Bericht des Radio-
logen PD Dr. med. H.________ nicht in einer abweichenden Kausalitätsbe-
urteilung erschöpft, sondern seine Schlussfolgerungen auf einer Analyse 
und detaillierten Beschreibung der bildgebend zur Darstellung gebrachten 
Befunde einerseits sowie auf einer Auseinandersetzung mit der anderslau-
tenden Beurteilung von Dr. med. G.________ andererseits basieren. Dabei 
kommt – wie in E. 5.1 dargelegt – dem bildgebend dokumentierten Verlauf 
nach derzeitiger Aktenlage eine erhebliche Bedeutung zu, womit nament-
lich auch die fachärztliche Einschätzung der Radiologen ins Zentrum des 
(beweisrechtlichen) Interessens rückt. Dass die Interpretation der bildge-
benden Befunde vorliegend offenbar nicht einfach ist, illustriert denn auch 
die Tatsache, dass Dr. med. G.________ seinerseits vom MRI-
Befundbericht vom 12. Dezember 2018 (act. II M4) in Bezug auf die Ein-
schätzung durch den erstbeurteilenden Radiologen hinsichtlich des 
Ausmasses der Knorpelschädigungen ausdrücklich abwich (vgl. act. II M26, 
zu Ziff. 1 – wobei auch im MRI-Bericht vom 22. Januar 2019 die Knorpel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 20

schäden als nicht höhergradig eingestuft wurden [act. II M5]) und sich nach 
Vorliegen des Berichts von PD Dr. med. H.________ veranlasst sah, die 
MRI’s durch einen weiteren Radiologen nochmals beurteilen zu lassen. 
Bildet dem Dargelegten zufolge jedoch bereits die Interpretation der nach 
dem Ereignis vom 2. Dezember 2018 bildgebend dokumentierten Befund-
lage Gegenstand kontroverser fachärztlicher Auseinandersetzung, kann 
das Gericht die auf eben dieser streitigen Befundlage erfolgte und entspre-
chend ebenso widersprüchliche Kausalitätsbeurteilung nicht auf dem Wege 
der Beweiswürdigung auflösen. Damit ist aber gleichzeitig auch gesagt, 
dass – entgegen dem beschwerdeweise gestellten Hauptbegehren – auf 
der Grundlage der von der Beschwerdeführerin zu den Akten gereichten 
Berichten ebenso wenig ein abschliessender Entscheid über die streitige 
Kausalität respektive die Leistungspflicht gefällt werden kann. 

5.5.2 Demnach bestehen angesichts der Beurteilungen von PD Dr. med. 
H.________ und F.________ zumindest geringe Zweifel (vgl. E. 3.3.2 vor-
ne) an den versicherungsinternen Aktenbeurteilungen der Dres. med. 
G.________ und E.________, womit gestützt darauf die Frage, ob zwi-
schen dem Ereignis vom 2. Dezember 2018 und der ab Juli 2020 im Sinne 
eines Rückfalls (vgl. E. 4 vorne) geklagten Kniebeschwerden links über-
wiegend wahrscheinlich ein Kausalzusammenhang besteht (vgl. E. 2.1.2 
vorne), nicht abschliessend beantwortet werden kann. Da bei gegebener 
Aktenlage nicht von Beweislosigkeit (vgl. E. 2.2.2 vorne) auszugehen ist, 
wird die Beschwerdegegnerin deshalb weitere Abklärungen vorzunehmen 
und ein verwaltungsexternes, auf persönlicher Untersuchung beruhendes 
Gutachten (unter Einbezug der Fachrichtungen Chirurgie oder Orthopädie 
sowie Radiologie) zu veranlassen haben. 

5.6 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde der Ein-
spracheentscheid vom 18. November 2021 (act. II A66) aufzuheben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungs-
anspruch neu verfüge. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 21

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

6.2

6.2.1 Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung 
beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Even-
tualantrag gestellt wird (SVR 2020 KV Nr. 23 S. 112 E. 11.1).

6.2.2 Mit am 16. März 2022 eingereichter und nicht zu beanstandender 
Kostennote hat Rechtsanwältin B.________ ein Honorar von Fr. 2'902.50 
(10.75 Stunden à Fr. 270.--), Auslagen von Fr. 122.-- und die Mehrwert-
steuer (MWST) von Fr. 232.90 geltend gemacht. Der gesamte Parteikos-
tenersatz wird somit auf Fr. 3'257.40 (inkl. Auslagen und MWST) 
festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 18. November 2021 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 22

sen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'257.40 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2022, UV/22/11, Seite 23

Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.