# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 966ae9c2-0cf7-54e0-8633-5deb67cd9d61
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.10.2020 200 2020 335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-335_2020-10-01.pdf

## Full Text

200 20 335 IV
FUE/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ist Vater dreier Kinder, gelernter … und Landwirt und war zuletzt bis 
30. November 2019 als …- bzw. … bei der C.________ im Umfang eines 
80%-Pensums angestellt; daneben betrieb er mit seinem Bruder einen 
Landwirtschaftsbetrieb (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin], [act. II], 1; 16.33 S. 1; 27 S. 1; 58 S. 4, 6 f.). Im De-
zember 2018 meldete er sich unter Hinweis auf (seit einem Arbeitsunfall 
vom … 2017 sowie einem Motorradunfall vom … 2018 bestehende) Be-
cken-, Hüft- und rechtsseitige Schulterbeschwerden bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (act. II 1; 16.33; 
21.25). Die IVB holte die Akten des für die Unfälle zuständigen obligatori-
schen Unfallversicherers (D.________) ein, klärte den Sachverhalt in er-
werblicher Hinsicht ab, zog Berichte behandelnder Ärzte bei und 
unterbreitete das medizinische Dossier zwecks Erstellung eines Zumutbar-
keitsprofils Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD [Bericht vom 1. April 2019; act. II 
36]). In der Folge gewährte die IVB dem Versicherten Frühinterventions-
massnahmen in Form einer Arbeitsplatzanpassung (act. II 39) und – nach-
dem sie durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht 
Landwirtschaft (Hilfsmittel [act. II 40]) beigezogen hatte – ein selbstamorti-
sierendes Darlehen für die Anschaffung eines Teleskopladers (act. II 41) 
sowie Eingliederungsberatung (act. II 55). Im weiteren Verlauf veranlasste 
die IVB durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Landwirt-
schaft (act. II 60 S. 2 ff.) und stellte dem Versicherten anschliessend mit 
Vorbescheid vom 29. November 2019 (act. II 62) bei einem Invaliditätsgrad 
von 34% die Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aus-
sicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwand (act. II 72), woraufhin die 
IVB eine Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes einholte (act. II 74). Mit 
Verfügung vom 12. März 2020 (act. II 75) entschied die IVB wie im Vorbe-
scheid in Aussicht gestellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 3

Bereits zuvor hatte die D.________ mit Verfügung vom 3. Januar 2020 
(act. II 64 S. 2 ff.) bei einem Invaliditätsgrad von "unter 10%" einen An-
spruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente verneint. Gegen den insoweit 
ergangenen Einspracheentscheid vom 23. Juni 2020 erhob der Versicherte 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern ebenfalls Beschwerde (Verfah-
ren UV 2020 620).

B.

Gegen die Verfügung der IVB vom 12. März 2020 erhob der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 12. Mai 2020 
Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren: 

Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2020 sei aufzuheben 
und es seien dem Beschwerdeführer die ihm zustehenden gesetzlichen Ver-
sicherungsleistungen, namentlich eine halbe IV-Rente zuzusprechen. 

Eventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2020 sei 
aufzuheben und die Akten seien zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2020 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. In der Begründung verweist sie auf 
die Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes vom 6. März 2020 (act. II 74 
S. 2 f.). Gleichzeitig legte sie eine weitere Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes vom 10. Juni 2020 ins Recht (in den Gerichtsakten). 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 1 f. der Verordnung des Schweizeri-
schen Bundesrats vom 20. März 2020 über den Stillstand der Fristen in 
Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zu-
sammenhang mit dem Coronavirus [COVID-19; SR 173.110.4]) sowie Form 
(Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. März 2020 (act. II 
75). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit, a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bis zum Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden – angefochtenen Verfügung vom 12. März 2020 (act. II 75; BGE 
131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt: 

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3.1.1 Am … 2017 rutschte der Beschwerdeführer auf einem Bagger aus 
und erlitt beim Versuch, sich festzuhalten, einen Schlag in der rechten 
Schulter (act. II 21.25 S. 2). Es erfolgte u.a. eine Untersuchung mittels MRI 
am 26. April 2018 (act. II 21.18 S. 2 f.). Dr. med. F.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
diagnostizierte im Bericht vom 18. Mai 2018 (act. II 21.12 S. 3 f.) einen 
Verdacht auf eine AC-Arthropathie rechts, adominant, mit/bei DD Biceps-
tendinopathie/medialer Pulley-Läsion (S. 3). Eine relevante strukturelle Lä-
sion lasse sich mittels MRI und Klinik ausschliessen. Bei kaum noch 
vorhandenen Beschwerden werde heute auf eine AC-Infiltration verzichtet 
und der Spontanverlauf beobachtet (S. 4).

3.1.2 Am … 2018 zog sich der Beschwerdeführer bei einem Motorrad-
unfall eine inkomplette Hemiquerfraktur mit undislozierter vorderer Pfeiler-
fraktur des Acetabulum (Hüftgelenk) rechts sowie eine Schürfung des 
rechten Ellbogens zu (act. II 16.19; 16.23 S. 1). 

Im Bericht des Spitals G.________ vom 29. Oktober 2018 (act. II 16.14) 
wurde festgehalten, die Fraktur sei vollständig konsolidiert. 

Mit weiterem Bericht vom 5. März 2019 (act. II 29 S. 4) hielten die behan-
delnden Ärzte des Spitals G.________ fest, der Beschwerdeführer sei im 
Alltag beschwerdefrei. Bei der Arbeit in der Landwirtschaft verspüre er am 
Abend und bei längerem Sitzen auf dem Traktor ein Ziehen im Bereich des 
Tuber ischiadicum. Die schwere Arbeit im … könne er in etwas angepass-
ter Intensität durchführen – aktuell zu 50% für die 80%ige Tätigkeit. Nach 
der Arbeit zeige sich jedoch eine Ermüdbarkeit insgesamt der rechten 
Hüftmuskulatur. Der Beschwerdeführer könne ab sofort wieder zu 100% im 
landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten. Für die schwere Arbeit im … sei noch 
eine Reduzierung der Arbeitsfähigkeit auf 50% für die 80%ige Tätigkeit 
erforderlich bis am 30. April 2019.  

3.1.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 1. April 
2019 (act. II 36) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
dauerhafte Minderbelastbarkeit des Hüftgelenks rechts nach konservativ 
behandelter inkompletter Hemiquerfraktur mit undislozierter vorderer Pfei-
lerfraktur Acetabulum rechts am … 2018 bzw. – als Diagnose ohne Auswir-

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kung auf die Arbeitsfähigkeit – einen Zustand nach Aktivierung einer mäs-
siggradigen Akromioclaviculararthrose rechts durch Schultertrauma vom … 
2017 fest (S. 4). In der Beurteilung führte sie aus, durch die traumatische 
Vorschädigung bleibe das Hüftgelenk dauerhaft minderbelastbar und mit 
hoher Wahrscheinlichkeit werde sich eine Früharthrose entwickeln. Aus 
diesem Grund seien nur noch körperlich leichte bis ausnahmsweise mittel-
schwere Tätigkeiten in wechselbelastender Position geeignet. Zu vermei-
den seien Zwangshaltungen, ausschliessliche Steh- und Gehbelastung, 
Arbeiten in gebückter Haltung, das Heben von Lasten körperfern, häufiges 
Treppensteigen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, repetitives Ho-
cken, Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung, 
Gehen auf unebenem Gelände sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition. 
In Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10-
15 kg gehoben und getragen werden. Diese Art Tätigkeit könne nach medi-
zinischem Ermessen bereits ab 1. April 2019 ganztags und bei voller 
Leistung erwartet werden. In Rücksicht auf das hohe Risiko einer frühen 
Coxarthrose rechts müsse von der Fortsetzung der körperlich anspruchs-
vollen, insbesondere auch hüftbelastenden Tätigkeit eines … abgeraten 
werden. Auf der geistigen und auf der psychischen Ebene bestehe keine 
Einschränkung (S. 6).

3.1.4 Der Arzt der D.________ Dr. med. H.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt 
im Bericht vom 15. August 2019 (act. II 52 S. 2 f.) fest, sämtliche Unfallfol-
gen seien ausgeheilt (S. 2). Es ergebe sich folgendes definitives Zumutbar-
keitsprofil: Der Beschwerdeführer solle Arbeiten in abschüssigem oder 
unebenem Gelände nicht mehr kontinuierlich ausüben. Solche Art Tätigkei-
ten seien auf 2 x 2 Stunden im Tagesverlauf zu verteilen mit einer mindes-
tens zweistündigen Unterbrechung dieser Tätigkeiten. Gewichts-
belastungen über 20kg sollten nicht mehr repetitiv erfolgen. Arbeiten mit 
schwerem Gerät (Gewicht 20kg und darüber) sollen ebenfalls mit entspre-
chenden Unterbrechungen erfolgen. Unter den genannten Voraussetzun-
gen sei ein ganztägiger Einsatz zu erwarten.

3.2 Die im Recht liegenden medizinischen Berichte, die schlüssig sind 
und keine wesentlichen Divergenzen aufweisen, erlauben eine zuverlässi-

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ge Beurteilung des Gesundheitszustandes und des verbliebenen funktio-
nellen Leistungsvermögens (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 
5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Demnach ist dem Beschwerdeführer 
insbesondere gestützt auf den Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. 
E.________ vom 1. April 2019 die (bisherige und per Ende November 2019 
gekündigte) Tätigkeit als …- bzw. … nicht mehr zumutbar. Eine den Leiden 
angepasste Tätigkeit ist ab dem 1. April 2019 ganztags und bei voller Leis-
tung möglich (act. II 36 S. 6). Diese Einschätzung wird seitens des Be-
schwerdeführers zu Recht nicht bestritten (vgl. Beschwerde, S. 3 f., Art. 2; 
S. 5, Art. 5). 

Basierend auf dieser medizinisch-theoretischen Grundlage ist nachfolgend 
der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.

4.1 Der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns liegt in Anbe-
tracht der ab … 2018 durchgehend attestierten Arbeitsunfähigkeit (act. II 
16.12; 46.2 S. 2; 46.27) sowie mit Blick auf die am 17. Dezember 2018 
(act. II 1 S. 7) erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug im Juli 2019 (Art. 
28 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG). 

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 9

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 
46 S. 148 E. 3.3). 

4.2.3 Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die im 
Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes aktuellsten statistischen 
Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 27. November 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1).

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 
12. März 2020 (act. II 75) bei einem Invaliditätsgrad von 34% einen Ren-
tenanspruch verneint. Zur Begründung verwies sie auf die Ergebnisse im 
Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 26. November 2019 (act. II 60 S. 2 
ff.). Darin ermittelte die Abklärungsfachperson ein Valideneinkommen von 
Fr. 103'348.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 67'766.--, woraus eine 
Differenz von Fr. 35'582.-- und in der Folge ein Invaliditätsgrad von 34% 
resultierten (S. 6). 

Das Invalideneinkommen berechnete die Beschwerdegegnerin nach Mass-
gabe der LSE 2016, Tabelle TA1, Wert Total, Kompetenzniveau 1, Männer. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 10

Schliesslich indexierte sie das resultierende Betreffnis auf das Jahr 2019 
(S. 6). Hinsichtlich des Valideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin 
auf einen pro 2019 indexierten Durchschnittswert der in den Jahren 2016 
und 2017 als … ("Einkommen Einwohnergemeinde") sowie selbständiger 
Landwirt erzielten Verdienste ab, wobei sie sich auf die "Einkommensver-
hältnisse gemäss Buchhaltung" stützte. Beim Einkommen aus der Land-
wirtschaft berücksichtigte die Beschwerdegegnerin sodann 
einkommenserhöhend die AHV-Beiträge sowie – einkommensreduzierend 
– einen "Abzug Leistung Ehefrau", ausmachend 33% des Einkommens des 
Beschwerdeführers (S. 5). 

4.4

4.4.1 Anders als beim Valideneinkommen (vgl. E. 4.6.4 hinten) ist beim 
Invalideneinkommen mangels Zumutbarkeit keine über ein 100%-Pensum 
hinausgehende Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen. Zwar arbeitet der Be-
schwerdeführer weiterhin auf seinem Landwirtschaftsbetrieb (vgl. act. II 60 
S. 4). In Anbetracht seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen, der bisher 
als Landwirt erzielten Verdienste (act. II 60 S. 5) sowie der laufenden Um-
strukturierung des Betriebes (Protokoll, Eintrag vom 27. Mai 2020 [in den 
Gerichtsakten]) ist es jedoch nicht wahrscheinlich, dass der Beschwerde-
führer bei gleichzeitiger Berücksichtigung einer den Leiden angepassten 
Tätigkeit sowie der Tätigkeit als Landwirt im Rahmen eines 100%-Pensums 
ein über der hernach (vgl. E. 4.4.2) zu berücksichtigenden Verweistätigkeit 
liegendes Einkommen erzielen würde. Sodann kann offen bleiben, ob hin-
sichtlich der angestammten Tätigkeit als … – entsprechend den Aus-
führungen des Arztes der D.________ Dr. med. H.________ (act. II 52 S. 
3) und wie von der D.________ angenommen (act. II 64 S. 2) – eine teil-
weise Arbeitsfähigkeit fortbeststeht (vgl. jedoch die anderslautende Ein-
schätzung der RAD-Ärztin Dr. med. E.________ [act. II 36 S. 6; E. 3.2 
vorne]). So oder anders ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
statistische Werte gemäss LSE 2016 abzustellen (vgl. E. 4.2.2 f. vorne), 
weil das medizinische Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1.3 vorne) eine vollzeit-
liche Erwerbstätigkeit in einer den Leiden angepassten Tätigkeit zulässt 
und nur insoweit von einer (invalidenversicherungsrechtlich massgeben-
den) vollständigen Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit auszugehen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 11

Demnach ist – mit der Beschwerdegegnerin – dem Invalideneinkommen 
allein eine Verweistätigkeit (ohne Berücksichtigung der Tätigkeit in der 
Landwirtschaft) zugrunde zu legen, was denn auch nicht bestritten wird. 

4.4.2 Die Beschwerdegegnerin hat dem Invalideneinkommen den Wert 
„Total“ gemäss TA1 (vgl. Entscheid des BGer vom 2. Juli 2020, 
8C_260/2020, E. 4.2.1), Kompetenzniveau 1, Männer, Fr. 5‘340.--, zugrun-
de gelegt (act. II 60 S. 6), was mit Blick auf das massgebliche Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.1.3 vorne) nicht zu beanstanden ist, was ebenso auf 
den zugrunde gelegten Arbeitsunfähigkeitsgrad von 0% zutrifft. 

Ferner hat die Beschwerdegegnerin keinen leidensbedingen Abzug (vgl. 
E. 4.2.2 vorne) vorgenommen. Entgegen dem Beschwerdeführer (vgl. Be-
schwerde, S. 7, Art. 7) ist dies unter den gegebenen Umständen nicht zu 
beanstanden: Rechtsprechungsgemäss umfasst der Tabellenlohn im Kom-
petenzniveau 1 eine Vielzahl von körperlich leichten und wechselbelasten-
den Tätigkeiten (Entscheid des BGer vom 6. August 2020, 9C_303/2020, 
E. 4.2). Welche Limitierungen der Leistungsfähigkeit hier vorliegen sollten, 
die auch im Rahmen einer leichten, angepassten Tätigkeit eine Verwertung 
der Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unter-
durchschnittlichem erwerblichem Erfolg erlauben würden, zeigt der Be-
schwerdeführer nicht konkret auf und dergleichen ist auch nicht ersichtlich. 
Dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte (bis ausnahmsweise mittel-
schwere) Tätigkeiten zumutbar sind, ist nach der dargelegten Rechtspre-
chung kein Grund für einen leidensbedingten Abzug. Daran ändert auch 
der Umstand nichts, dass das Zumutbarkeitsprofil qualitativ durch die vom 
Beschwerdeführer erwähnten, zu vermeidenden Faktoren ("Zu vermeiden 
sind Zwangshaltungen, ausschliesslich Steh- und Gehbelastung, Arbeiten 
in gebückter Haltung, das Heben von Lasten körperfern, häufiges Treppen-
steigen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, repetitives Hocken, Kau-
ern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung, Gehen auf 
unebenem Gelände sowie Kälte-, Nässe und Zugluftexposition") zusätzlich 
eingeschränkt ist. Soweit es sich bei diesen weiteren Faktoren nicht ohne-
hin nur um eine nähere Umschreibung der leichten Tätigkeit handelt, führen 
sie zu keinem lohnrelevanten Nachteil. Angesichts des genannten Belast-
barkeitsprofils ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 12

Verweisungstätigkeiten auszugehen (vgl. Entscheid des BGer vom 8. Ok-
tober 2019, 9C_447/2019, E. 4.3.2). Entgegen dem Beschwerdeführer 
kann dem von ihm referenzierten Entscheid vom 23. Dezember 2010, 
8C_548/2010 nicht entnommen werden, dass die Wechselbelastung gene-
rell als lohnsenkender Faktor zu berücksichtigen wäre. Vielmehr hat das 
Bundesgericht einen Abzug von 10% für gerechtfertigt bezeichnet, weil 
nicht nur die invaliditätsbedingte Limitierung auf eine Teilzeitarbeit im Um-
fang eines Pensums von 65%, sondern auch die dabei zu beobachtenden 
Einschränkungen hinsichtlich Wechselbelastung zusätzlich als lohnsen-
kender Einflussfaktor mitzuberücksichtigen waren (vgl. E. 5.3.2). Demge-
genüber ist dem Beschwerdeführer vorliegend eine vollschichtige Tätigkeit 
ohne zusätzlich quantitative Leistungsminderung zumutbar (act. II 36 S. 6), 
so dass kein vergleichbarer Sachverhalt vorliegt. Ebenso wenig rechtfertigt 
die geltend gemachte Mithilfe im Betrieb einen durch ein "vermindertes 
Rendement pro Zeiteinheit" zu begründenden leidensbedingten Abzug (Be-
schwerde, S. 7, Art. 7). Denn insoweit ist zu beachten, dass es dem Be-
schwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht zumutbar wäre, 
seine Mitarbeit im Landwirtschaftsbetrieb aufzugeben. Mit Blick auf die ver-
bleibende Aktivitätsdauer ist dies letztlich gar geboten, was bei der Festle-
gung des Invalideneinkommens zu Recht berücksichtigt worden ist (vgl. 
E. 4.4.1 vorne). Auch der Beschwerdeführer anerkennt dies letztlich, indem 
er das ausschliessliche Abstellen auf die LSE zwecks Ermittlung des Inva-
lideneinkommens nicht beanstandet. Schliesslich liegen auch keine invali-
ditätsfremde, lohnmindernde Faktoren (Alter, Dienstjahre, 
Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) vor, weshalb 
sich auch insoweit kein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt. Folglich ist 
beim Invalideneinkommen kein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen.

4.4.3 Demnach beträgt das jährliche Invalideneinkommen pro 2019 un-
ter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden, der statistischen Lohnerhöhungen (BFS, T1.1.10 Nominal-
lohnindex, Männer, 2011 - 2019, Abschnitt Total) sowie einer Arbeitsfähig-
keit von 100% Fr. 68'022.65 (Fr. 5‘340.-- x 12 Monate / 40 x 41.7 
Wochenstunden / 104.1 x 106). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 13

4.5 In Bezug auf das Valideneinkommen macht der Beschwerdeführer 
geltend, dessen Ermittlung anhand der Durchschnittseinkommen gemäss 
Buchhaltung der Jahre 2016 und 2017 sei "grundsätzlich im Ansatz nicht 
falsch". Unzutreffend sei aber, dass die Beschwerdegegnerin einen Abzug 
von 33% auf dem Einkommen des Beschwerdeführers aus der Betriebs-
gemeinschaft vornehme, weil dieses angeblich durch die Ehefrau des Be-
schwerdeführers erwirtschaftet bzw. diese auf dem Betrieb mithelfen 
würde. Es sei zwar richtig, dass die Ehefrau "ausnahmsweise einmal eine 
Stallarbeit" erledige oder um das Haus des Beschwerdeführers den Rasen 
gemäht habe, wie dies aus deren Schreiben vom 6. Mai 2020 (Akten des 
Beschwerdeführers [act. I] 2) hervorgehe (Beschwerde, S. 5, Art. 6). Dies 
sei jedoch ohne irgendwelche Verpflichtungen erfolgt, und auch nur äus-
serst sporadisch und keineswegs in einem Pensum von über 2.5 Stunden 
pro Tag, wie es die Beschwerdegegnerin errechnet habe (S. 5 f., Art. 6). 
Auch sei offensichtlich falsch, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers 
administrative Arbeiten im Betrieb übernehme. Wie der Bestätigung des 
Bruders und Betriebspartners des Beschwerdeführers vom 29. März 2020 
(act. I 3) entnommen werden könne, würden die anfallenden administrati-
ven Arbeiten im Landwirtschaftsbetrieb der Brüder … nicht durch den Be-
schwerdeführer erledigt (S. 6, Art. 6). 

4.6

4.6.1 Zunächst hat die Beschwerdegegnerin zutreffend erkannt, dass für 
die Ermittlung des Valideneinkommens grundsätzlich an den zuletzt in der 
… (Arbeitsverhältnis mit der C.________) sowie in der Landwirtschaft er-
zielten Einkommen anzuknüpfen ist, zumal in den Akten für eine anderwei-
tige berufliche Entwicklung im hypothetischen Gesundheitsfalle keinerlei 
Anhaltspunkte bestehen (vgl. E. 4.2.1 vorne). Namentlich ist mangels ge-
genteiliger Hinweise davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer als 
Gesunder auch weiterhin beide Tätigkeiten (als … und Landwirt) ausgeübt 
hätte, wovon grundsätzlich auch die Beschwerdegegnerin ausgeht (vgl. 
jedoch E. 4.6.4 hinten). Ferner sind die im Abklärungsbericht Landwirt-
schaft vom 26. November 2019 (act. II 60 S. 2 ff.) zugrunde gelegten, in 
den Jahren 2016 und 2017 in den Tätigkeiten als … und Landwirt jeweils 
erzielten Einkommen anhand der Akten nachvollziehbar (Landwirtschaft 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 14

pro 2016 Fr. 56'189.-- bzw. pro 2017 Fr. 59'333.-- [vgl. act. II 60 S. 5; 34.3 
S. 1; 34.2 S. 1]); C.________ pro 2016 Fr. 57'479.-- bzw. pro 2017 
Fr. 58'861.-- [vgl. act. II 60 S. 5; 12 S. 3]) und werden vom Beschwerdefüh-
rer – zu Recht – auch nicht bestritten. Weil der im eigenen Landwirt-
schaftsbetrieb erwirtschaftete, Teilgrundlage für die Ermittlung des 
Valideneinkommens bildende Verdienst im Rahmen selbständiger Erwerbs-
tätigkeit (vgl. act. II 34.1) erzielt wurde und über die Jahre nicht unerhebli-
che Schwankungen aufwies, ist es nicht zu beanstanden – und wird zu 
Recht nicht gerügt –, dass die Beschwerdegegnerin das sich aus den Jah-
ren 2016 und 2017 ergebende Durchschnittseinkommen berücksichtigt hat 
(vgl. Entscheid des BGer vom 30. August 2018, 9C_229/2018, E. 2.1). In-
dem auch das als … erzielte Einkommen gewissen, wenngleich leichten, 
Schwankungen unterworfen war (vgl. act. II 12 S. 3), ist das auch insoweit 
erfolgte Abstellen auf Durchschnittswerte aus den Jahren 2016 und 2017 
korrekt.

Indessen beanstandet der Beschwerdeführer den von der Beschwerde-
gegnerin beim Einkommen aus der Landwirtschaft vorgenommenen Abzug 
für Leistungen der Ehefrau im Umfang von 33% (vgl. E. 4.3 vorne) insoweit 
zu Recht, als, wie nachfolgend zu zeigen ist, dieser auf ungenügenden 
Abklärungen beruht: 

4.6.2 Der Beschwerdeführer unterhält gemäss eigenen Angaben eine 
Betriebsgemeinschaft mit seinem Bruder, wobei ein Drittel des landwirt-
schaftlichen Betriebs ihm und zwei Drittel dem Bruder gehören. Abgerech-
net wird jedoch nach Massgabe der geleisteten Arbeitsstunden (act. II 33 
S. 3; act. I 3). Im "Fragebogen Landwirtschaft" gab der Beschwerdeführer 
unter "Familieneigene Arbeitskräfte" auch seine "Frau + Kinder" an (act. II 
33 S. 1), eine nähere Quantifizierung ihrer Mitarbeit erfolgte indes nicht und 
wurde auch nicht erfragt. Im Abklärungsbericht Landwirtschaft (Hilfsmittel) 
vom 8. Mai 2019 (act. II 40), welcher auf einer Erhebung vor Ort und auf 
einem Gespräch mit dem Beschwerdeführer und dessen Ehefrau basiert, 
wurde unter "Personelle Verhältnisse" festgehalten, dass die Ehefrau Stall-
arbeiten und Erntearbeiten verrichte, jedoch keinen Lohn beziehe (S. 2). 
Präzisere Angaben zum Umfang der Mitarbeit erfolgten wiederum nicht und 
wurden auch nicht nachgefragt. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 15

schwerdegegnerin bei der Ermittlung der Einkommensverhältnisse keinen 
Abzug für Leistungen der Ehefrau berücksichtigte (S. 6). Dieser erfolgte 
erst im – ebenso auf den Angaben des Beschwerdeführers und seiner Ehe-
frau basierenden – Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 26. November 
2019 – bei im Übrigen identisch dokumentierten personellen Verhältnissen 
(act. II 60 S. 4). Ergänzend wurde sodann festgehalten, die Ehefrau arbeite 
einen halben Tag pro Woche im …. Zum quantitativen Umfang ihrer Mitar-
beit im Landwirtschaftsbetrieb lassen sich jedoch auch diesem Bericht – 
wie auch den übrigen im Recht liegenden Akten – keine Anhaltspunkte 
entnehmen. Schliesslich wird in der Stellungnahme des Abklärungsdiens-
tes vom 6. März 2020 (act. II 74 S. 2 f.) wiederholt, dass die Ehefrau in den 
Arbeitsbereichen Stallarbeit und Erntearbeit tätig sei. Ergänzend wird zu-
dem festgehalten, dass sie "ebenfalls die administrativen Tätigkeiten" 
übernehme. Jedoch fehlen auch in diesem Dokument (überprüfbare) An-
haltspunkte dafür, welche die mit 33% bezifferte Mitarbeit der Ehefrau im 
Landwirtschaftsbetrieb des Beschwerdeführers als nachvollziehbar er-
scheinen lassen. 

4.6.3

4.6.3.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429). 

4.6.3.2 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der 
verfügenden Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in 
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der 
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 16

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 
allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2 S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 222).

4.6.3.3 Nach der (auf Abklärungsberichte Landwirtschaft sinngemäss an-
wendbaren [vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts – 
heute BGer – vom 26. April 2002, I 352/01, E. 2c/bb]) Rechtsprechung fehlt 
es einem (von einer qualifizierten Person verfassten) Abklärungsbericht an 
der vollen Beweiskraft, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorlie-
gen. Diesfalls greift das Gericht in das Ermessen der die Abklärung täti-
genden Person ein (vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 
63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2). 

4.6.4 Zwar ist der Beschwerdegegnerin grundsätzlich darin beizupflich-
ten, dass der in einem Landwirtschaftsbetrieb auf die Mitarbeit der Famili-
enangehörigen entfallende Teil des Einkommens für den 
Einkommensvergleich ausscheidet (vgl. Entscheid des EVG vom 22. Au-
gust 2003, I 316/02, E. 1; vgl. auch Ziff. 3031 des Kreisschreibens über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung). Eine solche 
Berücksichtigung setzt jedoch zwingend eine nachvollziehbare Quantifizie-
rung dieser Mitarbeit voraus, da nur diesfalls das für die Bemessung des 
Invaliditätsgrades relevante Einkommen festgestellt werden kann. 

Wie in E. 4.6.2 vorne dargelegt, wurden im Abklärungsbericht keinerlei An-
gaben über den zeitlichen Umfang und die Häufigkeit der Mithilfe der Ehe-
frau bei den Stall- und Erntearbeiten gemacht bzw. der Abklärungsdienst 
hat es offenbar versäumt, entsprechende Fragen zu diesem entscheidwe-
sentlichen Punkt zu stellen und im Abklärungsbericht entsprechende Fest-
stellungen zu treffen (vgl. act. II 60 S. 4). Weshalb die Leistung der Ehefrau 
auf 33% beziffert wurde (S. 5), ist somit nicht nachvollzieh- und überprüf-
bar. Auch die auf Einwand hin verfasste Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes vom 6. März 2020 (act. II 74 S. 2 f.) gibt hierüber keinen Auf-
schluss. Dasselbe trifft auf die darin neu und abweichend vom 
Abklärungsbericht aufgeführte Behauptung zu, die Ehefrau des Beschwer-
deführers übernehme im Betrieb auch die administrativen Tätigkeiten, was 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 17

der Beschwerdeführer unter Verweis auf ein Schreiben des Bruders vom 
29. März 2020 (act. I 3) und der Ehefrau vom 6. Mai 2020 (act. I 2) bestrei-
tet (Beschwerde, S. 6). Demnach erledige der Bruder des Beschwerdefüh-
rers die administrativen Arbeiten für den Betrieb, während die Ehefrau 
lediglich die privaten administrativen Arbeiten übernehme. Damit steht die 
anderslautende Darlegung in der Stellungnahme des Abklärungsdienstes 
vom 6. März 2020 ohne jegliche tatsächliche und verifizierbare Basis im 
Raum, woran auch die lite pendente eingereichte, keinerlei zusätzliche Er-
läuterungen aufweisende Stellungnahme vom 10. Juni 2020 (in den Ge-
richtsakten) nichts ändert. 

Soweit die Beschwerdegegnerin (durch ihren Abklärungsdienst) ins Feld 
führen lässt, die sehr hohe tägliche Gesamtarbeitszeit sei auf längere Sicht 
nicht zumutbar (act. II 74 S. 3), ist zudem Folgendes festzuhalten: 
Zunächst vermag diese grundsätzliche Feststellung eine nachvollziehbare 
konkrete Quantifizierung der Mitarbeit von Familienangehörigen im Land-
wirtschaftsbetrieb nicht zu ersetzen. Selbst wenn der Beschwerdegegnerin 
deshalb insoweit beizupflichten wäre, änderte es nichts daran, dass eine 
überprüfbare Begründung für die mit 33% bezifferte Mithilfe der Ehefrau 
fehlt. Ferner ist es notorisch, dass im landwirtschaftlichen Bereich – wetter- 
bzw. saisonabhängig – auch an Wochenenden gearbeitet wird bzw. werden 
muss, was die berechnete (hohe) tägliche Arbeitszeit etwas relativiert. Je-
doch – und insoweit ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen – ist ein im 
Vergleich zu den meisten Erwerbstätigen wesentlich höheres, vom Be-
schwerdeführer allein getragenes tägliches Arbeitspensum von 14.7 Stun-
den (bei einer Fünftagewoche; act. II 74 S. 3) nicht ohne Weiteres als 
erstellt zu erachten, mithin vertieft abklärungsbedürftig. Soweit die Be-
schwerdegegnerin indes geltend macht, ein solch hohes Arbeitspensum sei 
auf längere Sicht gar nicht zumutbar (act. II 74 S. 3) und sie damit sinn-
gemäss vorbringt, ein gesundheitsschädigendes berufliches Verhalten 
könne seitens des Valideneinkommens nicht berücksichtigt werden, dringt 
dies nicht durch. Denn einerseits verkennt die Beschwerdegegnerin, dass 
für den Beschwerdeführer die Mitarbeit im Landwirtschaftsbetrieb "sein 
grösstes Hobby" gewesen sei (act. II 46.14 S. 3), was einen dauerhaft 
überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz nachvollziehbar macht. Andererseits 
ergeben sich in den Akten keinerlei konkrete Anhaltspunkte, welche auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 18

eine durch das hohe Arbeitspensum bedingte gesundheitliche Beeinträchti-
gung schliessen lassen. Doch selbst wenn Letzteres zuträfe, gälte es zu 
beachten, dass die Frage der Zumutbarkeit bei der Ermittlung des Validen-
einkommens – im Gegensatz zum Invalideneinkommen – keine Rolle 
spielt. Massgebend ist nur, dass ein bestimmtes Einkommen aus eigener 
Arbeit erzielt wurde und ohne Invalidität weiterhin erzielt worden wäre. Da-
bei schliesst die Beschränkung des Valideneinkommens auf das normaler-
weise erzielbare Einkommen das Abstellen auf ein 8.5 Stunden pro Tag 
übersteigendes Arbeitspensum nicht aus (Entscheid des BGer vom 25. Fe-
bruar 2011, 8C_671/2010, E. 4.5.6). Schliesslich vermag die Beschwerde-
gegnerin auch aus dem in der Verfügung der D.________ vom 3. Januar 
2020 (act. II 64 S. 2 ff.) ermittelten Invaliditätsgrad von "unter 10%" nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten: Bei grundsätzlich fehlender Bindungswirkung 
(BGE 131 V 362 E. 2.2 S. 366, 133 V 549 E. 6.4 S. 555) dieses (nicht 
rechtskräftigen [vgl. lit. A vorne]) Entscheids ist namentlich zu beachten, 
dass die D.________ die selbständige Tätigkeit als Landwirt bei der Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades ausklammerte (vgl. S. 3). 

4.6.5 Zusammenfassend kann auf den Abklärungsbericht Landwirtschaft 
vom 26. November 2019 (act. II 60 S. 2 ff.) und die Stellungnahme des 
Abklärungsdienstes vom 6. März 2020 (act. II 74 S. 2 f.) – soweit die mit 
33% bezifferte Mitarbeit der Ehefrau betreffend – nicht abgestellt werden 
(vgl. E. 4.6.3.3 vorne). Der von der Beschwerdegegnerin daraus gezogene 
Schluss auf eine entsprechende Reduktion des Valideneinkommens des 
Beschwerdeführers ist aufgrund der vorliegenden Akten (derzeit) nicht mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. 
E. 4.6.3.1 vorne). 

4.7 Wie jedoch in E. 4.5 vorne dargelegt, ist dem Grundsatz nach un-
bestritten, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers im Landwirtschaftsbe-
trieb mithilft. Ebenso wurde bereits dargelegt, dass der auf die Mitarbeit der 
Ehefrau entfallende Teil des Einkommens für den Einkommensvergleich 
prinzipiell ausscheidet (vgl. E. 4.6.4 vorne). Dies setzt jedoch – wie in 
E. 4.6.4 vorne ebenfalls festgehalten – eine nachvollziehbare Quantifizier-
barkeit der erfolgten Mithilfe voraus. Insoweit ist – bei der gegenwärtigen 
Sachlage – (noch) nicht von Beweislosigkeit (vgl. E. 4.6.3.2 vorne) auszu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 19

gehen: So folgt aus dem Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 26. No-
vember 2019, dass hinsichtlich der Tätigkeit für den Landwirtschaftsbetrieb 
Stundenrapporte erstellt werden (act. II 60 S. 4), welche dann für die Ab-
rechnung massgeblich sind (vgl. E. 4.6.2 vorne). Diese Stundenrapporte 
des Beschwerdeführers und dessen Bruders sind im Original einzuholen. 
Danach kann durch Vergleich mit der Aufstellung der Stunden beim … (vgl. 
act. II 21.16) die Arbeitsleistung des Beschwerdeführers plausibilisiert wer-
den. Mit Hilfe der Stundenrapporte und dem Total aller während eines Jah-
res verrechneten Arbeitsstunden kann schliesslich auch der Vergleich zu 
den nicht bestrittenen 5'487.4 AKh (act. II 60 S. 4), welche für die Bewirt-
schaftung des Betriebs notwendig sind, gezogen werden. In der Folge kann 
schliesslich abgeschätzt werden, welche Bedeutung die Angabe der Ehe-
frau des Beschwerdeführers hat, die Ehefrauen würden keine Stunden auf-
schreiben. In diesem Zusammenhang wird die Beschwerdegegnerin 
schliesslich auch abzuklären haben, in welchem Umfang die Ehefrau des 
Beschwerdeführers in den hier massgebenden Jahren ausserhäuslich er-
werbstätig war (vgl. act. II 60 S. 4). 

4.8 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfü-
gung vom 12. März 2020 (act. II 75) aufzuheben und die Sache ist – im 
Sinne des Eventualantrags – an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen über 
den Leistungsanspruch neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 20

dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzu-
erstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit am 23. Juni 2020 eingereichter und nicht zu beanstandender Kostenno-
te hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von Fr. 3’000.--, Auslagen 
von Fr. 95.30 und die Mehrwertsteuer (MWSt.) von Fr. 238.35 geltend ge-
macht. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 3'333.65 (inkl. 
Auslagen und MWSt.) festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 12. März 2020 aufgehoben und die Sache wird an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'333.65 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Okt. 2020, IV/20/335, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.