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**Case Identifier:** 10c6c53d-7247-5cfb-83d5-63b40bb33f83
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 01.02.2021 470 20 271
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-20-271_2021-02-01.pdf

## Full Text

Seite 1  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
 
 
Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom  
1. Februar 2021 (470 20 271) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafprozessrecht 
 
 
Verfahrenseinstellung 
 
 

Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richterin Helena Hess (Ref.),  
Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Alexander Schorro 
 

Parteien A.____, 
vertreten durch Advokatin Elisabeth Vogel,  
substituiert durch Rechtsanwältin Daniela Bifl,  
Bäumleingasse 2, Postfach 1544, 4001 Basel,  
Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
B.____, 
vertreten durch Rechtsanwalt Julian Imfeld,  
Belpstrasse 16, Postfach 2523, 3001 Bern,  
Beschuldigter 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft vom 20. November 2020 

 

 
 
 

 
 
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A. Mit Verfügung vom 20. November 2020 stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 
Allgemeine Hauptabteilung, das gegen B.____ wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens, Nö-
tigung und Drohung geführte Strafverfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a und lit. b der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) ein (Ziffer 1), verwies die Zivilklage der 
Privatklägerin A.____ auf den Zivilweg (Ziffer 2), nahm die mit dem eigestellten Verfahrensteil 
angefallenen Kosten sowie die Kosten dieser Verfügung auf die Staatskasse (Ziffer 3) und sprach 
dem Beschuldigten gemäss Art. 429 StPO eine in einer separaten Verfügung zu beziffernde Ent-
schädigung zu (Ziff. 4). 
 
Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, so-
weit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen. 
 
B. Gegen die obgenannte Einstellungsverfügung erhob die Privatklägerin, vertreten durch 
Advokatin Elisabeth Vogel, substituiert durch Rechtsanwältin Daniela Bifl, mit Eingabe vom 4. De-
zember 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, und be-
antragte, (1.) es sei die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. November 2020 
aufzuheben, (2.) die Staatsanwaltschaft sei zu verpflichten, gegen den Beschuldigten Anklage zu 
erheben, (3.) eventualiter sei die Staatsanwaltschaft zu verpflichten, vertiefte Abklärungen vorzu-
nehmen und erneut darüber zu befinden, ob Anklage zu erheben ist, (4.) es seien die Verfahrens-
kosten der Staatskasse aufzuerlegen, und (5.) sei der Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. 
 
C. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 setzte das Kantonsgericht der Beschwerdeführe-
rin Frist bis zum 21. Dezember 2020, um das Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
für die Privatklägerschaft" des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vollstän-
dig ausgefüllt und mit den erforderlichen Belegen versehen einzureichen und wies darauf hin, 
dass bei Nichteinhaltung dieser Frist sowie bei unvollständig ausgefülltem Formular bzw. fehlen-
den Beilagen keine Mittellosigkeit angenommen und folglich die unentgeltliche Rechtspflege im 
Beschwerdeverfahren nicht gewährt werden könne. 
 
D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2020 die Abwei-
sung der Beschwerde unter Auferlegung der Verfahrenskosten an die Beschwerdeführerin. 
 
E. Mit Eingang beim Kantonsgericht am 21. Dezember 2021 reichte die Beschwerdeführe-
rin das ausgefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft" 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, mit Beilagen zu den Akten. 
 
F. Der Beschuldigte beantragte mit Stellungnahme vom 21. Dezember 2020, es sei die 
Beschwerde vom 4. Dezember 2020, sofern darauf eingetreten werden könne, vollumfänglich 
abzuweisen. Dies unter o/e-Kostenfolge und unter Abweisung des Gesuchs der Beschwerdefüh-
rerin um unentgeltliche Rechtspflege. 

 
 
 

 
 
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G.  Schliesslich wurde mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 22. Dezember 2020 der 
Schriftenwechsel geschlossen. 
 
 
Erwägungen 

1. Formelles 

1.1 Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen nach deren 
Eröffnung bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, 
schriftlich und begründet mit Beschwerde angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 
Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessord-
nung [EG StPO, SGS 250]). Verlangt das Gesetz – wie vorliegend – die Begründung des Rechts-
mittels, so hat gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO die Person oder die Behörde, welche das Rechts-
mittel ergreift, genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche 
Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Laut 
Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung 
oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Parteien sind gemäss Art. 104 
Abs. 1 StPO die beschuldigte Person (lit. a), die Privatklägerschaft (lit. b) sowie die Staatsanwalt-
schaft (lit. c). 
 
1.2 Vorliegend hat sich die Beschwerdeführerin, wie sich aus den Akten ergibt, mit Erklärung 
vom 13. Februar 2019 (act. 423) als Privatklägerin im Strafpunkt konstituiert und sie ist durch die 
beanzeigten Delikte (mehrfache Gefährdung des Lebens, Nötigung, Drohung) unmittelbar in ihren 
Interessen betroffen. Sie ist folglich zur Beschwerde legitimiert. Aus den Akten geht hervor, dass 
die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. November 2020 der Privatklägerin am 
24. November 2020 zugestellt worden ist. Mit ihrer Beschwerdeaufgabe vom 4. Dezember 2020 
hat die Privatklägerin die zehntägige Frist eingehalten. Auch die Form der Beschwerdeschrift vom 
4. Dezember 2020 entspricht den Anforderungen gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO. Schliesslich ist 
die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts als Beschwerdeinstanz zur Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 EG StPO 
gegeben. Demnach ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
 
2. Materielles 

2.1 Die Staatsanwaltschaft führt zur Begründung ihrer angefochtenen Einstellungsverfügung 
vom 20. November 2020 zunächst im Hinblick auf die Einstellung der Strafuntersuchung gegen 
den Beschuldigten betreffend den Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens an, dem 
durch die Beschwerdeführerin eingereichten Arztbericht vom 12. Januar 2019 seien folgende Di-
agnosen zu entnehmen: Verdacht auf Überdehnung des medialen Seitenbandes, DD Lä-
sion/Teilläsion, mögliche Halteverletzungen am Submandibulär links sowie am Arm links und 

 
 
 

 
 
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Knieverletzungen bzw. Hämatome, die auf einen unnatürlichen unkontrollierten Sturz auf die Knie 
mit wahrscheinlicher Vagushaltung hindeuteten. Hinweise auf eine unmittelbare Lebensgefahr 
seien durch den Arzt jedoch nicht festgestellt bzw. dokumentiert worden. Der Tatbestand der 
Gefährdung des Lebens sei deshalb nicht erfüllt, weshalb die Strafuntersuchung gestützt auf Art. 
319 Abs. 1 lit. b StPO einzustellen sei. 
 
Die Einstellung der Strafuntersuchung betreffend die Vorwürfe der Nötigung sowie der Drohung 
begründet die Staatsanwaltschaft in ihrer Verfügung vom 20. November 2020 dahingehend, dass 
das Verfahren gegen den Beschuldigten gestützt auf die im Rahmen ihrer Anzeigeerstattung vom 
13. Februar 2019 bei der Kantonspolizei Basel-Stadt getätigten Aussagen der Beschwerdeführe-
rin eröffnet worden sei, wonach der Beschuldigte sie am Samstag, 12. Januar 2019, im Zeitraum 
von ca. 01:45 Uhr bis 02:15 Uhr im Rahmen eines Streits bei der Open-Day Party der C.____, 
am X.____-Platz 1 in Y.____ daran gehindert habe, die Behindertentoilette zu verlassen, welche 
sie zuvor gemeinsam betreten hätten. Auch habe der Beschuldige sie verbal bedroht, indem er 
ihr gesagt habe, er werde sie fertigmachen. Im Rahmen der Konfrontationseinvernahme vom 2. 
Dezember 2019 habe der Beschuldigte sämtliche Vorwürfe bestritten und geltend gemacht, die 
Behindertentoilette sei nicht verriegelt gewesen und er habe die Beschwerdeführerin nicht an 
deren Verlassen gehindert. Er habe auch in Abrede gestellt, die Beschwerdeführerin bedroht oder 
gewürgt zu haben, während er aber eingeräumt habe, dass es zu einem Streit und einem gegen-
seitigen Gerangel in der Behindertentoilette gekommen sei, in dessen Rahmen beide zu Fall ge-
kommen seien, weshalb es möglich sei, dass sich die Beschwerdeführerin dabei blaue Flecken 
zugezogen habe. Da der Beschuldigte die genannten Vorwürfe bestreite, stehe Aussage gegen 
Aussage. Da sodann keine Zeugen vorhanden seien, die das Geschehen in der Behindertentoi-
lette gesehen hätten und insbesondere die von der Beschwerdeführerin genannten Zeugen kei-
nerlei Angaben hätten machen können, welche die Aussagen der Beschwerdeführerin bestätigen 
und jene des Beschuldigten widerlegen würden, könnten diesem die genannten Vorwürfe nicht 
mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden. Angesichts der vorliegenden Sach- und Be-
weislage sei demnach ein Freispruch vor Strafgericht mit Sicherheit zu erwarten, weshalb die 
Strafuntersuchung betreffend die Vorwürfe der Nötigung und Drohung in Anwendung vom Art. 
319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen sei. 
 
Im Hinblick auf die dem Beschuldigten ausserdem zur Last gelegten Tätlichkeiten zum Nachteil 
der Beschwerdeführerin verweist die Staatsanwaltschaft schliesslich auf den diesbezüglich noch 
zu erlassenden Strafbefehl. 
 
2.2. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vom 4. De-
zember 2020 zunächst hinsichtlich der Einstellung der Strafuntersuchung gegen den Beschuldig-
ten betreffend die mehrfache Gefährdung des Lebens im Wesentlichen geltend, für die Bewer-
tung des Tatverdachts sei nicht einzig ausschlaggebend, ob der nach dem Vorfall aufgesuchte 
Arzt anhand der festgestellten Verletzungen auf eine lebensgefährliche Verletzungshandlung 

 
 
 

 
 
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schliesse. Insbesondere bei Würgegriffen trete in der Regel kein äusserlich wahrnehmbarer Be-
fund hervor, welcher den Geschehensablauf und die Eingriffsintensität ohne Heranziehung der 
Angaben des Opfers rekonstruieren lasse. 
 
In Bezug auf die Einstellung des Strafverfahrens betreffend die Vorwürfe der Nötigung und Dro-
hung führt die Beschwerdeführerin ins Feld, die Staatsanwaltschaft habe bei der vorgenommenen 
Bewertung der Beweislage vernachlässigt, dass es aufgrund der vorliegenden zahlreichen Indi-
zien nicht ausschliesslich darauf ankomme, ob das Vorbringen der Beschwerdeführerin durch 
entsprechende Zeugenaussagen bestätigt werden könne. Die Staatsanwaltschaft habe sich aus-
schliesslich auf entlastende Aspekte der eingeholten Beweise fokussiert und mögliche andere 
Beweisergebnisse völlig ausgeblendet. Insbesondere habe sie sich mit der Aussage der Be-
schwerdeführerin nicht in der erforderlichen analytischen Tiefe auseinandergesetzt und diese 
nicht anhand der aussagepsychologischen 19 Realkennzeichen gewürdigt. In casu lägen ausser-
dem zahlreiche Indizien vor, die geeignet seien, die Bestreitungsvorbringen des Beschuldigten in 
Frage zu stellen und Zweifel an der Richtigkeit seiner Aussagen zu wecken. So habe er in den 
durchgeführten Einvernahmen lediglich Umstände eingeräumt, welche bereits erwiesen gewesen 
seien. Er habe denn auch bestätigt, dass die Situation sehr aufgeheizt gewesen sei und er sich 
körperlich angegriffen gefühlt habe. Sein darüberhinausgehendes pauschales Bestreiten sei als 
blosse Schutzbehauptung zu werten. So habe er unsubstantiiert in Abrede gestellt, die Beschwer-
deführerin gewürgt und Drohungen ausgesprochen zu haben und behauptet, die Beschwerde-
führerin sei nicht daran gehindert gewesen, die Behindertentoilette zu verlassen. Anhand der do-
kumentierten, nicht nur oberflächlichen Verletzungen der Beschwerdeführerin sei sodann ersicht-
lich, dass das durch den Beschuldigten eingeräumte Gerangel durch den intensiven Einsatz kör-
perlicher Gewalt geprägt gewesen sei, wobei die Verletzungen der Beschwerdeführerin weitaus 
gravierender seien, als die des Beschuldigten, sodass ohne Weiteres auf deren unterlegene und 
passive Haltung geschlossen werden könne. Des Weiteren sei an der Glaubhaftigkeit der Aussa-
gen der Beschwerdeführerin, die konsistent, detailliert und widerspruchsfrei ausgesagt und kei-
nen Belastungseifer an den Tag gelegt habe, nicht von vornherein zu zweifeln. Sie habe konkret 
geschildert, wie die Angriffshandlung durch den Beschuldigten ausgeführt worden sei und wie sie 
darauf reagiert habe. Auch habe sie schlüssig darlegen können, dass sie aufgrund der ernstge-
meinten und genauso ernst genommenen Drohung mit den Worten "A.____, du hesch kei 
Chance. Ich mache dich fertig" und "Ich vermöble dich", sowie aus Angst vor weiteren lebensbe-
drohlichen Angriffen, wie dem gewaltsamen Würgen, mindestens 20 Minuten lang ihren Aufent-
haltsort nicht zu verändern vermocht habe. Mit Blick auf die glaubhaften und zum Teil auch durch 
den Beschuldigten bestätigten Schilderungen seien die Tatbestände der Nötigung und der Dro-
hung nicht zweifelsfrei zu verneinen gewesen, weshalb die Einstellung des Verfahrens zu Unrecht 
erfolgt sei. Die abschliessende rechtliche Würdigung sei beim Vorliegen von Restzweifeln nach 
dem Grundsatz "in dubio pro duriore" durch das Gericht vorzunehmen. 
 

 
 
 

 
 
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2.3. In ihrer Stellungnahme vom 16. Dezember 2020 führt die Staatsanwaltschaft unter Ver-
weis auf die Begründung ihrer Einstellungsverfügung vom 20. November 2020 zunächst bezüg-
lich des Tatbestands der Gefährdung des Lebens an, dass sich bei Würgefällen sehr wohl ärztlich 
wahrnehmbare Befunde zeigen würden, wenn eine unmittelbare Lebensgefahr vorgelegen habe. 
Als Beispiele zu nennen seien Punktblutungen in der Mundschleimhaut, an den Augenlidern, oder 
hinter den Ohren. Damit der objektive Tatbestand als erfüllt erachtet werden könne, sei der Nach-
weis dieser unmittelbaren Lebensgefahr aber erforderlich. In subjektiver Hinsicht müsse sodann 
direkter Vorsatz sowie Skrupellosigkeit nachgewiesen werden können. Im bei den Akten liegen-
den Arztbericht sei kein Befund erwähnt, der auf das Vorliegen einer unmittelbaren Lebensgefahr 
hindeute, auch seien im Arztbericht keine Würgemale umschrieben. Der Beschuldigte bestreite, 
die Beschwerdeführerin gewürgt zu haben. Spuren, die seine Angaben widerlegen, seinen nicht 
vorhanden, sodass ihm weder direktvorsätzliches Handeln noch Skrupellosigkeit unterstellt wer-
den könne. Das Verfahren sei diesbezüglich folglich zu Recht in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 
lit. b StPO eingestellt worden. 
 
Des Weiteren weist die Staatsanwaltschaft im Wesentlichen darauf hin, dass nicht ersichtlich sei, 
welche sich aufdrängenden Indizien sie unbeachtet gelassen habe, und dass sie die Aussagen 
der Beteiligten sehr wohl geprüft habe, wenngleich sie auch nicht sämtliche Realkennzeichen 
durchgearbeitet habe, was aber ohnehin einer Aussageanalyse durch eine Fachperson bedurft 
hätte. Im Hinblick auf die konkreten Aussagen der Beschwerdeführerin sei festzuhalten, dass 
diese in wesentlichen Punkten nicht konstant gewesen seien. So sei bei der Anzeigeerstattung 
am 23. Februar 2019, sechs Wochen nach dem Vorfall, seitens der Beschwerdeführerin keine 
Rede davon gewesen, dass ihr schwarz vor Augen geworden sei. Sie habe angegeben, lediglich 
einmal am Hals gepackt worden zu sein, sich befreit, die Türe geöffnet zu haben und dann aus 
der Toilette gerannt zu sein. Dies spreche gegen eine Blockade der Türe durch den Beschuldig-
ten. Die Zeitdauer des gemeinsamen Aufenthalts in der Toilette habe die Beschwerdeführerin 
ursprünglich mit ca. zehn Minuten bemessen. Anlässlich eines Gesprächs bei der C.____ vom 
23. Januar 2019 habe die Beschwerdeführerin geschildert, dass sie zweimal gewürgt worden sei, 
habe aber ebenfalls nicht gesagt, dass ihr schwarz vor Augen geworden sei. Die Dauer des Auf-
enthalts in der Toilette habe sie mit gefühlten 20 Minuten angegeben, bis es ihr gelungen sei, den 
Beschuldigten von der Tür "wegzuchecken". Anlässlich der Videokonfrontationseinvernahme 
vom 2. Dezember 2019 habe sie dann angegeben, zweimal gewürgt worden zu sein, einmal von 
vorne und einmal von hinten, wobei sie auf Nachfrage ein drittes Würgen erwähnte, bei dem sie 
wieder von vorne gewürgt worden sei. Dieses dritte Würgen sei von ihr in der freien Rede aber 
nicht erwähnt worden. Die Beschwerdeführerin habe ausserdem bestätigt, dass die Türe von in-
nen nicht verriegelt gewesen sei und sie sei sich auf Nachfrage ihrer Rechtsanwältin sicher ge-
wesen, dass der Aufenthalt in der Toilette 20 bis 30 Minuten gedauert habe. Die Aussagen der 
Beschwerdeführerin würden sodann auch nicht durch die Personen bestätigt, welche die Be-
schwerdeführerin und den Beschuldigten unmittelbar nach dem Vorfall in der Toilette ausserhalb 
derselben angetroffen hätten. Der Zeuge D.____ habe vielmehr angegeben, dass die Beschwer-
deführerin den Streit gesucht habe. Körperliche Einschränkungen oder Blessuren habe er an ihr 

 
 
 

 
 
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nicht wahrgenommen. Die Zeugin E.____ habe ebenfalls erklärt, nur gesehen zu haben, dass die 
Beschwerdeführerin geweint habe. Es sei in ihrer Anwesenheit aber nichts passiert, was sie zum 
Eingreifen veranlasst hätte. Verletzungen habe sie nicht wahrgenommen. 
 
Insgesamt, so die Staatsanwaltschaft, sei zu konstatieren, dass in der Toilette lediglich die Be-
schwerdeführerin und der Beschuldigte anwesend gewesen seien, und dass deren Angaben zu 
dem, was sich dort abgespielt habe, auseinandergingen. Ein immer zahlreicher werdendes, hef-
tiges Würgen, das eine unmittelbare Lebensgefahr verursacht hätte, habe durch die ärztlichen 
Feststellungen am folgenden Tag nicht bestätigt werden können. Im Arztbericht seien nicht ein-
mal Würgemale erwähnt worden, was nach einem angeblichen dreimaligen, heftigen Würgen 
einigermassen erstaunlich sei. Die übrigen im Bericht beschriebenen Verletzungen seien auch 
mit einem gegenseitigen Gerangel mit gemeinsamem Hinfallen zu vereinbaren, wie es der Be-
schuldigte geschildert habe. Sodann seien die Angaben der Beschwerdeführerin zur angeblichen 
Blockade der Türe ebenso wie zu deren angeblicher Dauer nicht konstant gewesen und sie selbst 
habe bestätigt, dass die Türe nicht abgeschlossen gewesen sei, womit die geltend gemachte 
Nötigung nicht erstellt sei. Der Beschuldigte bestreite ausserdem die ihm vorgeworfenen Drohun-
gen und es gebe keine Wahrnehmungen von Dritten, die diese bestätigen könnten. Vielmehr 
habe der Beschuldigte gemäss den übereinstimmenden Aussagen von D.____ und E.____ ver-
dattert und etwas vor den Kopf gestossen gewirkt. Abgesehen davon, dass der Tatbestand der 
Gefährdung des Lebens bereits in objektiver Hinsicht nicht erfüllt sei, sei angesichts der vorlie-
genden Sach- und Beweislage ein Freispruch vor Strafgericht mit Sicherheit zu erwarten. 
 
2.4. Der Beschuldigte bringt in seiner Stellungnahme vom 21. Dezember 2020 zunächst im 
Hinblick auf die Einstellung des Verfahrens hinsichtlich des Tatbestands der Gefährdung des Le-
bens vor, dem Arztbericht vom 12. Januar 2019 sei zu entnehmen, dass submandibulär links – 
also im Bereich eines möglichen Würgegriffs – ein ganz leichtes Hämatom habe festgestellt 
werde können. Dabei handle es sich gemäss Arztbericht um eine mögliche Halteverletzung. Der 
Bericht zeige eindeutig, dass keine derart massiven Würgehandlungen stattgefunden haben 
könnten, wie sie von der Beschwerdeführerin in ihrer Einvernahme vom 2. Dezember 2019 gel-
tend gemacht worden seien. Insbesondere seien durch den untersuchenden Arzt keine Stau-
ungsblutungen festgestellt worden, welche bei Würgehandlungen typischerweise schon nach kür-
zester Zeit auftreten würden. Infolge deren Fehlens lägen objektiv betrachtet keine Hinweise vor, 
die auf eine unmittelbare Lebensgefahr schliessen lassen würden. Soweit die Beschwerdeführe-
rin anführe, dass bei Würgegriffen in der Regel keine äusserlich wahrnehmbaren Befunde aufträ-
ten, widerspreche sie diametral den Erkenntnissen der Rechtsmedizin. Es sei auch nicht ersicht-
lich, wie eine vertiefte analytische Auseinandersetzung mit den Aussagen der Beschwerdeführe-
rin zu zusätzlichen Erkenntnissen hinsichtlich einer möglichen Gefährdung des Lebens führen 
könnten. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Ein-
vernahme vom 2. Dezember 2019 auch angegeben habe, dass sie zwei Tage vor der Open-Day 
Party noch im Eishockeytraining gewesen sei. Eishockey sei bekanntlich eine Sportart mit star-
kem physischen Kontakt, bei dem es ohne weiteres zu blauen Flecken, Überdehnungen oder 

 
 
 

 
 
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minimalen Hautkratzern mit einem ganz leichten oberflächlichen Hämatom im oberen Halsbe-
reich, beispielsweise verursacht durch das Tragen eines Helmes mit Kinnband, kommen könne. 
 
Betreffend die Vorwürfe der Nötigung und Drohung macht der Beschuldigte zusammengefasst 
geltend, er habe die Anschuldigungen der Beschwerdeführerin bestritten, wonach er sie daran 
gehindert haben solle, die gemeinsam und freiwillig betretene Behindertentoilette zu verlassen, 
und er sie zudem verbal bedroht haben solle. Er habe ausgesagt, dass die Behindertentoilette 
weder abgeschlossen noch der Weg hinaus versperrt gewesen sei. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin habe er seine Beteiligung von Anfang an zugegeben, detailliert seine Sicht 
auf die Geschehnisse geschildert und sich dabei auch selbst belastet. Er habe folglich weder 
bereits erwiesene Umstände eingeräumt, noch lediglich pauschal alle Vorwürfe bestritten. Es sei 
klar, dass Aussagen immer anders gewürdigt werden könnten. Einzig verbleibende Restzweifel 
an den Aussagen der Beteiligten vermöchten eine Anklageerhebung nach dem Grundsatz "in 
dubio pro duriore" nicht zu rechtfertigen. Aufgrund der Aussage gegen Aussage-Konstellation sei 
vielmehr ein Freispruch wahrscheinlicher als eine Verurteilung, weshalb die Staatsanwaltschaft 
berechtigterweise die Einstellung verfügt habe.  
 
2.5.1 Nach Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständige oder teilweise 
Einstellung des Verfahrens unter anderem, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 
rechtfertigt (lit. a), oder wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Nach lit. a von Art. 319 Abs. 1 
StPO ist einzustellen, wenn im Vorverfahren der ursprünglich vorhandene Anfangsverdacht nicht 
in einem Mass erhärtet werden konnte, das eine Anklage rechtfertigt. Allerdings hat sich die 
Staatsanwaltschaft bei der Frage, ob ein solcher Tatverdacht besteht, in Zurückhaltung zu üben. 
Widersprechen sich Beweise, so ist es gemäss der Botschaft des Bundesrates vom 21. Dezem-
ber 2005, S. 1273, nicht Sache der Staatsanwaltschaft, eine Beweiswürdigung vorzunehmen. Im 
Zweifelsfalle ist die Angelegenheit in Beachtung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" an das 
Sachgericht zu überweisen. Bei der Frage der Überweisung des Beschuldigten an das urteilende 
Gericht spielt der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht. Es ist Sache des Gerichts, darüber zu be-
finden, ob sich jemand im strafrechtlichen Sinne schuldig gemacht hat oder nicht. Die Staatsan-
waltschaft hat nur dann einzustellen, wenn eine Hauptverhandlung als eigentliche Ressour-
cenverschwendung bzw. aufgrund des absehbaren Freispruchs als Zumutung für den Beschul-
digten erscheinen müsste. Von einer Überweisung ist mithin dann abzusehen, wenn nach der 
gesamten Aktenlage ein Freispruch zu erwarten ist (ROLF GRÄDEL/MATTHIAS HEINIGER, Basler 
Kommentar StPO, 2. Auflage, Basel 2014, Art. 319 N 8). Nach SCHMID/JOSITSCH ist erforderlich, 
dass bei erfolgter Anklage nicht mit einem verurteilenden Erkenntnis des Gerichts gerechnet wer-
den könnte, also mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen 
wäre. Da die Staatsanwaltschaft als Untersuchungs- und Anklagebehörde nicht dazu berufen ist, 
über Recht oder Unrecht zu richten, darf sie jedoch nicht allzu rasch und gestützt auf eigene 
Bedenken (die irrtümlich sein können) zu einer Einstellung schreiten. In Zweifelsfällen in sach-
verhalts- und beweismässiger Hinsicht sowie vor allem in rechtlichen Belangen ist Anklage zu 

 
 
 

 
 
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erheben (NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. Auflage, Zürich/St. Gal-
len 2018, Art. 319 N 5; DIESELBEN, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Auf-
lage, Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 1251, mit Hinweisen). Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit 
eines Schuldspruchs bzw. der Prozessaussichten ist dem pflichtgemässen Ermessen der Staats-
anwaltschaft anheimgestellt. In Zweifelsfällen tatsächlicher oder rechtlicher Natur darf das Ver-
fahren nicht eingestellt werden, da in diesen Fällen das Urteil dem Gericht überlassen bleiben 
soll. Stehen sich unterschiedliche Zeugenaussagen gegenüber und kann die Untersuchung die 
Zuverlässigkeit der einzelnen Zeugen nicht erschüttern, darf keine Einstellung ergehen. Der Er-
messensentscheid, wem unter solchen Verhältnissen zu glauben ist, liegt beim Gericht. Keine 
Einstellung, sondern die Erhebung einer Anklage ist grundsätzlich immer dann angezeigt, wenn 
der Ausgang des Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdigung abhängt (NATHAN 
LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, Zürcher Kommentar StPO, 3. Auflage, Zürich 2020, Art. 319 N 16 
ff., mit Hinweisen). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in Fällen, in denen sich ge-
gensätzliche Aussagen gegenüberstehen (Aussage gegen Aussage-Situation) und es nicht mög-
lich ist, die einzelnen Depositionen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, nach 
dem Grundsatz "in dubio pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Auf eine Anklageerhe-
bung ist jedoch zu verzichten, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches Aussageverhalten of-
fenbart und seine Aussagen daher wenig glaubhaft sind, oder wenn eine Verurteilung unter Ein-
bezug der gesamten Umstände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich er-
scheint (BGE 143 IV 241, E. 2.2.2, mit Verweisen; BGer 6B_258/2017 vom 1. Dezember 2017, 
E. 2.2). Zur letztgenannten Konstellation sind gemäss der Rechtsprechung auch Fälle zu zählen, 
in denen Aussage gegen Aussage steht, keine der Depositionen als glaubhafter oder weniger 
glaubhaft bewertet werden kann und dabei weder objektive Beweismittel vorhanden, noch weitere 
Beweisergebnisse zu erwarten sind (BGer 6B_856/2013 vom 3. April 2014, E. 2.2; 1B_535/2012 
vom 28. November 2012, E. 5.2). Von einem für die Anklageerhebung hinreichenden Tatverdacht 
kann insbesondere dann nicht gesprochen werden, wenn dem bestreitenden Beschuldigten nur 
die Aussage eines an dessen Verurteilung unmittelbar interessierten Geschädigten gegenüber-
steht und dessen Anschuldigungen nicht eine objektive Bestätigung im Untersuchungsergebnis 
finden (LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., Art. 319 N 17).  
 
Lit. b von Art. 319 Abs. 1 StPO kommt dann zur Anwendung, wenn das inkriminierte Verhalten, 
selbst wenn es nachgewiesen wäre, nicht den objektiven und subjektiven Tatbestand einer Straf-
norm erfüllt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn eine Anzeige einen nur zivilrechtlich relevanten 
Sachverhalt betrifft. Vielfach sind die rechtlichen Voraussetzungen der Strafbarkeit weniger of-
fensichtlich nicht gegeben, sodass gerade dieser Einstellungsgrund in der Praxis besonders viele 
Abgrenzungsprobleme schafft, da die Grenze zwischen strafbarem und straflosem Verhalten oft 
durch schwer fassbare Gesetzesbegriffe, wie die Arglist beim Betrugstatbestand, bestimmt wird 
(GRÄDEL/HEINIGER, a.a.O., Art. 310 StPO N 9, mit Hinweisen). Bei Ermessensfragen und vor al-
lem bei nicht durch die Literatur und Rechtsprechung klar gelösten Streitfragen ist nach dem 
Grundsatz "in dubio pro duriore" Anklage zu erheben. Gleich verhält es sich, wenn Auslegungs- 

 
 
 

 
 
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oder Wertungsfragen zu beurteilen sind, da solche Fragen durch den Strafrichter zu entscheiden 
sind (LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., Art. 319 N 20). 
 
2.5.2.1 Im vorliegenden Fall ist zunächst zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft die Strafuntersu-
chung betreffend den Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens gemäss Art. 129 StGB 
zu Recht gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO eingestellt hat. 
 
Gemäss Art. 129 StGB macht sich der Gefährdung des Lebens schuldig, wer einen Menschen in 
skrupelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr bringt. Tathandlung ist jedes Verursachen einer 
konkreten, unmittelbaren Lebensgefährdung. Die Lebensgefährdung ist ein Zustand, aufgrund 
dessen nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge die Wahrscheinlichkeit oder nahe Möglichkeit 
der Verletzung des geschützten Rechtsgutes besteht, wobei nicht eine mathematische Wahr-
scheinlichkeit von mehr als 50 % vorausgesetzt ist. Unmittelbarkeit liegt vor, wenn die Verwirkli-
chung der Gefahr wahrscheinlich und die unvermittelte, akute Gefahr direkt dem Verhalten des 
Täters zuzuschreiben ist und nicht etwa aussenstehenden Ereignissen oder Handlungen von 
Drittpersonen (BGer 6S.467/2005 vom 7. Juni 2006, E. 2). Die Annahme einer unmittelbaren 
Lebensgefahr in Fällen des Würgens setzt praxisgemäss voraus, dass handfeste medizinische 
Befunde für eine kritische Hindurchblutungsstörung vorliegen. Diese können sich in Form von 
punktförmigen Stauungsblutungen, insbesondere an den Augenbindehäuten, oder als Symptome 
eines Atemstillstands mit Bewusstseinsstörung manifestieren, z.B. in Form von Ohnmacht, Ein-
nässen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder anderen vegetativen Symptomen (STEFAN 
MAEDER, Basler Kommentar Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2019, Art 129 N 16, mit Hinweisen; 
BGer 6B_352/2011 vom 20. Oktober 2011, E. 2). Eine unmittelbare Lebensgefahr wurde durch 
das Bundesgericht etwa bejaht bei einer Strangulation mit daraus resultierenden punktförmigen 
Stauungsblutungen an den Augenbindehäuten (BGer 6B_54/2013 vom 23. August 2013, E. 3.1), 
dem Packen des Opfers mit beiden Händen am Hals im Bereich des Kehlkopfs mit kräftigem 
Zudrücken mit den Daumen während ca. 20 bis 30 Sekunden, wobei das Opfer würgebedingt nur 
noch röcheln konnte, unkontrolliert urinierte und ihm kurzfristig schwindlig und schwarz vor Augen 
wurde und es eine Hautunterblutung und eine Hautabschürfung erlitt (BGer 6B_352/2011 vom 
20. Oktober 2011), sowie bei einer Strangulation mittels einer Halsschlinge, die aufgrund von 
Druckausübung auf den Sinus caroticus möglicherweise zu einer Reizung des Nervus vagus und 
damit zu einem plötzlichen Herzstillstand hätte führen können (BGer 6B_445/2009 vom 6. Okto-
ber 2009; vgl. zur Kasuistik auch MAEDER, a.a.O., Art. 129 N 16 ff., 22c). 
 
Auf der subjektiven Seite des Tatbestandes von Art. 129 StGB wird Vorsatz und Skrupellosigkeit 
verlangt. Dolus eventualis bezüglich der Gefährdung genügt nach der Praxis und der Lehre nicht. 
Der objektive Tatbestand verlangt die Verursachung einer unmittelbaren Lebensgefahr. Wer aber 
bloss eventualvorsätzlich handelt, schafft keine unmittelbare, sondern höchstens eine mittelbare, 
bedingte Lebensgefahr. Der Täter muss sich bewusst sein, dass er durch sein Verhalten eine 
unmittelbare Lebensgefahr direkt herbeiführt; er muss die Möglichkeit des Erfolgseintritts kennen. 
Im Unterschied zum Tötungsdelikt ist bei der Lebensgefährdung gefordert, dass zwar nicht der 

 
 
 

 
 
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Erfolgseintritt, aber die unmittelbare Gefahrenlage gewollt ist. Mit der Skrupellosigkeit ist ein qua-
lifizierter Grad der Vorwerfbarkeit, eine besondere Hemmungs- und Rücksichtslosigkeit des Tä-
ters in der Situation gemeint. Zu berücksichtigen sind die Tatmittel, die Tatmotive sowie die kon-
krete Tatsituation. Skrupellosigkeit liegt umso näher, je grösser die Gefahr ist, die der Täter her-
beiführt und je weniger seine Beweggründe zu billigen oder zu verstehen sind. Die Skrupellosig-
keit muss sich als Qualifikation der Tat ergeben (MAEDER, a.a.O., Art 129 N 44 ff., mit Hinweisen). 
 
2.5.2.2. Vorliegend hält der Bericht von Dr. med. F.____, den die Beschwerdeführerin am 12. Ja-
nuar 2019, und somit am Tag des streitgegenständlichen Vorfalls, aufgesucht hat, unter dem Titel 
"Befund Hals" Folgendes fest: "Submandibulär links ca. mittig oberflächliche minimale Hautkrat-
zer mit ganz leichtem oberflächlichem Hämatom im Verlauf der mittleren Mandibula; Lippe linker 
Mundecken: kleine Hautläsion ca. 0.3x0.3cm; HWS Druckschmerz über den oberen HWS Wir-
beln und deutliche, schmerzhafte Muskelhartspannung paravertebral ca. HWK3/4" (act. 429). Be-
urteilt wurden diese Befunde im nämlichen Arztbericht als mögliche Halteverletzungen am Sub-
mandibulär, d.h. am Unterkiefer, links. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich eines durch die 
C.____ veranlassten und protokollierten Gesprächs vom 23. Januar 2019 bezüglich des geltend 
gemachten Würgens an, der Beschuldigte sei nach einer verbalen Auseinandersetzung im Be-
hinderten-WC auf sie los und ihr an die Gurgel gegangen. Sie habe sich etwas "draus nehmen" 
können, indem sie sich nach unten bewegt habe. Es habe dann weitere Wortgefechte gegeben 
und sie habe die Toilette verlassen wollen, der Beschuldigte habe aber vor der Türe gestanden 
und sie trotz Aufforderung nicht hinausgelassen. Er sei dann weiter auf sie losgegangen. Sie 
habe sich nahe am Betonboden befunden, er habe sie fest gewürgt, wodurch sie keine Luft mehr 
bekommen und Todesangst gehabt habe. Er habe langsam losgelassen, nachdem sie nochmals 
laut gesagt habe "Lass los" (act. 449, 451). Im Rahmen Ihrer Anzeigeerstattung vom 13. Februar 
2019 gegenüber der Kantonspolizei Basel-Stadt äusserte sich die Beschwerdeführerin gemäss 
Polizeirapport mit Bezug auf den Vorwurf des Würgens dahingehend, dass der Beschuldigte nach 
einem Wortgefecht in der Behindertentoilette völlig ausgerastet sei und sie mit beiden Händen an 
der Gurgel gepackt habe. Sie habe fast keine Luft mehr bekommen und habe sich irgendwie aus 
dem Griff befreien können (act. 419). In einer im Rahmen der Anzeigeerstattung der Kantonspo-
lizei Basel-Stadt zur Verfügung gestellten E-Mail vom 13. Februar 2019 (act. 431) schilderte die 
Beschwerdeführerin, der Beschuldigte habe sie nach einer verbalen Auseinandersetzung nach 
hinten geschubst und sei ihr an die Gurgel gegangen, woraufhin sie nach unten gegangen sei 
und versucht habe, sich herauszuwinden, was sie nach einigen Minuten geschafft habe. Im wei-
teren Verlauf der Darstellung berichtet die Beschwerdeführerin, dass der Beschuldigte, nach ei-
nem erneuten verbalen Schlagabtausch, mit seinem Gewicht auf ihr gewesen sei und sie zu Bo-
den gegangen sei. Der Beschuldigte habe sie im Würgegriff gehabt, sie habe keine Luft mehr 
bekommen, ihr Blick sei auf den Badezimmerboden gerichtet gewesen, sie habe sich nicht be-
wegen können und gedacht, sie wolle nicht in einem WC sterben. Sie habe gesagt "Hör uf. Hör 
uf. Hör uf.", woraufhin der Beschuldigte nachgelassen und sie wieder Luft bekommen habe. An-
lässlich der Konfrontationseinvernahme vom 2. Dezember 2019 bei der Staatsanwaltschaft gab 
die Beschwerdeführerin unter anderem zur Deposition, der Beschuldigte habe sie, nach einer von 

 
 
 

 
 
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ihr ausgehenden Provokation im Rahmen der verbalen Auseinandersetzung im Behinderten-WC, 
nach hinten gestossen und sei ihr an die Gurgel gegangen. Er habe sie "mega fescht" mit den 
Händen an ihrem Hals gewürgt, womit sie nicht gerechnet habe. Sie habe versucht, sich zu weh-
ren und sei dann hingefallen, weil sie keine Kraft gehabt habe. Sie habe probiert, sich aus dem 
Würgegriff zu befreien und habe dies durch eine Bewegung zum Boden hin und durch Wegdre-
hen geschafft. Sie habe den Beschuldigten dann angeschrien, woraufhin er wieder aggressiv 
geworden und auf sie losgegangen sei. Sie habe keine Chance gehabt. Sie habe versucht, sich 
zu verteidigen, was ihr nicht gelungen sei. Der Beschuldigte habe sie von hinten mit den Händen 
gewürgt, wobei sie nach vorne gelehnt gewesen sei, mit Blick in Richtung des Bodens. Sie habe 
nur den Beton und den Türschlitz gesehen. Er habe nicht aufgehört, sie zu würgen und sie habe 
keine Luft bekommen und sich nicht wegbewegen oder zur Wehr setzen können. Sie habe To-
desangst gehabt und sich als Tote gesehen, die auf einer Toilette gefunden wird. Sie habe dann 
"Hör uf" gerufen, was sie mangels genügender Luftzufuhr nur noch habe herauspressen können. 
Der Beschuldigte habe dann langsam losgelassen, woraufhin sie nochmals gesagt habe "Hör uf", 
"Hör uf". Der Beschuldigte habe sie dann langsam losgelassen (act. 287 ff.). 
 
In casu zeigt sich somit einerseits, dass durch den die Beschwerdeführerin am Tag des streitge-
genständlichen Vorfalls untersuchenden Arzt keinerlei Symptome festgestellt wurden, die auf das 
Vorliegen einer unmittelbaren Lebensgefahr hindeuten würden. Andererseits berichtete auch die 
Beschwerdeführerin selbst, trotz angegebener Todesangst, zu keiner Zeit von einem Erleben ve-
getativer Symptome, die auf das Vorliegen unmittelbarer Lebensgefahr schliessen lassen könn-
ten, wie etwa eine Bewusstseinstrübung, Einnässen, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden. Viel-
mehr konnte sie den Beschuldigten, ihren eigenen Angaben zufolge, während des beschriebenen 
Würgegriffs sogar mehrfach mit den Worten "Hör uf" auffordern, sie loszulassen. Demnach ist 
das Vorliegen einer unmittelbaren Lebensgefahr in casu offensichtlich zu verneinen, weshalb der 
objektive Tatbestand der Gefährdung des Lebens von vornherein nicht erfüllt ist. Die Vorinstanz 
hat somit zu Recht gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO das Verfahren betreffend den Vorwurf 
der mehrfachen Gefährdung des Lebens eingestellt, weshalb sich die Beschwerde in diesem 
Punkt als unbegründet erweist. 
 
2.5.3.1. Im Weiteren ist zu prüfen, ob die Einstellung der Strafuntersuchung betreffend die Vor-
würfe der Nötigung sowie der Drohung gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO zu Recht erfolgte. 
 
Diesbezüglich ist zunächst im Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass es vorlie-
gend keine Zeugen gibt, die das Geschehen in der Behindertentoilette wahrgenommen haben. 
Die durch die Staatsanwaltschaft als Zeugen befragten Personen, D.____ und E.____, haben 
gemäss den insoweit übereinstimmenden Angaben aller Beteiligter den Beschuldigten und die 
Beschwerdeführerin erst nach den Vorfällen, die sich in der Behindertentoilette zugetragen haben 
sollen, ausserhalb derselben angetroffen. Als Beweismittel liegen somit allein die sich widerspre-
chenden Aussagen der Parteien vor. 
 

 
 
 

 
 
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So gab die Beschwerdeführerin im Hinblick auf die gegen den Beschuldigten erhobenen Vorwürfe 
der Nötigung und der Drohung zunächst im Rahmen des Gesprächs mit Vertretern der C.____ 
am 23. Januar 2019 zu Protokoll, nach einer Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten anläss-
lich der Open-Day Party der C.____ am 12. Januar 2019, bei der es zu gegenseitigem Anspucken 
bzw. Anschütten von alkoholischen Getränken gekommen sei und nachdem der Beschuldigte sie 
in den "Schwitzkasten" genommen habe, habe sie versucht, sich loszureissen und ihn wegzudrü-
cken. Dabei habe sie den Beschuldigten zweimal von unten auf seine Wange geschlagen. Dieser 
sei daraufhin aggressiv geworden, woraufhin es zu Wortgefechten gekommen sei und beide die 
Sache hätten klären wollen. Der Beschuldigte habe die Türe zum Behinderten-WC geöffnet und 
sie sei freiwillig vor diesem hineingegangen. Dieser habe sie, nachdem er ihr im Anschluss an 
eine verbale Auseinandersetzung an die Gurgel gegangen sei und sie sich durch Ausweichen 
nach unten aus dem Griff habe herauswinden können und es zu weiteren Wortgefechten gekom-
men sei, trotz Aufforderung nicht aus der Toilette hinausgelassen. Nachdem er erneut auf sie 
losgegangen sei, sie fest gewürgt, aber dann nach mehrmaliger lauter Aufforderung "lass los" 
langsam losgelassen habe und ihr seltsame Fragen gestellt habe, habe sie ihn gefragt, was er 
hier für Psychospiele mache, was er davon habe, ob das Machogehabe sei und habe ihn erneut 
aufgefordert, sie hinauszulassen. Nach gefühlten 20 Minuten habe sie den Beschuldigten vom 
Türgriff "wegchecken" und die Toilette verlassen können (act. 449, 451). Im Rahmen der Anzei-
geerstattung gegenüber der Kantonspolizei Basel-Stadt äusserte sich die Beschwerdeführerin 
gemäss Polizeirapport dahingehend, dass sie nach der Auseinandersetzung mit gegenseitigem 
Anspucken bzw. Anschütten von alkoholischen Getränken und nachdem der Beschuldigte sie in 
den "Schwitzkasten" genommen habe, um sich geschlagen und den Beschuldigten im Gesicht 
getroffen habe. Daraufhin habe dieser vorgeschlagen, die Sache im Behinderten-WC zu klären. 
Sie sei mit ihm in die Toilette gegangen, er habe die Tür verriegelt und sie seien ca. zehn Minuten 
im WC eingeschlossen gewesen. Er habe dabei immer wieder gesagt, dass er die Beschwerde-
führerin fertigmachen würde, was sie in Angst versetzt habe (act. 419). In der anlässlich der An-
zeigeerstattung der Kantonspolizei Basel-Stadt zur Verfügung gestellten E-Mail vom 13. Februar 
2019 umriss die Beschwerdeführerin den Sachverhalt in weitgehender Übereinstimmung mit ih-
ren Äusserungen anlässlich des Gesprächs mit der C.____ und schrieb etwa, der Beschuldigte 
habe sie, nachdem er ihr an die Gurgel gegangen sei und sie sich aus dem Griff habe heraus-
winden können und ihn angeschrien habe, trotz Aufforderung nicht aus der Toilette hinausgelas-
sen. Sie habe versucht, ihn wegzuschieben, sei aber gescheitert. Der Beschuldigte habe zu ihr 
gesagt, er werde sie fertigmachen, sie habe keine Chance, er werde sie vermöbeln. Nachdem er 
sie nochmals in den Würgegriff genommen und sie ihn, nachdem er auf die Aufforderung "Hör uf. 
Hör uf. Hör uf." wieder losgelassen habe, angeschrien habe, was er wolle, was das hier solle, ob 
das irgendein Machogehabe oder ein krankes Experiment sei, sei der Beschuldigte noch immer 
vor der Türe gestanden und habe sie nicht hinausgelassen. Als dieser etwas abgelenkt gewesen 
sei, sei es ihr dann aber gelungen, ihn von der Türe wegzuschubsen und die Türe zu öffnen 
(act. 431). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 2. Dezember 2019 bei der Staatsan-
waltschaft bestätigte die Beschwerdeführerin zunächst ihre Angaben hinsichtlich des gegenseiti-
gen Anschüttens bzw. Anspuckens von Bier bzw. Wein, im Rahmen dessen der Beschuldigte sie 

 
 
 

 
 
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in den Schwitzkasten genommen und nach unten gedrückt habe, woraufhin sie ihn mit der Hand 
im Gesicht getroffen habe. Sie habe sich dabei am Boden abstützen müssen und habe den Be-
schuldigten zur Verteidigung mit der Rückhand zweimal auf die Wange geschlagen. Dies sei aber 
kein harter Schlag gewesen. Man habe es klatschen gehört, als sie die Wange getroffen habe 
(act. 277, 285). Daraufhin habe er sie losgelassen. Ab diesem Zeitpunkt sei es aber nicht mehr 
gut gewesen, der Beschuldigte sei aggressiv geworden und habe gesagt: "Das regle mir jetzt. 
Das regle mir jetzt dusse." (act. 285). Er habe dann die Tür zur Behindertentoilette geöffnet und 
eine Handbewegung gemacht, woraufhin sie die Toilette betreten habe. Nach einer verbalen Aus-
einandersetzung in der Toilette und nachdem der Beschuldigte sie nach hinten geschubst und 
gewürgt habe, woraufhin sie sich gewehrt habe und zu Boden gegangen sei, habe er gesagt: 
"A.____, du hesch kei Chance. Ich mach dich fertig.". Sie habe versucht, sich zu befreien, wo-
raufhin der Beschuldigte ihr immer wieder seltsame Fragen gestellt habe: "A.____, wieso sind mir 
in dere Situation? A.____, wie alt bisch du?" und sie habe ihn angeschrien: "Was söll das? Wieso 
machsch du das? Loh mich use." Der Beschuldigte sei aber immer wieder vor der Tür und dem 
Türgriff gestanden und sie habe ihn nicht von dort wegbekommen. Nachdem er erneut auf sie 
losgegangen sei und sie gewürgt habe, habe sie die Toilette noch immer nicht verlassen können. 
Der Beschuldigte sei immer wieder vor die Tür gestanden und er sei immer schneller gewesen 
als sie. Er habe dann wieder begonnen zu fragen: "A.____, wieso sind mir in dere Situation? Ich 
vermöble dich. Was mache mir do, he?". Sie habe nicht gewusst, was sie antworten oder tun 
solle. Sie habe die Toilette nicht verlassen und sich nicht verteidigen können. Rückblickend hätte 
sie um Hilfe rufen sollen. Sie habe sich aber in der Situation nicht eingestehen wollen, dass diese 
so bedrohlich, so brenzlig gewesen sei, dass sie Hilfe gebraucht hätte (act. 289). Erst nachdem 
der Beschuldigte wieder Fragen gestellt und sich erneut im Spiegel betrachtet habe, habe sie ihn 
vom Türgriff wegschieben und die Toilette verlassen können (act. 291). Auf Frage erklärte die 
Beschwerdeführerin sodann, sie habe den Beschuldigten mehrmals aufgefordert, sie aus der Toi-
lette hinauszulassen. Dieser habe dann gesagt: "Nei, mir kläre das z’erst.". Die Toilettentüre sei 
dabei aber nicht von innen verriegelt gewesen (act. 293, 295). 
 
Demgegenüber räumte der Beschuldigte anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 2. De-
zember 2019 zwar ein, das durch die Beschwerdeführerin beschriebene Übergiessen und An-
speien von Flüssigkeiten habe stattgefunden, im Übrigen bestritt er aber sämtliche gegen ihn 
erhobenen Vorwürfe. So habe er die Beschwerdeführerin nicht in den Schwitzkasten genommen, 
sondern vielmehr versucht, zu verhindern, dass diese ihn weiter mit Bier übergiesse, indem er 
ihren Arm mit dem Bier weggedrückt habe. Auch sei der Schlag ins Gesicht durch die Beschwer-
deführerin nicht ein "Tätschle" gewesen und auch nicht auf die Wange erfolgt, weil er danach 
Nasenbluten gehabt habe (act. 279 – 285). Es seien vielmehr gezielte Schläge ins Gesicht ge-
wesen (act. 299). Die Situation sei schon bevor sie das WC betreten hätten nicht spielerisch, 
sondern sehr aufgeheizt gewesen und die Beschwerdeführerin sei sehr aggressiv gewesen und 
habe gefragt: "Was wöttsch du vo mir?! Meinsch ich han Angscht vor dir will ich e Frau bin? Was 
hesch du eigentlich s’Gfühl?!". Aus Gründen, die er vor der Beschwerdeführerin und deren An-
wältin nicht offenlegen wolle, sei das für ihn eine schwierige Situation gewesen und er habe sich 

 
 
 

 
 
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körperlich angegriffen gefühlt und einen Ausweg aus der Situation gesucht. Auch aus seiner Sicht 
sei die Entscheidung, gemeinsam das WC zu betreten im Nachhinein falsch gewesen. Allerdings 
habe die Beschwerdeführerin jederzeit die Möglichkeit gehabt, die Toilette nicht zu betreten. Sie 
habe auch die Möglichkeit gehabt, ihm nicht hinterherzurennen, es habe etliche Situationen ge-
geben, in denen sich die Beschwerdeführerin von der Auseinandersetzung habe entfernen kön-
nen. In der Toilette habe er sich, wie auch von der Beschwerdeführerin erwähnt, zum Spiegel 
umgedreht, weshalb diese einen nahen Weg zur Tür gehabt habe. Die Situation sei sehr dyna-
misch gewesen, er sei nicht immer in einer fixen Position gewesen. Auch deshalb habe für die 
Beschwerdeführerin jederzeit die Möglichkeit bestanden, die Toilette zu verlassen. Die Türe sei 
auch nicht von innen verriegelt gewesen. Die Ereignisse in der Toilette seien für ihn sehr schwie-
rig zu reflektieren. Es sei jeweils sehr dynamisch gewesen. Sie hätten ein wenig gerangelt und 
seien gestürzt. Es bestehe die Möglichkeit, dass sich die Beschwerdeführerin dabei angeschla-
gen habe. Er selbst habe sich bei diesem gemeinsamen Sturz keine Verletzungen zugezogen 
(act. 345, 347). An eine Drohung, wie die Beschwerdeführerin sie geltend mache, könne er sich 
nicht erinnern. Er wisse auch nicht, weshalb er eine solche Drohung aussprechen sollte. Auch 
sei es nicht so, dass die Beschwerdeführerin in der Toilette ruhig und sachlich gewesen sei, es 
habe sich vielmehr um ein gegenseitiges Anschreien, um gegenseitige Vorwürfe gehandelt (act. 
295, 297, 301). Im Hinblick auf das ihm vorgeworfene mehrfache Würgen der Beschwerdeführe-
rin erklärte der Beschuldigte, diesen Vorwurf müsse er von sich weisen. Es habe in der Toilette 
einfach eine Rangelei gegeben, aber es habe kein gezieltes oder versuchtes Würgen stattgefun-
den. Die Beschwerdeführerin und er selbst seien im Rahmen dieses dynamischen Vorgangs zu-
sammen auf das WC gestürzt, wobei er nicht ausschliessen könne, dass sich die Beschwerde-
führerin dabei angeschlagen habe. Ein Würgen, wie durch die Beschwerdeführerin beschrieben, 
habe es nicht gegeben (act. 297, 299). 
 
2.5.3.2. Es ist somit zu konstatieren, dass in casu eine klassische Aussage gegen Aussage-
Konstellation vorliegt, die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach dem Grundsatz "in 
dubio pro duriore" in der Regel zur Anklageerhebung führen muss. Entgegen der Auffassungen 
der Staatsanwaltschaft und des Beschuldigten liegt auch keine Situation vor, in der die Strafun-
tersuchung beim Vorliegen einer Aussage gegen Aussage-Konstellation ausnahmsweise einge-
stellt werden darf (vgl. Erwägung 2.5.1 des vorliegenden Beschlusses). Vielmehr wirken die De-
positionen der Beschwerdeführerin, nach einer summarischen – und dem zuständigen Sachge-
richt nicht vorgreifenden – Prüfung aller Aussagen, für das Kantonsgericht insgesamt glaubhafter 
als diejenigen des Beschuldigten. Während dieser zwar einräumt, dass es zu einer verbalen und 
körperlichen Auseinandersetzung mit der Beschwerdeführerin gekommen ist, beschränkt er sich 
im Übrigen weitgehend darauf, die Vorwürfe der Beschwerdeführerin mit wenig detaillierten An-
gaben und teils ausweichenden Antworten zu bestreiten, seine Rolle im Rahmen der Auseinan-
dersetzung herunterzuspielen und diejenige der Beschwerdeführerin hervorzuheben. Demge-
genüber enthalten insbesondere die anlässlich der Konfrontationseinvernahme getätigten Aus-
sagen der Beschwerdeführerin eine Vielzahl von Realkennzeichen. Diese vermag mit einem ho-
hen Detailgrad einen plausiblen Ablauf der Geschehnisse und der stattgefundenen Interaktionen 

 
 
 

 
 
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wiederzugeben. Auch finden sich in den Depositionen der Beschwerdeführerin zahlreiche Anga-
ben zu ihren Gefühlen und Gedanken während den geschilderten Geschehnissen, was ebenfalls 
für einen realen Erlebnishintergrund spricht. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin ihr eige-
nes Verhalten teilweise kritisch reflektiert und sich auch selbst belastet. So gibt die Beschwerde-
führerin etwa zu, den Beschuldigten zweimal ins Gesicht geschlagen und diesen im Rahmen der 
Auseinandersetzung in der Behindertentoilette durch die Worte "Ich kann nüt defür wenn du en 
schwache Körper hesch" provoziert zu haben (act. 285, 287, 431, 449, 451). Zusätzlich ist zu 
berücksichtigen, dass die im Arztbericht von Dr. med. F.____ vom 12. Januar 2019 festgehalte-
nen geringfügigen Verletzungen der Beschwerdeführerin im Bereich des Halses, an den Armen, 
der rechten Hand sowie den Knien objektive Indizien dafür darstellen, dass sich der Sachverhalt 
wie von dieser beschrieben zugetragen hat. Dafür sprechen insbesondere das durch den Arzt 
festgestellte leichte und oberflächliche Hämatom und die oberflächlichen minimalen Hautkratzer 
im Bereich des Unterkiefers der Beschwerdeführerin, welche als mögliche Halteverletzungen 
qualifiziert wurden (act. 429). Insbesondere hinsichtlich letzterer Verletzung erscheint die durch 
den Beschuldigten eingeführte und durch die Beschwerdeführerin bestrittene Hypothese, wonach 
die ärztlich festgestellten Verletzungen von einem Eishockeytraining der Beschwerdeführerin her-
rühren könnten, welches diese am Donnerstag vor der Open-Day Party der C.____ besucht hat, 
als höchst unwahrscheinlich. 
 
Im Hinblick auf die Konstanz der Aussagen der Beschwerdeführerin zeigt sich sodann zwar, dass 
diese, wie sich aus dem Rapport der Kantonspolizei Basel-Stadt ergibt, anlässlich der Anzeige-
erstattung vom 13. Februar 2019 nur einen einmaligen Würgevorgang geschildert sowie angege-
ben hat, sie habe sich mit dem Beschuldigten ca. während zehn Minuten im WC aufgehalten, 
wobei die Tür abgeschlossen gewesen sei, während sie anlässlich der Konfrontationseinver-
nahme durch die Staatsanwaltschaft vom 2. Dezember 2019 in freier Rede zwei Würgevorgänge 
schilderte, einmal einen Würgegriff von vorne und einmal einen solchen von hinten, bzw. die 
Anzahl der Würgevorgänge auf Nachfrage mit drei bezifferte (zweimaliges Würgen von vorne, 
einmaliges Würgen von hinten), sowie angab, die Toilettentüre sei nicht verschlossen gewesen 
und der Beschuldigte und sie hätten sich während 20 bis 30 Minuten in der Toilette aufgehalten. 
Allerdings ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich des 
protokollierten Gesprächs mit Vertretern der C.____ am 23. Januar 2019 sowie in einer der Kan-
tonspolizei Basel-Stadt zur Verfügung gestellten und auf den 13. Februar 2019 datierten E-Mail, 
in welcher sie die Ereignisse mit eigenen Worten detailliert beschreibt, zwei Würgevorgänge schil-
derte und angab, der vor der Tür stehende Beschuldigte habe sie trotz Aufforderung nicht aus 
der Toilette hinausgelassen und sie habe ihn zunächst nicht von der Tür wegschieben können. 
Von einer verschlossenen Türe war demnach lediglich in den durch die Kantonspolizei Basel-
Stadt anlässlich der Anzeigeerstattung rapportierten Angaben der Beschwerdeführerin die Rede, 
nicht jedoch in ihren eigenen schriftlichen und mündlichen Schilderungen der Geschehnisse. Im 
Hinblick auf die Angaben der zeitlichen Dauer des Aufenthalts in der Behindertentoilette, die zwi-
schen ca. zehn Minuten (polizeilich rapportierte Angabe der Beschwerdeführerin anlässlich der 
Anzeigeerstattung), gefühlten 20 Minuten (Angabe anlässlich des Gesprächs mit Vertretern der 

 
 
 

 
 
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C.____) und 20 bis 30 Minuten (Deposition anlässlich der Konfrontationseinvernahme) variieren, 
ist in Bedacht zu nehmen, dass sich diese unter Berücksichtigung des gerichtsnotorischen Um-
stands, wonach befragte Personen mit der Einschätzung der zeitlichen Dauer von wiedergege-
benen Abläufen regelmässig erhebliche Schwierigkeiten bekunden, als vernachlässigbar erwei-
sen. Sodann ist zu berücksichtigen, dass die Sachverhaltsbeschreibungen der Beschwerdefüh-
rerin beginnend mit den Angaben gegenüber den Vertretern der C.____ anlässlich des protokol-
lierten Gesprächs vom 23. Januar 2019, über die Darstellung in ihrer E-Mail vom 13. Februar 
2019, bis hin zur Konfrontationseinvernahme durch die Staatsanwaltschaft am 2. Dezember 2019 
hinsichtlich des wesentlichen Ablaufs der Geschehnisse sowie hinsichtlich zahlreicher Details 
bemerkenswert konstant blieben. In Anbetracht dessen erweisen sich die genannten Abweichun-
gen in den Aussagen der Beschwerdeführerin entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft 
als geringfügig. Sie sind deshalb keineswegs geeignet, die Glaubhaftigkeit der im Übrigen mit 
zahlreichen Realkriterien gespickten Aussagen der Beschwerdeführerin ernstlich in Zweifel zu 
ziehen. 
 
2.5.3.3.  Auch wenn die Beschwerdeinstanz keine abschliessende Beweiswürdigung vornimmt, 
ist in casu somit festzustellen, dass die Einstellung des Verfahrens gegen den Beschuldigten im 
Hinblick auf die Vorwürfe der Nötigung sowie der Drohung in der vorliegenden Konstellation nicht 
zulässig war. Angesichts des Dargestellten ist betreffend diese Vorwürfe kein Fall gegeben, in 
welchem mit Sicherheit oder mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch des Beschul-
digten zu rechnen ist, wie dies die Staatsanwaltschaft in ihrer Einstellungsverfügung darlegt; hier-
für stellt sich die Beweislage als viel zu unsicher dar. Die Beschwerde erweist sich somit als 
wohlbegründet soweit sie die Einstellung der Strafuntersuchung hinsichtlich der Vorwürfe der Nö-
tigung sowie der Drohung betrifft. 
 
2.6 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft vom 20. November 2020 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Punkt der Einstel-
lung der Strafuntersuchung wegen der Vorwürfe der Nötigung sowie der Drohung aufzuheben 
und die Staatsanwaltschaft im Sinne von Art. 397 Abs. 3 StPO anzuweisen, das Strafverfahren 
fortzusetzen, indem sie Anklage beim Sachgericht erhebt, welchem eine einlässliche Würdigung 
der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Parteien und der weiteren Beweismittel vorbehalten ist. 
 
3. Kosten 

[…]. 
  

 
 
 

 
 
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Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

 
Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
vom 20. November 2020 wird aufgehoben und die Sache zur Fortset-
zung des Verfahrens hinsichtlich der Vorwürfe der Nötigung sowie der 
Drohung an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. 

 
 2. […]. 

 
 3. […]. 

 
 4. […]. 

 
 5. […]. 

 
 6. Mitteilung […]. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
Stephan Gass 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Alexander Schorro 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.