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**Case Identifier:** 257d9db7-7c74-5c60-bdb6-841232ced4c5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.03.2025 II 2024 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2024-108_2025-03-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2024 108

Entscheid vom 20. März 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, 
Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (anrechenbarer Arbeits- und 
Verdienstausfall; Rückforderung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren 1966) arbeitete vom 1. November 2019 bis 31. De-
zember 2021 als Managing Director bei der B.________ International Holdings 
GmbH, bei welcher er bereits zuvor tätig gewesen war, in einem 100%-Pensum. 
Zufolge Änderungsvertrag vom 9. Dezember 2021 (in: Bf-act. 6) wurde das Ar-
beitsverhältnis per 1. Januar 2022 auf 50% und per 1. April 2022 auf 20% redu-
ziert. Dieses Anstellungsverhältnis im 20%-Pensum ist weiterhin fortbestehend 
und ungekündigt (Vi-act. S. 333; vgl. S. 94; zum Ganzen Bf-act. 7, Sachverhalt).

Nachdem sich A.________ beim RAV und der Arbeitslosenkasse zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung angemeldet hatte (vgl. Vi-act. S. 333 ff; Bf-act. 7 
Sachverhalt lit. V f.), lehnte die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 23. März 
2022 den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 20. Januar 2022 ab, da 
er sich weiterhin in arbeitgeberähnlicher Stellung befinden würde (Vi-act. S. 107, 
Bf-act. 7 Sachverhalt lit. VIII). Die hiergegen erhobene Einsprache (Bf-act. 4 = Vi-
act. S. 111) hiess die Arbeitslosenkasse in Aufhebung der Verfügung vom 23. 
März 2022 mit Einspracheentscheid vom 8. September 2022 gut (Bf-act. 7). 

In der Folge eröffnete die Arbeitslosenkasse eine Rahmenfrist für den Leistungs-
bezug ab dem 1. April 2022 bis 31. März 2024 und informierte A.________, dass 
er bei einem versicherten Verdienst von Fr. 12'350.-- Anspruch auf ein Taggeld 
von Fr. 455.30, entsprechend 80% des versicherten Verdienstes, habe (ange-
fochtener Einspracheentscheid Sachverhalt Ziff. I f.; Bf-act. 8). 

Mit Verfügung vom 11. Mai 2023 (Bf-act. 9) forderte die Arbeitslosenkasse von 
A.________ wegen "Bonus (STI)"- und "LTI (INFO)"-Zahlungen in der Höhe von 
Fr. 24'596.--, die als Zwischenverdienst angerechnet werden müssten, einen Be-
trag von Fr. 12'541.50 zurück. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs am 25. 
Januar 2024 (Bf-act. 11 = Vi-act. S. 92) zog A.________ am 15. März 2024 seine 
Einsprache gegen die Verfügung vom 11. Mai 2023 zurück (vgl. Bf-act. 11 f.).

B. Mit Verfügung vom 21. Juni 2024 entschied die Unia Arbeitslosenkasse, 
der Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. April 2022 von A.________ 
werde abgewiesen, da sich wegen im Nachhinein erfolgten ("Bonus [STI]"- und 
"LTI [INFO]"-)Zahlungen der Zwischenverdienstbetrag erhöhe und kein anre-
chenbarer Verdienstausfall bestehe (Vi-act. S. 174).

Mit einer zweiten Verfügung vom 21. Juni 2024 forderte die Unia Arbeitslosen-
kasse von A.________ Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von Fr. 42'086.90 
zurück (Vi-act. S. 212). 

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C. Am 17. Juli 2024 erhebt A.________ gegen diese Verfügungen vom 21. 
Juni 2024 Einsprache (Vi-act. S. 159). Am 18. Juli 2024 forderte die Arbeitslo-
senkasse A.________ zur Nachbesserung der Einsprache hinsichtlich Rechts-
begehren sowie Begründung auf (Vi-act. S. 157). Mit Eingabe vom 5. September 
2024 reichte A.________ die geforderte Nachbesserung der Einsprache ein. Mit 
Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2024 wies die Arbeitslosenkasse die Ein-
sprache in Bestätigung der Verfügungen vom 21. Juni 2024 ab (Vi-act. S. 63). Mit 
einem weiteren Entscheid vom 24. Oktober 2024 entschied sie: "Soweit das 
Schreiben vom 5. September 2024 ein Wiedererwägungsgesuch darstellt, wird 
darauf nicht eingetreten" (Vi-act. S 72 Disp.-Ziff. 1). 

D. Gegen den Einspracheentscheid lässt A.________ am 24. November 2024 
(Postaufgabe am 25.11.2024) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen (Beschwerde S. 11):

1. Ablehnung der Rückzahlungsforderungen der UNIA in Höhe von CHF 
42'086.90 und CHF 12'541.50 aufgrund von Verfahrensfehlern und der un-
zulässigen Berücksichtigung von Ermessensboni. 

2. Ausschluss von STI- und LTI-Boni aus der Berechnung des versicherten Ver-
dienstes in Übereinstimmung mit dem Verwaltungsrecht und der Rechtspre-
chung des Bundesgerichtshofs. 

3. Kürzung des Teilzeiteinkommens (für die Ermittlung des versicherten Verdiens-
tes) um CHF 13'612.35 für die Monate Januar bis Dezember 2023, anteilsmäs-
sig. 

4. die UNIA anzuweisen, in zukünftigen Fällen für ein faires Verfahren und die 
Einhaltung von Fristen zu sorgen. 

Mit Begleitschreiben vom 24. November 2024 zur Beschwerde hält der Be-
schwerdeführer sodann fest, er "beantrage […] förmlich die Entscheidung des 
Gerichts über Fragen im Zusammenhang mit zwei Rückzahlungsforderungen der 
UNIA (42.086,90 CHF und 12.541,50 CHF) und die Anpassung meines Teilzei-
teinkommens an die unmittelbar in diesem Verfahren entstandenen Rechtskos-
ten." 

E. Am 9. Dezember 2024 (Posteingang 10.12.2024) reicht der Beschwerde-
führer einen "Nachtrag zum Schreiben vom 24. November 2024" ein. Mit Ver-
nehmlassung ebenfalls vom 9. Dezember 2024 (Posteingang 11.12.2024) stellt 
die Arbeitslosenkasse die Anträge, die Beschwerde sei abzuweisen und der Ein-
spracheentscheid vom 24. Oktober 2024 zu bestätigen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers. 

Mit Schreiben vom 19. Dezember 2024 (Posteingang 23.12.2024) ersucht der 
Beschwerdeführer das Gericht sinngemäss, der Beschwerde aufschiebende Wir-

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kung zu erteilen. Er habe von der Arbeitslosenkasse trotz der von ihm eingeleg-
ten Rechtsmittel eine Zahlungsaufforderung erhalten (Mahnung vom 
13.12.2024). Am 23. Dezember 2024 teilt der verfahrensleitende Richter mit, 
dass, nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 
zukomme und die Arbeitslosenkasse einer etwaigen Beschwerde diese Wirkung 
nicht entzogen habe, für das Gericht keine Veranlassung bestehe, diesbezüglich 
eine Anordnung zu treffen. Hingegen fordert er die Unia Arbeitslosenkasse auf, 
die Geltendmachung der Rückzahlungsforderung auszusetzen, bis ein Be-
schwerdeentscheid in Rechtskraft erwachsen ist. Selbst dann noch habe der Be-
schwerdeführer - wie es auch im Einspracheentscheid zu Recht festgehalten ist - 
das Recht, ein Erlassgesuch zu stellen. Ebenfalls am 23. Dezember 2024 (E-
Mail; 14:29 Uhr) zieht der Beschwerdeführer seinen Antrag auf aufschiebende 
Wirkung zurück. Die Arbeitslosenkasse habe angegeben, dass die Rückzah-
lungsforderung irrtümlich verschickt worden sei und dass der Gerichtsentscheid 
abgewartet werde. Zum Beschwerde-Nachtrag vom 9. Dezember 2024 nimmt die 
Vorinstanz keine Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Gemäss Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 
25. Juni 1982 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 sind un-
rechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsan-
spruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kennt-
nis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen 
Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). Bei diesen Fristen handelt es sich um eine Ver-
wirkungsfrist, die immer und von Amtes wegen zu berücksichtigen ist (BGE 138 
V 74 E. 4.1; vgl. auch Urteil BGer 9C_999/2009 vom 7.6.2010 E. 3.1 in fine mit 
Hinweisen, u.a. auf BGE 133 V 582 E. 4.1).

Über den Umfang der Rückforderung wird eine Verfügung erlassen, worin auf die 
Möglichkeit des Erlasses hinzuweisen ist (Art. 3 Abs. 1 und 2 Verordnung über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11] vom 
11.9.2002).

1.1.2  Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen 
Verfügung beruhen, können nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für 
die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeu-
tung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (wegen erheblicher 

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neuer Tatsachen oder Beweismittel) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind 
(Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2; 129 V 110 E. 1.1; Urteile BGer 
8C_301/2014 vom 9.9.2014 E. 2; 8C_48/2011 vom 16.5.2011 E. 2; Kieser, 
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 11 ff.). Dies gilt unabhängig davon, 
ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos ver-
fügt worden sind (Urteil BGer 8C_735/2014 vom 3.3.2015 E. 2).

1.1.3 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in 
einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der 
Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden. Daran schliesst sich 
der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten 
ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine 
rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - ne-
ben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliess-
lich ist - gegebenenfalls - über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung zu 
entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 ATSG abzustellen (VGE II 2022 7 vom 
17.5.2022 E. 2.2 m.H.a. Kieser, a.a.O., Art. 25 Rz. 17 ff. m.H.). Die Rechtspre-
chung lässt es zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs und 
über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam ent-
schieden wird (Kieser, Rückforderung unrechtmässiger bezogener Leistungen 
von Dritten, in: Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 
2010, S. 224 m.H.a. Urteil BGer 9C_564/2009 vom 22.1.2010 E. 5.3). 

Ein Leistungsbezug ist rechtmässig, wenn und solange er auf einer rechtskräfti-
gen Leistungszusprache beruht, und zwar auch, wenn diese unrichtig (geworden) 
ist. Die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs ergibt sich in solchen Fällen erst, 
wenn die Leistungszusprache rückwirkend (aufgrund ursprünglicher Unrichtig-
keit) in Wiedererwägung resp. in prozessuale Revision gezogen oder aber (we-
gen nachträglicher Unrichtigkeit) angepasst wird. Dabei sind die spezifischen 
rechtlichen Voraussetzungen zu beachten; eine nachträgliche freie Prüfung der 
Rechtmässigkeit der Leistungszusprache anlässlich der Beurteilung der Rücker-
stattungspflicht ist grundsätzlich ausgeschlossen (BSK ATSG-Dormann, Art. 25 
N 18).

1.2.1 Die Wiedererwägung von rechtskräftig zugesprochenen und ausbezahlten 
Kassenleistungen setzt grundsätzlich eine zweifellose Unrichtigkeit (des ur-
sprünglichen Kassenentscheides) und eine erhebliche Bedeutung der Berichti-
gung voraus (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Unrichtigkeit kann sich auf den zugrun-
degelegten Sachverhalt oder auf die Rechtsanwendung beziehen (Kieser, a.a.O., 
Art. 53 Rz. 46). Eine zweifellose Unrichtigkeit liegt nicht nur vor, wenn die in Wie-
dererwägung zu ziehende Verfügung auf Grund falscher oder unzutreffender 

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Rechtsregeln erlassen wurde, sondern auch, wenn massgebliche Bestimmungen 
nicht oder unrichtig angewandt wurden. Eine gesetzwidrige Leistungszuspre-
chung gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (BGE 126 V 399 E. 2.b/bb). Zwei-
fellos unrichtig ist ein Entscheid, wenn es der einzige Schluss ist, wenn kein ver-
nünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit besteht. Dieses Erfordernis ist deshalb zu 
verneinen, wenn man sich auf eine neu vorzunehmende Beweiswürdigung be-
ruft, oder allenfalls bei unzutreffenden Ermessensbetätigungen (Kieser, a.a.O. 
Art. 53 Rz. 60 f.). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügun-
gen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstat-
tung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss 
Art. 95 AVIG. 

1.2.2  Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision von Verwaltungs-
verfügungen zu unterscheiden. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspra-
cheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Per-
son oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen 
entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war 
(Art. 53 Abs. 1 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c). Bei den neuen Tatsachen handelt 
es sich um solche, die im Zeitpunkt der Entscheidfällung bereits vorlagen, jedoch 
unverschuldeterweise unbekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 
180 E. 3a; Urteil BGer 8C_93/2007 vom 29.2.2008 E. 2.2). Die Erheblichkeit der 
neuen Tatsache spricht deren Eignung an, die tatsächliche Grundlage der Verfü-
gung so zu ändern, dass bei erneuter Entscheidfällung ein anderer Entscheid re-
sultiert. Eine neue Würdigung einer bereits bestehenden Tatsache ist keine neue 
Tatsache (Kieser, a.a.O. Art. 53 Rz. 26). Zulässig ist die Revision bei Auffinden 
von Beweismitteln dagegen auch dann, wenn das Beweismittel aus der Zeit nach 
dem Entscheid datiert, sofern es sich auf eine Tatsache bezieht, welche die 
Grundlage des Entscheides bildet (Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz. 30). 

Bei Vorliegen eines Revisionsgrundes ist von Amtes wegen ein Revisionsver-
fahren einzuleiten, es bedarf keines entsprechenden Gesuches (Kieser, a.a.O. 
Art. 53 Rz. 36). Im Übrigen ist eine relative Revisionsfrist von 90 Tagen zu be-
achten, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt. Die 
absolute zehnjährige Frist beginnt mit der Eröffnung des Entscheides zu laufen 
(Kieser, a.a.O. Art. 53 Rz. 39; Art. 67 VwVG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG). Wird 
sie innert Frist nicht in diesem Sinne tätig, kann sie eine rechtskräftige Verfügung 
nicht mehr in Revision ziehen.

1.3.1 Als Zwischenverdienst gilt gemäss Art. 24 Abs. 1 AVIG jedes Einkommen 
aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das der Arbeitslose in-
nerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Der Versicherte hat Anspruch auf Ersatz 

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des Verdienstausfalles. Erzielt er dabei ein geringeres Einkommen als die ihm 
zustehende Arbeitslosenentschädigung, erhält er die Differenz bis zum versicher-
ten Verdienst nach dem Entschädigungssatz von Art. 22 AVIG von der Arbeitslo-
senkasse ausgeglichen.

1.3.2 Da eine Arbeitslosenkasse beurteilen können muss, ob und gegebenenfalls 
in welchem Umfang einer versicherten Person Anspruch auf Leistungen zusteht, 
sind sämtliche während einer Arbeitslosigkeit erzielten Einkommen zu melden. 
Der Zweck der Auskunfts- und Meldepflicht besteht darin, der Gefahr miss-
bräuchlicher Inanspruchnahme von Arbeitslosenentschädigung vorzubeugen (Ur-
teil EVGer C 50/91 vom 16.12.1992 in: ARV 1993/1994 Nr. 3 S. 22 E. 3d). So ist 
auch ein allfälliger Nebenverdienst (Art. 23 Abs. 3 AVIG), der nicht versichert ist 
und bei der Berechnung des Zwischenverdienstes grundsätzlich unberücksichtigt 
bleibt (Art. 24 Abs. 3 AVIG), zu melden, da die diesbezügliche rechtliche Qualifi-
kation der Verwaltung obliegt (Urteil BGer 8C_265/2014 vom 27.8.2014 E. 3.3). 

1.3.3 Übt ein Versicherter in einer Kontrollperiode, für die er Taggelder der Ar-
beitslosenversicherung beansprucht, eine Zwischenverdiensttätigkeit aus, hat er 
sich das vereinbarte (oder berufs-/ortsübliche; Art. 24 Abs. 3 AVIG) Entgelt in der 
gleichen Periode, in welcher er die geldwerte Leistung erbracht hat, anrechnen 
zu lassen, unabhängig davon, welchen Fälligkeitstermin die Parteien vereinbart 
haben. Die gegenteilige Auffassung würde nicht nur dem in Art. 24 AVIG mitent-
haltenen Gebot der Schadensminderung widersprechen, sondern hätte auch zur 
Folge, dass der Versicherte den Fälligkeitstermin nach Belieben festsetzen und 
beispielsweise beträchtliche Entschädigungsforderungen in missbräuchlicher 
Weise auf einen Zeitpunkt fällig stellen könnte, in welchem die Arbeitslosigkeit 
noch nicht eingetreten oder bereits überwunden ist. Dies kann nicht hingenom-
men werden. Entscheidend ist daher nicht, in welchem Zeitpunkt das Entgelt in 
die Verfügungsgewalt des Versicherten übergeht, sondern wann der wirtschaftli-
che Wert für die Arbeits- oder Dienstleistung erbracht bzw. entstanden ist (zum 
Ganzen BGE 122 V 367 E. 5a f. m.w.H.). 

1.4 Sowohl das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren wie auch 
der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Sozialversiche-
rungsträger und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt 
von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis 
über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen 
hinreichende Klarheit besteht (Urteil BGer 9C_662/2016 vom 15.3.2017 E. 2.2). 
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht 

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dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-
richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mög-
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 
6 S. 221 f. mit Hinweisen; Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17.8.2016 E. 5.3). 

Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzu-
nehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfas-
sender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 
V 393 E. 4.1 S. 399 f.; Urteil BGer 9C_662/2016 vom 15.3.2017 E. 2.2) zur Über-
zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu be-
trachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 
Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Be-
weise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen). Bleiben jedoch 
erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit oder Richtigkeit der bisher getroffenen 
Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen 
Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind 
(Urteil BGer 9C_662/2016 vom 15.3.2017 E. 2.2 mit Hinweis). 

Es besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach im Zweifelsfall zugunsten des Versi-
cherten zu entscheiden ist (vgl. Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 4. Aufl. 2013, S. 383 mit 
Hinweisen; BGE 115 V 133 E. 8). Bei sich widersprechenden Angaben des Ver-
sicherten ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten spon-
tanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässi-
ger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli-
chen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; 115 V 133 E. 8; Urteil BGer 8C_762/2016 vom 
18.1.2017 E. 5.3.2; Urteil EVG C 250/03 vom 28.7.2004 E. 2.2).

2.1 Mit Verfügung vom 21. Juni 2024 (Vi-act. S. 175) wies die Vorinstanz den 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung per 1. April 2024 rückwirkend ab. Da im 
Nachhinein Zahlungen erfolgt seien, erhöhe sich der Zwischenverdienstbetrag in 
den Kontrollperioden April 2022 bis Januar 2023, weshalb kein Verdienstausfall 
bestehe (Sachverhalt Ziff. II). Die Arbeitslosenkasse hält unter Verweis auf die 
der Verfügung beigelegte Berechnungstabelle fest, vorliegend betrage der versi-

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cherte Verdienst Fr. 12'350.00 und das Taggeld 80% des versicherten Verdiens-
tes bzw. Fr. 455.30 für einen Anspruchsbeginn ab 1. April 2022 (E. 5). Da der 
Versicherte sinngemäss in keiner Kontrollperiode einen Einkommensverlust von 
mehr als 20% erlitten habe (E. 2 i.V.m. E. 5-8), müsse der Antrag auf Arbeitslo-
senentschädigung wegen fehlendem anrechenbaren Arbeitsausfall abgewiesen 
werden (E. 9). Die Kasse werde den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
erneut ab 1. Februar 2023 prüfen, insbesondere, ob ein anrechenbarer Arbeits- 
und Verdienstausfall vorliege (E. 10).

2.2 Mit einer zweiten Verfügung desselben Tages (21.6.2024) forderte die Vor-
instanz bereits geleistete Taggelder in der Höhe von Fr. 42'086.90 zurück (Vi-act. 
S. 212). Die Kasse habe für den Versicherten für die Kontrollperioden April 2022 
bis Dezember 2023 Leistungen der Arbeitslosenversicherung im Betrag von 
Fr. 77'022.05 ausgerichtet. Der Versicherte habe im Februar 2023, März 2023 
und März 2024 zusätzliche Zahlungen (LTl [INFO] und Bonus [STl]) erhalten, 
welche gemäss Entstehungsprinzip zum Zwischenverdienst angerechnet werden 
müssten. Da aus diesem Grund kein Verdienstausfall ab dem 1. April 2022 be-
stehe, sei der Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. April 2022 abgewie-
sen worden. Es sei [jedoch] ab dem 1. Februar 2023 ein Verdienstausfall festge-
stellt worden. Die Kontrollperioden Februar 2023 bis Dezember 2023 hätten 
[aber] ebenfalls korrigiert werden müssen, da der im März 2024 ausbezahlte Bo-
nus für das Jahr 2023 den Zwischenverdienst in dieser Zeitspanne erhöht habe 
(Sachverhalt lit. I f., vgl. für die ermittelten Zwischenverdienste lit. III). Vorliegend 
habe der Versicherte aufgrund der vom Arbeitgeber B.________ lnternational 
Holding GmbH zusätzlich ausbezahlten Positionen "LTl (INFO)" und "Bonus 
(STl)" lediglich Anspruch auf Fr. 77'022.05 anstelle von Fr. 34'935.15 (recte: Fr. 
34'935.15 anstelle von Fr. 77'022.05) für die unter Punkt l. erwähnte Periode [d.h. 
von April 2022 bis Dezember 2023]. Unter Verweis auf "Korrigierte Abrechnun-
gen" in der Beilage hält die Vorinstanz fest, dass sie aus diesen Gründen den 
Betrag von Fr. 42'086.90 zurückfordern müsse (E. 2 f.).  

2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid hielt die Vorinstanz nach knapper 
Wiedergabe des Sachverhalts unter Auslassung zahlreicher Elemente (vgl. oben 
Ingress lit. A) - was der Verständlichkeit nicht förderlich ist - fest, die Kasse sei 
nachträglich von der Arbeitgeberin über die korrekten Bonuszahlungen informiert 
worden und auch darüber, für welche Zeitspanne diese seien. Der Anspruch ha-
be aufgrund der erheblich neuen Tatsachen geprüft werden müssen. Die Vor-
aussetzungen für eine Revision der in Frage stehenden Kontrollperioden seien 
vorliegend gegeben (Vi-act. S. 65 E. 5). Die Arbeitslosenkasse habe für die Be-
rechnung eines allfälligen Arbeits- und Verdienstausfalls per 1. April 2022 einen 

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versicherten Verdienst von Fr. 12'350.-- und das Taggeld auf Fr. 455.30 be-
stimmt, was der Einsprecher nicht bestreite. Klar und unbestritten sei, dass der 
Einsprecher rückwirkend Bonuszahlungen von der Arbeitgeberin erhalten habe. 
Die Kasse habe zum Zeitpunkt der Erstanmeldung nicht wissen können, wieviel 
Boni er rückwirkend noch erhalten werde. Im Arbeitsvertrag stehe, dass die 
tatsächliche Bonushöhe von der Erreichung konkreter Ziele und Vorgaben ab-
hänge, die die Geschäftsführung dem Mitarbeiter vorgebe. Die Bonuszahlungen 
müssten in jenen Beitragsmonaten angerechnet werden, in welchen die Arbeits-
leistung erbracht worden sei. Vorliegend seien folgende Boni für folgende Zeitpe-
rioden erbracht worden (Vi-act. S. 68 f. E. 6):

Auszahlung Februar 2023:
CHF 156'819.26 - Zeitperiode Februar 2020 bis Januar 2023 = 3 Jahre = 72 Mona-
te 
CHF 156'819.26 / 72 Monate = CHF 2'178.05 pro Monat 
Dieser Betrag muss zwingend ab April 2022 als Zwischenverdienst angerechnet 
werden.

Auszahlung März 2023:
CHF 24'596 - Zeitperiode Jahr 2022
CHF 24'596 / 12 Monate = CHF 2'049.65 pro Monat
Dieser Betrag muss zwingend ab April 2022 als Zwischenverdienst angerechnet 
werden.

Auszahlung März 2024:
CHF 18'701.00 - Zeitperiode Jahr 2023
CHF 18'701.00 / 12 Monate = CHF 1'558.40 pro Monat
Dieser Betrag muss zwingend ab April 2022 als Zwischenverdienst angerechnet 
werden.

Auszahlung März 2024:
CHF 13'664.60 - Zeitperiode Januar 2022 bis April2022
CHF 13'664.60 / 4 Monate = CHF 3'416.15 pro Monat
Dieser Betrag muss zwingend im April 2022 als Zwischenverdienst angerechnet 
werden

Der Einsprecher habe 

- in der Kontrollperiode April 2022 einen Verdienst von Fr. 13'893.85 (Monats-
lohn Fr. 6'250.00 + Fr. 2'178.05 + Fr. 2'049.65 + Fr. 3'416.15), 

- in den Kontrollperioden Mai 2022 – Dezember 2022 einen Verdienst von 
Fr. 10'477.70 (Monatslohn Fr. 6'250.00 + Fr. 2'178.05 + Fr. 2'049.65), 

- in der Kontrollperiode Januar 2023 einen Verdienst von Fr. 9'986.45 (Monats-
lohn Fr. 6'250.00 + Fr. 2'178.05 + Fr. 1'558.40) - wobei der von der Arbeitslo-
senkasse [in der angefochtenen Verfügung] festgelegte Betrag von 
Fr. 9'995.45 falsch berechnet worden sei, was jedoch am anrechenbaren 
Verdienstausfall nichts ändere - und 

11

- in den Kontrollperioden Februar 2023 bis Dezember 2023 einen Verdienst 
von Fr. 7'808.40 (Monatslohn 6'250.00 + Fr. 1'558.40) gehabt. 

In der Kontrollperiode April 2022 betrage der Einkommensverlust 0% des versi-
cherten Verdienstes, in den Kontrollperioden Mai 2022 bis Dezember 2022 
15.16%, in der Kontrollperiode Januar 2023 19.14%. Der Bonus in der Höhe von 
Fr. 140'381.22, welcher der Beschwerdeführer im Februar 2024 erhalten habe, 
sei nicht angerechnet worden, da dieser das Jahr 2021 betreffe. Die Kasse habe 
somit zu Recht den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. April 2022 
abgelehnt, da kein anrechenbarer Arbeits- und Verdienstausfall bestehe (Vi-act. 
S. 69 E. 6). 

Der provisorisch festgelegte versicherte Verdienst von Fr. 6'630.00 [sic] sei zu 
hoch berechnet worden. Die Kasse habe demzufolge die Kontrollperioden März 
2024 bis Juli 2024 [sic] korrigieren müssen, da für diese Monate eine zu hohe 
Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet worden sei. Die Rückforderungsverfü-
gung vom 14. August 2024 [sic] sei aufgrund der obigen Ausführungen zu Recht 
ergangen (Vi-act. S. 69 E. 7). 

Der Einsprecher habe seine Vertragsbedingungen bereits abgeschlossen, als er 
sich beim RAV und der Kasse angemeldet habe. Die Informationen auf der Web-
site von Arbeit Swiss seien allgemeine Informationen für arbeitslose Personen. 
Es sei jedoch immer der Einzelfall zu prüfen. Weder das RAV noch die Kasse 
habe den Einsprecher vor Anmeldung falsch beraten. Weiter sei es undenkbar, 
dass man ihm nach seiner Anmeldung mitgeteilt habe, dass es besser für ihn 
gewesen wäre, wenn er sich für die vollständige Vertragsauflösung entschieden 
hätte. Wäre dies der Fall gewesen, hätte er vermutlich mit Einstelltagen wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit rechnen müssen. Er hätte sich vor der Ver-
tragsunterzeichnung (Pensumsreduktion) bei der Kasse wie auch beim RAV be-
treffend seine Situation erkundigen können. Die Voraussetzungen des Vertrau-
ensschutzes seien nach oben genanntem nicht gegeben (Vi-act. S. 69 f. E. 9 f.). 

Die Einsprache werde abgewiesen, die angefochtenen Verfügungen bestätigt 
und der Betrag von Fr. 42'086.90 zurückgefordert (Vi-act. S. 70 E. 11). 

2.4 Vor Verwaltungsgericht macht der Beschwerdeführer mit seinen zum Teil 
nicht leicht verständlichen Ausführungen geltend, sein Jahresgehalt habe im 
100%-Pensum Fr. 275'000.-- betragen und er habe Anspruch auf diskretionäre 
Short Term lncentive ("STl") und Long Term lncentive ("LTl") Boni von je 
Fr. 91'887.-- gehabt. Die Arbeitgeberin habe ihm dann zwei Optionen unterbrei-
tet. Einerseits die Reduktion seines Arbeitspensums auf 20% oder die vollständi-
ge Kündigung seines Arbeitsvertrags. Auf eine Anfrage ans RAV habe er keine 

12

Antwort erhalten und in der Folge habe er die Website von Arbeit Suisse konsul-
tiert (S. 3 lit. C). lm Dezember 2021 habe er mit der B.________ vereinbart, das 
Arbeitspensum vom 1. Januar bis zum 31. März 2022 (vorübergehend) auf 50% 
und danach ab dem 1. April 2022 auf 20% zu reduzieren. Beim 20%-Pensum 
habe sein Gehalt Fr. 75'000.-- betragen sowie "reduzierte diskretionäre STI- und 
LTI-Boni" von je Fr. 18'334.-- umfasst - eine Gesamtreduktion seines Gehalts von 
Fr. 200'000.-- und STI- und LTI-Boni von Fr. 146'700.--. Beide Beträge ent-
sprächen oder überstiegen die Beträge, die für die Arbeitslosenversicherung als 
"versicherter Verdienst" gelten würden (S. 3 lit. D). Er habe der Vorinstanz am 
10. März 2022 die vollständigen Lohnunterlagen für die vorangegangenen zwei 
Jahre vorgelegt (S. 4 lit. F) und am 29. August 2022 die angeforderten Informati-
onen, einschliesslich der Arbeitsverträge, in denen seine STI- und LTI-Boni auf-
geführt seien, übermitteln lassen (S. 4 lit. G). Es sei wichtig festzuhalten, dass die 
UNIA somit bereits am 29. August 2022 im Besitz aller relevanten Informationen 
gewesen sei, die zur Beurteilung der Art der STI- oder LTI-Zahlungen erforderlich 
gewesen seien (S. 4 lit. H). Im April 2023 habe die Vorinstanz die B.________ 
um Klarstellung der Bonuszahlungen ersucht und diese habe am 24. April 2023 
bestätigt, dass die STI- und LTI-Boni nachträglich geleistet worden seien. So hät-
ten sich beispielsweise die LTI-Zahlung vom Februar 2023 auf Ansprüche aus 
dem Jahr 2020 und die STI-Zahlungen vom März 2023 auf Ansprüche aus dem 
Jahr 2022 bezogen (S. 5 lit. I). Am 1. Mai 2023 habe die UNIA die Rückzahlung 
von Fr. 12'541.50 verfügt und behauptet, dass gewisse Arbeitslosenentschädi-
gungen nicht korrekt berechnet worden seien und der Beschwerdeführer keinen 
anrechenbaren Einkommensverlust erlitten habe. Er habe den Betrag unter Vor-
behalt zurückbezahlt (S. 5 lit. J). Am 21. Juni 2024, mehr als zwei Jahre nach der 
ersten Leistungsgewährung und sechs Monate nach Abschluss der neu berech-
neten Leistungsperiode, habe die UNIA eine weitere Rückforderung über 
Fr. 42'086.90 verfügt. Hiergegen habe er Einsprache erhoben und gebeten, die 
bereits zurückgezahlten Fr. 12'541.50 zurückzuerstatten, "da beide Forderungen 
auf dieselbe falsche Darstellung seines Beschäftigungsstatus und seiner Ermes-
sensbonuszahlungen zurückzuführen seien"(S. 5 lit. K). 

Die UNIA habe ihre Entscheidungen verzögert und in einer Weise gehandelt, die 
voreingenommen erscheine. So habe sie seinen Antrag zunächst mit der Be-
gründung abgelehnt, er habe eine arbeitgeberähnliche Stellung inne. Sinn-
gemäss habe er daraufhin Beweise vorgelegt, dass er de facto angestellt gewe-
sen sei; die UNIA habe danach ergänzende Informationen verlangt; mit Schrei-
ben vom 29. August 2022, welches jene Informationen enthielt, von denen die 
UNIA nun behaupte, sie seien "neu", sei dem lnformationsbegehren der UNIA 
entsprochen worden. Der juristische Charakter der Mitteilungen der UNIA hätten 

13

ihn veranlasst, einen Rechtsbeistand einzuschalten, was Kosten von Fr. 
13'612.35 verursacht habe. Er habe die UNIA gebeten, seinen versicherten Ver-
dienst (recte wohl: Zwischenverdienst) (anteilig) zu kürzen (S. 6 f. lit. M und O). 

Die Forderungen der UNIA, dass der Beschwerdeführer Fr. 12'541.50 und nun 
Fr. 42'086.90 zurückzahlen solle, schienen auf einer fehlerhaften rechtlichen Ar-
gumentation und verfahrenstechnischen Ungereimtheiten zu beruhen, die zur 
gleichen Zeit entstanden seien. Diese Forderungen würden die vorgelegten Be-
weise nicht berücksichtigen, einschliesslich des diskretionären Charakters der 
STI- und LTI-Pläne, die unregelmässig und nicht an einen garantierten Verdienst 
gebunden seien, sowie der Tatsache, dass er sich auf einen schriftlichen Rat des 
RAV verlassen habe, der in seinem Fall falsch gewesen sei (S. 7 lit. P). 

Es sei darauf hinzuweisen, dass die UNIA die LTI-Zuteilungen uneinheitlich be-
handle (S. 8 lit. Q). 

Das Fehlen einer Beratung des RAV habe seine Entscheidung bei der Neuver-
handlung des Arbeitsvertrags beeinflusst. Er habe sich auf die "Online-Beratung" 
von Arbeit Suisse verlassen und in gutem Glauben die reduzierte Beschäftigung 
akzeptiert. Hätte er von der Komplexität und Schwierigkeiten mit der UNIA ge-
wusst, hätte er sich für eine vollständige Vertragsauflösung entschieden (S. 8 
lit. R). Hinzuweisen sei, dass die Verfahren der UNIA von erheblichen Verzöge-
rungen und verfahrenstechnischen Ineffizienzen geprägt gewesen sei. Die Ein-
sprache gegen die Rückforderung von Fr. 12'541,50 sei erst nach über 6 Mona-
ten beantwortet worden. Das Versäumnis der UNIA, den gesamten Kontext sei-
ner Situation zu berücksichtigen, habe zu einer Kaskade von ungerechtfertigten 
Forderungen geführt, die in der aktuellen Rückforderung von Fr 42'086.90 gipfle, 
die wiederum auf denselben Fehlinterpretationen beruhe (S. 8 lit. S). Die erhebli-
chen Verzögerungen, die unnötigen Anforderungen an die Dokumentation und 
die "doppelte Argumentation" zeigten, dass die Forderungen der UNIA unbe-
gründet und unverhältnismässig seien. Darüber hinaus fordere er das Gericht 
auf, die finanzielle und emotionale Belastung zu berücksichtigen, die ihm durch 
dieses Verfahren entstanden sei, einschliesslich der erheblichen Rechtskosten 
(S. 8 lit. T). 

Zusammenfassend macht der Beschwerdeführer "Verfahrensmängel und Versto-
ss gegen Treu und Glauben" geltend. Die UNIA habe es versäumt, das Vorliegen 
"wesentlicher neuer Tatsachen" gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG darzulegen, da die 
Informationen bereits im Jahr 2022 vorgelegt und geprüft worden seien; die 
Rückzahlungsforderungen würden gegen den Grundsatz von Treu und Glauben 
nach Art. 5 Abs. 3 BV verstossen, da er sich auf den ursprünglichen Entscheid 
der UNIA vom 25. Oktober 2022 stütze, der auf denselben Informationen beruht 

14

habe. Die UNIA habe es versäumt, bis April 2023 eine Klärung der STI- und LTI-
Boni anzustreben. Diese Verzögerung zeuge von administrativer Nachlässigkeit, 
da die Boni weder neu noch unbekannt gewesen seien. Die Verfahrensverzöge-
rungen, einschliesslich der 14-monatigen Zeitspanne zwischen dem Schreiben 
des Arbeitgebers und dem UNIA-Beschluss vom Juni 2024, verletzten die in BGE 
143 V 105 festgelegte 90-Tage-Frist für Revisionen (S. 9 lit. U Ziff. 1). Die STI- 
und LTI-Boni seien diskretionär, unregelmässig, bindungsorientiert, verfallbar und 
erfüllten die Kriterien für den Ausschluss vom versicherten Verdienst gemäss Art. 
322d OR und Art. 23 AVIG. Der rückwirkende Einbezug dieser Boni durch die 
UNIA widerspreche den Richtlinien des SECO und der Rechtsprechung (S. 10 lit. 
U Ziff. 2). Auf der Website von Arbeit Suisse seien allgemeine Hinweise gegeben 
worden, die eine Teilzeitbeschäftigung als die beste Option für Personen in der 
beschwerdeführerischen Situation empfohlen hätten. Als er per E-Mail um eine 
Klärung gebeten habe, bevor er gehandelt habe, habe das RAV nicht geantwor-
tet, so dass er sich auf diesen Rat habe verlassen müssen. Spätere mündliche 
Hinweise hätten den Empfehlungen auf der Website widersprochen, was verwir-
rend sei und gegen den Grundsatz von Treu und Glauben in Art. 5 Abs. 3 BV 
verstosse. Eine effektive Bestrafung für die Aufrechterhaltung einer Teilzeitbe-
schäftigung (wie sie in den RAV-Leitlinien angeregt werde) untergrabe den 
Zweck der Arbeitslosenversicherung (S. 10 lit. U Ziff. 3). Durch Verfahrensverzö-
gerungen und unzulässigen Druck seitens der UNIA sei er gezwungen worden, 
seine Einsprache gegen die Rückzahlung von Fr. 12'541.50 unter Vorbehalt 
zurückzuziehen. In Anbetracht des Zusammenhangs zwischen den beiden Rück-
zahlungsforderungen und der Verfahrensfehler bei der Bearbeitung des Falles 
beantrage er eine vollständige Neubeurteilung nach Art. 53 ATSG (S. 10 lit. U 
Ziff. 4). 

2.5 In den - auch im Vergleich zur Beschwerdeschrift - teilweise wiederholten 
Vorbringen macht der Beschwerdeführer schlussfolgernd namentlich geltend 
(S. 13 f. Ziff. 18.1 - 18.6), 

- bei der Berechnung der Leistungen solle man sich an die Bestimmungen von 
Art. 39 AVIV halten; 

- die STI- und LTI-Zahlungen sollen „von jeder Leistungsbestimmung ausge-
schlossen“ werden, da es sich um Gratifikationen handle. Falls die STI- und 
LTl-Zahlungen in den versicherten Verdienst Art. 23 AVIG einbezogen wür-
den, sei die Einbeziehung auch bei der Bestimmung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 16 AVIG zu berücksichtigen, wobei der Verdienstausfall anteilig zu 
ermitteln sei, wie in Art. 39 AVIV und Art. 6 ATSG, und Replik-Seite 9 darge-
legt;

15

- eine gültige Rechtsgrundlage nach Art. 53 ATSG fehle, da keine wesentli-
chen neuen Tatsachen vorgebracht worden seien. Die von der Klägerin (rec-
te: von dem Beschwerdeführer) bereits zurückgezahlten Fr. 12‘541.50 seien 
unverzüglich wieder zurückzuerstatten;

- die Berechnungen des Zwischenverdienstes sollen überprüft werden, um die 
Einhaltung von Art. 39 AVIV, Art. 23 AVIG und Art. 24 AVIG, „unter Berück-
sichtigung der proportionalen Kürzungen bei der Ermittlung des Verdienst-
ausfalls“ sicherzustellen;

- er habe in gutem Glauben gehandelt und sich auf die Hinweise der UNIA und 
der Website von Arbeit Suisse verlassen. Das erfülle die Voraussetzungen für 
den Vertrauensschutz nach Art. 9 BV;

- der Mangel an fallbezogener Beratung und die Verfahrensfehler hätten finan-
zielle Härte verursacht. „Dieses Vertrauen“ rechtfertige einen Verzicht auf die 
Rückzahlungsforderung gemäss Art. 25 ATSG.

3.1 In formeller Hinsicht ist zu beachten, dass wie der Antrag auch die Begrün-
dung nach Ablauf der Beschwerdefrist grundsätzlich nicht mehr erweitert werden 
kann. Im Rahmen eines weiteren Schriftenwechsels darf die Beschwerdebegrün-
dung nur hinsichtlich des von der Gegnerschaft oder von den Mitbeteiligten neu 
Vorgebrachten erweitert werden, ferner in Bezug auf Akten oder Aktenstücke, die 
innert der Beschwerdefrist aus objektiven Gründen nicht eingesehen werden 
konnten. Allerdings steht es im Ermessen der Beschwerdeinstanz, auch ver-
spätete Parteivorbringen zu berücksichtigen (Griffel, Kommentar VRG, § 23 N 23, 
mit Hinweisen; vgl. zum Untersuchungsgrundsatz oben E. 1.3). Die Replik ist 
demgemäss für Darlegungen zu verwenden, zu denen die Ausführungen in der 
Vernehmlassung des anderen Verfahrensbeteiligten Anlass geben.

3.2 Vorliegend hat die Vorinstanz als einzig weitere Verfahrenspartei mit Ein-
gabe vom 9. Dezember 2024 (Postaufgabe am gleichen Tag; Posteingang am 
11. Dezember 2024) auf die Einreichung einer ausführlichen Vernehmlassung 
verzichtet und auf den Sachverhalt sowie die Begründung im Einspracheent-
scheid verwiesen. Insofern gab es mangels neuer vorinstanzlicher Vorbringen 
grundsätzlich keine Veranlassung, eine Replik einzureichen. Dies erst recht, da 
dem Beschwerdeführer bei seiner Eingabe vom 9. Dezember 2024 (Postaufgabe 
am gleichen Tag) die Vernehmlassung noch gar nicht bekannt sein konnte (vgl. 
oben Ingress lit. E). In dieser Eingabe dennoch (neu) vorgetragene Begrün-
dungselemente erweisen sich insofern als verspätet bzw. als grundsätzlich un-
zulässige Ergänzung der Rechtsmitteleingabe, zumal nicht ersichtlich ist und 
auch nicht geltend gemacht wird, dass bei ihrer Postaufgabe am 9. Dezember 

16

2024 die Beschwerdefrist noch nicht abgelaufen war. Soweit nachfolgend auch 
Vorbringen aus dieser Eingabe Beachtung finden, erfolgt dies nach erwähntem 
Ermessen des Gerichts. 

3.3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV ist formeller 
Natur. Eine Verletzung dieses Rechts führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der 
Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 
Indes kann nach fester Rechtsprechung eine - nicht besonders schwerwiegende 
- Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Per-
son die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die den 
Sachverhalt und die Rechtslage frei überprüfen darf. Die Heilung eines allfälligen 
Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (u.a. BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 127 V 
431 E. 3d/aa, mit Hinweisen). Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im 
Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit 
dem - der Anhörung gleichgestellten - Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 
E. 2.3.2 mit Verweis auf BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2).

3.3.2 Die Aktenführungspflicht der Verwaltung stellt das Gegenstück zum - Be-
standteil des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV bildenden - Aktenein-
sichtsrecht der versicherten Person dar (BGE 124 V 372 E. 3b S. 375 f., 389 
E. 3a S. 390), indem die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts durch die ver-
sicherte Person eine Aktenführungspflicht der Verwaltung voraussetzt. Der ver-
fassungsmässige Anspruch auf eine geordnete und übersichtliche Aktenführung 
verpflichtet die Behörden und Gerichte, die Vollständigkeit der im Verfahren ein-
gebrachten und erstellten Akten sicherzustellen (Urteil BGer 5A_341/2009 vom 
30.6.2009 E. 5.2). In Art. 46 ATSG wurde die Aktenführungspflicht für die dem 
ATSG unterworfenen Versicherungsträger auf Gesetzesstufe konkretisiert. Da-
nach sind für jedes Sozialversicherungsverfahren alle Unterlagen systematisch 
zu erfassen, die massgeblich sein können. Sie hat dabei den Nachweis der Ver-
waltungstätigkeit sowohl mit Blick auf die Sachverhaltsabklärung wie auch be-
züglich des Wegs der Entscheidfindung jederzeit auf nachvollziehbare Weise zu 
ermöglichen und zu gewährleisten (Urteil BGer 8C_319/2010 vom 15.12.2010 
E. 2.2.1 f. m.w.H.). Eine geordnete und übersichtliche Aktenführung ist nicht nur 
Grundlage eines effektiven Akteneinsichtsrechts der Verfahrensbeteiligten; sie 
steht auch im Interesse der korrekten Entscheidfindung (Feststellung des Sach-
verhalts und Rechtsanwendung von Amtes wegen). Nur so ist im Übrigen die 

17

Überprüfbarkeit des Entscheids in einem allfälligen Rechtsmittelverfahren sicher-
gestellt (Daum, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Ver-
waltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 23 N 5; Kieser, a.a.O., 
Art. 46 N 5). 

3.3.3 Der Beschwerdeführer rügt soweit ersichtlich nicht, die vorinstanzlichen Ak-
ten seien unvollständig. Vorliegend zu beachten ist aber, dass der kantonale So-
zialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist und vor-
liegend das Verwaltungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 
wegen festzustellen hat. Das Gericht kann sich vorliegend anhand der Akten der 
Vorinstanz kein vollständiges Bild des Sachverhalts machen. Dies gelingt erst in 
Zusammenschau mit den vom Beschwerdeführer zu den Akten gereichten Unter-
lagen, wie bereits die oben im Ingress (insb. lit. A) angegebenen Verweise auf 
die Bf-act. illustrieren. Es fehlen in den vorinstanzlichen Akten beispielsweise 
aber auch vorinstanzliche Schreiben, welche sie im Rahmen der Sachverhalts-
abklärung an die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers gerichtet hatte mitsamt 
der Rückmeldung der Arbeitgeberin. So findet sich das Schreiben der Arbeitge-
berin vom 24. April 2023 einzig in den Bf-act. (9; vgl. unten E. 4.3.1); das in die-
sem Schreiben erwähnte "Schreiben vom 5. April 2023" wiederum ist überhaupt 
nicht aktenkundig. Es ist unerfindlich, weshalb diese - und weitere - Aktenstücke 
nicht Eingang in die vorinstanzlichen Akten bzw. in das dem Gericht zugestellte 
Aktendossier gefunden haben. Nur, aber immerhin, nach mühsamem Zusam-
mensuchen der entscheidwesentlichen Akten gestützt sowohl auf die vorinstanz-
lichen wie auch vom Beschwerdeführer eingereichten Akten kann das Gericht 
vorliegend zur Entscheidfindung gelangen. Trotz dieser Mängel in der Akten-
führung ist eine Entscheidfindung nicht verunmöglicht. Von einer Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz ist damit abzusehen, da eine solche zu einem for-
malistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde. 

3.4 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist sodann das Rückforderungsverfahren 
und das Erlassverfahren auseinander zu halten (vgl. VGE II 2021 80 vom 
20.9.2021 E. 3.1; vorstehend E. 1.1.1, 1.1.3): Im Rückforderungsverfahren wird 
über den Umfang der Rückforderung eine Verfügung erlassen, wobei der Versi-
cherer auf die Möglichkeit des Erlasses hinweist (vgl. Art. 3 Abs. 1 und 2 ATSV). 
Mit der Erlassverfügung wird die Rückerstattung unrechtmässig gewährter Leis-
tungen, die in gutem Glauben empfangen wurden, bei Vorliegen einer grossen 
Härte ganz oder teilweise erlassen (vgl. Art. 4 Abs. 1 ATSV). Über den Erlass der 
Rückforderung ist allenfalls in einem nachgelagerten, separaten Verfahren zu be-
finden (vgl. bereits oben Sachverhalt lit. E). Hieran ändert nichts, dass der Be-
schwerdeführer vor Verwaltungsgericht (sinngemäss) auf seine Gutgläubigkeit 

18

und eine finanzielle Härte verweist und um Erlass der Forderung ersucht (vgl. 
Eingabe des Bf vom 9.12.2024 S. 12 Ziff. 15). Unter diesen Umständen ist vor-
liegend nicht über den Erlass der Rückforderung zu befinden und hatte dies die 
Vorinstanz ebenso wenig zu tun. 

4.1 Strittig ist zur Hauptsache, ob es sich bei den an den Beschwerdeführer 
ausgerichteten Boni (STI, LTI) - neben dem Lohn von Fr. 6'250.--/Mt - um einen 
zusätzlich anrechenbaren Zwischenverdienst handelt (Standpunkt Vorinstanz) 
oder nicht (Standpunkt Beschwerdeführer) und ob die Vorinstanz den Anspruch 
des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung infolge Anrechnung die-
ser Bonuszahlungen (STI, LTI) ab April 2022 zu Recht revisionsweise abgelehnt 
und hiernach geleistete Arbeitslosenschädigung in der Höhe von Fr. 42'086.90 zu 
Recht zurückgefordert hat. 

4.2.1 Die STI- und LTI-Boni sind in den aktenkundigen Arbeitsverträgen unter 
den Ziffern "4. Bonus" (STI) bzw. "5. LTI" geregelt (vom 9.12.2021 und 
29.11.2019, in: Bf-act. 6). Gemäss Schreiben der Arbeitgeberin des Beschwerde-
führers - z.H. der Arbeitslosenkasse, in Bezug auf deren nicht aktenkundiges 
Schreiben vom 9. April 2024 - ist der Long Term lncentive [LTI bzw. LTI (Info)] ein 
vom Unternehmen nach eigenem Ermessen gewährter Betrag, der Teil des je-
weiligen Jahresgehalts des Beschwerdeführers sei. Dieser Betrag werde von der 
Unternehmenszentrale in Aktien ausgegeben. Die Aktien würden drei Jahre nach 
ihrer Zuteilung übertragen bzw. möglicherweise früher, falls der Arbeitsvertrag 
von der Arbeitgeberin gekündigt werde. Der STI sei Teil des Jahreseinkommens, 
werde aber als Bonus ausbezahlt. Der Bonus sei an die Ziele für ein Kalender-
jahr gebunden und werde daher im März des folgenden Kalenderjahres ausge-
zahlt (Vi-act. S. 248; vgl. Short-Term Incentive Plan in Bf-act. 18 und Long Term 
Incentive Plan in Bf-act. 19). 

4.2.2 Nach Auffassung des Beschwerdeführers stellen die STI- und LTI-Boni 
Gratifikationen dar, deren Auszahlung im vollständigen Ermessen des Arbeitge-
bers stehe, weshalb sie nicht zum massgebenden Lohn bzw. zum Zwischenver-
dienst zu zählen seien. Solche Zahlungen seien nach den Verwaltungsrichtlinien 
vom versicherten Verdienst ausgeschlossen. Dieser Auffassung kann nicht ge-
folgt werden. 

4.2.3 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Einspracheentscheid entsprechend 
der Weisung AVIG ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (AVIG-Praxis 
ALE, Stand 1.1.2025, C125) dargelegt, dass der Berechnung des Zwischenver-
dienstes grundsätzlich der gesamte während einer Kontrollperiode erzielte Ver-
dienst zu Grunde zu legen ist. Dazu gehören neben Grundlohn u.a. auch andere 

19

Lohnbestandteile, auf welche die versicherte Person einen Anspruch hat, "wie 
z.B. 13. Monatslohn, Gratifikation, […]." 

Gemäss einhelliger Lehre und Rechtsprechung gilt, dass zum massgebenden 
Lohn bzw. zum versicherten Verdienst (i.S.v. Art. 23 AVIG; vgl. Art. 7 lit. c Ver-
ordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101] 
vom 31.10.1947) - wobei nicht einsichtig ist, weshalb dies nicht auch für das Ein-
kommen nach Art. 24 AVIG Geltung beanspruchen soll - auch Gratifikationen 
gehören. Eine Bonuszahlung (ebenso deren anteilsmässige Anrechnung) ist 
selbst dann zum versicherten Verdienst hinzuzurechnen, wenn sie vom Arbeit-
geber ohne jede rechtliche Verpflichtung erbracht wurde (Kupfer Bucher, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Auflage 2019, Art. 23 S. 158 m.H.a. 
Urteil BGer 8C_757/2011 vom 21.12.2011 E. 3.4; BGE 144 V 195 E. 4.4; BGE 
122 V 362 E. 4; SBVR Soziale Sicherheit - Nussbaumer, N. Arbeitslosenversi-
cherung Rz. 365: Faesi, Arbeitslosenentschädigung und Zwischenverdienst, 
Diss. 1999, S. 397 Fn. 84). 

4.2.4 Die Vorinstanz hat die STI- und LTI-Bonuszahlungen nicht explizit einer 
rechtlichen Zuordnung unterzogen. Der Beschwerdeführer, der in den Bonuszah-
lungen Gratifikationen erblickt, übersieht bei seinen Einwänden, dass eine (an-
teilsmässige) Anrechnung der Bonuszahlungen rechtsprechungsgemäss unge-
achtet ihrer Klagbarkeit oder ihrer vertraglichen Vereinbarung erfolgt, sofern die 
betreffenden Leistungen zur Ausrichtung gelangten, weshalb auf die Frage des 
rechtlichen Charakters der Bonuszahlung nicht weiter einzugehen ist. Eine Bo-
nuszahlung ist selbst dann zum versicherten Verdienst hinzuzurechnen, wenn sie 
vom Arbeitgeber ohne jede rechtliche Verpflichtung erbracht wurde. 

Es ist damit nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die von der Arbeitgeberin 
an den Beschwerdeführer ausgerichteten STI- und LTI-Zahlungen als dem Zwi-
schenverdienst grundsätzlich anrechenbar qualifiziert hat. Es ist im Folgenden zu 
prüfen, ob die Vorinstanz diese Zahlungen zu Recht als zusätzlicher Zwischen-
verdienst dem Entstehungsprinzip entsprechend den jeweiligen Kontrollperioden 
zugeordnet hat, während welchen der Beschwerdeführer Arbeitslosenentschädi-
gung bezog. 

4.3 Die Vorinstanz qualifizierte die Bonuszahlungen gemäss Verdienstabrech-
nungen Februar 2023, März 2023 sowie März 2024 (teilweise) als anrechenbare 
Zwischenverdienste. Die "LTI (INFO)"-Zahlung gemäss Verdienstabrechnung 
Februar 2024 von Fr. 140'381.22 berücksichtigte sie hingegen nicht, da sie das 
Jahr 2021 betreffe. Die Verdienstabrechnungen, die im Übrigen den Monatslohn 
(Fr. 6'250.-- bei einem 20%-Pensum) ausweisen, liess der Beschwerdeführer der 

20

Vorinstanz jeweils mit dem Formular "Angaben der Versicherten Person für den 
Monat" (vgl. z.B. Vi-act. S. 289) zukommen. Im Einzelnen ergibt sich in Bezug 
auf die darin angeführten STI- und LTI-Zahlungen was folgt: 

4.3.1 Am 27. März 2023 ging bei der Vorinstanz die Verdienstabrechnung für den 
Monat Februar 2023 ein mit einer ausgewiesenen "LTI (INFO)"-Zahlung von 
Fr. 156'819.26 (Vi-act. S. 291). Gemäss Auskunftsschreiben der Arbeitgeberin 
vom 24. April 2023 (in: Bf-act. 9 [auf ein weiteres nicht aktenkundiges Schreiben 
der Vorinstanz vom 5.4.2023 hin]) ist der "Anspruch der Zahlung von Februar 
2023 im Jahr 2020 entstanden." Gemäss Schreiben der Vorinstanz vom 25. Ja-
nuar 2024 (Bf-act. 11 = Vi-act. S. 92) betrifft dieser Betrag "die Monate 01.2020 - 
12.2022"; gemäss dem angefochtenen Einspracheentscheid wiederum seien von 
dieser Auszahlung wiederum die 72 Monate Februar 2020 bis Januar 2023 be-
troffen. 

Der Beschwerdeführer hält zu Recht fest, dass dieser dreijährige Zeitraum 36 
Monate und nicht 72 Monate umfasst (was derweil in berechnungsmässiger Hin-
sicht zu seinen Gunsten ausfällt). Davon abgesehen ist ferner nicht einsichtig, 
weshalb die Vorinstanz nach Mitteilung der Arbeitgeberin, der Anspruch sei im 
Jahr 2020 entstanden, diese Zahlung der "Zeitperiode Februar 2020 bis Januar 
2023" zugewiesen hat (vgl. Beschwerde S. 15 Ziff. 1.1.8 i.V.m. S. 29 Rz. 2.6.2). 
Vielmehr wäre diese Zahlung in Anbetracht der Arbeitgeberinformation (analog 
zur "LTI (INFO)-Zahlung" vom März 2023 über Fr. 6'262.-- betreffend das Jahr 
2022 [vgl. auch Bf-act. 12, E-Mail vom 5.3.2024, 06:05 Uhr] bzw. zur "LTI (INFO)-
Zahlung" vom Februar 2024 über Fr. 140'381.-- betreffend das Jahr 2021, vgl. 
nachfolgend) nur dem Jahr 2020 bzw. der Arbeitsleistung dieses einen Jahres 
zuzuordnen gewesen, was denn auch mit der oben erwähnten (E. 4.2.1) Arbeit-
geberauskunft korrespondiert, wonach die Übertragung erst nach drei Jahren 
stattfinde. Jedenfalls aber findet die von der Vorinstanz vorgenommene Auftei-
lung dieser Auszahlung vom Februar 2023 über die Zeitperiode Februar 2020 bis 
Januar 2023 keine Stütze in den vorliegenden Akten. Der hieraus abgeleitete, ab 
April 2022 angerechnete Zwischenverdienst von Fr. 2'178.05 erfolgte nach dem 
Gesagten zu Unrecht. 

4.3.2 Am 5. April 2023 ging bei der Vorinstanz die Verdienstabrechnung für den 
Monat März 2023 ein mit einer ausgewiesenen "Bonus (STI)"-Zahlung von 
Fr. 18'334.-- sowie einer "LTI (INFO)"-Zahlung von Fr. 6'262.--, total Fr. 24'596.-- 
(Vi-act. S. 288). Gemäss bereits erwähntem Auskunftsschreiben der Arbeitgebe-
rin vom 24. April 2023 (in: Bf-act. 9) bezieht sich die Bonuszahlung [STI] auf das 
Jahr 2022 und ist auch der Anspruch der LTI-Zahlung im Jahr 2022 entstanden. 

21

Zu Recht errechnete die Vorinstanz zufolge dieser Zahlungen dem Entstehungs-
prinzip entsprechend für das Jahr 2022 einen monatlichen Betrag von 
Fr. 2'049.65, den sie ab April 2022 als Zwischenverdienst anrechnete. 

Bleibt anzufügen, dass die diesbezüglich bereits am 11. Mai 2023 (Bf-act. 9) ver-
fügte Rückforderung über Fr. 12'541.50 - nach Rückzug der Einsprache (vgl. Bf-
act. 11 f.) - bereits in Rechtskraft erwachsen (und vom Beschwerdeführer offen-
bar beglichen worden) ist (Vi-act. S. 72 Sachverhalt; Beschwerde S. 5 lit. K; oben 
Sachverhalt lit. A; zum damals noch zugestandenen [Rest-]"Anspruch" in den 
Kontrollperioden April bis Dezember 2022 im Total von Fr. 23'293.20 vgl. Bf-
act. 9 [Rückforderung Zusammenfassung vom 11.5.2023] sowie Vi-act. S. 179 
[Rückforderung Zusammenfassung vom 20.6.2024]). Soweit sich die vorliegende 
Beschwerde auch gegen das diesbezügliche Nichteintreten vom 24. Oktober 
2024 auf das entsprechende Wiedererwägungsgesuch (Vi-act. S. 72) bezieht, 
kann das Gericht darauf mangels Anfechtbarkeit nicht eintreten (vgl. Urteil BGer 
8C_588/2017 vom 22.12.2017 E. 2.1 [vgl. auch die zutreffende Rechtsmittelbe-
lehrung im Nichteintretensentscheid]). 

4.3.3 Am 8. Mai 2024 oder 31. Mai 2024 (vgl. "Eingangsdatum" rechts auf dem 
jeweiligen Aktorum) ging bei der Vorinstanz die Verdienstabrechnung für den 
Monat Februar 2024 ein mit einer ausgewiesenen "LTI (INFO)"-Zahlung von 
Fr. 140'381.22 (Vi-act. S. 245 f.). Nachdem es sich bei dieser Zahlung gemäss 
Auskunft der Arbeitgeberin vom 30. April 2024 (Vi-act. S. 248) um "im Jahr 2021 
verdiente Beträge" handelt, hat die Vorinstanz diesen Betrag zu Recht nicht als 
Grundlage für eine weitere Zwischenverdienstanrechnung herangezogen. 

4.3.4 Am 8. Mai 2024 ging bei der Vorinstanz die Verdienstabrechnung für den 
Monat März 2024 ein mit einer ausgewiesenen "Bonus (STI)"-Zahlung von 
Fr. 18'701.-- sowie einer "LTI (INFO)"-Zahlung von Fr. 13'664.60 (Vi-act. S. 247) 
Gemäss Auskunft der Arbeitgeberin vom 30. April 2024 (Vi-act. S. 249) bezieht 
sich der Bonus (STI) auf das Jahr 2023, die LTI (INFO)-Zahlung auf das "Q1 
2022". 

Was die STI-Zahlung von Fr. 18'701.-- betrifft, errechnete die Vorinstanz zu 
Recht dem Entstehungsprinzip entsprechend für das Jahr 2023 einen monatli-
chen Betrag von Fr. 1'558.40, den sie ab Januar 2023 als Zwischenverdienst an-
rechnete (so korrekt Einspracheentscheid S. 6 unten und S. 7 oben; falsch hin-
gegen S. 6 unter "Auszahlung März 2024", wonach der Betrag ab April 2022 als 
Zwischenverdienst angerechnet werde). 

Entsprechendes kann hingegen betreffend die LTI (INFO)-Zahlung von 
Fr. 13'664.60 nicht gesagt werden. Wie erwähnt, beschlägt diese Zahlung das 

22

erste Quartal 2022, mithin die drei Monate Januar 2022 bis März 2022. Im ange-
fochtenen Einspracheentscheid wird demgegenüber festgehalten, diese Zahlung 
falle in die viermonatige "Zeitperiode Januar 2022 bis April 2022". Die Anrech-
nung von Fr. 3'416.15 als Zwischenverdienst im April 2022 erfolgte damit zu Un-
recht. 

4.4.1 Im Zuge der dargelegten zu Unrecht erfolgten Zwischenverdienstanrech-
nungen erweisen sich die im angefochtenen Einspracheentscheid berechneten 
(Gesamt-)Verdienste für die Kontrollperioden April 2022, Mai 2022 - Dezember 
2022 sowie Januar 2023 ebenfalls als fehlerhaft (vgl. Zusammenstellung vorne 
E. 2.3). Der Gesamtverdienst beträgt korrekterweise:

- in der Kontrollperiode April 2022 Fr. 8'299.65 (Monatslohn Fr. 6'250.00 + 
Fr. 2'049.65), 

- in den Kontrollperioden Mai 2022 – Dezember 2022 Fr. 8'299.65 (Monatslohn 
Fr. 6'250.00 + Fr. 2'049.65), 

- in der Kontrollperiode Januar 2023 Fr. 7'808.40 (Monatslohn Fr. 6'250.00 + 
Fr. 1'558.40).

Hingegen erweist sich die Verdienstberechnung für die Kontrollperioden Februar 
2023 bis Dezember 2023 zu einem Total von Fr. 7'808.40/Mt (= Fr. 6'250.-- 
[Monatslohn] + Fr. 1'558.40 [Zwischenverdienst, vgl. oben E. 4.3.4]) als recht-
mässig. 

4.4.2 Die Vorinstanz hält im angefochtenen Einspracheentscheid fest, der Ein-
kommensverlust sei (in den Kontrollperioden April 2022, Mai 2022 - Dezember 
2022 sowie Januar 2023) tiefer als 20% des versicherten Verdienstes. Die beilie-
gende Berechnungstabelle betreffend Anrechnung der verschiedenen Beträge 
und der getätigten Korrekturen bilde einen integrierenden Bestandteil dieses Ent-
scheids. Die Kasse habe somit zu Recht den Anspruch auf Arbeitslosenentschä-
digung ab 1. April 2022 abgelehnt, da kein anrechenbarer Arbeits- und Ver-
dienstausfall bestehe. Die erwähnte Berechnungstabelle findet sich, soweit er-
sichtlich, nicht bei den Akten, jedenfalls nicht als Bei-/Anlage zum angefochtenen 
Einspracheentscheid. Dessen ungeachtet gilt Folgendes:

4.4.3 Die von der Vorinstanz berechneten Einkommensverluste des versicherten 
Verdienstes für die Kontrollperioden April 2022 (0%), Mai 2022 - Dezember 2022 
(15.16%) sowie Januar 2023 (19.14%) erweisen sich - als Folgefehler - ebenfalls 
als unrichtig. 

23

Es ergibt sich für die Kontrollperiode April 2022 sowie die Kontrollperioden Mai 
2022 bis Dezember 2022 ein Verdienst-Total von Fr. 8'299.65 (vgl. E. 4.4.1), ent-
sprechend einem Verdienstausfall von 32.8% (100 / Fr. 12'350 x Fr. 8'299.65). 

Für die Kontrollperiode Januar 2023 ergibt sich ein Verdienst-Total von 
Fr. 7'808.40 (vgl. E. 4.4.1), entsprechend einem Verdienstausfall von 36.8% 
(100 / Fr. 12'350 x Fr. 7'808.40). Dieser Verdienst entspricht dem Verdienst-
Total, den die Vorinstanz für die anschliessenden Kontrollperioden Februar 2023 
bis Dezember 2023 korrekt berechnet hat. 

4.4.4 Wie erwähnt, ist die Rückforderung aufgrund der Zwischenverdienstan-
rechnung von Fr. 2'094.65 in den Kontrollperioden April 2022 bis Dezember 2022 
bereits in Rechtskraft erwachsen (E. 4.3.2). Dass dieser Zwischenverdienst im 
angefochtenen Einspracheentscheid dennoch Eingang fand, diente einzig der 
Berechnung des prozentualen Verdienstausfalles (und Beurteilung eines Leis-
tungsanspruches) insgesamt, was angesichts des vorliegenden Verfahrensaus-
gangs indes obsolet wird - andere anrechenbare Zwischenverdienste treten in 
diesen Kontrollperioden, anders als die Vorinstanz im angefochtenen Einspra-
cheentscheid zu Unrecht angenommen hat, keine hinzu. Eine (zusätzliche) Rück-
forderung von bezahlter Arbeitslosenentschädigung für diese Periode April 2022 
bis Dezember 2022 rechtfertigt sich nicht. 

Der Verdienstausfall in der Kontrollperiode Januar 2023 liegt mit 36.8% über 20% 
und schliesst damit den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung grundsätzlich 
nicht aus. Es ist Sache der Vorinstanz, im Rahmen der Rückweisung den An-
spruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung unter Berücksich-
tigung des Zwischenverdienstes (neben dem Monatslohn) von lediglich 
Fr. 1'558.40 (d.h. ohne Fr. 2'178.05, vgl. E. 4.4.1) neu zu beurteilen und hiernach 
über eine allfällige Rückforderung neu befinden. 

4.5 Im Rahmen der Neubeurteilung nach Rückweisung ist im Weiteren was 
folgt zu beachten:

4.5.1 Nach Art. 9 AVIG gelten für den Leistungsbezug und die Beitragszeit zwei-
jährige Rahmenfristen, soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht (Abs. 1). Die 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtli-
che Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Abs. 2). Die Rahmenfrist für die Bei-
tragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Abs. 3). Ist die Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug abgelaufen und beansprucht der Versicherte u.a. wieder Arbeits-
losenentschädigung, so gelten, sofern das Gesetz nichts anderes vorsieht, er-
neut zweijährige Rahmenfristen für den Leistungsbezug und die Beitragszeit 
(Abs. 4). Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug begrenzt die Anspruchsbe-

24

rechtigung in zeitlicher Hinsicht und legt die für die Dauer und Höhe der Leistun-
gen massgebende Zeitspanne fest. Nach der gesetzlichen Konzeption bleibt eine 
einmal laufende Rahmenfrist grundsätzlich bestehen und kann eine neue frühes-
tens nach deren Ablauf eröffnet werden. Weder eine die Arbeitslosenentschädi-
gung ausschliessende Tätigkeit noch der Wegfall der Anspruchsberechtigung als 
solche (beispielsweise bei nicht mehr gegebener Vermittlungsfähigkeit) beendi-
gen die Rahmenfrist. Ebenfalls kann die Rahmenfrist nicht durch den Verzicht auf 
Leistungen verkürzt werden. 

Die Beständigkeit des einmal festgelegten Beginns der Leistungsrahmenfrist 
steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Zusprechung und Ausrichtung von Ar-
beitslosenentschädigung nicht nachträglich zufolge Fehlens einer oder mehrerer 
Anspruchsvoraussetzungen unter wiedererwägungsrechtlichem oder prozessual-
revisionsrechtlichem Gesichtswinkel als unrichtig erweist (BGE 126 V 374). In 
diesem Sinne zu Unrecht bezogene Leistungen sind nach Art. 95 Abs. 1 AVIG 
von der Arbeitslosenkasse zurückzufordern (BGE 126 V 399 E. 1). In solchen 
Fällen kann nach Art. 9 Abs. 2 AVIG e contrario die Bezugsrahmenfrist frühes-
tens an dem auf den Rückerstattungszeitraum folgenden ersten Kontrolltag als 
eröffnet gelten, sofern in jenem Zeitpunkt alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt 
sind (vgl. zum Ganzen BGE 127 V 475 E. 2a. 2b; vgl. SBVR Soziale Sicherheit - 
Nussbaumer, a.a.O., Rz. 125). 

4.5.2 Nach dem eben Erwähnten (E. 4.4.4) erweist sich für sämtliche in Frage 
stehenden Kontrollperioden ab April 2022 der Verdienstausfall grösser als 20%, 
sodass die Vorinstanz den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. April 
2022 (rückwirkend) zu Unrecht abgewiesen hat. Da damit kein Grund besteht, 
auf die Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. April 2022 bis 31. März 2024 
(vgl. angefochtener Einspracheentscheid Sachverhalt Ziff. III) zurückzukommen, 
mithin weder eine die Arbeitslosenentschädigung ausschliessende Tätigkeit noch 
der Wegfall der Anspruchsberechtigung als solche vorliegen, legte die Vorinstanz 
ab 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2025 ebenso zu Unrecht eine neue Rahmen-
frist für den Leistungsbezug mit im Februar 2023 zu bestehenden Wartetagen 
fest (vgl. Vi-act. S. 201; "Kassenverfügung - Kein Anspruch auf Arbeitslosenent-
schädigung" vom 21.6.2024 E. 10 [Vi-act. S. 175]). Im Rahmen der Rückweisung 
wird der Anspruch für Februar 2023 deshalb ebenfalls neu zu berechnen sein. 

4.6 Nach all dem Gesagten ist erstellt, dass es sich bei den STI- und LTI-
Zahlungen um Einkommen handelt, das im Sinne der Erwägungen zumindest 
teilweise als Zwischenverdienst anrechenbar war und ist (Art. 24 AVIG).

25

Für sämtliche Kontrollperioden von April 2022 bis Dezember 2022 hat es mit dem 
Monatslohn von Fr. 6'250.-- als unstrittiger Zwischenverdienst sowie der Anrech-
nung der STI-/LTI-Zahlung von monatlich Fr. 2'049.65 sein Bewenden. Die An-
rechnung der STI-/LTI-Zahlung wurde indes bereits in der rechtskräftig geworde-
nen Rückforderungsverfügung berücksichtigt. Vor allem aber besteht über diesen 
gesamten Zeitraum ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, was durch die 
Vorinstanz zu Unrecht verneint wurde.

Unrichtig war zweifellos auch die Taggeldabrechnung im Kontrollmonat Januar 
2023 und der Fehler von erheblicher Bedeutung (vgl. SBVR Soziale Sicherheit - 
Kieser, D. Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts, Rz. 187; VGE II 2022 4 vom 24.4.2022 E. 4.5). Es fällt der zu Unrecht an-
gerechnete Zwischenverdienst von Fr. 2'178.05 weg, so dass auch in diesem 
Monat ein Anspruch auf Arbeitslosentaggeld besteht. Anderseits ist ein Zwi-
schenverdienst von Fr. 1'558.40 (wie ab Februar 2023) anrechenbar, was ggf. zu 
einer Rückforderung von zu viel geleitesten Taggeldern führt.

Dies wiederum bedeutet, dass seit April 2022 durchwegs ein Leistungsanspruch 
bestand, so dass per Februar 2023 keine neue Rahmenfrist festzulegen war (vgl. 
oben E. 4.5.2). Damit entfallen auch die verfügten Wartetage im Februar 2023, 
weshalb der Anspruch für diesen Kontrollmonat ebenfalls neu zu berechnen ist. 

Aufgrund dieser Fehler von erheblicher Bedeutung ist die Voraussetzung für eine 
Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) damit gegeben (vgl. zit. VGE II 2022 4, 
ebenda) und es kann offenbleiben, ob die Voraussetzungen der Revision, insbe-
sondere die Einhaltung der (relativen) 90-tägigen Revisionsfrist, gegeben wären. 

5. An diesem Ergebnis vermögen die übrigen Einwände des Beschwerdefüh-
rers nichts zu ändern. 

So kann insbesondere der Vorwurf wegen angeblich falscher Beratung nicht ver-
fangen. Massgebend aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Perspektive ist, 
dass der Beschwerdeführer die zumutbare Weiterführung des Arbeitsverhältnis-
ses in reduziertem Umfang Zwischenverdienst gegenüber der zweiten Option der 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses den Vorzug gab. Der Versicherte muss zur 
Schadensminderung grundsätzlich jede Arbeit unverzüglich annehmen (Art. 16 
Abs. 1 AVIG). Der Versicherte, der Versicherungsleistungen beanspruchen will, 
muss mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unter-
nehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist 
er verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb seines bisherigen 
Berufes (vgl. Art. 17 Abs. 1 AVIG). Nach dem klaren Willen des Gesetzgebers 
soll die Annahme einer zumutbaren Zwischenverdienstarbeit nicht im Belieben 

26

der versicherten Person stehen. Vielmehr ist die versicherte Person verpflichtet, 
eine Zwischenverdienstarbeit anzunehmen. Die verschuldete Nichtannahme ei-
ner solchen Tätigkeit stellt einen Verstoss gegen die in Art. 17 Abs. 1 AVIG statu-
ierte Schadenminderungspflicht dar und hat eine Sanktion zur Folge. Mit der Vor-
instanz ist damit festzuhalten, dass - zufolge Verletzung der Schadensminde-
rungspflicht - eine vollständige Vertragsauflösung (anstelle des Verbleibs zum 
reduzierten Pensum von 20% beim vorherigen Arbeitgeber) zur Folge gehabt 
hätte, dass der Beschwerdeführer mit Einstelltagen (vgl. Art. 30 AVIG) wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit hätte rechnen müssen (vgl. BGE 121 V 34 
E. 4b; Urteil BGer 8C_315/2022 vom 23.1.2023 E. 3.1; Kupfer Bucher, a.a.O., 
Art. 16 S. 121 f.; SBVR Soziale Sicherheit - Nussbaumer, a.a.O., Rz. 409, 419). 

Schliesslich entbehrt es einer (gesetzlichen) Grundlage, die Auslagen für 
Rechtsverbeiständung und -beratung beim Teilzeiteinkommen bzw. beim Zwi-
schenverdienst in Abzug zu bringen. Entsprechende Kosten wären allenfalls im 
Rahmen der Parteientschädigung zu berücksichtigen, derweil der Beschwerde-
führer weder im vorliegenden noch im Einspracheverfahren anwaltschaftlich ver-
treten ist und war (vgl. unten). 

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde teilweise als begründet, 
soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdeführer hatte seit April 2022 durch-
gehend Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, nachdem bei korrekter Zwi-
schenverdienstberechnung der Verdienstausfall stets höher als 20% war. Damit 
entfällt auch die Festlegung einer neuen Rahmenfrist für den Leistungsbezug ab 
Februar 2023. Entsprechend ist der angefochtene Einspracheentscheid aufzuhe-
ben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die Arbeitslo-
senentschädigung in den Kontrollperioden Januar 2023 und Februar 2023 sowie 
eine allfällige Rückforderung für Januar 2023 neu ermittelt.

7. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädi-
gung ist dem nicht anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführer keine auszu-
richten (Art. 61 lit. g ATSG). 

Grund dafür, die Entschädigungsfolge für das Einspracheverfahren neu zu verle-
gen, besteht nicht, nachdem der Beschwerdeführer auch im dortigen Verfahren 
nicht anwaltschaftlich vertreten war. Gemäss Art. 52 Abs. 3 Satz 2 ATSG werden 
Parteientschädigungen im Einspracheverfahren in der Regel nicht ausgerichtet. 
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht ausserhalb der unentgeltli-
chen Vertretung im Einspracheverfahren kein Anspruch auf Parteientschädigung 
(Kieser, a.a.O., Art. 52 N 85). So oder anders ist demzufolge eine Parteientschä-
digung auch für das Einspracheverfahren nicht zuzusprechen.

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 24. Oktober 2024 in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen (insbe-
sondere E. 4.4.1, 4.4.3, 4.4.4 und 4.5.2 und 4.6) zur neuen Ermittlung der 
Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung in den Kontrollperi-
oden Januar 2023 und Februar 2023 sowie einer allfälligen Rückforderung 
im Januar 2023 an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zuge-
sprochen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. März 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. März 2025