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**Case Identifier:** 62538de8-e913-55e6-984b-58ef392cd834
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 21.04.2021 810 20 230
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-230_2021-04-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 21. April 2021 (810 20 230) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Ausländerrecht  
 
 
Rückstufung / Vereinbarkeit mit dem Freizügigkeitsabkommen / Rückwirkungsverbot 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Ivanov, Gerichts-
schreiberin i.V. Daniela Hottiger 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christoph Rudin, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 

  
  
Betreff Ersetzen einer Niederlassungsbewilligung durch eine Aufenthaltsbewil-

ligung (RRB Nr. 1263 vom 15. September 2020) 
 
 
 
A. A.____, geboren in der Schweiz am XX.XX.1974, ist italienischer Staatsbürger und im 
Besitz einer Niederlassungsbewilligung. 
 
B. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 10. April 1995 wurde A.____ 
wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstahls und Sachbeschädi-

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gung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt, welche zugunsten einer Therapie in 
einer Anstalt für Rauschgiftsüchtige aufgeschoben wurde. Am 29. Januar 1997 änderte das 
Strafgericht die Massnahme in eine ambulante Behandlung ab und am 27. Juni 2000 hob es die 
Massnahme auf und erklärte die nun vollstreckbaren aufgeschobenen Strafen als getilgt durch 
den erfolgten stationären und ambulanten Massnahmenvollzug. Mit Urteil des Strafbefehlsrich-
ters Basel-Stadt vom 12. Dezember 2001 wurde A.____ zu einer Busse von Fr. 300.-- wegen 
Vergehens gegen das Waffengesetz und mit Urteil des Strafbefehlsrichters vom 13. November 
2002 zu einer Freiheitsstrafe von 60 Tagen wegen mehrfacher Vergehen sowie Übertretungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Am 9. September 2005 verurteilte ihn der Strafge-
richtspräsident des Kantons Basel-Stadt zu einer Freiheitsstrafe von 20 Tagen wegen Einfüh-
rens, Erwerbens und Lagerns falschen Geldes sowie mehrfacher Übertretungen des Betäu-
bungsmittelgesetzes. Am 17. Januar 2012 wurde er vom Strafgericht Basel-Stadt zu einer Frei-
heitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 300.-- wegen 
Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstahls und des Vergehens gegen das Waf-
fengesetz verurteilt. Der Vollzug dieser Strafe wurde zugunsten einer stationären Suchtbehand-
lung aufgeschoben.  
 
C. Mit Schreiben vom 30. April 2003 ermahnte das Amt für Migration (heute: Amt für Mig-
ration und Bürgerrecht [AfMB]) A.____ wegen seiner strafrechtlichen Verurteilungen und Einträ-
gen im Betreibungsregister. Am 22. Oktober 2012 wurde er vom AfMB ausländerrechtlich ver-
warnt und es wurden von ihm fortan Kooperation mit den betreuenden Behörden, Einhalten des 
Therapieprogramms und ein erfolgreicher Therapieabschluss sowie klagloses Verhalten ver-
langt.  
 
D. Am 27. Mai 2019 verurteilte ihn das Strafgericht Basel-Landschaft zu einer bedingt 
vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz bei einer Probezeit von vier Jahren. 
 
E. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das AfMB mit Verfügung vom 
13. März 2020 die Niederlassungsbewilligung von A.____ und ersetzte diese durch eine Auf-
enthaltsbewilligung mit 5-jähriger Gültigkeitsdauer. 
 
F. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Christoph Rudin, Advokat, mit 
Eingabe vom 27. März 2020 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat).  
 
G. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss (RRB) Nr. 2020-1263 vom 
15. September 2020 ab. Als Begründung wurde angeführt, dass bei einer Gesamtwürdigung 
der Integrationskriterien gemäss Art. 58a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 
Ausländer und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 die enorme Straffälligkeit des 
Beschwerdeführers sowie seine Verschuldung die positiven Integrationskriterien überschatten 
würden, womit Art. 63 Abs. 2 AIG erfüllt und die gesetzliche Grundlage für die verfügte Rückstu-
fung gegeben sei. Die Rückstufung sei vorliegend auch das mildeste zur Verfügung stehende 
Mittel, um eine Verhaltensänderung und somit bessere Integration des Betroffenen zu bewirken. 

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H. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Christoph Rudin, mit Einga-
be vom 23. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Begehren, der RRB Nr. 2020-
1263 sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin die Niederlassungsbewilligung C zu erteilen, un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. Zudem beantragte er die unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung. In der Beschwerdebegründung vom 26. Oktober 
2020 führte er im Wesentlichen aus, die Vorinstanz verletze das Rückwirkungsverbot, indem sie 
das Urteil vom 27. Mai 2019, welchem Tatvorwürfe aus den Jahren 2015 und 2016 zugrunde 
lägen, zum Anlass für die Rückstufung nehme. Zudem habe sie sein rechtliches Gehör verletzt, 
indem sie sich nicht mit allen Argumenten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt habe. 
Dabei bezieht er sich insbesondere auf das Argument, dass sein strafrechtlich relevantes Ver-
halten mit seiner Suchterkrankung in Zusammenhang stehe und er sein Verhalten in dieser 
Hinsicht nicht steuern könne. Schliesslich bringt er vor, die Rückstufung sei vorliegend unver-
hältnismässig und verstosse gegen das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied-
staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA).  
 
I. Am 15. Oktober 2020 verurteilte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft den Be-
schwerdeführer wegen mehrfacher Hehlerei und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmit-
telgesetzes zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 40 Tagen bei einer Probezeit von 
4 Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 600.--. Die diesem Strafbefehl zugrundeliegenden Delik-
te wurden im Zeitraum zwischen dem 15. Oktober 2019 und dem 1. Januar 2020 begangen. 
Der Strafbefehl erwuchs in Rechtskraft.  
 
J. In der Vernehmlassung vom 17. Dezember 2020 beantragte der Regierungsrat die 
Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Für die Begründung wurde im Wesentlichen 
auf den angefochtenen Entscheid verwiesen.  
 
K. Am 4. Januar 2021 informierte der Regierungsrat das Kantonsgericht über den am 
15. Oktober 2020 ergangenen Strafbefehl. 
 
L. Mit Eingabe vom 8. Februar 2021 verlangte der Beschwerdeführer, die Eingabe des 
Beschwerdegegners vom 4. Januar 2021 mitsamt Beilage (Strafbefehl vom 15. Oktober 2020) 
sei aus den Akten des Gerichts zu entfernen, da das AfMB eine neue Begründung des ange-
fochtenen Entscheids nachschiebe und damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers 
verletze.  
 
M. Am 1. März 2021 reichte der Beschwerdeführer einen aktuellen Betreibungsregister-
auszug (Stand: 22. Februar 2021), eine Behandlungsbestätigung der Psychiatrie Baselland vom 
18. Februar 2021 sowie eine Arbeitsbestätigung und ein Arbeitszeugnis der B.____ GmbH vom 
19. Februar 2021 ein.  
 
N. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Beschwerdeführer mit seinem Rechts-
vertreter sowie eine Vertreterin des Regierungsrats teil. Das Gericht befragt den Beschwerde-

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führer. Die Parteien halten in den Plädoyers an ihren gestellten Rechtsbegehren fest. Auf die 
Aussagen des Beschwerdeführers und die übrigen Ausführungen der Parteien wird – soweit 
erforderlich – in den Urteilserwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen Entscheids und verfügt über 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Vorausset-
zungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
1.2 Die Parteien können neue tatsächliche Behauptungen und Beweismittel bis zur gericht-
lichen Beurteilung vorbringen, sofern ihnen dies unverschuldet nicht früher möglich war. Ver-
spätete Vorbringen werden aus dem Recht gewiesen (§ 6 Abs. 2 VPO). Der Beschwerdegegner 
reichte beim Kantonsgericht am 4. Januar 2021 den Strafbefehl vom 15. Oktober 2020 zu den 
Akten. Diese Noveneingabe dient der Untermauerung seiner Begründung in Bezug auf Erfül-
lung der Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG. Der Strafbefehl ist ein neues Beweismittel. 
Der Beschwerdegegner konnte dieses Beweismittel nicht früher einreichen, da es ihm erst nach 
Eintritt der Rechtskraft übermittelt wurde. Dass die Eingabe früher möglich gewesen wäre, be-
hauptet der Beschwerdeführer denn auch zu Recht nicht. Dieses echte tatsächliche Novum 
wurde ohne Verzug vorgebracht und ist dementsprechend nachfolgend zu berücksichtigen. 
 
1.3 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen vorliegend verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
2. Streitgegenstand ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers und deren Ersatz durch eine Aufenthaltsbewilligung mit einer Dauer von fünf Jahren. 
 
3.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs. Er 
macht geltend, er habe in Bezug auf das vom Beschwerdegegner eingebrachte Novum keine 
Gelegenheit gehabt, sich vor der Vorinstanz und in diesem Verfahren zu äussern. Des Weiteren 
habe sich die Vorinstanz nicht mit dem Argument des Beschwerdeführers auseinandergesetzt, 
dass sein strafrechtlich relevantes Verhalten mit seiner Suchterkrankung in Zusammenhang 
gestanden habe und er sein Verhalten in dieser Hinsicht nicht steuern könne. 
 

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3.2 Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 und in § 9 Abs. 3 Kantonsverfassung des Kantons Basel-Landschaft 
(KV) vom 17. Mai 1984 verankerte Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör gewährleistet 
dem Einzelnen allgemein eine effektive Mitwirkung im Verfahren zum Erlass von Entscheidun-
gen, die in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreifen (GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller/
Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesver-
fassung, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, Rz. 42 ff. zu Art. 29 BV). Als Teilgehalte des recht-
lichen Gehörs zählen in der Rechtsprechung und Lehre die Ansprüche auf vorgängige Äusse-
rung und Anhörung, der Anspruch auf Berücksichtigung der Vorbringen, der Anspruch auf Teil-
nahme am Beweisverfahren unter Einschluss des Rechts, Beweisanträge zu stellen, das Recht 
auf Akteneinsicht und das Recht auf einen begründeten Entscheid (BGE 142 I 86 E. 2.2; 141 V 
557 E. 3.1; KGE VV vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 4.1; MICHELE ALBERTINI, Der verfas-
sungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staa-
tes, Bern 2000, S. 206 ff.; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 
4. Auflage, Bern 2008, S. 846 ff.). Das Recht angehört zu werden ist formeller Natur. Die Rüge 
ist deshalb vorweg zu behandeln. 
 
3.3.1 Der Rüge des Beschwerdeführers, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt 
worden, weil er sich zum Strafbefehl nicht habe äussern können, kann nicht gefolgt werden. Der 
Strafbefehl vom 15. Oktober 2020 datiert zeitlich nach dem regierungsrätlichen Beschluss und 
konnte dementsprechend gar nicht in die vorinstanzliche Entscheidfindung miteinfliessen, wes-
halb unerfindlich ist, inwiefern der Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt sein soll. 
Vom Kantonsgericht ist er als echtes Novum zu berücksichtigen (vgl. E. 1.2), zumal das Gericht 
die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen von Amtes wegen feststellt (§ 12 Abs. 1 VPO). 
Das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers wird auch im vorliegenden Verfahren nicht tan-
giert, da er mehrfach die Möglichkeit zur Äusserung erhalten hat. Die Eingabe des Beschwer-
degegners wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 8. Januar 2021 zugestellt und er 
hatte die Möglichkeit, sich schriftlich und – im Rahmen der heutigen Parteiverhandlung – münd-
lich dazu zu äussern. Zuletzt erhielt er eine Nachfrist bis zum 1. März 2021, um weitere Unter-
lagen einzureichen. Er hätte auch innert dieser Frist zur Noveneingabe Stellung nehmen kön-
nen, was er jedoch nicht getan hat. Im Übrigen fällt der Vorwurf der Pflichtverletzung im vorlie-
genden Zusammenhang auf den Beschwerdeführer zurück: Ausländerinnen und Ausländer sind 
verpflichtet, an der Feststellung des für die Anwendung des AIG massgebenden Sachverhalts 
mitzuwirken (Art. 90 AIG). Diese weitreichende Mitwirkungspflicht gilt selbst dann, wenn sich die 
entsprechende Auskunft zum Nachteil der betroffenen Person auswirkt (TARKAN GÖKSU, in: Ca-
roni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer, Bern 2010, Rz. 8 zu Art. 90). Dem Beschwerdeführer war bereits zum Zeitpunkt des 
erstinstanzlichen Verfahrens bekannt, dass ein Strafverfahren gegen ihn geführt wurde. In Ver-
letzung seiner Mitwirkungspflicht unterliess er es, das AfMB resp. den Beschwerdegegner dar-
über zu informieren. Dieses Versäumnis kann ihm nunmehr nicht zum Vorteil gereichen. 
 
3.3.2 Des Weiteren beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass er sein Verhalten in Be-
zug auf seinen Drogenkonsum aufgrund seiner Suchterkrankung nicht steuern könne, was die 
Vorinstanz unberücksichtigt gelassen habe. Die Vorinstanz begründete die Rückstufung mit der 

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Nichterfüllung des Integrationskriteriums der Beachtung der öffentlichen Ordnung und Sicher-
heit. Sie verweist zwar darauf, dass die Suchterkrankung des Beschwerdeführers bei seiner 
Verurteilung vom 27. Mai 2019 strafmildernd berücksichtigt wurde (vgl. RRB Nr. 2020-1263 
E. 6b), macht dazu jedoch keine weiteren Ausführungen. Der Beschwerdeführer verkennt je-
doch, dass die Vorinstanz sich in ihrer Begründung der Rückstufung nicht auf den Drogenkon-
sum, sondern auf die Straffälligkeit des Beschwerdeführers und die Verschuldung stützt und es 
ist durchaus ersichtlich, von welchen Überlegungen sich die Vorinstanz bei der Rückstufung hat 
leiten lassen. Der Beschwerdeführer war ferner in der Lage, die Angelegenheit an die nächste 
Instanz weiterzuziehen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers wurde 
somit vorliegend nicht verletzt. 
 
4.1 Materiell ist zu prüfen, ob das AfMB zu Recht eine Rückstufung des Beschwerdefüh-
rers vorgenommen hat. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur be-
rechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie kei-
ner solchen bedarf (Art. 10 und 11 AIG; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Behör-
de entscheidet in den Fällen nach Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vor-
schriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem 
Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Nieder-
lassungsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das 
AIG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER 
UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, 
Rz. 7.84 ff.). Die Niederlassungsbewilligung verleiht ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich 
unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz (Art. 34 Abs. 1 AIG). 
Es ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch auf Anwesenheit des Beschwer-
deführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Indessen gilt der gesetzliche Anspruch 
auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AIG nicht absolut. So kann die Niederlassungsbewilligung 
entzogen werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 63 AIG gegeben sind und sich die 
Massnahme als verhältnismässig erweist. 
 
4.2 Gemäss Art. 63 Abs. 2 AIG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen und durch 
eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG 
nicht erfüllt sind. Mit der Rückstufung soll erreicht werden, dass die betroffene Person zukünftig 
ihr Verhalten ändert und sich besser integriert. Sie hat somit auch einen präventiven Charakter 
(Staatssekretariat für Migration [SEM], Weisungen AIG, Stand 1. Januar 2021, Ziff. 8.3.3). Die 
Rückstufung kann gemäss Art. 62a Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Er-
werbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 mit einer Integrationsvereinbarung oder einer In-
tegrationsempfehlung nach Art. 58b AIG verbunden werden. Wird die Verfügung nicht mit einer 
Integrationsvereinbarung oder Integrationsempfehlung verbunden, so muss sie gemäss Art. 62a 
Abs. 2 VZAE mindestens folgende Elemente enthalten: lit. a) die Integrationskriterien nach 
Art. 58a Abs. 1 AIG, die die Ausländerin oder der Ausländer nicht erfüllt hat; lit. b) die Gültig-
keitsdauer der Aufenthaltsbewilligung; lit. c) die Bedingungen, an die der weitere Verbleib in der 
Schweiz geknüpft wird (Art. 33 Abs. 1 AIG) und lit. d) die Folgen für den Aufenthalt in der 
Schweiz, wenn die Bedingungen nach lit. c) nicht eingehalten werden (Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG). 
 

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4.3 Mit der per 1. Januar 2019 in Kraft gesetzten Gesetzesänderung wurden die massge-
benden Integrationskriterien neu auf Gesetzesstufe in Art. 58a AIG explizit und abschliessend 
definiert. Gemäss Art. 58a Abs. 1 AIG berücksichtigt die zuständige Behörde bei der Beur-
teilung der Integration folgende Kriterien: 

a. die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; 

b. die Respektierung der Werte der Bundesverfassung; 

c. die Sprachkompetenzen; und  

d. die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung. 
 
Der Situation von Personen, welche die Integrationskriterien von Art. 58a Abs. 1 lit. c und d AIG 
aufgrund einer Behinderung oder Krankheit oder anderen gewichtigen persönlichen Umständen 
nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllen können, ist gemäss Art. 58a Abs. 2 AIG 
angemessen Rechnung zu tragen. Die in Art. 58a Abs. 1 AIG genannten Integrationskriterien 
wurden in den verschiedenen migrationsrechtlichen Erlassen (AIG, Asylgesetz [AsylG] vom 
26. Juni 1998 und Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht [Bürgerrechtsgesetz, BüG] 
vom 20. Juni 2014) vereinheitlicht und aufeinander abgestimmt (Botschaft zur Änderung des 
Ausländergesetzes [Integration] vom 8. März 2013, Bundesblatt [BBl] 2013 S. 2399). Die in 
Art. 58a Abs. 1 AIG genannten Integrationskriterien bilden den Massstab zur Beurteilung der 
Integration im Hinblick auf Bewilligungserteilungen sowie Änderungen des Aufenthaltsstatus. 
Die Integrationsbeurteilung hat immer im Rahmen einer zukunftsgerichteten Gesamtbetrach-
tung zu erfolgen (vgl. MARC SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], 
Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Rz. 1 zu Art. 58a AIG). 
 
5. Es stellt sich zunächst die Frage der Vereinbarkeit der Rückstufung mit dem FZA. 
 
5.1 Der Regierungsrat erwog, dass dem FZA kein Anspruch auf ein unbefristetes, mit kei-
nen Bedingungen verbundenes Aufenthaltsrecht im Sinne einer Niederlassungsbewilligung zu 
entnehmen sei, weshalb die Rückstufung an sich noch keine Beschränkung der aus dem FZA 
fliessenden Rechte darstelle. Der Beschwerdeführer könne schliesslich aufgrund der Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung weiterhin in der Schweiz bleiben. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer stellt sich hingegen auf den Standpunkt, die Rückstufung sei 
der erste Schritt zur Beschränkung seiner Rechte aus dem FZA. Sie sei weder zulässig noch 
sinnvoll, da eine Wegweisung nur unter den Voraussetzungen des Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA 
möglich sei. Wenn also die Wegweisung dem FZA widerspreche, könne auch keine Rückstu-
fung erfolgen. 
 
5.3 Auf Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist das AIG nur in-
sofern anwendbar, als das FZA keine abweichenden Bestimmungen enthält oder dieses Gesetz 
günstigere Bestimmungen vorsieht (Art. 2 Abs. 2 AIG). Der Beschwerdeführer ist italienischer 
Staatsangehöriger und in der Schweiz arbeitstätig, womit er sich auf das FZA berufen kann 

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(Art. 4 FZA i.V.m. Art. 6 ff. Anhang I FZA). Den Entzug der Niederlassungsbewilligung regelt 
das FZA jedoch nicht, weshalb die Art. 62 f. AIG Anwendung finden. Nach Art. 4 FZA i.V.m. 
Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA erhält ein Arbeitnehmer, der Staatsangehöriger einer Vertragspartei 
ist und mit einem Arbeitgeber des Aufenthaltsstaates ein Arbeitsverhältnis mit einer Gültigkeits-
dauer von mindestens einem Jahr eingegangen ist, eine Aufenthaltsbewilligung von mindestens 
fünf Jahren gerechnet ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis. Die Bewilligung wird 
grundsätzlich automatisch um mindestens fünf Jahre verlängert und darf der arbeitnehmenden 
Person nicht allein deshalb entzogen werden, weil diese infolge von Krankheit oder Unfall vo-
rübergehend arbeitsunfähig oder unfreiwillig arbeitslos geworden ist und deshalb keine Be-
schäftigung mehr hat, falls das zuständige Arbeitsamt dies ordnungsgemäss bestätigt (Art. 6 
Abs. 6 Anhang I FZA). Indessen ist dem FZA jedoch kein Anspruch auf ein unbefristetes und 
mit keinen Bedingungen verbundenes Aufenthaltsrecht im Sinne einer Niederlassungsbewilli-
gung zu entnehmen. Da bei der Rückstufung die Niederlassungsbewilligung durch eine Aufent-
haltsbewilligung ersetzt wird, kommt es – im Gegensatz zum Widerruf der Niederlassungsbewil-
ligung in Kombination mit einer Wegweisung – zu keiner Beschränkung der aus dem FZA flies-
senden Rechte auf Aufenthalt und Ausübung der Berufstätigkeit. Die Rückstufung von Perso-
nen, die sich auf das FZA berufen können, ist somit grundsätzlich zulässig (SPESCHA, a.a.O., 
Rz. 25 zu Art. 63 AIG). Mangels Beschränkung der Rechte aus dem FZA ist auch Art. 5 Abs. 1 
Anhang I FZA, welcher die Bedingungen für die Beschränkung der aus dem Vertrag fliessenden 
Rechte regelt, nicht von Bedeutung. Nach dem Gesagten steht das FZA der Rückstufung vor-
liegend nicht entgegen und das AIG kommt zur Anwendung. 
 
6.1 Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, die Integrationskriterien nach 
Art. 58a Abs. 1 AIG seien beim Beschwerdeführer nicht erfüllt, womit eine Rückstufung erfolgen 
könne. Die Rückstufung solle erreichen, dass die betroffene Person künftig ihr Verhalten ände-
re, womit ihr eine eigenständige und von den Widerrufstatbeständen gemäss Art. 63 Abs. 1 AIG 
unabhängige Bedeutung zukomme und sie den Migrationsbehörden die Möglichkeit gebe, situa-
tionsgerecht und differenziert zu handeln. Vorliegend habe der Beschwerdeführer die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung wiederholt missachtet. Er sei in den vergangenen 25 Jahren wegen 
diverser Delikte verurteilt worden, wobei es sich bei den meisten dieser Delikte um Verstösse 
gegen das Betäubungsmittelgesetz gehandelt habe. Des Weiteren sei er auch wegen Dieb-
stahls, Sachbeschädigung, Vergehen gegen das Waffengesetz sowie Einführens, Erwerbens 
und Lagerns falschen Geldes verurteilt worden. Dabei habe der Beschwerdeführer insbesonde-
re die Rechtsgüter der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit sowie des Eigentums Dritter ver-
letzt. Da es sich bei der Integration um einen langwierigen und dauerhaften Prozess und somit 
um eine Dauerobliegenheit handle, dürfe bei der Rückstufung im Sinne einer unechten Rück-
wirkung auch auf das strafrechtliche Verhalten vor Inkrafttreten von Art. 63 Abs. 2 AIG abge-
stellt werden, sofern es Auswirkungen zeige, welche nach dem 1. Januar 2019 andauern wür-
den. Aufgrund der im Urteil vom 27. Mai 2019 auferlegten Probezeit von vier Jahren müsse von 
einem Dauersachverhalt ausgegangen werden. Mit der Verurteilung vom 27. Mai 2019 habe der 
Beschwerdeführer gezeigt, dass er nicht in der Lage sei, sich dauerhaft an die hiesige Rechts-
ordnung zu halten. Sein andauerndes deliktisches Verhalten falle bei der Beurteilung der In-
tegration negativ ins Gewicht. Ferner würden auch die Schulden – im vorliegenden Fall fünf 
Betreibungen im Betrag von Fr. 6'707.-- (Zeitraum vom 11. März 2015 bis zum 11. März 2020) 

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und Verlustscheine in der Höhe von Fr. 23'119.90.-- im Rahmen der unechten Rückwirkung bei 
der Beurteilung seiner aktuellen Integration herangezogen werden können. 
 
6.2 In Bezug auf das Verschulden wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer mit seiner 
Delinquenz nicht nur den eigenen Drogenkonsum ermöglicht, sondern durch die Weitergabe 
der Droge die Rechtsgüter von Dritten verletzt bzw. deren Verletzung in Kauf genommen habe. 
Dieses Verhalten wiege schwer unter dem Titel des Verschuldens. Insgesamt sei das Kriterium 
der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht resp. ungenügend erfüllt. Die Kri-
terien der Respektierung der Werte der Bundesverfassung und die Sprachkompetenz seien 
beide erfüllt. Auch das Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Er-
werb von Bildung sei – wenn auch nur knapp – erfüllt, da es dem Beschwerdeführer gelungen 
sei, die meiste Zeit während seiner Anwesenheit in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachzu-
gehen, auch wenn er nie während längerer Zeit in einem Anstellungsverhältnis gewesen sei. 
 
6.3 Im Sinne einer Gesamtwürdigung der Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG fällt die 
Bilanz laut dem Regierungsrat negativ aus, da die enorme Straffälligkeit und die Verschuldung 
des Beschwerdeführers die positiven Integrationskriterien überschatten würden. Der Tatbestand 
der Rückstufung von Art. 63 Abs. 2 AIG sei somit erfüllt. Bei der Rückstufung handle es sich 
vorliegend um das mildeste zur Verfügung stehende Mittel, um eine Verhaltensänderung des 
Beschwerdeführers zu erreichen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Verwar-
nung in der Vergangenheit keinen Erfolg gezeigt habe. Auch unter dem Gesichtspunkt der Er-
messensausübung erweise sich die Rückstufung als angemessen. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer bringt dagegen zunächst vor, dass die Vorinstanz das Rückwir-
kungsverbot verletze, indem sie das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 27. Mai 
2019 zum Anlass der Rückstufung nehme. Diesem Urteil lägen Taten zugrunde, welche der 
Beschwerdeführer zwischen dem 6. Mai 2015 und 15. Januar 2016, also vor Inkrafttreten der 
von der Vorinstanz angerufenen Gesetzesbestimmung, begangen habe. Das deliktische Verhal-
ten stelle keinen Dauersachverhalt dar, da die Beurteilung abschliessend erfolgt sei und für all-
fällige zukünftige Delikte die Unschuldsvermutung gelte. Ebenso könne in Bezug auf die Schul-
den nicht von einem Dauersachverhalt ausgegangen werden, da der Beschwerdeführer diese 
nach seinen Möglichkeiten zurückbezahle. Selbst wenn eine unechte Rückwirkung vorliegend 
zulässig sei, kollidiere die Rückstufung mit dem Vertrauensgrundsatz, da sich der Beschwerde-
führer in der Drogentherapie sowie dem Privat- und dem Berufsleben auf die Schweiz einge-
stellt und entsprechende Dispositionen getroffen habe. Auch die Tatsache, dass das AfMB nach 
den bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Bestimmungen keine Rückstufung der Niederlas-
sungsbewilligung verfügt hätte, wenn das Verfahren bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen 
gewesen wäre, spreche für eine Verletzung des Rückwirkungsverbots im vorliegenden Fall.  
 

7.2 Bei der Anwendung neuen Rechts auf einen Sachverhalt ist zwischen echter und un-
echter Rückwirkung zu unterscheiden. Eine – grundsätzlich unzulässige – echte Rückwirkung 
liegt vor, wenn neues Recht auf einen Sachverhalt angewendet wird, der sich abschliessend vor 
Inkrafttreten dieses Rechts verwirklicht hat (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich 2020, Rz. 268 f.). Demgegenüber spricht man 

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von einer – unter dem Vorbehalt des Vertrauensschutzprinzips grundsätzlich zulässigen – un-
echten Rückwirkung, wenn das neue Recht auf einen zeitlich offenen Dauersachverhalt ange-
wandt wird, der unter altem Recht eingesetzt hat, aber beim Inkrafttreten des neuen Rechts 
fortdauert (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 279 ff.; KGE VV [810 15 343] vom 
17. August 2016 E. 4.3). Eine solche unechte Rückwirkung ist im Prinzip zulässig, sofern ihr 
nicht wohlerworbene Rechte entgegenstehen (BGE 146 V 364 E. 7.1 m.w.H.). 
 
7.3 Die Integration hat neben einer gesamtgesellschaftlichen Dimension auch einen indivi-
duellen Gehalt. Auf der individuellen Ebene bezeichnet die Integration einen Prozess der Ein-
gliederung in die verschiedenen Lebensbereiche der Schweiz. Mit ihren Integrationsanstren-
gungen soll die ausländische Person einen gewissen Grad der Vertrautheit mit den hiesigen 
Verhältnissen erreichen (LAURA CAMPISI, Die rechtliche Erfassung der Integration im schweize-
rischen Migrationsrecht, Zürich 2014, S. 28). Bei der Integration handelt es sich demnach um 
einen zeitlich offenen Dauersachverhalt, welcher bei der Einreise einer ausländischen Person in 
die Schweiz beginnt und in der Folge andauert. Die Kriterien zur Beurteilung der Integration 
werden in Art. 58a AIG explizit und abschliessend aufgelistet. Sind diese Kriterien nicht mehr 
erfüllt, kann eine Person nicht mehr als integriert gelten. Aus diesem Grund liegt auch eine un-
echte Rückwirkung vor, wenn in Anwendung von Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 58a AIG bei der Prü-
fung der Integrationskriterien auf strafrechtlich relevantes Verhalten abgestellt wird, welches 
sich vor Inkrafttreten der genannten Bestimmung verwirklicht hat. Es ist zudem nicht ersichtlich, 
weshalb die Rückstufung mit dem Vertrauensgrundsatz kollidieren soll, da Private nicht auf den 
Fortbestand einer einmal geltenden Rechtsordnung vertrauen dürfen (vgl. BGE 145 II 140 E. 4) 
und vorliegend der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht zu einer Wegweisung aus der 
Schweiz führt, weshalb der Beschwerdeführer weiterhin hier leben, arbeiten und die Drogenthe-
rapie fortführen kann. 
 

8.1.1 Da die Niederlassungsbewilligung ihrer Rechtsnatur nach unbefristet und nicht an Be-
dingungen geknüpft ist (Art. 34 Abs. 1 AIG), rechtfertigen Integrationsdefizite eine Rückstufung 
nicht leichthin, sondern nur, wenn sie derart sind, dass auch ein Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung samt Wegweisung aus der Schweiz ernsthaft in Betracht fällt (vgl. SPESCHA, a.a.O., 
Rz. 23 zu Art. 63 AIG). Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AIG kann die Nieder-
lassungsbewilligung widerrufen werden. Ein solcher Widerruf ist gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a 
AIG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG möglich, wenn die ausländische Person zu einer längerfristi-
gen Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 
59 - 61 oder Art. 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 
angeordnet worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in 
diesem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem 
Jahr bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden 
dürfen (BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion be-
dingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 
2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). 
 
8.1.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
27. Mai 2019 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Damit ist der Wider-

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rufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gegeben und ein Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung ist grundsätzlich möglich. 
 
8.2.1 Voraussetzung für eine Rückstufung nach Art. 63 Abs. 2 AIG ist weiter eine Prüfung 
der Integrationskriterien nach Art. 58a AIG im Rahmen einer zukunftsgerichteten Gesamt-
betrachtung. Im Rahmen dieser Gesamtbetrachtung sind alle vier in Art. 58a Abs. 1 AIG ab-
schliessend genannten Kriterien zu prüfen. Erforderlich ist eine Gesamtwürdigung aller mass-
geblichen Aspekte im Einzelfall (vgl. SPESCHA, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 58a AIG; siehe auch Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts F-4152/2016 vom 27. Juni 2018 E. 4.5). Die Rückstufung setzt 
zudem voraus, dass die betroffene Person in der Lage ist, ihr Verhalten zu steuern, d.h. ihre 
Integration zu verbessern, was zum Beispiel im Fall von Sozialhilfeabhängigen dann nicht der 
Fall ist, wenn der Sozialhilfebezug aufgrund persönlicher Umstände im Sinne von Art. 77f VZAE 
entschuldbar erscheint (vgl. SPESCHA, a.a.O., Rz. 26 zu Art. 63 AIG). 
 
8.2.2 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, die Rückstufung zu einer Aufenthalts-
bewilligung habe im Rahmen einer zukunftsgerichteten Gesamtbetrachtung zu erfolgen und 
solle keine Abrechnung mit der Vergangenheit sein. Die Vorinstanz werfe ihm Jahre zurücklie-
gende Delinquenz vor, ohne die positive seitherige Entwicklung angemessen zu berücksichti-
gen. Die Verurteilung vom Oktober 2020 sei für ein Delikt, das seine Freundin begangen habe. 
Seine Schulden seien sodann überschaubar und er zahle diese regelmässig ab. Sie würden 
eine Rückstufung nicht begründen können, ebenso wenig wie die Anstellung als Temporärar-
beitskraft. 
 
8.2.3 Es ist unstreitig, dass der Beschwerdeführer die Kriterien der Sprachkompetenz, der 
Beachtung der Werte der Bundesverfassung und der Teilnahme am Wirtschaftsleben erfüllt. Die 
Vorinstanzen berufen sich jedoch darauf, dass der Beschwerdeführer die öffentliche Ordnung 
und Sicherheit missachte und verweisen dabei auf die Straffälligkeit und auf seine Schulden. 
Am 15. Oktober 2020 wurde der Beschwerdeführer zuletzt wegen mehrfacher Hehlerei verur-
teilt. Ihm wurde im Strafbefehl vorgeworfen, über einen Zeitraum von rund drei Monaten von 
seiner Freundin mindestens drei Goldschmuckstücke entgegengenommen und weiterverkauft 
zu haben, obwohl er wusste bzw. annehmen musste, dass dieser Goldschmuck durch eine 
strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt worden sein musste. Trotz der mehrfachen 
Begehung stellt die Hehlerei vorliegend für sich alleine kein schweres Delikt dar. Stellt man die-
ses jedoch in den Kontext mit den zahlreichen früheren Verurteilungen, so ist ersichtlich, dass 
der Beschwerdeführer die öffentliche Ordnung über längere Zeit nicht eingehalten hat und dass 
er sie bis in die jüngste Zeit hinein nicht einhält. Besonders ins Gewicht fallen dabei die Verur-
teilung im Jahr 2012 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten sowie die Verur-
teilung im Jahr 2019 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Zwar ist dem Be-
schwerdeführer zugute zu halten, dass die Straffälligkeit eine abnehmende Tendenz hat, doch 
ist aufgrund der häufigen Delinquenz und der erst kürzlich erfolgten letzten strafrechtlichen Ver-
urteilung davon auszugehen, dass er das Integrationskriterium der Beachtung der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit zurzeit nicht erfüllt. Die Schuldensituation des Beschwerdeführers mit 
Betreibungen in den letzten fünf Jahren in der Höhe von Fr. 21'502.60, wovon Fr. 5'279.30 an 
das Betreibungsamt bezahlt wurden, und mit Verlustscheinen in den letzten 20 Jahren in der 

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Höhe von insgesamt Fr. 23'119.90 (Stand: 22. Februar 2021) ist nicht gravierend und würde für 
sich alleine keinen Grund darstellen, das Integrationskriterium der Beachtung der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit als nicht gegeben anzuschauen. Jedoch fällt auch die Schuldensituati-
on bei einer Gesamtbetrachtung der Kriterien nach Art. 58a AIG negativ ins Gewicht. Anlässlich 
der Befragung an der Parteiverhandlung führt der Beschwerdeführer aus, er habe im Rahmen 
von Lohnpfändungen regelmässig Schulden abbezahlt, während er Arbeitslosenentschädigung 
bezogen habe. Aktuell würden jedoch keine Lohnpfändungen beim Arbeitgeber erfolgen und er 
leiste keine freiwilligen Rückzahlungen. Er brauche das Geld, da seine Partnerin zurzeit arbeits-
los sei und er sie unterstützen müsse. Es ist verständlich, dass bei einem niedrigen Einkommen 
die Schulden nicht schnell abgebaut werden können. Nichtsdestotrotz fällt bei der Beurteilung 
der Integration negativ ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer keinen Plan zur Rückzahlung 
seiner Schulden vorweisen kann und er zurzeit überhaupt keine Anstrengungen unternimmt, um 
Schulden abzubezahlen. Des Weiteren wird aus dem aktuellen Betreibungsregisterauszug er-
sichtlich, dass im Jahr 2020 weitere Betreibungen dazukamen, wobei es sich in den meisten 
Fällen um Forderungen der Steuerverwaltung und der Krankenversicherung handelte. Somit ist 
aufgrund der Schuldensituation und der Straffälligkeit des Beschwerdeführers auch im Hinblick 
auf eine zukunftsgerichtete Gesamtbetrachtung davon auszugehen, dass er zurzeit die Integra-
tionskriterien gemäss Art. 58a AIG nicht erfüllt und das AfMB grundsätzlich befugt ist, eine 
Rückstufung vorzunehmen. 
 
8.3.1 Die Rückstufung stellt im Vergleich zu einer mit dem Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung verknüpften Wegweisung eine mildere Massnahme dar, muss allerdings auch selbst 
verhältnismässig sein (vgl. SPESCHA, a.a.O., Rz. 23 zu Art. 63 AIG). Im Rahmen der Verhält-
nismässigkeitsprüfung ist zu prüfen, ob die Rückstufung geeignet und erforderlich ist, ihren 
Zweck zu erfüllen. Die Rückstufung hat zudem in einem angemessenen Verhältnis zu den da-
mit für die betroffene Person verbundenen Konsequenzen zu stehen ("Übermassverbot"; vgl. 
Art. 96 AIG bzw. Art. 5 Abs. 2 BV). Bezüglich der privaten Interessen einer niederlassungsbe-
rechtigten Person ist zu berücksichtigen, dass mit einer Rückstufung keine unmittelbaren Ent-
fernungs- oder Fernhaltemassnahmen einhergehen. Entsprechend werden durch eine Rückstu-
fung auch die grundrechtlichen Ansprüche des oder der Zurückgestuften auf Achtung des Pri-
vatlebens und auf Achtung des Familienlebens nicht tangiert. Jedoch ist auch zu bedenken, 
dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und deren Ersatz durch eine Aufenthaltsbewil-
ligung für die betroffene ausländische Person in verschiedener Hinsicht (z.B. bei zukünftigen 
Widerrufshürden) zu einer substanziellen Verschlechterung ihrer Rechtsposition führt. Dies ist 
jedoch mit Blick auf eine spätere Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung ein erwünsch-
ter Effekt, damit eine Verhaltensänderung beim Betroffenen erzielt werden kann. Es handelt 
sich bei der Rückstufung um eine "Kann"- Bestimmung und es liegt entsprechend im Ent-
schliessungsermessen des AfMB, ob es vom Instrument der Rückstufung Gebrauch machen 
will. 
 
8.3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, das zur Last gelegte Verhalten und das Nichter-
füllen der Integrationskriterien seien auf seine Suchtkrankheit zurückzuführen, was im Rahmen 
des verwaltungsrechtlichen Verfahrens zu berücksichtigen sei. Die aufenthaltsrechtliche Rück-
stufung setze voraus, dass die betroffene Person in der Lage sei, ihr Verhalten zu steuern, was 

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er zurzeit im Hinblick auf seinen Drogenkonsum noch nicht vollständig könne. Er unterziehe 
sich einer Behandlung der Suchterkrankung, weshalb ihm diesbezüglich kein Verschulden vor-
geworfen werden könne. Schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer die Verhältnismässigkeit 
der Rückstufung, da seine privaten Interessen an der Beibehaltung der Niederlassungsbewilli-
gung deutlich grösser seien als das Interesse des Kantons an der Rückstufung. Seit seiner letz-
ten Delinquenz im Jahr 2016 sei eine positive Entwicklung attestiert worden. Seine Familie 
wohne in der Schweiz und in seinem Heimatland sei er gar nie integriert gewesen. Eine Aufent-
haltsbewilligung müsse im Gegensatz zur Niederlassungsbewilligung immer wieder erneuert 
werden und sie stelle einen bedeutenden Nachteil auf dem Arbeitsmarkt dar. Zudem bewirke 
sie eine persönliche Verunsicherung des Beschwerdeführers. 
 
8.3.3 Unverschuldete Integrationsdefizite sind den Betroffenen nicht vorzuwerfen. Die Rück-
stufung würde in einem solchen Fall keine Verhaltensänderung bewirken können und eine un-
geeignete Massnahme darstellen. In Bezug auf den Drogenkonsum ist dem Beschwerdeführer 
zugute zu halten, dass er sich offensichtlich sehr darum bemüht, vom langjährigen Drogenkon-
sum wegzukommen. Aus der Behandlungsbestätigung vom 18. Februar 2021 des Ambulatori-
ums Reinach der Psychiatrie Baselland geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer aktuell in 
einer Substitutionsbehandlung befindet und zu vereinbarten Terminen erscheint. Solange der 
Beschwerdeführer weiterhin alles in seiner Macht Stehende tut, um von seiner Drogensucht 
loszukommen, kann ihm seine Suchtkrankheit nicht vorgehalten werden. Die Krankheit als sol-
che wird ihm vorliegend auch nicht zum Vorwurf gemacht. Die Rückstufung erfolgte aufgrund 
des anhaltenden deliktischen Verhaltens des Beschwerdeführers sowie seiner Schuldensituati-
on, weshalb nach dem oben Gesagten das Kriterium der Beachtung der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung nicht erfüllt ist. Die Suchterkrankung steht zweifellos im Zusammenhang mit der 
Begehung der Delikte, was sich auch darin zeigt, dass die Strafbehörden die Drogenabhängig-
keit bei der Strafzumessung entsprechend berücksichtigt haben. Ein solcher Zusammenhang 
reicht allerdings nicht aus, um dem Beschwerdeführer jegliches Verschulden an seinem delikti-
schen Verhalten abzusprechen. Zudem kann daraus nicht geschlossen werden, dass er sein 
Verhalten im Hinblick auf die Begehung weiterer Delikte nicht steuern könne. 
 
8.3.4 Der Beschwerdeführer wurde am 17. Januar 2012 vom Strafgericht Basel-Stadt wegen 
Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstahls und des Vergehens gegen das Waf-
fengesetz zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Strafgericht 
ging davon aus, dass das Verschulden des Beschwerdeführers hinsichtlich der Betäubungsmit-
teldelikte schwer wog. Obwohl er selbst drogenabhängig gewesen sei, habe seine Verkaufstä-
tigkeit sich nicht auf die Finanzierung des Eigenkonsums beschränkt, sondern habe zum Teil 
auch der Deckung seines Lebensunterhalts gedient (vgl. Urteil vom 17. Januar 2012, S. 14). Im 
Urteil vom 21. Mai 2019 des Strafgerichts Basel-Landschaft hielt das Gericht fest, dass beim 
Beschwerdeführer zwar strafmindernd zu berücksichtigen sei, dass der Weiterverkauf von Dro-
gen als Beschaffungskriminalität eingestuft werden könne, die suchtbedingte Einschränkung 
der Entscheidungsfähigkeit sei jedoch im Vergleich zu anderen Beteiligten in diesem Prozess 
bei ihm am geringsten gewesen, da er als Einziger in dieser Zeit einer Erwerbstätigkeit nachge-
gangen sei (vgl. Urteil vom 21. Mai 2019, S. 66). Des Weiteren stellte das Strafgericht bei ihm 
ein leichtes Verschulden fest, weshalb eine schuldangemessene Freiheitsstrafe von 18 Mona-

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ten festgelegt wurde (vgl. Urteil vom 21. Mai 2019, S. 68). Somit kann trotz seiner Suchtkrank-
heit nicht davon ausgegangen werden, dass den Beschwerdeführer bei der Begehung dieser 
Delikte keine Schuld traf. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer über drei Jahre nicht rück-
fällig geworden sei, wertete das Strafgericht als besonders zu würdigende Leistung und beein-
flusste den Entscheid, dass der bedingte Strafvollzug gewährt wurde. Es ist erfreulich, dass der 
Beschwerdeführer ernsthafte Anstrengungen unternimmt, um seine Drogensucht in den Griff zu 
bekommen. In Bezug auf die Frage des Verschuldens bezüglich der Begehung von Delikten 
bedeutet das jedoch vorliegend nicht, dass die Integrationskriterien unverschuldet nicht erfüllt 
werden und dass entsprechend eine Rückstufung nicht zu einer Verhaltensänderung des Be-
schwerdeführers führen könnte. In Bezug auf die jüngste Verurteilung wegen Hehlerei bringt der 
Beschwerdeführer anlässlich der Parteiverhandlung vor, nicht er, sondern seine Freundin habe 
dieses Delikt begangen und er prüfe zurzeit, ob ein Revisionsgrund für diesen in Rechtskraft 
erwachsenen Strafbefehl gegeben sei. Dazu ist anzumerken, dass dieses Gericht rechtskräftige 
Strafurteile nicht in Frage zu stellen hat, zumal vorliegend keine Hinweise auf eine Nichtigkeit 
des Strafbefehls auszumachen sind. In Bezug auf die Verurteilung wegen mehrfacher Hehlerei 
ist festzuhalten, dass aufgrund der nach den Angaben des Beschwerdeführers erfolgreich ver-
laufenden Substitutionstherapie nicht von typischer Beschaffungskriminalität ausgegangen wer-
den kann, weshalb das Verschulden nicht zu relativieren ist. Insgesamt ist festzuhalten, dass in 
seinem Fall von der Rückstufung eine Verhaltensänderung erwartet werden kann. 
 
8.3.5 Der Beschwerdeführer bringt anlässlich der Parteiverhandlung vor, dass er in den letz-
ten Jahren immer wieder für die gleiche Firma gearbeitet habe. Aufgrund seiner Vergangenheit 
habe er jedoch keine Festanstellung erhalten, sondern seine Einsätze seien immer temporär 
gewesen. Diese Firma beschäftige jedoch nur Ausländer mit einer C-Bewilligung. Bei einer 
Rückstufung drohe ihm, dass sein aktueller Arbeitgeber ihn nicht mehr weiterbeschäftigen wer-
de. Eine B-Bewilligung stelle für ihn einen bedeutenden Nachteil auf dem Arbeitsmarkt dar. Die-
se Aussage kann der Beschwerdeführer indessen nicht mit Beweisen untermauern. Als arbeits-
tätiger italienischer Staatsbürger hat der Beschwerdeführer gestützt auf das FZA grundsätzlich 
Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung (vgl. E. 5.2.2) und es ist nicht ersichtlich, inwiefern 
eine EU/EFTA-Aufenthaltsbewilligung gegenüber einer Niederlassungsbewilligung auf dem 
Stellenmarkt einen entscheidenden Nachteil darstellt. Da es nicht zu einer Wegweisung des 
Beschwerdeführers kommt, fallen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argumente, er sei 
in seinem Heimatland nie integriert gewesen und seine Mutter und Schwester würden auch in 
der Schweiz wohnen, nicht ins Gewicht. Im vorliegenden Fall überwiegt das öffentliche Interes-
se des Kantons an einer Rückstufung als Ansporn für eine nachhaltige Verhaltensänderung die 
privaten Interessen des Beschwerdeführers an der Beibehaltung der Niederlassungsbewilli-
gung. Nachdem der Beschwerdeführer in der Vergangenheit bereits zweimal ausländerrechtlich 
verwarnt und ermahnt worden ist, ist nicht zu erwarten, dass eine weitere Verwarnung die ge-
wünschten Wirkungen zeigen würde. Die Rückstufung der Niederlassungsbewilligung des Be-
schwerdeführers auf eine Aufenthaltsbewilligung erweist sich demnach als recht- und verhält-
nismässig. 
 
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rückstufung zu Recht erfolgt ist. Die Be-
schwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

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10.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 2'500.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer beantragt die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung. Die Voraussetzungen von § 22 VPO sind erfüllt und das Gesuch kann gestützt auf 
die Gesuchsunterlagen bewilligt werden. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse.  
 
10.2 Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 21 VPO). 
Da die unentgeltliche Verbeiständung bewilligt wird, ist dem Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. Die Honorarnote des Rechtsvertreters 
vom 1. März 2021 weist einen Aufwand von 12 Stunden mit Auslagen von Fr. 74.70 aus, was 
nicht zu beanstanden ist. Dazu kommen drei Stunden für die heutige Gerichtsverhandlung. Bei 
unentgeltlicher Verbeiständung beträgt das Honorar Fr. 200.-- pro Stunde (§ 3 Abs. 2 der Tarif-
ordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ist dementsprechend ein Honorar von Fr. 3'311.45 (inkl. Auslagen und 7.7% 
MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   
 2. Dem Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren die unentgelt-

liche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'311.45 (inkl. Auslagen und 7.7% 
MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.