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**Case Identifier:** 3c802a9d-7f34-50a9-896f-9dbcdba8701a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.05.2016 100 2015 271
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-271_2016-05-31.pdf

## Full Text

100.2015.271U
DAM/SES/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Mai 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum und Keller
Gerichtsschreiberin Seiler

A.________
Beschwerdeführer

gegen

B.________
Beschwerdegegner 1

Einwohnergemeinde Wohlen 
Departement Bau und Planung, Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen b. Bern
Beschwerdegegnerin 2

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baubewilligung für Anbau einer Einstellhalle, Gartenhalle und 
Terrasse (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern vom 7. August 2015; RA Nr. 110/2014/69)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.05.2016, Nr. 100.2015.271U, 
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Sachverhalt:

A.

B.________ ist Eigentümer der Parzelle Wohlen Gbbl. Nr. 1___ in …, 
einem Ortsteil der Einwohnergemeinde (EG) Wohlen bei Bern. Mit Bauge-
such vom 30. Oktober 2012 (Eingang bei der Gemeinde am 19.11.2012) 
beantragte er, der Anbau einer Einstellhalle, einer Gartenhalle und einer 
Terrasse an das bestehende Wohnhaus seien zu bewilligen. Am 
18. Dezember 2013 erhob A.________, Eigentümer der Nachbarparzelle 
Wohlen Gbbl. Nr. 2___, gegen das Vorhaben Einsprache. Mit Gesamtbau-
entscheid vom 15. Mai 2014 erteilte die EG Wohlen die Baubewilligung 
unter Bedingungen und Auflagen und wies die Einsprache ab.

B.

Dagegen führte A.________ am 12. Juni 2014 Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Am 29. Januar 
2015 reichte B.________ eine Projektänderung ein, welche die BVE mit 
Entscheid vom 7. August 2015 bewilligte. Das Rechtsmittel von 
A.________ wies sie ab, soweit sie darauf eintrat und es durch die 
Projektänderung nicht gegenstandslos geworden war. Insoweit bestätigte 
sie den Gesamtbauentscheid der Gemeinde. Sie ergänzte die Bewilligung 
sodann mit einer zusätzlichen Nebenbestimmung betreffend das 
Lichtraumprofil (Ziff. 1-3 des Dispositivs). Die Verfahrenskosten auferlegte 
sie A.________ zu neun Zehnteln und sprach ihm, damals noch anwaltlich 
vertreten, einen Parteikostenersatz im Umfang von einem Zehntel zu 
(Ziff. 4 und 5 des Dispositivs).

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 7. September 2015 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er stellt folgende Rechtsbegehren:

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«1. Der Entscheid der BVE vom 7. August 2015 […] sei aufzuheben 
und dem Baugesuch […] sei der Bauabschlag zu erteilen.

2. Falls Antrag 1 nicht stattgegeben wird, sei der Entscheid der BVE 
vom 7. August 2015 […] aufzuheben und die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Baubewilligungs-
behörde der Gemeinde Wohlen, evtl. an die Vorinstanz zurückzu-
weisen.

3. Sofern Antrag 1 abgelehnt wird, seien weiter die Ziffern 4 und 5 des 
angefochtenen Entscheids aufzuheben und die Verfahrenskosten 
und die Anwaltskosten neu zu verteilen.

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge»

Mit Beschwerdeantworten vom 21. bzw. 13. Oktober 2015 haben 
B.________ und die EG Wohlen beantragt, die Beschwerde sei 
abzuweisen, ebenso die BVE mit Vernehmlassung vom 23. Oktober 2015.

Am 16. November 2015 hat A.________ ein Ablehnungsbegehren gegen 
den Instruktionsrichter gestellt, worauf das Verfahren sistiert wurde. Mit 
Urteil 2015/339 vom 9. Dezember 2015 hat das Verwaltungsgericht das 
Ablehnungsbegehren abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Nach 
Eintritt der Rechtskraft dieses Erkenntnisses ist das vorliegende Verfahren 
am 19. Februar 2016 wieder aufgenommen worden. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat als Nachbar ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 
i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). So-
weit die BVE auf die Beschwerde teilweise nicht eingetreten ist, ergibt sich 
seine Legitimation unmittelbar aus dem negativen Prozessentscheid (Ter-

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rainaufschüttung; angefochtener Entscheid E. 6; BVR 2013 S. 536 E. 1.1, 
2006 S. 481 E. 1.2). Ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, 
der Themenbereich der Aufschüttung liege ausserhalb des Streitgegen-
stands, ist im Rahmen der materiellen Erwägungen zu prüfen (hinten E. 3; 
BVR 2012 S. 225 E. 2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 79 N. 3, Art. 65 N. 6). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Es auferlegt sich in Bezug auf die 
Verlegung von Verfahrens- und Parteikosten praxisgemäss eine gewisse 
Zurückhaltung und billigt den vorinstanzlichen Behörden in dieser Hinsicht 
einen grossen Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu (BVR 2004 
S. 133 E. 1.3).

2.

2.1 Vorab bringt der Beschwerdeführer vor, die von der BVE veranlass-
ten Höhenmessungen des Amtes für Geoinformation des Kantons Bern 
(AGI) seien nicht nachvollziehbar und daher nicht korrekt. Weiter sei die 
Terrasse in den massgebenden Plänen nach wie vor nicht richtig einge-
zeichnet. Sinngemäss rügt er damit, aufgrund mangelhafter Baupläne 
könne nicht beurteilt werden, ob das Vorhaben die massgebenden Be-
stimmungen einhalte. 

2.2 Dem Baugesuch sind der Situationsplan, die Projektpläne und die 
allenfalls erforderlichen weiteren Unterlagen beizulegen (Art. 10 Abs. 3 des 
Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewil-
ligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Die Pläne müssen vollständig und wi-
derspruchsfrei sein (vgl. VGE 2011/291 vom 8.6.2012, E. 3.3.3, 2009/354 
vom 18.6.2010, E. 2.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, 
Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 34 N. 19a). Sie sollen es den Behörden sowie 
Nachbarinnen und Nachbarn ermöglichen, die Baurechtskonformität des 
Vorhabens zu überprüfen. Ist diese Prüfung aufgrund der eingereichten 
Pläne möglich, so wäre es unverhältnismässig, die Baubewilligung nur 

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deshalb aufzuheben, weil die Pläne allenfalls mangelhaft sind 
(BGer 1C_663/2015 vom 5.4.2016, E. 2.3, 1C_218/2008 vom 13.10.2008, 
E. 2.2).

2.3 Im vorinstanzlichen Verfahren hat das AGI auf Ersuchen der BVE 
eine Höhenmessung auf dem Grundstück des Beschwerdegegners durch-
geführt, um unter anderem die Darstellung des umliegenden Geländes in 
den Projektplänen zu überprüfen (Vorakten BVE 6A pag. 101 ff.). Der Be-
schwerdeführer stellt diese Messungen pauschal in Frage, ohne aber zu 
begründen, weshalb sie fehlerhaft sein sollen. Solches ist auch nicht er-
kennbar. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, wurden die Messun-
gen unter Einsatz hochpräziser Vermessungsinstrumente vom stellvertre-
tenden Kantonsgeometer geleitet. Sie zeigten gewisse Unstimmigkeiten, 
die daraufhin in den Projektplänen angepasst wurden (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 3f-3h; Vorakten BVE 6A pag. 103, 6B Beilage zu pag. 118). 
Dass die Messungen nicht so grosse Abweichungen hervorbrachten, wie 
der Beschwerdeführer aufgrund seiner Beobachtung vor Ort offenbar er-
wartet hatte, ändert nichts an ihrer Stichhaltigkeit. Die gemäss Dispositiv-
ziffer 1 des angefochtenen Entscheids massgebenden Projektpläne geben 
den bestehenden Geländeverlauf daher korrekt wieder. Auch die vom Be-
schwerdeführer der Vorinstanz eingereichten Pläne stellen die Messungen 
des AGI nicht in Frage (Vorakten BVE 6B Beilage 10a und 10b zu 
pag. 138). Wie bereits die BVE zutreffend ausgeführt hat, ist nicht ersicht-
lich, nach welchem Massstab die beiden Pläne erstellt worden sind. Weiter 
beziehen sie sich in keiner Weise auf die Messungen des AGI; insbeson-
dere ist nicht erkennbar, wo die vom AGI bestimmten Messpunkte liegen 
und inwiefern die Messungen nicht mit den Plänen übereinstimmen sollen. 
Es besteht folglich kein Anlass, ein gerichtliches Gutachten erstellen zu 
lassen oder den Mitarbeiter des Büros für Vermessung und Geomatik zu 
befragen, der die vorstehend erwähnten Pläne erstellt hat. Die entspre-
chenden Beweisanträge werden abgewiesen.

2.4 In Bezug auf die Darstellung der Terrasse legt der Beschwerdefüh-
rer nicht näher dar, ob er damit die bestehende «Terrasse» bzw. den Plat-
tenbelag des Beschwerdegegners auf der Südwestseite seines Hauses, die 
darunter befindliche, angeblich unbewilligte Aufschüttung oder die projek-

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tierte neue Terrasse auf der Südostseite des Hauses meint. Er führt auch 
nicht aus, inwiefern die Terrasse nicht korrekt dargestellt sei. – Wie er-
wähnt, muss anhand der eingereichten Pläne kontrolliert werden können, 
ob das Bauvorhaben die massgebenden Bauvorschriften einhält (vorne 
E. 2.2). Terrassen sind insbesondere auf dem Fassadenplan im Massstab 
1:100 mit rev. Datum vom 16. Juli 2014, abgestempelt vom Rechtsamt der 
BVE am 26. Februar 2015 (Vorakten BVE 6B Beilage zu pag. 118) sowie 
auf dem Grundrissplan Erdgeschoss/Untergeschoss im Massstab 1:100 mit 
rev. Datum vom 30. Oktober 2013, abgestempelt vom Rechtsamt der BVE 
am 2. Februar 2015 (Vorakten BVE 6B Beilage zu pag. 113) ersichtlich. 
Soweit der Beschwerdeführer den bestehenden Plattenbelag auf der Süd-
westseite ansprechen will, ist nicht erkennbar, inwiefern sich dieser auf das 
Bauprojekt auswirken könnte, zumal auf zwei Seiten offene ungedeckte 
Gartensitzplätze keiner Baubewilligung bedürfen (Art. 6 Abs. 1 Bst. b 
BewD). Folglich ist die Darstellung des bestehenden (allenfalls leicht er-
weiterten) Plattenbelags in den Plänen für die Beurteilung des vorliegenden 
Projekts nicht entscheidend. Soweit der Beschwerdeführer geltend machen 
will, die Aufschüttung sei falsch dargestellt, kann auf das bereits in E. 2.3 
hiervor Gesagte verwiesen werden. Beanstandet der Beschwerdeführer mit 
seiner Rüge schliesslich, die geplante Terrasse auf der Südostseite sei 
falsch eingezeichnet, ist ihm entgegenzuhalten, dass für die Bauausfüh-
rung die bewilligten Pläne massgebend sind. Es bestehen keine Anhalts-
punkte, aus denen zu schliessen wäre, der Beschwerdegegner werde die 
Terrasse nicht wie bewilligt ausführen. Andernfalls wäre zur gegebenen 
Zeit ein baupolizeiliches Wiederherstellungsverfahren nach Art. 46 BauG 
einzuleiten.

3. 

3.1 Der Beschwerdeführer rügt sodann, der Beschwerdegegner habe 
auf seinem Grundstück mehrfach unbewilligte Aufschüttungen vorgenom-
men. Grundlage für die Beurteilung des Bauvorhabens sei daher ein ille-
galer Zustand. Indem die Vorinstanz in diesem Punkt auf die Beschwerde 
nicht eingetreten sei, würden die unzulässigen Aufschüttungen zudem indi-
rekt bewilligt. – Streitgegenstand des Verfahrens vor der Vorinstanz und 

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vor Verwaltungsgericht ist einzig die Baubewilligung für die Einstellhalle, 
Gartenhalle und Terrasse des Beschwerdegegners (angefochtener Ent-
scheid, Dispositivziffern 1-3; zum Begriff des Streitgegenstands statt vieler 
BVR 2011 S. 391 E. 2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 6). 
Die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers in der Sache beziehen sich 
denn auch auf diese Bewilligung. Die baupolizeiliche Wiederherstellung 
allfälliger Terrainveränderungen bis zum 8. Juli 2011 (Verfügung der Ge-
meinde) wurden mit dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid der BVE 
vom 30. Oktober 2013 endgültig beurteilt (Verfahren RA Nr. 120/2013/2; 
vgl. E. 2c dieses Entscheids). Etwaige nachträgliche Aufschüttungen wären 
in einem separaten baupolizeilichen Wiederherstellungsverfahren zu prü-
fen. Die Vorinstanz ist insofern zu Recht davon ausgegangen, dass die 
angeblich rechtswidrigen Aufschüttungen nicht Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens sind, soweit es um deren Entfernung geht. 

3.2 Indes kann sich der Beschwerdeführer grundsätzlich auf das Argu-
ment der vermeintlich unbewilligten Aufschüttungen berufen, soweit er da-
mit begründen will, weshalb das geplante Bauvorhaben nicht bewilligt wer-
den kann. Da es gerade nicht um die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands geht, liegt in dieser Hinsicht keine abgeurteilte Sache vor 
(BGE 139 II 404 E. 8.2 mit Hinweisen; BVR 2004 S. 508 E. 3.2, 2002 
S. 464 E. 2b; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 56 N. 1). Es ist daher 
zu prüfen, ob eine rechtswidrige Aufschüttung besteht und das Vorhaben 
deswegen Bauvorschriften verletzt.

3.3 Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest (sog. 
Untersuchungsgrundsatz; Art. 18 Abs. 1 VRPG). Sie sind daher gehalten, 
den rechtserheblichen Sachverhalt von sich aus richtig und vollständig ab-
zuklären (vgl. BVR 2016 S. 65 E. 2.3, 2013 S. 311 E. 5.4; Merkli/Aeschli-
mann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 1). Der Untersuchungsgrundsatz wird 
durch die Pflicht der Parteien begrenzt, an der Feststellung des Sachver-
halts mitzuwirken, wenn sie aus einem Begehren eigene Rechte ableiten 
(sog. Mitwirkungspflicht; Art. 20 Abs. 1 VRPG). Kann die Behörde den 
Sachverhalt nach Massgabe dieser Grundsätze nicht mit genügender Klar-
heit erstellen, kommt die allgemeine Beweislastregel zum Zug, wonach zu 
Ungunsten derjenigen Person zu entscheiden ist, die aus der unbewiesen 

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gebliebenen Tatsache hätte Rechte ableiten können (vgl. Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; BVR 2016 S. 65 
E. 2.8.1, 2013 S. 497 E. 4.6, je mit Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 18 N. 6).

3.4 Das Wohnhaus des Beschwerdegegners wurde Ende der 1970er 
Jahre erstellt. Unbestritten ist, dass damals auf der Südseite der Liegen-
schaft eine Aufschüttung vorgenommen wurde. Unklar ist indes, ob dabei 
die Baubewilligung überschritten wurde. Die Pläne zur Baubewilligung des 
Regierungsstatthalters des damaligen Amtsbezirks Bern vom 25. Januar 
1978 (Vorakten BVE 6A Beilagen zu pag. 53 Nrn. 16, 25 und 26), die in der 
Folge geringfügig angepasst wurden (Vorakten BVE 6A Beilagen zu 
pag. 53 Nrn. 23 und 24; in der Folge: Pläne 1978), zeigen auf der Südseite 
des Gebäudes eine Terrainaufschüttung mit einem Gartensitzplatz, der 
jedoch nicht vermasst ist. Nach den Ausführungen des AGI in seinem 
Fachbericht vom 27. Januar 2015 wurde das gewachsene Terrain damals 
jeweils stark generalisiert und mit Geraden dargestellt. Details, wie zum 
Beispiel der Aussensitzplatz, sind nicht vermasst worden. Zudem wider-
sprechen sich die zeichnerischen Darstellungen des Aussensitzplatzes in 
den verschiedenen Plänen. Weiter sind nur die relativen Höhen angegeben 
worden, weshalb heute eine Überprüfung der damaligen Bauausführung 
nicht mehr möglich ist (Vorakten BVE 6A pag. 105 und 107). Für das Ge-
richt bestehen keine Anhaltspunkte, an diesen Ausführungen der Fachbe-
hörde zu zweifeln.

3.5 Ausgangspunkt des Entscheids der BVE vom 30. Oktober 2013 war 
die Verfügung der Gemeinde vom 8. Juli 2011. Diese hatte festgestellt, 
dass auf dem Grundstück des Beschwerdegegners eine über die Pläne 
1978 hinausgehende Aufschüttung vorgenommen worden ist. Sie verzich-
tete jedoch auf Wiederherstellungsmassnahmen, weil die Aufschüttung 
zeitlich zu weit zurücklag (Vorakten BVE 6D pag. 6 f.). Die BVE schütze 
diese Anordnung mit Entscheid vom 24. November 2011 (Verfahren RA 
Nr. 120/2011/46; Vorakten BVE 6D pag. 34 ff., 41). Das im Anschluss an-
gerufene Verwaltungsgericht erwog, der Sachverhalt sei für allfällige Auf-
schüttungen bis fünf Jahre vor Erlass der Verfügung der Gemeinde am 
8. Juli 2011 ungenügend festgestellt worden, hob den angefochtenen Ent-

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scheid insoweit auf und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im 
Sinn der Erwägungen (Vervollständigung der Sachverhaltsfeststellung) an 
die BVE zurück. Im Übrigen bestätigte es den Verzicht auf die Wiederher-
stellung, weil keine zwingenden öffentlichen Interessen ersichtlich waren, 
die eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands für Terrainverän-
derungen vor 2006 rechtfertigen (VGE 2011/499 vom 6.11.2012; Vorakten 
BVE 6D pag. 93 ff.). In der Folge zeigte ein von der BVE eingeholtes Gut-
achten auf, dass das Terrain seit 2006 – soweit hier interessierend – nicht 
verändert worden war (Vorakten BVE 6E pag. 20 ff., 27). Gestützt darauf 
schützte die BVE mit ihrem Entscheid vom 30. Oktober 2013 die Verfügung 
der Gemeinde und wies die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat 
(Vorakten BVE 6E pag. 56 ff., 61). Es bestehen keine Anhaltspunkte, die 
das im damaligen Verfahren angefertigte Gutachten in Frage stellen wür-
den, weshalb dessen Ergebnisse auch hier berücksichtigt werden können. 
Allerdings bezog sich das Gutachten nicht auf ältere Daten als diejenigen 
aus dem Jahr 1998 (Vorakten BVE 6E pag. 23 und 26). Sachverhaltlich ist 
damit nach wie vor nicht geklärt, ob zwischen der Erstellung des Hauses 
(1978/1979) und 1998 unbewilligte Aufschüttungen auf dem Grundstück 
des Beschwerdegegners vorgenommen worden sind. 

3.6 Aus den Akten ergeben sich keine weiteren Anhaltspunkte für we-
sentliche Terrainveränderungen auf der Parzelle Nr. 1___. Die Luftbilder 
von 1975, 1981, 1998, 2005, 2007 und 2013 zeigen solches jedenfalls nicht 
auf (Vorakten BVE 6A pag. 108 f.). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, 
das diese Einschätzung in Frage stellt. Auch sein Hinweis auf die Pläne 
1978 ändert daran nichts. Diese sind, wie erwähnt, in Bezug auf die Aus-
senraumgestaltung nicht vermasst und ungenau gezeichnet, womit eine 
Überprüfung der Bauausführung nicht möglich ist (vorne E. 3.4). Weitere 
Beweismassnahmen zu dieser Fragestellung sind nicht erfolgsverspre-
chend, führt doch das AGI in seinem Bericht vom 27. Januar 2015 aus, es 
verfüge nicht über eine kontinuierliche Höhendokumentation der letzten 
45 Jahre, um die Frage zu klären, ob das Gelände im Bereich des Aussen-
sitzplatzes nachträglich angehoben worden ist (Vorakten BVE 6A 
pag. 108). Es ist daher weder bewiesen noch mit vernünftigem Aufwand 
nachweisbar, dass vor 1998 ohne Bewilligung Aufschüttungen vorgenom-
men worden sind. 

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3.7 Weiter bestehen keine Anhaltspunkte, die auf eine Terrainverände-
rung seit dem 7. Januar 2015, dem Zeitpunkt der Höhenmessungen des 
AGI, hindeuten würden (Vorakten BVE 6A pag. 101). Die der Vorinstanz 
eingereichten Fotografien ändern daran nichts (Vorakten BVE 6B Beilage 
zu pag. 125 ff. Nr. 8). Zum einen wurden sie bereits in den Verfahren RA 
Nrn. 120/2013/2 und 120/2014/46 eingereicht, sind entsprechend nicht ak-
tuell, und zeigen zum andern lediglich einen kleinen Erdhügel, der nach 
Angaben des Beschwerdegegners aus Reserveerde für Bepflanzungen 
errichtet wurde (Vorakten BVE 6A Fotografien in den Beilagen zu pag. 53; 
Vorakten BVE 6B pag. 143). Inwiefern dieser Hügel für das zu beurteilende 
Bauvorhaben relevant sein soll, ist nicht erkennbar.

3.8 Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass auf dem Grund-
stück des Beschwerdeführers keine unbewilligten Terrainveränderungen 
vorgenommen wurden, welche die Baurechtskonformität des Vorhabens 
fraglich erscheinen liessen. Weitere bau- oder planungsrechtliche Mängel 
werden nicht gerügt und sind auch nicht ersichtlich. Die Baubewilligung 
wurde daher zu Recht erteilt.

4.

4.1 Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, die 
vorinstanzliche Kostenverteilung sei rechtswidrig. Er kritisiert, dass ihm die 
Vorinstanz neun Zehntel der Verfahrenskosten auferlegt und ihm lediglich 
einen Zehntel Parteikostenersatz zugesprochen hat (vorne Bst. B). Die 
Höhe der Kosten stellt er hingegen nicht in Frage. 

4.2 Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, 
es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere 
Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine Verfah-
renskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die unterliegende Partei 
hat der Gegenpartei zudem die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht de-
ren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere 
Teilung oder die Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten 
an das Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). 

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Dabei sind Projektänderungen, die den Einwänden der opponierenden 
Partei Rechnung tragen, als Teilrückzug zu betrachten, was bei der Kos-
tenverlegung zu berücksichtigen ist (Art. 110 Abs. 1 VRPG; BVR 2006 
S. 491 [VGE 22430 vom 31.1.2006], nicht publ. E. 7; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 2, Art. 110 N. 4). 

4.3 Der Beschwerdeführer ist mit seinen Begehren vor der Vorinstanz 
nicht durchgedrungen, wonach der Gesamtbauentscheid der Gemeinde 
aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, eventuell die Baubewilligung zu verweigern sei (Bauab-
schlag). Unbestritten ist indes, dass die Pläne im Beschwerdeverfahren vor 
der BVE angepasst (Darstellung Terrainverlauf, Höhe und Befensterung 
des Wohnhauses), der Situationsplan nachgeführt und eine Projektände-
rung vorgenommen wurden. Die Projektänderung vom 29. Januar 2015 
betraf allerdings einzig die seitlich geplante Stützmauer im Bereich der Ga-
rageneinfahrt und des Treppenaufgangs, welche in den ursprünglichen 
Plänen die lichte Breite zum Strassenraum nicht einhielt (Vorakten BVE 6B, 
Beilage zu pag. 113, pag. 116 Ziff. 3; angefochtener Entscheid E. 5). Mit 
der Projektänderung reagierte der Beschwerdegegner auf die Verfügung 
der BVE, die ihm am 9. Dezember 2014 Gelegenheit gab, die Pläne so 
anzupassen, dass das Lichtraumprofil eingehalten wird (Vorakten BVE 6A 
pag. 94 f. E. 3). Entgegen seinen Ausführungen in den vorinstanzlichen 
Schlussbemerkungen hat der Beschwerdeführer diesen Aspekt in seiner 
Beschwerde nicht ausdrücklich gerügt, sondern bloss pauschal darauf hin-
gewiesen, dass weitere Mängel an den Bauplänen nicht auszuschliessen 
seien (Vorakten BVE 6A pag. 7 f., 6B pag. 128). Die Projektänderung trug 
folglich nicht einem (hinreichend substanziierten) Einwand des Beschwer-
deführers Rechnung, weshalb sie bei der Kostenverlegung nicht zu berück-
sichtigen war. Weiter ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass die An-
passungen der Baupläne mit Blick auf die Befensterung und die Gebäude-
höhe des bestehenden Hauses für die Beurteilung des konkreten Bauvor-
habens nicht relevant sind. Dass der Beschwerdegegner diese Aspekte 
korrigiert hat, war für die Kostenverlegung daher ebenso wenig entschei-
dend. Dies mag in Bezug auf die fehlerhafte, ebenfalls korrigierte Darstel-
lung des Terrainverlaufs fraglich sein, hätte diese auf die Beurteilung des 
Bauvorhabens doch allenfalls Auswirkungen haben können (vgl. Vorakten 

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BVE 6A pag. 96); angesichts der minimen Abweichungen ist die Bedeutung 
dieser Anpassungen indes nicht zu überschätzen. Indem die Vorinstanz die 
Kostenpflicht des Beschwerdeführers um einen Zehntel reduziert und ihm 
einen Zehntel Parteikostenersatz zugesprochen hat, hat sie diesem Aspekt 
genügend Rechnung getragen. Ihre Kostenverlegung ist nach dem Ge-
sagten unter Berücksichtigung des Spielraums der Vorinstanz, der ihr in 
diesen Belangen zusteht (vorne E. 1.2), jedenfalls nicht rechtsfehlerhaft. 
Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt unbegründet. 

4.4 Soweit der Beschwerdegegner geltend macht, der Beschwerdefüh-
rer oder der Kanton hätte sämtliche Verfahrenskosten tragen müssen, ist 
ihm entgegenzuhalten, dass er selber innert Frist keine Beschwerde gegen 
den angefochtenen Entscheid (Kostenschluss) geführt hat. Dem Verwal-
tungsgericht ist es daher verwehrt, die ihm auferlegten Kostenanteile zu 
überprüfen.

5.

Die Beschwerde erweist sich im Ergebnis in allen Teilen als unbegründet 
und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Be-
schwerdeführer kostenpflichtig und hat die Verfahrenskosten zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.05.2016, Nr. 100.2015.271U, 
Seite 13

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner 1
- der Beschwerdegegnerin 2
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.