# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9af09797-1469-5b9a-bc31-9bd3f5b08f0d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.05.2015 IV 2013/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-10_2015-05-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 12.05.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 12.05.2015
Art. 28 und 28a IVG. Die nach der Begutachtung durchgeführte HWS-
Operation hat zumindest keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
bewirkt, weshalb keine weiteren medizinischen Abklärungen notwendig 
sind. Abweisung der Beschwerde, da der IV-Grad weniger als 40 % beträgt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Mai 
2015, IV 2013/10). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_449/2015.

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug,

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Lea Locher

Entscheid vom 12. Mai 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ meldete sich erstmals im März 1991 wegen eines Rückenleidens bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an 

(IV-act. 16). In der Folge erhielt er vom 1. Oktober 1991 bis 30. April 1992 eine ganze 

IV-Rente (IV-act. 47). Von November 1991 bis Januar 1992 wurde eine BEFAS-

Abklärung durchgeführt (IV-act. 36). Im Abklärungsbericht vom 10. Februar 1992 wurde 

festgehalten, dass der Versicherte für schwere Körperarbeit sowie auch für Arbeiten in 

gleichbleibender Haltung wie als Handlanger auf dem Bau oder als Baggerführer nicht 

mehr eingesetzt werden könne. Bei einer adaptierten Tätigkeit handle es sich um eine 

rückenschonende Arbeit in wechselnder, sitzend-stehender und eventuell gehender 

Stellung. Die BEFAS Appisberg empfahl eine Umschulung zum Industriearbeiter 

(Produktion) oder zum Metallarbeiter (IV-act. 36-5). Vom 21. April 1992 bis 20. April 

1993 wurde der Versicherte auf Kosten der IV zum Industriearbeiter ausgebildet (IV-act. 

44).

A.b  Am 15. November 2007 erlitt der Versicherte bei einer Auffahrkollision eine HWS-

Distorsion QTF II (siehe z.B. IV-act. 75-3 und Schadenmeldung UVG, Suva-

Fremdakten). Im Dezember 2007/Januar 2008 und im April 2008 wurde der Versicherte 

im Auftrag der Haftpflichtversicherung observiert (siehe Ermittlungsberichte vom 18. 

Januar und 15. April 2008, Suva-Fremdakten). Die Unfallversicherung stellte die 

Versicherungsleistungen per 28. April 2008 ein. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2008 

schloss sie den Fall mit der Begründung, dass keine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr 

bestünden, ab. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die 

Unfallversicherung am 28. April 2009 ab (zum Ganzen: siehe Einspracheentscheid vom 

28. April 2009, Suva-Fremdakten). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das 

Versicherungsgericht mit Entscheid vom 16. August 2010 ab (UV 2009/63).

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A.c  Bereits zuvor, im April 2008, hatte sich der Versicherte zum zweiten Mal zum 

Bezug von IV-Leistungen angemeldet (IV-act. 1). Er gab an, aufgrund eines 

Verkehrsunfalles an Mittelrücken- und Nackenschmerzen zu leiden. Seit dem 

15. November 2007 sei er zu 100 % arbeitsunfähig. Er habe im B.___ die Volksschule 

besucht, jedoch keinen Beruf erlernt. Von Januar 1994 bis 2008 habe er zu 100 % als 

Metallarbeiter bei der C.___ AG gearbeitet. Gemäss dem IK-Auszug hatte er im Jahr 

2006 einen Jahreslohn von Fr. 64'550.-- erzielt.

A.d  Anlässlich eines telefonischen Gesprächs vom 6. Mai 2008 gab Dr. med. D.___, 

Allgemeine Medizin FMH, gegenüber RAD-Ärztin Dr. med. E.___ die folgenden 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an (IV-act. 67; unterzeichnetes 

Protokoll: IV-act. 75-1 f.):

·  Status nach lumbaler Hemilaminektomie L5/S1 1990 wegen Diskushernie;

·  Verkehrsunfall am 15. November 2007 mit Auffahrkollision:

- Zervikozephales und thorakales Syndrom;

- Diskushernien zervikal und thorakal ohne Nervenkompressionen, wahrscheinlich 

vorbestehend;

- depressive Entwicklung.

Der Versicherte sei seit dem 15. November 2007 zu 100 % arbeitsunfähig.

 

A.e  Die C.___ AG berichtete am 5. Mai 2008, dass sie den Versicherten seit dem 1. 

Januar 1994 als Mitarbeiter Produktion (Blechzuschneiden, Ronden) beschäftige 

(Fragebogen für Arbeitgebende, IV-act. 71). Der letzte effektive Arbeitstag sei der 15. 

November 2007 gewesen. Ein Arbeitsversuch in der Stanzerei vom 13. bis 22. Februar 

2008 zu einem Pensum von 50 % sei vom Versicherten abgebrochen worden. Zur 

Tätigkeit des Versicherten hätten das Einrichten der Tafelschere (manchmal), Bleche 

zuschneiden an der Tafelschere (oft), das Einrichten der Kreisschere (manchmal), 

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Bleche zuschneiden an der Kreisschere (manchmal) und die Einlagerung und Entnahme 

der Bleche vom Lager mittels Stapler (manchmal) gehört. Bei der Arbeit habe er oft 

stehen und manchmal sitzen oder gehen müssen. Leichte Gewichte (0-10 kg) habe er 

oft und mittelschwere Gewichte (10-25 kg) selten heben oder tragen müssen. Für die 

Arbeit hätten diverse Hilfsmittel zur Verfügung gestanden (z.B. Hebekran, automatische 

Abstapelvorrichtung). Die Arbeitgeberin gab weiter an, dass der Versicherte in der Zeit- 

und Arbeitseinteilung weitgehend frei gewesen sei. In der Stanzerei würden bereits 

zugeschnittene Kleinteile der Stanzmaschine zugeführt und mittels Knopfdruck 

weiterbearbeitet. Diese Tätigkeit könne im Sitzen oder Stehen ausgeübt werden.

A.f Am 16. Mai 2008 reichte die Rehaklinik Bellikon einen Austrittsbericht über den von 

der Unfallversicherung initiierten stationären Aufenthalt vom 9. April bis 6. Mai 2008 ein 

(IV-act. 72-5 ff.). Dem Bericht waren die folgenden Diagnosen zu entnehmen:

·  Unfall vom 15. November 2007: Auffahrkollision mit HWS-Distorsion QTF II; keine 

Bewusstlosigkeit oder Amnesie:

- 19. Dezember 2007 MRI-HWS: Breitbasige Diskusherniation C3/4 und C6/7, beidseits 

präforaminal bis an die Nervenwurzel reichend, ohne Nachweis einer Kompression; 

breitbasige Diskusherniation Th2/3 und Th3/4 ohne Wurzelkompression;

- zervikothorakales, zervikobrachiales Schmerzsyndrom linksbetont;

- leichte Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2); Angst und depressive Reaktion gemischt;

·  Status nach lumbaler Wirbelsäulenoperation 1990 bei L3/4 und L4/5 links.

Die Ärzte der Klinik hatten ausserdem erklärt, dass die Resultate von physischen 

Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit infolge 

Symptomausweitung und Selbstlimitierung nur teilweise verwertbar gewesen seien. 

Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen habe sich mit den 

objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der 

bildgebenden Abklärung sowie der Diagnose aus somatischer Sicht nur zum Teil 

erklären lassen. Die Tätigkeit als Metallzuschneider sei dem Versicherten aktuell nicht 

zumutbar, da er keine schweren Lasten (d.h. solche bis 50 kg) heben und tragen 

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könne. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherte mit der Zeit seine bisherige 

Tätigkeit wieder aufnehmen könne. Leichte bis mittelschwere Arbeiten seien ihm 

ganztags zumutbar, wobei HWS-Zwangspositionen auf ein Minimum zu reduzieren 

seien. Der Versicherte selbst betrachte sich derzeit für jegliche Tätigkeit als nicht 

arbeitsfähig. Dem psychiatrischen Konsilium (IV-act. 75-18 ff.) war zu entnehmen, dass 

die vor allem auf die subjektiven Angaben des Versicherten zurückgehende, im 

Untersuchungsgespräch nicht feststellbare depressive Symptomatik unter multiplen 

psychosozialen Belastungsfaktoren (Erkrankung der Tochter und der Ehefrau, eigene 

Rückenproblematik) auftrete. Der Versicherte leide unter Zukunftsängsten und verharre 

schmerzfixiert in passiv abwartender Haltung.

A.g  Mit Verfügung vom 2. März 2009 (IV-act. 97) wies die IV-Stelle das Gesuch um 

berufliche Massnahmen (vgl. IV-act. 81) ab. Zur Begründung brachte sie vor, dass der 

Versicherte in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig sei und in einer solchen Tätigkeit in etwa das gleiche Erwerbseinkommen 

erzielen könne wie in seiner bisherigen Tätigkeit. Die gegen diese Verfügung erhobene 

Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 22. Juli 2009 (IV 

2009/118, IV-act. 113) gut und wies die Sache zur Durchführung beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen an die IV-Stelle zurück. Mit Schreiben vom 16. Oktober 

2009 (IV-act. 123) teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter mit, dass dem Versicherten 

Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche gewährt werde. (Der Anspruch auf 

berufliche Eingliederungsmassnahmen wurde mit Verfügung vom 15. November 2010 

unter Hinweis darauf, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit für Arbeiten 

mit Gewichtshandhabung bis 25 kg und in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig sei, abgewiesen [IV-act. 150]).

A.h  Im Auftrag der Haftpflichtversicherung führte das Zentrum für Arbeitsmedizin, 

Ergonomie und Hygiene (nachfolgend: AEH) am 4. und 5. November 2009 eine 

funktionsorientierte medizinische Abklärung durch (Gutachten vom 1. März 2010, Suva-

Fremdakten). Als Diagnosen wurden die folgenden angegeben:

·  Chronifiziertes zerviko-cephales Schmerzsyndrom:

- Status nach HWS-Distorsion QTF II nach Auffahrunfall vom 11/2007;

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- degenerative zervikale Wirbelsäulenveränderungen;

·  Status nach lumbaler Diskushernien-Operation 1990;

·  Anpassungsstörung mit Sorgen, Anspannungen, Ärger, allgemeiner Unsicherheit und 

Stimmungseinbrüchen (F43.23);

·  Akzentuierung der narzisstischen Persönlichkeitszüge (Z73.1).

Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, führte weiter aus, dass das arbeitsbezogene relevante Problem 

eine schmerzhaft verminderte Belastungstoleranz des Nackens und der linken Schulter 

sei. Das Hauptproblem sei jedoch das beobachtete Schmerzverhalten mit 

Selbstlimitierung und Inkonsistenzen. Der Versicherte habe bei vielen Tests sehr 

langsam hantiert, was in diesem Ausmass nicht nachvollziehbar sei. Er habe viele Tests 

unter Angabe von Schmerzen abgebrochen, bevor eine funktionelle Leistungsgrenze 

erreicht worden sei. Die Resultate der Belastbarkeitstests könnten deshalb nicht für die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit verwertet werden. Aus medizinisch-theoretischer Sicht 

sei dem Versicherten die Tätigkeit als Metallarbeiter mit Lastenhandhabung bis 50 kg 

dauerhaft nicht mehr zumutbar. Für die leichten und mittelschweren Arbeitsanteile (bis 

25 kg) der angestammten Tätigkeit bestehe ab dem Untersuchungsdatum eine volle 

Arbeitsfähigkeit. Dr. med. G.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erklärte im 

psychiatrischen (Teil-)Gutachten vom 9. November 2009, dass die Anpassungsstörung 

und die Akzentuierung der narzisstischen Persönlichkeitszüge keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten und somit keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. Der Versicherte leide unter ständigen 

Nackenschmerzen, schmerzbedingten Schlafstörungen, Anspannungen und 

Stimmungseinbrüchen. Gleichzeitig sei es im Rahmen einer narzisstischen Kränkung 

bei zunehmenden Eheproblemen sowie nach dem Verlust der Tagesstruktur Anfang 

2008 zur Entwicklung einer Anpassungsstörung gekommen. Anlässlich der Exploration 

vom 4. November 2009 habe der Versicherte in psychopathologischer Hinsicht leichte 

formale Denkstörungen (Einengung auf die Familienprobleme und Schmerzen), eine 

leichte Deprimiertheit und eine innere Anspannung gezeigt. Die mnestischen 

Funktionen, inkl. Konzentrationsfähigkeit, seien in der objektiven 

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Untersuchungssituation vorhanden gewesen. Die motorischen Fähigkeiten, der Antrieb 

und die geistige Flexibilität seien intakt gewesen. Es liege zweifellos eine sehr 

belastende psychosoziale Situation vor. Die Frage der zumutbaren Willensanstrengung 

könne trotz Schmerzen klar bejaht werden. Der Versicherte sei in seiner bisherigen 

Tätigkeit (aus psychischer Sicht) nie langfristig arbeitsunfähig gewesen.

 

A.i Mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2010 (IV-act. 153) kündigte die IV-Stelle dem 

Rechtsvertreter des Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs an. Zur 

Begründung führte sie an, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte in 

seiner angestammten Tätigkeit wie auch in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig sei. Alle Tätigkeiten mit Gewichtshandhabung bis 25 kg seien ihm zu 

100 % zumutbar. Er könne demzufolge weiterhin das bisherige Jahreseinkommen 

erzielen, weshalb kein Rentenanspruch bestehe. Dagegen liess der Versicherte am 18. 

Januar 2011 einwenden (IV-act. 157), dass weitere medizinische Abklärungen 

durchzuführen seien. Der somatische wie auch der psychische Gesundheitszustand 

habe sich zwischenzeitlich verschlechtert. Er halte sich seit mehreren Wochen stationär 

in der psychiatrischen Klinik H.___ auf.

A.j Dr. med. I.___, Neurochirurgie, berichtete am 16. März 2011 (IV-act. 164), dass er 

den Versicherten am 4. Januar 2011 untersucht habe. Er gab die folgenden Diagnosen 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an: Zervikobrachialgie bds., progrediente 

Osteochondrose C6/7, Zustand nach Extensionstrauma der Halswirbelsäule 2007, 

Bandscheibenprotrusion C3/4 und Depression. Dr. med. J.___, Oberarzt in der 

psychiatrischen Klinik H.___, berichtete am 24. März 2011 (IV-act. 162), dass der 

Versicherte an einer mittelgradigen depressiven Episode (F32.1) und an einem 

chronischen Schmerzsyndrom (R52.2), beides mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, 

leide. Der Versicherte habe sich vom 20. Dezember 2010 bis 27. Januar 2011 einer 

stationären Behandlung unterzogen. Dr. J.___ befand, dass der Affekt des Versicherten 

wenig modulierbar und oft nach unten ausgelenkt gewesen sei. Der Antrieb und die 

Psychomotorik seien leicht reduziert gewesen. Der Versicherte leide nicht an 

Schlafstörungen. Die Prognose sei angesichts des chronifizierten Verlaufs, der geringen 

Introspektionsfähigkeit, der mangelnden Akzeptanz sowie der sozial desolaten Lage 

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(Scheidung, kein Kontakt zu Ex-Ehefrau und Kindern, Arbeitslosigkeit) als eher 

ungünstig zu beurteilen. Zuletzt sei der Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit zu 100 

% arbeitsunfähig gewesen. Das Auffassungsvermögen sei leichtgradig, das 

Konzentrationsvermögen und die Belastbarkeit seien leicht- bis mittelgradig und die 

Anpassungsfähigkeit sei mittel- bis schwergradig eingeschränkt. Diese Angaben gälten 

anamnestisch seit zwei bis drei Jahren.

A.k  Am 11. April 2011 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten neue medizinische 

Berichte ein (IV-act. 165). Dr. I.___ hatte in einem Bericht vom 6. Januar 2011 

angegeben (IV-act. 166-5 f.), dass die Veränderung bei C3/4 im Vergleich zu den MRI-

Bildern vom Dezember 2007 stationär geblieben sei. Bei C6/7 sehe man jedoch eine 

deutlich voranschreitende Veränderung des Bewegungssegmentes mit 

osteochondrotischen Veränderungen, eine Abnahme der Bandscheibenhöhe und 

weiterhin einen Bandscheibenvorfall. Er habe dem Versicherten zu einer 

mikrochirurgischen Diskektomie C6/7 mit Spondylodese mittels Cage geraten. Dem 

Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik H.___ vom 25. Januar 2011 (IV-act. 166-1 ff.) 

war zu entnehmen, dass der Versicherte beim Eintritt an einem nicht objektivierbaren 

subjektiven Eindruck von eingeschränkter Konzentration und Merkfähigkeit, 

verlangsamtem und grüblerisch eingeengtem Denken, einer deutlich eingeschränkten 

affektiven Modulationsfähigkeit, Schuldgedanken, Insuffizienzgefühlen, erheblichen 

Störungen der Vitalgefühle, einem leicht reduziertem Antrieb und einer leicht 

reduzierten Psychomotorik, erheblichen Ein- und Durchschlafstörungen, passiven 

Todeswünschen und fehlenden Zukunftsperspektiven gelitten habe. Zur stationären 

Aufnahme sei es wegen einer massiven psychosoziale Krise, welche im Jahr 2007 im 

Zusammenhang mit einem Autounfall ausgelöst worden sei und zur Überforderung am 

Arbeitsplatz sowie im familiären Umfeld geführt habe, gekommen. Der Versicherte habe 

während der gesamten stationären Behandlung ein wechselhaftes 

psychopathologisches Bild gezeigt. Neben einer stark depressiv gefärbten 

Symptomatik seien auch emotional instabile, stark narzisstische Persönlichkeitszüge 

aufgefallen.

A.l Dr. med. K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, gab in ihrem Bericht vom 10. 

Juni 2011 (IV-act. 172) die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an: 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (F32.1, beginnend 2009) 

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und Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsstörung (F62.00). Der Versicherte 

befinde sich seit Januar 2010 in ihrer Behandlung. Dr. K.___ erklärte, dass der 

Versicherte aufgrund der depressiven Störung, der zahlreichen körperlichen 

Limitierungen, der instabilen Persönlichkeitszüge und der pathologischen 

Schmerzverarbeitung in seiner bisherigen Tätigkeit eingeschränkt sei. Sein 

Konzentrations- und Auffassungsvermögen sowie seine Anpassungsfähigkeit seien 

eingeschränkt. Diese Angaben gälten seit Behandlungsbeginn.

A.mAm 18. und 19. Oktober 2011 wurde der Versicherte durch die MEDAS Ostschweiz 

polydisziplinär (internistisch, physikalisch-medizinisch und psychiatrisch) untersucht 

(Gutachten vom 1. März 2012, IV-act. 182). Der Versicherte gab anlässlich der 

Begutachtung an, dass sein Tagesablauf wie folgt aussehe: Er stehe zwischen 8 und 9 

Uhr auf. Den Tag verbringe er zu 80 % in seiner Wohnung und denke über seine 

Probleme nach. Er liege sehr viel herum und schaue fern. Er habe einfach zu nichts 

Lust und gehe meistens zwischen 21 und 23 Uhr zu Bett. Er habe keine Hobbies und 

habe sich sozial völlig zurückgezogen. Der Versicherte habe weiter erklärt, dass aktuell 

die somatischen und psychischen Beschwerden gleich schlimm seien. Physisch leide 

er ständig unter Nackenschmerzen, links mehr als rechts, mit Ausstrahlung nach 

occipital und temporal beidseits. Teilweise strahlten die Schmerzen auch bis zur 

Schulter, links mehr als rechts, aus. Dann könne er seinen linken Arm nicht bewegen. 

Im Bereich der rechten Schulter seien die Beschwerden hingegen nur gering 

ausgeprägt. Sodann leide er unter ständigen thorakal mittig auftretenden Schmerzen 

mit Ausstrahlung bis nach cranial. Die Schmerzintensität betrage mindestens 5 und 

maximal 7-8 (Skala von 0-10). Beim PACT-Test hatte der Versicherte mit 21 von 200 

möglichen Punkten eine sehr tiefe, weit unterhalb einer Minimalbelastung liegende 

Selbsteinschätzung seiner körperlichen Fähigkeiten angegeben. Dr. med. L.___, FMH 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, gab keine physikalisch-medizinischen 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gab sie die folgenden an:

·  Contraction headache mit/bei:

- Fehlhaltung;

- muskulärer Dysbalance/Dekonditionierung;

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- Osteochondrose HWK6/7 und initialer Spondylarthrose der mittleren und unteren 

HWS, gesamthaft nicht über das altersentsprechende Mass hinausgehend;

- ohne Hinweise für ältere knöcherne Verletzungen oder segmentale Instabilitäten;

- Ausweitungstendenz;

·  Status nach Hemilaminektomie LWK5/SWK1 links am 22. November 1990 wegen 

eines lumboradikulären Schmerzsyndroms S1 links bei linksseitiger mediolateraler 

Diskushernie mit Wurzeltaschenkompression S1 links;

·  Status nach Arthroskopie des linken Kniegelenks mit Shaving, medialer 

Teilmeniskektomie, offener Zystenresektion und Tenosynovektomie am 3. März 2009 

wegen Chondropathie Grad II der Trochlea, Grad II des medialen und lateralen 

Tibiaplateaus, medialer Meniskusläsion sowie grosser, verwachsener Bakerzyste mit 

kombinierter Semitendinosuszyste links.

Dr. L.___ wies sodann darauf hin, dass bei der rheumatologischen Begutachtung eine 

erhebliche Selbstlimitation und Inkonsistenz imponiert hätten. Die demonstrierten 

Beschwerden sowie die teilweise massive Bewegungsverminderung insbesondere im 

Bereich des Achsenorgans bzw. der HWS seien während der Begutachtung deutlich 

variabel und klinisch im demonstrierten Ausmass nicht plausibel gewesen. So habe der 

Versicherte im gerichteten Untersuchungsgang eine hochgradige 

Funktionseinschränkung der HWS für alle Funktionsebenen und eine maximal 

durchzuführende Rotation rechts/links auf 10-0-20° gezeigt, wobei er über stärkste 

zervikothorakale Schmerzen geklagt und Ausweich- und Abwehrbewegungen 

durchgeführt habe. Im Rahmen der Anamneseerhebung seien jedoch völlig freie 

Bewegungsausmasse der HWS und insbesondere auch eine völlig freie Rotation zu 

dem links vom Versicherten sitzenden Dolmetscher zu beobachten gewesen, ohne 

dass es zu Schmerzäusserungen gekommen sei. Beim Einnehmen der Bauchlage habe 

der Versicherte spontan eine HWS-Rotation nach links auf ca. 75° durchgeführt und die 

rechte Gesichtshälfte auf die Untersuchungsliege abgelegt. Während des gesamten 

Untersuchungsvorgangs in Bauchlage sei er ohne Schmerzäusserung in dieser Position 

verblieben. Im gerichteten Untersuchungsgang habe der Versicherte stark 

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schwankende, grotesk anmutende, differenzierte Gangarten gezeigt, als deren Ursache 

er Konzentrationsprobleme aufgrund des Nackens angegeben habe. Im ungerichteten 

Untersuchungsgang hätten hingegen keinerlei Einschränkungen der differenzierten 

Gangarten beobachtet werden können. Bei der Rumpfinklination habe der Versicherte 

einen maximal zu erreichenden Fingerbodenabstand von 49 cm erreicht, innerviert, 

über stärkste Schmerzen geklagt und wiederum Ausweich- sowie Abwehrbewegungen 

durchgeführt. Den Langsitz habe er hingegen während zwei Minuten ohne 

Schmerzäusserung nahezu vollständig eingenommen, der Fingerspitzen-/OSG-

Abstand habe beidseits nur 10 cm bei hierfür ursächlicher Verkürzung der 

ischiocruralen Muskulatur betragen. Auch bei der Funktionsüberprüfung beider 

Schultergelenke habe der Versicherte beidseits bereits ab Beginn des jeweiligen 

Funktionsausmasses massiv gegeninnerviert und unter teilweise lautem Schreien 

Abwehr- und Ausweichbewegungen durchgeführt. Beim An- und Auskleiden sowie 

beim Abnehmen bzw. Aufkleben eines Wärmepflasters auf den zervikothorakalen 

Übergang seien hingegen seitengleich freie Bewegungsausmasse beider 

Schultergelenke ohne jegliche Schmerzäusserung zu beobachten gewesen. Auch bei 

der Funktionsüberprüfung der Hüft- und Kniegelenke habe der Versicherte gestöhnt 

und grimassiert. Auf die Frage, wo es im denn dabei weh tue, habe er hingegen 

"nirgends" angegeben. Klinisch sei eine Insuffizienz insbesondere der 

wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur bzw. der Schulter-, Nacken- und 

Schultergürtelmuskulatur aufgefallen, welche zusammen mit der Fehlhaltung zu einer 

ständigen Fehl- und Überbelastung insbesondere des Achsenorgans führe. Eine 

muskuläre Dysbalancen bzw. eine Dekonditionierung stelle jedoch keinen 

invalidisierenden Gesundheitsschaden dar, da dieser Zustand durch eine 

entsprechende aktive Therapie behoben werden könne. In der aktuellen 

konventionellen Bildgebung der HWS imponierten zwar degenerative Veränderungen 

unter Betonung einer Osteochondrose HWK6/7, letztere sei jedoch nicht über das 

altersentsprechende Mass hinausgehend und nicht dazu geeignet, die vom 

Versicherten geklagten Beschwerden und insbesondere auch deren Ausmass zu 

erklären. Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich keinerlei Hinweise auf eine 

neuroradikuläre Symptomatik ergeben. Die vom Versicherten geklagten 

Kopfschmerzen seien als Spannungskopfschmerzen zu interpretieren. Eine 

Arbeitsunfähigkeit sei hieraus per se jedoch nicht abzuleiten, da diese zwar "lästig", 

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aber behandelbar seien. Auch ein ebenfalls in Betracht zu ziehender 

medikamenteninduzierter bzw. analgetikainduzierter Kopfschmerz bewirke keine 

dauerhafte Arbeitsunfähigkeit, da ein solcher mit einem Entzug behandelbar sei. 

Zusammenfassend könnten die vom Versicherten geklagten Beschwerden nur zu 

einem sehr geringen Teil durch die Befunde bzw. Diagnosen erklärt werden. Der 

Versicherte sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Stanzerei-Produktionsmitarbeiter 

aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht nie über längere Zeit in seiner 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Med. pract. M.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, gab als psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine wechselnde, leichte bis mittelgradige depressive Störung 

(F32.00/10) an. Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe die akzentuierte 

Persönlichkeit mit passiv-aggressiven und narzisstischen Zügen (Z73.1). Gemäss med. 

pract. M.___ habe bei der psychiatrischen Exploration ein zeitlich, örtlich, 

autopsychisch und situativ orientierter Versicherter imponiert. Aufmerksamkeits- oder 

Gedächtnisstörungen hätten nicht objektiviert werden können. Das formale Denken sei 

einfach strukturiert und auf Schmerzen eingeengt gewesen. Der Versicherte habe ein 

deutlich passiv-aggressives Verhalten gezeigt und sei nicht immer kooperativ gewesen. 

Der affektive Report sei herstellbar gewesen. Die Grundstimmung sei leicht nach unten 

verschoben, jedoch auch von passiv aggressivem Verhalten überlagert gewesen. Im 

Antrieb habe der Versicherte kaum eingeschränkt gewirkt. Psychomotorisch sei er 

deutlich angespannt, unruhig, subaggressiv, zum Teil aber auch passiv gewesen. Er 

habe über eine erniedrigte Lebenslust und Lebensfreude sowie über Ein- und 

Durchschlafstörungen berichtet. Im Selbstbeurteilungsbogen (HAD-Skala) habe sich 

eine Verdeutlichungstendenz gezeigt, d.h. der Versicherte habe sich als sehr krank 

darstellen wollen (bei einem Punktemaximum von 21 habe der Wert für Angst 20 

Punkte und der Wert für Depression 21 Punkte betragen). Aufgrund der deutlichen 

Aggravation sei davon auszugehen, dass der Versicherte nicht an einer somatoformen 

Schmerzstörung leide. Es bestünden auch IV-fremde Faktoren wie Trennung von der 

Familie, finanzielle Situation, Wunsch nach IV-Rente und soziokulturelle Eigenheiten. 

Aufgrund der Depression sei die zumutbare Willensanstrengung leichtgradig 

eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer 

adaptierten Tätigkeit sei zu 20-30 % eingeschränkt. Es sei davon auszugehen, dass die 

Arbeitsunfähigkeit seit dem Autounfall bestehe. Die allenfalls vor Januar 2008 

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bestandene Arbeitsunfähigkeit könne jedoch nicht belegt werden, da sich der 

Versicherte erst seit diesem Zeitpunkt in psychiatrischer Behandlung befinde. In 

polydisziplinärer Hinsicht schätzten die Sachverständigen die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten wie auch in einer adaptierten Tätigkeit ab November 2007 auf 20-30 %.

A.n  Dr. I.___ berichtete am 27. Februar 2012 über eine am 23. Februar 2012 

durchgeführte mikrochirurgische Diskektomie C6/7 von links, Foraminotomien bds. und 

Spondylodese mit PINA-Cage (IV-act. 185). Als neue Diagnosen gab er einen 

Bandscheibenvorfall C6/7 und eine(n) Bandscheibenprotrusion bis -vorfall C3/4 an. Der 

peri- und postoperative Verlauf sei unkompliziert gewesen. Der Versicherte habe 

weiterhin über etwas Nackenschmerzen geklagt. Die radikuläre Symptomatik sei nicht 

mehr aufgetreten. In einem Bericht vom 3. September 2012 gab Dr. I.___ an (IV-act. 

197), dass die Operation eine partielle Besserung der Brachialgien und der Zervikalgie 

gebracht habe. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte 

Arbeit, physiologische Haltung) betrage aus rein neurochirurgischer Sicht 50 %. RAD-

Arzt Dr. N.___ erklärte in seiner Stellungnahme vom 5. September 2012 (IV-act. 198), 

dass aufgrund der Berichte von Dr. I.___ mit Bezug auf die Operation vom 23. Februar 

2012 zumindest keine Verschlechterung der bereits gutachterlich erfassten 

Beschwerden anzunehmen sei. Die tiefere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch 

Dr. I.___ sei nur als differente ärztliche Einschätzung zum gleichen oder gar 

gebesserten Beschwerdebild zu werten. Dr. I.___ habe die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit weder durch eine 

Funktionseinschränkung noch durch pathophysiologische Überlegungen begründet. 

Die Empfehlung zu einer körperlich leichten Arbeit in physiologischer Haltung sei 

hingegen aus der Art der durchgeführten Operation herleitbar und begründet. Die 

gutachterlichen Schlussfolgerungen bedürften daher einer qualitativen Ergänzung 

hinsichtlich einer postoperativ empfehlenswerten Adaption. Der Versicherte sei 

demnach in einer adaptierten, körperlich leichten Tätigkeit in physiologischer Haltung 

(keine Zwangshaltungen, keine andauernden stereotypen Bewegungen im Rumpf- und 

Halsbereich, möglichst Wechselbelastung) zu 70-80 % arbeitsfähig. Zur 

Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Metallarbeiter könne keine 

sichere Aussage gemacht werden. Gemäss dem Arbeitgeberfragebogen handle es sich 

wohl nicht um eine schwere körperliche Arbeit. Jedoch sei bei immer gleichen, 

mechanischen Industrietätigkeiten nicht unbedingt von einer ideal adaptierten Tätigkeit 

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auszugehen. Auch bleibe die tatsächliche Gewichtsbelastung mit Blick auf die 

abweichenden Angaben des Versicherten unklar. Die gezeigten Inkonsistenzen sein 

gutachterlich benannt und in der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt 

worden.

A.o  Mit einem zweiten Vorbescheid vom 14. September 2012 kündigte die IV-Stelle die 

Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 203). Zur Begründung führte sie an, dass es 

sich bei der angestammten Tätigkeit als Metallarbeiter nicht um eine ideal adaptierte 

Tätigkeit handle. Das Valideneinkommen entspreche dem im Jahr 2006 erzielten 

Einkommen, d.h. Fr. 64'550.--. In einer leidensadaptierten Tätigkeit betrage die 

Arbeitsfähigkeit 70-80 %. Grosszügigerweise werde von einer Arbeitsfähigkeit von 75 

% ausgegangen. Als Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens sei das 

durchschnittliche Einkommen eines Hilfsarbeiters gemäss der Lohnstrukturerhebung 

des Bundesamtes für Statistik (LSE) heranzuziehen (IV-act. 201-3). Das 

Invalideneinkommen betrage folglich Fr. 44'398.-- und die Erwerbseinbusse Fr. 

20'152.-- resp. 31 %. Dagegen liess der Versicherte einwenden (IV-act. 204-2 ff.), dass 

ihm ab 1. November 2008 eine halbe Invalidenrente, eventualiter eine Viertelsrente 

zustehe und subeventualiter weitere medizinische Abklärungen durchzuführen seien. In 

einem beigelegten Bericht vom 17. September 2012 (IV-act. 204-11 ff.) bestätigte Dr. 

I.___, dass er den Versicherten aufgrund von Restbeschwerden bei vorbestehend (d.h. 

präoperativ) chronifiziertem Schmerzzustand und Depression auch für körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten für zu 50 % arbeitsunfähig halte. Die bisherige 

Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. RAD-Arzt Dr. N.___ hielt am 

14. November 2012 (IV-act. 208) fest, dass der Bericht von Dr. I.___ vom 

17. September 2012 keine neuen Aspekte für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

enthalte.

A.p  Mit Verfügung vom 19. November 2012 wies die IV-Stelle das Rentengesuch aus 

den im Vorbescheid angegebenen Gründen ab (IV-act. 209). Dem Einwand entgegnete 

sie mit den in der RAD-Stellungnahme vom 14. November 2012 aufgeführten 

Argumenten.

B.

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B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

7. Januar 2013 Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die 

Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Eventualiter sei dem Beschwerdeführer mit 

Wirkung per 1. November 2008 mindestens eine Viertelsrente auszurichten. Zur 

Begründung machte der Rechtsvertreter geltend, das MEDAS-Gutachten überzeuge in 

materieller und formeller Hinsicht nicht. So habe Dr. L.___ keinerlei Diagnosen mit 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgeführt, obwohl Dr. I.___ in einem Bericht vom 

16. März 2011 die Diagnosen einer Zervikobrachialgie beidseits bestätigt und deren 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausdrücklich bejaht habe. Allein die Tatsache, 

dass die Beschwerdegegnerin diesen (offenbar unvollständigen) Bericht des 

behandelnden Spezialisten nicht habe ergänzen lassen, sei problematisch. Weit 

fragwürdiger sei jedoch, dass Dr. L.___ die Bandscheibenprotrusion bzw. den 

Bandscheibenvorfall C3/4 und C6/7 im Gutachten mit keinem Wort erwähnt habe. 

Sodann habe Dr. L.___ ihre Einschätzung, dass der Beschwerdeführer in seiner 

bisherigen Tätigkeit aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig 

sei, nicht genügend begründet. Auch sei zwischen der MEDAS-Begutachtung und dem 

Erlass der angefochtenen Verfügung zu viel Zeit verstrichen und zwischenzeitlich seien 

neue medizinische Tatbestände (Bandscheibenvorfall C6/7 mit notwendiger operativer 

Versorgung) aufgetreten. Die Beschwerdegegnerin habe zudem nicht begründet, 

weshalb der Bericht von Dr. I.___ vom 17. September 2012 keine neuen Aspekte für die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beinhalten solle. Des Weiteren habe Dr. L.___ als 

Hauptgutachterin nicht über eine orthopädische Fachausbildung verfügt, was den 

Beweiswert ihrer Schlussfolgerungen zumindest schmälere. Auch sei sie nicht auf die 

abweichende Beurteilung von Dr. I.___ eingegangen. Und schliesslich sei bei einer 

Festsetzung der Arbeitsunfähigkeit auf 20-30 % nicht klar, auf welchen Wert 

abzustellen sei. Die Beschwerdegegnerin hätte zugunsten des Beschwerdeführers auf 

die höhere Einschränkung von 30 % abstellen müssen. Mit Bezug auf den 

Einkommensvergleich führte der Rechtsvertreter an, dass das Valideneinkommen im 

Jahr 2008 Fr. 67'018.-- betragen habe. Das Invalideneinkommen sei anhand des 

durchschnittlichen Lohnes eines Hilfsarbeiters gemäss LSE im Jahr 2008 zu bemessen 

und betrage bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 % Fr. 41'985.20. Aufgrund des 

deutlich erhöhten Krankheits- und Ausfallsrisikos und aufgrund der Tatsache, dass 

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Teilzeit arbeitende Männer statistisch gesehen deutlich schlechter entlöhnt würden als 

in Vollzeit tätige Männer, sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % zu 

gewähren. Das Invalideneinkommen betrage folglich Fr. 37'787.-- und der IV-Grad 44 

%.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. Februar 

2013 die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung brachte sie 

zusammengefasst vor, dass das MEDAS-Gutachten voll beweiskräftig sei. Dr. L.___ 

habe sich als Hauptgutachterin geeignet, da sich die Fachdisziplin der physikalischen 

Medizin wie jene der Rheumatologie mit der Untersuchung und Abklärung von 

Beschwerden des Bewegungsapparates beschäftige. Die Sachverständigen hätten die 

degenerativen Veränderungen der HWS unter Betonung einer Osteochondrose 

HWK6/7 dahingehend gewürdigt, dass diese nicht dazu geeignet seien, die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und insbesondere deren Ausmass zu 

erklären. Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich zudem keinerlei Hinweise 

auf eine neuroradikuläre Symptomatik ergeben. Unter Berücksichtigung, dass die 

Sachverständigen eine auffallende Diskrepanz zwischen den objektivierbaren 

klinischen und radiologischen Befunden und den demonstrierten Beschwerden und 

Schmerzen festgestellt hätten, erscheine ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung von 100 % in 

einer adaptierten Tätigkeit als plausibel und nachvollziehbar. Die Indikation zum Eingriff 

an der HWS sei angesichts der im MEDAS-Gutachten erwähnten Schmerzausweitung 

und Inkonsistenzen in Frage zu stellen. Der Eingriff habe denn auch die beklagten 

Beschwerden nicht wesentlich zu lindern vermocht. In diagnostischer Hinsicht sei die 

Beurteilung im psychiatrischen Teilgutachten nachvollziehbar und schlüssig. Allerdings 

gälten rechtsprechungsgemäss leichte bis mittelschwere psychische Störungen aus 

dem depressiven Formenkreis grundsätzlich als therapeutisch angehbar. Es sei davon 

auszugehen, dass die therapeutischen Mittel im vorliegenden Fall noch nicht 

ausgeschöpft seien. Auch müsse davon ausgegangen werden, dass die depressive 

Symptomatik in nicht unerheblicher Weise von grundsätzlich invaliditätsfremden und 

daher auszuklammernden psychosozialen Belastungsfaktoren geprägt sei und 

aufrechterhalten werde. Ausserdem sprächen die deutliche Aggravation, die erwähnte 

Rentenbegehrlichkeit sowie die erhebliche Diskrepanz im 

(Schmerzäusserungs-)Verhalten bei der klinischen Untersuchung in beobachteten und 

abgelenkten Situationen deutlich für eine willentliche Überwindbarkeit der subjektiv 

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erlebten Schmerzen. Der Beschwerdeführer sei deshalb in einer den körperlichen 

Beeinträchtigungen angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Das Valideneinkommen sei 

anhand des zuletzt erzielten Einkommens zu ermitteln und betrage Fr. 69'127.--. Das 

Invalideneinkommen entspreche dem durchschnittlichen Lohn eines Hilfsarbeiters 

gemäss LSE im Jahr 2008, d.h. Fr. 59'979.--. Da der Beschwerdeführer in einer 

adaptierten Tätigkeit in rechtlicher Hinsicht als uneingeschränkt arbeitsfähig zu 

betrachten sei, falle ein Teilzeitabzug ausser Betracht. Der IV-Grad betrage folglich 13 

%.

B.c  Mit Replik vom 28. März 2013 (act. G 7) hielt der Beschwerdeführer an den mit der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest. Sein Rechtsvertreter machte ergänzend geltend, 

die psychosozialen Faktoren seien vorliegend nicht derart ausgeprägt, dass die 

Depression ihre hinreichende Erklärung in ihnen finden und gleichsam in ihnen 

aufgehen würde. Ausserdem erweise sich ein Tabellenlohnabzug von 10 % bereits 

unter dem Aspekt, dass der Beschwerdeführer zuletzt eine körperliche Schwerarbeit 

verrichtet habe und nun auch in einer leichteren Arbeit nicht mehr voll arbeitsfähig sei, 

als angemessen. Dem beigelegten Austrittsbericht der Klinik Gais vom 30. Januar 2013 

(act. G 7.1 Beilage 3) waren die folgenden psychiatrischen Diagnosen zu entnehmen: 

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) und 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode 

(F33.1). Die Klinik erklärte weiter, dass sich der Beschwerdeführer vom 29. November 

2012 bis 5. Januar 2013 einer stationären Behandlung unterzogen habe.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 9).

Erwägungen:

1. 

1.1 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt. Strittig ist demnach, ob der 

Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

1.2 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

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durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

1.4 Für das Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 

55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 19 Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG, SR 172.021] i.V.m. 

Art. 40 Bundesgesetz über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). Danach hat das 

Gericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet 

dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 

objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf 

es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht 

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für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 E. 1c mit 

Hinweisen).

2. 

2.1 In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere der Austrittsbericht der Rehaklinik 

Bellikon vom 16. Mai 2008, das Gutachten des AEH vom 1. März 2010, die Berichte 

von Dr. I.___ vom 6. Januar 2011, vom 16. März 2011, vom 27. Februar 2012, vom 3. 

September 2012 und vom 17. September 2012, der Bericht der psychiatrischen Klinik 

H.___ vom 24. März 2011, der Bericht von Dr. K.___ vom 10. Juni 2011, das MEDAS-

Gutachten vom 1. März 2012, die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. N.___ vom 5. 

September 2012 und der Austrittsbericht der Klinik Gais vom 30. Januar 2013 im 

Recht.

2.2 Zunächst ist zu überprüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon 

ausgegangen ist, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Industrie- 

bzw. Metallarbeiter nicht mehr zumutbar sei, in einer körperlich adaptierten Tätigkeit 

aus somatischer Sicht jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bestehe. Der 

Beschwerdeführer ist in den Jahren 1992/1993 zum Industriearbeiter umgeschult 

worden, weil die Abklärungen ergeben hatten, dass ihm schwere Tätigkeiten in 

gleichbleibender Haltung nicht mehr zumutbar seien respektive er nur noch in einer 

rückenschonenden, wechselbelastenden Tätigkeit arbeitsfähig sei. Gemäss der 

ehemaligen Arbeitgeberin hat es sich bei der Tätigkeit als Metallarbeiter um eine 

wechselbelastende (oft stehende, manchmal sitzende und gehende), leichte bis selten 

mittelschwere Tätigkeit gehandelt. In Widerspruch dazu hat der Beschwerdeführer 

gegenüber der Rehaklinik Bellikon und dem AEH angegeben, dass er in seiner 

bisherigen Tätigkeit Gewichte bis 50 kg habe heben müssen (IV-act. 72-7 und S. 3 des 

Gutachtens des AEH, Suva-Fremdakten). Gegenüber der MEDAS hat der 

Beschwerdeführer angegeben, dass er Metallplatten bis 30 kg von Hand habe 

"bewegen müssen" (IV-act. 182-18). Ob der Beschwerdeführer damit hat ausdrücken 

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wollen, dass er diese Metallplatten hat heben und tragen müssen oder lediglich hat 

"verschieben" (d.h. stossen, ziehen) müssen, geht aus dieser Aussage nicht hervor. Ob 

es sich bei der bisherigen Tätigkeit um eine teilweise schwere Tätigkeit (Heben und/

oder Tragen von Lasten über 25 kg) oder ob es sich, wie von der Arbeitgeberin 

angegeben, um eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit gehandelt hat, muss jedoch 

nicht weiter abgeklärt werden. Denn aus dem BEFAS-Schlussbericht geht hervor, dass 

es zumindest leichte bis mittelschwere Arbeitsstellen für Industrie- bzw. Metallarbeiter 

gibt; ansonsten wäre der Beschwerdeführer aufgrund seiner Rückenproblematik nicht 

auf diesen Beruf umgeschult worden. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, 

dass er in einem anderen Betrieb als Industriearbeiter für leichte- bis mittelschwere 

Tätigkeiten das gleich hohe Einkommen hätte erzielen können wie an seiner letzten 

Arbeitsstelle. Anzumerken bleibt, dass die ehemalige Arbeitgeberin den 

Beschwerdeführer Anfang 2008 versuchsweise zu 50 % in der Stanzerei beschäftigt 

hat. Der Beschwerdeführer hat diese Arbeit jedoch nach wenigen Tagen abgebrochen. 

Bei der Tätigkeit in der Stanzerei hat es sich um eine wechselbelastende, körperlich 

leichte Tätigkeit gehandelt. Ob der Beschwerdeführer diese Tätigkeit unbefristet in 

einem Vollpensum zum bisherigen Lohn hätte ausüben können, wenn der 

Arbeitsversuch nicht gescheitert wäre, geht aus den Akten jedoch nicht hervor. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es Arbeitsstellen für Industrie- bzw. 

Metallarbeiter gibt, die lediglich leichte bis mittelschwere Arbeiten beinhalten.

2.3 Die Rehaklinik Bellikon hat die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im April/Mai 

2008 in der angestammten Tätigkeit auf 0 % geschätzt. Sie ist allerdings 

fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Tätigkeit als Industrie- bzw. 

Metallarbeiter das Heben von schweren Lasten beinhaltet. In einer leichten bis 

mittelschweren Tätigkeit hat sie die Arbeitsfähigkeit auf 100 % geschätzt. Es kann 

daher davon ausgegangen werden, dass die Rehaklinik die Arbeitsfähigkeit in der 

Tätigkeit als Industrie- bzw. Metallarbeiter auf 100 % geschätzt hätte, wenn sie 

Kenntnis davon gehabt hätte, dass es sich bei dieser Tätigkeit um eine leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit handelt. Dasselbe gilt für die Arbeitsfähigkeitsschätzung des 

AEH vom November 2009: Das AEH hat explizit festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer für leichtere und mittelschwere Anteile der angestammten Tätigkeit 

mit Lastenhandhabung bis 25 kg voll arbeitsfähig sei. Somit stimmen die 

Einschätzungen der Rehaklinik Bellikon und des AEH mit jener der MEDAS-

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Sachverständigen Dr. L.___ überein, die die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

der Tätigkeit als Metallarbeiter aus somatischer Sicht auf 100 % geschätzt hat.

2.3.1 In formeller Hinsicht hat der Rechtsvertreter geltend gemacht, dass die 

somatische Begutachtung durch eine orthopädische Fachperson hätte erfolgen 

müssen. Soweit aus den Akten ersichtlich ist, hat die Beschwerdegegnerin bei der 

Auftragserteilung für das polydisziplinäre Gutachten an die MEDAS keine 

Fachdisziplinen genannt (vgl. IV-act. 175 und 177). Die MEDAS hat in der Folge Dr. 

L.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, zur (Haupt-)Gutachterin ernannt. 

Die physikalische Medizin befasst sich mit der Anwendung von physikalischen 

Methoden zur Behandlung von Organschäden und Funktionsstörungen sowie mit der 

postoperativen und posttraumatischen Behandlung (berufsberatung.ch, Facharzt/-

ärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, abgerufen am 27. April 2015). Zu 

den Schwerpunkten dieser Facharztausbildung gehört auch die Diagnostik von 

Krankheiten der Gelenke (u.a. degenerativ, entzündlich), der Wirbelsäule (degenerativ, 

entzündlich), des Knochens und Knorpels, der Weichteilgewebe, von 

posttraumatischen Zuständen (konservativ und/oder operativ behandelt), von 

Zuständen nach gelenkerhaltenden oder gelenkersetzenden Operationen und von 

Zuständen nach Operationen an der Wirbelsäule. Auch die Diagnostik neurologischer 

Syndrome bildet ein Ausbildungsschwerpunkt (siehe Schweizerisches Institut für 

ärztliche Weiter- und Fortbildung, Facharzt für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, http://www.fmh.ch/files/pdf16/

physikalische_medizin_version_internet_d.pdf, abgerufen am 27. April 2015, S. 6 f.). 

Angesichts der vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden (insbesondere 

Nacken-, Brust- und Kopfschmerzen mit Ausstrahlungen) und dem Umstand, dass es 

grundsätzlich dem beauftragten medizinischen Begutachtungsinstitut überlassen ist, 

über Art und Umfang der aufgrund der konkreten Fragestellungen erforderlichen 

Untersuchungen zu befinden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 

8C_124/2008 E. 6.3.1), kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei Dr. L.___ im 

vorliegenden Fall um eine geeignete (Haupt-)Gutachterin gehandelt hat.

2.3.2 Der Rechtsvertreter hat weiter vorgebracht, es sei problematisch, dass die 

Beschwerdegegnerin den offenbar unvollständigen Bericht von Dr. I.___ vom 16. März 

2011 nicht habe ergänzen lassen. Der Bericht von Dr. I.___ vom 16. März 2011 (IV-act. 

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164) ist tatsächlich unvollständig, d.h. es fehlen mehrere Seiten des Formulars. Dem 

Bericht sind lediglich die Diagnosen, nicht jedoch die Anamnese, die ärztlichen 

Befunde, Angaben zur Arbeitsfähigkeit etc. zu entnehmen. Da Dr. I.___ auf Anfrage der 

Beschwerdegegnerin am 3. September 2012 einen weiteren Bericht eingereicht hat, 

welchem u.a. eine Arbeitsfähigkeitsschätzung aus neurochirurgischer Sicht zu 

entnehmen ist (IV-act. 197), und weil der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

zudem drei weitere Berichte des Neurochirurgen eingereicht hat, ist für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren jedoch unerheblich, dass der Bericht vom 16. März 2011 nicht 

vollständig ist.

2.3.3 Der Rechtsvertreter hat sodann bemängelt, dass Dr. L.___ im Gutachten keinerlei 

Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgeführt habe, insbesondere dass 

sie die Bandscheibenvorfälle C6/7 und C3/4 nicht erwähnt habe. Dr. L.___ hat ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung in Kenntnis der degenerativen Veränderungen in den 

Segmenten C3/4 und C6/7 abgegeben: Sie hat insbesondere über die MRI-Befunde 

vom 19. Dezember 2007 (geringe breitbasige Diskusherniation C3/4 und C6/7, 

beidseits präforaminal bis an die Nervenwurzel reichend ohne Nachweis einer 

Kompression) und vom 9. Dezember 2010 (diskrete flache Protrusion HWK3/4 und 

Osteochondrose sowie breitbasige Diskushernie HWK6/7) verfügt (siehe S. 4 und 11 

des Gutachtens) und diese in ihre Beurteilung miteinbezogen (siehe S. 25 f. und 39 des 

Gutachtens). Dr. L.___ ist zum Schluss gekommen, dass die in der aktuellen 

konventionellen Bildgebung (von der MEDAS veranlasste Röntgenbilder) ersichtlichen 

degenerativen Veränderungen der HWS, insbesondere auch die Osteochrondrose 

HWK6/7, nicht über das altersentsprechende Mass hinausgingen und nicht geeignet 

seien, die geklagten Beschwerden zu erklären. Dr. L.___ hat ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung gestützt auf eine klinisch-rheumatologische und klinisch-

neurologische Untersuchung, unter Berücksichtigung der früheren und aktuellen 

bildgebenden Befunde sowie in Kenntnis der übrigen Vorakten abgegeben. Zudem 

stimmt ihre Einschätzung mit jenen der Rehaklinik Bellikon und des AEH überein. Dass 

sie es unterlassen hat, die Diagnose einer Diskusprotrusion bzw. Diskushernie C3/4 bei 

den Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufzuführen, vermag deshalb den 

Beweiswert ihres Teilgutachtens nicht zu vermindern. Entgegen der Behauptung des 

Rechtsvertreters ist Dr. L.___ zudem auf die "abweichende" Beurteilung von Dr. I.___ 

eingegangen. So hat sie auf S. 16 des Gutachtens erklärt, dass Dr. I.___ basierend auf 

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der bildgebenden Diagnose einer progredienten Osteochondrose und eines 

Bandscheibenvorfalles im Segment HWK6/7 trotz fehlender motorischer Ausfälle, eines 

symmetrischen Reflexstatus und einer nur leichten Hypästhesie im Dermatom C8 links 

(subjektiv) die mikrochirurgische Diskektomie HWK6/7 mit Spondylodese mittels Cage 

empfohlen habe. Diese Aussage von Dr. L.___ ist so zu verstehen, dass sie die von Dr. 

I.___ empfohlene HWS-Operation als nicht indiziert erachtet hat. Die von Dr. I.___ 

angegebene Diagnose einer chronischen Cervicalgie mit beidseitigen Brachialgien 

(Nackenschmerzen mit beidseitigen Armschmerzen) sagt noch nichts über deren 

Ursache aus. Dr. L.___ hat nicht behauptet, dass der Beschwerdeführer nicht unter 

gewissen Nacken- und Armschmerzen leidet, sondern "lediglich" eine erhebliche 

Aggravation festgestellt. Insoweit weicht die Beurteilung von Dr. L.___ nicht von jener 

von Dr. I.___ ab, weshalb sich eine Diskussion hierüber erübrigt hat. Und schliesslich 

ist das Gutachten erstellt worden (1. März 2012), bevor die erste 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I.___ vorgelegen hat. Eine solche hat er nämlich erst 

im Bericht vom 3. September 2012 abgegeben. Demnach ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in der Tätigkeit als Metall- bzw. Industriearbeiter zumindest bis zur 

HWS-Operation im Februar 2012 aus somatischer Sicht 100 % betragen hat.

2.3.4 Der Rechtsvertreter hat des Weiteren moniert, dass die Beschwerdegegnerin 

nicht begründet habe, weshalb der Bericht von Dr. I.___ vom 17. September 2012 

keine neuen Aspekte für die Arbeitsfähigkeitsschätzung beinhalten solle. Die 

Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung dargelegt, dass der im 

Bericht von Dr. I.___ vom 17. September 2012 geschilderte Sachverhalt und die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. I.___ bereits in der RAD-Stellungnahme 

vom 5. September 2012 ausführlich gewürdigt worden seien. Weshalb diese 

Begründung nicht ausreichend sein sollte, ist nicht ersichtlich, zumal dem Bericht vom 

17. September 2012 tatsächlich keine neuen, IV-relevanten Angaben zu entnehmen 

sind: Dr. I.___ hat keine neuen Diagnosen angegeben und seine frühere 

Arbeitsfähigkeitsschätzung bestätigt. Die Ausführungen von Dr. I.___ zur Frage der 

Kausalität zwischen dem Unfall vom 15. November 2007 und den geltend gemachten 

Beschwerden sind für das vorliegende Verfahren nicht von Relevanz, was zumindest 

dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bekannt gewesen sein muss. Der 

Beschwerdegegnerin kann deshalb keine ‒ sinngemäss geltend gemachte ‒ Verletzung 

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des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne der Verletzung der Begründungspflicht 

vorgeworfen werden.

2.3.5 Der Rechtsvertreter hat ausserdem vorgebracht, dass das MEDAS-Gutachten für 

die Zeit nach der HWS-Operation vom 23. Februar 2012 nicht mehr aktuell sei. Dr. I.___ 

hat dem Beschwerdeführer bereits am 4. Januar 2011 zur HWS-Operation geraten. Dr. 

L.___ hat nachvollziehbar begründet, weshalb sie eine solche Operation für nicht 

indiziert erachte. Der Beschwerdeführer hat sich alsdann erst über ein Jahr nach der 

Operationsempfehlung, nämlich am 23. Februar 2012, von Dr. I.___ operieren lassen. 

Aufgrund der Tatsache, dass Dr. L.___ keine Operationsindikation gesehen hat, dass 

Dr. I.___ im Bericht vom 27. September 2012 keine neuen Diagnosen angegeben hat 

und dass der Beschwerdeführer über ein Jahr zugewartet hat, bis er sich dem Eingriff 

unterzogen hat, muss davon ausgegangen werden, dass sich der somatische 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zwischen der MEDAS-Begutachtung und 

der Operation nicht wesentlich verändert hat. Dr. I.___ hat am 3. September 2012 

berichtet, dass sich die Brachialgien und die Cervicalgie seit der Operation partiell 

gebessert hätten. Im Bericht vom 17. September 2012 hat Dr. I.___ erklärt, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund von Restbeschwerden bei vorbestehend chronifiziertem 

Schmerzzustand und Depression in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die ‒

gemäss Dr. I.___ ‒ arbeitsfähigkeitseinschränkenden Schmerzsymptome haben somit 

bereits vor der Operation bestanden, was bedeutet, dass sie bei der MEDAS-

Begutachtung berücksichtigt worden sind. Da aus den Berichten von Dr. I.___ 

hervorgeht, dass sich der physische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

durch die Operation zumindest nicht verschlechtert hat, erübrigen sich weitere 

medizinische Abklärungen.

2.3.6 Dr. I.___ hat die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus rein neurologischer 

Sicht in einer körperlich leichten Arbeit in physiologischer Haltung am 3. September 

2012 auf 50 % geschätzt. In seinem Bericht vom 17. September 2012 hat er die 

Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit ebenfalls auf 

50 % geschätzt. Als Grund für die Arbeitsunfähigkeit hat er im erstgenannten Bericht 

eine chronische Cervikalgie und im zweitgenannten Bericht einen chronifizierten 

Schmerzzustand und eine Depression angegeben. Wie RAD-Arzt Dr. N.___ angeführt 

hat, hat Dr. I.___ nicht näher begründet, weshalb die chronische Cervikalgie den 

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Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit derart stark beeinträchtigt. Zudem scheint 

Dr. I.___ bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung die subjektiven Beschwerdeangaben des 

Beschwerdeführers zumindest mitberücksichtigt zu haben: So gibt er als Grund für die 

(somatisch bedingte) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einen chronifizierten 

Schmerzzustand bzw. chronische Nackenschmerzen an. Diese Angaben sagen jedoch, 

wie bereits erwähnt, nichts über die Ursache der Beschwerden bzw. dazu aus, ob 

diese Schmerzen durch die objektiven Befunde gar nicht, teilweise oder vollständig 

erklärt werden können. Für die Arbeitsfähigkeitsschätzung ist jedoch nur relevant, 

welche Tätigkeit einer versicherten Person in welchem Ausmass objektiv betrachtet 

noch zugemutet werden kann. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass der 

Beschwerdeführer beim physischen Leistungstest in der Rehaklinik Bellikon, bei der 

funktionsorientierten Abklärung durch das AEH und bei der MEDAS-Begutachtung 

erhebliche Inkonsistenzen und Selbstlimitierungen gezeigt hat. Ob Dr. I.___ bei der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit Kenntnis dieser Vorakten gehabt hat, geht aus den 

Akten nicht hervor. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I.___ überzeugt aufgrund 

der genannten Umstände nicht, weshalb auf diese nicht abgestellt werden kann.

2.3.7 RAD-Arzt Dr. N.___ hat in seiner Stellungnahme vom 5. September 2012 

festgehalten, dass zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Metallarbeiter 

keine sichere Aussage gemacht werden könne. Bei immer gleichen, mechanischen 

Industrietätigkeiten sei aber "nicht unbedingt" von einer ideal adaptierten Tätigkeit 

auszugehen. In einer adaptierten, körperlich leichten Tätigkeit in physiologischer 

Haltung (keine Zwangshaltungen, keine andauernden stereotypen Bewegungen im 

Rumpf- und Halsbereich, möglichst Wechselbelastung) sei der Beschwerdeführer aus 

rein somatischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig. Die Frage, ob die Arbeit als Industrie- 

bzw. Metallarbeiter tatsächlich andauernde stereotype Bewegungen im Rumpf- und 

Halsbereich sowie Zwangshaltungen beinhaltet, kann anhand der Akten nicht 

beantwortet werden. Gemäss dem Arbeitgeberbericht hat der Beschwerdeführer 

jedoch zumindest weitgehend frei über die Zeit- und Arbeitseinteilung verfügen können. 

Auch ist bereits im BEFAS-Schlussbericht festgehalten worden, dass der 

Beschwerdeführer keine Arbeiten in gleichbleibender Haltung mehr ausüben dürfe, 

woraus geschlossen werden kann, dass die Tätigkeit als Industriearbeiter zumindest 

nicht in relevantem Ausmass solche Arbeiten beinhaltet, da ansonsten eine 

Umschulung auf diesen Beruf nicht zweckmässig und geeignet gewesen wäre. Unklar 

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ist auch, ob es dem Beschwerdeführer aufgrund der HWS-Operation tatsächlich nicht 

mehr zumutbar ist, mittelschwere Tätigkeiten auszuüben. Denn Dr. I.___ hat in seinem 

Bericht vom 17. September 2012 erklärt, dass der Beschwerdeführer in leichten bis 

mittelschweren Tätigkeiten zu 50 % arbeitsfähig sei, d.h. dass ihm zumindest teilweise 

noch mittelschwere Tätigkeiten zugemutet werden können. Die Frage, ob der 

Beschwerdeführer ab Februar 2012 ‒ mit Ausnahme der postoperativen Heilungsphase 

‒ weiterhin zu 100 % in der Tätigkeit als Industrie- bzw. Metallarbeiter arbeitsfähig 

gewesen ist oder ob ihm seit diesem Zeitpunkt nur noch eine körperlich adaptierte 

Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist, kann jedoch offen gelassen werden, da sie keinen 

Einfluss auf den Rentenentscheid hat, wie sich nachfolgend ergibt. Zusammengefasst 

ist der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht somit mindestens bis Ende Januar 

2012 in der Tätigkeit als Industrie- bzw. Metallarbeiter zu 100 % arbeitsfähig gewesen. 

Seit Februar 2012 besteht ‒ mit Ausnahme der postoperativen Heilungsphase ‒

zumindest in einer adaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht weiterhin eine 100 %ige 

Arbeitsfähigkeit.

2.4 Mit Bezug auf die psychisch bedingte Arbeitsfähigkeit hat der Rechtsvertreter 

lediglich bemängelt, dass auf den Durchschnittswert von 25 % und nicht auf die 

höhere Einschränkung von 30 % abgestellt worden sei. Gibt ein medizinischer 

Sachverständiger bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung eine Bandbreite (hier: 20-30 % 

arbeitsunfähig) an, ist es gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

gerechtfertigt, den Mittelwert heranzuziehen, welcher von den beiden Extremwerten am 

wenigsten abweicht (Urteil des EVG vom 21. April 2005, I 822/04 E. 4.4 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Dezember 2007, 9C_626/2007 E. 3.2 mit 

Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin ist somit grundsätzlich zu Recht vom Mittelwert 

von 25 % ausgegangen.

2.5 Zu überprüfen bleibt, ob die Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen 

med. pract. M.___ überzeugt. Seine Diagnose einer leicht- bis mittelgradigen 

depressiven Störung stimmt mit den Diagnosen der Rehaklinik Bellikon vom Mai 2008 

(leichte Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt), von Dr. G.___ 

vom November 2009 (Anpassungsstörung) und der behandelnden Psychiaterin Dr. 

K.___ vom Juni 2011 (rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig) 

grundsätzlich überein. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat med. 

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pract. M.___ eine akzentuierte Persönlichkeit mit passiv-aggressiven und 

narzisstischen Zügen angeben. Eine andauernde Persönlichkeitsstörung könne er 

mangels relevanter Vorbefunde nicht attestieren. Diese Diagnose wird von Dr. G.___ 

gestützt. Wie med. pract. M.___ hat auch Dr. G.___ dieser akzentuierten Persönlichkeit 

keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt. Dr. K.___ hat im Juni 2011 den 

Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Begründet hat sie 

diesen Verdacht jedoch nicht näher. Zudem hat die Klinik Gais im Januar 2013 nicht 

einmal mehr den Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsstörung geäussert. Es 

ist daher überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer nicht an einer 

andauernden Persönlichkeitsstörung leidet. Med. pract. M.___ hat weiter angegeben, 

keine somatoforme Schmerzstörung attestieren zu können, da der Beschwerdeführer 

deutlich aggraviert, d.h. bewusst schwere Schmerzen geäussert habe, die nicht hätten 

objektiviert werden können und die er nicht durchgehend gezeigt habe. Auch diese 

Einschätzung von med. pract. M.___ überzeugt: Denn aus der Sicht eines 

medizinischen Laien erscheint es bei einer versicherten Person, die bei der 

Untersuchung dermassen aggraviert und dermassen Inkonsistenzen gezeigt hat wie 

der Beschwerdeführer, nahezu unmöglich, abzugrenzen, welche Schmerzen sie nun 

tatsächlich verspürt und welche sie (unbewusst und/oder bewusst) vorgibt. Die Klinik 

Gais hat dem Beschwerdeführer im Januar 2013 eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert. Allerdings stimmen die 

objektiven Befunde, welche die Klinik Gais erhoben hat, im Wesentlichen mit jenen der 

MEDAS-Sachverständigen überein, woraus geschlossen werden kann, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zwischenzeitlich nicht (in relevanter 

Weise) verschlechtert hat. Die von der Klinik Gais angegebene Diagnose einer 

chronischen Schmerzstörung ändert somit nichts daran, dass die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in weiten Teilen nicht durch objektivierbare 

pathologische Befunde belegbar sind. Die Klinik Gais hat die Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers bis zum 18. Januar 2013 auf 100 % geschätzt. Ab wann diese 

Einschätzung gilt, ist dem Bericht nicht zu entnehmen. Es kann jedoch davon 

ausgegangen werden, dass sie für die Zeit ab dem Klinikeintritt, d.h. ab dem 29. 

November 2012, gilt, da behandelnde Ärzte in der Regel nur Arbeitsunfähigkeitsatteste 

für den Behandlungszeitraum ausstellen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik Gais 

bezieht sich folglich auf einen Zeitraum nach Verfügungserlass. Dr. K.___ hat im Bericht 

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vom Juni 2011 erklärt, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit nicht mehr 

zumutbar sei, wobei sie dabei auch die "zahlreichen körperlichen Limitierungen" 

miteinbezogen hat. Wie hoch sie die rein psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit 

einschätzt, geht aus ihrem Bericht nicht hervor. Med. pract. M.___ hat angegeben, 

dass die zumutbare Willensanstrengung aufgrund der depressiven Störung leichtgradig 

eingeschränkt sei, und dem Beschwerdeführer in der angestammten wie auch in einer 

adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 20-30 % attestiert. Die 

Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort geltend gemacht, dass auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von med. pract. M.___ nicht abgestellt werden könne, da 

eine leichte bis mittelgradige Depression rechtsprechungsgemäss therapeutisch 

angehbar sei und die depressive Symptomatik in nicht unerheblicher Weise von 

grundsätzlich invaliditätsfremden und daher auszuklammernden psychosozialen 

Belastungsfaktoren geprägt sei und aufrechterhalten werde. Ausserdem sprächen die 

deutliche Aggravation, die Rentenbegehrlichkeit sowie die erhebliche Diskrepanz im 

Verhalten bei der klinischen Untersuchung in beobachteten und abgelenkten 

Situationen deutlich für eine willentliche Überwindbarkeit der subjektiv erlebten 

Schmerzen. Letzteres Argument ist nicht stichhaltig, da vorliegend keine somatoforme 

Schmerzstörung attestiert worden ist bzw. die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

lediglich mit der depressiven Störung begründet worden ist. Der Beschwerdeführer hat 

sich im Verfügungszeitpunkt bereits seit mehreren Jahren (seit Januar 2008) in 

psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befunden. Trotzdem hat sich die 

depressive Symptomatik nicht verbessert. Seitens der Klinik Gais wurde im Januar 

2013 erklärt, dass die depressiv ängstliche Symptomatik trotz des stationären 

Aufenthalts weitgehend unverändert geblieben sei (act. G 7.1 Beilage 3 S. 3). Zudem 

hat med. pract. M.___ darauf hingewiesen, dass die psychiatrische-

psychotherapeutische Behandlung zwar indiziert sei, eine Therapie bei einer 

narzisstischen und passiv-aggressiven Persönlichkeit jedoch schwierig durchführbar 

sei (IV-act. 182-35). Insgesamt muss daher davon ausgegangen werden, dass 

psychotherapeutische Massnahmen zumindest kurz- bis mittelfristig keine 

Verbesserung des Zustandsbildes bewirken werden. Weiter hat med. pract. M.___ in 

seinem Teilgutachten erklärt, dass neben der depressiven Symptomatik IV-fremde 

Gründe wie Trennung von der Familie, finanzielle Situation, Wunsch nach IV-Rente und 

soziokulturelle Eigenheiten vorlägen (S. 34 des Gutachtens). Es liegt daher auf der 

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Hand, dass med. pract. M.___ als erfahrener MEDAS-Gutachter diese IV-fremden 

Faktoren bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert hat. Als depressive 

Symptome hat er eine herabgesetzte Grundstimmung, eine erniedrigte Lebenslust und 

Lebensfreude, Ängste, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Angespanntheit 

angegeben. Zudem hat er explizit darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer 

auch in der psychiatrischen Untersuchung eine Verdeutlichungstendenz gezeigt habe 

und sich als sehr krank habe darstellen wollen. Es kann daher auch davon 

ausgegangen werden, dass med. pract. M.___ diese Verdeutlichungstendenzen bei der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert hat. Auf seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung kann daher abgestellt werden. Hingegen überzeugt die 

Festlegung des Eintritts der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit auf November 

2007, d.h. den Zeitpunkt des Auffahrunfalls, nicht. Zwar befindet sich der 

Beschwerdeführer offenbar seit Januar 2008 in ambulanter Behandlung (siehe S. 2 des 

Gutachtens von Dr. G.___, Suva-Fremdakten). Hierzu liegen jedoch keine Berichte bei 

den Akten. Die Rehaklinik Bellikon und Dr. G.___ haben im Mai 2008 bzw. im 

November 2009 keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt. Im Januar 2010 hat sich der Beschwerdeführer in eine ambulante 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bei Dr. K.___ begeben, welche dem 

Beschwerdeführer ab Behandlungsbeginn eine psychisch bedingte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bescheinigt hat. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychischen Gründen (um 20-30 %) ist folglich erst ab Januar 2010 bewiesen.

3. 

3.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich zu überprüfen. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 

müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 125 V 58 E. 3.1; Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014 E. 5.1). Der frühestmögliche 

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Rentenbeginn wäre vorliegend, unter Berücksichtigung des Wartejahres nach Art. 28 

Abs. 1 lit. c IVG, der 1. Januar 2011, da die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit 

frühestens im Januar 2010 eingetreten ist. Der Beschwerdeführer hat bis zum Unfall im 

November 2007 als Produktionsmitarbeiter gearbeitet und gemäss dem IK-Auszug im 

Jahr 2006 ein Einkommen von Fr. 64'550.-- erzielt. Angepasst an die 

Nominallohnentwicklung hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2011 ein Einkommen von 

Fr. 69'582.-- verdient (Indexpunkte 2006: 2014, Indexpunkte 2011: 2171, 

Lohnentwicklung 2012 des Bundesamtes für Statistik, T 39, Männer). Das 

Valideneinkommen beträgt folglich Fr. 69'582.--.

3.2 Wie in Erw. 2.3.7 ausgeführt, ist der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Industrie- 

bzw. Metallarbeiter mindestens bis zur Operation im Februar 2012 aus somatischer 

Sicht zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Unklar bleibt, ob es sich bei der erlernten 

Tätigkeit auch nach der Operation, d.h. ab Februar 2012, noch um eine 

(ideal)adaptierte Tätigkeit gehandelt hat. Da es keinen Einfluss auf den 

Rentenentscheid hat, ob es sich bei der Invalidenkarriere um eine Tätigkeit als 

Industrie- bzw. Metallarbeiter handelt oder um eine (statistisch durchschnittlich 

schlechter bezahlte) Hilfsarbeit, wird das Invalideneinkommen der Einfachheit halber für 

den gesamten Zeitraum anhand des Tabellenlohns für Hilfsarbeiter bestimmt. Dies 

erscheint sachgerecht, da der Beschwerdeführer keine richtige Berufslehre, sondern 

"lediglich" eine einjährige Ausbildung zum Industriearbeiter absolviert hat und er 

gemäss med. pract. M.___ zudem nur einfache, nicht verantwortungsvolle Arbeiten mit 

wenigen Schritten ausführen kann (siehe S. 35 des Gutachtens). Der durchschnittliche 

Lohn eines Hilfsarbeiters hat im Jahr 2011 Fr. 61'910.-- betragen (siehe Anhang 2: 

Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 

2015). Ob und in welcher Höhe statistische Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt 

von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des Einzelfalles ab, die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind (Urteil des Bundesgerichts 

vom 16. Juli 2014, 8C_97/2014 E. 2.2 mit Hinweis). Der Rechtsvertreter hat geltend 

gemacht, dass dem Beschwerdeführer mindestens ein Tabellenlohnabzug von 10 % zu 

gewähren sei. Zur Begründung hat er angeführt, dass der Beschwerdeführer ein 

erhöhtes Krankheits- und Ausfallrisiko aufweise. Teilzeit arbeitende Männer würden 

zudem statistisch gesehen deutlich schlechter entlöhnt als in Vollzeit tätige Männer. 

Der Beschwerdeführer könne keine körperliche Schwerarbeit mehr verrichten und sei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 31/32

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nun auch in einer leichteren Arbeit nicht mehr voll arbeitsfähig. Weshalb der 

Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in einer leichten Tätigkeit krankheitsbedingt 

öfters fehlen sollte als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer, ist insbesondere in 

Anbetracht der geringen objektivierbaren Beschwerden nicht ersichtlich. Betreffend die 

psychischen Probleme ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mithilfe 

regelmässiger psychiatrisch-psychotherapeutischen Sitzungen und des reduzierten 

Arbeitspensums seinen Zustand stabil halten kann und folglich keine regelmässigen 

Arbeitsausfälle verzeichnen muss. Dies insbesondere auch deshalb, weil med. pract. 

M.___ beim Beschwerdeführer keine Antriebsstörungen festgestellt hat. Auch ein 

Teilzeitabzug ist nicht angezeigt: Gemäss der LSE haben Hilfsarbeiter mit einem 

Pensum von 75 % im Durchschnitt weder im Jahr 2010 noch im Jahr 2012 

verhältnismässig weniger verdient als vollzeittätige Hilfsarbeiter (siehe Anhang zum IV-

Rundschreiben Nr. 328, S. 4 f.; für das Jahr 2011 fehlt eine solche Statistik). Das letzte 

Argument des Rechtsvertreters ist schon deshalb nicht stichhaltig, weil es ‒ sollte es 

sich bei der angestammten Tätigkeit nicht ohnehin um eine leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit handeln ‒ zumindest Arbeitsstellen in der angestammten Tätigkeit als 

Industriearbeiter gibt, die keine schwere körperliche Arbeit verlangen. Die 

Beschwerdegegnerin hat demzufolge zu Recht keinen Tabellenlohnabzug 

vorgenommen. Das Invalideneinkommen beträgt folglich Fr. 46'433.-- (75 % von 

Fr. 61'910.--) und der IV-Grad 33 %.

3.3 Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

3.4 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer ist die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird angerechnet. Bei 

diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Der Beschwerdeführer hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der von 

ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.05.2015
	Art. 28 und 28a IVG. Die nach der Begutachtung durchgeführte HWS-Operation hat zumindest keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bewirkt, weshalb keine weiteren medizinischen Abklärungen notwendig sind. Abweisung der Beschwerde, da der IV-Grad weniger als 40 % beträgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Mai 2015, IV 2013/10). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_449/2015.

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