# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2dcbf806-b123-51a1-9522-f19db9b8029b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 30.01.2006 ZF 2005 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2005-43_2006-01-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 30. Januar 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 05 43

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Heinz-Bommer, Riesen-Bienz, Giger und Zinsli 
Aktuarin Duff Walser

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In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan 
Thalhammer, Neugasse 55, 9000 St. Gallen,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 22. April 2005, mitgeteilt am 27. Juni 
2005, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen die X . - G m b H , Be-
klagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch lic. iur. Peter Portmann, c/o Metz, 
Benovici & Quinter, Goldgasse 11, 7002 Chur,  

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. Mit Werkvertrag vom 1. Juli 2002 verpflichtete sich A. gegenüber der 
X.-GmbH zur Ausführung von verschiedenen Sanitärarbeiten in der Liegenschaft C. 
in D. gegen Bezahlung eines Pauschalpreises von Fr. 100'000.--. In der Folge wur-
den die gemäss Werkvertrag pauschal offerierten Arbeiten seitens des Unterneh-
mers ausgeführt. Zudem führte A. in der Liegenschaft C. verschiedene Regiearbei-
ten aus.

Am 4. Februar 2003 stellte A. der X.-GmbH für die in der Liegenschaft C. 
ausgeführten Arbeiten Schlussrechnung über insgesamt Fr. 230'193.55. Dieser 
Rechnungsbetrag setzte sich zusammen aus dem gemäss Werkvertrag geschulde-
ten Pauschalbetrag von Fr. 100'000.-- sowie weiteren Rechnungsposten für diverse 
zusätzlich geleistete Regiearbeiten. Unter Abzug der bis zu diesem Zeitpunkt sei-
tens der X.-GmbH geleisteten Zahlungen in Höhe von Fr. 148'286.40 verblieb 
gemäss Rechnung vom 4. Februar 2003 ein offener Restbetrag von Fr. 81'907.15. 

Laut der von beiden Parteien unterzeichneten handschriftlichen Ergänzung 
auf der Schlussrechnung vom 4. Februar 2003 einigten sich die Parteien in der 
Folge am 22. April 2003 darauf, den offenen Restbetrag von Fr. 81'907.15 per Saldo 
aller Ansprüche auf total Fr. 70'000.00 inklusive Mehrwertsteuer zu reduzieren (exkl. 
Rechnung 20021468).

Für zusätzlich in der Liegenschaft C. in D. geleistete, in der Rechnung vom 
4. Februar 2003 noch nicht berücksichtigte Regiearbeiten stellte A. der X.-GmbH 
schliesslich am 17. April 2003 eine weitere Rechnung in Höhe von Fr. 41'972.55. 

B. In der zweiten Jahreshälfte 2002 wurde A. von der X.-GmbH mit der 
Behebung eines Wasserschadens in der Liegenschaft S. in Z. beauftragt. Der Auf-
trag wurde von A. beginnend am 21. Oktober 2002 ausgeführt. Am 4. November 
2002 stellte A. der Versicherung der X.-GmbH für die Reparatur des Schadens Fr. 
11'742.80 in Rechnung. Die Versicherung übernahm indes nicht den gesamten 
Schaden, sondern bezahlte A. lediglich Fr. 7'696.20. Letzterer stellte deshalb der 
X.-GmbH am 13. Januar 2003 den nicht beglichenen Restbetrag von Fr. 4'046.60 
in Rechnung.

A. führte überdies im Auftrag der X.-GmbH eine Reparatur an der Ölheizung 
in der Liegenschaft S. in Z. aus. Dafür stellte er der X.-GmbH ebenfalls am 13. Ja-
nuar 2003 Fr. 1'116.90 in Rechnung. 

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C. Im Jahre 2002 nahm A. im Auftrag der X.-GmbH zudem diverse Re-
paraturarbeiten in der Liegenschaft F. in Z. vor und wechselte dort einen Wandboiler 
aus. Am 28. Mai 2003 stellte er dafür zwei Rechnungen über insgesamt Fr. 
3'588.50. 

Für eine weitere in der Liegenschaft F. ausgeführte Reparatur einer defekten 
WC-Anlage stellte A. der X.-GmbH am 7. November 2003 Rechnung über Fr. 
435.15.

D. Die X.-GmbH bezahlte A. zusätzlich zu den bereits geleisteten Fr. 
148'286.40 im Zeitraum zwischen 24. April 2003 bis 22. Juli 2003 noch insgesamt 
Fr. 60'000.--. Weitere Zahlungen blieben aus.

E. In der Folge machte A. am 20. Januar 2004 beim Kreisamt Chur eine 
Forderungsklage gegen die X.-GmbH zur Vermittlung anhängig. Nach erfolglos ver-
laufener Sühneverhandlung vom 9. März 2004 bezog A. am 11. März 2004 den 
Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 31. März 2004 unterbreitete er die Streitsache 
dem Bezirksgericht Plessur. Seine Rechtsbegehren lauteten:

„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 64'564.80, zuzüglich 
Zins zu 5% auf den Betrag von Fr. 55'377.65 seit 16.05.2003 und zu-
züglich Zins zu 5% auf den Betrag von Fr. 9'187.15 seit 20.06.2003 zu 
bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

F. Mit Prozessantwort vom 10. Mai 2004 liess die X.-GmbH die Abwei-
sung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers bean-
tragen.

G. Mit Urteil vom 22. April 2005, mitgeteilt am 27. Juni 2005, erkannte 
das Bezirksgericht Plessur:

„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen.

2. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger CHF 10'435.15, zuzüglich 5% 
Verzugszins seit dem 9. März 2004 zu bezahlen.

3. Die Kosten des Kreisamtes Chur von CHF 250.00 sowie die Kosten des 
Bezirksgerichtes Plessur von CHF 8'202.-- (Gerichtsgebühren CHF 
6'000.00, Schreibgebühren CHF 438.--, Barauslagen CHF 404.--, Streit-
wertzuschlag CHF 1'360.00) gehen zu 4/5 zu Lasten des Klägers (CHF 
6'561.60) und zu 1/5 zu Lasten der Beklagten (CHF 1'640.40).

Der Kläger hat die Beklagte ausseramtlich mit CHF 3'305.40 zu entschä-
digen.

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4. (Mitteilung).“

H. Dagegen liess A. am 15. Juli 2005 Berufung an das Kantonsgericht 
von Graubünden erklären mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Plessur vom 22. April 2005 sei insofern 
abzuändern, als der Beklagte verpflichtet werden soll, dem Kläger Fr. 
19'187.15 zuzüglich Zins zu 5% seit 9. März 2004 zu bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“ 

In ihrer Berufungsantwort vom 21. November 2005 stellte die X.-GmbH fol-
gende Rechtsbegehren:

„1. Auf die Berufung sei nicht einzutreten.

2. Soweit auf die Berufung eingetreten werden kann, sei sie abzuweisen.

3.. Unter voller amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten des Klägers und Berufungsklägers.“

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwä-
gungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegan-
gen. 

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Der Berufungskläger setzt sich in seiner Rechtsmitteleingabe substan-
ziert mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander und legt konkret dar, welche 
Punkte des vorinstanzlichen Urteils er beanstandet sowie inwiefern und aus wel-
chen Gründen seiner Auffassung nach den vorinstanzlichen Schlussfolgerungen 
nicht gefolgt werden kann. Von einer unzureichend begründeten Berufung kann 
folglich entgegen dem völlig haltlosen Einwand der Berufungsbeklagten nicht die 
Rede sein. Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Berufung ist daher 
einzutreten.

2. a) Die vorliegende Berufung richtet sich nur mehr gegen die vorin-
stanzliche Abweisung der klägerischen Forderung aus den beiden Rechnungen 
vom 13. Januar 2003 in Höhe von Fr. 4'046.60 und Fr. 1'116.90 sowie aus jenen 
vom 28. Mai 2003 über den Betrag von insgesamt Fr. 3'588.50. Die Abweisung der 
Teilbeträge von Fr. 3'405.10 und Fr. 41'972.55 ficht A. vor Kantonsgericht nicht 

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mehr an. Im Rahmen des Berufungsverfahrens ist mithin nur noch der Betrag von 
Fr. 8'752.-- streitig, wobei der Berufungskläger konkret einwendet, dass die zur Dis-
kussion stehenden Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 entgegen 
der Auffassung der Vorinstanz nicht Gegenstand der Saldovereinbarung auf der 
Rechnung vom 4. Februar 2003 bildeten. Er habe entgegen der Behauptung der X.-
GmbH nie auf diese Forderungen verzichtet, weshalb die Berufungsbeklagte zu de-
ren Bezahlung zu verpflichten sei. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die dem 
eingeklagten Betrag von insgesamt Fr. 8'752.-- zu Grunde liegenden Rechnungen 
vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 Bestandteil der zwischen den Parteien ge-
troffenen Saldovereinbarung waren und zufolge Verzichts dahingefallen sind oder 
ob sie - wie vom Kläger behauptet - in der Saldoerklärung nicht enthalten und somit 
von der X.-GmbH zu bezahlen sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Rech-
nungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 seitens der X.-GmbH sowohl um-
fangmässig wie auch in Bezug auf die fakturierten Leistungen unbestritten sind (vgl. 
dazu die auch die Erw. 2. c cc, d, S. 11 und Erw. 3. c, S. 13 des vorinstanzlichen 
Urteils, welches seitens der X.-GmbH nicht angefochten wurde). Ihre Behauptung, 
dass der gestützt darauf geltend gemachte Betrag von Fr. 8'752.-- deshalb nicht 
mehr geschuldet sei, weil die Rechnungen entgegen dem Einwand des Klägers mit 
der getroffenen Saldovereinbarung respektive zufolge Verzichtserklärung dahinge-
fallen sind, hat daher die Berufungsbeklagte zu beweisen. 

b) Die von beiden Parteien unterzeichnete Saldovereinbarung mit dem 
Wortlaut „Per Saldo aller Ansprüche total Fr. 70'000.-- inkl. MwSt. Exkl. Rechnung 
20021468“ wurde handschriftlich auf der vom Kläger gestellten Schlussrechnung 
vom 4. Februar 2003 (KB 6, BB 3) vermerkt. Diese Rechnung bezieht sich aus-
drücklich auf den „Umbau C., 7004 D.“ und es sind darin einzig Ausstände bezüglich 
Arbeiten des Klägers in D. fakturiert. Andere, für die beiden Liegenschaften in Z. 
ausgeführte Arbeiten wurden darin nicht in Rechnung gestellt. Auch sonst ergeben 
sich aus der Schlussrechnung vom 4. Februar 2003 und der darauf festgehaltenen 
Saldoerklärung keinerlei Hinweise, welche Bezug auf die Rechnungen betreffend 
die Liegenschaften in Z. nehmen. Sowohl der Wortlaut des Rechnungstitels wie 
auch die darin aufgeführten Rechnungspositionen lassen mithin klar darauf schlies-
sen, dass die auf dieser Rechnung vermerkte und demzufolge mit deren Inhalt in 
Kontext stehende Saldovereinbarung allein die Ausstände für die Umbauten in der 
Liegenschaft C. in D. zum Gegenstand hatte. Dafür spricht nicht zuletzt auch der 
vom Zeugen Q. bestätigte Umstand, wonach auch die Einladung zur Besprechung 
am 22. April 2003, anlässlich derer die genannte Saldoerklärung vereinbart wurde 
(vgl. dazu auch die handschriftliche Datierung unter der Saldoerklärung  in BB 3), 

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nur die ausstehenden Rechnungen für den Umbau in der Liegenschaft C. in D. be-
traf (vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 1, S. 2, Frage 1. a und Ergänzungsfrage). 

Der Architekt Q. gab zwar weiter zu Protokoll, dass im Verlaufe der Bespre-
chung auch eine ausstehende Rechnung betreffend die Baustelle in Z. im Betrag 
von Fr. 8’070.-- zur Sprache gekommen sei. Dabei sei man übereingekommen, die 
Rechnung von Fr. 8’070.-- zu vernichten und dafür auf einen Rabatt auf die Rech-
nung Nr. 20021451 über Fr. 17'452.95 zu verzichten (vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 
1, S. 2, Ergänzungsfrage zu Frage 1. a). Eine entsprechende handschriftliche Ver-
zichtserklärung findet sich auf der von der X.-GmbH vor Bezirksgericht eingelegten 
Rechnung Nr. 20021451 über Fr. 17'452.95 für Arbeitsaufwendungen in der Liegen-
schaft C. in D. (vgl. BB 4). Unter Hinweis auf dieses Dokument und die dargelegten 
Aussagen von Q. wendet die Berufungsbeklagte ein, sie habe sich mit dem Kläger 
im Beisein des protokollierenden Architekten Q. vollumfänglich darüber geeinigt, 
dass A. anstelle eines Rabatts für fakturierte Arbeiten in D. seine Forderungen für 
die Arbeitsaufwendungen in Z. per Saldo aller Ansprüche erlasse. Bei genauer Be-
trachtung der ins Recht gelegten Verzichtserklärung fällt jedoch vorweg auf, dass 
diese im Gegensatz zur Saldoerklärung auf der Schlussrechnung vom 4. Februar 
2003 nur von Q., dem Architekten der X.-GmbH unterzeichnet ist. Die Unterschrift 
des Klägers fehlt (vgl. BB 4), obschon A. gemäss Angaben des Zeugen an der Be-
sprechung bei der dieser Verzicht angeblich vereinbart wurde, anwesend gewesen 
sein soll (vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 1, S. 2, Frage 1. a). Es leuchtet nun aber 
nicht ein, weshalb der Kläger, sofern er anlässlich der Besprechung zugegen war 
und einem solchen Forderungserlass zustimmen wollte, diesen Willen nicht mit sei-
ner Unterschrift dokumentierte, wie es zwischen den Parteien auch bezüglich der 
Saldovereinbarung auf der Schlussrechnung vom 4. Februar 2003 gehandhabt wor-
den war. Kommt hinzu, dass Q. klar aussagte, der Verzicht sei anlässlich der Be-
sprechung vom 22. April 2003 vereinbart worden (vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 1, 
S. 2, Ergänzungsfrage zu 1. a). Die Verzichtserklärung auf dem eingereichten Beleg 
datiert indes in Abweichung dazu vom 7. April 2003 (vgl. BB 4). Nebst den bereits 
dargelegten Widersprüchen ist überdies zu berücksichtigen, dass der von der Be-
rufungsbeklagten geltend gemachte Verzicht gemäss Aussagen von Q. eine Rech-
nung in Höhe von Fr. 8’070.-- betraf (vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 1, S. 2, Frage 
1. a) und somit hinsichtlich seines Umfangs nicht den Rechnungen vom 13. Januar 
2003 und 28. Mai 2003 für die Arbeitsaufwendungen in Z. von Fr. 8'752.-- entspricht. 
Dass sich der Zeuge dabei offensichtlich über den genauen Betrag geirrt habe, da 
die Zahlen verwechselbar ähnlich seien, erscheint dabei entgegen den Ausführun-
gen der Vorinstanz in keiner Weise nachvollziehbar. Davon könnte allenfalls dann 

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ausgegangen werden, wenn lediglich einzelne Zahlen innerhalb des Rechnungsbe-
trags von Fr. 8'752.-- vertauscht worden wären (zum Beispiel Fr. 8’725.-- oder Fr. 
8’572.-- anstatt Fr. 8'752.--). Im vorliegenden Fall unterscheiden sich der offene Be-
trag gemäss Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 und der vom 
Zeugen genannte Betrag jedoch nicht nur durch einzelne vertauschte Zahlen. Viel-
mehr sind darüber hinaus in dem von A. eingeforderten Betrag von Fr. 8'752.-- die 
Ziffern 2 und 5 und damit zwei Zahlen enthalten, welche in dem gemäss Zeugen-
aussage vom Verzicht erfassten Rechnungsbetrag von Fr. 8'070.-- überhaupt nicht 
vorkommen. Es handelt sich hier folglich um zwei völlig verschiedene Beträge, de-
ren augenscheinliche Abweichung nicht mit einer blossen Zahlenverwechslung zu 
erklären ist. Eine Verwechslung der Zahlen erscheint denn auch umso abwegiger, 
als der Zeuge den Betrag von Fr.  8'070.-- nicht bloss ausdrücklich in seinen Aus-
sagen genannt hat, sondern exakt dieselbe Zahl auch aus der handschriftlichen Ver-
zichtserklärung hervor geht, welche Q. angeblich am 7. April 2003 selbst erstellt 
haben will.  

Die beiden Rechnungen vom 28. Mai 2003 über total Fr. 3'588.50 konnten 
im Übrigen ohnehin nicht Gegenstand der gemäss handschriftlicher Datierung am 
7. April 2003 respektive laut Zeugenaussage am 22. April 2003 vereinbarten Ver-
zichtserklärung sein. Wann genau der Kläger die damit in Rechnung gestellten Ar-
beiten ausgeführt hat, wird aus den Akten nicht ersichtlich. Es ging dabei jedoch 
unter anderem um den Einbau eines neuen Wandboilers, welcher seitens des Klä-
gers am 31. Dezember 2002 beim Lieferanten abgeholt worden ist (vgl. KB 16). Es 
erscheint daher wahrscheinlich, dass die entsprechenden Arbeiten im April 2003 
bereits ausgeführt waren. Der getätigte Arbeitsaufwand wurde der Berufungsbe-
klagten aber erst mehr als einen Monat später, nämlich am 28. Mai 2003 in Rech-
nung gestellt. Die Rechnungen vom 28. Mai 2003 haben folglich zum Zeitpunkt der 
geltend gemachten Verzichtserklärung gar noch nicht existiert. Laut Aussagen von 
Q. ging es um den Verzicht auf eine ausstehende Rechnung in Höhe von Fr. 8'070.-- 
betreffend Baustelle in Z., welche gemäss Übereinkommen vernichtet werden sollte 
(vgl. Zeugenaussagen, act. VI. 1, S. 2, Frage 1. a und Ergänzungsfrage). Da die 
Rechnungen vom Mai 2003 gar noch nicht vorlagen, konnte Q. aber weder Kenntnis 
vom Rechnungsbetrag haben, noch hätten die nicht existierenden Rechnungen ver-
nichtet werden können. Die Besprechung vom April 2003 und der vom Berufungs-
beklagten geltend gemachte Verzicht konnten sich folglich gar nicht auf diese Rech-
nungen beziehen. Die beiden anderen Rechnungen vom 13. Januar 2003 lagen 
zwar im April 2003 bereits vor und deren Bezahlung war damit ausstehend. Deren 
Gesamtbetrag von Fr. 5'163.50 entspricht aber erst recht nicht jenem von Fr. 8'070.-

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-, auf den A. gemäss Zeugenaussage von Q. verzichtet haben soll. Es wird mithin 
auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet deutlich, dass es sich bei dem vom 
Verzicht erfassten Ausstand nicht um die Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 
28. Mai 2003 im Gesamtbetrag von Fr. 8'752.-- handeln kann. Vielmehr ist davon 
auszugehen, dass sich die Verzichtserklärung über den Ausstand von Fr. 8’070.-- 
auf eine von diesen Rechnungen verschiedene Forderung für andere im Auftrag der 
X.-GmbH in Z. ausgeführte Arbeiten bezieht. Wie sich aus den Aussagen von H. 
ergibt, welcher bei der X.-GmbH unter anderem als Verwalter und Hausabwart der 
Liegenschaften in Z. tätig ist, hat A. für die Berufungsbeklagte immer wieder Arbei-
ten in Z. ausgeführt (vgl. Zeugenaussagen, act. VI.4). Es erscheint also auch mit 
Blick auf die Aussagen des Verwalters einleuchtend, dass es sich bei dem vom 
Verzicht betroffenen Ausstand in Höhe von Fr. 8'070.-- um eine andere die Liegen-
schaften in Z. betreffende Rechnung handelte als jene vom 13. Januar 2003 und 
28. Mai 2003. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass keine Rech-
nung über den Betrag von Fr. 8'070.-- bei den Akten liegt. Gemäss Aussagen von 
Q. sind die Parteien nämlich übereingekommen, die mit Verzichtserklärung erlas-
sene Rechnung über Fr. 8'070.-- zu vernichten (vgl. Zeugenaussagen, act. VI.1., S. 
2, Ergänzungsfrage zu 1.a). Es erscheint daher nur logisch, dass keine Rechnung 
über diesen Betrag in den Akten zu finden ist. Gleichzeitig spricht der Umstand, 
dass die Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 über insgesamt Fr. 
8'752.-- im Gegensatz dazu vorliegen (vgl. KB 14, 15, 17, 18) und folglich nicht ver-
nichtet wurden, klar dafür, dass sie eben gerade nicht in der Verzichtserklärung ent-
halten sind. Wären sie davon erfasst gewesen, hätte man sie nämlich laut Aussagen 
von Q. vernichtet.

c) Nach dem Gesagten geht somit der behauptete Verzicht auf die 
Begleichung der Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 weder aus 
der Saldoerklärung auf der Rechnung vom 4. Februar 2003 hervor, noch ergibt sich 
dieser aus der ins Recht gelegten Verzichtserklärung (BB 4) oder den Aussagen 
des Architekten Q. und den übrigen Akten. Die Beklagte vermag somit den Nach-
weis, dass die Rechnungen vom 13. Januar 2003 und 28. Mai 2003 in der Saldoer-
klärung enthalten respektive infolge Verzichtserklärung dahingefallen sind, nicht zu 
erbringen. Sind aber - wie dargelegt (vgl. weiter oben Erw. 2. a, S. 5) - die in Rech-
nung gestellten Leistungen wie auch die Höhe der Rechnungen grundsätzlich un-
bestritten und kann die Beklagte den Verzicht auf die darauf gründenden Forderun-
gen nicht nachweisen, so ist der gestützt darauf eingeforderte Gesamtbetrag von 
Fr. 8'752.-- geschuldet. Die Berufung ist daher gutzuheissen und die X.-GmbH in 
Aufhebung von Ziffer 2 des angefochtenen Urteils zu verpflichten, A. nebst den vor 

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Vorinstanz zugesprochenen Fr. 10'435.15 zusätzlich Fr. 8'752.--, also insgesamt Fr. 
19'187.15 zu bezahlen. Zudem sind dem Kläger gemäss seinem Begehren gestützt 
auf Art. 104 Abs. 1 und Art. 102 Abs. 1 OR 5% Zins ab dem 9. März 2004 auf den 
geschuldeten Betrag zuzusprechen, wobei diesbezüglich auf die zutreffenden Er-
wägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann (vgl. vorinstanzliches Urteil, Erw. 
5, S. 15 [Art. 229 Abs. 3 ZPO]).

3. a)  Ist die Berufung gutzuheissen, so sind auch die Kosten der Vorin-
stanz neu zu verteilen. A. hat ursprünglich Fr. 68'879.70 eingeklagt, wobei er sein 
Leitscheinbegehren in der Prozesseingabe auf 64'546.80 reduzierte. Davon wurden 
ihm vor Vorinstanz in teilweiser Gutheissung der Klage Fr. 10'435.15 zugesprochen. 
Ausgehend vom Verhältnis des Obsiegens und Unterliegens sowie unter Berück-
sichtigung des Umstands, dass A. durch das Verhalten der Beklagten zur Einleitung 
des Prozesses gezwungen wurde, hat das Bezirksgericht dabei die Kosten des vor-
instanzlichen Verfahrens zu 1/5 der Beklagten und zu 4/5 dem Kläger auferlegt. Im 
Berufungsverfahren wird A. nunmehr der Betrag von Fr. 19'187.15 zugesprochen, 
das heisst also im Vergleich zum vorinstanzlichen Verfahren rund das Doppelte. Es 
rechtfertigt sich daher, die vermittleramtlichen Kosten sowie jene des Bezirksge-
richts Plessur zu 2/5 der X.-GmbH und zu 3/5 A. aufzuerlegen, welcher der Gegen-
partei für die Umtriebe im vorinstanzlichen Verfahren überdies eine dem Ausgang 
des Prozesses entsprechende aussergerichtliche Entschädigung zu bezahlen hat 
(vgl. Art. 122 Abs. 1 und 2 ZPO). Ausgehend von der vor Vorinstanz eingelegten 
Kostennote von Fr. 5’509.-- hat A. die X.-GmbH für das vorinstanzliche Verfahren 
demnach mit Fr. 1'100.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

b) Im Verfahren vor Kantonsgericht, wo nur noch Fr. 8'752.-- strittig waren, 
hat A. vollumfänglich obsiegt. Die Kosten des Berufungsverfahrens gehen daher zu 
Lasten der X.-GmbH, welche dem Berufungskläger für das Berufungsverfahren eine 
angemessene ausseramtliche Entschädigung zu bezahlen hat (Art. 122 Abs. 1 und 
2 ZPO).

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird gutgeheissen, und die Ziffern 2 und 3 des angefochtenen 
Urteils werden aufgehoben. 

2. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 19’187.15 zuzüglich Verzugs-
zins zu 5% seit 9. März 2004 zu bezahlen.

3. Die Kosten des Vermittleramtes des Kreises Chur von Fr. 250.-- und des vor-
instanzlichen Verfahrens von Fr. 8'202.-- gehen zu 2/5 zu Lasten der Beklag-
ten und zu 3/5 zu Lasten des Klägers, welcher die Beklagte für das vorin-
stanzliche Verfahren ausseramtlich mit Fr. 1'100.-- einschliesslich Mehrwert-
steuer zu entschädigen hat. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'665.-- (Gerichtsgebühr Fr. 
3'500.--, Schreibgebühr Fr. 165.--) gehen zu Lasten der Berufungsbeklagten, 
welche den Berufungskläger für das Berufungsverfahren ausseramtlich mit 
Fr. 1'200.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zu entschädigen hat.

5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Präsident Die Aktuarin