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**Case Identifier:** 6b0d8080-a8f4-56b2-bf6c-5643b00cb8bb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.05.2020 810 19 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-159_2020-05-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. Mai 2020 (810 19 159) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Nichteintreten  

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess,  

Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiber i.V. 
Roger Meier 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ferhat Kizilkaya, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Nicht-

eintreten (RRB Nr. 770 vom 4. Juni 2019) 
 
 
 
A. Der afghanische Staatsangehörige A.____ (geb. 1996) reiste am 28. August 2009 mit 
seiner Mutter und seinen zwei jüngeren Geschwistern im Rahmen des Familiennachzugs zu 
seinem in der Schweiz wohnhaften Vater ein, wozu er eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. 
 
B. Mit Verfügung vom 14. Februar 2019 entzog das Amt für Migration und Bürgerrecht des 
Kantons Basel-Landschaft (AfMB) A.____ die Aufenthaltsbewilligung und wies ihn an, bis spä-
testens zum 15. April 2019 aus der Schweiz auszureisen. Zur Begründung führte es im Wesent-

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lichen aus, dass A.____ aufgrund seiner Straffälligkeit, seines unkooperativen Verhaltens sowie 
des Nichteinhaltens einer Integrationsvereinbarung die Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 
lit. c, d und g des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-
tegration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 gesetzt habe. 
 
C. Am 28. Februar 2019 wandte sich A.____ per Einschreiben an das Staatssekretariat für 
Migration (SEM). Unter Angabe der Referenznummer der Verfügung des AfMB vom 
14. Februar 2019 und unter dem Betreff "Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Ausweisung" führte er hierin aus, dass er innert Frist keine Beschwerde eingereicht habe, da er 
dazu nicht selbst in der Lage sei und keinen Anwalt gefunden habe. Die Beschwerdefrist sei 
daher verstrichen. Nach einer knappen Passage zu seiner Biografie brachte er weiter vor, dass 
er zu seinem Heimatland Afghanistan kaum mehr Beziehungen pflege und die politische und 
gesellschaftliche Situation dortzulande äusserst instabil sei, weshalb eine Rückkehr mit einer 
Gefährdung seines Lebens einhergehe. Zuletzt brachte A.____ vor, er habe aus seinen Fehlern 
gelernt und bitte das SEM, die Ausweisung aus humanitären Gründen zu stoppen und ihm noch 
eine Chance zu gewähren.  
 
D. Mit Schreiben vom 4. März 2019 bestätigte das SEM den Eingang des Schreibens vom 
28. Februar 2019 und informierte ihn, dass dieses zuständigkeitshalber an das AfMB überwie-
sen worden sei. 
 
E. Am 7. März 2019 wandte sich A.____ an den Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) und brachte vor, die Beschwerdefrist aus gesundheitlichen Gründen 
verpasst zu haben. Er wolle jedoch unbedingt Beschwerde erheben und werde in den kom-
menden Tagen ein Arztzeugnis beibringen. Mit Schreiben vom 12. März 2019 bestätigte der 
Regierungsrat den Erhalt der beiden Eingaben vom 28. Februar 2019 und 7. März 2019 und 
forderte A.____ auf, die Postquittung und das in Aussicht gestellte Arztzeugnis bis längstens 
zum 31. März 2019 einzureichen.  
 
F. In der Folge liess sich A.____ durch Ferhat Kizilkaya, Advokat, vertreten und brachte mit 
Schreiben vom 1. April 2019 vor, dass er seine Eingabe vom 28. Februar 2019 fälschlicher-
weise an das SEM gesandt habe, die Beschwerdefrist jedoch eingehalten worden sei. Deshalb 
sei auf die besagte Eingabe als Beschwerde einzutreten und diese materiell zu behandeln. Am 
26. April 2019 reichte A.____ beim Rechtsdienst von Regierungsrat und Landrat (Rechtsdienst) 
eine ergänzende Beschwerdebegründung ein. 
 
G. Mit Beschluss (RRB) Nr. 770 vom 4. Juni 2019 trat der Regierungsrat auf die Beschwer-
de nicht ein. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass A.____ sein Schreiben vom 
28. Februar 2019 dem SEM wissentlich und willentlich als Gesuch um Erteilung einer neuen 
Aufenthaltsbewilligung und nicht als Beschwerde eingereicht habe. A.____ habe folglich zuerst 
bewusst auf eine Beschwerde gegen die Verfügung des AfMB vom 14. Februar 2019 verzichtet 
und erst mit den Schreiben vom 1. April 2019 und 26. April 2019 tatsächlich Beschwerde erho-
ben. Diese seien allerdings verspätet erfolgt, weshalb darauf nicht eingetreten werden könne. 

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Allfällige Fristwiederherstellungsgründe seien keine ersichtlich, zumal A.____ die Nachreichung 
eines Arztzeugnisses unterlassen habe. 
 
H. Am 17. Juni 2019 erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Ferhat Kizilkaya, 
gegen den RRB vom 4. Juni 2019 beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde, mit den Begehren: 1. Es sei der Beschluss der Vor-
instanz vom 4. Juni 2019 aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zur materiellen Beur-
teilung zurückzuweisen; 2. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und 
es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer sich bis zum Abschluss des Beschwerdever-
fahrens in der Schweiz aufhalten darf; 3. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren; 4. Alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. Februar 2018 in Anbetracht so-
wohl ihres Wortlauts als auch der Umstände, unter denen sie dem SEM eingereicht worden sei, 
durch den Regierungsrat als Beschwerde und nicht als neues Gesuch hätte entgegengenom-
men werden müssen. Der damals nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer sei irrtümli-
cherweise davon ausgegangen, die Beschwerdefrist verpasst zu haben, weshalb die Form-
strenge des Regierungsrats das Verbot des überspitzten Formalismus im Sinne von Art. 29 
Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 verletze. Ferner habe 
der Rechtsdienst durch seine prozessleitenden Handlungen eine Vertrauensgrundlage geschaf-
fen, welche der Regierungsrat mit dem Nichteintretensentscheid nun zu Unrecht enttäuscht 
habe. In diesem Sinne habe der Regierungsrat widersprüchlich gehandelt und gegen den 
Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 9 BV verstossen. 
 
I. Im Rahmen der Verfahrensinstruktion stellte das Gericht am 18. Juni 2019 fest, dass der 
Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zukomme, und es erklärte den 
entsprechenden Verfahrensantrag des Beschwerdeführers, es sei der Beschwerde aufschie-
bende Wirkung zu erteilen, als gegenstandlos. 
 
J. Am 8. Juli 2019 liess sich die Vorinstanz vernehmen und schloss auf kostenfällige Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juli 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und festgelegt, dass über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zusammen 
mit der Hauptsache entschieden werde. 
 
L. Mit Eingabe vom 12. August 2019 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
neben seiner Honorarnote das Originalcouvert der Eingabe vom 28. Februar 2018 an das SEM 
zu den Akten.  
 
M. Am 24. September 2019 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein, zu welcher die 
Vorinstanz mit Duplik vom 15. Oktober 2019 Stellung nahm. Hierin halten beide Parteien an 
ihren Begehren und Ausführungen fest. Auf den genauen Inhalt der Eingaben wird – soweit 
erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht unter anderem zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrats. 
Zur Beschwerde ist befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen 
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung hat 
(§ 47 Abs. 1 VPO). Von einem Nichteintretensentscheid der Vorinstanz ist gemäss der Praxis 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, grundsätzlich derjenige 
betroffen, auf dessen Beschwerde nicht eingetreten wurde. Dieser muss bei der übergeordne-
ten Instanz geltend machen können, dass die angeblichen Nichteintretensgründe gar nicht vor-
liegen und die Vorinstanz demnach materiell hätte entscheiden müssen (Urteil des Kantonsge-
richts [KGE VV] vom 10. Februar 2010 [810 09 255/54] E. 1.1; vgl. auch Basellandschaftliche 
Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVGE] 1993 S. 173 ff., 1998/1999 S. 108 ff.). Der Beschwer-
deführer ist demzufolge zur Beschwerde befugt. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen 
erfüllt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO 
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Er-
messens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Regierungsrat bereits die Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 28. Februar 2019 an das SEM als Beschwerde hätte entgegennehmen 
müssen. 
 
4.1 Die angefochtene Verfügung wurde dem Beschwerdeführer unbestrittenermassen am 
18. Februar 2019 zugestellt, womit die Beschwerdefrist ab dem 19. Februar 2019 zu laufen be-
gann (vgl. § 46 Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisati-
onsgesetzt, GOG] vom 22. Februar 2001). Mit Eingabe vom 12. August 2019 brachte der Be-
schwerdeführer das Original des Beschwerdecouverts bei, mit welchem nunmehr hinlänglich 
bewiesen ist, dass er seine Eingabe am 28. Februar 2019 und somit am letzten Tag der Be-
schwerdefrist der Schweizerischen Post zuhanden des SEM übergeben hatte. Der Umstand, 
dass der Beschwerdeführer sich an eine unzuständige Behörde wandte, ist vorliegend unbe-
achtlich, da gemäss § 5 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG 
BL) vom 13. Juni 1988 die Frist auch in diesen Fällen als gewahrt gilt. Ohne Not soll eine recht-
suchende Partei nicht um die Beurteilung ihres Rechtsbegehrens gebracht werden (vgl. Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts E-923/2019 vom 3. April 2019 E. 3.2.3). Wenn der Beschwer-
deführer in seiner Eingabe vom 28. Februar 2019 nun vorbringt, die Beschwerdefrist sei bereits 
verstrichen, so unterlag er bezüglich des Fristenlaufs offensichtlich einem Irrtum. Die subjektive 
Auffassung einer Partei über die Einhaltung oder Nichteinhaltung einer Frist ist für die tatsächli-
che Beurteilung des Fristenlaufs allerdings ohne Konsequenz, weshalb vorab festzustellen ist, 

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dass, sollte sich im Nachfolgenden der Charakter dieser Eingabe als Beschwerde ergeben, die-
se dem Regierungsrat noch innert der Beschwerdefrist zugegangen wäre.  
 
4.2 Eine Rechtsschrift ist durch die empfangende Behörde als jenes Rechtsmittel entgegen-
zunehmen, dessen gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sind, und nicht als jenes, als welches 
es von der Partei unrichtigerweise bezeichnet worden ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts E-923/2019 vom 3. April 2019 E. 3 m.w.H.). Im Folgenden kann es nach dem Gesagten 
somit einzig noch darauf ankommen, ob die Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. Februar 
2019 den Anforderungen an eine Beschwerde zu genügen vermag. 
 
5. Der Regierungsrat stellt sich auf den Standpunkt, der Wortlaut der Eingabe vom 
28. Februar 2019 lasse klar darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer von einer Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 14. Februar 2019 bewusst abgesehen und sich stattdes-
sen entschieden habe, beim SEM ein Gesuch um eine neue Aufenthaltsbewilligung einzu-
reichen. Der Regierungsrat sei demgemäss auch nicht verpflichtet gewesen, die besagte Ein-
gabe als unklare oder unvollständige Beschwerde zur Verbesserung zurückzuweisen. Der Wille 
des Beschwerdeführers sei eindeutig gewesen und habe vom Regierungsrat berücksichtigt 
werden dürfen und müssen. Dass der Beschwerdeführer in der irrigen Annahme, die Be-
schwerdefrist sei abgelaufen, auf eine Beschwerde verzichtet habe, sei seine eigene Fehlein-
schätzung und nicht von Bedeutung. 
 
6.1 Gemäss § 15 Abs. 1 VwVG BL sind Eingaben mit rechtlichen Begehren schriftlich einzu-
reichen und müssen ein klar umschriebenes Begehren, die Angaben der Tatsachen und Be-
weismittel, eine Begründung sowie eine Unterschrift der Parteien oder ihres Vertreters enthal-
ten. Ist eine Eingabe unklar oder unvollständig, so ist die Behörde nach Abs. 2 der vorgenann-
ten Bestimmung verpflichtet, die Eingabe unter Ansetzung einer kurzen Nachfrist zur Verbesse-
rung zurückzuweisen. 
 
6.2.1 Der Beschwerdeführer stellt in seiner Eingabe vom 28. Februar 2019 das folgende Be-
gehren: "Ich bitte Sie, aus humanitären Gründen die Ausweisung zu stoppen und mir noch eine 
Chance zu geben". Isoliert betrachtet lässt sich der Wille des Beschwerdeführers aus dem 
Wortlaut dieses Antrags nicht eindeutig ermitteln, zumal er weder explizit um die Aufhebung der 
Verfügung des AfMB vom 14. Februar 2019 noch um Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilli-
gung ersucht. Das Begehren bedarf demnach der Auslegung, welche nach Treu und Glauben 
und unter Beizug der Beschwerdebegründung vorzunehmen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_473/2018 vom 10. März 2019 E. 1.2 m.w.H.). Der Verzicht auf eine Rückweisung der Ein-
gabe zu ihrer Verbesserung wäre vorliegend in Anbetracht des unklaren Rechtsbegehrens nur 
dann zu schützen, wenn sich der Wille des Beschwerdeführers aus dem übrigen Inhalt der Ein-
gabe zweifelsfrei feststellen liesse. Im Rahmen dieser Beurteilung ist dem Umstand Rechnung 
zu tragen, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der fraglichen Eingabe nicht anwaltlich 
vertreten war und es sich um einen juristischen Laien handelt. 
 
6.2.2 Die Verfügung des AfMB vom 14. Februar 2019 enthält eine korrekte Rechtsmittelbeleh-
rung, gemäss welcher innert 10 Tagen seit Eröffnung schriftlich und begründet beim Regie-

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rungsrat Beschwerde erhoben werden kann. Für einen Laien ist nicht ohne Weiteres erkennbar, 
dass unter dem Begriff der "Eröffnung" nicht das Ausstellungsdatum der Verfügung, sondern 
erst das Datum der Zustellung zu verstehen ist und dass die Beschwerdefrist vorliegend dem-
gemäss am 19. Februar 2019 zu laufen begann. Es sind zudem keine Indizien ersichtlich, die 
dazu Anlass geben würden, die Schilderung des Beschwerdeführers über seinen Irrtum in Zwei-
fel zu ziehen. Hätte der Beschwerdeführer noch im Zeitpunkt seiner Eingabe um den korrekten 
Fristenlauf gewusst, wäre es für ihn in keiner Weise gewinnbringend gewesen, sein Schreiben 
als Gesuch um Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung und nicht als Beschwerde auszu-
gestalten. Es ist somit plausibel erklärbar und auch entschuldbar, dass der Beschwerdeführer 
am 28. Februar 2019 irrtümlicherweise davon ausging, die Beschwerdefrist bereits verpasst zu 
haben. 
 
6.2.3 Der Regierungsrat vertritt sowohl im angefochtenen Entscheid wie auch in der Vernehm-
lassung vom 8. Juli 2019 und in der Duplik vom 15. Oktober 2019 die Ansicht, es gehe aus der 
Eingabe des Beschwerdeführers "klarerweise" hervor, dass es sich hierbei um ein neues Ge-
such um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung handle. Aufgrund welcher Anhaltspunkte oder 
Methoden er zu dieser Auffassung gelangt, legt der Regierungsrat indes nicht in substanziierter 
Weise dar. Wohl zitiert er wörtlich die Behauptung des Beschwerdeführers, die Beschwerdefrist 
verpasst und deshalb keine Beschwerde eingereicht zu haben, verzichtet jedoch darauf, den 
offensichtlichen Irrtum des Beschwerdeführers explizit anzuerkennen oder weiter darauf einzu-
gehen. Erst im Rahmen seiner Duplik bringt der Regierungsrat in pauschaler Weise vor, die 
irrige Annahme des Beschwerdeführers über den Fristenlauf sei ohne Bedeutung. 
 
6.2.4 Wie bereits dargelegt, muss der Charakter der fraglichen Eingabe zufolge der Zweideu-
tigkeit des Rechtsbegehrens im Rahmen einer nach Treu und Glauben vorgenommenen Ausle-
gung ermittelt werden. Der Auffassung des Regierungsrats, der Wille des Beschwerdeführers 
sei klar ersichtlich, kann demnach bereits aufgrund der Auslegungsbedürftigkeit der Eingabe 
vom 28. Februar 2019 grundsätzlich nicht gefolgt werden. Ein eindeutiger Parteiwille könnte 
sich allenfalls unter Beizug der Begründung ergeben, doch ist vorliegend nicht ersichtlich, wel-
che Aussagen des Beschwerdeführers konkret auf eine Qualifizierung als neues Gesuch hin-
deuten sollen. Unterliegt – wie vorliegend – ein Laie bei der Prämisse seiner Eingabe einem 
offensichtlichen Irrtum, darf dieser Umstand durch die behandelnde Behörde nicht in guten 
Treuen ignoriert werden. Der Regierungsrat wäre demnach gehalten gewesen, den Inhalt der 
Eingabe vom 28. Februar 2019 unter Einbezug des Fristenirrtums des Beschwerdeführers zu 
würdigen. Dies hat er allerdings unterlassen und die blosse Feststellung des Beschwerdefüh-
rers, keine Beschwerde erhoben zu haben, unter Missachtung des kontextuellen Zusammen-
hangs und des dieser Aussage nachfolgenden Kausalsatzes unzulässigerweise als direkte Wil-
lensäusserung interpretiert. 
 
6.2.5 Ferner ist festzustellen, dass auch der übrige Inhalt der fraglichen Eingabe für eine Qua-
lifizierung als Beschwerde spricht: Der Beschwerdeführer bezieht sich in Referenz und Betreff 
auf die Verfügung des AfMB vom 14. Februar 2019 und führt in Kurzform aus, weshalb er eine 
Rückkehr nach Afghanistan für unzumutbar und somit sinngemäss für unverhältnismässig hält. 
Auch hier gilt zu berücksichtigen, dass es sich um eine Laieneingabe handelt, an welche pra-

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xisgemäss deutlich geringere Anforderungen zu stellen sind. Das Bundesgericht lässt es bei 
Laienbeschwerden etwa genügen, wenn aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen 
Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (Urteil des Bundesgerichts 
1C_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 2.5 m.w.H.; BGE 118 Ib 134 E. 2). Der Beschwerdeführer 
hat sich in seinem Schreiben mit der Verfügung des AfMB vom 14. Februar 2019 auseinander-
gesetzt und dargelegt, weshalb er mit dem Entscheid des AfMB nicht einverstanden ist. Seine 
Eingabe vermag somit den Anforderungen an eine Laienbeschwerde zu genügen. 
 
6.2.6 Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer seine Eingabe fälschlicherweise an das 
SEM richtete und dieses die Anfrage an das AfMB – statt wie für eine Beschwerde üblich an 
den Regierungsrat – weiterleitete, lassen sich sodann keine handfesten Schlussfolgerungen 
betreffend den Parteiwillen ziehen. Es ist durchaus denkbar, dass sich der Beschwerdeführer in 
der irrigen Hoffnung an das SEM wandte, dieses könne als Bundesbehörde ungeachtet einer 
verstrichenen Beschwerdefrist gegenüber einer kantonalen Behörde dennoch die Einleitung 
eines Beschwerdeverfahrens erwirken oder den Vollzug eines kantonalen Entscheids aufhalten. 
Darauf deutet auch der Wortlaut des Rechtsbegehrens hin, mit welchem das SEM aufgefordert 
wird, die Ausweisung zu "stoppen". Dass das SEM das Schreiben als neues Gesuch interpre-
tierte, ist aufgrund der fehlenden Zuständigkeit unbeachtlich. 
 
6.2.7 Weitere Anhaltspunkte, auf welche sich eine Qualifizierung der fraglichen Eingabe als 
neues Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung stützen liesse, sind nicht ersichtlich 
und werden vom Regierungsrat auch nicht vorgebracht. Wohl trifft es zu, dass die rechtfertigen-
den Vorbringen des Beschwerdeführers – etwa sein behauptetes Unvermögen, rechtzeitig ei-
nen Anwalt zu mandatieren bzw. selbst eine Beschwerde zu verfassen, oder allfällige gesund-
heitliche Verhinderungsgründe – wenig glaubwürdig erscheinen. Die entsprechenden Behaup-
tungen sind jedoch offensichtlich dem Umstand geschuldet, dass der Beschwerdeführer noch 
mindestens bis zu seiner Eingabe vom 7. März 2019 irrtümlicherweise davon ausging, die Be-
schwerdefrist bereits verpasst zu haben, und somit wohl dringend nach Gründen suchte, doch 
noch eine erneute Beurteilung seines Falles herbeizuführen. Die vorliegend einschlägigen 
Rechts- und Auslegungsfragen bleiben hiervon allerdings unberührt.  
 
6.3 In Erwägung aller Umstände ist somit davon auszugehen, dass, hätte der Beschwerde-
führer denn um den korrekten Fristenlauf gewusst, er seine Eingabe vom 28. Februar 2019 
deutlicher als Beschwerde verfasst hätte. Der Ansicht des Regierungsrats, wonach im fragli-
chen Schreiben ein Antrag auf Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung zu erkennen sei, 
kann nicht gefolgt werden. Nach dem Gesagten wäre der Regierungsrat vielmehr verpflichtet 
gewesen, die besagte Eingabe als Beschwerde entgegenzunehmen und diese materiell zu be-
handeln, eventualiter diese zufolge Unklarheit unter Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesse-
rung an den Beschwerdeführer zurückzuweisen. 
 
7. Die Beschwerde ist im Lichte des Vorstehenden vollumfänglich gutzuheissen und der 
Regierungsrat ist anzuweisen, auf die Beschwerde einzutreten und diese materiell zu behan-
deln. Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach sich im Verhalten des Beschwerdegegners im 

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Rahmen der Verfahrensinstruktion ein Anspruch aus Vertrauensschutz konstituiert, braucht 
nicht mehr geprüft zu werden. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Re-
gel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzu-
folge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- vollumfänglich dem Regierungsrat 
aufzuerlegen. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug 
einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Ge-
genpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens ist 
dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Regierungsrats zuzusprechen. 
In seiner Honorarnote vom 24. September 2019 macht der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers für seine Bemühungen vom 8. Juni 2019 bis zum 24. September 2019 einen Aufwand von 
11.75 Stunden à Fr. 200.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 42.20 geltend, was nicht zu be-
anstanden ist. Folglich hat der Regierungsrat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 2'576.40 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss Nr. 2019-770 des 

Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 4. Juni 2019 auf-
gehoben und die Angelegenheit zur materiellen Beurteilung an den 
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
   
 3. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer-

deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'576.40 (inkl. 
Auslagen und 7.7% MWST) zu bezahlen.  

 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.