# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cef1bd00-0b31-5426-ae30-afe094d171fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2008 D-3673/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3673-2008_2008-10-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3673/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Hans Schürch (Vorsitz),
Richter Fulvio Haefeli, Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägung); Verfügung 
des BFM vom 29. Mai 2008 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3673/2008

Sachverhalt:

A.
A.a Der  Beschwerdeführer,  ein  ethnischer  Kurde  alevitischen  Glau-
bens mit letztem Wohnsitz in B._______ (Provinz C._______), verliess 
gemäss eigenen Angaben am 15. Mai 2003 die Türkei und gelangte 
am 21. Mai 2003 in die Schweiz,  wo er gleichentags um Asyl  nach-
suchte. 

A.b Mit  Verfügung  vom  20.  November  2003  stellte  das  Bundesamt 
fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht, 
und lehnte  das  Asylgesuch ab. Gleichzeitig  ordnete  es  die  Wegwei-
sung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie deren Vollzug an.

A.c Das Bundesverwaltungsgericht wies eine bei der damals zustän-
digen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) eingereichte Be-
schwerde vom 19. Dezember 2003 mit Urteil vom 11. Mai 2007 ab.

A.d Für  den Inhalt  des ordentlichen Verfahrens ist  auf  die Akten zu 
verweisen.

B.
B.a
Mit Eingabe vom 12. Juli 2007 an das BFM liess der Beschwerdeführer 
um die wiedererwägungsweise Aufhebung der Ziffern 4 und 5 des Dis-
positivs der Verfügung des BFM vom 20. November 2003 ersuchen. Es 
sei  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und 
das D._______ sei anzuweisen, von Vollzugshandlungen abzusehen. 
Der  Eingabe  lag  ein  ärztlicher  Bericht  der  Psychiatrischen  Klinik 
E.________ vom 9. Juli 2007 bei.

B.b Das BFM wies die zuständige kantonale Behörde mit  Verfügung 
vom 16. Juli 2007 an, von Vollzugshandlungen abzusehen.

B.c Am 21. Januar 2008 forderte das BFM den Beschwerdeführer auf, 
innerhalb angesetzter Frist einen aktualisierten ärztlichen Bericht ein-
zureichen.

B.d Der Beschwerdeführer übermittelte dem BFM mit Schreiben vom 
25. März  2008  einen  ärztlichen  Bericht  der  F.______  vom  5.  März 
2008.

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C.
Mit Verfügung vom 29. Mai 2008 wies das BFM das Wiedererwägungs-
gesuch ab. Es stellte fest, dass die Verfügung vom 20. November 2003 
rechtskräftig  und  vollstreckbar  sei  und  einer  allfälligen  Beschwerde 
keine  aufschiebende  Wirkung  zukomme. Es  erhob  eine  Gebühr  von 
Fr. 600.--.

D.
Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 5. Juni 2008 liess 
der  Beschwerdeführer  um  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfü-
gung ersuchen. Die Sache sei zur Feststellung des vollständigen und 
richtigen  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  zur  Neubeurteilung  an 
das BFM zurückzuweisen. Eventuell sei gestützt auf Art. 83 Abs. 4 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) festzustellen, dass der Vollzug der 
Wegweisung unzumutbar sei. Im Sinne einer vorsorglichen Massnah-
me  sei  der  Vollzug  der  Wegweisung  unverzüglich  zu  sistieren.  Vor 
einer  Gutheissung der  Beschwerde  sei  dem unterzeichneten  Anwalt 
eine angemessene Frist zur Einreichung einer detaillierten Kostennote 
einzuräumen.

E.
Der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  ordnete  mit 
Verfügung vom 6. Juni 2008 die vorsorgliche Aussetzung des Vollzugs 
an,  nachdem der  Beschwerdeführer  aus  der  Ausschaffungshaft  ent-
lassen worden war, da sich der Vollzug als unmöglich erwiesen habe.

F.
F.a Mit  Schreiben  vom  30.  Juni  2008  liess  der  Beschwerdeführer 
einen  Bericht  der  Psychiatrischen  Klinik  E.________  vom  26.  Juni 
2008 übermitteln. 

F.b Am 7. Juli 2008 liess der Beschwerdeführer eine Ergänzung seiner 
Beschwerde vom 5. Juni 2008 nachreichen.

G.
Mit Zwischenverfügung vom 10. Juli 2008 bestätigte der Instruktions-
richter  die  Aussetzung  des  Wegweisungsvollzugs. Auf  die  Erhebung 
eines Kostenvorschusses wurde verzichtet und dem BFM wurde Ge-
legenheit zur Einreichung einer Vernehmlassung gegeben.

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H.
Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 28. Juli 2008 die 
Abweisung der Beschwerde.

I.
Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom 11. August 2008 um die 
Ansetzung einer  Frist  zur  Einreichung eines  ausführlichen ärztlichen 
Berichts und weiterer  Unterlagen ersuchen. Zudem sei er durch das 
Bundesverwaltungsgericht anzuhören.

J.
Mit Zwischenverfügung vom 19. August 2008 gab der Instruktionsrich-
ter  dem Antrag um Ansetzung einer Frist  zur  Nachreichung von Be-
weismitteln statt. Der Antrag auf persönliche Anhörung des Beschwer-
deführers durch das Bundesverwaltungsgericht wurde abgewiesen.

K.
Am 5. September 2008 liess der Beschwerdeführer einen Bericht der 
Psychiatrischen  Klinik  E.________  über  seine  Hospitalisation  vom 
16. Juni 2008 bis zum 31. Juli 2008 einreichen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer  ist  durch die angefochtene Verfügung berührt  und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

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(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht 
geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung durch die verfügende 
Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss herrschender 
Lehre  und  ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts  wird  jedoch  aus 
Art. 29  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101)  unter  bestimmten  Voraus-
setzungen  ein  verfassungsmässiger  Anspruch  auf  Wiedererwägung 
abgeleitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Danach 
ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der rechts-
erhebliche  Sachverhalt  seit  dem  ursprünglichen  Entscheid  bezie-
hungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechts-
mittelinstanz  in  wesentlicher  Weise verändert  hat  und mithin  die  ur-
sprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Verän-
derungen der  Sachlage anzupassen  ist. Sodann  können auch Revi-
sionsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen,  sofern 
sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung be-
ziehen, die entweder unangefochten geblieben oder deren Beschwer-
deverfahren mit einem formellen Prozessurteil abgeschlosssen worden 
ist. Ein  solchermassen als  qualifiziertes  Wiedererwägungsgesuch zu 
bezeichnendes  Rechtsmittel  ist  grundsätzlich  nach  den  Regeln  des 
Revisionsverfahrens  zu  behandeln  (vgl.  Entscheidungen  und  Mittei-
lungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2003 
Nr. 17 E. 2a S. 103 f. mit weiteren Hinweisen).

4.
4.1 Im Wiedererwägungsgesuch vom 12. Juli 2007 wurde ausgeführt, 
der Beschwerdeführer sei am 2. Juli 2007 notfallmässig in die Psychia-
trische  Klinik  E.________  eingewiesen  worden.  Das  Bundesverwal-
tungsgericht habe in seinem Urteil vom 11. Mai 2007 festgehalten, es 
sei  nicht  davon auszugehen,  dass  seine  gesundheitlichen  Probleme 
bei einer Rückkehr in die Türkei eine drastische und lebensbedrohliche 
Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach sich zögen. Sein 

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Gesundheitszustand  habe  sich  aber  nach  dem  11.  Mai  2007 
dramatisch  und  sogar  in  lebensbedrohlicher  Art  und  Weise  ver-
schlechtert.  Damit  sei  eine  Entwicklung eingetreten,  welche gestützt 
auf die damals vorliegenden Akten nicht voraussehbar gewesen sei. 

Im ärztlichen Bericht  vom 9. Juli  2007 werde ausgeführt,  dass beim 
Beschwerdeführer  eine  posttraumatische  Belastungsstörung  (PTBS) 
vorliege und er  sich  im Moment  in  einer  Intrusionsphase mit  Flash-
Backs,  Schlafstörungen,  Albträumen,  Hyperventilation  und  unter-
schiedlichen Angstsymptomen befinde. Zudem leide er unter depres-
siven Symptomen und Suizidgedanken mit klaren Suizidideen. Es liege 
ebenfalls eine somatische Erkrankung vor. Die Prognose sei aufgrund 
der sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten, der drohenden Aus-
schaffung und des bisherigen Verlaufs als schlecht zu beurteilen. Der 
psychische Zustand werde durch die drohende Ausschaffung negativ 
beeinflusst. Bei einer Rückreise müsse aus ärztlicher Sicht mit  einer 
Dekompensation gerechnet werden. Er leide unter einer Erkrankung, 
die schwer therapierbar sei, solange keine Lebenssicherheit für ihn be-
stehe  und  beim  Vollzug  der  Wegweisung  in  die  Türkei  mit  einer 
deutlichen Zunahme der bereits erheblichen Symptomatik zu rechnen 
sei. 

In Zusammenhang mit den Ursachen der Erkrankung des Beschwer-
deführers sei davon auszugehen, dass er durch behördliche Übergriffe 
in  der  Türkei  massiv  psychisch  geschädigt  worden sei,  wobei  diese 
Schädigungen  verhinderten,  dass  er  diese  Ereignisse  korrekt  dar-
stellen könne. Am Anfang seiner psychischen Erkrankung dürfte ste-
hen, dass er als zehnjähriger Junge von Soldaten immer wieder ge-
schlagen worden sei.

Im Schreiben vom 25. März 2008 wurde ausgeführt, mit dem neu ein-
gereichten  Arztbericht  werde  bestätigt,  dass  der  Beschwerdeführer 
unter  verschiedenen Erkrankungen  leide. Im Zentrum stünden seine 
Diabetes und die PTBS. Im Laufe der letzten Jahre habe er wiederholt 
stationär  hospitalisiert  werden  müssen.  Seine  Behandlung  sei  aus 
ärztlicher  Sicht  im  Heimatland  möglich,  es  könne  dabei  aber  keine 
gute Prognose gestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Be-
handlung an einer spezialisierten Klinik für Folter- und Kriegsopfer em-
pfohlen worden. 

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4.2 Das BFM begründete seinen Entscheid vom 29. Mai 2008 im We-
sentlichen damit, dass bereits im ordentlichen Verfahren der schlechte 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als Wegweisungshinder-
nis vorgebracht worden sei. In der Folge wurde auf die Ausführungen 
im Urteil des Bundesverwaltungsgericht vom 11. Mai 2007 verwiesen. 
Aus den Akten gehe hervor,  dass  sich  der  Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers  nach  dem  Erhalt  dieses  Urteils  verschlechtert 
habe, was angesichts der Abweisung der Beschwerde nachvollziehbar 
sei. Die beiden zu den Akten gereichten Arztberichte vom 9. Juli 2007 
bzw. 5. März 2008 enthielten jedoch keine neuen Befunde und wiesen 
auf  die  Kausalität  zwischen  dem  Urteil  und  der  Verschlechterung 
seines  Zustandes  hin.  Diese  Verschlechterung  des  Gesundheitszu-
standes sei jedoch unbeachtlich, ansonsten ein vom Wegweisungsvoll-
zug betroffener Ausländer sich jederzeit  auf  diese Weise ein Aufent-
haltsrecht sichern könnte.

4.3 In der Beschwerde vom 5. Juni 2008 wird geltend gemacht,  das 
BFM  habe  den  Anspruch  des  Beschwerdeführers  gemäss  Art.  29 
Abs. 2  BV  verletzt.  Zur  veränderten  Sachlage  nach  dem  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 2008 (recte: 2007) habe das 
BFM erst im letzten Absatz Bezug genommen. Die Befunde der Arzt-
berichte seien inhaltlich mit  keinem Wort  erwähnt worden. Das BFM 
habe sich  mit  der  Formulierung begnügt,  dass  die  Verschlechterung 
des  psychischen  Gesundheitszustands  unbeachtlich  sei  und  kein 
neuer  rechtserheblicher  Sachverhalt  vorliege.  Damit  sei  aber  nicht 
einzusehen, weshalb das BFM überhaupt auf das Wiedererwägungs-
gesuch  eingetreten  sei.  Das  BFM  habe  es  praktisch  vollumfänglich 
unterlassen,  sich  zum Verfahrensgegenstand  des  Wiedererwägungs-
gesuchs zu äussern. Es habe sich dazu hinreissen lassen, das Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  zu  rekapitulieren  und  umzuformulie-
ren. Auch dabei  handle  es  sich  um eine  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs. Daraus ergebe sich, dass es das BFM unterlassen habe, den 
rechtserheblichen Sachverhalt  vollständig und richtig abzuklären. Die 
eingereichten  Arztberichte  enthielten  zahlreiche  Fachausdrücke  und 
illustrierten das komplizierte Krankheitsbild. Bei Durchsicht der Arztbe-
richte ergäben sich zahlreiche Fragen. 

Das BFM unterstelle  dem Beschwerdeführer,  dass  es  seinem freien 
Willen unterliege, sich mittels seiner Krankheit ein Aufenthaltsrecht in 
der Schweiz sichern zu wollen. Mit dieser Annahme weiche das BFM 
in Verletzung von Bundesrecht  eindeutig  vom Inhalt  der Arztberichte 

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ab. Das BFM hätte einen Sachverständigen beiziehen müssen, wenn 
es die Arztberichte als ungenügend erachtet  hätte. Aus dem Arztbe-
richt  vom 5. März 2008 gehe hervor, dass der Beschwerdeführer an 
einer PTBS leide, und dass eine ungewisse Situation betreffend Ver-
bleib in der Schweiz bestehe. 

In  Anbetracht  der Verfügung des BFM vom 20. November  2003 und 
dem Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 2008 (recte: 
2007) stehe fest, dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat durch-
aus mit  Problemen wegen seiner Ethnie und dem politischen Hinter-
grund seiner Familie konfrontiert gewesen sei. Gestützt auf diese Tat-
sache müsste die Frage nach Wirkung und Ursache gestellt  werden. 
Dabei handle es sich um medizinische Fragestellungen, die von Sach-
verständigen beantwortet werden müssten. 

4.4 In der Eingabe vom 7. Juli 2008 wird im Wesentlichen ausgeführt, 
mit dem Arztbericht vom 5. Juni 2008 werde die Rüge, das BFM hätte 
bei Zweifeln an der Richtigkeit des Arztberichtes einen anderen Gut-
achter mit der Erstellung eines Arztberichtes beauftragen müssen, ge-
stützt. Aus den Arztberichten ergebe sich, dass der Beschwerdeführer 
selbst  kleinsten  Belastungen,  die  sich  im  Zusammenhang  mit  dem 
Vollzug ergäben, nicht gewachsen sei. Es ergäben sich keinerlei An-
haltspunkte dafür, dass er über seinen Gesundheitszustand respektive 
über die Suizidgefahr versuche, sich in  der Schweiz ein Aufenthalts-
recht  zu  sichern.  Es  sei  von  einer  wesentlich  schwereren  Krankheit 
auszugehen als zum Zeitpunkt des Urteils des Bundesverwaltungsge-
richts vom 11. Mai 2007. 

4.5 Am 11. August 2008 liess der Beschwerdeführer mitteilen, er be-
finde sich nach wie vor in einem desolaten psychischen Zustand. Be-
sonders  belastend  sei  für  ihn,  dass  er  vor  Eröffnung  des  BFM-Ent-
scheides festgenommen und in Haft versetzt worden sei. In der Zelle 
habe er einen Zusammenbruch erlitten, wonach er habe hospitalisiert 
werden müssen. Es sei  davon auszugehen, dass er dabei retrauma-
tisiert  worden  sei  und  sich  sein  Gesundheitszustand  langfristig  ver-
schlechtert  habe.  Er  leide  seither  unter  noch  grösseren  Angstzu-
ständen.

5.
Die  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  erhobenen  Rügen  der 
mangelnden  Sachverhaltsfeststellung  durch  die  Vorinstanz  und  der 

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Verletzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  des  Beschwerde-
führers erscheinen nicht stichhaltig. In den im erstinstanzlichen ordent-
lichen Verfahren eingereichten ärztlichen Berichten wurden beim Be-
schwerdeführer  die  folgenden  Erkrankungen  diagnostiziert:  Diabetes 
Mellitus Typ 1, Dyslipidämie (Verschiebung der Zusammensetzung der 
Lipide  im  Plasma),  chronisches  lumbales  Schmerzsyndrom,  Belas-
tungsreaktion  mit  Schlafstörungen,  vegetativen  Symptomen  und 
Angstzuständen sowie eine Hodenatrophie (Rückbildung) links. In den 
auf  Beschwerdeebene  eingereichten  Arztberichten  wurde  zusätzlich 
eine  komplexe  posttraumatische  Belastungsstörung  (ICD-10,  F43.1) 
mit  sekundärer paranoider Entwicklung diagnostiziert. In den bei der 
Vorinstanz im Wiedererwägungsverfahren eingereichten Arztberichten 
wurden diese Diagnosen bestätigt. Im Arztbericht  vom 5. März 2008 
wurden  beim  Beschwerdeführer  zudem  histrionische  (hysterische) 
Persönlichkeitszüge festgestellt. Das BFM verwies in der angefochte-
nen Verfügung somit zutreffenderweise auf die Erwägungen im Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Mai 2007, in dem die Erkran-
kungen des Beschwerdeführers  bereits  gewürdigt  wurden. Das BFM 
stellte in der Folge kurz,  aber prägnant  fest,  dass sich der Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers, nachdem er Kenntnis vom letzt-
instanzlichen Urteil erhalten habe, situationsbedingt zwar verschlech-
tert habe, dieser Umstand indessen nicht zu einer Neubeurteilung füh-
ren  könne. Ebenso  zutreffend  stellte  das  BFM fest,  den  im  Wieder-
erwägungsverfahren eingereichten Arztzeugnissen seien keine neuen 
Befunde  zu  entnehmen,  diese  wiesen  sogar  auf  die  Kausalität  zwi-
schen dem Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  vom 11. Mai  2007 
und dem Gesundheitszustand hin. Das BFM konnte sich aufgrund der 
eingereichten ärztlichen Berichte vom 9. Juli  2007 und 5. März 2008 
und der  bereits  im ordentlichen Verfahren eingereichten Arztberichte 
ohne  weiteres  ein  Bild  von  der  aktuellen  gesundheitlichen  Situation 
des Beschwerdeführers machen. Die Diagnosen waren klar, und be-
reits im ordentlichen Verfahren wurde die ärztliche Einschätzung ver-
treten,  im Falle  einer  Wegweisung in  die  Türkei  sei  eine  Retrauma-
tisierung  des  Beschwerdeführers  mit  akuter  Verschlechterung  der 
Symptomatik bis hin zur Suizidalität sehr wahrscheinlich. Da die medi-
zinischen Diagnosen weder vom BFM noch vom Bundesverwaltungs-
gericht grundsätzlich in Zweifel gezogen wurden, bestand keine Veran-
lassung, weitere medizinische Abklärungen zu veranlassen. Das BFM 
durfte aufgrund der Aktenlage davon auszugehen, dass es sich beim 
erneuten „Krankheitsschub“ des Beschwerdeführers, der seine wieder-
holte  Einweisung  in  die  Psychiatrische  Klinik  E.________  zur  Folge 

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hatte,  um  eine  Reaktion  auf  die  Abweisung  der  Beschwerde  im 
ordentlichen  Verfahren  handelte.  Solche  Reaktionen  können  in  der 
Regel nicht zu einer abweichenden Beurteilung der Frage der Zumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs führen. Der Antrag auf Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz ist deshalb abzuweisen. 

6.
6.1 Die Frage der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung ist vor-
liegend unter dem Aspekt von Art. 83 Abs. 4 AuG zu prüfen, welcher 
eine  Kodifizierung  der  bisherigen  Praxis  zur  konkreten  Gefährdung 
nach Art. 14a Abs. 4  des Bundesgesetzes vom 26. März  1931 über 
Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121) 
darstellt (vgl. PETER BOLZLI in MARC SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND/
PETER BOLZLI,  Kommentar  Migrationsrecht,  Zürich  2008,  Nr.  15  zu 
Art. 83  AuG,  mit  Hinweisen).  Dieser  Praxis  zufolge  wird  aus 
humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung  einer  völkerrechtlichen 
Verpflichtung der Schweiz, auf den Vollzug der Wegweisung verzichtet, 
wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für die betroffene Person eine 
konkrete  Gefährdung  darstellt.  Eine  solche  Gefährdung  kann  ange-
sichts der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, 
die  sich  durch  Krieg,  Bürgerkrieg  oder  durch  eine  Situation  allge-
meiner Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomen-
te,  wie  beispielsweise  einer  notwendigen,  aber  dort  nicht  durchführ-
baren medizinischen Behandlung, angenommen werden.

6.2 Das Bundesverwaltungsgericht  setzte  sich  in  seinem Urteil  vom 
11. Mai 2007 unter anderem auch mit der Diabetes Mellitus Typ 1 und 
der  psychischen  Erkrankung  des  Beschwerdeführers  auseinander. 
Hinsichtlich der Diabeteserkrankung wurde festgehalten,  diese sei in 
der Heimat des Beschwerdeführers behandelbar. Dem Bundesverwal-
tungsgericht  war  bekannt,  dass  der  Beschwerdeführer  unter  einer 
komplexen  PTBS  mit  sekundärer  paranoider  Entwicklung  leidet  und 
weiterhin  einer  engmaschigen  psychiatrischen  und  psychotherapeu-
tischen  Behandlung  bedarf.  Es  gelangte  zum  Schluss,  diese  könne 
vorliegend in  der  Türkei  durchgeführt  werden. Trotz  eines  Suizidver-
suchs des Beschwerdeführers und der ihm ärztlich attestierten Suizi-
dalität sei ihm eine Rückkehr in die Heimat zuzumuten. Sollten sich bei 
ihm vorhandene suizidale Tendenzen im Falle eines allfälligen zwangs-
weisen Vollzugs der Wegweisung akzentuieren, wäre dem mit geeigne-
ten  medikamentösen  oder  allenfalls  auch  psychotherapeutischen 
Massnahmen entgegen zu wirken, so dass für ihn eine konkrete Ge-

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fahr ernsthafter gesundheitlicher Schäden auszuschliessen wäre. Von 
dieser Beurteilung der bereits im ordentlichen Verfahren bestehenden 
psychischen  Erkrankung  des  Beschwerdeführers  ist  Vormerk  zu 
nehmen.  Der  im  vorangegangenen  Verfahren  beurteilte  Sachverhalt 
kann im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht Gegenstand einer 
erneuten  Beurteilung  bilden  (res  iudicata;  FRITZ GYGI,  Bundesver-
waltungsrechtspflege,  2.  Aufl.,  Bern  1983,  S.  322  f.;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 715). 

6.3 Den im Wiedererwägungsverfahren eingereichten Arztzeugnissen 
ist zu entnehmen, dass sich nach dem Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts genau das zugetragen hat, was von diesem zumindest nicht 
ausgeschlossen wurde. Die psychische Erkrankung des Beschwerde-
führers und seine latente Suizidalität haben sich akzentuiert. Hauptur-
sache  dieser  psychischen  Reaktion  dürfte  der  Erhalt  des  negativen 
Urteils  und  der  damit  verbundene  Umstand  der  bevorstehenden 
Rückkehr  in  den Heimatstaat  gewesen sein. Die  im Beschwerdever-
fahren  vertretene  Auffassung,  es  sei  eine  Entwicklung  eingetreten, 
welche  gestützt  auf  die  damals  vorliegenden  Akten  im  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  nicht  voraussehbar  gewesen  sei,  erweist 
sich als unzutreffend (vgl. den ärztlichen Bericht der Psychiatrischen 
Klinik  G._______  vom  16.  Januar  2004,  Punkt  5.3).  Es  ist  ein 
bekanntes Phänomen,  dass  sich der  Zustand abgewiesener  Asylbe-
werber,  deren  Rückkehr  in  die  Heimat  trotz  erkannter  psychischer 
Erkrankungen  als  zumutbar  gewertet  wurde,  verschlechtern  kann. 
Dabei treten nicht selten auch suizidale Tendenzen auf. Dies darf aber 
nur  in  ausserordentlichen  Fällen  Anlass  dafür  bieten,  eine  erneute 
Beurteilung einer in Rechtskraft erwachsenen Entscheidung anzustre-
ben.  Würden  in  Rechtskraft  erwachsene  Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  mit  der  Begründung,  eine  psychische  Erkrankung 
habe  sich  nach  dem  Erhalt  des  negativen  Entscheides  akzentuiert, 
fortwährend in Frage gestellt, wäre dadurch die Rechtssicherheit und 
der  ordentliche  Gang  der  Justiz  schwerwiegend  beeinträchtigt.  Des-
halb  darf  nach  einer  Akzentuierung  einer  bereits  bekannten  psych-
ischen  Erkrankung  nach  dem  Erhalt  eines  letztinstanzlichen  Urteils 
nicht vorschnell auf eine rechtserhebliche Veränderung der Sachlage 
geschlossen werden, die eine Neubeurteilung rechtfertigen würde.

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6.4
6.4.1 Bei gesamthafter Betrachtung stellt die aktuelle gesundheitliche 
Verfassung des Beschwerdeführers, wie sie sich nach der Entlassung 
aus  dem  wiederholten  stationären  Aufenthalt  in  der  Psychiatrischen 
Klinik  E.________  präsentiert,  keine  wesentliche  Änderung  des 
rechtserheblichen Sachverhaltes dar, aufgrund welcher der Vollzug der 
Wegweisung im Gegensatz zur Einschätzung des Bundesverwaltungs-
gerichts in seinem Urteil vom 11. Mai 2007 und derjenigen des BFM in 
der Verfügung vom 20. November 2003 als unzumutbar zu beurteilen 
wäre.

6.4.2 Im ausführlichen  ärztlichen  Bericht  vom 29. August  2008  wird 
keine Erkrankung diagnostiziert, die nicht bereits im ordentlichen Asyl-
verfahren bekannt gewesen war. Der Beschwerdeführer leidet seit Jah-
ren unter einer postraumatischen Belastungsstörung und musste des-
halb  sowie  wegen  wiederholt  auftretender  depressiver  Episoden 
(aktuell  wurde eine mittelgradige depressive Episode [ICD-10, F32.1] 
festgestellt)  mehrfach  auch  stationär  behandelt  werden.  Dem 
ärztlichen Bericht ist zu entnehmen, dass die siebte und bislang letzte 
Einweisung  in  die  Psychiatrische  Klinik  E.________  vorgenommen 
wurde, weil der Beschwerdeführer am 4. Juni 2008 von der Polizei zu 
Hause abgeholt worden sei. Das bei der Einweisung in die Klinik und 
auch heute  noch bestehende  Zustandsbild  ist  indes mit  demjenigen 
vergleichbar,  das  sich  bereits  während  des  ordentlichen  Verfahrens 
präsentierte. Ein Vergleich der bei den Akten liegenden ärztlichen Be-
richte  zeigt,  dass  beim  Beschwerdeführer  weitgehend  das  gleiche 
Krankheitsbild  festgestellt  wurde.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat 
im  Übrigen  –  wie  bereits  vorstehend  ausgeführt  –  sein  Urteil  vom 
11. Mai  2007 in  Kenntnis  der  Feststellung im ärztlichen Bericht  vom 
16. Januar 2004 getroffen, wonach davon auszugehen sei, dass sich 
der Zustand des Beschwerdeführers bei einer Wegweisung in das Her-
kunftsland nochmals verschlechtern  könnte. Im Rahmen des damali-
gen  Krankheitsbildes  prognostizierte  und  gewürdigte  Entwicklungen 
vermögen  indes  keine  veränderte  Sachlage  im  wiedererwägungs-
rechtlichen Sinne zu begründen, wenn sie in der Folge tatsächlich ein-
treten. 

6.4.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  nach  wie  vor  davon  aus, 
dass die  Erkrankungen des Beschwerdeführers  in  der  Türkei  grund-
sätzlich behandelbar sind. In dieser Hinsicht ist vollumfänglich auf die 
Erwägungen  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-6840/2006 

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vom  11.  Mai  2007  E.  8.5  zu  verweisen.  Sollten  sich  die  beim  Be-
schwerdeführer  nach  wie  vor  vorhandenen  suizidalen  Tendenzen  im 
Falle  eines  bevorstehenden  allfälligen  zwangsweisen  Vollzugs  der 
Wegweisung akzentuieren, wäre dem mit geeigneten medikamentösen 
oder allenfalls auch psychotherapeutischen Massnahmen entgegen zu 
wirken, so dass für ihn eine konkrete Gefahr ernster gesundheitlicher 
Schäden auszuschliessen wäre. Die Vollzugsbehörden könnten in Zu-
sammenarbeit mit den behandelnden Ärzten oder entsprechenden Or-
ganisationen allenfalls eine begleitete Rückkehr in die Türkei verbun-
den mit  einem anschliessenden Klinikaufenthalt  des Beschwerdefüh-
rers  organisieren,  sollte  sich  dies  als  notwendig  erweisen.  Damit 
könnte den im ärztlichen Bericht vom 26. Juni 2008 geäusserten Be-
denken hinsichtlich der Reisefähigkeit  des Beschwerdeführers in ge-
wissem Umfang Rechnung getragen werden.

6.4.4 In Anbetracht der vorstehenden Erwägungen erübrigen sich wei-
tergehende  Abklärungen  durch  das  Bundesverwaltungsgericht.  Ent-
gegen der Auffassung in der Eingabe vom 7. Juli 2008 muss das Bun-
desverwaltungsgericht  im  Rahmen  der  Entscheidfindung  nicht  zwin-
gend einen medizinischen Sachverständigen beiziehen. Das Bundes-
verwaltungsgericht  hegt  –  wie  bereits  im  ordentlichen  Verfahren  – 
keine grundsätzlichen Zweifel an den in den medizinischen Berichten 
gestellten  Diagnosen.  Ein  beigezogener  medizinischer  Sachverstän-
diger  könnte  sich  allenfalls  zur  Qualität  der  eingereichten  ärztlichen 
Berichte  äussern  und  die  von  den  behandelnden  Ärzten  gestellten 
Diagnosen bestätigen. Zudem könnte er sich dazu äussern, ob er die 
von den behandelnden Ärzten geäusserten Befürchtungen hinsichtlich 
der  weiterhin  bestehenden  Suizidalität  des  Beschwerderführers  teilt 
oder  nicht.  Die  entscheidende  Frage,  ob  sich  der  Vollzug  der  Weg-
weisung  in  Anbetracht  der  diagnostizierten  Erkrankungen  des  Be-
schwerdeführers und der Aktenlage (weiterhin) als zumutbar erweist, 
haben indessen allein die zuständigen Asylbehörden, vorliegend das 
Bundesverwaltungsgericht, zu beurteilen.

7.  
Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bun-
desrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Es erübrigt 
sich, auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben des Beschwerde-
führers  im  Einzelnen  einzugehen,  da  sie  an  der  Würdigung  des 

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vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Die Beschwer-
de ist abzuweisen.

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt 
Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3  des Reglements über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 
2008 [VGKE]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  mittels  beiliegendem  Einzahlungsschein 
innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse 
zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- D._______ ad (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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