# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f832da01-c006-5efd-874b-11ab09b8ff8b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.05.2025 E-2419/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2419-2025_2025-05-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2419/2025, E-2431/2025  

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Mathias Lanz (Vorsitz), 

Richterin Deborah D'Aveni, 

Richter Markus König,    

Gerichtsschreiberin Irène Meier. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Hayriye Kamile Öncel Yigit, (…),  

Gesuchsteller,  

 

handelnd für seine Söhne, 

B._______, geboren am (…), und 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,   

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Revision (Familienzusammenführung Asyl); 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-6492/2023  

vom 4. Juli 2024 / N (…). 

 

 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Gesuchsteller suchte am 10. November 2022 in der Schweiz um Asyl 

nach. Mit Verfügung vom 24. August 2023 bejahte das SEM seine Flücht-

lingseigenschaft und hiess sein Asylgesuch gut. 

B.  

Am 11. Oktober 2023 stellte er ein Gesuch um Familienzusammenführung 

für seine Ehefrau D._______ und seine drei Kinder, B._______, C._______ 

und E._______. 

C.  

Am 14. November 2023 stellte das SEM der Ehefrau und der Tochter des 

Gesuchstellers eine Einreisebewilligung zum Zweck der Familienzusam-

menführung aus. Mit Verfügung vom gleichen Tag verweigerte es den bei-

den volljährigen Söhnen B._______ und C._______ jedoch die Einreise in 

die Schweiz und lehnte das Familienzusammenführungsgesuch ab. 

D.  

Gegen den negativen Entscheid betreffend die Söhne erhob der Gesuch-

steller am 23. November 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt (E-6492/2023). 

E.  

Am 27. März 2024 stellte D._______ für sich und ihre Tochter E._______ 

in der Schweiz ein Asylgesuch. Mit Schreiben vom 9. April 2024 verzichtete 

sie auf die Geltendmachung von eigenen Asylgründen und ersuchte ge-

meinsam mit ihrer Tochter um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihres 

Ehemannes. 

F.  

Mit Verfügung vom 11. April 2024 bejahte das SEM für die ganze Familie 

die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) und 

gewährte ihnen abgeleitetes Asyl. Dabei führte es auch B._______ und  

C._______ als begünstigte Personen auf. 

G.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde vom 23. November 

2023 mit Urteil E-6492/2023 vom 4. Juli 2024 ab. 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 3 

H.  

Gestützt auf die positive Nachzugsverfügung vom 11. April 2024 stellte das 

Schweizerische Generalkonsulat in Istanbul B._______ und C._______ 

am 10. Juli 2024 ein Visum aus, womit sie am 12. Juli 2024 in die Schweiz 

einreisten. 

I.  

Am 14. Juli 2024 stellten B._______ und C._______ in der Schweiz ein 

Asylgesuch. Mit separaten Verfügungen vom 29. August 2024 erklärte das 

SEM die Verfügung vom 11. April 2024 insoweit für nichtig, als diese 

B._______ beziehungsweise C._______ betraf, da es sich bei deren Mit-

einbeziehung in die Verfügung vom 11. April 2024 um einen Kanzleifehler 

gehandelt habe. Zudem verneinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft der 

beiden, lehnte die Asylgesuche ab, wies sie aus der Schweiz weg und be-

auftragte den zuständigen Kanton mit dem Wegweisungsvollzug. 

J.  

Dagegen erhoben B._______ und C._______ am 9. September 2024 je 

einzeln Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und rügten unter an-

derem die Feststellung der Teilnichtigkeit der Verfügung des SEM vom 

11. April 2024. Mit Urteil E-5631/2024, E-5634/2024 vom 20. November 

2024 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerden ab. 

K.  

Die Gesuche um Wiedererwägung vom 21. Februar 2025 von B._______ 

und C._______ schrieb das SEM am 27. beziehungsweise am 26. Februar 

2025 formlos ab. 

L.  

Mit als «Antrag auf Revision wegen Erledigung des Verfahrens» betitelter 

Eingabe datiert auf den 27. März 2025 – eingegangen beim Bundesver-

waltungsgericht am 8. April 2025 – beantragte der Gesuchsteller, vertreten 

durch die rubrizierte Rechtsvertreterin, die Revision und Aufhebung des 

Urteils E-6492/2023 sowie die Abschreibung des Verfahrens zufolge Ge-

genstandslosigkeit. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung. Beweismittel wurden mit dem Gesuch 

um Revision keine eingereicht. 

M.  

Am 9. April 2025 setzte der zuständige Instruktionsrichter den Vollzug der 

Wegweisung für B._______ und C._______ superprovisorisch aus. 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 4 

N.  

Mit Schreiben vom 17. April 2025 wies das Bundesverwaltungsgericht den 

Gesuchsteller darauf hin, dass sich die mit Eingabe vom 13. April 2025 be-

antragte Anpassung der superprovisorischen Massnahme als gegen-

standslos erweise.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Es 

ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die es in seiner 

Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1).  

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Besetzung mit drei 

Richtern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsge-

such nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Ein-

zelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VGG). 

1.3 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

1.4 Der Gesuchsteller ist durch das Beschwerdeurteil E-6492/2023 beson-

ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung. Er ist zur Einreichung des Revisionsgesuchs legitimiert 

(Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG analog). 

2.  

Die Verfahren E-2419/2025 und E-2431/2025 verfügen über eine sachliche 

Konnexität, da sie auf dem gleichen Sachverhalt beruhen. Darüber hinaus 

betreffen sie zwei Mitglieder derselben Familie für welche der Gesuchstel-

ler ein einziges Revisionsgesuch mit identischer Begründung eingereicht 

hat. Angesichts dessen erscheint es im vorliegenden Fall angebracht, die 

Verfahren zu verbinden und in einem einzigen Urteil zu entscheiden (Ver-

fahrensvereinigung). 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 5 

3.  

Die elektronischen Akten N (…) (B._______ ) und N (…) (C._______ ) so-

wie das Beschwerdedossier E-6492/2023 wurden von Amtes wegen bei-

gezogen. 

4.  

4.1 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich 

gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-

such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-

teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen 

(vgl. ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 3. Aufl. 2022, Rz. 5.36). 

4.2 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 

den in Art. 121-123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG). 

Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um Revi-

sion nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte gel-

tend machen können (vgl. sinngemäss Art. 125 BGG sowie Art. 46 VGG; 

vgl. auch BVGE 2021 VI/4 E. 6 ff. m.w.H.). 

4.3 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte 

Anforderungen gestellt. Das Gesetz umschreibt die Revisionsgründe eng, 

die Rechtsprechung handhabt sie restriktiv (vgl. ELISABETH ESCHER, in: 

Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 121 N 1 ff.; NICOLAS VON WERDT, 

in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer, Stämpflis Handkommentar 

SHK, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 121 N. 9). Im Revisionsge-

such ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund anzugeben, wobei 

die in Art. 121-123 BGG enthaltene Aufzählung der Revisionsgründe ab-

schliessend ist. Sodann ist die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im 

Sinne von Art. 124 BGG darzutun. Das Gesuch hat auch die Begehren für 

den Fall eines neuen Beschwerdeentscheides zu enthalten (Art. 47 VGG 

i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG). 

5.  

In der Eingabe vom 27. März 2025 führt der Gesuchsteller im Wesentlichen 

an, dass die Verfügung des SEM vom 11. April 2024 im Urteil E-6492/2023 

nicht berücksichtigt worden sei, womit dieses nicht mehr der aktuellen 

Sachlage entspreche. Aufgrund der Verfügung vom 11. April 2024 liege 

eine Situation vor, welche zur Gegenstandslosigkeit geführt habe. Zudem 

stelle das Vorgehen des SEM, die genannte Verfügung dem 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 6 

Bundesverwaltungsgericht nicht mitgeteilt zu haben, einen Verfahrensfeh-

ler dar. Dies sei ein Verstoss gegen die Rechtsstaatlichkeit sowie das 

Recht auf ein faires Verfahren. Damit ruft der Gesuchsteller sinngemäss 

die gesetzlichen Revisionsgründe von Art. 121 Bst. d und 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG an (nachträgliches Erfahren erheblicher Tatsachen respektive Auffin-

den entscheidender Beweismittel und Verletzung von anderen Verfahrens-

vorschriften), ohne allerdings Beweismittel zu den Akten zu reichen. 

6.  

6.1 Gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG ist das Revisionsgesuch innert 

90 Tagen nach Entdeckung der Tatsachen oder der Beweismittel einzu-

reichen. Die Frist beginnt jedoch frühestens mit der Eröffnung der vollstän-

digen Ausfertigung des Entscheides zu laufen. Bei der Verletzung von an-

deren Verfahrensvorschriften als den Ausstandsvorschriften ist das Revisi-

onsgesuch gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. b BGG innert 30 Tagen nach Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides zu stellen. 

6.2 Im vorliegenden Revisionsgesuch liess der Gesuchsteller zur Frage 

der Einhaltung der Revisionsfrist von seiner Rechtsvertreterin lediglich Fol-

gendes ausführen: «Das Revisionsbegehren muss innert 90 Tagen nach 

Entdeckung des Revisionsgrundes gestellt werden. Der Mandant ist kein 

Jurist und kann die von uns vorgebrachten Gründe nicht nachvollziehen. 

Derartige Revisionsgründe können nur von einer Person mit Rechtskennt-

nissen vorgebracht werden. Nachdem wir die Vollmacht des Mandanten 

erhalten haben, wurde dieser Antrag fristgerecht eingereicht.».  

6.3 Der Gesuchsteller macht revisionsweise geltend, die Verfügung des 

SEM vom 11. April 2024, welche die beiden Söhne als asylberechtigte 

Flüchtlinge bezeichnete – sie wurde mit Urteil des BVGer E-5631/2024, 

E-5634/2024 vom 20. November 2024 in dieser Hinsicht für nichtig  

erklärt –, hätte im Familienasyl-Verfahren E-6492/2023 Berücksichtigung 

finden und zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens führen müssen. Diese 

Verfügung adressierte das SEM auch an den Gesuchsteller und händigte 

sie der damaligen Rechtsvertretung im Asylverfahren von Ehefrau und 

Tochter gegen Unterschrift am 11. April 2024 aus. Gegenteiliges behauptet 

der Gesuchsteller nicht, weshalb davon auszugehen ist, dass er bereits ab 

Mitte April 2024 von der genannten Verfügung Kenntnis hatte. Das Urteil 

E-6492/2023, welches revidiert werden soll, erging am 4. Juli 2024. Das 

Bundesverwaltungsgericht versandte den Entscheid am 8. Juli 2024 per 

Einschreiben an den Gesuchsteller. Spätestens aus dem Urteil 

E-6492/2023 hätte der Gesuchsteller somit erkennen können, dass die 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 7 

Verfügung vom 11. April 2024 in den Erwägungen nicht berücksichtigt 

wurde und dass sich Urteil und Verfügung bezüglich Familienzusammen-

führung der Söhne widersprechen. Hierauf hätte der Gesuchsteller auch 

deshalb schliessen müssen, weil diese trotz der ihnen gerichtlich verwei-

gerten Familienzusammenführung nur wenige Tage nach Ergehen des 

bundesverwaltungsgerichtlichen Urteils in die Schweiz einreisten. Somit 

war es dem Gesuchsteller spätestens ab Eröffnung des Urteils 

E-6492/2023 vom 4. Juli 2024 möglich, von den angeblich revisionsbe-

gründenden Tatsachen und potenziellen Verfahrensfehlern Kenntnis zu 

nehmen. Folglich begann der Fristenlauf von 90 beziehungsweise 30 Ta-

gen mit der Eröffnung des Urteils E-6492/2023 am 8. Juli 2024 zu laufen. 

Das vom 27. März 2025 datierte Revisionsgesuch wurde am 7. April 2025 

und damit weitaus verspätet der Schweizerischen Post übergeben. Die Re-

visionsfrist gemäss Art. 124 Bst. b und d BGG i.V.m. Art. 45 VGG ist somit 

nicht eingehalten. 

6.4 Die geltend gemachte Rechtsunkenntnis schützt den Gesuchsteller 

nicht vor den gesetzlichen Folgen der Fristversäumung. Ihm war es zumut-

bar, sich nach Ergehen des negativen Beschwerdeentscheids betreffend 

das Familienasyl seiner beiden Söhne bei einer rechtskundigen Person 

über die Konsequenzen der Nichtberücksichtigung der Verfügung vom 

11. April 2024 im Entscheid E-6492/2023 zu informieren (vgl. BGE 143 V 

105 E. 2.3 f.; siehe auch Urteil E-5631/2024, E-5634/2024 E. 4.3). So oder 

anders wäre der vertretene Gesuchsteller aber gehalten gewesen, in sei-

nem Revisionsgesuch darzulegen, inwiefern er die Frist von 90 bezie-

hungsweise 30 Tagen eingehalten hat, was er jedoch nicht getan hat 

(vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 47 VGG). Die Formulierung, dass er 

kein Jurist sei, daher die vorgebrachten Revisionsgründe nicht habe nach-

vollziehen können und die Vertretung sofort nach Erhalt der Vollmacht das 

Revisionsgesuch eingereicht habe, genügt nicht, um die Rechtzeitigkeit 

seiner Eingabe darzutun. Folglich ist auf das Revisionsgesuch vom 

27. März 2025 nicht einzutreten. 

7.  

7.1 Unbesehen davon, dass die Revisionsfrist nicht eingehalten ist, sind 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, auch die Revisionsgründe im 

Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a und Art. 121 Bst. d BGG nicht gegeben. 

7.2 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten die Revision eines Urteils verlangt werden, wenn die ersu-

chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 8 

entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht 

beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die 

erst nach dem Entscheid entstanden sind. Zudem kann gemäss 

Art. 121 Bst. d BGG die Revision eines Entscheides verlangt werden, 

wenn das Bundesverwaltungsgericht in den Akten liegende erhebliche Tat-

sachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Dazu gehören auch Fälle, 

in denen die Vorinstanz zu Unrecht ein Aktenstück dem Gericht nicht über-

mittelt hat (vgl. BGE 100 III 73; Urteil des BGer 4F_15/2017 vom 30. No-

vember 2017 E. 2.1). 

7.3 Das SEM erklärte die Verfügung vom 11. April 2024 mit separaten Ver-

fügungen vom 29. August 2024 für teilnichtig, da es sich um einen Kanz-

leifehler gehandelt habe, die Namen der beiden volljährigen Söhne des 

Gesuchstellers in der Verfügung aufzuführen. Das Bundesverwaltungsge-

richt bestätigte die festgestellte Teilnichtigkeit mit rechtskräftigem Urteil 

E-5631/2024, E-5634/2024 vom 20. November 2024. Selbst wenn also die 

Verfügung vom 11. April 2024 dem Bundesverwaltungsgericht im Verfah-

ren E-6492/2023 bereits zur Kenntnis gebracht worden wäre, hätte dies mit 

Blick auf die spätere Nichtigkeitsfeststellung nicht zu einem anderen Ent-

scheid geführt. Daher kann vorliegend auch offenbleiben, ob das SEM ver-

pflichtet gewesen wäre, die Verfügung an das Bundesverwaltungsgericht 

zu senden. Mit den Verfügungen vom 29. August 2024 wurde die originäre 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG von B._______ und 

C._______ rechtskräftig verneint. Zudem besteht für die beiden volljähri-

gen Söhne des Gesuchstellers nach Ergehen des Urteils E-5631/2024, 

E-5634/2024 mit der ebenfalls rechtskräftigen Feststellung der Teilnichtig-

keit der Verfügung vom 11. April 2024 vorliegend kein Raum mehr für eine 

Familienzusammenführung gestützt auf Art. 51 AsylG. Wird der Verfügung 

vom 11. April 2024 betreffend das Familienasyl der beiden Söhne jegliche 

Rechtswirkung abgesprochen, kann diese nicht geeignet sein, den Aus-

gang des Verfahrens E-6492/2023 zu beeinflussen. Aufgrund dessen er-

weist sich die Verfügung vom 11. April 2024 als unerheblich (vgl. BGE 143 

V 105 E. 2.3; BVGE 2024 VI/2 E. 3.4). Die Revisionsgründe gemäss 

Art. 123 Abs. 2 Bst. a und Art. 121 Bst. d BGG sind folglich zu verneinen. 

8.  

8.1 Revisionsweise Vorbringen, die verspätet sind, können, dessen unge-

achtet, zur Revision eines rechtskräftigen Urteils führen, wenn aufgrund 

dieser Vorbringen offensichtlich wird, dass der gesuchstellenden Person 

Verfolgung oder menschenrechtswidrige Behandlung droht und damit ein 

völkerrechtliches Wegweisungshindernis besteht. Aus Gründen der 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 9 

Rechtssicherheit genügt es bei solchen Konstellationen praxisgemäss 

nicht, eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK respektive Art. 33 FK 

(SR 0.142.30) lediglich zu behaupten. Der Gesuchsteller muss die beacht-

liche Wahrscheinlichkeit einer aktuellen und ernsthaften Gefahr vielmehr 

schlüssig nachweisen (vgl. BVGE 2021 VI/4 E. 9.1 m.w.H.). 

8.2 Im Beschwerdeurteil E-5631/2024, E-5634/2024 hielt das Bundesver-

waltungsgericht zur Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs der 

beiden volljährigen Söhne des Gesuchstellers fest, der in Art. 5 AsylG ver-

ankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung könne keine direkte Anwen-

dung finden, da sie die vorinstanzlichen Entscheidungen im Asylpunkt nicht 

angefochten hätten. Es lägen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sie 

für den Fall der Ausschaffung in die Türkei dort mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit konkret und ernsthaft einer nach Art. 3 EMRK verbotenen 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. 

8.3 Das Gesuch vom 27. März 2025 äussert sich nicht zu einer allfälligen 

Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 33 FK und auch aus den Akten erge-

ben sich diesbezüglich keine Hinweise. Damit sind die Revisionsvorbrin-

gen nicht geeignet, um auf eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK res-

pektive Art. 33 FK zu schliessen oder diese schlüssig nachzuweisen. 

9.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Frist zur Einreichung des vor-

liegenden Revisionsgesuchs nicht eingehalten ist und keine revisionsrecht-

lich zulässigen Gründe dargetan sind. Auf das Gesuch vom 27. März 2025 

um Revision des Urteils des BVGer E-6492/2023 vom 4. Juli 2024 ist dem-

zufolge nicht einzutreten (vgl. BVGE 2021 VI/4 E. 12). 

10.  

Der am 9. April 2025 superprovisorisch verfügte Vollzugstopp fällt mit die-

sem Urteil dahin. 

11.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist abzu-

weisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 

ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind. Bei diesem Ausgang des Re-

visionsverfahrens sind die Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 

VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 2'000.– festzuset-

zen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 10 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-2419/2025, E-2431/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren E-2419/2025 und E-2431/2025 werden vereinigt. 

2.  

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Irène Meier 

 

 

Versand: