# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cf2b102-688a-54c4-a2cf-0f9f9cdc31ba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.02.2021 UV 2019/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-60_2021-02-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.06.2021

Entscheiddatum: 22.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 22.02.2021
Art. 18 f., 24 UVG. Der medizinische Endzustand war im Zeitpunkt des 
Fallabschlusses erreicht. Trotz unfallkausaler Restfolgen besteht in 
adaptierter Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Die Höhe der zugesprochenen 
Integritätsentschädigung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 22. Februar 2021, UV 2019/60).

Entscheid vom 22. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber 

Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/60

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Grämiger, LL.M., Grämiger & Koch, 

Toggenburgerstrasse 35, 9500 Wil,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen (Rente und Integritätsentschädigung; Vorliegen 

Endzustand)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit April 2016 als Bauarbeiter bei der B.___ 

AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten 

versichert. Am 6. Dezember 2016 meldete die Arbeitgeberin, dass der Versicherte am 

2. Dezember 2016 beim Deckenschalen durch einen Fehltritt den rechten Fuss 

zwischen Querträgern eingeklemmt habe. Dabei sei er gestürzt und habe sich den Fuss 

verdreht (Suva-act. 1). Bei dislozierter Unterschenkelschaftfraktur rechts mit 

Frakturausläufer in das Pilon tibiale wurde der Versicherte am Unfalltag im 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) bei geschlossener Reposition mit Anlage eines 

Fixateur externe am Unterschenkel rechts mit Überbrückung des OSG und USG rechts 

versorgt (Suva-act. 7 f., 22). Nach Abschwellung des rechten Beins wurde am 9. 

Dezember 2016 ein weiterer Eingriff durchgeführt (Entfernung des Fixateur externe, 

ORIF, Plattenosteosynthese Tibia sowie Fibula rechts, Schraubenosteosynthese des 

Malleolus medialis; Suva-act. 9, 13, 22) und der Versicherte am 14. Dezember 2016 bei 

reizlosen Wunden und gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen (Suva-act. 22). 

Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die Versicherungsleistungen 

(Taggeld und Heilbehandlung; Suva-act. 3).

A.a. 

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Bei zeitgerechter Heilung konnte der Versicherte ab März 2017 das rechte Bein 

wieder voll belasten (Suva-act. 36). In der Folgezeit beklagte er weiterhin Schmerzen 

mit Schwellung am Unterschenkel, worauf weiterhin die Einnahme der analgetischen 

Medikation bei Bedarf, Kompressionsstrümpfe, Physiotherapie zur Gangschule und 

weiteren Mobilisation sowie Lymphdrainage empfohlen wurden (Suva-act. 49). Eine im 

Juni 2017 durchgeführte Infiltration am OSG rechts bewirkte gemäss Aussagen des 

Versicherten lediglich eine einwöchige Beschwerdefreiheit (Suva-act. 65, 67, 74). In 

einer CT des Unterschenkels rechts vom 25. August 2017 zeigten sich stationäre 

Stellungsverhältnisse nach mittels Plattenosteosynthese versorgter distaler Tibia- und 

Fibulafraktur, intaktes Fremdmaterial ohne Lockerungszeichen und keine sekundäre 

Dislokation (Suva-act. 76 f.). Bei unveränderten Beschwerden/Schmerzen im Bereich 

des OSG rechts medial und lateral wurde am 12. Februar 2018 im KSSG das 

Osteosynthesematerial am distalen Unterschenkel rechts operativ entfernt. Es 

verblieben zwei Schraubenspitzen im lateralen Malleolus (Suva-act. 111, 128). Am 14. 

Februar 2018 konnte der Versicherte nach postoperativ komplikationslosem Verlauf 

das Spital verlassen (Suva-act. 113). Im Untersuch vom 28. März 2018 klagte der 

Versicherte bei deutlicher Schwellung des Unterschenkels mit Punctum maximum 

perimalleolär weiterhin über tägliche belastungsabhängige Schmerzen und 

Anlaufschmerzen. Es wurde dem Versicherten eine Mischinfiltration, eine 

abschwellende Therapie mit Stützstrümpfen und Lymphdrainage sowie eine 

Konsultation in der Schmerzklinik zur Beurteilung der Situation bei chronischer 

Schmerzproblematik empfohlen (Suva-act. 128).

A.b. 

Am 20. April 2018 wurde der Versicherte durch Kreisärztin Dr. med. C.___, 

Fachärztin für Neurochirurgie, untersucht. Diese diagnostizierte belastungsverstärkte 

Ruheschmerzen rechtes OSG mit Schwellneigung mit/bei Status nach den erfolgten 

operativen Eingriffen und aktuell beginnender OSG-Arthrose rechts. Angesichts des 

bisherigen Verlaufs sei nicht davon auszugehen, dass der Versicherte seine Tätigkeit 

auf dem Bau wieder vollumfänglich aufnehmen könne. Zudem sei jene Tätigkeit 

langfristig für die weitere Entwicklung einer Arthrose im rechten OSG suboptimal. Im 

weiteren Verlauf sollte eine wechselbelastende Tätigkeit mit geringerer 

Gewichtsbelastung und ohne oder allenfalls seltenen Arbeiten auf unebenem Grund 

angestrebt werden (Suva-act. 135).

A.c. 

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Mit Untersuchungsbericht vom 17. Mai 2018 führten die Ärzte des KSSG aus, 

dass der Versicherte knapp fünf Wochen nach der Infiltration (12. April 2018) über gar 

keine Besserung der Schmerzen im Bereich des OSG rechts berichte. Die Ursache für 

die Beschwerden bleibe weiterhin ungeklärt (Suva-act. 146). Am 29. Mai 2018 wurde 

der Versicherte im Schmerzzentrum des KSSG untersucht. Die verantwortlichen Ärzte 

diagnostizierten ein chronifiziertes, nozizeptives Schmerzsyndrom am Sprunggelenk 

rechts, Chronifizierungsgrad II nach Gebershagen. Die medikamentöse 

Schmerztherapie lasse sich im hausärztlichen Rahmen bei Bedarf modifizieren. Der 

Versicherte könne sich jederzeit melden, sofern er sich für eine multimodale 

Schmerztherapie interessiere und sich auf eine psychosomatische Evaluation einlassen 

könne. Es werde eine arbeitsbezogene Rehabilitation, z.B. in Bellikon empfohlen, um 

den Versicherten schnell wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern (Suva-act. 148). Mit 

Spect-CT vom 8. Juni 2018 zeigte sich im rechten OSG eine Anreicherung im Bereich 

der distalen Tibia medial und lateral. Man vermute hier ein nicht verheiltes Tillaux-

Chaput-Fragment. Anteromedial zeige sich ein ossärer Sporn, welcher zu einem 

Impingement führen könnte (Suva-act. 150, 153). Zur Prüfung, ob eine Operation 

indiziert sei (Suva-act. 153-3), wurden erneut Infiltrationen durchgeführt, welche indes 

nach Angaben des Versicherten keinerlei Besserung bewirkten (Suva-act. 158). Eine 

Operationsindikation wurde seitens des KSSG entsprechend verneint und weiterhin 

das Ausschöpfen der konservativen Therapie empfohlen. In orthopädischer Hinsicht 

wurde die Behandlung abgeschlossen (Untersuchungsbericht vom 6. Juli 2018; Suva-

act. 155).

A.d. 

Vom 20. August bis 25. September 2018 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der 

Rehaklinik in Bellikon. Die verantwortlichen Ärztinnen hielten mit Bericht vom 26. 

September 2018 bei Austritt belastungsabhängige Schmerzen im rechten OSG fest. 

Die Tätigkeit als Bauarbeiter sei nicht mehr zumutbar. Ganztägige leichte bis 

mittelschwere Arbeit wechselbelastend, ohne längerdauernde Zwangshaltung (Knien, 

Hocken, Kauern), ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten und ohne Tätigkeiten in 

unebenem Gelände sei zumutbar. Empfohlen werde ein selbständiges Training in 

einem Fitnesscenter gemäss den Instruktionen. Weiter rate man zur Aufnahme einer 

Ausdauersportart (Nordic-Walking, Aquajogging, Schwimmen). Die Ziele seien dabei 

A.e. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 5. März 2019 liess der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Jürg Grämiger, Wil, am 6. März 2019 (Suva-act. 221), ergänzt am 9. April 

2019 (Suva-act. 225), Einsprache erheben. Es sei die Verfügung vom 5. März 2019 

vollumfänglich aufzuheben und ein unabhängiges polydisziplinäres Gutachten 

einzuholen, gestützt auf welches der Invaliditätsgrad und die Integritätseinbusse neu 

festzulegen seien. Mit Entscheid vom 19. August 2019 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. 240).

C.  

eine sukzessive weitere Verbesserung der alltags- und berufsspezifischen Kraft- und 

Ausdauerkomponenten sowie der Muskelfunktion (Suva-act. 171).

Mit Beurteilung vom 8. Oktober 2018 kam Dr. C.___ zum Schluss, dass ein stabiler 

medizinischer Zustand vorliege, womit die Voraussetzungen für einen Fallabschluss 

gegeben seien. An der Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon könne 

festgehalten werden (Suva-act. 174). Der Integritätsschaden werde auf 5 % geschätzt 

(Suva-act. 175).

A.f. 

Am 21. November 2018 kündigte die B.___ AG dem Versicherten per 31. Januar 

2019 (Suva-act. 193).

A.g. 

Mit Verfügung vom 5. März 2019 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 7'410.-- (Integritätsschaden 5 %) zu und lehnte einen 

Rentenanspruch ab (Suva-act. 216).

A.h. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2019 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. September 2019 durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde erheben. Er beantragte darin, dass der Einspracheentscheid vom 19. 

August 2019 vollumfänglich aufzuheben sei. Es sei ein unabhängiges polydisziplinäres 

Gutachten einzuholen, gestützt auf welches der Invaliditätsgrad und die 

Integritätseinbusse neu festzulegen seien. Nach Vorliegen des Gutachtens sei dem 

Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu gewähren und Frist anzusetzen für eine 

entsprechende Stellungnahme. Eventuell sei das Verfahren zwecks Vornahme der 

notwendigen Abklärungen und Einholung eines polydisziplinären Gutachtens zur 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen des Unfalles vom 2. Dezember 

2016 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

2.  

Neubeurteilung an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 12. September 2019 sowie 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 19. August 2019 (act. G 3).

C.b. 

Mit Replik vom 14. Januar 2020 liess der Beschwerdeführer durch seinen 

Rechtsvertreter unverändert an seinen Anträgen und deren Begründungen festhalten 

(act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 

9).

C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch 

entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen 

sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 

(Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 

2.1. 

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erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, 

N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

(Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; 

BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung; BGE 118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht 

(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (vgl. nebst vielen 

Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

2.3. 

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3.

Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass der Beschwerdeführer bei 

Fallabschluss (31. Januar 2019; vgl. dazu nachstehende E. 5.2) weiterhin an 

belastungsabhängigen Schmerzen am rechten OSG litt (objektivierbar ist eine 

beginnende bis mässige OSG-Arthrose; Suva-act. 128, 150 f.,171-2, 175), herrührend 

vom Unfall vom 2. Dezember 2016. Zu prüfen ist im Folgenden, ob der 

rechtserhebliche Sachverhalt bezüglich des Zeitpunkts des Fallabschlusses sowie der 

Höhe des Invaliditätsgrades und der Integritätseinbusse genügend erstellt ist, so dass 

die Beschwerdegegnerin entsprechend entscheiden konnte. Der Beschwerdeführer 

bestreitet dies und beantragt eine polydisziplinäre Begutachtung. Die 

Beschwerdegegnerin erachtet den Sachverhalt als spruchreif und verweist auf die 

(medizinischen) Beurteilungen.

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne 

Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch 

strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte oder die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug 

versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).

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4.

Vorab ist festzuhalten, dass allfällige Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 25. 

September 2005 mit Beteiligung des rechten Knies, welche per 1. September 2008 zu 

einer Invalidenrente von 39 % und einer Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 20 % führten (Suva-act. 211-1 ff.), nicht in das 

Abklärungsverfahren bezüglich des Vorliegens des medizinischen Endzustands, der 

qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit sowie Höhe der 

Integritätsentschädigung miteinbezogen werden müssen. Es kann ohne weiteres davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer durch den Unfall aus dem Jahr 2005 

nicht mehr relevant beschwert ist. Weder hat er im Administrativverfahren 

Kniebeschwerden jemals thematisiert noch hinderten ihn diese an einer 100%-igen 

Arbeitstätigkeit und uneingeschränkten Arbeitsleistung als Bauarbeiter (Suva-act. 199). 

Die Ausführungen in der Beschwerde vom 12. September 2019, wonach der 

Beschwerdeführer bei der B.___ AG nur mit erheblichen Beschwerden und 

Einschränkungen Vollzeit habe arbeiten können (act. G 1 S. 3, 5), finden in den Akten 

auf jeden Fall keine Stütze. Entsprechend konnte der Unfall aus dem Jahr 2005 bei den 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin gänzlich unberücksichtigt bleiben bzw. sind die 

(medizinischen) Abklärungen und Beurteilungen mangels Einbezugs von Beschwerden, 

herrührend aus dem Unfall vom 25. September 2005, nicht von vornherein 

beweisuntauglich, wie es der Beschwerdeführer geltend macht (act. G 1 S. 3 f.).

5.  

Der Beschwerdeführer führt aus, dass der medizinische Endzustand bezüglich der 

am 2. Dezember 2016 erlittenen Unterschenkel- und Fussverletzung mit den 

vorliegenden Akten nur ungenügend ausgewiesen sei.

5.1. 

Wie in E. 2.1 festgehalten, ist der Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen, wenn 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 

1 Satz 1 UVG). Dann gilt der (medizinische) Endzustand als erreicht und 

rechtsprechungsgemäss ist zu diesem Zeitpunkt der sogenannte "Fallabschluss" 

vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2011, 8C_1016/2010, E. 2.3; 

vgl. ferner Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 143). Ob eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich insbesondere nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits- (BGE 

134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 

5.2. 

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2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die 

Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch 

weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte 

Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V 115 E. 4.3). Weder eine 

weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu erwartender geringfügiger 

therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1, mit Hinweisen). Eine allfällige 

blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine 

blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die versicherte Person etwa von 

Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. 

September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch ärztliche 

Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie manualtherapeutische 

Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete 

ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von einer ärztlichen Behandlung noch 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann, beurteilt 

sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E. 

2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung, 

weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat. 

Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen 

zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

Der Beschwerdeführer wurde am 12. Februar 2018 letztmals am rechten 

Unterschenkel operiert (Entfernung des Osteosynthesematerials; Suva-act. 111). Der 

postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos bei reizlosen Wundverhältnissen 

(Suva-act. 113). Bei Schwellung und Restbeschwerden wurde das OSG in der 

Folgezeit mehrmals infiltriert (12. April 2018: Suva-act. 146-1, 155-2; 14. Juni 2018: 

155-3, 158). Mangels Ansprechens auf die Infiltrationen bestand keine 

Operationsindikation zur Entfernung des Tillaux-Chaput-Fragments und zur Abtragung 

des ossären Sporns anteromedial mehr, weshalb die Klinik für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG die Behandlung abschloss 

und das Ausschöpfen der konservativen Therapie empfahl (Suva-act. 155). Auch die 

verantwortlichen Ärztinnen der Rehaklinik Bellikon sprachen sich gegen weitere 

5.3. 

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operative Eingriffe aus und empfahlen selbständiges Training in einem Fitnesscenter 

und die Aufnahme einer Ausdauersportart (Nordic-Walking, Aquajogging, Schwimmen) 

zur sukzessiven weiteren Verbesserung der alltags- und berufsspezifischen Kraft- und 

Ausdauerkomponenten sowie der Muskelfunktion. In Würdigung dieses Verlaufs und 

der Therapieempfehlungen der Fachärzte bzw. Fachärztinnen leuchtet es ein, dass Dr. 

C.___ mit Beurteilung vom 8. Oktober 2018 zum Schluss gelangte, dass seitens der 

Unterschenkelproblematik rechts der medizinische Endzustand erreicht sei (Suva-act. 

174-4). Behandlungsoptionen wie beispielsweise eine weitere Operation oder weitere 

Infiltrationen, welche indiziert gewesen wären und auf eine namhafte Besserung 

abgezielt hätten, standen nicht mehr zur Disposition. Behandlungsformen wie 

weiterdauernde Schmerzmedikation oder Kraft- und Muskelaufbautraining führen 

rechtsprechungsgemäss nicht dazu, dass ein medizinischer Endzustand verneint 

werden müsste (vgl. vorstehend E. 5.2). Der Sachverhalt ist in Bezug auf die Annahme 

des medizinischen Endzustands rechtsgenüglich erstellt, womit sich weitere 

Abklärungen diesbezüglich erübrigen. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin per Ende Januar 2019 den Fallabschluss vornahm. Daran ändert 

nichts, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde (act. G 1 S. 4) auch eine 

psychosomatische Problematik im Sinne von Beschwerden, welche über das 

organisch Objektivierbare hinausgehen, geltend macht. Solche sind bei festgestellter 

erheblicher Symptomausweitung anlässlich des Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon 

(Suva-act. 171-3) nicht rechtsgenüglich ausgewiesen. Diesbezüglich stellt sich damit 

weder die Frage des medizinischen Endzustands noch des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs. Sollte dennoch von organisch nicht hinreichend 

nachweisbaren (glaubhaften) Beschwerden/Schmerzen ausgegangen werden, könnte 

für die Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs mangels Vorliegens 

genügender Adäquanzkriterien vollumfänglich auf die Ausführungen im 

Einspracheentscheid vom 19. August 2019 verwiesen werden (Suva-act. 240 S. 7 ff. 

Ziff. 5).

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6.

Zur Prüfung steht im Folgenden die Höhe des Invaliditätsgrads bzw., ob der 

Sachverhalt für die Beurteilung der Höhe des Invaliditätsgrads aufgrund der 

Unfallfolgen (belastungsabhängige Schmerzen am rechten OSG wegen einer Arthrose; 

vgl. vorstehende E. 3) rechtsgenüglich abgeklärt wurde. Nicht einzubeziehen sind 

dabei, wie in vorstehender E. 5.3 erwähnt, die geltend gemachte psychosomatische 

Problematik bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbare Beschwerden/Schmerzen.

Mit Austrittsbericht vom 26. September 2018 kamen die verantwortlichen 

Fachpersonen der Rehabilitationsklinik Bellikon nach fünfwöchigem Aufenthalt des 

Beschwerdeführers und umfassender Abklärung bei eingehender Prüfung der 

Diagnosen und objektivierbaren Untersuchungsbefunde sowie in Würdigung seines 

Verhaltens zum Schluss, dass ihm die Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar 

sei, indes leichte bis mittelschwere Arbeiten zu 100 % ausgeübt werden könnten. 

Zumutbar seien wechselbelastende Tätigkeiten ohne längerdauernde Zwangshaltung 

(Knien, Hocken, Kauern). Nicht zumutbar sei das Ersteigen von Leitern und Gerüsten 

sowie Tätigkeiten in unebenem Gelände (Suva-act. 171). Diese Beurteilung ist für die 

streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt 

die geklagten Beschwerden und erging in Kenntnis und Würdigung der medizinischen 

(Vor-)Akten. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass objektiv wesentliche 

Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Den Beeinträchtigungen wird in 

Beachtung der objektivierbaren Beschwerden im Zumutbarkeitsprofil umfassend 

Rechnung getragen und es leuchtet ein, dass bei Einhaltung der Adaptionskriterien 

eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. Damit ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 

des Fallabschlusses in adaptierter Tätigkeit ein Vollpensum zumutbar war. Der 

Sachverhalt wurde in Bezug auf die unfallkausale quantitative und qualitative 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers spruchreif abgeklärt, womit sich weitere 

Abklärungen erübrigen.

6.1. 

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Dazu ist das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

6.2. 

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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG).

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden 

Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_414/2011, E. 2.2). Bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Der Beschwerdeführer hätte bei seiner 

letzten Tätigkeit im Jahr 2019 ein Einkommen von Fr. 62'140.-- erzielt (Fr. 4'780.-- x 13; 

Suva-act. 189, 199). Dieses Einkommen entspricht dem ortsüblichen Lohn für einen 

Bauarbeiter ohne Fachkenntnisse und erscheint nicht unterdurchschnittlich (vgl. 

Landesmantelvertrag für das schweizerische Bauhauptgewerbe; http://

www.baumeister.ch/de/unternehmensfuehrung/gesamtarbeitsvertraege-gav/landes­

mantelvertrag-lmv/lmv-2019; abgerufen am 22. Februar 2021). Entsprechend ist von 

einem Valideneinkommen von Fr. 62'140.-- auszugehen.

6.3. 

 6.4. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva erhobenen 

sogenannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

6.4.1. 

Der Beschwerdeführer erzielte nach dem Unfall vom 2. Dezember 2016 bis zum 

Fallabschluss am 31. Januar 2019 – soweit ersichtlich – kein Erwerbseinkommen mehr. 

Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des 

Invalidenlohns die LSE-Tabellenlöhne beigezogen hat.

6.4.2. 

Gestützt auf das Belastungsprofil (leichte bis mittelschwere wechselbelastende 

Arbeiten ohne längerdauernde Zwangshaltung [Knien, Hocken, Kauern], ohne Ersteigen 

von Leitern und Gerüsten, keine Tätigkeit in unebenem Gelände) sind dem 

Beschwerdeführer als Verweistätigkeiten leidensangepasste Hilfsarbeitertätigkeiten 

6.4.3. 

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7.  

zuzumuten. Der LSE-Hilfsarbeiterlohn hat im Jahr 2016 Fr. 66'803.-- betragen (vgl. 

Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). 

Nominallohnindexiert bis 2019 resultiert ein Lohn von Fr. 67'743.-- (vgl. dazu Suva-act. 

216-2). Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit 

dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3). Wie ausgeführt, hat der Beschwerdeführer gewisse qualitative 

Einschränkungen, welche allenfalls einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen. Diese 

Einschränkungen sind indes nicht derart, dass der von der Beschwerdegegnerin 

gewährte Abzug von 5 % nicht angemessen erschiene. Triftige Gründe, vom gewährten 

Abzug von 5 % abzuweichen, liegen auf jeden Fall nicht vor (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. Mai 2018, 8C_744/2017, E. 3.3). Es wird im Übrigen auf die 

zutreffenden Ausführungen im Einspracheentscheid verwiesen (Suva-act. 240 S. 14 ff. 

Ziff. 10.d), wonach vorliegend weder das Alter, die Nationalität, die mangelnden 

Deutschkenntnisse, die mangelnde Ausbildung etc. in Beachtung der Rechtsprechung 

einen höheren Abzug als zwingend erscheinen liessen. Entsprechend resultiert ein 

Invalideneinkommen von aufgerundet Fr. 64'356.-- (Fr. 67'743.-- * 0.95). Im Übrigen 

führte auch ein maximal denkbarer Abzug von 10 % nicht zu einem 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad.

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 62'140.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 64'356.-- ergibt sich keine Erwerbseinbusse. Der Einspracheentscheid ist auch 

in diesem Punkt nicht zu beanstanden.

6.5. 

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztliche 

Beurteilung vom 5. Oktober 2018 (Suva-act. 175) eine solche basierend auf einem 

Integritätsschaden von 5 % zu.

7.1. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

7.2. 

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8.  

Entscheid

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

Dr. C.___ führte mit Beurteilung vom 5. Oktober 2018 aus, dass laut Suva-Tabelle 

5 (Integritätsschaden bei Arthrosen) eine mässige OSG-Arthrose mit 5 bis 15 % 

geschätzt werde. Die vorliegend beginnende bis mässige OSG-Arthrose rechts 

rechtfertige die Annahme eines Integritätsschadens von 5 %. Diese Ausführungen 

leuchten bezüglich Herleitung als auch Höhe ein. Triftige Gründe, nicht auf die 

Beurteilung von Dr. C.___ abzustellen, sind nicht ersichtlich. Anderslautende 

Einschätzungen liegen denn auch nicht im Recht. Weitere Abklärungen erübrigen sich 

damit und eine Erhöhung der Integritätsentschädigung steht nicht zur Diskussion.

7.3. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

8.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

8.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.02.2021
	Art. 18 f., 24 UVG. Der medizinische Endzustand war im Zeitpunkt des Fallabschlusses erreicht. Trotz unfallkausaler Restfolgen besteht in adaptierter Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Februar 2021, UV 2019/60).

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