# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07c3bfd5-d379-5c19-820f-37ef5f0493d4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2010 D-2997/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2997-2009_2010-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2997/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), 
Richter Markus König, Richter Thomas Wespi, 
Gerichtsschreiber Jürg Hünerwadel.

A._______, und deren Kinder B._______, C._______, 
und D._______, Eritrea,
vertreten durch Angela Roos, Rechtsanwältin, 
Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, 
Eigerplatz 5, 3007 Bern,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 3. April 
2009 / N 505 007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2997/2009

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführenden – eine nach eigenen Angaben eritreische 
Staatsangehörige  tigrinischer  Ethnie  mit  ihren  zwei  minderjährigen 
Kindern – verliessen ihren Heimatstaat  am 20. Januar 2008 und ge-
langten  über  den  Sudan  und  Italien  am  5.  Februar  2008  in  die 
Schweiz,  wo sie  gleichentags  im Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) Basel um Asyl nachsuchten. Zur Begründung des Asylgesuches 
brachte die Beschwerdeführerin in den Anhörungen vom 12. Februar 
2008 und vom 16. März 2009 im Wesentlichen vor, sie  sei  in  Addis 
Abeba zur Welt gekommen und aufgewachsen und habe dort bis zur 
achten Klasse die Schule besucht. Im Zusammenhang mit dem eritrei-
schen Unabhängigkeitskrieg sei sie zusammen mit ihrer Mutter und ih-
rem Bruder – der Vater sei gestorben, als sie noch klein gewesen sei – 
aus Äthiopien nach Eritrea deportiert worden. Sie hätten danach in As-
mara gelebt, wo sie im Jahr 2002 einen Landsmann geheiratet habe, 
mit  welchem  sie  ihre  beiden  Kinder  B._______  und  C._______ 
gezeugt  habe.  Sie  seien  Angehörige  der  Mulu  Wengel-Kirche  (Full 
Gospel  Church),  und  hätten  ihren  Glauben  auch  gelebt.  Die 
Pfingstgemeinde, zu welcher die Mulu Wengel-Kirche gehöre, werde in 
Eritrea  verfolgt,  indem  ihren  Mitgliedern  die  Glaubensausübung 
verboten, ihre Gotteshäuser geschlossen und zahlreiche Pastoren und 
Gläubige verhaftet worden seien. Auch ihr Ehemann habe während der 
Ableistung seines Militärdienstes Schwierigkeiten erhalten. Er sei auf 
seinen  Glauben  angesprochen  und  aufgefordert  worden,  diesem 
abzuschwören,  und  in  der  Folge  –  nach  seiner  Weigerung,  dieser 
Aufforderung  nachzukommen  –  im  April  2007  von  der  Polizei  an 
seinem  Arbeitsplatz  im  Verteidigungsministerium  festgenommen 
worden. Sie  habe dies von seinen Freunden erfahren und daraufhin 
bei der Polizei vorgesprochen. Dort habe man ihr jedoch nur mitgeteilt,  
dass  ihr  Mann  ein  Verräter  sei  und  sich  geweigert  habe,  seinen 
Glauben aufzugeben. Man habe sie nicht zu ihm vorgelassen, sondern 
vielmehr  gestossen  und  weggeschickt;  sie  wisse  auch  heute  noch 
nicht,  an welchem Ort  er festgehalten werde. Am Morgen nach ihrer 
Vorsprache sei die Polizei zu ihr nach Hause gekommen, worauf sie 
mit  ihren  Kindern  durch  die  Hintertüre  geflüchtet  sei,  während  ihre 
Schwiegermutter die Beamten an der Vordertüre aufgehalten habe. Sie 
hätten sich in  der  Folge an verschiedenen Adressen im Versteckten 
aufgehalten, bis sie ihren Heimatstaat im Januar 2008 mit Unterstüt-
zung durch Verwandte verlassen hätten. Zur Stützung ihrer Vorbringen 

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reichte  die  Beschwerdeführerin  mehrere  Beweismittel  zu  den  Akten, 
darunter eine eritreische Identitätskarte.

B.
Mit Verfügung vom 3. April 2009 – eröffnet am 9. April 2009 – wies das 
BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführenden ab und ordnete deren 
Wegweisung aus der Schweiz an; gleichzeitig verfügte das Bundesamt 
die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden wegen Unzumut-
barkeit des Vollzuges der Wegweisung. Auf die Begründung wird, so-
weit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

C.
Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 7. Mai 2009 erhoben die Be-
schwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Verfü-
gung des BFM vom 3. April 2009 Beschwerde und beantragten die teil -
weise – die Dispositiv-Ziffern 1-3 betreffende – Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Vorin-
stanz  zur  Neubeurteilung,  eventualiter  die  Anerkennung  der  Flücht -
lingseigenschaft und die Gewährung von Asyl. In prozessualer Hinsicht 
ersuchten  sie  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ge-
mäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht 
auf das Erheben eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen. Im Rah-
men der Beschwerdeeingabe wurden sodann zahlreiche Beweismittel 
eingereicht,  darunter diverse Fotografien betreffend die Hochzeit  der 
Beschwerdeführerin sowie den Militärdienst und eine Schulabschluss-
feier ihres Ehemannes, eine Kopie der Identitätskarte ihres Eheman-
nes, ein Schülerausweis und ein Ausbildungsdiplom der Beschwerde-
führerin und schliesslich Geburts- und Taufurkunden sowie eine Hei-
ratsurkunde.

D.
Mit Zwischenverfügung vom 14. Mai 2009 hiess der Instruktionsrichter 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG unter Vorbehalt der Nachreichung einer Fürsorge-
bestätigung gut.

E.
Mit Eingaben ihrer Rechtsvertreterin vom 13. Mai 2009 – die sich mit  
der Zwischenverfügung vom 14. Mai 2009 kreuzte – und vom 27. Mai 
2009 reichten die Beschwerdeführenden zum einen eine Fürsorgebe-

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stätigung vom 12. Mai 2009 und zum anderen die Originale der bereits 
im  Rahmen  der  Beschwerdeeingabe  vom 7.  Mai  2009  in  Kopie  ins 
Recht gelegten Beweismittel ein.

F.
In ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2009 – welche den Beschwerde-
führenden zur Kenntnisnahme gebracht wurde – hielt die Vorinstanz an 
der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abweisung der 
Beschwerde.

G.
Am  9.  April  2010  gebar  die  Beschwerdeführerin  ihren  Sohn 
D._______.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnah-
me im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  daher  zuständig für  die  Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgül tig (Art. 105 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG,  SR 
173.110]).

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 
BGG,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG und 
Art. 6 AsylG).

1.3 Das  am  9.  April  2010  geborene  Kind  D._______  wird  in  das 
vorliegende Beschwerdeverfahren einbezogen.

1.4 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (Art.  108 
Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG). 
Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 

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Aufhebung beziehungsweise Änderung; sie sind daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden rügen in formeller Hinsicht vorab eine 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des rechtlichen Ge-
hörs. Sie  bringen  diesbezüglich  vor,  das  BFM habe  die  geltend  ge-
machte eritreische Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin unter 
Ignorierung der  Anhaltspunkte,  die  für  die  Richtigkeit  ihrer  Angaben 
sprächen,  verneint. So habe das Bundesamt zum einen die von der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Befragung vom 16. März 2009 of-
ferierten Beweismittel – mehrere Fotografien sowie ihre Heiratsurkun-
de – nicht zu den Akten genommen und zum anderen die eingereichte 
originale Identitätskarte alleine mit dem pauschalen Hinweis auf einen 
möglichen käuflichen Erwerb derartiger Dokumente abgetan. Um die 
Echtheit  der Identitätskarte zu verneinen,  hätte indessen eine Doku-
mentenanalyse  durchgeführt  werden  müssen,  deren  Nichtvornahme 
eine Verletzung der Pflicht zur Abklärung des rechtserheblichen Sach-
verhaltes darstelle (vgl. Beschwerdeeingabe vom 7. Mai 2009, S. 6).

3.2 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die Vorinstanz 
habe ihren Anspruch auf Anhörung und sorgfältige Prüfung von Vor-
bringen verletzt, indem sie mehrere von der Beschwerdeführerin ein-
gereichte Beweismittel nicht in die Akten aufgenommen und gewürdigt 
habe, ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Be-
fragung vom 16. März 2009 in der Tat mehrere Fotografien sowie eine 
Heiratsurkunde  vorlegte.  Der  befragende  Sachbearbeiter  der  Vorin-
stanz teilte ihr in diesem Zusammenhang mit, er werde in der Pause 
Kopien machen (vgl. BFM-act. A10, S. 3). Entgegen der Annahme der 
Beschwerdeführenden fertigte er die entsprechenden Kopien sodann 
auch an, ohne die Aktenstücke indessen zu paginieren und im Akten-
verzeichnis aufzunehmen; im heutigen Zeitpunkt befinden sich die Un-
terlagen  unpaginiert  im  Anschluss  an  das  Befragungsprotokoll  vom 
16. März 2009 im Dossier der Vorinstanz. In der Verfügung des BFM 
vom 3. April 2009 werden die Beweismittel sodann weder in der Pro-

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zessgeschichte  noch  in  den  Entscheiderwägungen  erwähnt  bezie-
hungsweise gewürdigt.  Abgesehen  von der  Frage,  wieso  die  Vorins-
tanz  die  von  der  Beschwerdeführerin  offerierten  Beweismittel  nicht 
praxisgemäss und – hinsichtlich der Prüfung der Authentizität der Do-
kumente sowie  der  Erkennbarkeit  von Details  auf  den Fotografien – 
sinnvollerweise  im  Original  entgegengenommen  und  in  einem  pagi-
nierten Beweismittelumschlag im Dossier abgelegt hat, lässt dies zwei 
mögliche Schlüsse zu: entweder hat sie die betreffenden Dokumente 
bei  der  Entscheidfindung  schlechterdings  übersehen  (vgl.  dazu  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission  [EMARK]  2004  Nr. 16  E. 7  S. 108  f.)  oder  aber  keine  sorg-
fältige inhaltliche Prüfung der Unterlagen vorgenommen und überdies 
die ihr obliegende Begründungspflicht verletzt. Die beiden letztgenann-
ten Teilgehalte des rechtlichen Gehörs legen der Behörde die Pflicht 
auf, die Vorbringen eines Gesuchstellers nicht nur entgegen zu neh-
men, sondern diese auch wirklich zu hören, sorgfältig zu prüfen und in 
der Entscheidfindung zu berücksichtigen – was gewissermassen das 
Kernstück des rechtlichen Gehörs  ausmacht  –,  und ferner  dem Ge-
suchsteller gegenüber im Rahmen einer Verfügung mitzuteilen, wieso 
der  Entscheid  so  und  nicht  anders  ausgefallen  ist  beziehungswiese 
warum seinen Anträgen nicht stattgegeben wird (vgl. BVGE 2008/47 E. 
3.2  S. 674 f.,  mit  weiteren Hinweisen). In  Übereinstimmung mit  den 
Beschwerdeführenden ist  nach dem Gesagten festzustellen, dass je-
denfalls ein Verfahrensmangel vorliegt. Ob die Vorinstanz im Weiteren 
eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  im  Zusammenhang  mit  der 
Prüfung  der  von  der  Beschwerdeführerin  eingereichten  eritreischen 
Identitätskarte  begangen  hat,  kann  vor  diesem Hintergrund  letztlich 
offen bleiben. Lediglich der Vollständigkeit halber ist in diesem Zusam-
menhang – entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auf-
fassung – festzuhalten, dass die Einschätzung des BFM in der ange-
fochtenen  Verfügung,  wonach  die  Identitätskarte  angesichts  der  be-
kannterweise leichten käuflichen Erwerbbarkeit derartiger Dokumente 
in Eritrea und Äthiopien an der bereits anderweitig festgestellten feh-
lenden Glaubhaftigkeit  der Angaben zur Staatsangehörigkeit  der Be-
schwerdeführerin nichts zu ändern vermöge (vgl. Verfügung des BFM 
vom 3. April 2009, S. 3), nicht in erster Linie die Abklärung des Sach-
verhalts, sondern vorab dessen rechtliche Würdigung beschlägt. Prima 
vista dürfte dem BFM diesbezüglich sodann jedenfalls keine geradezu 
willkürliche Beweiswürdigung vorzuwerfen sein, da die Notorietät einer 
käuflichen  Erwerbbarkeit  von  Beweismitteln  durchaus  ein  Grund  für 
die  Annahme  eines  bloss  eingeschränkten  oder  gar  fehlenden  Be-

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weiswertes sein kann; dass im vorliegenden Fall die Beweiswürdigung 
der Vorinstanz einer näheren Überprüfung nicht standzuhalten vermag 
(vgl. dazu nachfolgende E. 5.2.1), ändert daran nichts.

3.3
3.3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb 
seine Verletzung grundsätzlich ohne weiteres – das heisst ungeachtet 
der materiellen Auswirkungen – zur Aufhebung des daraufhin ergange-
nen  Entscheides  führt  (vgl.  BVGE  2008/14  E.  4.1  S.  185;  BVGE 
2007/30 E. 8.2 S. 371 mit weiteren Hinweisen; BVGE 2007/27 E. 10.1 
S. 332). Ausgehend von einer entsprechenden Praxis des Bundesge-
richts  hat  allerdings  die  Rechtsprechung  aus  prozessökonomischen 
Gründen Leitlinien für  eine Heilung von Gehörsverletzungen auf  Be-
schwerdeebene entwickelt, nach welchen sich eine Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 
erübrigt, wenn das Versäumte nachgeholt wird, der Beschwerdeführer 
dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerdeinstanz im streitigen 
Fall  die  freie  Überprüfungsbefugnis  in  Bezug  auf  Tatbestand  und 
Rechtsanwendung zukommt,  sowie  die  festgestellte  Verletzung  nicht 
schwerwiegender Natur ist und die fehlende Entscheidreife durch die 
Beschwerdeinstanz  mit  vertretbarem  Aufwand  hergestellt  werden 
kann;  die  Heilung  soll  dabei  allerdings  die  Ausnahme  bleiben  (vgl. 
BVGE 2008/47 E. 3.3.4, mit weiteren Hinweisen).

3.3.2 Im  vorliegenden  Fall  wiegt  der  festgestellte  Verfahrensmangel 
zwar nicht leicht, was grundsätzlich gegen eine Heilung spricht. Ange-
sichts  der  vollen  Kognition  des Bundesverwaltungsgerichts  (Art. 106 
AsylG),  der  Tatsache,  dass  sich  die  Beschwerdeführenden  auf  Be-
schwerdeebene ausführlich  zu den von ihnen eingereichten Beweis-
mitteln äusserten und auch die Vorinstanz im Rahmen ihrer Vernehm-
lassung vom 26. Juni 2009 dazu Stellung bezog, die Sache entscheid-
reif ist und schliesslich die Beschwerdeführenden – wie nachstehend 
aufgezeigt – in materieller Hinsicht  mit  ihren Rechtsbegehren durch-
dringen,  würde  indessen  eine  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfü-
gung im heutigen Zeitpunkt  keinerlei  Sinn mehr  machen und einem 
prozessualen Leerlauf gleichkommen.

3.4 Nach dem Gesagten besteht kein Anlass zur Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung aus formellen Gründen. Es ist daher im Folgen-
den in materieller Hinsicht zu prüfen, ob das BFM die Beschwerdefüh-

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renden zu Recht nicht als Flüchtlinge anerkannt hat und ihre Wegwei-
sung beziehungsweise den Vollzug der Wegweisung angeordnet hat.

4.
4.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt  
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

5.
5.1
5.1.1 Das BFM führt  zur  Begründung seiner  Verfügung vom 3. April 
2009  im  Wesentlichen  aus,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin 
vermöchten den Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftma-
chen nicht  standzuhalten. So behaupte die Beschwerdeführerin, erit-
reische  Staatsangehörige  zu  sein,  und  habe  in  diesem Zusammen-
hang eine eritreische Identitätskarte zu den Akten gegeben; ferner ma-
che sie geltend, mit ihrer Mutter aus Addis Abeba (Äthiopien) ausge-
wiesen worden zu sein und anschliessend in Asmara (Eritrea) wegen 
ihres Ehemannes Probleme erhalten zu haben. Dabei habe sie jedoch 
in den Befragungen widersprüchliche Angaben zum Zeitpunkt der an-
geblichen Ausweisung aus Äthiopien gemacht, indem sie bei der Emp-
fangsstellenbefragung das Jahr 1990, bei der einlässlichen Befragung 
jedoch das Jahr 1999 genannt habe. Im Weiteren deuteten ihre Schil -
derungen bezüglich  des Aufenthaltes  in  Asmara nicht  auf  einen tat-

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sächlich dort existierenden Wohnsitz hin und auch die Angaben betref-
fend ihre Ausreise aus Eritrea vermöchten nicht zu überzeugen. Glei-
ches gelte schliesslich in Bezug auf die geltend gemachte Verfolgung 
wegen ihres Ehemannes, habe sie doch beispielsweise zum einen in 
der  Empfangsstellenbefragung  angegeben,  ihn  mit  ihren  Kindern  im 
Gefängnis besucht zu haben, zum anderen aber in der Anhörung vom 
16. März 2009 vorgebracht, sie wisse nicht, in welchem Gefängnis er  
sich befinde. Auch sei es realtitätsfremd, dass Mitarbeiter ihres Man-
nes über die von ihr geschilderten näheren Umstände seiner Verhaf-
tung Bescheid gewusst hätten. Aus diesen Gründen würden die Ver-
treibung aus Äthiopien, der Aufenthalt und die Verfolgung in Eritrea so-
wie  insbesondere die eritreische Staatsangehörigkeit  nicht  glaubhaft 
erscheinen. Dass die  Beschwerdeführerin  eine eritreische Identitäts-
karte eingereicht habe, ändere daran nichts, da derartige Dokumente 
sowohl in Eritrea als auch in Äthiopien käuflich erwerbbar seien. Es sei 
demnach mit  hoher  Wahrscheinlichkeit  davon auszugehen,  dass  die 
Beschwerdeführerin äthiopische Staatsangehörige sei.

5.1.2 Die Beschwerdeführenden stellen sich in der Beschwerdeeinga-
be  vom 7. Mai  2009  demgegenüber  auf  den  Standpunkt,  das  BFM 
habe  die  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  zu 
Unrecht verneint. Soweit ihr die Vorinstanz Widersprüche und undetail-
lierte Aussagen im Zusammenhang mit ihrer Deportation aus Äthiopi -
en  vorhalte,  sei  zu  berücksichtigen,  dass  dieses  Ereignis  vor  über 
zehn Jahren stattgefunden habe und sie zu jenem Zeitpunkt noch sehr 
jung gewesen sei, weshalb sie sich nachvollziehbarerweise nicht mehr 
genau daran erinnern könne. Ferner ergäben sich aus den von ihr ein-
gereichten Beweismitteln – namentlich der eritreischen Identitätskarte, 
der  Heiratsurkunde,  dem Legitimationsausweis  und  dem Diplom be-
züglich einer in Asmara absolvierten Ausbildung zur Schneiderin, so-
wie einer Vielzahl von Fotografien, welche unter anderem ihren Ehe-
mann in der offiziellen eritreischen Armeeuniform und ihre Hochzeits -
zeremonie  zeigten  –  genügend  konkrete  Anhaltspunkte,  die  für  die 
Richtigkeit  ihrer  Angaben  zur  eritreischen  Staatsangehörigkeit  sprä-
chen. Im Weiteren müsse sie im Falle einer Rückkehr nach Eritrea als 
Angehörige der Full Gospel Church mit asylrechtlich relevanter Verfol-
gung rechnen, zumal ihr Ehemann bereits wegen seiner religiösen Tä-
tigkeiten inhaftiert worden sei und die Polizei danach auch sie gesucht 
habe.

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5.1.3 In ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2009 führt die Vorinstanz 
aus, die von der Beschwerdeführerin eingereichten Geburts- und Tauf-
urkunden sowie die Heiratsurkunde seien erfahrungsgemäss in Eri trea 
wie auch in Äthiopien käuflich erwerbbar. Im Weiteren falle auf, dass 
die  auf  den Geburtsurkunden eingetragenen  Adressen nicht  mit  der 
von der Beschwerdeführerin bei der Empfangsstellenbefragung ange-
gebenen Wohnadresse übereinstimmten, und schliesslich seien die zu 
den Akten gereichten Fotografien nicht  geeignet,  die  Vorbringen der 
Beschwerdeführerin zu bestätigen.

5.2 Nach  Prüfung  der  Akten  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht 
zum Schluss, dass die Vorinstanz die Vorbringen der Beschwerdefüh-
rerin zu Unrecht als nicht glaubhaft erachtet.

5.2.1 Soweit  das BFM in der angefochtenen Verfügung zunächst  er-
wägt, die Beschwerdeführerin habe die von ihr behauptete eritreische 
Staatsangehörigkeit nicht glaubhaft dargelegt und sei mit hoher Wahr-
scheinlichkeit äthiopische Staatsangehörige, ist festzuhalten, dass das 
Bundesamt dabei die Vorbringen der Beschwerdeführerin einseitig in-
terpretiert und im Wesentlichen auf Aussagen abstellt, die kaum geeig-
net  erscheinen,  die  Frage der  Staatsangehörigkeit  zu beurteilen. So 
lassen namentlich  die  Angaben der  Beschwerdeführerin  zum Reise-
weg im Rahmen der von ihr geltend gemachten Deportation aus Äthio-
pien sowie diejenigen zu ihrer im Januar 2008 erfolgten Ausreise aus 
Eritrea keine überzeugenden Rückschlüsse auf ihre Staatsangehörig-
keit zu, zumal es sich bei diesen Aussagen um – teilweise lange zu-
rückliegende – Nebenaspekte beziehungsweise Einzelereignisse han-
delt, bezüglich derer von der Beschwerdeführerin keine überaus präzi -
sen Darlegungen zu örtlichen Gegebenheiten gefordert werden dürfen. 
Ferner  lassen ihre  Angaben zu  diversen Örtlichkeiten innerhalb  von 
Asmara einen längerfristigen Aufenthalt in dieser Stadt durchaus plau-
sibel erscheinen; die Beschwerdeführerin hat in der einlässlichen An-
hörung vom 16. März 2009 nachvollziehbare Detailangaben zu einzel-
nen Punkten und Quartieren in Asmara gemacht,  welche auf eigene 
Erfahrungen hindeuten (vgl. dazu etwa BFM-act. A10, S. 3, F12-14, so-
wie S. 9, F93-95). Der Umstand, dass sie nicht genau angeben konnte, 
wie  lange  ein  Fussmarsch  von  ihrem  Wohnquartier  [...]  bis  ins 
Stadtzentrum  dauerte,  ist  in  diesem  Zusammenhang  nicht  von 
massgeblicher Bedeutung, da exakte Zeitangaben von Personen – na-
mentlich von Frauen –, die aus einem aussereuropäischen Kulturraum 
stammen,  erfahrungsgemäss nicht  tel  quel  erwartet  werden können. 

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Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten 
diesbezüglich insgesamt plausible Angaben gemacht hat,  reichte sie 
im Zuge des Asylverfahrens sodann zahlreiche Beweismittel  zu  den 
Akten, die auf einen jahrelangen Aufenthalt in Eritrea beziehungsweise 
ihre eritreische Staatsangehörigkeit  hindeuten. Dies betrifft  neben ei-
ner eritreischen Identitätskarte, drei eritreischen Geburtregisterauszü-
gen (betreffend die  Beschwerdeführerin  und  ihre  beiden  im Heimat-
staat geborenen Kinder), zwei eritreischen Tauf- und einer Heiratsur-
kunde  sowie  einem  eritreischen  Schülerausweis  und  einem  Ausbil-
dungsdiplom etliche Fotografien, die zum einen den Ehemann der Be-
schwerdeführerin im Militärdienst  und bei  einer Schuldiplomfeier  zei -
gen und zum anderen von der Hochzeitszeremonie der Beschwerde-
führerin und ihres Mannes stammen. Auch unter Berücksichtigung der 
vom BFM angeführten Tatsache, dass einzelne der eingereichten Do-
kumente – darunter selbst die Identitätskarte – grundsätzlich manipu-
lierbar sind und in Eritrea käuflich erworben werden können, erscheint 
es wenig wahrscheinlich,  dass diese Beweismittel  samt und sonders 
im Hinblick auf die Einreichung eines Asylgesuches produziert wurden. 
Insbesondere  weisen  mehrere  der  eingereichten  Unterlagen  Spuren 
der  Alterung  beziehungsweise  einen  Grad  von  Abnützung  auf,  der 
nicht  ohne weiteres künstlich  geschaffen werden kann, so beispiels-
weise der Schülerausweis, auf welchem eine Fotografie der Beschwer-
deführerin mit  eindeutig vor langer Zeit  dort  angebrachten Heftklam-
mern befestigt ist, und mehrere Fotografien mit alterungsspezifischen 
Beschädigungen an den Oberflächen. Ferner ist das äussere Erschei-
nungsbild der Beschwerdeführerin auf den verschiedenen Aufnahmen 
im Schülerausweis und Ausbildungsdiplom sowie auf der Identi tätskar-
te und auf  den Fotografien der  Hochzeitszeremonie  mit  dem jeweils 
entsprechenden  chronologischen  Alter  der  Beschwerdeführerin 
vereinbar. Schliesslich ist auf einer der Aufnahmen der Ehemann der 
Beschwerdeführerin  bei  einer  Schuldiplomfeier  vor  einer  eri treischen 
Landesfahne  abgebildet,  und  auf  einer  anderen  Fotografie  ist  er  in-
mitten von Soldaten erkennbar, die – wie die Beschwerdeführerin zu-
treffend vorbringt – eritreische Armeeuniformen tragen. Diese Beweis-
mittel sprechen demnach eindeutig für die Richtigkeit der Angaben der 
Beschwerdeführerin  zu  deren Staatsangehörigkeit,  was das BFM im 
Rahmen der Prüfung der Glaubhaftigkeit  nicht genügend berücksich-
tigt hat. Gewisse berechtigte Zweifel wirft das BFM einzig im Zusam-
menhang mit der Angabe der Beschwerdeführerin auf, wonach sie in 
Asmara stets am selben Ort  gewohnt habe (vgl. BFM-act. A10, S. 5, 
F35). Diesbezüglich trifft  der Einwand der Vorinstanz, es fänden sich 

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unterschiedliche  Adressangaben  der  Beschwerdeführerin  selber 
(Quartier [...] in Asmara, ohne Strassenbezeichnung; vgl. BFM-act. A1, 
S.  2)  und  auf  den  eingereichten  Geburtsurkunden  (Quartier  [...],  in 
Asmara), zu und lässt sich um eine weitere abweichende Adresse auf 
der Identitätskarte ([...],  Asmara) erweitern. Aufgrund der  derzeitigen 
Aktenlage lässt sich nicht schlüssig feststellen, ob die Beschwerdefüh-
rerin im Rahmen ihrer Ausführungen bewusst gewisse Wohnadressen 
verschweigen wollte  – wozu prima vista kein Grund ersichtlich ist  –, 
oder ob es sich um ein aufklärbares Missverständnis handelt; letztlich 
erscheint dies indessen mit Blick auf die Frage der Staatsangehörig-
keit nicht entscheidend und kann offen bleiben. Gleiches gilt schliess-
lich angesichts der gesamten Aktenlage auch in Bezug auf die von der 
Vorinstanz  festgestellte  Ungereimtheit  betreffend  den  Zeitpunkt  der 
Deportation der Beschwerdeführerin aus Äthiopien, wobei festzuhalten 
bleibt,  dass die bei der Empfangsstellenbefragung protokollierte Jah-
resangabe  von 1990  (vgl.  BFM-act. A1,  S. 1)  eher  auf  ein  Missver-
ständnis hindeutet,  zumal die Deportationen von eritreischen Staats-
angehörigen aus Äthiopien erst  1998 begannen und die  Diskrepanz 
zwischen den beiden divergierenden Zeitangaben der Beschwerdefüh-
rerin – 1990 beziehungsweise 1999 – sehr gross ist; es ist im Gesamt -
kontext  wenig  wahrscheinlich,  dass  die  Beschwerdeführerin  derart 
grob abweichende Angaben gemacht hätte, wenn sie einen konstru ier-
ten Sachverhalt hätte vorbringen wollen.

Nach  dem  Gesagten  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht  zum 
Schluss, dass die Vorinstanz die Bestimmung von Art. 7 AsylG über 
das Glaubhaftmachen in Bezug auf die Frage der Staatsangehörigkeit 
der  Beschwerdeführerin  zu  restriktiv  angewendet  hat. Im Gegensatz 
zum strikten Beweis stellt  Glaubhaftmachen ein  reduziertes  Beweis-
mass dar und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel 
an  den Vorbringen. Entscheidend ist,  ob die Gründe,  welche für  die 
Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen  oder 
nicht;  dabei  ist  auf  eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 1 E. 5.a S. 4 f.), welche bezüglich der Beschwerde-
führerin das Ergebnis zu ihren Gunsten ausfallen lässt.

5.2.2 Die  Begründung  des  Bundesamtes  vermag  im  Weiteren  auch 
nicht zu überzeugen, soweit es über die Frage der Staatsangehörigkeit 
hinaus die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Asylgründe 
als nicht glaubhaft erachtet.

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So  verneint  die  Vorinstanz  die  von  der  Beschwerdeführerin  vorge-
brachte religiöse Zugehörigkeit zu einer Pfingstgemeindekirche einzig 
mit  dem  Hinweis,  tatsächliche  Angehörige  der  Mulu  Wengel-Kirche 
würden ihre Religionsgemeinschaft anders benennen. Dies trifft indes-
sen nach den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts, die sich 
auf  öffentlich zugängliche Quellen stützen (vgl. dazu die Angaben in 
nachfolgender E. 6.2), nicht zu; die Beschwerdeführerin hat in der An-
hörung vom 16. März  2009 die  Mulu Wengel-Kirche korrekt  benannt 
und zugleich auch die weitere gebräuchliche Bezeichnung Full Gospel 
Church verwendet sowie auf deren Zugehörigkeit zur Pfingstgemeinde 
hingewiesen (vgl. A10, S. 6, F57 und S. 11, F117). Ferner stützen die 
von  der  Beschwerdeführerin  zu  den  Akten  gereichten,  von  der  Full 
Gospel Church ausgestellten Taufurkunden betreffend ihre beiden Kin-
der, die ebenfalls von dieser Kirche abgefasste Heiratsurkunde sowie 
die Fotografien der Hochzeitszeremonie, die nach den Aussagen der 
Beschwerdeführerin am 11. November 2002 stattfand,  ihre Angaben. 
Auf den Fotografien ist ein christlicher Prediger im Ornat zu sehen, der 
die Vermählung vornimmt, wobei die überaus schlichte Ausstattung der 
Trauungslokalität  –  als  Traualtar  dient  beispielsweise  ein  einfacher 
Tisch und an der Rückwand des Raumes hängt als einziger Schmuck 
ein besticktes Vorhangtuch – ohne weiteres dafür spricht, dass es sich 
um eine evangelikale, wegen des seit Mai 2002 bestehenden offiziel -
len Verbotes von Kultushandlungen der Mulu Wengel-Kirche (vgl. dazu 
nachfolgende E. 6.2) in einer privaten Räumlichkeit abgehaltene Hoch-
zeitsfeier  handelt;  eine  christlich-orthodoxe  Zeremonie  wäre  demge-
genüber  nach  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts 
kaum in einem derart einfachen Rahmen ausgefallen. Vor diesem Hin-
tergrund hat die Beschwerdeführerin ihre Zugehörigkeit zur Mulu Wen-
gel-Kirche durchaus glaubhaft gemacht.

Im Weiteren erachtet das BFM auch die auf die religiöse Ausrichtung 
gründende  Verfolgung  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  und 
das  Interesse der  Sicherheitskräfte  an  ihrer  eigenen  Person  zu Un-
recht als nicht glaubhaft. So hält es der Beschwerdeführerin einen an-
geblichen Widerspruch vor, der sich daraus ergebe, dass sie bei der 
Empfangsstellenbefragung angegeben habe, man habe ihren Kindern 
im Gefängnis, wohin sie die beiden mitgenommen habe, nicht erlaubt, 
ihren Vater zu sehen, während sie bei der Direktbefragung vorgebracht 
habe,  sie  wisse nicht,  in  welchem Gefängnis  ihr  Ehemann inhaftiert 
sei. Nach Durchsicht der entsprechenden Protokollstellen lässt sich in-
dessen dieser Widerspruch nicht bestätigen. So gab die Beschwerde-

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führerin bereits bei der Empfangsstellenbefragung explizit an, sie wis-
se nicht, wo ihr Ehemann inhaftiert sei. Dabei sagte sie wörtlich aus: 
"Seitdem er inhaftiert  ist, haben wir ihn nicht mehr gesehen; wir wis-
sen nicht, wo er ist. Wir wissen seinen Aufenthaltsort nicht" (vgl. BFM-
act. A1, S. 5 unten). Neben dieser klaren Aussage wirkt die ebenfalls  
anlässlich der Empfangsstellenbefragung protokollierte Passage, wo-
nach sie ihre Kinder ins Gefängnis mitgenommen habe, damit sie ih-
ren Vater sähen, was jedoch die Vorgesetzten nicht erlaubt hät ten (vgl. 
a.a.O., S. 5), auf den ersten Blick zwar in der Tat etwas befremdlich. 
Angesicht der detaillierten Schilderung der Ereignisse im Rahmen der 
einlässlichen Anhörung – wonach der Ehemann der Beschwerdeführe-
rin zunächst auf den Polizeiposten verbracht und anschliessend in ein 
Gefängis verlegt worden sei und sich die Beschwerdeführerin auf dem 
Polizeiposten vergeblich nach dem Haftort ihres Ehemannes erkundigt 
habe (vgl. BFM-act. A10, S. 11, F117) – wird jedoch deutlich, dass im 
Empfangszentrum wohl in nicht ganz korrekter Weise der Begriff "Poli-
zeiposten" mit "Gefängnis" übersetzt und protokolliert  wurde; die Be-
schwerdeführerin machte denn auch im weiteren Verlauf der einlässli -
chen Anhörung genaue Angaben zum Polizeiposten und erklärte auf 
Vorhalt ihrer Aussage bei der Erstbefragung in nachvollziehbarer Wei-
se, sie sei nicht zum Gefängnis gegangen, sondern zum Polizeiposten, 
wo man Informationen erhalten könne (vgl. BFM-act. A10, S. 13, F125 
und  F128).  Die  weiteren  vom Bundesamt  aufgeführten  angeblichen 
Ungereimtheiten im Zusammenhang mit den Angaben der Beschwer-
deführerin zur Verfolgungssituation sind sodann von lediglich unterge-
ordneter Natur und vermögen die insgesamt substanziierten und mit 
dem Vorgehen der eritreischen Behörden gegen Angehörige von religi-
ösen  Minderheiten  (vgl.  dazu  nachfolgende  E. 6.2)  übereinstimmen-
den,  mithin  realistischen  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  nicht 
ernsthaft  in  Zweifel  zu ziehen; es erübrigt  sich daher, näher  auf  sie 
einzugehen.

5.2.3 Nach dem Gesagten geht das Bundesverwaltungsgericht dem-
nach von folgendem glaubhaft  gemachten  Sachverhalt  aus: Die  Be-
schwerdeführerin  ist  eine ursprünglich aus Addis Abeba stammende 
eritreische Staatsangehörige. Im Zuge der kriegerischen Auseinander-
setzungen zwischen Äthiopien und Eritrea wurde sie zusammen mit ih -
rer eritreischen Mutter nach Eritrea deportiert, wo sie in Asmara leb te 
und im Jahr 2002 einen Landsmann heiratete. Sowohl die Beschwer-
deführerin als auch ihr Ehemann sind Angehörige der Mulu Wengel-
Kirche, wobei letzterer während der Ableistung seines Militärdienstes 

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zunächst angehalten wurde, seinem Glauben abzuschwören, danach 
wegen  seiner  Weigerung,  dieser  Aufforderung  nachzukommen,  im 
April  2007  festgenommen  wurde  und  sich  seither  an  einem  unbe-
kannten  Ort  in  Haft  befindet.  Als  sich  die  Polizei  auch  bei  der  Be-
schwerdeführerin meldete, tauchte diese mit ihren beiden Kindern un-
ter und verliess in der Folge im Januar 2008 ihren Heimatstaat.

6.
6.1 Es ist  im Folgenden zu prüfen, inwieweit  die Beschwerdeführen-
den vor dem Hintergrund des glaubhaft gemachten Sachverhaltes im 
heutigen Zeitpunkt begründete Furcht (vgl. zu den diesbezüglichen An-
forderungen EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9 f.) haben, bei einer Rück-
kehr in den Heimatstaat in asylrechtlich relevanter Weise behelligt zu 
werden, das heisst sich dort in einer landesweit ausweglosen Situation 
befinden würden, in welcher ihnen von staatlicher oder privater Seite 
erhebliche Nachteile aus den in Art. 3 AsylG genannten Gründen dro-
hen und gegen welche ihnen von den staatlichen Institutionen entwe-
der  willentlich  oder  wegen  fehlender  entsprechender  Fähigkeit  kein 
Schutz gewährt würde (vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 18 sowie EMARK 
1996 Nr. 1).

6.2 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sich die Bevölkerung Eritreas 
je rund zur Hälfte  aus Christen – fast 90 Prozent davon Angehörige 
der eritreisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche und daneben Kopten, Ka-
tholiken und etwa 2 Prozent Protestanten – und sunnitischen Musli -
men zusammensetzt. Allerdings ist nach den Erkenntnissen des Bun-
desverwaltungsgerichts, welche auf der Auswertung von Berichten un-
abhängiger  staatlicher  und  nichtstaatlicher  Organisationen  beruhen 
(vgl.  namentlich  U.S.  Department  of  State,  International  Religious 
Freedom Report 2009, 26. Oktober 2009; UK Home Office, Country of 
Origin Information Bulletin Eritrea, "Evangelicals": Unregistered Chris -
tian  Churches,  Juli  2006;  Schweizerische  Flüchtlingshilfe  [SFH],  Eri -
trea, Update vom Februar 2010; UNHCR Eligibility guidelines for as-
sessing the international protection needs of asylum-seekers from Eri-
trea,  April  2009; schriftliche Angaben eines unabhängigen Eritreaex-
perten vom 30. September  2008  und vom 27. April 2009  gegenüber 
dem  Bundesverwaltungsgericht;  alle  Berichte  jeweils  mit  Hinweisen 
auf  weitere  Quellen; vgl.  auch  das Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts E-4558/2006 vom 8. Juli 2009), die Religionsfreiheit – wiewohl in 
Art. 14 und 19 der bis heute nicht implementierten eritreischen Verfas-
sung vom 23. Mai 1997 garantiert – nicht gewährleistet. Offiziell zuge-

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lassen sind gegenwärtig die orthodoxe, die lutheranische und die rö-
misch-katholische  Kirche  sowie  der  Islam.  Die  übrigen  Religionsge-
meinschaften  –  so  die  Zeugen  Jehovas,  die  Adventisten,  pfingstle-
risch-charismatische Kirchen (sogenannte Pentecostal-Churches) wie 
die Mulu Wengel, und weitere, auch islamische Bewegungen – wurden 
im Mai 2002 von der Regierung aufgefordert, sich registrieren zu las-
sen. Keine  dieser  Gemeinschaften erhielt  indessen in  der  Folge  die 
Bewilligung zur weiteren Glaubensausübung, worauf sie ihre offiziellen 
Aktivitäten einstellen mussten. Die Kirchenbauten der nichtregistrier ten 
Bewegungen wurden behördlich geschlossen und teilweise beschlag-
nahmt,  so  am 15. Oktober  2003  auch  das  Hauptgebäude  der  Mulu 
Wengel-Kirche in Asmara. Seither praktizieren die Mitglieder der ver-
botenen Kirchen ihren Glauben klandestin in privaten Räumlichkeiten, 
allerdings unter der steten Gefahr von Razzien, Festnahmen und an-
deren Repressionsmassnahmen, welche seit Herbst 2008 noch inten-
siviert  wurden. Hintergrund dieser Unterdrückung ist  die Befürchtung 
der Regierung, dass die religiösen Minoritäten durch ihre Hingabe zur 
Religion den absoluten Autoritäts- und Loyalitätsanspruch des Staates 
in Frage stellen könnten. In den vergangenen Jahren haben die eritrei -
schen Sicherheitskräfte deshalb eine grosse Anzahl von Führungskräf-
ten,  aber  auch  einfachen  Mitgliedern  verbotener  Religionsgemein-
schaften verhaftet und teilweise über Monate oder gar Jahre hinweg 
ohne  Anklageerhebung  und  Kontakt  zur  Aussenwelt  unter  äusserst 
schlechten Haftbedingungen festgehalten, wobei psychische und phy-
sische  Folter  üblich  sind  und  die  inhaftierten  Personen  gezwungen 
werden, ihrem Glauben abzuschwören; es sind etliche Fälle bekannt 
geworden, in denen Inhaftierte an den Folgen von erlittenen Misshand-
lungen gestorben sind. Gegenwärtig  sollen nach übereinstimmenden 
Angaben mehrerer unabhängiger Organisationen über 3'000 Angehöri-
ge von Minderheitenkirchen – überwiegend Protestanten – wegen ih-
res Glaubens in militärischen Camps und Gefängnissen sowie in den 
Polizeistationen von Asmara und anderen Städten des Landes festge-
halten werden. Dies trifft namentlich auch auf Anhänger der Mulu Wen-
gel-Kirche zu, wobei alleine im Jahre 2005 etwa zehn ihrer Pastoren 
festgenommen wurden.

6.3 Nach dem Gesagten müssen Mitglieder der Mulu Wengel-Kirche in 
Eritrea grundsätzlich mit  erheblichen Nachteilen im Sinne von Art. 3 
AsylG rechnen, wenn sie ihren Glauben praktizieren und in die Hände 
der  Sicherheitskräfte  fallen.  Im  Falle  der  Beschwerdeführenden  ist 
nach den vorangehenden Erwägungen denn auch davon auszugehen, 

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dass  sich  ihr  Ehemann/Vater  seit  dem Jahre  2007  an  einem unbe-
kannten Ort in Haft befindet, nachdem er während seines Militärdiens-
tes  festgenommen wurde und offenbar  seinem Glauben  nicht  abge-
schworen hat. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die staatli-
che Unterdrückung der privaten Religionsausübung von Angehörigen 
verbotener Gemeinschaften im militärischen Kontex besonders massiv 
ausfällt (vgl. SFH, Eritrea, Update vom Februar 2010, S. 13; UK Home 
Office,  Country  of  Origin  Information Bulletin  Eritrea,  "Evangelicals": 
Unregistered Christian Churches, Juli 2006, S. 4, Rz. 3.09), erscheint 
es sodann nicht als ausgeschlossen, dass er weiterhin für unabsehba-
re Zeit festgehalten wird. Ferner drohen den Beschwerdeführenden als 
dessen Ehefrau und Kinder selber Repressalien im Sinne einer "Re-
flexverfolgung" (vgl. deutsches Bundesamt für Migration und Flüchtlin -
ge,  Lage  der  Religionsgemeinschaften  in  ausgewählten  nichtislami-
schen Ländern, Juni 2009, S. 15). Vor diesem Hintergrund und ange-
sichts einer bereits erfolgten polizeilichen Vorsprache bei ihnen zuhau-
se  haben  die  Beschwerdeführenden  demnach  objektive  Gründe  für 
eine  ausgeprägtere  subjektive  Furcht  vor  künftiger  Verfolgung  (vgl. 
dazu EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9).

6.4 Zusammenfassend ist  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführen-
den im heutigen Zeitpunkt begründete Furcht vor erheblichen Nachtei-
len im Sinne von Art. 3 AsylG seitens der eritreischen Behörden und 
Sicherheitskräfte haben. Aufgrund der Situation in  Eritrea ist  sodann 
das  Vorliegen  einer  innerstaatlichen  Fluchtalternative  zu  verneinen. 
Damit  erfüllen  die  Beschwerdeführenden  die  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft; weil sich zugleich aus den Akten keinerlei An-
haltspunkte  für  das  Vorliegen  allfälliger  Asylausschlussgründe  erge-
ben, haben sie ferner Anspruch auf die Erteilung von Asyl.

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht verletzt. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gutzu-
heissen,  die Verfügung des BFM vom 3. April  2009 aufzuheben und 
das Bundesamt anzuweisen,  den Beschwerdeführenden Asyl  zu  ge-
währen.

8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG); das mit Zwischenverfügung vom 14. Mai 

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2009  gutgeheissene  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird hinfällig.

8.2 Angesichts ihres Obsiegens ist den Beschwerdeführenden sodann 
eine angemessene Parteientschädigung für die ihnen durch das Be-
schwerdeverfahren  erwachsenen  notwendigen  Kosten  zuzusprechen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG); diese ist aufgrund des zuverlässig abschätzba-
ren Zeitaufwandes der Rechtsvertreterin auf insgesamt Fr. 1'500.-- (in-
klusive  Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festzusetzen  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V. m. Art. 8, 10 Abs. 2 und 14 Abs. 2 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung des BFM vom 
3. April  2009 wird  aufgehoben. Das BFM wird  angewiesen,  den Be-
schwerdeführenden Asyl zu erteilen.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'500.-- zu entrichten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben; Bei-
lagen:  Heiratsurkunde,  zwei  Taufurkunden,  drei  Geburtsscheine, 
Schülerausweis, Ausbildungsbestätigung, acht Fotografien)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten (per Kurier; in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Jürg Hünerwadel

Versand:

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