# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e1241f6-2dd3-5977-9b31-01729063ae85
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2010 C-2632/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2632-2008_2010-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2632/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino,
Richterin Madeleine Hirsig,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 19. März 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2632/2008

Sachverhalt:

A.
A._______,  geboren  am  (...)  1951,  ist  spanische  Staatsangehörige 
und wohnt in Spanien. Sie arbeitete von 1969 bis 1993 (act. 5) in der 
Schweiz als Reinigungskraft. Während ihrer Arbeitszeit in der Schweiz 
zahlte sie die obligatorischen Beiträge an die schweizerische Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung.  In  Spanien  arbeitete  sie 
vom  1. April  2004  bis  zur  Kündigung  am  18. April  2005  vollzeitlich 
ebenfalls als Reinigungskraft (act. 14). Am 28. November 2006 (act. 6, 
E204,  Ziff. 14)  meldete  sich  die  Versicherte  bei  der  spanischen 
Sozialversicherungsträgerin für eine Invalidenrente in der Schweiz an. 
Das Gesuch ging am 30. Mai 2007 bei der IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland (IVSTA) ein (act. 12).

B.
Die IVSTA klärte  im Folgenden die  wirtschaftliche und medizinische 
Situation  der  Versicherten  ab  und  liess  die  Fragebogen  für  den 
Arbeitgeber (act. 14), für die Versicherte (act. 16) und für im Haushalt 
tätige  Versicherte  (act. 15)  ausfüllen.  Zudem  übermittelte  die 
spanische  Sozialversicherungsträgerin  die  ausgefüllten  Formulare 
E204 (act. 6),  E205 (act. 7),  E207 (act. 9),  E211 (act. 47)  und E213 
(act. 19). 

C.
Aufgrund  der  medizinischen  Stellungnahme von  Dr. med. B._______ 
vom  ärztlichen  Dienst  der  IV-Stelle,  wonach  die  Versicherte  ab 
19. April 2005 in ihrer angestammten Tätigkeit zu 30% arbeitsunfähig 
und für Arbeiten im Haushalt zu 20% arbeitsunfähig sei (act.  21), teilte 
die  IVSTA  der  Versicherten  mit  Vorbescheid  vom  14. Januar  2008 
(act. 23)  mit,  dass  das  Leistungsbegehren  abgewiesen  werden 
müsste.

D.
Daraufhin erhob die Versicherte am 4. Februar 2008 Einwand (act. 24) 
und  beantragte  sinngemäss  eine  erneute  Beurteilung  ihrer 
medizinischen  Unterlagen.  Die  Versicherte  reichte  zudem  weitere 
Unterlagen ein.

E.
Dr. C_______,  Spezialistin  für  Bewertung  medizinischer  Körper-

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schäden  und  Arbeitsunfähigkeit,  erstellte  am  16. Oktober  2006  ein 
ausführliches  Gutachten  zum  Gesundheitszustand  der  Beschwerde-
führerin (act. 25).

F.
Nach  einer  erneuten  Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  durch 
Dr. med. B._______ vom 15. März 2008 (act. 37)  verfügte die IVSTA 
am 19. März 2008 die Abweisung des Leistungsbegehrens (act. 38).

G.
Die Versicherte reichte am 18. März 2008 nochmals alle Röntgenbilder 
zur Beurteilung ein (act. 39). Dr. med. B._______ bestätigte mit kurzer 
Stellungnahme  vom  29. April  2008  (act. 49),  dass  sich  die  Bilder 
bereits  mehrfach  in  den  Akten  befänden  und  sich  keine  neuen 
medizinischen  Fakten  ergeben  hätten,  weshalb  die  bisherige  Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit keine Änderung erfahre.

H.
Die  Versicherte  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  reichte  am 
22. April 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen die 
Verfügung  der  IVSTA (nachfolgend:  Vorinstanz)  ein  und  beantragte 
sinngemäss,  es  sei  eine  Neubeurteilung  ihrer  Unterlagen  vorzu-
nehmen.  Es  sei  wahrscheinlich,  dass  ihr  Dossier  nicht  alle 
medizinischen Unterlagen  enthalte,  weshalb  sie  noch  einige  zusätz-
liche  Unterlagen  beilege  (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung  75%  in 
Spanien,  kernmagnetische  Resonanzanalyse  des  Rückens,  Be-
stätigung  vibromischer  Leiden,  Bestätigung  von  Gehirnverletzungen, 
Gehöranalyse). Zudem gab sie aktuellere Berichte zu den Akten (An-
erkennung  der  Kosten  für  ein  halbstarres  Korsett,  Bericht  des 
Psychiaters,  Bericht  der  Rehabilitationsstation,  Anamnese  des 
Familienarztes [inkl. aktuelle Medikation], Attest einer Behinderung).

I.
Die Vorinstanz gab am 5. August  2008 ihre  Vernehmlassung zu den 
Akten  und  beantragte,  aufgrund  der  erneuten  Stellungnahme  von 
Dr. med. B._______ vom 7. Juli  2008  (act. 52),  sei  die  Beschwerde 
abzuweisen.

J.
Die  Beschwerdeführerin  zahlte  am  21. August  2008  den  mit 
Zwischenverfügung  vom  13. August  2008  geforderten  Kostenvor-
schuss von CHF 400.- ein.

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K.
Mit  Replik  vom  3. September  2008  äusserte  sich  die  Beschwerde-
führerin  zur  Vernehmlassung  der  Vorinstanz  und  betonte  ins-
besondere, dass ihre psychischen Leiden nicht geheilt worden seien, 
sondern  lediglich  eine leichte  Verbesserung  eingetreten sei. Sie  be-
nötige  weiterhin  regelmässige  psychiatrische  Behandlung  und 
medikamentöse  Therapie.  Die  chronischen  Schmerzzustände  im 
Rahmen der  Wirbelsäule  hätten zugenommen. Rentenrelevant  seien 
die  vom  Hausarzt  aufgeführten  Diagnosen  wie  Zervikalarthrose, 
Handwurzelsyndrom,  Osteoporose  oder  Halswirbelsäulentrauma. 
Ausserdem wies  die  Beschwerdeführerin  darauf  hin,  dass  sie  einen 
Arztbericht von einer Schilddrüsenlaboruntersuchung vom 25. Februar 
2008 beigelegt habe, worin unter anderem eine Änderung der Statik 
mit  starken  und  degenerativen  Veränderungen  der  Halswirbelsäule 
bestätigt werde. Der Beschwerde legte die Beschwerdeführerin weitere 
medizinische Unterlagen bei.

L.
In ihrer Duplik vom 10. November 2008 verwies die Vorinstanz auf die 
Stellungnahme von  Dr. med. B._______ vom 2. November  2008  und 
beantragte  ohne  weitere  Ausführung,  weiterhin  die  Abweisung  der 
Beschwerde.

M.
Die  Instruktionsrichterin  schloss  mit  Verfügung  vom  17. November 
2008 den Schriftenwechsel.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung 
von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968 
(Verwaltungsverfahrensgesetz,  VwVG, SR 172.021),  sofern  kein Aus-
nahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das 

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Bundesverwaltungsgericht  vom  17. Juni  2005  [Verwaltungsgerichts-
gesetz,  VGG,  SR 172.32]).  Zulässig  sind  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IVSTA ist  eine 
Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d  VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 
Bst. b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom 
19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]).

1.2 Die angefochtene Verfügung ist als Verfügung im Sinn von Art.  5 
VwVG zu  qualifizieren,  und  eine  Ausnahme nach  Art.  32  VGG liegt 
nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Er ist  daher zur Be-
schwerde legitimiert.

1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art.  50 
Abs. 1,  Art. 52  Abs. 1  VwVG; vgl.  auch  Art. 60  ATSG),  und  die  Be-
schwerdeführerin  hat  den  einverlangten  Kostenvorschuss  innert  der 
gesetzten Frist bezahlt (Art. 64 Abs. 4 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
daher einzutreten.

2.
Anfechtungsobjekt  bildet  die Verfügung der  Vorinstanz vom 19. März 
2008. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin zu Recht keine Leistungen der schweizerischen In-
validenversicherung zugesprochen hat.

2.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 
315 E. 1.2).

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2.2 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechts-
erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Auflage,  Bern  1983,  S. 212, 
vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b).

3.
3.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige  eines  Mitglied-
staates der Europäischen Union, so dass vorliegend die folgenden Er-
lasse  anwendbar  sind:  das  am  1. Juni  2002  in  Kraft  getretene  Ab-
kommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits 
und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten 
andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeits-
abkommen, nachfolgend FZA, SR 0.142.112.681), sein Anhang II, die 
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur An-
wendung der Systeme der sozialen Sicherheit  auf Arbeitnehmer und 
Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Ge-
meinschaft  zu-  und  abwandern  (nachfolgend:  Verordnung  [EWG] 
Nr. 1408/71;  SR 0.831.109.268.1)  sowie  die  Verordnung  (EWG) 
Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der 
Verordnung  (EWG)  Nr.  1408/71  (nachfolgend:  Verordnung  [EWG] 
Nr. 574/72;  SR 0.831.109.268.11)  (vgl.  Art. 80a IVG).  Das  Freizügig-
keitsabkommen  setzt  die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bi-
lateralen  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in-
soweit  aus,  als  darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird  (Art.  20 
FZA).

Soweit  dieses  Abkommen,  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
und dessen Ausführungserlasse keine abweichenden Bestimmungen 
vorsehen,  ist  mangels  einer  einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen 

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bzw.  abkommensrechtlichen  Regelung  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer 
schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaat-
lichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die 
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch 
des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71  grundsätzlich  nach  den  für  schweizerische  Staats-
angehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben.

3.2 Im  vorliegenden  Verfahren  finden  grundsätzlich  jene  Rechtsvor-
schriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung 
vom  19. März  2008  in  Kraft  standen;  weiter  aber  auch  solche  Vor-
schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 
die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  entstandenen 
Rentenanspruchs von Belang sind.

3.3 Demzufolge  sind  vorliegend  die  am 1. Januar  2003  in  Kraft  ge-
tretenen Bestimmungen des ATSG sowie die zugehörige Verordnung 
vom 11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. Ebenfalls anwendbar 
ist  das  ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2006  (5. IV-Revision, 
AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sowie 
die  zugehörige  Verordnung  vom  11. September  2002  über  den  All-
gemeinen Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSV, SR 830.11; vgl. 
auch  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich  Basel  Genf 
2009, Art. 82 Rz. 5).

Das  IVG  ist  grundsätzlich  in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2006,  in 
Kraft  seit  dem  1. Januar  2008  anwendbar  (5. IV-Revision;  AS  2007 
5129; BBl 2005 4459), bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 
31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; 
AS  2003  3837  3835;  BBl  2001  3205);  ferner  die  Verordnung  vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) seit 
dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-
Revision; AS 2007 5155) bzw. vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 
2007  in  der  Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision;  AS  2003 
3859).

3.4 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 1  Abs. 1  IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur 
Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität 
(Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur 

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Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) hat 
das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht  [EVG])  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art. 3-13 
ATSG enthaltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um  eine  formell-
gesetzliche Fassung der  höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den 
entsprechenden Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt 
nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist 
(zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft ge-
standenen Fassung bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 
geltenden Fassung; vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und 
b).

4.
4.1 Gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG in der bis am 31. Dezember 2007 gül-
tig  gewesenen  Fassung  werden  die  Leistungen  in  Abweichung  von 
Art. 24  Abs. 1  ATSG  lediglich  für  die  zwölf  der  Anmeldung  voran-
gehenden  Monate  ausgerichtet,  wenn  sich  eine  versicherte  Person 
mehr  als  zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs  anmeldet. 
Vorliegend  datiert  die  Anmeldung  der  Beschwerdeführerin  vom  28. 
November 2006.

Nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  sind  für  die  Be-
stimmung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts im  Beschwerde-
verfahren grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass 
des  angefochtenen  Entscheids  massgebend,  in  casu  demnach  bis 
zum 19. März 2008 (vgl. BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen; THOMAS 
LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage,  Bern 
2003, § 74 N 20).

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahren  grundsätzlich  nicht  berücksichtigt 
werden. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither ver-
ändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungs-
verfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit weiteren Hinweisen).

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Das Bundesverwaltungsgericht  kann sich  daher  auf  die  Prüfung be-
schränken,  ob  ein  allfälliger  Leistungsanspruch  am  28. November 
2005 bestanden hat  bzw. ob ein solcher zwischen diesem Zeitpunkt 
und dem 19. März 2008 entstanden ist.

4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember 2007 in Kraft gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf 
eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, der-
jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. 
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf 
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 
ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts 
geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-
sung).

Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge-
wesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 1. Januar 2008 
geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben,  was  laut  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  eine 
besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). 
Eine  vorliegend  zutreffende  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  seit 
dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der EU, 
denen  bereits  ab  einem  Invaliditätsgrad  von  40%  eine  Rente  aus-
gerichtet  wird,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der  EU  Wohnsitz 
haben.

4.3 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem 
die versicherte Person mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsun-
fähig geworden ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG [Fassung vom 6. Oktober 
2000, in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007]) oder wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens  zu  40  Prozent  arbeitsunfähig  war  (Bst. b).  Gemäss  Art.  28 
Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben 
jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähig-
keit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im Aufgabenbereich  zu betätigen,  nicht 
durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  er-
halten oder  verbessern  können (Bst. a),  und die zusätzlich  während 
eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  zu 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

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nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) 
sind (Bst. b und c).

Eine bleibende Erwerbsunfähigkeit  besteht  vorliegend nicht. Es han-
delt  sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vielmehr um 
ein labiles Krankheitsgeschehen, welches frühestens nach Ablauf der 
Wartezeit  gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG einen allfälligen Renten-
anspruch begründen kann (Urteil des Bundesgerichts I 163/2005 vom 
30. Mai 2005, BGE 119 V 98 E. 4a), sofern die Voraussetzungen ge-
mäss Art. 28 IVG erfüllt sind.

4.4 Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art.  8 ATSG) und 
beim  Eintritt  der  Invalidität  während  der  vom Gesetz  vorgesehenen 
Dauer  Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenver-
sicherung  (AHV/IV)  geleistet  hat;  d.h.  während  mindestens  eines 
vollen Jahres gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 
geltenden und während mindestens drei Jahren laut Art.  36 Abs. 1 IVG 
in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung. Diese Bedingungen müs-
sen  kumulativ  gegeben  sein;  fehlt  eine,  so  entsteht  kein  Renten-
anspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr als 
eines  Jahres  Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  geleistet,  so  dass  die  Voraussetzung  der 
Mindestbeitragsdauer  für  den  Anspruch  auf  eine  ordentliche  In-
validenrente erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG).

5.
5.1 Nach dem ATSG in  Verbindung mit  dem IVG ist  der  Begriff  "In-
validität"  nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach 
der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E.  4, 
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich  zu  betätigen.  Dabei  sind  die  Erwerbs-  bzw.  Arbeits-
möglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach Art. 8 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 
IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt  die In-

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validität  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Begründung  des An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  (Art. 7  ATSG).  Arbeitsunfähigkeit  ist  die 
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Gesund-
heit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf 
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit  zu leisten. Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit  in einem anderen Beruf oder Auf-
gabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

5.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter  Begriff,  welcher  dazu  dient,  den  Leistungsbereich  der  In-
validenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 
oder nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist,  
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  ver-
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver-
fügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an  Arbeitskräften  entsprechen 
würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit 

Seite 11

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im  Sinne  von Art.  16  ATSG kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen 
werden,  wo die zumutbare Tätigkeit  nur  in  so  eingeschränkter  Form 
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 2009 IV Nr. 8, S. 
17, E. 3c; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

5.3 Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialver-
sicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, 
soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, BGE 
113  V  22  E. 4a,  BGE  111  V  235  E. 2a).  Deshalb  ist  es  am  be-
handelnden  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  ent-
scheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986  S. 204 f.),  wobei 
es  unerheblich  ist,  ob  er  seine  Restarbeitsfähigkeit  tatsächlich  ver-
wertet oder nicht.

5.4 Das  sozialversicherungsrechtliche  Verfahren  ist  vom  Unter-
suchungsgrundsatz  beherrscht  (Art. 43  ATSG).  Danach  haben  die 
Verwaltung  und  im  Beschwerdeverfahren  das  Gericht  von  Amtes 
wegen  für  die  richtige  und  vollständige  Abklärung  des  erheblichen 
Sachverhalts  zu sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unein-
geschränkt;  er  findet  zum  einen  sein  Korrelat  in  den  Mitwirkungs-
pflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 
V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche 
und  richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von 
einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur 
auf  den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegen-
stand)  rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tat-
sachen, von deren Vorliegen es abhängt,  ob über den streitigen An-
spruch  so  oder  anders  zu  entscheiden  ist  (FRITZ GYGI,  Bundesver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem 
Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht 
zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu  veranlassen, 
wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

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Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht  (BGE 
117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts [vormals EVG] 
vom 20. Juli 2000, I 520/99).

5.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
- und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können. Es sind dem-
nach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, son-
dern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Bei  der 
Bemessung der Invalidität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen 
der funktionellen Behinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit 
dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung 
übereinstimmen müssen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; 
AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b.cc).

5.6 Die Verwaltung und das Gericht haben die medizinischen Unter-
lagen - wie auch alle anderen Beweismittel - nach dem Grundsatz der 
freien  Beweiswürdigung,  d. h.  ohne  Bindung  an  förmliche  Beweis-
regeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Dies  be-
deutet, dass alle Beweismittel objektiv zu prüfen sind - unabhängig da-
von, von wem sie stammen - und danach zu entscheiden ist,  ob die 
verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einan-
der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er-
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi -
nische  These  abstellt.  Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arzt-
berichtes  ist  entscheidend,  ob der  Bericht  für  die  streitigen Belange 
umfassend  ist,  auf  allseitigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  ge-
klagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der 
medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin  oder  des Experten  begründet  sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 
BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 

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Der erhöhte Beweiswert  umfasst allerdings nur medizinische Fragen, 
zu  deren  Beantwortung  Ärzte  im  Sozialversicherungsverfahren  bei-
gezogen werden,  nicht  aber  weitere  Fragen wie  z. B. die  wirtschaft-
liche Beurteilung.

5.7 Zur  Beurteilung  eines  Rentenanspruchs  sind  die  Feststellungen 
des ausländischen Versicherungsträgers bezüglich Invaliditätsgrad und 
Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der 
Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996 
S. 177 E. 1).

6.

6.1 Vorab  ist  zu  klären,  ob  die  Beschwerdeführerin  vor  der  Beein-
trächtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
erwerbstätig war.

6.2 Die Beschwerdeführerin gab im Formular für die Versicherten an, 
sie  sei  in  den letzten  3  Jahren vor  der  Einreichung der  Anmeldung 
keiner bezahlten Arbeitstätigkeit mehr nachgegangen (act. 16 Ziff. 3),  
sie  habe  ihre  Arbeitstätigkeit  aufgrund  von  gesundheitlichen  Be-
schwerden während 18 Monaten unterbrechen müssen (act. 16 Ziff. 6) 
und  sie  würde  40  Stunden  pro  Woche arbeiten,  wenn  sie  weiterhin 
arbeitstätig wäre (act. 16 Ziff. 4).

6.3
6.3.1 Den Akten ist nicht abschliessend zu entnehmen, inwieweit die 
Beschwerdeführerin nach ihrem Aufenthalt  in der Schweiz (von 1969 
bis 1993) weiterhin arbeitstätig war. Dr. med. B._______ äusserte sich 
in  ihrem  Bericht  vom  10. Januar  2008  dahingehend,  dass  die  Be-
schwerdeführerin  am  18. April  2005  die  Kündigung  erhalten  oder 
selber  gekündigt  habe,  bis  dahin  habe  sie  offenbar  voll  gearbeitet 
(act. 21). Dennoch bewertete Dr. med. B._______ das Formular für im 
Haushalt  tätige  Versicherte,  welches  die  Vorinstanz  von  der  Be-
schwerdeführerin ausfüllen liess (datiert vom 3. Oktober 2007).

6.3.2 Hinweise bezüglich der Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin 
sind dem undatierten Gerichtsentscheid des Obergerichts für Asturien, 
Senat  für  Sozialsachen,  Abteilung  001  (act. 18,  Übersetzung  BVGer 
act. 14) zu entnehmen. In diesem rechtskräftigen Entscheid wird das 
Urteil vom 27. Oktober 2006 des Sozialgerichts Nr. 2 von Oviedo be-
stätigt,  in welchem u.a. die folgenden Tatsachen festgestellt  wurden: 
Die Beschwerdeführerin, deren normale berufliche Tätigkeit die einer 

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Reinigungskraft gewesen sei, habe in Spanien seit dem 1. April 2004 
Beiträge  an  die  spanische  Sozialversicherung  geleistet;  sie  sei  seit 
dem 4. November  2004  als  vorübergehend  arbeitsunfähig  eingestuft 
worden (aufgrund nicht berufsbedingter Krankheit) und leide an einer 
lang  anhaltenden  Depression,  welche  seit  Dezember  2005  in  einer 
psychiatrischen Klinik behandelt werde.

6.3.3 Mangels  anderweitiger  Belege  ist  daher  davon  auszugehen, 
dass die Beschwerdeführerin in der Zeit von 1993 bis März 2004 nicht 
erwerbstätig  war. Seit  dem 1. April  2004 ist  sie jedoch zweifellos als 
Erwerbstätige zu qualifizieren.

7.
7.1 Nachfolgend ist  zu  prüfen,  ob bzw. in  welchem Umfang die  Be-
schwerdeführerin erwerbsunfähig ist.

Grundlage  für  die  Verfügung  vom  19. März  2008  waren  folgende 
medizinische Unterlagen:

- Diverse Röntgenbilder,

- Bericht der Magnetresonanzuntersuchung vom 12. September 2003 von 

Dr. D._______ (act. 29/30),

- Kurzbericht  vom 16. Mai  2006  von  Dr. E._______,  Psiquiatra  Adjunto 

del C.S.M. I "La Eria" (act. 31),

- Arztbericht vom 11. Oktober 2006 von Dr. F._______ (act. 32),

- Arztbericht/Gutachten  vom  16. Oktober  2006  von  Dr. C._______, 

Spezialistin  für  Bewertung  medizinischer  Körperschäden und  Arbeits-

unfähigkeit (act. 25),

- Formular  E 213  vom 19. Februar  2007,  ausgefüllt  von  Dr. G._______ 

(act. 19),

- Fragebogen  des  letzten  Arbeitgebers,  ausgefüllt  im  Oktober  2007 

(act. 14),

- Fragebogen für im Haushalt tätige Versicherte, ausgefüllt am 3. Oktober 

2007 (act. 15),

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- Fragebogen für Versicherte, ausgefüllt am 3. Oktober 2007 (act. 16),

- Stellungnahme vom 10. Januar 2008 von Dr. med. B._______, ärztlicher 

Dienst der IV-Stelle (act. 21),

- Stellungnahme vom 15. März 2008 von Dr. med. B._______, ärztlicher 

Dienst der IV-Stelle (act. 37),

- Stellungnahme  vom  7. Juli  2008  von  Dr. med. B._______,  ärztlicher 

Dienst der IV-Stelle (act. 52),

- Stellungnahme vom 2. November  2008 von Dr. med. B._______,  ärzt-

licher Dienst der IV-Stelle (Duplikbeilage).

7.2
7.2.1 Dr. C._______ führte in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2006 die 
folgenden  Diagnosen  der  Beschwerdeführerin  auf:  Fibromyalgie-
Syndrom,  chronisches  cervicales  Syndrom,  Cervicoartrose,  diskale 
Protrusion  C4-C5,  C5-C6,  C6-C7,  dorsale  Arthrose  D4,  D6,  D8, 
chronische Lumbalgie  mit  Krisen,  Osteparosis,  Varices,  Hiatushernie 
und depressives Syndrom. Die Beschwerden seien alle chronisch und 
irreversibel.

7.2.2 Dr. G._______  führte  am  19. Februar  2007  ebenfalls  die 
Diagnosen Fibromyalgie, Cervicoartrose C6-C7, Hämangiome D4, D6, 
D10 sowie ein reaktives depressives Syndrom auf. 

7.2.3 Die  anderen  behandelnden  Ärztinnen  und  Ärzte  erwähnten  in 
ihren  medizinischen  Berichten  lediglich  einzelne  der  aufgeführten 
Diagnosen.

7.2.4 Dr. med. B._______ führte im Bericht vom 10. Januar 2008 die 
von den spanischen Ärztinnen und Ärzten erhobenen Diagnosen und 
die  Anamnese vollständig auf. Zusammenfassend bezeichnete sie als 
Hauptdiagnosen  die  Fibromyalgie,  ein  generalisiertes  chronifiziertes 
lumbales  und  cervikales  Schmerzsyndrom,  degenerative  Wirbel-
säulenveränderungen,  reaktive  depressive  Verstimmung,  Wirbel-
körperhämangiome Th 4, Th 6, Th 8, Status nach therapeutischer Be-
strahlung.  Sie  führte  dazu  aus,  es  bestehe  eine  Fibromyalgie  mit 
chronifizierten  Schmerzzuständen  und  einer  reaktiven  depressiven 
Verstimmung.  Es  bestünden  altersentsprechende  degenerative 
Wirbelsäulenveränderungen.  Radikuläre  neurologische  Ausfälle  be-

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stünden nicht. Die  Wirbelkörperhämangiome seien bestrahlt  worden, 
und die meisten würden klinisch nicht  in  Erscheinung treten. Die im 
cerebralen  MRI  beschriebenen  multiplen  demyelinisierenden  Herde 
seien ohne klinisches Korrelat (normaler Neurostatus), es handle sich 
wohl  um  einen  Zufallsbefund.  Im  Bericht  vom  7. Juli  2008  führte 
Dr. med. B._______  ferner  aus,  die  reaktive  depressive  Entwicklung 
habe sich aufgrund der bestehenden Fibromyalgie und der familiären 
Umstände zuerst  verschlechtert  und unter  medikamentöser  Therapie 
schliesslich  wieder  verbessert.  Die  chronischen  Schmerzzustände 
seien im Rahmen der bekannten Fibromyalgie von der Schmerzklinik 
am  9. April  2008  bestätigt  worden.  Die  neurologische  Spezialunter-
suchung  habe  die  als  möglicherweise  encephalitisch  bedingt  an-
gesehenen  Veränderungen  in  der  weissen  Substanz  im  MRI  des 
Schädels  nicht  bestätigt.  Als  Nebendiagnosen  ohne  Auswirkung  auf 
die  Arbeitsfähigkeit  fügte  die  Ärztin  an:  Nachweis  von 
demyelinisierenden  Herden  im  cerebralen  MRI  ohne  klinisches 
Korrelat  (normaler  Neurostatus),  generalisierte  Osteoporose  (nicht 
quantifiziert), Hiatushernie, Status nach dysphagischen Sensationen.

7.3 Grundlage  für  die  Bemessung  der  Invalidität  bildet  die  trotz 
gesundheitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit 
im bisherigen Tätigkeitsbereich oder in Verweisungstätigkeiten.

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von 
Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG im Besonderen 
setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten 
Klassifikationssystems  abgestützte  psychiatrische  Diagnose  voraus 
(vgl.  BGE 130  V  396). Eine  solche  Diagnose  ist  eine  rechtlich  not-
wendige,  aber  nicht  hinreichende  Bedingung  für  einen  in-
validisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 65 E. 3.4). 

Entscheidend  ist,  ob  und  inwiefern,  allenfalls  bei  geeigneter  the-
rapeutischer  Behandlung,  von  der  versicherten  Person  trotz  des 
Leidens willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 127 V 
294 E. 5a). Diese Frage beurteilt sich nach einem weitgehend objekti -
vierten Massstab (BGE 127 V 294 E. 4b/cc). Dies gilt  insbesondere 
auch bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im Sinne von 
ICD-10 F45.4 (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4). 

7.3.1 Gemäss  Rechtsprechung  setzt  die  Annahme  einer  in-
validisierenden  psychischen  Gesundheitsstörung,  namentlich  auch 
einer somatoformen Schmerzstörung oder Fibromyalgie, zunächst eine 

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fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Wie jede andere 
psychische  Beeinträchtigung  begründet  indes  auch  eine 
diagnostizierte  anhaltende  somatoforme  Schmerzstörung  als  solche 
noch  keine  Invalidität.  Vielmehr  besteht  eine  Vermutung,  dass  die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren 
Willensanstrengung  überwindbar  sind.  Bestimmte  Umstände,  welche 
die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den 
Wiedereinstieg  in  den  Arbeitsprozess  unzumutbar  machen,  weil  die 
versicherte  Person  alsdann  nicht  über  die  für  den Umgang mit  den 
Schmerzen  notwendigen  Ressourcen  verfügt.  Ob  ein  solcher  Aus-
nahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener 
Kriterien.  Im  Vordergrund  steht  die  Feststellung  einer  psychischen 
Komorbidität  von  erheblicher  Schwere,  Ausprägung  und  Dauer. 
Massgebend  sein  können  auch  weitere  Faktoren,  so:  chronische 
körperliche  Begleiterkrankungen;  ein  mehrjähriger,  chronifizierter 
Krankheitsverlauf  mit  unveränderter  oder  progredienter  Symptomatik 
ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Be-
langen des Lebens; ein verfestigter,  therapeutisch nicht  mehr  beein-
flussbarer  innerseelischer  Verlauf  einer  an  sich  missglückten, 
psychisch  aber  entlastenden  Konfliktbewältigung  (primärer  Krank-
heitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent 
durchgeführten  ambulanten  oder  stationären  Behandlung  (auch  mit 
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung 
der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je aus-
geprägter  sich  die  entsprechenden  Befunde  darstellen,  desto  eher 
sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Wil-
lensanstrengung zu verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit  Hinweisen; 
vgl.  auch  den  am 1. Januar  2008  in  Kraft  getretenen  Art.  7  Abs. 2 
ATSG). Diese Grundsätze gelten auch für gewisse Somatisierungsstör-
ungen, die zum gleichem Symptomenkomplex mit pathogenetisch-ätio-
logisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare 
organische Grundlage gehören (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5).

7.3.2 Bei  anhaltenden  somatoformen  Schmerzstörungen  im  Be-
sonderen ist zu beachten, dass diese wesentlich durch psychosoziale 
Probleme und/oder emotionale Konflikte verursacht werden (vgl. BGE 
130 V 396 E. 6.1). Dabei  ist  zu differenzieren: Soweit  psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren selbständig und insofern direkte Ursache 
der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit  sind,  liegt keine Krankheit  im 

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Sinne  der  Invalidenversicherung  vor.  Wenn  und  soweit  solche  Um-
stände  zu  einer  eigentlichen  Beeinträchtigung  der  psychischen 
Integrität  führen,  indem  sie  einen  verselbständigten  Gesundheits-
schaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig 
von  den  invaliditätsfremden  Elementen  bestehenden  –  Folgen  ver-
schlimmern,  können  sie  sich  mittelbar  invaliditätsbegründend  aus-
wirken  (Urteile  des  BGer  9C_830/2007  vom  29.  Juli  2008  E.  4.2, 
9C_578/2007 vom 13. Februar 2008 E. 2.2 und I 514/06 vom 25. Mai 
2007 E. 2.2.2.2, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 5a und 
SVR 2008 IV Nr. 62).

7.3.3 Die  Fibromyalgie  weist  zahlreiche  mit  den  somatoformen 
Schmerzstörungen gemeinsame Aspekte auf. Die Grundsätze, welche 
die Rechtsprechung im Rahmen der somatoformen Schmerzstörungen 
entwickelt hat, sind deshalb analog anzuwenden in Fällen, in welchen 
die  Frage  zu  klären  ist,  ob  eine  diagnostizierte  Fibromyalgie  in-
validisierende Auswirkungen hat  (BGE 132  V  65; Urteile  des  EVG I 
288/04 vom 13. April  2005 E. 5.2,  und I  645/05 vom 13. April  2006 
E. 3.2.1).

7.3.4 Bezüglich der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin führte 
Dr. E._______ in ihrem Bericht vom 16. Mai 2006, aus, es sei der Be-
schwerdeführerin nicht  mehr möglich,  ihre Arbeit  als  Reinigungskraft 
weiterhin auszuführen. 

Dr. G ._______ bestätigte im Formular E 213,  dass die Beschwerde-
führerin  eine  regelmässige  mittelschwere  Tätigkeit  (Ziff. 9),  eine  an-
gepasste Tätigkeit  vollzeitig (Ziff. 11.6) und eine Arbeit  vor dem Bild-
schirm ausführen könne (Ziff. 11.1). Gemäss der Gesetzgebung ihres 
Wohnsitzlandes  sei  sie  in  ihrer  bisherigen  Tätigkeit  hingegen  voll-
ständig arbeitsunfähig.

Dr. C._______ hielt in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2006 einerseits 
fest,  dass  die  Beschwerdeführerin  als  Raumpflegerin  nicht  mehr 
arbeitsfähig sei; andererseits führte sie die Einschränkungen auf, die 
die Beschwerdeführerin bei ihren Tätigkeiten zu beachten habe.

Die übrigen Ärztinnen und Ärzte aus Spanien machten keine Angaben 
bezüglich der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit oder in 
einer Verweisungstätigkeit.

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7.3.5 Dr. med. B._______ bestätigte in allen Stellungnahmen ihre ur-
sprüngliche  Einschätzung,  wonach  die  Beschwerdeführerin  ab 
19. April 2005 in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft zu 
30%  und  für  Tätigkeiten  im  Haushalt  zu  20%  arbeitsunfähig  sei. 
Gemäss dem Kreisschreiben  über  Invalidität  und  Hilflosigkeit,  KSIH, 
Rz. 333093  bis  3098  (in  der  Fassung  gültig  am  10.  Januar  2008) 
schätzte  Dr. med. B._______  die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerde-
führerin  für  Tätigkeiten  im  Haushalt  aufgrund  der  medizinischen  Er-
kenntnisse  ein. Demnach  bestehe  eine  Behinderung  von  0% in  der 
Haushaltführung, von 20% in der Ernährung, 30% in der Wohnungs-
pflege, und im Einkauf, 0% in der Wäsche und Kleiderpflege sowie in 
der  Betreuung  von  Kindern  und  30%  für  Verschiedenes.  Nach  der 
vorgenommenen Gewichtung ergebe dies eine Arbeitsunfähigkeit von 
20% (act. 21 Seite 3). 

7.4 Die Beurteilung der Vorinstanz und ihres medizinischen Dienstes, 
wonach  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  bisherigen  Tätigkeit  als 
Reinigungskraft  noch zu 70% arbeitsfähig sei,  steht  somit  im Wider-
spruch zur Beurteilung durch  die  behandelnden und untersuchenden 
Ärztinnen und  Ärzte,  welche  ausdrücklich  die  Arbeitsunfähigkeit  der 
Beschwerdeführerin als Reinigungskraft betonten.

7.4.1 Die Rechtsprechung hat  sich verschiedentlich zum Beweiswert 
eines RAD-Berichts geäussert (BGE 135 V 254, Urteile des Bundes-
gerichts  I 142/07  vom  20. November  2007  und  I 143/07  vom 
14. September  2007).  In  letzterem wurde  festgehalten,  dass  interne 
Aktenberichte  des  RAD  eine  andere  Funktion  haben  als  die 
medizinischen Gutachten (Art. 44 ATSG) oder die Berichte des RAD 
aufgrund  eigener  Untersuchungen.  Sie  erheben  nicht  selber 
medizinische  Befunde,  sondern  würdigen  die  vorhandenen  Befunde 
aus medizinischer  Sicht. Aufgrund dieser  unterschiedlichen Funktion 
können und müssen sie nicht die an ein medizinisches Gutachten ge -
stellten  inhaltlichen  Anforderungen  erfüllen.  Ihre  Funktion  besteht 
darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für 
die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten,  welche in der 
Folge  über  den  Leistungsanspruch  zu  entscheiden  haben –  den 
medizinischen  Sachverhalt  zusammenzufassen  und  zu  würdigen. 
Dazu  gehört  namentlich  auch,  bei  widersprüchlichen  medizinischen 
Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine 
oder  die  andere  Ansicht  abzustellen  oder  aber  eine  zusätzliche 
Untersuchung vorzunehmen sei (I 143/07 E. 3.3).

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C-2632/2008

7.4.2 Aufgrund  der  vorliegenden  Akten  lässt  sich  die  tatsächliche 
Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  in  ihrer  bisherigen  Tätigkeit 
nicht mit  dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad 
der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  feststellen  (BGE  125  V  146 
E. 2c mit Hinweisen).

Es  geht  somit  nicht  an,  dass  die  Vorinstanz  – lediglich  gestützt  auf 
einen  Aktenbericht  des  RAD-Arztes –  die  durch  sämtliche  unter-
suchenden und begutachtenden Ärzte gestellte Arbeitsunfähigkeit als 
Reinigungskraft  in  Abrede  stellt.  Bei  bestehenden  Zweifeln  an  der 
korrekten Beurteilung durch den RAD wäre durch die Vorinstanz eine 
zusätzliche Untersuchung anzuordnen gewesen.

Die Vorinstanz äusserte sich ferner nicht zu möglichen Verweisungs-
tätigkeiten und führte auch keinen Einkommensvergleich durch.

7.5 Demzufolge ist die Sache an die Vorinstanz zur Anordnung einer 
zusätzlichen Untersuchung und allfälligen Nennung von Verweisungs-
tätigkeiten  und  der  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs 
zurückzuweisen.

8.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der  seit  dem  1. Juli  2006  gültigen  Fassung)  ist  das  Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten werden in der Regel  der unterliegenden Partei 
auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der obsiegenden Beschwerdeführerin 
wie  auch  der  Vorinstanz  sind  jedoch  keine  Verfahrenskosten  aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Der von der Beschwerdeführerin 
geleistete  Kostenvorschuss  von  CHF 400.-  ist  ihr  aus  der  Gerichts-
kasse zurückzuerstatten.

8.2 Die Beschwerdeführerin liess sich nicht anwaltlich vertreten, und 
es sind ihr auch sonst keine notwendigen und verhältnismässig hohen 
Kosten erwachsen, weshalb ihr für das Beschwerdeverfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen 
ist  (Art.  64  VwVG in  Verbindung  mit  Art.  7  ff.  des  Reglements  vom 

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C-2632/2008

21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 19. März 
2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen,  insbesondere zur  Anordnung einer  zusätzlichen Unter-
suchung,  und  zum Erlass  einer  neuen  Verfügung  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird  der  Kostenvorschuss  von  CHF 400.-  aus  der  Gerichtskasse 
zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherung (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen  Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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