# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fbd9514-d8be-517e-8aaa-9be30ca18aa5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2008 E-6541/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6541-2008_2008-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6541/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richterin Regula Schenker Senn als Einzelrichterin,
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher, 
Gerichtsschreiberin Karin Maeder-Steiner.

A._______,
Nigeria,
(Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Oktober 2008 / N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6541/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  7.  März 
2008 seinen Heimatstaat verliess, mit dem Flugzeug nach Belgien und 
von dort mit dem Zug in die Schweiz gelangte, wo er am 9. März 2008 
um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer am 27. März 2008 einer Lingua-Analyse 
unterzogen wurde und der Experte zum Ergebnis kam, der Beschwer-
deführer stamme aus Nigeria,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Vallorbe vom 20. März 2008 sowie der direkten Anhörung vom 
31. Juli 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-
tend  machte,  er  sei  nigerianischer  Staatsangehöriger  und  habe  bis 
kurz vor seiner Ausreise zeitweise im Internat oder bei seiner Familie 
in B._______, gelebt,

dass seine Mutter nicht mehr lebe, seit er sechs Monate alt sei, und er 
zusammen mit seiner Schwester bei seinem Vater aufgewachsen sei, 
der im Jahr 2006 verstorben sei,

dass  er  sein  Land habe verlassen müssen,  weil  er  homosexuell  sei 
und man ihn deswegen umbringen wollte,

dass er  sexuelle Kontakte mit  einem Jungen aus seiner Schule,  na-
mens C._______, der im selben Dorf gewohnt habe, gehabt habe und 
dieser es seinem Vater, dem Pastor des Dorfes, erzählt habe,

dass der Pastor am 12. Dezember 2007 das ganze Dorf zusammenge-
rufen habe, um über den Vorfall zu berichten und den Beschwerdefüh-
rer zu bestrafen,

dass sich der Beschwerdeführer während dieser Versammlung in ei-
nem Busch beziehungsweise im Dorf versteckt habe und als er zu sei-
nem Haus zurückgekehrt sei, gesehen habe, wie die Leute vom Dorf 
zum Haus gekommen seien und dieses in Brand gesteckt hätten,

dass der Beschwerdeführer mit dem Bus nach  D._______, dem Dorf 
der  Familie  seiner  Mutter  geflohen  sei,  wo  er  sich  während  drei 

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Monaten versteckt gehalten habe, bis er  weiter  zu einem Bekannten 
der Familie der Mutter nach E._______ gereist sei,

dass die Familie der Mutter für ihn die Ausreise aus Nigeria organisiert 
habe,

dass der Beschwerderführer innert 48 Stunden nach Einreichung des 
Asylgesuchs keine Reise- oder Identitätspapiere zu den Akten reichte,

dass das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  mit  Verfügung  vom 3.  Oktober  2008  nicht  eintrat  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anord-
nete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Oktober 2008 gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und dabei  beantragte, die Verfügung des Bundesamtes für  Migration 
vom 3. Oktober 2008 sei aufzuheben und die vorinstanzliche Behörde 
sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten,

dass der Beschwerdeführer ausserdem die Anerkennung der Flücht-
lingseigenschaft  und die Gewährung von Asyl,  eventualiter  die Fest-
stellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Anord-
nung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte,

dass er in prozessrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung und Rechtsverbeiständung ersuchte,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 17. Oktober 2008 eine 
Fürsorgebestätigung des F._______ zu den Akten reichte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 20. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-

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scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensent-
scheide grundsätzlich auf  die Überprüfung der Frage beschränkt,  ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene  Verfügung  an  die  Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004  Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft geprüft werden muss (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass hingegen die Asylgewährung nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens ist,

dass in den Fragen der Wegweisung und deren Vollzugs die Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 

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ist, weil sich das BFM diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 1 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass die Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinn von Art. 32 Asb. 2 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

dass die Vorinstanz zu Recht auf die Unglaubhaftigkeit  der protokol-
lierten Angaben des Beschwerdeführers über das Fehlen von Identi-
tätsdokumenten hinweist,  zumal  der Beschwerdeführer lediglich aus-
führt, nie Reise- oder Identitätspapiere bessen zu haben und die Vor-
bringen, wie zu zeigen sein wird, insgesamt als unglaubhaft qualifiziert 
werden müssen,

dass  dem Beschwerdeführer  auch nach  Auffassung  des Bundesver-
waltungsgericht nicht geglaubt werden kann, dass sich niemand in sei-

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nem Heimatland aufhalte, mit  dem er Kontakt aufnehmen könne, zu-
mal er selber ausgesagt hat, vor seiner Ausreise drei Monate bei der 
Familie seiner Mutter gelebt zu haben, welche seine gesamte Ausreise 
organisiert habe,

dass  die  Vorinstanz  ausserdem zu  Recht  darauf  hinweist,  auch  von 
Seiten der nigerianischen Behörden liege nichts gegen den Beschwer-
deführer  vor,  was  der  Beschaffung  von  Ausweispapieren  entgegen-
stünde,

dass somit die Vorinstanz das Vorliegen von entschuldbaren Gründen, 
die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden in-
nerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumen-
te einzureichen, zutreffend und mit hinreichender Begründung verneint 
hat, weshalb im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen verwie-
sen wird (vgl. Art 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG),

dass aufgrund der Akten auch keine Hinweise vorliegen,  die irgend-
welche Bemühungen des Beschwerdeführeres in Bezug auf den Nach-
weis seiner Identität erkennen liessen,

dass auch die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde, wo-
nach der Beschwerdeführer keine Papiere habe abgeben können, weil 
sein Haus niedergebrannt sei und somit all seine Unterlagen zerstört 
worden seien, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, nicht geglaubt werden 
können und somit nicht geeignet sind, zu einer anderen Einschätzung 
zu führen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  das  BFM  aufgrund  von  widersprüchlichen  Aussagen  des  Be-
schwerdeführers  die  Flüchtlingseigenschaft  verneinte  und  ausführte, 
der Beschwerdeführer habe einerseits geltend gemacht, er sei nicht zu 
Hause  gewesen,  als  die  Dorfbewohner  gekommen  seien,  um  sein 
Haus anzuzünden, während er an anderer Stelle ausgesagt habe, er 
sei aus dem brennenden Haus geflüchtet, nachdem es von den Dorf-
bewohnern in Brand gesteckt worden sei,

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dass die  Vorbringen des Beschwerdeführers  ausserdem in  wesentli-
chen Punkten der allgemeinen Erfahrung oder der Logik des Handelns 
widersprechen würden und es nicht  nachvollziehbar erscheine,  dass 
der Beschwerdeführer von den Dorfbewohnern mit dem Tod hätte be-
straft  werden  sollen,  während  C._______ für  das  gleiche  Verhalten 
nicht hätte bestraft werden sollen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Weiteren auf die Ausfüh-
rungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. Art. 109 
Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers auch 
nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts aufgrund der festge-
stellten  Widersprüche  und  Unglaubhaftigkeitsmerkmale  zu  Recht  als 
sinngemäss offensichtlich unglaubhaft erachtete,

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers zu seinen angeblichen 
Fluchtgründen einen Mangel an Realitätskennzeichen aufweisen und 
seine Angaben in keiner Weise den Eindruck von tatsächlich Erlebtem 
oder Befürchtetem erwecken,

dass  seine  Ausführungen  widersprüchlich  und  völlig  unsubstanziiert 
sind  und  jeglichen  emotionalen  Bezug  zum  angeblich  Vorgefallenen 
vermissen lassen,

dass insbesondere seine Angaben zur angeblichen Dorfversammlung, 
der Brandstiftung, seinem Aufenthaltsort zu diesem Zeitpunkt und sei-
ner anschliessenden Flucht aus dem Dorf realitätsfremd und unglaub-
haft erscheinen,

dass  die  Versuche des Beschwerdeführers  in  der  Beschwerdeschrift 
die Ungereimtheiten in seinen Aussagen zu erklären, unbehelflich an-
muten  und  nicht  geeignet  sind,  zu  einer  anderen  Einschätzung  der 
Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen zu führen,

dass die Vorinstanz bei der klaren Aktenlage keine weiteren Abklärun-
gen im Sinn von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vornehmen musste und 
somit in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-

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enthaltsbewilligung erteilt  hat  und der  Beschwerdeführer  zudem kei-
nen Anspruch auf  Erteilung einer  solchen hat,  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und  demnach  vom Bundesamt  zu  Recht  angeordnet  wurde  (Art. 44 
Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des  AuG  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch  individuelle 
Gründe gegen die Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges des jun-
gen und – soweit aus den Akten ersichtlich – gesunden Beschwerde-
führers sprechen,

dass aufgrund der völlig unglaubhaften Ausführungen des Beschwer-
deführers auch der angebliche Tod seiner beiden Eltern zumindest in 
Zweifel zu ziehen und davon auszugehen ist, dass es dem Beschwer-
deführer, der über eine Schulbildung verfügt – allenfalls mit Hilfe seiner 
Eltern oder anderer Familienangehöriger – gelingen wird, eine eigene 
Existenzgrundlage aufzubauen und für sich selber zu sorgen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es demnach dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass die Beschwerde als aussichtslos erschient, es an der materiellen 
Voraussetzung zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt 
und somit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3  des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2] dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  gemäss  Art.  65 
Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das G._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Regula Schenker Senn Karin Maeder-Steiner

Versand: 

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