# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0d13bd6-bed4-5bcf-ab73-e5d831f40918
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 03.09.2025 810 25 144 (810 2025 144)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-25-144_2025-09-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 3. September 2025 (810 25 144) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Einsetzung einer Kindesvertretung im Strafverfahren gegen ein Elternteil 
 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kantons-

richter Markus Clausen, Daniel Ivanov, Stefan Schulthess, Gerichts-
schreiber i.V. Simon Hartnagel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Andreas Zehnder, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene, vertreten durch Xenia Barth, Rechtsanwältin 
  

 
Betreff Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
28. Mai 2025) 

 
 
 
A. D.____, geboren am XX.XX.2022, ist das Kind der verheirateten und getrennt lebenden 
Eltern A.____ (Jg. 2000) und C.____ (Jg. 1998). Ein Eheschutzverfahren ist zurzeit beim Zivil-
kreisgericht Basel-Landschaft West hängig. Bis vor Kurzem teilten sich die Eltern die Obhut. 
D.____ lebte mehrheitlich bei der Mutter, der Vater betreute seine Tochter tagsüber an drei Ta-
gen in der Woche. 

 

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B. Am 5. Mai 2025 erreichte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) 
eine Gefährdungsmeldung der Psychotherapeutin des Kindsvaters. Dieser habe ihr im Rahmen 
einer psychotherapeutischen Einzelbehandlung geschildert, wie er seiner Tochter im Säug-
lingsalter mehrfach durch gezielte körperliche Einwirkungen Schmerzen zugefügt habe, um 
Kontrolle sowie emotionale Wirkmächtigkeit zu erleben und um Verbundenheit zu seiner Ehe-
frau herzustellen. Aufgrund verschiedener psychologischer Faktoren ging die Therapeutin von 
einer Wiederholungsgefahr aus. A.____ könne das Risiko nicht selbst einschätzen oder regulie-
ren. 
 
C. Mit Entscheid vom 28. Mai 2025 errichtete die KESB für D.____ eine Vertretungsbei-
standschaft gemäss Art. 306 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 und beauftragte die eingesetzte Advokatin, E.____, allfällige strafrechtliche Schrit-
te gegen den Kindsvater zu prüfen, bei Bedarf eine Strafanzeige einzureichen, das Kind gege-
benenfalls im Strafverfahren zu vertreten und der KESB bei Bedarf und spätestens nach Ab-
schluss des Verfahrens einen Bericht zur Genehmigung vorzulegen. Des Weiteren entzog die 
KESB A.____ vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht über seine Tochter D.____. Diese 
wurde für die Dauer des Verfahrens bei der Kindsmutter platziert. Einer allfälligen Beschwerde 
wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. 
 
D. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____ mit Eingabe vom 6. Juni 2025 (Postauf-
gabe: 10. Juni 2025) Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Verfügung der KESB vom 
28. Mai 2025 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht 
weiterhin zu belassen bzw. sei es mit der Kindsmutter gemeinsam auszuüben. Weiter sei die 
Vertretungsbeistandschaft aufzuheben. Sodann sei durch das Gericht ein allumfassendes Gut-
achten zu seiner Person einzuholen. In der Folge eröffnete das Kantonsgericht zwei getrennte 
Dossiers, da der angefochtene Entscheid inhaltlich einerseits die Errichtung einer Beistand-
schaft und andererseits vorsorgliche Massnahmen zum Gegenstand hat, die sich bezüglich der 
gesetzlichen Rechtsmittelbestimmungen und Verfahrenszuständigkeiten unterscheiden. Das 
vorliegende Verfahren Nr. 810 25 144 betrifft die Errichtung der Vertretungsbeistandschaft, 
während im Parallelverfahren Nr. 810 25 148 über den vorsorglichen Entzug des Aufenthalts-
bestimmungsrechts befunden wurde. 
 
E. Mit Eingabe vom 18. Juni 2025 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Pro-
zessführung. Gleichentags reichte auch die zum Verfahren beigeladene Kindsmutter, vertreten 
durch Xenia Barth, Rechtsanwältin, ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung ein. 
 
F. Am 2. Juli 2025 zeigte Andreas Zehnder, Advokat, dem Gericht seine Mandatierung 
durch den Beschwerdeführer an. Dieser ersuchte neu zusätzlich neben der unentgeltlichen 
Prozessführung auch um unentgeltliche Verbeiständung. 
 
G. In der Vernehmlassung vom 3. Juli 2025 verwies die Beigeladene auf den angefochte-
nen Entscheid sowie die Verfahrensakten der KESB. Sie stellte den Antrag auf Abweisung der 

 

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Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu ge-
schehen, wobei ihr eventualiter die unentgeltliche Prozessführung samt Verbeiständung zu be-
willigen sei. 
 
H. Die KESB schloss in ihrer Vernehmlassung vom 17. Juli 2025 auf vollumfängliche Ab-
weisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Zuvor hatte die Behörde dem Beschwerdefüh-
rer mit Entscheid vom 8. Juli 2025 ein begleitetes Besuchsrecht im Umfang von zwei Stunden 
pro Woche eingeräumt. Am 7. August 2025 hat der Beschwerdeführer auch gegen diesen Ent-
scheid beim Kantonsgericht Beschwerde erhoben (Verfahren Nr. 810 25 205). 
 
I. Am 28. Juli 2025 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und mitgeteilt, 
dass das Urteil schriftlich eröffnet wird. 
 
J. Der Beschwerdeführer replizierte unaufgefordert mit Eingabe vom 7. August 2025. 
 
K. Mit Präsidialurteil vom 18. August 2025 wurde die Beschwerde bezüglich des vorsorgli-
chen Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts abgewiesen. 
 
L. Mit Eingabe vom 1. September 2025 ergänzte der Beschwerdeführer sein Rechtspfle-
gegesuch. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n   E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 
2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen 
Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
1.2 Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Der Beschwerdeführer ist als Elternteil und Inhaber der elterlichen Sorge – unabhängig 
vom entzogenen Aufenthaltsbestimmungsrecht –, welche durch die Errichtung der Vertretungs-
beistandschaft eingeschränkt zu werden droht, als direkter Verfahrensbeteiligter zur Beschwer-
deerhebung legitimiert (LORENZ DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456 ZGB, 7. Auflage, Basel 2022, N 29 ff. zu Art. 450 ZGB; KGE VV 
vom 13. März 2024 [810 23 315] E. 1; KGE VV vom 26. Mai 2021 [810 21 28] E. 1.2). 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-

 

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messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3. In Abgrenzung zum vorsorglichen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts (vgl. Prä-
sidialurteil vom 18. August 2025 [810 25 148]) ist vorliegend einzig die Errichtung der Vertre-
tungsbeistandschaft gemäss Art. 306 Abs. 2 ZGB durch den Entscheid der Vorinstanz vom 
28. Mai 2025 strittig.  
 
4.1 Die Eltern haben von Gesetzes wegen die Vertretung des Kindes gegenüber Drittperso-
nen im Umfang der ihnen zustehenden elterlichen Sorge (Art. 304 Abs. 1 ZGB). Bei der Aus-
übung der ihnen zustehenden Rechte aus der elterlichen Sorge als fremdnütziges Pflichtrecht 
haben die Eltern grundsätzlich die Interessen des Kindes zu wahren. Dieser Grundsatz ist in 
der Regel immer dann gefährdet, wenn eine mögliche Interessenkollision bei der Vertretung des 
Kindes vorliegt (KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 17 340] E. 1.5; KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS 
VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 
2016, N 33 zu Art. 306 ZGB). So bestimmt Art. 306 Abs. 2 ZGB, dass die Kindesschutzbehörde 
einen Beistand ernennt oder diese Angelegenheit selber regelt, wenn die Eltern am Handeln 
verhindert sind oder sie in einer Angelegenheit Interessen haben, die denen des Kindes wider-
sprechen. Bei Interessenkollision entfallen die Vertretungsbefugnisse der Eltern in der entspre-
chenden Angelegenheit von Gesetzes wegen (Art. 306 Abs. 3 ZGB), unabhängig davon, ob ein 
Beistand ernannt wurde oder nicht (INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Basler Kom-
mentar, a.a.O., N 4 zu Art. 304 ZGB). Dabei ist abstrakt und nicht konkret zu entscheiden, ob 
eine Interessenkollision vorliegt, d.h. es ist nicht darauf abzustellen, wie viel Vertrauen der ge-
setzliche Vertreter im Einzelfall verdient. Eine Interessenkollision liegt vor, wenn die Interessen 
des Kindes denen der Eltern oder einem Elternteil unmittelbar widersprechen (direkte Interes-
senkollision) sowie wenn die Interessen des Kindes denen eines Dritten widersprechen, der den 
Eltern besonders nahesteht (indirekte Interessenkollision; KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 17 
302] E. 7.3; KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 17 340] E. 1.5; SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., N 4 
zu Art. 306 ZGB m.w.H.). Entscheidend ist die Frage, ob die Möglichkeit besteht, dass der ge-
setzliche Vertreter zum Nachteil des Vertretenen handelt (BGE 145 III 393 E. 2.7). 
 
4.2 Im angefochtenen Entscheid erwägt die Vorinstanz zusammengefasst, der Beschwerde-
führer habe gegenüber seiner Psychotherapeutin angegeben, seiner Tochter im Säuglingsalter 
mehrfach durch gezielte körperliche Einwirkungen Schmerzen zugefügt zu haben. Die dadurch 
verursachten Schreie der Tochter hätten bei seiner Ehefrau Sorge und Irritation ausgelöst. Die 
durch ihn geschaffene Krisensituation habe es ihm ermöglicht, sich in der Rolle des mitfühlen-
den und besorgten Vaters zu präsentieren. Zudem habe er geäussert, dass es ihn fasziniert 
habe, welche Reaktionen er bei einem "wehrlosen Wesen" auslösen und beobachten könne. 
Eine affektive Anteilnahme an der psychischen oder körperlichen Verfassung seiner Tochter sei 
der Psychotherapeutin zufolge in seinen Schilderungen nicht erkennbar gewesen. Das Kind sei 
in seinen Ausführungen überwiegend funktionalisiert und objektiviert worden. Eine sexuelle Mo-
tivation habe er ausdrücklich verneint. Im Vordergrund hätten vielmehr das Erleben von Kontrol-
le, emotionaler Wirkmächtigkeit und das Herstellen von Verbundenheit mit seiner Ehefrau ge-
standen. Anlässlich der persönlichen Anhörung durch die Vorinstanz habe er diese Aussage 

 

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bestätigt, wobei er sich von seinen früheren Übergriffen distanziert und eine Therapiebereit-
schaft bekundet habe. Gemäss der Vorinstanz könnten die geschilderten Hergänge von straf-
rechtlicher Relevanz sein. Die Kindsmutter befinde sich mit der neuen Situation bereits in einer 
herausfordernden Lage und es sei ihr nicht zumutbar, allfällige strafrechtliche Aspekte selbst 
abzuklären und umzusetzen. Als Ehefrau des Beschwerdeführers stehe sie darüber hinaus in 
einem Interessenkonflikt, womit ihre Befugnisse in dieser Angelegenheit von Gesetzes wegen 
entfielen. Die Vorinstanz erachtete es daher als angezeigt, für D.____ eine Vertretungsbei-
standschaft gemäss Art. 306 Abs. 2 ZGB zu errichten. Die Aufgaben der Beiständin seien, all-
fällige strafrechtliche Schritte gegen den Kindsvater zu prüfen und bei Bedarf eine Strafanzeige 
einzureichen, D.____ in einem allfälligen Strafverfahren vollumfänglich zu vertreten, sowie der 
KESB B.____ bei Bedarf oder spätestens nach Abschluss des Verfahrens einen Bericht zur 
Genehmigung einzureichen. Als Beistandsperson habe sich E.____, Advokatin, zur Verfügung 
gestellt. Diese sei geeignet und somit zu ernennen. 
 
4.3 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 6. Juni 2025 im Wesentlichen 
geltend, die Psychotherapeutin, welche sich noch in Ausbildung befinde, habe ihn bereits nach 
wenigen Therapiestunden dazu genötigt, sich in eine stationäre Behandlung zu begeben und 
ihm mit Zwangsmassnahmen gedroht, wovon er sich massiv genötigt gefühlt habe und was 
nicht zielführend gewesen sei. Die Vorinstanz habe ausserdem Aussagen seiner Eltern gegen-
über der Kindsmutter falsch wiedergegeben. Zu seiner Tochter führe er eine stabile und sehr 
liebevolle Beziehung. Er weise eine somatopsychische Störung auf, die darauf zurückzuführen 
sei, dass er sein Geburtsgebrechen […] nicht akzeptieren und verarbeiten könne. Dies äussere 
sich unter anderem in Zwangshandlungen und sogenannten Ticks. Die psychische Last habe 
seine Kindheit und Jugend überschattet und sich später negativ auf die Beziehung zu seiner 
Ehefrau ausgewirkt. Eine lange Zeit der Arbeitslosigkeit und der damit einhergehende Status 
der Sozialhilfeabhängigkeit habe die Ehe zusätzlich belastet. Ende 2024 sei dann die Bezie-
hung so destruktiv geworden, dass er sich örtlich von seiner Ehefrau getrennt und psychologi-
sche Hilfe in Anspruch genommen habe. Auf Drängen seines Vaters und aus eigenem Antrieb 
habe er sich der Therapeutin anvertraut. Seit er Ende Februar 2025 zu seinen Eltern gezogen 
sei, habe er wieder eine gesündere Selbstregulation und vor allem einen liebevolleren Umgang 
mit seiner Tochter gefunden. Er werde neu von einer Stiftung für Sportler mit Behinderung un-
terstützt und diese helfe ihm auf dem Weg, seine körperliche Beeinträchtigung zu akzeptieren. 
Inzwischen habe er auch eine neue berufliche Perspektive gefunden, weshalb er sich von der 
Sozialhilfe werde abmelden können. Die Ernennung der Beistandsperson sei aufgrund einer 
mangelhaften und nicht genügend objektiven Prüfung der gesamten Umstände erfolgt. 
 
4.4 Die Vorinstanz verweist in der Vernehmlassung vorab auf die Gefährdungsmeldung und 
ihren eigenen Entscheid vom 28. Mai 2025. Die unbestrittenen Handlungen des Beschwerde-
führers beträfen nicht nur den Kindesschutz, sondern könnten auch von strafrechtlicher Rele-
vanz sein. Die Tochter habe ein Recht auf deren Verfolgung. Aufgrund ihres Alters sei die Toch-
ter hierzu aber nicht selbstständig in der Lage und bedürfe einer Vertretung. Die Kindsmutter 
befinde sich mit der eingetretenen Situation, der plötzlichen Aufgabe ihrer Arbeitstätigkeit, der 
Betreuung der Tochter und der Einleitung des Eheschutzverfahrens bereits in einer sehr her-
ausfordernden Lage. Es sei ihr daher nicht zumutbar, auch noch allfällige strafrechtliche Aspek-

 

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te abzuklären und umzusetzen, zumal es auch eine allfällige Verjährungsfrist zu beachten gelte. 
Darüber hinaus bestehe bei ihr als Ehefrau des Beschwerdeführers auch eine mögliche Inte-
ressenkollision, womit ihre Befugnisse in dieser Angelegenheit von Gesetzes wegen entfielen. 
Die Vorinstanz erachtet es daher weiterhin als angezeigt, zur Wahrung der Rechte der Tochter 
eine Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 306 Abs. 2 ZGB zu errichten. Die Beantwortung 
der Frage, ob die Handlungen des Beschwerdeführers strafrechtliche Tatbestände erfüllten, 
obliege sodann der Staatsanwaltschaft und nicht der Vorinstanz. 
 
4.5 In der von seinem Rechtsvertreter verfassten Replik vom 7. August 2025 macht der Be-
schwerdeführer geltend, er habe die Vorfälle zugestanden. Zur Prüfung allfälliger strafrechtli-
cher Konsequenzen sei keine Beistandschaft erforderlich. Die Beistandschaft sei auch unver-
hältnismässig, insbesondere weil es lediglich darum ginge, ob eine Tätlichkeit vorliegen könnte. 
Zudem sei es eben gerade kein Bestandteil eines Kindesschutzverfahrens, die Schuldfrage zu 
klären und das Verhalten dieser Person zu bestrafen. Indem die KESB eine Beistandschaft mit 
dem expliziten Auftrag zur Prüfung von allfälligen strafrechtlichen Schritten gegen den Kindsva-
ter und zur Einreichung einer Strafanzeige errichtet habe, leite die Behörde selbst ein Strafver-
fahren ein. Eine Verfolgung von Amtes wegen sei jedoch bei einer Tätlichkeit nur bei einer wie-
derholten Tat vorgesehen. Eine solche liege nicht vor. 
 
5.1 Körperliche Gewalt ist dem Kindeswohl in jedem Lebensalter offensichtlich abträglich 
und es ist die Aufgabe der Kindesschutzbehörde, elterliche Übergriffe zu verhindern. Der Be-
schwerdeführer streitet die vorgefallenen Gewalthandlungen nicht ab. Die Vorinstanz stufte die-
se als potentiell strafrechtlich relevant ein, was von den Parteien nicht bestritten wird, zumal 
auch bei einer Tätlichkeit das Strafrecht anwendbar bliebe. Die dreijährige Tochter ist vor er-
neuten Gewalthandlungen zu schützen und hat ein objektives Interesse an der Aufklärung und 
gegebenenfalls Verfolgung der vorgefallenen Geschehnisse sowie an der Wahrung ihrer daraus 
fliessenden Verfahrens-, Kinder- und Opferrechte und allfälliger Zivilansprüche. Insbesondere 
mit Blick auf die Gewährleistung einer unbelasteten und stabilen Kindsentwicklung ist eine 
Kindswohlgefährdung nicht auszuschliessen (vgl. KGE VV vom 23. Oktober 2024 [810 24 163] 
E. 4.1 m.w.H.). Aufgrund ihres Alters ist die Tochter zur Wahrung ihrer Interessen und Rechte 
nicht selbst in der Lage und bedarf einer Vertretung. 
 
5.2 Ob diesbezüglich die Eltern das Kind vertreten können oder ob in dieser Angelegenheit 
ihre Interessen denen der Tochter widersprechen, womit ihre Vertretungsbefugnisse von Ge-
setzes wegen entfielen (Art. 306 Abs. 3 ZGB), ist abstrakt und nicht konkret zu bestimmen (vgl. 
E. 4.1 hiervor). Stehen strafrechtliche Delikte eines Elternteils – vorliegend des Beschwerdefüh-
rers – am Kind im Raum, ist ein (direkter) Interessenkonflikt nicht von der Hand zu weisen (vgl. 
SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., N 5 zu Art. 306 ZGB m.w.H.). Aufgrund der besonderen Bezie-
hungskonstellation zwischen den Eltern eines Kindes liegt auch beim Elternteil, dem keine 
Straftat zur Last gelegt wird – vorliegend der Kindsmutter –, eine (zumindest abstrakte) Interes-
senkollision vor, da die Wahrung der Interessen des Kindes aufgrund der vielschichtigen Motiv-
lage und des Beziehungsgeflechts nicht garantiert ist (vgl. CHRISTOPHE HERZIG/LAURA JOST, Die 
Kindsvertretung im Strafprozess, in: Jusletter vom 24. Oktober 2022, N 10 m.w.H.). 
 

 

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5.3 Da für die Feststellung des Interessenkonflikts keine vertiefte konkrete Prüfung des Ein-
zelfalls verlangt ist, durfte die Vorinstanz auf weitere Sachverhaltsabklärungen verzichten. Un-
erheblich ist namentlich, ob eine Wiederholungsgefahr besteht und wie die derzeitige Bezie-
hung des Beschwerdeführers zu seiner Tochter zu bewerten ist, weshalb auch im vorliegenden 
Verfahren auf das Einholen eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens über den Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers verzichtet werden kann und der entsprechende Beweisan-
trag abzuweisen ist. Die dahingehenden Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen die 
Feststellung des Interessenkonfliktes nicht zu entkräften. 
 
5.4 Dass sich die Vorinstanz bei der Sachverhaltsabklärung von einer mangelhaften Objek-
tivität hätte leiten lassen, ist nicht ersichtlich. Die bezüglich Sachlichkeit nicht zu beanstandende 
Gefährdungsmeldung wurde nicht nur von der sich in Ausbildung befindlichen Psychotherapeu-
tin unterzeichnet, sondern auch der diese fachlich beaufsichtigenden eidgenössisch anerkann-
ten Psychotherapeutin. Für die abstrakt vorzunehmende Feststellung eines möglichen Interes-
senkonflikts konnte sich die Vorinstanz ohne Weiteres darauf abstützen. Zusätzlich hat sie auch 
den Beschwerdeführer zusammen mit dessen Mutter angehört, wobei dieser die Korrektheit der 
Meldung bestätigte. Es ist nicht ersichtlich, dass darüber hinaus relevante Äusserungen des 
Beschwerdeführers unberücksichtigt geblieben wären. 
 
5.5 Wie bereits erwähnt, ist die potentiell strafrechtliche Relevanz der Geschehnisse unbe-
stritten (vgl. E. 5.1 hiervor). Mit der Prüfung des Strafantrags und damit der Wahrung der Rech-
te des Kindes beauftragte die Vorinstanz deshalb richtigerweise eine unabhängige, im Straf- 
und Opferhilferecht versierte Vertretung (vgl. HERZIG/JOST, a.a.O., N 17 ff.). Die Eignung der 
eingesetzten Beiständin wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht angezweifelt. Des Weiteren 
lassen die im Entscheid der Vorinstanz gewählten Formulierungen ("allfällige", "zu prüfen", "bei 
Bedarf") nicht darauf schliessen, dass sie die Entscheidung über die Einleitung der Strafverfol-
gung oder gar die Schuldfrage vorweggenommen hat. Die diesbezüglichen Ausführungen des 
Beschwerdeführers verfangen nicht. 
 
5.6 Zusammenfassend liegt eine Angelegenheit vor, in welcher die Interessen der Eltern 
denen des Kindes widersprechen, womit die Vertretungsbefugnis der Eltern von Gesetzes we-
gen entfällt und die Vorinstanz eine Vertretungsbeistandschaft zu errichten hatte. Nach dem 
Gesagten ist der Entscheid der Vorinstanz nicht zu beanstanden, womit die Beschwerde voll-
umfänglich abzuweisen ist. 
 
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt 
(§ 20 Abs. 3 VPO). Angesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 1'000.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer ersucht um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Verbeiständung. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung 
der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen 

 

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Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen 
Voraussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin 
gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Der 
Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege steht damit unter dem Vorbehalt der Nichtaussichts-
losigkeit. Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeich-
net werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaus-
sichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als 
diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, 
den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, 
weil er sie nichts kostet (KGE VV vom 2. April 2025 [810 22 209] E. 9.2; BGE 142 III 138 E. 5.1; 
BGE 139 III 475 E. 2.2). Mit Blick auf die vorstehenden Erwägungen konnten die Gewinnaus-
sichten für die vorliegende Beschwerde kaum als ernsthaft bezeichnet werden, zumal der Be-
schwerdeführer die beiden zentralen Elemente – die Gewalthandlungen und das Vorliegen des 
Interessenkonflikts – nicht bestreitet. Nach dem Gesagten kann somit nicht von intakten Pro-
zesschancen im hiervor beschriebenen Sinne ausgegangen werden. Damit erübrigt sich eine 
separate Prüfung der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers und der Notwendigkeit der Verbei-
ständung. Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung 
ist zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen. 
 
6.3 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Die Beigeladene beantragt in der Vernehmlassung vom 
3. Juli 2025 die Zusprechung einer Parteientschädigung. Aus der Honorarnote vom 15. August 
2025 ergibt sich, dass die Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren ein Honorar von 3 
Stunden und 35 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- ausweist, was nicht zu bean-
standen ist. Demgegenüber erweist sich die Spesenpauschale von 3 % als tarifwidrig. § 16 
Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 sieht 
vor, dass Telefonauslagen, Porti und ähnliche Auslagen nach dem tatsächlichen Aufwand in 
Rechnung zu stellen sind. Die geltend gemachten Auslagen in der Höhe von Fr. 26.87 erweisen 
sich jedoch als angemessen und sind ausnahmsweise beizubehalten. Der Beschwerdeführer 
hat der Beigeladenen somit eine Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 997.45 
(inkl. Auslagen und 8.1 % MWST) zu bezahlen. 
 
6.4 Bei diesem Verfahrensausgang erweist sich das Gesuch der Beigeladenen um unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung als gegenstandlos.  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung 

und Verbeiständung wird abgewiesen.  
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt.  
   
 4. Der Beschwerdeführer hat der Beigeladenen eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 997.45 (inkl. Auslagen und 8.1 % MWST) auszurichten.  
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.