# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de56c1f5-e13c-5d59-9e82-257953316a0b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.06.2015 725 2014 371 / 143 (725 14 371 / 143)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-371---143_2015-06-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  4. Juni 2015 (725 14 371 / 143) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Zur Bemessung der Arbeitsfähigkeit kann nur auf die Restarbeitsfähigkeit in einer Ver-

weistätigkeit abgestellt werden, wenn ein stabiler Gesundheitszustand vorliegt; der me-

dizinische Endzustand für den Fallabschluss ist vorliegend noch nicht erreicht und es 

sind weiterhin Taggeldleistungen zu entrichten 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber i.V. Lukas Meyer 
 
 

Parteien A._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Schmid, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Geschäftsbereich Scha-
den, Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (272/13-131'075) 
 
 
 
A. Der 1944 geborene A.____ arbeitete zum Zeitpunkt des Unfalls als Innendekorateur bei 
der B.____ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
(Zürich) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versi-
chert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 21. Februar 2013 der Arbeitgeberin ist der Versi-

 

 
 
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cherte am 16. Februar 2013 auf Glatteis ausgeglitten und auf die rechte Schulter gefallen. Die 
Zürich erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehand-
lung/Taggeld). Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 teilte sie A.____ mit, dass ihm eine ange-
passte Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei und die Taggeldleistungen daher per 31. Dezember 
2013 eingestellt würden. Auf Ersuchen des Versicherten wurde dieser Entscheid mit Verfügung 
vom 21. November 2013 bestätigt. Die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Einsprache-
entscheid vom 24. Oktober 2014 dahingehend teilweise gutgeheissen, als die Taggeldleistun-
gen für eine längere Periode, nämlich bis am 22. März 2014 entrichtet wurden. Im Übrigen wur-
de die Einsprache abgewiesen. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Schmid, am 
26. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid vom 
24. Oktober 2014 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwer-
deführer die gesetzlichen Leistungen, insbesondere das Taggeld auch nach dem 22. März 2014 
weiterhin auszurichten; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Beschwerdebegründung wurde im 
Wesentlichen festgehalten, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf rechtliches Gehör 
verletzt habe, indem sie dem Beschwerdeführer keine konkreten erwerblichen Tätigkeiten dar-
lege, die ihm mit seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung noch zumutbar sein sollen. Weiter 
fehle der zur Einstellung von Taggeldleistungen erforderliche stabile Gesundheitszustand und 
es sei dem Beschwerdeführer aufgrund seines Alters von 69 Jahren nicht zumutbar eine adap-
tierte Tätigkeit aufzunehmen. 
 
C. Die Zürich schloss in ihrer Vernehmlassung vom 9. Januar 2015 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Binningen, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 26. November 2014 ist dem-
nach einzutreten. 

 

 
 
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2. Mit Verfügung vom 21. November 2013 stellte die Beschwerdegegnerin ausschliesslich 
ihre Taggeldleistungen betreffend das Unfallereignis vom 16. Februar 2013 per 31. Dezember 
2013 ein. Mit Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2014 verlängerte sie diese bis am 22. März 
2014. Streitig und zu prüfen ist somit einzig, ob der Beschwerdeführer über diesen Zeitpunkt 
hinaus weiterhin Anspruch auf Taggeldleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 
hat. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage eines allfälligen Rentenan-
spruchs des Beschwerdeführers.  
 
3. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ist nach 
der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Im vorliegenden Fall wird weder 
der natürliche noch der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 
16. Februar 2013 und der eingetretenen Arbeitsunfähigkeit bestritten. 
 
4.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Der Un-
fallversicherer hat die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung/Taggeld) so lange zu erbringen, 
als von der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwar-
tet werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Rechtsprechungsgemäss folgt aus Art. 19 Abs. 1 
UVG, dass dann, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten ist, der sogenannte „Fallabschluss“ vorzu-
nehmen ist: Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen sind einzustellen und es ist der Anspruch 
der versicherten Person auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung zu prüfen (Rumo-

 

 
 
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Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-
setz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, Zürich 2012, S. 143 unter Hinweis auf BGE 134 V 
109 E. 4.1). 
 
4.2. Die Arbeitsunfähigkeit, welche den Anspruch auf ein Taggeld auslöst, ist gemäss der 
Legaldefinition von Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 
Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Eine Person gilt demnach als arbeitsunfähig, wenn 
sie infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur noch beschränkt 
oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, ausüben kann. Mass-
gebend ist grundsätzlich die aufgrund ärztlicher Feststellungen ermittelte tatsächliche Unfähig-
keit, am angestammten Arbeitsplatz nutzbringend tätig zu sein, nicht hingegen die bloss medi-
zinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 114 V 283 E. 1c; RKUV 1987 Nr. U 
27 S. 394 E. 2b, je mit Hinweisen). Nach Art. 6 Satz 2 ATSG wird bei langer Dauer auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Der Grad der 
Arbeitsunfähigkeit ist solange unter Berücksichtigung des bisherigen Berufs festzusetzen, als 
von der versicherten Person vernünftigerweise nicht verlangt werden kann, ihre restliche Ar-
beitsfähigkeit in einem anderen Berufszweig zu verwerten. Dementsprechend wird bei langan-
dauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
19. April 2013, 8C_838/2012, E. 3.3.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Die Pflicht des Versicherten zur beruflichen Neueingliederung leitet die Rechtspre-
chung aus dem Gebot der Schadenminderung ab. Der Versicherte soll alles ihm Zumutbare 
unternehmen, um die erwerblichen Folgen seines Gesundheitsschadens bestmöglich zu min-
dern, denn die Sozialversicherung soll nicht Schäden ausgleichen müssen, welche der Versi-
cherte durch zumutbare geeignete Vorkehren selbst beheben oder vermindern kann 
(BGE 114 V 283 E. 3a mit Hinweis). Die durch die Pflicht zur Schadenminderung gebotene 
Verwertung der Restarbeitsfähigkeit  in einem anderen als dem angestammten Tätigkeitsbe-
reich bildet aber die Ausnahme vom Grundsatz, wonach für die Bemessung der Arbeitsunfähig-
keit auf die tatsächliche Einschränkung im zuletzt ausgeübten Beruf abzustellen ist. Sie setzt 
eine voraussichtlich dauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten 
Berufstätigkeit einerseits und einen stabilen Gesundheitszustand andererseits voraus. Ein labi-
les gesundheitliches Geschehen von zeitlich beschränkter Dauer genügt nicht (Urteil des Bun-
desgerichts vom 1. Oktober 2003, U 301/02, E. 1.3). 
 
4.4.1 Zusätzlich muss die Frage, ob und gegebenenfalls welche berufliche Neueingliederung 
vom Versicherten im Rahmen seiner Pflicht zur Schadenminderung verlangt werden kann, nach 
dem Grundsatz der Zumutbarkeit als Teilgehalt des verfassungsmässigen Grundsatzes der 
Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
[BV] vom 18. April 1999) beantwortet werden. Vom Versicherten kann daher nur eine berufliche 
Umstellung verlangt werden, die ihm unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und sub-
jektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zumutbar ist (vgl. BGE 113 V 28 E. 4a; Urteil des Bun-

 

 
 
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desgerichts vom 1. Oktober 2003, U 301/02, E. 1.4). Somit darf es sich nicht um realitätsferne 
und in diesem Sinne unmögliche oder unzumutbare Vorkehren handeln. 
 
4.4.2 Für die Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels sind gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung im Urteil vom 1. Oktober 2003 U 301/02 Erwägung 1.4 insbesondere 
das Alter des Versicherten, die Art und Dauer seiner bisherigen Berufstätigkeit, deren selbstän-
dige und unselbständige Ausübung, die mit einer beruflichen Neueingliederung verbundene 
Veränderung der sozialen Stellung des Versicherten, seine persönlichen und familiären Ver-
hältnisse sowie seine entsprechend grössere oder geringere Flexibilität hinsichtlich seines 
Wohn- und Arbeitsortes massgebend. Ins Gewicht fällt auch die Art und Dauer der beanspruch-
ten Versicherungsleistungen sowie deren Kosten. Die Anforderungen an die Schadenminde-
rungspflicht sind dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Sozialversicherung in 
Frage steht (vgl. BGE 113 V 22, E. 3d), wie dies beispielsweise bei Rentenleistungen an relativ 
junge Versicherte der Fall ist, denen in einer neuen beruflichen Tätigkeit noch eine lange Aktivi-
tätsperiode verbleibt. 
 
5.1 Der Versicherte beanstandet in seiner Beschwerde u.a., dass bei ihm kein stabiler Ge-
sundheitszustand vorliege. Für die Verpflichtung zur beruflichen Neueingliederung setzt die 
Rechtsprechung – kumulativ – eine voraussichtlich dauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfä-
higkeit in der bisher ausgeübten Berufstätigkeit einerseits und einen stabilen Gesundheitszu-
stand andererseits voraus (vgl. E. 4.3 hiervor). Der betreffende Einwand ist deshalb vorab zu 
prüfen. 
 
5.2 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts sind im Wesentlichen folgende 
Berichte von Relevanz: 
 
5.3 Dr. med. C.____, FMH Radiologie, hielt in seinem Bericht vom 4. März 2013 fest, dass 
das MRI die Befunde einer veränderten mittelschweren AC-Arthrose mit bandförmigem Ödem 
unter den Gelenksfacetten und Kapselödem ergeben habe. Die Rotatorenmanschette im disto-
ventralen Supraspinatusgebiet zeige einen lokalen Makroriss. Die übrigen Anteile der Supraspi-
natussehne zeigten eine posttraumatische Tendiose. Eine Teilruptur im distalen Anteil subtotal 
zeige die Sehne des Subscapularis mit deutlichen Kaliberschwankungen und opaquem Kon-
trastenhancement nebst zahlreichen Mikrorissen. Eine ausgiebige Tendiose der langen Bi-
zepssehnen im horizontalen intraartikulären Schenkel mit langstreckiger Verdickung und 
opaquem Kontrastenhancement lasse sich bis in den Ansatz an den Oberrand des Glenoids 
verfolgen.  
 
5.4 In seinem ärztlichen Verlaufsbericht vom 10. Juni 2013, der nach der Operation vom 
27. März 2013 erstattet wurde, hielt Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, fest, dass bei der letzten Kontrolle am 22. Mai 2013 noch 
erhebliche Beschwerden bestanden hätten. Der Patient befinde sich in physiotherapeutischer 
Behandlung und es sei eine durchschnittliche Elevation möglich. 
 

 

 
 
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5.5 Dem Bericht von Dr. D.____ vom 13. August 2013 ist zu entnehmen, dass beim Versi-
cherten bis am 30. Juni 2013 eine volle Arbeitsunfähigkeit und ab dem 1. Juli 2013 eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50 % vorlägen. Zur Verbesserung der Schmerzklinik nehme der Versicher-
te neben NSAR auch ein regelmässiges Taping zur Stabilisierung der Schulter in Anspruch. Die 
Beweglichkeit sei nach wie vor eingeschränkt. Die Elevation sei mit über 80 Grad besser und 
langsam progredient. Die Kraft sei hingegen noch erheblich eingeschränkt und das Heben einer 
Last sei noch nicht möglich. Als weitere Behandlungsmassnahmen seien Physiotherapie, Ta-
ping und eventuell ein MRI vorgesehen. 
 
5.6 Dr. D.____ hielt im darauf folgenden Bericht vom 3. Oktober 2013 fest, dass vor allem 
bei der Elevation, die nur bis 70 Grad möglich sei, Schulterschmerzen rechts bestünden. Weiter 
sei eine deutliche Kraftverminderung feststellbar und Arbeiten seien über Schulterhöhe nicht 
möglich. Die Innenrotation sei eingeschränkt. Bei der Arbeit sei das Zuschneiden von Stoffen 
und Leder, das Mattieren von Möbelflächen und das Aufhängen von Vorhängen nicht mehr 
möglich. Entsprechend sei die Arbeitsfähigkeit um 70 - 80 % eingeschränkt. Auch das Autofah-
ren sei aufgrund der verminderten Rotationsmöglichkeit und der Elevationsminderung zuneh-
mend erschwert. Bei einer Zunahme der Beschwerden komme allenfalls eine Schulterprothese 
in Frage. Der Endzustand sei noch nicht erreicht. 
 
5.7 Mit Bericht vom 27. August 2014 hielt Dr. D.____ fest, dass nach wie vor Schmerzen 
an der rechten Schulter mit einer erheblichen Belastungsintoleranz bestünden. Die Elevation sei 
nur bis knapp 90 Grad möglich, die Aussenrotation könne nur mittels NSAR knapp ausgeführt 
werden und die Innenrotation sei nur bis zum gluteus maximus durchführbar. Weiter habe die 
unfallbedingte Behandlung noch nicht abgeschlossen werden können und der Versicherte habe 
weiterhin Physiotherapie sowie Taping mit elastischen Pflastern. Eine Arbeitsfähigkeit als Deko-
rateur sei nicht mehr gegeben. Allenfalls seien eine Acromioplastik und eine Rotatorenman-
schettennaht notwendig, um eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu bewirken. 
 
6.1 Die Zürich ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2014, mit 
welchem sie die Taggelder per 22. März 2014 einstellte, davon aus, dass beim Versicherten 
eine stabile medizinische Situation bestehe. Die Aussagen des Arztes, wonach allenfalls noch 
eine Operation durchgeführt und der Versicherte noch therapiert werden müsste, widerspreche 
nicht dem Umstand, dass die Beschwerden und Einschränkungen seit längerer Zeit praktisch 
gleichbleibend seien und daher von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden 
könne. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Zunächst ist diesbezüglich festzuhal-
ten, dass Dr. D.____ in seinem Bericht vom 13. August 2013 festhielt, dass der Versicherte ab 
dem 1. Juli 2013 zu 50 % arbeitsunfähig sei. In dem – wenige Wochen später – am 3. Oktober 
2013 erstellten Bericht, ging er hingegen von einer Beeinträchtigung von 70 - 80 % aus und 
hielt fest, dass der Endzustand noch nicht erreicht sei. Zudem berichtete Dr. D.____, am 
27. August 2014, dass die unfallbedingte Behandlung noch nicht abgeschlossen sei und zur 
Verbesserung des Gesundheitszustandes weitere Behandlungen – insbesondere Taping und 
Physiotherapie – notwendig seien. Er erachtete sogar eine erneute Operation als allenfalls not-
wendig. Ohne Therapie und eventuell auch ohne Operation sei ein bleibender Nachteil zu er-

 

 
 
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warten. Bei dieser Aktenlage ist die Erreichung eines stabilen Gesundheitszustandes, zu ver-
neinen. 
 
6.2 Es steht somit fest, dass beim Versicherten kein stabiler Gesundheitszustand besteht 
und daher eine der kumulativ nötigen Voraussetzungen für eine Verpflichtung zur beruflichen 
Neueingliederung (vgl. E. 4.3 hiervor) nicht erfüllt ist. Auf eine Prüfung der Zumutbarkeit einer 
adaptierten Verweistätigkeit und der Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
kann unter diesen Umständen verzichtet werden.  
 
6.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für die Bemessung der Arbeitsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers nicht auf dessen Restarbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit abgestellt 
werden kann. Vielmehr ist weiterhin die tatsächliche Einschränkung im zuletzt ausgeübten Be-
ruf als Innendekorateur von Bedeutung. Im vorliegenden Fall gilt demnach die zuvor von der 
Zürich anerkannte Arbeitsunfähigkeit von 50 % als weiterhin massgebend, weshalb die – ge-
mäss Art. 16 Abs. 2 UVG – für die Einstellung der Taggeldleistung geforderte volle Arbeitsfä-
higkeit zu verneinen ist. Zudem sind aufgrund des aktenkundigen Sachverhalts die Schmerz-
problematik der rechten Schulter mit erheblicher Belastungsintoleranz sowie die eingeschränkte 
Bewegungsmöglichkeit noch nicht hinreichend therapiert. Daraus resultiert, dass der medizini-
sche Endzustand nach dem Unfallereignis vom 16. Februar 2013 bzw. der versicherungsrecht-
liche Zeitpunkt für den Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG noch nicht erreicht ist 
und die Taggeldleistungen somit nicht eingestellt werden können. 

7. Demzufolge ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 24. Oktober 2014 aufgehoben wird und die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer über den 22. März 2014 hinaus weiter Taggelder zu gewähren hat. 

8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Versicherten 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Zürich zuzusprechen. Sein Rechtsvertreter macht in 
seiner Honorarnote vom 9. Februar 2015 einen Zeitaufwand von insgesamt 8.1 Stunden sowie 
Auslagen von Fr. 52.-- aus. Dieser Aufwand ist angesichts der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen angemessen. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 2'243.15 
(8.1 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 52.-- und 8 % Mehrwertsteu-
er) zu Lasten der Zürich zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
24. Oktober 2014 aufgehoben und die Zürich verpflichtet, dem Be-
schwerdeführer die Taggeldleistungen auch nach dem 22. März 2014 
auszurichten.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Zürich hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2'243.15 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

 
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