# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83c74f3e-0a71-56d6-abf3-1895e4cd50f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.09.2018 200 2017 908
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-908_2018-09-05.pdf

## Full Text

200 17 908 IV
GRD/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. September 2018

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Mai 2015 meldete sich der 1971 geborene A.________ (nachfolgend 
Versicherter bzw. Beschwerdeführer) zum Bezug von IV-Leistungen an 
(Antwortbeilage [AB] 2). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Be-
schwerdegegnerin) nahm in der Folge in medizinischer und erwerblicher 
Hinsicht Abklärungen vor. Insbesondere holte sie bei den behandelnden 
Ärzten medizinische Berichte inkl. der medizinischen Vorakten ein (AB 9, 
17, 19 f., 22, 24). 

Mit Bericht vom 26. Januar 2016 verneinte der Regionale Ärztliche Dienst 
(RAD) eine Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht. Das Zumutbar-
keitsprofil aus psychiatrischer Sicht könne anhand der vorliegenden Doku-
mente nicht beurteilt werden (AB 27 S. 10 f.; siehe auch AB 25 und 26). 

Die IV-Stelle holte in der Folge weitere Unterlagen ein (AB 28 – 30, 32, 36, 
38 f.) und beauftragte Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, mit einer Begutachtung des Versicherten (AB 48; siehe 
auch AB 45). Das entsprechende Gutachten datiert vom 20. Januar 2017 
(AB 52.1).

Mit Vorbescheid vom 5. April 2017 (AB 53) stellte die IV-Stelle dem Versi-
cherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Es bestehe 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden und damit auch kein Leistungs-
anspruch.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 9. Mai 2017 vorsorglich Einwand (AB 61), welchen er mit 
Eingabe vom 7. Juni 2017 (AB 65) nachbegründen liess.

Nach Einholung einer Stellungnahme bei Dr. med. C.________ zu den er-
hobenen Einwänden (AB 66 f.) verfügte die IV-Stelle am 13. September 
2017 ihrem Vorbescheid vom 5. April 2017 entsprechend die Abweisung 
des Leistungsbegehrens. Es bestehe kein Anspruch auf IV-Leistungen 
(AB 68).

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B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, am 16. Oktober 2017 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei 
ihm rückwirkend seit dem frühestmöglichen Rentenbeginn und in Zukunft 
eine IV-Rente in gesetzlicher Höhe zuzusprechen. Eventualiter sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und ein gerichtliches Gutachten einzu-
holen und gestützt darauf eine Neubeurteilung des Leistungsanspruchs 
vorzunehmen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und die Sache zwecks Ergänzung der medizinischen Abklärungen an die 
IV-Stelle zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2017 beantragt die Beschwer-
degegnerin unter Beilage eines MEDAS-Gutachtens vom 22. November 
2016 und eines Abklärungsberichts Haushalt vom 30. Januar 2017, beides 
in Sachen P.________ (der Ehefrau des Beschwerdeführers), die Abwei-
sung der Beschwerde.

Ein Doppel der Beschwerdeantwort sowie der neu eingereichten Unterla-
gen ging in der Folge an den Beschwerdeführer.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 13. Sep-
tember 2017 (AB 68). Streitig und zu prüfen ist ein Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 

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einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die bisher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip neu 
ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 
V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.). 

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

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gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.3.1 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

2.3.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.3.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-

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sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 
E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.

Den medizinischen Akten lässt sich im Wesentlichen Folgendes entneh-
men:

3.1 Mit Bericht vom 16. Januar 2003 hielt Dr. med. E.________, Fach-
arzt für Oto-Rhino-Laryngologie, beim Beschwerdeführer einen Status nach 
Stapedotomie links, eine persistierende Schallleitungsschwerhörigkeit links 
sowie eine Trommelfellperforation links fest (AB 17 S. 15). Am 13. Novem-
ber 2009 erfolgte zudem die Diagnose einer Otosklerose beidseits (AB 17 
S. 30). Nach einer Beurteilung in der otologischen Sprechstunde des Spi-
tals F.________ (AB 17 S. 13) fand hierauf am 23. Juli 2010 eine transka-
naläre Laser-Stapedotomie rechts statt (AB 17 S. 12).

3.2 Mit Bericht vom 1. Oktober 2012 diagnostizierte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Rheumato-
logie, beim Beschwerdeführer Schulterschmerzen links, eine leichtes Zervi-
kalsyndrom sowie einen Status nach dreimaliger Ohroperation (AB 17 
S. 8). Am 14. Januar 2013 berichtete er sodann von einer deutlichen Ver-
besserung von Seiten der Impingementsymptomatik der linken Schulter 
sowie des Zervikalsyndroms. Neu bestehe ein lumbovertebrales Schmerz-
syndrom mit – aufgrund des klinischen Bildes – spondylogener/pseudora-
dikulärer ischialgieformer Ausstrahlung ins linke Bein. Die Beschwerden 
seien vor allem myofaszial und durch eine Irritation im Fazettengelenk be-
dingt (AB 17 S. 6 f.).

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3.3 Ein MRI der Halswirbelsäule vom 8. Mai 2013 ergab keinen Hin-
weis auf linksseitige radikuläre Störungen, hingegen sei rechtsseitig von 
einer C6-Wurzelreizung bei Diskushernie, Osteochondrose sowie Unkover-
tebral- und Spondylarthrose auszugehen (AB 17 S. 5).

3.4 Anlässlich einer Untersuchung in der Sprechstunde des Spitals 
F.________ diagnostizierte Dr. med. H.________ beim Beschwerdeführer 
eine sekundäre Bicepspathologie links bei zweitgradiger Scapuladyskine-
sie. Ein Rezept für Physiotherapie sei mitgegeben worden (Bericht vom 
4. Juli 2015; AB 19). 

3.5 Mit Bericht vom 25. Juli 2015 hielt Dr. med. I.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit beim Beschwerdeführer agitierte ängstlich-depressive 
Störungen im Rahmen einer chronischen posttraumatischen Belastungs-
störung (ICD-10: F43.1) mit persistierenden belastungsabhängigen Na-
cken-, HWS- und Schulterschmerzen rechts, eine Schwerhörigkeit bei Oto-
sklerose beidseits sowie ein rezidivierendes lumbovertebrales Schmerz-
syndrom bei Spondylarthrosen L4 bis S1 fest (AB 20).

3.6 Im Verlaufsbericht vom 19. Oktober 2015 bezeichnete der Haus-
arzt med. pract. J.________ den Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers als stationär. Er leide nach eigenen Angaben unter Schlafstörungen, 
starken Rücken-, HWS- und Schulterschmerzen, einer Depression sowie 
einem Tinnitus. Inwieweit und unter welchen Bedingungen die bisherige 
Erwerbstätigkeit noch zumutbar sei, könne er nicht beantworten. Ganz 
leichte Tätigkeiten sollten seines Erachtens (wenn die psychische Situation 
es erlaube) möglich sein (AB 22).

3.7 Am 29. Oktober 2015 diagnostizierte Dr. med. K.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Rheumatologie, beim Be-
schwerdeführer einen Verdacht auf ein zervikoradikuläres Syndrom C7 auf 
der linken Seite, linksseitige Schulterschmerzen sowie ein spondylogenes 
Syndrom (AB 24 S. 2). 

3.8 Ein Multislice-CT der HWS vom 2. November 2015 zeigte sodann 
analog dem MRI von 2013 eine durch eine Osteochondrose in den Seg-

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menten HWK 5/6 und 6/7 bedingte foraminale Enge ohne Nachweis einer 
zervikalen Diskushernie (AB 24 S. 4 f.).

3.9 Im Rahmen einer Aktenbeurteilung vom 26. Januar 2016 hielt der 
RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
als somatische Diagnosen einen Verdacht auf ein intermittierendes vorde-
res Impingement der linken Schulter bei Ventralisation, einen Verdacht auf 
ein zervikoradikuläres Syndrom C7 links, ein rezidivierendes lumbospondy-
logenes Schmerzsyndrom bei Spondylarthrosen L4 bis S1 sowie eine Oto-
sklerose beidseits fest. Zusammenfassend kam er zum Schluss, dass aus 
somatischer Sicht keine Einschränkung für die bisherige Tätigkeit bestehe 
(AB 27 S. 10). Weder in den Berichten von Dr. med. G.________ noch im 
Bericht von Dr. med. H.________ werde eine relevante Funktionsein-
schränkung der linken Schulter beschrieben, welche das Zumutbarkeitspro-
fil für die bisherige Tätigkeit (… in eigener Firma) einschränken würde. Be-
merkenswert sei zudem, dass wiederholt eine lokale Infiltration vorgeschla-
gen worden sei, um die geklagten Beschwerden zu lindern, der Beschwer-
deführer dies aber stets abgelehnt habe. Auch bezüglich des lumboverte-
bralen Schmerzsyndroms und der zervikalen Symptomatik seien keine die 
Arbeitsfähigkeit beeinflussenden Einschränkungen beschrieben worden 
und die therapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft (vgl. AB 27 
S. 8). Bis auf eine leichtgradige Schallleitungsschwerhörigkeit links und 
eine mittelgradige Schallleitungsschwerhörigkeit rechts bestünden körper-
lich keine funktionellen Einschränkungen und damit keine Arbeitsunfähig-
keit aus somatischer Sicht. Das Zumutbarkeitsprofil aus psychiatrischer 
Sicht könne anhand der vorliegenden Dokumente nicht beurteilt werden 
(AB 27 S. 10 f.). 

3.10 Dr. med. C.________ diagnostizierte beim Beschwerdeführer ge-
stützt auf die Akten und die eigenen Untersuchungsbefunde eine depressi-
ve Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4; differentialdiagnostisch 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert [ICD-10: 
F33.4]) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Hinweisen auf emotio-
nale Instabilität und Störung der Impulskontrolle (ICD-10: Z73; differential-
diagnostisch eine Persönlichkeitsstörung [ICD-10: F60]; AB 52.1 S. 33). 
Eine depressive Verstimmung sei aktuell klinisch nicht fassbar. Interesse-

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verlust, Freudlosigkeit oder Antriebsminderung würden nicht beklagt, je-
doch erhöhte Ermüdbarkeit. Von den weiteren häufigen Symptomen be-
klagt würden subjektiv verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, die 
klinisch nicht hätten verifiziert werden können, allenfalls ansatzweise Ge-
fühle von Wertlosigkeit, passive Suizidgedanken und Schlafstörungen. 
Damit sei von den Grundsymptomen nur eines aktuell erfüllt und von den 
weiteren zusätzlichen Symptomen zwei ansatzweise und eines relativ klar. 
Die Kriterien für eine leichte depressive Episode seien damit aktuell nicht 
erfüllt. Dafür spreche auch die Auswertung der Hamilton Depressionsskala. 
Es sei nicht ausgeschlossen, dass es in der Vergangenheit verschiedent-
lich zu Phasen depressiver Verstimmung gekommen sei. Allerdings seien 
konkret umschriebene depressive Episoden nicht klar aus der vorliegenden 
Dokumentation zu entnehmen. Differenzialdiagnostisch gehe es damit ak-
tuell um eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert 
(ICD-10: F33.4), bzw. um eine gegenwärtig remittierte depressive Episode 
(ICD-10: F32.4; AB 52.1 S. 40). 

In der Untersuchung seien eine ausgeprägte motorische Unruhe, Gereizt-
heit und eine Tendenz zu verbalen Ausbrüchen deutlich fassbar geworden. 
Nach Angaben des Beschwerdeführers sei es dabei zumindest auch zur 
Zerstörung von Gegenständen gekommen. Im Dossier gebe es zudem 
Hinweise, die tätliche Auseinandersetzungen vermuten liessen. Ob und wie 
häufig es zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen sei, sei nicht klar. 
Insofern zeigten sich Hinweise auf akzentuierte Persönlichkeitszüge, am 
ehesten im Sinne einer emotionalen Instabilität und Impulskontrollstörung 
(ICD-10: Z73). Differentialdiagnostisch zu diskutieren bleibe eine Persön-
lichkeitsstörung. Eine solche bedürfe eines positiven Nachweises. Dieser 
habe durch die eingeschränkte Mitarbeit des Beschwerdeführers nicht er-
bracht werden können. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erforde-
re ausreichend detaillierte Informationen über Kindheit, Adoleszenz und 
Erwachsenenleben bis zur Untersuchung. Hier habe der Beschwerdeführer 
auffällig viele Punkte offen gelassen, insbesondere ob und allenfalls in wel-
cher Form er tatsächlich Kriegshandlungen erlebt habe oder in sie involviert 
gewesen sei. Flucht und Einreise in die Schweiz seien ebenfalls völlig un-
bestimmt geblieben. Auffällig sei aus psychiatrischer Sicht, dass weder 
Kinder noch Ehefrau, weder Eltern noch Geschwister noch Freunde plas-

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tisch geworden seien. Auf die Frage nach der familiären Situation und der 
Beziehung zu seiner Frau habe der Beschwerdeführer zunehmend gereizt 
reagiert und habe nur zurückgefragt, „welche“; auch sei er nicht bereit ge-
wesen, über die erste oder zweite Ehe zu sprechen (gemäss Akten scheine 
es eine frühere Ehefrau gegeben zu haben).

Anlässlich der Untersuchung habe der Beschwerdeführer erstmals und 
spontan relativ früh in der Exploration angegeben, unter optischen und 
akustischen Halluzinationen zu leiden. Die Beschreibungen seien in sich 
nicht zur Kongruenz zu bringen gewesen. Beharrliches Nachfragen habe 
weder zur Konkretisierung der angegebenen Halluzinationen geführt, noch 
seien ihre Äusserungen und Auswirkungen im familiären Alltag nachvoll-
ziehbar geworden. Aus psychiatrischer Sicht seien die Angaben so eigen-
artig und vage geblieben und klinisch psychiatrischen Halluzinationen, wie 
sie beispielsweise im Rahmen von Psychosen auftreten würden, so wenig 
ähnlich gewesen, dass sie keinem Krankheitssymptom einer psychischen 
Störung zugeordnet werden könnten (AB 52.1 S. 39). 

Der Beschwerdeführer beklage auch Albträume. Echtzeitlich seien keine 
Inhalte benannt worden. In der aktuellen Untersuchung habe der Be-
schwerdeführer beklagt, er träume davon, dass ihn jemand angreife. Seine 
Schilderungen seien aber nicht sehr plastisch gewesen. Es sei ungewiss, 
wenn der Beschwerdeführer Albträume gehabt habe, ob diese tatsächlich 
noch bestünden. Ein Gefühl des Betäubtseins oder emotionaler Stumpfheit 
sei zu keinem Zeitpunkt berichtet worden. Zu einer Appetitminderung oder 
Gewichtsabnahme sei es nicht gekommen. Wie der Beschwerdeführer vor-
getragen habe, dass er keinen Geschlechtsverkehr mit seiner Frau mehr 
habe, mute vorab erlernt an. Üblicherweise thematisierten Exploranden 
sexuelle Probleme nicht spontan und auf Nachfragen nur sehr schambe-
setzt. Der Beschwerdeführer berichte nicht vom Vermeiden von Aktivitäten 
und Situationen, sondern lediglich davon, dass er sich in Menschenmengen 
unwohl fühle. Ausbrüche von Angst oder Panik würden nicht berichtet. Was 
der Beschwerdeführer berichte, seien gelegentliche Zustände, in denen er 
das Gefühl habe, keine Luft zu bekommen. Vegetative Begleitsymptome 
würden nicht geschildert und auch auf Nachfragen verneint. Eine vege-
tative Übererregbarkeit mit Vigilanzsteigerung und/oder übermässiger 

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Schreckhaftigkeit seien ebenfalls zu keinem Zeitpunkt berichtet worden. 
Was der Beschwerdeführer beklage, sei Schlaflosigkeit. Ängstliche Sym-
ptome würden nicht berichtet, zum Teil sogar klar verneint. Geäussert wür-
den massive Todeswünsche. Die Kriterien für eine posttraumatische Belas-
tungsstörung seien damit aktuell nicht erfüllt. Es sei nicht klar und auch 
nicht rekonstruierbar, ob sie für einen gewissen Zeitraum bestanden hätten 
(AB 52.1 S. 42).

Als somatischer Krankheitsfaktor nachgewiesen seien relativ ausgeprägte 
degenerative Veränderungen im Bereich der HWS. Nachdem die Angaben 
des Beschwerdeführers in der aktuellen Untersuchung aber nur partiell 
konkret geworden seien, er keine Angaben zur Schwere des Schmerzes 
gemacht habe und seine Angaben zur Dauerhaftigkeit der Schmerzen im 
Schulter-/Nackenbereich unterschiedlich gewesen seien, sei nicht sicher, 
dass einer der beklagten Schmerzen tatsächlich kontinuierlich bestehe. An 
psychischen Faktoren scheine der Beschwerdeführer in einer schwierigen 
familiären Situation zu stehen, wobei er auch hier nicht bereit gewesen sei, 
nähere Informationen zu geben. Auf die Frage nach seinem Krankheits-
konzept sei er die Antwort schuldig geblieben. Ungünstige psychische Ver-
arbeitungsprozesse hätten somit nicht erhoben werden können, was solche 
zwar nicht ausschliessen, aber zumindest als nicht prominent erscheinen 
lasse. Eine schmerzbezogene Angst habe ebenfalls nicht erhoben werden 
können, auch keine klinisch relevante Angstsymptomatik, erst recht nicht 
mit vegetativen Symptomen. Ob es tatsächlich zu einer zunehmenden 
Passivität, Schon- und Fehlhaltung gekommen sei, sei ungewiss, da der 
Beschwerdeführer auch nicht bereit gewesen sei, im Detail zu schildern, 
wie sein Alltag aussehe. Auch habe nicht genau rekonstruiert werden kön-
nen, wann der Beschwerdeführer zuletzt gearbeitet habe. Auch seien we-
der maladaptive Kognitionen in Form gedanklicher Einengung auf das 
Schmerzerleben geschildert worden noch seien Verzweiflung oder Demo-
ralisierung erhebbar gewesen. Ob es tatsächlich zu Rollenveränderungen 
in der Familie gekommen sei, sei unklar. Wiederholt habe der Beschwerde-
führer einen deutlichen Verlust der Sozialkontakte benannt. Die Ursache 
und Dauer der Probleme im Beruf und der Krankschreibungen hätten trotz 
aufwendiger psychiatrischer Untersuchung nicht genau erhoben werden 
können. Damit könne die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 

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somatischen und psychischen Faktoren, wie sie sich in den Akten finde, 
nicht gestellt werden, da die entsprechenden Kriterien nicht in ausreichen-
dem Masse gegeben seien (AB 52.1 S. 41). 

Zusammenfassend habe trotz aufwendiger psychiatrischer Diagnostik kein 
Nachweis darüber erbracht werden können, dass der Beschwerdeführer 
derzeit unter einer psychischen Störung leide, die die Leistungsfähigkeit in 
höherem Masse einschränke (AB 52.1 S. 48). Aufgrund der gestellten Dia-
gnosen und der im Einzelnen geprüften, allfällig vorliegenden Fähigkeitss-
törungen bestünden Einschränkungen mittelschwerer Art in der Durchhalte-
fähigkeit und in allen Fähigkeiten, die soziale Interaktionen und die Zu-
sammenarbeit mit anderen beträfen. Ob dies auch dann noch er Fall wäre, 
wenn der Beschwerdeführer ausreichend motiviert wäre, seine vorhande-
nen Fähigkeiten zu nutzen, habe nicht nachgewiesen werden können. Eine 
Leistungseinschränkung über ca. 20% hinaus resultiere aus den erhobenen 
psychischen Fähigkeitsstörungen wahrscheinlich nicht (AB 52.1 S. 49 f.). 

4.

4.1 In somatischer Hinsicht geben die Akten ein vollständiges Bild 
über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status. Diese Daten sind 
unbestritten. Bei dieser Ausgangslage ist nicht zu beanstanden, dass 
Dr. med. L.________ den Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht, 
sondern seine Beurteilung aus somatischer Sicht auf die bereits lückenlos 
vorliegenden somatischen Untersuchungsbefunde gestützt hat. Sein Ak-
tenbericht erfüllt sämtliche von der Rechtsprechung an medizinische Be-
richte gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.3 und 2.3.1 hiervor). Er ist in Be-
zug auf die somatische Situation umfassend, in Kenntnis und Auseinander-
setzung mit den Vorakten abgegeben worden, in der Darlegung der medi-
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar be-
gründet. Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der RAD-
ärztlichen Beurteilung in somatischer Hinsicht sprechen würden, finden sich 
in den gesamten Akten nicht. Dass die behandelnden Ärzte eine Arbeitsun-
fähigkeit attestiert haben, kann nicht als solches Indiz gewertet werden, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 14

liegen doch – wie Dr. med. L.________ in seinem Aktenbericht schlüssig 
dargelegt hat (vgl. E. 3.9 hiervor) – objektiv keine gravierenden somati-
schen Befunde vor, die eine entsprechende Funktionseinschränkung des 
Beschwerdeführers begründen könnten. Aspekte, die von Dr. med. 
L.________ unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, sind keine er-
sichtlich und werden denn auch nicht geltend gemacht (vgl. Beschwerde 
Ziff. 2.1 S. 5 f. sowie E. 3.1 – 3.8 hiervor). Seinem Aktenbericht ist somit 
volle Beweiskraft zuzuerkennen. Gestützt auf diesen Bericht ist erstellt, 
dass der Beschwerdeführer in körperlicher Hinsicht nicht wesentlich in sei-
ner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. 

4.2 Das von Dr. med. C.________ in Kenntnis und Auseinanderset-
zung mit den Vorakten erstellte psychiatrische Gutachten vom 20. Januar 
2017 (AB 52.1) erfüllt sämtliche von der Rechtsprechung an solche Exper-
tisen gestellten Anforderungen. Es beruht auf eingehenden eigenen Unter-
suchungen und Beobachtungen, berücksichtigt die geklagten Beschwer-
den, ist in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt wor-
den und es ist in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die Schluss-
folgerungen sind begründet. Das Gutachten von Dr. med. C.________ er-
bringt damit in psychiatrischer Hinsicht vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353). 

Anlässlich der Begutachtung konnte von der Gutachterin keine aktuelle 
depressive Episode festgestellt werden und auch der Nachweis einer Per-
sönlichkeitsstörung oder eines anderen psychischen Gesundheitsschadens 
konnte trotz aufwendiger psychiatrischer Diagnostik nicht erbracht werden. 
Ein psychischer Gesundheitsschaden, der eine Invalidität bewirken könnte, 
ist folglich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. AB 52.1 
S. 47 f.). Daran ändert nichts, dass Dr. med. M.________ in ihrem neusten, 
nach Erlass der angefochtenen Verfügung erstellten Bericht vom 5. Okto-
ber 2017 (BB 4) eine mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer 
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.11) sowie neu definitiv 
eine Persönlichkeitsstörung (emotional instabil vom impulsiven Typ; ICD-
10: F60.30) diagnostiziert. Aspekte, die im Rahmen der fachärztlichen Be-
gutachtung durch Dr. med. C.________ unerkannt oder ungewürdigt ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 15

blieben wären, finden sich darin – wie auch in den übrigen Akten – nicht. 
Ihre anderslautende Einschätzung beruht vielmehr allein auf einer abwei-
chenden subjektiven ärztlichen Interpretation des von der psychiatrischen 
Gutachterin Dr. med. C.________ bereits vollumfänglich berücksichtigten 
(medizinischen) Sachverhalts, was nicht genügt, um die gutachterliche Be-
urteilung in Zweifel zu ziehen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Umso weniger, als es sich bei Dr. med. 
M.________ nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
handelt (vgl. www.doctorfmh.ch; im Medizinalberuferegister MedReg ist sie 
überhaupt nicht eingetragen, womit unklar ist, ob sie überhaupt über eine in 
der Schweiz anerkannte ärztliche Ausbildung verfügt) und das Gericht auch 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass behandelnde 
Ärzte in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Entscheid 
des EVG vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 

Soweit der Beschwerdeführer der Gutachterin einen Mangel an Objektivität 
und Professionalität unterstellt, weil sie in ihrer Stellungnahme zum An-
hörungsschreiben vom 7. Juni 2017 verdeutlichend festhält, sie habe an-
lässlich der Telefonate mit Dr. med. J.________ und Dr. med. I.________ 
den Eindruck gewonnen, diese wollten sich nicht zur Arbeitsfähigkeit bzw. 
allfälligen Arbeitsunfähigkeit äussern, um nicht in Konflikt mit dem Be-
schwerdeführer zu geraten, da dieser anscheinend beide Ärzte bedroht 
habe (vgl. AB 67 S. 1), kann ihm nicht gefolgt werden. Dass die Gutachte-
rin diese Beobachtungen und Einschätzungen festgehalten hat, entspricht 
ihrer Aufgabe und lässt nicht auf einen Mangel an Objektivität oder Profes-
sionalität schliessen. Anhaltspunkte für mangelnde Objektivität, fehlende 
Professionalität oder eine Voreingenommenheit oder Befangenheit der 
Gutachterin finden sich in den gesamten Akten nicht. Sowohl das Gutach-
ten wie auch die Stellungnahme vom 27. Juni 2017 sind absolut neutral 
und sachlich abgefasst. So hält denn auch Dr. med. M.________ in ihrem 
vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angeforderten Arztbericht 
vom 5. Oktober 2017 explizit fest, dass das gesamte Gutachten von 
Dr. med. C.________ sehr professionell sei (BB 4). Es besteht nach dem 
Dargelegten keine Veranlassung, an der Objektivität und Zuverlässigkeit 
des Gutachtens zu zweifeln.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 16

Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 20. Januar 
2017 (AB 52.1) ist nach dem Dargelegten mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass beim Beschwerdeführer keine 
eigentliche Persönlichkeitsstörung, sondern lediglich ein Akzentuierung der 
Persönlichkeit mit Hinweisen auf emotionale Instabilität und Störung der 
Impulskontrolle im Sinne von ICD-10 Z73 vorliegt und dass die ihm in der 
Anamnese attestierte depressive Episode remittiert ist. Akzentuierte Per-
sönlichkeitszüge stellen keine Erkrankung im Sinne der anerkannten inter-
nationalen Klassifikationssysteme dar. Bei den Z-Kodierungen handelt es 
sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inan-
spruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kategorien Z00 – Z99 
sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als „Diagnosen“ oder 
„Probleme“ angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äus-
sere Ursache unter den Kategorien A00 – Y89 klassifizierbar sind. Sie fal-
len als solche nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheblichen 
Gesundheitsbeeinträchtigung. Die beim Beschwerdeführer diagnostizierte 
Persönlichkeitsakzentuierung mit Hinweisen auf emotionale Instabilität und 
Störung der Impulskontrolle (ICD-10: Z73) stellt als Z-codierte Diagnose 
nach dem Dargelegten keine rechtserhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung dar (siehe SVR 2012 IV Nr. 52 S. 188 E. 3.1 und 3.3). 

Nachdem die in der Anamnese attestierte depressive Episode remittiert ist 
(sofern eine solche überhaupt je vorgelegen hat; vgl. AB 52.1 S. 40) und 
auch kein anderer psychischer Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, be-
darf es vorliegend keinerlei Weiterungen in Form eines strukturieren Be-
weisverfahrens nach BGE 141 V 281. Mangels eines medizinisch ausge-
wiesenen iv-rechtlich relevanten Gesundheitsschadens besteht kein An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

Trotzdem sei darauf hingewiesen, dass es in den Akten zahlreiche An-
haltspunkte dafür gibt, dass der Beschwerdeführer entgegen seiner Anga-
ben, er sei seit 2007 (AB 2 S. 3) bzw. seit 2009 (AB 20 S. 2, AB 52.1 S. 37) 
vollständig arbeits- bzw. erwerbsunfähig, bis im Mai 2013 unter eigenen 
Firmen (O.________ und N.________ GmbH [; diese war zeitweilig seiner 
Ehefrau P.________ übertragen]) erwerbstätig war. So gab er anlässlich 
eines Abklärungsgesprächs vom 17. Januar 2017 im IV-Verfahren seiner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 17

Ehefrau gemäss Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 30. Januar 2017 
(in den Gerichtsakten) an, seit etwa 2013 nicht mehr zu arbeiten. Seine 
Ehefrau habe in seiner Firma gearbeitet, diese sei aber in Konkurs gegan-
gen. Seine Ehefrau sei schon vor dem Konkurs krank gewesen. Seit über 
zwei Jahren besorge er den gesamten Haushalt und sei auch für die Kinder 
zuständig (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 30. Januar 2017 S. 2). 
Weiter erklärte er, dass er ausserhäuslich arbeiten würde, dies aber nicht 
könne, weil er zu den Kindern schauen und den gesamten Haushalt besor-
gen müsse (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 30. Januar 2017 
S. 3). Dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht ausserhäuslich arbeiten 
könnte, machte er demgegenüber nicht geltend. Auch seine Ehefrau be-
zeichnete ihn anlässlich ihrer eigenen Begutachtung im Oktober 2016 nicht 
als arbeitsunfähig, sondern als arbeitslos (Gutachten der MEDAS vom 
15. November 2016 S. 6; in den Gerichtsakten). Er und ihre Schwiegermut-
ter aus Mazedonien, wenn sie dann jeweils da sei für einige Monate, wür-
den die Haushaltsarbeiten erledigen. Verreist sei sie letztmals im letzten 
Jahr zusammen mit dem Ehemann und den Kindern mit dem Auto in die 
Heimat. Der Ehemann sei mit dem Auto gefahren. Sie besitze keinen Füh-
rerschein (Gutachten der MEDAS vom 15. November 2016 S. 7; in den 
Gerichtsakten). Der Beschwerdeführer selbst erwähnte anlässlich seiner 
Begutachtung mit keinem Wort, dass seine Mutter einige Monate im Jahr 
bei ihnen sei und die Haushaltsarbeiten erledige. Auch von einer Ferienrei-
se ins Heimatland ist nirgends die Rede. Dass der Beschwerdeführer ent-
gegen seiner Aussagen gegenüber der Beschwerdegegnerin wohl bis zum 
Konkurs der N.________ GmbH 2013 erwerbstätig war, deckt sich im Übri-
gen mit dessen Angabe gegenüber Dr. med. G.________ vom 26. Sep-
tember 2012, körperlich streng zu arbeiten (…; AB 17 S. 8). Aufgrund all 
dieser und weiterer widersprüchlicher Angaben und Inkonsistenzen in den 
Akten (siehe hierzu auch Beschwerdeantwort S. 3 f.) ist von einer massiven 
Aggravation wenn nicht gar Simulation des Beschwerdeführers auszuge-
hen, was aber insoweit irrelevant ist, als bereits medizinisch kein Gesund-
heitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit erstellt 
ist. 

4.3 Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
13. September 2017 (AB 68) ist nach dem Dargelegten nicht zu beanstan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 18

den und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 
Der Sachverhalt erweist sich als rechtsgenüglich abgeklärt. Der Beschwer-
deführer hat keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sept. 2018, IV/17/908, Seite 19

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.