# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d52a1e6e-361f-5bf2-83c9-7c39cfecfb56
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.01.2022 II 2021 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-109_2022-01-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 109

Entscheid vom 18. Januar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Covid-19 Kurzarbeitsentschädigung)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ AG bezweckt gemäss Handelsregisterauszug u.a. den 
Handel mit Waren aller Art, sowie Montage von Gütern aller Art (Vi-act. 13 B1). 
Gemäss Betriebsbeschreibung zuhanden der Suva übt die A.________ AG zu 
31% Installationen von Kühl- und Gefrieranlagen, zu 11% Reparatur und Unter-
halt in der Gebäudetechnik, zu 32% Bürotätigkeiten, zu 6% Fertigung von Ma-
schinenbauteilen, zu 17% Herstellung von elektrischen und elektronischen Kom-
ponenten und zu 3% auswärtige Schreinerarbeiten aus (Vi-act. 13 B3).

B. Am 25. Februar 2021 reichte die A.________ AG die Voranmeldung von 
Kurzarbeit (a.o. Formular für Kurzarbeit infolge Covid-Pandemie) für den Ge-
samtbetrieb mit 6 Angestellten für alle sechs Personen ein. Kurzarbeit werde am 
8. März 2021 eingeführt, der Arbeitsausfall betrage voraussichtlich 75%. Begrün-
det wurde das Gesuch damit, dass Restaurants wegen ihren Schliessungen kei-
nen Unterhalt an den für die A.________ AG relevanten Kälteanlagen benötigten 
oder sie ihre Investitionen in Neuanlagen auf unbestimmte Zeit verschieben wür-
den (Vi-act. 1). 

C. Das Amt für Arbeit bestätigte am 6. März 2021 den Eingang der Voranmel-
dung und forderte von der A.________ AG die Zustellung weiterer Informationen 
(Vi-act. 2), welche diese am 12. und 22. März 2021 einreichte (Vi-act. 3 und 4). 
Mit Verfügung vom 30. März 2021 erhob das Amt für Arbeit Einspruch gegen die 
Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) an die A.________ AG (Vi-act. 
5). Diese liess am 23. April 2021 eine rudimentäre Einsprache erheben und er-
suchte um Akteneinsicht und Fristverlängerung zur Eingabe einer ausführlichen 
Einsprachebegründung (Vi-act. 6).

D. Am 31. Mai 2021 reichte die A.________ AG eine weitere Voranmeldung 
von Kurzarbeit (a.o. Formular für Kurzarbeit infolge Covid-Pandemie) für den Ge-
samtbetrieb mit 6 Angestellten für alle sechs Personen ein. Kurzarbeit werde am 
1. Juni 2021 eingeführt, der Arbeitsausfall betrage voraussichtlich 50%. Begrün-
det wurde diese Voranmeldung damit, dass durch die Schliessung von Restau-
rants, die Reduktionen von Präsenzarbeiten in Schulen und Firmen und dem da-
durch verbundenen Investitionsstopp ihre Produkte und Dienstleistungen nur 
noch reduziert nachgefragt würden (Vi-act. 10). Mit Verfügung vom   2. Juni 2021 
erhob das Amt für Arbeit wiederum Einspruch gegen die Auszahlung von KAE 
gestützt auf diese neue Voranmeldung (Vi-act. 11).

E. Mit Eingabe vom 28. Juni 2021 reichte die A.________ AG eine begründe-
te Einsprache ein, welche sowohl gegen den Einspruch vom 30. März 2021 als 

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auch den Einspruch vom 2. Juni 2021 gerichtet war (Vi-act. 12). Mit Einspra-
cheentscheid Nr. 212/21 vom 20. September 2021 vereinigte das Amt für Arbeit 
die Verfahren und wies die Einsprache vom 23. April 2021 inkl. Ergänzungen 
vom 28. Juni 2021 ab (Vi-act. 16).

F. Am 21. Oktober 2021 lässt die A.________ AG beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei der angefochtene Einspracheentscheid Nr. 212/21 vom 20. September 
2021 des Amts für Arbeit betreffend zweier Verfügungen vom 30.03.2021 sowie 
02.06.2021 aufzuheben und der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 
08.03.2021 bis und mit dem 31.08.2021 die Kurzarbeitsentschädigung zu ge-
währen.

2. Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid Nr. 212/21 vom 20. 
September 2021 des Amts für Arbeit Schwyz aufzuheben und die Angelegen-
heit zur ergänzenden Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz bzw. zu 
Lasten des Staates.

Mit Vernehmlassung vom 17. November 2021 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Hierzu nimmt die Beschwerdeführerin 
keine Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz 
eingestellt ist, haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE), wenn u.a. 
der Arbeitsausfall anrechenbar ist (Art. 31 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 
AVIG, SR 837.0) und der Arbeitsausfall voraussichtlich vorübergehend ist und 
erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeit ihre Arbeitsplätze erhalten werden 
können (Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG). 

Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzu-
führen und unvermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG) und je Abrechnungsperi-
ode mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden ausmacht, die von den Arbeit-
nehmern des Betriebes insgesamt normalerweise geleistet werden (Art. 32 Abs. 
1 lit. b AVIG). Der Bundesrat regelt für Härtefälle die Anrechenbarkeit von Ar-
beitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind (Art. 32 
Abs. 3 AVIG). 

Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall insbesondere dann, wenn er durch be-
triebsorganisatorische Massnahmen wie Reinigungs-, Reparatur- oder Unter-

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haltsarbeiten sowie andere übliche und wiederkehrende Betriebsunterbrechun-
gen oder durch Umstände verursacht wird, die zum normalen Betriebsrisiko des 
Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG) oder wenn er branchen-, berufs- 
oder betriebsüblich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen ver-
ursacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regel-
mässig wiederkehrende Arbeitsausfälle von der KAE ausschliessen (ARV 1997 
Nr. 12 S. 65, mit Verweisen). 

1.2 Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe in Berück-
sichtigung des präventiven Charakters der KAE weit aus und versteht darunter 
sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt und nicht nur den 
Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebote-
nen Gütern und Dienstleistungen (Urteil BGer 8C_503/2021 vom 18.11.2021 
Erw. 3.2.2 m.H.; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2410 Rz. 
479 f.). 

Der auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführende Arbeitsausfall muss unver-
meidbar gewesen sein. Diese kumulativ erforderliche Voraussetzung ist Aus-
druck der Schadenminderungspflicht. Vom Arbeitgeber kann verlangt werden, 
dass er zumutbare Vorkehren zur Abwendung des Arbeitsausfalls trifft. Vermeid-
bar ist die Kurzarbeit jedoch nicht bereits deshalb, weil der Arbeitgeber ihr durch 
Personalentlassungen hätte vorbeugen können. Vielmehr muss sich die Annah-
me der Vermeidbarkeit des Arbeitsausfalls auf hinreichend konkrete Gründe stüt-
zen und die Verwaltung muss geeignete zumutbare Massnahmen nennen, die 
der Arbeitgeber zu ergreifen unterlassen hat (Nussbaumer, a.a.O., S. 2410 f. Rz. 
480 m.H.; Pra 77 Nr. 26). 

1.3 Die KAE hat die präventive Funktion, Ganzarbeitslosigkeit, d.h. Entlassun-
gen zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten. Neben sozialen und wirtschaft-
lichen Überlegungen spielen dabei auch finanzielle Interessen der ALV mit hin-
ein, weil Ganzarbeitslose höhere Kosten verursachen. Die Erhaltung der Arbeits-
plätze liegt aber auch im Interesse des Arbeitgebers, indem der Produktionsap-
parat über die Zeit der Kurzarbeit hinweg intakt und die Stammbelegschaft erhal-
ten bleiben kann (Nussbaumer, a.a.O., S. 2401 Rz. 566, BGE 123 V 234 Erw. 7a 
m.H.). 

Indessen ist nicht zu verkennen, dass die gesetzliche Regelung der KAE sich am 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert und somit nicht jede Verkürzung 
oder Einstellung der Arbeitszeit entschädigt (vgl. Art. 31-35 AVIG). Überdies ist 
zu beachten, dass das Institut der KAE - entsprechend dem aus Art. 31 BV her-

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vorgehenden Grundsatz der Wettbewerbsneutralität (vgl. BGE 121 I 134 f. Erw. 
3d) - dort seine Grenzen findet, wo es zur Erhaltung nicht mehr dem Markt ent-
sprechender Betriebsstrukturen eingesetzt wird (ARV 1985 Nr. 17 S. 109; ALV-
Praxis 92/2). Auch die Bestimmungen des AVIG sind in diesem Sinne verfas-
sungskonform auszulegen (vgl. BGE 120 Ia 290 Erw. 2b; 119 V 130 Erw. 5b; 
Rhinow/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungs-
band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 24 S. 76 ff.).

1.4 Eine Pandemie kann aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und 
der Schwere nicht als normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im 
Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Um-
ständen jeder Arbeitgeber davon betroffen sein kann. Demnach sind Arbeitsaus-
fälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die auf 
die Pandemie zurückzuführen sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG 
anrechenbar. Die Arbeitgeber müssen allerdings glaubhaft darlegen, inwiefern 
die Arbeitsausfälle auf die Pandemie zurückzuführen sind (Weisung Nr. 2020/01 
des SECO vom 10.3.2020, S. 3). Während zu Beginn der blosse Hinweis auf die 
Pandemie als ausreichende Begründung betrachtet wurde (Weisung Nr. 2020/6 
vom 9.4.2020, S. 5), galt dies im hier interessierenden Zeitpunkt nicht mehr 
(Weisung Nr. 2021/01 vom 20.1.2021 Ziff. 2.2; BGE 147 V 359 Erw. 4.6.3). 

1.5 Wie das Verwaltungsgericht in früheren Entscheiden bereits ausführte, stel-
len Umsatzeinbussen keine Arbeitsausfallstunden dar und sie bilden für sich al-
leine keine Grundlage für die Ausrichtung von KAE (vgl. VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 2.1 und 2.2; VGE II 2021 47 vom 13.7.2021 Erw. 3.3). Kann aber 
das Personal oder ein Teil davon aufgrund anzuerkennender Gründe (vgl. zuvor 
Erw. 1.4) nicht arbeiten, besteht ein Anspruch auf KAE (VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 3.5). 

2.1.1 Nachdem die Beschwerdeführerin am 25. Februar 2021 die Voranmeldung 
für KAE eingereicht hatte (vgl. Ingress Bst. B), forderte die Vorinstanz von ihr für 
die Monate Januar und Februar der Jahre 2019 bis 2021 eine Auflistung der Um-
sätze und der ausgestellten Rechnungen pro Monat sowie eine Auflistung Auf-
tragsbestand/-planung für März bis Juni 2021. Zudem wollte sie (aufgrund der 
Begründung der Voranmeldung) wissen, wieviel Prozente der Kundschaft auf die 
Gastrobranche spezialisiert seien, ob die von Kurzarbeit betroffenen Angestellten 
allesamt für diesen Fachbereich arbeiten würden und ob für die nächsten drei 
Monate Aufträge sistiert oder storniert worden seien. Schliesslich waren Kopien 
der fakturierten Rechnungen für die Personaladministration an die C.________ 
AG von Januar 2020 bis Februar 2021 einzureichen (Vi-act. 2).

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2.1.2 Am 12. und 22. März 2021 reichte die Beschwerdeführerin Unterlagen ein 
(Vi-act. 3 und 4). Ergänzend führte sie aus, sie arbeite im Investitionsgüterbe-
reich und biete ihren Kunden neben Produkten auch Montagen an. Aufträge re-
sp. Projekte würden sich über mehrere Monate hinweg erstrecken und neben 
Material auch Montagearbeiten umfassen. Umsatzzahlen oder Anzahl Rechnun-
gen pro Monat seien daher wenig aussagekräftig, zumal die Rechnungsstellung 
nicht zwingend im Monat der Arbeitsleistung erfolge. In ihrem Bereich gebe es 
keine Spezialisierung auf 'Gastro' oder 'Gewerbe'. Die Kunden seien hauptsäch-
lich im Kältebereich anzusiedeln (Frigoristen) und jede Firma decke in der Regel 
Kunden ihrer Region ab und sei entsprechend ihrem lokalen Kundenstamm un-
terschiedlich aufgestellt. Sie selber decke mit breitem Tätigkeitsfeld die ganze 
Schweiz ab. 

Aufgrund der Struktur der Aufträge, die praktisch nie direkt über sie laufen wür-
den, habe die Beschwerdeführerin keinen direkten Zugang auf Informationen 
über Absagen/Verschiebungen. Man werde auch selten informiert. Es sei ganz 
normal, dass zwischen der ersten Offerte und dem Auftragseingang eine Zeit von 
einer Woche bis zwei Jahre vergehen könne. Konkret nennt die Beschwerdefüh-
rerin zwei Aufträge, die coronabedingt verschoben worden seien. Am 22. März 
2021 reicht die Beschwerdeführerin zudem E-Mails von Kunden nach (Vi-act. 4): 
Die D.________ AG teilte am 15. März 2021 mit, der Architekt habe informiert, 
da am Gebäude eine Nutzungsänderung vorgenommen werde, müsse eine Bau-
eingabe erfolgen. Dies könne bis zu zwei Monaten dauern. Die E.________ AG 
bedankte sich am 18. März 2021 für eine Offertstellung vom        23. Februar 
2021 und orientierte, aufgrund der aktuellen Situation habe die Bauherrschaft 
mitgeteilt, dass der Auftrag 'on hold' sei. Die F.________ AG informierte am 17. 
März 2021, es bestehe bei ihr Kurzarbeit, die Ausführung eines Auftrags könne 
länger dauern. Und die G.________ SA teilte am 15. März 2021 mit, sie habe ab 
Februar 2021 Kurzarbeit eingeführt bis mindestens Ende März 2021. 

2.1.3 Am 30. März 2021 erhob die Vorinstanz Einspruch gegen die Auszahlung 
von KAE (Vi-act. 5). Bereits gegen die Voranmeldung vom 30. Oktober 2020 ha-
be man am 26. Januar 2021 Einspruch erhoben. Die Beschwerdeführerin bringe 
keine neuen Argumente, die einen Anspruch erklären würden. Neben dem Um-
satz hätten auch die ausgestellten Rechnungen im Jahr 2020 - trotz Covid-19 - 
im Vergleich zum Jahr 2019 stark zugenommen. Die eingereichten Sistierungs-
bestätigungen würden einen Zusammenhang mit Covid-19 nicht nachweisen. Bei 
D.________ AG sei ein zusätzliches Baubewilligungsverfahren der Grund und 
bei der E.________ AG habe die Beschwerdeführerin erst ein Angebot einge-
reicht und es sei auch nicht klar, warum der Auftrag 'on hold' sei. Ein etwaiger 

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Arbeitsausfall ab dem 8. März 2021 für die Beschwerdeführerin erscheine im Zu-
sammenhang mit der Corona-Pandemie nicht evident, da weder aus den einge-
reichten Umsatzzahlen der Firma C.________ AG, noch aufgrund der ausgestell-
ten Rechnungen und Umsatzzahlen der Beschwerdeführerin ein a.o. Arbeitsaus-
fall abgeleitet werden könne. Gemäss den vorliegenden Zahlen scheine die 
Nachfrage für die Produkte und Dienstleistungen der Beschwerdeführerin im 
Vergleich zum Vorjahr gar gestiegen und in Bezug auf die C.________ AG un-
verändert zu sein. Schwankungen und Verschiebungen, welche der beauftragte 
Unternehmer nicht zu verantworten habe, seien im Bau- und Baunebengewerbe 
üblich. Der darauf zurückzuführende Arbeitsausfall sei betriebsüblich und daher 
nicht anrechenbar.

2.1.4 Nachdem die Beschwerdeführerin am 31. Mai 2021 eine weitere Voran-
meldung von Kurzarbeit für die Zeit ab 1. Juni 2021 eingereicht hatte (vgl. In-
gress Bst. D), erhob die Vorinstanz am 2. Juni 2021 abermals Einspruch. Da die 
Ausgangslage noch immer vergleichbar sei bzw. sich leicht verbessert habe, 
werde mit derselben Begründung wie in den Verfügungen vom 26. Januar 2021 
und 30. März 2021 auch der Anspruch auf KAE ab dem 1. Juni 2021 abgelehnt 
(Vi-act. 10 und 11).

2.2.1 In der Einsprache(ergänzung) vom 28. Juni 2021 (Vi-act. 12) gegen beide 
Verfügungen macht die Beschwerdeführerin geltend, sie weise eine breite Palet-
te von Tätigkeiten auf, wozu die Projektierung, Montage, Reparatur und Liefe-
rung von Kühl- und Tiefkühlzellen gehörten. Auftraggeber bzw. Kunden seien 
insbesondere Restaurants, Hotels, kleinere und grössere Lebensmittelläden und 
Frigoristen. Sie richte ihre Tätigkeit ganz nach den Bedürfnissen der Kunden aus. 
Aufgrund ihrer Spezialisierung in der Kälte- und Klimatechnik mit einem breiten 
Tätigkeitsfeld habe sie kaum Konkurrenz. Die meisten Frigoristen würden sich 
auf ein Kundensegment spezialisieren. Neben diesen Tätigkeiten fabriziere sie 
für die C.________ AG elektrische Widerstände und Gasbrenner, die ebenfalls 
nach Kundenwunsch individuell angefertigt würden. Diese würden insbesondere 
von Universitäten, Hoch- und Fachschulen, der H.________, grösseren Instituti-
onen wie der I.________, J.________ AG und der K.________ benötigt. Weil 
Präsenzveranstaltungen an den Schulen verboten worden seien und eine Home-
Office-Pflicht galt, seien die Aufträge der Kunden der C.________ AG zurückge-
gangen. Zuvor habe die Auftragserfüllung rund 120 Stellenprozente der Be-
schwerdeführerin ausgemacht; seit Pandemieausbruch seien die Aufträge und 
damit zeitlich verzögert die Arbeitsauslastung merklich zurückgegangen.

Dem pauschalen Verweis der Vorinstanz auf übliche Schwankungen in der Auf-
tragslage im Bau- und Baunebengewerbe könne nicht gefolgt werden. So sei sie 

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nicht nur im Baunebengewerbe tätig, sondern ebenso in der Dienstleistung (Pla-
nungen, Unterhaltsarbeiten, Transportleistungen) und der Lieferung (Beschaf-
fung von Materialien und Geräten), was sich auch aus dem Betriebsbeschrieb 
der Suva ergebe. Sie sei in den vergangenen Jahren keinen Schwankungen 
ausgesetzt gewesen und habe die Angestellten gemäss Pensum vollständig aus-
lasten können. Seit Pandemieausbruch hätten sich die Aufträge minimiert, was 
namentlich aus den Arbeitserfassungen der Angestellten der Monate März bis 
Mai 2021 klar ersichtlich sei. Der Auftragsrückgang sei auf Covid-19 zurückzu-
führen. Die bekannten Auftraggeber hätten mitgeteilt, sich selber in Kurzarbeit zu 
befinden und sich keine Investitionen leisten zu können; so etwa die L.________ 
AG, die M.________ GmbH oder die N.________ GmbH. Neue Auftragsanfragen 
seien kaum zu verzeichnen, was nicht verwundere, sei doch ein Grossteil der di-
rekten und indirekten (über Frigoristen) Auftraggeber Restaurants und Hotels, die 
von den Corona-Massnahmen direkt betroffen seien. Nicht gerechtfertigt sei die 
pauschale Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe keinen 
Arbeitsausfall erlitten, da sich dies weder aus den Umsatzzahlen der C.________ 
AG noch den ausgestellten Rechnungen und Umsatzzahlen der Beschwerdefüh-
rerin ergebe. Die Umsatzzahlen taugten nicht, da sie Materialkosten beinhalten 
würden, die je nach Auftrag von wenigen Franken bis mehrere Fr. 100'000 betra-
gen könnten. Auch könne der monatliche Umsatz wegen zeitlichen Verschiebun-
gen nicht mit dem monatlichen Arbeitsaufwand gleichgesetzt werden. Aus den 
Arbeitszeiterfassungen hingegen gehe hervor, dass ein Arbeitsausfall vorliege. 

2.2.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid hielt die Vorinstanz einleitend fest, 
die Beschwerdeführerin sei mit der Installation und dem Unterhalt von Kühlanla-
gen sowie ihrem weiteren Angebot von behördlichen Covid-19-Massnahmen 
oder Schliessungen nicht betroffen gewesen; unter Einhaltung der Hygienemass-
nahmen hätten die Dienstleistungen und Produkte immer angeboten werden 
können. 

Sie, die Vorinstanz, könne sodann nicht bestätigen, dass die Beschwerdeführerin 
in den vergangenen Jahren keinen bemerkenswerten Schwankungen in der Auf-
tragslage ausgesetzt gewesen sei. Sowohl bei den eingereichten Umsatzzahlen 
als auch den gestellten Rechnungen könnten erhebliche Schwankungen ausge-
macht werden. Die Umsätze ab Januar 2019 würden zeigen, dass die Volatilität 
der Umsatzzahlen hoch sei und monatlich in beträchtlichem Ausmass schwan-
ken würden und dies bereits zu einer Zeit, als Corona noch kein Thema gewesen 
sei. Schwankungen seien in Dienstleistungsbetrieben in der Regel üblich und 
würden keinen anrechenbaren Arbeitsausfall begründen. 

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Die Beschwerdeführerin weise ein breites Produkte- und Dienstleistungsangebot 
auf. Deshalb greife das Argument zu kurz, dass wegen der Home-Office-Pflicht 
und dem Verbot von Präsenzveranstaltungen an Bildungseinrichtungen ab No-
vember 2020 die Aufträge zurückgegangen seien. Covid-19 beeinflusse die ge-
samte Wirtschaft in unterschiedlichem Masse. Es sei auch der Effekt denkbar, 
dass die Auftragszahl beim Unterhalt von Kühlanlagen steige wegen der Schlies-
sung der Gastrobetriebe, da sich der Unterhalt dann einfacher gestalte. Um die 
verschiedenen Einflüsse von Covid-19 auf das Tätigkeitsgebiet der Beschwerde-
führerin beurteilen zu können, sei ein Vergleich der erzielten Umsätze und ge-
stellten Rechnungen zur Zeit vor Covid-19 ein probates und nachvollziehbares 
Mittel. Beides deute darauf hin, dass Covid-19 keine negativen Auswirkungen auf 
den Geschäftsverlauf gehabt habe. 2020 habe der Umsatz trotz Covid-
Widrigkeiten - im Vorjahresvergleich - um rund 8% zugenommen; es seien rund 
22% mehr Rechnungen gestellt worden. Man anerkenne, dass die Materialkos-
ten nicht abgezogen worden seien; aber die Beschwerdeführerin zeige nicht auf, 
weshalb sich die Materialkosten über die Jahre wesentlich verändert haben soll-
ten.

Ein Arbeitgeber müsse glaubhaft darlegen können, dass die im Betrieb zu erwar-
tenden Arbeitsausfälle auf das Auftreten der Pandemie zurückzuführen seien; 
der einfache Hinweis genüge nicht. Der Beschwerdeführerin gelinge dies nicht. 
Die D.________ AG begründe die Auftragsverschiebung mit einer notwendigen 
Baubewilligung, was einerseits covid-fremd sei und anderseits zum üblichen Be-
triebsrisiko gehöre. Die E.________ AG berichte, der Auftrag sei 'on hold', wobei 
es an einer Begründung fehle. Zudem sei aus der E-Mail ersichtlich, dass die 
Beschwerdeführerin noch gar keinen Zuschlag erhalten habe, sondern erst die 
Offerte eingereicht habe; aus dem Schreiben gehe in keiner Weise hervor, dass 
die Beschwerdeführerin den Zuschlag erhalten habe, sie den Auftrag aber wegen 
Covid-19 nicht durchführen könne. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Be-
schwerdeführerin von keinem der sistierten oder verschobenen Projekte eine 
Bestätigung eingeholt habe, selbst wenn in der Branche vieles mündlich verein-
bart werde. 

Weil die Beschwerdeführerin zusammenfassend keine ausserordentlichen Um-
stände nachweisen könne, seien die Einsprüche gegen die KAE zu Recht erfolgt.

2.3.1 Vor Verwaltungsgericht betont die Beschwerdeführerin, die monatlichen 
Arbeitsrapporte der Angestellten für die Monate März bis August 2021 würden 
unbestrittenermassen einen massiven Arbeitsausfall aufzeigen. Dass dies auf ei-
ne rezessive Wirtschaftslage zurückzuführen sei bzw. mit den Auswirkungen der 
Pandemie in Zusammenhang stünde, werde einerseits aus den fakturierten Ar-

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beitszeiten ersichtlich und anderseits aus der Konjunkturanalyse der KOF ETH. 
Hingegen könne nicht auf die Umsatzzahlen und Anzahl Rechnungen abgestellt 
werden, da diese - im Gegensatz zur Arbeitszeiterfassung - keine zuverlässigen 
Indikatoren darstellten aufgrund der darin inkludierten Materialkosten und dem 
Auseinanderfallen von Rechnungsstellung und Arbeitsleistung. Zudem hätten 
2020 mehr Rechnungen gestellt werden können, weil mehr kleinere Arbeiten 
schneller zum Abschluss hätten gebracht werden können. 

Besser als die Umsatzzahlen seien die fakturierten Arbeitszeiten für 'Projektar-
beit', 'Manpower' und fakturierte Arbeitszeiten für die C.________ AG. Dabei 
handle es sich um die den Kunden in Rechnung gestellte Arbeitsleistung ohne 
Materialkosten. Allerdings würde erst nach Auftragsabschluss fakturiert, weshalb 
die monatlichen Fakturierungen nicht zwingend mit der monatlichen Arbeitsleis-
tung übereinstimmen würden. Doch selbst dann sei offensichtlich, dass die Werte 
'Manpower' ab Februar 2021 deutlich abnehmen würden, im Bereich 'Projektar-
beit' gar schon ab Dezember 2020. Noch aussagekräftiger (wegen den zeitlichen 
Verschiebungen) sei die Quartalsdarstellung. Aus den Quartalszahlen sei der 
Rückgang der fakturierten Arbeitszeiten klar sichtbar. Im Q1/2021 betrage der 
Rückgang im Vergleich zu Q1/2020 13%, im Q2/2021 zu Q2/2020 37.5%, im 
Q3/2021 zu Q3/2020 60.6%. Im Vergleich zu Q2 und Q3 von 2019 sei der Rück-
gang noch einmal extrem. Derartige Einbrüche seien nicht mehr im "normalen 
Rahmen" und entsprächen nicht dem normalen Betriebsrisiko. Über die letzten 
drei Jahre betrachtet sei der Wert Q4/2020 (Fr. 104'369.45) nie unterschritten 
worden. Zu beachten sei schliesslich, dass der Einbruch bei ihr zeitlich verzögert 
erfolge, da sie die Auftragserfüllung von grösseren Aufträgen jeweils monatelang 
im Voraus planen und das Material beschaffen müsse. 

Den pandemiebedingten Einbruch bestätige auch die Konjukturanalyse der KOF 
ETH. Diese führe zum Q3/2020 aus, die Unsicherheit habe abgenommen, liege 
jedoch weiterhin klar noch über dem Vorkrisenniveau. Die zweite Welle laste auf 
dem Arbeitsmarkt, die Corona-Krise habe die Entwicklung des Wirtschafts- (ge-
werbliche und industrielle Bauten) und Wohnungsbaus gedämpft. Für Q1/2021 
notiere die KOF ETH, die Sparten ausserhalb Pharma und Biotech seien im in-
dustriell-gewerblichen Bau im 2020 negativ vom konjunkturellen Umfeld beein-
trächtigt worden. Die pandemiebedingte Verschlechterung der finanziellen Lage 
vieler Industrieunternehmen und der Gastrobetriebe sowie die gestiegene Unsi-
cherheit wirkten sich negativ auf die Investitionen im industriell-gewerblichen Bau 
aus. Mit der erwarteten Erholung im 2021 dürfte sich auch die Investitionstätigkeit 
wieder aufholen. Das Q2/2021 beurteile die KOF ETH positiv. Aufgrund der Zu-
versicht wollten gemäss Umfrage viele Firmen in die Erweiterung ihrer Kapa-
zitäten investieren; entsprechend sei mit einem beachtlichen Anstieg der Ausrüs-

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tungsinvestitionen zu rechnen, wovon 2021 auch der industriell-gewerbliche Bau 
profitieren dürfte. Und für Q3/2021 führe die KOF ETH aus, die Investitionen im 
industriell-gewerblichen Bau seien pandemiebedingt im 2020 zurückgegangen, 
würden im 2021 aber wieder zunehmen. Gemäss Beschwerdeführerin belegt 
dies, dass die pandemiebedingte Verschlechterung der finanziellen Lage vieler 
Unternehmen, auch im Gastrobereich, sich negativ auf die Investitionen im indus-
triell-gewerblichen Bau ausgewirkt habe. In diesem Bereich sei sie tätig, weshalb 
sie diese negative Entwicklung direkt erlebt habe. Die am 22. März 2021 einge-
reichten E-Mails von Kunden würden dies denn auch bestätigen. Insgesamt sei 
damit der vom Gesetz geforderten Glaubhaftmachung des pandemiebedingten 
Arbeitsausfalls genüge getan. Die pandemiebedingte Verschlechterung habe die 
Beschwerdeführerin als Wirtschaftsteilnehmerin im industriell-gewerblichen Bau-
sektor mit Wucht getroffen, was namentlich die Arbeitszeiterfassungen und die 
fakturierten Arbeitszeiten belegen würden. Zwar habe man versucht, die Arbeits-
auslastung der Angestellten zu erhöhen, indem vermehrt Halbfabrikate produziert 
worden seien. Da aber die Aufträge ausblieben und die Angestellten viel produ-
zierten, seien die Lager rasch voll gewesen und die Angestellten erneut ohne Ar-
beit.

2.3.2 Die Vorinstanz hält vernehmlassend fest, aus der Beschwerde gingen kei-
ne Fakten hervor, die nicht bereits anlässlich des Einspracheverfahrens bekannt 
gewesen seien. Anzufügen sei lediglich, dass die Konjunkturanalyse KOF ETH 
keine oder höchstens eine geringe Aussagekraft für eine einzelne Unternehmung 
habe. Es handle sich um eine generelle sowie abstrakte Analyse, die sich nicht 
individuell auf die Beschwerdeführerin beziehe. Die Beschwerde sei daher abzu-
weisen.

3.1 Es ist vorliegend unbestritten, dass die Beschwerdeführerin von keinen 
behördlichen Pandemie-Massnahmen direkt betroffen war, keine behördliche 
Anordnung die Schliessung oder Einschränkung des Betriebes forderte. Entspre-
chend besteht unbestrittenermassen kein Anspruch auf KAE wegen Arbeitsaus-
fällen, die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind (Art. 32 Abs. 3 
AVIG i.V.m. Art. 51 AVIG).

Strittig ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin einen Arbeitsausfall erlitt (bzw. 
bei Voranmeldung drohte), der in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG anre-
chenbar ist, weil er durch rückläufige Nachfrage nach Gütern und Dienstleistun-
gen verursacht wurde, die auf die Pandemie zurückzuführen sind. Denn eine 
Pandemie kann aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und der Schwe-
re nicht als normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von 
Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG betrachtet werden. Diesen Zusammenhang muss die 

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Beschwerdeführerin glaubhaft darlegen können (vgl. oben Erw. 1.4; Weisung 
2021/01, Ziff. 2.2; Urteil BGer 8C_503/2021 vom 18.11.2021 Erw. 4.3). 

3.2 Mit der Beschwerde reicht die Beschwerdeführerin für die Monate März bis 
August 2021 Hilfsblätter zur KAE-Abrechnung ein, welche für die sechs Ange-
stellten das Pensum, die Sollstunden und die Ausfallstunden aufzeigen (Bf-act. 3 
bis 8). Für den Gesamtbetrieb wird in der Summe ausgewiesen:

Monat Sollstunden Ausfallstunden Ausfall in %
März 761.30 378.22 49.7%
April 728.20 341.20 46.9%
Mai 695.10 472.60 68.0%
Juni 728.20 392.03 53.8%
Juli 728.20 313.20 43.0%
August 728.20 316.37 43.4%

Bereits mit der Einsprache hatte die Beschwerdeführerin sowohl die Hilfsblätter 
März bis Mai 2021 als auch die Arbeitszeiterfassungen der sechs Angestellten 
für die Monate März bis Mai 2021 eingereicht (Vi-act. 13 B4-B10). Die darin    do-
kumentierten Arbeitszeiten bestätigen die gegenüber der Vorinstanz ausgewie-
senen Soll- und Ausfallstunden.

Damit ist ein Arbeitsausfall unzweifelhaft ausgewiesen. Daran vermag die Unsi-
cherheit, inwiefern in den Arbeitszeiterfassungen Ferientage berücksichtigt sind, 
letztlich nichts zu ändern. Selbst wenn Ferientage entweder von den Sollstunden 
abzuziehen oder bei der Arbeitszeit aufzusummieren wären, würde ein Ausfall 
von über 10% resultieren, was eine Voraussetzung für KAE ist (Art. 32 Abs. 1 lit. 
b AVIG).

3.3 Mit Verweis auf die Umsatzzahlen sowie die Anzahl gestellte Rechnungen 
stellte die Vorinstanz fest, bereits in der Vergangenheit könnten erhebliche 
Schwankungen ausgemacht werden, weshalb nicht erwiesen sei, dass der Ar-
beitsausfall auf pandemiebedingt rückläufiger Nachfrage gründe.

Vorab ist zu wiederholen, dass der Zusammenhang zwischen dem Arbeitsausfall 
und pandemiebedingt rückläufiger Nachfrage nicht erwiesen sein muss. Eine 
Glaubhaftmachung reicht aus.

Die Beschwerdeführerin begründet nachvollziehbar, dass für die Frage dieses 
Zusammenhangs weder die Umsatzzahlen noch die Anzahl gestellte Rechnun-
gen entscheidend sein können. Die Anzahl Rechnungen gibt wohl ein Abbild der 
Anzahl Aufträge. Dabei wird aber nicht zwischen Klein- und Grossaufträgen un-
terschieden und die blosse Anzahl an gestellten Rechnungen vermag auch we-

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nig auszusagen über die geleistete Arbeit. Weder sind wenig Rechnungen ein 
Beleg für wenig Arbeit bzw. einen grossen Arbeitsausfall, noch bestätigen viele 
Rechnungen, dass viel Arbeit bzw. wenig Arbeitsausfall angefallen ist. Da die 
Umsatzzahlen neben der Arbeit auch Lieferungen beinhalten, ist auch deren 
Aussagekraft gering. Ein Auftrag kann wenig Arbeit verursachen aber eine gros-
se Materiallieferung beinhalten, was den Umsatz erhöht, aber dennoch mit einem 
Arbeitsausfall verbunden sein kann. 

3.4 Die Beschwerdeführerin selber verweist - neben der Arbeitszeiterfassung - 
auf die fakturierte Arbeitszeit als Indiz (Bf-act. 9). Diese vermöge aufzuzeigen, 
wieviel eigentlicher Arbeitsaufwand den Kunden habe verrechnet werden kön-
nen. Dem kann soweit gefolgt werden, als fakturierte Arbeitszeit in der Tat ein 
Abbild der durch Nachfrage ausgelösten Arbeitszeit ist. Fragen Kunden weniger 
Arbeit nach, fällt weniger Arbeit an und entsprechend kann weniger Arbeitszeit 
fakturiert werden. Nachfolgende Diagramme zeigen die fakturierte Arbeitszeit der 
Jahre 2019 - August 2021 pro Monat (D1) resp. pro Quartal (D2):

D1

D2

Der Monatsdurchschnitt betrug im Jahr 2019 Fr. 50'019, im 2020 Fr. 48'012 und 
im 2021 Fr. 34'159.

Allerdings wird auch hier die Aussagekraft dadurch geschmälert, dass die Faktu-
rierung wenig aussagt über den Zeitraum, in welchem Arbeitszeit aufgewendet 
wurde. Die Beschwerdeführerin selber betont diesbezüglich, die Fakturierung er-
folge nach Abschluss des Auftrages, die Arbeitszeit könne in einem Vormonat 
oder mehreren angefallen sein. Zudem sind nicht die eigentlich fakturierten Ar-

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beitszeiten aufgelistet, sondern die Faktura für Arbeitszeit. Da die Ansätze unbe-
kannt sind, wird die Aussagekraft noch einmal reduziert (bekannt ist einzig, dass 
die Summe der AHV-pflichtigen Löhne rund Fr. 30'000/Mt beträgt [vgl. Bf-act. 3-
8]). Insofern vermag auch die Aufstellung der fakturierten Arbeitszeit nicht vorbe-
haltlos etwas auszusagen über die über die Monate hinweg geleistete Arbeit re-
sp. Auslastung. Daran ändert der Hinweis, durch den quartalsweisen Zusam-
menzug entstehe eine Glättung, wenig. Aber auch wenn man berücksichtigt, 
dass in einem Monat fakturierte Arbeitszeit das Abbild ist von in den Vormonaten 
nachgefragter Aufträge und bis zur Fakturierung geleisteter Arbeit, so zeigt die 
Aufstellung dennoch, dass seit September 2020 keine Spitzen mehr erreicht 
werden konnten und die geleistete Arbeit unterdurchschnittlich war. Auch er-
scheint die Aussage glaubhaft, dass mit der Nachfrage in den Perioden zuvor die 
Arbeitnehmenden gemäss vereinbartem Pensum ausgelastet werden konnten 
(durchschnittliche fakturierte Arbeitszeit von rund Fr. 50'000/Mt resp. 
Fr. 48'000/Mt in 2019 resp. 2020 bei total AHV-pflichtigen Monatslöhnen von 
rund Fr. 30'000/Mt), wogegen dies im 2021 nicht mehr der Fall war (fakturierte 
Arbeitszeit von rund Fr. 34'000). Es ist dies ein starkes Indiz dafür, dass die 
Nachfrage seit mehreren Monaten rückläufig war. Bleibt die Frage, ob diese rück-
läufige Nachfrage pandemiebedingt ist.

3.5 Die Beschwerdeführerin verweist bezüglich Grund der rückläufigen Nach-
frage auf die E-Mail-Bestätigung von Kunden sowie die Konjunkturanalyse KOF 
ETH. Damit sei mehr als glaubhaft gemacht, dass der Rückgang Folge der Pan-
demie sei.

3.5.1 Soweit die Vorinstanz auf die Mitteilung der D.________ AG hinweist und 
festhält, diese begründe die Verschiebung mit der Notwendigkeit eines Baubewil-
ligungsverfahrens, was mit der Pandemie in keinem Zusammenhang stehe, so 
kann dem insoweit gefolgt werden, dass der Schluss, die Verzögerung sei pan-
demiebedingt keinesfalls zwingend ist. In der Tat wird Covid-19 überhaupt nicht 
angesprochen. Hingegen lässt die Formulierung den Schluss zu, die geplante 
Nutzungsänderung am Gebäude mache eine Baubewilligung notwendig, um wel-
che bis dahin nicht ersucht wurde, was zu einer Verzögerung führe (Bf-act. 4). Es 
ist dies ein übliches Betriebsrisiko.

Auch die Relativierung der E-Mail der E.________ AG durch die Vorinstanz ist 
nachvollziehbar. Dem Mailverlauf kann entnommen werden, dass die Beschwer-
deführerin am 23. Februar 2021 auf eine Angebotsanfrage hin eine Offerte ein-
reichen konnte. Am 18. März 2021 erhält sie die Rückmeldung "Aufgrund der ak-
tuellen Situation" sei der Auftrag "on hold". Ob mit der aktuellen Situation die Co-
vid-19-Situation gemeint ist oder andere Umstände der Bauherrschaft, erhellt 

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nicht. Zudem führt die Beschwerdeführerin selbst aus, vom Zeitpunkt der Offert-
stellung bis zur Arbeitsleistung könne es längere Zeit dauern. Hier wurde die Of-
ferte erst Ende Februar 2021 gestellt, weshalb auch diesbezüglich eine pande-
miebedingte Verzögerung nicht gegeben sein muss.

Auf die weiteren Bestätigungen geht die Vorinstanz nicht ein. Die F.________ 
AG bestätigt am 17. März 2021, sie sei in Kurzarbeit; die Auftragsausführung 
könne länger dauern. Auch diese Bestätigung lässt mehrere Schlüsse zu. Ob ein 
Auftrag am Laufen ist, bleibt ungewiss, ob die F.________ oder die Beschwerde-
führerin auf die Auftragserfüllung wartet, ebenso. Hingegen scheint die Annahme 
naheliegend, dass die bestätigte Kurzarbeit pandemiebedingt ist. Zudem ist diese 
Bestätigung auch deshalb informativ, weil die F.________ wie die Beschwerde-
führerin insbesondere auch im Gastrobereich tätig ist und wegen rückläufiger 
Nachfrage Kurzarbeit machen musste. Es ist dies ein gewichtiges Indiz, dass in 
dieser für die Beschwerdeführerin relevanten Branche die Investitionen tief ge-
halten wurden.

Auch die letzte Bestätigung der G.________ SA spricht ausdrücklich von Kurzar-
beit seit Februar 2021. Ob zwischen dieser und der Beschwerdeführerin ein Auf-
tragsverhältnis besteht, bleibt unbekannt. Unbekannt ist damit auch, inwiefern 
sich die Kurzarbeit der G.________ SA auf die Arbeitslast der Beschwerdeführe-
rin auswirkt. Die Mitteilung bestätigt aber immerhin, dass auch die G.________ 
SA, welche wie die Beschwerdeführerin im Bereich Kälteanlagen tätig ist, unter 
einer rückläufigen Nachfrage leidet und Kurzarbeit bewilligt erhielt. 

3.5.2 Was die Konjukturanalyse KOF ETH anbelangt, so trifft die Feststellung der 
Vorinstanz, es handle sich um eine abstrakte Analyse ohne konkreten Bezug auf 
die Beschwerdeführerin, wohl zu. Wenn aber die Analyse, welche auf einer Be-
fragung von Unternehmungen beruht, ergibt, dass die Pandemie zu einem Ein-
bruch der Investitionen im industriell-gewerblichen Bau, namentlich in der Gas-
tronomie, geführt hat, der sich im Jahr 2021 langsam erholen dürfte, so wäre es 
doch naheliegend und ist es glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin, die einer-
seits im industriell-gewerblichen Bau tätig ist und anderseits aufgrund der Ar-
beitsrapporte einen Arbeitsausfall aufzeigen kann, als Anbieterin auf dem Markt 
unter rückläufiger Nachfrage leidet. 

Natürlich erscheint auch die Annahme der Vorinstanz, die Gastrobetriebe könn-
ten die Zeit der behördlichen Schliessung nutzen, um ihre Infrastruktur (auch im 
Kältebereich) zu revidieren oder erneuern, nicht abwegig. Die effektive Auftrags-
lage der Beschwerdeführerin und die Konjunkturanalyse KOF ETH sprechen al-
lerdings dagegen. Offenbar waren die Unternehmen in der schwierigen Situation 
doch nicht bereit, finanzielle Risiken einzugehen und Investitionen zu tätigen. 

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3.6 In einer Gesamtbetrachtung der dargestellten Situation ist es für das Ge-
richt zusammenfassend glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin wegen rückläu-
figer Nachfrage ihrer Dienstleistungen und Lieferungen einen Arbeitsausfall von 
über 10% erlitt (bzw. im Zeitpunkt der Voranmeldung zu erleiden drohte) und 
dass dieser Rückgang der Nachfrage auf die Pandemie zurückzuführen ist. Da-
mit ist dieser Arbeitsausfall in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 AVIG anrechenbar. 

3.7 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und der Einspra-
cheentscheid vom 20. September 2021 wird aufgehoben. Ob die weiteren Vor-
aussetzungen für die Ausrichtung der KAE erfüllt (vgl. Art. 31 AVIG) und die be-
troffenen Arbeitnehmenden mit der Kurzarbeit einverstanden sind (Art. 33 Abs. 1 
lit. d AVIG), ist aus den Akten nicht ersichtlich; es ist dies im Rahmen des neuen 
Entscheides durch das Amt für Arbeit resp. bei Beantragung von KAE durch die 
Arbeitslosenkasse zu prüfen. 

4.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

4.2 Dem Ausgang entsprechend hat die beanwaltete Beschwerdeführerin An-
spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die 
Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Hono-
rar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthal-
tenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom         
20. September 2021 aufgehoben. Die Sache wird zum neuen Entscheid im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der beanwalteten Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. Januar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 31. Januar 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II