# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 405a035f-f0d4-57fd-9b85-10e253f0789c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 31.03.2015 I/1-2014/134, 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2014-134--135_2015-03-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2014/134, 135

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 31.03.2015

Entscheiddatum: 31.03.2015

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 31.03.2015
Art. 39 Abs. 1 lit. d StG (sGS 811.1), Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG (SR 642.11). Die 
Pflichtige ist Personalleiterin. Das von ihr absolvierte 
Psychotherapiestudium hat keinen hinreichenden Zusammenhang mit ihrer 
beruflichen Tätigkeit, weshalb es zu Recht nicht als Weiterbildungsaufwand 
anerkannt, sondern als Ausbildung qualifiziert wurde 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 31. März 2015, I/1-2014/134, 
135).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Fritz Buchschacher und Markus Frei, 

Gerichtsschreiberin Louise Blanc Gähwiler

X, Rekurrentin und Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2012) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2012)

Sachverhalt:

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A.- X (geb. 1965) wohnt zusammen mit ihrem Sohn in A. Sie ist Personalleiterin und war 

während des Steuerjahres 2012 bei der M GmbH in B angestellt. Für das Jahr 2012 

deklarierte sie ein steuerbares Einkommen von gesamthaft Fr. 106'542.– und ein 

steuerbares Vermögen von Fr. 25'914.–. In der Steuererklärung machte sie einen 

Berufskostenabzug in der Höhe von Fr. 28'820.– geltend. Die Veranlagungsbehörde 

reduzierte den Abzug hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuer 2012 auf Fr. 

10'706.– und hinsichtlich der direkten Bundessteuer 2012 auf Fr. 10'306.–. Sie 

begründete dies damit, dass bei einem Grossteil der als Weiterbildungskosten 

bezeichneten Aufwendungen die Lerninhalte in keinem direkten Zusammenhang mit 

der beruflichen Tätigkeit stehen würden. Sie veranlagte X hinsichtlich der Kantons- und 

Gemeindesteuer 2012 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 124'600.– und einem 

steuerbaren Vermögen von 25'000.– sowie hinsichtlich der direkten Bundessteuer 2012 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 128'800.–.

B.- Am 22. August 2013 erhob X Einsprache sowohl hinsichtlich der Kantons- und 

Gemeindesteuer 2012 als auch hinsichtlich der direkten Bundessteuer 2012. Sie 

erklärte, dass es in ihrem Arbeitsbereich als Personalverantwortliche immer häufiger 

vorkomme, dass Mitarbeitende mit Folgen psychischer, psychosomatischer und/oder 

psychosozialer Probleme wie Stress und Burnout konfrontiert seien, welche zu 

Krankheiten und Arbeitsausfällen führen würden. Um diesem Problemfeld kompetent 

und sachgerecht begegnen zu können, habe sie eine Weiterbildung im 

psychotherapeutischen Bereich gemacht. Dementsprechend seien die geltend 

gemachten Weiterbildungskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 19'918.– zuzulassen 

und das steuerbare Einkommen um Fr. 18'114.– zu reduzieren. Mit Entscheiden vom 

27. Mai 2014 wies das kantonale Steueramt die Einsprachen ab. Zur Begründung 

führte es aus, dass der direkte Zusammenhang zwischen den Weiterbildungen und der 

beruflichen Tätigkeit nicht gegeben sei.

C.- Mit Eingaben vom 27. Juni 2014 erhob X gegen die Einsprache-Entscheide Rekurs 

und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission. Am 11. Juli 2014 gingen 

fristgerecht entsprechende Rekurs- und Beschwerdeergänzungen ein. Die Rekurrentin 

und Beschwerdeführerin beantragte, dass die Weiterbildungskosten für den 

universitären Lehrgang an der Donau Universität, Krems, von total Fr. 11'948.– zum 

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Abzug zuzulassen seien und das steuerbare Einkommen um diesen Betrag zu 

reduzieren sei.

Mit Vernehmlassungen vom 25. August 2014 beantragte die Vorinstanz die Abweisung 

des Rekurses sowie der Beschwerde gegen die Steuerveranlagungen 2012. Die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin nahm am 8. September 2014 zu den 

Vernehmlassungen Stellung. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete 

stillschweigend auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in 

den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einsprache-Entscheide hinsichtlich der Veranlagung der 

Kantons- und Gemeindesteuer 2012 sowie der direkten Bundessteuer 2012. Zwar 

müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen, sie können 

indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisen und einem gemeinsamen 

Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich auseinanderhält, enthalten 

sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 

E. 1.3.1).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs und die Beschwerde vom 27. Juni 2014 

sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen zusammen mit den Rekurs- und 

Beschwerdeergänzungen vom 11. Juli 2014 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, 

abgekürzt: StG, bzw. Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die 

Beschwerde ist einzutreten.

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3.- Im Rekurs und in der Beschwerde ist umstritten, ob die Aufwendungen der 

Steuerpflichtigen für den universitären Lehrgang "Psychotherapie – Fachspezifikum 

Integrative Therapie" an der Donau Universität, Krems, von total Fr. 11'948.– als 

Weiterbildungskosten abzugsfähig sind.

a) Unselbständigerwerbende können die mit dem Beruf zusammenhängenden 

Weiterbildungskosten zum Abzug bringen (Art. 39 Abs. 1 lit. d StG; Art. 26 Abs. 1 lit. d 

DBG). Als Weiterbildungskosten gelten Aufwendungen für die Erhaltung, Sicherung 

sowie die Vertiefung der beruflichen Kenntnisse, die in unmittelbarem Zusammenhang 

mit der Berufsausübung stehen und für die eine gewisse Notwendigkeit ausgewiesen 

ist. Die Weiterbildung umfasst neben den Anstrengungen, bereits erworbene 

Fähigkeiten zu erhalten, auch den Erwerb verbesserter Kenntnisse für die Ausübung 

des gleichen Berufs. Zu den abziehbaren Weiterbildungskosten gehören insbesondere 

Auslagen für Fachliteratur, Teilnahme an Fachkursen, -seminaren und -kongressen, 

Studien- und Sprachaufenthalte im eigenen Fachbereich mit Kurs- oder Schulbesuch 

sowie Mitgliederbeiträge für wissenschaftliche Vereine. Abzugsfähig sind die belegten 

Aufwendungen. Massgeblich für die Anerkennung als abzugsfähige 

Weiterbildungskosten ist, ob die Aufwendungen für die Erzielung des 

Erwerbseinkommens nützlich sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des 

Üblichen liegen. Ohne Nachweis wird in der Praxis ein Pauschalabzug gewährt, wenn 

aufgrund der beruflichen Stellung die Notwendigkeit einer gewissen Weiterbildung 

glaubhaft ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2A.182/2005 vom 17. Oktober 2005 

E. 2.3.1; SGE 2006 Nr. 2; StB 39 Nr. 6; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische 

Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 43 f.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 

zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 59 ff. zu Art. 26 DBG).

Umschulungskosten Unselbständigerwerbender sind ebenfalls abzugsfähig (Art. 39 

Abs. 1 lit. d StG; Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG). Die Umschulung dient der Vorbereitung 

eines neuen Berufs. Der die Abzugsfähigkeit begründende Zusammenhang zwischen 

den Umschulungskosten und dem gegenwärtigen Beruf besteht darin, dass die 

Ursache für die Neuorientierung in diesem Beruf zu suchen ist. Die Kosten sind folglich 

dann abzugsfähig, wenn sich der Steuerpflichtige aufgrund äusserer Umstände, etwa 

wegen einer Betriebsschliessung, dem Aussterben eines Berufs, Krankheit oder Unfall, 

umschulen lassen muss. Diese Beweggründe müssen gewichtig sein (BGer 

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2C_618/2012 und 2C_619/2012 vom 12. Februar 2013 E. 3.1, mit Hinweisen; Urteil des 

Verwaltungsgerichts, B 2007/122 vom 18. Dezember 2007 E. 2.2, in: 

www.gerichte.sg.ch).

Ausbildungskosten, und damit nicht abzugsfähig, sind die Kosten für die erstmalige 

Aufnahme einer Berufstätigkeit bzw. für einen neuen oder zusätzlichen Beruf. Auslagen 

für eine Fortbildung, die zum Aufstieg in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu 

unterscheidende höhere Berufsstellung (sog. Berufsaufstiegskosten) oder gar zum 

Umstieg in einen anderen Beruf dient, sind keine Weiterbildungskosten im Sinn von Art. 

39 Abs. 1 lit. d StG bzw. Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG. Sie werden nicht für eine 

Weiterbildung im Rahmen des bereits erlernten und ausgeübten Berufs erbracht, 

sondern letztlich für eine neue Ausbildung. Auslagen, die anfallen, um die notwendigen 

Fähigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung eines eigentlichen Berufs zu erlernen (z.B. 

Lehre, Handelsschule, Matura, Studium, Nachdiplomstudien etc.) sind demnach als 

Ausbildungskosten auch dann nicht abziehbar, wenn die Fortbildung berufsbegleitend 

absolviert wird, im Ergebnis aber dem Aufstieg in eine vom bisherigen Beruf eindeutig 

unterscheidbare höhere Berufsstellung dient. Um Berufsaufstiegskosten handelt es 

sich auch dann, wenn die absolvierte Ausbildung zu wesentlichen Zusatzkenntnissen 

mit eigenem Wert führt und die Berufsaussichten deutlich verbessert, im Gegensatz zu 

einer blossen Aktualisierung und Vertiefung vorhandener Kenntnisse (vgl. zum BGer 

2C_28/2011 vom 15. November 2011 E. 2.2 mit Hinweisen; BGer 2C_1001/2012 und 

2C_1002/2012 vom 1. Mai 2013 E. 2.2 f.). Die Weiterbildungsmassnahmen müssen 

demnach einen konkreten Erwerbsbezug haben. Es reicht nicht, dass sie für irgendeine 

Erwerbstätigkeit von Nutzen sein könnten (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 

N 64 zu Art. 26 DBG; VRKE I/1-2012/187 vom 19. März 2013, in: www.gerichte.sg.ch).

b) Die Aufwendungen für den universitären Lehrgang sind grundsätzlich nicht 

bestritten. Umstritten ist jedoch, ob es sich dabei tatsächlich um Weiterbildungskosten 

handelt. Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin brachte in ihren Eingaben 

zusammengefasst vor, dass die Kosten für den universitären Lehrgang in den 

Steuerperioden 2008 bis 2011 immer zum Abzug zugelassen worden seien. Es habe 

sich zuerst um den Grundkurs und ab 2011 um den Aufbaukurs gehandelt. Die 

Weiterbildung habe während der gesamten Dauer berufsbegleitend stattgefunden. Als 

Personalverantwortliche sehe sie die Weiterbildung als ergänzend und erweiternd 

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(berufsverbessernd) an. Es komme immer häufiger vor, dass Mitarbeitende mit den 

Folgen psychischer, psychosomatischer oder psychosozialer Probleme (Stress, 

Burnout etc.) konfrontiert seien, die zu Krankheiten und Arbeitsausfällen führen würden. 

Um diesem stetig wachsenden Problemfeld kompetent und sachgerecht begegnen zu 

können, mache diese Weiterbildung im psychologischen/psychotherapeutischen 

Bereich Sinn. Auch im Bereich Human Resources würden vermehrt Leute mit 

Universitätsabschluss oder vergleichbarer Weiterbildung gesucht. Mit dieser 

Weiterbildung könne sie ihr berufliches Spektrum in Richtung Coaching, Beratung und 

Betreuung erweitern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Ein 

unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem "Human Resources Management" und 

"Psychologie" zeige sich auch darin, dass Hochschulen, die das Fach "Psychologie" 

vermitteln würden, oft auch Lehrgänge für den Bereich "Human Resources 

Management" sowie umgekehrt anbieten würden. "Psychologie" sei zudem in jedem 

Lehrplan der Ausbildung zum eidg. dipl. Leiter Human Resources enthalten.

Die Vorinstanz hingegen führte in ihren Stellungnahmen aus, dass die Behandlung von 

Abzügen in früheren Steuerperioden keine präjudizierende Wirkung habe. Der 

viersemestrige Basis-Lehrgang sei unter den damaligen Umständen, insbesondere der 

Arbeitslosigkeit, als Umschulung qualifiziert worden. Mit dem Stellenantritt bei der M 

GmbH per 31. Mai 2011 dürften jedoch künftige Weiterbildungen nicht mehr unter dem 

weniger eng gefassten Umschulungsbegriff verstanden werden. Es sei der 

Steuerpflichtigen nicht gelungen, den konkreten Zusammenhang zwischen 

Weiterbildungskosten und beruflicher Tätigkeit nachzuweisen. Es werde nicht 

bestritten, dass psychologische Kenntnisse in der täglichen Arbeit einer Personalleiterin 

nützlich sein könnten. Der psychotherapeutische Lehrgang an der Donau Universität, 

Krems, gehe jedoch weit über das Mass hinaus, das einer Personalverantwortlichen für 

die Arbeitsbewältigung hilfreich sein könne bzw. habe erheblich davon abweichende 

Lerninhalte. Gemäss Homepage der Universität seien als Zielgruppe des Lehrgangs 

Personen angesprochen, "die eine psychotherapeutische Ausbildung im 

Fachspezifikum Integrative Therapie nach dem österreichischen Psychotherapiegesetz 

anstreben". Das Ziel des Lehrgangs sei, "Heilungs- und Entwicklungsprozesse bei 

psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Erkrankungen in Gang zu 

setzen, Besserungen von seelischen Leidenszuständen zu erwirken sowie die 

Beseitigung von Krankheitssymptomen zu erreichen". Da damit kein kausaler 

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Zusammenhang des Lehrgangs mit der aktuellen beruflichen Tätigkeit bestehe, werde 

dieser nach wie vor nicht als Weiterbildung im steuerrechtlichen Sinn verstanden, 

weshalb die entsprechenden Kosten von Fr. 11'948.– nicht zum Abzug zugelassen 

werden könnten. Sodann sei die Rekurrentin und Beschwerdeführerin in den Jahren 

2001 bis 2006 einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Diese habe sie 

zwar aufgegeben, es scheine aber, dass die absolvierten Seminare und Lehrgänge 

vielmehr im Kontext des früheren Angebots stehen dürften.

c) In der Steuerperiode 2012 war die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bei der M 

AG als "Human Resources Managerin" angestellt. Dementsprechend muss ein 

unmittelbarer Zusammenhang der Kosten mit der Berufstätigkeit als 

Personalverantwortliche vorliegen, damit deren Abzugsfähigkeit als 

Weiterbildungskosten gewährleistet ist. Die Qualifizierung entsprechender Auslagen 

durch die Vorinstanz in früheren Steuerperioden ist nicht massgeblich. Ausbildungen 

und Weiterbildungen im Bereich des Personalmanagements binden zweifelsfrei 

psychologische Aspekte in ihr Ausbildungsprogramm ein. Dies geschieht aber jeweils 

unter dem spezifischen Blickwinkel des Personalmanagements. Auf der Homepage der 

Donau-Universität wird "Psychotherapie – Fachspezifikum Integrative Therapie" als 

Form ganzheitlicher und differenzieller Behandlung beschrieben, die auf die 

Ingangsetzung von Heilungs- und Entwicklungsprozessen bei psychischen, 

psychosomatischen und psychosozialen Erkrankungen abziele. Besserungen von 

seelischen Leidenszuständen sollen erwirkt und die Beseitigung von 

Krankheitssymptomen erreicht werden. Der Lehrgang richte sich an Personen, die eine 

psychotherapeutische Ausbildung im Fachspezifikum Integrative Therapie nach dem 

österreichischen Psychotherapiegesetz anstreben würden. Der Abschluss heisse 

"akademische(r) Psychotherapeut/in". Aus der Beschreibung des Lehrgangs geht also 

hervor, dass es sich dabei um eine Ausbildung zur Psychotherapeutin handelt. 

Nirgendwo ist aus der Beschreibung ersichtlich, dass sich die Ausbildung an 

Personalverantwortliche richtet. Ein Konnex zum Personalmanagement oder zum 

Arbeitsrecht im weiteren Sinne besteht nicht. Das Verstehen von psychologischen 

Hintergründen ist für eine Personalverantwortliche mit Sicherheit von Vorteil und nützt 

ihr bei der Beratung von Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Es ist jedoch nicht ihre 

Aufgabe, Mitarbeiter zu therapieren. Eine derartige Ausbildung sprengt den Rahmen 

von Aufwendungen für die Erhaltung, Sicherung sowie Vertiefung der beruflichen 

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Kenntnisse für die Ausübung des gleichen Berufs. Zudem ist keine Notwendigkeit dafür 

ausgewiesen. Ferner ist es nicht üblich, dass Personalverantwortliche derartige 

Zusatzausbildungen machen, um den Ansprüchen ihres Berufs gerecht zu werden. Die 

Steuerpflichtige hat diverse Unterlagen über berufsspezifische Weiterbildungsangebote 

eingereicht, aber dennoch keines dieser Angebote gewählt, sondern einen anderen 

Weg beschritten. Dies weist darauf hin, dass sich die Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin ein neues berufliches Tätigkeitsfeld erschliessen will. Dass die 

Ausbildung berufsbegleitend absolviert wurde, ist gemäss voranstehenden 

Ausführungen nicht massgeblich. Dementsprechend sind die Kosten des Lehrgangs an 

der Donau-Universität nicht als Weiterbildungskosten abzugsfähig.

Weiter ist zu prüfen, ob es sich bei den Kosten um abzugsfähige Umschulungskosten 

handelt. In diesem Fall müsste die Ursache für die Neuorientierung im Beruf der 

Steuerpflichtigen zu suchen sein. Gemäss Arbeitszeugnis der M AG vom 31. Dezember 

2012 war der Vertrag mit der Steuerpflichtigen befristet und lief auf das Ende 

Dezember 2012 aus. Es lag auch keine Krankheit oder Invalidität vor, die die 

Steuerpflichtige zu einer Umschulung zwang. Sodann ist der Beruf "Human Resources 

Managerin" keineswegs vom Aussterben bedroht. Die Steuerpflichtige brachte vor, 

dass im Bereich des Personalmanagements vermehrt Leute mit einem 

Hochschulabschluss oder ähnlicher Ausbildung gesucht würden und ein Bedarf für 

Weiterbildung bestehe. Weiterbildungsangebote im berufsspezifischen Bereich gibt es 

jedoch zur Genüge; die Steuerpflichtige hat aber keines dieser Angebote genutzt. Aus 

Sicht ihres Berufs gab es also keine – mindestens keine geltend gemachten oder 

anderswie ersichtlichen – gewichtigen Beweggründe zur Umschulung. 

Dementsprechend kann es sich vorliegend nur um Ausbildungskosten, also um Kosten 

für die Erlernung eines neuen oder zusätzlichen Berufs handeln. Die Kosten sind damit 

nicht zum Abzug zuzulassen.

d) Zusammengefasst ergibt sich, dass die Kosten für den Lehrgang "Psychotherapie – 

Fachspezifikum Integrative Therapie" aufgrund des fehlenden Zusammenhangs zum 

Beruf als "Human Resources Managerin" weder als Weiterbildungs- noch als 

Umschulungskosten, sondern als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten zu 

qualifizieren sind. Dementsprechend sind Rekurs und Beschwerde abzuweisen.

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4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Rekurrentin und Beschwerdeführerin 

die amtlichen Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens zu zahlen (Art. 95 

Abs. 1 VRP und Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je Fr. 600.– ist 

angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 600.– sind zu verrechnen.

Entscheid:

1.  Der Rekurs wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.  Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bezahlt die Verfahrenskosten von je 

Fr. 600.–

     für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren, unter Verrechnung der 

Kostenvorschüsse

     von je Fr. 600.–.

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		2025-07-19T09:11:47+0200
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