# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edd31676-d9b0-5317-8c00-f3e41b8a65ce
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.04.2024 720 23 253 / 94 (720 2023 253 / 94)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-253---94_2024-04-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. April 2024 (720 23 253 / 94) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Kostenentscheid, Verursacherprinzip 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ war zuletzt vom 1. Juli 2021 bis 31. März 2022 bei der 
B.____GmbH in X.____ als Hilfskoch tätig. Am 4. März 2022 meldete er sich unter Hinweis auf 
multiple krankheits- und unfallbedingte Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die 
erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt hatte, wobei sie die Akten der Unfall-
versicherung beizog, medizinische Akten bei den behandelnden Ärzten einholte und den Regi-
onalen Ärztlichen Dienst (RAD) konsultierte, verneinte sie mit Verfügung vom 9. Juni 2023 ei-
nen Anspruch von A.____ auf eine Invalidenrente. 

 

 
 
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B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 16. August 
2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 9. Juni 2023 aufzuheben 
und die Sache sei zur Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, 
dass die angefochtene Verfügung auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von 
Dr. med. C.____, Facharzt für Arbeitsmedizin, RAD, vom 24. August 2023 bei. 
 
D. Mit Replik vom 15. Dezember 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegeh-
ren und den bisherigen Vorbringen fest. Gleichzeitig reichte er einen Bericht des Instituts 
D.____ vom 19. April 2023 und des Spitals E.____ vom 5. Dezember 2023 ein.  
 
E. In ihrer Duplik vom 12. Januar 2024 verwies die Beschwerdegegnerin auf eine weitere 
Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. C.____ vom 11. Januar 2024, wonach weitere medizinische 
Abklärungen erforderlich seien, und beantragte, es sei die Beschwerde teilweise gutzuheissen 
und die Angelegenheit zwecks ergänzender Abklärungen an sie zurückzuweisen. Die Verfah-
rens- und Parteikosten seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
 
F. Zu der von der Beschwerdegegnerin beantragten Kosten- und Entschädigungsfolge 
nahm der Beschwerdeführer am 19. März 2024 (Eingang) Stellung. 
 
G. Mit Verfügung vom 20. März 2024 wurde der Fall dem zuständigen Dreiergericht zur 
Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b VPO beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 16. August 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 

 

 
 
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2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) 
vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung Anwendung. Vorliegend 
meldete sich der Beschwerdeführer im März 2022 bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungs-
bezug an. Unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartezeit könnte ein allfälliger Renten-
anspruch somit frühestens am 1. September 2022 entstehen. Damit sind die Gesetzesgrundla-
gen in der ab dem 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden je-
weils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet 
 
3. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2023 entwickelte. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 143 V 409 E. 2.1). Spätere Arztberichte sind aber in die Beurteilung mit-
einzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwal-
tungsverfahrens gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 362 E. 1b). 
 
4.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
4.2 Nach Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an ei-
ner ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale 
Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf 
eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem IV-Grad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen 
Anteile einer ganzen Rente: 49 % Invaliditätsgrad entspricht einem prozentualen Anteil von 
47.5 % einer ganzen Rente, 48 % Invaliditätsgrad entspricht 45 % Rente, 47 % Invaliditätsgrad 
entspricht 42.5 % Rente, 46 % Invaliditätsgrad entspricht 40 % Rente, 45 % Invaliditätsgrad 
entspricht 37.5 % Rente, 40% Invaliditätsgrad entspricht 25 % Rente (Abs. 4). 
 
5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicher-
te Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemu-
tet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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6.1 Die Parteien stimmen überein, dass die angefochtene Verfügung vom 9. Juni 2023 auf 
unzureichenden medizinischen Unterlagen basiert und deshalb aufgehoben werden muss. Fer-
ner besteht Einigkeit darüber, dass die Angelegenheit zwecks Durchführung weiterer medizini-
scher Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. Bezüglich des Antrags des Beschwer-
deführers auf Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens zur Klärung seiner Arbeitsfähigkeit 
äusserte sich die Beschwerdegegnerin in diesem Verfahren nicht abschliessend. Stattdessen 
verwies sie auf die Feststellungen des RAD vom 11. Januar 2024, wonach die Notwendigkeit 
eines Gutachtens derzeit noch nicht beurteilt werden könne. 
 
6.2 Die Bereitstellung der medizinischen Entscheidungsgrundlage ist nach Art. 43 Abs. 1 
ATSG in erster Linie Sache des Sozialversicherungsträgers. Er befindet darüber, mit welchen 
Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Beim Entscheid, ob aufgrund der vorhan-
denen Akten bereits eine rechtsgenügliche Beurteilung vorgenommen werden kann oder eine 
zusätzliche Abklärung angezeigt ist, ebenso wie bei der Wahl der Art der Abklärung, steht der 
Verwaltung ein Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2010, 
9C_28/2010, E. 4.1 und vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010 E. 5.2). In diesen greifen die 
Gerichte ohne triftigen Grund nicht ein (Urteil des Bundesgerichts vom 19. März 2014, 
8C_828/2013, E. 2.1 mit Hinweisen). 
 
6.3 Da sich der RAD in diesem Verfahren noch nicht abschliessend zur Art der notwendigen 
Abklärungen äusserte, fehlt die erforderliche Grundlage für eine umfassende gerichtliche Über-
prüfung der Frage, ob für eine Beurteilung der Invalidität die Einholung eines polydisziplinären 
Gutachtens erforderlich ist. Daher ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die ange-
fochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Juni 2023 aufzuheben und die Ange-
legenheit zur weiteren Prüfung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückzuweisen ist. Dabei hat sie ihren Ermessensspielraum bezüglich der Art der 
medizinischen Abklärung unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Praxis auszuüben. 
Sie hat insbesondere zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine umfassende polydisziplinäre 
Begutachtung vorliegen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 
werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Im Weiteren hält Art. 61 lit. g ATSG fest, dass die obsie-
gende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat. Beim Entscheid 
über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist somit grundsätzlich auf den Pro-
zessausgang abzustellen. 
 
7.3 Hebt das Kantonsgericht – wie im hier zu beurteilenden Fall – eine bei ihm angefochtene 
leistungsablehnende Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung 

 

 
 
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und neuer Beurteilung an die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwer-
de führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Demnach wären im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren die ordentlichen Kosten der unterliegenden IV-Stelle zu 
auferlegen und diese zu verpflichten, dem obsiegenden Beschwerdeführer eine Parteientschä-
digung zu bezahlen. Die IV-Stelle macht nun allerdings geltend, die Kosten seien im vorliegen-
den Fall in Abweichung vom Unterliegerprinzip nach dem Verursacherprinzip dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen. 
 
7.4 In ständiger Rechtsprechung zum Parteientschädigungsrecht hat das damalige Eidge-
nössische Versicherungsgericht (heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen) im 
Rahmen der bundesrechtlichen Vorschriften über die Parteientschädigung im kantonalen Be-
schwerdeverfahren das Verursacherprinzip anerkannt. Danach hat unnötige Kosten zu bezah-
len, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 375 E. 2b). Dementsprechend kann keine Parteient-
schädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen 
muss, er habe es wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht selber zu verantworten, dass ein 
unnötiger Prozess geführt worden sei (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen; 
vgl. zum Ganzen auch: MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Ver-
waltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). 
 
7.5 Die IV-Stelle macht geltend, das vorliegende Beschwerdeverfahren hätte verhindert 
werden können, wenn der seit dem 20. März 2023 anwaltlich vertretene Versicherte sie recht-
zeitig über die Ellenbogenproblematik und den entsprechenden MRT-Befund (Bericht des Insti-
tuts D.____ vom 19. April 2023) in Kenntnis gesetzt hätte. Indem er dies unterlassen habe, ha-
be er den vorliegenden Prozess unnötig verursacht. Dieser Umstand sei bei der Verteilung der 
Kosten zu berücksichtigen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, dass er nicht 
gut Deutsch spreche, unter multiplen gesundheitlichen Beschwerden leide und seit Anfang 
2023 Schmerzen im Ellbogen verspürt habe. Wenn die Beschwerdegegnerin die erforderliche 
medizinische Untersuchung veranlasst hätte, wären diese Beschwerden früher festgestellt wor-
den. 
 
7.6 Der Beschwerdegegnerin ist insofern beizupflichten, als leistungsansprechende Perso-
nen im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
mitzuwirken und Auskunft zu erteilen haben (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dem Beschwerdeführer 
kann im vorliegenden Fall jedoch nicht mit Sicherheit eine Verletzung der Mitwirkungspflicht 
vorgeworfen werden. Zu seinen Gunsten ist zu berücksichtigen, dass die Ellenbogenschmer-
zen, welche gemäss MRT-Bericht am 19. April 2023 festgestellt wurden, erst seit Mitte Februar 
2023 bestanden. Es handelte sich somit um ein relativ neues Beschwerdebild, dessen Rele-
vanz für das IV-Verfahren für den Beschwerdeführer nicht unmittelbar ersichtlich war. Hinzu 
kommt, dass der besagte MRT-Bericht nicht an den Beschwerdeführer selbst, sondern an den 
behandelnden Arzt Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, versandt wurde. Folglich 
hatte der Beschwerdeführer keine direkte Kenntnis vom Inhalt und den Ergebnissen der Abklä-
rungen. Unter diesen Umständen war es für ihn nicht ohne Weiteres erkennbar, dass die Ellen-
bogenbeschwerden für das IV-Verfahren relevant sein könnten. Eine Mitwirkungspflicht setzt 

 

 
 
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jedoch voraus, dass dem Versicherten die Bedeutung bestimmter Tatsachen für das Verfahren 
bekannt war oder für ihn zumindest erkennbar sein musste. Erschwerend kommt hinzu, dass 
der Beschwerdeführer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat und die Kommunikation 
über seine Tochter erfolgen musste. Diese sprachlichen Barrieren erschwerten die Erfassung 
und Einschätzung der Sachlage zusätzlich. Dass dem Beschwerdeführer oder dessen Rechts-
vertreter der MRT-Bericht vom 19. April 2023 bereits vor Erlass der angefochtenen Verfügung 
vorlag, wovon die Beschwerdegegnerin auszugehen scheint, ist nicht hinreichend erstellt, wes-
halb dem Beschwerdeführer keine Verletzung der Mitwirkungspflicht angelastet werden kann. 
Somit liegen keine Gründe vor, um von den gesetzlich vorgesehenen Kostenverlegungsgrund-
sätzen abzuweichen. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind daher der IV-Stelle als un-
terliegender Partei zu auferlegen. 
 
7.7 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein eher unterdurchschnittli-
cher Verfahrensaufwand entstanden ist, rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten in Berück-
sichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 400.-- festzulegen. Diese Kosten sind 
gemäss den vorstehenden Ausführungen von der IV-Stelle zu tragen. Dem Beschwerdeführer 
wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
7.8 Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat überdies Anspruch auf eine Parteient-
schädigung. Sein Rechtsvertreter machte in seiner Honorarnote vom 3. April 2024 einen Zeit-
aufwand von 8 Stunden und 35 Minuten und Auslagen von Fr. 107.-- geltend. Dabei sind auch 
20 Minuten Bemühungen sowie Auslagen von Fr. 12.-- in Zusammenhang mit der Neuanmel-
dung bei der IV enthalten. Diese sind aus der Rechnung zu nehmen. Folglich resultieren 
8 Stunden und 15 Minuten Stunden sowie Auslagen von Fr. 95.--, was umfangmässig in Anbe-
tracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle 
zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwer-
deführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'325.70 (8,25 Stunden à 
Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 95.-- zuzüglich 7,7 % bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
IV-Stelle zuzusprechen.  
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 

 

 
 
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Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Juni 2023 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'325.70 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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