# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b3e16d6-594b-510f-8831-e63c58c82dc8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.02.2024 D-789/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-789-2024_2024-02-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-789/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;  

Gerichtsschreiber Martin Scheyli 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am [...], 

Ukraine und Israel,  

vertreten durch Lea Schlunegger, Rechtsanwältin,  

Freiplatzaktion Basel,  

[...],  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (vorübergehender Schutz);  

Verfügung des SEM vom 3. Januar 2024 

 

 

 

D-789/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin, ein ukrainische und israelische Staatsange-

hörige mit letztem Wohnsitz in Israel, am 11. Oktober 2023 in die Schweiz 

einreiste und am 17. Oktober 2023 um Gewährung vorübergehenden 

Schutzes im Sinne von Art. 4 des Asylgesetzes (AsylG, SR 142.31) er-

suchte, 

dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Beschwerdeführerin am 

16. November 2023 zu den Gründen des Gesuchs um Gewährung vor-

übergehenden Schutzes befragte,  

dass die Beschwerdeführerin bei dieser Gelegenheit im Wesentlichen aus-

führte, sie habe sich seit Oktober 2021 in Israel aufgehalten, wo sie in der 

Stadt Haifa ein Masterstudium [...] absolviert habe,  

dass sie am 31. Oktober 2022 die israelische Staatsbürgerschaft beantragt 

und in der Folge auch erhalten habe, 

dass sie in diesem Zusammenhang eine am 14. Mai 2023 ausgestellte is-

raelische Identitätskarte vorlegte, 

dass sie weiter zu Protokoll gab, sie habe Israel wegen des am 7. Oktober 

2023 ausgebrochenen Krieges und der entsprechenden Sicherheitslage im 

Land verlassen, 

dass sie auch deshalb in die Schweiz gelangt sei, weil hier ihr Freund lebe, 

ein Schweizer Staatsangehöriger, den sie in Israel im Rahmen ihres Studi-

ums kennengelernt habe, 

dass das SEM das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung vor-

übergehenden Schutzes mit Verfügung vom 3. Januar 2024 (Datum der 

Eröffnung: 6. Januar 2024) ablehnte und deren Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Eingabe ihrer Rechts-

vertreterin vom 5. Februar 2024 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht, 

 

  

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Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls über Be-

schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG),  

dass das Bundesverwaltungsgericht – mit einer vorliegend nicht zutreffen-

den Ausnahme – endgültig entscheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass im vorliegenden Verfahren betreffend die Gewährung vorübergehen-

den Schutzes im Übrigen die Bestimmungen des 1., des 2a. und des 3. Ab-

schnittes des 2. Kapitels sowie des 8. Kapitels des AsylG sinngemäss An-

wendung finden (Art. 72 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfügung beson-

ders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung hat, 

womit sie zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG; 

Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wird, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass der Bundesrat am 11. März 2022 gestützt auf Art. 66 Abs. 1 AsylG 

eine Allgemeinverfügung zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes 

im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erlassen hat (BBl 2022 

586), 

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Seite 4 

dass gemäss dieser Allgemeinverfügung folgenden Personenkategorien 

vorübergehender Schutz in der Schweiz gewährt wird: 

a) schutzsuchenden ukrainischen Staatsbürgerinnen und -bürgern und 

ihren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Februar 2022 in der 

Ukraine wohnhaft waren,  

b) schutzsuchenden Personen anderer Nationalitäten und Staatenlo-

sen sowie deren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Februar 

2022 einen internationalen oder nationalen Schutzstatus in der Uk-

raine hatten,  

c) Schutzsuchenden anderer Nationalität und Staatenlosen sowie ih-

ren Familienangehörigen, welche mit einer gültigen Kurzaufenthalts-  

oder Aufenthaltsbewilligung belegen können, dass sie über eine gül-

tige Aufenthaltsberechtigung in der Ukraine verfügen und nicht in Si-

cherheit und dauerhaft in ihre Heimatländer zurückkehren können, 

dass das SEM zur Begründung der angefochtenen Verfügung ausführte, 

die Beschwerdeführerin gehöre nicht zu den vom Bundesrat definierten 

Gruppen schutzberechtigter Personen, weil sie bereits seit Oktober 2021 

in Israel gelebt habe und damit schon vor dem 24. Februar 2022 nicht mehr 

in der Ukraine wohnhaft gewesen sei, 

dass das Staatssekretariat ausserdem feststellte, weil die Beschwerdefüh-

rerin neben der ukrainischen auch die israelische Staatsangehörigkeit be-

sitze, sei sie nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen, 

dass mit der Beschwerdeschrift in hauptsächlicher Hinsicht ausschliesslich 

beantragt wird, der Entscheid der Vorinstanz sei insofern aufzuheben, als 

die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegwei-

sung festzustellen und der Beschwerdeführerin die vorläufige Aufnahme in 

der Schweiz zu gewähren sei,  

dass sich das Beschwerdeverfahren somit in materieller Hinsicht auf die 

Frage beschränkt, ob die Wegweisung zu vollziehen oder an Stelle des 

Vollzugs eine vorläufige Aufnahme anzuordnen sei, 

dass die angefochtene Verfügung demgegenüber in Rechtskraft erwach-

sen ist, soweit sie die Fragen der Gewährung des vorübergehenden Schut-

zes und der Wegweisung betrifft, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 69 Abs. 4 

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Seite 5 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 

Ausländer und über die Integration AIG, SR 142.20]), 

dass Wegweisungsvollzugshindernisse gemäss Praxis des Bundesverwal-

tungsgerichts zu beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, und 

andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen sind (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.N.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass die Beschwerdeführerin kein Asylgesuch gestellt hat und den Akten 

auch in anderweitiger Hinsicht keine Hinweise auf eine Verletzung des 

flüchtlingsrechtlichen Refoulementverbots (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) zu entnehmen sind, 

dass auch keine Anhaltspunkte für eine in Israel drohende menschen-

rechtswidrige Behandlung im Sinn von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des 

Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, womit sich der 

Vollzug als zulässig erweist, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass das SEM diesbezüglich in der angefochtenen Verfügung im Wesent-

lichen ausführte, weder die in Israel herrschende politische Situation noch 

andere Gründe würden gegen die Zumutbarkeit der Rückführung der Be-

schwerdeführerin in diesen Staat sprechen, 

dass die momentanen gewaltsamen Auseinandersetzungen, die sich auf 

bestimmte Regionen Israels konzentrieren würden, keine akute Gefahr für 

die israelische Zivilbevölkerung darstellen würden, da diese vom israeli-

schen Staat gut beschützt werde und ausreichend Infrastruktur vorhanden 

sei, um sich in Notsituationen in Sicherheit zu bringen, 

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Seite 6 

dass die Beschwerdeführerin zudem zu Protokoll gegeben habe, sie sei in 

Haifa nicht direkt vom Konflikt betroffen gewesen, 

dass sie auch sonst keine konkrete Gefährdung ihrer Person in Israel gel-

tend gemacht habe,  

dass die Beschwerdeführerin eine junge, gesunde und gebildete Frau sei, 

die neben dem Studium einem Beruf habe nachgehen und ihren Lebens-

unterhalt in Israel selber habe finanzieren können, 

dass nichts dagegen spreche, dass sie bei einer Rückkehr in ihren Heimat-

staat Israel, wo sie gut integriert sei und über ein soziales Netz verfüge, ihr 

Studium abschliessen und erneut eine Arbeitsstelle finden könne, um ihren 

Lebensunterhalt zu finanzieren, wobei ihr als israelischer Staatsangehöri-

ger bei Bedarf auch die dortigen Sozialwerke uneingeschränkt zur Verfü-

gung stehen würden, 

dass die Beschwerdeführerin diesen Erwägungen mit ihrer Eingabe im We-

sentlichen entgegenhält, sie habe gegenüber der Vorinstanz zwar angege-

ben, an ihrem Studien- und Wohnort Haifa nicht direkt vom Konflikt in Israel 

betroffen gewesen zu sein,  

dass sich die Situation in Haifa und allgemein in Israel seit ihrer Ausreise 

aber verändert habe, wobei die Vorinstanz es unterlassen habe, die aktuell 

herrschende Lage und vor allem auch die zu erwartende Entwicklung fun-

diert zu prüfen, 

dass die Stadt Haifa bereits vor ihrer Ausreise Ziel von Luftangriffen gewor-

den sei, 

dass sowohl die israelische Regierung als auch internationale Medien mit 

erneuten Eskalationen im ganzen Land und insbesondere im Norden Isra-

els rechnen würden, 

dass neben dem Konflikt im Gaza-Streifen zu erwarten sei, dass insbeson-

dere der Norden von Israel – und damit auch Haifa – zum Austragungsort 

von kriegerischen Handlungen und terroristischen Akten werde, 

dass die Binnenflucht in Israel eine enorme Herausforderung darstelle, wo-

bei Haifa eine der Städte sei, die Binnenflüchtlinge und traumatisierte Men-

schen aufnehme, was für eine zusätzlich intensive und angespannte Atmo-

sphäre in dieser Region sorge, 

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Seite 7 

dass nicht nur kriegerische Auseinandersetzungen in den Grenzgebieten 

die Zivilbevölkerung gefährden würden, sondern auch terroristische An-

schläge im Inland, wie – unter anderem – ein jüngstes Beispiel vom 29. Ja-

nuar 2024 in Haifa zeige, 

dass zur Zeit ein aussergewöhnliches Ausbruchspotential für zivile Gewalt 

bestehe, 

dass zudem die geographische Lage Israels zu berücksichtigen sei, indem 

in unterschiedlichem Ausmass mit jedem Nachbarstaat ein Konfliktpoten-

tial bestehe, 

dass im Falle des Ausbruchs eines grossflächigen Krieges in Israel die 

Fluchtwege auf den Flugverkehr beschränkt wären, was unvermeidlich zu 

Engpässen und Sicherheitsfragen führe würde,  

dass mit der Beschwerdeschrift hinsichtlich der aktuellen Sicherheitslage 

in Israel als Beweismittel insgesamt neunzehn Kopien und Ausdrucke von 

Medien- und sonstigen Berichten eingereicht wurden,  

dass in der Beschwerdeschrift weiter vorgebracht wird, neben der herr-

schenden politischen Situation würden auch andere Gründe für die Unzu-

mutbarkeit einer Rückführung der Beschwerdeführerin nach Israel spre-

chen, 

dass die Vorinstanz geltend mache, die Beschwerdeführerin verfüge in Is-

rael über ein soziales Netzwerk,  

dass die Beschwerdeführerin demgegenüber zwar einige Bekannte in 

Haifa habe, aber bei Weitem nicht von einem sozialen Netzwerk gespro-

chen werden könne, hätten doch verschiedene Personen, die sie im Rah-

men ihres Studiums kennengelernt habe, Israel seither verlassen, 

dass ihre einzige Vertrauensperson, ihr Partner, in der Schweiz lebe und 

nicht nach Israel zurückkehren werde, 

dass auch aufgrund der psychischen Belastung der Beschwerdeführerin 

eine Rückführung als unzumutbar zu erachten sei, 

dass sie nämlich die israelische Staatsbürgerschaft nur angenommen 

habe, weil sie damit dem Krieg in der Ukraine habe entkommen wollen, 

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dass sie auch in Israel Tag und Nacht vom ständigen Gefühl verfolgt wor-

den sei, es könnte augenblicklich etwas Schlimmes geschehen, 

dass diese Argumente der Beschwerdeführerin offensichtlich nicht geeig-

net sind, die Beurteilung der Vorinstanz hinsichtlich der Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs nach Israel in Frage zu stellen,  

dass vielmehr die entsprechenden Erwägungen in der angefochtenen Ver-

fügung vollumfänglich zu bestätigen sind, 

dass mit Blick auf die Vorbringen in der Beschwerdeschrift zwar einzuräu-

men ist, dass die allgemeine Lage in Israel nicht zuletzt seit dem Ausbruch 

des Krieges im Gaza-Streifen am 7. Oktober 2023 bekanntermassen mit 

Problemen verbunden ist, welche der Bevölkerung – in regional unter-

schiedlichem Ausmass – die Befolgung von Sicherheitsmassnahmen auf-

erlegen,  

dass der Vorinstanz aber in der Einschätzung zuzustimmen ist, wonach der 

israelische Staat auch unter den heutigen Bedingungen grundsätzlich in 

der Lage ist, die Bevölkerung zu schützen, 

dass hinsichtlich der Lebensbedingungen der israelischen Bevölkerung in 

der derzeitig verschärften Sicherheitslage auch regionale Unterschiede be-

stehen, wobei der letzte Wohnort der Beschwerdeführerin, die Stadt Haifa, 

nicht in einer der besonders gefährdeten Grenzregionen liegt, 

dass von einer generellen, das gesamte Land umfassenden Gefährdung 

der Bevölkerung, welche zur Unzumutbarkeit des Aufenthalts wegen Krieg, 

Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG füh-

ren würde, derzeit nicht gesprochen werden kann,  

dass derzeit trotz der angespannten politischen Situation im Nahen Osten 

auch nicht zu erwarten ist, es stehe eine entsprechende, unter dem Aspekt 

von Art. 83 Abs. 4 AIG relevante Veränderung der allgemeinen Lage in Is-

rael unmittelbar bevor, 

dass sich auch den Vorbringen der Beschwerdeführerin zu ihrer persönli-

chen Situation keine Gründe entnehmen lassen, welche die Zumutbarkeit 

eines Vollzugs der Wegweisung nach Israel in Frage stellen könnten, 

dass dabei die Frage, wie gross das soziale Netzwerk nach der Ausreise 

verschiedener Personen sei, welche die Beschwerdeführerin im Rahmen 

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Seite 9 

ihres Studiums kennengelernt habe, offensichtlich nicht von entscheidwe-

sentlicher Bedeutung ist,  

dass aus dem allgemeinen, nicht näher konkretisierten oder gar belegten 

Hinweis auf eine psychische Belastung der Beschwerdeführerin aufgrund 

der Kriege in der Ukraine und im Gaza-Streifen sowie der Sicherheitslage 

in Israel offensichtlich nicht auf ein Vollzugshindernis aus medizinischen 

Gründen geschlossen werden kann,  

dass die Beschwerdeschrift und die eingereichten Beweismittel auch sonst 

nichts enthalten, was die zu treffenden Einschätzungen zu ändern ver-

möchte,  

dass dies auch für das Vorbringen gilt, in der Schweiz lebe der Partner der 

Beschwerdeführerin, bei welchem es sich um einen Schweizer Staatsan-

gehörigen handle, lässt sich doch aus diesem Umstand unter den im vor-

liegenden Verfahren ausschliesslich anzuwendenden Rechtsbestimmun-

gen (Art. 69 Abs. 4 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG) nichts zugunsten der Be-

schwerdeführerin herleiten, 

dass schliesslich angesichts der israelischen Staatsangehörigkeit der Be-

schwerdeführerin auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs 

(Art. 83 Abs. 2 AIG) nach Israel auszugehen ist,  

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung mithin Bundesrecht nicht verletzt, den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG) sowie – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist 

(Art. 49 VwVG), 

dass die Beschwerde folglich abzuweisen ist, 

dass die mit der Beschwerdeschrift gestellten Gesuche um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-

dung abzuweisen sind, da die hauptsächlichen Begehren – wie sich aus 

den angestellten Erwägungen ergibt – als aussichtslos im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG zu bezeichnen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

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Seite 10 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Martin Scheyli 

 

 

Versand: