# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9675c737-6b82-5c3e-ac72-9f9cf17f3112
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 02.10.2025 SR2 2025 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2025-67_2025-10-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 2. Oktober 2025
mitgeteilt am 3. Oktober 2025

Referenz SR2 25 67

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Guetg, Aktuar

Parteien A.________
Beschwerdeführer

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Verletzung von Verkehrsregeln

Anfechtungsobj. Beschluss Regionalgericht Maloja vom 25. Juli 2025, mitgeteilt am 
28. Juli 2025 (Proz. Nr. 515-2024-26)

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In Erwägung,

– dass das Regionalgericht Maloja mit Schreiben vom 5. August 2025 die von 
A.________ (fortan: Beschwerdeführer) gegen den Abschreibungsbeschluss 
vom 25. Juli 2025, mitgeteilt am 28. Juli 2025, erhobene Beschwerde vom 1. 
August 2025 zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Graubün-
den weiterleitete,

– dass der Vorsitzende der zuständigen Zweiten strafrechtlichen Kammer des 
Obergerichts die nicht unterzeichnete Beschwerdeeingabe mit Verfügung vom 
7. August 2025 zur Verbesserung des Mangels an den Beschwerdeführer 
zurückwies, und dem Beschwerdeführer hierfür Frist bis zum 22. August 2025 
setzte, 

– dass die Verfügung dem Beschwerdeführer am 22. August 2025 (Track-and-
Trace-Auszug Nr. Z.1.________) zugestellt wurde,

– dass der Beschwerdeführer ein unterzeichnetes Beschwerdeexemplar der 
O.1.________ Post am 15. September 2025 übergab (vgl. Poststempel), wel-
ches wiederum infolge falscher Anschrift vom Regionalgericht Maloja an das 
Obergericht weitergeleitet wurde,

– dass gegen schriftlich eröffnete Entscheide innert einer Frist von zehn Tagen 
schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 StPO),

– dass, wo das Gesetz ausdrücklich Schriftlichkeit verlangt, die Eingabe zu unter-
zeichnen und zu datieren ist (Art. 110 Abs. 1, 2. Satz StPO), 

– dass es sich bei der versehentlich vergessenen Unterschrift um einen verbes-
serlichen Mangel handelt, der innert einer kurzen von der Verfahrensleitung an-
gesetzten Nachfrist nachgeholt werden kann, selbst wenn die Eingabefrist in-
zwischen abgelaufen ist (vgl. LIEBER, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, 
Art. 110 N. 4 m.w.H.),

– dass vorliegend der Ablauf der zur Verbesserung gewährten Frist (22. August 
2025) mit dem Datum der Zustellung der Verfügung zusammenfiel, sodass für 
den Beschwerdeführer faktisch keine Gelegenheit blieb, die Verbesserung 
rechtzeitig vorzunehmen, zumal er seine Eingabe hierfür entweder gleichentags 
der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen bzw. 
konsularischen Vertretung hätte übergeben müssen (Art. 91 Abs. 2 StPO),

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– dass der Beschwerdeführer nach Erhalt der Verfügung vom 7. August 2025 je-
doch nicht unmittelbar reagierte, sondern vielmehr bis am 15. September 2025 
und damit mehr als drei Wochen zuwartete, um die unterschriebene Eingabe 
bei der O.1.________ Post aufzugeben, dies ohne Angabe von Gründen für die 
Verzögerung,

– dass vom Beschwerdeführer nach dem Grundsatz von Treu und Glauben, der 
auch für die privaten Beteiligten eines Strafverfahrens gilt (vgl. WOHLERS, in: 
Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 3 N. 12 ff.), eine zeitnahe Reaktion zu 
erwarten gewesen wäre,

– dass angesichts der klaren Überschreitung der Frist nicht mehr von einer recht-
zeitigen Verbesserung des Mangels ausgegangen werden kann,

– dass damit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 38 Abs. 3 GOG (BR 173.000) in 
einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

– dass in Anwendung von Art. 11 VGS (BR 350.210) auf die Erhebung von Kosten 
verzichtet wird,

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wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]