# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa6cf43a-d93b-5edb-b46a-3ef362b099b3
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 07.04.2021 601 2021 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2021-28_2021-04-07.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2021 28
601 2021 30 

Urteil vom 7. April 2021

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo 
Richter: Anne-Sophie Peyraud

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Larissa Myriel Fricke

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

AMT FÜR JUSTIZVOLLZUG UND BEWÄHRUNGSHILFE, Vorinstanz

Gegenstand Straf- und Massnahmenvollzug

Bedingte Entlassung aus der stationären Therapie bzw. Aufhebung der 
Therapie

Beschwerde vom 10. Februar 2021 gegen den Entscheid vom 8. Januar 
2021 (601 2021 28)

Gesuch um Gewährung vorsorglicher Massnahmen vom selben Tag (601 
2021 30)

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in Anbetracht dessen,

dass bei A.________ (Beschwerdeführer) namentlich eine chronische hebephrene Schizophrenie 
mit paranoiden Wahngedanken und psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch 
Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen diagnostiziert wurden; 

dass das Strafgericht des Saanebezirks mit Urteil vom 20. Dezember 2018 feststellte, dass der 
Beschwerdeführer insbesondere eine qualifizierte einfache Körperverletzung mit gefährlichem 
Gegenstand und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Zustand einer nicht selbst 
verschuldeten Schuldunfähigkeit begangen hat. Von einer Strafe wurde abgesehen, hingegen 
wurde eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 und 2 StGB zur 
Behandlung einer psychischen Störung angeordnet. Das Kantonsgericht hat mit Urteil 501 2019 17 
vom 7. Juni 2019 eine gegen diese Massnahme erhobene Berufung abgewiesen, woraufhin der 
Beschwerdeführer an das Bundesgericht gelangte, welches die Beschwerde mit Urteil 
6B_915/2019 vom 10. Januar 2020 ebenfalls abwies, soweit überhaupt darauf eingetreten wurde; 

dass der Beschwerdeführer zunächst zur Sicherung in eine forensisch-psychiatrische Station und 
anschliessend zum vorzeitigen Vollzug der Massnahme in die Freiburger Strafanstalt, Standort 
B.________, überführt wurde;

dass das Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe (Vorinstanz) am 30. April 2019 namentlich 
verfügte, dass er zwecks Weiterführung des vorzeitigen Vollzugs einer stationären therapeutischen 
Massnahme nach Art. 59 StGB ab dem 14. Mai 2019 in die forensische Station der Psychiatri-
schen Dienste C.________ in D.________ eingewiesen wird. Das Mandat für die psychotherapeu-
tische Behandlung im Rahmen des vorzeitigen Vollzugs der stationären Massnahme wurde eben-
falls der forensischen Station der Psychiatrischen Dienste C.________ übertragen;

dass die Vorinstanz in der Folge am 11. Dezember 2019, namentlich gestützt auf die Stellungnah-
me der beratenden Kommission für die bedingte Strafentlassung und die Abklärung der Gemein-
gefährlichkeit (KBSAG), insbesondere verfügte, dass die bedingte Entlassung des Beschwerdefüh-
rers aus dem vorzeitigen Vollzug der stationären Massnahme nach Art. 59 StGB und die Aufhe-
bung dieser Massnahme abgelehnt werden und er zum vorzeitigen Vollzug in der forensischen 
Station der Psychiatrischen Dienste C.________ in D.________ eingewiesen bleibt; 

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 13. Januar 2020 Beschwerde an das 
Kantonsgericht erhob und namentlich seine Entlassung aus der stationären Massnahme beantrag-
te. Diese Beschwerde wurde mit Urteil 601 2020 5 vom 5. März 2020 abgewiesen;

dass der Präsident der KBSAG am 20. November 2020 den Beschwerdeführer im Hinblick auf die 
Prüfung einer bedingten Entlassung erneut anhörte und dieser am 1. Dezember 2020 seine 
Bemerkungen zum Anhörungsprotokoll einreichte;  

dass die Psychiatrische Klinik D.________ zudem am 23. November 2020 einen Verlaufsbericht 
erstellte und insbesondere festhielt, dass weiterhin eine Behandlungsbedürftigkeit in einem statio-
nären Rahmen bestehe, weswegen eine bedingte Entlassung nicht empfohlen werde; 

dass die KBSAG an der Sitzung vom 2. Dezember 2020 eine bedingte Entlassung aus der Mass-
nahme ebenfalls negativ begutachtete, sich aber für weitere Vollzugslockerungen aussprach; 

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dass die Vorinstanz am 8. Januar 2021 – namentlich gestützt auf die erwähnten Berichte – im 
Wesentlichen verfügte, dass die bedingte Entlassung des Beschwerdeführers aus dem stationären 
Vollzug der Massnahme nach Art. 59 StGB und die Aufhebung dieser Massnahme abgewiesen 
wird und er zum Vollzug der stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB in der 
forensischen Station der Psychiatrischen Dienste C.________ in D.________ eingewiesen bleibt. 
Zudem erliess sie im Rahmen des Massnahmenvollzuges (wiederum) spezifische Weisungen 
betreffend die zwingende Alkohol- und Betäubungsmittelabstinenz und übertrug der forensischen 
Station der Psychiatrischen Dienste C.________ die Kontrolle der Weisungen und die Durchfüh-
rung der stationären therapeutischen Massnahmen sowie die psychotherapeutische Behandlung;

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 10. Februar 2021, verbessert (Nachrei-
chung der eigenhändigen Unterzeichnung) am 18. Februar 2021, Beschwerde (601 2021 28) an 
das Kantonsgericht erhob und zudem um Gewährung vorsorglicher Massnahmen (601 2021 30) 
ersuchte. Er beantragt insbesondere, dass der angefochtene Entscheid umgehend aufzuheben 
und eine ambulante Massnahme anzuordnen sei. Diese Massnahme solle verstärkt werden, indem 
er bei seinem Vater wohnen solle, er umgehend in eine psychotherapeutische Behandlung einlen-
ke und ein Verbot von gleichzeitigem Konsum von Cannabis und alkoholischen Getränken ausge-
sprochen werde. Auch werde er einer neuen psychiatrischen, neurologischen und vor allem neuro-
psychologischen Abklärung Folge zu leisten und sich monatlich einer Blutprobe zu unterziehen 
haben. Zudem beantragt er in verfahrensrechtlicher Hinsicht, dass ein neues psychiatrisches 
Gutachten zur Frage seiner Rückfallgefahr bei einem ausserkantonalen Experten einzuholen sei;

dass die Vorinstanz am 4. März 2021 die Abweisung der Beschwerde beantragte und sich der 
Beschwerdeführer danach nicht mehr vernehmen liess;

erwägend,

dass das Kantonsgericht für die Beurteilung der Beschwerde zuständig ist (Art. 74 Abs. 3 des 
kantonalen Gesetzes vom 7. Oktober 2016 über den Straf- und Massnahmenvollzug [SMVG; SGF 
340.1]; Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legiti-
miert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auf die 
Beschwerde ist daher einzutreten; 

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit 
kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn die Angelegenheit das Gebiet der öffentli-
chen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft, wenn sie der Beschwerde an eine zur Über-
prüfung dieser Rüge befugte Bundesbehörde unterliegt oder ein Gesetz diesen Beschwerdegrund 
ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 VRG). Dies ist vorliegend nicht der Fall; entsprechend ist in 
casu die Rüge der Unangemessenheit ausgeschlossen. Ferner hat die Beschwerdeinstanz nach 
Art. 96a Abs. 1 VRG Entscheide einer Behörde, der nach der Gesetzgebung ein weiter Ermes-
sensspielraum zusteht, mit Zurückhaltung zu prüfen;

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dass das Gericht nach Art. 59 Abs. 1 StGB eine stationäre Behandlung anordnen kann, wenn der 
Täter psychisch schwer gestört ist und er ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat, das mit 
seiner psychischen Störung in Zusammenhang steht und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der 
Gefahr weiterer mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. 
Die stationäre Behandlung erfolgt in einer geeigneten psychiatrischen Einrichtung oder einer 
Massnahmevollzugseinrichtung. Solange die Gefahr besteht, dass der Täter flieht oder weitere 
Straftaten begeht, wird er in einer geschlossenen Einrichtung behandelt (Art. 59 Abs. 2 und 
3 StGB);

dass der Täter aus einer stationären therapeutischen Massnahme im Sinn von Art. 59 StGB 
bedingt zu entlassen ist, sobald sein Zustand es rechtfertigt, dass ihm Gelegenheit gegeben wird, 
sich in der Freiheit zu bewähren (Art. 62 Abs. 1 StGB). Die Aufhebung einer Massnahme kann 
gemäss Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB insbesondere dann erfolgen, wenn sie sich als erfolglos erweist, 
weil die Erreichung des damit verfolgten Zwecks nach den gemachten Erfahrungen als aussichts-
los erscheint. Gemäss Art. 62d Abs. 1 StGB prüft die zuständige Vollzugsbehörde auf Gesuch hin 
oder von Amtes wegen, ob und wann der Täter aus dem Vollzug der Massnahme bedingt zu 
entlassen oder die Massnahme aufzuheben ist. Sie beschliesst darüber mindestens einmal jährlich 
gestützt auf einen Bericht der Leitung der Vollzugseinrichtung und nach Anhörung des Eingewie-
senen;

dass das Scheitern einer Massnahme nicht leichthin angenommen werden darf. Vielmehr muss 
sich eine Massnahme als definitiv undurchführbar erweisen. Eine vorübergehende Krise des 
Betroffenen allein genügt nicht (HEER in Marcel Alexander Niggli/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 62c N. 18; BGE 141 IV 49 E. 2.3; Urteil BGer 
6B_771/2010 vom 18. April 2011 E. 1.1). Eine stationäre Behandlung verlangt vom Betroffenen ein 
Mindestmass an Kooperationsbereitschaft. An die Therapiewilligkeit im Zeitpunkt des richterlichen 
Entscheids dürfen bei der stationären Behandlung von psychischen Störungen nach Art. 59 StGB 
jedoch keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass 
es durchaus aufgrund der psychischen Erkrankung des Betroffenen an der Fähigkeit fehlen kann, 
die Notwendigkeit und das Wesen einer Behandlung abzuschätzen. Mangelnde Einsicht gehört bei 
schweren, lange andauernden Störungen häufig zum typischen Krankheitsbild. Darum ist nicht 
bereits deshalb von der Aussichtslosigkeit der stationären therapeutischen Massnahme auszuge-
hen, weil der Betroffene diese ablehnt. Vielmehr besteht das Therapieziel in solchen Fällen vorerst 
darin, Einsicht und Therapiewilligkeit zu schaffen (Urteile BGer 6B_154/2018 vom 25. Juli 2018 
E. 1.4.1; 6B_359/2018 vom 11. Mai 2018 E. 1.3 f.; 6B_1287/2017 vom 18. Januar 2018 E. 1.3.3);

dass die Vorinstanz vorliegend mit dem angefochtenen Entscheid die bedingte Entlassung des 
Beschwerdeführers bzw. die Aufhebung der verfügten stationären therapeutischen Massnahme 
nach Art. 59 StGB abgelehnt hat;

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde insbesondere vorbringt, dass das Gutachten 
von Dr. med. E.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. August 2018 veraltet 
sei und die Dekompensation und die Rückfallgefahr nicht korrekt ermittelt worden seien, vor allem 
betreffend das Verhältnis der Einnahme von psychotropen Substanzen und dem Wechselspiel 
zwischen Alkohol und Cannabis; 

dass sich sowohl das Kantonsgericht in seinen Urteilen vom 7. Juni 2019 betreffend die Anord-
nung der stationären therapeutischen Massnahme und vom 5. März 2020 betreffend die bedingte 
Entlassung aus der stationären Therapie als auch das Bundesgericht im Urteil vom 10. Januar 

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2020 bereits ausführlich mit diesem Gutachten auseinandergesetzt haben. Dieses Gutachten 
erweist sich gemäss dem rechtskräftigen Entscheid des Bundesgerichtes sowohl in materieller als 
auch in formeller Hinsicht als schlüssig und überzeugend. Im Ergebnis schloss der Experte 
gemäss dem Urteil des Bundesgerichtes zu Recht, dass für den Beschwerdeführer einzig eine 
stationäre Massnahme einen geeigneten Behandlungsrahmen zu bilden vermag. Aufgrund der 
Aktenlage sei offenkundig, dass in einem ambulanten Setting eine erhebliche Rückfallgefahr für 
fremdgefährdendes Verhalten des Beschwerdeführers bestehe. Soweit in casu auf die Rügen des 
Beschwerdeführers an diesem Gutachten überhaupt einzutreten ist, kann ihm nicht gefolgt werden 
und es kann auf die einschlägigen Ausführungen in den erwähnten Urteilen verwiesen werden; 

dass das Gutachten zwar mittlerweile rund zweieinhalb Jahre alt ist, entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers besteht indessen keine Notwendigkeit für die Einholung eines neuen Gutach-
tens. So ist hinsichtlich der Aktualität gemäss der Rechtsprechung auch nicht primär auf das Alter 
abzustellen. Massgeblich ist vielmehr die materielle Frage, ob Gewähr dafür besteht, dass sich die 
Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt hat (Urteil BGer 6B_458/2020 
vom 23. Juni 2020 E. 1.4.7; BGE 134 IV 246 E. 4.3). Dies ist vorliegend nicht ersichtlich;

dass nämlich die Psychiatrischen Dienste C.________ im Verlaufsbericht vom 23. November 2020 
schlüssig darlegten, dass es im Verlauf der Behandlung in der Psychiatrischen Klinik D.________ 
zu keinen besonderen Vorkommnissen kam. Der Beschwerdeführer zeige sich im Stationsalltag 
freundlich gegenüber Mitpatienten und Mitarbeitern. Er sei in der Grundstimmung insgesamt 
ausgeglichen und in Folge einer Medikationsumstellung verbesserte sich die zuvor deutlich ausge-
prägte Negativsymptomatik. Insgesamt habe er kooperativ und zuverlässig am Therapieprogramm 
teilgenommen. Er äussere, dass er davon profitiere, halte jedoch an seiner Meinung fest, dass ein 
stationäres Setting für ihn nicht mehr notwendig sei. Deutliche Konfrontationen bewirkten bei ihm 
teilweise kurzfristig realistischere Einschätzungen bezüglich seiner Situation und Fähigkeiten 
sowie des eigenen Rückfallrisikos, das er im Fall einer ambulanten Behandlung "seit langem" als 
äusserst gering erachte. Weil das Risiko für Fremdgefährdung oder Fehlverhalten bei begleiteten 
Ausgängen vom Behandlungsteam als eher gering eingestuft worden sei und er die erforderlichen 
Lockerungsanforderungen erfüllen würde, wurden ihm Vollzugslockerungen gewährt. Im Verlaufs-
bericht wurde indes weiter hervorgehoben, dass sich die schizophrene Grunderkrankung sowie die 
Abhängigkeitserkrankung weiterhin als behandlungsrelevant erwiesen haben und eine Behand-
lungsbedürftigkeit im stationären Rahmen bestehe. So habe sich in Bezug auf die Krankheits- und 
Behandlungseinsicht im Wesentlichen nichts geändert. Insbesondere zeige der Beschwerdeführer 
weiterhin keine Krankheitseinsicht bezüglich der psychischen Erkrankung und der psychischen 
Störungen und Verhaltensstörung durch Cannabinoide und auch keine Einsicht in das Zusammen-
spiel zwischen beiden Diagnosen und seinem deliktischen Verhalten. Im stationären Setting 
nehme er zuverlässig die verordnete Medikation, jedoch werde seine Medikamentencompliance im 
Hinblick auf einen ambulanten Behandlungsrahmen als noch nicht ausreichend gefestigt erachtet. 
Er verfüge aktuell noch über kein ausreichendes Problembewusstsein bezüglich des THC-
Konsums und habe mehrfach geäussert, dass er dem Behandlungsteam gerne beweisen wolle, 
dass er THC konsumieren könne und nicht psychotisch werde. Zum aktuellen Zeitpunkt sei davon 
auszugehen, dass er in einem ambulanten Rahmen erneut THC konsumieren würde. Insgesamt 
bestehe beim Beschwerdeführer eine ausreichende Massnahmefähigkeit und -willigkeit und er 
habe im bisherigen Behandlungsverlauf bereits gute therapeutische Fortschritte erzielt. Es bestehe 
aber weiterhin eine Behandlungsnotwendigkeit in einem stationären Setting. Längerfristig seien 
zudem Belastungserprobungen unter höheren Lockerungsbedingungen und die Gestaltung eines 
geeigneten Empfangsraumes erforderlich;

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dass der Beschwerdeführer zudem am 20. November 2020 vom Präsidenten der KBSAG angehört 
wurde, und diese am 2. Dezember 2020 eine Stellungnahme gemäss Art. 8 Abs. 3 SMVG vorlegte. 
Die KBSAG stellte fest, dass die Therapie vom Beschwerdeführer gut verlaufe, seine Fortschritte 
aber noch nicht stabil seien. Er sei weiterhin ambivalent bezüglich seines Cannabiskonsums, was 
besorgniserregend sei. So hatte er namentlich anlässlich der Anhörung durch den Präsidenten 
gefragt, ob es ihm erlaubt wäre, einen Joint zu konsumieren, wenn bei einem Ausgang ein solcher 
herumgereicht werde. Die KBSAG führte daher aus, es sei ratsam, vorsichtig zu sein und ihn 
schrittweise im Rahmen von Vollzugslockerungen zu testen. Eine bedingte Entlassung oder die 
Aufhebung der Massnahme sei zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, es gäbe jedoch keinen Grund, 
unbegleitete Ausflüge im Rahmen des Konzeptes der Klink nicht zuzulassen. Eine neue psychiatri-
sche Begutachtung sei nicht nötig; 

dass sich dieser Verlaufsbericht und die Stellungnahme der KBSAG als überzeugend erweisen 
und schlüssig aufzeigen, dass das stationäre Setting – wie es bereits im Gutachten empfohlen 
wurde – nach wie vor erforderlich ist und auf dieses Gutachten weiterhin abgestellt werden kann, 
zumal auch der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nichts Substantiiertes dagegen vorbringt. 
Sofern er ausführt, dass ambulante Massnahmen nicht ansatzweise diskutiert worden wären und 
ihm die Klinik unbegleitete Ausflüge nicht gewähren wolle, ist sowohl auf den stetigen Ausbau der 
Vollzugslockerungen, als auch auf den Bericht der KBSAG und die Stellungnahme von deren 
Präsidenten hinzuweisen, die den Ausbau von Öffnungsschritten des Vollzuges befürworten. Auch 
wird die Einschätzung der Ärzte bzw. der Vorinstanz, wonach er seine Situation noch nicht realis-
tisch erfassen könne, namentlich durch seine Ausführungen zum Cannabiskonsum bestätigt. So 
führte er einerseits in seiner Beschwerde aus, dass seine Aussagen im Bezug zum Cannabiskon-
sum nicht ambivalent seien. Es stelle für ihn – laut der Anhörung vom 20. November 2020 – kein 
Problem dar, abstinent zu sein. Gleichzeitig äusserte er in der Beschwerde und auch zuvor im 
Verfahren mehrfach, dass eine Abstinenz für ihn nicht zumutbar sei, und bezeichnete eine Canna-
bisabstinenz als Wunschdenken der Vorinstanz. Die Vorinstanz hat diesbezüglich in ihrer Stellung-
nahme vom 4. März 2021 treffend darauf hingewiesen, dass die Abstinenz aufgrund seiner psychi-
schen Erkrankung angeordnet worden sei und nicht aufgrund ihrer Illegalität. Auf die schlüssigen 
Äusserungen der Vorinstanz kann daher verwiesen werden und es kann vorliegend auch nicht von 
der strikten Verpflichtung zur Abstinenz abgesehen werden. Insbesondere ist folglich zu schlies-
sen, dass die Rückfallgefahr des Beschwerdeführers nach wie vor gegeben ist. So hatte auch 
Dr. med. E.________ im Gutachten vom 21. August 2018 eine entsprechende Rückfallgefahr fest-
gestellt und es leuchtet ein, dass in der seither abgelaufenen relativ kurzen Zeit im Verhältnis zur 
Krankengeschichte und Therapiedauer noch keine genügende Stabilisierung der hebephrenen 
Schizophrenie und der psychischen Störungen und Verhaltensstörungen durch Substanzgebrauch 
und Konsum psychotroper Substanzen erfolgen konnte, zumal – wie sich auch aus den Äusserun-
gen in der Beschwerde ergibt – nicht die nötige Einsicht gezeigt wird; 

dass überdies auch nicht ersichtlich wäre, dass anlässlich der Anhörung durch den Präsidenten 
der KBSAG der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt worden wäre, 
zumal sich das Protokoll als ohne weiteres nachvollziehbar erweist ist und es bei dieser Anhörung 
insbesondere darum ging, dass sich die KBSAG bzw. dessen Präsident ein persönliches Bild vom 
Beschwerdeführer beschaffen kann. Soweit die Rüge des Beschwerdeführers hinsichtlich des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör überhaupt nachvollziehbar ist, ist sie daher abzuweisen; 

dass überdies in keiner Weise davon auszugehen ist, dass die stationäre therapeutische Massnah-
me gescheitert ist. Vielmehr wird im Verlaufsbericht überzeugend dargelegt, dass die Massnahme-
fähigkeit gegeben und die Massnahmewilligkeit des Beschwerdeführers in dem Sinne ausreichend 

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sei, dass er sich auf eine therapeutische Auseinandersetzung einlasse, auch wenn er angebe, 
dass er am liebsten sofort entlassen werden möchte und es ihm noch an ausreichender Krank-
heits- und Behandlungseinsicht fehle. Dazu haben das Bundesgericht mit Urteil vom 10. Januar 
2020 und das Kantonsgericht Freiburg mit Urteil vom 5. März 2020 die stationäre Massnahme 
bestätigt. Der Beschwerdeführer hatte überdies auch dem Präsidenten der KBSAG anlässlich der 
Anhörung vom 20. November 2020 angegeben, dass die Therapie und der Aufenthalt gut verlaufe 
und er zwar noch Fortschritte machen könne, aber merke, dass er bereits viele Fortschritte 
gemacht habe, einschliesslich der Umstellung der Medikation und dem bewussteren Umgang mit 
der Schizophrenie. Auf die entsprechenden schlüssigen Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid zu seinen Fortschritten und der dennoch bleibenden Notwendigkeit einer stationären 
Behandlung kann ebenfalls verwiesen werden;  

dass damit die Vorinstanz zu Recht namentlich geschlossen hat, dass die bedingte Entlassung aus 
dem Vollzug der stationären Massnahme nach Art. 59 StGB bzw. die Aufhebung dieser Massnah-
me abgelehnt werden;

dass bei der vordiskutierten umfassenden und schlüssigen Aktenlage der Antrag des Beschwerde-
führers, wonach umgehend ein neues psychiatrisches Gutachten zur Frage der Rückfallgefahr bei 
einem ausserkantonalen Experten einzuholen sei, als unbegründet abzuweisen ist, zumal ein 
solches im Rahmen der Prüfung nach Art. 62d Abs. 1 StGB grundsätzlich nicht erforderlich ist;

dass damit im Ergebnis die Beschwerde (601 2021 28) als unbegründet abzuweisen ist;

dass mit dem sofortigen Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um Gewährung vorsorglicher 
Massnahmen (601 2021 30) als gegenstandslos abzuschreiben ist; 

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird (Art. 129 VRG);

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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erkennt der Hof:

I. Die Beschwerde (601 2021 28) wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Gewährung vorsorglicher Massnahmen (601 2021 30) wird als gegen-
standslos abgeschrieben.

III. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird ausnahmsweise verzichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden.

Freiburg, 7. April 2021/dgr/lfr

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: