# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed720409-b68d-5324-b631-71c70c54829d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.06.2016 C-2742/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2742-2014_2016-06-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2742/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u n i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, Türkei, 

Zustelladresse: Y._______, Schweiz,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung IVSTA 

vom 17. April 2014. 

 

 

 

C-2742/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1968 geborene, geschiedene Türke X._______ (im Folgenden: Versi-

cherter oder Beschwerdeführer) meldete sich am 19. Februar 2004 bei der 

IV-Stelle des Kantons Zürich (im Folgenden: IV-Stelle ZH) zufolge einer 

Benzodiazepinabhängigkeit und Depression zum Bezug von Leistungen 

der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) in Form einer Rente an 

(Akten der IV-Stelle ZH [im Folgenden: IV-act.] 1 bis 3). Nach Vorliegen der 

für die Beurteilung des Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Doku-

mente (IV-act. 8 bis 15, 17) erliess die IV-Stelle ZH am 26. August 2004 

einen Beschluss, mit welchem dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad 

von 80 % mit Wirkung ab Mai 2004 eine ordentliche ganze Invalidenrente 

zugesprochen wurde (IV-act. 18). Die entsprechende, unangefochten in 

Rechtskraft erwachsene Verfügung datiert vom 3. November 2004 (IV-act. 

25). Zufolge Wegzugs des Versicherten in seine Heimat Türkei übermittelte 

die IV-Stelle ZH am 20. Februar 2006 die Rentenakten zuständigkeitshal-

ber an die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland (im 

Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz; Akten der IVSTA [im Folgenden: act.] 1 

und 3). 

B.  

Am 19. Januar 2010 leitete die IVSTA von Amtes wegen eine Rentenrevi-

sion ein (act. 13). Nach Vorliegen des entsprechenden Fragebogens 

(act. 18) sowie medizinischer Akten des Versicherten aus seiner Heimat 

(act. 26 bis 29) gab Dr. med. A._______, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom IV-internen medizinischen Dienst am 22. August 

2011 eine erste Stellungnahme ab (act. 32). Nach Durchführung weiterer 

Abklärungen in medizinischer Hinsicht (act. 33 bis 61) nahm Dr. med. 

A._______ am 4. Oktober 2013 erneut Stellung (act. 64). Gestützt auf ihre 

Beurteilung stellte die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 18. 

November 2013 die Aufhebung der Rente in Aussicht (act. 65). Nachdem 

der Versicherte mit Schreiben vom 3. Dezember 2013 unter Beilage eines 

heimatlichen Arztberichts seine Einwendungen vorgebracht (act. 66 bis 69) 

und Dr. med. A._______ am 11. März 2014 eine weitere Beurteilung abge-

geben hatte (act. 71), erliess die IVSTA am 17. April 2014 eine dem Vorbe-

scheid vom 18. November 2013 im Ergebnis entsprechende Verfügung; die 

Rentenaufhebung erfolgt per Ende Mai 2014 (act. 73). 

C-2742/2014 

Seite 3 

C.  

Hiergegen erhob der Versicherte beim Bundesverwaltungsgericht mit Ein-

gabe vom 12. Mai 2014 Beschwerde und beantragte (sinngemäss) die Auf-

hebung der Verfügung vom 17. April 2014 sowie – falls notwendig – eine 

Untersuchung in der Schweiz. Zur Begründung führte er zusammengefasst 

aus, er habe noch immer Verlangen nach Alkohol und (anderen) Substan-

zen. Da er alleine lebe, habe er auch psychische Störungen. Er habe sich 

noch immer nicht an die Türkei anpassen können. Da seine Krankheit wei-

terhin bestehe, sei er vom Psychiater ins Krankenhaus überwiesen worden 

(Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1). 

D.  

Mit Schreiben vom 22. Mai 2014 wurde der Beschwerdeführer unter Hin-

weis auf die massgebliche gesetzliche Grundlage aufgefordert, dem Bun-

desverwaltungsgericht innert Frist eine schweizerische Korrespondenz-

adresse bekannt zu geben (B-act. 2 und 5); dieser Aufforderung wurde un-

ter Beilage eines ärztlichen Attests nachgekommen (B-act. 3). 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 1. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer un-

ter Hinweis auf die Säumnisfolgen aufgefordert, innert Frist einen Kosten-

vorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten 

zu leisten (B-act. 4 und 6); der entsprechende Zahlungseingang datiert 

vom 28. Juli 2014 (B-act. 7). 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 22. August 2014 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie im Wesentli-

chen geltend, die beurteilende IV-Ärztin sei zur Schlussfolgerung gelangt, 

dass eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands vorliege 

und sich damit eine gänzliche Zumutbarkeit für jegliche Arbeitstätigkeiten 

seit dem psychiatrischen Bericht von Dr. med. B._______ vom 28. August 

2012 ergebe (B-act. 10). 

G.  

In der Folge wurden dem Bundesverwaltungsgericht am 29. Juli sowie am 

2. und 30. September 2014 unaufgefordert weitere Akten eingereicht (B-

act. 8, 11 und 15) und konnte die prozessleitende Verfügung vom 3. Sep-

tember 2014 anfänglich nicht zugestellt werden (B-act. 12 bis 14). In der 

Folge versandte das Bundesverwaltungsgericht diverse Unterlagen an die 

Zustelladresse des Versicherten in der Schweiz (B-act. 16). 

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Seite 4 

H.  

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht mit prozessleitender Verfügung 

vom 26. November 2014 die als Replik eingereichten Dokumente an die 

Vorinstanz übermittelt hatte (B-act. 20), führte diese am 18. Dezember 

2014 duplicando aus, daraus ergäben sich keine neuen relevanten Ge-

sichtspunkte. Dementsprechend sei den vernehmlassungsweise getroffe-

nen Feststellungen nichts beizufügen; es verbleibe beim Antrag auf Abwei-

sung der Beschwerde (B-act. 21). 

I.  

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Januar 2015 wurde der Schriften-

wechsel abgeschlossen (B-act. 22). 

J.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien 

ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachge-

biet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit es die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

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Seite 5 

auf die IV anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrück-

lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemei-

nen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels 

anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung 

Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a 

in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der 

angefochtenen Verfügung vom 17. April 2014 (act. 73) ist der Beschwerde-

führer berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss 

von Fr. 400.- fristgerecht geleistet wurde, ergibt sich zusammenfassend, 

dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde 

ist daher einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 17. April 2014, mit welcher die Vorinstanz die seit 1. Mai 

2004 ausgerichtete ordentliche ganze Rente des Beschwerdeführers per 

Ende Mai 2014 aufgehoben hat. Aufgrund der Rechtsbegehren des Versi-

cherten (vgl. Bst. C. hiervor) ist streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz die 

IV-Rente des Beschwerdeführers zu Recht per Ende Mai 2014 aufgehoben 

hat und diesem Zusammenhang insbesondere, ob sie den Sachverhalt ins-

besondere in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewür-

digt hat. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Nor-

men und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der in seiner Heimat wohnhafte Beschwerdeführer ist türkischer 

Staatsangehöriger, weshalb das Abkommen vom 1. Mai 1969 zwischen 

der Schweiz und der Republik Türkei über soziale Sicherheit (SR 

0.831.109.763.1; im Folgenden: Sozialversicherungsabkommen) Anwen-

dung findet. Nach Art. 2 Abs. 1 Sozialversicherungsabkommen sind die 

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Staatsangehörigen der einen Vertragspartei in ihren Rechten und Pflichten 

aus der Gesetzgebung der anderen Vertragspartei – wozu auch die 

schweizerische Bundesgesetzgebung über die Invalidenversicherung ge-

hört (vgl. Art. 1 Bst. B Abs. 1 Bst. b Sozialversicherungsabkommen) – ei-

nander gleichgestellt, soweit nichts anderes bestimmt ist. Insbesondere 

steht türkischen Staatsangehörigen bei anwendbarem Schweizer Recht 

ein Anspruch auf ordentliche Invalidenrenten unter den gleichen Voraus-

setzungen wie Schweizer Bürgern zu (Art. 10 Abs. 1 Sozialversicherungs-

abkommen). Vorbehalten bleibt die Regelung, dass ordentliche Renten für 

Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, türkischen Staatsange-

hörigen, welche die Schweiz endgültig verlassen, nicht ausgerichtet wer-

den können (Art. 10 Abs. 2 Satz 1 Sozialversicherungsabkommen). Wei-

tere, im vorliegenden Verfahren relevante Abweichungen vom Gleichbe-

handlungsgrundsatz finden sich weder im Abkommen selbst noch in der 

dazugehörigen Verwaltungsvereinbarung vom 14. Januar 1970 (SR 

0.831.109.763.11). Demnach bestimmt sich vorliegend die Frage, ob wei-

terhin Anspruch auf eine IV-Rente besteht, allein aufgrund der schweizeri-

schen Rechtsvorschriften (vgl. Art. 1, 2 und 4 Sozialversicherungsabkom-

men). Ferner besteht für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz 

keine Bindung an die Feststellungen und Entscheide ausländischer Versi-

cherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An-

spruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E.4 und AHI 1996, S. 179; vgl. auch 

ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stam-

mende Beweismittel der freien Beweiswürdigung durch das Gericht 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: Bun-

desgericht {BGer}] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; vgl. zum Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a). 

2.2 Im vorliegenden Verfahren finden grundsätzlich jene Vorschriften An-

wendung, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 

17. April 2014 in Kraft standen; weiter aber auch solche, die zu jenem Zeit-

punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung ei-

nes allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das 

IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 

5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Inva-

lidenversicherung [IVV, SR 831.201] in der entsprechenden Fassung der 

5. IV-Revision [AS 2007 5155]). Mit Blick auf das Datum der angefochtenen 

Verfügung (17. April 2014) können ebenfalls die Normen des vom Bundes-

rat auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revision 

(IV-Revision 6a) zur Anwendung gelangen. 

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Seite 7 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 8 Rz. 7). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 

oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG). 

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 

S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 

sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 

Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 

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dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-

trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 

141 V 281 E. 2.1). 

2.5 Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medika-

mentenmissbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im 

Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversiche-

rungsrechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall be-

wirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 

oder wenn sie selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 

E. 3c; SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 E. 4.4.2). 

2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht 

der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-

tens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht An-

spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 

2008 geltenden Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend nicht gegeben 

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

(EVG; seit 1. Januar 2007: BGer) stellt diese Regelung nicht eine blosse 

Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung 

dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-

tenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-

such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho-

ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invalidi-

tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invaliden-

rente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-

sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-

lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-

chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-

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Seite 9 

standes erheblich verändert haben. Die Feststellung einer revisionsbe-

gründenden Veränderung erfolgt durch eine Gegenüberstellung eines ver-

gangenen und des aktuellen Zustandes. Gegenstand des Beweises ist so-

mit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den – 

den medizinischen Unterlagen zu entnehmenden – Tatsachen. Der Be-

weiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich 

wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – er-

hebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein be-

trachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen 

Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenbe-

rechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am rechtlich 

erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei-

chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, in-

wiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefun-

den hat (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 6.1.2). Die Feststellung über eine 

seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist genü-

gend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, wel-

che konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf 

der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Ein-

schätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2013 IV 

Nr. 44 S. 136 E. 6.1.3). Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts 

vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allsei-

tig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechti-

gung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an 

frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b; SVR 2011 

IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichts-

winkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im 

Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b; 

SVR 2014 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). Auch eine neue Verwaltungs- oder Ge-

richtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Ren-

tenanspruchs zum Nachteil des Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6.4; 115 

V 308 E. 4a bb S. 313). 

Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Änderung 

eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie 

er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräf-

tigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustan-

des) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung; 

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vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessu-

alen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Sache des (begutachtenden) 

Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit 

den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung 

der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 

die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine 

Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Fol-

genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 

die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsun-

fähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 

Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztli-

chen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden kön-

nen. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die 

Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachperso-

nen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 

140 V 193 E. 3.2). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich 

des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, 

da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von 

erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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Seite 11 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Unab-

hängig davon, ob es sich um eine nachweisliche organische Pathologie 

oder um ein unklares Beschwerdebild handelt, setzt eine Anspruchsbe-

rechtigung stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

voraus. Dabei können – insbesondere unklaren Beschwerdebildern inhä-

rente – Abklärungs- und Beweisschwierigkeiten die Berücksichtigung wei-

terer Lebens- und Aktivitätsbereiche wie etwa Freizeitverhalten oder fami-

liäres Engagement erfordern, um das Ausmass der Einschränkungen zu 

plausibilisieren, wobei auch fremdanamnestische Angaben zu berücksich-

tigen sind. Ohne Einbezug solcher Indizien, wie sie im Rahmen der festen 

Praxis zu den organisch nicht nachweisbaren unklaren Beschwerdebildern 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) regelmässig zu berücksichtigen sind, ist eine 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht beweiskräftig (BGE 140 V 290 

E. 3.3.2). In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Par-

tizipation einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denje-

nigen Befunden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheits-

beeinträchtigung massgebend gewesen sind. Die Einschränkung in den 

Alltagsfunktionen, welche begrifflich zu einer lege artis gestellten Diagnose 

gehört, wird mit den Anforderungen des Arbeitslebens abgeglichen und an-

hand von Schweregrad- und Konsistenzkriterien in eine allfällige Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit umgesetzt. Auf diesem Weg können gel-

tend gemachte Funktionseinschränkungen über eine sorgfältige Plausibili-

tätsprüfung bestätigt oder verworfen werden (BGE 141 V 281 E. 2.1.2). 

Gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG (vgl. zum Sinn und Zweck dieser gesetzlichen 

Norm sowie zu Art. 49 IVV Urteil 9C_323/2009 des BGer vom 14. Juli 2009 

C-2742/2014 

Seite 12 

E. 4.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen) stehen die regionalen ärztli-

chen Dienste den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vorausset-

zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-

validenversicherung nach Artikel 6 ATSG massgebende funktionelle Leis-

tungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder 

Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen 

Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Berichten nach Art. 59 Abs. 2bis 

IVG kann nicht jegliche Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen wer-

den. Vielmehr sind sie entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des 

BGer vom 14. September 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 

694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). 

Sofern Berichte des IV-internen medizinischen Dienstes resp. RAD-Unter-

suchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der erforderli-

chen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren Beweis-

wert wie ein anderes Gutachten (vgl. SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). 

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-

chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 

stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 

mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-

teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 

kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 

Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). 

3.  

Die ursprüngliche, mit rechtskräftiger Verfügung der IV-Stelle ZH vom 

3. November 2004 (IV-act. 25) zugesprochene ordentliche ganze IV-Rente 

erfolgte gestützt auf eine umfassende materielle Anspruchsprüfung. Mit 

Blick auf BGE 133 V 108 E. 5.4 (vgl. E. 2.7 hiervor am Schluss) ist somit 

zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im 

Zeitraum vom 3. November 2004 bis zum Erlass der angefochtenen Verfü-

gung am 17. April 2014 in rentenrelevanter Weise verbessert hat. 

4.  

4.1  

Die ursprüngliche Rentenzusprache beruhte unter anderem auf folgenden 

Berichten: 

C-2742/2014 

Seite 13 

4.1.1 Im Bericht der C._______ (im Folgenden: C._______) vom 18. Mai 

2004 (IV-act. 14) wurden folgende Diagnosen gestellt: rezidivierende de-

pressive Störung, mittelgradige Episoden (ICD-10: F33.1), dissoziale Per-

sönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.2), Störungen durch Heroin (derzeit in ei-

nem ärztlich überwachten Substitutionsprogramm; ICD-10: F11.22), Seda-

tiva (ständiger Substanzgebrauch; ICD-10: F10.25), Alkohol (episodischer 

Substanzgebrauch; ICD-10: F10.26) und Kokain (episodischer Substanz-

gebrauch; ICD-10: F14.26) sowie eine chronische Hepatitis C. Weiter 

wurde berichtet, beim Versicherten bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 80 %; dieser sei krankheitsbedingt auch in einer geschützten 

Umgebung auf längere Sicht kaum arbeitsfähig. 

4.1.2 Am 8. Juli 2004 berichtete die C._______, die Suchterkrankung 

werde als Folge der pathologischen Persönlichkeitsstörung gesehen. Mög-

lichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch unmittelbare medi-

zinische Massnahmen könnten keine angegeben werden. Selbst bei einer 

theoretischen Abstinenz würde sich keine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit 

ergeben (IV-act. 15). 

4.1.3 Schliesslich ging Dr. med. D._______ am 24. August 2004 von einer 

80%igen Arbeits- resp. Erwerbsunfähigkeit aus. Weiter definierte er die Er-

öffnung der Wartezeit und hielt weitere Abklärungen nicht für indiziert (IV-

act. 17 S. 2). 

4.2  

Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 17. April 2014 basierte in me-

dizinischer Hinsicht insbesondere auf den Berichten von Dr. med. 

A._______ vom 24. Juni 2013 (act. 62), 4. Oktober 2013 (act. 64) und 11. 

März 2014 (act. 71). 

4.2.1 Im Juni 2013 führte Dr. med. A._______ aus, im psychiatrischen Be-

richt von Dr. med. B._______ vom 28. August 2012 (act. 42 und 57) seien 

keine relevanten psychopathologischen Befunde festgehalten worden. Das 

Verhalten des Versicherten sei unauffällig. Der Habitus sei altersentspre-

chend und die Urteilsfähigkeit nicht eingeschränkt. Gemäss den durchge-

führten Laboruntersuchungen hätten sich keine irreversiblen Folgeschä-

den der Suchterkrankung nachweisen lassen. Im Drogenscreening nach-

gewiesen worden sei THC (Haschisch). Der Gesundheitszustand habe 

sich verbessert. Der Versicherte nehme keine Opiate und kein Kokain 

mehr. Aufgrund der vorliegenden Berichte lasse sich keine Arbeitsunfähig-

keit mehr begründen (act. 62). 

C-2742/2014 

Seite 14 

4.2.2 Am 4. Oktober 2013 berichtete Dr. med. A._______, aufgrund des 

Berichts vom 28. August 2012 liege im Vergleich zum Zeitpunkt der Ren-

tenzusprache keine Polytoxikomanie mehr vor. Der Psychostatus sei in je-

der Beziehung unauffällig, weshalb eine depressive Erkrankung ausge-

schlossen werden könne. Es lägen auch keine irreversiblen Schäden durch 

die ehemalige Suchterkrankung vor. Ab wann sich der Versicherte von der 

Polytoxikomanie habe distanzieren können, sei nicht klar. Aufgrund der 

vorliegenden Akten könne der Beginn der Arbeitsunfähigkeit (0 %) auf den 

28. August 2012 (Datum des türkischen Arztberichts) gelegt werden (act. 

64). 

4.2.3 Im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 11. März 2014 berichtete 

Dr. med. A._______, auf Wunsch des Versicherten sei diesem im Bericht 

vom 2. Dezember 2013 bestätigt worden, dass er zwischen dem 16. Juli 

2012 bis zum 5. September 2013 zehnmal zur Untersuchung gekommen 

sei. Als Diagnose werde eine "sonstige Depression" angegeben. Gemäss 

Codierung gehe es bei der Depression nicht um eine relevante psychische 

Störung, sondern um ein Störungsbild, das die diagnostischen Kriterien ei-

ner depressiven Episode nicht erfülle. Es gehe um depressiv gefärbte Ver-

stimmungszustände mit unspezifischen Symptomen. Aus psychiatrischer 

Sicht würden sich aus dem neuen Bericht keine neuen Erkenntnisse erge-

ben, so dass sie, Dr. med. A._______, an ihrer Beurteilung festhalte. Auf-

fällig sei, dass bei der Untersuchung bei Dr. med. B._______ bei der Be-

schreibung des Patienten weder von depressiven Symptomen noch von 

einer Alkoholabhängigkeit die Rede gewesen sei. 

4.3  

4.3.1 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 2.7 hiervor), kann auf Stellung-

nahmen von Fachärztinnen und –ärzten des RAD nur unter der Bedingung 

abgestellt werden, dass deren Beurteilungen den allgemeinen beweis-

rechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (resp. an ein Gut-

achten) genügen und zudem die beigezogenen Ärztinnen und Ärzte über 

die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen ver-

fügen. Den Stellungnahmen resp. Berichten im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis 

IVG von Dr. med. A._______ kann volle Beweiskraft zukommen, wenn die 

übrigen, von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung herausgearbeiteten 

Kriterien erfüllt sind. Daran besteht im vorliegenden Fall kein Zweifel, ob-

wohl retrospektive Beurteilungen der Arbeits(un)fähigkeit schwierig sind 

C-2742/2014 

Seite 15 

und deshalb entsprechende Begutachtungen erhöhten Ansprüchen genü-

gen müssen (vgl. Urteil des BVGer C-8902/2010 vom 14. März 2013 E. 

5.2.1 mit Hinweisen). 

4.3.2 Mit Blick auf die Laboruntersuchungen legte Dr. med. A._______ 

plausibel dar, dass sich der Beschwerdeführer durch den Verzicht von Opi-

aten und Kokain von der Polytoxikomanie hat distanzieren können und die 

Laboruntersuchungen keine irreversiblen Folgeschädigungen der Suchter-

krankung ergeben haben. Dr. med. A._______ führte nachvollziehbar und 

schlüssig aus, dass und weshalb sich der Gesundheitszustand rentenrele-

vant verbessert hat und beim Beschwerdeführer aufgrund des Berichts von 

Dr. med. B._______ vom 28. August 2012 keine invalidisierende psychiat-

rische Krankheit (mehr) vorliegt. Diese Beurteilung lässt sich auch mit Blick 

auf die höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. Urteil des BGer 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 5.4 mit Hinweisen) nicht in Zweifel zu 

ziehen. 

4.3.3 Betreffend die von Dr. med. E._______ im Bericht vom 2. Dezember 

2013 gestellten Diagnose („F32.8 – depressive Episoden, sonstiges“) er-

klärte Dr. med. A._______ ebenfalls unzweifelhaft, dass es sich bei diesem 

Befund nicht um eine rentenrelevante psychische Störung handelt, son-

dern lediglich um depressiv gefärbte Verstimmungszustände mit unspezi-

fischen Symptomen bzw. ein Störungsbild, welches die diagnostischen Kri-

terien einer depressiven Episode nicht erfüllt. In diesem Zusammenhang 

ist darauf hinzuweisen, dass selbst eine oder sogar mehrere Diagnosen für 

sich alleine genommen noch keinen Schluss auf eine gesundheitlich be-

dingte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit zulassen würden (vgl. BGE 

132 V 65 E. 3.4 mit Hinweisen). Hinsichtlich der von Dr. med. E._______ 

erwähnten Alkoholsucht trägt das Bundesverwaltungsgericht der Erfah-

rungstatsache Rechnung, dass Dr. med. E._______ im Hinblick auf seine 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung eher zugunsten des Beschwerdefüh-

rers, welcher Initiant des entsprechenden Berichts gewesen war, ausge-

sagt hat (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353). Der Grund dafür liegt 

insbesondere im Umstand, dass die diesbezüglich relevanten Leberpara-

meter gemäss den glaubhaften Ausführungen von Dr. med. A._______ ge-

gen eine Alkoholsucht sprechen, die überdies – wie die Drogensucht – für 

sich allein keine Invalidität im Sinne des Gesetzes bewirken würde (vgl. 

hierzu BGE 124 V 265 E. 3c; SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 E. 4.4.2). 

4.3.4 Schliesslich ergibt sich aus den weiteren vorliegenden medizinischen 

Akten, dass auf die weiteren ärztlichen Labor- und Untersuchungsberichte 

http://links.weblaw.ch/9C_323/2009

C-2742/2014 

Seite 16 

aus der Heimat des Versicherten bereits mangels darin enthaltender Beur-

teilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht abgestellt werden kann 

(act. 50, 51, 53 und 58 bis 60, 68). 

4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Dr. med. A._______ Informa-

tionsquellen in Form von Arztberichten der behandelnden Ärzte und Anam-

nesen zur Verfügung standen. Ihre Stellungnahmen berücksichtigen einer-

seits die Leiden der Versicherten und wurden in Kenntnis der Vorakten ab-

gegeben, andererseits sind die Beurteilungen der medizinischen Situation 

in somatischer und psychischer Hinsicht und die entsprechenden Schluss-

folgerungen nachvollziehbar begründet. Darüber hinaus verfügt Dr. med. 

A._______ mit Blick auf die beim Beschwerdeführer vorhandenen gesund-

heitlichen Beeinträchtigungen als Psychiaterin und Psychotherapeutin 

über ausreichend Fachwissen, um eine überzeugende, schlüssige und so-

mit rechtsgenügliche Beurteilung abgeben zu können. Auf die Durchfüh-

rung einer Begutachtung in der Schweiz – wie vom Beschwerdeführer bei 

Notwendigkeit beantragt – konnte unter diesen Umständen verzichtet wer-

den (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 122 V 157 E. 1d; SVR 

2005 IV Nr. 8 S. 37 E. 6.2, 2003 AHV Nr. 4 S. 11 E. 4.2.1). 

4.5 Hinsichtlich der beschwerdeweise und im Verlaufe des Instruktionsver-

fahrens eingereichten medizinischen Berichte, welche allesamt nach dem 

Datum der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 17. April 2014 datiert 

sind (B-act. 1, 3, 8, 11, 15 und 19), ist darauf hinzuweisen, dass das Bun-

desverwaltungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfü-

gung vom 17. April 2014 nach dem Sachverhalt, der zur Zeit seines Erlas-

ses gegeben war, zu prüfen hat; Tatsachen, die diesen Sachverhalt verän-

dert haben, haben Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung zu bil-

den (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Sollte der Beschwerdeführer eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustands nach dem Verfügungserlass 

vom 17. April 2014 geltend machen wollen, so bleibt es ihm überlassen, 

bei der Vorinstanz ein neues Rentengesuch einzureichen. 

5.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Vorinstanz die Rente zufolge eines verbesserten Gesund-

heitszustands zurecht in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per 

1. Juni 2014 aufhoben hat. Die angefochtene Verfügung vom 17. April 2014 

erweist sich demnach als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Be-

schwerde vom 12. Mai 2014 als unbegründet abzuweisen ist. 

C-2742/2014 

Seite 17 

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

6.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 

die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 400.- festzusetzen. Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten zu verwenden. 

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist ent-

sprechend dem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

C-2742/2014 

Seite 18 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Roger Stalder 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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