# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cf08ea0-0e1b-5695-ac03-90ae70684703
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 22.08.2025 SV2 2024 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-112_2025-08-22.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 22. August 2025
mitgeteilt am 17. September 2025

Referenz SV2 24 112SV2 24 112

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitzende
Hurst, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach UVG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1960, war seit dem 23. Januar 2006 als 
Montagemitarbeiter bei der B._____ AG in C._____ angestellt und in dieser 
Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 28. Mai 1978 erlitt er 
einen Schlag auf die rechte Mandibula. Gemäss Schadenmeldung vom 7. März 
2006 schlug er sich am 5. Februar 2006 beim Skifahren mit dem Stock an die Zähne, 
wobei eine Krone beschädigt wurde. Dr. med. dent. D._____ erhob im Bericht vom 
29. März 2006 als unfallbedingten Befund eine Wurzelfraktur bei Zahn 11, welcher 
bereits früher einmal mit einer auf einem Stift befestigten Verblend-Metall-Keramik-
Krone saniert worden war. Als "Befundaufnahme für Unfälle und Erkrankungen 
gemäss KKG" gab er des Weiteren 17 gefüllte Zähne und u.a. Zahn 22 als fehlend 
an und verneinte parodontal geschädigte Zähne. Am 11. April 2006 nahm der 
beratende Zahnarzt der Suva, Dr. med. dent. G._____, Stellung und bezeichnete 
die vorgeschlagene Implantatversorgung als adäquat, sofern keine parodontalen 
Probleme vorlägen. Entsprechend leistete die Suva Kostengutsprache für die 
vorgeschlagene Implantatversorgung von Zahn 11. 

B. Am 9. Mai 2023 meldete A._____ telefonisch einen Rückfall. Die Suva holte 
bei Dr. med. dent. E._____, Fachzahnarzt für Rekonstruktive Zahnmedizin, den 
medizinischen Bericht vom 22. Juni 2023 ein, woraus hervorging, dass für den 
Oberkiefer, wo die Zähne 12, 11, 21, 22 und 23 fehlen, eine Modellgussprothese 
geplant sei. Das Frontzahnimplantat regio 11 sei nicht mehr erhaltungswürdig 
gewesen und dementsprechend entfernt worden. Die provisorische 
Drahtklammerprothese sei daher um diesen Zahn erweitert worden. Nach den 
nötigen Vorbehandlungen sei eine definitive Modellgussprothese im Oberkiefer 
geplant. 

C. Mit Schreiben vom 11. August 2023 erteilte die Suva Kostengutsprache für 
die Reparatur der provisorischen Drahtklammerprothese respektive das Anfügen 
des Zahnes 11. Der Versicherte sei bereits vor dem Implantatverlust mit einer 
provisorischen Drahtklammerprothese versorgt gewesen, weshalb eine 
Modellgussprothese nicht der Suva angelastet werden könne.  

D. A._____ war mit der Beschränkung der Kostengutsprache auf die Reparatur 
der provisorischen Drahtklammerprothese nicht einverstanden. Mit E-Mail vom 29. 
Februar 2024 bedankte er sich für die Kostengutsprache für die provisorische 
Drahtklammerprothese und bat um teilweise Übernahme der Kosten für die 
Modellgussprothese, weil das Implantat durch die Jahre einen Knochenschwund 

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erlitten habe und nicht mehr habe repariert werden können. Dazu reichte er 
Unterlagen des Unfalls vom 28. Mai 1978 ein, bei welchem er sich ausweislich 
ärztlicher Feststellungen von Dr. med. F._____, Spezialarzt für Chirurgie, vom 2. 
Juni 1978 durch einen Schlag eine Mandibulafraktur rechts und eine fragliche 
Läsion links zugezogen hatte. Die Suva legte das Dossier ihrem beratenden 
Zahnarzt Dr. med. dent. G._____ zur Beurteilung vor. Dieser erachtete in seiner 
Stellungnahme vom 23. April 2024 die Rückfallkausalität für den Verlust des 
Implantates 11, für den Verlust der Zähne 12, 21 und 23 und für den 
verschlechterten Zustand des Gesamtgebisses nur als möglich in Bezug auf den 
Zahnunfall von 2006. Mit der Prothese würden keine Unfallfolgen versorgt, sondern 
Zähne und ein Implantat ersetzt, welche aus nicht unfallkausalen Gründen verloren 
gegangen seien. Die Leistungspflicht sei mit der Kostengutsprache für die 
Reparatur der Drahtklammerprothese respektive für das Anfügen des Zahnes 11 
erfüllt und abgeschlossen. Damit sei der Vorzustand wieder hergestellt und der 
Status quo ante wieder erreicht. Mit Schreiben vom 2. Mai 2024 hielt die Suva daher 
an ihrer Kostengutsprache vom 11. August 2023 fest. Nach einem weiteren 
Austausch zwischen ihr und A._____ per E-Mail bestätigte die Suva mit Verfügung 
vom 21. Mai 2024, dass kein Anspruch auf Versicherungsleistungen für die 
Modellgussprothese bestehe. 

E. Gegen die Verfügung vom 21. Mai 2024 erhob A._____ am 21. Juni 2024 
Einsprache und beantragte die teilweise Übernahme der Kosten für die 
Modellgussprothese in der Höhe der Kosten, die eine Modellgussprothese für den 
Zahn 11 gekostet hätte. Eine Kostengutsprache für die Reparatur der 
provisorischen Drahtklammerprothese respektive das Anfügen des Zahnes 11 sei 
erfolgt. In der Regel sei eine provisorische Zahnprothese zu wenig stabil und müsse 
dauernd repariert werden, was Mehrkosten verursache, weswegen die definitiven 
Kosten der Gussprothese für den Einzelzahn 11 zurückzuerstatten seien. 

F. Mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2024 wies die Suva die 
Einsprache ab. Die Suva führte im Wesentlichen aus, die Leistungspflicht hänge 
davon ab, ob zwischen den rückfallweise gemeldeten Zahnbeschwerden und den 
Unfallereignissen vom 5. Februar 2006 und vom 28. Mai 1978 ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang bestehe. Den von A._____ zum Unfall vom 28. 
Mai 1978 eingereichten Unterlagen seien keine zahnärztlichen Berichte zu 
entnehmen, sondern lediglich eine chirurgisch-ärztliche Diagnose einer 
Mandibulafraktur rechts. Die Erstellung einer Unfallkausalität mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit sei aufgrund der fehlenden Unterlagen nicht zuverlässig 
möglich. Der beratende Zahnarzt Dr. med. dent. G._____ habe mit Beurteilung vom 

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23. April 2024 ausgeführt, dass im Jahre 2006 ein Implantat für den Ersatz des 
unfallgeschädigten Zahnes 11 gutgesprochen worden sei. Alle Nachbarzähne 
ausser Zahn 22 seien damals noch vorhanden gewesen. Inzwischen habe sich der 
Zustand des Gesamtgebisses verschlechtert und die Zähne 12, 21 und 23 seien 
verloren gegangen. Die diversen Röntgenbilder vom Mai 2023 dokumentierten ein 
nicht saniertes Gebiss mit einer generalisierten, zum Teil stark fortgeschrittenen 
Parodontitis und mehreren profund kariösen Läsionen. Diese Befunde seien mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf mangelnde Sorgfalt hinsichtlich Pflege des 
Gebisses zurückzuführen und daher für den Verlust des Implantates 11 
überwiegend wahrscheinlich ursächlich und nicht der Zahnunfall von 2006. Mit der 
Modellgussprothese würden keine Unfallfolgen versorgt, sondern Zähne und ein 
Implantat ersetzt, welche aus nicht unfallkausalen Gründen verloren gegangen 
seien. Mit der Reparatur der provisorischen Drahtklammerprothese respektive dem 
Anfügen des Zahnes 11 sei der Vorzustand wieder hergestellt und der Status quo 
ante wieder erreicht. Diese Ausführungen von Dr. med. dent. G._____ seien 
schlüssig und nachvollziehbar begründet, weshalb darauf abzustellen sei. Ein 
Kausalzusammenhang zwischen dem Verlust des Implantates 11 und dem 
Unfallereignis vom 5. Februar 2006 könne nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt werden. Die für den Verlust des Implantates 11 in 
überholender Kausalität überwiegend wahrscheinlich ursächliche fortgeschrittene 
Parodontitis und die mehreren profund kariösen Läsionen stünden nicht in einem 
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 5. Februar 2006. An diesem 
Ergebnis vermöge das Vorbringen des Einsprechers, dass provisorische 
Zahnprothesen in der Regel und Erfahrung zu wenig stabil seien und dauernd 
repariert werden müssten, was Mehrkosten verursache, nichts zu ändern, denn 
Ursache im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs seien alle Umstände, die 
nicht weggedacht werden können, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele. Die spätere Heilbehandlung zähle nicht dazu. 

G. Gegen diesen Einspracheentscheid ging A._____ mit E-Mail vom 21. 
November 2024 vor und beantragte bei der Suva erneut die teilweise Übernahme 
der Kosten für die Modellgussprothese unter Hinweis darauf, dass er keine 
provisorische Zahnprothese trage, die die Suva aus Billigkeitsgründen übernommen 
habe. Dieses E-Mail wurde von der Suva am 26. November 2024 per A-Post Plus 
als Beschwerde gegen ihren Einspracheentscheid an das damalige 
Verwaltungsgericht und heutige Obergericht des Kantons Graubünden 
weitergeleitet. Das Verwaltungsgericht forderte A._____ am 27. November 2024 
dazu auf, seine Eingabe vom 21. November 2024 zu verbessern und namentlich 
mit einem Rechtsbegehren, einer Begründung sowie einer kurzen 

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Sachverhaltsdarstellung zu versehen und zu unterschreiben, falls er mit dieser 
Eingabe Beschwerde erheben möchte. Dieser Aufforderung kam A._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6. Dezember 2024 nach und beantragte 
sinngemäss, die Suva sei zu verpflichten, ihm die Kosten in Höhe von CHF 4'065.15 
für die bereits von ihm bezahlte Modellgussprothese zu vergüten. Zur Begründung 
führte er im Wesentlichen aus, da er letztes Jahr das stabile Implantat vom Unfall 
2006 verloren habe, sei eine provisorische Drahtklammerprothese zu schwach 
gewesen. Es habe nur eine vernünftige Lösung gegeben, nämlich den Zahn 11 mit 
einer Gussprothese zu verbinden. 

H. Mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2024 verzichtete die Suva 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf die Einreichung einer umfassenden 
Beschwerdeantwort, verwies auf die Begründung im Einspracheentscheid vom 28. 
Oktober 2024 und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

I. Mit Replik vom 18. Januar 2025 (Poststempel) hielt der Beschwerdeführer an 
seinem Antrag fest und bemerkte, leider sei das von der Suva übernommene 
Implantat im Jahr 2005 (recte: 2006) keine gute Lösung gewesen, weil eine 
Gussprothese schon damals fällig gewesen wäre und nicht erst im Jahre 2024.

J. Mit Duplik vom 3. Februar 2025 verzichtete die Beschwerdegegnerin erneut 
auf eine inhaltliche Stellungnahme und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest. Diese Duplik wurde dem Beschwerdeführer mit prozessleitender 
Verfügung vom 6. Februar 2025 zugestellt unter dem Hinweis, dass ein weiterer 
Schriftenwechsel nicht angeordnet werde. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2024 sowie die übrigen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.  

Erwägungen

1.1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Totalrevision des GOG 
(BR 173.000) vollumfänglich in Kraft. Auf dieses Datum hin sind das Kantons- und 
das Verwaltungsgericht zum Obergericht des Kantons Graubünden 
zusammengelegt worden. Die hängigen Verfahren des Verwaltungsgerichts sind 
daher auf den 1. Januar 2025 auf das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 
5 GOG). 

1.2. Nach aArt. 43 Abs. 3 lit. a VRG (BR 370.100; in der bis 31. Dezember 2024 
geltenden Fassung) entscheidet das Obergericht in einzelrichterlicher Kompetenz, 

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wenn der Streitwert CHF 5'000.00 nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung 
vorgeschrieben ist. Da der Streitwert unbestritten weniger als CHF 5'000.00 beträgt 
und die Angelegenheit auch nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist (vgl. Art. 
43 Abs. 2 VRG), ist die einzelrichterliche Zuständigkeit vorliegend gegeben (für das 
massgebende Recht siehe auch Art. 85 Abs. 1 VRG).

1.3. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2024 (Suva-act. 44). Gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 ATSG (SR 830.1) kann gegen einen 
Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde an das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem der 
Versicherte im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat. Der 
Beschwerdeführer ist im Kanton Graubünden wohnhaft. Damit ist die örtliche 
Zuständigkeit des heutigen Obergerichts des Kantons Graubünden gegeben. 
Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 
lit. a VRG. Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 
Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt und er 
weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). 
Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 
einzutreten (vgl. Art. 60 und Art. 61 ATSG).

2.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten Versicherungsleistungen gewährt. Die Leistungspflicht eines 
Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 
dem geklagten Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. 

2.2. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als verwirklicht 
gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Sachzusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 
noch nicht (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1).

2.3. Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 
dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

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eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Der Voraussetzung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung 
zu (BGE 129 V 177 E. 3.3, 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b). Sie hat bei allen 
Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen (SVR 2002 
UV Nr. 11 E. 2b). Die Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage (vgl. BGE 117 V 
359 E. 5d.aa); sie ist nicht von medizinischen Sachverständigen, sondern von der 
Richterperson zu beurteilen. 

2.4. Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 
SR 832.202) werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 
Spätfolgen gewährt. Laut Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückfall um 
das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Verletzung, sodass es zu 
ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu weiterer Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 
118 V 293 E. 2c, 105 V 31 E. 1c). Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 
geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische 
Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen 
können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes 
Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des 
Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten 
Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 
Gesundheitsschädigungen ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 
bejaht werden kann (SVR 2003 UV Nr. 14 E. 4; BGE 118 V 293 E. 2c; RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 326 E. 2). Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der 
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet 
werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
Vielmehr obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten 
Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht 
des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso 
strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 
Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (Urteile des 
Bundesgerichts 8C_448/2022 vom 23. November 2022 E. 2.3 und 8C_589/2017 
vom 21. Februar 2018 E. 3.2.2, je mit Hinweisen). Bei Beweislosigkeit fällt der 
Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus.

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2.5. Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung (und allenfalls Taggeld) anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung 
oder der prozessualen Revision einzustellen, etwa mit dem Argument, bei richtiger 
Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1), oder der 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und leistungsbegründendem 
Gesundheitsschaden habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen. Eine solche 
Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine 
Leistungen zurückfordern will (BGE 150 V 188 E. 7.2 mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_17/2024 vom 9. Juli 2024 E. 2.3 mit Hinweisen).

3. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Notwendigkeit des Ersatzes des 
Zahnes 11 bzw. dessen Implantates mittels Modellgussprothese mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf die Unfallereignisse aus den Jahren 2006 und/oder 1978 
zurückzuführen ist.

3.1. Unbestrittenermassen wurde der Ersatz des Zahnes 11 durch ein Implantat 
wegen des Unfalls im Jahre 2006 notwendig, weshalb die Beschwerdegegnerin 
damals ihre Leistungspflicht bejahte. 

3.2. Aktuell wurde ausweislich der Akten zunächst für die fehlenden Zähne 12, 
21, 22 und 23 eine provisorische Drahtklammerprothese erstellt und diese um den 
Zahn 11 erweitert, nachdem das Implantat regio 11 als nicht mehr erhaltungswürdig 
taxiert und entfernt worden war (Suva-act. 12 S. 1 und S. 13). Die fehlenden Zähne 
12, 21, 22 und 23 wurden weder beim Unfall von 1978 noch bei demjenigen von 
2006 (als der Zahn 22 bereits fehlte; Suva-act. 4) in Mitleidenschaft gezogen. 
Gegenteiliges lässt sich auch den vom Beschwerdeführer eingereichten Akten des 
Unfalls von 1978 nicht entnehmen, die ärztlicherseits ausschliesslich eine Fraktur 
der Mandibula rechts, d.h. eine Fraktur des Unterkiefers, aber keine Zahnschäden 
dokumentieren (Suva-act. 26). Der Beschwerdeführer wäre für weitere Schäden 
beweispflichtig, weshalb die entsprechende Beweislosigkeit sich zu seinen 
Ungunsten auswirkt.

Mithin ist die Versorgung bzw. der Ersatz der Zähne 12, 21, 22 und 23 zuerst mittels 
provisorischer Drahtklammerprothese und anschliessend mittels 
Modellgussprothese nicht aus unfallbedingten Gründen erfolgt. 

3.3. Damit bleibt die Frage zu klären, ob der Ersatz von Zahn 11 bzw. der Ersatz 
dessen Implantates zuerst mittels provisorischer Drahtklammerprothese und 
anschliessend mittels Modellgussprothese aus unfallbedingten Gründen erfolgt ist. 

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Dies ist mit Dr. med. dent. G._____, dem beratenden Zahnarzt der 
Beschwerdegegnerin, zu verneinen. Zwar wäre es denkbar, dass der zum Zeitpunkt 
des Unfalls im Jahr 2006 mit einer Verblend-Metall-Keramik und einem Stift 
versehene Zahn 11 ohne Unfall im Jahr 2006 heute noch vorhanden und 
erhaltungswürdig wäre. Angesichts vier fehlender unmittelbarer Nachbarzähne, 
fortgeschrittener Parodontitis und mehrerer profund kariöser Läsionen ist es aber 
überwiegend wahrscheinlich, dass auch ohne den Unfall im Jahre 2006 Zahn 11, 
wie vier seiner unmittelbaren Nachbarzähne, nicht mehr vorhanden, oder wie das 
Implantat regio 11, nicht mehr erhaltungswürdig wäre. Der schlüssigen und 
nachvollziehbaren Beurteilung des beratenden Zahnarzts Dr. med. dent. G._____ 
vom 23. April 2024, welche sich auf die umfassende Aktenlage wie auch Bildgebung 
stützt, steht keine anders lautende fachmedizinische Beurteilung zur Kausalität 
entgegen. Es kommt ihr voller Beweiswert zu und es ist auf sie abzustellen. 

Demnach ist es nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die Reparatur der provisorischen Drahtklammerprothese respektive 
das Anfügen des Zahnes 11 und anschliessend die Modellgussprothese wegen der 
Unfälle in den Jahren 2006 bzw. 1978 haben vorgenommen werden müssen. Eine 
Rückfallkausalität ist nur möglich. Überwiegend wahrscheinlich sind die 
generalisierte, zum Teil stark fortgeschrittene Parodontitis und mehrere profund 
kariöse Läsionen für den verschlechterten Zustand des Gesamtgebisses und den 
Verlust des Implantates von Zahn 11 sowie der Zähne 12, 21 und 23 seit 2006 
verantwortlich; dies bei mangelnder Sorgfalt hinsichtlich der Pflege des Gebisses 
(vgl. Suva-act. 30). Damit entfällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. 

3.4. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer aus dem 
Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten der Versorgung von Zahn 11 
mittels Erweiterung der provisorischen Drahtklammerprothese übernommen hat, 
nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Der Unfallversicherer hat – wie bereits 
erwähnt (Erwägung 2.5 hiervor) – die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro, d.h. 
für die Zukunft, einzustellen, etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege 
kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1), oder der 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und leistungsbegründendem 
Gesundheitsschaden habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen. Nach dem 
vorstehend Gesagten besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für 
den Ersatz des Zahnes 11 bzw. den Ersatz des Implantates regio 11, weshalb sie 
auch nicht verpflichtet gewesen wäre, die Kosten für die Reparatur der 
provisorischen Drahtklammerprothese respektive das Anfügen des Zahnes 11 zu 

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übernehmen. Vielmehr übernahm sie diese Kosten aus Kulanz. Von aus Kulanz 
erbrachten Leistungen kann nun aber nach dem Gesagten kein Anspruch auf 
weitergehende Leistungen abgeleitet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_714/2013 vom 12. Juni 2014 E. 4.1; Kulanz bezeichnet ein freiwilliges 
Entgegenkommen einer Partei gegenüber einer anderen. Kulanz ist immer freiwillig 
und nicht rechtlich verpflichtend [vgl. https://www.bexio.com/de-CH/kulanz oder 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kulanz; jeweils besucht am 22. August 2025]). 

3.5. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde. 

4.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies 
im jeweiligen Einzelgesetz so vorgesehen ist. Die Sonderbestimmungen zur 
Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine generelle Kostenpflicht vor. 
Damit sind unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 
der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in casu nicht 
vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind daher 
keine Kosten zu erheben. 

4.2. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf einen 
Parteikostenersatz (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]