# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba7b0166-f275-58ca-9378-0220e9dd99bf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-09-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 12.09.2006 S 2006 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2006-57_2006-09-12.pdf

## Full Text

S 06 57

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 12. September 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) … ist am 8. September 1988 geboren. Am 28. Dezember 2004 stürzte sie mit 

einem snowboardähnlichen Gerät (Snowskate) im Skigebiet … und verletzte 

sich am rechten Knie. Mit Schreiben vom 10. Januar 2005 gab Dr. med. … 

als Art der Schädigung eine Distorsion des rechten Knies mit Binnenläsion an.

b) Seit dem 1. August 2004 ist die Versicherte bei Dr. med. … angestellt. Über 

den Arbeitgeber ist sie bei der National-Versicherungs-Gesellschaft 

(nachfolgend Gesellschaft) gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit 

versichert.

c) Bereits im Herbst 2003 hatte sich die Versicherte beim Skitraining in … am 

rechten Knie verletzt. Mit Schreiben vom 13. Juli 2005 berichtete Dr. med. …, 

dass die Versicherte am 27. Dezember 2003 wegen Kniebeschwerden bei 

ihm zum ersten Mal in Behandlung war. Er hatte eine mässige Schwellung 

parapatellär beidseits, besonders jedoch an der Innenseite und eine leichte 

Überwärmung des ganzen Knies sowie Patellschiebeschmerzen festgestellt. 

Zeichen einer Kreuzbandläsion seien wegen einer Verspannung durch 

Schmerzen nicht prüfbar gewesen. Die wegen persistierenden Schmerzen am 

14. Juli 2004 durch Dr. med. … angeordnete Magnetresonanztomographie 

(MRI) zeigte eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Risse am medialen 

Meniskushinterhorn und osteochondrale Impressionen am lateralen 

Femurcondylus sowie ein abgeflachtes fermoropatellären Gleitlager.

d) Die Abklärungen mittels Kernspintomographie am 10. Februar 2005 am 

Radiologie Institut im Medizinischen Zentrum … zeigten eine vollständige 

Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Das mediale Seitenband sei proximal 

etwas verdickt, das laterale Seitenband intakt. Der mediale Meniskus sei 

verkürzt. Gemäss Beurteilung von Dr. med. … seien die Befunde bezüglich 

Ruptur des vorderen Kreuzbandes und Läsion des medialen 

Meniskushinterhornes im Vergleich zur Voruntersuchung am 14. Juli 2004 

weitgehend identisch. Am lateralen Femurcondylus bestehe eine nicht frische 

bekannte Impression mit subchondraler Sklerosezone. Eine frische bone 

bruise sei nicht nachweisbar.

2. a) Am 25. Februar 2005 wurde die Versicherte in der Klinik … am rechten Knie 

operiert. Gemäss Operationsbericht vom 25. Februar 2005 wurde ein 

Kreuzbandersatz mit mittlerem Patellarsehnendrittel durchgeführt. Ein 

Horizontal- und Querriss des lateralen Meniskuscorpus wurde reseziert. Es 

bleibe eine stabile Hiatusbrücke.

b) Mit Schreiben vom 25. Februar 2005 erstellte Dr. … ein Arztzeugnis UVG. Die 

Patientin war bei ihr seit 30. Dezember 2004 in Behandlung. Sie stellte ein 

Reizknie bei der bekannten Kreuzbandläsion mit Giving-way fest.

c) Am 23. August 2005 nahm die Versicherte zum Unfallhergang und seinen 

Auswirkungen Stellung. Sie sei mit einem Snowskate unterwegs gewesen. 

Beim Fahren über ein Rail (hölzernes Hindernis) habe sie die Balance 

verloren und sei gestürzt. Dabei habe sie ihr Knie verdreht. Bis zum Unfall am 

28. Dezember 2004 habe sie im Schweizerischen Snowboard-Juniorenkader 

problemlos Spitzensport betreiben können.

3. Auf Anfrage der Gesellschaft erstellte Dr. med. …, beratender Arzt der 

Gesellschaft, am 8. Dezember 2005 ein Aktengutachten. Bei vorbestehender 

Instabilität und Dysabilität mit Giving-way Syndrom und wiederholten 

Schwellungs- und Schmerzzuständen seien erfahrungsgemäss 

Sekundärschäden, namentlich am lateralen Meniskus insbesondere bei 

bereits vorbestehend nachgewiesener Impression am lateralen 

Femurcondylus, zu erwarten.

4. a) Am 27. Januar 2006 verfügte die Gesellschaft, dass sie nur für eine 

vorübergehende Verschlimmerung der Beschwerden leistungspflichtig sei. 

Die operative Sanierung der bereits vorbestehend dokumentierten deutlichen 

Schäden des rechten Kniegelenks könne nicht als Folge, auch nicht als 

teilweise Folge, des Ereignisses vom 28. Dezember übernommen werden.

b) Am 24. Februar 2006 erhob die Krankenversicherung der Versicherten, die 

ÖKK Surselva (nachfolgend Krankenversicherung) Einsprache. Sie brachte 

hervor, dass der Status quo ante vorliegend nicht erreicht sei und die 

Beweislast hierfür der UVG-Versicherer trage.

5. Mit Schreiben vom 15. März 2006 nahm Dr. med. … Stellung zur Verfügung 

der Gesellschaft vom 27. Januar 2006. Die Verletzung des lateralen Meniskus 

sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalles vom 28. 

Dezember 2004 und habe zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung des 

Vorzustandes geführt. Die Darstellung des Unfallversicherers könne deshalb 

nicht akzeptiert werden.

6. Die Einspracheeinstanz der Gesellschaft wies die Beschwerde am 22. März 

2006 ab. Aufgrund des Unfallereignisses vom 28. Dezember 2004 übernehme 

die Gesellschaft eine vorübergehende Behandlung des Reizkniezustandes, 

welche teilweise durch ein ereignisbedingtes stärkeres Giving-way verursacht 

wurde. Die operative Sanierung der bereits vorbestehend dokumentierten 

deutlichen Schäden des rechten Kniegelenks könnten nicht als Folge des 

Unfalles vom 28. Dezember 2004 qualifiziert werden.

7. Gegen den Einspracheentscheid vom 22. März 2006 erhob die 

Krankenversicherung am 12. Juni 2006 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. Sie beantragte, dass der Einspracheentscheid 

aufzuheben und die Gesellschaft zu verpflichten sei, die gesetzlichen UVG-

Leistungen vollumfänglich auszurichten. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen vorgebracht, die markante und fortwährende Verschlechterung 

der Situation sei erst durch den Unfall vom 28. Dezember 2004 eingetreten. 

Der dabei festgestellte laterale Meniskusriss sei ausschliesslich eine 

Unfallfolge vom 28. Dezember 2004. Vor dem Unfall habe die Patientin sogar 

Spitzensport betreiben können.

8. Am 5. Juli 2006 ergänzte Dr. med… sein Aktengutachten vom 8. Dezember 

2005. Er berichtete, dass die totale Ruptur des vorderen Kreuzbandes 

teilweise muskulär kompensiert werden könne. Dieser Zustand führe jedoch 

auf Dauer zu Beschädigungen der Knorpelbeläge. Das Verdrehen des 

Kniegelenks am 28. Dezember 2004 habe zu einem erneuten Schub des 

Reizknies rechts geführt. Indessen seien die totale Kreuzbandruptur, die 

mediale Meniskusläsion, die Knorpelveränderungen am lateralen 

Femurcondylus und die Alterationen des patellaren Gleitweges schon vor dem 

Versicherungsschutz bei der Gesellschaft nachgewiesen. Ebenfalls seien 

Brückensymptome und Beschwerden am 17. Juli 2004, unmittelbar vor der 

Anstellung beim Versicherungsnehmer –dokumentiert worden.

Dr. med. … beantwortete in seinem Bericht vom 5. Juli 2006 einige Fragen 

der Gesellschaft. Zusammengefasst führte er aus, der Unfall vom 28. 

Dezember 2004 habe zu keiner wesentlichen Verschlimmerung des 

Vorzustandes geführt und es liege im Vergleich zum Vorzustand mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine neue Verletzung vor.

9. In der Beschwerdeantwort vom 10. August 2006 beantragte die Gesellschaft 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Durch den Unfall vom 28. 

Dezember 2006 (recte: 28. Dezember 2004) sei bloss eine vorübergehende 

und keine richtungsweisende Verschlimmerung aufgetreten. Spätestens mit 

Datum vom 11. Februar 2006 (recte: 11. Februar 2005) sei der Status quo 

sine vel ante wieder erreicht worden. Die Intensität des von der Versicherten 

ausgeübten wettkampfmässigen Snowboardsports mit zahlreichen Sprüngen 

stelle für das bereits verletzte Knie eine extreme Zusatzbelastung dar. Somit 

sei das Ereignis vom 28. Dezember 2004 medizinisch nicht als kausale 

Ursache, sondern vielmehr als Folge der vorbestandenen Knieverletzungen 

der Versicherten anzusehen. Damit bestehe ab dem 28. Dezember 2004 

keine Leistungspflicht der Gesellschaft mehr.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Fall bildet der Einspracheentscheid vom 

22. März 2006. Streitig ist mithin die Frage, ob die Gesellschaft für den Unfall 

und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen aufzukommen hat.

2. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sowie 

Allgemeinem Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) setzt 

grundsätzlich voraus, dass zwischen dem Ereignis und dem eingetretenen 

Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 

gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 

eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im 

Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht. 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem 

versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung 

auch der erforderliche adäquate Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Rechtsfrage, die nach den von der Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von 

Unfallfolgen – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang – nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu erfolgen (BGE 117 V 360 f. E. 4b).

b) Natürlich kausal sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in gleicher Weise bzw. 

nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges 

nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Schädigung ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 

Störung entfiele (BGE 112 V 32 E. 1a). Zur Feststellung des natürlichen 

Kausalzusammenhanges ist die Verwaltung bzw. das Gericht auf Angaben 

ärztlicher Experten angewiesen.

Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis dann zu gelten, wenn 

es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 126 V 361 E. 5c; 125 V 461 

f. E. 5a; 123 V 103 f. E. 2d; 122 V 416 E. 2a; 121 V 49 E. 3a; 117 V 382 E. 4). 

Die Frage nach der Adäquanz ist nicht von medizinischen Sachverständigen, 

sondern vom Richter zu beurteilen (BGE 115 V 146; 112 V 33 E. 1b; 111 V 

375 E. 2c).

c) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 

der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 125 V 352; 122 V 160).

Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 

Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit besteht. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 

welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 

begründet erscheinen lassen. In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und 

soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte im 

Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen (BGE 124 I 175 E. 4). Jedoch können Parteigutachten 

auch Äusserungen eines Sachverständigen enthalten, welche zur 

Feststellung eines medizinischen Sachverhaltes beweismässig beitragen 

können. Der Richter ist verpflichtet, zu prüfen, ob diese Parteigutachten die 

Aussagen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder Unfallversicherer 

förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon 

abzuweichen ist.

3. Vorliegend ist als erstes zu prüfen, ob der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 28. Dezember 2004 und dem Gesundheitsschaden 

der Patientin gegeben ist. 

a) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhanges muss der 

Gesundheitszustand vor mit demjenigen nach dem schädigenden Ereignis 

verglichen werden. In den Akten findet sich eine Vielzahl ärztlicher 

Beurteilungen. Durch verschiedene ärztliche Untersuchungen nach dem 

Unfall im Jahre 2003 in Zermatt konnte eine Verletzung am rechten Knie 

festgestellt werden. Zur näheren Untersuchung unterzog sich die Patientin 

einer MRI. Die am 14. Juli 2004 angeordnete MRI ergab eine vollständige 

Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Risse am medialen Meniskushinterhorn 

und osteochondrale Impressionen am lateralen Femurcondylus sowie ein 

abgeflachtes fermoropatellären Gleitlager. Diese Diagnose wurde am 10. 

Februar 2005 in einer erneuten MRI-Untersuchung bestätigt. Diese Befunde 

und die Tatsache, dass diese Gesundheitsschäden vor der Anstellung der 

Versicherten beim Versicherungsnehmer am 1. August 2004 vorlagen, 

werden vorliegend von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Jedoch habe 

der Unfall vom 28. Dezember 2004 eine markante und fortwährende 

Verschlechterung der Situation sowie einen neu aufgetretenen lateralen 

Meniskusriss zur Folge. Vor dem Ereignis vom 28. Dezember 2004 sei 

wettkampfmässiger Sport möglich gewesen. 

Der unabhängige Vertrauensarzt Dr. … untermauerte die sich aus den 

verschiedenen Untersuchungen ergebenden Befunde im Aktengutachten 

vom 8. Dezember 2005 und in dessen Ergänzung am 5. Juli 2006. Er führte 

aus, dass die Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Patientin 

nicht auf den Unfall vom 28. Dezember 2004 zurückzuführen sei. Die 

extremen Belastungen der wieder aufgenommenen sportlichen Tätigkeit 

hätten zur zusätzlichen Reizung und Zerrüttung des Kniegelenks geführt. Es 

bestehe keine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes. Dieses 

von Dr. med. … erstellte Gutachten genügt den Anforderungen an eine 

beweiskräftige medizinische Stellungnahme, beruht es auf allseitigen, 

einlässlichen Untersuchungen und berücksichtigen die geklagten 

Beschwerden ebenso wie die umfangreichen Vorakten, zudem sind die 

Schlussfolgerungen begründet und nachvollziehbar. Durch dieses Gutachten 

erscheint die Angelegenheit hinlänglich dokumentiert und es besteht keine 

Veranlassung, noch weitere medizinische Abklärungen zu tätigen. Die durch 

den von der Krankenversicherung beauftragten Dr. med. … gemachten 

Ausführungen vermögen die Aussagen und Schlussfolgerungen von Dr. med. 

… nicht zu erschüttern.

b) In Würdigung der Arzt- und Klinikberichte muss vorliegend die natürliche 

Kausalität des Unfalles vom 28. Dezember 2004 insoweit ohne weiteres 

bejaht werden, als dadurch ein behandlungsbedürftiger Schmerzschub 

ausgelöst wurde. Jedoch ist die natürliche Kausalität des betreffenden 

Unfalles im Sinne einer bleibenden richtungsweisenden Verschlimmerung 

des vorbestehenden Gesundheitszustandes mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Der Unfall verursachte keine neu bleibende 

Gesundheitsschädigung am Kniegelenk. Die eingetretenen Beschwerden 

sind Folgen des dokumentierten Vorzustandes. Die Tatsache, dass die 

Versicherte bis zum Unfall wettkampfmässig Sport betreiben konnte, ist Folge 

einer muskulären Stabilität, die einen Kreuzbandriss über längere Zeit 

kompensieren kann. Dies jedoch mit dem Risiko, dass – wie vorliegend - bei 

einem neuen Ereignis die Muskelkompensation zeitweilig ausfällt und wieder 

Schmerzen auftreten. Die Patientin musste jederzeit damit rechnen, dass ihre 

Muskulatur der ständigen Belastung im Snowboardsport nicht standhält und 

dies dann Auswirkungen auf das Kniegelenk hat. Das seit dem Jahre 2003 

chronisch instabile Kniegelenk führte zu einer zusätzlichen Schädigung von 

Meniskus und Knorpel, was eine frühzeitige Abnützung des Kniegelenks 

begünstigt. Der heutige Gesundheitszustand hätte sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf des Vorzustandes auch ohne den Unfall vom 28. 

Dezember 2004 eingestellt.

4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Snowboardunfall vom 28. Dezember 

2004 und der Gesundheitsschäden der Patientin mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht besteht. Damit ist eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin bezüglich Operations- und Behandlungskosten zu 

verneinen. 

5. Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG und Art. 11 der grossrätlichen 

Verordnung über das Verfahren in Sozialversicherungsstreitsachen (VVS; BR 

542.300) grundsätzlich kostenlos ist. Eine aussergerichtliche Entschädigung 

an die Vorinstanz entfällt laut Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.