# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea26846b-901a-52d8-b3e9-2bfc3b75ac93
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2008 C-4232/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4232-2008_2008-08-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4232/2008/
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d  v o m  2 8 . 
A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Beat Weber,
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

F. _______ AG, 
vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Flurin Turnes, 
Neugasse 35, 9000 St. Gallen,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, 
Postfach 2855, 8022 Zürich,
Vorinstanz.

Berufliche Vorsorge; Betreibung der Auffangeinrichtung 
BVG vom 23. Mai 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4232/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (Vorinstanz) mit  Verfügung 
vom  23.  Mai  2008  die  F. _______  AG  (Beschwerdeführerin)  unter 
Aufhebung des Rechtsvorschlags der Beschwerdeführerin gegen den 
Zahlungsbefehl  Betreibungsnummer  (...)  angewiesen  hat,  der 
Vorinstanz den Betrag von Fr. 272'734.-- nebst Zins zu 5% seit  dem 
11. März  2008  zuzüglich  Fr. 150.--  Mahn-  und  Inkassokosten  sowie 
Zahlungsbefehlskosten von Fr. 200.-- sowie Kosten für die Verfügung 
von Fr. 525.--, fällig bei Rechtskraft der Verfügung, zu bezahlen,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Beschwerde  vom  23.  Juni  2008 
(Poststempel)  und  Beschwerdeergänzung  vom  26.  Juni  2006  (Post-
stempel)  diese  Verfügung  beim Bundesverwaltungsgericht  angefoch-
ten hat,

dass die Vorinstanz im Rahmen des Schriftenwechsels mit Verfügung 
vom  30.  Juli  2008  die  Betreibungsverfügung  vom  23.  Mai  2008 
vollumfänglich aufgehoben und festgestellt hat, dass die Beschwerde 
C-4232/2008  beim  Bundesverwaltungsgericht  somit  gegenstandslos 
geworden sei,

dass die Vorinstanz diese Verfügung gleichentags dem Bundesverwal-
tungsgericht zugestellt hat,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  14.  August  2008 
mitgeteilt hat, dass er gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 30. Juli 
2008 keine Beschwerde erhebt,

dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR  173.32)  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) beurteilt, sofern – wie dies hier zutrifft – keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden 
gelten  und es  sich  bei  der  Stiftung Auffangeinrichtung BVG gemäss 
Art. 54 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Berufliche Alters-, Hinter-
lassenen-  und  Invalidenversicherung  vom  25.  Juni  1982  (BVG, 

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C-4232/2008

SR 831.40) in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG bzw. Art. 33 
Bst. h VGG um eine solche Behörde handelt, 

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der beruflichen Vorsorge 
nach Art. 33 Bst. h VGG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2bis BVG vor 
Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-
chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzu-
setzen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht 
gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG),

dass die Beschwerde - wie die Vorinstanz mit Verfügung vom 30. Juli 
2008, mit welcher sie ihre Verfügung vom 23. Mai 2008 vollumfänglich 
aufgehoben hat, zutreffend festgestellt hat - aufgrund des Wegfalls des 
Rechtsschutzinteresses gegenstandslos geworden ist,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren 
als  durch Wiedererwägung gegenstandslos  geworden abzuschreiben 
ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, 
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass  Vorinstanzen  oder  beschwerdeführenden  und  unterliegenden 
Bundesbehörden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  werden  (Art. 63 
Abs. 2 VwVG), 

dass deshalb im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben 
sind,

dass  die  Parteien,  die  Anspruch  auf  Parteientschädigung  erheben, 
dem Gericht vor dem Entscheid eine detaillierte Kostennote einzurei-
chen  haben  und  das  Gericht  im  Säumnisfall  die  Entschädigung  auf 
Grund der Akten festzusetzen hat (Art. 14 Abs. 1 und 2 VGKE), 

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dass der Stundenansatz gemäss Art. 10 Abs. 2 VGKE für Anwälte min-
destens  Fr. 200.--  und höchstens  Fr. 400.--  beträgt,  wobei  in  diesen 
Stundenansätzen die Mehrwehrtsteuer nicht enthalten ist,

dass  bei  Streitigkeiten  mit  Vermögensinteresse  das  Anwaltshonorar 
angemessen erhöht werden kann (Art. 10 Abs. 3 VGKE), 

dass gemäss Art. 11 VGKE die Spesen auf Grund der tatsächlichen 
Kosten ausbezahlt und für Kopien Fr. --.50 pro Seite berechnet werden 
können,

dass der Beschwerdeführer in seiner Kostennote vom 14. August 2008 
einen  Aufwand  von  Fr.  4'252.35  (9.5  Std.  à  Fr.  400.--  sowie 
Barauslagen von Fr. 152.-- [berechnet gemäss Art. 29bis HonO SG, 4%] 
zuzüglich  7.6% Mehrwertsteuer  von Fr. 300.35)  bei  einem Streitwert 
von Fr. 273'084.-- plus Zins geltend macht, 

dass  das  vorliegende  Verfahren  bereits  in  der  ersten  Phase  des 
Instruktionsverfahrens  durch  Gegenstandslosigkeit  erledigt  wird  und 
deshalb eine Erhöhung des Honorars wegen hohen Streitwertes nicht 
gerechtfertigt ist,

dass der Vertreter inklusive Einreichung der Honorarnote vier Einga-
ben zu 1 - 3 Seiten ans Bundesverwaltungsgericht getätigt hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht unter Berücksichtigung der in der 
Kostennote  aufgeführten  Aufwände  und  unter  Ausschluss  des 
aufgeführten „Rechtsstudiums“ (vgl. hierzu Urteil  des Bundesgerichts 
vom 22. Mai 2003 [I 30/03] E. 6.2) einen Aufwand von 8 Std. für ge-
rechtfertigt hält, unter Berücksichtigung der relativ aufwändigen Mate-
rie bei einem Stundenansatz von Fr. 350.--,

dass somit die Parteientschädigung für den anwaltlich vertretenen Be-
schwerdeführer auf Fr. 2'800.-- und für Auslagen auf Fr. 50.-- zuzüglich 
7.6% Mehrwertsteuer von Fr. 216.60.-- festzusetzen ist.

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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.
Die Vorinstanz wird verpflichtet,  der Beschwerdeführerin  eine Partei-
entschädigung von Fr. 3'066.60 (inkl. MWST) zu bezahlen.

4.
Dieser Entscheid geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind, soweit  sie die beschwerdeführende Partei  in Hän-
den hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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