# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4058500-834d-5a2d-ae9d-9dd6ed6d07d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2009 E-6218/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6218-2009_2009-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6218/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...),
Mongolei,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. September 2009 /
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6218/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  –  mongolische  Staatsangehörige  aus 
B.______  –  ihr  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  am  25. April 
2009 verliess und mit dem Zug nach Moskau reiste, von wo sie zuerst 
per  LKW  und  später  mit  einem  Privatwagen  über  ihr  unbekannte 
Länder am 4. Mai 2009 in die Schweiz gelangte und hier gleichentags 
um Asyl nachsuchte,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum C._______ vom 14. Mai  2009 sowie  der  direkten 
Anhörung vom 28. Mai 2009 zur Begründung der Asylgesuche im We-
sentlichen  geltend  machte,  sie  sei  von  ihrem  Adoptivvater  dreimal 
misshandelt und ihr Partner sei des Mordes an seiner Mutter bezichtigt 
worden, 

dass das BFM mit Verfügung vom 25. September 2009 – eröffnet am 
28. September 2009  –  in  Anwendung von  Art. 32  Abs. 2  Bst.  a und 
Abs. 3  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf 
das Asylgesuch nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such zusammenfassend festhielt, die Beschwerdeführerin habe innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, sie erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  ihrem Fall  aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass  nämlich  die  Beschwerdeführerin  am  14. Mai  2009  schriftlich 
aufgefordert  worden  sei,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Identi-
täts-  beziehungsweise  Reisepapiere  beizubringen  und  sie  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen sei, 

dass demzufolge davon auszugehen sei,  sie habe nur unter Verwen-
dung authentischer Identitäts- und Reisenpapiere in die Schweiz ge-
langen können,  welche  sie  jedoch  in  Verletzung seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht nicht abgegeben habe,

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dass ausserdem keine Hinweise vorlägen,  dass  die Beschwerdefüh-
rerin  konkrete Schritte zur Beschaffung von Identitätspapieren unter-
nommen  hätte,  zumal  sie  nicht  einmal  bereit  gewesen  sei,  ihre 
Schulzeugnisse kommen zu lassen,

dass  die  von  ihr  geltend  gemachten  Umstände,  sie  habe  jeglichen 
Kontakt zum Heimatland abbrechen wollen, Angst vor einer Verhaftung 
gehabt, nicht zu ihren Adoptiveltern zurückkehren wollen und überdies 
andere  Dokumente  zur  Ausreise  beschaffen  können,  keine 
nachvollziehbaren Gründe liefere, weshalb sie ihre Papiere vernichtet 
habe,

dass sie auch ihre Papiere bei sich zu Hause oder bei Freunden hätte 
deponieren können,

dass  der  Beschwerdeführerin  zudem  nicht  geglaubt  werden  könne, 
dass sie ohne ein Reisepapier und ohne je kontrolliert worden zu sein 
von  Russland  bis  in  die  Schweiz  gereist  sei,  zumal  seit  dem 
Inkrafttreten  des  Schengener  Abkommens  die  Beitrittsstaaten  ver-
pflichtet  seien,  die  strengen  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit 
Visa- und Passkontrollen durchzuführen,

dass die Beschwerdeführerin bewusst ihre Identität habe verschleiern 
wollen,

dass  es  nicht  nachvollziehbar  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin 
dreimal - das letzte Mal im Jahre 2007 - im Haus ihrer Adoptiveltern 
von ihrem Stiefvater  vergewaltigt  worden  sei  und aus  Rücksicht  auf 
ihre Familie bei der Polizei nie eine Anzeige eingereicht habe,

dass es auch nicht plausibel erscheine, wieso die Beschwerdeführerin 
trotz der angeblich erfolgten sexuellen Übergriffe durch ihren Stiefvater 
und  der gebotenen Möglichkeit, bei ihrem Freund zu leben, zwei Jahre 
lang bis zur Ausreise zu Hause gelebt habe,

dass  die  zeitliche  Kausalität  zwischen  einer  angeblichen 
Drittverfolgung und der Ausreise nicht gegeben sei,

dass ihre Beziehung zu ihrem Adoptivvater sehr unklar sei, da sich die 
Beschwerdeführerin in Widersprüche zur Beziehung beziehungsweise 
zur Bezeichnung ihres Vaters verstrickt habe,

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dass  ihr  nicht  gelungen  sei,  substantiiert  darzulegen,  worin  der 
Zusammenhang  zwischen  der  Verfolgung  ihres  Freundes  und  ihrer 
eigenen bestehe,

dass  der  Umstand,  dass  man  sie  als  Ehefrau  des  Verfolgten  hätte 
ansehen können, nicht zu überzeugen vermöge,

dass  die  Beschwerdeführerin  überdies  keine  Tötungsabsichten  ihr 
gegenüber erwähnt habe,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 
sie über eine Ausbildung und ein gutes soziales Netz verfüge,

dass die Beschwerdeführerin  mit  Beschwerde  an das Bundesverwal-
tungsgericht  vom  30. September 2009 mitteilte,  sie  habe  den 
Entscheid des BFM erhalten, bitte aber um eine Erstreckung der Frist 
zur  Einreichung  eine  Beschwerdeverbesserung,  da  sie  während  der 
kurzen  fünftägigen  Frist  nicht  in  der  Lage  sei,  Dokumente  und 
Beweismittel zu beschaffen,

dass  die  Akten  am 2. Oktober 2009  beim  Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 5. Oktober 
2009 eine dreitägige Frist zur Verbesserung ihrer Beschwerde gewährt 
wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  5.  Oktober  die 
Beschwerdeverbesserung einreichte und dabei beantragte, es sei die 
angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  das  Verfahren  zwecks 
materieller  Prüfung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  sowie  die 
Beschwerdeführerin  infolge  Unzumutbarkeit  und  Unzulässigkeit  des 
Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]) vorläufig aufzunehmen,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um Erlass  der  Bezahlung 
des Kostenvorschusses sowie der Verfahrenskosten ersuchte,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts 
– überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  insbesondere  wenig  plausibel  erscheint,  dass  die 
Beschwerdeführerin  nur  bis  Moskau  einen  Pass  gehabt  habe,  und 
zudem  weitestgehend  ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es  ihr 
angesichts der – insbesondere an den EU-Aussengrenzen – strengen 

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Grenzkontrollen  möglich  gewesen  wäre,  ohne  authentische 
Reisepapiere  und  ohne  jemals  kontrolliert  zu  werden  von  Russland 
über die zwingenden Transitländer Ukraine, Slowakei und/oder Ungarn 
und Österreich in die Schweiz zu gelangen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, sie habe bei ihrer Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
sie jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung ihrer gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Transitzentrum  vom  14.  Mai 2009  und  der 
Anhörung  vom 28. Mai 2009  darstellt,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, 
dass die Beschwerdeführerin offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft 
nicht  erfüllt,  und einem Vollzug ihrer  Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  zwischen  den  von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemachten 
erlebten  Vergewaltigungen  keine  zeitliche  Kausalität  zur  zwei  Jahre 
späteren Ausreise vorliegt,

dass  die  Beschwerdeführerin  überdies  auch  volljährig  ist  und  somit 
ohne  staatliche  und  externe  Hilfe  über  genügend  Möglichkeiten 
verfügt, sich vor ihrem Stiefvater vor eventuellen erneuten Übergriffen 
zu schützen beziehungsweise fernzuhalten,

dass das Erleben von häuslicher Gewalt alleine grundsätzlich nicht zur 
Asylgewährung führt,

dass in Übereinstimmung mit dem BFM die Beschwerdeführerin über 
keine  gesicherten  Kenntnisse  zum  Zusammenhang  der  angeblichen 
Verfolgung ihres Freundes und ihrer daraus entstandenen Gefährdung 

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in  der  Mongolei  verfügt,  sowie  auch  keine  gegen  sie  gerichtete 
möglichen Tötungsabsichten erwähnte,

dass  die  Beschwerdeführerin  erstmals  in  ihrer  Beschwerdeschrift 
geltend macht, sie leide an (...) und befinde sich (...), 

dass  diese  Beeinträchtigungen  aber  nicht  durch  ärztliche  Zeugnisse 
belegt werden und auch keine entsprechenden Hinweise vorliegen, ob 
sie sich in einer laufenden Therapie befindet,

dass  es  erstaunt,  dass  sie  trotz  ihrer  angeblich  gesundheitlichen 
Probleme bis dato keinen Arzt aufgesucht hat, obwohl sie sich bereits 
seit einem halben Jahr in der Schweiz befindet,

dass deshalb ihr geltend gemachter (...) als nachgeschoben betrachtet 
werden muss, 

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die weiteren Ausführungen in ihrer Beschwerde beziehungsweise 
Beschwerdeverbesserung,  welche  die  mangelnden  institutionellen 
Möglichkeiten  weiblicher  Gewaltopfer  aufzeigen  sollen,  an  diesem 
Ergebnis offensichtlich nichts zu ändern vermögen und es sich somit 
erübrigt, auf diese einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat,  vorliegend die Beschwerdefüh-
rerin  weder  eine Aufenthaltsbewilligung besitzt  noch einen Anspruch 
auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG,  Art. 32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum 
Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische 
Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im 
Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass, wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend und ausführlich 
erwogen, weder die allgemeine Lage in der Mongolei noch individuelle 
Gründe  der  Beschwerdeführerin  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im 
Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  insbesondere  auch  die  von  der  Beschwerdeführerin 
vorgebrachten gesundheitlichen Probleme nicht dokumentiert sind und 
nicht derart  gravierend erscheinen, dass sie es rechtfertigen würden, 

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den Wegweisungsvollzug als unzumutbar zu bezeichnen, zumal – wie 
oben  dargelegt  –  bis  anhin  keine  medizinische  Behandlung  initiiert 
wurde,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin in  ihren 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihr obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  aufgrund  des  direkten  Entscheides  in  der  Hauptsache  das 
Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
gegenstandslos geworden ist,

dass  das  Verfahren  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 somit abzuweisen 
ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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