# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f72485d4-0758-5425-988b-9b7b17b8c646
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 27.03.2025 Z2 2025 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2025-11_2025-03-27.pdf

## Full Text

20250325_114853_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2025 11

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Beschluss vom 27. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte,

gegen

C.________,
Gesuchsgegner und Berufungskläger,

betreffend

Mietausweisung (Rechtsschutz nach Art. 257 ZPO)
(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 7. Februar 2025)

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Rechtsbegehren

Gesuchsgegner und Berufungskläger

1. Wiederherstellung der Frist zur Weiterziehung des Urteils, da das Gericht nicht ordnungsgemäss auf 
meine Argumente eingegangen ist und ich das Urteil aufgrund der eingeschriebenen Zustellung nicht 
rechtzeitig abholen konnte.

2. Neubeurteilung des Falls unter Berücksichtigung aller eingereichten Beweise, insbesondere:

- der echte Mietvertrag der D.________ GmbH;
- die widersprüchlichen Angaben der Gegenseite;
- die Korrespondenz zwischen Mieter und Vermieter, [aus der] klar ersichtlich ist, das[s es sich] hier 

um die GmbH handelt und nicht um [die] natürliche Person;
- der Handelsregisterauszug.

3. Prüfung der mutmasslichen Urkundenfälschung durch die Gegenseite.

4. Provisorische aufschiebende Wirkung des Urteils bis zur endgültigen Klärung, sodass die Wegweisung 
nicht vollzogen wird.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Gesuchstellerin) vermietete im Sommer 2021 das Clublokal an 
der ________ (Strasse und Nr.) in E.________ (ZG). Mit welcher Mietpartei sie den Vertrag 
schloss, ist umstritten. Es liegen zwei verschiedene Fassungen des Mietvertrags im Recht. 
Die Gesuchstellerin ist der Ansicht, sie habe den Mietvertrag am 1. Juli 2021 mit C.________ 
(nachfolgend: Gesuchsgegner) geschlossen (act. 1/2). Der Gesuchsgegner ist hingegen der 
Ansicht, er habe den Mietvertrag am 25. Juni 2021 für die D.________ GmbH mit Sitz in 
E.________ (ZG) abgeschlossen (act. 1/3). Der Gesuchsgegner ist Gesellschafter und Ge-
schäftsführer der D.________ GmbH.

2. Ab Januar 2024 wurden die Mietzinse für das Clublokal nicht mehr bezahlt. Mit Einschreiben 
vom 6. September 2024 setzte die Gesuchstellerin dem Gesuchsgegner eine Frist von 
30 Tagen gemäss Art. 257d Abs. 1 OR, um die ausstehenden Mietzinse zu begleichen. 
Gleichzeitig drohte sie an, das Mietverhältnis bei unbenütztem Ablauf der Frist ausserordent-
lich zu kündigen. Nachdem die offene Schuld innert der gesetzten Frist nicht beglichen wor-
den war, erklärte die Gesuchstellerin dem Gesuchsgegner mit amtlichen Formular die Kündi-
gung des Mietverhältnisses per 30. November 2024.

3. Mit Eingabe vom 11. Dezember 2024 stellte die Gesuchstellerin beim Kantonsgericht Zug, 
Einzelrichter, ein Gesuch um Mietausweisung (Vi act. 1). Der Gesuchsgegner reichte am 
9. Januar 2025 (Vi act. 7) einen vom 25. Juni 2021 datierenden Mietvertrag zwischen der 
Gesuchstellerin und der D.________ GmbH ein und machte geltend, Letztere sei Mieterin 
des Clublokals. Nachdem sich die Gesuchstellerin ein weiteres Mal hatte vernehmen lassen 
(Vi act. 11), forderte der Einzelrichter den Gesuchsgegner mit Schreiben vom 21. Januar 
2025 auf, das Originalexemplar des Mietvertrags vom 25. Juni 2021 einzureichen; dies ver-
bunden mit dem Hinweis, dass die unberechtigte Verweigerung der Herausgabe von Urkun-

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den bei der Beweiswürdigung berücksichtigt werde (Vi act. 12). Der Gesuchsgegner holte 
dieses Schreiben nicht ab und liess sich innert Frist auch nicht mehr vernehmen (Vi act. 14).

4. Mit Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 7. Februar 2025 (Vi act. 13) 
wurde der Gesuchsgegner angewiesen, das Clublokal an der ________ (Strasse und Nr.) in 
E.________ (ZG) bis spätestens Donnerstag, 27. Februar 2025, zu räumen und der Gesuch-
stellerin unter Rückgabe sämtlicher Schlüssel zu übergeben. Für den Fall der Missachtung 
wurde dem Gesuchsgegner der polizeiliche Vollzug des Entscheids und die Überweisung an 
den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen angedroht (Dispositiv-
Ziff. 1). Im Weiteren auferlegte der Einzelrichter dem Gesuchsgegner die Entscheidgebühr 
von CHF 1'000.00 (Dispositiv-Ziff. 2) und verpflichtete diesen, der Gesuchstellerin eine Par-
teientschädigung von CHF 1'600.00 (inkl. MWST) zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 3).

5. Gegen diesen Entscheid reichte der Gesuchsgegner am 26. Februar 2025 "Beschwerde" 
[recte: Berufung] beim Obergericht des Kantons Zug mit dem eingangs genannten Rechts-
begehren ein (act. 1). Mit Präsidialverfügung vom 27. Februar 2025 wurde darauf hingewie-
sen, dass der Berufung im vorliegenden Fall von Gesetzes wegen die aufschiebende Wir-
kung zukommt; zudem wurde der Gesuchsgegner aufgefordert, einen Kostenvorschuss von 
CHF 1'000.00 zu bezahlen (act. 3). Der Gesuchsgegner leistete den Vorschuss innert der mit 
Schreiben vom 18. März 2025 angesetzten Nachfrist (act. 5). Die Berufung wurde der Ge-
suchstellerin nicht zur Stellungnahme zugestellt.

Erwägungen

1. Zunächst ist auf den Antrag des Gesuchsgegners auf Wiederherstellung der Berufungsfrist 
einzugehen (Ziff. 1 seiner Anträge). Das Gericht kann auf Gesuch einer säumigen Partei eine 
Nachfrist gewähren, wenn sie glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschul-
den trifft (vgl. Art. 148 Abs. 1 ZPO). Eine Partei ist säumig, wenn sie eine Prozesshandlung 
nicht fristgerecht vornimmt oder zu einem Termin nicht erscheint (Art. 147 Abs. 1 ZPO). Die 
Berufungsfrist lief vorliegend erst am 27. Februar 2025 ab. Der Gesuchsgegner hat seine Be-
rufung mithin fristgerecht erhoben (vgl. Präsidialverfügung vom 27. Februar 2025, 3. Spiegel-
strich [act. 3]). Demnach ist mangels schutzwürdigen Interesses nicht auf seinen Antrag auf 
Wiederherstellung der Berufungsfrist einzutreten (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_441/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 4.1).

2. Zum Berufungsverfahren ist einleitend Folgendes festzuhalten:

2.1 Das Berufungsverfahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Ver-
vollständigung des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des 
erstinstanzlichen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Ent-
sprechend ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der 
Berufungskläger aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in tatsäch-
licher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder 
neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzukom-
men, genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf ihre Vorbringen vor erster Instanz 
verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefoch-

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tenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Einzelnen die vorinstanzli-
chen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen argumentativ auseinander-
setzen und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. Die Begründung muss hin-
reichend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach nachvollzogen werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; BGE 142 III 413 
E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

2.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten Streit-
punkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf nicht 
ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen Begrün-
dung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsgerichts, die 
Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen verbesser-
lichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (Urteil des Bundesgerichts 5A_452/2022 vom 
11. April 2023 E. 4.2.1; 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015; je m.w.H.).

2.3 Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) und die unrichtige Feststellung 
des Sachverhaltes (lit. b) geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das bedeutet, dass das 
Berufungsgericht über eine uneingeschränkte Prüfungsbefugnis in rechtlicher und tatsäch-
licher Hinsicht verfügt (Urteil des Bundesgerichts 5A_340/2021 vom 16. November 2021 
E. 5.3.1 m.w.H.). Es ist jedoch nicht gehalten, von sich aus alle sich stellenden tatsächlichen 
und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Parteien vor 
der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich das Beru-
fungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort 
gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_194/2024 vom 11. Oktober 2024 E. 4.2.2.2; BGE 144 III 394 E. 4.1.4).

2.4 Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Praxis-
gemäss ist zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu unterscheiden. 
Unechte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung entstanden sind. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend 
eingeschränkt: Sie sind ausgeschlossen, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits 
im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden können. Wer im Berufungsverfah-
ren unechte Noven einbringen will, hat namentlich die Gründe detailliert darzulegen, weshalb 
er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor erster Instanz hat vorbringen können 
(Urteil des Bundesgerichts 4A_518/2023 vom 18. April 2024 E. 3.4.1; 4A_112/2023 vom 
10. Juli 2023 E. 4.4.1; BGE 143 III 42 E. 4.1).

3. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid im Wesentlichen wie folgt: Die Mietausweisung 
gestützt auf Art. 257 ZPO setze voraus, dass der Sachverhalt unbestritten oder sofort be-
weisbar und die Rechtslage klar sei (Vi act. 13 E. 8). Umstritten sei vorliegend einzig, wer 
Mieter des Clublokals sei – der Gesuchsgegner gestützt auf den Mietvertrag vom 1. Juni 2018 
bzw. 1. Juli 2021 oder die D.________ GmbH gestützt auf den Mietvertrag vom 25. Juni 
2021. Die Gesuchstellerin habe die Echtheit des vom Gesuchsgegner eingereichten Mietver-
trags bestritten. Der Gesuchsgegner habe das Original des Mietvertrags vom 25. Juni 2021 in 

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der Folge trotz Aufforderung nicht eingereicht. Er begründe dies nicht und lege auch nicht 
dar, dass das Original bloss verloren gegangen sei. Folglich sei davon auszugehen, dass es 
kein Original des vom Gesuchsgegner eingereichten Mietvertrags vom 25. Juni 2021 gebe. 
Sein Einwand, nicht er, sondern die D.________ GmbH sei Mieterin des Clublokals, sei somit 
weder schlüssig noch hinreichend belegt. Daran änderten auch seine weiteren Behauptungen 
nichts. Die angebliche Bezahlung des Mietzinses durch die D.________ GmbH oder andere 
Gesellschaften sei bestritten und unbelegt. Zudem könnte allein daraus ohnehin nicht auf eine 
andere Mietpartei als die im Vertrag aufgeführte Person geschlossen werden. Demgegenüber 
verweise die Gesuchstellerin auf die vom Gesuchsgegner persönlich und nicht für die 
D.________ GmbH unterzeichnete Erklärung vom 7. Juli 2021 betreffend die Übernahme von 
offenen Mietzinsen [des Vormieters], zu der er sich mit Unterzeichnung des Mietvertrags vom 
1. Juli 2021 verpflichtet habe. Insbesondere damit vermöge die Gesuchstellerin die Passivle-
gitimation des Gesuchsgegners überzeugend darzulegen. Weiter sei belegt und unbestritten, 
dass der Mietvertrag zwischen den Parteien rechtsgültig per 30. November 2024 beendet 
worden sei. Die Gesuchstellerin habe folglich seit 1. Dezember 2024 einen Anspruch auf 
Rückgabe des Mietobjekts. Der Gesuchsgegner sei nicht gewillt, diesem Anspruch stattzuge-
ben. Deshalb sei er antragsgemäss aus dem Mietobjekt auszuweisen (Vi act. 13 E. 8.2).

4. Was der Gesuchsgegner dagegen vorbringt, genügt den Begründungsanforderungen an die 
Berufung nicht (vgl. vorne E. 2.1).

4.1 Zunächst bringt der Gesuchsgegner eine Reihe neuer Tatsachen und Beweismittel vor: Es 
gebe eine von ihm ausgestellte Kündigung für die F.________ AG [gegenüber der Gesuch-
stellerin], nicht jedoch für die D.________ GmbH. Zudem habe er die Gesuchstellerin mit 
Schreiben vom 26. Juni 2024 zur Behebung erheblicher Mängel an der "Mietsache 
D.________ GmbH" aufgefordert. In ihrer Antwort habe die Gesuchstellerin angegeben, dass 
die F.________ AG und die D.________ GmbH das Mietverhältnis bereits aufgelöst hätten, 
was nachweislich nicht stimme. Die Gesuchstellerin gehe auch [im Rahmen der späteren E-
Mail-Korrespondenz] auf die "D.________ GmbH Mietverhältnisse" ein (act. 1 S. 1; 
act. 1/6 ff.).

Der Gesuchsgegner legt nicht dar, weshalb er diese neuen Tatsachen und Beweismittel nicht 
schon im vorinstanzlichen Verfahren vortragen konnte. Seine Vorbringen sind demzufolge 
prozessual unzulässig und unbeachtlich (vgl. vorne E. 2.4), weshalb nicht weiter darauf ein-
zugehen ist. Anzumerken bleibt, dass ohnehin unklar ist, was etwa die vom Gesuchsgegner 
für die F.________ AG ausgesprochene Kündigung vorliegend zur Sache tut.

4.2 Im Weiteren macht der Gesuchsgegner geltend, der von ihm eingereichte Mietvertrag sei 
massgeblich und die von der Gesuchstellerin eingereichte Version sei "mutmasslich ge-
fälscht" (act. 1 S. 1). Statt den klaren Hinweisen auf Unstimmigkeiten bei den Vertragsdaten 
nachzugehen habe die Vorinstanz in Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) 
einseitig auf die [Darstellung der] Gesuchstellerin abgestellt und gegen den Gesuchsgegner 
entschieden. Er habe eine Kopie des Original-Mietvertrags eingereicht. Trotzdem habe die 
Vorinstanz nachträglich [das Original] angefordert und die Argumentation des Gesuchsgeg-
ners vollständig ignoriert, weil er das Einschreiben nicht abgeholt habe. Zudem habe er expli-
zit auf den Handelsregistereintrag hingewiesen, der bestätige, dass das Mietverhältnis über 

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die [D.________] GmbH gelaufen sei. Der Mietvertrag sei beim [Handelsregisteramt] hinter-
legt und die Vorinstanz habe diesen Beweis ignoriert (act. 1 S. 2).

4.2.1 Damit beschränkt sich der Gesuchsgegner in weiten Teilen auf appellatorische Kritik am an-
gefochtenen Entscheid. Er beharrt im Wesentlichen auf seiner bereits vorinstanzlich vorgetra-
genen Auffassung, er habe den echten Mietvertrag eingereicht. Die Vorinstanz begründete 
jedoch einlässlich, weshalb die Gesuchstellerin die Passivlegitimation des Gesuchstellers 
überzeugend dargelegt habe, während die Darstellung des Gesuchsgegners unbelegt geblie-
ben sei: Für die Passivlegitimation des Gesuchsgegners spreche namentlich die von ihm per-
sönlich unterzeichnete Erklärung betreffend die Übernahme von offenen Mietzinsen des Vor-
mieters. Demgegenüber habe es der Gesuchsgegner trotz Aufforderung unterlassen, das 
Original des Mietvertrags vom 25. Juni 2021 einzureichen. Deshalb sei davon auszugehen, 
dass es kein Original gebe, zumal der Gesuchsgegner keine Erklärung hierfür liefere (vgl. 
vorne E. 3).

4.2.2 Mit dieser nachvollziehbaren Begründung befasst sich der Gesuchsgegner in der Berufung 
nicht. Er lässt eine argumentative Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen 
vermissen. Mangels hinreichender Begründung ist somit nicht auf die Berufung einzutreten 
(vgl. vorne E. 2.1 f.).

4.2.3 Im Übrigen vermögen die Vorbringen des Gesuchsgegners auch in der Sache nicht zu über-
zeugen: So erschliesst sich namentlich nicht, inwiefern die Vorinstanz vorliegend das rechtli-
che Gehör des Gesuchsgegners verletzt haben soll (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 53 Abs. 1 
ZPO). Die Rechtsprechung leitet aus dem Gehörsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV insbe-
sondere das Recht der Parteien ab, sich über alle für das Urteil wesentlichen Tatsachen zu 
äussern, ihren Rechtsstandpunkt zu vertreten, ihre entscheidwesentlichen Sachvorbringen 
mit tauglichen sowie rechtzeitig und formrichtig angebotenen Mitteln zu beweisen, sich an 
den Verhandlungen zu beteiligen und in die Akten Einsicht zu nehmen. Die Wahrnehmung 
des unbedingten Replikrechts, das vom Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst wird, setzt 
voraus, dass jede dem Gericht eingereichte Stellungnahme sowie jedes Aktenstück den Be-
teiligten zugestellt wird, so dass die Prozesspartei sich dazu umgehend unabhängig davon 
äussern kann, ob die eingereichte Eingabe neue wesentliche Vorbringen enthält und ob sie 
im Einzelfall geeignet ist, den richterlichen Entscheid zu beeinflussen (Urteil des Bundesge-
richts 4A_418/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 3.3 m.w.H.).

Der Gesuchsgegner macht nicht geltend, dass die Vorinstanz ihm keine Gelegenheit gab, 
seinen Standpunkt vorzubringen, oder dass sie ihm Aktenstücke vorenthielt. Ein Blick in die 
Akten zeigt denn auch, dass die Vorinstanz den Gesuchsgegner mit Schreiben vom 21. Ja-
nuar 2025 aufforderte, sich zur Stellungnahme der Gesuchstellerin zu äussern und das Ori-
ginal des Mietvertrags vom 25. Juni 2021 einzureichen. Zudem wies sie den Gesuchsgegner 
darauf hin, dass die unberechtigte Verweigerung einer Herausgabe von Urkunden bei der 
Beweiswürdigung berücksichtigt werde (vgl. Art. 164 ZPO; Vi act. 12). Worin der Gesuchs-
gegner vor diesem Hintergrund eine Verletzung des rechtlichen Gehörs erblickt, ist nicht er-
sichtlich. Er kann namentlich nichts für sich daraus ableiten, dass er das Schreiben der Vor-
instanz nicht abholte. Zum einen macht er zu Recht nicht geltend, dass er nicht mit einer Zu-
stellung habe rechnen müssen und diese nicht gültig erfolgt sei (vgl. Art. 138 Abs. 3 lit. a 
ZPO; Urteil des Bundesgerichts 4A_449/2023 vom 2. Mai 2024 E. 4.1). Zum anderen be-

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gründet er nicht, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein soll, innert der angesetzten 
Frist Stellung zu nehmen und das Original des Mietvertrags einzureichen (was er im Übrigen 
im Berufungsverfahren nicht nachholt). Seine Rüge der Gehörsverletzung ist demnach unbe-
gründet.

4.2.4 Ebenso verhält es sich mit dem Hinweis des Gesuchsgegners, er habe explizit auf den Han-
delsregistereintrag der D.________ GmbH verwiesen, der bestätige, dass das Mietverhältnis 
über diese gelaufen sei; der Mietvertrags sei beim Handelsregisteramt hinterlegt.

Vorinstanzlich brachte der Gesuchsgegner in seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2025 vor, 
"[b]asierend auf diesem Vertrag der D.________ GmbH konnten wir [...] die Handelsregister-
Anmeldung erfolgreich durchführen" (Vi act. 7). Damit ist dem Gesuchsgegner nicht geholfen. 
Einerseits ist nicht ersichtlich, inwiefern deswegen der Schluss der Vorinstanz, es sei davon 
auszugehen, dass es kein Original des Mietvertrags [mit der D.________ GmbH] vom 
25. Juni 2021 gebe, falsch sein soll. Andererseits kann die Darstellung des Gesuchsgegners 
gar nicht zutreffen: Die D.________ GmbH wurde nämlich bereits am tt.mm.2021 im Tages-
register des Handelsregisters eingetragen; die Publikation im Schweizerischen Handels-
amtsblatt SHAB erfolgte am tt.mm.2021 (vgl. BGE 150 III 209 E. 2.1 f. [zur Notorietät von öf-
fentlich zugänglichen Eintragungen im Handelsregister]). Ein angeblicher Vertrag vom 
25. Juni 2021 kann deshalb nicht Grundlage für die Eintragung gebildet haben. Nebenbei 
bemerkt fordert das Handelsregisteramt eine Rechtseinheit ohnehin nicht in jedem Fall auf, 
einen Mietvertrag einzureichen (vgl. Art. 117 Abs. 4 HRegV). Mithin ist auch die Rüge, die 
Vorinstanz habe den Handelsregistereintrag der D.________ GmbH ignoriert, unbegründet.

4.3 Nach dem Gesagten ist auf die Berufung mangels hinreichender Begründung nicht einzutre-
ten (vgl. vorne E. 4.1). Selbst wenn darauf einzutreten wäre, wäre sie abzuweisen (vgl. vorne 
E. 4.2).

5. Zum Antrag des Gesuchstellers, es sei eine "mutmassliche Urkundenfälschung durch die 
Gegenseite" zu prüfen (Ziff. 3 seiner Anträge), ist der Ordnung halber festzuhalten, dass die 
II. Zivilabteilung des Obergerichts Zug hierfür offensichtlich nicht zuständig ist (vgl. Art. 304 
Abs. 1 StPO). Auch auf diesen Antrag ist nicht einzutreten.

6. Zusammengefasst erweist sich die Berufung (samt Fristwiederherstellungsgesuch) als offen-
sichtlich unzulässig. Auf die Berufung ist nicht einzutreten und der angefochtene Entscheid 
ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). Aufgrund der aufschiebenden Wirkung der Beru-
fung (Art. 315 Abs. 1 ZPO) ist jedoch der Ausweisungstermin neu festzulegen. Bei diesem 
Ergebnis erübrigte es sich, die Gesuchstellerin zu einer Stellungnahme aufzufordern (vgl. 
Art. 312 Abs. 1 ZPO).

7. Die Prozesskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss dem (unterliegenden) 
Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Streitwert beträgt vorliegend 
CHF 24'300.00 (Vi act. 13 E. 12). Bei diesem Streitwert beläuft sich die ordentliche Ent-
scheidgebühr auf CHF 2'916.00 (§ 11 Abs. 1 i.V.m. § 15 Abs. 1 KoV OG). Sie ist gestützt auf 
§ 12 Abs. 1 KoV OG sowie unter Berücksichtigung der dem Gesuchsgegner aufzuerlegenden 
Kosten für die Erstellung der Kopien der Berufungsschrift und der Beilagen (vgl. Präsidial-
verfügung vom 27. Februar 2025 [act. 3]; § 32 Abs. 1 lit. a KoV OG) ermessensweise auf 

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CHF 1'000.00 herabzusetzen. Der Gesuchstellerin ist im Berufungsverfahren kein Aufwand 
entstanden, für den sie zu entschädigen wäre.

Beschluss

1. Auf das Gesuch um Wiederherstellung der Berufungsfrist wird nicht eingetreten.

2. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. Der Ausweisungstermin wird neu auf Donnerstag, 
10. April 2025, 12.00 Uhr, festgesetzt.

3. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 1'000.00 wird dem Gesuchs-
gegner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ver-
rechnet.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 15'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie 
unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien (an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie der Berufungsschrift vom 

27. Februar 2025 samt Beilagen)
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (ES 2024 1047)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

A. Staub Ph. Carr
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: