# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f6ea152-b760-58ff-b049-5cb3029e8477
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.08.2011 SN.2011.20
**Docket/Reference:** SN.2011.20
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SN-2011-20_2011-08-24

## Full Text

Bewilligung persönlicher Verkehr (Art. 235 Abs. 2 StPO).;;Bewilligung persönlicher Verkehr (Art. 235 Abs. 2 StPO).;;Bewilligung persönlicher Verkehr (Art. 235 Abs. 2 StPO).;;Bewilligung persönlicher Verkehr (Art. 235 Abs. 2 StPO).

Verfügung vom 24. August 2011 
Strafkammer 

Partei  A., 
 

 Gesuchstellerin 

 
 

 

Gegenstand 
 

Bewilligung persönlicher Verkehr 

 

Der Präsident erwägt, dass: 

- B. mit Urteil der Strafkammer SK.2011.6 vom 22. Juli 2011 der strafbaren Vorberei-
tungshandlung zu Brandstiftung gemäss Art. 260bis Abs. 1 StGB und des Verbergens 
und Weiterschaffens von Sprengstoffen gemäss Art. 226 Abs. 2 StGB schuldig ge-
sprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten bestraft wurde 
(Urteils-Dispositiv Ziff. I.2 und I.3); 

- B. zur Sicherung des Strafvollzugs in Sicherheitshaft behalten wurde (Art. 231 StPO; 
Urteilsdispositiv Ziff. I.5) und er bisher nicht um Bewilligung des vorzeitigen Strafvoll-
zugs im Sinne von Art. 236 StPO ersucht hat; 

- A., Mutter des Beschuldigten, mit Eingabe vom 22. August 2011 für sich selbst sowie 
für ihre Tochter C. (geb. 1) um Erteilung einer einmaligen Bewilligung zum gemein-

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SN.2011.20 
(Hauptgeschäftsnummer:  SK.2011.6)  

 

- 2 - 

samen Besuch von B. ersucht, ohne indes eine Vollmacht der genannten Person bei-
zulegen; 

- Kontakte des Inhaftierten mit anderen Personen der Bewilligung der Verfahrenslei-
tung bedürfen (Art. 235 Abs. 2 StPO), weshalb die mit prozessleitender Verfügung 
des Präsidenten vom 28. Juli 2011 festgelegten Bedingungen weiterhin gelten;  

- nach Eingang der Anklage diverse Gesuche von Angehörigen (Mutter, Vater, Stiefva-
ter) zum Besuch des Beschuldigten bewilligt und weiteren Angehörigen im Rahmen 
der Hauptverhandlung vom 19.-22. Juli 2011 Besuche ermöglicht worden sind; 

- letztmals am 4. August 2011 einmalige Besuchsbewilligungen erteilt worden sind; 

- die Sachlage seit Erlass des Urteils vom 22. Juli 2011 es rechtfertigt, engen Famili-
enangehörigen des Beschuldigten eine grundsätzliche, generelle Besuchsbewilligung 
zu erteilen, da der Haftzweck (Sicherung des Strafvollzugs) dadurch nicht beeinträch-
tigt wird und anderweitige Erfordernisse der Strafverfolgung nicht (mehr) aktuell sind; 

- im gleichen Sinne wie bezüglich der Gesuchstellerin auch bezüglich der anderen be-
kannten nahen Familienangehörigen entschieden werden kann; 

- A. (Mutter), D. (Vater), E. (Stiefvater) sowie die Geschwister C. und F. im vorstehen-
den Sinne als enge Familienangehörige des Beschuldigten bezeichnet werden kön-
nen; 

- die Durchführung der Besuche (Modalitäten, Dauer und Häufigkeit) der Vollzugsbe-
hörde bzw. der Anstaltsleitung im Rahmen der internen Regeln bzw. der Gefängnis-
ordnung überlassen ist, wobei eine Aufsicht nicht erforderlich, indes der Fluchtgefahr 
Rechnung zu tragen ist (prozessleitende Verfügung vom 28. Juli 2011, Ziff. 2 und 5); 

- für diesen Entscheid keine Kosten zu erheben sind; 

- 3 - 

Der Präsident verfügt: 

1. An folgende Personen wird eine grundsätzliche, generelle Bewilligung zum Besuch 
von B. (geb. 2) im Rahmen der Anstaltsordnung erteilt: 

- A., (geb. 3), Schweizer Bürgerin,  

- E., (geb. 4), Schweizer Bürger, 

- C., (geb. 1), Schweizer Bürgerin, 

- F., (geb. 5),Schweizer Bürger, 

- D. 

2. Der Zeitpunkt von Besuchen ist vorgängig mit der Haftanstalt abzusprechen.  

3. Es werden keine Kosten erhoben. 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 

Walter Wüthrich, Präsident  

Geht an (Einschreiben)  
- A. (ohne Beilage)  
- E. *) 
- C. *) 
- F. *) 
- D. *) 
*) Beilage des Gesuchs von A. vom 22. August 2011 (Kopie) 
 
 
Kopie an 
- B. 
- Regionalgefängnis G. 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Verfügungen des Präsidenten der Strafkammer des Bundesstraf-
gerichts, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet 
Beschwerde bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts, Postfach 2720, 6501 Bellinzona, einge-
legt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG).  

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und 
Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder un-
richtige Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

Versand: 24. August 2011