# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ec99be2-767b-59e3-b113-d6eeed8c3022
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.01.2024 WBE.2023.148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-148_2024-01-31.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2023.148 / SW / jb  
(BVURA.21.579)  

Art. 11 

 

Urteil vom 31. Januar 2024 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang  

Verwaltungsrichter Michel  

Gerichtsschreiberin Wittich      

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____ AG 

vertreten durch Dr. iur. Peter Heer, Rechtsanwalt,  

Stadtturmstrasse 19, 5400 Baden    

        

gegen 

 

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____ 

vertreten durch lic. iur. Nik. Brändli, Rechtsanwalt, 

Hintere Bahnhofstrasse 10, 5001 Aarau    

 

  Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Rechtsabteilung, 

Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau    

  

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

 

Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt  

vom 7. März 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Gemeinderat Q._____ legte das Baugesuch der A._____ AG für den 

Neubau eines Einfamilienhauses auf der Parzelle Nr. aaa vom 20. März bis 

6. Mai 2020 öffentlich auf. Während der Auflagefrist gingen beim Ge-

meinderat drei Einwendungen ein. Mit Entscheid vom 11. August 2021 

hiess der Gemeinderat die Einwendungen teilweise gut und wies das Bau-

gesuch ab.   

 

B. 

Auf Beschwerde der A._____ AG hin fällte das Departement Bau, Verkehr 

und Umwelt (BVU), Rechtsabteilung, am 7. März 2023 folgenden Ent-

scheid: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Staatsgebühr von 
Fr. 3'800.− sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen von Fr. 584.−, ins-
gesamt Fr. 4'384.−, werden der Beschwerdeführerin, A._____ AG, aufer-
legt. 
 
3. 
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

 

C. 

1. 

Gegen diesen am 8. März 2023 zugestellten Entscheid des BVU, Rechts-

abteilung, erhob die A._____ AG am 24. April 2023 Verwaltungsgerichts-

beschwerde mit den folgenden Anträgen: 

 

1. 
Der Entscheid des DBVU sei aufzuheben und die nachgesuchte Baube-
willigung sei zu erteilen. 
 
2. 
Eventualiter sei der Entscheid des BVU aufzuheben und die Sache zum 
erneuten Entscheid an den Gemeinderat zurückzuweisen. 
 
3. 
Unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen (inklusive Ersatz 
der Mehrwertsteuer). 

 

2. 

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2023 beantragte das BVU, Rechts-

abteilung, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei kostenfällig abzuwei-

sen. 

 - 3 - 

 

 

 

3. 

Am 7. Juli 2023 reichte der Gemeinderat Q._____ die gemäss Antrag der 

Beschwerdeführerin beizuziehenden Akten im Baubewilligungsverfahren 

betreffend Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern auf der Parzelle Nr. bbb 

in R._____ ein. 

 

4. 

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2023 beantragte der Gemeinderat 

Q._____ die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter den ge-

setzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

5. 

Mit Replik vom 4. Oktober 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Be-

schwerdeanträgen fest.  

 

6. 

Der Gemeinderat Q._____ hielt mit Duplik vom 6. November 2023 eben-

falls an den in der Beschwerdeantwort gestellten Anträgen und Begrün-

dungen fest.  

 

7. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg (vgl. § 7 Abs. 1 

des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; 

SAR 155.200]) entschieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (§ 61 Abs. 3 

der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Der ange-

fochtene Entscheid des BVU ist verwaltungsintern letztinstanzlich (§ 61 

Abs. 1 BauV und § 9 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 lit. a Ziffer 1 der Verordnung 

über die Delegation von Kompetenzen des Regierungsrats vom 10. April 

2013 [Delegationsverordnung, DelV; SAR 153.113]). Das Verwaltungsge-

richt ist somit zuständig. 

 

2. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen gerügt 

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werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessenskontrolle ist dagegen ausge-

schlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1.  

1.1.  

Die für das vorliegend strittige Bauprojekt beanspruchte Fläche der Par-

zelle Nr. aaa in Q._____ wurde seit Einreichung des Baugesuchs ab-

parzelliert und im Grundbuch als Parzelle Nr. ccc eingetragen. Sie liegt in 

der "Wohn- und Gewerbezone 2 Geschosse" (WG2; vgl. Bauzonenplan der 

Gemeinde Q._____ vom […]). Die WG2 ist für Wohnen, Gewerbebetriebe 

(Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe), Restaurants, Verkaufsgeschäfte bis 

max. 250 m2 Nettoladenfläche und Landwirtschaftsbetriebe bestimmt (§ 11 

der Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Q._____ vom […] [BNO]). 

Bauten in der WG2 dürfen eine Gesamthöhe von 13 m aufweisen. Die 

talseitig gemessene Fassadenhöhe ist bei Flach- und Satteldächern auf 

maximal 9 m beschränkt (§ 6 BNO).  

 

1.2.  

Der Gemeinderat wies das Baugesuch für das auf der (heutigen) Parzelle 

Nr. ccc geplante Einfamilienhaus im Wesentlichen mit der Begründung ab, 

es halte die zulässige Fassadenhöhe nicht ein und ordne sich ungenügend 

in die Umgebung ein. Die Vorinstanz schützte die Abweisung des 

Baugesuchs.  

 

2.   

Die Gemeinde Q._____ hat die Baubegriffe und Messweisen der Inter-

kantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe vom 

22. September 2005 (IVHB; SAR 713.010) im kommunalen Recht umge-

setzt. Es gelten somit die in Anhang 1 und Anhang 2 zur BauV aufgeführten 

Baubegriffe und Messweisen mit den ergänzenden Bestimmungen in den 

§§ 17 ff. BauV (vgl. § 16 BauV). 

 

3.  

3.1.  

3.1.1.  

Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, dass die vom Gemein-

derat beigezogenen, die Parzelle Nr. aaa betreffenden Pläne aus den Jah-

ren […] zwar nicht die exakte Situation am Standort des vorliegenden 

Bauvorhabens wiedergeben würden; mangels präziserer Grundlagen sei 

jedoch nachvollziehbar, dass der Gemeinderat diese für die Bestimmung 

des Terrainverlaufs als massgebend betrachtet habe. Das von der 

Beschwerdeführerin in den Baugesuchsplänen eingezeichnete mass-

gebende Terrain stimme aber nicht mit jenem in den Plänen aus den Jah-

ren […] überein, obwohl die regionale Bauverwaltung der Gemeinde 

Q._____ der Beschwerdeführerin die alten Pläne zur Verfügung gestellt 

 - 5 - 

 

 

habe. Die Beschwerdeführerin sei der Aufforderung des Gemeinderats, 

mittels Belegen die Richtigkeit des von ihr ausgewiesenen massgebenden 

Terrains zu beweisen, nicht nachgekommen. Ebenso wenig habe sie 

nachvollziehbare Gründe für die Abweichung vorgebracht. Eine von den 

älteren Plänen ausnahmsweise abweichende Festlegung das massgeben-

de Terrains dränge sich nicht auf. Eine exakte Überprüfung der Einhaltung 

der maximal zulässigen Fassadenhöhe sei mit dem von der Beschwerde-

führerin gewählten Geländeverlauf aber nicht möglich, weshalb eine Über-

arbeitung des Baugesuchs notwendig sei. Die Abweisung des Baugesuchs 

erweise sich nur schon aus diesem Grund als rechtmässig. 

 

3.1.2.  

Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, das Bauprojekt halte 

gemessen am natürlich gewachsenen Geländeverlauf die gesetzlich zu-

lässige Fassadenhöhe von 9 m ein. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt 

verkannt. Die Überlagerung der Pläne zeige, dass die Fassadenhöhe am 

Punkt, wo das Gelände abfalle, etwa 7 m betrage. Es sei deshalb nicht 

nötig gewesen, den Fusspunkt zu vermassen. Der Vorwurf, keine genau-

eren Pläne eingereicht zu haben, stelle überspitzten Formalismus dar. Die 

Baugesuchspläne würden das Terrain zwar nicht exakt abbilden (Be-

schwerde, S. 8), die Geländekante sei aber korrekt eingetragen (Replik, 

S. 7). Im Übrigen habe der Gemeinderat nur den Plan aus dem Jahr […] 

zur Verfügung gestellt, stelle im Bauabschlag aber auch auf den Plan aus 

dem Jahr […] ab (Replik, S. 6).  

 

3.1.3.  

Der Gemeinderat verweist auf seinen Entscheid vom 11. August 2021, wo-

nach das massgebende Terrain in den Plänen aus den Jahren […] einiges 

tiefer liege als der in den Baugesuchsakten dargestellte Verlauf (vgl. 

Beschwerdeantwort, S.17). Die Beschwerdeführerin habe das von ihr 

eingezeichnete Terrain nicht belegen können und in der Verwaltungs-

gerichtsbeschwerde selbst eingeräumt, dass es nicht mit den älteren Plä-

nen übereinstimme. Die Einhaltung der Höhenmasse in Zonenvorschriften 

sei aber absolut wesentlich und korrekte Pläne seien für deren Beurteilung 

unabdingbar. Dass die Beschwerdeführerin das massgebende Terrain zu 

hoch eingezeichnet habe, zeige auch ein Vergleich mit den in der AGIS-

Online-Karte dargestellten Höhenlinien 1 m. Tatsächlich liege das massge-

bende Terrain tiefer, womit die zulässige Fassadenhöhe von 9 m über-

schritten werde (Beschwerdeantwort, S. 16 ff.).   

 

3.2. 

Das massgebende Terrain ist im öffentlichen Baurecht eine Referenz-

grösse für die Bestimmung zahlreicher wichtiger Gebäudeparameter (vgl. 

IVHB-Erläuterungen, Stand 3. September 2013, S. 2; ALAIN GRIFFEL, Die 

Harmonisierung der Baubegriffe – ein Schlag ins Wasser, Aktuelle Juristi-

sche Praxis [AJP] 10/2018, S. 1231; HEER/MUNZ, IVHB – Ein Werkstatt-

 - 6 - 

 

 

bericht aus dem Kanton Aargau, Anwaltsrevue 2013, S. 441 mit Beispie-

len). § 16 i.V.m. Anhang 1 Ziffer 1.1 BauV definiert das massgebende Ter-

rain wie folgt:  

 

Als massgebendes Terrain gilt der natürlich gewachsene Geländeverlauf. 
Kann dieser infolge früherer Abgrabungen und Aufschüttungen nicht mehr 
festgestellt werden, ist vom natürlichen Geländeverlauf der Umgebung 
auszugehen. Aus planerischen oder erschliessungstechnischen Gründen 
kann das massgebende Terrain in einem Planungs- oder im Baubewilli-
gungsverfahren abweichend festgelegt werden. 

 

Das Konkordat nennt somit den "natürlich gewachsenen Geländeverlauf" 

(im Moment der Baugesuchseinreichung) als massgebendes Terrain. Ein 

anderes als den "natürlich gewachsenen Geländeverlauf" als massgeben-

des Terrain zu bezeichnen, kommt nur unter den eng umschriebenen Vo-

raussetzungen des dritten Satzes in Frage. Damit wird bezweckt, dass auf 

den seit langem bestehenden, weitgehend durch natürliche Prozesse ent-

standenen Geländeverlauf abgestellt wird und nicht auf einen Geländever-

lauf, der auf menschliche Eingriffe wie frühere Abgrabungen und Aufschüt-

tungen zurückgeht (IVHB-Erläuterungen, S. 2; Entscheide des Verwal-

tungsgerichts WBE.2018.128 vom 3. Dezember 2018, Erw. 7, und 

WBE.2022.257 vom 28. März 2023, Erw. 3.2). Diesen sogenannten "Urzu-

stand" zu ermitteln, ist eine schwierige und aufwendige Aufgabe, da das 

natürlich belassene, unüberbaute Baugrundstück im Zeitalter des verdich-

teten Bauens selten ist. Meist muss – wo vorhanden – von älteren Terrain-

aufnahmen (dokumentiert in früheren Baugesuchsunterlagen, Strassen-

bauprojekten usw.) auf den "ursprünglichen Geländeverlauf" geschlossen 

werden. Der Beizug von historischen Karten oder geologischen Gutachten 

bei jedem Bauvorhaben erscheint zwar weder praktikabel noch verhältnis-

mässig (Entscheide des Verwaltungsgerichts WBE.2018.128 vom 3. De-

zember 2018, Erw. 9, und WBE.2022.257 vom 28. März 2023, Erw. 3.2), 

kann in Einzelfällen jedoch dennoch geboten sein. Wo der natürlich ge-

wachsene Geländeverlauf unklar oder umstritten ist, muss die zuständige 

Baubehörde dessen Verlauf im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens 

hoheitlich festlegen. Nach dem Konkordatstext wird sie dabei auf den na-

türlichen Geländeverlauf in der Umgebung abstellen, also soweit möglich 

von der Umgebung oder von älteren Terrainaufnahmen auf den ursprüng-

lichen Geländeverlauf auf dem Baugrundstück schliessen (IVHB-Erläute-

rungen, S. 2; Entscheide des Verwaltungsgerichts WBE.2018.128 vom 

3. Dezember 2018, Erw. 7, und WBE.2022.257 vom 28. März 2023, 

Erw. 3.2).  

 

3.3.  

Anhand der Pläne zum Baugesuch Nr. […] (W […], S-weg […]) ist 

ersichtlich, dass sich die fünf nordwestlich an die Bauparzelle 

angrenzenden Reiheneinfamilienhäuser auf den Parzellen Nrn. eee bis fff 

im Verhältnis zur Strasse (W) auf erhöhtem Terrain befinden. Es sind 

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mehrere Stufen notwendig, um von der Strasse (W) her auf das Niveau des 

Erdgeschosses der Reiheneinfamilienhäuser zu gelangen. Auch die über 

den S-weg zugänglichen Autounterstände befinden sich auf einem 

erheblich tieferen Niveau als die Reiheneinfamilienhäuser (siehe etwa auf 

Google Street View abrufbare Bilder [Stand Januar 2024]; AGIS-Online-

Karte "Höhenlinie 1m" [Stand Januar 2024]). Die Pläne aus dem Jahr […] 

machen deutlich, dass das Gelände zum S-weg hin leicht abschüssig ist, 

wobei ein flacherer Winkel ausgewiesen wird als in den Plänen der 

Beschwerdeführerin (vgl. Duplikbeilage 1). Dasselbe ergibt sich aus den 

Plänen "Fassade Nord" und "Fassade Süd" im Baugesuch Nr. […] 

betreffend Umbau des ehemaligen Bauernhauses auf den südöstlich 

gelegenen Parzellen Nrn. aaa und ggg. Dort wurde zum S-weg hin 

derselbe abfallende Geländeverlauf eingezeichnet wie in den Plänen aus 

dem Jahr […]. Damit steht fest, dass man in den Baugesuchen aus den 

Jahren […] vom selben Geländeverlauf ausging. Es ist bei dieser 

Ausgangslage nicht zu beanstanden, dass sowohl der Gemeinderat als 

auch die Vorinstanz gestützt auf diese Pläne auf den ursprünglichen, 

natürlich gewachsenen Geländeverlauf als massgebendes Terrain 

schlossen.   

 

Der Gemeinderat stellte der Beschwerdeführerin zur Ermittlung des 

massgebenden Terrains diese vorhandenen Pläne des Baugesuchs aus 

dem Jahr […] (Baugesuch Nr. […]) betreffend den Umbau des bestehen-

den Bauernhauses auf der Parzelle Nr. aaa zur Verfügung. Vergleicht man 

aber die Pläne aus den Jahren […] mit den Baugesuchsplänen des 

vorliegenden Bauvorhabens, wird deutlich, dass der Verlauf des mass-

gebenden Terrains nicht übereinstimmt (vgl. Baugesuchsakten Nrn. […] 

und […]; Beschwerdeantwort, S.19 ff.). Zum selben Ergebnis gelangt man, 

wenn man einen der älteren Pläne optisch (gespiegelt) über den 

eingereichten Gesamtplan der Beschwerdeführerin legt. Das von der Be-

schwerdeführerin eingezeichnete massgebende Terrain verläuft oberhalb 

des in den älteren Plänen ausgewiesenen bestehenden Terrains und fällt 

dann steiler ab als in den Plänen aus den Jahren […] (vgl. Duplikbeilage 

1). Weshalb das massgebende Terrain höher verlaufen sollte, legte die 

Beschwerdeführerin – trotz entsprechender Aufforderung des Ge-

meinderats – nicht dar. 

 

Nicht zu beanstanden ist im Übrigen, dass der Gemeinderat der Beschwer-

deführerin nur einen Plan aus dem Baugesuch Nr. […] überliess. Dieser 

stimmt in Bezug auf den Geländeverlauf mit den Plänen aus dem Bau-

gesuch Nr. […] überein, weshalb der Beschwerdeführerin daraus kein 

Nachteil entstand. Abweichend eingezeichnet ist nur der Terrainverlauf in 

den Baugesuchsplänen der Beschwerdeführerin – was diese im Übrigen 

selbst einräumte (vgl. Beschwerde, S. 8) 

 

 - 8 - 

 

 

3.4.  

Die Fassadenhöhe ist der grösste Höhenunterschied zwischen der Schnitt-

linie der Fassadenflucht mit der Oberkante der Dachkonstruktion und der 

dazugehörigen Fassadenlinie (Anhang 1 Ziff. 5.2 BauV und IVHB). Die 

Fassadenlinie ist die Schnittlinie von Fassadenflucht und massgebendem 

Terrain (Anhang 1 Ziff. 3.2 BauV und IVHB). Die Fassadenflucht ist die 

Mantelfläche, gebildet aus den lotrechten Geraden durch die äussersten 

Punkte des Baukörpers über dem massgebenden Terrain. Vorspringende 

und unbedeutend rückspringende Gebäudeteile werden nicht berücksich-

tigt (Anhang 1 Ziff. 3.1 BauV und IVHB).  

 

Gemäss § 6 BNO ist die talseitig gemessene Fassadenhöhe bei Flach- und 

Satteldächern auf maximal 9 m beschränkt. Aus den Baugesuchsplänen ist 

ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin beim vorliegenden Bauvorhaben 

die maximale Fassadenhöhe bis auf den letzten Zentimeter ausreizen 

möchte; sie beträgt exakt 9 m. Dies wäre im Grundsatz zulässig. Die Be-

schwerdeführerin referenzierte allerdings auf ein – wie oben dargelegt – zu 

hoch eingezeichnetes Terrain. Da das massgebende Terrain tatsächlich je-

doch tiefer liegt, überschreitet das Bauprojekt die gesetzlich vorgeschrie-

bene Fassadenhöhe auf jeden Fall, womit das Baugesuch nicht bewilli-

gungsfähig ist.  

 

Nicht nachvollziehbar ist, wie die Beschwerdeführerin zum Schluss kommt, 

die Fassadenhöhe betrage – entgegen ihren eigenen Baugesuchsplänen – 

lediglich etwa 7 m. Haltlos ist auch der Vorwurf des überspitzten Formalis-

mus. Überspitzter Formalismus ist nur gegeben, wenn die strikte Anwen-

dung der Formvorschriften durch keine schutzwürdigen Interessen gerecht-

fertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des ma-

teriellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder verhindert (vgl. 

BGE 132 I 249, Erw. 5). Das ist vorliegend klarerweise nicht der Fall. 

 

3.5.  

Insgesamt ist der von der Vorinstanz bestätigte Bauabschlag aufgrund der 

Überschreitung der maximal zulässigen Fassadenhöhe rechtmässig. Dem-

entsprechend ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde bereits aus diesem 

Grund abzuweisen. 

 

4.  

4.1. 

Im Hinblick auf eine allfällige Anpassung des vorliegenden Bauvorhabens 

ist der angefochtene Entscheid auch in Bezug auf die Einordnung des Bau-

vorhabens in das Ortsbild zu überprüfen (angefochtener Entscheid, 

Erw. 5). 

 

 - 9 - 

 

 

4.2. 

4.2.1.  

Der Gemeinderat erwog in seinem Entscheid, dass die Gemeinde Q._____ 

im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von 

nationaler Bedeutung (ISOS) verzeichnet sei. Die gute Einpassung von 

Neubauten in das Ortsbild von Q._____ sei äusserst wichtig, weshalb beim 

Ortsbildexperten B._____ ein Fachgutachten in Auftrag gegeben worden 

sei. Dieser habe das Projekt aufgrund der ortsfremden Gestaltung und der 

negativen Wirkung auf die Umgebung aus Sicht des Ortsbildschutzes klar 

abgelehnt. Der Gemeinderat legte seinem Entscheid das Fachgutachten 

zugrunde und hielt ergänzend fest, der langgestreckte, im westlichen Teil 

abgeschrägte und im Obergeschoss auskragende Baukörper sei wohl der 

Parzellenform geschuldet, in seiner Umgebung aber als störend zu 

bezeichnen. Eine Baute mit der vorgesehenen Dachgestaltung (Flachdach) 

sei zwar grundsätzlich zulässig, das vorliegende Bauvorhaben verstosse 

aber eindeutig gegen die gemäss § 50 Abs. 1 lit. f BNO und § 40 Abs. 1 

lit. f des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 

1993 (Baugesetz, BauG; SAR 713.100) geforderte gute Gesamtwirkung; 

eine Beeinträchtigung der Umgebung könne nur durch die Verweigerung 

der Baubewilligung vermieden werden (Vorakten, act. 4). 

 

4.2.2.  

Die Vorinstanz schützte den Entscheid des Gemeinderats. Sie führte im 

Wesentlichen aus, dass – wie von der Fachberaterin Siedlungsentwicklung 

und Ortsbild des BVU, Abteilung Siedlungsentwicklung (im Folgenden: 

Fachberaterin Ortsbild), anlässlich des Augenscheins vom 20. Dezember 

2022 dargelegt – für die Beurteilung der Einordnung nicht die angrenzende 

Baumschulbauzone, sondern die bereits bestehenden Gebäude in Rich-

tung Dorfzentrum massgebend seien. Es sei zu verhindern, dass der Cha-

rakter der Baumschulbauzone mit ihren besonderen Bauten und Anlagen 

auf die Bauten in der Zone WG2 Einfluss nehme. Ebenfalls Teil der mass-

gebenden Umgebung seien diverse grössere Bauten auf den Parzellen 

Nrn. kkk, lll und mmm sowie die […] auf der Parzelle Nr. ddd (vgl. zum 

Ganzen: angefochtener Entscheid, Erw. 5.7). Die Vorinstanz sah keine 

Veranlassung von der Einschätzung der Fachberaterin Ortsbild ab-

zuweichen, wonach bei den bestehenden Bauten eine gewisse Einheit be-

stehe, der Neubau aufgrund der abweichenden Proportionen, der moder-

nen Optik und der Positionierung hingegen hervorsteche. Auch die Akten 

und der Augenschein hätten bestätigt, dass sich das geplante Einfamilien-

haus derart deutlich von seiner Umgebung abheben würde, dass insge-

samt nicht mehr von einer guten Gesamtwirkung gesprochen werden 

könne. Das bestehende Gebäudeensemble sei bei der Dorfeinfahrt im Be-

reich der T-Strasse gut wahrnehmbar, weshalb ihm eine besondere 

Bedeutung zuzumessen sei. Hinzu komme, dass es sich um die im Bun-

desinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) von regio-

naler und lokaler Bedeutung aufgeführten Strecke V._____ – Q._____ – 

 - 10 - 

 

 

U._____ handle, was ebenfalls in die Beurteilung der massgebenden 

Umgebung einfliessen dürfe. Ausserdem besitze die Gemeinde ein Ortsbild 

von nationaler Bedeutung, wobei die wesentlichen Eigenschaften auch am 

Rand des Gemeindegebietes gemäss Erhaltungsziel b zu bewahren seien. 

Auch der Richtplan des Kantons Aargau schreibe vor, dass ein Gefälle der 

Siedlungsqualität zwischen Kerngebieten und Aussenquartieren zu 

vermeiden sei. Die Qualität nicht schutzwürdiger Siedlungsbereiche sei 

ebenfalls von Bedeutung, weil das Ortsbild in seiner Gesamtheit zu be-

trachten sei. Im Ergebnis würden die verschiedenen öffentlichen Interessen 

die Abweisung des Baugesuchs aus ästhetischen Gründen rechtfertigen. 

Die allgemeine Ästhetikklausel in § 42 BauG genüge als rechtliche Grund-

lage, da nicht jede zonenkonforme Baute auch hinsichtlich ihrer Einpas-

sung rechtmässig sei. Der Gemeinderat müsse auch bei Bauten, welche 

die Anforderungen an die Gebäudedimensionen erfüllen, die Möglichkeit 

haben, bei einer fehlenden guten Gesamtwirkung die Baubewilligung zu 

verweigern. Eine gute Einordnung könne im vorliegenden Fall durch Auf-

lagen nicht erreicht werden, eine Bebauung der Parzelle sei aber möglich, 

weshalb der Entscheid verhältnismässig sei (vgl. zum Ganzen angefoch-

tener Entscheid, Erw. 5.8). 

 

4.2.3.  

Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die Einordnung in das Ortsbild sei 

anhand der Zonenordnung und nicht des Zustands der tatsächlichen Be-

bauung zu beurteilen. Es fehle an einer gesetzlichen Grundlage für die Ver-

weigerung der Baubewilligung aus Gründen des Ortsbildschutzes. Die in 

einer bestimmten Zone zulässigen Gebäudemasse und Ausnutzung dürf-

ten nicht gestützt auf allgemeine Ästhetikklauseln oder Einordnungs-

vorschriften verweigert werden. Es sei weder entscheidend, ob sich ein 

Neubau von der bestehenden Umgebung abhebe, noch sei die Höhe der 

bestehenden Bauten in der Umgebung massgebend, wenn die Nutzungs-

ordnung höhere Bauten zulasse (Beschwerde, S. 5 f.). Das Vorliegen ge-

wichtiger öffentlicher Interessen an besonderen Schutzvorkehrungen im 

betreffenden Ortsteil sei zu verneinen, da ansonsten die entsprechenden 

Regelungen in die Nutzungsordnung Eingang gefunden hätten. Die Ableh-

nung des Baugesuchs sei ohne sachliche Gründe erfolgt; dass dem Orts-

bildexperten und dem Gemeinderat die moderne Architektur missfalle und 

diese als "unruhig" taxiert werde, genüge nicht. Die stark subjektiv geprägte 

Betrachtungsweise zeige sich auch darin, dass das im nächsten Umfeld 

liegende Z nicht zur massgebenden Umgebung gezählt werde. Zudem sei 

das vom Gemeinderat angeführte öffentliche Interesse zu relativieren, da 

das vorliegend strittige Projekt deutlich ausserhalb des Dorfkerns liege und 

der Gemeinderat ohnehin eine inkonsistente Bewilligungspraxis verfolge. 

So habe er im Jahr 2019 im Ortsteil R._____ in der Dorfzone 2 eine 

markante Wohnüberbauung mit 14 Wohnungen bewilligt, obwohl diese in 

prägnanter Weise von der dort vorherrschenden, traditionellen Bauweise 

abweiche. Das vorliegend geplante Projekt nutze die unförmige Parzelle 

 - 11 - 

 

 

ideal aus, womit es dem gewichtigen Interesse an der haushälterischen 

Nutzung des Bodens und der Verdichtung nach Innen entspreche. Da es 

vorliegend an einer rechtlichen Grundlage fehle und kein überwiegendes 

öffentliches Interesse glaubhaft gemacht werden könne, sei der 

Bauabschlag nicht verhältnismässig, zumal mildere Massnahmen nicht mal 

geprüft worden seien (vgl. zum Ganzen: Beschwerde, S. 6 ff.). 

 

4.2.4.  

Der Gemeinderat erachtet die Beschwerde als unbegründet. Er weist da-

rauf hin, dass es sich beim strittigen Bauprojekt gemäss dem beigezogenen 

Ortsbildexperten um einen "nicht überzeugenden Versuch einer baulichen 

Verdichtung" handle. Die Frage der Einordnung werde sehr wohl an der 

tatsächlichen Bebauung gemessen, wobei die Subsidiarität der Ästhetik-

klausel berücksichtigt worden sei. Ein Bauprojekt könne sich nur in die be-

stehende Umgebung einordnen, da es keine andere gebe. Das Baugesuch 

sei abgewiesen worden, weil das Bauvorhaben die maximal zulässige Fas-

sadenhöhe überschreite und sich mit seinem modernen Erscheinungsbild 

ungenügend in das Ortsbild einordne. Dies bedeute nicht, dass die Zonen-

vorschriften nicht ausgeschöpft werden dürften. Für die Abweisung des 

Baugesuchs genüge § 42 BauG als gesetzliche Grundlage. Im Übrigen sei-

en die ISOS-Ziele nicht nur in der Nutzungsplanung zu beachten, sondern 

auch im Baubewilligungsverfahren. 

 

4.3.  

Dem Ortsbild von Q._____ (Gemeinde Q._____) wird gemäss Anhang 1 

zur Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder 

der Schweiz vom 13. November 2019 (VISOS; SR 451.12) nationale 

Bedeutung zuerkannt. Die Bauparzelle befindet sich gemäss ISOS in der 

Umgebungszone VII "[…]", wobei sie am nordöstlichen Rand liegt. Der 

Umgebungszone VII misst das Inventar das Erhaltungsziel b zu. Bei 

Umgebungszonen mit Erhaltungsziel b sollen die für die angrenzenden 

Ortsbildteile wesentlichen Eigenschaften erhalten werden (vgl. 

Erläuterungsblatt ISOS). Solche besonderen Schutzvorschriften existieren 

für die Wohn- und Gewerbezone WG2 nicht. Es gelten nur – aber immerhin 

– die allgemeinen Anforderungen an die Einordnung von Bauten und 

Anlagen gemäss den Vorgaben in § 50 BNO. Gemäss dessen Abs. 1 

beurteilt der Gemeinderat die Einordnung von Bauten und Anlagen in das 

Ortsbild nach den folgenden Kriterien: a) Stellung (z.B. Firstrichtung), b) 

Grösse der Baukuben, c) Wirkung im Strassenraum, d) Form, Staffelung, 

Gliederung der Baumasse, e) Dachform, Dachneigung, f) 

Fassadengliederung, g) Materialwahl, Farbe und h) Terrain- und Umge-

bungsgestaltung. Neben dieser kommunalen Bestimmung ist auch die äs-

thetische Generalklausel gemäss § 42 BauG von Bedeutung, wonach sich 

Gebäude hinsichtlich Grösse, Gestaltung und Oberfläche des Baukörpers 

sowie dessen Aussenraums so in die Umgebung einordnen müssen, dass 

eine gute Gesamtwirkung entsteht (Abs. 1). Bauten und Anlagen, Anschrif-

 - 12 - 

 

 

ten, Bemalungen und Reklamen dürfen insbesondere Landschaften sowie 

Orts-, Quartier- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Abs. 2). 

 

Als Bundesinventar im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über den Na-

tur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) gilt das ISOS bzw. 

der dadurch gewährleistete Schutz gemäss Art. 6 Abs. 2 NHG nur bei der 

Erfüllung von Bundesaufgaben in unmittelbarer Weise. Soweit – wie vor-

liegend – keine Erfüllung einer Bundesaufgabe in Frage steht, wird der 

Schutz von Ortsbildern vorab durch kantonales (und kommunales) Recht 

gewährleistet. Trotzdem ist das ISOS auch bei der Erfüllung von kantona-

len und kommunalen Aufgaben nicht einfach unbeachtlich. Die Pflicht zu 

ihrer Beachtung findet ihren Niederschlag zum einen in der Anwendung der 

die Schutzanliegen umsetzenden (Nutzungs-)Planung durch die Ausschei-

dung von Schutzzonen und die Anordnung von Schutzmassnahmen, zum 

anderen darin, dass im Einzelfall erforderliche Interessenabwägungen im 

Lichte der Heimatschutzanliegen vorgenommen werden, was insbeson-

dere, aber nicht nur dann der Fall ist, wenn von der Grundnutzungsordnung 

abgewichen werden soll (vgl. BGE 135 II 209, Erw. 2.1; Urteile des Bun-

desgerichts 1C_25/2019 vom 5. März 2020, Erw. 7.1, und 1C_488/2015 

vom 24. August 2016, Erw. 4.3). Auch bei der Beurteilung im Rahmen einer 

ordentlichen Baubewilligung, ob die Einordnung einer Baute in die bauliche 

und landschaftliche Umgebung nach Massgabe der kantonalen Baugesetz-

gebung und des kommunalen Bau- und Zonenrechts gut ist, sind die Erhal-

tungsziele des ISOS zu berücksichtigen (vgl. Entscheide des Verwaltungs-

gerichts WBE.2020.329 vom 1. Dezember 2021, Erw. 1.2.2, 

WBE.2019.368 vom 15. Juli 2020, Erw. 5.2.1, und WBE.2015.179 vom 

14. Juni 2016, Erw. 3.3). Deswegen ist beim vorliegend strittigen Bauvor-

haben auf der Parzelle Nr. ccc bei der Beurteilung der Einordnung mitzube-

rücksichtigen, dass das Baugrundstück gemäss ISOS in der Umge-

bungszone VII "[…]" mit dem Erhaltungsziel b ("Erhalten der 

Eigenschaften, die für die angrenzenden Ortsbildteile wesentlich sind") 

liegt. 

   

4.4.  

Dem Gemeinderat kommt bei der Anwendung von Ästhetikvorschriften ein 

erheblicher Ermessensspielraum zu; hier darf die Gemeinde den verfas-

sungsrechtlichen Schutz beanspruchen, der ihr gestützt auf die Gemeinde-

autonomie zusteht (§ 106 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Aargau vom 

25. Juni 1980 [KV; SAR 110.000]). Es obliegt in erster Linie den örtlichen 

Behörden, über den architektonischen Aspekt zu wachen, weshalb sie 

diesbezüglich über einen breiten Ermessensspielraum verfügen. Die 

Rechtsmittelinstanzen haben sich deshalb bei der Überprüfung einschlägi-

ger gemeinderätlicher Entscheide zurückzuhalten. Wo eine Regelung un-

bestimmt ist und verschiedene Auslegungsergebnisse sachlich vertretbar 

erscheinen, sind die kantonalen Rechtsmittelinstanzen gehalten, das Er-

gebnis der gemeinderätlichen Rechtsauslegung zu respektieren und nicht 

 - 13 - 

 

 

ohne Not ihre eigene Rechtsauffassung an die Stelle der gemeinderät-

lichen zu setzen (AGVE 2008, S. 153, Erw. 3.7.1, und 2006, S. 183, 

Erw. 2.2; Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2015.362 vom 27. Mai 

2016, Erw.  5.4.2; vgl. auch die Urteile des Bundesgerichts 1C_578/2016 

vom 28. Juni 2017, Erw. 3.4, 1C_5/2016 vom 18. Mai 2016, Erw. 5.3, und 

1C_629/2013 / 1C_630/2013 vom 5. Mai 2014, Erw. 7.1). Die Zurück-

haltung bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden zur Wahrung der 

Gemeindeautonomie darf jedoch nicht so weit gehen, dass sich Rechts-

mittelbehörden auf eine Willkürprüfung beschränken und nur noch sachlich 

unvertretbare Entscheide korrigieren, weil eine solche Beschränkung mit 

der Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) und 

bei Anwendung von Vorschriften des Raumplanungsgesetzes mit Art. 33 

Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 

(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) nicht vereinbar wäre (BGE 145 I 52, 

Erw. 3.6, und 137 I 235, Erw. 2.5.2). Nach der Praxis des Verwaltungs-

gerichts erscheint eine Korrektur des kommunalen Entscheids durch die 

Rechtsmittelinstanzen dann als zulässig, wenn sich die Beurteilung der 

Gemeindebehörden aufgrund überkommunaler öffentlicher Interessen als 

unzweckmässig erweist oder wenn sie den wegleitenden Grundsätzen und 

Zielen der Raumplanung nicht entspricht oder unzureichend Rechnung 

trägt (AGVE 2008, S. 153, Erw. 3.7.1; Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2015.362 vom 27. Mai 2016, Erw.  5.4.2).  

 

4.5.  

4.5.1.  

Das Baugrundstück (Parzelle Nr. ccc) nützt mit seiner ungewöhnlichen 

Form die unbebaute Fläche zwischen den nordwestlichen und südöstlichen 

Nachbargrundstücken (Parzellen Nrn. iii bis jjj, aaa, ggg und hhh) aus. Es 

befindet sich zwischen dem S-weg, W und der X-Strasse am nördlichen 

Ortseingang von Q._____. Das Bauvorhaben soll am Siedlungsrand und 

somit an einer exponierten, bei der Einfahrt ins Dorf gut einsehbaren Lage 

realisiert werden (vgl. angefochtener Entscheid, S. 11). Die BNO enthält für 

diesen prominenten Standort keine spezifischen Vorgaben, sieht aber vor, 

dass der Gemeinderat in empfindlicher Umgebung eine Begutachtung 

verlangen, Vorschläge zur besseren Einordnung unterbreiten oder die 

Baubewilligung verweigern kann, soweit die Beeinträchtigung der 

Umgebung nicht auf andere Weise vermeidbar ist (§ 50 Abs. 2 BNO). Da 

sich die Bauparzelle gemäss ISOS in der Umgebungszone VII eines 

Ortsbildes von nationaler Bedeutung befindet, ist bei der Beurteilung der 

Einordnung des Bauvorhabens in die Umgebung ausserdem zu 

berücksichtigen, dass die für die angrenzenden Ortsbildteile wesentlichen 

Eigenschaften zu erhalten sind (ISOS-Erhaltungsziel b; siehe vorne 

Erw. 4.3). 

 

 - 14 - 

 

 

4.5.2.  

Der Gemeinderat legte das vorliegend umstrittene Baugesuch in Anwen-

dung von § 50 Abs. 2 BNO dem Ortsbildexperten B._____ zur Be-

gutachtung vor. Dieser hielt mit Bericht vom 28. August 2020 fest, dass auf 

der einen Seite der Bauparzelle das prägnante, historische und sorgfältig 

instand gestellte Bauernhaus mit mächtigem Giebeldach eine ortstypische 

Gestaltung aufweise. Auf der anderen Seite seien die Reiheneinfamilien-

häuser W […] in einer schlichten Gesamtform unter einem Giebeldach 

zusammengefasst. Diese würden mit dem Bauernhaus einen reizvollen 

Innenhof bilden. Das Ensemble bilde einen passenden Auftakt zum 

geschützten Dorfkern von Q._____. Der in diesem Hof geplante, ausge-

sprochen schlanke und hohe Neubau nehme mit Form, Stellung und Ge-

staltung keine Rücksicht auf den historischen Bestand. Der geplante kubi-

sche Baukörper werde skulptural stark gegliedert und weise zweiseitig Er-

ker und Einschnitte auf, welche ihm ein sehr unruhiges Erscheinungsbild 

verleihen würden. Es handle sich um einen gestalterischen Fremdkörper, 

welcher den Bestand des heute gut eingepassten Ensembles von Häuser-

zeile und Bauernhaus empfindlich störe. Da die Gemeinde über ein Ortsbild 

von (gemäss ISOS) nationaler Bedeutung verfüge, die Bauparzelle direkt 

an die Dorfkernzone angrenze und zudem an einer der drei historischen 

Wegachsen von Q._____ liege, sei der Gestaltung des Neubaus hohe 

Beachtung zu schenken. Insgesamt störe das Neubauprojekt durch seine 

Lage in der Nähe der Einfahrtsachse und die ortsfremde Gestaltung das 

weitere Ortsbild von Q._____ empfindlich (kommunale Akten, Baugesuch-

Nr. […]). 

 

4.5.3.  

Die Vorinstanz machte sich anlässlich eines Augenscheins vor Ort ein Bild  

über die örtlichen Verhältnisse. Zur Beurteilung der umstrittenen Einpas-

sung des Bauprojekts zog sie eine Fachberaterin der (kantonalen) Fach-

stelle Siedlungsentwicklung und Ortsbild bei. Diese erachtete das soge-

nannte W-Gebiet als für die Beurteilung der Einordnung massgebend. Es 

umfasse diejenigen Bauten, welche man vom S-weg her sehe, wenn man 

sich nordwestlich der Bauparzelle befinde, also in der Nähe der T-Strasse. 

Das für die Beurteilung massgebende Gebiet sei also eher eng zu fassen. 

Die Fachberaterin Ortsbild charakterisierte die massgebende Umgebung 

wie folgt:  

 

Wie bereits angesprochen, ist Q._____ im ISOS […] als national be-
deutend eingetragen. Wir befinden uns hier in der Umgebung VII […]. Es 
gilt das Erhaltungsziel b, wonach die Eigenschaften, die für die angrenzen-
den schützenswerten Ortsteile wesentlich sind, zu erhalten sind. Das be-
deutet zum Beispiel Gestaltungsvorschriften und Auflagen für Neubauten. 
Der W war sehr lang ein abgelegener und fast unbesiedelter 
Aussenposten von Q._____. Lange Zeit standen hier nur zwei Gebäude, 
unter anderem das bereits erwähnte Bauernhaus am S-weg […]. Das lässt 
sich auf der Michaelis-Karte erkennen […]. Der W befindet sich an der 
Wegkreuzung zweier historischer Wege, welche im IVS [Bundesinventar 

 - 15 - 

 

 

der historischen Verkehrswege der Schweiz] als regional bedeutend 
erfasst wurden. Weiter ist die Lage besonders reizvoll und der 
Gemeinderat legt im ganzen Dorf seit Jahren grossen Wert auf den 
Ortsbildschutz. 

 

In der Folge beurteilte sie das geplante Projekt anhand der Kriterien in § 50 

Abs. 1 BNO bzw. § 42 BauG. Zur Stellung und Grösse des geplanten Pro-

jekts hielt sie fest: 

 

Im Vergleich zur weiteren Umgebung sind die Gebäude hier eher grösser. 
Es besteht eine gewisse Formeinheit. Diese wurde auch vom neueren Rei-
henhaus [W …] übernommen. Wenn wir uns den S-weg anschauen, sind 
alle bestehenden Gebäude giebelständig in einer Linie aufgereiht. Diese 
Sichtlinie bildet einen schönen visuellen Abschluss. Das Bauvorhaben 
übernimmt zwar die vorhandene Ausrichtung der Bauten, sticht aber 
aufgrund seiner Stellung direkt am S-weg und der Proportionen hervor. Die 
Proportionen des Bauvorhabens weichen markant von den Proportionen 
der bestehenden Gebäude ab [reicht eine Skizze der Umrisse des 
Bauvorhabens zu den Akten]. 

 

Weiter hielt die Fachberaterin Ortsbild fest, die bestehenden Gebäude 

seien zurückhaltend gestaltet und würden ruhige Satteldächer aufweisen. 

Der geplante Neubau hingegen würde mit seiner modernen Optik inmitten 

der vielen Bauernhäuser mit Holz und muralen Fassaden deutlich hervor-

stechen. Es würde sich aufgrund seiner auskragenden und rückspringen-

den Gebäudeteile um einen auffälligen Solitär handeln. 

 

Zur Wirkung des geplanten Neubaus im Strassenraum führte die Fachbe-

raterin Ortsbild aus: 

 

Von der Zufahrt aus der IVS-Strecke ist das Quartier einsehbar. Diese 
Strasse ist wichtig. Wir sprechen nicht einfach von einer kleinen Quar-
tierstrasse. Es handelt sich um die Einfahrt ins Dorf. Diese ist viel befahren. 
Schaut man sich die bestehenden Häuser an, sind sie vom S-weg 
zurückversetzt, es wird ein klarer Abschluss kreiert. Der Neubau würde 
direkt an den S-weg angrenzen und schiebt sich in den Vordergrund. Mit 
der auffälligen Gestaltung im Vergleich zu den bestehenden Gebäuden 
wird es den Strassenraum beeinträchtigen.  

 

In Bezug auf die Dachform hält die Fachberaterin Ortsbild auf der Bau-

parzelle auch ein Flachdach für denkbar, die Baute müsse sich aufgrund 

der besonderen Lage jedoch dem bestehenden Ensemble unterordnen. 

Der geplante Neubau passe zwar in eine Wohnzone, nicht aber an diese 

spezifische Lage, da sie aufgrund der bestehenden Gebäude aus ortsbild-

technischer Sicht einen besonderen Schutz geniesse (vgl. zum Ganzen: 

Skizze, Protokoll und Fotos, Vorakten act. 80 ff.). 

 

 - 16 - 

 

 

4.6.  

4.6.1.  

Sowohl der vom Gemeinderat beigezogene Ortsbildexperte als auch die 

Fachberaterin Ortsbild der kantonalen Fachstelle erachten die Einordnung 

der geplanten Baute als ungenügend. Sie erörtern eingehend und diffe-

renziert die ortsbauliche Struktur und das Zusammenspiel der bestehenden 

Bauten in der nahen Umgebung mit dem geplanten Neubau. Sie würdigen 

das Bauvorhaben sorgfältig und nachvollziehbar. Es kann ihnen bei-

gepflichtet werden, dass sich das Bauprojekt aufgrund der exponierten La-

ge am Siedlungsrand in einer empfindlichen Umgebung befindet. Die be-

stehenden Gebäude bilden aufgrund ihrer gleichmässigen Ausrichtung, der 

aufeinander abgestimmten Gestaltung und dem einheitlichen Abschluss 

am S-weg ein ruhiges Erscheinungsbild. Die geplante Baute hingegen 

würde bei der Einfahrt ins Dorf mit ihrer markanten Kubatur mit auskra-

genden und rückspringenden Gebäudeteilen, der modernen Architektur 

und der aufdringlichen Positionierung vor der bestehenden Fassadenflucht 

auffällig ins Auge stechen (vgl. Skizze und Bauprofile [Vorakten, 

act. 80 und 89 ff.]).   

 

Die Einschätzung der Fachberaterin Ortsbild, wonach das geplante mar-

kante Gebäude am Siedlungsrand und im Sichtraum der Dorfeinfahrt als 

Solitär merklich herausstechen würde, leuchtet ein. Es kann nachvollzogen 

werden, dass sich der geplante Neubau durch seine Proportionen und die 

in den Vordergrund gedrängte Lage negativ auf die Fassadenlinie und den 

Dorfrand auswirken würde, zumal diese geprägt sind von Bauten mit grund-

sätzlich ortstypischen Bautypologien und Gestaltungselementen. Der 

Fachberaterin Ortsbild ist beizupflichten, dass es sich bei der Dorfeinfahrt 

auf der T-Strasse nicht um eine unbedeutende Quartierstrasse handelt, 

sondern um eine (auch durch die zahlreichen Besucher des Z) 

hochfrequentierte Strasse, welche überdies im IVS als regional bedeutend 

eingestuft wurde. Der ortsbauliche Zusammenhang ist wie dargelegt als 

empfindlich einzustufen, da die Baute am Dorfeingang unweigerlich 

wahrgenommen wird und die Strasse direkt in den wertvollen Dorfkern von 

Q._____ führt (Ortsbild von nationaler Bedeutung gemäss ISOS). 

Entsprechend befindet sich die Bauparzelle in der Umgebungszone VII mit 

dem Erhaltungsziel b, wonach die für die angrenzenden Ortsbildteile we-

sentlich Eigenschaften zu erhalten sind. Im Kontext der Umgebung vermö-

gen die gewählte Bautypologie, die Architektursprache und die Dimension 

des Gebäudes an diesem sensiblen Ort nicht zu überzeugen.  

 

Die fachlichen Beurteilungen des Ortsbildexperten und der Fachberaterin 

Ortsbild der kantonalen Fachstelle beruhen auf einer einleuchtenden und 

schlüssigen Würdigung. Ihnen kommt aufgrund ihrer besonderen Sach-

kunde u.a. in Ortsbildfragen ein erhöhtes Gewicht zu. Triftige Gründe, die 

ein Abweichen von den beiden Stellungnahmen verlangen würden, sind 

nicht ersichtlich. 

 - 17 - 

 

 

 

4.6.2.  

4.6.2.1. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es fehle für eine Verwei-

gerung der Baubewilligung an einer genügenden gesetzlichen Grundlage, 

ist ihr nicht zu folgen. Die Beschwerdeführerin ist in den Schranken der 

allgemeinen Bauvorschriften und unter Vorbehalt der in § 42 BauG veran-

kerten ästhetischen Generalklausel in der architektonischen Gestaltung 

ihres Einfamilienhauses zwar frei. Zu beachten ist jedoch das in § 42 Abs. 1 

BauG vorgesehene Eingliederungsgebot (sog. positive ästhetische Gene-

ralklausel) sowie das Beeinträchtigungsverbot in Abs. 2 (sog. negative äs-

thetische Generalklausel). Die Bestimmung weist den folgenden Wortlaut 

auf: 

 
1 Gebäude müssen sich hinsichtlich Grösse, Gestaltung und Oberfläche 
des Baukörpers sowie dessen Aussenraumes so in die Umgebung einord-
nen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. 
 
2 Bauten und Anlagen, Anschriften, Bemalungen, Antennen und Reklamen 
dürfen insbesondere Landschaften sowie Orts-, Quartier- und Strassen-
bilder nicht beeinträchtigen. 

 

Ästhetische Generalklauseln, die einzig ein Eingliederungsgebot und/oder 

ein Beeinträchtigungsverbot zum Inhalt haben, ohne eine detaillierte Aus-

sage zur Gestaltungsweise im Einzelfall zu machen, halten trotz der natur-

gemäss sehr offenen Formulierung vor dem Legalitätsprinzip stand. Aller-

dings ist deren Subsidiarität zu beachten. Wo das Gesetz besondere Vor-

schriften aufstellt und beispielsweise in einer bestimmten Zone die zuläs-

sige maximale Gebäudehöhe festlegt, dürfen dem Bauherrn nicht gestützt 

auf die Generalklausel strengere Anforderungen, im genannten Beispiel 

also die Einhaltung einer geringeren Bauhöhe, aufgezwungen werden. Der 

Vorrang bei der Rechtsanwendung gebührt stets jener Norm, welche dem 

Bestimmtheitserfordernis besser gerecht wird (ERICA HÄUPTLI-SCHWALLER, 

in: Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, a.a.O., N. 15 f. zu 

§ 42 BauG). Durch die Anwendung der ästhetischen Generalklausel darf 

nicht generell – etwa für ein ganzes Quartier – die Zonenordnung ausser 

Kraft gesetzt werden. Es liefe schon in einem Einzelfall auf eine Aushöh-

lung der Zonenregelung hinaus, wenn man dem Bauherrn unter Berufung 

auf die ästhetische Generalklausel die Ausschöpfung der klar vorgegebe-

nen Maximalmasse untersagen würde (vgl. BGE 114 Ia 343, Erw. 4; Urteile 

des Bundesgerichts 1C_465/2018 vom 18. Februar 2019, Erw. 3.3, und 

1C_434/2012 vom 28. März 2013, Erw. 3.3). 

 

Positive ästhetische Generalklauseln (Eingliederungsgebote) gehen weiter 

als blosse Verunstaltungsverbote, bei deren Anwendung in einem Quartier 

mit fehlender Einheitlichkeit und den verschiedensten Bauformen kein allzu 

strenger Massstab angelegt werden darf. Eine Gestaltung darf wegen Ver-

 - 18 - 

 

 

unstaltung nur abgelehnt werden, wenn sie nach Massstäben, die "in An-

schauungen von einer gewissen Verbreitung und Allgemeingültigkeit ge-

funden werden", als erheblich störend zu bezeichnen ist. Verlangt hingegen 

das Gesetz ausdrücklich eine gute Gestaltung oder Eingliederung zur Si-

cherstellung einer befriedigenden Gesamtwirkung, sind die Anforderungen 

erhöht. Die erhöhten Anforderungen sind sorgfältig zu begründen. Es ist 

nicht einfach auf ein beliebiges subjektives architektonisches Empfinden 

oder Gefühl abzustellen. Vielmehr ist im Einzelnen darzutun, warum mit 

einer bestimmten Gestaltung weder für den Bau selbst noch die Umgebung 

eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird (BGE 114 Ia 343, Erw. 4b; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_349/2018 vom 8. Februar 2019, Erw. 4.3, 

1C_265/2014 vom 22. April 2015, Erw. 4.1, und 1C_36/2014 vom 16. De-

zember 2014, Erw. 3.2). Der entsprechenden Beurteilung unterliegt jede 

Baute, auch wenn sie den Bau- und Zonenvorschriften massstäblich ent-

spricht (BGE 114 Ia 343, Erw. 4b; Urteil des Bundesgerichts 1C_346/2007 

vom 16. Mai 2008, Erw. 3.3.1). Bauten haben nicht nur die geltende Bau- 

und Zonenordnung einzuhalten, sondern auch allfällige strengere ästheti-

sche Schutzbestimmungen zu erfüllen. Ästhetikvorschriften haben eine ei-

genständige Bedeutung. Sie sind nicht von vornherein eingehalten, wenn 

die Bauvorschriften respektiert werden (BGE 114 Ia 343, Erw. 4b; Urteile 

des Bundesgerichts 1C_465/2018 vom 18. Februar 2019, Erw. 3.3, und 

1C_434/2012 vom 28. März 2013, Erw. 3.3). Die ästhetische Wirkung eines 

Bauvorhabens ist einerseits für sich allein im Zusammenhang mit ihrem 

Umschwung und andererseits unter Einbezug der weiteren baulichen und 

landschaftlichen Umgebung zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 

1P.586/2002 vom 27. Februar 2003, Erw. 4.2.2). Ob ein bestimmtes archi-

tektonisches Gestaltungselement positiv oder negativ in Betracht fällt, 

hängt insbesondere von der die Umgebung prägenden Bauart ab (Urteile 

des Bundesgerichts 1C_264/2020 vom 9. Dezember 2020, Erw. 5.4.3, und 

1C_39/2012 vom 2. Mai 2012, Erw. 2.3.3). 

 

Die in § 42 Abs. 2 BauG verwendeten Begriffe "Ortsbild", "Quartierbild" und 

"Strassenbild" bezeichnen den Gesamteindruck, der sich aus dem Zusam-

menwirken der verschiedenen Gebäude unter sich und mit ihrer Umgebung 

ergibt; die räumliche Struktur des Ganzen macht das Bild aus. Dazu gehört, 

was von einem durchschnittlichen Betrachter gleichzeitig überblickt und 

erlebt werden kann; Schutzziel ist die Erhaltung des "Charakteristischen" 

und des "Typischen" (AGVE 2010, S. 438, Erw. 3.4, und 1993, S. 378, 

Erw. 2c/cc/aa mit Hinweisen). Der unbestimmte Begriff der "Beeinträchti-

gung" darf nicht eng ausgelegt werden. Beeinträchtigt ist ein Schutzobjekt 

nicht erst dann, wenn ein Bauvorhaben ausgesprochen hässlich oder är-

gerlich wirkt. Eine Baute muss jedoch so erheblich stören, dass sich ein 

Eingriff in die Eigentumsfreiheit rechtfertigt und die Baubewilligung verwei-

gert werden kann. Das ergibt sich bereits aus dem Verhältnismässigkeits-

prinzip. Die Beeinträchtigung ist immer am Wert des zu schützenden 

Objekts zu messen. Je höher also der Wert des Ortsbildes ist, umso höher 

 - 19 - 

 

 

ist seine Empfindlichkeit gegenüber Einwirkungen. Im Einzelfall ist daher 

eine Interessenabwägung zwischen den öffentlichen Interessen am Orts-

bild und den privaten Interessen vorzunehmen (HÄUPTLI-SCHWALLER, 

a.a.O., N. 26 zu § 42 BauG). Das Beeinträchtigungsverbot im Sinne von 

§ 42 Abs. 2 BauG verbietet nicht jede Veränderung, die ungewohnt 

erscheint. Der Gegensatz zum Bestehenden muss erheblich stören 

(AGVE 2010, S. 438, Erw. 3.4). 

 

4.6.2.2. 

Die Vorinstanzen wie auch der Ortsbildexperte und die Fachberaterin Orts-

bild beurteilten und kritisierten nicht die architektonische Gestaltung des 

Neubaus an sich, sondern dessen ästhetische Wirkung im Orts- und Stras-

senbild. Es ist nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, dass sie dessen 

Erscheinungsbild mit den kubischen Einschnitten und auskragenden Ge-

bäudeteilen als unruhig bezeichneten und zum bestehenden harmonischen 

Gesamtbild des restaurierten Bauernhauses und den giebelständig gleich 

ausgerichteten Reiheneinfamilienhäusern als unpassend erachteten. Die 

von der Fachberaterin Ortsbild eingereichte Skizze zeigt, dass der geplante 

Neubau an diesem Standort als eigentlicher Fremdkörper hervorsticht. Die 

negative Wirkung wird dadurch verstärkt, dass die Beschwerdeführerin das 

Einfamilienhaus vor der bestehenden Fassadenlinie positionieren möchte 

und sie so noch mehr ins Zentrum rücken würde (Vorakten, act. 80; vgl. 

auch die Fotoaufnahmen der Bauprofile [Vorakten, act. 89 ff.]).  

 

4.6.2.3. 

Insgesamt ist die Beurteilung des Gemeinderats, wonach mit dem vorlie-

genden Projekt keine gute Gesamtwirkung im Sinne von § 42 Abs. 1 BauG 

erzielt werden kann, verständlich und nachvollziehbar. Immerhin handelt 

es sich um die Umgebungszone eines Ortsbildes von nationaler Bedeutung 

(siehe vorne Erw. 4.5.1). Gemäss dem Kantonalen Richtplan ist insbeson-

dere den an die alten Ortskerne grenzenden Quartieren besondere Beach-

tung zu schenken. Ein Gefälle der Siedlungsqualität zwischen Kernge-

bieten und Aussenquartieren ist zu vermeiden, das Ortsbild ist in seiner 

Gesamtheit zu betrachten (Kapitel S 1.5, S. 2 und 4). Auch der Gemeinde-

rat hat mittlerweile in seinem "Masterplan […]" vom […] öffentlich 

zugänglich zum Ausdruck gebracht, dass eine hochwertige Baukultur 

notwendig sei, damit die Summe an einzelnen baulichen Veränderungen 

nicht dazu führe, dass das Ortsbild schleichend an Wert verliere. Bauliche 

Eingriffe seien deshalb so auszuführen, dass sie sich gut in das Ortsbild 

einfügen würden; es seien Zusammenhänge mit den Nachbarhäusern zu 

schaffen (vgl. Beilage 4 zur Beschwerdeantwort, S. 23 f.).  

 

Der Gemeinderat Q._____ legt zudem grossen Wert auf den Erhalt re-

präsentativer Ortseingänge, wovon auch der "Masterplan […]" zeugt, 

welcher sich auf das gesamte Gemeindegebiet bezieht. Der Masterplan 

datiert zwar nach dem vorliegend angefochtenen Bauabschlag, ist aber Be-

 - 20 - 

 

 

leg der gelebten Praxis des Gemeinderats zur Pflege des Ortsbilds. Ge-

mäss diesem Masterplan sind die Ortseingänge von besonderer Bedeu-

tung für die einzelnen Ortsteile. Beim vorliegend betroffenen Ortseingang 

Nord handle es sich mit dem präsent im Strassenraum (W) stehenden 

Bauernhaus um einen hochwertigen Auftakt ins Ausserdorf (Beilage 4 zur 

Beschwerdeantwort, S. 12 und 33). Diese Beurteilung ist nachvollziehbar 

und deckt sich mit jener der Fachberaterin Ortsbild.  

 

Es ist unter Berücksichtigung all dieser Umstände nachvollziehbar, dass 

der Gemeinderat die moderne und kubische Ausgestaltung des projektier-

ten Neubaus am geplanten Standort als unpassend erachtet. Das öffentli-

che Interesse am Erhalt des bestehenden Quartier- und Strassenbildes 

darf nicht vernachlässigt werden. Ist der Gemeinderat der Überzeugung, 

dieses Interesse überwiege das Interesse der Beschwerdeführerin an der 

Umsetzung des vorliegenden Projekts auf der Bauparzelle Nr. ccc, kann 

darin keine fehlerhafte Ermessensausübung erblickt werden. Hinzu kommt, 

dass der Beschwerdeführerin mit der Anwendung der ästhetischen Gene-

ralklausel weder die Ausnutzung der zulässigen (im vorliegenden Fall je-

doch überschrittenen [siehe vorne Erw. 3]) Fassadenhöhe noch die Anwen-

dung sonstiger Zonenvorschriften verweigert wird. Das Ausbleiben einer 

guten Gesamtwirkung ist allein dem Umstand geschuldet, dass die archi-

tektonische Ausgestaltung mit auskragenden und rückspringenden Gebäu-

deteilen weder an den gewählten Standort noch in die bestehende Umge-

bung passt.  

 

4.6.3.  

Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, der Gemeinderat Q._____ habe 

in R._____ eine markante Wohnüberbauung mit 14 Wohnungen bewilligt, 

obwohl diese in prägnanter Weise von der dort vorherrschenden, 

traditionellen Bauweise abweiche. Der Gemeinderat verfolge offenbar eine 

inkonsistente Bewilligungspraxis.  

 

Wie oben ausgeführt legt der Gemeinderat grossen Wert auf den Erhalt des 

bestehenden Ortsbilds. Dementsprechend hat er sowohl im vorliegenden 

als auch im von der Beschwerdeführerin angerufenen Baubewilligungsver-

fahren in R._____ ein Fachgutachten Ortsbild eingeholt. Bis das Projekt in 

R._____ bewilligt und eine gute Einordnung bejaht werden konnte, musste 

es mehrfach überarbeitet und zweimal öffentlich aufgelegt werden (vgl. 

Baugesuchsakten […]). Abgesehen davon, dass die erwähnte 

Wohnüberbauung nicht in Q._____, sondern in R._____ realisiert wurde, 

befindet sie sich – anders als das vorliegende Bauvorhaben – nicht an 

prominenter Lage am Ortseingang, verfügt nicht über eine moderne 

Kubatur, sondern passt sich in Form, Gestaltung und Dachkonstruktion 

(Satteldach) den umliegenden Bauten an. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern 

dem Gemeinderat aufgrund der bewilligten Wohnüberbauung in R._____ 

eine inkonsistente Bewilligungspraxis vorgeworfen werden könnte.  

 - 21 - 

 

 

 

4.7.  

Die Baubewilligung wurde im vorliegenden Fall bereits verweigert, weil das 

Bauvorhaben die Zonenvorschriften nicht einhält (siehe vorne Erw. 3). Der 

Hinweis, dass die Baubewilligung auch aufgrund einer ungenügenden Ein-

ordnung in die Umgebung und einer fehlenden guten Gesamtwirkung ge-

stützt auf § 50 Abs. 2 lit. e BNO und § 42 BauG nicht hätte erteilt werden 

können, erfolgte aus prozessökonomischen Gründen und ist nicht zu be-

anstanden. Die Vorinstanz hat den Entscheid des Gemeinderats zu Recht 

geschützt.  

 

5.  

5.1.  

Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Gemeinderat Q._____ sei nicht 

berechtigt gewesen, auf ihre Kosten eine Begutachtung des Baugesuchs 

in Auftrag zu geben. Eine Kostenauflage sei gemäss § 50 Abs. 2 lit. c BNO 

nur bei Bauvorhaben in empfindlicher Umgebung sowie bei ausser-

gewöhnlichen Bauten zulässig. Diese Voraussetzungen seien vorliegend 

nicht erfüllt (Beschwerde, S. 9).  

 

Die Vorinstanz erwog hingegen, das Bauvorhaben liege zwar in der Zone 

WG2, habe aber aufgrund seiner prominenten Lage inmitten eines Ensem-

bles bestehender Bauten am Ortseingang einen massgebenden Einfluss 

auf das Ortsbild. Es handle sich um eine empfindliche Lage im Sinne von 

§ 50 Abs. 2 lit. c BNO, weshalb die Begutachtung auf Kosten der Bauherr-

schaft rechtmässig gewesen sei (angefochtener Entscheid, Erw. 6).  

 

5.2. 

Gemäss § 50 Abs. 2 lit. c BNO kann der Gemeinderat bei Baugesuchen in 

empfindlicher Umgebung sowie bei aussergewöhnlichen Bauten auf Kos-

ten der Bauherrschaft eine Begutachtung verlangen. Das Bauvorhaben ist 

am nördlichen Ortseingang an exponierter Lage geplant, welche den Auf-

takt zum Dorfkern mit einem Ortsbild von nationaler Bedeutung bildet. Wie 

vorstehend ausgeführt, wird dem bestehenden Ensemble an Gebäuden am 

Siedlungsrand und dem Erhalt des Ortsbilds ein hoher Stellenwert beige-

messen, womit es sich um ein Bauvorhaben in empfindlicher Umgebung 

handelt (siehe zum Ganzen vorne Erw. 4.6). Der Gemeinderat war auf-

grund des geplanten Standorts ohne Weiteres berechtigt, das Bauprojekt 

auf Kosten der Bauherrschaft einem Experten zur Begutachtung zu unter-

breiten, zumal der geplante Neubau im Vergleich mit den bestehenden Ge-

bäuden in der näheren Umgebung auch in Kubatur und Gestaltung mit aus-

kragenden und rückspringenden Gebäudeteilen als eher aussergewöhnlich 

zu qualifizieren ist.  

 

 - 22 - 

 

 

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Mildere Massnah-

men als ein Bauabschlag sind nicht ersichtlich. Die Überschreitung der ma-

ximal zulässigen Fassadenhöhe, die in Bezug auf das massgebende Ter-

rain ungenauen Baugesuchspläne und die ungenügende Einordnung des 

Bauvorhabens in das Ortsbild machen umfassende Anpassungen am pro-

jektierten Neubau notwendig, weshalb die Erteilung einer Baubewilligung 

mit Auflagen nicht in Betracht kam.  

 

7. 

Ausführungen zu den weiteren Vorbringen betreffend die zulässige Ausnüt-

zung und Erstellung von Pflichtparkplätzen erübrigen sich im vorliegenden 

Verfahren, da sie ausserhalb des Streitgegenstands liegen. 

 

III. 

1. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-

pflichtig (§ 31 Abs. 2 VRPG). Zudem hat sie dem anwaltlich vertretenen 

Gemeinderat, dem Parteistellung zukommt (§ 13 Abs. 2 lit. f VRPG), die 

vor Verwaltungsgericht entstandenen Parteikosten zu ersetzen (§ 32 

Abs. 2 i.V.m. § 29 VRPG). 

 

2. 

Zur Festlegung der Parteientschädigung ist das Dekret über die Entschä-

digung der Anwälte vom 10. November 1987 (AnwT; SAR 291.150) mass-

gebend (§ 1 Abs. 1 AnwT). Nach § 8a Abs. 1 AnwT bemisst sich die Ent-

schädigung in vermögensrechtlichen Streitigkeiten nach dem gemäss § 4 

AnwT berechneten Streitwert. Innerhalb der in § 8a Abs. 1 AnwT vorgese-

henen Rahmenbeträge richtet sich die Entschädigung nach dem mutmass-

lichen Aufwand des Anwaltes, nach der Bedeutung und der Schwierigkeit 

des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). Die Entschädigung wird als Gesamtbetrag 

festgesetzt. Auslagen und Mehrwertsteuer sind darin enthalten (§ 8c 

AnwT).  

 

In Bausachen geht das Verwaltungsgericht praxisgemäss von einer vermö-

gensrechtlichen Streitsache aus, wobei der Streitwert in der Regel 10 % 

der Bausumme beträgt (vgl. AGVE 1992, S. 397, Erw. 2a; 1989, S. 283, 

Erw. 2a/aa). Bei einer Bausumme von Fr. 800'000.00 (vgl. kommunale 

Vorakten, Baugesuchsdeckel) ergibt sich somit ein Streitwert von 

Fr. 80'000.00. Bei einem Streitwert zwischen Fr. 50'000.00 und 

Fr. 100'000.00 beträgt der Rahmen für die Entschädigung Fr. 3'000.00 bis 

Fr. 10'000.00 (§ 8a Abs. 1 lit. a Ziffer 1 AnwT). Der Streitwert liegt im mitt-

leren Bereich des Streitwertrahmens von § 8a Abs. 1 lit. a Ziffer 1 AnwT. 

Der mutmassliche Aufwand des Anwaltes im Beschwerdeverfahren und die 

Schwierigkeit des Falles waren durchschnittlich. Unter Berücksichtigung 

 - 23 - 

 

 

sämtlicher Parameter erscheinen Parteikosten in der Höhe von 

Fr. 6'000.00 (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) sachgerecht. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 5'000.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 408.00, gesamthaft Fr. 5'408.00, sind von der Beschwerdeführerin 

zu bezahlen. 

 

3. 

Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Gemeinderat Q._____ die 

vor Verwaltungsgericht entstandenen Parteikosten in Höhe von 

Fr. 6'000.00 zu ersetzen.  

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin (Vertreter) 

den Gemeinderat (Vertreter) 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Rechtsabteilung 

 

Mitteilung an: 

den Regierungsrat 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 - 24 - 

 

 

 

 
 

   

Aarau, 31. Januar 2024 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Wittich