# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3e7aa38-e36d-5e89-ae04-a77b4f12f709
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.04.2015 200 2014 1138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1138_2015-04-24.pdf

## Full Text

200 14 1138 IV
SCJ/WSA/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. April 2015

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Winz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1138, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 10. Juli 2007 bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Unter Hinweis auf 
Schmerzen beim Liegen, Gehen, Stehen und Sitzen nach Implantation ei-
nes neuen Hüftgelenkes beantragte er die Ausrichtung einer Rente (Ant-
wortbeilage [act. II] 1.1 S. 11 ff.).

Nach verschiedenen Abklärungen in medizinischer und beruflicher Hinsicht 
sprach die IV-Stelle Zürich dem Versicherten mit Verfügung vom 9. Februar 
2009 (act. II 1.1 S. 163 ff.) ab 1. Mai 2007 ein halbe und ab 1. Oktober 
2007 eine ganze Rente zu.

B.

Der Anspruch auf eine ganze Rente wurde im Rahmen von amtlichen Re-
visionen am 9. August 2010 und am 13. Januar 2012 bestätigt (act. II 1.1 
S. 211 f. und Ergänzung zur Antwortbeilage [act. IIA] 1).

C.

Anlässlich einer weiteren amtlichen Revision kam der Regionale Ärztliche 
Dienst (RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn am 3. Juni 2014 zum 
Schluss, dass sich der Gesundheitszustand des inzwischen im Kanton 
Bern wohnhaften (vgl. act. II 1.1 S. 230) Versicherten nach der protheti-
schen Versorgung objektiv verbessert habe, so dass ein ganztägiges Pen-
sum mit einer Leistungsminderung von maximal 10-15% - wegen vermehr-
ten Pausen - zugemutet werden könne (act. II 18). Dementsprechend er-
mittelte die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit 
Vorbescheid vom 13. Juni 2014 (act. II 19) einen Invaliditätsgrad von 29% 
und stellte dem Versicherten die Aufhebung der Invalidenrente in Aussicht.

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Nachdem sich der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 18. August 2014 mit dem vorgesehenen Entscheid nicht 
einverstanden erklärt hatte (act. II 23), bat die IVB den RAD um eine weite-
re Stellungnahme (act. II 29) und verfügte in der Folge am 27. Oktober 
2014 - wie vorgesehen - bei einem Invaliditätsgrad von 29% die Aufhebung 
der bisherigen ganzen Rente per Ende November 2014 (act. II 30).

D.

Hiergegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 27. November 2014 Beschwerde und liess unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge folgende Rechtsbegehren stellen:

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem Beschwer-
deführer sei weiterhin eine ganze Rente der Eidgenössischen Inva-
lidenversicherung auszurichten.

2. Eventualiter: Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
dem Beschwerdeführer sei eine Teilrente der Eidgenössischen In-
validenversicherung auszurichten.

3. Verfahrensantrag: Die von der Vorinstanz entzogene aufschieben-
de Wirkung der vorliegenden Beschwerde sei wiederherzustellen.

4. Verfahrensantrag: Es sei eine polydisziplinäre medizinische Be-
gutachtung durch eine unabhängige Stelle anzuordnen.

Gleichzeitig liess der Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren um 
Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen unter Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Dezember 2014 verzichtete der 
Instruktionsrichter vorläufig auf das Erheben eines Kostenvorschusses. 
Sodann ersuchte er die Beschwerdegegnerin, in ihrer Beschwerdeantwort 
speziell zum Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde Stellung zu nehmen.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2015 beantragte die Beschwerde-
gegnerin, die Beschwerde und der Antrag auf Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung seien abzuweisen.

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Mit Verfügung vom 21. Januar 2015 wies der Instruktionsrichter das Ge-
such um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 
ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsan-
waltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) einge-
halten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 30). 
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegeg-
nerin die bisherige ganze Rente zu Recht mit Wirkung per Ende November 
2014 aufgehoben hat.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.4.1 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.4.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hin-
sichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen ver-
gleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 
S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 

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Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 
E. 3.1.1).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls - sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden - ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). Die 
weitere Aus-richtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisions-
ergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 
IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichs-
zeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2013 IV Nr. 
44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

3. 

Der Anspruch auf die ursprünglich zugesprochene ganze Invalidenrente 
wurde mit formlosen Mitteilungen vom 9. August 2010 (act. II 1.1 S. 211 f.) 
und 13. Januar 2012 (act. IIA 1) bestätigt. Auch eine blosse Mitteilung kann 
in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung 
gleichgestellt sein (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Den Akten ist zu entnehmen, dass 
die IV-Stelle nach Eingang des vom Beschwerdeführer ausgefüllten Frage-
bogens vom 27. Februar 2011 (act. II 1.1 S. 215) einen Auszug aus dem 
individuellen Konto (IK-Auszug) edierte (act. II 1.1 S. 218 f.) und bei den 
behandelnden Ärzten und Kliniken Verlaufsberichte einholte (act. II 1.1 
S. 225 ff., 236 f., 241 ff., 250 ff., 267 f.), welche mit Stellungnahme vom 
6.  Januar 2011 (act. II 1.1 S. 271) vom RAD gewürdigt wurden. Darin ist 
eine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung zu er-
blicken. Folglich ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der Mitteilung vom 13. Ja-
nuar 2012 (act. IIA 1) mit jenem im Zeitpunkt der angefochtenen Revisions-
verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 30) zu vergleichen und zu prüfen, 

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ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung eingetreten ist, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsrelevanter Weise zu beein-
flussen (vgl. E. 2.5.1 hiervor).

3.1 Die Mitteilung vom 13. Januar 2012 (act. IIA 1) basierte auf der Stel-
lungnahme des RAD vom 6. Januar 2012 (act. II 1.1 S. 271). Der RAD hielt 
darin fest, im Jahr 2008 sei eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wor-
den wegen den Folgen nach den Implantationen von Hüfttotalprothesen 
beidseits (links 10/2006 und Wechsel links 01/2008 und rechts 05/2008). 
Bei der Revision im Jahr 2010 sei von einem geplanten Schaftwechsel 
beidseits bei Lockerungen beidseits die Rede gewesen, weshalb weiterhin 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestanden habe. Im Nachgang zu den 
operativen Schaftwechseln beidseits habe der Beschwerdeführer bei der 
Kontrolle vom 8. Dezember 2011 weiterhin über Schmerzen in der linken 
Hüfte geklagt. Es seien ein Verdacht auf ein mechanisches Impingement 
acetabulär bei Rotationsfehlstellung des Prothesenschaftes postuliert und 
weitere Abklärungen in Aussicht gestellt worden. Vorläufig sei weiterhin von 
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, aber es bestehe Aus-
sicht auf Besserung. Abschliessend gab der RAD die Empfehlung ab, Ende 
2012 eine erneute Revision durchzuführen.

3.2 Bezüglich der medizinischen Situation im Zeitraum zwischen der 
Mitteilung vom 13. Januar 2012 (act. IIA 1) bis zur vorliegend angefochte-
nen Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 30) lässt sich den Akten 
hauptsächlich das Nachstehende entnehmen:

3.2.1 Am 5. April 2012 berichtete Prof. Dr. med. C.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, eine erneute Reoperation links sei mit erheblichen Risiken verbun-
den. Zudem bestünden auch einige technische Schwierigkeiten, da ein 
zementfreier Schaft wiederum transfemoral auf einer langen Strecke ange-
bracht werden müsse. Der Beschwerdeführer könne mit dem jetzigen Zu-
stand leben. Für ihn sei die Rotationsdifferenz ein kosmetisches Problem. 
Er habe im Moment wenige Beschwerden, vor allem keine Rückenschmer-
zen (act. II 10 S. 2).

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3.2.2 Im Verlaufsbericht vom 8. April 2013 (act. II 7) gab Dr. med.
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, an, der Ge-
sundheitszustand sei stationär. In der bisherigen Tätigkeit als … bestehe 
seit 2007 und bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.

3.2.3 Am 6. Mai 2014 wurde der Beschwerdeführer vom RAD untersucht. 
Im Untersuchungsbericht vom 27. Mai 2014 (act. II 16) führte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, aus, es bestehe eine Rotationsfehlstellung von 
mindestens 25° im Bereich der linken, unteren Extremität nach der letzten 
Operation. Die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden seien 
nachvollziehbar. Eine gehende Tätigkeit sei nicht möglich. Die Fehlstellung 
erlaube es nicht, weite Strecken zu gehen und auch nicht auf Leitern zu 
steigen. Die Arbeit als … sei so, wie sie vom Beschwerdeführer beschrie-
ben werde, nicht mehr zumutbar. Hingegen erscheine eine rein sitzende 
Tätigkeit zumutbar, dies sei auch mit dem Beschwerdeführer so bespro-
chen worden. Jede Stunde sollte eine Pause eingelegt werden können, 
damit er seine Position wechseln und so seine Wirbelsäule und Hüfte ent-
lasten könne. Eine erneute Operation könne die Arbeitsfähigkeit nicht mit 
Sicherheit verbessern. Hier sei zwingend auf die Einschätzung von Prof. 
Dr. med. C.________ abzustellen, wonach ein solcher Eingriff mit erhebli-
chen Risiken verbunden und daher nicht zumutbar sei.

3.2.4 In der Aktennotiz vom 3. Juni 2014 (act. II 18) kam der RAD-Arzt Dr. 
med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH, zum Schluss, der Gesundheitszustand 
habe sich nach der prothetischen Versorgung objektiv verbessert. Dem 
Beschwerdeführer könne eine sitzende Tätigkeit in einem ganztägigen 
Pensum mit einer maximalen Leistungsminderung von 10-15% - wegen 
vermehrten Pausen - zugemutet werden.

3.2.5 Im Bericht vom 23. September 2014 (act. II 25) hielt Prof. Dr. med. 
C.________ fest, nach insgesamt acht Operationen bestehe eine deutliche 
Rotationsdifferenz zwischen der rechten und linken Hüfte. Durch eine In-
nenrotation des linken Beines resultiere ein schräges Gangbild. Rein sit-
zende, rein stehende und vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten 
seien nicht zumutbar. Eine wechselbelastende Tätigkeit sei ca. zwei Stun-

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den pro Tag möglich. Zusätzlich seien das Konzentrationsvermögen, das 
Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit des 
Beschwerdeführers eingeschränkt. Die Fahrtauglichkeit sei nicht gegeben.

3.2.6 Nachdem der Beschwerdeführer gegen die vorgesehene Abwei-
sung des Leistungsbegehrens verschiedene Einwände erhoben hatte, führ-
te der RAD-Arzt Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 15. Okto-
ber 2014 (act. II 29) aus, gemäss Arztbericht von Dr. med. C.________ 
bestehe bei Status nach Hüft-TP-Wechsel beidseits ein Rotationsfehler, 
wodurch ein schräges Gangbild resultiere. Für die bisherige Tätigkeit als … 
werde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit seit ca. sieben Jahren attestiert. 
Eine Tätigkeit mit Gehen ganztags sei unmöglich. Zur Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit äussere sich Prof. Dr. med. C.________ nicht. 
Es würden sich aus dem Einwand des Beschwerdeführers keine neuen 
medizinischen Fakten oder Tatsachen ergeben, die bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden müssten. Es könne auf den Untersu-
chungsbericht von Dr. med. E.________ abgestellt werden.

3.3 In der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 30) 
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Einschätzung des RAD ab und 
führte aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich ver-
bessert. Aus medizinischer Sicht sei die Ausübung einer angepassten 
Tätigkeit (sitzend) ganztags mit einer Leistungsminderung von 10-15% zu-
mutbar.

3.3.1 In Bezug auf den Revisionsgrund ergibt sich aufgrund der Akten, 
dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der 
Mitteilung des unveränderten Rentenanspruchs im Januar 2012 (act. IIA 1) 
nach den verschiedenen Hüftoperationen noch instabil war. Nach operati-
ven Schaftwechseln beidseits klagte der Beschwerdeführer bei der Kontrol-
le vom 8. Dezember 2011 weiterhin über Schmerzen in der linken Hüfte. Es 
wurde ein Verdacht auf ein mechanisches Impingement acetabulär bei Ro-
tationsfehlstellung des Prothesenschaftes postuliert und weitere Abklärun-
gen in Aussicht gestellt (act. II 1.1 S. 267 f.). Im Verlauf ist es dann insofern 
zu einer Verbesserung gekommen, als Prof. Dr. med. C.________ im Be-
richt vom 5. April 2012 (act. II 10 S. 2) ausführte, der Beschwerdeführer 
habe im Moment wenige Beschwerden, vor allem keine Rückenschmerzen, 

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und könne mit dem jetzigen Zustand leben. Für ihn sei die Rotationsdiffe-
renz ein kosmetisches Problem. Sodann wurde dem Beschwerdeführer, 
nachdem er zunächst von sämtlichen Ärzten - auch vom RAD - vollständig 
arbeitsunfähig geschrieben wurde (act. II 1.1 S. 151, 195, 197, 207, 271), 
von Prof. Dr. med. C.________, welcher als behandelnder Arzt in Zweifels-
fällen vermutungsweise eher zugunsten seines Patienten aussagt (BGE 
125 V 351 E. 3b cc S. 353; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4), im Bericht vom 
23. September 2014 (act. II 25) in einer angepassten Tätigkeit eine teilwei-
se Arbeitsfähigkeit attestiert. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin einen Revisionsgrund angenommen 
und den Rentenanspruch einer freien Prüfung unterzogen hat.

3.3.2 Hinsichtlich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers kann hingegen nicht auf die Einschätzung des RAD abgestellt werden. 
Wenn Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 15. Oktober 2014 
(act. II 29) rapportiert, Prof. Dr. med. C.________ habe sich nicht zur Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit geäussert, dann trifft dies nicht 
zu; Prof. Dr. med. C.________ hat ausdrücklich festgehalten, eine wech-
selbelastende Tätigkeit sei ca. zwei Stunden pro Tag möglich (act. II 25). 
Da der RAD die Auffassung vertritt, eine angepasste Tätigkeit sei ganztags 
mit einer Leistungsminderung von lediglich 10-15% zumutbar (act. II 16, 18, 
29), besteht eine erhebliche Differenz in der Beurteilung der zumutbaren 
Leistungsfähigkeit zwischen den beiden RAD-Ärzten und dem behandeln-
den Arzt. Dabei kann dem Bericht des behandelnden Arztes ein Beweis-
wert nicht von vornherein abgesprochen werden, ist es doch nachvollzieh-
bar, dass die durch den - auch gemäss RAD (act. II 16 S. 2 oben) - ausge-
prägten Rotationsfehler bedingte Fehlbelastung diverser Gelenke potentiell 
zu erheblichen Einschränkungen führen kann. In dieser Konstellation, in 
der auf die Einholung eines externen Gutachtens verzichtet wurde und ein 
nachvollziehbarer Bericht eines behandelnden Arztes die Einschätzung der 
RAD-Ärzte in Zweifel zieht, sind ergänzende Abklärungen unabdingbar 
(E. 2.4.2 hiervor). 

3.3.3 Daraus erhellt, dass die angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 
2014 (act. II 30) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1138, Seite 13

zurückzuweisen ist, damit diese das Ausmass der zumutbaren Arbeitsleis-
tung durch Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens klären und 
anschliessend über die Revision der Invalidenrente erneut befinden kann. 
Da die Sache bislang nicht versicherungsextern abgeklärt wurde und der 
Beschwerdeführer selbst diesbezüglich ausdrücklich keinen Antrag stellt 
(Beschwerdeschrift S. 7 Ziff. 2.3), ist eine Rückweisung an die Verwaltung 
ohne weiteres geboten und zulässig (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 
264 E. 4.4.1.4 S. 264). So wird denn auch dem Beschwerdeführer gegebe-
nenfalls wiederum ein doppelter Instanzenzug möglich sein. Weil die Be-
schwerdegegnerin in der Verfügung vom 27. Oktober 2014 (act. II 30) einer 
allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen hat, was vom 
angerufenen Gericht am 21. Januar 2015 geschützt wurde, und dieser Ent-
zug auch noch für den Zeitraum des Abklärungsverfahrens bis zum Erlass 
der neuen Verfügung andauert (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 
S. 112 E. 3.1), bleibt die Invalidenrente bis dahin formell eingestellt.

In diesem Sinne erweist sich die Beschwerde als begründet und ist gutzu-
heissen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-

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gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwältin 
B.________ vom 26. Januar 2015 wird die Parteientschädigung auf total 
Fr. 3'782.60 (Aufwand von 13.5 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 127.40 und Mehrwertsteuer von Fr. 280.20 [8% von Fr. 3‘502.40]) 
festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-
führer zu ersetzen.

Das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin im vorliegenden gericht-
lichen Verfahren ist als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeich-
nis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 27. Oktober 2014 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'782.60 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

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4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin 
wird als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.