# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00c1145b-b276-538c-8307-26586df475d2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.09.2025 PS250266
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS250266_2025-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde
über Schuldbetreibung und Konkurs

Geschäfts-Nr.: PS250266-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Urteil vom 29. September 2025

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

betreffend Beschwerde
(Beschwerde über das Betreibungsamt Winterthur-Stadt)

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 
25. August 2025 (CB250037)

- 2 -

Erwägungen:

1.1. Der Ehemann der Beschwerdeführerin ist Alleineigentümer eines Eck-

Reiheneinfamilienhauses an der B._____-strasse 1, C._____. Gegen ihn laufen 

diverse Betreibungen auf Pfändung, in denen die Gläubiger bereits das Verwer-

tungsbegehren gestellt haben und die Zwangsversteigerung des Grundstücks auf 

den tt.mm.2025 angezeigt wurde. In der Betreibung Nr. 2 des Betreibungsamts 

Winterthur-Stadt (fortan: Betreibungsamt) wird der Ehemann von der D._____ 

[Bank] auf Grundpfandverwertung betrieben; ein Verwertungsbegehren hat die 

D._____ allerdings nicht gestellt (vgl. zum Ganzen act. 5/2, act. 5/4, act. 5/9 und 

act. 5/14).

1.2. Am 4. August 2025 erhob die Beschwerdeführerin vor Vorinstanz eine 

Aufsichtsbeschwerde gegen das Betreibungsamt und verlangte insbesondere die 

Feststellung der Nichtigkeit der Verwertung des fraglichen Grundstücks. Im We-

sentlichen machte sie geltend, da es sich um eine Familienwohnung handle, hätte 

ihr der Zahlungsbefehl zugestellt werden müssen (act. 5/1). Die Vorinstanz führte 

das Beschwerdeverfahren unter der Geschäfts-Nr. CB250037-K. Mit Eingabe vom 

5. August 2025 reichte die Beschwerdeführerin Unterlagen nach (act. 5/3). Das 

Betreibungsamt nahm mit Eingabe vom 7. August 2025 unaufgefordert Stellung 

zur Beschwerde (act. 5/5 = act. 5/9). Mit Verfügung vom 8. August 2025 setzte die 

Vorinstanz der Beschwerdeführerin unter anderem Frist an, um zur Eingabe des 

Betreibungsamts Stellung zu nehmen (act. 5/7). Die Stellungnahme datiert vom 

21. August 2025 (act. 5/14). Mit Urteil vom 25. August 2025 wies die Vorinstanz 

die Beschwerde ab (act. 5/15 = act. 4 [Aktenexemplar]). Im Nachgang reichte die 

Beschwerdeführerin der Vorinstanz weitere Eingaben ein (act. 5/17-19).

1.3. Mit Eingabe vom 31. August 2025 (Datum Poststempel: 3. September 

2025) erhob die Beschwerdeführerin rechtzeitig Beschwerde und verlangt unter 

anderem die Aufhebung des Urteils vom 25. August 2025 (act. 2, Rechtsbegeh-

ren Ziffer 1, zur Rechtzeitigkeit s. act. 5/16). Der Beschwerde legte die Beschwer-

deführerin zwar einen Entscheid der Vorinstanz vom 21. August 2025 mit der Ge-

schäfts-Nr. CB250039 bei (vgl. act. 3). Da sie in ihrer Beschwerde an die Kammer 

aber die Aufhebung des Urteils vom 25. August 2025 beantragt und in der Be-

- 3 -

schwerdebegründung auf dessen Inhalt Bezug nimmt, während eine Auseinan-

dersetzung mit dem Entscheid vom 21. August 2025 fehlt, ist davon auszugehen, 

dass sich ihre Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil vom 25. August 2025 

in der Geschäfts-Nr. CB250037-K richtet. 

Die Beschwerde an die Kammer enthält lediglich ein digitales Abbild der 

Unterschrift der Beschwerdeführerin (act. 2 letzte Seite). Nachdem die Be-

schwerde abzuweisen ist, kann auf die Ansetzung einer Nachfrist im Sinne von 

Art. 132 Abs. 1 ZPO für die nachträgliche Unterzeichnung der Beschwerdeein-

gabe verzichtet werden.

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 5/20). Das Verfahren ist spruchreif. Auf die Ausführungen der Beschwerde-

führerin ist insoweit einzugehen, als sie für den Beschwerdeentscheid relevant 

sind.

2. Für das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 SchKG sind die Regelungen 

von Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG 

i.V.m. § 84 GOG). Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung 

und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht 

werden (Art. 320 ZPO). Dabei sind konkrete Beschwerdeanträge zu stellen und 

zu begründen. Die Beschwerde führende Partei hat sich mit der Begründung des 

vorinstanzlichen Entscheides im Einzelnen auseinanderzusetzen und anzugeben, 

an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet 

(Art. 321 ZPO; vgl. im Einzelnen auch BK ZPO, STERCHI, 2012, Art. 321 N 15 ff.). 

Bei Parteien ohne anwaltliche Vertretung wird an diese Erfordernisse ein weniger 

strenger Massstab angelegt. Bei fehlender Auseinandersetzung bzw. Begründung 

ist jedoch auf die Beschwerde ohne Weiteres nicht einzutreten (ZR 110 Nr. 80; 

OGer ZH PS110192 vom 21. Februar 2012 E. 5.1). Neue Anträge, neue Tatsa-

chen und neue Beweismittel (Noven) sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlos-

sen (Art. 326 ZPO).

3.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, die Beschwerdeführerin habe 

ihre Beschwerde damit begründet, dass bei einer Grundpfandverwertung in einer 

- 4 -

Betreibung auf Pfandverwertung das Gesetz auch die Zustellung eines Zahlungs-

befehls an den Ehegatten des Schuldners vorsehe, wenn es sich bei der belaste-

ten Liegenschaft um eine Familienwohnung handle. Die Beschwerdeführerin ma-

che geltend, die Zustellung eines solchen Zahlungsbefehls an sie sei nie gesche-

hen. Allerdings anerkenne sie in ihrer Stellungnahme, den Zahlungsbefehl der 

D._____ in der Betreibung Nr. 2 erhalten zu haben, und erkläre, ihr seien lediglich 

diejenigen Zahlungsbefehle der Gläubiger, welche das Verwertungsbegehren ge-

stellt hätten, nicht zugesandt worden. Diese anderen Betreibungen, zu deren Be-

friedigung die Verwertung der Liegenschaft an der B._____-strasse 1 in C._____ 

erfolgen solle, seien jedoch keine Betreibungen auf Pfandverwertung, sondern auf 

Pfändung; bei diesen sei die Zustellung des Zahlungsbefehls an die Ehegatten 

nicht vorgesehen. Dass der Beschwerdeführerin in den Betreibungen neben der-

jenigen der D._____ keine Zahlungsbefehle zugestellt worden seien, sei somit 

nicht zu beanstanden (act. 4 E. 2).

3.2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz sei fälschlicher-

weise davon ausgegangen, dass ihr der Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2 

zugestellt worden sei. Dies treffe nicht zu. Der besagte Zahlungsbefehl sei ihrem 

Ehemann zugestellt worden, was er in seiner Stellungnahme vom 21. August 

2025 und sie in ihrer Stellungnahme vom 22. August 2025 ausführlich dargelegt 

habe. Sie habe den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2 nicht erhalten. Die Be-

schwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der Schutzzweck von Art. 153 

SchKG hätte eine direkte Zustellung an den betreffenden Ehegatten, also an sie, 

erfordert (act. 2 S. 2 f.). Die Frage, ob in einer Betreibung auf Grundpfandverwer-

tung der Schutzzweck von Art. 153 SchKG mit einer vertretungsweisen Zustellung 

des Zahlungsbefehls an den Ehemann umgangen wird, kann hier offen gelassen 

werden. In der betreffenden Betreibung Nr. 2 wurde wie erwähnt noch kein Ver-

wertungsbegehren gestellt. Die von der Beschwerdeführerin vor Vorinstanz einge-

reichte Beschwerde richtete sich gegen die Grundpfandverwertung der Familien-

wohnung (act. 5/1). Entsprechend kann auch nur dieses Thema Gegenstand des 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens sein. Die Zustellung des Zahlungsbe-

fehls in der Betreibung Nr. 2 spielt für die von der Beschwerdeführerin gerügte 

- 5 -

Zwangsversteigerung der Liegenschaft keine Rolle, weshalb sich weitere Ausfüh-

rungen dazu erübrigen.

3.2.2. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, das Betreibungsamt habe 

irreführende Angaben zur Betreibungs- bzw. Versteigerungsart gemacht. Auf den 

Immobilienplattformen sei von einer Grundpfandverwertung die Rede gewesen, 

weshalb sie rechtliche Beratung im Hinblick auf eine Grundpfandverwertung in 

Anspruch genommen habe (act. 2 S. 5 f.). Die Behauptung der Beschwerdeführe-

rin, das Betreibungsamt habe die Versteigerung als Grundpfandverwertung be-

zeichnet, findet in den Akten keine Stütze. Die Beschwerdeführerin reicht denn 

auch keine Belege für ihre Darstellung ein. Vielmehr erfolgte die Publikation im 

Amtsblatt des Kantons Zürich vom 2. Mai 2025 unter dem Titel "Betreibungsamtli-

che Grundstücksteigerung". Dabei wurde unter dem Untertitel "Angaben zur Auf-

lage" auf Folgendes hingewiesen: "Die Verwertung erfolgt auf Verlangen von 

Gläubigern in der Betreibung auf Pfändung." Die Publikation enthält keinen Hin-

weis auf eine Grundpfandverwertung (act. 5/4 S. 2, "Angaben zur Auflage"). 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (act. 2 S. 4 unten und S. 5 

oben) ist die vorinstanzliche Begründung nicht widersprüchlich, zumal die Vorin-

stanz die verschiedenen Betreibungen und Betreibungsarten unterscheidet und 

die unterschiedlichen (Zustellungs-)Voraussetzungen erwähnt: Wie die Vorinstanz 

korrekt erwog sind die Bestimmungen von Art. 151 ff. SchKG – und insbesondere 

die Zustellungsbestimmung gemäss Art. 153 Abs. 2 lit. b SchKG, auf die sich die 

Beschwerdeführerin stützt – in der Betreibung auf Pfändung nicht anwendbar. 

Dies geht aus dem klaren Wortlaut von Art. 153 Abs. 2 lit. b SchKG hervor, wo-

nach die Zustellung des Zahlungsbefehls an den Ehegatten nur erforderlich ist, 

falls das verpfändete Grundstück eine Familienwohnung ist. Als "verpfändet" wer-

den Grundstücke bezeichnet, auf denen ein Grundpfand lastet. Wird ein Grund-

stück bei einer betreibungsrechtlichen Pfändung mit einer Verfügungsbeschrän-

kung belegt (Art. 89 und Art. 101 SchKG), ist das betreffende Grundstück "ge-

pfändet". Möglicherweise ist der Beschwerdeführerin dieser Unterschied zwischen 

den ähnlichen, aber inhaltlich völlig unterschiedlichen Begriffen nicht bewusst.

- 6 -

Zusammengefasst macht die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Be-

treibungen, die zur Versteigerung geführt haben, keine Mängel geltend, insbeson-

dere keine Mängel im Zusammenhang mit der Zustellung der Zahlungsbefehle. 

Der beantragten Feststellung, Rechtsvorschläge im Zusammenhang mit diesen 

Zahlungsbefehlen seien als rechtzeitig zu betrachten (vgl. Rechtsbegehren Zif-

fer 3), fehlt es damit von vornherein an der Grundlage (wobei es sich dabei um ei-

nen im Beschwerdeverfahren um einen nach Art. 326 ZPO unzulässigen neuen 

Antrag handelt).

3.3. Folglich sind die gerügten Zustellungen der Zahlungsbefehle nicht zu be-

anstanden; sie sind weder zu wiederholen (vgl. Rechtsbegehren Ziffern 2 und 4) 

noch liegt in diesem Zusammenhang ein Nichtigkeitsgrund vor (Rechtsbegehren 

Ziffer 5). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4. Das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen ist kostenlos. Parteientschädigungen werden nicht 

zugesprochen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 

Abs. 2 GebV SchKG). 

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die Vorinstanz sowie 

an das Betreibungsamt Winterthur-Stadt, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 7 -

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw B. Lakic

versandt am:
30. September 2025