# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7fdcf8ea-eb1e-5785-9cd7-fb68c9d916b5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.09.2021 200 2021 276
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-276_2021-09-13.pdf

## Full Text

200 21 276 UV
ACT/SCM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. September 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Basler Versicherung AG
Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Sept. 2021, UV/21/276, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war am 25. Juni 2019 über ihren Arbeitgeber bei der Basler Versicherung 
AG (Basler bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als sie während 
des Nachtpikettdienstes nach dem Duschen ausrutschte und sich den Kopf 
anstiess (Akten der Basler, Antwortbeilage [AB] 96, 122, 133). Nachdem 
sich die Versicherte mit der per 9. bzw. 16. Juli 2019 vorgenommenen Ein-
stellung (AB 105) der vorübergehend erbrachten Leistungen nicht einver-
standen erklärt hatte (AB 94, 96-97), teilte die Basler mit, dass eine neuro-
logische Untersuchung indiziert sei, sofern eine über den 30. September 
2019 hinausgehende Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht werde (AB 85). 
Gestützt auf das hierauf eingeholte neurologische Gutachten vom 5. De-
zember 2019 (AB 56-61) sowie die ergänzende Stellungnahme vom 4. Fe-
bruar 2020 (AB 26-27) verfügte die Basler am 6. Februar 2020 (AB 21-22) 
die Leistungseinstellung, da sich die Versicherte anlässlich des Ereignisses 
vom 25. Juni 2019 eine Schädelprellung zugezogen habe und der Status 
quo sine vier Wochen nach dem Ereignis erreicht sei. Daran hielt sie auf 
Einsprache (AB 9-10) hin mit Entscheid vom 3. März 2021 (AB 2-4) fest.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, am 
16. April 2021 Beschwerde. Sie stellt die folgenden Anträge:

• Der Einspracheentscheid vom 3. März 2021 sei aufzuheben.
• Die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdeführerin in Zusam-

menhang mit dem Ereignis vom 25. Juni 2019 auch nach vier Wochen 
nach dem Ereignis die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu er-
bringen.

• Eventualiter sei die Sache für weitere Abklärungen und eine neue Be-
urteilung hinsichtlich der Leistungspflicht an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Sept. 2021, UV/21/276, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2021 schliesst die Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. März 
2021 (AB 2-4). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Juni 
2019.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für 
eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 

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134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 
E. 8.3).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 

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sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und zwischen den Parteien nicht um-
stritten, dass das Ereignis vom 25. Juni 2019 (vgl. AB 96, 122, 133) die 
kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Le-
galdefinition erfüllt (E. 2.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat entspre-
chende Versicherungsleistungen erbracht (AB 82-83, 103-104). Umstritten 
ist hingegen, ob über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 25. Juli 
2019 (vgl. AB 21-22) bzw. 30. September 2019 (AB 84-85) hinaus An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung besteht. 

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 13. August 2019 (AB 119) hielt Dr. med. 
D.________ (heute: E.________), Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
nach Erstkonsultation vom 5. August 2019 die vorläufige Diagnose eines 
leichten Schädel-Hirn-Traumas fest. 

3.2.2 Anlässlich der Computertomographien (CT) von Nasennebenhöhlen 
und Gesichtsschädel sowie Halswirbelsäule (HWS) vom 9. August 2019 
(AB 120-121) ergab sich kein Nachweis einer intrazerebralen Blutung, ei-
nes Subduralhämatoms oder einer Kalottenfraktur sowie kein Nachweis 
einer Fraktur im Felsenbein rechts oder der HWS. Festgehalten wurden 
mehrsegmentäre degenerative Veränderungen (Osteochondrosen, Unco-
vertebralarthrosen, Facettengelenksarthrose, foraminale Einengung).

3.2.3 Auf Vorlage führte Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, am 28. August 
2019 (AB 107-108) aus, es liege eine Schädelprellung vor. Kontusionen 
heilten innert Tagen bis zwei bis drei Wochen folgenlos ab. Die attestierte 

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Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als … sei unfallbedingt 
maximal während zwei Wochen ausgewiesen.

3.2.4 Dr. med. D.________ führte in einem weiteren Bericht vom 5. Sep-
tember 2019 (AB 90-91) aus, in Gesamtschau müsse von einem postkom-
motionellen Syndrom nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma ausge-
gangen werden, wobei die Beschwerden aufgrund des zeitlichen Ablaufs 
sehr wohl auf das Unfallereignis zurückgeführt werden könnten. Unfall-
fremde Faktoren seien sehr unwahrscheinlich.

3.2.5 Am 9. September 2019 (AB 89) hielt Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Chirurgie, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, fest, es beste-
he eine Teilkausalität der aktuellen Beschwerden zum Ereignis vom 
25. Juni 2019. Unfallbedingt bestehe in der angestammten Tätigkeit ab 
dem 1. September 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und ab dem 
1. Oktober 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit. Falls per 1. Oktober 2019 keine 
Arbeitsfähigkeit resultiere, sei eine neurologische Untersuchung indiziert.

3.2.6 Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, führte im Bericht 
vom 18. Oktober 2019 (AB 74-76) aus, er gehe von einer Commotio cerebri 
aus. Ob eine kurze Bewusstlosigkeit bestanden habe, könne von der Be-
schwerdeführerin rückblickend nicht mehr angegeben werden. Postkommo-
tionelle Beschwerden könnten über einige Wochen andauern.

3.2.7 Im Aktengutachten vom 5. Dezember 2019 (AB 56-61) hielt Dr. 
med. I.________, Facharzt für Neurologie, fest, rein aufgrund der Akten 
könne lediglich eine Schädelprellung diagnostiziert werden. Eine leichte 
traumatische Hirnverletzung (MTBI) respektive Commotio cerebri könne 
dagegen aus neurologischer Sicht mit dem Grad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nicht diagnostiziert werden, da die etablierten Kriterien der 
European Federation of Neurological Societies (EFNS) für eine MTBI re-
spektive leichte traumatische Hirnverletzung, nämlich Bewusstlosigkeit 
und/oder Amnesie, nicht erfüllt seien. Es seien keine in natürlichem Kausa-
lzusammenhang zum Ereignis vom 25. Juni 2019 stehenden pathologi-
schen neurologischen Befunde aktenkundig. Computertomographisch sei-
en ausgeprägte degenerative Veränderungen der HWS bekannt, die so-
wohl Kopf- als auch Nackenbeschwerden verursachen und unterhalten 

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könnten. Die anhand der Akten zu diagnostizierende Schädelprellung (kei-
ne MTBI bzw. Commotio cerebri) heile definitionsgemäss innerhalb von 
Tagen, spätestens innerhalb weniger Wochen, folgenlos aus. Erachte man 
die in den CT ausgewiesenen degenerativen Veränderungen der HWS als 
Vorzustand, so wäre spätestens vier Wochen nach dem Ereignis vom 
25. Juni 2019 der Status quo sine erreicht gewesen. Aus neurologischer 
Sicht könne in den ersten beiden Wochen nach dem Ereignis von einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit gefolgt von einer zwei Wochen andauernden 
50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, womit ab Ende Juli 2019 
von einer wiedererlangten vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei.

3.2.8 In einem weiteren Bericht vom 30. Januar 2020 (AB 32-35) führte 
Dr. med. D.________ aus, die Diagnose eines postkommotionellen Syn-
droms sei wegen des Vorhandenseins eines adäquaten Schädel-Hirn-
Traumas und der im zeitlichen Ablauf dazu passend aufgetretenen Be-
schwerden zu stellen. Die angegebenen Beschwerden stünden klar in ei-
nem Kausalzusammenhang zum fraglichen Ereignis, da die Beschwerde-
führerin vorher beschwerdefrei und 100 % arbeitsfähig gewesen sei.

3.2.9 Mit einer neuerlichen Stellungnahme vom 4. Februar 2020 (AB 26-
27) hielt Dr. med. I.________ nach Prüfung des neu vorgelegten Berichts 
von Dr. med. D.________ (vom 30. Januar 2020 [vgl. AB 32-35]) vollum-
fänglich an seiner gutachterlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2019 (vgl. 
AB 56-61) fest.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

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beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.4 Das Gutachten von Dr. med. I.________ vom 5. Dezember 2019 
(AB 56-61) sowie die ergänzende Stellungnahme vom 4. Februar 2020 
(AB 26-27) wurden nicht im Verfahren gemäss Art. 44 ATSG erstellt (vgl. 
AB 66-67). Damit kommt ihnen nicht die Beweiskraft eines Administrativ-
gutachtens zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3 b bb S. 353). Die fachärztliche 
Einschätzung von Dr. med. I.________ erfüllt indessen die entsprechenden 
Voraussetzungen der Rechtsprechung (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugt, 
so dass auf die darin enthaltenen Feststellungen abzustellen ist. Der Um-
stand, dass der beigezogene Experte keine eigene Untersuchung durchge-
führt hat, schadet nicht, da ein lückenloser Befund vorliegt und es im We-
sentlichen um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit 
der versicherten Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbesondere (auch) die Kausalität im Rahmen 
eines Aktenberichts erörtert werden (Entscheid des BGer vom 9. November 
2011, 8C_383/2011, E. 4.2). 

Dr. med. I.________ führte schlüssig und überzeugend aus, dass aufgrund 
der Aktenlage allein eine Schädelprellung diagnostiziert werden könne. Mit 
Verweis auf die EFNS-Kriterien verneinte er in nachvollziehbarer Weise 
eine MTBI respektive eine Commotio cerebri, weil keine Bewusstlosigkeit 
und bzw. oder Amnesie vorgelegen habe (AB 59 Ziff. II.1). Dies steht in 
Einklang mit dem Arztzeugnis UVG vom 12. August 2019 (AB 122-123), 
dem Bericht von Dr. med. D.________ vom 13. August 2019 (AB 119) so-
wie den weiteren Akten, in welchen weder von einer Bewusstlosigkeit noch 
von einer Amnesie berichtet wurde. Dr. med. H.________ hielt am 18. Ok-

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tober 2019 denn auch fest, dass die Beschwerdeführerin rückblickend nicht 
mehr angeben könne, ob eine kurze Bewusstlosigkeit bestanden habe 
(AB 75, vgl. auch AB 13). Zwar ist wie von der Beschwerdeführerin darge-
legt, durchaus nachvollziehbar, dass sie sich nicht mehr daran erinnern 
kann, ob sie kurzzeitig das Bewusstsein verloren hat oder nicht (vgl. Be-
schwerde S. 5 Ziff. III.14). Die blosse Möglichkeit einer Bewusstlosigkeit 
reicht indessen zum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erbringen-
den Beweis (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) für deren Vorliegen nicht aus. 
Überdies ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass man sich 
bei – bloss Sekundenbruchteilen dauernden – Stürzen nicht an das Ereig-
nis selber (beispielsweise das Fallen) erinnert, sondern einzig an die Situa-
tion direkt vor und nach dem Ereignis, während der Vorgang selber erst im 
Nachhinein realisiert wird, in der Regel aber nicht erinnerlich ist. Da dem-
nach keine Bewusstlosigkeit und auch keine Amnesie erstellt sind, hat die 
leistungsansprechende Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit 
zu tragen (vgl. zur Beweislastverteilung BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 
138 V 218 E. 6 S. 222, 121 V 204 E. 6a S. 208), womit die geltend ge-
machte Commotio cerebri nicht erstellt ist. Entgegen der Vermutung des 
behandelnden Dr. med. D.________ (AB 35) werden damit weder die Be-
schwerden noch die Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin in Zweifel 
gezogen, handelt es sich doch allein um eine juristisch zu beantwortende 
Beweisfrage. Damit ist vollumfänglich auf die Einschätzung von Dr. med. 
I.________ abzustellen.

An diesem Ergebnis vermögen die Berichte der Dres. med. D.________ 
und H.________ nichts zu ändern, gehen die Behandler doch von einer 
Commotio cerebri aus (AB 13-14, 32-35, 74-76, 90-91, 119), obwohl nicht 
sämtliche der dafür notwendigen Kriterien erstellt sind (vgl. Ausführungen 
hiervor). Zudem basiert die Einschätzung von Dr. med. D.________ im 
Wesentlichen auf dem Grundsatz „post hoc ergo propter hoc“, indem er 
ausführte, die Beschwerdeführerin habe vor dem Sturz nicht über Nacken-
schmerzen geklagt (AB 33 Ziff. 6) bzw. sie sei beschwerdefrei und 100 % 
arbeitsfähig gewesen (AB 34 Ziff. 7). Für den Nachweis einer unfallkausa-
len gesundheitlichen Schädigung ist dieser Grundsatz, nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, jedoch nicht mass-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Sept. 2021, UV/21/276, Seite 11

gebend (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 
E. 7.2). Schliesslich enthalten die Berichte der behandelnden Ärzte auch 
kein Element, welches die Ausführungen von Dr. med. I.________ als 
(auch nur in geringem Masse) zweifelhaft erscheinen lassen. Anders als in 
der Beschwerde angenommen (S. 6 Ziff. 15), spricht die Tatsache, dass 
der beratende Dr. med. G.________ am 9. September 2019 eine Teilkau-
salität der vorhandenen Beschwerden zum Unfallereignis bejahte (AB 89), 
nicht gegen die Zuverlässigkeit der Annahmen von Dr. med. I.________. 
Denn Dr. med. G.________ begründete seine Einschätzung nicht weiter, 
klärte die Frage des Vorliegens einer Bewusstlosigkeit bzw. Amnesie nicht 
und ging selbst bereits von der Notwendigkeit weiterer (neurologischer) 
Abklärungen aus, die ja in der Folge mit dem eingeholten Gutachten auch 
vorgenommen wurden. 

3.5 Nach dem Dargelegten war der Status quo sine vel ante spätestens 
vier Wochen nach dem Ereignis vom 25. Juni 2019 (vgl. AB 96, 122, 133) 
erreicht, weshalb die Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin (per 
30. September 2019 [AB 84-85]) nicht zu beanstanden ist. Für darüber hin-
aus allenfalls weiterhin bestehende psychische Beschwerden bestünde 
mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs ebenfalls keine Leis-
tungspflicht, sind doch die dafür notwendigen Kriterien offensichtlich nicht 
erfüllt. Dies unabhängig davon, ob die Beurteilung anhand der sogenann-
ten Schleudertrauma-Praxis (vgl. BGE 134 V 109) oder gemäss BGE 
115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden vorgenommen würde 
(vgl. zur Nichtanwendung der Schleudertrauma-Praxis selbst bei Fällen mit 
Vorliegen einer Commotio cerebri SVR 2019 UV Nr. 41 S. 157 E. 7.2.2) 
und auch unabhängig davon, ob ein leichter oder ein mittelschwerer Unfall 
vorliegt (vgl. Beschwerdeantwort S. 12-13 Ziff. 2.10 und 2.11). 

Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

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4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.