# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 930b0af4-5398-5bb0-be14-6cd9942c51e5
**Source:** Basel-Stadt (BS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Stadt Appellationsgericht 24.07.2018 HB.2018.34 (AG.2018.484)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BS_Omni/BS_APG_001_HB-2018-34_2018-07-24.html

## Full Text

Appellationsgericht

  
  des Kantons Basel-Stadt

  

  Einzelgericht

   

  

 

HB.2018.34

 

ENTSCHEID

 

vom 24.
Juli 2018

 

 

Mitwirkende

 

lic. iur. Liselotte Henz   

und Gerichtsschreiberin
lic. iur. Barbara Noser Dussy 

 

 

 

Beteiligte

 

A____, geb. [...]                                                                     Beschwerdeführer

[...]                                                                                                    Beschuldigter

vertreten durch [...], Advokat, 

[...]   

 

gegen

 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt
                              Beschwerdegegnerin 

Binningerstrasse 21, Postfach,
4001 Basel   

 

 

Gegenstand

 

Beschwerde gegen eine Verfügung
des Zwangsmassnahmengerichts 

vom 23. Juni 2018

 

betreffend Anordnung der
Untersuchungshaft bis zum 4. August 2018

Das
Appellationsgericht (Einzelgericht) zieht in Erwägung,

 

dass   die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gegen A____
(nachfolgend Beschwerdeführer) im Nachgang zu einer gewalttätigen
Auseinandersetzung anlässlich eines Fussballspiels ein Strafverfahren wegen
Angriffs, Raufhandels, Sachbeschädigung, Körperverletzung, ev.
Landfriedensbruchs eingeleitet hat,

 

dass   das Zwangsmassnahmengericht mit Verfügung vom
23. Juni 2018 gegen den Beschwerdeführer Untersuchungshaft auf die vorläufige
Dauer von 6 Wochen, d.h. bis zum 4. August 2018, angeordnet hat,

 

dass   der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat
[...], substituiert durch Advokat [...] mit Eingabe vom 3. Juli 2018 Beschwerde
erhoben und seine unverzügliche Haftentlassung beantragt hat,

 

dass   die Staatsanwaltschaft das Gericht mit
Schreiben vom 10. Juli 2018 über die gleichentags erfolgte Haftentlassung des
Beschwerdeführers informiert hat, 

 

dass   das Beschwerdeverfahren daher als
gegenstandslos abzuschreiben ist (BGE 137 I 23 E. 1.3.1 S. 24 f.),

 

dass   auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu
verzichten und dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung aus
der Gerichtskasse zuzusprechen ist,

 

dass   der Verteidiger des Beschwerdeführers – neben
Auslagen von CHF 12.60 – einen Zeitaufwand von 7,59 Stunden geltend macht,
wovon 1,25 Stunden mit einem Stundenansatz von CHF 300.– (Advokat [...]) und
6,34 Stunden mit einem solchen von CHF 280.– (Advokat [...]),

 

dass   ein Stundenaufwand von 7,59 Stunden für eine
einzige, nicht besonders umfangreiche Rechtsschrift an der obersten Grenze
eines angemessenen Aufwands liegt, aber gerade noch akzeptiert werden kann,

 

dass   bei der Bemessung der vom Gericht
auszurichtenden Entschädigung indessen nicht der vom Anwalt mit seinem Klienten
vereinbarte Stundenansatz, sondern der Überwälzungstarif nach § 14 Abs. 1 der
Honorarordnung (SG 291.400) massgebend ist, der nach der Praxis des
Appellationsgerichts in nicht aussergewöhnlich komplexen Fällen CHF 250.–
beträgt,

 

dass   dem Beschwerdeführer daher eine
Parteientschädigung von CHF 2‘057.20 (CHF 1‘897.50 Honorar, CHF 12.60 Auslagen,
CHF 147.10 MWST) auszurichten ist,

 

 

und erkennt:

 

://:        Das Haftbeschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit
abgeschrieben.

 

            Für das Beschwerdeverfahren werden keine
Kosten erhoben.

 

Dem Beschwerdeführer wird für das gegenstandslos
gewordene Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von CHF 2‘057.20 (inkl.
Auslagen und MWST) aus der Gerichtskasse zugesprochen.

 

            Mitteilung an:

-      
Beschwerdeführer

-      
Zwangsmassnahmengericht

-      
Staatsanwaltschaft

 

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

 

Die Präsidentin                                                         Die
Gerichtsschreiberin

 

 

lic. iur.
Liselotte Henz                                               lic. iur. Barbara
Noser Dussy

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung

 

Gegen diesen
Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes
(BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Strafsachen
erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss spätestens am letzten Tag der Frist
beim Bundesgericht (1000 Lausanne 14) eingereicht oder zu dessen Handen der
Schweizerischen Post oder einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung
der Schweiz im Ausland übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Für die Anforderungen
an den Inhalt der Beschwerdeschrift wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die
Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.