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**Case Identifier:** b1fdb45e-26a4-590f-a4f5-b816f1263fdd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.02.2025 200 2024 588
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-588_2025-02-24.pdf

## Full Text

200 24 588 IV
FRC/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Juli 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin), ... EFZ, meldete sich im Juni 2022 bei der IV-Stelle 
Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zur Früherfassung an 
(Akten der IVB [act. II] 1, 11 S. 2); am 29. Juli 2022 (act. II 8) erfolgte die 
Leistungsanmeldung. Die IVB tätigte in der Folge medizinische und 
erwerbliche Abklärungen. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2022 (act. II 31) 
verneinte sie einen Anspruch auf berufliche Massnahmen. Auf Empfehlung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 37) veranlasste die IVB 
bei Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und 
Psychotherapie, eine psychiatrische Begutachtung (vgl. Gutachten vom 
11. Juli 2023 [act. II 49.1]). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2023 
(act. II 53) stellte sie in Aussicht, mangels Gesundheitsschaden mit 
invalidisierender Wirkung einen Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung zu verneinen. Nachdem die Versicherte dagegen 
Einwand erhoben hatte (act. II 54, 56, 58 f.), holte die IVB weitere 
Stellungnahmen beim RAD vom 14. Februar 2024 (act. II 62) und 19. März 
2024 (act. II 63) ein. Am 16. April 2024 (act. II 64) ersetzte und annullierte 
sie ihren Vorbescheid vom 11. Oktober 2023 und stellte bei in Anwendung 
der gemischten Methode (90 % Erwerb, 10 % Haushalt) errechneten 
Invaliditätsgraden von 9 % ab dem 1. Juni 2023 und 17 % ab dem 1. 
Januar 2024 die Abweisung eines Rentenanspruchs in Aussicht, wogegen 
die Versicherte abermals Einwand erhob (act. II 65, 67). Mit Verfügung vom 
17. Juli 2024 (act. II 68) entschied die IVB wie im Vorbescheid vom 16. 
April 2024 in Aussicht gestellt. 

B.

Mit Eingabe vom 4. September 2024 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 3

"1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung der IV-Stelle vom 
17. Juli 2024 aufzuheben und es seien der Beschwerdeführerin die 
gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere ab 1. Januar 
2023 eine ganze IV-Rente und ab 1. Juni 2023 eine dem IV-Grad von 
59 % entsprechende Rente.

2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Juli 2024 
aufzuheben und zur Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, namentlich durch Einholung 
eines pulmologischen Gutachtens und durch Einholung eines Berichts 
an Ort und Stelle (sog. Abklärungsbericht).

3. Der Beschwerdeführerin sei die ungeteilte unentgeltliche Rechtspflege 
zu gewähren und es sei die unterzeichnende Anwältin als 
unentgeltliche Rechtsvertreterin einzusetzen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MwSt)".

Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2024 schloss die IVB auf 
Abweisung der Beschwerde. 

Am 13. Februar 2025 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a 
GSOG Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist 
im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, 
durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist 

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(Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a 
des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung 
[IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. b 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG; 
BSG 155.21) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Juli 2024 
(act. II 68). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an-
deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Invalidität 
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Dabei ist dem 

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klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu 
tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der 
grundsätzlichen "Validität“ der versicherten Person auszugehen ist 
(BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

2.1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

2.2

2.2.1 In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss erge-
benden Beweisschwierigkeiten muss im Rahmen der sozialversicherungs-
rechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die subjektiven 
Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststell-
bare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen die Schmerzanga-
ben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung zugänglich 
sein (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Sowohl 
bei Leiden, deren Ursache bekannt oder (bildgebend) zu objektivieren ist, 
als auch bei Beschwerden mit unklarer Ätiologie und Kausalität vermögen 
die subjektiven Angaben der versicherten Person eine invalidenversiche-
rungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit jedenfalls nicht ohne Weiteres 
rechtsgenüglich nachzuweisen, sondern es hat stets eine sorgfältige Plau-
sibilitätsprüfung der geltend gemachten Funktionseinschränkungen zu er-
folgen (BGE 140 V 290 E. 3.3.1 S. 296).

2.2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer 

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Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). 

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen 
Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 
141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung 
erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 
427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

Die sachverständige Person schätzt das Leistungsvermögen anhand der 
einschlägigen Indikatoren ein. Die Rechtsanwender überprüfen die 
betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die 
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das 
heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, 
welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind, und ob die 
versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter 
Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 307). 
Eine davon losgelöste Parallelüberprüfung "nach besserem juristischen 
Wissen und Gewissen" darf jedoch nicht stattfinden. Vielmehr ist im 
Rahmen der Beweiswürdigung zu fragen, ob die funktionellen 
Auswirkungen medizinisch im Lichte der normativen Vorgaben 
widerspruchsfrei und schlüssig mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Entscheidend bleibt letztlich immer 
die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im 
Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer 
Sicht beantwortet werden kann (BGE 145 V 361 E. 3.2.2 S. 364, 144 V 50 
E. 4.3 S. 54).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

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bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 
99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Sicht ist den Akten im Wesentlichen das 
Folgenden zu entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Fachärztin für Anästhesiologie, dia-
gnostizierte im Bericht vom 6. September 2022 (act. II 27) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptomatik (ICD-10 
F33.2; Erstdiagnose: 2016; S. 3 Ziff. 2.5). Ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit bestünden eine Adipositas Grad II, eine arterielle 
Hypertonie sowie ein Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose: April 2015; 
Ziff. 2.6). Bis zur depressiven Dekompensation im Herbst 2021 sei die 
Beschwerdeführerin selbstständig im ... (für eine ...-Firma) tätig gewesen. 
Aktuell sei sie aufgrund der schwergradigen depressiven Symptomatik 
nicht in der Lage, diese Tätigkeit auszuüben (S. 2 Ziff. 2.1 i.V.m. S. 4 Ziff. 
3.1). Als Funktionseinschränkung bestehe vor allem eine Antriebs- und 
Konzentrationsstörung (Ziff. 3.4). 

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
vom RAD, führte in der Aktenbeurteilung vom 6. Dezember 2022 (act. II 37) 
aus, aufgrund der Beurteilung im Rahmen einer interdisziplinären 
Fallbesprechung mit Dr. med. F.________, Praktischer Arzt vom RAD, 
könne festgehalten werden, dass die somatischen Befunde keine 
Einschränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in angepassten 
Tätigkeiten auswiesen bzw. sich Hinweise auf einen eingeschränkten 
Leidensdruck fänden (keine orthopädische Betreuung gewünscht, 
Empfehlung der CPAP-Therapie bislang nicht umgesetzt). Die Depression 
werde nicht fachärztlich behandelt. Die Behandlerin Dr. med. D.________ 
beschreibe zwar eine schwere depressive Symptomatik im Psychostatus. 

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Dies wirke jedoch nicht überzeugend, da keine Option einer allfälligen 
Therapieoptimierung (fachärztliche psychiatrische Behandlung, stationäre 
resp. Tagesklinikbehandlung) diskutiert werde und sofort eine schlechte 
Arbeitsfähigkeitsprognose gestellt werde, obwohl ein Krankheitsbild 
vorliege, bei dem medizinisch-theoretisch eine Remission erwartet werden 
könne, was in der konkreten Anamnese der Beschwerdeführerin auch 
bereits erfolgt sei (erste depressive Phase 2016). Im Erstgespräch vom 28. 
Juli 2022 anlässlich der Früherfassung werde zwar ein deutlicher sozialer 
Rückzug beschrieben, was mit der Depression korrespondieren könne, 
andererseits sei der von der Beschwerdeführerin geäusserte Wunsch, 
einen ... im ...bereich zu eröffnen und diesen in den sozialen Medien zu 
verbreiten, nicht mit einer schweren depressiven Beeinträchtigung 
vereinbar. Die Arbeitsunfähigkeitsattestierung der Behandler sei nicht 
nachvollziehbar. Zudem liessen sich die Indikatoren (Leidensdruck, 
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus) nicht nach der 
Aktenlage beurteilen. Eine psychiatrische Begutachtung sei erforderlich. 

3.1.3 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 11. Juli 2023 (act. II 49.1) eine rezidivierende depressive Störung, 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 41 Ziff. 6.3). Rein abgestützt auf 
den psychopathologischen Querschnittsbefund wäre das depressive 
Syndrom als leichtgradig einzuordnen, in Zusammenschau mit der 
Eigenanamnese sei eine mittelgradige depressive Episode schlüssig (S. 40 
f. Ziff. 6.3). Die angegebenen Tätigkeiten als ... im Nebenamt ab 2006, als 
... ab 2009 und anschliessend als selbstständigerwerbende ... eines ... 
seien aus psychiatrischer Sicht als optimal angepasst einzuschätzen. Sie 
würden der Beschwerdeführerin die Möglichkeit zur eigenen Einteilung der 
Zeit bieten. Es handle sich um leichte Tätigkeiten mit wenig bis gar keinem 
persönlichen Kontakt, was der Beschwerdeführerin entgegenkomme. 
Aufgrund der soziophobischen Ängste und der ängstlich-vermeidenden 
Grundhaltung seien Tätigkeiten mit schwierigem oder konfrontativem 
Publikumsverkehr ungeeignet. Bei den Tätigkeiten als ... und ... gebe es 
nur wenig bis gar keinen schwierigen Publikumsverkehr, ebenso wenig bei 
der Tätigkeit im .... Eine solche Tätigkeit könne die Beschwerdeführerin 
4.25 Stunden pro Tag ausüben. Aufgrund der mittelgradigen Depression 
seien das psychophysische Restleistungsvermögen vermindert, das 

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Bedürfnis nach Pausen erhöht sowie die Flexibilität und die 
Umstellungsfähigkeit auf neue Situationen eingeschränkt. Aus diesen 
Gründen sei eine vollzeitliche Tätigkeit nicht möglich. Während der 
besagten Anwesenheitszeit bestehe keine Einschränkung der Leistung. Die 
Arbeitsfähigkeit in den bisherigen Tätigkeiten betrage 50 % bezogen auf 
ein 100%-Pensum. Dies gelte mindestens seit der Begutachtung. Für die 
Zeit davor liege nur ein einziger Bericht von Dr. med. D.________ vom 
August 2022 vor, in welchem diese ein schweres depressive Syndrom, 
resultierend in einer Arbeitsunfähigkeit vom 100 %, beschreibe. Dieser 
Bericht sei in sich schlüssig. Somit sei es plausibel, dass im August 2022 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die angestammten Tätigkeiten 
bestanden habe. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass sich diese 
Arbeitsunfähigkeit langsam, aber kontinuierlich bis Juni 2023 
(gutachterliche Exploration) auf eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % gebessert 
habe. Detailliertere Angaben seien aufgrund fehlender Aktenlage nicht 
möglich. Möglicherweise könne die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin noch durch eine konsequente Behandlung des 
mittelschweren Schlafapnoesyndroms verbessert werden; dies sollte 
jedoch pulmologisch bewertet werden. Aus psychiatrischer Sicht könne 
gesagt werden, dass eine erhebliche negative Wechselwirkung zwischen 
einem relevanten unbehandelten Schlafapnoesyndrom und einer 
Depression bestehe und ein unbehandeltes erhebliches 
Schlafapnoesyndrom sich eindeutig negativ auf Letztere auswirke. Aus 
fachpsychiatrischer Sicht empfehle sich die Fortsetzung der ambulanten 
fachpsychiatrischen bzw. fachpsychosomatischen Behandlung. Aus 
medizintheoretischer Sicht sei durch eine konsequente Fortsetzung der 
Behandlung innerhalb von zwölf Monaten eine deutliche Besserung des 
depressiven Syndroms zu erwarten. Medizintheoretisch sei davon 
auszugehen, dass durch eine konsequente leitliniengerechte und 
störungsspezifische Behandlung die Arbeitsfähigkeit innerhalb eines Jahres 
auf 75 % bezogen auf ein Vollzeitpensum in der angestammten Tätigkeit 
verbessert werden könne (S. 44 ff. Ziff. 8). 

3.1.4 Med. pract. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
vom RAD, diagnostizierte in der Aktenbeurteilung vom 14. Februar 2024 
(act. II 62) eine funktionelle Einäugigkeit links bei rezidivierendem Herpes 

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corneae mit Ulzerationen und Hornhautnarben am rechten Auge sowie 
beginnendem Katarakt beidseits, ein rhagadiformes Handekzem beidseits 
seit ca. 30 Jahren unter lokaler Salbenbehandlung, teils steroidhaltig, sowie 
belastungsabhängige Knieschmerzen beidseits bei medialer Gonarthrose 
beidseits, konservativ behandelt ohne Physiotherapie. Als Nebendiagnosen 
bestünden gemäss Akten ein mittelschweres obstruktives 
Schlafapnoesyndrom, ab September bis November 2023 unregelmässige 
Maskenbeatmung, eine arterielle Hypertonie seit November 2017, 
medikamentös behandelt, ein Diabetes mellitus Typ II unter 
medikamentöser Behandlung, eine Dyslipidämie, medikamentös behandelt, 
eine Adipositas WHO-Grad II, Gewichtsabnahme in den letzten Monaten 
von 15 kg, sowie eine subklinische Hypothyreose seit November 2017 (S. 3 
f.). Aufgrund von subjektiv beklagten belastungs- und 
bewegungsabhängigen Knieschmerzen beidseits habe die Hausärztin eine 
Röntgenuntersuchung der Knie im November 2019 veranlasst. Dabei sei 
eine Kniearthrose medial beidseits nachgewiesen worden (Röntgenbefund 
liege nicht vor). Die beklagte Knieproblematik beidseits lasse bis aktuell auf 
einen geringen Leidensdruck schliessen, zumal bis anhin weder 
spezialärztliche (orthopädische/rheumatologische) Abklärungen noch 
entsprechende Behandlungen noch Physiotherapie durchgeführt worden 
seien. Schlafmedizinisch-lungenärztlich sei am 15. Juni 2022 eine 
Abklärung bei Dr. med. H.________, Facharzt für Pneumologie sowie 
Allgemeine Innere Medizin, erfolgt. Schlafmedizinisch bestehe eine 
mittelschwere schlafbezogene Atemwegsverengung (Schlafapnoe-
Syndrom). Die nächtliche Maskenbeatmung sei dringend empfohlen 
worden. Die Beschwerdeführerin habe sich damals nicht dazu 
entschliessen können. Im schlafmedizinischen Arztbericht vom 2. 
November 2022 habe Dr. med. H.________ festgestellt, dass bezüglich 
des Schlafapnoe-Syndroms keine Einschränkungen bestünden. Erst ab 
September 2023 führe die Beschwerdeführerin in Zusammenarbeit mit der 
Lungenliga eine nächtliche Maskenbeatmung durch. Dr. med. H.________ 
habe anlässlich der Geräteauswertung am 22. November 2023 
festgehalten, dass die nächtliche Maskenatmung nur an zehn Tagen 
innerhalb von drei Monaten bis maximal zweieinhalb Stunden angewendet 
worden sei. Als Grund für die wenigen Anwendungstage habe die 
Beschwerdeführerin Platzangst angegeben. Für die Fortsetzung der CPAP-

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Therapie sei sie entsprechend nicht motiviert gewesen (S. 4). Die weiteren 
internistischen Nebendiagnosen seien medikamentös behandelbar bzw. 
durch Gewichtsabnahme in den Übergewichts- bis Normalbereich 
besserbar. Die medizinischen Massnahmen seien bei Weitem nicht 
ausgeschöpft (z.B. regelmässige nächtliche Maskenbeatmung, 
Physiotherapie). Aufgrund der formulierten funktionellen Einschränkungen 
seien somatisch nur noch körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten 
in temperierten Räumen ganztags mit zusätzlicher Leistungsminderung bis 
maximal 10 % aufgrund vermehrten Pausenbedarfs zur regelmässigen 
Rückfettung der Hände möglich. Zur vermeiden seien Tätigkeiten mit 
Anforderungen ans Stereosehen, in feuchtem Klima, in Nässe und Kälte, in 
Kompostierungsanlagen, mit allergieauslösenden Substanzen, mit 
hautbelastenden Stoffen, vorwiegendes Stehen und Gehen, 
Zwangshaltungen, Arbeiten in gebückter Haltung, Hocken und Knien, 
Gehen auf unebenem Gelände, längeres Abwärtsgehen, Steigen auf 
Leitern und Gerüste sowie häufiges Treppensteigen (S. 5).

3.1.5 Dr. med. E.________ vom RAD führte in der Aktenbeurteilung vom 
19. März 2024 (act. II 63) aus, die versicherungsmedizinische Beurteilung 
des psychiatrischen Gutachters sei nicht hinreichend nachvollziehbar. Der 
Gutachter leite sie von seiner Diagnose einer mittelgradigen depressiven 
Episode ab. Er objektiviere nach seiner persönlichen Untersuchung jedoch 
eine allenfalls leichtgradige Depression. Weiterführende 
Beeinträchtigungen erhebe er explizit aus eigenanamnestischen, mithin 
subjektiven Angaben, was er selbst im Gutachten festhalte. Im Rahmen der 
Anhörung würden aus psychiatrischer Sicht keine neuen objektiven 
Befunde mitgeteilt, die nicht bereits im Gutachten gewürdigt worden seien. 
Die vorgebrachten somatischen Beschwerden sowie die Befunde in den 
somatischen Fachgebieten seien im Rahmen einer RAD-internen 
Zuweisung vom 14. Februar 2024 gewürdigt worden. Aus interdisziplinärer 
Sicht des RAD (somatisch-psychiatrisch) könne, da im psychiatrischen 
Gutachten kein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei, 
allein auf die somatische Beurteilung des RAD abgestellt werden. 
Demnach sei die angestammte Tätigkeit als ... wegen der Minderbelastung 
der Haut bei wiederholt rhagadiformem Handekzem beidseits nicht mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 12

zumutbar. Unter den formulierten angepassten Bedingungen sei ein 
Pensum von 100 % mit einer Leistungsminderung von 10 % zumutbar 
(Arbeitsfähigkeit 90 %). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 
231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 
353; SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 13

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8, 8C_268/2019 E. 3.2). 

3.2.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und 
Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 
9C_651/2019 E. 4.3).

3.3 In somatischer Hinsicht erfüllt die RAD-Stellungnahme von 
med. pract. G.________ vom 14. Februar 2024 (act. II 62) die 
Voraussetzungen der Rechtsprechung an medizinische Berichte (E. 3.2 
hiervor) und erbringt vollen Beweis. Dabei schadet es nicht, dass es sich 
um einen Aktenbericht handelt, konnte die RAD-Ärztin ihre Stellungnahme 
doch auf lückenlose und zeitnah erhobene Befunde abstellen, womit eine 
zusätzliche Untersuchung der Beschwerdeführerin durch den RAD oder 
einen Gutachter nicht erforderlich war (E. 3.2.4 hiervor). Mit dem RAD-
Aktenbericht, welcher sich auf die Berichte der behandelnden Ärzte stützt, 
liegt eine überzeugende und schlüssige Beurteilung vor. Danach besteht 
eine dauerhafte funktionelle Einäugigkeit links bei rezidivierendem 
Herpesinfekt des rechten Auges mit wiederholten Hornhautdefekten und 
Vernarbungen unter antiviraler Dauermedikation sowie Minderbelastbarkeit 
der Haut bei wiederholt rhagadiformem Handekzem beidseits. Der 
Beschwerdeführerin sind aus somatischer Sicht nur noch körperlich leichte, 
wechselbelastende Tätigkeiten in temperierten Räumen ganztags mit 
zusätzlicher Leistungsminderung bis maximal 10 % aufgrund vermehrten 
Pausenbedarfs zur regelmässigen Rückfettung der Hände möglich. Zu 
vermeiden sind Tätigkeiten mit Anforderungen ans Stereosehen, in 
feuchtem Klima, in Nässe und Kälte, in Kompostierungsanlagen, mit 
allergieauslösenden Substanzen, mit hautbelastenden Stoffen, 
vorwiegendes Stehen und Gehen, Zwangshaltungen, Arbeiten in gebückter 
Haltung, Hocken und Knien, Gehen auf unebenem Gelände, längeres 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 14

Abwärtsgehen, Steigen auf Leitern und Gerüste sowie häufiges 
Treppensteigen (act. II 62/5). 

Die RAD-Einschätzung betreffend den somatischen Gesundheitszustand 
wird – anders als noch im Vorbescheidverfahren (act. II 54/3 f., 56/1, 58/1, 
65/2, 67/1 f.) – im Beschwerdeverfahren zu Recht nicht mehr bzw. nur noch 
in Bezug auf das Schlafapnoesyndrom kritisiert. Das Letztere betreffend er-
gibt sich das Folgende: Erstmals wurde im Bericht vom 16. Juni 2022 vom 
behandelnden Pneumologen Dr. med. H.________ ein mittelschweres 
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert, ein Epworth-
Schläfrigkeitsskalenwert (ESS) von 5 von 24 am 15. Juni 2022 festgestellt 
und eine CPAP-Therapie empfohlen (act. II 21/2). Im November 2022 hielt 
Dr. med. H.________ fest, dass gegenwärtig keine Therapie stattfinde und 
das Schlafapnoesyndrom keine Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit 
habe; Dr. med. H.________ erneuerte die Empfehlung zur CPAP-Therapie 
(act. II 33/2 ff. Ziff. 1.3, 2.6 ff.). Die Beschwerdeführerin weigerte sich über 
ein Jahr lang überhaupt, die empfohlene CPAP-Therapie in Anspruch zu 
nehmen (15. Juni 2022 [act. II 21/2] bis September 2023 [act. II 54/3]), 
führte diese danach nur in sehr ungenügendem Masse durch und brach 
schliesslich bei nicht mehr feststellbaren Atemaussetzern die Therapie 
eigenständig ab (act. II 54/3, 58/1, 59/2). Damit ist erstellt, dass das 
Schlafapnoesyndrom auch ohne spezifische Behandlung keine Auswirkung 
auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat, zumal 
erst ein ESS-Wert von > 10 klinisch auffällig ist 
(<www.springermedizin.de/emedpedia/detail/enzyklopaedie-der-
schlafmedizin/epworth-schlaefrigkeitsskala?epediaDoi=10.1007%2F978-3-
642-54672-3_257>). Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen 
Sachverhalt aus somatischer Hinsicht hinreichend abgeklärt und von 
weiteren medizinischen Abklärungen insbesondere dem beantragten 
pulmologischen Gutachten (vgl. Beschwerde S. 2, Antrag 2 sowie S. 10 f. 
Ziff. 24) sind keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, 
sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 15

3.4 Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ vom 
11. Juli 2023 (act. II 49.1) überzeugt und es erfüllt – jedenfalls was 
Befunderhebung und Diagnosestellung betrifft – die Anforderungen an ein 
beweiskräftiges Gutachten (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb insoweit darauf 
abzustellen ist. Die Feststellungen des Gutachters beruhen auf eigenen 
spezialärztlichen Abklärungen und persönlichen Untersuchungen und sind 
in Kenntnis der Vorakten (act. II 49.1/5 ff. Ziff. 2) sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Dass Dr. 
med. C.________ – obwohl seiner Beurteilung nach rein abgestützt auf den 
psychopathologischen Querschnittsbefund das depressive Syndrom als 
leichtgradig einzuordnen wäre – in Zusammenschau mit der 
Eigenanamnese eine mittelgradige Episode einer rezidivierenden 
depressiven Störung diagnostizierte (act. II 49.1/37 ff. Ziff. 6.3), ändert an 
der grundsätzlichen Beweiskraft nichts, zumal es 
invalidenversicherungsrechtlich nicht auf die (genaue) Diagnose ankommt, 
sondern darauf, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die 
Arbeitsfähigkeit hat (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 9C_867/2018 
vom 28. Mai 2019 E. 5.2.1; vgl. diesbezüglich E. 4 hiernach). Weiter hat der 
Gutachter bezüglich der gutachterlich bestätigten Ängste ausführlich 
dargelegt, dass die Voraussetzungen für eine eigenständige Diagnose in 
Form der generalisierten Angststörung (ICD-10 F41.1), der Angst und 
depressiven Störung gemischt (ICD-10 F41.2) sowie Agoraphobie (ICD-10 
F40.0) nicht erfüllt sind und es am sachgerechtesten ist, die vorhandenen 
Ängste unter der Diagnose einer Depression zu subsumieren 
(act. II 49.1/40 Ziff. 6.3). Damit ist erstellt, dass neben einer depressiven 
Störung im vorliegenden Fall keine weitere psychiatrische Diagnose 
besteht (vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 8). Ob Dr. med. 
C.________ im Lichte von BGE 148 V 49 E. 6.2.1 S. 54 nachvollziehbar 
aufgezeigt hat, dass, inwiefern und inwieweit wegen der von ihm 
erhobenen Befunde trotz lediglich leichter bis mittelschwerer Depression 
und guter Therapiebarkeit im einzelnen Leistungseinschränkungen 
resultieren (erhöhtes Bedürfnis nach Pausen, Flexibilität und 
Umstellungsfähigkeit eingeschränkt; act. II 49.1/45 Ziff. 8), kann mit 
Hinweis auf das Ergebnis der Indikatorenprüfung (vgl. E. 4.5 hiernach) 
offen gelassen werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 16

4.

4.1 Zu prüfen bleibt, ob anhand des strukturierten Beweisverfahrens 
nach BGE 141 V 281 der psychiatrisch attestierten Arbeitsunfähigkeit von 
50 % im angestammten wie in einer leidensangepassten Tätigkeit auch aus 
rechtlicher Sicht gefolgt werden kann, wobei die versicherte Person die ma-
terielle Beweislast hierfür trägt (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Die Be-
schwerdegegnerin ist in der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2024 
(act. II 68) nach Prüfung der psychischen Beeinträchtigungen anhand der 
Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 zum Schluss gelangt, diese 
seien nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt; sie hat daher das 
Vorliegen eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens 
verneint und in der Folge die Invaliditätsbemessung lediglich gestützt auf 
die somatisch bedingten Einschränkungen vorgenommen. Hiergegen 
erhebt die Beschwerdeführerin den Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe 
den Grundsatz des Verbots einer Parallelprüfung (vgl. E. 2.2.2 hiervor) 
verletzt indem sie eine unzulässige juristische Parallelprüfung 
vorgenommen habe (vgl. Beschwerde S. 6 ff. Ziff. 10 ff.).

Rechtsprechungsgemäss liegt es nicht allein in der Zuständigkeit der mit 
dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, abschlies-
send und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich 
zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andau-
ernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und 
Ausprägung) führt. Die Frage, ob und in welchem Umfang die Feststellun-
gen in einem medizinischen Gutachten anhand der rechtserheblichen Indi-
katoren auf die Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, ist rechtlicher Natur 
und damit frei überprüfbar. Darum kann aus rechtlicher Sicht von einer me-
dizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in einer Expertise abgewi-
chen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert gänzlich einbüsste. Darin 
liegt weder eine Geringschätzung der ärztlichen Beurteilung noch eine ge-
richtliche Kompetenzanmassung, sondern es ist notwendige Folge des rein 
juristischen Charakters der sozialversicherungsrechtlichen Begriffe von Ar-
beits-/Erwerbsunfähigkeit und Invalidität (Entscheid des BGer 8C_147/2020 
vom 21. April 2020 E. 5.2 mit Hinweisen). Vorliegend lässt sich die gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 17

terlich angenommene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Lichte der da-
zu gemachten Ausführungen zu den Standardindikatoren nicht ohne weite-
res nachvollziehen. Ebenso besteht auch ansonsten keine einhellige Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht, weshalb eine Über-
prüfung der Beweisthemen aus juristischer Sicht vorliegend statthaft und 
angezeigt war bzw. ist. Zu klären ist damit die Relevanz der gutachterlich 
erhobenen psychischen Störung aus invalidenversicherungsrechtlicher 
Sicht und dabei insbesondere die Massgeblichkeit der gutachterlich attes-
tierten psychischen Einschränkung in rechtlicher Hinsicht.

4.2 Ausschlussgründe (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287; SVR 
2021 IV Nr. 76 S. 256, 8C_165/2021 E. 4.2.1) wurden im psychiatrischen 
Gutachten nicht beschrieben. Insbesondere wurden sowohl Hinweise auf 
eine Aggravation als auch eine Simulation gutachterlich verneint 
(act. II 49.1/37 Ziff. 6.2). Einzig wurde, was denn unter den Parteien zu 
Recht unbestritten blieb, vom Gutachter dahingehend eine Inkonsistenz ge-
sehen, dass trotz der von der Beschwerdeführerin berichteten 
ausgeprägten Symptomatik und dem Leidensdruck bisher keine 
teilstationäre oder stationäre Behandlung stattgefunden hat, obwohl es 
diesbezüglich keine objektiven Hinderungsgründe gebe (act. II 49.1/37 Ziff. 
6.2). Dieses Verhalten stellt jedoch kein Ausschlussgrund dar. Die Prüfung 
der ersten Ebene schliesst damit einen invalidisierenden 
Gesundheitsschaden nicht aus, womit auf der zweiten Ebene anhand der 
Standardindikatoren die ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des 
tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens zu prüfen ist.

4.3 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
"funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.).

4.3.1 Mit Bezug auf den Komplex "Gesundheitsschädigung" (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich das Folgende:

4.3.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des 
Krankheitsgeschehens anhand aller verfügbaren Elemente aus der 
diagnoserelevanten Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1 S. 298 f.). Wie der Gutachter zu Recht feststellte, ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 18

gestützt auf den psychopathologischen Querschnittsbefund das depressive 
Syndrom als leichtgradig einzuordnen (act. II 49.1./40 Ziff. 6.3). Zweifel 
bestehen, soweit er alsdann unter zusätzlicher Berücksichtigung der 
Eigenanamnese eine mittelgradige depressive Episode diagnostizierte, 
zumal er beim psychopathologischen Befund gewisse Funktionen, 
namentlich die Konzentration, die Denkabläufe (Grübeln) und den Antrieb 
als unauffällig befundete, dies im Kontrast zur Eigenanamnese, die er 
offenbar massgeblich berücksichtigte bei der Beurteilung des 
Schweregrads (act. II 49.1/33 Ziff. 4.3), und er aufgrund des 
psychopathologischen Querschnittbefundes die Depression lediglich als 
leichtgradig erachtet (act. II 49.1/40 Ziff. 6.3). Die Frage braucht aber nicht 
abschliessend beantwortet werden. Bei einer gemäss den objektiven 
Befunden lediglich leichtgradigen und selbst gestützt auf die 
eigenanamnestischen Angaben maximal mittelgradigen depressiven 
Episode bestehen keine Anhaltspunkte für eine schwerere Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde, als sie der gestellten Diagnose bereits 
inhärent sind (vgl. etwa Entscheid des BGer 9C_755/2018 vom 9. Mai 2019 
E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2 S. 425). Zudem ist einzig 
entscheidend, welche Auswirkung die Diagnose einer rezidivierenden 
depressiven Störung auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. bereits E. 3.4 
hiervor). 

4.3.1.2 Sodann ist auf den Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder 
die -resistenz als wichtige Indikatoren für den funktionellen Schweregrad 
einzugehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f). Eine krankheitsbedingte 
Behandlungs- und/oder Eingliederungsresistenz ist nicht ausgewiesen, zu-
mal der Gutachter ausdrücklich feststellte, es würden noch weitere 
erfolgversprechende Behandlungsoptionen bestehen und von der 
konsequenten Fortsetzung der Behandlung sei innerhalb von zwölf 
Monaten eine deutliche Besserung des depressiven Syndroms zu erwarten 
mit einer Arbeitsfähigkeit von 75 % (act. II 49.1/43 f. Ziff. 7.,2, 49.1/47 f. Ziff. 
8). Das diesbezügliche Vorbringen der Beschwerdeführerin in Bezug auf 
die gutachterlich empfohlene stationäre bzw. teilstationäre Behandlung, 
wonach sie ihre ... nicht allein lassen könne und sich davor fürchte, von 
zuhause wegzumüssen und sich in der Klinik mit ihr unbekannten Leuten 
umgehen zu müssen (Beschwerde S. 9 Ziff. 21), überzeugt nicht. Des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 19

Weiteren nimmt die Beschwerdeführer sehr niederschwellig (maximal alle 
14 Tage [vgl. etwa act. II 49.1/29, 69/29]) bei Dr. med. D.________ 
Therapiegespräche in Anspruch. Dies ist jedoch insoweit zu relativieren, als 
die Beschwerdeführerin mehrere Therapiesitzungen bei ihr ausfallen liess 
und sich überhaupt erst mit der Einreichung der Leistungsanmeldung 
wieder in Therapie begab (act. II 27/2 Ziff. 1.1, 49.1/16 Ziff. 3.2). 
Rechtsprechungsgemäss gilt denn auch eine rund zweiwöchentliche 
Therapiefrequenz für eine konsequente Depressionstherapie als 
ungenügend (vgl. auch in BGE 143 V 66 nicht publizierte E. 5.3.2 des 
Entscheides des BGer vom 3. April 2017, 8C_814/2016). Schliesslich kann 
offen gelassen werden, ob es sich bei den von Dr. med. D.________ 
durchgeführten Behandlungen um fachärztliche psychotherapeutische bzw. 
psychiatrische Behandlungen handelt, verfügt sie als Fachärztin für 
Anästhesiologie doch nicht über die vorliegend erforderliche fachärztliche 
psychiatrische Qualifikation (vgl. Medizinalberuferegister MedReg 
[<www.medregom.admin.ch>]). Daran ändert der Umstand, dass sie über 
diverse privatrechtliche psychiatrische Weiterbildungen verfügt, nichts (vgl. 
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern IV 200 2012 524 vom 
17. Oktober 2012 E. 4.2.2 und IV 200 2012 122 vom 18. September 2012 
E. 4.1.3). 

Berufliche Eingliederungsmassnahmen wurden bisher keine durchgeführt 
(act. II 120), wären indes angesichts der ausdrücklichen Krankheits- und 
Behinderungsüberzeugung der Beschwerdeführerin (act. II 23/4, 
act. II 49.1/22 Ziff. 3.2; vgl. auch Protokoll per 30. September 2024, Eintrag 
vom 3. Oktober 2022 [in den Gerichtsakten]) nicht aussichtsreich. 

4.3.1.3 Was den Indikator "Komorbiditäten" anbelangt (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3, S. 300 ff.), wurden im Gutachten "gravierende" psychische Ko-
morbiditäten verneint (act. II 49.1/44 Ziff. 7.2). Auch ist vorliegend das 
Vorhandensein von Komorbiditäten in Bezug auf das Schlafapnoesyndrom 
gestützt auf die unter E. 3.4 hiervor getätigten Ausführungen, insbesondere 
dass die Beschwerdeführerin die diesbezüglichen Therapiemassnahmen 
zuerst verweigerte, danach nur ungenügend anwendete und schliesslich 
bei nicht mehr feststellbaren Atemaussetzern abbrach, zu verneinen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 20

4.3.2 Betreffend den Komplex "Persönlichkeit" (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) lagen gemäss gutachterlicher Einschätzung keine "sicheren" 
Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung vor (act. II 49.1/39 Ziff. 6.3) und 
es wurde das Vorliegen einer solchen verneint (act. II 49.1/44 Ziff. 7.2). 
Zudem wurden anlässlich der gutachterlichen Exploration weitgehend 
intakte Ressourcen beschrieben. So bestünden bei der 
Beschwerdeführerin eine gute Kommunikationsfähigkeit, eine 
abgeschlossene Berufsausbildung und bis zur Geburt der Tochter eine 
erfolgreiche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. An weiteren 
Ressourcen bestehe eine stabile soziale Situation; die Beschwerdeführerin 
habe keine Schulden, keine besonderen Belastungsfaktoren wie 
Gerichtsprozesse, Betreibungen oder pflegebedürftige Angehörige. Den 
Kontakt zu Sohn und Tochter beschreibe sie als gut (act. II 49.1/43 Ziff. 
7.2).

4.3.3 Bezüglich dem Komplex "Sozialer Kontext" (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 
S. 303) gab die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung an, schon 
früher Beschäftigungen ohne viele Kontakte gesucht zu haben und die 
Beziehung zu den Eltern sei aufgrund der unaufgearbeiteten 
Vergangenheit reduziert (act. II 49.1/17 ff. Ziff. 3.2, 49.1/26 Ziff. 3.2, 49.1/34 
f. Ziff. 6.1). Diese reduzierten, aber doch regelmässigen (act. II 49.1/19 Ziff. 
3.2) Kontakte, mithin das soziale Umfeld, sind somit vorbestehend und 
entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 
19) nicht aufgrund der aktuellen gesundheitliche Situation eingeschränkt. 
Das Gleiche ergibt sich im Zusammenhang mit dem Kontaktabbruch zu 
den übrigen Geschwistern. Allerdings hat die Beschwerdeführerin 
regelmässigen Kontakt zu ihren Kindern (act. II 49.1/16 und 49.1/26 jeweils 
Ziff. 3.2), zu den Nachbarn (act. II 49.1/28 Ziff. 3.2) und seit Februar/März 
2023 wieder zu einer ehemaligen Freundin (act. II 49.1/26 Ziff. 3.2). Sie 
verfügt damit weiterhin über verschiedene, wenn auch (jedoch nicht 
invaliditätsbedingt) reduzierte, persönliche, familiäre und therapeutische 
Ressourcen, welche im Rahmen der Indikatorenprüfung zu berücksichtigen 
sind (Entscheid des BGer 9C_194/2018 vom 4. Juni 2018 E. 5.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 21

4.4 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie "Konsistenz". 
Darunter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4. S. 
303).

4.4.1 Bezüglich des Indikators "gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" (BGE 141 V 
281 E. 4.4.1 S. 303 f.) ergibt sich aus den Akten das Folgende: Die 
Beschwerdeführerin kümmert sich um ihre ... und ..., bereitet ihre 
Mahlzeiten selber zu, verbringt Zeit im Internet, hütet die Nachbarskinder, 
pflegt Kontakt zu den Nachbarn, Eltern, Kindern und zu einer Freundin, ..., 
..., ..., hilft auf dem ... aus (Kontrolle des ...- und ..., Versorgen des ... und 
der ...), fährt mit dem Auto zum Einkaufen und Arztterminen, zu den Eltern 
und holt damit den Sohn für Besuche bei sich ab (act. II 49.1/11 ff.. Ziff. 3.2 
und 6.2). Insgesamt weist die Beschwerdeführerin zwar einen reduzierten, 
aber selbstständig strukturierten Alltag auf. Auch wenn das 
Aktivitätenniveau im Alltag grundsätzlich nicht im Widerspruch zur 
gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu stehen scheint, 
zumal gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung auch bei einer 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit ein bestimmtes Mass an (Freizeit)Aktivität zulässig ist 
(vgl. Entscheid des BGer 9C_765/2019 vom 11. Mai 2020 E. 4.4.3), 
kontrastiert es doch erheblich mit der subjektiv empfundenen bzw. 
angegebenen dauerhaften vollständigen Arbeitsunfähigkeit (vgl. auch E. 
4.3.1.2 hiervor). Schliesslich ist bezüglich der gutachterlich beschriebenen 
Dekonditionierung (act. II 49.1/43) festzuhalten, dass eine solche kein in 
der Invalidenversicherung versichertes Risiko darstellt (Entscheid des BGer 
9C_755/2020 vom 8. März 2021 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen), sodass 
eine darauf zurückzuführende Einschränkung der Alltagsaktivität im 
Rahmen der Konsistenz auszuklammern ist. 

4.4.2 Was den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch 
ausgewiesenen Leidensdruck und in diesem Zusammenhang die 
therapeutischen Optionen (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) angeht, ist 
festzuhalten, dass bisher keine fachärztlich psychiatrische Behandlung 
stattfand (vgl. E. 4.3.1.2 hiervor). So oder anders ist aufgrund der nicht 
einmal alle zwei Wochen bei Dr. med. D.________ stattfindenden 
einstündigen Konsultationen (vgl. etwa act. II 27/2 Ziff. 1.1, 49.1/29 Ziff. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 22

3.2), die erst im Zeitpunkt der Leistungsanmeldung aufgenommen wurden 
und daher ohnehin nicht mehr als Ausdruck des Leidensdrucks gewertet 
werden können (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304), sowie der zeitlich nicht 
näher umschriebenen Besuche bei der Hausärztin (vgl. act. II 49.1/29 f. 
Ziff. 3.2) kein krankheitsbedingt grosser Leidensdruck ausgewiesen, zumal 
auch die Therapieoptionen bei weitem nicht ausgeschöpft sind (act. II 
49.1/43 f. Ziff. 7.2) und die Beschwerdeführerin bereits Therapiesitzungen 
hat ausfallen lassen (act. II 49.1/16 Ziff. 3.2). Gerade aber der Umfang der 
Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen bildet ein Indiz für das 
Bestehen bzw. das Ausmass eines tatsächlichen Leidensdrucks (SVR 
2016 IV Nr. 56, 9C_296/2016 E. 4.1.2), wobei die von der 
Beschwerdeführerin bislang wahrgenommenen therapeutischen Optionen 
und insbesondere die nicht höhere Therapiefrequenz jedenfalls nicht für 
einen grossen Leidensdruck sprechen (vgl. Entscheid des BGer 
8C_206/2019 vom 31. Juli 2019, E. 7.2.3).

4.5 In der Gesamtbetrachtung sind die geltend gemachten funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychischen Beeinträchtigung 
anhand der Standardindikatoren des strukturierten Beweisverfahrens nicht 
überwiegend wahrscheinlich erstellt. Daher kann auf die psychiatrisch 
attestierte Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht 
abgestellt werden, sondern es ist von einer vollständigen Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht auszugehen. Für die 
Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens (vgl. 
E. 6 hiernach) sind lediglich die somatischen Einschränkungen zu 
berücksichtigen, d.h. es ist bezogen auf ein Vollzeitpensum von einer 
Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 % auszugehen.

5.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der an wendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode, welche sich aus dem Status ergibt. Dieser bestimmt 
sich nach Art. 24septies Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 23

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) nach den erwerblichen Verhält-
nissen, in denen sich die versicherte Person befinden würde, wenn sie 
nicht gesundheitlich beeinträchtigt wäre. Gemäss Art. 24septies Abs. 2 IVV 
gilt eine versicherte Person als erwerbstätig nach Art. 28a Abs. 1 IVG, 
wenn sie im Gesundheitsfall eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, die ei-
nem Beschäftigungsgrad von 100 % oder mehr entspricht (lit. a). Die versi-
cherte Person gilt als teilerwerbstätig nach Art. 28a Abs. 3 IVG, wenn sie 
im Gesundheitsfall eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, die einem Be-
schäftigungsgrad von weniger als 100 % entspricht (lit. c).

5.2 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung von 
einem Status von 90 % Erwerbstätigkeit und 10 % Haushalt aus 
(act. II 68/4), was von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wird. Ob 
die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall tatsächlich zu 90 % 
erwerbstätig wäre, erscheint fraglich. Bereits vor Eintritt des geltend 
gemachten Gesundheitsschadens war sie über Jahre hinweg nur in einem 
sehr bescheidenen Umfang erwerbstätig (ca. 20 %; vgl. etwa act. II 6/2, 19, 
22), dies auch nach dem Auszug des Ehemannes, der erfolgten Scheidung 
und dem Ende der Betreuungspflichten gegenüber den Kindern (vgl. hierzu 
die Aussagen der Beschwerdeführerin, sie hätte davor wegen der ... des 
Sohnes nicht bzw. nicht höherprozentig erwerbstätig sein können; vgl. etwa 
act. II 49.1/20 und 49.1/26 jeweils E. 3.2). Aufgrund des Resultats (vgl. E. 
6.6 hiernach) erübrigen sich jedoch diesbezügliche Weiterungen. In der 
Folge ist der Invaliditätsgrad zu Gunsten der Beschwerdeführerin in 
Anwendung der gemischten Methode bei einem Status 90 % 
Erwerbstätigkeit und 10 % Haushalt zu ermitteln. 

6.

6.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil er-
werbstätig sind, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird der 
Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 24

im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen.

6.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

6.2.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität 
(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das 
Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Eintritt der 
Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens (Art. 26 Abs. 1 Satz 1 
IVV). Kann das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht 
hinreichend genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne 
Invalidität nach statistischen Werten nach 
Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und 
entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV). 

6.2.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein 
Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 
16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle 
Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit 
bestmöglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 
Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für 
Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 
2023 gültig gewesenen Fassung). Per 1. Januar 2024 hat sich 
dahingehend eine Veränderung ergeben, als dass vom statistisch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 25

bestimmten Wert nach Abs. 2 pauschal 10 % abgezogen werden. Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht 
zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

6.3 Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVV werden für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrades von Teilerwerbstätigen die Invaliditätsgrade in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit (lit. a) und in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich (lit. b) zusammengezählt. Für die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss Art. 27bis 
Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die 
einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, hochgerechnet (lit. a), 
das Einkommen mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die 
einem Beschäftigungsgrad von 100 % entspricht, berechnet und 
entsprechend an die 
massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst (lit. b) und die 
prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. c). Für 
die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird nach Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 
ermittelt (lit. a) und der Anteil nach lit. a anhand der Differenz zwischen 
dem Beschäftigungsgrad nach Abs. 2 lit. c und einer Vollerwerbstätigkeit 
gewichtet (Abs. 3 lit. b).

6.4 Soweit die Vergleichseinkommen betreffend, ergibt sich für die Zeit 
vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen das 
Folgende:

6.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
statistische Werten bestimmt, was nicht zu beanstanden ist und von der 
Beschwerdeführerin zu Recht nicht bemängelt wird, zumal das Einkommen 
im Gesundheitsfall aufgrund von immer wieder wechselnden Arbeitgebern, 
Zeiten mit mehreren Arbeitgebern zeitgleich, längeren Perioden von 
Erwerbslosigkeit, Zeiten mit stark schwankenden Einkommen, Tätigkeiten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 26

in verschiedenen Branchen und zuletzt einer nur kurzen Zeit der 
Selbstständigkeit nicht hinreichend genau bestimmt werden kann (vgl. auch 
E. 6.2.1 hiervor sowie u.a. act. II 6, 19). Die Beschwerdegegnerin hat zu 
Recht auf den Totalwert der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, 
Frauen, Kompetenzinveau 1 abgestellt. Das Abstellen auf ein höheres 
Kompetenzniveau rechtfertig sich nicht, zumal der Beschwerdeführerin seit 
über 30 Jahren (act. II 6/2) und damit invaliditätsfremd nicht mehr im 
angestammten Beruf tätig ist. Gemäss dem besagten Tabellenwert 
verdienten Frauen im Jahr 2022 ein monatliches Einkommen von Fr. 
4‘367.--.

6.4.2 Soweit das Invalideneinkommen betreffend, verwertete die 
Beschwerdeführerin in der besagten Zeit ihre Restarbeitsfähigkeit von 90 % 
in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht, weshalb dieses ebenfalls 
aufgrund statistischer Werte zu bestimmen ist (vgl. statt vieler Entscheid 
des BGer 8C_5/2020 vom 22. April 2020 E. 5.1). Dabei ist wie bereits beim 
Valideneinkommen (E. 6.4.1 hiervor) auf den geschlechtsspezifischen 
Totalwert von Fr. 4‘367.-- abzustellen, was insoweit von den Parteien zu 
Recht nicht bestritten wird. Damit sind sowohl Validen- als auch 
Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, 
sodass sich deren genaue Ermittlung erübrigt und der Invaliditätsgrad dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit entspricht, unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (BGE 148 V 321 nicht publizierte E. 
6.2 des Entscheides des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022). 

Die Beschwerdegegnerin gewährte keinen Abzug vom Tabellenlohn, was 
nicht zu beanstanden ist. Gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. 
Dezember 2023 gültigen Fassung erfolgte ein Abzug von 10 % für 
Teilzeitarbeit nur, soweit die versicherte Person aufgrund der Invalidität nur 
noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig 
sein konnte, was vorliegend nicht der Fall ist. Ein leidensbedingter Abzug 
vom lohnstatistisch ermittelten Invalideneinkommen ist vorliegend nicht 
angezeigt (vgl. dazu IV-Rundschreiben des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen [BSV] Nr. 445 vom 26. August 2024; Entscheid des 
BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 [zur Publikation vorgesehen]). Die 
gesundheitlichen Einschränkungen wurden allesamt im Zumutbarkeitsprofil 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 27

sowie bei der Festlegung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
mindestens 90 % genügend berücksichtigt und dürfen nicht ein weiteres 
Mal angerechnet werden (vgl. E. 6.2.2 hiervor), was denn zu Recht von der 
Beschwerdeführerin nicht beantragt wird. Die übrigen Einzelfallkriterien 
(Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad) rechtfertigen vorliegend ebenfalls keinen Abzug, da, 
wenn sowohl Validen- als auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE-
Zahlen bestimmt werden, beide Vergleichseinkommen auf statistischen 
Grössen beruhen, und deshalb diese Einzelfallkriterien bei beiden 
Einkommen zu berücksichtigen wären (Entscheid des BGer 8C_42/2008 
vom 19. Januar 2009 E. 5).

6.4.3 Aufgrund des Dargelegten resultiert vom 1. Dezember 2022 bis zum 
31. Dezember 2023 ein Invaliditätsgrad von 10 %. Bei einem Erwerbsanteil 
von mindestens 90 % (vgl. E. 5.2 hiervor) resultiert ein gewichteter 
Invaliditätsgrad im Erwerb von höchstens 9 % (10 % x 90 %).

6.5 Am 1. Januar 2024 trat der geänderte Art. 26bis Abs. 3 IVV in Kraft, 
wonach vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 pauschal 10 % 
abgezogen werden (E. 6.3 hiervor). In der Folge wird per 1. Januar 2024 
ein weiterer Einkommensvergleich vorgenommen. 

Wie bereits für die Zeit ab 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023 ist 
auch für die Zeit ab 1. Januar 2024 sowohl das Validen- wie auch das 
Invalideneinkommen aufgrund statistischer Zahlen, im konkreten aufgrund 
des gleichen Tabellenlohns, zu bestimmen. In analoger Anwendung des 
bereits unter E. 6.4. hiervor Dargelegten und unter Berücksichtigung des 
seit 1. Januar 2024 revidierten Art. 26bis Abs. 3 IVV vorzunehmenden 
Pauschalabzugs von 10 % resultiert ein Invaliditätsgrad von 19 % (100 % – 
[90 % x 90 %]) bzw. ein gewichteter Invaliditätsgrad im Erwerb von 
höchstens 17.1 % (90 % – [81 % x 90 %]).

6.6 Soweit den Aufgabenbereich Haushalt betreffend, ist der 
Beschwerdeführerin aufgrund des im vorliegenden Fall massgebenden 
(somatischen) medizinischen Zumutbarkeitsprofils (vgl. etwa E. 3.3) die 
Erledigung ihres Einpersonenhaushalts insbesondere die in der seit dem 1. 
Juli 2019 bewohnten Zweizimmerwohnung (act. II 69/26) anfallenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 28

Haushaltsarbeiten ohne weiteres zumutbar. Entsprechende 
Einschränkungen aus somatischer Sicht werden denn auch nicht geltend 
gemacht und dahingehende Hinweise hierfür sind den Akten denn auch 
nicht zu entnehmen. Der diesbezügliche Eventualantrag der 
Beschwerdeführerin, es sei eine Abklärung vor Ort und Stelle 
durchzuführen (Beschwerde S. 2 Antrag 2), d.h. eine sogenannte 
Haushaltsabklärung, wird denn auch in keiner Weise näher erläutert. Auf 
eine solche Abklärung kann aufgrund des hiervor Gesagten in antizipierter 
Beweiswürdigung (vgl. E. 3.3. hiervor) verzichtet werden. So oder anders 
würde sich am Resultat nichts ändern. Die Beschwerdegegnerin verzichtet 
auf eine Erhebung der Einschränkungen im Haushaltsbereich, da auch bei 
vollständiger Einschränkung kein Invaliditätsgrad von 40 % erreicht würde 
(act. II 64/4, 68/3). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist nicht zu 
beanstanden (vgl. Rz. 3042 des Kreisschreibens des BSV über das Verfah-
ren in der Invalidenversicherung [KSVI]). Bei einem Status von mindestens 
90 % im Erwerb sowie maximal 10 % im Haushalt und im Erwerb 
resultierenden Invaliditätsgraden von Dezember 2022 bis zum 31. 
Dezember 2023 von 9 % bzw. von 17.1 % ab 1. Januar 2024 resultierte 
selbst bei vollständiger Einschränkung im Haushalt kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %. 

7.

Aufgrund des Dargelegten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
17. Juli 2024 (act. II 68) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 29

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin – 
vorbehältlich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege – zur 
Bezahlung auferlegt.

8.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

8.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

8.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr 
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen 
Voraussetzungen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt 
beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse 
es rechtfertigen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; 
SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 
8C_22/2010 E. 6.1).

8.3.2 Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der 
eingereichten Unterlagen (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3 ff.) 
ausgewiesen, das Verfahren kann nicht als von vornherein aussichtslos 
bezeichnet werden und die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständigung ist 
zu bejahen. Demnach ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin 
gutzuheissen.

8.4 Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwältin 
B.________.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 30

Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und 
Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 10. Oktober 2024 macht Rechtsanwältin B.________ 
ein Honorar von Fr. 2‘924.10 (10.83 Stunden à Fr. 270.--) zuzüglich 
Auslagen von Fr. 58.20 und MWST von 241.55 (8.1 % von Fr. 2‘982.30), 
total Fr. 3‘223.85 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Folglich wird der 
tarifmässige Parteikostenersatz für dieses Verfahren auf Fr. 3‘223.85 
festgesetzt. Davon ist Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 
Fr. 2‘166.-- (10.83 Stunden à Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 58.20 
und MWST von Fr. 180.15 (8.1 % von Fr. 2‘224.20), total somit eine 
Entschädigung von Fr. 2‘404.35 auszurichten. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gegenüber dem Kanton Bern 
entsprechend den Voraussetzungen von Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 
272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 31

Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der 
Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in 
diesem Verfahren auf Fr. 3‘223.85 (inkl. Auslagen und MWST) 
festgesetzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘404.35 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Feb. 2025, IV/24/588, Seite 32

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.