# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b41c5ad-5432-564a-bc30-b58a33582bba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.09.2023 B 2023/64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-64_2023-09-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/64

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.04.2024

Entscheiddatum: 16.09.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.09.2023
Steuerhinterziehung, Art. 248 und 249 StG. Die Deklaration von nur 1'000 
statt 2'000 Aktien der C.__ AG durch den Beschwerdeführer führte zu einer 
Steuerverkürzung in den Jahren 2011 bis 2013 und hätte in den Jahren 2014 
und 2015 zu einer Steuerverkürzung geführt. Die Veranlagungsbehörde 
musste weder zwingend wissen, dass das Aktienkapital aus 2'000 Aktien 
bestand, noch war die fehlerhafte Deklaration offensichtlich, so dass dem 
Steueramt keine grobfahrlässige Untersuchungspflichtverletzung 
vorgeworfen werden kann. Der objektive Tatbestand der vollendeten 
Steuerhinterziehung für die Jahre 2011 bis 2013 und der versuchten 
Steuerhinterziehung für die Jahre 2014 und 2015 ist somit in Bezug auf die 
unvollständige Deklaration der Aktien. Aufgrund der konkreten Umstände 
hat der Beschwerdeführer den Tatbestand auch in subjektiver Hinsicht 
erfüllt. Insbesondere ist sein Vorbringen, er habe die Anzahl und den 
Nominalwert der Aktien verwechselt, unbehelflich. (Verwaltungsgericht, 
B 2023/64). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans 
Bundesgericht wurde mit Urteil vom 25. April 2024 abgewiesen (Verfahren 
9C_636/2023).

Entscheid vom 16. September 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

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gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

A.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner, FRT Rechtsanwälte & 

Notare, Unterer Graben 1, Postfach 637, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

Steuerhinterziehung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

A.__ ist verheiratet mit B.__ (geb. 1960). Das Ehepaar wohnt in Z.__. A.__ ist 

Verwaltungsratspräsident und Alleinaktionär der C.__ AG, die seit dem 16. Mai 2023 

Sitz in Y.__ hat (davor befand sich der Sitz in Z.__, X.__ und W.__ [www.zefix.ch]). A.__ 

ist eidg. dipl. Treuhandexperte und seit 1994 Inhaber eines im Handelsregister 

eingetragenen Einzelunternehmens («A.__ Consulting, eidg. dipl. Treuhandexperte», mit 

Sitz in Z.__ ).

A.a. 

Im November 2019 und Januar 2020 wurde das Ehepaar (B.__) A.__ für die 

Steuerperioden 2014 und 2015 veranlagt. Im Rahmen der Steuerveranlagung 2014 

stellte die Veranlagungsbehörde fest, dass A.__ Eigentümer aller 2'000 Aktien der C.__ 

AG ist und bis anhin jeweils nur 1'000 Aktien versteuert worden waren. Am 15. 

A.b. 

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November 2019 eröffnete das kantonale Steueramt gegen das Ehepaar ein 

Nachsteuerverfahren zur Erfassung der nicht versteuerten Vermögenswerte der 

Steuerjahre 2009 bis 2013. Das Nachsteuerverfahren wurde am 28. Januar 2020 

abgeschlossen. Es ist rechtskräftig abgeschlossen.

Am 13. August 2020 leitete das kantonale Steueramt gegen A.__ ein 

Untersuchungsverfahren ein. Es warf ihm vor, in den Steuerjahren 2010 bis 2013 

jeweils 1'000 der 2'000 Aktien der C.__ AG nicht deklariert zu haben (nicht deklariertes 

Vermögen Steuerjahr 2010: CHF 3'640'000; Steuerjahr 2011: CHF 3'510'000; 

Steuerjahr 2012: CHF 3'770'000; Steuerjahr 2013: CHF 5'980'000). Das kantonale 

Steueramt stellte eine Busse in der Höhe von insgesamt CHF 43'000 in Aussicht. Mit 

Stellungnahme vom 17. August 2020 machte A.__ geltend, die Aktien der C.__ AG 

seien korrekt deklariert worden.      

Am 16. September 2020 teilte das kantonale Steueramt mit, in den Jahren 2014 und 

2015 seien ebenfalls nur 1'000 der 2'000 Aktien der C.__ AG deklariert worden, und 

das eingeleitete Steuerhinterziehungsverfahren werde auf die Jahre 2014 und 2015 

wegen versuchter Steuerhinterziehung ausgeweitet (nicht deklariertes Vermögen in den 

Steuerjahren 2014 und 2015 von je CHF 5'100’000). Das kantonale Steueramt stellte 

eine Busse von insgesamt CHF 68'260 in Aussicht. Mit Stellungnahme vom 

17. September 2020 machte A.__ geltend, offensichtlich seien in den 

Steuererklärungen fälschlicherweise die Zahlen Nominalwert und Anzahl Aktien 

vertauscht worden. Bei der Kontrolle sei ihm dies nicht aufgefallen, da das 

Aktienkapital mit nominal CHF 2'000'000 richtig aufgeführt gewesen sei.

Am 16. September 2020 teilte das kantonale Steueramt mit, es betrachte das 

Untersuchungsverfahren als abgeschlossen und sehe die Erledigung mittels Strafbefehl 

vor. In Würdigung der Umstände erscheine eine Busse von insgesamt CHF 61'430 (90 

Prozent der hinterzogenen Steuer) als angemessen. Dazu nahm der Rechtsvertreter 

von A.__ Stellung.

A.c. 

Mit Strafbefehl vom 28. Januar 2021 schloss das kantonale Steueramt das Verfahren 

ab. Es sprach A.__ der vollendeten Steuerhinterziehung für die Steuerjahre 2010 bis 

2013 und der versuchten Steuerhinterziehung für die Jahre 2014 und 2015 schuldig. Es 

büsste ihn für die vollendete Steuerhinterziehung mit CHF 25'800 und für die versuchte 

A.d. 

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B.  

C.  

Steuerhinterziehung mit CHF 15'150, insgesamt mit CHF 40'950, und auferlegte ihm 

Verfahrenskosten von CHF 1'500.

Mit Eingabe vom 4. Februar 2021 erhob A.__ Einsprache gegen den Strafbefehl. Das 

kantonale Steueramt überwies die Strafsache am 15. Juli 2021 der 

Verwaltungsrekurskommission zur Beurteilung.

B.a. 

Anlässlich der Verhandlung vom 13. Februar 2023 reduzierte das kantonale Steueramt 

aufgrund der Verjährung der Busse für das Steuerjahr 2010 die Gesamtbusse auf 

CHF 35'950.

B.b. 

Mit Entscheid vom 13. Februar 2023 sprach die Verwaltungsrekurskommission A.__ in 

Bezug auf die unvollständige Deklaration der Aktien der C.__ AG sowohl vom Vorwurf 

der vollendeten Steuerhinterziehung (Staats- und Gemeindesteuern 2011, 2012 und 

2013) als auch vom Vorwurf der versuchten Steuerhinterziehung (Staats- und 

Gemeindesteuern 2014 und 2015) frei, zusammengefasst mit der Begründung, zwar sei 

der objektive Tatbestand der vollendeten und der versuchten Steuerhinterziehung 

erfüllt, nicht aber der subjektive Tatbestand.

B.c. 

Das kantonale Steueramt verlangte am 24. Februar 2023 innert der gesetzlichen Frist 

von zehn Tagen die ausführliche Begründung des vorinstanzlichen Entscheids.

B.d. 

Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 13. Februar 

2023 (Versand des begründeten Entscheids am 10. März 2023; Zustellung am 13. März 

2023) erhob das kantonale Steueramt mit Eingabe vom 27. März 2023 beim 

Verwaltungsgericht Beschwerde mit dem Hauptantrag, der Entscheid der Vorinstanz 

vom 13. Februar 2023 sei aufzuheben und der Strafbefehl vom 28. Januar 2021 sei zu 

bestätigen; eventualiter sei A.__ (Beschwerdegegner) der fahrlässigen vollendeten 

Steuerhinterziehung (Staats- und Gemeindesteuern 2011, 2012 und 2013) schuldig zu 

sprechen und angemessen zu bestrafen (act. 1).

C.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 270 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG, Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Das kantonale Steueramt ist zur 

Beschwerde legitimiert, und die Eingabe vom 27. März 2023 entspricht zeitlich, formal 

und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 270 StG, Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 

VRP). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2.

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner bei der Veranlagung der 

Steuerjahre 2011, 2012 und 2013 eine eventualvorsätzlich vollendete 

Steuerhinterziehung im Sinn von Art. 248 Abs. 1 StG und bei der Veranlagung der 

Steuerjahre 2014 und 2015 eine eventualvorsätzlich versuchte Steuerhinterziehung im 

Sinn von Art. 249 Abs. 1 StG begangen hat.

Am 29. März 2023 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung (act. 5). Mit 

Vernehmlassung vom 2. Mai 2023 beantragte der Beschwerdegegner, die Beschwerde 

sei vollumfänglich abzuweisen und der Entscheid der Vorinstanz sei zu bestätigen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des kantonalen Steueramtes. Der 

Beschwerdegegner machte im Wesentlichen geltend, weder der objektive noch der 

subjektive Tatbestand seien erfüllt (act. 11). Dazu nahm das kantonale Steueramt am 

2. Juni 2023 Stellung; dabei hielt es an seinen Anträgen vollumfänglich fest. Mit 

Stellungnahme vom 19. Juni 2023 bestätigte der Beschwerdegegner seine Sichtweise.

C.b. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens und die Akten wird, 

soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

C.c. 

Die Bestimmungen von Art. 248 Abs. 1 und Art. 249 Abs. 1 StG entsprechen den 

Vorgaben in Art. 56 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) und decken sich 

inhaltlich mit Art. 175 und Art. 176 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 

(SR 642.11, DBG). Den Straftatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung erfüllt 

2.1. 

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3.  

unter anderem eine steuerpflichtige Person, die vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt, 

dass eine Veranlagung zu Unrecht unterbleibt, oder dass eine rechtskräftige 

Veranlagung unvollständig ist (Steuerhinterziehung im engeren Sinn; sogenannte 

Steuerverkürzung; Art. 248 Abs. 1 StG). Gemäss Art. 249 Abs. 1 StG ist auch der 

Versuch einer Steuerhinterziehung strafbar. Im Gegensatz zur vollendeten 

Steuerhinterziehung ist die versuchte Hinterziehung begriffsnotwendig nur bei 

vorsätzlichem Handeln des Täters strafbar (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. 

gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, VIII. Teil, Rz. 45).

Das Steuerhinterziehungsverfahren ist ein echtes Strafverfahren und es finden die 

strafprozessualen Garantien von Art. 32 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 6 der Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) Anwendung (BGer, Urteil 

2C_632/2009 vom 21. Juni 2010 E. 2.4; VerwGE B 2022/55 vom 5. September 2022 

E. 2.1.1). Der aus der Unschuldsvermutung abgeleitete Grundsatz «in dubio pro reo» 

besagt in Bezug auf die Beweisführungslast, dass die Steuerbehörde alle Umstände 

nachweisen muss, die eine Strafe begründen. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die 

Unschuldsvermutung, dass der Nachweis des strafrechtlichen Sachverhalts nur 

erbracht ist, wenn vernünftige Zweifel an der Tatbegehung durch den Steuerpflichtigen 

ausgeschlossen sind. Die Überzeugung, dass eine Steuerhinterziehung vorliegt, muss 

auf objektiven und nachvollziehbaren Kriterien beruhen. Im Idealfall sind dies strikte 

Beweise oder ein Geständnis. Ein Indizienbeweis bleibt aber zulässig und ist dem 

direkten Beweis gleichgestellt (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.4; VerwGE B 2022/55 vom 

5. September 2022 E. 3.1 mit Hinweisen). Indizien können die erforderliche 

Überzeugung indes nur schaffen, wenn sie hohe Anforderungen erfüllen. Erforderlich ist 

eine Überzeugung, die nicht nur auf blosser Wahrscheinlichkeit beruht, aber auch keine 

absolute Sicherheit. Soweit die Steuerbehörden die steuerbegründenden 

Sachverhaltselemente nur mit dem Grad der Wahrscheinlichkeit ermitteln, aber nicht 

zur Überzeugung gelangen, dass sie sich verwirklicht haben, können solche 

Sachverhaltselemente nicht Grundlage für die Strafsteuer bilden. Sodann müssen die 

Steuerbehörden aufgrund der Unschuldsvermutung im Zweifelsfall von der für die 

beschuldigte Person günstigeren Sachverhaltsvariante ausgehen (VerwGE B 2011/179 

vom 17. Januar 2012 E. 3.4.1 mit Hinweisen).

2.2. 

Das kantonale Steueramt hat im Beschwerdeverfahren gegen den gerichtlichen 

3.1. 

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Freispruch der Vorinstanz zusätzlich zu den zur Anklage eingereichten Akten die 

Steuerunterlagen des Beschwerdegegners zu den Steuerjahren 2008 und 2009 

eingereicht. Zwar schliesst das allgemeine Strafprozessrecht in Art. 398 Abs. 4 Satz 2 

der Schweizerischen Strafprozessordnung (SR 312.0; StPO) im Berufungsverfahren 

neue Behauptungen und Beweise aus, wenn – wie vorliegend mit der 

Steuerhinterziehung – ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 

Hauptverfahrens waren. Da jedoch Art. 270 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 269 StG eine 

sachgemässe Anwendung der Vorschriften über das Rekursverfahren bei der 

Veranlagung für die Staatssteuer vorsieht, ist das Vorgehen des kantonalen Steueramts 

nicht zu beanstanden.          

Abgesehen davon ist – wie darzulegen sein wird – eine Beurteilung der Anklage ohne 

die nachgereichten Beweismittel möglich. Dies gilt im Übrigen auch für die vom 

Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Anträge zur Ergänzung der 

Untersuchung durch die Befragung zweier Vertreter des kantonalen Steueramts (D.__ 

und E.__) sowie eines Vertreters beziehungsweise einer Vertreterin seiner Steuerberater 

(F.__ von der G.__ AG und H.__ von der I.__ AG; act. 6/6; zur Zulässigkeit der 

antizipierten Beweiswürdigung gemäss Art. 58 in Verbindung mit Art. 23 Abs. 3 VRP 

vgl. VerwGE B 2022/81 vom 16. Januar 2023 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 134 I 140 E. 

5.3; R. Widmer, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtpflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 11 zu Art. 21 mit 

Hinweis auf VerwGE B 2006/17 vom 9. Mai 2006 E. 2a).

Der Beschwerdegegner rügt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Soweit das 

kantonale Steueramt ihm eine Steuerhinterziehung vorwerfe, weil er die 

Veranlagungsverfügungen mit dem gewährten Pauschalabzug für 

Minderheitsbeteiligungen nicht angefochten habe, bewege es sich ausserhalb des 

angeklagten Sachverhalts. Gemäss Strafbefehl vom 28. Januar 2021 werde ihm 

ausschliesslich vorgeworfen, 1'000 Aktien der C.__ AG nicht deklariert zu haben. Der 

darin enthaltene pauschale Verweis («vgl. dazu Feststellungen im Nachsteuerverfahren 

vom 13. November 2019 und 22. Januar 2020») vermöge den Anforderungen an den 

Inhalt eines Strafbefehls im Sinn von Art. 262 StG nicht zu genügen.

Abgesehen davon, dass Art. 269 StG für das gerichtliche Verfahren vor der 

Verwaltungsrekurskommission die sachgemässe Anwendung der Vorschriften über das 

Rekursverfahren bei der Veranlagung für die Staatssteuer vorsieht (vgl. E. 3.1 hiervor), 

enthält auch Art. 9 StPO, wonach eine gerichtliche Beurteilung nur möglich ist, wenn 

3.2. 

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4.

In der Sache selbst ist nachfolgend zunächst auf die Frage einzugehen, ob der 

objektive Tatbestand der vollendeten und der versuchten Steuerhinterziehung erfüllt ist.

die Staatsanwaltschaft wegen eines genau umschrieben Sachverhalts Anklage erhoben 

hat (Abs. 1), in Bezug auf das Strafbefehls- und Übertretungsstrafverfahren einen 

Vorbehalt (Abs. 2). Insoweit erscheint bei der Steuerhinterziehung, die im 

Strafbefehlsverfahren geahndet wird, die Rüge der Verletzung des Anklagegrundsatzes 

zum vornherein nur beschränkt zielführend (vgl. dazu auch BGer, Urteil 2C_1052/2020 

vom 19. Oktober 2021 E. 2.2.3 und 2.2.4 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung). 

In der Sache selbst ist ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern eine Verletzung des 

Anklagegrundsatzes vorliegen könnte. Der Strafbefehl vom 28. Januar 2021 mag knapp 

gehalten sein – er enthält jedoch den wesentlichen Tatvorwurf und erlaubte es dem 

Beschwerdegegner, sich im gerichtlichen Verfahren angemessen und effektiv zur Wehr 

zu setzen (vgl. zur Schutzrichtung des Anklagegrundsatzes BGer, Urteil 1C_191/2021 

vom 21. März 2022 E. 3.2.1).

Die Vorinstanz bejahte dies im Wesentlichen mit der Begründung, die Deklaration von 

nur 1'000 statt 2'000 Aktien der C.__ AG durch den Beschwerdegegner habe in den 

Jahren 2011 bis 2013 zu einer Steuerverkürzung und hätte in den Jahren 2014 und 

2015 zu einer Steuerverkürzung geführt. Der Veranlagungsbehörde habe nicht 

zwingend bekannt sein müssen, dass das Aktienkapital aus 2'000 Aktien bestehe, und 

die fehlerhafte Deklaration sei nicht derart offensichtlich gewesen, dass eine 

grobfahrlässige Untersuchungspflicht-verletzung vorliege. Das kantonale Steueramt 

hielt in seiner Beschwerde fest, die Vorinstanz sei zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass 

vorliegend der objektive Tatbestand der (versuchten) Steuerhinterziehung erfüllt sei. 

Der Beschwerdegegner hingegen erachtet den objektiven Tatbestand als nicht erfüllt.

4.1. 

In objektiver Hinsicht setzen die versuchte und die vollendete Steuerhinterziehung 

unrichtige (also unwahre oder unvollständige) Angaben oder das Verschweigen von 

Tatsachen voraus, die für eine gesetzeskonforme Veranlagung erheblich sind. Dazu 

zählt insbesondere die Nichtdeklaration von steuerbaren Leistungen, aber auch das 

Verschweigen anderer steuererheblicher Tatsachen. Als strafbares Verhalten kommt 

jedes Tun oder Unterlassen in Frage, das als Verletzung von Verfahrenspflichten zu 

würdigen ist (Sieber/Malla, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und der Gemeinden, 4. Aufl. 2022, N 7 zu Art. 56 StHG; VerwGE 

4.2. 

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B 2013/66 vom 11. März 2014 E. 2).   

Weiteres notwendiges Tatbestandsmerkmal der vollendeten Steuerhinterziehung im 

engeren Sinn ist der Erfolg. Die unvollständige Veranlagung muss in Rechtskraft 

erwachsen sein beziehungsweise eine Veranlagung, die hätte vorgenommen werden 

müssen, muss unterblieben sein. Wird die Unvollständigkeit oder die falsche 

Darstellung rechtserheblicher Tatsachen im Veranlagungsverfahren entdeckt, liegt, 

wenn auch die subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sind, eine versuchte 

Steuerhinterziehung gemäss Art. 249 StG vor. Das Versuchsstadium beginnt mit der 

Ausführung der Tat und endet unter anderem, wenn der Taterfolg ausbleibt (Zigerlig/

Oertli/Hofmann, a.a.O., VIII. Teil, Rz. 26 und 45; Sieber/Malla, in: Zweifel/Beusch 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, N 2 und 3 zu Art. 176 DBG).

4.3.

Gemäss Art. 53 Abs. 1 StG unterliegt das gesamte Reinvermögen der 

Vermögenssteuer. Zum steuerbaren Vermögen gehören unter anderem auch 

Wertschriften (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., II. Teil, Rz. 732). Wertpapiere werden 

nach dem Kurswert oder, wenn kein solcher besteht, nach dem inneren Wert bewertet 

(Art. 56 Abs. 1 StG). Der Beschwerdegegner deklarierte in den Steuererklärungen der 

Jahre 2008 bis 2015 jeweils nur «1000 Aktien der C.__ AG» zu nominal CHF 2'000 statt 

korrekt 2'000 Aktien der C.__ AG zu nominal CHF 1'000, obwohl er Eigentümer aller 

2'000 Aktien war. Den Nominalwert des Aktienkapitals deklarierte er zwar korrekt mit 

CHF 2'000'000. Aufgrund der vom Beschwerdegegner falsch deklarierten Anzahl 

Aktien (1'000 statt korrekt 2'000) multiplizierte das Steueramt für die Ermittlung des 

Vermögens des Beschwerdegegners jedoch die falsche Anzahl Aktien mit dem 

massgeblichen Steuerwert. Da der Beschwerdegegner wegen seines «Zahlendrehers» 

– es handelt sich dabei um ein aktives Tun des Beschwerdegegners – jeweils 

anzahlmässig nur die Hälfte der Aktien deklarierte, gewährte das Steueramt ihm 

sodann den Einschlag von 30 Prozent für Minderheitsbeteiligungen (Pauschalabzug 

aufgrund des beschränkten Einflusses bei nichtkotierten Aktien gemäss ESTV-

Kreisschreiben 28 und St. Galler Steuerbuch 56 Nr. 1, Ziff. 2.5). Aufgrund des 

Zahlendrehers in der Annahme, der Beschwerdegegner sei Minderheitsbeteiligter, 

ersetzte das Steueramt entsprechend den Nominalwert pro Aktie mit dem in der 

Wertschriftenbewertung festgesetzten Nettosteuerwert pro Aktie. In der Folge wurden 

in den Steuerjahren 2011, 2012 und 2013 Vermögen zwischen CHF 3'510’000 bis 

4.3.1. 

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5'980'000 steuerlich nicht erfasst (Steuerjahr 2011: CHF 3'510'000; Steuerjahr 2012: 

CHF 3'770'000; Steuerjahr 2013: CHF 5'980'000), weshalb in diesen Steuerjahren 

unvollständige Veranlagungen erfolgten. In den Steuerjahren 2014 und 2015 wären 

aufgrund der unvollständigen Deklaration durch den Beschwerdegegner bei 

entsprechender Veranlagung je CHF 5'100'000 Vermögen steuerlich nicht erfasst 

worden. Die betragsmässigen Auswirkungen auf das steuerbare und das 

satzbestimmende Vermögen des Ehepaars A.-B. sind denn auch unbestritten.

Das kantonale Steueramt führt aus, Lehre und Rechtsprechung leiteten aus Art. 126 

Abs. 1 DBG beziehungsweise Art. 170 Abs. 1 StG eine Art Garantenpflicht der 

steuerpflichtigen Person für die vollständige und richtige (wahrheitsgetreue) 

Feststellung der für die Veranlagung massgebenden tatsächlichen Verhältnisse ab (vgl. 

Art. 123 Abs. 1 DBG). Der Beschwerdegegner sei seiner Garantenpflicht nicht 

nachgekommen und habe gegen die (falsche) Veranlagungsberechnung keine 

Einsprache erhoben.          

Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben. Bei den unvollständigen Deklarationen 

des Beschwerdegegners – den vorerwähnten «Zahlendrehern» – handelt es sich um ein 

aktives Tun des Beschwerdegegners, weshalb kein Unterlassungsdelikt vorliegt und 

sich die Frage der Garantenpflicht nicht stellt. Immerhin ist jedoch darauf hinzuweisen, 

dass eine (generelle) Verpflichtung zur Anfechtung einer ungenügenden Veranlagung 

von der Rechtsprechung bis anhin soweit ersichtlich nur bei Ermessensveranlagungen 

bejaht worden ist (vgl. VerwGE B 2010/14 vom 16. September 2010 E. 2.3 mit 

Hinweisen bestätigt in BGer, Urteil 2C_821/2010 und 2C_822/2010 vom 4. April 2011 

E. 4.9; vgl. auch BGer, Urteil 2A.374/2005 vom 8. Juni 2006 E. 2.2). Ob eine 

Garantenstellung auch ausserhalb dieses Bereichs angenommen werden könnte, 

erscheint zumindest fraglich.

4.3.2. 

Zu prüfen ist im Weiteren, ob der Kausalzusammenhang zwischen der unvollständigen 

Deklaration durch den Beschwerdegegner und der steuerverkürzenden Veranlagung 

gegeben ist oder ob – wie vom Beschwerdegegner geltend gemacht – eine 

grobfahrlässige Missachtung der behördlichen Untersuchungspflicht des Steueramtes 

vorliegt, welche zu einer Unterbrechung dieses Kausalzusammenhangs führt.

4.4. 

Der Beschwerdegegner macht mit Verweis auf Erwägung 6a des vorinstanzlichen 

4.4.1. 

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Entscheides geltend, das kantonale Steueramt messe mit zweierlei Ellen. Für das 

kantonale Steueramt solle die fehlerhafte Deklaration nicht derart offensichtlich 

gewesen sein, dass von einer groben Missachtung der behördlichen 

Untersuchungspflicht ausgegangen werden könnte; gleichzeitig halte das kantonale 

Steueramt ihm vor, dass ihm der Zahlendreher nicht aufgefallen sei. Tatsache sei, dass 

in der Steuererklärung 2008 1'000 Aktien à nominal CHF 2'000 und ein Aktienkapital 

von nominal CHF 2'000'000 deklariert worden seien. Tatsache sei auch, dass H.__ ein 

Fehler in Form eines Zahlendrehers unterlaufen sei, zumal richtigerweise 2'000 Aktien à 

nominal CHF 1'000 hätten angegeben werden müssen. Tatsache sei zudem, dass er 

dem kantonalen Steueramt am 12. Januar 2011, und damit noch vor der Veranlagung 

für das Jahr 2009 mitgeteilt habe, Alleinaktionär der C.__ AG zu sein. Dass sich die 

verschiedenen Steuerabteilungen intern nicht austauschen würden, sei unzutreffend 

und werde bestritten. Wenn der Beschwerdegegner gegenüber dem kantonalen 

Steueramt erklärt habe, Alleinaktionär der C.__ AG zu sein, sei davon auszugehen, 

dass diese Information auch den anderen Abteilungen bekannt gemacht worden sei. 

Wolle man ihm den Zahlendreher vorwerfen, müsse sich das kantonale Steueramt 

somit den gleichen Vorwurf gefallen lassen. Das Nichtberücksichtigen relevanter 

Informationen beziehungsweise das Unterlassen weitergehender Abklärungen durch 

das kantonale Steueramt wiege angesichts der im Steuerverfahren geltenden 

Untersuchungsmaxime schwerer als der Flüchtigkeitsfehler von H.__, den er – der 

Beschwerdegegner – nicht bemerkt habe. Dem kantonalen Steueramt seien die 

tatsächlichen Gegebenheiten bekannt gewesen. Allfällige Unklarheiten hätten mit wenig 

Aufwand beseitigt werden können. Vor diesem Hintergrund liege eine grobe 

Missachtung der behördlichen Untersuchungspflicht vor. Demzufolge sei der objektive 

Tatbestand der vollendeten (2011 bis 2013) und der versuchten Steuerhinterziehung 

(2014 und 2015) nicht erfüllt.

Die unzutreffende Sachverhaltsfeststellung, als Ursache für die steuerverkürzende 

Veranlagung und letztlich für den Vermögensschaden des Gemeinwesens, ist in 

steuerstrafrechtlicher Hinsicht von Belang, soweit sie kausale Folge des Verhaltens der 

steuerpflichtigen Person bildet. Ist der Steuervorteil hingegen nicht auf eine durch die 

steuerpflichtige Person begangene Verfahrenspflichtverletzung zurückzuführen, 

sondern bei behördlicher Kenntnis der rechtserheblichen Tatsachen aufgrund 

unzutreffender rechtlicher Würdigung oder Bewertung entstanden, so gibt er weder 

Anlass zur Erhebung einer Nachsteuer noch zur Auferlegung einer 

Hinterziehungsbusse. Hat die steuerpflichtige Person jedoch die ihr für das 

4.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/24

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Veranlagungsverfahren gesetzlich auferlegten Deklarations-, Auskunfts- und 

Beweisleistungspflichtet missachtet, so wird der Kausalzusammenhang zur 

steuerverkürzenden Veranlagung nicht etwa schon dadurch unterbrochen (sinngemäss 

zufolge Drittursache), dass die Veranlagungsbehörde einen als rechtserheblich 

erkennbaren, aber noch unklaren oder unvollständigen Sachverhalt nicht weiter 

abgeklärt hat. Daran ändert nichts, dass die Veranlagungsbehörde die ungenügende 

Deklaration durch zusätzliche Abklärungen oder durch Folgerungen von deklarierten 

Steuerfaktoren auf nicht oder nicht vollständig deklarierte Steuerfaktoren hätte 

erkennen können. Vielmehr darf sie sich grundsätzlich darauf verlassen, dass die 

Steuererklärung richtig und vollständig ist. Eine Pflicht zu ergänzender behördlicher 

Untersuchung besteht jedoch nur, wenn die Steuererklärung offensichtliche Fehler 

enthält. Wenn Unklarheit oder Unvollständigkeit des als erheblich erkennbaren 

Sachverhalts geradezu «in die Augen springen», so dass die unterbliebene 

Sachverhaltsabklärung als grobe Missachtung der behördlichen Untersuchungspflicht 

und für das Rechtskräftigwerden der unvollständigen Veranlagung hauptursächlich 

erscheint, kann eine Strafminderung am Platz sein. Keine grobfahrlässige 

Untersuchungspflichtverletzung sieht die Rechtsprechung darin, dass verschiedene 

Abteilungen derselben Steuerbehörde veranlagungsrelevante Informationen nicht 

austauschen. Anders verhält es sich, wenn der Informationsaustausch effektiv erfolgte, 

die entsprechenden Informationen aber unberücksichtigt blieben. Die Sorgfalt der 

veranlagenden Personen beurteilt sich somit anhand der ihnen konkret vorliegenden 

Informationen und verlangt nach deren Ergänzung nur dann, wenn offensichtliche 

Fehler oder Widersprüche gegeben sind. Die steuerpflichtige Person muss 

grundsätzlich damit rechnen, dass die Steuerbehörde auf ihre Angaben abstellt, ohne 

sie näher zu kontrollieren (Sieber/Malla, a.a.O., N 6a f. zu Art. 56 StHG mit Hinweisen; 

Sieber/Malla, a.a.O., N 26a zu Art. 175 DBG mit Hinweisen).

Der Sitz der C.__ AG befand sich bis zur Sitzverlegung am 6. Januar 2011 in Z.__. Die 

Abteilung «Wertschriftenbewertung» des kantonalen Steueramts, die daher bis und mit 

Steuerjahr 2010 für die Wertschriftenbewertung der C.__ AG zuständig war, hatte also 

Kenntnis davon, dass das Aktienkapital der C.__ AG seit der Kapitalerhöhung im Jahr 

2008 insgesamt 2'000 Aktien umfasste. Weiter erhielt die Hauptabteilung «Juristische 

Personen» des kantonalen Steueramtes am 12. Januar 2011 im Rahmen der 

Veranlagung der C.__ AG davon Kenntnis, dass der Beschwerdegegner Alleinaktionär 

der C.__ AG ist (act. 6/15 Beilage 1). Der Umstand, dass die Veranlagungsbehörde die 

unvollständige Deklaration nicht erkannt hat, vermag allerdings – wie die Vorinstanz 

4.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/24

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5.  

zutreffend ausführt – vorliegend den Kausalzusammenhang zwischen der 

unvollständigen Deklaration und der steuerverkürzenden Veranlagung nicht zu 

unterbrechen. Die Veranlagungsbehörde musste trotz Vorhandensein entsprechender 

Informationen in (anderen) Abteilungen des Steueramtes in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zwingend wissen, dass das Aktienkapital 

der C.__ AG aus 2'000 Aktien bestand und der Beschwerdegegner auch Alleinaktionär 

war. Zudem war die unvollständige Deklaration für die Veranlagungsbehörde nicht 

derart offensichtlich, dass die unterbliebene Sachverhaltsabklärung durch die 

Veranlagungsbehörde als grobe Missachtung der behördlichen Untersuchungspflicht 

zu qualifizieren wäre und damit die unvollständige Veranlagung hauptursächlich 

erschiene. Vielmehr durfte sich die Veranlagungsbehörde vorliegend darauf verlassen, 

dass die Steuererklärung richtig und vollständig ist. Folglich liegt keine grobfahrlässige 

Missachtung der behördlichen Untersuchungspflicht des Steueramtes vor. Der 

Kausalzusammenhang zwischen der unvollständigen Deklaration durch den 

Beschwerdegegner und der steuerverkürzenden Veranlagung ist damit gegeben.

Die Deklaration von nur 1'000 statt 2'000 Aktien der C.__ AG durch den 

Beschwerdegegner in den Jahren 2011 bis 2013 führte zu einer Steuerverkürzung und 

hätte in den Jahren 2014 und 2015 zu einer Steuerverkürzung geführt. Die 

Veranlagungsbehörde musste weder zwingend wissen, dass das Aktienkapital aus 

2'000 Aktien bestand, noch war die fehlerhafte Deklaration offensichtlich, so dass dem 

Steueramt keine grobfahrlässige Untersuchungspflichtverletzung vorgeworfen werden 

kann. Der objektive Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung für die Jahre 2011 

bis 2013 und der versuchten Steuerhinterziehung für die Jahre 2014 und 2015 ist somit 

in Bezug auf die unvollständige Deklaration der Aktien der C.__ AG erfüllt.

4.5. 

Die Vorinstanz sprach den Beschwerdegegner frei, da sie den subjektiven Tatbestand 

der vollendeten und der versuchten Steuerhinterziehung in Bezug auf die 

unvollständige Deklaration der Aktien der C.__ AG als nicht erfüllt erachtete. Das 

kantonale Steueramt macht demgegenüber geltend, der Beschwerdegegner habe in 

den Jahren 2011 bis 2015 eine bedeutend zu tiefe Veranlagung billigend in Kauf 

genommen, weshalb er in subjektiver Hinsicht (zumindest) eventualvorsätzlich 

gehandelt habe.

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/24

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In subjektiver Hinsicht ist die vollendete Steuerhinterziehung sowohl bei vorsätzlicher 

als auch bei fahrlässiger Begehung strafbar (Art. 248 Abs. 1 StG). Der 

Steuerhinterziehungsversuch ist nur bei vorsätzlicher Tatbegehung strafbar (Art. 249 

Abs. 1 StG). Fahrlässigkeit genügt dafür nicht. Die Begriffe des Vorsatzes und der 

Fahrlässigkeit in Art. 248 und 249 StG entsprechen jenen von Art. 12 des 

Strafgesetzbuches (SR 311.0, StGB).

Vorsätzlich handelt gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB, wer die Tat mit Wissen und Willen 

ausführt. Eine eventualvorsätzliche Tatbegehung liegt vor, wenn die steuerpflichtige 

Person den als möglich erkannten Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt oder 

sie sich mit ihm abfindet (BGer, Urteil 2C_683/2018 vom 3. Oktober 2019 E. 6.1 mit 

Hinweisen; vgl. Sieber/Malla, a.a.O., N 29 ff. zu Art. 175 DBG mit Hinweisen). Damit 

von Eventualvorsatz ausgegangen werden kann, ist zu verlangen, dass sowohl das 

Wissens- als auch das Willensmoment nachgewiesen sind. Je höher die 

Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die 

Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, umso eher ist anzunehmen, die 

Tatbestandsverwirklichung werde in Kauf genommen. Daher gilt eine gewisse 

Beweiserleichterung: Das Gericht darf vom Wissen des Täters auf den Willen 

schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich 

aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als 

Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGer, Urteil 2C_1052/2020 vom 

19. Oktober 2021 E. 3.2.6 mit Hinweisen).   

Fahrlässig handelt nach Art. 12 Abs. 4 StGB, wer die Folge seines Verhaltens aus 

pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. 

Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der 

er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist. 

Fahrlässige Tatbegehung liegt demnach bei Steuerhinterziehung vor, wenn die 

steuerpflichtige Person eine ihr persönlich obliegende Sorgfaltspflicht verletzt und 

dadurch eine Steuerverkürzung herbeiführt, die sie hätte voraussehen und vermeiden 

können (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VIII. Teil, Rz. 29 mit Hinweis).

5.2. 

Das kantonale Steueramt erachtet den Schluss der Vorinstanz, dass es (zumindest) am 

(Eventual-)Vorsatz gefehlt habe, als unzutreffend. Der Beschwerdegegner arbeite als 

Treuhänder, sei als eidg. dipl. Treuhandexperte anerkannt und verfüge über langjährige 

Berufspraxis; seit 1994 sei im Handelsregister das Einzelunternehmen «A.__ 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/24

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Consulting, eidg. dipl. Treuhandexperte» eingetragen. Der Beschwerdegegner sei 

damit eine steuerlich versierte Person, die über steuerliches Fachwissen verfüge 

beziehungsweise verfügen müsse. Die Feststellung der Vorinstanz, vom 

Beschwerdegegner könne nicht verlangt werden, dass er jede einzelne Position der 

Deklaration im Detail prüfe, bevor er die Steuererklärung einreiche, widerspreche zum 

einen der Rechtsprechung und Lehre, zum anderen habe sich der Beschwerdegegner 

offensichtlich bewusst sein müssen, dass in seinen Steuererklärungen 2008 bis 2015 

jeweils nur die Hälfte seines Aktienkapitals der C.__ deklariert und danach veranlagt 

worden sei. Im Jahr 2008 sei das Aktienkapital der C.__ AG von nominal 

CHF 1'000'000 auf CHF 2'000'000 erhöht worden. Vor Unterzeichnung der 

Steuererklärung 2008 sei es die Pflicht des Beschwerdegegners gewesen, die 

einzelnen aufgeführten Positionen in der selbst erstellten Tabelle 

(Wertschriftenverzeichnis) zu prüfen. Gerade in diesem Jahr, in welchem das 

Aktienkapital verdoppelt worden sei, hätte ihm ein allfälliger Fehler – aufgrund seiner 

Position als Alleinaktionär, aber auch aufgrund seines Berufes als eidg. dipl. 

Treuhandexperte – zwingend auffallen müssen. Von einer steuerpflichtigen Person mit 

dem vorgenannten beruflichen Hintergrund könne und müsse dies – entgegen der 

Ansicht der Vorinstanz – erwartet werden. Gleiches gelte für die Jahre 2009 bis 2011, in 

welchen der Beschwerdegegner eine selbst erstellte Tabelle als 

Wertschriftenverzeichnis eingereicht habe. Für die Jahre 2012 bis 2014 habe der 

Beschwerdegegner als Wertschriftenverzeichnis nicht mehr eine selbst erstellte Tabelle 

eingereicht, sondern dafür das vom kantonalen Steueramt zur Verfügung gestellte 

Formular benutzt. Damit hätten die Wertschriften des Beschwerdegegners neu erfasst 

werden müssen. Bei dieser Erfassung (der Stückzahl der Aktien der C.__ AG) 

beziehungsweise der anschliessenden Kontrolle der einzelnen Positionen vor 

Unterzeichnung der Steuererklärung hätte dem Beschwerdegegner ebenfalls zwingend 

auffallen müssen, dass eine (falsche) Stückzahl von 1'000 Aktien bei der Position 

«Aktien C.__ AG» aufgeführt worden sei. Im Jahr 2015 habe der Beschwerdegegner als 

Wertschriftenverzeichnis wieder eine selbst erstellte Tabelle eingereicht. Auch bei 

dieser neuerlichen Erfassung beziehungsweise der anschliessenden Kontrolle der 

einzelnen Positionen vor Unterzeichnung der Steuererklärung hätte ihm zwingend 

auffallen müssen, dass eine (falsche) Stückzahl von 1'000 Aktien bei der Position 

«Aktien C.__ AG» aufgeführt worden sei. Der Beschwerdegegner habe beim Ausfüllen 

beziehungsweise Kontrollieren der Steuererklärungen (vor Einreichung) nicht die von 

der Lehre und Rechtsprechung verlangte Sorgfalt walten lassen. Von ihm als 

Treuhandexperte dürfe und müsse erwartet werden, dass er eine von einer Drittperson 

ausgefüllte Steuererklärung detailliert prüfe. Dies insbesondere, wenn es um die 

Deklaration von Aktienstückzahlen einer Gesellschaft (der C.__ AG) gehe, von welcher 

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er sämtliche Aktien besitze. Nehme er als steuerpflichtige Person diese Pflicht nicht 

wahr, handle er in steuerstrafrechtlicher Hinsicht zumindest eventualvorsätzlich. 

Aufgrund seines Berufs als eidg. dipl. Treuhandexperte habe der Beschwerdegegner 

ausserdem die Feststellungen und Ausführungen in der jeweiligen 

Wertschriftenbewertung (und Veranlagungsberechnung) vollumfänglich verstehen und 

auch den logischen Schluss ziehen können und müssen, dass er nicht 

Minderheitsbeteiligter, sondern Alleinaktionär sei, der den Pauschalabzug nicht 

beanspruchen könne. Dass sich der Beschwerdegegner in all den Jahren bewusst 

gewesen sei, dass er jeweils nur die Stückzahl von 1'000 statt 2'000 Aktien der C.__ 

AG deklariert habe, lasse sich auch aus seinen Ausführungen schliessen, dass er 

jeweils den Nominalwert in der Steuererklärung deklariert habe, ausser der Wert der 

Gesellschaft habe tiefer gelegen; damit sei belegt, dass sich der Beschwerdegegner 

jeweils bewusst gewesen sei, welchen Wert seine Anteile gehabt hätten, denn sonst 

hätte er in jedem Fall und nicht nur dann, wenn der Wert der Gesellschaft unterhalb des 

Nominalwertes gelegen sei, den effektiven Wert deklariert (oder zumindest den Wert in 

den jeweiligen Veranlagungsberechnungen überprüft).      

Insgesamt habe der Beschwerdegegner aus steuerstrafrechtlicher Hinsicht zumindest 

eventualvorsätzlich gehandelt, indem er wider besseres Wissen in den jeweiligen 

Steuererklärungen (ab 2008 bis 2015, also insgesamt acht Mal) eine falsche Anzahl von 

Aktien der C.__ AG deklariert habe und eine zu tiefe Veranlagung in Kauf genommen 

habe. Er habe genau gewusst, dass die Deklarationen nicht korrekt gewesen seien. 

Vom Wissen könne ohne Weiteres auf den Willen geschlossen werden. Zudem sei es 

seine Pflicht gewesen, nach Erhalt der jeweiligen Veranlagungsberechnung Einsprache 

zu erheben, weil als Steuerwert seiner Aktien der C.__ AG der um 30 Prozent tiefere 

Nettosteuerwert statt der Bruttosteuerwert veranlagt worden sei (act. 1, act. 18).

Der Beschwerdegegner entgegnet, die Behauptung des kantonalen Steueramts, 

wonach lediglich die Hälfte des Aktienkapitals der C.__ AG deklariert worden sei, sei 

unzutreffend. Nach der Kapitalerhöhung im Jahr 2008 sei das Aktienkapital stets 

korrekt mit nominal CHF 2'000'000 angegeben worden. Folge man der Auffassung des 

kantonalen Steueramts, werde faktisch ausgehend vom Beruf eines Steuerpflichtigen 

die Zuständigkeit für die Sachverhaltsermittlung festgelegt. Dies würde bedeuten, dass 

Personen, deren Berufsfeld (auch) die Steuerbranche umfasse, im 

Veranlagungsverfahren allein für die Sachverhaltsermittlung verantwortlich wären. Die 

Untersuchungspflicht der Veranlagungsbehörde im Sinn von Art. 176 Abs. 1 StG würde 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/24

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bei diesem Personenkreis zum toten Buchstaben. Dies hätte wiederum zur Folge, dass 

jeder Flüchtigkeitsfehler einer «steuerlich versierten Person» kurzerhand zur 

Strafbarkeit führe. Angesichts der allgemeinen Formulierung von Art. 176 Abs. 1 StG 

(sowie Art. 46 Abs. 1 StHG und Art. 130 Abs. 1 DBG) habe der Gesetzgeber gerade 

keine derartige Unterscheidung beziehungsweise Ungleichbehandlung gewollt. Im 

Übrigen sei das Tätigkeitgebiet eines Treuhandexperten mannigfaltig. Das 

Steuerwesen sei einer von vielen Bereichen, auf die man sich spezialisieren könne. Der 

Beschwerdegegner habe die Steuererklärungen vor der Unterzeichnung stets geprüft. 

Angesichts des deklarierten Aktienkapitals von nominal CHF 2'000'000 sei ihm der 

Zahlendreher nicht aufgefallen. Ihm aufgrund dieses Flüchtigkeitsfehlers ein strafbares 

Verhalten zu unterstellen, sei mehr als verfehlt, zumal er weder die Steuererklärung 

noch die Tabelle «Wertschriftenverzeichnis» selbst erstellt habe. Diese Arbeit habe H.__ 

gemacht.           

Festzuhalten sei weiter, dass die Bezeichnungen in dem vom kantonalen Steueramt zur 

Verfügung gestellten Formular «Wertschriftenverzeichnis», das er in den Jahren 2012 

bis 2014 verwendet habe, irreführend und adressatenunfreundlich ausgestaltet seien, 

worin wohl der Grund für zwischenzeitlich erfolgte Anpassungen dieses Formular zu 

erblicken sei. Ob dies zum Fehler H.__s geführt habe, könne offen bleiben; in jedem 

Fall könne ihm nicht vorgeworfen werden, das Wertschriftenverzeichnis keiner 

vertieften Prüfung unterzogen zu haben, zumal das nominale Aktienkapital richtig 

ausgewiesen worden sei. Basis für die Tabelle des Steuerjahrs 2015 sei sodann die 

Tabelle des Jahrs 2011 gewesen. Er sei unverändert Alleinaktionär der C.__ AG 

gewesen. Auch hinsichtlich des Nominalwerts der Aktien habe sich nichts verändert. 

Demzufolge habe H.__ die Zahlen von 2011 im Glauben übernommen, die Angaben 

seien korrekt.     

Das kantonale Steueramt stelle mit seinen Beschwerdeausführungen überrissene 

Anforderungen an die dem Steuerpflichtigen obliegende Sorgfalt. Eine Überprüfung, 

wie er sie vorliegend (mit der Kontrolle des deklarierten Nominalwerts) vorgenommen 

habe, entspreche der verlangten Sorgfalt. Gegenüber dem Steueramt habe er 

wiederholt und ohne Umschweife angegeben, Alleinaktionär der C.__ AG zu sein. Wäre 

er tatsächlich auf eine Steuerverkürzung aus gewesen, hätte er dies mitnichten 

anstandslos offengelegt. Die unrichtige Veranlagung habe er nicht angefochten, weil 

ihm die Unrichtigkeit schlichtweg nicht bewusst gewesen sei. Ihm werde ein einfacher 

Zahlendreher zum Vorwurf gemacht, der folgenlos geblieben wäre, wenn das kantonale 

Steueramt der ihm obliegenden Untersuchungspflicht nachgekommen wäre.     

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/24

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Er habe stets den Nominalwert der Aktien der C.__ AG deklariert. Daher habe er 

annehmen dürfen, dass der in den Veranlagungsberechnungen ausgewiesene 

Nettosteuerwert dem tatsächlichen Wert seiner Aktien gemäss Aktienbewertung 

entsprochen habe. Dies gelte allen voran für das Jahr 2008, als er dem kantonalen 

Steueramt noch vor der Veranlagung mitgeteilt habe, Alleinaktionär der C.__ AG zu 

sein. In den Folgejahren habe er sich sodann im Glauben befunden, der 

Nettosteuerwert entspreche dem tatsächlichen Wert seiner Aktien gemäss 

Aktienbewertung. Zu berücksichtigen sei ausserdem die erhebliche zeitliche 

Diskrepanz zwischen den Wertschriftenbewertungen und den Veranlagungen in den 

Folgejahren. Von ihm zu erwarten, dass er die Zahlen der Wertschriftenbewertungen 

Monate beziehungsweise Jahre später noch präsent habe, gehe über das hinaus, was 

von einem Steuerpflichtigen erwartet werden könne. Dessen ungeachtet schliesse 

bereits der Umstand, dass er dem kantonalen Steueramt vor der Veranlagung für das 

Jahr 2008 mitgeteilt habe, Alleinaktionär zu sein, jeglichen Vorsatz aus. Selbst wenn er 

ausgeführt haben sollte, in seinen Deklarationen jeweils vom Nominalwert abgewichen 

zu sein, wenn der tatsächliche Wert der Gesellschaft tiefer gelegen habe, habe er dies 

seit der Aktienkapitalerhöhung im Jahr 2008 nicht getan, sondern stets den 

Nominalwert deklariert. Er sei immer davon ausgegangen, die Anzahl Aktien sei korrekt 

deklariert worden. In der Veranlagungsverfügung sei die Anzahl Aktien nicht 

ausgewiesen. Er habe keinen Anlass gehabt, an der Richtigkeit der 

Veranlagungsverfügung zu zweifeln beziehungsweise diese vertieft zu überprüfen 

(act. 11, act. 20).

Die Vorinstanz führte im Grundsatz zutreffend aus, die Bewertung der Aktien sei 

teilweise erst Jahre nach Einreichung der jeweiligen Steuererklärungen erfolgt (act. 2 

Erwägung 6b des vorinstanzlichen Entscheids); insofern kann dem Beschwerdegegner 

tatsächlich nicht vorgehalten werden, allfällige Differenzen zu den Steuererklärungen 

nicht unmittelbar bemerkt zu haben. Spätestens bei der Einreichung der 

Steuererklärung 2011 am 4. Februar 2013 (act. 6/1) musste der Beschwerdegegner 

jedoch wissen, dass das Steueramt in Bezug auf den Vermögenssteuerwert der Aktien 

der C.__ AG einem Irrtum erlegen war. Gemäss der am 15. Juni 2012 ausgestellten 

Wertschriftenbewertung der Steuerperiode 2010 weist die C.__ AG per Ende 2010 

einerseits einen Substanzwert von CHF 5'613'574.35, andererseits wies eine einzelne 

Aktie der C.__ AG einen Bruttosteuerwert von CHF 2'800 auf (act. 6/7). Weil der 

Beschwerdegegner zu diesen Zeitpunkt Eigentümer aller 2'000 Aktien war, betrug der 

Bruttosteuerwert für das gesamte Aktienkapital somit CHF 5'600'000. Dennoch setzte 

das Steueramt nur wenige Tage später, nämlich am 27. Juni 2012, den 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/24

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Vermögenssteuerwert einer einzelnen Aktie auf (bloss) CHF 1'960 (und den 

Vermögenssteuerwert der 1'000 deklarierten Akten somit auf CHF 1'960'000) fest 

(act. 7/1). Dies musste dem Beschwerdegegner als Alleinaktionär sofort ins Auge 

springen, denn im Wissen um den relevanten Bruttosteuerwert der Aktien der C.__ AG 

(CHF 5'600'000) war das veranlagte Gesamtvermögen von CHF 7'295'000 (statt 

korrekt CHF 10'935'000) offenkundig (um CHF 3'640'000) zu tief (act. 6/1 und 6/7). 

Offenkundig war die – auf die Falschdeklaration des Beschwerdegegners 

zurückgehende – Unterbesteuerung auch deshalb, weil der veranlagte steuerbare 

Gesamtbetrag aller Wertschriften und Guthaben nur CHF 5'601'162 (statt korrekt 

CHF 9’241'162) betrug und damit nur unwesentlich über dem Bruttosteuerwert der 

C.__ AG (CHF 5'600'000) lag, obschon der Beschwerdegegner noch weitere 

Wertschriften und Guthaben besass (act. 6/1 und 6/7). Der Beschwerdegegner musste 

den – zumindest ungefähren – Aktienwert der C.__ AG, der jeweils im Verhältnis nur 

wenig über dem Bruttosteuerwert aller Aktien der C.__ AG lag, kennen. Ausserdem 

erhielt der Beschwerdegegner aufgrund seiner unvollständigen Deklaration einen 

Pauschalabzug, der nur bei Minderheitsbeteiligungen (für Beteiligungen bis maximal 50 

Prozent) gewährt wird. Dass er diesen zu Unrecht erhalten hatte, musste er auch 

aufgrund der eindeutigen Hinweise in den jeweiligen Wertschriftenbewertungen und 

Veranlagungsberechnungen erkannt haben (act. 6/1 und 6/7). Angesichts der 

Ausbildung und der Berufserfahrung des Beschwerdegegners ist ohne Weiteres davon 

auszugehen, dass er bei Einreichung der Steuererklärung 2011 am 4. Februar 2013 

(act. 6/2) um den Irrtum des Steueramts wusste, und diesen auch ohne Weiteres darauf 

zurückführen konnte, dass er in der Steuererklärung statt 2’000 Aktien mit einem 

Nennwert von CHF 1’000 bloss 1’000 Aktien mit einem Nennwert von CHF 2’000 

deklariert hatte. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner mit seiner 

Falschdeklaration fortfuhr, obschon er mit Blick auf seinen beruflichen Hintergrund (vgl. 

zur Massgeblichkeit dieses Umstands BGer, Urteil 2C_683/2018 vom 6. Oktober 2019 

E. 6.1) erkennen konnte und musste, dass das Steueramt einem Irrtum erlegen war, 

lässt ohne Weiteres auf (Eventual-)Vorsatz schliessen. Dieser Schluss wird dadurch 

unterstützt, dass der Beschwerdegegner seine Wertschriften für die Steuerperioden 

2012, 2013 und 2014 (act. 6/3, 6/4 und 6/5) nicht mehr auf dem selbst erstellten 

Verzeichnis, sondern auf dem Formular des Kantons deklarierte, wobei im Rahmen der 

dabei erforderlichen Übertragung der «Zahlendreher» ohne Weiteres hätte auffallen 

müssen. In den Jahren 2008, 2010, 2011 und 2015 (act. 3, 6/1, 6/2 und 6/6), in denen 

der Beschwerdegegner ein selbst erstelltes Wertschriftenverzeichnis (ohne Raster) 

verwendete, deklarierte er in der ersten Spalte «1000 Aktien der C.__ AG», in der 

zweiten Spalte «2000», die dritte und vierte Spalte blieben leer und in der fünften Spalte 

deklarierte er als Steuerwert «2000000». Dass dem Beschwerdegegner, obwohl er 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/24

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gemäss eigenen Angaben den deklarierten Nennwert überprüft hatte, nicht aufgefallen 

sein soll, dass die Anzahl («1000 Aktien») in der Position «1000 Aktien der C.__ AG» 

falsch war, erscheint äusserst unplausibel. Bei der Erfassung der Anzahl der Aktien der 

C.__ AG beziehungsweise der anschliessenden Kontrolle der einzelnen Positionen vor 

Unterzeichnung der Steuererklärung musste ihm als Alleinaktionär, 

Verwaltungsratspräsident und eidg. dipl. Treuhandexperte zwingend aufgefallen sein, 

dass eine falsche Stückzahl von 1'000 Aktien bei der Position «Aktien C.__ AG» 

aufgeführt war.

Im Übrigen wurden gemäss Treuhänderin und Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 

die Aktien der C.__ AG stets zum Nominalwert deklariert, ausser der Steuerwert der 

Gesellschaft habe tiefer gelegen (act. 6/15 Ziff. 3, act. 6/15 Beilage 2). Daraus kann 

ohne Weiteres gefolgert werden, dass der Beschwerdegegner über den Wert der 

Aktien jederzeit im Bilde war, und er deshalb die – auf seine unrichtigen Angaben 

zurückgehende – Unterbesteuerung spätestens mit Erhalt der 

Veranlagungsberechnung für das Jahr 2010 am 27. Juni 2012 erkannt haben musste. 

Ihm war auch bekannt, dass der jeweilige Geschäftsabschluss die Grundlage für die 

Bewertung von Wertpapieren nicht kotierter Gesellschaften bildet (act. 13 Rz. 18). Dass 

sich der Beschwerdegegner – wozu er auch verpflichtet war – sehr wohl mit den 

Veranlagungen auseinandergesetzt und diese kontrolliert hat, zeigt sich auch daran, 

dass er gegen die Veranlagungen der Steuerjahre 2011 und 2012 jeweils Einsprache 

erhoben hat. Beim Beschwerdegegner, der Verwaltungsratspräsident und 

Alleinaktionär der C.__ AG war, ist schliesslich davon auszugehen, dass er zumindest 

den ungefähren Wert seines Unternehmens auch noch einige Jahre später kannte; dies 

galt insbesondere für die Steuerperioden 2009 bis 2012, in denen sich der Wert der 

C.__ AG nur unwesentlich verändert hat (2009: CHF 5'200'000; 2010: CHF 5'600'000; 

2011: CHF 5'400'000; 2012: CHF 5'800'000). Eine grössere Abweichung war dann für 

das Jahr festzustellen (2013: CHF 9'200’000).  

Zudem antwortete der Beschwerdegegner auf die in der vorinstanzlichen Verhandlung 

vom 13. Februar 2023 gestellte Frage, ob man nicht ungefähr im Kopf habe, wieviel die 

eigene Firma wert sei, es sei keine grosse Diskrepanz gewesen. Er habe die Aktien 

immer nominal angegeben. Er habe dann jeweils die Veranlagungsberechnung 

erhalten. Dort sehe er keine Details (act. 6/19 Seite 2 unten). Dass keine grosse 

Diskrepanz zwischen veranlagtem und effektivem Wert bestanden habe, ist weder in 

Bezug auf den Steuerwert der einzelnen Aktie, noch in Bezug auf den Steuerwert des 

Aktienkapitals der C.__ AG zutreffend. Die grosse Diskrepanz war sowohl beim 

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/24

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Gesamtwert der Wertschriften und Guthaben als auch beim steuerbaren Vermögen in 

allen vorliegend relevanten Jahren offensichtlich (act. 6/2, 6/3 und 6/4). So hätte dem 

Beschwerdegegner die unvollständige Veranlagung nur schon aufgrund der sowohl 

prozentual (jährlich wurde nur 35 Prozent des Aktienwerts der C.__ AG versteuert) als 

auch betragsmässig (zwischen CHF 3'510’000 bis 5'980'000 des Aktienkapitals der 

C.__ AG wurden nicht versteuert) sehr grossen Differenzen zwingend auffallen müssen 

(act. 6/7). Zudem handelte es sich bei den Aktien der C.__ AG um einen der grössten 

Vermögenswerte im Vermögen des Beschwerdegegners. 

Dass die Aktien erheblich zu tief deklariert und veranlagt wurden, musste dem 

Beschwerdegegner für das Steuerjahr 2013 sodann umso mehr auffallen, als zwischen 

der Wertschriftenbewertung und der Veranlagungsberechnung nur ein Tag lag (act. 6/4, 

act. 6/7). Die Wertschriftenbewertungen für die Jahre 2013 und 2014 ergingen am 

27. November 2018, die Veranlagungsberechnung für das Jahr 2013 datiert einen Tag 

später am 28. November 2018. Bereits der Bruttosteuerwert der C.__ AG 

(CHF 9'200'000) lag um fast zwei Millionen über dem Total der deklarierten und 

veranlagten Guthaben und Wertschriften (Wertschriften und Guthaben gemäss 

Veranlagungsberechnung 2013 datiert vom 28. November 2018: CHF 7'282'320 [statt 

korrekt CHF 13'262’320]). Auch dies musste dem Beschwerdegegner zwingend 

auffallen. Zudem fällt ebenfalls aufgrund des steuerbaren Vermögens auf, dass ein 

erheblicher Teil des Vermögens – nämlich CHF 5'980'000 – nicht veranlagt wurde.        

Der Umstand, dass der Beschwerdegegner insbesondere in den Jahren 2010 und 2011 

(act. 6/1 und 6/2) auch nur die Hälfte der Aktien der I.__ AG deklarierte (125 statt 

korrekt 250 Aktien), spricht ebenso dafür, dass der Beschwerdegegner systematisch 

und willentlich nur die Hälfte der von ihm gehaltenen Aktien deklarierte.

Vom Wissen des Beschwerdegegners darf vorliegend auf den Willen geschlossen 

werden, da sich ihm der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, dass 

seine Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme 

des Erfolgs ausgelegt werden kann (vgl. BGer, Urteil 2C_1052/2020 vom 19. Oktober 

2021 E. 3.2.6 mit Hinweisen). Der Beschwerdegegner hat in den Jahren 2011 bis 2015 

eine bedeutend zu tiefe Veranlagung billigend in Kauf genommen. Nach dem Gesagten 

ist der subjektive Tatbestand der eventualvorsätzlichen vollendeten 

Steuerhinterziehung für die Jahre 2011 bis 2013 und der eventualvorsätzlichen 

versuchten Steuerhinterziehung für die Jahre 2014 und 2015 in Bezug auf die 

unvollständige Deklaration der Aktien der C.__ AG erfüllt.

5.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/24

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6.

Zu befinden bleibt über die Höhe der auszufällenden Steuerbusse.

Nach Art. 168 Abs. 2 StG muss die steuerpflichtige Person die Steuererklärung 

wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllen und persönlich unterzeichnen. Zudem muss 

die steuerpflichtige Person alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu 

ermöglichen (Art. 170 Abs. 1 StG). Mit der Unterschrift auf der Steuererklärung 

übernimmt der Beschwerdegegner die Verantwortung für die Wahrheit und die 

Vollständigkeit der Angaben. Er hat auch für Steuerwiderhandlungen einzustehen, die 

ihm zugerechnet werden können. Namentlich kann er sich der Verantwortung für die 

Richtigkeit der Steuererklärung nicht entledigen, indem er geltend macht, seine 

Treuhänderin habe die Steuererklärung ausgefüllt und ihr sei beim Ausfüllen der 

Steuererklärungen ein Zahlendreher unterlaufen. Es gilt (auch im Steuerrecht) das 

Prinzip, dass sich die steuerpflichtige Person sich Fehlleistungen ihrer Vertretung 

(beziehungsweise Hilfsperson) unmittelbar anrechnen lassen muss. Dementsprechend 

war der Beschwerdegegner verpflichtet, die Treuhänderin sorgfältig auszuwählen, zu 

instruieren und die von ihr ausgefüllte Steuererklärung mitsamt 

Wertschriftenverzeichnis zu überprüfen. Denn er soll nicht bessergestellt werden als 

eine steuerpflichtige Person, die ihre Steuererklärung selbst ausfüllt. So hat sich der 

Beschwerdegegner gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung allfällige Fehler – wie 

den «Zahlendreher» – seiner Treuhänderin anrechnen zu lassen (vgl. BGer, Urteil 

2C_978/2019 vom 14. April 2020 E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, 

a.a.O., VIII. Teil, Rz. 11; vgl. Sieber/Malla, a.a.O., N 23f zu Art. 42 StHG mit Hinweisen). 

Er hat sich die Deklarationsfehler seiner Treuhänderin beim Ausfüllen der 

Steuererklärungen der Jahre 2011 bis 2015 anrechnen zu lassen.

5.8. 

Damit ergibt sich zusammengefasst, dass für die Steuerperioden 2011, 2012 und 2013 

von vollendeter, für die Steuerperioden 2014 und 2015 von versuchter 

Steuerhinterziehung auszugehen ist.

5.9. 

Die vollendete Steuerhinterziehung wird nach Art. 248 Abs. 1 und 4 StG mit Busse 

bestraft. Die Busse beträgt nach Art. 248 Abs. 5 StG im Regelfall das Einfache der 

hinterzogenen Steuer, kann bei leichtem Verschulden aber bis auf einen Drittel 

ermässigt und bei schwerem Verschulden bis auf das Dreifache erhöht werden. In 

Würdigung sämtlicher Umstände und unter Berücksichtigung der 

Strafzumessungsregeln erscheint eine Busse von CHF 20'800 (60 Prozent der 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/24

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7.

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde des kantonalen Steueramts als 

begründet, weshalb sie gutzuheissen ist. Der vorinstanzliche Entscheid ist aufzuheben. 

Der Beschwerdegegner ist der eventualvorsätzlich vollendeten Steuerhinterziehung 

(Kantons- und Gemeindesteuern 2011, 2012 und 2013) sowie der eventualvorsätzlich 

versuchten Steuerhinterziehung (Kantons- und Gemeindesteuern 2014 und 2015) 

schuldig zu sprechen (vgl. zusammenfassend E. 5.9 hiervor). Gegen den 

Beschwerdegegner ist sodann eine Gesamtbusse von CHF 35'950 auszusprechen (vgl. 

E. 6.1 und 6.2 hiervor).

8.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Untersuchungsverfahrens, des vorinstanzlichen Verfahrens und des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die 

Gebühren für das vorinstanzliche Verfahren von CHF 2’000 und für das 

Untersuchungsverfahren des kantonalen Steueramtes von CHF 1'500 sind nicht zu 

beanstanden. Eine Entscheidgebühr von CHF 3'300 für den Beschwerdeentscheid 

erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 212 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). 

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Abs. 2 sowie 

Art. 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird gutgeheissen.

hinterzogenen Steuer) für die vollendete Steuerhinterziehung (Kantons- und 

Gemeindesteuern 2011, 2012 und 2013) als angemessen.

Die versuchte Steuerhinterziehung wird nach Art. 249 StG mit Busse bestraft. Die 

Busse beträgt nach Art. 249 Abs. 2 StG zwei Drittel der Busse, die bei vollendeter 

Steuerhinterziehung festzusetzen wäre. In Würdigung sämtlicher Umstände und unter 

Berücksichtigung der Strafzumessungsregeln erscheint eine Busse von CHF 15'150 

(zwei Drittel von 60 Prozent der hypothetisch hinterzogenen Steuer) für die versuchte 

Steuerhinterziehung (Kantons- und Gemeindesteuern 2014 und 2015) als angemessen.

6.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/24

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2.

Der Beschwerdegegner wird der eventualvorsätzlich vollendeten Steuerhinterziehung 

(Kantons- und Gemeindesteuern 2011, 2012 und 2013) sowie der eventualvorsätzlich 

versuchten Steuerhinterziehung (Kantons- und Gemeindesteuern 2014 und 2015) 

schuldig gesprochen.

3.

Gegen den Beschwerdegegner wird für die vollendete Steuerhinterziehung (Kantons- 

und Gemeindesteuern 2011 bis 2013) eine Busse von CHF 20'800 ausgesprochen. Für 

die versuchte Steuerhinterziehung (Kantons- und Gemeindesteuern 2014 und 2015) 

beträgt die Busse CHF 15'150.

4.

Der Beschwerdegegner trägt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'300, die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 2'000 

sowie die amtlichen Kosten des Untersuchungsverfahrens von CHF 1'500.

5.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 16.09.2023
	Steuerhinterziehung, Art. 248 und 249 StG. Die Deklaration von nur 1'000 statt 2'000 Aktien der C.__ AG durch den Beschwerdeführer führte zu einer Steuerverkürzung in den Jahren 2011 bis 2013 und hätte in den Jahren 2014 und 2015 zu einer Steuerverkürzung geführt. Die Veranlagungsbehörde musste weder zwingend wissen, dass das Aktienkapital aus 2'000 Aktien bestand, noch war die fehlerhafte Deklaration offensichtlich, so dass dem Steueramt keine grobfahrlässige Untersuchungspflichtverletzung vorgeworfen werden kann. Der objektive Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung für die Jahre 2011 bis 2013 und der versuchten Steuerhinterziehung für die Jahre 2014 und 2015 ist somit in Bezug auf die unvollständige Deklaration der Aktien. Aufgrund der konkreten Umstände hat der Beschwerdeführer den Tatbestand auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. Insbesondere ist sein Vorbringen, er habe die Anzahl und den Nominalwert der Aktien verwechselt, unbehelflich. (Verwaltungsgericht, B 2023/64). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 25. April 2024 abgewiesen (Verfahren 9C_636/2023).

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		2024-05-27T02:19:52+0200
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