# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5374c5c-7422-52ff-b205-92e1f1ebd7d4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.03.2015 S 2015 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2015-1_2015-03-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 15 1

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Vizepräsidentin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser und 

Verwaltungsrichter Racioppi, Bott als Aktuar ad hoc

URTEIL
vom 17. März 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Ausgleichskasse B._____,

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Beiträge

- 2 -

1. Am 10. Oktober 2014 erhielt die Ausgleichskasse B._____ (nachfolgend 

Ausgleichskasse) von der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden die 

Meldung über das von A._____ im Jahr 2012 erzielte Einkommen von 

Fr. 70‘843.-- aus selbständiger Erwerbstätigkeit und Fr. 15‘000.-- für im 

Betrieb investiertes Eigenkapital. Gestützt auf diese Angaben setzte die 

Ausgleichskasse mit Verfügung vom 16. Oktober 2014 die persönlichen 

Beiträge von A._____ für die Beitragsperiode vom 1. Januar 2012 bis 

31. März 2012 aufgrund eines beitragspflichtigen Einkommens aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 78‘400.-- und einem im Betrieb in-

vestierten Eigenkapital von Fr. 15‘000.-- auf Fr. 7‘869.-- definitiv fest. Aus 

der Differenzabrechnung resultierte eine Beitragsforderung von 

Fr. 6‘993.80 (inklusive Zinsen). 

2. Dagegen erhob A._____ mit Schreiben vom 28. Oktober 2014 Einsprache 

und machte geltend, dem Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-

richts vom 27. Januar 2004 sei in Erwägung 2.3.2 wörtlich zu entnehmen, 

dass wenn die Beitragspflicht nur während eines Teils der Beitragsperi-

ode bestehe, beispielsweise bei Geschäftsaufgabe während des Kalen-

derjahrs, die persönlichen Beiträge auf den im betreffenden (weniger als 

zwölf Monate umfassenden) Zeitraum erzielten Einkommen zu erheben 

seien. Am 28. April 2012 sei sein letzter Arbeitstag gewesen und am 

29. April 2012 habe er sein Geschäft geschlossen. Die Beitragsabrech-

nung sei deshalb dieser Situation anzupassen. Vorliegend seien die Mo-

nate Januar 2012 bis April 2012 und somit vier Monate beitragspflichtig. 

Der Grund dafür sei seine Geschäftsaufgabe während des Kalenderjahrs. 

3. Mit Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2014 wies die Ausgleichskas-

se die Einsprache vom 28. Oktober 2014 ab. Das von A._____ zitierte Ur-

teil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 34/03 vom 27. Januar 

2004 sei nicht auf seinen Fall zu adaptieren. Der darin behandelte Fall be-

- 3 -

treffe die Berechnung des Mindestbeitrags. Dieser werde bei einer Person 

im Rentenalter pro rata temporis berechnet. Da gemäss Angaben der 

Steuerverwaltung jedoch ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätig-

keit von Fr. 70‘083.-- (recte: Fr. 70‘843.--) vorliege, würden die geschulde-

ten Beiträge den Mindestbeitrag deutlich überschreiten. Die Beiträge wür-

den folglich aufgrund des Einkommens des im Beitragsjahr abgeschlos-

senen Geschäftsabschlusses festgesetzt. 

4. Gegen die Verfügung vom 16. Oktober 2014 (recte: den Einspracheent-

scheid vom 4. Dezember 2014) der Ausgleichskasse erhob A._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer) am 29. Dezember 2014 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem sinngemäs-

sen Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Das 

in der Verfügung vom 16. Oktober 2014 für die Beitragsperiode vom 

1. Januar 2012 bis 31. März 2012 berücksichtigte Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 78‘400.-- basiere nicht auf dem 

Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. März 2012 sondern auf dem Zeit-

raum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012. Er frage sich, warum nicht die 

effektive Lohnsumme für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. März 

2012, also Fr. 19‘999.-- (recte: Fr. 19‘600.--; [Fr. 78‘400.-- /12 x 3]) 

berücksichtigt worden sei. Aus seiner Sicht müsse die Verfügung vom 

16. Oktober 2014 das effektive Geschäftsjahr und somit den Zeitraum 

vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 beziehungsweise die in diesem Zeit-

raum betätigten Zahlungen berücksichtigen.

5. Die Ausgleichskasse (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in 

ihrer Vernehmlassung vom 23. Januar 2015 sinngemäss die Abweisung 

der Beschwerde. Eine Aufteilung des Geschäftsjahrs sei nicht möglich, da 

sonst für die Beitragsberechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 

bis 31. März 2012 neun Monate fehlen würden (April bis Dezember 2011). 

- 4 -

Der ausgewiesene Gewinn betreffe den gesamten genannten Zeitraum 

und nicht nur die ersten drei Monate 2012. Die Prämien seien deshalb 

folgerichtig auf dem gesamten Gewinn erhoben worden.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften so-

wie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung vom 

16. Oktober 2014 (recte: den Einspracheentscheid vom 4. Dezember 

2014) der Beschwerdegegnerin. Solche Einspracheentscheide unterlie-

gen gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das kantonale Ver-

sicherungsgericht am Wohnsitz des Versicherten zur Zeit der Beschwer-

deerhebung (Art. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlasse-

nenversicherung [AHVG, SR 831.10] in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 und 

Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-

lversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Vorliegend hat der Beschwerde-

führer Wohnsitz in Malans GR, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde gegen den angefochtenen Einspracheentscheid ergibt sich 

aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Der Beschwerde-

führer ist als Adressat des Einspracheentscheids zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 59 ATSG). Auf die im Übri-

gen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten 

(Art. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

- 5 -

2. a) Streitig und zu prüfen sind die AHV/IV/EO-Beiträge auf dem Einkommen 

aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers für das Jahr 

2012. Umstritten ist dabei die Höhe des beitragspflichtigen Einkommens.

b) Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a und b AHVG sind die natürlichen Personen, 

die in der Schweiz ihren Wohnsitz haben oder in der Schweiz eine Er-

werbstätigkeit ausüben, obligatorisch nach diesem Gesetz versichert. Die 

Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des Ein-

kommens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festge-

setzt (Art. 4 Abs. 1 AHVG). Einkommen aus selbständiger Erwerbstätig-

keit ist gemäss Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Erwerbseinkommen, das nicht 

Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Gemäss 

Art. 17 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversi-

cherung (AHVV; SR 831.101) fallen darunter alle in selbständiger Stellung 

erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und 

Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit […]. Die Beiträge werden für jedes Bei-

tragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das Kalenderjahr (Art. 22 Abs. 1 

AHVV). Für die Bemessung der Beiträge ist das Einkommen nach dem 

Ergebnis des im Beitragsjahr abgeschlossenen Geschäftsjahres und das 

am Ende des Geschäftsjahres im Betrieb investierte Eigenkapital mass-

gebend (Art. 22 Abs. 2 AHVV). Die Ausgleichskassen verlangen für die 

ihnen angeschlossenen Selbständigerwerbenden von den kantonalen 

Steuerbehörden die für die Berechnung der Beiträge erforderlichen Anga-

ben (Art. 27 Abs. 1 Satz 1 AHVV). Die kantonalen Steuerbehörden über-

mitteln die Angaben für jedes Steuerjahr laufend den Ausgleichskassen 

(Art. 27 Abs. 2 AHVV). Können die kantonalen Steuerbehörden keine 

Meldung erstatten, so haben die Ausgleichskassen das für die Beitrags-

festsetzung massgebende Erwerbseinkommen und das im Betrieb inves-

- 6 -

tierte Eigenkapital auf Grund der ihnen zur Verfügung stehenden Daten 

selbst einzuschätzen. Die Beitragspflichtigen haben den Ausgleichskas-

sen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und auf Verlangen Unterla-

gen einzureichen (Art. 23 Abs. 5 AHVV). 

c) Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den kantonalen Steuer-

behörden, das für die Bemessung der Beiträge massgebende Erwerbs-

einkommen auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte 

Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der 

entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter Berück-

sichtigung der interkantonalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Anga-

ben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen ver-

bindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). Dabei begründet nach der geltenden 

Rechtsprechung grundsätzlich jede rechtskräftige Steuerveranlagung die 

nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit ent-

spreche. Da die Ausgleichskassen an die Angaben der kantonalen    

Steuerbehörden gebunden sind und das Sozialversicherungsgericht 

grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmässigkeit zu 

überprüfen hat, darf das Gericht von rechtskräftigen Steuertaxationen 

bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer enthalten, 

die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche 

Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, so-

zialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der 

Richtigkeit einer Steuertaxation genügen hierzu nicht; denn die ordentli-

che Einkommensermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufga-

benkreis das Sozialversicherungsgericht nicht mit eigenen Veranla-

gungsmassnahmen einzugreifen hat. Die selbständigen Versicherten ha-

ben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche Bei-

tragspflicht, in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (UELI KIE-

SER, Rechtsprechung zur Alters- und Hinterlassenenversicherung, 3. 

- 7 -

Aufl., Zürich 2012, Rz. 83 zu Art. 9 AHVG; BGE 110 V 369 E.2a, 

106 V 129 E.1). Ein Abweichen der Ausgleichskasse von einer rechtskräf-

tigen Steuerveranlagung ist in der Regel nicht möglich, selbst dann nicht, 

wenn die Abklärung ergibt, dass die Veranlagung für die direkte Bundes-

steuer bei rechtzeitigem Einlegen eines Rechtsmittels wahrscheinlich kor-

rigiert worden wäre (UELI KIESER, a.a.O., Rz. 86 zu Art. 9 AHVG; BGE 

110 V 369 E.2b). 

3. a) Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass als Grundlage der 

Beitragsfestsetzung die rechtskräftige Veranlagungsverfügung für die di-

rekte Bundessteuer vom 30. Juli 2014 massgebend ist (vgl. Steuermel-

dung AHV vom 9. Oktober 2014). Die Beschwerdegegnerin hat somit kor-

rekterweise das für die Berechnung der Beiträge Selbständigerwerbender 

massgebende Erwerbseinkommen für das Jahr 2012 aufgrund der 

rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer festgesetzt. 

b) Der Beschwerdeführer bringt einerseits vor, er verstehe nicht, wieso in 

der Beitragsverfügung vom 16. Oktober 2014 für die Beitragsperiode vom 

1. Januar 2012 bis 31. März 2012 die Lohnsumme vom 1. April 2011 bis 

31. März 2012, mithin diejenige des effektiven Geschäftsjahrs von 

Fr. 78‘400.--, berücksichtigt worden sei. Es sei nur die effektive Lohn-

summe für die drei Monate der Beitragsperiode vom 1. Januar 2012 bis 

31. März 2012 zu berücksichtigen. Anderseits führt er auch aus, aus sei-

ner Sicht müsse die Beitragsverfügung das effektive Geschäftsjahr vom 

1. April 2011 bis 31.  März 2012 und die in diesem Zeitraum betätigten 

Zahlungen enthalten. Demgegenüber hält die Beschwerdegegnerin in ih-

rer Vernehmlassung fest, dass die Beitragsverfügung entsprechend den-

jenigen der Vorjahre erstellt und das Einkommen für den gesamten Zeit-

raum vom 1. April 2011 bis 31.  März 2012 berücksichtigt worden sei. Ei-

ne Aufteilung des Geschäftsjahr sei nicht möglich, da sonst für die Bei-

- 8 -

tragsberechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 

2012 neun Monate fehlen würden.

Wie bereits oben in Erwägung 2b erwähnt, werden die Beiträge für jedes 

Beitragsjahr festgesetzt, wobei als Beitragsjahr das Kalenderjahr gilt 

(Art. 22 Abs. 1 AHVV). Für die Bemessung der Beiträge ist das Einkom-

men nach dem Ergebnis des im Beitragsjahr abgeschlossenen Ge-

schäftsjahres und das am Ende des Geschäftsjahres im Betrieb investier-

te Eigenkapital massgebend (Art. 22 Abs. 2 AHVV). Als Beitragsjahr gilt 

vorliegend das Kalenderjahr 2012. Massgebend für die Bemessung der 

Beiträge ist somit das Ergebnis des im Beitragsjahr respektive Kalender-

jahr 2012 abgeschlossenen Geschäftsjahres. Wie der Beschwerdeführer 

in der Beschwerde selbst ausführt, erfolgte der Jahresabschluss jeweils 

per 31. März. Das letzte und vorliegend massgebliche Geschäftsjahr be-

gann am 1. April 2011 und endete am 31. März 2012 (vgl. beschwerde-

führerische Akten, Jahresabschluss). Die Beschwerdegegnerin hat dem-

nach bei der Berechnung der Beiträge zu Recht auf das vom Beschwer-

deführer im Kalenderjahr 2012 abgeschlossenen Geschäftsjahr insge-

samt erzielte Einkommen von Fr. 70‘843.-- aus selbständiger Erwerbs-

tätigkeit und Fr. 15‘000.-- für im Betrieb investiertes Eigenkapital abge-

stellt (vgl. Steuermeldung AHV vom 9. Oktober 2014).

In dem vom Beschwerdeführer in seiner Einsprache zitierten Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 34/03 vom 27. Januar 2004 

wird in Erwägung 2.3.2 festgehalten, dass wenn die Beitragspflicht nur 

während eines Teils der Beitragsperiode, beispielsweise bei Geschäfts-

aufgabe während des Kalenderjahrs, bestehe, die persönlichen Beiträge 

auf den im betreffenden (weniger als zwölf Monate umfassenden) Zeit-

raum erzielten Einkommen zu erheben seien (ebenso Urteil des Bundes-

gerichts H 161/05 vom 6. Februar 2007). Diese Urteile beziehen sich je-

- 9 -

doch auf die bis zum 31. Dezember 2008 gültige Fassung von Art. 22 

Abs. 2 AHVV, nach welcher die Beiträge auf Grund des im Beitragsjahr 

tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens und des am 31. Dezember im 

Betrieb investierten Eigenkapitals bemessen wurden. Gemäss der am 

1. Januar 2009 in Kraft getretenen und vorliegend anwendbaren Fassung 

von Art. 22 Abs. 2 AHVV ist für die Bemessung der Beiträge das Ein-

kommen nach dem Ergebnis des im Beitragsjahr abgeschlossenen Ge-

schäftsjahres und das am Ende des Geschäftsjahres im Betrieb investier-

te Eigenkapital massgebend. Da seit dem 1. Januar 2009 das im Bei-

tragsjahr abgeschlossene Geschäftsjahr massgebend ist, kann der Be-

schwerdeführer aus dem von ihm im Einspracheverfahren zitierten Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nichts zu seinen Gunsten 

ableiten.

c) Sodann lassen sich auch aus der Berechnung des massgebenden Ein-

kommens und der daraus folgenden Beitragsbemessung für das Jahr 

2012 durch die Beschwerdegegnerin keine offensichtlichen Unrichtigkei-

ten feststellen. Ausgehend vom Einkommen des Beschwerdeführers aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit gemäss rechtskräftiger Veranlagungsver-

fügung für die direkte Bundessteuer vom 30. Juli 2014 von Fr. 70‘843.--, 

zuzüglich Aufrechnung der persönlichen Beiträge von Fr. 7‘609.95 und 

abzüglich des Zinses von 1 % im Umfang von Fr. 37.50 für das investierte 

Eigenkapital von Fr. 15‘000.--, resultiert das massgebende gerundete 

Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Jahres 2012 von 

Fr. 78‘400.--. Auf der Basis dieses Einkommens sind die gemäss Diffe-

renzabrechnung noch ausstehenden persönlichen Beiträge in der Höhe 

von Fr. 6‘993.80 (inklusive Zinsen) zu erheben (vgl. Beitragsverfügung 

vom 16. Oktober 2014). Klar ausgewiesene Irrtümer, die ohne weiteres 

richtig gestellt werden können, welche der Ausgleichskasse ein Abwei-

- 10 -

chen von einer rechtskräftigen Steuertaxation erlauben würden, sind vor-

liegend somit nicht ersichtlich. 

d) Für das Gericht besteht demnach aus den erwähnten Gründen kein An-

lass, von der rechtskräftigen Steuerveranlagung des Jahres 2012 für die 

direkte Bundessteuer vom 30. Juli 2014 abzuweichen, enthält die Veran-

lagungsverfügung doch weder klar ausgewiesene Irrtümer, die ohne wei-

teres richtig gestellt werden können, noch sind sachliche Umstände zu 

würdigen, die steuerlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber be-

deutsam sind. Dementsprechend erweist sich der angefochtene Einspra-

cheentscheid vom 4. Dezember 2014 als rechtmässig, was zur Abwei-

sung der Beschwerde führt. 

4. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]