# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efc18651-723a-55ea-8399-b8b271343883
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2007 B 2006/198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-198_2007-02-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/198

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.02.2007

Entscheiddatum: 27.02.2007

Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 27. Februar 2007
Ausländerrecht, Ausweisung, Art. 10 Abs. 1 ANAG (SR 142.20). 
Rechtmässigkeit der Ausweisung bestätigt bei einem nigerianischen 
Staatsangehörigen, der seit 2002 in der Schweiz lebt, wegen Einfuhr von 
rund 1,5 kg Kokain mit 30 Monaten Gefängnis bestraft wurde und seit 2004 
mit einer Schweizerin verheiratet ist, mit der er ein Kind hat 
(Verwaltungsgericht B 2006/198).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

D. O.-H.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin L.,

gegen

 

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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betreffend

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ D. O., geboren 1981, ist nigerianischer Staatsangehöriger. Er reiste am 17. Juni 

2002 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mit Verfügung vom 26. November 

2002 verfügte das Migrationsamt des Kantons Zürich gegen D. O. ein Verbot, das 

Gebiet der Stadt Winterthur zu betreten. Zur Begründung führte es an, D. O. bewege 

sich im Umfeld der Drogenszene der Stadt Winterthur. Das Bundesamt für Migration 

lehnte das Asylgesuch von D. O. am 12. Dezember 2002 ab und wies den 

Gesuchsteller aus der Schweiz weg. Eine gegen diese Verfügung erhobene 

Beschwerde wurde von der Schweizerischen Asylrekurskommission am 20. Januar 

2003 abgewiesen. In der Folge setzte das Bundesamt für Migration eine Ausreisefrist 

bis 20. Februar 2003. Die Aufforderung zur Ausreise befolgte D. O. aber nicht.

Am 20. Mai 2003 stellte die Stadtpolizei St. Gallen dem Ausländeramt einen Antrag auf 

Ausgrenzung bzw. Androhung der Ausgrenzung. D. O. war anlässlich einer 

Polizeikontrolle angetroffen worden. Dabei hielt er sich in der Drogenszene auf, hatte 

Geld in kleiner Stückelung auf sich, hatte Kontakt mit namentlich bekannten 

Drogenabhängigen und machte bei der Anhaltung heftige Schluckbewegungen. Das 

Ausländeramt drohte ihm hierauf die Ausgrenzung aus dem Gebiet des Kantons St. 

Gallen an. Am 9. Juli 2003 wurde D. O. wiederum in der Drogenszene in St. Gallen 

angehalten, wobei er bei der Kontrolle starke Schluckbewegungen machte und sich 

anschliessend der Kontrolle durch Flucht entziehen wollte.

Am 17. Juli 2003 drohte das Ausländeramt D. O. erneut die Ausgrenzung aus dem 

Kanton St. Gallen an, da er sich in der Drogenszene aufgehalten und die öffentliche 

Ordnung gestört bzw. gefährdet habe. Am 17. Juli 2003 wurde D. O. von der 

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Staatsanwaltschaft St. Gallen wegen Hinderung einer Amtshandlung mit Fr. 600.-- 

gebüsst.

Am 20. Februar 2004 heiratete D. O. die Schweizer Staatsangehörige M. H. In der 

Folge wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zum 

Verbleib bei der Schweizer Ehefrau erteilt. M. H. O. wurde am 24. Juni 2004 am 

Flughafen Zürich festgenommen, da sie von Sao Paulo kommend bei der Einreise in 

die Schweiz 1,484 Kilogramm Kokain mitführte. In der Folge wurde auch ihr Ehemann 

wegen Verdachts der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

festgenommen. D. O. wechselte am 7. Januar 2005 aus der Untersuchungshaft in den 

vorzeitigen Strafvollzug.

Am 25. Januar 2005 gebar M. H. O. den Sohn C. Dieser hat wie seine Mutter die 

Schweizer Staatsbürgerschaft.

Das Kreisgericht St. Gallen sprach D. O. am 22. Juni 2005 der qualifizierten sowie der 

privilegierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und 

verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von 30 Monaten.

Am 24. Februar 2006 wurde D. O. bedingt aus dem Strafvollzug entlassen.

Mit Verfügung vom 21. März 2006 wies das Ausländeramt das Gesuch von D. O. um 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab mit der Begründung, der Gesuchsteller 

habe zu schweren Klagen Anlass gegeben und aufgrund seiner Verurteilung zu 30 

Monaten Zuchthaus einen Ausweisungsgrund gesetzt. Es bestehe ein gewichtiges 

öffentliches Interesse gegen die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Die 

Massnahme sei rechtmässig und angemessen.

B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob D. O. durch seinen Rechtsvertreter 

Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 6. Oktober 2006 

abgewiesen wurde.

C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 23. Oktober 2006 erhob D. O. 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 6. 

Oktober 2006 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter 

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Kosten- und Entschädigungsfolge. In der Beschwerdeergänzung vom 12. Dezember 

2006 hielt der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin L., an 

seinem Begehren fest. Zur Begründung macht er im wesentlichen geltend, die 

Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig. Auf die einzelnen 

Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden 

Erwägungen näher eingegangen.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2006 unter 

Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der 

Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 23. Oktober 2006 

und deren Ergänzung vom 12. Dezember 2006 entsprechen zeitlich, formal und 

inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 

1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der ausländische Ehegatte einer 

Schweizer Bürgerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt.

Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden, 

wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a). Die 

Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen 

angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).

2.1. Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinn von Art. 11 Abs. 

3 ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens, 

die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Betroffenen und seiner 

Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der 

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Vollziehungsverordnung zum ANAG, SR 142.201). In der Prüfung der Angemessenheit 

im Sinn von Art. 11 Abs. 3 ANAG, d.h. der Verhältnismässigkeit, geht auch diejenige 

auf, ob die Massnahme im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (SR 0.l01, abgekürzt EMRK) verhältnismässig bzw. als in 

einer demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 130 f.).

Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat einen Sohn mit 

Schweizer Bürgerrecht. Er kann daher gestützt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG und Art. 8 Ziff. 1 

EMRK einen Rechtsanspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Diesem Rechtsanspruch steht ein 

Ausweisungsgrund entgegen. Zu prüfen ist somit im folgenden, ob die Verweigerung 

der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers verhältnismässig 

ist.

2.2. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Familienleben zulässig, falls dieser 

gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen 

Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das 

wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung 

von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral oder zum 

Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die EMRK verlangt somit eine 

Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung bzw. 

Verlängerung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 

wobei die öffentlichen Interessen im dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der 

Eingriff als notwendig erweist. Des weiteren ist im Rahmen der Interessenabwägung zu 

fragen, ob den hier anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden 

kann, dem Ausländer, dessen Bewilligung nicht verlängert wird, ins Ausland zu folgen. 

Die Frage der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse 

der Betroffenen und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Wird eine allfällige 

Unzumutbarkeit der Ausreise für die in der Schweiz lebenden Angehörigen festgestellt, 

führt dies aber nicht zwingend zur Unzulässigkeit der Bewilligungsverweigerung (BGE 

122 II 5 f.).

2.3. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die 

fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE 

129 II 216).

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Der Beschwerdeführer wurde der qualifizierten sowie der privilegierten Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und zu einer Zuchthausstrafe 

von 30 Monaten verurteilt. In der Beschwerde wird geltend gemacht, das Kreisgericht 

St. Gallen habe in bezug auf die Beteiligung des Beschwerdeführers am Import von 

Kokain durch seine Ehefrau festgehalten, der "Ausflug ins Importgeschäft" sei nicht auf 

seine Initiative zustande gekommen. Der Beschwerdeführer habe seine Ehefrau auch 

nur zögernd als Mittäter unterstützt. Strafmindernd sei sodann das Ge-ständnis 

berücksichtigt worden, ebenso die Tatsache, dass sich die Eheleute in einem 

finanziellen Engpass und somit in einer Notsituation befunden hätten. Das Kreisgericht 

habe es im weiteren nicht als notwendig erachtet, eine Landesverweisung 

auszusprechen, und festgehalten, die geringe Vorstrafe falle wenig ins Gewicht. Auf 

diese Erwägungen, welche zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen 

seien, sei die Vorinstanz nicht eingegangen.

Zutreffend ist, dass das Kreisgericht in seinem Urteil festhielt, der "Ausflug ins 

Importgeschäft" sei nicht auf Initiative des Beschwerdeführers zustande gekommen, 

und dieser habe seine Ehefrau auch nur zögernd als Mittäter unterstützt. Die 

strafmindernden Umstände wurden aber vom Kreisgericht bei der Strafzumessung 

berücksichtigt. Dieses hielt als Einsatzstrafe, d.h. ohne Berücksichtigung von allfälligen 

Strafmilderungs- und Strafschärfungsgründen, eine Freiheitsstrafe von drei Jahren 

angemessen. Es kann daher der Vorinstanz keine unvollständige bzw. unzutreffende 

Würdigung des Verschuldens vorgehalten werden, wenn sie die vom Kreisgericht 

angeführten Strafmilderungsgründe nicht ausdrücklich erwähnt bzw. wiederholt hat. 

Das Kreisgericht hat festgehalten, die Grenze zum schweren Fall gemäss Art. 19 Ziff. 2 

des Betäubungsmittelgesetzes sei klar überschritten. Der Beschwerdeführer müsse als 

nicht süchtiger Händler mittlerer Kategorie eingestuft werden, weil bei ihm die 

Verkaufstätigkeit im regionalen Handel mit einer Menge zwischen 200 Gramm und 

einem Kilogramm sowie der Vielzahl der Geschäfte im Vordergrund stehe. Auch den 

übrigen Strafminderungsgründen wurde vom Kreisgericht Rechnung getragen. 

Ausserdem ist festzuhalten, dass die Verurteilung des Beschwerdeführers nicht 

ausschliesslich darauf gründete, dass sich dieser am Import von knapp 1,5 Kilogramm 

Kokain durch die Ehefrau beteiligte. Der Beschwerdeführer hat auch in grösserem 

Rahmen in der Schweiz Kokain verkauft. Das Kreisgericht ging aufgrund seiner als 

vorsichtig bezeichneten Beurteilung davon aus, dass der Handel mindestens 791 

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Gramm Kokaingemisch umfasst habe. Der Beschwerdeführer wurde in der 

Strafuntersuchung von einem Abnehmer belastet, für Fr. 100'000.-- bzw. für einen 

noch höheren Betrag Kokain verkauft zu haben. Der Anklageschrift ist im übrigen zu 

entnehmen, dass die Ehefrau in der Strafuntersuchung angab, sie habe den 

Beschwerdeführer kennengelernt, als sie bei diesem Kokain gekauft habe. Der 

Beschwerdeführer war somit schon vor der Bekanntschaft mit seiner Ehefrau im 

Betäubungsmittelhandel tätig. Die schwerwiegenden Verstösse gegen das 

Betäubungsmittelgesetz begründen jedenfalls auch in fremdenpolizeilicher Hinsicht ein 

schweres Verschulden. Das Bundesgericht verfolgt im Zusammenhang mit solchen 

Straftaten eine strenge Praxis (BGE 125 II 526 f.). Es besteht daher ein sehr 

gewichtiges Interesse, dem Beschwerdeführer die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung zu verweigern.

Zutreffend ist, dass das Kreisgericht keine Landesverweisung ausgesprochen hat. 

Diesem Umstand kommt aber im vorliegenden Fall keine besondere Bedeutung zu; 

insbesondere lässt sich daraus nicht die Schlussfolgerung ziehen, das Kreisgericht 

habe das Verschulden des Beschwerdeführers als vergleichsweise gering beurteilt. 

Möglicherweise hat die Anklagebehörde im Hinblick auf das baldige Inkrafttreten des 

revidierten Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuchs auf einen entsprechenden Antrag 

verzichtet oder ist davon ausgegangen, dass Fernhaltemassnahmen gegen den 

Beschwerdeführer vom Ausländeramt angeordnet werden. Das Bundesgericht hat 

zudem in ständiger Rechtsprechung festgehalten, die Rechtmässigkeit bzw. 

Verhältnismässigkeit einer fremdenpolizeilichen Ausweisung sei nicht nach denselben 

Grundsätzen zu beurteilen wie die Frage eines Vollzugs bzw. Aufschubs einer 

strafrechtlichen Landesverweisung. Es erwog, die VO.ussetzungen für die beiden 

Entfernungsmassnahmen seien nicht deckungsgleich, sondern beruhten auf 

unterschiedlichen Interessenlagen. Die strafrechtliche Landesverweisung sei vorab auf 

die Person des betreffenden Ausländers ausgerichtet. Demgegenüber stehe beim 

Entscheid über die fremdenpolizeiliche Ausweisung das allgemeine Interesse der 

öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund (BGE 125 II 110 mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei zu seinen Gunsten zu 

berücksichtigen, dass er bereue, straffällig geworden zu sein. Er sehe sein Unrecht voll 

ein und beteuere, nicht mehr straffällig zu werden. Diesen Beteuerungen kann keine 

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ausschlaggebende Bedeutung zugemessen werden. Solche Aeusserungen können 

namentlich in einem Verfahren, in dem über einen Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung 

entschieden wird, leichthin gemacht werden und lassen keine Rückschlüsse zu, 

inwiefern sie ernst gemeint sind. Der Beschwerdeführer wurde weniger als einen Monat 

nach seiner Einreise in die Schweiz wegen des Aufenthalts in der Drogenszene mit der 

Polizei konfrontiert und anschliessend mit einer Ausgrenzung belegt. Dies hinderte ihn 

aber nicht, in grösserem Stil in den Drogenhandel einzusteigen. Als Grund für die 

Beteiligung an der Einfuhr von knapp 1,5 Kilogramm durch die Ehefrau gab er unter 

anderem finanzielle Schwierigkeiten an. Die Ehefrau bezifferte die Schulden auf Fr. 

12'000.--, was im Licht der importierten Menge von knapp 1,5 kg Kokain 

vergleichsweise niedrig ist. Unter diesen Umständen ist es fraglich, inwiefern die 

Beteuerungen des Beschwerdeführers zum Nennwert zu nehmen sind, selbst wenn 

berücksichtigt wird, dass er mittlerweile eine Freiheitsstrafe verbüsst hat.

Auch die vorzeitige bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug kann nicht als 

ausschlaggebendes Kriterium berücksichtigt werden. Die vorzeitige bedingte 

Entlassung aus dem Strafvollzug wird regelmässig gewährt, wenn nicht gewichtige 

Gründe dagegen sprechen. Hinzu kommt, wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, dass 

sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug nicht klaglos verhalten hat. Aufgrund der 

Verfügung der Abteilung Straf- und Massnamenvollzug vom 17. Februar 2006 habe der 

Beschwerdeführer versucht, Betreuer gegeneinander auszuspielen, um Dinge zu 

erlangen, welche ihm nicht zugestanden seien. Er habe zweimal diszipliniert werden 

müssen, einmal wegen einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Mitgefangenen 

und einmal wegen einer solidarischen Arbeitsniederlegung.

2.4. Der Beschwerdeführer hält sich seit Juni 2002 und somit seit rund vierdreiviertel 

Jahren in der Schweiz auf. Somit liegt noch keine lange Aufenthaltsdauer vor, welche 

bei der Interessenabwägung in erheblichem Masse zu seinen Gunsten berücksichtigt 

werden könnte.

Auch das gute Arbeitszeugnis ist in diesem Zusammenhang nicht ausschlaggebend, 

zumal das Arbeitsverhältnis erst seit relativ kurzer Zeit besteht und der 

Beschwerdeführer seine Tätigkeit während der vorzeitigen bedingten Entlassung aus 

dem Strafvollzug aufgenommen hat. Es ist daher naheliegend, dass sich der 

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Beschwerdeführer während der bedingten Entlassung und während des hängigen 

Verfahrens betreffend Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung als 

Arbeitnehmer wohlverhält.

2.5. Eine Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 

Beschwerdeführers hat erhebliche Folgen für die Ehefrau und das Kind bzw. stellt 

einen Eingriff in das Recht auf Familienleben dar. Ob es der Ehefrau und dem Kind 

zuzumuten ist, mit dem Beschwerdeführer nach Nigeria zu übersiedeln, um das 

Familienleben weiterhin zu pflegen, kann offen bleiben. Selbst eine allfällige 

Unzumutbarkeit der Uebersiedlung der Ehefrau und des Kindes nach Nigeria lässt eine 

Ausweisung oder eine Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung nicht 

unverhältnismässig erscheinen. Eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für die hier 

lebenden Angehörigen ist zwar bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen. In 

Bezug auf die familiären Verhältnisse ist im vorliegenden Fall in Betracht zu ziehen, 

dass sich die Eheleute aufgrund der Feststellungen in der Strafuntersuchung anlässlich 

der Tätigkeit des Beschwerdeführers als Kokainhändler kennen lernten. Gemeinsam 

mit seiner Ehefrau betätigte sich der Beschwerdeführer in der Folge im grösseren 

Rahmen als Kokainimporteur. Die familiäre Bindung vermochte ihn jedenfalls nicht von 

der Drogendelinquenz abzuhalten. Eine gewisse Rückfallgefahr kann daher nicht 

ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass die Ehefrau wissen musste, dass sie ihr 

Familienleben unter Umständen nicht in der Schweiz leben kann, wenn sie einen im 

Kokainhandel tätigen Ausländer heiratet. Jedenfalls musste die Ehefrau in Betracht 

ziehen, dass ihr Ehemann aufgrund seiner Delinquenz seine im Rahmen des 

Familiennachzugs erteilte Aufenthaltsbewilligung riskiert. Sodann ist auch zu 

berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer erst seit der bedingten Entlassung aus 

dem Strafvollzug und somit erst seit rund einem Jahr mit seiner Ehefrau und dem Kind 

zusammenlebt. Dies relativiert die Intensität der von der Ehefrau bestätigten guten 

Beziehung des Beschwerdeführes zu seinem Sohn. Die Ehefrau hält fest, der Sohn sei 

für sein Alter schon sehr weit entwickelt und habe zu seinem Vater eine sehr enge 

Beziehung. Er liebe ihn über alles und habe ihn sehr schnell akzeptiert. Wenn der Vater 

abwesend sei, vermisse er ihn sehr und frage den ganzen Tag über nach ihm. Bei einer 

Trennung würde dies tiefe seelische Wunden hinterlassen. Diese Ausführungen sind 

verständlich und nachvollziehbar. Allerdings ist der Sohn noch im Kleinkindalter, und er 

hat wie erwähnt erst seit rund einem Jahr eine engere Beziehung zum Vater eingehen 

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können. Hinzu kommt, dass die Folgen einer Trennung der Eltern für ein Kind 

ungeachtet des Umstands sehr belastend sein können, ob die Trennung freiwillig 

erfolgt oder nicht.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Distanz zwischen Nigeria und der Schweiz auf 

dem Luftweg relativ einfach zu überwinden ist (vgl. VerwGE B 2006/165 vom 30. 

November 2006, zur Zeit in; www.gerichte.sg.ch). Die Ehefrau des Beschwerdeführers 

ist zudem reisegewandt und hielt sich nach eigenen Angaben bereits einmal in Nigeria 

auf. Der Beschwerdeführer muss sich damit abfinden, dass er die Beziehung zu seinem 

Sohn nur unter erheblichen Einschränkungen, namentlich durch telefonische Kontakte 

und während allfälliger Ferienaufenthalte, ausüben kann. Hinzu kommt, dass die 

Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls eine Verantwortung dafür trägt, dass die Ehe 

nicht in der Schweiz gelebt werden kann.

2.6. Weiter fällt in Betracht, dass der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der 

Asylrekurskommission bei einer Rückkehr nach Nigeria nicht auf sich allein gestellt sein 

wird, sondern in Nigeria eine Schwester hat und grundsätzlich imstande ist, eine 

Existenz aufzubauen.

2.7. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das 

öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers aufgrund der 

schwerwiegenden Delinquenz im Drogenhandel höher zu gewichten ist als seine 

persönlichen Interessen sowie die Interessen der Ehefrau und des Kindes an seinem 

Verbleib in der Schweiz. Die Vorinstanz hat daher die Verhältnismässigkeit der 

Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung zu Recht bejaht. Folglich ist die Beschwerde 

als unbegründet abzuweisen.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

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1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

Fr. 2'000.-- unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

Versand dieses Entscheides an:

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert dreissig Tagen nach der 

Eröffnung Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

erhoben werden.

den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwältin L.)–

die Vorinstanz–

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