# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71f68afd-ceb3-56f1-bc83-d4efed1a1031
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 04.12.2014 B 2014/151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-151_2014-12-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/151

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 04.12.2014

Entscheiddatum: 04.12.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 04.12.2014
Zuweisung in die Realstufe, Art. 31 Abs. 1 lit. c des Volksschulgesetzes (sGS 
213.1) in Verbindung mit Art. 18 des erziehungsrätlichen Promotions- und 
Übertrittsreglements (Schulblatt 7-8/2008, S. 501 ff.).Der Sohn der 
Beschwerdeführer erreichte in der 6. Primarklasse bei einem Notenbild, das 
auf eine einseitige mathematische Begabung hinweist, Notendurchschnitte 
von 4.5 bis 4.7. Sein Klassenlehrer beantragte Zuweisung in die Realstufe, 
was die Pädagogische Kommission des Schulrates dann auch entschied. 
Das Verwaltungsgericht prüft die Rechtmässigkeit in dieser Streitsache mit 
herabgesetzter Prüfungsdichte und schreitet erst ein, wenn sich die 
Bewertung als nicht nachvollziehbar, offensichtlich mangelhaft oder 
sachfremd erweist. Die Verfügung der Schulbehörden und der 
Rechtsmittelentscheid sind frei von solchen Mängeln. Auch erweist sich der 
von den Eltern erhobene Diskriminierungsvorwurf beim Vergleich mit den 
andern Schülerinnen und Schülern der betroffenen Klasse als unbegründet 
(Verwaltungsgericht, B 2014/151).

Entscheid vom 4. Dezember 2014

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Wehrle

Verfahrensbeteiligte

A. und B.Y.,

Beschwerdeführer,

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gegen

Rekursstelle Volksschule Q.,

Vorinstanz,

und

Schulgemeinde W., Pädagogische Kommission,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Zuweisung von X.Y. in die Realstufe

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.          

a. X.Y. besuchte im Schuljahr 2013/14 die 6. Klasse der Primarschule W. Im Hinblick 

auf den Übertritt in die Oberstufe beantragte sein Klassenlehrer am 23. April 2014 der 

Pädagogischen Kommission des Schulrates W., X.Y. der Realschule zuzuweisen (vi-

act. 4/1.1). X.Y.s Eltern, A. und B.Y., erklärten sich mit dem Zuweisungsantrag nicht 

einverstanden und beantragten den Übertritt in die Sekundarschule. Am 15. Mai 2014 

wurden sie deshalb von der Schulpräsidentin der Schulgemeinde W. und dem 

Schulleiter angehört (vi-act. 4/2.2).

b. An der Sitzung vom 22. Mai 2014 entschied die Pädagogische Kommission des 

Schulrates, X.Y. der Realschule zuzuweisen (vi-act. 4/3.2). Der Entscheid wurde seinen 

Eltern am 26. Mai 2014 formell eröffnet.

Die Kommission stützte sich auf die Ergebnisse der Elternanhörung, auf die 

schulischen Leistungen, die Einschätzung des Klassenlehrers sowie auf seine 

Stellungnahme und diejenige der schulischen Heilpädagogin zur gegenteiligen Ansicht 

der Eltern. Zur Begründung wurde angeführt, die pädagogische Beurteilung durch den 

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Klassenlehrer sei richtig. Das Notenbild (Durchschnitte von 4.5 bzw. 4.7 in der 6. 

Primarklasse) genüge nicht für einen direkten Übertritt in die Sekundarschule mit ihren 

erhöhten Anforderungen. X.Y. habe in der Realschule ein weiteres Jahr Zeit, um 

Arbeitshaltung, Verhalten, Motivation und Leistung zu verbessern, damit er das 

Sekundarschul-Niveau erreiche. Mit seinen guten Mathematik-Noten könne er den 

Wechsel bewältigen, wenn er sich auch in den anderen Promotionsfächern steigere. Es 

liege in seiner Hand, dem Alter entsprechend Eigenverantwortung zu übernehmen und 

disziplinierter für die Schule zu arbeiten (vi-act. 4/3.2).

B.          

a. Gegen den Zuweisungsentscheid erhoben A. und B.Y. mit Eingabe vom 4. Juni 2014 

Rekurs bei der Rekursstelle Volksschule Q. und beantragten, ihren Sohn in die 

Sekundarklasse einzuteilen (vi-act. 1). Bei einem Notendurchschnitt von «knapp 5» 

erscheine die gegenteilige Beurteilung der Lehrperson widersprüchlich. In einer 

weiteren Stellungnahme hielten die Eltern u.a. fest, eine jüngste Leistungssteigerung im 

Fach Französisch sei unberücksichtigt geblieben, und eine der Deutschprüfungen sei 

krankheitsbedingt schlecht ausgefallen (vi-act. 6).

b. Die Rekursinstanz wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 4. Juli 2014 ab (act. 2), 

wobei sie einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog. Sie 

begründete den abschlägigen Entscheid mit der ihrer Ansicht nach nachvollziehbaren 

und schlüssigen Zuweisungsempfehlung des Klassenlehrers. Darauf und auf das 

Notenbild habe sich die Pädagogische Kommission zu Recht gestützt (S. 7).

C.          

a. Gegen den Rekursentscheid erhoben die Eltern A. und B.Y. (Beschwerdeführer) mit 

Eingabe vom 22. Juli 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragten 

sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zuweisung von X.Y. 

in die Sekundarschule (act. 1). Am Tag zuvor hatten die Beschwerdeführer der 

Rekursstelle Volksschule Q. (Vorinstanz) eine als «Einsprache» bezeichnete 

Rechtsmitteleingabe mit gleichem Wortlaut eingereicht. Die Vorinstanz übermittelte das 

Schreiben der Zuständigkeit halber an das Verwaltungsgericht (act. 3).

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b. Am 1. September 2014 teilte die Vorinstanz den Verzicht auf eine Vernehmlassung 

mit (act. 8). Das Verwaltungsgericht forderte die Pädagogische Kommission der 

Schulgemeinde W. (Beschwerdegegnerin) am 3. September 2014 zur Vernehmlassung 

und Einreichung der Akten sämtlicher Zuweisungsentscheide der fraglichen Klasse auf 

(act. 9). Aus der umfangreichen Stellungnahme vom 10. September 2014, der die 

verlangten Akten beigelegt worden sind, geht der Antrag um Abweisung der 

Beschwerde hervor (vgl. act. 10).

c. Mit Eingabe vom 29. September 2014 nahmen die Beschwerdeführer erneut Stellung 

(act. 13). Sie machten u.a. geltend, X.Y. sei nach Aussage seines neuen Klassenlehrers 

in der Realschule unterfordert, und die Verweigerung des Sekundarschulbesuchs liege 

an seinem Migrationshintergrund. Auch sei seine Primarschulklasse zu streng benotet 

worden, was sich an der weit unterdurchschnittlichen Quote an 

Sekundarschulzuweisungen zeige.

d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid wird - soweit notwendig - nachstehend weiter eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            (...).

2.           

2.1.        Die Kognition des Verwaltungsgerichts bestimmt sich nach Massgabe von Art. 

61 VRP. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen geltend gemacht werden. Die 

Beschwerdeführer können sich auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung oder 

der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig 

festgestellten Sachverhalt (vgl. Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Damit ist insbesondere die 

Rüge der Unangemessenheit ausgeschlossen.

2.2.        Das Verwaltungsgericht ist mit der Rechtskontrolle befasst und prüft mit (im 

Rahmen der zulässigen Rügegründe) freier Kognition, ob eine Rechtsverletzung im Sinn 

von Art. 61 Abs. 1 VRP vorliegt. Als Rechtsverletzungen gelten u.a. 

Ermessensmissbrauch und Ermessensüberschreitung. Übt die rechtsanwendende 

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Behörde Ermessen aus, ohne dass ihr nach dem Gesetz solches zukommt, handelt es 

sich um Ermessensüberschreitung. Ermessensmissbrauch ist ein qualifizierter 

Ermessensfehler, der als Rechtsverletzung gilt (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2003, 

Rz. 741-743).

Unter Umständen steht bereits die Natur der Streitsache einer unbeschränkten 

Nachprüfung des angefochtenen Entscheids entgegen. Diesfalls ist eine (weitere) 

Einschränkung der Kognition auch ohne gesetzliche Grundlage zulässig und verletzt 

den Gehörsanspruch der Parteien (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV) nicht. Namentlich bei der 

Überprüfung von schulischen Leistungen ist dies der Fall. Allerdings bedeutet das nur, 

dass sich die entscheidende Behörde Zurückhaltung bei der Ausübung ihrer (Rechts-) 

Kontrolle auferlegen kann. Dogmatisch betrachtet handelt es sich dabei eigentlich nicht 

um eine Einschränkung der Kognition, sondern um eine Herabsetzung der 

Prüfungsdichte bei grundsätzlich unveränderter Kognition. In solchen Fällen ist es 

zulässig, wenn die Rechtsmittelbehörde erst einschreitet, wenn die Bewertung nicht 

nachvollziehbar ist, offensichtliche Mängel aufweist oder auf sachfremden Kriterien 

beruht (vgl. z.B. BGE 106 Ia 1 E. 3.c und 131 I 467 E. 3.1; BGer 2P.44/2007 vom 

2. August 2007 E. 2.2; 2P.137/2004 vom 19. Oktober 2004 E. 3.2.3; 2P.113/2001 vom 

22. August 2001 E. 2; VerwGE B 2014/108 vom 16. September 2014 i.S. J.G. E. 4.1; 

VGr ZH VB.2010.00651 vom 13. Juli 2011 E. 2.2, www.vgr.zh.ch). Diese Zurückhaltung 

ist jedoch lediglich bei der an sich freien Überprüfung von Bewertungsfragen zulässig. 

Rügen, die organisatorische bzw. verfahrensrechtliche Gesichtspunkte oder die 

Auslegung und Anwendung von Rechtssätzen betreffen, haben die 

Rechtsmittelinstanzen im Rahmen ihrer Kognition uneingeschränkt zu überprüfen 

(VerwGE B 2014/108 vom 16. September 2014 i.S. J.G. E. 4.1 mit Hinweisen).

2.3.        Die vorliegende Beschwerde betrifft die Promotion eines Primarschülers und 

damit einen gestützt auf schulische Leistungsbewertungen gefällten 

Ermessensentscheid. Eine Kontrolle der Angemessenheit des Zuweisungsentscheids 

ist dem Verwaltungsgericht ohnehin verwehrt, weshalb es nur bei einem eigentlichen 

Ermessensfehler einschreiten würde. Eine weitere Einschränkung ergibt sich daraus, 

dass das Verwaltungsgericht nicht über besonderes pädagogisches Fachwissen 

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verfügt, weshalb es die fachlichen Leistungen der Schulbehörden mit zusätzlicher 

Zurückhaltung überprüft bzw. seine Prüfungsdichte weiter herabsetzt. Es setzt sich 

daher nur insoweit mit den Rügen der Beschwerdeführer auseinander, als diese 

vorbringen, der Zuweisungsentscheid sei nicht nachvollziehbar, weise offensichtliche 

Mängel auf oder beruhe auf sachfremden Kriterien.

3.            Umstritten ist, ob X.Y. zu Recht der Real- statt der Sekundarstufe zugewiesen 

worden ist.

3.1.       

3.1.1.    Gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. c des Volksschulgesetzes (sGS 213.1; VSG) ordnet 

der Erziehungsrat den Übertritt in die Oberstufe durch Reglement. Gestützt auf diese 

Delegationsnorm erliess der Erziehungsrat am 25. Juni 2008 das «Promotions- und 

Übertrittsreglement» (Schulblatt 7-8/2008, S. 501 ff.). Dessen Art. 18 bestimmt.

Der Schulrat verfügt am Ende der sechsten Primarklasse den Übertritt in die erste 

Sekundarklasse oder in die erste Realklasse. Grundlage ist:

a)   die Empfehlung der Lehrpersonen der sechsten Primarklasse. Die Empfehlung: 1. 

ist Gegenstand der Gespräche mit den Eltern; 2. wird den Eltern bekanntgegeben;

b)   das Notenbild in allen Fachbereichen.

3.1.2.    Diese Übertrittsordnung ist inhaltlich abschliessend und durch die kommunalen 

Schulbehörden direkt zu vollziehen. Beim Übertritt von der Primar- in die Oberstufe 

geht es um die Zuweisung zu den leistungsbezogen differenzierten Schultypen 

Sekundar- oder Realschule. Basis bilden die Empfehlung der Lehrkräfte der sechsten 

Primarklasse und die Noten. Obwohl dies aus dem Gesetzestext nicht hervorgeht, 

geniesst die Empfehlung nach der Lehre Vorrang vor den Noten als 

Zuweisungskriterium. Bei den Noten ist nicht so sehr auf den mathematischen 

Durchschnitt als auf das allgemeine Notenbild abzustellen. Im begründeten Einzelfall ist 

es deshalb denkbar, eine Schülerin oder einen Schüler trotz vergleichsweise tiefem 

Notendurchschnitt der Sekundar- oder umgekehrt trotz vergleichsweise hohem 

Notendurchschnitt der Realschule zuzuweisen. Beim Ermessensentscheid über den 

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Übertritt dürfen die Noten trotz Vorrang der Empfehlung nicht völlig ausser Acht 

gelassen werden. Liegen die Noten im summarischen Durchschnitt über einer 

Bewertungszone von 4.2 bis 4.4 (Prädikat «in Ordnung»), steigen die Anforderungen an 

eine haltbare Begründung für eine Realzuweisung markant. Soll gar ein Schulkind trotz 

Durchschnittsnote im Bereich 5 der Realklasse zugewiesen werden, ist eine 

ausserordentliche, wohl nur selten beizubringende Begründung erforderlich (zum 

Ganzen vgl. J. Raschle, Schulrecht der Volksschule im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2008, 

S. 106 ff).

3.2.       

3.2.1.    X.Y. erreichte im ersten Semester der 6. Primarklasse einen Notendurchschnitt 

von 4.5 (Mensch und Umwelt = 4.0; Sprachen = 4.5; Mathematik = 5) und im Zeitpunkt 

des Zuweisungsantrags (zweites Semester) einen solchen von ca. 4.7 (Mensch und 

Umwelt = 4.3; Sprachen = 4.4; Mathematik = 5.5). Auf einem standardisierten 

Bewertungsschema hielt sein Klassenlehrer fest, es «treffe eher nicht zu», dass X.Y. 

konzentriert arbeite, die Arbeiten rasch erledige, die Arbeiten sorgfältig ausführe, eine 

hohe Eigenverantwortung habe und selbständig arbeite, aktiv und interessiert am 

Unterricht teilnehme, belastbar sei und Durchhaltewillen zeige und sich gewandt 

ausdrücken könne. Dagegen treffe es «eher zu», dass er eine hohe Lernbereitschaft 

zeige und selten Ansporn brauche, die Arbeiten fristgerecht und vollständig erledige, 

Gelerntes speichern und vernetzt anwenden könne und sich gut in die Gemeinschaft 

integriere. Mit «trifft eher zu» wurden ihm sodann Fähigkeiten im gestalterischen, 

musischen und sportlichen Bereich attestiert. Mit «trifft zu» wurde bestätigt, dass er 

sich gegenüber Mitschülern und Lehrpersonen anständig verhält. In seiner 

Gesamtbeurteilung hielt sein Klassenlehrer folgendes fest:

«In Bezug auf die vollbrachen Leistungen (Noten) hat X.Y. knappes Sek-Niveau. 

Grundsätzlich zeigen sie isoliert gesehen ein eher positives Bild. Sein Lernverhalten, 

vor allem in den Bereichen Konzentration, Selbständigkeit, Eigeninitiative, ist für eine 

klare Zuteilung in die Sek zu wenig ausgeprägt (act. 6/1).»

3.2.2.    Die Pädagogische Kommission des Schulrates W. fasste die Einwendungen 

der heutigen Beschwerdeführer an der mündlichen Anhörung vom 15. Mai 2014 wie 

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folgt zusammen: X.Y. sei sehr selbständig und lerne gerne; gegen seine Prüfungsangst 

nehme er pflanzliche Heilmittel ein. Sein Berufswunsch sei Architekt oder Informatiker. 

Als Eltern würden sie ihn klar in der Sekundarschule sehen; auch er selber wolle das. 

Sein Verhalten zu Hause sei anders als die Einschätzung des Klassenlehrers in der 

Schule. Auch die schulische Heilpädagogin, bei welcher X.Y. Förderunterricht im Fach 

Deutsch habe, sei anderer Meinung als der Klassenlehrer (vi-act. 4-3.1).

Der Klassenlehrer und die Schulische Heilpädagogin hielten dazu laut Protokollauszug 

fest, X.Y.s Arbeitsverhalten in der Schule zeige eine gewisse Unreife. Er wisse noch 

nicht, was «schaffen» heisse und möchte Lösungen präsentiert haben, statt selbst die 

Lösung zu suchen. Wegen dieses Arbeitsverhaltens störe er in letzter Zeit auch den 

Unterricht, und mit seiner Einstellung könne er nicht erfolgreich in der Sekundarschule 

bestehen und werde nicht durchhalten. Seit Einsetzen der Pubertät könne sich X.Y. im 

Förderunterricht noch schlechter konzentrieren und brauche noch mehr Raum als 

bisher. Von seiner Arbeitshaltung her sei er kein Sekundarschüler, weil man ihn zu 

allem «stüpfen» müsse (vi-act. 4-3.1). Die Schulische Heilpädagogin liess bei 

Genehmigung des Protokolls anmerken, X.Y. habe keinen eigentlichen 

Förderunterricht, sie begleite seine Klasse jedoch als ISF-Lehrperson. Mit X.Y.s Mutter 

habe sie nie über den Oberstufen-Übertritt gesprochen (act. 11/4).

Die Pädagogische Kommission schloss sich der Beurteilung durch den Klassenlehrer 

an. Sie hielt im Wesentlichen dafür, das Notenbild genüge nicht für einen (direkten) 

Übertritt in die Sekundarschule. X.Y. habe aber in der Realschule ein weiteres Jahr die 

Chance, an Arbeitshaltung, Verhalten, Motivation und Konstanz zu arbeiten, damit er 

das für den Wechsel in die Sekundarschule erforderliche Niveau erreiche. Mit seinen 

guten Noten in Mathematik könne X.Y. den «Aufstieg» durchaus schaffen, wenn er sich 

auch in den anderen Promotionsfächern steigere (zum Ganzen vgl. vi-act. 4-3.2).

3.2.3.    Die Vorinstanz überprüfte die Ermessensausübung der Pädagogischen 

Kommission frei und kam zum Schluss, das Notenbild von X.Y. zeige nicht auf, dass 

sich dieser vorbehaltlos für die Sekundarschule empfehle. Zweifelsohne verfüge er über 

Stärken in Mathematik und erfülle in diesem Fach isoliert betrachtet die Anforderungen 

an die Sekundarschule. Die beiden anderen Leistungsnoten (Mensch und Umwelt 

sowie Sprachen) würden jedoch eher auf eine Zuteilung zur Realschule schliessen 

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lassen. Die Einschätzung des Klassenlehrers sei mit dem Notenbild kongruent, 

nachvollziehbar und in wesentlichen Teilen unbestritten. Seine Zuweisungsempfehlung 

sei gesamthaft gesehen nachvollziehbar und schlüssig. Der Entscheid der 

Pädagogischen Kommission stütze sich wie vorgeschrieben auf die Empfehlung des 

Klassenlehrers und auf das Notenbild, womit sie innerhalb des ihr zustehenden 

Ermessensspielraums entschieden habe.

3.3.       

3.3.1.    Die Beschwerdeführer bringen vor, der angefochtene Entscheid sei willkürlich. 

Der Klassenlehrer habe ihnen in einem der Zuteilung vorausgegangenen 

Elterngespräch versichert, dem Sekundarschulbesuch stehe nichts im Weg, wenn sich 

X.Y. im Fach Französisch noch verbessere. Dies habe er in den beiden letzten 

Prüfungen getan, welche jedoch nicht mehr berücksichtigt worden seien. Entgegen der 

Darstellung des Klassenlehrers sei X.Y. kein «Störenfried». Laut seinen Mitschülern sei 

es nicht er, der den «Clown» abgebe; X.Y. lache lediglich mit und werde dafür 

abgemahnt, was alterstypisch sei. Dass er nicht störe, zeige sich auch in den 

(fehlenden) Betragensnoten.

Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, X.Y.s Migrationshintergrund sei für die 

falsche Zuteilung ursächlich gewesen. Es sei nicht rechtens, dass er mit einem 

Notendurchschnitt von 4.75 nicht in die Sekundarschule dürfe, wo doch nach der Lehre 

ein solcher von 4.4 für die gewünschte Zuteilung ausreichend sei (zum Ganzen vgl. 

act. 1).

3.3.2.    Die Beschwerdegegnerin wies die Diskriminierungsvorwürfe in ihrer 

Stellungnahme vom 10. September 2014 zurück (act. 10). X.Y. sei in der Schweiz 

geboren, habe das hiesige Bürgerrecht und seine Muttersprache sei Deutsch. Ein 

Migrationshintergrund sei nicht erkennbar. Indessen sei zu beachten, dass das 

Leistungsniveau des gesamten Klassenjahrgangs tiefer sei als normal. Von den 21 

Schülerinnen und Schülern, die mit X.Y. die 6. Klasse besucht hätten, seien lediglich 7 

der Sekundarschule zugeteilt worden. Die restlichen 14 würden die Realschule 

besuchen. Bei der parallel geführten 6. Klasse sei die Verteilung ungefähr hälftig und 

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die Sekundarschulzuweisungen seien ebenfalls unterdurchschnittlich (10 in die 

Sekundarschule, 9 in die Realschule).

3.3.3.    In den Augen der Beschwerdeführer überzeugen diese Ausführungen nicht. Für 

die Diskriminierung entscheidend gewesen sei der Familienname, der auf ihre Herkunft 

schliessen lasse. X.Y.s Notenschnitt liege in der Bewertungszone, die als Untergrenze 

für den Sekundarschulbesuch vorausgesetzt werde. Sowohl der langjährige 

Durchschnitt als auch die «Erfolgsquote» der Parallelklasse liege deutlich über den 

Sekundarschulzuteilungen aus der fraglichen Klasse. Es stelle sich die Frage, ob hier 

nicht ganz andere Massstäbe angesetzt worden seien (act. 13).

3.4.       

3.4.1.    Entgegen den über weite Strecken nicht näher begründeten Darlegungen der 

Beschwerdeführer ist der Zuweisungsentscheid nachvollziehbar und lässt keine 

offensichtlichen Mängel erkennen. Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, kann 

X.Y. schon aufgrund seines Notenbildes (und nicht nur wegen der anderslautenden 

Einschätzung des Klassenlehrers) nicht vorbehaltlos für die Sekundarschule empfohlen 

werden. Dieses ist stärker zu gewichten als der mathematische Durchschnitt. X.Y. 

verfügt zwar offensichtlich über Stärken im Bereich Mathematik, jedoch lassen die 

Noten in den Fächern «Mensch und Umwelt» sowie «Sprachen» eher auf 

Realschulzuteilung schliessen. Die beiden letzten Noten in Französisch ändern an der 

lediglich verhalten positiven Beurteilung der sprachlichen Fähigkeiten nichts. Der spät 

erfolgte Effort deutet darauf hin, dass die hinsichtlich Arbeitshaltung und persönlicher 

Einstellung eher negative Einschätzung des Klassenlehrers im Zeitpunkt der 

Beurteilung richtig war, aber durchaus Verbesserungen möglich sind. Die Beurteilung 

des Klassenlehrers widerspiegelt sich im Notenbild. Dass die Beschwerdeführer das 

Verhalten ihres Sohnes in- und ausserhalb der Schule anders wahrnehmen, ändert 

hieran nichts. Im Übrigen sind die genauen Vorgänge im Klassenzimmer einer 

Beurteilung durch das Verwaltungsgericht nicht zugänglich (vgl. Erw. 2.2. hiervor), 

weshalb sich Bemerkungen zu X.Y.s Betragen im Unterricht erübrigen.  

3.4.2.    Mit dem Vorwurf, X.Y. sei aufgrund seiner Herkunft ungleich behandelt worden, 

rügen die Eltern, die Beschwerdegegnerin habe sich den Zuweisungsentscheid 

aufgrund sachfremder Kriterien gefällt.

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Die Beschwerdegegnerin hat sämtliche Promotionsunterlagen der betreffenden Klasse 

eingereicht (act. 11), woraus nachfolgend ohne namentliche Nennung zitiert wird.

Von den 21 Schülerinnen und Schülern wiesen vier einen Notendurchschnitt zwischen 

5.3 und 5.5 auf (Nrn. 3, 6, 7 und 21). Diese wurden zugleich ausgesprochen positiv 

beurteilt, was zu einer klaren Zuteilung in die Sekundarschule führte.

Ebenso klar ist die Zuteilung derjenigen Schülerinnen und Schüler, die über individuell 

angepasste Lernziele verfügen (Nrn. 5, 9, 11, 16 und 17); sie wurden der Realschule 

zugewiesen. Dies gilt auch für diejenigen, welche zwar ordentlich bewertet wurden, 

deren Notenschnitte aber 4.2 nicht übersteigen (Nrn. 10, 14, 18 und 20).

Bei dreizehn Angehörigen von X.Y.s Klasse bestand nach dem Gesagten eine klare 

Ausgangslage.

Von den restlichen acht Schülerinnen und Schülern, deren Notendurchschnitte 

zwischen 4.5 und 4.9 lagen, wurden drei der Sekundar- (Nrn. 2, 15 und 19) und fünf der 

Realschule zugewiesen (Nrn. 1, 4, 8, 12 und 13). Hierbei folgte die 

Beschwerdegegnerin ausnahmslos der Empfehlung des Klassenlehrers.

Die künftigen Sekundarschüler aus dieser Gruppe hatten im zweiten Semester 

Notendurchschnitte von 4.9 (Nrn. 2 und 15) bzw. 4.5 (Nr. 19). Im direkten Vergleich mit 

X.Y. war ihr Notenbild ausgeglichener und die Bewertung durch den Klassenlehrer 

positiver. Der Schüler Nr. 19 war zwar in Mathematik lediglich genügend, andererseits 

wurden nur zwei Eigenschaften mit «trifft eher nicht zu» bewertet. Die restlichen 

Kriterien wurden positiv bewertet. In seiner Einschätzung hielt der Klassenlehrer fest, 

der Schüler habe im letzten Schuljahr eine positive Entwicklung im Bereich der 

Selbstkompetenz und in der Leistungsbereitschaft gezeigt. Wenn dieser Trend weiter 

anhalte und er den Willen dafür aufbringe, sei die Sekundarschule machbar.

Der Realschule zugewiesen wurden Schülerinnen und Schüler mit Durchschnittsnoten 

von 4.5 und eher positiver Beurteilung (Nr. 1), 4.7 und eher negativer Beurteilung (Nr. 

4), 4.7 und eher negativer Beurteilung (X.Y.), 4.9 und neutraler Beurteilung (Nr. 12) 

sowie 4.5 und eher positiver Beurteilung (Nr. 13). Zu Schüler Nr. 12 hielt der 

Klassenlehrer fest, dieser arbeite zu langsam und zu umständlich, um in der 

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Sekundarschule erfolgreich zu sein. Es sei zu befürchten, dass er Tempo und Druck 

nicht standhalten würde und deshalb seine Leistungen und die Motivation sänken. Er 

sei als sehr starker Realschüler einzuschätzen, was einen späteren Übertritt nicht 

ausschlösse. Zu Schüler Nr. 4 ist in den Akten angemerkt, seine Leistungen seien zwar 

konstant, jedoch liessen Interesse am Unterricht und Einsatzwille öfters zu wünschen 

übrig. Das Ziel, die Sekundarschule zu besuchen, habe sich zwar positiv ausgewirkt, 

jedoch würden ihm das dort verlangte Tempo sowie die erforderliche Selbständigkeit 

und Eigeninitiative zu schaffen machen.

Die einzelnen Zuweisungsentscheide sind differenziert begründet, nachvollziehbar und 

den individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angemessen. Eine 

rechtsungleiche Behandlung von X.Y. und weiteren Schülern mit Migrationshintergrund 

(z.B. Nr. 4) ist nicht ersichtlich. Wie alle anderen sind die entsprechenden Entscheide in 

sich konsistent und überzeugend. Sie reihen sich lückenlos in die vergleichbaren 

Zuteilungsentscheide ein und stellen mithin keine «Ausreisser» dar, die eine 

rechtsfehlerhafte Ermessensausübung der Beschwerdegegnerin nahelegen würden. 

Die Rüge der Beschwerdeführer ist nicht stichhaltig.

3.4.3.    Zusammenfassend steht fest, dass die Zuweisung von X.Y. in die Realschule 

gesetzmässig ist. Der Entscheid stützt sich in nachvollziehbarer Weise auf die 

Empfehlung des Klassenlehrers und auf das Notenbild. Es ist entgegen der Auffassung 

der Beschwerdeführer nicht erkennbar, inwiefern er an offensichtlichen Mängeln leiden 

oder unter Einbezug von sachfremden Kriterien ergangen sein soll. Die 

Ermessensausübung durch die Beschwerdegegnerin ist frei von Rechtsfehlern, was zur 

Abweisung der Beschwerde führt. Im Sinne einer Ergänzung ist im Übrigen nicht 

ersichtlich, dass bei der Bewertung von X.Y.s Klasse im Allgemeinen zu strenge 

Massstäbe angelegt worden sind. Es war auch in seiner Klasse durchaus möglich, sehr 

gute Resultate zu erzielen.

4.            (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.            Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- bezahlen 

die Beschwerdeführer. Der Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- wird verrechnet.

Der Präsident                            Der Gerichtsschreiber

Eugster                                      Wehrle

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	Urteil Verwaltungsgericht, 04.12.2014
	Zuweisung in die Realstufe, Art. 31 Abs. 1 lit. c des Volksschulgesetzes (sGS 213.1) in Verbindung mit Art. 18 des erziehungsrätlichen Promotions- und Übertrittsreglements (Schulblatt 7-8/2008, S. 501 ff.).Der Sohn der Beschwerdeführer erreichte in der 6. Primarklasse bei einem Notenbild, das auf eine einseitige mathematische Begabung hinweist, Notendurchschnitte von 4.5 bis 4.7. Sein Klassenlehrer beantragte Zuweisung in die Realstufe, was die Pädagogische Kommission des Schulrates dann auch entschied. Das Verwaltungsgericht prüft die Rechtmässigkeit in dieser Streitsache mit herabgesetzter Prüfungsdichte und schreitet erst ein, wenn sich die Bewertung als nicht nachvollziehbar, offensichtlich mangelhaft oder sachfremd erweist. Die Verfügung der Schulbehörden und der Rechtsmittelentscheid sind frei von solchen Mängeln. Auch erweist sich der von den Eltern erhobene Diskriminierungsvorwurf beim Vergleich mit den andern Schülerinnen und Schülern der betroffenen Klasse als unbegründet (Verwaltungsgericht, B 2014/151).

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		2025-07-19T09:27:09+0200
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