# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c317193-f183-5c28-87a1-ce38813387f8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.01.2022 720 19 300 / 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-300---15_2022-01-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Januar 2022 (720 19 300 / 15) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Beurteilung des Rentenanspruchs einer versicherten Person im Rahmen eines Revi-si-

onsverfahrens aufgrund eines bidisiplinären Gerichtsgutachtens. 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Gisela 
Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Barbara Wyler, 
Rechtsanwältin, Business Tower, Zürcherstrasse 310, Postfach 340, 
8501 Frauenfeld 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1961 geborene A.____ arbeitete vom 2. Dezember 1991 bis 7. Mai 2004 als Bau-
spengler bei der B.____ AG in Y.____. Am 27. März 2001 meldete er sich unter Hinweis auf einen 
Verkehrsunfall im Juni 2000 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von 
Leistungen an. Gestützt auf das Gutachten der Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) vom 
27. Juni 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 14. und 26. Februar 

 

 
 
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2007 bei einem Invaliditätsgrad von 45 % rückwirkend per 1. Juni 2001 eine Viertelsrente zu. Die 
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 14. Dezember 2007 ab. 
 
B. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2010 ersuchte der Versicherte infolge einer Verschlech-
terung seines Gesundheitszustandes um Erhöhung der Rente. Daraufhin beauftragte die IV-
Stelle die ABI mit einer erneuten Begutachtung. Gestützt auf das von der ABI am 9. April 2011 
erstattete Gutachten und dem Ergänzungsgutachten vom 25. Mai 2011 stellte sich die IV-Stelle 
in ihrer Verfügung vom 16. März 2012 auf den Standpunkt, dass sich der Gesundheitszustand 
des Versicherten nicht erheblich verändert habe und deshalb die Invalidenrente nicht zu erhöhen 
sei. Mit Urteil vom 17. Januar 2013 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde insoweit teilweise 
gut, als es feststellte, dass der Versicherte vom 1. April 2010 bis 30. November 2010 Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Dezember 2010 Anspruch auf eine Viertelsrente habe. 
Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Diesen Entscheid bestätigte das Bundesgericht mit Urteil 
vom 20. Juni 2013. 
 
C. Am 5. Juli 2015 machte der Versicherte erneut eine Verschlechterung seiner gesundheit-
lichen Situation geltend. Zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts holte die IV-Stelle ein 
bidisziplinäres Gutachten bei PD Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. 
med. D.____, FMH Innere Medizin und FMH Rheumatologie, ein. PD Dr. C.____ attestierte dem 
Versicherten in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 19. September 2016 eine 70%ige und 
Dr. D.____ in seinem rheumatologischen Teilgutachten vom 24. März 2017 eine 50%ige Arbeits-
fähigkeit. Auf Nachfrage der IV-Stelle präzisierte Dr. D.____ in seiner Stellungnahme vom 25. 
April 2017 seine Zumutbarkeitsbeurteilung. Dieser Einschätzung konnte sich Dr. med. E.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztli-
cher Dienst (RAD), in seinen Stellungnahmen vom 6. Juni 2017 und 14. März 2018 nicht an-
schliessen. Gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung ihres RAD-Arztes ging die IV-Stelle davon 
aus, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der ABI-Begutachtung im Jahre 
2011 nicht massgeblich verschlechtert habe, weshalb er weiterhin Anspruch auf eine Viertels-
rente habe. In der Folge wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch des Versicherten mit Verfügung 
vom 8. August 2019 ab. 
 
D. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Bar-
bara Wyler, am 13. September 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht. Darin liess er beantragen, 
es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm mit Wirkung ab Juli 2015 mindestens 
eine unbefristete Dreiviertelsrente auszurichten; unter o/e Kostenfolge, wobei ihm die unentgelt-
liche Rechtspflege zu bewilligen sei. In der Begründung wurde die Einschätzung von Dr. E.____ 
in mehreren Punkten beanstandet. Zudem sei im Rahmen des Einkommensvergleichs der lei-
densbedingte Abzug aufgrund des multimorbiden Gesundheitszustandes, des fortgeschrittenen 
Alters und der 19-jährigen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt von 10 % auf 20 % zu erhöhen.  
 
E. Mit Präsidialverfügung vom 24. September 2019 bewilligte das Kantonsgericht dem Ver-
sicherten die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung.  
 

 

 
 
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F. In ihrer Vernehmlassung vom 15. November 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde, wobei sie die Stellungnahme von Dr. E.____ vom 25. September 2019 beilegte.   
 
G. Der Versicherte liess durch seine Rechtsvertreterin in seiner Replik vom 23. Dezember 
2019 seine Begehren mit dem Eventualantrag erweitern, wonach zusätzliche medizinische Ab-
klärungen inkl. Anordnung eines externen Gutachtens durch eine nicht vorbefasste Gutachter-
stelle und aktuelle radiologische Abklärungen vorzunehmen seien. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, dass das im Jahr 2016/2017 erstellte bidisziplinäre Gutachten der 
Dres. C.____ und D.____ nicht mehr aktuell sei.  
 
H. Die IV-Stelle hielt in ihrer Duplik vom 14. Januar 2020 an ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest.  
 
I. Anlässlich der Urteilsberatung vom 30. April 2020 kam das Kantonsgericht zum Schluss, 
dass das psychiatrische Teilgutachten von PD Dr. C.____ vom 19. September 2019 ergänzungs-
bedürftig sei und die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ vom 24. März 2017 samt Stellung-
nahme vom 25. April 2017 nicht genügend klar sei, um darauf abstellen zu können. Da auch die 
RAD-Beurteilungen von Dr. E.____ und die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Be-
richte nicht hinreichend beweiskräftig seien, sei eine abschliessende Beurteilung der Angelegen-
heit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich. Es stellte deshalb den 
Fall aus und ordnete ein rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. F.____, FMH Physikalische 
Medizin und Rehabilitation sowie FMH Rheumatologie, und ein Ergänzungsgutachten bei PD Dr. 
C.____ an.  
 
J. Am 22. Januar 2021 teilte die Rechtsvertreterin des Versicherten mit, dass dieser wegen 
einer beidseitigen Pneumonie bei Covid-19 vom 28. Oktober 2020 bis 23. November 2020 habe 
hospitalisiert werden müssen. Anschliessend habe er sich bis 10. Dezember 2020 stationär in 
der Klinik G.____ für die pulmonale Rehabilitation aufgehalten (vgl. Austrittsbericht des Spitals 
H.____ vom 23. November 2020 und Kurzaustrittsbericht der Klinik G.____ vom 9. Dezember 
2020).  
 
K. Die rheumatologische Untersuchung konnte schliesslich am 8. März 2021 stattfinden. Das 
Gutachten erstattete Dr. F.____ am 23. März 2021. PD Dr. C.____ begutachtete den Versicherten 
am 10. Mai 2021 und reichte sein psychiatrisches Gutachten am 19. Mai 2021 beim Gericht ein.  
  
L. Die IV-Stelle stellte in ihrer Eingabe vom 9. Juni 2021 mit Verweis auf die RAD-
Stellungnahme von Dr. E.____ vom 3. Juni 2021 fest, dass dem Gutachten von Dr. F.____ und 
dem Ergänzungsgutachten von PD Dr. C.____ voller Beweiswert zukomme und deshalb darauf 
abgestellt werden könne.   
 
M. In seiner Stellungnahme vom 22. Juni 2021 liess der Versicherte durch seine Rechtsver-
treterin in Änderung der bisherigen Rechtsbegehren beantragen, dass ihm ab Juli 2015 eine 
ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die rheumato-

 

 
 
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logische Beurteilung, wonach in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähig-
keit bestehe, aufgrund der manifesten Verschlechterungen seit der ABI-Begutachtung unglaub-
würdig und nicht nachvollziehbar sei. Demgegenüber sei die Einschätzung von PD Dr. C.____, 
wonach der Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 30 % in seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
eingeschränkt sei, schlüssig. Bei Würdigung der medizinischen und erwerblichen Gesamtsitua-
tion sowie der Folgen der Covid-19-Viruserkrankung mit schwerem Verlauf liege keine verwert-
bare Restarbeitsfähigkeit vor. Des Weiteren sei aufgrund der schweren gesundheitlichen Beein-
trächtigungen seit der Covid-Erkrankung bei der Bemessung des Invalidenlohnes ein leidensbe-
dingter Abzug von 25 % zu gewähren.  
 
N. Während die IV-Stelle mit Eingabe vom 26. Juli 2021 auf eine weitere Stellungnahme 
verzichtete, führte die Rechtsvertreterin im Auftrag des Versicherten am 28. Juli 2021 aus, dass 
aufgrund des fortgeschrittenen Alters und des Gesundheitszustandes realistischerweise keine 
Resterwerbsfähigkeit mehr vorliege und ihm deren Ausschöpfung im Rahmen der Selbsteinglie-
derungspflicht nicht mehr zumutbar sei.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die –- im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 13. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 
1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 
2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Vorinstanz zu 
Recht von einem im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen ist und folg-
lich die laufende Viertelsrente revisionsweise nicht erhöht hat. Massgebend ist der Sachverhalt, 

 

 
 
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wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. August 2019 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). Die Arztberichte, die – insbesondere im Zusam-
menhang mit der Covid-Erkrankung– nach diesem Datum erstellt wurden, werden deshalb grund-
sätzlich nicht berücksichtigt, es sei denn, sie erlauben Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des 
Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation (BGE 121 V 362 E. 1b; Urteile des 
Bundesgerichts vom 20. April 2017, 8C_71/2017, E. 8.3 und vom 30. August 2012, 9C_949/2011, 
E. 3.2.2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % 
invalid ist.  
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu-
setzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, 
der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleichbleibenden Gesundheitszustandes (BGE 130 
V 343 E. 3.5 mit Hinweisen) oder der Grundlagen für die Wahl der Invaliditätsbemessungsme-
thode (BGE 117 V 198 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2011, 9C_223/2011, E. 3.1) 
revidierbar. Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener 
Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit verändert hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 
1.2 und vom 28. August 2003, I 212/03, E. 2.2.3). Bei den Renten der Invalidenversicherung ist 
grundsätzlich jede Änderung des Sachverhalts, die zu einer Über- oder Unterschreitung eines 
Schwellenschwertes (vgl. Art. 28 Abs., 2 IVG) führt, als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 545 
E.6 und 7; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 
4b; SVR 2004 IV Nr. 17 S. 53). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir-
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeits-
fähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.1 mit Hinweis). 
 

 

 
 
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4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Inva-
liditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel-
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä-
rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 108 E. 5.4 und 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit 
Verfügungen vom 14. und 26. Februar 2007 rückwirkend per 1. Juni 2001 eine Viertelsrente zu 
(bestätigt mit Urteil des Kantonsgerichts vom 14. Dezember 2007). Mit Verfügung vom 16. März 
2012 lehnte die IV-Stelle eine Rentenerhöhung ab. Das Kantonsgericht hiess die Beschwerde mit 
rechtskräftigem Urteil vom 17. Januar 2013 teilweise gut, hob die angefochtene Verfügung auf 
und sprach dem Versicherten eine ganze Rente für die Zeit vom 1. April 2010 bis 30. November 
2010 zu. Für die Zeit ab 1. Dezember 2010 habe der Versicherte unverändert einen Anspruch 
auf eine unbefristete Viertelsrente. Aus den Erwägungen ist ersichtlich, dass das Kantonsgericht 
gestützt auf die medizinische Aktenlage und einer Prüfung des Einkommensvergleichs dem An-
trag der IV-Stelle gefolgt ist, wonach die angefochtene Verfügung zu korrigieren sei, da sich der 
Versicherte vom 20. Januar 2010 bis 31. August 2010 in ambulanter Behandlung in der Tages-
klinik I.____ befunden habe und während dieser Zeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Auf-
grund des kantonsgerichtlichen Urteils sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 
17. September 2013 eine vom 1. April 2010 bis 30. November 2010 befristete ganze Rente und 
ab 1. Dezember 2010 eine Viertelsrente zu. Das Gesuch des Versicherten vom 19. Juni 2017 um 
Erhöhung seiner Rente wies sie sodann mit Verfügung vom 8. August 2019 ab. Demgemäss 
beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die 
eine revisionsweise Erhöhung der laufenden Viertelsrente rechtfertigt, durch Vergleich des Sach-
verhalts, wie er im Zeitpunkt des Urteils des Kantonsgerichts vom 17. Januar 2013 bzw. der Ver-
fügung der IV-Stelle vom 17. September 2013 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt des 
Erlasses der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 8. August 2019. 
 
5.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Zusprechung der laufenden Viertels-
rente in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwendende 
Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur 
Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 
die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle anderen 
Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

 

 
 
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erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 
V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6.1. Die von der IV-Stelle am 17. September 2013 aufgrund des Urteils des Kantonsgerichts 
vom 17. Januar 2013 erlassene Verfügung stützt sich in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten 
der ABI vom 9. April 2011 und das Ergänzungsgutachten vom 25. Mai 2011. Als Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten die beteiligten Fachärztinnen und -ärzte (1) eine leichte 
bis mittelgradige depressive Episode, (2) eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, (3) ein 
chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik bei breitbasiger Dis-
kusprotrusion HWK5/6 ohne Hinweis für eine Neurokompression, eine Spinalkanalstenose oder 
eine Myelopathie bei mässiger Spondylarthrose LWK3 – SWK1 ohne Diskushernie oder Neuro-
kompression bei regelrechtem Iliosakralgelenk (ISG) beidseits und (4) chronische Leistenschmer-
zen links mit radiologisch beginnender Coxarthrose fest. Gestützt auf ihre Befunde kam das ABI-
Expertenteam zum Schluss, dass es dem Versicherten aus polydisziplinärer Sicht zuzumuten sei, 
eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit zu 70 % 
auszuführen, idealerweise in einem ganztägigen Pensum mit vermehrten Pausen. Körperlich 
schwere Tätigkeiten seien ihm nicht mehr zumutbar. Bei der neurologischen Untersuchung habe 
sich keine Pathologie im Bereich des peripheren Nervensystems gezeigt. In der psychiatrischen 
Beurteilung wurde festgehalten, dass anlässlich der Untersuchung eine leichte bis mittelgradige 
depressive Symptomatik mit depressiven Verstimmungen und Einschränkungen in der affektiven 
Modulationsfähigkeit sowie eine somatoforme Schmerzstörung festzustellen gewesen seien. Auf-
grund seiner psychischen Beeinträchtigungen sei der Versicherte zu 30 % in seiner Arbeitsfähig-
keit eingeschränkt. Gemäss der orthopädischen Beurteilung seien die oberen und unteren Extre-
mitäten bei guter Kraftentfaltung frei beweglich gewesen. Bei der linken Schulter hätten Ein-
schränkungen bei Überkopfbewegungen bei Gegenspannung bestanden. Der Versicherte habe 
ein linksseitiges Hinken demonstriert, was aber im Rückwärtsgang nicht zu beobachten gewesen 
sei. Die symmetrische plantare Beschwielung und die Umfangmessung der Oberschenkel wür-
den klar gegen eine länger dauernde Schonung sprechen. Über der thorakolumbalen Wirbel-
säule, dem Rippenbogen, der Flanke und der Beckenregion der linken Seite bestehe eine äus-
serst diffuse Druckdolenz. Sämtliche Waddell-Zeichen seien positiv. Auf radiologischer Ebene 
seien lediglich geringe degenerative Veränderungen am linken Hüftgelenk feststellbar. Auch die 
mässigen degenerativen Veränderungen bei der unteren zervikalen und lumbalen Wirbelsäule 
könnten die angegebenen Beschwerden nicht ausreichend erklären. Damit seien die vom Versi-
cherten geklagten, äusserst diffusen Schmerzen durch die klinischen und radiologischen Befunde 
kaum begründbar. Für die Tätigkeit als Bauspengler und für andere körperlich schwere Arbeiten 
bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Dagegen könne der Versicherte eine körperlich 

 

 
 
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leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit unter Wechselbelastung zeitlich und leistungs-
mässig uneingeschränkt ausführen. Das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sollten ver-
mieden werden.  
 
6.2 im Ergänzungsgutachten vom 25. Mai 2011 nahm der zuständige psychiatrische Facharzt 
der ABI, Dr. med. J.____, zu den damals noch geltenden Foerster-Kriterien Stellung. Danach 
liege aufgrund der leichten bis mittelgradigen Episode eine psychische Komorbidität nebst der 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung vor. Es bestehe ein gewisser sozialer Rückzug, 
Kontakte innerhalb der Familie zur Ehefrau und zum Bruder seien dagegen vorhanden. Die Kri-
terien des chronischen Verlaufs und der psychiatrischen Komorbidität sowie des sozialen Rück-
zugs seien ganz bzw. teilweise erfüllt, weshalb sich die anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke.  
 
6.3 Im Urteil vom 20. Juni 2013 erkannte das Kantonsgericht dem ABI-Gutachten samt Er-
gänzungsgutachten volle Beweiskraft zu. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, 
welche eine Erhöhung der bisherigen Viertelsrente gerechtfertigt hätte, wurde in der Folge ver-
neint. Einzig für die Zeit vom 1. April 2010 bis 30. November 2010 sprach es dem Versicherten 
eine ganze Invalidenrente zu. Dieser Rentenanspruch resultierte aus der 100%igen Arbeitsunfä-
higkeit infolge der ambulanten Behandlung in der Tagesklinik I.____. 
 
6.4 Nach Erlass dieses Urteils wurden folgende wesentliche ärztliche Berichte verfasst: Auf-
grund der MRT-Untersuchungen vom 26. September 2014 und des Beckens vom 22. Oktober 
2014 waren beim linken Knie medial und lateral beginnende Osteophyten und eine gewisse Ver-
drehung oder Subluxation des medialen Kondylus festzustellen. Im Becken zeige sich superior 
lateral an beiden Gelenken linksbetont am Pfannenrand eine ossäre Apposition, die wahrschein-
lich auf eine Verknöcherung des Labrums zurückzuführen sei. Auf den MRT-Bildern vom 28. Ok-
tober 2014 waren eine Femoropatellararthrose und eine medial akzentuierte Gonarthrose mit 
ausgedehnten degenerativen Veränderungen des Gelenkknorpels sowie eine zentrale mukoide 
Degeneration des medialen Meniskus mit komplexer Rissbildung im Hinterhorn und im Mittelteil 
festzustellen. Zudem waren eine überlastungsbedingte Reizung des medialen Kollateralligamen-
tes, ein Reizerguss und ein lobuliertes synoviales Ganglion entlang dem proximalen Caput me-
diale des Musculus gastrocnemius sichtbar. Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte am 10. November 2014 die  
Diagnosen einer beidseitigen Coxarthrose und einer Gonarthrose links. Prof. Dr. L.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte am 
3. März 2015 eine mediale Meniskusläsion bei Genu varum links, eine fortgeschrittene "Coxarth-
rose encerclante" beidseits links mehr als rechts sowie eine Degeneration der Lendenwirbelsäule 
(LWS). Nachdem er den Versicherten am 18. März 2015 am linken Kniegelenk operiert hatte, 
führte er als Diagnosen eine mediale Meniskusläsion und eine Plica mediopatellaris mit chondra-
ler Läsion des medialen Femurkondylus auf (vgl. Operationsbericht vom 18. März 2015 und Aus-
trittsbericht vom 20. März 2015). Rund 2 Monate später am 26. Mai 2015 berichtete er, dass sich 
das linke Kniegelenk unauffällig zeige. Aktuell werde der Versicherte von der Arthrose an der 
linken Hüfte symptomatisch geplagt. In seinem Bericht vom 31. August 2015 führte er aus, dass 

 

 
 
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es sich dabei um eine fortgeschrittene Coxarthrose links vom Pincer-Typ handle. Da die konser-
vativen Massnahmen ausgeschöpft seien, benötige der Versicherte zur Verbesserung seiner Le-
bensqualität und zur Erhöhung der Belastbarkeit eine Hüfttotalprothese. Dem Bericht der 
Schmerzklinik vom 18. Januar 2016 ist zu entnehmen, dass trotz Indikation für eine Hüftoperation 
eine weitere konservative Therapie beschlossen worden sei, da deutliche Hinweise auf eine 
Symptomausweitung vorgelegen hätten. Es werde deshalb – entgegen der Empfehlung von Prof. 
L____ – von einer Hüftoperation abgeraten, da kaum eine Verbesserung der Symptomatik erwar-
tet werden könne (vgl. auch Bericht von K.____ vom 27. Januar 2016).  
 
6.5.1 Im Rahmen des Gesuchs um Rentenerhöhung im Juli 2015 beauftragte die IV-Stelle 
PD Dr. C.____ und Dr. D.____ mit der Begutachtung des Versicherten. In seinem psychiatrischen 
Gutachten vom 19. September 2016 diagnostizierte PD Dr. C.____ mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine leichte hypochondrische 
Störung und eine leichte depressive Episode. Der Versicherte klage über Schmerzen am ganzen 
Körper, deren Ausmass objektiv nicht vollumfänglich erklärbar sei. Im Anschluss an den Unfall 
sei es zu einer pathologischen Schmerzverarbeitung gekommen, die bald den ganzen Körper 
umfasst habe und ihn psychisch belaste. Es lägen keine Hinweise für bewusste Mechanismen 
vor. Damit seien die Grundvoraussetzungen für die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung gegeben. Gleichzeitig bestehe eine gewisse, wenn auch nicht ausgeprägte, hy-
pochondrisch-ängstliche Verarbeitung der Körperschmerzen. Da er aber die Ärzte nicht übermäs-
sig aufsuche, sei – wenn überhaupt – höchstens von einer leichten hypochondrischen Störung 
auszugehen. Bei der Untersuchung habe der Versicherte eine leichte depressive Grundstim-
mung, eine diskrete Affektverarmung, eine nicht schwer beeinträchtigte affektive Schwingungs-
fähigkeit und eine leichtgradig beeinträchtigte innerpsychische Vitalität aufgewiesen. Damit lägen 
Symptome einer leichten depressiven Episode vor. Aufgrund der erhöhten Ermüdbarkeit, des 
verminderten inneren Antriebs und der depressionsbedingten, aber nicht erheblichen subjektiv 
geklagten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen benötige der Versicherte bei der Ausübung 
einer beruflichen Tätigkeit vermehrt Pausen. Aufgrund dieser Funktionseinbussen sei der Versi-
cherte sowohl in seiner angestammten als auch in einer alternativen Tätigkeit nach wie vor zu 30 
% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.  
 
6.5.2 Dr. D.____ stellte in seinem rheumatologischen Fachgutachten vom 24. März 2017 als 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein chronisches myotendinotisches Zer-
vikal- und lumbalbetontes Schmerzsyndrom mit degenerativen Veränderungen radiomorpholo-
gisch ohne relevante Progression und ohne Hinweise auf eine zervikale oder lumbale Radikulo-
pathie bzw. Einengung des Spinalkanals, mit myotendinotischen Verspannungen der paraverteb-
ralen Muskulatur, mit einer myotendinotischen zerviko-zephalen Komponente, mit einer beglei-
tenden Schmerzverarbeitungsstörung ohne Anhaltspunkte für posttraumatische Residuen im Be-
reich des Craniums und der Halswirbelsäule (HWS), (2) eine bilaterale linksbetonte Coxarthrose 
sowie (3) eine mediale Gonarthrose und Retropatellararthrose linksseitig bei Status nach diag-
nostischer und therapeutischer Kniegelenksarthroskopie links mit medialer Teilmeniskektomie. 
Bei der klinischen Untersuchung des Achsenorgans imponierten myotendinotische Verspannun-
gen der paravertebralen Muskulatur mit Zeichen einer ausgeprägten muskulären Dekonditionie-
rung, einer muskulären Dysbalance und einer Insuffizienz der abdominalen Muskulatur. Damit 

 

 
 
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sei die gesundheitliche Situation am Oberkörper seit 2013 unverändert. Auch im Bereich der HWS 
seien keine relevanten Veränderungen festzustellen. Demgegenüber liessen sich Hinweise auf 
eine Progression der degenerativen Veränderungen im Bereich der linken Hüfte und des linken 
Kniegelenks feststellen. Die Innenrotation sei bei den Hüftgelenken eingeschränkt; die linksbe-
tonte Coxarthrose sei gemäss der Bildgebung progredient. Beim linken Kniegelenk lägen eine 
Femoropatellararthrose und eine medial akzentuierte Gonarthrose mit ausgedehnten degenera-
tiven Veränderungen des Gelenkknorpels vor (vgl. MRT vom 28. Oktober 2014). Im Vergleich 
zum klinischen Zustand im Jahr 2013 habe sich somit seit November 2014 eine Progression der 
linksseitigen Coxarthrose, eine Femoropatellararthrose und eine mediale Gonarthrose linksseitig 
entwickelt (vgl. MRT vom 19. Dezember 2016). Aufgrund der Beeinträchtigungen an den Hüften 
und am linken Kniegelenk bestehe in der angestammten Tätigkeit, d.h. in einer körperlich schwe-
ren bis mittelschweren Tätigkeit, nach wie vor eine volle Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der aktuell 
festgestellten Verschlechterung der degenerativen Veränderungen an der linken Hüfte und des 
linken Kniegelenks sei die körperliche Leistungsfähigkeit seit der Begutachtung in der ABI zu-
sätzlich eingeschränkt. Der Versicherte sei nun nur noch in der Lage, eine körperlich leichte Tä-
tigkeit, welche vorwiegend im Sitzen verrichtet werden könne, zu 50 % auszuüben. Dieses Zu-
mutbarkeitsprofil gelte ab Februar 2015.  
 
6.5.3  In der Konsensbeurteilung hielten die beiden Gutachter fest, dass aus bidisziplinärer Sicht 
in einer angepassten körperlich leichten Tätigkeit, welche vorwiegend im Sitzen mit der Möglich-
keit bei Bedarf aufzustehen bzw. kurz zu gehen, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Dabei 
seien repetitives Heben oder Tragen von Lasten über 10 kg sowie kniende und Arbeiten in der 
Hocke zu vermeiden. 
 
6.5.4 Auf Anfrage der IV-Stelle präzisierte Dr. D.____ seine Zumutbarkeitsbeurteilung und 
führte in seinem Ergänzungsgutachten vom 25. April 2017 aus, dass der Versicherte an einer 
progredienten, linksseitigen Coxarthrose leide, welche für einen grossen Teil der Beschwerden 
verantwortlich sei. Da die Flexion der linke Hüfte eingeschränkt sei, könne er körperlich, leichte 
Tätigkeiten vorwiegend nur noch im Sitzen ausüben. Bei einer fortgeschrittenen Coxarthrose ent-
ständen erfahrungsgemäss Beschwerden nach langem Sitzen. Aus diesem Grund könne der 
Versicherte nur noch maximal 4 Stunden pro Tag sitzen, was einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ent-
spreche. Da bei einer Schmerzverarbeitungsstörung Inkonsistenzen über die Beschwerdeanga-
ben unvermeidbar seien, habe er bei seiner Einschätzung nur die objektivierbaren Veränderun-
gen am Bewegungsapparat, insbesondere die Progression der linksseitigen Coxarthrose, berück-
sichtigt. 
 
6.6 Mit Beschluss vom 6. April 2020 erachtete das Kantonsgericht das Gutachten von PD Dr. 
C.____ vom 19. September 2016 grundsätzlich als eine zuverlässige und rechtsgenügliche 
Grundlage, um den psychischen Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
beurteilen zu können. Es fehle einzig die bei psychischen Leiden erforderliche Prüfung der Stan-
dardindikatoren, weshalb es ergänzungsbedürftig sei. Das rheumatologische Gutachten bean-
standete das Kantonsgericht dahingehend, als die von Dr. D.____ vorgenommene Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit, wonach der Versicherte aus somatischer Sicht zu 50 % eingeschränkt sei, 
nicht klar genug sei, um darauf abstellen zu können. 

 

 
 
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6.7 Den Akten sind weiter Arztberichte über eine seit Sommer 2020 bestehende Schwindel-
problematik zu entnehmen. Aufgrund der objektiven Befunde konnte deren Ursache nicht geklärt 
werden (vgl. Bericht von Dr. med. M.____, FMH Kardiologie und FMH Innere Medizin, vom 13. 
Juli 2020; MRT des Neurocraniums vom 1. Juli 2020). Im Bericht vom 21. September führte Dr. 
med. N.____, Facharzt für Orthopädie, aus, dass die Rückenschmerzen bei chronischer Facet-
tenüberlastung von L4 bis S1 unverändert seien.  
 
7.1 Der vom Gericht beauftragte rheumatologische Gutachter Dr. F.____ diagnostizierte mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in seinem Gutachten vom 23. März 2021 (1) ein chroni-
sches Panvertebralsyndrom seit dem Autounfall am 3. Juni 2000 bei Status nach Kontusion und 
Distorsion im Bereich der Wirbelsäule mit multisegmentalen Osteochondrosen, betont bei 
LWK2/3, und Intervertebralgelenksarthrosen, betont distal-lumbal, mit einer Spinalkanalstenose 
bei LWK2/3, mit kleinen Diskushernien panlumbal ausser bei LWK3/4 ohne Kompression neura-
ler Strukturen, mit Befunden gemäss MRT der LWS vom 13. August 2020 sowie mit einer Dis-
kushernie HWK5/6 links oder Neurokompression, (2) eine beginnende Coxarthrose links mit ei-
nem femoroacetabulären Impingement und (3) eine mediale Gonarthrose links und eine Menis-
kopathie medial. Die ausgeprägten Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung, die AC-
Gelenksarthrose beidseits und die Spreizfüsse würden die Arbeitsfähigkeit dagegen nicht beein-
flussen. In der Beurteilung führte er aus, dass sich im Vergleich zu den beiden Vorgutachten der 
ABI vom 9. April 2011 und von Dr. D.____ vom 24. März 2017 keine neuen Diagnosen finden 
liessen. Klinisch beständen Zeichen eines vertebralen Schmerzsyndroms an der Wirbelsäule mit 
lokalen Schmerzen, einer Bewegungseinschränkung und eines paravertebralen Muskelhart-
spanns. Nach wie vor lägen keine Hinweise auf eine Kompression neuraler Strukturen vor. Radi-
ologisch seien beginnende degenerative Veränderungen am linken Hüftgelenk und am linken 
Kniegelenk, kombiniert mit einer Meniskopathie, festzustellen. Die entsprechenden klinischen Un-
tersuchungsbefunde hätten jedoch keine Hinweise auf eine Aktivierung wie Überwärmung oder 
Ergussbildung ergeben, weshalb die Veränderungen als nicht schwerwiegend zu betrachten 
seien. Deutlich im Vordergrund stehe eine Schmerzfehlverarbeitung, welche er jedoch in der 
rheumatologischen Beurteilung nicht berücksichtigt habe. Es beständen mehrere Inkonsistenzen; 
nur ein geringer Teil der subjektiven geklagten Beschwerden seien objektivierbar. Im Vergleich 
zum rheumatologischen ABI-Gutachten vom 9. April 2011 seien keine wesentlichen Änderungen 
des Gesundheitszustandes festzustellen. Damals sei dem Versicherten zugemutet worden, eine 
körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Arbeit uneingeschränkt auszuführen. Die Ein-
schätzung von Dr. D.____, wonach lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine körperlich 
leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit bestehe, könne er aufgrund der aktuellen Befunde nicht 
bestätigen, zumal Dr. D.____ bei den klinischen Untersuchungsergebnissen auch Verbesserun-
gen dokumentiert habe. Es scheine vielmehr, dass die Schmerzfehlverarbeitung zugenommen 
habe, mit welcher die subjektiv geklagten Beschwerden, aber nicht die objektivierbaren somati-
schen Beschwerden erklärt werden könnten. Ohne Berücksichtigung der Schmerzfehlverarbei-
tung sei der Versicherte seit der Begutachtung in der ABI, d.h. seit 9. April 2011, in der Lage, eine 
leichte bis intermittierend mittelschwere Arbeit in Wechselbelastung ohne spezifische Belastung 
des Rückens, der Knie- und Hüftgelenke auszuführen.  
 

 

 
 
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7.2 PD Dr. C.____ hielt in seinem psychiatrischen Gutachten vom 19. Mai 2021 als Diagnosen 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) 
fest. In der Beurteilung wies er darauf hin, dass zwischen den subjektiven Angaben des Versi-
cherten und den objektiven Untersuchungsbefunden erhebliche Inkonsistenzen festzustellen 
seien, was als Ausdruck einer Selbstlimitierung zu verstehen sei. Der Versicherte beschreibe 
auch eine vollständige Dysfunktionalität in sämtlichen Lebensbereichen, was eine ausgeprägte 
Selbstlimitierungstendenz offenbare. Nach wie vor liege beim Versicherten eine leichte depres-
sive Episode vor. Aufgrund der Beurteilung von Dr. F.____ müsse er seine im Erstgutachten vom 
19. September 2016 diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung geringfügig korri-
gieren, da gemäss Dr. F.____ organische Korrelate vorlägen, welche zum Teil die körperlichen 
Schmerzen erklären würden. Die von Dr. F.____ festgestellte Schmerzverarbeitungsstörung bilde 
in psychiatrischer Hinsicht eine somatoforme Ausweitung der Körperbeschwerden ab. Der Versi-
cherte besuche zwar seit vielen Jahren eine Psychotherapie, nehme aber nie regelmässig 
Psychopharmaka ein. Seit längerer Zeit werde auch keine solche mehr verschrieben. Es sei des-
halb fraglich, wie hoch das subjektive psychische Leiden tatsächlich sei. Es könnten deshalb 
bewussteinsnahe Mechanismen nicht ausgeschlossen werden. Die chronische Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren setze jedoch bewusstseinsferne Mechanismen vo-
raus. Da die bewusstseinsfernen Mechanismen insgesamt überwiegten, könne die Diagnose ei-
ner chronischen Schmerzstörung gestellt werden. Seine im Erstgutachten aufgeführte Diagnose 
einer hypochondrischen Störung könne er nicht mehr stellen, fehlten nun doch hypochondrische 
Ängste in den Denkinhalten des Versicherten. Zudem lägen psychosoziale Belastungsfaktoren 
(erhebliche Dekonditionierung infolge langer Abwesenheit vom ersten Arbeitsmarkt, finanzielle 
Engpässe, gesundheitliche Situation der Ehefrau, Alter) vor. Da der Versicherte während der seit 
ca. 20-jährigen Erkrankung nie psychische Störungen entwickelt habe, welche über einen leich-
ten Schweregrad hinausgegangen seien, verfüge er über weitgehend adäquate Abwehrmecha-
nismen und Bewältigungsstrategien. Die Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen und 
sich selbst zu versorgen, sei intakt. Es sei möglich, dass die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, 
die Fähigkeit zur Strukturierung und Planung, die innerpsychische Vitalität, die Durchhalte-, die 
Selbstbehauptungs- und die Wegefähigkeit leicht beeinträchtigt seien. Die qualitativen Funktions-
fähigkeiten, welche im Rahmen von sozialen Interaktionen abgerufen würden, seien leicht bis 
mittelgradig beeinträchtigt. Aufgrund dieser Einschränkungen und des chronifizierten Krankheits-
verlaufs bestehe aus psychischer Sicht eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit. 
 
7.3 In der Konsensbeurteilung hielten die beiden Gutachter fest, dass seit der ABI-
Begutachtung weder psychisch noch somatisch eine wesentliche Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes eingetreten sei. Aus gesamtmedizinischer Sicht bestehe im angestammten Beruf 
keine und in einer angepassten Tätigkeit seit der Untersuchung in der ABI am 9. April 2011 eine 
70%ige Arbeitsfähigkeit.  
 
8.1 Wie alle Beweismittel unterliegen Gerichtsgutachten der freien richterlichen Beweiswürdi-
gung. Kriterien der Beweiswürdigung bilden die Vollständigkeit, die Nachvollziehbarkeit und die 
Schlüssigkeit des Gutachtens. Das Gericht hat zu prüfen, ob das Gutachten alle Fragen beant-
wortet, sich auf den zutreffenden Sachverhalt stützt und den Befund ausreichend begründet. In 

 

 
 
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Sachfragen weicht das Gericht jedoch "nicht ohne zwingende Gründe" von einer gerichtlichen 
Expertise ab. Aufgabe der medizinischen Expertin bzw. des medizinischen Experten ist es, ihre 
bzw. seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch erfassen zu können (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Ein Grund zum Abwei-
chen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 
eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. 
Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungs-
äusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit 
des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Ober-
experten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgut-
achtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 118 V 286 E. 1b, 112 V 30 E. 1a mit Hin-
weisen).  
 
8.2 Nach Würdigung der vorliegenden medizinischen Aktenlage kommt das Gericht zum 
Schluss, dass dem bidisziplinären Gutachten von PD Dr. C.____ vom 19. Mai 2021 und von 
Dr. F.____ vom 23. März 2021 volle Beweiskraft zuzumessen ist. Beide Gutachter haben ihre 
Teilgutachten sorgfältig erstellt. Sie beruhen auf persönlichen Untersuchungen und sind in Kennt-
nis der Vorakten abgegeben worden. Die beiden Teilgutachten leuchten sodann in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situa-tion ein. Auch 
die Konsensbeurteilung ist nachvollziehbar. Die gutachterliche Schlussfolgerung, wonach der 
Versicherte lediglich in psychiatrischer Hinsicht zu 30 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt 
sei, kann gut nachvollzogen werden. Damit bildet das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ 
und F.____ vom 19. Mai 2021 und 23. März 2021 eine rechtsgenügliche Grundlage, um den 
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten zuverlässig beurteilen zu können.  
 
9.1.1 An der ausschlaggebenden Beweiskraft des Gerichtsgutachtens vermögen die Einwände 
des Versicherten nichts zu ändern. Er macht geltend, die Zumutbarkeitsbeurteilung von 
Dr. F.____ sei unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Die somatische Situation habe sich seit 
2011 verschlechtert. Damals hätten ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radi-
kuläre Symptomatik mit breitbasigen Diskusprotrusionen bei HWK5/6 ohne Hinweis für eine Neu-
rokompression, eine Spinalkanalstenose oder eine Myelopathie und eine mässige Spondylarth-
rose LWK3 - SWK1 ohne Diskushernie oder Neurokompression sowie chronische Leisten-
schmerzen mit radiologisch beginnender Coxarthrose ohne Hinweis für eine Osteonekrose oder 
für ein Impingement typische Veränderungen bestanden. Im Vergleich zur ABI-Begutachtung 
habe Dr. F.____ bei der LWS im Rahmen des chronischen Panvertebralsyndroms neu multiseg-
mentale Osteochondrosen bei LWK2/3, Intervertebralgelenksarthrosen sowie im Zusammenhang 
mit einer epiduralen Lipomatose eine leichte Spinalkanalstenose bei LWK2/3 sowie kleine Dis-
kushernien ohne Kompression der neuralen Strukturen feststellen können. Ausserdem zeige der 
MRT-Befund vom 13. August 2020 zusätzlich eine leicht dehydrierte Bandscheibe bei LWK4/5, 
eine Chondrose mit einer kleinen Diskushernie bei LWK5/SWK1 und deutlichen bilateralen Fazet-
tengelenksarthrosen sowie Osteochondrosen bei LWK1 - LWK4. Mit der Bildgebung vom 19. De-
zember 2016 lasse sich nach wie vor eine beginnende Coxarthrose links nachweisen, wobei neu 
ein femoroacetabuläres Impingement dazugekommen sei. Zudem erwähne Dr. F.____ die MRT-

 

 
 
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Befunde betreffend das linke Knie vom 15. April 2019 nicht, gemäss welchen eine mediale Gon-
arthrose links und eine Meniskopathie medial vorlägen. Da Dr. F.____ die neuen Einschränkun-
gen unter den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt habe, stehe fest, 
dass sich die somatische Situation objektiv deutlich verschlechtert habe.  
 
9.1.2 In Bezug auf die Vorbringen des Versicherten ist zu beachten, dass es sich bei der MRT-
Diagnostik für die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit lediglich um ein Beurteilungskri-
terium unter vielen anderen handelt. In bildgebenden Verfahren nachgewiesene Schädigungen 
können zwar grundsätzlich das Bestehen von Beschwerden begründen. Es kann daraus jedoch 
nicht das Ausmass dieser Beschwerden und die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit abgeleitet 
werden. Die MRT-Bildgebung genügt allein somit nicht für die Annahme einer mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eingetretenen Verschlechterung der funktionellen Leistungsfähigkeit (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 14. April 2020, 8C_59/2020, E. 5.3). Dr. F.____ konnte in seiner 
klinischen Untersuchung der Wirbelsäule keine relevanten Hinweise für ein Facettensyndrom o-
der segmentale diskogene Schmerzen finden. Er beurteilte deshalb diese geklagten Schmerzen 
als unspezifisch, was auch zu den unwirksamen Infiltrationsbehandlungen passe. In Bezug auf 
das linke Hüftgelenk und das linke Kniegelenk stellte Dr. F.____ aufgrund der MRT-Befunde de-
generative Veränderungen fest. Bei der klinischen Untersuchung konnte er aber keine schwer-
wiegenden Funktionsbeeinträchtigungen erkennen. So führte er im Wesentlichen Schmerzanga-
ben bei der Prüfung der Kraft an den "Kennmuskeln", Schmerzen an der Hüfte beidseits und 
ausgeprägte beidseitige Kreuzschmerzen beim Lasègue Manöver auf. Bei Ablenkung habe der 
Versicherte jedoch die Langsitz-Position einnehmen können, ohne dass es zu verstärkten 
Schmerzen gekommen sei. Weiter stellte er eine eingeschränkte Rotation der HWS in Neutral-
stellung (rechts: 30°, links: 10°) bei spürbarer Gegeninnervation und endständiger Schmerzan-
gabe fest. In diesem Bereich habe er später aktive Rotationsbewegungen beidseits bis 40° be-
obachten können. Ebenso zeigten sich Bewegungseinschränkungen bei der Lateralflexion der 
HWS bei jedoch deutlicher Gegeninnervation und endständiger Schmerzangabe. Weiter bestän-
den Druckdolenzen im Bereich der Schulter und es läge ein positives Schulterimpingement vor. 
Beim Rotatorenmanschettentest habe der Versicherte Schmerzen im Bereich der Supraspinatus-
sehne angegeben. Die Beweglichkeit der Schulter sowie die Greifkraft der Finger sei einge-
schränkt, wobei auch hier eine Selbstlimitierung festzustellen gewesen sei. Dr. F.____ wies zu-
dem auf eine eingeschränkte Flexion/Extension der Hüft- und der Kniegelenke beidseits hin. Im 
Sitzen habe der Versicherte aber sowohl das Kniegelenk als auch das Hüftgelenk problemlos bis 
90° flektieren können. Bei den Kniegelenken beschrieb er Druckdolenzen an verschiedenen Stel-
len, jedoch ohne Überwärmung oder Ergussbildung. Eine Instabilität der Kniegelenke konnte er 
nicht feststellen. Er wies auch auf die symmetrischen muskulären Verhältnisse an beiden Beinen 
hin, was zeige, dass das linke Bein nicht geschont werde. Bei diesen klinischen Befunden ist es 
nachvollziehbar, dass Dr. F.____ aufgrund seiner Untersuchung die bildgebenden Befunde nicht 
als derart schwer qualifiziert hat, um von einer die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes ausgehen zu können. Dass er sämtliche vom Versicherten auf-
geführten MRT-Befunde in seiner Beurteilung berücksichtigt hat, ergibt sich aus den Diagnosen. 
Darunter ist auch der MRT-Befund vom 15. April 2019 aufgeführt. Diesen Befund hat er sodann 
auf Seite 17 seines Gutachtens gewürdigt, was daran erkennbar ist, dass er nun von Verände-
rungen am linken Kniegelenk "kombiniert mit einer Meniskopathie" spricht. Schliesslich hat er auf 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Seite 17 seines Gutachtens überzeugend erklärt, weshalb er die MRT-Befunde trotz ihrer gering-
fügigen Bedeutung als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt hat. Weiter 
darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass beim Versicherten mehrere Inkonsistenzen (z.B. 
pseudoneurologische Ausfälle und variable Bewegungsausmasse) feststellbar waren. Von Inkon-
sistenzen und einer deutlichen Selbstlimitierungstendenz sprach im Übrigen auch PD Dr. C.____ 
in seinem Gutachten vom 19. Mai 2021 (vgl. Seite 36 f.). Bei dieser Sachlage leuchtet es ein, 
dass Dr. F.____ die Ursache der geklagten Beschwerden vorwiegend auf psychosomatische 
Faktoren zurückgeführt hat. Da keine Hinweise vorliegen, an der ausschlaggebenden Beweiskraft 
des bidisziplinären Gutachtens der Dres. C.____ und F.____ zu zweifeln, ist davon auszugehen, 
dass der Versicherte weiterhin lediglich zu 30 % in seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einge-
schränkt ist. Aufgrund dieses Ergebnisses besteht auch kein Anlass, der Beurteilung von 
Dr. D.____, wonach der Versicherte in somatischer Sicht zu 50 % eingeschränkt sei, zu folgen, 
zumal das Kantonsgericht bereits in seinem Beschluss vom 30. April 2020 festgestellt hat, die 
Einschätzung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit von Dr. D.____ sei nicht verlässlich genug, um 
darauf abstellen zu können.  
 
9.2.1 Im Weiteren ist zu prüfen, ob die dem Versicherten verbliebene Restarbeitsfähigkeit von 
70 % auf dem realen Arbeitsmarkt verwertbar ist. Der Versicherte ist der Ansicht, dass dies auf-
grund des fortgeschrittenen Alters und seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht realistisch 
sei. Es ist mit dem Versicherten einig zu gehen, dass im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei 
der Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Ein-
kommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden darf. Insbeson-
dere kann dort nicht von einer Arbeitsgelegenheit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätig-
keit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 
ATSG) praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum vorn-
herein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2018, 
8C_434/2017, E. 7.2.1). Es ist jedoch zu beachten, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt ein 
theoretischer und abstrakter Begriff ist. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, d.h. 
er umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenange-
bote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und 
geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, 110 V 273 E. 4b).  
 
9.2.2 In der Rechtsprechung wird das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditäts-
fremder Faktor, als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und be-
ruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Res-
terwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr 
nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungs-
pflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das noch vor-
handene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich 
nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, die mit 
Blick auf die Anforderungen der Verweistätigkeiten massgebend sind. Die Möglichkeit, die Rest-
arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch da-
von ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem für 

 

 
 
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einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Das Bundesgericht hat in seinem Lei-
tentscheid BGE 138 V 457 entschieden, dass bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit auf das 
Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit abzustellen ist. Als ausgewie-
sen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Un-
terlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457, E. 
3.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013, 9C_954/2012, E. 3.1). Dieser Zeit-
punkt fällt vorliegend auf die Begutachtung des Versicherten durch die Dres. F.____ und C.____ 
im März 2021/Mai 2021. Zu diesem Zeitpunkt war der Versicherte noch nicht ganz 60 Jahre alt. 
Die verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug zum massgebenden Zeit-
punkt somit noch rund 5 Jahre. Eine Aktivitätsdauer von rund 5 Jahren gilt rechtsprechungsge-
mäss grundsätzlich als ausreichend, um eine neue einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich 
einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2017 
9C_677/2016, E. 5.2). Somit ist dem Versicherten ein Berufswechsel gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung zuzumuten (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2019, 
8C_759/2018). 
 
9.2.3 Vorliegend sind auch keine qualifizierenden Begleitumstände ersichtlich, die eine aus-
nahmsweise Verneinung der Verwertbarkeit begründen würden. Gemäss der gutachterlichen Zu-
mutbarkeitsbeurteilung besteht beim Versicherten in einer Verweistätigkeit eine 70%ige Arbeits-
fähigkeit. Entgegen der Auffassung des Versicherten unterliegt das ihm noch zumutbare Tätig-
keitsfeld nicht derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realis-
tisch zu bezeichnen wäre. Die sachlichen Limitierungen (leichte bis intermittierend mittelschwere 
Tätigkeiten in Wechselbelastung) schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Restar-
beitsfähigkeit im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht als völlig unrealistisch erscheinen, zu-
mal der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts vom 6. Mai 2020, 8C_30/2020, E. 5.3 und vom 8. Mai 2013, 8C_728/2012, 
E. 4.3.3). Diese Stellen- und Arbeitsangebote zeichnen sich dadurch aus, dass behinderte Person 
bei solchen Stellen mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen 
können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3 mit Hinweisen). 
Das Belastungsprofil steht der Ausübung von leichten Kontroll-, Sortier- und Prüfarbeiten sowie 
einfachen Überwachungs- oder Montagearbeiten nicht entgegen. Diese Beschäftigungen sind 
nicht mit einem grossen Einarbeitungsaufwand verbunden, und Hilfsarbeiten werden auf dem 
hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (BGE 
146 V 16 E. 7.2.1). Im Lichte der hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Annahme einer 
Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit entwickelt hat, ist deshalb von der Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit des Versicherten auszugehen. Die durch die schwere Covid-Erkrankung auf-
getretenen zusätzlichen gesundheitlichen Einschränkungen können im vorliegenden Verfahren 
mangels richterlicher Überprüfungsbefugnis (vgl. Erwägung 2) nicht berücksichtigt werden, da sie 
keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 8. Au-
gust 2019 vorhandene gesundheitliche Situation des Versicherten zulassen. Dem Versicherten 
bleibt es jedoch unbenommen, mit entsprechenden Arztzeugnissen bei der IV-Stelle eine Neu-
anmeldung infolge Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit August 2019 vorzunehmen.  
 

 

 
 
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9.2.4 Schliesslich hilft das Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013, 9C_954/2012, auf wel-
ches der Versicherte in seiner Stellungnahme vom 22. Juni 2021 Bezug nimmt, nicht weiter: Dort 
lag eine lange Betriebszugehörigkeit des Beschwerdeführers im angestammten Beruf (33 Jahre 
als Serviceangestellter bzw. 25 Jahre als Hotelportier), eine fehlende Berufsausbildung sowie 
eine verbleibende Aktivitätsdauer von ca. fünf Jahren vor. Zudem war der betroffene Beschwer-
deführer aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen und der Evaluation der Leistungs-
fähigkeit, wonach er schmerzbedingt nur eingeschränkt hat ziehen oder stossen und Verrichtun-
gen mit den Händen ausführen können, bei Ausübung einer leichten Verweistätigkeit zu einem 
wesentlichen Teil eingeschränkt. Ausserdem war er wegen der symptomatischen Hypoglykämien 
nicht imstande, Schichtdienste zu leisten sowie Fahrzeuge zu führen und Maschinen zu bedienen 
(E. 3.2 des zitierten Urteils). Aufgrund dieser erheblichen Einschränkungen kam das Bundesge-
richt zum Schluss, dass selbst in einer adaptierten Tätigkeit mit einem unterdurchschnittlichen 
Arbeitstempo und vermehrtem Pausenbedarf zu rechnen sei, was zur Unverwertbarkeit der ver-
bleibenden Restarbeitsfähigkeit führe. Von vergleichbaren Umständen kann beim Versicherten 
nicht die Rede sein. Zwar weist der Versicherte auch eine verbleibende Aktivitätsdauer von 5 Jah-
ren auf und er verfügt über eine immerhin rund  
13-jährige Betriebszugehörigkeit. Im Gegensatz zum Beschwerdeführer im oben zitierten Urteil 
verfügt der Versicherte über eine Berufsausbildung (abgeschlossene 4-jährige Lehre als gelernter 
Chemielaborant im X.____) und arbeitete als angelernter Bauspengler (Facharbeiter in der Werk-
statt) in der Schweiz. Ausserdem sind seine funktionellen Beeinträchtigungen im Vergleich zu 
jenen des im Bundesgerichtsurteil betroffenen Beschwerdeführers weitaus geringer, ist es ihm 
doch aus somatischer Sicht zumutbar, leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten in 
Wechselbelastung ohne weiteren Einschränkungen auszuführen.  
 
9.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit dem 
Zeitpunkt des Urteils des Kantonsgerichts vom 17. Januar 2013 bzw. der Verfügung der IV-Stelle 
vom 17. September 2013 nicht wesentlich verändert haben. Da damit die Revisionsvorausset-
zungen nicht gegeben sind, hat es mit der Bestätigung der bisherigen Viertelsrente sein Bewen-
den (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Juni 2011, 8C_1056/2010, E. 4.5 und vom 30. April 
2008, 9C_114/2008, E. 2.1).  
 

10.1 Unter diesen Umständen ist mangels Vorliegens eines Revisionsgrundes keine neue In-
validitätsbemessung durchzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2011, 
8C_1056/2010, E. 4.5). Bei diesem Ergebnis ist auf den dem Urteil des Kantonsgerichts vom 
17. Januar 2013 bzw. der Rentenverfügung vom 17. September 2013 zugrundeliegenden Ein-
kommensvergleich abzustellen, welcher einen Invaliditätsgrad von 47 % ab 1. Dezember 2010 
ergab.  
 
10.2 Entgegen dieser Rechtslage hat die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 8. Au-
gust 2019 dennoch einen Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG vorgenommen (Art. 28a 
Abs. 1 IVG). Dabei ging sie gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Versi-
cherten von einem ab 2001 geltenden Jahreslohn von Fr. 64'740.-- aus (vgl. Fragebogen Arbeit-
geber vom 10. August 2001) und passte diesen an die bis 2017 erfolgte Nominallohnentwicklung 

 

 
 
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an. Dadurch ermittelte sie ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 75'035.--. Da der Ver-
sicherte seit Eintritt des Gesundheitsschadens keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist, berech-
nete die IV-Stelle das Invalideneinkommen korrekterweise anhand der Tabellenlöhne der Schwei-
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS). In Anwendung der 
TA1_tirage_skill-level, Privater Sektor, Total, Kompetenzniveau 1, und Berücksichtigung einer 
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden und der Nominallohnentwicklung 
erhielt sie ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 67'071.--. Von dem auf diese Weise erho-
benen statistischen Wert gewährte sie dem Versicherten einen Abzug vom Tabellenlohn von 
10 % und erhielt bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ein massgebendes Invalideneinkommen von 
Fr. 42'254.--. Aus der Gegenüberstellung der beiden Einkommen resultiert, so das Fazit der IV-
Stelle, ein Invaliditätsgrad von 44 %. Abgesehen davon, dass das Invalideneinkommen an die bis 
ins Jahr 2019 erfolgte Nominalentwicklung anzupassen ist, ist die Invaliditätsbemessung der IV-
Stelle nicht zu beanstanden. Der Versicherte hätte auch gestützt auf dieses Ergebnis weiterhin 
Anspruch auf die bisherige Viertelsrente.  
 
10.3.1 Daran würde auch ein Abzug vom Tabellenlohn von mehr als 10 % nichts ändern. Der 
Versicherte verlangt, dass aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen, des fortgeschritte-
nen Alters, der fast 20-jährigen Absenz vom Arbeitsmarkt, der fehlenden beruflichen Erfahrung 
in einer leidensadaptierten Tätigkeit, des reduzierten Beschäftigungsgrades, des erforderlichen 
Berufswechsels und der schwerwiegenden Folgen der Covid-Erkrankung ein leidensbedingter 
Abzug von 25 % zu gewähren sei. Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die 
versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem 
Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. 
Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 146 V 16 E. 4.1).   
  
10.3.2 Es ergeben sich keine Hinweise, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes we-
gen durch das Gericht ein höherer Abzug vom Tabellenlohn als 10 % vorzunehmen wäre. Vorlie-
gend kann der Versicherte wegen seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen nur noch leichte 
bis intermittierend mittelschwere körperliche Tätigkeiten in Wechselbelastung mit einer Leistungs-
einschränkung von 30 % ausüben. Mit einem Abzug von 10 % trug die IV-Stelle den aufgrund der 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwartenden Lohneinbussen genügend Rechnung. Da 
die IV-Stelle den Invalidenlohn gestützt auf den Tabellenlohn der Tabelle TA1, Sektor Total, Kom-
petenzniveau 1, berechnet hat, hat sie den somatischen gesundheitlichen Einschränkungen zu-
sätzlich Rechnung getragen. Die aus psychiatrischer Sicht festgestellten qualitativen Funktions-
einschränkungen sind in der attestierten 30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mitenthal-
ten. Die bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltenen gesundheitli-
chen Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs 
einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 146 
V 16 E. 4.1 mit Hinweis). Auch im Zusammenhang mit dem leidensbedingten Abzug können die 

 

 
 
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gesundheitlichen Beeinträchtigungen seit der Covid-Erkrankung mangels richterlicher Überprü-
fungsbefugnis nicht berücksichtigt werden (vgl. Erwägung 2). Hinsichtlich des geltend gemachten 
reduzierten Beschäftigungsgrades ist auf die Rechtsprechung hinzuweisen, wonach das Bundes-
gericht eine durch eine Teilzeitbeschäftigung im Bereiche von 50 – 74 % verursachte Lohnein-
busse nicht als überproportional gewertet und deshalb auch nicht mit einem Leidensabzug korri-
giert hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2017 vom 26. April 2018, E. 3.1). Es besteht 
daher kein Anlass, hierfür einen weiteren Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren. Entgegen der 
Ansicht des Versicherten stellt sein Alter keinen Grund dar, der einen weitergehenden leidensbe-
dingten Abzug zu rechtfertigen vermöchte. Denn insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten musst 
das fortgeschrittene Alter auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt praxisgemäss 
nicht zwingend eine Lohnsenkung zur Folge haben, werden diese doch auf dem massgebenden 
ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinwei-
sen). Zudem wirkt sich das Alter bei Männern im Segment von 40 bis 64/65 Jahren bei Stellen 
ohne Kaderfunktion  
eher lohnerhöhend aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, 
E. 5.4.1). Je niedriger das Anforderungsprofil ist, nimmt auch die Bedeutung der Dienstjahre ab, 
weshalb dieser Faktor bei Tätigkeiten, die dem Kompetenzniveau 1 der Tätigkeit gemäss 
LSE entsprechen, keinen weiteren Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt (BGE 126 V 75 E. 5a/cc). 
Schliesslich kann auch nicht gesagt werden, die langjährige Anstellung des Versicherten bei der 
gleichen Arbeitgeberin würde sich lohnmindernd auswirken. Eine konstante Arbeitsbiographie 
und die einhergehende, breite Berufserfahrung dürften das Gegenteil bewirken. Die 20-jährige 
Abwesenheit vom Arbeitsmarkt ist auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen, da es dem Ver-
sicherten zumutbar gewesen wäre, seit der ABI-Begutachtung im Jahr 2011 – bis auf die Zeit 
während der ambulanten Behandlung vom 21. Januar 2010 bis 31. August 2010 in der Tageskli-
nik I.____ – einer ganztägigen leidensangepassten Tätigkeit mit einer 30%igen Leistungsein-
schränkung nachzugehen. Schliesslich rechtfertigt auch die fehlende Berufsausbildung in einer 
leidensangepassten Tätigkeit keinen höheren Abzug, da mit dem Tabellenlohn TA1, Kompetenz-
niveau 1, vor allem Hilfsarbeiten erfasst werden, welche keine Ausbildung  
voraussetzen. Insgesamt ist demnach kein Grund ersichtlich, wonach die IV-Stelle mit dem von 
ihr gewährten leidensbedingten Abzug von 10 % ihr Ermessen, in welches ohnehin nur zurück-
haltend einzugreifen ist, nicht korrekt ausgeübt hätte. 
 
10.4 Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass sich der Gesundheitszustand des Ver-
sicherten seit der ABI-Begutachtung im Jahr 2011 nicht wesentlich verändert hat, weshalb wei-
terhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 47 % 
besteht. Die vorliegende Beschwerde ist demnach unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden 
muss. 
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 

 

 
 
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20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mit Ver-
fügung vom 24. September 2019 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem 
Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
11.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu über-
nehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so 
hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bundesgericht präzisierend 
Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens 
der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es erwog, es müsse ein Zu-
sammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der 
Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich in folgenden Konstellati-
onen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig be-
legten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen durch objektiv begrün-
dete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation 
notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Expertise abgestellt habe, 
welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfülle (BGE 125 V 
351 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auf-
fassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen 
Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutach-
tens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel 
aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; zum Ganzen: BGE 
139 V 496 E. 4.4 mit Hinweisen).  
 
11.2.2  Vorliegend gelangte das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 30. April 
2020 zum Ergebnis, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage noch 
nicht möglich sei. Mit Blick auf die Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Gutachten kam 
dem rheumatologischen Teilgutachten von Dr. D.____ vom 24. März 2017 samt Ergänzungsgut-
achten vom 25. April 2017 keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Wie die IV-Stelle zu Recht 
feststellte, ging Dr. D.____ in seiner Zumutbarkeitsbeurteilung, gemäss welcher er dem Versi-
cherten eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten attes-
tierte, irrtümlicherweise davon aus, dass der Versicherte gemäss Vorgutachten der ABI vom 9. 
April 2011 und Ergänzungsgutachten vom 25. Mai 2011 damals sowohl in somatischer als auch 
in psychischer Hinsicht zu 30 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Richtig ist 
jedoch, dass die von den ABI-Gutachtern festgestellte 30%ige Arbeitsunfähigkeit rein psychisch 
begründet wurde. Aufgrund dieses Irrtums war nicht klar, ob Dr. D.____ aus somatischer Sicht 
von einer 20%igen oder 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausging. Auf Nachfrage der IV-Stelle hin 

 

 
 
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ergänzte Dr. D.____ sein Gutachten am 25. April 2017. Aufgrund seiner Ausführungen bestanden 
Anhaltspunkte, dass er nicht nur von einer 30%igen, sondern von einer 50%igen Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit ausging. Die IV-Stelle unterliess es jedoch, bei Dr. D.____ rückzufragen. 
Stattdessen stellte sie auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. E.____ ab, der sich auf den 
Standpunk stellte, die seit der ABI-Begutachtung eingetretene Verschlechterung habe höchstens 
in qualitativer Hinsicht Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Seine Begründung hierfür war je-
doch nicht überzeugend genug, um darauf abstellen zu können. Zudem erwies sich das psychi-
atrische Teilgutachten von PD Dr. C.____ vom 19. September 2016 als ergänzungsbedürftig, da 
eine genügend verlässliche Standardindikatorenprüfung fehlte. Da auch die übrigen bei den Ak-
ten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage gebildet ha-
ben, waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweis-
kräftig. Das Verwaltungsverfahren wies mithin Untersuchungsmängel auf, die eine Gerichtsex-
pertise unerlässlich gemacht haben. Die Kosten des in der Folge bei Dr. F.____ und PD Dr. 
C.____ in Auftrag gegebenen Gerichtsgutachtens vom 16. November 2020, welche sich insge-
samt auf Fr. 10'500.-- belaufen (vgl. Honorarrechnungen von Dr. F.____ vom 25. März 2021 über 
Fr. 4'500.-- und von PD Dr. C.____ vom 20. Mai 2021 über Fr. 6'000.--) sind deshalb der IV-Stelle 
aufzuerlegen. 
 
11.3 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerde-
führer keine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. In der Verfügung vom 
24. September 2019 ist ihm jedoch die unentgeltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertrete-
rin bewilligt worden, weshalb diese für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen 
ist. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 2. August 2021 
für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 39,23 Stunden geltend gemacht, was sich 
zwar als hoch, in Anbetracht des Aktenumfangs und der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen und in Berücksichtigung, dass ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt und 
aufgrund des Gerichtsgutachtens eine Stellungnahme verfasst wurde, aber noch als knapp an-
gemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen in der Höhe von 
Fr. 273.50. Der Rechtsvertreterin ist demnach ein Honorar in der Höhe von Fr. 8'744.70 (39,23 
Stunden à Fr. 200.-- [vgl. § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003] und Auslagen von Fr. 273.50 inkl. 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-
kasse auszurichten11.4  Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, 
wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung ver-
pflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
  

 

 
 
Seite 22   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die Kosten für die gerichtlichen Gutachten von Dr. med. F.____ und von 
PD Dr. med. C.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 10'500.-- werden der 
IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt.  

 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 8'744.70 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet.  

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 13. Juni 2022 Beschwerde beim 
Bundesgericht (Verfahren-Nr. 9C_302/2022) erhoben.