# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44263faa-434b-5128-85b9-3877f1c5c46d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.11.2023 SB230008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230008_2023-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230008-O/U/ad

Mitwirkend: Oberrichter Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Ohnjec und Er-

satzoberrichterin lic. iur. Tschudi sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Willi

Urteil vom 14. November 2023

in Sachen

A._____, 
Beschuldigte und Berufungsklägerin

verteidigt durch Rechtsanwalt M.A. HSG in Law X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Geldwäscherei

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ein-
zelgericht, vom 31. Oktober 2022 (GG220228)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. August 2022 

(Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 33 S. 21 ff.)

1. Die Beschuldigte ist schuldig der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB.

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 

Fr. 130.–.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ SA Schaden-

ersatz in Höhe von Fr. 9'361.50 zuzüglich 5 % Zins ab 28. September 2020 

zu bezahlen.

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'300.00   Gebühr für das Vorverfahren.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der 

Beschuldigten auferlegt.

7. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ SA für ihre an-

waltliche Vertretung im Verfahren eine Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 3'746.55 (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 

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Berufungsanträge: 

a) Der erbetenen Verteidigung:

(Urk. 48 S. 2)

1. Es seien die Dispositivziffern 1, 2 und 3 des angefochtenen Urteils auf-

zuheben und es sei die Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Geld-

wäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB freizusprechen.

2. Es sei die Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils aufzuheben.

3. Eventualiter sei die Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils aufzu-

heben und die Zivilforderungen der Privatklägerschaft auf den Zivilweg 

zu verweisen.

4. Es seien die Dispositivziffern 5 und 6 des angefochtenen Urteils aufzu-

heben, die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens 

seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen und A._____ sei 

für die Kosten der erbetenen Verteidigung im erstinstanzlichen Verfah-

ren angemessen zu entschädigen.

5. Es sei die Dispositivziffer 7 des angefochtenen Urteils aufzuheben und 

von einer Entschädigung der Kosten für die anwaltliche Vertretung der 

Privatklägerschaft abzusehen.

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu neh-

men und A._____ sei für die Kosten der erbetenen Verteidigung im Be-

rufungsverfahren zu entschädigen. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl: 

(Urk. 38)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

c) Der Privatklägerschaft:

(Urk. 39)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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Erwägungen:

I. Verfahrensverlauf/Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich, Einzelgericht, liess die Beschuldigte am 1. November 2022 Berufung an-

melden (Urk. 28). Das begründete Urteil (Urk. 30 bzw. Urk. 33) wurde den Parteien 

am 20. bzw. 21. Dezember 2022 zugestellt (Urk. 32/1-4), worauf die Beschuldigte 

mit Eingabe vom 9. Januar 2023 fristgerecht die Berufungserklärung einreichen 

liess (Urk. 35).

1.2. Mit Präsidialverfügung vom 11. Januar 2023 wurde den Parteien Frist ange-

setzt, um Anschlussberufung zu erheben oder begründet ein Nichteintreten auf die 

Berufung zu beantragen (Urk. 36). Die Staatsanwaltschaft sowie die Privatkläger-

schaft teilten mit Eingaben vom 16. Januar bzw. 2. Februar 2023 mit, dass sie auf 

die Erhebung einer Anschlussberufung verzichten würden und beantragten die Be-

stätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 38 und Urk. 39).

1.3. Zur Berufungsverhandlung vom 14. November 2023 erschienen die Beschul-

digte und deren erbetener Verteidiger (Prot. II S. 4 ff.). Das Urteil erging im An-

schluss an die Berufungsverhandlung.

2. Umfang der Berufung

2.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-

bende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dementspre-

chend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil 

nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO).

2.2. In ihrer Berufungserklärung vom 9. Januar 2023 (Urk. 35) ficht die erbetene 

Verteidigung sämtliche Dispositivziffern des erstinstanzlichen Urteils an und for-

derte einen Freispruch der Beschuldigten. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

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vom 31. Oktober 2022 ist somit bezüglich keiner Dispositivziffer in Rechtskraft er-

wachsen.

3. Konstituierung Privatklägerin/Strafantrag

3.1. Der Verteidiger der Beschuldigten beantragt, dass der in der Anklage erho-

bene Eventualvorwurf betreffend der unrechtmässigen Verwendung von Vermö-

genswerten nach Art. 141bis StGB mangels fristgerechter Einreichung eines Straf-

antrags einzustellen sei. Der Strafantrag der Privatklägerin sei zu spät gestellt wor-

den. In der Anzeige vom 7. Oktober 2020 habe sich die Privatklägerin weder als 

Straf- noch als Zivilklägerin konstituiert. Eine Strafanzeige sei nicht einem Strafan-

trag gleichzusetzen. Die Konstituierung als Zivilklägerin sei erst mit Eingabe vom 

12. November 2021 erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt sei die dreimonatige Strafantrags-

frist indes bereits abgelaufen gewesen, habe die Privatklägerin doch schon mit 

Übermittlung der Übernahmeverfügung vom 30. Juni 2021 der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl an die Staatsanwaltschaft St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau, ge-

wusst, dass ein Strafverfahren gegen die Beschuldigte geführt werde. Im Übrigen 

habe sich die Vorinstanz nicht mit der von der Verteidigung zitierten Rechtspre-

chung auseinandergesetzt (Urk. 9/16, Urk. 25; Urk. 35 S. 3; Urk. 48 S. 10).

3.2. Die Vorinstanz führte hierzu aus, dass auf den von Rechtsanwalt Y._____ 

namens der Privatklägerin hervorgebrachten Willen in der Strafanzeige abgestellt 

werden müsse. Dieser habe mit Eingabe vom 7. Oktober 2020 Strafanzeige nach 

Art. 301 StPO gegen Unbekannt gestellt. Damit habe er den Willen der Privatklä-

gerin betreffend die strafrechtliche Verfolgung allfällig begangener Straftaten kund-

getan. Da die fragliche Geldzahlung am 25. September 2020 begangen worden sei, 

sei der Strafantrag am 7. Oktober 2020 klar innert Frist erfolgt. Mit dem Strafantrag 

habe sich die Privatklägerin als solche konstituiert (Urk. 33 S. 4). 

3.3. Die Strafanzeige gemäss Art. 301 StPO ist die Erklärung einer Person ge-

genüber einer zuständigen Behörde, es sei ein Delikt begangen worden. Sie kann 

sich gegen eine bestimmte Person oder gegen Unbekannt richten. Die Strafanzeige 

ist vom Strafantrag abzugrenzen. Die Tatsache allein, dass eine Person Anzeige 

erstattet hat, verschafft keine besondere Rechtsposition (BSK STPO-RIEDO/BONER, 

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3. Aufl. 2023, N 3 ff. und N 23 zu Art. 301; BSK STGB-RIEDO, 4. Aufl. 2019, N 18 f. 

zu Vor Art. 30). 

Das Strafantragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist beginnt mit 

dem Tag, an welchem der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird 

(Art. 31 StGB). Ein gültiger Strafantrag liegt dann vor, wenn die antragsberechtigte 

Person innert Frist bei der zuständigen Behörde ihren bedingungslosen Willen zur 

Strafverfolgung des Täters so erklärt, dass das Strafverfahren ohne weitere Wil-

lenserklärung weiterläuft. Aus dem Umstand allein, dass sich eine Person als Pri-

vatkläger konstituiert hat, kann kein gültiger Strafantrag abgeleitet werden (Urteil 

des Bundesgerichts vom 16. November 2017, 6B_303/2017, E. 6.3 f.). 

3.4. Vorliegend erfolgte am 7. Oktober 2020 durch die B._____ AG eine Strafan-

zeige im Sinne von Art. 301 StPO (Urk. 1/1). Dies wurde durch den rechtskundigen 

Vertreter der B._____ AG, Rechtsanwalt Y._____, ausdrücklich so festgehalten 

("Strafverfahren (Betrugsmail)" […] "einen neuen Sachverhalt zur Anzeige (Art. 301 

StPO)"). Als Straf- oder Privatklägerin konstituierte sich die B._____ AG in diesem 

Schreiben nicht (Urk. 1/1). Diese Konstituierung erfolgte erst mit Eingabe vom 

12. November 2021, womit auch das entsprechende Rechtsbegehren gestellt 

wurde (Urk. 10/2).

3.5. In Bezug auf den in der Anklageschrift vorgeworfenen Tatbestand der Geld-

wäscherei als Offizialdelikt ist somit die B._____ AG seit dem 12. November 2021 

als Straf- und Zivilklägerin konstituiert. Diese Konstituierung gilt grundsätzlich auch 

als Strafantrag in Bezug auf allfällige Antragsdelikte (vgl. BSK STGB-RIEDO, a.a.O., 

N 50 zu Art. 30).

3.4. Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz, wenn sie (implizit) davon ausgeht, 

dass mit den erfolgten Eingaben der B._____ AG die Antragsfrist für die eventuali-

ter angeklagte unrechtmässige Verwendung von Vermögenswerten im Sinne von 

Art. 141bis StGB als Antragsdelikt gemäss Art. 30 StGB und Art. 31 StGB eingehal-

ten wurde (Urk. 33 S. 4). Da die Vorinstanz die Beschuldigte der Geldwäscherei 

schuldig sprach, war diese Frage indes vor Vorinstanz nicht von Relevanz. 

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3.5. Nachdem wie erwähnt die Anzeige der B._____ AG vom 7. Oktober 2020 

nicht als Strafantrag im Sinne von Art. 30 StGB zu qualifizieren ist, hätte diese spä-

testens ab Kenntnis der Tat und des Täters im Sinne von Art. 31 StGB Strafantrag 

stellen müssen. Die Kenntnis der Beschuldigten als mögliche Täterin (sowie einer 

weiteren unbekannten Person) erlangte die B._____ AG mit Zustellung der Über-

nahmeverfügung vom 30. Juni 2021 der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl an die 

Staatsanwaltschaft St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau (Urk. 7/2). Dennoch 

blieb die B._____ AG – obwohl wie bereits erwähnt anwaltlich vertreten – untätig 

und musste mit Telefonat vom 11. November 2021 durch den zuständigen Staats-

anwalt zudem darauf hingewiesen werden, dass die Möglichkeit besteht, sich als 

Privatklägerin zu konstituieren (Urk. 10/1). 

4. Die Strafantragsfrist gemäss Art. 31 StGB war somit am 12. November 2021, 

mit welchem Datum sich die B._____ AG als Straf- und Privatklägerin konstituierte, 

mit Bezug auf allfällige Antragsdelikte abgelaufen, weshalb vorliegend mit Bezug 

auf den eventualiter angeklagten Vorwurf der unrechtmässige Verwendung von 

Vermögenswerten im Sinne von Art. 141bis StGB eine Einstellung zu erfolgen hat. 

II. Rechtliches

1. Vorbemerkungen

1.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass sich die Beschuldigte sowohl in ob-

jektiver als auch in subjektiver Hinsicht der Geldwäscherei nach Art. 305bis StGB 

strafbar gemacht hat. Die Beschuldigte habe mit der Internetbekanntschaft 

"C._____" vereinbart, ihr Bankkonto für die Entgegennahme einer Zahlung zur Ver-

fügung zu stellen. Dies habe sie in der Folge auch getan. Anschliessend habe sie 

das Geld zuerst auf das amerikanische Bankkonto einer "D._____" überwiesen und 

als dies nicht funktionierte in zwei Tranchen auf das deutsche Bankkonto einer 

"E._____". Die Beschuldigte habe einen Teilbetrag für sich behalten. Dabei habe 

sie zumindest billigend in Kauf genommen oder zumindest damit rechnen müssen, 

dass das Geld aus einem Verbrechen stammen würde. Darüber hinaus habe sie 

mit der Weiterleitung des Geldes an ihr unbekannte Personen zumindest in Kauf 

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genommen, dass sie die Herkunft des Geldes verschleiere und dessen Einziehung 

sowie Rückführung verunmögliche (Urk. 33 S. 7 ff.). 

In rechtlicher Hinsicht sei insbesondere auch das Erfordernis der Vortat, nämlich 

des Betrugs, erfüllt. Im vorliegenden Fall habe der Payroll-Beauftragte der Privat-

klägerin eine E-Mail von einer Person, welche sich als "F._____" ausgegeben habe, 

erhalten. Bei "F._____" handle es sich um einen existierenden Angestellten der 

Privatklägerin. Die unbekannte Täterschaft habe sich also nicht mit irgendeinem 

Namen gemeldet, um Geld zu erhalten, sondern habe gewisse Abklärungen durch-

geführt, um die Identität eines Mitarbeitenden anzunehmen. Dabei sei die Täter-

schaft davon ausgegangen, dass die Payroll-Verantwortlichen einem Arbeitskolle-

gen aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses eher entgegenkommen 

würden, als einer externen Person. Dass "F._____" von einer privaten E-Mail-

Adresse und nicht seiner Geschäftsadresse die Änderung seines Bankkontos mit-

geteilt habe, erscheine überdies nicht völlig ungewöhnlich, da man einen Wechsel 

seiner Bank privat vornehme. Die unbekannte Täterschaft habe sich offensichtlich 

darauf verlassen, dass die Privatklägerin die E-Mail von "F._____" nicht weiter hin-

terfragen und weitere Abklärungen unterlassen werde. Das Vorgehen der unbe-

kannten Täterschaft erweise sich angesichts dieser Ausführungen als arglistig und 

es liege auch keine krasse Opfermitverantwortung der Privatklägerin vor, welche 

die Strafbarkeit entfallen lasse (Urk. 33 S. 13 ff.). 

1.2. Die Verteidigung macht geltend, dass keine Vortat zur Geldwäscherei nach 

Art. 305bis StGB gegeben sei, insbesondere liege keine arglistige Täuschung vor, 

weshalb der objektive Tatbestand des Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB nicht 

erfüllt sei. Die Arglist entfalle bei einer Opfermitverantwortung, so wenn trotz meh-

rerer Warnungen die Geschäfte bei Geschäftspersonen weitergeführt würden. 

Denn bei Geschäftspersonen würden strengere Massstäbe gelten, da diese über 

institutionalisierte Selbstschutzmassnahmen und Kontrollen verfügen würden (Re-

glemente, Weisungen Controlling, Compliance etc.). Bei der Privatklägerin handle 

es sich um ein Grossunternehmen mit entsprechender Organisationsstruktur (Urk. 

24 S. 3 ff.). Die Privatklägerin stelle ein geschäftlich erfahrenes Opfer dar, an wel-

ches höhere Selbstschutzmassnahmen vorzunehmen seien, als bei einem ge-

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schäftlich unerfahrenen, privaten Opfer. Die B._____ SA sei Teil des G._____ Kon-

zerns, welcher für sämtliche seiner Unternehmen Verhaltensanweisungen vorgebe 

und den Kodex als Grundlage für weitere Richtlinien nutze. Dieser notwendigen 

Selbstschutzmassnahmen sei sich auch die B._____ SA bewusst, was aus der 

E-Mail-Kommunikation anlässlich der Anzeigeerstattung hervorgehe (Urk. 48 S. 5 

f.) Aus den Unterlagen zur Strafanzeige gehe zudem hervor, dass der Privatkläge-

rin die Problematik von Phishing-E-Mails bekannt gewesen und sie auch schon 

mehrfach Opfer solcher Mails geworden sei (Urk. 24 S. 3 ff.). Die B._____ SA hätte 

also aufgrund des bisher Erlebten sowie aufgrund der in einem solchen Unterneh-

men erwartbaren Schulungen zur Prävention vor derartigen E-Mails sämtliche 

Werkzeuge zur Hand gehabt, um im vorliegenden Fall die Überweisung einer Lohn-

zahlung auf ein falsches Bankkonto zu verhindern. Hinzu komme, dass nicht nur 

der geforderte Selbstschutz bei geschäftlich erfahrenen Opfern höher veranschlagt 

werde, sondern dass auch das Weiterführen gleicher Geschäfte trotz Warnungen 

die Verneinung der Arglist zur Folge habe. Wenn die B._____ SA also Opfer der 

gleichen Masche werde, dann sei die Arglist zu verneinen (Urk. 48 S. 8 f.) Die 

B._____ SA habe ihre eigene Vorsichtsmassnahme, nämlich das Einverlangen der 

Bankkarte, nicht abgewartet und die Zahlung ausgelöst. Die vom vermeintlichen 

F._____ verwendete E-Mail-Adresse unterscheide sich ausserdem grundlegend 

von der korrekten Adresse von F._____, was einfach zu erkennen gewesen wäre 

(Urk. 24 S. 3 ff.). Diesbezüglich habe nämlich eine weitere Payroll Spezialistin, wel-

che zuvor nicht in der E-Mail-Kommunikation zwischen Herr F._____ und Herr 

H._____ involviert gewesen sei, die E-Mail-Adresse des vermeintlichen Herrn 

F._____ aktiv eintippen müssen und habe hierbei auch keine Vorsicht walten las-

sen. Darüber hinaus sei die benutzte Anrede mit Vor- und Nachnamen ungewöhn-

lich. Dies stelle bekanntlich ein Merkmal für all die fragwürdigen E-Mails dar. Zuletzt 

weise die E-Mail offensichtliche Rechtschreibfehler auf, was bei der Herkunft aus 

Deutschland, der Ausbildung und der Position des richtigen Herrn F._____ doch 

sehr ungewöhnlich sei. Mit einem einigermassen sorgfältigen Blick hinsichtlich die-

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ser drei Merkmale, hätte festgestellt werden können, dass die E-Mail wohl kaum 

vom richtigen Herrn F._____ stamme (Urk. 48 S. 6).

Selbst wenn die Vortat des Betrugs zu bejahen wäre, müsste die Beschuldigte im-

mer noch von dieser Vortat gewusst haben bzw. hätte sie diese mindestens anneh-

men müssen. Hierfür gebe es jedoch keine Beweise (Urk. 48 S. 9). Entsprechend 

sei auch der subjektive Tatbestand nicht gegeben, sei die Beschuldigte doch davon 

ausgegangen, dass das erhaltene Geld von ihrer Internetbekanntschaft C._____ 

stammte, da dieser sie gebeten habe, ihm bei ihrer USA-Reise eine Uhr aus der 

Schweiz mitzubringen. C._____ habe der Beschuldigten jeweils ohne aktiv darauf 

angesprochen zu werden, eine plausible Erklärung für die Zahlung geliefert (Urk. 

48 S. 9). So habe er ihr erklärt, dass das Geld über einen Kollegen in der Schweiz 

auf ihr Konto einbezahlt worden sei. Nachdem die Reise wegen der Corona-Situa-

tion nicht zustande gekommen sei, habe C._____ die Rückzahlung des Betrages 

verlangt und der Beschuldigten dafür das Konto von D._____ in der USA angege-

ben, wobei das Geld von der Bank zurücküberwiesen worden sei. Dann habe 

C._____ die Beschuldigte gebeten, den Betrag in zwei Tranchen an seine Schwä-

gerin in Deutschland, Frau E._____, zu überweisen, was die Beschuldigte getan 

habe. Der Differenzbetrag von Fr. 473.95 habe die Beschuldigte als Aufwandsent-

schädigung für die Aufwendungen der Rückabwicklungen behalten. Es gab zum 

damaligen Zeitpunkt für die Beschuldigte keinen Grund für Zweifel (Urk. 24 S. 3 ff.; 

Urk. 48 S. 9, S. 9 f.; Prot. II S. 12). 

2. Erfordernis der Vortat

2.1. Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, 

wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auf-

findung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss 

oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren. Mit "Verbrechen" nimmt 

das Gesetz Bezug auf die technische Definition von Art. 10 Abs. 2 StGB (BSK 

STGB-PIETH, a.a.O., N 13 zu Art. 305bis). Die Erfüllung des Tatbestands der Geld-

wäscherei setzt somit eine Vortat von einer gewichtigen Schwere voraus (Strafdro-

hung einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren). Der Richter hat die Herkunft 

der Vermögenswerte aus einem Verbrechen nachzuweisen (BSK STGB-PIETH, 

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a.a.O., N 36 zu Art. 305bis). Vorliegend kommt der Tatbestand des Betrugs im Sinne 

von Art. 146 Abs. 1 StGB in Frage. 

2.2. Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der 

Absicht, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch 

Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in 

einem Irrtum bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch 

dieser sich selbst oder einen anderen am Vermögen schädigt. Strafrechtlich 

relevant ist allerdings nicht jede Täuschung. Vielmehr erfasst der 

Betrugstatbestand nur arglistiges Verhalten. Dieses ist nach ständiger Recht-

sprechung gegeben, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich 

besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Bei einfachen Lügen ist das 

Tatbestandsmerkmal erfüllt, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit 

besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, sowie dann, wenn der Täter den 

Getäuschten von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen 

voraussieht, dass dieser die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen 

Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (BGE 142 IV 153, E. 2.2.2). Arglist 

scheidet dann aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem Mindestmass an 

Aufmerksamkeit hätte vermeiden können, wenn also das Opfer die angesichts der 

Umstände und seiner persönlichen Verhältnisse grundlegendsten 

Vorsichtsmassnahmen missachtet. Ob eine solche Opfermitverantwortung zu 

bejahen ist, ist im Einzelfall zu beurteilen, wobei die jeweilige Lage und die 

Schutzbedürftigkeit des Betroffenen entscheidend sind. Auf der anderen Seite sind 

besondere Fachkenntnisse und Geschäftserfahrung des Getäuschten zu beachten. 

Unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung ist Arglist indessen nicht 

schon bei jeder Art von fahrlässigem Verhalten zu verneinen, sondern 

ausschliesslich dann, wenn dem Getäuschten geradezu Leichtfertigkeit 

vorgeworfen werden muss (BGE 143 IV 302, E. 1.3 und 1.3.1; BGE 142 IV 153, 

E. 2.2.2 S. 154 f.; BGE 135 IV 76, E. 5.2 S. 79 ff. mit Hinweisen). Zu bejahen ist die 

Opfermitverantwortung dann, wenn Geschäfte trotz Warnungen oder nach 

durchschauter Täuschung weitergeführt werden. Bei Geschäftspersonen bestehen 

höhere Anforderungen an die Qualität der Täuschung, von solchen Opfern wird 

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mehr Selbstschutz erwartet (BSK STGB-MAEDER/NIGGLI, a.a.O., N 80 ff. und N 93 

zu Art. 146). 

2.3. Vorliegend kann vorab festgehalten werden, dass es sich bei der Privatklä-

gerin zweifelslos um eine Person handelt, welche über eine besondere Geschäfts-

erfahrung verfügt. Sowohl aus der Strafanzeige vom 7. Oktober 2020 als auch aus 

der beigelegten E-Mail-Korrespondenz geht hervor, dass die Privatklägerin schon 

mehrfach Opfer von solchen Machenschaften geworden ist. So schreibt die Privat-

klägerin in der Strafanzeige vom 7. Oktober 2020, dass sie "einen neuen Sachver-

halt zur Anzeige (Art. 301 StPO)" bringe (Urk. 1/1) und in der E-Mail vom 1. Okto-

ber 2020 erwähnt die Mitarbeiterin der Privatklägerin, dass es "wieder ein Betrugs-

mail" gewesen sei, "und wir haben es nicht gemerkt". Sie erwähnt weiter, dass der 

Fall "wieder an Herr I._____" gemeldet werden müsse und es "uns ungemein" är-

gere, "wieder in diese Falle getappt" zu sein (Urk 1/3). Der Privatklägerin war somit 

die Vorgehensweise der Täterschaft bekannt, sich die Namen von Mitarbeitenden 

zu beschaffen und dann bei der Privatklägerin eine Änderung der Bankverbindung 

zu verlangen. Auf Grund dieser Kenntnis war die Privatklägerin mithin gehalten, 

zumindest die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen. In Frage 

kommt beispielsweise – insbesondere da ja keine Dringlichkeit gegeben ist – die 

persönliche (allenfalls telefonische) Nachfrage, die schriftliche Überprüfung, ob es 

sich bei der Anfrage tatsächlich um den jeweiligen Mitarbeiter handelt (z.B. mittels 

Erfragen von Geburtsdatum oder weiteren Angaben) oder mittels Einverlangen ei-

ner Kopie der Bankkarte. Letzteres scheint bei der Privatklägerin der Kontrollme-

chanismus gewesen zu sein, hat doch die zuständige Mitarbeiterin die Kopie der 

Bankkarte verlangt (Urk. 1/2). 

2.4. Trotz ihrer Geschäftserfahrenheit, der Kenntnis von derartigen Machen-

schaften sowie dem Einverlangen der Bankkarte, hat die Mitarbeiterin der Privat-

klägerin die Änderung der Bankverbindung veranlasst und die Zahlung wurde aus-

gelöst (Urk. 1/3). Beim Lohn handelt es sich um einen der grössten Ausgabenpos-

ten einer Arbeitgeberin, sodass eine vorsichtigere Vorgehensweise zu erwarten ge-

wesen wäre. Entsprechend muss das Vorgehen als leichtsinnig bezeichnet werden, 

wurden damit doch die elementarsten Vorsichtsmassnahmen ausser Acht gelas-

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sen. Zudem wäre auch angesichts der von der Täterschaft verwendeten E-Mail-

Adresse eine erhöhte Wachsamkeit gefordert gewesen. Bei dieser handelt es sich 

nicht etwa um eine übliche Privatadresse, sondern um eine klar keiner Person zu-

zuordnende E-Mail-Adresse, welche zudem auch nicht in der Schweiz generiert 

wurde ("...@gmail.com"). Dass ein Mitarbeiter, welcher zudem über eine Firmen-E-

Mail-Adresse verfügt, statt dieser oder einer nachvollziehbaren privaten E-Mail-

Adresse eine solche nicht zuzuordnende und nicht schweizerische bzw. länderspe-

zifische E-Mail-Adresse verwendet, muss auf jeden Fall stutzig machen, zumal es 

um eine Finanztransaktion von Arbeitslohn geht. Bei den anschliessend durch die 

Täterschaft gemachten Bankangaben fällt auf, dass diese nicht einmal den Namen 

der Bank angibt, sondern lediglich eine IBAN Nummer sowie den BIC Code (Urk. 

1/2). Auch dies ist als äusserst ungewöhnlich zu bezeichnen und hätte zu erhöhter 

Wachsamkeit aufrufen müssen. Dass dennoch – wie erwähnt – nicht einmal die 

Zusendung der verlangten Kopie der Bankkarte abgewartet wurde, ist als äusserst 

leichtsinnig zu werten. 

2.5. Aus dem Gesagten erhellt, dass die Privatklägerin die grundlegendsten 

Vorsichtsmassnahmen missachtet und völlig leichtfertig gehandelt hat, womit sie 

vor dem Risiko, eine falsche Änderung der Bankverbindung vorzunehmen, quasi 

die Augen verschloss. Das Vorgehen der Täterschaft war zudem nicht raffiniert, 

verwendete sie doch bloss den Namen eines Mitarbeiters und eine dubios anmu-

tende E-Mail-Adresse. Dies vermag eine Opfermitverantwortung bei Vorliegen von 

deutlichen Warnsignalen sowie dem Wissen um solche Betrugsmachenschaften 

und eigenen unterlassenen Vorsichtsmassnahmen nicht auszuschliessen. 

Die Opfermitverantwortung der Privatklägerin ist deshalb zu bejahen, womit die 

Arglist zu verneinen ist. Mangels der Vortat eines Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 

StGB fällt damit eine Verurteilung der Beschuldigten wegen Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB ausser Betracht und ist sie von diesem Vorwurf 

freizusprechen.

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2.6. Selbst wenn das Vorliegen einer Vortat zu bejahen wäre, hätte dennoch – 

wie nachfolgend dargelegt wird – auf Grund des nicht erstellbaren subjektiven Tat-

bestands ein Freispruch zu erfolgen.

3. Subjektiver Tatbestand 

3.1. In subjektiver Hinsicht muss der Geldwäscher die verbrecherische Herkunft 

der Vermögenswerte und die Verwirklichung des Vereitelungszusammenhangs, 

der ihm objektiv zur Last gelegt wird, zumindest in Kauf nehmen, d.h. mit einer 

möglichen Tatbestandsverwirklichung einverstanden sein. Er muss also zunächst 

wissen oder annehmen, dass die Vermögenswerte aus einem Verbrechen herrüh-

ren. Die Formulierung "weiss oder annehmen muss" stammt aus dem Tatbestand 

der Hehlerei (Art. 160 StGB, bis 1994 aArt. 144 StGB) und meint Vorsatz und Even-

tualvorsatz. Was der Täter weiss, will oder in Kauf nimmt, billigt oder womit er sich 

abfindet, betrifft sogenannte innere Tatsachen, die nur anhand äusserer Faktoren 

feststellbar sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_691/2014 vom 8. Dezember 2014, 

Erw. 2.2; BGE 119 IV 242 Erw. 2/c). Ist beweismässig davon auszugehen, dass der 

Geldwäscher nicht eine bestimmte Vorstellung über die Art des Vordeliktes hatte, 

genügt es, dass er mit der Möglichkeit rechnete, das Geld könne aus einem Ver-

brechen (wie Diebstahl oder Betrug) stammen und dies in Kauf nahm (vgl. BGE 119 

IV 242 Erw. 2/b m.H.; Urteil des Bundesgerichts 6S.492/2000 vom 23. Januar 2001, 

Erw. 2/b). Weil eine genaue Kenntnis der Vortat nicht erforderlich ist, reicht es zur 

Annahme einer eventualvorsätzlichen Geldwäscherei aus, wenn Verdachtsgründe 

dem Täter die Möglichkeit einer (zumindest nach der Parallelwertung eines juristi-

schen Laien) schwerwiegenden Vortat nahelegen, mithin sich ihm die Überzeugung 

von der deliktischen Herkunft der Sache aufdrängen musste und er trotzdem im 

Sinne des objektiven Tatbestandes der Geldwäscherei handelte (vgl. hinsichtlich 

der Hehlerei: Urteil des Bundesgerichts 6B_691/2014 vom 8. Dezember 2014, 

Erw. 2.2; Pieth, BSK STGB-PIETH, a.a.O., N 59 zu Art. 305bis). Ein Indiz hierfür ist 

unter anderem, wenn der Täter annahm, dass erhebliche finanzielle Mittel involviert 

waren oder, dass eine Bande am Werk oder Gewalt im Spiel war (BGE 138 IV 1, 

E. 4.2.2; BSK STGB-PIETH, a.a.O., N 59 zu Art. 305bis; ACKERMANN, in: Ackermann 

[Hrsg.], Wirtschaftsstrafrecht der Schweiz, Hand- und Studienbuch, 2. Auflage, 

- 15 -

Bern 2021, § 15 N 74 ff.). Der Geldwäscher muss die Umstände kennen, die den 

Verdacht nahelegen, das Geld stamme aus einer verbrecherischen Vortat 

(BGE 119 IV 242, E. 2/b m.w.H.). 

3.2. Die Vorinstanz erachtete den subjektiven Tatbestand als erfüllt. Die als Mo-

ney Mule tätige Drittperson wisse in der Regel nicht, woher die erlangten Vermö-

genswerte stammen. Gemäss ihren eigenen Angaben habe die Beschuldigte bloss 

gewusst, dass der ihr übertragene, als "LOHN/GEHALT" bezeichnete Betrag, von 

der B._____ SA bzw. von einem Bekannten von "C._____" stammen würde. Es 

dürfe jedoch davon ausgegangen werden, dass sie sich darüber bewusst gewesen 

sei, dass der Bekannte ihrer Internetbekanntschaft kein Angestellter der B._____ 

SA war und dass die Bezeichnung "LOHN/GEHALT" für eine Transaktion, die für 

den Kauf einer Uhr bestimmt war, falsch war. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hät-

ten genügend viele Anzeichen bestanden, die auf eine verbrecherische Vortat hin-

deuteten, so dass die Beschuldigte im Sinne einer "Parallelwertung in der Laien-

sphäre" davon habe ausgehen müssen, dass die Fr. 9'361.50 nicht rechtmässigen 

Ursprungs sein konnten (Urk. 33 S. 17). 

3.3. Objektive äussere Beweismittel, welche direkt das Wissen der Beschuldig-

ten nachzuweisen vermögen, bestehen keine. Es ist daher auf die Aussagen der 

Beschuldigten selber abzustützen. Diese wurden durch die Vorinstanz ausführlich 

wiedergegeben, weshalb vorab darauf verwiesen werden kann (Urk. 33 S. 7 f.). 

Zusammengefasst sagte die Beschuldigte aus, dass sie in jener Zeit Kontakt mit 

einem "C._____" aus J._____ über das Internet gehabt und mit ihm eine Weile lang 

hin- und her geschrieben habe. Dieser habe sie über ihr …-Konto angeschrieben. 

Sie hätten sich immer wieder unterhalten, z.B. über Kinder, und auch ein bisschen 

geflirtet. Als sie und ihr Ehemann eine geplante Chinareise nach J._____ umge-

bucht hätten, habe sie dies "C._____" mitgeteilt. Daraufhin habe er ihr gesagt, er 

würde ihr die Stadt zeigen und ob sie ihm etwas mitbringen könne, was sie bejaht 

habe. Er habe ihr gesagt, dass er eine Uhr aus der Schweiz wolle und ihr hierfür 

das Geld schicken würde. Zu jenem Zeitpunkt sei die Zahlung der Privatklägerin 

erfolgt. Zunächst habe sie gedacht, dass diese Zahlung ein Fehler sei und habe die 

G._____/B._____ SA angerufen, da sie das Geld zurück habe schicken wollen. 

- 16 -

Nachdem sie auf die entsprechende Frage der G._____ gesagt habe, dass sie 

keine Mitarbeiterin sei, habe man ihr keine Auskünfte gegeben und sie abgewim-

melt. Nachdem "C._____" sie gefragt habe, ob sie das Geld erhalten habe und er 

ihr gesagt habe, dass er das Geld über einen Kollegen habe überweisen lassen, 

welcher bei der B._____ SA gearbeitet habe, es sei das Geld für die Uhr, sei sie 

nicht auf die Idee gekommen, die Zahlung anzuzweifeln. Sie habe "C._____" ihre 

Bankdetails nicht angegeben, diese seien indes auf ihrer Webseite ersichtlich. Die-

ser habe sie über das Internet angeschrieben und ihr gesagt, er habe ihre Website 

entdeckt und diese sehr sympathisch gefunden. Da die USA dann coronabedingt 

einen Einreisestopp verhängt hätten, hätten sie die Reise nach J._____ "gecan-

celt". Sie habe daher "C._____" mitgeteilt, dass die Reise nicht zustande komme 

und sie ihm das Geld zurückschicken wolle. Er sei zunächst einmal sauer geworden 

und habe ihr dann für die Rücküberweisung eine Kontonummer in den USA ange-

geben und ihr gesagt, es sei das Konto einer Bekannten. Nachdem ihr das Geld 

aus Amerika zurücküberwiesen worden sei, habe sie dies "C._____" mitgeteilt, wel-

cher wütend geworden sei und ihr unterstellt habe, ihn betrügen zu wollen. Er habe 

ihr gesagt, sie solle es noch einmal schicken. Sie habe sich indes geweigert, da es 

ja nicht geklappt hatte über dieses Konto. Daraufhin habe er ihr dann die Konto-

nummer seiner Schwägerin in Deutschland angegeben und ihr gesagt, sie solle das 

Geld in zwei Tranchen überweisen, das sei einfacher. Dies habe für sie Sinn ge-

macht. Über die Chats mit "C._____" verfüge sie nicht mehr, da er wegen der ab-

gesagten Reise unhöflich und frech geworden sei, weshalb sie die App "Hangouts" 

gelöscht und ihn auch auf Facebook als Freund entfernt habe. Die Differenzen zu 

den überwiesenen Summen würden auf Grund der Wechselkurse/Gebühren beste-

hen und zudem habe "C._____" ihr gesagt, dass sie einen Teil des Geldes für ihre 

Umtriebe behalten könne (Urk. 3/2 S. 2 ff.; Prot. I. S. 10 ff.).

3.4. Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigte von 

der Möglichkeit einer schwerwiegenden Vortat hätte ausgehen müssen und sich ihr 

die Überzeugung von der deliktischen Herkunft der Geldüberweisung aufgedrängt 

hätte. Bei "C._____" handelte es sich um eine Internetbekanntschaft, mit welcher 

sie sich offensichtlich ausserordentlich gut verstanden hat, unterhielten sie sich 

doch über Kinder und flirteten miteinander. Der Kontakt kam über ihre … [Web-] 

- 17 -

Seite zustande, "C._____" schrieb die Beschuldigte an und teilte ihr mit, dass er 

ihre Website entdeckt und sehr sympathisch gefunden habe (Prot. I S. 11); mithin 

kannte "C._____" auch die Kontonummer der Beschuldigten (vgl. Urk. 23). Der 

Kontakt war so intensiv, dass die Beschuldigte sogar, nachdem die vorgesehene 

China-Reise nicht zustande kam, stattdessen eine Reise an den (allenfalls behaup-

teten) Wohnort von "C._____" nach J._____ plante. Die Beschuldigte hatte offen-

sichtlich ein so grosses Vertrauen zu "C._____" gefasst und war an seiner Person 

derart interessiert, dass sie ihn persönlich kennen lernen wollte. Diese Idee kam 

von ihr aus, weshalb auch die Anfrage von "C._____" betreffend das Mitbringen 

einer Uhr für die Beschuldigte nicht per se verdächtig ist. Ob dieser die sich ihm 

bietende Gelegenheit quasi "beim Schopf" packte, kann vorliegend offen bleiben. 

Glaubhaft ist die Aussage der Beschuldigten, dass sie sich nach der erfolgten Bank-

überweisung durch den G._____-Genossenschafts-Bund mit dem Vermerk 

"Lohn/Gehalt" (Urk. 4a) bei der G._____/B._____ SA erkundigte, da sie von einem 

Fehler ausging. Dass sie dies nicht getan haben soll, lässt sich der Beschuldigten 

nicht nachweisen. Die Swisscom-Daten des Handys der Beschuldigten sind man-

gels Zeitablaufs von über 6 Monaten nicht mehr erhältlich (Urk. 5/3). Die internen 

Abklärungen der Privatklägerin, welche keinen Anruf von der Handynummer der 

Beschuldigten ergaben (Urk. 5/7), vermögen diesen Beweis ebenfalls nicht zu er-

bringen. Denn auch angesichts des Zeitablaufs sowie mangels offiziell gesicherter 

Daten kann eine absolute Vollständigkeit der Überprüfung sämtlicher Anrufe im ge-

samten G._____-Genossenschafts-Bund (und nicht nur bei der B._____ SA) nicht 

nachgewiesen werden. Dass die Beschuldigte bei der Privatklägerin keine Aus-

künfte erhielt – was sie geltend macht – ist zudem nachvollziehbar und glaubhaft, 

geben doch Unternehmungen grundsätzlich aussenstehenden Personen keine 

Auskünfte über Lohnzahlungen etc. von Mitarbeitern. Zudem hat "C._____" der Be-

schuldigten erklärt, dass die Zahlung über einen Kollegen, welcher bei der B._____ 

SA arbeite, erfolgt sei. Dass "C._____" eine Zahlung über einen Kollegen in der 

Schweiz vornimmt, ist angesichts der einfacheren Überweisungsmöglichkeit nicht 

per se verdächtig, zudem hatte die Beschuldigte zu "C._____" durch den längeren 

intensiven Kontakt Vertrauen und es bestand für sie keinerlei Anlass, an dessen 

Angaben zu zweifeln. Besondere Anzeichen, dass die überwiesenen Mittel aus ei-

- 18 -

nem Verbrechen stammen könnten, waren für die Beschuldigte nicht ersichtlich, 

bestand für sie doch ein direkter Zusammenhang mit der Bitte von "C._____". Es 

gab für die Beschuldigte kein Anhaltspunkt dafür, dass eine Bande am Werk gewe-

sen wäre oder, dass das Geld aus einer Gewalttat stammen könnte. Auch die Höhe 

des überwiesenen Betrags musste die Beschuldigte nicht stutzig machen, handelte 

es sich doch um eine Summe, welche mit dem Kauf einer teuren Uhr durchaus 

vereinbar ist. Es ging zudem nur um eine einzelne Überweisung auf ihr Konto, wel-

che – für die Beschuldigte – zudem einem klaren Zweck diente. 

3.5. Das Gesagte trifft auch auf die "Rücküberweisungen" in die USA bzw. nach 

Deutschland zu. Denn es war ja die Beschuldigte, welche durch die abgesagte 

Reise den Anlass für eine Rücküberweisung setzte. Ob sich andernfalls "C._____" 

den Betrag durch die Übergabe der Uhr in die USA hätte "transferieren" lassen oder 

sich eine Ausrede hätte einfallen lassen, warum kein Treffen hätte stattfinden kön-

nen und das Geld an ihn "zurück" zu überweisen wäre, kann vorliegend offen blei-

ben. Fakt ist, dass die Beschuldigte auf Grund der abgesagten Reise von sich aus 

das Geld zurücküberweisen wollte, weshalb es für sie auch keinen Grund gab, an 

den angegebenen Kontodaten zu zweifeln. Da "C._____" in den USA lebt, war die 

Überweisung ins Ausland – zunächst an die Bank of Missouri – auch nicht verdäch-

tig. Nachdem diese Überweisung nicht funktionierte und zurücküberwiesen wurde, 

wies "C._____" die Beschuldigte an, es noch einmal zu versuchen und als diese 

sich weigerte, da diese Überweisung ja nicht funktioniert hatte, sagte er ihr, sie solle 

das Geld einer Verwandten, nämlich seiner Schwägerin, in Deutschland in zwei 

Tranchen zu schicken (Urk. 3/2 S. 7). Auch hier bestand für die Beschuldigte, wel-

che zu "C._____ " ein persönliches und vertrautes Verhältnis aufgebaut hatte, kein 

Grund an der Richtigkeit seiner Angaben zu zweifeln. Aus dem Umstand, dass das 

Geld von der Beschuldigten ins Ausland überwiesen wurde, lässt sich somit nichts 

zu ihren Ungunsten ableiten. 

3.6. In Betracht zu ziehen ist neben dem vertraulichen Verhältnis, welches die 

Beschuldigte zu "C._____" hatte, auch deren eigenes Tätigkeitsfeld. Sie ist u.a. 

Integrationslehrerin, begleitet beeinträchtigte Personen und arbeitete für die KESB. 

Ausserdem ist sie selbständig als …-lehrerin tätig. Diese Beschäftigungsfelder ste-

- 19 -

hen notorischerweise mit einer altruistischen Persönlichkeit in Verbindung. Die Be-

schuldigte ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder sowie ein Pflegekind, die 

finanzielle Situation ist als gehoben zu bezeichnen (Urk. 3/2 S. 11 f.; Prot. I S. 7 ff.; 

Prot. II S. 7 ff.). Die Beschuldigte mag mit ihrem Verhalten "blauäugig" gehandelt 

haben – was sie selber ausführt (Urk. 3/2 S. 10); Anhaltspunkte dafür, dass sie um 

die verbrecherische Herkunft des Geldes gewusst hat bzw. hätte wissen müssen, 

bestehen indes wie gesagt keine. Sie flirtete mit "C._____" und hat diesen Kontakt 

– bis zur Anklage im vorliegenden Strafverfahren – vor ihrem Ehemann auch nicht 

offen gelegt (Urk. 3/2 S. 4). Da die von "C._____" gemachten Angaben nicht un-

plausibel waren, musste die Beschuldigte an diesen auch nicht per se zweifeln. 

Erhebliche Mittel waren nicht involviert und zudem mit dem Wunsch des Kaufs einer 

Uhr erklärbar. Die von der Beschuldigten zurückbehaltene Differenz von insgesamt 

Fr. 473.95 ist eine zu geringe Summe, als dass eine integrierte und gut situierte 

Person wissentlich die Gefahr einer Strafverfolgung auf sich nehmen würde. Es ist 

nachvollziehbar und plausibel, dass die Beschuldigte auf Anweisung von "C._____" 

runde Beträge in die USA (nämlich Fr. 9'200.–) bzw. nach Deutschland (Fr. 4'000.– 

sowie Fr. 4'100.–) überwies und den Restbetrag für ihre Aufwendungen/Gebühren 

behalten durfte, zumal sie aufgrund der nicht durchgedrungenen Rücküberweisung 

und Wechselgebühren auch gewisse Aufwendungen hatte. 

3.7. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschuldigten kein Wissen und 

Wollen hinsichtlich der Herkunft der Vermögenswerte aus einer verbrecherischen 

Vortat und des Verwendens zur Vereitelung der strafrechtlichen Einziehung von 

Vermögenswerten angerechnet werden kann. Somit ist der subjektive Tatbestand 

der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis StGB nicht erfüllt, weshalb die Beschul-

digte auch unter diesem Aspekt vom Vorwurf der Geldwäscherei freizusprechen ist. 

4. Zivilansprüche

Die Zivilklage wird abgewiesen, wenn die beschuldigte Person freigesprochen wird 

und der Sachverhalt spruchreif ist (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO). Spruchreife bedeu-

tet, dass über den Zivilanspruch ohne Weiterungen auf Grund der im bisherigen 

Verfahren gesammelten Beweise entschieden werden kann. Beweiserhebungen 

- 20 -

für die Zivilklage muss das Gericht im Falle eines Freispruchs keine mehr machen 

(BSK STPO-DOLGE, a.a.O., N 19 zu Art. 126).

Auf Grund des vollumfänglichen Freispruchs ist der Schadenersatzanspruch der 

Privatklägerin in Höhe von Fr. 9'361.50 abzuweisen. Eine Anspruchsgrundlage ge-

genüber der Beschuldigten besteht mangels Widerrechtlichkeit nicht. 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen

Nachdem die Beschuldigte heute vollumfänglich freizusprechen ist, sind die Kosten 

der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens vor beiden Instanzen auf die 

Gerichtskasse zu nehmen, da sie die Einleitung des Verfahrens weder rechtswidrig 

und schuldhaft bewirkt noch dessen Durchführung erschwert hat. 

Damit besteht auch kein Raum für die Zusprechung einer Prozessentschädigung 

an die Privatklägerin (vgl. Dispositiv-Ziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils). 

Die Verteidigung der Beschuldigten ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen 

(Art. 429 StPO). Sie macht für das erstinstanzliche Verfahren sowie das Berufungs-

verfahren Aufwendungen und Barauslagen von insgesamt Fr. 21'731.35 

(inkl. 7.7% MWST) geltend (Urk. 46/1-5). Diese Entschädigung erweist sich ge-

stützt auf die Verordnung über die Anwaltsgebühren, mithin der Komplexität des 

Sachverhaltes, der Strafandrohung sowie dem notwendigen Zeitaufwand, als zu 

hoch. Es ist vorliegend von einem mittelschweren Fall auszugehen, wobei sich der 

Sachverhalt als nicht komplex darstellt. Es rechtfertigt sich der Beschuldigten für 

das erst- sowie zweitinstanzliche Verfahren eine Prozessentschädigung von pau-

schal Fr. 15'000.– (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1. Das Verfahren wird bezüglich des eventualiter angeklagten Vorwurfs der un-

rechtmässigen Verwendung von Vermögenswerten im Sinne von 

Art. 141bis StGB eingestellt.

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

- 21 -

3. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte A._____ ist der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB nicht schuldig und wird freigesprochen.

2. Die Schadenersatzforderung der Privatklägerin B._____ SA wird 

abgewiesen.

3. Die erstinstanzliche Kostenaufstellung (Ziffer 5) wird bestätigt.

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens beider In-

stanzen werden auf die Gerichtskasse genommen. 

6. Der Beschuldigten wird für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädi-

gung von Fr. 15'000.– aus der Gerichtskasse zugesprochen.

7. Der Privatklägerin B._____ SA wird keine Prozessentschädigung zugespro-

chen. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten 
(übergeben),

- 22 -

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,
 den Vertreter der Privatklägerschaft im Doppel für sich und zuhanden 

der Privatklägerschaft

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten,
 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,
 den Vertreter der Privatklägerschaft im Doppel für sich und zuhanden 

der Privatklägerschaft

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz,
 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD-DR, mit separatem Schreiben ge-

mäss § 54a PoIG,
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA zur Entfernung der Daten ge-

mäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA unter Beilage des Formulars "Lö-
schung DNA-Profil und Vernichtung ED-Materials".

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

- 23 -

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 14. November 2023

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Spiess

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw Willi