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**Case Identifier:** d440235d-0c02-5436-b0e2-d66fa622ba09
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 16.01.2024 IV 2023/104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2023-104_2024-01-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/104

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.03.2024

Entscheiddatum: 16.01.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2024
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsgrad. Würdigung eines 
Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 16. Januar 2024, IV 2023/104).

Entscheid vom 16. Januar 2024

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne 

Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2023/104

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tomas Kempf, Webernstrasse 5, Postfach, 

8610 Uster,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im April 2011 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 4). Sie machte keine Angaben zu ihrer beruflichen 

Ausbildung. Die B.___ AG berichtete im April 2011 (IV-act. 9), die Versicherte sei ab 

Mitte Mai 2010 als Produktionsmitarbeiterin im Stundenlohn angestellt gewesen. Das 

Arbeitsverhältnis sei betriebsbedingt gekündigt worden. Der letzte Arbeitstag sei der 6. 

Januar 2011 gewesen. Das Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen berichtete im 

Juni 2011 (Fremdakten), die Versicherte leide an einem chronischen Schmerzsyndrom 

mit chronischen holocephalen Kopfschmerzen, einer Cervicobrachialgie links und 

einem Panvertebralsyndrom bei einem Status nach einer Discektomie und Cageeinlage 

C6/7 im Januar 2011. Zudem bestehe der Verdacht auf eine depressive Episode. Der 

Hausarzt Dr. med. C.___ attestierte (vorläufig) für die Zeit bis Ende September 2011 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Fremdakten). Mit einer Mitteilung vom 27. 

September 2011 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen mit der Begründung ab, gemäss den Attesten des 

Hausarztes bestehe weiterhin keine verwertbare Arbeitsfähigkeit (IV-act. 26).

A.a. 

Im März 2012 fand eine Abklärung im Haushalt der Versicherten statt. Der 

Abklärungsbeauftragte hielt fest, die Versicherte sei aufgrund ihrer entsprechenden 

Angabe, aufgrund der finanziellen Situation und angesichts des Umstandes, dass sie 

vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung eine Arbeitsstelle mit einem 

Vollpensum gesucht habe, als vollerwerbstätig zu qualifizieren (IV-act. 38). Im Auftrag 

der IV-Stelle erstatteten der Rheumatologe Dr. med. D.___ und der Psychiater Dr. med. 

E.___ am 24. März 2013 ein bidisziplinäres Gutachten (IV-act. 54). Die 

Sachverständigen führten aus, die Versicherte leide an einem panvertebral 

generalisierten Schmerzsyndrom sowie an einer Anpassungsstörung mit Angst und 

Depression gemischt. Zudem bestehe der Verdacht auf ein Carpaltunnelsyndrom links. 

A.b. 

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Die zuletzt ausgeübte, körperlich belastende Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar. Für 

eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit sei ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 Prozent zu 

attestieren, wobei die rheumatologische Beurteilung massgebend sei, da aus 

psychiatrischer Sicht nur eine geringfügige, nicht additiv zu verstehende 

Arbeitsunfähigkeit von etwa 20 Prozent attestiert werden könne. Die rheumatologische 

Beurteilung gelte ab dem Zeitpunkt der Begutachtung. Im Auftrag der IV-Stelle führte 

die Neurologin Dr. med. F.___ im April 2013 eine Untersuchung zur Beantwortung der 

Frage durch, ob die Versicherte an einem Carpaltunnelsyndrom links leide. Sie 

berichtete am 26. April 2013, sie habe keinen objektivierbaren pathologischen Befund 

erheben können, der die sehr diffusen Arm- und Handbeschwerden klinisch-

neurologisch erklären könnte (IV-act. 59). Mit einer Verfügung vom 8. August 2013 wies 

die IV-Stelle das Rentenbegehren mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades ab (IV-act. 73).

Nachdem die Versicherte eine Beschwerde gegen diese Verfügung erhoben hatte, 

in der sie auf anstehende weitere medizinische Abklärungen hingewiesen hatte (vgl. IV-

act. 75–1), widerrief die IV-Stelle ihre Verfügung vom 8. August 2013 am 4. Oktober 

2013, um weitere Abklärungen zu tätigen (IV-act. 88). Das Beschwerdeverfahren wurde 

in der Folge abgeschrieben (vgl. IV-act. 90). Die IV-Stelle holte anschliessend weitere 

medizinische Berichte ein und legte diese ihrem regionalen ärztlichen Dienst (RAD) zur 

Würdigung vor. Im Juni 2014 notierte der RAD-Arzt Dr. G.___ (IV-act. 119), die 

Versicherte sei im Oktober 2013 an der linken Schulter operiert worden. Das 

Operationsergebnis habe zu einem objektivierbaren guten Ergebnis geführt. Die 

Behandlung sei mittlerweile abgeschlossen worden. Andere neue Aspekte seien nicht 

ersichtlich, weshalb weiterhin auf das Gutachten der Sachverständigen Dres. D.___ 

und E.___ abgestellt werden könne. Mit einer Verfügung vom 7. Oktober 2014 wies die 

IV-Stelle das Rentenbegehren mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades 

ab (IV-act. 126). Die Versicherte erhob wiederum eine Beschwerde (vgl. IV-act. 127, 

128, 130 und 135). Im Juli 2014 und im September 2014 war sie an der linken Hand 

operiert worden (IV-act. 142). Der RAD-Arzt Dr. G.___ hielt im Januar 2015 fest, der 

postoperative Verlauf sei offenbar nicht stabil, weshalb weitere medizinische 

Abklärungen durchgeführt werden müssten (IV-act. 145). Im Februar 2015 berichtete 

Dr. med. H.___, die Versicherte leide an einem CRPS (IV-act. 158). Am 25. Februar 

A.c. 

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2015 widerrief die IV-Stelle ihre Verfügung vom 7. Oktober 2014 (IV-act. 169). Das 

Beschwerdeverfahren wurde in der Folge abgeschrieben (vgl. IV-act. 175).

Im Auftrag der IV-Stelle erstattete der Handchirurg Dr. med. I.___ am 2. September 

2015 ein fachärztliches Gutachten (IV-act. 192). Er hielt fest, die Versicherte leide an 

einer Lunatummalazie des linken Handgelenks sowie an einem CRPS der Schulter, des 

Armes und der Hand links cervicalen Ursprungs. Eine leidensadaptierte Tätigkeit sei ihr 

zu 60–65 Prozent zumutbar. Der RAD-Arzt Dr. G.___ qualifizierte das Gutachten als 

überzeugend und empfahl eine rheumatologische und psychiatrische 

Verlaufsbegutachtung (IV-act. 193). Diese wurde in der Folge von der SMAB AG 

durchgeführt. In ihrem Gutachten vom 4. Dezember 2015 führten die Sachverständigen 

aus (IV-act. 199), die Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit 

einer gegenwärtig leichten Episode, an einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung, an einem Nacken-Schulter-Armschmerz links sowie – ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einem generalisierten fibromyalgischen 

Schmerzsyndrom und an einer muskulären Insuffizienz. Eine ideal leidensadaptierte 

Tätigkeit sei ihr zu 60 Prozent zumutbar, wobei die rheumatologische Beurteilung 

ausschlaggebend sei. Aus psychiatrischer Sicht liege eine Einschränkung von 30 

Prozent vor, die aber in der Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht aufgehe. Im 

Vergleich zum Gutachten der Fachärzte Dres. D.___ und E.___ aus dem Jahr 2013 sei 

die Arbeitsfähigkeit leicht tiefer. Retrospektiv sei für die Zeit ab der Schulteroperation 

im Oktober 2013 für einige Monate von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen. Die genaue Dauer lasse sich anhand der Akten nicht bestimmen. Nach 

dem Auftreten der Lunatummalazie und dem CRPS im Juli 2014 respektive nach der 

Stabilisierung des Krankheitsbildes im Januar oder Februar 2015 sei von der aktuellen 

Arbeitsfähigkeit von 60 Prozent auszugehen. Der RAD-Arzt Dr. G.___ qualifizierte das 

Gutachten als überzeugend (IV-act. 200).

A.d. 

In der Folge wurden weitere medizinische Behandlungen durchgeführt; der IV-

Stelle gingen laufend neue medizinische Berichte zu. Im Oktober 2017 empfahl der 

RAD-Arzt Dr. G.___ eine weitere Begutachtung (IV-act. 343). Im Auftrag der IV-Stelle 

erstattete die SMAB AG am 23. März 2018 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 

355). Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an einem chronischen 

cervico-vertebralen Syndrom, an einer Belastungsminderung der linken oberen 

A.e. 

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Extremität, an einer fortbestehenden Omalgie des rechten Schultergelenks, an einer 

rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode, an 

einer somatoformen Schmerzstörung sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

– an einem chronischen thoraco-lumbalen Schmerzsyndrom, an einer 

Insertionstendinopathie beider Fersen, an einem mittelschweren obstruktiven 

Schlafapnoesyndrom, an einer Adipositas und an einem Carpaltunnelsyndrom rechts. 

Aus orthopädischer, pneumologischer, internistischer und neurologischer Sicht seien 

ihr leidensadaptierte Tätigkeiten uneingeschränkt zumutbar. In psychiatrischer Hinsicht 

habe sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begutachtung verschlechtert. Der 

Versicherten könne nur noch ein Pensum von 70 Prozent zugemutet werden. Aufgrund 

einer zusätzlichen Leistungseinbusse von 30 Prozent resultiere aus psychiatrischer 

Sicht ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 50 Prozent. Auch aus polydisziplinärer Sicht sei der 

Versicherten folglich ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 50 Prozent für leidensadaptierte 

Tätigkeiten zu attestieren. Bezüglich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in der 

Vergangenheit sei auf das Vorgutachten der SMAB AG zu verweisen. Ab dem 7. 

Dezember 2016 und ab dem 13. Juni 2017 sei die Versicherte jeweils für rund drei 

Monate vollständig arbeitsunfähig gewesen. Ab Mitte September 2017 habe der 

Arbeitsfähigkeitsgrad 50 Prozent betragen. Die IV-Stelle forderte die SMAB AG im April 

2018 auf, sich zum „restless legs syndrome“ zu äussern und die Diagnose einer 

mittelgradigen depressiven Episode näher zu begründen (IV-act. 359). Die 

Sachverständigen antworteten am 8. Mai 2018 (IV-act. 365), im Rahmen der 

Begutachtung hätten keinerlei Anzeichen für ein „restless legs syndrome“ festgestellt 

werden können. Auch in den neurologischen Vorakten finde sich kein entsprechender 

Hinweis. Die Diagnose tauche nur in einem psychiatrischen Bericht auf, der allerdings 

keinerlei Begründung dafür enthalte. Bezüglich der Diagnose einer mittelgradigen 

depressiven Episode sei festzuhalten, dass zwar im Untersuchungszeitpunkt keine 

Antriebsstörung habe festgestellt werden können, dass eine solche aber in den 

medizinischen Vorakten dokumentiert und begründet worden sei. Zusammen mit den 

ausgeprägten Insuffizienzgefühlen und der Regression sei damit eine mittelgradige 

depressive Störung ausgewiesen. Der RAD-Arzt Dr. G.___ notierte im Mai 2018, dass 

auf das Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 369).

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Nachdem die Versicherte laufend weitere medizinische Berichte eingereicht hatte, 

beschloss die IV-Stelle im August 2020, eine Verlaufsbegutachtung in Auftrag zu geben 

(IV-act. 435). Im Februar 2021 erteilte sie der PMEDA AG den Auftrag, eine 

polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen (IV-act. 476). Die Sachverständigen der 

PMEDA AG untersuchten die Versicherte Ende März 2021 und im April 2021 

internistisch, pneumologisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch. Am 6. Juli 

2021 erstatteten sie das polydisziplinäre Gutachten (IV-act. 481). Der internistische 

Sachverständige hielt fest, die Versicherte habe den Untersuchungsraum mit einem 

flüssigen Gangbild betreten. Das Aus- und Ankleiden sei im Stehen und Sitzen 

gelungen. Die Versicherte habe weder einen Schonsitz noch eine Schonhaltung 

eingenommen. Sie habe während der 90 Minuten dauernden Untersuchung nicht 

schmerzgeplagt gewirkt. Sie habe als durchwegs attent, aufmerksam, freundlich und 

kooperativ imponiert. Die Untersuchungsbefunde seien unauffällig gewesen. Eine 

frühzeitige Erschöpfung oder eine aufscheinende Müdigkeit als Folge des als nicht 

erholsam reklamierten Schlafes habe nicht festgestellt werden können. Die spontane 

Mobilität sowie das problemlose Absolvieren des Belastungstestes mit Treppensteigen 

über zwei Etagen sprächen für erhaltene Ressourcen und gegen die anamnestisch 

berichteten Einschränkungen. Aus internistischer Sicht könne keine Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Die pneumologische 

Sachverständige führte aus, die Befunde der klinischen und zusatzdiagnostischen 

Untersuchungen seien bis auf eine grenzwertige bronchiale Hyperreagibilität sowie eine 

respiratorische Partialinsuffizienz mit einer leichten arteriellen Hypoxämie unauffällig 

gewesen. Nach einem Gewichtsverlust von über 50 Kilogramm als Folge einer im Jahr 

2019 durchgeführten Magenbypass-Operation habe sich die früher festgestellte 

schlafassoziierte Atemstörung normalisiert, worauf bereits in einem Bericht vom 

November 2020 hingewiesen worden sei. Für eine Tätigkeit in einer „lufthygienisch 

einwandfreien Umgebung“ könne aus pneumologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit 

attestiert werden. Der neurologische Sachverständige hielt fest, die Versicherte habe 

den Untersuchungsraum mit einem flüssigen Gangbild betreten. Das Aus- und 

Ankleiden seien selbständig und geschickt gelungen. Der Kopf sei spontan frei in alle 

Richtungen gewandt worden. Die Versicherte habe weder eine aussergewöhnliche 

Anspannung gezeigt noch einen schmerzgeplagten Eindruck hinterlassen. Sie habe 

keinen Schonsitz und keine Schonhaltung eingenommen. Auch ein Schongang habe 

A.f. 

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nicht beobachtet werden können. Die klinische Untersuchung des Kopfes, der 

Halswirbelsäule, der Hirnnerven, der Motorik und Koordination, der Sensibilität, der 

Muskeldehnungsreflexe, der Pyramidenbahnzeichen, des Vegetativums, der äusseren 

Erscheinung und des Verhaltens, des Bewusstseins, der Orientierung, der Mnestik, der 

Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung, des Denkens, der Intelligenz sowie der 

neuropsychologischen Funktionen habe einen unauffälligen Befund ergeben. Auch die 

Resultate der neurophysiologischen Zusatzuntersuchungen seien weitestgehend 

regelrecht gewesen. Aus neurologischer Sicht seien ein leichtgradiges 

Carpaltunnelsyndrom auf beiden Seiten sowie ein Status nach einer Operation der 

Halswirbelsäule zu diagnostizieren. Der klinische Befund entspreche den Angaben in 

den medizinischen Vorakten. Die Versicherte habe nie an einer relevanten organ-

neurologischen Erkrankung gelitten. Eine Arbeitsunfähigkeit könne nicht attestiert 

werden. Die orthopädische Sachverständige führte aus, die Versicherte habe beim 

Betreten des Untersuchungsraumes ein regelrechtes Gangbild gezeigt. Sie habe keinen 

Schonsitz und keine Schonhaltung eingenommen. Nach etwa 25 Minuten sei sie 

aufgestanden und ein wenig hin und her gegangen. Nach zwei Minuten habe sie sich 

wieder auf den Stuhl gesetzt. Sie habe angegeben, dass sie dies wegen starken 

Nacken- und Schulterschmerzen getan habe. Sie habe leise gesprochen, habe 

jammernd gewirkt und sei auf die Schmerzen fokussiert gewesen. Klinisch habe sie 

aber keinen schmerzgeplagten Eindruck hinterlassen. Der klinische Befund der 

Halswirbelsäule sei bis auf eine Druckdolenz unauffällig gewesen. Auch an der Brust- 

und Lendenwirbelsäule habe die Versicherte über Druck- und Klopfschmerzen sowie 

über einen Schmerz bei der Kompression des Thorax geklagt. Die Beweglichkeit des 

Rumpfes sei eingeschränkt gewesen. Im Übrigen sei der klinische Befund bezüglich 

der Wirbelsäule unauffällig gewesen. Bezüglich der oberen Extremitäten seien nur ein 

leichter Schulterhochstand links, eine muskuläre Atrophie im Schulterbereich beidseits 

und eine Hyposensibilität der linken Hand aufgefallen. Der klinische Befund bezüglich 

der unteren Extremitäten sei weitestgehend unauffällig gewesen. Die Ergebnisse der 

klinischen und der bildgebenden Untersuchungen zeigten leichte degenerative 

Veränderungen der Lendenwirbelsäule sowie eine postfusionelle 

Facettengelenksarthrose C6/Th1 links, die unspezifische, keineswegs aber 

immobilisierende Wirbelsäulenschmerzen erklärten, eine beidseitige transmurale 

Ruptur der Supraspinatussehne, die subacromiale Schulterschmerzen und eine 

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Einschränkung der Abduktion erklärten, eine Arthrose an der voroperierten linken Hand, 

die Schmerzen sowie eine Funktionseinschränkung, keinesfalls aber die angegebene 

Sensibilitätsminderung erklärten, eine Patella baja, die Schmerzen und eine 

Bewegungseinschränkung des linken Kniegelenks, aber nicht die angegebenen 

kompletten Kniegelenksblockaden erklärten, sowie eine Plantarfasziitis, die gut zu den 

beschriebenen Fersenschmerzen passe. Für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten könne 

aus orthopädischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Der psychiatrische 

Sachverständige hielt fest, die Versicherte sei zunächst distanziert, später aber 

zunehmend zugewandt und kooperativ gewesen. Sie habe mit einer angemessenen 

Sprachproduktion ohne längere Antwortlatenzen berichtet. Die Sprachmelodie, die 

Mimik und die Gestik hätten ausreichend moduliert gewirkt. Der Rapport sei inhaltlich 

geordnet, aber oftmals etwas wortkarg gewesen, weshalb wiederholt strukturierende 

Nachfragen erforderlich gewesen seien. Im Gespräch habe die Versicherte einen 

ausreichenden Augenkontakt gehalten. Beim Bericht über belastende 

Lebenssituationen hätten sich keine überschiessenden emotionalen Reaktionen 

gezeigt. Wenige Male sei ein Lächeln erwidert worden. Einmal habe die Versicherte auf 

Rückenschmerzen verwiesen. Ansonsten habe sie aber keine namhafte 

Schmerzbeeinträchtigung gezeigt. Das Bewusstsein, die Orientierung, die Mnestik, die 

Konzentration und Aufmerksamkeit, das formale Denken, das inhaltliche Denken, die 

Wahrnehmung, sowie der Antrieb und die Psychomotorik seien unauffällig gewesen. 

Befürchtungen oder Zwänge, eine Ich-Störung oder eine Suizidalität hätten nicht 

festgestellt werden können. Die Stimmung habe mehrheitlich bedrückt gewirkt. Die 

affektive Schwingungsfähigkeit sei leicht reduziert gewesen. Insuffizienz- oder 

Schuldgefühle seien nicht angegeben worden. In der testpsychologischen 

Zusatzuntersuchung habe die Versicherte formal unterdurchschnittliche Leistungen 

bezüglich der Alertness, der geteilten Aufmerksamkeit und der geistigen Flexibilität 

gezeigt. Das Testprofil habe aber deutliche Inkonsistenzen ausgewiesen. Die 

Testergebnisse bewegten sich auf einem nicht plausibel niedrigen Niveau. Das 

Beschwerdevalidierungsverfahren habe deutliche Hinweise auf ein verzerrendes 

Antwortverhalten ergeben. Diagnostisch leide die Versicherte an einer möglichen 

rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig leichtgradigen Episode. 

Psychiatrisch lasse sich keine Einschränkung der Belastbarkeit für die letzte oder eine 

vergleichbare Tätigkeit begründen. Nach der Konsensbesprechung führten die 

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Sachverständigen aus, die Versicherte leide (wahrscheinlich) an einem Asthma 

bronchiale, an einer grenzwertigen bronchialen Hyperreagibilität, an einer 

respiratorischen Partialinsuffizienz mit einer leichten arteriellen Hypoxämie, an einem 

Status nach einer Discektomie und Cageeinlage C6/7, an einer Arthrose im Bereich des 

linken Handgelenks, an einer Plantarfasziitis, an einer Facettengelenksarthrose und 

Discusprotrusion L4/5, an einem transmuralen Defekt der Supraspinatussehne, an einer 

tiefstehenden Kniescheibe links sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an 

einem Status nach einer komplexen Schlafapnoe-Symptomatik, an Ein- und 

Durchschlafstörungen, an einem leichtgradigen Carpaltunnelsyndrom und an einer 

möglichen rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig leichtgradigen 

Episode. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar. Für eine ideal 

leidensadaptierte Tätigkeit könne weder aktuell noch retrospektiv eine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Der RAD-Arzt Dr. G.___ qualifizierte das Gutachten 

als überzeugend (IV-act. 485).

Mit einem Vorbescheid vom 10. Januar 2022 teilte die IV-Stelle der Versicherten 

mit, dass sie die Zusprache einer Viertelsrente für die Zeit ab Januar 2012, einer 

ganzen Rente für die Zeit ab Januar 2014, einer Viertelsrente für die Zeit ab Juli 2014 

und einer halben Rente für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2019 vorsehe 

(IV-act. 495). Dagegen liess die Versicherte am 9. Februar 2022 einwenden (IV-act. 

502), sie sei mit der Zusprache lediglich einer Viertelsrente für die Zeit bis und mit 

Dezember 2013 nicht einverstanden. Bislang habe die IV-Stelle sich nicht mit ihren 

diesbezüglichen Einwänden befasst, was eine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör darstelle. Dasselbe gelte auch für den Zeitraum ab Juli 2014. Die 

Versicherte führte weiter aus, nicht einverstanden sei sie auch mit der „Aufhebung“ der 

Rente per 31. März 2019. Ihr psychischer Gesundheitszustand habe sich nicht 

verbessert. Der psychiatrische Sachverständige der SMAB AG habe keinerlei 

Inkonsistenzen oder Aggravationstendenzen feststellen können. Zudem habe er die 

Behandlung unter Berücksichtigung der Laborergebnisse als leitliniengerecht 

bezeichnet und trotzdem keinen „Ansatz für eine Hoffnung auf eine Verbesserung des 

psychiatrischen Gesundheitszustandes“ gezeigt. Vor diesem Hintergrund sei es 

unerklärlich, wie der psychiatrische Sachverständige der PMEDA AG „nun dagegen 

plötzlich“ zum Schluss gekommen sei, im Zeitpunkt der Voruntersuchung durch die 

A.g. 

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B.  

SMAB AG hätten sich gute Besserungsoptionen gezeigt. Die RAD-Psychiaterin Dr. 

med. J.___ notierte im März 2022 (IV-act. 504–1 f.), das psychiatrische Teilgutachten 

der PMEDA AG sei überzeugend begründet. Der Sachverständige habe eingehend 

Stellung zum Vorgutachten der SMAB AG genommen. Die Berichte der behandelnden 

Ärzte weckten keinen Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens. Der RAD-

Orthopäde Dr. med. K.___ hielt im April 2022 fest (IV-act. 504–2 ff.), aus den Einwänden 

der Versicherten, einschliesslich der beigelegten medizinischen Akten, ergäben sich 

keine neuen Hinweise. Die Sachverständigen der PMEDA AG hätten sich mit allen 

relevanten Aspekten befasst. Auffällig sei, dass die Versicherte gegenüber den 

Sachverständigen einmal angegeben habe, sie gehe um 22.30 Uhr zu Bett, während 

sie bei einer anderen Gelegenheit festgehalten habe, sie gehe unmittelbar nach dem 

Nachtessen respektive bereits um 19 Uhr zu Bett. Bei einer dritten Gelegenheit habe 

sie angegeben, sie nehme nie ein Nachtessen ein. Am 23. Mai 2023 erliess die IV-Stelle 

vier Verfügungen, mit der sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 

31. Dezember 2013 eine Viertelsrente (IV-act. 514–10 ff.), für die Zeit vom 1. Januar 

2014 bis zum 30. Juni 2014 eine ganze Rente (IV-act. 514–7 ff.), für die Zeit vom 1. Juli 

2014 bis zum 31. Dezember 2016 eine Viertelsrente (IV-act. 514–4 ff.) und für die Zeit 

vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2019 eine halbe Rente zusprach (IV-act. 514–1 

ff.).

Am 6. Juni 2023 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde gegen die Verfügungen vom 23. Mai 2023 betreffend die Perioden vom 1. 

Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013, vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2016 

und vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2019 erheben (act. G 1). Sie liess die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer höheren und 

unbefristeten Rente sowie eventualiter die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 

(nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) zur weiteren Abklärung beantragen. Zur 

Begründung liess sie ausführen, die Beschwerdegegnerin habe sich mit den 

Einwänden gegen die verschiedenen Vorbescheide nicht befasst, womit sie ihre 

Begründungspflicht sowie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör 

verletzt habe. Aus den medizinischen Akten gehe hervor, dass sie, die 

Beschwerdeführerin, weiterhin psychisch krank sei, weshalb sich eine Aufhebung der 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens erschöpft sich in der Überprüfung der 

angefochtenen Verfügungen auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand 

Rente per Ende März 2019 nicht rechtfertigen lasse. In der Zeit bis und mit Dezember 

2013 sowie ab Juli 2014 sei sie stärker in ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt 

gewesen, als die Beschwerdegegnerin angenommen habe.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 16. August 2023 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, sie habe sich eingehend mit den 

Einwänden der Beschwerdeführerin befasst und ausführlich Stellung dazu genommen. 

Sie habe insgesamt fünf Gutachten eingeholt. Das Gutachten der PMEDA AG 

überzeuge in jeder Hinsicht.

B.b. 

Die Beschwerdeführerin liess am 14. September 2023 an ihren Anträgen festhalten 

(act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

B.c. 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die Beschwerdeführerin am 

12. Oktober 2023 darauf hin (act. G 10), dass die Sachverständigen der PMEDA AG 

auch für die Vergangenheit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte 

Tätigkeiten attestiert hätten, weshalb die Möglichkeit bestehe, dass das 

Versicherungsgericht die befristete Rentenzusprache durch eine Abweisung des 

Rentenbegehrens ersetzen könnte. Das Versicherungsgericht räumte der 

Beschwerdeführerin die Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde oder zur 

Stellungnahme zur möglichen reformatio in peius ein.

B.d. 

Die Beschwerdeführerin liess am 2. November 2023 an ihrer Beschwerde 

festhalten und geltend machen (act. G 11), zwischenzeitlich habe die Eidgenössische 

Kommission für Qualitätssicherung bei mehreren Gutachten der PMEDA AG 

gravierende formale und inhaltliche Mängel festgestellt und dem Bundesamt für 

Sozialversicherungen deshalb empfohlen, die Zusammenarbeit mit der PMEDA AG zu 

beenden. Auf das Gutachten der PMEDA AG, das in der Beschwerde bereits kritisiert 

worden sei, könne folglich nicht abgestellt werden.

B.e. 

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nicht weiter als jener der angefochtenen Verfügungen sein kann. Mit ihren vier 

Verfügungen vom 23. Mai 2023 hat die Beschwerdegegnerin ein Verwaltungsverfahren 

abgeschlossen, das (nach der Abweisung des Begehrens um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen am 27. September 2011) die Prüfung eines im April 2011 

gestellten Rentenbegehrens respektive mit Blick auf den Art. 29 Abs. 1 IVG die Frage 

zum Gegenstand gehabt hat, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2011 

einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung gehabt hat. Nach der 

ständigen Praxis des Bundesgerichtes hat es sich dabei um einen unteilbaren 

Gegenstand gehandelt, über den folglich nur mit einer Verfügung hätte entschieden 

werden dürfen (vgl. BGE 131 V 164). Die Beschwerdegegnerin hat diesen Gegenstand 

aber auf vier Verfügungen aufgeteilt. Dieses Vorgehen ist zwar rechtswidrig gewesen, 

wäre aber nicht weiter von Bedeutung gewesen, wenn die Beschwerdeführerin alle vier 

Verfügungen angefochten hätte. Das hat die Beschwerdeführerin aber nicht getan, weil 

sie mit jener Verfügung, mit der die Beschwerdegegnerin ihr für die Zeit vom 1. Januar 

2014 bis zum 30. Juni 2014 eine ganze Rente zugesprochen hatte, einverstanden 

gewesen ist. Das bedeutet, dass jene Verfügung unangefochten in formelle Rechtskraft 

und damit sowohl für die Parteien als auch für das Gericht verbindlich geworden ist. 

Der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 

30. Juni 2014 kann folglich nicht zum Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens 

gehören. Zu prüfen ist also nur der Rentenanspruch für die Zeit vom 1. Oktober 2011 

bis zum 31. Dezember 2013 und für die Zeit ab dem 1. Juli 2014.

2.

Die Beschwerdeführerin hat zwar keinen ausdrücklichen entsprechenden Antrag 

gestellt, aber eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 42 ATSG) und 

der Begründungspflicht (Art. 49 Abs. 3 ATSG) geltend gemacht. Diese Rüge hat sie mit 

einer ihres Erachtens unterbliebenen Auseinandersetzung mit ihren Einwänden im 

Verwaltungsverfahren begründet. Dieser Vorwurf ist nicht nachvollziehbar, denn auf die 

Einwände der Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin jeweils weitere 

Abklärungen durchgeführt. Zudem haben sich die Beschwerdegegnerin und ihr RAD 

sowohl mit den Einwänden als auch mit den von der Beschwerdeführerin eingereichten 

medizinischen Berichten befasst. In den Akten deutet nichts darauf hin, dass die 

Beschwerdegegnerin Eingaben oder Vorbringen der Beschwerdeführerin ignoriert 

hätte. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist deshalb nicht 

auszumachen. In der Verfügungsbegründung ist die Beschwerdegegnerin zwar nicht 

explizit auf alle Vorbringen der Beschwerdeführerin eingegangen, aber dazu ist sie 

auch gar nicht verpflichtet gewesen. Die Begründungspflicht bezweckt nämlich 

ausschliesslich eine Offenlegung der wesentlichen Entscheidmotive beziehungsweise 

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eine entsprechend fundierte Anfechtung einer Verfügung. Dieser Pflicht hat die 

Beschwerdegegnerin Genüge getan. Damit liegt entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin weder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör noch 

eine Verletzung der Begründungspflicht vor. Die angefochtenen Verfügungen erweisen 

sich als formell korrekt.

3.  

Ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht gemäss dem Art. 

28 Abs. 1 IVG, wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach 

dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der 

Invalidität wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt 

der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen bei einer ausgeglichenen 

Arbeitsmarktlage durch eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit erzielen könnte, in 

Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie 

gesund geblieben wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin hat keine Berufsausbildung absolviert. Sie ist als 

Hilfsarbeiterin tätig gewesen. Ihre Validenkarriere besteht folglich in der Verrichtung 

einer typischen Hilfsarbeit, was bedeutet, dass das Valideneinkommen dem 

statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne entspricht.

3.2. 

Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist 

massgebend, welche Tätigkeiten der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in 

welchem Umfang zumutbar sind. Zur Beantwortung dieser Frage hat die 

Beschwerdegegnerin mehrere Administrativgutachten eingeholt. Das aktuellste 

Gutachten stammt von der PMEDA AG. Die Beschwerdeführerin hat geltend machen 

lassen, dieses Gutachten leide an diversen Mängeln, weshalb nicht auf es abgestellt 

werden könne. Die Eidgenössische Kommission für Qualitätssicherung habe zudem bei 

mehreren Gutachten der PMEDA AG gravierende formale und inhaltliche Mängel 

festgestellt und deshalb dem Bundesamt für Sozialversicherungen empfohlen, die 

Zusammenarbeit mit der PMEDA AG zu beenden. Das Prüfungsergebnis respektive der 

Prüfungsbericht der Eidgenössischen Kommission für Qualitätssicherung ist für dieses 

Beschwerdeverfahren irrelevant, weil er naturgemäss keine Aussage über die Qualität 

des hier massgebenden Gutachtens der PMEDA AG enthalten kann. Aus der Tatsache 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

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allein, dass das Bundesamt für Sozialversicherungen den Rahmenvertrag mit der 

PMEDA AG gekündigt hat, folgt nicht automatisch, dass das hier zu beurteilende 

Gutachten seinen Beweiswert verloren hätte. Wie die Gutachten von anderen 

medizinischen Abklärungsstellen ist das vorliegende Gutachten ausschliesslich anhand 

seines Inhaltes auf seinen Beweiswert zu prüfen. Die Sachverständigen der PMEDA AG 

haben die Beschwerdeführerin umfassend – internistisch, pneumologisch, 

neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch – untersucht. Sie haben sowohl die 

Angaben der Beschwerdeführerin als auch die von ihnen erhobenen objektiven 

klinischen Befunde detailliert festgehalten und sie haben die medizinischen Vorakten 

eingehend gewürdigt. Nichts deutet darauf hin, dass sie eine wesentliche Tatsache 

übersehen oder ignoriert hätten. Der internistische Sachverständige hat weder während 

der 90 Minuten dauernden Befragung und Untersuchung noch beim Belastungstest mit 

Treppensteigen über zwei Etagen irgendeine objektive Einschränkung feststellen 

können. Die Beschwerdeführerin hat die Untersuchungen (einschliesslich des 

Belastungstestes sowie des Aus- und Ankleidens) problemlos absolvieren können, sie 

hat keinen Schonsitz und keine Schonhaltung eingenommen und sie hat nicht 

schmerzgeplagt gewirkt. Eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit hat ebenfalls nicht 

festgestellt werden können. Obwohl die Beschwerdeführerin über einen nicht 

erholsamen Schlaf geklagt hat, hat der internistische Sachverständige keinerlei 

Ermüdungszeichen beobachten können. Auch die pneumologische Sachverständige 

hat abgesehen von einer grenzwertigen bronchialen Hyperreagibilität und einer 

respiratorischen Partialinsuffizienz mit einer leichten arteriellen Hypoxämie keine 

Auffälligkeiten feststellen können. Der neurologische Sachverständige hat – wie der 

internistische Sachverständige – keine Auffälligkeiten beim Gangbild oder beim Aus- 

und Ankleiden beobachtet. Die Beschwerdeführerin hat keine aussergewöhnliche 

Anspannung gezeigt, keinen schmerzgeplagten Eindruck hinterlassen und auch keinen 

Schonsitz oder Schonhaltung eingenommen. In seiner sorgfältigen klinischen 

Untersuchung, deren Ergebnisse er detailliert festgehalten hat, hat er einen 

unauffälligen Befund erhoben. Die neurophysiologische Zusatzuntersuchung hat 

lediglich den Hinweis auf ein leichtgradiges Carpaltunnelsyndrom geliefert. Die 

orthopädische Sachverständige hat ebenfalls keinen Schonsitz, keine Schonhaltung 

und keinen Schongang beobachten können. Auf sie hat die Beschwerdeführerin 

allerdings einen schmerzgeplagten Eindruck gemacht, worauf sie in ihrem 

Teilgutachten ausdrücklich hingewiesen hat. Die klinische Untersuchung der operierten 

Halswirbelsäule ist bis auf eine Druckdolenz unauffällig gewesen. Die orthopädische 

Sachverständige hat akribisch alle Ergebnisse der umfassenden klinischen 

Untersuchung festgehalten und gestützt auf diese Ergebnisse und die Würdigung der 

bildgebenden Befunde den überzeugenden Schluss gezogen, dass die Auffälligkeiten 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

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insgesamt nur geringgradig ausgeprägt gewesen sind und lediglich unspezifische 

(keineswegs aber die geltend gemachten, angeblich immobilisierenden) 

Wirbelsäulenschmerzen, gewisse Schmerzen in den Schultern sowie in den Fersen, 

Schmerzen und eine Funktionseinschränkung der linken Hand (keinesfalls aber die 

angegebene Sensibilitätsminderung) sowie Knieschmerzen (allerdings nicht die 

angegebenen kompletten Kniegelenksblockaden) erklären könnten. Schliesslich hat die 

Beschwerdeführerin auch in der psychiatrischen Untersuchung keine namhafte 

Schmerzbeeinträchtigung gezeigt. Der psychiatrische Sachverständige hat den von 

ihm erhobenen objektiven klinischen Befund ausführlich und detailliert beschrieben. Er 

hat anschaulich aufgezeigt, dass der Befund abgesehen von einer bedrückten 

Stimmung und einer leicht reduzierten affektiven Schwingungsfähigkeit weitestgehend 

unauffällig gewesen ist. In einer orientierenden testpsychologischen 

Zusatzuntersuchung hat die Beschwerdeführerin zwar formal unterdurchschnittliche 

Leistungen bezüglich der Alertness, der geteilten Aufmerksamkeit und der geistigen 

Flexibilität gezeigt. Das Testprofil hat aber auch deutliche Inkonsistenzen ausgewiesen. 

Die Testergebnisse haben sich gemäss der überzeugenden Würdigung des 

psychiatrischen Sachverständigen auf einem nicht plausibel niedrigen Niveau bewegt. 

Das Beschwerdevalidierungsverfahren hat deutliche Hinweise auf ein verzerrendes 

Antwortverhalten ergeben. Zusammenfassend belegt das sorgfältig erarbeitete 

Gutachten der PMEDA AG mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit, dass die Einschränkungen der Beschwerdeführerin sowohl in 

somatischer als auch in psychischer Hinsicht so geringgradig ausgeprägt gewesen 

sind, dass für eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit hat 

attestiert werden können. Die Sachverständigen haben diese Schlussfolgerung 

widerspruchsfrei, gut nachvollziehbar und überzeugend begründet.

Bleibt die Frage zu beantworten, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in 

der Zeit zwischen dem frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Oktober 2011 und der 

Begutachtung durch die PMEDA AG im März 2021 arbeitsunfähig gewesen ist. Die 

Sachverständigen der PMEDA AG haben sich nach einer eingehenden Aktenwürdigung 

auf den Standpunkt gestellt, die Beschwerdeführerin sei auch in der Vergangenheit nie 

länger dauernd arbeitsunfähig gewesen. Diese Aussage deckt sich weitgehend mit 

dem bidisziplinären Gutachten des Rheumatologen Dr. D.___ und des Psychiaters Dr. 

E.___ vom 24. März 2013 (unter Berücksichtigung der ergänzenden Ausführungen der 

Neurologin Dr. F.___), denn bereits damals hatten die Sachverständigen aus 

psychiatrischer Sicht nur eine geringfügige Arbeitsunfähigkeit von etwa 20 Prozent und 

eine angesichts des weitgehend unauffälligen objektiven klinischen Befundes – 

notwendigerweise aus der Sicht eines medizinischen Laien – eher als zu grosszügig zu 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

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qualifizierende Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent aus rheumatologischer Sicht 

attestiert, wobei sie explizit betont hatten, dass die Arbeitsunfähigkeiten nicht additiv 

zu verstehen seien. Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen werden, spielt es im 

Ergebnis keine Rolle, ob für die damalige Zeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit 

oder von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von maximal 30 Prozent ausgegangen wird. Im 

September 2015 hatte der Handchirurg Dr. I.___ allerdings in einem im Auftrag der 

Beschwerdegegnerin erstellten Gutachten wegen eines zwischenzeitlich aufgetretenen 

CRPS der linken oberen Extremität eine

Arbeitsfähigkeit von 60–65 Prozent für eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit attestiert. 

Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung hatte er allerdings nicht mit objektiven klinischen 

Befunden, sondern nur mit den von ihm als glaubhaft qualifizierten Angaben der 

Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Schmerzen begründen können (vgl. IV-act. 192–

24). Die Sachverständigen der SMAB AG, die das handchirurgische Gutachten von Dr. 

I.___ im Dezember 2015 um ein rheumatologisches und psychiatrisches Gutachten 

„ergänzt“ hatten, hatten geltend gemacht, abgesehen vom CRPS sei der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Begutachtung durch die 

Sachverständigen Dres. D.___ und E.___ unverändert geblieben. Durch das CRPS habe 

sich der Gesundheitszustand insgesamt leicht verschlechtert, weshalb der 

Beschwerdeführerin eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit nicht mehr zu 70 Prozent, 

sondern nur noch zu 60 Prozent zumutbar sei. Retrospektiv sei für die Zeit ab der 

Schulteroperation im Oktober 2013 für einige Monate von einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die genaue Dauer lasse sich anhand der Akten nicht 

bestimmen. Nach dem Auftreten der Lunatummalazie und dem CRPS im Juli 2014 

respektive nach der Stabilisierung des Krankheitsbildes im Januar oder Februar 2015 

sei von der damals aktuellen Arbeitsfähigkeit von 60 Prozent auszugehen. Der 

orthopädische Sachverständige der SMAB AG hatte dann allerdings im Gutachten vom 

23. März 2018 die Auffassung vertreten, abgesehen von vorübergehenden Phasen im 

Zusammenhang mit den verschiedenen Operationen, denen sich die 

Beschwerdeführerin unterzogen habe, könne – sowohl für die Gegenwart als auch für 

die Vergangenheit – keine somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. 

Ausschlaggebend für diese anderslautende Beurteilung des gemäss den 

überzeugenden Ausführungen des orthopädischen Sachverständigen der SMAB 

unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes war gewesen, dass die 

Beschwerdeführerin die Arme uneingeschränkt hatte einsetzen können, dass keine 

Einschränkung der Finger und Hände hatte erkannt werden können, dass die 

Beschwerdeführerin beide Hände gleichermassen zum Aus- und Ankleiden benutzt 

hatte und dass kein Nichtgebrauch oder Schonung des linken Arms respektive der 

linken Hand hatten beobachtet werden können (vgl. IV-act. 355–42). Der orthopädische 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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Sachverständige hatte explizit festgehalten, dass sein Arbeitsfähigkeitsattest im 

Vergleich zu jenem in den Gutachten aus dem Jahr 2015 nicht aufgrund einer 

zwischenzeitlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes anders ausgefallen sei, 

sondern vielmehr deshalb, weil er keinerlei Anzeichen dafür habe feststellen können, 

dass die Beschwerdeführerin die linke obere Extremität je länger dauernd geschont 

hätte. Er hatte also, anders als die Vorgutachter, die geklagten Schmerzen im 

Zusammenhang mit dem geltend gemachten CRPS als nicht glaubhaft qualifiziert. Die 

Sachverständigen der PMEDA AG haben sich diesen Ausführungen explizit 

angeschlossen, weshalb retrospektiv mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Beschwerdeführerin aus 

somatischer Sicht bezogen auf eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit (entgegen den 

Ausführungen in den Gutachten aus dem Jahr 2015) nie länger dauernd arbeitsunfähig 

gewesen ist. In psychischer Hinsicht war der Beschwerdeführerin nur im Gutachten der 

SMAB AG aus dem Jahr 2018 eine relevante Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Der 

psychiatrische Sachverständige der PMEDA AG hat dieses Attest retrospektiv als 

nachvollziehbar qualifiziert. Er hat aber auch darauf hingewiesen, dass im langjährigen 

Verlauf bei mehreren psychiatrischen Begutachtungen kaum je wesentliche psychische 

Beeinträchtigungen hatten objektiviert werden können und dass sich das gemäss 

seiner retrospektiven Beurteilung überzeugend begründete Attest einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent im Jahr 2018 nur als im Rahmen einer 

vorübergehenden mittelgradigen depressiven Episode interpretieren lasse, die relativ 

rasch wieder abgeklungen sei. Zudem hat er überzeugend aufgezeigt, dass die 

gesamte Krankengeschichte gerade auch in psychischer Hinsicht unter dem Vorbehalt 

einer im Rahmen der aktuellen Begutachtung nachgewiesenen Beschwerdeaggravation 

stehe. Diese Aggravation hat er anschaulich mit der Diskrepanz zwischen den 

Schmerzangaben der Beschwerdeführerin und dem beobachteten Verhalten im 

Rahmen der Untersuchungen, mit der Diskrepanz zwischen den Schmerzangaben und 

den geschilderten Alltagsaktivitäten, mit der Verweigerung einer sachlichen Diskussion 

über eine mögliche angepasste Arbeitstätigkeit, mit dem Fehlen von Strategien im 

Umgang mit den geschilderten Schmerzen, mit der geltend gemachten 

Schmerzpersistenz trotz intensiver Behandlungen, mit den Inkonsistenzen bezüglich 

der Laborergebnisse, mit der Diskrepanz zwischen dem im Rahmen der orientierenden 

testpsychologischen Zusatzuntersuchung gezeigten kognitiven Leistungsniveau und 

dem Verhalten während der Exploration sowie mit den deutlichen Hinweisen auf eine 

Beschwerdeaggravation im Rahmen der Beschwerdevalidierungstests begründet. Die 

nachgewiesene Aggravation weckt erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der 

früheren Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Deshalb rechtfertigt es sich nicht, gestützt auf 

das Gutachten der SMAB AG aus dem Jahr 2018 von einer relevanten psychisch 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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bedingten Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Folglich hat retrospektiv nie eine Phase 

bestanden, in der die Beschwerdeführerin für eine längere Zeit zu mehr als 30 Prozent 

arbeitsunfähig gewesen wäre, weshalb sie das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 

1 lit. b IVG nicht bestanden und folglich keinen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung hat.

Da der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem 

statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne und damit dem Valideneinkommen 

entspricht, kann sein Betrag bei der Berechnung des Invaliditätsgrades mathematisch 

keine Rolle spielen. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, 

korrigiert um einen allfälligen dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzug 

(sog. Prozentvergleich). Ein solcher Abzug wird gewährt, wenn davon ausgegangen 

werden muss, dass die versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben 

ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde, im selben Pensum tätige 

Person. Ein strikt ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also keinen Soziallohn 

ausrichtender Arbeitgeber wird einer versicherten Person nämlich keinen 

durchschnittlichen, sondern nur einen unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlen, um 

seinen aus der Anstellung resultierenden „Arbeitsmehrwert“ – die Differenz zwischen 

dem ökonomischen Wert der Arbeitsleistung und den direkten und indirekten Lohn- 

und Lohnnebenkosten – auf einen durchschnittlichen Betrag zu erhöhen, wenn die 

versicherte Person nur einen unterdurchschnittlichen ökonomischen Mehrwert 

generieren kann respektive wenn die indirekten Lohnkosten und die Lohnnebenkosten 

überdurchschnittlich hoch sind, sodass für den Arbeitgeber nur ein 

unterdurchschnittlicher „Arbeitsmehrwert“ resultiert. Ein strikt betriebswirtschaftlich 

operierender, also ganz bewusst keinen Soziallohn ausrichtender Arbeitgeber wird das 

nicht hinnehmen, sondern diese „Einbusse“ auf die versicherte Person überwälzen, 

indem er ihr nur einen unterdurchschnittlichen Lohn bezahlt, sodass für ihn im Ergebnis 

ein durchschnittlicher „Arbeitsmehrwert“ resultiert. Ein potentieller Arbeitgeber müsste 

bei einer Beschäftigung der Beschwerdeführerin unter anderem in Kauf nehmen, dass 

die Beschwerdeführerin nicht so flexibel wie eine gesunde, in einem Pensum von 

mindestens 70 Prozent tätige Arbeitnehmerin eingesetzt werden könnte, weil sie nur 

ideal leidensadaptierte Tätigkeiten ausführen und weil sie keine Mehr- oder 

Überstunden leisten könnte, weil das zumutbare Pensum von (mindestens) 70 Prozent 

das Maximum dessen darstellen würde, was sie zu leisten in der Lage ist. Nach der 

ständigen Praxis der Abteilung II des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen 

rechtfertigen diese Einschränkungen, allerdings nur, wenn von einer relevanten 

Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wird, einen zusätzlichen Abzug von maximal zehn 

Prozent. Bei der für die Beschwerdeführerin günstigsten Berechnungsvariante wäre 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

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4.  

Die angefochtenen Verfügungen vom 23. Mai 2023, mit denen die Beschwerdegegnerin 

der Beschwerdeführerin eine befristete Rente zugesprochen hat, sind im Sinne einer 

reformatio in peius durch eine Abweisung des Rentenbegehrens vom April 2011 zu 

ersetzen. Die unangefochtene, formell rechtskräftige Verfügung vom 23. Mai 2023 

betreffend den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2014 ist davon nicht 

betroffen. Dieser Verfahrensausgang gilt hinsichtlich der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen als ein Unterliegen der Beschwerdeführerin. Die angesichts des 

durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken 

festzusetzenden Gerichtskosten sind folglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie 

sind durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die 

unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 und für die Zeit ab dem 1. 

Juli 2014 wird ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneint.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

also ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von maximal 30 Prozent und ein dem sogenannten 

Tabellenlohnabzug analoger Abzug von maximal zehn Prozent zu berücksichtigen, was 

einen Invaliditätsgrad von maximal 37 Prozent ergäbe (= 100% – 90% × 70%). Da erst 

ab einem Invaliditätsgrad von 40 Prozent ein Rentenanspruch bestehen kann, hat die 

Beschwerdeführerin, selbst wenn sie das Wartejahr bestanden hätte und selbst wenn 

die für sie günstigste Variante für die Berechnung des Invaliditätsgrades gewählt 

würde, keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung begründet. Die 

Beschwerdegegnerin hätte ihr Rentenbegehren folglich für den gesamten Zeitraum ab 

Oktober 2011 abweisen müssen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2024
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsgrad. Würdigung eines Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2024, IV 2023/104).

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		2024-05-27T02:04:24+0200
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