# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18bc7e66-0080-56c9-b5b2-cf88deb7de38
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 15.09.2021 810 21 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-9_2021-09-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 15. September 2021 (810 21 9) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Antrag auf Aufhebung der Kindesschutzmassnahmen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Daniel  

Häring, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Antrag auf Aufhebung der Kindesschutzmassnahmen 

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
16. Dezember 2020) 

 
 

 
A. C.____, geboren 2018, ist das gemeinsame Kind der verheirateten Eltern D.____ und 
A.____. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde E.____ (KESB E.____) 
vom 25. Mai 2018 wurde den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht vorsorglich entzogen 
und C.____ vorläufig bei einer Pflegefamilie platziert. Für C.____ wurde zudem vorsorglich eine 
Erziehungsbeistandschaft errichtet und eine Beiständin ernannt. Zur Begründung wurde auf die 
psychische Erkrankung der Kindsmutter mit teilweise lang dauernden fürsorgerischen Unter-

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bringungen hingewiesen. Der Kindsvater sei arbeitstätig und für die Kinderbetreuung noch nicht 
bereit. 
 
B. Mit Entscheid vom 12. Februar 2019 bestätigte die KESB E.____ die Errichtung der 
Erziehungsbeistandschaft und die Ernennung der Beiständin. Der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts wurde aufgehoben und die Platzierung bei der Pflegefamilie auf freiwilliger 
Basis weitergeführt. D.____ wurde bei ihrer Bereitschaft behaftet, C.____ regelmässig beim 
Arzt vorzustellen und mit der Psychiatrie-Spitex zusammenzuarbeiten. Bei Erziehungsthemen 
habe sich D.____ nach Bedarf an die Mütterberatung zu wenden. Zur Begründung wurde auf 
die positive Entwicklung in der elterlichen Sorge um C.____ abgestellt. 
 
C. Am 26. September 2019 reichte die Beiständin ihren Zwischenbericht ein und bean-
tragte weitergehende Kindesschutzmassnahmen. Die KESB E.____ entzog daraufhin den 
Kindseltern vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht und platzierte C.____ erneut bei der 
Pflegefamilie. A.____ wurde angewiesen, C.____ vorläufig nicht alleine bei D.____ zu lassen, 
und D.____ wurde vorläufig die alleinige Betreuung von C.____ untersagt. Beide Eltern wurden 
zudem angewiesen, mit der sozialpädagogischen Familienbegleitung eng zusammenzuarbeiten 
und ihre erzieherischen Kompetenzen zu verbessern. Die Kindsmutter sei weder über einen 
längeren Zeitraum stabil gewesen noch sei sie bereit, auf den Konsum von THC zu verzichten. 
 
D. Die KESB E.____ hob mit Entscheid vom 3. April 2020 den Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts und die Platzierung von C.____ bei der Pflegefamilie unter Auflagen auf. 
A.____ wurde angewiesen, C.____ nicht alleine von D.____ betreuen zu lassen, wenn diese 
entweder Marihuana konsumiere oder sich in einem psychotischen Zustand befinde. Zudem 
habe er der Beiständin sofort zu melden, wenn sich der Zustand von D.____ verschlechtere. 
D.____ wurde die alleinige Betreuung von C.____ untersagt. Beide Eltern wurden angewiesen, 
C.____ wöchentlich Kontakt zu gleichaltrigen Kindern zu ermöglichen und mit der sozialpäda-
gogischen Familienbegleitung eng zusammenzuarbeiten. D.____ wurde angewiesen, weiterhin 
regelmässig mit ihrer Psychotherapeutin und mit der Psychiatrie-Spitex zusammenzuarbeiten. 
Beide Eltern wurden darauf hingewiesen, dass die KESB E.____ bei Missachtung der Weisun-
gen die Notwendigkeit weiterer Kindesschutzmassnahmen respektive bei einer deutlichen Ge-
fährdung des Kindswohls eine erneute Platzierung C.____s prüfen werde. Zur Begründung 
wurde festgehalten, dass die psychische Situation der Kindsmutter nach wie vor instabil sei, 
sich aber durch den letzten Klinikaufenthalt etwas beruhigt habe. Aus kinderpsychologischer 
Sicht könne ein Kind mit einem psychisch kranken Elternteil bei seinen Eltern aufwachsen, so-
fern der andere Elternteil gesund sei. Eine Rückkehr zu ihrem Vater könne unterstützt werden, 
sofern dieser bereit sei, eine sozialpädagogische Familienbegleitung in Anspruch zu nehmen 
und seine Erziehungskompetenzen und sein Verständnis für die gesellschaftlichen Anforderun-
gen bezüglich der Kindererziehung zu verbessern. 
 
E. Nach dem Umzug der Familie nach F.____, übernahm die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde B.____ (KESB B.____) mit Entscheid vom 1. Juli 2020 die Kindesschutzmass-
nahmen zum Vollzug und setzte einen neuen Beistand für C.____ ein. 

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F. Mit Schreiben vom 12. November 2020 (Posteingang) an das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), ersuchte A.____ 
um Aufhebung der Beistandschaft. Das Kantonsgericht trat mit Urteil vom 16. November 2020 
auf das Begehren nicht ein und überwies die Angelegenheit zur weiteren Bearbeitung an die 
KESB B.____. 
 
G. Die KESB B.____ lehnte den Antrag von A.____ auf Aufhebung der Kindes-
schutzmassnahmen mit Entscheid vom 16. Dezember 2020 ab. Verfahrenskosten wurden keine 
erhoben.  
 
H. Mit Eingabe vom 8. Januar 2021 erhob A.____ gegen den Entscheid der KESB B.____ 
vom 16. Dezember 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht und beantragte die Aufhebung der 
Beistandschaft. 
 
I. Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 28. Januar 2021 ein Gesuch um un-
entgeltliche Prozessführung ein, welches mit Verfügung vom 10. März 2021 abgewiesen wurde. 
Mit Verfügung vom 21. April 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Kindesschutz-
behörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne 
dieser Regelung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches 
(EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach den Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die 
Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt 
sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Der 
Beschwerdeführer ist als direkter Verfahrensbeteiligter zur Beschwerdeerhebung legitimiert. 
 
1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht von einer Aufhebung der beste-
henden Erziehungsbeistandschaft abgesehen hat. 
 
3.1 Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid zusammengefasst aus, dass der 
Beschwerdeführer zwar grosse Anstrengungen unternommen habe, um die Betreuung und 
Pflege von C.____ zu gewährleisten, er könne jedoch den bestehenden Unterstützungsbedarf 

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der Familie immer noch nicht realistisch einschätzen. Der Beistand habe durch intensive Ge-
spräche eine Verbesserung erreicht, wodurch momentan auf regelmässige Besuche der Famili-
enbegleitung verzichtet werden könne. Die Instabilität der Situation lasse es aber nicht zu, die 
Weisungen oder die übrigen Kindesschutzmassnahmen für C.____ aufzuheben. 
 
3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass die Kindsmutter seit neun Monaten 
kein Cannabis mehr konsumiere. Wenn es ihr wieder schlechter gehen sollte, werde er Hilfe 
holen. Der Beschwerdeführer selber sei ein gesunder Mann, habe aufgehört zu arbeiten, kon-
sumiere keine Drogen und habe bewiesen, dass er mit seiner Vaterrolle zurechtkomme. Ferner 
bestreitet der Beschwerdeführer, dass C.____ eine enge Beziehung zur Pflegefamilie habe. 
 
4.1 Wo die Verhältnisse es erfordern, ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen 
Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt (Art. 308 Abs. 1 
ZGB). Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB setzt voraus, 
dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist (BGE 108 II 372 E. 1) und dieser Gefahr nicht 
durch die Eltern bzw. durch weniger einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB be-
gegnet werden kann (Grundsatz der Verhältnismässigkeit; Urteil des Bundesgerichts 
5C.109/2002 vom 11. Juni 2002 E. 2.1, publiziert in: FamPra.ch 2002, S. 851). 
 
4.2 Die Erziehungsbeistandschaft soll durch Kontakt mit Eltern und Kind erzieherische 
Missstände abbauen. Dem Beistand stehen dafür Instrumente wie Vermittlung, Anleitung oder 
Weisung gegenüber den Eltern, dem Kind und Dritten zur Verfügung, wobei alle Beteiligten zur 
Zusammenarbeit mit dem Beistand verpflichtet sind. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt 
erhalten, soll aber durch stete persönliche Kontakte beobachtet werden. Der Beistand ist Ver-
trauens- und Ansprechperson aller Betroffenen und soll zum Kind eine tragfähige Beziehung 
aufbauen (PETER BREITSCHMID, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 4 zu Art. 308 ZGB; vgl. zum Ganzen KGE VV vom 29. Juli 2020 
[810 19 357] E. 4.1 ff.; KGE VV vom 20. Januar 2021 [810 20 193] E. 4.4.4). 
 
4.3 Verändern sich die Verhältnisse, so sind die Massnahmen zum Schutz der Kinder der 
neuen Lage anzupassen (Art. 313 Abs. 1 ZGB). Diese allgemeine Regel ergibt sich aus dem 
Verhältnismässigkeitsprinzip. Jede Abänderung von Kindesschutzmassnahmen setzt allerdings 
eine dauernde und erhebliche Veränderung der Gegebenheiten voraus und bedingt bis zu ei-
nem gewissen Grad eine Prognose über die künftige Entwicklung der massgebenden Umstän-
de, wobei die Beurteilung dieser Entwicklung wiederum durch das bisherige Verhalten der be-
troffenen Personen wesentlich mitbestimmt wird. Schliesslich gilt es zu beachten, dass Kindes-
schutzmassnahmen auf die Besserung des gestörten Zustandes hinwirken sollen und deshalb 
laufend zu optimieren sind, bis sie schliesslich durch ihre Wirkung selbst hinfällig werden (Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 
1. April 2020 [810 19 343] E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_715/2011 vom 31. Januar 2012 
E. 2 mit Hinweisen). Ob eine erhebliche Änderung der Verhältnisse bejaht werden kann, ist eine 
Ermessensfrage, welche die zuständige Behörde nach Recht und Billigkeit zu entscheiden hat 
(KGE VV vom 1. April 2020 [810 19 343] E. 4.3). 
 

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5.1 Dem Bericht der sozialpädagogischen Familienbegleitung vom 10. Februar 2020 ist zu 
entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2020 zusehends unkooperativer geworden 
und die Zusammenarbeit vom Beschwerdeführer und von der Kindsmutter nach und nach ver-
weigert worden sei. Den durch die Familienbegleitung organisierten Deutschkurs mit Kinderbe-
treuung habe der Beschwerdeführer abgebrochen und auf Telefonanrufe der Familienbeglei-
tung habe der Beschwerdeführer nicht mehr reagiert. Der Beschwerdeführer sei ambivalent in 
seinen Aussagen und seine Handlungen seien jeweils von seiner Stimmung abhängig. Durch 
sein Misstrauen in das hiesige System erschwere er die vereinbarten Abläufe und halte sich 
nicht an Abmachungen, wodurch er positive Entwicklungen torpediere. Der Beschwerdeführer 
stehe unter grossem Einfluss seiner kognitiv stark überlegenen Frau und lasse sich von ihr ma-
nipulieren. Er stelle sich vor seine Frau und vertrete ihre Meinung, ohne diese zu hinterfragen. 
Zudem blende er die instabile Situation seiner Frau aus oder scheine diese nicht zu verstehen. 
Aufgrund der psychischen Krankheit der Kindsmutter, der Mühe des Beschwerdeführers, sich in 
der hiesigen Gesellschaft zurechtzufinden, und seines ablehnenden und sturen Verhaltens, 
müsse die Familie zum Wohle von C.____ unbedingt engmaschig mit ambulanten Massnahmen 
begleitet werden.  
 
5.2 Aus den Akten ergibt sich weiter, dass die KESB E.____ mit Entscheid vom 3. April 
2020 den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie die Platzierung von C.____ aufge-
hoben hat, nachdem C.____ zwei Wochen in Absprache mit den Pflegeeltern immer mehr Zeit 
bei ihren Eltern verbracht hatte und die Geburt des zweiten Kindes der Pflegeeltern bevorstand. 
Zum Schutz des Kindswohls konnte die Platzierung von C.____ jedoch nur unter Auflagen auf-
gehoben werden. Zu diesen Auflagen zählte, dass der Beschwerdeführer C.____ nicht alleine 
von der Kindsmutter betreuen lasse, solange diese Marihuana konsumiere und sich in einem 
psychotischen Zustand befinde. Zudem habe der Beschwerdeführer der Beiständin sofort zu 
melden, wenn es der Kindsmutter schlechter gehe. Der Kindsmutter wurde die alleinige Betreu-
ung von C.____ untersagt, solange sie Marihuana konsumiere und wenn sie sich in einem psy-
chotischen Zustand befinde. Beide Eltern wurden angewiesen, mit der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung zusammenzuarbeiten und C.____ wöchentlich Kontakt zu gleichaltrigen 
Kindern zu ermöglich. Die Kindsmutter wurde weiter angewiesen, weiterhin regelmässig mit 
ihrer Psychotherapeutin und mit der Psychiatrie-Spitex zusammenzuarbeiten. Ferner wurden 
die Kindseltern darauf hingewiesen, dass die KESB bei Missachtung der Auflagen die Notwen-
digkeit weiterer Kindesschutzmassnahmen respektive bei einer deutlichen Gefährdung des 
Kindswohls eine erneute Platzierung von C.____ prüfen werde. 
 
5.3 Die Beiständin führt in ihrem Gespräch mit der KESB vom 4. Juni 2020 aus, dass die 
Erziehungsfähigkeit der Eltern von C.____ auch nach der Rückplatzierung weiterhin in Frage 
stehe und eine Rückplatzierung nur mit Begleitmassnahmen in Form einer Beistandschaft und 
einer sozialpädagogischen Familienbegleitung stattfinden könne. Mit Hilfe dieser Begleitung sei 
dem Beschwerdeführer die Betreuung seiner Tochter gut gelungen. Es habe aber kulturell be-
dingte Schwierigkeiten gegeben (vgl. Aktennotiz vom Gespräch zwischen der KESB und der 
Beiständin vom 4. Juni 2020). 
 

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5.4 In ihrem Bericht vom 22. September 2020 hält die Beiständin fest, dass die Kindsmut-
ter noch nicht stabil sei. Der Beschwerdeführer trage die alleinige Verantwortung für C.____. 
Die Instabilität und Betreuung der Kindsmutter verlange dem Beschwerdeführer die grösste 
Energie ab. Der Beschwerdeführer wünsche keine Einmischung der Schwiegereltern in die Kin-
derbetreuung. Auch die Kindsmutter verlange immer wieder Distanz zu ihrer Familie und leide 
unter der Dominanz ihres Vaters.  
 
5.5 Die Erziehungsbeiständin schreibt in ihrem Schlussbericht vom 28. Oktober 2020, dass 
die Familie wöchentlich von der sozialpädagogischen Familienbegleitung besucht und beraten 
werde. Den im Entscheid vom 3. April 2020 verlangten Kontakt zu anderen Kindern erfahre 
C.____ in der Kindertagesstätte, welche sie zweimal pro Woche besuche. Weiter würden die 
Eltern C.____ regelmässig zu den kinderärztlichen Kontrollen bringen und beide seien genü-
gend instruiert, um mit C.____s Krankheit (Immunschwäche) umgehen zu können. Unter Be-
zugnahme auf die Aussagen der Kindertagesstätte hält die Beiständin fest, dass C.____ ein 
fröhliches und altersgerecht entwickeltes Kind sei. Wenn es der Kindsmutter schlechter gehe, 
sei jedoch eine Verhaltensänderung bei C.____ erkennbar. Seit C.____s Rückplatzierung zu 
ihren Eltern sei der Beschwerdeführer ihre Hauptbezugsperson. Er habe seine Arbeitstätigkeit 
als Kioskbetreiber aufgegeben und habe vor, bis zu C.____s Kindergarteneintritt deren Betreu-
ung zu übernehmen. Die Kindsmutter sei psychisch krank und mehrmals in der Klinik hospitali-
siert gewesen, auch nach der Rückplatzierung von C.____. Der Beschwerdeführer gebe sich 
grosse Mühe, C.____ von ihrer Mutter fernzuhalten, wenn es dieser schlecht gehe. Gestützt auf 
die Rückmeldung der sozialpädagogischen Familienbegleitung führt die Beiständin weiter an, 
dass sich der Beschwerdeführer liebevoll und gut um C.____ kümmere. 
 
6. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, hat sich das Betreuungsumfeld der mitt-
lerweile 3-jährigen C.____ häufig verändert und es kam bereits zweimal zu Fremdplatzierungen 
bei der Pflegefamilie. Seit der Rückplatzierung zu den Eltern ist es erneut zu einem Klinikau-
fenthalt der Kindsmutter gekommen und der Beschwerdeführer ist aufgrund der psychischen 
Erkrankung der Kindsmutter überwiegend alleine verantwortlich für C.____. Zur Erziehungsfä-
higkeit des Beschwerdeführers geht aus den diversen Berichten hervor, dass er sich grosse 
Mühe gebe und sich mittlerweile durch die enge Begleitung gut um seine Tochter kümmere, 
obschon er in einigen Bereichen noch Unterstützung brauche (vgl. Bericht des Beistands vom 
10. Dezember 2020, Aktennotiz vom Gespräch zwischen der KESB und der sozialpädagogi-
schen Familienbegleitung vom 4. Juni 2020). Seine mangelnden Deutschkenntnisse würden 
beim Beschwerdeführer zu einer gewissen Hilflosigkeit bei der Übersicht und Erledigung der 
administrativen Angelegenheiten sowie bei einer längerfristigen Planung der Existenzsicherung 
für die Familie führen (vgl. Bericht des Beistands vom 10. Dezember 2020). Zudem könne sich 
der Beschwerdeführer im Krisenfall – sei es in Bezug auf die Krankheit der Kindsmutter oder in 
Bezug auf die chronische Erkrankung von C.____ – nicht mit den Ärzten verständigen (vgl. An-
trag der Beiständin auf Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts vom 26. September 2019). 
Aus den Akten zeigt sich zudem, dass die Familie weder einen Bekannten- noch Freundeskreis 
hat, welcher ihnen Unterstützung bieten könnte. Auch zur Familie der Kindsmutter besteht auf-
grund vielschichtiger Probleme nur sporadisch Kontakt (Aktennotiz der KESB vom 
12. Oktober 2020 und Protokoll der Anhörung vom 4. November 2020). Die psychische Erkran-

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kung der Kindsmutter stellt für die Entwicklung von C.____ nach wie vor eine gewichtige Gefahr 
dar, welche durch die diesbezügliche Überforderung des Beschwerdeführers verstärkt wird 
(vgl. Abklärungsbericht der Beiständin vom 9. Mai 2018 sowie Schreiben der Beiständin vom 
14. Februar 2020). Die labile Kindsmutter und die fehlende sprachliche sowie soziale Integrati-
on des Beschwerdeführers sind nach wie vor grosse Risikofaktoren für eine Kindswohlgefähr-
dung von C.____. Bisher gab es keine nachhaltige Stabilität im Leben von C.____ und es kam 
aufgrund der genannten Risikofaktoren zweimal zu einer Fremdplatzierung bei der Pflegefami-
lie. Aus den Akten ist zwar eine positive Entwicklung im Verhältnis zwischen C.____ und dem 
Beschwerdeführer erkennbar, gleichzeitig wird jedoch jeweils in den Fachberichten festgehal-
ten, dass eine professionelle Begleitung und Ansprechpersonen für den Beschwerdeführer 
nach wie vor verfügbar sein müssten, damit überprüft werden könne, ob der Beschwerdeführer 
seine Betreuungspflichten für C.____ wahrnehme und es nicht zu einer akuten Gefährdung von 
C.____ komme. Eine weitere Platzierung würde das fragile Familiensystem erschüttern und für 
C.____ einen Abbruch der sich langsam verfestigenden Beziehung zu ihren Eltern bedeuten, 
was einer gesunden Entwicklung von C.____ widersprechen würde. Die Rückplatzierung im 
April 2020 wurde aus diesen Gründen nur unter der Bedingung gewährt, dass eine enge Beglei-
tung besteht (vgl. Entscheid der KESB vom 3. April 2020). Vor dem Hintergrund, dass die 
Rückplatzierung erst im April 2020 und damit lediglich acht Monate vor dem angefochtenen 
Entscheid verfügt wurde, die sozialpädagogische Familienbegleitung vorübergehend eingestellt 
wurde, sich aus den Akten keine wesentlichen Veränderungen der Situation seit der Rückplat-
zierung ergeben und der Beschwerdeführer auch keine Belege für eine solche vorbringt, erweist 
sich eine Aufhebung der Beistandschaft als nicht vertretbar. Vielmehr ist die Beibehaltung der 
Beistandschaft unerlässlich und verhältnismässig, um die positive Entwicklung, welche sich erst 
langsam seit der Rückplatzierung eingestellt hat, nicht zu gefährden und diese vielmehr zu ma-
nifestieren. Der Beschwerdeführer erhält so auch die Möglichkeit und die Zeit, Vertrauen in die 
hiesigen Strukturen aufzubauen und seine Integration in sprachlicher wie sozialer Hinsicht vo-
ranzutreiben. Bei der geschilderten Aktenlage ist die Vorinstanz zu Recht weiterhin von einer 
drohenden Kindswohlgefährdung durch den Beschwerdeführer und die Kindsmutter ausgegan-
gen. Es ist keine dauernde und erhebliche Veränderung der Gegebenheiten ersichtlich, die eine 
Aufhebung der Kindesschutzmassnahmen rechtfertigen könnte. Die von der Vorinstanz ver-
weigerte Aufhebung der Kindesschutzmassnahmen erweist sich damit als rechtmässig und 
sachgerecht, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 
 
7. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- sind demnach dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind 
gestützt auf § 21 Abs. 2 VPO wettzuschlagen. 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 17. Dezember 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 5A_1049/2021) erhoben.