# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ebb0e06-d903-5d71-8ed1-1655ca512528
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 13.11.2014 RR.2014.279
**Docket/Reference:** RR.2014.279
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2014-279_2014-11-13

## Full Text

Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Zwischenverfügung.;;Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Zwischenverfügung.;;Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Zwischenverfügung.;;Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Zwischenverfügung.

Entscheid vom 13. November 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ZUG, 

 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e 

Abs. 2 lit. a IRSG); Zwischenverfügung 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2014.279 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft München II ein Strafverfahren gegen A. wegen Be-

trugs etc. führt (act. 1.1);  

 

- in diesem Zusammenhang die Oberstaatsanwaltschaft München II mit 

Rechtshilfeersuchen vom 16. September 2014 an die Schweiz gelangte 

und um Sperrung von zwei Konten bei der Bank B. in Zürich (Konto Nr. 1, 

lautend auf C. AG, und Konto Nr. 2, lautend auf A.) ersuchte (act. 1.1);  

 

- mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 1. Oktober 2014 die Staats-

anwaltschaft Zug die Sperrung der obgenannten Konten anordnete 

(act. 1.1);  

 

- A. dagegen mit Beschwerde vom 10. Oktober 2014 an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts gelangt und die Freigabe der gesperrten 

Konten beantragt (act. 1); 

 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. Oktober 2014 eingela-

den wurde, bis zum 5. November 2014 einen Kostenvorschuss von 

CHF 4'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei 

Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; der Beschwerdeführer 

zugleich aufgefordert wurde, innerhalb der gleichen Frist ein Zustelldomizil 

in der Schweiz zu bezeichnen, ansonsten weitere Zustelllungen durch das 

Bundesstrafgericht grundsätzlich unterblieben; insbesondere würde bei 

Fehlen eines schweizerischen Zustelldomizils der Schlussentscheid nicht 

zugestellt (act. 3);  

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge-

ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 

(Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG); 

 

- der Beschwerdeführer innert Frist (und bis dato) weder den verlangten  

Kostenvorschuss bezahlt noch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ersucht hat; 

 

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63 

Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);  

 

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG); für die Be-

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rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des 

Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt 

(Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG); unter Berücksichtigung aller 

Umstände die Gerichtsgebühr vorliegend auf CHF 500.-- anzusetzen ist 

(Art. 8 Abs. 3 BStKR);  

 

- eine Partei, die im Ausland wohnt, gemäss Art. 80m Abs. 1 lit. b IRSG 

i.V.m. Art. 9 IRSV ein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnen muss, an-

sonsten die Zustellung unterbleiben kann;  

 

- der Beschwerdeführer der Aufforderung vom 20. Oktober 2014 zur Be-

zeichnung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen ist, 

weshalb dieser Entscheid ihm androhungsgemäss nicht formell eröffnet 

wird und die Zustellung an den Beschwerdeführer ad acta erfolgt.  

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

 

Bellinzona, 13. November 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. (Zustellung ad acta) 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 

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gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).