# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0354b032-7959-598f-810d-680543497855
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.05.2017 810 16 375
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-375_2017-05-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 17. Mai 2017 (810 16 375) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Aufhebung eines Besuchs- und Ferienrechts zugunsten Dritter  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess, Beat Walther,  
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Marco  
Albrecht, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

 D.____, Beigeladener 
 
E.____, Beigeladene 
 
 

  
Betreff Definitive Regelung des Besuchs- und Ferienrechts  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
1. Dezember 2016) 

 
 
 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Die eritreische Staatsangehörige E.____ (geboren 1981) gelangte 2006 als Asylsu-
chende über Italien nach Norwegen zu ihrem Verlobten, dem Landsmann D.____, welcher sich 
dort bereits seit 2003 in einem Asylverfahren befand. In der Folge wurde E.____ von ihrem Ver-
lobten schwanger. Nachdem im Rahmen einer polizeilichen Kontrolle in Norwegen festgestellt 
wurde, dass sich E.____ zuvor in Italien aufgehalten hatte, wurde sie von Norwegen nach Ita-
lien rücküberführt. Von dort gelangte die schwangere E.____ in die Schweiz, wo sie die Tochter 
F.____ (geboren 2007) zur Welt brachte und in der Folge Asyl erhielt. Nach mehreren Gefähr-
dungsmeldungen in Bezug auf das Wohl von F.____, unter anderem durch deren Kinderärztin, 
Dr. med. G.____ (nachfolgend Kinderärztin), entzog die Vormundschaftsbehörde H.____ der 
psychisch erkrankten E.____ (nachfolgend Kindsmutter) am 17. November 2010 die elterliche 
Obhut über F.____ und platzierte diese im Kinderheim I.____. Zudem wurde ein Gutachten zur 
Klärung der Beziehungs- und Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter in Auftrag gegeben und eine 
Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 bis 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) 
vom 10. Dezember 1907 für die Tochter F.____ errichtet. Als Beiständin wurde J.____ einge-
setzt. Am 18. November 2010 musste die Kindsmutter mit fürsorgerischer Freiheitsentziehung 
in die psychiatrische Klinik K.____ eingewiesen werden. Mit Gutachten der universitären psy-
chiatrischen Kliniken L.____ vom 21. November 2011 wurde festgestellt, dass die Erziehungs-
fähigkeit der Kindsmutter insbesondere durch deren aktuelle psychische Erkrankung deutlich 
eingeschränkt sei.  
 
B. Nachdem D.____ (nachfolgend Kindsvater) durch die Kindsmutter über deren gesund-
heitliche Probleme und die Platzierung von F.____ im Kinderheim informiert worden war, reiste 
er am 31. August 2011 mit einer von einer norwegischen Klinik ausgestellten DNA-Vater-
schaftsbestätigung in die Schweiz und anerkannte F.____ als seine Tochter. 
 
C. Mit Hilfe einer eritreischen Ärztin, welche am Gutachten über die Kindsmutter mit-
arbeitete, lernte B.____ die im Heim platzierte F.____ kennen. Ab September 2011 nahmen 
B.____ und A.____ (nachfolgend Gastfamilie) F.____ regelmässig an den Wochenenden und 
auch in den Ferien zu sich. 
 
D. Ab dem 17. November 2011 besuchte der Kindsvater, begleitet durch die Beiständin 
J.____, seine Tochter F.____ alle zwei Wochen im Kinderheim. Begehren des Kindsvaters um 
weitergehende Kontakte zu seiner Tochter F.____ wies die Vormundschaftsbehörde zunächst 
unter Hinweis auf dessen unsicheren Aufenthaltsstatus ab. Nachdem der Kindsvater in der 
Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung zugesichert erhalten hatte und eine gute Beziehung zu 
seiner Tochter aufbauen konnte, wurde sein Besuchsrecht auf einen wöchentlichen Besuch 
ausgedehnt. Der Kindsmutter wurde ebenfalls ein Besuchsrecht (zweimal wöchentlich 1 ½ 
Stunden) eingeräumt. 
 
E. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen (Kindergartenbesuch, Besuchsrechte der 
Kindsmutter und des Kindsvaters) beschloss die Vormundschaftsbehörde H.____ am 
28. August 2012, die Wochenend- und Ferienbesuche bei der Gastfamilie neu zu strukturieren 
und räumte der Gastfamilie das Recht ein, F.____ jedes Wochenende Freitagabend bis Mon-
tagmorgen (Kindergartenbeginn) zu sich zu nehmen und jährlich vier Wochen Ferien mit F.____ 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zu verbringen, wobei die Ferien sechs Wochen im Voraus bei der Vormundschaftsbehörde zu 
beantragen waren und einer Bewilligung bedurften. 
 
F. Nachdem die Besuche des Kindsvaters bei F.____ als sehr engagiert und verlässlich 
erlebt wurden, beschloss die Vormundschaftsbehörde H.____ am 23. Oktober 2012 auf Antrag 
der Beiständin eine weitere schrittweise Erweiterung des Besuchsrechts des Kindsvaters. 
 
G. Mit Entscheid vom 4. Dezember 2013 wies die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde (KESB) C.____ einen Antrag der Gastfamilie auf Erweiterung des Ferienrechts ab mit 
der Begründung, es sei auch dem Kindsvater die Möglichkeit zu geben, Ferien mit F.____ zu 
verbringen. In der Folge verbrachte F.____ auch Wochenenden und Ferien beim Kindsvater. 
 
H. Nach einer entsprechenden gemeinsamen Erklärung der Kindseltern bestätigte die 
KESB C.____ am 6. November 2014 das Zustandekommen derer gemeinsamer elterlicher Sor-
ge für F.____. 
 
I. Am 7. Dezember 2014 heiratete der Kindsvater die äthiopische Staatsangehörige 
M.____, welche im März 2015 zu ihm zog. Seit Dezember 2015 haben sie einen gemeinsamen 
Sohn. 
 
J. Nachdem der Kindsvater bereits seit längerer Zeit den Wunsch geäussert hatte, 
F.____ zu sich zu nehmen, hob die KESB C.____ am 29. Dezember 2015 den über F.____ 
verfügten Obhutsentzug per 5. Februar 2016 auf und teilte das Aufenthaltsbestimmungsrecht 
per 5. Februar 2016 dem Kindsvater zu. Zudem wurde die Beiständin angewiesen, eine sechs-
monatige Familienbegleitung in die Wege zu leiten. Das Ferienrecht der Gastfamilie wurde auf 
ein Wochenende pro Monat und vier Wochen Ferien pro Jahr nach Absprache mit dem Kinds-
vater festgelegt. Seit dem 5. Februar 2016 lebt F.____ bei ihrem Vater, der Stiefmutter und dem 
Stiefbruder. 
 
K. Am 1. Juni 2016 beantragte die Beiständin bei der KESB C.____ eine Verlängerung 
der Familienbegleitung, unter anderem mit der Begründung, dass die Familie aufgrund eines 
geplanten Umzugs nach N.____ Unterstützung und Begleitung brauche. Am 1. Juli 2016 zog 
der Kindsvater mit seiner Familie von O.____ nach N.____. Die KESB C.____ bewilligte die 
Verlängerung der Familienbegleitung mit Entscheid vom 8. August 2016.  
 
L. Am 12. September 2016 wandten sich A.____ und B.____ mit zwei Schreiben an die 
KESB P.____, wobei sie in einem der Schreiben eine gesundheitliche Gefährdung von F.____ 
geltend machten. Darin führten sie aus, F.____ habe dauernd Hustenanfälle und Atemnot. Weil 
durch die Woche nie eine genügende Intervention erfolgt sei, sei diese Aufgabe bei ihnen ver-
blieben, als F.____ zu ihnen kam. Daher hätten sie mit F.____ zweimal notfallmässig andere 
Ärzte aufgesucht. F.____ sei in gewissen Abständen bei der Kinderärztin in Behandlung. Diese 
habe aber offensichtlich eine ungenügende Diagnose gestellt, weshalb sie eine weitere Be-
handlung durch die Kinderärztin vehement ablehnen würden. Im anderen Schreiben stellten 
A.____ und B.____ Anträge zur Besuchsbegleitung (für Besuche bei der Kindsmutter) sowie 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der laufenden Familienbegleitung. Die KESB P.____ leitete die Eingaben von A.____ und 
B.____ mit Schreiben vom 13. September 2016 an die KESB C.____ weiter, da der Fall noch 
nicht an die KESB P.____ überwiesen worden sei. 
 
M. Am 22. September 2016 wandten sich A.____ und B.____ mit zwei Faxeingaben an 
die KESB C.____. Mit Antwortschreiben vom 22. September 2016 teilte die KESB C.____ 
A.____ und B.____ mit, dass ihnen lediglich ein Besuchs- und Ferienrecht Dritter nach 
Art. 274a ZGB zustehe, und dass die KESB nicht berechtigt sei, mit ihnen Fragen zur Gesund-
heit und weiteren Bereichen, die F.____ und ihre Eltern betreffen würden, zu erörtern. Mit einer 
weiteren Faxeingabe vom 26. September 2016 an die KESB C.____ machten A.____ und 
B.____ geltend, die KESB C.____ sei nicht mehr zuständig, da sich der Wohnort von F.____ 
nach N.____ verschoben habe und forderte diese auf, den gesetzlichen Zustand wiederherzu-
stellen. Zudem forderten sie die KESB C.____ auf, eine Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung 
zu erlassen. In Bezug auf die Fragen der Besuchsregelung teilten A.____ und B.____ der 
KESB C.____ mit, sie seien in gutem Einvernehmen und Kontakt mit dem Kindsvater. Eine 
schriftliche Formulierung brauche aber noch Zeit. 
 
N. Mit superprovisorischem Entscheid vom 27. September 2016 sistierte die KESB 
C.____ die Besuche von F.____ bei der Gastfamilie bis auf weiteres und setzte den Termin für 
die Anhörung von A.____ und B.____ auf den 29. September 2016 fest. 
 
O. Am 28. September 2016 lehnte die KESB C.____ die Anträge von A.____ und B.____ 
betreffend die Gesundheit von F.____, die Besuchs- sowie die Familienbegleitung ab und aufer-
legte den Antragsstellern die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 240.--, wogegen A.____ 
und B.____ mit Eingabe vom 31. Oktober 2016 beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht) Beschwerde erhoben haben (Beschwerdeverfahren 
810 16 317). 
 
P. Mit Entscheid vom 1. Dezember 2016 hob die KESB C.____ das Besuchs- und Ferien-
recht der Gastfamilie definitiv auf und wies die Gastfamilie unter Strafandrohung gemäss 
Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 und gestützt 
auf Art. 307 Abs. 3 ZGB an, dass allfällige zukünftige Kontakte zu F.____ ausschliesslich in 
Rücksprache mit dem Kindsvater und nur mit dessen ausdrücklicher Erlaubnis stattfinden dürf-
ten. 
 
Q. Dagegen erhoben A.____ und B.____, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat in Mut-
tenz, am 12. Dezember 2016 beim Kantonsgericht Beschwerde mit den Rechtsbegehren: 1. Es 
sei festzustellen, dass der Entscheid vom 1. Dezember 2016 nichtig sei; 2. Eventuell sei festzu-
stellen, dass der Entscheid vom 1. Dezember 2016 ungültig sei und er sei aufzuheben; 3. Unter 
o/e-Kostenfolge. 
 
R. Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2016 beantragte die KESB C.____, die Be-
schwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. 
 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

S. Mit Präsidialverfügung vom 1. Februar 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen. 
 
T. Am 8. Februar 2017 reichten die Beschwerdeführer ihre Honorarnote ein. Zugleich 
ersuchten sie darum, die KESB C.____ aufzufordern, die in den Akten fehlenden Protokolle zu 
edieren und ihnen Frist zu einer kurzen Stellungnahme anzusetzen. 
 
U. Das Kantonsgericht teilte den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 10. Februar 2017 
mit, dass der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen 
worden sei und demgemäss die Kammer über den Beweisantrag entscheiden und die allfällig 
notwendigen Beweismassnahmen anordnen werde. Sodann erhielten die Beschwerdeführer 
eine erstreckbare Frist bis 24. Februar 2017 zur Einreichung ihrer Stellungnahme. 
 
V. Am 23. Februar 2017 ersuchten die Beschwerdeführer um Erstreckung der Frist für die 
Einreichung ihrer Stellungnahme und erneuerten ihren Verfahrensantrag auf Befragung von 
F.____, woraufhin das Kantonsgericht den Beschwerdeführern die Frist zur Einreichung ihrer 
Stellungnahme bis 20. März 2017 erstreckte. 
 
W. Mit Eingabe vom 16. März 2017 teilten die Beschwerdeführer mit, die Einreichung einer 
Stellungnahme erübrige sich aus ihrer Sicht, weil seit mehreren Wochen – auch auf Wunsch 
des Kindsvaters – wieder ein Kontakt zwischen den Beschwerdeführern und F.____ bestehe. 
Demgemäss werde beantragt, die KESB C.____ aufzufordern, zu der geschilderten Tatsache 
Stellung zu nehmen und anzufragen, ob sie die beiden Verfügungen in Wiedererwägung ziehen 
möchte. 
 
X. Nachdem das Kantonsgericht diese Eingabe der KESB C.____ am 17. März 2017 zur 
Kenntnis gebracht hatte, ersuchten die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. März 2017 um 
Ansetzung einer nachperemptorischen Frist zur Einreichung einer Stellungnahme, welche mit 
Präsidialverfügung vom 21. März 2017 abgewiesen wurde. 
 
Y. Am 30. März 2017 reichte die KESB C.____ ein Protokoll einer Besprechung mit dem 
Kindsvater ein. 
 
Z. Am 4. April 2017 reichten die Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des 
Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen Entscheide der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Die Prozess-
voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. Gemäss Art. 450a 
Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (lit. a), die unrichtige oder unvoll-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c) gerügt wer-
den. 
 
2. Das vorliegende Beschwerdeverfahren (Verfahren 810 16 375) betrifft einzig den Ent-
scheid der KESB C.____ vom 1. Dezember 2016, in welchem die KESB C.____ das Besuchs- 
und Ferienrecht der Beschwerdeführer definitiv aufgehoben hat. Die von den Beschwerdefüh-
rern gegen den Entscheid der KESB C.____ vom 28. September 2016 betreffend die Gesund-
heit von F.____ sowie betreffend die Besuchs- und Familienbegleitung erhobene Beschwerde 
wird in einem separaten Urteil (Verfahren 810 16 317) behandelt, da sich diesbezüglich andere 
Rechtsfragen stellen. Von einer formellen Vereinigung der Verfahren ist demzufolge abzu-
sehen. 
 
3.1 Zunächst machen die Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, der Entscheid der 
KESB C.____ vom 28. September 2016 sei nichtig, weil der angefochtene Entscheid von einer 
örtlich unzuständigen Behörde erlassen worden sei. Durch die Wohnsitznahme von F.____ bei 
ihrem Vater in O.____ (Februar 2016) und später in N.____ (1. Juli 2016) sei nunmehr die 
KESB P.____ zuständig. Folgerichtig hätten sie, wie in § 67 EG ZGB vorgesehen, mit Eingabe 
vom 12. September 2016 ein neues Verfahren betreffend Gesundheitsfragen bei der 
KESB P.____ ins Rollen gebracht. Wenn die KESB C.____ trotz Hinweis der Beschwerdeführer 
die Sache nicht an die KESB P.____ übertragen habe, liege eine Verletzung von Art. 442 ZGB 
vor. Die angefochtene Verfügung sei damit ungültig und aufzuheben. 
 
3.2 Gemäss Art. 442 Abs. 1 ZGB ist die Erwachsenenschutzbehörde am Wohnsitz der 
betroffenen Person zuständig. Ist ein Verfahren rechtshängig, so bleibt die Zuständigkeit bis zu 
dessen Abschluss auf jeden Fall erhalten. Wechselt eine Person, für die eine Massnahme be-
steht, ihren Wohnsitz, so übernimmt die Behörde am neuen Ort die Massnahme ohne Verzug, 
sofern keine wichtigen Gründe dagegen sprechen (Art. 442 Abs. 5 ZGB). 
 
3.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist nicht zu beanstanden, dass die 
KESB C.____ die bestehenden Kindesschutzmassnahmen im massgebenden Zeitpunkt (d.h. 
am 12. September 2016, dem Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs der Beschwerdeführer) 
noch nicht zuständigkeitshalber an die KESB am Wohnsitz des Kindsvaters übertragen hatte. 
Einerseits ist zu berücksichtigen, dass die Beiständin bereits am 1. Juni 2016 einen Antrag auf 
Verlängerung der Kindesschutzmassnahme "Familienbegleitung" gestellt hatte. Damit war im 
Zeitpunkt des Umzugs nach N.____ ein Verfahren hängig, bis zu dessen Abschluss die Zustän-
digkeit der KESB C.____ auf jeden Fall erhalten blieb. Über diesen Antrag entschied die KESB 
C.____ am 8. August 2016, weshalb das Verfahren frühestens am 8. September 2016, also 
lediglich vier Tage vor dem hier für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt, rechtskräftig ab-
geschlossen war. Damit ist bereits aus diesem Grund keine Verletzung von Art. 442 Abs. 5 ZGB 
ersichtlich. Andererseits ist der KESB C.____ zuzustimmen, dass mindestens bis zum massge-
benden Zeitpunkt auch noch wichtige Gründe dagegen sprachen, die Massnahmen an die neue 
KESB zu übergeben. Der Gesetzgeber hat bewusst auf eine gesetzliche Frist für die Übertra-
gung einer Massnahme, nachdem die betroffene Person den Wohnsitz gewechselt hat, verzich-
tet, um den KESB den nötigen Ermessensspielraum einzuräumen, um den vielfältigen und un-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

terschiedlichen Bedürfnissen der Praxis mit der erforderlichen Flexibilität begegnen zu können 
(vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Wohnsitzwechsel der betreuten Person und Zuständigkeit der KESB, 
in: Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2016, S. 337, mit Hinweisen). Sodann hat der Gesetzgeber 
mit dem letzten Halbsatz in Art. 442 Abs. 5 ZGB eine wichtige Relativierung des Grundsatzes 
der unverzüglichen Übertragung vorgenommen. Damit unterstreicht er, dass die Interessen und 
das Wohl der betroffenen Person den Massstab bei der Übertragung einer Massnahme bilden. 
Als wichtige Gründe für ein Zuwarten mit der Übertragung kommen insbesondere die fehlende 
Stabilität des neuen Aufenthaltsortes sowie die Kontinuität der Betreuung in Frage. Dies na-
mentlich, wenn die Übertragung mit einem Beistandswechsel verbunden wäre (vgl. wiederum 
HÄFELI, a.a.O., S. 337). Vorliegend wurde die neunjährige F.____ nach einer über fünfjährigen 
Heimplatzierung erst im Februar 2016 in die Familie des Kindsvaters eingegliedert, und im Juli 
2016 zog die Familie von O.____ nach N.____. Aufgrund dieser bereits weitgehenden Verände-
rungen im Leben von F.____ ist nachvollziehbar, dass zur Sicherstellung der Kontinuität der 
Betreuung nicht auch noch eine sofortige Übertragung der Massnahme verbunden mit einem 
Wechsel der behördlichen Bezugspersonen von F.____ initiiert wurde, weil dadurch eine De-
stabilisierung der Situation zu befürchten gewesen wäre. Eine Verletzung von Art. 442 ZGB 
liegt damit nicht vor. 
 
4.1 In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung 
geltend, "das von der KESB erlassene Besuchsverbot" sei in jeder Hinsicht unhaltbar. Die Be-
ziehung zwischen F.____ und den Beschwerdeführern, insbesondere die Beziehung von 
F.____ zu B.____ sei in den letzten Jahren äusserst intensiv geworden. Jahrelang habe F.____ 
die Wochenenden und praktisch alle Ferien bei ihnen verbracht. Zu B.____ sei eine geradezu 
mütterliche Beziehung entstanden. Dies sei unter anderem auch dem Umstand zuzuschreiben, 
dass die leibliche Mutter von F.____ für ihre Tochter kaum ansprechbar sei. Auch der leibliche 
Vater lebe erst seit fünf Jahren hier und erst kürzlich hätte der Versuch gewagt werden können, 
F.____ bei ihm leben zu lassen. Dies sei für F.____ allerdings nicht sehr leicht, müsse sie sich 
doch zuerst an die neue Ehefrau ihres Vaters gewöhnen und kümmere diese sich doch mehr 
um ihr eigenes, erst gerade geborenes Kind. Die Bedeutung der Beschwerdeführer für F.____ 
ergebe sich unter anderem aus dem Abschlussbericht des Heims vom 4. Februar 2016 sowie 
dem Protokoll der Vormundschaftsbehörde H.____ vom 29. August 2012. Die KESB C.____ 
erhebe unhaltbare Vorwürfe ihnen gegenüber und das Vertrauen des Kindsvaters zu ihnen sei 
nicht einmal ansatzweise zerstört, da sie nach wie vor in regelmässigem Austausch stünden. 
Der Kindsvater habe sich auch seit Ende September 2016 gegenüber den Beschwerdeführern 
wiederholt für weitere Kontakte seiner Tochter zu ihnen ausgesprochen. Auch F.____ befürwor-
te weitere Besuche. Der Entscheid enthalte zudem einen unauflösbaren Widerspruch, indem 
gemäss Ziff. 2 des Entscheids Kontakte zu F.____ ausschliesslich in Rücksprache mit dem 
Kindsvater erfolgen dürften, in Ziff. 1 des Entscheids aber das Besuchsrecht der Beschwerde-
führer aufgehoben werde. 
 
4.2.1 Die Beschwerdeführer scheinen die Bedeutung des angefochtenen Entscheids der 
KESB C.____ vom 1. Dezember 2016 zu verkennen. Mit diesem Entscheid wurde weder ein 
Besuchsverbot erlassen, noch leidet der Entscheid an einem unauflösbaren Widerspruch. Viel-
mehr hat die KESB C.____ damit einzig entschieden, dass ein behördlich definiertes Besuchs-

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

recht im Sinne von Art. 274a ZGB nicht mehr angezeigt und aufzuheben ist, womit der Kindsva-
ter als Obhutsberechtigter künftig über die Besuche seiner Tochter bei den Beschwerdeführern 
entscheiden darf. 
 
4.2.2 Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist im-
mer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese sollen 
elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. zum Ganzen: 
Urteil des Bundesgerichts 5A_701/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2.1, in: FamPra.ch 2012 
S. 821 mit weiteren Hinweisen). Art. 274a ZGB stellt eine Kindesschutzmassnahme dar und 
sieht die Möglichkeit vor, im Interesse des Kindes auch anderen Personen als den Eltern ein 
Besuchsrecht einzuräumen. Liegen ausserordentliche Umstände vor, kann der Anspruch auf 
persönlichen Verkehr somit auch anderen Personen, insbesondere den Verwandten eingeräumt 
werden, sofern dies dem Wohl des Kindes dient (Art. 274a Abs. 1 ZGB). 
 
4.2.3 Im Zeitpunkt der Einräumung des Besuchsrechts an die Beschwerdeführer war F.____ 
noch im Kinderheim platziert, weil die damals alleine sorgeberechtigte Kindsmutter aus gesund-
heitlichen Gründen nicht in der Lage war, für F.____ zu sorgen. Zudem war der Aufent-
haltsstatus des Kindsvaters noch unsicher. Demzufolge wurde diesem lediglich ein beschränk-
tes Besuchsrecht zu F.____ eingeräumt. Somit lagen damals unbestrittenermassen ausseror-
dentliche Umstände vor, die ein Besuchsrecht im Sinne von Art. 274a ZGB rechtfertigten. In-
zwischen hat sich die familiäre Situation von F.____ jedoch entscheidend geändert. Seit dem 
6. November 2014 haben die Kindsmutter und der Kindsvater das gemeinsame Sorgerecht. Der 
Kindsvater ist zudem seit dem 5. Februar 2016 obhutsberechtigt. F.____ lebt seit dem 6. Feb-
ruar 2016 beim Kindsvater mit dessen Ehefrau und ihrem Stiefbruder. Daraus erhellt, dass eine 
Fortführung des behördlich festgesetzten Besuchs- und Ferienrechts zu Schwierigkeiten bei der 
Integration von F.____ in die Familie führen kann, wenn F.____ jeweils fest definierte Wochen-
enden und Ferien bei der Gastfamilie und damit ausserhalb der Familie verbringt. Daher ist ins-
besondere unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Komplementarität nicht zu beanstan-
den, dass die KESB C.____ entschieden hat, dass künftig der obhutsberechtigte Vater über die 
Besuche bei der Gastfamilie entscheiden darf. Dieser hat im Übrigen auch während des hängi-
gen Beschwerdeverfahrens Besuche und Ferien von F.____ bei der Gastfamilie ermöglicht, 
was zusätzlich bestätigt, dass behördliche Vorgaben für die Ausübung eines Besuchsrechts von 
F.____ bei der Gastfamilie gerade nicht mehr erforderlich sind. Vielmehr ergibt sich daraus, 
dass der Kindsvater durchaus in der Lage ist, im Sinne des Kindeswohls angemessene Ent-
scheidungen für F.____ zu treffen, womit eine behördliche Regelung nicht erforderlich ist. 
 
5. An diesem Ergebnis vermag nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführer unbestrit-
tenermassen ein gutes und enges Verhältnis zu F.____ haben und F.____ weiterhin Kontakt zu 
ihnen wünscht. Soweit die Beschwerdeführer diesbezüglich eine Befragung von F.____ durch 
das Kantonsgericht beantragen, ist festzuhalten, dass F.____ erst am 5. Oktober 2016 persön-
lich durch die KESB C.____ zu allen entscheidrelevanten Punkten befragt wurde, weshalb das 
Ergebnis der Anhörung noch aktuell ist. Demgemäss kann auf eine erneute Anhörung von 
F.____ verzichtet werden (vgl. zum Verzicht auf eine erneute Anhörung: Urteil des Bundesge-
richts 5A_724/2015 vom 2. Juni 2016 E. 4.3 mit zahlreichen Hinweisen). 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde damit vollumfänglich 
abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten um-
fassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unter-
liegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des 
Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- den Be-
schwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 2'100.-- zu verrechnen. Der zuviel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- 
wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. Die Parteikosten sind ausgangsgemäss wettzu-
schlagen (§ 21 Abs. 2 VPO).  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2'100.-- verrechnet. Der zuviel bezahlte Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird den Beschwerdeführern zu-
rückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 26. Juni 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 5A_483/2017) erhoben.