# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8941303-0c6e-5bbf-be68-3f5c698be802
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2020 C-3936/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3936-2020_2020-10-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3936/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Antidoping Schweiz,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Sportförderungsgesetz, Eintretensvoraussetzungen 

(Verfügung vom 22. April 2020). 

 

 

 

C-3936/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Zollverwaltung (Zollstelle Zürich-Flughafen) der 

Stiftung Antidoping Schweiz am 19. Dezember 2019 mitteilte, dass sie eine 

an A._______ adressierte Postsendung, die 24 Tabletten Clomiphen citrate 

Anfarm (50 mg/Tabl) sowie 1 Ampulle Testosteron Enanthate (250 mg/ml) 

enthalte, wegen des Verdachts auf Zuwiderhandlung gegen das Sportför-

derungsgesetz zurückbehalten habe, 

dass die Stiftung Antidoping Schweiz (nachfolgend: Vorinstanz) nach 

Durchführung eines Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 22. April 

2020 die Einziehung und Vernichtung der zurückbehaltenen Inhalte anord-

nete und A._______ eine Gebühr von Fr. 400.– auferlegte, 

dass A._______ der Vorinstanz mit E-Mail vom 10. Mai 2020 mitteilte, dass 

die zurückbehaltene Postsendung nicht von ihm, sondern von seinem ehe-

maligen Mitbewohner ohne sein Wissen unter seinem Namen bestellt wor-

den sei,  

dass in der Folge weitere E-Mail-Korrespondenz zwischen der Vorinstanz 

und A._______ stattfand, bis dieser in seiner E-Mail vom 10. Juli 2020 mit-

teilte, er gebe auf Weisung seines Anwalts keine Stellungnahme mehr ab 

und werde alles Weitere vor Gericht klären,  

dass die Vorinstanz am 5. August 2020 die E-Mail vom 10. Mai 2020 als 

potentielle Beschwerde mitsamt den Akten zuständigkeitshalber an das 

Bundesverwaltungsgericht weiterleitete (BVGer-act. 1 und 2), 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die Stiftung Antidoping Schweiz eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 

Bst. h VGG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 und Art. 20 des Bundesgesetzes über die 

Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011 (Sportförderungs-

gesetz, SR 415.0) und Art. 73 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die För-

derung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012 (Sportförderungsver-

ordnung, SR 415.01) ist und vorliegend keine Ausnahme von der Zustän-

digkeit auszumachen ist, 

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Seite 3 

dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der 

vorliegenden potentiellen Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter 

zu prüfen ist, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, 

dass eine Eingabe nur dann als Beschwerde betrachtet werden kann, 

wenn darin zumindest erkenntlich der Wille zur Beschwerdeführung zum 

Ausdruck gebracht wird (vgl. SEETHALER/PORTMANN, in: Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 83 zu Art. 52 VwVG), 

dass die Beschwerdeschrift überdies die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder 

Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist 

zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder 

Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach 

ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52 

Abs. 2 und 3 VwVG), 

dass das Beschwerdeverfahren zudem kostenpflichtig ist und Beschwer-

deführende, wenn wie vorliegend keine besonderen Gründe bestehen, ei-

nen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu 

leisten haben (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG), 

dass aus der Formulierung des E-Mails vom 10. Mai 2020 nicht klar wird, 

ob A._______ überhaupt Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ge-

gen die Verfügung vom 22. April 2020 hat erheben wollen, 

dass die Eingabe per E-Mail vom 10. Mai 2020 zudem keine eigenhändige 

Unterschrift von A._______ enthält und damit den gesetzlichen Erforder-

nissen an die Form einer Beschwerde nicht entspricht, 

dass A._______ daher mit Zwischenverfügung vom 19. August 2020 

(BVGer-act. 4) unter Androhung der Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die 

Eingabe vom 10. Mai 2020) aufgefordert wurde, innert 5 Tagen ab Erhalt 

dieser Verfügung schriftlich mitzuteilen, ob er vor Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 22. April 2020 

erheben will, 

dass er – sollte er Beschwerde erheben wollen –, gleichzeitig aufgefordert 

wurde, innert derselben Frist eine eigenhändig unterzeichnete verbesserte 

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Beschwerdeschrift mit klaren Rechtsbegehren und einer Begründung dem 

Bundesverwaltungsgericht per Post einzureichen, 

dass A._______ mit der Zwischenverfügung vom 19. August 2020 zudem 

aufgefordert wurde, bis zum 21. September 2020 einen Kostenvorschuss 

von Fr. 800.– zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten 

werde,  

dass die Zwischenverfügung vom 19. August 2020 A._______ gemäss 

Empfangsschein am 24. August 2020 zugestellt wurde (BVGer-act. 5),  

dass A._______ innert der mit Zwischenverfügung vom 19. August 2020 

angesetzten Frist weder seinen Beschwerdewillen erklärt und seine Be-

schwerde verbessert, noch den einverlangten Kostenvorschuss geleistet 

hat,  

dass A._______ auch nicht um Fristverlängerung oder um Wiederherstel-

lung der versäumten Frist ersucht hat, 

dass somit androhungsgemäss mangels Beschwerdeverbesserung und 

mangels Leistung des Kostenvorschusses im einzelrichterlichen Verfahren 

auf die Eingabe vom 10. Mai 2020 nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b 

VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-

nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten umstän-

dehalber zu verzichten ist, 

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE),  

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite zu verweisen ist. 

 

 

  

C-3936/2020 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe vom 10. Mai 2020 wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement des Inneren EDI (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Michael Rutz 

 

  

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Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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