# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93b03833-a7e5-5533-bdf6-a02001dfb0a0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2025 E-4307/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4307-2025_2025-09-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4307/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Mathias Lanz (Vorsitz), 

Richter Walter Lang, 

Richterin Gabriela Freihofer, 

Gerichtsschreiberin Carolina Bottini. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea, 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Leistung eines 

Kostenvorschusses / Erlöschen des Asyls; 

Verfügung des SEM vom 15. Mai 2025 / N (…). 

 

 

 

E-4307/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das SEM mit Verfügung vom 3. März 2015 die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers anerkannte und ihm Asyl gewährte, 

dass der Beschwerdeführer mit Urteil des (…) vom (…) 2024 wegen 

Schändung zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, wobei der Vollzug im 

Umfang von (…) Monaten aufgeschoben wurde, 

dass mit diesem Urteil der Beschwerdeführer zudem im Sinne von Art. 66a 

Abs. 1 Bst. h StGB für sieben Jahre des Landes verwiesen wurde, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. April 2025 

Gelegenheit gewährte, sich schriftlich zum beabsichtigten Erlass einer 

Feststellungsverfügung zu äussern, wonach das ihm gewährte Asyl auf-

grund der rechtskräftigen Landesverweisung erloschen sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 15. Mai 2025 feststellte, das dem Be-

schwerdeführer in der Schweiz gewährte Asyl sei erloschen, 

dass der Beschwerdeführer am 13. Juni 2025 mit einer als «Beschwerde» 

betitelten Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und er-

klärte, das Schreiben vom 10. April 2025 sei ihm an seine Wohnadresse in 

B._______ zugestellt worden, er sich seit dem (…) 2025 jedoch in der Jus-

tizvollzugsanstalt C._______ befinde, weshalb er das Schreiben nicht habe 

entgegennehmen können, 

dass er sodann damit beantragte, ihm sei eine neue Frist zur Stellung-

nahme zum eventuellen Erlöschen seines Asyls anzusetzen, währenddes-

sen das SEM mit dem Entscheid zuzuwarten habe, 

dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts ihn 

mit Zwischenverfügung vom 20. Juni 2025 unter Hinweis auf die bereits 

ergangene Feststellungsverfügung vom 15. Mai 2025 aufforderte, eine 

rechtsgenügliche Beschwerde einzureichen, sollte er Beschwerde führen 

wollen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Juni 2025 seinen Be-

schwerdewillen bekräftigte und sinngemäss beantragte, die Verfügung des 

SEM vom 15. Mai 2025 sei aufzuheben und sein Asylstatus sei beizube-

halten, 

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dass der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer am 30. Juni 2025 auf-

forderte, bis zum 15. Juli 2025 einen Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 750.– zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde unter Kostenfolge nicht 

eingetreten werde, wobei die Frist als gewahrt gelte, wenn der Betrag 

rechtzeitig zugunsten der Gerichtskasse einem Post- oder Bankkonto in 

der Schweiz belastet werde, 

dass nachdem am 11. Juli 2025 zu Gunsten der Gerichtskasse lediglich 

Fr. 741.88 eingegangen waren, der Instruktionsrichter dem Beschwerde-

führer eine Frist von fünf Kalendertagen ab Erhalt der Zwischenverfügung 

vom 23. Juli 2025 ansetzte, um den Restbetrag, mithin Fr. 8.12 einzuzah-

len, andernfalls die mit der Zwischenverfügung vom 30. Juni 2025 ange-

drohte Rechtsfolge eintrete, 

dass die Zwischenverfügung vom 23. Juli 2025 gemäss Empfangsbestäti-

gung dem Beschwerdeführer durch die Justizvollzugsanstalt C._______ 

am 25. Juli 2025 ausgehändigt wurde, 

dass am 31. Juli 2025 Fr. 8.12 zu Gunsten der Gerichtskasse eingingen, 

dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfü-

gung vom 8. August 2025 Gelegenheit gab, bis am 25. August 2025 nach-

zuweisen, dass er die eingeforderten Fr. 8.12 rechtzeitig bezahlt habe, 

dass der Beschwerdeführer am 19. August 2025 in einem von ihm und von 

seiner Sozialarbeiterin unterzeichneten Schreiben dahingehend Stellung 

nahm, dass er die Zwischenverfügung tatsächlich am 25. Juli 2025 erhal-

ten und die Rechnung umgehend seiner Sozialarbeiterin gegeben habe, 

wobei Letztere sie der internen Verwaltung zur Zahlungsabwicklung wei-

tergereicht habe, es die internen Strukturen der Justizvollzugsanstalt aller-

dings nicht zuliessen, Zahlungen in solch kurzem Zeitraum zu tätigen, und 

zusätzlich ein Wochenende dazwischen gelegen habe, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Art. 31 VGG in Verbindung mit 

Art. 33 VGG für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen des 

SEM nach Art. 5 VwVG zuständig ist, 

dass diese Zuständigkeit auch die Beurteilung von Gesuchen um Wieder-

herstellung von Fristen im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG umfasst, bei 

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denen es im Falle der Wiederherstellung auch über die nachgeholte 

Parteihandlung beziehungsweise Rechtsvorkehr zu befinden hat (vgl. PAT-

RICIA EGLI, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 

3. Aufl. 2023, N 6 zu Art. 24), 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

und auch vorliegend endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass gemäss Art. 21 Abs. 1 VGG die Abteilungen des Bundesverwaltungs-

gerichts in der Regel in der Besetzung von drei Richtern oder Richterinnen 

entscheiden und diese Regel auch gilt für Gesuche um Wiederherstellung 

einer Frist im Sinne von Art. 24 VwVG, da diese nicht unter die explizit in 

Art. 111 AsylG auf dem Gebiet des Asylrechts dem Einzelrichter respektive 

der Einzelrichterin vorbehaltenen Zuständigkeiten fallen, 

dass der Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 8.12 des Kostenvor-

schusses innert der angesetzten Frist (bis zum 30. Juli 2025) nicht be-

zahlte, 

dass er in seiner Eingabe vom 19. August 2025 implizit bestätigt, dass der 

Restbetrag nicht fristgerecht einem Bank- oder Postkonto belastet worden 

ist (Art. 21 Abs. 3 VwVG), 

dass die (vollständige) Zahlung des Kostenvorschusses somit verspätet 

erfolgt ist, 

dass der Beschwerdeführer gemäss seiner Eingabe vom 19. August 2025 

die Fristversäumnis auf die internen Strukturen der Justizvollzugsanstalt 

zurückführt und sinngemäss um Wiederherstellung der Nachfrist zur Leis-

tung des Kostenvorschusses ersucht, 

dass, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise 

abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln, die Frist dann wiederher-

gestellt wird, wenn er unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach 

Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshand-

lung nachholt (Art. 24 Abs. 1 VwVG), 

dass die formellen Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 1 VwVG vorliegend 

erfüllt sind, zumal der Beschwerdeführer innerhalb von 30 Tagen um 

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Fristwiederherstellung ersucht hat und die versäumte Rechtshandlung 

(vollständige Leistung des Vorschusses) bereits am 31. Juli 2025 nachge-

holt hatte, 

dass daher auf das Fristwiederherstellungsgesuch einzutreten ist, 

dass die Wiederherstellung von Fristen dazu dient, die Rechtsnachteile zu 

beseitigen, die ein Verfahrensbeteiligter wegen unverschuldeter Fristver-

säumnis erleidet (vgl. STEFAN VOGEL, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 

Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 

2. Aufl. 2019, N 1 zu Art. 24), 

dass den Nachweis, dass die Frist wegen eines unverschuldeten Hinder-

nisses nicht gewahrt werden konnte, der Gesuchsteller zu erbringen hat, 

wobei die entsprechenden Umstände zu beweisen sind und ein blosses 

Glaubhaftmachen nicht genügt (vgl. PATRICIA EGLI, a.a.O., N 11 zu Art. 24), 

dass ein Versäumnis dann als unverschuldet gilt, wenn dafür objektive oder 

subjektive Gründe im Sinne einer objektiven oder subjektiven Unmöglich-

keit vorliegen und der säumigen Partei beziehungsweise ihrem Vertreter 

keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (vgl. statt vieler: Urteil des 

BVGer D-1926/2025 vom 2. April 2025 E. 2 m.w.H.; PATRICIA EGLI, a.a.O., 

N 12 zu Art. 24), 

dass gemäss Rechtsprechung der Partei und ihrer Vertretung auch Fehler 

von Hilfspersonen zuzurechnen sind und deren Verhalten selbst dann nicht 

als unverschuldeter Hinderungsgrund gilt, wenn sie klare Anweisungen er-

halten haben und die Partei oder ihre Vertretung ihren Sorgfaltspflichten 

nachgekommen ist (vgl. PATRICIA EGLI, a.a.O., N 17 zu Art. 24 m.w.H.), 

dass dies unter anderem damit begründet wird, dass derjenige, der den 

Vorteil hat, Pflichten durch eine Hilfsperson erfüllen zu lassen, auch die 

Nachteile daraus zu tragen hat, wobei weder ein ständiges Rechtsverhält-

nis nötig ist, noch dass die Hilfsperson der Autorität der Partei untersteht 

(vgl. BGE 107 Ia 168 E. 2a m.w.H.), 

dass die Teilzahlung des Kostenvorschusses am 11. Juli 2025 von einer 

Drittperson mit Wohnsitz in Amsterdam getätigt worden ist, hingegen jene 

vom 31. Juli 2025 durch die Justizvollzugsanstalt C._______, woraus zu 

schliessen ist, dass der Beschwerdeführer trotz seiner Inhaftierung bei der 

Abwicklung von Zahlungen nicht notwendigerweise auf die Mitwirkung der 

Justizvollzugsanstalt angewiesen ist, sondern diese vielmehr als Hilfs-

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person beigezogen hat (siehe hierzu auch die Hausordnung […] abgerufen 

am 11.09.2025), 

dass dem Beschwerdeführer deshalb die verspätete Leistung des Restbe-

trags des Kostenvorschusses anzurechnen ist, unabhängig davon, ob er 

selbst, wie von ihm geltend gemacht wird, rechtzeitig gehandelt habe (vgl. 

Urteil des BGer 2C_361/2020 vom 25. Juni 2020 E. 4.3.1), 

dass indessen davon auszugehen ist, dass, wenn der Beschwerdeführer 

die Rechnung umgehend seiner Sozialarbeiterin weitergereicht und diese 

sie ebenso umgehend der internen Verwaltung der Justizvollzugsanstalt 

weitergegeben haben sollte, die Justizvollzugsanstalt den Beschwerdefüh-

rer schnellstmöglich über die generelle Unmöglichkeit der Ausführung kurz-

fristiger Zahlungsvorgänge informiert hätte, sodass ihm hinreichend Zeit 

geblieben wäre, die Rechnung anderweitig zu begleichen beziehungs-

weise jemanden anzuweisen, den Restbetrag von Fr. 8.12 in seinem Na-

men zu leisten, 

dass dessen ungeachtet es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, die ge-

nerelle Unmöglichkeit der Auslösung einer Zahlung durch die Justizvoll-

zugsanstalt C._______ oder durch ihn selbst innert fünf Kalendertagen 

nachzuweisen beziehungsweise der pauschale Hinweis auf die internen 

Strukturen der Justizvollzugsanstalt hierfür jedenfalls nicht genügt, 

dass somit weder objektive noch subjektive Gründe ersichtlich sind, die 

das Versäumnis als unverschuldet erkennen lassen würden, sondern die-

ses vielmehr auf der Nichtbeachtung der zumutbaren Sorgfalt seitens des 

Beschwerdeführers beziehungsweise seiner Hilfspersonen beruht, 

dass deshalb das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Leistung des 

Kostenvorschusses abzuweisen ist, 

dass nach der verspäteten Bezahlung des Kostenvorschusses und der Ab-

weisung des Fristwiederherstellungsgesuchs auf die Beschwerde vom 

13. Juni 2025 nicht einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1-

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und die am 

11. Juli 2025 und am 31. Juli 2025 geleisteten Kostenvorschüsse zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten zu verwenden sind. 

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(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Fristwiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Auf die Beschwerde vom 13. Juni 2025 wird nicht eingetreten. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Die einbezahlten Kostenvorschüsse werden zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

4.  

Dieses Urteil geht an Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Mig-

rationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Carolina Bottini 

 

 

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