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**Case Identifier:** bad3b9d2-6e53-5533-8d83-4268cd1a4dba
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.08.2025 S 2024 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-109_2025-08-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Judith Fischer und Ersatzrichter Dr. iur. Martin Skripsky
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 25. August 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. Rainer Deecke, schadenanwaelte AG, Industri-
estrasse 13c, Postfach, 6302 Zug

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2024 109

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Urteil S 2024 109

A. Die 1996 geborene A.________ zog sich bei einem Verkehrsunfall als Fussgänge-
rin am 17. Februar 2017 erhebliche Kopfverletzungen mit Hirnblutungen und einem Schä-
delhirntrauma zu (vgl. IV-act. 17/28 ff.). Am 21. März 2022 meldete sie sich bei der IV-
Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 5). Die IV-Stelle veranlasste daraufhin sowohl 
berufliche als auch medizinische Abklärungen und liess die Versicherte unter anderem 
durch die SMAB AG St. Gallen polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, 
Neurologie und Psychiatrie) begutachten. Das Gutachten datiert vom 20. März 2023. In 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Projektmanagerin nahmen die Gutachter eine 40%ige 
Arbeitsfähigkeit an, während sie in einer angepassten körperlich leichten Tätigkeit ohne 
hohe Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit, mit einem klar beschriebenen 
Aufgabengebiet, wenig Multitasking-Anteilen sowie ruhiger Umgebung von einer 50%igen 
Arbeitsfähigkeit ausgingen (IV-act. 77). Gestützt darauf stellte die IV-Stelle der Versicher-
ten mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2023 die Ausrichtung einer Rente von 60 % einer 
ganzen Invalidenrente ab 1. September 2022 in Aussicht (IV-act. 89). Nachdem die Versi-
cherte dagegen Einwand erhoben hatte (IV-act. 93), berichtigte die IV-Stelle den Vorbe-
scheid dahingehend, als sie ab 1. September 2022 Anspruch auf eine Rente von 64 % 
und ab dem 1. Januar 2024 Anspruch auf eine Rente von 68 % einer ganzen Invalidenren-
te hat (Verfügungen vom 27. September 2024 [IV-act. 107 f.]). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 29. Oktober 2024 liess A.________ die 
Ausrichtung einer vollen Rente beantragen (act. 1).

C. Der verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– wurde von der Beschwerdeführerin 
fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2025 beantragte die IV-Stelle die vollumfäng-
liche Abweisung der Beschwerde (act. 6).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträ-
gen und Begründungen fest (act. 8 und 10). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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Urteil S 2024 109

1. Am 1. Januar 2022 ist das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
in Kraft getreten (IVG; SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 
2020). Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich 
auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt 
ab. In zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, die-
jenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Da die hier angefochtenen Verfügungen am 
27. September 2024 ergingen und der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entste-
hung des Rentenanspruchs (in casu: 1. September 2022) nach dem 1. Januar 2022 liegt, 
finden die ab 1. Januar 2022 gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwen-
dung und werden in dieser Fassung zitiert. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort der IV-
Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittigen Verfügungen am 27. Septem-
ber 2024; diese gingen am 30. September 2024 beim Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim 
zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 29. Ok-
tober 2024 der Post übergeben. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von den angefochtenen 
Verfügungen direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift 
enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge 
getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirku-
lationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 
162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-

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nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-
res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

3.2 Nach dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28b IVG wird die Höhe des 
Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei 
einem Invaliditätsgrad von 50–69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad 
(Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die prozentualen Anteile gemäss 
Abs. 4.

4. Streitig ist vorliegend die Höhe der zugesprochenen Invalidenrente, wobei einzig 
die Frage zu prüfen ist, von welchem Valideneinkommen bei der Ermittlung des Invali-
ditätsgrades auszugehen ist. Unbestritten sind hingegen die medizinische Beurteilung der 
Arbeitsunfähigkeit und die Bestimmung des Invalideneinkommens (vgl. act. 1 Rz. 4).

4.1 Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Beschwerdeführerin auch im 
Gesundheitsfall das bereits vor dem Unfall aufgenommene Studium der Ethnologie und 
Populäre Kulturen mit dem Bachelor abgeschlossen hätte. Damit hätten ihr viele Berufs-
möglichkeiten zur Verfügung gestanden, weshalb die konkrete berufliche Weiterentwick-
lung im Gesundheitsfall ungewiss sei. Zur Ermittlung des Valideneinkommens stellt die 
Beschwerdegegnerin daher auf die LSE 2020, Tabelle TA1, Totalwert, Frauen, Kompe-
tenzniveau 3, ab, woraus sich für das Jahr 2022 ein Valideneinkommen von Fr. 78'488.– 
ergab (IV-act. 107 S. 2 f. sowie durchgeführter Einkommensvergleich vom 3. September 
2024 [IV-act. 105]).  

4.2 Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, es sei be-
reits vor dem Unfall ihr Berufswunsch gewesen, nach dem Studium an der Universität 
Zürich als Sekundarlehrerin zu arbeiten. Als Lehrerin hätte sie im Kanton Zug mit einem 
Einstiegsgehalt von Fr. 97'136.– rechnen können. Dieser Lohn liege fast Fr. 20'000.– 
höher als das seitens der Beschwerdegegnerin angenommene Einkommen. Dass sie 
nach ihrem Unfall das Studium an der PH aufgenommen habe, zeige, dass sie dies auch 
im Gesundheitsfall getan hätte. Selbst wenn man aber davon ausgehe, die Karriere als 
Lehrerin sei nicht überwiegend wahrscheinlich, müsse bei der Bemessung des Validen-
einkommens der Masterabschluss als Basis angenommen und daher bei der Tabelle TA1 

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das Kompetenzniveau 4 berücksichtigt werden. Daraus resultiere ein Valideneinkommen 
von Fr. 96'352.– (act. 1 Rz. 8 ff.).

5.
5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei erwerbstätigen Versicherten 
gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-
men; sog. Einkommensvergleich). 

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass 
die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). 

5.3 Da die Invalidität der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden Er-
werbsunfähigkeit zu entsprechen hat (Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch die berufliche Weite-
rentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hät-
te. Dazu sind allerdings konkrete Anhaltspunkte dafür erforderlich, dass ohne gesundheit-
liche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen 
tatsächlich realisiert worden wären. Blosse Absichtserklärungen der versicherten Person 
genügen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits bei Eintritt 
des Gesundheitsschadens durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines 
Studiums usw. kundgetan worden sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1). 

Eine trotz Invalidität erlangte besondere berufliche Qualifizierung erlaubt allenfalls (weite-
re) Rückschlüsse auf die mutmassliche Entwicklung, zu der es ohne Eintritt des (unfallbe-
dingten) Gesundheitsschadens bis zum Revisionszeitpunkt gekommen wäre (BGE 145 V 
141 E. 5.2.1). Nach der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter anderem dann 
zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit auch nach dem Unfall weitergeführt werden 
kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeits-

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gebiet nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität 
eine vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht. Ein solcher 
Schluss ist jedoch dann zulässig, sofern die konkreten Umstände dafür sprechen (BGer 
9C_770/2015 vom 24. März 2016 E. 4.4.3). 

5.4 Bei Versicherten, die in jungen Jahren oder zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn 
invalid werden, entzieht sich die hypothetische Tatsache einer Jahre später ohne Behinde-
rung ausgeübten bestimmten Tätigkeit naturgemäss weitestgehend einem strikten Beweis. 
Es gebietet sich daher, den bestehenden Beweisschwierigkeiten insoweit zu begegnen, 
als in derartigen Konstellationen die Anforderungen an den verlangten Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht überspannt werden. Dennoch geht es nicht an, 
einzig aus der beruflichen Situation als Invalider auf eine im Gesundheitsfall lohnmässig 
mutmasslich gleich verlaufene Entwicklung zu schliessen, ohne dass konkrete Umstände 
für eine solche Annahme sprechen würden (BGer 8C_210/2012 vom 27. April 2012 
E. 3.2). Grundsätzlich müssen auch bei jungen Versicherten Indizien für eine berufliche 
Weiterentwicklung in Form von konkreten Anhaltspunkten bereits bei Eintritt des Gesund-
heitsschadens vorhanden sein (BGer 8C_491/2018 vom 13. März 2019 E. 5.1). 

6.
6.1 Zur Beurteilung der Validentätigkeit und des Valideneinkommens sind vorerst die 
beruflichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin etwas zu erhellen: Wie sich aus den Ak-
ten ergibt, startete die Beschwerdeführerin nach der Maturität (BF-act. 3) und einem Zwi-
schenjahr (vgl. BF-act. 4) im Herbst 2015 an der Universität Zürich mit dem Studium Eth-
nologie (Hauptfach) und Populäre Kulturen (Nebenfach [BF-act. 5]). Nach einem Ver-
kehrsunfall vom 17. Februar 2017 wechselte sie im Herbst 2017 gesundheitsbedingt an 
die pädagogische Hochschule Luzern. Der Versuch, das Sekundarlehrerinnenstudium 
aufzunehmen, scheiterte jedoch gesundheitsbedingt nach kurzer Zeit. Im Februar 2018 
nahm sie ihr ursprüngliches Studium an der Universität Zürich wieder auf (vgl. IV-
act. 8/3 f., 45/3 und 77/61 f.), welches sie schliesslich im Sommer 2020 erfolgreich mit 
dem "Bachelor of Arts UZH in Sozialwissenschaften" (Gesamtnote 5.6) abschloss (IV-
act. 7/2 f.). Daraufhin absolvierte sie von Januar bis Oktober 2021 ein neunmonatiges 
Praktikum bei der B.________ AG, wobei sie von Januar bis März 2021 in einem 100%-
Pensum arbeitete, das Pensum aber schliesslich nach einer einmonatigen Pause ab Mai 
2021 gesundheitsbedingt auf 80 % reduzierte. Ab dem 17. September 2021 wurde der 
Beschwerdeführerin eine 100%ige und ab dem 29. September 2021 eine 50%ige Arbeits-
unfähigkeit attestiert (IV-act. 9/2). Von Januar bis März 2022 arbeitete die Beschwerdefüh-

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rerin schliesslich bei der C.________ AG als Projektmanagerin in einem 80%-Pensum, 
wobei der Beschwerdeführerin ab dem 7. Februar 2022 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit at-
testiert wurde. In der Folge wurde das Arbeitsverhältnis per 30. März 2022 gekündigt (IV-
act. 14). 

6.2 Zum Unfallzeitpunkt hatte die Beschwerdeführerin bereits drei Semester des Stu-
diengangs "Bachelor of Arts UZH in Sozialwissenschaften" an der Universität Zürich ab-
solviert und dabei jeweils gute bis sehr gute Leistungen erbracht (Noten 5.0 bis 6.0; Leis-
tungsausweis vom 21. Februar 2017 [BF-act. 5]). Nach einem Unterbruch schloss sie ihr 
Studium – wenn auch verzögert und unter erschwerten Bedingungen – im Sommer 2020 
erfolgreich mit der Gesamtnote 5.6 ab (IV-act. 7/2 f.). Dementsprechend darf davon aus-
gegangen werden, dass die Beschwerdeführerin auch im Gesundheitsfall das bereits vor 
dem Unfall aufgenommene Bachelorstudium der Ethnologie und Populäre Kulturen erfolg-
reich abgeschlossen hätte. 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist jedoch nicht davon auszugehen, dass 
sich die Beschwerdeführerin, die in den Akten durchgehend als sehr motiviert und gewis-
senhaft sowie sehr leistungsorientiert mit einem hohen Leistungsanspruch an sich selbst 
und einem hohen Intelligenzniveau – in der Schulzeit hat sie u.a. eine Klasse übersprun-
gen (IV-act. 77/63, 69) – beschrieben wird, bei guter Gesundheit mit einem Bachelorab-
schluss begnügt hätte. Aufgrund der guten Noten an der Kantonsschule – sie schloss die 
Matura mit einem Durchschnitt von 5.42 ab (BF-act. 3) – und ihren sehr guten Studienleis-
tungen mit einem Bachelorabschluss von 5.6 sowie dem ambitiösen Charakter der Be-
schwerdeführerin besteht auch kein Anlass daran zu zweifeln, dass sie den Anforderun-
gen eines Masterstudiums gewachsen gewesen wäre. Sodann gilt der Masterabschluss 
als Regelabschluss für den Berufseinstieg, auch wenn der direkte Übertritt ins Masterstu-
dium nach einem Bachelorabschluss in Ethnologie mit 61 % niedriger ist als bei den meis-
ten andern universitären Fächern (https://www.berufsberatung.ch, "Die erste Stelle nach 
dem Studium, Ethnologie, Volkskunde UH", 2023, S. 2). Es gilt somit als überwiegend 
wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ohne den Gesundheitsschaden ihr Studium 
mit dem Master abgeschlossen hätte. 

Über den Masterabschluss hinaus muss die berufliche Weiterentwicklung der Beschwer-
deführerin indes als ungewiss bezeichnet werden. Ihr Vorbringen, es müsse von einer Kar-
riere als Lehrerin ausgegangen werden (act. 1 Rz. 9), kann nicht nachvollzogen werden. 
Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführerin im Herbst 2017 an der pädagogischen 

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Hochschule Luzern mit dem Studium als Sekundarlehrerin startete. Nicht unberücksichtigt 
bleiben darf jedoch, dass die Beschwerdeführerin an die pädagogische Hochschule wech-
selte, weil sie Angst hatte, im ursprünglichen Studium keine genügende Leistung mehr er-
bringen zu können und in der Annahme, dass das neue Studium viel weniger anspruchs-
voll sei als das bisherige (vgl. IV-act. 8/3, 45/3 und 77/61). Mit der Beschwerdegegnerin ist 
somit einig zu gehen, dass die Aufnahme des Studiums an der pädagogischen Hochschu-
le ausschliesslich aus gesundheitlichen Gründen erfolgte. Konkrete Anhaltspunkte, die 
dafür sprächen, dass die Beschwerdeführerin den genannten Studiengang auch ohne die 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen absolviert hätte, sind vorliegend nicht ersichtlich. Bis 
zum Unfall vom 17. Februar 2017 finden sich keine konkreten Schritte im Hinblick auf die 
behauptete berufliche Karriere als Lehrerin. Dementsprechend können von der gescheiter-
ten Invalidenkarriere denn auch keine Rückschlüsse auf die Validenkarriere gezogen wer-
den. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte berufliche Weiterentwicklung im 
Sinne eines Studiums an der pädagogischen Hochschule erscheint als eine theoretische 
Möglichkeit, die zwar nicht ausgeschlossen werden kann, von der aber auch nicht gesagt 
werden kann, dass sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wäre. Blosse 
Absichtserklärungen, wie diejenigen der Beschwerdeführerin, genügen jedenfalls nicht. 
Somit kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, ihr Be-
rufswunsch sei Lehrerin gewesen (act. 1 Rz. 6).

Nichts anderes hat im Hinblick auf das in den Akten wiederholt thematisierte Berufsziel der 
Journalistin (vgl. IV-act. 8/4, 77/11, 77/34 und 45/3) zu gelten. Insbesondere stellt das bei 
der B.________ AG von Januar bis Oktober 2021 absolvierte Praktikum kein Indiz für eine 
diesbezügliche berufliche Weiterentwicklung dar (vgl. BGer 8C_623/2011 vom 15. März 
2012 E. 6.4).

Eine berufliche Laufbahn hängt neben persönlichen Qualifikationen und Einsatzwillen re-
gelmässig auch von weiteren nicht beeinflussbaren äusseren Umständen ab (BGer 
8C_550/2009 vom 12. November 2009 E. 4.3.1). Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
festgestellt hat, ist das Tätigkeitsfeld eines Ethnologen sehr breit. Von einem typischen 
Beschäftigungsfeld kann nicht gesprochen werden. So hängt die Laufbahn in starkem 
Masse von Eigeninitiative sowie den Studienschwerpunkten, der Fächerkombination und 
individuellen Praxiserfahrungen ab (https://www.berufsberatung.ch: Berufsmöglichkeiten: 
Ethnologie, Kulturanthropologie). Nach dem Masterabschluss sind 20 % der Erwerbstäti-
gen in der Lehre und Forschung an Hochschulen tätig und 18 % im Bereich der Informati-
on und Kultur, beispielsweise in Bibliotheken, Archiven und Dokumentationsstellen. Jene 

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21 %, die im privaten Dienstleistungssektor tätig sind, üben ganz unterschiedliche Tätig-
keiten aus: Sie arbeiten z.B. in Informatikdiensten, im Gastgewerbe oder Tourismus oder 
in Banken, wobei anzunehmen ist, dass sie häufig fachfremd tätig sind. Der Berufseinstieg 
gestaltet sich für viele Absolventen des Studiums Ethnologie als schwierig. Mehr als 30 % 
arbeiten denn auch an Stellen, für die kein Hochschulabschluss nötig ist, ebenso viele an 
solchen, die keinen inhaltlichen Bezug zum Studium haben (https://www.berufsbera-
tung.ch, "Die erste Stelle nach dem Studium, Ethnologie, Volkskunde UH", 2023). Nach 
dem Masterabschluss in Ethnologie kann daher nicht nur von einem einzigen Weg ausge-
gangen werden. Vielmehr hätte der Beschwerdeführerin ein breites Spektrum an Tätigkei-
ten offen gestanden, wobei nicht gesagt werden kann, die plausibelste Validenkarriere hät-
te in einer Tätigkeit, für die ein Masterabschluss verlangt wird, bestanden. 

6.3 Angesichts der ungewissen beruflichen Weiterentwicklung im Gesundheitsfall ist 
es nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen unter 
Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 ermittelt 
(vgl. Art. 26 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) und 
dabei die Totalwerte der Tabelle TA1, Frauen, herangezogen hat. Während die IV-Stelle 
hierbei das Kompetenzniveau 3 als massgebend erachtet, stellt sich die Beschwerdeführe-
rin auf den Standpunkt, sie wäre ohne Unfall ohne weiteres in der Lage gewesen, Tätigkei-
ten auszuführen, welche analog dem Anforderungsniveau 4 ein grosses Wissen und kom-
plexe Problemlösungen voraussetzen würden (act. 1 Rz. 11). 

Das Kompetenzniveau 3 entspricht komplexen praktischen Tätigkeiten, welche ein gros-
ses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen. Demgegenüber entspricht das Kompe-
tenzniveau 4 Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, welche 
ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen. Im 
Zeitpunkt des hypothetischen Masterabschlusses hätte die Beschwerdeführerin ihre erste 
entsprechende Stelle ohne Führungs- und ohne einschlägige Berufserfahrung angetreten, 
was – auch bei ausgezeichneter akademischer Qualifikation mit dem Potential, zukünftig 
durchaus eine leitende Position einzunehmen – gegen eine Tätigkeit des Kompetenzni-
veaus 4 spricht. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführerin nach dem 
Masterabschluss viele Berufsmöglichkeiten – mit/ohne die Notwendigkeit eines Hoch-
schulabschlusses – zur Verfügung gestanden hätten. Gemäss Erhebung der Berufsbera-
tung liegt das auf eine Vollzeitstelle hochgerechnete Jahreseinkommen nach dem Master-
abschluss bei Fr. 77'000.–, was vergleichbar ist mit dem von der Beschwerdegegnerin 
ausgehend vom Kompetenzniveau 3 errechneten Valideneinkommen von Fr. 78'488.–. 

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Das von der Beschwerdeführerin gestützt auf die Zahlen des Komptenzniveaus 4 ange-
nommene Valideneinkommen von Fr. 96'352.– (act. 1 Rz. 11) liegt demgegenüber um fast 
Fr. 20'000.– höher als das nach dem Masterabschluss in der konkreten Studienrichtung 
durchschnittlich erzielte Jahreseinkommen. Dass die Beschwerdeführerin nach dem Mas-
terabschluss ein Einkommen in ebendieser Grössenordnung tatsächlich erzielt hätte, ist 
zwar nicht von vornherein ausgeschlossen, aber angesichts des Umstands, dass letztlich 
völlig offen ist, welche Tätigkeit die Beschwerdeführerin aufgenommen hätte, auch nicht 
überwiegend wahrscheinlich. 

Soweit die Beschwerdeführerin auf BGer 8C_100/2024 vom 19. September 2024 verweist 
(act. 1 Rz. 12), kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass 
das Bundesgericht darin das Valideneinkommen bei einer im ersten Studienjahr erkrank-
ten Juristin MLaw gestützt auf die Tabelle T17, Ziff. 26 "Jurist/innen, Sozialwissenschaft-
ler/innen und Kulturberufe" auf Fr. 108'243.– festgelegt hat (E. 8.2 f.). Nicht unberücksich-
tigt bleiben darf jedoch, dass das Studium der Rechtswissenschaft meist in ein klares Be-
schäftigungsfeld führt bzw. zumindest der inhaltliche Zusammenhang zwischen Studium 
und Erwerbstätigkeit hoch ist. So arbeiten denn auch die meisten Juristinnen und Juristen 
an Stellen, für die ein Masterabschluss in Rechtswissenschaft verlangt wurde (htt-
ps://www.berufsberatung.ch, "Die erste Stelle nach dem Studium, Rechtswissenschaft 
UH", 2023, S. 1); dies – wie bereits dargelegt (E. 6.2) – im Unterschied zum vorliegend 
massgebenden Ethnologie-Studium. Aufgrund der vielen Berufsmöglichkeiten, die der Be-
schwerdeführerin zur Verfügung gestanden hätten, ist der Beschwerdegegnerin Recht zu 
geben, dass das Valideneinkommen gestützt auf die Tabelle TA1 genauer bestimmt wer-
den kann. Damit bleibt es bei dem von der Beschwerdegegnerin errechneten Validenein-
kommen. 

6.4 Was schliesslich das Invalideneinkommen anbelangt, zeigt sich, dass dieses in 
Abweichung des Vorbescheids und auf Grundlage des per 1. Januar 2024 in Kraft getre-
tenen Art. 26bis Abs. 3 IVV ab dem 1. Januar 2024 auf Fr. 25'713.– festgesetzt wurde. Für 
die Zeit davor nimmt die Beschwerdegegnerin ein Invalideneinkommen von Fr. 28'509.– 
an. Die jeweilige Berechnung ist nachvollziehbar und wird von der Beschwerdeführerin zu 
Recht nicht bestritten, weshalb vorliegend von diesen Zahlen auszugehen ist. 

7. Zusammenfassend erweisen sich die Verfügungen vom 27. September 2024 als 
rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. Lediglich der 
Vollständigkeit halber ist die Beschwerdeführerin schliesslich noch darauf hinzuweisen, 

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dass – entgegen ihrer Auffassung (act. 1 Rz. 13) – selbst bei dem von ihr errechneten Va-
lideneinkommen von Fr. 83'930.– (Tabelle T17, Ziff. 26 "Jurist/innen, Sozialwissenschaft-
ler/innen und Kulturberufe") ab dem 1. Januar 2024 kein Anspruch auf eine volle Invali-
denrente bei einem IV-Grad von 69 % resultieren würde.

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensausgang angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 25. August 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am