# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40231f1a-2806-5a22-9e5b-55e4caae2a46
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.01.2015 S 2014 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-134_2015-01-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 134

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Vizepräsidentin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser und 

Verwaltungsrichter Racioppi, Kudelski als Aktuarin ad hoc

URTEIL 
vom 27. Januar 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Der 1969 geborene A._____ arbeitete seit Anfang des Jahres 2012 als 

Lastwagenchauffeur in O.1._____. Gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis 

war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obli-

gatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versi-

chert. Am 18. Dezember 2012 verletzte sich A._____ beim Lösen einer 

eingefrorenen Bremse, wobei der Anhängerzug ins Rollen und das linke 

Bein von A._____ unter das Rad geriet. Er erlitt dabei eine drittgradig of-

fene Unterschenkelfraktur links mit grossem Weichteildécollement. In der 

Folge musste er sich mehreren Behandlungen und operativen Eingriffen 

mit stationären Aufenthalten im Kantonsspital Graubünden sowie im Uni-

versitätsspital Zürich unterziehen. Die SUVA erbrachte daraufhin für den 

Unfall vom 18. Dezember 2012 die gesetzlichen Leistungen.

2. Zur stationären Rehabilitation befand sich A._____ vom 26. Juni 2013 bis 

zum 31. Juli 2013 in der Rehaklinik O.2._____. Am 1. November 2013 

fand sodann eine erste kreisärztliche Untersuchung sowie am 28. Januar 

2014 schliesslich die kreisärztliche Abschlussuntersuchung statt. In sei-

nem Abschlussbericht hielt der Kreisarzt Dr. med. B._____ unter anderem 

fest, dass sich seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung keine Verän-

derungen ergeben hätten und somit der Endzustand erreicht sei. In seiner 

Zumutbarkeitsbeurteilung kam Dr. med. B._____ zum Schluss, dass dem 

Versicherten die frühere Tätigkeit als Chauffeur im Bausektor nicht mehr 

zumutbar sei, da die Anforderungen an das linke Bein deutlich zu hoch 

seien. Dem Versicherten sei eine Tätigkeit ohne längere Gehstrecken, 

ohne Gehen auf unebener Unterlage, ohne wiederholtes Treppensteigen, 

ohne Leitersteigen, ohne Tätigkeit an Gerüsten, ohne Lasten, Heben und 

Tragen von Gewichten über 10 bis 15 kg, ohne Tätigkeit im Knien oder 

Kauern, ohne Kälteexposition, Wechselbelastung mindestens zur Hälfte 

sitzend, zumutbar. Für eine derartig geeignete Tätigkeit sei der Versicher-

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te ganztags einsetzbar. Der Integrationsschaden werde auf 20 % ge-

schätzt.

3. Daraufhin teilte die SUVA A._____ mit Schreiben vom 6. Februar 2014 

mit, dass sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit dem 28. Februar 

2014 einstelle, da eine Behandlung nicht mehr notwendig sei. Die Kosten 

für die weiterhin notwendige Ergotherapie würden noch bis zum 30. April 

2014 übernommen. Hierauf ersuchte A._____ die SUVA mit Schreiben 

vom 14. März 2014 die Leistungen der Taggelder fortzusetzen, da er wei-

terhin zu 100 % erwerbsunfähig sei. Falls diesem Ersuchen nicht nachge-

kommen werde, verlange er eine beschwerdefähige Verfügung.

4. Mit Verfügung vom 1. Mai 2014 sprach die SUVA A._____ für die verblei-

bende Beeinträchtigung aus dem versicherten Unfallereignis ab dem 

1. März 2014 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 781.65 bei einer Er-

werbsunfähigkeit von 17 % und einem versicherten Jahresverdienst von 

Fr. 68'969.-- zu. Zudem wurde ihm eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 25'200.-- auf der Basis einer Integritätseinbusse von 20 % zugespro-

chen.

5. Am 2. Juni 2014 erhob A._____ gegen die besagte Verfügung Einspra-

che, wobei er nur die verfügte Invalidenrente von monatlich Fr. 781.65 an-

focht, nicht hingegen die zugesprochene Integritätsentschädigung. Mit 

Einspracheentscheid vom 14. August 2014 wies die SUVA die Einsprache 

von A._____ ab.

6. Gegen den Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend Beschwer-

deführer) am 18. September 2014 Beschwerde an das Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden. Er beantragte, es sei der Einspracheent-

scheid vom 14. August 2014 aufzuheben und es sei ihm ab 1. März 2014 

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eine volle Invalidenrente zuzusprechen. Es sei von der Klinik O.3._____ 

ein Gutachten hinsichtlich der arbeitsbezogenen körperlichen Leistungs-

fähigkeit (EFL) einzuholen. Eventualiter beantrage er aufgrund eines Inva-

liditätsgrades von 23 % eine monatliche Invalidenrente von Fr. 1'057.50. 

Zur Begründung führte er aus, dass sich die SUVA bei der Feststellung, 

wonach er in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, aus-

schliesslich auf den medizinischen Abschlussbericht von Dr. med. 

B._____ vom 28. Januar 2014 gestützt habe, welcher nicht sämtliche Be-

schwerden berücksichtige. Andere Arztberichte, welche diese Beurteilung 

bestätigen würden, lägen zudem nicht vor. Die Zumutbarkeitsbeurteilung 

trage seiner medizinischen Situation nicht genügend Rechnung. Auch sei 

ihm die Verwertung einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit in einer unkörper-

lichen Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht möglich. 

7. Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2014 beantragte die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Da-

bei gab sie an, dass keine Indizien vorlägen, welche gegen die Zuverläs-

sigkeit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung sprechen würden.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht lie-

genden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der Ein-

spracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 14. August 2014. Gegen 

solche sozialversicherungsrechtliche Entscheide kann Beschwerde beim 

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Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben, in dem die versicherte 

Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] i.V.m. Art. 

56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Be-

schwerdeführer wohnt in O.4._____, womit die örtliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Als Adressat des angefochtenen Einsprachent-

scheids ist der Beschwerdeführer von dieser Entscheidung ausserdem 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG).

2. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Invalidenrente des Beschwerdeführers ab dem 1. März 2014 korrekt er-

mittelt hat, indem sie von einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 17 % aus-

gegangen ist, wogegen der Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente, 

eventualiter gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 23 % eine monatliche 

Invalidenrente von Fr. 1'057.50 beantragt. Umstritten ist dabei einerseits 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepasster 

Tätigkeit sowie die wirtschaftliche Verwertbarkeit einer allfälligen Restar-

beitsfähigkeit und andererseits die gestützt darauf zu erfolgende Invali-

ditätsbemessung.

3. Nach Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine Invaliden-

rente, sofern er infolge eines Unfalles mindestens zu 10 % invalid gewor-

den ist. Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit 

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in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Bei er-

werbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG 

aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird 

zunächst das Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Per-

son nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat 

in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens-

vergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 m.w.H). 

4. a) Zunächst ist hierzu die umstrittene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers zu beurteilen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 6 ATSG ist Ar-

beitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-

gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-

keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leis-

ten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 

anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Zur Feststel-

lung der diesbezüglich massgeblichen medizinischen Verhältnisse ist die 

rechtsanwendende Behörde auf medizinische Unterlagen angewiesen, in 

denen der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ermittelt und, 

wenn nötig, seine Entwicklung im Laufe der Zeit beschrieben wird, d.h. 

mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichti-

gung der subjektiven Beschwerden die Befunde erhoben und gestützt 

darauf eine Diagnose gestellt wird. Auf dieser Grundlage nimmt die Arzt-

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person zur Arbeitsfähigkeit, mithin zu jenen Tätigkeiten, die dem Versi-

cherten aufgrund seiner gesundheitlichen Stellung noch zumutbar sind, 

Stellung (Urteil des Bundesgerichts 9C_850/2013 vom 12. Juni 2014 

E.3.2). Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in sozialversi-

cherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c 

ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist somit ent-

scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darstellung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). In 

Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-

ten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E.3b/cc). Auch den Berich-

ten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, so-

fern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit be-

stehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangeln-

de Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-

sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungs-

recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 

strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). Auch wenn die 

Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen praxis-

gemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im 

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Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gege-

benen Gutachten zu. Hinsichtlich von Versicherungsträgern im Verfahren 

nach Art. 44 ATSG eingeholter, den Anforderungen der Rechtsprechung 

entsprechender, Gutachten externer Spezialärzte wurde festgehalten, das 

Gericht dürfe diesen Gutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 

Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutach-

tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-

derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-

sigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E.4.4 m.w.H.).

b) Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass sich die Be-

schwerdegegnerin bei der Feststellung, wonach er in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, ausschliesslich auf den kreisärztlichen 

Abschlussbericht von Dr. med. B._____ vom 28. Januar 2014 gestützt 

habe. Andere Arztberichte, welche diese Beurteilung bestätigen würden, 

lägen nicht vor. Sowohl die Arztberichte von Dr. med. C._____, als auch 

der Austrittsbericht der Rehaklinik O.2._____ würden sich zur konkreten 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit nicht äussern. Eine seriöse 

Ermittlung der Erwerbsunfähigkeit sei somit nicht möglich, da sich die Be-

urteilung lediglich auf einen einzigen Arztbericht abstütze. Daher sei ein 

Gutachten von der Klinik O.3._____ hinsichtlich der arbeitsbezogenen 

körperlichen Leistungsfähigkeit (EFL) einzuholen. Weiter führte der Be-

schwerdeführer aus, dass der Abschlussbericht von Dr. med. B._____ 

auch nicht sämtliche Beschwerden berücksichtige, da er die Spannungs-

schmerzen und den Kraftverlust am linken Bein nicht beachte. Gemäss 

dem Arztbericht von med. pract. D._____ vom 30. Mai 2014 sei aber auf-

grund der dauernden und bleibenden Beschwerden (persistierende 

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Schwellung, Druckgefühl, Spannungsschmerzen, Kraftverlust und Gang- 

und Funktionsstörungen) am linken Unterschenkel eine vollständige Inte-

grität ausgeschlossen.

Die Beschwerdegegnerin hält demgegenüber fest, dass sie sich bezüglich 

des rentenbegründenden Invaliditätsgrades auf die Zumutbarkeitsbeurtei-

lung des Kreisarztes Dr. med. B._____ vom 5. November 2013 bzw. 

29. Januar 2014 stütze. Es lägen keine Indizien vor, welche gegen die 

Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung sprächen. So 

sei sie mit der Einschätzung der Rehaklinik O.2._____ vereinbar und 

auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) habe sich der kreisärztlichen 

Beurteilung angeschlossen. Auch Dr. med. C._____ vom Kantonsspital 

Graubünden halte eine Wiederaufnahme einer leidensadaptierten Tätig-

keit für zumutbar. Auf die von der kreisärztlichen Beurteilung abweichen-

den Behauptungen des Hausarztes med. pract. D._____ könne hingegen 

nicht abgestellt werden. Es handle sich dabei um einen Allgemeinmedizi-

ner, welcher nicht über die erforderlichen traumatologischen und orthopä-

dischen Spezialkenntnisse verfüge. Zudem erkläre er nicht, auf welche 

Tätigkeit sich die attestierte Arbeitsunfähigkeit von mindestens 70 % be-

ziehen solle. Insgesamt sei deshalb auf die kreisärztliche Zumutbarkeits-

beurteilung abzustellen und beweismässige Weiterungen, insbesondere 

die vom Beschwerdeführer beantragte EFL, würden sich erübrigen. 

c) Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers sind zunächst die relevanten Arztberichte und Gut-

achten wiederzugeben:

• Im Austrittsbericht der Rehaklinik O.2._____ vom 2. August 2013 in-
formierten Dr. med. E._____ (Facharzt Physikalische Medizin und Re-
hablititation FMH) und Dr. med. F._____ (Assistenzärztin) über den 
stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers. Sie gaben an, dass die 
Tätigkeit als LKW-Chaffeur für den Beschwerdeführer aktuell nicht 

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zumutbar sei, da die Anforderungen zu hoch seien. Es handle sich um 
eine beinbelastende Tätigkeit. An einen Wiedereinstieg als LKW-
Chauffeur sei nur zu denken, wenn auf das Hantieren von schweren 
Lasten verzichtet werden könne. Ansonsten wäre eine berufliche Um-
orientierung zu einer maximal mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangs-
positionen für den linken Fuss indiziert. Da eine weitere Verbesserung 
des Zustands zu erwarten sei, könne die Zumutbarkeit für eine andere 
berufliche Tätigkeit noch nicht definitiv festgelegt werden (beschwer-
degegnerische Akten [Bg-act.] 91 S. 2).

• Am 1. November 2013 erfolgte eine erste kreisärztliche Untersuchung 
zur Beurteilung des Heilungsverlaufs und einer provisorischen Stel-
lungnahme zur Zumutbarkeit. Im diesbezüglichen Bericht vom 5. No-
vember 2013 hielt der Kreisarzt Dr. med. B._____ fest, dass die 
schwere Unterschenkelverletzung links erfreulich gut ausgeheilt sei. 
Allerdings sei die Gebrauchsfähigkeit des linken Beines deutlich be-
einträchtigt. Dies einerseits durch die verminderte Funktion der 
Sprunggelenke, andererseits durch die verminderte Kraft im Unter-
schenkel-Fussbereich links und durch die Sensibilitätss-
törung/eingeschränkte Propriozeption. Durch die Weiterführung der 
Physiotherapie für circa ¼ Jahr könne noch eine gewisse Verbesse-
rung erreicht werden, nicht aber eine vollständige Restitution. 
Dr. med. B._____ führte abschliessend aus, dass er die Tätigkeit als 
Chauffeur im Bausektor nicht mehr als zumutbar erachte, da die An-
forderungen an das linke Bein zu hoch seien (wiederholtes Ein- und 
Aussteigen aus dem Lastwagen, Mitarbeit bei Beladung und Entla-
dung). Zumutbar sei dem Beschwerdeführer hingegen eine Tätigkeit 
ohne längere Gehstrecken, ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne 
Leitersteigen, ohne Tätigkeiten auf Gerüsten, ohne wiederholtes Las-
ten Heben und Tragen von Gewichen über 10 bis 15 kg, ohne Tätig-
keiten im Knien oder Kauern. Für eine derartige Tätigkeit sei der Be-
schwerdeführer ganztags einsetzbar (Bg-act. 108 S. 4).

• Mit Bericht vom 3. Dezember 2013 informierten Dr. med. C._____ 
(Chefarzt Unfall-/Allgemeinchirurgie) und Dipl. med. G._____ 
(Oberärztin i.V.) vom Kantonsspital Graubünden über die am 2. De-
zember 2013 erfolgte Jahreskontrolle nach dem Unfall. Dabei führten 
sie aus, dass der Beschwerdeführer sich zurzeit ohne Gehstöcke mo-
bilisiere, jedoch mit einem hinkenden Gangbild. Schmerzen würden 
teilweise im OSG beschrieben sowie beim Wetterwechsel, ansonsten 
sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei. Es zeige sich ein sehr er-
freulicher Verlauf. Die Weichteilverletzung sowie die ossäre Kompo-
nente seien soweit abgeheilt, dass mit einer Wiederaufnahme der Ar-
beit begonnen werden könne. Jedoch könne aufgrund der weiterhin 
noch eingeschränkten Beweglichkeit im OSG die Arbeit als Lastwa-

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genchauffeur wahrscheinlich nicht wieder aufgenommen werden. Eine 
Umschulung wäre zu diskutieren (Bg-act. 113 S. 1 f.).

• Im Verfahren der Invalidenversicherung erfolgte am 8. Januar 2014 
eine Stellungnahme durch den RAD-Arzt Dr. med. H._____. Dieser 
gab an, dass reine Unfallfolgen bestehen würden und grundsätzlich 
auf die Einschätzung des Kreisarztes abgestellt werden könne. Es be-
stehe in der angestammten Tätigkeit als LKW-Chauffeur klar keine 
Arbeitsfähigkeit mehr. In einer adaptierten Tätigkeit sei ein Vollpen-
sum zu erwarten, wobei das Pensum langsam gesteigert werden 
müsse und erst im Verlauf von zwei bis drei Monaten ein Vollpensum 
erreicht werden könne. Wegen vermehrter Kurzpausen und verlang-
samtem Arbeitstempo sei zudem zumindest am Anfang eine zusätzli-
che Leistungsminderung zu erwarten (Bg-act. 118 S. 2).

• Am 28. Januar 2014 erfolgte sodann die kreisärztliche Abschlussun-
tersuchung. Im diesbezüglichen Bericht hielt Dr. med. B._____ fest, 
dass sich seit der letzten Untersuchung keine Veränderung mehr er-
geben habe, so dass der Endzustand erreicht sei. Die frühere Tätig-
keit als Chauffeur im Bausektor sei dem Beschwerdeführer nicht mehr 
zumutbar, da die Anforderungen an das linke Bein deutlich zu hoch 
seien. Zumutbar sei dem Beschwerdeführer hingegen eine Tätigkeit 
ohne längere Gehstrecken, ohne Gehen auf unebener Unterlage, oh-
ne wiederholtes Treppensteigen, ohne Leitersteigen, ohne Tätigkeiten 
auf Gerüsten, ohne Lasten, Heben und Tragen von Gewichten über 
10 bis 15 kg, ohne Tätigkeiten im Knien oder Kauern, ohne Kälteex-
position. Wechselbelastung mindestens zur Hälfe sitzend. Für eine 
derartige Tätigkeit sei der Beschwerdeführer ganztags einsetzbar (Bg-
act. 128 S. 5). Zudem nahm Dr. med. B._____ eine Beurteilung des 
Integritätsschadens für die Funktionseinbusse des linken Beins vor, 
wobei er diesen auf 20 % schätzte (Bg-act. 127 S. 1).

• Mit weiterem Bericht vom 5. Mai 2014 informierten die Ärzte des Kan-
tonsspitals Graubünden über den Verlauf. Demnach würde der Be-
schwerdeführer über einen annähernd schmerzfreien Alltag bei jedoch 
noch weiterhin stark auftretender Schwellung, vor allem am Abend, 
berichten. Diese Schwellung werde erfolgreich mit einem Kompres-
sionsstrumpf therapiert. Es könne sofort mit der Wiederaufnahme der 
Arbeit begonnen werden. Es sei allerdings weiterhin fraglich, ob die 
Arbeit als Lastwagenchauffeur aufgrund der Bewegungseinschrän-
kung im Bereich des linken OSG wieder aufgenommen werden könne. 
Es sei eine Umschulung zu diskutieren (Bg-act. 159 S. 1 f.).

• Mit Schreiben vom 30. Mai 2014 informierte der behandelnde Haus-
arzt, med. pract. D._____, über den aktuellen Gesundheitszustand 

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des Beschwerdeführers. Dabei führte er aus, dass eine vollständige 
Integrität kaum denkbar sei. Dies bedeute, dass Beschwerden wie 
persistierende Schwellung, Druckgefühl, Spannungsschmerzen, Kraft-
verlust sowie Gang- und Funktionsstörungen am linken Unterschenkel 
bleiben würden. Seines Erachtens sei der Beschwerdeführer ab dem 
2. Juni 2014 zu max. 30 % arbeitsfähig (beschwerdeführerische Akten 
[Bf-act.] 4).

d) Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die 

bisher ausgeübte Tätigkeit als LKW-Chauffeur aufgrund der Unfallrestfol-

gen am linken Unterschenkel vollständig arbeitsunfähig ist. Strittig ist hin-

gegen die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten 

Tätigkeit. Unter Würdigung der vorstehenden Arztberichte gelangt das 

Gericht zur Überzeugung, dass aus medizinischer Sicht keine triftigen 

Gründe bestehen, in Bezug auf diese Frage von der Beurteilung von 

Dr. med. B._____ abzuweichen, wonach der Beschwerdeführer in einer 

adaptierten Tätigkeit ohne längere Gehstrecken, ohne Gehen auf unebe-

ner Unterlage, ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne Leitersteigen, 

ohne Tätigkeiten auf Gerüsten, ohne Lasten, Heben und Tragen von Ge-

wichen über 10 bis 15 kg, ohne Tätigkeiten im Knien oder Kauern, ohne 

Kälteexposition, Wechselbelastung mindestens zur Hälfe sitzend, zu 

100 % arbeitsfähig sei (Bg-act. 128). Diese Einschätzung beruht auf per-

sönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers, berücksichtigt die 

bisherigen Akten und ist schlüssig sowie nachvollziehbar, so dass ihr vol-

ler Beweiswert zukommt. Der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Ein-

wand, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. B._____ nicht 

sämtliche Beschwerden (Spannungsschmerzen und Kraftverlust linkes 

Bein) berücksichtige, überzeugt nicht. So hält Dr. med. B._____ in seinen 

Berichten vom 5. November 2013 sowie 28. Januar 2014 (Bg-act. 108 

und 128) klar sowohl eine verminderte Funktion der Sprunggelenke als 

auch eine verminderte Kraft im Unterschenkel-Fussbereich fest und lässt 

die erwähnten Beschwerden demzufolge in die Beurteilung einfliessen. 

Des Weiteren liegen keine anderslautenden Einschätzungen anderer Ärz-

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te vor, welche Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der Zu-

mutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. B._____ aufkommen lassen. So hält 

Dr. med. C._____ vom Kantonsspital Graubünden mit Berichten vom 

3. Dezember 2013 sowie 5. Mai 2014 eine weitgehende Beschwerdefrei-

heit und einen erfreulichen Verlauf fest. Aufgrund der eingeschränkten 

Beweglichkeit im OSG sei die Arbeit als Chauffeur wahrscheinlich nicht 

zumutbar, allerdings sei eine Umschulung zu diskutieren (Bg-act. 113 und 

159). Mithin geht auch Dr. med. C._____ – wenn auch nicht explizit aus-

geführt – davon aus, dass eine adaptierte Tätigkeit dem Beschwerdefüh-

rer zumutbar ist. Obwohl im Austrittsbericht der Rehaklinik O.2._____ 

vom 2. August 2013 die Zumutbarkeit für eine adaptierte Tätigkeit noch 

nicht definitiv festgelegt werden konnte, da eine weitere Verbesserung 

erwartet wurde, so wurde doch festgehalten, dass eine berufliche Umori-

entierung zu einer maximal mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangspositio-

nen für den linken Fuss indiziert sei (Bg-act. 91 S. 2). Zuletzt ist die Ein-

schätzung des behandelnden Hausarztes, med. pract. D._____, vom 

30. Mai 2014 nicht geeignet, die schlüssige Beurteilung des Kreisarztes 

Dr. med. B._____ in Zweifel zu ziehen. Seine Einschätzung, wonach der 

Beschwerdeführer ab dem 2. Juni 2014 zu max. 30 % arbeitsfähig sei, ist 

weder begründet noch wurde dargelegt, welche Tätigkeiten damit ange-

sprochen werden. Zudem erfolgte keine Auseinandersetzung mit den üb-

rigen Unfallakten, insbesondere nicht mit der Zumutbarkeitsbeurteilung 

von Dr. med. B._____. Sodann handelt es sich bei med. pract. D._____ 

um den behandelnden Hausarzt, wobei der Erfahrungstatsache Rech-

nung zu tragen ist, dass ein Hausarzt aufgrund der vertrauensrechtlichen 

Stellung eher zu Gunsten seines Patienten aussagt (BGE 135 V 465 

E.4.5, 125 V 351 E.3b/cc). Schliesslich sind die Kreisärzte der SUVA 

nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der 

Unfallmedizin, so dass ihnen im Verhältnis zu den Allgemeinpraktikern ei-

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ne spezialärztliche Stellung zu kommt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 E.7.5.4; vgl. hierzu auch vorne E.4a).

e) Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die kreisärztliche Beurtei-

lung von Dr. med. B._____ nicht zu beanstanden ist und ihr voller Be-

weiswert zukommt. Es ist folglich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit mit Einschränkungen 

gemäss dem Zumutbarkeitsprofil auszugehen. Von weiteren Abklärungen, 

insbesondere vom beantragten Gutachten hinsichtlich der arbeitsbezoge-

nen körperlichen Leistungsfähigkeit (EFL), sind keine neuen Erkenntnisse 

zu erwarten, so dass im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung darauf 

verzichtet werden kann (BGE 124 V 90 E.4b, 119 V 344 E.3c m.w.H.). 

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass kein förmlicher 

Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung besteht (BGE 135 

V 465 E.4).

5. a) Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die 100%ige Arbeitsfähig-

keit in einer adaptierten Tätigkeit auf dem ihm offenstehenden Arbeits-

markt verwerten kann, was vom Beschwerdeführer bestritten wird. Der 

Beschwerdeführer macht hierzu geltend, dass die ihm gestützt auf das 

Zumutbarkeitsprofil empfohlenen adaptierten Tätigkeiten (Stapelfahrer, 

Magaziner) nicht zumutbar seien. Betreffend die Ausübung einer unkör-

perlichen Tätigkeit sei festzuhalten, dass er über keine entsprechende 

Berufsausbildung und über keine Deutschkenntnisse verfüge. Zudem sei 

er seit Ende der Schulzeit stets als Lastwagenchauffeur erwerbstätig ge-

wesen. Über anderweitige Berufserfahrung verfüge er nicht. Eine Um-

schulung werde von der IV-Stelle indes abgelehnt. Ausserdem verfüge er 

lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung B. Demgegenüber hält die Be-

schwerdegegnerin fest, dass dem Beschwerdeführer die Tätigkeit eines 

Stapelfahrers, Magaziners oder Lageristen zumutbar sei, sofern sie sich 

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im Rahmen der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung bewege. Zudem 

halte der ausgeglichene Arbeitsmarkt einen breiten Fächer verschieden-

artiger zumutbarer Stellen offen. Eine spezielle Berufsausbildung oder 

besondere Sprachkenntnisse seien hierzu nicht erforderlich. Der Um-

stand, dass der Beschwerdeführer nur über eine Aufenthaltsbewilligung B 

verfüge, vermöge daran nichts zu ändern.

b) Referenzpunkt für die Beantwortung dieser Frage ist nicht der effektive 

Arbeitsmarkt, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). 

Hierbei handelt es sich um einen theoretischen und abstrakten Begriff, 

der die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt. Er umfasst in wirt-

schaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellen-

angebote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen ge-

sundheitlich Beeinträchtigter, tatsächlich eine zumutbare Stelle und ge-

eignete Stelle zu finden, ab. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umschliesst 

einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stel-

len und der Nachfrage nach Stellen. Andererseits bezeichnet er einen Ar-

beitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger 

Stellen umfasst (BGE 134 V 64 E.4.2.1, Urteil des Bundesgerichts 

8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E.5.2.1 m.w.H.). An die Konkretisie-

rung von Arbeitsgelegenheiten (und Verdienstaussichten) sind praxis-

gemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen. Das Bundesgericht 

hat wiederholt darauf hingewiesen, dass körperlich leichte, wechselbelas-

tende und vorwiegend sitzende Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt gerade in Form von Teilzeitstellen durchaus vorhanden sind 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E.5.2.1 

und 8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E.4.1). Zudem ist zu berück-

sichtigen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sog. Nischenar-

beitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Be-

hinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitge-

- 16 -

bers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2012 vom 

16. Mai 2013 E.4.3). Erst wenn ein entsprechender Arbeitsplatz als abso-

luter Glücksfall anzusehen ist und wo aufgrund entsprechender Ein-

schränkungen ein entsprechender Arbeitsplatz nicht ohne weiteres ge-

funden werden kann, ist von der wirtschaftlichen Unverwertbarkeit einer 

attestierten Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E.4.1). 

c) Insgesamt ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Ver-

wertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 

bejahen. Es ist nicht ersichtlich, weshalb dem Beschwerdeführer die 

Tätigkeit als Stapelfahrer, Magaziner oder Lagerist nicht zumutbar sein 

soll, soweit sich diese im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung gemäss 

dem Bericht von Dr. med. B._____ bewegt. Sowohl im Dienstleistungs-

sektor als auch im Bereich Industrie und Gewerbe gibt es zudem ver-

schiedene einfache Hilfstätigkeiten, die dem vorliegenden Zumutbar-

keitsprofil entsprechen. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, welche darauf 

schliessen lassen, dass der Beschwerdeführer eine entsprechende Stelle 

nicht finden könnte bzw. ein potentieller Arbeitgeber nicht bereit wäre, den 

Beschwerdeführer anzustellen. Dies insbesondere auch nicht aufgrund 

der geltend gemachten persönlichen und beruflichen Umstände. So ste-

hen weder die fehlende Berufsausbildung noch die fehlenden Deutsch-

kenntnisse sowie der Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers dem Auf-

finden einer Arbeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt entgegen. In 

seiner bisherigen, angestammten Tätigkeit stellten diese Umstände im 

Übrigen auch keine Hinderungsgründe dar. Es ist nicht ersichtlich, wes-

halb diese nun in einer adaptierten Tätigkeit ein Problem darstellen sollten 

(vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 8C_791/2009 vom 8. März 2010 

E.5.2). Zum Einwand des Beschwerdeführers, dass er über keine Berufs-

erfahrung in unkörperlichen Tätigkeiten verfüge und der Anspruch auf 

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Umschulung - welche unabdingbare Voraussetzung für die Verrichtung 

einer unkörperlichen Tätigkeit wäre - von der IV-Stelle verneint worden 

sei, ist zu sagen, dass die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung zweifel-

los nicht ausschliesslich auf unkörperliche Tätigkeiten zielt. Nicht ersicht-

lich ist sodann, was der Beschwerdeführer aus der Ablehnung des Um-

schulungsanspruches durch die IV-Stelle (vgl. Bg-act. 114, 137 und 174) 

ableiten will. Es ist folglich davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf dem ihm 

offenstehenden allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt vollumfänglich 

wirtschaftlich verwerten kann. Die Beschwerde erweist sich somit auch in 

dieser Hinsicht als unbegründet.

6. a) Schliesslich verbleibt noch die Prüfung des von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommenen Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG. Für die Er-

mittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung entschei-

dend, wie viel die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad des überwiegenden Wahrschein-

lichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, wie viel sie 

bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erziel-

ten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 

von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit erstellt sein (BGE 135 V 58 E.3.1, 129 V 222 E.4.3.1). 

Die Beschwerdegegnerin errechnete das Valideneinkommen nach den 

Angaben des früheren Arbeitgebers (vgl. Bg-act. 131) anhand eines Mo-

natslohns von Fr. 5'000.-- und einer Gratifikation von Fr. 4'700.-- und kam 

auf einen Gesamtbetrag von Fr. 64'700.-- (Fr. 5'000.-- x 12 + Fr. 4'700.-- = 

Fr. 64'700.--). Dieses Valideneinkommen ist aufgrund der Akten ausge-

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wiesen und wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten, so dass 

sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen.

b) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 

sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach 

der Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die sog. DAP-

Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) 

herangezogen werden (BGE 135 V 297 E.5.2, 129 V 472 E.4.2.1, je 

m.w.H.). Praxisgemäss können persönliche und berufliche Merkmale der 

versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationa-

lität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad einen auf 

höchstens 25 % begrenzten Leidensabzug von dem nach den LSE-

Tabellenlöhnen zu ermittelnden Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit 

anzunehmen ist, dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende 

Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen 

verwertet werden kann (BGE 135 V 297 E.5.2). 

Die Beschwerdegegnerin konnte bei der Ermittlung des Invalideneinkom-

mens des Beschwerdeführers nicht auf einen von ihm erzielten Verdienst 

abstellen, da der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 18. Dezember 

2012 keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat. Bei dieser Aus-

gangslage ist es nicht zu beanstanden, wenn sie dessen Invalidenein-

kommen aufgrund der LSE ermittelt hat, wobei sie von den LSE 2010, 

TA1 (privater Sektor), Total, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetiti-

ve Tätigkeiten), und daher von einem monatlichen Bruttolohn bei Män-

nern von Fr. 4'901.-- bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden 

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ausgegangen ist (vgl. Bg-act. 155). Der Einwand des Beschwerdeführers, 

wonach bei der Berechnung auf den Bruttolohn im privaten Dienstleis-

tungssektor (Sektor 3) abzustellen sei, ist indessen unbegründet. Gemäss 

Rechtsprechung rechtfertigt es sich namentlich dort auf den Wert „Totaler 

Privater Sektor“ abzustellen, wo der versicherten Person die angestamm-

te Tätigkeit nicht mehr zumutbar und sie darauf angewiesen ist, ein neues 

Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des 

Arbeitsmarktes zur Verfügung steht (Urteile des Bundesgerichts 

9C_237/2007 vom 24. August 2007 E.5.1 f. und 8C_18/2007 vom 1. Fe-

bruar 2008 E.4). Dies ist vorliegend gegeben. Es bestehen keine Gründe, 

von dieser Praxis abzuweichen. Auch kann der Beschwerdeführer aus 

dem von ihm zitierten Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubündens S 10 100 vom 14. Dezember 2010 E.4a nichts zu seinen 

Gunsten ableiten. Jenem Urteil lag eine andere Ausgangslage zugrunde, 

waren doch in jenem Fall insbesondere die oberen Extremitäten des dor-

tigen Beschwerdeführers betroffen. Die linke Hand konnte unfallbedingt 

nur noch als Zudienerhand eingesetzt werden und auch die rechte Hand 

war beschwerdebedingt eingeschränkt. Es lagen demnach weit massivere 

Einschränkungen vor als im vorliegend zu beurteilenden Fall. Sodann war  

hinsichtlich des Invalideneinkommens in jenem Fall die Einreihung in den 

Sektor 3 (Dienstleistungen) zwischen den Parteien nicht umstritten und 

das Gericht hatte keine Veranlassung, die von der Beschwerdegegnerin 

zu Gunsten des Beschwerdeführers vorgenommene Berechnung zu be-

anstanden.

Im vorliegenden Fall errechnete die Beschwerdegegnerin unter Berück-

sichtigung einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden, 

der Nominalentwicklung in den Jahren 2011 bis 2014 sowie unter Berück-

sichtigung eines - unbestritten gebliebenen - Leidensabzugs von 15 % ein 

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Invalideneinkommen von Fr. 63'297.-- (Fr. 4'901.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.01 

x 1.008 x 1.007 x 1.007 x 0.08), was somit nicht zu beanstanden ist.

c) Setzt man nun das Invalideneinkommen von Fr. 53'802.-- in Relation zum 

Valideneinkommen von Fr. 64’700.-- resultiert daraus eine Erwerbsein-

busse von Fr. 10'898.-- und damit ein IV-Grad von gerundet 17 % 

(16.84 %; vgl. BGE 130 V 121 E.3). Damit erweisen sich der im angefoch-

tenen Einspracheentscheid festgelegte Invaliditätsgrad und die auf des-

sen Grundlage, unter Berücksichtigung eines versicherten Verdienstes 

von Fr. 68'969.--, ermittelte Invalidenrente von monatlich Fr. 781.65 im 

Ergebnis als rechtens. Die Beschwerde, einschliesslich des gestellten 

Eventualantrags, ist folglich auch in diesem Punkt unbegründet.  

7. a) Der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit in 

allen Punkten als begründet und rechtens, weshalb die Beschwerde voll-

umfänglich abzuweisen ist. 

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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