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**Case Identifier:** c632c869-c0b2-5657-944d-cd029320a9f6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.05.2020 B 2019/123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2019-123_2020-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/123

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.06.2020

Entscheiddatum: 28.05.2020

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2020
Baurecht; Gebäudehöhe und Wiederherstellung, Art. 60 Abs. 1 und 2 und Art. 
130 Abs. 2 BauG (sGS 731.1). Bestätigung der Rechtsprechung, wonach der 
"gewachsene Boden" anhand des noch feststellbaren natürlich 
gewachsenen Geländes bestimmt wird. Kleinräumige Geländeanpassungen 
auf einzelnen Grundstücken bleiben grundsätzlich unbeachtet, es sei denn, 
der ursprüngliche Terrainverlauf lasse sich nicht mehr feststellen. Konkret 
genügt eine nachvollziehbare Interpolation, um den ursprünglichen Verlauf 
ausreichend zu bestimmen. Die streitbetroffenen, vor über 30 Jahren 
erstellten, aber immer wieder veränderten Kleinbauten auf dem Grundstück 
des Beschwerdeführers überschreiten die zulässige Gebäudehöhe deutlich. 
Einige Gebäudeteile halten zudem den Grenzabstand offensichtlich nicht ein. 
Der Beschwerdeführer stellte bezüglich dieser Teile ein Abbruchgesuch. Die 
Gemeinde verpflichtete ihn zusätzlich zum Abbruch der Bauten im 
Grenzabstand. Der Beschwerdeführer ist – angesichts seines 
Abbruchgesuches – von der Wiederherstellungsverfügung nicht beschwert 
und nicht zur Rechtsmittelerhebung legitimiert (Art. 45 Abs. 1 VRP, sGS 
951.1). Im Übrigen wäre die Beschwerde ohnehin abzuweisen 
(Verwaltungsgericht, B 2019/123).

Entscheid vom 28. Mai 2020

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Wehrle

Verfahrensbeteiligte

D.__,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bissig, Breitenstrasse 16, 8852 Altendorf,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

K.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Samuel Droxler, Droxler Rechtsanwälte AG, 

Staldenbachstrasse 30, Postfach 43, 8808 Pfäffikon SZ,

sowie

Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Wiederherstellung sowie Baubewilligung betreffend Abbruch und Neubau von 

Nebenbauten (GS-Nr. 000__, A.__-strasse 001__)

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Zwischen D.__, Eigentümer des Grundstücks Nr. 000__, Grundbuch X.__, – bzw. seiner 

inzwischen verstorbenen Ehefrau und Rechtsvorgängerin E.__ – und dem Ehepaar K.__ 

und L.__, Eigentümer des unmittelbar östlich angrenzenden Grundstücks Nr. 001__, 

besteht seit einigen Jahren ein Nachbarschaftsstreit. Beide Grundstücke liegen nach 

dem Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ vom 7. Dezember 1998 in der 

Wohnzone W2a. Das 1'009 m  grosse Grundstück von D.__ ist mit dem Wohnhaus 

Vers.-Nr. 003__ überbaut. Das östliche Nachbargrundstück von K.__ und L.__ ist mit 

dem Wohnhaus Vers.-Nr. 004__ überbaut. Die beiden Wohnhäuser stehen sehr nahe 

beisammen und halten lediglich einen Grenzabstand von 2-3 m (D.__ und E.__) bzw. 

1.5 m (K.__ und L.__) ein. Beide steil nach Süden abfallenden Grundstücke werden von 

Norden her über die A.__-strasse (Gemeindestrasse 2. Klasse) bzw. über den Vorplatz 

des Grundstücks Nr. 005__ erschlossen (www.geoportal.ch).

Südlich seines Wohnhauses – auf einer Aufschüttung, deren Ausmass und Mächtigkeit 

umstritten ist – hat D.__ diverse Unterstände und Kleintierställe aus Holz, Wellblech 

und -plastik erstellt. Die Bauten liegen teilweise direkt an der östlichen 

Grundstücksgrenze und dienen unter anderem der Haltung von Kaninchen. An der 

südwestlichen Grundstücksecke befindet sich ein Hühnerhaus. Die östliche 

Grundstücksgrenze ist teilweise mit hohen, verwitterten Planken verbaut, die aus dem 

Flugzeugbau stammen. Von dieser Beplankung abgelöste Fasern gelangen unter 

anderem auf das Nachbargrundstück (zum Ganzen vgl. die Fotos in act. 9a/34). An der 

Ostseite des Wohnhauses befindet sich ein unbenutzter Hundezwinger, der bis zur 

beschriebenen Einfriedung heranreicht.

B.

Nachdem K.__ seit Ende April 2014 wiederholt bei der Gemeindeverwaltung der 

Politischen Gemeinde X.__ interveniert und diese namentlich auf die (aus seiner Sicht) 

illegalen Nebenbauten aufmerksam gemacht hatte, stellte der Gemeinderat zwar 

fehlende Bewilligungen fest, mass diesem Umstand aber angesichts einer vermuteten 

Bestandesdauer dieser Bauten von über 40 Jahren keine Bedeutung mehr zu. K.__ 

beharrte dennoch mehrmals auf Akteneinsicht in allfällige Bewilligungsunterlagen und 

verlangte die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Die Gemeinde ging 

nicht auf seine Eingaben ein. Am 28. Juli 2016 erhob K.__ beim Baudepartement 

Rechtsverweigerungsbeschwerde (vgl. Dossier 9a). Er verlangte sinngemäss, die 

Gemeinde X.__ sei aufsichtsrechtlich zu verpflichten, die (angeblich) fehlende 

Notwendigkeit eines Baubewilligungsverfahrens formell zu verfügen und ihm Einsicht in 

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die Akten zu gewähren. Im Rahmen der anschliessenden Instruktion bestätigte D.__ 

gegenüber dem Verfahrensleiter des Baudepartements telefonisch, dass die 

verschiedenen Kleinbauten und Anlagen nicht bereits seit 30 Jahren Bestand hätten, 

auch wenn er schon früher solche Unterstände aufgestellt gehabt habe. Die 

Kleinbauten habe er vielmehr laufend erneuert und erweitert (vgl. die Gesprächsnotizen 

in act. 9a/12). E.__ und D.__ gelangten zudem während des Verfahrens zur Auffassung, 

sie wollten die umstrittenen Nebenbauten abbrechen und die Grenzwände ersetzen. 

Ein entsprechendes Baugesuch reichten sie trotz anderslautenden Beteuerungen nicht 

ein. Die Gemeinde zeigte ihnen schliesslich im Februar 2017 die Absicht an, nun doch 

die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes zu prüfen.

Mit Verfügung vom 23. Mai 2017 verpflichtete der Gemeinderat X.__ D.__ und E.__ zum 

Abbruch der Nebenbauten östlich ihres Wohnhauses innert dreier Monate ab 

Rechtskraft, unter Androhung von Ersatzvornahme und Ungehorsamsstrafe. Gegen die 

Wiederherstellungsverfügung erhoben die beiden am 4. Juli 2017 Rekurs beim 

Baudepartement (Dossier 9b). Sie machten geltend, bevor der Abbruch der Bauten 

verlangt werden könne, hätte zuerst das (inzwischen am 12. Mai 2017) eingereichte 

Baugesuch behandelt werden müssen. Die Wiederherstellung könne nach über 30 

Jahren ohnehin nicht mehr verlangt werden, zumal die Bauten direkt an der Grenze 

zum Grundstück von K.__ von dessen Rechtsvorgängern jahrelang geduldet worden 

seien. Zudem sei die Rückbauverfügung unverhältnismässig, weil ein teilweiser 

Abbruch gar nicht in Erwägung gezogen worden sei.

In der Tat hatte E.__ zwischenzeitlich (am 12. Mai 2017) ein Baugesuch betreffend 

"Anpassungen der bestehenden, unbewilligten Nebenbauten an die Bauordnung X." 

eingereicht (zum Ganzen vgl. act. 9c/5). Geplant war, den ehemaligen gedeckten 

Hundezwinger vollständig und die Kaninchenställe soweit abzubrechen, als sie in 

einem Abstand von weniger als 2.5 m zur östlichen Grundstücksgrenze stehen. Als 

Neubauten werden ein 40.58 m  grosser Kaninchenstall und ein 9.09 m  grosser 

Hühnerstall bezeichnet, wobei es sich offensichtlich um die nachträgliche Bewilligung 

des bestehenden Hühnerstalles und des verkleinerten, ansonsten aber bestehenden 

Kaninchenstalles handelt. Während der Auflagefrist erhob K.__ Einsprache und 

bemängelte unter anderem eine Überschreitung der zulässigen Gebäudehöhe des 

Kaninchenstalles um ca. 30 cm (Norden) bzw. 80 cm (Süden). Mit Entscheid vom 

15. August 2017 wies der Gemeinderat X.__ die Einsprache ab und erteilte die 

Baubewilligung. Dagegen erhoben K.__ und L.__ Rekurs beim Baudepartement (act. 

9c/1). Sie machten wiederum geltend, die zulässige Gebäudehöhe werde 

überschritten, weil der Niveaupunkt auf Höhe des gestalteten statt des gewachsenen 

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Bodens festgelegt worden sei. Das Terrain sei nämlich aufgeschüttet worden, ebenfalls 

ohne vorgängige Baubewilligung.

Das Baudepartement führte am 23. März 2018 einen Augenschein durch. Dabei 

erklärte sich die Gemeinde X.__ bereit, die bisher nicht kontrollierten Niveaupunkte für 

die nachgesuchten Bauten zu ermitteln und die Gebäudehöhe zu überprüfen. In der 

Folge kam sie zum Schluss, dass – anders als im Baubewilligungsverfahren 

angenommen – das gestaltete Terrain über dem gewachsenen liege. Welchen Einfluss 

diese Erkenntnis auf die erteilte Baubewilligung habe, stellte sie der Beurteilung des 

Baudepartements anheim (vgl. act. 9c/17).

Der Vorsteher des Baudepartements vereinigte mit Entscheid vom 17. Mai 2019 die 

Rechtsverweigerungsbeschwerde mit den beiden Rekursverfahren, schrieb die 

Rechtsverweigerungsbeschwerde als gegenstandslos ab, wies den Rekurs von D.__ 

(seine Ehefrau war während des Rekursverfahrens verstorben) betreffend 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ab und hiess den Rekurs von K.__ 

betreffend Baubewilligung im Sinn der Erwägungen teilweise – in Bezug auf den 

(Rest-)Kaninchenstall – gut. Bezüglich der Abbruchbewilligung und der Bewilligung des 

Hühnerhauses trat er (mangels Beschwer und Begründung) nicht auf den gegen die 

gesamte Baubewilligung erhobenen Rekurs ein. Er war im Wesentlichen zum Schluss 

gekommen, dass der übrigbleibende Teil des Kaninchenstalles die Vorgaben über die 

maximal zulässige Gebäudehöhe nicht einhalte. Ebenso wenig trat er auf den Rekurs 

ein, als dieser auch im Namen von L.__ erhoben worden war; diese hatte sich auf 

Gemeindeebene nicht am Verfahren beteiligt.

C.

Mit Eingabe vom 3. Juni 2019 (act. 1) und Ergänzung vom 8. Juli 2019 (act. 5) erhob 

D.__ (Beschwerdeführer) gegen den Rekursentscheid des Baudepartements 

(Vorinstanz) Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, die Dispositiv-Ziff. 2. 

a-d (Bestätigung der Wiederherstellungsverfügung mitsamt Regelung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen) und 3. b, c, e und f (teilweise, den Kaninchenstall betreffende 

Aufhebung der Baubewilligung mitsamt Regelung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen) des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben, und das 

Bauprojekt betreffend Abbruch und Neubau von Nebenbauten vom 12. Mai 2017 sei zu 

bewilligen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz und des 

Beschwerdegegners K.__. Mit Vernehmlassung vom 3. September 2019 beantragte die 

Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen (act. 8). Die politische Gemeinde X.__ 

(Beschwerdebeteiligte) liess sich vernehmen, ohne jedoch einen Antrag im 

Beschwerdeverfahren zu stellen (Stellungnahme vom 23. September 2019 in act. 11). 

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Der Beschwerdegegner beantragte am 27. September 2019 die Abweisung der 

Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers 

(act. 12). Der Beschwerdeführer hielt in einer weiteren Eingabe an seinen Anträgen fest 

(act. 17).

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge, den 

angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit wesentlich und erforderlich – in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer 

ist grundsätzlich zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 

45 Abs. 1 VRP; vgl. aber E. 4 hiernach). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 

3. Juni 2019 (act. 1) rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

8. Juli 2019 (act. 5) in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Soweit der Beschwerdeführer 

allerdings beantragt, das Bauprojekt betreffend Abbruch und Neubau von 

Nebenbauten vom 12. Mai 2017 sei zu bewilligen, ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten. Ein solcher Antrag ist nicht nötig. Als Folge des im ordentlichen 

Rechtsmittelverfahren geltenden Devolutiveffekts hat der Rekursentscheid den ihm 

zugrundeliegenden erstinstanzlichen und zustimmenden Entscheid der 

Beschwerdebeteiligten über das Baugesuch zwar vorläufig ersetzt, und dieser selbst 

kann nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein (vgl. z.B. BGE 125 II 29 E. 1c 

mit Hinweisen). Würde der Rekursentscheid jedoch antragsgemäss aufgehoben, würde 

damit die Baubewilligung der Beschwerdegegnerin bestätigt und rechtskräftig. Bei 

Gutheissung der Beschwerde würde mithin kein erneuter Entscheid über das 

Baugesuch notwendig.

2.  

bis

Die Beschwerde richtet sich gegen die teilweise Aufhebung der Baubewilligung (E. 3) 

und gegen die Abweisung des Rekurses betreffend Abbruchverfügung (E. 4 und 5).

2.1. 

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3.

Die Vorinstanz gelangte zur Auffassung, dass beim zu belassenden Teil des 

Kaninchenstalles die zulässige Gebäudehöhe überschritten werde. Sie hat deshalb die 

Baubewilligung teilweise aufgehoben. Die Abbruchbewilligung für die östlichen 

Gebäudeteile und die Baubewilligung für das Hühnerhaus sind hiervon nicht tangiert; 

die Bewilligung ist diesbezüglich rechtskräftig.

Vorab zu entscheiden ist die Frage nach dem anwendbaren Recht. Am 1. Oktober 2017 

ist das Planungs- und Baugesetz vom 5. Juli 2016 (sGS 731.1, nGS 2017-049, PBG) in 

Kraft getreten. Gleichzeitig ist das bisherige Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht vom 6. Juni 1972 (sGS 731.1, BauG) aufgehoben worden 

(Art. 172 PBG). Gemäss Art. 173 PBG sind die bei Vollzugsbeginn hängigen 

Baubewilligungsverfahren nach jenem Recht zu beurteilen, welches im Zeitpunkt des 

erstinstanzlichen Entscheids der Baubewilligungsbehörde Gültigkeit hatte (vgl. Abs. 1). 

Vorbehalten bleibt die Anwendung neuen Rechts, soweit es für die Baugesuchsteller 

günstiger ist (Abs. 2). Weil das neue PBG erst während der Rekursverfahren in Kraft 

getreten ist, beurteilt sich der vorliegende Rechtsstreit weiterhin nach den 

Bestimmungen des BauG in der Fassung vom 1. Januar 2015 (nGS 32-47; vgl. auch 

Kreisschreiben des Baudepartements vom 8. März 2017, "Übergangsrechtliche 

Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz", S. 4 f., www.bauen.sg.ch; ferner 

BGE 141 II 393 E. 2.4 mit Hinweisen, in: Pra 105 [2016] Nr. 52, und G. Müller, 

Zulässigkeit der begünstigenden Rückwirkung, in: ZBl 118/2017, S. 268 ff., S. 273 ff.).

2.2. 

Die Gebäudehöhe bezeichnet den senkrechten Abstand zwischen dem Niveaupunkt 

und dem ausgemittelten Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante in der 

Fassadenmitte. Als Niveaupunkt gilt der Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses auf 

dem gewachsenen Boden (Art. 60 Abs. 1 und 2 BauG). Bei ungleich hohen Traufhöhen 

wird die Gebäudehöhe ausgemittelt (Art. 26 Abs. 1 des Baureglements der politischen 

Gemeinde X.__ vom 22. Oktober 2015, BauR). Bei nebeneinander oder übereinander 

zusammengebauten Gebäudeteilen wird die Gebäudehöhe für jeden einzelnen 

Gebäudeteil separat ermittelt (Art. 26 Abs. 2 BauR). Nebenbauten sind freistehend und 

weisen keine oberirdische Verbindung zu einer Hauptbaute auf. Die zulässige 

Gebäudehöhe beträgt 3.5 m (Art. 20 Abs. 1 BauR). Sie dürfen zu Hauptbauten auf dem 

gleichen Grundstück einen verminderten Gebäudeabstand von 2 m aufweisen (vgl. Art. 

20 Abs. 3 BauR). Ferner dürfen sie einen verminderten Grenzabstand und gegenüber 

3.1. 

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Gemeindestrassen und -wegen einen verminderten Strassenabstand von je 2 m 

aufweisen (Art. 20 Abs. 4 BauR).

"Gewachsener Boden" ist ein unbestimmter Rechtsbegriff des kantonalen Rechts 

(VerwGE B 2011/151 vom 20. März 2012 E. 2.1 mit Hinweis). Nach ihm bestimmt sich 

die Messweise der Gebäudehöhe, ferner ist er bei den abstandsbefreiten 

unterirdischen Bauten, bei der Anrechenbarkeit von Untergeschossen oder zur 

Bestimmung der Fassaden- und Gebäudelänge massgebend (VerwGE B 2011/77 vom 

20. März 2012 E. 4.3.2. mit Hinweis). Das Verwaltungsgericht hat die in E. 4.4 des 

angefochtenen Entscheids wiedergegebene Praxis des Baudepartements bereits 

mehrfach – zuletzt im Entscheid B 2019/105 vom 31. März 2020 E. 3 – bestätigt, 

wonach der "gewachsene Boden" grundsätzlich anhand des noch feststellbaren 

natürlich gewachsenen Geländes bestimmt wird und nicht anhand des künstlich 

geschaffenen im Zeitpunkt der Baueingabe. Eine in der Praxis anderer Kantone übliche, 

feste zeitliche Frist, nach deren Ablauf gestaltetes Terrain ohne weiteres zu 

gewachsenem wird, besteht im Kanton St. Gallen nicht (auch nicht nach neuem Recht, 

vgl. Art. 78 PBG). Kleinräumige Geländeanpassungen auf einzelnen Grundstücken 

bleiben demnach grundsätzlich unbeachtlich. Ausnahmen sind denkbar, wenn die 

Veränderungen in Gründen liegen, die nicht in der Verantwortung des 

Grundeigentümers bzw. seines Rechtsvorgängers liegen und wenn diese nicht 

wiederhergestellt werden können, ohne dass dies zu stossenden Ergebnissen führen 

würde. Dies trifft regelmässig bei grossflächigen Geländeveränderungen zu, die 

beispielsweise im Zusammenhang mit einem Strassenprojekt realisiert wurden (BR 

5/2013 S. 271 [405] mit Hinweis auf GVP 2012 Nr. 22 bzw. VerwGE B 2011/106 vom 

20. März 2012 E. 5.2). Dem widerspricht auch die bereits früher publizierte Praxis nicht, 

wonach bei einem Terrain, dessen ursprünglicher Verlauf sich heute nicht mehr 

feststellen lässt und das nicht missbräuchlich verändert wurde, für die Gebäude- und 

Firsthöhe auf den heutigen Grund abzustellen ist (VerwGE B 2011/77 vom 20. März 

2012 E. 4.4.3. mit Hinweis; zum Ganzen vgl. auch VerwGE B 2012/69 und 70 vom 19. 

Dezember 2013 E. 4.3 und B 2011/106 vom 20. März 2012 E. 5.2).

3.2. 

Die Vorinstanz führte aus, die Beschwerdebeteiligte habe nicht nur unvollständige 

Gesuchsunterlagen toleriert, sondern auch darauf verzichtet, den darin angegebenen 

Niveaupunkt zu kontrollieren. Dies, obwohl bereits aus den Plänen hervorgehe, dass 

das Baugrundstück talseitig aufgeschüttet und zuunterst mit einer 1.5 m hohen und 

hinterfüllten Stützmauer versehen sei. Dass gar keine Geländeveränderungen 

3.3. 

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stattgefunden hätten, sei entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers klar falsch. 

Diese Behauptung widerspreche nicht nur den Wahrnehmungen vor Ort, sondern auch 

den selbst eingereichten Plänen. Es handle sich um eine kleinräumige, auf das 

Baugrundstück beschränkte Anpassung des natürlichen Geländeverlaufs. Letzterer 

lasse sich anhand des umliegenden Geländes, von Landkarten oder von 

Geländeschlitzen eruieren. Aus den (im Rekursverfahren durch den Geometer, vgl. act. 

9c/17) ergänzten Unterlagen könne herausgelesen werden, dass die heute 

vorhandenen Kaninchenställe – bei einem Niveaupunkt von 477.0 m ü. M. und einem 

Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante der Pultdächer irgendwo im Bereich 

von 481.69, 481.17, 481.07 und 480.93 m ü. M. – die zulässige Gebäudehöhe von 3.5 

m klar überschritten. Dies gelte selbst dann, wenn man einen Niveaupunkt über alle 

Gebäudeteile festlege, statt die Höhen für jeden Gebäudeteil separat zu bestimmen. 

Beim (nach den Gesuchsunterlagen) verkleinerten Kaninchenstall verstärke sich die 

Höhenüberschreitung noch, weil dessen Niveaupunkt weiter südlich bzw. hangabwärts 

liege als vom Geometer bezeichnet. Dieser habe nämlich den Niveaupunkt des 

bestehenden Gebäudes ermittelt. Die Aufschüttung wirke sich damit noch stärker 

vermindernd auf die (noch) zulässige Gebäudehöhe ab dem gestalteten Terrain aus.

Die Beschwerdebeteiligte hatte sich in der Baubewilligung vom 15. August 2017 noch 

auf den Standpunkt gestellt, das gewachsene Terrain könne nicht mehr ermittelt 

werden, und stattdessen auf das gestaltete Terrain abgestellt, wie es in den 

Fassadenplänen ersichtlich ist. Insbesondere hatte sie zwei separate Gebäudehöhen 

für den westlichen und den östlichen Gebäudeteil ermittelt, weil diese in der Höhe 

gestaffelt seien. Und schliesslich hatte sie argumentiert, die maximal zulässige 

Gebäudehöhe von 3.5 m sei bereits deshalb eingehalten, weil keine der Fassaden mehr 

als 3 m hoch sei (act. 9c/5/4). Am Rekursaugenschein vom 23. März 2018 stellte der 

Verfahrensleiter der Vorinstanz eine erhebliche Aufschüttung des Baugeländes fest (vgl. 

act. 9c/14). Man habe daher vereinbart, dass die Beschwerdebeteiligte das 

gewachsene Terrain durch ihren Geometer nachprüfen lasse und alsdann die 

umstrittenen Höhen der Nebenbauten neu beurteile. Nach Vornahme der 

entsprechenden Abklärungen ging nun auch die Beschwerdebeteiligte davon aus, dass 

das gewachsene Terrain unter dem gestalteten liege, hielt aber die Erkenntnisse des 

Geometers zurück (act. 9c/15). Gleichzeitig beantragte sie, die Rekursinstanz solle 

anhand der neuen (und doch zurückgehaltenen) Festlegung des Niveaupunktes 

entscheiden. Erst nach erneuter Nachfrage durch die Vorinstanz legte sie den Bericht 

des Geometers offen (act. 9c/16 und 17). Die Q.__ AG führte darin aus, sie habe im 

März 2017 die bestehenden Bauten und diversen Mauern auf dem Grundstück Nr. 

3.4. 

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000__ in Lage und Höhe aufgenommen. Unter Einbezug dieser Unterlagen seien nun 

die Niveaupunkthöhen der beiden Nebenbauten (Kaninchenstall und Hühnerhaus) 

bestimmt bzw. interpoliert worden. Zusätzlich seien die ungeglätteten Höhenkurven 

aus dem DTM-AV (digitales Terrainmodell) integriert worden. Die interpolierte 

Niveaupunkthöhe des Kaninchenstalles betrage 477 m ü. M.

Wie aus der Planbeilage ersichtlich ist und die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, 

betrifft die Aussage über den Kaninchenstall das bestehende Gebäude und nicht den 

Rest, der nach dem Baugesuch davon stehen gelassen werden soll. Dass der 

nördliche, hangaufwärts gelegene und abzubrechende Gebäudeteil fälschlicherweise 

mitberücksichtigt worden ist, führt dazu, dass der Niveaupunkt weiter südlich (bzw. 

hangabwärts) zu verschieben ist und damit sogar noch unter den angegebenen 477 m 

ü. M. liegt.

All dies ist in den Augen des Beschwerdeführers falsch. Seine im Rekursverfahren 

vergeblich vertretene Auffassung, wonach sein Grundstück nicht aufgeschüttet sei, 

untermauerte er im Beschwerdeverfahren mit einem Privatgutachten der Y.__ AG (act. 

6/2, Gutachten Y.__). Darin wird ausgeführt, der Niveaupunkt des Kaninchenstalles von 

477 m ü. M. (gemäss Rekursentscheid) befinde sich rund 1.0 bis 2.5 m unter der 

Geländeoberfläche, was nur mit massiven Aufschüttungen in diesem Bereich möglich 

wäre. Das Grundstück liege jedoch an einem ausgesprochen steil nach Süden 

abfallenden Hang. Geländeanpassungen und Aufschüttungen von mehr als 1 m würden 

bei den konkreten geologischen Gegebenheiten (lockergesteinsdominierter, 

rutschgefährdeter Steilhang) in der Regel massive Stützkonstruktionen erfordern. Der 

Kaninchenstall sei in den frühen 70er Jahren erstellt und seither nicht wesentlich 

verändert worden. Auf seiner Westseite befinde sich ein alter Baum, der eine Anhebung 

des Geländes um mehr als wenige Dezimeter nicht überlebt hätte. Die talseitige 

Fundation des Kaninchenstalles – das Niveau sei (wie bei leichten Holzbauten in 

steilem Gelände üblich) mit in einen Magerbetonpfropfen versetzten, betongefüllten 

Zementrohren ausgeglichen worden – belege, dass die Geländehöhe auf der Talseite 

immer noch dem "gewachsenen Gelände im Zeitpunkt seiner Erstellung" entspreche. 

Grössere Auffüllungen oder Geländeveränderungen von mehr als einigen Dezimetern 

seien auch vor der Erstellung des Kaninchenstalles äusserst unwahrscheinlich. Der 

erwähnte Baum hätte dies nicht überlebt, und Auffüllungen ohne Stützmassnahmen 

dürften im steilen Hang kaum stabil geblieben sein. Die rund 3 bis 4 m (recte: maximal 

2.5 m) südlich des Kaninchenstalles verlaufende Stützmauer entlang der 

Grundstücksgrenze sei erst nach dem Kaninchenstall erstellt worden (vor 20 bis 30 

3.5. 

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Jahren). Bei einer Sprunghöhe von 1.4 bis 1.6 m sei (aufgrund der natürlichen 

Hangneigung und der Höhenverhältnisse) lediglich der Erdmaterialkeil zwischen 

Kaninchenstall und Stützmauer, nicht aber der hinterliegende Bereich des 

Kaninchenstalles zusätzlich aufgefüllt worden. Das Gutachten kommt zum Schluss, 

realistischerweise liege der Niveaupunkt rund 1.5 m (+/- 0.3 m) höher als die von der 

Vorinstanz definierten 477.0 m ü. M. Damit sei die zulässige Gebäudehöhe eingehalten.

Bereits zuvor, nach einer Besprechung und Begehung in Anwesenheit des 

Beschwerdeführers am 27. Mai 2019, hielt die Q.__ AG fest, der Beschwerdeführer 

habe auf Gebäudeeckpunkte und Baudetailpunkte (einbetonierte Röhrensockel, 

Betonelemente etc.) hingewiesen, die gemäss seinen Kenntnissen und Erinnerungen 

dem damaligen gewachsenen Terrain noch immer entsprechen würden. Diese 

Elemente seien – da nicht bekannt – bei der Beurteilung vom März 2018 nicht 

berücksichtigt worden und würden – je nach Gewichtung – eine höhere Kote ergeben.

Der Beschwerdeführer beanstandet damit die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung.

3.6. 

Ein Sachverhalt ist unrichtig festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien 

unrichtige Schlüsse gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder 

aktenwidrig festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden. 

Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn entscheidrelevante Umstände 

nicht oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 587 f.). Bereits im 

erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 Abs. 1 

VRP) lediglich beschränkt. Nach Art. 12 Abs. 2 VRP sind nur die von den Beteiligten 

angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen 

aufzunehmen, wenn zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine besonderen 

Erhebungen nötig sind (vgl. z.B. VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 4.3 mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz wird zudem durch die Mitwirkungspflicht der 

Parteien relativiert. Kann von den Privaten nach den Umständen eine Handlung oder 

eine Äusserung erwartet werden und bleibt eine solche aus, so haben die Behörden 

nicht von sich aus nach Tatsachen zu forschen, die nicht aktenkundig sind. Eine 

Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von Unterlagen, welche 

nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von Tatsachen, welche eine 

Partei besser kennt als die Behörde (vgl. statt vieler VerwGE B 2013/172 vom 19. 

August 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).

3.6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/24

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Sowohl das nicht streitige als auch das streitige Verwaltungsverfahren ist vom 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung beherrscht (Art. 21 Abs. 3 VRP; vgl. zum 

Ganzen auch R. Widmer, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Praxiskommentar VRP, N 9 

zu Art. 21 VRP), wonach die Bewertung der einzelnen Beweise nicht starren Regeln 

folgt. Die Gewichtung der einzelnen Beweismittel soll sich aus der inneren Qualität, d.h. 

aus der anzunehmenden Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, ergeben und nicht 

durch äussere Eigenart. Mit Bezug auf Gutachten einer von der Verwaltungsbehörde 

bestellten Fachperson bedeutet dies, dass die Behörde auch an deren Ergebnisse 

grundsätzlich nicht gebunden ist. Allerdings muss sie praxisgemäss triftige Gründe im 

Sinne von gewichtigen, zuverlässig begründeten Tatsachen oder Indizien anführen, 

welche die Überzeugungskraft des Gutachtens ernsthaft erschüttern, um davon 

abzuweichen. Darunter fallen etwa innere Widersprüche, offensichtliche 

Lückenhaftigkeit oder irrtümliche tatsächliche Feststellungen. Eine abweichende 

Beweiswürdigung ohne Vorliegen derartiger Momente ist willkürlich. Gegen das 

Willkürverbot verstossen kann ebenfalls, wenn – statt ergänzende Abklärungen 

anzuordnen – auf ein aus triftigen Gründen angezweifeltes Gutachten abgestellt wird 

(vgl. VerwGE B 2016/7 vom 28. Juni 2016 E. 5.2 mit Hinweisen). Gutachten, die von 

Privaten in Auftrag gegeben worden sind, profitieren nicht von dieser Privilegierung. 

Aufgrund des Auftragsverhältnisses der Fachperson sind sie wie die übrigen 

Beweismittel frei zu würdigen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 618; bestätigt u.a. in VerwGE 

B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 4.1).

3.6.2. 

Dem Baueingabeplan "Grundrisse, Fassaden" (vgl. act. 9c/5/6) können insbesondere 

die Terrainhöhen entnommen werden, die von der Q.__ AG im Zusammenhang mit dem 

Baugesuch erhoben worden sind. Entlang der südlichen und der östlichen 

Grundstücksgrenze verlaufen Stützmauern. An der südöstlichen Grundstücksecke 

beträgt die Sprunghöhe der Stützmauer bzw. die maximale Höhendifferenz 2.24 m 

(475.88 / 478.12 m ü. M.). Im Bereich der nordöstlichen Gebäudeecke des 

Wohnhauses beträgt die Höhe 481.40 m ü. M. Entlang der östlichen 

Grundstücksgrenze (bis zur südöstlichen Ecke) fällt das Gelände demnach auf einer 

Distanz von ca. 25 m auf 475.88 m ü. M., d.h. um 5.52 m ab. Dies ergibt eine 

durchschnittliche Hangneigung von ca. 20 Prozent. Geht man davon aus, dass das 

gewachsene Terrain ungefähr gleichmässig geneigt war, kommt der um ca. 5 m 

hangaufwärts der südöstlichen (und tiefsten) Grundstücksecke gelegene Niveaupunkt 

des verbleibenden Kaninchenstalles um ca. 1.1 m höher zu liegen als die Unterkante 

3.6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/24

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der Böschung (475.88 m ü. M.). Er liegt damit im Bereich von 477 m ü. M. Insofern 

erscheint der von der Q.__ AG bestimmte Niveaupunkt ohne weiteres plausibel.

Zum Gutachten Y.__ ist folgendes festzuhalten: Die für den konkreten Fall wenig 

hilfreiche Hauptaussage lautet, dass die aktuellen Geländehöhen im Bereich 

Kaninchenstall dem "gewachsenen" Terrain vor dessen Erstellung entsprächen. 

Frühere Aufschüttungen verneint das Gutachten mit Blick auf einen angeblich 

vorbestehenden Baum und das Fehlen von entsprechenden Stützmauern. Dass es nun 

lediglich im untersten, ca. 2.5 m (und nicht 3-4 m wie im Gutachten Y.__ ausgeführt) 

breiten Grundstückstreifen zu Aufschüttungen gekommen sein soll, ist wenig 

wahrscheinlich. Bei einer Sprunghöhe der Stützmauer von 2.24 m hätte die 

ursprüngliche Hangneigung in diesem Bereich demnach bei fast 100 Prozent gelegen. 

Eine derartige Hangneigung entspricht weder den Verhältnissen auf der südlich 

anstossenden Parzelle Nr. 006__ noch jenen auf dem unmittelbar östlich angrenzenden 

Grundstück des Beschwerdegegners. Gegen eine derart lokale Terrainveränderung 

spricht zudem der Umstand, dass die ostseitigen Stützmassnahmen – entgegen den 

Ausführungen im Gutachten – sehr weit nach Norden reichen. Die Verhältnisse auf dem 

Nachbargrundstück, das in weiten Teilen wesentlich tiefer liegt bzw. gleichmässiger 

geneigt ist (und so die Annahme einer einst gleichmässigen Hangneigung stützt), 

bleiben in diesem Gutachten unerwähnt. Wäre zudem lediglich im untersten Bereich 

des Grundstücks aufgeschüttet worden, hätte man mit dem talseitigen Fundament des 

Kaninchenstalles zudem erneut einen beträchtlichen Niveauunterschied ausgleichen 

müssen. Ein solcher ist aber weder in den Fotoaufnahmen (vgl. act. 6/2) noch in den 

Höhenmessungen ersichtlich. Insgesamt vermag das Privatgutachten die 

Feststellungen der Q.__ AG nicht zu erschüttern. Auch bezeichnete letztere den 

Niveaupunkt von 477 m ü. M. nach weiteren Erhebungen vor Ort nicht als unzutreffend. 

Es sei vielmehr eine "Frage der Gewichtung", wie man die Darlegungen des 

Privatgutachtens darin einfliessen lasse. Es ist demnach nicht so, dass das natürlich 

gewachsene Gelände nicht mehr bestimmt werden könnte, wie der Beschwerdeführer 

behauptet. Dieses ist – mindestens im Rahmen einer nachvollziehbaren Interpolation – 

ausreichend bestimmbar. Weiterführende Erhebungen, beispielsweise mittels 

Baggerschlitzen, sind angesichts der vorliegenden, ausreichend genauen Erkenntnisse 

nicht angezeigt. Sie würden zudem wohl zur Zerstörung der bestehenden Bauten in 

diesem Bereich führen und liegen damit auch nicht im Interesse des 

Beschwerdeführers. Inwiefern ein gerichtlicher Lokaltermin weitere Erkenntnisse liefern 

könnte, nachdem bereits die Vorinstanz einen Augenschein durchgeführt und 

3.6.4. 

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4.

Mit Verfügung vom 23. Mai 2017 – d.h. nach Eingang des ebenfalls streitigen Bau- und 

Abbruchgesuchs und vor dessen Bewilligung – ordnete die Beschwerdebeteiligte an, 

die Nebenbauten "östlich des Wohnhauses" des heutigen Beschwerdeführers seien 

innert dreier Monate ab Rechtskraft vollständig abzubrechen und das Abbruchmaterial 

fachgerecht zu entsorgen (act. 9b/11 Dispositiv-Ziff. 1). Von der Beseitigungspflicht 

erfasst sind nach den Erwägungen diejenigen Gebäudeteile, die sich in einem Abstand 

von weniger als 2 m zur östlichen Grundstücksgrenze befinden.

umfassend dokumentiert hat, ist nicht ersichtlich. Es kann daher auf die beantragte 

Beweisaufnahme verzichtet werden (zur sog. antizipierten Beweiswürdigung vgl. E. 

5.4.2 hiernach). 

Der Schluss der Vorinstanz, dass die zulässige Gebäudehöhe von 3.5 m bei einem 

Niveaupunkt von 477 m ü. M. und einem massgeblichen Schnittpunkt der Fassade mit 

der Dachoberkante der Pultdächer im Bereich zwischen 481.69, 481.17, 481.07 und 

480.93 m ü. M. (nach Auffassung des Gerichts beträgt die zwischen den beiden 

Extremmassen gemittelte Gebäudehöhe 481.31 m ü. M.) liegt und damit die maximal 

zulässige Höhe der Dachoberkante von 480.5 m ü. M. (477 m ü. M. zuzüglich 

Gebäudehöhe von 3.5 m) klar überschritten wird, ist nicht zu beanstanden. Die 

Beschwerde ist insoweit abzuweisen, als der Beschwerdeführer die teilweise 

Aufhebung der Baubewilligung beanstandet hat.

3.7. 

Die Vorinstanz bestätigte diese Verfügung. Sie hielt hinsichtlich des offenkundig 

speziellen Vorgehens – zu erwarten gewesen wäre ein gemeinsamer Entscheid über 

Baugesuch und Wiederherstellung – fest, der Beschwerdeführer habe im Rahmen der 

von seinem Nachbarn und Beschwerdegegner anhängig gemachten 

Rechtsverweigerungsbeschwerde wiederholt in Aussicht gestellt, ein Abbruch- und 

Baugesuch für die ohne Bewilligung erstellten Nebenbauten einzureichen. Nachdem er 

die hierfür vereinbarte Frist wiederum nicht eingehalten habe, sei die 

Beschwerdebeteiligte vom Verfahrensleiter der Vorinstanz am 30. Januar 2017 

aufgefordert worden, ein Verfahren zu Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 

nach Art. 130 Abs. 2 BauG einzuleiten. Die Beschwerdebeteiligte habe dem 

Beschwerdeführer das rechtliche Gehör hinsichtlich konkreter 

Wiederherstellungsmassnahmen gewährt, es dann aber unterlassen, die 

Baugesuchsunterlagen zwecks Prüfung der materiellen Rechtmässigkeit der 

Nebenbauten selbst zu erstellen bzw. erstellen zu lassen, wie dies angesichts der 

4.1. 

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fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers (namentlich seiner Weigerung, ein 

nachträgliches Baugesuch zu stellen) angezeigt gewesen wäre. Allerdings habe dieser 

dann kurz vor Erlass der Abbruchverfügung selbst ein Abbruch- und Baugesuch 

eingereicht. Damit sei die von der Beschwerdebeteiligten versäumte 

Sachverhaltsfeststellung nachgeholt worden, und die Wiederherstellungsverfügung 

allein aus rein formellen Gründen aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 

die Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen, käme einem Leerlauf gleich.

Die von der Vorinstanz zusammengefassten Äusserungen und Vorgänge sind 

aktenmässig belegt. Beispielsweise hielt der Beschwerdeführer zuhanden der 

Vorinstanz am 23. November 2016 fest (vgl. act. 9a/15), sie könne "bereits heute mit 

unserer Bereitschaft rechnen, den Kaninchenstall an einem anderen Ort neu zu 

erstellen und den Grenzbereich zu den Nachbarn zu korrigieren. Dazu würden wir das 

erforderliche Baugesuch einreichen." Bereits eine gute Woche zuvor – am 14. Oktober 

2016 – hatte er gegenüber dem Verfahrensleiter der Vorinstanz eingeräumt, die 

verschiedenen Nebenbauten hätten nicht schon mehr als 30 Jahre Bestand, auch wenn 

es auf dem Grundstück schon immer solche Bauten gegeben habe. Er habe diese aber 

laufend verändert und erneuert (vgl. act. 9a/12). Am 30. Januar 2017 liess der 

Beschwerdeführer wiederum bestätigen, er wolle die bemängelten Nebenbauten 

abbrechen und die Kaninchenställe regelkonform neu bauen (act. 9a/18). Anders als 

dem Verfahrensleiter in Aussicht gestellt, waren die Bauten im Grenzabstand bis zu 

diesem Zeitpunkt weder entfernt worden, noch lag ein entsprechendes nachträgliches 

Baugesuch vor (act. 9a/19). Am 13. Februar 2017 zeigte die Beschwerdebeteiligte, 

nachdem sie sich trotz erhobener Rechtsverweigerungsbeschwerde auffallend passiv 

verhalten hatte, dem Beschwerdeführer die Absicht an, ihn in Bezug auf die Bauten im 

östlichen Grenzbereich zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes bzw. zum 

Abbruch innert einer Frist von drei Monaten zu verpflichten (act. 9a/20). Der 

Beschwerdeführer nahm am 24. Februar 2017 per E-Mail dahingehend Stellung, er 

werde demnächst ein Baugesuch für einen neuen Kaninchenstall stellen und damit die 

rechtmässige Situation innert Frist herstellen (act. 9a/22). Nachdem der Rechtsvertreter 

des Beschwerdegegners am 11. Mai 2017 bei der Beschwerdebeteiligten insistiert 

hatte (act. 9a/24), verpflichtete diese den Beschwerdeführer am 23. Mai 2017 – wie am 

13. Februar 2017 bereits angekündigt – zum Rückbau der Bauten im östlichen 

Grenzbereich seines Grundstücks innert dreier Monate ab Rechtskraft.

4.2. 

Gegen diese Verfügung rekurrierte der Beschwerdeführer, obwohl er die von der 

4.3. 

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Wiederherstellungsverpflichtung betroffenen Bauten und Bauteile (und noch mehr) 

nach seinem Baugesuch vom 12. Mai 2017 ohnehin abbrechen will (vgl. den Plan 

"Grundrisse, Fassaden" in den Baugesuchsunterlagen, act. 9c/5/6). Dieses Vorgehen 

ist widersprüchlich. Die Vorinstanz hat nicht untersucht, ob daraus prozessuale Folgen 

entstehen. Weil sich der Beschwerdeführer gegen die Bestätigung der 

Wiederherstellungsverfügung im Rekursentscheid wehrt, ist dies hier aufzugreifen.

Gemäss Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Erhebung eines Rekurses berechtigt, wer an der 

Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheids ein eigenes 

schutzwürdiges Interesse dartut. Gleiches gilt für die Beschwerdelegitimation im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). 

Analog zu Art. 89 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes (SR 173.110, BGG), dessen 

Mindestanforderungen nach dem Grundsatz der "Einheit des Verfahrens" (vgl. Art. 111 

Abs. 1 BGG) im kantonalen Verfahren ebenfalls einzuhalten sind, setzt Art. 45 Abs. 1 

VRP eine formelle und eine materielle Beschwer voraus (Geisser/Zogg, in: 

Praxiskommentar VRP, a.a.O., N 4 zu Art. 45 VRP). Als Adressat einer belastenden 

Verfügung bzw. als Rekurrent, der mit seinen Anträgen vor der Vorinstanz nicht 

durchgedrungen ist, ist der Beschwerdeführer ohne weiteres formell beschwert. Das 

Erfordernis der materiellen Beschwer bzw. des Rechtsschutzinteresses setzt voraus, 

dass die betreffende Person über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache 

verfügt und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des 

angefochtenen Entscheids ziehen kann. Ein schutzwürdiges Interesse liegt mit anderen 

Worten vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Betroffenen durch den 

Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann. Das Anfechtungsinteresse muss 

aktuell sein, d.h. die rechtliche und tatsächliche Situation der Beschwerdeführerin muss 

durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst und der drohende Nachteil durch die 

beantragte Aufhebung des angefochtenen Hoheitsakts beseitigt werden können (vgl. z. 

B. B. Waldmann, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler 

Kommentar Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N 17 zu Art. 89 BGG mit Hinweisen). 

Über rein theoretische Fragen muss die (Verwaltungs-) Justiz nicht entscheiden, es sei 

denn, die mit der Beschwerde aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen könnten sich 

unter ähnlichen Umständen wieder stellen, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine 

richterliche Prüfung möglich wäre, und deren Beantwortung im öffentlichen Interesse 

liegt (statt vieler VerwGE B 2014/229 vom 7. April 2017 E. 3.2 mit Hinweisen; Geisser/

Zogg, a.a.O., N 8 ff. zu Art. 45 VRP). Verneint wird das schutzwürdige Interesse 

praxisgemäss sodann gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 

4.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV), wenn die 

Rechtsmittelerhebung treuwidrig oder widersprüchlich erscheint. Denn (auch) Private 

haben ihr prozessuales Verhalten am Grundsatz von Treu und Glauben auszurichten 

(vgl. M. Bertschi, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz 

des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, N 22 zu § 21 VRG/ZH mit Hinweisen).

Konkret steht es dem Beschwerdeführer nicht an, gegen die angeordneten 

Wiederherstellungsmassnahmen Einwände zu erheben. Weil er gleichzeitig um eine 

Abbruchbewilligung für die von der Wiederherstellungspflicht erfassten Gebäudeteile 

und Bauten ersucht hat, kann er aus der beantragten Aufhebung der 

Wiederherstellungsverfügung keinen aktuellen praktischen Nutzen ziehen. Die 

materielle Beschwer ist damit nicht gegeben, es sei denn, er habe von Anfang an gar 

nicht die Absicht verfolgt, von der (angesichts des teilweisen, unangefochten 

gebliebenen Nichteintretens auf den Rekurs des Beschwerdegegners) inzwischen 

rechtskräftigen Abbruchbewilligung Gebrauch zu machen. Dies ist aufgrund seines 

bisherigen Verhaltens jedenfalls nicht auszuschliessen. In Anbetracht seiner 

gegenteiligen Beteuerungen und des Umstands, dass er offensichtlich ein 

entsprechendes Abbruchgesuch gestellt hat, um der Wiederherstellungsverpflichtung 

zuvorzukommen, erschiene ein solches Vorgehen jedoch qualifiziert treuwidrig (vgl. Art. 

5 Abs. 3 BV). Die übrigen Verfahrensbeteiligten müssen in der konkreten Situation auf 

das Abbruchgesuch des Beschwerdeführers vertrauen dürfen. Aufgrund seines 

Baugesuchs erübrigte sich im erstinstanzlichen Baubewilligungs- und 

Wiederherstellungsverfahren sodann, die Frage nach einer allfälligen Verwirkung des 

Wiederherstellungsanspruchs zu prüfen. Ein schutzwürdiges Interesse an der 

Aufhebung der Wiederherstellungsverfügung bestand nicht. Die Vorinstanz ist zu 

Unrecht auf den Rekurs des Beschwerdeführers eingetreten. Ein aktuelles 

Rechtsschutzinteresse, den Rekursentscheid aufzuheben, soweit er die 

Wiederherstellungspflicht bestätigt hat, besteht ebenfalls nicht. Auf die Beschwerde ist 

insoweit nicht einzutreten.

4.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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5.

Im Übrigen wäre die Beschwerde auch diesbezüglich abzuweisen.

Die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands oder eines 

Abbruchs stellt eine Eigentumsbeschränkung dar. Ein Eingriff in die Eigentumsgarantie 

(Art. 26 Abs. 1 BV) ist verfassungsrechtlich nur zulässig, wenn er auf einer gesetzlichen 

Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (Art. 36 BV).

5.1. 

Die gesetzliche Grundlage für den Eigentumseingriff findet sich in Art. 130 Abs. 2 

BauG: Die zuständige Gemeindebehörde kann die Entfernung oder die Abänderung 

rechtswidrig ausgeführter Bauten und Anlagen sowie die Wiederherstellung des 

früheren Zustandes verfügen, wenn die Ausführung den gesetzlichen Vorschriften oder 

den genehmigten Plänen nicht entspricht oder sonst ein unrechtmässiger Zustand 

geschaffen wurde. Art. 159 PBG ist für den Beschwerdeführer nicht günstiger und 

gelangt damit nicht zur Anwendung (vgl. Art. 173 PGB und die einleitenden 

Bemerkungen in E. 2 hiervor). Voraussetzung für eine Abbruchverfügung ist die formelle 

und materielle Rechtswidrigkeit der Baute. Ist eine Baute ohne Vorliegen einer 

rechtskräftigen Baubewilligung errichtet worden, d.h. formell illegal, ist zu prüfen, ob 

aufgrund des geltenden materiellen Baupolizeirechts eine ordentliche Baubewilligung 

oder eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (B. Heer, St. Gallisches Bau- und 

Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1206). Dies ist grundsätzlich in einem nachträglichen 

Bewilligungsverfahren abzuklären. Unter besonderen Umständen, etwa wenn die 

materielle Illegalität eindeutig und ohne jeden Zweifel feststeht, kann auf die 

Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens verzichtet werden (Heer, a.a.O., 

Rz. 1208 mit Hinweisen).

5.1.1. 

Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergibt sich, dass eine Abbruchverfügung 

nur erlassen werden darf, wenn diese Massnahme bei objektiver Betrachtung die einzig 

geeignete ist, um einen aktuellen baurechtswidrigen Zustand zu beseitigen. Sie hat zu 

unterbleiben, wenn die Abweichung von den Bauvorschriften nur geringfügig ist, wenn 

der Abbruch nicht im öffentlichen Interesse liegt oder wenn die berührten öffentlichen 

Interessen den Schaden, der einem Eigentümer aus dem Abbruch erwächst, in keiner 

Weise zu rechtfertigen vermögen. Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann 

sich auch der bösgläubige Bauherr berufen. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die 

Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, namentlich zum Schutz der 

5.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes erhöhtes Gewicht beimessen und 

die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem 

Mass berücksichtigen (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 1211; P. Hänni, Planungs-, Bau- und 

besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 358 ff. mit Hinweisen; BGE 123 II 255 

E. 4a, 111 Ib 224 E. 6b; GVP 1982 Nr. 17; BGer 1C_730/2013 vom 4. Juni 2014 E. 8.3 

ff.).

Die Befugnis der Behörden, den Abbruch eines baurechtswidrigen Gebäudes oder 

Gebäudeteils anzuordnen, verwirkt grundsätzlich mit Ablauf von 30 Jahren (Heer, 

a.a.O., Rz. 1218). Die 30-jährige Verwirkungsfrist beginnt mit der Fertigstellung des 

rechtswidrigen Bau- bzw. Anlageteils zu laufen. Wird eine Baute oder Anlage allerdings 

im Laufe dieser 30 Jahre laufend verändert und/oder erweitert, tritt keine Verwirkung 

ein. Vielmehr wird mit jeder – wesentlichen – Veränderung und Erweiterung erneut ein 

rechtswidriger Zustand geschaffen, der die Verwirkungsfrist auslöst. Verwirkung tritt 

demnach nur ein, wenn die Grösse, die Funktion und die Raumeinteilung während 30 

Jahren weitgehend unverändert geblieben sind (B. Waldmann, in: Griffel/Liniger/

Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 6.47 

mit Hinweisen auf BGE 136 II 359 E. 8.3; BGer 1C_1/2015 vom 20. August 2015 E. 1.1 

ff.; 1C_726/2014 vom 24. November 2014 E. 5).

5.1.3. 

Die Vorinstanz hielt in E. 5.4.2 ff. des angefochtenen Entscheids fest, es möge 

zutreffen, dass der Beschwerdeführer bereits vor 30 Jahren auf seinem Grundstück 

Hundezwinger, Kaninchen- und Hühnerställe sowie andere Unterstände errichtet habe. 

Diese habe er jedoch immer wieder verändert, erneuert, vergrössert und seinen 

jeweiligen Bedürfnissen angepasst, was er bestätigt und eingeräumt habe. Die heute 

vorhandenen Unterstände bestünden nicht seit 30 Jahren; zum Teil seien sie jünger als 

10 Jahre. Dies ergebe sich auch aus den Orthofotos der letzten Jahre. Gefertigt seien 

die Unterstände aus verschiedenen, wenig dauerhaften (Abbruch-) Materialien. 

Dementsprechend hätten der Beschwerdeführer bzw. seine mittlerweile verstorbene 

Ehefrau im Rahmen des Rechtsverweigerungsbeschwerdeverfahrens auch eingeräumt, 

die bemängelten Nebenbauten abzubrechen und rechtskonform wieder aufzustellen.

Es bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands, vorwiegend aus präjudiziellen Gründen. Vor Ort habe 

festgestellt werden müssen, dass die illegalen Bauten an der Grundstücksgrenze den 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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Beschwerdegegner erheblich belasteten, zumal beide Wohnhäuser den kleinen 

Grenzabstand auf der Ost- bzw. Westseite bereits massiv unterschritten und die 

eigenmächtig errichteten Unterstände auch noch auch auf einer Geländeaufschüttung 

stünden. Von den darin gehaltenen Tieren bzw. deren Kot und Urin sowie deren 

Schlachtung gingen Immissionen aus, die in einer reinen Wohnzone grenzwertig bzw. 

bei entsprechender Anzahl Tiere sogar rechtswidrig seien. Ferner verschmutze das 

unansehnliche Bau- und Abbruchmaterial das Nachbargrundstück. Die Kosten für den 

Abbau der schrebergartenähnlich aufgestellten Baracken seien minim und beträfen vor 

allem die Entsorgung des Materials. Abgesehen davon, dass illegale Bauten keinen 

Bestandesschutz geniessen würden, sei auch der Substanzwert der Baracken gering.

Der Beschwerdeführer wiederholt seine Darstellung aus dem vorinstanzlichen 

Verfahren, wonach er die Nebenbauten – Hundezwinger, Kaninchen- und Hühnerstall – 

vor über 30 Jahren erstellt habe. Dass er diese Bauten immer wieder verändert, 

erneuert, vergrössert und seinen jeweiligen Bedürfnissen angepasst habe, sei 

unzutreffend. Vielmehr seien während all dieser Jahre lediglich Unterhaltsarbeiten 

vorgenommen worden. Die Vorinstanz habe es zu Unrecht unterlassen, die offerierten 

Zeugen zu befragen, und die antizipierte Beweiswürdigung sei widerrechtlich. Der 

langjährige Bestand der Nebenbauten – insbesondere auch des Kaninchenstalles – sei 

zudem auf Orthofotos deutlich erkennbar, und zwar mindestens seit dem Jahr 1984. 

Dies ergebe sich auch aus dem Gutachten Y.__. Angesichts dieser langen Zeitspanne 

sei kein öffentliches Interesse an deren Beseitigung mehr vorhanden. Zudem sei der 

angeordnete Rückbau nicht verhältnismässig. Auf dieses Argument sei die Vorinstanz 

gar nicht erst eingegangen und habe das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers 

auch dahingehend verletzt.

5.3. 

 5.4. 

Unberechtigt ist zunächst der Vorwurf an die Vorinstanz, sie habe sich mit der 

Verhältnismässigkeit der Wiederherstellungsmassnahmen nicht auseinandergesetzt. 

Die Begründungspflicht ergibt sich aus dem gesetz- (vgl. Art. 15 – 17 VRP) und 

verfassungsmässigen (Art. 29 Abs. 2 BV) Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Behörde 

muss ihre wichtigsten Überlegungen im Entscheid aufzeigen, ist jedoch nicht 

verpflichtet, sich zu allen Tatsachenbehauptungen und rechtlichen Einwänden zu 

äussern. Der Entscheid muss die wesentlichen Überlegungen anführen, von denen sich 

die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Er muss so 

5.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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abgefasst sein, dass sich die Betroffenen über seine Tragweite ein Bild machen können 

und ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten können (statt vieler vgl. VerwGE B 

2015/308 vom 26. Oktober 2017 E. 4.2.4; BGE 130 II 530 E. 4.3; 129 I 232 E. 3.2; 125 II 

369 E. 2c). Dem angefochtenen Entscheid lassen sich in Erwägung 5.4 die 

wesentlichen Überlegungen entnehmen, mit denen die Vorinstanz die 

Verhältnismässigkeit im weiteren (Erforderlichkeit, Geeignetheit) und engeren Sinne 

(Zumutbarkeit) bejahte, auch wenn die entsprechenden Schlagworte fehlen. Ob die 

Erwägungen zutreffen, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der materiellen 

Rechtsanwendung.

Ihre Beweiserhebung und -würdigung über die Frage einer allfälligen Verwirkung des 

Wiederherstellungsanspruchs stützte die Vorinstanz auf eigene Wahrnehmungen vor 

Ort, auf Aussagen des Beschwerdeführers und auf die öffentlich zugänglichen, 

teilweise historischen Luftbildaufnahmen. In den Augen des Beschwerdeführers hat sie 

damit zu kurz gegriffen; vielmehr hätte sie diverse Nachbarn und frühere Besucher über 

das Baujahr der verschiedenen Nebenbauten als Zeugen befragen müssen.

Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 21 Abs. 3 VRP und E. 3.6.2 

hiervor) bedeutet unter anderem, dass die Behörde frei darüber befindet, ob anhand 

der vorhandenen Beweismittel eine Tatsache nach dem gesetzlich geforderten 

Beweismass als bewiesen gilt oder ob die Behörde weitere Beweise erheben muss 

(vgl. z.B. VerwGE B 2017/98 vom 9. Mai 2018 E. 3.1). Wenn eine Behörde zum Schluss 

kommt, dass eine Tatsache bereits genügend bewiesen ist und die Abnahme 

zusätzlicher Beweismittel nichts an der Überzeugung der Behörde ändern könnte, kann 

sie auf deren Abnahme verzichten (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. z.B. BGE 

134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3), ohne den Untersuchungsgrundsatz zu unterlaufen 

oder das rechtliche Gehör der betroffenen Partei zu verletzen.

Im Rahmen der Rechtsverweigerungsbeschwerde stellte die Vorinstanz verschiedene 

Luftbildaufnahmen der Jahre 2004 – 2014 zusammen (vgl. act. 9a/10). Sie zog daraus 

den Schluss, der nordöstliche, an der Grenze gelegene und von den inzwischen 

angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen betroffene Teil des Kaninchenstalles sei 

erst auf der Aufnahme 2013/14 ersichtlich. Diese Schlussfolgerung überzeugt. Der auf 

den älteren Aufnahmen ersichtliche Baum (Holunderstrauch) ist an dieser Stelle (wohl 

vegetationsbedingt) nicht sichtbar; stattdessen sieht man ein grosses braunes Dach, 

das auf dem Orthofoto 2011 fehlt, aber so gross ist, dass es vom Strauch nicht hätte 

5.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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verdeckt werden können (zum ganzen vgl. www.geoportal.ch). Zudem ergibt sich aus 

der Fotodokumentation des vorinstanzlichen Augenscheins, dass dieser Gebäudeteil 

aus anderem Material jüngeren Datums besteht (vgl. act. 9a/34 S. 5 ff.). Nachdem die 

Vorinstanz die entsprechenden Orthofotos dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

13. Oktober 2016 vorgelegt hatte, bestätigte dieser tags darauf mündlich, die 

betreffenden Bauten seien nicht während 30 Jahren unverändert geblieben, vielmehr 

habe er diese laufend verändert und erneuert (vgl. act. 9a/12). In der Folge erklärte er 

sich bereit, die Bauten im Grenzabstand zu beseitigen und für die übrigen ein 

Baugesuch einzureichen. Angesichts dieser vom Beschwerdeführer bestätigten 

Erkenntnisse musste die Vorinstanz (auch hinsichtlich des Hundezwingers) keine 

weiteren Beweisvorkehren mehr treffen. Daran ändert nichts, dass der 

Beschwerdeführer seine Äusserungen später im Verfahren wieder bestreiten liess. Dass 

er in der Zwischenzeit ein entsprechendes Abbruchgesuch eingereicht hatte, 

verdeutlicht, dass es sich dabei – was beim nordöstlichen Gebäudeteil des 

Kaninchenstalles geradezu offensichtlich wird – um blosse Schutzbehauptungen 

handelt. Auch aus den im Gutachten Y.__ dargestellten Luftaufnahmen wird ersichtlich, 

dass dieser Teil erst auf der Aufnahme 2013 erscheint und damit neueren Datums ist. 

Inwiefern die beantragten Zeugenaussagen verlässliche Erkenntnisse über 

Tatsachenverhältnisse liefern könnten, die behauptungsweise mehr als 30 Jahre 

zurückliegen, erschliesst sich dem Gericht nicht. Dies gilt umso mehr, als nicht in Frage 

steht, dass auf dem Grundstück schon seit den 1970er Jahren Nebenbauten 

vorhanden waren, sondern dass diese – wie der Beschwerdeführer heute entgegen 

früherer Aussagen behauptet – während mehr als dreissig Jahren unverändert 

geblieben seien. Wie die Vorinstanz überzeugend formuliert hat, ist dies schon 

aufgrund der gebastelten Bauweise wenig wahrscheinlich.

Auf die im Beschwerdeverfahren (wiederum) beantragten Zeugenbefragungen (vgl. 

act. 1 S. 5 f.) und die (ohne weitere Begründung) verlangte Einholung eines 

gerichtlichen Gutachtens zum Zeitpunkt der Erstellung von Hundezwinger und 

Kaninchenstall und einen gerichtlichen Augenschein könnte aus den dargelegten 

Gründen selbst dann verzichtet werden, wenn ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an 

der Beantwortung der entsprechenden Fragen bestünde. Es wird an der 

Beschwerdebeteiligten sein, gegebenenfalls das Alter derjenigen Gebäudeteile zu 

bestimmen, die nach dem Baugesuch stehen gelassen werden sollen und für die sich, 

nachdem das Gesuch nicht bewilligungsfähig ist, nun ebenfalls die Frage der 

Wiederherstellung stellt.

5.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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6.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde betreffend die teilweise 

Aufhebung der Baubewilligung vom 15. August 2017 abzuweisen ist. Soweit sich der 

Beschwerdeführer gegen den von der Vorinstanz bestätigten Beschluss der 

Beschwerdebeteiligten vom 23. Mai 2017 betreffend Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands wendet, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Im 

Übrigen wäre sie auch diesbezüglich abzuweisen.

Die Beschwerdebeteiligte wird demnach nicht nur die Wiederherstellungsverfügung 

vom 23. Mai 2017 gegebenenfalls zu vollziehen haben, sondern das 

Wiederherstellungsverfahren auch auf den – wie sich gezeigt hat – nicht 

bewilligungsfähigen Rest des Kaninchenstalles ausdehnen müssen.

7.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens vom Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Diese ist mit dem in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss zu verrechnen.

Was das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung und deren Verhältnismässigkeit 

anbetrifft, kann im Rahmen dieser ergänzenden Begründung vollumfänglich auf die 

zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. E. 5.4.4 des 

angefochtenen Entscheids). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers hat die 

Vorinstanz nicht nur aus präjudiziellen, sondern aus ganz konkreten Gründen – 

unterschrittener Gebäudeabstand, für eine reine Wohnzone grenzwertiges Ausmass 

der Tierhaltung mit den entsprechenden Immissionen, die sich ausgerechnet vom 

unterschrittenen Grenzabstand und damit direkt auf das Nachbargrundstück 

verbreiten, liederliche Materialisierung – auf ein grosses, auch nach längerer Dauer 

noch bestehendes öffentliches Interesse an der Beseitigung des rechtswidrigen 

Zustands ausgesprochen. Auch was die Verhältnismässigkeit anbetrifft, ist der 

vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden. Hier genügt bereits die 

Beschwerdebegründung nicht, mit der einfach auf die Rekurseingabe verwiesen wird 

mit der Begründung, es fänden sich keine entsprechenden Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid. Dies ist nicht der Fall. In jener Eingabe (act. 9b/1 Ziff. III/4) 

verkannte der Beschwerdeführer überdies offenbar, dass sich das Abbruchgesuch mit 

der Wiederherstellungspflicht deckt und derzeit nichts Anderes als der von ihm selbst 

als (zulässige) mildere Massnahme propagierte teilweise Abbruch verlangt ist.

5.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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Der Beschwerdeführer hat den mit seinen Anträgen durchgedrungenen 

Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen 

(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Vor Verwaltungsgericht, 

Verwaltungsrekurskommission und Versicherungsgericht beträgt das Honorar pauschal 

zwischen CHF 1'500 bis 15'000 (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung, sGS 963.75, 

HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar 

nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der notwendigen 

Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der 

Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO). Für das verwaltungsgerichtliche Verfahren 

erscheint eine Entschädigung von CHF 3'000 (zuzüglich 4 Prozent Barauslagen; 

Art. 28  Abs. 1 HonO), insgesamt CHF 3'120, zuzüglich Mehrwertsteuer (vgl. Art. 29 

HonO), angemessen.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 4'000 bezahlt der 

Beschwerdeführer. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird verrechnet.

3.

Der Beschwerdeführer entschädigt den Beschwerdegegner für das 

Beschwerdeverfahren mit CHF 3'120 (inkl. Barauslagen, zuzüglich Mehrwertsteuer).

 

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2020
	Baurecht; Gebäudehöhe und Wiederherstellung, Art. 60 Abs. 1 und 2 und Art. 130 Abs. 2 BauG (sGS 731.1). Bestätigung der Rechtsprechung, wonach der "gewachsene Boden" anhand des noch feststellbaren natürlich gewachsenen Geländes bestimmt wird. Kleinräumige Geländeanpassungen auf einzelnen Grundstücken bleiben grundsätzlich unbeachtet, es sei denn, der ursprüngliche Terrainverlauf lasse sich nicht mehr feststellen. Konkret genügt eine nachvollziehbare Interpolation, um den ursprünglichen Verlauf ausreichend zu bestimmen. Die streitbetroffenen, vor über 30 Jahren erstellten, aber immer wieder veränderten Kleinbauten auf dem Grundstück des Beschwerdeführers überschreiten die zulässige Gebäudehöhe deutlich. Einige Gebäudeteile halten zudem den Grenzabstand offensichtlich nicht ein. Der Beschwerdeführer stellte bezüglich dieser Teile ein Abbruchgesuch. Die Gemeinde verpflichtete ihn zusätzlich zum Abbruch der Bauten im Grenzabstand. Der Beschwerdeführer ist – angesichts seines Abbruchgesuches – von der Wiederherstellungsverfügung nicht beschwert und nicht zur Rechtsmittelerhebung legitimiert (Art. 45 Abs. 1 VRP, sGS 951.1). Im Übrigen wäre die Beschwerde ohnehin abzuweisen (Verwaltungsgericht, B 2019/123).

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