# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3d1c4e1-fd6e-5714-8bf3-d5cab1a0f00f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2008 D-6860/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6860-2008_2008-11-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6860/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren B._______,
Nigeria,
alias C._______, geboren D._______, 
Nigeria, 
alias E._______, geboren F._______, 
Nigeria, 
Z._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 24. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6860/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im August 2008 
aus seinem Heimatstaat Nigeria auf dem Luftweg ausreiste und in die 
Schweiz gelangte, wo er am 29. August 2008 um Asyl nachsuchte, wo-
bei er keine Identitätspapiere abgab,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Y._______ vom 8. September 
2008 sowie der  direkten Anhörung vom 6. Oktober 2008 gemäss Art. 
29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zur 
Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er 
habe sein Land aufgrund des Konflikts  zwischen der Regierung und 
den Rebellen des X._______ verlassen,

dass  die  Regierung  im  Juni  2008  Militärtruppen  ins  W._______  ge-
schickt habe, um die Mitglieder der X._______ gefangen zu nehmen, 

dass die Militärtruppen auch in das Dorf des Beschwerdeführers ge-
kommen  seien  und  von  seinem  Vater  die  Namen  der  X._______-
Mitglieder verlangt hätten, 

dass  sein  Vater  die  Namen  herausgegeben  habe,  worauf  Anhänger 
der X._______ gefangen genommen worden oder geflüchtet seien,

dass diese eine Woche später in ihr Haus eingedrungen seien und sei-
nen Vater erschlagen hätten, 

dass die Rebellen der X._______ neue Mitglieder rekrutieren würden 
und alle jungen Männer ab 14 Jahren mitnehmen wollten, 

dass die Rebellen der X._______ denjenigen, die sich weigerten, mit 
dem Tod drohen würden, 

dass er kein Rebelle habe werden wollen und er, als die Rebellen im 
August 2008 in sein Dorf gekommen seien, um dort neue Mitglieder zu 
rekrutieren, zusammen mit seinem Cousin geflohen sei, 

dass am 2. September 2008 eine radiologische Knochenaltersbestim-
mung durchgeführt wurde, welche ergab, dass der Beschwerdeführer 
18 Jahre oder älter sei, 

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dass  dem  Beschwerdeführer  am  8.  September  2008  das  rechtliche 
Gehör zum Ergebnis der Knochenaltersbestimmung gewährt wurde, 

dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  vom  24. Oktober 
2008 – eröffnet am 27. Oktober 2008 – nicht eintrat und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass es nicht nachvollziehbar sei, dass er und sein Cousin anstelle ei-
nes  echten  einen  gefälschten Pass beschafft  hätten,  zumal  gemäss 
den Angaben des Beschwerdeführers  von Seiten  der  nigerianischen 
Behörden nichts gegen ihn und seinen Cousin vorliege,

dass es in Anbetracht einer legalen, einfacheren Alternative nicht lo-
gisch sei, dass sie das Risiko eingegangen seien, mit einem gefälsch-
ten Pass an der Passkontrolle aufgegriffen zu werden, 

dass  die  Angaben  zum Reiseweg unklar  und  widersprüchlich  seien, 
und dass – auch angesichts der Schulbildung des Beschwerdeführers 
– davon ausgegangen werden müsse, seine diesbezüglichen Vorbrin-
gen seien nicht glaubhaft,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
dem Beschwerdeführer verunmöglichten, seine Reise- oder Identitäts-
papiere einzureichen, 

dass der Beschwerdeführer zudem lediglich Nachteile geltend mache, 
welche  sich  aus  lokal  oder  regional  beschränkten  Verfolgungsmass-
nahmen  ableiten  würden,  da  die  X._______  eine  lokal  operierende 
Gruppierung  sei,  welche  sich  ausschliesslich  auf  das  W._______ 
konzentriere, 

dass es bislang zu keinen Aktionen der X._______ ausserhalb dieser 
Region gekommen sei und es keine Hinweise darauf gebe, eine Ver-
folgung bestehe auch ausserhalb seiner Heimatregion, 

dass aufgrund der beträchtlichen Grösse und der kulturellen wie auch 
ethnischen Vielfalt Nigerias davon auszugehen sei, er würde in einem 

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anderen  Teil  seines  Heimatlandes  keinen  Verfolgungsmassnahmen 
ausgesetzt sein, 

dass gemäss dem Subsidiaritätsprinzip Personen mit einer innerstaat-
lichen Fluchtalternative nicht auf den Schutz eines Drittstaates ange-
wiesen seien,

dass ohnehin Zweifel  an der Glaubhaftigkeit  der Vorbringen des Be-
schwerdeführers  bestehen würden,  da seine Aussagen widersprüch-
lich, oberflächlich und vage seien,

dass der Beschwerdeführer aus diesen Gründen die Flüchtlingseigen-
schaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle, 

dass aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses erforderlich seien, 

dass sich sodann der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat als 
zulässig, zumutbar und möglich erweise, 

dass  der  Beschwerdeführer  auch  aus  dem  Vorbringen,  er  sei  noch 
minderjährig, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermöge, 

dass  seine  Ausführungen  zum Alter  nicht  glaubhaft  seien,  da  seine 
Aussagen zu seiner  Biographie und zu seinem Alter  widersprüchlich 
und unsubstanziiert seien und aus der radiologischen Knochenalters-
bestimmung hervorgehe, dass er 18 Jahre alt oder älter sei, 

dass der Beschwerdeführer sich demnach nicht auf das Übereinkom-
men über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 (SR 0.107) 
berufen könne,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  englischer  Eingabe  vom  30. Okto-
ber 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei auf-
zuheben, er sei als Flüchtling anzuerkennen, es sei ihm Asyl zu ge-
währen, es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unmög-
lich, unzulässig und unzumutbar sei und es sei ihm die vorläufige Auf-
nahme zu gewähren, in prozessualer Hinsicht sei ihm die unentgeltli-
che  Rechtspflege zu gewähren,  von der  Erhebung eines  Kostenvor-
schusses sei abzusehen und es sei ihm die unentgeltliche Verbeistän-

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dung zu gewähren, eventualiter sei die aufschiebende Wirkung wieder-
herzustellen, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung vorbrachte, er habe sein 
Land  verlassen,  weil  er  sich  nicht  den  X._______-Rebellen  habe 
anschliessen wollen, da er deren Aktivitäten gegen die P._______ und 
O._______, insbesondere die Entführungen von Q._______, nicht gut-
heissen könne, 

dass er ferner, auf den Tod seines Vaters verweisend, vorbrachte, nicht 
jung sterben zu wollen,

dass die Akten der Vorinstanz am 31. Oktober 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des Bundes in ei-
ner Amtssprache – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch 
– abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV, [SR 101] und Art. 
33a Abs. 1 VwVG), 

dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 30. Oktober 2008 nicht 
in einer der erwähnten Sprache verfasst ist, das Bundesverwaltungs-
gericht indessen ohne präjudizierende Wirkung bereit ist, diese entge-
genzunehmen, da der in Englisch verfassten Beschwerdeeingabe ge-
nügend klare Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen 
sind und ohne weiteres darüber befunden werden kann, 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, die gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, die bisherige Beurtei-
lungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  auf  die  Überprüfung  der 
Frage beschränkt war, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht eingetreten ist, 

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wurde (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der vor-
maligen Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 
E. 2.1 S. 240 f.), 

dass  nach  erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem  1.  Januar  2007 
auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerde-
verfahrens bildet,  wobei  im Rahmen der  summarischen Prüfung das 
offenkundige  Bestehen  oder  Fehlen  der  Flüchtlingseigenschaft  und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), 

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dass in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte, 

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist, 

dass  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht 
entzogen  wurde,  weshalb  auf  den  entsprechenden  Eventualantrag 
mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben, 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG) oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass der Beschwerdeführer es im vorliegenden Asylverfahren unterlas-
sen  hat,  Reise-  oder  Identitätspapiere  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 2 
Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylge-
suchs abzugeben, 

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  vorbrachte,  er  habe  in 
seinem Heimatland zwar eine Identitätskarte beantragt, aber keine sol-
che erhalten, da er noch minderjährig gewesen sei, 

dass er angab, er habe keine Möglichkeit, gültige Identitätspapiere zu 
beschaffen, 

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dass der Beschwerdeführer – wie er bei der Anhörung angab – sich 
anstelle  eines  echten  einen  gefälschten  Reisepass  beschafft  haben 
soll, 

dass der Beschwerdeführer bei der Empfangsstellenbefragung hinge-
gen vorbrachte, er sei ohne Identitätspapiere gereist und nur sein Cou-
sin habe Dokumente besessen, 

dass sich der Beschwerdeführer zur Existenz von allfällig bestehenden 
Identitätsdokumenten somit widersprüchlich geäussert hat,

dass es, wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, unglaubhaft ist, dass 
er die von ihm gemäss seinen Angaben zurückgelegte Reise – insbe-
sondere den Flug – ohne echte bzw. ohne eigene Identitätspapiere zu-
rücklegen konnte, 

dass  zudem  die  Beschreibung  der  Reise  widersprüchlich  und  vage 
ausfällt, 

dass der Beschwerdeführer demnach keine entschuldbaren Gründe für 
das Nichteinreichen von Dokumenten vorbringt, 

dass hierzu auf die zutreffenden Erwägungen des BFM verwiesen wer-
den kann,  zumal  in  der  Beschwerdeschrift  auf  diese Argumente der 
Vorinstanz in keiner Weise eingegangen wird, 

dass nach dem Gesagten die vorinstanzlichen Erwägungen nach einer 
Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerdeeinga-
be als zutreffend zu erachten und zu bestätigen sind,

dass sodann, was die geltend gemachte Verfolgung betrifft, im vorlie-
genden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach der summari-
schen Befragung und der Direktanhörung darstellt,  unter Verzicht auf 
zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen 
einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich 
nicht  erfüllt  und ebenso offensichtlich  einem Vollzug seiner  Wegwei-
sung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Abst. b und c 
AsylG), 

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dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist (Art. 108 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG),

dass, selbst wenn die Vorbringen des Beschwerdeführers als glaubhaft 
beurteilt würden, die vorgebrachte Zwangsrekrutierung durch die Mit-
glieder  der  X._______  keine  landesweite  und  asylrelevante 
Verfolgungssituation  darstellen  würde,  da  es  dem Beschwerdeführer 
möglich  und  zuzumuten  wäre,  sich  innerhalb  seines  Heimatlandes 
allfälligen  Behelligungen  durch  diese  lokal  begrenzt  auftretende 
Gruppe durch einen Wohnortswechsel zu entziehen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

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28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)   er-
sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung des jungen und – soweit den Akten entnommen 
werden  kann  –  gesunden  Beschwerdeführers,  der  gemäss  eigenen 
Angaben die Primar- und Sekundarschule besuchte und über Berufs-
erfahrung verfügt – vorliegend zumutbar ist, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vorbringt, er könne 
in seinem Heimatland weder auf ein familiäres Beziehungsnetz noch 
auf sonstige soziale Beziehungen zurückgreifen, 

dass  die  Ausführungen des Beschwerdeführers  zu  seinen familiären 
Verhältnissen jedoch sehr  vage sind  und angesichts  des  Umstands, 
dass er  während mindestens 18 Jahren in  seinem Heimatland lebte 
sowie der Tatsache, dass er sich Papiere für die Ausreise beschaffen 
konnte, davon auszugehen ist, er verfüge dort über soziale Beziehun-
gen, 

dass der Beschwerdeführer aus diesen Gründen und angesichts der 
Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen der vorinstanzlichen 
Würdigung keine substanziellen Anhaltspunkte entgegenzusetzen ver-
mag, 

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das L._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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