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**Case Identifier:** d480ff26-a358-54ec-96e1-def22f349934
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-09-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.09.2004 SKG 2004 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2004-40_2004-09-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 14. September 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 04 40

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Heinz-Bommer und Vital 
Aktuarin ad hoc Bühler

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In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

d e r  X . , Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 9. Juli 
2004, mitgeteilt am 2. August 2004, in Sachen der Gesuchstellerin und Beschwer-
deführerin gegen Z., Gesuchsgegner und Beschwerdegegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, c/o Lüthi & Lazzarini, Via Retica 26, 7503 
Samedan, 

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. Mit Zahlungsbefehl Nr. B. des Betreibungsamtes C. vom 29. März 
2004, zugestellt am 2. April 2004, wurde Z. über den Betrag von Fr. 43'560.20 be-
trieben. Dagegen erhob der Betriebene gleichentags Rechtsvorschlag ohne Be-
gründung.

B. Mit Eingabe vom 16. Juni 2004 verlangte die X. beim Bezirksgerichts-
präsidium Maloja die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für den in Betreibung 
gesetzten Betrag sowie für die Betreibungskosten. Als Rechtsöffnungstitel wurde 
die – gemäss Bescheinigung des Sozialversicherungsgerichtes des Kantons Zürich 
in Rechtskraft erwachsene – Verfügung vom 5. September 2001 eingereicht, welche 
den Schuldner verpflichtet, den in Frage stehenden Betrag der Beschwerdeführerin 
zurückzuerstatten. Z. liess sich zum Rechtsöffnungsbegehren nicht vernehmen. Zu 
der auf den 9. Juli 2004 anberaumten Rechtsöffnungsverhandlung vor dem Bezirks-
gerichtspräsidium Maloja erschienen als Vertreterin der Beschwerdeführerin A. so-
wie der Rechtsvertreter von Z.. 

C. Mit Entscheid vom 9. Juli 2004, mitgeteilt am 2. August 2004, erkannte 
der Bezirksgerichtspräsident Maloja:

„1. Das Gesuch um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betrei-
bung Nr. B. des Betreibungsamtes C. ist im Sinne der Erwägungen ab-
zuweisen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 300.- 
gehen zulasten der Gesuchstellerin und sind innert 30 Tagen auf das 
PC-Konto 70-5978-5 des Bezirksgerichtes Maloja zu überweisen.

Ausseramtlich hat die Gesuchstellerin den Gesuchsgegner mit CHF 
300.- ausseramtlich zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)“

Der Abweisungsentscheid wurde damit begründet, dass die Gläubigerin die Aus-
sage des Schuldners, wonach ihm die als Titel angegebene Verfügung nie eröffnet 
worden sei, nicht zu widerlegen vermöge. Namentlich fehle es an einer Zustellbe-
scheinigung für die fragliche Urkunde.

D. Gegen diesen Entscheid erhob die X. am 13. August 2004 Be-
schwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit dem Begehren, 
dieser sei aufzuheben und in der Betreibung Nr. B. des Betreibungsamtes C. sei 
definitive Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 43'560.20 zuzüglich Betreibungs-
kosten zu erteilen. Mit der Beschwerde wurden neue Beweismittel eingereicht.

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E. Während die Vorinstanz mit Schreiben vom 18. August 2004 auf eine 
Stellungnahme verzichtete, liess sich der Beschwerdegegner am 3. September 
2004 mit dem Begehren vernehmen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden könne. 

Auf die Begründung der Anträge sowie die vorinstanzlichen Erwägungen 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Ausführungen eingegan-
gen. 

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen 
können innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung beim Kantonsgerichtsaus-
schuss von Graubünden angefochten werden (Art. 236 Abs. 1 ZPO in Verbindung 
mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 GVV zum SchKG). Die Beschwerde hat gemäss Art. 236 
Abs. 3 in Verbindung mit Art. 233 Abs. 1 und 2 ZPO schriftlich zu erfolgen, wobei 
mit kurzer Begründung anzugeben ist, welche Punkte des Entscheides angefochten 
und welche Änderungen beantragt werden. Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde vom 13. August 2004 wird eingetreten. 

2. Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft nach Art. 236 Abs. 3 in Ver-
bindung mit Art. 235 Abs. 1 ZPO nur im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der 
angefochtene Entscheid oder das diesem vorangegangene Verfahren Gesetzesbe-
stimmungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind. Ge-
genstand des Rechtsöffnungsverfahrens bildet dabei ausschliesslich die Frage, ob 
für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der die hemmende 
Wirkung des Rechtsvorschlages zu beseitigen vermag. Über den materiellen Be-
stand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter dagegen nicht zu entscheiden 
(vgl. Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Auf-
lage, Bern 1997, S. 120 N 22). 

3. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Konkordates über die Gewährung gegen-
seitiger Rechtshilfe zur Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Ansprüche (SR 281.22) 
leisten sich die Konkordatskantone gegenseitig Rechtshilfe zur Vollstreckung der 
auf öffentlichem Recht beruhenden Ansprüche auf Geld- oder Sicherheitsleistung 
zugunsten des Kantons oder der Gemeinden sowie der von ihnen errichteten Kör-
perschaften, Anstalten und Zweckverbände. Die Rechtshilfe wird nach Art. 1 Abs. 2 
dieses Konkordates im Betreibungsverfahren durch die Erteilung der definitiven 

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Rechtsöffnung gewährt. Davon ausgehend, dass die Beschwerdeführerin hinsicht-
lich ihrer Rechtsform die Voraussetzungen von Art. 1 Abs. 1 des Konkordates erfüllt, 
berechtigte somit die nach Auffassung der Beschwerdeführerin in Rechtskraft er-
wachsene Verfügung vom 5. September 2001 die X. grundsätzlich dazu, den durch 
den Schuldner gegen die Betreibung erhobenen Rechtsvorschlag durch den Be-
zirksgerichtspräsidenten Maloja beseitigen zu lassen und von ihm die Erteilung der 
definitiven Rechtsöffnung zu verlangen. Da jedoch von Seiten des Schuldners im 
Rahmen der Beschwerde wie vor der Vorinstanz der Einwand vorgebracht wurde, 
die Verfügung sei ihm nicht zugestellt worden und sie könne demzufolge auch nicht 
in Rechtskraft erwachsen sein, ist vorab die Frage, ob der fragliche Entscheid Z. in 
der gesetzlich vorgeschriebenen Weise eröffnet worden war, zu prüfen. 

4. Einleitend sei bemerkt, dass die Beschwerdeführerin mit der Be-
schwerde eine beachtliche Zahl an neuen Dokumenten eingereicht hat. Dabei han-
delt es sich um Urkunden, welche die zahlreichen, erfolglos gebliebenen Zustellver-
suche der Rückforderungsverfügung an verschiedene mutmassliche Adressen des 
Beschwerdegegners dokumentieren. Ob im zweitinstanzlichen Verfahren Noven 
eingereicht werden können, entscheidet das kantonale Recht (Staehe-
lin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 
Konkurs, SchKG I, Basel/Genf/München 1998, N 90 zu Art. 84 SchKG). Gemäss 
Art. 233 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 236 Abs. 3 ZPO sind vor der Beschwerdein-
stanz nebst neuen Rechtsbegehren auch neue Beweismittel ausgeschlossen. Der 
Kantonsgerichtsausschuss hat als Beschwerdeinstanz von den nämlichen tatsäch-
lichen Voraussetzungen auszugehen wie der Vorderrichter (PKG 1974 Nr. 22, vgl. 
zum Ganzen Nay, Zivilprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz des Kan-
tons Graubünden, Chur 1986, N 6 zu Art. 236 ZPO). Das Novenverbot betrifft nur 
neue Tatsachen und neue Beweismittel, die für die Beurteilung materieller Fragen 
wesentlich sind, nicht hingegen von Amtes wegen abzuklärende, prozessrechtliche 
Fragen, wie etwa örtliche Zuständigkeit bzw. Wohnsitz und Gerichtsstand, fristge-
rechte Parteivorladung oder die Frage der Partei- und Prozessfähigkeit (PKG 1981 
Nr. 24; zum Ganzen PKG 2000 Nr. 14). 

Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde geltend, dass sämtliche Zu-
stellversuche erfolglos geblieben seien. Da der Beschwerdegegner jedoch die Zu-
stellung aktiv vereitelt habe, sei von einer fiktiven Zustellung auszugehen. Diese, 
seitens der X. vorgebrachten Einwendungen, stützen sich aber ausschliesslich auf 
die neu eingelegten Akten. Insbesondere waren im erstinstanzlichen Verfahren we-
der erfolglose Zustellbemühungen behauptet oder geltend gemacht worden, noch 
wurde dargetan, dass die Verfügung in gesetzlich vorgeschriebener Weise eröffnet 

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worden war. Da diese neuen Beweismittel nicht prozessuale Fragen betreffen, son-
dern darauf abzielen, dem Rechtsöffnungstitel seine Wirksamkeit als solchen zu 
verleihen, folgt aus dem zum Novenverbot Dargelegten, dass die in Frage stehen-
den, dem Vorderrichter noch nicht vorgelegenen Dokumente, hier keine Beachtung 
finden können, mithin auf das Argument der vergeblichen Zustellversuche nicht wei-
ter einzugehen ist.

5. Das Bezirksgerichtspräsidium Maloja begründete die Abweisung des 
Rechtsöffnungsbegehrens mit dem Fehlen einer Zustellbescheinigung. Aus rechtli-
cher Sicht ist der Vorinstanz vorbehaltlos zuzustimmen, steht doch dem Betriebe-
nen gemäss Art. 6 lit. d) des Konkordats über die Gewährung gegenseitiger Rechts-
hilfe zur Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Ansprüche (SR 281.22) die Einrede zu, 
dass ihm der Entscheid nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise eröffnet 
worden sei, womit es dem Gesuchsteller obliegt, das Gegenteil zu beweisen. Aber 
auch in tatsächlicher Hinsicht ist der Entscheid nicht zu beanstanden, hat doch die 
Vertreterin der Beschwerdeführerin anlässlich der Rechtsöffnungsverhandlung 
selbst eingeräumt, sie vermöge – mindestens zu jenem Zeitpunkt – den Nachweis 
der Zustellung nicht zu erbringen und sie habe nicht gewusst, dass man die Zustel-
lung nachweisen müsse (vgl. Staehelin/Bauer/Staehelin, a. a. O., N 142 zu Art. 80 
SchKG). Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Rückforderungsverfü-
gung mangels dargetaner Eröffnung trotz der Bescheinigung des Sozialversiche-
rungsgerichtes des Kantons Zürich nicht als in formelle Rechtskraft erwachsen be-
trachtet werden kann (Staehelin/Bauer/Staehelin, a. a. O., N 110 zu Art. 80 SchKG). 
Die Rückforderungsverfügung stellt demnach solcherart kein valabler Rechtsöff-
nungstitel dar. 

6. Der Vollständigkeit halber ist abschliessend noch näher auf einige 
Punkte der Beschwerdeantwort einzugehen. Bezüglich des Einwandes der be-
schwerdegegnerischen Rechtsvertretung, dass Y. im vorliegenden Rechtsmittelver-
fahren nicht zur Prozessführung in Sachen der X. legitimiert sei, wird auf PKG 1992 
Nr. 34 verwiesen. Gemäss der dort dargelegten Praxis ist – jedenfalls im Rechtsöff-
nungsbeschwerdeverfahren – die Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht vor-
geschrieben. Somit ist die Vertretung der X. durch Y. nicht zu beanstanden. Aller-
dings wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, ihre Rechtsform und ihre 
Vertretungsverhältnisse näher offenzulegen. Schliesslich sei noch bemerkt, dass – 
auch wenn die Frage der Passivlegitimation an dieser Stelle nicht zu beurteilen ist 
– der Einwand der beschwerdegegnerischen Seite, die Rückforderungsverfügung 

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betreffe gar nicht ihn, dem Kantonsgerichtsausschuss zumindest als nicht nachvoll-
ziehbar erscheint. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz das 
Rechtsöffnungsbegehren zu Recht abgewiesen hat, da die Beschwerdeführerin den 
Nachweis der ordnungsgemässen Zustellung der Rückforderungsverfügung und 
damit der Vollstreckbarkeit im Sinne des Art. 4 des Konkordates über die Ge-
währung gegenseitiger Rechtshilfe zur Vollstreckung öffentlich-rechtlicher An-
sprüche nicht erbracht hat. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwer-
deverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerin. Sie werden gestützt auf Art. 48 
GebV SchKG in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG bei Fr. 500.--festge-
setzt. Die Höhe der an die obsiegende Partei zuzusprechenden Entschädigung rich-
tet sich nach Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG und – in den Fällen anwaltlicher Vertretung 
– nach den Honoraransätzen des Bündner Anwaltsverbandes (vgl. PKG 1973 Nr. 
19 und PKG 1990 Nr. 32). Im konkreten Fall erachtet der Kantonsgerichtsausschuss 
eine ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren von Fr. 400.-- als 
angemessen. 

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.-- gehen zu Lasten der 
Beschwerdeführerin, welche den Beschwerdegegner für das Beschwerde-
verfahren mit Fr. 400.-- zu entschädigen hat.

3. Mitteilung an:

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Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: