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**Case Identifier:** 3e448a55-a162-581f-b642-2283b07fb459
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 15.03.2016 ZK1 2014 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2014-55_2016-03-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 15. März 2016
ZK1 2014 55

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,
Kantonsrichter Walter Christen, Hannelore Räber,
Pius Schuler und Jörg Meister,
a.o. Gerichtsschreiberin M.A. HSG Rahel Zehnder.

In Sachen A.________,
Beklagter, Berufungsführer und Anschlussberufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. C.________,
Klägerin, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

2. E.________,
Klägerin, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

3. F.________,
Beklagte und Berufungsgegnerin,
(auf Prozessteilnahme verzichtet)

4. G.________,
Beklagte und Berufungsgegnerin,
(auf Prozessteilnahme verzichtet)

betreffend Erbteilung (Gewinnanteilsrecht und Herabsetzung)
(Berufung und Anschlussberufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts March 
vom 2. Oktober 2014, BZ 2010 15);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Mit Klage vom 12. März 2010 machten C.________ und E.________ 
den Erbteilungsprozess beim Bezirksgericht March anhängig und stellten die 
folgenden Rechtsbegehren (Vi-act. A/Klageschrift): 

1. Es sei der gesamte Nachlass der H.________ sel. festzustellen.

2. Es sei der gesamte Nachlass des I.________ sel. festzustellen. 

3. Es sei festzustellen, dass die beiden Klägerinnen am Nachlass gemäss 
Rechtsbegehren Ziffer 1 je zu 1/10 und am Nachlass gemäss Rechtsbegehren 
Ziffer 2 je zu 6/15 berechtigt sind.

4. Es sei der Beklagte 1 unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 292 StGB 
mit Busse im Widerhandlungsfall zu verurteilen, den Klägerinnen über sein Ver-
hältnis zu den Erblassern, insbesondere über von diesen erhaltene Schenkun-
gen, Vorbezüge und Darlehen sowie über sonstige Vereinbarungen mit den 
Erblassern, umfassend Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Unterla-
gen offenzulegen.

5. Die Erbvorbezüge des Beklagten 1 (Bezahlung von Rechnungen etc. durch den 
Vater), die gemischten Schenkungen des Vaters zugunsten des Beklagten 1 
(Verkauf der landwirtschaftlichen Liegenschaft GB Nr. xx, Grundbuch Wangen, 
zu einem zu tiefen Preis), die Schulderlasse des Vaters zugunsten des Beklag-
ten 1 (Verzicht auf Gewinnanteile am Bauland), die noch nicht bezahlten Ver-
pflichtungen des Beklagten 1 gegenüber dem Vater (Nebenkosten für Wasser, 
Strom und Heizung etc.) und die sonstigen finanziellen Vorteile der Erblasser 
zugunsten des Beklagten 1 seien festzustellen, als ausgleichungspflichtige Zu-
wendungen zu erklären und gegenüber den Klägerinnen zur Ausgleichung zu 
bringen.

6. Eventuell seien die Erbvorbezüge des Beklagten 1 (Bezahlung von Rechnun-
gen etc. durch den Vater), die gemischten Schenkungen des Vaters zugunsten 
des Beklagten 1 (Verkauf der landwirtschaftlichen Liegenschaft GB Nr. xx, 
Grundbuch Wangen, zu einem zu tiefen Preis), die Schulderlasse des Vaters 
zugunsten des Beklagten 1 (Verzicht auf Gewinnanteile am Bauland), die noch 
nicht bezahlten Verpflichtungen des Beklagten 1 gegenüber dem Vater (Neben-
kosten für Wasser, Strom und Heizung etc.) und die sonstigen finanziellen Vor-
teile der Erblasser zugunsten des Beklagten 1 als herabsetzungsfähige Zuwen-
dungen festzustellen und herabzusetzen, soweit dies zur Wahrung der Pflicht-
teile der Klägerinnen erforderlich ist.

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7. Es seien die beiden Nachlässe der H.________ sel. und des I.________ sel. zu 
teilen und es seien den Klägerinnen deren Erbanteile bzw. Pflichtteile zuzuwei-
sen bzw. die Beklagten seien zu verpflichten, den Klägerinnen deren Erbanteile 
bzw. Pflichtteile auszuzahlen. 

8. Der Richter ordne alle anderen Vorkehrungen und Abklärungen an, um die 
Nachlassteilung gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1-7 vorzubereiten und zu ge-
währleisten.

9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten, welche 
sich nicht schriftlich mit den Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1-7 einverstanden 
erklären oder sich nicht zum Vornherein dem richterlichen Teilungsentscheid 
unterwerfen, eventualiter zulasten der Nachlässe. 

Sie stellten ausserdem folgenden Verfahrensantrag (Vi-act. A/Klageschrift):

Es seien die Beklagte 2 und die Beklagte 3 vom Gericht anzufragen, ob sie auf eine 

Prozessteilnahme verzichten und sich zum Vornherein dem richterlichen Teilungsent-

scheid unterwerfen.

Am 27. April 2010 verzichteten J.________ und G.________ auf die Teilnah-
me am Prozess (Vi-act. D/1 und D/2).

Mit Klageantwort vom 25. August 2010 stellte A.________ folgende Gegen-
rechtsbegehren (Vi-act. A/Klageantwort):

1. Der Nachlass der H.________ sel. sei festzustellen und zu teilen.

2. Der Nachlass des I.________ sel. sei festzustellen und zu teilen. 

3. Es sei festzustellen, dass der Beklagte 1 am Nachlass gemäss Rechtsbegehren 
Ziffer 1 mit 1/10 und am Nachlass gemäss Rechtsbegehren Ziffer 2 mit 3/20 be-
rechtigt ist.

4. Dem Beklagten seien die gegenüber dem Erblasser erbrachten Leistungen von 
Fr. 188‘032.50 zu ersetzen.

5. Die Klage sei abzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerinnen.

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Die Vorinstanz führte am 15. November 2011 eine Referentenaudienz durch, 
wobei die Vergleichsgespräche der Parteien ohne Ergebnis blieben. In der 
Folge hielten E.________ und C.________ am 15. Juni 2011 replicando an 
ihren Rechtsbegehren fest (Vi-act. A/Replik). Auch A.________ hielt duplican-
do an seinen Rechtsbegehren fest (Vi-act. A/Duplik). 

Mit Urteil vom 2. Oktober 2014 erkannte die Vorinstanz was folgt:

1. Es wird im Sinne der Erwägungen festgestellt, dass sich der zu teilende Nach-
lass des I.________ sel. wie folgt zusammensetzt:

Aktiven:
- Fr. 950.00 Bargeld
- Fr. 5‘672.60 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 11‘436.30 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 57‘372.00 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 9‘792.35 Rückerstattung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto 

Nr. vv
- Fr. 784‘013.00 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche
- Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen
- Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. uu
  Fr. 876‘327.15 Total Aktiven

2. Es wird festgestellt, dass die Klägerinnen 1+2 am Nachlass gemäss Disp.-
Ziff. 1 vorstehend zu je 6/15, mithin im Umfang von je Fr. 304‘871.90, und die 
Beklagten 1-3 zu je 1/15, mithin im Umfang von je Fr. 50‘811.95, berechtigt 
sind.

3. Der Beklagte 1 wird angewiesen, die Teilung des Nachlasses gemäss Disp.-
Ziff. 1 vorstehend im Sinne der Erwägungen zu vollziehen.

4. Der Beklagte wird im Sinne der Erwägungen verpflichtet, den Klägerinnen 1+2 
je Fr. 550‘816.90 (Fr. 304‘871.90 + Fr. 245‘945.00) zu bezahlen. 

5. Es wird vorgemerkt, dass im Nachlass der H.________ sel. keine Vermögens-
werte vorhanden sind. 

6. Es wird festgestellt, dass die Parteien am Nachlass gemäss Disp.-Ziff. 5 vorste-
hend zu je 1/10 berechtigt sind.

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7. Es wird vorgemerkt, dass die Klägerinnen 1+2 auf die Durchsetzung allfälliger 
Ausgleichungs- und Herabsetzungsansprüche gegen die Beklagte 2 verzichtet 
haben. 

8. Die erlaufenen Verfahrenskosten, bestehend aus
Gebühr Fr. 16‘000.00
Auslagen Gutachten Fr. 4‘287.55
betragen Fr. 20‘287.00

9. Die Verfahrenskosten von Fr. 20‘287.00 werden den Klägerinnen zu 1/4, mithin 
im Umfang von Fr. 5‘072.00, und dem Beklagten 1 zu 3/4, mithin im Umfang 
von Fr. 15‘215.00, überbunden. Unter dem Titel Gerichtskostenersatz hat der 
Beklagte 1 der Klägerin 1 Fr. 3‘964.00 und der Klägerin 2 Fr. 1‘464.00 zu be-
zahlen. 

10. Der Beklagte 1 hat die Klägerinnen ausserrechtlich mit Fr. 17‘500.00 (inkl. Aus-
lagen und MwSt.) zu entschädigen. 

11. [Rechtsmittel]

12. [Zufertigung]

B. Gegen dieses Urteil erhob A.________ (nachfolgend: Berufungsführer) 
mit Eingabe vom 4. November 2014 rechtzeitig Berufung und stellte folgende 
Anträge (KG-act. 1):

1. Das Urteil des Bezirksgerichts March vom 2.10.2014 sei aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass der Nachlass der H.________ sel. Null beträgt.

3. Es sei festzustellen, dass der Nachlass von I.________ sel. (nachfolgend: Erb-
lasser), Null beträgt.

4.1 Eventuell sei der Nachlass der H.________ sel. festzustellen und zu teilen. 

4.2 Eventuell sei der Nachlass des I.________ sel. (nachfolgend: Erblasser), fest-
zustellen und zu teilen. 

4.3 Es sei eventuell festzustellen, dass der Berufungskläger und Beklagte 1 am 
Nachlass gemäss Rechtsbegehren Ziff. 1 mit 1/10 und am Nachlass gemäss 
Rechtsbegehren Ziff. 2 mit 3/20 berechtigt ist.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbeklagten 
unter solidarischer Haftbarkeit. 

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Mit Eingabe vom 7. November 2014 übermittelte die Vorinstanz die Akten und 
beantragte unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid die Abweisung 
der Berufung (KG-act. 5). 

Am 9. Dezember 2014 reichten C.________ und E.________ (nachfolgend: 
Berufungsgegnerinnen 1 und 2) die Berufungsantwort/Anschlussberufung mit 
folgenden Anträgen ein (KG-act. 7):

I. Anträge zur Berufung

1. Die Berufung sei mit Ausnahme der doppelten Berücksichtigung der am 
12. Dezember 1997 und 12. März 1998 veräusserten vier Bauparzellen bei der 
Pflichtteilsberechnung abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Berufungsklägers.

II. Anträge der Anschlussberufung

1. Dispositiv-Ziffern 1., 2. und 4. des Urteils der Kammer 2 des Bezirksgerichts 
March vom 2. Oktober 2014 seien aufzuheben und mit folgendem Wortlaut neu 
zu fassen:

1. Es wird im Sinne der Erwägungen festgestellt, dass sich der zu teilende 
Nachlass des I.________ sel. wie folgt zusammensetzt:

Aktiven:
Fr. 950.00 Bargeld
Fr. 5‘672.60 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy (Stand: 31.12.2013)
Fr. 11‘436.30 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz (Stand: 31.12.2013)
Fr. 57‘372.00 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww 

(Stand: 31.12.2013)
Fr. 9‘792.35 Rückerstattung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto 

Nr. vv
Fr. 1‘387‘719.00 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche
Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen
Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto 

Nr. uu
Fr. 24‘000.00 Ausgleichung Gratiswohnen
Fr. 22‘544.20 Ausgleichung Barbezüge L.________ (Bank I) ww
Fr. 1‘526‘577.35 Total Aktiven

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Passiven:
Fr. 21‘050.00 Todesfallkosten
Fr. 6‘000.00 Schlussrechnung N.________
Fr. 27‘050.00 Total Passiven

2. Es wird festgestellt, dass die Klägerinnen 1+2 am Nachlass gemäss Disp.-
Ziff. 1 vorstehend zu je 6/15, mithin im Umfang von je Fr. 599‘810.95, und 
die Beklagten 1-3 zu je 1/15, mithin im Umfang von je Fr. 99‘968.50, berech-
tigt sind.

4. Der Beklagte 1 wird im Sinne der Erwägungen verpflichtet, den Klägerinnen 
1+2 je Fr. 599‘810.95 zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Berufungsklägers und 
Anschlussberufungsbeklagten 1.

Am 22. Januar 2015 nahm der Berufungsführer Stellung zur Anschlussberu-
fung und beantragte deren Abweisung unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zu Lasten der Berufungsbeklagten 1 und 2 unter solidarischer Haftbarkeit 
(KG-act. 11);-

in Erwägung:

1. Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZPO gilt für Verfahren, die bei Inkrafttreten der 
schweizerischen Zivilprozessordnung am 1. Januar 2011 rechtshängig waren, 
das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss vor der betroffenen Instanz. 
Die Berufungsgegnerinnen 1 und 2 machten die Klage am 12. März 2010 vor 
dem Bezirksgericht anhängig (Vi-act. A/Klageschrift), weshalb auf das vor-
instanzliche Verfahren das alte Verfahrensrecht anzuwenden ist (Zivilprozess-
ordnung des Kantons Schwyz, ZPO-SZ). Hingegen gilt für das Rechtsmittel 
das Recht, das bei der Eröffnung des Entscheides in Kraft ist (Art. 405 Abs. 1 
ZPO). Das vorinstanzliche Urteil wurde am 3. Oktober 2014, mithin nach In-
krafttreten der schweizerischen Zivilprozessordnung, versandt. Für das Beru-
fungsverfahren ist deshalb die schweizerische Zivilprozessordnung anwend-
bar. 

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2. a) Die Berufungsgegnerinnen 1 und 2 machen vorab geltend, die Beru-
fungsanträge des Berufungsführers seien unzureichend. Zum einen würden 
die Berufungsanträge über die erstinstanzlichen Anträge hinausgehen. Zum 
anderen würden die Berufungsanträge dem Bestimmtheitsgebot nicht genü-
gen. Den Anträgen lasse sich nicht entnehmen, wie genau die kantonale Be-
rufungsinstanz entscheiden solle bzw. welche Punkte des erstinstanzlichen 
Entscheids (bzw. dessen Dispositivs) angefochten werde und inwiefern der 
erstinstanzliche Entscheid abzuändern sei. Weiter würden mit den Hauptan-
trägen nur Feststellungsbegehren, aber keine Teilungs- bzw. Zuweisungsbe-
gehren gestellt. Das sei schon deshalb ungenügend, weil Nachlassvermögen 
effektiv vorhanden sei. Entsprechend müsse mit den Berufungsanträgen spe-
zifiziert werden, wie dieses Vermögen aufzuteilen sei. Es fehle ausserdem 
jegliche Bezifferung der Anträge. Das sei im Berufungsverfahren nicht zuläs-
sig. Ebenfalls ungenügend seien die Eventualbegehren. Der Berufungsführer 
könne sich im Berufungsverfahren nicht einfach auf ein allgemeines Teilungs-
begehren beschränken. Vielmehr müsste er konkret spezifizieren (auch be-
tragsmässig), inwiefern der erstinstanzliche Entscheid abzuändern sei. Dem-
nach sei auf die Berufung nicht einzutreten (KG-act. 7 Ziff. 7 f.). 

b) Aus der Pflicht zur Begründung der Berufung ergibt sich auch die Pflicht, 
Berufungsanträge zu stellen. Dabei darf sich der Berufungsführer nicht darauf 
beschränken, lediglich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu bean-
tragen, sondern er muss einen Antrag in der Sache stellen. Geht es um eine 
auf eine Geldleistung gerichtete Forderung, so ist eine Bezifferung erforder-
lich. Die Berufungsanträge dürfen – vorbehältlich einer zulässigen Klageände-
rung – nicht über die Klagebegehren des erstinstanzlichen Verfahrens hinaus-
gehen. Sind die Berufungsanträge unklar formuliert, werden sie nach ihrem 
Sinn und Gehalt ausgelegt, wobei eine objektive Auslegung nach allgemeinen 
Grundsätzen und unter Berücksichtigung von Treu und Glauben zu erfolgen 
hat. Werden die genannten Anforderungen an die Rechtsmittelanträge nicht 
eingehalten, ist auf die Berufung nicht einzutreten. Eine Nachfrist darf nicht 

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angesetzt werden (Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/Ba-
sel/Genf 2013, N 34 f. zu Art. 311 ZPO; Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, 
N 13 ff. zu Art. 311 ZPO). Im Rechtsmittelverfahren bezüglich einer Erbteilung 
müssen konkrete Anträge über die Art der Teilung gestellt werden. Es kann 
nicht wie im erstinstanzlichen Verfahren lediglich die Feststellung und Teilung 
des Nachlasses beantragt werden. Diese erhöhten Anforderungen rechtferti-
gen sich dadurch, dass bereits ein erstinstanzliches Urteil vorliegt. Der Beru-
fungsführer hat deshalb darzulegen, inwiefern die Teilung anders vorzuneh-
men sei, als dies durch die Vorinstanz getan wurde (Weibel, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, Basel 2015, N 43 zu Art. 604 ZGB; Wolf, 
in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Zivilgesetzbuch, Die Teilung 
der Erbschaft, Bern 2014, N 77 zu Art. 604 ZGB). Gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung steht die Rechtsfolge des Nichteintretens auf unbeziffer-
te Begehren jedoch unter dem Vorbehalt des überspitzten Formalismus 
(Art. 29 Abs. 1 BV). Daraus folgt, dass auf eine Berufung mit formell mangel-
haften Rechtsbegehren ausnahmsweise einzutreten ist, wenn sich aus der 
Begründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, er-
gibt, was der Berufungsführer in der Sache verlangt oder – im Falle zu bezif-
fernder Rechtsbegehren – welcher Geldbetrag zuzusprechen ist. Rechtsbe-
gehren sind im Lichte der Begründung auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2). 

c) Die Hauptanträge des Berufungsführers lauten, es sei festzustellen, 
dass die Nachlässe der H.________ sel. und des I.________ sel. Null betra-
gen. In Verbindung mit der Berufungsbegründung und dem angefochtenen 
Urteil ergibt sich, dass der Berufungsführer die Dispositivziffern 1, 2, 3 und 4 
des vorinstanzlichen Urteils anficht. So rügt er die von der Vorinstanz festge-
stellte Ausgleichungspflicht im Zusammenhang mit dem Gewinnanspruchs-
recht (KG-act. 1 Ziff. 11) sowie die Herabsetzungspflicht aus der Übertragung 
der Liegenschaft GB xx vom Erblasser auf ihn (KG-act. 1 Ziff. 12). Weiter 

Kantonsgericht Schwyz 10

bemängelt er die Nichtberücksichtigung seines Willensvollstreckerhonorars in 
Höhe von Fr. 18'000.00 (KG-act. 1 Ziff. 13). Aus der Begründung der Berufung 
sowie dem angefochtenen Urteil ist nachvollziehbar, inwiefern der Berufungs-
führer die Abänderung des vorinstanzlichen Urteils verlangt. Nach dem Ge-
sagten genügen die Hauptanträge der Berufung den Anforderungen knapp. 
Auf die Berufung ist deshalb einzutreten. 

Eventualiter trägt der Berufungsführer auf Feststellung und Teilung der Nach-
lässe an. Dabei sei er am Nachlass der H.________ sel. mit 1/10 und am 
Nachlass des I.________ sel. mit 3/20 berechtigt. Nach oben Gesagtem 
genügt ein solch pauschales Rechtsbegehren im Berufungsverfahren nicht. 
Vielmehr hätte der Berufungsführer konkrete (bezifferte) Eventualanträge über 
die Art und Weise der Erbteilung stellen müssen. Diesem Erfordernis ist der 
Berufungsführer in den Rechtsbegehren nicht nachgekommen. Auch aus der 
Begründung der Berufungsschrift geht nicht hervor, wie sich der Nachlass 
zusammensetzen soll. Auf die Eventualanträge ist unter diesen Umständen 
nicht einzutreten. 

3. Der Berufungsführer erwarb vom Erblasser mit Kaufvertrag vom 
30. September 1993 die Liegenschaft GB xx, Grundbuch Wangen, zum Kauf-
preis von Fr. 300‘000.00. Gemäss Ziffer 7 des Kaufvertrags stand dem Erb-
lasser während 25 Jahren ab Eigentumsübertragung ein Gewinnanteilsrecht 
gemäss Art. 218quinquies aOR zu. In Ziffer 8 wurde das Gewinnanteilsrecht der 
Miterben gemäss Art. 619 ff. aZGB für die Dauer von 25 Jahren verankert und 
ausdrücklich festgehalten, dass es nach dem Tod des Erblassers weiter be-
stehe (Vi-act. B/8). Nachdem die vom Grundstück GB xx abgespaltenen Par-
zellen (GB tt, ss, rr, qq, pp, oo) in die Bauzone umgezont wurden, verkaufte 
der Berufungsführer vier Parzellen (GB tt, ss, rr, pp) an Drittpersonen. Dabei 
wurde die Vormerkung des Gewinnanteilsrechts jeweils mit Zustimmung des 
Erblassers gelöscht (Vi-act. B/13-16). Der Berufungsführer schenkte ausser-
dem den Berufungsgegnerinnen 3 und 4 je eine Parzelle (GB qq und oo), wo-

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bei die Vormerkung des Gewinnanspruchsrechts bestehen blieb (Vi-act. B/11 
und B/12). In der öffentlichen letztwilligen Verfügung vom 16. September 1999 
hielt der Erblasser fest, dass die Grundstücke GB tt, ss, rr und pp unter Ver-
zicht auf den ihm zustehenden Gewinnanspruch an Dritte verkauft worden 
seien (Vi-act. B/7 Ziff. I/3). Im Berufungsverfahren ist unter anderem streitig, 
ob der Berufungsführer im Zusammenhang mit dem Gewinnanteilsrecht aus-
gleichungspflichtig ist. 

a) Der Kaufvertrag zwischen Erblasser und Berufungsführer wurde am 
30. September 1993 unterzeichnet. Drei Monate später, am 1. Januar 1994, 
trat das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht in Kraft. Es stellt sich 
die Frage, ob die mit dem Gewinnanteilsrecht zusammenhängenden Fragen 
nach neuem oder altem Recht zu beurteilen sind. 

aa) Die Vorinstanz erwog, dass der Berufungsführer die Liegenschaft GB xx 
im September 1993 – also vor Inkrafttreten des BGBB – erworben habe. Ein 
allfälliger Gewinnanspruch bleibe nach Art. 94 Abs. 3 BGBB bestehen. Der 
Erblasser habe im Kaufvertrag zudem ausdrücklich festgehalten, dass der 
Gewinnanspruch nach den Vorschriften über die Erbteilung gemäss Art. 619-
619sexies aZGB bestimmt werde. Diese ausdrückliche Regelung sei eindeutig 
und genüge dem Schriftlichkeitserfordernis. Daher seien sämtliche Fragen 
betreffend Gewinnanspruch im vorliegenden Fall nach altem Recht und somit 
nicht nach den Bestimmungen des BGBB zu beurteilen (angefochtenes Urteil, 
E. 3.1.1.2). 

Der Berufungsführer macht geltend, der Verweis auf Art. 619 bis 619sexies ZGB 
im Kaufvertrag sei pauschal erfolgt und in einem Zeitpunkt, als das BGBB 
noch nicht in Kraft getreten sei. Die Nennung der Artikel sei aus Gründen der 
Lesbarkeit erfolgt. Die Vertragsparteien hätten damit gemeinsam festgehalten, 
dass die gültigen gesetzlichen Regeln und nicht abweichende vertragliche 
Abreden gelten sollten. Für die Auslegung, wonach die Vertragsparteien das 

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noch nicht in Kraft getretene Übergangsrecht hinsichtlich Fälligkeit und Be-
rechnung ausgeschlossen haben wollten, gebe es keinerlei Hinweise. Die Vor-
instanz habe ihren Schluss, die Vertragsparteien hätten etwas Abweichendes 
vereinbart, denn auch mit keinem Wort begründet. Damit habe die Vorinstanz 
einen falschen Sachverhalt angenommen und das falsche Recht angewandt 
(KG-act. 1 Ziff. 11.1).

bb) Das bäuerliche Gewinnanteilsrecht gemäss Art. 619 ff. aZGB wurde 
durch Art. 92 BGBB abgeändert und die Art. 619bis-625bis aZGB wurden mit 
Wirkung ab dem 1. Januar 1994 aufgehoben. Neu ist das bäuerliche Gewinn-
anteilsrecht in Art. 28 ff. BGBB geregelt. Hinsichtlich des Übergangsrechts 
bestimmt Art. 94 Abs. 3 BGBB, dass ein bei Inkrafttreten dieses Gesetzes 
bereits bestehender gesetzlicher oder vertraglicher Gewinnanspruch auch 
unter dem neuen Recht seine Gültigkeit behält. Demnach beurteilen sich Be-
stand und Inhalt des Gewinnbeteiligungsrechts nach dem Recht, das zur Zeit 
des Grundstückserwerbs durch einen Erben galt (Büsser/Henny/Hotz/Studer, 
in: Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum Bundesgesetz über das bäu-
erliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, Brugg 2011, N 19a zu Art. 94 
BGBB). Soweit vertraglich nichts Abweichendes vereinbart worden ist, richten 
sich jedoch Fälligkeit und Berechnung nach dem Recht, das im Zeitpunkt der 
Veräusserung des Grundstücks durch den Erben gilt. Art. 94 Abs. 3 BGBB ist 
nicht zwingendes Recht. Es kann durch eine abweichende Vereinbarung ab-
geändert oder aufgehoben werden. Eine solche Vereinbarung hat gemäss 
altem (Art. 619sexies Abs. 1 aZGB) und neuem Recht (Art. 35 BGBB) in schriftli-
cher Form zu erfolgen (Büsser/Henny/Hotz/Studer, a.a.O., N 23 zu Art. 94 
BGBB). 

cc) Der Berufungsführer und der Erblasser vereinbarten das Gewinnanteils-
recht mit Kaufvertrag vom 30. September 1993, mithin vor Inkrafttreten des 
BGBB. Folglich ist Art. 94 Abs. 3 BGBB anwendbar, wonach der Gewinnan-
spruch auch unter neuem Recht bestehen bleibt. Zu prüfen ist, welches Recht 

Kantonsgericht Schwyz 13

auf die Fälligkeit und Berechnung des Gewinnanspruchs anwendbar ist. Im 
Kaufvertrag haben die Parteien ausdrücklich festgehalten, dass der Ge-
winnanspruch „nach den Vorschriften über die Erbteilung (ZGB 619-619 se-
xies) bestimmt“ werde (Vi-act. B/8 Ziff. 7). Der Kaufvertrag wurde nur drei Mo-
nate vor dem Inkrafttreten des BGBB unterzeichnet. Die Rechtsänderung war 
deshalb absehbar. Hinzu kommt, dass der Kaufvertrag notariell beurkundet 
wurde. Es darf deshalb davon ausgegangen werden, dass der Notar die Ver-
tragsparteien über die Rechtsänderung aufgeklärt hat. Vor diesem Hinter-
grund weist die Tatsache, dass die Vertragsparteien ausdrücklich auf die 
Art. 619-619sexies aZGB verwiesen, darauf hin, dass sich die Parteien bewusst 
für die Anwendung des alten Rechts entschieden. Es ist denn auch nicht er-
sichtlich, inwiefern die Nennung der betreffenden Bestimmungen die Lesbar-
keit verbessern soll, wie dies der Berufungsführer geltend macht. Nachdem 
auch die Voraussetzung der Schriftlichkeit gegeben ist, haben die Parteien im 
Kaufvertrag vom 30. September 1993 gültig die Anwendung der Art. 619-
619sexies aZGB vereinbart. Es ist der Vorinstanz deshalb zuzustimmen, dass 
sämtliche Fragen zum Gewinnanteilsrecht nach altem Recht zu beurteilen 
sind. 

b) Aufgrund der einzelnen Kaufverträge und der letztwilligen Verfügung des 
Erblassers kam die Vorinstanz zum Schluss, dass der Erblasser auf sein Ge-
winnanspruchsrecht verzichtet habe. Damit habe der Erblasser dem Beru-
fungsführer die Schuld aus dem den Parzellenverkäufen entspringenden Ge-
winnanspruch erlassen. Die Vorinstanz führte dazu aus, dass dem Gericht 
keinerlei Belege vorliegen würden, welche darauf schliessen lassen würden, 
dass der Berufungsführer dem Erblasser in all den Jahren seit dem Verkauf 
der vier Parzellen den diesem zustehenden Gewinn hätte zukommen lassen. 
In den Steuererklärungen des Berufungsführers seien ausserdem keine ent-
sprechenden Schulden dokumentiert. Vor diesem Hintergrund sei davon aus-
zugehen, dass der Berufungsführer zumindest konkludent dem Verzicht des 
Erblassers auf das Gewinnanspruchsrecht zugestimmt hatte, zumal der 

Kantonsgericht Schwyz 14

Schulderlass ohnehin formlos möglich sei (angefochtenes Urteil, E. 3.1.2.1 
und 3.1.2.2.).

Der Berufungsführer wendet dagegen ein, dass der Erblasser nicht auf das 
Gewinnanspruchsrecht verzichtet habe. In den Kaufverträgen seien lediglich 
die Vormerkungen des Gewinnanspruchs auf den Grundbuchblättern der 
Drittkäufer gelöscht worden. Damit seien nur die Drittkäufer aus der Haftung 
entlassen worden, denn der Erblasser habe nur der Löschung ihnen gegenü-
ber zugestimmt. Gegenüber dem Berufungsführer habe der Erblasser indes-
sen nicht verzichtet. Nämliches gelte auch für die Berufungsgegnerinnen 3 
und 4. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz sei ein Schulderlass zu kei-
nem Zeitpunkt, weder ausdrücklich noch stillschweigend, zustande gekommen 
(KG-act. 1 Ziff. 11.2.1 und 11.2.3). 

Die Berufungsgegnerinnen 1 und 2 stimmen den vorinstanzlichen Erwägun-
gen zu und machen geltend, bei den vom Berufungsführer im Berufungsver-
fahren eingereichten Unterlagen (KG-act. 1/3) handle es sich um unzulässige 
Noven. Diese seien aus dem Recht zu weisen (KG-act. 7 Ziff. 9 ff.). Selbst 
wenn kein Schulderlass vorliegen würde, sondern nur ein einseitiger Verzicht 
des Erblassers auf die Gewinnansprüche anzunehmen wäre, sei die Ausglei-
chungspflicht gegeben (KG-act. 7 Ziff. 37-39). 

aa)  Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten 
(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Unechte Noven sind gemäss Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO 
ausgeschlossen, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erst-
instanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden können 
(BGer 4A_662/2012 vom 7. Februar 2013, E. 3.3; BGer 4A_643/2011 vom 
24. Februar 2012, E. 3.2.2). Für die Beurteilung der Sorgfalt ist zu fragen, ob 
eine Partei, welche das vorinstanzliche Verfahren umsichtig und versiert führ-

Kantonsgericht Schwyz 15

te, die Tatsache oder das Beweismittel schon vor erster Instanz hätte erken-
nen und in den Prozess einbringen müssen, wenn sie den Prozessstoff und 
ihr eigenes Umfeld kritisch überblickt (Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 62 zu Art. 317 ZPO). Die Beweislast für 
das Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 317 ZPO trägt jene Partei, wel-
che vom Novenrecht Gebrauch machen will (Seiler, Die Berufung nach der 
ZPO, Zürich 2013, § 15 N 1311 und 1335; Spühler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-
ordnung, Basel 2013, N 10 zu Art. 317 ZPO). 

Die vom Berufungsführer erstmals im Berufungsverfahren eingereichten Un-
terlagen KG-act. 1/3 stammen aus den Jahren 1997 und 1998. Es handelt 
sich dabei folglich um unechte Noven. Der Berufungsführer macht lediglich 
geltend, die Einreichung dieser Unterlagen habe sich aufgedrängt, weil das 
angefochtene Urteil einen nicht zu erwartenden, falschen Schluss aus den 
Verkäufen in den Jahren 1997 und 1998 gezogen habe (KG-act. 1 
Ziff. 11.2.2.1 S. 21). Bei den betreffenden Unterlagen handelt es sich um vier 
Schreiben des Notariats March an den Erblasser, in welchen dieser um Ertei-
lung seiner Zustimmung zur Löschung des Gewinnanteilsrechts betreffend 
GB ss, tt, pp, rr gebeten wurde. Es handelt sich demnach um ein Beweismittel 
betreffend Gewinnanteilsrecht. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb es dem 
anwaltlich vertretenen Berufungsführer nicht zumutbar gewesen sein soll, die-
ses Beweismittel bereits im erstinstanzlichen Verfahren einzubringen. Darüber 
hinaus legt der Berufungsführer das Vorliegen der Voraussetzungen von 
Art. 317 ZPO nicht dar. Das neu eingebrachte Beweismittel (KG-act. 1/3) ist 
deshalb aus dem Recht zu weisen. 

bb) Der Verzicht auf den Gewinnanteilsanspruch muss schriftlich erfolgen. 
Die Löschung der Vormerkung im Grundbuch lässt lediglich ihre Wirkung un-
tergehen, nicht aber den Anspruch auf einen Gewinnanteil; es sei denn, man 
habe schriftlich darauf verzichtet (Piotet, in: Gutzwiller et. al. [Hrsg.], Schwei-

Kantonsgericht Schwyz 16

zerisches Privatrecht, IV/2, Basel 1981, S. 978). Hinsichtlich Schulderlass ist 
festzuhalten, dass der Gläubiger zwar nicht einseitig auf seine Forderung 
verzichten kann. Weil der Schulderlass aber im Interesse des Schuldners 
liegt, kann die Übereinkunft diesbezüglich auch durch Stillschweigen erfolgen 
(Gauch/Schluep, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 
Band II, Zürich/Basel/Genf 2014, N 3118 und 3128 ff.; Gabriel, in: 
Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Basel 
2015, N 6 zu Art. 115 OR).  

Es ist dem Berufungsführer zwar dahingehend zuzustimmen, dass die Lö-
schung der Vormerkung des Gewinnanteilsrechts in den Kaufverträgen (Vi-
act. B/13-16) nicht ohne weiteres zu einem Verzicht des Erblassers auf sein 
Gewinnanteilsrecht führt. Der Berufungsführer übersieht jedoch, dass der Erb-
lasser in seiner letztwilligen Verfügung vom 16. September 1999 ausdrücklich 
festgehalten hat, dass die Grundstücke GB tt, ss, rr und pp unter Verzicht auf 
den ihm zustehenden Gewinnanspruch an Dritte verkauft worden seien (Vi-
act. B/7 Ziff. I/3). Spätestens mit dieser schriftlichen Erklärung verzichtete der 
Erblasser gültig auf seinen Gewinnanteil. 

Die Erwägungen der Vorinstanz hinsichtlich des Schulderlasses werden vom 
Berufungsführer nicht in substantiierter Weise bestritten, vielmehr behauptet 
er pauschal, dass ein Schulderlass weder ausdrücklich noch stillschweigend 
zustande gekommen sei. Nachdem die Erwägungen der Vorinstanz 
diesbezüglich (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.1.2.1 und 3.1.2.2) 
nachvollziehbar sind und der Berufungsführer diese nicht substantiiert 
bestreitet, geht das Kantonsgericht mit der Vorinstanz einher, dass der 
Beklagte dem Verzicht des Erblassers auf das Gewinnanteilsrecht zumindest 
konkludent zugestimmt hat, womit ein gültiger Schulderlass gemäss Art. 115 
OR vorliegt.

Kantonsgericht Schwyz 17

cc) Der Berufungsführer macht geltend, der Kaufvertrag vom 30. September 
1993 habe den Berufungsgegnerinnen einen eigenständigen Anspruch auf 
Gewinnbeteiligung gewährt. Dadurch, dass die Berufungsgegnerinnen den 
Anspruch verjähren liessen, werde ihr Verzicht bestätigt. Die 
Berufungsgegnerinnen hätten auf die Schenkung einer Bauparzelle verzichtet 
(KG-act. 1 Ziff. 11.3). 

Im Kaufvertrag vom 30. September 1993 ist festgehalten, dass das 
Gewinnanspruchsrecht nach dem Ableben des Verkäufers den Erben 
weiterbesteht (Vi-act. B/8 Ziff. 8). Damit kommt den Berufungsgegnerinnen 
entgegen der Behauptung des Berufungsführers kein eigenständiges 
Gewinnanspruchsrecht zu. Zwar wurde ihr Gewinnanteilsrecht gemäss 
ausdrücklichem Wortlaut von Ziffer 8 schuldrechtlich vereinbart. Es kann 
indessen kein Zweifel bestehen, dass dieses Gewinnanteilsrecht der Miterben 
jenes des Veräusserers gemäss Ziffer 7 des Kaufvertrages zu dessen 
Lebzeiten nicht konkurrenzieren resp. schmälern, sondern erst nach dem 
Ableben des Veräusserers zum Tragen kommen sollte. Ihr Anspruch wäre 
somit erst nach dem Ableben des Erblassers fällig geworden. Aus den 
vorinstanzlichen Akten (Vi-act. B/27-30, B/32-33, B/36-40 sowie Vi-act. C/3) ist 
nicht ersichtlich, dass die Berufungsgegnerinnen auf die Bauparzellen 
verzichteten. Vielmehr geht aus den Akten hervor, dass die 
Berufungsgegnerinnen mit dem Berufungsführer über die Bedingungen 
betreffend Schenkungsvertrag verhandelt haben. Der Berufungsführer durfte 
deshalb nicht vorschnell von einem Verzicht durch die Berufungsgegnerinnen 
ausgehen. Nach dem Gesagten verhalten sich die Berufungsgegnerinnen 
nicht rechtsmissbräuchlich, wenn sie die Ausgleichung der Forderung aus 
dem Gewinnanspruchsrecht verlangen. 

c) aa) Betreffend Verjährung erwog die Vorinstanz, dass der 
Gewinnanspruch gemäss Art. 619 aZGB der ordentlichen zehnjährigen 
Verjährungsfrist nach Art. 127 OR unterliege. Die Verjährung beginne mit der 

Kantonsgericht Schwyz 18

Fälligkeit der Forderung zu laufen. Vorliegend hätten die Verjährungsfristen 
somit frühestens mit Abschluss der Kaufverträge am 12. Dezember 1997 und 
am 12. März 1998 zu laufen begonnen. Da bereits in diesen Verträgen 
vermerkt gewesen sei, dass der Erblasser auf das Gewinnanspruchsrecht 
verzichtet habe, habe die Frist jedoch gar nie zu laufen begonnen. Selbst 
wenn der Verzicht aber erst mit der letztwilligen Verfügung vom 
16. September 1999 erfolgt wäre, wären die zehn Jahre noch bei weitem nicht 
verstrichen gewesen. Die in Frage stehenden Gewinnansprüche des 
Erblassers aus den Parzellenverkäufen seien folglich beim Verzicht darauf 
noch nicht verjährt gewesen, weshalb diese auszugleichen seien 
(angefochtenes Urteil, E. 3.1.4). 

Dagegen wendet der Berufungsführer ein, der Erblasser habe in den 
Kaufverträgen nicht auf den Gewinnanspruch verzichtet und macht geltend, 
die Forderung aus dem Gewinnanspruchsrecht sei verjährt. Das 
Gewinnanspruchsrecht sei im Kaufvertrag vom 30. September 1993 für die 
Dauer von 25 Jahren, also bis zum 29. September 2018 verabredet worden. 
Das letzte Grundstück habe der Berufungsführer am 12. März 1998 
veräussert. Damit habe er es zu einem Zeitpunkt verkauft, als das 
Gewinnanspruchsrecht bestanden habe. Mit der letzten Veräusserung sei das 
Gewinnanspruchsrecht für dieses letzte veräusserte Grundstück fällig 
geworden. Die Fälligkeit der früheren Verkäufe sei bereits früher eingetreten. 
Dies ergebe sich aus der Anwendung des vorliegend beachtlichen Art. 30 lit. a 
BGBB. Mit der Fälligkeit beginne mangels einer Spezialbestimmung die 
ordentliche Verjährung von 10 Jahren zu laufen. Somit sei die zeitlich letzte 
Forderung bezüglich Gewinnanspruch am 11. März 2008 verjährt; die anderen 
seien bereits früher verjährt (KG-act. 1 Ziff. 11.2.2.1.). 

bb) Entgegen der Ansicht des Berufungsführers ist auf die Fälligkeit nicht 
neues, sondern altes Recht anwendbar (vgl. E. 3/a/cc oben). Art. 30 lit. a 
BGBB ist folglich nicht anwendbar. Die Vorinstanz hat korrekt festgestellt, 

Kantonsgericht Schwyz 19

dass der Gewinnanspruch gemäss Art. 619 aZGB der überwiegenden Lehr-
meinung zufolge der ordentlichen zehnjährigen Verjährungsfrist nach Art. 127 
OR unterlag (BBl 1971 I 737, S. 756; Meyer, Der Gewinnanspruch der Miter-
ben im bäuerlichen Bodenrecht, Zürich/Basel/Genf 2004, N 1187 f., 
vgl. Escher, Zürcher Kommentar, Das Erbrecht, Ergänzungslieferung zum 
landwirtschaftlichen Erbrecht, Zürich 1975, N 19 zu Art. 619bis ZGB). Unter 
altem Recht war die Fälligkeit des Gewinnanspruchs nicht besonders geregelt. 
Folglich waren die allgemeinen Bestimmungen des OR anwendbar. Gemäss 
Art. 75 OR kann die Erfüllung sogleich verlangt werden, wenn die Zeit der Er-
füllung weder durch Vertrag noch durch die Natur des Rechtsverhältnisses 
bestimmt ist. Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung wird der Ge-
winnanspruch mit der Fälligkeit der Gegenleistung aus der Veräusserung, d.h. 
mit der Realisierung des Gewinns, fällig (vgl. Meyer, a.a.O., N 1110). Die Ge-
genleistung aus der Veräusserung der Grundstücke wurde jeweils mit Ab-
schluss der Kaufverträge fällig (Vi-act. B/13-16). Demnach wurde auch die 
Forderung aus dem Gewinnanteilsrecht mit Abschluss der Kaufverträge fällig, 
folglich am 12. Dezember 1997 resp. am 12. März 1998. Bei Verzicht des Erb-
lassers auf sein Gewinnanteilsrecht mit Verfügung vom 16. September 1999 
(vgl. E. 3/b/bb oben) war die Forderung deshalb noch nicht verjährt. 

d) Zu prüfen bleibt, ob der Erblasser den Berufungsführer von der Ausglei-
chungspflicht befreit hat. Im Kaufvertrag vom 30. September 1993 zwischen 
dem Erblasser und dem Berufungsführer haben die Parteien folgendes fest-
gehalten: „Der Verkäufer befreit den Käufer ausdrücklich von jeglicher Aus-
gleichungspflicht“ (Vi-act. B/8 Ziff. 14). In der letztwilligen Verfügung vom 
16. September 1999 hielt der Erblasser mit Bezug auf den Kaufvertrag vom 
30. September 1993 fest: „In diesem Vertrag habe ich ein Gewinnanspruchs-
recht für fünfundzwanzig Jahre ausbedungen und meinen Sohn A.________ 
von der Ausgleichungspflicht befreit“ (Vi-act. B/7 Ziff. I/2). 

Kantonsgericht Schwyz 20

aa) Die Vorinstanz erwog hinsichtlich der Auslegung dieser Verträge, der 
Erblasser habe zum Zeitpunkt der Übertragung des Grundstücks auf seinen 
Sohn noch gar keinen Dispens für die Ausgleichung eines Verzichts auf den 
Gewinnanspruch vorsehen können; er hätte sich ihn zu diesem Zeitpunkt 
eben erst ausbedungen. Der Verzicht auf das Gewinnanspruchsrecht werde in 
Ziffer I.3 des Testaments festgehalten, gleichzeitig finde jedoch die Befreiung 
von der Ausgleichungspflicht dort keine Erwähnung. Schliesslich habe der 
Erblasser in Ziffer II.2 verfügt, dass das Gewinnanspruchsrecht bezüglich der 
Liegenschaft GB xx nach seinem Tod den Töchtern zustehe. Die Vorinstanz 
kam zum Schluss, dass gestützt auf diesen Inhalt des Testaments nicht davon 
ausgegangen werden könne, dass der Verzicht auf den Gewinnanspruch von 
der Ausgleichung befreit sei (angefochtenes Urteil, E. 3.1.2.3). 

Dagegen wendet der Berufungsführer ein, diese enge Auslegung widerspre-
che dem Sachverhalt. Der Erblasser habe den Berufungsführer nicht schlech-
ter stellen wollen als die Berufungsgegnerinnen. Deshalb habe er ihn von der 
Ausgleichungspflicht befreit. Genau dies geschehe aber, wenn der (nicht ge-
schuldete, da verjährte) Gewinnanspruch in die Erbmasse fiele. Denn durch 
das Testament seien bekanntlich die Berufungsgegnerinnen 1 und 2 massiv 
bevorzugt worden. Würde sich die Befreiung von der Ausgleichung nicht auf 
den vererbten (und verjährten) Gewinnanspruch beziehen, würde die offen-
sichtliche Intention des Erblassers ins Gegenteil verkehrt. Demzufolge unter-
liege der Gewinnanspruch nicht der Ausgleichung (KG-act. 1 Ziff. 11.3.2). 

bb) Ausgleichungsanordnungen können vor, während oder nach der Aus-
richtung der von ihnen betroffenen lebzeitigen Zuwendung ergehen (Eitel, 
Berner Kommentar, Erbrecht, Band III, Bern 2004, N 51 zu Art. 626 ZGB m.H. 
auf Piotet, in: Gutzwiller et. al. [Hrsg.], Schweizerisches Privatrecht, IV/1, Ba-
sel 1978, S. 348). Es ist deshalb grundsätzlich möglich, dass der Erblasser 
den Berufungsführer bereits mit dem Kaufvertrag vom 30. September 1993 
von der Ausgleichung hinsichtlich eines allfälligen zukünftigen Verzichts sei-

Kantonsgericht Schwyz 21

nerseits auf den Gewinnanspruch befreit haben könnte. Nachdem sich der 
Erblasser aber gerade erst das Gewinnanspruchsrecht ausbedungen hatte, 
war zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht davon auszugehen, dass er 
auf die Forderung aus dem Gewinnanspruchsrecht verzichten würde, ansons-
ten hätte er sich das Gewinnanspruchsrecht nicht sichern müssen. In Ziffer I/2 
seiner letztwilligen Verfügung wiederholt der Erblasser lediglich, was im Kauf-
vertrag vom 30. September 1993 vereinbart wurde. Nichts deutet darauf hin, 
dass der Erblasser den Berufungsführer damit von der Ausgleichungspflicht 
hinsichtlich des Schulderlasses befreien wollte. Nach dem Gesagten hat der 
Erblasser den Berufungsführer zwar von der Ausgleichung des günstigen 
Kaufpreises befreit. Allerdings war es nicht im Sinne des Erblassers, den Be-
rufungsführer auch von der Ausgleichungspflicht für einen allfälligen Verzicht 
auf die Forderung aus dem Gewinnanspruchsrecht zu befreien. 

e) aa) Die Berechnung des zu teilenden Gewinns aus der Wiederveräusse-
rung ist in Art. 619bis Abs. 1 aZGB geregelt. Nach dem Wortlaut der Bestim-
mung ist vom Veräusserungspreis auszugehen, womit der tatsächlich erzielte 
Gewinn massgebend ist. Die überwiegende Lehrmeinung setzt für die Anwen-
dung von Art. 619bis Abs. 1 aZGB eine entgeltliche Veräusserung voraus (vgl. 
Escher, in: Zürcher Kommentar, Erbrecht, Band III, Zürich 1960, N 6-10 zu 
Art. 619 ZGB; Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, Der Erbgang, Bern 1964, 
N 13 ff. zu Art. 619 ZGB). Eine andere Auffassung vertritt Piotet, wonach den 
Miterben ein Gewinnanspruch zuzubilligen sei, wenn der privilegierte Über-
nehmer das landwirtschaftliche Grundstück jemandem schenkt oder unter 
dem Verkehrswert veräussert (sog. gemischte Schenkung; Piotet, in: Gutzwil-
ler et. al. [Hrsg.], Schweizerisches Privatrecht, IV/2, Basel 1981, S. 952 f.). Es 
ist dem Berufungsführer zuzustimmen, dass Piotet eine Minderheitsmeinung 
vertritt. Nach dem Gesagten findet Art. 619bis Abs. 1 aZGB auf Schenkungen 
keine Anwendung. Vom Veräusserungspreis sind 2 % für jedes vollendete 
Besitzesdauerjahr in Abzug zu bringen (Art. 619bis Abs. 2 aZGB). In der Lehre 
ist umstritten, ob für ein angebrochenes Jahr ein verhältnismässiger Abzug zu 

Kantonsgericht Schwyz 22

machen sei. Gemäss der überwiegenden Lehrmeinung gilt der Besitzesdau-
erabzug nur für vollendete Besitzesdauerjahre (Escher, Zürcher Kommentar, 
Das Erbrecht, Ergänzungslieferung zum landwirtschaftlichen Erbrecht, Zürich 
1975, N 6 zu Art. 619bis ZGB; Keller, Das Ertragswertprinzip im neuen bäuerli-
chen Ehegüterrecht, Diss. Zürich 1993, S. 109; a.M.: Piotet, in: Gutzwiller 
et. al. [Hrsg.], Schweizerisches Privatrecht, IV/2, Basel 1981, S. 973; vgl. auch 
Meyer, a.a.O., N 1048 Fn. 1782 m.w.H.). Das Kantonsgericht schliesst sich 
der überwiegenden Lehrmeinung an. 

bb) Nach dem Gesagten sind die Schenkungen der Grundstücke GB qq und 
oo an die Berufungsgegnerinnen 3 und 4 (Vi-act. B/11 und B/12) entgegen der 
Auffassung der Berufungsgegnerinnen bei der Berechnung des Gewinnanteils 
nicht zu berücksichtigen. Die Vorinstanz hat den Quadratmeterpreis per 
30. September 1993 auf Fr. 7.34/m2 festgesetzt, was die Parteien im Beru-
fungsverfahren nicht bestreiten. Der erzielte und auszugleichende Gewinn des 
Berufungsführers berechnet sich wie folgt: 

- Mit Kaufvertrag vom 12. Dezember 1997 verkaufte der Berufungsführer 
die Parzelle GB ss im Umfang von 549 m2 für Fr. 186‘660.00 (Vi-
act. B/13). Die Differenz zwischen Übernahme- und Veräusserungspreis 
betrug rund Fr. 182‘630.35 (Fr. 186‘660.00 – (549 m2 x Fr. 7.34)). Das 
Grundstück war vom 30. September 1993 bis 12. Dezember 1997, also 
vier Jahre und 73 Tage im Besitz des Berufungsführers. Nachdem 
gemäss der herrschenden Lehre für jedes vollendete Jahr 2 % abzuzie-
hen sind, ergibt sich ein Abzug von Fr. 14‘610.40 (8 % von 
Fr. 182‘630.35), was zu einem Gewinn von Fr. 168‘019.90 führt.

- Mit Kaufvertrag vom 12. Dezember 1997 verkaufte der Berufungsführer 
die Parzelle GB tt im Umfang von 846 m2 für Fr. 160‘740.00 (Vi-act. B/14). 
Die Differenz zwischen Übernahme- und Veräusserungspreis betrug rund 
Fr. 154‘530.35 (Fr. 160‘740.00 – (846 m2 x Fr. 7.34)). Auch dieses Grund-
stück war vier Jahre und 73 Tage im Besitz des Berufungsführers. Nach 

Kantonsgericht Schwyz 23

dem Besitzesdauerabzug von 8 % (Fr. 12‘362.40), ergibt sich ein Gewinn 
von Fr. 142‘167.95.

- Mit Kaufvertrag vom 12. März 1998 verkaufte der Berufungsführer die Pa-
rzelle GB pp im Umfang von 533 m2 für Fr. 239‘850.00 (Vi-act. B/15). Die 
Differenz zwischen Übernahme- und Veräusserungspreis betrug rund 
Fr. 235‘937.80 (Fr. 239‘850.00 – (533 m2 x Fr. 7.34)). Das Grundstück war 
vom 30. September 1993 bis 12. März 1998, also vier Jahre und 163 Ta-
ge im Besitz des Berufungsführers. Nach dem Besitzesdauerabzug von 
8 % (Fr. 18‘875.00), ergibt sich ein Gewinn von Fr. 217‘062.80.

- Mit Kaufvertrag vom 12. März 1998 verkaufte der Berufungsführer die Pa-
rzelle GB rr im Umfang von 750 m2 für Fr. xx‘500.00 (Vi-act. B/16). Die 
Differenz zwischen Übernahme- und Veräusserungspreis betrug rund 
Fr. 331‘995.00 (Fr. xx‘500.00 – (750 m2 x Fr. 7.34)). Auch dieses Grunds-
tück war vier Jahre und 163 Tage im Besitz des Berufungsführers. Nach 
Abzug von 8 % (Fr. 26‘559.60) ergibt sich ein Gewinn von Fr. 305‘435.40. 

Dies ergibt einen Bruttogewinn für die veräusserten Grundstücke von 
Fr. 832‘686.05. Unbestrittenermassen sind davon die Kosten der Veräusse-
rung in Höhe von insgesamt Fr. 42‘251.45 abzuziehen, womit ein effektiver 
Gewinnanspruch von rund Fr. 790‘434.60 besteht. Diese Forderung hat der 
Erblasser dem Berufungsführer erlassen (vgl. E. 3/b/cc oben), weshalb der 
Berufungsführer den Betrag zur Ausgleichung zu bringen hat. 

4. Im Rahmen der Anschlussberufung machen die Berufungsgegnerinnen 
1 und 2 weitere Ausgleichungstatbestände geltend. 

a) aa) Die Berufungsgegnerinnen führen an, der Berufungsführer habe 
vom Juni 1992 bis zur Hofübergabe am 30. September 1993 gratis im Wohn-
haus des Erblassers gewohnt. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, der Be-
klagte habe für diesen Zeitraum eine Liste von Aufwendungen zugunsten des 
Erblassers vorgelegt, welche er nachweislich auch bezahlt habe. Da es sich 

Kantonsgericht Schwyz 24

dabei um einen Betrag von rund Fr. 17‘000.00 handle, könne dies durchaus 
als angemessene Entschädigung dafür angesehen werden, dass der Beru-
fungsführer beim Erblasser wohnen konnte. Eine ausgleichungspflichtige Zu-
wendung sei nicht zu erblicken (angefochtenes Urteil, E. 3.2). 

In der Anschlussberufung rügen die Berufungsgegnerinnen, die Vorinstanz 
übersehe, dass sie die Liste von Aufwendungen bestritten hätten. Es handle 
sich bei diesen Listen um eigene Aufzeichnungen des Berufungsführers. Aus 
den Belegen ergebe sich nicht, dass diese Aufwendungen tatsächlich angefal-
len und vom Berufungsführer bezahlt worden seien. Der Wert des unentgeltli-
chen Wohnens sei auf monatlich mindestens Fr. 1‘500.00 zu beziffern, wes-
halb mindestens Fr. 24‘000.00 auszugleichen seien (KG-act. 7 Ziff. 69 ff.). 

Dagegen wendet der Berufungsführer ein, er habe zwischen dem 12. Oktober 
1992 und dem 30. September 1993 sämtliche Unterhaltskosten des Erblas-
sers übernommen. Dabei handle es sich um eine Summe von Fr. 16‘915.00. 
Diese Summe übertreffe den Wert für das Zimmer, das der Berufungsführer 
beim Erblasser bewohnt habe (KG-act. 11 Ziff. 6 S. 8). 

bb) Es ist umstritten, wie die unentgeltliche Nutzungsüberlassung bei der 
Ausgleichung zu behandeln ist. Das Bundesgericht qualifizierte den Mietzins-
erlass für den Gebrauch einer Wohnung für 18 Monate nicht als ausglei-
chungspflichtige Zuwendung (BGE 76 II 188 E. 6). Nach einem Teil der Lehre 
ist die Unentgeltlichkeit nicht unbedingt gegeben, wenn der Erblasser seinem 
Kind Kost und Logis gewährt. Einerseits werde das Vermögen des Erblassers 
dadurch eher nicht vermindert, andererseits erhalte der Erblasser i.d.R. eine 
Gegenleistung in Form von Gesellschaft, Betreuung oder Unterstützung im 
Haushalt (Burckhardt Bertossa, in: Abt/Weibel [Hrsg.], a.a.O., N 62 zu Art. 626 
ZGB). Andere argumentieren, es sei zu prüfen, ob es sich um eine Zuwen-
dung von einem gewissen Mindestwert handle, die üblicherweise nicht einmal 
unter Verwandten unentgeltlich erbracht werde. Dafür komme es vorab auf die 

Kantonsgericht Schwyz 25

Dauer an, für welche die Wohngelegenheit eingeräumt worden sei (Eitel, in: 
Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Das Erbrecht, Band III, Bern 2004, 
N 104 zu Art. 626 ZGB m.H.a. Eitel, Die Berücksichtigung lebzeitiger Zuwen-
dungen im Erbrecht, Bern 1998, § 8 Nrn. 33 ff.). Hat der Erblasser dem Zu-
wendungsempfänger ohne Erhebung eines Kostgelds Kost und Logis im eige-
nen Haushalt gewährt, dürfte nach Auffassung von Brückner/Weibel eine 
natürliche Vermutung dafür sprechen, dass der Erblasser dadurch implizit sei-
ne Meinung zum Ausdruck gebracht habe, diese Zuwendung sei nicht auszu-
gleichen (Brückner/Weibel, Die erbrechtlichen Klagen, Zürich/Basel/Genf 
2012, N 146 S. 92)

cc) Es ist den Berufungsgegnerinnen zuzustimmen, dass alleine mit der 
Auflistung des Berufungsführers (Vi-act. C/21) und den Empfangsscheinbüch-
lein (Vi-act. C/29.1 und C/29.2) nicht nachgewiesen ist, ob es sich dabei 
tatsächlich um Aufwendungen des Erblassers handelt. Allerdings hat der Be-
rufungsführer im Haus des Erblassers lediglich ein Zimmer beansprucht. Aus-
serdem ist anzunehmen, dass der Berufungsführer zumindest gewisse Ge-
genleistungen erbrachte, auch wenn nicht ausgewiesen ist, dass der Beru-
fungsführer tatsächlich sämtliche Unterhaltskosten des Erblassers übernom-
men hat. Hinzu kommt, dass der Berufungsführer lediglich für rund 18 Monate 
unentgeltlich beim Erblasser wohnte. Unter diesen Umständen ist in Überein-
stimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der herrschenden 
Lehre das unentgeltliche Wohnen des Berufungsführers im Haus des Erblas-
sers nicht als ausgleichungspflichtige Zuwendung zu qualifizieren. 

b) aa) Die Berufungsgegnerinnen machen weiter geltend, auf dem Konto 
des Erblassers bei der L.________ (Bank I) seien am 17. Juli 2008, 24. Juli 
2008 und 9. Oktober 2008 insgesamt Fr. 22‘544.20 abgehoben worden. Die 
Vorinstanz erwog diesbezüglich, es sei den Belegen nicht zu entnehmen, wer 
das Geld abgehoben habe und wem es letzten Endes zugutegekommen sei. 
Folglich sei nicht erstellt, dass diese Mittel dem Berufungsführer zugeflossen 

Kantonsgericht Schwyz 26

seien, weshalb sie bei der Ausgleichung nicht zu berücksichtigen seien (ange-
fochtenes Urteil, E. 3.4.3). 

Dagegen wenden die Berufungsgegnerinnen ein, sie hätten im vorinstanzli-
chen Verfahren ausdrücklich beantragt, es sei der Berufungsführer zu ver-
pflichten, den Berufungsgegnerinnen über sein Verhältnis zum Erblasser, ins-
besondere über von diesem erhaltene Schenkungen, Vorbezüge und Darle-
hen sowie über sonstige Vereinbarungen mit dem Erblasser umfassend Aus-
kunft zu erteilen und die entsprechenden Unterlagen offenzulegen. Vor die-
sem Hintergrund habe die Vorinstanz nicht ohne weitere Abklärungen anneh-
men dürfen, es sei nicht erstellt, dass diese Barbezüge dem Berufungsbeklag-
ten zugeflossen seien. Die Vorinstanz habe hier unzulässige antizipierte Be-
weiswürdigung vorgenommen (KG-act. 7 Ziff. 73 f.). 

Der Berufungsführer macht geltend, er habe sich nicht bereichert. Soweit 
Aufwendungen vorgenommen worden seien, hätten sie der Betreuung und 
Pflege des Erblassers gedient (KG-act. 11 Ziff. 8). 

bb) Die Parteien haben sämtliche Beweismittel zu bezeichnen und zu präzi-
sieren, mit welchen Mitteln welches Beweisthema bewiesen werden soll. Die 
Behörden sind verpflichtet, die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Be-
weismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tat-
sache oder seien offensichtlich untauglich, um über die streitige Tatsache Be-
weis zu erbringen (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 3 zu § 56 ZPO-ZH; 
BGE 106 Ia 161 E. 2b). Allerdings ist es auch zulässig, auf die Abnahme eines 
Beweismittels im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten 
(Guldener, a.a.O., S. 321; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu vor § 133 ff.; 
BGE 109 II 26 E. 3b). Es bleibt dem Gericht daher unbenommen, von bean-
tragten Beweiserhebungen deshalb abzusehen, weil es sie zum Vorneherein 
nicht für geeignet hält, die behaupteten Tatsachen zu beweisen, oder weil es 
seine Überzeugung bereits aus anderen Beweisen gewann und davon aus-

Kantonsgericht Schwyz 27

geht, dass weitere Abklärungen am Beweisergebnis nichts mehr zu ändern 
vermögen (Guldener, a.a.O., S. 321). Die antizipierte Beweiswürdigung kann 
zum Zuge kommen, wenn von der betreffenden Beweisofferte zweifelsfrei kei-
ne Erkenntnisse zu erwarten sind, weil beispielsweise seit dem zu be-
weisenden Ereignis allzu viel Zeit verflossen ist (Hasenböhler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 29 zu Art. 152 ZPO m.H. 
auf Kofmel, Das Recht auf Beweis im Zivilverfahren, Diss. Bern 1992, S. 267 
Fn. 262).

cc) Die Berufungsgegnerinnen führten den oben genannten Beweisantrag in 
pauschaler Weise in den Rechtsbegehren der Klageschrift an ohne zu spezifi-
zieren, auf welche Sachverhaltsausführungen sich der Beweisantrag bezieht. 
In der Begründung führten die Berufungsgegnerinnen lediglich aus, der Be-
klagte 1 habe darzutun, für was er das Geld verwendet habe (Vi-act. A/Klage-
schrift Ziff. 15 S. 29). Der pauschale Beweisantrag zu Beginn der Rechts-
schrift ist nicht genügend substantiiert. Darüber hinaus hätte die Parteiaussa-
ge des Berufungsführers als direkt involvierte Partei infolge Selbstbefangen-
heit ohnehin nur einen sehr geringen Beweiswert. Von der Befragung des Be-
rufungsführers sind deshalb kaum neue Tatsachen zu erwarten. Die Vor-
instanz durfte deshalb auf die Befragung des Berufungsführers verzichten. 
Aus den Bankauszügen und -belegen ist nicht ersichtlich, wer die Barbezüge 
getätigt hat und wem das Geld schliesslich zugeflossen ist. Es ist deshalb 
nicht erstellt, dass die Barbezüge dem Berufungsführer zugeflossen sind. Die 
Barbezüge sind daher bei der Ausgleichung nicht zu berücksichtigen.

c) aa) Die Vorinstanz sprach dem Berufungsführer einen Lidlohnanspruch 
in Höhe von Fr. 87‘097.50 zu. Sie erwog hierzu, dass der Erblasser bis und 
mit 1998 den Hof bewirtschaftet habe. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern dem 
Berufungsführer bis dahin ein Aufwand entstanden sei; wenn der Erblasser in 
der Lage gewesen sei, den Hof zu bewirtschaften, habe er auch für sich selbst 
und den Haushalt sorgen können. Ab 1999 stelle sich die Frage, ob der Beru-

Kantonsgericht Schwyz 28

fungsführer allfällige Aufwendungen ersetzt erhalte. Der Beklagte sei für die 
Kosten für Verpflegung und Getränke zu entschädigen. Obwohl der Beru-
fungsführer mit dem Erhebungsblatt der Pro Senectute der Beweispflicht in 
objektiver Hinsicht nicht genüge, könne nicht verlangt werden, dass er über all 
die Jahre einzelne Kassenzettel aufbewahre. Aufgrund der konkreten Um-
stände müsse davon ausgegangen werden, dass der Berufungsführer auch 
für den Erblasser eingekauft hat. Entsprechend seien dem Berufungsführer 
antragsgemäss Fr. 645.00 pro Monat für Verpflegung und Getränke des Erb-
lassers für die Jahre 1999 bis 2007 zu entgelten. Dass im Jahr 2008, also kurz 
vor dem Tod des Erblassers, tatsächlicher Pflegeaufwand entstanden sei, 
liege auf der Hand. Die Zeugenanträge diesbezüglich seien abzuweisen. 
21 Stunden pro Woche zu einem Stundenansatz von Fr. 20.00 seien dem Be-
rufungsführer für die pflegerischen Tätigkeiten zuzusprechen (angefochtenes 
Urteil, E. 4).

Dagegen wenden die Berufungsgegnerinnen im Rahmen der Anschlussberu-
fung ein, es sei durch nichts belegt, dass der Berufungsführer den Erblasser 
betreut habe und für die Kosten für Verpflegung und Getränke des Erblassers 
aufgekommen sei. Aus den Steuererklärungen ergebe sich das Gegenteil. 
Wäre die Auffassung der Vorinstanz richtig, müsse der Erblasser ab 1999 
grössere Ersparnisse gebildet haben können als früher, weil er nicht mehr für 
die Verpflegung und Getränke hätte aufkommen müssen. Dies sei aber nicht 
der Fall. Die Annahme, dass der Berufungsführer ab 1999 für den Erblasser 
eingekauft habe, sei eine unbewiesene Tatsachenbehauptung. Unbesehen 
davon würden keine Leistungen vorliegen, die im Rahmen des Lidlohnes 
berücksichtigt werden könnten. Ebenfalls sei der von der Vorinstanz zuge-
sprochene Betrag von monatlich Fr. 645.00 für Verpflegung und Getränke im 
Zusammenhang mit dem Lidlohn weit übersetzt. Es könne nicht ernsthaft von 
einem Lidlohnanspruch von mehr als Fr. 1‘000.00 pro Jahr ausgegangen wer-
den. Sodann seien die Pflegeleistungen des Berufungsführers nicht bewiesen. 
Es komme hinzu, dass die unentgeltliche Pflege nicht über den Lidlohnan-

Kantonsgericht Schwyz 29

spruch nachträglich entschädigt werden könne. Von der Zusprechung eines 
Lidlohns sei deshalb abzusehen (KG-act. 7 Ziff. 75 ff.). 

bb) Gemäss Art. 334 Abs. 1 ZGB können volljährige Kinder, die ihren Eltern 
im gemeinsamen Haushalt ihre Arbeit oder ihre Einkünfte zugewendet haben, 
hierfür eine angemessene Entschädigung verlangen. Diese Entschädigung ist 
zu den Erbschaftsschulden zu rechnen, soweit dadurch nicht eine 
Überschuldung der Erbschaft entsteht (Art. 603 Abs. 2 ZGB). Betreuungs- und 
Pflegeleistungen zugunsten eines Elternteils kann als Zuwendung von Arbeit 
qualifiziert werden (Landolt, Angehörigenpflege – Freiwilligen-, Gratis- oder 
Lohnarbeit, SZS 2013 S. 483; Baumann, Erbrechtliche Konsequenzen von 
privaten Betreuungs- und Pflegeleistungen zugunsten des Verstorbenen, 
Pflegerecht 2012 S. 90; Studer/Koller, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Basel 2014, N 14 zu Art. 334 ZGB). Es kann 
unter Umständen bereits ausreichen, wenn das mündige Kind nur einen Teil 
seiner Arbeit oder seiner Einkünfte seinen Eltern zuwendet, indes muss eine 
gewisse Regelmässigkeit vorliegen und das Kind in der Ausübung einer 
ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit eingeschränkt sein. Eine nur gelegentlich 
geleistete Arbeit oder Zuwendung reicht nicht aus (BGer 5C.133/2004 vom 5. 
Januar 2005, E. 4.2; Studer/Koller, a.a.O., N 5 zu Art. 334 ZGB).

cc) Unbestrittenermassen lebten der Erblasser und der Berufungsführer bis 
zum Tod des Erblassers in einem Haushalt. Hinsichtlich der Dauer des Lid-
lohnanspruchs ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Erblasser bis und mit 
1998 in der Lage gewesen sein muss, für sich und den Haushalt zu sorgen, 
zumal er in dieser Zeit sogar den Hof bewirtschaften konnte. Dies wird vom 
Berufungsführer denn auch nicht in substantiierter Weise bestritten. 

Zu prüfen ist, ob dem Berufungsführer ab dem Jahr 1999 ein Lidlohnanspruch 
für Betreuungs- und Pflegeleistungen zugunsten des Erblassers sowie für die 
Kostentragung für Verpflegung und Getränke des Erblassers zusteht. 

Kantonsgericht Schwyz 30

Während Betreuungs- und Pflegeleistungen als Zuwendung von Arbeit zu 
qualifizieren sind, ist das Aufkommen für Verpflegung und Getränke als 
Zuwendung von Einkünften zu qualifizieren. Beides kann deshalb 
grundsätzlich einen Lidlohnanspruch bewirken. Als Beweis für seine angeblich 
erbrachten Leistungen offerierte der Berufungsführer das ausgefüllte 
Erhebungsblatt der Pro Senectute (Vi-act. C/5) sowie die Zeugenbefragung 
seiner Ehefrau als Beweis. Beim ausgefüllten Erhebungsblatt der Pro 
Senectute handelt es sich um eine blosse Parteibehauptung, die von den 
Berufungsgegnerinnen im Rahmen der Replik bestritten wurde (vgl. Vi-
act. C/5; Vi-act. A/Replik S. 20). Die vom Berufungsführer beantragte 
Zeugenbefragung wies die Vorinstanz ab, weil von der Ehefrau des 
Berufungsführers zu erwarten sei, dass diese das eingereichte Erhebungsblatt 
bestätigen werde. Dies rügte der Berufungsführer im Berufungsverfahren 
nicht. Damit kam der Berufungsführer seiner Beweisobliegenheit nicht in 
genügender Weise nach, was bereits die Vorinstanz feststellte. Die Vorinstanz 
schloss aber aus den konkreten Umständen, dass der Beklagte jeweils für den 
Erblasser eingekauft habe. Solche Umstände sind jedoch weder aus den 
Akten ersichtlich, noch wurden sie vom Berufungsführer dargetan. Vielmehr ist 
mangels Nachweis und angesichts der Tatsache, dass der Erblasser zu dieser 
Zeit noch nicht pflegebedürftig war, davon auszugehen, dass er für sich selber 
einkaufen konnte. Dem Berufungsführer ist daher kein Lidlohn für die 
Kostentragung von Verpflegung und Getränken zuzusprechen.

Die Berufungsgegnerinnen bestreiten die Pflegebedürftigkeit des Erblassers 
für die Zeit vom 1. Januar 2008 bis 15. August 2008 nicht. Strittig ist, ob der 
Berufungsführer tatsächlich Pflegeleistungen erbracht hat. Die 
Berufungsführerinnen machen geltend, der Berufungsführer sei zu 100 % 
auswärts berufstätig. Dies bestreitet der Berufungsführer nicht. Damit war der 
Berufungsführer in der Ausübung einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit 
nicht eingeschränkt, weshalb die Voraussetzungen für einen Lidlohnanspruch 

Kantonsgericht Schwyz 31

nicht erfüllt sind. Die Anschlussberufung der Berufungsgegnerinnen ist in 
diesem Punkt gutzuheissen. 

5. Im Berufungsverfahren ist neben der Ausgleichung umstritten, ob es 
sich bei der gemäss Kaufvertrag vom 30. September 1993 erfolgten Übertra-
gung des Grundstücks GB xx, Grundbuch Wangen, vom Erblasser auf den 
Berufungsführer um eine herabsetzungsfähige Zuwendung im Sinne von 
Art. 527 Ziff. 1 ZGB handelt. 

a) aa) Die Vorinstanz kam hinsichtlich des Herabsetzungstatbestands zum 
Schluss, dass altes Recht anzuwenden ist. Es könne jedoch nicht auf den 
Ertragswert der Liegenschaft abgestellt werden, weil es vorliegend weder um 
ein landwirtschaftliches Gewerbe noch um einen Selbstbewirtschafter gehe. 
Der Erblasser habe bereits vor dem Verkauf der Liegenschaft die Ansicht ver-
treten, dass diese nicht mehr der landwirtschaftlichen Existenzsicherung die-
nen werde. Unter diesen Vorzeichen habe er die Einzonung in Bauland einge-
leitet. Zum Zeitpunkt des Verkaufs sei die Planung für die Einzonung bereits in 
vollem Gange gewesen. Trotz fehlendem definitiven Entscheid sei die Einzo-
nung zum Zeitpunkt des Grundstückverkaufs absehbar gewesen. Vor diesem 
Hintergrund wäre es stossend auf allfällige privilegierende Bestimmungen aus 
dem bäuerlichen Erbrecht und damit auf den Ertragswert der Liegenschaft 
abzustellen (angefochtenes Urteil, E. 5). 

Während die Berufungsgegnerinnen den Erwägungen der Vorinstanz zustim-
men, macht der Berufungsführer geltend, die Liegenschaft GB xx sei bis heute 
eine sich in der Landwirtschaftszone befindliche Parzelle. Sowohl unter neu-
em als auch unter altem Recht gelte GB xx als landwirtschaftliches Grunds-
tück bzw. als landwirtschaftliches Gewerbe. Das angefochtene Urteil wider-
spreche der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichts. Denn die blos-
se Möglichkeit, dass das Grundstück – und nicht nur Teile davon – eines Ta-
ges zur Bauzone erklärt werden könne, genüge nicht, um diesem den land-

Kantonsgericht Schwyz 32

wirtschaftlichen Charakter im eigentlichen Sinn des Wortes abzusprechen. 
Vielmehr sei erforderlich, dass das Grundstück in den kommenden Jahren mit 
einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bebaut werde. Gelange 
das alte Recht zur Anwendung, gelte für das landwirtschaftliche Grundstück 
GB xx der Ertragswert. Vorliegend müsse von einem landwirtschaftlichen Ge-
werbe ausgegangen werden, das der Erblasser dem Berufungsführer als 
Selbstbewirtschafter verkauft habe (KG-act. 1 Ziff. 12.2.1, 12.2.2.1, 12.2.3.3.2, 
12.2.3.3.3). 

bb) Gemäss Art. 94 Abs. 1 BGBB richtet sich die Erbteilung nach dem 
Recht, das bei der Eröffnung des Erbgangs gegolten hat. Lediglich nach einer 
Lehrmeinung richtet sich die Beurteilung der Ausgleichung und Herabsetzung 
ausschliesslich nach altem Recht, wenn das Grundstück zum Ertragswert 
nach altem Recht einem Erben übertragen wurde, der Erblasser aber unter 
neuem Recht stirbt (Büsser/Henny/Hotz/Studer, a.a.O., N 10 zu Art. 94 
BGBB). Dabei handelt es sich allerdings um eine Minderheitsmeinung, die 
weder von den Autoren näher begründet wird noch im Wortlaut des Art. 94 
Abs. 1 BGBB eine Grundlage findet. Der Erblasser verstarb am ________. 
Demnach kommt vorliegend das neue Recht zur Anwendung, wonach gemäss 
Art. 617 ZGB das Verkehrswertprinzip gilt. Allerdings sieht Art. 17 Abs. 1 
BGBB vor, dass das landwirtschaftliche Gewerbe dem 
selbstbewirtschaftenden Erben zum Ertragswert an den Erbteil angerechnet 
wird. Voraussetzung für die Anrechnung zum Ertragswert ist also, dass es 
sich beim betreffenden Grundstück um ein landwirtschaftliches Gewerbe 
handelt und der Berufungsführer als Selbstbewirtschafter zu qualifizieren ist. 
Die Begriffe des landwirtschaftlichen Gewerbes und des Selbstbewirtschafters 
sind in Art. 7 und 9 BGBB definiert. 

Der Berufungsführer machte im vorinstanzlichen Verfahren zwar geltend, er 
sei für die Selbstbewirtschaftung des GB xx geeignet. Allerdings ist die 
Eignung nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Qualifikation als 

Kantonsgericht Schwyz 33

Selbstbewirtschafter. Vielmehr ist massgebend, ob der Berufungsführer die 
Liegenschaft tatsächlich selber bearbeitet. Der Berufungsführer beantragte 
diesbezüglich die Befragung der Zeugen O.________, P.________ und 
Q.________ (Vi-act. D/41 S. 15). Von der Befragung der Ehefrau ist zu 
erwarten, dass sie die Behauptungen des Berufungsführers stützt, weshalb 
die Vorinstanz auf diese Zeugeneinvernahme verzichten durfte. P.________ 
kann nach Angabe des Berufungsführers lediglich Aussagen zur 5-jährigen 
Anstellung als landwirtschaftlicher Mitarbeiter im R.________ machen (vgl. Vi-
act. D/41 S. 15). Damit ist diese Zeugenbefragung untauglich zur Feststellung, 
ob der Berufungsführer das Grundstück GB xx tatsächlich selber 
bewirtschaftete. Unklar bleibt, inwiefern Q.________ als Zeuge geeignet sein 
soll. Im Übrigen reichte der Berufungsführer lediglich seinen Lebenslauf zu 
den Akten, aus dem hervorgeht, dass er den Hof von September 1990 bis 
November 1999 gemeinsam mit dem Erblasser geleitet habe (Vi-act. D/41 
Beilage 38). Dabei handelt es sich jedoch um eine reine Parteibehauptung. 
Aus den Unterlagen des Amts für Landwirtschaft geht entgegen der 
Behauptung der Berufungsgegnerinnen nicht eindeutig hervor, ob der 
Berufungsführer oder der Erblasser den Hof bewirtschaftete (vgl. Vi-act. D/11). 
Allerdings geht aus dem Kaufvertrag vom 30. September 1993 hervor, dass 
der Verkäufer die landwirtschaftliche Liegenschaft noch selber bewirtschaften 
kann, solange es ihm beliebt (Vi-act. B/8 Ziff. 11). Dies weist darauf hin, dass 
die Liegenschaft GB xx auch nach dem Verkauf an den Berufungsführer noch 
vom Erblasser bewirtschaftet wurde. Ausserdem ist aus der Beilage zur 
Steuererklärung 1999/2000 des Erblassers ersichtlich, dass der Hof im Jahr 
1998 vom Erblasser selber bearbeitet wurde (Vi-act. B/42). In Verbindung mit 
der Tatsache, dass der Erblasser im Rahmen der Einsprache gegen den 
Zonenplan im Jahr 1990 geltend machte, dass der Hof „keinem Nachkommen 
eine Existenz bietet“ (Vi-act. D/4 Beilage 2), ist deshalb mit der Vorinstanz 
davon auszugehen, dass der Berufungsführer nicht als Selbstbewirtschafter 
zu qualifizieren ist und der Erblasser ihm das Grundstück nicht als 
Selbstbewirtschafter übertragen hat. Die Voraussetzungen gemäss Art. 17 

Kantonsgericht Schwyz 34

Abs. 1 BGBB müssen dem Wortlaut nach kumulativ gegeben sein. Es kann 
deshalb offen bleiben, ob es sich beim Grundstück GB xx um ein 
landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB handelt. Nach dem 
Gesagten sind die Voraussetzungen für eine Anrechnung zum Ertragswert 
gemäss Art. 17 Abs. 1 BGBB nicht erfüllt. Das Grundstück GB xx ist dem 
Berufungsführer nach neuem Recht deshalb zum Verkehrswert anzurechnen. 
Nachdem die Voraussetzungen für die Anrechnung zum Ertragswert nicht 
gegeben sind, kann offen bleiben, ob die vom Berufungsführer eingereichten 
Belege diesbezüglich (Vi-act. D/41 Beilagen 31-40) rechtzeitig vorgebracht 
wurden (vgl. KG-act. 1 Ziff. 12.2.3.2). 

Wie nachfolgend aufgezeigt wird, wäre das Grundstück GB xx dem 
Berufungsführer aber auch bei Anwendung des alten Rechts zum 
Verkehrswert anzurechnen. Gemäss Art. 617 aZGB sind Grundstücke den 
Erben zu dem Wert anzurechnen, der ihnen im Zeitpunkt der Teilung 
zukommt. Dabei sind landwirtschaftliche Grundstücke nach dem Ertragswert 
zu schätzen (Art. 617 Abs. 2 aZGB). Zur Feststellung, ob es sich bei einem 
Grundstück um ein landwirtschaftliches Grundstück handelt, ist zunächst 
darauf abzustellen, wie der Eigentümer das Grundstück gebrauchen oder 
ausnützen will. Hat der Erbe die Absicht, das bisher landwirtschaftlich 
betriebene Grundstück in gleicher Weise weiter zu nutzen, erfolgt die 
Anrechnung zum Ertragswert. Erwirbt der Erbe das Grundstück aber in der 
Absicht, es nicht landwirtschaftlich zu betreiben, ist es ihm zum Verkehrswert 
anzurechnen (Tuor/Picenoni, a.a.O., N 14 zu Art. 617 ZGB; Escher, in: Zür-
cher Kommentar, Erbrecht, Band III, Zürich 1960, N 28 zu Art. 617 ZGB). 

Das Grundstück GB xx wurde unbestrittenermassen landwirtschaftlich 
bewirtschaftet. Wie oben bereits festgestellt wurde, bewirtschaftete jedoch 
nicht der Berufungsführer, sondern der Erblasser das Grundstück GB xx nach 
dem Verkauf an den Berufungsführer (Vi-act. B/8 Ziff. 11; Vi-act. B/42). Es ist 
nicht erstellt, dass der Berufungsführer je die Absicht hatte, das Grundstück 

Kantonsgericht Schwyz 35

selber landwirtschaftlich zu bewirtschaften. Vielmehr beabsichtigte bereits der 
Erblasser das Grundstück resp. Teile davon in die Bauzone umzuzonen, was 
er im Rahmen der Einsprache gegen den Zonenplan bereits geltend gemacht 
hat (Vi-act. D/4 Beilage 2). Aus diesen Gründen rechtfertigt es sich auch nach 
altem Recht, dem Berufungsführer das Grundstück zum Verkehrswert 
anzurechnen. 

Zusammenfassend ist sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht für die 
Anrechnung des Grundstücks GB xx an den Erbteil des Berufungsführers das 
Verkehrswertprinzip massgebend. 

b) Aufgrund der eingeholten Verkehrswertschätzung durch S.________ 
von der Güterschätzungskommission des Kantons Schwyz und T.________ 
von der U.________ AG stellte die Vorinstanz auf einen Verkehrswert von 
Fr. 1‘180‘000.00 per 30. September 1993 und Fr. 1‘415‘000.00 per ________ 
ab (angefochtenes Urteil, E. 5.4 f.). 

aa) Der Berufungsführer macht vorab geltend, bei S.________ handle es sich 
um einen unzulässigen Gutachter. Der Gerichtspräsident habe nicht 
S.________ von der Güterschätzungskommission beauftragt, sondern die 
kantonale Steuerverwaltung. Es könne nur eine natürliche Person als Gutach-
ter eingesetzt werden. Die Steuerverwaltung Schwyz sei mit der Angelegen-
heit vorbefasst gewesen, namentlich bei der Veräusserung des massgebli-
chen Grundstücks im Jahr 1993, im Rahmen der Bewertungen und der diver-
sen Veranlagungsverfügungen. Die Beiziehung der Steuerverwaltung oder 
eines ihrer Angestellten verstosse gegen das Prinzip der Gewaltenteilung. Die 
Begutachtung sei somit willkürlich erfolgt (KG-act. 1 Ziff. 12.4). 

Dagegen wenden die Berufungsgegnerinnen ein, dass weder Ausstandsgrün-
de noch ein Verstoss gegen die Gewaltentrennung vorliegen würden. Die 

Kantonsgericht Schwyz 36

Güterschätzungskommission sei die zuständige Stelle für die Festlegung der 
massgeblichen Werte (KG-act. 7 Ziff. 58). 

Wie die Vorinstanz bereits korrekt feststellte, ist nicht nur eine natürliche Per-
son als Gutachter zulässig, sondern es kann auch eine juristische Person als 
Gutachter ernennt werden, sofern der betreffende Sachbearbeiter im Gutach-
ten genannt wird, dieses mitunterzeichnet und über die Straffolgen informiert 
wurde (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozess-
ordnung, Zürich 1997; SJZ 19/1948 S. 296 Nr. 101; a.M.: Guldener, Schwei-
zerisches Zivilprozessrecht, Zürich 1979, S. 348 f. Fn. 4). Gemäss § 145 ZPO-
SZ gelten für den Sachverständigen die gleichen Ausstands- und Ableh-
nungsgründe wie für den Richter. Die Ausstandsgründe sind in § 52 GO-SZ 
geregelt. Ein Ausstandsgrund liegt unter anderem vor, wenn die betreffende 
Person in der Sache an einem Entscheid unterer Instanzen mitgewirkt oder 
als Schiedsrichter teilgenommen hat, sowie wenn sie als Bevollmächtigte ge-
handelt oder zu gerichtlichen Handlungen Auftrag gegeben hat (§ 52 Abs. 1 
lit. d GO-SZ). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Januar 2014 wurde die kantonale 
Steuerverwaltung, S.________, mit der Verkehrswertschätzung beauftragt. Mit 
der gleichen Verfügung wurden die Gutachter über die Straffolgen aufmerk-
sam gemacht (Vi-act. D/25). S.________ wurde im Gutachten genannt und 
hat dieses auch unterzeichnet (Vi-act. D/30). Die Voraussetzungen für die 
Ernennung eines Mitglieds einer juristischen Person als Gutachter sind folglich 
erfüllt. Die Güterschätzungskommission ist organisatorisch der kantonalen 
Steuerverwaltung unterstellt. Im Gegensatz zur Behauptung des Berufungs-
führers ist es deshalb weder falsch noch willkürlich, dass die Vorinstanz in der 
prozessleitenden Verfügung vom 17. Januar 2014 als Gutachter die kantonale 
Steuerverwaltung anstatt der kantonalen Güterschätzungskommission nannte. 
Selbst wenn die kantonale Steuerverwaltung bei der Veräusserung der Lie-
genschaft, im Rahmen der Bewertungen und der diversen Veranlagungsver-

Kantonsgericht Schwyz 37

fügungen involviert war, stellt dies keinen Ausstandsgrund gemäss § 52 
Abs. 1 lit. d GO-SZ dar. Darüber hinaus ist nicht ersichtlich, inwiefern 
S.________ von der Güterschätzungskommission dadurch in der Sache vor-
befasst sein soll. 

bb) Der Berufungsführer macht weiter geltend, der Gutachter habe den Ver-
kehrswert viel zu hoch eingeschätzt. Es sei davon auszugehen, dass ein po-
tentieller Käufer das Haus abbrechen und neu bauen werde. Deshalb seien 
vom Landwert die Abbruchkosten von Fr. 70‘000.00 abzuziehen. Der Beru-
fungsführer reichte ausserdem sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch 
im Berufungsverfahren einen Zeitungsartikel der NZZ vom 23. September 
2008 ein (KG-act. 1/4; Vi-act. D/41 Beilage 31). Daraus leitet er ab, dass der 
Wert für den landwirtschaftlichen Boden nicht bei Fr. 8.00/m2, sondern bei 
Fr. 2.00/m2 liege. Dies sei gerichtsnotorisch (KG-act. 1 Ziff. 12.4). 

Der Zeitungsartikel befasst sich mit dem sinkenden Wert des landwirtschaftli-
chen Bodens zwischen den Jahren 1999 und 2007. Vorliegend ist aber der 
Verkehrswert im Jahr 1993 massgebend, weshalb der Zeitungsartikel schon 
deswegen nicht einschlägig ist. Darüber hinaus übersieht der Berufungsführer, 
dass der Zeitungsartikel sogar festhält, dass Anfang der 1990er Jahre der 
Quadratmeterpreis für Ackerland noch bei Fr. 20.00 lag. Der Quadratmeter-
preis für Ackerland liegt gemäss dem Zeitungsartikel im Jahr 2007 bei 
Fr. 7.90. Ein Quadratmeter Wiesland koste rund Fr. 2.00 weniger (KG-
act. 1/4), also rund Fr. 5.90 und nicht Fr. 2.00 wie dies der Berufungsführer 
geltend macht. Darüber hinaus ist nicht ersichtlich, weshalb ein potentieller 
Käufer das Haus abbrechen und neu bauen würde. Dies wird vom Berufungs-
führer denn auch nicht weiter begründet. Nach dem Gesagten sind die Ein-
wände des Berufungsführers gegen die Verkehrswertschätzung durch 
S.________ unbegründet. Es ist deshalb mit der Vorinstanz von einem Ver-
kehrswert per 30. September 1993 von Fr. 1‘180‘000.00 und Fr. 1‘415‘000.00 
per 30. September 2008 auszugehen. 

Kantonsgericht Schwyz 38

c) Vom bezahlten Kaufpreis von Fr. 300‘000.00 brachte die Vorinstanz den 
Wert des Inventars zum Zeitpunkt des Verkaufs in Höhe von Fr. 61‘290.00 in 
Abzug und ermittelte so einen tatsächlichen Kaufpreis von Fr. 238‘710.00 (an-
gefochtenes Urteil, E. 5).

Die Berufungsgegnerinnen zeigen sich mit diesem Vorgehen einverstanden 
(KG-act. 7 Ziff. 72). Der Berufungsführer bestreitet zwar eine Ausgleichungs- 
und Herabsetzungspflicht und macht geltend, der Erwerbspreis vom 30. Sep-
tember 1993 entspreche einem angemessenen Preis. Ein Abzug des landwirt-
schaftlichen Inventars vom Kaufpreis ändere nichts an dieser Tatsache (KG-
act. 11 Ziff. 7). Damit beanstandet auch der Berufungsführer das Vorgehen 
der Vorinstanz nicht in substantiierter Weise. Das Vorgehen erscheint denn 
auch nachvollziehbar und sinnvoll. Der Gesamtinventarwert wird von den Par-
teien nicht beanstandet. Demnach ist vom Kaufpreis in Höhe von 
Fr. 300‘000.00 der Inventarwert von Fr. 61‘290.00 abzuziehen, was einen ef-
fektiven Kaufpreis von Fr. 238‘710.00 ergibt. Zwischen dem ermittelten Ver-
kehrswert zum Zeitpunkt der Veräusserung und dem effektiven Kaufpreis be-
steht damit eine Differenz von Fr. 941‘290.00. 

d) Der Erblasser hat den Berufungsführer im Kaufvertrag vom 30. Septem-
ber 1993 von jeglicher Ausgleichungspflicht befreit (Vi-act. B/8 Ziff. 14), wes-
halb im Folgenden zu prüfen ist, ob eine der Herabsetzung unterliegende ge-
mischte Schenkung vorliegt. 

aa) Nach Art. 527 Ziff. 1 ZGB unterliegen die Zuwendungen auf Anrechnung 
an den Erbteil, als Heiratsgut, Ausstattung oder Vermögensabtretung der He-
rabsetzung, wenn sie nicht der Ausgleichung unterworfen sind. Gemäss 
dieser Bestimmung sind jene Zuwendungen herabzusetzen, die ihrer Natur 
nach gemäss Art. 626 Abs. 2 ZGB der Ausgleichung unterständen, ihr aber 
durch eine Verfügung des Erblassers entzogen worden sind (BGE 98 II 352 E. 
3a). 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2016&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=%22Herabsetzung%22+%22Zuwendungswille%22+&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F98-II-352%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page352

Kantonsgericht Schwyz 39

Bei gemischten Schenkungen setzt die Herabsetzung in objektiver Hinsicht 
voraus, dass eine unentgeltliche Zuwendung vorliegt, und in subjektiver 
Hinsicht, dass der Erblasser einen Zuwendungswillen (animus donandi) hat. 
Die Parteien müssen beispielsweise bei einer gemischten Schenkung eine 
unentgeltliche Zuwendung in dem Sinn beabsichtigen, als sie den Preis 
bewusst unter dem wahren Wert des Kaufgegenstandes ansetzen, um die 
Differenz dem Käufer unentgeltlich zukommen zu lassen (vgl. BGE 126 III 171 
E. 3a). Gemäss bisheriger Rechtsprechung muss der Erblasser zur Zeit des 
Vertragsabschlusses das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleis-
tung tatsächlich erkannt haben; blosse Erkennbarkeit genügt nicht. Da an die-
ser Rechtsprechung von namhaften Autoren Kritik geübt wurde (vgl. Eitel, 
Berner Kommentar, Das Erbrecht, Band III, Bern 2004, N 117 ff. zu Art. 626 
ZGB), hat das Bundesgericht in seiner neueren Rechtsprechung zwar die 
Frage aufgeworfen, ob an der bisherigen Praxis festzuhalten sei, wonach den 
Parteien in subjektiver Hinsicht die Zuwendungsabsicht tatsächlich bewusst 
sein müsse, oder ob eine solche Absicht bereits dann vorliege, wenn sie er-
kennbar gewesen wäre, was bei einem groben Missverhältnis von Leistung 
und Gegenleistung zu vermuten wäre. Das Bundesgericht liess diese Frage 
allerdings offen, jedoch mit dem Hinweis, dass es bereits in BGE 98 II 352 ff. 
erkannt habe, es könnten unbefriedigende Ergebnisse auftreten, wenn zur 
Zeit des Vertragsabschlusses das Missverhältnis von Leistung und Gegenleis-
tung für den Erblasser nicht bloss erkennbar, sondern von diesem auch 
tatsächlich erkannt worden sein müsse, wobei in der Folge ohne nähere Be-
gründung ausgeführt worden sei, eine andere Lösung lasse sich trotzdem 
nicht rechtfertigen. In einem geeigneten Fall werde auf die Kritik der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung einzugehen sein (vgl. BGE 126 III 171 E. 3b/cc; 
BGer 5A_587/2010 vom 11. Februar 2011, E. 3.1-3.3). Die II. Zivilkammer des 
Obergerichts des Kantons Zürich erwog in diesem Zusammenhang in ihrem 
Entscheid vom 12. Februar 2010 unter anderem, sachgerechter und praktika-
bler als die Erkennbarkeit genügen zu lassen, erschiene es, das Beweismass 
etwas flexibel zu handhaben. Könne von der Sache her ein positiver innerer 

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Kantonsgericht Schwyz 40

Wille des Erblassers nicht absolut schlüssig festgestellt werden, müsse ohne-
hin von anderen, äusseren Elementen auf diesen inneren Willen geschlossen 
werden. Je grösser die Diskrepanz zwischen tatsächlichem Wert und vertrag-
lich festgelegtem Preis, umso wahrscheinlicher sei das Wissen des Erblassers 
um die Differenz. Diesen Umstand gelte es bei der Beweiswürdigung zu 
berücksichtigen (ZR 110 Nr. 31). 

bb) Zwischen dem ermittelten Verkehrswert zum Zeitpunkt der Veräusse-
rung und dem effektiven Kaufpreis besteht eine Differenz von Fr. 941‘290.00. 
In objektiver Hinsicht besteht folglich eine unentgeltliche Zuwendung in dieser 
Höhe. Zu prüfen ist, ob der Erblasser einen Zuwendungswillen hatte, mithin ob 
er das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung erkannte. Der 
Erblasser hat den Berufungsführer im Kaufvertrag von der Ausgleichungs-
pflicht befreit. Dies deutet darauf hin, dass dem Erblasser bewusst war, dass 
eine gemischte Schenkung vorliegt, andernfalls wäre kein Ausgleichungsdis-
pens notwendig gewesen. Die Diskrepanz zwischen Verkehrswert und Kauf-
preis betrug zum Zeitpunkt des Kaufes über Fr. 900‘000.00. Nachdem das 
Wissen des Erblassers um die Differenz umso wahrscheinlicher ist, je grösser 
die Diskrepanz ist, muss dem Erblasser das enorme Missverhältnis bewusst 
gewesen sein. Es ist der Vorinstanz daher zuzustimmen, dass dem Erblasser 
und seinem Sohn vor diesem Hintergrund das Wissen um den niedrigen 
Kaufpreis nicht abgesprochen werden kann. Der Zuwendungswille des Erb-
lassers ist deshalb gegeben. Nach dem Gesagten liegt bei der Hofübertra-
gung vom Erblasser auf den Berufungsführer eine herabsetzungsfähige Zu-
wendung i.S.v. Art. 527 Ziff. 1 ZGB vor. 

e) Bei der gemischten Schenkung kommt der Wertunterschied zwischen 
den beiden Leistungen als Gegenstand der Ausgleichungs- bzw. 
Herabsetzungspflicht in Frage (BGE 98 II 352 E. 3a). Für die Frage, ob bei 
einem gemischten Geschäft zwischen Leistung und Gegenleistung ein 
Missverhältnis bestehe, ist auf die Verhältnisse zur Zeit des 

Kantonsgericht Schwyz 41

Vertragsabschlusses abzustellen. Die Höhe des ausgleichungspflichtigen 
Betrages errechnet sich dagegen nach dem Wert der Zuwendung zur Zeit des 
Erbganges (Art. 630 Abs. 1 ZGB). Für die Herabsetzung gelten dieselben 
Bewertungsgrundsätze wie für die Ausgleichung (Art. 537 Abs. 2 ZGB). Beim 
gemischten Geschäft ist für die Festsetzung des ausgleichungs- bzw. 
herabsetzungspflichtigen Betrages ebenfalls der Zeitpunkt des Erbganges 
massgebend (BGE 98 II 352 E. 5a m.H.a. BGE 45 II 13 und Moser, Die 
Ausgleichung gemischter Schenkungen nach schweizerischem Erbrecht, Diss. 
Bern 1963, S. 55). Gemäss herrschender Lehre und bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung hat die Herabsetzung bei gemischten Rechtsgeschäften 
nach der Quotenmethode zu erfolgen (BGE 98 II 352 E. 5b; Eitel, a.a.O., N 27 
zu Art. 630 ZGB; Forni/Piatti, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch II, Basel 2015, N 2 zu Art. 527 ZGB; Hrubesch-
Millauer, in: Abt/Weibel [Hrsg.], a.a.O., N 9 zu Art. 527 ZGB). Danach wird für 
die Ermittlung des Ausgleichungs- resp. Herabsetzungswerts auf das bei 
Ausrichtung der Zuwendung bestehende, in einer Quote ausgedrückte 
Verhältnis zwischen dem entgeltlichen und dem unentgeltlichen Teil 
abgestellt. Wertveränderungen werden anhand dieser Quote berücksichtigt, 
so dass sie sich gleichmässig auf den entgeltlichen und den unentgeltlichen 
Teil der Zuwendung auswirken (Eitel, a.a.O., N 27 zu Art. 630 ZGB). Die 
Formel zur Berechnung des herabsetzbaren Betrages stellt sich demnach wie 
folgt dar: 

Wert der Liegenschaft beim Erbgang x effektiv geschenkter Teilbetrag
Wert der Liegenschaft bei Vertragsschluss

Zum Zeitpunkt des Erbgangs am ________ war die Liegenschaft GB xx 
Fr. 1‘415‘000.00 wert (Vi-act. D/30). Es ist dem Berufungsführer und den 
Berufungsgegnerinnen zuzustimmen, dass die abparzellierten GB tt, ss, rr und 
pp bereits bei der Ausgleichung berücksichtigt wurden und daher beim 
Herabsetzungstatbestand nicht erneut zu berücksichtigen sind. Hingegen sind 
die Parzellen GB qq und oo, die der Berufungsführer den 

Kantonsgericht Schwyz 42

Berufungsgegnerinnen 3 und 4 geschenkt hat, bei der Ausgleichung noch 
nicht berücksichtigt worden, weshalb diese bei der Herabsetzung 
hinzuzurechnen sind. Die Hinzurechnung muss stattfinden, obwohl der 
Berufungsführer als Zuwendungsempfänger unentgeltlich über den 
Gegenstand verfügt hat (vgl. Weimar, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Das Erbrecht, Band III, Bern 2009, N 40 zu Art. 475 ZGB). 

Die Liegenschaft GB xx hatte per 30. September 2008 einen Verkehrswert 
von Fr. 1‘415‘000.00 (Vi-act. D/30). Der Berufungsführer bestritt nicht, dass für 
die Bestimmung des Verkehrswerts der Grundstücke GB qq und oo die 
ursprüngliche Fläche, mithin diejenige zum Zeitpunkt der Veräusserung durch 
den Berufungsführer, massgebend ist. Der vom Gutachter festgestellte Qua-
dratmeterpreis für die Grundstücke GB qq und oo betrug per ________ 
(Todestag) Fr. 590.00 (Vi-act. D/33). Demnach ergibt sich für Grundstück GB 
qq per ________ (Todestag) ein Verkehrswert von Fr. 359‘310.00 (609 m2 x 
Fr. 590.00; Vi-act. B/11). Für das Grundstück GB oo ergibt sich ein 
Verkehrswert per ________ (Todestag) von Fr. 314‘470.00 (533 m2 x 
Fr. 590.00; Vi-act. B/12). Insgesamt ergibt sich für die ehemalige Liegenschaft 
GB xx ein Verkehrswert per ________ (Todestag) von Fr. 2‘088‘780.00. Bei 
Abschluss des Kaufvertrages am 30. September 1993 hatte die Liegenschaft 
GB xx einen Verkehrswert von Fr. 1‘180‘000.00 (Vi-act. D/30). Der effektiv 
geschenkte Teilbetrag zum Zeitpunkt der Veräusserung beträgt 
Fr. 941‘290.00. Daraus resultiert ein herabsetzbarer Betrag von rund 
Fr. 1‘666‘226.90 ((Fr. 2‘088‘780.00 x Fr. 941‘290.00) ./. 1‘180‘000.00). 

f) aa) Der Berufungsführer machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, 
er sei gutgläubig und zur Zeit des Erbgangs nicht mehr bereichert gewesen, 
weshalb er nach Art. 528 Abs. 1 ZGB nicht zur Rückerstattung verpflichtet sei 
(Vi-act. A/Klageantwort Ziff. 4.2). In ihrer Replik machten die Berufungsgegne-
rinnen geltend, dass dem Berufungsführer die finanziellen Verhältnisse seiner 
Eltern bekannt gewesen seien. Er habe gewusst, dass der Hof bei Weitem 

Kantonsgericht Schwyz 43

das grösste Aktivum darstelle und der Verzicht auf Gewinnansprüche des Va-
ters die Pflichtteile der Klägerinnen verletze. Jedenfalls habe der Beklagte 
immer mit einer Herabsetzung rechnen müssen (Vi-act. A/Replik S. 17). Die 
Vorinstanz hat dem Berufungsführer die Gutgläubigkeit abgesprochen, weil 
der Beklagte damit habe rechnen müssen, dass der Kauf der Liegenschaft zu 
einem so tiefen Preis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine Pflichtteils-
verletzung anderer Erben nach sich ziehen würde (angefochtenes Urteil, 
E. 5.7). 

Im Berufungsverfahren rügt der Berufungsführer, die im Urteil gemachten Aus-
führungen würden zu kurz greifen. Bis heute gehe er davon aus, dass es sich 
beim Kauf der Liegenschaft nicht um eine gemischte Schenkung handle. Die 
Vorinstanz habe es unterlassen, den Nachweis der Bösgläubigkeit oder feh-
lenden Aufmerksamkeit zu erbringen, der den Schutz des guten Glaubens 
aufhebe. Dabei trage aber die Gegnerschaft des gutgläubigen Berufungsfüh-
rers die Beweislast hierzu. Insofern leide das angefochtene Urteil auch hier 
unter einem erheblichen Mangel (KG-act. 1 Ziff. 12.5). 

bb) Gemäss Art. 528 Abs. 1 ZGB ist, wer sich in gutem Glauben befindet, zu 
Rückleistungen nur insoweit verpflichtet, als er zur Zeit des Erbganges aus 
dem Rechtsgeschäft mit dem Erblasser noch bereichert ist. Der Bedachte ist 
gutgläubig, wenn er nicht wusste und auch nicht wissen musste, dass die 
Zuwendung unter Lebenden nach dem zu erwartenden Gang der Dinge die 
Pflichtteilsrechte verletzen wird (Forni/Piatti, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
a.a.O., N 4 zu Art. 528 ZGB; Tuor; in: Becker [Hrsg.], Berner Kommentar, Das 
Erbrecht, Bern 1952, N 20 zu Art. 528 ZGB). Wo das Gesetz eine 
Rechtswirkung an den guten Glauben einer Person geknüpft hat, ist dessen 
Dasein zu vermuten. Allerdings darf sich nicht auf den guten Glauben berufen, 
wer bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umständen von ihm verlangt 
werden darf, nicht gutgläubig sein konnte (Art. 3 Abs. 1 und 2 ZGB). 

Kantonsgericht Schwyz 44

cc) Entgegen der Ansicht des Berufungsführers mussten die 
Berufungsgegnerinnen nicht den Nachweis der Bösgläubigkeit erbringen, 
sondern lediglich das eindeutige Fehlen von gutem Glauben (Honsell, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 31 zu Art. 3 ZGB). Das Grundstück GB 
xx stellt unbestrittenermassen den einzigen grossen Vermögenswert im 
Nachlass des Erblassers dar. Es wurde bereits festgestellt, dass sowohl dem 
Erblasser als auch dem Berufungsführer das grobe Missverhältnis von über 
Fr. 900‘000.00 zwischen Verkehrswert und effektivem Kaufpreis bewusst 
gewesen sein muss (vgl. E. 5/d/bb). Daran ändert nichts, dass der 
Berufungsführer noch immer geltend macht, das Grundstück sei ihm zum 
Ertragswert anzurechnen. Angesichts des erheblichen Missverhältnisses 
zwischen Verkehrswert und effektiv bezahltem Kaufpreis und der Tatsache, 
dass es sich beim Grundstück GB xx um den einzigen wesentlichen 
Vermögenswert handelt, muss dem Berufungsführer bewusst gewesen sein, 
dass durch die Übertragung des Grundstücks die Pflichtteile verletzt werden. 
Es ist der Vorinstanz deshalb zuzustimmen, dass der Berufungsführer nicht 
gutgläubig sein kann, weshalb Art. 528 Abs. 1 ZGB nicht zur Anwendung 
kommt.

5. a) Der Berufungsführer macht im Berufungsverfahren ein Willensvoll-
streckerhonorar von pauschal Fr. 18‘000.00 geltend. Die Ausrichtung eines 
Willensvollstreckerhonorars sei bei den vorinstanzlichen Berechnungen un-
berücksichtigt geblieben (KG-act. 1 Ziff. 13). 

Dagegen wenden die Berufungsgegnerinnen ein, ein Willensvollstreckerhono-
rar sei nicht geschuldet. Dies sei mit nichts belegt. Im Übrigen handle es sich 
um ein unzulässiges Novum. Diese Position sei bei den Nachlassaktiven (rec-
te: Nachlasspassiven) nicht zu berücksichtigen (KG-act. 7 Ziff. 60 S. 32). 

b) Gemäss Art. 517 Abs. 3 ZGB hat der Willensvollstrecker Anspruch auf 
eine angemessene Vergütung für seine Tätigkeit. Die Vergütung bemisst sich 

Kantonsgericht Schwyz 45

nach dem notwendigen Zeitaufwand, der Kompliziertheit der Verhältnisse, 
dem Umfang und der Dauer des Auftrags und der mit der Aufgabe verbunde-
nen Verantwortung. Der Willensvollstrecker muss die Höhe seiner Vergütung 
begründen und im Prozessfall substantiieren können. Dabei muss ersichtlich 
sein, ob die einzelnen Bemühungen auch notwendig waren. Die Substantiie-
rung sollte wenigstens aufzeigen, welche Tat- und Rechtshandlungen in wel-
cher Zeit ausgeführt worden sind (Christ/Eichner, in: Abt/Weibel [Hrsg.], 
a.a.O., N 32 zu Art. 517 ZGB; Karrer/Vogt/Leu, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
a.a.O., N 32 zu Art. 518 ZGB). 

c) Der Berufungsführer hat eine jährliche Pauschale von Fr. 3‘000.00, ins-
gesamt Fr. 18‘000.00 geltend gemacht. Allerdings begründete er seinen Auf-
wand in keiner Weise. Es ist nicht ersichtlich, ob und gegebenenfalls welche 
Bemühungen dem Berufungsführer aus dem Willensvollstreckermandat er-
wachsen sind (vgl. KG-act. 1 Ziff. 13). Darüber hinaus ist den Berufungsgeg-
nerinnen zuzustimmen, dass es sich dabei um ein unzulässiges Novum han-
delt, hat doch der Berufungsführer die Novenvoraussetzungen gemäss 
Art. 317 ZPO nicht dargetan. Das geltend gemachte Willensvollstreckerhono-
rar von Fr. 18‘000.00 ist deshalb nicht zu berücksichtigen. 

6. a) Im Berufungsverfahren ist unumstritten, dass im Nachlass der Mutter 
H.________ sel. keine Vermögenswerte vorhanden sind. Auf den Berufungs-
antrag Ziffer 2 des Berufungsführers ist deshalb nicht einzutreten, zumal er 
dieses Rechtsbegehren ohnehin nicht begründete. Die Parteien haben denn 
auch nicht bestritten, dass sie am Nachlass der H.________ sel. zu je 1/10 
berechtigt sind. Aus diesem Grund ist vorzumerken, dass Dispositiv-Ziffern 5 
und 6 im Urteil der Vorinstanz in Rechtskraft erwuchsen. 

b) Zur Berechnung des Pflichtteils ist auf das Vermögen zum Zeitpunkt des 
Todes des Erblassers abzustellen (Art. 474 Abs. 1 ZGB; Nertz, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], a.a.O., N 7 ff. zu Art. 474 ZGB). Dabei sind die Schulden des 

Kantonsgericht Schwyz 46

Erblassers, die Auslagen für das Begräbnis, für die Siegelung und 
Inventaraufnahme sowie die Ansprüche der Hausgenossen auf Unterhalt 
während eines Monats von der Erbschaft abzuziehen (Art. 474 Abs. 2 ZGB). 
Die Zuwendungen unter Lebenden werden insoweit zum Vermögen 
hinzugerechnet, als sie der Herabsetzungsklage unterstellt sind (Art. 475 
ZGB). 

In diesem Sinne setzt sich der Nachlass des Vaters I.________ sel. per To-
destag am ________ wie folgt zusammen (Vi-act. B/17 und B/18): 

Aktiven:
- Fr. 950.00 Bargeld
- Fr. 7‘816.75 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy
- Fr. 11‘205.50 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz
- Fr. 62‘380.70 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww
- Fr. 9‘708.42 M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. vv
- Fr. 1‘603.00 Lebensversicherung V.________ Police Nr. nn
- Fr. 790‘434.60 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche
- Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen
- Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. uu
- Fr. 1‘666‘226.90 herabsetzbare Zuwendung aus Liegenschaftsübertragung
  Fr. 2‘557‘416.77 Total Aktiven

Die Todesfallkosten belaufen sich unbestrittenermassen auf Fr. 21‘050.00. 
Auch die Schlussrechnung des N.________s blieb im Berufungsverfahren 
unbestritten (Vi-act. B/17). Nach den Erwägungen ist dem Berufungsführer 
weder ein Lidlohn noch ein Willensvollstreckerhonorar anzurechnen. 

Passiven:
- Fr. 21‘050.00 Todesfallkosten
- Fr. 6‘000.00 Schlussrechnung N.________
  Fr. 27‘050.00 Total Passiven

Damit ergibt sich im Nachlass von I.________ sel. ein Nettonachlassbetrag 
von Fr. 2‘530‘366.77. Der Pflichtteil der Parteien beträgt je 3/20 (Art. 457 

Kantonsgericht Schwyz 47

Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 471 Ziff. 1 ZGB). Damit ergibt sich ein Pflichtteil von je 
Fr. 379‘555.00. 

c) Zur Bestimmung des effektiv zu teilenden Nachlasses ist auf den Wert 
zum Zeitpunkt der Teilung abzustellen (Staehelin, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], a.a.O., N 14 zu Art. 474 ZGB). Es ist deshalb auf die aktuellsten Kon-
toauszüge, welche dem Gericht vorliegen, abzustellen. Im Berufungsverfahren 
haben die Parteien keine aktuellen Kontoauszüge eingereicht. Zur Feststel-
lung der Teilungsmasse ist deshalb auf die vorinstanzlichen Akten abzustellen 
(Vi-act. C/41, C/42 und C/43). Dabei ist die herabsetzbare Zuwendung von 
Fr. 1‘666‘226.90 nicht zu berücksichtigen. Die Zuwendung ist lediglich herab-
zusetzen, soweit der Pflichtteil verletzt ist. Demnach stellt sich der zu teilende 
Nachlass per 31. Dezember 2013 wie folgt dar: 

Aktiven:
- Fr. 950.00 Bargeld
- Fr. 5‘672.60 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. yy 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 11‘436.30 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. zz 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 57‘372.00 L.________ (Bank I) Privatkonto 60+ Nr. ww 

(Stand: 31.12.2013)
- Fr. 9‘792.35 Rückerstattung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto 

Nr. vv
- Fr. 790‘434.60 Ausgleichung der Gewinnanteilsansprüche
- Fr. 4‘246.00 Ausgleichung bezahlter Liegenschaftsrechnungen
- Fr. 2‘844.90 Ausgleichung Saldo M.________ (Bank II) Sparkonto Nr. uu
  Fr. 882‘748.75 Total Aktiven

Passiven:
- Fr. 21‘050.00 Todesfallkosten
- Fr. 6‘000.00 Schlussrechnung N.________
  Fr. 27‘050.00 Total Passiven

Das zu teilende Nettonachlassvermögen beträgt per 31. Dezember 2013 
Fr. 855‘698.75. Davon steht gemäss letztwilliger Verfügung dem Berufungs-

Kantonsgericht Schwyz 48

führer sowie den Berufungsgegnerinnen 3 und 4 je 1/15, d.h. je rund 
Fr. 57‘046.60 zu (Vi-act. B/7). Den Berufungsgegnerinnen 1 und 2 steht je 
6/15, d.h. je rund Fr. 342‘279.50 zu (Vi-act. B/7). Damit ist der Pflichtteil von 
Fr. 379‘555.00 der Berufungsgegnerinnen 1 und 2 im Umfang von 
Fr. 37‘275.50 verletzt. Die Zuwendung der Liegenschaft vom Erblasser an den 
Berufungsführer ist deshalb um Fr. 74‘551.00 herabzusetzen. 

d) Wie die Vorinstanz bereits korrekt festgehalten hat, hat der Erblasser 
den Berufungsführer zum Willensvollstrecker ernannt. Der Berufungsführer ist 
deshalb für die Durchführung der Teilung des Nachlasses zuständig. Er ist 
anzuweisen, die Teilung im Sinne der Erwägungen zu vollziehen. Er wird aus 
den Aktiven vorweg die Todesfallkosten und die Schlussrechnung des Senio-
renheims zu bezahlen haben. Schliesslich hat der Berufungsführer den Beru-
fungsgegnerinnen deren Pflichtteil von je Fr. 379‘555.00 auszubezahlen. 

Hinsichtlich der vom Berufungsführer erstellten Liste des Erbschaftsinventars 
trug die Vorinstanz den Parteien auf, diese Gegenstände einvernehmlich zu 
verteilen, weil ein separates Gutachten darüber unverhältnismässig sei und 
der Anteil dieser Objekte am Gesamtnachlass gering sei. Dies blieb im Beru-
fungs- und Anschlussberufungsverfahren unbestritten. 

8. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 
Abs. 1 ZPO, § 59 Abs. 2 ZPO-SZ und § 62 Abs. 2 ZPO-SZ). Hat keine Partei 
vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des 
Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO, § 59 Abs. 2 ZPO-SZ und § 62 Abs. 2 
ZPO-SZ). Für die Frage des Unterliegens bzw. Obsiegens sind die Rechtsbe-
gehren der Parteien massgebend, welchen der im Dispositiv festgehaltene 
Entscheid gegenüberzustellen ist (Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 3 zu 
Art. 106 ZPO; vgl. auch Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 

Kantonsgericht Schwyz 49

Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 3 zu Art. 106 
ZPO). 

Sind am Prozess mehrere Personen als Haupt- oder Nebenparteien beteiligt, 
so bestimmt das Gericht ihren Anteil an den Prozesskosten. Es kann auf soli-
darische Haftung erkennen (Art. 106 Abs. 3 ZPO). Die Erbteilungsklage eines 
Erben richtet sich gegen alle übrigen Erben als notwendige Streitgenossen-
schaft (Gross/Zuber, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], a.a.O., N 19 zu Art. 70 ZPO 
mit Verweis auf BGE 130 III 550). Solche notwendigen Streitgenossen führen 
den Prozess gezwungenermassen gemeinsam. Konsequenterweise haben sie 
deshalb die Prozesskosten in der Regel gemeinsam und solidarisch zu tragen, 
wobei das Gericht den auf die verschiedenen Personen entfallenden Anteil an 
den Prozesskosten nach Ermessen bestimmt (Sterchi, a.a.O., N 11 zu 
Art. 106 ZPO; Rüegg, a.a.O., N 9 zu Art. 106 ZPO). Im Übrigen haben die 
Streitgenossen je einzeln einen Anspruch auf angemessene Entschädigung, 
sofern sie mit Grund durch verschiedene Vertreter anwaltlich vertreten sind 
(Rüegg, a.a.O., N 9 zu Art. 106 ZPO mit Verweis auf BGE 125 III 138, E. 2.d). 
Trifft die Rechtsmittelinstanz – wie im vorliegenden Fall – einen neuen Ent-
scheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen 
Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO).

a) Mit Verfügung vom 15. März 2010 stellte die Vorinstanz den Berufungs-
gegnerinnen 3 und 4 (Beklagten) die Klageschrift zu und setzte ihnen Frist zur 
Einreichung der Klageantwort. Gleichzeitig räumte die Vorinstanz den Beru-
fungsgegnerinnen 3 und 4 (Beklagten) die Möglichkeit ein, auf eine Teilnahme 
am Prozess zu verzichten. Dafür stellte ihnen die Vorinstanz eine vorformulier-
te Erklärung zur Verfügung. Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung bestätig-
ten die Berufungsgegnerinnen 3 und 4 (Beklagten), dass sie auf eine Prozess-
teilnahme verzichten und sich dem gerichtlichen Entscheid vorbehaltlos unter-
ziehen werden (Vi-act. D/1 und D/2). Den verzichtenden Berufungsgegnerin-
nen 3 und 4 (Beklagten) auferlegte die Vorinstanz keine Prozesskosten. Die 

Kantonsgericht Schwyz 50

Vorinstanz au