# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a896dbaa-a39a-55bc-a841-98a2c01fdc27
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.05.2015 200 2014 1091
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1091_2015-05-06.pdf

## Full Text

200 14 1091 IV und
200 14 1092 IV (2)
SCI/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Mai 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend zwei Verfügungen vom 10. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) lebt 
seit 1990 in der Schweiz. Am 20. Juli 1998 meldete er sich wegen Schul-
terbeschwerden nach einem am 23. Januar 1997 erlittenen Unfall bei der 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV vor 1999 
[VA] 36). Die IV-Stelle Bern (IVB) nahm in der Folge Abklärungen in medi-
zinischer und erwerblicher Hinsicht vor, liess den Versicherten beruflich 
abklären (VA 25 und VA 26) und holte die Unterlagen des zuständigen Un-
fallversicherers ein. Mit Verfügung vom 16. Oktober 2001 (Akten der IVB 
[act. II] 41) sprach die IVB dem Versicherten für die Zeit vom 1. Oktober 
1998 bis zum 31. Januar 2000 eine ganze Invalidenrente (IV-Rente) und für 
die Zeit vom 1. Februar 2000 bis zum 31. Januar 2001 eine halbe IV-Rente 
zu. Ab dem 1. Februar 2001 verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad (IV-
Grad) von 10 % den Anspruch auf eine IV-Rente. Diese Verfügung ist in 
Rechtskraft erwachsen.

Nach erneuter Anmeldung zum Leistungsbezug am 20. Oktober 2005 
(act. II 42) führte die IVB wiederum erwerbliche und medizinische Erhebun-
gen durch und holte die Akten der zuständigen Unfallversicherung ein 
(act. II 48). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 56 und 
act. II 66) sprach die IVB dem Versicherten bei einem IV-Grad von 50 % 
erneut eine befristete halbe IV-Rente für die Zeit vom 1. August 2005 bis 
zum 30. September 2006 zu (act. II 74). Bei einem IV-Grad von 6 % beste-
he ab dem 1. Oktober 2006 kein Anspruch auf eine IV-Rente mehr. Auch 
diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

B.

Am 8. März 2011 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine akute 
radikuläre Symptomatik nach Verhebetrauma ein weiteres Mal zum Leis-
tungsbezug an (act. II 75). Nachdem die IVB Unterlagen zur medizinischen 
und erwerblichen Situation des Versicherten eingeholt hatte, veranlasste 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 3

sie eine bidisziplinäre Begutachtung (Akten der IVB [act. IIA] 109). Das 
entsprechende psychiatrische und rheumatologische Gutachten datiert vom 
20. bzw. 23. Oktober 2012 (act. IIA 113.2, act. IIA 116.1 und act. IIA 117). 
Gestützt darauf und auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 4. März 2013 
(act. IIA 122) stellte die IVB in der Folge mit Vorbescheid vom 26. März 
2013 die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente für die Zeit vom 1. November 
2011 bis zum 31. Dezember 2012 bei einem IV-Grad von 80 % in Aussicht 
(act. IIA 123). Ab dem 10. September 2012 betrage der IV-Grad weniger 
als 40 %, weshalb kein Anspruch auf eine Rente mehr bestehe. Damit zeig-
te sich der Versicherte nicht einverstanden und erhob zusammen mit der 
behandelnden Hausärztin mit Schreiben vom 5. April 2013 Einwand 
(act. IIA 124). Mit Eingaben vom 7. Mai und 30. Mai 2013 liess der Versi-
cherten den Einwand von lic. iur. C.________, B.________, begründen 
(act. IIA 134 und act. IIA 137).

Gestützt auf je eine Stellungnahme des RAD (act. IIA 142) und des Ab-
klärungsdienstes (act. IIA 146) erliess die IVB am 23. Januar 2014 einen 
neuen Vorbescheid (act. IIA 147) und stellte die Ausrichtung einer ganzen 
IV-Rente für die Zeit vom 1. November 2011 bis zum 31. Dezember 2012 
und vom 1. März bis zum 31. August 2013 in Aussicht. In den Monaten 
Januar und Februar 2013 und ab dem 1. September 2013 betrage der IV-
Grad weniger als 40 %, weshalb für diese Zeit kein Anspruch auf eine Ren-
te bestehe. Auch damit zeigte sich der Versicherte – wiederum vertreten 
durch lic. iur. B.________ – nicht einverstanden und beantragte mit zwei 
Schreiben vom 26. Februar (act. IIA 148) und vom 31. März 2014 
(act. IIA 150) die Ausrichtung einer ganzen Rente auch für die Monate Ja-
nuar und Februar 2013 und für die Zeit nach September 2013. Nach erneu-
tem Anhören des RAD (act. IIA 152) verfügte die IVB am 10. Oktober 2014 
ihrem Vorbescheid entsprechend und sprach dem Versicherten für die Zeit 
vom 1. November 2011 bis zum 31. Dezember 2012 (act. IIA 155) und vom 
1. März bis zum 31. August 2013 (act. IIA 156) eine ganze IV-Rente zu. Für 
die Monate Januar und Februar 2013 und ab September 2013 bestehe kein 
Anspruch auf eine IV-Rente mehr.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 4

C.

Gegen diese Verfügungen erhob der Versicherte – weiterhin vertreten 
durch lic. iur. B.________ – am 12. November 2014 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern und stellte folgende Rechtsbegeh-
ren:

Die Verfügung vom 10. Oktober 2014 sei insofern aufzuheben, als die 
Arbeitsfähigkeit näher abzuklären sowie der Status und das Validen- 
und Invalideneinkommen zu berichtigen seien. Sodann sei über den 
Rentenanspruch zu befinden.

Eventualantrag:
Es sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2013 bis 28. Februar 
2013 sowie ab 1. September 2013 eine Dreiviertelsrente zuzuspre-
chen.

Unter Entschädigungsfolge

Mit einem zweiten Schreiben vom 12. November 2014 liess der Beschwer-
deführer zudem die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege beantra-
gen und reichte am 2. Dezember 2014 aufforderungsgemäss weitere Un-
terlagen dazu zu den Akten.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2014 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Nachdem lic. iur. B.________ mit Schreiben vom 18. Dezember 2014 auf-
forderungsgemäss ihre Kostennote eingereicht hatte, machte der Instrukti-
onsrichter den Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 
12. Januar 2015 auf eine mögliche Schlechterstellung (reformatio in peius) 
bei Aufhebung der Verfügung und Rückweisung zu weiteren Abklärungen 
(BGE 137 V 314) aufmerksam und bot ihm Gelegenheit zur Stellungnahme 
resp. zum Rückzug der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 26. Februar 2015 hielt der Beschwerdeführer an seiner 
Beschwerde fest und am 4. März 2015 reichte lic. iur. B.________ auffor-
derungsgemäss ihre ergänzende Kostennote ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 5

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) 
sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantona-
len Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bilden die beiden Verfügungen vom 10. Oktober 
2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156). 

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn 
– wie vorliegend – eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften IV-
Rente formal in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird 
(BGE 131 V 164). Folglich ist vorliegend der mit Anmeldung vom März 
2011 geltend gemachte Anspruch auf eine IV-Rente unbeschränkt zu prü-
fen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 6

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG 

1.4 Das Gericht überprüft die angefochtenen Entscheide frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) haben jene Versicherten An-
spruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) 
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, der-
jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 
einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Ren-
te und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 7

marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). 

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). 

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 8

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

3.

Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 8. März 2011 
(act. II 75) eingetreten und hat den Leistungsanspruch des Beschwerdefüh-
rers materiell geprüft. Die Behandlung der Eintretensfrage, d.h. ob eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft geltend gemacht 
wurde, ist somit vom Gericht nicht zu überprüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114 f.).

Hingegen ist zu prüfen, ob zwischen der ursprünglichen rentenabweisen-
den Verfügung vom 16. März 2007 (act. II 74) und den hier angefochtenen 
Verfügungen 10. Oktober 2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156) eine wesent-
liche Änderung in medizinischer bzw. erwerblicher Hinsicht, die geeignet 
ist, den IV-Grad und damit einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflus-
sen, eingetreten ist (vgl. E. 2.4 hiervor). 

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführer seit der letzten 
rentenabweisenden Beurteilung bis zum Erlass der hier angefochtenen 
Verfügungen vom 10. Oktober 2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156) sind den 
Akten im Wesentlichen folgende Angaben entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, diagnosti-
zierte in seinem Bericht vom 2. Juni 2010 (act. II 82.2 S. 5 f.) einen Zustand 
nach radikulärem Reizsyndrom S1 links bei nachgewiesener rezessaler 
Diskushernie L5/S1 rechts sowie medioforaminaler Diskushernie L5/S1 
links, eine Diskusprotrusion linkslastig L4/5 mit Modic-I-Veränderungen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 9

einen Zustand nach Tonsillektomie vor 24 Jahren, einen Zustand nach 
Schulterverletzung, einen Zustand nach Meniskusoperation sowie aktuell 
einen Verdacht auf schwerste floride Depression. Eine CT-gesteuerte Infil-
tration sei am 29. April 2010 durchgeführt worden, ob sie geholfen habe sei 
schwierig zu sagen.

3.1.2 Nach der Hospitalisation vom 22. Mai bis zum 18. Juni 2012 hielten 
die Fachärzte der psychiatrischen Dienste E.________ im Austrittsbericht 
vom 26. Juni 2012 (act. IIA 140 S. 10 ff.) die Diagnose einer Dysthymia 
resp. Double-Depression mit diskreten affektinkongruenten psychotischen 
Symptomen fest, wobei die Störung getriggert und unterhalten werde durch 
exzessive Passivität bei chronischen Rückenschmerzen. Auf Wunsch des 
Beschwerdeführers und seiner Frau sei er bei Einsicht in seine Krankheit 
und Behandlungsbereitschaft, jedoch ohne Veränderungsmotivation nach 
Hause entlassen worden.

3.1.3 Im psychiatrischen Gutachten vom 20. Oktober 2012 (act. IIA 113.2) 
diagnostizierte Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem 
Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syn-
drom (ICD-10: F33.00) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und ana-
mnestisch einen Status nach Opiatabhängigkeitssyndrom durch Schmerz-
mittelabusus ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (ICD-10: F11 [S. 18 
Ziff. 6]). Die früher diagnostizierte schwere depressive Episode könne nicht 
mehr festgestellt werden und es sei unter Berücksichtigung aller in den 
Akten beschriebenen Faktoren von einer unübersehbaren bewusstseins-
nahen Aggravationstendenz auszugehen (S. 22). Die vom Beschwerdefüh-
rer beschriebenen Phänomene von Geistern und einer toten Frau könnten 
nicht als echte Halluzinationen im Zusammenhang mit einer Depression 
beurteilt werden, da der Schweregrad derselben aktuell lediglich leicht- und 
nicht schwergradig sei (S. 23). Für das Vorliegen psychotischer Symptome 
sei allerdings ein schwerer Schweregrad der Depression Voraussetzung. 
Gleichzeitig lasse sich keine Erkrankung aus dem schizophrenen Formen-
kreis diagnostizieren. Unter Berücksichtigung aller Faktoren dürften die 
geklagten Phänomene am ehesten auf dem Hintergrund kultureller Beson-
derheiten zu würdigen sein. Differentialdiagnostisch seien sie als Ausdruck 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 10

histrionischer Ausgestaltungen zu betrachten. Des Weiteren lasse sich ein 
Schmerzsyndrom mit andauernden Schmerzen unterschiedlicher Intensität 
im Bereich der lumbosakralen Wirbelsäule, der linken Schulter, des rechten 
Knies und manchmal des Kopfes nachweisen. Die Diagnose einer anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung könne jedoch nicht gestellt werden. 
Des Weiteren lasse sich anamnestisch ein Opiatabhängigkeitssyndrom 
nachweisen, wobei auch bei dessen Fortbestehen ein Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit nicht vorliege (S. 24). Aufgrund der Beschwerden von Seiten 
der rezidivierenden depressiven Störung mit chronischem Verlauf, 
insbesondere der Müdigkeit, verminderten Energie, der zeitweise gereizt-
aggressiven Stimmung sowie des verminderten Selbstvertrauens und des 
manchmal auftretenden Gefühls allgemeiner Sinnlosigkeit lasse sich aus 
psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … wie auch in einer alternativen Tätigkeit 
von 20 % begründen, wobei keine zusätzliche Verminderung der 
Leistungsfähigkeit bestehe. Diese Einschränkung bestehe seit Anfang 
2011, während der Hospitalisation sei von einer 100 %igen 
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Berufliche Massnahmen wären an und für 
sich aus psychiatrischer Sicht indiziert und sollten dem Beschwerdeführer 
beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben behilflich sein (S. 26). Da aber von 
einer subjektiven Krankheits- und Behinderungsüberzeugung sowie auch 
einer Selbstlimitierung ausgegangen werden müsse, erschienen berufliche 
Massnahmen kaum als sinnvoll.

Im rheumatologischen Gutachten vom 23. Oktober 2012 (act. IIA 116.1) 
hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabi-
litation FMH und Facharzt für Rheumatologie FMH, folgende Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest: ein chronisches rezidivierendes 
Lumbovertebralsyndrom und Radikulärsyndrom (ICD-10: M51.1), Restbe-
schwerden nach Kontusion der Schulter am 9. April 1999, Status nach Dis-
torsion des rechten Kniegelenkes mit Läsion des lateralen Meniskus, Sta-
tus nach lateraler Meniskektomie sowie Status nach wahrscheinlich durch-
gemachter CRPS, persistierenden Knieschmerzen, vereinbar mit einem 
Knee-anterior-pain Syndrome (S. 31 lit. E). Bezüglich der Schulterbe-
schwerden gebe es im Vergleich zur Beurteilung der SUVA-Kreisärzte kei-
ne neuen Gesichtspunkte: Die bisherige Arbeit … sei nicht mehr zumutbar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 11

(S. 32). Zumutbar sei hingegen eine leichtere stehende, gehende oder sit-
zende Arbeit, welche nicht über Kopf ausgeführt werden könne, vorausge-
setzt es handle sich nicht um repetitive Arbeiten mit dem linken Arm und es 
müssten keine Gewichte über 10 bis 15 kg gehoben werden. Eine solche 
Arbeit sei auch heute bezüglich des Pensums uneingeschränkt zumutbar 
und dabei sei die Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt. Aufgrund der 
Lendenwirbelsäulenproblematik sei dem Beschwerdeführer wegen dem 
Lumboradikulärsyndrom S1 rechts auch die angepasste Tätigkeit als … 
aufgrund des ständigen … und den damit verbundenen Erschütterungen 
wegen der schweren lumbosakralen Diskopathie nicht mehr zumutbar 
(S. 35). Eine Verschlechterung der Beschwerden des rechten Kniegelenkes 
sei nicht eingetreten, womit die Beurteilung der Belastbarkeit des rechten 
Kniegelenks nach wie vor gültig sei: Zumutbar seien mittelschwere Arbei-
ten, d.h. keine regelmässigen knienden, kauernden Tätigkeiten und keine 
Tätigkeiten mit höherer Hebe- und Tragebelastung (S. 36). Die gegenwärti-
ge Arbeitsunfähigkeit wegen dem Lumboradikulärsyndrom werde in einer 
angepassten Tätigkeit auf 50 %, d.h. auf 4.25 Stunden Arbeitspensum bei 
voller Leistungsfähigkeit geschätzt (S. 38 Ziff. 13). Alternativ könne das 
Arbeitspensum etwas höher gewählt werden mit dann entsprechend leich-
ter Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Mit medizinischen Massnahmen 
könne die Arbeitsfähigkeit für eine leichte an die Wirbelsäule adaptierte 
Tätigkeit auf ca. 75 % gesteigert werden (Ziff. 8).

Nach interdisziplinärer Besprechung kamen die beiden Gutachter zum 
Schluss, dass im Hinblick auf die noch zumutbare Arbeitsfähigkeit die 
rheumatologische Beurteilung als gesamtmedizinische Beurteilung über-
nommen und von einer gegenwärtigen Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % in 
einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden könne (act. IIA 117).

3.1.4 Im am 5. April 2013 (act. IIA 124) als Einwand gegen den Vorbe-
scheid vom 26. März 2013 (act. IIA 123) verfassten Bericht führte die be-
handelnde Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, aus, dass sich die Symptomatik nach der Hospitalisa-
tion in den psychiatrischen Diensten E.________ im Mai 2012 rasch wieder 
verstärkt habe und beim Beschwerdeführer wieder Suizidgedanken aufge-
treten seien, von denen er sich zunehmend schlechter habe abgrenzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 12

können. Auch wenn der Beschwerdeführer aus körperlichen Gründen viel-
leicht wieder einer angepassten Tätigkeit nachgehen könne, sei er dazu 
aus psychiatrischen Gründen nicht in der Lage, Persönlichkeitsstörung und 
depressive Störung liessen dies auch bis jetzt nicht zu.

3.1.5 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste E.________ vom 
20. Mai 2013 betreffend eine Behandlung vom 12. und 13. März 2013 
(act. IIA 137 S. 3 ff.) wurden die Diagnosen einer chronischen Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) und 
einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-
10: F32.3) gestellt. Die depressive Symptomatik im Sinne von Niederge-
schlagenheit, Freudlosigkeit, Antriebsschwäche und Schlafstörungen mit 
Albträumen habe sich nur wenig verbessert, es sei dem Beschwerdeführer 
aber besser gelungen, eine Tagesstruktur einzuhalten (S. 2). 

3.1.6 Die praktische Ärztin I.________, psychiatrische Dienste 
J.________, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 7. November 2013 
(act. IIA 140) eine schwere depressive Episode mit psychotischen Sym-
ptomen (ICD-10: F32.3) bestehend seit mind. Sommer 2010 sowie eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.11) bestehend seit Sommer 2010. Durch sie selbst seien 
zwar keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt worden, doch 
sei der Beschwerdeführer aus ihrer Sicht nach wie vor 100 % arbeitsun-
fähig. Es bestehe eine starke Antriebsverminderung und deutliche Konzen-
trations- und Aufmerksamkeitsdefizite sowie Spannungszustände mit emo-
tionaler Impulsivität und Aggressivität, die eine Arbeit verunmöglichten 
(S. 4). Die bisherige Erwerbstätigkeit sei nicht mehr zumutbar und mit der 
derzeitigen Medikation sei die Tätigkeit als … nicht mehr möglich. Die Pro-
gnose sei sehr ungünstig, es müsse von einer Chronifizierung ausgegan-
gen werden: vier stationäre psychiatrische Behandlungen in den letzten 
beiden Jahren hätten keine wesentliche Verbesserung gebracht.

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, nahm in seinem Bericht vom 15. November 2013 
(act. IIA 142) Stellung zum psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 
F.________ vom 20. Oktober 2012 (act. IIA 113.2) und hielt fest, dass die-
ses umfassend und schlüssig sei und die erforderlichen Eigenschaften er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 13

fülle. Die neu eingereichten Berichte hätten keine neuen Tatsachen vorge-
bracht, welche eine Änderung der versicherungspsychiatrischen Beurtei-
lung von Dr. med. F.________ bedingen würden.

3.1.8 Im Kurzaustrittsbericht vom 28. März 2014 betreffend eine stationä-
re Behandlung vom 7. Februar bis zum 19. März 2014 (act. IIA 150 S. 3 f.) 
diagnostizierten die Fachärzte der psychiatrischen Dienste J.________ 
eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: 
F32.3) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10: F45.11).

3.1.9 In seinem Bericht vom 28. Mai 2014 (act. IIA 152) führte der RAD-
Arzt Dr. med. K.________ aus, dass auch die neuen eingereichten Berichte 
keine neuen relevanten Tatsachen enthielten und weiterhin auf die versi-
cherungsmedizinische Beurteilung im Gutachten der Dres. med. 
F.________ und G.________ abgestützt werden könne (S. 8). Die subjektiv 
angegebenen Beschwerden und die von ärztlicher Seite angegebenen 
Symptome und Diagnosen seien im Wesentlichen bereits vor dem und im 
Zeitpunkt der Begutachtungen im September/Oktober 2012 bekannt gewe-
sen.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 14

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in den hier angefochtenen Verfü-
gungen vom 10. Oktober 2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156) massgeblich 
auf die Beurteilungen der Dres. med. F.________ und G.________ in ihren 
Gutachten vom 20. Oktober 2012 (act. IIA 113.2) bzw. vom 23. Oktober 
2012 (act. IIA 116.1) und ihrer interdisziplinären Besprechung (act. IIA 117) 
gestützt. 

3.3.1 In psychiatrischer Hinsicht hat Dr. med. F.________ in seinem Gut-
achten vom 20. Oktober 2012 (act. IIA 113.2) eine rezidivierende depressi-
ve Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episo-
de ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F33.00) diagnostiziert (S. 18 
Ziff. 6). Die psychiatrische Expertise ist für sich betrachtet und mindestens 
den Zeitraum bis zur Begutachtung beschlagend schlüssig und verwertbar. 
Sie erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweis-
wert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.2 hier-
vor), weshalb ihr insoweit volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eige-
nen Abklärungen des Sachverständigen und sind in Kenntnis der Vorakten 
sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen wor-
den. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Ge-
sundheitszustand bzw. zu den gestellten Diagnosen werden nachvollzieh-
bar begründet. Darüber hinaus hat sich der Gutachter mit divergierenden 
früheren medizinischen Berichten auseinandergesetzt (S. 25) und über-
zeugend dargelegt, weshalb die dort erfolgte Einschätzung keine Gültigkeit 
(mehr) hat.

Die psychiatrische Beurteilung durch Dr. med. F.________ überzeugt 
insbesondere vor dem Hintergrund der plausibel und überzeugend 
dargelegten Sachlage zur Compliance des Beschwerdeführers, wenn er 
ausführt, dass dieser bezüglich seiner Einnahme der Psychopharmaka 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 15

nicht die Wahrheit gesagt und später zugegeben habe, dass er 
diesbezüglich gelogen habe (act. IIA 113.2 S. 15 Ziff. 3.2.9). Zudem hatten 
schon die Fachärzte der psychiatrischen Dienste E.________ im 
Austrittsbericht vom 26. Juni 2012 (act. IIA 140 S. 10 ff.) festgehalten, 
dass der Beschwerdeführer zwar Einsicht in seine Krankheit hatte, jedoch 
keine Veränderungsmotivation gezeigt habe. Entgegen den Ausführungen 
des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde vom 12. November 2014 
(S. 5 Ziff. 4) ist das Gutachten des Psychiaters zudem nicht schon deshalb 
mangelhaft, weil dieser die für die Depression wegweisenden Anteile als 
weniger gewichtig einschätzte, als es gewisse behandelnde Ärzte getan 
haben. Immerhin stimmt die Beurteilung des Gutachters mit der Beurteilung 
der Fachärzte der psychiatrischen Dienste E.________ überein, gingen 
diese in ihrem Bericht vom 26. Juni 2012 (act. IIA 140 S. 10 ff.) doch von 
einer Dysthymia bzw. Double-Depression aus. Überzeugend legt der 
psychiatrische Gutachter Dr. med. F.________ im Gutachten vom 20. Ok-
tober 2012 (act. IIA 113.2) schliesslich dar, dass die früher gestellte Dia-
gnose einer schweren depressiven Episode nicht mehr gestellt werden 
könne (S. 22). Vielmehr sei unter Berücksichtigung aller in den Akten be-
schriebenen Faktoren von einer unübersehbaren bewusstseinsnahen Ag-
gravationstendenz auszugehen. Hinzuweisen ist in diesem 
Zusammenhang denn auch, dass nicht unwesentliche Belastungen 
vorliegen und die geklagten Phänomene gemäss der nachvollziehbaren 
Einschätzung des Gutachters am ehesten vor dem Hintergrund kultureller 
Besonderheiten zu würdigen seien (S. 23). Angesicht des Ungenügens der 
bidisziplinären Abklärung aus somatischer Sicht (vgl. E. 3.3.2 hiernach) 
braucht hier nicht abschliessend geklärt zu werden, ob die psychiatrische 
Beurteilung für die danach folgende längere Zeit bis zum Verfügungserlass 
im Oktober 2014 weiterhin Gültigkeit beanspruchen kann. Immerhin be-
fand sich der Beschwerdeführer in dieser Zeit in einer längeren stationären 
Behandlung. 

3.3.2 In somatischer Hinsicht kann als erstellt gelten, dass rein hinsicht-
lich der Schulter- und Knieproblematik dem Beschwerdeführer eine ange-
passte Tätigkeit zumutbar ist. So führt der rheumatologische Gutachter 
Dr. med. G.________ in seinem Gutachten vom 23. Oktober 2012 
(act. IIA 116.1) überzeugend und nachvollziehbar aus, dass zwar die bishe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 16

rige Arbeit … aufgrund der Schulterbeschwerden nicht mehr zumutbar sei, 
dass hingegen leichtere stehende, gehende oder sitzende Arbeiten, welche 
nicht über Kopf ausgeführt werden könnten, und ohne dass repetitiven Ar-
beiten mit dem linken Arm gemacht und keine Gewichte über 10 bis 15 kg 
gehoben werden müssten (S. 32), möglich sei. Bezüglich der Kniebe-
schwerden aufgrund eines Distorsionstraumas seien zudem weiterhin mit-
telschwere Arbeiten ohne regelmässige kniende oder kauernde Tätigkeiten 
und ohne Tätigkeiten mit höherer Hebe- und Tragebelastung möglich 
(S. 36). Damit in Übereinstimmung steht unter anderem auch die Einschät-
zung der behandelnden Hausärztin Dr. med. H.________, welche in ihrem 
Bericht vom 5. April 2013 (act. IIA 124) davon ausgeht, dass dem Be-
schwerdeführer aus körperlichen Gründen eine angepasste Tätigkeit mög-
lich sei. 

Nicht zu überzeugen vermag das Gutachten hingegen hinsichtlich der Be-
urteilung der Rückenproblematik. Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass 
Dr. med. G.________ zwar Kenntnis von offenbar vorhandenen bildgeben-
den Abklärungen hatte und sie auch eingefordert hatte (vgl. act. IIA 116.1 
S. 30 Ziff. D2); Als diese Bildgebungen der LWS jedoch bei ihm nicht ein-
gegangen sind, hat der Gutachter es unterlassen, dieser Angelegenheit 
weiter nachzugehen oder gar eigene Abklärungen zu veranlassen. Gerade 
dies wäre jedoch im vorliegenden Fall zwingend gewesen: Den Akten ist 
nämlich zu entnehmen, dass der behandelnde Neurochirurg Dr. med. 
D.________ im April 2010 eine CT-gesteuerte Infiltration durchgeführt hatte 
(act. II 82.2 S. 5), was jedoch keine verwertbaren Ergebnisse erbracht ha-
be. In der Folge hatte der behandelnde Neurochirurg Dr. med. D.________ 
aufgrund der psychischen Problematik eindringlich vor operativen Mass-
nahmen gewarnt (act. II 82.2 S. 5). Gegenüber dem rheumatologischen 
Gutachter Dr. med. G.________ hat der Beschwerdeführer gar ausgesagt, 
dass die damalige Intervention gar keine Linderung gebracht habe (vgl. 
act. IIA 116.2 S. 27), was jedoch – sollten die Beschwerden tatsächlich 
somatischer Natur sein – eigentlich hätte der Fall sein müssen. Während 
Dr. med. D.________ allein einen „Zustand nach radikulärem Reizsyndrom 
S1 links“ attestiert und damit offenbar eine psychische Problematik im Vor-
dergrund gesehen hatte, betrachtete der rheumatologische Gutachter 
Dr. med. G.________ die Rückenproblematik hingegen durchgehend als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 17

bestehend (vgl. act. IIA 116.1 S. 31). Weshalb der Gutachter – nachdem er 
im Übrigen selbst festgestellt hatte, dass sogar die behandelnde Hausärztin 
keine entsprechenden klinischen Befunde habe beschreiben können 
(vgl. act. IIA 116.1 S. 34) – diese erheblichen, gegen eine Relevanz spre-
chenden Umständen unbeachtet liess, erschliesst sich aus dem Gutachten 
nicht. In dieser Hinsicht ist deshalb keineswegs ausgewiesen, dass die 
geklagte Rückenproblematik klinisch tatsächlich relevant ist und die durch-
aus unspezifisch geklagten Beschwerden nicht einer somatoformen 
Störung entspringen könnten. 

Nicht nachvollziehbar ist dementsprechend das Attest einer 50 %igen Ar-
beitsunfähigkeit. Abgesehen davon hat der Gutachter zudem damit im Wi-
derspruch stehend ausgeführt, dass zwar weder die ursprüngliche Tätigkeit 
… noch die alternative Tätigkeit als … aufgrund der schweren lumbosakra-
len Diskopathie zumutbar seien (act. IIA 116.1 S. 35), hingegen eine Stei-
gerung der Arbeitsfähigkeit bei bescheinigter (zumutbarer) Besserungs-
fähigkeit durch Physiotherapie und körperliche Stärkung auf ca. 75 % in 
einer angepassten Tätigkeit als realistisch erachtet werde (S. 36 Ziff. 8).

Weshalb schliesslich das … als … nicht mehr zumutbar sein soll, wenn es 
dem Beschwerdeführer doch offenbar gelingt, … durchzustehen (vgl. 
act. IIA 113.2 S. 13 Ziff. 3.2.4), überzeugt gleichsam nicht. Hier ist eine 
umfassende neue medizinische Abklärung im Rahmen einer MEDAS-
Abklärung geboten, so wie sie vom RAD-Arzt zunächst zu Recht auch vor-
gesehen gewesen war (vgl. act. II 100 und act. IIA 106), von der Adminis-
tration jedoch nicht berücksichtigt wurde.

Unter diesen Umständen kann eine abschliessende Beurteilung vorab zur 
Frage veränderter Verhältnisse als Voraussetzung einer umfassenden und 
freien Prüfung nach Neuanmeldung derzeit nicht erfolgen. Es erübrigen 
sich damit derzeit auch gerichtliche Vergleichsüberlegungen zum Gesund-
heitszustand anlässlich der letzten rechtskräftigen Beurteilung vom 
16. März 2007 (act. II 74) und demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügungen vom 10. Oktober 2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156). 

3.3.3 Nach den vorstehenden Ausführungen erweist sich der rechtserheb-
liche medizinische Sachverhalt als derart ungenügend abgeklärt, dass auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 18

eine neue vollständige interdisziplinäre Klärung – in somatischer wie auch 
psychischer Hinsicht, wobei letzteres betreffend insbesondere der Verlauf 
seit der letzten Begutachtung im Oktober 2012 (act. II 113.2) zu erheben 
sein wird – der medizinischen Lage nicht verzichtet werden kann. Die Sa-
che ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine 
interdisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers durch eine MEDAS 
veranlasse und anschliessend über den Rentenanspruch neu befinde.

4.

Angesichts der vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 12. No-
vember 2014 in den Vordergrund gestellten Rügen betreffend die Festle-
gungen des Status und der Vergleichseinkommen durch die Beschwerde-
gegnerin ist abschliessend das Folgende festzuhalten:

4.1 Bezüglich des Status des Beschwerdeführers, bzw. dem Umfang, in 
welchem er als Gesunder erwerbstätig wäre, ist die Beschwerdegegnerin in 
ihrem Abklärungsbericht Haushalt vom 4. März 2013 (act. IIA 122) von ei-
nem gemischten Status und dabei davon ausgegangen, dass er im Ge-
sundheitsfalle zu 80 % erwerbstätig und zu 20 % im Haushalt tätig wäre 
(S. 7 Ziff. 4). Dies ist angesichts der Erwerbskarriere des Beschwerdefüh-
rers und der aus den Akten ersichtlichen Familienstruktur (vgl. act. II 49 
S. 6 Ziff. E.4) nicht nachvollziehbar, denn der Beschwerdeführer hat vor 
Eintritt der ersten gesundheitlichen Probleme mit dem Sturz aus vier Me-
tern im Jahr 1997 stets zu 100 % gearbeitet. Auch danach hat der Be-
schwerdeführer bis Ende 2004 weiterhin ein 100 %-Pensum in einer ange-
passten Tätigkeit als … innegehabt (act. II 47). Sodann ist aus dem Haus-
haltsbericht ersichtlich, dass der gesamte Haushalt vollumfänglich von der 
Ehefrau des Beschwerdeführers erledigt wird (act. IIA 122 S. 8 f. Ziff. 6). 
Der Beschwerdeführer ist deshalb als voll Erwerbstätiger zu bemessen, 
was die Beschwerdegegnerin bei der erneuten Festlegung des IV-Grades 
zu berücksichtigen haben wird.

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 19

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

Der Beschwerdeführer war seit seiner Einreise in die Schweiz im Septem-
ber 1990 bis zu seinem Unfall vom 28. Januar 1997 bei der L.________, 
angestellt (vgl. Unfallmeldung vom 11. November 1997 [VA 17]). Ange-
sichts des Umstands, dass diese langjährige Tätigkeit aus gesundheitlichen 
Gründen nicht mehr ausgeführt werden konnte und der damalige Arbeitge-
ber gemäss den Akten den Beschwerdeführer als Mitarbeiter geschätzt hat 
(vgl. VA 16 und act. II 8 S. 8), ist davon auszugehen, dass dieser im Ge-
sundheitsfalle an sich weiterhin dort arbeiten würde. Die L.________ (vgl. 
Handelsregisterauszug gemäss www.zefix.ch, Firmennummer …) hat ihre 
Tätigkeit jedoch im Jahr 2010 verändert und ist nicht mehr als … tätig. Un-
ter diesen Umständen hätte der Beschwerdeführer seine Stelle auch als 
Gesunder verloren. Das Valideneinkommen wird unter diesen Umständen 
auf der Basis des Totalwerts der LSE zu bestimmen sein. Dass der Be-
schwerdeführer in der Zwischenzeit eine besser angepasste Tätigkeit als 
… aufgenommen hat und während dieser Anstellung (nach bereits erfolgter 
Kündigung) erneut einen Unfall erlitten hat, ändert daran nichts, denn diese 
Stelle hat er nach Eintritt und auch aufgrund der gesundheitlichen Beein-
trächtigung nach dem Unfall im Oktober 1997 angenommen.

5.

Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen und die angefochtenen Verfügun-
gen vom 10. Oktober 2014 (act. IIA 155 und act. IIA 156) aufzuheben. Die 
Akten sind an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme der Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung zurückzuwei-
sen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 20

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.–, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

6.2 Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat dem obsiegenden Be-
schwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden vom Versiche-
rungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen (Art. 61 lit. g ATSG).

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-
cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-
meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozialver-
sicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). 

Im Falle der Vertretung durch eine gemeinnützig tätige Rechtsberatungs-
stelle im Sinne der Rechtsprechung (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der 
Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.– und 
bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertretung auf Fr. 80.– festgelegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 21

In der Kostennote vom 18. Dezember 2014 und der Ergänzung vom 
4. März 2015 hat lic. iur. B.________ einen Aufwand von insgesamt 11.75 
Stunden geltend. Dies ist nicht zu beanstanden. Bei einem Aufwand von 
11.75 Stunden à Fr. 130.– ausmachend Fr. 1‘527.50 sowie Auslagen von 
Fr. 53.00 wird der gesamte von der Beschwerdegegnerin dem Beschwer-
deführer zu ersetzende Parteikostenersatz auf Fr. 1‘706.95 (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer von Fr. 126.45 auf Fr. 1‘280.50) festgesetzt.

6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden vom Ge-
schäftsverzeichnis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen der IV-Stelle 
Bern vom 10. Oktober 2014 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘706.95 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als erledigt vom Ge-
schäftsverzeichnis abgeschrieben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2015, IV/14/1091, Seite 22

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.