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**Case Identifier:** 6077b50b-5cee-563c-8470-d9d36aa69abb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.05.2017 200 2016 640
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-640_2017-05-04.pdf

## Full Text

200 16 640 UV
GRD/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Mai 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

in Sachen
C.________

betreffend Einspracheentscheid vom 6. Juni 2016 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2017, UV/16/640, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Einspracheentscheid vom 6. Juni 2016 (Antwortbeilage [AB] A28) 
bestätigte die AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA bzw. Beschwer-
degegnerin) ihre Verfügung vom 20. Januar 2016 (AB A17), mit welcher sie 
in Sachen C.________ einen Anspruch von dessen Witwe A.________ 
(nachfolgend Leistungsansprecherin bzw. Beschwerdeführerin) auf Unfall-
versicherungsleistungen nach UVG verneint hatte. Die Ursache für den Tod 
von C.________ sei nicht mit dem mindestens notwendigen Grad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den zuvor erlittenen Sturz zurückzu-
führen. Es bestehe deshalb kein Anspruch auf Leistungen aus der obligato-
rischen Unfallversicherung.

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Leistungsansprecherin, ver-
treten durch Rechtsanwältin B.________, am 6. Juli 2016 Beschwerde mit 
den Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen 
nach UVG zu erbringen. Eventualiter sei – unter Wahrung der Mitwirkungs-
rechte der Parteien – ein medizinisches Aktengutachten zur Klärung des 
vorliegenden Sachverhaltes einzuholen – unter Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2016 beantragt die Beschwerde-
gegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-

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waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der AXA Versicherungen 
AG vom 6. Juni 2016 (AB A28). Streitig und zu prüfen ist, ob die Be-
schwerdeführerin Anspruch auf Leistungen nach UVG hat und dabei insbe-
sondere ob der Tod von C.________ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Stur-
zereignis gleichen Tages vom 3. Oktober 2015 steht.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]).

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2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2.1 Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf 
die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne 
Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist insoweit, dass der äussere 
Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Aus-
schlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 
Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche 
Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 
E. 4.3.1 S. 79). Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo 
der Gesundheitsschaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine 
plötzliche schädigende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte Zu-
ordnung zum exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der Rechtsprechung 
insbesondere dann, wenn die Gesundheitsschädigung erfahrungsgemäss 
auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von vorbestandenen 
degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines durchaus 
normalen Geschehensablaufs auftreten kann. In solchen Fällen muss die 
unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Um-
ständen gesetzt worden sein. Somit wird eine Einwirkung ohne offensichtli-
che Schadensneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen 
Ereignisses zum ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es bedarf – neben den 
üblichen auf den Körper einwirkenden Kräften – eines schadensspezifi-
schen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann 
(BGE 134 V 72 E. 4.3.2 und 4.3.2.1 S. 80).

2.2.2 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-

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grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 
dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.3 Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, 
unterliegt der Nachweis eines Unfalls strengen Anforderungen. Die unmit-
telbare Ursache der Schädigung muss unter besonders sinnfälligen Um-
ständen gesetzt worden sein; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in 
der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei 
deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter 
Ursachen besteht (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. April 
2013, 8C_802/2012, E. 5 mit Hinweis auf BGE 99 V 136 E. 1 S. 138).

2.4 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.4.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Zu den im Sinne von Art. 6 
Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören auch Umstände, ohne die 
die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten 
wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung ist also selbst 
dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das 

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versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall 
somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts "conditio sine 
qua non" war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- 
oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Rea-
lisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne 
im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige 
Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

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unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-
chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 
stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 
mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-
teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 
kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 
Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, 
wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

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3.

3.1 Laut Darstellung der Beschwerdeführerin, der Ehefrau von 
C.________ brachen sie und ihr Ehemann am Samstag, 3. Oktober 2015 
zu einer fünfstündigen Wanderung von … nach … auf. Sie seien in norma-
lem Tempo gewandert. Der Wanderweg sei mit Steinplatten ausgelegt ge-
wesen, die nass und rutschig gewesen seien. Am Wegrand hätten die 
Steinplatten in eine steil abfallende Böschung gemündet. Nach einem kur-
zen Halt habe C.________ seinen Rucksack mit einer Schwung-/
Drehbewegung wieder angezogen und sei dabei unglücklich auf der Stein-
platte ausgerutscht und mit vollem Körpergewicht auf die Steinkante am 
Rand des Wegs geprallt. Die Steinkante habe ihn in der Brustregion getrof-
fen. Er sei so gefallen, dass er sich mit den Händen an der Steinplatte habe 
festhalten können und nicht die Böschung hinunter gefallen sei. Der Kopf 
sei dabei unverletzt geblieben. Sie sei zu ihrem Ehemann hingeeilt und 
habe ihm geholfen, von der Böschung wieder auf den Steinweg zu gelan-
gen. Sie hätten noch eine knappe Stunde bis zum Zielort … zu wandern 
gehabt. Ihr Ehemann habe gemeint, das würde er schon schaffen. Sie hät-
ten die Wanderung fortgesetzt. Allerdings sei das Tempo nicht mehr das-
selbe wie vorher gewesen. Sie habe ihren Ehemann mehrfach nach sei-
nem Befinden gefragt, weil sie bemerkt habe, dass sie langsamer gewor-
den seien. Er habe gesagt, es gehe schon. Nach ungefähr 50 Minuten ha-
be er sich hinsetzen wollen. Er könne nicht mehr gut atmen. Das Dorf sei 
noch etwa 5 Minuten entfernt gewesen. Sie habe ihren Ehemann gefragt, 
ob sie Hilfe holen solle. Er habe bejaht. Sie sei ins Dorf gelaufen und habe 
den Notfallarzt organisiert. Nach ca. 10 Minuten sei sie wieder bei ihrem 
Ehemann gewesen. Doch der sei bereits nicht mehr ansprechbar gewesen. 
Wenig später sei der Notfallarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, eingetroffen. Nach einer Untersuchung vor Ort habe 
dieser gesagt, dass er nichts mehr unternehmen könne. Bei dieser Unter-
suchung hätten sich sichtbare Schürfungen in der Bauchregion gezeigt 
(Beschwerdebeilage [BB] 6).

3.2 In der ärztlichen Todesbescheinigung, die Dr. med. D.________ 
noch gleichentags ausfüllte, kreuzte er „natürlicher Todesfall (Erdbestat-
tung oder Kremation zulässig)“ und nicht „nicht natürlicher Todesfall (Unfall, 

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Suizid, Delikt, inkl. Spätfolgen davon)“ oder „unklarer Todesfall (nicht natür-
licher Tod möglich)“ an. Gemäss ärztlicher Todesbescheinigung erfolgte 
keine Meldung an Polizei, Bezirksarzt oder Untersuchungsrichter (AB M1).

3.3 Am 8. Oktober 2015 ging bei der Beschwerdegegnerin eine Un-
fallmeldung UVG vom 6. Oktober 2015 ein, gemäss welcher C.________ 
am 3. Oktober 2015 beim Wandern auf den Oberkörper gestürzt und inner-
lich verblutet sei. Erstbehandelnder Arzt sei Dr. med. D.________ gewesen 
(AB A1). Dieser beantwortete die ihm in der Folge von der Beschwerde-
gegnerin gestellten Fragen dahingehend, dass er als diensthabender Not-
fallarzt der Talgemeinde …, wo er als pensionierter Allgemeinpraktiker re-
gelmässig Stellvertretungen bei Dr. med. E.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, in … mache, am 3. Oktober 2015 um 14.25 Uhr 
durch den Sanitätsnotruf informiert worden sei, dass oberhalb des Dorfes 
… ein Mann nach einem Sturz ärztliche Hilfe brauche. Es habe geheissen, 
der Patient sei bei Bewusstsein und ansprechbar. Um 14.45 Uhr sei er 
beim Patienten eingetroffen, der leider schon tot gewesen sei. Er habe kei-
ne Herzaktion mehr feststellen können. Die Pupillen seien dilatiert und das 
Gesicht zyanotisch gewesen. Er habe somit annehmen müssen, dass Herr 
C.________ schon mehrere Minuten tot gewesen sei und eine Reanimation 
keine Aussicht auf Erfolg mehr haben würde. Gemäss dessen Ehefrau sei 
C.________ während der Wanderung von … nach … auf einem regennas-
sen, äusserst glitschigen Stein ausgerutscht und frontal auf den Thorax 
gefallen, nachdem er zuvor ohne irgendwelche Schmerzen oder Klagen 
gewandert sei. Nach dem Sturz sei der Patient wieder aufgestanden und 
weitergelaufen. Allerdings habe er sich in der Folge nach einiger Zeit über 
zunehmende Atemnot und eine körperliche Schwäche beklagt. Das Ehe-
paar habe dann versucht, trotz der Beschwerden des Patienten das nächs-
te Dorf … zu erreichen, was aber nicht mehr möglich gewesen sei. Die 
Atemnot sei so stark geworden, dass Herr C.________ nicht mehr habe 
weiterlaufen können. Er habe sich hinlegen müssen, während seine Frau 
ins Dorf hinuntergelaufen sei und Hilfe angefordert habe. Als sie zurückge-
kommen sei, sei Herr C.________ gemäss Angaben der Ehefrau schon 
nicht mehr ansprechbar gewesen. Eine Laienreanimation sei nicht erfolgt. 
Vor dem Unfall sei Herr C.________ völlig beschwerdefrei und marschtüch-
tig gewesen. Seit einer Koronarangiographie am 23. Oktober 2013 mit ei-

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ner perkutanen transluminalen koronaren Angioplastie (PTCA) mehrerer 
Gefässe und Einlage von zwei Stents sei der Patient völlig beschwerdefrei 
gewesen. Davor habe er bei sehr grossen körperlichen Belastungen eine 
leichte Angina pectoris verspürt und am 20. Oktober 2013 einen schweren 
Angina pectoris-Anfall erlitten, was dann zur kardiologischen Abklärung 
geführt habe. Seit dem Eingriff am Herz sei Herr C.________ absolut be-
schwerdefrei und altersentsprechend belastungsfähig geblieben. Eine Kon-
troll-Ergometrie im April 2014 habe ein gutes Resultat bei normaler Belas-
tungsfähigkeit gezeigt. So habe einer Wanderung nichts im Wege gestan-
den, da die begangene Strecke keine besondere Anstrengung verlangt 
habe. Herr C.________ sei zuvor in einer guten psychischen Verfassung 
gewesen. 

Nach dem Sturz sei Herr C.________ wieder aufgestanden und nach An-
gaben der Ehefrau weitergelaufen, ohne dass er sich gross über starke 
Schmerzen beklagt habe. Erst nach einiger Zeit habe er zunehmend gros-
se Mühe mit dem Laufen wegen Atemnot und einer körperlichen Schwäche 
bekommen, so dass er schlussendlich nicht mehr habe weiterlaufen kön-
nen und sich habe hinlegen müssen. Nach Rekonstruktion des ganzen 
Verlaufs vom Sturz bis zum Tod müsse er annehmen, dass sich der Patient 
beim Sturz eine ventrale Thoraxkontusion zugezogen habe, die zwar keine 
unmittelbare Konsequenz auf die Marschtüchtigkeit gehabt habe, da der 
Patient sofort wieder aufgestanden und weitergelaufen sei, ohne dass er 
sich über Atemnot oder starke Schmerzen beklagt habe. Mit grösster 
Wahrscheinlichkeit habe er sich jedoch beim Sturz bei einer Blutverdün-
nung mit Aspirin cardio eine innere Blutung im Herz-Thorax-Bereich zuge-
zogen, die sich mit einer gewissen Latenz mit Atemnot und einer körperli-
chen Schwäche manifestiert und schlussendlich zum Tod geführt habe. Bei 
der kursorischen Untersuchung des Patienten habe er äusserlich keine 
relevanten pathologischen Befunde erheben können. Als Todesursache 
müsse ein Herz-Kreislaufversagen angenommen werden nach einem Stol-
persturz mit einer ventralen Thoraxkontusion. Mögliche Folgen des Sturzes 
sei eine Contusio cordis, eine Pericardtamponade mit zunehmender Hä-
morrhagie in das Pericard verbunden mit einer zunehmenden Herzinsuffizi-
enz gewesen. Aufgrund des Verlaufes nach der Thoraxkontusion bei einem 
zuvor beschwerdefreien und voll leistungsfähigen Patienten sei der Unfall 

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die alleinige auslösende Ursache für den Tod des Patienten gewesen, das 
heisse, der Patient sei an den Folgen des Unfalles verstorben. Nach der 
Feststellung des Todes von Herrn C.________ habe er die Polizei über den 
Todesfall informiert, die auf Platz erschienen sei. Er habe dann Kontakt mit 
dem diensthabenden Staatsanwalt aufgenommen und ihm die Situation 
erklärt. Da keine Drittperson in den Tod des Patienten involviert gewesen 
sei und kein strafrechtlich relevantes Ereignis vorgelegen habe, habe der 
Staatsanwalt den Leichnam freigegeben. Eine Autopsie sei nicht durchge-
führt worden. Es handle es sich um einen natürlichen Todesfall als Folge 
eines Unfallereignisses (AB M2).

3.4 Dr. med. E.________, in dessen Vertretung Dr. med. D.________ 
am 3. Oktober 2015 gehandelt hatte, hielt mit eigenem ärztlichem Bericht 
vom 15. Oktober 2015 bezüglich des Unfallhergangs „Sturz auf regennas-
sem Weg und Aufprall mit Brust auf Stein. 30 min. weiter gegangen, plötzli-
che Schmerzen und Tod (Angaben der Ehefrau)“ fest. Es bestehe ein Ver-
dacht auf Thoraxtrauma und Contusio cordis. Der Tod sei ca. 20 Minuten 
nach dem Sturzereignis eingetreten. Die Todesursache sei unklar. Ganz 
klar sei aber ein Unfallereignis mit direktem Thoraxtrauma. Ob der Unfall 
die alleinige Todesursache gewesen sei, sei unklar, aber wahrscheinlich. 
Der Patient sei vorgängig ohne Beschwerden mehrere Stunden problemlos 
gewandert. Eventuell sei die koronare Herzkrankheit mitbeteiligt; dies sei 
aber nicht wahrscheinlich. Es sei keine Autopsie gemacht werden. Der Not-
fallarzt vor Ort sei von einem Tod nach Unfallereignis mit Contusio cordis 
ausgegangen (AB M3).

3.5 Die Beschwerdegegnerin unterbreitete das Dossier in der Folge 
ihrem beratenden Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, zur 
Beurteilung, ob der Tod von C.________ mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auf den Sturz beim Wandern zurückzuführen sei oder ob es sich 
dabei um eine Krankheitsfolge der vorbestehenden Herzbeschwerden 
handle. Dr. med. F.________ kam gestützt auf die Akten zur Beurteilung, 
dass Herr C.________ überwiegend wahrscheinlich an den Folgen seiner 
koronaren Herzkrankheit verstorben sei, das heisse, an einem Myokardin-
farkt. Bei einem Status nach Dilatation und Stenteinlage am 22. Oktober 
2013 wegen koronarer Herzkrankheit sei Herr C.________ gemäss dem 

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Kardiologen Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
sowie für Kardiologie, ein Hochrisikopatient gewesen. Die am 31. Juli 2015 
u.a. beschriebenen Schlundkrämpfe und das intermittierend auftretende 
Magenbrennen könnten ein Indiz für eine Angina pectoris sein, würden 
solche Beschwerden doch auch bei einer Angina pectoris auftreten. Herr 
C.________ habe sich wenige Tage vor seinem Tod – bei fehlendem Fie-
ber und fehlenden Entzündungsparametern in der Blutanalyse – abge-
schlagen und krank gefühlt. Gemäss den Akten habe er nach einem Tele-
fonanruf bei der Praxis H.________ am 30. September 2015 die antihyper-
tensive Therapie mit Amlodipin Mepha wegen der Annahme einer aller-
gisch bedingten Hautreaktion abgesetzt. Bezüglich des Sturzes werde be-
richtet, dass Herr C.________ auf einem nassen Stein ausgerutscht und 
direkt mit dem Thorax aufgeprallt sei. Ein direkter Thoraxaufprall bei intak-
ten Reflexen sei jedoch schier nicht möglich, hätte sich Herr C.________ 
doch sicherlich abzustützen versucht, um den Sturz zu bremsen. Weiter 
fehlten äussere Verletzungszeichen wie Schürfwunden, Kontusionsmarken 
und Hämatome. Letztere wären bei einer Therapie mit einem Thrombozy-
tenaggregationshemmer (Aspirin cardio) sicherlich auch kurz nach dem 
Ereignis vorhanden gewesen. Andererseits würde ein Sturz auf den Thorax 
bei fehlender Abwehrreaktion, also fehlenden Reflexen, zu einer Gesichts-
schädelverletzung geführt haben, da der Kopf nach dem Thoraxaufprall 
auch aufgeschlagen wäre. Eine vom beurteilenden Notfallarzt Dr. med. 
D.________ postulierte innere Blutung im Herz-Thorax-Bereich sei nicht 
nachvollziehbar. Bei einer entsprechenden direkten Kontusion müssten 
noch zusätzliche Verletzungen, vor allem Rippenfrakturen, vorliegen, wel-
che dermassen schmerzhaft gewesen wären, dass Herr C.________ si-
cherlich nicht sofort aufgestanden und weitergelaufen wäre (AB M7).

3.6 Auf Wunsch der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin nahm 
Dr. med. E.________ am 13. Februar 2016 zur Beurteilung von Dr. med. 
F.________ Stellung. Dessen Argumente, die für einen Herzinfarkt spre-
chen würden, seien bei der Vorgeschichte des Patienten sicher nicht ein-
fach von der Hand zu weisen. Danach erläutert Dr. med. E.________, war-
um der Sturz sicherlich nicht durch einen Herzinfarkt verursacht worden 
sei. Der Patient sei auf der Wanderung im schwierigem Gelände ob … oh-
ne Thoraxschmerzen gewesen. Dann sei er gestürzt. Die Annahme von 

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Dr. med. F.________, dass ein Sturz mit Landung auf die Vorderseite des 
Thorax auch zu Verletzungen im Bereich des Gesichtes führen müsse, 
treffe auf einen Sturz auf flachem Untergrund zu, aber nicht auf einen Sturz 
im Gelände, in dem sich das ganze abgespielt habe. Diese würden übri-
gens auch auftreten bei einem durch Herzversagen verursachten Sturz. 
Der Patient sei aber unterwegs auf einem Bergwanderweg im steilen Hang 
in der Umgebung von … gewesen. Auf dem Wegstück, wo sich das Ereig-
nis abgespielt habe, gebe es viele Steine, auf denen man ausrutschen 
könne, zudem auch Steine, die so viel höher seien als die Umgebung, dass 
anzunehmen sei, dass beim Aufprall des Patienten mit dem Brustkorb auf 
einen solchen Stein das Gesicht den Boden nicht berührt habe. Zudem sei 
Nebel und starker Regen gewesen. Bei einem Sturz auf nassem Stein kön-
ne der Sturz zudem so rasch erfolgen, dass die Zeit zum Auffangen des-
selben durch die Hände nicht reiche. Das Fehlen von Hinweisen auf Ab-
wehrbewegungen zum Auffangen des Sturzes spreche also keineswegs 
gegen die Annahme des Ausrutschens als Sturzursache. Die Annahme von 
Dr. med. F.________, dass vor der Gewalteinwirkung auf das Herz auch 
eine Rippenfraktur eingetreten sein müsste, sei seines Erachtens keines-
falls zwingend. Es sei bekannt, dass es auch bei Reanimationen mit Herz-
massage zu Schädigungen des Herzmuskels kommen könne. Bei der 
Herzmassage werde das Herz zusammengedrückt, ohne dass es zu Rip-
penfrakturen kommen müsse. Bei dem vorgeschädigten Herz mit sicher 
zum Teil sklerosierten und verhärteten Arterien könne es durch die Fortlei-
tung der Energie des Aufpralls auf die verhärteten Stellen dort zu einem 
Gefässbruch mit nachfolgender Einblutung in die Herzmuskulatur oder zu 
einem Aufbrechen einer vorhandenen Plaque mit nachfolgender Gerinnsel-
bildung an dieser Stelle und somit sekundär und verzögert zu einem Ge-
fässverschluss kommen, also einem Herzinfarkt als Unfallfolge, nicht als 
Unfallursache. Beides passe zur Schilderung der Begleitperson: Atemnot, 
Schwäche und Schmerzen seien erst ca. 30 min. nach dem Unfallereignis 
aufgetreten. Er gehe klar von einem Unfallereignis in nassem und schwieri-
gem Gelände aus. Als direkte Unfallfolge sei der Patient circa eine halbe 
Stunde nach dem Unfallereignis verstorben (AB M8). 

3.7 Die Beschwerdegegnerin unterbreitete das Dossier in der Folge 
Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zur Beurtei-

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lung. Dieser hielt zum Sachverhalt zusammenfassend fest, dass der Versi-
cherte mit bekannter koronarer Herzkrankheit am 3. Oktober 2015 anläss-
lich einer Wanderung verstorben sei. Circa eine bis anderthalb Stunden vor 
dem Todeszeitpunkt sei es zu einem Sturz gekommen, als sich der Versi-
cherte nach einer kurzen Rast den Rucksack mit einer Schwung-/ Drehbe-
wegung wieder habe anziehen wollen und hierbei auf den nassen Stein-
platten ausgerutscht sei. Gemäss Aussagen seiner Ehefrau und des dama-
ligen Notfallarztes Dr. med. D.________ sei es zu einem Sturz auf den ven-
tralen Thorax gekommen und dieses Ereignis sei schliesslich als Todesur-
sache herangezogen worden. Als Todesursache sei mit grösster Wahr-
scheinlichkeit von einem akuten koronaren Ereignis im Sinne eines Myo-
kardinfarkts auszugehen. Bekannt sei eine koronare Zweigefässerkrankung 
mit Status nach interventioneller Koronarangiografie mit zweifacher Sten-
teinlage im Oktober 2013. Der adipöse Versicherte und gemäss dem Kar-
diologen Hochrisikopatient sei seit der Intervention mit Aspirin cardio, Am-
plodipin, Atorvastatin sowie Concor behandelt worden. Fremdanamnestisch 
(Ehefrau, Hausarzt) sei er seither von dieser Seite beschwerdefrei gewe-
sen. Bei bekanntem Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit sei dies aller-
dings naturgemäss kein Argument gegen das Auftreten eines akuten Myo-
kardinfarkts. Nebenbei sei erwähnt, dass der Versicherte einige Tage vor 
der Wanderung gesundheitlich angeschlagen gewesen sei und an einem 
Exanthem gelitten habe, weshalb das Amplodipin vorübergehend abgesetzt 
worden sei. Von der Ehefrau und den in die Notfallsituation involvierten 
Ärzten (Dr. med. D.________ in Vertretung von Dr. med. E.________) 
werde als Todesursache die gut eine Stunde vor dem Tod erfolgte Thorax-
kontusion angenommen. In den Arztberichten vom 15. Oktober 2015 von 
Dr. med. D.________ sowie der Stellungnahme vom 3. Februar 2016 von 
Dr. med. E.________ werde versucht, den Sturz auf den Brustkorb als Er-
klärung für den späteren Tod heranzuziehen. Hierbei seien sämtliche Ar-
gumente nicht stichhaltig. Ein Sturz auf den ventralen Brustkorb beim An-
ziehen eines Rucksacks sei ungeeignet, eine Kontusion eines inneren Or-
gans (Herz, Lunge) zu bewirken. Eine Herzkontusion mit Blutungsfolge 
bedinge ein sehr heftiges Trauma auf den Brustkorb, welches praktisch 
Rippenfrakturen oder eine Fraktur des Sternums voraussetze. Zumindest 
würde man aber heftigste Verletzungsschmerzen mit entsprechender 
Schonhaltung erwarten, welche einen beim Weiterwandern sichtlich beein-

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trächtigten. Das Weiterwandern nach dem Sturzereignis spreche absolut 
gegen die Annahme einer äusseren oder inneren Verletzungsfolge. Dies 
werde auch durch den Bericht von Dr. med. D.________ vom 15. Oktober 
2015 bestätigt, welcher anlässlich der Feststellung des Todes keine objek-
tiven äusseren Folgen der stattgehabten Thoraxkontusion habe feststellen 
können. Auch die von Dr. med. E.________ in der Stellungnahme vom 
3. Februar 2016 ins Feld geführten Hypothesen mit „Gefässbruch eines 
arteriosklerotischen Koronargefässes mit Einblutung“ oder „Aufbrechen von 
Plaque mit Gerinnselbildung“ seien unhaltbar. Dr. med. E.________ sei am 
Todestag von Dr. med. D.________ vertreten gewesen. Dennoch sei die 
Stellungnahme vom 3. Februar 2016 durch Dr. med. E.________ abgefasst 
worden. Unter anderem werde hier ein mögliches Unfallszenario beschrie-
ben, welches eine schwere innere Thoraxverletzung ohne äusserlich sicht-
bare Verletzungsspuren möglich gemacht haben würde. Des Weiteren 
werde die vormals von Dr. med. D.________ gemachte Vermutung einer 
Contusio cordis mit Perikardtamponade fallen gelassen und die oben ange-
führte traumatische Schädigung der Koronararterien mit folglichem Infarkt 
in den Raum gestellt, was seines Erachtens nicht haltbar sei. Zusammen-
fassend müsse festgehalten werden, dass eine ventrale Thoraxkontusion 
wie hier beschrieben äusserst ungeeignet sei, auch nur eine der genannten 
unfallkausalen Todesursachen auszulösen. Es sei deshalb davon auszu-
gehen, dass der Versicherte an den Folgen einer akuten koronaren Herz-
krankheit verstorben sei (AB M9).

4.

4.1 Unbestritten ist C.________ am 3. Oktober 2015 auf einer Wande-
rung beim Rucksackanziehen auf einer nassen, rutschigen Steinplatte aus-
gerutscht und auf die Körpervorderseite gestürzt. Laut Ehefrau ist er dabei 
mit vollem Körpergewicht auf die Steinkante am Rand des Wegs geprallt. 
Die Steinkante habe ihn in der Brustregion getroffen. Dass es dabei zu ei-
nem vollständig ungebremsten ventralen Thoraxaufprall gekommen ist, 
erscheint aufgrund der weiteren Schilderungen der Beschwerdeführerin 
nicht überwiegend wahrscheinlich. Ihr Ehemann sei so gefallen, dass er 
sich mit den Händen an der Steinplatte habe festhalten können und nicht 

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die Böschung hinunter gefallen sei. Der Kopf sei dabei unverletzt geblie-
ben. Unbestritten ist, dass C.________ nach dem Sturz sofort wieder auf-
gestanden und ohne sichtliche Beeinträchtigung und ohne sich gross über 
starke Schmerzen zu beklagen ungefähr 50 Minuten weitergewandert ist. 
Nach ungefähr 50 Minuten habe er sich gemäss Ehefrau hinsetzen wollen, 
er könne nicht mehr gut atmen. Weiter ist unbestritten, dass anlässlich der 
kursorischen ärztlichen Untersuchung vor Ort äusserlich keine relevanten 
pathologischen Befunde, insbesondere keine Kontusionsmarken und Hä-
matome im Bereich des Thorax, erhoben werden konnten. Etwas anderes 
wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht, welche 
bezüglich äusserlich sichtbarer Verletzungen festhält, anlässlich der Unter-
suchung hätten sich sichtbare Schürfungen in der Bauchregion gezeigt 
(vgl. E. 3.1 hiervor). 

4.2 Die Beurteilung der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin, 
wonach das Fehlen von Kontusionsmarken und Hämatomen im Bereich 
des Thorax gut eine Stunde nach dem Sturz klar gegen einen heftigen Tho-
raxaufprall spricht, der geeignet gewesen wäre, innere Verletzungen her-
vorzurufen, überzeugt, umso mehr, als bei einer Therapie mit Aspirin 
cardio, wie bei C.________, Hämatome schneller auftreten, als bei einer 
Person ohne Therapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer. Auch 
dass C.________ nach dem Sturz ohne sichtliche Beeinträchtigung und 
ohne sich gross über starke Schmerzen zu beklagen ungefähr 50 Minuten 
weiterwandern konnte, spricht dagegen, dass er sich beim Sturz erhebliche 
äussere oder innere Verletzungen zugezogen hat, die später zum Tod führ-
ten. Dass es beim Sturz zu einem Gefässbruch eines arteriosklerotischen 
Koronargefässes mit Einblutung oder zu einem Aufbrechen von Plaque mit 
Gerinnselbildung gekommen ist, wie Dr. med. E.________ postuliert, ist 
nicht ausgeschlossen. Nachdem jedoch die gesamten objektiven Umstän-
de gegen einen heftigen Thoraxaufprall beim Sturzereignis sprechen, er-
scheint eine solche innere Verletzung als Folge des Sturzes nicht überwie-
gend wahrscheinlich (vgl. E. 2.4.1 hiervor). Vielmehr ist in Übereinstim-
mung mit den beratenden Ärzten der Beschwerdegegnerin vorliegend auf-
grund der gesamten Umstände mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass C.________ als Hochrisikopatient bei be-
kannter koronarer Herzkrankheit ungefähr 50 Minuten nach dem Sturzer-

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eignis und unabhängig von diesem einen akuten Myokardinfarkt erlitten 
hat, an welchem er in der Folge verstarb. Der Tod von C.________ steht 
nach dem Dargelegten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in ei-
nem Kausalzusammenhang mit Sturzereignis vom 3. Oktober 2015, auch 
wenn er nach diesem aufgetreten ist. 

4.3 Da von einer erneuten medizinischen Aktenbeurteilung, wie sie 
von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragt wird – eine medizini-
sche Untersuchung des Verstorbenen ist unstrittig nicht mehr möglich –, 
keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind, ist auf eine solche in 
antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162).

4.4 Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 6. Juni 2016 (AB A28) nicht zu beanstanden und 
die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unter-
liegende Beschwerdeführerin noch für die obsiegende Beschwerdegegne-
rin ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG, Generaldirektion 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.