# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5f82100-9a56-54cc-a50b-bfefd90b1d55
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2009 E-5123/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5123-2009_2009-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5123/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A.________, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Freiplatzaktion Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5123/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 15. Oktober 2007 verliess und am 17. März 2008 illegal in die 
Schweiz einreiste, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ) B._______ ein erstes Mal um Asyl nachsuchte, 

dass sich im Verlauf dieses Verfahrens ergab, dass der Beschwerde-
führer  bereits  im  Jahre  2005  in  C._______  und  im  Jahr  2007  in 
D._______ (unter teilweise abweichender Identität)  erfolglos um Asyl 
nachgesucht hatte, 

dass  die  (...)  Behörden  ihn  am  15.  Januar  2008  nach  C._______ 
überstellt hatten, wo er sich bis zu seiner Einreise in die Schweiz auf-
gehalten habe,

dass er nach dem abgewiesenen Asylgesuch in C._______ im Februar 
2006 nach E._______/Jaffna, seinem Herkunftsort, zurückgekehrt sei, 
wo er bis zum 28. August 2007 geblieben sei, worauf er sich bis zum 
20. September 2007 in F._______, sodann bis zum 15. Oktober 2007 
in G._______ aufgehalten habe, 

dass er in Jaffna im April 2006 einen (...) und ein (...) eröffnet habe, 
welcher  zu  einem  Treffpunkt  für  Angehörige  der  LTTE  (Liberation 
Tigers of Tamil Eelam) geworden sei,

dass der Beschwerdeführer sowie sein Angestellter am 5. Dezember 
2006 von der Armee festgenommen und während dreier Tage festge-
halten und misshandelt worden seien, 

dass er  von seinem Vater wieder freigekauft  und später  von Mitglie-
dern der Eelam People's Democratic Party (EPDP) mehrfach mit Geld-
forderungen bedrängt worden sei mit  der Begründung, er habe auch 
der LTTE mit Geld geholfen, 

dass  die  EPDP  seine  Eltern  mehrmals  bedroht  und  am  24.  August 
2007 seinen Mitarbeiter entführt hätten, worauf sich der Beschwerde-
führer im Vanni-Gebiet versteckt gehalten habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 5. Mai 2008 in Anwendung von Art. 
34  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 

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SR  142.31)  auf  das  erste  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
17.  März  2008  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
sowie den Vollzug nach C._______ anordnete, 

dass das  Bundesverwaltungsgericht  eine  vom Beschwerdeführer  da-
gegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 29. Mai 2008 abwies, 

dass der Beschwerdeführer am 4. Juni 2008, ein Tag vor der geplanten 
Rückführung nach C._______, verschwand, 

dass er am 13. Oktober 2008 erneut bei den Schweizer Asylbehörden 
um Asyl  nachsuchte,  worauf  am 21.  Oktober  2008  ein  Vorgespräch 
und eine summarische Befragung zu seiner Person, seinem Aufenthalt 
seit dem 4. Juli 2008 und zu seinen Asylgründen stattfanden,

dass am 3. August 2009 eine Bundesanhörung durch das BFM erfolg-
te,  wobei  der  Beschwerdeführer  unter  anderem auch zu den Wider-
sprüchen (Identitäts-  und Reisepapiere,  Wohnsitz  der  Eltern,  Schule 
und Ausbildung, geltend gemachte Fluchtgründe), die sich aus den je-
weiligen  Angaben  der  in  C._______  und  in  der  Schweiz  gestellten 
Asylgesuche ergaben, befragt wurde (vgl. act. B 20 S. 7),

dass er dabei angab, seit seiner Geburt bis 1995 in E._______/Jaffna, 
sodann bis 2005 in Colombo, und von Juli 2006 bis Oktober 2007 wie-
der in E._______ bei seinen Eltern gewohnt zu haben (vgl. act. B 20 S. 
3 F14), 

dass  er  nach dem rechtskräftigen Asylentscheid  in  C._______ nicht 
wieder  nach  Colombo,  zurückgekehrt  sei,  weil  er  vor  seiner  ersten 
Ausreise dort Probleme gehabt habe (vgl. act. B 20 S. 5 F.36), 

dass er im Weiteren zu Protokoll gab, seit zirka einem Jahr und sechs 
Monaten  würden  seine  Eltern  in  H._______  (ehemals  Madras)  in 
Indien leben (vgl. act. B20 S. 6 F43 ff),

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  10.  August  2009  –  eröffnet  am 
11. August 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  stehe 
fest,  dass  der  Beschwerdeführer  in  C._______  einen  ablehnenden 
Asylentscheid erhalten habe, und es lägen keine Hinweise dafür vor, 
dass  in  der  Zwischenzeit  Ereignisse eingetreten seien,  die  geeignet 
wären, die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen oder die für die Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant wären,

dass der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht mit Einga-
be vom 12. August 2009 dagegen Beschwerde erheben liess und da-
bei  die  Aufhebung  des  Nichteintretensentscheids  des  BFM  vom 
10. August  2009  sowie  die  Rückweisung  der  Sache  zur  materiellen 
Prüfung der Asyl-  und Wegweisungsgründe und eventualiter (sinnge-
mäss) die Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchte,

dass er weiter  die Feststellung der aufschiebenden Wirkung und die 
Gewährung einer angemessenen Frist zur Beschwerdeergänzung so-
wie die Gewährung eines Replikrechts zu allfälligen Stellungnahmen 
der Vorinstanz beantragte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass es endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
vorbehältlich  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist  (Art. 
108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  die  Beschwerde  ordentlicherweise  aufschiebende  Wirkung  hat 
(vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG), das BFM einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung auch nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG) 
und folglich der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 AsylG berech-
tigt  ist,  sich  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens  in  der 
Schweiz aufzuhalten,

dass deshalb mangels Rechtschutzinteresses auf den Prozessantrag 
betreffend Anweisung an zuständige Vollzugsbehörden, von allfälligen 
Vollzugshandlungen abzusehen, nicht einzutreten ist, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass der Antrag des Beschwerdeführers um Gewährung einer ange-
messenen  Frist  zur  Beschwerdeergänzung  abgelehnt  wird,  da  die 
Sachlage liquid ist und gestützt auf Art. 32 Abs. 1 VwVG entschieden 
werden kann, 

dass  die  Beschwerdevorbringen  hinsichtlich  des  Vorhalts,  das  BFM 
habe  den  Sachverhalt  teils  mangelhaft  festgestellt  (vgl.  Beschwerde 
Ziffer 8 und 9), haltlos sind, da sie keine rechtsrelevanten Hinweise be-
inhalten, weshalb nicht näher darauf einzugehen ist,

dass  der  Antrag des  Beschwerdeführers  auf  einen  Schriftenwechsel 
mit Replikrecht zu einer allfälligen Stellungnahme der Vorinstanz eben-
falls  abgelehnt  wird,  weil  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht  ver-
pflichtet ist einen Schriftenwechsel durchzuführen und vorliegend ge-
stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG darauf verzichtet,

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dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn die asylsuchende Person in einem Staat der Euro-
päischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) 
einen ablehnenden Asylentscheid  erhalten hat,  ausser  es gebe Hin-
weise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeig-
net sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass  ein  Nichteintretensentscheid  gestützt  auf  Art.  32  Abs.  2  Bst.  f 
AsylG dann gerechtfertigt ist, wenn in einem formell rechtskräftigen Ent-
scheid der Behörden eines Staates der EU oder des EWR festgestellt 
oder implizit  davon ausgegangen wurde,  dass die  betroffene Person 
die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, und die sich hieraus ergebende 
entsprechende Vermutung nicht umgestossen wird (vgl. die auch heute 
zutreffende Rechtsprechung der ARK in Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 33 
E. 5.2 und E. 5.4),

dass der Beschwerdeführer in C._______, einem Mitgliedstaat der EU, 
unter der Identität I._______, geboren am (...), ein Asylgesuch stellte, 
welches  durch  die  zuständigen  Behörden  am  8. Februar  2006 
rechtskräftig abgelehnt wurde,

dass sich gemäss den protokollierten Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers im ersten und zweiten Asylverfahren in der Schweiz nach der Ab-
weisung seines Asylantrags in C._______ keine Ereignisse zugetragen 
haben, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Urteil  (...)  vom 28. Mai 2008 
bereits die nach dem rechtskräftigen französischen Entscheid vom 8. 
Februar  2006  angeblich  eingetretenen  Ereignisse  auf  die  offen-
sichtliche Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers hin überprüft 
und festgestellt hatte, dass diese nicht offensichtlich zu Tage trete,

dass keine weiteren flüchtlingsrechtlich relevanten Ereignisse seit dem 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  28.  Mai  2008  geltend 
gemacht  werden,  weshalb  auf  die  diesbezüglichen Erwägungen und 
jene  in  der  Verfügung  des  BFM  vom  10.  August  2009  verwiesen 
werden kann, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  erheblichen  Zweifel  der 
Vorinstanz  teilt,  ob  der  Beschwerdeführer  nach  dem  rechtskräftigen 

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Entscheid  von C._______  im Jahre  2006 überhaupt  nach Sri  Lanka 
zurückgekehrt  ist,  zumal  die  Rückkehr  vom  Beschwerdeführer  nicht 
belegt  worden  ist  und  er  selber  –  nachdem  er  anfänglich  die 
Aufenthalte  in  D._______  und  C._______  sowie  der  dort  geltend 
gemachten Fluchtgründe (Probleme in Colombo) verschwiegen hatte – 
nicht sehr glaubwürdig erscheint, 

dass ferner das BFM auch hinsichtlich der geschilderten Unglaubhaf-
tigkeitselemente, worauf das Bundesverwaltungsgericht bereits in sei-
nem Urteil vom 29. Mai 2008 hingewiesen hat, zu stützen ist, 

dass das BFM damit zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt  hat  und auch kein Anspruch auf  Erteilung einer  sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass gemäss publizierter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-
richts BVGE 2008/2 die von der Schweizerischen Asylrekurskommissi-
on festgelegte Praxis, wonach ein Wegweisungsvollzug in die Nordpro-
vinz Sri Lankas unzumutbar ist, bestätigt und fortgesetzt wird, 

dass insgesamt im Süden und Westen des Landes keine Situation all-
gemeiner Gewalt im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG herrscht, auch wenn 
das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass auch nach dem of-
fiziellen Sieg der srilankischen Regierung über die LTTE viele Fragen 
offen sind, und die Sicherheitslage auch in Colombo nach wie vor pre-
kär ist, 

dass für  aus der Nord- oder der Ostprovinz stammende srilankische 
Asylsuchende  tamilischer  Ethnie  die  Anerkennung  einer  innerstaatli-
chen  Aufenthaltsalternative  im  Süden  des  Landes,  namentlich  im 
Grossraum Colombo besonders begünstigende Faktoren voraussetzt, 
insbesondere die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen 
Beziehungsnetzes  sowie  die  Aussicht  auf  eine  gesicherte  Einkom-
mens- und Wohnsituation, 

dass der junge, gesunde Beschwerdeführer von 1995 bis 2005 in Co-
lombo gelebt  hat,  wo er  bis zum Level 0 (Maturität)  zur  Schule ging 
(vgl. act. B20 S. 3 F7, F14) und eine einjährige universitäre Handels-
ausbildung  einschliesslich  eines  sechsmonatigen  Praktikums  in  der 
(...)  absolvierte,  danach  eine  eigene  (...)  eröffnete  sowie  das  von 
seinem  Vater  überschriebene  Haus  in  J._______  (Quartier  in 
Colombo) als Hotelbetrieb führte (vgl. act. B 17 S. 2, 3 und 10), 

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dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der  langen  Dauer  in  Colombo 
und seiner dort absolvierten Schulen und damaligen Erwerbstätigkei-
ten vermutungsweise über ein ausreichendes soziales Beziehungsnetz 
verfügt und gut singalesisch spricht (vgl. act. A 18 S. 7, F46), 

dass der Beschwerdeführer bereits in Colombo registriert war und auf-
grund der Akten anzunehmen ist, er sei nach wie vor Eigentümer des 
von seinem Vater überschriebenen Hauses in J._______, 

dass sich sowohl den vorinstanzlichen Akten als auch der Beschwer-
deeingabe keine gegenteiligen Anhaltspunkte entnehmen lassen (vgl. 
B 17 S. 9), 

dass der  Beschwerdeführer  somit  Aussicht  auf  eine  konkrete  Wohn- 
und Erwerbsmöglichkeit hat, und er allenfalls die finanzielle Unterstüt-
zung  der  im  Ausland  wohnenden  Verwandten  in  Anspruch  nehmen 
kann, 

dass aufgrund der aufgezeigten begünstigenden Faktoren, die der aus 
Norden stammende Beschwerdeführer erfüllt, eine Rückkehr nach Co-
lombo zumutbar ist, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2 
AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten war, 

dass mit vorliegendem Urteil das Ersuchen um Befreiung von der Kos-
tenvorschusspflicht (im Sinne von Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegenstands-
los wird, 

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dass  das  Gesuch  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  (im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von An-
fang an als aussichtslos erwiesen hat,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 
1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM sowie die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Stella Boleki

Versand: 

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