# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26f71ffc-8613-5fd5-9061-b345161e7ffe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.08.2020 100 2020 326
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-326_2020-08-26.pdf

## Full Text

100.2020.326A
BUC/IMA/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Abschreibungsverfügung des Einzelrichters 
vom 26. August 2020

Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Imfeld

A.________
zzt. in Deutschland, vormals Regionalgefängnis Moutier, 
Rue du Château 30b, 2740 Moutier
Beschwerdeführerin

gegen

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3001 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 14. August 2020; KZM 20 943)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A, 
Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

– Mit Entscheid vom 14. August 2020 bestätigte das kantonale Zwangs-
massnahmengericht (ZMG) nach mündlicher Verhandlung die von der 
Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und 
Fremdenpolizei (EMF), am 13. August 2020 gegenüber A.________ 
angeordnete Ausschaffungshaft bis zum 12. September 2020.

– A.________ hat am 18. August 2020 beim Obergericht des Kantons 
Bern ein Schreiben eingereicht (Eingang beim Obergericht: 
19.8.2020). Das Obergericht hat dieses Schreiben am 21. August 2020 
an das Verwaltungsgericht weitergeleitet.

– Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 31 Abs. 2 des Einführungs-
gesetzes vom 9. Dezember 2019 zum Ausländer- und Integrations-
gesetz sowie zum Asylgesetz [EG AIG und AsylG; BSG 122.20]).

– Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 18. August 2020 beinhaltet 
über weite Strecken schwer verständliche Schilderungen, aber kaum 
sachbezogene Vorbringen. Es ist daher fraglich, ob sie den bei Laien-
eingaben praxisgemäss herabgesetzten Anforderungen an eine form-
gültige Beschwerde (Art. 32 Abs. 2 VRPG) zu genügen vermag 
(BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15; vgl. bereits die die 
Beschwerdeführerin betreffenden Abschreibungsverfügungen 
VGE 2017/286 vom 25.10.2017, 2017/277 vom 17.10.2017, 2017/39 
vom 2.2.2017, 2017/8 vom 10.1.2017, 2014/321 vom 27.11.2014). Die 
Frage kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen jedoch offen-
bleiben.

– Die Beschwerdeführerin wurde am 20. August 2020 nach Deutschland 
ausgeschafft (vgl. Aktennotiz des Obergerichts vom 20.8.2020 
[act. 1A]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A, 
Seite 3

– Mit der Ausschaffung und der damit verbundenen Haftentlassung ist 
das aktuelle Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der 
Behandlung ihrer Beschwerde dahingefallen.

– Es ist keine Frage von grundsätzlicher Bedeutung zu beantworten, die 
sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen 
und die wegen der Dauer des Verfahrens kaum je rechtzeitig einer 
endgültigen Beurteilung zugeführt werden kann (vgl. statt vieler 
BGE 142 I 135 E. 1.3.1; BVR 2018 S. 310 E. 7.3).

– Die Beschwerdeführerin macht namentlich keine Verletzung von 
Garantien der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) geltend (vgl. hierzu BGE 142 I 135 E. 1.3.2; BVR 2016 
S. 529 E. 1.2.1).

– Das Verfahren 100.2020.326 ist somit gemäss Art. 39 Abs. 1 VRPG 
als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschrei-
ben.

– Der Verfahrensstand rechtfertigt es, für das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht keine Kosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Es sind 
keine ersatzfähigen Parteikosten angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 VRPG).

– Die einzelrichterliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 39 Abs. 1 
VRPG und Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
(GSOG; BSG 161.1; vgl. auch Art. 57 Abs. 2 Bst. e GSOG).

– Das Dispositiv dieser Verfügung ist im Amtsblatt zu publizieren (Art. 44 
Abs. 5 Bst. a VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A, 
Seite 4

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Das Verfahren 100.2020.326 wird als gegenstandslos geworden vom Ge-
schäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

3. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin (durch Publikation des Dispositivs im Amtsblatt 

des Kantons Bern)
- Einwohnergemeinde Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremden-

polizei 
- kantonales Zwangsmassnahmengericht 
- Staatssekretariat für Migration

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Abschreibungsverfügung kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.