# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a05a6852-1bb1-5964-b79e-5320b86f47cd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.10.2025 200 2025 642
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-642_2025-10-02.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 642 
FUE/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 2. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 3. September 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2025, ALV 200 2025 642

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

 Mit Verfügung vom 12. Juni 2025 stellte das Amt für Arbeitslosenversi-
cherung (AVA) fest, dass A.________ (Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ab dem 7. April 2025 keinen Anspruch mehr auf Ersatz des Ver-
dienstausfalls habe. Die Verfügung war am 12. Juni 2025 der Post 
übergeben und dem Versicherten per A-Post Plus geschickt worden; 
am Folgetag (13. Juni 2025) wurde die Verfügung vom 12. Juni 2025 
dem Versicherten an seiner Wohnadresse in ... zugestellt.

 Mit Entscheid vom 3. September 2025 trat das AVA, Recht und Dienste 
(nachfolgend AVA bzw. Beschwerdegegner), auf die Einsprache des 
Versicherten vom 12. August 2025 (Postaufgabe) nicht ein.

 Mit auf 16. September 2025 datierter Eingabe an das AVA (dortiger 
Eingangsstempel am 26. September 2025) erhob A.________ Be-
schwerde gegen den Einspracheentscheid vom 3. September 2025. 
Betreffend das Nichteintreten – das vorliegend einziges Verfahrens-
thema bilden kann (vgl. nachfolgend) – berief er sich auf den Fristen-
stillstand ab dem 15. Juli 2025. Das AVA leitete die Beschwerde am 
29. September 2025 an das Verwaltungsgericht weiter.

 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich 
nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer 
Verfügung bzw. eines Einspracheentscheides – Stellung genommen 
hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid 
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Um-
gekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 
Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergan-
gen ist (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 
E. 2.1).

 Mit dem angefochtenen Nichteintretensentscheid vom 3. September 
2025 wurde einzig über die Rechtzeitigkeit der Einsprache befunden 
und diese verneint. Allein dies bildet den Anfechtungsgegenstand und 
vorliegend das einzige Verfahrensthema. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2025, ALV 200 2025 642

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 Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden 
Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- 
und verfahrensleitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Berechnet sich eine Frist nach Ta-
gen oder Monaten und bedarf sie der Mitteilung an die Parteien, so be-
ginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). 
Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist dem 
Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der Schweize-
rischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsula-
rischen Vertretung übergeben werden (Art. 39 Abs. 1 ATSG).

 Vorliegend ist die Verfügung vom 12. Juni 2025 dem Versicherten am 
Tag danach an seiner Wohnadresse zugestellt worden. Die 30-tätige 
Einsprachefrist begann damit am 14. Juni 2025 zu laufen und endete 
am Montag, 14. Juli 2025, also vor Beginn des Fristenstillstands. Die 
Einspracheerhebung vom 12. August 2025 erfolgte somit klar verspätet. 
Ob im August 2025, also nach Ablauf der Einsprachefrist, eine (unbe-
legte) allfällige Auskunft erfolgte, ist unter diesen Umständen ohne Be-
lang. Der Beschwerdegegner ist damit zu Recht auf die klar verspätete 
Einsprache nicht eingetreten.

 Der angefochtene Nichteintretensentscheid vom 3. September 2025 
lässt sich nach dem Dargelegten nicht beanstanden. Die Beschwerde 
ist folglich abzuweisen.

 Die Durchführung eines Schriftenwechsels erübrigt sich unter diesen 
Umständen (Art. 83 i.V.m. Art. 69 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). 

 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichterin 
oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen 
oder -entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

 Es sind weder Verfahrenskosten zu erheben noch ist eine Parteien-
tschädigung zuzusprechen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Okt. 2025, ALV 200 2025 642

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.