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**Case Identifier:** b76e90d7-55c2-5120-afaa-26688bc38d26
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.03.2025 200 2023 690
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-690_2025-03-27.pdf

## Full Text

UV 200 2023 690 
MAK/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. März 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG  
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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Sachverhalt:

A. 

Die 1975 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war ab dem 1. April 2015 als … bei der C.________ AG angestellt und da-
durch bei der AXA Versicherungen AG (AXA bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch unfallversichert. Gemäss Schadenmeldung vom 27. Juli 2016 
fiel die Versicherte am 17. Juli 2016 von einer Leiter. Als betroffene Körper-
teile wurden das rechte Handgelenk und das rechte Fussgelenk angege-
ben (Akten der AXA [act. IIA] A1 und A6 S. 2). Die AXA anerkannte für die-
ses Ereignis ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen (vgl. act. IIA A7 ff.). Nach diversen Abklärungen, nament-
lich durch die Begutachtungsstelle D.________ (Gutachten vom 4. März 
2020; Akten der AXA [act. IIB] M128), stellte die AXA – nach Gewährung 
des rechtlichen Gehörs (act. IIA A119; vgl. auch act. IIA A121 und A127) – 
mit Verfügung vom 30. Dezember 2020 (act. IIA A137) die Taggeld- und 
Heilbehandlungsleistungen rückwirkend per 31. August 2020 ein, ohne 
jedoch eine Rückforderung für bereits ausgerichtete Taggelder geltend zu 
machen. Ferner sprach sie eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 
Fr. 44'460.-- bei einer Integritätseinbusse von 30 % zu und verneinte einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente. Die dagegen erhobene Einsprache 
(act. IIA A143, A148, A150, A173) wies die AXA nach Einholung einer Stel-
lungnahme der Gutachter der Begutachtungsstelle D.________ (act. IIB 
M162) mit Entscheid vom 31. August 2023 (act. IIA A191) ab.

B.

In der Zwischenzeit hatte sich die Versicherte bei der Invalidenversicherung 
zum Leistungsbezug angemeldet. Nach Einholung eines interdisziplinären 
Gutachtens des E.________ (Gutachten der MEDAS vom 6. Oktober 2021 
[act. IIB M161]) und eines Untersuchungsberichts von Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie (D), Regio-
naler Ärztlicher Dienst (RAD; Bericht vom 21. September 2022 [Beilage zu 
act. IIA A192]), stellte die IV-Stelle Bern der Versicherten mit Vorbescheid 

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vom 9. Januar 2023 (Beilage zu act. IIA A192) bei einem Invaliditätsgrad 
von 100 % resp. 91 % die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. Juli 
2017 in Aussicht. Die Rentenzusprache wurde anschliessend mit Verfü-
gungen vom 8. September 2023 (act. IIA A193) und 26. Oktober 2023 
(act. IIA A200) bestätigt.

C.

Gegen den Einspracheentscheid der AXA vom 31. August 2023 (act. IIA 
A191) erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 2. Oktober 2023 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheids und die Rückweisung der Sache zwecks 
Durchführung eines den rechtlichen Anforderungen genügenden Einspra-
cheverfahrens. Eventualiter wurden die Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen der 
Unfallversicherung beantragt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 31. August 
2023 (act. IIA A191). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 17. Juli 2016 und dabei insbesondere 
die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zu 
Recht per 31. August 2020 einstellte (Fallabschluss) und einen Rentenan-
spruch verneinte. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs geltend. Die Beschwerdegegnerin habe es unter-
lassen, ihr die Stellungahme der Gutachter der Begutachtungsstelle 
D.________ vom 16. Juni 2023 (act. IIB M162) vor Erlass des angefochte-
nen Einspracheentscheids zur Stellungnahme zu unterbreiten (Beschwerde 
S. 5 f. Ziff. 3).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Es gehört zum Kerngehalt des recht-
lichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor Erlass eines ihm nachtei-
ligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das 

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Akteneinsichtsrecht ist eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleich-
sam dessen Vorbedingung. Die versicherte Person kann sich nur dann 
wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeich-
nen, wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, 
auf welche sich die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 
387 E. 3.1 S. 388, 115 V 297 E. 2e S. 302; RKUV 1992 U 152 S. 198 
E. 2c). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 
8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.3 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspra-
cheentscheid einlässlich dargelegt, warum der Endzustand per 31. August 
2020 erreicht war resp. warum ab dem 1. September 2020 kein Anspruch 
auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung besteht. Dabei hat sie sich 
zulässigerweise auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränkt (BGE 136 
I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; Urteile des BGer 9C_717/2023 
vom 7. August 2024 E. 8.2, 9C_385/2023 vom 8. Mai 2024 E. 4.1, beide 
zur Publikation vorgesehen; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 121, 8C_572/2021 
E. 5.1). Der Beschwerdeführerin war es denn auch ohne weiteres möglich, 
gestützt auf die Ausführungen im Einspracheentscheid und die zugestellten 
amtlichen Akten eine ausführlich begründete Beschwerde einzureichen. 
Allerdingst kritisiert die Beschwerdeführerin zu Recht, dass ihr die Be-
schwerdegegnerin vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
das rechtliche Gehör zur Stellungahme der Gutachter der Begutachtungs-
stelle D.________ vom 16. Juni 2023 (act. IIB M162) nicht gewährt hat. 
Dies wäre zwingend notwendig gewesen. Somit liegt eine Gehörsverlet-
zung vor. Da das Verwaltungsgericht jedoch über umfassende Kognition 
verfügt und damit den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüft 
(vgl. E. 1.4 sowie 2.2 hiervor), kann diese Gehörsverletzung als geheilt 
gelten bzw. ist von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzu-
sehen, da dies zudem einem prozessualen Leerlauf gleichkäme und zur 

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unnötigen Verzögerung führen würde, die mit dem Interesse der betroffe-
nen Personen an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zur ver-
einbaren wäre (vgl. E. 2.2 hiervor; vgl. u.a. auch Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 9C_279/2019 vom 1. Juli 2019 E. 2.1).

3.

Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des Bun-
desgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Anwend-
bar sind demnach vorliegend die bis 31. Dezember 2016 geltenden Nor-
men.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Invalidität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

3.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 

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für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.2 S. 181). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

3.2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt 
sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier 
spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob 
das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, 
für die Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 
218 E. 5.2 S. 220).

3.2.4 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-

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hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2018 UV Nr. 29 S. 100, 8C_860/2015 E. 2.2). Dabei ist wie folgt zu diffe-
renzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Un-
fall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma 
äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 
S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; 
SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-
Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 
bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule 
(HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105, 8C_413/2008 E. 5.2). 
Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur An-
wendung.

3.3 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 
S. 201). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu 
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, so-
weit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbes-
serungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist 
prospektiv zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 8.2; 
zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 S. 162, 8C_183/2020 E. 2.3).

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3.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist die Ver-
waltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, 
die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheits-
zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 
und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurtei-
lung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet 
werden können (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; 
SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

4.

4.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Sturz 
von einer Leiter vom 17. Juli 2016 (vgl. act. IIA A1) einen Unfall im Rechts-
sinne darstellt (vgl. E. 3.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden 
– namentlich an der rechten Hand und am rechten Fuss – aufgetreten sind. 
Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleis-
tungen erbracht (vgl. u.a. IIA A7 ff.). Umstritten ist hingegen, ob die Be-
schwerdegegnerin den Fall zu Recht per 31. August 2020 abgeschlossen 
und einen Rentenanspruch verneint hat.

4.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten – soweit entscheid-
wesentlich – das Folgende entnehmen:

4.2.1 Die Beschwerdeführerin war vom 17. Juli bis 4. August 2016 im Spi-
tal G.________, Klinik H.________, hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 
5. August 2016 (act. IIB M9) wurden ein Leitersturz am 17. Juli 2016 mit 
intraartikulärer Radiusfraktur rechts, Joint Depression Calcaneusfraktur 
rechts, Gesichtskontusion mit Rissquetschwunde Augenlid rechts und eine 
Kontusion rechte Schulter diagnostiziert (S. 1). Am 21. Juli 2016 sei eine 
offene Reposition und interne Fixation mittels distaler palmarer Radiusplat-
te rechts durchgeführt worden und am 26. Juli 2016 habe der rechte Cal-
caneus operativ versorgt werden können. Die Beschwerdeführerin habe in 
gutem Allgemeinzustand in die Rehabilitation entlassen werden können 
(S. 1 f.). 

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In den zahlreichen weiteren medizinischen Berichten wurden die Be-
schwerden insbesondere an der rechten Hand und am rechten Fuss und 
deren Heilungsverlauf ausführlich dargestellt (act. IIB M13, M25, M29, M32, 
M33, M36 S. 2 f., M37 S. 2, M39, M44, M53 S. 2 ff., M57, M59, M76, M81, 
M88 f., M94, M100 f., M104, M124). Konkrete Ausführungen namentlich 
bezüglich der unfallkausal zumutbaren Arbeitsfähigkeit (im Zeitpunkt des 
Fallabschlusses) fehlen in den meisten Berichten jedoch, weshalb diese für 
die Beurteilung derselben nicht behilflich sind.

4.2.2 Im polydisziplinären (orthopädischen, neurologischen, internisti-
schen/rheumatologischen, psychiatrischen, psychologischen) Gutachten 
der Begutachtungsstelle D.________ vom 4. März 2020 (act. IIB M128) 
wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schmerzen mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine Neuropathie des 
Nervus suralis rechts, ein Carpaltunnel-Syndrom rechts sowie Spannungs-
kopfschmerzen festgehalten (S. 82 f. Ziff. 4.1 f.).

Bei der Beschwerdeführerin bestünden chronische Schmerzen, schwer-
punktmässig im rechten, beim Unfall verletzten Fuss sowie in der rechten 
Hand, lumbale Schmerzen sowie Kopfschmerzen (S. 81 Ziff. 2.1). Die ge-
klagten Schmerzen im rechten Fuss seien durch objektive Befunde erklär-
bar. Darüber hinaus seien auch die hauptsächlich nächtlichen Schmerzen 
in der rechten Hand (welche im Zusammenhang mit dem Carpaltunnel-
Syndrom interpretiert werden müssten) auf objektivierbare Befunde zurück-
zuführen. Das Gleiche gelte auch für den neuropathischen Schmerz im 
Bereich des Ausbreitungsgebietes des Nervus suralis rechts (S. 82 
Ziff. 3.2). Die Befunde am rechten Fuss, die Beschwerden der rechten 
Hand sowie die Neuropathie des Nervus suralis gingen mindestens über-
wiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 17. Juli 2016 zurück (S. 83 
Ziff. 5.1). Bezüglich des psychischen Gesundheitszustandes wurde festge-
halten, da während längerer Zeit, insbesondere Monate nach dem Unfall 
vom 17. Juli 2016 immer noch von einer psychischen Kompensation der 
Beschwerdeführerin ausgegangen worden sei, könne dieses Unfallereignis 
nicht als Auslöser oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit massgeben-

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de Ursache der psychischen Problematik angenommen werden (S. 92 
Ziff. 6.3).

Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, der Beschwerdeführerin 
seien ein längeres Gehen insbesondere auf unebenem Gelände und Klet-
tern auf Leitern, wenn alle diese mit Tragen von Gewichten über 10 kg ver-
bunden seien, nicht mehr zumutbar. Hingegen seien andere auch stehend 
und gehend ausgeübten Tätigkeiten, insbesondere unter Einhaltung von 
vermehrten Pausen, durchaus zumutbar (S. 85 Ziff. 6.1). Die maximale 
zumutbare tägliche Arbeitszeit bei der Tätigkeit als … sei nicht einge-
schränkt. Dabei bestehe aufgrund der Notwendigkeit von vermehrten Pau-
sen eine Leistungseinbusse von maximal 50 %. Diese sei durch die Zu-
nahme der Schmerzen bei längerem Stehen und Gehen vor dem Hinter-
grund der objektivierbaren Befunde zu begründen (S. 85 Ziff. 6.2). Die ma-
ximal zumutbare tägliche und wöchentliche Arbeitszeit in einer angepass-
ten und zumutbaren Tätigkeit sei nicht eingeschränkt. Insbesondere eine 
vorwiegend sitzende, jedoch nicht konsequent stehende oder im Gehen 
ausgeübte Tätigkeit könne der Beschwerdeführerin zugemutet werden 
(S. 86 Ziff. 6.3). Dabei sollte ein orthopädischer Schuh mit Adaptationen 
(Abrollhilfe, Pufferabsatz) benützt werden (S. 66).

Schliesslich führten die Gutachter aus, eine eigentliche Heilbehandlung sei 
nicht geeignet, um den Gesundheitszustand namhaft und effektiv zu ver-
bessern. Die Anpassung der Schuheinlagen würde sich jedoch günstig auf 
die Beschwerden auswirken und dazu beitragen, dass die Anpassung und 
Angewöhnung an die Unfallfolgen erfolgen könnte. Darüber hinaus könnte 
die Anpassungsförderung im Rahmen einer psychotherapeutischen geziel-
ten Begleitung ebenfalls einen gewissen Beitrag an der Reduktion der Be-
schwerden haben (S. 87 Ziff. 7.2). Die Schmerzmedikamenteneinnahme, 
die Physiotherapie und die Ergotherapie könnten aufgrund der aktuellen 
Befunde keinen objektivierbaren Gewinn der Funktionalität bringen. Der 
Konsum an Medikamenten, namentlich der Opioide, sollte dringend redu-
ziert und letztlich ausgeschlichen werden. Bekannterweise bringe die lang-
fristige Einnahme von Opioiden bei muskuloskelettalen Beschwerden keine 
Beschwerdelinderung. Weitere therapeutische chirurgische Massnahmen 
sollten maximal auf die Schraubenentfernung reduziert werden (S. 66). 

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Bezüglich der Frage nach einem Integritätsschaden führten die Gutachter 
aus, als Folge des Unfalls vom 17. Juli 2016 bestehe eine dauernde erheb-
liche Schädigung der körperlichen Integrität. Der Integritätsschaden basiere 
auf: Handgelenksarthrose (5 %), USG-Arthrose (15 %) und Fusswurzel-
arthrose (10 %). Der Gesamtintegritätsschaden betrage gemäss SUVA-
Tabellen 30 % (S. 88 Ziff. 8.1). 

4.2.3 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte 
im Bericht vom 3. September 2020 (act. IIB M144) aus, wegen einer Anrei-
cherung im CC-Gelenk sei am 23. Juli 2020 eine Lokalinfiltration durchge-
führt worden. Es sei anzunehmen, dass, wenn die Schmerzen auf die Lo-
kalinfiltration rückgängig seien, hier noch eine zusätzliche operative Ver-
steifung erfolgen könnte. Somit könne von einer weiteren Heilbehandlung 
noch eine Besserung erwartet werden. Als … sei eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % als optimistisch zu betrachten, da die Beschwerdeführerin immer 
noch auf eine Gehhilfe angewiesen sei. Als … bestehe unverändert eine 
Arbeitsfähigkeit von 0 % (S. 1). In einer vorwiegend sitzend ausgeübten 
Tätigkeit könnte die Beschwerdeführerin von Seiten des Fusses zuerst nur 
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit erzielen, da auch Ruheschmerzen bestünden. 
Ob mit dauernder Einnahme von Analgetika und NSAR die Arbeitsfähigkeit 
verbessert werden könne, müsste zuerst versucht werden. Bis zum Unfall 
sei die Beschwerdeführerin psychisch ausgeglichen und unauffällig gewe-
sen. Die psychischen Probleme hätten erst nach Auftreten der zahlreichen 
Komplikationen und Reoperationen begonnen (S. 2).

4.2.4 Der beratende Arzt der AXA, Dr. med. J.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
hielt im Bericht vom 18. Dezember 2020 (act. IIB M148) fest, im Anschluss 
an die interdisziplinäre Begutachtung in der Begutachtungsstelle 
D.________ hätten zwar noch weitere medizinische Behandlungen an bei-
den Füssen stattgefunden, ohne dass dadurch aber eine erkennbare Be-
einflussung des gesundheitlichen Zustandes erzielt worden sei. Es dürfe 
somit davon ausgegangen werden, dass dieser im Vergleich zum Gutach-
ten de facto unverändert geblieben sei (S. 1 Ziff. 1).

4.2.5 Im Bericht des Spitals G.________ vom 23. Februar 2021 (act. IIB 
M151) wurden eine chronische Schmerzverarbeitungsstörung und differen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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tialdiagnostisch neuropathische Schmerzen Fuss rechts, diagnostiziert. Es 
persistierten belastungsabhängige Schmerzen mit Projektion auf das ante-
riore obere Sprunggelenk (OSG) sowie belastungsabhängige Schmerzen 
projiziert auf die Ferse. Der klinische Befund stelle sich im Wesentlichen 
unverändert dar mit moderater Schwellung über den Peronealsehnen mit 
positivem Tinel-Phänomen über den Peroneus superfizialis und Druckdo-
lenz weiterhin auch am medialen Instep-Bereich sowie über der Peroneal-
sehne. Die OSG Arthrodese sei verheilt mit wenig degenerativen Verände-
rungen im OSG und an den Sehnen des Rückfusses (S. 1). Aus fusschirur-
gischer Sicht könnten aktuell keine Therapieoptionen geboten werden 
(S. 2).

4.2.6 Im zuhanden der IV-Stelle Bern erstellen polydisziplinären (internis-
tischen, orthopädischen, neurologischen, psychiatrischen) Gutachten der 
MEDAS vom 6. Oktober 2021 (act. IIB M161) wurde mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit ein neuropathisches Schmerzsyndrom im Bereich des 
rechten Unterschenkels diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit wurden insbesondere folgende Diagnosen festgehalten: chroni-
sches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, nahezu anatomisch ausgeheilte 
distale Radiusfraktur rechts mit Gelenkbeteiligung und dorsaler Stauchung 
mit begleitender, kleiner Abrissfraktur am Griffelfortsatz der Elle rechts oh-
ne nennenswerte Einschränkung der Handgelenksbeweglichkeit bzw. der 
Unterarmrotation, chronische Innenmeniskushinterhornläsion rechts sowie 
Nachweis einer Retropatellararthrose rechts und geringe varische Beinach-
sen beidseits, degenerative Veränderungen an beiden Schultergelenken 
ohne eine wesentliche Einschränkung des Bewegungsumfanges, mögli-
ches Sulcus ulnaris und CTS rechts, chronische Spannungskopfschmerzen 
sowie Angst und depressive Störung gemischt, reaktiv nach Unfall am 
17. Juli 2016 und im Zusammenhang mit andauernden Unfallfolgen (ICD-
10 F41.2; S. 11 f. Ziff. 4.2). 

Unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der Verlauf 
bezüglich der Unfallfolgen am rechten Fuss eher als ungünstig zu betrach-
ten. Die Beschwerdeführerin sei viermal am rechten Fuss operiert worden 
und habe zahlreiche Infiltrationen und auch stationäre und teilstationäre 
Rehabilitationsbehandlungen hinter sich, ohne dass sich dadurch eine we-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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sentliche Verbesserung ihrer Beschwerden eingestellt habe. Aktuell sei von 
einem Endzustand auszugehen mit inzwischen neuropathisch anmutenden 
Dauerschmerzen im ganzen rechten Unterschenkel. Dadurch sei die Be-
lastbarkeit der rechten unteren Extremität bzw. die Steh- und Gehfähigkeit 
deutlich eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin sei daher in ihrer bisheri-
gen Tätigkeit als … und in allen ähnlichen Berufen auf Dauer nicht mehr 
arbeitsfähig. In einer ihrem Leiden optimal angepassten, vorwiegend sit-
zenden, körperlich leichten Verweistätigkeit bestehe hingen eine 80%ige 
Restarbeitsfähigkeit. Die 20%ige Leistungsminderung sei aufgrund der 
Notwendigkeit vermehrter Pausen zur Schmerzentlastung und der reduzier-
ten Arbeitsschnelligkeit zu begründen. Eine zusätzliche, internistisch oder 
psychiatrisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei indessen 
nicht ausgewiesen (S. 16 Ziff. 4.4). 

4.2.7 Auf Ersuchen der Beschwerdegegnerin nahmen die Gutachter der 
Begutachtungsstelle D.________ am 16. Juni 2023 namentlich zur Beurtei-
lung im Gutachten der MEDAS vom 6. Oktober 2021 Stellung (act. IIB 
M162). Der neurologische Gutachter der MEDAS sei hinsichtlich des Be-
fundes und dessen diagnostische Einordnung zum gleichen Schluss wie im 
Gutachten der Begutachtungsstelle D.________ vom 4. März 2020 ge-
kommen. Er habe festgestellt, dass teils schmerzhafte Missempfindungen 
an einzelnen Stellen am rechten Fuss durch die Schädigung kleiner sensi-
bler Nerven und somit strukturell zu erklären seien. Die über den ganzen 
rechten Unterschenkel ausgedehnten Sensibilitätsstörungen und Missemp-
findungen habe er hingegen neurologisch nicht erklären können. In der 
interdisziplinären Beurteilung des Gutachtens der MEDAS werde eine ab-
weichende Einschätzung postuliert, ohne dass die Diskrepanz zu einzelnen 
Fachbeurteilungen diskutiert worden wäre. Interdisziplinär sei ein neuropa-
thisches Schmerzsyndrom des rechten Unterschenkels diagnostiziert wor-
den, also Schmerzen infolge von Nervenverletzungen. Die neurologische 
und die interdisziplinäre Beurteilung seien offensichtlich nicht miteinander 
vereinbar. Die Gutachter der MEDAS diskutierten nicht, wie die Schmerzen 
des ganzen Unterschenkels durch Nervenschäden bedingt sein könnten, 
wenn Nervenschäden in diesem Bereich explizit verneint worden seien. 
Ebenfalls nicht diskutiert werde die interdisziplinäre Aussage, dass die an-
gegebenen Beschwerden und Einschränkungen mit den klinisch erhobenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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Befunden plausibel erklärbar seien, obwohl der orthopädische und der neu-
rologische Gutachter zum genau umgekehrten Schluss gekommen seien. 
Das Gutachten der MEDAS sei also, was die Diagnose eines neuropathi-
schen Schmerzsyndroms betreffe, nicht schlüssig und nachvollziehbar. 

Weiter führten die Gutachter der Begutachtungsstelle D.________ aus, der 
einzige relevante Unterschied bestehe darin, wie die Auswirkung der 
Schmerzen auf die Arbeitsfähigkeit eingeschätzt werde. Die Gutachter der 
MEDAS seien zum Schluss gekommen, dass die Schmerzen derart 
schwerwiegend seien, dass auch in einer sitzenden Tätigkeit vermehrte 
Pausen erforderlich seien und die Geschwindigkeit jeder denkbaren Ar-
beitstätigkeit wegen der Ablenkung durch die Schmerzen leicht vermindert 
sei (S. 3 f.). Hierbei handle es sich um eine Einschätzung, die einzig auf die 
persönlichen ärztlichen Erfahrungen der Gutachter beruhe, mithin um einen 
Ermessensentscheid. Abschliessend hielten die Gutachter der Begutach-
tungsstelle D.________ vollumfänglich an den Schlussfolgerungen des 
Gutachtens vom 4. März 2020 fest (S. 5).

4.2.8 Der RAD-Arzt Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht vom 
21. September 2022 (Beilage zu act. IIA A192) mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy-
chischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine schmerzbedingte Persönlich-
keitsänderung (ICD-10 F62.0) und eine mittelgradige depressive Episode 
(ICD-10 F32.1; S. 9). Aufgrund der vorliegenden chronischen Schmerz-
erkrankung und der damit einhergehenden Persönlichkeitsänderung beste-
he ein ausgeprägtes, schmerzbedingtes Vermeidungsverhalten. Aus die-
sem Grunde seien Tätigkeiten in Zwangshaltungen, Tätigkeiten mit Heben 
und Tragen von Lasten von über 5 kg sowie das Steigen auf Leitern zu 
vermeiden. Zudem könnten Tätigkeiten lediglich vorwiegend im Sitzen 
durchgeführt werden. Tätigkeiten unter zeitlichem Druck, überwiegendem 
Publikumsverkehr, Multitasking und erhöhter Verantwortungsübernahme 
seien zu vermeiden. Dieses Fähigkeitsbild schliesse sich mit der Durch-
führung der angestammten Tätigkeit aus. Gesamthaft bestehe daher im 
Rahmen der angestammten Tätigkeit seit dem Arbeitsunfall in 2016 eine 
vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit. Unter Beachtung des definierten 
Fähigkeitsbildes könne die Beschwerdeführerin im Rahmen einer optimal 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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angepassten Tätigkeit diese in einem Pensum von 20 % bei einer Leis-
tungsfähigkeit von 50 % durchführen (Arbeitsfähigkeit 10 %). Auch diese 
Beeinträchtigung liege seit dem Unfallgeschehen im Jahr 2016 vor (S. 13).

4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 
V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

4.4 Das Gutachten der Begutachtungsstelle D.________ vom 4. März 
2020 (act. IIB M128) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen und über-
zeugt. Die Beurteilung basiert auf umfassenden Untersuchungen, berück-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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sichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und nach Aus-
einandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchtet in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation ein. Folglich kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu 
(vgl. E. 4.3 hiervor). Ferner haben die Gutachter in ihrer Stellungnahme 
vom 16. Juni 2023 (act. IIB M162) einlässlich und überzeugend zu der di-
vergierenden Beurteilung im Gutachten der MEDAS vom 6. Oktober 2021 
(act. IIB M161) Stellung genommen. Auf das Gutachten der Begutach-
tungsstelle D.________ samt Stellungnahme ist abzustellen.

4.4.1 Die Gutachter der Begutachtungsstelle D.________ haben ein-
leuchtend und nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerdeführerin an 
chronischen Schmerzen mit somatischen und psychischen Faktoren, an 
einer Neuropathie des Nervus suralis rechts, einem Carpaltunnel-Syndrom 
rechts sowie an Spannungskopfschmerzen leidet (act. IIB M128 S. 82 f. 
Ziff. 4). Weiter haben die Gutachter schlüssig begründet, dass die Befunde 
am rechten Fuss, die Beschwerden der rechten Hand sowie die Neuropa-
thie des Nervus suralis auf den Unfall vom 17. Juli 2016 zurückzuführen 
sind (S. 83 Ziff. 5.1). Dies findet Rückhalt in den vorliegenden Akten und ist 
zudem unbestritten (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. 4). Gleichzeitig legten die 
Gutachter wohlbegründet und in Übereinstimmung mit den Akten dar, war-
um die bestehende psychische Problematik nicht auf das besagte Unfaller-
eignis zurückzuführen ist (S. 92 Ziff. 6.3). 

4.4.2 Soweit der RAD-Arzt Dr. med. F.________ im (nach dem Gutachten 
erstellten) Bericht vom 21. September 2022 (Beilage zu act. IIA A192) mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychologischen Faktoren, eine schmerzbedingte Per-
sönlichkeitsänderung und eine mittelgradig depressive Episode diagnosti-
ziert (S. 9) und seit dem Unfall vom 16. Juli 2016 in der bisherigen Tätigkeit 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit resp. in einer angepassten Tätigkeit eine 
10%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat (S. 13), und damit zumindest implizit 
die Unfallkausalität der bestehenden psychischen Problematik bejaht hat, 
vermag dies den Beweiswert des Gutachtens der Begutachtungsstelle 
D.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Der psychiatrische Gutachter der 
Begutachtungsstelle D.________ hat sich einlässlich mit der Unfallkausa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-18-

lität der bestehenden psychischen Problematik auseinandergesetzt. Dabei 
hat er schlüssig und mit den Akten in Übereinstimmung stehend dargelegt, 
dass das Unfallereignis nicht als Auslöser der gesundheitlichen Störung 
angenommen werden könne (act. IIB M128 S. 75 und S. 92 Ziff. 6.3), dies 
namentlich aufgrund des Umstandes, dass Monate nach dem Unfall vom 
17. Juli 2016 immer noch von einer psychischen Kompensation der Be-
schwerdeführerin ausgegangen worden sei (vgl. Bericht des Spitals 
G.________, Klinik K.________, vom 8. Dezember 2017; act. IIB M52). 
Weiter ist hervorzuheben, dass sich anlässlich der psychiatrischen Unter-
suchung Anzeichen für ein bewusstseinsnahes dysfunktionales Verhalten 
bis eine Aggravation gezeigt haben (S. 61, S. 78 f., S. 83 Ziff. 5.2, S. 90 
Ziff. 3.2). Ferner wies der orthopädische Gutachter auf den Umstand hin, 
dass die Beschwerdeführerin in normalen Schuhen herumläuft und die of-
fenbar korrekt angefertigten orthopädischen Schuhe mit Abrollhilfe und 
Pufferabsatz nicht trägt (S. 65; vgl. auch S. 75). Der Umstand, dass die 
Beschwerdeführerin, obwohl über massive Schmerzen klagend, die or-
thopädietechnisch angepassten Schuhe nicht trägt sowie die bestehenden 
Anzeichen für eine Aggravation lassen den präsentierten Leidensdruck 
zumindest als fraglich erscheinen. 

Dass die Gutachter der Begutachtungsstelle D.________ ihre Stellung-
nahme vom 16. Juni 2023 (act. IIB M162) ohne Kenntnis des Berichts des 
RAD-Arztes Dr. med. F.________ vom 21. September 2022 (Beilage zu 
act. IIA A192) verfasst haben (Beschwerde S. 7 Ziff. 4), ändert vorliegend 
im Übrigen nichts. Wie bereits dargelegt haben die Gutachter einlässlich 
begründet, warum die psychische Problematik nicht unfallkausal ist, womit 
sich diesbezüglich Weiterungen erübrigten. Selbst wenn zwischen den 
psychischen Beschwerden resp. den organisch nicht hinreichend nach-
weisbaren Unfallfolgen und dem Unfall vom 17. Juli 2016 ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestünde, würde es zudem an dem für die Leis-
tungspflicht im Weiteren vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammen-
hang fehlen (vgl. E. 6 hiernach).

4.4.3 Weiter kamen die Gutachter zum Schluss, dass der Beschwerde-
führerin ihre bisher ausgeübte Tätigkeit als … zu 50 % zumutbar ist. Dabei 
erklärten sie die 50%ige Rendementverminderung plausibel mit dem erhöh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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ten Pausenbedarf aufgrund der belastungsabhängigen Schmerzen (act. IIB 
M128 S. 85 Ziff. 6.2). In einer angepassten Tätigkeit (vorwiegend sitzend, 
nicht konsequent stehend oder gehend) attestierten die Gutachter dagegen 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 86 Ziff. 6.3). 

Die gegen die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Gutachter der Begut-
achtungsstelle D.________ beschwerdeweise vorgebrachte Kritik verfängt 
nicht. Namentlich ändert nichts, dass die Gutachter der MEDAS im Gutach-
ten vom 6. Oktober 2021 (act. IIB M161) zum Schluss kamen, dass auf-
grund des diagnostizierten neuropathischen Schmerzsyndroms (S. 11 
Ziff. 4.2) die bisher ausgeübte Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar ist und 
in einer angepassten Tätigkeit (vorwiegend sitzend, körperlich leicht) eine 
80%ige Restarbeitsfähigkeit besteht, wobei die 20%ige Leistungsminde-
rung mit der der Notwendigkeit vermehrter Pausen zur Schmerzentlastung 
und mit der reduzierten Arbeitsschnelligkeit begründet wurde (S. 16 
Ziff. 4.4; vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 4). Die Gutachter der Begutachtungs-
stelle D.________ haben sich in der Stellungnahme vom 16. Juni 2023 
(act. IIB M162) einlässlich mit dieser divergierenden Beurteilung auseinan-
dergesetzt. Sie haben einleuchtend begründet, warum das Gutachten der 
MEDAS bezüglich des diagnostizierten neuropathischen Schmerzsyndroms 
nicht schlüssig und nachvollziehbar ist. Dabei zeigten sie auf, dass die in-
terdisziplinäre und die neurologische Beurteilung von einander abweichen, 
ohne dass die Diskrepanz diskutiert worden sei (S. 3 f.). Bereits aufgrund 
dieses Widerspruchs kann auf die Beurteilung im Gutachten der MEDAS 
vom 6. Oktober 2021 (act. IIB M161) nicht abgestellt werden respektive 
ergibt sich weder aufgrund der unterschiedlichen Diagnostik noch der un-
terschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ein Anhalt, welcher ein 
Abweichen von der Beurteilung im Gutachten der Begutachtungsstelle 
D.________ zu rechtfertigen vermöchte. Darüber hinaus legten die Gutach-
ter der Begutachtungsstelle D.________ dar, dass es sich bei der unter-
schiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, 
hier namentlich die Auswirkung der Schmerzen auf die Arbeitsfähigkeit, um 
einen Ermessensentscheid handelt (act. IIB M162 S. 4 f.). Gründe, um in 
diesen Ermessenentscheid einzugreifen, bestehen nicht und wurden auch 
nicht geltend gemacht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-20-

5. 

5.1 Auf der Basis ihrer medizinischen Beurteilung haben die Gutachter 
der Begutachtungsstelle D.________ hinsichtlich der Frage des Fallab-
schlusses (vgl. E. 3.3 hiervor) in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise 
dargelegt, dass – im Zusammenhang mit den unfallkausalen belastungs-
abhängigen Beschwerden am rechten Fuss und an der rechten Hand sowie 
der Neuropathie des Nervus suralis (vgl. E. 4.4.1 hiervor) – der Endzustand 
erreicht ist und damit von weiteren medizinischen Behandlungen – nament-
lich von weiteren operativen Massnahmen – keine namhafte Besserung 
des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet werden kann (act. IIB 
M128 S. 87 Ziff. 7.2; vgl. auch S. 66). Dass die Gutachter gleichzeitig zum 
Schluss kamen, dass sich die Anpassung der Schuheinlagen günstig auf 
die Beschwerden (am rechten Fuss) auswirken würde (S. 87 Ziff. 7.2), ist 
für die Beurteilung des Fallabschlusses im Übrigen nicht relevant, zumal 
diese einfach und kostengünstig verfügbare Versorgung keine ärztliche 
Behandlung darstellt. 

Dass Dr. med. I.________ im Bericht vom 3. September 2020 (act. IIB 
M144 S. 1 Ziff. 1) eine weitere Operation am rechten Fuss (operative Ver-
steifung) als notwendig erachtet hat, vermag die Beurteilung der Gutachter 
der Begutachtungsstelle D.________ bezüglich des Endzustandes eben-
falls nicht in Zweifel zu ziehen. Diesbezüglich nahm der beratende Arzt 
Dr. med. J.________ am 18. Dezember 2020 Stellung und legte schlüssig 
dar, dass die nach der Beurteilung der Gutachter durchgeführten medizini-
schen Behandlungen keine erkennbare Beeinflussung des gesundheitli-
chen Zustandes gebracht haben und dieser somit im Vergleich zum Gut-
achten unverändert geblieben ist (act. IIB M148 S. 1 Ziff. 1). Im Übrigen 
gingen auch die Gutachter der MEDAS davon aus, dass bezüglich der Un-
fallfolgen am rechten Fuss von einem Endzustand auszugehen sei (act. IIB 
M161 S. 16 Ziff. 4.4). Zudem geht aus dem Bericht von Dr. med. 
I.________ vom 2. September 2020 (act. IIB M144) gerade nicht hervor, 
dass durch eine weitere Operation eine namhafte Besserung erwartet wer-
den kann. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung reicht eine noch zu 
erwartende Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht aus, um auf 
den Fallabschluss zu verzichten; Taggeld und Heilbehandlung sind so lan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-21-

ge zu gewähren, wie die prognostizierte Verbesserung noch namhaft ist, 
unbedeutende Verbesserungen genügen nicht. Die namhafte Verbesse-
rung bezieht sich hierbei in erster Linie auf die Verbesserung der Arbeits-
fähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Auch der behandelnde Orthopäde 
des Spitals G.________ sah im Übrigen aus fusschirurgischer Sicht keine 
Therapieoptionen mehr (vgl. Bericht vom 23. Februar 2021; act. IIB M151 
S. 2).

Letztlich bleibt hervorzuheben, dass die psychischen Beschwerden keinen 
Aufschub des Fallabschlusses bewirken, da sie für die Beurteilung der 
Adäquanz bei der hier zur Anwendung gelangenden sog. Psychopraxis 
(vgl. hierzu E. 6.1 hiernach) unberücksichtigt zu bleiben haben (Urteil des 
BGer 8C_493/2018 vom 12. September 2018 E. 3.2).

5.2 Zusammenfassend können keine Zweifel an der Beurteilung der 
Gutachter der Begutachtungsstelle D.________ zum Erreichen des Endzu-
standes ausgemacht werden. Gestützt auf diese Beurteilung ist es nicht zu 
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fall per 31. August 2020 
(vgl. act. IIA A191 S. 22 Ziff. 2.3.5.3) abgeschlossen hat. 

6.

Die Adäquanzprüfung allfälliger psychischer Gesundheitsschäden wäre 
hier (unbestrittenermassen) nach der sogenannten Psychopraxis durchzu-
führen (vgl. E. 3.2.4 hiervor). Folglich werden psychische Aspekte bei der 
nachfolgenden Prüfung der Adäquanz ausser Acht gelassen.

6.1 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei 
– ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei 
entwickelnden Kräften – eine Katalogisierung der Unfälle in leichte (bana-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-22-

le), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzunehmen ist. 
Die erlittenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die 
sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten. Abhängig von der Unfall-
schwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubezie-
hen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 5.1 S. 359, 129 V 177 E. 4.1 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 21 
S. 74, 8C_96/2017 E. 4.2, 2011 UV Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 4.2.2).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verlet-
zungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 
Fehlentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9, 8C_147/2017 E. 5.1). Diese Würdigung des Un-
falles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Ver-
neinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 115 V 133 E. 6c bb 
S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 S. 174 E. 4b).

6.2 Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin führte sie am 17. Juli 
2016 … auf einer Leiter durch. Die Leiter habe unverhofft nachgegeben 
und sei zusammengebrochen. Sie sei deshalb aus ca. zwei Metern auf den 
Boden auf ihre rechte Körperhälfte gestürzt (act. IIB M128 S. 32 Ziff. 2.1). 
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte dieses Ereignis als mittelschweren 
Unfall im eigentlichen mittleren Bereich (act. IIA A191 S. 15 Ziff. 2.3.2.7). 
Dies steht im Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung, gemäss 
welcher Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei und vier Metern in die 
Tiefe praxisgemäss noch als im engeren Sinne mittelschwere Unfälle quali-
fiziert werden (Urteil des BGer 8C_66/2021 vom 6. Juli 2021 E. 7.2.2). Dies 
wird denn auch nicht bestritten. Damit müssten von den hiervor dargestell-
ten Adäquanzkriterien mindestens drei in der einfachen Form oder aber 
eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate 
Kausalzusammenhang bejaht werden könnte (vgl. E. 6.1 hiervor).

6.3 Die Prüfung der einzelnen adäquanzrelevanten Kriterien ergibt fol-
gendes Bild:

6.3.1 Dem Unfallereignis vom 17. Juli 2016 muss bei objektiver Betrach-
tung eine besondere Eindrücklichkeit abgesprochen werden, zumal jedem 
mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist 
(BGE 148 V 301 E. 4.4.3 S. 308; SVR 2024 UV Nr. 5 S. 21, 8C_662/2022 
E. 7.3.1). Besonders dramatische Begleitumstände sind nicht auszuma-
chen. Das Kriterium wurde bzw. wird denn auch nur in deutlich gravier-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-24-

enderen Fällen bejaht (NABOLD ANDRÉ PIERRE, Bundesgesetz über die Un-
fallversicherung UVG, 5. Aufl. 2024, S. 73 ff.). Das entsprechende 
Adäquanzkriterium ist somit nicht erfüllt.

6.3.2 Die Beschwerdeführerin erlitt beim Unfall vom 17. Juli 2016 insbe-
sondere eine intraartikuläre Radiusfraktur rechts, eine Joint Depression 
Calcaneusfraktur rechts, eine Gesichtskontusion mit Rissquetschwunde 
Augenlid rechts und eine Kontusion der rechten Schulter (act. IIB M9). Die-
se Verletzungen sind von einer gewissen Schwere, jedoch nicht von einer 
derart besonderen Art, dass sie geeignet wäre, psychische Fehlentwicklun-
gen auszulösen. 

6.3.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Be-
handlung setzt eine länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete 
Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden voraus (BGE 140 V 
356 E. 5.6.2 S. 366). Es waren operative Massnahmen zur Behandlung der 
unfallbedingten Beschwerden notwendig, wobei vier Eingriffe und fünf Infil-
trationen allein am rechten Fuss erfolgten in zunehmenden zeitlichen Ab-
ständen (2016 - 2021; vgl. act. IIB M4, M31, M35, M83, M91, M83, M127, 
M137, M141, M155). Dieses Kriterium ist damit insgesamt erfüllt, wenn 
auch nicht in ausgeprägter Form (vgl. Urteile des BGer 8C_394/2022 vom 
8. November 2022 E. 9.1 und 8C_627/2020 vom 10. Dezember 2020 
E. 4.1.2).

6.3.4 Was die körperlichen Dauerschmerzen anbetrifft, ist vorab festzu-
halten, dass bei der Beurteilung dieses Kriteriums die somatisch nicht hin-
reichend erklärbaren Beschwerden auszuklammern sind und zwar nament-
lich auch dann, wenn sie körperlich imponieren (Urteile des BGer 
8C_568/2015 vom 15. Januar 2016 E. 3.6 und 8C_825/2008 vom 9. April 
2009 E. 4.6). Unbestrittenermassen leidet die Beschwerdeführerin seit dem 
Unfall an objektiv erklärbaren Schmerzen im rechten Fuss und in der rech-
ten Hand. Zudem besteht eine Neuropathie des Nervus suralis (act. IIB 
M128 S. 82 Ziff. 3.2). Diesbezüglich stellten die Gutachter der Begutach-
tungsstelle D.________ jedoch fest, dass es im Verlauf zu einer Auswei-
tung der Beschwerden und einer Aggravationsneigung gekommen ist. Zu-
dem wiesen sie auf die psychosoziale Belastung der Beschwerdeführerin 
hin, insbesondere im Zusammenhang mit der fehlenden beruflichen Ausbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-25-

dung und demzufolge die beschränkte Aussicht auf eine Wiedereingliede-
rung in die Berufswelt (S. 83 f. Ziff. 5.2). Schliesslich hoben die Gutachter 
hervor, dass sich eine Anpassung der Schuheinlagen günstig auf die Be-
schwerden auswirken würde (S. 87 Ziff. 7.2). Unter diesen Umständen ist 
das Kriterium der Dauerschmerzen zumindest im Zeitpunkt des Fallab-
schlusses grundsätzlich nicht erfüllt, keinesfalls jedoch in besonders aus-
geprägter Weise.

6.3.5 Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 
erheblich verschlimmert hätten, finden sich in den Akten nicht. 

6.3.6 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sind 
– entgegen den Behauptungen in der Beschwerde (S. 10) – nicht ersicht-
lich. Insbesondere geht aus den Akten nicht hervor, dass die diversen Ope-
rationen am rechten Fuss vorwiegend aufgrund erheblicher Komplikationen 
erfolgt sind. Zudem darf aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung 
und der geklagten Beschwerden nicht schon auf einen schwierigen Hei-
lungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es be-
darf hiezu besonderer Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt haben 
(BGE 140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2019 
UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.5, 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05 
E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa die Einnahme vieler Medikamente und 
die Durchführung verschiedener Therapien wie auch die Tatsache, dass 
trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine 
(vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht wer-
den konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 4.3).

6.3.7 Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten 
Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im 
angestammten Beruf (SVR 2019 UV Nr. 41 S. 155, 8C_632/2018 E. 10.5; 
Urteil des BGer 8C_566/2019 vom 27. November 2020 E. 7.3). Die Exper-
ten der Begutachtungsstelle D.________ attestierten im Gutachten vom 
4. März 2020 (act. IIB M128) überzeugend und nachvollziehbar in der an-
gestammten Tätigkeit eine 50%ige und in einer angepassten Tätigkeit eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 85 f. Ziff. 6.2 f.). Die Beschwerdegegnerin 
wies zu Recht darauf hin (Beschwerdeantwort S. 8 Ziff. 6.2.3), dass die 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit spätestens, mit kurzen Un-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-26-

terbrüchen, seit dem 10. Dezember 2017 besteht (vgl. Akten der Be-
schwerdegegnerin [act. II] 2 S. 5), womit die Beschwerdeführerin spätes-
tens nach rund eineinhalb Jahren nach dem Unfall (in einer angepassten 
Tätigkeit) wieder voll arbeitsfähig war. Dieses Adäquanzkriterium ist somit 
ebenfalls nicht erfüllt.

6.4 Nach dem Dargelegten sind nur zwei der erwähnten Adäquanzkrite-
rien erfüllt (vgl. E. 6.3.4 f. hiervor), und dies keinesfalls in ausgeprägter 
Weise. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
17. Juli 2016 und den weiterhin geklagten (psychischen) Beschwerden ist 
dementsprechend nicht gegeben. 

7.

7.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

7.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

7.1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-27-

7.1.3 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115, 8C_759/2017 E. 2.1).

7.1.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellen-
löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe-
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der Dokumen-
tation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 
2019 IV Nr. 28 S. 86, 9C_401/2018 E. 5.1.3). Es gilt zu berücksichtigen, 
dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfs-
arbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 
entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind 
und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rech-
nen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 
S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän-
den des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 
S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-28-

7.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Im Bereich der obligatori-
schen Unfallversicherung ergibt sich der massgebliche Zeitpunkt aus 
Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG, wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn 
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann und allfällige Ein-
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind 
(vgl. BGE 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Der frühest-
mögliche Rentenbeginn fällt demnach unter Berücksichtigung des Fallab-
schlusses per 31. August 2020 (vgl. E. 5.1 hiervor) auf den 1. September 
2020.

7.3

7.3.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesund-
heit weiterhin ihren angestammten Beruf als Mitarbeiterin im … bei der 
C.________ AG ausüben würde, weshalb das Valideneinkommen aufgrund 
des zuletzt erzielten Einkommens festzusetzen ist.

Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen im angefochtenen 
Einspracheentscheid auf der Basis des von der Beschwerdeführerin im 
Jahr 2015 erzielten Einkommens von monatlich Fr. 3'945.50 (vgl. act. IIA 
A114) ermittelt und dem Nominallohnindex von 2020 angepasst. Gestützt 
auf diese Angaben legte sie das Valideneinkommen per 2020 auf 
Fr. 55'651.-- fest (act. IIA A191 S. 19 Ziff. 2.3.3.3). Dies ist nicht zu bean-
standen.

Selbst wenn das Valideneinkommen – entsprechend der Auffassung in der 
Beschwerde (S. 11 Ziff. 6) – entsprechend der Berechnung der IV-Stelle 
Bern auf Fr. 56'710.-- (Beilage zu act. IIA A192) festgelegt würde, änderte 
dies am Ergebnis nichts. Denn dies ergäbe zwar pro 2020 einen leicht 
höheren Invaliditätsgrad. So oder anders besteht aber – wie nachfolgend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-29-

dargelegt wird – kein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversiche-
rung.

7.3.2 Die Beschwerdeführerin hat keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen, weshalb das Invalideneinkommen gestützt auf die 
Tabellenlöhne (LSE 2020) zu ermitteln ist. Ausgehend von der Tatsache, 
dass sie in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist (vgl. 
E. 4.4.3 hiervor), ist es vorliegend nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin das Invalideneinkommen gestützt auf das Total des 
Kompetenzniveaus 1, Tabelle TA1, festgelegt hat (act. IIA A191 S. 19 f. 
Ziff. 2.3.3.4), zumal der Beschwerdeführerin verschiedene Verweistätigkei-
ten in diversen Tätigkeitsgebieten offen stehen. Gegenteiliges wird denn 
auch nicht geltend gemacht.

Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Frauen beträgt Fr. 4'276.--. An 
die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (Bundesamt für 
Statistik [BFS], Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-
lungen, Total) angepasst resultiert daraus ein Invalideneinkommen von 
Fr. 53'493.-- (Fr. 4'276.-- : 40 x 41.7 x 12) im Jahr. Ein zusätzlicher Abzug 
vom Tabellenlohn (vgl. E. 7.1.4 hiervor) ist hier nicht gerechtfertigt und 
wurde von der Beschwerdegegnerin auch nicht vorgenommen (act. IIA 
A191 S. 20 f. Ziff. 2.3.3.5). 

7.3.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; 
SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) Invaliditätsgrad von 4 % 
([Fr. 55'651.-- ./. Fr. 53'493.--] / Fr. 55'651.-- x 100) resp. höchstens 6 % 
([Fr. 56'710.-- ./. Fr. 53'493.--] / Fr. 56'710.-- x 100). Folglich besteht kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (vgl. E. 2.2 hier-
vor).

8.

8.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

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8.1.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

8.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 
Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157).

Art. 36 Abs. 3 UVV bestimmt, dass die Integritätsentschädigung nach der 
gesamten Beeinträchtigung festgesetzt wird, wenn mehrere körperliche, 
geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un-
fällen zusammenfallen. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach 
dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet. 
Diese Regelung ist auch in Bezug auf aus mehreren Unfällen hervorge-
gangene Gesundheitsschäden verfassungs- und gesetzeskonform (vgl. 
BGE 150 V 469 E. 3 S. 470, Urteile des BGer 8C_812/2010 vom 2. Mai 
2011 E. 6.3 und 6.5; SVR 2024 Nr. 4 S. 16, 8C_70/2022 E. 5.1, 2018 UV 
Nr. 20 S. 70, 8C_534/2017 E. 6.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-31-

8.1.3 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 150 V 469 E. 3 S. 470, 124 V 29 E. 3c S. 35).

8.2 Die Beschwerdegegnerin gewährte eine Integritätsentschädigung 
nach Massgabe eines Integritätsschadens von 30 % (act. IIA A191 S. 21 
Ziff. 2.3.4 und A137 S. 6). Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung der 
Gutachter der Begutachtungsstelle D.________. Diese hielten im Gutach-
ten vom 4. März 2020 (act. IIB M128) fest, dass infolge des Unfalls vom 
17. Juli 2016 eine dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen 
Integrität bestehe. Unter Berücksichtigung der Suva-Tabellen könne ein 
Integritätsschaden von insgesamt 30 % beziffert werden (Handgelenksar-
throse 5 %, USG-Arthrose 15 % und Fusswurzelarthrose 10 %; S. 67 und 
S. 88 Ziff. 8.1). Diese Beurteilung ist mit Blick auf die medizinische Akten-
lage und die Suva-Tabelle 5 (abrufbar unter <www.suva.ch>) nachvollzieh-
bar und überzeugend begründet. In den Akten finden sich keine ärztlichen 
Berichte, welche auch nur geringe Zweifel an dieser Beurteilung zu wecken 
vermöchten bzw. aufgrund der verbleibenden somatischen Unfallfolgen 
eine höhere Entschädigung postulieren würden. Dies wird im Übrigen von 
der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt. Damit hat die Be-
schwerdegegnerin zu Recht eine Integritätsentschädigung basierend auf 
einem Integritätsschaden von 30 % zugesprochen. 

9.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

10.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2025, UV 200 2023 690

-32-

10.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

10.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

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-33-

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.