# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 774c59b3-966a-59dd-9e9e-0ee8eb7e5087
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 08.10.2015 725 15 174 (725 2015 174)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_725-15-174_2015-10-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
Vom 8. Oktober 2015 (725 15 174) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bestimmung des Invaliditätsgrads; infolge Konkurses der ehemaligen Arbeitgeberin 

kann nicht auf den zuletzt konkret erzielten Lohn abgestellt werden, sondern es ist für 

die hypothetische Bestimmung des Valideneinkommens auf den massgebendeb Ge-

samtarbeitsvertrag abzustellen. Mangels entsprechender Qualifikationen des Versicher-

ten ist dieser in der mittleren Lohnkategorie einzureihen. Für die Bestimmung des Invali-

deneinkommens ist mangels Repräsentativität der DAP-Profile auf die lohnstatistischen 

Werte der LSE abzustellen.  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Javier Ferreiro, Advokat, 
Gerbergasse 1, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 

 
 
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A. Der 1958 geborene A.____ war zuletzt als Bauarbeiter bei der B.____ GmbH angestellt. 
In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) gegen die 
Folgen von Betriebsunfällen versichert. Am 5. September 2012 stürzte er von einem Gerüst und 
zog sich dabei an beiden Füssen eine Calcaneusfraktur zu. Aufgrund des Erreichens eines me-
dizinischen Endzustands stellte die SUVA mit Verfügung vom 24. Oktober 2014 ihre Taggeld-
leistungen und Heilkosten per Ende November 2014 ein. Gleichzeitig sprach sie dem Versicher-
ten eine Integritätsentschädigung von 15% zu. Diese Verfügung erwuchs in der Folge unange-
fochten in Rechtskraft. 
 
B. Mit Verfügung vom 11. Februar 2015 lehnte die SUVA den Anspruch des Versicherten 
auf eine Rente ab. Eine dagegen erhobene Einsprache wies sie gestützt auf die Zumutbarkeits-
beurteilungen ihres Kreisarztes vom 13. Juni 2014 und 9. Januar 2014 mit Einspracheentscheid 
vom 2. April 2015 ab.  
 
C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Javier Ferreiro, am 15. Mai 
2015 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm auf der Basis einer Erwerbseinbusse 
von mindestens 22%, eventualiter 13%, eine Rente zuzusprechen. Ausserdem sei ihm die un-
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Beanstandet werde die Berechnung des IV-Grads, nicht 
aber die medizinische Zumutbarkeitsbeurteilung. In Bezug auf das Valideneinkommen sei von 
einem jährlichen Einkommen von CHF 69‘784.00 auszugehen. Im frühestens möglichen Zeit-
punkt der Rentenzusprechung habe er sich noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis be-
funden. Für die Ermittlung des Valideneinkommens sei deshalb auf den mit seiner damaligen 
Arbeitgeberin vereinbarten Stundenlohn von CHF 30.50 abzustellen. Stelle man hingegen auf 
den massgebenden Landesmantelvertrag ab, so sei von einem Valideneinkommen von 
CHF 70‘470.—, eventualiter mindestens von CHF 66‘466.— auszugehen. In Bezug auf das In-
valideneinkommen sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage, die in den vorgelegten DAP-
Blättern der SUVA enthaltenen Maximallöhne zu erzielen. In Bezug auf vier von der SUVA auf-
gelegten DAP-Blätter sei insbesondere zu bemängeln, dass der Beschwerdeführer bei der Ver-
richtung der entsprechenden Arbeiten zu viel stehen müsse. Ausserdem könne für die Ermitt-
lung des Invalideneinkommens nicht auf den dort ausgewiesenen Durchschnittslohn abgestellt 
werden.  
 
D. Die SUVA schloss mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2015 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass aufgrund von diversen Unge-
reimtheiten für die strittige Bemessung des Valideneinkommens nicht auf die Angaben der 
ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers abgestellt werden könne. In Bezug auf den 
massgebenden Landesmantelvertrag hätte der Beschwerdeführer bei einem neuen Arbeitgeber 
nicht den Lohn für einen Baufacharbeiter der Kategorie A, sondern nur einen solchen auf der 
Basis der Kategorie C erzielen können. Es sei auf die von der SUVA eingeholte Stellungnahme 
der paritätischen Berufskommission zu verweisen, wonach im Jahr 2014 gemäss Lohnklasse C 
von einem Valideneinkommen in der Höhe vom Fr. 61‘204.—, eventualiter gemäss Lohnklas-
se B von CHF 66‘456.— auszugehen sei. Gestützt auf die DAP-Blätter sei von einem Invaliden-

 
 
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einkommen von CHF 60‘802.— auszugehen. Der für die Ausrichtung einer Invalidenrente erfor-
derliche Schwellenwert werde demnach nicht erreicht.  
.  
E. Mit Eingabe vom 31. Juli 2015 liess sich der Beschwerdeführer zu den zum Verfahren 
beigezogenen Akten der IV-Stelle Basel-Landschaft vernehmen. Er wies darauf hin, dass die 
Invalidenversicherung von einem Valideneinkommen von CHF 67‘942.-- ausgegangen sei und 
die entsprechende Verfügung der IV-Stelle unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei. Die 
SUVA hielt ihrerseits mit Stellungnahme vom 11. August 2015 an ihrem Rechtsstandpunkt fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
des Kantons Basel-Landschaft als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich 
und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde somit ist einzutreten.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, 
Integritätseinbusse) ein natürlicher (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquater 
(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht.  
 
2.2  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 
Abs. 1 ATSG, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG 
auf die Unfallversicherung anwendbar sind, die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchti-
gung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Art. 16 ATSG hält 
schliesslich fest, dass die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten 
anhand eines Einkommensvergleichs zu erfolgen hat. Wie das Eidgenössische Versicherungs-
gericht (EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aufgezeigt 

 
 
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hat, brachte das ATSG hinsichtlich der unfallversicherungsrechtlichen Invaliditätsbemessung 
keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen 
Normenlage. Die im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der 
Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG) entsprechen ebenso wie die 
Vorschrift über die Bestimmung des Invaliditätsgrades (bei erwerbstätigen Versicherten; Art. 16 
ATSG) den bisherigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten 
Begriffen und Grundsätzen. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb 
weiterhin massgebend (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungs-
praxis [RKUV] 2004 Nr. U 529 S. 573 ff. E. 1.2-1.4; Urteil K. des EVG vom 28. Juli 2004, 
U 12/04, E. 1.2). Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch 
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). 

 
2.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber hin-
aus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer Weise noch verrich-
tet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, 
in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Be-
richte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche 
Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 
E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Im Rahmen der freien 
Beweiswürdigung ist es auch ohne weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Ent-
scheid in erster Linie auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen (BGE 123 V 
334 E. 1c). 
 
3. Die SUVA ist in ihrem Einspracheentscheid vom 2. April 2015 davon ausgegangen, 
dass dem Versicherten aufgrund der verbleibenden somatischen Beeinträchtigungen bedingt 
durch seine beidseitigen Calcaneusfrakturen weiterhin eine vorwiegend sitzende und wechsel-

 
 
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belastende Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden: Ge-
stützt auf die kreisärztlichen Untersuchungsberichte vom 31. Juli 2013 sowie vom 9. Januar 
2014 besteht in der angestammten Tätigkeit des Versicherten eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit. In einer allfälligen Verweistätigkeit ist der Beschwerdeführer jedoch in der Lage, eine leich-
te bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit gele-
gentlichem Aufstehen und mit Laufen von wenigen Schritten ganztags zu erbringen (vgl. SUVA-
Dok 156 S. 5; 175 S. 5). Tätigkeiten in der Hocke oder mit Übertragung von Vibrationen auf die 
unteren Extremitäten sind allerdings zu vermeiden (vgl. SUVA-Dok 123). Die Beurteilung der 
dem Beschwerdeführer weiterhin noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit ist unter den Parteien bei 
dieser Aktenlage zu Recht unbestritten geblieben (vgl. Beschwerdebegründung vom 15. Mai 
2015, Ziffer 24; angefochtener Einspracheentscheid, Ziffer 3a). Streitgegenstand des vorliegen-
den Verfahrens bildet vielmehr die Bestimmung des Invaliditätsgrads. 
 
4. Wie bereits erwähnt (E. 2.2 hiervor), hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Gemäss Art. 16 ATSG wird 
dazu das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom-
mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts sind für den Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im 
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend (BGE 129 V 222, 128 V 174).  
  
5.1 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden hypo-
thetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, was 
die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermitt-
lung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom zuletzt erzielten, allen-
falls der Teuerung und den realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft 
wird (Urteil I. des EVG vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 
Hintergrund bildet die empirische Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheits-
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen hiervon müssen mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Ein solcher Ausnahmefall liegt insbesondere 
dann vor, wenn eine versicherte Person ihre Arbeitsstelle infolge einer konkursbedingten Be-
triebsschliessung verliert (Urteil des Bundesgerichts 9C_501/2013 vom 28. November 2013, 
E. 4.2). Diesfalls ist es rechtsprechungsgemäss zulässig, für die hypothetische Bestimmung des 
Valideneinkommens auf einen Gesamtarbeitsvertrag bzw. auf den Landesmantelvertrag für das 
Schweizerische Baugewerbe abzustellen, wenn im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-
ginns kein Anstellungsverhältnis mehr besteht, weil über den Arbeitgeber der versicherten Per-
son der Konkurs eröffnet worden ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_90/2010 vom 23. Juli 2010, 
E. 6.2.1.2 sowie 8C_462/2014 vom 18. November 2014, E. 5.1).  

 
 
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5.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass das Valideneinkommen 
grundsätzlich anhand seines effektiv bisher erzielten Gehalts zu bemessen und gestützt auf die 
Lohnabrechnungen und die Angaben seiner zwischenzeitlich konkursiten Arbeitgeberin zu be-
stimmen sei (vgl. Beschwerdebegründung, Ziffer 31 ff.). Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 
werden. Über die ehemalige Arbeitgeberin des Versicherten wurde am 11. März 2014 der Kon-
kurs eröffnet (vgl. SUVA-Dok 126). Bereits zuvor hat der untersuchende Kreisarzt wiederholt 
festgehalten, dass in medizinischer Hinsicht noch kein Endzustand vorliegt. So geht aus dem 
kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 9. Januar 2014 hervor, dass der Endzustand voraus-
sichtlich erst im März bzw. April 2014 erreicht werde. Vorab müsse noch die Frage durch das 
Spital C.____ geklärt werden, ob eine Metallentfernung im Bereich des rechten Fersenbeins 
stattzufinden habe (vgl. SUVA-Dok 156, S. 5 sowie SUVA-Dok 122). Auch dem ärztlichen Zwi-
schenbericht von Dr. D.____, FMH Allgemeine Medizin, vom 5. Mai 2014 kann nicht entnom-
men werden, dass eine allfällige Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse im Zeitpunkt 
des Konkurses der ehemaligen Arbeitgeberin bereits ausgeschlossen worden wäre. Vielmehr 
berichtete der Hausarzt des Versicherten anfangs Mai 2014, dass sowohl die Prognose als 
auch die voraussichtliche Dauer der Behandlung noch ungewiss sei (vgl. SUVA-Dok 117). In 
der Folge wurde die Frage betreffend den Endzustand erneut dem Kreisarzt unterbreitet (vgl. 
kreisärztliche Kurzbeurteilung vom 13. Juni 2014, SUVA-Dok 123). Mindestens bis zu diesem 
Zeitpunkt ist somit davon auszugehen, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
noch eine namhafte Besserung der gesundheitlichen Verhältnisse erwartet werden konnte. Es 
tritt hinzu, dass dem Versicherten bis anfangs Juli 2014 noch eine Kostengutsprache für ein 
Arbeitstraining sowie eine Kostengutsprache für eine Arbeitsvermittlung erteilt worden ist (vgl. 
Mitteilungen der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 6. März sowie vom 12. August 2014, SUVA-
Dok 112 und 131). Art. 19 UVG setzt für den Anspruch auf Invalidenrente der Unfallversiche-
rung jedoch voraus, dass allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung ab-
geschlossen sein müssen. Die beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung wurden in-
des erst am 23. Oktober 2014 beendet (vgl. Mitteilung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 23. 
Oktober 2014, SUVA-Dok 112). Vor diesem Hintergrund ist deshalb auch nicht zu beanstanden, 
dass die SUVA mit Verfügung vom 24. Oktober 2014 ihre Taggelder und Heilungskosten erst 
per 30. November 2014 eingestellt hat (vgl. SUVA-Dok 148). Damit aber ist zugleich gesagt, 
dass ein allfälliger Rentenanspruch des Versicherten so oder anders erst nach dem Konkurs 
seiner ehemaligen Arbeitgeberin entstehen könnte. Für die Bestimmung des strittigen Validen-
einkommens kann somit nicht auf die konkreten Lohndaten der ehemaligen Arbeitgeberin des 
Versicherten abgestellt werden. Für dessen hypothetische Bemessung ist vielmehr auf den ent-
sprechenden Landesmantelvertrag für das Schweizerische Baugewerbe (LMV) abzustellen 
(vgl. oben, Erwägung 5.1 a. E. hiervor).  
 
5.3.1 In diesem Zusammenhang vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, dass er zeit-
lebens als Bauarbeiter tätig gewesen und deshalb mindestens in der Kategorie der Lohnklas-
se A des massgebenden LMV einzustufen sei. Dies gelte umso mehr, weil das letzte Gehalt bei 
seiner ehemaligen Arbeitgeberin bereits dem Lohn für die Kategorie A entsprochen habe. Aus-
serdem sei eine einmal erworbene Einstufung bei einer neuen Anstellung beizubehalten. Es 
resultiere somit ein Valideneinkommen von CHF 70‘470.--, eventualiter gestützt auf die Lohnka-

 
 
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tegorie B ein solches von CHF 66‘466.40. Die Beschwerdegegnerin vertritt in ihrer Vernehmlas-
sung demgegenüber den Standpunkt, dass gemäss Stellungnahme der zuständigen paritäti-
schen Berufskommission von der Lohnklasse C des entsprechenden LMV auszugehen sei. 
Dies führe zu einem Valideneinkommen im Umfang von CHF 61‘204.— bzw. eventualiter von 
maximal CHF 66‘456.—.  
 
5.3.2 Es ist unbestritten, dass der Versicherte bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin vor dem 
Eintritt seiner unfallbedingten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit einen Stundenlohn von 
CHF 30.50 erzielt hatte (vgl. Lohnabrechnung September 2012, SUVA-Dok 108). Dieser Lohn 
entspricht der damals massgebenden Einteilung in die Lohnkategorie A des LMV. Gemäss der 
Beurteilung der Bauunternehmer-Region C.____ vom 19. Juni 2015 ist eine einmal erreichte 
Qualifikationsstufe bzw. Lohnklasse bei einem Stellenwechsel von einem neuen Arbeitgeber 
grundsätzlich anzuerkennen. Zwingend zu beachten ist dies jedoch nur dann, wenn ein Mitar-
beiter die Voraussetzungen als Bau-Facharbeiter der Kategorie A auch wirklich erfüllt bzw. der 
Arbeitgeber den Mitarbeiter ausdrücklich als Bau-Facharbeiter der Kategorie A anerkannt hat. 
Fehlen diese formellen Voraussetzungen, könne jeder neue Arbeitgeber diese Einstufung aber-
kennen und korrigieren lassen (vgl. a.a.O., S. 2 f., ad Ziffer 3). Nachdem in formeller Hinsicht 
keine Hinweise in den Akten liegen, wonach der Versicherte ausdrücklich als Bau-Facharbeiter 
der Kategorie A anerkannt worden ist, muss demnach davon ausgegangen werden, dass die 
bisherige Lohnklasseneinreihung bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin von einem künftigen Ar-
beitgeber nicht zwingend beibehalten worden wäre. Daran vermag nichts zu ändern, dass der 
Beschwerdeführer in E.____ eine Maurerlehre absolviert hat. Er vermag gerade keine Ab-
schlüsse spezieller Weiterbildungskurse nachzuweisen, welche eine gewillkürte Einreihung in 
die Kategorie A rechtfertigen würden. Da der neue Arbeitgeber eine ursprünglich falsche Einstu-
fung nach Art. 45 Abs. 1 lit. d LMV deshalb hätte berichtigen lassen können, kann die ehemali-
ge Lohneinreihung durch seine zwischenzeitlich konkursite Arbeitgeberin demnach keine Ver-
bindlichkeit für sich beanspruchen. Nachdem der Versicherte jedoch zeitlebens als Bauarbeiter 
gearbeitet hat und in dieser Branche bereits von 1991 bis 1996 in der Schweiz tätig gewesen 
war, weist er ohne Zweifel eine nicht unerhebliche Berufserfahrung auf. Andererseits ist festzu-
stellen, dass er nach seiner beinahe 40-jährigen Tätigkeit als selbständiger Bauarbeiter im Aus-
land und nach seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 2012 erst seit Kurzem über eine hiesige 
Berufserfahrung verfügt. Es tritt hinzu, dass er nur ungenügende Deutschkenntnisse besitzt. 
Solchen Sachverhalten wird Rechnung getragen, indem solche Mitarbeiter für eine beschränkte 
Zeit für rund sechs Monate in der Lohnklasse C eingereiht werden und erst nach einer Zwi-
schenbeurteilung entschieden wird, ob eine Höhereinstufung in die Kategorie B erfolgen kann. 
Andererseits gilt ebenso die Vertragsfreiheit zu Gunsten des Mitarbeitenden, weshalb ein po-
tentieller Arbeitgeber den Betroffenen ebenso von Beginn seiner Anstellung weg in die Katego-
rie B einreihen kann (vgl. Beurteilung der Bauunternehmer-Region C.____ vom 19. Juni 2015, 
Beilage 3 zur Vernehmlassung der SUVA).  
 
5.3.3 Da Einreihungen in die Kategorie A restriktiv gehandhabt werden und die bisherige 
Einteilung des Beschwerdeführers eher als Gefälligkeit bezeichnet werden muss (vgl. Beurtei-
lung der Bauunternehmer-Region C.____ vom 19. Juni 2015, Beilage 3 zur Vernehmlassung 
der SUVA, ad Fazit, Ziffer 7), ist davon auszugehen, dass der Versicherte nach seinem Unfall 

 
 
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bei einem hypothetischen Arbeitgeber zunächst in die Lohnklasse C und nach einer absehba-
ren Bewährungsfrist von rund sechs Monaten in die Kategorie B eingeteilt worden wäre. Nach-
dem er während seiner bisherigen beruflichen Laufbahn keine Weiterbildungen nachzuweisen 
in der Lage ist, kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass er sich noch innert Frist bis 
zu einem allfälligen Rentenbeginn Ende November 2014 (vgl. oben, Erwägung 5.2 a. E.) jene 
Qualifikationen erarbeitet hätte, welche als Bau-Facharbeiter eine Einteilung in die Kategorie A 
gerechtfertigt hätten. Zusammenfassend ist für die Bemessung des Valideneinkommens per 
November 2014 daher von der Lohnklasseneinteilung gemäss LMV der Kategorie B, Regio 
C.____, und damit von einem monatlichen Einkommen von CHF 5‘112.— auszugehen. Dies 
führt zu einem massgebenden Valideneinkommen von CHF 66‘456.—, welches im Wesentli-
chen mit jenem Einkommen übereinstimmt, welches der Beschwerdeführer in seiner Beschwer-
debegründung im Eventualstandpunkt geltend gemacht hat (vgl. Beschwerdebegründung, Ziffer 
48).  
 

6.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Vorliegend hat der Beschwerdeführer seit seinem Unfall im September 2012 keine Er-
werbstätigkeit mehr aufgenommen. Beim Einkommensvergleich ist deshalb von einem hypothe-
tischen Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtspre-
chung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge-
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die so genannten DAP-Zahlen herangezogen 
werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 
 

6.2 Im Entscheid 129 V 472 ff. hat sich das EVG ausführlich mit der Invaliditätsbemessung 
aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA geschaffenen Dokumentation 
von Arbeitsplätzen (DAP) befasst und festgestellt, dass die für die Invaliditätsbemessung her-
angezogenen DAP-Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher 
nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben wer-
den, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um 
Sonder- oder Ausnahmefälle handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens 
fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet 
werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf Grund der ge-
gebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeits-
plätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils 
verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichen-
de Überprüfung des dem Unfallversicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Er-
messens ermöglicht. Sind die erwähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann 
nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch die Urtei-
le W. vom 14. Oktober 2003, U 347/00, E. 2.3.1 und S. vom 20. Oktober 2003, U 392/00, 
E. 5.2.2).  

 

6.3 Vorliegend hat die SUVA das Invalideneinkommen aufgrund der DAP ermittelt und hier-
zu im Verwaltungsverfahren insgesamt fünf DAP-Blätter aufgelegt. Gestützt auf die darin ent-
haltenen Lohnangaben hat sie das massgebende Einkommen im angefochtenen Einsprache-

 
 
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entscheid mit CHF 60‘802.— pro Jahr beziffert. Darüber hinaus hat sie Angaben über die Ge-
samtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung des Beschwerdeführers in Frage kom-
menden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 65 DAP), über den dabei erzielbaren Höchst-
lohn (CHF 81‘620.—), über den Tiefstlohn (CHF 46‘192.—) sowie über den Durchschnittslohn 
der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe (62‘119.—) gemacht 
(vgl. SUVA-Dok 157, S. 1). Eine nähere Betrachtung der fünf von der SUVA aufgelegten DAP-
Blätter zeigt jedoch, dass bei den umschriebenen Arbeitsstellen ein Gehen und Stehen teilwei-
se als zumindest bedingt notwendig bezeichnet wird. Gemäss Arbeitsplatzbeschrieb ist bei der 
DAP Nr. 355610 als Mitarbeiter einer Induktionshärterei die Verarbeitungsmaschine mit Kleintei-
len aus Metall zu beschicken. Dabei ist oft ein Gehen bis 50m erforderlich (vgl. SUVA-Dok 96). 
Nicht anders verhält es sich in Bezug auf die Tätigkeit Nr. 374193 als Metallarbeiter. Auch hier 
ist oft ein Gehen bis 50m erforderlich, wobei sich nebst manchmal stehenden Verrichtungen 
sitzende und gehende Tätigkeiten offensichtlich die Waage halten (vgl. SUVA-Dok 94). Dassel-
be Bild ergibt sich in Bezug auf das Anforderungsprofil der DAP Nr. 375879 (SUVA-Dok 93). 
Auch hier müsste der Versicherte als Bestücker von elektronischen Bauteilen oft Distanzen bis 
50m zurücklegen. Der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung zufolge ist der Beschwerdefüh-
rer unbestrittenermassen jedoch nur noch eine vorwiegend sitzende Tätigkeit mit nur gelegent-
lichem Aufstehen und mit Gehen von wenigen Schritten zu erbringen in der Lage (vgl. oben, 
Erwägung 3 hiervor). Die genannten Arbeitsplätze erweisen sich im Ergebnis deshalb als nicht 
zumutbar. Fallen aber drei der fünf von der SUVA ausgewählte zumutbare Arbeitsstellen weg, 
so bedeutet dies, dass die DAP-Profile die Voraussetzung der geforderten Repräsentativität 
nicht erfüllen, weshalb vorliegend nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden kann. 
Das hypothetische Invalideneinkommen des Beschwerdeführers ist deshalb vielmehr anhand 
der statistischen Daten der LSE-Tabellenlöhne zu ermitteln. 
 

6.4 Laut der LSE 2012 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen Tätigkeiten körperlicher 
oder handwerklicher Art (tirage skill level 1) beschäftigten Männer im Jahre 2012 auf 
CHF 5‘210.— (LSE 2012, Privater Sektor, Tabelle TA1, Total). Dabei ist zu beachten, dass die-
ser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und für das 
Jahr 2014 auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden 
(vgl. www.bfs.admin.ch, Dokument je-d-03.02.04.19) umzurechnen sowie bis ins Jahr 2014 an 
die entsprechende Nominallohnentwicklung von + 1,5% (vgl. www.bfs.admin.ch, Dokument je-
d-03.04.02.02.03, Nominallohnindex Männer 2011-2014, Spalte Total) anzupassen ist. Damit 
ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von CHF 66‘155.— (12 x CHF 5‘210.— / 40 x 
41,7 x 1,015).  
 

6.5  Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind unter Umständen verschie-
dene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das EVG seine Rechtsprechung zu den 
Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, 
ob und in welchem Ausmass die Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönli-
chen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Ein-
schränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 
der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 
Vorliegend ist dem Versicherten unter Berücksichtigung seiner reduzierten Leistungsfähigkeit 
ein ganztägiges Pensum zuzumuten. Ein Abzug für eine Verdiensteinbusse infolge der Verrich-
tung von Teilzeitarbeit kann daher nicht gewährt werden. Unbeachtlich ist auch die Nationalität 
des Beschwerdeführers, da dieses Element durch das Level 1 (vor 2012: Anforderungsniveau 
4) der LSE ebenfalls bereits angemessen berücksichtigt wird. Hingegen rechtfertigt sich beim 
1958 geborenen Versicherten ein Abzug aus Altersgründen. Es tritt hinzu, dass der Versicherte 
zeitlebens ausschliesslich in der Baubranche tätig gewesen ist. Im Hinblick auf eine allfällige 
alternative Verweistätigkeit bringt er keinerlei Berufserfahrung mit und wird daher auf einem 
hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt unter nur erschwerten Lohn-Bedingungen Fuss fas-
sen können. Ein leidensbedingter Abzug lässt sich ausserdem für die im Übrigen aus der Be-
hinderung des Beschwerdeführers erwachsenden Umstände rechtfertigen: Gerade die Nicht-
verwertbarkeit von drei der fünf von der SUVA aufgelegten DAP-Blätter belegt, dass dem Versi-
cherten eine nicht zu vernachlässigende Bandbreite an potentiellen Arbeiten – wenn überhaupt 
– nur noch bedingt zur Verfügung stehen dürfte. Es ist daran zu erinnern, dass der Versicherte 
lediglich eine ganztägige Tätigkeit zu erbringen in der Lage ist, bei welcher die Fortbewegung 
auf wenige Schritte begrenzt ist (vgl. SUVA-Dok 156 S. 5; 175 S. 5). Diese jedenfalls nur be-
schränkte Einsatzfähigkeit des Beschwerdeführers selbst für kurze Distanzen dürfte sich un-
zweifelhaft in einer weiteren Lohnreduktion niederschlagen. Zu denken ist insbesondere an ein 
verlangsamtes Tempo bei kleineren Kontroll-, Archivierungs- oder Nachfüllarbeiten, wie sie 
auch bei leichten, mehrheitlich sitzenden Überwachungs- und Verpackungstätigkeiten notorisch 
anfallen. Zumal selbst bei statischen Beschäftigungen allfällige Tätigkeiten in der Hocke oder 
mit Übertragung von Vibrationen auf die unteren Extremitäten vermieden werden müssen 
(vgl. SUVA-Dok 123), lässt sich in Anbetracht der persönlichen und beruflichen Situation des 
Beschwerdeführers demnach insgesamt ein leidensbedingter Abzug im Umfang von 10% recht-
fertigen. Daran ändert nichts, dass die IV-Stelle Basel-Landschaft auf die Vornahme eines lei-
densbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen verzichtet hat. Insgesamt resultiert ein mass-
gebendes Invalideneinkommen von CHF 59‘540.— (CHF 66‘155.— x 90%). 

 

6.6 Setzt man dieses Invalideneinkommen von CHF 59‘540.— dem oben erwähnten Validen-
einkommen von CHF 66‘453.— gegenüber, ergibt sich eine Erwerbseinbusse von CHF 6‘913.--. 
Rein rechnerisch resultiert ein Invaliditätsgrad des Versicherten von 10,4%. Rechtsprechungs-
gemäss ist ein solcher rechnerisch exakt ermittelter Invaliditätsgrad nach den Regeln der Ma-
thematik auf die nächste ganze Prozentzahl auf- oder abzurunden (BGE 130 V 121 ff.). Damit 
ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 10%. Dem Gesagten zufolge ist der Rentenbeginn im Lichte 
der massgebenden Bestimmung von Art. 19 Abs. 1 UVG auf den 1. Dezember 2014 festzuset-
zen (vgl. oben, Erwägung 5.2 a. E. hiervor). Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis insoweit 
gutzuheissen, als der Einspracheentscheid der SUVA vom 2. April 2015 aufgehoben und fest-
gestellt wird, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2014 eine Invalidenren-
te auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 10% auszurichten ist. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 

 
 
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der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nachdem der Beschwerdeführer im Grundsatz obsiegt hat, besitzt er Anspruch auf Ersatz sei-
ner Parteikosten. Diese werden gestützt auf die Honorarnote seines Rechtsvertreters vom 
29. Juli 2015 und dessen Eingabe vom 31. Juli 2015 (nachfolgende Bemühungen im Umfang 
einer ½ Stunde) auf insgesamt CHF 2‘773.45 festgesetzt (total 9 Stunden und 55 Minuten à 
CHF 250.— zuzüglich Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) und der SUVA auferlegt. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der SUVA vom 2. April 2015 aufgehoben und 
festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 
1. Dezember 2014 auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 10 % 
Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘773.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen.