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**Case Identifier:** c5cce489-f1d1-57c0-9927-3dd529ab7159
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.09.2023 720 22 223 / 203 (720 2022 223 / 203)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-223---203_2023-09-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. September 2023 (720 22 223 / 203) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Rückweisung zur weiteren Abklärung 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephanie C. Elms, 
Rechtsanwältin, schadenanwaelte AG, Industriestrasse 13c, Post-
fach, 6302 Zug 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1975 geborene A.____ meldete sich am 22. März 2011 bei der IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Im Rahmen der beruflichen Abklärungen wurde dem 
Versicherten eine Umschulung zum X.____ zugesprochen, welche er im Oktober 2014 erfolgreich 
abschloss. Danach machte er ein Arbeitstraining bei den B.____. Über die Firma C.____ wurde 
der Versicherte ab dem 1. Juni 2015 bei der B.____ in einem 60 %-Pensum angestellt. Parallel 
dazu nahm die IV-Stelle verschiedene medizinische Abklärungen vor. Nach Durchführung des 

 

 
 
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Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. März 2019 einen Rentenan-
spruch ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), in dem Sinne gut, als die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 1. März 2019 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle zurückgewiesen wurde. Nach Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen sowie Durch-
führung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 
14. Juni 2022 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 46 % eine Viertelsrente ab dem 1. Januar 
2012 zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. 
Elms, mit Schreiben vom 22. August 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine 
höhere – mindestens eine halbe Invalidenrente – zu gewähren. Zur Begründung machte er im 
Wesentlichen geltend, sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen seien falsch er-
mittelt worden. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2022, die 
Beschwerde sei abzuweisen.  
 
D. Mit Beschluss vom 16. März 2023 stellte das Kantonsgericht den Fall aus und räumte 
dem Versicherten Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Beschwerderückzug ein. In der Be-
gründung wurde im Wesentlichen festgehalten, dass das Kantonsgericht – im Falle eines Urteils 
– beabsichtige, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur Vornahme 
weiterer Abklärungen und anschliessenden Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen. 
Dies könne möglicherweise zu einer Schlechterstellung (reformatio in peius) führen.  
 
E. Mit Eingabe vom 23. Juni 2023 liess der Beschwerdeführer mitteilen, dass er an seiner 
Beschwerde festhalte. Er stellte den Antrag, das Beschwerdeverfahren sei entsprechend den 
ursprünglich gestellten Rechtsbegehren weiterzuführen und er sei im Rahmen eines Gerichtsgut-
achtens medizinisch abzuklären. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 

 

 
 
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vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 
22. August 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1. Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegt der Eintritt der Invalidität und Beginn des 
Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen Best-
immungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Januar 
2012 in Frage und die angefochtene Verfügung datiert vom 14. Juni 2022. Demnach bleiben die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewe-
senen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer ab 1. Ja-
nuar 2012 zu Recht eine Viertelsrente zugesprochen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] 
vom 6. Oktober 2000) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 
invalid (Art. 8 ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität 
wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 

 

 
 
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7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b mit Hinweisen).  
 
Die IV-Stelle hat den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs bemessen, was vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten wird. 
 
3. Vorliegend ist die ärztliche Einschätzung des Gesundheitszustandes bzw. die festge-
stellte Arbeitsunfähigkeit, wonach der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2011 in der bisherigen 
Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist, 
grundsätzlich nicht strittig. Umstritten ist jedoch im Wesentlichen, von welcher Tätigkeit der Gut-
achter als angestammter Tätigkeit ausgegangen ist. 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

 

 
 
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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
4.5 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2).  
 
4.6 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen – so auch der Berichte von RAD-Ärztinnen und Ärzte – wird der 
Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) eingeholten Gutachten ex-
terner Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berück-
sichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.7, Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 
8C 385/2014, E. 4.2.2). 
 
4.7 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 

 

 
 
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und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. 
In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig 
von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass 
bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei-
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. 
BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; 
vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7. Die IV-Stelle stützt sich bei ihrem Entscheid im Wesentlichen auf das bidisziplinäre neu-
rologisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. D.____ Neurologie, und Dr. med. E.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, sowie die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. F.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie und FMH Allgemeine Innere Medizin. 
 
7.1 Im psychiatrischen Teilgutachten vom 11. November 2020 stellte Dr. E.____ folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:  
 

1. Eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und anankastischen Anteilen.  
2. Eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode. 

 
Dr. E.____ schätzte die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bezogen auf ein 100%-Pen-
sum auf 60 %. Eine angepasste Tätigkeit wäre eine solche, bei welcher der Versicherte keine 

 

 
 
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leitende Funktion übernehmen müsste, respektive eine Tätigkeit ohne höheren intellektuellen An-
spruch. Eine solche Tätigkeit wäre gemäss Dr. E.____ zu 80 % bezogen auf ein 100%-Pensum 
zumutbar und dies seit etwa dem Jahre 2011. 
 
7.2 Dr. D.____ stellte in ihrem neurologischen Teilgutachten vom 17. April 2021 folgende 
Diagnosen: 
 

1. Episodische Migräne ohne Aura 
2. St. n. Pfeifferschem Drüsenfieber 
3. St. n. Vd. a. Borreliose ca. 2000 
4 . Unspezifische chronische Fatiguesymptomatik, DD funktionell, Depression 

 
Die Gutachterin kam zusammenfassend zum Schluss, dass aus neurologischer Sicht eine episo-
dische Migräne mit Aura diagnostiziert werden könne. Die übrigen Beschwerden seien wechsel-
haft, diffus ausgeprägt und nicht von bestimmter Dauer oder Lokalisation. Anamnestisch würden 
sich keine Hinweise für eine durchgemachte Meningitis, eine Radikulitis, für Hirnnervenausfälle 
oder für eine Polyneuropathie finden lassen. Die neurologische Untersuchung sei unauffällig, 
übereinstimmend mit dem Befund in der neurologischen Begutachtung im Jahre 2018. Die La-
boruntersuchung zeige keinen wegweisenden Befund, der die chronische Fatiguesymptomatik 
erklären würde und keine Hinweise auf eine akute Infektion. Der leicht erniedrigte Vitamin Bl2-
Wert biete keine ausreichende Erklärung für die chronischen Beschwerden des Exploranden. Der 
Explorand sei überzeugt davon, an den Folgen einer Borrelioseinfektion zu leiden und führe die 
meisten seiner Beschwerden auf diese Infektion im Jahre 2000 zurück, die damals lege artis 
antibiotisch behandelt worden sei. Aus diesem Grund lehne er auch eine medikamentöse Thera-
pie seiner depressiven Verstimmungen ab. Eine Neuroborreliose könne jedoch zum jetzigen Zeit-
punkt aufgrund Anamnese und neurologischem Befund nicht diagnostiziert werden, auch nicht 
eine mögliche Neuroborreliose. Die Diagnose einer gesicherten Neuroborreliose erfordere zudem 
den Nachweis spezifischer Antikörper im Liquor. Eine Lumbalpunktion werde vom Exploranden 
abgelehnt. Dr. D.____ hielt fest, dass weder in der angestammten noch in einer angepassten 
Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. 
 
7.3 Die Konsensbesprechung der Gutachter fand am 17. März 2021 telefonisch statt. Als 
Ergebnis wird festgehalten, dass – da sich aus rein neurologischer Sicht keine Krankheit mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse – als gemeinsame Konsensbeurteilung die-
jenige des psychiatrischen Gutachtens übernommen werden könne. Als Anforderungsprofil der 
bisherigen Tätigkeit wird lediglich "X.____" angegeben.  
 
8.1 Die IV-Stelle stützt sich im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. E.____ und 
Dr. D.____ und geht demzufolge in der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 2022 von einer 
Arbeitsfähigkeit von 60 % in der bisherigen bzw. 80 % in einer angepassten Tätigkeit aus. Vorweg 
ist festzuhalten, dass das neurologische Gutachten schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend 
ausgefallen ist. Demzufolge kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer aus 
neurologischer Sicht voll arbeitsfähig ist.  
 

 

 
 
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8.2 Hingegen kann auf das psychiatrische Gutachten aus diversen Gründen nicht abgestellt 
werden. Vorweg ist diesbezüglich festzuhalten, dass im Gutachten keine Herleitung der Diagnose 
der kombinierten Persönlichkeitsstörung erfolgt ist, bzw. dass die zur Erfüllung dieser Diagnose 
notwendigen Kriterien nicht nachvollziehbar aufgezeigt wurden. Damit ist unklar, ob diese Diag-
nose zu Recht angeführt wurde. Bereits deshalb ist das Gutachten mangelhaft. Des Weiteren hat 
der Gutachter auch nicht dargelegt, welche Auswirkungen die gestellten Diagnosen auf die Ar-
beitsfähigkeit haben. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, von welcher Tätigkeit Dr. E.____ als 
angestammter Tätigkeit ausgeht, finden sich dazu doch keine Angaben in seinem Gutachten. In 
der Konsensbeurteilung wird als bisherige Tätigkeit der Beruf eines X.____ angegeben, weshalb 
davon auszugehen ist, dass auch Dr. E.____ diese Arbeit als angestammte Tätigkeit betrachtet. 
Bei der Beurteilung des Gutachtens von Dr. E.____ geht zudem auch Dr. F.____ von einer an-
gestammten Tätigkeit als X.____ aus. Dies wurde aber bereits im Urteil des Kantonsgerichts vom 
31. Oktober 2019 als falsch bezeichnet. Die Umschulung zum X.____ hat der Beschwerdeführer 
jedenfalls erst im Rahmen einer beruflichen Massnahme der IV im Jahr 2012 aufgenommen und 
im Jahr 2014 abgeschlossen, weshalb diese Tätigkeit nicht als angestammte Tätigkeit herange-
zogen werden kann. Des Weiteren scheint Dr. E.____ davon auszugehen, dass der Beschwer-
deführer die Tätigkeit eines X.____ mit einer Führungsfunktion ausgeübt hat. Diesen Schluss 
lässt jedenfalls das von Dr. E.____ festgehaltene Profil einer angepassten Tätigkeit zu, wird dies-
bezüglich doch ausdrücklich eine Tätigkeit ohne leitende Funktion angegeben. Aus den Akten ist 
jedoch nicht ersichtlich, dass der Versicherte jemals eine Tätigkeit als X.____ mit leitender Funk-
tion innehatte. Ungenau erscheint auch das Profil einer angepassten Tätigkeit, wird doch ausser 
der bereits erwähnten Voraussetzung, die Tätigkeit dürfe keine leitende Funktion beinhalten, le-
diglich ausgeführt, eine solche angepasste Tätigkeit müsste ohne höheren intellektuellen An-
spruch ausgeübt werden können. Ebenfalls unklar ist das Profil einer angepassten Tätigkeit, wird 
doch unter diesem Punkt lediglich ausgeführt, in einer solchen Tätigkeit müsste der Versicherte 
keine leitende Funktion ausüben respektive müsste er diese Tätigkeit ohne höheren intellektuel-
len Anspruch ausüben können. Geht aber Dr. E.____ davon aus, dass das Profil einer angepass-
ten Tätigkeit keine Leitungsfunktion beinhalten dürfe, so ist nicht nachvollziehbar, dass der Gut-
achter die Ausübung einer angestammten Tätigkeit mit Leitungsfunktion zu 60 % als zumutbar 
erachtet. Insgesamt bleibt vorliegend mangels ausdrücklicher Angabe unklar, von welcher Tätig-
keit Dr. E.____ als angestammter Tätigkeit ausgeht und ob diese eine Führungsfunktion beinhal-
tet oder nicht.  
 
Auch was den Beginn der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anbelangt, äussert sich Dr. E.____ 
ungenügend. Er gibt an, dass dem Versicherten die angestammte Tätigkeit etwa seit dem Jahr 
2011 im Umfang von 60 % zumutbar gewesen sei, unterlässt es aber, nachvollziehbar – allenfalls 
unter Hinweis auf echtzeitliche Unterlagen – zu begründen, wie er zu diesem Ergebnis gelangt. 
In der versicherungsmedizinischen Beurteilung hält Dr. E.____ lediglich fest, dass der Versicherte 
bis 2010 zu 100 % gearbeitet habe, dies obwohl der Beschwerdeführer bereits in den Jahren 
2009 und 2010 gesundheitliche Probleme hatte und – zumindest teilweise – längere Zeit arbeits-
unfähig war (vgl. dazu auch die IV-Anmeldung des Beschwerdeführers vom 11. März 2011 sowie 
den Bericht von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Januar 2011). 
Dr. G.____ hat den Beschwerdeführer am 3. Januar 2011 untersucht und im Bericht ausgeführt, 
der Versicherte sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu 100 % arbeitsunfähig und aufgrund seiner 

 

 
 
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Untersuchungsbefunde sei die Arbeitsunfähigkeit nicht nur bis am 15. Januar 2011 ausgewiesen. 
Dr. med. H.____, I.____-Spital, hat in einem Kurzbericht vom 28. Dezember 2010 ausgeführt, der 
Versicherte habe sich am 30. November 2010 erstmals vorgestellt. Er suche aktuell einen neuen 
Psychiater. Sie empfehle eine psychotherapeutische Weiterbehandlung. Dr. med. J.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, hält in einem Arztbericht vom 4. April 2011 eine Arbeitsunfähig-
keit von 100 % fest. Des Weiteren ist auf das Gutachten von Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie vom 5. Dezember 2016 hinzuweisen, welcher festgehalten hat, dass der 
Versicherte aufgrund gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit dem Pfeiffer'schen Drü-
senfieber 2009 bei der L.____ seine Kündigung eingereicht habe. Damit ergeben sich doch er-
hebliche Zweifel an der Einschätzung von Dr. E.____, der Beschwerdeführer habe bis 2010 zu 
100 % gearbeitet und hätte ab 2011 zu 60 % in der angestammten Tätigkeit arbeiten können. 
Unklar ist im Übrigen auch, von wem der rot angebrachte Vermerk "Beginn Psy-Therapie 
25.01.2011 IV-Gesuch vom 2011" im Gutachten von Dr. E.____ stammt und von wann dieser 
Vermerk stammt.  
 
8.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass am Gutachten von Dr. E.____ erhebliche Zwei-
fel bestehen. So fehlt es an einer Herleitung der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und einer 
Begründung, welche Auswirkung diese auf die Arbeitsfähigkeit hat. Zudem ist das Gutachten in-
sofern fehlerhaft, als der Gutachter wohl von einer angestammten Tätigkeit als X.____ ausge-
gangen ist, obwohl das Kantonsgericht diese Annahme bereits im Urteil vom 31. Oktober 2019 
als falsch bezeichnet hat. Aber auch das Profil einer möglichen Verweistätigkeit erscheint unge-
nau. Des Weiteren mangelt es an einer Begründung des Zeitpunkts des Eintritts und der Quanti-
fizierung der rückwirkend festgestellten Arbeitsunfähigkeit. Auf das Gutachten kann folglich nicht 
abgestellt werden.  
 
9.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat das angerufene kantonale Versiche-
rungsgericht im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn es einen im Verwal-
tungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbe-
dürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweis-
kräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle ist zulässig, wenn sie allein in der notwendigen 
Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet liegt oder wenn lediglich eine 
Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. 
BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.).  
 
9.2 Gestützt auf die obigen Erwägungen ergibt sich, dass das Gutachten diverse Mängel 
aufweist. Dies allein müsste nicht zwingend zu einer Rückweisung der Angelegenheit an die Vo-
rinstanz führen, hätte das Kantonsgericht doch die Möglichkeit, ein Gerichtsgutachten einzuho-
len. Es zeigt sich jedoch, dass neben dem mangelhaften Gutachten weitere Unklarheiten beste-
hen. So bleibt unklar, von welcher Tätigkeit als angestammter Tätigkeit auszugehen ist und ob 
diese Tätigkeit eine Leitungsfunktion beinhaltet. Dies ist auch für die vom Arzt zu beurteilende 
Arbeitsfähigkeit entscheidend und zeigt auch Auswirkungen auf die Berechnung des Validenein-
kommens, sofern nicht auf die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers, sondern auf Tabellen-
löhne abzustellen ist. In diesem Zusammenhang müsste auch der Frage nachgegangen werden, 
ob der Beschwerdeführer seine Anstellung bei der L.____ im Jahr 2009 selbst gekündigt hat (wie 

 

 
 
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er bei Dr. E.____ angegeben hat) oder ob ihm gekündigt wurde (vgl. Arztbericht der M.____ vom 
22. Dezember 2011).  
 
Diese Unklarheiten haben auch dazu geführt, dass die von der Beschwerdegegnerin vorgenom-
mene Berechnung des Invaliditätsgrades nicht überzeugen kann. So gibt die IV-Stelle für die 
Berechnung des Valideneinkommens an, von der "LSE 2012, Tabelle T11, Sektor Höhere Be-
rufsbildung, Fachschule, Kompetenzniveau ohne Kader, Spalte Männer, Fr. 7'954.--" monatlich, 
auszugehen. Dabei handelt es sich wohl um das Kompetenzniveau ohne Kaderfunktion. Diesbe-
züglich stellt sich dann die Frage, weshalb von einem Kompetenzniveau ohne Kaderfunktion aus-
gegangen wird, während Dr. E.____ anscheinend von einer angestammten Tätigkeit mit Füh-
rungsfunktion ausgeht.  
 
9.3 Gestützt auf diese Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. Diese hat 
den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten im Rahmen eines neuen ver-
waltungsexternen psychiatrischen Gutachtens abklären zu lassen. Die IV-Stelle wird weiter ab-
zuklären haben, von welcher Tätigkeit der Gutachter als angestammter Tätigkeit auszugehen hat 
und ob der Beschwerdeführer in dieser Tätigkeit eine Leitungsfunktion innehatte. Im Zusammen-
hang mit der Berechnung des Valideneinkommens kann auch massgebend sein, ob der Be-
schwerdeführer seine Anstellung im Jahre 2009 selbst gekündigt hat oder ob ihm gekündigt 
wurde. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen Abklärungen wird die IV-Stelle anschlies-
send über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Be-
schwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
10.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
10.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit 
ihr auferlegt, und der geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  
 
10.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Versicherten hat in ihrer 

 

 
 
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Honorarnote vom 2. November 2022 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von ins-
gesamt 13,4 Stunden geltend gemacht, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist zum in Sozialversiche-
rungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewie-
senen Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 101.60. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'717.35 (13,4 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von 
Fr. 101.60 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor-
aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
11.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
7. November 2014, 8C_692/2014, E. 2).  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 14. Juni 2022 aufgehoben, die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Er-
lass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurück-
gewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 3'717.35 (inklusive Auslagen und 7,7 % Mehrwert-
steuer) auszurichten.  

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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