# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33ceb093-80fc-5299-8037-d3de32bfaa8a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.08.2011 B-1995/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1995-2011_2011-08-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung II
B­1995/2011

U r t e i l   v om   1 6 .   Augus t   2 0 1 1  

Besetzung Richter Hans Urech (Vorsitz),
Richter David Aschmann, Richter Claude Morvant,
Gerichtsschreiber Marc Hunziker.

Parteien The Coca­Cola Company, 
310 North Avenue, GA­30301 Atlanta / USA,
vertreten durch E. Blum & Co. AG Patentanwälte und 
Markenanwälte VSP, Vorderberg 11, 8044 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Giuseppe Rosso,
c/o Fidegottardo SA, Casella postale 5616, 6901 Lugano,
Beschwerdegegner,

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz

Gegenstand Widerspruchsverfahren Nr. 11149.

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdegegner ist Inhaber der am 10. März 2010 eingetragenen 
Schweizer  Marke  Nr. 597 786  Caffé  così  (fig.),  welche  Schutz  für  die 
folgenden Waren beansprucht:

Klasse 7: Apparecchi elettromeccanici per la preparazione di bevande.

Klasse  30:  Caffè,  tè,  cacao,  zucchero,  riso,  tapioca,  sagu;  farine  e 
preparati  fatti  di  cereali,  pane,  pasticceria  e  confetteria,  gelati;  miele, 
sciroppo  di  melassa;  lievito,  polvere  per  fare  lievitare;  sale,  senape; 
aceto, salse (per condimenti); spezie; ghiaccio per rinfrescare.

Das Zeichen präsentiert sich wie folgt:

B. 
Gegen  die  oben  genannte,  am  10. März  2010  publizierte Marke  reichte 
die Beschwerdeführerin am 10. Juni 2010 bei der Vorinstanz Widerspruch 
ein.  Sie  stützt  sich  dabei  auf  ihre  am  26. August  1983  eingetragene 
Schweizer  Marke  Nr.  325  111  Coca­Cola  (fig.),  welche  Schutz  für  die 
folgenden Waren geniesst:

Klasse 32:  Breuvages  toniques  et  sirops  pour  la  fabrication  de  ces 
breuvages, contenant des extraits de feuilles de coca (sans cocaïne) et 
de noix de kola.

Das Zeichen sieht wie folgt aus:

C. 
Mit Stellungnahme vom 20. Juli 2010 beantragte der Beschwerdegegner, 
den  Widerspruch  abzuweisen.  Zur  Begründung  machte  er  im 

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Wesentlichen  geltend,  dass  sich  die  Vergleichsmarken  in  bildlicher  und 
klanglicher Hinsicht  sowie vom Sinngehalt  her wesentlich unterscheiden 
würden, weshalb eine Verwechslung ausgeschlossen werden könne.

D. 
Mit  Verfügung  vom  28. Februar  2011  wies  die  Vorinstanz  den 
Widerspruch  ab.  Zur  Begründung  führte  sie  im Wesentlichen  aus,  dass 
zwar die vom angefochtenen Zeichen beanspruchten Waren apparecchi 
elettromeccanici per la preparazione di bevande in Klasse 7 sowie Caffè, 
tè,  cacao,  gelati  in  Klasse 30  in  den  Gleichartigkeitsbereich  der Waren 
der Widerspruchsmarke fielen, eine Zeichenähnlichkeit – und somit auch 
eine  Verwechslungsgefahr  –  infolge  der  sich  dem  Leser  geradezu 
aufdrängenden  unterschiedlichen  Sinngehalte,  welche  eine  allfällige 
Ähnlichkeit  im  Schrift­  oder  Klangbild  zu  kompensieren  vermöchten,  zu 
verneinen sei.

E. 
Mit  Eingabe  vom  1. April  2011  reichte  die  Beschwerdeführerin  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Sie beantragt, den Entscheid 
der Vorinstanz vom 28. Februar 2011 unter Kostenfolge aufzuheben und 
die  Eintragung  der  angefochtenen  Marke  hinsichtlich  apparecchi 
elettromeccanici per la preparazione di bevande in Klasse 7 sowie Caffè, 
tè,  cacao,  gelati  in Klasse 30  zu widerrufen. Zur Begründung macht  sie 
geltend,  dass  die Vorinstanz  es  fälschlicherweise  unterlassen  habe,  die 
Markenähnlichkeit  unter  dem  Aspekt  des  phonetischen  bzw.  visuellen 
Eindrucks  zu  beurteilen  sowie  die  erhöhte  Bekanntheit  der 
Widerspruchsmarke zu berücksichtigen. Zur Begründung einer relevanten 
Markenähnlichkeit  genüge  es  bereits,  wenn  die  Vergleichsmarken  in 
visueller  oder  phonetischer  Hinsicht  vergleichbar  seien,  wobei  im 
vorliegenden  Fall  beides  gegeben  sei.  Als  berühmte Marke  komme  der 
Widerspruchsmarke zudem eine erhöhte Kennzeichnungskraft sowie ein 
erweiterter  Schutzumfang  zu.  Des  Weiteren  könne  die  ausgeprägte 
visuelle  Ähnlichkeit  der  Vergleichsmarken  im  vorliegenden  Fall  schon 
deshalb  nicht  durch  einen  unterschiedlichen  Sinngehalt  kompensiert 
werden, weil die Marken bereits aufgrund  ihrer bildlichen Wahrnehmung 
verwechselt werden könnten. Zudem würden die Sinngehalte nicht sofort 
und unwillkürlich erkannt, werde die Widerspruchsmarke doch nicht mehr 
als Hinweis  auf  Kokapflanzen  bzw.  Kolanüsse wahrgenommen  und  der 
italienischsprachige Bestandteil "così" des angefochtenen Zeichens nicht 
in allen Landesteilen der Schweiz verstanden. Im Übrigen hätte selbst die 

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Wahrnehmung  eines  unterschiedlichen  Sinngehaltes  nicht  den  Wegfall 
der mittelbaren Verwechslungsgefahr zur Folge.

F. 
Mit  Beschwerdeantwort  vom  26. April  2011  beantragt  der 
Beschwerdegegner  unter  Hinweis  auf  das  angefochtene  Urteil  die 
Beschwerde unter Kostenfolge abzuweisen.

G. 
Mit  Vernehmlassung  vom  14. Juni  2011  beantragt  die  Vorinstanz  die 
Beschwerde  unter  Kostenfolge  abzuweisen.  Zur  Begründung  führt  sie 
aus, dass der Sinngehalt nur ausnahmsweise geeignet sei, visuelle und 
phonetische  Ähnlichkeiten  zu  kompensieren,  solche  in  casu  jedoch 
äussert  gering  seien.  So  bestünden  aufgrund  der  anderslautenden 
Vokalfolge  und  der  differenzierten  Konsonantenfolge  grosse 
Unterschiede  in  der  klanglichen  Gesamtwirkung  sowie  in  der 
Aussprachekadenz.  Hinsichtlich  des  Schriftbildes  fänden  sich  lediglich 
übereinstimmende  Anfangsbuchstaben  sowie  eine  entfernte  visuelle 
Ähnlichkeit in der gewählten Schriftart, wobei letztere nicht sehr unüblich 
sei.  Vor  diesem  Hintergrund  vermöge  selbst  die  gleiche  farbliche 
Ausgestaltung  nichts  zu  ändern.  Mangels  klanglicher  und  visueller 
Ähnlichkeit bestehe selbst bei flüchtigem Hören bzw. Lesen keine Gefahr 
des  Verhörens  bzw.  des  Verlesens,  weshalb  der  unterschiedliche 
Sinngehalt  bewusst  wahrgenommen  werde  und  entsprechend  relevant 
sei.  Ob  die  Widerspruchsmarke  Assoziationen  zur  Kokapflanze  und 
Kolanuss  wecke,  könne  dahingestellt  bleiben,  löse  sie  doch  anders  als 
das angefochtene Zeichen keine Gedankenverbindung zu Kaffee aus. Im 
Übrigen  vermöge  die  erhöhte  Kennzeichnungskraft  einer  berühmten 
Marke zwar deren Schutzumfang zu erweitern, nicht jedoch eine fehlende 
Markenähnlichkeit zu kompensieren.

H. 
Eine Parteiverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Auf  die  Argumente  der  Parteien  wird,  soweit  sie  für  den  Entscheid 
erheblich erscheinen, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung  von  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  der  Vorinstanz  in Widerspruchsverfahren  zuständig 
(Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [VGG; SR 173.32]). Die Beschwerde wurde in der gesetzlichen Frist 
von  Art. 50  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom 
20. Dezember  1968  (Verwaltungsverfahrensgesetz,  VwVG; SR 172.021) 
am  1. April  2011  eingereicht.  Der  verlangte  Kostenvorschuss  wurde 
rechtzeitig  bezahlt.  Die  Beschwerdeführerin  ist  durch  die  angefochtene 
Verfügung  besonders  berührt  und  durch  den  Entscheid  beschwert 
(Art. 48 VwVG).  Somit  ist  sie  zur  Beschwerde  legitimiert.  Aus  diesen 
Gründen ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. 
Nach  Art. 3  Abs. 1  Bst. c  des  Markenschutzgesetzes  vom  28. August 
1992  (MSchG,  SR 232.11)  sind  Zeichen  vom  Markenschutz 
ausgeschlossen,  wenn  sie  einer  älteren  Marke  ähnlich  und  für  gleiche 
oder  gleichartige  Waren  oder  Dienstleistungen  registriert  sind,  so  dass 
sich  daraus  eine  Verwechslungsgefahr  ergibt.  Die  Beurteilung  der 
Verwechslungsgefahr  richtet  sich  nach  der  Ähnlichkeit  der  Zeichen  im 
Erinnerungsbild  des  Letztabnehmers  (BGE 121  III  378  E. 2a Boss)  und 
nach dem Mass an Gleichartigkeit zwischen den geschützten Waren und 
Dienstleistungen.  Zwischen  diesen  beiden  Elementen  besteht  eine 
Wechselwirkung: An die Verschiedenheit der Zeichen sind umso höhere 
Anforderungen zu stellen, je ähnlicher die Produkte sind, und umgekehrt 
(LUCAS  DAVID,  in:  Kommentar  zum  schweizerischen  Privatrecht, 
Markenschutzgesetz Muster­ und Modellgesetz, Basel 1999, Art. 3, N. 8). 
Damit  eine  Verwechslungsgefahr  droht,  müssen  aber  noch  weitere 
Faktoren  hinzukommen.  Ausschlaggebend  ist,  ob  aufgrund  der 
Ähnlichkeit  Fehlzurechnungen  zu  befürchten  sind,  welche  das  besser 
berechtigte  Zeichen  in  seiner  Individualisierungsfunktion  gefährden 
(BGE 127  III  166 E. 2a Securitas).  Zu berücksichtigen  sind  im Einzelfall 
der Aufmerksamkeitsgrad, mit dem die Abnehmer bestimmte Waren oder 
Dienstleistungen  nachfragen,  sowie  die  Kennzeichnungskraft,  da  diese 
massgeblich den Schutzumfang einer Marke bestimmt (CHRISTOPH WILLI, 
in:  Markenschutzgesetz,  Kommentar  zum  schweizerischen Markenrecht 
unter  Berücksichtigung  des  europäischen  und  internationalen 
Markenrechts,  Zürich  2002,  Art. 3,  N. 17 ff.).  Massenprodukte  des 
alltäglichen Gebrauchs werden mit einem geringen Aufmerksamkeitsgrad 
nachgefragt,  sodass  bei  entsprechenden  Waren  im  Hinblick  auf  eine 

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allfällige  Verwechslungsgefahr  ein  strengerer  Massstab  anzulegen  ist 
(BGE 117 II 326 E. 4 Valser).

Eine  Verwechslungsgefahr  ist  anzunehmen,  wenn  eines  der  zu 
vergleichenden  Zeichen  für  das  andere  gehalten  wird  ("unmittelbare 
Verwechslungsgefahr"),  aber  auch  dann,  wenn  die  massgeblichen 
Verkehrskreise  die  Zeichen  zwar  auseinanderhalten,  dahinter  aber 
unrichtige  wirtschaftliche  Zusammenhänge  vermuten  und  namentlich 
annehmen,  dass  beide  gekennzeichneten  Angebote  aus  demselben 
Unternehmen stammen ("mittelbare Verwechslungsgefahr", vgl. BGE 127 
III  166  E. 2a  Securitas,  128  III  97 f.  E. 2a  Orfina/Orfina,  Entscheid 
4C.171/2001 vom 5. Oktober 2001 des Schweizerischen Bundesgerichts, 
veröffentlicht in sic! 2002 S. 99 E. 1b Stoxx/StockX [fig.]). Weiter geht der 
Schutz  berühmter  Marken,  der  unabhängig  vom  Bestehen  einer 
Verwechslungsgefahr  alle  Zeichen  umfasst,  deren  Gebrauch  die 
Unterscheidungskraft  der  berühmten  Marke  gefährdet,  deren  Ruf 
ausnützt  oder  ihn  beeinträchtigt  (Art. 15 MSchG).  Im 
Widerspruchsverfahren  kann  dieser  Schutz  der  berühmten  Marke 
allerdings  nicht  angerufen  oder  gewährt  werden,  da  Art. 31 MSchG  die 
Anwendung  von  Art. 15 MSchG  als  Prüfungsgegenstand  des 
Widerspruchsverfahrens  nicht  vorsieht  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B­1085/2008  vom  13. November  2008  E. 2 
Red  Bull/Stierbräu,  B­5325/2007  vom  12. November  2007  E. 3 
Adwista/ad­vista  [fig.]  mit  weiteren  Hinweisen).  Hingegen  ist  eine  durch 
den  Gebrauch  der  Widerspruchsmarke  im  Verkehr  erworbene 
Bekanntheit  zu  beachten  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­
7452/2006 vom 17. April 2007 E. 2 Martini/martini [fig.], B­7447/2006 vom 
17. April  2007 Martini  baby/martini  [fig.]  je mit  weiteren Hinweisen).  Sie 
führt  zu  einem  erweiterten  Schutz  der  Marke,  da  starke  Marken  einen 
grösseren Schutzumfang verdienen (BGE 122 III 382 Kamillosan).

3. 
Als  erstes  sind  die  massgeblichen  Verkehrskreise  der  im  Widerspruch 
stehenden  Waren  zu  bestimmen.  Die  Widerspruchsmarke  geniesst  im 
Wesentlichen  Schutz  für  tonische  Getränke  bzw.  für  Konzentrat  zur 
Herstellung derselben. Das angefochtene Zeichen beansprucht dagegen 
Schutz für eine Reihe von Nahrungsmitteln sowie für Getränkeautomaten. 
Anders  als  das  Getränkekonzentrat,  welches  die  Beschwerdeführerin 
ausschliesslich  an  lizenznehmende  Abfüllbetriebe  verkauft,  richten  sich 
die übrigen Lebensmittel sowie die Getränkeautomaten – worunter auch 
Kaffemaschinen für den Privatgebrauch fallen – zu weiten Teilen an den 

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Endverbraucher  und  somit  an  den  Durchschnittskonsumenten.  Von 
dessen Verständnis  hat  das Bundesverwaltungsgericht  bei  der Prüfung, 
ob eine Zeichenähnlichkeit, eine Warengleichartigkeit sowie eine daraus 
resultierende  Verwechslungsgefahr  gegeben  sind,  auszugehen,  gilt  es 
doch  die  Beurteilung  grundsätzlich  nach  der  Wahrnehmung  der 
schwächsten  und  irreführungsanfälligsten  repräsentativen  Gruppe  von 
Verkehrsteilnehmern zu richten (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­
6222/2009  vom  30. November  2010  E. 3  LOUIS  BOSTON  mit 
Hinweisen).

4. 
In einem weiteren Schritt gilt es das Vorliegen einer Zeichenähnlichkeit zu 
prüfen.

4.1. Ob sich Zeichen ähnlich sind, wird aufgrund  ihres Gesamteindrucks 
beurteilt  (Entscheid  der  RKGE  vom  11. Mai  2006  E. 4  Hero  (fig.), 
veröffentlicht  in  sic!  2006,  S. 478).  Beim  Zeichenvergleich  ist  von  den 
Eintragungen  im  Register  auszugehen  (BGE 119  II  475  E. 2b Radion), 
doch  gilt  es  zu  berücksichtigen,  dass  das  angesprochene Publikum  die 
beiden Marken in der Regel nicht gleichzeitig vor sich hat. Deshalb ist auf 
das  Erinnerungsbild  abzustellen,  das  die  Abnehmer  von  den 
eingetragenen  Marken  bewahren  (Entscheid  der  RKGE  vom  27. April 
2006  E. 6  O  [fig.],  veröffentlicht  in  sic!  2006,  S. 673 f.).  Diesem 
Erinnerungsbild haftet zwangsläufig eine gewisse Verschwommenheit an 
(EUGEN  MARBACH,  in:  Roland  von  Büren/Lucas  David  [Hrsg.], 
Schweizerisches  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht,  Bd. III/1, 
Markenrecht,  2. Aufl.,  Basel  2009,  N. 867 f.),  weshalb  es  wesentlich 
durch  das  Erscheinungsbild  der  kennzeichnungskräftigen 
Markenelemente  geprägt  wird  (BGE 122  III  386  E. 2a  Kamillosan). 
Schwache  oder  gemeinfreie  Markenbestandteile  dürfen  jedoch  bei  der 
Beurteilung  der  Markenähnlichkeit  nicht  einfach  weggestrichen  werden 
(WILLI, a.a.O., Art. 3, N. 65; Entscheid der RKGE vom 20. Oktober 2005 
E. 6 f. Mictonorm, veröffentlicht in sic! 2006, S. 91).

Für  Kollisionsfälle  zwischen  komplexen  Marken,  beispielsweise 
kombinierten Wort­/Bildmarken, können keine absoluten Regeln darüber 
aufgestellt werden, welchem Zeichenelement auf der einen oder anderen 
Seite die für den Gesamteindruck prägende Bedeutung zukommt. Enthält 
eine Marke sowohl kennzeichnungskräftige Wort­ als auch Bildelemente, 
können diese das Erinnerungsbild gleichermassen prägen. Entsprechend 
kann bereits angesichts einer hohen Zeichenähnlichkeit in Bezug auf das 

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Wort­  oder  das  Bildelement  eine  Verwechslungsgefahr  resultieren 
(MARBACH,  a.a.O.,  N. 930 f.).  Sind  die  Bildelemente  einer  kombinierten 
Wort­/Bildmarke  nur  wenig  kennzeichnungskräftig,  treten  sie  beim 
Zeichenvergleich  in  den  Hintergrund  (Entscheid  der  RKGE  vom 
10. Februar 2004 E. 10 SPEEDO/Speed Company  [fig.],  veröffentlicht  in 
sic! 2004 S. 578 f.).

Die Wortelemente von Marken sind nach folgenden Kriterien miteinander 
zu  vergleichen.  Zu  beachten  sind  ihr  Klang  und  ihr  Schriftbild, 
gegebenenfalls  auch  ihr  Sinngehalt.  Das  Silbenmass,  die 
Aussprachekadenz  und  die  Aufeinanderfolge  der  Vokale  prägen 
insbesondere  den  Klang,  während  das  Schriftbild  vor  allem  durch  die 
Wortlänge  und  durch  die  Eigenheiten  der  verwendeten  Buchstaben 
bestimmt  wird  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­7492/2006  vom 
12. Juli  2007  E. 4  Aromata  mit  Hinweisen).  Bei  reinen  Wortmarken 
genügt grundsätzlich schon eine Übereinstimmung unter einem der drei 
genannten Gesichtspunkten,  um die Zeichenähnlichkeit  zu  bejahen. Ein 
klar erkennbarer, unterschiedlicher Sinngehalt im Widerspruch stehender 
Marken  kann  eine  festgestellte  visuelle  oder  akustische  Ähnlichkeit 
jedoch wettmachen. Dazu  reicht es aber nicht aus, dass der Sinngehalt 
der einen Marke demjenigen der anderen nicht entspricht, sondern es ist 
ein  Sinngehalt  erforderlich,  der  sich  den  Wahrnehmenden  sofort  und 
unwillkürlich  aufdrängt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­
7460/2006  vom  6. Juli  2007  E. 6  ADIA,  Entscheid  der  RKGE  vom 
10. März  2006  E. 7  Minergie/Sinnergie  mit  weiteren  Hinweisen, 
veröffentlicht in sic! 2006, S. 413).

4.2.  Im  vorliegenden  Fall  stehen  sich  zwei  Wort­/Bildmarken,  die 
Widerspruchsmarke  Coca­Cola  (fig.)  sowie  das  angefochtene  Zeichen 
Caffé  così  (fig.),  gegenüber.  Das  Erscheinungsbild  beider  Marken  wird 
durch einen sich  jeweils aus zwei Wortelementen zusammensetzenden, 
geschwungenen Schriftzug geprägt. Beim älteren Zeichen unterscheiden 
sich  die  beiden,  durch  einen  kurzen  Bindestrich  verbundenen 
Wortbestandteile  neben  dem  abweichenden  dritten  Buchstaben  im 
Wesentlichen  dadurch,  dass  der  untere  Auslauf  des Grossbuchstabens 
"C"  beim  ersten  Element  die  nachfolgenden  Kleinbuchstaben 
unterstreicht,  was  bei  diesen  zu  einer  erhöhten  Grundlinie  führt, 
wohingegen  dessen  oberer  Auslauf  im  zweiten  Bestandteil  die 
nachkommenden  Buchstaben  überstreicht.  Beim  jüngeren  Zeichen 
unterstreicht demgegenüber der untere Auslauf des Anfangsbuchstabens 
"C"  die  nachfolgenden  Buchstaben  beider Wortelemente.  Folglich  ist  er 

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denn  auch  länger  als  derjenige  des  Anfangsbuchstabens  der 
Widerspruchsmarke.  Der  obere  Auslauf  ist  dagegen  kurz  gehalten  und 
endet  wie  beim  älteren  Zeichen  in  einem  Tropfen.  Dieser  ist  beim 
jüngeren Zeichen jedoch der Länge nach gespalten und vermittelt so den 
Anschein  einer  Kaffeebohne.  Bei  den  nachfolgenden Schriftzeichen  der 
angefochtenen  Marke  handelt  es  sich  ausschliesslich  um 
Kleinbuchstaben,  welche  von  den  beiden  zu  einer  Ligatur  verbunden 
Buchstaben  "ff"  abgesehen,  über  eine  deutlich  geringere  Kegelhöhe 
verfügen. Der Endbuchstabe der beiden Wortelemente ist zudem jeweils 
mit einen Akzent versehen. Ferner verfügt das angefochtene Zeichen, im 
Gegensatz  zur  Widerspruchsmarke,  neben  der  speziellen 
Schriftgestaltung über weitere figurative Elemente. So ist auf der rechten 
Seite  des  Schriftzugs  eine  stilisierte  Tasse  abgebildet  und  werden 
ersterer und letzere zusammen von einem Rahmen umfasst. Im Übrigen 
ist  das  angefochtene  Zeichen mit  dem  Farbanspruch  "rot"  eingetragen. 
Die  Widerspruchsmarke,  welche  demgegenüber  in  allen 
Farbkombinationen  Schutz  geniesst,  wird  unter  anderem,  was  als 
gerichtsnotorisch  angesehen  werden  kann,  in  der  Farbkombination 
rot/weiss benutzt. Auch wenn sich bezüglich der gewählten Schriftart, der 
Wortlängen,  der  grafischen  Ausgestaltung  des  Anfangsbuchstabens 
sowie  in  farblicher  Hinsicht  Übereinstimmungen  finden,  muss  bei  einer 
gesamthaften Betrachtung der gegenübergestellten Marken eine visuelle 
Ähnlichkeit verneint werden. Dies dürfte insbesondere daher rühren, dass 
im angefochtenen Zeichen die Dominanz des Anfangsbuchstabens durch 
die  Überlänge  der  beiden  zu  einer  Ligatur  verbunden  Buchstaben  "ff" 
gemindert  wird,  vermitteln  das  Zusammenspiel  des  Grossbuchstabens 
und der Ligatur doch den Anschein zweier sich kreuzender Schleifen, und 
dass  der  in  Kleinbuchstaben  von  geringer  Kegelhöhe  geschriebene, 
unscheinbar  wirkende  zweite  Wortbestandteil  "così",  anders  als  das 
auffällige  Pendant  "Cola"  der  Widerspruchsmarke,  im  angefochtenen 
Zeichen zu übersehen werden droht.

4.3. Bei der Gegenüberstellung der Klangbilder zeigen sich zwischen den 
im Streite  stehenden Marken  kaum Übereinstimmungen.  Zwar  verfügen 
beide Zeichen  je über vier Silben,  jedoch entsprechen sie sich einzig  im 
Anfangsbuchstaben  "c" sowie  in der dritte Silbe  "co". Ausserdem  ist die 
Betonung  unterschiedlich.  Während  die  Gewichtung  bei  der 
Widerspruchsmarke auf der ersten und dritten Silbe liegen dürfte, werden 
beim angefochtenen Zeichen die zweite und die vierte Silbe akzentuiert. 
Eine klangliche Ähnlichkeit ist somit zu verneinen.

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4.4.  Im  Weiteren  gilt  es  die  Sinngehalte  der  beiden  Marken 
gegenüberzustellen.  Die Widerspruchsmarke  Coca­Cola  (fig.)  setzt  sich 
aus  den  Namen  zweier  Inhaltsstoffe,  Kokapflanze  sowie  Kolanuss, 
zusammen  (vgl.  Eintrag  im  Schweizer  Markenregister,  wonach  das 
Zeichen für extraits de feuilles de coca [sans cocaïne] et de noix de kola 
enthaltende  Tränke  Schutz  geniesst).  Soweit  beim  Konsumenten  keine 
Assoziationen  zu  den  namensgebenden  Inhaltsstoffen  geweckt werden, 
versteht  er  unter  einer  Cola  zumindest  ein  koffein­  und 
kohlensäurehaltiges  Erfrischungsgetränk,  existieren  doch  zahlreiche 
ähnlich schmeckende Limonaden, wie etwa Pepsi­Cola, Virgin Cola oder 
Vita Cola etc. Das angefochtene Zeichen Caffé così (fig.) besteht aus den 
beiden italienischen Wörtern "caffè" und "così", wobei ersteres, wohl aus 
stilistischen  Gründen,  anstelle  von  einem  accento  grave  mit  einem 
accento  acuto  geschrieben  wurde.  Caffè  lässt  sich  mit  "Kaffee",  was 
aufgrund  der  über  denselben  Wortstamm  verfügenden  deutsch­, 
französisch­ sowie englischsprachigen Pendants eigentlich für jedermann 
verständlich  sein  sollte,  und  così  insbesondere  mit  "auf  diese  Weise" 
übersetzen  (Langenscheidts  Handwörterbuch  Italienisch,  8. Aufl.,  Berlin 
2007,  S. 117,  213 f.).  Auch  wenn  letzteres  in  seinen  exakten 
Bedeutungen nicht allen Marktteilnehmern geläufig sein mag, so dürfte es 
doch  zumindest  aufgrund  des  Klangs  sowie  des  vorangehenden 
Markenbestandteils "Caffé" als ein  italienisches Wort aufgefasst werden. 
Sowohl Cola als auch Kaffee sind koffeinhaltige und daher aufputschende 
Getränke. Dennoch lösen sie höchst unterschiedliche Assoziationen aus. 
Während  Cola  für  einen  erfrischenden  Durstlöscher  steht,  wird  Kaffee 
nicht  selten  mit  italienischer  Gemütlichkeit  in  Verbindung  gebracht. 
Dementsprechend muss auch aus dem Blickwinkel des Sinngehalts eine 
Markenähnlichkeit verneint werden.

5. 
Mangels  Ähnlichkeit  auf  visueller,  klanglicher  sowie  sinngehaltlicher 
Ebene  besteht  zwischen  der  Widerspruchsmarke  Coca­Cola  (fig.)  und 
dem  angefochtenen  Zeichen  Caffé  così  (fig.)  kaum  eine 
Verwechslungsgefahr.  So  dürfte  aufgrund  des  unterschiedlichen 
Erscheinungsbildes  selbst  der  beim  Einkauf  zuweilen  eilig  und 
unaufmerksam  agierende  Durchschnittsverbraucher  von  einem  Fehlgriff 
gefeit sein. Ebenfalls  ist  infolge des stark abweichenden Klangbildes die 
Gefahr  des  Verhörens  gering.  Dies  gilt  umso  mehr  als  die,  den 
Marktteilnehmern  im  Wesentlichen  bekannten,  Sinngehalte  der  beiden 
Marken  unterschiedlicher  Natur  sind.  Ferner  dürfte  der 
Durchschnittsverbraucher  zwischen  den  Zeichen  keine  falschen 

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Zusammenhänge  vermuten,  ist  doch  weder  die  verwendete 
zusammenhängende,  leicht kursive Schrift, die Grundfarbe Rot noch die 
Benützung  des  Anfangsbuchstabens  zur  Unterstreichung  der 
nachfolgenden  Schriftzeichen  ungewöhnlich.  Das  Spezielle  in  der 
grafischen  Ausgestaltung  der  Widerspruchsmarke  liegt  gerade  darin, 
dass  bei  den  beiden,  von  einem  Buchstaben  abgesehen,  identischen 
Wortelementen  "Coca"  und  "Cola"  der  erste  Grossbuchstabe  die 
nachfolgenden  Kleinbuchstaben  unterstreicht,  wohingegen  der  zweite 
jene überstreicht, was dem Schriftzug eine besondere Dynamik verleiht.

6. 
Die  Beschwerdeführerin  machte  geltend,  dass  ihr  Zeichen  weltweit  wie 
auch  in  der  Schweiz  den  Status  einer  berühmten  Marke  geniesse. 
Dementsprechend  sei  ihm  eine  erhöhte  Kennzeichnungskraft  und  ein 
erweiterter  Schutzumfang  zuzuordnen,  welche  sich  auch  auf  die 
einzelnen Markenelemente erstreckten. Es bestehe  folglich eine visuelle 
Ähnlichkeit  zwischen  dem  angefochtenen  Zeichen  und  den 
kennzeichnungskräftigen Elementen der Widerspruchsmarke, zumal sich 
erstere aufgrund der ausserordentlichen Bekanntheit  letzterer besonders 
deutlich zu unterscheiden hätte. Das Bundesverwaltungsgericht  folgt der 
Auffassung  der  Beschwerdeführerin  insoweit,  als  es  die  weltweite 
Bekanntheit  sowie  die  überwiegende  Verkehrsgeltung  der 
Widerspruchsmarke  in  der  Schweiz  als  gerichtsnotorisch  ansieht. 
Allerdings  hat  nicht  jede Assoziation  einer Marke  an  eine  andere  sofort 
das  Bestehen  einer  Verwechslungsgefahr  zur  Folge.  Der  Begriff  der 
Verwechslungsgefahr  im  Sinne  von  Art. 3  Abs. 1  Bst. c MSchG  wird 
vielmehr  durch  den  Schutz  der  berühmten  Marke  nach  Art. 15 MSchG 
insofern  beschränkt,  als  jener  nach  ständiger  Rechtsprechung  über  ihn 
hinausführt  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­1085/2008 
vom  13. November  2008  E. 7  Red  Bull/Stierbräu  mit  Hinweisen  auf 
BGE 130 III 753 f. E. 1.3 Nestlé, 124 III 279 E. 1 Nike). Sinn und Zweck 
von Art. 15 MSchG besteht darin, den Gebrauch berühmter Marken durch 
Dritte  zu  verhindern  und  diese  gegen  Rufausbeutung, 
Rufbeeinträchtigung  und  Gefährdung  ihrer  Unterscheidungskraft  zu 
schützen.  Im  Widerspruchsverfahren  kann  sich  der  Inhaber  einer 
berühmten  Marke  jedoch  nicht  auf  den  erweiterten  Schutz  von 
Art. 15 MSchG  berufen.  Dies  ergibt  sich  bereits  unmittelbar  aus  dem 
Wortlaut  von  Art. 31  Abs. 1 MSchG,  wonach  ein  Widerspruch  nur  auf 
Art. 3 Abs. 1 MSchG gestützt werden kann. Grund für diese rein praktisch 
bedingte  Einschränkung  ist,  dass  die  Berühmtheit  einer Marke  nicht  im 
Markenregister  eingetragen  werden  kann  und  der  Rahmen  des  auf 

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rasche  und  kostengünstige  Erledigung  ausgerichteten 
Widerspruchsverfahrens  gesprengt  würde,  wenn  die  Registerbehörden 
Umstände  prüfen müssten,  die  dem Register  nicht  entnommen werden 
können  (FLORENT  THOUVENIN  in:  Noth/Bühler/Thouvenin,  Stämpflis 
Handkommentar, Markenschutzgesetz  [MSchG], Bern 2009, Art. 15, N 2 
und  68).  Demzufolge  können  namentlich  die  qualitative  Wertschätzung 
der Marke  "Coca­Cola"  am Getränkemarkt,  ihr  Ruf  als Modegetränk  im 
Sinne  von  Art. 15 MSchG  und  eine  allfällige  Nachahmungsabsicht  der 
Beschwerdegegnerin,  im  Unterschied  zu  einem  auf  Art. 15 MSchG 
gestützten  Zivilverfahren,  bei  der  vorliegenden  Beurteilung  der 
Verwechslungsgefahr nicht berücksichtigt werden.

7. 
Zusammenfassend  lässt  sich  festhalten,  dass  die  Widerspruchsmarke 
Coca­Cola (fig.) und das angefochtene Zeichen Caffé così (fig.) mangels 
Ähnlichkeit  auf  visueller,  klanglicher  sowie  sinngehaltlicher  Ebene  nicht 
verwechselbar  sind.  Auch wenn  es  sich  bei  ersterer  zweifellos  um eine 
berühmte  Marke  handelt  und  ihr  folglich  ein  erweiterter  Schutzumfang 
zukommt, so vermag dies das Fehlen einer Markenähnlichkeit und einer 
daraus  folgenden  Verwechslungsgefahr  nicht  zu  kompensieren.  Zudem 
muss mangels Vorhandenseins einer Markenähnlichkeit auf die Frage der 
Warengleichartigkeit  nicht  näher  eingegangen werden.  Die  Beschwerde 
erweist sich demzufolge als unbegründet, womit sie abzuweisen und die 
Verfügung  der  Vorinstanz  zu  bestätigen  ist.  Bei  diesem  Ausgang  des 
Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig und es steht der 
obsiegenden  Partei  grundsätzlich  einen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung zu (Art. 63 Abs. 1 und Art. 64 Abs. 1 VwVG).

8. 
Die Gerichtsgebühr  ist  nach Umfang  und Schwierigkeit  der  Streitsache, 
Art  der  Prozessführung  und  finanzieller  Lage  der  Parteien  festzulegen 
(Art. 63  Abs. 4bis VwVG,  Art. 2  Abs. 1  des  Reglements  vom  21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Im 
Beschwerdeverfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ist  dafür  ein 
Streitwert  zu  veranschlagen  (Art. 4 VGKE),  wobei  bei  eher 
unbedeutenden  Zeichen  ein  Streitwert  zwischen  Fr. 50'000.–  und 
Fr. 100'000.–  angenommen  werden  darf  (BGE 133  III  492  E. 3.3 
Turbinenfuss  [3D]  mit  Hinweisen).  Von  diesem  Erfahrungswert  ist  im 
vorliegenden  Verfahren  auszugehen,  da  vor  allem  der  Bestand  der 

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angefochtenen  Marke  und  nicht  der  Wert  der  Widerspruchsmarke  zur 
Diskussion steht.

9. 
Eine nicht anwaltlich vertretene Partei hat grundsätzlich keinen Anspruch 
auf  Entschädigung  der  Vertretungskosten  für  das  Beschwerdeverfahren 
(MARCEL  MAILLARD,  in:  Praxiskommentar  VwVG, 
Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich  2009,  Art. 64,  N. 34). 
Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von 
dieser  Regel  abzuweichen.  Dem  nicht  anwaltlich  vertretenen 
Beschwerdegegner ist daher keine Parteientschädigung zuzusprechen.

10. 
Gegen  dieses Urteil  steht  keine  Beschwerde  an  das  Bundesgericht  zur 
Verfügung  (Art.  73  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]). Es ist deshalb rechtskräftig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  4'000.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr.  4'000.– 
verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück)
– den Beschwerdegegner (Einschreiben)
– die  Vorinstanz  (Widerspruchsverfahren  Nr. 11149;  Einschreiben; 

Vernehmlassungsbeilagen zurück)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Marc Hunziker

Versand: 19. August 2011