# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1ab9e71-d707-58f9-9681-b0e3cdb3e7c2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.04.2024 A-4156/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4156-2021_2024-04-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

04.06.2024 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (1C_330/2024) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung I 

A-4156/2021, A-4180/2021  

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal,  

Richterin Christine Ackermann,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 
 1. Genossenkorporation Ennetbürgen,  

Buochserstrasse 1A, 6373 Ennetbürgen,   

vertreten durch MLaw Mathias Birrer, Rechtsanwalt, 

und Dr. iur. Davide Pinelli, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin 1,  

 

und  

 

2. A._______,   

3. B._______,   

4. C._______,  

alle vertreten durch B._______,  

Beschwerdeführer 2-4, 

  
 

 
gegen 

 
 

Airport-Buochs AG,  

Fadenbrücke 20, 6374 Buochs,   

vertreten durch lic. iur. Philip Bärtschi, Rechtsanwalt,  

Anwaltskanzlei Bärtschi, Haldenstrasse 23, 6006 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL,  

Postfach, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Luftfahrtanlagen;  

Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs;  

Plangenehmigung; Betriebsbewilligung und  

Änderung Betriebsreglement. 

 

 

 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.   

Der Militärflugplatz Buochs verfügt über eine Hauptpiste mit einer Länge 

von rund 2'000 m. Die Piste verläuft in Nordost-Südwest-Richtung. Im süd-

östlichen Bereich der Hauptpiste liegen der Tower, der Flugzeugabstell-

platz (sog. Apron) sowie weitere Hangars der Airport Buochs AG (nachfol-

gend: ABAG). Nordwestlich der Piste befinden sich die Fertigungshallen 

der Pilatus Flugzeugwerke AG. Das Betriebsgelände der Pilatus Flugzeug-

werke AG und der Ruag AG wird durch die Kantonsstrasse (Ennetbürger- 

bzw. Stanserstrasse) vom Flugplatzgelände getrennt. Die Kantonsstrasse 

wird dabei an drei Stellen von den Rollwegen D (Delta) und C (Charlie), 

welche die Anbindung der Fertigungshallen der Pilatus Flugzeugwerke AG 

mit dem Flugplatz Buochs sicherstellen, sowie einem weiteren Rollweg 

(Kompensationsplatz) überquert. Sodann führt die Herdernstrasse mitten 

durch das Flugplatzgelände und läuft rechtwinklig auf die Hauptpiste zu, 

welche sie ungefähr in deren Mitte überquert. Auf der Herdernstrasse be-

stehen strassenseitige Barrieren mit einer akustischen Warnanlage, wel-

che bei einem Start oder einer Landung aktiviert werden. Zusätzlich befin-

den sich zwei weitere Barrieren nördlich der Hauptpiste, wo die Herdern-

strasse den Rollweg B (Bravo) überquert. Ausserdem führen zwei weitere 

Strassen in den Flugplatzperimeter. Einerseits verläuft nördlich, parallel zur 

Hauptpiste entlang des Fliessgewässers Scheidgraben der Scheidgraben-

weg. An der Stelle, wo der Scheidgrabenweg den Rollweg C kreuzt, ist die-

ser mit einer Barriere gesichert. Andererseits befindet sich südlich, eben-

falls parallel zur Hauptpiste die öffentlich befahrbare Flurhofstrasse, welche 

die beiden Rollwege A (Alpha) Ost und F (Foxtrott) überquert, mit denen 

der Apron mit der Hauptpiste verbunden wird. Weder der Flugplatzperime-

ter noch die Hauptpiste sind umzäunt (Urteil des BVGer A-7248/2014 vom 

27. Juni 2016, Sachverhalt, Bst. B).  

Die Genossenkorporation Ennetbürgen ist Eigentümerin mehrerer, teil-

weise im Flugplatzperimeter liegender Grundstücke, die zum Teil durch 

Rollwege durchquert werden und deren Entwässerung derzeit teilweise 

über die Schulter und teilweise über Einlaufschächte und Drainageleitun-

gen in den Scheidgraben erfolgt (vgl. zu den Aufgabenbereichen der Ge-

nossenkorporation Ennetbürgen auch die Website der Korporation 

< https://korporation-ennetbuergen.ch >, abgerufen am 14.03.2024).   

 

 

https://korporation-ennetbuergen.ch/

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 4 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 5 

B.  

Mit Verfügung vom 10. November 2014 traf das Bundesamt für Zivilluftfahrt 

(BAZL) die Anordnung, dass das sog. Standard Instrument Departure-Ver-

fahren (SID-Verfahren), welches das Abflugverfahren auf dem Flugplatz 

Buochs regelt und als SID WIL 1A bezeichnet wird, mit den gleichzeitig 

verfügten detaillierten Auflagen, als separater Anhang Nr. 4 zum Betriebs-

reglement 1982 des Flugplatzes Buochs verfügt werde. Die dagegen erho-

bene Beschwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-

7248/2014 vom 27. Juni 2016 im Sinne der Erwägungen teilweise gut. Da-

bei wurde die SID WIL 1A als separater Anhang Nr. 4 zum Betriebsregle-

ment 1982 verfügt, wobei die Genehmigung der SID von der Einhaltung 

mehrerer, von der ABAG zu erfüllenden Bedingungen abhängig gemacht 

und mit der Beachtung zahlreicher Auflagen verbunden wurde (Urteilsdis-

positiv-Ziff. 2). Die von der ABAG gegen dieses Urteil erhobene Be-

schwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil 1C_402/2016 vom 31. Januar 

2018 in dem Sinne teilweise gut, dass es die in Dispositiv-Ziff. 3 des Urteils 

des Bundesverwaltungsgerichts enthaltene Auflage c neu wie folgt fest-

legte: «Starts nach der SID WIL 1A dürfen bis zur Genehmigung des neuen 

Betriebsreglements nur während den publizierten Flugplatzbetriebszeiten 

erfolgen.» 

C.  

Im Zuge der Revision des Sachplans Militär beschloss der Bundesrat am 

8. Dezember 2017, die militärische Nutzung des Flugplatzes Buochs ein-

zustellen. Mit Eingabe vom 9. Juli 2018 reichte die ABAG beim BAZL ein 

Gesuch um Umnutzung des militärischen Flugplatzes in ein ziviles Flugfeld 

ein. Das Gesuch umfasst die Erteilung der Betriebsbewilligung, die Geneh-

migung des Betriebsreglements, die Plangenehmigung für die Umnutzung 

der bestehenden militärischen Bauten und Anlagen für zivile Zwecke, ein-

schliesslich des Rückbaus von Hindernissen im Sicherheitsstreifen, der 

Weiternutzung der Hangarzelte, der Massnahmen des Generellen Entwäs-

serungsplans (GEP), die Genehmigung des Konzepts für den ökologi-

schen Ausgleich sowie die Festsetzung der zulässigen Lärmimmissionen. 

Am 8. Oktober 2018 reichte die ABAG ein zusätzliches Gesuch für die Wei-

ternutzung der bestehenden Hangarzelte und am 3. April 2019 ein solches 

für die Erhöhung Sicherheit der Herdernstrasse und des Rollwegs Foxtrott 

ein. 

 

 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 6 

D.  

D.a Die Gesuchsunterlagen wurden vom 25. Oktober 2018 bis zum 23. No-

vember 2018 öffentlich aufgelegt. Während dieser Frist gingen mehrere 

Einsprachen ein, darunter jene der Genossenkorporation Ennetbürgen so-

wie des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs 

(SBFB), jeweils vom 23. November 2018. In der Folge nahmen insbeson-

dere die betroffenen Gemeinden und Korporationen sowie der Kanton zur 

geplanten Umnutzung Stellung.  

D.b Im Rahmen des Anhörungsverfahrens nahmen das Departement für 

Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit Eingabe vom 23. Januar 2019 

und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit Schreiben vom 3. April 2019 

Stellung. Die ABAG liess sich mit Eingabe vom 31. Oktober 2019 zu den 

Einsprachen und Stellungnahmen der Fachbehörden vernehmen und 

nahm auf entsprechende Aufforderung des BAZL hin am 2. Dezember 

2020 erneut Stellung.  

D.c Am 26. Februar 2020 verabschiedete der Bundesrat das Objektblatt 

Flugfeld Buochs als Bestandteil des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt 

(SIL). Gemäss den Festlegungen im Objektblatt dient das private Flugfeld 

in erster Linie Werkflügen flugplatzansässiger Unternehmen, Geschäftsrei-

seflügen, Rettungs- und Einsatzflügen sowie dem Segelflugsport. Die flie-

gerische Grundausbildung mit Motorflugzeugen und der Flugsport (Akro-

batik, Fallschirmabsetzflüge) werden nicht unterstützt. Der Helikopterbe-

trieb ist auf Arbeits-, Werk-, Rettungs- und Einsatzflüge ausgerichtet und 

die Zahl touristischer Helikopterflüge ist eng begrenzt. Der Flugplatz kann 

für gelegentliche Einsatz- und Trainingsflüge der Luftwaffe mit Propeller-

flugzeugen und Helikoptern militärisch mitbenützt werden. Der Flugplatz 

übernimmt keine Entlastungsfunktion für andere Flugplätze, und der Aus-

bau zu einem konzessionierten Regionalflughafen ist ausgeschlossen.  

Der Flächenflugbetrieb wird auf die Hauptpiste konzentriert, und die ehe-

malige Redundanzpiste wird aufgehoben. Die Helikopterflüge erfolgen an 

der dafür bezeichneten An- und Abflugstelle südlich der Hauptpiste (1). Die 

Zahl der jährlichen Flugbewegungen ist auf insgesamt 20'000 begrenzt, 

wovon rund 1’000 für die militärische Mitbenützung vorzusehen sind. Die 

Organisation und der Ablauf des Betriebs, einschliesslich der Betriebszei-

ten und den An- und Abflugverfahren werden im Betriebsreglement gere-

gelt. Das Betriebsreglement wird bei der Umnutzung des Flugplatzes über-

prüft und angepasst.  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 7 

Der Flugplatz kann auch für den Instrumentenflug ausgerüstet werden. Bei 

Dunkelheit ist der Flugbetrieb auf Werkflüge sowie Rettungs- und Einsatz-

flüge beschränkt. Für den Flugbetrieb ausserhalb der ordentlichen Be-

triebszeiten können im Betriebsreglement Bewegungskontingente festge-

legt werden. Zur Verbesserung der Sicherheit sind insbesondere Massnah-

men zur Verminderung der Unfallgefahr bei der Pistenquerung der Her-

dernstrasse zu treffen. Überdies sind der Zutritt Unbefugter auf das Flug-

platzareal mit geeigneten Massnahmen zu verhindern und die landwirt-

schaftliche Bewirtschaftung im Pistenstreifen ist den Sicherheitsanforde-

rungen entsprechend zu regeln. Zur Reduktion der Umweltbelastung trifft 

die Flugplatzhalterin die betrieblich möglichen Vorkehrungen im Sinne des 

Vorsorgeprinzips und wacht über die Einhaltung der Vorschriften. Der Flug-

platzperimeter umgrenzt das von den bestehenden und den geplanten 

Flugplatzanlagen beanspruchte Areal (vgl. Anlagekarte). Das separat um-

grenzte Areal mit den bestehenden Bauten und Anlagen (2) wird aus dem 

Perimeter entlassen, sobald die geplanten Ersatz- und Neubauten fertig-

gestellt sind. Sollte der bestehende Rollwegzugang zum RUAG-Areal wi-

der Erwarten nicht mehr genutzt werden können, soll als Ersatz ein Zugang 

ab Kompensierplatz geprüft werden (3).  

 

Das Gebiet mit Lärmbelastung sichert und begrenzt den Entwicklungs-

spielraum für den Flugbetrieb (vgl. Anlagekarte). Die zulässigen Lärmim-

missionen nach Lärmschutzverordnung sind bei der Umnutzung festzule-

gen und anschliessend im Lärmbelastungskataster (LBK) abzubilden. Luft-

fahrtseitig nicht benutzte Flächen auf dem Flugplatz sollen unter Vorbehalt 

der Anforderungen der Luftfahrt (Sicherheitsvorschriften, Ausbauerforder-

nisse) ökologisch aufgewertet werden. Die konkreten Massnahmen sind 

bei der Umnutzung auszuweisen und festzulegen, wobei auch Massnah-

men ausserhalb des Flugplatzperimeters möglich sind. Die Interessen der 

landwirtschaftlichen Nutzung sind zu berücksichtigen. Die Funktion des 

Wildtierkorridors, der über das Flugplatzareal führt, ist mit geeigneten  

Massnahmen qualitativ zu verbessern. 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 8 

 

Das Umnutzungsverfahren soll in einem ersten Schritt auf der Grundlage 

der bestehenden Flugplatzinfrastruktur durchgeführt werden («Übergangs-

phase 2020»). In dieser ersten Phase sind – mit Ausnahme des Ersatzes 

der militärischen durch zivile Gleitwinkelbefeuerungsanlagen (Precision 

Approach Path Indicator [PAPI]) – keine Neu- oder Ersatzbauten vorgese-

hen. Die Zahl der jährlichen Flugbewegungen ist in dieser ersten Phase 

auf 16'800 begrenzt. Das Plangenehmigungsverfahren für die vorgesehe-

nen Ersatz- und Neubauten soll in einem nachgelagerten separaten Ver-

fahren («Endzustand 2025»; Variante Süd 2a) erfolgen. Das Objektblatt ist 

auf diesen Endzustand ausgerichtet. Die Zahl der jährlichen Flugbewegun-

gen ist für diesen Endzustand auf 20'000 begrenzt. Nicht-aviatisch weiter-

genutzte militärische Bauten und Anlagen sind nach kantonalem Recht zu-

rückzubauen. Der Flugbetrieb soll im bisherigen Rahmen weitergeführt und 

in erster Linie auf den Bedarf der flugplatzansässigen Unternehmen aus-

gerichtet werden. 

Gemäss Anhang 2 des (angepassten) Betriebsreglements vom 9. Juli 2018 

sind Starts und Landungen nur zwischen Sonnenaufgang (SR), frühestens 

jedoch um 06:00 Uhr Lokalzeit und Sonnenuntergang (SS) möglich. Als 

ordentliche Betriebszeiten werden folgende Lokalzeiten festgelegt: 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 9 

Starts 

Montag – Freitag  07:30 – 12:05 / 13:15 – SS spätestens 18:00  

Samstag   08:00 – 12:00 / 13:15 – SS spätestens 18:00 

Sonntag   10:00 – 12:00 / 13:15 – SS spätestens 18:00 

 

Landungen  

Montag – Sonntag  07:30 – SS spätestens 20:00  

(inkl. Feiertage)  

 

Als kontingentierte Betriebszeiten werden sodann folgende Lokalzeiten 

festgelegt: 

Starts 

Montag – Freitag  SR (frühestens 06:00) – 07:30 

    12:05 – 13:15 / 18:00 – SS  

Samstag   SR (frühstens 06:00) – 08:00 

    12:00 – 13:15 / 18:00 – SS  

Sonntag und Feiertage SR (frühstens 06:00) – 10:00  

12:00 / 13:15 – 18:00 – SS  

 

Landungen  

Montag – Sonntag  SR (frühstens 06:00) – 07:30 / 20:00 – SS  

(inkl. Feiertage)  

 

In begründeten Fällen kann der Flugplatzleiter oder dessen diensthaben-

der Stellvertreter Flüge während der kontingentierten Betriebszeiten bewil-

ligen (z.B. Slotzuteilung, Flüge im Zusammenhang mit Unterhalts- und Her-

stellerbetrieben, Wetter, verspäteter Ankunft, Leistungssegelflug oder wirt-

schaftlich begründete Fälle). Sämtliche Ausnahmen sind unter Angabe des 

Grundes zu protokollieren. Das Kontingent ist auf jährlich maximal 2'000 

Flugbewegungen begrenzt, wobei der Segelfluggruppe Nidwalden maxi-

mal 500 Flugbewegungen im Zusammenhang mit dem Leistungssegelflug 

zur Verfügung stehen. Das verbleibende Kontingent steht den übrigen Nut-

zern inklusive der Pilatus Flugwerke AG zur Verfügung.  

Im Rahmen des Werkflugbetriebs können durch die Pilatus Flugzeugwerke 

AG durch deren Werkpiloten Flüge bei Dunkelheit von Montag bis Freitag 

zwischen Sonnenaufgang und 22:00 Uhr durchgeführt werden; diese Flüge 

sind dem Kontingent von 2'000 Flugbewegungen anzurechnen. 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 10 

D.d Zusammen mit ihren Schlussbemerkungen vom 23. März 2021 stellte 

die ABAG den neuen Antrag, es sei die Bewilligung zu erteilen, den Roll-

weg C, den nördlichen Teil des Rollweges F, den Rollweg B (Abschnitt Kon-

kordiaplatz bis Kreuzung mit Rollweg D) sowie den Zubringerrollweg zum 

Kompensierplatz nicht wie im Plan Nr. 26037-102 vom 9. Juli 2018 vorge-

sehen mit Versickerungsmulden, sondern ohne bauliche Massnahmen di-

rekt über die Schulter zu entwässern. Der SBFB reichte seine Schlussbe-

merkungen mit Eingabe vom 23. März 2021 ein.  

D.e Die Genossenkorporation Ennetbürgen nahm mit Eingabe vom 

21. Juni 2021 zur Projektänderung Stellung und beantragte insbesondere, 

diese sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auch der SBFB liess 

sich mit Eingabe vom 21. Juni 2021 zum Projektänderungsgesuch verneh-

men.  

D.f Mit Verfügung vom 11. August 2021 erteilte das BAZL (nachfolgend: 

Vorinstanz) der ABAG die Bewilligung für den zivilen Betrieb des ehemali-

gen Militärflugplatzes Buochs als Flugfeld (Dispositiv-Ziff. 1). Das von der 

ABAG eingereichte Betriebsreglement wurde unter Vorbehalt der in der 

Verfügung aufgeführten Auflagen (Dispositiv-Ziff. 6) genehmigt (Dispositiv-

Ziff. 2). Genehmigt wurden im Weiteren die Umnutzung und die Änderun-

gen der militärischen Bauten und Anlagen (Schaltstationen 1-3, Unter-

stände U16 und U80, ehemaliges Munitionsdepot, Baracken 1a, 1b sowie 

2-4, alter Kontrollturm, C-Büro, ehemaliger Notstrom-Container, Garagen 

Ost und West) für zivile Zwecke sowie der Rückbau nicht mehr benötigter 

Bauten und Anlagen (nicht mehr für aviatische Zwecke erforderliche Anla-

gen im Pistenstreifen, militärische Präzisionsgleitwinkelbefeuerungen), der 

Bau der Präzisionsgleitwinkelbefeuerungen für zivile Zwecke (PAPI 06/24), 

die geplanten Entwässerungsmassnahmen (entlang von Piste und Rollwe-

gen, Abstell- und Betankungsplatz für Flugzeuge, Zelthangar und Vorplatz, 

Parkplatz für Personen- und Lastwagen, Umschlagplatz und Betankung), 

die Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Herdernstrasse und 

des Rollweges Foxtrott (bestehend aus dem Versetzen der Barrieren an 

der Herdernstrasse, zweiteiligen Schranken bei der Herdernstrasse, Ersatz 

der Gegensprechanlage, visueller Zonenüberwachung [Videoüberwa-

chung] und aktiver Zonenüberwachung [Wärmebildkamera] im Bereich der 

Herdernstrasse, Informationstafeln mit Angabe der Wartezeit, Schranken-

anlage beidseitig des Rollweges Foxtrott) sowie die weitere Nutzung der 

Hangarzelte bis 31. Dezember 2026 (Dispositiv-Ziff. 3). Überdies wurde 

das Konzept für den ökologischen Ausgleich mit Auflagen genehmigt (Dis-

positiv-Ziff. 4). Die zulässigen Fluglärmimmissionen wurden alsdann 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 11 

gestützt auf die Berechnungen und Unterlagen der Bächtold & Moor AG 

festgelegt (Dispositiv-Ziff. 5). Schliesslich wurden die Anträge auf Durch-

führung von Einspracheverhandlungen, Beizug weiterer Dokumente sowie 

auf Abnahme weiterer Beweise abgewiesen. Ebenfalls abgewiesen wur-

den weitere Anträge aus den Einsprachen, soweit sie in den vorliegenden 

Vorhaben und den verfügten Auflagen nicht berücksichtigt worden sind 

(Dispositiv-Ziff. 8). Schliesslich entzog das BAZL allfälligen Beschwerden 

gegen die Plangenehmigung für die Massnahmen zur Verbesserung der 

Sicherheit der Herdernstrasse und des Rollwegs Foxtrott die aufschie-

bende Wirkung (Dispositiv-Ziff. 9).  

E.   

E.a Gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 11. August 2021 erhebt die 

Genossenkorporation Ennetbügen (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1) 

mit Eingabe vom 16. September 2021 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht mit folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) vom 11. August 

2021 betreffend Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs in ein 

ziviles Flugfeld sei aufzuheben. 

2. Die Gesuche vom 09. Juli 2018, 08. Oktober 2018, 03. April 2019 und vom 

23. März 2021 betreffend Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes 

Buochs in ein ziviles Flugfeld seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

3. Es sei ein Gutachten betreffend Verschmutzung des Bodens und des Was-

sers rund um die Pisten und Rollwege des Flugplatzes Buochs einzuholen, 

wofür repräsentative sowie einwandfreie Boden- und Wasserproben zu ent-

nehmen sind. 

4. Der generelle Entwässerungsplan (GEP) «Flugplatz Buochs» gemäss Doku-

mentation vom November 2007 (Phasen 1-3) sei zu edieren und zu den Akten 

im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht zu nehmen.  

5. Sämtliche Akten des Verfahrens der Vorinstanz seien zu edieren und zu den 

Akten im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht zu nehmen.  

6. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen.  

E.b Mit Eingabe vom 16. September 2021 erheben auch A._______, 

C.______ und B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer 2-4), alle ver-

treten durch letzteren, gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 11. August 

2021 Beschwerde mit den folgenden Anträgen:  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 12 

1. Es sei Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung betreffend Betriebsreglement auf-

zuheben und zu Abklärungen sowie zur Neubeurteilung der Vorinstanz 

bzw. Anpassungen und Ergänzungen direkt durch diese oder die Be-

schwerdegegnerin 1 (ABAG) zurückzuweisen. 

1.1 Die Beschwerdegegnerin 1 habe alsdann der Beschwerdegegnerin 2  

(Vorinstanz) umgehend auch Unterlagen einzureichen, die bereits Be-

standteil des Gesuchs vom 9. Juli 2018 als Voraussetzung für die Geneh-

migung des Betriebsreglements hätten sein müssen. Entsprechend seien 

die Beschwerdeführer zu gegebenem Zeitpunkt erneut anzuhören.  

1.2 Betriebszeiten (inklusive Flugplatz-Sperrzeiten) 

1.2.1 Die ordentlichen Betriebszeiten seien zu vereinfachen und anzupassen. 

1.2.2 Die 2'000 kontingentierten Flugbewegungen zu den besonders lärmemp-

findlichen Zeiten, mithin ausserhalb der ordentlichen Betriebszeiten – 

seien im Sinne von tatsächlichen Ausnahmen und gestützt auf das Vor-

sorgeprinzip, Art. 11 Abs. 2 i.V.m Art. 7, Abs. 1 Bst. a und b LSV hinsicht-

lich einer vorsorglichen Lärmmassnahme zu reduzieren und dazu einer 

ganzheitlichen Interessenabwägung der Beschwerdegegnerin 1 als Ge-

suchstellerin und den gegenüberstehenden Interessen der Beschwerde-

führer zur Neubeurteilung durch die Beschwerdegegnerin 2 (und mit ihr 

selbstredend auch dem BAFU als Umweltbehörde) zurückzuweisen.  

1.2.3 Die neu festgesetzten 250 Helikopter-Flugbewegungen zu touristischen 

Zwecken seien im Licht der tatsächlichen Ausweitung der – gesamten – 

Helikopter-Flugbewegungen – zivile und militärische – gestützt auf das 

Vorsorgeprinzip, Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 7, Abs. 1 Bst. a und b LSV 

hinsichtlich vorsorglicher Lärmmassnahmen einer ganzheitlichen Interes-

senabwägung der Beschwerdegegerin 1 als Gesuchstellerin und den ge-

genüberstehenden Interessen der Beschwerdeführer zur Neubeurteilung 

der Beschwerdegegnerin 2 (und mit ihr selbstredend auch dem BAFU als 

Umweltbehörde) zurückzuweisen. 

1.2.4 Auch am Ostersonntag und Pfingstsonntag sei der Flugplatz zu schlies-

sen. 

1.3 Das Betriebsreglement sei zu vervollständigen. 

1.4 Der Nachweis der ganzheitlichen Sicherheit am Boden und in der Luft sei 

zu erbringen. 

1.4.1 Eventualiter sei die Genehmigung der fünf neuen SIDs als auch die Be-

stätigung der SID RWY 24 WIL 2A bezüglich des Eintritts der Rechtswirk-

samkeit dieser Genehmigung an eine Suspensivbedingung zu knüpfen. 

1.5 Es sei im Zusammenhang mit den fünf neu genehmigten IFR-Abflugver-

fahren als auch der bestätigten SID RWY 24 WIL 2A – mithin bezüglich 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 13 

aller sechs SIDs mit hohen Steiggradienten – zu verfügen, dass diese nur 

unter folgenden kumulativen Bedingungen erfolgen dürfen:  

a) Starterlaubnis nur durch die Flugsicherung (derzeit und bis auf Weiteres 

durch Mitarbeiter der Skyguide auf dem Kontrollturm);  

b) minimale Sichtweite von 1'400 m - somit die beiden Pistenenden vom To-

wer aus einsehbar; 

c) aktivierter CTR1 (Kontrollzone) und TMA2 (Terminal Control Area Nahver-

kehrsbereich) – Buochs und Alpnach – bei allen SIDs RWY 24, allenfalls 

auch der SIDsRWY 06;  

d) Zulassung der fünf neuen SIDs nur für Piloten der Pilatus Flugzeugwerke 

AG;  

e) Zulassung der SID RWY 24 WIL 2A bis auf Weiteres nur durch Piloten der 

Pilatus Flugzeugwerke AG. 

1.5.1 Die Beschwerdegegnerin 1 sei zu verpflichten, bei Anmeldungen für IFR-

(Instrumentenflugregel)-Abflüge nicht nur die Dokumente für den Nach-

weis gemäss Dispositiv-Ziff. 6.2.1 Bst. b aufzubewahren (Storage-Pflicht), 

sondern dass sie diese auch bezüglich der korrekten Anwendung durch 

die IFR-Piloten regelmässig auf den Inhalt der Nachweise betreffend der 

Flugzeug-Steigleistungsfähigkeit/Plausibilität der entsprechenden Kalku-

lationen und damit die korrekte Anwendung/Umsetzung der Auflage zu 

prüfen hat. Entsprechend sei Dispositiv-Ziff. 6.2.1 anzupassen. 

2. Es sei Dispositiv-Ziff. 5 der Verfügung betreffend Lärmberechnungen und 

folglich des genehmigten Fluglärms für die Übergangsphase 2020 mit jähr-

lich 16'800 Motorflugbewegungen umfassend zu prüfen und auch im Zu-

sammenhang mit der akzessorischen Anfechtung gemäss Rechtsbegeh-

ren Ziff. 3 aufzuheben. Dabei sei auch die Vereinbarkeit im Licht der Gui-

delines/Empfehlungen der WHO an ihre Mitgliedstaaten und die Vorgaben 

von Völkerrecht (EMRK Art. 8 Abs. 1 sowie der Aarhus-Konvention [erster 

Pfeiler: Information; zweiter Pfeiler: Öffentlichkeitsbeteiligung bei umwelt-

relevanten Entscheidungsverfahren]) zu berücksichtigen.  

3. Akzessorische Anfechtung der umhüllenden Lärmkurven im SIL-Objekt-

blatt Buochs und ebenfalls der LSV Anhang 5 betreffend ein Flugfeld, auf 

dem zu über 95 % des Verkehrs mit Kleinluftfahrzeugen (bis 8.6 Tonnen 

max. Abfluggewicht) erfolgt.  

Es sei vorfrageweise zu prüfen, ob die Fluglärmberechnungen für den ma-

ximal zulässigen Fluglärm auf der Basis von jährlich 19'100 motorisierten 

Flugbewegungen (inklusive 2'000 Flugbewegungen ausserhalb der or-

dentlichen Betriebszeiten), davon 880 Flugbewegungen mit Grossflugzeu-

gen über 8.6 t des Endzustands 2025 gemäss SIL-Objektblatt vom 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 14 

26. Februar 2020 bezüglich der Vereinbarkeit mit Bundesrecht rechtmäs-

sig sind.  

Und damit vorfrageweise auch die LSV, Anhang 5 in Verbindung mit den 

Vorgaben des USG und im Licht aller gerügten Umstände (Unzulänglich-

keiten der Berechnungsmethode, Aktualität der Lärmgrenzwerte [vorab 

auch mit Blick auf die Belastungsgrenzwerte für Kleinluftfahrzeuge bis 8.6 

Tonnen maximalem Abfluggewicht], fehlerhafte Berechnung und in den 

Berechnungen nicht berücksichtigter Fluglärm, etc.) zu prüfen. 

3.1 Es sei die Beschwerdegegnerin 2 zu verpflichten, als Folge der akzesso-

rischen Sachplanprüfung (Objektblatt Buochs) i.V.m. LSV Anhang 5 die 

Umhüllenden des Objektblatts Buochs anzupassen und das Objektblatt 

dem Bundesrat erneut zur Genehmigung vorzulegen. 

4. Die Lärmberechnung des (primär) flugzeug-induzierten Industrie- und Ge-

werbelärms für die Übergangsphase 2020 sei als falsch zu qualifizieren, 

mithin diese für eine Neuberechnung (inklusive Ergänzung der Berech-

nung für die Zeit nach 19:00 Uhr und 07:00 Uhr) zurückzuweisen und hin-

sichtlich vorsorglicher Lärmmassnahmen gemäss Art. 11 Abs. 2 USG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b LSV zu prüfen.   

4.1 Gleichzeitig sei die Auflage Dispositiv-Ziff. 6.3.2 betreffend Lärmmessung 

«nach abgeschlossener Umnutzung» aufzuheben.  

5. Die Auflage Ziff. 6.3.2 betreffend jährlich von der Beschwerdegegnerin ein-

zureichender Flugbewegungsstatistik im Sinne eines Monitorings sei hin-

sichtlich auszuweisender Flugzeugkategorien (als separater Anhang zur 

Verfügung) und jeweils spätestens dem Kanton einzureichenden Zeit-

punkt für deren öffentliche Einsichtnahme / Publikation präzisierend zu er-

gänzen. 

6. Die Beschwerdegegnerin 1 sei zu verpflichten, dafür zu sorgen, dass die 

Lichtimmissionen der Pistenbefeuerung während der Dämmerungszeiten 

und bei Dunkelheit nur aktiviert wird, wenn dies tatsächlich auch mit einer 

unmittelbar bevorstehenden oder laufenden Flugoperation im Zusammen-

hang steht.  

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegeg-

nerin 1.  

In prozessualer Hinsicht beantragen die Beschwerdeführer 2-4 die Einsicht 

in weitere Akten, verbunden mit der Gelegenheit zur Ergänzung ihrer Be-

schwerdeschrift. Insbesondere sei ihnen die im Kapitel «Verletzung des 

rechtlichen Gehörs» bezeichneten und verweigerten Unterlagen und Files 

sowie auch ein teilgeschwärztes Dokument offenzulegen. Überdies sei die 

Vorinstanz vom Bundesverwaltungsgericht aufzufordern, den PANS-OPS-

Report betreffend die genehmigten SID sowie alle seit 2016 zur SID 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 15 

RWY 24 WIL 2A erstellten PANS-OPS-Reports zu edieren. Darüber hinaus 

sei der Bericht der Eidgenössischen Kommission für Lärmbekämpfung 

(EKLB) betreffend Überprüfung der Lärmgrenzwerte, den die EKLB Ende 

2020 dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie 

und Kommunikation (UVEK) eingereicht habe, zeitnah zu edieren. 

Schliesslich sei die Beschwerdegegnerin 2 aufzufordern, die unter 

Ziff. 2.10 der Verfügung unter dem Titel «Stellungnahmen» erwähnte luft-

fahrtspezifische Prüfung der Abteilung Sicherheit Infrastruktur vom 6. Juli 

2019 betreffend Erhöhung der Sicherheit Herdernstrasse und Rollweg Fox-

trott einzureichen.  

F.  

Mit Vernehmlassungen vom 18. November 2021 beantragt die Vorinstanz 

in beiden Beschwerdeverfahren, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten sei. Im Verfahren A-4156/2021 stellt sie zudem den An-

trag, es seien Fachberichte des BAFU und der Baudirektion des Kantons 

Nidwalden einzuholen. Im Verfahren A-4180/2021 beantragt sie die Einho-

lung eines Fachberichts beim BAFU.  

G.   

In ihren Beschwerdeantworten vom 3. Dezember 2021 beantragt die Be-

schwerdegegnerin für beide Beschwerdeverfahren, die Beschwerde sei 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.  

H.  

Die Baudirektion des Kantons Nidwalden nimmt im Verfahren A-4156/2021 

mit Bericht vom 14. Februar 2022 zur Beschwerde Stellung. Unter Verweis 

auf die Stellungnahme des Amtes für Umwelt vom 8. Juni 2012, die Stel-

lungnahme des Regierungsrates vom 15. Januar 2019 sowie die Stellung-

nahme des Amtes für Umwelt vom 18. März 2021 hält sie fest, dass sich 

aus der Beschwerde keine Gründe für ein Abweichen von den kantonalen 

Stellungnahmen ergäben.  

I.  

Mit Fachberichten vom 9. Februar 2022 (A-4180/2022) und vom 14. Januar 

2022 (recte: 14. März 2022; A-4156/2022) nimmt das BAFU zu den Be-

schwerden Stellung. Im Beschwerdeverfahren A-4180/2022 beantragt das 

BAFU, die Plangenehmigung sei mit der Auflage zu versehen, dass die 

Anflug- und Pistenbefeuerung einschliesslich der Präzisionsgleitwinkelbe-

feuerung (PAPI) nur während der Betriebszeiten des Flugfeldes und nur 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 16 

dann, wenn Start- und Landeanflüge durchgeführt würden, eingeschaltet 

sein dürfe.  

J.  

Die Beschwerdegegnerin lässt sich mit Eingaben vom 11. März 2022  

(A-4180/2022) und vom 13. April 2022 (A-4156/2022) zu den Fachberich-

ten vernehmen.  

K.  

Mit Eingaben vom 11. März 2022 (A-4180/2022) und vom 19. April 2022 

(A-4156/2022) hält die Vorinstanz nach Prüfung der Fachberichte an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. 

L.  

Die Beschwerdeführer 2-4 halten in ihrer Replik vom 12. März 2022 an ihrer 

bisherigen Argumentation und an ihren Anträgen fest. Mit Replik und Stel-

lungnahme vom 19. Mai 2022 hält die Beschwerdeführerin 1 an ihren bis-

herigen Anträgen fest.  

M.  

Die Baudirektion des Kantons Nidwalden verzichtet mit Eingabe vom 

2. Juni 2022 auf eine abschliessende Stellungnahme (A-4156/2022). 

N.  

In ihrer Eingabe vom 13. April 2022 (A-4180/2022) hält die Beschwerde-

gegnerin an ihren bisherigen Ausführungen und Anträgen fest und stellt 

den Antrag, die Verfahrensanträge der Beschwerdeführer seien abzuwei-

sen, soweit darauf einzutreten sei. Mit Schreiben vom 7. Juni 2022  

(A-4156/2022) reicht die Beschwerdegegnerin ihre Schlussbemerkungen 

ein.  

O.  

Unter Verweis auf ihre Ausführungen in der Replik verzichtet die Beschwer-

deführerin 1 mit Eingabe vom 13. Juni 2022 auf Schlussbemerkungen.  

P.  

Mit Schreiben vom 17. Juni 2022 reicht die Vorinstanz ihre Schlussbemer-

kungen ein (A-4156/2022).   

Q.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die bei den 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 17 

Akten liegenden Schriftstücke wird, soweit für den vorliegenden Entscheid 

erheblich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

Beschwerdeverfahren können vereinigt werden, wenn sie einen engen 

sachlichen Zusammenhang aufweisen. Ein solcher ist nach der Rechtspre-

chung insbesondere zu bejahen, wenn sich die Beschwerden gegen die-

selbe Verfügung richten und gleiche oder ähnliche Rechts- oder Tatfragen 

betreffen (vgl. Art. 24 Abs. 2 Bst. b des Bundesgesetzes über den Bundes-

zivilprozess [SR 273; nachfolgend: BZP] i.V.m Art. 4 des Verwaltungsver-

fahrensgesetzes [VwVG; SR 172.021]; vgl. BGE 128 V 192 E. 1; Urteile 

des BGer 2C_614/2019, 2C_623/2019 vom 25. Juni 2020 E. 2 und 

1C_128/2019, 1C_134/2019 vom 25. August 2020 E. 1, je mit Hinweisen 

auf die Rechtsprechung; Urteile des BVGer A-1087/2018 vom 25. Juni 

2019 E. 2.1 und A-6524/2015 vom 14. November 2016 E. 2.3). Ein solches 

Vorgehen dient der Verfahrensökonomie und liegt insoweit im Interesse al-

ler Beteiligten (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER/MAR-

TIN KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 

2022, Rz. 3.17). 

Die Beschwerden richten sich vorliegend gegen die Verfügung der Vor-

instanz vom 11. August 2021 somit gegen dasselbe Anfechtungsobjekt. Zu-

dem machen die Beschwerde führenden Parteien insbesondere eine Ver-

letzung der Umweltschutz- bzw. Lärmschutzvorschriften sowie der Sicher-

heit geltend. Den Beschwerdeverfahren liegt derselbe Sachverhalt zu 

Grunde und es stellen sich im Wesentlichen dieselben Rechtsfragen. Unter 

diesen Umständen drängt es sich auf, die getrennt instruierten Beschwer-

deverfahren unter der erstgenannten Verfahrensnummer zu vereinigen 

und über die Beschwerden in einem Urteil zu entscheiden.   

Zuständigkeit und Beschwerdelegitimation   

2.  

2.1 Die vorliegenden Beschwerden richten sich gegen eine Verfügung des 

BAZL, welche sich auf das Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über 

die Luftfahrt (LFG; SR 748.0) und dessen Ausführungsbestimmungen 

stützt. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bun-

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 18 

(VGG; SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt (vgl. auch Art. 6 Abs. 1 

LFG) und eine Vorinstanz gemäss Art. 33 VGG entschieden hat. Im hier 

interessierenden Bereich der Umnutzung eines Militärflugplatzes in ein zi-

viles Flugfeld und der damit neben der Erteilung einer Betriebsbewilligung 

und der Plangenehmigungen notwendigerweise verbundenen Genehmi-

gung des Betriebsreglements besteht keine derartige Ausnahme. Das 

BAZL ist zudem eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. Das 

Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerden zuständig. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-

stimmt (Art. 37 VGG; vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG). 

2.2  

2.2.1 Die Beschwerdelegitimation im Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht bestimmt sich nach Art. 48 VwVG. Danach ist zur Beschwerde 

berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder 

keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Abs. 1 Bst. a), durch die an-

gefochtene Verfügung besonders berührt ist (Abs. 1 Bst. b) und ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Abs. 1 Bst. c). 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Zur Beschwerde be-

rechtigt sind ferner Personen, Organisationen und Behörden, denen ein 

anderes Bundesgesetz dieses Recht einräumt (Abs. 2). Die Beschwerde-

legitimation ist von Amtes wegen zu prüfen, wobei die Beschwerdeführerin 

aufgrund ihrer prozessualen Pflicht, die Beschwerde zu begründen, ihre 

Legitimation zu substanziieren hat. Das Bundesverwaltungsgericht ist je-

doch nicht an ihre Vorbringen gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG; ISABE-

LLE HÄNER in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-

setz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, [nachfolgend: 

VwVG-Kommentar], Art. 48 N. 2 m.w.H.).  

2.2.2 Die Beschwerdeführerin 1 hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-

nommen und ist laut den eingereichten Grundbuchauszügen Eigentümerin 

der Grundstücke Nrn. 38, 117, 441, 443, 458, 574, 575, 576, 577, 578, 579, 

581, 1025, 1324, 1341, 1355, 1356 und 1357, Grundbuch Ennetbürgen 

(Beilage 3 zu BVGer-act. 1). Als solche steht sie in räumlicher Nähe und 

ist überdies als Folge der geplanten Umnutzung bzw. der dadurch zu er-

wartenden Immissionen (vgl. dazu BGE 127 II 306 E. 6b; BVGE 2016/20 

E. 7.1) besonders berührt und hat auch ein schutzwürdiges Interesse an 

der Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Sie ist daher zur 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 19 

Beschwerdeerhebung berechtigt (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, 

a.a.O., Rz. 2.74 und 2.88 f., mit Hinweisen; vgl. zu den Aufgaben, der Or-

ganisation sowie der rechtlichen Qualifikation der Genossenkorporation 

auch Gesetz über das Korporationsbürgerrecht, die Organisation und Ver-

waltung der Korporationen sowie die Nutzung des Korporationsvermögens 

[Korporationsgesetz, KorpG/NW], NG 181.1; Urteil des BGer 5A_164/2017 

vom 29. Januar 2018 E. 1.1, 1.2 und 4.3.1-4.3.5).  

2.2.3 Reichen mehrere Personen (im Rahmen einer formellen Streitgenos-

senschaft) gemeinsam eine Beschwerde ein, braucht die besondere Nähe 

zur Streitsache praxisgemäss nicht bei allen Personen gegeben zu sein 

(vgl. Urteil des BGer 1C_593/2019 vom 19. August 2020 E. 1.2; zum Gan-

zen zudem Urteil des BVGer A-1088/2018 vom 16. Oktober 2019 E. 2.1 mit 

Hinweisen auf die Rechtsprechung). Als wichtiges Kriterium zur Beurtei-

lung der Beziehungsnähe und damit der Betroffenheit dient die räumliche 

Distanz zu einem Bauvorhaben. Dies muss auch gelten, wenn wie vorlie-

gend betriebliche Änderungen einer Anlage mit Umweltauswirkungen in 

Frage stehen. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die Legitimation von 

Nachbarn, deren Liegenschaften sich in einem Umkreis von rund 100 m 

befinden. Es handelt sich bei dieser Entfernung jedoch nicht um einen star-

ren, verbindlichen Wert. Vielmehr sind Dritte grundsätzlich immer dann im 

erwähnten Sinn zur Beschwerde berechtigt, wenn sie mit Sicherheit oder 

zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, 

Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen), die der Bau oder Be-

trieb einer Anlage hervorruft, betroffen werden. Hierzu reicht es aus, wenn 

die Immissionen deutlich wahrnehmbar sind; Belastungsgrenzwerte müs-

sen nicht überschritten sein. Die Rechtsprechung verlangt für die Beurtei-

lung der Beschwerdebefugnis eine summarische Prüfung der im konkreten 

Fall vorliegenden tatsächlichen Verhältnisse und der unter diesen Umstän-

den zu erwartenden Immissionen. Hierbei darf nicht in schematischer 

Weise auf einzelne Kriterien abgestellt werden. Nur wenn eine summari-

sche Prüfung ergibt, dass keine wahrnehmbaren Einwirkungen zu befürch-

ten sind, kann sich die Frage stellen, ob auf eine Beschwerde überhaupt 

einzutreten ist. Andernfalls bleibt die Frage nach der Zulässigkeit der be-

haupteten Immissionen Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 140 

II 214 E. 2.3; Urteile des BGer 1C_352/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3.3 und 

1C_662/2017 vom 14. Mai 2019 E. 1.3 und 1.5; Urteil des BVGer A-

1088/2018 vom 16. Oktober 2019 E. 2.1, je mit Hinweisen auf die Recht-

sprechung).  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 20 

Die Beschwerdeführer 2-4 haben (zusammen mit dem SBFB) als Privat-

personen am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Danach haben sie 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Die Beschwerde-

führer 2 und 4 wohnen an der (…)  bzw. (…) in Ennetbürgen. Diese Grund-

stücke liegen weniger als 1 km von der Flugpiste entfernt, so dass bei 

ihnen von deutlich wahrnehmbaren Immissionen auszugehen ist. Der Be-

schwerdeführer 3 wohnt an der (…) in Ennetmoos. Mit Urteil A-7248/2014 

vom 27. Juni 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerde-

führer 3 als Anwohner des Flugplatzes eingestuft und die persönliche Be-

ziehungsnähe bejaht (E. 1.2.4.1). Die Legitimation der Beschwerdeführer 

2-4 ist folglich gegeben. 

2.2.4 Liegt eine besondere Beziehungsnähe vor, braucht das Anfechtungs-

interesse nicht mit dem Interesse übereinzustimmen, das durch die von 

den Beschwerdeführenden als verletzt bezeichneten Normen geschützt 

wird. Insbesondere können Nachbarn die Überprüfung eines Bauvorha-

bens im Lichte all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder tat-

sächlich in dem Sinne auf ihre Stellung auswirken, dass ihnen im Falle des 

Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht. Nicht zulässig ist hingegen das 

Vorbringen von Beschwerdegründen, mit denen einzig ein allgemeines öf-

fentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird, 

ohne dass den Beschwerdeführenden im Falle des Obsiegens ein Vorteil 

entsteht (vgl. BGE 141 II 50 E. 2.1; 137 II 30 E. 2.2.3; Urteil des BVGer A-

4079/2021 vom 28. Juli 2023 E. 7.5.1).  

2.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist – vorbehältlich der nachste-

henden Erwägungen (E. 3) – einzutreten.  

Streitgegenstand und Kognition 

3.   

3.1 Streitgegenstand im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

das durch die Verfügung geregelte Rechtsverhältnis, soweit dieses ange-

fochten wird. Er wird einerseits bestimmt durch den Gegenstand der ange-

fochtenen Verfügung (Anfechtungsgegenstand), andererseits durch die 

Parteibegehren. Das Anfechtungsobjekt bildet den Rahmen, welcher den 

möglichen Umfang des Streitgegenstandes begrenzt. Gegenstand des Be-

schwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegenstand des erstinstanzlichen 

Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen. 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 21 

Gegenstände, über welche die erste Instanz nicht entschieden hat und 

über welche sie nicht entscheiden musste, darf die zweite Instanz grund-

sätzlich nicht beurteilen. Der Streitgegenstand darf im Laufe des Be-

schwerdeverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert werden; er 

kann sich höchstens verengen und um nicht mehr streitige Punkte reduzie-

ren, nicht aber ausweiten. Gestützt auf die Eventualmaxime sind im Be-

schwerdeverfahren sämtliche Begehren und Eventualbegehren in der Be-

schwerdeschrift vorzubringen. Erst in der Replik gestellte neue Begehren 

bzw. beantragte Varianten sind daher unzulässig und es ist nicht darauf 

einzutreten (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 2.8, 208 

und 2.213a, je mit Hinweisen).  

Soweit die Beschwerdeführer 2-4 in allgemeiner Hinsicht beantragen, das 

Betriebsreglement sei zu vervollständigen (Ziff. 1.3 des Rechtsbegehrens), 

kann hierauf mangels Anfechtungsobjekt und mangels Substanziierung 

nicht eingetreten werden. Soweit sie eine Ergänzung des Reglements in 

den Bereichen Zoll, Alarmierung im Störfall, Benützung von Parkplätzen für 

Strassenfahrzeuge, Motorenstandläufe, Modellflug oder das Verbot von 

Akrobatik-, Fallschirmabsetz- und Platzrundflügen fordern, ist ein prakti-

scher Nutzen (vgl. E. 2.2.4 hiervor) nicht ersichtlich, so dass bereits aus 

diesem Grund darauf nicht einzutreten ist.   

Weiter beantragen die Beschwerdeführer 2-4, die Vorinstanz sei zu ver-

pflichten, die umhüllenden Lärmkurven des Objektblattes Buochs anzupas-

sen und das Objektblatt dem Bundesrat erneut zur Genehmigung vorzule-

gen (Ziff. 3.1 des Rechtsbegehrens). Der SIL bildet vorliegend kein Anfech-

tungsobjekt, so dass auf das Begehren um Anpassung des Objektblattes 

Buochs nicht einzutreten ist.  

3.2 In bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahren kommt die Beson-

derheit hinzu, dass bereits gestützt auf spezialgesetzliche Verfahrensbe-

stimmungen sämtliche Einwände gegen ein Projekt, die während der Auf-

lagefrist erhoben werden können, im Einspracheverfahren anzubringen 

sind und im Beschwerdeverfahren nicht noch nachgetragen werden kön-

nen (vgl. Art. 27d Nationalstrassengesetzes vom 8. März 1960 [NSG, 

SR 725.11], Art. 18f des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 

[EBG, SR 742.101], Art. 37f des Luftfahrtgesetzes vom 21. Dezember 1948 

[LFG, SR 748.0], Art. 16f des Elektrizitätsgesetzes vom 24. Juni 1902 

[EleG, SR 734.0]; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 2.215 

mit Hinweisen). Damit wird gewährleistet, dass im Interesse der Konzent-

ration alle Einwände gesamthaft überprüft werden und in den 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 22 

Plangenehmigungsentscheid einfliessen können (vgl. Botschaft vom 25. 

Februar 1998 zu einem Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfa-

chung der Plangenehmigungsverfahren, BBl 1998 2591, S. 2620 und 

2634; BGE 133 II 30 E. 2.2). Sämtliche Begehren bzw. Einwände gegen 

das Auflageprojekt müssen zumindest sinngemäss bereits innerhalb der 

Auflagefrist im Einspracheverfahren erhoben werden und können im Be-

schwerdeverfahren nicht mehr nachgetragen werden (vgl. zum Ganzen 

BGE 133 II 30 E. 2.1 ff.; Urteile des BVGer A-5292/2017 vom 10. April 2019 

E. 1.2.1 und A-6015/2015 vom 10. Januar 2017 E. 4.1).  

3.3  

3.3.1 Erstellt oder ändert der Flugplatzhalter das Betriebsreglement im Zu-

sammenhang mit der Erstellung oder Änderung von Flugplatzanlagen, so 

genehmigt das BAZL das Betriebsreglement frühestens im Zeitpunkt, in 

dem die Plangenehmigung erteilt wird (Art. 36c Abs. 4 LFG). Werden die 

betrieblichen Verhältnisse auf einem Flugplatz durch ein Bauvorhaben be-

einflusst, so sind die entsprechenden betrieblichen Belange ebenfalls im 

Plangenehmigungsverfahren zu prüfen (Art. 27c Abs. 1 der Verordnung 

vom 23. November 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt [VIL; 

SR 748.131.1]). Soweit die Erstellung oder Änderung des Betriebsregle-

ments im Zusammenhang mit einer Planänderung steht, müssen die bei-

den Verfahren miteinander koordiniert werden. Das Betriebsreglement hat 

insbesondere die Vorgaben der Plangenehmigung und der Betriebsbewil-

ligung umzusetzen (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 1 und 2 VIL; STEFAN 

VOGEL, in: Alain Griffel, Hans U. Liniger, Heribert Rausch, Daniela Thurn-

herr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, S. 471 ff. Rz. 5.87 

und 5.96; TOBIAS JAAG/JULIA HÄNNI, Infrastruktur der Luftfahrt, in: Verkehrs-

recht, SBVR Bd. IV, 2008, Rz. 66 S. 365).  

3.3.2 Solange die Voraussetzungen für die Erteilung der Plangenehmigung 

nicht erfüllt sind, kann auch keine Genehmigung des Betriebsreglements 

erfolgen. Dies gilt jedenfalls, wenn die beiden Verfahren in einem engen 

Konnex zueinanderstehen und ein Koordinationsbedarf besteht (Art. 27c 

Abs. 2 VIL). Wie nachfolgend (E. 10) darzulegen ist, sind im konkreten Fall 

die Voraussetzungen für die Erteilung der Plangenehmigung nicht vollum-

fänglich gegeben. Dementsprechend sind die (formellen und materiellen) 

Anträge der Beschwerdeführer 2-4, die auf eine Änderung des Betriebs-

reglements abzielen, grundsätzlich nicht zu behandeln. Davon ausgenom-

men sind nur jene Anträge, die unmittelbar mit der Prüfung der Vorausset-

zungen der Plangenehmigung zusammenhängen (Art. 27c Abs. 1 VIL) 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 23 

respektive zu denen aus prozessökonomischen Gründen Stellung genom-

men wird (vgl. nachfolgende E. 3.3.3). 

Vorliegend beziehen sich die Ziff. 1 sowie Ziff. 1.1-1.5 der von den Be-

schwerdeführern 2-4 gestellten Anträge auf das zu genehmigende Be-

triebsreglement. Ein direkter Konnex zu den der Plangenehmigung unter-

stehenden Erstellung bzw. Änderung von Flugplatzanlagen ist diesbezüg-

lich nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht. Die entsprechen-

den Anträge sind folglich im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu 

behandeln.  

3.3.3 Vom Erfordernis eines aktuellen praktischen Rechtsschutzinteresses 

ist abzusehen, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder 

ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige 

Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung der 

Fragen aufgrund von deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen In-

teresse liegt (vgl. Urteil des BGer 8C_154/2023 vom 23. August 2023 

E. 1.3.2; 2C_810/2021 vom 31. März 2023 E. 1.3.2 mit Hinweisen; Urteil 

des BVGer A-5142/2021 vom 18. Januar 2023 E. 1.3.1 mit Hinweisen).  

Auch wenn die Plangenehmigung und die Betriebsbewilligung vorliegend 

bereits aus den nachstehend darzulegenden Gründen (E. 10) nicht erteilt 

werden können, rechtfertigt es sich aus Gründen der Prozessökonomie, im 

Folgenden zu jenen Aspekten Stellung zu beziehen, deren Beantwortung 

sich bei einer erneuten Beurteilung durch die Vorinstanz aufdrängt. Dies 

gilt insbesondere für die im Streit liegenden Aspekte der Sicherheit und des 

Umweltschutzes (Gewässer-, Boden- und Lärmschutz).  

3.4 Gegenstand der angefochtenen Verfügung ist die Plangenehmigung 

für die «Übergangsphase 2020». Soweit die Beschwerdeführenden An-

träge in Bezug auf den «Endzustand 2025» stellen, kann darauf im vorlie-

genden Beschwerdeverfahren nicht eingetreten werden. Denn über die 

Plangenehmigung für die im Zusammenhang mit dem Endzustand vorge-

sehenen Ersatz- und Neubauten wird die Vorinstanz erst in einem nachge-

lagerten, separaten Verfahren entscheiden. Davon ausgenommen sind die 

Auswirkungen, die für die sachgerechte Beurteilung der Umweltverträglich-

keit des zukünftigen Flugbetriebs erforderlich sind und deshalb bereits im 

vorliegenden Umweltverträglichkeitsbericht vom 9. Juli 2018 berücksichtigt 

worden sind (vgl. dazu Sachverhalt A, E. 1.2.2 der angefochtenen Verfü-

gung).  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 24 

3.5 Die Beschwerdeführerin 1 hat im vorinstanzlichen Einspracheverfahren 

mit Eingabe vom 23. November 2018 in Bezug auf die Verbesserung der 

Sicherheit gefordert, dass im Betriebsreglement in Anhang 4 («Benüt-

zungseinschränkungen») aufgenommen werde, dass nur geflogen (res-

pektive gelandet und gestartet) werden dürfe, wenn der Tower durch 

Skyguide besetzt sei (act. 801, Rz. 80). Andere Rügen hat sie im Zusam-

menhang mit der Gewährleistung der Sicherheit nicht vorgebracht. Soweit 

sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren neue Rügen betreffend die Ge-

fährdung der Sicherheit vorbringt, kann demnach darauf von vornherein 

nicht eingetreten werden (vgl. dazu E. 3.2 hiervor sowie nachfolgende 

E. 8.6.2).  

3.6 Im Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht sind – ge-

stützt auf die Eventualmaxime – sämtliche Begehren und Eventualbegeh-

ren in der Beschwerdeschrift vorzubringen. Erst in der Replik oder später 

gestellte neue Begehren sind nicht zulässig (vgl. BGE 136 II 173 E. 5; 

BVGE 2010/12 E. 1.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., 

Rz. 2.215 mit Hinweisen). Vor Bundesverwaltungsgericht gilt sodann die 

Untersuchungsmaxime (Art. 12 VwVG) und der Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen des Streit-

gegenstands dürfen neue Tatsachen und neue Beweismittel nachgebracht 

werden (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Ebenso kann auch die rechtliche Begrün-

dung – soweit keine nachlässige Prozessführung vorliegt und auch keine 

Verschleppung des Prozesses beabsichtigt war – im Laufe des Beschwer-

deverfahrens angepasst werden (vgl. BGE 136 II 165 E. 4 f.; 131 II 200 

E. 3.2 f.; Urteile des BVGer B-5685/2018 vom 9. Juli 2020 E. 6.1.2 und 

A-6090/2017 vom 28. Juni 2018 E. 3.4.3; PATRICK SUTTER, VwVG-Kom-

mentar, Art. 32 N. 10 f.; je mit Hinweisen).  

Im Laufe des Schriftenwechsels vor Bundesverwaltungsgericht haben die 

Parteien ihre Rügen teilweise angepasst und ergänzt. Sofern erforderlich, 

wird nachfolgend im jeweiligen Sachzusammenhang näher behandelt, in-

wiefern diese nachträglichen Vorbringen zulässig sind.  

3.7 Wirkt sich ein Privatrechtsverhältnis auf die Beurteilung eines verwal-

tungsrechtlichen Problems aus, so stellt sich die Frage, ob die zuständige 

Verwaltungsbehörde befugt oder gar verpflichtet ist, die zivilrechtlichen 

Verhältnisse vorfrageweise zu prüfen. Nach der Rechtsprechung kann eine 

Verwaltungsbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit fremdrechtliche (na-

mentlich zivilrechtliche) Vorfragen entscheiden, wenn dies für die Anwen-

dung des einschlägigen Verwaltungsrechts erforderlich ist und die 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 25 

sachkompetente Behörde noch nicht entschieden hat (BGE 140 II 

255 E. 5.4 S. 260; 139 II 233 E. 5.4.2 S. 240 f.; 135 V 232 E. 2.4 S. 235 f.; 

ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 8. Aufl. 2022, Rz. 1749 ff.; PIERRE TSCHANNEN/MARKUS MÜL-

LER/MARKUS KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, Rz. 374). 

Im vorliegenden Fall macht keine Partei geltend, dass die Frage der Eigen-

tumsrechtsverletzung bereits durch ein Zivilgericht geklärt worden sei. Die 

zivilrechtliche Frage, ob das Umnutzungsprojekt das Eigentum der Be-

schwerdeführerin 1 verletzt, kann folglich durch das Bundesverwaltungs-

gericht vorfrageweise geprüft werden (vgl. dazu nachfolgende E. 10).    

3.8 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition; es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechts-

verletzungen – einschliesslich der unrichtigen und unvollständigen Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und von Rechtsfehlern bei der 

Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG). Bei der Angemessenheitsprüfung auferlegt sich das Bundesver-

waltungsgericht allerdings eine gewisse Zurückhaltung und greift nicht 

ohne Not in den Beurteilungsspielraum der rechtsanwendenden Behörde 

ein, wenn diese – wie vorliegend die Vorinstanz – den örtlichen, techni-

schen und persönlichen Verhältnissen nähersteht als die Beschwer-

deinstanz. Es hat eine unangemessene Entscheidung zu korrigieren, muss 

aber der Vorinstanz die Wahl zwischen mehreren sachgerechten Lösungen 

überlassen. Wenn es um die Beurteilung ausgesprochener Spezialfragen 

geht, in denen die Vorinstanz über besonderes Fachwissen verfügt, weicht 

das Bundesverwaltungsgericht nicht ohne Not von der Auffassung der Vor-

instanz ab. Dies gilt jedenfalls für den Fall, dass Letztere die für den Ent-

scheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklä-

rungen getroffen hat (vgl. ferner BGE 136 I 184 E. 2.2.1; 135 II 296 E. 4.4.3; 

Urteile des BVGer A-7248/2014 vom 27. Juni 2016 E. 2; A-696/2015 vom 

17. März 2016 E. 2.2). 

Prozessuale Anträge 

4.  

Die Beschwerdeführerin 1 stellt den prozessualen Antrag, es sei ein Gut-

achten betreffend Verschmutzung des Bodens und des Wassers rund um 

die Pisten und Rollwege des Flugplatzes Buochs einzuholen, wofür reprä-

sentative sowie einwandfreie Boden- und Wasserproben zu entnehmen 

seien. Überdies sei auf dem Gelände des Flugplatzes Buochs ein Augen-

schein durchzuführen. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%2B%22zivilrechtliche+Vorfrage%22+%2Beintreten&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-II-255%3Ade&number_of_ranks=0#page255
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%2B%22zivilrechtliche+Vorfrage%22+%2Beintreten&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-II-255%3Ade&number_of_ranks=0#page255
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%2B%22zivilrechtliche+Vorfrage%22+%2Beintreten&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-233%3Ade&number_of_ranks=0#page233
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%2B%22zivilrechtliche+Vorfrage%22+%2Beintreten&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-232%3Ade&number_of_ranks=0#page232

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 26 

4.1 Die Behörde stellt den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes we-

gen fest und bedient sich nötigenfalls verschiedener Beweismittel (Art. 12 

VwVG). Sie hat die ihr angebotenen Beweise abzunehmen, wenn diese 

zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG), 

kann davon jedoch absehen, wenn die angebotenen Beweise eine recht-

lich nicht erhebliche Frage betreffen oder wenn sie von vornherein am fest-

gestellten Ergebnis nichts zu ändern vermögen (sog. antizipierte Beweis-

würdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; Urteile des BVGer A-

1475/2018 vom 1. Juli 2019 E. 3.2; A-5278/2018 vom 29. Januar 2019 

E. 3.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., Rz. 3.144 mit Hinwei-

sen). 

4.2 Die Beschwerdeführerin 1 begründet ihren Antrag auf Veranlassung ei-

nes Sachverständigengutachtens betreffend Wasser- und Bodenbelastung 

damit, dass einerseits die bisher entnommenen Proben nicht repräsentativ 

seien und das Gutachten zur Beurteilung der Entwässerung des geplanten 

Projektes notwendig sei. Anderseits sei ihr als Grundeigentümerin zur 

Wahrung des Gehörsanspruchs Gelegenheit zu geben, bei der Probeent-

nahme anwesend zu sein.  

Soweit die Beschwerdeführerin 1 die Durchführung eines Gutachtens unter 

Wahrung der Teilnahmerechte der Grundeigentümer beantragt, kann ihr 

nicht gefolgt werden. Unabhängige Gutachten haben in der Verwaltungs-

rechtspflege eine weniger grosse Bedeutung als im Zivilprozess, weil das 

erforderliche Fachwissen oft bei der Verwaltung erhältlich gemacht werden 

kann. Die Verwaltungsbehörde kann insbesondere einen (schriftlichen) 

Amts- bzw. Fachbericht einholen, der nicht den strengeren Verfahrensvor-

schriften für den Sachverständigenbeweis unterliegt (vgl. BGE 145 II 70 

E. 5.5; 136 II 214 E. 5; 135 V 254 E. 3.4.1; 123 V 331 E. 1b; KIENER/RÜT-

SCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, S. 165 Rz. 777). 

Im konzentrierten Entscheidverfahren hat die verfahrensleitende Behörde 

sämtliche zuständigen Fachstellen des Bundes am Verfahren zu beteiligen 

und anzuhören (DAVID DUSSY, Verfahren, Umweltverträglichkeitsprüfung, 

in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches 

Baurecht, Rz. 7.29). Im Zusammenhang mit den im konzentrierten Ent-

scheidverfahren eingeholten Berichten besteht kein Rechtsanspruch auf 

eine Teilnahme an den zur Erstellung der Fachberichte notwendigen Ab-

klärungen. Ohnehin ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismit-

tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten ausschlaggebend für ihren 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-II-70%3Ade&number_of_ranks=0#page70
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-214%3Ade&number_of_ranks=0#page214
https://www.swisslex.ch/doc/previews/2ab1ad75-3ccc-486a-b21a-50970c019b92%2C75f04f68-799d-4ffe-8175-df700613f88d/source/document-link

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 27 

Beweiswert (BGE 125 V 351 E. 3a). Nimmt die Verwaltung gutachtensmäs-

sig Stellung, kann ein Amtsbericht allenfalls eine externe Expertise erset-

zen.  

Vorliegend hat das AFU des Kantons Nidwalden das Versickerungskonzept 

erstmals in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2012 beurteilt. Im Auftrag 

des Kantons Nidwalden hat das Ingenieurbüro Röthlin Partner AG am 

9. Juli 2018 umfassende technische Berichte zur Entwässerung der Haupt-

piste und Rollwege (Gesuchsbeilage 8b), des Umschlagplatzes Betankung 

(Gesuchsbeilage 8g) sowie des Abstell- und Betankungsplatzes (Gesuchs-

beilage 8j) erstellt. Dabei hat sich das Ingenieurbüro insbesondere auf ge-

ologische und hydrologische Kartengrundlagen sowie geotechnische und 

hydrogeologische Baugrundgutachten gestützt (Gesuchsbeilage 8b, Bei-

lage A2, S. 1). Im Umweltverträglichkeitsbericht haben die Experten zum 

Grundwasser, zu den Oberflächengewässern und zur Entwässerung 

(S. 12 f. und 45 ff.) sowie zu den Bodenverhältnissen (S. 52 ff.) und jeweils 

auch zu den voraussichtlichen Projektauswirkungen ausführlich Stellung 

bezogen. Das BAFU hat sich alsdann mit Eingabe vom 3. April 2019 aus-

führlich zur Entwässerung und zu den Bodenverhältnissen vernehmen las-

sen sowie Empfehlungen ausgesprochen und Anträge gestellt (act. 303, 

S. 7-9; vgl. zum Beweiswert von Stellungnahmen eidgenössischer Fach-

behörden BGE 145 II 70 E. 5.5; 136 II 214 E. 5), die von der Vorinstanz 

allesamt in die Verfügung aufgenommen wurden (Dispositiv-Ziff. 6.3.6 

Ziff. 6 und 7 sowie Dispositiv-Ziff. 6.3.7). Das AFU des Kantons Nidwalden 

hat am 18. März 2021 zum Änderungsantrag betreffend Entwässerung 

Stellung bezogen (act. 1003.2), woraufhin sich das BAFU am 28. April 

2021 mit dieser Beurteilung einverstanden erklärt hat.  

Die Leitbehörde weicht in Plangenehmigungsverfahren in der Praxis nicht 

ohne Not von der fachlich begründeten Auffassung der Fachbehörde ab 

(DUSSY, a.a.O., Rz. 7.29). Vorliegend haben die Fachstellen des Kantons 

und des Bundes zu den (materiellen) Einwänden der Beschwerdeführe-

rin 1 Stellung bezogen. Wie nachfolgend (E. 9.7.1) darzulegen ist, sind von 

der Durchführung eines unabhängigen respektive verwaltungsexternen 

Sachverständigengutachtens keine neuen wesentlichen Erkenntnisse zu 

erwarten, so dass in antizipierter Beweiswürdigung davon abzusehen ist.  

4.3 Den Antrag auf Durchführung eines Augenscheins begründet die Be-

schwerdeführerin 1 damit, dass dieses Beweismittel zur Feststellung der 

fehlenden Eignung der Grundstücke um Piste und Rollwege für eine Ver-

sickerung abzunehmen sei. Die rechtserheblichen Tatsachen sind 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&number_of_ranks=0#page351
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-II-70%3Ade&number_of_ranks=0#page70
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-214%3Ade&number_of_ranks=0#page214

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 28 

vorliegend aus den Akten bereits genügend ersichtlich. Den Projektunter-

lagen und den Abbildungen in der Beschwerde lässt sich der für die um-

strittenen Rechtsfragen relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit 

entnehmen. Sie vermitteln ein deutliches Bild der Gesamtsituation und der 

örtlichen Begebenheiten auf dem Flugplatz. Ausserdem ist der Augen-

schein nicht geeignet, um für die Sickerfähigkeit des Bodens entschei-

dende neue Erkenntnisse zu gewinnen. Demnach sind von einem Augen-

schein vor Ort keine wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten. Von der 

Durchführung eines Augenscheins ist daher abzusehen. 

Rechtliches Gehör 

5.  

Die Beschwerdeführerin 1 rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung der 

Begründungspflicht. Insbesondere sei die Vorinstanz auf mehrere Ein-

wände in ihrer Stellungnahme vom 21. Juni 2021 nicht eingegangen.  

5.1 Die Parteien haben im verwaltungs- und im verwaltungsgerichtlichen 

Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 ff. 

VwVG). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt unter anderem die 

Pflicht der Behörde, ihren Entscheid in nachvollziehbarer Weise zu begrün-

den (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Pflicht zur Begründung des Entscheids 

dient auch der Selbstkontrolle der Behörde und verhindert, dass diese sich 

von sachfremden Erwägungen leiten oder entscheidwesentliche Sachver-

haltselemente unbeachtet lässt (zum Ganzen BGE 144 I 11 E. 5.3; Urteil 

des BGer 1C_328/2020 vom 22. März 2022 E. 3.3.2 und Urteil des BVGer 

A-3484/2018 vom 7. September 2021 E. 14.2, je mit Hinweisen).  

Die Begründung einer Verfügung hat im Allgemeinen den rechtserhebli-

chen Sachverhalt sowie die anwendbaren Rechtsnormen zu enthalten und 

sodann die rechtliche Würdigung (Subsumtion) des Sachverhalts unter die 

Rechtsnormen aufzuzeigen. In diesem Sinne sind wenigstens kurz die 

Überlegungen zu nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid 

hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 143 III 65 

E. 5.2; Urteil des BGer 1C_70/2021 vom 7. Januar 2022 E. 2.1; Urteil des 

BVGer A-3484/2018 vom 7. September 2021 E. 14.2 mit Hinweisen). Es 

ist allerdings nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistand-

punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus-

drücklich widerlegt; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid we-

sentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss indes so abgefasst 

sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 29 

Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 

Instanz weiterziehen kann (BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Welchen Anforderungen eine Begründung in formeller und materieller Hin-

sicht (Begründungsdichte, Begründungsqualität) zu genügen hat, ist im 

Einzelfall anhand der konkreten Umstände und der Interessen der Betroffe-

nen zu bestimmen. Die Parteien haben zunächst grundsätzlich Anspruch 

auf eine individuelle Begründung und es muss aus der Verfügung selbst 

zum Ausdruck kommen, wie die Behörde die konkrete Sachlage rechtlich 

würdigt; ein Verweis etwa auf (amtliche) Dokumente vermag die Begrün-

dung in der Regel nicht (vollständig) zu ersetzen. In materieller Hinsicht ist 

die Begründungsdichte namentlich abhängig von der Eingriffsschwere des 

Entscheids, den Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie der Komplexi-

tät des Sachverhalts und der sich stellenden Rechtsfragen. Die Anforde-

rungen an die Begründung sind dabei umso höher zu stellen, je grösser 

der Entscheidungsspielraum der Behörde ist und je stärker ein Entscheid 

in die individuellen Rechte des Betroffenen eingreift. Umgekehrt vermag 

eine minimale Begründung zu genügen, wenn die Interessen des Betroffe-

nen nur am Rande tangiert sind oder wenn die Gründe für den Entscheid 

offensichtlich sind. Auch in diesem Fall muss sich der Betroffene jedoch 

über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn sachge-

recht anfechten können, so dass sich die Behörde in der Regel nicht ein-

fach damit begnügen darf, zur Entscheidbegründung die anwendbare 

Rechtsnorm wiederzugeben (BGE 142 I 135 E. 2.1; Urteil des BGer 

1C_328/2020 vom 22. März 2022 E. 3.3.2 und Urteil des BVGer  

A-3484/2018 vom 7. September 2021 E. 14.2, je mit Hinweisen).   

5.2 Die Beschwerdeführerin 1 rügt in diesem Zusammenhang zunächst, 

die Vorinstanz habe sich nicht mit ihrem Einwand der fehlenden gesetzli-

chen Grundlage für die beantragte Ausnahmebewilligung für die Entwäs-

serung sowie der fehlenden Rechtfertigung für die Ausnahmebewilligung 

auseinandergesetzt. Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführe-

rin 1 hat sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung durchaus mit 

dem Einwand der fehlenden rechtlichen Grundlage auseinandergesetzt. 

Sie hat insbesondere festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin 1 in 

der mit dem Kanton abgeschlossenen Vereinbarung vom 6. November 

2012 verpflichtet habe, im Hinblick auf die definitive Ausgestaltung des 

neuen Flugplatzes Nutzungsrechte für die flugplatzrelevanten Flächen be-

züglich des zukünftigen Flugbetriebs einzuräumen. Die vom Gesetz ver-

langte Versickerung des auf den Rollwegen anfallenden Meteorwassers 

diene zweifelsfrei dem Flugbetrieb des zukünftigen zivilen Flugplatzes. Mit 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-30%3Ade&number_of_ranks=0#page30

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 30 

Blick auf die genannte Vereinbarung könne die Beschwerdeführerin 1 die 

Umsetzung der erforderlichen GEP-Massnahmen nicht verweigern (E. 1.7, 

S. 19). Im Weiteren hat die Vorinstanz auch dargelegt, aus welchen Grün-

den sie die Entwässerung von Piste und Rollwegen als gesetzeskonform 

einstuft. Die Entwässerung über die Schulter sei im vorliegenden Fall einer 

Versickerung in Becken, Galerien oder Schächten vorzuziehen. Auch die 

von der Beschwerdegegnerin nachgereichte Projektänderung, wonach auf 

die Erstellung eines Kiesbettes zu verzichten und das Oberflächenwasser 

direkt in das angrenzende Erdreich zu entwässern sei, werde von den 

Fachstellen akzeptiert (E. 4.6.5, S. 37). Was sodann die Rügen betreffend 

die Mangelhaftigkeit der entnommenen Wasser- und Bodenproben sowie 

der fehlenden Sickerfähigkeit des Bodens betrifft, hat die Vorinstanz aus-

geführt, dass sowohl die kantonalen Stellen als auch das BAFU das bean-

tragte Entwässerungssystem als gesetzlich zulässig und technisch mach-

bar erachten würden (E. 4.6.5 Bst. b, S. 38). Überdies seien für sämtliche 

Entwässerungsprojekte die von ihr zusätzlich erlassenen Auflagen 

(E. 4.6.5 Bst. b, S. 39 f.) zu beachten. Beim Bau der Entwässerungsgräben 

müsse darauf geachtet werden, dass sickerfähige Schichten erschlossen 

würden (E. 4.6.5 Bst. b, S. 40). Damit hat die Vorinstanz nachvollziehbar 

ausgeführt, aus welchen Gründen sie die geplante Entwässerung als recht-

mässig einstuft. Überdies hat die Vorinstanz ausgeführt, dass den Anliegen 

der Einsprecher in Bezug auf den Bodenschutz mit der Beachtung der vom 

Kanton Nidwalden gestellten und vom BAFU als zielführend bewerteten 

Anträge bzw. Auflagen (wie insbesondere Bodenschutzkonzept inkl. Pflich-

tenheft, bodenkundliche Baubegleitung mit Weisungsbefugnis gegenüber 

Unternehmern) hinreichend Rechnung getragen werde; darüber hinausge-

hende Forderungen seien abzuweisen (E. 4.6.5 Bst. c, S. 40 f.). 

Mit diesen Ausführungen in der angefochtenen Verfügung hat die Vor-

instanz ihre entscheidwesentlichen Überlegungen nachvollziehbar darge-

legt. Die Begründung lässt die Tragweite des Entscheids erkennen. Der 

Gehörsanspruch verlangt im Übrigen nicht, dass sich die Behörde mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vor-

bringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Ent-

scheid wesentlichen Punkte beschränken. Letztlich war die Beschwerde-

führerin 1 – wie die Vorbringen in ihrer Beschwerde zeigen – auch im 

Stande, die Verfügung sachgerecht anzufechten. Die Rüge der Gehörsver-

letzung erweist sich demnach als unbegründet.  

6.  

Die Beschwerdeführer 2-4 rügen in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 31 

ihnen die beantragte Herausgabe mehrerer Akten verweigert und dadurch 

ihr Akteneinsichtsrecht verletzt. Diese in der «Liste der verweigerten Un-

terlagen» bezeichneten Akten (Fluglärmberechnungen [als zip-Datei, per 

E-Mail oder auf Server zur Verfügung gestellt], Protokoll des «Spitzentref-

fens Flugplatz Buochs» vom 14. September 2017, Akten zu den IFR-Ab-

flugverfahren, sicherheitsrelevante Akten im Zusammenhang mit dem Mo-

dellflugbetrieb, überarbeiteter Bericht für die neue zivile Gleitwinkelbefeu-

erungsanlage [PAPI] im Zusammenhang mit der Projektänderung vom 

5. Januar 2021) seien ihnen zur Einsichtnahme zur Verfügung zu stellen.  

6.1 Das Recht auf Akteneinsicht gehört zu den fundamentalen Verfahrens-

grundsätzen und bildet einen Teilgehalt des verfassungsmässigen An-

spruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 140 V 464 E. 4.1 

sowie Urteile des BGer 2C_387/2013 vom 17. Januar 2017 E. 4.2.1 und 

1C_88/2011 vom 15. Juni 2011 E. 3.4, je mit Hinweisen). Es soll den Par-

teien ermöglichen, sich im betreffenden Verfahren wirkungsvoll zu äussern 

und geeignete Beweise führen oder bezeichnen zu können (vgl. 

BVGE 2015/44 E. 5.1). Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt wird das Recht auf Akteneinsicht in den Bestimmungen von Art. 26-28 

VwVG ergänzt und konkretisiert, wobei Art. 26 VwVG die Grundsätze des 

Akteneinsichtsrechts festlegt, Art. 27 VwVG die davon bestehenden Aus-

nahmen und Art. 28 VwVG die Folgen der Verweigerung der Akteneinsicht 

regelt (vgl. Urteil des BVGer A-670/2015 vom 22. Mai 2015 E. 5.1; STE-

PHAN C. BRUNNER, VwVG-Kommentar, Art. 26 N. 1). Die Behörde kann Ak-

tenstücke auf elektronischem Weg zur Einsichtnahme zustellen, wenn die 

Partei oder ihr Vertreter damit einverstanden ist (Art. 26bis Abs. 1 VwVG). 

Die Gewährung der Akteneinsicht auf elektronischem Weg liegt dabei im 

pflichtgemässen Ermessen der Behörde; ein Rechtsanspruch darauf be-

steht nicht (BRUNNER, VwVG-Kommentar, Art. 26 N. 48).  

Der Begriff der Akten im Sinne von Art. 26 Abs. 1 VwVG umfasst die Ge-

samtheit der verfahrensbezogenen Unterlagen und Informationsträger, die 

von einer Behörde in einem Verfahren angelegt worden sind. Dabei handelt 

es sich um Unterlagen und Aktenstücke, die zur jeweiligen Sache gehören. 

Dies bedeutet, dass sich der Anspruch auf Akteneinsicht auf die jeweilige 

Sache bezieht und nicht über diese hinausgeht. Vom Akteneinsichtsrecht 

erfasst sind sämtliche Akten eines bestimmten Verfahrens, die für dieses 

erstellt oder beigezogen worden sind. Innerhalb der jeweiligen Sache um-

fasst das Akteneinsichtsrecht aber allgemein sämtliche verfahrensbezoge-

nen Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Das 

Akteneinsichtsrecht ist dabei insbesondere auch zu gewähren, wenn die 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 32 

Ausübung des Einsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beein-

flussen vermag (BGE 144 II 427 E. 3.1.1; BERNHARD WALDMANN/MAGNUS 

OESCHGER, in: Waldmann, Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Verwal-

tungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, [nachfolgend: Praxiskommentar], 

Art. 26 N. 58-60 mit weiteren Hinweisen). Der Anspruch gilt allerdings nicht 

absolut; er kann aus überwiegenden Interessen durch Abdeckung und nö-

tigenfalls Aussonderung eingeschränkt werden; auf solchermassen ge-

heim gehaltene Akten darf nur insoweit abgestellt werden, als deren we-

sentlicher Inhalt unter Wahrung der Äusserungsmöglichkeit bekannt gege-

ben wird (Art. 27 Abs. 1 VwVG; BGE 115 Ia 293 E. 5c S. 304; WALD-

MANN/OESCHGER, Praxiskommentar, Art. 27 N. 15 ff.).  

6.2 Soweit die Vorinstanz das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführer 

2-4 mit der Begründung verneint hat, die entsprechenden Dokumente 

seien für den vorliegenden Entscheid nicht erheblich (E. 1.8.3 Bst. e, S. 22 

der Verfügung), kann dieser Argumentation nicht gefolgt werden, denn das 

Kriterium der Entscheidrelevanz ist in diesem Zusammenhang nicht ent-

scheidend (E. 6.1 hiervor). Als begründet erweist sich deshalb die von den 

Beschwerdeführern 2-4 beantragte Einsichtnahme in die Stellungnahme 

der luftfahrtspezifischen Prüfung der Abteilung Sicherheit und Infrastruktur 

der Vorinstanz vom 6. Juli 2019, da diese nicht bei den Akten liegt. Ob die 

Beschwerdeführer 2-4 hinsichtlich des Protokolls «Spitzentreffen Flugplatz 

Buochs» einen Anspruch auf eine nicht geschwärzte Version haben, hängt 

davon ab, inwiefern für Teile dieses Protokolls überwiegende öffentliche 

oder private Interessen namhaft gemacht werden können. Die diesbezüg-

liche Beschränkung ist durch die Vorinstanz zu begründen (WALDMANN/O-

ESCHGER, Praxiskommentar, Art. 27 N. 44). Sofern im Zusammenhang mit 

den neuen PAPI ein aktualisierter Bericht vorliegt, der nicht zu den Akten 

genommen worden ist, erstreckt sich das Einsichtsrecht der Beschwerde-

führer 2-4 auch auf diesen Bericht. Nachdem die Streitsache vorliegend 

aus materiellen Gründen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (nachfol-

gende E. 15), kann die Frage der Heilung der Gehörsverletzung offenblei-

ben.  

Soweit die Beschwerdeführer 2-4 die Akteneinsicht bezüglich des SIL for-

dern, kann diesem Begehren demgegenüber nicht entsprochen werden, 

da es sich dabei um ein separates (Sachplan-)Verfahren handelt. Soweit 

sie die Akteneinsicht über ein entsprechendes Portal des Bundesverwal-

tungsgerichts respektive auf einem Speicherstick beantragen, kann ihnen 

ebenfalls nicht gefolgt werden, da ein solcher Anspruch auch aus Art. 26bis 

Abs. 1 VwVG nicht abgeleitet werden kann (E. 6.1 hiervor). Gleiches gilt 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=it&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2024&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IA-293%3Ait&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page293

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 33 

auch für den Antrag auf Edition sämtlicher Daten der Fluglärmberechnung 

durch die Vorinstanz auf einer zip-Datei, per E-Mail oder mittels Zugangs 

auf einen Server. Mit Bezug auf die von den Beschwerdeführern 2-4 gefor-

derte Einsicht in die vollständige Dokumentation der Fluglärmberechnun-

gen ist festzuhalten, dass die Berechnungsgrundlagen aus den techni-

schen Dokumentationen der Fluglärmberechnung (act. 002.1 und 002.2) 

sowie dem Umweltverträglichkeitsbericht (S. 20-28) hinreichend hervorge-

hen. Ein darüber hinaus gehender Anspruch auf weitere Daten ist nicht ge-

geben. Ob der für das Akteneinsichtsrecht notwendige Bezug zum Streit-

gegenstand bezüglich aller Anträge im Zusammenhang mit dem IFR-Ab-

flugverfahren sowie der Unterlagen im Zusammenhang mit dem Modell-

flugbetrieb (Beschwerdeschrift, S. 12 f.) gegeben ist, erscheint fraglich, 

braucht indes hier aber – mit Blick auf den Ausgang des Beschwerdever-

fahrens (vgl. nachstehende E. 15) nicht abschliessend beurteilt zu werden.  

Gesetzliche Grundlagen  

7.  

Gemäss Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) soll der Flugplatz 

Buochs als ziviles Flugfeld weitergenutzt werden. Dies erfordert eine Um-

nutzung nach den Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes. Die Umnutzung 

umfasst die Plangenehmigung für die Bauten und Anlagen, die zivilavia-

tisch weitergenutzt werden (inkl. Piste und Rollwege), sowie eine Betriebs-

bewilligung (inkl. Umweltverträglichkeitsprüfung) und die Überprüfung und 

Anpassung des Betriebsreglements.  

7.1 Art. 31 Abs. 1 VIL bestimmt, dass für die Nutzung der Anlagen eines 

ehemaligen Militärflugplatzes oder eines Teils davon als ziviler Flugplatz 

eine Betriebsbewilligung oder eine Betriebskonzession erforderlich ist (vgl. 

dazu auch die damit übereinstimmende Norm von Art. 36b Abs. 1 LFG). 

Die Betriebsbewilligung beinhaltet gemäss Art. 17 Abs. 1 VIL das Recht, 

ein Flugfeld nach den Zielen und Vorgaben des SIL zu betreiben (Bst. a) 

sowie die Verpflichtung des Flugfeldhalters, die Voraussetzungen für eine 

geordnete Benützung sicherzustellen und das Flugfeld nach den gesetzli-

chen Bestimmungen sowie nach den Bestimmungen des Betriebsregle-

ments zu betreiben (Bst. b). Im Rahmen des Betriebsbewilligungsverfah-

rens ist gemäss Art. 18 Bst. c VIL mit dem entsprechenden Gesuch ein 

Betriebsreglement mit den Unterlagen gemäss Art. 24 VIL einzureichen. 

Die Betriebsbewilligung wird erteilt, wenn unter anderem das Betriebsreg-

lement genehmigt werden kann (vgl. Art. 19 Bst. c VIL). 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 34 

7.2 Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Betrieb eines 

Flugplatzes dienen (Flugplatzanlagen), dürfen nur mit einer Plangenehmi-

gung erstellt oder geändert werden. Als solche gelten auch die mit der An-

lage und dem Betrieb zusammenhängenden Erschliessungsanlagen und 

Installationsplätze (Art. 37 Abs. 1 LFG; vgl. auch Art. 27a VIL). Genehmi-

gungsbehörde ist bei Flugfeldern das BAZL (Art. 37 Abs. 2 Bst. b LFG). Mit 

der Plangenehmigung werden sämtliche nach Bundesrecht erforderlichen 

Bewilligungen erteilt (Art. 37 Abs. 3 LFG). Die Bewilligungsbehörde hat um-

fassend über alle relevanten Aspekte zu entscheiden. Auch die – grund-

sätzlich zulässige – Aufteilung des Verfahrens in mehrere Etappen darf 

nicht dazu führen, dass die Gesamtauswirkungen ungeprüft bleiben (AD-

RIAN WALPEN, Bau und Betrieb von zivilen Flughäfen, 2005, S. 217 f.; 

BGE 124 II 293 E. 26b; vgl. zum Verfahren im Einzelnen Art. 37a-i LFG; 

Art. 27a-h VIL).  

Die Plangenehmigung für Vorhaben, die sich erheblich auf Raum und Um-

welt auswirken, setzt grundsätzlich einen Sachplan nach Art. 13 des Bun-

desgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumplanungs-

gesetz, RPG; SR 700) und Art. 14 ff. der Raumplanungsverordnung vom 

28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) voraus (Art. 37 Abs. 5 LFG). Um einen sol-

chen Sachplan handelt es sich beim Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt 

(SIL, vgl. Art. 2 Bst. g VIL), der gemäss Art. 3a Abs. 1 VIL die Ziele und 

Vorgaben für die Infrastruktur der Zivilluftfahrt der Schweiz für die Behör-

den verbindlich festlegt. Er besteht aus zwei Teilen, dem Konzept- und dem 

Objektteil. Der Konzeptteil enthält generelle Ziele und Vorgaben zur Infra-

struktur der schweizerischen Zivilluftfahrt. Er legt das Gesamtnetz mit den 

Standorten und den Funktionen der einzelnen Flugplätze fest. Der Objekt-

teil konkretisiert die Vorgaben aus dem Konzeptteil für die einzelnen Flug-

plätze. In den einzelnen Objektblättern werden für jeden Flugplatz der 

Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Er-

schliessung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb festgelegt. Zudem 

werden die Auswirkungen auf Raum und Umwelt aufgezeigt (Art. 3a Abs. 2 

VIL). 

7.3 Der Flugplatzhalter muss ein Betriebsreglement erlassen (Art. 36c 

Abs. 1 LFG). Im Betriebsreglement sind die im SIL, in der Konzession oder 

in der Betriebsbewilligung sowie in der Plangenehmigung vorgegebenen 

Rahmenbedingungen konkret auszugestalten; insbesondere sind die Or-

ganisation des Flugplatzes sowie die An- und Abflugverfahren sowie die 

besonderen Vorschriften für die Benützung des Flugplatzes festzuhalten 

(Art. 36c Abs. 2 LFG). Das BAZL übermittelt Gesuche um Änderungen des 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 35 

Betriebsreglements, die wesentliche Auswirkungen auf die Fluglärmbelas-

tung haben, den betroffenen Kantonen und lädt sie ein, innerhalb von drei 

Monaten dazu Stellung zu nehmen (Art. 36d Abs. 1 LFG). Soweit die Be-

triebsreglementserstellung bzw. -änderung im Zusammenhang mit einer 

Planänderung steht, müssen die beiden Verfahren miteinander koordiniert 

werden (Art. 36c Abs. 4 LFG; Art. 27c Abs. 2 VIL). Das Betriebsreglement 

regelt den Flugplatzbetrieb in allen Belangen (Art. 23 VIL). Es enthält Vor-

schriften über die Organisation des Flugplatzes (Bst. a), die Betriebszeiten 

(Bst. b), die An- und Abflugverfahren (Bst. c), die Benützung von Flugplatz-

anlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Be-

nützer (Bst. d) und über die Bodenabfertigungsdienste (Bst. e). 

Sicherheit  

8.  

8.1 Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, der beantragte Betrieb des 

Flugplatzes weise gravierende Sicherheitsmängel auf. Der Flugplatz sei an 

einigen Stellen für Passantinnen und Passanten – Langsamverkehr und 

sogar Strassenverkehr (Herdernstrasse) – zugänglich. Dennoch sei ge-

plant, dass Luftfahrzeuge starten und landen dürften, wenn der Kontroll-

turm nicht besetzt sei. Es würden sich regelmässig Privatpersonen und Pri-

vatfahrzeuge insbesondere auch an Randzeiten und an Wochenenden – 

und damit zu Zeiten, an denen der Kontrollturm nicht besetzt sei – auf dem 

Flugplatzgelände aufhalten. Ein Flugbetrieb ohne besetzten Kontrollturm 

gefährde nicht nur die Sicherheit von Pilotinnen und Piloten, sondern auch 

von landwirtschaftlichen Pächterinnen und Pächtern sowie der Allgemein-

heit.  

Der Flugplatz «Les Eplatures» sei entgegen der Argumentation der Be-

schwerdegegnerin nicht mit dem Flugplatz Buochs vergleichbar, denn die-

ser habe nur eine Start- und Landepiste, ohne dass der Flugplatz über 

mehrere Rollpisten verfügen würde. Im Gegensatz zu diesem Flugplatz sei 

der Flugplatz Buochs an mehreren Stellen für den Langsam- und sogar 

den Strassenverkehr (Herdernstrasse) zugänglich. Für die landwirtschaft-

lich genutzten Flächen bestünden zudem direkte Fahrwegrechte. Beim 

Flugplatz Buochs komme es zu einer Kombination mehrerer sicherheitskri-

tischer Umstände, denn der Flugplatz werde ohne Besetzung des Kontroll-

turms angeflogen, gleichzeitig zivil von Passantinnen und Passanten ge-

nutzt sowie zwischen den verschiedenen Pisten und Rollwegen landwirt-

schaftlich genutzt, an mehreren Stellen überquert und frei zugänglich 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 36 

gelassen sowie von «Hobbypiloten» angeflogen, denen es an Erfahrung 

und Ausbildung fehle. 

8.2 Die Vorinstanz bringt dagegen unter Verweis auf die angefochtene Ver-

fügung vor, die Beschwerdegegnerin habe mit der Einreichung ihres Ge-

suchs im Interesse der Erhöhung der Gesamtsicherheit auf dem Flugplatz 

folgende Anpassungen beantragt:  

- Versetzen der Barrieren auf eine Distanz von 80 m beidseitig zur 
Pistenachse, was eine Verkleinerung des Gefahrenbereichs bewirke 
und gleichzeitig die Schliessungszeiten der Barrieren reduzieren 
soll; 

- zweiteilige Schranken bei der Herdernstrasse, welche sequentiell 
abgesenkt werden könnten, um das Einschliessen von Personen zu 
verhindern;  

- Ersatz der bestehenden Gegensprechanlage zur Kommunikation 
mit wartenden Personen (Fussgänger, Velofahrer etc.);  

- neue visuelle Zonenüberwachung (Videoüberwachung) sowie ak-
tive Zonenüberwachung (Wärmebildkamera) im Bereich der Her-
dernstrasse; 

- neue Informationstafeln im Bereich der Herdernstrasse, um den 
wartenden Personen die ungefähre Wartezeit mitteilen zu können;  

- zusätzliche Schrankenanlage beidseitig des Rollwegs Foxtrott (ana-
log heutiger Situation beim Rollweg Alpha).  

Die Vorinstanz hält gestützt auf eine Prüfung des Vorhabens fest, dass die 

geplanten Massnahmen geeignet seien, die Sicherheit des Flugbetriebs 

und der Strassenbenützer zu verbessern. Es könne in baulicher Hinsicht 

mit Auflagen genehmigt werden. Mindestens drei Monate vor Beginn der 

Bauarbeiten sei ihr einerseits bezüglich der aktiven Zonenüberwachung 

(Wärmebildkamera) die Breite (beidseitig der Herdernstrasse) mitzuteilen 

und zu begründen; anderseits sei ihr innert gleicher Frist ein Vorschlag für 

die Ergänzung der Luftfahrtpublikation (Karten und Text) bezüglich der 

Funktionsweise des RAAS (Remote Airfield Activation System) sowie der 

optischen Übermittlung einer allfälligen Detektion in der aktiven Zonen-

überwachung zur Prüfung der Freigabe einzureichen. Überdies seien die 

Luftfahrtpublikationen mit Abschluss der Installationsarbeiten entspre-

chend anzupassen (Ergänzung Barrieren Rollweg Foxtrott, Verschiebung 

der Barrieren bei der Herdernstrasse, Ergänzung von Karten und Texten 

bezüglich der Funktionsweise des RAAS).  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 37 

8.3 Die Beschwerdegegnerin hält in diesem Zusammenhang fest, entge-

gen der Argumentation der Beschwerdeführerin 1 handle es sich beim 

Flugplatz Buochs nicht um einen Einzelfall. Denn nicht eingezäunte Flug-

felder seien in der Schweiz die Regel. Ebenso sei es auch auf anderen 

Flugfeldern der Fall, dass öffentliche Gehwege oder gar Strassen über die 

Piste oder den Rollbereich führten. Dies treffe beispielsweise auch auf die 

Flugplätze «Les Eplatures» und Airolo zu, wo auch ein Barrierenbetrieb 

bestehe (Beilage 3 zu BVGer-act. 16; Beilage 8 zu BVGer-act. 39). Entge-

gen der Argumentation der Beschwerdeführerin 1 treffe es nicht zu, dass 

Privatpiloten zu wenig Erfahrung mit einem RAAS (Runway Allocation Ad-

visory System) hätten; denn für einen Privatpiloten stelle der Flugplatz 

Buochs mit einer Pistenlänge von knapp 2 km keinerlei relevante Heraus-

forderung dar. In der Schweiz würden Privatpiloten typischerweise auf Pis-

ten, die kürzer als 400 m seien, operieren. Auf verschiedenen Flugplätzen 

gebe es zudem wie hier Barriere- und Beleuchtungssysteme, die vom 

Cockpit aus aktiviert würden.  

8.4 Die Beschwerdeführer 2-4 machen unter dem Aspekt der Sicherheit am 

Boden geltend, in den Kreuzungsbereichen der Rollwege C bzw. D mit der 

Kantonsstrasse seien weitere Sicherheitsmassnahmen notwendig, zumal 

das Unfallereignis vom 5. März 2021 (Kollision einer PC-12 mit Personen-

wagen bei Kreuzung Ennetbürgerstrasse/Rollweg D) die bestehenden Si-

cherheitslücken offenbart habe.   

8.5  

8.5.1 Der Bundesrat erlässt polizeiliche Vorschriften, namentlich zur Wah-

rung der Flugsicherheit, zur Verhinderung von Anschlägen, zur Bekämp-

fung von Lärm, Luftverunreinigungen und anderen schädlichen oder lästi-

gen Einwirkungen des Betriebs von Luftfahrzeugen (Art. 12 Abs. 1 LFG). 

Gemäss Art. 15 LFG trifft das BAZL zur Wahrung der Flugsicherheit und 

zur Bekämpfung des Fluglärms bei der Erteilung der Bewilligung oder 

durch besondere Verfügung besondere polizeiliche Massnahmen. Nach 

Art. 25 Abs. 1 Bst. c VIL dürfen Änderungen des Betriebsreglements nur 

genehmigt werden, wenn die luftfahrtspezifischen Anforderungen erfüllt 

sind. Nach Art. 3 Abs. 1 VIL müssen Flugplätze so ausgestaltet, organisiert 

und geführt sein, dass der Betrieb geordnet und die Sicherheit für Perso-

nen und Sachen bei der Bereitstellung von Luftfahrzeugen, beim Ein- und 

Aussteigen, beim Beladen und Entladen, beim Rollen mit Flugzeugen oder 

Bodenfahrzeugen, bei Starts und Landungen sowie bei An- und Abflügen 

stets gewährleistet ist. Im Rahmen der luftfahrtspezifischen Prüfung wird 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 38 

untersucht, ob diese Anforderungen eingehalten und geordnete Be-

triebsabläufe sichergestellt sind (Art. 9 Abs. 2 VIL).  

Nach Art. 3 Abs. 2 VIL sind für Flugplätze die Normen und Empfehlungen 

der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) in den Anhängen 3, 4, 

10, 11, 14, 15 und 19 zum Übereinkommen vom 7. Dezember 1944 über 

die Internationale Zivilluftfahrt (SR 0.748.0; nachfolgend: Chicago-Überein-

kommen) sowie die dazugehörigen technischen Vorschriften unmittelbar 

anwendbar (vgl. Art. 6a Abs. 1 und Art. 108a LFG; zudem Urteil des BVGer 

A-775/2017 vom 13. März 2018 E. 5.2-5.4 mit Hinweisen auf die Recht-

sprechung). Die Vorinstanz ist sodann berechtigt, zur Konkretisierung der 

internationalen Normen, Empfehlungen und technischen Vorschriften im 

Sinne von Art. 3 Abs. 2 VIL Richtlinien für einen hochstehenden Sicher-

heitsstandard zu erlassen. Werden diese umgesetzt, so wird vermutet, 

dass die Anforderungen nach den internationalen Normen, Empfehlungen 

und technischen Vorschriften erfüllt sind. Wird von den Vorgaben abgewi-

chen, so muss der Vorinstanz nachgewiesen werden, dass die Anforderun-

gen auf andere Weise erfüllt werden (Art. 3 Abs. 3 VIL). 

8.5.2 Die grundlegenden Anforderungen an Flugplätze und deren Benüt-

zung sind im Anhang 14 zum Chicago-Übereinkommen geregelt. Massge-

bend ist vorliegend Teil I des Anhangs 14 mit Regeln für die Ausgestaltung 

und den Betrieb von Flugplätzen (derzeit gültig in der auf der Website der 

Vorinstanz publizierten 9. Auflage [< www.bazl.admin.ch > Themen > 

Rechtliche Grundlagen > Anhänge zur Konvention der ICAO, abgerufen 

am 14.03.2024]). Die Verordnung Nr. 139/2014 der Kommission vom 

12. Februar 2014 zur Festlegung von Anforderungen und Verwaltungsver-

fahren in Bezug auf Flugplätze gemäss der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 

des Europäischen Parlaments und des Rates (Amtsblatt der Europäischen 

Union [ABl.] L44/1 vom 14.2.2014) bezweckt ebenfalls die Verbesserung 

der Sicherheit der Flugplätze.  

8.6  

8.6.1 Die von der Vorinstanz genehmigten Massnahmen zur Erhöhung der 

Sicherheit im Bereich der Herdernstrasse und des Rollwegs Foxtrott (Dis-

positiv-Ziff. 3a/4) werden von den Beschwerdeführenden nicht bzw. jeden-

falls nicht substanziiert gerügt oder in Frage gestellt. Die Vorinstanz hat 

überzeugend dargelegt (E. 8.2 hiervor), dass die genannten Massnahmen 

zu einer Erhöhung der Sicherheit auf dem Flugplatz beitragen.  

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 39 

8.6.2 Umstritten und zu prüfen ist demgegenüber, ob die angeordneten 

Massnahmen hinreichend sind und insbesondere ob entsprechend der Ar-

gumentation der Beschwerdeführerin 1 die Sicherheit gefährdet ist, wenn 

der Kontrollturm nicht dauerhaft besetzt ist. Im vorinstanzlichen Verfahren 

hat sich die Beschwerdeführerin 1 unter dem Aspekt der Sicherheit auf den 

Antrag beschränkt, es sei im Betriebsreglement unter Anhang 4 als zusätz-

liche Sicherheitsmassnahme aufzunehmen, dass nur geflogen (respektive 

gelandet oder gestartet) werden dürfe, wenn der Tower durch Skyguide 

besetzt sei (Rz. 80 der Einsprache vom 23. November 2008; act. 801.1). 

Soweit die Beschwerdeführerin 1 die Sicherheit des Flugplatzes im Be-

schwerdeverfahren neu mit der Begründung in Frage stellt, dass dieser von 

Passanten und Passantinnen zivil genutzt werden könne, öffentlich zu-

gänglich sei und Rollwege mit öffentlichen Strassen kreuzten sowie die Pi-

loten nicht über die notwendige Erfahrung verfügten, kann auf diese neuen 

Rügen nicht eingetreten werden (vgl. E. 3.2 und 3.5 hiervor).  

8.6.3 Die Beschwerdeführerin 1 erblickt einen gravierenden Sicherheits-

mangel darin, dass der Flugplatz ohne dauerhafte Besetzung des Kontroll-

turms betrieben werde.  

Es trifft zweifelsohne zu, dass die gleichzeitige Nutzung des Flugplatzperi-

meters durch Luftfahrzeuge und Landwirte (landwirtschaftliche Arbeiten) 

und zivile Passanten ein erhöhtes Gefährdungspotenzial birgt. Was die 

landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sicherheitsstreifen betrifft, hat die 

Beschwerdegegnerin mit dem Erlass des Aerodrome Manuals 4.9.10 

(Landwirtschaftskonzept) vom 23. Januar 2019 (act. 001) den vom Land-

wirt und vom Kontrollturm zu beachtenden Prozess- und Kommunikations-

ablauf verbindlich geregelt. Während der Durchführung der landwirtschaft-

lichen Arbeiten im Sicherheitsstreifen ist der Kontrollturm besetzt, so dass 

nach diesem verbindlichen Konzept die Sicherheit hinreichend gewährleis-

tet ist. Mit den von der Beschwerdegegnerin beantragten Anpassungen 

(E. 8.2 hiervor) wurden die im SIL geforderten Verbesserungen der Sicher-

heit realisiert.  

Die Vorinstanz hat überdies explizit festgehalten, dass der Betrieb unter 

Instrumentenflugregeln (IFR) ohne lokale Flugsicherungsdienste nicht be-

willigt worden sei (BVGer-act. 41, S. 2), was von der Beschwerdeführerin 1 

denn auch nicht bzw. jedenfalls nicht substanziiert bestritten wird.  

8.6.4 Aus dem für die Schweiz verbindlichen Anhang 14 I zum ICAO (Ae-

rodrome Design and Operations) sowie dem Airport Services Manual 

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 40 

(ASM; vgl. dazu auch SEVERIN RIEDI, Die technischen Normen der Interna-

tionalen Organisation für Zivilluftfahrt [ICAO], 2015, Rz. 514 und 686; Urteil 

des BVGer A-1765/2009 vom 2. Oktober 2009 E. 6.4; < www.bazl. ad-

min.ch > Themen > Rechtliche Grundlagen > Anhänge zur Konvention der 

ICAO > Manuals zu ICAO Annex 14 >, abgerufen am 14.03.2024) lässt 

sich sodann keine Verpflichtung zu einer dauerhaften Besetzung des Kon-

trollturmes während des gesamten Betriebs ableiten. Gleiches gilt für die 

vorstehend erwähnten Verordnungen (EG) Nrn. 139/2014 und 216/2008.  

Gewässer- und Bodenschutz  

9.  

9.1 Die Beschwerdeführerin 1 wendet weiter ein, die von der Beschwerde-

gegnerin bezüglich des Rollwegs C, des nördlichen Teils des Rollwegs F, 

Teile des Rollwegs B sowie des Zubringerrollwegs zum Kompensierplatz 

beantragte Entwässerung über die Schulter sei von der Vorinstanz ohne 

entsprechende gesetzliche Grundlage bewilligt worden. Die Beschwerde-

gegnerin habe die Ausnahmebewilligung deshalb beantragt, weil ihr zum 

einen die notwendigen Rechtstitel für die Erstellung eines Entwässerungs-

konzeptes fehlten; zum andern wolle sie – die Beschwerdegegnerin – mit 

dem Verzicht auf die Erstellung von Versickerungsmulden Kosten einspa-

ren.  

Eine Nutzung als Flugplatz sei ausgeschlossen, weil sich Teile des Flugfel-

des in einem Grundwasserschutzareal befänden. Einzelne Teile lägen 

auch in einem «provisorischen Gewässerschutzareal». Solche Areale 

seien allerdings vom Bundesgesetzgeber gar nicht vorgesehen. In Grund-

wasserschutzarealen dürften keine Bauten oder Anlagen erstellt werden. 

Ferner werde das Regenwasser durch Schadstoffe auf Pisten und Rollwe-

gen verschmutzt. Für die Beurteilung des Abwassers als nicht verschmutzt 

habe die Vorinstanz zu Unrecht ausschliesslich auf die längst aufgehobene 

Wegleitung des BUWAL (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft 

[heute: Bundesamt für Umwelt BAFU) und damit auf die Anzahl der Flug-

bewegungen abgestellt, ohne die gebotene Beurteilung im Einzelfall vor-

zunehmen. Der Boden und das Wasser würden bereits durch den heutigen 

Flugplatzbetrieb mit PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstof-

fen) und Schwermetallen verschmutzt. Das Regenwasser, das über die 

Pisten und Rollwege ablaufe, nehme Schadstoffe auf und sei daher als 

verschmutzt im Sinne von Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Ge-

wässerschutz vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, GschG; 

http://www.bazl.admin.ch/
http://www.bazl.admin.ch/

A-4156/2021; A-4180/2021 

Seite 41 

SR 814.20) zu qualifizieren. Bei einer Versickerung des verschmutzten Ab-

wassers würden die Richtwerte der Verordnung über Belastungen des Bo-

dens vom 1. Juli 1998 (VBBo; SR 814.12) langfristig missachtet. Die ent-

nommenen drei Wasserproben und die acht Bodenproben seien ungenü-

gend und nicht repräsentativ. Überdies könnten die VBBo-Richtwerte aktu-

ell und künftig nicht eingehalten werden. Hinzu komme, dass der Boden 

der Grundstücke um Piste und Rollwege für eine Versickerung vollkommen 

ungeeignet sei. Überdies seien die Flurabstände für eine Versickerung zu 

gering, so dass eine Entwässerung über die Schulter und über Versicke-

rungsmulden nicht bewilligt werden dürfe. Darüber hinaus trage die Vor-

instanz dem Schutz der umliegenden Fliessgewässer nicht ausreichend 

Rechnung. Schliesslich sei für die Umnutzung auch eine Ausnahmebewil-

ligung nach dem Bundesgesetz über die Fischerei (BGF; SR 923.0) erfor-

derlich.  

9.2 Die Vorinstanz begründet die Abweichung vom GEP in der angefoch-

tenen Verfügung damit, dass das BAFU und der Kanton die Entwässerung 

über die Schulter als die beste Lösung eingestuft hätten. Die Abwässer aus 

dem provisorischen Grundwasserschutzareal müssten abgeleitet oder den 

Vorschriften entsprechend entsorgt werden, wenn die zukünftigen Schutz-

zonen bekannt seien. Für sämtliche Entwässerungsprojekte sowie insbe-

sondere die Entwässerung der Hauptpiste und der Rollwege seien die ver-

fügten Auflagen (Dispositiv-Ziff. 6.3.6) zu beachten.  

9.3 Das BAFU hält in seiner Stellungnahme vom 14. März 2022 fest, dass 

die Vorinstanz für die Änderung des GEP «Flugplatz Buochs» zuständig 

sei. Mit Blick auf die durchschnittlich 54 Flugbewegungen pro Tag sei das 

Abwasser laut der aufgehobenen BUWAL-Wegleitung «Gewässerschutz 

bei der Entwässerung von Verkehrswegen» (2002) im unteren Bereich des 

«gering belasteten Abwassers» zu qualifizieren und damit sei die Qualifi-

zierung als «nicht verschmutzt» nicht zu beanstanden. Laut der BUWAL-

Wegleitung gelte Pistenwasser bis zu 500 Flugbewegungen als gering be-

lastet. Die Richtwerte der VBBo seien im Bereich der Böschungen und V