# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a727028c-eba2-5c4a-8426-23578671d326
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-05-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.05.2004 ZF 2004 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2004-12_2004-05-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 11. Mai 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 04 12

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Jegen, Riesen-Bienz, Tomaschett-Murer und Burtscher 
Aktuarin Mosca

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In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Fürsprecher Luigi R. Rossi, 
Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes Surselva vom 5. November 2003, mitgeteilt am 5. 
Januar 2004, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen Y., Beklagte und 
Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Elisabeth Blumer, Qua-
derstrasse 5, 7000 Chur, 

betreffend Abänderung des Scheidungsurteils,

hat sich ergeben:

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A. Mit Urteil und Beschluss vom 25. April 1995 hat das Bezirksgericht W. 
die Ehe von Y. und X. geschieden und die zwischen den Eheleuten abgeschlossene 
Ehescheidungskonvention vom 28. März 1995 über die Nebenfolgen der Scheidung 
genehmigt. Die Kinder A., geboren am 16. September 1980, B., geboren am 2. Juni 
1982, C., geboren am 29. Mai 1985, D., geboren am 4. Juli 1986, E., geboren am 
17. Juli 1990 und F., geboren am 10. März 1995, wurden auf Antrag der Parteien 
unter die elterliche Gewalt der Mutter gestellt. In Bezug auf das Besuchsrecht wurde 
festgehalten, dass X. berechtigt sein soll, die Kinder je am 1. und 3. Wochenende 
eines jeden Monats zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Ferner wurde er 
berechtigt, die Kinder am 25. Dezember sowie in Jahren mit gerader Jahreszahl 
über Ostern und in solchen mit ungerader Jahreszahl über Pfingsten zu sich oder 
mit sich auf Besuch zu nehmen. Zudem stand ihm das Recht zu, die Kinder während 
zwei Wochen pro Jahr auf seine Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu neh-
men. Das Ferienbesuchsrecht sollte er jeweils drei Monate im voraus ankündigen. 
Im Übrigen wollten die Parteien ein weitergehendes Besuchsrecht untereinander 
und mit Rücksichtnahme auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder regeln. X. 
wurde im Weiteren in Ziff. 4 der genehmigten Scheidungskonvention verpflichtet, 
folgende Unterhaltsbeiträge, zuzüglich gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzula-
gen, monatlich im voraus, zu entrichten:
- Fr. 500.-- pro Kind, zahlbar ab 1. Mai 1995 bis 31. Mai 2005;
- Fr. 700.-- pro Kind ab 1. Juni 2005 bis längstens 31. März 2015;
jeweils bis zur vollen Erwerbsfähigkeit, längstens bis zur Mündigkeit eines jeden 
Kindes. X. erklärte sich damit einverstanden, dass die IV-Zusatzrenten für die Kin-
der - auf Anrechnung an seine Kinderalimentenverpflichtungen - Y. direkt ausbe-
zahlt werden.

B. Im Juli 1999 zog der Sohn C. zum Vater nach G.. Vom Sommer 2001 
bis Ostern 2002 lebte er wieder bei der Mutter und kehrte dann zum Vater zurück. 
Heute lebt der volljährige Sohn C. in W.. Die Tochter D. lebt seit Juli 2000 beim 
Vater. Sie besucht die Handelsmittelschule in L.. Die Tochter E. ist im Dezember 
2002 zum Vater gezogen und besucht die Realschule in K..    

C.  Da sich die Eltern nicht über den Aufenthaltsort der Kinder einigen 
konnten, liess X. am 29. März 2001 eine Klage auf Abänderung der elterlichen 
Sorge beim Kreisamt Lugnez anhängig machen. Nach erfolglos verlaufener Sühne-
verhandlung vom 17. Mai 2001 wurde gleichentags der Leitschein ausgestellt. Mit 
Prozesseingabe vom 5. Juni 2001 prosequierte X. die Klage unverändert an das 
Bezirksgericht Surselva. Er beantragte:  

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„1. Es sei Ziffer 2 des Urteiles des Bezirksgerichtes W. vom 25.04.1995 
aufzuheben und die Kinder C., geboren am 29. Mai 1985, D., geboren 
am 4. Juli 1986, E., geboren am 17. Juli 1990 und F., geboren am 10. 
März 1995, unter die elterliche Sorge des Vaters zu stellen;

 2. Die Mutter sei zu Unterhaltsbeiträgen an die Kinder nach richterlichem 
Ermessen zu verpflichten.    

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“       

Y. liess mit Prozessantwort vom 9. Juli 2001 die kostenfällige Abweisung der 
Klage beantragen.

D. Mit Urteil vom 5. November 2003, mitgeteilt am 5. Januar 2004, er-
kannte das Bezirksgericht Surselva:

„1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Kläger ist unter Aufhebung der Ziffer 3 der Ehescheidungskonven-
tion vom 28. März 1995, genehmigt mit Scheidungsurteil vom 25. April 
1995, berechtigt, seine Kinder D., E. und F. jeweils am ersten Wochen-
ende eines jeden Monats zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu neh-
men sowie jährlich zwei Wochen Ferien mit ihnen zu verbringen.

3. a) Zur Überwachung der Entwicklung der Kinder D., E. und F. und des 
persönlichen Verkehrs, insbesondere zur Regelung der Modalitäten des 
klägerischen Besuchsrechts, wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 
308 ZGB angeordnet.

b) Die Vormundschaftsbehörde der Stadt W. wird mit dem Vollzug be-
auftragt.    

4. Die Kosten des Kreisamtes Lugnez von Fr. 200.-- sowie diejenigen des 
Bezirksgerichtes Surselva, bestehend aus:

- Gerichtsgebühr Fr. 6'290.00
- Schreibgebühr Fr. 800.00
- Barauslagen Fr. 8'210.00
Total Fr. 15'300.00

gehen zu Lasten des Klägers, der die Beklagte ausseramtlich mit Fr. 
9'974.20 zu entschädigen hat.

Die dem Kläger anfallenden Gerichtskosten werden der die Kosten der 
unentgeltlichen Rechtspflege tragenden Gemeinde G. in Rechnung ge-
stellt, unter Vorbehalt des Rückforderungsrechtes des Gemeinwesens.

5. (Mitteilung)“           

E. Dagegen liess X. am 20. Januar 2004 Berufung an das Kantonsgericht 
von Graubünden erklären mit folgenden Anträgen:

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„1. Es seien die Ziffern 1, 2, 3.a), 3.b) und 4 des Urteils des Bezirksgerich-
tes Surselva vom 05.11.2003 (Proz. Nr. 42/01) aufzuheben und es sei 
folgendes Rechtsbegehren des Berufungsklägers zu schützen:

1.1 Es sei die Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgerichts W. vom 25. 04.1995 
aufzuheben und es seien die Kinder D., geb. 04.07.1986 und E., geb. 
17.07.1990, unter die elterliche Sorge des Vaters zu stellen;

1.2 Es sei eine Beistandschaft gemäss Art. 308 ZGB zur Überwachung des 
persönlichen Verkehrs der Kinder D. und E., insbesondere zur Rege-
lung der Modalitäten des Besuchsrechts der Berufungsbeklagten zu er-
richten;

1.3 Die Mutter sei zu Unterhaltsbeiträgen an die Kinder nach richterlichem 
Ermessen zu verpflichten;

2. Es sei dem Berufungskläger auch für das Verfahren vor zweiter Instanz 
die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen, dass er von der Leis-
tung von Gerichtskosten, Vorschüssen und Sicherheitsleistungen be-
freit und ihm der unterzeichnete Rechtsvertreter als Anwalt unentgelt-
lich bestellt werde;

unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Auf entsprechende Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums (Art. 224 Abs. 
2 ZPO) liess X. am 24. Februar 2004 eine schriftliche Begründung seiner Anträge 
einreichen. Y. liess sich am 22. März 2004 dazu vernehmen. Sie beantragt die kos-
tenfällige Abweisung der Berufung.

Auf die Begründung der Anträge sowie auf das angefochtene Urteil wird, so-
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung : 

1. a) Der Berufungskläger beantragt die Einvernahme von D. und E., damit 
sich das Gericht von den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder einen Eindruck 
verschaffen könne. Wie den nachstehenden Erwägungen entnommen werden 
kann, hat E. ihren Willen klar zum Ausdruck gebracht, indem sie freiwillig zu ihrem 
Vater gezogen ist, dort nun schon seit 1 ½ Jahren lebt und nicht mehr gewillt ist, 
nach W. zurückzukehren. D. wird in wenigen Wochen volljährig. Da es keinen Sinn 
macht, für die wenigen Wochen, die verbleiben, eine Änderung der elterlichen Sorge 
zu prüfen, erübrigt sich auch ihre Einvernahme. Schliesslich beantragt der Beru-
fungskläger die Einvernahme von A.. A. sollte zu den Lebensumständen in G. und 
zum Verhältnis der Geschwister untereinander aussagen. Das Gutachten des KJPD 

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hat sich sehr gründlich mit dem Verhältnis der Kinder untereinander auseinander-
gesetzt. In diesem Zusammenhang wurde auch A. ausführlich befragt, weshalb sich 
ihre diesbezügliche Einvernahme erübrigt. Aber auch was die Lebensumstände in 
G. betrifft, sind von der Befragung von A. keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, 
zumal dem Gericht umfangreiche Akten zur Verfügung stehen.

b) Die Berufungsbeklagte beantragt die Einvernahme von C. und B. als 
Zeugen. Zur Begründung wird ausgeführt, die beiden volljährigen Kinder der Par-
teien könnten weitere Auskünfte erteilen. Das Gericht lehnt diese Beweisanträge 
ab. Sowohl B. als auch C. wurden von den Gutachtern des KJPD eingehend befragt. 
Selbst wenn C. aussagen würde, er sei wegen des guten Verhältnisses zur Mutter 
wieder nach W. gezogen, gilt es zu berücksichtigen, dass C. schon mehrfach den 
Wohnsitz zwischen G. und W. gewechselt hat. Die Beziehung zum jeweiligen El-
ternteil ist bei der Wahl des Aufenthaltsortes eines mündigen Jugendlichen nur ei-
nes von mehreren Kriterien (Partnerschaft, Beruf, Hobbys etc.). Im Weiteren offe-
riert die Berufungsbeklagte V. als Zeugin. Letztere sollte bestätigen, dass die Beru-
fungsbeklagte eine gute und verantwortungsvolle Mutter sei und dass die Kinder ein 
gutes Verhältnis zu H., dem Lebenspartner der Berufungsbeklagten, hätten. Zudem 
sollte die Zeugin bestätigen, dass der Berufungskläger Druck auf die Kinder ausübt. 
V. war vor Jahren die Verlobte des Berufungsklägers. Diese Beziehung endete im 
Streit. Hingegen pflegt V. eine freundschaftliche Beziehung zur Berufungsbeklag-
ten. Angesichts dieser Umstände ist kaum anzunehmen, dass diese Aussagen neu-
tral und damit für die Entscheidfindung unerlässlich sein dürften. Schliesslich bean-
tragt die Berufungsbeklagte, sie sei zur Beweisaussage zuzulassen. Das Kantons-
gericht lehnt auch diesen Beweisantrag ab, zumal die Berufungsbeklagte mehrfach 
von den Gutachtern des KJPD befragt wurde und sie sowohl vor Vorinstanz und 
nun auch vor Kantonsgericht mittels Plädoyer und Rechtsschriften die Gelegenheit 
hatte, ihren Standpunkt einlässlich darzustellen. Die Beweisaussage ist ein subsi-
diäres Beweismittel und kommt nur dann zum Zug, wenn sich die Partei in einem 
Beweisnotstand befindet (PKG 1971 Nr. 17). Diese Voraussetzung ist vorliegend 
eindeutig nicht erfüllt.

2. In Ziffer 2 des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts W. vom 25. April 
1995 wurden alle sechs Kinder unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Vor 
Vorinstanz beantragte X., ihm sei die elterliche Sorge über die Kinder C., D., E. und 
F. zu übertragen. Da C. vor Fällung des vorinstanzlichen Urteils mündig geworden 
war, musste das Bezirksgericht Surselva sich mit der Frage der Übertragung des 
Sorgerechts über C. nicht mehr befassen. Im Übrigen wies die Vorinstanz die Klage 

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ab. Vor Kantonsgericht verlangt nun X., die beiden Kinder D., geboren am 4. Juli 
1986, und E., geboren am 17. Juli 1990, seien unter seine elterliche Sorge zu stel-
len. Nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Änderung der 
elterlichen Sorge über den Sohn F.. Diese verbleibt bei der Mutter. Die Tochter D. 
wird, wie bereits ausgeführt, in wenigen Wochen 18-jährig. Sie besucht die Han-
delsmittelschule in L. und wohnt seit Juli 2000 beim Vater. Es rechtfertigt sich nicht, 
für die wenigen Wochen, die bis zur Mündigkeit verbleiben, eine Änderung des Sor-
gerechts vorzunehmen. Die elterliche Sorge verbleibt deshalb bei der Mutter. Zu 
prüfen bleibt somit einzig eine Änderung des Sorgerechts in Bezug auf das Kind E..

3. a) Gemäss Art. 134 Abs. 1 ist auf Begehren eines Elternteils, des Kinder 
oder der Vormundschaftsbehörde die Zuteilung der elterlichen Sorge neu zu regeln, 
wenn dies wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse zum Wohl des Kindes 
geboten ist. Eine Neuregelung der elterlichen Sorge kommt demnach nur in Be-
tracht, wenn sich die Verhältnisse seit dem Urteil verändert haben. Unter den „Ver-
hältnissen“ sind sämtliche für das Kindeswohl wichtigen Umstände im Sinne von 
Art. 133 Abs. 2 ZGB zu verstehen. Diese können sowohl persönlicher als auch sach-
licher Natur sein, einen Elternteil oder beide oder auch das Kind betreffen. Entschei-
dend ist, das es sich um neue, im Zeitpunkt der Ausfällung des abzuändernden 
Urteils nicht bekannte Tatsachen handelt. Im Weiteren vermag nicht jede Verände-
rung der Verhältnisse eine Abänderung des Sorgerechts zu rechtfertigen, zumal sta-
bile Erziehungs- und sonstige Lebensverhältnisse grundsätzlich im Interesse des 
Kindes liegen. Erforderlich ist demzufolge die Wesentlichkeit der Veränderung. 
Wann diese vorliegt, kann nur aufgrund sämtlicher Umstände des konkreten Falls 
beurteilt werden. Die Wesentlichkeit der Veränderung kann sich sodann auch aus 
dem Zusammentreffen unterschiedlicher, für sich allein jeweils nicht erheblicher Tat-
sachen ergeben. Schliesslich setzt das Erfordernis der Wesentlichkeit regelmässig 
voraus, dass die eingetretene Änderung von Dauer ist. Eine Änderung des Sorge-
rechts kommt nur in Betracht, wenn die Beibehaltung der bisherigen Regelung eine 
ernsthafte Gefährdung oder eine Schädigung des Kindeswohls bedeutet und eine 
Neuregelung aufgrund der veränderten Umstände im Interesse des Kindes liegt 
(vgl. zum Ganzen Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, 
W. 1999, S. 402 und 403 mit weiteren Hinweisen).

b) Dem Gericht liegt das Gutachten des Kinder- und Jugendpsychiatri-
schen Dienstes das Kantons W. vom 13. August 2003 vor. Die Experten kommen 
darin zum Schluss, das Sorgerecht aller minderjährigen Kinder bei der Mutter zu 
belassen. Beide Eltern beziehen eine IV-Rente und sind deshalb in der Lage, die 

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Kinder selbst zu betreuen. Die Beziehung des Kindesvaters zu den Kindern sei ma-
nipulativ; diese würden im Sinne der nicht abgeschlossenen Beziehungskonflikte 
zwischen den Eltern instrumentalisiert. Der Vater zeige wenig Verantwortungsge-
fühl gegenüber den Kindern. Die eigenen Bedürfnisse würden im Vordergrund ste-
hen. Er zeige kaum Einsicht in die Entwicklungs- und Beziehungsbedürfnisse der 
Kinder. Die Kinder würden der Mutter vorwerfen, sie sei Alkoholikerin. Dies habe 
seitens der Gutachter nicht verifiziert werden können. Die Mutter wirke gegenüber 
ihren Kindern emotional spürbar, jedoch wenig zielgerichtet. Auch sie habe die Be-
ziehungskonflikte zum Kindesvater nicht verarbeitet. Letztlich seien die erzieheri-
schen Fähigkeiten beider Elternteile sehr eingeschränkt. Das ganze Familiensys-
tem sei dysfunktional-pathologisch. Damit bestehe eine Gefährdung in der Entwick-
lung der Kinder, unabhängig bei welchem Elternteil sich die Kinder aufhalten. Das 
Umfeld auf der Seite des Vaters sei schlechter einsehbar, über die dortigen Risiken 
für die Kinder könnten weniger Aussagen gemacht werden. Der Vater habe sich 
stärker aus der Gutachtenssituation zurückgezogen. Der Vater zeige auch keinerlei 
Bereitschaft, den Kindern den Kontakt zur Mutter zu ermöglichen. Er sei auch nicht 
zu Gesprächen mit der Mutter bereit. Die Mutter jedoch wünsche auf Elternebene 
Gespräche mit dem Vater, um gegenseitige Besuchskontakte der Kinder zu regeln. 
Mit dem Wohnortwechsel von E. zum Vater sei eine Gefährdung des Kindes nicht 
auszuschliessen, insbesondere auch hinsichtlich der unklaren Beziehung zu I..

c) aa) E. wurde als viertes von fünf Kindern des Berufungsklägers und als 
fünftes der sechs Kinder der Berufungsbeklagten am 17. Juli 1990 in W. geboren. 
Sie ist nun bald 14-jährig. Nach der Scheidung der Eltern im Jahre 1995, wo alle 
Kinder unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt wurden, verblieb der Vater noch 
zwei Jahre in der gemeinsamen Wohnung. Dann zog er nach G.. Anfänglich haben 
Besuche und Ferien der Kinder beim Berufungskläger in G. stattgefunden. Vom 
Jahr 2000 bis 2002 hat X. E. und F. nicht gesehen. Gemäss seinen Aussagen vor 
dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons W. (KJPD) habe er 
jeweils nicht mehr ausgehalten, dass E. beim Abschied am Sonntagabend immer 
geweint habe. Deshalb habe er den Kontakt abgebrochen. Bis Weihnachten 2002 
lebte E. somit ununterbrochen bei der Mutter. Am 5. Dezember 2002 ist E. anschei-
nend mit der Hilfe von I., dem Paten von A., nach G. zu ihrem Vater gebracht wor-
den. Am 24. Dezember 2002 konnte die Mutter E. auf dem Polizeiposten in W. wie-
der abholen. Gemäss ihren Aussagen vor dem KJPD sei E. mit versteinertem Ge-
sicht auf dem Stuhl gesessen und habe sie keines Blickes gewürdigt. Die Polizei 
habe sie daraufhin verbal angegriffen. Als sie den Polizeiposten verlassen hätten, 
habe sie E. gefragt, weshalb sie weg sei. E. habe sie darauf angeschrien, es sei 

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wegen H., dem Lebenspartner der Mutter. Plötzlich seien Blitzlichter aufgeflackt. Im 
Dunkeln habe sie I. erkannt, der fotografiert habe. Noch vor Ende 2002 ist E. nach 
G. zu ihrem Vater gezogen. Das Kreisamt Lugnez erliess sodann am 16. Januar 
2003, gestützt auf ein Arztzeugnis von Dr. med. J., einen sich nicht bei den Akten 
befindlichen Amtsbefehl, wonach E. nicht nach W. gebracht werden solle, zumal es 
dem frei geäusserten Wunsch des Mädchens entspreche, in G. zu bleiben. Am 20. 
Februar 2003 wurde dem KJPD ein handschriftlicher Brief von E. mit Absender des 
Vaters zugesandt. Darin teile sie mit, sie wolle auf gar keinen Fall mehr nach W. zu 
ihrer Mutter, da dort niemand auf sie höre. Die Mutter lasse sie nicht aussprechen. 
Ihr gefalle es in G.. Sie habe viele Freunde und alle würden ihr helfen. Deshalb 
möchte sie für längere Zeit nicht mehr nach W.. Sie sei sehr traurig, wenn sie an 
Weihnachten zurückdenke. Jetzt möchte sie einfach nur noch glücklich sein.

 Seit fast 1 ½ Jahren wohnt E. somit bei ihrem Vater und der Stiefmutter in 
G.. Sie besucht die Realschule in K.. Während dieser Zeitspanne lebten  auch ihre 
ältere Schwester D., welche in L. die Handelsmittelschule besucht, sowie zeitweise 
auch ihr älterer Bruder C. bei ihrem Vater. D. wohnt immer noch bei X.. Auch A., die 
Stieftochter von X., ist nach der Trennung der Parteien zu ihrem Stiefvater nach G. 
gezogen. Derzeit lebt sie in M., verbringt aber viele Wochenenden in G.. Die Ver-
hältnisse haben sich somit seit dem Scheidungsurteil insofern wesentlich verändert, 
als E. nun seit rund 1 ½ Jahren bei ihrem Vater lebt und auch A., C. und D. zeitweise 
oder noch immer bei X. in G. wohnten beziehungsweise wohnen. Dass es sich hier-
bei um eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse handelt, ist offensichtlich. E. 
lebt jetzt in der Familie ihres Vaters, ist von der Grossstadt nach Graubünden in ein 
Dorf gezogen, hat einen Schulwechsel vollzogen und einen neuen Kolleginnenkreis 
aufgebaut. 

bb) Wenn nach dem Gesagten eine wesentliche Veränderung der Verhält-
nisse zu bejahen ist, stellt sich als nächstes die Frage, ob die bisherige Regelung 
des Sorgerechtes eine ernsthafte Gefährdung oder eine Schädigung des Kindes-
wohls bedeuten würde und eine Neuregelung aufgrund der veränderten Umstände 
im Interesse des Kindes liegt. Wie bereits ausgeführt, hat sich das Gutachten des 
KJPD gegen eine Änderung des Sorgerechts ausgesprochen. Es gilt jedoch zu 
berücksichtigen, dass das Gutachten vom 13. August 2003 datiert und die Ge-
spräche mit den betroffenen Parteien grösstenteils im Jahre 2002 stattgefunden ha-
ben. Das Gutachten ist insofern nicht aktuell, als der Umzug von E. zu ihrem Vater 
kaum Eingang in das Gutachten gefunden hat. Dieser Wohnortswechsel fand am 
Ende des Gutachtensprozesses statt. Nach dem Wohnortswechsel fanden keine 

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Kontakte zwischen E. und dem KJPD mehr statt. Die Gutachter des KJPD machen 
dem Berufungskläger den Vorwurf, er und mit ihm zusammen auch das Kind E. 
hätten sich den Gesprächen entzogen. Durch seinen Rückzug und die fehlende Ko-
operation habe er den Gutachtensprozess abgebrochen. Diesbezüglich gilt es fest-
zuhalten, dass nicht klar ist, ob es dem Vater überhaupt bekannt war, dass ein Ge-
sprächstermin (9. Januar 2003) mit E. bestand, zumal dieser Termin zwischen der 
Berufungsbeklagten und dem KJPD vereinbart worden war. Bei einem am 7. Fe-
bruar 2003 vereinbarten Elterngespräch eskalierte die Situation in der Eingangs-
halle des KJPD. X. weigerte sich mit der Berufungsbeklagten zu reden, warf der 
Untersucherin Parteilichkeit vor und verliess nach rund fünf Minuten zusammen mit 
seiner jetzigen Frau das Gebäude. Selbst wenn der Berufungskläger bewusst den 
Kontakt zum KJPD gemieden hat, kann daraus aber nicht abgeleitet werden, die 
Situation in G. sei schlechter einsehbar und darum die Risiken für das Kind grösser. 
Tatsache ist, dass die Gutachter das ganze Familiensystem als dysfunktional-pa-
thologisch erachten. Damit bestehe eine Gefährdung in der Entwicklung der Kinder, 
unabhängig bei welchem Elternteil sich die Kinder aufhalten. Die erzieherischen 
Fähigkeiten beider Elternteile sei eingeschränkt. 

Die meisten Zeugen konnten nichts Wesentliches zur Erziehungsfähigkeit 
der Eltern aussagen. N., der Freund von Tochter B., kennt den Berufungskläger 
lediglich aus einem Kurzbesuch. O., P. und Q. haben eine besondere Beziehung 
zur Berufungsbeklagten. H. ist der Lebenspartner der Berufungsbeklagten. Ihre 
Aussagen sind unter diesem Gesichtspunkt zu werten. I., der Pate von A., ist mit 
dem Berufungskläger befreundet, weshalb seine Aussagen ebenfalls zurückhaltend 
zu würdigen sind. Der ehemalige Primarlehrer von E., R., kennt den Berufungsklä-
ger nicht, äussert sich aber positiv über die Berufungsbeklagte. Er habe den Ein-
druck, sie sei eine fürsorgliche Mutter und sei bestrebt, ihre Kinder zu schützen. S. 
arbeitet bei der Vormundschaftsbehörde W. und hat die Familie in diesem Zusam-
menhang kennen gelernt. Die Zeugin schildert, sie habe die Berufungsklägerin ko-
operativ erlebt. Es habe aber auch Zeiten gegeben, wo es für das Jugendsekretariat 
schwierig gewesen sei, Offenheit und Kooperation herzustellen. Als Mutter sei Y. 
mit der Energie an Grenzen gestossen. Dies sei nachvollziehbar, bei so vielen Kin-
dern. Die Berufungsklägerin habe auch Hilfe gesucht bei einem Psychiater, was 
positiv zu werten sei. X. sei nicht immer kooperativ gewesen. Es sei auch sehr for-
dernd aufgetreten, indem er verlangt hätte, die Amtsstelle solle etwas unternehmen, 
weil es den Kindern bei der Mutter nicht gut erginge. Die Zeugin konnte im Weiteren 
nicht beurteilen, ob X. ein guter Vater sei, weil sie nie in G. gewesen sei. Sie habe 
lediglich die Familie zu Hause bei Y. besucht. Gemäss Aussagen der Kinder seien 

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die Wochenenden und Ferien in G. in Ordnung gewesen. X. habe aber immer wie-
der darzustellen versucht, die Berufungsbeklagte sei ihrer Aufgabe als Mutter nicht 
gewachsen. Durch diese Beschuldigungen seien die Kinder in einem Loyalitätskon-
flikt geraten.

Nachdem insbesondere gestützt auf das Gutachten, aber auch aufgrund der 
Zeugenaussage von S. davon auszugehen ist, dass die erzieherischen Fähigkeiten 
beider Elternteile eingeschränkt ist, sind weitere Umstände zu berücksichtigen, wel-
che für das Kindeswohl massgebend sind. Wesentlich ist im vorliegenden Fall, dass 
E. freiwillig zu ihrem Vater gezogen ist und dort nun schon seit 1 ½ Jahren lebt. Wie 
bereits ausgeführt, ist E., nachdem sie mit der angeblichen Hilfe von I. nach G. ge-
reist war, am 24. Dezember 2002 wieder nach W. gebracht worden. Nach Aussagen 
der Berufungsbeklagten sei E. auf dem Polizeiposten mit versteinertem Gesicht auf 
dem Stuhl gesessen und habe sie keines Blickes gewürdigt. Wenige Tage später 
ist E. von sich aus wieder nach G. zu ihrem Vater gezogen. Es ist nicht anzuneh-
men, dass sie wieder nach G. gereist wäre, wenn sie sich bei ihrem Vater nicht wohl 
gefühlt hätte. Sogar wenn der Umzug zu ihrem Vater einer momentanen Gefühls-
schwankung entsprochen hätte, gilt es zu berücksichtigen, dass E. nun bereits seit 
1 ½ Jahren dort lebt und keine Anstalten macht, nach W. zurückzukehren. Nach 
Ansicht des Kantonsgerichtes ist der deutlich bekundete Wille des Kindes zu re-
spektieren. Am 20. Februar 2003 wurde dem KJPD ein handschriftlicher Brief von 
E. zugesandt. Darin teilte sie mit, sie wolle keines Falles mehr nach W. ziehen, da 
dort niemand auf sie höre. Da die Adresse und der Absender vom Vater geschrie-
ben worden waren, äusserten die Gutachter die Vermutung, dieser Brief sei unter 
Druck des Vaters geschrieben worden. Für diese Vermutung bestehen jedoch keine 
Anhaltspunkte. Es ist auch nicht unüblich, dass der Vater den Brief eines 12-jähri-
gen Mädchens adressiert. Kommt hinzu, dass bei den Akten ein weiterer Brief von 
E. zu finden ist (kB 9), welches ebenfalls als wichtiges Indiz dafür zu werten ist, dass 
E. in ihrer gegenwärtigen Lebenssituation sich besser in G. bei ihrem Vater aufge-
hoben fühlt. Datiert vom 6. Oktober 2003 äussert sie sich dahingehend, sie habe 
die Einladung, mit ihrer Mutter Ferien zu verbringen, erhalten. Sie wolle dieser Ein-
ladung aber nicht Folge leisten, weil sie in Ruhe ihre Freizeit verbringen möchte. 
Dies könne sie bei ihrer Mutter nicht. Ihre Mutter würde sie immer befragen und 
gegen ihren Vater schimpfen. Sie habe Angst, diese Ferien könnten von negativen 
Erlebnissen geprägt sein, so wie die letzten Ferien. Ihre Mutter habe zu viel Alkohol 
getrunken und habe dann immer gestritten. Vielleicht würde sie später ihre Mutter 
besuchen. Aber nur sie und F.. Auch bei diesem Brief bestehen keine Anhalts-
punkte, dass E. beeinflusst worden wäre. Es gilt zudem zu beachten, dass E. bald 

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14-jährig ist. In diesem Alter ist sie fähig, ihren Willen zu dokumentieren und wenn 
möglich, sollte diesem Willen Rechnung getragen werden. Wie bereits mehrfach 
betont, lebt sie seit rund 1½ Jahren in G., und es ist aus dieser Zeit nichts Nachtei-
liges bekannt. Ihre Schwester D., welche bereits seit vier Jahren bei ihrem Vater 
lebt, besucht die Handelsmittelschule in L.. A., die Halbschwester von E., ist als 17-
jährige zu ihrem Stiefvater X. gezogen, nachdem sie - nach ihren eigenen Aussagen 
vor dem KJPD - von der Mutter hinausgeworfen worden sei. Sie hat nach der Se-
kundarschule ein 10. Schuljahr besucht. Im Anschluss daran hat sie eine kaufmän-
nische Informatiklehre bei einer Bank mit BMS-Abschluss absolviert. Heute arbeitet 
sie als Junior-Software Ing. (Informatikerin) bei einer Bank in T. und lebt in M.. Die 
Wochenenden verbringt sie oft in G.. Der erfolgreiche Werdegang der beiden älte-
ren Schwestern von E. zeigt ebenfalls, dass die Lebenssituation beim Berufungs-
kläger nicht derart schlecht sein kann. E. sucht den Kontakt zu ihren älteren 
Schwestern, was von den Gutachtern mehrfach bemerkt wurde. Diese Tendenz sei 
noch verstärkt durch das entwicklungs- und altersbedingte Näherrücken zu den äl-
teren Geschwistern. Demgegenüber ist das Verhältnis zu ihrem jüngeren Bruder F., 
der bei der Mutter lebt, von Konflikten geprägt. Eine zwangsweise Versetzung nach 
W. würde eine ungeheure Unruhe in das Leben von E. bringen. Die in den letzten 1 
½ Jahren aufgebaute Stabilität würde jäh zerstört. Ein Schulwechsel wäre im jetzi-
gen Zeitpunkt kaum zu vertreten und auch der Kolleginnenkreis müsste wieder neu 
aufgebaut werden. All diese Gründe sprechen dafür, dass eine Neuregelung auf-
grund der veränderten Umstände im Interesse des Kindes liegt. Dem Gutachten des 
KJPD kann indessen entnommen werden, mit dem Wohnortwechsel von E. zum 
Vater sei eine Gefährdung des Kindes nicht auszuschliessen insbesondere hinsicht-
lich der unklaren Beziehung zu I.. Dieser lebt in U., ist der Pate von A., der erstge-
borenen Tochter der Berufungsbeklagten und hatte ein enges Verhältnis zu E.. 
Gemäss der Zeugenaussage von I. selbst habe E. von 1997 bis Frühling 1999 jedes 
Wochenende und die Ferien bei ihm verbracht, weil die Kinder bei der Mutter viel 
allein gelassen worden seien. Er habe auch am Schulleben von E. teilgenommen. 
Aufgrund der Verwahrlosung der Kinder bei der Mutter habe er das Jugendamt in-
formiert. Er habe dem Jugendamt auch Fotos geschickt. Seit Sommer 2000 habe 
er Hausverbot und seit diesem Zeitpunkt habe er E. auch nicht mehr gesehen. Die 
Berufungsbeklagte äusserte gegenüber den Gutachtern im Jahre 2002 die Vermu-
tung, es könnten sexuelle Übergriffe vorgekommen sein. I. sei der Hauseigentümer 
der Wohnung, in welcher der Berufungskläger in G. lebe. Die Ehefrau von I. habe 
ihn - zusammen mit dem Kind - verlassen. Dieser habe sich sodann an E. geklam-
mert und sich übermässig um sie bemüht. Es sei ihr vorgekommen, als würde sich 
I. E. gegenüber wie ein Geliebter verhalten. Immer noch würden Karten eintreffen 

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mit „mein Müsli“ und „dein I.“. E. habe jedoch keine klare Aussagen in diese Rich-
tung gemacht. Sie müsse nun E. schützen, weshalb E. keinen Kontakt mehr zu ih-
rem Vater in G. haben dürfe. A. äusserte sich gegenüber den Gutachtern in diesem 
Zusammenhang dahingehend, ihr Götti, I., habe eine sehr nahe Beziehung zu E., 
was aus ihrer Sicht nichts Auffälliges sei. Ihrer Mutter habe es eben nicht gefallen, 
dass I. nach der Trennung der Eltern den Kontakt zu beiden Elternteilen aufrecht 
erhalten habe. Im Verlaufe des Gutachtenprozesses wurde die einzig von der Mutter 
geäusserte Problematik nicht weiter verfolgt. Trotzdem kommt das KJPD zum 
Schluss, aufgrund der unklaren Beziehung zu I., sei bei einem Wohnortwechsel von 
E. zu ihrem Vater eine Gefährdung des Kindes nicht auszuschliessen. Die Beru-
fungsbeklagte ist mit I. offensichtlich zerstritten. Allein aufgrund einer von ihr geäus-
serten Vermutung kann nicht behauptet werden, es drohe eine Gefahr für das Kind. 
Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso es denn für E. in G. - wo die soziale Kon-
trolle eher spielt - in Bezug auf den Kontakt zu I. gefährlicher sein sollte als in W.. 
Zudem gilt es zu beachten, dass I. in U. wohnt und dem Vater wohl nicht unterstellt 
werden kann, er würde sexuelle Übergriffe auf seine Tochter tolerieren. Das Kan-
tonsgericht teilt demnach die von den Gutachtern geäusserte Befürchtung nicht, E. 
drohe in G. die grössere Gefahr in Bezug auf I.. 

d) Im Resultat kann somit festgehalten werden, dass das KJPD beiden 
Elternteilen eine beschränkte Erziehungsfähigkeit attestiert. E. hat mit ihrem freiwil-
ligen Umzug zu ihrem Vater dokumentiert, dass es ihrem Willen entspricht, bei ihm 
zu leben. Seit 1 ½ Jahren lebt sie in G., besucht die Schule in K. und hat ihren neuen 
Freundeskreis aufgebaut. Es wäre dem Wohl des Kindes nicht zuträglich, wenn man 
sie nun zwangsweise nach W. versetzen würde. Mit anderen Worten würde die Bei-
behaltung der bisherigen Regelung eine ernsthafte Gefährdung des Kindeswohls 
bedeuten. Eine Neuregelung liegt aufgrund der veränderten Umstände im Interesse 
von E.. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichtes W. vom 25. April 1995 ist demnach 
insofern aufzuheben, als E. unter die elterliche Sorge des Vaters zu stellen ist. Die 
Berufung ist somit in diesem Punkt teilweise gutzuheissen.

4. Hat das Gericht über die Änderung der elterlichen Sorge oder des Un-
terhaltsbeitrages für das unmündige Kind zu befinden, so regelt es nötigenfalls auch 
den persönlichen Verkehr neu (Art. 134 Abs. 4 und Art. 275 Abs. 2 ZGB). Die Vor-
aussetzungen für eine Änderung des Unterhaltsbeitrages oder des Anspruchs auf 
persönlichen Verkehr richten sich nach den Bestimmungen über die Wirkungen des 
Kindesverhältnisses (Art. 134 Abs. 2 ZGB).

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Gemäss Scheidungsurteil des Bezirksgerichts W. vom 25. April 1995 ist X. 
berechtigt, die Kinder je am 1. und 3. Wochenende eines jeden Monats zu sich oder 
mit sich auf Besuch zu nehmen. Ferner ist er berechtigt, die Kinder am 25. Dezem-
ber sowie in Jahren mit gerader Jahreszahl über Ostern und in solchen mit ungera-
der Jahreszahl über Pfingsten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Zudem 
steht ihm das Recht zu, die Kinder während zwei Wochen pro Jahr auf seine Kosten 
mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen. Das Ferienbesuchsrecht sollte er 
jeweils drei Monate im voraus ankündigen. Im Übrigen wollten die Parteien ein wei-
tergehendes Besuchsrecht untereinander und mit Rücksichtnahme auf die Interes-
sen und Bedürfnisse der Kinder regeln. Die Vorinstanz hat aufgrund der Tatsache, 
dass diese Regelung zwischen den Parteien schon seit Jahren nicht mehr gelebt 
wurde und die Kommunikation zwischen den Eltern mit grossen Schwierigkeiten 
verbunden ist, entschieden, dieses relativ freizügige Besuchsrecht zu ändern. 
Gemäss Ziff. 2 des vorinstanzlichen Urteils ist X. nun berechtigt, seine Kinder D., E. 
und F. jeweils am ersten Wochenende eines jeden Monats zu besuchen oder zu 
sich auf Besuch zu nehmen sowie jährlich zwei Wochen Ferien mit ihnen zu ver-
bringen. Da der Berufungskläger in Bezug auf das Besuchsrecht gegenüber seinem 
Sohn F. keine Berufung erhoben hat, ist die diesbezüglich von der Vorinstanz ge-
troffene Regelung in Rechtskraft erwachsen. D. wird am 4. Juli 2004 volljährig, wes-
halb es sich nicht rechtfertigt, für die wenigen Wochen, die verbleiben, eine Ände-
rung der Besuchsregelung vorzunehmen. Das Sorgerecht über die Tochter E. liegt 
gemäss vorliegendem Urteil nun neu beim Vater. Der Mutter ist demnach ein Be-
suchsrecht einzuräumen. Die von der Vorinstanz in Bezug auf den Vater getroffene 
Besuchsregelung erscheint vernünftig, zumal auch die grosse Distanz zwischen G. 
und W. berücksichtigt wurde. Somit wird Y. berechtigt, ihre Tochter E. jeweils am 
ersten Wochenende eines jeden Monats zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu 
nehmen sowie jährlich zwei Wochen Ferien mit ihr zu verbringen. Mit Rücksicht auf 
das Wohl des Kindes wird der Berufungskläger angehalten, diese Regelung zu re-
spektieren.

5. Im Rahmen der Überprüfung der Sorgerechtszuteilung und des Be-
suchsrechtes hat das Gericht auch allfällige Kindesschutzmassnahmen neu zu tref-
fen (Art. 315a Abs. 1 ZGB und Art. 315 b Abs. 1 ZGB; Schwenzer, Praxiskommentar 
zum Scheidungsrecht, Basel/Genf/München 2000, N 33 zu Art. 134 mit Art. 315 a/b 
ZGB).

Die Vorinstanz kam aufgrund einer Empfehlung der Gutachter des KJPD zum 
Schluss, es sei zur Überwachung der Entwicklung der Kinder D., E. und F. und des 

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persönlichen Verkehrs, insbesondere zur Regelung der Modalitäten des Besuchs-
rechts, eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB anzuordnen. Da D. bald 
mündig wird, erübrigt es sich in Bezug auf sie, eine Beistandschaft zu errichten. Die 
von der Vorinstanz errichtete Beistandschaft für F. wurde vor Kantonsgericht nicht 
angefochten, weshalb darüber keine Ausführungen zu machen sind. In Bezug auf 
E. hat der Berufungskläger selbst den Berufungsantrag gestellt, es sei eine Bei-
standschaft im Sinne von Art. 308 ZGB zu errichten. Die Berufungsbeklagte hat sich 
mit der Errichtung einer Beistandschaft ebenfalls einverstanden erklärt. Das Gericht 
erachtet aufgrund der schwierigen familiären Situation als sinnvoll, der Empfehlung 
der Gutachter zu folgen und eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB für E. 
zu errichten. Die Vormundschaftsbehörde des Kreises Z. wird mit dem Vollzug be-
auftragt. Dem Beistand kommt im Wesentlichen die Aufgabe zu, die Entwicklung 
von E. zu überwachen, die Modalitäten des Besuchsrechts zu regeln und allenfalls 
weitergehende Kindesschutzmassnahmen zu beantragen.

6. Der Berufungskläger verlangt, die Berufungsbeklagte sei zu Unter-
haltsbeiträgen an die Kinder nach richterlichem Ermessen zu verpflichten. Gemäss 
Ziffer 4 der Scheidungskonvention vom 28. März 1995, genehmigt mit Urteil und 
Beschluss des Bezirksgerichtes W. vom 25. April 1995, wurde X. verpflichtet, Y. für 
den Unterhalt und die Erziehung der Kinder folgende Unterhaltsbeiträge, zuzüglich 
gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen, monatlich im voraus, zu entrich-
ten:
- Fr. 500.-- pro Kind, zahlbar ab 1. Mai 1995 bis 31. Mai 2005;
- Fr. 700.-- pro Kind ab 1. Juni 2005 bis längstens 31. März 2015;
jeweils bis zur vollen Erwerbsfähigkeit, längstens bis zur Mündigkeit eines jeden 
Kindes. X. erklärte sich damit einverstanden, dass die IV-Zusatzrenten für die Kin-
der - auf Anrechnung an seine Kinderalimentenverpflichtungen - Y. direkt ausbe-
zahlt werden. Da E. nun bei ihrem Vater lebt und die elterliche Sorge über sie bei 
ihm liegt, ist Ziffer 4 der Scheidungskonvention vom 28. März 1995, genehmigt mit 
Urteil und Beschluss des Bezirksgerichtes W. vom 25. April 1995, insofern abzuän-
dern, als der Berufungskläger in Bezug auf E. nicht mehr verpflichtet ist, Unterhalts-
zahlungen zu leisten. Dementsprechend ist auch die zur Rente des Vaters ausge-
richtete IV-Zusatzrente für E. dem Berufungskläger und nicht der Berufungsbeklag-
ten auszuzahlen. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden ist daher anzuweisen, die 
IV-Zusatzrente für E. direkt dem Vater auszuzahlen. Somit ist als nächstes zu prü-
fen, ob die Berufungsbeklagte Unterhaltszahlungen zu leisten hat. Gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung hat der Richter die Unterhaltsbeiträge der Familie des 
Rentenschuldners in der Regel so festzusetzen, dass diesem noch derjenige Teil 

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seines Einkommens verbleibt, den er zur Deckung seines Existenzminimums 
braucht. Die Schranke der finanziellen Leistungskraft des Rentenschuldners bildet 
für alle familienrechtlichen Unterhaltspflichtigen die Regel (BGE 123 III 1). Y. bezieht 
seit Januar 2000 eine ordentliche IV-Rente von monatlich Fr. 2'344.--. Sodann be-
zieht sie zusammen mit den Kindern D., E. und F. Ergänzungsleistungen zur IV im 
Betrage von monatlich Fr. 1'435.--. Da aber Ergänzungsleistungen zur IV aufgrund 
der Subsidiarität dieser Leistungen der pflichtigen Partei nicht als Einkommen an-
zurechnen sind (vgl. dazu Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Schei-
dungsrecht, W. 1999, N 46 zu Art. 125 ZGB; Hausheer/Spycher, Unterhalt nach 
neuem Scheidungsrecht, Ergänzungsband zum Handbuch des Unterhaltsrechts, 
Bern 2001, N 05.95  und N 05.133), ist von einem monatlichen Einkommen von Fr. 
2'344.-- auszugehen. Es ist offensichtlich, dass dieser Betrag nicht ausreicht, um ihr 
Existenzminimum zu decken, weshalb sie nach bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung auch nicht verpflichtet werden kann, Unterhaltszahlungen zu leisten. Die Be-
rufung ist in diesem Punkt somit abzuweisen.

7. a) Ist die Berufung nach dem Gesagten teilweise gutzuheissen, so sind 
die vor Vorinstanz entstandenen amtlichen und ausseramtlichen Kosten neu zu ver-
teilen. X. liess vor Bezirksgericht Surselva beantragen, die Kinder C., D., E. und F. 
seien unter die elterliche Sorge des Vaters zu stellen und die Mutter sei zu Unter-
haltsbeiträgen an die Kinder nach richterlichem Ermessen zu verpflichten. Y. liess 
die Abweisung der Klage beantragen. X. ist vor Kantonsgericht mit seinen Anträgen 
lediglich insoweit durchgedrungen, als die Tochter E. unter seine elterliche Sorge 
gestellt wurde. Somit rechtfertigt es sich, die Kosten des Kreisamtes Lugnez sowie 
die Kosten des Bezirksgerichtes Surselva von insgesamt Fr. 15'500.-- zu 1/3 Y. und 
zu 2/3 X. aufzuerlegen, welcher Y. ausseramtlich mit Fr. 3'330.70 zu entschädigen 
hat.

Sowohl Y. als auch X. wurde vor Vorinstanz die Bewilligung zur unentgeltli-
chen Rechtspflege erteilt. Die ihnen auferlegten Kosten des Verfahrens vor Vorin-
stanz und die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihrer Rechtsbei-
stände sind somit dem Kanton Graubünden und der Gemeinde G. in Rechnung zu 
stellen. In beiden Fällen bleibt die Rückforderung im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO 
vorbehalten.

b) Vor Kantonsgericht liess X. beantragen, die Kinder D. und E. seien 
unter die elterliche Sorge des Vaters zu stellen und die Mutter sei zu Unterhaltsbei-
trägen an die Kinder nach richterlichem Ermessen zu verpflichten. Y. liess die Ab-

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weisung der Berufung beantragen. Der Berufungskläger drang mit dem Antrag 
durch, das Kind E. sei unter seine elterliche Sorge zu stellen. Aus diesem Grund 
rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens zu halbieren und die aus-
seramtlichen Kosten wettzuschlagen.

Sowohl Y. als auch X. stellten dem Kantonsgerichtspräsidium für das Verfah-
ren vor Kantonsgericht ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Während das 
Gesuch der Berufungsbeklagten mit Verfügung vom 19. März 2004 gutgeheissen 
wurde, wurde das Gesuch des Berufungsklägers mit Verfügung vom 31. März 2004 
abgewiesen. X. hat gegen diese Verfügung kein Rechtsmittel erhoben. Die der Be-
rufungsbeklagten auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens sowie die 
Kosten ihrer Rechtsbeiständin sind somit dem Kanton Graubünden in Rechnung zu 
stellen. Die Rückforderung im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO bleibt vorbehalten. 
Rechtsanwältin lic. iur. Blumer wird ersucht, innert 10 Tagen seit Mitteilung dieser 
Verfügung ihre detaillierte und tarifgemässe Honorarnote einzureichen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil wird 
aufgehoben.

2. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichtes W. vom 25. April 1995 wird insofern 
aufgehoben, als E., geboren am 17. Juli 1990, unter die elterliche Sorge des 
Vaters gestellt wird.

3. a) Y. ist unter Aufhebung der Ziffer 3 der Ehescheidungskonvention vom 28. 
März 1995, genehmigt mit Scheidungsurteil vom 25. April 1995, berechtigt, 
ihre Tochter E. jeweils am ersten Wochenende eines jeden Monats zu besu-
chen oder zu sich auf Besuch zu nehmen sowie jährlich zwei Wochen Ferien 
mit ihr zu verbringen.

b) X. ist unter Aufhebung der Ziffer 3 der Ehescheidungskonvention vom 28. 
März 1995, genehmigt mit Scheidungsurteil vom 25. April 1995, berechtigt, 
seine Kinder D., geboren am 4. Juli 1986, und F., geboren am 10. März 1995, 
jeweils am ersten Wochenende eines jeden Monats zu besuchen oder zu 
sich auf Besuch zu nehmen sowie jährlich zwei Wochen Ferien mit ihm zu 
verbringen.

4. a) Zur Überwachung der Entwicklung von E. und des persönlichen Verkehrs, 
insbesondere zur Regelung der Modalitäten des Besuchsrechts von Y., wird 
eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB angeordnet.

b) Die Vormundschaftsbehörde des Kreises Z. wird mit dem Vollzug beauf-
tragt.

5. a) Zur Überwachung der Entwicklung von F. und des persönlichen Verkehrs, 
insbesondere zur Regelung der Modalitäten des Besuchsrechts von X., wird 
eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB angeordnet.

b) Die Vormundschaftsbehörde der Stadt W. wird mit dem Vollzug beauftragt.

6. a) Ziff. 4 der Scheidungskonvention vom 28. März 1995, genehmigt mit Urteil 
und Beschluss des Bezirksgerichtes W. vom 25. April 1995, ist insofern ab-
zuändern, als X. in Bezug auf E. nicht mehr verpflichtet ist, Unterhaltszahlun-
gen zu leisten.

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b) Die IV-Stelle des Kantons Graubünden wird angewiesen, die IV-Zusatz-
rente für E. Weber direkt X. auszuzahlen.

7. Die Kosten des Kreisamtes Lugnez sowie die Kosten des Bezirksgerichtes 
Surselva von insgesamt Fr. 15'500.-- gehen zu 1/3 zu Lasten von Y. und zu 
2/3 zu Lasten von X., welcher Y. ausseramtlich mit Fr. 3'334.70 zu entschä-
digen hat.

8. a) Die X. auferlegten amtlichen Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksge-
richt Surselva und die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten 
seiner Rechtsvertretung werden der Gemeinde G. in Rechnung gestellt.

b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch die Gemeinde G. 
bleibt im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO vorbehalten.

9. a) Die Y. auferlegten amtlichen Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksge-
richt Surselva und die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten 
ihrer Rechtsvertretung werden dem Kanton Graubünden in Rechnung ge-
stellt.

b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den bleibt im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO vorbehalten.

10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 5'000.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 300.--, insgesamt somit Fr. 
5'300.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien. Die ausseramtlichen 
Kosten werden wettgeschlagen.

11. a) Die Y. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihrer Rechtsvertretung 
werden dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt.

b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den bleibt im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO vorbehalten.

12. Mitteilung an:

__________

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Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: