# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a482669b-a575-54c6-b09e-e0d6b5231c28
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-01
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 01.06.2016 RR.2016.88
**Docket/Reference:** RR.2016.88
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2016-88_2016-06-01

## Full Text

Auslieferung an Kroatien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) betr. Nachtragsersuchen.;;Auslieferung an Kroatien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) betr. Nachtragsersuchen.;;Auslieferung an Kroatien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) betr. Nachtragsersuchen.;;Auslieferung an Kroatien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) betr. Nachtragsersuchen.

Entscheid vom 1. Juni 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Giorgio Bomio und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch die Rechtsanwälte Marijan Fosin, 

Bozica Petak Vujec und Andreja Fosin 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung,  

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Kroatien 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG) betr. Nach-

tragsersuchen 

 
 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2016.88 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") lieferte am 18. November 2013 

A. für die ihm im Verhaftsersuchen von Interpol Zagreb vom 30. Mai 2013 

zur Last gelegten Straftaten unter Beachtung des Spezialitätsprinzips an 

Kroatien aus (act. 5.3). 

B. Mit Schreiben vom 8. Februar 2016 ersuchte das kroatische Justizministe-

rium die Schweiz nachträglich um Auslieferung von A. im Hinblick auf die 

Vollstreckung des Urteils des Amtsgerichts Rijeka Nr. K.36/01 vom 23. No-

vember 2006 i.V.m. dem Urteil des Landgerichts Dubrovnik vom 7. Novem-

ber 2008. A. war wegen mehrerer Diebstahlsdelikte und Hehlerei zu einer 

Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden (act. 5.4). 

C. Mit dem Nachtragsersuchen übermittelten die kroatischen Behörden gleich-

zeitig das Protokoll der Anhörung vom 7. Dezember 2015 im Sinne von 

Art. 14 Ziff. 1 lit. a des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 

13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1), anlässlich welcher A. erklärte, sei-

ner Auslieferung nicht zuzustimmen. Im Rahmen seiner Einvernahme er-

klärte A., dass er sich für die diesbezüglichen Straftaten nicht schuldig fühle 

(act. 5.4, Urk. 32C). 

D. Das BJ bewilligte mit Entscheid vom 26. Februar 2016 die Auslieferung von 

A. für die dem Nachtragsersuchen des kroatischen Justizministeriums vom 

8. Februar 2016 zu Grunde liegenden Straftaten (act. 1.2). 

E. A. lässt mit Schreiben datiert vom 22. April 2016, Eingang vom 11. Mai 2016, 

durch seine Rechtsvertreter in Kroatien Beschwerde gegen den Entscheid 

vom 26. Februar 2016 erheben und dessen Aufhebung beantragen (act. 1).  

Der Beschwerdeführer wurde in der Folge mit Schreiben vom 11. Mai 2015 

aufgefordert, bis zum 27. Mai 2016 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- 

zu leisten und in der Schweiz ein Zustellungsdomizil (eine Adresse, an die 

alle gerichtlichen Schriftstücke rechtsgültig übermittelt werden können) zu 

bezeichnen (act. 3). Der Kostenvorschuss wurde innerhalb der Frist geleistet 

(act. 7). Die Bezeichnung eines Zustellungsdomizils blieb bis dato aus. 

F. Das BJ reichte aufforderungsgemäss mit Schreiben vom 19. Mai 2016 seine 

Beschwerdeantwort samt Akten ein (act. 5).  

Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. 

 

  

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Kroatien sind pri-

mär das EAUe sowie das zu diesem Übereinkommen am 15. Oktober 1975 

ergangene erste Zusatzprotokoll (1. ZP; SR 0.353.11) und das am 17. März 

1978 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.353.12) massgebend.  

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

findet auf das Verfahren der Auslieferung ausschliesslich das Recht des er-

suchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundesge-

setz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die Ver-

ordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsa-

chen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11). Das innerstaatliche Recht 

gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn die-

ses geringere Anforderungen an die Auslieferung stellt (BGE 140 IV 123 

E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.; 136 IV 82 E. 3.1; 122 II 140 E. 2 S. 142). 

Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 

E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 616; TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26).  

2.  

2.1 Gegen Auslieferungsentscheide des Bundesamtes kann innert 30 Tagen seit 

der Eröffnung des Entscheides bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 

Abs. 1 IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 

19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes 

[StBOG; SR 173.71], Art. 19 Abs. 1 des Organisationsreglements vom 

31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [BStGerOR; SR 173.713.161]).  

 

2.2 Die Beschwerde gegen den Entscheid vom 26. Februar 2016 ging am 

11. Mai 2016 beim hiesigen Gericht ein. Der Entscheid wurde dem Be-

schwerdeführer am 18. April 2016 eröffnet (act. 5.7). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.  

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die Auslieferungsvoraussetzungen grund-

sätzlich mit freier Kognition. Die Beschwerdekammer befasst sich nur mit 

Tat- und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der Beschwerde bilden (vgl. 

BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4, je m.w.H.; Entscheid des Bun-

desstrafgerichts RR.2007.34 vom 29. März 2007, E. 3). 

 

- 4 - 

 

 

4.  

4.1 Gegen den Auslieferungsentscheid lässt der Beschwerdeführer vorbringen, 

er habe die Freiheitsstrafe aus dem Urteil des Amtsgerichts Rijeka 

Nr. K.36/01, für welche mit dem Nachtragsersuchen seine Auslieferung ver-

langt werde, bereits verbüsst. Zwar habe das Gemeindegerichtgericht Rijeka 

mit Entscheid vom 7. August 2014 die Vollstreckung dieser Freiheitsstrafe 

mit der Begründung nicht bewilligt, die Auslieferung sei dafür nicht gewährt 

worden. Gleichwohl sei diese Strafe vollstreckt worden, wie das ins Recht 

gelegte Schreiben des Justizministeriums, „Verwaltung für Gefängnissys-

tem“, vom 13. August 2015, belege (act. 1 S. 2 f.).  

4.2  

4.2.1 Gemäss Art. 14 EAUe darf der Ausgelieferte wegen einer anderen, vor der 

Übergabe begangenen Handlung als derjenigen, die der Auslieferung zu-

grunde liegt, nur verfolgt, abgeurteilt, zur Vollstreckung einer Strafe oder si-

chernden Massnahme in Haft gehalten oder einer sonstigen Beschränkung 

seiner persönlichen Freiheit unterworfen werden, wenn der Staat, der ihn 

ausgeliefert hat, zustimmt (Ziff. 1 lit. a EAUe) oder wenn der Ausgelieferte, 

obwohl er dazu die Möglichkeit hatte, das Hoheitsgebiet des Staates, dem 

er ausgeliefert worden ist, innerhalb von 45 Tagen nach seiner endgültigen 

Freilassung nicht verlassen hat, oder wenn er nach Verlassen dieses Ge-

biets dorthin zurückgekehrt ist (Ziff. 1 lit. b EAUe; vgl. auch Art. IV Zusatz-

vertrag und Erklärung der Schweiz zu Art. 14 EAUe). Wird die dem Ausge-

lieferten zur Last gelegte Handlung während des Verfahrens rechtlich anders 

gewürdigt, so darf er nur insoweit verfolgt oder abgeurteilt werden, als die 

Tatbestandsmerkmale der rechtlich neu gewürdigten strafbaren Handlung 

die Auslieferung gestatten würden (Art. 14 Ziff. 3 EAUe).  

4.2.2 Wird die Hauptrüge des Beschwerdeführers ausgeklammert, auf welche 

nachfolgend einzugehen sein wird, sind andere Auslieferungshindernisse 

weder geltend gemacht worden noch sind solche ersichtlich. Die nachträgli-

che Auslieferung des Beschwerdeführers an Kroatien ist daher für die im an-

gefochtenen Auslieferungsentscheid genannten Straftaten grundsätzlich zu-

lässig. 

4.3  

4.3.1 Gemäss Art. 2 Ziff. 1 Satz 2 EAUe ist die Auslieferung zu gewähren, wenn 

im Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates eine Verurteilung zu einer Strafe 

erfolgt ist oder eine sichernde Massnahme angeordnet wurde, deren Mass 

mindestens vier Monate beträgt. Wenn die Sanktion zur Gänze vollzogen 

wurde, ist die Auslieferung gestützt auf Art. 2 Ziff. 1 Satz 2 EAUe zu verwei-

gern (vgl. auch Art. 2 Ziff. 2 lit. b i) des 1. ZP zu Art. 9 EAUe). In diesem 

Sinne steht auch das landesinterne Recht gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b IRSG 

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einer Auslieferung entgegen, wenn die Sanktion vollzogen wurde oder nach 

dem Recht des Urteilsstaates nicht mehr vollziehbar ist. Soweit die Sanktion 

unter Verletzung des Spezialitätsprinzips bereits vollzogen wurde, kann sich 

im Zusammenhang mit Nachtragsersuchen allerdings die Frage nach einer 

nachträglichen Bewilligung stellen. 

4.4 Zur Stütze seines Einwands, wonach die das Nachtragsersuchen betref-

fende Freiheitsstrafe bereits vollzogen worden sei, reichte der Beschwerde-

führer drei Beilagen ein. Es handelt sich dabei um drei Dokumente kroati-

scher Behörden in kroatischer Sprache (act. 1.3). Gemäss den Ausführun-

gen des Beschwerdeführers enthalte die erste Beilage das Schreiben des 

Landgerichts Rijeka, Büro des Präsidenten, vom 19. Juni 2015, das zweite 

Dokument den Entscheid des Gemeindegerichts Rijeka vom 7. August 2014 

und das dritte Dokument das Schreiben des Justizministeriums, „Verwaltung 

für Gefängnissystem“, Hauptbüro, vom 13. August 2015 (act. 1.3). Aus dem 

letztgenannten Schreiben gehe hervor, dass er die fragliche Freiheitsstrafe 

bereits verbüsst habe (act. 1 S. 2). Mit Entscheid des Gemeindegerichts 

Rijeka sei demgegenüber die Vollstreckung dieser Freiheitsstrafe nicht be-

willigt worden (act. 1 S. 3).  

4.5 Das BJ schweigt sich zu diesen Dokumenten aus. Es führt in seiner Be-

schwerdeantwort lediglich aus, der Beschwerdeführer bringe keine Gründe 

vor, welche sich gegen die Bewilligung einer nachträglichen Auslieferung 

richten könnten, verwies auf den angefochtenen Entscheid und verzichtete 

auf weitere Bemerkungen (act. 5.1).  

Zu den ins Recht gelegten Beilagen ist zunächst festzuhalten, dass es sich 

um nicht amtlich beglaubigte Dokumente handelt, weshalb deren Echtheit 

somit grundsätzlich nicht feststeht. Die (amtlich beglaubigte) Übersetzung 

auf Deutsch wurde sodann nicht eingereicht. Die Unterlagen bzw. deren In-

halt gemäss Angaben des Beschwerdeführers stehen ausserdem im offenen 

Widerspruch zueinander. Es lässt sich bereits im Grundsatz nicht nachvoll-

ziehen, wie die verfahrensgegenständliche Freiheitsstrafe vollstreckt worden 

sein könnte, wenn zuvor das zuständige Gericht deren Vollstreckung nicht 

bewilligt hat. Der Beschwerdeführer wurde am 18. November 2013 zur Voll-

streckung von sechs Freiheits- und Restfreiheitsstrafen von insgesamt drei 

Jahren und elf Monaten ausgeliefert (act. 5.3 und act. 5.1). Der integrale und 

ununterbrochene Vollzug dieser Strafen würde somit grundsätzlich bis Okto-

ber 2017 dauern. Soweit die Vollstreckung der vorgenannten Strafen nicht 

unterbrochen wurde, der Beschwerdeführer nicht zuvor bedingt entlassen 

wurde usw., was der Beschwerdeführer aber nicht geltend macht, ist es rech-

nerisch unmöglich, dass die verfahrensgegenständliche Freiheitsstrafe von 

einem Jahr und zwei Monaten bereits bis am 13. August 2015 (Datum der 

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Bestätigung der „Verwaltung für Gefängnissystem“) vollzogen war. Gemäss 

der eingereichten Bestätigung müsste der Beschwerdeführer zudem spätes-

tens am 13. Juni 2014 die fragliche Freiheitsstrafe angetreten haben. Wenn 

das Gemeindegericht Rijeka gemäss dem Beschwerdeführer aber am 7. Au-

gust 2014 die Vollstreckung wegen des Spezialitätsprinzips nicht bewilligte, 

ist nicht nachvollziehbar, wie der angeblich bereits begonnene Vollzug hätte 

fortgesetzt werden können. Der Beschwerdeführer brachte schliesslich nicht 

vor, dass er die damalige Verletzung des Spezialitätsprinzips vor den kroati-

schen Gerichtsbehörden und insbesondere die Missachtung des Entscheids 

des Gemeindegerichts Rijeka bei der zuständigen Behörde gerügt habe. 

Darüber hinaus bietet der Beschwerdeführer keine Erklärung für das geltend 

gemachte Vorgehen der kroatischen Behörden. Wie bereits festgehalten, 

soll gemäss Angaben des Beschwerdeführers die „Verwaltung für Gefäng-

nissystem“ am 13. August 2015 bestätigt haben, er habe die Freiheitsstrafe 

bereits verbüsst. Anlässlich seiner Einvernahme vom 7. Dezember 2015 

zum Nachtragsersuchen widersetzte sich der Beschwerdeführer ausserdem 

nicht, wie zu erwarten wäre, mit dem Argument, er habe die Strafe bereits 

verbüsst. Vielmehr machte er geltend, er fühle sich unschuldig (act. 54 

Urk. 32C).  

 

Vor diesem Hintergrund bestehen ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit und 

Beweiskraft der ohnehin nicht amtlich beglaubigten Kopie der Bestätigung 

der „Verwaltung für Gefängnissystem“, wonach der Beschwerdeführer die 

fragliche Freiheitsstrafe bereits verbüsst habe. Von Weiterungen, namentlich 

Abklärungen bei der ersuchenden Behörde kann daher unter diesen Um-

ständen abgesehen werden. Es bestehen aufgrund der vorliegenden Akten 

keine gewichten Anhaltspunkte, dass die kroatischen Behörden entgegen 

dem im Rechtshilfeverkehr geltenden Vertrauensgrundsatz das Spezialitäts-

prinzip nicht beachtet hätten.  

4.6 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde im gerügten Punkt als un-

begründet. Die nachträgliche Auslieferung des Beschwerdeführers an Kroa-

tien ist daher für die im angefochtenen Auslieferungsentscheid genannten 

Straftaten zulässig und die Beschwerde ist insgesamt abzuweisen.  

 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 63 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berech-

nung der Gerichtsgebühr gelangt das BStKR (i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG) 

zur Anwendung. Unter Berücksichtigung aller Umstände ist die Gerichtsge-

bühr vorliegend auf Fr. 3'000.-- festzusetzen, unter Anrechnung des geleis-

teten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.  

 

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6. Der Beschwerdeführer ist der Aufforderung vom 11. Mai 2016 zur Bezeich-

nung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen, weshalb 

dieser Entscheid ihm androhungsgemäss nicht formell zugestellt wird und 

die Zustellung an seine Rechtsvertreter anstelle dessen ad acta erfolgt. 

 

 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 

 

Bellinzona, 2. Juni 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Marijan Fosin, Bozica Petak Vujec und Andreja Fosin ad acta 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheim-
bereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).