# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fbccaca-af08-5fac-9000-0f313b8c9842
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.02.2024 S 2022 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2022-103_2024-02-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 22 103

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Righetti und Zanolari Hasse

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 13. Februar 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1991, wohnhaft in C._____, war als Skilehrer für die 

D._____ tätig und obligatorisch bei der B._____ AG (nachfolgend: 

B._____) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-Unfällen 

versichert. In der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 9. Februar 2022 wurde 

über ein Schadensereignis vom 22. Januar 2022 festgehalten: "Beim 

Skifahren gestürzt und später gemerkt, dass das Knie beim hinknien 

blockiert.". Im Fragebogen zum Ereignis führte A._____ am 1. Mai 2022 

aus, sich hingekniet zu haben, um einem Kind zu helfen, die Jacke zu 

schliessen; beim Aufstehen habe er sein rechtes Knie nicht mehr aus-

strecken können, das Ausstrecken habe zu starken Schmerzen geführt. 

Es bestand keine Arbeitsunfähigkeit.

2. Im Bericht vom 21. Februar 2022 über das MRI des rechten Knies vom 

18. Februar 2022 im E._____ stellte PD Dr. med. F._____ den Befund 

einer schräg horizontalen Ruptur am Hinterhorn des medialen Meniskus 

bei begleitender Degeneration der hinteren Meniskuswurzel; Knorpelbelag 

medial erhalten; moderat Gelenkerguss. Die Beurteilung lautete auf Riss 

des Hinterhorns des medialen Meniskus ohne dislozierte Fragmente.

3. Am 22. Februar 2022 erfolgte eine Untersuchung durch Dr. med. G._____, 

H._____. Im Bericht vom 26. Februar 2022 hielt er die Diagnose einer 

Innenmeniskusläsion am rechten Knie, basisnah partiell im Hinter-

hornbereich fest. Der Patient sei tief in die Hocke gegangen, beim 

Hinknien habe er diesen Schmerz im hinteren Kniegelenksbereich 

verspürt. Anschliessend sei es immer wieder zu Schnappphänomenen 

und einem Klicken gekommen. Das Klicken habe schon vor diesem 

Trauma bestanden. In den vergangenen vier Wochen habe der Patient 

weiterhin in der Skischule unterrichtet und ohne erhebliche Schmerzen 

und Schwellneigung Skifahren können. Dr. med. G._____ empfahl ein 

konservatives Vorgehen.

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4. Am 5. Mai 2022 erfolgte durch Dr. med. G._____ in der H._____ eine 

Kniegelenksarthroskopie rechts mit Innenmeniskusnaht mit anschliess-

ender Hospitalisation bis zum 8. Mai 2022. A._____ wurde vom 5. Mai 

2022 bis 14. Juli 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, danach 

war er wieder voll arbeitsfähig.

5. Versicherungsmediziner Dr. med. I._____ hielt in der Stellungnahme vom 

4. Juni 2022 fest, dass zwar eine Listenverletzung im Sinne eines 

Meniskusrisses vorliege, diese aber zu mehr als 50 % auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückgehe. Dokumentiert sei ein Vorzustand. Das Ereignis 

vom 22. Januar 2022 sei biomechanisch ungeeignet gewesen für die 

Verursachung einer traumatischen Läsion. Das MRI habe eine degene-

rative Läsion des medialen Meniskushinterhorns ergeben. Im MRI fänden 

sich keine (obligaten) Begleitverletzungen (kein bone bruise, keine 

Bandläsion) und auch keine Hinweise auf ereigniskausale strukturelle 

Schädigungen.

6. Mit Schreiben vom 9. Juni 2022 teilte die B._____ A._____ mit, dass keine 

Unfallleistungen übernommen würden.

7. Im Bericht vom 20. Juni 2022 hielt Dr. med. G._____ fest, dass sich 

intraoperativ ein basisnaher Längsriss gezeigt habe, der aus 

orthopädisch-chirurgischer Sicht klar auf ein Unfallereignis zurück-

zuführen sei. Die Art der Verletzung spreche klar für ein Unfallereignis und 

gegen degenerative Veränderung.

8. Versicherungsmediziner Dr. med. J._____ bestätigte am 4. Juli 2022 die 

Beurteilung von Versicherungsmediziner Dr. med. I._____.

9. Mit Verfügung vom 29. Juli 2022 verneinte die B._____ ihre Leistungs-

pflicht, da kein Unfall vorliege. Sie anerkannte das Vorliegen einer Listen-

verletzung, die aber auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei.

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10. Die dagegen erhobene Einsprache vom 17. August 2022 wies die B._____ 

mit Einspracheentscheid vom 8. September 2022 mit der Begründung, es 

bestehe keine Veranlassung, an den Einschätzungen der Vertrauensärzte 

zu zweifeln, wonach die vorbestandene Listenverletzung zu mehr als 50 % 

auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, ab.

11. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6. Oktober 

2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte, der Einspracheentscheid vom 8. September 2022 sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die 

Behandlung des Unfalles vom 22. Januar 2022 gemäss UVG 

aufzukommen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 

Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin. Begründet wurde die 

Beschwerde nicht mit dem Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 

ATSG; der Beschwerdeführer machte allein das Vorliegen einer 

Leistungspflicht aufgrund einer Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 

lit. c UVG (Listenverletzung; Meniskusriss) geltend. Das erforderliche 

initiale erinnerliche und benennbare Ereignis liege vor und sei mit der 

Unfallmeldung vom 9. Februar 2022 dokumentiert. Die fehlende 

Leistungspflicht mit der Biomechanik des Unfallereignisses zu begründen, 

wonach das Ereignis biomechanisch nicht geeignet gewesen sei, eine 

traumatische Meniskusläsion zu begründen, wie es die RVK (Versicher-

ungsmedizin; Stellungnahmen vom 4. Juni 2022 und vom 4. Juli 2022) tue, 

sei nicht richtig, ebensowenig wie das Argument der fehlenden obligaten 

Begleitverletzungen (Bandläsionen, bone bruise, etc.) oder der blosse 

Hinweis auf vorbestehende degenerative Veränderungen/keine 

ereigniskausalen strukturellen Schädigungen. Der biomechanische 

Unfallhergang sei ein Teilaspekt. Der Beschwerdeführer verwies auf 

Dr. med. G._____, der am 22. Juni 2022 intraoperativ einen basisnahen 

Längsriss beschreibe, welcher klar auf ein Unfallereignis zurückgehe, d.h. 

die Art der Verletzung spreche damit klar für ein Unfallereignis und gegen 

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eine degenerative Veränderung. Im Weiteren erging der Hinweis auf das 

zwischenzeitlich eingeholte Gutachten von Dr. med. K._____ (L._____ 

AG) vom 30. September 2022, welches auf der Basis der gesamten 

verfügbaren Bildgebung erstellt worden sei und eine vertikal verlaufende 

Längsläsion, jedoch keine degenerativen Veränderungen feststelle, so 

dass eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG vorliege, 

welche aber nicht vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sei. Auch 

das Alter von 31 Jahren des Beschwerdeführers spreche gegen degener-

ative Veränderungen. Entscheidend sei das Ausmass der degenerativen 

Veränderungen und insbesondere die Art der Verletzung, womit sich die 

RVK hätte auseinandersetzen müssen. Aus diesen Gründen gelinge der 

Beschwerdegegnerin der Entlastungsbeweis nicht.

12. In der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2022 schloss die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie, es sei der 

Beschwerdeführer aufzufordern, die intraoperativen Bilder ins Recht zu 

legen. Die Bilder seien der Beschwerdegegnerin auszuhändigen, damit sie 

gegebenenfalls eine Stellungnahme abgeben könne. Begründet wird die 

Beschwerdeabweisung im Wesentlichen mit dem fehlenden Beweiswert 

des Gutachtens von Dr. med. K._____ als reine Parteibehauptung. Der 

Sturz, von dem Dr. med. K._____ spreche, habe sich offensichtlich nie 

ereignet. Der "Unfallmechanismus" spiele durchaus eine Rolle. Dr. med. 

K._____ erkenne keine Degeneration, was im Widerspruch zu den 

medizinischen Vorakten und sogar zum behandelnden Arzt, Dr. med. 

G._____, der dem Bericht des Radiologen vom 21. Februar 2022 nicht 

widersprochen habe, stehe. Bezüglich Vorzustand (Unfall in Italien als 13-

Jähriger) sei – entgegen Dr. med. K._____ – offensichtlich dasselbe Knie 

verletzt worden, welches im Jahr 2022 operiert worden sei. Dr. med. 

K._____ befasse sich weder mit der Tatsache, dass der Beschwerdeführer 

noch während Wochen nach dem Ereignis vom 22. Januar 2022 praktisch 

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beschwerdefrei habe Skifahren können, noch mit dem Umstand, dass das 

Klicken im Knie bereits vor dem 22. Januar 2022 bekannt gewesen sei. 

Dass ein gesunder Meniskus beim Hinknien einen Längsriss erleide, sei 

biomechanisch schlicht nicht nachvollziehbar. Traumatische Meniskus-

verletzungen entstünden nur durch Distorsionen oder schwere 

Kontusionen, was beim Beschwerdeführer nicht erfolgt sei. Auch habe es 

keine Begleitverletzungen gegeben wie Bandläsionen, bone bruise, 

Ergussbildung oder ähnliches. Somit bleibe im gesamten Ursachen-

spektrum allein die degenerative Entwicklung. Ein initiales Ereignis, das 

auf eine traumatische Entstehung schliessen liesse, fehle. Das Ereignis 

vom 22. Januar 2022 bilde keine auch nur geringe Teilursache des 

Meniskusrisses. Insofern sei auch Dr. med. G._____ Schreiben vom 

20. Juni 2022 nicht geeignet, die versicherungsmedizinischen 

Beurteilungen von Dr. med. I._____ und Dr. med. J._____ zu entkräften; 

zumal der behandelnde Arzt auf die Tatsache, dass das Hinknien mit 

Skischuhen keineswegs geeignet sei, einen traumatischen Riss zu 

verursachen, mit keinem Wort eingehe. Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers hätten die Versicherungsmediziner Dr. med. I._____ 

und Dr. med. J._____ Einsicht in sämtliche relevanten medizinischen 

Akten gehabt (Bilder und Akten).

13. Am 7. November 2022 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Erstattung einer Replik und verwies darauf, dass die Lokalisation einer 

Meniskusläsion aus dem Jahre 2004 (Vorzustand) völlig unklar sei. Es 

fehlten entsprechende Röntgenbilder oder Arztberichte, um eine 

Abnützung von mehr als 50 % rechtsgenüglich zu begründen. Eine 

intraoperative Bildgebung würde selbst bei Vorlage durch die 

Versicherungsmediziner nicht anders beurteilt, so dass es mehr Sinn 

mache, diese Bilddokumentation einem gerichtlichen Gutachter 

zuzustellen, sofern das Gericht nicht auf die Beurteilung von Dr. med. 

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G._____ und Dr. med. K._____ abstellen könne. Der Rechtsvertreter 

reichte zudem seine Honorarnote ein.

14. In ihrer Duplik vom 9. November 2022 hielt die Beschwerdegegnerin fest, 

es sei ihr vor Erlass der Verfügung wahrheitswidrig ausgerichtet worden, 

eine intraoperative Bilddokumentation sei nicht vorhanden. Die Edition 

derselben sei bislang nicht erfolgt, womit der Beschwerdeführer seine 

Mitwirkungspflicht (Art. 28 und Art. 43 ATSG) verletzt habe und eine Leis-

tungseinstellung (recte wohl: Leistungsverweigerung) gerechtfertigt sei. 

Dieses Verhalten sei zumindest bei den Kostenfolgen zu berücksichtigen. 

Insbesondere wäre der Beschwerdegegnerin ausnahmsweise eine 

ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen. Keinesfalls wäre sie zu 

einer ausseramtlichen Entschädigung an die Gegenpartei zu verpflichten, 

unabhängig vom Verfahrensausgang. Im Weiteren unterstrich die 

Beschwerdegegnerin den Verfahrensantrag auf Edition der intra-

operativen Bilddokumentation.

15. Am 23. Dezember 2022 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zu den 

intraoperativen Bildern, die vom Beschwerdeführer am 15. November 

2022 editionsweise dem Verwaltungsgericht zugesandt worden waren. Sie 

hielt fest, dass die Versicherungsmediziner Dr. med. I._____ und Dr. med. 

M._____ in ihren jeweiligen Stellungnahmen auf eine degenerativ 

bedingte Läsion geschlossen hätten.

16. In seiner Stellungnahme vom 2. Februar 2023 hielt der Beschwerdeführer 

fest, PD Dr. med. N._____, O._____ in P._____, komme am 22. Januar 

2023 zum Schluss, dass die zur Diskussion stehende posteromediale 

Meniskusläsion alle Kriterien einer durch einen Sportunfall ausgelösten, 

rampenähnlichen Strukturveränderung des Innenmeniskus erfülle. Unter 

Berücksichtigung des MRT vom 18. Februar 2022 sei die Verletzung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal.

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17. Mit Stellungnahme vom 23. März 2023 betonte die Beschwerdegegnerin, 

dass PD Dr. med. N._____ wiederholt von einem Unfallereignis bzw. von 

einer traumabedingten Kontusion schreibe, obschon ein Sportunfall, ein 

Trauma oder eine Kontusion nie stattgefunden hätten und er das 

"adäquate" Trauma, von dem er spreche, nicht erkläre. Es sei schlicht 

nicht vorstellbar, dass durch das Aufstehen aus der Hocke ein gesunder 

Meniskus derart verletzt werde. Dass der Beschwerdeführer bereits vor 

dem Ereignis Beschwerden am Knie gehabt habe, darauf gehe PD 

Dr. med. N._____ mit keinem Wort ein. Dr. med. M._____ weise in seinem 

erneuten Bericht vom 20. März 2023 darauf hin, dass ein Unfall oder ein 

Trauma nicht stattgefunden hätten. Der von PD Dr. med. N._____ 

verwendete Begriff der "rampenähnlichen" Läsion finde sich in der 

medizinischen Literatur nicht. Die Beschwerdegegnerin führte weiter 

diverse Erwiderungen von Dr. med. M._____ zur Stellungnahme von PD 

Dr. med. N._____ vom 22. Januar 2023 an.

18. In seiner Stellungnahme vom 27. März 2023 führte der Beschwerdeführer 

aus, vorliegend sei offensichtlich die Interpretation der vorhandenen MRT-

Bilder vom 18. Februar 2022 entscheidend. Gemäss der Beweislast, die 

bei der Beschwerdegegnerin liege, werde für den Fall, dass das Gericht 

nicht auf die Beurteilung von PD Dr. med. N._____ abstelle, der 

Eventualantrag auf ein gerichtliches radiologisches Gutachten gestellt. Im 

Weiteren liess der Rechtsvertreter dem Gericht die aktualisierte 

Honorarnote zugehen.

19. Am 24. April 2023 nahm die Beschwerdegegnerin dazu Stellung. Sie hielt 

fest, dass sämtliche vom Beschwerdeführer beauftragten Gutachter von 

einer falschen Sachverhaltsannahme ausgegangen seien. In allen 

Beurteilungen sei von einem Unfall die Rede, welcher jedoch nicht 

stattgefunden habe. Im Falle eines Gerichtsgutachtens sei die Kosten-

auferlegung zu Lasten der Beschwerdegegnerin nur dann angezeigt, 

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wenn der Gerichtsgutachter den Standpunkt des Beschwerdeführers 

stützen sollte.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 8. September 2022 (vgl. Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 44). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 

Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen 

Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde 

an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in 

welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung 

ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer ist in C._____ wohnhaft, womit 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen sachliche 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist damit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Unbestritten ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, dass ein Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG nicht vorliegt (vgl. Beschwerde Rz. 5 S. 4 

[Gerichtsakte A1]). Der Beschwerdeführer strebt allerdings die Leistungs-

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pflicht gestützt auf eine Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 

(Listenverletzung; Meniskusriss) an.

3.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen 

Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss 

Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 

ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund-

heit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Faktor ist das zentrale 

Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist das Gegen-

stück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (vgl. 

BGE 134 V 72 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 

13. April 2023 E.3.2, 8C_24/2022 vom 20. September 2022 E.3.2 und 

8C_242/2021 vom 2. November 2021 E.4).

3.2. Nach Art. 6 Abs. 2 UVG ist der Unfallversicherer auch bei bestimmten 

Körperschädigungen (Listenverletzung gemäss lit. a-h) leistungspflichtig, 

sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück-

zuführen sind. Der Zweck des Instituts der unfallähnlichen 

Körperverletzung besteht darin, die oft schwierige Abgrenzung zwischen 

Unfall und Krankheit zugunsten des Versicherten zu vermeiden (vgl. 

BGE 139 V 327 E.3.1 und 123 V 43 E.2b), spielen doch bei Eintritt eines 

solchen Gesundheitsschadens praktisch immer krankheits- und/oder 

degenerative (Teil-)Ursachen mit (vgl. BGE 146 V 51 E.8.4 und 129 V 466 

E.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] S 22 29 E.3.3.1). Demnach ist der Gegenbeweis des 

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Unfallversicherers erbracht, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50 % 

auf "Abnützung oder Erkrankung" beruht (vgl. BGE 146 V 51 E.8.2.2.1; 

GEHRING, in: KIESER/GEHRING/BOLLINGER [Hrsg.], Kommentar KVG UVG, 

Zürich 2018, Art. 6 UVG Rz. 8 und 11; NABOLD, in: HÜRZELER/KIESER 

[Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG 

– Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 Rz. 44 

UVG; HÜSLER, Erste UVG-Revision, in: SZS 1/2017, S. 26, 34). Besteht 

das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder 

Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der 

Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere 

Abklärungen erübrigen (siehe zum Ganzen: BGE 146 V 51 E.8.6; vgl. 

auch Urteile des Bundesgerichts 8C_25/2023 vom 26. April 2023 E.2.3, 

8C_679/2022 vom 6. April 2023 E.3, 8C_322/2021 vom 19. Oktober 2022 

E.4.2).

3.3. Die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers nach UVG 

setzt unter anderem einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem geltend gemachten Ereignis und dem eingetretenen Gesundheits-

schaden voraus. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-

zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass das Unfallereignis die 

alleinige oder unmittelbare Ursache der gesundheitlichen Störungen und 

Beschwerden ist; vielmehr genügt es, dass das Unfallereignis eine 

Teilursache des Gesundheitsschadens ist, d.h. dass der Unfall nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 

gesundheitliche Störung entfiele (BGE 147 V 161 E.3.2 mit weiteren 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 

E.3.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund-

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heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Tatfrage, worüber im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der freien 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 147 V 161 E.3.2, 146 V 51 E.5.1, 

142 V 435 E.1, 129 V 177 E.3.1). Untauglich für den Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs ist das Argument, die gesundheit-

lichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten und 

daher auf das Unfallereignis zurückzuführen, d.h. die Beweismaxime "post 

hoc ergo propter hoc" ist unzulässig (BGE 142 V 325 E.2.3.2.2, 119 V 335 

E.2b/bb; Urteile des Bundesgerichts 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 

E.5.5.2 und 8C_355/2021 vom 25. November 2021 E.6.4; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, Einführung in das schweizerische 

Unfallversicherungsrecht, Bern 2021, Rz. 253; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 53).

3.4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 

und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialver-

sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_533/2023 vom 17. Januar 2024 E.2.4, 8C_593/2021 vom 6. Januar 

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2022 E.2.4 und 8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.1.3). Darüber hinaus 

gilt es festzuhalten, dass praxisgemäss die versicherte Person die einzel-

nen Umstände des Unfallgeschehens glaubhaft zu machen hat. D.h. sie 

muss über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins 

Einzelne gehende Daten namhaft machen, aufgrund derer der Versicherer 

in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen 

und diese in objektiver Weise abzuklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_338/2018 vom 17. Dezember 2018 E.4.2). Kommt die versicherte 

Person dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue 

oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfall-

mässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 298 E.5b; vgl. auch 

Urteile des Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3 und 

8C_358/2016 vom 28. September 2016 E.3.4).

3.5.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren 

bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2 und 125 V 351 E.3a). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 

entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

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allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1 und 125 V 351 E.3a; statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 

8C_704/2022 vom 27. September 2023 E.3.3, 8C_98/2023 vom 

10. August 2023 E.2.4 und 8C_270/2022 vom 12. Oktober 2022 E.4.3). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E.3a und 122 V 157 E.1c). Dennoch erachtet es die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 

BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen).

3.5.2. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte 

kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-

ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Beratende Ärztinnen und Ärzte eines 

Versicherungsträgers sind hinsichtlich der Beweiseignung ihrer ärztlichen 

Beurteilungen mit derjenigen von versicherungsinternen Ärzten 

gleichzusetzen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b/ee; vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_727/2022 vom 16. März 2023 E.2.2, 8C_446/2021 

vom 25. Januar 2022 E.2.3 und 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4). 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

- 15 -

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicher-

ungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings 

ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4, 125 V 351 

E.3b/ee, 122 V 157 E.1c). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung 

kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 

im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 

Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1 mit 

weiteren Hinweisen, BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 

125 V 351 E.3b/ee; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

8C_629/2022 vom 27. November 2023 E.3.2).

3.5.3. In Bezug auf behandelnde (Fach-)Ärztinnen und Ärzte, insbesondere 

Hausärzte, ist zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster 

Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren 

Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5; Urteile des Bundesgerichts 

8C_401/2022 vom 31. Januar 2023 E.4, 8C_549/2021 vom 7. Januar 

- 16 -

2022 E.7.2 und 8C_819/2019 vom 26. Februar 2020 E.6.3.3), wird im 

Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben 

der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 7. Januar 2022 E.7.2). Diese 

Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht 

zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten 

Person aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind 

daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und 

Ärzte zu wecken vermögen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 E.7, 8C_499/2020 

vom 19. November 2020 E.4.2 und 8C_397/2019 vom 6. August 2019 

E.4.2).

3.5.4. Gemäss Rechtsprechung ist auch eine reine medizinische Akten-

beurteilung beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind, sodass ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_476/2021 vom 2. März 2022 E.5.1 mit weiteren 

Hinweisen), mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 

Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E.3.2, 8C_787/2020 vom 26. Mai 

2021 E.4.2 und 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2).

4. Ausgangspunkt im vorliegenden Verfahren ist die MRT-Beurteilung vom 

21. Februar 2022 über das MRT vom 18. Februar 2022 (Bg-act. 21), 

welche in der Folge von radiologischen und orthopädischen Fachärzten 

überprüft wurde. Es ist nun gerichtlich zu beurteilen, ob die Beurteilung der 

Fachärzte Dr. med. G._____, Dr. med. K._____ und PD Dr. med. N._____ 

zumindest geringe Zweifel an den versicherungsmedizinischen 

- 17 -

Beurteilungen der Fachärzte Dr. med. I._____, Dr. med. J._____ und 

Dr. med. M._____ zu wecken vermögen oder nicht, so dass – im ersten 

Fall – ein Gerichtsgutachten einzuholen oder – im zweiten Fall – die 

Beschwerde abzuweisen wäre.

4.1. Zur vorliegend zu beurteilenden Frage, ob die unbestrittenermassen 

vorhandene Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 

(Meniskusriss) dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Versicher-

ungsleistungen gibt, weil sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen ist, sei auf den Leitentscheid BGE 146 V 51 

E.8.6 verwiesen: "Als Ergebnis der Auslegung kann festgehalten werden, 

dass für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG zwar kein äusserer Faktor 

und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 

gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 

UVV (vgl. E.7.5 hiervor) mehr vorausgesetzt ist. Insoweit führt grundsätz-

lich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte 

Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich 

hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfall-

versicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in 

Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises 

weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu 

übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- 

und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 

letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die 

Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht 

zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungs-

punktes (Versicherungsdeckung; Zuständigkeit des Unfallversicherers; 

Berechnung des versicherten Verdienstes; intertemporalrechtliche 

Fragestellungen; vgl. dazu HÜSLER, a.a.O., S. 36; vgl. auch UELI KIESER, 

Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 2. Aufl. 2017, S. 240 Fn. 97) – 

auch nach der UVG-Revision relevant. Wie dieses Ereignis konkret zu 

- 18 -

umschreiben ist, braucht im hier zu beurteilenden Fall nicht weiter erörtert 

zu werden. Zu betonen ist aber, dass der Unfallversicherer bei Vorliegen 

einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht steht, Leistungen zu 

erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende 

Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, 

dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) 

nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände 

der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis 

erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser 

Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis 

des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen 

Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte 

Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berück-

sichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des 

erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten (als 

Hilfsmittel bei der medizinischen Beurteilung von Knieverletzungen bietet 

sich etwa ein Knietrauma-Check an, publiziert in der Schweizerischen 

Ärztezeitung [SÄZ] 2016 S. 1742 ff.). Die verschiedenen Indizien, die für 

oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus 

medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis 

gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche 

Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, 

d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung 

oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum 

einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so 

folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des 

Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen." 

(vgl. statt vieler auch Urteile des Bundesgerichts 8C_533/2023 vom 

17. Januar 2024 E.2.3, 8C_52/2023 vom 6. Juli 2023 E.2.2.1 und 

8C_25/2023 vom 26. April 2023 E.2.3). Nach GEHRING ist der Begriff der 

- 19 -

"Abnützung" mit Abrieb, Verschleiss und in fachlich-medizinischer 

Terminologie "Usur" gleichzusetzen (GEHRING, a.a.O., Art. 6 UVG Rz. 9 f.). 

Dies führt zum Ausschluss derjenigen Sachverhalte, bei denen 

Körperschädigungen durch wiederkehrende, immer gleiche Belastungen 

entstehen. Folgen solcher Vorgänge sollen nach der Wertung des 

Gesetzgebers nicht von der Unfallversicherung übernommen werden 

(BGE 146 V 51 E.8.2.2.2 mit weiteren Hinweisen). Wie das Bundesgericht 

in seinem Leitentscheid festhielt, folgt aus der Logik der in Art. 6 Abs. 2 

UVG vorgesehenen Möglichkeit des Entlastungsbeweises für den 

Unfallversicherer, dass es sich bei dem Begriffspaar Abnützung und 

Erkrankung um das ergänzende Gegenstück ("Pendant") zu einem 

spezifischen Ereignis handeln muss (BGE 146 V 51 E.8.2.3 mit Hinweisen 

auf E.8.6 hernach). Letztlich geht es darum, die einzelnen für oder gegen 

eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht 

zu diskutieren und einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 

überwiegend wahrscheinlich ist (vgl. BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; 

vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 

E.4.2, 8C_593/2021 vom 6. Januar 2022 E.5.2.3 und 8C_167/2021 vom 

16. Dezember 2021 E.4.1). Die Frage nach einem initialen erinnerlichen 

und benennbaren Ereignis bleibt gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung auch nach der Revision des UVG relevant (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E.3.2, 8C_507/2020 

vom 15. Dezember 2020 E.3.2 und 8C_382/2020 vom 3. Dezember 2020 

E.3.2).

4.2. Fraglich ist i.c. bei der Prüfung des gesamten Ursachenspektrums v.a.

- das initiale erinnerliche Ereignis,

- der Vorzustand,

- die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden, z.B. 

biomechanischer Ereignishergang, Begleitverletzungen, und

- 20 -

- die Gewichtung aus medizinischer Sicht der verschiedenen Indizien, 

die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, d.h. die für 

oder gegen eine traumatische oder degenerative Genese des 

Meniskusrisses sprechen.

4.3. Ausgehend von den Aussagen des Beschwerdeführers selbst, hat er sich 

am Nachmittag des 22. Januar 2022 hingekniet, um einem Kind zu helfen, 

die Jacke zu schliessen, und beim Aufstehen habe er sein Bein nicht mehr 

ausstrecken können; als es endlich gelungen sei, habe er starke 

Schmerzen gehabt. Er beschrieb im Fragebogen am 1. Mai 2022 explizit, 

dass nichts Aussergewöhnliches geschehen sei, dass es sich um eine 

alltägliche Handlung gehandelt habe und dass er stets arbeitsfähig bzw. 

nie im Krankenstand gewesen sei (Bg-act. 17). Auch im Rahmen eines 

Telefongesprächs am 11. Mai 2022 mit einer Mitarbeitenden der 

Beschwerdegegnerin teilte er mit, er könne sich nicht erinnern, an diesem 

Tag (gemeint wohl am 22. Januar 2022) gestürzt zu sein (Bg-act. 19). Das 

initiale erinnerliche Ereignis erscheint bei dieser Beschreibung 

unbedeutend und harmlos. Daran ändert auch nichts, dass der 

Beschwerdeführer – gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. G._____ 

vom Vortag (Bg-act. 30) – am 21. Juni 2022 neuerdings von einem 

"Aufprall auf den eisigen Boden (mit Skischuhen) (= Anschlagen)" schreibt 

(Bg-act. 33). Dieses Vorgehen widerspricht der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung, wonach im Rahmen der freien Beweiswürdigung die 

Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" zur Anwendung gelangt. 

Danach sind spontane Aussagen zu Beginn eines Verfahrens in der Regel 

unbefangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die bewusst 

oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-

rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn Versicherte 

ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechseln, kommt ihren anfänglichen 

Angaben deshalb in der Regel grösseres Gewicht zu als späteren 

Darstellungen (vgl. BGE 143 V 168 E.5.2.2 und 121 V 45 E.2a; Urteile des 

- 21 -

Bundesgerichts 8C_120/2022 vom 4. August 2022 E.5.1.2, 8C_347/2021 

vom 10. November 2021 E.4.2, 9C_161/2019 vom 28. Juni 2019 E.5.3 

und 5.4.3, 1C_536/2018 vom 30. Januar 2019 E.6, 8C_470/2018 vom 

18. September 2018 E.4.1). Darauf kann verwiesen werden, hat der 

Beschwerdeführer doch zuvor nie von einem "Aufprall" oder einem 

"Anschlagen" berichtet. Hingegen hatte er mit Schreiben vom 9. Juni 2022 

erfahren, dass die Beschwerdegegnerin keine Leistungen übernehmen 

werde (Bg-act. 25), was ihn aus versicherungsrechtlichen Überlegungen 

bewogen haben mag, von seiner ursprünglichen und bisherigen 

Darstellung abzuweichen.

4.4. Im Radiologie-Bericht vom 21. Februar 2022 über das MRI des rechten 

Knies vom 18. Februar 2022 hielt PD Dr. med. F._____, Facharzt für 

Radiologie, den Befund einer "schräg horizontalen Ruptur am Hinterhorn 

des medialen Meniskus bei begleitender Degeneration der hinteren 

Meniskuswurzel. Knorpelbelag medial erhalten. […]. Lateral intakter 

Meniskus und unauffälliger Knorpelbelag. […]. Moderat Gelenkerguss", 

fest. Die Beurteilung lautete auf Riss des Hinterhorns des medialen 

Meniskus ohne dislozierte Fragmente (Bf-act. 4 und 5 [Bild vom 

18. Februar 2022]; Bg-act. 21). Darin fällt auf, dass anamnestisch "immer 

wieder Knieblockade rechts" zum MRI geführt haben. Ein Ereignis am 

22. Januar 2022 wird aber nicht erwähnt, was zumindest zweifeln lässt am 

Vorhandensein eines initialen erinnerlichen Ereignisses.

4.5. Am 22. Februar 2022 untersuchte Dr. med. G._____, Facharzt für 

Orthopädie und Traumatologie, H._____, den Beschwerdeführer und 

erstattete mit Bericht vom 26. Februar 2022 die Diagnose einer 

Innenmeniskusläsion, basisnah partiell im Hinterhornbereich, Knie rechts. 

Anamnestisch sei der Beschwerdeführer tief in die Hocke gegangen bzw. 

beim Hinknien habe er diesen Schmerz im hinteren Kniegelenksbereich 

verspürt. Im Befund zeigte sich das rechte Knie reizfrei, ohne Erguss, ohne 

periartikulare Schwellung, freie Beweglichkeit mit Flexion/Extension 140-

- 22 -

0-5°; Femoropatellar leichte Hyperlaxizität aber keine Instabilität; keine 

eindeutige Innenmeniskusklinik reproduzierbar; lateral femorotibial 

blande; Bandstabile Kreuz- und Seitenbänder. Beurteilt wurde der 

bildgebende Befund gemäss MRI vom 18. Februar 2022 eines basisnahen 

Längsrisses jedoch nur partiell und nicht die ganze Wanddicke des 

Meniskus involvierend. Dr. med. G._____ hielt weiter fest, dass der 

Versicherte über die letzten vier Wochen gut habe Skifahren können, ohne 

wesentliche Ergussneigung. Das Klicken, welches schmerzlos sei, habe 

zum Teil bereits vor dem Ereignis Ende Januar bestanden. Er empfahl, 

den Spontanverlauf abzuwarten (Bg-act. 12).

4.6. Der Versicherungsmediziner Dr. med. I._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

gab am 4. Juni 2022 seine Stellungnahme (Bg-act. 27) ab, wonach zwar 

eine Listenverletzung im Sinne eines Meniskusrisses vorliege, diese aber 

zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung zurückgehe. 

Dokumentiert sei ein Vorzustand (Unfall mit 13 Jahren) mit kleiner Läsion 

am Meniskus sowie ein Klicken im Kniegelenk bereits vor dem Ereignis 

vom 22. Januar 2022. Das Ereignis vom 22. Januar 2022 sei 

biomechanisch ungeeignet gewesen für die Verursachung einer 

traumatischen Läsion. Der MRI-Befund vom 21. Februar 2022 habe eine 

degenerative Läsion des medialen Meniskushinterhorns ergeben (Zitat 

MRI-Bericht: "Schräg horizontale Ruptur am Hinterhorn des medialen 

Meniskus mit begleitender Degeneration der hinteren Meniskuswurzel. 

Keine dislozierten Meniskusfragmente." [Bg-act. 21]). Im MRI fehlten die 

obligaten Begleitverletzungen (Bandläsionen, Bone bruise, etc.). Kein 

Nachweis von ereigniskausalen strukturellen Schädigungen. Es bestehe 

keine (leistungsauslösende) UKS; der Eingriff vom 5. Mai 2022 habe 

ausschliesslich der Behandlung des Vorzustands gedient. Auch der 

Versicherungsmediziner Dr. med. J._____, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, kam am 4. Juli 

- 23 -

2022 (Bg-act. 34) zum Schluss, anhand der anamnestischen Angaben sei 

eine isolierte Meniskusverletzung wie die vorliegende biomechanisch nicht 

zu begründen. Er stützte sich dabei auf die Fachliteratur gemäss 

HEMPFLING/KRENN.

4.7. Dem Bericht von Dr. med. G._____ vom 20. Juni 2022 (Bg-act. 30) ist zu 

entnehmen, dass sich intraoperativ ein basisnaher Längsriss gezeigt 

habe, welcher aus orthopädisch-chirurgischer Sicht klar unfallkausal sei. 

Dr. med. G._____ richtete explizit einen Nachtrag an die Unfallversich-

erung, welche die Unfallkausalität verneint hatte, wonach die Verletzung 

unfallkausal und nicht degenerativ bedingt sei. Die Beurteilung von 

Dr. med. G._____ vom 20. Juni 2022 ist aus folgenden Gründen 

beweismässig nicht geeignet, Zweifel an der versicherungsmedizinischen 

Beurteilung zu schüren: Dr. med. G._____ erwähnt am 20. Juni 2022, 

nachdem er den Beschwerdeführer zuvor am 22. Februar 2022 untersucht 

und am 5. Mai 2022 operiert hatte, neu ein "Unfallereignis durch das 

hinknien mit Aufprall auf dem Boden (Hinknien mit Skischuhen) auf das 

Kniegelenk". Damit widerspricht er der Anamnese, wie er sie am 

22. Februar 2022 beim Beschwerdeführer aufgenommen hatte, wonach 

der Beschwerdeführer "Ende Januar tief in die Hocke (ging), bzw. beim 

Hinknien" diesen Schmerz im hinteren Kniegelenksbereich verspürte (Bg-

act. 12). Von einem "Aufprall auf dem Boden" ist dort nicht die Rede. 

Vielmehr ist von einem kontrollierten in die Hocke gehen und Hinknien des 

Beschwerdeführers auszugehen. Der Beschwerdeführer sagt selbst, es 

sei nichts Aussergewöhnliches geschehen und es habe sich um eine 

"alltägliche Handlung" gehandelt (vgl. Fragebogen vom 1. Mai 2022 [Bg-

act. 17]).

4.8. Dr. med. G._____ "Nachtrag an die Versicherung" vom 20. Juni 2022 

mutet als klassische Aussagen eines Behandlers an, dessen Beurteilung 

beweismässig zurückhaltend zu würdigen ist. So ist nach der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung bei der Beweiswürdigung der Erfahrungs-

- 24 -

tatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher 

zugunsten ihrer Patienten aussagen. Dies gilt grundsätzlich nicht nur für 

Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 E.3a/cc), sondern auch 

für spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_401/2022 vom 31. Januar 2023 E.4 mit Hinweis). In 

seiner Titulierung "Nachtrag an die Versicherung" schwingen 

augenscheinlich versicherungsrechtliche Überlegungen mit, denn zuvor 

hatte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 9. Juni 2022 

brieflich beschieden, keine unfallversicherungsrechtlichen Leistungen zu 

übernehmen (Bg-act. 25). Ausserdem ist seine Beurteilung 

widersprüchlich, weil er zunächst am 26. Februar 2022 dem Bericht des 

Radiologen vom 21. Februar 2022 nicht widersprach punkto begleitender 

Degeneration, aber einige Monate und eine Operation später ein 

Unfallereignis erwähnt. Auch aus dem von Dr. med. G._____ verwendeten 

Begriff "Trauma" (vgl. Bg-act. 12) kann der Beschwerdeführer 

rechtsprechungsgemäss nichts zu seinen Gunsten ableiten; insbesondere 

kann daraus nicht bereits auf die Bejahung der Unfallkausalität 

geschlossen werden. Denn der medizinische Begriff des Traumas ist nicht 

deckungsgleich mit dem versicherungsrechtlichen Unfallbegriff im Sinne 

von Art. 4 ATSG (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 

13. April 2023 E.3.2, 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E.4.1 mit 

Hinweisen und 8C_539/2022 vom 8. November 2022 E.3). Im Verlaufs-

kontrollbericht von Dr. med. G._____ vom 6. April 2022 wird überdies kein 

Unfallereignis genannt (Bg-act. 11). Erst im Zeugnis vom 16. Juni 2022 

über die 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. Mai bis 14. Juli 2022 erscheint 

"Unfall, nicht näher bezeichnet" (Bg-act. 29). Auf die weiteren 

Feststellungen, die Dr. med. G._____ am 22. Februar 2022 bei seiner 

Erstkonsultation des Beschwerdeführers gemacht hat, wie die Tatsache, 

dass der Beschwerdeführer in den letzten vier Wochen gut habe Skifahren 

können, ohne erhebliche Schmerzen und Schwellneigung, und das 

- 25 -

schmerzlose Klicken (Bg-act. 12) – der Beschwerdeführer beschreibt es 

als "Schnappen und Knacken" anlässlich des Telefongesprächs mit der 

Beschwerdegegnerin am 11. Mai 2022 (Bg-act. 19) – welches bereits vor 

dem Ereignis Ende Januar 2022 bestanden hat, geht Dr. med. G._____ 

im Juni 2022 nicht mehr ein. Auf seine Beurteilung ist somit nicht 

abzustellen bzw. sie weckt keine Zweifel an den versicherungs-

medizinischen Beurteilungen, welche zu weiteren Abklärungen Anlass 

gäben.

4.9. Dem vom Beschwerdeführer eingeholten Gutachten von Dr. med. 

K._____, Fachärztin für Chirurgie, (Q._____), vom 30. September 2022 

(Bf-act. 13) lagen sämtliche MRI-Bilder vom 18. Februar 2022 sowie die 

Videobilder der Operation/Kniearthroskopie vom 5. Mai 2022 (die der 

Beschwerdegegnerin aber bis zur gerichtlichen Edition im November 2022 

trotz entsprechender Aufforderung seit Mai 2022 nicht zur Verfügung 

gestellt wurden) zugrunde. Es beschreibt eine vertikal verlaufende Längs-

läsion; keine begleitende Degeneration auf den MRI-Bildern erkennbar 

und bis in den Wurzelbereich keine mukoide Degeneration; auch keine 

Hinweise auf eine Degeneration des Meniskusgewebes auf 

intraoperativen Videobildern. Die behauptete Läsion als 13-Jähriger könne 

in ihrer Lokalisation nicht einem der beiden Menisken zugeordnet werden, 

Arztberichte oder radiologische Abklärungen lägen nicht vor. 

Unfallmechanismus, Morphologie der Läsion oder Begleitverletzungen 

spielten bei einer Meniskusläsion als Listenverletzung keine Rolle. Die 

Beurteilung von Dr. med. K._____ stellt ein Parteigutachten dar, dem nicht 

der Beweiswert eines Administrativgutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG 

zukommt. Es ist nicht geeignet, Zweifel an den versicherungs-

medizinischen Beurteilungen von Dr. med. I._____ und Dr. med. J._____ 

zu schüren, da es von der falschen Prämisse ausgeht, es habe am 

22. Januar 2022 ein Sturz stattgefunden und später am gleichen Tag sei 

der Beschwerdeführer hingekniet, was beim Aufstehen dazu geführt habe, 

- 26 -

dass er das Bein nicht mehr habe strecken können und folgend starke 

Schmerzen gehabt habe (vgl. Gutachten Dr. med. K._____ [Bf-act. 13 

S. 2]). Die Gutachterin setzt sich nicht mit den Beurteilungen der 

Versicherungsmediziner Dr. med. I._____ vom Juni 2022 und Dr. med. 

J._____ vom Juli 2022 (Bg-act. 27 und 34) auseinander, sondern stellt 

ihnen einfach ihre eigene Einschätzung gegenüber, ohne sie weiter zu 

begründen. Insbesondere setzt sie sich nicht mit dem Argument 

auseinander, dass bereits vor dem Ereignis vom 22. Januar 2022 ein 

Klicken im Kniegelenk (Vorzustand) bestanden hat und auch nicht mit den 

Gesamtumständen des fraglichen Ereignisses, der Morphologie der 

Läsion oder den (fehlenden) Begleitumständen, so dass eine schlüssige 

Herleitung ihrer Schlussfolgerung fehlt, womit keine geringen Zweifel an 

den versicherungsmedizinischen Beurteilungen aufkommen.

4.10. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle 

Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der 

Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Die 

(verfahrensrechtliche) Mitwirkungspflicht bildet das Korrelat zur 

Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG. Unter die allgemeine 

Mitwirkungspflicht der versicherten Person gemäss Art. 43 ATSG fällt u.a. 

das Ausfüllen der Anmeldeformulare, die Teilnahme an Untersuchungen 

und Begutachtungen, das Einreichen von Unterlagen oder die Meldung 

bei veränderten Verhältnissen (vgl. KIESER, Kommentar ATSG, 4. Aufl., 

Zürich et al. 2020, Art. 28 Rz. 12, 19 und 29 f.). Die Folgen der 

(unentschuldbaren) verweigerten Mitwirkung bei der Abklärung des 

Sachverhalts bezüglich eines Leistungsbegehrens ergeben sich aus 

Art. 43 Abs. 3 ATSG. Danach kann der Versicherungsträger nach 

vorgängiger Ermahnung, dem Hinweis auf die Rechtsfolgen und dem 

Einräumen einer Bedenkzeit, auf Grund der Akten verfügen oder die 

Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (vgl. KIESER, 

a.a.O., Art. 43 Rz. 101 und 103 f.). Tatsächlich lagen den Versicherungs-

- 27 -

medizinern Dr. med. I._____ und Dr. med. J._____ bei ihren 

Beurteilungen im Juni resp. Juli 2022 (Bg-act. 27 und 34) lediglich das MRI 

vom 18. Februar 2022 vor, nicht hingegen die intraoperativen Bilder. Dies, 

obschon jene durch die Beschwerdegegnerin mit E-Mail am 11. Mai 2022 

eingefordert wurden, aber am 27. Mai 2022 die Antwort einging, es sei 

keine intraoperative Bilddokumentation erstellt worden (Bg-act. 42). Der 

Parteigutachterin Dr. med. K._____ hingegen wurden intraoperative 

Videoprints zur Verfügung gestellt (vgl. Bf-act. 13 S. 2). Die Verletzung der 

Mitwirkungspflicht beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze im Sinne 

von Art. 28 ATSG liegt damit nahe, zumal der Beschwerdeführer auf seine 

Mitwirkungspflicht hingewiesen wurde und er dies am 1. Mai 2022 

unterschriftlich bestätigte (vgl. Fragebogen vom 1. Mai 2022 [Bg-act. 17]) 

und dennoch die intraoperativen Bilder erst editionshalber im November 

2022 dem Gericht einreichte. Ob die Mitwirkungspflicht tatsächlich verletzt 

wurde, kann jedoch ausgangsgemäss offen bleiben. Das Verhalten des 

Beschwerdeführers verdient aber zumindest insoweit keinen Schutz, als 

er ein Gerichtsgutachten anbegehrt, sollte auf die Beurteilungen von 

Dr. med. G._____ und das Gutachten von Dr. med. K._____ nicht 

abgestellt werden. Nach übereinstimmender Auffassung der involvierten 

Fachärzte sind die radiologischen Aufnahmen im MRI vom 18. Februar 

2022 und der entsprechende Befund im Bericht vom 21. Februar 2022 

unbestrittenermassen entscheidrelevant und ändert bzw. beeinflusst die 

intraoperative arthroskopische Bilddokumentation daran nichts.

4.11. Nachdem auch der Beschwerdegegnerin die intraoperative Bilddokumen-

tation nach gerichtlicher Edition im November 2022 zur Prüfung und 

Stellungnahme zugesandt wurde, äusserten sich die Versicherungs-

mediziner Dr. med. M._____, Facharzt für Radiologie, und Dr. med. 

I._____ seitens der Beschwerdegegnerin und PD Dr. med. N._____, 

Facharzt für Radiologie, seitens des Beschwerdeführers hierzu.

- 28 -

4.11.1. Versicherungsmediziner Dr. med. M._____, dem sämtliche Akten, das 

MRI und der intraoperative Bericht mit Bildern vorlag, hat sich am 

16. Dezember 2022 (Bg-act. 47) sehr ausführlich mit den Unterlagen 

befasst. Er stellte sich auf den Standpunkt, auch wenn der im mittleren 

Drittel des Cornu posterius lokalisierte Anteil der Läsion einer 

meniskokapsulären Verletzung vom Typ 3B nach Greif ähnle, sei davon 

auszugehen, dass es sich um nichts Anderes als um einen Ausläufer der 

in der dorsalen Wurzel des Meniscus beginnenden Läsion handle. Hierfür 

sprächen zum einen das Fehlen jeglicher Veränderungen der menisko-

kapsulären Aufhängung, die sehr "harmonischen" Übergänge zu den 

medial und lateral davon gelegenen Anteilen der Läsion und die Tatsache, 

dass keine Hinweise auf eine etwa vier Wochen vor der Untersuchung 

stattgehabte Traumatisierung des Kniegelenks nachweisbar seien. Von 

dem in der Meniscus-Wurzel lokalisierten Anteil dieser Läsion gehe ein 

kleines Ganglion aus, das auf ein höheres Alter der Läsion hindeute. Die 

Pars intermedia werde minim aus dem Gelenkspalt extrudiert. Angrenzend 

zeigten sich entlang des medialen Randes des Tibia-Plateaus äusserst 

flaue ödemartige Knochenmarkveränderungen, die am ehesten auf eine 

sehr diskrete Stressreaktion zurückzuführen seien. Weiter stellte er fest: 

Der Gelenkknorpel des medialen femorotibialen Kompartiments weise 

insgesamt eine zweitgradige Chondropathie auf (vereinbar mit dem 

Operationsbericht vom 5. Mai 2022, wonach "Noch relativ schön 

erhaltener Knorpelüberzug femorotibial" [Bg-act. 22]); an eine 

Selleriestange erinnerndes Aussehen des signalalterierten Abschnitts des 

Bandes (Ligamentum cruciatum anterius), was Ausdruck einer leichten 

mukoiden Degeneration des Bandes sei. Die femoral flauen ödemartigen 

Knochenmarkveränderungen seien am ehesten eine Reaktion auf die 

mukoide Degeneration des Bandes und daher eher nicht traumatisch 

bedingt. Die mukoiden Veränderungen des Bandes seien leicht 

ausgeprägt, weshalb es normal sei, dass sie bei der Arthroskopie nicht 

nachgewiesen worden seien. Es fände sich eine Baker-Zyste als Hinweis 

- 29 -

auf die Vorgeschichte mit rezidivierenden Gelenkergüssen; im Unter-

suchungszeitpunkt läge ein kleiner bis mittelgrosser Gelenkerguss vor. Es 

fänden sich keine auf eine Knochenkontusion deutenden ödemartigen 

Knochenmarkveränderungen subchondral im Condylus medialis femoris 

oder entlang des medialen Tibia-Plateaus. Bei der beschriebenen Läsion 

des Meniscus medialis sei eine degenerative Genese wahrscheinlicher als 

eine traumatische; die Läsion habe ihren Ursprung in der dorsalen Wurzel 

des Meniscus, wo sie auch am stärksten ausgeprägt sei und von wo ein 

auf ein höheres Alter der Läsion deutendes kleines, parameniskales 

Ganglion ausgehe. Sodann seien Läsionen der dorsalen Wurzel des 

Meniscus medialis im Gegensatz zu denjenigen des entsprechenden 

Abschnitts des Meniscus lateralis in den allermeisten Fällen und 

unabhängig von ihrer Form degenerativ bedingt. Weiter spreche der 

basisnahe, vorwiegend horizontale Verlauf mit Einstrahlung in die untere 

Fläche des Meniscus klar für eine Läsion degenerativen Ursprungs. 

Dr. med. M._____ schloss nicht mit absoluter Sicherheit aus, dass es beim 

gemeldeten Ereignis zu einer zusätzlichen Läsion des bereits degenerativ 

vorgeschädigten Meniscus medialis gekommen sei. Aber mehrere 

Befunde sprächen für eine degenerative Genese und im Bild deute kein 

einziger Befund auf eine traumatische Entstehung hin. Die radiologischen 

Bilder (d.h. das MRI vom 18. Februar 2022) seien aussagekräftiger als die 

intraoperativen, arthroskopischen Bilder (Befunde z.T. nicht nachweisbar, 

okkult, nur ein kleiner Abschnitt des Ganzen, dienen der Dokumentation 

aber nicht der Diagnosestellung, invasive Methode verändert Befunde) 

und sprächen gegen eine etwa vier Wochen zuvor stattgehabte relevante 

Traumatisierung des Kniegelenks. Die nachgewiesene Läsion der 

dorsalen Hälfte des Meniscus medialis sei als mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit rein degenerativ bedingt zu werten. Versicherungs-

mediziner Dr. med. I._____ bestätigte am 22. Dezember 2022, dass auch 

aufgrund der intraoperativen Bilder auf eine degenerativ bedingte Läsion 

zu schliessen sei (Bg-act. 48).

- 30 -

4.11.2. PD Dr. med. N._____ beschränkte sich in der radiologischen Stellung-

nahme vom 22. Januar 2023 (Beilage des Beschwerdeführers) explizit auf 

die Analyse der MRT-Untersuchung vom 18. Februar 2022, d.h. die intra-

operative Bildgebung im Rahmen der Arthroskopie wurde von ihm nicht 

berücksichtigt. Zudem erwähnte er gleich initial einen Skisturz des 

Beschwerdeführers, welcher aber als solcher nicht erstellt ist. Daran 

krankt der Beweiswert seiner Stellungnahme; denn auch er, wie zuvor 

Dr. med. G._____ und Dr. med. K._____, gehen von einem Unfallereignis 

aus und prüfen, ob eine Unfallkausalität des stattgehabten Meniskusrisses 

vorliegt, was aber an der Sache vorbeizielt. So geht es vorliegend unbe-

strittenermassen nicht um die Prüfung von unfallversicherungsrechtlichen 

Ansprüchen aufgrund eines Unfallereignisses, sondern vielmehr aufgrund 

einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG (Meniskusrisse), 

welche dem Entlastungsbeweis offensteht, sofern die Verletzung 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung überwiegend zurückzuführen 

ist.

4.11.3. In der Gegenüberstellung zeigt sich Folgendes: Während der 

Versicherungsmediziner Dr. med. M._____ ausführt, es liege keine 

meniskokapsuläre Verletzung nach Greif vor, sondern es handle sich um 

eine einzelne komplexe Läsion als Ausläufer der in der dorsalen Wurzel 

des Meniscus beginnenden Läsion (Bg-act. 47 S. 2), werden gemäss PD 

Dr. med. N._____ das meniskotibiale Ligament oder die Gelenkskapsel 

bei einer Typ IIIA-Läsion nach Greif nicht zwingend mitverletzt, sondern 

die Läsion sei grundsätzlich durch die basisnahe Meniskusläsion 

charakterisiert (Beilage des Beschwerdeführers S. 5). Während Dr. med. 

M._____ harmonische Übergänge zu den medialen bzw. lateralen 

Anteilen der Läsion beschreibt (Bg-act. 47 S. 2), kann PD Dr. med. 

N._____ nicht nachvollziehen, was damit zu beweisen sei, da es sich um 

eine durchgehende longitudinal-zirkuläre Läsion handle (Beilage des 

Beschwerdeführers S. 5). Während Dr. med. M._____ fehlende Hinweise 

- 31 -

auf eine stattgehabte Traumatisierung festhält (Bg-act. 47 S. 3), 

argumentiert PD Dr. med. N._____ damit, dass zwischen Unfall und MRT 

ein mehrwöchiges Intervall liege und Ödeme sich in dieser Zeit zurück-

bilden könnten (Beilage des Beschwerdeführers S. 5). Das von Dr. med. 

M._____ beschriebene Ganglion, das auf ein höheres Alter der Läsion 

hindeute (Bg-act. 47 S. 2), könne sich gemäss PD Dr. med. N._____ 

innerhalb von vier Wochen aus einem frischen Meniskusriss bilden und 

tauge deshalb nicht als Beweis für eine chronische Läsion (Beilage des 

Beschwerdeführers S. 5). Gegen das Argument von Dr. med. M._____, 

dass ein degeneratives Kniegelenk vorgelegen habe (Bg-act. 47 S. 3), 

bringt PD Dr. med. N._____ vor, dass der hyaline Gelenkknorpel des 

medialen femorotibialen Gelenkes keine über die Altersnorm hinaus-

gehenden Veränderungen aufweise, sondern intakt sei. Es zeige sich 

keine Verschmälerung und mögliche minime Signalheterogenitäten und 

Oberflächenirregularitäten würden sich bestenfalls an der Bildauflösungs-

grenze bewegen. Es gebe keine Argumente für ein degenerativ 

verändertes Gelenk (Beilage des Beschwerdeführers S. 5). Den von 

Dr. med. M._____ festgestellten ödemartigen Knochenmark-

veränderungen als Reaktion auf die mukoide Degeneration des Bandes 

(Bg-act. 47 S. 2), widerspricht PD Dr. med. N._____, wonach keine 

mukoide Degeneration des vorderen Kreuzbandes (VKB) vorliege. 

Entgegen Dr. med. M._____ Einschätzung zeige das VKB eine norm-

gerechte Darstellung mit kräftigen Strängen ohne Mukoideinlagerungen. 

Das bestehende femorale und tibiale Knochenmarksödem sei nicht in 

einen solchen Kontext einzuordnen. Bei markanter mukoider Auftreibung 

könne das VKB raumfordernde Eigenschaften annehmen und dadurch 

aufgrund des Drucks zu einem Knochenmarksödem führen. Gemäss 

Dr. med. M._____ werde die mukoide Degeneration aber als leicht ausge-

prägt eingestuft, was wiederum in Widerspruch stehe zu einem 

potentiellen Knochenmarksödem. Gemäss PD Dr. med. N._____ sei das 

VKB weder aufgetrieben noch raumfordernd, das erkläre das tibiale und 

- 32 -

femorale Knochenmarksödem nicht. Die von Dr. med. M._____ 

behauptete mukoide Transformation des Ligamentes sei als Argument für 

eine Gelenkdegeneration somit widerlegt (Beilage des Beschwerdeführers 

S. 6). Dr. med. M._____ argumentiert mit einer Baker-Zyste als Hinweis 

auf eine Vorgeschichte mit rezidivierenden Gelenkergüssen (Bg-act. 47 

S. 2). PD Dr. med. N._____ beschreibt die Baker-Zyste als in der Aus-

dehnung lediglich minimal. Zudem sei sie kein Ausdruck von 

rezidivierenden Gelenkergüssen, sondern im Rahmen der Norm bzw. 

allenfalls durch einen leichten stattgehabten Reizerguss im Gelenk erklärt. 

Bei einer Baker-Zyste nach rezidivierenden Gelenkergüssen sei eine 

andere Grössendimension zu erwarten. Es sei damit keine chronische 

Gelenksveränderung bewiesen (Beilage des Beschwerdeführers S. 6). 

Während Dr. med. M._____ ausführt, es handle sich um eine Horizontal-

läsion der Meniskusbasis, die horizontal verlaufe und ein Ausläufer der in 

der dorsalen Wurzel des Meniscus beginnenden Läsion sei, weshalb sie 

degenerativ verursacht sei (Bg-act. 47 S. 2), widerspricht PD Dr. med. 

N._____, denn es handle sich nicht um eine typische, radiäre Wurzelläsion 

des Innenmeniskus, die häufig degenerativ verursacht sei und eine andere 

Altersgruppe betreffe, mit völlig differenter Rissmorphologie und 

Ausdehnung, und nicht 30-jährige Patienten betreffend (Beilage des 

Beschwerdeführers S. 6). Bei der vorliegenden Verletzung handle es sich 

um eine longitudinal ausgedehnte, rampenähnliche posteromediale 

Meniskusläsion, die durch Sportunfälle, wie im vorliegenden Fall, oder 

durch Instabilitäten bei VKB-Rupturen verursacht seien. In casu läge keine 

VKB-Ruptur, jedoch ein Sportunfall vor. Rissform und Ausdehnung 

erklärten sich vollumfassend durch die anatomischen Gegebenheiten bei 

adäquatem Trauma. Ausserdem lägen keine relevanten, degenerativen 

Begleitveränderungen im Kniegelenk vor (Beilage des Beschwerdeführers 

S. 7).

- 33 -

4.12. Dr. med. K._____ hielt am 27. Januar 2023 gestützt auf die radiologische 

Beurteilung von PD Dr. med. N._____ an ihrer bisherigen Auffassung fest, 

wonach die erlittene posteromediale Meniskusverletzung unfallkausal sei, 

ohne sich jedoch mit den versicherungsmedizinischen Beurteilungen von 

Dr. med. M._____ vom 16. Dezember 2022 bzw. von Dr. med. I._____ 

vom 22. Dezember 2022 näher auseinander zu setzen (Beilage des 

Beschwerdeführers).

5.1. Nach Ansicht des streitberufenen Gerichts betont die Beschwerde-

gegnerin in ihrer Stellungnahme vom 23. März 2023 (Gerichtsakte A7) 

gestützt auf eine weitere Beurteilung von Dr. med. M._____ vom 20. März 

2023 (Bg-act. 49) zu Recht, dass PD Dr. med. N._____ wiederholt von 

einem Unfallereignis bzw. von einer traumabedingten Kontusion schreibt, 

obschon ein Sportunfall, ein Trauma oder eine Kontusion nie statt-

gefunden haben und er das "adäquate" Trauma, von dem er spricht, nicht 

erklärt. Es sei schlicht nicht vorstellbar, dass durch das Aufstehen aus der 

Hocke ein gesunder Meniskus derart verletzt werde. Dass der 

Beschwerdeführer bereits vor dem Ereignis Beschwerden am Knie gehabt 

habe, darauf gehe PD Dr. med. N._____ mit keinem Wort ein. Der von PD 

Dr. med. N._____ verwendete Begriff der "rampenähnlichen" Läsion finde 

sich in der medizinischen Literatur nicht. Zudem stütze sich PD Dr. med. 

N._____ auf Studien, in welcher keine isolierten Rampenläsionen 

aufgetreten seien, sondern die Studienteilnehmer auch das VKB gerissen 

hätten. Weiter stütze sich PD Dr. med. N._____ bezüglich Lokalisation und 

Ausdehnung fälschlicherweise auf Studien, in welchen der Riss an 

anderer Stelle beschrieben werde, als der Meniskusriss, der in casu zu 

beurteilen sei. Die Rückbildung eines Knochenmarködems innert vier 

Wochen nach stattgehabtem Ereignis sei gemäss Dr. med. M._____ sehr 

unwahrscheinlich; gemäss Literatur bildeten sich traumatisch bedingte 

ödemartige Knochenmarkveränderungen innerhalb der ersten sechs 

Wochen nach dem Trauma kaum zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass 

- 34 -

sich gar keine ödemartigen Knochenmarkveränderungen ereignet hätten, 

sei wesentlich höher, als die Wahrscheinlichkeit, dass es beim Ereignis zu 

einer traumatisch bedingten Knochenmarkveränderung gekommen sei, 

die sich innerhalb von nur vier Wochen vollständig zurückgebildet hätte. 

Dr. med. M._____ verweise erneut auf den Umstand, dass PD Dr. med. 

N._____ von einem Skisturz ausgehe, obwohl es sich beim Ereignis um 

ein normales Hinknien des Versicherten gehandelt habe und es wirklich 

erstaunlich wäre, wenn es durch Hinknien zur Ausbildung von ödem-

artigen Knochenmarkveränderungen kommen könnte. Dr. med. M._____ 

bekräftige, dass eine lange, komplexe, von der Wurzel des Meniskus 

ausgehende Läsion vorliege, die degenerativ bedingt sei. Auch wenn – 

was unwahrscheinlich sei – von einer Rampenläsion vom Typ 3A 

auszugehen wäre, wäre auch diese mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht 

traumatisch bedingt. In einer Studie aus dem Jahr 2022 über isolierte 

Rampenläsionen würde kein einziger Studienteilnehmer von einem 

stattgehabten Trauma berichten. In einer weiteren Studie aus dem Jahr 

2021 sei festgehalten, dass isolierte Rampenläsionen z.T. bei Individuen 

nachgewiesen worden seien, bei denen degenerative Veränderungen 

oder longitudinale Spaltungen des VKB vorlagen. Die longitudinalen 

Spaltungen des VKB gingen u.a. auf täglich wiederholte Rollbewegungen 

im Kniegelenk zurück; es sei hier zu bedenken, dass Rollbewegungen im 

Kniegelenk zu den wahrscheinlich häufigsten Bewegungen beim 

Skifahren, also bei einer vom Versicherten in seiner Funktion als Skilehrer 

sehr häufig ausgeübten Tätigkeit, gehörten. Auch dies wäre eine 

degenerative Entstehung. Der Knorpel des medialen femorotibialen 

Kompartiments sei – entgegen der Ansicht von PD Dr. med. N._____ – 

nicht intakt. Die Veränderungen seien gemäss Dr. med. M._____ problem-

los auf den Bildern erkennbar und im Operationsbericht bestätigt worden. 

Die zu hohe Signalintensität des posterolateralen Bündels führe bei 

gestrecktem und ununterbrochenem Verlauf der Fasern des Bündels zur 

Annahme leichter mukoider Veränderungen des Bandes. Weiter fänden 

- 35 -

sich breitbasig aufliegende, kleine, zystoide Strukturen, die am ehesten 

kleinen Ganglien entsprächen. Ganglien im Bereich der Kreuzbänder 

würden häufig mit mukoiden Veränderungen assoziiert. Die Wahrschein-

lichkeit eines Ganglions sei wesentlich höher als diejenige einer 

eigentlichen Läsion des Bandes. Die Baker-Zyste mit wesentlich 

grösseren Ausmassen (transversaler Durchmesser 7 mm x 5 mm, Länge 

aber gut 75 mm) als von PD Dr. med. N._____ dargestellt, sei ein klarer 

Hinweis auf einen intraartikulären pathologischen Zustand oder Prozess. 

Da die Schlussfolgerung von PD Dr. med. N._____ mit aller Deutlichkeit 

zeige, dass er von einem Sportunfall bzw. einem traumatischen Ereignis 

ausgegangen sei, obschon es an einem solchen fehle, und der 

Beschwerdeführer bereits vor dem Ereignis vom 22. Januar 2022 

Beschwerden am Knie gehabt habe, was PD Dr. med. N._____ fälsch-

licherweise ausblende, gehe er von einem falschen Auslöser aus.

5.2. Sämtliche Stellen, an denen PD Dr. med. N._____ ein adäquates Trauma 

oder eine Sportverletzung erwähnt oder von einem Unfall ausgeht, stützen 

sich auf eine falsche Annahme. Dasselbe gilt für die Beurteilung von 

Dr. med. G._____ und von Dr. med. K._____. Zusammenfassend hält 

Dr. med. M._____ fest, dass das vorliegende MRT vom 18. Februar 2022 

als einzigen in der vorliegenden Situation relevanten Befund eine lange, 

vom Ansatz der dorsalen Wurzel des Meniscus medialis durchgehend bis 

zur Mitte der Pars intermedia reichende, basisnahe, komplexe Läsion 

zeige. Dies entspreche zwar einer Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 2 

lit. c UVG, sei aber aufgrund der Form, der Lage und des Verlaufs mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschliesslich auf Abnutzung zurück-

zuführen. Weitere Befunde, die als Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 2 

UVG zu betrachten wären, fänden sich nicht. Die Ausführungen von 

Dr. med. M._____ – ebenso die von Dr. med. I._____ und Dr. med. 

J._____ erstatteten Beurteilungen – erscheinen schlüssig; sie sind 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei und es finden 

- 36 -

sich keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. PD Dr. med. N._____, 

Dr. med. G._____ und Dr. med. K._____ vermögen die Schlüsse der 

Versicherungsmediziner Dr. med. M._____, Dr. med. I._____ und 

Dr. med. J._____ nicht zu erschüttern.

5.3. Um auf das gesamte Ursachenspektrum zurückzukommen, welches zu 

prüfen ist: Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für 

die Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, 

dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich 

weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.8.6). Fehlt es an einem 

initialen Ereignis, welches auf eine traumatische Schädigung schliessen 

liesse, dann sind die Beschwerden vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen (BGE 146 V 51 E.8.6). Vorliegendenfalls 

bestehen bereits erhebliche Zweifel, ob das In-die-Hocke-Gehen bzw. das 

kontrollierte Hinknien als gewöhnliche, alltägliche Handlung, um einem 

Kind beim Schliessen der Jacke zu helfen, ohne Aufschlagen, ohne Sturz, 

ohne Verdrehen und ohne besonders starkes Anschlagen (siehe 

Fragebogen vom 1. Mai 2022 [Bg-act. 17]) ein initiales erinnerliches 

Ereignis darstellt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass damit kein 

Ereignis erstellt ist, das geeignet gewesen wäre, den Meniskusriss zu 

verursachen. Das Ereignis vom 22. Januar 2022 war nicht Teilursache des 

Meniskusrisses, und selbst wenn, so überwiegt die Wahrscheinlichkeit, 

dass die Verletzung vorwiegend degenerativ bedingt war. Auch, weil von 

einem Vorzustand am besagten Meniskus aufgrund eines Unfalls, den der 

Beschwerdeführer als 13-Jähriger erlitten hatte, auszugehen ist, welcher 

zu einem vorbestehenden "Klicken und Knacken" geführt hat. Zwar wird 

nicht spezifiziert, um welches Knie es sich dabei gehandelt hatte, aber aus 

dem Kontext darf geschlossen werden, dass es sich um das rechte Knie 

handeln muss, da im Laufe des gesamten Telefongesprächs zwischen 

dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin am 11. Mai 2022 an 

keiner Stelle das betroffene Knie genannt wird, es aber stets um das 

- 37 -

rechte Knie geht, so dass auch der Vorzustand der Meniskusverletzung, 

wie der Beschwerdeführer sie erwähnt, dasselbe Knie betreffen muss (Bg-

act. 19). Das angebliche Ereignis vom 22. Januar 2022 blieb ohne Begleit-

erscheinungen wie Bandläsion, bone bruise, Schwellung, Erguss oder 

ähnliches. D.h. die Beschwerden, die am 5. Mai 2022 arthroskopiert 

wurden, sind zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung zurück-

zuführen. Demnach folgt der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen 

der unzulässigen Beweislastregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. dazu 

obige Erwägung 3.3).

5.4. Nach dem Gesagten liegt kein Unfallereignis (Art. 4 ATSG; Art. 6 Abs. 1 

UVG) und keine leistungsauslösende Listenverletzung gemäss Art. 6 

Abs. 2 UVG vor, da der Meniskusriss gemäss überzeugender 

versicherungsmedizinischer Darstellung vorwiegend auf Abnützung 

zurückzuführen ist. Damit kann, ohne den Untersuchungsgrundsatz zu 

verletzen oder die Beweiswürdigungsregeln zu missachten, in antizipierter 

Beweiswürdigung von weiteren Erhebungen – so auch von der Einholung 

eines Gerichtsgutachtens – abgesehen werden (vgl. BGE 144 V 361 

E.6.5, 144 II 427 E.3.1.3, 136 I 229 E.5.3).

5.5. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

6.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die Sonder-

bestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine 

generelle Kostenpflicht vor. Damit sind unfallversicherungsrechtliche 

Beschwerdeverfahren über Leistungen in der Regel kostenlos. 

Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder leicht-

sinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). 

Die Begriffe der Mutwilligkeit und des Leichtsinns gehören dem Bundes-

- 38 -

recht an. Ihre Tatbestände können als erfüllt betrachtet werden, wenn eine 

Partei Tatsachen wider besseres Wissen als wahr behauptet oder ihre 

Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie bei der ihr 

zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist. Mutwillig ist 

ferner das Festhalten an einer offensichtlich gesetzeswidrigen Auffassung. 

Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung liegt aber so lange nicht vor, 

als es der Partei darum geht, einen bestimmten, nicht als willkürlich 

erscheinenden Standpunkt durch das Gericht beurteilen zu lassen. Dies 

gilt auch dann, wenn das Gericht die Partei im Laufe des Verfahrens von 

der Unrichtigkeit ihres Standpunktes überzeugen und zu einem 

entsprechenden Verhalten (Beschwerde- oder Klagerückzug) veranlassen 

will. Die Erhebung einer aussichtslosen Beschwerde darf einer leicht-

sinnigen oder mutwilligen Beschwerdeführung nicht gleichgesetzt werden. 

Das Merkmal der Aussichtslosigkeit für sich allein lässt einen Prozess 

noch nicht als leichtsinnig oder mutwillig erscheinen. Vielmehr bedarf es 

zusätzlich des subjektiven – tadelnswerten – Elements, dass die Partei die 

Aussichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren vernunftgemässen Überlegung 

ohne Weiteres erkennen konnte, den Prozess aber trotzdem führt. Mut-

willige Prozessführung kann ferner darin begründet liegen, dass eine 

Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (Mitwirkungs- oder 

Unterlassungspflicht) verletzt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

9C_442/2023 vom 15. Januar 2024 E.4.2 mit weiteren Hinweisen auf 

BGE 128 V 323 E.1b; zusammengefasst in Anwaltsrevue 6-7/2009 S. 333; 

vgl. dazu auch KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 78 f.).

6.2. Das Gericht verzichtet vorliegend auf eine Kostenauflage, obschon der 

Beschwerdeführer bzw. die H._____ im Rahmen des Verwaltungs-

verfahrens gegenüber der Beschwerdegegnerin wahrheitswidrig mitteilte, 

es bestehe keine intraoperative Bilddokumentation, und der Beschwerde-

führer die Bilddokumentation sodann erst editionsweise herausgab. 

Letzten Endes war die arthroskopische intraoperative Bilddokumentation 

- 39 -

aber nach übereinstimmender Meinung der radiologischen Fachärzte nicht 

ausschlaggebend, stützte sich doch selbst PD Dr. med. N._____ für seine 

Beurteilung nicht darauf und legte der Versicherungsmediziner Dr. med. 

M._____ ausserdem ausführlich und nachvollziehbar dar, dass sich 

gewisse Befunde arthroskopisch nicht nachweisen liessen und damit die 

radiologischen Bilder aussagekräftiger seien (Bg-act. 47 S. 4). Nach 

Auffassung des Gerichts kann im Verhalten des Beschwerdeführers keine 

geradezu mutwillige oder leichtsinnige Verfahrensführung im Sinne der 

genannten Rechtsprechung gesehen werden, zumal nicht ersichtlich ist, 

dass er Tatsachen wider besseres Wissen als wahr behauptet oder sich 

gar wissentlich auf einen unrichtigen Sachverhalt abgestützt hat. Vielmehr 

beabsichtigte der Beschwerdeführer, seinen Standpunkt, dass die 

Körperschädigung gerade nicht auf Abnützung oder Erkrankung beruhe, 

durch das Gericht beurteilen zu lassen.

6.3. Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht 

zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). Eine Ausnahme gilt nach der Rechtsprechung, 

wenn von der Kostenlosigkeit des kantonalen Gerichtsverfahrens wegen 

mutwilligen bzw. leichtsinnigen Verhaltens abzuweichen ist. In einem 

solchen Fall kann – bei erheblichem Aufwand – der Versicherungsträger 

bei Obsiegen eine Parteientschädigung beanspruchen (vgl. KIESER, 

a.a.O., Art. 61 Rz. 218 mit Hinweisen). Vorliegend ist die geschilderte 

strenge Voraussetzung für die ausnahmsweise Zusprechung einer Partei-

entschädigung an die obsiegende Beschwerdegegnerin jedoch nicht 

erfüllt, da ihr durch die spätere Prüfung der intraoperativen Bilddokumen-

tation kein erheblicher zusätzlicher Aufwand entstanden ist, was die 

Beschwerdegegnerin auch nicht substanziiert dartut, und überdies auch 

kein Gerichtsgutachten eingeholt werden muss.

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine ausseramtliche Entschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 8C_185/2024 vom 1. Oktober 2024 hat das Bundesgericht die gegen diesen 

Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen.]