# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 221fb440-fbdd-570e-af65-d46625e6a3b0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.06.2019 200 2017 807
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-807_2019-06-17.pdf

## Full Text

200 17 807 IV
LOU/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Juni 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Bundesgerichtsentscheid vom 4. September 2017 
(8C_135/2017)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 6. November 2013 mit Hinweis auf einen am 18. Mai 2012 
erlittenen Schlaganfall bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II; eingereicht im Verfah-
ren IV/2015/1109] act. II 1). Nach Vornahme diverser Abklärungen und 
Gewährung eines Aufbautrainings (act. II 27) verneinte die IVB mit Verfü-
gung vom 10. November 2015 (act. II 59) einen Anspruch auf weitere Leis-
tungen der Invalidenversicherung, da keine Invalidität im Sinne des 
Gesetzes vorliege.

Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 14. Dezember 2015 wies das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 10. Januar 2017 ab 
(VGE IV/2015/1109 [Gerichtsakten, pag. 12-26]).

Das Bundesgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid 
vom 4. September 2017 (8C_135/2017 [Gerichtsakten, pag. 2-11]) gut. Das 
kantonale Urteil (VGE IV/2015/1109) wurde aufgehoben und die Sache 
wurde zu neuer Entscheidung an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen.

B.

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. April 2018 teilte der Instruktions-
richter den Parteien mit, dass er beabsichtige, bei der Medizinischen Ab-
klärungsstation C._____ (MEDAS) ein Gerichtsgutachten einzuholen. Er 
gewährte den Parteien das rechtliche Gehör zu den vorgesehenen Fach-
disziplinen und Gutachtern (dazu vgl. Schreiben der MEDAS vom 20. April 
2018) sowie zum Fragekatalog (vgl. auch Schreiben des Instruktionsrich-
ters vom 13. März 2018 an die MEDAS).

Mit Eingaben vom 8. und 15. Mai 2018 teilten die Parteien mit, dass weder 
Einwände beständen noch Ergänzungsfragen beantragt würden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 3

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Mai 2018 wurde die MEDAS mit 
der Begutachtung des Beschwerdeführers beauftragt.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. August 2018 wurde den Parteien 
mitgeteilt, dass die MEDAS zusätzlich eine schlafmedizinische Begutach-
tung als indiziert erachte. Damit und mit dem vorgesehenen Gutachter er-
klärten sich die Parteien mit Eingaben vom 29. August und vom 7. 
September 2018 einverstanden, worauf der Instruktionsrichter die MEDAS 
am 10. September 2018 mit der ergänzenden Untersuchung beauftragte.

Am 5. Dezember 2018 ging das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS 
(datierend vom 28. November 2018) beim Gericht ein.

Mit Eingaben vom 20. Dezember 2018 und vom 29. Januar 2019 nahmen 
die Parteien Stellung zum Gutachten und hielten an ihren Rechtsbegehren 
fest. Der Beschwerdeführer beantragte zudem eine Verlaufsbegutachtung.

Am 1. Februar 2019 ersuchte der Instruktionsrichter die MEDAS um ergän-
zende Angaben. Die entsprechende Stellungnahme der MEDAS kam dem 
Gericht am 6. März 2019 zu.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 7. März 2019) 
liess der Beschwerdeführer dem Gericht am 11. April 2019 einen Bericht 
des behandelnden Pneumologen vom 9. April 2019 zukommen. Die ent-
sprechende Eingabe samt Beilage ging am 15. April 2019 an die Be-
schwerdegegnerin, welche am 23. April 2019 auf eine weitere 
Stellungnahme verzichtete. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid (Verfügung vom 10. November 2015 
[act. II 59]) ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die 
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 4

gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist 
im Verwaltungsverfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch 
den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. November 2015 
(act. II 59). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 5

reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers lässt 
sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurologie, hielt im Bericht 
vom 20. März 2014 (act. II 26/3) fest, die neuro- und leistungspsychologi-
sche Abklärung berufsrelevanter kognitiv-mentaler Basisfunktionen und 
handlungsbegleitender Kognitionen ergebe hinsichtlich der medizinisch-
theoretischen Zumutbarkeit eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. Hinweise auf 
ein suboptimales Leistungsverhalten bzw. bewusstseinsnahe Antwortver-
fälschungen beständen nicht. Im dazugehörigen Fragebogen vom 17. März 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 6

2014 (act. II 42/2) wurde im Rahmen der Verhaltensbeobachtung (Ziff. III) 
u.a. festgehalten, der Explorand sei wenig belastbar. Die Kooperation sei 
gut gewesen; eine Aggravation/Simulation liege nicht vor. Unter Zeitlimitati-
on bestehe eine Stressanfälligkeit. Im Bereich der kognitiven Funktionen 
(Ziff. V) beständen im Sinne einer Interpretation der Testergebnisse leichte 
Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und mittelschwere Beeinträchti-
gungen der verbalen Merkspanne. Der Antrieb sei leicht, das Planungsver-
halten mittelschwer beeinträchtigt.

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
verneinte im Konsilium vom 28. März 2014 (act. II 26/2) Hinweise für eine 
forcierte Aggravation. Es lägen subjektzentriert kongruente und glaubhafte 
eigenanamnestische Angaben vor. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit verwies 
er auf die Beurteilung von Dr. med. D.________.

3.1.3 Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie und für Neurologie, RAD, nannte in der Stellungnahme vom 6. Februar 
2015 (act. II 37/8) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit: Kleiner frischer ischämischer Insult im distalen Versorgungsgebiet der 
A. cerebri media rechts am 18. Mai 2012 mit vorübergehenden sensomoto-
rischem Hemisyndrom links; kein Residuum. Ein objektiver Nachweis für 
die funktionellen Einschränkungen liege nicht vor. Zumutbar seien Arbeiten 
beliebiger körperlicher Schwere mit betriebsüblichen Pausen (vollschichtig). 
Ausgeschlossen seien Akkordarbeit und regelmässige Nachtschichten. Es 
lägen keine Befunde vor, die eine quantitative Einschränkung des Leis-
tungsvermögens begründeten, insbesondere beständen keine neuropsy-
chologischen Defizite. Die seit 2013 attestierten Arbeitsunfähigkeiten seien 
medizinisch nicht nachvollziehbar begründet und nicht plausibel.

3.1.4 Dem bei der MEDAS eingeholten Gerichtsgutachten vom 28. No-
vember 2018 (im Gerichtsdossier) sind – nach allgemeininternistischen, 
psychiatrischen, neurologisch-schlafmedizinischen und neuropsychologi-
schen Untersuchungen – folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 8):

Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit 

1. Anhaltende, leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0, 32.1)

2. Erhöhte Tagesschläfrigkeit multifaktoriell bedingt

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 7

- schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, AHI 31,9/h (ICD-10 

G47.31), neu diagnostiziert, bisher unbehandelt 

- DD Co-Faktoren post stroke fatigue, psychogene Störung

- im Multiplen Schlaflatenz-Test normales Resultat 

Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit 

1. Beginnendes metabolisches Syndrom 

- grenzwertige Adipositas (BMI 29,5 kg/m2; ICD-10 E66.0)

- Dyslipidämie, medikamentös behandelt (ICD-10 E78.2)

- Hyperurikämie, unbehandelt, asymptomatisch (ICD-10 E79.0) 

2. Status nach ischämischem Infarkt im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri 

media rechts am 18.05.2012 mit passagerem sensomotorischem Hemi-

syndrom links, wahrscheinlich kryptogener Ursache (ICD-10 I63.4) 

3. Status nach Schnittverletzung Dig. II rechts 10.12.2015

Im Vordergrund der Beurteilung stehe die Evaluation der Hauptsymptome: 
rasche Ermüdbarkeit, erhöhte Schlafneigung vor allem nachmittags, ver-
minderte Konzentration und unkontrollierte Zuckungen. Nach der neurolo-
gisch-schlafmedizinischen Untersuchung sei unklar geblieben, wie das 
Geschehen befundmässig und diagnostisch einzuordnen sei. Deshalb sei 
eine ergänzende Schlaflaboruntersuchung durchgeführt worden. Diese 
habe ein (aufgrund der klinischen Angaben nicht erwartetes) schweres
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ergeben, das bisher nicht erkannt und 
auch nicht behandelt worden sei. Als objektiver Parameter sei der Schlaf-
latenztest anzuführen, womit die Einschlafneigung bzw. die Einschlafzeit 
objektiv gemessen werde. Bei der angegebenen Symptomatik wäre eine 
deutlich verminderte Zeit bzw. ein schnell eintretender Schlaf zu erwarten 
gewesen (erhöhter Schlafdruck). Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Die 
Zuckungen hätten keinem objektiven neurologischen Korrelat zugeordnet 
werden können. Die neuropsychologische Untersuchung habe bis auf die 
verminderte Konzentration im Verlauf der Untersuchung keine auffälligen 
Befunde ergeben. Insgesamt sei aus neurologisch-schlafmedizinischer und 
neuropsychologischer Sicht festzustellen, dass einerseits ein überwiegend 
funktionelles, also überlagertes Geschehen vorhanden sei. Gleichzeitig 
bestehe ein „objektiver Kern“ in Form des unbehandelten, schweren 
Schlafapnoe-Syndroms, weshalb eine Leistungseinbusse mit diesem Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 8

fund grundsätzlich begründbar sei. Ob die Symptomatologie bei adäquater 
Behandlung verschwinde, sei eine andere Frage. Würde sie verschwinden, 
wäre die Symptomatik adäquat dem Schlafapnoe-Syndrom zuzuordnen. 
Würde sie bleiben, wäre das Geschehen durch die funktionelle Überlage-
rung erklärt und der Befund des schweren Schlafapnoe-Syndroms quasi 
als asymptomatischer Zufallsbefund zu werten. Die psychiatrische Unter-
suchung habe eine leichte bis mittelgradige depressive Episode ergeben, 
wobei eine Organizität aus psychiatrischer Sicht nicht zu postulieren sei. 
Wegen der affektiven Störung sei die Leistungsfähigkeit leicht einge-
schränkt. Allgemeininternistisch beständen keine Befunde und Diagnosen, 
die sich auf die Arbeitsfähigkeit relevant auswirken würden (S. 9).

Als nichtmedizinischer Belastungsfaktor sei zu erwähnen, dass der Explo-
rand eine Anstellung mit höherer Verantwortung gehabt habe, der er beruf-
lich und altersmässig möglicherweise nicht oder nur unter hoher Anstren-
gung gewachsen gewesen sei (S. 9). Dies könnte das (rein medizinisch 
nicht erklärbare) Schema erklären, dass er nach dem abgeheilten Insult 
zweimal wieder eine Erwerbstätigkeit aufgenommen, aber jeweils nicht 
reüssiert habe und wieder arbeitsunfähig geschrieben worden sei (S. 10).

Für die angestammten Tätigkeiten (… [vgl. S. 10, Ziff. 4.6.1]) sei bei unbe-
handeltem Schlafapnoe-Syndrom von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 50% bzw. 60% auszugehen. Bei behandeltem Schlafapnoe-Syndrom 
läge eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% vor (S. 10 [Ziff. 4.6.3]). 

Von Mai bis August 2012 könne für alle (angestammten) Tätigkeiten eine 
volle Arbeitsunfähigkeit und bis November 2012 eine 50%-ige Arbeitsfähig-
keit angenommen werden. Von Dezember 2012 bis November 2013 habe 
keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Ab Dezember 2013 sei sodann eine 
um 20% eingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit anzunehmen. Im 
weiteren Verlauf sei die Angabe der Arbeitsfähigkeit arbiträr, da retrospek-
tiv nicht zu eruieren sei, wann das nun diagnostizierte, wahrscheinlich aber 
schon länger vorliegende Schlafapnoe-Syndrom relevant geworden sei. Die 
aktuelle Arbeitsfähigkeit (vgl. S. 10 [Ziff. 4.6.3]) werde arbiträr ab März 
2014 über die Zeit gemittelt angenommen. Sollte sich nach der Behandlung 
des Schlafapnoe-Syndroms zeigen, dass die einschränkende Schlafsym-
ptomatik nicht mehr oder nur noch marginal vorhanden sei, könnte ab

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 9

Oktober 2018 nur noch die psychiatrisch zu 20% eingeschränkte Arbeits-
fähigkeit angenommen werden. Würde sich bei Durchführung der adäqua-
ten Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms zeigen, dass die potentiell 
dem Schlafapnoe-Syndrom zuordenbare Symptomatologie nicht ver-
schwinde, wäre mangels Authentizität der Symptome schon ab März 2014 
(bzw. durchgehend seit Dezember 2013) eine allein 20%-ige Einschrän-
kung anzunehmen (S. 11).

Angepasste, d.h. jegliche leichten bis mittelschweren Tätigkeiten seien bei 
behandeltem Schlafapnoe-Syndrom zu 7 bis 8 Stunden pro Tag möglich. 
Dabei bestehe ein leicht reduziertes Rendement mit entsprechender Leis-
tungseinbusse. Insgesamt bestehe eine 80%-ige Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit. Diese Einschätzung sei unter der Annahme des behandelten 
Schlafapnoe-Syndroms sicher ab Oktober 2018 zu bestätigen. Sollte sich 
bei Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms keine Veränderung der Sym-
ptomatologie zeigen, wäre diese Einschätzung schon ab Oktober 2013 
anzunehmen (S. 11).

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Pneumologie, berichtete am 
26. Januar 2019 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 2), Ende Dezember 
2018 sei mit der Schlafapnoe-Therapie begonnen worden. Drei Monate 
nach Therapiebeginn sei eine Reevaluation der Müdigkeitsproblematik 
sinnvoll. Sollte die Müdigkeit unter adäquater Therapie persistieren, sei 
gegebenenfalls eine erneute neurologische Beurteilung durchzuführen be-
treffend die Frage, inwieweit der cerebrovaskuläre Insult (2012) als weiterer 
Faktor in der Problematik zu werten sei.

3.1.6 In der Stellungnahme der MEDAS vom 25. Februar 2019 (im Ge-
richtsdossier) wurde dargelegt, die Vermutung des behandelnden Pneumo-
logen, dass bei persistierender Müdigkeit Folgeprobleme des 
cerebrovaskulären Insults von 2012 zu diskutieren seien, sei nicht nach-
vollziehbar. Persistierte die Müdigkeit trotz adäquater Behandlung (des 
Schlafapnoe-Syndroms), sei vielmehr ein nichtmedizinisches Geschehen 
als Erklärung anzunehmen.

3.1.7 Dr. med. G.________ berichtete am 9. April 2019 (BB 3), gemäss 
Gerätedaten zeige sich eine kontrollierte Schlafapnoe. Subjektiv profitiere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 10

der Patient von einer besseren Schlafqualität. Bezüglich der Tagesschläf-
rigkeit bestehe jedoch nur eine allfällige geringe Verbesserung. Die Sym-
ptomatik mit progredienter Erschöpfung im Tagesverlauf werde vom Pati-
enten eindeutig mit dem cerebrovaskulären Insult 2012 assoziiert, weshalb 
eine neurologische Beurteilung sinnvoll sei. Da trotz adäquat therapierter 
Schlafapnoe die Tagesschläfrigkeit unverändert persistiere, sei für den Pa-
tienten ein Arbeitspensum von 80% weiterhin nicht vorstellbar; aufgrund 
der Tagesschläfrigkeit sei er jeweils am Nachmittag über ca. 2 Stunden 
gezwungen, zu schlafen.

3.2 Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach konstanter Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen 
Experten ab, deren Aufgabe gerade darin besteht, ihre Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn 
die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, von unzutreffenden Sachverhalts-
hypothesen ausgeht (BGE 119 V 335 E. 4c S. 346; SVR 2018 UV Nr. 26 
S. 92 E. 4.1) oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 
überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abwei-
chende Beurteilung kann zudem gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 
Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug 
erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, 
sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutach-
tens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b aa 
S. 352; SVR 2014 UV Nr. 32 S. 107 E. 3.2).

3.3 Vorliegend war ein Gerichtsgutachten einzuholen. Das Protokoll 
betreffend die verhaltensneurologisch-neuropsychologische Untersuchung 
vom 17. März 2014 (act. II 42/2) weckte in Verbindung mit den Berichten 
der Dres. med. D.________ und E.________ vom 20. und 28. März 2014 
(act. II 26/2 f.) „mindestens geringe Zweifel an der Beurteilung des RAD“. 
Die Einschätzung der RAD-Ärztin (Psychiaterin und Neurologin; act. II 37/3, 
44/2, 58/3) war deshalb nicht geeignet, einen invalidenversicherungsrecht-
lich relevanten Gesundheitsschaden verlässlich zu verneinen (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 4. September 2017, 8C_135/2017, E. 4.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 11

Das Gerichtsgutachten vom 28. November 2018 (im Gerichtsdossier) erfüllt 
die beweisrechtlichen Voraussetzungen der Rechtsprechung an Experti-
sen. Es beruht auf einlässlichen anamnestischen Erhebungen sowie eige-
nen fachärztlichen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten 
Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten erstellt. Die Gutachter 
haben die Befundlage sorgfältig erhoben, die gestellten Diagnosen und die 
Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit einlässlich begründet. 
Dabei orientierten sich die Experten namentlich auch an den normativen 
Vorgaben betreffend das strukturierte Beweisverfahren. Die Expertise 
überzeugt und es ist darauf abzustellen. Zwingende Gründe für die Abwei-
chung von der Einschätzung der gerichtlich bestellten medizinischen
Experten (vgl. E. 3.2 hiervor) bestehen nicht (vgl. sogleich). 

3.4 Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, es sei 
eine Verlaufsbegutachtung indiziert (Eingabe vom 29. Januar 2019, S. 3), 
kann ihm nicht gefolgt werden. Die Berichte des behandelnden Pneumolo-
gen Dr. med. G.________ vom 26. Januar 2019 (act. I 2) und vom 9. April 
2019 (act. I 3) vermögen die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens nicht in 
Frage zu stellen:

3.4.1 In Bezug auf das Schlafapnoe-Syndrom, das erst anlässlich der von 
den MEDAS-Gutachtern empfohlenen ergänzenden Schlaflaboruntersu-
chung und „überraschenderweise“ (Gutachten, S. 41) festgestellt worden 
war, ist den Berichten des behandelnden Pneumologen zu entnehmen, 
dass mittlerweile eine kontrollierte Situation vorliegt. Dr. med. G.________ 
berichtete weiter, dass der Beschwerdeführer die zumutbare (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 26. Mai 2010, 8C_53/2010, E. 5.2.1 [betreffend 
CPAP-Therapie]) APAP-Therapie (Automatic Positive Airway Pressure) 
konsequent einhält und er von einer besseren Schlafqualität profitiert. 
Während der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der schlafmedizinischen Un-
tersuchung im Rahmen der MEDAS-Begutachtung noch einen Apnoe-
Hypopnoe-Index (AHI) von 31.9/h bzw. 31.6/h aufwies (Gutachten, S. 38 
und S. 41), was einem schweren obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom ent-
spricht, liegt der AHI unter der APAP-Therapie mit konsequent angewand-
ter Nutzung aktuell noch bei lediglich 1.2/h (act. I 3, S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 12

3.4.2 Was hingegen die gemäss Dr. med. G.________ vom Beschwerde-
führer nach wie vor geklagte Müdigkeit und die Tagesschläfrigkeit anbe-
langt, ist zu beachten, dass der ESS-Wert (Epworth Sleepiness Scale) ein-
zig die retrospektive subjektive Einschätzung der Personen wiedergibt 
(zum Ganzen: www.wikipedia.ch). Für diesen Fall haben die MEDAS-
Experten die Indikation einer erneuten neurologischen Begutachtung be-
reits im Gutachten (S. 11) mit nachvollziehbarer und überzeugender 
Begründung auch aus neurologischer Sicht verneint (vgl. auch Stellung-
nahme vom 25. Februar 2019, S. 2). Für den Fall, dass die gutachterlich 
sorgfältig abgeklärte Symptomatologie – d.h. insbesondere die Müdigkeit –, 
die potentiell dem Schlafapnoe-Syndrom zuordenbar wäre, trotz Behand-
lung nicht abklingt, wurde festgehalten, dass von keiner Authentizität dieser 
Symptome auszugehen sei. Damit wäre schon retrospektiv allein die 
(psychiatrisch begründete) 20%-ige Einschränkung in der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit anzunehmen (S. 11), weil diesfalls das „ganze Gesche-
hen durch die funktionelle Überlagerung erklärt und der Befund des schwe-
ren Schlafapnoe-Syndroms quasi als asymptomatischer Zufallsbefund zu 
werten“ (S. 9) wäre. Ein deutlich vermehrter Schlafdruck tagsüber war auf-
grund des völlig normalen Einschlaflatenztests nicht objektivierbar. Die 
Gutachter gingen deshalb schon vor Beginn der Therapie von einer erheb-
lichen funktionellen Überlagerung aus (vgl. Gutachten, S. 41). Die für den 
Fall des beschränkten Therapieerfolgs abgegebene Expertise ist – entge-
gen der Kritik des Beschwerdeführers (Eingabe vom 29. Januar 2019, S. 2 
unten) – ohne weiteres nachvollziehbar und überzeugt. 

Wenn Dr. med. G.________ in Erwägung zieht, die anhaltende Müdigkeit 
könnte möglicherweise auf den 2012 erlittenen Infarkt zurückzuführen sein 
(vgl. act. I 3, S. 2), vermag der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten. Der neurologische Gutachter hat diese Frage über-
zeugend verneint. Er legte dar, dass Patienten, die im Anschluss an einen 
Hirninfarkt eine Fatigue-Symptomatik entwickeln, eine durchgehende ver-
mehrte Müdigkeit beklagen würden. Dies sei beim Beschwerdeführer je-
doch nicht der Fall; vielmehr sei seine Müdigkeit eindeutig an den 
Tagesablauf gebunden bzw. trete immer (erst) am Nachmittag auf (Gutach-
ten, S. 41). Mit diesen schlüssigen, im Gesamtgutachten eingebundenen, 
fachärztlichen Ausführungen setzte sich Dr. med. G.________ nicht aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 13

einander, wobei offen bleiben kann, ob er vom Gutachten überhaupt 
Kenntnis hatte. Aus diesen Gründen und mit Blick auf die in der Expertise 
mehrfach genannten Inkonsistenzen (z.B. nicht authentisches Zucken [S. 
10], nicht nachvollziehbare Gangunsicherheit [S. 40], völlig normaler Ein-
schlaflatenztest [S. 41]) kann aus den beim behandelnden Arzt präsentier-
ten ESS-Werten weder eine relevante Einschränkung in der 
Leistungsfähigkeit abgeleitet werden noch geben sie Anlass zu einer er-
neuten (Verlaufs-)Begutachtung.

3.5 Damit besteht für die angestammte Tätigkeit seit Dezember 2013 
und für angepasste Tätigkeiten seit Oktober 2013 eine 20%-ige Einschrän-
kung in der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (Gutachten, S. 11). Ob diese 
(psychiatrisch begründete) Einschränkung auch aus rechtlicher Sicht zu 
berücksichtigen ist (vgl. BGE 143 V 418, 141 V 281), braucht nicht näher 
geprüft zu werden. Denn im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-
ginns, d.h. im Mai 2014 (vgl. act. II 1 [Anmeldung zum Leistungsbezug vom 
11. November 2013]; Art. 29 Abs. 1 IVG) erreicht die Arbeitsunfähigkeit 
bereits aus medizinischer Sicht das zur Leistungsbegründung erforderliche 
Ausmass nicht mehr.

3.6 Zusammenfassend ist die Verfügung vom 10. November 2015 (act. 
II 59) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Zu beurteilen ist die Ver-
fügung vom 10. November 2015 (act. II 59; vgl. Entscheid des BGer vom 
31. März 2015, 8C_309/2014, E. 3.3.2). Die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem Ausgang des Verfahrens der unter-
liegende Beschwerdeführer zu tragen. Sie werden dem in gleicher Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss (vgl. IV/2015/1109) entnommen.

4.2 Die Kosten eines kantonalen Gerichtsgutachtens können der
IV-Stelle nicht systematisch überbunden werden, sondern nur dann, wenn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 14

die Abklärungen der Verwaltung lückenhaft oder klar ungenügend waren 
und das Gerichtsgutachten dazu dienen soll, die Mängel des Verwaltungs-
verfahrens zu beheben. Es muss also ein Zusammenhang zwischen den 
Mängeln der administrativen Abklärungen und der Notwendigkeit der An-
ordnung eines Gerichtsgutachtens bestehen. Dies ist namentlich zu beja-
hen, wenn die Verwaltung einen offensichtlichen Widerspruch zwischen 
verschiedenen im Dossier enthaltenen medizinischen Beurteilungen nicht 
mit objektiver Begründung auflöst, die Verwaltung eine oder mehrere für 
die Beurteilung bzw. Würdigung der medizinischen Situation notwendigen 
Fragen offen lässt oder sich die Verwaltung auf ein Gutachten stützt, wel-
ches die Anforderungen an den Beweiswert einer medizinischen Expertise 
offensichtlich nicht erfüllt. In diesen Fällen handelt es sich bei den Kosten 
des Gutachtens um Kosten des Abklärungsverfahrens im Sinne von Art. 45 
ATSG. Hat die Verwaltung hingegen den Untersuchungsgrundsatz einge-
halten und sich auf schlüssige und übereinstimmende Unterlagen oder auf 
ein gemäss Rechtsprechung voll beweiskräftiges Gutachten gestützt und 
gibt das kantonale Gericht aus anderen Gründen (z.B. nach der Erstellung 
neuer medizinischer Berichte oder eines Privatgutachtens) ein Gerichtsgut-
achten in Auftrag, so können der Verwaltung die Gutachterkosten nicht 
überbunden werden. In diesem Fall handelt es sich bei den Gutachterkos-
ten um Kosten des Gerichtsverfahrens im Sinne von Art. 69 Abs. 1bis IVG 
(BGE 140 V 70 E. 6.1 S. 75, 139 V 496 E. 4.3 f. S. 501).

Vorliegend war ein Gerichtsgutachten einzuholen, weil die Berichte des 
RAD (act. II 37/3, 44/2, 58/3), worauf sich die Beschwerdegegnerin bei Er-
lass der angefochtenen Verfügung (act. II 59) gestützt hatte, die Anforde-
rungen an den Beweiswert einer medizinischen Einschätzung nicht erfüllten 
bzw. nicht geeignet waren, einen invalidenversicherungsrechtlich relevan-
ten Gesundheitsschaden verlässlich zu verneinen (BGer 8C_135/2017, 
E. 4.4). Bei den Kosten des Gerichtsgutachtens (Fr. 12‘971.80 + 
Fr. 151.80, d.h. von total Fr. 13‘123.60 [Rechnungen im Gerichtsdossier]) 
handelt es sich funktionell folglich um solche des Abklärungsverfahrens im 
Sinne von Art. 45 ATSG, welche auf die Verwaltung zu überwälzen sind. 
Diese Kosten werden deshalb der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung 
auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juni 2019, IV/2017/807, Seite 15

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 13‘123.60 werden der Be-
schwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt und sind an die Gerichts-
kasse zu überweisen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.