# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a68643c-0b21-5ec9-8e40-c82756fe47a3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 28.09.2016 BRGE III Nr. 0217/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-III-Nr--0217-20_2016-09-28.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

3. Abteilung 

 

 

 
 
 
 
G.-Nr. R3.2016.00166 
BRGE III Nr. 0217/2016 

 
 
 
 
  Entscheid vom 28. September 2016 
 
 
 

 

Mitwirkende Abteilungspräsident Felix Müller, Ersatzrichter Reinhold Schätzle, Baurich-
ter Eugen Staub, Gerichtsschreiber Christoph Forster     

 
 
 

in Sachen Rekurrentin 

Schweizerische Eidgenossenschaft, Departement für Verteidigung,  
Bevölkerungsschutz und Sport VBS, 3003 Bern  

 

 

gegen Rekursgegner 

Stadtrat Dübendorf, Usterstrasse 2, 8600 Dübendorf  

 

 

 
betreffend Stadtratsbeschluss vom 7. April 2016; Ergänzung der kommunalen Natur- 

und Landschaftsschutzverordnung betreffend Objekt "Flugfeld/Äschen-
wisen, Trockenstandort (Magerwiese)", Dübendorf 
_______________________________________________________ 

 

 

R3.2016.00166 Seite 2 

hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 7. April 2016 ergänzte der Stadtrat Dübendorf die Ver-

ordnung über den Schutz von Naturschutzgebieten mit kommunaler Bedeu-

tung in Dübendorf (nachfolgend Schutzverordnung bzw. SVO), mit welcher 

das gleichzeitig ins kommunale Inventar der Natur- und Landschaftsschutz-

objekte aufgenommene Objekt Nr. 1.E.30 Trockenstandort Flugfeld/ 

Äschenwisen auf den Grundstücken Kat.-Nrn. 16342, 16343 und 17535 in 

Dübendorf unter Schutz gestellt wurde.  

B. 

Hiergegen erhob die Schweizerische Eidgenossenschaft, Departement für 

Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, mit Eingabe vom 6. Mai 

2016 rechtzeitig Rekurs beim Baurekursgericht des Kantons Zürich und 

beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, soweit damit 

die Schutzverordnung mit dem Trockenstandort Flugfeld/Äschenwisen er-

gänzt wurde.  

C. 

Mit Verfügung vom 13. Mai 2016 wurde vom Rekurseingang Vormerk ge-

nommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.  

D. 

Mit Eingabe vom 13. Juni 2016 beantragte die Vorinstanz die Abweisung 

des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei.  

E. 

Mit Stempelverfügung vom 29. Juni 2016 wurde das Gesuch der Rekurren-

tin auf Erstreckung der Frist zur Einreichung der Replik abgelehnt.  

F. 

Mit Eingabe vom 5. Juli 2016 erstattete die Rekurrentin fristgerecht ihre 

Replik und hielt an den gestellten Anträgen fest, unter Kostenfolge sinnge-

mäss zulasten des Rekursgegners.  

 

 

R3.2016.00166 Seite 3 

G. 

Mit Eingabe vom 14. Juli 2016 verzichtete die hierzu eingeladene Vor-

instanz ausdrücklich auf die Erstattung einer Duplik.  

H. 

Auf die Parteivorbringen wird, soweit zur Entscheidbegründung erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen.  

Es kommt in Betracht: 

1.1. 

Die Vorinstanz beantragt, auf den Rekurs nicht einzutreten. Sie macht gel-

tend, dass die Rekurseingabe den Formerfordernissen nicht genüge. Der 

Rekursschrift seien weder der angefochtene Beschluss noch Beweismittel 

beigelegt worden. Ebenso wenig seien Beweismittel in der Rekursbegrün-

dung angerufen oder bezeichnet worden.  

1.2. 

Gemäss § 23 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRG] muss die Re-

kursschrift einen Antrag und eine Begründung enthalten. Der angefochtene 

Entscheid ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Dabei genügt es, 

wenn der angefochtene Entscheid anhand der Rekurseingabe bestimmbar 

ist, zumal er in den vorinstanzlichen Akten, die von der Rekursinstanz von 

Amtes wegen beigezogen werden (§ 26a Abs. 1 VRG), enthalten sein muss 

(Alain Griffel, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 23 

Rz. 24).  

In der Rekurseingabe beschreibt die Rekurrentin den Gegenstand des an-

gefochtenen Entscheides und verweist zudem auf das Protokoll der Sitzung 

vom 7. April 2016 des Stadtrates Dübendorf. Daraus ergibt sich eindeutig, 

dass sich der vorliegende Rekurs gegen den am 7. April 2016 gefällten 

Entscheid in der eingangs genannten Sache richtet. Der angefochtene, an-

fänglich von der Rekurrentin der Rekurseingabe nicht beigelegte Entscheid 

konnte gestützt auf diese Angaben denn auch ohne Weiteres beigezogen 

 

 

R3.2016.00166 Seite 4 

werden. Aus ihren Vorbringen bezüglich der Einreichung des angefochte-

nen Entscheides vermag die Vorinstanz somit nichts zu Gunsten ihres 

Standpunktes abzuleiten.  

1.3. 

Beweismittel sind gemäss § 23 Abs. 3 VRG der Rekursschrift ebenfalls bei-

zulegen oder zumindest genau zu bezeichnen. Dabei handelt es sich um 

eine blosse Ordnungsvorschrift. Dies bedeutet, dass ihre Missachtung kei-

nen Grund bildet, auf den Rekurs nicht einzutreten. Aufgrund der 

Untersuchungsmaxime obliegt es den Behörden, Fehlendes 

einzuverlangen. Es ist zudem auch im eigenen Interesse der Rekurs erhe-

benden Partei, Beweismittel beizulegen (Alain Griffel, § 23 Rz. 26).  

Dass mit Rekurseingabe keine Beweismittel eingereicht oder bezeichnet 

wurden, führt entgegen der Auffassung der Vorinstanz somit nicht dazu, 

dass auf den Rekurs nicht einzutreten wäre. Auch insoweit erweist sich der 

formellrechtliche Einwand der Vorinstanz als unbegründet. Bemerkungs-

weise ist festzuhalten, dass die Rekurrentin mit der Replik nunmehr diverse 

Beweismittel zu den Akten gereicht hat. Aufgrund der im Rekursverfahren 

geltenden Untersuchungsmaxime spricht nichts dagegen, diese – soweit 

sie sachdienlich sind – zu berücksichtigen.  

1.4. 

Zur Rekursberechtigung der Rekurrentin ist festzuhalten, dass diese als Ei-

gentümerin der streitbetroffenen Parzellen und damit als Adressatin des 

angefochtenen Beschlusses ohne weiteres im Sinne von § 338a des Pla-

nungs- und Baugesetzes (PBG) zum Rekurs legitimiert ist.  

1.5. 

Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind – namentlich die 

sachliche Zuständigkeit des Baurekursgerichts – und sich die formellrechtli-

che Einwände der Vorinstanz als unbegründet erweisen, ist auf den Rekurs 

einzutreten.  

2. 

Die Grundstücke Kat.-Nrn. 16342, 16343 und 17535 der Rekurrentin sind 

gemäss geltender Bau- und Zonenordnung (BZO) der Landwirtschaftszone 

 

 

R3.2016.00166 Seite 5 

zugewiesen und Teil eines grösseren, zum Flugplatz Dübendorf gehören-

den Gebiets. Auf diesen Grundstücken befindet sich der durch die Vorin-

stanz nunmehr inventarisierte und unter Schutz gestellte Trockenstandort 

Flugfeld/Äschenwisen, welcher einen jeweils 50 m breiten Streifen Mager-

wiesen beidseitig entlang der asphaltierten Start- und Landebahn umfasst.  

Die strittige Unterschutzstellung hat eine umfassende und ungeschmälerte 

Erhaltung des fraglichen Trockenstandortes als Lebensraum seltener und 

geschützter Pflanzen- und Tierarten, Pflanzengesellschaften und Tierge-

meinschaften, als belebende Landschaftselemente sowie als Zeugen frühe-

rer Bewirtschaftungsformen zur Folge. In den Schutzgebieten sind im We-

sentlichen alle Tätigkeiten, Vorkehren und Einrichtungen verboten, welche 

das Schutzziel gefährden, namentlich Pflanzen und Tiere beeinträchtigen 

oder die Beschaffenheit des Bodens oder die anderen natürlichen Verhält-

nisse nachteilig verändern, ferner solche, die im Landschaftsbild störend in 

Erscheinung treten (s. Art. 2 ff. SVO).  

3.1. 

Die Rekurrentin wendet dagegen zusammengefasst ein, dass eine Unter-

schutzstellung der Magerwiese entlang der Piste als Trockenstandort einen 

erheblichen Einfluss auf die aktuelle (militärische) und die zukünftige (mili-

tärische und zivile) Nutzung der Piste habe und mit bundesrechtlichen Be-

stimmungen in Konflikt stünde. Die Vorinstanz setze sich mit der Unter-

schutzstellung über übergeordnete Planungsgrundlagen (Sachplan Militär 

2001) hinweg und missachte weitere, noch nicht rechtskräftige Planungs-

grundlagen des Bundes; so das als Entwurf vorliegende Übergangsobjekt-

blatt des Sachplans Militär und den ebenfalls im Entwurf vorgelegten Kon-

zeptteil des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt. Die Unterschutzstellung 

und die damit verbundenen Auflagen würden die Flugsicherheit gefährden, 

zumal die Sicherheitsanforderungen auf zivil genutzten Flugplätzen gemäss 

Empfehlungen und Normen des Übereinkommens der internationalen Zivil-

luftfahrt (ICAO) nicht eingehalten werden könnten. Eine Flugpiste sei in ei-

nem Pistenstreifen eingebettet. Dieser müsse frei von Hindernissen sein, 

um im Notfall als Überrollfläche dienen zu können. Die Rekurrentin bestrei-

tet den Wert der fraglichen Trockenwiese als schützenswerten Lebensraum 

nicht. Unter dem Aspekt der Flugsicherheit sei aber bislang eine maximale 

Aufwuchshöhe der Trockenwiese festgelegt worden. Dadurch könnten die 

Schutzanforderungen zwar nicht vollumfänglich eingehalten, aber der Er-

 

 

R3.2016.00166 Seite 6 

halt der Trockenwiese dennoch sichergestellt werden. Das Interesse der 

Flugsicherheit überwiege hier klarerweise dasjenige des Naturschutzes, 

zumal Alternativen innerhalb des Perimeters des zukünftigen Innovati-

onsparkes bestünden.  

3.2. 

Dem hält die Vorinstanz entgegen, dass keine Veranlassung bestehe, auf 

eine Unterschutzstellung zu verzichten, zumal die naturschützerische Be-

deutung ausgewiesen sei und die Gemeinden verpflichtet seien, den 

Schutz von wertvollen Naturräumen zu sichern. Zu beachten sei, dass es 

sich beim Militärflugplatz Dübendorf um eine militärische Anlage handle 

und die Rekurrentin als Vertreterin des Bundes selbst darauf hinweise, 

dass die Piste durch die Armee gar nicht mehr benötigt werde. Aus einer 

planungsrechtlich nicht gesicherten Absicht einer allenfalls längerfristig vor-

gesehenen zivilen Nutzung durch eine private Flugplatzbetreiberin könne 

die Rekurrentin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dem allfälligen privaten 

Interesse einer privaten Flugplatzbetreiberin würde ohnehin das öffentliche 

Interesse an der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen des Natur-

schutzes vorgehen. Die Rekurrentin als Vertreterin des Bundes dürfe nicht 

einseitig die Interessen der Luftfahrt in den Vordergrund stellen, sondern 

sei als Vertreterin des Bundes verpflichtet, die Interessen des Naturschut-

zes gleichwertig in die Überlegungen einzubeziehen. Der Bund habe selbst 

festgestellt, dass die Trockenwiesen auf dem Gelände des Militärflugplat-

zes eine hohe Bedeutung hätten. Zu Recht gehe er selber davon aus, dass 

es sich hierbei um einen zu schützenden Lebensraum handle. Der Bund 

habe denn auch die entsprechenden Flächen mit der Aufnahme in die Tro-

ckenwiesenverordnung zur Unterschutzstellung auf nationaler Ebene vor-

gesehen. Die Flächen seien zwar in der endgültigen Fassung der Trocken-

wiesenverordnung nicht aufgenommen worden, indes sei der Status der 

Schutzwürdigkeit nach wie vor gegeben. Schliesslich seien noch unzählige 

Verfahren zu durchlaufen, sollte dereinst auf dem heutigen Militärflugplatz 

ein ziviler Flugbetrieb aufgenommen werden. Im Rahmen dieser Verfahren 

bliebe noch genügend Zeit und Raum, die notwendigen Interessenabwä-

gung zwischen den Schutzinteressen des Naturschutzes und allenfalls vor-

handenen anderen öffentlichen oder privaten Interessen vorzunehmen und 

entsprechende Regelungen über die Bewirtschaftung der geschützten Flä-

chen auszuhandeln. Es bestehe jedenfalls zum heutigen Zeitpunkt weder 

 

 

R3.2016.00166 Seite 7 

sachlich noch rechtlich ein Widerspruch, welcher einer Unterschutzstellung 

entgegen stehen würde.  

4.1. 

Art. 103 Abs. 1 der Kantonsverfassung (KV) verpflichtet den Kanton und die 

Gemeinden dazu, für die Erhaltung und den Schutz der Tier- und Pflan-

zenwelt zu sorgen. Zu den Naturschutzobjekten zählen unter anderem Le-

bensräume für seltene oder bedrohte Tier- und Pflanzenarten oder 

-gesellschaften, namentlich Feuchtgebiete, Ufervegetationen, Trocken-

standorte, Magerwiesen, wertvolle Bäume und Baumbestände, Hecken, 

Feldgehölze, Öd- und Waldflächen (§ 13 Abs. 1 der Kantonalen Natur- und 

Heimatschutzverordnung [KNHV] in Verbindung mit § 203 Abs. 1 PBG). 

Der Schutz solcher Objekte erfolgt durch die in § 205 PBG aufgezählten 

Massnahmen. Soll ein grösseres Gebiet unter Schutz gestellt werden, ist 

zum Instrument der Schutzverordnung gemäss § 205 lit. b PBG zu greifen 

(Christoph Fritzsche/Peter Bösch/Thomas Wipf, Zürcher Planungs- und 

Baurecht, 5. A., Zürich 2011, S. 216).  

Massnahmen des Natur- und Heimatschutzes sind, da sie die in der Bun-

desverfassung (BV) verankerte Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) tangieren, 

nur zulässig, wenn sie auf einer genügend bestimmten, generell-abstrakten 

Grundlage beruhen, durch ein öffentliches Interesse gedeckt sind und das 

Prinzip der Verhältnismässigkeit wahren (Art. 36 Abs. 2 und 3 BV).  

4.2. 

Unbestritten und wie oben ausgeführt besteht für den Eingriff in die Eigen-

tumsrechte der Rekurrentin eine ausreichende Rechtsgrundlage. Die Re-

kurrentin anerkennt zudem die fragliche Trockenwiese als schützenswerten 

Lebensraum nach Art. 18 Abs. 1
bis

 des Bundesgesetzes über den Natur- 

und Heimatschutz (NHG). Fraglich ist vorliegend, ob die Unterschutzstel-

lung vor dem Verhältnismässigkeitsprinzip stand hält. Die Rekurrentin hält 

dafür, dass das Interesse der Flugsicherheit vorliegend dasjenige des Na-

turschutzes überwiege. Die Vorinstanz verneint demgegenüber die Not-

wendigkeit der Vornahme einer Interessenabwägung im jetzigen Zeitpunkt. 

Im Rahmen des angefochtenen Unterschutzstellungsentscheides hat sie 

denn auch keine solche vorgenommen.  

 

 

R3.2016.00166 Seite 8 

Das Verhältnismässigkeitsprinzip im engeren Sinn verlangt, dass eine 

Schutzmassnahme durch ein das private Interesse überwiegendes öffentli-

ches Interesse gerechtfertigt ist. Nur so ist die Massnahme für den Rechts-

unterworfenen zumutbar (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 613 ff.). 

Für Einschränkungen von aus öffentlichrechtlichem Eigentum abgeleiteten 

Rechten gilt dies entsprechend. Auch solche Rechte können gegen den 

Willen der berechtigten Körperschaft nur beschränkt werden, soweit eine 

gesetzliche Grundlage vorhanden ist, ein öffentliches Interesse an den Be-

schränkungen besteht und die angeordneten Massnahmen verhältnismäs-

sig sind.  

4.3. 

Das Gemeinwesen hat im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung eine 

einzelfallbezogene Interessenabwägung vorzunehmen. Weshalb dies für 

die vorliegend strittige Unterschutzstellung nicht gelten soll, ist unerfindlich. 

Bei jeder Anordnung einer Massnahme des Natur- und Heimatschutzes hat 

sich die Behörde mit den damit verfolgten und (allenfalls) gegenläufigen 

privaten oder – wie vorliegend – öffentlichen Interessen auseinanderzuset-

zen und diese gegeneinander abzuwägen. Denn auch bei gegebener 

Schutzwürdigkeit kann aus Verhältnismässigkeitsgründen immer noch auf 

eine Unterschutzstellung ganz verzichtet oder es können unter Berücksich-

tigung der Interessen der Eigentümerschaft allenfalls weniger einschrän-

kende Auflagen statuiert werden. Eine solche einzelfallbezogene Interes-

senabwägung setzt allerdings voraus, dass die Besonderheiten des von der 

Unterschutzstellung betroffenen Betriebs bekannt sind. Denn nur auf dieser 

Grundlage lässt sich beurteilen, ob die sich aus einer Unterschutzstellung 

ergebenden Auflagen vor dem Verhältnismässigkeitsprinzip stand halten. 

Erst wenn bekannt ist, welche Nutzungsmöglichkeiten dem Eigentümer 

verbleiben, lässt sich der konkrete Schutzumfang auf seine Verhältnismäs-

sigkeit hin überprüfen. Vorliegend blieb gänzlich ungeklärt, inwiefern sich 

eine Unterschutzstellung des fraglichen Trockenstandortes entlang der 

Flugpiste auf die heutige und allenfalls künftige Nutzung des Flugplatzes 

auswirken könnte. Unklar ist insbesondere, ob und inwiefern der Betrieb 

des Flugplatzes bzw. die Flugsicherheit durch die sich aus der Schutzver-

ordnung ergebenden Auflagen tangiert wäre. Die Vorinstanz hat sich im 

angefochtenen Entscheid mit den aus der Unterschutzstellung für die Nut-

 

 

R3.2016.00166 Seite 9 

zung der betroffenen Grundstücke ergebenden Folgen nicht auseinander-

gesetzt.  

Ihre Argumentation, wonach eine Interessenabwägung zu einem späteren 

Zeitpunkt erfolgen könne, da bis zur allfälligen Aufnahme eines zivilen 

Flugbetriebs noch unzählige Verfahren zu durchlaufen seien, verfängt nicht. 

Auch wenn die militärische Nutzung des Flugplatzes in naher Zukunft auf-

gegebenen werden soll, gilt der Flugplatz Dübendorf gemäss gültigem Ob-

jektblatt des Sachplans Militär 2001 zurzeit noch als (zivil mitbenutzter) Mili-

tärflugplatz. Dies gilt es zu berücksichtigen, wie auch den Umstand, dass 

Bestrebungen im Gange sind, den Flugplatz inskünftig in eine zivil-

aviatische Nutzung zu überführen. Interessen der Rekurrentin, die einer 

Unterschutzstellung entgegen stehen könnten, könnten sich mithin nicht 

nur aus der heutigen Nutzung, sondern auch aus dem bereits mehrfach 

geäusserten Willen des Bundes (so etwa zuletzt mit der Anpassung des 

allgemeinen Teils [Konzeptteil] des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt [SIL] 

vom 31. August 2016, www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/politik/luftfahrtpoli-

tik/sachplan-infrastruktur-der-luftfahrt--sil-.html) bezüglich einer künftigen 

zivilaviatischen Nutzung ergeben. Die sich aus den Planungsgrundlagen für 

die Eigentümer in absehbarer Weise ergebenden künftigen Nutzungsmög-

lichkeiten dürfen nicht ausser Acht gelassen werden.  

4.4. 

Demnach ist der Rekurs teilweise gutzuheissen und der angefochtene Ent-

scheid ist insoweit aufzuheben, als damit die kommunale Verordnung über 

den Schutz von Naturschutzgebieten mit kommunaler Bedeutung um den 

Trockenstandort Flugfeld/Äschenwisen ergänzt wurde (Dispositivziffer 2).  

Angesichts der unklaren Sachlage ist die Angelegenheit im Sinne der vor-

stehenden Erwägungen zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. Da sicherheitsrelevante luftfahrtspezifische Fragen zu beantwor-

ten sind, hat sie hierzu einen entsprechenden Sachverständigen beizuzie-

hen (§ 7 Abs. 1 VRG). Zudem hat sie die im Zusammenhang mit einer Un-

terschutzstellung erforderliche Interessenabwägung vorzunehmen und er-

neut über die den Trockenstandort Flugfeld/Äschenwisen betreffenden 

Schutzmassnahmen oder den Verzicht darauf zu befinden.  

[….] 

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