# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa5af8ae-e4a7-5d1c-8424-a6b984ea68fc
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.02.2025 BB.2024.5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2024-5_2025-02-05.pdf

## Full Text

Beschluss vom 5. Februar 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Miriam Forni und Nathalie Zufferey, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., Rechtsanwalt,  

 
Beschwerdeführer 

 
 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Vorinstanz  BUNDESSTRAFGERICHT, Strafkammer, 
 
 
 

Gegenstand  Entschädigung der amtlichen Verteidigung 
(Art. 135 Abs. 3 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2024.5 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit Ziffer IX.1.2 des Dispositivs 
des Urteils SK.2020.40 vom 15. November 2021 Rechtsanwalt A. (nachfol-
gend «RA A.») für die amtliche Verteidigung von B. eine Entschädigung in 
der Höhe von Fr. 253'600.– (inkl. MwSt.) zusprach (vgl. act. 1.1); 

 
- das schriftlich begründete Urteil RA A. am 3. Januar 2024 zugestellt wurde 

(vgl. act. 1.2); 
 

- RA A. dagegen am Montag, 15. Januar 2024 bei der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts mit elektronischer Eingabe Beschwerde erhob, mit 
welcher er in erster Linie die Ausrichtung einer Entschädigung in der Höhe 
von Fr. 420'062.55 (inkl. MwSt. und Auslagen, unter Abzug der bereits erhal-
tenen Akontozahlungen, entsprechend der Honorarnote vom 25. Oktober 
2021) beantragt (act. 1); 

 
- in der Beschwerde darauf hingewiesen wurde, gegen das erwähnte Urteil sei 

von verschiedenen Parteien Berufung angemeldet worden (vgl. act. 1, 
Rz. 46 und act. 1.5), weshalb die Beschwerdekammer die Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts mit Schreiben vom 16. Januar 2024 bat, ihr mitzu-
teilen, ob die Berufungskammer im Verfahren CA.2023.34 auf die Beru-
fung(en) eingetreten sei, bzw. sie zu informieren, sobald der entsprechende 
Entscheid gefällt werde (act. 2); 
 

- die Bundesanwaltschaft mit spontaner Eingabe vom 28. Februar 2024 bean-
tragte, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten und der Nichteintretensent-
scheid sei neben dem Beschwerdeführer auch der Bundesanwaltschaft zu 
eröffnen und der Berufungskammer mitzuteilen (act. 3); 
 

- die Berufungskammer am 3. Februar 2025 u.a. beschloss, die von RA A. mit 
Eingabe vom 15. Januar 2024 bei der Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts erhobene Beschwerde gegen die vorinstanzliche 
Festsetzung des amtlichen Verteidigerhonorars werde im Rahmen des 
Berufungsverfahrens CA.2023.34 behandelt, und die Beschwerdekammer 
ersuchte, der Berufungskammer die im Beschwerdeverfahren BB.2024.5 
ergangenen Akten zu überweisen (act. 6). 
 
 
 

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- mit vorliegender Beschwerde die mit Urteil vom 15. November 2021 von der 
Strafkammer als erstinstanzliches Gericht des Bundes festgelegte Entschä-
digung der amtlichen Verteidigung angefochten wurde; 
 

- gemäss Art. 453 Abs. 1 StPO Rechtsmittel gegen vor Inkrafttreten dieses 
Gesetzes gefällte Entscheide nach bisherigem Recht und von den bisher 
zuständigen Behörden beurteilt werden, womit die per 1. Januar 2024 in 
Kraft getretene Teilrevision der StPO vom 17. Juni 2022 (vgl. AS 2023 468) 
auf den vorliegenden Beschluss keine Auswirkungen hat; 

 
- die amtliche Verteidigung gegen den Entscheid, mit welchem die Strafkam-

mer des Bundesstrafgerichts als erstinstanzliches Gericht die Entschädigun-
gen für deren Bemühungen festsetzt, bei der Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts Beschwerde führen kann (Art. 135 Abs. 3 lit. a StPO [in 
seiner bis 1. Januar 2024 geltenden Fassung; AS 2010 1920] i.V.m. Art. 37 
Abs. 1 StBOG); 

 
- die vorliegende Beschwerde angesichts des strittigen, Fr. 5'000.– überstei-

genden Betrags in Dreierbesetzung zu behandeln ist (Art. 38 StBOG; 
Art. 395 lit. b StPO e contrario); 

 
- wenn der Entscheid betreffend Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

und die Hauptsache angefochten werden, dies zu einer Spaltung des 
Rechtsmittelweges führt, da der Entscheid betreffend Entschädigung der 
amtlichen Verteidigung bei der Beschwerdeinstanz, die Hauptsache hinge-
gen bei der Berufungsinstanz anzufechten ist (vgl. RUCKSTUHL, Basler 
Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 135 StPO N. 15; siehe auch BGE 139 IV 199 
E. 5.6 S. 204 sowie RUCKSTUHL, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 135 
StPO N. 13); 
 

- wegen der Subsidiarität der Beschwerde die Berufung vorgeht (siehe 
BGE 139 IV 199 E. 5.6); 
 

- falls das Berufungsgericht auf die Berufung eintritt, dieses ein neues Urteil 
fällt, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO [in seiner bis 
1. Januar 2024 geltenden Fassung; AS 2010 2006]); 
 

- 4 - 

 

 

- damit das Anfechtungsobjekt des parallelen Beschwerdeverfahrens entfällt; 
diesfalls die Einwände des amtlichen Verteidigers gegen die Höhe seiner 
Entschädigung jedoch mit der Berufung zu behandeln sind (BGE 140 IV 213 
E. 1.4 S. 215; 139 IV 199 E. 5.6); 
 

- die Berufungskammer mit Beschluss vom 3. Februar 2025 bestätigte, auf die 
Berufung (auch) in Bezug auf die Entschädigung des Beschwerdeführers 
einzutreten (act. 6); 
 

- somit vor dem Hintergrund der zitierten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung das vorliegende Beschwerdeverfahren infolge Gegenstandslosigkeit 
abzuschreiben ist und die Akten des Verfahrens BB.2024.5 der Berufungs-
kammer weiterzuleiten sind; 
 

- die Beschwerdegegnerin in ihrem Antrag auf Nichteintreten geltend macht, 
die Beschwerde sei verspätet eingereicht worden, weil die Beschwerdefrist 
von zehn Tagen gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO mit der in der Hauptverhand-
lung erfolgten Eröffnung und mündlichen Begründung des Urteils sowie der 
Aushändigung des Urteilsdispositivs am 15. November 2021 zu laufen 
begonnen habe (act. 3); 
 

- sie dabei die hierzu ergangene und amtlich publizierte Rechtsprechung des 
Bundesgerichts übersieht, wonach die Beschwerdefrist mit der Eröffnung 
des schriftlich begründeten Entscheids zu laufen beginnt (BGE 143 IV 40 
E. 3.4.4); 
 

- die Beschwerdefrist vorliegend somit am dem 3. Januar 2024 folgenden Tag 
zu laufen begann (vgl. Art. 90 Abs. 1 StPO), womit sich der Antrag der 
Beschwerdegegnerin auf Nichteintreten von Beginn weg als unbegründet 
erweist; 

 
- für den vorliegenden Beschluss keine Gerichtsgebühr zu erheben ist; 

 

- 5 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Das Beschwerdeverfahren BB.2024.5 wird als erledigt abgeschrieben. 

 
2. Die Akten des Beschwerdeverfahrens BB.2024.5 werden der Berufungskam-

mer des Bundesstrafgerichts weitergeleitet. 
 
3. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 
 

Bellinzona, 6. Februar 2025 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt A. 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesstrafgericht, Strafkammer (brevi manu) 
- Bundesstrafgericht, Berufungskammer (brevi manu) 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.