# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a46933d0-2ef2-5bf8-9cd5-4edd5e421c87
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 23.01.2024 BK 2023 378
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-378_2024-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 378

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 23. Januar 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Gerber,
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Ueltschi

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

B.________
v.d. Rechtsanwalt C.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Nichtanhandnahme

Strafverfahren wegen Veruntreuung und Diebstahls

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 24. August 2023 (BM 23 30942)

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Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 24. August 2023 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Strafverfahren gegen A.________ 
(nachfolgend: Beschuldigter) wegen angeblicher Veruntreuung und Diebstahls 
nicht an die Hand. Dagegen erhob Rechtsanwalt C.________ im Namen der Straf- 
und Zivilklägerin B.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 7. September 
2023 Beschwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 
des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) und stellte folgende Rechts-
begehren:
1. Es sei festzustellen, dass im Strafverfahren BM 23 30942 das rechtliche Gehör der Beschwerde-

führerin verletzt wurde. 

2. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-Mittelland (Nichtanhand-
nahme) vom 24.08.2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit zur Durchführung eines Straf-
verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Die Vorinstanz sei anzuweisen, ein Strafverfahren zu eröffnen und insbesondere B.________ 
zur Sache zu befragen. 

4. Die Vorinstanz sei anzuweisen, das von der Vorinstanz eröffnete Strafverfahren (vgl. Rechtsbe-
gehren Ziff. 2) mit dem Strafverfahren BM 23 30634 der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, 
Region Bern-Mittelland, zu vereinen. 

 - unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - 

Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer eröffnete daraufhin mit Verfügung 
vom 14. September 2023 ein Beschwerdeverfahren und gab der Generalstaatsan-
waltschaft und dem Beschuldigten Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit Stellung-
nahme vom 20. September 2023 beantragte die Generalstaatsanwaltschaft, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, und die Verfahrenskos-
ten seien der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Mit Schreiben vom 18. September 
2023 reichte der Beschuldigte seine Stellungnahme ein und beantragte ebenfalls 
die Abweisung der Beschwerde. Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer 
verzichtete mit Verfügung vom 21. September 2023 auf die Anordnung eines zwei-
ten Schriftenwechsels. 

2.

2.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde 
geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO, Art. 35 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
[GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Ober-
gerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Zur Beschwerdeführung legitimiert ist jede Partei, 
die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines 
Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführerin ist als Straf- und 
Zivilklägerin durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 

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382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist – un-
ter Vorbehalt des Nachstehenden – einzutreten.

2.2 Der Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren wird durch das Anfechtungsobjekt 
bestimmt und begrenzt. Anfechtungsobjekt ist vorliegend ausschliesslich die Nicht-
anhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. August 2023 und damit 
verbunden die Frage, ob diese das Verfahren zu Recht nicht an die Hand genom-
men hat. Soweit die Beschwerdeführerin Ausführungen zur Gebotenheit der Verei-
nigung mit dem bei der Staatsanwaltschaft hängigen Verfahren BM 23 30634 und 
dem vorliegenden Verfahren BM 23 30942 macht, geht sie über den Streitgegen-
stand hinaus. Im Übrigen wäre ein entsprechender Antrag bei der Staatsanwalt-
schaft zu stellen. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.3 Soweit die Beschwerdeführerin bezüglich der Begründung des hinreichenden Tat-
verdachts auf die Strafanzeige vom 17. Juli 2023 im Verfahren BM 23 30634 ver-
weist, kann sie nicht gehört werden. Dieser Verweis genügt den Begründungsan-
forderungen gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO nicht. Die Begründung der Beschwerde 
muss in der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein. Allgemeine Verweise auf Aus-
führungen in Rechtsschriften anderer Verfahren oder gar auf die Gesamtheit der 
Akten genügen nicht; es kann nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz sein, in Ein-
gaben an andere Behörden oder anderen Verfahren nach Gründen zu suchen, 
weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte bzw. auf einem unrichtig 
oder unvollständig festgestellten Sachverhalt beruhen soll (GUIDON, in: Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 9c zu Art. 396 
StPO mit Hinweisen).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, 
indem sie nicht vorgängig zur Sache befragt worden sei. Dass nicht einvernommen 
worden sei, sei insbesondere störend, da sie Strafantragstellerin und als Erbin Ge-
schädigte sei. Ihr sei nie die Möglichkeit gegeben worden, ihren Strafantrag zu be-
gründen und vom Vorgefallenen zu berichten, wobei ihr das rechtliche Gehör zu 
Unrecht verwehrt geblieben sei. Ebenso sei es nicht nachvollziehbar, dass der bei 
der Räumung meist anwesende D.________ nicht einvernommen worden sei. 

3.2 Wie die Generalstaatsanwaltschaft und die Beschwerdeführerin selbst ausführen, 
besteht beim Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung kein genereller Anspruch 
auf rechtliches Gehör bzw. ist es zulässig, die Antragstellerin oder den Antragsstel-
ler nicht vorgängig zu befragen. Gemäss Bundesgericht muss vor dem Erlass einer 
Nichtanhandnahmeverfügung kein rechtliches Gehör gewährt werden, da diesem 
mit der vorgesehenen Beschwerdemöglichkeit genügend Nachachtung verschafft 
wird. Im Übrigen entspricht es dem Willen des Gesetzgebers, die Parteirechte der 
Privatklägerschaft im polizeilichen Ermittlungsverfahren einzuschränken. Diese hat 
im selbstständigen Ermittlungsverfahren der Polizei nach dem Gesagten keinen 
generellen Anspruch auf rechtliches Gehör. Auch bezieht sich das in Art. 147 StPO 
verankerte Recht auf Anwesenheit bei Beweiserhebungen nur auf das Verfahren 
vor der Staatsanwaltschaft und den Gerichten, nicht jedoch auf das selbstständige 
polizeiliche Ermittlungsverfahren nach Art. 306 StPO (Urteil des Bundesgerichts 

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6B_617/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 3.3.1 f. mit Hinweisen). Entsprechend 
musste vorliegend die Beschwerdeführerin nicht vorgängig zur Sache befragt wer-
den. Im Übrigen war sie gemäss Anzeigerapport bei der Anzeigeerstattung und 
während der Einvernahme von E.________ «Junior» durchgehend anwesend und 
hätte die Gelegenheit gehabt, sich zur Sache zu äussern. Gemäss Anzeigerapport 
soll sie sich allerdings zurückhaltend und «nicht vielsagend» verhalten haben (An-
zeigerapport vom 7. Juli 2023, S. 4 f.). Dadurch erweckte sie zumindest nicht zwin-
gend den Anschein, dass sie sich unbedingt zur Sache äussern wollte. In der Be-
schwerde macht sie zwar geltend, sie hätte im Rahmen einer Befragung mit den 
Aussagen des Beschuldigten konfrontiert werden sollen, was zur Ermittlung des 
Sachverhalts hätte beitragen können, unterlässt es aber, entsprechende inhaltliche 
Ausführungen zu machen. Aus den Akten ist im Übrigen auch nicht klar ersichtlich, 
inwiefern die Beschwerdeführerin bei den Räumungsarbeiten überhaupt beteiligt 
war und Angaben zum Vorgefallenen machen könnte. Im Ergebnis ist im Verzicht 
auf eine vorgängige Befragung der Beschwerdeführerin jedenfalls keine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs ersichtlich. 

4. Zum Sachverhalt geht aus der angefochtenen Verfügung und den Akten hervor, 
dass E.________ «Junior» am 28. April 2023 auf der Polizeiwache Waisenhaus er-
schienen war und angegeben hatte, den Verdacht zu haben, dass anlässlich der 
Räumung des Hauses seiner verstorbenen Grossmutter Gegenstände durch das 
Räumungsunternehmen veruntreut oder gestohlen worden seien. Die Grossmutter 
sei im Jahr 2022 gestorben und habe das Haus sowie den gesamten Hausrat der 
Erbengemeinschaft, bestehend aus der Beschwerdeführerin (Mutter von 
E.________ «Junior») und deren Bruder, überlassen. Im Haus seien nun 
E.________ «Junior» und sein Bruder D.________ wohnhaft. Mit der Verwaltung 
ihres Nachlasses habe die verstorbene Grossmutter das Notariat «F.________» 
beauftragt. Nach Rücksprache mit der Erbengemeinschaft habe der zuständige No-
tar F.________ der «G.________ (GmbH)» die Räumung des Hauses in Auftrag 
gegeben, damit dieses in vorzeigbaren Zustand verkauft werden könne. Zusätzlich 
sei E.________ «Junior» und D.________ das Mietverhältnis gekündigt worden. 
Nachdem diese die Kündigung nicht akzeptiert hätten, habe die Schlichtungs-
behörde entschieden, dass ihnen ein Aufschub für den Auszug gewährt werde, 
weshalb die Brüder nach wie vor im Haus wohnten. Die Räumungsarbeiten hätten 
vom 17. April 2023 bis 19. April 2023 stattgefunden. 

Am 8. Juni 2023 stellte die Beschwerdeführerin Strafantrag gegen den Beschuldig-
ten wegen Diebstahls und Veruntreuung. Gleichentags wurde E.________ «Juni-
or» als Auskunftsperson einvernommen. 

Gemäss den Aussagen von E.________ «Junior» seien sich er und der Beschul-
digte von Anfang uneinig darüber gewesen, wie die Räumung vonstattengehen sol-
le. So sei der Beschuldigte «pressiert» erschienen, während sich E.________ «Ju-
nior» mehr Zeit gewünscht habe, um die Sachen zu sortieren. In einem Raum im 
UG habe ihm der Beschuldigte eine Kiste mit diversen Krügen aus Zinn und eine 
Ofenkachel mit vergoldetem Griff in die Hände gedrückt und ihm gesagt, er solle 
diese wegbringen, da sie wertvoll seien. Daraufhin habe E.________ «Junior» den 
Raum verlassen. Er gehe davon aus, dass der Beschuldigte in dieser Zeit eine 

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Schublade eines Tisches durchsucht habe, da die Position verändert gewesen sei, 
als er zurückgekommen sei. Er wisse nicht, ob sich in der Schublade etwas Wert-
volles befunden habe. Später habe ihm der Beschuldigte ein silbernes «Druckli» 
mit goldenen Füssen übergeben und gesagt, dies könne etwas Wertvolles sein. 
E.________ «Junior» habe dabei gemerkt, dass der Beschuldigte bereits ein Auge 
darauf geworfen gehabt habe, weshalb er sich gedacht habe, er müsse jetzt auf-
passen, was alles entsorgt werde. Ihm sei der Verdacht gekommen, dass der Be-
schuldigte sich vor allem für wertvolle Dinge zu interessieren scheine. Er habe das 
«Druckli» dann in die Waschküche gebracht und dort deponiert. Danach hätten sie 
den Garten ausgeräumt. Dabei seien mehrere Sachen entwendet worden, darunter 
ein Besen und mehrere leere Blumentöpfe. Insgesamt seien gemäss E.________ 
«Junior» zwei Davoserschlitten, ein Bauernschrank samt Inhalt, ein defekter Tisch, 
mehrere Soldatenorden, Blumentöpfe, ein Besen, Fotoalben, ein freistehender 
Elektroradiator, Uhrenboxen aus Holz, Silberbesteck und ein Silbertablar, das er-
wähnte «Druckli» aus Silber und handgemachte Ofenkacheln entwendet worden. 
Anlässlich seiner Einvernahme gab er an, dass sich das erwähnte Silberbesteck in 
einer Kartonschachtel befunden habe. Er denke, es habe aus einem Krug und ei-
nem Tablar bestanden. Es sei möglich, dass sich das Besteck dazu noch in einer 
verschlossenen Kommode im Keller befinde. Er habe das Silberbesteck zuletzt am 
Morgen der Räumung gesehen, als es ihm der Beschuldigte in die Hände gedrückt 
habe. Auf Nachfrage, wie er darauf komme, dass der Beschuldigte die erwähnten 
Sachen gestohlen habe, sagte er aus, es sei einfach komisch abgelaufen. Der Be-
schuldigte habe ihn am nächsten Tag gefragt, ob er Gold gefunden habe, so als 
habe der Beschuldigte bereits Gold gefunden. Schliesslich gab E.________ «Juni-
or» an, er habe noch eine viel grössere Liste von Dingen, die fehlten. 

Gestützt auf diese Vorwürfe wurde der Beschuldigte am 7. Juli 2023 polizeilich ein-
vernommen. Er gab an, dass er von Anfang an von D.________ beschimpft wor-
den sei, da er diesen beim Betreten der Treppe geweckt habe. Während der Auf-
räumarbeiten sei vor allem E.________ anwesend gewesen um mitzuteilen, welche 
Sachen sie behalten wollten. Die Arbeit sei schwierig gewesen, da sich die Brüder 
und ihre Mutter teilweise uneinig gewesen seien, welche Sachen man behalten 
wolle. In seinen Augen habe sich im Haus zu 99 % Müll befunden; viele Sachen 
seien verrottet gewesen und es habe «messie-mässige» Züge gehabt. Total habe 
man sechs Mulden à 10m3 entsorgt. Während der Aufräumarbeiten sei es zu einer 
Auseinandersetzung zwischen den Brüdern gekommen, sodass sein Kollege, wel-
cher ihm geholfen habe, die «Schnauze voll gehabt» und am nächsten Tag nicht 
mehr habe mithelfen wollen. So habe der Beschuldigte kurzfristig einen Tem-
porärangestellten organisieren müssen, welcher aber auch nur am Dienstag er-
schienen sei. Am Mittwoch sei er daher alleine mit den Brüdern gewesen. Dabei sei 
er von D.________ wiederum beschimpft worden, dass er ein fetter, fauler «Siech» 
sei. Er sei daraufhin gegangen und habe den zuständigen Notar informiert. Es sei 
dann vereinbart worden, dass sich die Brüder bei ihm entschuldigten und die Räu-
mungsarbeiten fortgesetzt würden. Die Brüder hätten sich in der Folge aber nicht 
entschuldigt und mitgeteilt, dass sie die restlichen Aufräumarbeiten alleine mach-
ten. 

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In den folgenden Tagen habe er vom Vater der Brüder, E.________ «Senior», ei-
nen Anruf erhalten, in welchem dieser ihn gebeten habe, ihm die Quittungen für die 
Mulden zukommen zu lassen. Diese habe er sodann dem Notar zukommen lassen. 
Weiter habe er unzählige Telefonanrufe und Textnachrichten der Brüder erhalten, 
welche ihn beschuldigt hätten, Sachen entwendet zu haben. Auf Nachfrage fügte 
der Beschuldigte an, es sei lediglich möglich gewesen, dass Sachen aus den Mul-
den entfernt worden seien, aber nicht vom Inneren des Hauses. 

5. Die Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung folgendermassen:

[…]

Bei der informellen Sachverhaltsaufnahme anlässlich der Anzeigeerstattung nannte E.________ Ge-
genstände als gestohlen, von denen er nur vermutete, dass sie sich im Haus befunden hätten. So will 
er die (angeblich) fehlende Armeeuniform und das Offiziersschwert seines Grossvaters nie physisch 
gesehen haben. Von deren Existenz wisse er nur von Fotos. Auch das Silberbesteck habe er nie ge-
sehen, da seine Grossmutter aber wohlhabend gewesen sei, müsse sich irgendwo im Haus Silberbe-
steck befunden haben (s. dazu Anzeigerapport S. 4 Abs. 2). Anlässlich der Einvernahme vom 
08.06.2023 gab er hingegen an, das Silberbesteck zuletzt am Montagmorgen gesehen zu haben, als 
es A.________ ihm in die Hand gedrückt habe. Zudem räumt er ein, dass es möglich sei, dass sich 
das Besteck noch in einer Kommode befinde, die noch im Keller stehe, zu der aber der Schlüssel feh-
le (Z. 125 ff.). 

Gegen eine Wegnahme von Gegenständen durch A.________ spricht aber auch, dass dieser ihm 
wertvoll erscheinende Gegenstände nicht einfach geräumt, sondern E.________ übergeben hat. So 
z.B. Zinnkrüge und eine Ofenkachel mit vergoldetem Griff, aber auch das «silberne Druckli», welches 
jetzt angeblich fehlt (s. EV-Protokoll E.________ Z. 50 — 60). Es würde absolut keinen Sinn machen, 
die wertvoll erscheinenden Gegenstände zuerst E.________ zu übergeben und diesen auf deren 
Existenz aufmerksam zu machen, um sie dann anschliessend zu stehlen. 

Und selbst wenn die im Protokoll auf den Z. 107 - 118 aufgezählten und angeblich fehlenden Ge-
genstände entsorgt worden wären, kann dem Beschuldigten kein deliktischer Vorsatz nachgewiesen 
werden, da beim Auftrag, ein Haus zu räumen, damit es zum Verkauf präsentiert werden kann, 
grundsätzlich alles geräumt werden muss. So durfte der Beschuldigte auch bei der Räumung dieses 
messie-ähnlichen Haushalts, bei welcher insgesamt sechs Schuttmulden à 10 m3 entsorgt werden 
mussten (s. EV A.________ Z. 23 - 28), davon ausgehen, dass auch Gegenstände wie z.B. ein Be-
sen, ein defekter Tisch, leere Blumentöpfe, ein Gartenschlauch, Steine, Fotoalben sowie Soldatenor-
den (Z. 88, 107 - 118), entsorgt werden sollten. 

Dazu beigetragen, dass möglicherweise auch Gegenstände entsorgt wurden, welche die Privatkläge-
rin (Erbin und Mutter der Gebrüder E.________) hätte behalten wollen, mag auch die Tatsache ha-
ben, dass die beiden Brüder entgegen der Abmachung die Wertsachen nicht schon vor der Räumung 
aussortiert und weggebracht hatten (EV A.________ Z. 28 - 30). 

Erschwerend kam dazu, dass A.________ am ersten Tag von einem Kollegen und am zweiten Tag 
von einem Temporärarbeiter unterstützt wurde. So ist denkbar und kann nicht ausgeschlossen wer-
den, dass diesen Mitarbeitern nicht mitgeteilt wurde, dass die eingeklagten Gegenstände nicht ent-
sorgt werden sollten. Ohne dieses Wissen durften sie davon ausgehen, dass auch diese zu räumen 
sind.

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Schliesslich begründet auch E.________ seinen Verdacht abschliessend lediglich damit, dass die 
Räumung einfach «komisch» abgelaufen sei und bei ihm «Zweifel» aufgekommen seien, weil der Be-
schuldigte ihn am zweiten Tag gefragt habe, ob sie noch Gold gefunden hätten, so als habe er das 
Gold bereits gefunden. Auch das ist ein reines Bauchgefühl, das obendrein nicht nachvollziehbar ist. 
Denn hätte der Beschuldigte tatsächlich in dem Hausrat Gold gefunden und entwendet, hätte er ihn 
sicher nicht auf das Gold aufmerksam gemacht.

Bei den Beschuldigungen handelt es sich demnach um Vermutungen, die keinen hinreichenden Tat-
verdacht zu begründen vermögen. 

Aus diesen Gründen wird das Verfahren nicht an die Hand genommen.

5.1 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin zusammengefasst vor, es stehe vorliegend 
nicht fest, dass es zu keiner strafbaren Handlung gekommen sei. Entgegen der
Vorinstanz lägen zahlreiche Hinweise vor, welche einen Tatverdacht begründeten. 
Daher sei die angefochtene Verfügung rechtswidrig. 

5.2 Der Beschuldigte bestreitet in seiner Stellungnahme die ihm zu Last gelegten Vor-
würfe und verweist auf seine Aussagen anlässlich der Einvernahme vom 7. Ju-
li 2023 und die Begründung der angefochtenen Verfügung. 

6.

6.1 Die Staatsanwaltschaft verzichtet gemäss Art. 309 Abs. 4 StPO auf die Eröffnung 
einer Untersuchung, wenn sie sofort eine Nichtanhandnahmeverfügung oder einen 
Strafbefehl erlässt. Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft 
u.a. die Nichtanhandnahme der Untersuchung, sobald aufgrund der Strafanzeige 
oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die 
Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Bst. a). Ein Strafverfahren 
kann mithin in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen gemäss Art. 310 
Abs. 1 StPO durch Nichtanhandnahme erledigt werden. Dies ist der Fall bei offen-
sichtlicher Straflosigkeit, wenn der Sachverhalt mit Sicherheit nicht unter einen 
Straftatbestand fällt oder bei eindeutig fehlenden Prozessvoraussetzungen. Ein 
Straftatbestand gilt nur dann als eindeutig nicht erfüllt, wenn kein zureichender 
Verdacht auf eine strafbare Handlung besteht oder der zu Beginn der Strafverfol-
gung gegebene Anfangsverdacht sich vollständig entkräftet hat. Ergibt sich indes 
aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus 
den eigenen Feststellungen der Staatsanwaltschaft ein hinreichender Tatverdacht, 
so eröffnet sie eine Untersuchung (Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO). Die zur Eröffnung 
einer Strafuntersuchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare 
Handlung müssen allerdings erheblicher und konkreter Natur sein. Blosse Gerüch-
te oder Vermutungen genügen nicht. Der Anfangsverdacht muss auf einer plausi-
blen Tatsachengrundlage beruhen, aus welcher sich die konkrete Möglichkeit der 
Begehung einer Straftat ergibt (Urteile des Bundesgerichts 6B_572/2021 vom 10. 
Februar 2022 E. 3.1; 6B_700/2020 vom 17. August 2021 E. 3.3; 6B_472/2020 vom 
13. Juli 2021 E. 2.2.1; 6B_585/2019 vom 25. Oktober 2019, E. 3.1 mit Verweis auf 
BGE 141 IV 87 E. 1.3.1). 

6.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie und ihre Söhne hätten unabhängig vonein-
ander die Beobachtung gemacht, dass im Nachgang der Räumung der Liegen-

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schaft zahlreiche teils sehr wertvolle Vermögenswerte in Haus und Garten fehlten. 
Es dränge sich hierbei der starke Verdacht auf, dass der Beschuldigte oder einer 
seiner Mitarbeiter zu Unrecht Gegenstände entwendet habe. Gegenteilige Indizien 
seien nicht erkennbar. Es mache auch keinen Sinn, dass die Beschwerdeführerin 
und ihre Familienmitglieder einen derartigen Aufwand betrieben, wenn nicht 
tatsächlich wertvolle Gegenstände fehlten. Der Verdacht eines Diebstahls, aber 
auch einer Sachentziehung oder unrechtmässigen Aneignung liege sehr nahe und 
ein Verfahren erscheine alles andere als aussichtslos. Wie in der angefochtenen 
Verfügung festgehalten worden sei, habe der Beschuldigte E.________ «Junior» 
auf Gold angesprochen, wobei es so geklungen habe, als dass er selber Gold ge-
funden hätte. Er habe aber keinem Familienmitglied je Gold ausgehändigt. Der als 
Beilage eingereichten Strafanzeige vom 17. Juli 2023 gegen Unbekannt könne 
entnommen werden, dass E.________ «Junior» am 6. Juni 2023 einen Goldbarren 
und ein leeres Geheimfach im Keller gefunden habe. Dies habe seinen Verdacht 
erhärtet, wonach es zu einer unrechtmässigen Entwendung von Vermögenswerten 
gekommen sei. Trotz dem Vorgenannten hätten es die Kantonspolizei und die 
Staatsanwaltschaft in der Folge unterlassen, weitere Untersuchungshandlungen 
vorzunehmen. Die Staatsanwaltschaft sei gehalten gewesen, weitere Ermittlungen 
vorzunehmen und abzuklären, ob die Vorwürfe berechtigt seien. 

6.3 Die Beschwerdekammer schliesst sich den Ausführungen in der angefochtenen 
Verfügung an. Die Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist es zu prüfen, ob sich aus 
den eingereichten Unterlagen ein hinreichender Tatverdacht in Bezug auf das Vor-
liegen strafrechtlich relevanter Verhaltensweisen ergibt. Vorliegend hatte die 
Staatsanwaltschaft anhand des Anzeigerapports und der beilgelegten Einvernah-
men zu entscheiden, ob ein hinreichender Tatverdacht vorliegt, um ein Verfahren 
zu eröffnen. Der Staatsanwaltschaft ist beizupflichten, dass die Beschwerdeführerin 
lediglich Vermutungen geltend macht, welche nicht zur Annahme eines hinreichen-
den Tatverdachts führen. E.________ «Junior» machte zwar bei der Polizei gel-
tend, es seien während der Räumung diverse Gegenstände abhandengekommen, 
konnte aber keine wirklich konkreten Angaben zu diesen fraglichen Gegenständen 
machen. So gab er an, die Gegenstände teilweise gar nie physisch gesehen zu 
haben, oder vermutete etwa auch, dass sie sich noch im Keller in einer verschlos-
senen Kommode befinden könnten. Es ist fraglich, inwieweit diese Sachen über-
haupt existierten bzw. sich zum Zeitpunkt der Räumung im Haus befanden
oder allenfalls noch dort befinden. In der Beschwerde wird wiederholt behauptet, 
dass Gegenstände und «teils sehr wertvolle Vermögenswerte» fehlten, aber nicht 
näher erklärt, um was es sich dabei konkret handeln soll. Zudem listete 
E.________ «Junior» grösstenteils Gegenstände auf, welche offensichtlich von 
sehr geringem Wert sind (Besen, Blumentöpfe etc.) und daher mit grösster Wahr-
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass diese im Rahmen der Räumung entsorgt wur-
den. Seinen Verdacht begründete er hauptsächlich damit, dass die Räumung «ko-
misch» abgelaufen sei und ihm insbesondere Zweifel aufgekommen seien, als der 
Beschuldigte ihn gefragt habe, ob er Gold gefunden habe, so als habe er selbst be-
reits Gold gefunden. In der Beschwerde ergänzte die Beschwerdeführerin, dass im 
Nachgang tatsächlich Gold und ein «leeres Geheimfach» im Keller gefunden wor-
den seien. Daraus kann allerdings nicht hinreichend geschlossen werden, dass der 

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Beschuldigte ebenfalls Gold gefunden und entwendet hat. Die Beschwerdeführerin 
und ihre Söhne wissen offensichtlich nicht, ob sich im Keller noch mehr Gold bzw. 
überhaupt etwas in diesem «Geheimfach» befunden hat. Gegen einen hinreichen-
den Tatverdacht spricht auch, dass der Beschuldigte sogar von sich aus einige 
wertvolle Gegenstände (Zinnkrüge, Ofenkacheln mit vergoldetem Griff und ein «sil-
ber Druckli») an E.________ «Junior» übergeben und diesen aufgefordert hat, die 
Sachen wegzubringen (Einvernahme vom 6. Juni 2023, Z. 51 f.). 

Gemäss den Aussagen des Beschuldigten hatte er den Auftrag erhalten, das Haus 
der verstorbenen Mutter der Beschwerdeführerin zu räumen. Seiner Ansicht nach 
habe sich im Haus zu 99 % Müll befunden und es hätten «messie-mässige» Zu-
stände geherrscht. Entsprechend habe man insgesamt 6 Mulden à 10m3 entsorgt 
(Einvernahme von A.________ vom 7. Juli 2023, Z. 23 ff.). Da vereinbarungs-
gemäss diejenigen Gegenstände vorgängig hätten weggebracht werden sollen, 
welche die Familie behalten wollte, durfte der Beschuldigte davon ausgehen, dass 
die sich noch im Haus befindenden Sachen entsorgt werden dürfen. Die Be-
schwerdekammer teilt somit auch die Auffassung der Staatsanwaltschaft, wonach 
dem Beschuldigten offensichtlich kein deliktischer Vorsatz nachgewiesen werden 
könnte, sollte er tatsächlich Gegenstände ohne Einwilligung der Beschwerdeführe-
rin und von deren Söhnen entsorgt haben. 

6.4 Zusammengefasst handelt es sich bei den Vorbringen der Beschwerdeführerin und 
E.________ «Junior» um reine Vermutungen. Es fehlt an konkreten und erhebli-
chen Hinweisen zum Vorliegen einer strafrechtlich relevanten Verhaltensweise und 
somit am hinreichenden Tatverdacht. Die Staatsanwaltschaft hat somit zu Recht 
kein Strafverfahren an die Hand genommen hat. Die Beschwerde erweist sich als 
unbegründet und ist abzuweisen. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'000.00, der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Zufolge ihres Unterliegens hat die Beschwerdeführerin kei-
nen Anspruch auf eine Entschädigung. Der Beschuldigte ist nicht anwaltlich vertre-
ten. Die ihm entstandenen Aufwendungen sind daher als geringfügig zu bezeich-
nen, weshalb ihm keine Entschädigung ausgerichtet wird (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 430 Abs. 1 Bst. c StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'000.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

3. Es werden keine Entschädigungen gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Rechtsanwalt C.________

(per Einschreiben)
- dem Beschuldigten (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Leitender Staatsanwältin 

H.________ (mit den Akten – per Kurier)

Bern, 23. Januar 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Ueltschi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.