# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c8b43c5-0483-55ac-bbfe-1c301b54324d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 29.07.2020 ZK2 2019 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2019-7_2020-07-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 29. Juli 2020

Referenz ZK2 19 7

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Casutt, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andri Hotz,
Obere Stallstrasse 18, Postfach 129, 7430 Thusis 

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger, Werk-
strasse 2, 7000 Chur 

Gegenstand Forderung und definitive Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-
rechts

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Imboden, Einzelrichter, vom 
29.08.2018, mitgeteilt am 03.01.2019 (Proz. Nr. 135-2018-136)

Mitteilung 04. August 2020

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I. Sachverhalt

A. B._____ ist Eigentümer der Stockwerkeigentumseinheit Nr. _____ mit ei-
nem Anteil von 25/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. _____ der Gemeinde 
O.1_____, insbesondere mit Sonderrecht an der 4-Zimmerwohnung Nr. _____, im 
6. Obergeschoss mit Kellerabteil. Für den Umbau des Badezimmers dieser Woh-
nung hat er A._____ mit dem Einbau einer Gipsdecke sowie mit Malerarbeiten 
beauftragt.

B. Nachdem die Arbeiten erfolgt waren, stellte A._____ B._____ eine Rech-
nung in der Höhe von CHF 5'708.56. B._____ leistete eine Zahlung in der Höhe 
von CHF 3'500.00. Infolge der ausbleibenden Zahlung des Restbetrags ersuchte 
A._____ das Regionalgericht Imboden mit Eingabe vom 30. November 2017 um 
Vormerkung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Stockwerkeigentumsanteil 
von B._____. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2017 wurde dem Gesuch super-
provisorisch entsprochen.

C. Nach Einholung einer Stellungnahme von B._____ bestätigte der Einzel-
richter am Regionalgericht Imboden mit Verfügung vom 3. Januar 2018 die super-
provisorische Massnahme und verfügte die vorläufige Vormerkung des Bauhand-
werkerpfandrechts auf dem Stockwerkeigentumsanteil von B._____. Der Einzel-
richter setzte A._____ zudem eine Frist bis zum 3. April 2018 zur Einreichung ei-
ner Klage für die definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts sowie einer 
damit zusammenhängenden Forderungsklage.

D. Nach erfolgreicher Fristerstreckung bis zum 17. April 2018 reichte A._____ 
am 16. April 2018 (Poststempel) beim Regionalgericht Imboden frist- und formge-
recht eine Klage ein mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Verpflichtung des Beklagten auf Anerkennung und Bezahlung von 
CHF 4'270.45 zuzüglich 5% Zins seit dem 30. November 2017.

2. Definitive Eintragung eines Handwerkerpfandrechtes im vorerwähnten 
Betrag auf dem Stockwerkeigentum Nr. _____, 25/1000 Miteigentum 
an Grundstück Nr. _____ mit Sonderrecht an der 4-Zimmerwohnung 
Nr. _____ im 6. Obergeschoss mit Kellerabteil, Via_____, im Grund-
buch der Gemeinde O.1_____.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten des 
Beklagten.

E. In seiner Klageantwort vom 5. Juni 2018 liess B._____ den Antrag auf kos-
tenfällige Abweisung der Klage stellen. 

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F. Am 27. Juni 2018 erliess der Einzelrichter des Regionalgerichts Imboden 
eine verfahrensleitende Verfügung. Darin stellte er insbesondere die sachliche 
Zuständigkeit des Einzelrichters fest. 

G. Der Einzelrichter teilte den Parteien in derselben Verfügung mit, dass am 
Mittwoch, 29. August 2018, um 09:00 Uhr die Instruktions- und Hauptverhandlung 
vor dem Einzelrichter für Zivilrecht am Regionalgericht Imboden in Domat/Ems, 
Platz 7, stattfinde. Die Hauptverhandlung beginne mit einer Instruktionsverhand-
lung. Im Rahmen der schriftlichen Eingaben werde den Parteien Gelegenheit ge-
boten, den Sachverhalt zu ergänzen, und es werde versucht, vorliegende Streitsa-
che einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen.

H. Gemäss Protokoll der Instruktionsverhandlung vom 28. August 2018 (recte: 
29. August 2018) haben beide Parteien Ergänzungen des Sachverhalts getätigt 
und jeweils auf das Rechtsbegehren gemäss Klageschrift bzw. Klageantwort ver-
wiesen. 

I. Die Hauptverhandlung erfolgte direkt im Nachgang zur Instruktionsverhand-
lung. Laut Protokoll der Hauptverhandlung vom 29. August 2018 verwies A._____ 
für seine Anträge und deren Begründung auf seine Klage sowie die repli-cando in 
der Instruktionsverhandlung gemachten Ausführungen. B._____ verwies für seine 
Anträge und deren Begründung ebenfalls auf seine Klageantwort sowie auf die im 
Sinne einer Duplik anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 29. August 2018 
gemachten Ausführungen. 

J. Der Einzelrichter am Regionalgericht Imboden erkannte mit Entscheid vom 
29. August 2018, im Dispositiv mitgeteilt am 12. Oktober 2018, und auf Verlangen 
von A._____ mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 3. Januar 2019, wie folgt:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Das Grundbuchamt O.1_____ wird angewiesen, das auf dem im Ei-
gentum von B._____ stehenden Stockwerkeigentumsanteil Nr. _____ 
(25/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. _____ mit Sonderrecht an 
der 4-Zimmerwohnung Nr. _____ im 6. Obergeschoss mit Kellerabteil, 
Via_____, O.1_____) für eine Pfandsumme von CHF 4'270.45 vorläu-
fig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen. 

3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'250.00 gehen zu Lasten des 
Klägers und werden mit den beiden von A._____ geleisteten Vor-
schüssen verrechnet.

b) Der Kläger hat die Gegenpartei zudem ausseramtlich mit CHF 
4'282.50 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

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K. Hiergegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 
vom 6. Februar 2019 (Poststempel) Beschwerde an das Kantonsgericht von 
Graubünden führen und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der Entscheid vom 29. August 2018, ohne Begründung mitgeteilt am 
12. Oktober 2018, mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 3. Januar 
2019, sei aufzuheben und das Verfahren sei zwecks Fortführung an 
das erstinstanzliche Gericht zurückzuweisen. 

2. Es sei vorliegender Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu ge-
währen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten der 
Vorinstanz. 

L. Mit Beschwerdeantwort vom 12. März 2019 beantragte B._____ (nachfol-
gend: Beschwerdegegner) die vollumfängliche, kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf einzutreten sei.

M. Auf die Begründungen im angefochtenen Entscheid und in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1.1 Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind erstinstanzliche End- und Zwischenent-
scheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen mit Be-
rufung anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur 
zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren min-
destens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Wird dieser Streitwert nicht 
erreicht, steht das ausserordentliche Rechtsmittel der Beschwerde gemäss 
Art. 319 ff. ZPO offen. Für die Festlegung des Streitwerts ist der Betrag massge-
bend, welcher nach den zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren und Parteier-
klärungen bis zur Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheids noch streitig war 
(vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 9 zu Art. 308 ZPO; 
Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 39 f. zu Art. 308 ZPO). Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert CHF 4'270.45. 
Es handelt sich beim Anfechtungsobjekt um einen mangels Erreichung des Streit-
werts (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO) nicht berufungsfähigen erstinstanzlichen Endent-
scheid, welcher vom Einzelrichter am Regionalgericht Imboden erlassen wurde. 
Somit ist das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben.

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1.2. Die Beschwerde ist unter Beilage des angefochtenen Entscheids beim Kan-
tonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen seit der Zustellung desselben, bzw. 
seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung, schriftlich und be-
gründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des kantona-
len Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR.320.100]). Gerichtsintern ist die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden für die Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 7 Abs. 1 lit. a der 
Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). Der 
angefochtene Entscheid datiert vom 29. August 2018, wurde am 3. Januar 2019 
mit schriftlicher Begründung mitgeteilt (KG act. B.1) und ging dem Beschwerdefüh-
rer am 7. Januar 2019 zu (KG act. B.2). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 
6. Februar 2019 (Poststempel) wurde fristgerecht eingereicht (KG act. A.1). 

1.3. Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht von 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im Rechtsmit-
telverfahren CHF 5'000.00 nicht überschreitet. Der vom Beschwerdeführer einge-
klagte Betrag beträgt CHF 4'270.45 und liegt unter CHF 5'000.00, weshalb die 
vorliegende Streitsache vom Kantonsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz zu 
entscheiden ist.

1.4. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass mit dem vorliegen-
den Entscheid in der Hauptsache der beschwerdeführerische Antrag auf Ge-
währung der aufschiebenden Wirkung obsolet wird (KG act. A.1).

2.1. Die Vorinstanz gelangte im angefochtenen Entscheid vom 29. August 2018 
zur Erkenntnis, dass der Beschwerdeführer seiner Substanziierungsobliegenheit 
nicht nachgekommen sei. In der Klage sei weder dargelegt worden, wie sich die 
Forderung im Einzelnen zusammensetze, noch sei die Forderung mit Hinweis auf 
einzelne konkrete Aktenstücke begründet worden (KG act. B.1, S. 6). Nach einge-
hender Darstellung der gesetzlichen Anforderungen von Art. 55, 56 und 247 ZPO 
wurde die Klage abgewiesen. Die Gerichtskosten und die ausseramtliche Ent-
schädigung, entsprechend der Honorarnote des Beschwerdegegners, wurden 
dem Beschwerdeführer auferlegt.

2.2. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 6. Februar 2019 
ausschliesslich formelle Rechtsverletzungen geltend. Die materielle Richtigkeit 
des Entscheids wird nicht bestritten. Konkret wirft der Beschwerdeführer dem Vor-
derrichter vor, die Fragepflicht nach Art. 56 ZPO i.V.m. Art. 247 Abs. 1 ZPO ver-
letzt zu haben (KG act. A.1, S. 4). Dies weil der Vorderrichter nicht mit entspre-
chenden Fragen darauf hingewirkt habe, den gemäss Ansicht des Gerichts unge-

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nügend dargestellten Sachverhalt zu ergänzen. Zudem sei ihm verwehrt worden, 
sich ein zweites Mal unbeschränkt zum Sachverhalt zu äussern (Art. 229 Abs. 2 
und 3 ZPO; KG act. A.1, S. 4 f.). Des Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer 
die zugesprochene ausseramtliche Entschädigung. Die ausseramtliche Entschä-
digung sei zu kürzen, da die Honorarnote Bemühungen erfasse, welche vor In-
stanziierung der Klage geleistet worden seien. Auch die Instruktions- und Haupt-
verhandlung vom 29. August 2018 habe, entgegen der vom Beschwerdegegner 
angegebenen 180 Minuten, insgesamt nur 80 Minuten gedauert, womit sich der 
Zeitaufwand um 100 Minuten verringere (KG act. A.1, S. 5). Nachfolgend gilt es, 
diese Vorbringen einzeln zu prüfen.

3.1 Ist das Vorbringen einer Partei unklar, widersprüchlich, unbestimmt oder 
offensichtlich unvollständig, so gibt ihr das Gericht durch entsprechende Fragen 
Gelegenheit zur Klarstellung und Ergänzung (Art. 56 ZPO). Eine Partei ist zur Rü-
ge einer Verletzung von Art. 56 ZPO legitimiert, sofern sie glaubhaft machen kann, 
dass die korrekte Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht zu einem für sie günsti-
geren Ausgang des Verfahrens geführt hätte. Dabei muss sie aufzeigen, wie sie 
auf die (unterbliebene) Frage reagiert hätte. Ohne einen solchen Nachweis fehlt 
es an einem Rechtsschutzinteresse (Urteil des Bundesgerichts 4A_78/2014 vom 
23. September 2014 E. 3.3.1 m.w.H.). 

3.2. In seiner Beschwerde vom 6. Februar 2019 begnügt sich der Beschwerde-
führer mit dem Hinweis, dass der Vorderrichter ihn mit prozessleitender Verfügung 
vom 23. April 2018 aufgefordert habe, die in der Klage erwähnten Unterlagen 
nachzureichen. Der Vorderrichter habe dabei nicht erwähnt, dass die Klage zu 
unsubstanziiert sei. Durch Unterlassen des Hinweises auf die ungenügende Sub-
stanziierung habe der Vorderrichter gegen Art. 56 und Art. 247 Abs. 1 ZPO ver-
stossen (KG act. A.1, S. 4). Eine Glaubhaftmachung durch den Beschwerdeführer, 
dass die korrekte Ausübung der Fragepflicht zu einem für ihn günstigeren Ergeb-
nis geführt hätte, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Aus der Beschwerde 
vom 6. Februar 2019 geht ebenfalls nicht hervor, wie der Beschwerdeführer auf 
die richterlichen Fragen reagiert hätte. Der blosse Hinweis auf richterliche Fragen, 
ohne diese oder deren Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens entsprechend zu 
nennen, reicht nicht, um ein Rechtsschutzinteresse zu begründen. 

3.3. Mangels Rechtsschutzinteresse ist in Bezug auf die Rüge der Verletzung 
der richterlichen Fragepflicht nach Art. 56 ZPO i.V.m. Art. 247 Abs. 1 ZPO nicht 
einzutreten. 

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3.4. Selbst wenn auf die vorgebrachte Rüge einzutreten wäre, ist festzuhalten, 
dass der Beschwerdeführer bereits in der Klageantwort des Beschwerdegegners 
mit der Unsubstanziiertheit seiner Klage konfrontiert wurde (RG act. I./2, S. 3). Er 
hätte somit in der Instruktionsverhandlung darauf reagieren können. Zudem ist der 
Beschwerdeantwort (KG act. A.2, S. 5) zu entnehmen, dass der Vorderrichter an-
lässlich der Instruktionsverhandlung ausgiebig von der Fragepflicht Gebrauch ge-
macht habe. Diese Behauptung wurde denn auch vom Beschwerdeführer nicht 
bestritten. Aus diesen Gründen wäre die Beschwerde in diesem Punkt ohnehin 
abzuweisen.

4.1. Jede Partei hat das Recht, sich vor Gericht zweimal unbeschränkt zu äus-
sern (BGE 143 III 297 E. 6.6; 140 III 312 E. 6.3.2.3). Ein erstes Mal im Rahmen 
des Schriftenwechsels. Ein zweites Mal entweder im Rahmen eines weiteren 
Schriftenwechsels (Art. 225 ZPO), einer Instruktionsverhandlung (Art. 226 ZPO) 
oder zu Beginn der Hauptverhandlung vor den ersten Parteivorträgen (Art. 229 
Abs. 2 ZPO; Urteil des Bundesgerichts 4A_494/2017 vom 31. Januar 2018 
E. 2.4.1). Hat weder ein zweiter Schriftenwechsel noch eine Instruktionsverhand-
lung stattgefunden, so können neue Tatsachen und Beweismittel zu Beginn der 
Hauptverhandlung unbeschränkt vorgebracht werden (Art. 229 Abs. 2 ZPO). 

4.2. Aus der Verfahrenshistorie geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer 
nach erfolgtem ersten Schriftenwechsel anlässlich der Instruktionsverhandlung 
replicando zur Klageantwort geäussert hat und seine schriftliche Replik (RG act. 
II./16) erst anlässlich der Hauptverhandlung (RG act. I./5) eingebracht hat. Dies 
wird denn auch vom Beschwerdegegner behauptet (KG act. A.2, S. 3). Diese Be-
hauptung wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Dass die schriftliche Re-
plik an der Instruktionsverhandlung eingereicht worden wäre, lässt sich auch dem 
entsprechenden Protokoll (RG act. I./4) nicht entnehmen. Aufgrund der unbe-
schränkten zweiten Äusserung anlässlich der Instruktionsverhandlung konnten zu 
Beginn der Hauptverhandlung neue Tatsachen oder Beweismittel nicht mehr un-
beschränkt vorgebracht werden. Die Behauptung der fehlenden zweimaligen un-
beschränkten Äusserung ist nicht nachvollziehbar. Folglich hat der Beschwerde-
führer kein schutzwürdiges Interesse an der Behandlung seiner diesbezüglichen 
Rüge, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. 

4.3. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, womit seine Verletzung 
ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der 
Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führt (BGE 135 I 
187 E. 2.2 m.w.H.). Für eine erfolgreiche Rüge der Verweigerung des rechtlichen 

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Gehörs wird vorausgesetzt, dass der Beschwerdeführer in der Begründung des 
Rechtsmittels angibt, welche Vorbringen er in das kantonale Verfahren einge-
bracht hätte und inwiefern diese erheblich gewesen wären. Andernfalls besteht die 
Gefahr, dass die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz allein aufgrund der 
festgestellten Verletzung des rechtlichen Gehörs zu einem Leerlauf und zu einer 
unnötigen Verzögerung führe, die mit dem Interesse der Partei an einer beförderli-
chen Beurteilung der Streitsache nicht zu vereinbaren wäre (Urteil des Bundesge-
richts 4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 E. 4.2.3 m.w.H.). 

4.4. Selbst wenn die Vorinstanz Art. 229 Abs. 2 oder 3 ZPO unrichtig angewen-
det hat, führt dies nicht automatisch zur Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids. Die gerügte Rechtsverletzung muss nachweislich Auswirkungen auf das 
Entscheidergebnis gehabt haben. Dies gilt insbesondere bei Verletzungen des 
Verfahrensrechts, da dieses nie Selbstzweck ist. Die fehlerhafte Anwendung einer 
Norm aus der Zivilprozessordnung kann nur dann zur Gutheissung einer Be-
schwerde führen, wenn diese für den Ausgang des Verfahrens kausal war, ausser 
der verletzten Regel komme formelle Natur zu (Urteil des Bundesgerichts 
4A_221/2015 vom 23. November 2015 E. 3.2). Hat sich die gerügte Rechtsverlet-
zung nicht auf das Entscheidergebnis ausgewirkt, hat der Beschwerdeführer kein 
schutzwürdiges Interesse an der Behandlung seiner diesbezüglichen Rüge (Urteil 
des Bundesgerichts 4A_532/2015 vom 29. März 2016 E. 3.3). 

4.5. Wäre der Vorinstanz, entgegen vorstehender Ausführungen, eine Verlet-
zung gemäss Art. 229 Abs. 2 und 3 ZPO vorzuwerfen, hat es der Beschwerdefüh-
rer unterlassen, die Auswirkungen aufzuzeigen, welche die behauptete Verfah-
rensverletzung auf den Verfahrensausgang gehabt haben soll. Entsprechend wäre 
die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen, sofern darauf eingetreten würde. 

5.1. Im angefochtenen Entscheid wurde der Beschwerdeführer zur Zahlung ei-
ner ausseramtlichen Entschädigung in der Höhe von CHF 4'282.50 an den Be-
schwerdegegner verpflichtet (KG act. B.1). Der Beschwerdeführer verlangt die 
Kürzung der ausseramtlichen Entschädigung des Rechtsvertreters des Beschwer-
degegners. Dabei macht er zwei Beanstandungen geltend. Zum einen seien 
Bemühungen erfasst, welche bereits vor Instanziierung der Klage geleistet wur-
den. Zum anderen habe die Instruktions- und Hauptverhandlung nur 80 Minuten 
und nicht 180 Minuten gedauert. Die Honorarnote des Rechtsvertreters sei ent-
sprechend um 100 Minuten zu kürzen (KG act. A.1, S. 5). Demgegenüber macht 
der Beschwerdegegner geltend, dass die Aufwendungen nach Eintragung des 
provisorischen Bauhandwerkerpfandrechts als vorprozessuale Tätigkeiten zu wer-
ten seien. Des Weiteren gehe aus der detaillierten Honorarnote hervor, dass alle 

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Tätigkeiten im Hinblick auf die Klage des Beschwerdeführers gemacht worden 
seien. Gegenteiliges sei vom Beschwerdeführer zu Recht nicht behauptet worden. 
In Bezug auf die Instruktions- und Hauptverhandlung sei der Aufwand vorab ge-
schätzt worden, um anlässlich der Hauptverhandlung die Honorarnote angeben zu 
können. Für Reisezeit, Vor- und Nachbesprechung mit der Mandantschaft sowie 
der effektiven Verhandlungsdauer seien effektiv nur 150 Minuten aufgewendet 
worden. Das geltend gemachte Honorar sei um 30 Minuten zu reduzieren. Da je-
doch diesbezüglich kein Antrag gestellt worden sei, sei die Beschwerde in diesem 
Punkt abzuweisen, soweit überhaupt darauf einzutreten sei (KG act. A.2, S. 7 f.).

5.2. Art. 321 Abs. 1 ZPO besagt, dass die Beschwerde schriftlich und begründet 
einzureichen sei. Bei der Begründung handelt es sich um eine gesetzliche, von 
Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung. Fehlt sie, tritt das obere 
kantonale Gericht auf das Rechtsmittel nicht ein. Für eine Beschwerde gelten 
denn auch mindestens dieselben Begründungsanforderungen wie für eine Beru-
fung (Urteil des Bundesgerichts 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 3.1). 

5.3. Aus der Pflicht zur Begründung der Beschwerde folgt, dass genau bestimm-
te Beschwerdeanträge zu stellen sind. Die Beschwerde hat konkrete Rechtsbe-
gehren zu enthalten, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der vorinstanzli-
che Entscheid angefochten wird (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 321 ZPO; Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 17 11 vom 19. Mai 2017 E. 2a). Rechtsbe-
gehren sind im Lichte ihrer Begründung auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2). 
Selbst wenn sich aus der Begründung ergibt, dass der Beschwerdeführer eine 
Herabsetzung der Entscheidgebühr will, weil er der Auffassung ist, diese sei un-
angemessen, so ist es ihm ohne weiteres zuzumuten, die seiner Ansicht nach an-
gemessene Gebühr zu beziffern. Es bleibt dann Sache des Gerichts zu entschei-
den, ob diesem Antrag gefolgt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 
4D_61/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 2.3). Auf die Begründung der Rechtsbegeh-
ren wird jedoch nur zurückgegriffen, wenn das Begehren unklar ist und einer Aus-
legung bedarf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2016 vom 30. November 
2016 E. 2.1 m.w.H.). Ein Subeventualantrag, wonach die vorinstanzlichen Ge-
richtskosten sowie die zugesprochene Parteientschädigung für den Fall, dass dem 
Haupt- und Eventualbegehren (Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 
Abweisung der Klage bzw. Rückweisung an die Vorinstanz) kein Erfolg beschei-
den sein sollte, auf ein angemessenes Mass herabzusetzen seien, ist inhaltlich 
gleichzusetzen mit einer selbständigen Anfechtung eines Kostenentscheids. An-

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träge betreffend Geldforderungen sind jedoch zu beziffern. Dies gilt gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung auch für die selbständige Anfechtung von Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5D_155/2013 
vom 22. Oktober 2013 E. 4.3 und 5A_34/2009 vom 26. Mai 2009 E. 11.3). Man-
gels Bezifferung des Kostenantrags kann jedoch auch in diesem Fall auf das Be-
gehren nicht eingetreten werden (Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 
16 56 vom 19. Juni 2017 E. 4). Die Rechtsfolge des Nichteintretens auf unbeziffer-
te Begehren steht unter dem Vorbehalt des überspitzten Formalismus (Art. 29 
Abs. 1 BV; BGE 137 III 617 E. 6.2). Mangelt es jedoch bereits an einem konkreten 
Antrag, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (Urteil des Obergerichts Zürich 
PP170023 vom 26. Oktober 2017 E. 4a).

5.4. Ein Beschwerdeentscheid ist grundsätzlich kassatorisch, kann jedoch auch 
reformatorisch sein. Insbesondere für diesen Fall ist ein Antrag in der Sache, der 
bei Gutheissung der Beschwerde zum Entscheid erhoben werden kann, unab-
dingbar (Ivo W. Hungerbühler/Manuel Bucher, in: Brunner/Gasser/Schwander 
[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, 
N 19 zu Art. 321 ZPO). 

5.5. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer keinen Antrag in Bezug auf 
den Entschädigungsentscheid der Vorinstanz gestellt. Er hat auch nicht konkret 
angegeben, welche Positionen der Honorarnote des Beschwerdegegners vor dem 
24. April 2018 gestrichen werden sollten. Im Gegensatz dazu ist vom Beschwerde-
führer behauptet und erstellt, dass er seinen Rechtsanwalt am 8. Januar 2018 zur 
Vertretung und Wahrnehmung seiner Interessen "in Sachen A._____ betr. Werk-
lohn" mandatierte. Der Beschwerdeführer argumentiert bezüglich der Entschädi-
gung für den Fall, dass das Kantonsgericht den vorinstanzlichen Entscheid stützt, 
womit er eine Änderung des angefochtenen Entscheids im Sinne einer reformato-
rischen Anpassung verlangt. Im Sinne der vorstehend aufgeführten Anforderungen 
hätte hier, insbesondere bei einem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer, ein 
entsprechender Antrag formuliert werden müssen. Dieser hätte im Falle des Ob-
siegens zum Entscheid erhoben werden können. Der Beschwerdeführer hat einen 
solchen Antrag jedoch unterlassen. Auf die Beanstandungen betreffend Berück-
sichtigung der vor Vorinstanz eingereichten Honorarnote des Beschwerdegegners 
ist somit nicht einzutreten.

6.1. Kann nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, so 
gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Als Prozesskosten gelten die Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 
1 lit. a ZPO) und die Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO). 

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6.2. Für Beschwerdeverfahren erhebt das Kantonsgericht von Graubünden 
gemäss Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren 
(VGZ; BR 320.210) eine Entscheidgebühr zwischen CHF 500.00 und CHF 
8'000.00. Vorliegend ist die Entscheidgebühr auf CHF 2'000.00 festzusetzen. Die 
Kosten für das Beschwerdeverfahren in der Höhe von CHF 2'000.00 gehen zu 
Lasten des Beschwerdeführers. Sie werden mit dem von ihm geleisteten Kosten-
vorschuss in derselben Höhe verrechnet.

6.3. Der Beschwerdeführer ist zudem zu einer ausseramtlichen Entschädigung 
an den Beschwerdegegner zu verpflichten. Der Rechtsvertreter des Beschwerde-
gegners reichte eine Honorarnote ein (KG act. G.1). Die ausseramtliche Entschä-
digung entspricht der eingereichten Honorarnote des Beschwerdegegners in der 
Höhe von CHF 2'017.55, welche nicht zu beanstanden ist.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 2'000.00 ge-
hen zu Lasten von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kos-
tenvorschuss in selbiger Höhe verrechnet. 

3. A._____ hat B._____ für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von CHF 2'017.55 (inkl. Spesen und MWSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: