# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cebbd75b-d127-58b1-913a-760c5d4ac3c7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.07.2023 720 22 317 / 159 (720 2022 317 / 159)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-317---159_2023-07-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Juli 2023 (720 22 317 / 159) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Versicherte war maximal zu 20 % in der Arbeitsfähigkeit einschränkt. Damit erfüllte 

sie zu keinem Zeitpunkt sämtliche Voraussetzungen einer rentenbegründenden Invalidi-

tät. 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal 
Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stefanie Mathys, Advo-
katin, Kasernenstrasse 22a, Postfach 569, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ unterrichtet an der Schule B.____ Mathematik und Physik. 
Vom 1. August 2015 bis 18. August 2021 arbeitete sie in einem Vollzeitpensum, danach in ei-
nem Pensum von 50 %. Am 17. August 2020 meldete sich A.____ unter Hinweis auf somati-
sche Beschwerden bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle 

 

 
 
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Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab, wo-
bei sie die Versicherte bei der medexperts ag polydisziplinär begutachten liess (Expertise vom 
30. März 2022). Gestützt auf die Abklärungsergebnisse verneinte sie infolge Nichterfüllung des 
Wartejahrs einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Verfügung vom 26. Oktober 2022). 
 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Stefanie Mathys, am 24. Novem-
ber 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 
26. Oktober 2022 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr rückwirkend ab 
19. August 2021 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur ergän-
zenden Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid 
auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Februar 2023 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde vom 24. November 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 
1.  Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der 
Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 
gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch 
ab August 2021 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 

 

 
 
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zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden 
jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. Oktober 2022 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, wenn sie während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) 
gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) waren 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit wäh-
rend eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen 
kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben 
sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des 
Bundesgerichts vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013, E. 3.2 und vom 5. Mai 2011, 
9C_996/2010, E. 7.1, je mit Hinweisen). 
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 

 

 
 
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4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-
teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unter-
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits 
und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 

 

 
 
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(Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Admi-
nistrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen 
zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte und Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Inter-
pretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit 
Hinweisen).  
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Es liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt 
wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiederge-
geben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind. 
 
6.2 Dr. med. C.____, FMH Rechtsmedizin, und Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und 
Allgemeine Innere Medizin, E.____AG, diagnostizierten am 18. November 2020 mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine ankylosierende Spondylitis, eine beginnende 
Coxarthrose rechts, eine latente Periarthopathia humero-scapularis rechts mit Impingement der 
Suprascapularissehne und beginnender Frozen shoulder, einen Status nach Mammaknotenre-
sektion und nach Borreliose. Der Versicherten seien das Heben und Tragen von Lasten, 
Rumpfrotationsbewegungen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, längeres Stehen, Gehen 
und Sitzen und Arbeiten unter Zeitdruck nicht zumutbar. Sie könne ihr derzeitiges Arbeitspen-
sum von 50 % (10 Lektionen pro Woche), verteilt auf 3 Tage, knapp bewältigen. Günstiger wäre 
eine Verteilung auf 4 Tage. Von einer Steigerung des Arbeitspensums über 50 % sei dringend 
abzuraten, ansonsten ein Totalausfall drohe. 
 
6.3 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parats, attestierte mit Zeugnis vom 19. Januar 2021 vom 1. bis 29. Januar 2020 eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit, ab 10. Februar 2020 eine Arbeitsfähigkeit von 23 %, ab 23. März 2020 
eine solche von 36 % und ab 1. Mai 2020 eine solche von 50 %. 
 
6.4 Die Versicherte war vom 18. Mai 2021 bis 6. Juli 2021 in der Klinik G.____ hospitalisiert. 
Im Austrittsbericht vom 14. Juli 2021 wurden eine mittelgradige depressive Episode mit Ängsten 

 

 
 
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und Erschöpfungszustand bei chronischen Schmerzen, Anpassungsstörungen, chronische und 
behandlungsresistente Schmerzen bei Verdacht auf Polymyalgia rheumatica, eine akute Peri-
arthropathia humeroscapularis rechts mit Impingement der Suprascapularissehne und begin-
nender Frozen shoulder, eine beginnende Coxarthrose rechts, Muskelzuckungen, eine Hyper-
cholesterinämie sowie einen Status nach Mammaknotenresektion und nach Borreliose diagnos-
tiziert. Bei Eintritt habe die Versicherte an starken Schmerzen im unteren Rücken und in den 
Beinen gelitten. Zudem sei sie sehr dünnhäutig und weinerlich gewesen und es hätten Verlas-
senheitsängste bezüglich ihrer Kinder und Enkelkinder bestanden. In den Gesprächen seien 
der Ursprung und der Umgang mit diesen schmerzlichen Gefühlen und den Beziehungen zu 
ihren Familienmitgliedern thematisiert und praktische Lösungen für die Gestaltung der sozialen 
Interaktionen im Alltag besprochen worden. Im Verlauf sei eine Schmerzreduktion und eine 
deutliche Stabilisierung der Psyche erzielt worden. Die Versicherte stosse mit einem Arbeits-
pensum von 50 % an ihre Grenzen, so dass sie in ihrer Freizeit nur noch mit ihrer Schmerzbe-
wältigung beschäftigt sei, was u.a. ihre Partnerschaft und die sozialen Beziehungen belaste. 
Das Arbeitspensum sei zu hoch, weshalb die Situation reevaluiert werden müsse. Eine psychi-
atrische Weiterbehandlung sei zu empfehlen. Die Versicherte sei am 6. Juli 2021 in gebesser-
tem Zustand nach Hause entlassen worden. Die Arbeitsfähigkeit sei bis 31. Juli 2021 vollstän-
dig eingeschränkt. 
 
6.5 Die IV-Stelle veranlasste bei der medexperts ag ein polydisziplinäres Gutachten. Am 
30. März 2022 diagnostizierte die untersuchende Ärzteschaft mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit einen chronischen, pseudoradikulären Kreuzbeinschmerz rechts (ICD-10 M54.4) mit/bei 
mehretagigen, moderaten bis teils deutlichen Abnützungen der Lendenwirbelsäule (LWS) L2-S1 
(Osteochondrosen L2-S1, L4/5 und Spondylarthrosen L4-S1) mit einer teilweisen degenerativen 
Gefügelockerung (L2/3 und L5/S1) sowie einer beginnenden Abnützung der Illiosakralgelenke 
(ISG; ICD-10 M42.16-17, M47.86-87 und M19.05). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
bestünden eine Abnützung der Archillessehne beidseits (ICD-10 M76.6), eine beginnende Ab-
nützung der Hüfte rechts mit einer Entzündung des Sehnenansatzes am grossen Rollhöcker 
(ICD-10 M16.1 und M76.0), eine beginnende Abnützung des Schultergelenks rechts mit Impin-
gementdisposition (ICD-10 M19.01), fortgeschrittene Abnützungen an der Halswirbelsäule 
(HWS) C5-7 mit Einengung des Wirbelkanals ohne Hinweis auf eine Rückenmarkkompression 
(ICD-10 M42.12 und M47.82), moderate Abnützungen an der Brustwirbelsäule (BWS) Th1-8 
und Th11/12 mit teilweise Scheuermann’schen Veränderungen (ICD-10 M47.82), eine depres-
sive Störung, mittelgradige Ausprägung (Erstdiagnose 2021), aktuell voll remittiert (ICD-10 
F32.5), psychologische Faktoren, die eine körperliche Krankheit beeinflussen (ICD-10 F54), 
Probleme im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56.9), Probleme in der Eltern-
Kind-Beziehung (ICD-10 Z62) und multiple Naevi und Maculae speziell am Rücken. Aus ortho-
pädischer Sicht könne eine gewisse Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit nachvollzo-
gen werden. Diese bestünde vor allem aufgrund der degenerativen Veränderungen der LWS 
inkl. des ISG (Osteochondrosen, Spondylarthrosen, teilweise degenerativ bedingte Gefügelo-
ckerungen). Im Rahmen der aktuellen Untersuchung würden bei einer verstärkten Beanspru-
chung leichte bis moderate lokale Beschwerden auftreten. In Bezug auf die erhobenen Befunde 
und gestellten Diagnosen würden sich keine Widersprüche oder Inkonsistenzen ergeben. Ge-
wisse chronische Schmerzen seien nachvollziehbar. Das von der Versicherten subjektiv emp-

 

 
 
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fundene, teils dekompensierte Ausmass der Schmerzen bei Belastung könne im Rahmen der 
körperlichen Untersuchung aber nicht beobachtet werden. Dagegen spreche auch der geringe 
Schmerzmittelbedarf und die gut erhaltene körperliche Leistungsfähigkeit anhand der Standard-
indikatoren. Die von Dr. F.____ attestierten Arbeitsunfähigkeiten zwischen 50 % und 100 % 
seien – vor allem auch unter Berücksichtigung, dass die Versicherte selber angebe, auf kurz bis 
mittellangen ebenen Wegstrecken in der Ebene (1 Stunde) mobil zu sein, 20 km mit dem E-Bike 
fahren zu können und nur selten Schmerzmittel einzunehmen – nicht nachvollziehbar. Schwere 
und dauerhaft mittelschwere Arbeiten und Tätigkeiten mit einer übermässigen Beanspruchung 
des Bewegungsapparats seien nicht mehr zumutbar. Hingegen sei ein körperlich leichter bis 
manchmal mittelschwerer Beruf, so auch die bisherige Tätigkeit als Lehrerin, unter Berücksich-
tigung eines leicht gesteigerten Pausenbedarfs möglich. Aus psychiatrischer Sicht sei die 
Anamnese bis 2019 unauffällig. Vor dem Hintergrund zahlreicher beruflicher und familiärer Be-
lastungsfaktoren sei die Versicherte im Jahr 2019 dekompensiert. In der Folge seien 2019 und 
2021 psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungen erforderlich gewesen. Aktuell befinde 
sie sich in einer ambulanten Psychotherapie. Die depressive Störung (Erstdiagnose 2021) sei 
zwischenzeitlich vollständig remittiert. In der aktuellen Exploration könnten keine Auffälligkeiten 
in Hinblick auf die kognitiven Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit, die Konzentration, die Merkfä-
higkeit, das Durchhaltevermögen, die emotionale Auslenkbarkeit, etc. festgestellt werden. Die 
Versicherte gehe regelmässig ihrer beruflichen Tätigkeit als Lehrerin nach. Die Aktivitäten des 
täglichen Lebens seien intakt. Im Kontext auf die Gesamtsituation könne allenfalls davon aus-
gegangen werden, dass psychologische Merkmale und Verhaltensweisen einen gewissen Ein-
fluss auf körperliche Erkrankungen bzw. das von der Versicherten subjektiv empfundene 
Schmerzausmass hätten. Die Kriterien für die Diagnose einer Schmerzstörung seien aber nicht 
erfüllt. Hinweise auf eine chronisch-entzündliche Erkrankung aus dem rheumatologischen For-
menkreis bestünden nicht. Die in den Akten erwähnte mögliche Spondylitis ankylosans stütze 
sich auf eine Magnetresonanztomographie (MRT) vom 23. Oktober 2020. Nach Durchsicht des 
Bildmaterials (inkl. der aktuell durchgeführten MRT vom 18. März 2022) könne aber die be-
schriebene entzündliche Aktivität nicht bestätigt werden. Die Diagnose einer möglichen ankylo-
sierenden Spondylarthritis stütze sich nicht auf einen gesicherten bildmorphologischen Befund. 
Zudem würden die anderen Kriterien für eine Spondylarthritis gemäss Assessment of the Spon-
dyloarthritis International Society (ASAS) und die typischen klinischen Hinweise für das Vorlie-
gen eines entzündlich bedingten Rückenleidens fehlen. Gesamtmedizinisch seien der Versi-
cherten die bisherige Tätigkeit als Lehrerin sowie leichte bis manchmal mittelschwere Tätigkei-
ten ganztags zumutbar, wobei aus orthopädischen Gründen ein erhöhter Pausenbedarf von 
circa 1,5 Stunden pro Tag bestünde. Daraus resultiere eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 
80 %. 
 
6.6 Am 6. April 2022 nahm Dr. med. H.____, FMH Arbeitsmedizin, Regionaler ärztlicher 
Dienst (RAD) beider Basel, Stellung zum Gutachten der medexperts ag vom 30. März 2022. Er 
hielt fest, dass die Versicherte wegen degenerativen LWS-Veränderungen leichtgradig in der 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Es sei ihr zumutbar, in einem Vollzeitpensum zu unterrich-
ten, wobei ein erhöhter Pausenbedarf bestünde. Da die klinischen Befunde und die Anamnese 
mit geringem Schmerzmitteleinsatz und relativ grossem Aktionsradius (bis 20 km mit dem E-
Bike fahren, bis zu einer Stunde zu Fuss gehen) die Annahme einer höhergradigen Arbeitsun-

 

 
 
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fähigkeit nicht stützen würden, müsse davon ausgegangen werden, dass die im Gutachten 
festgesetzte Arbeitsfähigkeit ab Beginn des Wartejahrs im Jahr 2019 gelte. 
 
6.7 Dr. F.____ hielt am 6. Juli 2022 fest, dass die Versicherte aufgrund der Beschwerden 
und der feststellbaren Einschränkungen nicht zu 80 % arbeitsfähig sei. Sie könne ihren Alltag 
(ohne Arbeit) knapp bewältigen. Eine sportliche Aktivität könne ihr nicht unterstellt werden; die 
beschränkte körperliche Aktivität diene dazu, die aktuelle Leistungsfähigkeit beizubehalten. Da-
nach benötige die Versicherte aber ausgedehnte Ruhephasen. 
 
6.8 Am 11. August 2022 führten die Dres. C.____ und D.____ aus, die Versicherte leide 
nicht nur unter degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule. Sie weise auch einen Verdacht 
auf eine entzündliche Grundkrankheit in Form einer Spondylarthropathie auf. Dieses Leiden 
verlaufe schubweise, sei chronischer Natur und könne immer wieder zu Rücken- und Gelenk-
beschwerden sowie zu Blockaden im Beckenbereich führen. Um beweglich zu bleiben und die 
Alltagsmobilität zu fördern, werde empfohlen, Sport zu treiben. Es mute seltsam an, wenn für 
die Arbeitsfähigkeit entscheidend sein solle, dass die Versicherte 20 km mit dem E-Bike fahren 
könne. Eine Arbeitsfähigkeit sei auch nicht damit zu begründen, dass die Versicherte (an guten 
Tagen) eine Stunde zu Fuss gehen könne. Diese Betätigung gehöre zum Alltagstraining. Zu-
dem sei die Versicherte bei Exazerbationen im Rahmen des schubweisen Verlaufs der Erkran-
kung sehr wohl auf regelmässige und hochdosierte Schmerzmittel angewiesen. Sie sei nicht in 
der Lage, mehr als 50 % zu arbeiten. Langes Stehen und Sitzen, wie dies im Unterricht not-
wendig sei, sei für das rheumatologische und das degenerative Leiden kontraindiziert. Es sei 
von einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. 
 
6.9 Am 27. September 2022 diagnostizierte Dr. med. I.____, FMH Neurochirurgie, einen 
Verdacht auf eine lumbale Haltungsinsuffizienz bei diskreter sekundärer linkskonvexer Torsi-
onsskoliose mit beginnender Laterolisthese LWK 4/5 nach links. Es bestünde eine mögliche 
Überlastung des rechten ISG, was bei Beckenschiefstand zu Ungunsten links von der Belas-
tungsmechanik her denkbar wäre. Gemäss MRT bestünde kein Hinweis auf eine aktive ent-
zündliche Veränderung im Bereich des ISG.  
 
6.10 Am 4. Oktober 2022 nahm Dr. H.____ Stellung, wobei er festhielt, dass sich aus den 
beigebrachten medizinischen Unterlagen keine wesentlichen neuen Aspekte ergäben. Die un-
differenzierte Spondylarthropathie werde lediglich als Verdachtsdiagnose angeführt. Sie bezie-
he sich vor allem auf den unteren Rücken, die Achillessehne links und die Hände. Im Gutachten 
seien der untere Rücken, die Achillessehnen beidseits sowie zahlreiche andere Diagnosen 
fachärztlich beurteilt worden, so dass sich bezogen auf die klinische Situation der betroffenen 
Körperregionen nichts Neues ergäbe. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 26. Oktober 2022 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf die Ergeb-
nisse im Gutachten der medexperts ag vom 30. März 2022 und auf die Beurteilung von 
Dr. H.____ vom 6. April 2022. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Beschwerdeführerin ab 
Beginn des Wartejahrs im Jahr 2019 in ihrer angestammten Tätigkeit als Lehrerin und in einer 

 

 
 
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leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig war. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung 
ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-
richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutach-
ten der medexperts ag vom 30. März 2022 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es 
ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.3 hiervor) – für die streitigen Belange 
umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, 
ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein und beinhaltet 
eine Auseinandersetzung mit abweichenden Einschätzungen anderer Ärzte. Die Beurteilung, 
wonach der Versicherten die Tätigkeit als Lehrerin aufgrund der gut erhaltenen körperlichen 
Leistungsfähigkeit, des eher geringen Therapie- und des nur phasenweise erforderlichen 
Schmerzmittelbedarfs unter Einhaltung vermehrter Pausen aus orthopädischen Gründen zu 
80 % zumutbar sei, erscheint nachvollziehbar. Soweit im Gutachten der medexperts ag vom 
30. März 2022 und vom RAD-Arzt Dr. H.____ die Arbeitsfähigkeit auch unter Hinweis darauf 
begründet wird, dass die Versicherte ein E-Bike benutzen und eine Stunde zu Fuss gehen kön-
ne, ist festzustellen, dass sich allein aus diesen körperlichen Betätigungen keine zuverlässigen 
Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Versicherten im Berufsalltag ableiten lassen. Viel-
mehr ist aufgrund der nachvollziehbaren Angaben der behandelnden Ärzte davon auszugehen, 
dass diese Aktivitäten dem Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit dienen. 
 
7.2.1 Was die Beschwerdeführerin gegen das Gutachten vorbringt, hält nicht stand. Soweit 
sie annimmt, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne Berücksichtigung der durchgeführ-
ten (regenerativen) Behandlungen und Anpassungen im Alltag erfolgt sei und auf einer Mo-
mentaufnahme beruhe, verkennt sie, dass sich die Beurteilung der Gutachter nicht nur auf die 
persönliche Untersuchung stützt. Den Experten standen darüber hinaus diverse, zur Entwick-
lung des Gesundheitszustands der Versicherten sich äussernde medizinische Akten mit Anga-
ben zu den Abklärungen, den durchgeführten Behandlungen sowie den beruflichen- und All-
tagsaktivitäten der Beschwerdeführerin zur Verfügung, die es ihnen durchaus ermöglichten, 
eine nicht auf eine Momentaufnahme beschränkte Beurteilung abzugeben. Dabei hielt der or-
thopädische Gutachter auch fest, dass bei den erhobenen Diagnosen die vom behandelnden 
Facharzt Dr. F.____ attestierten Arbeitsunfähigkeiten zwischen 50 % und 100 % nicht nachvoll-
zogen werden könnten. Daraus kann geschlossen werden, dass es dem Gutachter möglich 
war, den Verlauf der Arbeitsfähigkeit retrospektiv zu beurteilen. Wenn sich die Beschwerdefüh-
rerin auf die abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzteschaft beruft, ist zudem in 
Erinnerung zu rufen, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des bzw. der amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten bzw. Expertin anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu-
lässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weite-
rer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Weiter ist zu beachten, dass eine Exploration von der Natur der Sache 

 

 
 
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her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet den Gutachterinnen und Gutachtern prak-
tisch immer einen Spielraum für verschiedene medizinische Interpretationen, was zulässig und 
zu respektieren ist, sofern die Gutachter – wie hier – lege artis vorgegangen sind. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und 
nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutach-
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2019, 
8C_835/2018, E. 3 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin legt nicht substanziiert dar und es ist 
auch nicht ersichtlich, dass aus den Berichten der Dres. F.____, C.____ und D.____ oder 
I.____ vom 6. Juli 2022, 11. August 2022 und 27. September 2022 Gesichtspunkte hervorgin-
gen, die im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären. Der in den Berichten der 
Dres. C.____ und D.____ vom 18. November 2020 und 11. August 2022 geäusserte Verdacht 
auf eine entzündliche Grundkrankheit in Form einer Spondylarthropathie wurde von der rheu-
matologischen Gutachterin nach Durchsicht des Bildmaterials eingehend begründet verneint 
(vgl. E. 6.5 hiervor). Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, das Gutachten der 
medexperts ag vom 30. März 2022 beinhalte ungeklärte, offenkundige Widersprüche oder fach-
liche Mängel. Daher bilden die abweichenden Auffassungen der behandelnden Ärzteschaft in 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin keinen Grund, von den Ergebnissen der 
Administrativbegutachtung abzuweichen. Wenn sie geltend macht, ein Arbeitspensum von 80 % 
würde zu starken Schmerzen und einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit führen, ist ihr entgegen 
zu halten, dass – wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zutreffend festhält – 
gemäss gutachterlicher Einschätzung bei angepassten Tätigkeiten, so auch der Tätigkeit als 
Lehrerin, unter Berücksichtigung eines leicht gesteigerten Pausenbedarfs keine Schmerzzu-
nahme zu erwarten ist. 
 
7.2.2 Aus Sicht der Begutachtungsstelle ist der Beschwerdeführerin die Lehrtätigkeit unter 
Berücksichtigung eines leicht gesteigerten Pausenbedarfs im Umfang von 80 % möglich und 
zumutbar. Anderslautende ärztliche Einschätzungen, die diese Beurteilung in Frage stellen 
könnten, liegen nicht vor. Die Annahme der Dres. C.____ und D.____ im Bericht vom 
11. August 2022, wonach im Schulunterricht langes Stehen und Sitzen notwendig sei 
(vgl. E. 6.8 hiervor), trifft nicht zu. Der Betrieb in der Schule B.____ mit 22 Lektionen pro Woche 
(Vollpensum) lassen zweifellos einen jederzeitigen beliebigen und selbstbestimmten Wechsel 
der Körperhaltung (Sitzen, Stehen, Gehen) und den erforderlichen erhöhten Pausenbedarf von 
1,5 Stunden pro Tag zu, auch wenn zwischen den Lektionen aus organisatorischen Gründen 
nicht immer eine Pause wahrgenommen werden kann. Der im Gutachten als notwendig erach-
tete Pausenbedarf ist zweifellos umsetzbar. Damit liegt nichts vor, was die Beurteilung im Gut-
achten der medexperts ag vom 30. März 2022 und die Einschätzung von Dr. H.____ vom 
6. April 2022 in Zweifel ziehen könnte, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung 
(BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf weitere Abklärungen verzichtet und da-
von ausgegangen werden kann, dass die Versicherte seit dem Jahr 2019 – abgesehen von 
kurzzeitigen Klinikaufenthalten – aus orthopädischen Gründen zu 20 % in der Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt ist.  
 
8. Wie oben (vgl. E. 3.1 hiervor) ausgeführt, setzt der Rentenanspruch unter anderem 
voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

 

 
 
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durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig war und nach Ablauf dieses Jahres zu mindes-
tens 40 % invalid ist. Das rentenbegründende Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt als 
eröffnet, wenn eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf von 
mindestens 20 % vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Februar 2014, 9C_818/2013, E. 1 
mit weiteren Hinweisen). Nach der massgebenden Beurteilung im Gutachten der medex-
perts ag vom 30. März 2022 und der Einschätzung von Dr. H.____ vom 6. April 2022 war die 
Versicherte seit dem Jahr 2019 zu 20 % in der Arbeitsfähigkeit einschränkt. Damit erfüllte sie zu 
keinem Zeitpunkt sämtliche Voraussetzungen einer rentenbegründenden Invalidität. Die ange-
fochtene Verfügung vom 26. Oktober 2022, mit welcher ein Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin abgewiesen wurde, ist daher nicht zu beanstanden und die Beschwerde deshalb abzu-
weisen. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend unterliegt die Beschwerdeführerin, wes-
halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Vorschuss 
in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Bei diesem Verfahrensausgang wird keine Parteientschädi-
gung zugesprochen. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

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