# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 902f4444-bf53-599a-965f-0b80217fe51c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 E-840/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-840-2012_2012-02-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V

E­840/2012

U r t e i l   v om   1 6 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger;  
Gerichtsschreiberin Sarah Straub.

Parteien A._____, geboren (…),
dessen Lebenspartnerin
B._____, geboren (…),
und deren Tochter
C._____, geboren (…),
Serbien, 
(…),  
Beschwerdeführende, 
gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. Februar 2012 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  Serbien  am 
25. Dezember  2011  verliessen  und  über  Ungarn,  Österreich  und  die 
Schweiz  nach  D._____  reisten,  wo  sie  sich  mehrere  Tage  bei 
Verwandten  aufhielten,  um  anschliessend  am  5.  Januar  2012  erneut  in 
die  Schweiz  zu  gelangen,  wo  sie  gleichentags  im  (…)  um  Asyl 
nachsuchten,

dass sie dort am 20. Januar 2012 zur Person, zum Reiseweg und zu den 
Gesuchsgründen  summarisch  befragt  und  am 31.  Januar  2012  gemäss 
Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998  (AsylG, SR 142.31) 
zu ihren Asylgründen angehört wurden,

dass sie zur Begründung der Asylgesuche anführten, seit (…) Ende 2007 
habe  der  Beschwerdeführer  einer  mafiösen  Gruppierung  monatlich 
Schutzgeld bezahlen müssen,

dass  der  Vater  der  Beschwerdeführerin,  welcher  gegen  ihre  Heirat 
gewesen sei,  da sie gegen Bezahlung eines hohen Geldbetrags bereits 
im  Kindesalter  einem  anderen  Mann  versprochen  worden  sei,  dieses 
Geld  zurückzahlen  sollte,  dazu  jedoch  nicht  in  der  Lage  sei  und  seine 
Tochter mit massiven Mitteln zur Bezahlung dränge,

dass  einige  Monate  vor  ihrer  Ausreise  eine  Gruppe  Rechtsradikaler 
immer wieder die Scheiben ihres Hauses eingeschlagen habe,

dass  zwei  davon  am  Abend  des  (…)  auf  das  Auto  der 
Beschwerdeführenden  eingeschlagen  und  versucht  hätten,  dieses 
aufzubrechen,  worauf  dieser,  unterstützt  von  Nachbarn,  die  beiden  mit 
einer Schaufel spitalreif geschlagen habe,

dass  er  von  der  Polizei  einige  Stunden  inhaftiert  und  wegen  schwerer 
Körperverletzung  angeklagt  worden  sei,  der  Vorladung  für  die 
Gerichtsverhandlung  jedoch  aus  Angst  vor  den  Rechtsradikalen  nicht 
Folge geleistet und sich mit seiner Familie bei (…) versteckt habe, bis sie 
in die Schweiz gereist seien,

dass für die weiteren Aussagen auf die Akten verwiesen wird,

dass  das  BFM  mit  gleichentags  eröffneter  Verfügung  vom  7.  Februar 
2012  in Anwendung  von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf  das Asylgesuch nicht 

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eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass  es  gleichzeitig  die  Beschwerdeführenden  aufforderte,  die  Schweiz 
am Tag nach Eintritt der Rechtskraft seiner Verfügung zu verlassen, den 
(…) mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte und die Aushändigung 
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis verfügte, 

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  anführte,  der  Bundesrat  habe 
Serbien mit Beschluss vom 6. März 2009 als  verfolgungssicheren Staat 
(Safe  Country)  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  bezeichnet, 
weshalb auf Asylgesuche serbischer Staatsangehöriger nicht eingetreten 
werde, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung,

dass  das  gegen  den  Beschwerdeführer  angehobene  Strafverfahren 
wegen schwerer Körperverletzung einem rechtsstaatlich legitimen Zweck 
diene und deshalb keine asylrechtliche Relevanz erlange,

dass die Schutzgelderpressungen,  das  rechtsradikale Randalentum und 
die Bedrohung durch den Vater der Beschwerdeführerin auch in Serbien 
grundsätzlich  strafbare  Handlungen  darstellten,  welche  von  den 
zuständigen Strafverfolgungsbehörden verfolgt und geahndet würden, 

dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  zumutbar  sei,  sich  an  die 
serbischen Behörden zu wenden und um Schutz nachzusuchen,

dass  sich  die  Lage  ethnischer  Minderheiten  in  Serbien  mit  dem 
demokratischen  Wandel  und  dem  am  25.  Februar  2002  in  Kraft 
getretenen  Gesetz  zum  Schutz  und  zur  Freiheit  der  nationalen 
Minderheiten entspannt habe,

dass  zwar  vereinzelte  Benachteiligungen  und  Schikanen  gegenüber 
serbischen  Staatsangehörigen  albanischer  Ethnie  nicht  restlos 
ausgeschlossen  werden  könnten,  aber  der  serbische  Staat  Übergriffe 
Dritter weder billige noch unterstütze,

dass sich somit aus den Akten keine Hinweise ergeben würden, welche 
die Vermutung der Verfolgungssicherheit von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 
umstossen  könnten,  und  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelinge, 
diese Vermutung zu widerlegen,

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dass  die Wegweisung  die  Regelfolge  des  Nichteintretens  auf  ein  Asyl­
gesuch  und  der  Vollzug  der Wegweisung  zulässig,  zumutbar,  praktisch 
möglich und technisch durchführbar sei,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  14.  Februar  2012 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er­
hoben und um eine nochmalige Prüfung ihrer Asylgesuche bitten,

dass  für  die  Begründung  –  soweit  entscheidwesentlich  –  auf  die 
nachstehenden Erwägungen verwiesen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  15.  Februar  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich das Verfahren nach dem VwVG  richtet,  soweit  das VGG und 
das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Beschwerde  lediglich  die  Unterschrift  des  Beschwerdeführers 
trägt,  die  Verfügung  jedoch  eindeutig  bezüglich  aller  Familienmitglieder 
angefochten  wird,  womit  gemäss  Art. 52  Abs. 1  VwVG  auch  die 
Unterschrift  der  Beschwerdeführerin  –  allenfalls  in  einer 
Vertretungsvollmacht an den Ehemann – erforderlich wäre,

dass mit dem Erfordernis einer Originalunterschrift vorab die Gefahr einer 
Manipulation  ausgeschlossen werden  soll,  der  Bestimmung  jedoch  kein 

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über  diese  Absicht  hinausgehender  Selbstzweck  zukommt  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 16 E. 2d S. 100),

dass  unter  den  vorliegenden Umständen  die Gefahr  einer Manipulation 
ausgeschlossen  scheint  und es  sich deshalb  rechtfertigt,  zugunsten der 
Beschwerdeführenden  auf  das  Ansetzen  einer  Nachfrist  zur 
Verbesserung gemäss Art. 52 Abs. 2 und 3VwVG zu verzichten,

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass gemäss Art. 34 Abs. 1 AsylG auf Gesuche von Asylsuchenden aus 
verfolgungssicheren  Staaten  nach  Art.  6a  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  (Safe 
Countries)  nicht  eingetreten  wird,  ausser  es  gebe  Hinweise  auf  eine 
Verfolgung,

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 2009  (in Kraft  seit dem 
1. April  2009)  Serbien  zum  Safe  Country  erklärt  hat,  in  welchem  nach 
seinen Feststellungen Sicherheit vor Verfolgung besteht,

dass  somit  die  Grundvoraussetzung  für  einen  Nichteintretensentscheid 
gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG erfüllt ist,

dass bei der Prüfung, ob Hinweise auf Verfolgung vorliegen, erstens ein 
weiter  Verfolgungsbegriff  gilt,  der  alle  erlittenen  oder  befürchteten 
Nachteile  umfasst,  die  von  Menschenhand  zugefügt  werden,  und 
zweitens  nur  einem  tiefen  Beweismass  Genüge  getan  werden  muss, 
weshalb  auf  ein  Gesuch  einzutreten  ist,  wenn  Verfolgungshinweise 
geltend gemacht werden, die nicht bereits auf den ersten Blick als haltlos 
zu erkennen sind (vgl. EMARK 2004 Nr. 5),

dass  sich  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  darin  erschöpfen,  die 
mündlichen Vorbringen zur Begründung der Asylgesuche zu wiederholen, 
und  mangels  stichhaltiger  Entgegnungen  in  der  Beschwerde  zur 
Vermeidung  von  Wiederholungen  vollumfänglich  und  ohne  weiteren 
Begründungsaufwand  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der 
angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  1  AsylG  zu 
Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  737),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 

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Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  den 
Beschwerdeführenden im Heimat­ oder Herkunftsland droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 

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Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Serbien nicht auf eine konkrete Gefährdung 
der  Beschwerdeführenden  im  Falle  ihrer  Rückkehr  dorthin  schliessen 
lässt,  und  sich  aus  den  Akten  keine  konkreten  Anhaltspunkte  ergeben, 
aufgrund  derer  allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  die 
Beschwerdeführenden  gerieten  in  Serbien  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine 
existenzbedrohende Situation (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Beschwerdeführenden in Serbien ein Haus besitzen und zudem 
mit  ihren Familienangehörigen über ein  tragfähiges verwandtschaftliches 
Beziehungsnetz verfügen,

dass sich der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Ser­
bien somit als zumutbar erweist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  den  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG; vgl. dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ­ 515),

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­
weisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und (…).

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Sarah Straub

Versand: