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**Case Identifier:** c524f11f-33aa-5695-b586-62598ed66970
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.12.2018 100 2018 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-96_2018-12-20.pdf

## Full Text

100.2018.96U
STE/WEB/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Ringgenberg

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

B.________ und C.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerschaft

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Köniz
Bauinspektorat, Landorfstrasse 1, 3098 Köniz

betreffend Baubewilligung für Neubau Zufahrtsstrasse und Garage 
(Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 
28. Februar 2018; RA Nr. 110/2017/149)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.12.2018, Nr. 100.2018.96U, 
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Sachverhalt:

A.

B.________ und C.________ reichten am 27. März 2017 (Eingang: 
31.3.2017) ein Baugesuch ein für die Verlängerung des bis auf die nördlich 
gelegene Nachbarparzelle Köniz Gbbl. Nr. 1________ führenden 
Zufahrtswegs auf ihr eigenes Grundstück (Gbbl. Nr. 2________) und den 
Neubau eines Carports. Die beiden Bauparzellen liegen in der Wohnzone 
W; die Eigentümerin und der Eigentümer der Parzelle Nr. 1________ 
haben dem Vorhaben zugestimmt. Hingegen erhob A.________ am 6. Juni 
2017 Einsprache. Sie ist die Eigentümerin der Parzellen Nrn. 3________ 
und 4________; erstere grenzt an das Grundstück von B.________ und 
C.________ an, letztere an beide Bauparzellen. Mit Gesamtentscheid vom 
19. Oktober 2017 erteilte die Einwohnergemeinde (EG) Köniz die 
Baubewilligung.

B.

Am 20. November 2017 reichte A.________ Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Diese wies 
das Rechtsmittel mit Entscheid vom 28. Februar 2018 ab, soweit sie darauf 
eintrat.

C.

Dagegen hat A.________ am 3. April 2018 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben mit den folgenden Rechtsbegehren:

«1. Der Entscheid der BVE vom 28. Februar 2018 betreffend die Verfü-
gung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz vom 
19. Oktober 2017 (Baugesuch Nr. …) und die Verfügung der 
Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz (Baubewilligung) vom 
19. Oktober 2017 seien aufzuheben. 

2. Für das Bauvorhaben geschlossenes Garagengebäude, genannt 
‹Carport›, sei der Bauabschlag zu erteilen. 

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3. Die Verlängerung der Strasse auf Parzelle Nr. 1________ sei als 
öffentliche Detailerschliessungsstrasse in der Zuständigkeit der 
Gemeinde Köniz zu qualifizieren. 

4. Die Strassenerschliessung der Parzelle Nr. 2________ sei 
abzustimmen auf die Strassenerschliessung der Parzelle 
Nr. 3________. 

5. Die Parteikosten im Betrag von Fr. 5'070.60 (inkl. Mehrwertsteuer) 
seien um mindestens die Hälfte zu kürzen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -»

B.________ und C.________ beantragen mit Beschwerdeantwort vom 
14. Mai 2018, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
sei. Ebenfalls auf Abweisung schliesst die BVE mit Vernehmlassung vom 
3. Mai 2018, während die EG Köniz mit Eingabe vom 2. Mai 2018 auf wei-
tere Ausführungen verzichtet hat. A.________ hat am 25. Juni 2018 eine 
Replik und am 11. Juli 2018 eine weitere Stellungnahme eingereicht. 
B.________ und C.________ haben sich dazu mit Eingabe vom 18. Juli 
2018 geäussert. Die anderen Verfahrensbeteiligten haben sich nicht 
vernehmen lassen. Am 27. Juli 2018 hat A.________ erneut Stellung 
genommen. B.________ und C.________, die EG Köniz sowie die BVE 
haben sich dazu nicht mehr geäussert. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2018 
hat A.________ zur Kostennote des Rechtsvertreters von B.________ und 
C.________ Stellung genommen. Dieser hat sich dazu mit Eingabe vom 
12. Dezember 2018 geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist als Nachbarin der Bauparzellen durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. 

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auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 und 6.2 einzutreten. 

1.2 Neben der Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids beantragt 
die Beschwerdeführerin auch die Aufhebung des Bauentscheids der EG 
Köniz vom 19. Oktober 2017 (vorne Bst. C). Damit übersieht sie, dass der 
Rechtsmittelentscheid der BVE an die Stelle der erstinstanzlichen Verfü-
gung getreten ist (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde) und somit aus-
schliessliches Anfechtungsobjekt vor dem Verwaltungsgericht bildet 
(BVR 2013 S. 120 E. 5, 2010 S. 411 E. 1.4; BGE 136 II 539 E. 1.2, 134 II 
142 E. 1.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 60 N. 7 f. und Art. 72 N. 13). Insoweit ist auf die Be-
schwerde nicht einzutreten. Bei den Rechtsbegehren 3 und 4 handelt es 
sich richtig besehen um Begründungselemente zum Antrag auf Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids (hinten E. 4.5 und 5.2). Soweit sie als Fest-
stellungsbegehren zu betrachten wären, wäre auf die Beschwerde insoweit 
ebenfalls nicht einzutreten, da den Anliegen der Beschwerdeführerin mit 
dem rechtsgestaltenden Begehren vollständig Rechnung getragen werden 
kann und es deshalb an einem schutzwürdigen Feststellungsinteresse fehlt 
(BVR 2016 S. 247 [VGE 2015/332 vom 23.2.2016] nicht publ. E. 1.3, 2014 
S. 33 E. 1.4).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die bestehende Zufahrtsstrasse, die vom Inselrain (Parzelle Nr. …) ab-
zweigt, endet nach einer Gabelung je mit einem Ast auf den Parzellen 
Nrn. 1________ und 4________. Die hinterliegenden Parzellen 
Nr. 2________ der Beschwerdegegnerschaft und Nr. 3________ der Be-
schwerdeführerin haben keine direkte Strassenanbindung (Auszug aus 
dem Geoportal des Kantons Bern vom 16.5.2018), es bestehen jedoch 
Fahrwegrechte zulasten der Parzelle Nr. 1________ und zugunsten der 

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Parzelle Nr. 3________ zusätzlich eines zulasten der Parzelle 
Nr. 2________ (GRUDIS-Auszüge vom 16.5.2018). Die Beschwerde-
gegnerschaft beabsichtigt, den auf der Parzelle Nr. 1________ endenden 
Strassenarm um ca. 61 m bis auf ihr Grundstück zu verlängern und an 
dessen Ende einen Wendebereich sowie eine geschlossene Garage mit 
zwei Autoabstellplätzen zu bauen (Baugesuchspläne, act. 5B1). Geplant ist 
zudem, den Teil des öffentlichen Fusswegs auf der Parzelle 
Nr. 2________, der zwischen Hauptgebäude und neuer Garage läge, zu 
verlegen und nördlich der Garage direkt auf die geplante Zufahrtsstrasse 
zu führen (Baugesuchsplan, act. 5B1).

3.

Die Beschwerdeführerin beanstandet den angefochtenen Entscheid vorab 
in formeller Hinsicht. – Soweit sie bemängelt, die Vorinstanz habe nur die 
Parzelle Nr. 2________ als Bauparzelle aufgeführt sowie die Garage wie 
bereits die EG Köniz fälschlicherweise als «Carport» bezeichnet 
(Beschwerde S. 4 f.), trifft dies nicht zu bzw. kann die Beschwerdeführerin 
nichts daraus ableiten. Die BVE hat beide Bauparzellen genannt und auf 
das insofern verbesserte Baugesuchsformular zur Projektänderung vom 
26. Juni 2017 hingewiesen. Weiter hat sie in den die geplante Garage 
betreffenden Erwägungen diese auch konsequent als solche bezeichnet 
(angefochtener Entscheid E. 2b, 4d und 7a). Ebenfalls nicht ersichtlich ist, 
was die Beschwerdeführerin aus der Rüge ableiten will, die Vorinstanz 
habe über die zukünftige Wohnadresse der Beschwerdegegnerschaft 
spekuliert (Beschwerde S. 8; Eingabe vom 11.7.2018, act. 13, S. 1 f.). Für 
die Frage, ob eine Bauherrschaft zum Einreichen eines Baugesuchs 
berechtigt ist, wird auf die Verfügungsbefugnis über das Grundstück 
abgestellt. Da die fragliche Parzelle im Eigentum der 
Beschwerdegegnerschaft steht, ist deren tatsächlicher Wohnsitz 
unerheblich. Soweit die Beschwerdeführerin zudem erneut vorbringt, ihr sei 
durch die Eröffnung des Gesamtentscheids der EG Köniz vom 19. Oktober 
2017 mittels A-Post Plus (anstatt eingeschriebener Post) ein 
Rechtsnachteil erwachsen (Beschwerde S. 8), kann auf die zutreffenden 
Ausführungen der BVE verwiesen werden (angefochtener Entscheid E. 2a). 

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Schliesslich ist hinsichtlich der während des vorinstanzlichen Verfahrens 
vorgenommenen Profiländerung keine Verletzung des Anspruchs der 
Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör erkennbar (Beschwerde S. 8), 
da sich diese hinreichend dazu äussern konnte (Eingaben vom 21.12.2017 
und 17.1.2018, act. 5A pag. 58 und 66 ff., S. 4).

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Bauvorhaben sei für 
Zwecke bzw. Eigeninteressen der Gemeinde bestimmt, weshalb nicht die 
EG Köniz, sondern der Regierungsstatthalter die zuständige Baubewilli-
gungsbehörde sei. Wie bereits vor der Vorinstanz begründet sie ihre Auf-
fassung damit, dass die Parzellen Nrn. 2________ und 3________ zum 
heutigen Zeitpunkt strassenmässig nicht genügend erschlossen seien. Die 
BVE habe die geplante Verlängerung der Zufahrtsstrasse zu Unrecht als 
Verbesserung einer bestehenden und genügenden Strassenerschliessung 
qualifiziert. Zudem habe der auf der Parzelle Nr. 1________ vorhandene 
und zu verlängernde Strassenast Detailerschliessungsfunktion; um 
Hauszufahrten handle es sich nur beim anderen, auf Parzelle 
Nr. 4________ endenden Strassenast und bei den an der südlichen 
Parzellengrenze Nr. 1________ verzweigenden Endstücken auf den 
Parzellen Nrn. 2________ (Bauvorhaben) und 3________ (noch nicht 
gebaut). Die geplante Verlängerung von 23 m auf der Parzelle 
Nr. 1________ betreffe folglich eine Gemeindestrasse. Ebenso diene die 
geplante Verlegung des Fusswegs auf Parzelle Nr. 2________ Zwecken 
der Gemeinde, da es sich um einen öffentlichen Weg handle, den die 
Gemeinde unterhalte (Beschwerde S. 9 ff. und 16; Replik S. 4).

4.2 Baubewilligungsbehörde ist die zuständige Behörde von Gemein-
den, die wie die EG Köniz nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung 
mindestens 10'000 Einwohnerinnen und Einwohner aufweisen (grosse 
Gemeinde; vgl. <www.jgk.be.ch>, Rubriken 
«Baubewilligungen/Baubewilligungsverfahren»), andernfalls grundsätzlich 
der Regierungsstatthalter oder die Regierungsstatthalterin (Art. 33 Abs. 1 
BauG; Art. 8 Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 über das 

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Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Ist 
ein Bauvorhaben jedoch für Zwecke der Gemeinde bestimmt, ist in jedem 
Fall der Regierungsstatthalter oder die Regierungsstatthalterin zuständig 
(Art. 8 Abs. 2 Bst. d BewD). Der Begriff «für Zwecke der Gemeinde 
bestimmt» ist dabei weit auszulegen. Es geht darum, den Anschein zu 
vermeiden, die Bewilligungsbehörde entscheide in eigener Sache 
(VGE 2017/79 vom 28.7.2017 E. 2.2 f., 23332 vom 15.9.2008 E. 2.2; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4. Aufl. 
2013/2017, Art. 33 N. 3).

4.3 Die Gemeinden sind verpflichtet, Bauzonen zeitgerecht zu er-
schliessen (Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700] und Art. 108 Abs. 1 
und 2 BauG; vgl. auch Art. 64 Abs. 2 Bst. a BauG). Eine Erschliessung ist 
genügend, wenn die Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an Bauten und An-
lagen heranführt und diese für Feuerwehr und Sanität gut erreichbar sind 
(Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG). Die Fahrstrasse muss also nicht bis zu jedem 
Grundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reichen; es genügt, 
wenn in hinreichende Nähe gefahren und von dort zu Fuss über einen Weg 
oder eine Treppe zum Gebäude gelangt werden kann, wobei letzteres 
Wegstück in der Regel nicht länger als 100 m lang sein sollte (Art. 6 Abs. 2 
der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]; BGE 136 III 130 
E. 3.3.2; BGer 1C_603/2015 vom 5.4.2016 E. 2.1; BVR 2008 S. 332 E. 6.6; 
VGE 21750 vom 8.1.2004 E. 2.1). – Anders als die Beschwerdeführerin 
meint, kommt es demnach nicht auf die Entfernung der Gebäude auf den 
Parzellen Nrn. 2________ und 3________ zur Gemeindestrasse Inselrain 
an, sondern auf die Entfernung zur auf Parzelle Nr. 1________ endenden 
Strasse, welche weniger als 100 m beträgt. Zudem sind die Bauten über 
einen rund 25 m langen Fussweg (Treppe) erreichbar, der von einem 
Seitenarm der Wangenhubelstrasse über die Parzellen Nrn. …, …, … auf 
die Parzelle Nr. 2________ führt (Auszug aus dem Geoportal des Kantons 
Bern vom 16.5.2018; VGE 2017/79 vom 28.7.2017 Bst. A). Die fraglichen 
Liegenschaften sind demnach bereits heute genügend erschlossen. Bei der 
geplanten Verlängerung der bestehenden Strasse auf Parzelle 
Nr. 1________ handelt es sich folglich – wie die BVE zutreffend ausgeführt 
hat (angefochtener Entscheid E. 3e f.) – um den Ausbau einer genügenden 

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Erschliessung. Das Bauvorhaben beschlägt somit nicht die 
Erschliessungspflicht der Gemeinde, weshalb es insofern nicht für Zwecke 
der Gemeinde bestimmt ist.

4.4 Beim Fussweg auf der Parzelle Nr. 2________ handelt es sich zwar 
um eine dem Gemeingebrauch gewidmete und damit öffentliche Strasse im 
Sinn der Strassengesetzgebung, da ein Fusswegrecht zugunsten der Ge-
meinde im Grundbuch eingetragen ist (Art. 9 i.V.m. Art. 13 Abs. 3 Bst. b 
des Strassengesetzes vom 4. Juni 2008 [SG; BSG 732.11]; BVR 2013 
S. 282 E. 2.1, 2011 S. 341 E. 4.1 f.). Der Weg wird dadurch aber nicht zur 
Gemeindestrasse, wie die Beschwerdeführerin meint, sondern bleibt eine 
Privatstrasse (im Gemeingebrauch; VGE 2017/79 vom 28.7.2017 E. 2.5). 
Allfällige freiwillig übernommene Unterhaltsarbeiten der Gemeinde vermö-
gen daran nichts zu ändern. Kommt hinzu, dass der Weg nicht aufgehoben, 
sondern (bloss) die Streckenführung angepasst werden soll. Daher ist mit 
der BVE festzuhalten, dass das umstrittene Bauvorhaben auch insofern 
keine Eigeninteressen der Gemeinde betrifft (angefochtener Entscheid 
E. 3g).

4.5 Zwar trifft es zu, dass Detailerschliessungsstrassen nach geltendem 
Recht Gemeindestrassen sind (vgl. Art. 8 SG) und im Eigentum der Ge-
meinde stehen (Art. 11 Abs. 2 SG). Das gilt aber – wie bereits die BVE zu-
treffend ausgeführt hat – nicht für Strassen, die vor dem 1. Januar 1971 
durch Private erstellt wurden. Mangels gesetzlicher Grundlage sind sie 
nicht an die Gemeinde übergegangen (vgl. Art. 109 Abs. 2 BauG), sondern 
(altrechtliche) Privatstrassen geblieben (angefochtener Entscheid E. 3d). 
Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die bestehende Strasse vor 
1971 gebaut wurde. Auch wenn sie Detailerschliessungsfunktion hat, han-
delt es sich folglich um eine (altrechtliche) Privatstrasse. Ob an dieser Qua-
lifikation etwas ändert, weil die Strasse gestützt auf ein seit 1912 beste-
hendes Fahrwegrecht geringfügig verlängert wird, erscheint fraglich, kann 
aber offenbleiben. Selbst wenn das Bauvorhaben insofern als für Zwecke 
der Gemeinde gelten würde, wäre eine Rückweisung an das RSA mit er-
neuter Beschwerdemöglichkeit an die BVE und das Verwaltungsgericht im 
jetzigen Verfahrenszeitpunkt aus prozessökonomischen Gründen nicht an-
gezeigt (vgl. BVR 2005 S. 321 E. 2). 

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4.6 Die geringfügige Verlängerung einer Privatstrasse berührt sodann 
keine wesentlichen öffentlichen Interessen. Mit Blick auf die beschränkten 
Auswirkungen durfte das Bauvorhaben folglich entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin im vereinfachten Verfahren behandelt werden 
(Art. 32b BauG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 und 5 BewD).

5.

5.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Strassener-
schliessung der Parzellen Nrn. 2________ und 3________ müsse 
aufeinander abgestimmt sein. Werde das Bauvorhaben wie geplant 
umgesetzt, müsse sie eine eigene Zufahrtsstrasse zu ihrer Parzelle quer 
über das Grundstück der Beschwerdegegnerschaft bauen, was nicht im 
Sinn einer haushälterischen Bodennutzung sei. Zudem sei aus 
prozessökonomischen Gründen bereits zum jetzigen Zeitpunkt über die 
Erschliessung ihrer Parzelle Nr. 3________ über die Parzelle 
Nr. 2________ der Beschwerdegegnerschaft zu befinden, da sich im 
künftigen Baubewilligungsverfahren wieder die gleichen Fragen stellen 
würden (Beschwerde S. 4 und 15; Replik S. 5 f.).

5.2 Gemäss Art. 7 Abs. 4 BauG haben benachbarte Grundeigen-
tümerinnen und Grundeigentümer ihre Erschliessungsanlagen aufeinander 
abzustimmen und, soweit nötig, gemeinsam zu erstellen. «Abstimmen» 
heisst, dass die Erschliessungsbedürfnisse im Interesse einer haushälteri-
schen Bodennutzung nach Möglichkeit durch gemeinsame Erschliessungs-
anlagen oder durch Einräumen von Mitbenutzungsrechten gedeckt werden 
sollen. Darüber hinaus ist darin das Gebot der Rücksichtnahme enthalten. 
Eine Grundeigentümerin oder ein Grundeigentümer soll durch das eigene 
Bauvorhaben die Erschliessung der Nachbarparzellen nicht unnötig er-
schweren oder gar vereiteln (BVR 2008 S. 332 E. 6.3; VGE 2009/251 vom 
4.2.2010 E. 7.3, 2009/65 vom 7.10.2009 E. 6.2 [bestätigt durch 
BGer 1C_502/2009 vom 16.3.2010]; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 7/8 N. 13 
Bst. b). Ob diese Bestimmung im Baubewilligungsverfahren direkt anwend-
bar ist oder ob es sich dabei um ein planungsrechtliches Instrument han-
delt, ist umstritten (offengelassen in BVR 2008 S. 332 E. 6.3 f.; 

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VGE 2009/251 vom 4.2.2010 E. 7.6, 2009/65 vom 7.10.2009 E. 6.2 [bestä-
tigt durch BGer 1C_502/2009 vom 16.3.2010]). – Diese Frage muss auch 
hier nicht vertieft werden. Die Beschwerdeführerin und die Beschwerde-
gegnerschaft konnten sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. 
Abgesehen davon, dass die Parzelle der Beschwerdeführerin wie jene der 
Beschwerdegegnerschaft bereits ausreichend erschlossen ist, wird der Bau 
einer Zufahrt über die Parzelle Nr. 2________ auf die Parzelle 
Nr. 3________ weder verhindert noch erschwert. Die Beschwerdeführerin 
hat gestützt auf Fahrwegrechte ein Mitbenützungsrecht an der verlängerten 
Strasse und es verbleibt genügend Platz für eine Zufahrt von dieser 
Strasse bis zu ihrer Parzelle Nr. 3________. Anders als die 
Beschwerdeführerin meint, ist diese Zufahrt nicht Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens und folglich nicht hier darüber zu entscheiden. Die 
Vorinstanz hat somit zu Recht erkannt, dass kein Verstoss gegen Art. 7 
Abs. 4 BauG vorliegt (angefochtener Entscheid E. 5d).

6.

6.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, gemäss dem Gutach-
ten der D.________ AG vom 15. Februar 2018 zu den Naturgefahren auf 
der Parzelle Nr. 2________ (Beschwerdebeilage 3 act. 1C) dürfe das Bau-
vorhaben ohne Schutzmassnahmen nicht bewilligt werden (Beschwerde 
S. 5 ff. und 16; Replik S. 3).

6.2 Die Beschwerdegegnerschaft beantragt vorab, auf die Beschwerde 
sei in diesem Punkt nicht einzutreten, da die Beschwerdeführerin diese 
Rüge nicht bereits im Einspracheverfahren vorgebracht habe (Beschwer-
deantwort S. 9). – Die damit angesprochene sog. aspektmässige Um-
schreibung des Streitgegenstands im Baurecht, wurde per 1. April 2017 
aufgehoben (aArt. 40 Abs. 2 BauG; GS 1985 S. 186; BAG 17-008). Danach 
waren Einsprecherinnen und Einsprecher nur im Rahmen ihrer Ein-
sprachegründe zur Beschwerde befugt. Diese Begrenzung des Streitge-
genstands galt nach der Praxis des Verwaltungsgerichts, soweit in einer 
baurechtlichen Streitigkeit die Verletzung von kantonalem und kommuna-
lem Recht geltend gemacht wurde (BVR 2016 S. 79 E. 3.2, 2015 S. 15 

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E. 1.4 mit weiteren Hinweisen). Dabei genügte es, dass ein Themenbereich 
in der Einsprache angesprochen worden war; die rechtliche Begründung 
konnte in oberer Instanz noch nachgeschoben oder geändert werden (statt 
vieler VGE 2015/338 vom 12.9.2016 E. 3.2 [bestätigt durch 
BGer 1C_484/2016 vom 28.6.2017]; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 40-41 
N. 9a). Mit Blick auf das Folgende kann offenbleiben, ob im Verfahren vor 
Verwaltungsgericht noch aArt. 40 Abs. 2 BauG (in diesem Sinn 
JTA 2016/191 vom 16.8.2017 E. 1.2.1) anwendbar ist (zum Ganzen 
VGE 2017/51 vom 1.5.2018 E. 3.2).

6.3 Der Teil der Parzelle Nr. 2________, auf dem das Bauvorhaben 
ausgeführt werden soll, befindet sich in der blauen Gefahrenzone mit 
mittlerer Gefährdung (vgl. Gefahrenkarte der EG Köniz, einsehbar unter: 
<www.koeniz.ch>, Rubriken «Aktuell/Geoportale»). Bauten und Anlagen in 
solchen Gefahrengebieten dürfen gemäss Art. 6 Abs. 2 BauG nur bewilligt 
werden, wenn mit Massnahmen zur Gefahrenbehebung sichergestellt ist, 
dass Menschen, Tiere und erhebliche Sachwerte nicht gefährdet sind. 
Gemäss dem im Baubewilligungsverfahren eingeholten Fachbericht 
Naturgefahren des Amtes für Wald des Kantons Bern (KAWA) vom 
8. Februar 2017 (act. 5B pag. 58) ist die Zufahrtsstrasse in Bezug auf 
Hangmuren als nicht verletzlich zu betrachten, weshalb dafür keine 
Schutzmassnahmen notwendig seien. Der Carport (richtig: die Garage) 
liege im Übergangsbereich vom blauen zum gelben Gefahrengebiet 
(geringe Gefährdung; vgl. Gefahrenkarte der EG Köniz). Die Einwirkungen 
seien dort bereits merklich reduziert. Der Sachwert der Baute sei 
verhältnismässig gering und allfällige Schutzmassnahmen liessen sich 
durch den notwendigen Zugang bergseitig ab der Zufahrtsstrasse nicht 
sinnvoll und schon gar nicht verhältnismässig erstellen, weshalb auf 
bauliche Auflagen verzichtet werde. Das Verwaltungsgericht hat keinen 
Anlass, von dieser Beurteilung der Fachbehörde abzuweichen, zumal eine 
unbewohnte Baute zur Diskussion steht, die keinen erheblichen Sachwert 
hat. Daran vermag das Gutachten der D.________ AG vom 15. Februar 
2018 entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. 
Dieses bezieht sich nicht auf das vorliegende Bauvorhaben, sondern wurde 
durch die Gemeinde in Auftrag gegeben, um die Gefährdungssituation für 
weitere Bauvorhaben abzuklären. Gestützt auf das Ergebnis, wonach die 

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ganze Parzelle in der Bauzone verbleiben könne, hat die Gemeinde darauf 
verzichtet, den nördlichen Parzellenteil in eine Grünzone umzuzonen 
(Beschwerdebeilage 2, act. 1C).

7.

Das Bauvorhaben steht nach dem Gesagten im Einklang mit den öffentlich-
rechtlichen Rechtsregeln und insbesondere mit der Bau- und Planungsge-
setzgebung. Die Beschwerdegegnerschaft hat demnach gemäss Art. 2 
BauG grundsätzlich Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung. Soweit die 
Beschwerdeführerin vorbringt, die Garage entziehe ihrem Gebäude auf 
Parzelle Nr. 3________ im Winterhalbjahr die Sonne, was durch eine 
Verschiebung des Neubaus um 5 m nach Norden vermieden werden 
könnte (Beschwerde S. 3 und 16; Replik S. 2), ist ihr entgegenzuhalten, 
dass Einwirkungen, die durch zonenkonforme, den baupolizeilichen und 
umweltrechtlichen Vorschriften entsprechende Bauten verursacht werden, 
grundsätzlich geduldet werden müssen (Art. 89 Abs. 2 BauV; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 31 Bst. a; VGE 2017/141 vom 26.2.2018 
E. 8.2). Anders als bei Bauten ausserhalb der Bauzone besteht innerhalb 
der Bauzone keine Rechtsgrundlage, von Bauwilligen zu verlangen, 
Alternativstandorte zu suchen. Selbst wenn die Garage 5 m weiter nördlich 
errichtet werden könnte, wäre dies kein Grund, die Baubewilligung zu 
verweigern. Es ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht 
rechtsmissbräuchlich (Replik S. 6; Eingaben vom 11.7.2018, act. 13, S. 2 f., 
und 27.7.2018, act. 17, S. 1 f.), wenn die Beschwerdegegnerschaft darauf 
besteht, am gewählten Standort zu bauen. Abgesehen von Fällen 
offenbaren Rechtsmissbrauchs (Art. 2 Abs. 2 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) – was hier nicht ersichtlich ist – ist 
niemand gehalten, freiwillig auf seine Rechte zu verzichten (VGE 21101 
vom 5.4.2001 E. 3c). Der in diesem Zusammenhang verlangte 
Augenschein (Eingabe vom 11.7.2018, act. 13, S. 2) ist nicht erforderlich; 
der Beweisantrag wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.12.2018, Nr. 100.2018.96U, 
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8.

8.1 Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die ihr von der Vor-
instanz auferlegten Parteikosten der Beschwerdegegnerschaft (Beschwer-
de S. 16 ff.). 

8.2 Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu er-
setzen, sofern nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen 
Umstände eine andere Teilung oder die Wettschlagung gebieten oder die 
Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Gemäss Art. 41 Abs. 1 des kantonalen Anwaltsge-
setzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der 
Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersat-
zes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in 
Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälli-
ger Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses Rah-
mentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache ge-
botenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 
des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). In Bezug auf die Bestimmung und 
Verlegung von Verfahrens- und Parteikosten auferlegt sich das Gericht 
praxisgemäss eine gewisse Zurückhaltung und billigt den vorinstanzlichen 
Behörden in dieser Hinsicht einen grossen Beurteilungs- und Ermessens-
spielraum zu. Es greift nur ein, wenn die Behörde ihr Ermessen rechtsfeh-
lerhaft ausgeübt hat (BVR 2004 S. 133 E. 1.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 80 N. 15, Art. 103 N. 5, Art. 104 N. 7 mit Hinweisen).

8.3 Die BVE hat ausgeführt, die Bedeutung der Streitsache sei ange-
sichts der Baukosten von Fr. 88'000.-- unterdurchschnittlich. Der gebotene 
Zeitaufwand und die Schwierigkeit seien hingegen durchschnittlich, da 
zahlreiche Anträge und Rügen zu behandeln waren. Daher erscheine ein 
Ausschöpfungsgrad des Rahmens von 38 % angemessen, mithin ein Ho-
norar von Fr. 4'675.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 20.-- und Mehrwertsteuer 
(MWSt) von Fr. 375.60 zum Satz von 8 % (angefochtener Entscheid 
E. 9b).– Die Beschwerdeführerin macht geltend, ein Ausschöpfungsgrad 
von 38 % sei zu hoch, da alle Kriterien als (stark) unterdurchschnittlich zu 
bewerten seien. 38 % von Fr. 11'800.-- entsprächen zudem nicht dem von 
der BVE angegebenen Wert. Weiter hätte die Vorinstanz die MWSt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.12.2018, Nr. 100.2018.96U, 
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differenziert berechnen müssen, da die Schlussbemerkungen der 
Beschwerdegegnerschaft vom 5. Januar 2018 stammten, als bereits ein 
tieferer Mehrwertsteuersatz gegolten habe (Beschwerde S. 16 ff). In ihrer 
Stellungnahme zur Kostennote des gegnerischen Rechtsvertreters für das 
Verfahren vor Verwaltungsgericht beanstandet sie die 
Berechnungsmethode des Honorars zudem grundsätzlich und mit Blick 
darauf, dass der Zeitaufwand nicht in Stunden ausgewiesen und damit 
nicht überprüfbar sei (Eingabe vom 3.12.2018, act. 20).

8.4 Im Ergebnis ist nicht zu beanstanden, dass die BVE von einem leicht 
unterdurchschnittlichen Fall ausgegangen ist und den Parteikostenersatz in 
der unteren Hälfte des Rahmentarifs festgesetzt hat. Es ist der Beschwer-
deführerin zwar zuzustimmen, dass 38 % von Fr. 11'800.-- nicht Fr. 4'675.-- 
entsprechen. Allerdings hat der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner-
schaft, wie die Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 3. Dezember 2018 
richtig feststellt, den Ausschöpfungsgrad in seiner Kostennote auch nicht 
auf den Maximal-Rahmentarif (Fr. 11'800.--) bezogen, sondern auf den 
Betrag innerhalb des Rahmens (Fr. 11'400.--), und die Minimalgebühr da-
zugerechnet. Wäre die BVE gleich vorgegangen, wäre sie im Ergebnis auf 
Fr. 4'732.-- gekommen (38 % von Fr. 11'400.-- + Fr. 400.--) und nicht auf 
Fr. 4'675.--. Obwohl die Berechnung der BVE nicht im Detail nachvollzieh-
bar ist, ist der letztlich festgelegte Betrag mit Blick auf die massgebenden 
Bemessungskriterien und den Spielraum in Kostenfragen im Ergebnis je-
doch nicht zu beanstanden. Es kann deshalb offenbleiben, ob die Berech-
nungsmethode anhand eines Ausschöpfungsgrads grundsätzlich zu richti-
gen Ergebnissen führt. Sie berücksichtigt jedenfalls die massgebenden 
Bemessungskriterien und den zur Verfügung stehenden Rahmentarif. So-
weit die Beschwerdeführerin allein den tatsächlichen Zeitaufwand für mass-
gebend hält und dementsprechend verlangt, dieser sei im Detail auszu-
weisen, kann ihr jedenfalls nicht gefolgt werden. Was die MWSt betrifft, 
führt die Beschwerdeführerin zutreffend aus, dass der Normalsatz per 
1. Januar 2018 von 8 auf 7,7 % reduziert wurde (Art. 25 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuer-
gesetz, MWSTG; SR 641.20]). Da die Hauptleistung des Rechtsvertreters 
der Beschwerdegegnerschaft vor diesem Datum erbracht wurde und die 
Schlussbemerkungen vom 5. Januar 2018 sehr knapp gehalten waren, war 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.12.2018, Nr. 100.2018.96U, 
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die BVE jedoch nicht gehalten, eine Kostenausscheidung für die MWSt 
vorzunehmen.

9.

9.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet; 
sie ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die unterliegende Be-
schwerdeführerin hat daher die Verfahrenskosten zu tragen und der obsie-
genden Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 
Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

9.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerschaft macht ein Hono-
rar von Fr. 5'530.-- geltend, zuzüglich Auslagen von Fr. 100.-- und MWSt 
(act. 19). Dies erscheint – wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend 
macht – angesichts der massgeblichen Kriterien als überhöht (vgl. vorne 
E. 8.2). Zwar brachte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde zahlrei-
che Rügen vor und waren ihre weiteren Eingaben zur Kenntnis zu nehmen. 
Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerschaft war mit der Sachlage 
und den sich stellenden Rechtsfragen aber bereits aufgrund des vor-
instanzlichen Verfahrens vertraut. Die Fragestellung war zudem beschränkt 
und es wurde kein Beweisverfahren durchgeführt. Mit Blick darauf erscheint 
ein Honorar von Fr. 4'000.-- als angemessen, zuzüglich Auslagen und 
MWSt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.12.2018, Nr. 100.2018.96U, 
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3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerschaft die Parteikos-
ten, bestimmt auf Fr. 4'415.70 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin (Beilage: Eingabe der Beschwerdegegner-

schaft vom 12.12.2018)
- der Beschwerdegegnerschaft
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (Beilage: 

Eingabe der Beschwerdegegnerschaft vom 12.12.2018)
- der Einwohnergemeinde Köniz (Beilage: Eingabe der Beschwerdegeg-

nerschaft vom 12.12.2018)

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.