# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16af4566-cb93-5fe3-bf3a-cbb543db0180
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.11.2015 UV 2014/86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-86_2015-11-03.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/86

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.11.2015

Entscheiddatum: 03.11.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 03.11.2015
Art. 6 UVG: Verneinung einer klar ausgewiesenen neuen, bleibenden 
Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung und einer 
richtunggebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands 
(Diskushernie, Arthrose, Osteochondrose), Annahme einer nur 
vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. 
November 2015, UV 2014/86).Entscheid vom 3. November 
2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), 
Versicherungsrichter Joachim Huber und Ralph Jöhl; a.o. Gerichtsschreiber 
Jaison ParampettGeschäftsnr.UV 
2014/86ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Fürsprecher Luigi 
R. Rossi, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,gegenSchweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungen 
(Abklärung, rechtl. Gehör)Sachverhalt

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), arbeitete bei der B.___ AG, als Geschäftsführer 

und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er am 24. Februar 2012 einen Autounfall erlitt (UV-act. 1). 

Gemäss Polizeirapport kollidierte ein zu schnell fahrender Personenwagen frontal mit 

dem entgegenkommenden Auto des Versicherten (UV-act. 14). Der Versicherte wurde 

notfallmässig in das Kantonsspital C.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, eingeliefert. Dort diagnostizierten die Dres. 

med. D.___, Oberarzt, und E.___, Assistenzarzt, am 27. Februar 2012 - basierend auf 

den Ergebnissen von Röntgenuntersuchungen beider OSG, des linken Handgelenks, 

der HWS, des Thorax und des ganzen rechten Fusses des Instituts für Radiologie des 

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C.___ vom 24. bzw. 25. Februar 2012 (UV-act. 63) - eine OSG-Distorsion rechts, diskret 

auch links, eine Handgelenksdistorsion links sowie eine RQW frontoparietal rechts (UV-

act. 23). Prof. Dr. med. F.___, Chefarzt, PD Dr. med. G.___, Oberarzt, und Med. pract. 

H.___, Assistenzärztin, stellten im Austrittsbericht vom 6. März 2012 zusätzlich die 

Diagnosen einer Kontusion des Fussrückens rechts sowie einer Dermabrasio Malleolus 

lateralis rechts. Der Versicherte war am 25. Februar 2012 in gutem Allgemeinzustand 

zur weiteren Nachbehandlung durch seinen Hausarzt Dr. med. I.___, Innere Medizin 

FMH, aus dem C.___ entlassen worden (UV-act. 24).

A.b  Dr. I.___ stellte in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 19. März 2012 ebenfalls 

die obgenannten Diagnosen. Verlaufsmässig berichtete er von einem nach dem Unfall 

zunehmenden Cervicalsyndrom, von zusätzlichen Knieschmerzen links parapatellär 

und Handgelenksschmerzen sowohl rechts als auch links. Dr. I.___ verordnete dem 

Versicherten eine Physiotherapie und attestierte ihm eine hundertprozentige 

Arbeitsunfähigkeit ab 24. Februar 2012 (UV-act. 11 und 18). Der Versicherte besuchte 

danach regelmässig Dr. I.___ und die Physiotherapie sowie ab 20. August 2012 auch 

die Osteopathie (vgl. UV-act. 20, 30, 36, 38, 41, 44). Ab 28. März 2012 war der 

Versicherte wieder zu 50% arbeitsfähig. Seine Arbeitsfähigkeit erhöhte sich in der 

Folgezeit stetig, bis sie schliesslich am 1. September 2012 100% erreichte (UV-act. 18, 

30, 33 f., 50 ff., 56 ff.).

A.c  In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 7. November 2012 hielt Dr. I.___ fest, 

dass der Versicherte seit dem Unfall fast täglich unter rechtsseitigen, cervical 

aufsteigenden Kopfschmerzen leide (UV-act. 50), worauf er in weiteren ärztlichen 

Zwischenberichten vom 19. März und 9. Oktober 2013 ein posttraumatisches 

Cervicalsyndrom diagnostizierte. Im jenem vom 9. Oktober 2013 erwähnte Dr. I.___ 

zusätzlich auch vermehrte Kreuzschmerzen. Einmal monatlich finde noch eine 

Konsultation bei ihm statt. Ausserdem werde der Versicherte wegen den Nacken- und 

Kopfschmerzen mit Osteopathie behandelt. Die voraussichtliche Dauer der Behandlung 

sei unbestimmt bzw. sie dauere an. Die beim Unfall erlittene Rissquetschwunde an der 

Stirn sowie die OSG- und die Handgelenksdistorsion bezeichnete Dr. I.___ als abgeheilt 

(UV-act. 57, 60).

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A.d  Auch am 20. Januar 2014 berichtete Dr. I.___ über persistierende, zu 

Kopfschmerzen führende Nackenschmerzen und - wie anfangs - wieder vermehrt 

auftretende Kreuzschmerzen des Versicherten, welche auf die Osteopathiebehandlung 

nicht mehr besonders gut ansprechen würden. Er habe deshalb eine MRT-

Untersuchung der LWS sowie der HWS veranlasst und den Besuch der Physiotherapie 

verlängert. Dr. I.___ stellte die Diagnose eines Zustands nach Autounfall vom 24. 

Februar 2012 mit posttraumatischem Cervicalsyndrom und Lumbovertrebralsyndrom 

(UV-act. 68/1). Die MRT-Untersuchung der LWS hatte am 17. Dezember 2013 Dr. 

J.___, FMH Radiologie, Röntgeninstitut K.___, durchgeführt (UV-act. 68/2), die MRT-

Untersuchung der HWS erfolgte am 5. Februar 2014 durch Dr. med. L.___, FMH 

Radiologie und FMH Nuklearmedizin, Röntgeninstitut K.___ (UV-act. 72).

A.e  Kreisarzt Dr. med. M.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates FMH, gab auf Anfrage der Suva in einer kurzen 

Stellungnahme vom 26. Februar 2014 an, dass zwischen dem Unfall vom 24. Februar 

2012 und den HWS- und LWS-Beschwerden des Versicherten, bei unauffälligen 

klinischen Echtzeitbefunden ohne Nachweis unfallbedingter struktureller Schäden in 

der Bildgebung, eine Kausalität zwar möglich, jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich sei (UV-act. 74). In einem Gespräch vom 2. April 2014 mit der Suva 

wurde dies dem Versicherten mitgeteilt. Zusätzlich informierte ihn die Suva darüber, 

dass sie nun die Terminierung ihrer Leistungen prüfen werde. Der Versicherte 

seinerseits erzählte, dass er während des Militärdienstes vor ca. 26 Jahren einen Unfall 

gehabt habe, bei dem er unter anderem ein Schädelhirntrauma erlitten habe. 

Möglicherweise seien durch das Ereignis vom 24. Februar 2012 auch frühere 

Verletzungen wieder aufgebrochen (UV-act. 77). Dr. M.___ wurde in der Folge von der 

Suva angefragt, ob er nach dieser Information weiterhin an seiner Beurteilung festhalte 

und ob es sich allenfalls um einen Rückfall zum Unfall aus der Militärversicherung vom 

29. Juli 1988 handle. Dr. M.___ hielt fest, dass ein solcher Rückfall nicht erkennbar sei 

und dass er an seiner Stellungnahme festhalte (UV-act. 78).

A.f   Die Suva verfügte am 11. April 2014, dass sie für die noch geklagten HWS- und 

LWS-Beschwerden keine Versicherungsleistungen erbringen könne, da jene gemäss 

kreisärztlicher Einschätzung nicht mehr wahrscheinlich als Folge des Unfalls vom 24. 

Februar 2012 angesehen werden könnten (UV-act. 79).

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B.    

B.a  Der Versicherte erhob am 1. Mai 2014 durch seinen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt 

L. R. Rossi, St. Gallen, Einsprache und stellte Antrag auf eine Rente (UV-act. 80). Am 

10. Juni 2014 reichte der Rechtsvertreter nach erstreckter Frist und Erhalt der Suva-

Akten die Begründung nach (UV-act. 81 und 83).

B.b  Die Suva holte daraufhin von Dr. M.___ eine ausführliche Beurteilung der 

Unfallkausalität ein (UV-act. 88). Mit Entscheid vom 7. Oktober 2014 wies sie die 

Einsprache ab und verneinte einen Rentenanspruch (UV-act. 89).

C.    

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 10. November 2014 Beschwerde. 

Dieser beantragte, der Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2014 sei aufzuheben und 

es sei ihm eine "Suva-Rente" auszurichten. Zur Begründung brachte er vor, dass das 

rechtliche Gehör verletzt worden sei, indem ihm die kreisärztliche Beurteilung erst mit 

dem Einspracheentscheid zugestellt worden sei. So habe er vorgängig keine 

Möglichkeit gehabt, dazu Stellung zu nehmen. Weiter machte er geltend, dass die von 

Dr. M.___ in seiner Beurteilung vom 23. September 2014 gezogene Schlussfolgerung, 

es bestehe eine Rückfallkausalität zum Unfallereignis vom 29. Juli 1988, durch nichts 

zu belegen und absolut unrichtig sei. Die Feststellung, dass dem Bericht des C.___ 

vom 27. Februar 2012 keine Hinweise für eine Wirbelsäulenpathologie zu entnehmen 

seien, lasse nicht den Schluss zu, dass die bestehenden Beeinträchtigungen auf den 

Militärunfall vom 29. Juli 1988 zurückzuführen seien. Die von Dr. I.___ aufgelisteten 

Beeinträchtigungen hätten mit dem Militärunfall nichts zu tun. Der Beschwerdeführer 

habe damals ein Schädelhirntrauma und somit keine Beeinträchtigung an Arm, Bein 

und Fuss, respektive Wirbelsäule erlitten. Anders sei dies beim Verkehrsunfall vom 24. 

Februar 2012 gewesen. Dr. M.___ habe in keiner Art und Weise die verschiedenen 

Ursachen auseinandergehalten. Die bestehenden Schmerzen seien einzig und allein auf 

den Verkehrsunfall vom 24. Februar 2012 zurückzuführen. Aufgrund der bestehenden 

Beeinträchtigungen sei der Beschwerdeführer ausserdem in seiner Erwerbstätigkeit 

eingeschränkt. Jede Art von körperlicher Arbeit sei ihm verwehrt. Angesichts der 

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dargelegten Ausgangslage sei ein externes medizinisches Gutachten zu veranlassen 

(act. G 1). Am 18. November 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

eine Stellungnahme ein, in welcher Dr. I.___ Auskunft zu verschiedenen Fragen des 

Rechtsvertreters gab (act. G 3 und 3.1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2014 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Beschwerde sei abzuweisen. Der 

Beschwerdeführer habe bereits deshalb keinen Anspruch auf eine Rente, weil er in 

seinem angestammten Beruf seit dem 1. September 2012 zu 100% arbeitsfähig sei. 

Die unfallbedingten Gesundheitsschäden am rechten Fuss und an der linken Hand 

seien im März 2013 vollständig abgeheilt gewesen und hätten somit keinerlei 

arbeitsbezogene Einschränkungen mehr bewirkt. Darüber hinaus stünden die 

genannten Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem 

natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 2012. Die 

diesbezüglichen Ausführungen von Dr. M.___ seien schlüssig, nachvollziehbar 

begründet und in sich widerspruchsfrei. Aus dem am 18. November 2014 eingereichten 

Schreiben von Dr. I.___ könne nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet 

werden. Darin sei ebenfalls die volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 1. 

September 2012 bestätigt worden und die Frage der Unfallkausalität sei nicht beurteilt 

worden. Dem Rechtsvertreter seien nach Eingang der Einsprache vom 1. Mai 2014 

sämtliche Unfallakten zugestellt worden. Somit habe dieser auch Kenntnis der 

kreisärztlichen Kurzbeurteilungen gehabt, wodurch die Gelegenheit, im 

Einspracheverfahren dazu Stellung zu nehmen, gewahrt gewesen sei (act. G 5).

C.c  Am 27. Januar 2015 replizierte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass 

er vor dem Unfall vom 24. Februar 2012 nicht nur als Geschäftsführer, sondern auch 

als N.___ auf der Baustelle tätig gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe jedoch 

lediglich die Tätigkeit als Geschäftsführer als angestammten Beruf betrachtet, obwohl 

die Tätigkeit als N.___ ebenfalls als solcher zu gelten habe. Aufgrund der HWS- und 

LWS-Beschwerden sei der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf als 

Geschäftsführer und N.___ nicht mehr zu 100% arbeitsfähig.

C.d  Die Beschwerdegegnerin entgegnete mit Duplik vom 27. Februar 2015, die 

Behauptung, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall nicht bloss als Geschäftsführer, 

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sondern auch auf Baustellen als N.___ tätig gewesen, sei falsch. In der Unfallmeldung 

vom 5. März 2012 habe er "Geschäftsführer" als ausgeübten Beruf angegeben und 

seine Zugehörigkeit zum Kader erwähnt. Später habe er gegenüber der 

Beschwerdegegnerin zu Protokoll gegeben, dass er Geschäftsführer der B.___AG sei 

und als solcher im Verkauf, in der Beratung, bei Ausmessungen und im Handel tätig 

sei. Er habe zudem bestätigt, dass er seine Arbeit trotz der vorhandenen Beschwerden 

(mit Mühe) verrichten könne. Als angestammte Tätigkeit könne somit ausschliesslich 

die Funktion eines Geschäftsführers betrachtet werden. Diese Tätigkeit könne er seit 

dem 3. September 2012 unbestrittenermassen zu 100% ausüben. Folgerichtig habe 

der Beschwerdeführer auch nicht gegen die Einstellung der Taggeldleistungen per 3. 

September 2012 opponiert. Es bleibe dabei, dass die Rückenprobleme des 

Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 2012 stünden. Der 

Beschwerdeführer habe aus den Unfällen vom 29. Juli 1988 und 24. Februar 2012 auch 

keine Verletzungen erlitten, aus welchen indirekt die noch geklagten Beschwerden 

folgten (act. G 9).

Erwägungen

1.        

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 7. Oktober 2014 (UV-act. 89). Diesem liegt die Verfügung vom 11. April 2014 zu 

Grunde (UV-act. 79). Die Beschwerdegegnerin stellte darin fest, dass die vom 

Beschwerdeführer geklagten HWS- und LWS-Beschwerden nicht mehr überwiegend 

wahrscheinlich als Folge des Unfalls vom 24. Februar 2012 gesehen werden könnten. 

Auch müsse ein Zusammenhang mit dem Militärunfall vom 29. Juli 1988 verneint 

werden. Der Beschwerdeführer hatte seine Arbeit am 1. September 2012 wieder zu 

100% aufgenommen, weshalb die Beschwerdegegnerin nur noch Heilkostenleistungen 

und keine Taggeldleistungen mehr erbracht hatte (vgl. UV-act. 60, 62). In der Verfügung 

verwies die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer also mangels Vorliegens 

unfallkausaler Gesundheitsschäden hinsichtlich Heilbehandlungskostenleistungen an 

den Krankenversicherer. Der Grundfall wurde damit verfügungsweise abgeschlossen. 

Die Beschwerdegegnerin prüfte sodann insbesondere den Anspruch des 

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Beschwerdeführers auf eine Rente, lehnte diesen jedoch ab. Dies brachte sie zum 

Ausdruck, indem sie festhielt, für die fraglichen Beschwerden keine 

Versicherungsleistungen mehr erbringen zu können. Die Abweisung eines 

Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers hinsichtlich weiterer Leistungsarten wurde 

gleichfalls mit der Verneinung der Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und 

dem Unfallereignis vom 24. Februar 2012 begründet. Wie in der Beschwerde vom 10. 

November 2014 (act. G 1) hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits in der 

Einsprache vom 1. Mai 2014 (UV-act. 80) nur einen Antrag auf eine „Suva-Rente“ 

gestellt. Betreffend Einstellung der Heilbehandlungskostenleistungen ist die Verfügung 

vom 11. April 2014 mithin in (Teil-)Rechtskraft erwachsen. Entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (nur noch) festgestellt, 

dass kein Anspruch auf eine Rente bestehe (vgl. UV-act. 89, Erwägung 3, letzter 

Satz).     

2.    In formeller Hinsicht ist strittig, ob das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers 

verletzt wurde.

2.1  Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das 

rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher 

in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, 

sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 

äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in Akten zu nehmen, mit 

erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1, 129 

II 504 E. 2.2, 127 I 56 E. 2b, je mit Hinweisen). Für den Bereich der 

Sozialversicherungen regelt Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) den Anspruch der Parteien auf rechtliches 

Gehör. Danach müssen die Parteien jedoch nicht angehört werden vor Verfügungen, 

die durch Einsprache anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die 

Verwaltung aber die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und 

folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, 

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auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt (BGE 132 V 389 E. 4.1 mit 

Hinweis). Nach Art. 47 Abs. 1 lit. b ATSG steht das Recht auf Akteneinsicht den 

Parteien für die Daten zu, die sie benötigen, um einen Anspruch oder eine Verpflichtung 

nach einem Sozialversicherungsgesetz zu wahren oder zu erfüllen oder um ein 

Rechtsmittel gegen eine auf Grund desselben Gesetzes erlassene Verfügung geltend 

zu machen, sofern überwiegende Privatinteressen gewahrt bleiben.

2.2   Wie das Versicherungsgericht bereits in früheren Entscheiden befand (vgl. 

diesbezüglich das Urteil vom 6. April 2011, IV 2009/280, bestätigt durch Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 5. August 2011, 9C_436/2011), verschafft das rechtliche Gehör einen Anspruch 

darauf, sich zu den tatsächlichen Fragen äussern zu können. Die Sachverhalts- bzw. 

Beweiswürdigung gehört indes nicht zur Sachverhaltsermittlung, sondern zur 

Rechtsanwendung. Wie der Beweiswert eines medizinischen Aktenstücks 

einzuschätzen ist, stellt demnach eine Frage rechtlicher Natur dar. Dient die 

Stellungnahme des versicherungsmedizinischen Dienstes nur dazu, dem mit der 

Sachverhaltswürdigung betrauten Sachbearbeiter zu helfen, indem diesem 

medizinisches Fachwissen zur Verfügung gestellt wird, findet keine Ergänzung des 

Sachverhalts statt. Eine solche erfolgt lediglich dann, wenn die Stellungnahme des 

versicherungsmedizinischen Dienstes eine neue medizinische Erkenntnis, die weder 

den bisherigen Akten noch allfälligen von der versicherten Person eingereichten neuen 

Arztzeugnissen entnommen werden kann, enthält. In diesem Fall besteht ein Anspruch 

auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Hingegen lässt die reine Mitwirkung bei der 

Würdigung der medizinischen Beweismittel keinen Anspruch auf rechtliches Gehör 

entstehen (vgl. E. 1.1 des genannten kantonalen Entscheids).

2.3  Der Beschwerdeführer macht geltend, sein rechtliches Gehör sei dadurch verletzt 

worden, dass ihm die kreisärztliche Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88) 

erst mit dem Einspracheentscheid zugestellt worden sei (act. G 1). Kreisarzt Dr. M.___ 

hatte vor seiner Beurteilung bereits zwei interne Stellungnahmen bezüglich der 

Kausalität abgegeben (UV-act. 74 und 78). Diese Akten wurden dem Beschwerdeführer 

vor dem Einspracheentscheid zugestellt (UV-act. 81). Dr. M.___ hat in seiner 

Beurteilung vom 23. September 2014 keine neuen medizinischen Erkenntnisse 

dargelegt, sondern lediglich den Sachverhalt gewürdigt, indem er die medizinischen 

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Akten konsultiert und beurteilt hat. Das Dokument enthielt somit keine medizinischen 

Informationen, die dem Beschwerdeführer nicht schon vorher zugänglich gewesen 

waren. Auch die Beurteilung durch Dr. M.___ war dem Beschwerdeführer dem 

Grundsatz nach bekannt gewesen. Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin ihm das 

Dokument erst mit dem Einspracheentscheid zugestellt hatte, hat sie sein rechtliches 

Gehör nicht verletzt.

3.        

3.1   Materiell-rechtlich gilt es nachfolgend zunächst die Verneinung der Kausalität 

zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 24. Februar 2012 

im Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. im Verfügungszeitpunkt zu prüfen. Nur bei 

Bejahung der Kausalität bzw. des Vorliegens unfallkausaler Gesundheitsschäden wäre 

im Weiteren zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer insbesondere eine Invalidenrente 

zuzusprechen wäre und ob die Akten überhaupt eine genügende Beweislage für eine 

Abweisung des Rentenanspruchs liefern. Unbestritten ist von Seiten des 

Beschwerdeführers, dass die beim Unfall vom 24. Februar 2012 erlittenen Verletzungen 

am rechten und linken OSG und linken Handgelenk verheilt sind (vgl. dazu UV-act. 57, 

60, 68).

3.2   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

11. März 2013 die rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des Unfallver­

sicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) zutreffend dar. Darauf 

wird verwiesen (UV-act. 89). Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110, 112 V 30; 

PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 364 mit 

Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

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3.3   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit 

Hinweisen).

3.4  Erachtet das Versicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Bestehen jedoch auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von Stellungnahmen 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(BGE 135 V 471 E. 4.7).

4.        

4.1  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und 

von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. 

Eine manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische, nicht aber objektivierbare 

organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf Ergebnisse klinischer 

Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat 

namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

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Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 

apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die dabei angewendeten 

Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 

134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 

mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 

8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).

4.2  Der Beschwerdeführer klagt über persistierende Nackenschmerzen, Kopf- und 

Rückenschmerzen. Echtzeitlich wurde zunächst am 24. Februar 2012 eine 

Röntgenuntersuchung der HWS im Institut für Radiologie des C.___ durchgeführt, 

welche keinen frischen Frakturnachweis ergab (UV-act. 63). Aufgrund des 

persistierenden Beschwerdebildes (vgl. UV-act. 68) folgten sodann auf Veranlassung 

von Dr. I.___ MRT-Untersuchungen der LWS und der HWS im Röntgeninstitut K.___. 

Dessen Dr. J.___ hielt bezüglich der LWS am 17. Dezember 2013 folgenden Befund 

fest: keine Fraktur nachgewiesen; vermutete lumbosakrale Übergangsvariante; 

aktivierte Osteochondrose L2/3, L3/4 und L4/5; leichte fokale Gefügestörung L5/S1; 

mässige foraminale Einengung L5 und S1 beidseits; breitbasige linksbetonte 

Diskushernie L2/3 sowie kleinvolumige breitbasige Diskushernie L4/5; höhergradige 

Osteochondrose mit begleitender Spondylose; breitbasige Diskushernie L5/S1; 

Neurokompression zentral nicht nachweisbar; Spondylarthrosen der kaudalen LWS, 

aktiviert im Niveau L5/S1 links. In seiner Beurteilung verwies Dr. J.___ auf „obgenannte 

multisegmentale komplexe, teils aktivierte degenerative Veränderungen“ (UV-act. 68). 

Die MRT-Untersuchung der HWS brachte laut Untersuchungsbericht von Dr. L.___ vom 

5. Februar 2014 Diskushernien und aktivierte Osteochondrosen HWK 3/4 bis 5/6, eine 

leichtgradige Gefügestörung HWK 3/4 und 4/5, discoossäre foraminale Stenosen 

dieser drei Segmente mit Punctum maximum HWK 5/6 links, eine leichtgradige 

Einengung des Spinalkanals sowie eine mittel- bis höhergradige ossäre foraminale 

Stenose HWK 6/7 rechts zur Darstellung. Dr. L.___ stellte fest, dass ein Teil der 

degenerativen Veränderungen traumatisch bedingt sein könne (UV- act. 72).

4.3  Beim Beschwerdeführer sind damit im Bereich der LWS und HWS zweifelsohne 

verschiedene organische Substrate ausgewiesen, die grundsätzlich als Ursache der 

geklagten Schmerzen im Bereich der LWS und HWS in Erwägung zu ziehen sind (vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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586, 848 ff., 880 f., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 175, 

S. 232 zu „Bandscheibenvorfall“, S. 1557). Zu prüfen ist daher im Folgenden, inwieweit 

sie durch den Unfall vom 24. Februar 2012 verursacht wurden oder inwieweit der Unfall 

auf sie eingewirkt hat. In Frage kommt eine durch den Unfall verursachte organische 

Gesundheitsschädigung, eine richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen 

Vorzustands oder ein durch den Unfall lediglich ausgelöster (nicht verursachter) oder 

vorübergehend verschlimmerter degenerativer Vorzustand. Beim Unfall als 

Auslösefaktor interessiert im Weiteren die Frage, ob der Beschwerdeschub noch 

andauert bzw. bis zu welchem Zeitpunkt er angedauert hat (vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 

378 S. 190 und Nr. U 379 S. 192).

4.4       

4.4.1  Wie das EVG in seiner Rechtsprechung festhielt, entspricht es einer 

medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass 

Diskushernien in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen. Ein 

Bandscheibenvorfall kann nur dann als weitgehend durch eine äussere Einwirkung 

entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft ausserordentlich hoch, 

der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch vollständig unauffällige 

Bandscheibe zu zerreissen. Die Annahme einer ausnahmsweisen Unfallkausalität setzt 

ausserdem voraus, dass die Symptome der Diskushernie (vertrebrales oder radikuläres 

Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, 193 E. 

2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. 

Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17). Die 

Voraussetzungen für eine unfallkausale Diskushernie sind vorliegend nicht überwiegend 

wahrscheinlich erfüllt. Von LWS- und HWS-Beschwerden bzw. von Symptomen der 

Diskushernie war in den echtzeitlichen medizinischen Akten noch keine Rede. 

Insbesondere liessen sich im Bereich der LWS und HWS keine Druckdolenzen erheben 

und die HWS war frei beweglich (vgl. UV-act. 23 f.). Anlässlich der polizeilichen 

Einvernahme vom 29. Februar 2012 berichtete der Beschwerdeführer sodann zwar 

über Schmerzen vom Nacken bis ins Kreuz (UV-act. 14/21). In den medizinischen 

Akten sind jedoch zunehmende cervicale Beschwerden erstmals im ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. I.___ vom 19. März 2012 vermerkt (UV-act. 11). Von 

vermehrten LWS-Beschwerden bzw. Kreuzschmerzen spricht Dr. I.___ sogar erst in 

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seinen ärztlichen Zwischenberichten vom 9. Oktober 2013 (UV-act. 60). Auf seine 

Zuweisung hat am 17. Dezember 2013 die MRT-Untersuchung der LWS durch Dr. 

J.___ stattgefunden hat (UV-act. 68). Trotzallem hatte jedoch der Beschwerdeführer ab 

dem 1. September 2012 wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit erreicht (UV-act. 50 ff., 

57 ff.). Der dargelegte Sachverhalt spricht gegen das unmittelbare Auftreten von 

Symptomen einer Diskushernie. Die Radiologen Dr. J.___ und Dr. L.___ sprachen in 

ihren Berichten auch ausdrücklich und uneingeschränkt von degenerativen 

Veränderungen. Auf somatisch-strukturelle Unfallfolgen wurde nicht hingewiesen. Die 

Aussage von Dr. L.___, ein Teil der degenerativen Veränderungen könne traumatisch 

bedingt sein, kann abgesehen davon, dass sie lediglich eine Möglichkeit aufzeigt, 

zumindest nicht als Befund einer eigentlich unfallbedingten Diskushernie verstanden 

werden. Von ihr kann höchstens abgeleitet werden, dass der Unfall gewisse 

Auswirkungen auf die erhobenen Degenerationen hatte (vgl. dazu nachfolgende 

Erwägung 4.5). Bei der Spondylarthrose und der Osteochondrose handelt es sich 

ebenfalls um häufige degenerative, also nicht traumatisch bedingte, Veränderungen an 

der Wirbelsäule, die gerade Folge- oder Begleiterscheinung einer Diskushernie bilden 

können (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 852 ff.; Pschyrembel, a.a.O., S. 1557, 

1998). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer sowohl im Bereich der LWS als auch 

der HWS in verschiedenen Segmenten Gesundheitsschädigungen aufweist, stützt das 

Bild einer umfassenden degenerativen und nicht traumatisch bedingten Situation 

zusätzlich. Entsprechend sprach Dr. J.___ hinsichtlich der LWS von multisegmentalen, 

komplexen, degenerativen Veränderungen (UV-act. 68). Damit steht mit dem im 

Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass beim Beschwerdeführer eine durch den Unfall vom 24. 

Februar 2012 verursachte neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer 

strukturellen Veränderung auszuschliessen ist.

4.4.2  Ebenfalls auszuschliessen ist im Fall des Beschwerdeführers eine 

richtunggebende, mithin dauernde, unfallbedingte Verschlimmerung seiner 

degenerativen Gesundheitsschäden im Bereich der LWS und HWS. Es ist eine 

medizinische Erfahrungstatsache, dass eine solche Verschlimmerung nur dann als 

erwiesen gelten kann, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der 

Wirbel und das Auftreten bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma 

aufzeigt (E. Morscher, in: Baur/Nigst [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, 

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S. 191). Die medizinischen Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass sich der 

degenerative Zustand der HWS oder der LWS im Zeitpunkt des Unfalls vom 

24. Februar 2012 massiv verändert hätte. Das Vorliegen einer richtunggebenden 

Verschlimmerung einer degenerativen Erkrankung wird nirgends diskutiert. Vielmehr 

sprach Dr. J.___ hinsichtlich der LWS von teils aktivierten degenerativen 

Veränderungen. Eine auf die Wirbelsäule wirkende Kraft kann zwar ohne Weiteres eine 

bisher stumme, vorbestehende Spondylarthrose oder andere 

Wirbelsäulenerkrankungen symptomatisch machen. Dabei handelt es sich aber 

meistens nur um eine vorübergehende Verschlimmerung (Debrunner/Ramseier, Die 

Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 5). Hinweise dafür, dass vorliegend 

von einem anderen Verlauf auszugehen wäre, finden sich in den Akten keine. Die von 

Dr. I.___ in den ärztlichen Zwischenberichten vom 19. März und 9. Oktober 2013 sowie 

in der Stellungnahme vom 12. November 2014 gestellten Diagnosen eines 

posttraumatischen Cervicalsyndroms sowie eines posttraumatischen lumbo-

vertebralen Syndroms (UV-act. 57, 60, act. G 3.1) vermögen jedenfalls keine 

unfallkausalen Restfolgen zu begründen. Das Vorliegen von Schmerzsyndromen 

bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen unfallkausaler struktureller 

Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl. München 2003, S. 

1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen 

Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem 

„Symptommuster“ manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, 

durch vielfältige Ursachen - eben auch degenerativer Ursachen - bedingter oder nur 

teilweise bekannter Ätiogenese. Gerade ein Lumbovertebral- sowie Cervicalsyndrom 

sind typisch für die im Regelfall degenerativ bedingte Diskushernie bzw. die beim 

Beschwerdeführer weiteren erhobenen Degenerationen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

a.a.O., S. 800, 860 f.; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 948 f. zu „Ischiassyndrom“, S. 

2004; Pschyrembel, a.a.O., S. 2319 zu „Zervikobrachialsyndrom“). Mit dem Begriff 

„posttraumatisch“ wird sodann einzig eine zeitliche Einordnung - die Syndrome traten 

zeitlich betrachtet nach dem Unfall vom 24. Februar 2012 auf - vorgenommen. Der 

zeitliche Aspekt besitzt jedoch keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. 

Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der 

blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat 

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(U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, N 43 f. zu Art. 4; A. Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= 

Beweisführung nach der Formel „post hoc ergo propter hoc“]; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Es ist 

folglich davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer nach dem Unfall einzig 

unveränderte degenerative Vorzustände ausgewiesen waren.

4.4.3 Angesichts der Ausführungen in den Erwägungen 4.4.1 f. verneinte Dr. M.___ in 

seiner ärztlichen Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88) das Vorliegen einer 

unfallbedingten Wirbelsäulenpathologie schlüssig und überzeugend. Gestützt auf die 

Anamnese bzw. die Ergebnisse der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen 

ärztlichen, insbesondere radiologischen Untersuchungen, nimmt er die für die 

Beurteilung der Unfallkausalität massgebenden Gegebenheiten - fehlende Hinweise für 

eine Wirbelsäulenpathologie in den Echtzeitakten bzw. zeitlicher Verlauf hinsichtlich 

Auftreten von LWS- und HWS-Beschwerden sowie Ergebnis der radiologischen 

Untersuchungen mit Beleg degenerativer Veränderungen - auf. Es bestehen keine 

Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Beurteilung sprechen 

würden. Der Umstand, dass Dr. M.___ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem 

Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 

1988 Nr. U 56 S. 371). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder 

eine klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer 

strukturellen Veränderung noch eine richtunggebende Verschlimmerung eines 

degenerativen Vorzustands erlitten hat.

4.5    Wie bereits angedeutet, kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausserdem 

ausgelöst oder vorübergehend verschlimmert werden. In diesem Fall übernimmt die 

Unfallversicherung jedoch lediglich den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). Die 

Beschwerdegegnerin hat im Zeitpunkt der Verfügung vom 11. April 2014, d.h. rund 

zwei Jahre nach dem Unfall vom 24. Februar 2012, eine Unfallkausalität der geklagten 

LWS- und HWS-Beschwerden verneint. Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule 

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ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit - in der Regel innerhalb von 

sechs Monaten, spätestens innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr (bei 

degenerativen Veränderungen) - folgenlos abheilen und die damit verbundenen 

Beschwerden sich gänzlich zurückbilden. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch eine 

stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu Bär/Kiener, 

Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen der 

Suva Nr. 67, S. 45). Nachdem der Beschwerdeführer nach einer zu Beginn 

bestehenden 100%-igen Arbeitsunfähigkeit seine Arbeitsfähigkeit in der Folgezeit stetig 

erhöhen konnte, bis er schliesslich am 1. September 2012 wieder zu 100% arbeitsfähig 

war, ist gerade im konkreten Fall von einem solchen Heilverlauf auszugehen (UV-act. 

18, 30, 33 f., 50 ff, 56 ff.). Auch hier lässt sodann der Umstand, dass die LWS- sowie 

HWS-Beschwerden zeitlich verzögert auftraten, zumindest an einer längerdauernden 

Unfallkausalität zweifeln (vgl. dazu Erwägung 4.4.1). Dass unfallbedingt mit einer 

gewissen Latenzzeit plötzlich eine massgebende Verschlimmerung der Beschwerden 

bzw. eine Ausweitung der Beschwerdesymptomatik auftritt, ist nicht anzunehmen. Die 

Verneinung unfallkausaler (Rest-)Folgen bedingt schliesslich keine Beschwerdefreiheit. 

Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine 

kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Diesfalls können 

anhaltende Beschwerden mit unfallfremden Befunden, beispielsweise degenerativer 

Art, erklärt werden. Auf Grund des Gesagten ist nach Massgabe der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht mehr vom Vorliegen von 

Verletzungsfolgen im Bereich der LWS und HWS als Ursache der diesbezüglichen 

Beschwerden auszugehen. Die Beschwerden sind somatisch nicht mehr oder 

bestenfalls mit den nicht unfallbedingten Befunden degenerativer Art erklärbar. An 

dieser Beurteilung vermag die Aussage von Dr. O.___ in der Stellungnahme vom 12. 

November 2014 - die jetzigen Nacken-, Kreuz- und Kopfschmerzen hätten sich erst 

nach dem Unfall gezeigt - nichts zu ändern (vgl. act. G 3.1). Der besagte Umstand 

bildet einen rein zeitlichen Aspekt, der - wie gesagt - nicht als Beweis dafür betrachtet 

werden kann, dass die geklagten Schmerzen durch den Unfall verursacht worden sind 

(vgl. dazu Erwägungen „posttraumatisch“ 4.4.2).

5.        

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5.1   Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen 

der HWS sowie Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 

243/03; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art, unter anderem Nackenschmerzen oder - wie vom 

Beschwerdeführer auch geklagt - Kopfschmerzen auftreten können. Der Umstand, 

dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 369 E. 3e).

5.2      Angesichts des Unfallmechanismus (Frontalkollision) und der von den Ärzten 

echtzeitlich gestellten Diagnose „RQW frontoparietal“ (vgl. UV-act. 23) sowie den 

beklagten Kopf- und Nackenschmerzen erscheint es zumindest denkbar, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 24. Februar 2012 eine HWS-Distorsion und/oder 

eher ein Schädelhirntrauma erlitten haben könnte.

5.3      Das Vorliegen einer Schädelkontusion bzw. Gehirnerschütterung oder 

Commotio cerebri rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis, 

wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen einer 

Commotio und Contusio cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen 

hierfür nicht aus (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03). In sämtlichen medizinischen 

Akten, insbesondere den echtzeitlichen, wurde kein Schädelhirntrauma oder eine 

äquivalente Verletzung diagnostiziert. Eine Commotioüberwachung hat zwar 

stattgefunden, diese hat jedoch offensichtlich keine auffälligen Befunde ergeben (UV-

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act. 24). Aktenkundig ist insbesondere auch nicht, dass im Rahmen der 

Erstuntersuchung eine Befunderhebung entsprechend der Glasgow-Coma-Skala (GCS) 

stattgefunden hätte (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 260 zu „Bewusstseinsstörung“, 

S. 407 zu „Commotio cerebri, S. 1839 zu „Schädelhirntrauma“; Trenzt/Bühren, 

Checkliste Traumatologie, Stuttgart/New York 2001, S. 123, Urteil des EVG vom 13. 

Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). Eine Bewusstlosigkeit hat der Beschwerdeführer zudem 

nicht erlitten. Abgesehen davon, dass bei Kopf- und Nackenschmerzen nicht von einer 

Häufung von Beschwerden, sondern nur von einem begrenzten Beschwerdebild 

gesprochen werden kann, erwähnte der Beschwerdeführer ausserdem die in Frage 

stehenden Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen) erst in der polizeilichen 

Einvernahme vom 29. Februar 2012 und somit nach Ablauf der erforderlichen 

Latenzzeit von 72 Stunden (vgl. UV-act. 14; Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 

2009, 8C_413/2008 E 5.2 mit zahlreichen Hinweisen). Im Übrigen beschreibt er die 

Kopfschmerzen vor allem als sekundäre Beschwerden der Nackenschmerzen (vgl. UV-

act. 50, 68/1), womit ihnen - obwohl sie das typische Symptom eines 

Schädelhirntraumas darstellen - ohnehin kein eigenständiger Charakter zuzukommen 

scheint und sich die Vielfalt des Beschwerdebildes nochmals reduziert. Dies alles 

deutet darauf hin, dass höchstens von einer leichten Gehirnerschütterung 

ausgegangen werden kann. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass keine 

Hinweise für eine durch den Unfall vom 24. Februar 2012 überwiegend wahrscheinlich 

verursachte schleudertraumaähnliche Verletzung vorliegen, schon gar nicht für eine 

solche mit Langzeitfolgen. Aufgrund der Aktenlage lassen sich schliesslich auch nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Restfolgen aus einer - 

aufgrund des Unfallgeschehens von vornherein eher unwahrscheinlichen - HWS-

Distorsion ableiten. Auch diesbezüglich würde es von Beginn weg an einer Häufung 

schleudertraumatypischer Beschwerden und der erforderlichen Latenzzeit ihres 

Auftretens mangeln. Grundsätzlich bleibt anzufügen, dass gerade Kopf- und 

Nackenschmerzen mit vielfältigen unfallunabhängigen, insbesondere auch 

degenerativen Einflüssen, erklärt werden können (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

a.a.O., S. 800; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1040; Pschyrembel, a.a.O., S. 1126, 

1330).

6.        

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Die Beschwerdegegnerin verneinte sodann sowohl in der Verfügung vom 11. April 2014 

(UV-act. 79) als auch im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2014 

(UV-act. 89) das Vorliegen anhaltender Verletzungsfolgen im Bereich der LWS und 

HWS im Zusammenhang mit dem Militärunfall vom 29. Juli 1988. Laut der von Dr. 

M.___ in der ärztlichen Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88) bezüglich des 

Militärunfalls dargelegten Anamnese erlitt der Beschwerdeführer damals Schädel- und 

Thoraxverletzungen. Eine Verletzung der Wirbelsäule wurde hingegen nicht 

dokumentiert. Letzteres lässt - wie von Dr. M.___ überzeugend festgestellt - eine 

nachfolgende sekundäre unfallkausale Veränderung der Wirbelsäule in Form einer 

Degeneration, d.h. eine Rückfallkausalität, zum Vornherein ausser Betracht fallen. 

Hinsichtlich der beim Militärunfall erlittenen Schädel-Basis-Fraktur sowie des Schädel-

Hirntraumas ist sodann von einer Heilung auszugehen, nachdem bis zum Unfall vom 

24. Februar 2012 und damit während rund 20 Jahren keine medizinischen Akten mehr 

Restfolgen des Militärunfalls belegen. Das Vorliegen zwischenzeitlicher Beschwerden 

wird denn auch von Seiten des Beschwerdeführers nicht geltend gemacht und sein 

Rechtsvertreter sieht laut Ausführungen in der Beschwerde die fortdauernden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen allein im Verkehrsunfall vom 24. Februar 2012 

begründet (vgl. act. G 1, Ziff.6).

7.     

Auch der in der Replik vom 27. Januar 2015 (act. G 7) geltend gemachte indirekte 

Kausalzusammenhang des Unfalls vom 24. Februar 2012 zu den HWS- und LWS-

Beschwerden gestützt auf das Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2014, 

8C_588/2013 (sowohl in der Replik als auch in der Duplik fälschlicherweise als 

„5C_588/2013“ bezeichnet), überzeugt nicht. Die Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 27. Februar 2015 sind hingegen zutreffend (UV-

act. G 9 Ziff. 3). Gemäss Erwägung 4.4.4 des vorgenannten Bundesgerichtsentscheids 

können unfallbedingte Fuss- und Beinverletzungen sowie Beinlängenverkürzungen 

andauernde Fehlbelastungen bewirken, welche ihrerseits als indirekte Unfallfolgen 

später zu unfallkausalen Rückenbeschwerden führen können. Vorliegend hat jedoch 

der Beschwerdeführer beim Unfall vom 29. Juli 1988 keine bedeutsamen Verletzungen 

im Bereich der Beine oder Füsse erlitten. Der Unfall vom 24. Februar 2012 bewirkte 

lediglich eine kurzzeitig wirkende OSG-Distorsion rechts, diskret auch links, hinsichtlich 

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welcher jedoch letztmals im ärztlichen Zwischenbericht von Dr. I.___ vom 4. Juli 2012 

Beschwerden (Schmerzen, verminderte Belastbarkeit) erwähnt sind (UV-act. 38). In 

seinem Bericht vom 27. August 2012 vermerkte er hinsichtlich der OSG bereits keine 

Beschwerden mehr (UV-act. 44). Andere Verletzungen an den Beinen hat der 

Beschwerdeführer nicht erlitten.

8.    

Auf die Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser könne seit 

dem Unfall nicht mehr aktiv auf der Baustelle mithelfen, wenn dies nötig sei, und zur 

Geschäftsführungstätigkeit müsste auch die Tätigkeit als N.___ zum angestammten 

Beruf zählen (UV-act. 85, act. G 7), muss mangels Vorliegens eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen den HWS- und LWS-Beschwerden sowie dem Unfall 

vom 24. Februar 2012 nicht eingegangen werden.

9.     

Gemäss den vorstehenden Erwägungen hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung bzw. einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Die Beschwerde vom 10. 

November 2014 ist unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 7. Oktober 2014 

abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.11.2015
	Art. 6 UVG: Verneinung einer klar ausgewiesenen neuen, bleibenden Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung und einer richtunggebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands (Diskushernie, Arthrose, Osteochondrose), Annahme einer nur vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. November 2015, UV 2014/86).Entscheid vom 3. November 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Ralph Jöhl; a.o. Gerichtsschreiber Jaison ParampettGeschäftsnr.UV 2014/86ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Fürsprecher Luigi R. Rossi, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungen (Abklärung, rechtl. Gehör)Sachverhalt

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