# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03faff91-816a-561c-9e04-93b3cbadc4e3
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 3038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-3038_nodate.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3037, 3038

das Gerät wieder zur Verfügung zu stellen. Eine Verpflichtung aus Kaufver­
trag ist damit nicht zustandegekommen und die Klage der Verkäuferin 
abzuweisen.

OGer 25.11.1986 (RBer 1986/87, S. 29)

3038

Kauf auf Probe. Anwendbares Recht im Falle eines Kaufs zwischen öster­
reichischem Lieferanten und schweizerischem Besteller.

Die Gerichtspraxis ist bei der Annahme einer verbindlichen Einigung der 
Parteien über das anwendbare Recht (Rechtswahl) sehr zurückhaltend 
(Vischer, Internationales Privatrecht, Bd.l, 1969, S. 511 ff., namentlich 
S. 666).

Die übereinstimmende Berufung der Parteien auf einheimisches Recht 
gilt nicht als Rechtswahl, da in der Regel der bewusste Wille zur Rechtswahl 
nach eingeleitetem Verfahren fehlt (Vischer, a.a.Q , S. 668, mit Hinweis auf 
BGE 87 II 200).

Auch vorliegend haben sich die Parteien zwar übereinstimmend auf 
schweizerisches Recht berufen, dann aber auch wieder auf andere Fakto­
ren (Lieferbedingungen der Verkäuferin usw.) hingewiesen, so dass nicht 
von einer Rechtswahl im engeren Sinn gesprochen werden kann.

Entgegen der Auffassung des Kantonsgerichts ist bei Kaufverträgen 
der Wohnort des Verkäufers für die Rechtsanwendung massgebend. Die 
Pflicht des Verkäufers zur Lieferung der Kaufsache wird als typische, das 
anwendbare Recht bestimmende Leistung betrachtet (Vischer, a.a.O., 
S. 672/73; vgl. das Haager Abkommen betr. das auf internationale Kauf­
verträge über bewegliche körperliche Sachen anzuwendende Recht vom 
15. Juni 1955, dem allerdings nur die Schweiz, nicht auch Österreich bei­
getreten ist [SR 0.221.211.4], Art. 3, BGE 108 II444, 101 II 84 Erw. 1). Es 
ist somit österreichisches Privatrecht anzuwenden.

OGer 28.8.1984 (RBer 1984/85, S. 33)

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