# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b3e77b5-adbe-59ab-adc4-88b5a3bab4b9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2011 D-6662/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6662-2008_2011-08-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­6662/2008

U r t e i l   v om   1 9 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter François Badoud, Richter Martin Zoller,   
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren X._______,
B._______, geboren Y._______,
Syrien,   
vertreten durch lic. iur. Susanne Gnekow, Rechtsanwältin, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 22. 
September 2008 / N_______.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführerin,  eine  aus  C._______,  Provinz  D._______ 
stammende syrische Staatsangehörige kurdischer Abstammung, verliess 
eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat am 10. Mai 2005 und begab 
sich  in  den  Irak,  wo  sie  sich  bis  zur  Ausreise  im  Oktober  2006  in 
E._______  aufgehalten  habe.  Von  dort  sei  sie  über  F._______  und 
weitere,  ihr  unbekannte  Länder  am  17.  Oktober  2006  unter  Umgehung 
der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  gelangt.  Gleichentags  stellte  sie  im 
G._______ ein Asylgesuch, wo am 23. Oktober 2006 die Kurzbefragung 
stattfand.

Mit Verfügung vom 30. Oktober 2006 wurde die Beschwerdeführerin  für 
die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton H._______ zugewiesen.

Am  13.  April  2007  wurde  die  Beschwerdeführerin  von  der  kantonalen 
Behörde  angehört.  Zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  machte  sie  im 
Wesentlichen geltend, sie habe seit zirka (...) I._______, der ein religiöser 
Mensch gewesen sei und sich für die Rechte der Kurden eingesetzt habe, 
unterstützt.  Sie  habe  dabei  an  Sitzungen  teilgenommen  und  jeweils 
Flugblätter sowie Tonbänder  für andere Leute nach  (...) und  in den  Irak 
gebracht. Diese  Tätigkeiten  habe  sie  sowohl  in Syrien  als  auch  im  Irak 
ausgeführt.  Obwohl  die  Behörden  von  ihren  Tätigkeiten  nichts  erfahren 
hätten,  habe  sie  nach  der  Verhaftung  von  I._______  anfangs  (...)  und 
nach  dessen  späterer  Ermordung  Angst  bekommen.  Da  I._______  in 
seinem  Büro  von  den  Behörden  verhaftet  worden  sei  und  bei  diesem 
viele Namen, darunter auch der ihre, registriert gewesen seien, gehe sie 
davon aus,  dass  ihre  Identitäten  den Behörden,  die  im erwähnten Büro 
auch Unterlagen beschlagnahmt haben dürften, bekannt geworden seien. 
Sie habe sich daher in den Irak begeben, wo sie bei einer Freundin und 
den  zukünftigen  Schwiegereltern,  die  sie  bei  früheren  Irak­Aufenthalten 
kennengelernt  habe,  geblieben  sei.  Schliesslich  habe  der  Vater  ihres 
Verlobten mit einem gefälschten irakischen Pass die Ausreise organisiert. 
Während  ihres  heimlichen  Aufenthaltes  im  Irak  seien  die  syrischen 
Behörden oftmals zu  ihnen nach Hause gekommen und hätten nach  ihr 
gesucht.  So  habe man  ihren Vater  oft  auf  den Posten  geholt  und  nach 
ihrem Aufenthaltsort gefragt. Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Mit  Eingabe  vom  28.  März  2008  reichte  die  Beschwerdeführerin  dem 
BFM zum Beleg ihrer Asylvorbringen diverse Dokumente nach.

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B. 
Am  4.  Juli  2008  liess  die  Vorinstanz  gestützt  auf  Art.  41  Abs.  1  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) Abklärungen vor Ort 
durchführen.  Das  Abklärungsergebnis  vom  27.  Juli  2008  traf  am 
5. August 2008 beim BFM ein.

C. 
Mit  Schreiben  des  BFM  vom  29.  August  2008  wurde  der 
Beschwerdeführerin  zum  Abklärungsergebnis  der  Botschaft  das 
rechtliche Gehör eingeräumt.

Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 5. September 2008 ihre 
Stellungnahme ein.

D. 
Mit  Verfügung  vom  22.  September  2008  lehnte  die  Vorinstanz  das 
Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  ab  und  ordnete  gleichzeitig  deren 
Wegweisung  an.  Zur  Begründung  wurde  angeführt,  dass  die 
Asylvorbringen  der  Beschwerdeführerin  den  Voraussetzungen  sowohl 
von Art. 3 an die Flüchtlingseigenschaft als auch von Art. 7 AsylG an die 
Glaubhaftigkeit  nicht  genügten. Zudem sei  ein Vollzug der Wegweisung 
als  möglich,  zulässig  und  zumutbar  zu  erachten.  Insbesondere  könne 
sich die Beschwerdeführerin nicht auf Art. 8 Ziffer 1 der Konvention vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  berufen,  da  deren  Ehegatte 
(N 445 365)  lediglich  über  eine  vorläufige  Aufnahme  in  der  Schweiz 
verfüge,  welche  aufgehoben  worden  sei;  dessen  Beschwerdeverfahren 
sei  noch  hängig.  Gegebenenfalls  könne  die  Beschwerdeführerin 
zusammen mit  ihrem  Ehegatten  auch  in  den  Irak  zurückkehren.  Selbst 
wenn nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens des Ehegatten dessen 
Wegweisung  weiterhin  als  unzumutbar  gelten  würde,  wäre  es  ihm 
möglich  und  zumutbar,  mit  der  Beschwerdeführerin  nach  Syrien 
zurückzukehren.

E. 
Mit  Verwaltungsgerichtsbeschwerde  vom  22.  Oktober  2008  beantragte 
die  Beschwerdeführerin  die  Aufhebung  des  BFM­Entscheides  vom 
22. September  2008,  die  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz 
zwecks Neubeurteilung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft sowie 
die  Gewährung  von  Asyl.  Eventuell  sei  die  Unzulässigkeit,  die 
Unzumutbarkeit sowie die Unmöglichkeit des Vollzuges der Wegweisung 

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festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen.  In  prozessualer 
Hinsicht  sei  das  Verfahren  mit  demjenigen  ihres  Ehegatten,  J._______ 
(Beschwerde  hängig  beim  Bundesverwaltungsgericht,  Abteilung  IV, 
Geschäftsnummer  [...])  zu  koordinieren,  es  sei  die  unentgeltliche 
Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezem­ber 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  zu  gewähren  und  es  sei  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  zu  verzichten.  Auf  die  Begründung  wird,  soweit 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

F. 
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  5.  November  2008 
wurde  der  Beschwerdeführerin  mitgeteilt,  dass  sie  den  Ausgang  des 
Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten  könne,  über  das  Gesuch  um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1 
VwVG zu einem späteren Zeitpunkt befunden und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  verzichtet  werde.  Ferner  wurde  die 
Beschwerdeführerin  aufgefordert,  innert  sieben  Tagen  nach  Erhalt  der 
Zwischenverfügung  die  in  Aussicht  gestellten  Bestätigungen  mit  einer 
Übersetzung in eine Amtssprache den Asylbehörden einzureichen, wobei 
bei  ungenutzter  Frist  aufgrund  der  Akten  entschieden  werde.  Weiter 
wurde  dem  Antrag  auf  Koordination  des  Beschwerdeverfahrens  der 
Beschwerdeführerin mit  demjenigen  ihres Ehegatten  (Geschäftsnummer 
[...]) entsprochen.

G. 
Mit  Eingaben  vom  12.  und  20.  November  2008  reichte  die 
Beschwerdeführerin  die  in  Aussicht  gestellten  Bestätigungen  und 
Originale  bereits  in  Kopieform  eingereichter  Beweismittel  sowie 
entsprechende Übersetzungen nach.

H. 
Mit Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2008 wurde die Vorinstanz  in 
Anwendung  von  Art.  57  VwVG  zur  Einreichung  einer  Stellungnahme 
eingeladen.

I. 
Die  Vorinstanz  beantragte  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  3.  Dezember 
2008 die Abweisung der Beschwerde.

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J. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  8.  Dezember  2008  wurde  der 
Beschwerdeführerin  die  vorinstanzliche  Vernehmlassung  zur 
Stellungnahme unterbreitet.

Die Beschwerdeführerin replizierte mit Eingabe vom 22. Dezember 2008.

K. 
Am  Y._______  wurde  der  Sohn  B._______  der  Beschwerdeführerin 
geboren, was mit Eingabe vom 12. Februar 2010 mitgeteilt wurde. 

L. 
Mit  Eingabe  vom  15.  Januar  2010  wurde  darauf  hingewiesen,  die 
Beschwerdeführerin  sei  nach  wie  vor  exilpolitisch  tätig,  und  es  wurden 
diesbezügliche Beweismittel eingereicht (Fotos, Flugblätter).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]). Ein solches Auslieferungsbegehren besteht nicht, weshalb 
das Bundesverwaltungsgericht vorliegend endgültig entscheidet.

1.2.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführerin  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  zur 
Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37 
VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten.

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1.3.  Der  Sohn  der  Beschwerdeführerin  wird  in  das  vorliegende 
Beschwerdeverfahren einbezogen.

1.4. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.5. Mit  Zwischenverfügung  vom 5. November  2008 wurde  dem Antrag 
auf Koordination des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin mit 
demjenigen  ihres  Ehegatten  (Geschäftsnummer  [...])  entsprochen.  Das 
vorliegende Urteil ergeht daher zeitgleich mit demjenigen ihres Ehegatten 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1999 Nr. 1).

2.  
2.1.  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Als  Flüchtling  wird  eine  ausländische  Person 
anerkannt,  wenn  sie  in  ihrem  Heimatstaat  oder  im  Land,  in  dem  sie 
zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als  ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen 
(Art. 3 AsylG).

2.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7 
AsylG).

Flüchtlingen  wird  kein  Asyl  gewährt,  wenn  sie  erst  durch  ihre  Ausreise 
aus dem Heimat­ oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach 
der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden (Art. 54 AsylG).

3. 

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3.1. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid zur Begründung im 
Wesentlichen fest, die Beschwerdeführerin habe angegeben, am 10. Mai 
2005  Syrien  illegal  verlassen  zu  haben  und  zu  den  zukünftigen 
Schwiegereltern  in  den  Irak  geflüchtet  zu  sein.  Sie  habe  nie  einen 
eigenen  Pass  besessen,  sondern  habe  einen  gefälschten  irakischen 
Reisepass für ihre Weiterreise benutzt. Die Botschaftsabklärungen hätten 
jedoch  ergeben,  dass  die  Beschwerdeführerin  im  Besitz  eines 
Reisepasses  und  am  (...)  über  den  Flughafen  von  Damaskus  nach 
K._______ gereist sei. Die im Rahmen des rechtlichen Gehörs gemachte 
Erklärung, wonach I._______ ihr wohl einen Pass habe ausstellen lassen, 
dieser  aber  dann  von  einer  anderen  Person  benützt  worden  sei,  wirke 
konstruiert.  So  erscheine  es  wenig  wahrscheinlich,  dass  eine  Person, 
welche  nicht  mit  der  Beschwerdeführerin  verwandt  sei,  ihr  einen  Pass 
habe beantragen können und dieser ohne ihr Wissen ausgestellt worden 
sei.  Die  Beschwerdeführerin  habe  auch  kein  Gegenbeweismittel, 
beispielsweise ihr angebliches Flugticket von (...) nach (...)  nachgereicht. 
Zudem  sei  das  durch  die  Botschaftsabklärungen  festgestellte 
Ausreisedatum  ([...])  durchaus  mit  dem  Datum  der  Einreise  der 
Beschwerdeführerin  in die Schweiz  (17. Oktober 2006) vereinbar. Somit 
könnten die von ihr geschilderten Umstände ihrer Ausreise nicht geglaubt 
werden.  Die  Tatsache,  dass  sie  einen  Pass  besessen  habe  und  legal 
habe ausreisen können,  sei  ein  starkes  Indiz dafür,  dass sie behördlich 
nicht gesucht werde.

Weiter  habe  die  Beschwerdeführerin  über  die  genauen  Ziele  der 
Organisation  von  I._______  ebenso  wenig  Auskunft  geben  können  wie 
über  deren  Gründung  und  Struktur.  Die  Beschwerdeführerin,  welche 
während ungefähr (...) Jahren für I._______ tätig gewesen sein und unter 
anderem  an  Sitzungen  teilgenommen  haben  soll  und  angebe,  für  ihre 
Tätigkeiten  finanziell  entschädigt  worden  zu  sein,  müsste  aber  in  der 
Lage  sein,  detailliertere  Informationen  über  I._______  und  seine 
Organisation  geben  zu  können.  Sie  habe  sich  hinsichtlich  des  Erhalts 
einer  Mitgliederbestätigung  von  I._______  in  einen  Widerspruch 
verstrickt, was die Zweifel an ihren Vorbringen erhärte.

Überdies  sei  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführerin,  hätte  sie  sich 
tatsächlich  mit  ihrer  angeblich  langjährigen  Arbeit  für  I._______  derart 
exponiert,  von den überall  in Syrien gegenwärtigen Geheimdiensten mit 
Sicherheit  bereits  belangt  worden  wäre;  so  würden  bekanntlich  die 
syrischen  Behörden  energisch  gegen  regimekritische  Aktivitäten 
vorgehen.  Ausserdem  hätten  die  Botschaftsabklärungen  ergeben,  dass 

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sie  behördlich  nicht  gesucht  werde.  Die  vorgebrachte  Verfolgung  durch 
die syrischen Behörden könne daher nicht geglaubt werden.

An  dieser  Einschätzung  ändere  auch  das  Schreiben  des  (...)  nichts, 
zumal  es  keine  konkreten  Hinweise  auf  eine  allfällige  Gefährdung  der 
Beschwerdeführerin  enthalte  und  davon  ausgegangen  werden  müsse, 
dass es sich um ein Gefälligkeitsschreiben handle.

Zu den übrigen Vorbringen, welche sich auf Ereignisse beziehen würden, 
die  sich  nach  ihrer  Ausreise  abgespielt  hätten,  sei  Folgendes  zu 
bemerken:  Aus  dem  Umstand,  dass  die  Beschwerdeführerin  in  der 
Schweiz  an  Kundgebungen  teilgenommen  habe  und  dies mit mehreren 
Fotos  belege,  könne  nicht  geschlossen  werden,  dass  sie  sich  derart 
exponiert  und  die  Aufmerksamkeit  der  syrischen  Behörden  auf  sich 
gezogen hätte. Überdies hätten die Abklärungen der Botschaft bestätigt, 
dass  gegen  sie  nichts  vorliege.  Ihre  Befürchtungen,  aufgrund  ihrer 
exilpolitischen  Tätigkeit  Nachteile  zu  erleben,  seien  deshalb  als 
unbegründet und somit als nicht asylbeachtlich zu betrachten.

3.2. Die  Beschwerdeführerin  rügt  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  zunächst 
eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs.  So  habe  die  Vorinstanz  das 
Recht  auf  Akteneinsicht  (als  Teilgehalt  des  Anspruchs  auf  rechtliches 
Gehör)  dadurch  verletzt,  dass  sie  ihr  zwar  die  Möglichkeit  zur 
Stellungnahme  zur  Anfrage  der  Botschaft  gewährt  habe,  ohne  ihr  aber 
Einsicht in die relevanten Teile der Anfrage und der Antwort zu gewähren. 
Dieser  formale  Mangel  wiege  schwer,  da  sich  die  Vorinstanz  im 
Entscheid  wesentlich  auf  die  Botschaftsanfrage  (recte: 
Botschaftsauskunft) abstütze und sie als Begründung nehme, ihr Gesuch 
wegen  mangelnder  Glaubhaftigkeit  und  nicht  erfüllter  Voraussetzungen 
für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft abzulehnen. Im Zeitpunkt 
der  Stellungnahme  sei  sie  noch  nicht  rechtlich  vertreten  gewesen, 
weshalb  sie  ihre  Rechte  zu  jenem  Zeitpunkt  auch  nicht  gehörig  habe 
wahrnehmen  können.  Zudem  könne  der  Mangel  nicht  auf 
Beschwerdeebene  geheilt werden,  da  ihr  dadurch  eine  Instanz  verloren 
gehe. Da der angefochtene Entscheid mit formellen Mängeln belastet sei, 
sei  dieser  aufzuheben  und  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen.  Falls  nicht,  sei  die  vollständige 
Botschaftskorrespondenz  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  zu 
edieren und der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zu gewähren.

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In  materieller  Hinsicht  bringt  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer 
Rechtsmitteleingabe  im  Wesentlichen  vor,  den  vorinstanzlichen 
Einwänden  zum  angegebenen  Reiseweg  und  den  Umständen  ihrer 
Flucht  sei  entgegenzuhalten,  dass  zunächst  auf  die  bereits  vorgängig 
erwähnte  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  durch  die  Vorinstanz 
hinzuweisen  sei.  Aus  diesem  Grund  könne  sie  auch  zum  jetzigen 
Zeitpunkt  nicht  in  umfassender  Form  zum  Vorwurf  der  Vorinstanz 
Stellung  nehmen.  Das  Gleiche  gelte  für  die  Darlegung  der  Vorinstanz, 
wonach  die  syrischen  Behörden  in  aller  Härte  gegen  Regimegegner 
vorgehen  würden,  sie  bis  zur  Ausreise  keine  Probleme  in  ihrer  Heimat 
gehabt  habe  und  aufgrund  der  Botschaftsabklärung  davon  auszugehen 
sei, dass auch zum jetzigen Zeitpunkt nichts gegen sie vorliege. Darüber 
hinaus  gehe  aus  den  eingereichten  Beweismitteln  hervor,  dass  sie  für 
I._______tätig gewesen sei. Dies werde durch den Sohn von I._______, 
der  mit  diesem  zusammengearbeitet  habe  und  heute  seine  Arbeit 
fortführe, bestätigt. Vor diesem Hintergrund scheine die Möglichkeit einer 
legalen Ausreise aus Syrien für ihre Person als höchst unwahrscheinlich. 
Zwar  sei  es  in  Syrien  tatsächlich  sehr  einfach,  gefälschte  Papiere  zu 
erhalten. Die von ihr vorgetragene Geschichte sei zwar ungewöhnlich, im 
syrischen  Kontext  aber  keineswegs  unmöglich.  Sie  könne  keine 
Beweismittel vorlegen, dass sie sich tatsächlich vom (...) bis zum (...)  im 
Nordirak versteckt gehalten habe. Sie sei jedoch heute in der Lage, Fotos 
zu den Akten zu reichen, die im (...) in E._______ aufgenommen worden 
seien. Ebenfalls  reiche  sie  eine Bestätigung  über  eine Zahnbehandlung 
vom (...) zu den Akten.

Zum Vorwurf  der  Vorinstanz,  sie wisse  zu wenig  über  die Organisation 
von  I._______  Bescheid  und  habe  zu  deren  Zielen  und  Organisation 
keine  substanziierte  Auskunft  erteilen  können,  sei  zunächst  ihr 
Analphabetismus  zu  berücksichtigen.  Sie  habe  die  Organisation  nach 
Kräften und Möglichkeiten unterstützt. Sie habe die  Integrationsfigur des 
I._______ kennengelernt und dessen Ziele gekannt. Sie sei  lediglich ein 
einfaches  Mitglied  gewesen  und  ihre  Tätigkeit  habe  vor  allem 
Botengänge  umfasst,  weshalb  aus  ihren  Angaben  nicht  auf  die 
Unglaubhaftigkeit ihrer Darlegungen geschlossen werden könne.

Zu  den  unterschiedlichen  Angaben  zum  Erhalt  eines  Ausweises  der 
Organisation  des  I._______  sei  anzuführen,  dass  in  diesem  Punkt 
tatsächlich  ein  Widerspruch  vorliege.  Sie  vermöge  sich  diesen  jedoch 
nicht  zu  erklären,  zumal  sie  nie  vom  Besitz  eines  Mitgliederausweises 
gesprochen  habe,  da  diese  nicht  existierten.  Sie  habe  lediglich 

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ausgeführt,  dass  sie  vom  I._______  registriert  worden  sei.  Die 
anderweitige Darstellung im kantonalen Anhörungsprotokoll müsse daher 
auf einem Verständigungsproblem oder auf einem Protokollierungsfehler 
beruhen.

Zusammenfassend sei aufgrund der von ihr vorgelegten Beweismittel von 
der Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen auszugehen. Insbesondere habe sie 
belegen  können,  dass  sie  in  der  von  ihr  dargelegten  Weise  für  die 
kurdische Sache in Syrien tätig gewesen sei.

Sie  sei  aufgrund  ihres  politischen  Engagements  im  Heimatland,  aber 
auch desjenigen in der Schweiz und aufgrund der engen Kontakte, die sie 
zu  oppositionellen  Exilpolitikern  pflege,  im  Falle  einer  Rückkehr  nach 
Syrien  dem  hohen  Risiko  einer  konkreten  asylrelevanten  Gefährdung 
ausgesetzt, habe mithin also begründete Furcht vor Verfolgung.

3.3.  In  ihrer  Vernehmlassung  vom  3.  Dezember  2008  führte  die 
Vorinstanz  im  Wesentlichen  an,  die  Beschwerdeschrift  enthalte  keine 
neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Änderung 
des  vorinstanzlichen  Standpunktes  zu  rechtfertigen  vermöchten.  Soweit 
sie  zu  Bemerkungen  Anlass  gebe,  vermöge  die  neu  zu  den  Akten 
gereichte  Bestätigung  über  eine  Zahnbehandlung  der 
Beschwerdeführerin  in  E._______  das  Resultat  der 
Botschaftsabklärungen bezüglich Reiseweg und Ausreisedatum nicht  zu 
widerlegen.  Mit  diesem  Dokument  könne  lediglich  aufgezeigt  werden, 
dass  sich  die  Beschwerdeführerin  im  (...)  im  Irak  aufgehalten  habe.  Im 
Weiteren  gehe  aus  dem  eingereichten  Bestätigungsschreiben  nicht 
hervor,  dass  die  Beschwerdeführerin  weiterhin  für  L._______tätig  sei. 
Aufgrund  der  klar  unglaubhaften  Angaben  der  Beschwerdeführerin  zu 
ihrer Arbeit für I._______, vermöge das erwähnte Bestätigungsschreiben 
die  Glaubhaftigkeit  der  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  nicht 
entscheidend  zu  beeinflussen.  Vielmehr  sei  bei  diesem  Dokument  von 
einem  Gefälligkeitsschreiben  auszugehen,  dem  nur  ein  sehr  geringer 
Beweiswert  zukomme.  Zum  Bestätigungsschreiben  der  O._______  sei 
anzufügen,  dass  die  Teilnahme  der  Beschwerdeführerin  an 
Kundgebungen  in  der  Schweiz  bereits  in  der  angefochtenen  Verfügung 
als  belegt  erachtet  worden  sei.  Aufgrund  des  nachgereichten 
Bestätigungsschreibens der O._______ könne eine besonders exponierte 
Stellung der Beschwerdeführerin  innerhalb der genannten exilpolitischen 
Partei  ausgeschlossen  werden,  werde  sie  doch  lediglich  als 
Sympathisantin  und  nicht  als  Mitglied  bezeichnet.  Es  gebe  deshalb 

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keinen  Anlass  zur  Annahme,  dass  die  Beschwerdeführerin  durch  ihre 
Teilnahme  an  Kundgebungen  besonders  aufgefallen  und  ins  Visier  der 
syrischen Behörden gelangt wäre.

In ihrer Replik vom 22. Dezember 2008 führte die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen  an,  entgegen  der  vorinstanzlichen  Annahme  sei  dem 
Schreiben von L._______ sehr wohl zu entnehmen, dass sie nach wie vor 
für  diesen  tätig  sei,  was  auf  eine  lückenhafte  Übersetzung  des 
Bestätigungsschreibens  zurückgeführt  werden  müsse.  So  sei 
beispielsweise der auf der beigelegten Kopie gelb herausgehobene Satz, 
gemäss welchem die Beschwerdeführerin heute noch für L._______ tätig 
sei,  unübersetzt  geblieben.  Es  sei  bedauerlich,  dass  die  offenbar  in 
diesem  Punkt  ungenaue  Übersetzung  die  Vorinstanz  zu  der  in  ihrer 
Vernehmlassung  geäusserten  Annahme  veranlasst  habe.  Mithin  habe 
dieser  Punkt  jedoch  klargestellt  werden  können.  Ferner  sei  die 
Behauptung  der  Vorinstanz,  wonach  es  sich  bei  der  Bestätigung  von 
L._______  lediglich  um  ein  Gefälligkeitsschreiben  handle,  entschieden 
zurückzuweisen.  So  handle  es  sich  bei  L._______  um  eine  bekannte 
Persönlichkeit,  der  seinen Namen  nicht  für  Personen  verbürgen würde, 
die  nicht  seiner  politischen  Sache  dienten.  Zudem  sei  in  der 
Beschwerdeschrift  auch  dargelegt  worden,  dass  ihre  Aussagen  zu  den 
Aktivitäten für I._______ sehr wohl als glaubhaft einzustufen seien. Es sei 
letztlich  als  nebensächlich  zu  erachten,  ob  sie  Sympathisantin  oder 
Mitglied  der  O._______  sei,  zumal  das  Ausmass  des  politischen 
Engagements  als  entscheidend  erachtet  werden  müsse  und  ob  sie 
dadurch  ins  Visier  ihrer  heimatlichen  Behörden  geraten  sei.  Seit  ihrer 
Ankunft  in  der  Schweiz  sei  sie  bis  heute  politisch  aktiv  gewesen,  so 
letztmals  am  (...)  an  einer  Kundgebung  in  Bern  vor  der  syrischen 
Botschaft, worüber auch am kurdischen Sender Roj­TV berichtet worden 
sei.  Es  sei  demzufolge  davon  auszugehen,  dass  sie  aufgrund  ihres 
bereits  mehrfachen  öffentlichen  Auftretens  als  Regimekritikerin  den 
heimatlichen Behörden aufgefallen sein dürfte.

4. 
4.1. Die  Beschwerdeführerin  rügt  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  zunächst 
die  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  (Verletzung  des  Rechts  auf 
Akteneinsicht),  da  ihr  seitens  der  Vorinstanz  zwar  das  Recht  auf 
Stellungnahme  im  Nachgang  zur  Botschaftsabklärung  gewährt  worden 
sei,  nicht  jedoch  das  Recht  auf  Einsicht  in  die  relevanten  Teile  der 
Anfrage und der Antwort.

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Gemäss Art.  27  Abs.  1  VwVG  darf  die  Einsichtnahme  in  die  Akten  nur 
verweigert  werden,  wenn  wesentliche  Interessen  des  Bundes  oder  der 
Kantone,  insbesondere  die  innere  oder  äussere  Sicherheit  der 
Eidgenossenschaft (Bst. a.), wesentliche private Interessen (Bst. b.) oder 
das Interesse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen Untersuchung 
(Bst. c.) die Geheimhaltung erfordern. Wird einer Partei die Einsicht in ein 
Aktenstück  verweigert,  muss  ihr  die  Behörde  nach  Art.  28  VwVG  von 
seinem  wesentlichen  Inhalt  mündlich  oder  schriftlich  Kenntnis  sowie 
Gelegenheit  geben,  sich  dazu  äussern  und  Gegenbeweismittel  zu 
bezeichnen.

Nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (und  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [ARK])  fallen  unter 
als Beweismittel dienende Aktenstücke im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. b 
VwVG  nicht  nur  die  im  konkreten  Fall  tatsächlich  als  Beweismittel 
herangezogenen  Aktenstücke,  sondern  alle  Unterlagen,  welche 
grundsätzlich geeignet sind, als Beweismittel zu dienen. Als interne Akten 
fallen  lediglich  Unterlagen  in  Betracht,  welchen  kein  Beweischarakter 
zukommt.  Berechtigten  öffentlichen  oder  privaten 
Geheimhaltungsinteressen können diejenigen des Beschwerdeführers an 
einer  unbeschränkten  Einsichtnahme  entgegenstehen.  Die 
Interessenabwägung  darf  indes  nicht  dadurch  geschehen,  dass  eine 
ganze  Kategorie  behördlicher  Unterlagen  a  priori  –  ohne  Abwägung  im 
Einzelfall  –  dem  Einsichtsrecht  entzogen  wird.  Das  grundsätzlich  im 
vollen  Umfange  bestehende  Einsichtsrecht  darf  im  Einzelfall  nur  dann 
beschränkt  werden,  wenn  die  Geheimhaltungsinteressen  das  Interesse 
an  der  Akteneinsicht  überwiegen.  Namentlich  die  Identität  in­  und 
ausländischer Informanten und Kontaktpersonen sowie Angaben über Art 
und  Methoden  der  Informationsbeschaffung  durch  die  schweizerischen 
Vertretungen  im  Ausland  stellen  gewichtige  Geheimhaltungsinteressen 
dar, die geeignet sind, die Akteneinsicht einzuschränken. In diesen Fällen 
hat  die  Kenntnisgabe  des  wesentlichen  Inhaltes  von  Aktenstücken 
dergestalt  zu  erfolgen,  dass  der  Partei  eine  Zusammenfassung  des 
Inhaltes  der  vorenthaltenen  Aktenstücke  zugestellt  wird  (vgl.  EMARK 
1994 Nr. 1 E. 3b S. 12 und 14).

Die vorliegend zur Diskussion stehenden Aktenstücke geben Aufschluss 
über die konkrete Zusammenarbeit der Schweizerischen Behörden im In­ 
und  Ausland.  Zudem  enthalten  sie  teilweise  Angaben  über  die 
Arbeitsweise  und  Erkenntnisse  der  Botschaft.  Bereits  aus  diesen 
Gründen besteht in casu ein überwiegendes öffentliches Interesse an der 

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Geheimhaltung dieser Aktenstücke. Wird einer Partei indes die Einsicht in 
ein Aktenstück verweigert, muss  ihr die Behörde gemäss Art. 28 VwVG 
vom  wesentlichen  Inhalt  mündlich  oder  schriftlich  Kenntnis,  sowie 
Gelegenheit  geben,  sich  dazu  zu  äussern  und  Gegenbeweismittel  zu 
bezeichnen.  Vorliegend  brachte  das Bundesamt mit  Schreiben  vom 29. 
August 2008 (A26/2) der Beschwerdeführerin den wesentlichen Inhalt des 
Botschaftsberichts  zur  Kenntnis  und  gab  ihr  Gelegenheit  zur 
Stellungnahme.  Indessen  führte  die  Vorinstanz  die  der  Botschaft 
unterbreiteten  Fragen  nicht  an.  Diese  bezogen  sich  darauf,  ob  die 
Beschwerdeführerin  einen  syrischen  Pass  besitze,  ob  es  Informationen 
gebe,  wonach  sie  Syrien  legal  verlassen  habe  (Ausreisedatum, 
Abgangsort, Reiseweg), und ob sie von den syrischen Behörden gesucht 
werde. Weitere Fragen wurden nicht gestellt. Aufgrund der im Schreiben 
des  BFM  vom  29.  August  2008  vollständig  aufgeführten  Antworten  der 
Botschaft  konnte  ohne  weiteres  auf  die  entsprechenden  Fragen  der 
Vorinstanz  geschlossen werden. Da der Anfrage und der Antwort  keine 
weiteren,  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  relevanten 
Angaben zu entnehmen sind und die der Beschwerdeführerin vollständig 
offen  gelegten  Antworten  vollumfänglich  den  gestellten  Fragen 
entsprechen,  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführerin  dadurch, 
dass  ihr  die  Fragen  nicht  offen  gelegt  wurden,  kein  Rechtsnachteil 
entstanden  ist.  Dem  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  Einsicht  in 
den hier zu beurteilenden Briefverkehr mit der Schweizer Botschaft wurde 
demnach  im Ergebnis Genüge getan. Aus Gründen der Transparenz  ist 
der  Beschwerdeführerin  die  Botschaftsanfrage  –  unter  Abdeckung  von 
Hinweisen auf die mit der Angelegenheit befassten Personen (vgl. Art. 27 
Abs. 1 Bst. a und b VwVG) – mit vorliegendem Urteil zuzustellen.

Somit  liegt  zusammenfassend  keine Verletzung  des  rechtlichen Gehörs 
(durch  Nichtgewährung  der  Akteneinsicht)  vor,  weshalb  der  Antrag  auf 
Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz  zwecks  Neubeurteilung 
abzuweisen ist.

4.2.  In  materieller  Hinsicht  bringt  die  Beschwerdeführerin  vor,  den 
vorinstanzlichen  Einwänden  zum  angegebenen  Reiseweg  und  den 
Umständen  ihrer  Flucht  sei  entgegenzuhalten,  dass  zunächst  auf  die 
bereits vorgängig erwähnte Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Vorinstanz  hinzuweisen  sei.  Aus  diesem  Grund  könne  sie  auch  zum 
jetzigen Zeitpunkt nicht in umfassender Form zum Vorwurf der Vorinstanz 
Stellung  nehmen.  Das  Gleiche  gelte  für  die  Darlegung  der  Vorinstanz, 
wonach  die  syrischen  Behörden  in  aller  Härte  gegen  Regimegegner 

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vorgehen  würden,  sie  bis  zur  Ausreise  aber  keine  Probleme  in  ihrer 
Heimat  gehabt  habe  und  aufgrund  der  Botschaftsabklärung  davon 
auszugehen  sei,  dass  auch  zum  jetzigen  Zeitpunkt  nichts  gegen  sie 
vorliege. Da, wie  sich unter Ziffer  4.1 gezeigt  hat,  keine Verletzung des 
rechtlichen  Gehörs  vorliegt  und  die  Beschwerdeführerin  zu  den  oben 
angeführten  Einwänden  des  Bundesamtes  keine  konkreten 
Beanstandungen  vorbringt,  muss  sie  sich  die  von  der  Vorinstanz  in 
diesen  Punkten  des  angefochtenen  Entscheides  zu  Recht  und  mit 
zutreffender Begründung getroffene Einschätzung  (Unglaubhaftigkeit der 
Vorbringen  zum  Reiseweg  sowie  zu  den  Umständen  der  Flucht;  keine 
behördliche  Suche)  entgegenhalten  lassen.  Das 
Bundesverwaltungsgericht schliesst sich diesen Ausführungen vorliegend 
vollumfänglich  an.  Jedenfalls  vermag  der  blosse  Hinweis  der 
Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe,  wonach  es  in  Syrien 
tatsächlich  sehr  einfach  sei,  gefälschte  Papiere  zu  erhalten,  und  ihre 
vorgetragene  Geschichte  zwar  ungewöhnlich,  im  syrischen  Kontext 
jedoch nicht unmöglich sei, an obiger Einschätzung nichts zu ändern. So 
stützte denn die Vorinstanz einen Teil ihrer Argumentation gerade auf die 
Berücksichtigung  der  länderspezifischen  Begebenheiten  in  Syrien 
(Darlegung  der  Vorgehensweise  der  syrischen  Behörden  gegen 
regimekritische Aktivitäten).

Die Beschwerdeführerin  bringt  zum Vorwurf  der Vorinstanz, wonach  sie 
zu  wenig  über  die  Organisation  von  I._______  Bescheid  wisse  und  zu 
deren  Zielen  und  Organisation  keine  substanziierte  Auskunft  habe 
erteilen können, vor, es seien  ihr Analphabetismus und der Umstand zu 
berücksichtigen,  dass  sie  lediglich  ein  einfaches  Mitglied  gewesen  sei 
und  ihre  Tätigkeit  vor  allem Botengänge  umfasst  habe. Dabei  habe  sie 
die Organisation nach Kräften und Möglichkeiten unterstützt. Sie habe die 
Integrationsfigur des I._______ kennengelernt und dessen Ziele gekannt. 
Diese  Ausführungen  sind  jedoch  nicht  geeignet,  den  diesbezüglichen 
Angaben der Beschwerdeführerin mehr Dichte und Substanz zu verleihen 
und  diese  somit  als  glaubhaft  erscheinen  zu  lassen.  Jedenfalls  ist 
hinsichtlich des vorgebrachten Analphabetismus der Beschwerdeführerin 
anzuführen,  dass  diese  anlässlich  der  Befragung  im  G._______  selber 
vorbrachte, bis zur 2. Klasse die Schule besucht zu haben (vgl. A1/11, S. 
2). Ausserdem gab sie an, während Jahren an Sitzungen  teilgenommen 
zu  haben  und  bei  der  Organisation  von  Demonstrationen  beteiligt 
gewesen  zu  sein,  weshalb  daraus  geschlossen  werden  darf,  dass  sie 
dadurch einen weitergehenden Einblick in die Organisation von I._______ 

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erhielt und dementsprechend detailliertere Angaben hätte geben können 
müssen, als sie dies im Verlaufe der Befragungen tat.

Weiter  führt die Beschwerdeführerin zu den angeblich widersprüchlichen 
Angaben  zum  Erhalt  eines  Ausweises  der  Organisation  des  I._______ 
an, es bestehe in diesem Punkt tatsächlich ein Widerspruch, den sie sich 
jedoch  nicht  zu  erklären  vermöge,  zumal  sie  nie  vom  Besitz  eines 
Mitgliederausweises  gesprochen  habe,  da  diese  gar  nicht  existieren 
würden. Sie habe lediglich ausgeführt, dass sie von I._______ registriert 
worden  sei.  Die  anderweitige  Darstellung  im  kantonalen 
Anhörungsprotokoll müsse daher auf einem Verständigungsproblem oder 
auf einem Protokollierungsfehler beruhen. Dieser Einwand  ist  jedoch als 
nicht stichhaltig zu erachten, bestätigte doch die Beschwerdeführerin die 
Korrektheit  und Wahrheit  ihrer  Angaben  am  Schluss  der  Befragung  im 
G._______ nach Rückübersetzung in ihrer Muttersprache unterschriftlich, 
weshalb  sie  sich  bei  ihren  dortigen  Aussagen,  wo  sie  auf  die  explizite 
Frage  nach  dem  Erhalt  einer  Mitgliedschaftsbestätigung  mit  “Nein,  gar 
nicht.“  antwortete,  behaften  lassen  (vgl.  A1/11, S.  6 Mitte).  Zudem stritt 
die  Beschwerdeführerin  am Ende  der  kantonalen Anhörung,  als  sie  auf 
den Widerspruch aufmerksam gemacht wurde, nicht ab, dass ein solcher 
Mitgliederausweis  existierte  und  (zumindest  zeitweilig)  auch  in  ihrem 
Besitz gewesen sei (vgl. A16/15, S. 9 und 12).

An  obiger  Einschätzung,  wonach  die  Asylvorbringen  bezüglich  des 
politischen  Engagements  der  Beschwerdeführerin  in  Syrien,  der  daraus 
resultierenden  Verfolgung  durch  die  syrischen  Behörden  sowie  der 
Ausreiseumstände  als  unglaubhaft  zu  erachten  sind,  vermögen 
vorliegend  auch  die  auf  Beschwerdeebene  eingereichten  Beweismittel 
nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung hinsichtlich 
der  Bestätigung  über  eine  Zahnbehandlung  der  Beschwerdeführerin  in 
E._______  bereits  zutreffend  festhielt,  vermag  dieses  Beweismittel  das 
Resultat  der  Botschaftsabklärungen  bezüglich  Reiseweg  und 
Ausreisedatum nicht  zu widerlegen,  zumal mit  diesem Dokument  in  der 
Tat  lediglich  der  Nachweis  erbracht  werden  kann,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin  im  (...)  im  Irak  aufhielt. Das Gleiche gilt  ebenso  für 
die  eingereichten  Fotos,  welche  sie mit  der  Familie  des  Ehemannes  in 
E._______ zeigen würden. Die Beschwerdeführerin  führte denn auch  im 
Verlaufe  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  aus,  sich  vor  ihrer  Ausreise 
wiederholt  im  Irak  aufgehalten  zu  haben  (vgl.  A1/11,  S.  7).  Was  das 
eingereichte  Bestätigungsschreiben  betrifft,  wonach  die 
Beschwerdeführerin  weiterhin  für  L._______  tätig  sei,  ist  mit  der 

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Vorinstanz ebenfalls einig zu gehen, dass aufgrund des als unglaubhaft 
zu  erachtenden  politischen  Engagements  im  Rahmen  der  Organisation 
von  I._______  der  fraglichen  Bestätigung  kein  rechtserheblicher 
Beweiswert  beigemessen  werden  kann.  Wenn  das  darin  aufgeführte 
bisherige  politische  Engagement  als  nicht  glaubhaft  zu  erachten  ist, 
vermag  somit  auch  ein  darin  vermerktes  weitergehendes  politisches 
Engagement  die  Glaubhaftigkeit  der  diesbezüglichen 
Sachverhaltselemente  nicht  zu  bestärken.  Sodann  sei  in  diesem 
Zusammenhang  am  Rande  erwähnt,  dass  aufgrund  der  eingereichten 
Unterlagen  (Nennung  Unterlagen)  nicht  feststeht,  ob  es  sich  beim 
Aussteller  der Bestätigung,  L._______, auch  tatsächlich um einen Sohn 
des von der Beschwerdeführerin erwähnten I._______ handelt.

Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  im 
angefochtenen  Entscheid  zu  Recht  und  mit  zutreffender  Begründung 
festgehalten hat, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine 
im  Zeitpunkt  ihrer  Ausreise  aus  Syrien  bestehende  oder  unmittelbar 
drohende asylrelevante Verfolgungsgefahr nachzuweisen oder glaubhaft 
zu machen.

4.3.  Im  Folgenden  ist  zu  prüfen,  ob  die  Beschwerdeführerin  durch  ihr 
Verhalten nach der Ausreise, namentlich mit dem auf Beschwerdeebene 
geltend gemachten exilpolitischen Engagement in der Schweiz, Grund für 
eine zukünftige Verfolgung durch die syrischen Behörden gesetzt hat und 
aus diesem Grund die Flüchtlingseigenschaft erfüllt.

4.3.1.  Wer  sich  darauf  beruft,  dass  durch  sein  Verhalten  nach  der 
Ausreise aus dem Heimat­ oder Herkunftsland eine Gefährdungssituation 
erst  geschaffen  worden  ist,  macht  subjektive  Nachfluchtgründe  geltend 
(vgl.  Art.  54  AsylG).  Subjektive  Nachfluchtgründe  begründen  zwar  die 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 
54  AsylG  zum  Ausschluss  des  Asyls,  unabhängig  davon,  ob  sie 
missbräuchlich  oder  nicht  missbräuchlich  gesetzt  wurden.  Das  vom 
Gesetzgeber  vorgesehene  Konzept,  wonach  das  Vorliegen  von 
subjektiven  Nachfluchtgründen  die  Gewährung  von  Asyl  ausschliesst, 
verbietet  auch  ein  Addieren  solcher  Gründe  mit  Fluchtgründen,  welche 
vor  der Ausreise aus dem Heimat­  oder Herkunftsstaat  entstanden  sind 
und die für sich allein nicht zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft und 
zur  Asylgewährung  ausreichen  (vgl.  BVGE  2009/28  E.  7.1  S.  352,  mit 
weiteren Hinweisen). Massgebend ist, ob die heimatlichen Behörden das 
Verhalten  des  Asylsuchenden  als  staatsfeindlich  einstufen  und  dieser 

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deswegen  bei  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  eine  Verfolgung  im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  befürchten  muss.  Es  bleiben  damit  die 
Anforderungen an den Nachweis einer begründeten Furcht massgeblich 
(Art. 3 und 7 AsylG).

4.3.2.  Die  syrischen  Sicherheits­  und  Geheimdienste  verfügen  über 
umfassende  Sondervollmachten  und  unterstehen  keinen  gesetzlichen 
oder  administrativen  Kontrollen.  Der  syrische Geheimdienst  ist  auch  im 
Ausland aktiv, wo eine  seiner Aufgaben  im Wesentlichen darin  besteht, 
syrische  Oppositionelle  und  deren  Kontaktpersonen  auszuforschen  und 
zu überwachen sowie Exilorganisationen syrischer Kurden zu  infiltrieren. 
Die  so  gewonnenen  Informationen  bilden  im  Heimatland  häufig  die 
Grundlage  für die Aufnahme  in sogenannte  "Schwarze Listen", über die 
eine  lückenlose  Überwachung  dieser  Personen  bei  der  Einreise 
sichergestellt wird. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus denkbar, dass 
der syrische Geheimdienst auch von der Einreichung eines Asylgesuchs 
in der Schweiz durch syrische Staatsangehörige oder staatenlose Kurden 
syrischer  Herkunft  erfährt,  insbesondere  wenn  sich  diese  im  Exilland 
politisch  betätigen  oder  mit  ­  aus  der  Sicht  des  syrischen  Staates  ­ 
politisch  missliebigen,  oppositionellen  Organisationen,  Gruppierungen 
oder  Tätigkeiten  in  Verbindung  gebracht  werden  können.  Es  bestehen 
indessen  keine  Anhaltspunkte  dafür,  dass  die  Einreichung  eines 
Asylgesuchs für sich alleine bei einer Rückkehr nach Syrien regelmässig 
zu behördlicher Verfolgung führt.

4.3.3. Die Beschwerdeführerin bringt  in diesem Zusammenhang vor, sie 
habe  sich  seit  ihrer  Ankunft  in  der  Schweiz  (Oktober  2006)  bis  heute 
politisch  betätigt,  so  am  (...)  an  einer  Kundgebung  in  Bern  vor  der 
syrischen  Botschaft,  worüber  auch  am  kurdischen  Sender  Roj­TV 
berichtet worden sei. Am (...) habe sie vor der französischen und am (...) 
vor der amerikanischen Botschaft demonstriert und Flugblätter verteilt. Es 
sei  davon  auszugehen,  dass  sie  aufgrund  des  bereits  mehrfachen 
öffentlichen  Auftretens  als  Regimekritikerin  den  heimatlichen  Behörden 
aufgefallen  sein  dürfte.  Als  Beleg  ihres  exilpolitischen  Engagements 
reichte  sie  –  nebst  mehreren  Fotos  und  einer  Filmaufnahme  einer 
Demonstration  in  N._______  –  ein  Schreiben  der  O._______  vom  10. 
November  2008  ein,  worin  bestätigt  wird,  dass  sie  mit  der  O._______ 
sympathisiere  und  sich  an  Kundgebungen  beteiligt  habe,  welche  sich 
gegen das syrische Regime gerichtet hätten.

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Auf den Fotos ist die Beschwerdeführerin im Rahmen von Kundgebungen 
als  (Mit­)Trägerin eines Transparentes zu erkennen, ohne dass sie aber 
eine  aktive  Rolle  innehat  oder  übernimmt.  Was  die  behauptete 
Filmaufnahme  einer  Demonstration  in  N._______  betrifft,  so  ist  auf  der 
eingereichten DVD – entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten 
Ansicht – keine solche Aufnahme ersichtlich, sondern es  ist  lediglich ein 
Standbild  zu  ersehen,  worauf  acht  verschiedene  (vermutlich  syrische) 
Persönlichkeiten  auf  Bildern  respektive  Briefmarken  zu  erkennen  sind. 
Die  angebliche  Filmaufnahme  ist  daher  vorliegend  nicht  geeignet,  die 
angeführte Teilnahme der Beschwerdeführerin an einer Demonstration in 
N._______  zu  belegen.  Selbst  wenn  sie  an  dieser  Demonstration 
teilgenommen  hätte  und  dies  mit  geeigneten  Beweismitteln  belegen 
könnte, ist in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 
357, ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008,  S.  165  Rz.  3.144) 
festzuhalten,  dass  dies  in  Anbetracht  der  nachfolgenden  Erwägungen 
nichts  ändern würde,  weshalb  es  sich  erübrigt,  der  Beschwerdeführerin 
Gelegenheit  zum  Nachweis  der  Teilnahme  an  der  Demonstration  in 
N._______ zu gewähren. Auch aufgrund der Bestätigung der O._______ 
kann  bezüglich  der  Beschwerdeführerin  nicht  auf  eine  besonders 
exponierte  Stellung  innerhalb  der  erwähnten  exilpolitischen  Partei 
geschlossen  werden.  Soweit  die  Beschwerdeführerin  anführt,  sie  habe 
am  (...)  an  einer  Kundgebung  in  Bern  vor  der  syrischen  Botschaft 
teilgenommen, über welche auch am kurdischen Sender Roj­TV berichtet 
worden sei, ist festzuhalten, dass auch aus diesen Angaben, welche nicht 
weiter  belegt  werden,  nicht  ersichtlich  wird,  dass  sie  den  syrischen 
Behörden  als  Kundgebungsteilnehmerin  besonders  aufgefallen  wäre. 
Ebenso wenig  ist davon auszugehen, dass sie durch  ihre Teilnahme an 
den Demonstrationen vom  (...)  und  (...)  besonders hervorgetreten wäre, 
zumal  diese  Kundgebungen  nicht  vor  der  syrischen  Botschaft,  sondern 
vor  der  französischen  beziehungsweise  amerikanischen  Vertretung 
stattfanden.

Insgesamt lassen die Ausführungen der Beschwerdeführerin und die von 
ihr  eingereichten  Beweismittel  nicht  auf  ein  wesentliches  exilpolitisches 
Engagement  schliessen,  aufgrund  dessen  sie  damit  rechnen  müsste, 
dass  sie  dem  syrischen  Geheimdienst  als  ernsthafte  Regimegegnerin 
aufgefallen  und  entsprechend  registriert  worden  wäre.  Somit  ist  davon 
auszugehen,  dass  sie  bei  der  Rückkehr  nach  Syrien  nicht  mit  einer 
ernsthaften  Benachteiligung  seitens  der  dortigen  Behörden  zu  rechnen 

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hat.  Ihre  Furcht  vor  künftiger  Verfolgung  erscheint  damit  auch  in  dieser 
Hinsicht als unbegründet.

4.3.4.  Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  die 
Beschwerdeführerin  die  Flüchtlingseigenschaft  auch  unter  dem  Aspekt 
der subjektiven Nachfluchtgründe nicht erfüllt.

4.4. Es ergibt sich somit, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen 
ist, eine sowohl  im Zeitpunkt der Ausreise als auch aufgrund subjektiver 
Nachfluchtgründe  bestehende  oder  drohende  asylrechtlich  relevante 
Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen.  Das  BFM  hat 
demnach  zu  Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführerin 
und ihres Kindes verneint und deren Asylgesuche abgelehnt. 

5. 
5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2.  Die  Beschwerdeführerin  und  ihr  Kind  verfügen  weder  über  eine 
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 
Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet  (Art.  44  Abs.  1  AsylG;  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733,  BVGE 
2008/34 E. 9.2 S. 510, EMARK 2001 Nr. 21).

6. 
6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

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In den nachfolgenden Erwägungen wird der Wegweisungsvollzug  in den 
Irak  geprüft,  da  mit  Urteil  gleichen  Datums  die  Beschwerde  gegen  die 
Aufhebung der vorläufigen Aufnahme des aus dem Nordirak stammenden 
Ehemannes beziehungsweise Vaters der Beschwerdeführer abgewiesen 
wird. Bei dieser Sachlage kann die Frage, ob der Wegweisungsvollzug in 
das Heimatland der Beschwerdeführerin durchführbar  ist, offen gelassen 
werden.

6.2. 
6.2.1.  Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  in  einen  Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 
Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter 
oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung 
unterworfen werden.

6.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf  hin,  dass  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  nur  Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  der 
Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulements im 
vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  der 
Beschwerdeführerin in den Irak ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 
AsylG rechtmässig.

6.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der 
Beschwerdeführerin  noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  sie 

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für  den  Fall  einer  Ausschaffung  in  den  Irak  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  die  Beschwerdeführerin  eine 
konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr 
im  Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 ­ 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  im 
Irak  –  insbesondere  in  den  drei  kurdischen Provinzen Dohuk,  Erbil  und 
Sulaymaniya  (vgl.  hierzu  die  nachfolgende  Erwägung  6.3)  –  lässt  den 
Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig 
erscheinen.

6.2.4.  Die  Beschwerdeführerin  kann  aus  dem  Umstand,  dass  sich  ihr 
Ehemann  als  Asylbewerber  mit  vorläufiger  Aufnahme  in  der  Schweiz 
aufhält, auch gestützt auf Art. 8 EMRK nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Gemäss  Art.  8  EMRK  hat  jede  Person  das  Recht  auf  Achtung  ihres 
Familienlebens.  Unter  gewissen  Umständen  lässt  sich  daraus  ein 
Anspruch auf Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten, da es Art. 
8  EMRK  verletzen  kann,  wenn  einem  Ausländer,  dessen 
Familienangehörige  hier  weilen,  die  Anwesenheit  in  der  Schweiz 
untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird (vgl. BGE 126 II 335 
E.  2.1  S.  339).  Ein  Familienmitglied  muss  dabei  über  ein  gefestigtes 
Anwesenheitsrecht  (schweizerische  Staatsangehörigkeit, 
Niederlassungs­ oder Aufenthaltsbewilligung, auf deren Verlängerung ein 
Anspruch besteht)  verfügen. Die  vorläufige Aufnahme eines Flüchtlings, 
dem das Asyl unter Wegweisung aus der Schweiz verweigert wurde und 
dessen Rechtsstellung sich deshalb ausschliesslich nach der FK richtet, 
hat  zum  Vornherein  nur  provisorischen  Charakter.  Sie  begründet  als 
solche kein gefestigtes Anwesenheitsrecht im Sinne der Rechtsprechung 
zu Art. 8 EMRK (vgl. BGE 126 II 335 E. 2.bb S. 341). Nichts anderes hat 
auch bei vorläufig aufgenommenen Ausländern – wie vorliegend  im Fall 
des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  –  zu  gelten,  welche  ohne 
Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft eine vorläufige Aufnahme in der 
Schweiz  respektive  ein  solches  provisorisches  Aufenthaltsrecht  in  der 
Schweiz erhalten haben, zumal die Rechtsnatur der verfügten vorläufigen 
Aufnahme  in  den  beiden  erwähnten  Konstellationen  stets  die  Gleiche 
bleibt.

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Vorliegend  verfügen  also  weder  die  Beschwerdeführerin  selber  noch 
deren  Ehemann  –  selbst  als  vorläufig  Aufgenommener  –  über  ein 
gefestigtes Anwesenheitsrecht  im oben erwähnten Sinne. Zudem wird – 
wie  erwähnt  –  die  Beschwerde  im  Verfahren  betreffend  Aufhebung  der 
vorläufigen Aufnahme des Ehemanns der Beschwerdeführerin mit Urteil 
gleichen Datums abgewiesen.

6.2.5. Nach  dem Gesagten  ist  der  Vollzug  der Wegweisung  sowohl  im 
Sinne der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.3. 
6.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 
83 Abs.  7  AuG  –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

6.3.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  in  dem  in  BVGE  2008/5 
publizierten  Urteil  vom  14.  März  2008  aufgrund  einer  umfassenden 
Beurteilung  der  aktuellen  Situation  in  den  nordirakischen  Provinzen 
Dohuk, Erbil  und Sulaymaniya  zum Schluss gekommen, dass  in diesen 
drei  kurdischen  Provinzen  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrscht 
und  die  dortige  Lage  nicht  dermassen  angespannt  ist,  als  dass  eine 
Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste. 
Die  Region  ist  zudem  mit  Direktflügen  aus  Europa  und  aus  den 
Nachbarstaaten erreichbar. Damit entfällt das Element der unzumutbaren 
Rückreise  via  Bagdad  und  anschliessend  auf  dem  Landweg  durch  den 
von  Gewalt  heimgesuchten  Zentralirak.  Zusammenfassend  wurde  im 
erwähnten  Entscheid  festgehalten,  dass  die  Anordnung  des 
Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinstehende,  gesunde  und 
junge  kurdische Männer,  die  ursprünglich  aus  einer  der  drei  Provinzen 
stammen  und  dort  nach  wie  vor  über  ein  soziales  Netz  oder 
Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist. Für alleinstehende Frauen und 
für  Familien  mit  Kindern,  sowie  für  Kranke  und  Betagte  ist  bei  der 
Feststellung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs demgegenüber 
grosse Zurückhaltung angebracht (vgl. a.a.O. E. 7.5 und insbesondere E. 
7.5.8).

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Die  Sicherheitslage  in  den  drei  kurdischen  Provinzen  hat  sich  seit 
Publikation  des  erwähnten  Urteils  nicht  verschlechtert,  im  Gegenteil.  In 
der  überwiegenden  Mehrheit  der  Berichte  von  Regierungs­  und 
Nichtregierungsorganisationen  sowie  des  UN­Sicherheitsrats  wird  eine 
insgesamt stabile Situation beschrieben (vgl. statt vieler: AMT DES HOHEN 
FLÜCHTLINGSKOMMISSARS DER VEREINTEN NATIONEN  [UNHCR], Note on 
the  Continued  Applicability  of  the  April  2009  UNHCR  Eligibility 
Guidelines  for  Assessing  the  International  Protection  Needs  of  Iraqi 
Asylum­Seekers, Juli 2010, S. 2 ff.).

6.3.3.  Es  steht  der  Beschwerdeführerin  offen  und  ist  ihr  zuzumuten, 
zusammen mit  ihrem Kind  und  ihrem Ehemann  in  den  Irak  und  in  sein 
familiäres Beziehungsnetz zurückzukehren, zumal – wie erwähnt – seine 
Beschwerde  gegen  die  Aufhebung  der  vorläufigen  Aufnahme mit  Urteil 
heutigen Datums  abgewiesen wurde.  Die  Beschwerdeführerin  hielt  sich 
eigenen Angaben zufolge bereits vom (...) bis (...) in M._______ bei ihren 
Schwiegereltern,  die  auch  ihre  Reise  in  die  Schweiz  organisiert  hätten, 
auf  (vgl.  A1/11,  S.  7  f.,  A16/15,  S.  6  f.).  Aufgrund  der  Dauer  ihres 
Aufenthalts im Nordirak ist davon auszugehen, dass sie dort nicht konkret 
gefährdet  war,  andernfalls  sie  sich  bereits  zu  einem  früheren  Zeitpunkt 
entschlossen hätte auszureisen. Als – einzigen – Grund für ihre Ausreise 
aus dem Irak gab sie denn auch an, sie habe zu  ihrem Verlobten  in die 
Schweiz gehen wollen (vgl. A1/11, S. 4, A16/15, S. 7).

Nach  dem  Gesagten  erweist  sich  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als 
zumutbar.

6.4.  Schliesslich  obliegt  es  der  Beschwerdeführerin,  sich  die  für  eine 
Rückkehr  notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu 
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG, vgl. auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 
ff.).

6.5.  Insgesamt  ist  die  der  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  bestätigen.  Die  Vorinstanz  hat  diesen  im  Ergebnis  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine Anordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art.  83 
Abs. 1­4 AuG).

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 

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Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8. 
Eine  Partei,  die  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt,  wird  auf 
Antrag  hin  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten  befreit,  sofern  ihr 
Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (Art. 65  Abs. 1  VwVG).  Dabei 
verfügt  eine  Person  dann  nicht  über  die  erforderlichen Mittel,  wenn  sie 
ohne  Beeinträchtigung  des  notwendigen  Lebensunterhaltes  die 
Prozesskosten  nicht  zu  bestreiten  vermag.  Eine  Beschwerde  gilt  ferner 
dann als aussichtslos, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 
werden können (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275).

Es  ist  von  der  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführerin  auszugehen.  Auch 
können die Begehren der Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet 
werden. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
ist  somit  gutzuheissen,  weshalb  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 
sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

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