# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 626150ec-1761-5703-b61d-1bf7f12bff73
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 03.03.2010 SK2 2010 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2010-3_2010-03-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 03. März 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 10 3

(Mit Urteil 6B_800/2010 vom 24. Februar 2011 hat das Bundesgericht die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde gutgeheissen. Der Entscheid wurde auf-
gehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an das Kantonsgericht von 
Graubünden zurückgewiesen.)

Entscheid
II. Strafkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Hubert und Schlenker
Redaktion Aktuarin Thöny

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 26. November 
2009, mitgeteilt am 7. Dezember 2009, in Sachen des Beschwerdeführers,

betreffend O.1_____: Skeletonunfall z.N. von X._____,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 25. Januar 2008, um ca. 09.40 Uhr, ereignete sich während den 
„Z._____-Championships“ auf der Skeletonbahn „A._____“ in O.1_____ ein 
schwerer Sportunfall. Ausgangs der Rechtskurve „B._____“ wurde der Schlitten 
von Capt. X._____ instabil. Dadurch wurde sein rechtes Bein in die Höhe ge-
schleudert und kollidierte anschliessend mit einem Kantholz, welches am Bahn-
rand zum Befestigen eines Sonnenschutzes für die Eisbahn angebracht war. Da-
bei wurde der rechte Fuss oberhalb des Knöchels abgerissen.

B. Zur Abklärung der Unfalldynamik und eines allfälligen strafrechtlichen Ver-
schuldens Dritter an diesem Ereignis eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubün-
den mit Verfügung vom 2. April 2008 eine Strafuntersuchung mit dem Betreff 
„O.1_____: Skeletonschlitten-Unfall vom Nachteil von X._____“. Mit der Durch-
führung der Untersuchung wurde das Untersuchungsrichteramt Samedan beauf-
tragt.

C. Die Strafuntersuchung ergab unter anderem, dass es sich beim Betreiber 
der „A._____“, dem Club C._____, um einen privaten Club mit eigenen Statuten 
und Reglementen handelt. Der Club C._____ ist nicht dem internationalen Bob- 
und Skeletonverband (FIBT) angeschlossen, weshalb er auch nicht den FIBT-
Regeln unterstellt ist. 

D. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2009, mitgeteilt am 22. Oktober 2009, stell-
te die Staatsanwaltschaft Graubünden das Verfahren ein mit der Begründung, 
dass niemandem eine strafrechtlich relevante Verletzung von Sorgfaltspflichten 
und ein Verschulden am Unfall zum Nachteil von X._____ angelastet werden kön-
ne. Die Kosten des Verfahrens wurden auf die Staatskasse genommen.

E. Gegen diese Einstellungsverfügung liess X._____ am 4. Januar 2010 beim 
Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde erheben, worin er sinngemäss gel-
tend macht, der zuständige Untersuchungsrichter hätte wegen verwandtschaftli-
chen Beziehungen zu Mitgliedern des Club C._____ in Ausstand treten müssen 
und beantragt, die angefochtene Verfügung sei ohne Vorliegen einer solchen In-
teressenkollision zu überprüfen. 

F. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragt in ihrer Vernehmlassung 
vom 28. Januar 2010 die Abweisung der Beschwerde unter Hinweis auf die Akten 
und die angefochtene Verfügung.

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Auf die Einholung einer Vernehmlassung der verantwortlichen Funktionäre des 
Club C._____ wurde verzichtet. 

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 138 StPO kann gegen die vom Staatsanwalt genehmigten 
Amtshandlungen von Untersuchungsorganen beim Kantonsgericht Beschwerde 
geführt werden. Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer durch den angefochte-
nen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung 
oder Änderung geltend macht. Insbesondere kann sich der Geschädigte gegen 
Einstellungsverfügungen beschweren (Art. 139 Abs. 1 StPO). Die Beschwerde ist 
innert 20 Tagen, seit der Betroffene vom angefochtenen Entscheid Kenntnis erhal-
ten hat, schriftlich einzureichen (Art. 139 Abs. 2 StPO). X._____ wurde beim frag-
lichen Unfall verletzt. Als Direktgeschädigter ist er durch die angefochtene Einstel-
lungsverfügung beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-
bung des Entscheids, so dass er zur Beschwerdeführung legitimiert ist. Auf die im 
übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten.

2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss einen Ausstandsgrund gegen 
den Untersuchungsrichter lic. iur. D._____ geltend. Dieser sei mit Mitgliedern des 
Club C._____ (Club C._____) verwandt. Unter anderem seien sowohl sein Vater 
wie auch sein Onkel Mitglieder beim genannten Verein. Aufgrund der daraus re-
sultierenden Interessenkollision seien die nötige Unparteilichkeit und Objektivität 
beeinträchtigt. 

Entgegen den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrer Vernehmlassung vom 
28. Januar 2010 gelangt bei der Beurteilung von Ausstandsfragen betreffend 
Staatsanwälte und Untersuchungsorgane nicht Art. 42 GOG, sondern Art. 74a 
StPO zur Anwendung. Nach Art. 74a Abs. 1 StPO hat ein Staatsanwalt oder Un-
tersuchungsorgan dann in den Ausstand zu treten, wenn einer der in lit. a bis d 
genannten Ausstandsgründe erfüllt ist. Über bestrittene Ausstandsfragen ent-
scheidet beim Staatsanwalt das Kantonsgericht und bei Untersuchungsorganen 
der Staatsanwalt, dessen Entscheid an das Kantonsgericht weitergezogen werden 
kann (Abs. 2). Im vorliegenden Fall, in welchem ein Ausstandsgrund gegen einen 
Untersuchungsrichter, somit ein Untersuchungsorgan, geltend gemacht wird, wäre 
nach dem Gesagten in Anwendung von Art. 74a StPO grundsätzlich der Staats-

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anwalt und nicht das Kantonsgericht zuständig. Aus der Vernehmlassung der 
Staatsanwaltschaft vom 28. Januar 2010 geht jedoch deutlich hervor, dass diese 
bereits entsprechende Abklärungen tätigte und gestützt darauf das Bestehen ei-
nes Ausstandsgrundes im vorliegenden Fall verneinte. Aus prozessökonomischen 
Gründen kann unter diesen Umständen auf die Rückweisung der Beschwerde an 
die Staatsanwaltschaft zum Erlass eines förmlichen Entscheids verzichtet werden. 
Dies umso mehr, als die Ablehnung einer am Verfahren beteiligten Person 
gemäss herrschender Praxis so früh wie möglich zu erfolgen hat. Es verstösst ge-
gen Treu und Glauben und bedeutet Verwirkung des Anspruchs und Einlassung, 
den Einwand erst im Nachhinein vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher 
hätte festgestellt werden können (Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung 
des Kantons Graubünden, 2. Auflage 1996, S. 106). Da die StPO den Zeitpunkt 
der Geltendmachung nicht regelt, sind die entsprechenden Bestimmungen des 
GOG sinngemäss anwendbar. Demzufolge kann ein Ausstandsgrund innert 10 
Tagen seit Kenntnisnahme geltend gemacht werden (Art. 44 Abs. 1 GOG). Doch 
auch in materieller Hinsicht wäre das Vorliegen eines Ausstandsgrundes nach den 
Bestimmungen von Art. 74a StPO - wie im Übrigen auch gemäss denjenigen von 
Art. 42 GOG - im konkreten Fall klar zu verneinen ist. Wie die Staatsanwaltschaft 
in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich bei den fraglichen Mitgliedern des 
Club C._____ nämlich um zwei Cousins von Untersuchungsrichter lic. iur. 
D._____, somit um Verwandte 4. Grades. Eine verwandtschaftliche Beziehung 
stellt jedoch sowohl nach Art. 74a Abs. 1 lit. a StPO wie im übrigen auch nach Art. 
42 lit. a GOG nur bis zum 3. Grad einen Ausstandsgrund dar. Damit ist das 
Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers abzuweisen, soweit darauf eingetre-
ten werden kann. 

3. Die Kognition der II. Strafkammer als Beschwerdeinstanz bezieht sich 
gemäss Gesetz auf Rechtswidrigkeit und Unangemessenheit (Art. 138 StPO). Ei-
ne Einstellungsverfügung ist nur angemessen, wenn aufgrund des Untersu-
chungsergebnisses nicht genügend Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf- 
und verfolgbaren Handlung gegeben sind und somit bei gerichtlicher Beurteilung 
ein Freispruch erwarten werden müsste, und wenn keine neuen Beweismittel er-
sichtlich sind, die das Beweisergebnis massgeblich beeinflussen könnten. Aufzu-
heben ist eine Einstellungsverfügung hingegen, wenn in objektiver und subjektiver 
Hinsicht Anhaltspunkte vorliegen, die einen Schuldspruch als wahrscheinlich er-
scheinen lassen, oder wenn die Möglichkeiten zu einer sinnvollen Untersuchungs-
ergänzung nicht ausgeschöpft wurden (PKG 1995, Nr. 45 S. 156; Padrutt, a.a.O., 
S. 347 und 164). 

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4. Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren mit der Begründung einge-
stellt, dass die verantwortlichen Funktionäre des Club C._____, selbst wenn sie im 
Verlauf der Saison eine von den fraglichen Pfosten ausgehende Gefahr erkannt 
hätten, gemäss anerkannter Gerichtspraxis nicht hätten verpflichtet werden kön-
nen, diese zu versetzen oder zu entfernen, da eine solche Massnahme einerseits 
nur mit unverhältnismässigem Aufwand hätte realisiert werden können und es zu 
weitgehend gewesen wäre, zu verlangen, alle erkennbaren Hindernisse und 
Schwierigkeiten zu eliminieren. Dies, weil die von den Pfosten ausgehende Gefahr 
bei pflichtgemässer Sorgfalt und Aufmerksamkeit wohl in erster Linie von den Fah-
rern hätte erkannt und auch gemeistert werden können. Damit werde ausgesagt, 
dass sich die Sportler bei der Benützung des „A._____“ bewusst einer erhöhten 
Selbstgefährdung ausgesetzt hätten. Sie hätten dadurch wissentlich ein beachtli-
ches Risiko von Beeinträchtigungen ihrer körperlichen Integrität in Kauf genom-
men. An Rennen wie dem in Frage stehenden, dürften zudem ausschliesslich er-
fahrene Sportler, welche die Bahn kennen würden und bereits mehrfach selbst 
hinuntergefahren seien, teilnehmen. Aus diesen Kenntnissen sei es ihnen durch-
aus möglich gewesen, die sich aus dem Rennen und der Anlage der Bahn mögli-
cherweise ergebenden Gefahren rechtzeitig zu erkennen und diese durch ent-
sprechendes Verhalten zu vermeiden. Die Teilnehmer an den internen Selektions-
rennen der britischen Armee für die „Z._____-Championships“ am 25. Januar 
2008 hätten somit die vom „A._____“ ausgehenden Risiken aus freien Stücken in 
Kauf genommen. Demzufolge könne niemandem eine strafrechtlich relevante Ver-
letzung von Sorgfaltspflichten und ein Verschulden am Unfall zum Nachteil von 
X._____ angelastet werden. Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer ein, 
der „A._____“ unterscheide sich in den niedrigen Abhängen, insbesondere in und 
direkt nach der B._____-Kurve, wo der Unfall geschehen sei, fast nicht von einer 
olympischen Skeleton-Bahn. Gemäss den für Skeleton-Bahnen geltenden FIBT-
Regeln dürften die Tragestützen an den Stellen, an denen Sonnenschutzwände 
an geraden Bahnstrecken gebaut werden, nicht weniger als 50cm von der inneren 
Seitenwand der Bahn errichtet werden. Es sei schwierig zu verstehen, warum die-
se Regel beim „A._____“ nicht befolgt worden sei. Der Abstand zwischen Seiten-
wand und Holzpfosten habe rund 10-15cm betragen. Durch den Zusammenprall 
seien rund 20 cm von seinem Fuss abgerissen worden. Wäre der Holzpfosten 
somit 50cm von der inneren Seitenwand entfernt gewesen, hätte der Unfall nicht 
passieren können. Er ersuche daher, den Bericht unter Heranziehung der ge-
genständlichen Fotos überprüfen zu lassen. Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens bildet somit die Frage, ob Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass die Be-
treiber des „A._____“ im konkreten Fall eine Sorgfaltspflichtverletzung begangen 

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und sich damit der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 
Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 12 Abs. 3 StGB schuldig gemacht haben könn-
ten.

5. Einer fahrlässigen Körperverletzung gemäss Art. 125 StGB macht sich 
schuldig, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit 
schädigt. Fahrlässig handelt, wer die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger 
Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 
die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach 
den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 
12 Abs. 3 StGB). Eine Sorgfaltspflichtverletzung ist nur anzunehmen, wenn der 
Täter eine Gefährdung der Rechtsgüter von Dritten hätte voraussehen können und 
müssen. Für die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Adäquanz (BGE 
135 IV 56 E. 2.1 S 64 f. mit Hinweisen). Die Straftat der fahrlässigen Körperverlet-
zung nach Art. 125 StGB kann auch durch Unterlassen begangen werden. Ein 
sog. unechtes Unterlassungsdelikt ist gegeben, wenn im Gesetz wenigsten die 
Herbeiführung des Erfolgs durch Tun ausdrücklich mit Strafe bedroht wird, der 
Beschuldigte durch sein Tun den Erfolg tatsächlich hätte abwenden können und 
infolge seiner Garantenstellung dazu auch verpflichtet war, so dass die Unterlas-
sung der Erfolgsherbeiführung durch aktives Tun gleichwertig erscheint (BGE 117 
IV 130 E. 2a S. 132 ff.). Die Garantenstellung wird insbesondere durch die Ver-
antwortlichkeit für die Sicherung oder Überwachung von bestimmten Gefahren-
quellen begründet. Verlangt wird sodann, dass der Eintritt des tatbestandsmässi-
gen Erfolgs auch vermeidbar war. Dies ist der Fall, wenn der Erfolg bei pflicht-
gemässem Verhalten des Täters mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
beziehungsweise mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit ausgeblieben wä-
re (sog. hypothetischer Kausalzusammenhang; BGE 135 IV 56 E. 2.1. S. 64 f.).

Wo besondere, der Unfallverhütung und der Sicherheit dienenden Normen ein 
bestimmtes Verhalten gebieten, richtet sich das Mass der im Einzelfall zu beach-
tenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Das Gleiche gilt für ent-
sprechende allgemein anerkannte Verhaltensregeln, auch wenn diese von einem 
privaten oder halböffentlichen Verband erlassen wurden und keine Rechtsnormen 
darstellen (BGE 130 IV 7 E. 3.3 S. 11). Das schliesst nicht aus, dass der Vorwurf 
der Fahrlässigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrundsätze wie etwa den allgemei-
nen Gefahrensatz gestützt werden kann (BGE 127 IV 62 E. 2d S. 65). Denn nicht 
jeder Verstoss gegen eine gesetzliche oder für bestimmte Tätigkeiten allgemein 
anerkannte Verhaltensnorm begründet den Vorwurf der Fahrlässigkeit. Umgekehrt 
kann ein Verhalten pflichtwidrig im Sinne von Art. 12 Abs. 3 StGB sein, auch wenn 

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nicht gegen eine bestimmte Verhaltensnorm verstossen wurde. Die Vorsicht, zu 
der ein Täter verpflichtet ist, wird letztlich durch die konkreten Umstände und seine 
persönlichen Verhältnisse bestimmt, weil naturgemäss nicht alle tatsächlichen 
Gegebenheiten in Vorschriften gefasst werden können (vgl. zum Ganzen Urteil 
6S.587/2006 des Bundesgerichts vom 24. April 2007).

6. Der Grundsatz des allgemeinen Gefahrensatzes gemäss Art. 41 OR be-
stimmt, dass derjenige, welcher einen Zustand der Gefahr schafft, im Rahmen des 
Zumutbaren dafür verantwortlich ist, dass diese Gefahr sich nicht verwirklicht 
(BGE 106 IV 80 E. 4a S. 81). Wer Sportanlagen betreibt oder einen sportlichen 
Wettkampf veranstaltet beziehungsweise leitet, hat somit als Garant dafür einzu-
stehen, dass zur Gefahrenabwehr alle zumutbaren Vorsichts-, Schutz- und Über-
wachungsmassnahmen vorgekehrt werden. Die Vorinstanz geht zutreffend von 
einer Garantenstellung der Betreiber des „A._____“ und dabei insbesondere des 
Security Committee und des für den Betrieb der Bahn und die Durchführung der 
Wettbewerbe verantwortlichen Sekretärs des Club C._____, welche über die Frei-
gabe der Bahn und die Sicherheitsmassnahmen zu entscheiden haben, aus. Wie 
in der Einstellungsverfügung dargelegt wird, war der Club C._____ als Bahnbe-
treiber verpflichtet, im Rahmen des Zumutbaren alles Notwendige vorzukehren, 
damit sich eine durch die Anlage geschaffene Gefahr nicht verwirklicht. Diesbe-
züglich ist aber davon auszugehen, dass die Ausübung einer mit einem gewissen 
Risiko für fremde Rechtsgüter behaftete Tätigkeit nicht sorgfaltswidrig ist, solange 
dabei im Rahmen des Zumutbaren wie auch der Kenntnisse und Erfahrungen des 
Handelnden jede unnötige Gefahr vermieden wird („erlaubtes Risiko“).

a) Problematisch ist jedoch im Einzelfall die genaue Bestimmung der tolera-
blen Restgefahren. Zu beachten ist diesbezüglich, dass in erster Linie der einzelne 
Sportler für die Folgen der Gefährdung seiner Gesundheit einzustehen hat. Denn 
es muss dem eigenverantwortlich Handelnden offen stehen, sich sportlich zu 
betätigen und dadurch kalkulierbare Risiken einzugehen. Dementsprechend gilt es 
zu beachten, dass jede Sportart ein unterschiedlich hohes sportartspezifisches 
Grundrisiko in sich birgt. Die Anforderungen an die Gefahrenabwendung bezie-
hungsweise an das einzuhaltende Organisationssoll haben sich mit anderen Wor-
ten danach auszurichten, dass sie nicht zum Ziel haben können, völlige Gefahren-
freiheit zu garantieren, ansonsten die Entfaltungsfreiheit erstickt würde; sie sollen 
vielmehr lediglich die Gefahren auf ein erträgliches Mass beschränken. Deshalb 
ist auch im Sport die Mitwirkung an fremder, eigenverantwortlicher Selbstgefähr-
dung prinzipiell nicht strafbar. Eigenverantwortliches Verhalten setzt voraus, dass 
die handelnde Person grundsätzlich fähig ist, die Risiken ihres Tuns in etwa zutref-

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fend einzuschätzen und dazu einen relevanten, eigenen Willen zu bilden. Was die 
Anforderungen an Risikokenntnis und den Risikowillen des einzelnen Sportlers 
aus der Sicht der Veranstalter und Leiter eines Sportwettkampfanlasses ange-
langt, muss prinzipiell genügen, dass jener die mit seinem Sport verbundenen Ge-
fahren kennt beziehungsweise kennen könnte. Mangels gegenteiliger Anzeichen 
darf davon ausgegangen werden, dass ihm die Grundrisiken der Sportart bekannt 
sind, wobei die Sachlage und die Person des Sportlers Hinweise auf eine solche 
Kenntnislage geben können. Die für den Ablauf eines Wettkampfs verantwortli-
chen Personen sind grundsätzlich nicht gehalten, das sportartspezifische tolerable 
Grundrisiko für eigenverantwortlich handelnde Sportler zu vermindern, bezie-
hungsweise diese von einer kalkulierbaren Selbstgefährdung abzuhalten. Das gilt 
zumindest solange, als sich keine abweichenden speziellen Regeln herausgebil-
det haben, wie das etwa für den Bereich von präparierten Skipisten der Fall ist. 
Die Eigenverantwortung der Sportler begrenzt die Sicherungs- und Überwa-
chungspflichten der Veranstalter und Leiter eines Wettkampfanlasses jedenfalls 
insoweit, als von der Sportanlage für die Teilnehmer, insbesondere auch im Lichte 
ihrer individuellen Fähigkeiten, keine die Grundrisiken der Sportart übersteigende 
Gefahr ausgeht, der Anlass sich somit im Rahmen des erlaubten Risikos bewegt. 
Die Strafbarkeit einer Person, die eine eigenverantwortlich gewollte und verwirk-
lichte Selbstgefährdung einer anderen Person veranlasst, ermöglicht oder fördert, 
kommt erst in Betracht, wenn sie kraft ihres überlegenen Sachwissens das Risiko 
besser erfasst als die sich gefährdende Person. Ob und inwieweit die Veranstalter 
von Sportwettkämpfen rechtlich gehalten sind, potentielle Gefahren zu vermindern 
beziehungsweise ganz auszuschalten, lässt sich nicht in allgemein geltender Form 
umschreiben, sondern ist letztlich aufgrund der Gesamtheit der Umstände des 
Einzelfalls zu bestimmen (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 
6S.610/1998 vom 2. Februar 1998; Andreas Donatsch, Gedanken zum strafrecht-
lichen Schutz des Sportlers in: ZStrR 107 [1990] S. 407 ff.). 

b) Im vorliegenden Fall gilt es zunächst zu berücksichtigen, dass es sich beim 
verunfallten X._____ um einen sehr geübten Fahrer handelt. Wie er selbst in sei-
ner Beschwerde ausführt, absolvierte er bereits 114 Abfahrten auf der fraglichen 
Bahn, 36 davon vom „E._____“ aus gestartet. Wie der Zeuge E._____ vor dem 
Untersuchungsrichter zu Protokoll gab (act. 3.3), dürfen Fahrer erst ab dem 
„E._____“ starten, wenn sie vom „F._____“ aus regelmässig Zeiten unter 48 Se-
kunden mit den traditionellen Schlitten, respektive 46 Sekunden mit den Flat-Top-
Schlitten fahren. Bevor jemand das 1. Mal vom „E._____“ starten darf, muss er am 
gleichen Tag zweimal vom „F._____“ aus eine bestimmte Zeit ins Ziel fahren. Der 

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Sekretär des Clubs beobachtet diese Fahrten vom Turm aus und kontrolliert, ob 
der Fahrer in der Lage ist, richtig zu bremsen und kontrolliert zu fahren. Schafft er 
diese Zeit nicht, beziehungsweise ist er zu schnell oder viel zu langsam oder wirkt 
er unkontrolliert, erhält er keine Berechtigung vom „E._____“ zu starten. Zudem 
wird ein Fahrer von einem „Paten“ während mindestens drei Fahrten vom 
„E._____“ aus betreut. Werden diese drei Fahrten vom Sekretär als sicher taxiert, 
wird der Fahrer als A._____-Rider anerkannt. X._____ erfüllte die notwendigen 
Voraussetzungen, um vom „E._____“ aus starten zu dürfen, weshalb grundsätz-
lich von einem hohen Mass an Eigenverantwortung auszugehen ist. Es darf mit 
anderen Worten generell davon ausgegangen werden, dass er über sportartspezi-
fische Fähigkeiten und Kenntnisse verfügte, was ihm ermöglichte, die Situation auf 
der Bahn sowie allfällige bestehende Risiken richtig einzuschätzen. Hinzu kommt, 
dass der Beschwerdeführer auch in der Saison, als der Unfall geschah, bereits 26 
Fahrten absolviert hatte und ihm damit die Ausgestaltung der Bahn, insbesondere 
die Position der Holzpfosten, bekannt war. Zudem kannte er die Bahn, welche je-
des Jahr nach denselben Plänen angelegt wird (vgl. act. 3.3 S. 3; act. 3.4 S. 2) 
aus seinen zahlreichen früheren Fahrten. Hinweise darauf, dass er oder andere 
Fahrer die möglichen Risiken verkannten, ergeben sich keine. Dies zeigt sich zum 
einen daran, dass gemäss Aussagen der Auskunftsperson G._____ (act. 3.5 S. 4) 
und des Zeugen E._____ (act. 3.3 S 3) jeder Fahrer vor der ersten Fahrt aus-
drücklich über die Gefahren und Risiken des Sports hingewiesen werde. Der Club 
stelle sogar Personen zur Verfügung, welche den Fahrern die Bahn im Detail er-
klären, abschreiten und auf gefährliche Stellen hinweisen würden. Zudem werde 
regelmässig auf sicheres Verhalten hingewiesen. Zum anderen führte X._____ 
selbst in seiner Beschwerde aus, der A._____ sei als gefährlich bekannt. Somit 
kann festgehalten werden, dass dem Beschwerdeführer bereits im Vorfeld des 
Rennens vom 25. Januar 2008 die Risiken, die sich insbesondere im Zusammen-
hang mit Fahrfehlern verwirklichen können, durchaus bekannt gewesen waren.

c) Der Beschwerdeführer führt in diesem Zusammenhang weiter aus, es sei 
eine einzigartige Herausforderung des A._____, mit Hochgeschwindigkeit in den 
Kurven nicht aus der Bahn geschleudert zu werden. Auch die Auskunftspersonen 
F._____ (act. 3.4 S. 2) und G._____ (act. 3.5 S. 3) halten fest, dass es durchaus 
geschehen könne, dass ein Fahrer die Kurve etwas zu früh oder zu spät anfahre 
und dann beim Ausgang derselben an die Gegenwand pralle oder gar aus der 
Bahn stürze. Mit anderen Worten war die Situation, dass X._____ ins Schlingern 
geriet und dadurch sein rechtes Bein in die Höhe geschleudert wurde, nicht derart 
aussergewöhnlich und unvorhersehbar, dass er damit nicht rechnen musste. 

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Vielmehr handelt es sich dabei gerade um ein sportartspezifisches Risiko, welches 
sich aufgrund eines Fahrfehlers verwirklicht hat. 

7. Zu prüfen ist des Weiteren, ob die fragliche Bahn auch gemessen an den 
spezifisch anzuwendenden Sorgfaltsrichtlinien als hinreichend gesichert bewertet 
werden kann. Mit anderen Worten stellt sich die Frage, ob eine Fremdgefährdung 
und damit ein strafbares Verhalten der Bahnbetreiber vorliegt, welches im Verhält-
nis zur bestehenden Eigenverantwortung als übergeordnet bezeichnet werden 
muss. Keine Fremdgefährdung liegt vor, wenn das Risiko einer Körperverletzung 
nicht über das sportspezifische Grundrisiko hinaus erhöht wird. 

a) Eine in der Praxis häufige Variante einer Fremdgefährdung, welche das 
sportartspezifische Grundrisiko übersteigt, ist das pflichtwidrige Unterlassen der 
Beseitigung einer bestehenden Gefahrenquelle. Zu dieser Konstellation gehören 
auch die Sicherungspflichten der Veranstalter von Sportanlässen. Laut Gefahren-
satz muss derjenige, der einen Gefahrenzustand schafft, alles Zumutbare tun, 
damit die Gefahr zu keiner Verletzung fremder Rechtsgüter führt. Demgemäss 
hatte der Club C._____ als Bahnbetreiber die Bahn in zumutbarer Weise so zu 
sichern, wie es die unter den konkreten Umständen gebotene Vorsicht erforderte. 
Die Bahn war somit so zu gestalten und zu sichern, dass deren Benutzung im 
Rahmen des durchgeführten Rennens nicht über das erlaubte Grundrisiko hinaus-
ging. 

b) Zunächst ist festzuhalten, dass der Club C._____ ausdrücklich nicht dem 
Internationalen Bob und Skeleton Verband (FIBT) angehört. Dies ergibt sich aus 
den Akten und wird vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten. Demzufolge ist 
das internationale Skeletonreglement des FIBT (act. 2.21) auf den vorliegenden 
Fall nicht anwendbar. Es gelten einzig die Vereinsstatuten des Club C._____, wel-
che jedoch zur Befestigung von Sonnenschutzwänden keine konkreten Regelun-
gen enthalten. Gemäss Aussagen des Vorsitzenden der Sicherheitskommission, 
G._____ (act. 3.5 S. 2 f.), wurde die Bahn am Eröffnungstag vorgängig von ihm 
sowie seinem Stellvertreter begutachtet und befahren, um allfällige Mängel zu be-
heben. Nach jedem Tag während der Saison wird die Bahn von den Arbeitern 
wieder in Stand gestellt, gewässert und kontrolliert. Hinweise darauf, dass die 
Bahn bei diesen Kontrollen nicht in einem ordnungsgemässen Zustand war, be-
stehen keine. 

c) Diesen Feststellungen hält der Beschwerdeführer entgegen, dass der Holz-
pfosten, welcher zu seiner Verletzung führte, zu nahe an der inneren Seitenwand 

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der Bahn angebracht worden war. Seines Erachtens hätte der Club C._____ das 
Reglement des Internationalen Skeletonverbandes, welches einen seitlichen Ab-
stand von der inneren Seitenwand der Bahn von 50 cm vorsehe, ebenfalls anwen-
den müssen. Die Erbauer des A._____ hätten diese Regel gekannt, weshalb es 
schwierig zu verstehen sei, dass diese nicht auch befolgt worden sei. In jedem Fall 
seien die Pfosten an der Unfallstelle in den Tagen nach dem Unfall von der Sei-
tenwand der Bahn weggebaut worden.

ca) Der Zeuge E._____ gab in seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme 
zu Protokoll (act. 3.3 S. 3), dass die Sonneschutz-Tücher und die dazugehörigen 
Pfosten und Hölzer, seit er sich erinnern könne, immer gleich in der Seitenwand 
der Bahn angebracht worden seien. Er könne dies mit Bestimmtheit sagen, weil er 
seit 11 Jahren immer, wenn die Bahn anfangs Dezember gebaut werde, täglich 
während der Entstehung dabei sei, um später Details der Bahn im Rennen aus-
nützen zu können. Auch F._____ bestätigte (act. 3.4 S. 2), dass die Verankerung 
der Sonnenschutz-Tücher immer auf die gleiche Weise geschehe. Schon seit er 
bei der Bahn angefangen habe, seien die Pfosten für die Sonnensegel immer im 
äusseren Drittel, d.h. etwas ausserhalb der Mitte der Mauern, welche zwischen 40 
und 50 cm breit seien, eingeeist worden. Dies sei auch im fraglichen Winter so 
gewesen. Schliesslich führten auch der Vorsitzende der Sicherheitskommission, 
G._____ (act. 3.5 S. 4.), sowie die Auskunftsperson H._____ (Act. 3.6 S. 1) aus, 
die Sonnensegel und die zugehörigen Kanthölzer würden immer in der gleichen 
Weise angebracht. Aufgrund dieser einhelligen Depositionen muss davon ausge-
gangen werden, dass die Sonnenschutz-Tücher auch im Zeitpunkt, als der Unfall 
passierte, nicht anders als in früheren Jahren angebracht worden waren. Da bis 
zum damaligen Zeitpunkt gemäss den Aussagen der vorstehend erwähnten Zeu-
gen und Auskunftspersonen auch keine Vorfälle im Zusammenhang mit den Holz-
pfosten bekannt waren und seitens der Fahrer keine Beschwerden eingegangen 
waren, gab es für die Bahnbetreiber auch keinen Grund, an der Sicherheit der 
Rennbahn zu zweifeln. Hinzu kommt, dass nicht die Position der Holzpfosten an 
sich die Bahn gefährlich machte. Die Gefahr hat sich vielmehr erst verwirklicht, als 
der Beschwerdeführer aufgrund eines Fahrfehlers die Kontrolle über seinen Schlit-
ten verlor und dadurch beide Beine in der Höhe hatte (vgl. act. 3.1). Der A._____ 
als Anlage war somit nicht per se gefährlich oder ungenügend gesichert. 

cb) Des Weiteren gilt es zu beachten, dass die Unfallstelle von den übrigen 
Fahrern nicht als schwierig bezeichnet wird. So sagte E._____ aus (act. 3.3 S. 3), 
es handle sich bei der Unfallstelle um eine Stelle ohne besondere Schwierigkeiten. 
Er würde diese „Kurve“ als die einfachste des ganzen Runs bezeichnen. Wenn 

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man „I._____“ passiert habe, dann könne eigentlich kaum mehr etwas passieren. 
Nach „I._____“, d.h. vor der langen Geraden, befinde sich der Start des Kinder-
rennens. Der Club würde dies mit Bestimmtheit nicht zulassen, wenn nur die ge-
ringste Gefahr ersichtlich wäre. Auch F._____ (act. 3.4 S. 2) bestätigte, dass es 
sich bei der Unfallstelle um eine einfache Passage handle. Unter der Brücke und 
danach finde sich eine leichte Rechtskurve, welche ohne Schwierigkeiten durch-
fahren werden könne. H._____ führte auf eine entsprechende Frage hin aus (act. 
3.6 S. 2), seiner Ansicht nach habe es zum Unfall kommen können, weil X._____ 
damals zu spät in die Kurve hineingefahren und dadurch zu hoch herausgekom-
men sei und in der Folge wegen eines Schlages oder einer falschen Korrektur die 
Herrschaft über seinen Körper verloren habe. Auch der Beschwerdeführer selbst 
bestätigte (act. 3.2 S. 3 ff.), dass in der Regel Fehler der Fahrer zu Unfällen in 
„J._____“ geführt hätten. Er sei gut in „J._____“ reingefahren. Der Schlitten sei 
stabil gewesen. Entweder müsse er dann die Bahn zu hoch gefahren sein oder 
dann zu stark korrigiert haben. Das was in der Bahn geschehen sei, sei seine 
Schuld gewesen. Damit muss im vorliegenden Fall davon ausgegangen werden, 
dass die fragliche Stelle nicht als besonders gefährlich galt und es offensichtlich 
erst aufgrund eines schweren Fahrfehlers von X._____ überhaupt zum Unfall kam. 
Dass es im Verlauf des Rennens zu solchen Fahrfehlern kommen kann, musste 
den Teilnehmern, und damit auch dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sein. 
Er wurde somit nicht überraschend mit untypischen, fallenartigen Hindernissen 
konfrontiert, mit welchen er nicht hätte rechnen müssen. Mit anderen Worten ging 
von den angebrachten Kanthölzern keine, die Grundrisiken der Sportart überstei-
gende Gefahr aus. Es war dem Beschwerdeführer von Anfang an möglich, die 
Risiken seines Tuns in etwa zutreffend einzuschätzen und seine Fahrweise ent-
sprechend anzupassen. Eine Pflichtwidrigkeit seitens der Bahnbetreiber liegt bei 
dieser Konstellation nicht vor. 

cc) An dieser Schlussfolgerung vermag auch nicht zu ändern, dass die Pfosten 
nach dem Unfall versetzt wurden. Galt die fragliche Kurve nach dem Gesagten als 
relativ einfach zu befahren und hatte sich dort seit Bestehen der Bahn noch nie ein 
derartiger Unfall ereignet, war für die Bahnbetreiber eine allfällig von den Pfosten 
ausgehende Gefahr auch nicht erkennbar, und zwar unbesehen davon, in wel-
chem Abstand sich diese zum Bankettrand befanden. Somit steht fest, dass der 
A._____ nach dem damaligen Kenntnisstand ausreichend gesichert war. Es be-
stehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Betreiber der Bahn eine Pflichtwidrig-
keit begangen haben könnten. Von der Bahn ging keine über das sportartspezifi-
sche Grundrisiko hinausgehende Gefahr aus. Dies insbesondere auch im Hinblick 

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auf das Mass an Eigenverantwortung, welches X._____ als erfahrenem A._____ 
Rider zuzusprechen ist. Zudem musste ihm bewusst sein, dass es sich bei dieser 
Sportart um eine Risikosportart handelt, bei der schwere Unfälle keine Seltenheit 
sind. Entsprechend muss von einem adäquaten Mass an Eigenverantwortlichkeit 
des einzelnen Athleten ausgegangen werden. Kommt hinzu, dass bei Sportwett-
kämpfen, in denen sich gegenseitig konkurrenzierende Athleten mit überdurch-
schnittlichen sportspezifischen Fähigkeiten gegenüberstehen, zwingend mit einem 
gewissen Grundrisiko verbunden sind. Mit anderen Worten hat der Wettkampf-
sportler als solcher ein gewisses, gegenüber dem Freizeitsportler gesteigertes 
Eigenrisiko zu tragen. Eine Abwälzung dieses Risikos auf die Veranstalter, oder 
wie im vorliegenden Fall auf die Betreiber der Sportanlage, würde die Durch-
führung jeglicher Sportwettkämpfe verunmöglichen. 

8. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich aus den Akten nicht 
genügend Anhaltspunkte für ein Drittverschulden bezüglich der von X._____ erlit-
tenen schweren Körperverletzung ergeben. Mit anderen Worten kann angesichts 
des vorliegenden Beweisergebnisses nicht davon ausgegangen werden, dass die 
Bahnbetreiber des in Frage stehenden A._____ fahrlässig im Sinne von Art. 12 
Abs. 3 StGB gehandelt haben, so dass die verantwortlichen Personen nicht zur 
Rechenschaft gezogen werden können. Die Einstellung der Strafuntersuchung 
erfolgte daher aus triftigen Gründen und ist nicht zu beanstanden. Die Beschwer-
de von X._____ ist daher abzuweisen. 

9.a) Für die Kostentragung sind im Beschwerdeverfahren die Art. 154 - 161 
StPO massgeblich (Art. 139 Abs. 3 StPO). Wer ohne Erfolg ein Rechtsmittel ein-
gelegt hat oder dieses zurückzieht, trägt in der Regel die Kosten des Rechtsmittel-
verfahrens (Art. 160 Abs. 1 StPO). Die Rechtsmittelinstanz kann aus Billigkeits-
gründen die Kosten ganz oder teilweise auf die Staatskasse nehmen (Abs. 2). Im 
vorliegenden Fall legte X._____ ohne Erfolg ein Rechtsmittel ein, so dass er 
grundsätzlich kostenpflichtig wird. In Anbetracht der Schwere der erlittenen Verlet-
zungen rechtfertigt es sich jedoch, aus Billigkeitsgründen auf die Überbindung der 
Verfahrenskosten zu verzichten. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens gehen 
daher zu Lasten des Kantons Graubünden.

b) Auf die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung an den Club 
C._____ wird verzichtet, da von diesem keine Vernehmlassung eingeholt wurde 
und dem erst nach Entscheidfällung eingesetzten Rechtsvertreter im Beschwerde-
verfahren kein nennenswerter Aufwand entstanden ist. 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten des 
Kantons Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: