# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97ee8c04-7b25-5944-98bd-3b876e233c0a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-01
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 01.12.2022 S 2021 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-64_2022-12-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 1. Dezember 2022 [rechtskräftig] 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Ergänzungsleistungen
(Leistungen)

S 2021 64

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Urteil S 2021 64

A. Der 1973 geborene A.________, Staatsangehöriger der Türkei, bezieht eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung (AK-act. 17). Die Ausgleichskasse Zug richtete 
ihm Ergänzungsleistungen zur Invalidenrente aus. Am 22. Februar 2019 meldete sich 
A.________ per 31. März 2019 in die Türkei ab (AK-act. 1). Infolgedessen verfügte die 
Ausgleichskasse Zug am 27. Februar 2019 die Einstellung der Ergänzungsleistungen per 
1. April 2019 (AK-act. 4 f.). Am 26. Juni 2020 kehrte A.________ in die Schweiz zurück 
und bezog per 1. Juli 2020 ein möbliertes Zimmer in Zug (AK-act. 37 und 40 ff.). Am 8. Juli 
2020 meldete sich A.________ (erneut) zum Bezug von Ergänzungsleistungen bei der 
Ausgleichskasse Zug an (AK-act. 24 ff.). Mit Verfügung vom 22. Juli 2020 lehnte die 
Ausgleichskasse Zug den Antrag auf Ausrichtung von Ergänzungsleistungen ab (AK-act. 
37 f.). In der hiergegen erhobenen Einsprache vom 7. September 2020 beantragte 
A.________ die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen ab Juli 2020 (AK-act. 51 ff.). Mit 
Einspracheentscheid vom 24. März 2021 wies die Ausgleichskasse Zug die Einsprache ab 
(AK-act. 62 ff.).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 5. Mai 2021 (Datum des Poststempels 
6. Mai 2021) beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 24. März 2021 und die Verpflichtung der Ausgleichkasse Zug, 
ihm ab Juli 2020 Ergänzungsleistungen auszurichten (act. 1).

C. Vernehmlassend beantragte die Ausgleichskasse Zug die Abweisung der 
Beschwerde (act. 3).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit ist gestützt auf Art. 58 
Abs. 1 ATSG, wonach das Gericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 

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Urteil S 2021 64

versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat, zu bejahen, lebt 
der Beschwerdeführer doch im Kanton Zug. Den Einspracheentscheid erliess die 
Ausgleichskasse am 24. März 2021. Die Beschwerdeschrift wurde am 6. Mai 2021 der 
Post übergeben und somit fristgerecht eingereicht (Art. 60 Abs. 1 i.V.m. 38 Abs. 4 lit. a 
ATSG). Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid direkt betroffen und 
damit beschwerdelegitimiert. Die Beschwerdeschrift genügt schliesslich den formellen 
Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung 
eingetretenen Sachverhalt ab; in zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender 
Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des 
zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 
144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Vorliegend spielt der 
Auslandaufenthalt des Beschwerdeführers eine entscheidende Rolle; dieser ereignete sich 
in den Jahren 2019 resp. 2020. Daher kommen die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) zur Anwendung (vgl. auch 
Rz. 1203 des Kreisschreibens zum Übergangsrecht der EL-Reform [KS-R EL; zur 
Verbindlichkeit siehe E. 1.3], die besagt, dass für die Prüfung, ob ein Auslandaufenthalt zu 
einem Unterbruch des gewöhnlichen Aufenthaltes in der Schweiz oder der Karenzfrist 
geführt hat, das neue Recht auf alle Auslandaufenthalte Anwendung findet, die eine 
Person am 1. Januar 2021 oder später antritt; Auslandaufenthalte, die vor dem 1. Januar 
2021 angetreten wurden, beurteilen sich nach dem bisherigen Recht).

1.3 Verwaltungsweisungen richten sich grundsätzlich nur an die Durchführungsstellen 
und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Indes berücksichtigt das 
Gericht diese insbesondere dann und weicht nicht ohne triftigen Grund davon ab, wenn sie 
eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen und eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch trägt es dem Bestreben der Verwaltung 
Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu 
gewährleisten. Auf dem Wege von Verwaltungsweisungen dürfen keine über Gesetz und 
Verordnung hinausgehenden Einschränkungen eines materiellen Rechtsanspruchs 
eingeführt werden (BGE 142 V 442 E. 5.2).

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2.
2.1 Artikel 4 ELG regelt die allgemeinen Voraussetzungen des Anspruchs auf 
Ergänzungsleistungen. Danach haben insbesondere diejenigen Personen mit Wohnsitz 
und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz (Art. 13 ATSG) Anspruch auf 
Ergänzungsleistungen, die nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; 
SR 831.20) eine Invalidenrente beziehen (Art. 4 Abs. 1 lit. c ELG). 

Gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG bestimmt sich der Wohnsitz einer Person nach den Artikeln 
23–26 des Zivilgesetzbuches. Der zivilrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich 
gemäss Art. 23 Abs. 1 ZGB an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden 
Verbleibens aufhält und den sie sich zum Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen gemacht hat 
(BGE 120 III 7 E. 2a; 97 II 1 E. 3; 85 II 318 E. 3), wobei es nicht auf den inneren Willen 
ankommt, sondern darauf, auf welche Absicht die erkennbaren Umstände objektiv 
schliessen lassen (BGE 120 III 7 E. 2a). Der Mittelpunkt der Lebensinteressen befindet 
sich an demjenigen Ort bzw. in demjenigen Staat, wo sich die meisten Aspekte des 
persönlichen, sozialen und beruflichen Lebens der betroffenen Person konzentrieren, 
sodass deren Beziehungen zu diesem Zentrum enger sind als jene zu einem anderen Ort 
bzw. Staat (BGE 125 III 100 E. 3). Ob ein Wohnsitz in der Schweiz gegeben ist, muss 
anhand einer Gesamtwürdigung sämtlicher nach aussen erkennbarer Indizien bestimmt 
werden (Irene Hofer, in: Basler Kommentar ATSG, 2020, Art. 13 N 5). Der Wohnsitz bleibt 
erhalten, wenn die betroffene Person den Ort, den sie zum Mittelpunkt ihrer 
Lebensbeziehungen gemacht hat, (z.B. krankheitshalber) vorübergehend verlässt (BGE 
99 V 106 E. 2). Die Absicht, einen Ort später wieder zu verlassen, schliesst eine 
Wohnsitznahme allerdings nicht aus (Irene Hofer, a.a.O., Art. 13 N 5). Nach Art. 24 Abs. 1 
ZGB bleibt der einmal begründete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerb eines neuen 
Wohnsitzes bestehen.

Sind das Erfordernis des Wohnsitzes und des gewöhnlichen Aufenthalts nicht mehr erfüllt, 
werden Leistungen verfügungsweise eingestellt und bei einer verspäteten Meldung die 
unrechtmässig bezogenen Leistungen zurückgefordert (Carigiet/Koch, 
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Aufl. 2021, Rz. 412).

2.2 Für Ausländerinnen und Ausländer bestehen zusätzliche Voraussetzungen (vgl. 
Sachüberschrift von Art. 5 ELG). Diesen wird eine Karenzfrist auferlegt in dem Sinne, als 
sie sich unmittelbar vor dem Zeitpunkt, ab dem die Ergänzungsleistung verlangt wird, 
während zehn Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten haben müssen (Art. 5 

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Abs. 1 ELG). Ausländerinnen und Ausländern, die gestützt auf ein 
Sozialversicherungsabkommen Anspruch auf ausserordentliche Renten der AHV oder IV 
hätten, steht, solange sie die Karenzfrist nach Absatz 1 nicht erfüllt haben, eine 
Ergänzungsleistung höchstens in der Höhe des Mindestbetrages der entsprechenden 
ordentlichen Vollrente zu (Art. 5 Abs. 3 ELG).  
 
2.3 Türkische Staatsangehörige haben unter den gleichen Voraussetzungen wie 
Schweizerbürger Anspruch auf ausserordentliche Renten der schweizerischen Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, solange sie in der Schweiz Wohnsitz haben 
und sofern sie unmittelbar vor dem Zeitpunkt, von welchem an die Rente verlangt wird, im 
Falle u.a. einer Invalidenrente ununterbrochen während mindestens fünf Jahren in der 
Schweiz gewohnt haben (Art. 11 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Abkommen zwischen der Schweiz 
und der Republik Türkei über soziale Sicherheit [Abkommen; SR 0.831.109.763.1]). 
Türkische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz, welche die Schweiz nicht länger 
als gesamthaft drei Monate je Kalenderjahr verlassen, unterbrechen ihre Wohndauer in 
der Schweiz im Sinne von Artikel 11 des Abkommens nicht (Ziff. 6 des Schlussprotokolls 
zum Abkommen). Die Auslegung der Begriffe "ununterbrochener Aufenthalt" nach Art. 5 
Abs. 1 ELG resp. "ununterbrochenes Wohnen" nach Art. 11 Abkommen richtet sich nach 
Ziff. 6 des Schlussprotokolls zum Abkommen (BGer 9C_174/2015 vom 10. August 2015 E. 
3.1). 

2.4 Der Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung besteht ab Beginn des 
Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetzlichen 
Voraussetzungen erfüllt sind, und erlischt am Ende des Monats, in dem eine der 
Voraussetzungen dahingefallen ist (Art. 12 Abs. 1 und 3 ELG).

2.5 Die Frage, ob eine Person, die die Karenzfrist in der Vergangenheit bestanden 
hatte, die Karenzfrist für einen Leistungsbezug ab einem späteren Zeitpunkt erfüllt, stellt 
sich nur dann, wenn der ursprüngliche Leistungsanspruch infolge Aufgabe des 
Wohnsitzes und/oder gewöhnlichen Aufenthalts dahingefallen ist (vgl. EVG P 23/00 vom 
26. Juli 2001 E. 6).

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen ab Juli 2020 zu Recht verneint hat.

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4. Aus den Akten ergibt sich (indirekt), dass der Beschwerdeführer zu einem 
früheren Zeitpunkt die Voraussetzungen für den Anspruch auf Ergänzungsleistungen (inkl. 
Karenzfrist) erfüllt hatte und bis März 2019 Ergänzungsleistungen bezog. Zunächst stellt 
sich daher die Frage, ob dieser ursprüngliche Leistungsanspruch infolge Aufgabe des 
Wohnsitzes und/oder gewöhnlichen Aufenthaltes dahingefallen ist.

4.1 Die Beschwerdegegnerin führt dazu aus, der Beschwerdeführer habe sich auf den 
31. März 2019 betreffend Wohnsitz aus der Schweiz abgemeldet. Dementsprechend seien 
die Ergänzungsleistungen zurecht ab dem 1. April 2019 eingestellt worden. Eine Rückkehr 
in die Schweiz sei nicht vorbehalten worden, ein Datum der Rückkehr sei nicht genannt 
worden. Daraus sei zu schliessen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz seinen 
Wohnsitz aufgegeben und in der Türkei neu begründet habe. Einen neuen Wohnsitz habe 
der Beschwerdeführer frühestens mit dem erneuten Zuzug in die Schweiz Ende Juni 2020 
begründen können. Der Aufenthalt sei zweifellos ebenfalls unterbrochen gewesen. Es 
könne somit nicht von einer vorübergehenden Abwesenheit vom Wohnsitz in der Schweiz 
gesprochen werden. Schliesslich sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer [auch 
nachdem der Bundesrat am 16. März 2020 die Situation in der Schweiz als 
"ausserordentliche Lage" gemäss Epidemiengesetz einstufte] in die Schweiz hätte 
einreisen dürfen, wenn sein Wohnsitz in der Schweiz gewesen wäre. Damit sei die 
Rückkehr des Beschwerdeführers in die Schweiz nicht vorgesehen gewesen (BF-act. 1 
Ziff. 4.1).

4.2 Im Einspracheverfahren machte der Beschwerdeführer geltend, er sei am 
31. März 2019 mit der Absicht in die Türkei ausgereist, dort für maximal 11.5 Monate zu 
bleiben; er habe stets vorgehabt, weniger als 12 Monate in der Türkei zu bleiben (AK-
act. 51 f.). In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt er aus, er habe sich in der Türkei 
noch vor Ablauf eines Jahres [seit der Ausreise] dazu entschieden, in die Schweiz 
zurückzukehren (act. 1 Ziff. 2).

4.3
4.3.1 Der Beschwerdeführer meldete sich per Ende März 2019 unbestrittenermassen 
bei der Einwohnergemeinde ab (AK-act. 1) und bezog per 4. April 2019 eine Mietwohnung 
in B.________, Provinz C.________, Türkei (AK-act. 58). Die Wohnung an der 
D.________ hatte er mit dem Wegzug Ende März 2019 offensichtlich aufgegeben, bezog 
er nach der Rückkehr im Juni 2020 doch per 1. Juli 2020 ein Zimmer an der E.________ 
(AK-act. 40 f.). Nennenswerte persönliche resp. soziale Beziehungen hinterliess er in der 

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Schweiz offenbar nicht, weshalb auch nicht erstaunt, dass er nach seiner Rückkehr eine 
Notunterkunft bezog resp. beziehen musste. Die Verfügung vom 27. Februar 2019 (AK-
act. 4 f.), mit welcher die Ergänzungsleistungen aufgrund des Wegzugs resp. des 
Dahinfallens der Anspruchsvoraussetzungen (Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt) ab 
1. April 2019 eingestellt wurden, focht er nicht an (überdies macht er auch keinen 
Leistungsanspruch von April 2019 bis Juni 2020 geltend, vgl. E. 5).

Angesichts dieser Umstände muss davon ausgegangen werden, dass der 
Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt ab April 2019 von der Schweiz in die Türkei 
verlegt hatte, weshalb der Leistungsanspruch dahingefallen war. 

Nichtsdestotrotz ist kurz auf den sinngemäss bzw. mit Verweis auf Rz. 2310.02 i.V.m. 
2340.04 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL; Version 
14, Stand: 1. Januar 2020 [vgl. E. 1.2]) vorgebrachten Einwand einzugehen, der 
gewöhnliche Aufenthalt in der Schweiz sei nicht aufgegeben worden (vgl. zum 
Anwendungsbereich der Bestimmungen [gewöhnlicher Aufenthalt] SVGer ZH 
ZL.2015.00076 vom 17. Februar 2017 E. 3.4; vgl. zur Rechtmässigkeit der heutigen Rz. 
2310.02 EVG P 23/00 vom 26. Juli 2001 E. 5 [aber auch BGer 9C_607/2016 vom 22. 
Februar 2017] und vgl. zur Bindung des Gerichts E. 1.3 dieses Entscheids).

4.3.2 Die Aufrechterhaltung des gewöhnlichen Aufenthalts trotz Auslandaufenthalt setzt 
voraus, dass dieser von vornherein als bloss vorübergehend geplant, d.h. mit Rückkehr-
Absicht angetreten wird. Ein derartiger Auslandaufenthalt muss sich sodann im Rahmen 
des Üblichen bewegen, aus triftigen Gründen (z.B. zu Besuchs-, Ferien-, Geschäfts-, Kur- 
oder Ausbildungszwecken) erfolgen und maximal ein Jahr dauern, wobei diese 
Maximaldauer nur bei Vorliegen von (wirklich) triftigen Gründen voll ausgeschöpft werden 
darf (kurzfristiger Auslandaufenthalt). Der Ausnahmegrund des längerfristigen 
Auslandaufenthaltes ist gegeben, wenn ein grundsätzlich als kurzfristig beabsichtigter 
Auslandaufenthalt wegen zwingender unvorhergesehener Umstände über ein Jahr hinaus 
verlängert werden muss (BGer 8C_373/2018, 8C_374/2018 vom 26. September 2018 E. 
6; vgl. auch Rz. 2330.01 WEL, in der eine Frist von 92 Tagen [am Stück] festgelegt ist).

Umstände, die objektiv auf die Absicht schliessen lassen, dass der Türkeiaufenthalt von 
vornherein nur für die Dauer von 11.5 Monaten geplant war, sind nicht erkennbar. Der 
Beschwerdeführer äussert sich bezeichnenderweise mit keinem Wort zur Motivation des 
angeblich als kurzfristig beabsichtigten (und aufgrund der Corona-Pandemie zu einem 

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längerfristig gewordenen) Auslandaufenthaltes. Namentlich die Abmeldung bei der Stadt 
Zug deutet klar darauf hin, dass der Aufenthalt nicht aus triftigen Gründen im Sinne der 
Rechtsprechung erfolgt war. Zudem sind die Ausführungen des Beschwerdeführers 
inkonsistent, bringt er im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde doch vor, er habe 
in der Türkei den Schluss gefasst, in die Schweiz zurückzukehren. Da schon die 
Voraussetzungen eines kurzfristigen Aufenthalts nicht erfüllt waren, konnte die 
Ausnahmeregel des längerfristigen Aufenthaltes gar nie zum Zuge kommen.

Im Übrigen ändert sich am Ergebnis auch dann nichts, wenn man sich allein an 
Rz. 2310.02 i.V.m. 2340.04 WEL orientiert, wonach eine Rückkehr innert Jahresfrist (bei 
Vorliegen zwingender Gründe nach deren Wegfall) zum Wiederaufleben des 
Leistungsanspruchs ohne neue Karenzfrist führt. Auch dann müssten nämlich objektive 
Hinweise dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer schon vor der Abreise Ende März 
2019 eine Rückkehr in die Schweiz vor Jahresfrist beabsichtigt hatte. Zudem ist mit der 
Beschwerdegegnerin festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der Tat auch nichts 
Handfestes (bspw. ein Flug- oder Busticket [resp. eine entsprechende 
Annullationsnotifikation] oder eine Buchungsbestätigung) vorbringt, das auf eine (spontan 
geplante) Rückreise im März 2020 hindeutet. Aus einer Wohnungskündigung kann der 
Rückreisewille jedenfalls nicht abgeleitet werden. 

4.3.3 Als Fazit ist festzuhalten, dass der ursprüngliche Leistungsanspruch des 
Beschwerdeführers per 1. April 2019 infolge Aufgabe des Wohnsitzes und des 
gewöhnlichen Aufenthaltes dahingefallen war (was die Beschwerdegegnerin mit 
Verfügung vom 27. Februar 2019 korrekt festgestellt hat).

5. Da der Beschwerdeführer die Neuanmeldung am 8. Juli 2020 eingereicht hatte, 
könnte der Anspruch auf Ergänzungsleistungen frühestens seit Anfang Juli 2020 bestehen 
(Art. 12 Abs. 1 ELG). Der Beschwerdeführer befindet sich seit 26. Juni 2020 (wieder) in 
der Schweiz. Dass er zu diesem Zeitpunkt bzw. seitdem die Anspruchsvoraussetzungen 
gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. c ELG – namentlich Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in der 
Schweiz – (wieder) erfüllt(e), scheint unbestritten. Fraglich ist hingegen, ob der 
Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt die aufgrund seines Ausländerstatus und infolge 
Aufgabe des Wohnsitzes und gewöhnlichen Aufenthaltes per Ende März 2019 (vgl. E. 4) 
relevante Karenzfrist (erneut) bestanden hatte, was nur dann zu bejahen wäre, wenn sich 
der Beschwerdeführer seit Juli 2015 ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten hätte.

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Dies ist vor dem Hintergrund des Gesagten zu verneinen. Der Beschwerdeführer verliess 
die Schweiz am 31. März 2019 und kehrte erst am 26. Juni 2020 zurück, womit der 
Aufenthalt im Sinne von Art. 5 Abs. 1 ELG unterbrochen wurde (vgl. E. 2.3).

6. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Juli 2020 und der diese 
bestätigende Einspracheentscheid erweisen sich somit als korrekt, weshalb die 
Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.

7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im ELG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine 
Parteientschädigung ist dem ohnehin nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer bei 
diesem Ausgang des Verfahrens – vollständiges Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. 
Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 
Bern.

Zug, 1. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am