# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 048f01e9-ca3c-5f20-9bae-332ab1b9c525
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-13
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 13.02.2023 BK 2022 380
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2022-380_2023-02-13.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Verfügung
BK 22 380 

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 13. Februar 2023

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident)
Gerichtsschreibein Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Verfahrenskosten (Einstellung)

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Strassenver-
kehrsgesetz

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 22. August 2022 (BM 21 49444)

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Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 22. August 2022 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen A.________ wegen 
Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Überschreiten der zulässi-
gen Höchstgeschwindigkeit ein (Dispositivziffer 1). Die Verfahrenskosten im Umfang 
von CHF 400.00 wurden A.________ auferlegt (Dispositivziffer 3) und auf das Aus-
richten einer Entschädigung oder Genugtuung wurde verzichtet (Dispositivziffer 4). Mit 
Eingabe vom 8. September 2022 wandte sich A.________ (nachfolgend: Beschwer-
deführer) an die Staatsanwaltschaft und machte geltend, dass er «Einsprache gegen 
den Strafbefehl vom 22. August 2022 erhebe». Zur Begründung führte er aus, dass er 
mit dem ihm zur Last gelegten Sachverhalt, der gegen ihn verfügten Strafe und den 
ihm auferlegten Kosten nicht einverstanden sei, habe er das Verfahrens doch nicht 
erschwert. Am 12. September 2022 leitete die Staatsanwaltschaft die Eingabe zu-
ständigkeitshalber resp. zur weiteren Folgegebung an die Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) 
weiter. Diese eröffnete am 19. September 2022 ein Beschwerdeverfahren. Mit Stel-
lungnahme vom 28. September 2022 beantragte die Generalstaatsanwaltschaft die 
Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese eingetreten werden könne. Der Be-
schwerdeführer liess sich daraufhin nicht mehr vernehmen. 

2.

2.1 Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer innert 
zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 
Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; 
SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist – soweit 
es um die Kostenauflage geht – durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in sei-
nen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legi-
timiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist insoweit einzutreten.

2.2 Der Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren wird durch das Anfechtungsobjekt 
begrenzt, d.h. vorliegend durch die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Be-
schwerdeführer wegen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz. Soweit 
der Beschwerdeführer «Einsprache gegen den Strafbefehl» erhebt und er mit der (an-
geblich) verfügten Strafe nicht einverstanden ist, geht er über den Streitgegenstand 
hinaus und kann nicht gehört werden. Insoweit ist auf die Beschwerde somit nicht ein-
zutreten. Ob gegen den Beschwerdeführer auch ein Strafbefehl ergangen ist, wie die 
Staatsanwaltschaft im Rahmen der Fristansetzung gemäss Art. 318 StPO angekün-
digt hat (wegen Irreführung der Rechtspflege und versuchter Begünstigung), kann den 
Akten nicht entnommen werden. Dies ist vorliegend jedoch nicht weiter von Relevanz, 
käme der Beschwerdekammer doch insoweit nicht die Beurteilungskompetenz für eine 
allfällige Einsprache zu. 

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2.3 Der Entscheid wird durch die Verfahrensleitung gefällt, da der strittige Betrag der wirt-
schaftlichen Nebenfolgen nicht mehr als CHF 5’000.00 beträgt (Art. 395 Bst. b StPO). 

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung ist wie folgt begründet: 

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei Bern vom 8. September 2021 auf der 
G.________ (Strasse) bei B.________ (Ort) überschritt der Lenker des Personenwagens Mercedes-Benz 
D AMG E 53 die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 33 km/h (nach Abzug der Toleranz). 
Halter des fraglichen Fahrzeuges ist C.________, wohnhaft in Bern. 

[…] 

Bei der polizeilichen Einvernahme vom 5. Oktober 2021 gab C.________ (separates Verfahren) zu Pro-
tokoll, dass er nicht sagen könne, wer das Auto zum fraglichen Zeitpunkt gelenkt habe. Das Auto werde 
von seiner Frau, seinem Vater, aber auch von seinen Cousins benutzt. Auf Vorhalt des Radarfotos mein-
te C.________, dass es sich beim Lenker um seinen Cousin, A.________, handeln könnte. 

A.________ wurde somit am 3. November 2021 von der Kantonspolizei zur Sache einvernommen. Dabei 
gab er unter Vorhalt des Radarfotos an, dass es sich beim verantwortlichen Lenker um ihn handle. 

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Lenker – entgegen seinen Aussagen – nicht der vorliegend Be-
schuldigte (Anmerkung der Beschwerdekammer: A.________ bzw. der Beschwerdefüh-
rer) sein konnte. Dem Arbeitsnachweis der E.________, dem Arbeitgeber des Beschuldigten, ist zu ent-
nehmen, dass der Beschuldigte zur Tatzeit gearbeitet hat. Zudem kommt die Abteilung Forensik der Kan-
tonspolizei Bern in ihrem Bericht vom 15. März 2022 mittels Vergleich des Radarfotos mit den Fotos so-
wohl des Beschuldigten, dessen Bruder, wie auch des Fahrzeughalters, C.________, zum Schluss, dass 
es sich bei der Person auf dem Radarfoto am wahrscheinlichsten um C.________ und nicht um den vor-
liegend Beschuldigten handelt.

Bei einer Einstellung des Strafverfahrens können die Kosten des Verfahrens der beschuldigten Person 
ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn die beschuldigte Person die Einleitung des Verfahrens 
rechtswidrig und schuldhaft bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). 

Mit seiner, nicht den Tatsachen entsprechenden, Aussage, dass er das Fahrzeug zum Tatzeitpunkt ge-
lenkt habe, hat der Beschuldigte einerseits die Einleitung des Verfahrens gegen sich selbst bewirkt und 
andererseits die Durchführung des Strafverfahrens wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung er-
schwert, da aufgrund seiner Aussage weitere Ermittlungshandlungen notwendig wurden. Demnach ist es 
gerechtfertigt, die Kosten des Verfahrens im Umfang von CHF 400.00 A.________ aufzuerlegen.

[…]

3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass er von der Kantonspolizei vorgeladen 
und einvernommen worden sei. Die dadurch entstandenen (Mehr-)Kosten habe er 
somit nicht verursacht. 

4.

4.1 Gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO können der beschuldigten Person bei Einstellung des 
Verfahrens die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie 
rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durch-
führung erschwert hat. Bei der Kostenpflicht im Falle von Freispruch oder Verfahrens-

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einstellung handelt es sich nicht um eine Haftung für ein strafrechtliches Verschulden, 
sondern um eine zivilrechtlichen Grundsätzen angenäherte Haftung für ein fehlerhaf-
tes Verhalten, durch das die Einleitung oder Erschwerung eines Strafverfahrens ver-
ursacht wurde. In diesem Sinne stellt die Kostenüberbindung eine Haftung prozessua-
ler Natur für die Mehrbeanspruchung der Untersuchungsorgane und die dadurch ent-
standenen Kosten dar. Das Verletzen bloss moralischer oder ethischer Pflichten 
genügt für die Auferlegung der Verfahrenskosten nicht (BGE 116 Ia 162 E. 2a, c und 
d/bb mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 6B_665/2020 vom 22. September 
2021 E. 2.2.1; 6B_893/2016 vom 13. Januar 2017 E. 3.1).

4.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verstösst eine Kostenauflage bei Frei-
spruch oder Einstellung des Verfahrens gegen die Unschuldsvermutung (Art. 10 Abs. 
1 StPO, Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft [BV; SR 101] und Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrech-
te und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]), wenn der beschuldigten Person in der Be-
gründung des Kostenentscheids direkt oder indirekt vorgeworfen wird, es treffe sie ein 
strafrechtliches Verschulden. Damit käme die Kostenauflage einer Verdachtsstrafe 
gleich. Dagegen ist es mit Verfassung und Konvention vereinbar, einer nicht verurteil-
ten beschuldigten Person die Kosten zu überbinden, wenn sie in zivilrechtlich vorwerf-
barer Weise eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm (dazu nachfol-
gend E. 4.3), die sich aus der Gesamtheit der schweizerischen Rechtsordnung erge-
ben kann, klar verletzt und dadurch das Strafverfahren veranlasst oder dessen Durch-
führung erschwert hat. In tatsächlicher Hinsicht darf sich die Kostenauflage nur auf 
unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene Umstände stützen (BGE 144 IV 202 
E. 2.2 [in: Pra 2019 Nr. 22]; 120 Ia 147 E. 3b; 119 Ia 332 E. 1b; 112 Ia 371 E. 2a; Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_665/2020 vom 22. September 2021 E. 2.2.3). Ferner 
muss zwischen dem zivilrechtlich vorwerfbaren Verhalten sowie den durch die Unter-
suchung entstandenen Kosten ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen (Urteile 
des Bundesgerichts 6B_665/2020 vom 22. September 2021 E. 2.2.2; 6B_997/2020 
vom 18. November 2021 E. 1.2).

4.3 Gemäss der schweizerischen Rechtsordnung haben staatliche Organe und Private 
nach Treu und Glauben zu handeln (Art. 5 Abs. 3 BV; Art. 2 des Schweizerisches Zi-
vilgesetzbuchs [ZGB; SR 210], wonach jedermann in der Ausübung seiner Rechte 
und in der Erfüllung seiner Pflichten nach Treu und Glauben zu handeln hat und der 
offenbare Missbrauch eines Rechts keinen Rechtsschutz findet). Dieser – ebenso in 
Art. 3 Abs. 2 Bst. a StPO kodifizierte und für alle Verfahrensbeteiligte geltende – 
Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben fällt gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung unter die in E. 4.2 hiervor erwähnten Verhaltensnormen, weshalb 
dessen Verletzung bei einer Kostenauflage nach Art. 426 StPO zu beachten ist 
(BGE 116 Ia 162 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 6B_820/2014 vom 27. November 
2014 E. 3.4).

5.

5.1 Die angefochtene Kostenregelung ist nicht zu beanstanden. Als die Kantonspolizei 
Bern dem Beschwerdeführer am 3. November 2021 das Radarfoto vorhielt, gab er an, 
der verantwortliche Lenker gewesen zu sein (Einvernahmeprotokoll Z. 71: Ja, das sieht 

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nach mir aus. Ich sehe mich, Z. 74 [nach Vergrösserung des fotografierten Lenkers]: Ja, das 
bin ich, und Z. 81: So wie ich gesagt habe, ich sehe mich auf dem Radarfoto). Dass er damals 
Zweifel gehabt haben könnte, kann dem Protokoll vom 3. November 2021 nicht ent-
nommen werden und wird vom Beschwerdeführer denn auch in der Beschwerde nicht 
vorgebracht. Erst anlässlich seiner Befragung vom 12. Mai 2022 gibt er auf Vorhalt, 
wonach er gemäss Bericht der Forensik vom 15. März 2022 nicht als Lenker in Frage 
komme, an, dass er auf dem Radarbild fast nichts erkannt habe und er es schlecht 
eingeschätzt habe, ob er es gewesen sei oder nicht (Einvernahmeprotokoll vom 
12. Mai 2022 Z. 67 f.). Ein Vergleich des Radarfotos mit der im Rahmen der erken-
nungsdienstlichen Erfassung erstellten Fotografie des Beschwerdeführers lässt jedoch 
aufgrund der doch deutlich unterschiedlichen Ohrformen, der ungleich wirkenden 
Kinn-Lippen-Furche und des ungleichen Verlaufs des Oberlippenbarts erhebliche 
Zweifel daran aufkommen, dass es sich beim Lenker um den Beschwerdeführer ge-
handelt haben könnte, auch wenn die Ähnlichkeit der drei im Zusammenhang mit der 
Geschwindigkeitsüberschreitung befragten Personen (C.________, F.________, der 
Beschwerdeführer) nicht abgestritten werden kann. Jedenfalls vom Beschwerdeführer 
hätte bei Vorhalt des Radarfotos erwartet werden dürfen, dass er zumindest Zweifel 
an einer möglichen Täterschaft äussert. Der Generalstaatsanwaltschaft ist gestützt auf 
die Gesamtumstände (insbesondere unter Berücksichtigung des Aussageverhaltens 
des Beschwerdeführers anlässlich der Einvernahme vom 12. Mai 2022, welche von 
zahlreichen «Ähm…» geprägt ist) darin beizupflichten, dass es dem Beschwerdefüh-
rer bereits im Zeitpunkt der ersten Einvernahme (3. November 2021) bewusst gewe-
sen sein musste, dass nicht er zum fraglichen Zeitpunkt das Auto gelenkt hatte. Erst 
auf Vorhalt der Abklärungen bei seiner Arbeitgeberin E.________, denen zufolge er 
am fraglichen Tag gearbeitet hatte, räumte er am 12. Mai 2022 ein, nicht der Lenker 
gewesen zu sein.

Der Beschwerdeführer wurde am 3. November 2021 als Auskunftsperson befragt, da 
C.________ ihn anlässlich seiner Befragung vom 5. Oktober 2021 als möglichen Len-
ker genannt hatte. Als Auskunftsperson im Sinne von Art. 178 Bst. e StPO war er nicht 
zur Aussage verpflichtet (Art. 180 Abs. 1 StPO, auch zum Folgenden). Für ihn galten 
sinngemäss die Bestimmungen über die Einvernahme der beschuldigten Person. Die 
Ausübung der ihm zustehende Rechte darf – ebenso wie es bei der beschuldigten 
Person der Fall ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_499/2014 vom 30. März 2015 
E. 2.2) – keine Kostenauflage nach sich ziehen, selbst wenn dadurch das Verfahren 
ohne Zweifel erschwert wird (GRIESSER, in: Schweizerische Strafprozessordnung, 
3. Aufl. 2020., N. 16 zu Art. 426 StPO mit Hinweisen). Für eine Kostenauflage kommt 
allein das mutwillige, rechtsmissbräuchliche Ausüben dieser Schweige- und der Ver-
teidigungsrechte im Allgemeinen oder das Veranlassen von weiteren unnötigen Un-
tersuchungshandlungen infrage (BGE 109 Ia 166 E. 2b). Der Beschwerdeführer hat 
vorliegend nicht etwa «nur» geschwiegen und somit von seinem Aussageverweige-
rungsrecht Gebrauch gemacht. Er hat wahrheitswidrig sich selber belastet und im An-
schluss an die erste Einvernahme auch keine Anstalten getroffen, den auf sich ge-
lenkten Verdacht zu entkräften, was ihm problemlos mittels Beibringen eines Auszugs 
der Arbeitszeiterfassung möglich gewesen wäre. Aufgrund seines Aussageverhaltens 
hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlung 
gegen das Strassenverkehrsgesetz eröffnet und bei der Arbeitgeberin die Arbeitszei-

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ten zur Tatzeit erfragt. Die Polizei ihrerseits veranlasste beim Kriminaltechnischen 
Dienst die Identitätsfeststellung der auf dem Radar ersichtlichen Person mit Ver-
gleichsaufnahmen des Beschwerdeführers und von C.________ und F.________. 

Wie die Generalstaatsanwaltschaft zutreffend festhält, hat der Beschwerdeführer mit 
seinem Verhalten sowohl die Einleitung des Verfahrens gegen sich bewirkt als auch 
die Durchführung des Strafverfahrens wegen einer nicht banalen Geschwindigkeits-
überschreitung erschwert. Er konnte nicht überzeugend erklären, warum er fälschli-
cherweise sich selber als Lenker des Fahrzeugs ausgegeben hatte. Dass er sich auf 
dem Radarfoto erkannt haben will, ist nicht glaubhaft. Dass der Beschwerdeführer von 
jemandem unter Druck gesetzt worden war, um diese falsche Aussage zu tätigen, ist 
nicht erkennbar und wird auch nicht geltend gemacht. Durch sein Verhalten verletzte 
er den Grundsatz von Treu und Glauben in grober Weise (Urteil des Bundesgerichts 
6B_300/2007 vom 13. November 2007 E. 3.1 und 4.2.3; vgl. auch Urteil des Kantons-
gerichts Freiburg 501 2020 126 vom 22. Januar 2021 E. 2.4). Zwar trifft zu, dass der 
Beschwerdeführer von der Polizei zur Einvernahme aufgeboten wurde. Indes wäre, 
wenn er sich am 3. November 2021 nicht zu Unrecht selbst der Täterschaft bezichtigt 
hätte, kein Strafverfahren gegen ihn eröffnet worden und hätten sich die weiteren Er-
mittlungshandlungen erübrigt, wenn er denn die ihn entlastende Arbeitszeiterfassung 
vom Tattag von sich aus vorgelegt hätte. Die Verfahrenskosten hätten somit im aus-
gewiesenen Umfang vermieden werden können. Das vorwerfbare Verhalten des Be-
schwerdeführers steht daher in adäquatem Kausalzusammenhang zu den ihm aufer-
legten Verfahrenskosten. Die ihm auferlegten Verfahrenskosten stellen im Übrigen nur 
einen Teil der insgesamt angefallenen Verfahrenskosten dar. Seinem Cousin 
C.________, welcher mit Strafbefehl vom 29. August 2022 wegen Widerhandlung ge-
gen das Strassenverkehrsgesetz sowie wegen Anstiftung zur falschen Anschuldigung 
und Irreführung der Rechtspflege verurteilt worden ist, wurde ein grösserer Teil der 
insgesamt angefallenen Verfahrenskosten auferlegt.

5.2 Zusammengefasst ergibt sich, dass die Kostenregelung in Ziff. 3 der angefochtenen 
Verfügung vom 22. August 2022 rechtens ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist 
unbegründet und daher abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden kann.

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, be-
stimmt auf CHF 1'000.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Aufgrund seines Unterliegens hat er keinen Anspruch auf eine 
Entschädigung.

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Die Verfahrensleitung verfügt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’000.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Eine Entschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin D.________ 

(mit den Akten – per Kurier)

Bern, 13. Februar 2023 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.