# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5aeb6b3b-ca2c-5e19-be67-da200028daaf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.12.2021 720 20 127/332
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-127-332_2021-12-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Dezember 2021 (720 20 127 / 332) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Keine zwingenden Gründe, um von der Einschätzung der Gerichtsgutachter abzuweichen. 

Rückweisung der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen in erwerblicher Hinsicht und zur 

Festsetzung der Rentenleistungen auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 25%. 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Anouck Zehntner, Ad-
vokatin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.a Die 1975 geborene A.____ meldete sich am 3. September 2012 (Eingang) unter Hinweis 
auf eine starke Hyperopie (Weitsichtigkeit), eine Kontaktlinsenunverträglichkeit sowie eine Me-
ningoenzephalitis 1993 mit konsekutiv festgestellter Akkommodationsinsuffizienz bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. In der Folge sprach ihr die IV-

 

 
 
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Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) diverse Hilfsmittel (Blindenlangstöcke, Filtergläser, Arbeits-
platzleuchten) zu. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2013 verneinte sie einen Anspruch auf berufli-
che Massnahmen. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
A.b Mit Gesuch vom 30. Dezember 2014 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug 
von Leistungen an, wobei sie im entsprechenden Formular auf die Meningoenzephalitis, ein Burn-
out, einen erhöhten Erholungsbedarf sowie Schwindel und Migräneanfälle durch Überlastung hin-
wies. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse und Durchführung des 
Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Februar 2021 einen Renten-
anspruch wegen Nichterfüllens des Wartejahres ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Anouck Zehntner, Advo-
katin, mit Eingabe vom 5. Mai 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, in Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung vom 18. Februar 2021 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 
ihr mit Wirkung ab 1. Februar 2013 eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei im Sinne 
eines Verfahrensantrags ein Gerichtsgutachten zu erstellen, und es sei nach dessen Vorliegen 
ein reformatorischer Entscheid über die Leistungsansprüche der Beschwerdeführerin durch das 
angerufene Gericht zu fällen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen 
geltend, dass das Gutachten der Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), auf das sich die 
Verfügung stütze, aus verschiedenen Gründen nicht beweiskräftig sei. Namentlich gehe das Gut-
achten von falschen Diagnosen aus und weiche ohne Begründung von den Vorakten ab. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. Dabei legte sie einen Bericht von Dr. med. B.____, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 22. April 2021 sowie von pract. med. C.____ vom 24. April 2021, beide 
Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), ins Recht.  
 
D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 20. August 2020 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhande-
nen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen 
und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
E. Mit Schreiben vom 3. November 2020 beauftragte das Kantonsgericht die MEDAS Zent-
ralschweiz (MEDAS) mit der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens, welches am 13. April 
2021 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gut-
achtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsanspruch der 
Versicherten auswirken würden. Die IV-Stelle machte hiervon mit Stellungnahme vom 20. Mai 
2021 unter Hinweis auf eine Beurteilung ihres RAD Gebrauch. Die Beschwerdeführerin liess sich 
am 17. Juni 2021 zum Gutachten und zu dessen Auswirkungen auf den Leistungsanspruch ver-
nehmen. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass das Gutachten noch vereinzelte Unklarheiten 
aufweise, wobei sie diesbezüglich die Unterbreitung mehrerer Zusatzfragen an die Gutachter be-
antragte.  
 

 

 
 
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Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 
definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 
E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-

 

 
 
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nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 
materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 
E. 3.7.2). 
4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
E. 1). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

 

 
 
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und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, 
dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen 
Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfü-
gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. 
E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung 
entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4). Schliesslich lässt es die Natur des Begutachtungsauftrags 
eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil 
des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, 
E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht rein subjektiver ärzt-
licher Interpretation entspringende − Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, 
E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 18. Februar 2020 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten 
der ABI vom 12. April 2016, wonach in Bezug auf die angestammte Tätigkeit als typografische 
Gestalterin seit März 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 30% und in Bezug auf eine leidensadap-
tierte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90% bestehe. Demnach verneinte sie infolge Nichterfül-
lens des Wartejahres einen Rentenanspruch. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsbera-
tung vom 20. August 2020 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, dass die-
sem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an den entsprechenden 
Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, gab zum einen der Umstand, dass im ophthal-
mologischen Teilgutachten als Diagnose eine Meningokokken-Meningoenzephalitis (ICD-10 
A39.8) aufgeführt, wohingegen im psychiatrischen und neurologischen Fachteil eine Hirnhautent-
zündung respektive eine (Meningokokken-)Meningitis (ICD-10 A39.0) festgehalten worden war. 
Dabei fiel ins Gewicht, dass hinsichtlich der durch die Meningoenzephalitis hinterlassenen Resi-
duen sowie deren Auswirkungen zwischen den behandelnden Ärzten und dem neurologischen 
Gutachter Differenzen bestanden hatten. Ferner fehlte es namentlich dem neurologischen und 
psychiatrischen Gutachten an einer vertieften Auseinandersetzung mit abweichenden ärztlichen 
Beurteilungen, wobei insbesondere die Ausführungen von Dr. phil. D.____, Fachpsychologin 
FSP für Neuropsychologie, Kantonsspital F.____, vom 2. Juni 2015 Zweifel an den besagten 

 

 
 
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Teilgutachten zu begründen vermochten. Schliesslich mangelte es dem Gutachten auch an einer 
hinreichenden Konsistenzbeurteilung. Unter diesen Umständen waren die gutachterlichen 
Schlussfolgerungen in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar und 
in Zweifel zu ziehen. Nach Auffassung des Gerichts vermochten indessen auch die weiteren bei 
den Akten liegenden Beurteilungen keine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu bilden. Nach-
dem sich dementsprechend mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 20. August 2020 die Einho-
lung eines gerichtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtli-
che Gutachten der MEDAS vom 13. April 2021 im Zentrum der medizinischen Beurteilung. 
 
6.2.1 In diesem Gutachten werden aus polydisziplinärer Sicht mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krank-
heiten (ICD-10 F54), ein Verdacht auf ein Chronic Fatigue Syndrom unklarer Genese, eine beid-
seits hohe Hyperopie (Weitsichtigkeit) sowie ein Status nach Meningokokken-Meningoenzepha-
litis 1993 mit konsekutiv festgestellter Akkommodationsschwäche und Parazentral-Skotom links 
diagnostiziert.  
 
6.2.2 Im psychiatrischen Fachteil wird zusammenfassend festgehalten, dass die Explorandin 
1993 eine Meningoenzephalitis mit mehreren Tagen Koma erlitten habe. Im Anschluss sei es der 
Explorandin zunächst gelungen, in der Arbeitswelt wieder Fuss zu fassen. Eine Erschöpfungsde-
pression sei 2006 durch die behandelnde Hausärztin diagnostiziert worden. Seither sei die Ak-
tenlage stringent in Bezug auf die Symptome, welche insbesondere in einer raschen Ermüdbar-
keit mit langen Erholungsphasen bestehen würden. Auch anlässlich der aktuellen Exploration 
würden genau diese Beschwerden rezitiert. Es handle sich dabei um unspezifische Symptome, 
welche im psychiatrischen Bereich insbesondere im Zusammenhang mit affektiven Störungen 
oder Traumafolgestörungen gesehen werden könnten. Aufgrund der vorliegenden Exploration 
könne indessen keine affektive Störung diagnostiziert werden. Mit Blick auf die Anamnese sei es 
jedoch durchaus wahrscheinlich, dass depressive Symptome während der Krankschreibung 2006 
und 2016/2017 vorgelegen hätten. Aus den vorliegenden Unterlagen würden sich aber nicht hin-
reichend Informationen entnehmen lassen, um eine Diagnose herleiten zu können. Was die von 
Dr. D.____ mit Bericht vom 2. Juni 2015 angedeutete Traumafolgestörung anbelange, so könne 
die Meningoenzephalitis mit den entsprechenden Folgen als "Trauma" gemäss ICD-10 gewertet 
werden. Anamnestisch hätten über Jahre Wiedererleben und überflutende Erinnerungen bestan-
den. Retrospektiv könne die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung aber nicht mit 
Sicherheit gestellt werden, da nicht alle nötigen Kriterien vollständig erfüllt gewesen sein dürften. 
Zum Zeitpunkt der vorliegenden Beurteilung könne keine Traumafolgestörung diagnostiziert wer-
den. Eine Somatisierungsstörung könne ebenfalls nicht diagnostiziert werden. Nichtsdestotrotz 
würden die Einschränkungen über Jahre gleichbleibend beschrieben. Im psychiatrischen Gutach-
ten von 2016 werde eine Symptomausweitung ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnosti-
ziert. Unter Berücksichtigung der Einschränkungen in allen Lebensbereichen sei im Gegensatz 
zum psychiatrischen Gutachten von 2016 davon auszugehen, dass diese Diagnose einen Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in der bisherigen Tätigkeit 
eine verminderte Arbeitsfähigkeit von 20-30%. Eine angepasste Tätigkeit müsste in einem ruhi-
gen Umfeld stattfinden, mit der Möglichkeit, die Arbeitszeit flexibel einzurichten und nach Bedarf 

 

 
 
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Pausen einzulegen. Es sei dennoch wenig wahrscheinlich, dass unter diesen Umständen eine 
höhere Arbeitsfähigkeit als 70-80% erreicht werde.  
 
6.2.3 Im neurologischen Fachteil wird ausgeführt, dass ein Zustand nach einer durchgemach-
ten Meningokokken-Meningoenzephalitis 1993 mit Hospitalisation und Verlegung auf die Inten-
sivpflegestation mit Beatmungspflicht sowie einem einmaligen epileptischen Anfall bestehe. Ein 
erhöhter Hirndruck sei nicht festgestellt worden und es seien auch keine fokalen neurologischen 
Defizite nach Austritt bekannt. Für den darauffolgenden Zeitraum sei kein neurologischer Ver-
laufsbericht in den Akten enthalten und es sei auch keine neurologische Abklärung erfolgt. Eine 
erste neurologische Untersuchung sei 2015 durchgeführt worden. Die aktuelle neurologische Un-
tersuchung habe ebenso normale Befunde gezeigt. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass 
diese Untersuchung keinen normalen Arbeitsalltag abbilde (dreistündige Untersuchungsdauer) 
und sich die Einschränkung eventuell erst später manifestieren könnte. Allerdings seien keine 
neuropsychologischen Defizite festgehalten worden. Im gesamten Verlauf seien keine neuropsy-
chologischen fokalen Defizite nachgewiesen worden, mit Ausnahme einer Leistungseinschrän-
kung durch Fatigue. In der Bildgebung seien keine morphologischen Hirnläsionen in der Akut-
phase und später nachgewiesen worden; insbesondere keine hämorrhagischen oder entzündli-
chen Läsionen. Dabei seien hämorrhagische Läsionen noch nach Jahren verifizierbar. Die Ein-
schränkung durch die Fatigue könne verschiedene Ursachen haben. Die Ursache dieser Störung 
sei nach heutigem Wissensstand nicht sicher bekannt. Wichtig sei, dass eine manifeste organi-
sche Krankheit ausgeschlossen werden könne. Klinisch sei keine chronische neurologische 
Krankheit bekannt. Es liege seit Jahren eine verminderte Leistungsfähigkeit vor. Insgesamt könne 
ein Chronic Fatigue Syndrom diagnostiziert werden, ätiologisch unklar. Das Fehlen der medizini-
schen Akten ab der Akuterkrankung bis 2005 lasse daran zweifeln, dass diese Diagnose auf die 
Meningoenzephalitis zurückzuführen sei. Diese sei als Ursache aber auch nicht absolut auszu-
schliessen. In Übereinstimmung mit dem psychiatrischen Gutachten könne aus neurologischer 
Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20-30% angenommen werden.  
 
6.2.4 Dem neuropsychologischen Teilgutachten zufolge habe die Patientin in den geprüften 
kognitiven Domänen durchschnittliche bis überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Die zeitliche 
mentale Belastbarkeit sei für eine dreistündige Untersuchung gegeben gewesen. Aus neuropsy-
chologischer Sicht bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. 
 
6.2.5 Gemäss dem ophthalmologischen Teilgutachten arbeite die Patientin in einem visuell 
sehr anspruchsvollen Beruf. Die Arbeit werde in der heutigen Zeit vorwiegend am Bildschirm 
durchgeführt und habe einen sehr hohen Sehanspruch. Aufgrund der hohen Hyperopie beidseits 
könne dieser Sehanspruch nur annährend mit Kontaktlinsen erreicht werden. Beim Tragen von 
Brillen träten optische Nebeneffekte auf, vor allem ein Ringskotom beidseits. Da die Brillengläser 
eine vergrössernde Wirkung hätten, gebe es einen Wahrnehmungssprung zwischen dem durch 
die Brille wahrgenommenen Bild und der am Rand der Brillengläser wahrgenommenen äussers-
ten Peripherie des Gesichtsfeldes. An der Stelle dieses Sprunges fehle ein ringförmiges Stück im 
Bild der Umgebung. In der Gesichtsfelduntersuchung vom 20. November 2012 komme dieses 
Ringskotom deutlich beidseits zur Darstellung. Beim Tragen von Kontaktlinsen verschwinde das 

 

 
 
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Ringskotom und die Sehqualität werde dadurch viel besser. Aus diesem Grund sei die Patientin 
bei ihrer Arbeit als Typografin dringend auf die Kontaktlinsen angewiesen. Infolge der durchge-
machten Meningokokken-Meningoenzephalitis bestehe zusätzlich ein Parazentral-Skotom links 
ohne makuläre Aussparung. Dieses Parazentral-Skotom mache sich als relatives positives Sko-
tom bemerkbar, d.h. die Patientin empfinde bei der Arbeit immer wieder störende Lichterschei-
nungen ("Diamant im Auge", "Pixelstörungen im Bild"), welche die Lesefähigkeit deutlich beein-
trächtigten. Im Weiteren brauche es gemäss Literatur für einen reibungslosen Lesevorgang einen 
intakten zentralen Gesichtsfeldbereich von mindestens je zwei Grad nach links und rechts sowie 
mindestens je einem Grad nach oben und unten. Da das Parazentral-Skotom links in der Mitte 
liege, mache es sich durch eine Unschärfe beim Lesen bemerkbar; vor allem beim Satzanfang 
und bei jedem Wortanfang sowie nach jeder Sakkade beim Lesen von links nach rechts. Dieser 
Aspekt sei in den bisherigen Untersuchungen zu wenig berücksichtigt worden. Die Akkommoda-
tionsschwäche sei aufgrund des Alters der Patientin nicht mehr relevant, da nun eine Presbyopie 
vorliege. Aus ophthalmologischer Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 50%. Für eine angepasste Tätigkeit ohne visuellen Anspruch eine solche von über 80%.  
 
6.2.6 Im Rahmen ihrer Konsensbeurteilung gelangen die Gutachter zur Auffassung, dass die 
Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig sei. Hinsichtlich einer angepass-
ten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70-80%. Dabei seien die ophthalmologischen Be-
handlungsvorschläge zu berücksichtigen. Aus neurologischer und psychiatrischer Sicht werde 
der Beginn der attestierten Arbeitsunfähigkeit auf das Jahr 2005 festgelegt. Aus ophthalmologi-
scher Sicht bestünden die entsprechenden Einschränkungen seit 1993.  
 
6.3 Das zitierte Gerichtsgutachten der MEDAS erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Vo-
raussetzungen an ein beweiskräftiges Gerichtsgutachten. Das Gutachten ist umfassend und die 
darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schluss-
folgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben die Versicherte per-
sönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf ihre Angaben 
und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizini-
schen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen in überzeugender 
Weise. Anzumerken ist in formeller Hinsicht, dass das Gutachten teilweise unübersichtlich ge-
gliedert ist, was die Lesbarkeit erschwert. Alsdann fehlt es sowohl in der Konsensbeurteilung als 
auch in den einzelnen Teilgutachten an einer Auflistung der Diagnosen mit und ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit. Die entsprechenden Diagnosen müssen aus den jeweiligen Beurteilun-
gen zusammengetragen werden. Diese Unsorgfältigkeiten vermögen den Beweiswert des Gut-
achtens indessen nicht in Frage zu stellen, zumal das Gutachten den inhaltlichen Anforderungen 
an eine beweiskräftige Beurteilungsgrundlage entspricht.  
 
6.4 Der begutachtende Neurologe vermag dabei namentlich schlüssig zu begründen, dass 
sich weder aktenanamnestisch noch klinisch noch anhand der erhobenen Bildgebungen Hin-
weise auf kortikale oder intrazerebrale fokale Läsionen nachweisen lassen würden. Er gelangt 
dabei ebenso überzeugend zur Auffassung, dass das in einem MRI 2006 festgestellte, in der 
unteren Norm liegende Frontalhirnvolumen nicht mit Sicherheit eine organische Läsion durch die 
Meningoenzephalitis beweisen lasse, zumal Frontalhirnsymptome neuropsychologisch nicht 

 

 
 
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nachgewiesen worden seien (vgl. Gutachten, S. 13). Ferner legt er nachvollziehbar dar, dass 
zwar die Diagnose eines Chronic Fatigue Syndroms gestellt werden könne, deren Ätiologie in-
dessen unklar sei. Die Meningoenzephalitis sei als Ursache dieser Diagnose indessen nicht ab-
solut auszuschliessen. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass für die Belange der 
Invalidenversicherung nicht die Diagnose, sondern insbesondere die sozial-praktische Auswir-
kung der Erkrankung, mithin die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, massgebend ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 23. April 2019, 9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. September 2017, 
8C_820/2016, E. 5.4). Diesbezüglich schliesst der neurologische Gutachter aufgrund der erho-
benen raschen Ermüdbarkeit, Energielosigkeit, verminderten Konzentrationsfähigkeit sowie ver-
minderten Belastbarkeit der Versicherten nachvollziehbar auf eine reduzierte Leistungs- bzw. Ar-
beitsfähigkeit. Gleichermassen verhält es sich in Bezug auf die übrigen Teilgutachten. So weist 
das psychiatrische Gutachten eine ausführliche und sorgfältige Diskussion der ICF-Kriterien auf, 
welche eine umfassende Würdigung der das Leistungsvermögen abbildenden Fähigkeiten der 
Versicherten umfasst (vgl. hierzu ausführlich psychiatrisches Teilgutachten, S. 9 f.). Gestützt da-
rauf sowie unter Hinweis auf die divergierenden Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit wird nachvoll-
ziehbar dargelegt, weshalb die in Abweichung zum psychiatrischen Vorgutachten der ABI vom 
29. Februar 2016 gestellte Diagnose von psychologischen Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei 
anderorts klassifizierten Krankheiten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigt.  
 
Insgesamt wäre allenfalls in Bezug auf einzelne (auszuschliessende) Diagnosen eine vertiefende 
Auseinandersetzung seitens der psychiatrischen Gutachterin wünschbar gewesen, wenngleich 
die Diagnose bei der Frage nach der invalidisierenden Wirkung eines Leidens nicht im Zentrum 
steht. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer nachträglichen Stellungnahme vom 20. Mai 2021 als 
einzigen Kritikpunkt am Gutachten sodann anführt, trifft es zu, dass die Konsistenzprüfung im 
Rahmen der Konsensbeurteilung nicht allzu ausführlich ausfällt. Entscheidend ist indessen, dass 
die begutachtenden Fachpersonen ihre Einschätzung in Kenntnis der gesamten Aktenlage und 
nach gut dokumentierter eingehender Erhebung eigener Befunde abgaben. Aus einer Gesamt-
sicht heraus, namentlich unter Einbezug der übrigen fachmedizinischen Berichte sowie mit Blick 
auf die Ergebnisse des strukturierten Beweisverfahrens, ist die attestierte Arbeits(un)fähigkeit 
nachvollziehbar und überzeugend.  
  
6.5 Unter Berücksichtigung des vorstehend Dargelegten kann dem Einwand der Beschwer-
deführerin, wonach das Gutachten einige Unklarheiten aufweise, nicht gefolgt werden. Dies umso 
weniger, als die zahlreichen von ihr ins Feld geführten (möglichen) Ergänzungsfragen an die Gut-
achter sich weder auf neue Befunde oder abweichende Diagnosen stützen noch neue medizini-
sche Erkenntnisse zum Gegenstand haben. Die von ihr angerufenen medizinischen Berichte wa-
ren den Gutachtern allesamt bekannt und bei der Beurteilung berücksichtigt worden. Soweit ihre 
Fragen sich ferner auf eine mögliche Schädigung des Gehirns bzw. auf die erhobene Hirnvolu-
menminderung beziehen, kann vollumfänglich auf das unter Erwägung 6.4 hiervor Gesagte ver-
wiesen werden. Die von der Beschwerdeführerin angeführten Unklarheiten entsprechen im We-
sentlichen den Vorbringen in der Beschwerde vom 23. März 2020. Sie legt hierbei aber in keiner 
Weise dar, inwiefern die Gutachter es unterlassen hätten, die durch das Kantonsgericht im Rah-

 

 
 
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men des Beschlusses vom 20. August 2020 bzw. des Begutachtungsauftrags teilweise aufge-
nommene Kritik der Beschwerdeführerin am Gutachten der ABI bzw. die im damaligen Zeitpunkt 
verbliebenen Unklarheiten nachträglich auszuräumen. 
7. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei einem Gerichtsgutach-
ten nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren 
Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-
stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im vorliegen-
den Fall keine vor, weshalb kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten Gerichtsgut-
achtens abzuweichen. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der 
Versicherten kann demnach auf das überzeugende Gutachten der MEDAS abgestellt werden, 
worin die begutachtenden Fachpersonen zum nachvollziehbaren Ergebnis gelangt sind, dass in 
einer angepassten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 70-80% verbleibt. Für die Invaliditäts-
bemessung rechtfertigt sich bei dieser Sachlage das Heranziehen des Mittelwertes, welcher von 
den Extremwerten am wenigsten abweicht (vgl. Urteil des EVG vom 21. April 2005, I 822/05, 
E. 4.4 mit zahlreichen Hinweisen). Ausgehend vom MEDAS-Gutachten ist die Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensadaptierten Tätigkeit demnach mit 75% zu beziffern.  
 
8.1 Was die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen anbe-
langt, so ist, wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4 hiervor), gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad 
bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist 
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Gestützt auf das MEDAS-Gutachten 
ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin seit 1993 bzw. 2005 in ihrer Arbeitsfähigkeit 
im attestierten Umfang eingeschränkt ist (vgl. E. 6.2.6 hiervor). Unter Berücksichtigung der sechs-
monatigen Karenzfrist nach Eingang der Anmeldung am 30. Dezember 2014 kommt der frühest-
mögliche Rentenbeginn vorliegend auf den 1. Juni 2015 zu liegen. Wie aus dem Dargelegten 
erhellt, bestand bei der Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt in einer leidensadaptierten Tä-
tigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75%. 
 
8.2.1 Nachdem die Beschwerdegegnerin von der Nichterfüllung des Wartejahres ausgegan-
gen war, hat sie in ihrer Verfügung vom 18. Februar 2020 auf die Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs verzichtet. Aus demselben Grund hat sie umfassende Abklärungen in erwerbli-
cher Hinsicht unterlassen. So lässt sich den vorliegenden Unterlagen nicht zuverlässig entneh-
men, aus welchen Gründen das bis im Mai 2015 bestehende, langjährige Arbeitsverhältnis bei 
der E.____ AG aufgelöst worden ist. Die Versicherte erzielte dort nach Eintritt der gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen in einem gesundheitsbedingt reduzierten Pensum von 60% zuletzt ein 
Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 50'076.-- (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto, IV-
act. 160). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass es sich mit Blick auf die Festsetzung des Vali-
deneinkommens als zulässig erweist, aus dem nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung noch erzielten Einkommen auf das Valideneinkommen zu schliessen. Wenn die betreffende 
Person nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Lage ist, bei einer hälftigen 
Arbeitsfähigkeit mit entsprechendem Teilzeitpensum ein bestimmtes Einkommen zu erzielen, 
kann daraus auf die Höhe des Valideneinkommens geschlossen werden (bei einer analogen Tä-
tigkeit zu 100%) (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 16 Rz. 47). Entsprechende 

 

 
 
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Abklärungen in erwerblicher Hinsicht erweisen sich daher als unabdingbar, um die Invalidität der 
Beschwerdeführerin zuverlässig beurteilen zu können, nachdem selbst im für die Beschwerde-
führerin ungünstigsten Fall eine rentenbegründende Invalidität resultiert, wie sogleich darzulegen 
sein wird. Die Angelegenheit ist in diesem Punkt daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit sie weitere Abklärungen vornimmt und den Invaliditätsgrad auf der Basis einer Arbeits-
fähigkeit von 75% berechnet. 
 
8.2.2 Falls nach der Durchführung weiterer Abklärungen die Anwendung der statistischen 
Werte für beide Vergleichseinkommen im Raum stünde, so wäre vorliegend für die Bemessung 
des Valideneinkommens wohl konkret die Tabelle TA1 der LSE 2014, Sektor 16-18 "Herstellung 
von Holzwaren und Papier; Druckerzeugnisse", Spalte Frauen, heranzuziehen. Nachdem die Be-
schwerdeführerin zusätzlich zu ihrer Grundausbildung als Typografin von 1998 bis 2000 eine 
Weiterbildung zur typografischen Gestalterin absolvierte, wäre dem Valideneinkommen mindes-
tens das Kompetenzniveau 2 zugrunde zu legen. Demzufolge resultierte ein Valideneinkommen 
von Fr. 66'518.40 (Fr. 5'543.20 x 12 : 40 x 41,6) bzw. unter Berücksichtigung der Nominallohn-
entwicklung von 0,8% für das Jahr 2015 ein solches von Fr. 67'050.--. Aus dem Vergleich mit 
dem anhand der Tabellenlöhne ermittelten und auf das Jahr 2015 hochgerechneten Invaliden-
einkommen (LSE 2014, TA1, Sektor Total, Spalte Frauen, Kompetenzniveau 1) von Fr. 54'062.-
bzw. Fr. 40'546.-- (bei einem noch zumutbaren Erwerbspensum von 75%) resultierte ein renten-
begründender Invaliditätsgrad von gerundet 40%. Zu prüfen wäre ferner, ob sich vorliegend an-
gesichts der langjährigen Berufserfahrung der Versicherten und des nach Eintritt der gesundheit-
lichen Beeinträchtigung in einem reduzierten Pensum von 60% erzielten Einkommens von 
Fr. 50'076.--, für das Valideneinkommen nicht gar die Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 
3 rechtfertigen würde. Ein anhand des Kompetenzniveaus 3 ermitteltes Valideneinkommen in der 
Höhe von Fr. 77'617.60 (Fr. 6'170.-- x 12 : 40 x 41,6) würde dem bei der ehemaligen Arbeitgeberin 
(E.____ AG) erzielten Verdienst und damit den konkreten Verhältnissen am ehesten entspre-
chen.  
 
9. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist demnach festzuhalten, dass die ange-
fochtene Verfügung vom 18. Februar 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren Ab-
klärungen in erwerblicher Hinsicht mit entsprechender Durchführung des Einkommensvergleichs 
sowie zur Festsetzung der Rentenleistungen auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 25% an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne 
gutzuheissen. 
 
10.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
10.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

 

 
 
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kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die 
Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-sind somit der IV-
Stelle aufzuerlegen. Die Beschwerdeführerin erhält ihren bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
10.3 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnah-
men an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung 
der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-
Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Vorliegend war das Kan-
tonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 20. August 2020 zum Ergebnis gelangt, dass 
ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es kann in 
dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts vom 
20. August 2020 verwiesen werden. In Anbetracht der dort erwogenen Umstände war die gericht-
liche Begutachtung durch die MEDAS nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der 
geschilderten Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Ho-
norarrechnung vom 13. April 2021 insgesamt auf Fr. 19’312.-- belaufen, demnach der Beschwer-
degegnerin aufzuerlegen.  
 
10.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die (ganz oder teilweise) obsiegende beschwerdefüh-
rende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegt, ist ihr 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin macht in ihrer Honorarnote vom 12. Juli 2021 für 
das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 36 Stunden und 50 Minuten geltend. 
Dieser Aufwand erweist sich im Quervergleich zu ähnlich gelagerten Fällen als zu hoch. Nachdem 
das Kantonsgericht das Verfahren mit Beschluss vom 20. August 2020 ausgestellt hatte, erteilte 
es der MEDAS am 3. November 2020 den definitiven Auftrag zur Erstellung des Gerichtsgutach-
tens. Mit Verfügung vom 20. April 2021 wurde den Parteien Gelegenheit eingeräumt, bis zum 20. 
Mai 2021 zum Gerichtsgutachten Stellung zu nehmen. Zumal den Parteien ein Entwurf des Gut-
achtensauftrags bereits mit Beschluss vom 20. August 2020 zugestellt und die Möglichkeit für 
Ergänzungsfragen eingeräumt worden war, gehen die im Zeitraum nach der definitiven Auf-
tragserteilung bis zur Erstattung des Gerichtsgutachtens vom 4. November 2020 bis und mit 20. 

 

 
 
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April 2021 geltend gemachten Bemühungen (Kontaktnahme mit der Mandantin sowie die Bear-
beitung diesbezüglicher Korrespondenz bzw. das Aktenstudium) über eine zweckmässige und 
notwendige Vertretung hinaus. Dieser Aufwand von einer Stunde und 45 Minuten ist daher nicht 
zu berücksichtigen. Ferner macht die Rechtsvertreterin einen Aufwand von rund 13 Stunden für 
das Studium des Gerichtsgutachtens, eine diesbezügliche wiederholte Kontaktnahme mit der 
Mandantin sowie das Verfassen der vierseitigen Stellungnahme vom 17. Juni 2021 an das Kan-
tonsgericht geltend. Dieser Aufwand ist wesentlich zu hoch. Das Gutachten ist zwar aufgrund der 
berücksichtigten Fachdisziplinen umfangreich, die gesundheitliche Situation der Beschwerdefüh-
rerin erweist sich indessen nicht als besonders komplex. Wenngleich die Rechtsvertreterin sich 
den gutachterlichen Ausführungen und Schlussfolgerungen nicht vollumfänglich anschliessen 
konnte, ist ein Aufwand für die geltend gemachten Bemühungen von insgesamt 4 Stunden als 
ausreichend zu beurteilen, zumal die Ausführungen in der Stellungnahme inhaltlich zum Teil nicht 
wesentlich von den Vorbringen in der Beschwerde abweichen (vgl. E. 6.5 hiervor). Der geltend 
gemachte Aufwand ist folglich um 9 Stunden zu kürzen. Schliesslich finden sich in der Deser-
vitenkarte auch Bemühungen, welche auf den Kontakt der Rechtsvertreterin mit der Rechts-
schutzversicherung zurückzuführen sind. Dieser Aufwand würde im Falle einer nicht Rechts-
schutz versicherten Person nicht anfallen und kann daher nicht berücksichtigt werden. Aus die-
sem Grund sind die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzversicherung im Um-
fang von insgesamt 40 Minuten in Abzug zu bringen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Auf-
wand von gerundet 25 Stunden als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi-
cherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- 
zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 6'864.10 (25 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 123.40 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfecht-
bar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 

 

 
 
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zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. Februar 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 19'312.-- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 6'864.10 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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