# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33d51ed1-d612-52c0-b4ed-1cd262241f01
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2023 D-6846/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6846-2023_2023-12-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6846/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;  

Gerichtsschreiberin Mareile Lettau. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Marek Wieruszewski,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 1. Dezember 2023 / N (…). 

 

 

D-6846/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 8. November 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank  

(Eurodac) vom 9. November 2023 ergab, dass er am 25. September 2023 

in Kroatien um Asyl ersucht hatte, 

dass der Beschwerdeführer am 10. November 2023 der gemäss Art. 102h 

Abs. 1 AsylG (SR 142.31) zugewiesenen Rechtsvertretung die Vollmacht 

zur Vertretung seiner Interessen im Asylverfahren erteilte, 

dass das SEM die kroatischen Behörden am 16. November 2023 darum 

ersuchte, den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder einem Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist, Abl. L 180/31 vom 29. Juni 

2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO) wieder aufzunehmen, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des am 16. November 2023 durch-

geführten persönlichen Gesprächs gemäss Art. 5 Dublin-III-VO angab, er 

habe die Türkei am 23. September 2023 verlassen, sei dann für zwei Tage 

nach Bosnien und weiter nach Kroatien gereist, anschliessend nach Slo-

wenien und Serbien und weiter in die Schweiz,  

dass das SEM dem Beschwerdeführer mitteilte, es werde erwogen, auf 

sein Asylgesuch nicht einzutreten und ihn bei gegebener Zuständigkeit 

nach Kroatien wegzuweisen,  

dass er daraufhin vorbrachte, bei der Einreise durch die kroatische Polizei 

aufgegriffen und nach einer unangenehmen Fahrt in einem Kleinbus in eine 

dunkle, schmutzige und von der Polizei bewachte Unterkunft gebracht wor-

den zu sein,  

dass er am nächsten Tag zur Polizei gebracht worden sei, wo seine Fin-

gerabdrücke abgenommen worden seien, und er am Abend in einer Zelle 

untergebracht worden sei, wo er bis etwa 23 Uhr habe warten müssen, 

wobei er nicht einmal Wasser zum Trinken bekommen habe, 

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dass er schliesslich ein Dokument erhalten habe, in welchem er aufgefor-

dert worden sei, Kroatien innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, 

dass er zum medizinischen Sachverhalt vorbrachte, seine Nase sei ver-

stopft, er habe den Eindruck, an (…) oder (….) zu leiden, 

dass die kroatischen Behörden das Gesuch um Wiederaufnahme des Be-

schwerdeführers am 30. November 2023 guthiessen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 1. Dezember 2023 – eröffnet am  

5. Dezember 2023 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, seine Wegweisung 

aus der Schweiz nach Kroatien anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung das SEM mit Schreiben vom 

5. Dezember 2023 über die Niederlegung des Mandats informierte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines neuen Rechtsvertreters 

vom 11. Dezember 2023 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhob,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung unter Verzicht auf das Erheben eines Kostenvor-

schusses ersuchte, 

dass er in der Beschwerde geltend machte, das Asylverfahren in Kroatien 

leide an systemischen Schwachstellen, weshalb das nationale Asylverfah-

ren in der Schweiz durchzuführen sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

12. Dezember 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109  

Abs. 3 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 

2023 aufgefordert wurde, die unvollständig eingereichte und keine Rechts-

begehren enthaltende Beschwerde innert drei Tagen zu verbessern,  

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Dezember 2023 die ver-

langte Beschwerdeverbesserung nachreichte, 

dass der Beschwerdeführer beantragt, die vorinstanzliche Verfügung sei 

aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutre-

ten, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zu-

rückzuweisen, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und nach Eingang der Beschwerdeverbesserung 

auch formgerecht eingereichten Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG) und diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung 

kommt,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), wobei von der Situation im Zeitpunkt der 

Einreichung des Antrags auszugehen ist (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO),  

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Eu-

rodac-Datenbank ergab, dass er am 25. September 2023 in Kroatien illegal 

eingereist war und ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass die kroatischen Behörden am 30. November 2023 dem Gesuch um 

Rückübernahme gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO innert der in 

Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO festgelegten Frist zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist,  

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, bei der Einreise von der Po-

lizei aufgegriffen und zur Erfassung der Daten angehalten worden zu sein, 

er habe nie beabsichtigt, in Kroatien ein Asylgesuch zu stellen, daran nichts 

zu ändern vermag,  

dass zum einen bereits die Einreise in das Hoheitsgebiet des Dublin-Staa-

tes die Zuständigkeit Kroatiens für die Durchführung des Asyl- und Weg-

weisungsverfahrens begründet hätte (Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO) und es 

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zum anderen den Schutzsuchenden auch nicht freisteht, den ihren Antrag 

prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass es sich bei dem Vorwurf in der Beschwerde, wonach sich der Be-

schwerdeführer in Kroatien nicht habe verständigen können und auch kein 

Dolmetscher zugezogen worden sei, er überdies nicht über das Dublin-

Verfahren informiert worden sei, um unbelegte Behauptungen handelt, wo-

bei aus möglichen Verfahrensverletzungen in Kroatien auch nicht bereits 

auf systemische Schwachstellen zu schliessen wäre, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, 

und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitglied-

staat bestimmt werden kann, 

dass die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, dass aktuell, auch unter Wür-

digung von kritischen Berichten nationaler und internationaler Organisatio-

nen bezüglich des kroatischen Asylverfahrens, keine Gründe für die An-

nahme vorliegen, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für 

Antragstellende in Kroatien würden systemische Schwachstellen im Sinne 

von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. Referenzur-

teil E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9), 

dass an diesen Schlussfolgerungen die auf Beschwerdeebene zitierten Be-

richte zu Push-Backs und zur allgemeinen Lage nichts zu ändern vermö-

gen, zumal sich aus Einzelereignissen keine systematische Handlungs-

weise der kroatischen Behörden erkennen lässt und sich der Beschwerde-

führer überdies bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung der 

ihm zustehenden Rechte an die kroatischen Behörden wenden und seine 

Rechte auf dem Rechtsweg einfordern könnte,  

dass in der Beschwerde – im Widerspruch zur Schilderung im Dublin-Ge-

spräch und ohne weitere Substanziierung – vorgebracht wird, der Be-

schwerdeführer sei selbst Opfer eines Push-Back geworden und im An-

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schluss an die Asylgesuchstellung in Kroatien nach Bosnien zurückge-

bracht worden (vgl. Beschwerdeverbesserung S. 6 f.),  

dass auch die weitere Behauptung in der Beschwerde, wonach die kroati-

schen Behörden dem Wiederaufnahmeersuchen nicht zugestimmt hätten, 

der Tatsachenlage widerspricht, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht in Betracht kommt, 

dass nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO die Schweiz ein Asylgesuch 

materiell prüfen kann, auch wenn nach den in der Verordnung vorgesehe-

nen Kriterien ein anderer Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln kann, wenn da-

für gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer Anspruch 

besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich zuständi-

gen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm des Völ-

kerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil des 

BVGer F-3457/2019 vom 11. Juli 2019 E. 4.4, je m.H), 

dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,  

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

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dass der Beschwerdeführer im rechtlichen Gehör des Dublin-Gespräches 

zwar geltend macht, von den kroatischen Behörden zum Gehen aufgefor-

dert worden zu sein, im Verlauf des Verfahrens in der Schweiz jedoch we-

der eine Wegweisungsverfügung der kroatischen Behörden vorlegen 

konnte noch ein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, wonach 

sich die kroatischen Behörden weigern würden, ihn wieder aufzunehmen 

und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln 

der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU 

vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und 

Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) zu 

prüfen,  

dass keine Gründe für die Annahme bestehen, Kroatien werde in seinem 

Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise 

in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus 

einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr 

laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

dass insbesondere davon auszugehen ist, dass Kroatien auch in seinem 

Fall bei einer allfälligen Abschiebung in den Herkunfts- oder einen Dritt-

staat ausserhalb des Asylverfahrens unions- oder völkerrechtskonform 

handeln wird, wobei diesbezüglich die Richtlinie des Europäischen Parla-

ments und des Rates 2008/115/EG vom 16. Dezember 2008 über die ge-

meinsamen Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung 

illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger zur Anwendung gelangt, 

dass der Beschwerdeführer auch nicht dargetan hat, die ihn bei einer Rück-

führung erwartenden Bedingungen in Kroatien seien derart schlecht, dass 

sie zu einer Verletzung von Art. 4 der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 EMRK 

oder Art. 3 FoK führen könnten, 

dass er mit seiner im rechtlichen Gehör des Dublin-Gespräches geäusser-

ten allgemeinen Kritik an den Unterkunftsbedingungen, wobei er sich in 

Kroatien nur zwei Tage aufgehalten habe, nicht darzulegen mag, dass Kro-

atien die ihm dauerhaft gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minima-

len Lebensbedingungen vorenthalten würde,  

dass es ihm bei einer möglichen Einschränkung der ihm zustehenden Auf-

nahmebedingungen zudem offensteht, sich an die kroatischen Behörden 

zu wenden und seine Rechte auf dem Rechtsweg einzufordern (vgl. Art. 26 

Aufnahmerichtlinie),  

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dass es sich bei Kroatien um einen grundsätzlich funktionierenden Rechts-

staat handelt, der über eine als schutzwillig und schutzfähig geltende Poli-

zeibehörde verfügt, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Rückkehr nach Kroatien in eine existenzielle 

Notlage, 

dass der Beschwerdeführer im Dublin-Gespräch hinsichtlich seines allge-

meinen Gesundheitszustandes nur vorbrachte, er befürchte, an (…) oder 

(…) zu leiden, ohne medizinischen Unterlagen einzureichen, 

dass es dem Beschwerdeführer bei Bedarf zugemutet werden kann, in Kro-

atien seine Rechte in Bezug auf die medizinische Versorgung und sonstige 

Unterstützung gemäss Art. 19 Aufnahmerichtlinie gegebenenfalls bei den 

zuständigen staatlichen Stellen geltend zu machen, 

dass auch keine sonstigen Gründe ersichtlich sind, die gegen die Überstel-

lung des Beschwerdeführers nach Kroatien sprechen könnten, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf ei-

ne gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

die Überstellung nach Kroatien angeordnet hat, 

dass überdies der in der Beschwerde gestellte Eventualantrag, die Sache 

sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, nicht weiter be-

gründet wird und auch keine Gründe für eine Rückweisung ersichtlich sind, 

dass die Beschwerde daher abzuweisen ist, 

dass auch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die 

Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1-3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Mareile Lettau 

 

 

Versand: