# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70e8d3a9-6396-5612-bc19-f0d9cdc9315f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 26.06.2019 HG180234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG180234_2019-06-26.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    

 
 

Geschäfts-Nr.: HG180234-O U/ei 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Präsident, und Oberrichter Dr. Daniel 

Schwander, die Handelsrichterin Dr. Myriam Gehri, die Handelsrich-

ter Thomas Klein und Dr. Felix Graber sowie der Gerichtsschreiber 

Marius Zwicky 

 

 

Urteil vom 26. Juni 2019 

 

in Sachen 

 

A._____, Genossenschaft,  
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X2._____ 

 

gegen 

 

B._____ GmbH,  
Beklagte 

 

betreffend Forderung (URG) 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

 

Das Handelsgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Mit Eingabe vom 6. Dezember 2018 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die 

Klage hierorts per Incamail (mit Prüfbericht) ein (act. 1; act. 4). Mit Verfügung vom 

7. Dezember 2018 wurde der Klägerin Frist angesetzt, um für die Gerichtskosten 

einen Vorschuss von CHF 500.– zu leisten, sowie um ein Beweismittelverzeichnis 

nachzureichen. Gleichzeitig wurde der Beklagten Frist angesetzt, um eine Kla-

geantwort einzureichen, mit dem Hinweis, dass bei Säumnis eine kurze Nachfrist 

i.S.v. Art. 223 Abs. 1 ZPO gewährt werde (act. 5). Die Klägerin leistete den Ge-

richtskostenvorschuss fristgerecht (vgl. act. 7) und reichte mit Eingabe vom 

12. Dezember 2018 per Incamail (mit Prüfbericht) ein Beweismittelverzeichnis 

nach (act. 6 A; act. 6 B). Nachdem die Beklagte innert Frist keine Klageantwort 

eingereicht hatte, wurde ihr mir Verfügung vom 5. März 2019 eine kurze Nachfrist 

bis zum 18. März 2019 angesetzt (act. 8). Die Verfügung vom 5. März 2019 wurde 

der Beklagten am 8. März 2019 zugestellt (vgl. act. 9/2). Nachdem innert dieser 

Nachfrist keine Klageantwort eingegangen ist, ist androhungsgemäss zu verfah-

ren.  

Die Angelegenheit erweist sich – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – als 

spruchreif.  

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2. Parteien und Prozessgegenstand 

Die Klägerin ist eine Genossenschaft mit Sitz in Zürich. Sie bezweckt, die Rechte 

an literarischen und dramatischen Werken sowie an Werken der bildenden Kunst 

und der Fotografie für Urheberinnen, Urheber, Verlage und andere Rechtsinhabe-

rinnen oder -inhaber zu wahren. Dazu verfügt sie über die Bewilligung des Eidge-

nössischen Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) i.S.v. Art. 41 URG, die gesetzli-

chen Rechte und Vergütungsansprüche in Art. 13, 20, 22, 22a, 22b, 24c URG gel-

tend zu machen (act. 1 Rz. 2; act. 3/2). Sie ist insbesondere befugt, den Vergü-

tungsanspruch für das Vervielfältigen von Werken zum Eigengebrauch nach 

Art. 20 URG geltend zu machen. 

Die Beklagte ist eine GmbH mit Sitz in Zürich. Sie bezweckt u.a. den Betrieb und 

die Führung eines Gastgewerbebetriebes, Restaurant mit Bar und Aussenwirt-

schaft, … Service sowie den Handel mit zugehörigen Waren (vgl. act. 3/3). 

3. Formelles 

3.1. Versäumte Klageantwort 

Reicht die beklagte Partei auch innerhalb der Nachfrist keine Klageantwort ein, so 

trifft das Gericht einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist 

(Art. 223 Abs. 2 ZPO). Auf die Säumnisfolgen ist die Partei hinzuweisen (Art. 147 

Abs. 3 ZPO). Spruchreife liegt vor, wenn das Gericht die Klage aufgrund der un-

bestritten gebliebenen Behauptungen der klägerischen Partei durch Prozess-   

oder Sachurteil erledigen kann. An der Spruchreife mangelt es, wenn das Vor-

bringen der klägerischen Partei unklar, widersprüchlich, unbestimmt oder offen-

sichtlich unvollständig ist (fehlende Schlüssigkeit; Art. 56 ZPO) oder erhebliche 

Zweifel an der Richtigkeit einer Tatsachenbehauptung bestehen (Art. 153 

Abs. 2 ZPO; zum Ganzen: Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich 

HG130183 vom 9. April 2014, in: ZR 2015 Nr. 2 E. 1.1.1. S. 3; WILLISEGGER, in: 

Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl., 2017, Art. 223 

N. 20 ff.; LEUENBERGER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 2016, Art. 223 

N. 5 ff.). 

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3.2. Prozessvoraussetzungen 

Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind 

(Art. 60 ZPO). Die Prozessvoraussetzungen beinhalten insbesondere die sachli-

che und örtliche Zuständigkeit (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). 

Die örtliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich ergibt sich aus 

Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO, nachdem die Beklagte ihren Sitz im Kanton Zürich hat. 

Die sachliche Zuständigkeit folgt aus Art. 5 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. § 44 lit. a 

GOG, da es sich um eine Streitigkeit im Zusammenhang mit geistigem Eigentum 

handelt. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen weiteren Be-

merkungen Anlass. Auf die Klage ist einzutreten.  

4. Sachverhalt 

Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin, an deren Richtig-

keit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Übereinstim-

mung mit der übrigen Aktenlage, ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

Die Klägerin ist vom Bund beauftragt, Vergütungen für das analoge Fotokopieren 

und das digitale Kopieren für die interne Information oder Dokumentation von ur-

heberrechtlich geschützten Werken zu erheben. Die Höhe der Vergütung hat die 

Klägerin jeweils mittels spezifischer Informationen über das Unternehmen, wie 

Mitarbeiteranzahl und Branchenzugehörigkeit zu ermitteln. Zu diesem Zweck hat 

die Klägerin der Beklagten ein Erhebungsformular geschickt, das unbeantwortet 

blieb. Daher hat die Klägerin die Höhe der Vergütung gestützt auf Ziff. 6 ff. und 

insbesondere Ziff. 8.3 der gemeinsamen Tarife (GT) 8 VI 2012-2016 resp. GT 8 

VII 2017-2021 sowie Ziff. 8.3 von GT 9 VI 2012-2016 resp. GT 9 VII 2017-2021 

eingeschätzt. Gemäss GT gilt die Schätzung durch die Beklagte als anerkannt, 

wenn diese die Schätzung nicht innerhalb von 30 Tagen seit Zustellung bean-

standet und die Angaben der Klägerin entsprechend bekannt gibt. Die Beklagte 

monierte die Einschätzung nicht. Somit hat die Klägerin die entsprechenden Ver-

gütungen gegenüber der Beklagten – was unbestritten blieb – wie folgt in Rech-

nung gestellt (act. 1 Rz. 6 ff.; act. 3/4): 

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Trotz mehrmaliger Aufforderungen hat die Beklagte den offenen Betrag der 

Rechnungen 2016 bis 2018 nicht bezahlt. Nach Übernahme des Inkassomandats 

hat die Vertreterin der Klägerin die Beklagte mit Mahnschreiben vom 28. Septem-

ber 2018 nochmals schriftlich aufgefordert, den ausstehenden Betrag zu bezah-

len; jedoch blieb auch zu diesem Zeitpunkt eine Reaktion aus. Die Rechnungen 

blieben bislang unbezahlt (act. 1 Rz. 9; act. 3/6). 

5. Rechtliche Würdigung 

5.1. Aktiv- und Passivlegitimation 

Nach Art. 20 Abs. 4 URG können die gemäss Art. 20 Abs. 2 URG geschuldeten 

Vergütungen für den Eigengebrauch nur durch zugelassene Verwertungsgesell-

schaften – wie die Klägerin eine ist – geltend gemacht werden. Die Aktivlegitima-

tion der Klägerin ergibt sich aus Art. 44 URG, wonach diese verpflichtet ist, die zu 

ihrem Tätigkeitsgebiet gehörenden Rechte wahrzunehmen. 

Die Beklagte fällt gemäss den unbestrittenen Angaben der Klägerin mit ihrem Ge-

sellschaftszweck (Betrieb und Führung eines Gastgewerbebetriebes, Restaurant 

mit Bar und Aussenwirtschaft, … Service sowie Handel mit zugehörigen Waren 

etc.) unter den Branchenbegriff "Gastgewerbe" im Sinne von Ziff. 6.3.13 des GT 8 

VI bzw. des GT 9 VI sowie Ziff. 6.4.13 des GT 8 VII bzw. des GT 9 VII. Daher ist 

sie als grundsätzlich vergütungspflichtige Nutzerin passivlegitimiert. 

- 6 - 

5.2. Rechtliche Grundlage 

Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c URG dürfen urheberrechtlich geschützte und veröf-

fentlichte Werke zum Eigengebrauch verwendet werden, wobei als Eigenge-

brauch insbesondere das Vervielfältigen von Werkexemplaren in Betrieben, öf-

fentlichen Verwaltungen, Instituten, Kommissionen und ähnlichen Einrichtungen 

für die interne Information oder Dokumentation gilt. Wer zum Eigengebrauch ge-

mäss Art. 19 Abs. 1 lit. c URG befugt ist, schuldet dem Urheber oder der Urhebe-

rin dafür eine Vergütung (Art. 20 Abs. 2 URG), wobei diese Vergütungsansprü-

che, wie vorstehend bereits erwähnt, nur durch zugelassene Verwertungsgesell-

schaften – wie die Klägerin eine ist – geltend gemacht werden (Art. 20 Abs. 4 

URG). Art. 46 Abs. 1 URG bestimmt sodann, dass die Verwertungsgesellschaften 

für die von ihnen geforderten Vergütungen Tarife aufstellen. 

Sowohl der GT 8 VI als auch der GT 8 VII umschreiben den Verwendungsbereich, 

die Bedingungen und die Vergütungen für das Vervielfältigen urheberrechtlich ge-

schützter und veröffentlichter Werke. Beide Tarife umfassen zum einen die ge-

setzlich erlaubten, verwertungsgesellschaftspflichtigen Verwendungen gemäss 

Art. 19 und 20 URG. Zum anderen umfassen beide Tarife die über diesen Rah-

men hinausgehenden zusätzlichen Nutzungen, welche nicht zu den der Aufsicht 

des Staates unterstellten Verwertungsbereichen gehören (Ziff. 1 GT 8 VI; Ziff. 1 

GT 8 VII). Sowohl der GT 9 VI als auch der GT 9 VII regeln die gesetzlich erlaub-

ten, vergütungspflichtigen Nutzungen von geschützten Werken sowie Leistungen 

zum Eigengebrauch mittels betriebsinternen Netzwerken gemäss Art. 19 und 20 

URG, soweit diese Nutzungen nicht bereits in anderen Tarifen geregelt sind. Bei-

de Tarife beziehen sich auf Nutzer mit betriebsinternen Netzwerken, die über die 

entsprechenden technischen Einrichtungen wie PC, Scanner oder ähnliche Gerä-

te verfügen (Ziff. 1 GT 9 VI; Ziff. 1 GT 9 VII).  

Vorliegend ist davon auszugehen, dass die Beklagte sowohl Reprografiegeräte 

einsetzt als auch über ein betriebsinternes Netzwerk verfügt, so dass die Beklagte 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c URG vergütungspflichtig ist und sowohl GT 8 VI 

resp. GT 8 VII wie auch GT 9 VI resp. GT 9 VII Anwendung finden. 

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Um den geschuldeten Vergütungsbetrag zu bestimmen, hat die Klägerin grund-

sätzlich mittels Erhebungsformular die nötigen Informationen zur Anzahl der An-

gestellten und der Branchenzugehörigkeit der potenziellen Nutzer zu ermitteln. 

Sie ist dabei auf die Mitwirkung der Werknutzer angewiesen, wobei Art. 51 Abs. 1 

URG bestimmt, dass die Werknutzer – soweit zumutbar – den Verwertungsge-

sellschaften alle Auskünfte erteilen müssen, welche diese für die Gestaltung, die 

Anwendung der Tarife sowie die Verteilung des Erlöses benötigen. Unterbleibt ei-

ne solche Mitwirkung trotz schriftlicher Ermahnung, so sieht Ziff. 8.3 des GT 8 VI 

resp. GT 8 VII und GT 9 VI resp. GT 9 VII vor, dass die Verwertungsgesellschaft 

die notwendigen Angaben schätzen und gestützt darauf Rechnung stellen kann. 

Zudem verlangt die Verwertungsgesellschaft in diesem Fall gestützt auf Ziff. 8.3 

des GT 8 VI resp. GT 8 VII und GT 9 VI resp. GT 9 VII für den zusätzlichen Ver-

waltungsaufwand in jedem Fall einen Zuschlag von 10 % auf die geschuldete 

Vergütung, mindestens jedoch CHF 100.–.  

5.3. Einschätzung und Berechnung des Vergütungsanspruchs 

Wie erwähnt unterblieb vorliegend eine Mitwirkung durch die Beklagte, weshalb 

die Klägerin richtigerweise eine Einschätzung gestützt auf Ziff. 6 ff. und insbeson-

dere Ziff. 8.3 von GT 8 VI resp. GT 8 VII sowie Ziff. 8.3 von GT 9 VI resp. GT 9 VII 

unternahm. So wies sie die Beklagte der Branche "Gastgewerbe" zu und schätzte 

die Anzahl Mitarbeiter hinsichtlich des Jahres 2016 auf 15-19. Hinsichtlich der 

Jahre 2017 und 2018 schätzte die Klägerin die Anzahl Mitarbeiter auf 20-49. Die-

ser Einschätzung ist nichts entgegenzuhalten. Im Übrigen blieb diese Einschät-

zung gestützt auf die erwähnte Bestimmung seitens der Beklagten unbestritten. 

Gleichzeitig ist damit der von der Klägerin in Rechnung gestellte Verwaltungsauf-

wand begründet.  

Für das Jahr 2016 errechnet sich somit gemäss Ziff. 6.3.13 des GT 8 VI eine Ver-

gütung in der Höhe von CHF 30.–, während sich aus Ziff. 6.3.13 des GT 9 VI eine 

Vergütung in Höhe von CHF 15.– ergibt. Zudem resultiert gemäss Ziff. 8.3 des 

GT 8 VI resp. GT 9 VI ein Verwaltungsaufwand von je CHF 100.–. Hinsichtlich der 

Jahre 2017 bis 2018 errechnet sich gemäss Ziff. 6.4.13 des GT 8 VII eine Vergü-

tung in der Höhe von je CHF 34.–, während sich aus Ziff. 6.4.13 des GT 9 VII eine 

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Vergütung in Höhe von je CHF 28.– ergibt. Zudem ergibt sich gemäss Ziff. 8.3 

des GT 8 VII resp. GT 9 VII hinsichtlich dem Jahr 2017 ein Verwaltungsaufwand 

von je CHF 100.–. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer ergibt dies für die 

Jahre 2016 bis 2018 insgesamt somit ein Total von CHF 583.25. 

5.4. Verbindlichkeit der Einschätzung 

Gemäss unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin wurden der Beklagten 

die Einschätzungen für die Jahre 2016 bis 2018 und die darauf basierende Be-

rechnung zur Kenntnis gebracht. Sodann wird in der jeweiligen Rechnung auf die 

GT hingewiesen, aus welchen hervorgeht, dass die Schätzung durch die Beklagte 

anerkannt wird, wenn diese die Schätzung nicht innert 30 Tagen nach Zustellung 

beanstandet (vgl. Ziff. 8.3 des GT 8 VI resp. GT 8 VII und GT 9 VI resp. GT 9 VII). 

Gegen das Vorgehen der Klägerin ist nichts einzuwenden und es blieb überdies 

unbestritten. 

5.5. Zinsen 

Die Klägerin verlangt schliesslich für die Forderungen aus den Jahren 2016 bis 

2018 (insgesamt CHF 583.25) Zins zu jeweils 5 % seit 9. Oktober 2018 (vgl. act. 1 

S. 2). Gemäss Mahnschreiben vom 28. September 2018 wurde die Beklagte zur 

Bezahlung der streitgegenständlichen Vergütungen dieses Zeitraumes bis spätes-

tens am 8. Oktober 2018 aufgefordert (act. 1 Rz. 9; act. 3/6). Demnach fiel die 

Beklagte hinsichtlich der Forderungen aus den Jahren 2016 bis 2018 mit Ablauf 

des 8. Oktobers 2018 in Verzug. Entsprechend ist die Beklagte weiter zu ver-

pflichten, der Klägerin einen Zins von 5 % auf dem Betrag von CHF 583.25 seit 

9. Oktober 2018 zu bezahlen. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Gerichtskosten 

Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 

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lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 583.25. Die nach § 4 

Abs. 1 GebV OG ermittelte (minimale) ordentliche Gerichtsgebühr beträgt 

CHF 150.– und ist angesichts des im Verhältnis zum Streitwert hohen Zeitauf-

wandes nach § 4 Abs. 2 GebV OG zu verdoppeln auf CHF 300.–. Die Gerichts-

gebühr ist deshalb auf CHF 300.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Beklag-

ten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

6.2. Parteientschädigung 

Ausgangsgemäss ist der Klägerin zudem eine Parteientschädigung zuzuspre-

chen. Deren Höhe richtet sich nach der Anwaltsgebührenverordnung vom 8. Sep-

tember 2010 (AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 und Art. 96 ZPO). Die Grundgebühr ist 

dabei mit der Begründung oder Beantwortung der Klage verdient (§ 11 Abs. 1 

AnwGebV). Nach § 4 Abs. 1 AnwGebV beträgt die Grundgebühr CHF 145.81. 

Diese kann bei besonders hohem Zeitaufwand um bis zu einem Drittel erhöht 

werden (§ 4 Abs. 2 AnwGebV). Die Klägerin verfasste eine Klageschrift (abzüglich 

Parteibezeichnungen, Rechtsbegehren und Verzeichnisse) von immerhin rund 

vier Seiten (act. 1) und reichte sechs Beilagen ein. Aufgrund dieser ausgewiese-

nen Arbeiten besteht selbst bei der maximalen Gebühr nach § 4 Abs. 1 und 2 

AnwGebV (CHF 194.41) ein offensichtliches Missverhältnis zum Zeitaufwand der 

Klägerin. Die berechnete Gebühr ist damit in Anwendung von § 2 Abs. 2 Anw-

GebV praxisgemäss entsprechend auf CHF 650.– zu erhöhen. Die Parteient-

schädigung ist ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen (BGer 4A_552/2015 E. 4.5). 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 583.25 nebst Zins zu 5 % 

seit 9. Oktober 2018 zu bezahlen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 300.–. 

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klä-

gerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Im in Anspruch genommenen 

Umfang wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt. 

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4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 650.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und nach Eintritt der Rechtskraft an 

das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum (IGE), Stauffacherstrasse 

65/59g, 3003 Bern. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 583.25. 

 

 
Zürich, 26. Juni 2019 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Präsident: 

 
 
 

Roland Schmid 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Marius Zwicky 
 
 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 26. Juni 2019
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Handelsgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	Mit Eingabe vom 6. Dezember 2018 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die Klage hierorts per Incamail (mit Prüfbericht) ein (act. 1; act. 4). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2018 wurde der Klägerin Frist angesetzt, um für die Gerichtskosten einen Vo...
	Die Angelegenheit erweist sich – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – als spruchreif.

	2. Parteien und Prozessgegenstand
	3. Formelles
	3.1. Versäumte Klageantwort
	3.2. Prozessvoraussetzungen
	Die örtliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich ergibt sich aus Art. 10 Abs. 1 lit. b ZPO, nachdem die Beklagte ihren Sitz im Kanton Zürich hat. Die sachliche Zuständigkeit folgt aus Art. 5 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. § 44 lit. a GOG, d...

	4. Sachverhalt
	Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin, an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Übereinstimmung mit der übrigen Aktenlage, ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:
	Die Klägerin ist vom Bund beauftragt, Vergütungen für das analoge Fotokopieren und das digitale Kopieren für die interne Information oder Dokumentation von urheberrechtlich geschützten Werken zu erheben. Die Höhe der Vergütung hat die Klägerin jeweils...

	5. Rechtliche Würdigung
	5.1. Aktiv- und Passivlegitimation
	5.2.  Rechtliche Grundlage
	Gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c URG dürfen urheberrechtlich geschützte und veröffentlichte Werke zum Eigengebrauch verwendet werden, wobei als Eigengebrauch insbesondere das Vervielfältigen von Werkexemplaren in Betrieben, öffentlichen Verwaltungen, Inst...
	Sowohl der GT 8 VI als auch der GT 8 VII umschreiben den Verwendungsbereich, die Bedingungen und die Vergütungen für das Vervielfältigen urheberrechtlich geschützter und veröffentlichter Werke. Beide Tarife umfassen zum einen die gesetzlich erlaubten,...
	Vorliegend ist davon auszugehen, dass die Beklagte sowohl Reprografiegeräte einsetzt als auch über ein betriebsinternes Netzwerk verfügt, so dass die Beklagte im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c URG vergütungspflichtig ist und sowohl GT 8 VI resp. GT 8...
	Um den geschuldeten Vergütungsbetrag zu bestimmen, hat die Klägerin grundsätzlich mittels Erhebungsformular die nötigen Informationen zur Anzahl der Angestellten und der Branchenzugehörigkeit der potenziellen Nutzer zu ermitteln. Sie ist dabei auf die...
	5.3. Einschätzung und Berechnung des Vergütungsanspruchs
	5.4. Verbindlichkeit der Einschätzung
	Gemäss unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin wurden der Beklagten die Einschätzungen für die Jahre 2016 bis 2018 und die darauf basierende Berechnung zur Kenntnis gebracht. Sodann wird in der jeweiligen Rechnung auf die GT hingewiesen, aus...
	5.5. Zinsen

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Gerichtskosten
	6.2. Parteientschädigung
	Ausgangsgemäss ist der Klägerin zudem eine Parteientschädigung zuzusprechen. Deren Höhe richtet sich nach der Anwaltsgebührenverordnung vom 8. September 2010 (AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 und Art. 96 ZPO). Die Grundgebühr ist dabei mit der Begründung oder...

	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 583.25 nebst Zins zu 5 % seit 9. Oktober 2018 zu bezahlen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 300.–.
	3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Im in Anspruch genommenen Umfang wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 650.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und nach Eintritt der Rechtskraft an das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum (IGE), Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...