# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc92ad49-d548-524c-b6c8-d12d5a3913e2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 20.02.2023 601 2022 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2022-96_2023-02-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2022 96

Urteil vom 20. Februar 2023

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Marianne Jungo 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Sandra Birrer

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

DIREKTION FÜR BILDUNG UND KULTURELLE ANGELEGENHEITEN, 
Vorinstanz

Gegenstand Schule und Bildung

Übernahme der Kosten für Privatschule

Beschwerde vom 24. August 2022 gegen den Entscheid vom 28. Juli 2022

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Sachverhalt

A. A.________, Sohn von B.________ und C.________ (nachfolgend: Eltern bzw. Beschwerde-
führer), ist im Jahr 2014 geboren. Er wurde im August 2019 in die Klasse 1H der Basisstufe in 
D.________ eingeschult und trat im August 2020 in die Klasse 2H über. 

Aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten wurde am 11. Dezember 2020 eine psychologische Abklä-
rung vorgenommen, bei der eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und eine 
Hochbegabung mit heterogenem Profil diagnostiziert wurde. Infolge der Abklärung und auf Empfeh-
lung der Psychiaterin einigten sich die Eltern gemeinsam mit der Schuldirektion und der Lehrperson 
am Gespräch vom 18. März 2021 über eine Zyklusverkürzung. Demnach solle A.________ im Schul-
jahr 2020/2021 von der Klasse 2H in die Klasse 3H wechseln. Im August 2021 trat er in die Klasse 
4H über, die er bis am 6. Mai 2022 besuchte. Im Sommer 2022 wäre der Wechsel in die Klasse 
5H/6H vorgesehen gewesen. 

Im Frühling 2021 fanden verschiedene Gespräche mit der Psychiaterin, den Beschwerdeführern und 
der Familienbegleitung statt, da das Verhalten von A.________ in der Klasse 4H schwer tragbar 
war. Zudem erstattete die Schule am 26. März 2021 auch eine Gefährdungsmeldung an das Frie-
densgericht, da die Eltern mit der Situation zu Hause überfordert seien; das Verfahren wurde am 
13. Juni 2021 wieder abgeschrieben. 

B. Am 31. Januar 2022 beantragten die Eltern, in Absprache mit der Klassenlehrerin, für ihren 
Sohn verstärkte sonderpädagogische Massnahmen beim Amt für Sonderpädagogik (SoA). Der 
Antrag wurde anhand der Kriterien des standardisierten Abklärungsverfahrens von der Abklärungs-
stelle des SoA geprüft. Mit Schreiben vom 15. März 2022 hat das SoA sodann eine Stellungnahme 
zuhanden der Sonderschulinspektorin erlassen; es empfehle den Verbleib von A.________ in der 
Regelklasse mit einer integrativen sonderpädagogischen Unterstützungsmassnahme ab Beginn des 
Schuljahres 2022/2023 für die Dauer von einem Jahr. Danach sei die Massnahme neu zu beurteilen. 
Diese Stellungnahme wurde den Eltern am 16. März 2022 zugestellt. Sie haben sich hierauf nicht 
geäussert. Am 23. Februar 2022 hat auch die Sozialpädagogin von der sozialpädagogischen Famili-
enbegleitung in ihrem Kurzbericht darauf hingewiesen, dass die von der Schule beantragten 
verstärkten heilpädagogischen Massnahmen dringend notwendig seien. 

Zudem wurden am 28. März 2022 (nach Anfrage der Schulleiterin per E-Mail vom 25. März 2022) 
per sofort zusätzliche Lektionen für die Unterstützung der Schule für die Betreuung verhaltensauf-
fälliger Schüler (SED-Massnahmen) zugesprochen, da die Situation gemäss der Schulleitung in der 
Klasse nicht mehr tragbar sei. 

Mit Attest vom 8. April 2022 wurde A.________ für die Woche vom 11. bis am 15. April 2022 (die 
letzte Woche vor den Frühlingsferien) von der Kinderpsychologin krankgeschrieben. Er hat während 
dieser Woche die Schule nicht besucht. 

C. Am 20. April 2022 wurde den Beschwerdeführern der Entscheid der Sonderschulinspektorin 
über die Gewährung einer verstärkten sonderpädagogischen Massnahme in der Regelschule vom 
31. Juli 2022 bis am 1. August 2023 zugestellt. Demnach wird für den betroffenen Schüler ein 
Förderplan erstellt und die Beurteilung individuell angepasst. Dieser Entscheid wurde von den 
Beschwerdeführern nicht angefochten. 

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D. Auf selbständige Initiative der Eltern wurde A.________ am 9. Mai 2022 in die private Tages-
schule E.________ in F.________ eingeschult, nachdem er vorgängig dort schnuppern konnte. Am 
9. Juni erhielten die Beschwerdeführer vom Schulinspektor die schriftliche Bestätigung über die 
Aufnahme von A.________ in das Atelier+, das ein Angebot für hochbegabte Schüler ist.

E. Mit Schreiben vom 23. Juni 2022 gelangten die Beschwerdeführer an die Schulleitung. Sie 
betonten insbesondere, dass A.________ aufgrund seiner Hochbegabung in der Schule unterfordert 
sei, weshalb er sich verhaltensauffällig zeige. Das schulische Umfeld sei für ihn nicht richtig, er sei 
daher dringend in eine andere für ihn angemessene Schule einzuschulen. Die Schulleitung habe 
beim SoA die Übernahme der Kosten für eine Beschulung in einer privaten Schule respektive einer 
Schule für Hochbegabte zu beantragen. Aufgrund der Dringlichkeit der Situation würden sie den 
Entscheid vor den Sommerferien erwarten. Gegebenenfalls sei eine anfechtbare Verfügung zu 
erlassen. 

Die Sonderschulinspektorin wies mit Schreiben vom 5. Juli 2022 die Beschwerdeführer auf die 
rechtskräftige Verfügung vom 20. April 2022 hin, wonach ihr Sohn ab dem neuen Schuljahr verstärk-
te sonderpädagogische Massnahmen erhalten werde sowie das Atelier+ für Hochbegabte besuchen 
könne. Der Kanton finanziere keine Beschulung in privaten Schulen.

Am 10. Juli 2022 verlangten die Beschwerdeführer erneut einen Entscheid bis Ende Juli und beton-
ten insbesondere, dass die Entwicklung von A.________ gefährdet sei. In speziellen Situationen, 
wenn normierte Angebote nicht mehr ausreichten und kantonale spezialisierte staatliche Schulen 
fehlten, müsse ein Kind in einer ausserkantonalen öffentlichen spezialisierten Schule oder in einer 
privaten Schule beschult werden. Sollte bis Ende Juli kein neuer Entscheid gefällt werden, würden 
sie diesen über den Weg der Rechtsverweigerungsbeschwerde erwirken. Das Sonderschulinspek-
torat informierte die Beschwerdeführer am 19. Juli 2022, dass ihr Gesuch an das Amt für Bildung 
und kulturelle Angelegenheiten (nachfolgend: Vorinstanz) weitergeleitet worden sei. 

F. Mit Entscheid vom 28. Juli 2022 wies die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführer um 
Kostenübernahme für den Besuch der privaten Tagesschule E.________ und jedenfalls sinngemäss 
auch einer anderen spezialisierten Schule ab. Zur Begründung führte sie insbesondere aus, dass 
der Kanton Freiburg mehrere private Institutionen im Bereich Sonderpädagogik anerkenne, welche 
die Eltern von A.________ jedoch nicht für adäquat erachteten. Die SoA habe den besonderen 
Bildungsbedarf von ihm anerkannt und er hätte ab dem Schuljahr 2022/2023 Anspruch auf integrati-
ve sonderpädagogische Massnahmen mit individuellem Förderplan und angepasster Beurteilung 
gehabt. Die Behauptung, der Staat könne keine Alternative anbieten und die Tagesschule 
E.________ sei die einzige Möglichkeit, A.________ bedürfnisgerecht zu unterrichten, treffe nicht 
zu. Selbst wenn diese Schule für A.________ die beste Lösung darstellen sollte, hätten sie keinen 
Anspruch auf Übernahme der Schulkosten, da Alternativen vorgeschlagen worden seien und die 
erwähnte Tagesschule nicht als Sonderschule anerkannt sei.

G. Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführer am 24. August 2022, verbessert am 
3. September 2022, Beschwerde an das Kantonsgericht. Sie beantragen sinngemäss die Aufhebung 
des angefochtenen Entscheides. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, die Beschulung von A.________ 
in einer auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Sonderschule für Hochbegabte sicherzustellen und 
die notwendigen Kosten dafür zu übernehmen. Bis eine passende Schule gefunden werde, seien 
die Kosten für die Tagesschule E.________ rückwirkend ab dem 9. Mai 2022 zu übernehmen. Even-
tualiter seien die Kosten der privaten Tagesschule E.________ bis auf Weiteres zu übernehmen. 

H. Die Vorinstanz beantragt am 25. November 2022 die Abweisung der Beschwerde.

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I. Am 21. Dezember 2022 reichen die Beschwerdeführer unaufgefordert erneut eine Stellung-
nahme ein.

J. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 114 Abs. 1 lit. a des kanto-
nalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1] in Verbin-
dung mit Art. 43 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Sonderpädagogik [SPG; SGF 411.5.1] 
und Art. 92 Abs. 1 des kantonalen Schulgesetzes [SchG; SGF 411.0.1]). Die Beschwerdeführer sind 
zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG; siehe u.a. Urteil BGer 2C_433/2011 vom 
1. Juni 2012 E. 1.2). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der 
Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann vor 
dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abga-
ben oder der Sozialversicherungen betrifft, wenn sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser 
Rüge befugte Bundesbehörde unterliegt oder ein Gesetz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich 
vorsieht (Art. 78 Abs. 2 VRG). Dies ist vorliegend nicht der Fall; entsprechend ist in casu die Rüge 
der Unangemessenheit ausgeschlossen.

3.

3.1. In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. 
Sie machen zunächst geltend, dass sich die Vorinstanz auf eine ungenügende Aktenlage gestützt 
habe; es würden insbesondere die relevanten Akten, wie Protokolle von Elterngesprächen oder 
internen Abklärungen fehlen. Weiter habe sich die Vorinstanz mit den wesentlichen Fragen und den 
relevanten Tatsachen nicht auseinandergesetzt.

3.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) fliesst unter anderem das Recht der von einem Entscheid in ihrer 
Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und in 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid zu 
begründen. Dabei muss sie sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen; 
die Begründung darf sich auf jene Aspekte beschränken, welche die Behörde willkürfrei als wesent-
lich betrachtet. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die Trag-
weite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 
Instanz weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2; Urteil KG FR 601 2015 76 vom 14. August 2015 
E. 3b).

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3.3. Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichtsrechts folgt gemäss der Rechtsprechung, dass 
grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden müssen, sofern in 
der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abgestellt wird; denn es gehört zum Kerngehalt 
des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwal-
tungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann (BGE 115 V 302 E. 2d; vgl. auch Urteil KG 
FR 601 2016 22 vom 19. April 2016 E. 2b mit Hinweisen). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf 
sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheides zu bilden. Die 
Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den 
Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag (BGE 132 V 387 E. 3.2 mit Hinweis).

Soweit die Beschwerdeführer vorliegend eine ungenügende Aktenlage und damit verbunden sinnge-
mäss eine Verletzung ihres Akteneinsichtsrechts rügen, ist festzustellen, dass das SoA den von den 
Beschwerdeführern eingereichten Antrag vom 31. Januar 2022 auf verstärkte sonderpädagogische 
Massnahmen in einem standardisierten Abklärungsverfahren (Art. 3 des kantonalen Reglements 
über die Sonderpädagogik vom 16. Dezember 2019 [SPR; SGF 411.5.11]) geprüft hat. Die entspre-
chende Stellungnahme des SoA über den Entscheid der vorgesehenen Massnahmen wurde den 
Beschwerdeführern am 16. März 2022 zugestellt, mit dem Hinweis, dass sie innert 10 Tagen die 
Möglichkeit hätten, ihr rechtliches Gehör wahrzunehmen und sie sich schriftlich oder telefonisch bei 
der Sonderschulinspektorin melden könnten, um zu den vom SoA vorgeschlagenen Massnahmen 
Stellung zu beziehen; danach werde der definitive Entscheid gefällt. Den Beschwerdeführern wurde 
mit der Stellungnahme transparent kommuniziert, welche verstärkten sonderpädagogischen Mass-
nahme für ihren Sohn vorgesehen seien; nämlich dass A.________ eine sonderpädagogische 
Unterstützungsmassnahme für die Dauer von einem Jahr ab dem Schuljahr 2022/2023 erhalte, aber 
in der Regelklasse verbleibe. Die ihnen gebotene Gelegenheit, sich hierzu mündlich oder schriftlich 
zu äussern (vgl. Art. 57 Abs. 2 VRG; Art. 58 Abs. 2 SPR) und insbesondere gegebenenfalls auch 
nachzufragen, auf welche Akten sich die Stellungnahme stütze, haben sie nicht wahrgenommen. 
Am 20. April 2022 wurde den Beschwerdeführern folglich der Entscheid der Sonderschulinspektorin 
mit den zuvor kommunizierten Massnahmen zugestellt. Die Beschwerdefrist haben die Beschwerde-
führer ebenfalls nicht wahrgenommen, weshalb der Entscheid in Kraft getreten ist. Indem sie nun im 
Nachhinein eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts und damit ihres rechtlichen Gehörs rügen, 
sind sie nicht zu hören; so wurde den Beschwerdeführern, wie dargelegt, mehrfach die Möglichkeit 
zur Stellungnahme und damit verbunden das Recht auf Akteneinsicht gegeben. Es hätte somit an 
ihnen gelegen, dieses wahrzunehmen und insbesondere nachzufragen, worauf sich die Einschät-
zungen des SoA stützen.  

3.4. Was die Rüge betrifft, die Entscheidungen der Vorinstanz würden auf einer ungenügenden 
Aktenlage beruhen und der Sachverhalt sei folglich unrichtig erstellt worden, legen die Beschwerde-
führer nicht schlüssig dar, welche Akten aus ihrer Sicht fehlen würden. Soweit sie rügen, dass sich 
die Vorinstanz mit den wesentlichen Fragen und den relevanten Tatsachen nicht auseinanderge-
setzt habe, ist zudem darauf hinzuweisen, dass die Behörden ihren Entscheid – anhand der für sie 
wesentlichen Sachverhaltselemente, ohne sich dabei mit jedem Parteistandpunkt auseinanderzu-
setzen – fällen und darauf gestützt begründen kann (vgl. BGE 132 II 257 E. 4.2). Vorliegend war den 
Beschwerdeführern die rechtliche und sachliche Grundlage genügend bekannt und diese vermoch-
ten ihren Standpunkt auch rechtsgenüglich einzubringen und eine umfassende Beschwerde zu erhe-
ben. Die Vorinstanz hat demnach mit ihrem Entscheid das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer 
nicht verletzt.  

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4.

In materieller Hinsicht ist streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid 
vom 28. Juli 2022 das Gesuch der Beschwerdeführer um Übernahme der Kosten für eine auf die 
spezifischen Bedürfnisse ihres Sohnes zugeschnittene Sonderschule für Hochbegabte bzw. für 
dessen Besuch an der privaten Tagesschule E.________ ab dem 9. Mai 2022 zu Recht abgelehnt 
hat.

4.1. Die Vorinstanz begründete die Ablehnung des Gesuches insbesondere damit, dass grund-
sätzlich integrative Lösungen sowie die Nähe zum Schulort Vorrang hätten. Sie führte aus, dass 
wenn der Kanton über keine Institution verfügen sollte, die den Bedürfnissen des Schülers gerecht 
werde, eine ausserkantonale Schule besucht werden könne, sofern diese von ihm anerkannt sei. 
Bei der Tagesschule E.________ handle es sich jedoch um eine auf dem Montessori-Prinzip basier-
te private Grundschule, die auf Kinder ohne sonderpädagogische Bedürfnisse ausgerichtet sei und 
deshalb im Bereich Sonderpädagogik nicht auf der Liste der anerkannten Institutionen stehe. Das 
Gesetz halte zudem ausdrücklich fest, dass die Eltern die Schulkosten ihres Kindes in einer Privat-
schule selber zu tragen hätten. Die unabhängige Abklärungsstelle des SoA habe den besonderen 
Bildungsbedarf von A.________ durchaus anerkannt und er hätte ab dem nächstem Schuljahr 
Anspruch auf integrative verstärkte sonderpädagogische Massnahmen mit individuellem Förderplan 
und angepasster Beurteilung gehabt. Die Vorinstanz habe verschiedene Massnahmen vorgeschla-
gen, um auf die besonderen Bedürfnisse von A.________ zu reagieren. Indem die Beschwerdefüh-
rer jedoch eigenmächtig beschlossen hätten, ihn in die Tagesschule E.________ einzuschulen, 
habe die Wirksamkeit und Angemessenheit der vorgeschlagenen Lösungen gar nie beurteilt werden 
können. Das Gesuch um die Übernahme der Schulkosten für die private Tagesschule E.________ 
bzw. auch einer anderen spezialisierten Schule sei deshalb abzuweisen. Schliesslich könne der 
Sohn der Beschwerdeführer auch jederzeit in die öffentliche Schule zurückkehren; diesfalls werde 
seine Situation regelmässig evaluiert, um die Massnahmen gegebenenfalls anzupassen.

Die Beschwerdeführer bringen dagegen in ihrer Beschwerde zunächst vor, dass A.________ 
aufgrund seiner Hochbegabung, des ADHS und den weiteren relevanten Behinderungen einen 
Anspruch auf spezielle Förderung sowie sonderpädagogische Massnahmen habe, da er die 
Bildungsziele in der Volksschule nicht erreichen könne. Obwohl das SoA seine besonderen Bedürf-
nisse anerkenne, verweigere es verstärkte sonderpädagogische Massnahmen in Form einer 
Sonderbeschulung. A.________ habe aufgrund seiner Hochbegabung Anspruch auf eine spezielle 
Förderung und benötige eine Sonderbeschulung. Vorliegend hätte es sich um eine Notsituation 
gehandelt und da die Schule nicht reagiert habe, hätten sie mit der Tagesschule E.________ eigens 
eine Lösung gefunden. Dass die Vorinstanz sich nun auf den Standpunkt stelle, sie hätten "selbst-
herrlich" eine private Lösung gesucht, weshalb die Kosten nicht übernommen werden, sei rechts-
missbräuchlich. Demnach sei die Vorinstanz zu verpflichten, die Beschulung von A.________ in 
einer auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Sonderschule für Hochbegabte sicher zu stellen und 
die notwendigen Kosten dafür zu übernehmen. Bis eine passende Schule gefunden sei, seien die 
Kosten der privaten Tagesschule E.________ (rückwirkend ab dem 9. Mai 2022) zu übernehmen. 
Eventualiter seien die Kosten der Tagesschule E.________ bis auf weiteres zu übernehmen. 

4.2. Art. 19 BV gewährleistet den Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschul-
unterricht, wofür gemäss Art. 62 Abs. 1 BV die Kantone zuständig sind. Dieser Unterricht muss für 
den Einzelnen angemessen und geeignet sein; er soll genügen, um die Schüler sachgerecht auf ein 
selbstverantwortliches Leben im modernen Alltag vorzubereiten (BGE 141 I 9 E. 3.2; 133 I 156 

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E. 3.1). Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder Aufsicht. 
An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich (Art. 62 Abs. 2 zweiter und dritter Satz BV).

Behinderte haben in diesem Rahmen einen Anspruch auf geeignete Sonderschulung (BGE 130 I 
352 E. 3.3). So haben nach Art. 62 Abs. 3 BV die Kantone auch für eine ausreichende Sonderschu-
lung aller behinderten Kinder und Jugendlichen bis längstens zum vollendeten 20. Lebensjahr zu 
sorgen (vgl. auch BGE 140 I 153 E. 2.3.4). Dabei haben sie darauf zu achten, diesen Kindern und 
Jugendlichen einen Grundschulunterricht zu ermöglichen, der ihren besonderen Bedürfnissen ange-
passt ist (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von 
Menschen mit Behinderungen vom 13. Dezember 2002; Behindertengleichstellungsgesetz [BehiG; 
SR 151.3]; vgl. auch BGE 141 I 9 E. 3.2). Sie fördern, soweit dies möglich ist und dem Wohl des 
behinderten Kindes oder Jugendlichen entspricht, mit entsprechenden Schulungsformen die Inte-
gration behinderter Kinder und Jugendlicher in die Regelschule (Art. 20 Abs. 2 BehiG).

Auch bei hochbegabten Kindern kann sich unter Umständen ein Anspruch auf einen besonderen, 
ihren Fähigkeiten angepassten Unterricht aus Art. 19 BV ergeben. Allerdings wird gemäss der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung Art. 19 BV nicht verletzt, wenn (auch) hochbegabte Kinder ihre 
Förderung grundsätzlich im Rahmen der Regelklasse erhalten; es besteht somit kein Anspruch auf 
die Übernahme von Kosten einer privaten Förderung, wenn der Schüler auch an einer öffentlichen 
Schule hinreichend gefördert werden kann (WYTTENBACH, in Basler Kommentar, Bundesverfassung, 
2015, Art. 19 N. 17). Auch kann ein hochbegabter Schüler, der in der Schule unterfordert ist, soziale 
Schwächen hat und dessen Befindlichkeit verschlechtert ist, nicht als behindert im Sinne des BehiG 
bezeichnet werden; entsprechend können aus dem BehiG keine Ansprüche auf spezielle Schulung 
abgeleitet werden (Urteil BGer 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 3.4). Der Anspruch auf besondere 
Leistungen geht diesbezüglich letztlich weniger weit als bei (lern-)behinderten oder lernschwachen 
Kindern und Jugendlichen (WYTTENBACH, in Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, Art. 19 
N. 17; vgl. auch Urteile BGer 2P.150/2003 vom 16. September 2003 E. 4.3; 2C_930/2011 vom 
1. Mai 2012 E. 3.3 f.).

4.2.1. Im Rahmen dieser Grundsätze verfügen die Kantone praxisgemäss über einen erheblichen 
Gestaltungsspielraum (Art. 46 Abs. 3 BV; BGE 138 I 162 E. 3.2 und 3.3; 133 I 156 E. 3.1; 130 I 352 
E. 3.2). Der verfassungsrechtliche Anspruch umfasst, wie erwähnt, nur ein angemessenes, erfah-
rungsgemäss ausreichendes Bildungsangebot an öffentlichen Schulen. Ein darüberhinausgehendes 
Mass an individueller Betreuung, das theoretisch immer möglich wäre, kann mit Rücksicht auf das 
staatliche Leistungsvermögen nicht eingefordert werden (BGE 130 I 352 E. 3.3; Urteil BGer 
2C_10/2016 vom 18. Juli 2016 E. 2.1). Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen 
Grundschulunterricht ist nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf die optimale bzw. geeignetste 
Schulung eines Kindes (vgl. Urteil BGer 2C_10/2016 vom 18. Juli 2016 E. 2.1; BGE 141 I 9 E. 3.3; 
138 I 162 E. 3.2, mit zahlreichen Hinweisen). Der verfassungsmässige Anspruch auf staatliche Leis-
tung betrifft nur die Grundschule und wird verletzt, wenn die Ausbildung des Kindes in einem Masse 
eingeschränkt wird, dass die Chancengleichheit nicht mehr gewährleistet ist, bzw. wenn es Lernin-
halte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung als unverzichtbar gelten (vgl. BGE 146 
I 20 E. 4.2 mit Hinweisen, 141 I 9 E. 3.3). 

4.2.2. Gestützt auf die verfassungsrechtlichen Grundsätze hinsichtlich des ausreichenden und 
unentgeltlichen Grundschulunterrichts sieht auf kantonaler Ebene auch Art. 10 Abs. 1 SchG vor, 
dass der Besuch der öffentlichen Schule unentgeltlich ist. Art. 3 Abs. 1 lit. c SPG hält zudem den 
Grundsatz der Unentgeltlichkeit in der Sonderpädagogik fest, unter dem Vorbehalt, dass gemäss 
Art. 42 SPG von den Eltern oder den volljährigen Schülern eine finanzielle Beteiligung verlangt 

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werden kann. Art. 43 SPR bestimmt zudem, dass die Eltern den Leistungsanbieter nicht frei wählen 
können; die Art. 50 und 60 SPR bleiben vorbehalten (Abs. 1). Zudem können nur die Kosten für 
Massnahmen übernommen werden, die von Leistungsanbietern, die von der Direktion anerkannt 
und zugelassen sind, erbracht werden (Abs. 2). Nach Art. 79 SchG tragen jedoch die Eltern die 
Schulkosten ihres Kindes in einer Privatschule (Abs. 1). Der Staat leistet keinen Beitrag an die Privat-
schulen (Abs. 2).

4.3. Soweit die Beschwerdeführer nun rügen, dass ihr Sohn in der öffentlichen Schule die 
Bildungsziele nicht erreiche, und die Volksschule keine optimale Lernumgebung bieten könne, die 
seinen Bedürfnissen aufgrund seiner Hochbegabung gerecht werde, ist vorweg daran zu erinnern, 
dass aus Art. 19 BV wie erwähnt kein Anspruch auf die optimale bzw. geeignetste überhaupt denk-
bare Schulung eines Kindes abgeleitet werden kann. Auch wenn die Beschwerdeführer geltend 
machen, dass die Tagesschule E.________ perfekt auf die Bedürfnisse von A.________ zuge-
schnitten sei, er wieder gerne zur Schule gehe und sich wohl fühle (vgl. auch die Stellungnahme der 
Beschwerdeführer vom 22. Dezember 2022 mit dem Zwischenbericht der Tagesschule E.________ 
vom 3. Dezember 2022), kann daraus kein Anspruch auf Kostenübernahme des Schulbesuchs an 
dieser Tagesschule geltend gemacht werden. So haben gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b SPG insbeson-
dere integrative Lösungen sowie die Nähe des Angebots zum Schulort Vorrang. Aus dem alleinigen 
Umstand, dass der Sohn die auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Förderung gemäss der Vorin-
stanz grundsätzlich im Rahmen der Regelklasse erhalten soll, kann somit nicht bereits auf eine 
Verletzung des Anspruchs auf unentgeltlichen Grundschulunterricht geschlossen werden (vgl. 
WYTTENBACH, in Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, Art. 19 N. 17). Weiter handelt es sich 
bei der Tagesschule E.________ unbestrittenermassen um eine Privatschule, weshalb sich die 
beantragte Übernahme der Kosten grundsätzlich nicht auf den Anspruch auf unentgeltlichen Grund-
schulunterricht stützen lässt. Vielmehr sind diese Kosten gestützt auf Art. 79 SchG (in aller Regel) 
durch die Eltern selbst zu tragen. Dieses Prinzip wurde vom Grossrat des Kantons Freiburg bestätigt, 
indem das Wort "öffentlich" in mehrere Gesetzesartikel eingefügt wurde, namentlich in Art. 3 Abs. 1 
lit. a, Art. 6 und Art. 29 SPG (vgl. Grosser Rat des Kantons Freiburg nach Einsicht in die Botschaft, 
Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Sonderpädagogik, vom 24. Juni 2022, abrufbar unter 
https://bdlf.fr.ch/app/de/change_documents/4042, letztmals besucht am 20. Februar 2023). Diese 
Kosten lassen sich in casu sodann auch nicht nach Art. 37 Abs. 1 SPG auf das Gemeinwesen über-
wälzen, da die Tagesschule E.________ vom Kanton Freiburg zwar als Privatschule, nicht jedoch 
als Leistungsanbieter im Sonderschulbereich anerkannt ist (vgl. dazu Liste der Leistungsanbieter im 
Schulbereich unter https://www.fr.ch/de/bildung-und-schulen/obligatorische-schule/schuelerinnen-
und-schueler-mit-besonderem-bildungsbedarf, letztmals besucht am 20. Februar 2023). 

4.4. Wie die Beschwerdeführer korrekt ausführen, könnte eine Kostenübernahme für den Besuch 
einer privaten Schule ausnahmsweise dann in Frage kommen, wenn im spezifischen Fall an öffent-
lichen Schulen kein ausreichendes schulisches Angebot zur Verfügung steht (vgl. Urteile BGer 
2C_364/2016 vom 2. Februar 2017 E. 4.1.2, 2C_405/2016 vom 9. Januar 2017 E. 4.2, beide mit 
Hinweis auf AESCHLIMANN-ZIEGLER, Der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grund-
schulunterricht von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung, 2011, S. 203; vgl. auch Urteil 
VGer ZH VB.2021.00768 vom 17. März 2022). Unterhält der Staat jedoch ein geeignetes und zumut-
bares Angebot, ist er selbst dann nicht verpflichtet, eine private Lösung zu finanzieren, wenn dort 
ein noch besserer Unterricht zur Verfügung stünde (UEBERSAX, Der Anspruch Behinderter auf 
ausreichende Grund- und Sonderschulung, in Riemer-Kafka [Hrsg.], Kinder und Jugendliche mit 
Behinderungen, 2011, S. 46; vgl. auch Urteil BGer 2C_405/2016 vom 9. Januar 2017 E. 4.2). 

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Melden die Eltern ihr Kind eigenmächtig in einer Privatschule an, wird der Kanton bzw. die Gemeinde 
nach der Rechtsprechung nur dann zahlungspflichtig, wenn es die Schule versäumt hat, eine 
notwendige Massnahme anzuordnen, so dass die privaten Massnahmen unerlässlich waren (siehe 
Urteile VGer Zürich VB.2016.00631 vom 3. Mai 2017 E. 3.3; VB.2012.00340 vom 22. August 2012 
E. 3.3.2; VB.2010.00317 vom 24. November 2010 E. 2.2). Es kann nicht sein, dass es Eltern in der 
Hand haben, die Bezahlung einer Privatschule zu erzwingen, indem sie ohne Not eine entsprechen-
de Anmeldung vornehmen und die Behörden vor vollendete Tatsachen stellen. Gemäss der Recht-
sprechung gilt es dabei aus der Sicht vor und nicht nach dem Eintritt in eine Privatschule zu über-
prüfen, ob diese Schulung notwendig und richtig war. Aus einem allfälligen Erfolg einer Privatschu-
lung darf nicht im Nachhinein auf deren Notwendigkeit geschlossen werden (vgl. Urteil KG FR 601 
2017 132 vom 13. Oktober 2017 E. 5a, mit zahlreichen Hinweisen).

Es ist damit weiter nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz mit den insbesondere vorgeschlagenen 
verstärkten sonderpädagogischen Massnahmen ihre Pflicht zur besonderen Förderung von 
A.________ wahrgenommen hat, bzw. ob die eigenmächtige Anmeldung von ihm an der Tages-
schule E.________ durch die Beschwerdeführer im Sinne einer ultima ratio – aufgrund einer Kindes-
wohlgefährdung und mithin aufgrund einer Notlage, wie dies die Beschwerdeführer geltend machen 
– erfolgte. 

4.5. Der Kanton regelt in Art. 35 SchG i.V.m. Art. 90 bis Art. 92 des kantonalen Reglements zum 
Gesetz über die obligatorische Schule vom 19. April 2016 (SchR; SGF 411.0.11) die Unterstützungs-
massnahmen für hochbegabte Schüler. Demnach können Schülern, die von einer von der Direktion 
anerkannten Fachperson als hochbegabt eingestuft werden, ein individueller Förderplan mit diffe-
renzierten Lernzielen angeboten werden (Art. 90 Abs. 1 SchR). Die individuellen Lernziele nach 
Vorgabe der im Lehrplan festgelegten Ziele tragen den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schüler 
Rechnung. Die Beurteilung der Schulleistungen bezieht sich auf die im individuellen Förderplan fest-
gelegten Ziele (Art. 90 Abs. 2 SchR). Weiter sieht Art. 92 Abs. 1 SchR vor, dass den Schülern, 
welche die Ziele des Lehrplans deutlich übertreffen und über die nötige Reife verfügen, erlaubt 
werden kann, während oder am Ende des Schuljahres den Zyklus zu verkürzen, wenn anzunehmen 
ist, dass sie in der höheren Klasse keine grösseren Schwierigkeiten haben werden. Eine Zyklusver-
kürzung ist während der gesamten obligatorischen Schulzeit nur einmal möglich (Art. 92 Abs. 2 
SchR). Ergänzend hat der Kanton Freiburg den Leitfaden "Hochbegabtenförderung" erlassen (online 
unter https://www.fr.ch/sites/default/files/2019-08/Leitfaden%20Hochbegabtenf%C3%B6rderung_
20181113.pdf, letztmals besucht am 20. Februar 2023). Dieser sieht ebenfalls vor, dass potentiell 
hochbegabte Schüler mittels eines Testverfahrens durch eine von der Direktion für Erziehung, Kultur 
und Sport (EKSD) anerkannte Fachperson abgeklärt werden. Wird dabei eine Hochbegabung aner-
kannt, bietet die Schule verschiedene Unterstützungs- und Fördermassnahmen, um diese Schüler 
individuell zu unterstützen. 

4.6. Vorliegend wurde der Sohn der Beschwerdeführer im Dezember 2020 durch eine Psycholo-
gin abgeklärt, wobei bei ihm ein heterogenes Profil mit ADHS und Hochbegabung diagnostiziert und 
darauf gestützt namentlich eine Zyklusverkürzung empfohlen wurde (vgl. auch Art. 30 SPG i.V.m. 
Art. 51 ff. SPR für das Verfahren). Die Schuldirektorin hat diese besonderen Bedürfnisse anerkannt 
und im Einverständnis mit den Beschwerdeführern auch sofort reagiert; so wurde am 23. März 2021 
die empfohlene Massnahme der Zyklusverkürzung, das heisst ein Übertritt von A.________ im 
Schuljahr 2020/2021 von der Klasse 2H in die Klasse 3H, beschlossen. Die Situation stabilisierte 
sich jedoch nur wenig und A.________ hatte nach wie vor grosse Mühe, mit Emotionen und Frustra-
tionen umzugehen und sich an Regeln zu halten. Es kam deshalb öfters zu Konfliktsituationen. 
Aufgrund diverser Vorkommnisse machte die Schule zudem eine Gefährdungsmeldung an das Frie-

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densgericht, um insbesondere auch die Situation zu Hause etwas zu stabilisieren. Ferner meldete 
sie A.________ am 13. April 2021 für den psychomotorischen Dienst an. 

Nach dem Übertritt in die Klasse 4H stellte die Klassenlehrperson in Vereinbarung mit den 
Beschwerdeführern am 31. Januar 2022 einen Antrag auf verstärkte sonderpädagogische Massnah-
men an das SoA. Nach eingehender Prüfung empfahl die Abklärungsstelle des SoA mit Stellung-
nahme vom 15. März 2022, dass A.________ in der Regelklasse verbleibe, jedoch durch integrative 
sonderpädagogische Massnahmen unterstützt werden solle. Ebenfalls wurden Ende März 2022, als 
erneute Sofortmassnahme, zusätzliche SED Lektionen zugesprochen, um ihn individuell im fachli-
chen Bereich wie auch in den überfachlichen Kompetenzen zu fördern. Nach unbenutztem Ablauf 
der Frist zur Stellungnahme bestätigte die Schulinspektorin den Beschwerdeführern am 20. April 
2022 die vom SoA empfohlenen Massnahmen schriftlich, nämlich die Gewährung einer verstärkten 
sonderpädagogischen Massnahme in der Regelschule sowie die Aufnahme von A.________ im 
Atelier+ für das Schuljahr 2022/2023. Damit verbunden werde ein individueller Förderplan für ihn 
erarbeitet und seine Lernziele individuell angepasst. Neben den integrativen Massnahmen wurden 
die Beschwerdeführer auch auf die Möglichkeit von separativen Massnahmen hingewiesen, für den 
Fall, dass die Situation in der Regelklasse nicht mehr tragbar sein sollte. Wie die Beschwerdeführer 
ausführen und aus den Akten hervorgeht, war eine Beschulung von A.________ in der Relaisklasse 
(vgl. Art. 97 SchR) zum gegebenen Zeitpunkt (Frühling 2022) nicht möglich, da es bis im Sommer 
2022 keinen Platz hatte. Hingegen hat die Schule die Einschulung in eine Tagesklinik vorgeschla-
gen, um eine schnelle provisorische separative Lösung zu finden. Dies wurde von den Beschwerde-
führern jedoch abgelehnt (Notizen Elterngespräch vom 5. Mai 2022). Ebenfalls stand auch ein Schul-
wechsel von A.________ ab der Klasse 5H nach G.________ zur Option (siehe E-Mail der Schuldi-
rektorin vom 15. November 2022); auch dies fand jedoch keine Folge. 

4.7. Dem Gesagten nach ist ersichtlich, dass die Schule durchaus Massnahmen vorgeschlagen 
hat; diese kamen jedoch aufgrund der Ablehnung durch die Eltern bzw. insbesondere des von ihnen 
eigenmächtig vorgenommenen Wechsels von A.________ in die Tagesschule E.________ nicht 
zum Tragen. Die Mitteilung der Beschwerdeführer vom 6. Mai 2022 an die Klassenlehrperson, dass 
ihr Sohn per 9. Mai 2022 in die Tagesschule E.________ wechsle, kann somit nicht anders verstan-
den werden, als dass von den Beschwerdeführern ein weiteres Handeln durch die Schule nicht mehr 
erwünscht war. Durch den vorzeitigen Entschluss, A.________ definitiv an der Tagesschule 
E.________ einzuschulen, ohne die gemeinsame Suche nach geeigneten Alternativen an öffentli-
chen Schulen weiterzuführen, setzten sich die Beschwerdeführer über die gemeinsame Zusammen-
arbeit hinweg. Insbesondere konnten, wie dargelegt, sowohl die vom 20. April 2022 vom SoA bewil-
ligten verstärkten sonderpädagogischen Massnahmen und die Aufnahme im Atelier+ als auch ein 
allfälliger Schulwechsel nach G.________ aufgrund des vorzeitigen Abbruchs der Zusammenarbeit 
und der Einschulung von A.________ in die Tagesschule E.________ weder präzisiert noch umge-
setzt werden, womit eine Beurteilung der Wirksamkeit und Angemessenheit zu keinem Zeitpunkt 
erfolgen konnte und auch nachträglich nicht mehr erfolgen kann (vgl. auch Urteile BGer 
2C_528/2012 vom 2. November 2012 E. 3.2; KG FR 601 2017 132 vom 13. Oktober 2017 E. 5d; 
VGer ZH VB.2021.00768 vom 17. März 2022 E. 3.4). Ferner ist auch zu beachten, dass gemäss 
den Ausführungen der Vorinstanz die Schule für alle Lehrpersonen eine Weiterbildung zur Förde-
rung von hochbegabten Schülern durchgeführt hat und die Lehrpersonen von A.________ durch 
externe Fachpersonen speziell gecoacht wurden. Ausserdem haben mehrere Gespräche zwischen 
externen Fachstellen, den Beschwerdeführern und der Schule stattgefunden, um die Situation 
laufend zu analysieren und gegebenenfalls anzupassen. Auch wurde die Stellungnahme des SoA 
zuhanden der Schulinspektorin vom 15. März 2022 mit der Empfehlung des Verbleibs in der Regel-

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klasse mit einer integrativen sonderpädagogischen Unterstützungsmassnahme den Eltern zuge-
stellt, diese haben sich aber hierzu nicht geäussert. Die Klassenlehrerin konnte zudem ein gutes 
Vertrauensverhältnis zu A.________ aufbauen (vgl. auch Antrag auf verstärkte sonderpädagogische 
Massnahmen vom 31. Januar 2022 und E-Mail der Schulleiterin vom 15. November 2022). Entgegen 
der Behauptungen der Beschwerdeführer trifft es somit nicht zu, dass ihre Anliegen nicht ernst 
genommen wurden bzw. die Schule untätig geblieben sei. Die Schule bzw. die Vorinstanz haben mit 
den angebotenen Massnahmen ihre Pflicht zur besonderen Förderung von A.________ genügend 
wahrgenommen. 

5.

5.1. Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, es liege eine Kindeswohlgefährdung vor, 
weshalb es sich um eine Notlage gehandelt hätte und sofortiges Handeln nötig gewesen wäre. Es 
sei die Pflicht der Schule, überdurchschnittliche Fähigkeiten frühzeitig zu erkennen und angemessen 
zu fördern. Falls der Staat keine passenden Schulen hätte oder, wie vorliegend, keinen Platz anbie-
ten könne, müsse er die Kosten für die Finanzierung einer Privatschule übernehmen. Vorliegend sei 
das Kindeswohl von A.________ äusserst gefährdet; er leide aufgrund der Situation an der öffentli-
chen Schule an einer fortgeschrittenen Depression, weshalb er sich zurückziehe, Suizidgedanken 
habe, die Schule verweigere und an Essstörungen leide. Die Beschwerdeführer hätten folglich richtig 
gehandelt und ihren Sohn in einer Privatschule eingeschult, da es sich um eine Notsituation gehan-
delt habe und staatliche Spezialschulen fehlten bzw. die Schule nichts unternommen hätte. 

5.2. Soweit die Beschwerdeführer nun geltend machen, das Kindeswohl von A.________ sei 
massiv gefährdet gewesen und es habe sich um eine Notlage gehandelt, weshalb sie ihn in die 
Tagesschule E.________ eingeschult hätten und die Schule nun die Kosten zu übernehmen habe, 
ist ihnen entgegenzuhalten, dass die Kostenübernahme einer Privatschulung durch die öffentliche 
Hand wie erwähnt nur als ultima ratio in Betracht kommt. So käme eine allfällige Kostenbeteiligung 
für den Unterricht eines hochbegabten Kindes an einer Privatschule regelmässig erst dann in Frage, 
wenn das Förderangebot der Volksschule ausgeschöpft worden ist (siehe Urteil VGer ZH 
VB.2001.00334 vom 19. Dezember 2001 E. 4a/cc; RÜSSLI, Begabtenförderung an öffentlichen Schu-
len, in ZBl 104/2003 352 ff.; FRÜH, Die UNO-Kinderrechtskonvention, Ihre Umsetzung im schweize-
rischen Schulrecht, insbesondere im Kanton Aargau, 2007, S. 120, 155). Eine Notstandsituation ist 
jedoch mit äusserster Zurückhaltung anzunehmen. Eine zurückhaltende Anwendung des 
"Notstandsrechts" auf eigenmächtigen Schulwechsel dient auch dem Zweck, die Schaffung vollen-
deter Tatsachen durch eine dafür nicht zuständige Privatperson zu verhindern; im Regelfall soll 
aufgrund eines eingehenden Beweisverfahrens durch staatliche Behörden geklärt werden, ob die 
Voraussetzungen für einen Schulwechsel gegeben sind (vgl. Urteil BGer 2C_561/2018 vom 
20. Februar 2019 E. 3.4 ff.). Indem die Beschwerdeführer nun vorbringen, dass eine eigenmächtige 
Platzierung durch die Eltern aufgrund der Kindeswohlgefährdung durch das Bundesgericht 
geschützt sei, und sich hierfür insbesondere auf das Urteil BGer 2C_561/2018 vom 20. Februar 
2019 beziehen, verkennen sie, dass eine solche Umplatzierung stets nur in Kooperation und Abspra-
che mit der Schule zu erfolgen hat (siehe Art. 28 ff. SPG i.V.m. 51 SPR; vgl. auch RÜSSLI, Begabten-
förderung an öffentlichen Schulen, in ZBl 104/2003 352 ff., wonach Gesuche um Kostenübernahme 
regelmässig abgelehnt wurden, wenn Eltern ihre Kinder ohne Rücksprache mit der Schule an Privat-
schulen angemeldet haben). Nur wenn ein längeres Zuwarten aufgrund der akuten Gefährdung des 
Wohls des Kindes und einer länger anhaltenden pflichtwidrigen Untätigkeit der Schulbehörden nicht 
weiter zugemutet werden kann, ist die Befugnis zu einem eigenmächtigen Schulwechsel ausnahms-
weise zu bejahen (siehe Urteil BGer 2C_561/2018 vom 20. Februar 2019 E. 3.4). Dies ist in casu 
offensichtlich nicht der Fall. Die Schule war über die Situation im Klaren und es kann ihr keine pflicht-

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widrige Untätigkeit vorgeworfen werden; so wurden doch seitens der Schule verschiedene integra-
tive wie auch separative Massnahmen vorgeschlagen und teilweise bereits bewilligt. Auch befinden 
sich in den Akten keine ärztlichen Berichte über eine Notsituation hinsichtlich des Kindeswohls. Die 
Beschwerdeführer wären verpflichtet gewesen, in gegenseitiger Absprache mit der Schule eine auf 
die Bedürfnisse des Kindes zugeschnittene Lösung des Problems zu finden, wobei von Seiten der 
öffentlichen Schule – wie oben dargelegt – keine optimale, sondern "nur" eine ausreichende Beschu-
lung sicherzustellen ist. Etwas anderes ergibt sich überdies auch nicht aus dem Urteil VGer Zürich 
VB.2021.00768 vom 17. März 2022, auf das sich die Beschwerdeführer stützen. Sie verkennen, 
dass es sich im angegebenen Entscheid nicht um ein Kind mit Hochbegabung, sondern um ein Kind 
mit grossen Lerndefiziten handelte. Weiter wurden im angegebenen Fall die von der Schule vorge-
schlagenen Lösungen ausprobiert und es wurde in Zusammenarbeit mit Fachleuten und der Schule 
sowie aufgrund der schwierigen Umstände entschieden, das Kind in eine Privatschule einzuschulen. 

Hingegen ist vorliegend das Vorpreschen durch die Beschwerdeführer, indem sie eigenmächtig 
entschieden haben, ihren Sohn in eine Privatschule einzuschulen, nachdem sie zuvor zu den vorge-
schlagenen Massnahmen gar nicht Stellung bezogen haben, nicht zu schützen und sie haben folg-
lich keinen Anspruch, dass der Kanton die Kosten für die Beschulung von A.________ an der priva-
ten Tagesschule E.________ übernimmt.

6.

6.1. Schliesslich tragen die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde vor, dass eine Sonderschule 
(separativ) für ihren Sohn unerlässlich sei; die vom SoA vorgeschlagenen Massnahmen seien nicht 
geeignet, um die Kindeswohlgefährdung abzuwenden. Entgegen der Einschätzung der Vorinstanz 
reichten ein paar integrative Sonderschulstunden vorliegend nicht aus und es seien separierende 
Lösungen notwendig. Auch seien gemäss dem Sonderpädagogik-Konzept des Kantons Freiburg 
separative Massnahmen einzuleiten, wenn integrative Massnahmen nicht mehr sinnvoll erschienen 
(vgl. Sonderpädagogik-Konzept https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/osso/_www/files/pdf73/
dt_concept_pedagogie_specialisee_2015.pdf , 2015, S. 16, letztmals besucht am 20. Februar 
2023). Dies sei in casu der Fall, weshalb der Kanton die Kosten für die ausserkantonale Beschulung 
in einer auf die besonderen Bedürfnisse von Hochbegabten zugeschnittenen Sonderschule oder 
aber für die Beschulung in der Tagesschule E.________ zu übernehmen habe. 

6.2. Nach dem Vorgesagten kann indes nicht geschlossen werden, dass der Schritt zu einer 
separativen Beschulung unerlässlich war; dies gilt umso mehr, weil die integrativen Lösungen und 
Fördermassnahmen gar nicht erst ausprobiert werden konnten. Zudem wird erneut daran erinnert, 
dass grundsätzlich integrative den separativen Massnahmen vorzuziehen sind (siehe Art. 3 Abs. 1 
lit. b SPG; vgl. auch BGE 141 I 9 E. 4.3.1.; Urteil VGer ZH VB.2021.00768 vom 17. März 2022 E. 3.1 
mit Hinweisen). Wie schon erwähnt oblag es den Beschwerdeführern, in Zusammenarbeit mit der 
Schule und den Fachstellen, welche sich durchaus lösungsbereit zeigten, weiter nach einer geeig-
neten Lösung zu suchen. Die eigenmächtige Anmeldung von A.________ durch die Eltern an der 
Tagesschule E.________ mag zwar durchaus nachvollziehbar sein bzw. stand ihnen ohne weiteres 
offen; an diesen Schritt knüpft jedoch an, dass die Eltern für die entsprechenden Kosten dieser 
Privatschule nach Art. 79 SchG selbst aufzukommen haben. Daran ändert schliesslich nichts, dass 
sich A.________ an der Privatschule erfreulicherweise positiv entwickelt habe. Der Entscheid der 
Beschwerdeführer, A.________ eigenmächtig an einer Privatschule einzuschulen, ist aus diesem 
Grund als Verzicht auf die staatlichen Leistungen zu werten, welche ihnen beim Besuch der öffent-
lichen Schule zuteilwürden (vgl. Urteile BGer 2C_405/2016 vom 9. Januar 2017 E. 4.6; KG FR 601 
2017 132 vom 13. Oktober 2017 E. 5e).

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Ferner handelt es sich bei der Tagesschule E.________ wie erwähnt um eine ordentliche private 
Schule, die nicht auf Hochbegabte oder auf Kinder mit ADHS spezialisiert ist, und die vom Kanton 
auch nicht als sonderpädagogische Einrichtung anerkannt ist (https://www.fr.ch/de/bildung-und-
schulen/obligatorische-schule/schuelerinnen-und-schueler-mit-besonderem-bildungsbedarf, letzt-
mals besucht am 20. Februar 2023). 

6.3. Insgesamt hat die Vorinstanz demnach das Gesuch der Beschwerdeführer um Übernahme 
der Kosten für den Besuch von A.________ an der privaten Tagesschule E.________ ab dem 9. Mai 
2022 zu Recht abgelehnt. 

Soweit die Beschwerdeführer überdies in ihrer Beschwerde beantragen, dass der Kanton verpflichtet 
sei, die Beschulung von A.________ in einer auf seine besonderen Bedürfnisse zugeschnittenen 
Sonderschule für Hochbegabte (und nicht in der Tagesschule E.________) sicherzustellen und 
dafür die notwendigen Kosten zu übernehmen, ist darauf hinzuweisen, dass sie dies in ihrer 
Beschwerde kaum weiter begründen. Vielmehr zielt ihre weitschweifige Begründung in der 
Beschwerde darauf ab, dass die Kosten für die private Tagesschule E.________ ab dem 9. Mai 
2022 und bis auf weiteres zu übernehmen seien. Soweit auf diesen Antrag überhaupt einzutreten 
ist, kann indes sinngemäss auf die obigen Ausführungen verwiesen werden, wonach namentlich die 
separative Beschulung von den Beschwerdeführern eigenmächtig entschieden wurde und die von 
der Schule vorgeschlagenen kantonalen Massnahmen nicht ausprobiert werden konnten. Es kann 
daher nicht geschlossen werden, dass ausnahmsweise eine ausserkantonale Beschulung zwingend 
erforderlich wäre, um den Anspruch auf genügenden Grundschulunterricht zu erfüllen.

7.

Im Ergebnis ist die Beschwerde demnach abzuweisen und der angefochtene Entscheid vom 28. Juli 
2022 ist zu bestätigen.

8.

Gestützt auf Art. 10 BehiG machen die Beschwerdeführer geltend, dass das vorliegende Beschwer-
deverfahren unentgeltlich sei. In materieller Hinsicht war aufgrund ihrer Beschwerde eine Kosten-
übernahme für eine spezialisierte Schule aufgrund der Hochbegabung von A.________ zu beurtei-
len. Indes ist Hochbegabung keine Behinderung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 BehiG (siehe oben 
E. 4.2). Dieser Begriff setzt eine Beeinträchtigung einer gewisser Schwere voraus. Der Umstand, 
dass – wie in der Beschwerde ausgeführt wird und auch aus den Akten hervorgeht – A.________ 
ein heterogenes Profil mit Hochbegabung und ADHS aufweist, mag daran nichts zu ändern. So 
haben insbesondere mögliche mit ADHS verbundene emotionale oder soziale Schwächen sowie 
Befindlichkeitsbeeinträchtigungen auch nicht das notwendige Gewicht, um von diesem Gesetz 
erfasst zu werden (vgl. zum Ganzen BGer 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 3.3 f. mit Hinweisen). 
Zudem legen die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde zwar dar, dass A.________ an sozialen 
und emotionalen Beeinträchtigungen leidet, führen dies aber darauf zurück, dass er in der Schule 
unterfordert und damit nicht am Platz sei. Damit fehlt es vorliegend von Vornherein an einem 
Anspruch nach Art. 7 oder 8 BehiG und Art. 10 Abs. 1 BehiG betreffend die grundsätzliche Kosten-
freiheit entsprechender Verfahren (siehe Urteil BGer 2C_930/2011 vom 1. Mai 2012 E. 3.4 f.).

Demnach sind die Gerichtskosten, die auf CHF 1'500.- festgesetzt und mit dem geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet werden, den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 
und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwal-
tungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Der Saldo von CHF 1'000.- ist ihnen zurückzuerstatten. Eine 

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Parteientschädigung ist nicht geschuldet und der entsprechende Antrag der Beschwerdeführer ist 
daher abzuweisen (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 1'500.- werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Saldo von CHF 1'000.- wird ihnen zurückerstat-
tet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 20. Februar 2023/dgr/sbi

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: