# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b573760-cef0-5b9e-bdfa-d805fa2e48c0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 28.10.2016 502 2016 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2016-171_2016-10-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2016 171

Urteil vom 28. Oktober 2016 

Strafkammer

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Oliver Lücke

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

und

B.________, Beschuldigte und Beschwerdegegnerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt Hervé Bovet

Gegenstand Einstellung des Verfahrens (Art. 319 ff. StPO)

Beschwerde vom 8. Juli 2016 gegen die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 24. Juni 2016

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1973, arbeitete bei der C.________ GmbH als Marketing-Manager 
und war direkter Vorgesetzter von D.________, geboren 1969. 

B. Am 23. Juli, 27. August und 30. September 2014 reichte A.________ Strafantrag/-anzeige 
ein gegen D.________ wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch 
Aufnahmegeräte, evtl. unbefugten Aufnehmens von Gesprächen, versuchter Nötigung, Verletzung 
der Auskunfts-, Melde- und Mitwirkungspflichten, übler Nachrede, evtl. Verleumdung und 
Beschimpfung (act. 2000 ff., 2504 ff., 2518 ff.).

Am 12. November 2014 reichte D.________ ihrerseits Strafantrag ein gegen A.________ wegen 
versuchter Nötigung, evtl. versuchter Ausnützung einer Notlage (act. 2736 f.). 

Am 25. November 2014 reichte A.________ Strafantrag ein gegen B.________ und E.________ 
wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte, evtl. unbefugten 
Aufnehmens von Gesprächen (act. 2015 ff.). 

Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 übernahm die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg die im 
Kanton Bern eröffneten Verfahren (act. 9006). 

C. Mit Verfügungen vom 24. Juni 2016 wurden die Verfahren gegen B.________ und 
E.________ wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte 
eingestellt. Das Verfahren gegen D.________ wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs 
durch Aufnahmegeräte wurde ebenfalls eingestellt und jenes wegen übler Nachrede, evtl. 
Verleumdung sistiert. D.________ wurde hingegen der Beschimpfung für schuldig befunden und 
verurteilt. A.________ wurde seinerseits mit Strafbefehl wegen versuchter Nötigung verurteilt; 
dagegen hat er Einsprache erhoben (act. 10‘005 ff.). 

D. Gegen die Einstellungsverfügung betreffend B.________ reichte A.________ am 8.  Juli 
2016 Beschwerde ein. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge, die 
Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, das Strafverfahren fortzuführen; subeventualiter [recte: 
eventualiter] sei ihr die Sache zurückzuweisen.  

Die Staatsanwaltschaft hat am 8. August 2016 auf eine Stellungnahme verzichtet. 

Vom Einholen einer Stellungnahme von B.________ wurde abgesehen. 

Erwägungen

1. a) Gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft kann bei der 
Strafkammer innert 10 Tagen Beschwerde eingereicht werden (Art. 20 Abs. 1 Bst. b, 322 Abs. 2, 
393 Abs. 1 Bst. a StPO; Art. 85 Abs. 1 JG). 

Die angefochtene Einstellungsverfügung wurde dem Beschwerdeführer am 28. Juni 2016 
zugestellt. Die am 8. Juli 2016 der Post übergebene Beschwerdeschrift wurde somit rechtzeitig 
eingereicht. 

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b) Ein Rechtsmittel nach der StPO kann jede Partei ergreifen, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Partei ist 
auch die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 Bst. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die 
geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu 
beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). 

Der Beschwerdeführer hat sich als Privatkläger konstituiert (act. 2016) und ist durch die der 
Beschuldigten vorgeworfenen Delikte in rechtlich geschützten Interessen betroffen, womit er zur 
Beschwerde legitimiert ist.

Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist mithin einzutreten.

c) Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

d) Die Strafkammer entscheidet ohne Verhandlung (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie verfügt 
grundsätzlich über volle Kognition (vgl. Art. 391 Abs. 1 StPO).

2. a) Bei der Frage, ob ein Strafverfahren über eine (definitive) Verfahrenseinstellung durch 
die Untersuchungsbehörde erledigt werden kann, gilt im schweizerischen Strafprozessrecht der 
Grundsatz "in dubio pro duriore". Die Staatsanwaltschaft darf sich nicht die Rolle des Gerichts 
anmassen. Dieser Grundsatz fliesst aus dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 
StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO). Er bedeutet, dass eine Einstellung durch 
die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden 
Prozessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Bei der Beurteilung dieser Frage verfügen die 
Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz über einen gewissen Spielraum […]. Hingegen ist (sofern 
die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt) Anklage zu erheben, wenn eine 
Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Falls sich die Wahrscheinlichkeiten 
eines Freispruches oder einer Verurteilung in etwa die Waage halten, drängt sich in der Regel, 
insbesondere bei schweren Delikten, ebenfalls eine Anklageerhebung auf (BGE 138 IV 186 E. 4.1 
mit Hinweisen; BGE 137 IV 219 E. 7.1; RIKLIN, StPO Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2014, Art. 319 
N. 2).

b) Gemäss Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO ist die vollständige oder teilweise Einstellung des 
Verfahrens zu verfügen, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt 
(vgl. Art. 324 Abs. 1 StPO). Der Staatsanwalt hat nicht eine abschliessende Beurteilung darüber 
vorzunehmen, ob sich die beschuldigte Person einer ihr zur Last gelegten Tat strafbar gemacht 
hat, sondern nur, ob genügend Anhaltspunkte vorhanden sind, die es rechtfertigen, das Verfahren 
weiterzuführen (LANDSHUT/BOSSHARD, Kommentar zur StPO, 2014, Art. 319 N. 15 mit Hinweisen). 
Die Staatsanwaltschaft trifft ihren Entscheid über Anklageerhebung oder Einstellung des 
Verfahrens nach pflichtgemässem Ermessen. Ihre Aufgabe ist es, nach durchgeführter 
Untersuchung in vorweggenommener Würdigung der Beweise und der Rechtslage eine Prognose 
über den Ausgang eines allfälligen gerichtlichen Verfahrens zu machen. Die Staatsanwaltschaft 
tritt dabei nicht selbst an die Stelle des Sachgerichts, sondern erwägt in Berücksichtigung der 
massgebenden Beweiswürdigungs- und Subsumtionsgrundsätze, welche Möglichkeiten für das 
Sachgericht offenstehen (OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozessrechts, 2012, N. 1395).

c) Sind ausser den sich widersprechenden Aussagen des Geschädigten und der 
beschuldigten Person keine wesentlichen Beweismittel vorhanden, ist ein besonders 
gewissenhaftes Wahrscheinlichkeitskalkül über die Aussichten der Anklage anzustellen. 
Massgeblich ist die Überlegung, ob die Zweifel von derartigem Gewicht sind, dass eine 

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Verurteilung nach den praktischen Erfahrungen nicht mehr für wahrscheinlich gehalten werden 
kann. Steht dem bestreitenden Beschuldigten nur die Aussage eines an der Verurteilung 
unmittelbar interessierten Geschädigten gegenüber und finden dessen Anschuldigungen nicht eine 
objektive Bestätigung im Untersuchungsergebnis, so kann von einem für die Anklageerhebung 
hinreichenden Verdacht nicht gesprochen werden (LANDSHUT/BOSSHARD, Art. 319 N. 17 mit 
Hinweisen). Keine Einstellung, sondern die Erhebung einer Anklage ist wohl grundsätzlich immer 
dann angezeigt, wenn der Ausgang des Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdigung 
abhängt (LANDSHUT/BOSSHARD, Art. 319 N. 18). Eine Einstellung des Verfahrens ist auch dann 
aufzuheben und die Strafsache in die Untersuchung zurückzuweisen, wenn die Untersuchung 
wesentliche Lücken aufweist und damit Fragen offenbleiben, deren Beantwortung für Freispruch 
oder Schuldspruch der beschuldigten Person wesentlich sein können (OBERHOLZER, N. 1398). 

3. a) Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen aus, dass 
der Tatbestand von Art. 179quater Abs. 2 StGB schon deshalb nicht in Frage komme, weil der Inhalt 
der Videoaufnahme gemäss den übereinstimmenden Aussagen der befragten Personen gar nie 
zur Kenntnis der Beschuldigten gelangte. Das blosse Wissen um die Existenz einer 
Videoaufnahme genüge nicht. Selbst wenn sie den Inhalt der Videoaufnahme gekannte hätte, 
könne ihr nicht vorgeworfen werden, sie habe diesen ausgewertet, indem sie dem 
Beschwerdeführer kündigte. Ob die Kündigung gerechtfertigt war, sei eine Frage des Zivilrechts 
und müsse hier nicht geprüft werden. Klar sei jedoch, dass sich die Kündigung nicht auf die 
Videoaufnahme stütze. Immerhin sei der Beschwerdeführer am 4. Juli 2014 von der 
Personalabteilung zur Arbeitssituation befragt worden, bevor die Kündigung am selben Tag 
ausgesprochen wurde. Die Frage, ob der Strafantrag rechtzeitig erfolgte, könne offenbleiben, da 
ohnehin kein Tatbestand erfüllt sei. 

b) Dem hält der Beschwerdeführer namentlich entgegen, die Aussagen der Beteiligten 
seien zum Teil widersprüchlich, was ihre Glaubwürdigkeit in Frage stelle. So sage D.________ 
einmal aus, dass niemand den Inhalt des Films gesehen habe, dann aber wiederum, dass 
E.________ sehr wohl den Beschwerdeführer im Video gesehen habe. Diese gebe auch selber 
an, dass sie den Beschwerdeführer im Video aufgrund der Stimme erkannt habe. Es sei nicht 
ersichtlich, weswegen D.________ der Beschuldigten weniger vom Video gezeigt haben soll, als 
E.________. Immerhin sei es ja gerade die Beschuldigte, welche überhaupt in der Position war, 
den Beschwerdeführer entlassen zu können. Es sei somit nachgewiesen, dass die Beschuldigte 
zumindest ein kurzes Teilstück des Anfangs des Videos gesehen habe. Ob dies für eine 
Strafbarkeit nach Art. 179quater StGB ausreiche, sei soweit ersichtlich noch nicht (höchst)richterlich 
geklärt worden. Jedenfalls sei nicht auszuschliessen, dass die Beschuldigte die Kenntnis aus dem 
Video, namentlich die Sequenz, wenn der Beschwerdeführer in der Wohnung von D.________ 
erscheint, bei der Anhörung am 4. Juli 2014 verwertet hat. Konkret sei der Beschwerdeführer 
anlässlich dieser Anhörung durch den Arbeitgeber hierzu befragt worden. Ebenso sei die 
Rechtsfrage zu klären, ob bereits eine Sequenz eines illegal aufgenommen Videos ausreiche, um 
sich nach Art. 179quater StGB strafbar zu machen. 

4. a) Wer eine Tatsache aus dem Geheimbereich eines andern oder eine nicht jedermann 
ohne weiteres zugängliche Tatsache aus dem Privatbereich eines andern ohne dessen 
Einwilligung mit einem Aufnahmegerät beobachtet oder auf einen Bildträger aufnimmt, wer eine 
Tatsache, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie auf Grund einer nach Absatz 1 
strafbaren Handlung zu seiner Kenntnis gelangte, auswertet oder einem Dritten bekannt gibt, wer 
eine Aufnahme, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie durch eine nach Absatz 1 
strafbare Handlung hergestellt wurde, aufbewahrt oder einem Dritten zugänglich macht, wird, auf 
Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 179quater StGB). 

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b) Vorliegend ist das Folgende unbestritten: Der Beschwerdeführer arbeitete bei der 
C.________ GmbH als Marketing-Manager und war direkter Vorgesetzter von D.________. Sie 
hatten in der Vergangenheit auch auf privater Ebene eine Beziehung geführt, bzw. sexuelle 
Kontakte gehabt. Seit einiger Zeit bemängelte der Beschwerdeführer gewisse Punkte an der Arbeit 
von D.________ (Rauchen, Respekt, vgl. u.a. act. 2628, 2036). Am 18. Juni 2014 begab sich der 
Beschwerdeführer in die Wohnung von D.________, welche krankgeschrieben war. Dabei kam es 
zu einem Gespräch, welches von D.________ ohne Einwilligung des Beschwerdeführers 
aufgenommen respektive gefilmt wurde (Video). Bei diesem Gespräch bot der Beschwerdeführer 
D.________ einen „Deal“ respektive eine „Bestechung“ („corruption“, „corrompre“, vgl. act. 2668) 
an, und zwar drei oder viermal pro Jahr mit ihm sexuelle Kontakte mit Gazmaske („gazéifier“, vgl. 
act. 2668) und Latex-Kleidung zu haben; als Gegenleistung sollte D.________ CHF 500.- (oder 
mehr) pro Mal erhalten. Sie sollte auch ihren Arbeitsplatz behalten können. Am 23. Juni 2014 
suchte D.________ die HR-Abteilung auf und teilte E.________ (die Beschuldigte war abwesend) 
mit, was ihr widerfahren war. Am 30. Juni 2014 erklärte sie dies dann ebenfalls der Beschuldigten, 
Leiterin der Personalabteilung. Sie zeigte beiden Damen zumindest den Anfang des Videos. Sie 
erklärte in der Folge, sie habe damit zeigen wollen, dass es ein Video gibt (act. 2554). Am 3. Juli 
2014 wurde D.________ in Anwesenheit von E.________ eingehend durch die Beschuldigte 
befragt, inklusiv zum Bestehen (jedoch nicht zum Inhalt) der Videoaufnahme (act. 2683 ff.). Am 4. 
Juli 2014 wurde der Beschwerdeführer in Anwesenheit von zwei weiteren Personen von der 
Beschuldigten mit den Vorwürfen von D.________ konfrontiert und ebenfalls befragt (act. 2032 ff.). 
Auf mehrere Fragen antwortete der Beschwerdeführer, es sei privat, Privates und Geschäftliches 
seien zu trennen. Namentlich auf die Frage, ob er am 18. Juni 2014 D.________ zu Hause 
aufgesucht und ihr vorgeschlagen habe, dass sie ihn bestechen und eine Kündigung ihrer Stelle 
umgehen könne, indem sie mit ihm drei-viermal pro Jahr sexuellen Kontakt hätte, antwortete der 
Beschwerdeführer: „Waren private Gespräche, dazu sagt er nicht[s]. Nichts Geschäftliches. 
Privates wird hier nicht diskutiert“ (act. 2034). Die Videoaufnahme wurde anlässlich dieser 
Befragung nicht angesprochen (act. 2032 ff.), jedoch die Leistungen von D.________ am 
Arbeitsplatz (Rauchen, Mangel an Respekt; es habe daher die Lösung gegeben, sich zu trennen, 
act. 2036). Am selben Tag wurde dem Beschwerdeführer die ordentliche Kündigung mit sofortiger 
Freistellung mitgeteilt. Aus dem Kündigungsschreiben vom 4. Juli 2014 geht hervor: „Auf der Basis 
des Gesprächs von heute Morgen […] sehen wir aufgrund der uns als Arbeitgeber geäusserten 
Vorfälle und Anschuldigungen als das Arbeitsverhältnis in Bezug auf Vertrauen als massivst 
gestört. Aufgrund dieser Vorkommnisse sehen wir uns als Firma gezwungen, dir per heute die 
ordentliche Kündigung samt einer sofortigen Freistellung auszusprechen“ (act. 2030). Die 
Beschuldigte hat das Schreiben vom 4. Juli 2014 mitunterzeichnet (act. 2031). Am 14. August 
2014 teilte der Anwalt der C.________ GmbH dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
namentlich mit, dass letzterer mit seiner negativen Haltung anlässlich der Befragung vom 4. Juli 
2014 die Aufklärung der Vorwürfe verunmöglicht habe. Es gebe auch keine Drittperson, die zum 
Vorwurf gegenüber dem Beschwerdeführer Aussagen machen könne. Dieser wisse jedoch um die 
Brisanz des Themas sexuelle Belästigung im Rahmen des Arbeitsverhältnisses. Er sei seiner 
Pflicht, bei der Feststellung des Wahrheitsgehalts des gegen ihn erhobenen Vorwurfs mitzuwirken, 
nicht nachgekommen, sondern habe sich hinter dem Deckmantel „private Angelegenheit“ 
versteckt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmer sei Grundlage jedes 
Arbeitsverhältnisses. Mit seiner Verweigerungshaltung habe der Beschwerdeführer dieses 
Vertrauensverhältnis zerstört. Die C.________ GmbH habe das Arbeitsverhältnis aufgrund dieser 
Situation nicht weiterführen können. Dem Beschwerdeführer werde in keiner Weise den Vorwurf 
gemacht, er hätte D.________ sexuell belästigt. Beanstandet werde sein Verhalten bei der 
Aufarbeitung des Vorwurfs der sexuellen Belästigung (act. 2038 f.). D.________ wurde ihrerseits 
am 14. August 2014 von der C.________ GmbH verwarnt, u.a. weil sie anlässlich der Befragung 

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vom 3. Juli 2014 nicht mitgeteilt hatte, dass sie und der Beschwerdeführer eine intime Beziehung 
geführt hatten (act. 2693). 

c) Die Beschuldigte wurde am 2. März 2015 polizeilich einvernommen. Sie gab an, nur den 
Anfang des Videos gesehen zu haben. Sie hätte nur Füsse gesehen und weder gesehen noch 
verstanden, worum es auf dem Video ging. Sie habe den Inhalt des Videos nicht gesehen und 
kenne diesen auch nicht. Die Videoaufnahme habe für die Kündigung des Beschwerdeführers 
keine Rolle gespielt (act. 2102 ff.). 

E.________ wurde ihrerseits am 6. März 2015 einvernommen. Sie gab zu Protokoll, dass sie einen 
Teil des Videos gesehen habe (rund 4-5 Minuten), und zwar bis sich D.________ und die andere 
Person auf das Sofa gesetzt haben. Sie habe den Beschwerdeführer nur an der Stimme erkannt 
und weil D.________ gesagt hatte, dass es sich um ihn handelte. Die Videoaufnahme habe für die 
Kündigung des Beschwerdeführers keine Rolle gespielt. Sie habe die Beschuldigte nicht aufgrund 
dieser Aufnahme kontaktiert, sondern in Bezug auf die Diskussion, die sie am 23. Juni 2014 mit 
D.________ geführt hatte (act. 2137 ff.). 

d) Aufgrund dieser Ausführungen kommt die Strafkammer zum Schluss, dass eine 
Verurteilung der Beschuldigten keineswegs wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. 
Insbesondere ist festzuhalten, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass die Beschuldigte den 
massgebenden Inhalt (und nicht nur den Anfang) gesehen hat, ansonsten sie sofort und nicht erst 
nach der Befragung vom 3. Juli 2014 erfahren hätte, dass der Beschwerdeführer und D.________ 
eine intime Beziehung geführt hatten (vgl. act. 2668). Zudem ist mit der Staatsanwaltschaft 
festzustellen, dass nichts darauf schliessen lässt, dass sich die Kündigung vom 4. Juli 2014 auf die 
Videoaufnahme stützte. Namentlich wurde diese entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers anlässlich der Befragung vom 4. Juli 2014 nicht angesprochen; letzterer wurde 
zwar mit den Vorwürfen – welche sich ausserdem nicht ausschliesslich auf die Vorkommnisse vom 
18. Juni 2014 bezogen – seiner Assistentin konfrontiert, jedoch nicht mit einer Aufnahme. So kann 
dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er ausführen lässt, es sei jedenfalls nicht 
auszuschliessen, dass die Beschuldigte die Kenntnis aus dem Video, namentlich die Sequenz, 
wenn der Beschwerdeführer in der Wohnung erscheint, bei der Anhörung am 4. Juli 2014 
verwertet habe. Es ist hingegen so, dass D.________ gegen ihn schwere Vorwürfe erhoben hat 
und er sich am 4. Juli 2014 mehrmals geweigert hat, die gestellten Fragen zu beantworten 
respektive er sich hinter der Antwort „private Angelegenheit“ verschanzt hat. Da nichts darauf 
hindeutet, dass eine Verwertung des Videos vorliegt, kann der Tatbestand von Art. 179quater Abs. 2 
StGB nicht erfüllt sein. Somit ist auch die Frage des Beschwerdeführers, ob bereits eine Sequenz 
eines illegal aufgenommen Videos ausreicht, um sich nach Art. 179quater StGB strafbar zu machen, 
nicht näher zu prüfen. Schliesslich kann noch festgestellt werden, dass die Untersuchung keine 
wesentlichen Lücken aufweist, die allenfalls eine Rückweisung rechtfertigen würden. 

Die Einstellung des Verfahrens ist demzufolge nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist folglich 
abzuweisen.

5. a) Die unterliegende Partei trägt die Kosten des Rechtsmittelverfahrens (Art. 428 Abs. 1 
StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf CHF 500.- festzusetzen, zuzüglich Auslagen von CHF 100.-. 

b) Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 StPO).

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Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde vom 8. Juli 2016 wird abgewiesen.

Die Einstellungsverfügung vom 24. Juni 2016 betreffend das Strafverfahren gegen 
B.________ wird bestätigt. 

II. Die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gerichtsgebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) 
werden A.________ auferlegt und von der geleisteten Sicherheit bezogen. 

III. Es wird keine Entschädigung ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 28. Oktober 2016/swo

Präsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin