# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 329a2a22-7cd8-5e07-9049-a51d9a62f21d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.10.2021 110 2020 225
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-225_2021-10-05.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/225

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 5. Oktober 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Fürsprecher D.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brienzwiler, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 19, 
Postfach 18, 3856 Brienzwiler

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brienzwiler vom 
9. November 2020 (Baugesuch-Nr. 330-19; Umbau und Erweiterung Alphütte) sowie die 
Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 9. Oktober 2019 (G.-Nr. 
2019.JGK.2607)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer reichte am 26. August 2019 bei der Gemeinde Brienzwiler ein 
Baugesuch ein für den Umbau und die Erweiterung einer Alphütte auf Parzelle Brienzwiler 
Grundbuchblatt Nr. G.________. Der Wohnteil der Alphütte soll um 2.36 m verlängert werden und 
in der Küche soll eine neue Käserei eingerichtet werden. Weiter soll das Dach um einen Meter 
angehoben und oberhalb der Küche/Käserei ein Zimmer eingerichtet werden. Schliesslich soll das 
Satteldach neu mit einem Montanablech in brauner Farbe eingedeckt werden. Die Parzelle liegt 
in der Landwirtschaftszone. Gegen das Bauvorhaben gingen keine Einsprachen ein.

Mit Verfügung vom 9. Oktober 2019 kam das AGR zum Schluss, dass die Zonenkonformität des 
Bauvorhabens nach Art. 16a RPG1 nicht bestätigt und diesem keine Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 ff. RPG erteilt werden könne. Am 10. Januar 2020 reichte der Beschwerdeführer beim AGR 
ein Wiedererwägungsgesuch ein. Das AGR gab mit Stellungnahme vom 19. Februar 2020 
bekannt, dass es an seiner Verfügung vom 9. Oktober 2019 festhalte. Gestützt auf diese 
Verfügung erteilte die Gemeinde mit Entscheid vom 9. November 2020 den Bauabschlag.

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2020 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung des 
Bauentscheids vom 9. November 2020 und die Erteilung der Baubewilligung. Eventuell sei das 
Baugesuch an die Gemeinde zurückzuweisen mit der Auflage, dieses sei mit Eindeckung des 
Daches in Montanablech zu bewilligen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde nahm mit Eingabe vom 8. 
Januar 2021 Stellung, ohne einen Antrag zu stellen. Sie führte dabei aus, dass sie an die 
Verfügung des AGR gebunden sei. Das AGR beantragt mit Stellungnahme vom 18. Januar 2021 
die Abweisung der Beschwerde.

4. Mit Schreiben vom 16. März 2021 beantragte der Beschwerdeführer die Sistierung des 
hängigen Beschwerdeverfahrens für die Dauer von drei Monaten. Diesem Antrag wurde mit 
Verfügung vom 25. März 2021 stattgegeben. Mit Verfügung vom 1. Juli 2021 nahm das Rechtsamt 
das Verfahren wieder auf. Gleichzeitig beauftragte es die Kommission zur Pflege der Orts- und 
Landschaftsbilder (OLK), Gruppe Oberland, einen Fachbericht zum Vorhaben und insbesondere 
zum strittigen Dach in Montanablech einzureichen. Die Gemeinde wurde zudem aufgefordert, dem 
Rechtsamt für die benachbarten Gebäude eine Liste/Übersicht mit der jeweiligen 
Dachmaterialisierung inkl. Farbe sowie – falls die Dächer dieser Gebäude in der Vergangenheit 
mit einem neuen/anderen Dachmaterial ausgestattet wurden – die entsprechenden 
Baubewilligungen inkl. Verfügung des AGR sowie die massgebenden Plänen einzureichen.

Mit Eingabe vom 26. Juli 2021 reichte die Gemeinde die gewünschte Liste bzw. 
Fotodokumentation ein und führte dabei aus, dass in den vergangenen 20 Jahren keinerlei 
Baubewilligungen für Dachumdeckungen erteilt worden seien. Die OLK reichte den Bericht vom 
24. Juli 2021 ein. 

5. Mit Verfügung vom 20. August 2021 führte das Rechtsamt aus, aufgrund einer 
summarischen Prüfung scheine es gestützt auf die Einschätzung der OLK nicht ausgeschlossen, 
dass die gewählte Dachmaterialisierung (Montanablech braun) mit kleinen Trapezen am 
vorliegenden Standort bewilligungsfähig sein könnte. Nach provisorischer Einschätzung ziehe das 
Rechtsamt der BVD daher in Betracht, den Bauabschlag der Gemeinde sowie die Verfügung des 
AGR aufzuheben, die Angelegenheit jedoch zur Überprüfung der weiteren offenen bzw. noch nicht 
geklärten Punkte zurück an die Vorinstanz zu schicken. 

Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, zu diesen Ausführungen sowie zum Ergebnis des 
Beweisverfahrens Stellung zu nehmen. Diese Gelegenheit nahm der Beschwerdeführer mit 
Eingabe vom 13. September 2021 wahr. Dabei führte er aus, dass er gegen dieses beabsichtigte 
Vorgehen keine Einwände habe und bereit sei, gegebenenfalls im Rahmen einer Projektänderung 
das vorgeschlagene Profil der Bedachung mit Montanablech zu berücksichtigen. Von der 
Gemeinde und vom AGR gingen innert Frist keine Stellungnahmen ein.  

6. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der OLK wird, soweit für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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1. Eintretensvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Verfügungen des AGR über die 
Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone sowie über Ausnahmegesuche nach 
den Art. 24 ff. RPG können zusammen mit dem Bauentscheid ebenfalls mit Baubeschwerde bei 
der BVD angefochten werden (Art. 84 Abs. 4 BauG). Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Der Beschwerdeführer, dessen Baugesuch abgewiesen wurde, ist durch die vorinstanzlichen 
Entscheide beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Ausgangslage und Standpunkte, Beurteilung OLK

a) Gemäss Baugesuch beantragt der Beschwerdeführer eine Neueindeckung des gesamten 
Daches seiner Alphütte mit Montanablech in der Farbe braun. Das Gebäude verfügt derzeit über 
ein Satteldach in Holzschindeln, wobei ein Teil der westseitigen Dachhälfte bereits mit einem 
Montanablech ausgestattet ist.4 Mit dem strittigen Bauvorhaben soll das Gebäude zudem 
hangseitig um gut 2.36 m erweitert werden, wobei im nördlichen Raum neu eine Käserei entstehen 
soll. Im Bereich dieses Raums soll das Dach um rund einen Meter angehoben werden, um so 
einem zusätzlichen Raum oberhalb der Küche/Käserei zu ermöglichen. Die zwei gestaffelten 
Satteldächer in braunem Montanablech sollen eine Länge von 5.65 m (vorderes Blechdach über 
Südteil) bzw. von 6.46 m (angehobenes Blechdach über Nordteil) aufweisen.

b) Das AGR verweigerte dem Vorhaben aufgrund des vorgesehenen Montanableches mit 
Verfügung vom 9. Oktober 2019 die Bewilligung und begründete dies wie folgt: Weidhäuser, 
Alphütten, Sömmerungsbetriebe und Vorsässe würden das Landschaftsbild des Berner Oberlands 
prägen. Traditionellerweise seien solche Gebäude mit Schindeln, Ziegeln oder Eternit eingedeckt. 
Nebst der Umgebung und der Fassaden stelle das Dach ein prägendes Element eines Gebäudes 
dar. Durch den Wechsel von einem traditionellen Bedachungsmaterial wie Schindeln, Ziegeln oder 
Eternit zu Wellblech gehe bei Alphütten ein wichtiger Teil der Identität verloren. Würden Alphütten 
künftig mit Blech gedeckt, werde nicht nur das Erscheinungsbild jedes einzelnen Gebäudes 
verändert, dies führe auch zu einer wesentlichen Veränderung des Landschaftsbildes. Aufgrund 
einer langjährigen Praxis und damit das orts- und regionaltypische Landschaftsbild mit den 
zahlreichen Alphütten beibehalten werden könne, sei die Bedachung einer traditionellen Alphütte 
mit Montanablech unzulässig. Dem Bauvorhaben stünden überwiegende Interessen des 
Landschaftsschutzes entgegen. Gestützt auf Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV5 könne die 
Zonenkonformität des Bauvorhabens nicht bestätigt werden. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 
24 ff. RPG falle für das Bauvorhaben ausser Betracht. 

Mit Schreiben vom 19. Februar 2020 hielt das AGR an dieser Beurteilung fest und erklärte, die 
Gemeinde habe mitgeteilt, dass bei den Gebäuden am H.________weg seit 12 Jahren keine 
Dachumdeckungen mit Baubewilligung vorgenommen worden seien. Das AGR führte aus, es 

3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
4 Vgl. Foto Vorakten Register 1.
5 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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könne somit nicht definiert werden, welche der Dacheindeckungen der umliegenden Gebäude 
rechtmässig oder altrechtlich bestehend seien. Folglich könne deshalb für das vorliegende 
Bauvorhaben nicht argumentiert werden, die Eindeckung der Alphütte mit Montanablech passe 
sich besonders gut den umliegenden Gebäuden und in das Landschaftsbild ein. 

Der Berner Heimatschutz, Region Interlaken-Oberhasli äusserte sich in einer Stellungnahme vom 
12. Oktober 2019 ebenfalls negativ zum Vorhaben: Die vorgesehene Eindeckung des 
bestehenden Daches und der Erweiterung mit Blech werde als ungeeignet beurteilt. Die 
glänzenden Blechdächer würden sich sehr negativ auf die Integration in das Landschaftsbild 
auswirken. Durch die Eindeckung mit Tonziegeln oder Faserzement bzw. Holzschindeln könne 
dieser Mangel behoben werden. Die Mehrkosten würden als verhältnismässig beurteilt. Der 
Baubewilligungsbehörde werde empfohlen, das Bauvorhaben in dieser Form nicht zu bewilligen.

c) Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 16a RPG und bringt vor, es sei unbestritten, dass 
er einen Landwirtschaftsbetrieb führe, das Bauvorhaben zweckentsprechend sowie für die in 
Frage stehende Bewirtschaftung nötig sei und der Landwirtschaftsbetrieb längerfristig bestehen 
könne. Entgegen der Ansicht des AGR werde das Landschaftsbild im Wilervorsass durch das 
geplante Eindachen der Alphütte mit Montanablech in keiner Art und Weise unzulässig verändert. 
Es werde darauf hingewiesen, dass seine Alphütte bereits heute mit Montanablech gedeckt sei. 
Von 17 Gebäuden im fraglichen Gebiet seien bereits heute 13 ganz oder teilweise mit 
Montanablech gedeckt. Drei Gebäude würden eine Eternitbedachung aufweisen, ein Gebäude sei 
mit Ziegeln gedeckt und ein Gebäude sei teilweise mit Ziegeln gedeckt. Die Ansicht des AGR, 
wonach die Eindeckungen von Alphütten traditionell mit Schindeln, Eternit oder Ziegeln erfolgt sei, 
möge allenfalls auf die Vergangenheit zutreffen. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb die 
jetzt beantragte, vollständige Bedachung der Alphütte das Landschaftsbild verändern bzw. stören 
solle. Vielmehr entspreche die vollständige Bedachung mit Montanablech dem bestehenden 
Landschaftsbild und vereinheitliche dieses. Es könne zudem nicht einfach auf die Tradition 
verwiesen werden, wenn die überwiegende Mehrheit der Gebäude bereits jetzt mit Montanablech 
oder Wellblech bedeckt sei.

Für Bauten ausserhalb der Bauzone in abgelegenem Gebiet sei sodann in erster Linie auf die 
Nachhaltigkeit der Bauausführung zu achten. Unter diesem Gesichtspunkt sei die von ihm 
getroffene Wahl der Bedeckungsart klarerweise begründet. Das Montanablech habe sich bewährt, 
weil es gegen das Rauminnere hin keiner Zersetzung ausgeliefert sei. Es sei so behandelt, dass 
es auf der Aussenseite gegen Umwelteinflüsse den bestmöglichen Schutz biete. Dass diese 
Lösung für ihn zu Kosteneinsparungen führe, sei in der gegenwärtigen, wirtschaftlich 
angespannten Situation mit Sicherheit nicht nachteilig, was auch von der Baubewilligungsbehörde 
unterstützt werden sollte. 

d) Die OLK-Gruppe Oberland hat mit Bericht vom 24. Juli 2021 zum vorliegend umstrittenen 
Montana-Dach in der Farbe braun sowie zum Bauvorhaben im Allgemeinen Stellung genommen. 
Dabei führte die kantonale Fachbehörde zur Verwendung von Montanablech für Dächer von 
Alphütten in der Landwirtschaftszone in grundsätzlicher Hinsicht Folgendes aus:

«Montanableche sind korrosionsgeschützte und witterungsbeständige Paneele für die Umhüllung von 
Industrie- und Gewerbebauten, werden aber auch für Dacheindeckungen von Wohn- und 
Landwirtschaftsbauten eingesetzt. Die Produktpalette der A.________ AG ist sehr gross und Wellband- und 
Trapezprofile werden in verschiedensten Skalierungen angeboten. Für kleinere Alphütten, wie sie im Berner 
Oberland häufig anzutreffen sind, sollte darauf geachtet werden, dass ein kleines Trapezprofil verwendet 
wird (zum Beispiel E.________). Allgemein muss bei der Eindeckung von Alphütten darauf geachtet werden, 
dass das verwendete Dachmaterial nicht durch künstliche Beschichtungen an einem natürlichen 
Alterungsprozess gehindert wird. Dächer, die über Jahre hinweg keine Patina ansetzen, verbinden sich 

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optisch nicht mit der Gebäudefassade, integrieren sich deshalb nicht ins Gesamtbild eines Gebäudes und 
wirken aufgesetzt und fremd. Dies gilt nicht nur bei Alphütten in der Landwirtschaftszone, sondern auch bei 
anderen Gebäuden in anderen Bauzonen.» 

Das Orts- und Landschaftsbild in der Umgebung des strittigen Vorhabens charakterisierte die OLK 
wie folgt:

«Das B.________ liegt auf 1330 M.ü.M. an einer Bergflanke unterhalb des Wilerhorns und hoch oberhalb 
des Dorfes Brienzwiler. Vom Dorfkern ist das Vorsass durch einen ausgedehnten Mischwald getrennt. Der 
Weiler liegt auf einer ausgelichteten Waldfläche. Die Alpwiese ist stark modelliert und mit Steinen und 
Felsbrocken übersät. Das Vorsass wird während jeweils einigen Wochen vor und nach dem Alpsommer 
bewohnt und beweidet. Die 17 Hütten des Weilers orientieren sich in ihrer Stellung und Ausrichtung an der 
Topografie und den klimatischen Gegebenheiten dieses rauen Geländes und stehen deshalb sowohl direkt 
am J.________weg als auch leicht abgerückt auf der Wiese oder einem Hügel. Einzelne, direkt neben den 
Hütten stehende Laub- und Nadelbäume strukturieren den Raum. Bei den Bauten handelt es sich um 
eingeschossige Volumen mit Holzfassaden und Satteldächern mit gleicher Neigung. Die Materialien der 
Dachdeckungen sind sehr vielfältig und umfassen Eternit, Wellblech, Montanablech und Ziegel – in roten, 
braunen und grauen Farbtönen.»

Zur Frage der Einordnung des geplanten Daches in Montanablech in brauner Farbe in das 
umliegende Orts- und Landschaftsbild äusserte sich die OLK sodann wie folgt:

«Ein Dach in Montanablech mit brauner Farbe kann sich positiv auf die Einordnung in das umliegende Orts- 
und Landschaftsbild auswirken, wenn ein Panel mit kleinen Trapezen […] verwendet wird. Grosse Trapeze 
wirken auf den kleinen Hütten (wie beim vorliegenden Projekt) grob und werden als Fremdkörper auf dem 
Gebäude wahrgenommen. Ein in sich nicht stimmiger Bau wird auch einen negativen Einfluss auf das 
umliegende Orts- und Landschaftsbild haben. Ein Dach aus Montanablech mit kleinen Trapezen ist an 
diesem Ort möglich. Für eine positive Einordnung ins umliegende Orts- und Landschaftsbild sind als 
Bedachungsmaterial auch Eternit (naturgrau) oder verzinktes Wellblech denkbar.» 

Schliesslich äussert sich die OLK auch zur Einordnung des geplanten Umbaus / der geplanten 
Erweiterung der Alphütte in das umliegende Orts- und Landschaftsbild und führte Folgendes aus: 

Eine Verlängerung des bestehenden Baukörpers ist denkbar. Das Mass der Verlängerung soll aber so 
definiert werden, dass keine Terrainveränderung nötig wird, wie sie auf den Plänen des Baugesuchs 
angedeutet ist. Die geplante Anhebung des Daches im bergseitigen Teil der Hütte führt zu einem 
abgetreppten Dachverlauf und ist auf dem B.________ unüblich. Der First soll den Bau als durchlaufende 
Linie abschliessen.»

3. Ortsbild- und Landschaftsschutz, Einordnung des Daches

a) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind in erster Linie Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 Satz 1 RPG). Die Bewilligung unter dem Titel der Zonenkonformität setzt u.a. voraus, dass, 
der Baute am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 34 
Abs. 4 Bst. b RPV). Im Rahmen dieser Interessenabwägung ist zu prüfen, ob der neuen 
Bedachung überwiegende Interessen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes entgegenstehen. In 
diesem Zusammenhang sind die allgemeinen Vorschriften betreffend Ästhetik und Ortsbildschutz 
zu beachten. Diese Bestimmungen gelten nicht nur für Bauten in der Bauzone, sondern für jedes 
Bauvorhaben, unabhängig davon, ob es sich in der Landwirtschaftszone oder in der Bauzone 
befindet.

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b) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die „ästhetische 
Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.6

Das Baureglement der Gemeinde Brienzwiler (GBR)7 enthält – soweit hier interessierend – 
insbesondere folgende Bestimmungen zur Gestaltung von Bauten und Anlagen:

Art. 13: Schutz des Orts- und Landschaftsbildes
Alle Bauten, Anlagen und deren Umgebung sind hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung so auszubilden, dass 
sie für sich und zusammen mit den bestehenden oder vorauszusehenden Bauten eine gute Gesamtwirkung 
bilden und die Schönheit oder erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes gewährt 
bleiben.

Art. 14: Gestaltung
1 Die Material- und Farbgebung ist aufeinander und auf die Umgebung abzustimmen. Besondere 

Beachtung ist den An- und Nebenbauten wie Garagen zu schenken.
2-3 […]

Art. 15: Material und Baustoffe
1-4 […]
5 Grelle oder auffällige Aussenverkleidungen sind nicht gestattet.
6 Die Farbtöne müssen sich gut ins Orts- und Landschaftsbild einpassen.
7 […]

Art. 35: Dachgestaltung
1-4 […]
5 Als Bedachungsmaterialien sind dunkle Schieferplatten, Ziegel, Steinplatten, dunkle eloxierte 

Aluminiumplatten und Schindeln gestattet.

Art. 47: Landwirtschaftszone
1-2 […]
3 Soweit mit dem übergeordneten Recht vereinbar, gelten die folgenden Bestimmungen:

- Die Bauten haben sich bezüglich Standort, Gestaltung, Baumaterialien und Farbgebung dem 
Landschaftsbild einzufügen. 

[…]

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige 
Bedeutung zu.
Der Begriff «gute Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, 
bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 

6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 4 
und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.
7 Baureglement der Gemeinde Brienzwiler vom 10. Juni 1992, genehmigt vom Kanton am 8. Juli 1993, mit 
Teilrevisionen im Jahr 2007 und 2010. 

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Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 
Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue 
Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu 
orientieren hat.8

Der Gemeinde kommt bei der Anwendung dieser Rechtsnormen ein gewisser 
Beurteilungsspielraum zu. Wird die Anwendung einer von der Gemeinde erlassenen Bestimmung 
Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, ob die von 
der Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich bei der 
Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen in eigenständigen kommunalen Vorschriften eine 
gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Gemeinde.9

c) Vorab ist festzuhalten, dass die Beurteilung der ästhetischen Einordnung des umstrittenen 
Daches in die Umgebung anhand der konkreten Gegebenheiten und damit dem vorliegend 
bestehenden Umgebungsbild zu beurteilen ist. Aus dieser Einzelfallbeurteilung lassen sich keine 
allgemeingültigen Schlüsse für Dächer in Montanablech in der Landwirtschaftszone ableiten.

d) Das umstrittene Haus des Beschwerdeführers befindet sich in einer Waldlichtung oberhalb 
des Dorfes F.________ auf einer Höhe von rund 1300 m.ü.M. Es ist Teil eines Weilers mit 
insgesamt 17 temporär bewohnten Alphütten mit Holzfassaden und Satteldächern. Diese Hütten 
präsentieren sich im Umgebungsbild als zusammengehörende, abgeschiedene Einheit. Was die 
Dächer in der Umgebung des Streitobjektes anbelangt, so herrscht in diesem Weiler eine grosse 
Vielfalt an Dachmaterialien. Die Mehrheit der Dächer dieser Gebäude ist mit verzinktem Wellblech 
oder braunem Montanablech eingekleidet, einzelne Gebäude weisen Eternit- oder Ziegeldächer 
auf.10 Für diese Dächer in der Umgebung des Hauses des Beschwerdeführers wurden gemäss 
Angaben der Gemeinde in der Eingabe vom 26. Juli 2021 in den vergangenen 20 Jahren keine 
Baubewilligungen erteilt, weshalb unklar ist, ob diese Dachmaterialien der umliegenden Häuser 
alle rechtmässig bestehen und damit bei dem für die Einordnung des umstrittenen Montana-
Daches massgebenden Umgebungsbild berücksichtigt werden können. Zumindest ein Teil dieser 
Dächer und damit auch der Blechdächer dürfte jedoch ursprünglich sein oder vor mehr als 20 
Jahren rechtmässig erstellt worden sein, weshalb bei der Beurteilung trotzdem von einem 
Umgebungsbild mit unterschiedlichen Dachmaterialien und bereits vorhandenen Blechdächern 
ausgegangen werden kann. Von einem Fremdkörper in dieser Umgebung kann daher beim 
strittigen Montanadach nicht gesprochen werden. Ohnehin begründet die OLK die positive 
Einordnung des Montanablechs weniger mit den vorhandenen Dächern bzw. der Vielfalt der 
verschiedenen Dachmaterialien in der Umgebung, sondern vielmehr mit der grundsätzlichen 
Stimmigkeit dieses Dachmaterials mit den vorliegenden kleinen Hütten, wobei die kantonale 
Fachbehörde hierzu in der Ausführung des Montanablechs ein kleines Trapezprofil verlangt. Auch 
in Art. 13 GBR wird im Zusammenhang mit der guten Gesamtwirkung der bestehenden und 
vorauszusehenden Bauten die Gesamterscheinung der jeweiligen Baute betont. Wenn man die 
vorhandenen Dächer des Weilers mit braunem Montanablech mit kleinem Trapezprofil 
betrachtet11, so ist diese Einschätzung der OLK nachvollziehbar. Für die BVD besteht daher kein 
Anlass, von der plausiblen Beurteilung der kantonalen Fachbehörde abzuweichen, sofern sich der 
Beschwerdeführer beim geplanten Dach an die Vorgabe der kleinen Trapezprofile (zum Beispiel 
E.________) hält. In dieser Ausführung passt das strittige Dachmaterial zur vorliegenden Alphütte 
und ordnet sich als in sich stimmiger Bau entgegen der Ansicht des Berner Heimatschutzes gut in 

8 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.
9 VGE 22887 vom 21.08.2007, E. 4.3, mit Hinweisen.
10 Vgl. die von der Gemeinde mit Eingabe vom 26. Juli 2021 eingereichte Fotodokumentation.
11 Vgl. die von der Gemeinde mit Eingabe vom 26. Juli 2021 eingereichte Fotodokumentation, Fotos der Gebäude 
Nr. 3, 7, 9, 10 und 12.

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das umliegende Orts- und Landschaftsbild mit heterogener Dachlandschaft ein. Die Vorgaben der 
kommunalen Ästhetikbestimmungen (Art. 13 GBR: gute Gesamtwirkung, Art. 14 GBR: 
Abstimmung der Material- und Farbgebung auf die Umgebung, Art. 15 und 47 GBR: Gute 
Einpassung ins Orts- und Landschaftsbild / Einfügung ins Landschaftsbild) sind damit mit dem 
strittigen Dach eingehalten. Art. 35 Abs. 5 GBR enthält zwar eine Aufzählung von zulässigen 
Dachmaterialien, in welcher Blechdächer nicht explizit aufgeführt werden. Solange die gute 
Einordnung gewährleistet ist, kann es jedoch nicht dem Sinn und Zweck dieser Bestimmung 
entsprechen, solche Blechdächer kategorisch auszuschliessen, zumal diese nicht ausdrücklich 
ausgeschlossen werden. Dass der kommunale Gesetzgeber zudem Aluminiumdächer zulässt, 
Blechdächer aber grundsätzlich ausschliessen wollte, ist unwahrscheinlich. Dies scheint auch 
nicht der Ansicht der Gemeinde zu entsprechen, welche das geplante Montana-dach explizit 
begrüsste12 und den Bauabschlag einzig mit den überwiegenden entgegenstehenden Interessen 
des Landschaftsschutzes gemäss Verfügung AGR und nicht auch mit dieser kommunalen 
Bestimmung begründete. 

e) Zusammenfassend kommt die BVD gestützt auf die Beurteilung der OLK zum Schluss, dass 
ein Dach in braunem Montanablech bei der Alphütte des Beschwerdeführers im vorliegenden 
Umgebungsbild in ästhetischer Hinsicht akzeptiert werden kann, sofern der Forderung der 
kantonalen Fachbehörde folgend ein Modell mit kleinen Trapezprofilen gewählt wird. Mit Eingabe 
vom 13. September 2021 hat der Beschwerdeführer bereits signalisiert, dass er mit dieser 
Ausführung des Montanadaches einverstanden sei.     

4. Rückweisung 

a) Die Gemeinde stützt sich beim angefochtenen Bauabschlag vollumfänglich auf die 
Verfügung des AGR, welche sich einzig zur fehlenden Einordnung des gewählten Dachmaterials 
äussert und die Verweigerung einer Bewilligung nach Art. 16a RPG darauf abstützt. Dieser Ansicht 
kann nach dem Gesagten (E. 3) nicht gefolgt werden, weshalb der Bauabschlag der Gemeinde 
sowie die Verfügung des AGR aufzuheben sind.  

b) Ob dem strittigen Vorhaben eine Bewilligung nach Art. 16a RPG erteilt werden kann, ist aber 
noch offen und bedarf weiterer Abklärungen. In ästhetischer Hinsicht wurde mit dem vorliegenden 
Entscheid einzig über die Einordnung des Dachmaterials Montanablech befunden. Ob das 
Bauvorhaben des Beschwerdeführers im Übrigen (Umbau und die Erweiterung der Alphütte, 
Anhebung des Daches) den ästhetischen Vorgaben standhält, wurde durch das AGR und die 
Baubewilligungsbehörde noch nicht geprüft. Bei dieser Beurteilung werden sie die kritische 
Einschätzung der OLK zur Dachanhebung einbeziehen bzw. würdigen müssen. Das AGR wird 
sich sodann mit den weiteren Voraussetzungen der Zonenkonformität nach Art. 16a RPG und Art. 
34 RPV auseinandersetzen müssen und damit insbesondere zu prüfen haben, ob im 
Zusammenhang mit der neu geplanten Käserei wie auch mit dem zusätzlichen Raum oberhalb 
der Käserei die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV erfüllt sind. Nach dieser Bestimmung 
darf eine Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende 
Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV), ihr am vorgesehenen Standort keine 
überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV) und der Betrieb 
voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV). An der betrieblichen 
Notwendigkeit eines Neubaus bzw. einer Erweiterung würde es fehlen, wenn die vorgesehene 
Nutzung (allenfalls nach einem Umbau) in einer bereits vorhandenen Baute möglich wäre.13 Es 
wird daher zu prüfen sein, ob die geplante Käserei nicht in bestehenden Räumlichkeiten des 

12 Schreiben der Gemeinde vom 2. September 2019 an das AGR, in den Vorakten. 
13 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416, mit Hinweisen.

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Betriebszentrums des Beschwerdeführers möglich ist. Auch im Rahmen der Interessenabwägung 
ist der Konzentrationsgrundsatz miteinzubeziehen. Gestützt darauf sind landwirtschaftliche 
Bauten soweit möglich zu gruppieren, unter Berücksichtigung des Standorts des Wohnhauses.14 
Was das neu geplante Zimmer oberhalb der Käserei anbelangt, so darf dies auch nur bei 
betrieblicher Notwendigkeit bewilligt werden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, 
welchem Zweck dieses Zimmer genau dienen soll. Soweit es – wie im eingereichten Schnittplan 
festgehalten – tatsächlich als Massenlager dienen soll, so scheint fraglich, ob ein solches 
landwirtschaftlich begründet sowie betrieblich notwendig ist und damit unter dem Titel der 
Zonenkonformität bewilligt werden kann. Der Beschwerdeführer wird hierzu zu befragen sein und 
die Notwendigkeit dieses Raums für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung näher zu begründen 
haben. Unter dem Titel der Interessenabwägung ist schliesslich zu prüfen, ob die geplante 
Erweiterung am vorgesehenen Standort objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse 
daran besteht, sie am gewählten Ort zu errichten und, nach Abwägung aller Interessen, kein 
anderer, besser geeigneter Standort in Betracht kommt.15 Dabei ist nicht erforderlich, dass 
überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt. Es müssen besonders wichtige und objektive 
Gründe vorliegen, die den vorgesehenen Standort gegenüber andern Standorten als viel 
vorteilhafter erscheinen lassen.16 Insgesamt wird das AGR über die Zulässigkeit des Vorhabens 
nach RPG mit neuer Verfügung befinden müssen. 

Die Gemeinde wird sodann zu klären haben, ob das Vorhaben weiterer Abklärungen oder 
Bewilligungen bedarf, etwa im Bereich der Grundstückentwässerung und des Gewässerschutzes. 

Schliesslich scheint das Vorhaben bisher einzig im amtlichen Anzeiger publiziert worden zu sein. 
Besteht jedoch voraussichtlich ein Beschwerderecht gesamtschweizerischer Organisationen nach 
Art. 12 NHG17 oder Art. 55 USG18, ist das Gesuch zusätzlich im kantonalen Amtsblatt zu 
veröffentlichen (Art. 12b Abs. 1 und 2 NHG, Art. 55a Abs. 1 und 2 USG).19 Dies ist vorliegend der 
Fall, soll doch das umstrittene Vorhaben unter dem Titel der Zonenkonformität im Sinne von Art. 
16a Abs. 1 RPG bewilligt werden. Gemäss einem Entscheid des Bundesgerichts aus dem Jahr 
2015 stellt die Bewilligung von landwirtschaftlichen Bauten in der Landwirtschaftszone eine 
Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG dar, handelt es sich doch bei Art. 16 ff. RPG um eine 
bundesrechtlich geregelte Materie, die einen engen Bezug zum Natur- und Landschaftsschutz 
aufweist.20 Entsprechend besteht ein Beschwerderecht gesamtschweizerisch tätiger 
Organisationen (Art. 12 NHG). Die Gemeinde wird daher das Vorhaben noch im kantonalen 
Amtsblatt zu publizieren haben. 

Sofern eine Bewilligung für das strittige Vorhaben des Beschwerdeführers erteilt werden kann, 
wird diese mit der Auflage zu versehen sein, wonach das Montanablech mit kleinen Trapezprofilen 
(zum Beispiel E.________) auszuführen ist.    

c) Nach Art. 72 Abs. 1 VRPG21 entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache oder weist 
die Akten ausnahmsweise mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück. Es müssen 
besondere Gründe dafür sprechen, dass die Vorinstanz noch einmal zum Entscheid über das 

14 Zum Ganzen BGer 1C_429/2015 vom 28. September 2016, E. 5.1.
15 BGer 1C_165/2016 vom 27. März 2017, E. 3.2, mit weiteren Hinweisen.
16 VGE 2010/419 vom 6. April 2011, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen.
17 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).
18 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
19 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c N. 9.
20 BGer 1C_17/2015 vom 16.Dezember 2015 E. 1.1.
21 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

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streitige Rechtsverhältnis aufgerufen wird. Mangelnde Entscheidreife der Angelegenheit kann 
einen solchen Grund abgeben.22 

Nach dem Gesagten erweist sich die Angelegenheit als nicht entscheidreif. Es ist nicht Aufgabe 
der BVD als Rechtsmittelinstanz, die erwähnten Schritte und nötigen Abklärungen erstmals im 
Baubeschwerdeverfahren vorzunehmen. Es rechtfertigt sich daher, den angefochtenen Entscheid 
der Gemeinde vom 9. November 2020 sowie die Verfügung des AGR vom 9. Oktober 2019 
aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 72 Abs. 1 VRPG zur Fortsetzung des Verfahrens im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Kosten

a) Mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids wird auch die Kostenverfügung der 
Gemeinde aufgehoben. Aufgrund der Rückweisung wird diese ihre Kosten im neuen Entscheid 
jedoch neu verfügen können. Daher müssen die vorinstanzlichen Kosten in diesem 
Beschwerdeentscheid nicht verlegt werden.

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für 
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf CHF 1000.00 (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV23). Die Kosten der OLK (CHF 1000.00 gemäss Rechnung 
vom 25. August 2021) werden gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten 
im Beschwerdeverfahren betragen somit CHF 2000.00.

c) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 
Der Beschwerdeführer dringt zwar nur mit seinem Eventualbegehren durch. Nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts ist jedoch im Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsiegen 
auszugehen, sofern bei Vorliegen eines reformatorischen (Haupt-)Antrags ein 
Rückweisungsentscheid ergeht und die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – 
wie hier – noch zu einer vollständigen Gutheissung des Begehrens führen kann.24 Die Gemeinde 
war bei ihrem Entscheid an die Verfügung des AGR gebunden und hat im Beschwerdeverfahren 
auf das Stellen von Anträgen verzichtet, weshalb sie ebenfalls nicht als unterliegend geltend kann. 
Dem AGR können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Die 
Verfahrenskosten von CHF 2000.00 trägt daher der Kanton. 

d) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer 
als obsiegend.

Die Auferlegung der Parteikosten an die Gemeinde Brienzwiler ist nicht gerechtfertigt, da sie von 
der Verfügung des AGR nicht abweichen durfte und im Beschwerdeverfahren auch keine Anträge 
gestellt hat. Damit hat das AGR die Parteikosten des Beschwerdeführers zu ersetzen. Die 
Kostennote des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. 
Das AGR hat damit dem Beschwerdeführer die Parteikosten von CHF 1725.35 zu ersetzen.

22 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72  N. 8. 
23 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
24 BVR 2016 S. 222 E. 4.1.

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Bauentscheid der Gemeinde Brienzwiler vom 
9. November 2020 und die Verfügung des AGR vom 9. Oktober 2019 werden aufgehoben. 
Die Sache wird zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde 
Brienzwiler zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Der Kanton (AGR) hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten im Betrag von CHF 1725.35 
(inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher D.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brienzwiler, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), eingeschrieben
- Kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder, per Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.