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**Case Identifier:** ca17833b-443c-5595-b8b2-2b465cf9bd50
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-04-20
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 20.04.2023 CR.2023.4
**Docket/Reference:** CR.2023.4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CR-2023-4_2023-04-20

## Full Text

Revision BK-Entscheid (Art. 410 StPO / Art. 40 StBOG);;Revision BK-Entscheid (Art. 410 StPO / Art. 40 StBOG);;Revision BK-Entscheid (Art. 410 StPO / Art. 40 StBOG);;Revision BK-Entscheid (Art. 410 StPO / Art. 40 StBOG)

Beschluss vom 20. April 2023 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Andrea Blum, Vorsitzende 
Frédérique Bütikofer Repond und Thomas Frischknecht  
Gerichtsschreiber Franz Aschwanden 
 

Parteien  1. F. AG IN LIQUIDATION, 

Gesuchstellerin 
  
2. B., 

vertreten durch Rechtsanwalt E., 

Gesuchsteller 

 
gegen 
 
BUNDESANWALTSCHAFT,  
vertreten durch Guy Krayenbühl, a.o. Staatsanwalt des 
Bundes, 

Gesuchsgegnerin / Anklagebehörde 
 
 

Gegenstand 
 

Sistierung der Untersuchung (Art. 314 i.V.m. Art. 322 
Abs. 2 StPO) 
 
Revisionsgesuch gegen den Beschluss der Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts BB.2023.15-16 vom 
7. Februar 2023 (Art. 410 ff. StPO) 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CR.2023.4 

- 2 - 

Sachverhalt: 

A. Vorverfahren 

A.1 Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) führte über mehrere Jahre eine um-
fangreiche Strafuntersuchung u.a. gegen A. wegen qualifizierter Geldwäscherei 
etc. In diesem Zusammenhang wurde anIässIich einer Hausdurchsuchung vom 
25./26. ApriI 2013 am Sitz der F. AG in Z. gemäss den Sicherstellungsakten Ver-
mögenswerte in der Höhe von EUR 223’226.31 sichergestellt. Die fallführende 
Staatsanwältin des Bundes beschlagnahmte mit Verfügung vom 1. Mai 2013 die 
sichergestellten Euros. In der Folge stellte sich heraus, dass EUR 36'000.-- fehl-
ten bzw. nur EUR 187’226.31 sichergestellt worden waren. Gemäss Aktennotiz 
vom 20. September 2013 seien am 19. September 2013 drei Mitarbeiter der D. 
AG zur BA gekommen, um die sichergestellten Gelder zuhanden der Post in 
Empfang zu nehmen. Dabei hätten diese drei Mitarbeiter sämtliche sichergestell-
ten Gelder, welche sich in Briefumschlägen befunden hätten, nachgezählt und 
festgestellt, dass EUR 36’000.-- fehlten. Es seien dann noch vier Mitarbeiter der 
BA dazugekommen. Dabei habe gemäss der Aktennotiz eine Mitarbeiterin der 
BA festgestellt, dass ein Briefumschlag mit «80 x 50, total EUR 40’000.--» (statt 
EUR 4’000.--) beschrieben gewesen sei, weshalb die Differenz von EUR 36'000.-- 
entstanden sei. Die Staatsanwältin hielt in der berichtigten Beschlagnahmeverfü-
gung vom 19. November 2013 fest, dass neu EUR 187’226.31 (EUR 223’226.31 – 
EUR 36’000.--) beschlagnahmt worden seien (BB.2023.15-16 act. 1.1 S. 1). 

A.2 Am 10. Dezember 2013 erstattete G., Sohn von A., als damaliger Verwaltungsrat 
der F. AG Strafanzeige gegen die fallführenden Staatsanwälte des Bundes und 
mehrere Mitarbeiter der Bundeskriminalpolizei (BKP) wegen Veruntreuung von EUR 
36’000.--, wobei geltend gemacht wurde, dieses Geld gehöre einem gewissen B. 
(BB.2023.15-16 act. 1.1 S. 1). 

A.3 Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft AB-BA beauftragte am 3. März 
2014 Guy Krayenbühl als a.o. Staatsanwalt des Bundes mit der Strafunterunter-
suchung (BB.2023.15-16 act. 1.1 S. 1). 

A.4 Mit Sistierungsverfügung vom 12. Februar 2021 kam der a.o. Staatsanwalt des 
Bundes zum Schluss, dass Vieles auf einen Rechnungsfehler hindeute. Nichts-
destotrotz könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die EUR 36’000.-- 
tatsächlich zwischen dem 25. April und 19. September 2013 abhandengekom-
men seien. Insgesamt hätten aber in diesem Zeitraum mindestens 12 Personen 
(zwei von der F. AG, sieben von der BKP und drei der D. AG) das Geld an sich 
nehmen können. Eine Befragung dieser Personen und allenfalls weiterer Perso-
nen dränge sich nicht auf, da keine einen allfälligen Diebstahl eingestehen würde. 
Andere zielführende Ermittlungsansätze Iägen nicht vor, weshalb die Unter-

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suchung gegen eine unbekannte Täterschaft zu sistieren sei. Zuhanden der Ge-
schädigten wurde die Sistierungsverfügung vom 12. Februar 2021 zugestellt an: 
«F. AG in Liquidation, H. AG, RA I.» (BB.2023.15-16 act. 1.1 S. 1 - 3). 

B. Vorinstanzliches Verfahren 

B.1 Gegen die Sistierungsverfügung vom 12. Februar 2021 erhoben die «F. AG in 
Liquidation» und Rechtsanwalt E. «als ehemaliger Liquidator der F. AG in Liqui-
dation» und «Rechtsvertreter von B.» mit Eingabe vom 19. Januar 2023 Be-
schwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: 
Beschwerdekammer). Die Beschwerde wurde von RA E. unterzeichnet 
(BB.2023.15-16 act. 1). Mit Schreiben vom 1. Februar 2023 reichten die «F. AG 
in Liquidation» und RA E. eine «Erinnerung» an ihre Beschwerde ein, ergänzten 
ihre Anträge und ersuchten um Eingangsbestätigung (BB.2023.15-16 act. 2). 

B.2  Mit Beschluss BB.2023.15-16 vom 7. Februar 2023 trat die Beschwerdekammer 
auf die Beschwerde nicht ein mit der Begründung, dass RA E. als ehemaliger, nicht 
aber aktueller Liquidator der F. AG in Liquidation über keine Vertretungsbefugnis ver-
füge (BB.2023.15-16 act. 3; CAR pag. 1.100.005 ff., -018 ff.). 

C. Revisionsverfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

C.1  Mit «Revisionsbegehren» vom 27. März 2023 (versandt: 26. März 2023; einge-
gangen: 27. März 2023), unterzeichnet von RA E., wurden als «Berufungsantrags-
steller respektive Beschwerdeführer» bezeichnet (CAR pag. 1.100.002):  

  1) F. AG i.L., […], handelnd durch G., ehemaliger Liquidator, und RA Dr. E., ehe-
maliger Liquidator und Rechtsvertreter 

  2) B., ebenfalls vertreten durch RA Dr. E. 

 Als «Berufungsgegner» wurden bezeichnet (CAR pag. 1.100.002): 

   1) Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

  2) a.o. Staatsanwalt des Bundes, Guy Krayenbühl 

 Folgende Anträge wurden gestellt (CAR pag. 1.100.002 f.): 

  1. Der Nichteintretensbeschluss der Beschwerdekammer vom 7. Februar 2023 sei 
aufzuheben und zur neuen Urteilsfindung an die Beschwerdekammer zurück-
zuweisen. 

  2.  Eventualiter sei der Nichteintretensbeschluss der Beschwerdekammer vom 7. 
Februar 2023 sowie die Sistierungsverfügung vom 12. Februar 2021 aufzuhe-
ben und der a.o. Staatsanwalt des Bundes, Guy Krayenbühl, sei anzuweisen, 
die Strafuntersuchung zu Ende zu führen und gegen sämtliche Beschuldigte 

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Anklage wegen qualifizierter Urkundenfälschung und allenfalls wegen Unter-
schlagung in der Höhe von EUR 36’000 zu erheben. 

  3. Eventualiter sei F. AG i.L. zugunsten seines ehemaligen Kunden und wirtschaft-
lich Berechtigten, B., der von der Eidgenossenschaft zugefügte Schaden von 
EUR 36’000 zuzüglich 5% p.a. Zinsen (EUR 22’640), d.h. insgesamt CHF 
58’640 seit dem 25.4.13, durch die Bundesanwaltschaft respektive FedPol res-
pektive die Eidgenossenschaft zu ersetzen. 

  4. RA Dr. E. sei für seine umfangreichen Aufwendungen eine Prozessentschädi-
gung von CHF 10’000 zuzusprechen. 

  5. Sämtliche Kosten gehen zulasten der Eidgenossenschaft. 

 Zur Begründung wurden umfangreiche und wirre theoretische Ausführungen zu 
den Rechtsmitteln der Berufung, der Beschwerde und den von der Verfassung 
und EMRK geschützten Grundrechten gemacht, ohne jedoch Revisionsgründe 
zu bezeichnen oder zu substantiieren. 

C.2  Mit Schreiben vom 28. März 2023 wurde RA E. Frist bis 13. April 2023 gesetzt, 
um die Namen der Revisionsgesuchsteller zu bezeichnen, sich mit den notwen-
digen Vollmachten zu legitimieren und entsprechende Revisionsgründe (vgl. Art. 
410 StPO) zu bezeichnen und zu belegen (Art. 412 Abs. 2 StPO), wobei bei 
Nichteinhalten der angesetzten Frist vom entsprechenden Verzicht ausgegangen 
werde (CAR pag. 2.101.001). 

C.3  RA E. stellte mit Eingabe vom 1. April 2023 (versandt: 2. April 2023; eingegan-
gen: 4. April 2023) folgenden prozessualen Antrag (CAR pag. 2.101.004): 

  Aufgrund der am 15. März 2023 durch die Bundesanwaltschaft Bern und den von 
mir angefochtenen Nichteintretensbeschluss der Beschwerdekammer BB.2023.64 
ist mir der Zugang zu meinen Arbeitsgeräten, inklusive PC und Datenträger, ver-
wehrt und die angesetzte Frist zur erneuten Zustellung von Vollmachten an lhrer 
Berufungskammer sei mir abzunehmen, bis zum Zeitpunkt der Rückgabe meiner 
Arbeitsinstrumente durch die Bundesanwaltschaft. 

Als «Revisionsgesuchsteller respektive Beschwerdeführer» wurden bezeichnet 
(CAR pag. 2.101.004): 

  1) F. AG i.L., […], handelnd durch G., ehemaliger Liquidator, und RA Dr. E., ehe-
maliger Liquidator und Rechtsvertreter 

  2) B., ebenfalls vertreten durch RA Dr. E. 

Weiter wurde geltend gemacht, die angeforderten Vollmachten lägen bereits bei 
den Akten der Vorinstanz respektive des Bundesgerichts. Eine aktualisierte Voll-
macht, welche rechtlich nicht notwendig sei, sei beim heutigen Liquidator der F. 
AG i.L. – der H. AG – angefordert worden (CAR pag. 2.101.004). 

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C.4 Mit Eingabe vom 7. April 2023 (versandt: 10. April 2023; eingegangen: 11. April 
2023; inhaltlich identisch mit der Eingabe vom 1. April 2023 [oben Sachverhalt 
lit. C.3]) wiederholte RA E. seinen prozessualen Antrag auf Abnahme der Frist 
zur Einreichung von Vollmachten, bediente das Gericht jedoch zugleich mit einer 
vom 19. Januar 2023 datierenden, von «Dr. B.» an ihn ausgestellten Vollmacht 
(CAR pag. 2.101.009). 

C.5  Mit Schreiben an RA E. vom 11. April 2023 (CAR pag. 2.101.010 f.) wies die 
Verfahrensleitung den prozessualen Antrag von RA E. auf Abnahme der Frist zur 
Einreichung der Vollmachten u.a. zufolge Gegenstandslosigkeit ab und er-
wähnte, dass die Substantiierung von Revisionsgründen keinen Zugang zu den 
Arbeitsinstrumenten voraussetze. 

C.6  Mit Eingabe vom 12. April 2023 (CAR pag. 2.101.012 ff., eingegangen am 13. 
April 2023) wurden die F. AG i.L. sowie B. von RA E. erneut als «Berufungsan-
tragssteller respektive Beschwerdeführer» bezeichnet, und die Beschwerdekam-
mer sowie der a.o. Staatsanwalt des Bundes Krayenbühl als «Berufungsgegner» 
(CAR pag. 1.100.002), wobei insbesondere wiederum umfangreiche Ausführun-
gen zur «Berufung» bzw. zum «Berufungsantrag» gemacht wurden. Betreffend 
Zustellung von Vollmachten, die zwischenzeitlich bereits vorlägen, und eine zu-
sätzliche Substantiierung der Berufungsgründe, die ebenfalls bereits seit dem 27. 
März 2023 zusammenfassend vorlägen, wurde (erneut) die Abnahme der Frist 
bzw. alternativ deren Verlängerung bis 2. Mai 2023 beantragt. 

C.7  Mit Eingabe vom 17. April 2023 (CAR pag. 2.101.018 ff., eingegangen am 19. 
April 2023; somit nach Ablauf der Frist vom 13. April 2023) wurde die Vorsitzende 
darum ersucht, die BA aufzufordern, RA E.s Arbeitsinstrumente umgehend zu-
rückzugeben. Weiter wurden u.a. allgemeine Ausführungen zum Rechtsmittel der 
Revision gemacht und (ohne nachvollziehbare Substantiierung) behauptet, es 
seien Noven vorhanden, welche der Vorinstanz nicht bekannt gewesen seien. 
Sowohl die BA wie auch «die beiden Berufungsgegner» befänden sich in einem 
schweren Interessenkonflikt. Mit der «Berufung» sei dargelegt worden, dass die 
vorinstanzliche Einschätzung willkürlich gewesen sei. 

 

Die Berufungskammer erwägt: 

1. Zuständigkeit der Berufungskammer 

Seit dem 1. Januar 2019 ist die Berufungskammer gemäss Art. 38a des Bundes-
gesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (Strafbehörden-
organisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) innerhalb der Strafgerichtsbarkeit des 

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Bundes für den Entscheid über Berufungen und Revisionsgesuche zuständig. 
Sie entscheidet in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen, soweit die-
ses Gesetz nicht die Verfahrensleitung als zuständig bezeichnet (Art. 38b StBOG). 
Demnach ist die Berufungskammer für die Beurteilung des Revisionsgesuchs 
vom 27. März 2023 örtlich, sachlich und funktionell zuständig. 

2. Legitimation / Bevollmächtigung 

2.1 Innert der bis 13. April 2023 gesetzten Frist (oben SV lit. C.2) reichte RA E., der 
ehemalige Liquidator der F. AG in Liquidation (BB.2023.15-16 act. 1.2 S. 5), be-
treffend die F. AG in Liquidation keine Vollmacht ein. 

2.2 Mit Eingabe vom 7. April 2023 reichte RA E. eine vom 19. Januar 2023 datie-
rende, von «Dr. B.» an ihn ausgestellte Vollmacht ein (CAR pag. 2.101.009; SV 
lit. C.4). Wie den vorinstanzlichen Verfahrensakten, inkl. Beschluss der Be-
schwerdekammer BB.2023.15-16 vom 7. Februar 2023 entnommen werden 
kann, war B. jedoch nicht Partei des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens 
(BB.2023.15-16 act. 3; CAR pag. 1.100.005 ff., -018 ff.; SV lit. B.1 und B.2). In 
der Beschwerde vom 19. Januar 2023, eingereicht von RA E., werden als Be-
schwerdeführer die «F. AG i.L. & RA Dr. E.» bezeichnet, Letzterer «als ehemali-
ger Liquidator der F. AG i.L. […] und Rechtsvertreter von Baron B.» (BB.2023.15-
16 act. 1 S. 1). Demgemäss hat die Beschwerdekammer in ihrem Beschluss 
BB.2023.15-16 vom 7. Februar 2023 die «F. AG in Liquidation» und «E.» als 
Parteien bzw. Beschwerdeführer 1 und 2 aufgeführt, nicht jedoch B. 
(BB.2023.15-16 act. 3 S. 1; CAR pag. 1.100.005, -018). Auch aus den Parteibe-
zeichnungen und der Grussformel («Hochachtungsvoll für F. AG i.L.») der Ein-
gabe von RA E. und G. an die Beschwerdekammer vom 10. Februar 2023 
(BB.2023.15-16 act. 1; SV lit. B.1) geht nicht hervor, dass B. Partei des vor-
instanzlichen Beschwerdeverfahrens gewesen wäre. Im Übrigen hat RA E. der 
Beschwerdekammer auch keine Vollmacht von B. eingereicht. Ebensowenig hat 
RA E. in seinen Eingaben an die Berufungskammer gerügt, dass B. von der Vor-
instanz nicht als Partei bzw. Verfahrensbeteiligter bezeichnet worden wäre. Man-
gels Parteistellung im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren BB.2023.15-16 
fehlt es B. an einer entsprechenden Beschwer, weshalb er kein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Beschlusses der Be-
schwerdekammer BB.2023.15-16 vom 7. Februar 2023 hat (Art. 382 Abs. 1 
StPO; vgl. ZIEGLER/KELLER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 382 StPO N. 1). 
Dass B. in der Eingabe von RA E. vom 12. April 2023 (CAR pag. 2.101.012 S. 2; 
SV lit. C.6) erstmals, ohne nachvollziehbare Ausführungen oder Belege, u.a. als 
«Co-Privatkläger» bezeichnet wird bzw. möglicherweise Eigentümer der allen-
falls fehlenden Fr. 36'000.- ist, vermag an der fehlenden Legitimation für die Ein-
reichung des vorliegenden Revisionsgesuchs nichts zu ändern. 

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3. Nichteintreten 

3.1  Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass RA E. innert Frist keine nachvollziehbare 
Substantiierung von Revisionsgründen (Art. 410, Art. 411 Abs. 1, Art. 412 Abs. 2 
StPO) eingereicht hat. Selbst mit den beiden abschliessenden Eingaben vom 12. 
April 2023 (CAR pag. 2.101.012 ff.; SV lit. C.6) und – nach Ablauf der Frist vom 
13. April 2023 – 17. April 2023 (CAR pag. 2.101.018 ff.; SV lit. C.7) wurden statt-
dessen insbesondere wirre, inhaltlich und sprachlich kaum verständliche Ausfüh-
rungen zur «Berufung» bzw. zum «Berufungsantrag» gemacht. 

3.2 Die beiden Gesuchsteller werfen der Vorinstanz insbesondere vor, rechtsfehler-
haft bzw. willkürlich nicht berücksichtigt zu haben, dass die BA ihre Sistierungs-
verfügung vom 12. Februar 2021 nicht den richtigen Parteien respektive Vertretun-
gen zugestellt habe (vgl. CAR pag. 1.100.003). Dieser Punkt wurde im Beschluss 
der Beschwerdekammer BB.2023.15-16 vom 7. Februar 2023 (BB.2023.15-16 
act. 3), der vorliegend in Revision gezogen werden soll, indes bereits abgehan-
delt (vgl. dort SV lit. D Abs. 2 und E. 1.1 f.). Da es gegen einen solchen Beschluss 
der Beschwerdekammer keine Beschwerdemöglichkeit ans Bundesgericht gibt, 
wie im Urteil des BGer 1B_114/2023 (E. 3) vom 27. Februar 2023 unter Verweis 
auf Art. 79 und 113 BGG festgehalten wurde, hat es damit sein Bewenden, ausser 
es liegt ein Revisionsgrund vor. Neu im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO ist 
das vorgebrachte Argument hinsichtlich nicht rechtskonformer Zustellung aber 
gerade nicht. 

3.3  Gemäss den obigen Ausführungen (E. 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2) ist auf das Revisions-
gesuch der F. AG in Liquidation und des B. nicht einzutreten. 

4. Kosten und Entschädigungen 

4.1 RA Dr. E. beantragt die Zusprechung einer Prozessentschädigung an ihn im Um-
fang von Fr. 10'000.- für seine umfangreichen Aufwendungen, unter Überbindung 
sämtlicher Kosten zulasten der Eidgenossenschaft (oben Sachverhalt [SV] lit. 
C.1). 

4.2  

4.2.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). 

4.2.2 Das Bundesstrafgericht regelt durch Reglement (a) die Berechnung der Verfah-
renskosten, (b) die Gebühren, (c) die Entschädigungen an Parteien, die amtliche 
Verteidigung, den unentgeltlichen Rechtsbeistand, Sachverständige sowie 

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Zeuginnen und Zeugen (Art. 73 Abs. 1 StBOG). Die Gebühr richtet sich nach 
Umfang und Schwierigkeit der Sache, Art der Prozessführung und finanzieller 
Lage der Parteien sowie nach dem Kanzleiaufwand (Art. 73 Abs. 2 StBOG; vgl. 
Art. 5 Reglement des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Ent-
schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR. 173.713.162]). Es gilt ein 
Gebührenrahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 100'000.00 für jedes der folgenden Ver-
fahren: (a) Vorverfahren, (b) erstinstanzliches Verfahren, (c) Rechtsmittelverfah-
ren (Art. 73 Abs. 3 StBOG; vgl. Art. 6 - 7bis BStKR). 

4.2.3 Die Verfahrenskosten umfassen die Gebühren und Auslagen (Art. 1 Abs. 1 BStKR). 
Die Gebühren sind für die Verfahrenshandlungen geschuldet, die im Vorverfah-
ren von der BKP und von der BA, im erstinstanzlichen Hauptverfahren von der 
Strafkammer, im Berufungsverfahren und im Revisionsverfahren von der Beru-
fungskammer und in Beschwerdeverfahren gemäss Artikel 37 StBOG von der Be-
schwerdekammer durchgeführt oder angeordnet worden sind (Art. 1 Abs. 2 BStKR).  

4.3  Die Kosten des vorliegenden Revisionsverfahrens bestehen aus einer Gerichts-
gebühr, die im Lichte der erwähnten Grundsätze (oben E. 4.2.1 ff.) auf Fr. 800.-- 
(inkl. Auslagen; vgl. Art. 73 Abs. 1 Iit. a und b, Abs. 2 sowie Abs. 3 lit. c StBOG; 
Art. 1, 5, 7bis und 9 BStKR) festgelegt wird.  

4.4  

4.4.1 Auf das Revisionsgesuch der beiden Gesuchsteller wird nicht eingetreten; mit ih-
rem Rechtsmittel sind sie je vollumfänglich unterlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

4.4.2 Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbe-
hörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensaus-
gangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 
StPO). Dem Rechtsbeistand eines Verfahrensbeteiligten (Art. 127 StPO) können 
die von ihm durch eine fehlerhafte Verfahrenshandlung verursachten Verfahrens-
kosten und Entschädigungen auferlegt werden, obwohl er in Art. 104 f. StPO nicht 
aufgeführt ist. Die Kostenauflage zulasten des Rechtsbeistands sollte indes auf 
offenkundige Versäumnisse und andere Extremfälle von anwaltlichem Fehlver-
halten beschränkt bleiben bzw. nur zurückhaltend angewandt werden (vgl. DOM-
EISEN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 417 StPO N. 7 und 13).  

4.4.3 RA E. reichte innert Frist keine durch die F. AG in Liquidation ausgestellte Voll-
macht ein (oben E. 2.1). In Bezug auf diese Gesuchstellerin handelte RA E. somit 
als vollmachtloser Stellvertreter bzw. Rechtsbeistand. 

 Bezüglich B. reichte RA E. zwar eine Vollmacht ein, jedoch musste es ihm als 
Rechtsanwalt klar sein, dass auch auf B.’s Revisionsgesuch mangels Parteistel-
lung im vorinstanzlichen Verfahren, bzw. mangels entsprechender Beschwer, 

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ebenfalls nicht eingetreten werden kann (E. 2.2 und 4.4.2). Hinzu kommt, dass 
RA E. innert Frist, trotz wiederholter Aufforderung, auf das nachvollziehbare Sub-
stantiieren von Revisionsgründe verzichtet hat (E. 3.1). Zusammenfassend lie-
gen die Ursachen, weshalb auf das Revisionsgesuch der F. AG in Liquidation 
und des B. nicht eingetreten wird, in fehlerhaften Verfahrenshandlungen im Sinne 
von Art. 417 StPO, welche RA E. zuzurechnen sind. Da es sich diesbezüglich in 
mehrfacher Hinsicht um offenkundige Versäumnisse des Rechtsbeistands han-
delt (E. 4.4.2), erscheint es sachgerecht und angemessen, RA E. gemäss Art. 417 
StPO die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- vollumfänglich aufzuerlegen. 

4.5 Ausgangsgemäss sind keine Parteienschädigungen auszurichten (vgl. Art. 429 
Abs. 1 StPO e contrario i.V.m. Art. 73 Abs. 1 lit. c StBOG und Art. 10 BStKR). 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Die Berufungskammer beschliesst: 

1. Auf das Revisionsgesuch der F. AG in Liquidation und des B. vom 27. März 2023 
wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird Rechtsanwalt E. auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet. 

 

Im Namen der Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts 
 

Die Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 
Andrea Blum Franz Aschwanden 
 
 

Zustellung an (Gerichtsurkunde): 
- Herrn Guy Krayenbühl, a.o. Staatsanwalt des Bundes 
- Herrn Rechtsanwalt E. 

 
 

Kopien an: 
− Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts(brevi manu) 
− F. AG in Liquidation 
− Herrn Rechtsanwalt J., H. AG 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug & Vermögensverwaltung, (zum Vollzug) 
 

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Rechtsmittelbelehrung 
 
Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Dieser Beschluss kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Be-
schwerde in Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die 
übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. 
 
Die Fristeinhaltung bei Einreichung der Beschwerdeschrift in der Schweiz, im Ausland bzw. im Falle 
der elektronischen Einreichung ist in Art. 48 Abs. 1 und 2 BGG geregelt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     Versand: 24. April 2023 

	A. Vorverfahren
	A.1 Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) führte über mehrere Jahre eine umfangreiche Strafuntersuchung u.a. gegen A. wegen qualifizierter Geldwäscherei etc. In diesem Zusammenhang wurde anIässIich einer Hausdurchsuchung vom 25./26. ApriI 2013 am S...

	B. Vorinstanzliches Verfahren
	4.2.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. ...
	4.2.2 Das Bundesstrafgericht regelt durch Reglement (a) die Berechnung der Verfahrenskosten, (b) die Gebühren, (c) die Entschädigungen an Parteien, die amtliche Verteidigung, den unentgeltlichen Rechtsbeistand, Sachverständige sowie Zeuginnen und Zeug...
	4.2.3 Die Verfahrenskosten umfassen die Gebühren und Auslagen (Art. 1 Abs. 1 BStKR). Die Gebühren sind für die Verfahrenshandlungen geschuldet, die im Vorverfahren von der BKP und von der BA, im erstinstanzlichen Hauptverfahren von der Strafkammer, ...
	4.3  Die Kosten des vorliegenden Revisionsverfahrens bestehen aus einer Gerichtsgebühr, die im Lichte der erwähnten Grundsätze (oben E. 4.2.1 ff.) auf Fr. 800.-- (inkl. Auslagen; vgl. Art. 73 Abs. 1 Iit. a und b, Abs. 2 sowie Abs. 3 lit. c StBOG; Ar...
	4.4
	4.4.1 Auf das Revisionsgesuch der beiden Gesuchsteller wird nicht eingetreten; mit ihrem Rechtsmittel sind sie je vollumfänglich unterlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	4.4.2 Bei Säumnis und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). Dem Recht...
	4.4.3 RA E. reichte innert Frist keine durch die F. AG in Liquidation ausgestellte Vollmacht ein (oben E. 2.1). In Bezug auf diese Gesuchstellerin handelte RA E. somit als vollmachtloser Stellvertreter bzw. Rechtsbeistand.
	Bezüglich B. reichte RA E. zwar eine Vollmacht ein, jedoch musste es ihm als Rechtsanwalt klar sein, dass auch auf B.’s Revisionsgesuch mangels Parteistellung im vorinstanzlichen Verfahren, bzw. mangels entsprechender Beschwer, ebenfalls nicht einget...
	4.5 Ausgangsgemäss sind keine Parteienschädigungen auszurichten (vgl. Art. 429 Abs. 1 StPO e contrario i.V.m. Art. 73 Abs. 1 lit. c StBOG und Art. 10 BStKR).