# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 842b4574-b1ce-5120-8e9b-0c72b11cd6fc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.05.2020 B-5778/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5778-2019_2020-05-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 17.09.2020 (2C_441/2020) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-5778/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richterin Eva Schneeberger, Richter Pascal Richard,    

Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. 
 

 
 

Parteien 
 Dr. med. X._______,  

_______,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, 

Einsprachekommission Weiterbildungstitel (EK WBT), 

Elfenstrasse 18, Postfach 300, 3000 Bern 15,    

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 
 Facharzttitel für Pharmazeutische Medizin,  

Anrechenbarkeit von Weiterbildungsperioden. 

 

B-5778/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 11. August 2014 ersuchte Dr. med. X._______ (im Folgenden: Be-

schwerdeführer) das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fort-

bildung (SIWF) der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH 

um die Erteilung des Weiterbildungstitels (Facharzttitels) «Pharmazeuti-

sche Medizin». Mit diesem Gesuch beantragte der Beschwerdeführer ins-

besondere die Anrechnung seiner medizinischen Tätigkeiten und Weiter-

bildungen als Weiterbildung für diesen Facharzttitel. Der Beschwerdefüh-

rer nannte dabei unter anderem eine 7-monatige Tätigkeit bei der 

A._______, Prag, vom 1. Oktober 1997 bis 30. April 1998 (100%-Pensum), 

eine 47-monatige Tätigkeit bei der B._______ B.V., Prag, vom 2. Juli 1998 

bis 31. Mai 2002 (100%-Pensum), eine 25-monatige Tätigkeit bei der 

C._______ AG, D._______, (im Folgenden: C._______) vom 1. Juni 2002 

bis 30. Juni 2004 (100%-Pensum), eine 8-monatige Tätigkeit bei der 

E._______ Ltd., Allschwil, (nachfolgend: E._______) vom 1. Juli 2004 bis 

28. Februar 2005 (100%-Pensum) und eine bestandene Facharztprüfung 

des European Center of Pharmaceutical Medicine (ECPM) vom 11. Sep-

tember 2013. 

A.b Am 21. August 2014 entschied die Titelkommission des SIWF (nach-

folgend: Titelkommission), dass der Beschwerdeführer fachspezifisch nur 

dessen Tätigkeit bei C._______ angerechnet werde und zwar lediglich in 

einem Umfang von 6.5 Monaten. Nichtfachspezifisch könnten dem Be-

schwerdeführer 24 Monate angerechnet werden. Damit seien an den be-

antragten Facharzttitel total 30.5 Monate anrechenbar. Neben den anre-

chenbaren Weiterbildungsperioden seien ein tschechisches Arztdiplom mit 

Anerkennung durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Weiterbil-

dungsbelege und ein Beschrieb der Tätigkeit bei B._______, Zeugnisse 

von C._______, eine Arbeitsbestätigung von E._______ und ein Diploma 

of Advanced Studies (DAS) in Pharmazeutischer Medizin ausgewiesen. 

A.c Mit «Einsprache bzw. Gesuch um Wiedererwägung» vom 19. Septem-

ber 2014 ersuchte der Beschwerdeführer die Einsprachekommission Wei-

terbildungstitel (EK WBT) des SIWF (im Folgenden: Vorinstanz) unter Kos-

tenfolge um Aufhebung des Entscheids der Titelkommission. Gleichzeitig 

beantragte er, das Einspracheverfahren bis auf Weiteres zu sistieren. 

Am 15. Oktober 2014 sistierte die Vorinstanz das Verfahren antragsge-

mäss auf unbestimmte Zeit. 

B-5778/2019 

Seite 3 

A.d Am 14. Oktober 2018 (eingegangen am 17. Januar 2019) hielt der Be-

schwerdeführer mit einer ergänzenden «Einsprache» an seinem Hauptbe-

gehren um Entscheidaufhebung unter Kostenfolge fest.  

Am 9. April 2019 hob die Vorinstanz die Sistierung des Verfahrens auf. 

A.e Mit Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2019 teilte die Vorinstanz 

dem Beschwerdeführer die teilweise Gutheissung seiner Einsprache mit. 

Die angefochtene Verfügung der Titelkommission vom 21. August 2014 

werde aufgehoben, sofern diese die Anrechnung der bei C._______ absol-

vierten Weiterbildungsperiode davon abhängig mache, dass er eine zu-

sätzliche Bestätigung vorlege, aus der sich ergebe, dass er sich unter der 

Verantwortung des Weiterbildungsstättenleiters tatsächlich in Weiterbil-

dung gemäss dem Weiterbildungsprogramm befunden habe. Der Nach-

weis einer bestandenen Facharztprüfung gelte als erbracht. Im Übrigen 

werde die Einsprache abgewiesen. Die Vorinstanz auferlegte dem teil-

weise unterliegenden Beschwerdeführer Verfahrenskosten in Höhe von 

Fr. 800.–. Parteikosten wurden keine zugesprochen. 

B.  

Gegen diesen Einspracheentscheid hat der Beschwerdeführer am 2. No-

vember 2019 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht erhoben. Er 

beantragt dessen teilweise Aufhebung und dessen Rückweisung an die 

Vorinstanz zur neuen Entscheidung. Seine Situation sei als persönlicher 

Härtefall zu betrachten. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– und sämtliche 

Gerichtskosten seien der Vorinstanz aufzuerlegen. 

Er begründet dies im Wesentlichen sinngemäss damit, dass er den Nach-

weis der bestandenen Facharztprüfung bereits mit dem Gesuch vom 

11. August 2014 eingereicht habe. Die Titelkommission und die Vorinstanz 

hätten zudem sein rechtliches Gehör verletzt. Seine Tätigkeiten bei 

B._______ und A._______ seien den von der FMH geforderten Tätigkeiten 

gleichwertig. Die Tätigkeiten bei C._______ – vor deren Anerkennung als 

Weiterbildungsstätte – und E._______ stimmten mit den Lernzielen des 

Weiterbildungsprogramms überein. Bei diesen beiden Tätigkeiten handle 

es sich um wissenschaftliche Forschung auf einem mit der pharmazeuti-

schen Medizin verwandten Gebiet. Trotz intensiven Bemühungen um eine 

Weiterbildungsstelle in der Schweiz seien seine Bewerbungen erfolglos ge-

blieben. Da er sich seit fast 20 Jahren um den Erwerb eines Facharzttitels 

bemühe, sei seine Situation insgesamt ein persönlicher Härtefall. Die Vor-

instanz habe die Verfahrenskosten nicht richtig aufgeteilt. 

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Seite 4 

C.  

C.a In ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2020 beantragt die Vorin-

stanz die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der 

Beschwerdeführer habe die Verfahrenskosten zu tragen. Die Vorinstanz 

führt zur Begründung im Wesentlichen aus, dass weder sie noch die Titel-

kommission das rechtliche Gehör verletzt hätten. Der Beschwerdeführer 

habe in Bezug auf die Tätigkeiten bei B._______ und A._______ weder 

eine Bestätigung einer ausländischen Behörde im Sinn von Art. 33 Abs. 1 

der am 21. Juni 2000 von der FMH erlassenen Weiterbildungsordnung 

(nachfolgend: WBO) vorgelegt noch einen Gleichwertigkeitsnachweis er-

bracht. Da E._______ zu keinem Zeitpunkt über eine Anerkennung als 

Weiterbildungsstätte verfügt habe, sei die Anrechnung dieser Tätigkeit als 

Weiterbildung für den Weiterbildungstitel «Pharmazeutische Medizin» aus-

geschlossen. Die Tätigkeit bei C._______ könne erst ab dem Zeitpunkt de-

ren Antrags auf Anerkennung als Weiterbildungsstätte berücksichtigt wer-

den. Die beantragten Perioden bei E._______ und C._______ seien als 

fachspezifische Weiterbildung und nicht als wissenschaftliche Forschung 

zu verstehen. Es bestehe kein persönlicher Härtefall. Dass der Kostenent-

scheid der angefochtenen Verfügung einen Rechenfehler enthalte, sei 

nicht nachvollziehbar. Dem Beschwerdeführer fehle hinsichtlich des Nach-

weises einer bestandenen Facharztprüfung ein schutzwürdiges Interesse 

an der Änderung oder Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 

C.b Mit Schreiben vom 13. Februar 2020 schliesst sich die Titelkommission 

unter Verzicht auf eine eigene Stellungnahme den vorinstanzlichen Aus-

führungen an. 

D.  

Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird 

– soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen näher 

eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die für akkreditierte Weiterbildungsgänge verantwortlichen Organisati-

onen, wie vorliegend die FMH, erlassen Verfügungen nach dem Bundes-

gesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, 

SR 172.021) über (a.) die Anrechenbarkeit von Weiterbildungsperioden, 

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Seite 5 

(b.) die Zulassung zur Schlussprüfung, (c.) das Bestehen der Schlussprü-

fung, (d.) die Erteilung von Weiterbildungstiteln und (e.) die Anerkennung 

von Weiterbildungsstätten (Art. 55 Abs. 1 des Medizinalberufegesetzes 

vom 23. Juni 2006 [MedBG, SR 811.11]). Dadurch wird der Anwendungs-

bereich des VwVG auf diese Entscheide erweitert. Sinn und Zweck von 

Art. 55 Abs. 1 MedBG ist es, eine Beschwerdemöglichkeit bei einer Bun-

desbehörde gegen gewisse Entscheide einzuräumen, welche die eingangs 

erwähnten Organisationen auf der Basis der Bundesgesetzgebung oder 

des Weiterbildungsganges treffen und die für den Einzelnen wichtig sind 

(vgl. Botschaft des Bundesrats zum MedBG vom 3. Dezember 2004, BBl 

2005, S. 173-250 [im Folgenden: Botschaft MedBG], S. 237 Ziff. 2.8.1; ARI-

ANE AYER, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Kommentar zum Me-

dizinalberufegesetz, 2009 [nachfolgend: Kommentar MedBG], Art. 55 N 5 

ff.). Dies trifft namentlich auf die Erteilung eidgenössischer Weiterbildungs-

titel zu, weil deren Besitz für die privatwirtschaftliche Berufsausübung in 

eigener fachlicher Verantwortung erforderlich ist (Art. 36 Abs. 2 MedBG; 

vgl. AYER, Kommentar MedBG, Art. 55 N 28; zum Ganzen: Urteil des BGer 

2C_39/2018 vom 18. Juni 2019 E. 3.5).  

Der vorliegende Entscheid der Vorinstanz vom 3. Oktober 2019 stellt somit 

eine anfechtbare Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG dar. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz 

gegen Verfügungen gemäss Art. 5 VwVG, die von den als Vorinstanzen in 

Art. 33 VGG genannten Behörden erlassen wurden. Dazu gehören unter 

anderem auch die Instanzen oder Organisationen ausserhalb der Bundes-

verwaltung, die in Erfüllung der ihnen übertragenen öffentlich-rechtlichen 

Aufgaben des Bundes verfügen (Art. 33 Bst. h VGG). Im Rahmen der ihr 

gestützt auf Art. 55 MedBG verliehenen Verfügungskompetenz gilt die FMH 

in Bezug auf die Erteilung eines Weiterbildungstitels als eine solche Instanz 

oder Organisation (Urteil des BVGer B-3577/2016 vom 6. Oktober 2017 

E. 2.2). Dies im Gegensatz zur Erteilung eines Schwerpunkttitels, in deren 

Rahmen die FMH eine privatrechtliche Tätigkeit wahrnimmt und insofern 

nicht als Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts im Sinn von Art. 33 

Bst. h VGG handelt (vgl. zum Ganzen: Urteil des BGer 2C_39/2018 vom 

18. Juni 2019 E. 7). 

Da in casu die Erteilung eines eidgenössischen Weiterbildungstitels um-

stritten ist, ist das Bundesverwaltungsgericht vorliegend uneingeschränkt 

für die Beschwerdebeurteilung zuständig. 

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Seite 6 

1.3 Beim FMH-internen Rechtsmittelverfahren handelt es sich nach der 

Rechtsprechung um ein besonderes Einspracheverfahren autonomen 

Rechts, das von der verfügenden Behörde selbst geführt wird (vgl. Urteil 

des BVGer B-2528/2015 vom 29. März 2017 E. 1.1.2 mit weiteren Hinwei-

sen). Eine Einsprache wird nach Erlass einer Verfügung bei derselben Ver-

waltungsbehörde eingeleitet, welche die Anordnung getroffen hat. Dabei 

handelt es sich nicht um ein devolutives Rechtsmittel, das die Entscheid-

zuständigkeit an eine Rechtsmittelinstanz übergehen lässt. Das Verwal-

tungsverfahren ist als Einheit zu begreifen, die das Verfügungs- und das 

Einspracheverfahren umfasst (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1). Entgegen 

der im Schriftenwechsel des vorliegenden Verfahrens verwendeten Be-

zeichnung ist die Titelkommission daher nicht als eigenständige "Erstin-

stanz" zu betrachten. 

1.4 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c).  

1.4.1 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson-

ders berührt.  

1.4.2 Die Vorinstanz stellt in Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Verfü-

gung ausdrücklich fest, dass der Nachweis einer bestandenen Facharzt-

prüfung in Pharmazeutischer Medizin als erbracht gelte. Der Beschwerde-

führer ersucht in seiner Beschwerde um eine Änderung dieser Dispositiv-

Ziffer 1. Ein schutzwürdiges Interesse des Beschwerdeführers an deren 

Änderung ist jedoch nicht ersichtlich, zumal sich aus dieser Dispositiv-Zif-

fer 1 kein Nachteil für ihn ergibt. Insoweit fehlt letzterem damit die Be-

schwerdelegitimation und ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.  

Im Übrigen hat der Beschwerdeführer als Adressat der angefochtenen Ver-

fügung ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung. 

Insoweit ist er somit zur Beschwerdeführung legitimiert. 

1.5 Er hat die Beschwerde innerhalb der gesetzlichen Frist eingereicht 

(Art. 50 Abs. 1 VwVG). Die Anforderungen an Form und Inhalt der Rechts-

schrift sind erfüllt, und der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet 

(Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

B-5778/2019 

Seite 7 

1.6 Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten, soweit der Beschwerde-

führer zu ihr legitimiert ist. 

2.  

2.1 Das am 1. September 2007 in Kraft getretene MedBG hat unter ande-

rem zum Ziel, die Qualität der universitären Ausbildung und der beruflichen 

Weiterbildung zu fördern (Art. 1 MedBG). 

2.2 Die Weiterbildung von akademischen Medizinalpersonen stellt eine ur-

sprünglich private Aufgabe dar, die traditionell von den Berufsverbänden 

wahrgenommen wird (vgl. THOMAS SPOERRI, in: Poledna/Kieser [Hrsg.], 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. VIII, Gesundheitsrecht, Ba-

sel 2005, B. Medizinalpersonen Rz. 58). Diese Trägerorganisationen, zu 

denen auch die FMH gehört, erlassen standesrechtliche Weiterbildungs-

normen (vgl. E. 1.1 und nachfolgend E. 2.6 f.), die vom Bund unter be-

stimmten Voraussetzungen akkreditiert werden (Art. 22 ff. MedBG). Die 

Normen sind privatrechtlicher Natur und beruhen nicht auf einer formellen 

gesetzlichen Delegation öffentlichrechtlicher Rechtsetzungskompetenzen. 

Wenn eine Akkreditierung erfolgt ist, sind jedoch die relevanten Bestim-

mungen des Weiterbildungsgangs dem öffentlichen Recht des Bundes 

gleichzustellen (Urteil des BGer 2C_39/2018 vom 18. Juni 2019 E. 3.5). 

Insoweit werden die Vorschriften der Trägerorganisationen mit der Akkre-

ditierung sowohl für die Trägerschaft selbst als auch für Dritte, welche sich 

im Rahmen der Programme weiterbilden, verbindlich. Sie sind daher im 

Beschwerdeverfahren als öffentliches Recht des Bundes zu behandeln, so-

fern eine ordnungsgemässe Akkreditierung erfolgt ist und die betreffenden 

Vorschriften in jeder Hinsicht bundesrechtskonform sind (vgl. Urteil des 

BGer K 163/03 vom 27. März 2006 E. 5.1; Urteil des BVGer B-2848/2013 

vom 27. August 2014 E. 1.3.1; SPOERRI, a.a.O., Rz. 64). Eine Akkreditie-

rungspflicht besteht für Weiterbildungsgänge, die zu einem eidgenössi-

schen Weiterbildungstitel führen (Art. 23 Abs. 2 MedBG; zum Ganzen: Ur-

teil des BGer 2C_39/2018 vom 18. Juni 2019 E. 3.3 und 3.5; Urteile des 

BVGer B-512/2016 vom 18. Juni 2018 E. 2 und B-3577/2016 vom 6. Okto-

ber 2017 E. 2.1).  

2.3 Die in Art. 55 Abs. 1 Bst. d MedBG (oben E. 1.1) genannten Weiterbil-

dungstitel sind im MedBG und in der dazugehörigen Verordnung näher um-

schrieben. Art. 5 Abs. 2 MedBG delegiert dem Bundesrat die Kompetenz, 

die eidgenössischen Weiterbildungstitel für die universitären Medizinalbe-

rufe zu bestimmen, für deren selbständige Ausübung eine Weiterbildung 

nach dem MedBG erforderlich ist (sog. obligatorische Weiterbildungstitel; 

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Seite 8 

vgl. Botschaft MedBG, S. 203; BORIS ETTER, Medizinalberufegesetz 

MedBG, Handkommentar, Bern 2006, ad Art. 5 N 3 f.; zum Ganzen: Urteil 

des BVGer B-3577/2016 vom 6. Oktober 2017 E. 2.3).  

2.4 Unter anderem gestützt auf die ihm durch Art. 5 Abs. 2 MedBG verlie-

henen Kompetenzen hat der Bundesrat am 27. Juni 2007 die Medizinalbe-

rufeverordnung (MedBV, SR 811.112.0) erlassen. Art. 2 MedBV definiert 

die eidgenössischen Weiterbildungstitel (das heisst Praktischer Arzt, Fach-

arzt, Fachzahnarzt, Fachchiropraktiker, Fachapotheker) und in Anhang 1 

bis 3a sind die verschiedenen Bereiche der Weiterbildungstitel abschlies-

send aufgelistet. Aus Art. 2 Abs. 1 Bst. b in Verbindung mit Anhang 1 Ziff. 3 

MedBV ergibt sich, dass der Facharzt im Bereich Pharmazeutische Medi-

zin als eidgenössischer Weiterbildungstitel erfasst ist (vgl. zum Ganzen: 

Urteil des BVGer B-3577/2016 vom 6. Oktober 2017 E. 2.3). 

2.5 Aus der WBO geht hervor, welche Grundsätze der ärztlichen Weiterbil-

dung und welche Voraussetzungen für den Erwerb von Weiterbildungstiteln 

gelten und notwendig sind (Art. 1 WBO). 

2.6 Die Weiterbildungsprogramme regeln den Inhalt der einzelnen Fach-

arzttitel (Art. 16 WBO). Vorliegend steht das von der SIWF erlassene Wei-

terbildungsprogramm Facharzt für Pharmazeutische Medizin vom 1. Ja-

nuar 1999 (nachfolgend: Weiterbildungsprogramm) im Zentrum. Dieses 

Programm ist am 14. April 2016 letztmals revidiert und am 31. August 2018 

durch das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) akkreditiert wor-

den (siehe Titelblatt des unter <https://www.siwf.ch/files/pdf20/pharmazeu-

tische_medizin_version_internet_d.pdf> veröffentlichten Weiterbildungs-

programms [abgerufen am 24. April 2020]). 

2.7 Gemäss Ziff. 6.4 des Weiterbildungsprogramms vom 1. Januar 1999 

für Facharzt für Pharmazeutische Medizin in der Fassung vom 26. Novem-

ber 2009 (im Folgenden: Weiterbildungsprogramm/2009) müssen Gesu-

che um Anerkennung von Weiterbildungs- und Tätigkeitsperioden, welche 

vor Inkrafttreten dieses Weiterbildungsprogramms absolviert wurden, in-

nerhalb von 10 Jahren nach Inkraftsetzung eingereicht werden. Bei später 

eintreffenden Gesuchen werden vor Inkrafttreten des Weiterbildungspro-

gramms – das heisst vor dem 1. Januar 1999 – absolvierte Weiterbildungs- 

und Tätigkeitsperioden nicht mehr anerkannt (Ziff. 6.4 des Weiterbildungs-

programms/2009). Es handelt sich hierbei um eine Übergangsbestim-

mung. Diese ist seit dem 1. Januar 2009 nicht mehr in Kraft. 

B-5778/2019 

Seite 9 

3.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 11. August 2014 um die Erteilung des 

Weiterbildungstitels (Facharzttitels) «Pharmazeutische Medizin» (Sachver-

halt Bst. A.a). Infolgedessen überprüfte die Titelkommission, welche der 

Weiterbildungsperioden des Beschwerdeführers, die er in den Jahren 1998 

bis 2013 in der Tschechischen Republik und der Schweiz absolvierte, an-

erkannt werden könnten. Gemäss dieser Anrechnungsüberprüfung sind 

die vom Beschwerdeführer vorgelegten Weiterbildungsnachweise nach 

dem Weiterbildungsprogramm jedoch für den Erhalt des Weiterbildungsti-

tels (Facharzttitels) «Pharmazeutische Medizin» nicht ausreichend, wes-

halb die Titelkommission das Gesuch im Ergebnis faktisch abgewiesen hat.  

4.  

4.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer in seiner 

Beschwerde sinngemäss die Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem er 

geltend macht, dass die Titelkommission und die Vorinstanz die Gleichwer-

tigkeit der Weiterbildung in Bezug auf seine Tätigkeiten bei B._______ und 

A._______ unzureichend geprüft hätten (S. 3). Der Beschwerdeführer be-

mängelt dabei insbesondere, dass die Titelkommission die Stellungnahme 

der Weiterbildungsstättenkommission nicht eingeholt habe (S. 4). Weiter 

wirft er der Titelkommission und der Vorinstanz vor, die Übereinstimmung 

der Lernziele des Weiterbildungsprogramms mit der Tätigkeit bei 

C._______ (vor deren Anerkennung als Weiterbildungsstätte) und 

E._______ ungenügend überprüft zu haben (S. 5). 

4.2 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, dass sich die verfügende Instanz 

auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken kön-

ne und sich deshalb nicht mit jedem rechtlichen Einwand auseinanderset-

zen müsse. Somit stelle es auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

dar, wenn sie – die Vorinstanz – und die Titelkommission die Gleichwertig-

keit dieser Weiterbildungsstätten nicht im Detail geprüft hätten. Einer Stel-

lungnahme der Weiterbildungsstättenkommission bezüglich der Frage der 

Gleichwertigkeit bedürfe es ebenfalls nicht (Vernehmlassung, S. 4). 

4.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet unter anderem, sich vor 

Erlass eines Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizu-

bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen 

gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder 

mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn 

dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. BGE 132 V 368 

B-5778/2019 

Seite 10 

E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet deshalb die Behörde, die Vorbrin-

gen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in 

ihrer Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu 

begründen hat (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Vorinstanz hat sich aber nicht 

mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand ein-

lässlich auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 

zu widerlegen. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-

chen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 138 I 232 E. 5.1 und 136 I 

229 E. 5.2). 

4.4 Damit ist vorliegend zunächst zu prüfen, ob eine Verletzung des recht-

lichen Gehörs aufgrund einer allfälligen fehlenden Begründung der Vorin-

stanz vorliegt, weshalb und inwiefern er ungenügende Weiterbildungsperi-

oden für das Weiterbildungsprogramm erzielt hat. Eine Verletzung läge vor, 

wenn die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers ungenügend 

beantwortet hätte. 

4.5 Die Vorinstanz hat in ihrem Einspracheentscheid kurz dargelegt, wes-

halb und gestützt auf welche Überlegungen sie den Anrechnungsentscheid 

der Titelkommission für nachvollziehbar erachtet. Dabei ist letzterer, an-

ders als in der Beschwerde gerügt, nicht unvollständig ausgefallen, wie 

sich aus den nachfolgenden Erwägungen (E. 5 f.) zu den einzelnen Tätig-

keiten, für welche der Beschwerdeführer eine Anrechnung beantragt, 

ergibt. Entgegen dessen Ansicht liegt auch keine unvollständige Ermittlung 

des Sachverhalts vor. Dass sich die Vorinstanz in der Sachverhaltsermitt-

lung und der Begründung des Entscheids auf die entscheidwesentlichen 

Punkte beschränkt hat, reicht aus. Insbesondere äussert sich die Vorin-

stanz hinreichend zu den Rügen, welche der Beschwerdeführer im vorin-

stanzlichen Verfahren vorbrachte. Von einer inhaltlich ungenügenden 

Überprüfung dieser Vorbringen kann deshalb keine Rede sein. Zu einer 

Einholung einer Stellungnahme der Weiterbildungsstättenkommission war 

die Vorinstanz nicht verpflichtet (siehe E. 6 hiernach). Damit ist letztere ih-

rer Begründungspflicht im Sinn der oben in E. 4.3 zitierten Rechtsprechung 

hinreichend nachgekommen. Das rechtliche Gehör ist aus diesen Gründen 

vorliegend nicht verletzt worden. 

5.  

5.1 Als anrechenbare Weiterbildung gilt gemäss Art. 28 Abs. 1 WBO grund-

sätzlich die nach Erwerb eines anerkannten Arztdiploms ausgeübte Tätig-

keit im Rahmen einer Weiterbildungsstelle an anerkannten Weiterbildungs-

stätten. Insgesamt wird eine 24- bis 36-monatige fachspezifische Tätigkeit 

B-5778/2019 

Seite 11 

an einer anerkannten Weiterbildungsstätte für den Facharzttitel vorausge-

setzt (Art. 28 Abs. 1 WBO i.V.m. Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms).  

Entsprechend müsste im vorliegenden Fall eine fachspezifische Weiterbil-

dung in den Kernpunktgebieten der Pharmazeutischen Medizin an aner-

kannten Weiterbildungsstätten für ebendiese Medizin absolviert worden 

sein (vgl. Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms). 

Die Vorinstanz anerkannte als fachspezifische Weiterbildung nur die 

6.5-monatige Tätigkeit des Beschwerdeführers bei C._______ (vgl. Sach-

verhalt Bst. A.b und A.e). Demgemäss fehlen ihm fachspezifische Weiter-

bildungsperioden im Umfang von mindestens 17.5 Monaten (vgl. hierzu 

auch Art. 28 Abs. 1 WBO i.V.m. Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms). 

Der Beschwerdeführer beantragt die Anrechnung von zusätzlichen 25.5 

Monaten für seine Tätigkeit bei C._______ und E._______ sowie von zu-

sätzlichen 54 Monaten für seine Tätigkeit bei A._______ und B._______ 

und hat entsprechende Dokumente eingereicht.  

5.2  

5.2.1 Gemäss Art. 23 MedBG haben Weiterbildungsgänge, die zu einem 

eidgenössischen Weiterbildungstitel führen, eine Akkreditierungspflicht, 

welche sich nach dem MedBG richtet. Gemäss Art. 28 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 15 Bst. a und Art. 39 ff. WBO gilt als anrechenbare Weiterbildung 

grundsätzlich die nach Erwerb eines anerkannten Arztdiploms ausgeübte 

Tätigkeit im Rahmen einer Weiterbildungsstelle an anerkannten Weiterbil-

dungsstätten. Das SIWF führt eine nach Fachgebiet und Kategorien geord-

nete Liste der anerkannten Weiterbildungsstätten (Art. 40 Abs. 2 WBO; 

<www.siwf-register.ch>; im Folgenden: SIWF-Register). Die in E. 5.1 er-

wähnten, vom Beschwerdeführer genannten vier Weiterbildungsstätten 

waren in den ebendort erwähnten Zeiträumen nicht bzw. noch nicht 

(C._______) akkreditiert. 

Als fachspezifische Weiterbildungsstätten für pharmazeutische Medizin 

werden gemäss Ziff. 5.4 des Weiterbildungsprogramms anerkannt: Abtei-

lungen von pharmazeutischen Unternehmen, die im Bereich der pharma-

zeutischen Medizin in der Schweiz tätig sind, universitäre Klinische For-

schungsabteilungen (z.B. Clinical Trials Center, Clinical Trials Unit), klini-

sche Forschungsinstitute und pharmazeutische Dienstleistungsunterneh-

men, die im Bereich der pharmazeutischen Medizin in der Schweiz tätig 

sind, Kliniken, die unter Aufsicht eines qualifizierten klinischen Sponsor-

Prüfarztes klinische Forschungsassistenzärzte beschäftigen, Abteilungen 

B-5778/2019 

Seite 12 

von Behörden und Institutionen des Gesundheitswesens, die im Bereich 

der pharmazeutischen Medizin tätig sind, sowie Entwicklungsabteilungen 

von Unternehmen, die im Bereich der pharmazeutischen Medizin tätig sind. 

5.2.2 Sowohl C._______ als auch E._______ sind zwar Einrichtungen im 

Sinn von Ziff. 5.4 des Weiterbildungsprogramms. Bei E._______ hat es 

sich jedoch unbestrittenermassen zu keinem Zeitpunkt um eine akkredi-

tierte Weiterbildungsstätte im Sinn von Art. 28 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 15 Bst. a und Art. 39 ff. WBO gehandelt. C._______ war erst ab dem 

Zeitpunkt ihres Antrags auf Anerkennung als eine solche Weiterbildungs-

stätte, das heisst ab dem 11. Dezember 2003 anerkannt. Vom 1. Januar 

2005 bis am 31. Dezember 2008 war C._______ als Weiterbildungsstätte 

Kategorie A (3 Jahre) in Pharmazeutischer Medizin akkreditiert (Stellung-

nahme von Dr. med. F._______, fachspezifischer Delegierter, und Dr. med. 

G._______, fachfremde Delegierte, vom 3. Mai 2019 zuhanden der Titel-

kommission, S. 2). Demnach kann nur die Tätigkeit, welche der Beschwer-

deführer vom 11. Dezember 2003 bis 30. Juni 2004 (vgl. Sachverhalt 

Bst. A.a) bei C._______ versah, als fachspezifische Weiterbildung aner-

kannt werden. Dies sind, wie die Vorinstanz zu Recht anerkannte, 6.5 Mo-

nate.  

5.3 Gemäss Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungsprogramms kann als Option ma-

ximal 1 Jahr der Weiterbildung in Form der wissenschaftlichen Forschung 

auf einem mit der pharmazeutischen Medizin verwandten Gebiet (vgl. 

Ziff. 3.1 bis 3.12 des Weiterbildungsprogramms) anerkannt werden. Auch 

eine Arbeit als klinischer Forschungsassistent unter Aufsicht eines klini-

schen Sponsor-Prüfarztes oder das Absolvieren eines MD-PhD-Pro-

gramms ist möglich (Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungsprogramms).  

Die Einordnung von Tätigkeiten als wissenschaftliche Forschung im Sinn 

von Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungsprogramms («Option») schliesst eine 

gleichzeitige Qualifikation dieser Tätigkeiten als fachspezifische Weiterbil-

dung im Sinn von Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms und umgekehrt 

aus, da sich die 5-jährige Weiterbildung in zwei bis drei Jahre pharmazeu-

tische Medizin (Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms), zwei Jahre pati-

entenbezogene klinische Weiterbildung (Ziff. 2.1.2 des Weiterbildungspro-

gramms) und maximal ein Jahr Optionen (Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungs-

programms) gliedert. 

5.4 In seiner Beschwerde im vorliegenden Verfahren ersucht der Be-

schwerdeführer erstmals darum, seine Tätigkeit bei C._______ vom 1. Juni 

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Seite 13 

2002 bis 10. Dezember 2003 und bei E._______ vom 1. Juli 2004 bis 

28. Februar 2005 als wissenschaftliche Forschung auf einem mit der phar-

mazeutischen Medizin verwandten Gebiet anzuerkennen (S. 5). Weder 

geht aus den Angaben des Beschwerdeführers in seinem Gesuch vom 

11. August 2014 noch sonst aus dem verwendeten Formular hervor, in wel-

chem Sinn diese Tätigkeit anzuerkennen wäre. Es wird nur zwischen Wei-

terbildungsperioden in der Schweiz und solchen im Ausland unterschieden. 

Die Beurteilung, welche Tätigkeit als Weiterbildungsperioden anerkannt 

werden kann, stellt eine Rechtsfrage dar, welche zwar von Amtes wegen, 

aber wegen ihrer fachtechnischen Natur von der Rechtsmittelbehörde nur 

mit der gebotenen Zurückhaltung zu prüfen ist. Der verfügenden Behörde, 

welche allein über die entsprechende Fachkunde verfügt, soll ein gewisser 

Ermessens- und Beurteilungsspielraum belassen werden, soweit sie die 

für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderli-

chen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat. Die Rechts-

mittelinstanz weicht in derartigen Fällen nicht ohne Not von der Auffassung 

der Vorinstanz ab und stellt im Zweifel nicht ihre eigene Einschätzung an 

die Stelle der für die kohärente Konkretisierung und Anwendung des Ge-

setzes primär verantwortlichen Vorinstanz (vgl. statt vieler: BGE 139 II 185 

E. 9.3, 136 I 184 E. 2.2.1, 135 II 384 E. 2.2.2, 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 

E. 3, 132 II 144 E. 1.2, 131 II 680 E. 2.3.2; Urteil des BVGer B-1100/2018 

vom 13. Juli 2018 E. 2.2). 

5.4.1 Die Einordnung der Tätigkeiten des Beschwerdeführers bei 

E._______ und C._______ als fachspezifische Weiterbildung im Sinn von 

Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungsprogramms schliesst eine gleichzeitige Qua-

lifikation dieser Tätigkeiten als wissenschaftliche Forschung im Sinn von 

Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungsprogramms («Option») aus (siehe E. 5.3 hier-

vor).  

Die Titelkommission verlangt für die Anerkennung einer Tätigkeit als wis-

senschaftliche Forschung im Sinn einer solchen "Option" praxisgemäss 

den Nachweis einer wissenschaftlichen Forschungstätigkeit anhand von 

Publikationen oder Forschungsberichten (siehe Vernehmlassung der Vor-

instanz, S. 5). 

5.4.2 Der Beschwerdeführer war bei C._______ zwar als «Senior Clinical 

Resarch Scientist» angestellt, jedoch hauptsächlich als «Clinical Commu-

nication Manager» und bloss in einem nebensächlichen Umfang als «Cli-

nical Trial Leader» (Schreiben von C._______ vom 30. Juni 2004). In sei-

ner Hauptfunktion war er für eine interne Datenbank verantwortlich, lieferte 

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Seite 14 

er Inputs zu internen Dokumenten und war er an der Organisation von kli-

nischen Studien beteiligt (vgl. Schreiben von C._______ vom 30. Juni 

2004). Daher ist die Ansicht der Vorinstanz nachvollziehbar, wonach die 

Beschreibung dieser beiden Funktionen im Schreiben von C._______ vom 

30. Juni 2004 keine wissenschaftliche Forschungstätigkeit des Beschwer-

deführers aufzeigt (Vernehmlassung, S. 5). Eine solche Tätigkeit geht 

auch, wie die Vorinstanz weiter schlüssig darlegt (Vernehmlassung, S. 5), 

aus dem FMH-Zeugnis von C._______ vom 19. Dezember 2013 und dem 

zugehörigen «Evaluation Record» nicht hervor. 

Bei E._______ war der Beschwerdeführer zwar als «Senior Clinical Scien-

tist» angestellt (Schreiben von E._______ vom 28. Februar 2005). Diese 

Funktion beschreibt E._______ in ihrem Schreiben vom 28. Februar 2005 

aber als Tätigkeit in der Informations-, Budget- und Fristenverwaltung und 

Netzwerkpflege. Die Darlegung der Vorinstanz, dass diese Beschreibung 

keine wissenschaftliche Forschungsarbeit ausweise, weil die Aufgabe des 

Beschwerdeführers bei E._______ in erster Linie in der Recherche und 

Zusammenstellung von medizinischer Literatur und der Anfertigung von in-

ternen Dokumenten bestanden habe (Vernehmlassung, S. 5), ist schlüssig. 

Demnach ist die Einschätzung der Vorinstanz (Vernehmlassung, S. 5), wo-

nach der Beschwerdeführer bei C._______ und E._______ vornehmlich 

bei der Erstellung von klinischen Studien zum Zweck der Entwicklung von 

Medikamenten mitarbeitete, nachvollziehbar, zumal nichts anderes aus 

dem Schreiben der C._______ vom 30. Juni 2004, dem FMH-Zeugnis von 

C._______ vom 19. Dezember 2013 und dem zugehörigen «Evaluation 

Record» sowie dem Schreiben von E._______ vom 28. Februar 2005 her-

vorgeht. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass eine Tätigkeit in der 

wissenschaftlichen Forschung sowohl bei C._______ als auch bei 

E._______ nicht ersichtlich ist (Vernehmlassung, S. 5), ist folgerichtig. 

Überdies ist auch die Ansicht der Vorinstanz (Vernehmlassung, S. 5) 

schlüssig, dass der Beschwerdeführer keine Publikationen oder For-

schungsberichte, die eine wissenschaftliche Forschungstätigkeit während 

seiner Zeit bei C._______ oder E._______ belegen, zu den Akten gereicht 

hat, da sich in diesen überhaupt keine wissenschaftlichen Publikationen 

des Beschwerdeführers finden. Der Beschwerdeführer kann damit keine 

wissenschaftliche Forschungstätigkeit an einer wissenschaftlichen For-

schungseinrichtung nachweisen.  

Da die Tätigkeiten bei C._______ und E._______ somit nicht als wissen-

schaftliche Forschung qualifiziert werden können, ist es auch nicht möglich, 

B-5778/2019 

Seite 15 

diese Tätigkeiten als «Option» gemäss Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungspro-

gramms anzurechnen. Beide Tätigkeiten können folglich nicht als Weiter-

bildung angerechnet werden. 

5.5 Möglicherweise könnte dem Beschwerdeführer infolge von Ziff. 2.1.3 

des Weiterbildungsprogramms (siehe oben E. 5.3) aber ein MD-PhD-Pro-

gramm als «Option» angerechnet werden. 

Der Beschwerdeführer erlangte am 9. Juni 1997 das Doktordiplom in Me-

dizin (MUDr.) an der H._______-Universität in Brünn (Tschechische Re-

publik). Mit Anerkennungsbestätigung vom 26. April 2006 anerkannte der 

Leitende Ausschuss für die eidgenössischen Medizinalprüfungen dieses 

Doktordiplom als Arztdiplom, dem in der Schweiz die gleiche Wirkung wie 

ein eidgenössisches Diplom zukommt. Das Doktordiplom des Beschwer-

deführers entspricht damit in der Schweiz lediglich einem solchen Arztdip-

lom. Da die Weiterbildungsperioden nach erfolgreichem Abschluss des 

Medizinstudiums absolviert werden müssen (vgl. Art. 2, Art. 28 Abs. 1 und 

Art. 37 WBO), fällt dieses Doktordiplom somit als anrechenbares MD-PhD-

Programm ausser Betracht.  

Ferner erlangte der Beschwerdeführer an der Universität Basel nach einem 

Studium, das vom 7. September 2009 bis 27. Juni 2013 dauerte, das Dip-

loma of Advanced Studies (DAS) in Pharmaceutical Medicine. Bei diesem 

Abschluss handelt es sich um einen Weiterbildungsstudiengang ohne Dok-

toratspromotion nach dessen Abschluss (siehe <https://advancedstu-

dies.unibas.ch> > Studienangebot > Diploma of Advanced Studies > 

DAS European Course in Pharmaceutical Medicine, abgerufen am 24. Ap-

ril 2020). Dieses Diplom kann folglich ebenfalls nicht mit einem erfolgrei-

chen Abschluss eines MD-PhD-Programms gleichgesetzt werden. 

Die Anrechnung eines MD-PhD-Programms wurde vom Beschwerdefüh-

rer, wenn auch von der Vorinstanz geprüft (Vernehmlassung, S. 5 f.), dem-

zufolge zurecht nicht ausdrücklich verlangt.  

5.6 Weiter ist umstritten und zu prüfen, ob die Tätigkeiten des Beschwer-

deführers bei B._______ (47 Monate) und A._______ (7 Monate) ange-

rechnet werden können. Beide sind nicht im SIWF-Register aufgeführt. 

5.7 Der Beschwerdeführer wandte sich am 1. April 2010 erstmals mit einer 

Anfrage betreffend die Anrechenbarkeit seiner Tätigkeit bei B._______ an 

die Titelkommission (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 1. April 

2010 an den SIWF [Vernehmlassungsbeilagen 39-40] und E-Mail des 

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Seite 16 

SIWF vom 30. September 2010 an den Beschwerdeführer). Zu diesem 

Zeitpunkt war die in Ziff. 6.4 des Weiterbildungsprogramms/2009 (E. 2.7 

hiervor) eingeräumte 10-Jahres-Frist aber bereits abgelaufen. Damit kön-

nen die obgenannten 5 Monate, während welchen der Beschwerdeführer 

bei B._______ beschäftigt war, ihm nicht gestützt auf Ziff. 6.4 des Weiter-

bildungsprogramms/2009 angerechnet werden. Die Stellungnahme der 

Dres. F._______ und G._______ vom 3. Mai 2019, wonach die Weiterbil-

dungsperiode des Beschwerdeführers bei B._______ vom 2. Juli 1998 bis 

31. Dezember 1998 (5 Monate), vom Zeitpunkt her gesehen, noch ange-

rechnet werden könne (S. 2), ist mit der eindeutigen Regelung der Ziff. 6.4 

des Weiterbildungsprogramms/2009 nicht vereinbar.  

Was die 7-monatige Tätigkeit des Beschwerdeführers bei A._______ vom 

1. Oktober 1997 bis 30. April 1998 anbelangt, ersuchte der Beschwerde-

führer erst mit seinem Gesuch vom 11. August 2014 (Sachverhalt Bst. A.a) 

und damit ebenfalls erst nach Ablauf der obgenannten 10-Jahres-Frist um 

Anrechnung dieser Tätigkeit. Folglich ist auch diese infolge von Ziff. 6.4 

des Weiterbildungsprogramms/2009 nicht anrechenbar. 

5.8 Selbst wenn die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Tätigkeiten bei 

B._______ und A._______ noch als in der Übergangsfrist geltend gemacht 

betrachtet würden (vgl. E. 2.7 hiervor), müsste dennoch beachtet werden, 

dass unbestrittenermassen keine Bestätigung einer ausländischen Be-

hörde im Sinn von Art. 33 Abs. 1 WBO vorliegt.  

Der Beschwerdeführer rügt zwar, dass er einen solchen Nachweis gar nicht 

erbringen kann, weil es in der Tschechischen Republik einen Facharzttitel 

in Pharmazeutischer Medizin nicht gebe (Beschwerde, S. 3). Die Frage, ob 

der Beschwerdeführer aus diesem Umstand etwas zu seinen Gunsten ab-

zuleiten vermag, könnte im vorliegenden Fall jedoch offenbleiben, da es 

sich bei den Tätigkeiten des Beschwerdeführers bei B._______ und 

A._______ ohnehin nicht um eine gleichwertige Facharztausbildung im 

Sinn von Art. 33 Abs. 1 WBO handelt. Die diesbezüglichen Äusserungen 

der Titelkommission (vgl. deren Entscheid vom 21. August 2014, S. 3-4) 

und der Vorinstanz (vgl. deren Vernehmlassung, S. 4) zur Tätigkeit des Be-

schwerdeführers bei B._______ sind angesichts der Aussagen von 

I._______, HR Operations Partner bei B._______ International, (siehe de-

ren E-Mail vom 18. Juli 2014), der Dres. F._______ und G._______ (siehe 

deren Stellungnahme vom 3. Mai 2019, S. 2) und von B._______ selbst 

(siehe deren Schreiben vom 31. Mai 2002 und «Anstellungsbestätigung» 

vom 17. Juli 2014) nachvollziehbar. Dies trifft gleicherweise auch auf die 

Darlegungen der Vorinstanz zu A._______ zu (vgl. deren Vernehmlassung, 

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Seite 17 

S. 4), wie die undatierte «Arbeitsbewertung» und auch die eigenen Aussa-

gen des Beschwerdeführers (siehe dessen «Einsprache bzw. Gesuch um 

Wiedererwägung» vom 18. September 2019) zeigen. Sowohl bei 

B._______ als auch bei A._______ gibt es in den Akten kein Dokument, 

welches dem Beschwerdeführer bescheinigen würde, dort eine struktu-

rierte Weiterbildung absolviert zu haben. Demgemäss würde auch dieser 

Nachweis dem Beschwerdeführer nicht gelingen. 

Zu berücksichtigen wäre schliesslich, dass der Beschwerdeführer gegen 

die Ansicht der Dres. F._______ und G._______, wonach die Regelung der 

Ziff. 2.1.3 des Weiterbildungsprogramms bei einem kommerziellen Dienst-

leistungsbetrieb wie B._______ nicht angewandt würden, da Auftragsfor-

schungsorganisationen per Definition nicht die Rolle als Sponsor und nur 

selten als Prüfarzt (Investigator) innehätten (siehe deren Stellungnahme 

vom 3. Mai 2019), keine Einwände vorbringt.  

Folglich könnte der Beschwerdeführer auch nicht belegen, dass es sich bei 

seinen Tätigkeiten bei B._______ und A._______ um eine anrechenbare 

Weiterbildung im Sinn von Art. 33 Abs. 1 WBO handelte. 

6.  

Die Titelkommission hat mehrfach versucht, vom Beschwerdeführer De-

tails zu seinen Tätigkeiten bei B._______ und A._______ zu erlangen (vgl. 

E-Mails der Titelkommission vom 30. September 2010, 28. November 

2012, 3. Dezember 2012, 9. Oktober 2013, 18. März 2014, 7. April 2014 

und 7. Juli 2014), ohne dass er den erforderlichen Nachweis im Sinn von 

Art. 33 Abs. 1 WBO erbracht hätte. Da der Beschwerdeführer, welcher vor 

rund 20 Jahren bei B._______ und A._______ in Prag (Tschechische Re-

publik) tätig war, diesbezüglich in erhöhtem Mass mitwirkungspflichtig ist 

(vgl. Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG; AUER/BINDER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2018 [im Folgenden: Kommentar 

VwVG], Art. 13 N 3 ff.; Urteil des BVGer B-6452/2013 vom 4. Dezember 

2014 E. 3.2), konnte die Vorinstanz von zusätzlichen Nachforschungen und 

dem Beizug weiterer Dokumente absehen. Entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers (Beschwerde, S. 4) gilt dies auch für die Einholung einer 

Stellungnahme der Weiterbildungsstättenkommission. Die Titelkommission 

kann zwar bei unklaren Fällen die Stellungnahme jener Kommission ein-

holen (Art. 33 Abs. 1 WBO). Wenn wie in casu eine Anrechnungsbestäti-

gung der zuständigen Behörde des betreffenden Landes nicht nur fehlt 

bzw. gar nicht vorgelegt werden kann, sondern für die Titelkommission be-

reits eindeutig erkennbar ist, dass die fraglichen Tätigkeiten auch keine 

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Seite 18 

gleichwertige Weiterbildungstätigkeit für die fragliche Facharztausbildung 

darstellen (E. 5.8), macht es keinen Sinn, von der Weiterbildungsstätten-

kommission im Rahmen des Einsprache- oder Beschwerdeverfahrens 

noch eine Stellungnahme einzuverlangen. Daher ist der diesbezügliche 

Antrag des Beschwerdeführers, es hätte eine Stellungnahme der Weiter-

bildungsstättenkommission eingeholt werden müssen, abzuweisen. Ent-

sprechend der Beweislastregel nach Art. 8 des Zivilgesetzbuchs vom 

10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210; vgl. hierzu auch Urteil des BVGer 

B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 6.2.2 mit weiteren Hinweisen), trägt 

der Beschwerdeführer die Folgen des fehlenden Nachweises bezüglich 

seiner Tätigkeiten bei B._______ und A._______. 

7.  

7.1 Die von der Vorinstanz an die Zulassung als Facharzt gestellten Anfor-

derungen dienen der Sicherstellung einer medizinischen Versorgung von 

hoher Qualität (vgl. SPOERRI, a.a.O., Rz. 57) und somit dem Schutz ele-

mentarer Rechtsgüter. Es wäre mit erheblichen Gefahren für die Allgemein-

heit verbunden, wenn ein Kandidat als Facharzt zugelassen würde, der 

nicht alle Weiterbildungsperioden absolviert hat (zum Ganzen: Urteil des 

BVGer B-7895/2007 vom 23. Oktober 2009 E. 5). 

Demzufolge ist die Verweigerung der Zulassung des Beschwerdeführers 

als Facharzt in Pharmazeutischer Medizin aufgrund eines fehlenden Nach-

weises im Sinn von Art. 33 Abs. 1 WBO verhältnismässig. 

7.2 Wenn der Beschwerdeführer weitere Dokumente oder Beweise im Sinn 

von Art. 28 ff. WBO vorlegen kann, hat er aber die Möglichkeit, bei der 

Titelkommission ein neues Gesuch auf Überprüfung seiner Weiterbildungs-

perioden gemäss dem Weiterbildungsprogramm einzureichen und ent-

sprechend beurteilen zu lassen. Von diesem Instanzenweg ist auch aus 

prozessökonomischen Gründen nicht abzuweichen. 

8.  

Das Bundesverwaltungsgericht sieht schliesslich keine Härtefallsituation. 

Für eine entsprechende Berücksichtigung als Härtefall fehlen ohnehin ent-

sprechende gesetzliche Grundlagen, welche Ausnahmen vom Grundsatz 

des Art. 28 Abs. 1 WBO (oben E. 5.1) vorsehen würden (vgl. Urteil des 

BVGer B-7895/2007 vom 23. Oktober 2009 E. 5 mit Hinweis). Auch mit 

Blick auf die oben dargelegten Ausführungen sind die fehlenden Weiterbil-

dungsperioden nicht als Härtefall zu beurteilen. Der Beschwerdeführer hat 

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Seite 19 

gemäss dem Medizinalberuferegister (<https://www.medregom.ad-

min.ch>, abgerufen am 24. April 2020) bereits im Jahr 2012 den Facharzt-

titel als Praktischer Arzt und im Jahr 2018 den Facharzttitel für Psychiatrie 

und Psychotherapie erworben. Diese eidgenössischen Weiterbildungstitel 

berechtigen den Beschwerdeführer gemäss Art. 36 Abs. 2 MedBG zur pri-

vatwirtschaftlichen Ausübung des Arztberufs in eigener fachlicher Verant-

wortung. 

9.  

Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung 

entsprechend dem Ausmass seines Unterliegens reduzierte Verfahrens-

kosten in der Höhe von Fr. 800.– auferlegt (in Dispositiv-Ziff. 2 mit Begrün-

dung auf S. 6). Der Beschwerdeführer bemängelt in seiner Beschwerde, 

die Vorinstanz habe die Verfahrenskosten nicht richtig aufgeteilt. Ihm soll-

ten Fr. 800.– zurückerstattet werden (S. 6 f.). 

9.1 Wo, wie bei der Frage der Kostenauferlegung im Einspracheverfahren, 

der WBO und den auf ihr beruhenden Bestimmungen keine Verfahrens-

norm entnommen werden kann, wird – soweit dies möglich ist – das VwVG 

und das VGG analog angewandt (vgl. Art. 67 WBO). Nach Art. 63 Abs. 1 

VwVG auferlegt die Beschwerdeinstanz die Verfahrenskosten in der Regel 

der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, werden die Ver-

fahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das für die Kostenvertei-

lung massgebende Ausmass des Unterliegens ist aufgrund der gestellten 

Rechtsbegehren zu beurteilen (MICHAEL BEUSCH, Kommentar VwVG, 

Art. 63 N 13). 

9.2 Der Beschwerdeführer begehrte in seiner Einsprache vom 14. Oktober 

2018 die vollständige Aufhebung des Entscheids der Titelkommission (zu 

diesem siehe Sachverhalt Bst. A.b). Die Vorinstanz hob diesen Entscheid 

in der angefochtenen Verfügung jedoch nur teilweise auf. Sie tat dies le-

diglich in Bezug auf den Vorbehalt, die Anrechnung der bei C._______ ab-

solvierten Weiterbildungsperiode davon abhängig zu machen, dass der Be-

schwerdeführer eine zusätzliche Bestätigung vorlege, aus der sich ergebe, 

dass er sich unter der Verantwortung des Weiterbildungsstättenleiters tat-

sächlich in Weiterbildung gemäss dem Weiterbildungsprogramm befunden 

habe (Dispositiv-Ziff. 1). Zudem stellte die Vorinstanz fest, dass der Nach-

weis einer bestandenen Facharztprüfung als erbracht gelte (Dispositiv-

Ziff. 1). Im Übrigen wies die Vorinstanz die Einsprache ab (Dispositiv-

Ziff. 1). Die Vorinstanz bestätigte somit in der angefochtenen Verfügung im 

Wesentlichen den Entscheid der Titelkommission. Nur zu einem geringen 

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Seite 20 

Teil obsiegte der Beschwerdeführer mit seiner Einsprache. Die Vorinstanz 

reduzierte die Verfahrenskosten entsprechend dem Ausmass seines Un-

terliegens auf vier Fünftel (angefochtene Verfügung, S. 6). Sie bewertete 

damit sein Obsiegen als zu einem Fünftel und sein Unterliegen als zu vier 

Fünftel. Ein Berechnungsfehler seitens der Vorinstanz ist nicht ersichtlich. 

Deren Kostenentscheid ist nachvollziehbar. 

10.  

Zusammenfassend ergibt sich deshalb, dass die Beschwerde vollumfäng-

lich abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist. 

11.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Prü-

fungsreglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die 

Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, 

Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis 

VwVG und Art. 2 Abs. 1 VGKE). Die Verfahrenskosten werden auf 

Fr. 1'500.– festgesetzt und sind dem vom Beschwerdeführer in gleicher 

Höhe bezahlten Kostenvorschuss zu entnehmen.  

Es ist keine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 

Abs. 1 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

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Seite 21 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

– die Titelkommission (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Francesco Brentani Andrea Giorgia Röllin 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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