# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 398dbbf9-3072-58a0-95a7-aa2c08ee9985
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 26.08.2020 UH200043
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH200043_2020-08-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UH200043-O/U/BEE>HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin 

lic. iur. C. Gerwig, Ersatzoberrichterin Dr. C. Schoder sowie 

Gerichtsschreiber Dr. U. Bruggmann 

 

Beschluss vom 26. August 2020 
 

in Sachen 

 

A._____ SA, vertreten durch B._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Edition   
 
Beschwerde gegen die Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft II des 
Kantons Zürich vom 27. Januar 2020, D-1/2019/10018954 
 
 

- 2 - 

                                                       Erwägungen: 

                                                                 I. 

1. Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich führt eine Strafuntersuchung ge-

gen Unbekannt wegen betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsan-

lage etc. Der Täterschaft wird unter anderem vorgeworfen, zu Lasten von zwei 

Kundenkonten bei der C._____ AG [Bank] zwei Überweisungen in Höhe von CHF 

4'960.– bzw. CHF 4'920.– auf ein Konto der Beschwerdeführerin (eine 

Finanzintermediärin) bei der D._____ [Bank] veranlasst zu haben. 

2. Mit Editionsverfügung vom 27. Januar 2020 forderte die Staatsanwaltschaft II 

des Kantons Zürich die Beschwerdeführerin auf, diverse Unterlagen und Belege 

herauszugeben, im Einzelnen: 

"- Sämtliche Informationen zum Bankkonto der A._____ SA, 

IBAN Nr. CH1, namentlich Eröffnungsunterlagen, Korrespondenz, Ausweis-

kopien sowie detaillierte Kontoauszüge für den Zeitraum ab 1. Oktober 2019 

bis 27. Januar 2020 

- Detailbelege zu den beiden Überweisungen vom 24. Oktober 2019: 

 - ... [Belegnummer 1], CHF 4'920.– 

 - ... [Belegnummer 2], CHF 4'960.–" 

3. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

7. Februar 2020 Beschwerde (Urk. 2). Sie machte zusammengefasst geltend, die 

angefochtene Editionsverfügung sei unverhältnismässig, da sie sich nicht auf die 

fraglichen zwei Transaktionen beschränke, sondern "sämtliche Informationen" 

zum besagten Konto verlange (a.a.O., S. 3). Dabei beantragte die Beschwerde-

führerin, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen (a.a.O., 

S. 4). 

- 3 - 

4. Mit Verfügung vom 24. Februar 2020 wurde der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung erteilt. Gleichzeitig wurde die Beschwerdeschrift der 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich zur Stellungnahme übermittelt (Urk. 7). 

5. Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich beantwortete die Beschwerde mit 

Eingabe vom 9. März 2020. Sie führte zusammengefasst aus, der Staatsanwalt-

schaft II des Kantons Zürich liege es fern, sämtliche Informationen zum besagten 

Bankkonto zu erhalten. Es gehe nur um die Transaktionen über dieses Konto mit 

der Referenz ... [Belegnummer 1] und ... [Belegnummer 2] (Urk. 9). 

6. In der Folge wurde die Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft II des Kan-

tons Zürich mit Verfügung vom 16. März 2020 der Beschwerdeführerin zur freige-

stellten Stellungnahme übermittelt (Urk. 11). 

7. Die Beschwerdeführerin replizierte mit Eingabe vom 6. April 2020. Sie führte 

aus, sie habe in der Zwischenzeit sämtliche Informationen über die erwähnten 

Transaktionen zur Verfügung gestellt. In Anbetracht dessen, dass die Staatsan-

waltschaft II des Kantons Zürich ihre Anordnung korrigiert bzw. präzisiert habe, 

"scheine das vorliegende Verfahren unnötig geworden zu sein" (Urk. 12). 

 

II. 

Wie der Replik der Beschwerdeführerin zu entnehmen ist, kam diese den Anord-

nungen der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich offenbar nach und gab ihr 

die gewünschten Informationen heraus. Unter diesen Umständen erweist sich das 

Beschwerdeverfahren als gegenstandslos, wovon auch die Beschwerdeführerin 

auszugehen scheint. Das Beschwerdeverfahren ist somit als gegenstandlos ge-

worden abzuschreiben. Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde fällt damit 

dahin. 

 

 

- 4 - 

 

III. 

1. Bei Gegenstandslosigkeit sind nach den allgemeinen prozessrechtlichen Re-

geln derjenigen Partei die Kosten aufzuerlegen, welche das Verfahren veranlasst 

hat oder bei welcher die Gründe für die Gegenstandslosigkeit eingetreten sind 

(vgl. dazu Domeisen, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Schweizerische Strafpro-

zessordnung – Jugendstrafprozessordnung, 2. A., Basel 2014, N 14 zu 

Art. 428 StPO). 

2. Vorliegend ist die Gegenstandslosigkeit wie gezeigt darauf zurückzuführen, 

dass die Beschwerdeführerin den Anordnungen der Staatsanwaltschaft II des 

Kantons Zürich nachgekommen ist. Nach den dargelegten Grundsätzen würde 

die Beschwerdeführerin damit an sich kostenpflichtig. Die Beschwerdeführerin 

machte jedoch geltend, die Formulierung in Dispositiv-Ziff. 1 der angefochtenen 

Verfügung sei auslegungsbedürftig (Urk. 12 S. 1). Die Staatsanwaltschaft II des 

Kantons Zürich räumte zwar ein, dass (isoliert betrachtet) Dispositiv-Ziff. 1 als 

auslegungsbedürftig angesehen werden könne, im Ergebnis hielt sie der Argu-

mentation der Beschwerdeführerin jedoch entgegen, dass die Begründung des 

Entscheids nur den Schluss zulasse, dass es ausschliesslich um Informationen 

über die beiden aufgeführten Überweisungen gegangen sei (Urk. 9 S. 1). 

3. Die Beschwerdeführerin wird durch ihren einzelzeichnungsberechtigten CEO, 

B._____, vertreten. Dieser scheint französisch-sprachig, wie übrigens auch die 

weiteren Funktionäre bzw. Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin (vgl. dazu Urk. 

2 S. 1). Dieser Umstand dürfte das Verstehen der Editionsverfügung der Staats-

anwaltschaft II des Kantons Zürich vom 27. Januar 2020 erschwert haben, was 

wohl mit ein Grund dafür war, dass der erwähnte Entscheid angefochten wurde. 

Davon geht auch die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich aus (vgl. Urk. 9 S. 

1). 

4. Unter den gezeigten Umständen rechtfertigt es sich, die Kosten des Beschwer-

deverfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

- 5 - 

5. Erhebliche Umtriebe, welcher der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit 

dem vorliegenden Beschwerdeverfahren entstanden sein könnten, sind nicht er-

kennbar, weshalb der Beschwerdeführerin keine Entschädigung zuzusprechen ist. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben. 

2. Damit fällt die aufschiebende Wirkung der Beschwerde dahin. 

3. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren fällt ausser 

Ansatz. 

4. Der Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Beschwerdeverfahren kei-

ne Entschädigung zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-

gung) 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen 

von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen er-
hoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

 

 

- 6 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
Zürich, 26. August 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. U. Bruggmann 
 
 

	Beschluss vom 26. August 2020
	Es wird beschlossen:
	1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben.
	2. Damit fällt die aufschiebende Wirkung der Beschwerde dahin.
	3. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren fällt ausser Ansatz.
	4. Der Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestätigung)

	6. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.