# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e9f15b8-c437-5b0d-b72c-792a3b79a0f1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.06.2010 A-6834/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6834-2007_2010-06-14.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-6834/2007und A-6835/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  J u n i  2 0 1 0

Richterin Charlotte Schoder (Vorsitz), 
Richter Pascal Mollard, Richter Markus Metz, 
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Mehrwertsteuer; 1. Quartal bis 4. Quartal 2001 
(A-6834/2007); 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 2000 
(A-6835/2007); Vorsteuerkürzung bei Subventionen, 
Rückerstattung der Mineralölsteuer.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-6834/2007 und A-6835/2007

Sachverhalt:

A.
Der A._______ ist seit dem 1. Januar 1995 bei der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung  (ESTV)  als  Gruppenträger  im  Register  der 
Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen.

Mit Schreiben vom 9. Oktober 2002 wendete sich der A._______ an 
die  ESTV  und  bestritt  die  Qualifizierung  der  Rückerstattungen  der 
Treibstoffzollzuschläge,  der  Mineralölsteuern  und  der 
Mineralölsteuerzuschläge  der  Jahre  1995  bis  2001  an  seine 
Gruppenmitglieder als Subventionen im mehrwertsteuerlichen Sinn mit 
der Folge einer Kürzung des Vorsteuerabzugs.

Am 21. Oktober 2002 stellte die ESTV für den Zeitraum vom 1. Quartal 
1995 bis 4. Quartal 2000 (Zeit zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 
31. Dezember 2000) die Ergänzungsabrechnung (EA) Nr. 247'513 über 
CHF 1'730'743.--  zuzüglich  5% Verzugszins  seit  dem 29.  Mai  1998 
(spezieller mittlerer Verfall).

Ebenfalls am 21. Oktober 2002 stellte die ESTV für den Zeitraum vom 
1. Quartal bis 4. Quartal 2001 (Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 
31. Dezember 2001) die Ergänzungsabrechnung (EA) Nr. 247'514 über 
Fr. 347'595.00 zuzüglich 5% Verzugszins seit  dem 30. Oktober 2001 
(spezieller mittlerer Verfall).

Am 12.  Dezember  2002  traf  die  ESTV für  den  Zeitraum 1.  Quartal 
1995 bis 4. Quartal 2000 und für den Zeitraum 1. Quartal bis 4. Quartal 
2001  je  einen  anfechtbaren  Entscheid,  in  dem sie  ihre  Steuernach-
forderung bestätigte.

B.
Gegen diese Entscheide der ESTV erhob der A._______ am 23. resp. 
am 27. Januar 2003 Einsprache.

Betreffend die Steuernachforderung für den Zeitraum 1. Quartal 1995 
bis 4. Quartal 2000 beantragte er, der Entscheid der ESTV sei aufzu -
heben,  die  geleistete  Mehrwertsteuer  von CHF 1'730'743.--  und der 
Verzugszins von CHF 295'909.--  seien zuzüglich Vergütungszins von 
5% ab dem 29. November 2002 (auf CHF 1'730'743.--) resp. ab dem 
20.  Dezember  2002  (auf  CHF  295'909.--)  zurückzuzahlen  und  das 

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Verfahren  bis  zum  rechtskräftigen  Entscheid  der  ESTV  betreffend 
Einsprache der  X._______ gegen den Entscheid der  ESTV vom 23. 
Mai 2002 zu sistieren.

Betreffend die Steuernachforderung für den Zeitraum vom 1. Quartal 
bis 4. Quartal 2001 beantragte der A._______ ebenfalls die Sistierung 
des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheid der  ESTV im Ein-
spracheverfahren  der  X._______,  die  Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids  vom  12. Dezember  2002  sowie  die  Rückzahlung  der 
geleisteten  Mehrwertsteuer  von  CHF  347'595.--  zuzüglich  5% 
Vergütungszins  ab  dem 29. November  2002  und  des Verzugszinses 
von  CHF  111'710.--  zuzüglich  5%  Vergütungszins  ab  dem  20. 
Dezember 2002.

In der Begründung der  Einsprachen machte der A._______ geltend, 
die  Rückerstattungen der  Treibstoffzollzuschläge resp. der  Mineralöl-
steuern und Mineralölsteuerzuschläge seien nicht als Subventionen im 
mehrwertsteuerlichen  Sinn  zu  qualifizieren.  Eine  Kürzung  des  Vor-
steuerabzugs resp. eine entsprechende Steuernachforderung komme 
daher nicht in Betracht.

C.
Die ESTV fällte am 5. September 2007 je einen Einspracheentscheid 
betreffend die Steuernachforderungen für die Zeitspanne vom 1. Quar-
tal 1995 bis 4. Quartal 2000 und vom 1. Quartal bis 4. Quartal 2001. 
Darin  entschied  sie,  die  Verfahren  nicht  zu  sistieren  und  die  Ein-
sprachen abzuweisen. Weiter bestätigte sie, dass der A._______ die 
bereits bezahlten Steuernachforderungen und Verzugszinsen schulde 
und demnach zu Recht bezahlt habe.

Die  ESTV  hielt  an  ihrer  Ansicht  fest,  dass  es  sich  bei  den  Rück-
erstattungen der Treibstoffzollzuschläge und der Mineralölsteuern resp. 
der Mineralölsteuerzuschläge um Subventionen handle,  welche nicht 
zum steuerbaren  Entgelt  gehörten,  und  der  Vorsteuerabzug  folglich 
verhältnismässig zu kürzen sei.

D.
Mit  Eingaben vom 5. Oktober  2007 erhob der  A._______ gegen die 
Einspracheentscheide der ESTV beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde. Neben  der  Aufhebung  der  angefochtenen  Entscheide  be-
antragte er  im Hauptantrag die Rückerstattung der bereits bezahlten 
Steuernachforderungen und der Verzugszinsen. Betreffend die Steuer-

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nachforderung für den Zeitraum 1. Quartal  1995 bis 4. Quartal  2000 
beantragte der A._______ im Eventualantrag, die Steuerschuld sei auf 
CHF 640'897.36  zuzüglich  Verzugszinsen  vom  30.  Mai  1998  bis 
30. Oktober  2001 festzusetzen und der  Überschuss aus den bereits 
geleisteten  Zahlungen  sei  zuzüglich  5%  Vergütungszins  ab  dem 
29. November  2002  zurückzuerstatten.  Betreffend  die  Steuernach-
forderung  für  den  Zeitraum vom 1. Quartal  bis  4. Quartal  2001  be-
antragte  der  A._______  eventualiter,  die  Steuerschuld  sei  auf 
CHF 132'872.80 zuzüglich Verzugszinsen vom 1. November 2001 bis 
27. November 2002 festzusetzen und der Überschuss aus den bereits 
geleisteten  Zahlungen  zuzüglich  5%  Vergütungszins  ab  dem 
29. November 2002 sei  zurückzuerstatten. Des Weitern ersuchte der 
A._______ um Vereinigung der Beschwerdeverfahren gegen die Ein-
spracheentscheide der ESTV vom 5. September 2007.

Die  Eventualanträge  begründete  der  Beschwerdeführer  damit,  dass, 
wenn überhaupt eine Vorsteuerabzugskürzung zulässig wäre, diese in 
der Zeitspanne vom 1. Quartal  1995 bis 4. Quartal  1998 lediglich zu 
einem Pauschalsatz von 2,2% und in der Zeitspanne vom 1. Quartal 
1999 bis 4. Quartal 2000 zu einem Pauschalsatz von 2,7% hätte vor-
genommen werden dürfen. Die Pauschalsätze seien für alle Betriebs-
subventionen  der  öffentlichen  Hand  an  konzessionierte  Transport-
unternehmungen  (KTU)  anwendbar  gewesen.  Erst  später,  gemäss 
einer nicht näher begründeten und erst am 1. Januar 2001 publizierten 
Praxisänderung seien die Rückerstattungen der Mineralölsteuern nicht 
mehr mit dem für die Betriebssubventionen üblichen Pauschalsatz von 
2,7%  abgegolten  worden.  Für  die  Zeitspanne  vom  1.  Quartal  bis 
4. Quartal 2001 sei daher ebenfalls der Pauschalsatz von 2,7% für die 
Vorsteuerabzugskürzung  infolge  Rückerstattungen  der  Mineralöl-
steuern anwendbar.

E.
Auf  ein  am  19.  Oktober  2007  gestelltes  Gesuch  des  Beschwerde-
führers sistierte der Instruktionsrichter am 12. Dezember 2007 die Be-
schwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids 
im  Beschwerdeverfahren  der  X._______  gegen  die  ESTV,  weil  mit 
einer  präjudiziellen  Bedeutung  des  in  diesem  Verfahren  gefällten 
Entscheids gerechnet wurde.

F.
Am 16. November 2009 fällte das Bundesverwaltungsgericht das Urteil  

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A-1668/2006 betreffend die X._______ gegen die ESTV. Es entschied, 
dass  es  sich  bei  der  teilweisen  Steuerbefreiung  des  von  den  KTU 
verwendeten Treibstoffs  gemäss  Art.  17  Abs. 3  des Mineralölsteuer-
gesetzes  (MinöStG,  SR  641.61),  welche  über  den  Weg  der  Rück-
erstattung der Mineralölsteuern und Mineralölsteuerzuschläge erfolge, 
um  Subventionen  im  mehrwertsteuerlichen  Sinn  handle.  Dasselbe 
gelte  für  die  Rückerstattungen  der  Treibstoffzölle  und  Treibstoffzoll -
zuschläge vor Inkrafttreten des MinöStG am 1. Januar 1997. Solche 
Steuererleichterungen, welche als Subventionen zu qualifizieren seien, 
würden zur  Kürzung des Vorsteuerabzugs führen. Dies sehe sowohl 
Art. 30 Abs. 6 der Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwert-
steuer (aMWSTV, AS 1994 258) wie auch Art. 38 Abs. 8 des Bundes-
gesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer (Mehrwert-
steuergesetz, aMWSTG, AS 2000 1300) vor (vgl. E. 5.1, 5.2 und 6).

G.
Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils hob der Instruktionsrichter  
am 28. Januar 2010 die Sistierung der Verfahren auf und räumte dem 
Beschwerdeführer Frist ein, um sich zum Verfahrensfortgang zu äus-
sern.

H.
Mit Eingaben vom 31. März 2010 teilte der Beschwerdeführer mit, dass 
er an den Beschwerden in ihren Eventualanträgen festhalte.

I.
In der Vernehmlassung vom 11. Mai 2010 betreffend die Beschwerde 
gegen die Steuernachforderung für den Zeitraum vom 1. Quartal 1995 
bis 4. Quartal 2000 stellte die ESTV den Antrag, die Beschwerde sei 
im  Eventualantrag  im  Umfang  von  CHF  1'089'846.--  zuzüglich  zu 
korrigierender  Verzugszinsen  gutzuheissen  und  im  Übrigen  abzu-
weisen. Betreffend die Beschwerde gegen die Steuernachforderung für 
den Zeitraum vom 1. Quartal bis 4. Quartal 2001 beantragte die ESTV, 
die  Beschwerde  im  Umfang  von  CHF  93'027.--  Verzugszins  zu  be-
richtigen und im Übrigen abzuweisen.

Bezüglich  der  anwendbaren  Pauschalsätze  zur  Vorsteuerabzugs-
kürzung infolge Rückerstattungen der Treibstoffzollzuschläge und der 
Mineralölsteuern  führte  die ESTV aus,  dass  von 1995  bis  1998 der 
Pauschalsatz 2,2% und von 1999 bis  2000 2,7% betragen habe. Im 
Ergebnis sei die Nachbelastung gemäss EA Nr. 247'513, wie vom Be-
schwerdeführer beantragt, von ursprünglich CHF 1'730'743.-- um den 

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Betrag von CHF 1'089'846.-- (gerundet) auf CHF 640'897.-- (gerundet) 
zu  reduzieren  und  die  Beschwerde  in  diesem  Punkt  gutzuheissen. 
Entsprechend reduziere sich auch der  geschuldete Verzugszins. Der 
ursprüngliche Verzugszins von CHF 295'909.-- auf der EA Nr. 247'513, 
welcher richtigerweise mit CHF 388'936.40 zu beziffern wäre, sei um 
den Betrag von 151'885.-- zu reduzieren und belaufe sich neu auf auf 
CHF 144'024.-- (gerundet).

Ab 2001 sei die Vorsteuerabzugskürzung infolge Rückerstattungen von 
Mineralölsteuern,  anders  als  bei  Betriebssubventionen,  mit  dem an-
zuwendenden Pauschalsatz nicht mehr abgegolten gewesen. Für die 
Berechnung der Vorsteuerabzugskürzung infolge Mineralölsteuerrück-
erstattungen sei  gemäss Branchenbroschüre Nr. 10,  Konzessionierte 
Transportunternehmungen (KTU),  Seilbahnen  und  Sportbahnen,  von 
August 2000, ein Satz von 7,6% anwendbar gewesen. Aufgrund des im 
Mehrwertsteuerrecht  geltenden  Selbstveranlagungsprinzips  müsse 
sich  der  Beschwerdeführer  entgegenhalten  lassen,  dass  er  die  im 
August 2000 publizierte Branchenbroschüre, welche ab 1. Januar 2001 
massgebend  war,  kannte  bzw.  hätte  kennen  müssen.  Die  Nachbe-
lastung  gemäss  EA  Nr.  247'514  sei  daher  nicht  zu  beanstanden. 
Hingegen  sei  der  angefallene  Verzugszins  im  Einspracheentscheid 
irrtümlich mit CHF 111'710.-- beziffert worden. Dieser belaufe sich auf 
CHF 18'683.-- (gerundet). Die Differenz von CHF 93'027.-- entfalle auf 
die Steuernachforderung vom 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 2000 (EA 
Nr. 247513).

J.
Der Beschwerdeführer nahm zur Vernehmlassung der ESTV nochmals 
Stellung. Bezüglich der Steuernachforderung vom 1. Quartal 1995 bis 
4. Quartal 2000 anerkennt der Beschwerdeführer den tatsächlich ge-
schuldeten  Verzugszins  in  der  Höhe  von  CHF  144.023.79.  Jedoch 
liege die Differenz zwischen dem geschuldeten und dem bereits ge-
leisteten Verzugszins höher. Der bereits geleistete Verzugszins betrage 
CHF  388'936.--.  Die  Differenz  belaufe  sich  demnach  nicht  auf 
CHF 151'885.--,  sondern  auf  CHF  244'912.--  (CHF  151'885.--  plus 
CHF 93'027.--).  Der  Betrag  von CHF 93'027.--  sei  fälschlicherweise 
der  EA  247'514  (Steuernachforderung  vom  1.  Quartal  1995  bis 
4. Quartal 2000) zugeschlagen worden.

Bezüglich der Steuernachforderung vom 1. Quartal bis 4. Quartal 2001 
hält der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt fest, dass sich diese 

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unter Zugrundelegung eines pauschalen Vorsteuerkürzungssatzes von 
2,7%  auf  CHF  132'873.--  belaufe.  Dementsprechend  sei  auch  der 
Verzugszins anzupassen und belaufe sich auf CHF 7'142.--. 

K.
Auf die Eingaben der Parteien wird – soweit entscheiderheblich – im 
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Verfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  Bundesgesetz  vom 
17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungs-
gerichtsgesetz,  VGG,  SR 173.32)  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 2 
Abs. 4  VwVG; Art. 37  VGG). Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG,  sofern  keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist (Art. 31 VGG). Eine solche 
liegt nicht vor. Die ESTV ist zudem als Behörde im Sinn von Art.  33 
VGG zu qualifizieren. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die 
Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerden  sachlich  wie  funktionell 
zuständig.  Der  Beschwerdeführer  ist  zur  Beschwerdeführung  legiti-
miert.  Auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichten  Beschwerden  ist 
somit einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer  zieht  beide Beschwerden im Hauptantrag 
(Rückerstattung  der  bezahlten  Steuernachforderungen  und  der  Ver-
zugszinsen) zurück. Bezüglich des Hauptantrages ist  das Rechtsver-
hältnis im Beschwerdeverfahren daher nicht mehr streitig. Dies hat die 
Gegenstandslosigkeit  der  Beschwerden  im  Umfang  ihres  Haupt-
antrages zur Folge.

1.3 Grundsätzlich bildet jeder vorinstanzliche Entscheid ein selbstän-
diges Anfechtungsobjekt und ist deshalb einzeln anzufechten. Eine Ab-
weichung von diesem Grundsatz in Form der Anfechtung in einem ge-
meinsamen Verfahren mit einem einzigen Urteil rechtfertigt sich dann, 
wenn die einzelnen Sachverhalte in einem engen inhaltlichen Zusam-
menhang stehen und sich in allen Fällen gleiche oder ähnliche Rechts-
fragen stellen. Unter den gleichen Voraussetzungen können auch ge-
trennt eingereichte Beschwerden aus verfahrensökonomischen Grün-

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den in  einem Verfahren vereinigt  werden (vgl. BGE 131 V 222 E. 1; 
Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1612/2006 vom 9. Juli 2009 
E. 1.2, A-7342/2008 und A-7426/2008 vom 5. März 2009 E. 1.3).

Die  Voraussetzungen für  eine  Verfahrensvereinigung  sind vorliegend 
erfüllt, ist doch in beiden Fällen dasselbe Steuersubjekt betroffen, ste-
hen die Sachverhalte in engem inhaltlichen Zusammenhang und stel-
len  sich  gleiche  oder  gleichartige  Rechtsfragen.  Die  Verfahren  A-
6834/2007 und A-6835/2007 sind deshalb zu vereinigen.

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht  überprüft  eine  angefochtene  Ver-
fügung  auf  Verletzungen  von  Bundesrecht  –  einschliesslich  der  un-
richtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  Sachverhalts  und 
Überschreitungen  oder  Missbrauch des Ermessens –  sowie  auf  An-
gemessenheit  hin  (Art. 49  VwVG).  Nach  ständiger  Rechtsprechung 
auferlegt es sich aber eine gewisse Zurückhaltung,  wenn technische 
Fragen zu beurteilen sind und wenn der Entscheid der Vorinstanz mit 
Amtsberichten  bzw.  Stellungnahmen  der  Fachstellen  des  Bundes 
übereinstimmen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-3092/2009 
vom 18. Januar 2010 E. 5; A-3029/2008 vom 18. Juni 2009 E. 1.3).

2.
Am 1. Januar  2010 ist  das  (neue)  Bundesgesetz  vom 12. Juni  2009 
über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz  [MWSTG], 
SR 641.20)  in  Kraft  getreten.  Die  bisherigen  gesetzlichen  Be-
stimmungen sowie die darauf gestützt erlassenen Vorschriften bleiben 
aber  grundsätzlich  weiterhin  auf  alle  während  ihrer  Geltungsdauer 
eingetretenen  Tatsachen  und  entstandenen  Rechtsverhältnisse  an-
wendbar  (Art. 112  Abs. 1  MWSTG).  Vorbehalten  bleibt  neues  Ver-
fahrensrecht im Sinn von Art. 113 Abs. 3 MWSTG, wobei diese Vor-
schrift  insofern  restriktiv  auszulegen  ist,  als  nur  eigentliche  Ver-
fahrensnormen sofort auf hängige Verfahren anzuwenden sind, und es 
dabei nicht zu einer Anwendung von neuem materiellen Recht auf alt -
rechtliche Sachverhalte  kommen darf  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwal-
tungsgerichts A-5078/2008 vom 26. Mai 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).

Die materielle Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts richtet sich 
demnach  für  den  Zeitraum  vom  1.  Januar  bis  31.  Dezember  2001 
(Steuernachforderung vom 1. Quartal 2001 bis 4. Quartal 2001) nach 
dem aMWSTG. Soweit sich hingegen der Sachverhalt vor dessen In-
krafttreten  am 1. Januar  2001  zugetragen  hat  (Steuernachforderung 
vom 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 2000), ist auf die vorliegende Be-

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schwerde grundsätzlich noch die aMWSTV anwendbar (Art.  93 und 94 
aMWSTG).

3.
3.1 Bei  der  Steuerbefreiung  des  von  den  KTU  verwendeten  Treib-
stoffs, welche über den Weg der Rückerstattung der Treibstoffzölle, der 
Mineralölsteuern und der Mineralölsteuerzuschläge erfolgt, handelt es 
sich  um  Subventionen  im  mehrwertsteuerlichen  Sinn  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1668/2006  vom  16.  November  2009 
E. 6). Nach den Vorschriften von Art. 30 Abs. 6 aMWSTV und Art. 38 
Abs. 8 aMWSTG ist  der Vorsteuerabzug verhältnismässig zu kürzen, 
wenn  ein  Steuerpflichtiger  Subventionen  oder  andere  Beiträge  der 
öffentlichen  Hand  erhält.  Einzelheiten  zur  Vorsteuerabzugskürzung 
ergeben sich aus den Branchenbroschüren der ESTV. Umstritten ist im 
vorliegenden Fall die darin festgelegte Höhe des Pauschalsatzes zur 
Vorsteuerabzugskürzung.

3.2 Verwaltungsverordnungen  (Weisungen,  Richtlinien  etc.)  dienen 
einer  einheitlichen  und  rechtsgleichen  Rechtsanwendung  durch  die 
Verwaltung. Sie  sind  Meinungsäusserungen der  Verwaltung über  die 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen (BGE 128 I 
167 E. 4.3; 121 II  473 E. 2b). Sie können keine vom höherrangigen 
Recht  abweichenden  Bestimmungen enthalten  (BGE 123  II  16  E. 7; 
121  II  473  E.  2b)  und  dürfen  die  gesetzlichen Vorschriften  bloss 
konkretisieren (BGE 109 Ib 205 E. 2). Gerichte sind an Verwaltungs-
verordnungen nicht gebunden. Im Fall der Anfechtung einer Verfügung 
prüft  das  Gericht  im  Prinzip  nur,  ob  die  Verfügung  mit  dem  über-
geordneten Recht übereinstimmt. Allerdings soll das Gericht auch eine 
Verwaltungsverordnung  bei  seiner  Entscheidung  mitberücksichtigen, 
sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Aus-
legung  der  anwendbaren  gesetzlichen  Bestimmungen  zulässt  und 
nicht  über  eine  blosse  Konkretisierung  des  übergeordneten  Rechts 
hinausgeht  (BGE  121  II  473  E.  2b;  109  Ib  205  E.  2;  Urteil  des 
Bundesgerichts vom 26. Juli 2001, veröffentlicht in: Archiv für Schwei-
zerisches  Abgaberecht  [ASA]  71  496  E.  2a;  BVGE 2007/41  E.  3.3; 
2008/22 E. 3.1.1).

3.3 Der  zeitliche  Geltungsbereich  von  Verwaltungsverordnungen  der 
ESTV  stimmt  grundsätzlich  mit  dem  zeitlichen  Geltungsbereich  der 
Norm  überein,  die  durch  die  Praxis  ausgelegt  bzw.  präzisiert  wird 
(Urteil  des  BGer  vom  15.  Mai  2000,  veröffentlicht  in:  Archiv  für 

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Schweizerisches  Abgaberecht  [ASA]  70  S. 589  E.  5b  und  c;  BVGE 
2007/25 E. 3.2).

3.4 Die Veranlagung und Entrichtung der Mehrwertsteuer erfolgt nach 
dem Selbstveranlagungsprinzip (Art. 37 aMWSTV, Art. 46 aMWSTG). 
Dies  bedeutet,  dass  der  Steuerpflichtige  selbst  und  unaufgefordert  
über seine Umsätze und Vorsteuern abzurechnen und innerhalb von 
60  Tagen  nach  Ablauf  der  Abrechnungsperiode  den  geschuldeten 
Mehrwertsteuerbetrag an die ESTV abzuliefern hat. Die ESTV ermittelt  
die Höhe des geschuldeten Mehrwertsteuerbetrags nur dann an Stelle 
des Steuerpflichtigen, wenn dieser seinen Pflichten nicht nachkommt. 
Der Steuerpflichtige hat seine Mehrwertsteuerforderung selbst festzu-
stellen;  er  ist  allein  für  die  vollständige  und  richtige  Versteuerung 
seiner  steuerbaren  Umsätze  und  für  die  korrekte  Ermittlung  der 
Vorsteuer  verantwortlich  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-
5460/2008 vom 12. Mai 2010 E. 2.5.1; A-4146/2009 vom 9. März 2010 
E. 3.1,  je  mit  Hinweisen). Das Selbstveranlagungsprinzip  setzt  dem-
nach voraus, dass sich der Steuerpflichtige über die geltende Praxis 
zum Mehrwertsteuergesetz hinreichend informiert.

4.
4.1 Für den Zeitraum von 1995-2000 war gemäss Branchenbroschüre 
"konzessionierte Transportunternehmen" zur aMWSTV (anders als in 
der  späteren  zum  MWSTG)  eine  besondere  Berechnung  der  Vor-
steuerkürzung  bei  Subventionen  noch  nicht  vorgesehen  (vgl. 
Ziff. 2.20). Nach der Praxis der ESTV, welche auf einer Abmachung mit 
dem Bundesamt für Verkehr (BAV) aus dem Jahr 1995 beruhte, wurde 
die  Vorsteuerkürzung  anhand  eines  Pauschalsatzes  von  2,2%  be-
rechnet. Der Pauschalsatz galt uneingeschränkt für alle Subventionen 
für den Betrieb von KTU, somit auch für Steuerrückerstattungen. Die 
Berechnung erfolgte anhand einer Multiplikation der Betriebsbeiträge 
inklusive der  Steuerrückerstattungen  mit  dem Pauschalsatz.  Dieser 
betrug von 1995-1998 2,2% und von 1999-2000 2,7%. Das Bundes-
verwaltungsgericht hat die Pauschalsatzmethode zur Berechnung der 
Vorsteuerabzugskürzung zum Satz  von 2,2% als  zulässig  anerkannt 
(vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1668/2006  vom 
16. November 2009 E. 7.3 und 7.4.2).

Bezüglich  der  EA  Nr.  247'513  (Steuerperiode  1.  Quartal  1995  bis 
4. Quartal  2000)  beantragte  die  ESTV unter  Zugrundelegung  obiger 
Pauschalsätze  (2,2%  resp.  2,7%)  eine  Reduktion  der  Steuernach-

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forderung im Umfang von CHF 1'089'846.-- sowie die Anpassung des 
darauf  entfallenden  Verzugszinses,  welcher  sich  neu  auf 
CHF 144'023.79  belaufe.  In  diesem  Umfang  (Eventualantrag  im 
Verfahren A-6835/2007) ist die Beschwerde gutzuheissen.

4.2 Für  die  Steuerperioden  1.  Quartal  bis  4.  Quartal  2001  war  die 
Branchenbroschüre Nr. 10, Konzessionierte Transportunternehmungen 
(KTU),  Seilbahnen und Sportbahnen, von August  2000 massgeblich. 
Diese  sah Folgendes  vor:  Erhielt  eine  KTU  Betriebsbeiträge  der 
öffentlichen  Hand,  hatte  sie  die  Vorsteuerabzugskürzung  nach  dem 
von der ESTV zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) fest-
gelegten  Pauschalsatz  zu  ermitteln.  Die  Berechnung  der  Vorsteuer-
kürzung erfolgte aufgrund der erhaltenen Betriebssubventionen multi-
pliziert mit dem Pauschalsatz von 2,7% (vgl. BB Nr.10/2000 Ziff. 4.2).  
Für  Rückerstattungen  von  fiskalischen  Belastungen  auf  Treibstoffen, 
welche die KTU auf konzessionierten Fahrten für motorische Zwecke 
verwenden,  bestimmte  die  BB  Nr. 10/2000  (Ziff.  8.15)  ausdrücklich, 
dass die Vorsteuerabzugskürzung mit dem anzuwendenden Pauschal-
satz  von  2,7% nicht  abgegolten  war.  Im  angeführten  Berechnungs-
beispiel  erfolgte  die  Vorsteuerkürzung  infolge  Mineralölsteuerrücker-
stattungen zum Satz von 7,6% (der Rückerstattung brutto).

Der Beschwerdeführer beanstandet die Erhöhung des Pauschalsatzes 
für  Steuerrückerstattungen  von  2,7%  auf  7,6%. Die  Höhe  der  Pau-
schalsätze wurde von der ESTV jeweils in Zusammenarbeit  mit  dem 
BAV festgelegt. Den festgelegten Pauschalsätzen lagen die Verkehrs-
rechnungen der vergangenen Jahre sowie die im Laufe der Zeit sich 
ändernde  Kostenzusammensetzung  der  KTU  zugrunde  (vgl.  dazu 
Praxismitteilung vom 30. Januar 2004). Dass sich der Pauschalsatz in 
den  Jahren  2001-2003  infolge  gewandelter  Kostenverhältnisse  für 
Steuerrückerstattungen  –  bei  sonst  gleich  hoch  bleibendem 
Pauschalsatz von 2,7% für die Vorsteuerabzugskürzung aufgrund der 
übrigen  Betriebssubventionen  –  auf  7,6% erhöhte,  ist  plausibel.  Die 
ESTV stützte seine Praxis auf technisches Fachwissen, weshalb das 
Bundesverwaltungsgericht  die  Praxis  nur  zurückhaltend  prüft  (vgl. 
E. 1.4 hiervor).

Aus dem Umstand,  dass  sich  die  Berechnung der  Vorsteuerabzugs-
kürzung  per  1.  Januar  2004  erneut  änderte,  kann  nicht  abgeleitet 
werden,  dass  die  in  den  Jahren  2001-2003  geltende  Praxis  nicht 
sachgerecht gewesen wäre. Für die Zeitspanne von 2004-2009 wurde 

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der Pauschalsatz für die Vorsteuerabzugskürzung infolge Betriebsbei-
trägen der  öffentlichen Hand von bisher  2,7% auf  3,5% angehoben. 
Neu waren für  die  Berechnung der  Vorsteuerabzugskürzung nur  die 
erhaltenen Betriebssubventionen,  nicht  aber  die  Mineralölsteuerrück-
erstattungen  mit  dem  Pauschalsatz  von  3,5%  zu  multiplizieren,  da 
diese  darin  bereits  berücksichtigt  waren  (vgl.  Praxismitteilung  vom 
30. Januar  2004; Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1668/2006 
vom 16. November  2009  E. 7.4.2).  Die  Vorsteuerabzugskürzung  be-
rechnete sich demnach durch Multiplikation der  Betriebsbeiträge  ex-
klusive Steuerrückerstattungen mit dem Pauschalsatz von 3,5% (vgl. 
BB Nr. 10/2008,  Transportunternehmungen des öffentlichen und des 
touristischen  Verkehrs,  gültig  ab  1.  Januar  2008  bis  31.  Dezember 
2009). Der tiefere Satz von 3,5% ab dem Jahr 2004 ergibt sich aus der 
unterschiedlichen  Berechnungsweise  der  Vorsteuerabzugskürzung 
(Betriebsbeiträge  exklusive  Steuerrückerstattungen  multipliziert  mit 
3,5%) und besagt nicht,  dass die Berechnung von 2001-2003 (7,6% 
für  Steuerrückerstattungen,  2,7%  für  die  übrigen  Betriebsbeiträge) 
nicht  sachgerecht  gewesen  wäre. Insgesamt  ist  nicht  ersichtlich,  in-
wiefern  die  in  den  Jahren  2001-2003  zur  Anwendung  gelangte  Be-
rechnungsweise  zu  einer  unverhältnismässigen,  Art.  38  Abs.  8 
aMWSTG  verletzenden  oder  sonstigen  nicht  sachgerechten  Vor-
steuerabzugskürzung geführt hätte.

4.3 Aus dem zeitlichen Geltungsbereich der BB Nr. 10/2000 kann der 
Beschwerdeführer ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diese 
Broschüre war ab Inkrafttreten des aMWSTG am 1. Januar 2001 gültig 
(vgl. E. 3.3 hiervor). Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers 
wurde die Broschüre nicht erst am 1. Januar 2001 publiziert, sondern  
datiert  von  August  2000.  Aufgrund  des  Selbstveranlagungsprinzips 
oblag  es  dem Beschwerdeführer,  sich  Kenntnis  von der  publizierten 
Praxis der ESTV zu verschaffen (vgl. E. 3.4 hiervor). Der Beschwerde-
führer kann sich nicht  auf  die alte, bis  31. Dezember 2000 geltende 
Praxis berufen.

4.4 Die  Beschwerde  erweist  sich  insoweit  (Eventualantrag  im  Ver-
fahren A-6834/2007) als unbegründet. Hingegen ist der Verzugszins im 
Einspracheentscheid  irrtümlich  mit  CHF  111'710.--  beziffert  worden 
und dementsprechend zu berichtigen. Neu beträgt er CHF 18'683.--.

5.
Nach dem Gesagten  ist  die  Beschwerde  im Sinne  der  Erwägungen 

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teilweise  gutzuheissen,  die  angefochtenen  Entscheide  teilweise  auf-
zuheben und im Übrigen die Beschwerde abzuweisen, soweit sie nicht 
gegenstandslos  geworden  ist.  Die  ESTV  ist  anzuweisen,  dem  Be-
schwerdeführer  den  zu  viel  geleisteten  Steuerbetrag  von  CHF 
1'089'846.-- gemäss EA 247'513 zuzüglich Vergütungszins von 5% ab 
29. November  2002,  die  Differenz zwischen  dem bereits  geleisteten 
und dem geschuldeten Verzugszins von CHF 144'024.-- zuzüglich 5% 
Vergütungszins  ab  20. Dezember  2002 sowie  den zu viel  bezahlten 
Verzugszins  von  CHF  93'027.--  zuzüglich  5%  Vergütungszins  ab 
20. Dezember 2002 zurückzuzahlen. 

Die  Kosten  des  vereinigten  Verfahrens  werden  auf  insgesamt 
CHF 26'000.-- angesetzt (Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Sie  werden  reduziert  und 
dem Beschwerdeführer zur Hälfte auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Auf 
die Zusprechung einer (reduzierten) Parteientschädigung an den nicht 
anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  wird  verzichtet  (vgl.  Art. 64 
Abs. 1und 2 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Verfahren A-6834/2007 und A-6835/2007 werden vereinigt.

2.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  die  angefochtenen 
Entscheide  teilweise  aufgehoben  und  die  ESTV  angewiesen,  dem 
Beschwerdeführer CHF  1'089'846.-- zuzüglich 5% Vergütungszins ab 
29. November  2002,  die  Differenz zwischen  dem bereits  geleisteten 
und dem geschuldeten Verzugszins von CHF 144'024.-- zuzüglich 5% 
Vergütungszins ab 20. Dezember 2002 sowie CHF 93'027.-- zuzüglich 
5% Vergütungszins ab 20. Dezember 2002 zu bezahlen.  Im Übrigen 
wird die Beschwerde abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos 
geworden abgeschrieben wird.

3.
Die Verfahrenskosten werden dem Beschwerdeführer im Umfang von 
13'000.-- auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von ins-
gesamt CHF 26'000.-- verrechnet. Der Überschuss von CHF 13'000.-- 
wird  dem  Beschwerdeführer  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  zurück-
erstattet.

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4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Charlotte Schoder Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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