# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e6e3c7b-3941-5da0-bbb4-82b2f213f48b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 14.04.2015 S 2014 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-149_2015-04-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 149

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar ad hoc Bott

URTEIL

vom 14. April 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ war seit dem 1. Januar 2009 bei der B._____ GmbH in X._____ 

als Chauffeur tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 12. September 2013 

wurde dem Beschwerdeführer beim Fussballspielen ein seitlicher Schlag 

gegen sein linkes Knie versetzt. Am 19. Februar 2014 erfolgte die 

Unfallmeldung an die SUVA. Ein MRI vom 20. Februar 2014 ergab keine 

Meniskusläsion und eine fragliche Delaminierung des Knorpels 

subchondral in der Trochlea mit Bone bruise. Dr. med. C._____ von der 

Klinik Gut führte im Bericht vom 14. März 2014 aus, dass er die von 

A._____ geschilderten Beschwerden nicht zuordnen könne. In den 

Arztzeugnissen vom 7./30. April 2014 beschrieb Dr. med. D._____, 

welcher A._____ am 18. Februar 2014 erstmals behandelte, unklare 

Knieschmerzen und attestierte ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 

18. Februar 2014 bis zum 10. März 2014. Ausserdem verwies er auf die 

bereits erwähnte Beurteilung von Dr. med. C._____ der Klinik Gut vom 

14. März 2014. In der Kurzbeurteilung vom 3. Juni 2014 führte Kreisarzt 

Dr. med. E._____ aus, dass keine überwiegend wahrscheinlichen 

Unfallfolgen vorlägen.

2. Mit Schreiben vom 26. Juni 2014 und mit Verfügung vom 11. Juli 2014 

verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht. Die von A._____ dagegen 

erhobene Einsprache vom 1. August 2014 wies die SUVA mit 

Einspracheentscheid vom 22. September 2014 ab.

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

21. Oktober 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Ausrichtung von 

Versicherungsleistungen. Er sei mit dem „Urteil“ nicht einverstanden. Seit 

dem Fussballspiel vom 12. September 2013 habe er Schmerzen im linken 

- 3 -

Knie. Diese seien nicht krankheitsbedingt. Er wäre froh, wenn ihm endlich 

jemand sagen könnte, was genau mit seinem Knie passiert sei. 

Letztendlich sei es ihm egal, ob der Kranken- oder der Unfallversicherer 

zuständig sei.

4. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die SUVA (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Der 

Beschwerdeführer erkläre sinngemäss, dass die linksseitigen 

Knieschmerzen erst nach dem Unfall vom 12. September 2013 

eingetreten seien. Dies entspreche der Formel „post hoc, ergo propter 

hoc“, welche jeglicher Beweistauglichkeit entbehre. Im Übrigen setze sich 

der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht mit dem Inhalt 

des Einspracheentscheids auseinander.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. September 2014. 

Gegen solche sozialversicherungsrechtliche Entscheide kann 

Beschwerde beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben, in 

dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz 

hat (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Beschwerdeführer 

wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

- 4 -

angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Als Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von dieser Entscheidung 

ausserdem berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren 

gerichtlicher Überprüfung auf (Art.59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG).

2. a) Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die natürliche 

Kausalität zwischen den geklagten Kniebeschwerden links und dem 

Unfallereignis vom 12. September 2013 zu Recht verneint hat.

b) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt nach dem ATSG und 

dem UVG zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der 

gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen 

einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

- 5 -

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E.3.1 mit 

weiteren Hinweisen; KIESER/LANDOLT, Unfall – Haftung – Versicherung, 

Zürich/St. Gallen 2012, N. 559). Im Falle einer erstmaligen Anmeldung 

eines Schadenfalls wird eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur 

dann ausgelöst, wenn der Leistungsansprecher zwischen den 

vorgebrachten Beschwerden und der beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung einen natürlichen Kausalzusammenhang 

nachzuweisen vermag (leistungsbegründende Kausalität, vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_113/2010 vom 7. Juli 2010 E.2.3).

c) Ist die Unfallkausalität mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit überhaupt keine 

natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also 

Letzterer nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren 

beherrscht wird. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_113/2010 vom 7. Juli 2010 E.2.1). Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalles genügt nicht (BGE 117 V 359 E.4a, 115 V 133 E.8b mit 

- 6 -

Hinweisen). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben 

ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer 

(RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 329 E.3b, 1992 Nr. U 

142 S.76 E.4b).

d) Der Sozialversicherungsprozess ist letztlich aber vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der 

Parteien. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne 

der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 

für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 

erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 218 E.6 mit weiteren 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_550/2010 vom 6. September 

2010 E.2.2).

3. a) In der hier zu beurteilenden Konstellation liegt die Beweislast – soweit 

eine solche nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden 

Untersuchungsgrundsatz überhaupt besteht (vgl. vorstehend E.2) – beim 

Beschwerdeführer. Schliesslich sind nicht anspruchsaufhebende 

- 7 -

Tatsachen bei einer bis anhin ausgewiesenen Kausalität zwischen 

Unfallereignis und geklagten Beschwerden, sondern ist das 

Vorhandensein eines leistungsbegründenden Kausalzusammenhangs zu 

prüfen. Mithin ist der Frage nachzugehen, ob zwischen dem 

Unfallereignis vom 12. September 2013 und den geklagten 

Kniebeschwerden überhaupt eine natürliche Kausalität gegeben ist.

b) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsrichter auf Unterlagen 

angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist dabei entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. In Bezug auf Berichte von Hausärzten 

darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 

Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen. Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

- 8 -

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-

kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 

E.1c mit Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kanton 

Graubünden S 12 42 vom 26. August 2014 E.5b).

4. a) Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht in Bezug auf den 

am 19. Februar 2014 gemeldeten Unfall im angefochtenen 

Einspracheentscheid unter anderem gestützt auf die kreisärztliche 

Beurteilung von Dr. med. E._____ vom 3. Juni 2014, wonach die 

geklagten Kniebeschwerden links nicht mit der nötigen Wahrscheinlichkeit 

auf das Ereignis vom 12. September 2013 zurückzuführen seien. 

Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, 

dass er seit dem Fussballspiel vom 12. September 2013 an 

Knieschmerzen leide und diese keine Krankheit seien.

b) Ihren Entscheid traf die Beschwerdegegnerin insbesondere aufgrund 

folgender medizinscher Akten:

- Am 20. Februar 2014 erfolgte beim Beschwerdeführer eine MRI-Untersuchung des 

linken Kniegelenks durch Dr. med. F._____ von der Radiologie Y._____. In der 

dazugehörigen Beurteilung wurde ausgeführt, es liege allenfalls eine inzipiente 

degenerative Binnensignalsteigerung des medialen Meniskus im Übergang Pars 

intermedia/Hinterhorn vor. Es bestehe kein Nachweis einer meniskalen Rissbildung. 

Weiter führte er eine fokale Signalsteigerung des Knorpels betreffend die zentrale 

Trochlea (ca. 9 x 7 mm) mit Verdacht auf beginnender (gedeckter) Delaminierung bei 

intakter Knorpeloberfläche, ein angrenzend geringes subchondrales Bone bruise als 

- 9 -

Zeichen einer entzündlichen Aktivität sowie eine kleine Bakerzyste auf (SUVA-act. 8 

S. 3).

- Dr. med. C._____ von der Klinik Gut untersuchte den Beschwerdeführer am 

13. März 2014. Im dazugehörigen Bericht vom 14. März 2014 führte er aus, das MRI 

vom 20. Februar 2014 habe keine Meniskusläsion sowie eine fragliche 

Delaminierung des Knorpels subchondral in der Trochlea mit Bone bruise ergeben. 

Er könne die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden nicht zuordnen und 

finde ein voll bewegliches, schmerzfreies Kniegelenk ohne lokale Druckdolenz vor 

(SUVA-act. 8 S. 2).

- Gemäss den Arztzeugnissen von Dr. med. D._____ vom 7./30. April 2014, in 

welchen auf den Bericht der MRI-Untersuchung vom 20. Februar 2014 und den 

Bericht von Dr. med. C._____ vom 14. März 2014 verwiesen wurde, erfolgte die 

Erstbehandlung des Beschwerdeführers am 18. Februar 2014. Ausserdem wurden 

unklare Knieschmerzen diagnostiziert und dem Beschwerdeführer eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit vom 18. Februar bis 10. März 2014 attestiert (SUVA-act. 8 S. 1 und 

SUVA-act. 13).

- Kreisarzt Dr. med. E._____ führte in seiner Stellungnahme vom 15. April 2014 aus, 

es liege eine Verzögerung zwischen dem Unfallereignis und der ersten 

Arztkonsultation vor. Der MRI-Abklärung sei nichts Unfallkausales und nichts 

Pathologisches zu entnehmen (SUVA-act. 9 und 32).

- In seiner Stellungnahme vom 3. Juni 2014 führte Kreisarzt Dr. med. E._____ aus, es 

liege eine Verzögerung zwischen dem Unfallereignis und der ersten Arztkonsultation 

vor. Aus der MRI-Abklärung ergebe sich keine unfallkausale Pathologie. Die 

Beurteilung durch Dr. med. C._____ habe ein klinisch unauffälliges und 

schmerzfreies Knie ergeben. Eine Kausalität bestehe nicht mit der nötigenden 

Wahrscheinlichkeit (SUVA-act. 17 und 33). Zur Begründung verwies er auf seine 

Beurteilung vom 15. April 2014 sowie auf die Telefonnotiz vom 23. Mai 2014. Dieser 

ist der Inhalt eines gleichentags geführten Gesprächs zwischen dem 

Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin zum Unfallhergang und zur 

verspäteten ersten Arztkonsultation zu entnehmen. Demnach habe der 

Beschwerdeführer am 12. September 2013 an einem Fussballspiel teilgenommen. 

Er habe dabei als Verteidiger gespielt. Als er bei einem Zweikampf den Ball erobert 

habe, sei ihm ein gegnerischer Spieler von der Seite herkommend voll in sein Knie 

„reingeknallt“, so dass sich sein Knie nach innen gebogen respektive verdreht habe. 

- 10 -

Er habe das Spiel dann noch unter mässigen Schmerzen zu Ende gespielt. Nach 

dem Fussballspiel seien die Schmerzen relativ gross, jedoch aushaltbar gewesen, so 

dass er habe arbeiten können. Er habe dann einige Woche Pause gemacht und das 

Fussballtraining ausgesetzt. Er habe jedoch gearbeitet und sei nicht zum Arzt 

gegangen. Dies vor allem, weil er es sich nicht habe leisten können, 

arbeitsabwesend zu sein und aus Angst vor einem allfälligen Verlust der Arbeitsstelle 

aufgrund der Arbeitsunfähigkeit. Als es anfangs Jahr mit den Schmerzen eher 

schlimmer geworden sei und sein Vorgesetzter die Geschichte mit dem Knie 

mitbekommen habe, habe dieser ihn zum Arzt geschickt. 

Angesichts des grossen zeitlichen Abstands von mehr als fünf Monaten 

zwischen dem Unfall vom 12. September 2013 und der erstmaligen 

ärztlichen Untersuchung des Beschwerdeführers bezüglich die geklagten 

linksseitigen Kniebeschwerden am 18. Februar 2014 (vgl. SUVA-act. 8, 

13 und 17) und in Würdigung der dargelegten medizinischen Akten ist das 

Gericht zur Auffassung gelangt, dass im Ergebnis auf die Beurteilung des 

Kreisarztes Dr. med. E._____ vom 3. Juni 2014 (SUVA-act. 17 und 33) 

abgestellt werden kann. Dessen Ausführungen, wonach der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Kniebeschwerden links 

und dem geltend gemachten Ereignis vom 12. September 2013 nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 

sei, sind nachvollziehbar und begründet, zumal den Akten keine 

anderslautenden medizinischen Einschätzungen zu entnehmen sind. 

Daran vermag auch der Einwand des Beschwerdeführers, dass die 

Knieschmerzen erst seit dem Fussballspiel vom 12. September 2013 

bestünden, nichts zu ändern. Denn aus dem Umstand, dass sich eine 

Gesundheitsbeeinträchtigung nach einem Unfallereignis manifestiert hat, 

darf nicht einfach in Anwendung der Formel „post hoc, ergo propter hoc“, 

wonach ein Gesundheitsschaden schon dann als durch einen Unfall 

verursacht gilt, weil er nach diesem aufgetreten ist, auf einen 

Zusammenhang geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 

8C_454/2012 vom 20. August 2012 E.2 mit Hinweisen auf BGE 119 V 

335 E.2b/bb und SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34). Selbst wenn ausgewiesen 

- 11 -

wäre, dass die geklagten linksseitigen Kniebeschwerden erst seit dem 

geltend gemachten Unfall vom 12. September 2013 aufgetreten sind, 

wäre damit nicht erstellt, dass diese Beschwerden auch tatsächlich durch 

den Unfall verursacht worden sind. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf 

hinzuweisen, dass der Krankenversicherer des Beschwerdeführers mit 

der Verneinung der Leistungspflicht durch die Beschwerdegegnerin 

einverstanden ist (SUVA-act. 24).

c) Insgesamt ist somit festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer 

geklagten linksseitigen Knieschmerzen gestützt auf die eindeutige 

medizinische Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

das Unfallereignis vom 12. September 2013 zurückgeführt werden 

können. Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die 

geklagten Kniebeschwerden mangels Unfallkausalität zu Recht verneint, 

weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

5. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

- 12 -

4. [Mitteilungen]