# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98f4297a-271c-5cb8-be84-08b2ee4dd56a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 04.02.2014 A 2013 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2013-53_2014-02-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

A 13 53

4. Kammer 

bestehend aus

Vizepräsident Priuli als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Stecher 

und Präsident Meisser, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 4. Februar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Zinsli, 

Beschwerdeführerin

gegen 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Nachlasssteuer

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1. Der deutsche Staatsangehörige B._____ schloss am 5. Januar 1979 mit 

seiner einzigen Tochter, A._____, geboren am 9. Februar 1960, einen 

Erbvertrag. Darin verzichtete Letztere für sich selbst und allfällige Rechts-

nachfolger gegen Bezahlung von DM 1 Mio. auf ihr gesetzliches Erb- und 

Pflichtteilsrecht am Nachlass von B._____. Den auf dieser Grundlage er-

folgten Erbvorbezug hat die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 

(nachfolgend: kantonale Steuerverwaltung) am 16. Januar 1991 gegenü-

ber B._____ mit Fr. 34'920.-- besteuert. 

2. Mit handschriftlichem Testament vom 10. Februar 2006 setzte B._____ 

die nach seinem Tode zu gründende, gemeinnützige B._____ Stiftung als 

seine Alleinerbin ein und beauftragte den Willensvollstrecker, D._____, 

die Stiftung entsprechend dem von ihm festgelegten Reglement nach sei-

nem Tode zu errichten. Am 2. Oktober 2006 soll B._____ sodann den am 

5. Januar 1979 geschlossenen Erbvertrag in Gegenwart seiner Tochter, 

A._____, und von C._____ vernichtet haben, mit der Absicht die gesetzli-

che Erbfolge wiederaufleben zu lassen.

3. Am 20. April 2007 verstarb der zuletzt in X._____ wohnhafte B._____ 

(nachfolgend: Erblasser) in Y._____. Mit Erbbescheinigung vom 13. Juli 

2007 bestätigte das Kreisamt Oberengadin gegenüber der zwischenzeit-

lich gegründeten B._____ Stiftung, aufgrund der am 6. Juli 2007 eröffne-

ten letztwilligen Verfügungen von Todes vom 5. Januar 1979 und vom 

10. Februar 2006 die Alleinerbin des Erblassers zu sein. Am 30. Januar 

2008 stellte das Amtsgericht Hamburg – St. Georg (Deutschland) eine 

gleichlautende Erbbescheinigung aus.

4. Am 26. Januar 2009 meldete die Tochter des Erblassers, A._____, beim 

Kreisamt Oberengadin eine Klage auf Herabsetzung der erfolgten Zu-

wendung an die B._____ Stiftung infolge Verletzung der gesetzlichen 

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Pflichtteilsansprüche sowie auf Feststellung des Nachlasses des Erblas-

sers an. Mit Urteil vom 10. April 2012 wies das Bezirksgericht N._____ 

diese Klage ab. Gegen dieses Urteil reichte A._____ zivilrechtliche Beru-

fung beim Kantonsgericht Graubünden ein. 

5. Am 30. Dezember 2010 ersuchte A._____ die öffentliche Rechtsaus-

kunfts- und Vergleichsstelle Hamburg (ÖRA), ein Schlichtungsverfahren 

gegen die B._____ Stiftung und den Willensvollstrecker des Erblassers, 

D._____, wegen Pflichtteilsansprüchen nach deutschem Erbbrecht infolge 

Spaltung der Hinterlassenschaft durchzuführen. An der Schlichtungsver-

handlung vom 17. Januar 2012 vermochten sich die Verfahrensbeteiligten 

nicht über die strittigen Ansprüche zu einigen. 

6. Am 18. Oktober 2012 schlossen A._____ und die B._____ Stiftung einen 

gerichtlichen Vergleich, der in den interessierenden Punkten wie folgt lau-

tet:

Art. 3
(…)

"1. Die Klägerin (A._____) anerkennt endgültig die Beklagte (B._____ 
Stiftung) als alleinige und ausschliessliche Erbin von B._____ sel., 
und zwar sowohl nach schweizerischem als auch nach deutschem 
oder nach irgendeinem anderen Recht.

2. Die Klägerin verzichtet gegenüber der Beklagten endgültig auf jegli-
che Pflichtteilsrechte und Pflichtteilsansprüche, seien diese erbrecht-
licher oder obligationenrechtlicher Natur, und zwar sowohl nach 
schweizerischem als auch nach deutschem oder nach irgendeinem 
anderen Recht und gleichgültig, wo sich die Teile des Nachlasses von 
B._____ sel. befinden.

3. Als Gegenleistung verpflichtet sich die Beklagte, der Klägerin einen 
Pauschalbetrag von Euro 1 Mio. zu bezahlen.

Art. 4

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Die Klägerin erhält alle höchstpersönlichen Gegenstände von B._____ 
sel.,nämlich 

a) die höchstpersönlichen Sachen im Metallschrank, welche sich früher 
in der Wohnung in X._____ befanden und gegenwärtig eingelagert 
sind,

b) sämtliche Fotos.

(…)

Art. 5

An gemeinsamen Besichtigungen der Wohnung der E._____-Stiftung in 
Z._____ am 07.07.2011, des Lagers der Firma F._____ AG am 
29.08.2011 und des Lagers der Firma G._____ Transport AG am 
30.08.2011 wurden folgende Gegenstände aufgefunden und der Klägerin 
bereits übergeben:

- Gemälde "Landschaft auf Rügen" (Foto vorhanden),
- Sekretär mit Aufbau (Foto vorhanden),
- Kommode (Foto vorhanden),
- Standuhr (Foto vorhanden),
- Orient-Teppich (Foto vorhanden),
- Tafelsilber, 96-teilig (Foto vorhanden),
- Tafelservice "Meissen Weinlaub" für 12 Personen,
- Meissner Kaffeeservice "Grossmutter Adams" (weiss, mit Rosen),
- Meissner Teeservice (weiss/blau),
- Kaffee- und Teeservice "Nikko-Grün AW" (weiss, mit grünen Pflanzen.

(…)

Art. 6

Sollte der Kanton Graubünden für die in Art. 3 Ziff. 3 erwähnte Zahlung 
noch eine Nachlasssteuer oder Schenkungssteuer erheben, wird diese 
von der Klägerin zu tragen sein. (…)"

7. Aufgrund dieser gerichtlichen Vereinbarung schrieb das Kantonsgericht 

Graubünden das zivilrechtliche Berufungsverfahrens in der Folge als er-

ledigt ab.

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8. Mit Veranlagungsverfügung vom 26. April 2013 forderte die kantonale 

Steuerverwaltung von den Erben des Erblassers, auf der Grundlage eines 

steuerbaren Nachlasses von Fr. 1'675'200.-- eine Nachlasssteuer von 

Fr. 67'008.--. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die kantonale 

Steuerverwaltung mit Verfügung vom 13. September 2013 teilweise gut 

und reduzierte die Nachlasssteuer bei einem steuerbaren Nachlass von 

Fr. 1'243'000.-- antragsgemäss auf Fr. 49'720.--, da auf den im Zeitpunkt 

der Leistung der Vergleichszahlung bestehenden EURO-

Umrechnungskurs von 1.2187 und nicht auf den am Todestag geltenden 

abzustellen sei.

9. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) am 14. Oktober 2013 Beschwerde beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag, die angefochtene Ver-

fügung und die dieser zugrunde liegende Veranlagungsverfügung seien 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der kantonalen Steuer-

verwaltung aufzuheben. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 

für die Entschädigung gemäss Erbverzichtsvertrag vom 5. Januar 1979 

habe die kantonale Steuerverwaltung bereits eine Nachlasssteuer erho-

ben. Bei dieser Ausgangslage könne die aufgrund des Vergleichs vom 

18. Oktober 2012 erbrachte Zahlung nicht mehr als Erbausverkauf gewer-

tet werden. Zudem sei Partei des Vergleichs nicht der Erbschaftsverwalter 

oder Willensvollstrecker, sondern allein die B._____ Stiftung, welche 

ebenfalls die Vergleichszahlung erbracht habe. Demzufolge liege keine 

"Nachfolge in das Reinvermögen des Erblassers" im Sinne von Art. 106 

des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden vom 8. Juni 1986 in der 

bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Fassung (nachfolgend: aStG) vor. 

Die vorinstanzliche Begründung, wonach bereits die blosse Behauptung 

eines erbrechtlichen Anspruchs genüge, sei gegenüber einer Nicht-Erbin 

unhaltbar. Dies müsse für den vorliegenden Fall umso mehr gelten, als 

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die Höhe der Vergleichszahlung in keinem plausiblen Verhältnis zu den 

Erfolgsaussichten der Beschwerdeführerin in den von ihr eingeleiteten 

erbrechtlichen Verfahren stehe. Die B._____ Stiftung habe mit dem Ver-

gleich offensichtlich nur weitere jahrelange, unangenehme Rechtsstreitig-

keiten vermeiden wollen. Eine aus diesem Grund erbrachte Leistung falle 

jedoch nicht unter Art. 106 lit. a aStG, weshalb die kantonale Steuerver-

waltung hierfür keine Nachlasssteuer hätte erheben dürfen.

10. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2013 beantragte die kantonale 

Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

brachte sie vor, der Kanton Graubünden habe den vergleichsweise abge-

goltenen Anspruch der Beschwerdeführerin aus Erbrecht besteuert. Der-

artige Zuwendungen aus dem Nachlass einer vor dem 1. Januar 2008 

verstorbenen Person würden der Nachlasssteuer unterliegen. Die Be-

schwerdeführerin mache nun geltend, weder sei sie Erbin noch sei ein 

erbrechtlicher Anspruch abgegolten worden. Diese Auffassung treffe nicht 

zu. Denn Grundlage der schliesslich vereinbarten Zahlung sei die durch 

die Herabsetzungsklage behauptete Erbenstellung der Beschwerdeführe-

rin und der daraus abgeleitete Anspruch an einem Teil des Nachlassver-

mögens des Erblassers gewesen. Die Beschwerdeführerin sei demnach 

als Zuwendungsempfängerin nach Art. 107 aStG (Ingress) anzusehen 

und Rechtsgrund ihrer Beteiligung am Nachlass sei die Nachfolge in das 

Reinvermögen des Erblassers aufgrund der gesetzlichen Erbfolge 

gemäss Art. 106 lit. a aStG. Schliesslich bringe die Beschwerdeführerin 

vor, es sei nicht zulässig, auch die Mobiliargegenstände in die Berech-

nung mit einzubeziehen. Diesbezüglich sei zunächst darauf hinzuweisen, 

dass dieses Vorgehen in Absprache mit dem Vertreter der B._____ Stif-

tung gewählt worden und seitens der Beschwerdeführerin unbestritten 

geblieben sei. Ferner werde hiermit unter dem Gesichtspunkt der Disposi-

tionsmaxime etwas Neues gefordert, was nicht zulässig sei. Sollte das 

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Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden den entsprechenden Antrag 

der Beschwerdeführerin gleichwohl als zulässig erachten, so erweise sich 

dieser im Übrigen als unbegründet, seien doch diese Gegenstände eben-

falls Teil des Nachlasses des Erblassers, weshalb sie zu Recht besteuert 

worden seien.

11. In der Replik vom 30. Oktober 2013 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest und wies in ihrer Begründung ergänzend darauf hin, dass 

die kantonale Steuerverwaltung gemäss PVG 2008 Nr. 15 "vorfrageweise 

die der Besteuerung zugrunde liegenden zivilrechtlichen Gestaltungen 

nach Feststellungen der rechtserheblichen Tatsachen zu qualifizieren" 

habe. Wäre die vorinstanzliche Begründung richtig und somit die blosse 

Behauptung eines erbrechtlichen Anspruchs massgebend, könnte eine 

natürliche Person, welche ein erst kürzlich erworbenes Grundstück mit 

grossem Gewinn wieder verkauft habe, etwa die (tiefere) Einkommens-

steuer nach Art. 18 Abs. 4 StG behaupten und auf diese Weise die (höhe-

re) Grundgewinnsteuerpflicht nach Art. 41 ff. StG vermeiden. Eine solche 

Betrachtungsweise führe offensichtlich zu unbilligen und dem Gesetz wi-

dersprechenden Ergebnissen. Soweit die kantonale Steuerverwaltung im 

Übrigen die Verletzung der Dispositionsmaxime durch die Beschwerde-

führerin rüge, beruhe ihre Argumentation auf einer Verwechslung von Be-

gründung und Anträgen. Die Dispositionsmaxime bedeute, dass eine Par-

tei bestimme, ob und in welchem Umfang sie Beschwerde führe. Sie be-

treffe weder die tatsächlichen Grundlagen noch die rechtliche Begrün-

dung. Die Beschwerdeführerin habe in der Hauptsache stets die gänzli-

che Aufhebung der erhobenen Nachlasssteuer verlangt. Alle ihre Vorbrin-

gen würden sich im Rahmen des durch diesen Antrag definierten Streit-

gegenstandes bewegen, weshalb sie zuzulassen seien.

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12. Mit Schreiben vom 5. November 2013 verzichtete die kantonale Steuer-

verwaltung unter Hinweis auf die gestellten Anträge und ihre bisherigen 

Vorbringen auf eine Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die vorhandenen Be-

weismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

vom 13. September 2013, in dem die kantonale Steuerverwaltung basie-

rend auf einem steuerbaren Nachlass von Fr. 1'243'000.-- von den Erben 

des Erblassers eine Nachlassteuer von auf Fr. 49'720.-- erhoben hat. Ei-

ne solche Verfügung kann die steuerpflichtige Person innert 30 Tagen seit 

deren Zustellung schriftlich beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden anfechten (Art. 139 Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kan-

ton Graubünden vom 8. Juni 1986 [StGB, BR 720.000]). Demzufolge fällt 

die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde in die Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Die Beschwerdeführerin 

als potentiell Steuerpflichtige ist zur Beschwerdeerhebung ausserdem 

ohne weiteres befugt. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (vgl. Art. 139 Abs. 2 StG) ist demnach insoweit einzu-

treten, als sich der darin gestellten Antrag auf Aufhebung des angefoch-

tenen Einspracheentscheids und der diesem zugrunde liegende Veranla-

gungsverfügung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

kantonalen Steuerverwaltung als zulässig erweist.

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b) Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der 

angefochtenen Verfügung war, soweit es im Streit liegt (vgl. ALFRED 

KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver-

waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Bern/Basel/Genf 2013, 

N. 687). Anfechtungsobjekt und Streitgegenstand sind folglich identisch, 

wenn die Verfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich die Be-

schwerde hingegen nur auf einen Teil des durch die Verfügung geregel-

ten Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte 

zwar zum Anfechtungsobjekt, nicht aber zum Streitgegenstand (vgl. 

BGE 131 V 164 E.2.1). Gemäss Art. 51 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 31. August 2006 (VRG, BR 370.100) darf 

sich Letzterer im Laufe des Rechtsmittelverfahrens weder erweitern noch 

quantitativ verändern; er kann sich höchstens verengen und um nicht 

mehr streitige Punkte reduzieren. Allerdings hat das Verwaltungsgericht 

im steuerrechtlichen Beschwerdeverfahren dieselben Befugnisse wie die 

Veranlagungsbehörde (Art. 140 Abs. 2 StG). Sodann sind neue Tatsa-

chenbehauptungen und Beweismittel im Beschwerdeverfahren vor Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden jederzeit zulässig (Art. 51 

Abs. 3 VRG).

c) Die Beschwerdeführerin hat im Einspracheverfahren die Aufhebung der 

Veranlagungsverfügung vom 26. April 2013, eventuell deren Reduktion 

auf Fr. 49'723.-- beantragt. Im Beschwerdeverfahren hat sie an ihrem 

Hauptantrag festgehalten, während sie ihr Eventualbegehren fallengelas-

sen hat, da die kantonale Steuerverwaltung dieses im Einspracheverfah-

ren gutgeheissen und die Nachlasssteuer auf den begehrten Betrag her-

abgesetzt hat. Hat die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren 

demnach lediglich an ihrem von Anbeginn an formulierten Hauptantrag 

festgehalten, so kann sich hierdurch der Streitgegenstand weder erweitert 

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noch qualitativ verändert haben. Was die kantonale Steuerverwaltung da-

gegen anführt, vermag nicht zu überzeugen. Freilich trifft es zu, dass die 

Beschwerdeführerin erstmals in ihrer Beschwerdeschrift ausführt, die 

B._____ Stiftung habe ihr die aufgrund des Vergleichs übereigneten Ge-

genstände nicht als "Gegenleistung" für deren Anerkennung als alleinige 

Erbin, sondern aus Rücksicht auf die ehemalige Familie überlassen, 

weswegen dieser Vorgang zivilrechtlich und steuerrechtlich als Schen-

kung der B._____ Stiftung an die Beschwerdeführerin zu qualifizieren sei 

und infolgedessen nicht der Nachlasssteuer unterworfen werden dürfe. 

Diese Argumentation bildet indes einen Teil der Beschwerdebegründung, 

die grundsätzlich jederzeit geändert werden kann und dazu dient, dem 

Beschwerdeantrag zum Durchbruch zu verhelfen. Die entsprechende Be-

gründung der Beschwerdeführerin ist somit zuzulassen. 

d) Allerdings kann auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin insoweit 

nicht eingetreten werden, als darin zusätzlich zur Aufhebung des ange-

fochtenen Einspracheentscheids verlangt wird, die dieser zugrunde lie-

gende Veranlagungsverfügung der kantonalen Steuerverwaltung vom 

26. April 2013 aufzuheben. Denn diese Verfügung wurde durch den ange-

fochtenen Einspracheentscheid ersetzt und kann daher nicht mehr ange-

fochten werden. Sie gilt immerhin insoweit als mitangefochten, als sie 

durch den Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung vom 

13. September 2013 nicht aufgehoben wurde (vgl. BGE 134 II 142 E.1.4, 

129 II 438 E.1).

2. Die kantonale Nachlasssteuer ist im Kanton Graubünden in den Art. 106-

115 StG geregelt. Diese Bestimmungen haben per 1. Januar 2008 eine 

grundlegende Änderung erfahren (vgl. Regierungsbeschluss vom 16. Ok-

tober 2007, Fassung gemäss Grossratsprotokoll vom 17. Oktober 2006). 

Ob im vorliegenden Fall das geltende oder das vormals in Kraft stehende 

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Recht zur Anwendung gelangt, beantwortet Art. 187 StG dahingehend, 

als auf nicht periodische Steuern, wie die vorliegend in Frage stehende 

Nachlasssteuer, das Recht anzuwenden ist, welches im Zeitpunkt galt, in 

welchem der steuerbegründende Tatbestand eingetreten ist, sich mit an-

deren Worten der Lebenssachverhalt verwirklicht hat, auf den der Steuer-

anspruch abstellt. Die strittige Nachlasssteuer wurde von den Erben des 

Erblassers mit der Begründung erhoben, das Vermögen des Erblassers 

sei im Moment des Todes desselben als Ganzes mit den hiermit verbun-

denen Rechten und Pflichten auf sie übergegangen (sog. Universalsuk-

zession, vgl. Art. 602 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 

10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Ob und inwiefern dieser Vorgang der 

Nachlassteuer unterliegt, beurteilt sich nach dem Recht, das am 20. April 

2007 in Kraft war, als der Erblasser verstarb. Im vorliegenden Fall ist so-

mit das Steuergesetz des Kantons Graubünden in der bis zum 31. De-

zember 2007 geltenden Fassung anzuwenden, wovon denn auch die Par-

teien übereinstimmend ausgehen. 

3. a) Der Kanton Graubünden kennt auf kantonaler Ebene eine als sog. Erb-

massensteuer ausgestaltete Nachlassteuer (vgl. Art. 106 ff. aStGB, 

BGE 136 II 525 E.2.1, PETER VON RECHENBERG/ANDREA VON RECHENBERG, 

Handkommentar, Bündner Nachlass- und Schenkungssteuer, Chur 1998, 

Vorbemerkungen zu Art. 106-115 StGB N. 1, JÜRG ANDREA RECHENBERG, 

Bündner Erbschaftssteuern, Diss. Basel 1981, S. 45). Diese wird gemäss 

Art. 107 lit. a StG von der Gesamtheit der Erben erhoben, wenn der Erb-

lasser zum Zeitpunkt seines Todes im Kanton Graubünden steuerrechtli-

chen Wohnsitz oder Aufenthalt hatte. Im interkantonalen Verhältnis dürfen 

Erbschaftssteuern aufgrund der bundesgerichtlichen Doppelbesteue-

rungspraxis auf beweglichem Vermögen nur in dem Kanton erhoben wer-

den, in dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte (BGE 123 I 264 

E.2b, 108 Ia 252 E.3, 95 I 29; MARKUS REICH, Steuerrecht, 2. Aufl., 

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Zürich/Basel/Genf 2012, § 7 N. 94; ERNST HÖHN/ROBERT WALDBURGER, 

Steuerrecht, Band I, 9. Aufl., Bern 2001, § 30 N. 48, FERDINAND ZUPPIN-

GER, Handbuch des Internationalen Steuerrechts der Schweiz, 

2. Aufl.,Bern/Stuttgart/Wien 1993, S. 404). Im internationalen Verhältnis 

richtet sich die Steuerausscheidung bei Vorliegen eines Staatsvertrages 

nach demselben. Fehlt ein solcher, so gelten die im interkantonalen Ver-

hältnis zu beachtenden Ausscheidungsregeln (ZUPPINGER, a.a.O., S. 417 

ff., PETER VON RECHENBERG/ANDREA VON RECHENBERG, Handkommentar, 

Bündner Nachlass- und Erbschaftssteuer, Chur 1998, Art. 107 N. 3).

b) Am 20. April 2007 verstarb der zuletzt in X._____ wohnhafte Erblasser in 

Y._____. Er hinterliess ausschliesslich bewegliche Vermögenswerte, die 

sich im Zeitpunkt seines Todes, soweit aktenkundig, in den Kantonen 

Graubünden, Q._____ sowie Y._____ und V._____ befanden (vgl. Art. 5 

des Vergleichs vom 18. Oktober 2012). Bei dieser Ausgangslage darf der 

Kanton Graubünden als letzter Wohnsitzkanton des Erblassers auf des-

sen in der Schweiz gelegenen Vermögenswerten eine Erbschaftssteuer 

erheben. Dasselbe gilt für die beweglichen Vermögenswerte des Erblas-

sers, welche sich zum Zeitpunkt seines Todes in V._____ befanden, da 

weder die Schweiz noch der Kanton Graubünden ein Übereinkommen mit 

dem V._____ über die steuerrechtliche Ausscheidung im Bereich der Erb-

schaftssteuer geschlossen hat. Demzufolge ist der Kanton Graubünden 

berechtigt, auf dem gesamten Nachlass des Erblassers eine Nachlass-

teuer zu erheben.

4. a) Aus dem Wesen der Nachlasssteuer als Erbmassensteuer ergibt sich, 

dass der gesamte, unverteilte Nachlass das Steuerobjekt bildet (vgl. 

Art. 108 aStG). Dieses System wird jedoch durch die gesetzlich vorgese-

henen, objektiven und subjektiven Steuerbefreiungstatbestände einge-

schränkt. So sind gemäss Art. 113 Abs. 1 StG Zuwendungen an juristi-

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sche Personen im Sinne von Art. 78 StG, die ihren Sitz im Kanton haben, 

steuerfrei, soweit das ihnen zugewendete Vermögen dem steuerbegüns-

tigen Zwecke dient und ihm nicht entfremdet werden kann. Die Regierung 

kann die Befreiung von der Nachlasssteuer auf ausserkantonale Empfän-

ger ausdehnen, wenn und soweit der betreffende Kanton oder Staat Ge-

genrecht hält (Art. 113 Abs. 2 StG). Der Kanton Graubünden hat mit 

Deutschland ein solches Abkommen abgeschlossen (Gegenseitigkeitser-

klärung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Kanton 

Graubünden über die Befreiung von Zuwendungen zu gemeinnützigen 

und mildtätigen [wohltätigen] Zwecken von den Erbschafts- und Schen-

kungssteuern vom 5. Mai 1975 [BR 720.265]), weshalb dort ansässige ju-

ristische Personen gemäss 78 StG von der Nachlasssteuer befreit sind. 

Steuerfrei sind gemäss Art. 114 Abs. 1 lit. a aStG ferner Zuwendungen an 

Nachkommen oder bedürftige Personen, die Fr. 10'000.-- nicht überstei-

gen (vgl. dazu: JÜRG VON RECHENBERG, a.a.O., S. 57). 

b) Die in Deutschland domizilierte B._____ Stiftung verfolgt ausschliesslich 

gemeinnützige Zwecke im Sinne von Art. 78 StGB, weshalb die kantonale 

Steuerverwaltung auf dem auf sie übergegangenen Vermögen aus dem 

Nachlass des Erblassers keine Nachlasssteuer erhoben hat. Dies hat zur 

Folge, dass der für die Steuer festzusetzende Nachlass des Erblassers 

um den an die B._____ Stiftung fallenden Anteil vermindert wird. Bezüg-

lich des aufgrund des Vergleichs vom 18. Oktober 2012 erfolgten Vermö-

gensübergangs an die Beschwerdeführerin können die Erben des Erblas-

sers nicht von Art. 114 Abs. 1 lit. a aStG profitieren, da die fragliche Zu-

wendung über Fr. 10'000.-- liegt.

5. a) Es bleibt zu prüfen, ob die kantonale Steuerverwaltung diesen Vermö-

gensübergang zu Recht der Nachlasssteuer unterworfen hat. Die Nach-

lasssteuer im Sinne von Art. 106 lit. a aStG ist eine Rechtsverkehrssteuer, 

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die an die erbrechtliche Rechtsnachfolge anknüpft und jeden Vermögen-

serwerb für steuerpflichtig erklärt, der seinen Rechtsgrund in den erb-

rechtlichen Bestimmungen des Zivilgesetzbuches hat, gleichgültig, ob er 

aufgrund gesetzlicher oder gewillkürter Erbfolge stattfindet. Ob eine sol-

che Rechtsnachfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Zeitpunkt der 

Eröffnung des Erbgangs bestehenden Rechtszustand. Liegen keine Ver-

fügungen von Todes wegen vor, so gilt die gesetzliche Erbfolge. Hat der 

Erblasser ein Testament oder einen Erbvertrag hinterlassen, so ist auf die 

massgebliche Verfügung von Todes wegen für die Bestimmung der steu-

erbaren Zuwendungen abzustellen (VON RECHENBERG/VON RECHENBERG, 

a.a.O., Art. 106 N. 4 f.). Treffen die Erben unter sich oder mit Dritten eine 

davon abweichende Vereinbarung, so ist diese erbsteuerrechtlich 

grundsätzlich unbeachtlich. 

b) Anders verhält es sich jedoch, wenn die Beteiligten beim Abschluss der 

Vereinbarung ernsthaft Anlass hatten, an der massgeblichen erbrechtli-

chen Rechtslage zu zweifeln und mit der von ihnen geschlossenen Ver-

einbarung einen erbrechtlichen Rechtsstreit vermeiden oder beenden 

wollten. In einem solchen Fall ist erbsteuerrechtlich auf das durch diese 

Vereinbarung geschaffene Ergebnis abzustellen, zumal die Beteiligten in 

aller Regel dem mutmasslichen Willen des Erblassers und damit dem 

Sinn der von ihm getroffenen Verfügung von Todes wegen dann am bes-

ten gerecht werden, wenn sie Rechtsstreitigkeiten über den Nachlass 

vermeiden oder so rasch als möglich beenden. Daraus folgt, dass es nicht 

Sache der Steuerbehörden und des im Rechtsmittelverfahren angerufe-

nen Verwaltungsgerichts sein kann, im Nachhinein in der Art eines Zivil-

richters zu prüfen, ob die zwischen den Erbansprechern vergleichsweise 

getroffene Regelung den materiellen Prozessaussichten genau entspro-

chen hat oder nicht. Für die erbsteuerrechtliche Anerkennung einer derar-

tigen Vereinbarung genügt es vielmehr, dass aus der Sicht der Parteien 

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Zweifel hinsichtlich der Gültigkeit oder der Tragweite einer Verfügung von 

Todes wegen bestanden und dass die getroffene Verständigung weder 

ungewöhnlich noch offensichtlich gegen den Fiskus gerichtet war (vgl. 

BGE 105 Ia 54 E.3a, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Ge-

meindeverwaltung [ZBl] 75 [1974] S. 269, ZBl 68 [1967] S. 414; HEINZ 

WEIDMANN/BENNO GROSSMANN/RAINER ZIGERLIG/ULRICH CAVELTI/HUBERT 

HOFMANN/PETER MÄUSLI/MATHIAS OERTLI, in: Wegweiser durch das 

St. Gallische Steuerrecht, Weidmann/Grossmann/Zigerlig [Hrsg.], 6. Aufl., 

Bern 1999, S. 361, FELIX RICHNER/WALTER FREI, Kommentar zum Zürcher 

Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz, Y._____ 1996, § 3 N. 90).

c) Eine andere Frage ist, ob die auf der Grundlage einer solchen erbsteuer-

rechtlich anzuerkennenden Vereinbarung vorgenommene Vermögensü-

bertragung, die nicht unmittelbar auf der gesetzlichen, erbvertraglichen 

oder testamentarischen Erfolge, sondern auf einer diesbezüglich getroffe-

nen Vereinbarung basiert, unter Art. 106 lit. a aStG fällt. Diese Frage ist 

jedoch nicht von entscheidender Bedeutung, weil die der Nachlasssteuer 

unterworfenen Vermögensübergänge in Art. 106 lit. a-g aStG nicht absch-

liessend aufgezählt werden. Die Nachlasssteuer erfasst vielmehr sämtli-

che Formen der Nachfolge in das Reinvermögen des Erblassers. Treffen 

die Erben untereinander oder mit einem Dritten eine steuerrechtlich anzu-

erkennende Vereinbarung über Bestand und Umfang ihrer erbrechtlichen 

Ansprüche, so regeln sie den im Moment des Todes des Erblassers kraft 

Universalsukzession erfolgten Vermögensübergang in einer für sie ver-

bindlichen Weise. Die hierdurch Begünstigten sind als Zuwendungsemp-

fänger im Sinne von Art. 107 aStG anzusehen, deren Rechtsgrund für die 

Beteiligung am Nachlass die Nachfolge in das Reinvermögen des Erblas-

sers ist. Damit fallen solche Vermögensübergänge, wenn nicht unter 

Art. 106 lit. a StG, so jedenfalls unter Art. 106 aStG Ingress. Dies gilt 

selbst für eine Abfindung, die ein (gesetzlicher) Erbe von den anderen Er-

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ben, mit denen er im Rechtsstreit gelegen ist, aufgrund und anstelle sei-

nes (gesetzlichen) Erbrechts erwirkt, ändert dies doch nichts an deren 

erbrechtlicher Grundlage, weshalb eine Subsumtion unter Art. 29 lit. f 

StG, der ertragsnahe oder erwerbsnahe Formen des Verzichts auf die 

Ausübung eine Rechts regelt (vgl. FELIX RICHNER/WALTER FREI/STEFAN 

KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., 

Y._____ 2009, Art. 23 N. 47 f.), ausscheidet.

d) Am 18. Oktober 2012 schlossen die B._____ Stiftung und die Beschwer-

deführerin eine Vereinbarung, worin die Beschwerdeführerin die B._____ 

Stiftung gegen Bezahlung von EURO 1 Mio. und die Zuwendung ver-

schiedener, in der Vereinbarung im Einzelnen aufgeführten Vermögens-

gegenstände als alleinige und ausschliessliche Erbin anerkannte. Diese 

Vereinbarung ist nach dem vorangehend Ausgeführten erbsteuerrechtlich 

anzuerkennen und die auf dieser Grundlage erfolgte Vermögensübertra-

gung der Nachlasssteuer zu unterwerfen, wenn die Vertragsparteien 

hiermit in guten Treuen ernsthafte Zweifel über Bestand und Umfang der 

ihnen zustehenden Erbansprüche beseitigt und hierdurch einen Rechts-

streit vermieden oder beendet haben, es sei denn, die von ihnen zu die-

sem Zweck getroffene Verständigung sei ungewöhnlich oder offensicht-

lich gegen den Fiskus gerichtet.

aa) Der Erblasser hat am 5. Januar 1979 mit der Beschwerdeführerin als sei-

ner einzigen Tochter einen Erbvertrag geschlossen, in dem Letztere für 

sich selbst und allfällige Rechtsnachfolger gegen Bezahlung von DM 1 

Mio. auf ihr gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht am Nachlass des Erb-

lassers verzichtete. Mit handschriftlichem Testament vom 10. Februar 

2006 setzte der Erblasser sodann eine nach seinem Tode in Deutschland 

zu gründende gemeinnützige Stiftung als seine alleinige Erbin ein und 

beauftragte den Willensvollstrecker, D._____, die Stiftung nach seinem 

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Tode zu errichten. Am 2. Oktober 2006 soll der Erblasser schliesslich den 

am 5. Januar 1979 geschlossenen Erbvertrag in Gegenwart der Be-

schwerdeführerin und von C._____ vernichtet haben mit der Absicht, die 

gesetzliche Erbfolge wieder aufleben zu lassen. 

bb) Vor diesem Hintergrund leitete die Beschwerdeführerin am 26. Januar 

2009 ein Klageverfahren auf Herabsetzung der erfolgten Zuwendung an 

die B._____ Stiftung infolge Verletzung der gesetzlichen Pflichtteilsan-

sprüche und auf Feststellung des Nachlasses ein. Ausserdem wandte sie 

sich am 30. Oktober 2010 an die ÖRA mit dem Begehren, ein Schlich-

tungsverfahren gegen die B._____ Stiftung und den Willensvollstrecker, 

D._____, wegen Pflichtteilsansprüchen nach deutschem Erbrecht infolge 

Spaltung der Hinterlassenschaft durchzuführen. Es kann nicht Aufgabe 

des Verwaltungsgerichts sein, im Nachhinein in der Art eines Zivilrichters 

die Prozessaussichten dieser Anträge aufgrund der massgeblichen Rege-

lungen des Schweizer und deutschen Rechts zu prüfen. Die Tatsache, 

dass sowohl auf Seiten der Beschwerdeführerin als auch der B._____ 

Stiftung Rechtsanwälte vor Schweizer Gerichten und deutschen Behör-

den über die Gültigkeit und Auslegung der massgeblichen Verfügungen 

von Todes wegen gestritten haben, spricht für eine zum Zeitpunkt der 

Eröffnung des Erbgangs ungeklärte Rechtslage. Dabei ist es durchaus 

denkbar, dass beim Abschluss des Vergleichs vom 18. Oktober 2012 bei 

der B._____ Stiftung weniger die Prozessaussichten der Beschwerdefüh-

rerin im Vordergrund standen, als der Wille hierdurch einen in der 

Schweiz und in Deutschland bereits über mehrere Jahre geführten 

Rechtsstreit mit der Beschwerdeführerin zu beenden, der mit einem er-

heblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden gewesen sein dürfte. Hät-

te die B._____ Stiftung jedoch nicht den geringsten Zweifel an einem für 

sie günstigen Prozessausgang gehabt, so hätte sie zu einer Vereinba-

rung, in der sie der Beschwerdeführerin im Gegenzug für die Anerken-

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nung als alleinige Erbin EURO 1 Mio. bezahlte und Vermögensge-

genstände im Gesamtwert von Fr. 20'000.-- übereignete, nicht Hand bie-

ten müssen. Bei der erbsteuerrechtlichen Beurteilung der fraglichen Ver-

einbarung einen strengen Massstab anzulegen rechtfertigt sich auch des-

halb nicht, weil die Vertragsparteien mit der vergleichsweisen Beendigung 

der zwischen ihnen in der Schweiz und Deutschland geführten Rechts-

streitigkeiten dem mutmasslichen Willen des Erblassers und damit dem 

Sinn der von ihm getroffenen Verfügung von Todes wegen entsprochen 

haben dürften. Die Vereinbarung vom 18. Oktober 2012 ist sodann weder 

aussergewöhnlich noch gegen den Fiskus gerichtet, weshalb sie erbsteu-

errechtlich anzuerkennen ist.

cc) Soweit die Beschwerdeführerin diesem Ergebnis entgegenhält, gegen 

eine Abfindung auf ihre Erbenstellung verzichtet zu haben und infolge-

dessen zivilrechtlich als Nicht-Erbin zu gelten, ist dies zwar zutreffend. 

Daraus folgt jedoch nicht, dass der Beschwerdeführerin kraft Erbrechts 

kein Vermögen zugefallen ist, hat doch die von der Beschwerdeführerin 

erwirkte Abfindung ihren Rechtsgrund ausschliesslich in ihrem behaupte-

ten gesetzlichen Erbanspruch. Irgendeinen anderen Grund, der Be-

schwerdeführerin die Abfindung zuzuwenden, hatte die B._____ Stiftung 

nicht. Freilich vertritt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift 

die Auffassung, die auf der Grundlage der Vereinbarung 18. Oktober 

2012 erhaltenen Vermögenswerte, zumindest aber die in den Art. 4 und 5 

der Vereinbarung vom 18. Oktober 2012 aufgeführten Gegenstände, ge-

schenkt bekommen zu haben. Diesem Einwand steht jedoch entgegen, 

dass die B._____ Stiftung erst nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten zu 

dieser Zuwendung bereit war. Die diesbezüglich in der Vereinbarung vom 

18. Oktober 2012 getroffene Regelung ist allerdings insofern irreführend, 

als in Art. 3 Ziff. 3 derselben lediglich der Pauschalbetrag von EURO 1 

Mio. als Gegenleistung für die Erledigung der rechtshängigen, erbrechtli-

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chen Verfahren genannt und in Art. 6 der Vereinbarung vom 18. Oktober 

2012 nur diese Zahlung als allfälliges Objekt einer Nachlass- bzw. Schen-

kungssteuer aufgeführt wird. Hingegen haben die Parteien das Kantons-

gerichtspräsidium Graubünden ersucht, den gesamten Vergleich in seine 

Abschreibungsverfügung aufzunehmen (vgl. Art. 8 der Vereinbarung vom 

18. Oktober 2012). Unter diesen Umständen ist nicht nur die Zahlung von 

EURO 1 Mio., sondern ebenfalls die Übereignung der in den Art. 4 und 5 

der Vereinbarung vom 18. Oktober 2012 aufgeführten Gegenstände als 

Abfindung anzusehen, welche die B._____ Stiftung der Beschwerdeführe-

rin aufgrund bzw. anstelle ihres Erbanspruchs zuerkannt hat. Im ange-

fochtenen Einspracheentscheid hat die kantonale Steuerverwaltung dem-

zufolge zu Recht sämtliche auf der Grundlage der erbsteuerrechtlich an-

zuerkennenden Vereinbarung vom 18. Oktober 2012 erfolgten Vermö-

gensübertragungen mit der Nachlasssteuer belastet.

5. Dass die aufgrund dieser Vorgänge geschuldete Nachlasssteuer korrekt 

berechnet wurde, hat die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 

nicht mehr bestritten (vgl. Art. 109 Abs. 1 StG und Art. 114 Abs. 2 aStG). 

Damit erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

6. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Gerichtskosten in Anwendung 

Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin als unterliegender 

Partei. Eine Parteientschädigung kann keine der Verfahrensparteien be-

anspruchen (Art. 78 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

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2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 392.--

zusammen Fr. 3'392.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]