# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea114fac-cbc5-518b-bba4-818921804d1e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.10.2008 UV 2007/106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-106_2008-10-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/106

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 27.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2008
Art. 6, 10, 16 UVG: Unfallkausalität psychisch überlagerter Beschwerden 
nach zwei Auffahrunfällen und einem seitlichen Anprall je mit HWS-
Distorsion verneint. Anspruch auf Dolmetscher für psychiatrische 
Zweitmeinung im Rahmen eines fünfwöchigen Abklärungsaufenthalts in 
einer Rehabilitationsklinik verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2008, UV 2007/106).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 27. Oktober 2008

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1977 geborene D.___ war als Fensteranschläger bei der A.___ angestellt und 

dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 

24. Juli 2004 als Lenker seines Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt 

wurde (UV-act. I/1 und I/8). Innert Stunden danach verspürte er nach eigenen Angaben 

(UV-act. I/7 und I/8) Verspannungen im Nacken und Kopfschmerzen. Unfallbedingt 

wurden ihm verschiedene Arbeitsunfähigkeiten attestiert, wobei er ab 23. September 

2004 wieder weitgehend voll arbeitsfähig war. Die behandelnden Ärzte, Hausarzt 

Dr. med. B.___, und Dr. med. C.___, hatten mehrfach empfohlen, dem Versicherten 

leichtere Arbeit zuzuweisen, wozu im Betrieb keine Möglichkeit gefunden wurde. Das 

Arbeitsverhältnis wurde am 26. Januar 2006 per 31. März 2006 gekündigt. Die Suva 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

A.b   Die Behandlung zum Unfall vom 24. Juli 2004 war noch nicht abgeschlossen und 

der Beschwerdeführer seit 12. Dezember 2005 unfallbedingt 50% arbeitsunfähig 

geschrieben, als er am 6. Februar 2006 erneut als Lenker seines Personenwagens in 

eine Auffahrkollision verwickelt wurde. Er verspürte unmittelbar nach dem Aufprall 

einen extremen Druck im Nacken- und Kopfbereich, es wurde ihm übel und schwindlig 

und er hatte beidseits Ohrenrauschen. Nach etwa einer halben Stunde musste er 

einmalig erbrechen und er merkte, dass die Schmerzen ins Kreuz ausstrahlten (UV-act. 

III/1, III/6 und III/7). Der gleichentags konsultierte Hausarzt stellte massive 

Verspannungen der Halswirbelsäule fest; die Röntgenbilder zeigten keinen Befund. Als 

Folge dieses erneuten Unfalls wurde dem Beschwerdeführer wieder volle 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Beschwerdegegnerin erbrachte auch für dieses 

Ereignis die gesetzlichen Leistungen.

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A.c    Am 20. März 2006 sass der Beschwerdeführer als Beifahrer im von der Ehefrau 

gelenkten Personenwagen, als dieser von rechts gerammt wurde. Dadurch kam es zum 

Anprall des rechten Knies an der Fahrzeugtüre mit Schmerzen während zwei Wochen, 

vermehrten Verspannungen im Nacken und vermehrten Schmerzen im Kreuz. Ein 

Arbeitsversuch zu 50%, der von Dr. C.___ für Anfang Mai 2006 empfohlen worden war, 

konnte wegen eines Schmerzschubes nicht durchgeführt werden.

A.d   Im Auftrag der Beschwerdegegnerin führte die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik, 

Zürich, am 31. Mai 2006 für alle drei Ereignisse biomechanische Kurzbeurteilungen 

durch. In den entsprechenden Berichten kam sie zum Schluss, dass beim ersten 

Ereignis vom 24. Juli 2004 die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) 

innerhalb oder knapp oberhalb eines Bereiches von 10 – 15 km/h gelegen habe und die 

festgestellten Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall 

erklärbar seien (UV-act. I/83). Bei den Ereignissen vom 6. Februar und 20. März 2006 

beurteilten die Experten für Biomechanik das Delta-v unterhalb oder innerhalb eines 

Bereiches von 10 – 15 km/h und die festgestellten Beschwerden und Befunde durch 

die Kollisionseinwirkung als eher erklärbar (UV-act. III/20 und IV/15). Zum Ereignis vom 

20. März 2006 wurde festgehalten, dass es sich um eine grobe Abschätzung handle, 

da keine Informationen zu den Beschädigungen des Suzuki (Personenwagen der 

Unfallverursacherin) vorhanden seien (UV-act. IV/15).

A.e   Im Spätsommer 2006 meldete die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 

zum Assessment (Abklärung der konkreten Einschränkungen und Ressourcen und 

Feststellen der bestmöglichen weiteren Behandlungsmöglichkeiten) an der Rehaklinik 

Bellikon an. Er litt weiterhin unter Verspannungen im Nacken und berichtete über 

Angstzustände und Panikalbträume (UV-act. I/104 und I/107). Vom 25. September bis 

27. Oktober 2006 hielt er sich stationär in der Rehaklinik Bellikon auf. Am 3. Oktober 

2006 fand bei der klinischen Psychologin lic. phil. E.___ ein psychosomatisches 

Konsilium (UV-act. I/105), teilweise in kroatischer Sprache, und am 24. Oktober 2006 

ein psychiatrisches Konsilium als "Second Opinion" durch Dr. med. F.___, Leitender 

Arzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, statt (UV-act. I/106). Dabei wurde ein 

plakatives abnormes Krankheitsverhalten (allenfalls im Sinne eines sogenannten 

Ganser-Syndroms), mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewusst gesteuert 

(ICD-10: F68.0, ev. F44.80), diagnostiziert. Weiter wurde ein subjektiv diffuses 

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Beschwerdebild mit bewegungs- und belastungsverstärkten Nackenschmerzen und 

eingeschränkter HWS-Beweglichkeit in allen Richtungen festgestellt; alles nach 

rezidivierenden Distorsionstraumen der HWS, Quebec-Task-Force II.

A.f     Aufgrund der Abklärungen in der Rehaklinik Bellikon (Austrittsbericht vom 

6. Dezember 2006; UV-act. I/107) wurde dem Beschwerdeführer am 23. Januar 2007 

telefonisch der Fallabschluss per Ende Januar 2007 angekündigt (UV-act. I/108) und 

am 24. Januar 2007 formell verfügt (UV-act. I/109).

A.g   Beim Schneeräumen war dem Beschwerdeführer im Januar 2005 ein Holzstück 

auf den rechten Fuss gefallen und hatte Schmerzen und später auch eine 

Arbeitsunfähigkeit verursacht (UV-act. II/1). Über das Ende ihrer Leistungspflicht im 

Zusammenhang mit diesem Unfall hatte die Beschwerdegegnerin am 17. November 

2005 verfügt (UV-act. II/27). Diese Verfügung war in Rechtskraft erwachsen. Die Folgen 

des Unfalls vom Januar 2005 bildeten daher nicht mehr Gegenstand der Verfügung 

vom 24. Januar 2007.

B.         

Gegen die Verfügung vom 24. Januar 2007 liess der Versicherte am 31. Januar 2007 

durch die CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG Einsprache erheben. Sie 

beauftragte Rechtsanwalt R. Niedermann mit der Vertretung, welcher am 2. Juli 2007 

eine ausführliche Einsprachebegründung nachreichte. Er rügte darin die fehlende 

Begründung der Einstellungsverfügung und beantragte die Ausrichtung einer Rente von 

mindestens 50%, andernfalls sei die Arbeitsunfähigkeit durch eine orthopädische bzw. 

rheumatologische sowie psychiatrische Begutachtung zu bestimmen und dem 

Versicherten seien bis zum Fallabschluss rückwirkend Taggeldzahlungen im Umfang 

von 50% auszurichten. Mit Entscheid vom 19. September 2007 wies die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, die drei 

Unfälle hätten Distorsionstraumata der Wirbelsäule verursacht, aber nicht zu einem 

typischen Beschwerdebild mit einer Vielzahl von Beschwerden geführt. Die natürliche 

Kausalität zu den drei Unfällen müsse spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

verneint werden. In Anwendung von BGE 115 V 133 müsse auch die Adäquanz 

verneint werden.

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C.         

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 22. Oktober 2007 mit den Anträgen, 

der angefochtene Einspracheentscheid der Suva vom 19. September 2007 sei 

vollumfänglich aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente 

entsprechend einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% rückwirkend per 31. Januar 

2007 auszurichten; eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und dem Beschwerdeführer seien 

bis zum Abschluss der Abklärungen rückwirkend ab Einstelltag weiterhin Taggelder 

auszurichten.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2007 beantragt Rechtsanwalt 

Dr. U. Glaus für die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Organisch 

objektiv ausgewiesene Beschwerden würden nach keinem der Unfälle vorliegen, 

ebenso kein typisches Beschwerdebild nach Schleudertrauma. Die Adäquanz sei 

ebenfalls zu verneinen.

C.c   In der Replik vom 31. März 2008 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Er reicht ausserdem die Berichte von Dr. med. G.___, Rheumatologie FMH, vom 

14. März 2008 über die konsiliarische rheumatologische Untersuchung vom 

20. Februar 2008 (act. G 17.1/6) sowie von Dr. med. H.___, Fachärztin Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 18. März 2008 über die Untersuchung auf serbokroatisch vom 

11. März 2008 (act. G 17.1/7) ein. Gestützt darauf erweise sich laut Beschwerdeführer 

eine polydisziplinäre Begutachtung als unabdingbar. Die psychosomatische und 

psychiatrische Untersuchung der Rehaklinik Bellikon, welche unter Verletzung des 

rechtlichen Gehörs zustande gekommen seien und daher nicht als Beweise verwertet 

werden dürften, würden durch den Bericht von Dr. H.___ auch inhaltlich widerlegt.

C.d Duplizierend hält die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen in der 

Beschwerdeantwort fest und führt aus, dass die im Auftrag des Beschwerdeführers 

erstellten Arztberichte von Dr. G.___ und Dr. H.___ keine Erkenntnisse enthielten, die 

sich nicht bereits aus den medizinischen Akten der Suva ergäben. Zudem fehle es 

insbesondere auch am adäquaten Kausalzusammenhang.

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C.e Auf die weiteren Begründungen in den Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer infolge der Unfälle vom 24. Juli 

2004, 6. Februar 2006 und 20. März 2006 an Gesundheitsschädigungen leidet, für 

welche die Beschwerdegegnerin auch nach dem 31. Januar 2007 

Versicherungsleistungen schuldet.

2.          

2.1    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid die rechtlichen 

Voraussetzungen des Bestehens eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den in Frage stehenden (physischen 

und psychischen) Gesundheitsschädigungen zutreffend dargelegt (Erwägungen 2); 

darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist die Rechtsprechung zur 

Adäquanzbeurteilung bei mehreren Unfällen mit HWS-Distorsionstrauma: Hat die 

versicherte Person mehr als einen Unfall mit Schleudertrauma der HWS oder 

gleichgestellter Verletzung erlitten, so ist die Adäquanz prinzipiell für jeden Unfall 

gesondert zu beurteilen. In diesem Rahmen ist es nach der Rechtsprechung jedoch 

nicht generell ausgeschlossen, die wiederholte Betroffenheit desselben Körperteils bei 

der Adäquanzprüfung zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere dann denkbar, 

wenn die Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse Beschwerden und/

oder auf Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht von einander abgegrenzt werden 

können (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 [U 39/04], E. 3.3.2 mit Hinweisen; J.-M. Duc, La 

jurisprudence des assurances sociales concernant les traumatismes cervicaux, SZS 

52/2008 S. 66f.).

2.2    Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

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berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 

der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis; BGE 122 

V 157 E. 3c S. 160f. mit Hinweisen; RKUV 4/2000 KV 124 S. 214f.).

3.           

3.1    Zunächst ist zu untersuchen, ob die Beschwerden, die der Versicherte noch klagt, 

auf einem organisch objektivierbaren Substrat beruhen, das auf einen der drei Unfälle 

vom 24. Juli 2004, 6. Februar 2006 oder 20. März 2006 zurückzuführen ist. Bei der 

Erstbehandlung am 10. bzw. 12. August 2004 – die medizinische Erstversorgung hatte 

am Unfallort in Mazedonien stattgefunden – fand Dr. B.___ eine verspannte HWS- und 

BWS-Muskulatur sowie eine etwa hälftig eingeschränkte Beweglichkeit der HWS ohne 

neurologische Ausfälle (UV-act. I/2). Auf den Röntgenbildern wurde keine Fraktur 

festgestellt. Die cervikale Kernspintomografie vom 3. Februar 2005 ergab eine 

mässiggradige Bandscheibendegeneration C5/6 und Th1/2 mit leichter Bandscheiben­

dehydratation sowie grenzwertiger medianer Diskusprotrusion C5/6 ohne 

Neurokompression oder Spinalkanalstenose sowie ein ansonsten normales cervikales 

vertebrospinales Kernspintomogramm. Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt FMH für 

Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, fand bei der Untersuchung vom 

27. September 2005 keine organisch fassbaren Korrelate für die geltend gemachten 

Bewegungseinschränkungen (UV-act. I/33). Er stellte während des gesamten 

Untersuchungsganges unauffällige Kopfwendbeweglichkeiten des Beschwerdeführers, 

auch im Gespräch mit der anwesenden Ehefrau, mit Rotation des Kopfes fest. 

Hingegen war die Beweglichkeit der Halswirbelsäule bei der gezielten Untersuchung 

eingeschränkt.

3.2    Nach dem zweiten Auffahrunfall vom 6. Februar 2006 kamen sofort beidseits 

Nackenschmerzen und mittelstarke Kopfschmerzen hinzu, der Versicherte empfand 

Schwindel und Übelkeit sowie ein Rauschen in den Ohren und musste sich einmalig 

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übergeben. Die Röntgenaufnahmen, die sein Hausarzt gleichentags anfertigte, waren 

ohne Befund (UV-act. III/3, III/6 und III/7). Der Unfall vom 20. März 2006 mit seitlichem 

Anprall führte zu vermehrten Verspannungen der Nackenmuskulatur und zu Schmerzen 

im Kreuz. Das rechte Knie war während zwei Wochen schmerzhaft (UV-act. IV/5 und 

IV/6).

3.3    An der Rehaklinik Bellikon konnten an der Halswirbelsäule keine pathologischen 

Befunde erhoben werden und es wurden im Wesentlichen keine posttraumatischen 

und keine degenerativen Veränderungen festgestellt (UV-act. I/107).

3.4    Die Berichte von Dr. C.___ vom 30. Januar 2006 (UV-act. I/53), vom 29. März 

2006 (UV-act. I/67), vom 15. Mai 2006 (UV-act. I/75) und vom 26. Juni 2006 (UV-act. I/

85) weisen entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift keine organisch 

nachweisbaren Unfallfolgen nach. Der behandelnde Arzt erhob manualtherapeutische 

Befunde und stellte fest, dass der Patient auf seine Behandlung gut anspreche. 

Radiologisch oder durch andere Verfahren belegbare strukturelle Veränderungen 

beschrieb er nicht.

3.5    Auch Dr. G.___, der den Beschwerdeführer am 20. Februar 2008 nach einer 

weiteren Auffahrkollision, die sich 2008 ereignet haben soll und deren Auswirkungen 

nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind, konsiliarisch rheumatologisch 

untersuchte, erhob keine relevanten pathologischen klinischen Befunde (Bericht vom 

14. März 2008, act. G 17.1/6). In den bildgebenden Untersuchungen fanden sich laut 

dem Konsiliararzt abgesehen von einer beginnenden Segmentdegeneration C5/6 mit 

Diskusprotrusion ohne Neurokompression keine posttraumatischen oder degenerativen 

Veränderungen bei Wirbelsäulenfehlstatik.

3.6    Zusammengefasst konnte weder nach einem der drei zur Diskussion stehenden 

Unfälle vom 24. Juli 2004, 6. Februar 2006 und 20. März 2006 noch insgesamt ein 

organisch objektivierbares Substrat für die Beschwerden des Versicherten 

nachgewiesen werden.

4.           

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4.1    Weiter ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer bei einem der drei Unfälle ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente 

Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss beurteilt 

werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen wie Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, neurologische 

Defizite (Konzentrations- und Gedächtnisstörungen), Übelkeit, Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. nach einem der drei 

Unfälle vorgelegen haben (BGE 8C_181/2007 vom 17. April 2008 E. 2.4 bzw. BGE 

117 V 359 E. 4b S. 360). Kann nicht von einem vielschichtigen somatisch-psychischen 

Beschwerdebild - d.h. von einem komplexen Gesamtbild unfallbedingter psychischer 

Beschwerden und ebenfalls unfallkausaler organischer Störungen - gesprochen 

werden, hat die Prüfung der adäquaten Kausalität praxisgemäss unter dem 

Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gemäss BGE 115 V 133 

zu erfolgen. Dieses Vorgehen greift Platz, wenn die zum typischen Beschwerdebild 

eines HWS-Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben 

sind, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik aber unmittelbar nach 

dem Unfall ganz in den Hintergrund getreten sind oder die physischen Beschwerden im 

Verlauf der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Einstellungszeitpunkt gesamthaft 

nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111f., 

127 V 102 E. 5b/bb S. 103, 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 5/2002 Nr. U 465 S. 437, je mit 

Hinweisen).

4.2    Die medizinischen Berichte gehen übereinstimmend für alle drei Unfälle von 

Distorsionen der Halswirbelsäule aus. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon 

präzisierten die untersuchenden Ärzte die Diagnose auf rezidivierende 

Distorsionstraumen der HWS, Quebec-Task-Force II (UV-act. I/107). Diese Diagnose 

umfasst Nackenbeschwerden und muskuloskelettale Zeichen (wie verminderte 

Beweglichkeit, punktuelle Schmerzhaftigkeit), jedoch keine neurologischen Zeichen 

(zitiert nach Diagnostisches und therapeutisches Vorgehen in der Akutphase nach 

kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma [sog. Schleudertrauma], Empfehlungen 

einer schweizerischen Arbeitsgruppe in Schweiz Med Forum Nr. 47/2002 S. 1119 bzw. 

nach Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Whiplash_(medicine), Abfrage vom 27. Ok­

tober 2008). Es wird auch von keiner Partei bestritten, dass bei jedem der drei Unfälle 

vom 24. Juli 2004, 6. Februar 2006 und 20. März 2006 ein Distorsionstrauma der 

http://en.wikipedia.org/wiki/Whiplash_(medicine)

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Halswirbelsäule stattgefunden hat. Auf diese Diagnose der Arztberichte kann daher 

abgestellt werden.

4.3    Strittig ist hingegen, ob beim Beschwerdeführer nach einem der drei Unfälle ein 

typisches Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma mit einer Häufung von 

Beschwerden vorgelegen hat. Dr. B.___ stellte bei der Behandlungsaufnahme in der 

Schweiz am 12. August 2004 eine verspannte HWS- und BWS-Muskulatur fest und 

fand die HWS-Beweglichkeit etwa hälftig eingeschränkt (UV-act. I/2). Nach dem 

zweiten Unfall vom 6. Februar 2006 klagte der Beschwerdeführer über sogleich 

aufgetretene Kopf- und Nackenschmerzen, letztere beidseits mit sofortiger 

Schmerzausstrahlung, massive Verspannungen im Nacken, Schwindel, Übelkeit, ein 

Rauschen in beiden Ohren sowie einmaliges Erbrechen. Der Hausarzt beschrieb weiter 

einen ängstlich verspannten Patienten ohne autopsychische Orientierung und hielt fest, 

dass bereits vor diesem Unfall das Medikament Remeron (Antidepressivum) 

eingenommen worden sei (Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-

zervikalem Beschleunigungstrauma, ausgefüllt durch Dr. B.___ am Unfalltag, UV-act. 

III/3). Diese Erhebungen zeigen ein Beschwerdebild mit einigen typischen 

Beeinträchtigungen unmittelbar nach dem zweiten Unfall vom 6. Februar 2006. Wie 

nachstehend noch zu zeigen sein wird, waren die psychischen Einschränkungen des 

Beschwerdeführers in diesem Zeitpunkt bereits erheblich und nahmen weiter an 

Gewicht zu. Der dritte Unfall folgte am 20. März 2006 nur rund sechs Wochen nach 

dem zweiten Unfall. Ausser der Schmerzen am rechten Knie, die nach zwei Wochen 

abgeklungen waren, klagte der Beschwerdeführer danach über vermehrte 

Verspannungen im Nacken und vermehrten Schmerzen im Kreuz (UV-act. IV/5 und IV/

6). Zusammenfassend lag nach dem ersten und dritten Unfall keine Häufung von 

Beeinträchtigungen im Sinne eines typischen Beschwerdebildes nach HWS-

Distorsionstrauma vor; nach dem zweiten Unfall muss ein solches wohl eher bejaht 

werden.

4.4    Selbst wenn also nach dem zweiten Unfall vom 6. Februar 2006 ein typisches 

Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma bejaht wird, überwog im 

Einstellungszeitpunkt das "plakativ abnorme Krankheitsverhalten (allenfalls im Sinne 

eines sog. Ganser-Syndroms), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewusst 

gesteuert" (Austrittsbericht Bellikon vom 6. Dezember 2006, UV-act. I/107 und 

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besonders psychiatrische Beurteilung vom 24./25. Oktober 2006, UV-act. I/106). Die 

körperlichen Beschwerden traten gegenüber dieser psychisch geprägten Problematik 

in den Hintergrund bzw. liessen sich auch im gezielten Abklärungsverfahren (sog. 

Assessment) der Rehaklinik Bellikon gar nicht verifizieren (Austrittsbericht vom 

6. Dezember 2006, UV-act. I/107). Bei dieser Ausgangssitutation ist die natürliche 

Kausalität nicht weiter zu prüfen, da es, wie nachfolgend (E. 5) darzulegen ist, an der 

Adäquanz fehlt.

4.5    Der Beschwerdeführer kritisiert die psychiatrische Beurteilung vom 24. Oktober 

2006 durch Dr. F.___ (UV-act. I/106) und daran insbesondere die Tatsache, dass kein 

Dolmetscher beigezogen wurde. Nach der Rechtsprechung haben Versicherte keinen 

Anspruch auf die Durchführung einer medizinischen Abklärungsmassnahme in ihrer 

Muttersprache oder unter Beizug eines Übersetzers (Entscheide des Eidgenössischen 

Versicherungsgericht vom 2. Mai 2005 I 715/04 und vom 30. Dezember 2003 I 245/00, 

auszugsweise publiziert in AHI-Praxis 3/2004 S. 143ff. E. 4.2.1). Ob eine medizinische 

Abklärung in der Muttersprache des Exploranden oder unter Beizug eines Übersetzers 

im Einzelfall geboten ist, hat grundsätzlich der Gutachter bzw. Arzt im Rahmen 

sorgfältiger Auftragserfüllung zu entscheiden. Neben der Wahl des Dolmetschers (Dritte 

oder Verwandte oder Bekannte der versicherten Person) gehört dazu auch die Frage, 

ob allenfalls bestimmte Teile der Abklärung aus sachlichen und persönlichen Gründen 

ohne Dolmetscher durchzuführen sind. Die psychiatrische Beurteilung wurde durch 

Dr. F.___ als Zweitmeinung konzipiert und vorgenommen. Er stützte sich dabei auf 

Exploration und Bericht der klinischen Psychologin, die mit dem Beschwerdeführer 

auch in kroatischer Sprache kommuniziert hatte. Zusätzlich lagen Berichte über 

Erfahrungen mit ihm aus rund vier Wochen Klinikaufenthalt vor, die der Psychiater aus 

seiner spezialärztlichen Sichtweise überprüfen wollte. Dr. F.___ beschrieb denn auch 

ausführlich die nonverbale und verbale Kommunikation des Beschwerdeführers 

aufgrund der unverfälschten direkten Begegnung mit ihm und bezog ausdrücklich 

beide Aspekte in seine Beurteilung ein. Diese Abklärung wäre unter Beizug eines 

Dolmetschers nicht in der beschriebenen Art möglich gewesen. Auch wurden dabei 

keine Verfahrensrechte des Beschwerdeführers verletzt. Da die psychiatrische 

Beurteilung für sich allein und im Gesamtbild der Berichterstattung durch die Fachleute 

der Rehaklinik Bellikon die zitierten Kriterien zum Beweiswert medizinischer Berichte 

erfüllt, kann auf sie abgestellt werden.

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4.6    An dieser Würdigung vermag auch der Bericht von Dr. H.___ vom 18. März 2008 

(act. G 17.1/7) nichts zu ändern, der auf der Exploration vom 11. März 2008 beruht, 

welche nach dem vierten Auffahrunfall Anfang 2008, dessen Auswirkungen im 

vorliegenden Verfahren nicht zur Diskussion stehen, durchgeführt wurde. Obwohl mit 

der Situation nach vier Unfällen nicht die gleiche Ausgangslage beurteilt wurde wie 

durch die Fachleute an der Rehaklinik Bellikon, enthält dieser Bericht keine 

Widersprüche zur Beurteilung durch Dr. F.___ (UV-act. I/106) und vermag er 

insbesondere nicht die Einschätzung für die Folgen der drei Unfälle vom 24. Juli 2004, 

6. Februar 2006 und 20. März 2006 umzukehren.

4.7    Zusammenfassend ist aufgrund der medizinischen Akten der natürliche 

Kausalzusammenhang nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Die 

subjektiven Beschwerden des Versicherten lassen sich im Einstellungszeitpunkt nicht 

genügend objektivieren. Selbst wenn noch von natürlich kausalen Unfallfolgen 

auszugehen wäre, ist - wie nachstehend auszuführen ist - deren Adäquanz zu den 

Unfällen vom 24. Juli 2004, 6. Februar 2006 und 20. März 2006 zu verneinen.

5.           

5.1    Wie aus dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 6. Dezember 2006 (UV-

act. I/107), der psychiatrischen Beurteilung vom 24. Oktober 2006 (UV-act. I/106) und 

dem Bericht vom 4. Oktober 2006 über das psychosomatische Konsilium vom 

3. Oktober 2006 (UV-act. I/105) hervorgeht, überwiegen beim Versicherten eindeutig 

die psychischen Beschwerden. Die Adäquanzprüfung hat demnach gemäss BGE 115 

V 133 zu erfolgen.

5.2    Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 

ff., bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 ff.) vom Unfallereignis 

auszugehen. Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den 

Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die 

Entstehung der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden 

die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu 

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bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits 

und in einen dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen 

Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden darf, dass ein 

solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen. Mithin können auch Unfälle, die im 

Volksmund als schwer bezeichnet werden, keine der Rechtsprechung zur 

obligatorischen Unfallversicherung entsprechende Schwere aufweisen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen (BGE 115 V 133 E. 6a-c S. 139 ff.). Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c S. 140f.; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 

ff. E. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 31 ff. E. 3, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen 

Kriterien entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. 

Als abschliessend aufgezählte Kriterien gelten dabei:

-    besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls,

-    die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen,

-    ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung,

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-    körperliche Dauerschmerzen,

-    ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert,

-    schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen,

-    Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

5.3    Jeder der drei Unfälle ist dem mittleren Bereich zuzuordnen, ohne dass bei einem 

der drei Ereignisse ein Grenzfall zu den schweren Unfällen anzunehmen wäre. Beim 

Unfall vom 20. März 2006 lässt sich sogar diskutieren, ob er im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen einzuordnen ist. Diese Einteilung der drei Unfälle wird gestützt durch 

die entsprechenden biomechanischen Kurzbeurteilungen der Arbeitsgruppe für 

Unfallmedizin vom 31. Mai 2006 (UV-act. I/83, III/20 und IV/15). Da diese Beurteilungen 

neben den übrigen Akten nur einen Teilaspekt bilden und sich aus den übrigen 

Unterlagen keine anderen Hinweise ergeben, ist es für die Einteilung der Ereignisse 

nicht erforderlich, zu den Unfällen vom 6. Februar 2006 und 20. März 2006 die 

vorgeschlagenen technischen Unfallanalysen und darauf gestützte eingehendere 

biomechanische Beurteilungen zu veranlassen, wie es der Beschwerdeführer verlangt. 

Solche Expertisen würden zu den natürlichen Kausalzusammenhängen in den 

Unfallzeitpunkten näher Stellung nehmen. Zur Erläuterung der strittigen Fragen im 

vorliegenden Verfahren, wo es um die Kausalität im Einstellungszeitpunkt geht, würden 

sie nichts beitragen.

5.4    Die vom Beschwerdeführer erlittenen Unfälle, die jeweils ein HWS-Distorsions-

trauma hervorriefen, datieren vom 24. Juli 2004 sowie 6. Februar und 20. März 2006. 

Da jeweils der gleiche Körperteil betroffen wurde, rechtfertigt es sich, eine gesamthafte 

Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs vorzunehmen, weil sich, vor allem 

was die Unfälle vom 6. Februar und 20. März 2006 betrifft, kaum mehr unterscheiden 

lässt, welche Beeinträchtigungen nun welchem Unfallereignis zugeordnet werden 

können (vgl. dazu auch J.-M. Duc, La jurisprudence des assurances sociales 

concernant les traumatismes cervicaux, SZS 52/2008 S. 67 und die dort in Anm. 40 

zitierte Rechtsprechung).

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5.5    Von den unfallbezogenen Kriterien (E. 5.1 hiervor) ist keines in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt. Das Kriterium körperliche Dauerschmerzen ist gegeben, 

jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Bei manualmedizinischen 

Behandlungen in angepassten kurzen Abständen und bei optimierter Medikation war 

der Versicherte immer wieder beschwerdefrei (Berichte Dr. C.___ vom 30. Januar 2006 

[UV-act. I/53], vom 29. März 2006 [UV-act. I/67], vom 15. Mai 2006 [UV-act. I/75] und 

vom 26. Juni 2006 [UV-act. I/85].

5.6    Auch das Kriterium Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist 

nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt. Nach dem ersten Unfall vom 24. Juli 

2004 arbeitete der Beschwerdeführer ab 23. September 2004 wieder voll (UV-act. I/18 

und I/11), wobei die Arbeitsunfähigkeit wesentlich durch die Tatsache mit verursacht 

war, dass ihm im Betrieb keine oder kaum leichte bis höchstens mittelschwere Arbeit 

zugeteilt wurde und der Heilungsprozess durch die schwere Arbeit mit Heben und 

Anschlagen von Fenstern wiederholt zurückgeworfen wurde (UV-act. I/15, I/16, I/25 

und I/53). Die Arbeitsunfähigkeiten 2005 waren nicht von langer Dauer. Zudem waren 

sie teilweise auf den Unfall mit dem rechten Fuss im Januar 2005 (Sachverhalt Ziffer 

A.g) zurückzuführen, was betreffend Arbeitsunfähigkeit erst ab 27. Juni 2005 separat 

beurteilt wurde (UV-act. II/1, II/3 und II/5). Nach voller Arbeitsfähigkeit ab 7. Oktober 

2005 - die vorangehende Arbeitsunfähigkeit war wegen Beschwerden und Operation 

des rechten Fusses verursacht -, attestierte der behandelnde Arzt ab 23. November 

2005 100%, ab 12. Dezember 2005 50% Arbeitsunfähigkeit (UV-act. I/38 und I/39). 

Nach dem zweiten Auffahrunfall vom 6. Februar 2006 attestierte Dr. B.___ bis auf 

weiteres volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. III/3 und I/67). Ein Arbeitsversuch im Rahmen 

von 50% war für Mai 2006 vorgesehen, wurde aber wegen zwischenzeitlicher Zunahme 

der Beschwerden nicht durchgeführt (UV-act. I/69 bis I/71). Inwiefern letztere bei 

gekündigtem Arbeitsverhältnis und wiederholt fehlender Zuteilung von körperlich 

leichterer Arbeit auch psychisch mit verursacht war, lässt sich aufgrund der Akten nicht 

beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass der behandelnde Arzt neben Manualtherapie und 

konsequenter Patientenführung inzwischen auch eine antidepressive Therapie 

durchführte (UV-act. I/75). Die psychische Mitursache der Arbeitsunfähigkeit nahm 

stetig zu (UV-act. I/85). Beim mittlerweile arbeitslosen Beschwerdeführer (UV-act. I/79 

und I/81) ging Dr. C.___ am 27. Juli 2006 von 50% Arbeitsfähigkeit, für wirklich leichte 

Arbeit eventuell von voller Arbeitsfähigkeit aus (UV-act. I/87). Laut Austrittsbericht der 

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Rehaklinik Bellikon vom 6. Dezember 2006 (UV-act. I/107) war dem Beschwerdeführer 

ganztägig mittelschwere Arbeit zumutbar. Das Kriterium Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit ist erfüllt, jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise.

5

.7    Nachdem die übrigen Kriterien (besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert sowie 

schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen) nicht erfüllt sind, liegt keine 

Häufung vor. Die Adäquanz der Beschwerden des Versicherten im 

Einstellungszeitpunkt zu den Unfällen vom 24. Juli 2004, 6. Februar 2006 und 20. März 

2006 muss daher verneint werden.

6.          

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2008
	Art. 6, 10, 16 UVG: Unfallkausalität psychisch überlagerter Beschwerden nach zwei Auffahrunfällen und einem seitlichen Anprall je mit HWS-Distorsion verneint. Anspruch auf Dolmetscher für psychiatrische Zweitmeinung im Rahmen eines fünfwöchigen Abklärungsaufenthalts in einer Rehabilitationsklinik verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2008, UV 2007/106).

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