# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 361968b4-a920-5414-9f7f-f79275ff1d6b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.06.2021 LC190028
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC190028_2021-06-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC190028-O/U 

damit vereinigt Geschäfts-Nr. LY190042-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie 

Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

Beschluss und Urteil vom 3. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Kläger und Berufungsbeklagter 

 

sowie 

 

1. C._____,  
2. D._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil  
 
Berufungen gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im  

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ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 28. August 2019 
(FP180011-G) 
 

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Rechtsbegehren: 

des Klägers (Urk. 96 und Urk. 123 in Präzisierung von Urk. 2 und Urk. 24): 

" 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.b) des Scheidungsurteils vom 
7. Juni 2017 (FE160081) sei die Obhut für die Kinder C._____, 
geb. tt.mm.2018 [recte: 2008], und D._____, geb. tt.mm.2018 
[recte: 2010], dem Kläger zuzuteilen. 

 1.1. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, die Kinder dem Kläger 
auf erste Aufforderung in den USA zur gemeinsamen Rückreise 
mit ihm in die Schweiz zu übergeben. 

 1.2. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger auf erste 
Aufforderung alle gültigen Reisedokumente und alle persönlichen 
Effekten der Kinder zu übergeben. 

 1.3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, sämtliche Kosten für ein Voll-
streckungsverfahren in den USA zu tragen (einschliesslich An-
waltshonorare des Klägers), sofern sie diesen Aufforderungen 
gemäss Ziff. 1.1. und 1.2. nicht nachkommt. 

 2. Für den Fall, dass der Antrag Ziff. 1 abgewiesen wird, sei in Ab-
änderung von Ziff. 3.2.c) bb. des Scheidungsurteils vom 7. Juni 
2017 (FE160081) das Besuchs- und Kontaktrecht wie folgt zu 
regeln: 

 2.1. Der Vater ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Wochenen-
de pro Monat von Freitagabend nach der Schule bis Montagmor-
gen Schulbeginn in den USA auf eigene Kosten mit sich auf Be-
such zu nehmen. Schliessen sich an das Besuchswochenende 
Feiertage an, während denen die Kinder schulfrei haben, verlän-
gert sich das Besuchswochenende um die schulfreien Tage. 

 2.2. Weiter ist der Vater berechtigt und verpflichtet, die Kinder wäh-
rend der Schulferien für 6 Wochen pro Kalenderjahr auf eigene 
Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Eltern 
sprechen sich jeweils bis Ende Jahr über die Ferienverteilung für 
das gesamte kommende Jahr ab. Kommt keine Einigung zustan-
de, sei dem Vater das Entscheidungsrecht zuzugestehen; er teilt 
der Mutter seine Ferienwünsche für das gesamte Jahr bis spätes-
tens 1. Januar mit. 

  In Anrechnung an diese Ferienzeit verbringen die Kinder die 
Weihnachtsferien über Weihnachten und Neujahr (von Schul-
schluss vor Weihnachten bis Schulbeginn nach Neujahr) alternie-
rend bei einem oder beim anderen Elternteil, beginnend 2018/19 
beim Vater. 

  Dem Vater steht es frei, die Ferien mit den Kindern ausserhalb 
der USA zu verbringen. Die Mutter ist verpflichtet, dem Vater je-

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weils bei Antritt des Ferienbesuchsrecht gültige Pässe der Kinder 
zu übergeben. 

  Die Mutter übernimmt einmal pro Jahr die Reisekosten für Hin- 
und Rückreise der Kinder zum Wohnort des Vaters. Die darüber 
hinaus gehenden Reisekosten übernimmt der Vater. 

 2.3. Der Vater ist berechtigt, einmal pro Woche, jeweils Sonntag-
nachmittag 14 Uhr lokale Zeit USA, mit beiden Kindern während 
30 Minuten zu skypen. Die Mutter verpflichtet sich, alle techni-
schen Mittel zur Verfügung zu stelle, damit dieser Kontakt ausge-
übt werden kann. Die Mutter verpflichtet sich weiter, die Kinder 
während dieser Zeit alleine zu lassen. 

3. In Abänderung von Ziffer 3.4. des Scheidungsurteils vom 7. Juni 
2018 (FE160081) seien die Kinderunterhaltsbeiträge wie folgt 
festzulegen. 

 3.1. Es sei festzustellen, dass der Kläger für den Fall, dass die Obhut 
für die Kinder ihm zugeteilt wird, auf Unterhaltsbeiträge für die 
Kinder verzichtet. 

 3.2. Für den Fall, dass das Gericht die Obhut für die Kinder bei der 
Beklagten belässt, seien die Unterhaltsbeiträge für die Kinder wie 
folgt festzulegen: 

 Der Vater verpflichtet sich, folgende monatliche Kinderun-
terhaltsbeiträge für beide Kinder zusammen zu bezahlen: 
USD 1'582.– ab Juli 2018 bis ein Jahr nach Rechtskraft 
des Abänderungsurteils betreffend Obhutsumteilung; da-
nach USD 1'399.– bis zum ordentlichen Abschluss einer 
Erstausbildung. 

 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und 
zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines je-
den Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Voll-
jährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter 
lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater 
stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

 Erzielt das Kind einen eigenen Lohn, reduzieren sich die 
Unterhaltsbeiträge um ein Drittel des Lohns. 

 Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als CHF 200.– pro 
Ausgabeposition, z.B. Zahnkorrekturen, Kosten für schuli-
sche Fördermassnahmen, Privatschulgebühren) überneh-
men die Parteien je zur Hälfte. Voraussetzung für die hälf-
tige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig 
über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und 
nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese auf-
kommen. Der Vater verpflichtet sich, der Mutter den ent-
sprechenden Betrag innert 20 Tagen nach Vorlage der 
Rechnung zu überweisen." 

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der Beklagten (Urk. 115): 

" 1. Die Anträge Ziff. 1 und 1.1 bis 1.3 (act. 96 S. 2) des Klägers seien 
abzuweisen. 

 2. Die Anträge Ziff. 2 und 2.1 bis 2.3 (act. 96 S. 2-3) des Klägers 
seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 3. Die Anträge Ziff. 3 und 3.2 (act. 96 S. 3) des Klägers seien abzu-
weisen, Antrag 3.1 vorzumerken. 

 4. Die Anträge des Klägers auf Erlass von Vollstreckungsmassnah-
men im Sinne von Act. 77 S. 21 Rz. 66 seien vollumfänglich ab-
zuweisen. 

 5. Die Anträge des Klägers auf Entzug der Suspensivwirkung für ei-
nen Entscheid des Gerichts über die Obhut (Prot. S. 40, Ergän-
zung 11 zu act. 77) sei abzuweisen. 

 6. Die Editionsanträge der Beklagten gemäss Rz. 50.b hiernach sei-
en gutzuheissen. 

 7. Die Gerichtskosten seien ausgangsgemäss dem Kläger aufzuer-
legen. Der Kläger sei zur Bezahlung einer angemessenen Partei-
entschädigung an die Beklagte (zuzügl. 7.7% Mehrwertsteuer)  zu 
verpflichten." 

Massnahmebegehren 
(betreffend Obhut, Besuchsrecht): 

des Klägers (Urk. 77 anlässlich der Verhandlung über die vorsorglichen Mass-

nahmen vom 30. Oktober 2018 in Präzisierung von Urk. 2): 

" 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.b) des Scheidungsurteils vom 
7. Juni 2017 (FE160081) sei die Obhut für die Kinder C._____, 
geb. tt.mm.2008, und D._____, geb. tt.mm.2010, dem Kläger zu-
zuteilen. 

 1.1. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, die Kinder dem Kläger 
auf erste Aufforderung in den USA zur gemeinsamen Rückreise 
mit ihm in die Schweiz zu übergeben. 

 1.2. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger auf erste 
Aufforderung alle gültigen Reisedokumente und alle persönlichen 
Effekten der Kinder zu übergeben. 

 1.3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, sämtliche Kosten für ein Voll-
streckungsverfahren in den USA zu tragen (einschliesslich An-
waltshonorare des Klägers), sofern sie diesen Aufforderungen 
gemäss Ziff. 1.1. und 1.2. nicht nachkommt. 

2. [Betreffend Antrag 2 zum Besuchsrecht und zu den Weihnachtsferien 
2018/2019 haben die Parteien sich anlässlich der Verhandlung über die vor-

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sorgliche Massnahmen vom 30. Oktober 2018 geeinigt, vgl. Urk. 80 und 
Urk. 83] 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 7.7% MWSt, 
zu Lasten der Beklagten." 

der Beklagten (Urk. 20): 

" 1. [Betreffend Antrag 1 zum Nichteintreten auf das klägerische Gesuch um Erlass 
vorsorglicher Massnahmen hat das Gericht mit Verfügung vom 7. September 
2018 (Urk. 46, Dispositiv-Ziff. 2) entschieden, dass auf das Gesuch eingetreten 
wird.] 

 2. Eventuell sei das Gesuch des Klägers um vorsorgliche Mass-
nahmen vollumfänglich abzuweisen. 

 3. Die Verfahrenskosten seien dem Kläger aufzuerlegen, und der 
Kläger sei zur Bezahlung einer angemessenen Parteientschädi-
gung (zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer) an die Beklagte zu ver-
pflichten." 

Massnahmebegehren 
(Drittschuldneranweisung, Kindesunterhalt): 

der Beklagten (Urk. 66): 

" 1. Es sei die jeweilige Arbeitgeberin des Klägers unter Androhung 
der doppelten Zahlungspflicht im Unterlassungs- und Verzugsfall, 
anzuweisen, vom monatlichen Nettolohn des Klägers die gemäss 
Dispositiv-Ziffer 3.4 des Scheidungsurteils vom 07.06.2017 zu 
bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 4'100.–, zuzüg-
lich Kinderzulagen, ab sofort monatlich im Voraus jeweils auf den 
Ersten eines jeden Monats direkt auf das Privatkonto der Beklag-
ten bei der UBS Switzerland AG (IBAN: …) zu überweisen. 

 2. Eventualiter sei die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich, Post-
fach 474, 8405 Winterthur, unter Androhung der doppelten Zah-
lungspflicht im Unterlassungs- und Verzugsfall, anzuweisen, von 
der dem Kläger zustehenden Arbeitslosenentschädigung die ge-
mäss Dispositiv-Ziffer 3.4 des Scheidungsurteils vom 07.06.2017 
zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 4'100.–, zu-
züglich einen den gesetzlichen Kinderzulagen entsprechenden 
Zuschlag, per sofort monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten 
eines jeden Monats direkt auf das Privatkonto der Beklagten bei 
der UBS Switzerland AG (IBAN: …) zu überweisen. 

Sowie den prozessuale Antrag: 
 3. Der Kläger sei im Sinne von Art. 160 Abs. 1 ZPO zu verpflichten, 

dem Gericht seine Arbeitgeberin, gegebenenfalls seine Arbeitge-
berinnen, mitzuteilen und das Arbeitsverhältnis, gegebenenfalls 
die Arbeitsverhältnisse, unter Beilage von Urkunden zu belegen." 

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des Klägers (Urk. 94): 

" 1. Es seien die Anträge Ziff. 1 und 2 sowie der prozessuale Antrag 
Ziffer 3 vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (zuzüglich 7.7% MWSt) zu Lasten der Beklagten und 
Gesuchstellerin. 

 2. Widerklageweise seien in Abänderung von Ziffer 3.4. des Schei-
dungsurteils vom 7. Juni 2018 (FE160081) die Kinderunter-
haltsbeiträge ab Juli 2018 für die weitere Dauer des Verfahrens 
wie folgt festzulegen. 

 2.1. Es sei festzustellen, dass der Kläger für den Fall, dass die Obhut 
für die Kinder im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen ihm 
zugeteilt wird, auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder verzichtet. 

 2.2. Für den Fall, dass das Gericht die Obhut für die Kinder im Rah-
men der vorsorglichen Massnahmen bei der Beklagten belässt, 
seien die Unterhaltsbeiträge für die Kinder wie folgt festzulegen: 

 Der Vater verpflichtet sich, folgende monatliche Kinderun-
terhaltsbeiträge für beide Kinder zusammen zu bezahlen: 
USD 1'582.– ab Juli 2018 bis ein Jahr nach Rechtskraft 
des vorsorglichen Entscheids betreffend Obhutsumteilung; 
danach USD 1'399.– bis zum ordentlichen Abschluss einer 
Erstausbildung. 

 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und 
zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines je-
den Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Voll-
jährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter 
lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater 
stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

 Erzielt das Kind einen eigenen Lohn, reduzieren sich die 
Unterhaltsbeiträge um ein Drittel des Lohns. 

 Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als CHF 200.– pro 
Ausgabeposition, z.B. Zahnkorrekturen, Kosten für schuli-
sche Fördermassnahmen, Privatschulgebühren) überneh-
men die Parteien je zur Hälfte. Voraussetzung für die hälf-
tige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig 
über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und 
nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese auf-
kommen. Der Vater verpflichtet sich, der Mutter den ent-
sprechenden Betrag innert 20 Tagen nach Vorlage der 
Rechnung zu überweisen." 

der Beklagten (Urk. 102): 

  "Die Widerklage des Klägers zur Drittschuldneranweisung sei 
vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden 

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kann, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 
Klägers." 

 

Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 28. August 2019 
(Urk. 158 S. 82 ff. = Urk. 169 S. 82 ff.) 

1. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. b) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts 

im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 

(FE160081-G) wird die Obhut über die Kinder  

− C._____, geboren tt.mm.2008, 

− D._____, geboren tt.mm.2010, 

ab dem 24. Dezember 2019 dem Vater zugeteilt. 

Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinig-

ten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die 

Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem 

Kläger ab dem 24. Dezember 2019, auf erste Aufforderung hin, in den Ver-

einigten Staaten zur gemeinsamen Rückreise in die Schweiz zu übergeben. 

Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz. 

Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persön-

lichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spiel-

sachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise 

(Reisepass und ID) mitzugeben. 

2. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. c) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts 

im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 

(FE160081-G) wird der Beklagten folgendes Recht auf persönlichen Verkehr 

mit den Kindern eingeräumt: 

aa. Ferienaufteilung 

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Die Beklagte ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._____ und D._____, 

während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit 

sich zu nehmen: 

− In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021. 

− Jeweils während der ersten drei Wochen in den Sommerferien, ge-

mäss Schulferienkalender der Kinder. 

− In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020. 

Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und 

unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten. 

bb. Reisemodalitäten 

Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten: 

Die Beklagte ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach 

Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Or-

ten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen 

sie am ersten Tag nach Schulschluss ab, um an den nachgenannten Orten 

von der Mutter in Empfang genommen zu werden. 

Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend 

des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferi-

en) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte 

Tag der drei Sommerferienwochen als Reisetag. 

Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der 

Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof 

Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._____, Georgia), oder der 

Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurzeit Atlanta Hartsfield-Jackson Air-

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port). Der Vater wird verpflichtet, sicherzustellen, dass die Mutter die Kinder 

an diesen Orten in Empfang nehmen kann. 

Die Mutter wird verpflichtet,  dem Vater bis spätestens vier Monate im Vo-

raus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Emp-

fang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen, 

dass die Mutter die Kinder am Wohnsitz des Vaters abholen wird. 

Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird 

verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben. 

Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen 

der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen 

und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informati-

onen bekanntzugeben und alle erforderlichen Unterschriften zu leisten. 

cc. Telefon-/Skype-Kontakte 

Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder 

zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen techni-

schen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Auf-

nahmen dieser Gespräche zu unterlassen und nehmen zur Kenntnis, dass 

dies eine Persönlichkeitsverletzung ihrer Kinder darstellt. 

Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im 

Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen 

müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu 

diskutieren. 

3. In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des Einzelgerichts im or-

dentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 

(FE160081-G) erlischt die Pflicht des Klägers, Kinderunterhaltsbeiträge an 

die Beklagte zu leisten, am 24. Dezember 2019. 

4. Es wird festgestellt, dass die Beklagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in 

der Lage ist, ab dem 24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den 

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Kläger zu bezahlen, und der Kläger auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder 

verzichtet hat. 

5. Die Vereinbarung vom 15. Juli 2019 wird im Übrigen und soweit nicht wider-

rufen genehmigt. 

Sie lautet wie folgt: 

" In Abänderung des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 
2017 vereinbaren die Parteien neu was folgt: 

 1. Obhut 
[…] 

  2. Kontaktrecht 
[…] 

  3. Kinderunterhalt 
[…] 

  a. Offene Unterhaltsbeiträge 
Die Parteien halten fest, dass der Vater der Mutter für die Monate seit Juli 
2018 die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des 
Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 2017 schuldet, wobei sie sich darüber ei-
nigen, dass diese infolge tieferen Bedarfs bzw. tieferer Lebenshaltungskosten 
in den Vereinigten Staaten als in der Schweiz auf 80% zu reduzieren sind. 
Die offene Schuld bis und mit Juli 2019 beträgt CHF 46'800.– (CHF 4'500.– 
Kinderunterhalt für beide Kinder [davon CHF 1'700.– Betreuungsunterhalt, 
inkl. Kinderzulagen], reduziert auf 80%, für 13 Monate). 
Der Vater verpflichtet sich, diese Schuld in Raten von monatlich CHF 3'600.– 
(davon CHF 1'360.– Betreuungsunterhalt, inkl. Familienzulage) ab 1. August 
2019, zahlbar an die Mutter, und zwar monatlich im Voraus, jeweils auf den 
Ersten eines jeden Monats, zu tilgen. 
Sämtliche Unterhaltsbeiträge sind auf das Konto der Beklagten bei der UBS 
zu überweisen (IBAN …). 

  b. Kinderunterhalt 
Der Vater verpflichtet sich, ab dem 1. August 2019 […] der Kinder einen mo-
natlichen Kinderunterhalt von CHF 3'600.– (davon CHF 1'360.– Betreuungs-
unterhalt, inkl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Diese Unterhaltsbeiträge sind 
zahlbar an die Mutter, und zwar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten 
eines jeden Monats. 
[…] 

  4. Grundlagen der Unterhaltsberechnung 
Ziff. 3.6 wird durch folgende Bestimmung ersetzt: 
Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde: 

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Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen se-
parat: 

Kläger: CHF 8'500.–  (100% Pensum) 
Beklagte: CHF 0.–  
C._____: CHF  200.–  
D._____: CHF  200.–  

Vermögen: 
Kläger: CHF 0.–  
Beklagte: CHF 0.–  
C._____:  CHF 0.–  
D._____:  CHF 0.–  

familienrechtlicher Bedarf (ab 24. Dezember 2019): 
Kläger: CHF 4'000.– 
Beklagte: CHF 2'000.– 
C._____:  CHF 1'400.– 
D._____:  CHF 1'400.– 

  5. Beistandschaft 
Ziff. 3.3 wird durch folgende Bestimmung ersetzt: 
Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft ge-
mäss Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 aufzu-
heben. 

  6. Steuerschulden 
Der Kläger sichert der Beklagten zu, dass er allfällige noch offenen Steuer-
schulden aus der Zeit vor Rechtskraft des Scheidungsurteils begleichen wer-
de, soweit diese noch nicht beglichen sein sollten. 

  7. Widerrufsvorbehalt 
[…] 

  8. Vorsorgliche Massnahme 
[…]" 

6. Die weiteren Anträge der Parteien werden abgewiesen, soweit sie nicht ge-

genstandslos geworden sind. 

7. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgelegt: 

- 13 - 

CHF 6'000.00   Entscheidgebühr; 

CHF 2'090.00   Kosten für die Abklärung des SSI USA 

CHF 1'387.50   Dolmetscherkosten 

CHF 9477.50   Gerichtskosten total. 

8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt. 

Es wird davon Vormerk genommen, dass kein Kostenvorschuss einverlangt 

worden ist. 

9. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

10. Schriftliche Mitteilung an 

- den Kläger, gegen Empfangsschein 

- die Beklagte, gegen Empfangsschein 

- die KESB des Bezirks Meilen, gegen Empfangsschein 

- die Beiständin, F._____, Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) 

G._____, … [Adresse], vorab per Fax, gegen Empfangsschein. 

11. [Rechtsmittelbelehrung] 

 
  

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Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019 
(Urk. 158 S. 88 ff. = Urk. 169 S. 88 ff.) 

1. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird die Obhut über die Kinder  

− C._____, geboren tt.mm.2008, 

− D._____, geboren tt.mm.2010, 

ab dem 24. Dezember 2019 und bis zur Rechtskraft des nachfolgenden Ur-

teils dem Vater zugeteilt. 

Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinig-

ten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die 

Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem 

Kläger ab dem 24. Dezember 2019, auf erste Aufforderung hin, in den Ver-

einigten Staaten zur gemeinsamen Rückreise in die Schweiz zu übergeben. 

Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz. 

Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persön-

lichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spiel-

sachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise 

(Reisepass und ID) mitzugeben. 

2. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird der Beklagten folgendes 

Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern eingeräumt: 

aa. Ferienaufteilung 

Die Mutter ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._____ und D._____, 

während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit 

sich zu nehmen: 

− In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021 

- 15 - 

− Jeweils während ersten drei Wochen in den Sommerferien, gemäss 

Schulferienkalender der Kinder 

− In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020. 

Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und 

unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten. 

bb. Reisemodalitäten 

Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten: 

Die Mutter ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach 

Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Or-

ten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen 

sie am ersten Tag nach Schulschluss ab, um an den nachgenannten Orten 

von der Mutter in Empfang genommen zu werden. 

Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend 

des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferi-

en) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte 

Tag der drei Sommerferienwochen als Reisetag. 

Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der 

Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof 

Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._____, Georgia), oder der 

Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurzeit Atlanta Hartsfield-Jackson Air-

port). Der Vater wird verpflichtet, sicherzustellen, dass die Mutter die Kinder 

an diesen Orten in Empfang nehmen kann. 

Die Mutter wird verpflichtet,  dem Vater bis spätestens vier Monate im Vo-

raus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Emp-

fang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen, 

dass die Mutter die Kinder am Wohnsitz des Vaters abholen wird. 

- 16 - 

Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird 

verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben. 

Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen 

der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen 

und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informati-

onen bekanntzugeben und alle erforderlichen Unterschriften zu leisten. 

cc. Telefon-/Skype-Kontakte 

Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder 

zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen techni-

schen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Auf-

nahmen dieser Gespräche zu unterlassen und nehmen zur Kenntnis, dass 

dies eine Persönlichkeitsverletzung ihrer Kinder darstellt. 

Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im 

Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen 

müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu 

diskutieren. 

3. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme erlischt die Pflicht des Klägers, 

Kinderunterhaltsbeiträge an die Beklagte zu leisten, am 24. Dezember 2019. 

4. Es wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme festgestellt, dass die Be-

klagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, ab dem 

24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den Kläger zu bezahlen. 

5. Die Teilvereinbarung vom 28. Juni 2019 wird im Übrigen als Vereinbarung 

über die vorsorglichen Massnahmen genehmigt. 

Sie lautet wie folgt: 

"  […] 
 2. Beistandschaft 

Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft ge-
mäss Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 aufzu-
heben. 

- 17 - 

 […]" 

6. Der Antrag der Beklagten auf Drittschuldneranweisung wird abgewiesen. 

7. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen erfolgt gemäss obigem 

Urteil. 

8. Die Mitteilung erfolgt gemäss obigem Urteil. 

9. [Rechtsmittelbelehrung] 

 

Berufungsanträge: 

Geschäfts-Nr. LC190028-O (betreffend Urteil) 
 
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 168 S. 2 f.): 

"1. Disp. Ziff. 1, 2 und 3 des angefochtenen Urteils des Einzelgerichts o.V. am 

Bezirksgericht Meilen vom 28. August 2018 (FP180011-G/U) seien aufzuhe-

ben und die Obhut über die Kinder 

 - C._____, geb. tt.mm.2008, und  

 - D._____, geb. tt.mm.2010, 

 bei der Beklagten und Berufungsklägerin als Mutter zu belassen.  

2. Für die Fortdauer der Obhut der Beklagten und Berufungsklägerin sei das 

Kontaktrecht des Klägers und Berufungsbeklagten zu den Kindern gemäss 

Ziffer 1 der Teilvereinbarung der Parteien vom 28. Juni 2019 (act. 144, Urteil 

des Einzelgerichts o.V. Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U, 

Erw. V.2.1, S. 36) und seine Unterhaltspflicht gemäss Ziff. 3.a bis 3.b sowie 

4 der (gemäss Disp. Ziff. 5 des gleichentags erlassenen Urteils der Vo-

rinstanz genehmigten und soweit nicht widerrufenen) Teilvereinbarung der 

Parteien vom 15. Juli 2019 (Urteil des Einzelgerichts o.V. Meilen vom 

28. August 2019, FP180011-G/U, Disp. Ziff. 5, S. 85) zu bestimmen.  

- 18 - 

3. Eventuell (zu Antrag Ziff. 1 und 2 hiervor) seien Disp. Ziff. 1, 2 und 3 des an-

gefochtenen Urteils des Einzelgerichts o.V. am Bezirksgericht Meilen 

(FP180011-G/U) aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen.  

4. Die Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren seien dem Klä-

ger und Berufungsbeklagten aufzuerlegen, und dieser sei zur Bezahlung ei-

ner angemessenen Parteientschädigung (zuzügl. 7,7% MwSt.) an die Be-

klagte und Berufungsklägerin zu verpflichten." 

des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 175 S. 2):  

"1. Es seien die Berufungsanträge abzuweisen und das Urteil des Bezirksge-
richts Meilen vom 28. August 2019 (Geschäfts Nr. FP180011) vollstreckbar 
zu erklären;  

 
2. […] 
 
3. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen in Höhe von CHF 15'000.– (zuzüg-

lich 7,7% MWSt) zu Lasten der Beklagten und Berufungsklägerin (nachfol-
gend Beklagte)." 

 
 
Geschäfts-Nr. LY190042-O (betreffend Verfügung) 
 
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 179/168 S. 2 f.): 

"1. Disp. Ziff. 1 bis 3 der angefochtenen Verfügung des Einzelgerichts o.V. am 

Bezirksgericht Meilen (FP180011-G/U) seien aufzuheben und die Obhut 

über die Kinder 

 - C._____, geb. tt.mm.2008, und  

 - D._____, geb. tt.mm.2010, 

 bis zur Rechtskraft des gleichentags erlassenen Urteils der Vorinstanz über 

das klägerische Abänderungsbegehren bei der Beklagten und Berufungs-

klägerin als Mutter zu belassen.  

 2. Während der Fortdauer der Obhut der Berufungsklägerin und Beklagten 

über die Kinder bis zur Rechtskraft des Endentscheids im Abänderungsver-

fahren sei im Sinne einer vorsorglichen Anordnung das Kontaktrecht des 

- 19 - 

Klägers und Berufungsbeklagten gemäss Ziffern 1 und 3 der Teilvereinba-

rung der Parteien vom 28. Juni 2019 (act. 144, Urteil des Einzelgerichts o.V. 

Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U, Erw. V.2.1, S. 36) und seine 

Unterhaltspflicht gemäss Ziff. 3.b der (gemäss Disp. Ziff. 5 des gleichentags 

erlassenen Urteils der Vorinstanz genehmigten und soweit nicht widerrufe-

nen) Teilvereinbarung der Parteien vom 15. Juli 2019 (Urteil des Einzelge-

richts o.V. Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U, Disp. Ziff. 5, S. 85) 

zu bestimmen.  

 3. In Abänderung von Disp. Ziff. 9 Abs. 2 der angefochtenen Verfügung und 

gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO sei der vorliegenden Berufung die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen und die Vollstreckung bis zur Rechtskraft 

des End-entscheids im Abänderungsverfahren der Parteien aufzuschieben.  

 4. Die Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren seien dem Klä-

ger und Berufungsbeklagten aufzuerlegen, und dieser sei zur Bezahlung ei-

ner angemessenen Parteientschädigung (zuzügl. 7,7% MwSt.) an die Be-

klagte und Berufungsklägerin zu verpflichten." 

 
 
des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 179/179 S. 2): 
 
"Es seien die Berufungsanträge abzuweisen und die Verfügung des Bezirksge-
richts Meilen vom 28. August 2019 (Geschäfts-Nr. FP180011) vollstreckbar zu er-
klären;  
 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7% MWSt) zu Lasten der 
Beklagten und Berufungsklägerin (nachfolgend Beklagte)." 

Erwägungen: 

I.  

 1. Die Parteien wurden mit Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 

2017 geschieden. Die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2008, 

und D._____, geboren am tt.mm.2010, wurden unter der gemeinsamen elterli-

chen Sorge der Parteien belassen. Die Obhut über die beiden Kinder wurde der 

- 20 - 

Beklagten und Berufungsklägerin (fortan: Beklagte) zugeteilt und der Kläger und 

Berufungsbeklagte (fortan: Kläger) erklärte sich damit einverstanden, dass die 

Mutter den Wohnsitz der Kinder nach Ende des laufenden Schuljahres 2016/2017 

in die USA oder nach Frankreich verlegt. Der Kläger verpflichtete sich, der Be-

klagten ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche Kinderunterhaltsbeiträge 

von CHF 3'500.– (2 x CHF 1'200.– Barunterhalt zuzüglich CHF 1'100.– Betreu-

ungsunterhalt) und nach einem Jahr ab Rechtskraft bzw. ab Aufnahme der Er-

werbstätigkeit durch den Kläger monatliche Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 

4'100.– (2 x CHF 1'200.– Barunterhalt zuzüglich CHF 1'700.– Betreuungsunter-

halt), immer zuzüglich Kinderzulagen, zu bezahlen, wobei der Betreuungsunter-

halt bis und mit 13. Altersjahr von D._____ befristet wurde. Die mit Entscheid der 

KESB Meilen vom 8. Dezember 2016 errichtete Beistandschaft gemäss Art. 308 

Abs. 2 ZGB wurde beibehalten (Urk. 4/69).  

 2. Mit Eingabe vom 15. Juni 2018, gleichentags zur Post gegeben und bei 

der Vorinstanz eingegangen am 18. Juni 2018, klagte der Kläger auf Abänderung 

des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 und beantragte insbesondere, die beiden 

Kinder C._____ und D._____ seien unter seine alleinige Obhut zu stellen. Zudem 

ersuchte er um den Erlass vorsorglicher Massnahmen (Urk. 1, Urk. 2). Per 16. 

Juni 2018 zog die Beklagte mit den beiden gemeinsamen Kindern und mit ihrem 

am tt.mm.2016 geborenen Sohn H._____ zu ihrem Ehemann I._____ in die Ver-

einigten Staaten von Amerika (Urk. 21/1/1-4, Urk. 51 S. 8). In ihrer Verfügung vom 

7. September 2018 bejahte die Vorinstanz im Rahmen des Massnahmeverfah-

rens ihre internationale und örtliche Zuständigkeit trotz der Übersiedlung der Kin-

der in die USA (Urk. 46). Auch der Kläger heiratete erneut und hat mit seiner Ehe-

frau J._____ einen Sohn, K._____, geboren am tt.mm.2016 (Urk. 124/16). Am 28. 

Juni 2019 schlossen die Parteien eine Teilvereinbarung (Urk. 144), die nach An-

hörung der Kinder nicht genehmigt werden konnte (Urk. 169 S. 36 f.). Am 15. Juli 

2019 schlossen die Parteien eine weitere Vereinbarung, die teilweise widerrufen 

wurde (Urk. 152, Urk. 155). Für den Verlauf des erstinstanzlichen Abänderungs-

verfahrens kann im Übrigen auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 158 S. 14 ff.). Am 28. August 2019 fällte die Vorinstanz das eingangs im 

Dispositiv aufgeführte Urteil (Urk. 158 S. 82 ff.). Zugleich verfügte sie den Erlass 

- 21 - 

der eingangs ebenfalls aufgeführten vorsorglichen Massnahmen (Urk. 158 S. 88 

ff.). Gemäss beiden Entscheiden wurden die Kinder C._____ und D._____ ab 

dem 24. Dezember 2019 unter die Obhut des Klägers gestellt.  

 3. Gegen das Urteil und die Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019 

erhob die Beklagte mit Eingaben vom 9. September 2019 und 30. September 

2019 je eine Berufung (Urk. 179/168, Urk. 168). Mit Beschluss vom 24. Oktober 

2019 wurde der Berufung gegen die Verfügung vom 28. August 2019 die auf-

schiebende Wirkung erteilt und das Kontakt- und Besuchsrecht sowie die Unter-

haltspflicht des Klägers für die Dauer des Berufungsverfahrens geregelt (Urk. 

179/178). Die Berufungsantworten datieren vom 6. November 2019 und vom 12. 

Dezember 2019 (Urk. 179/179, Urk. 175). Die Beklagte erstattete am 9. Dezem-

ber 2019 eine weitere Stellungnahme zu den vorsorglichen Massnahmen (Urk. 

179/183). Mit Beschluss vom 9. Januar 2020 wurden die beiden Berufungsverfah-

ren vereinigt und eine Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet 

(Urk. 179/192, Urk. 180). Am 20. Januar 2020 wurde die Kindesvertreterin er-

nannt (Urk. 184), worauf am 18. Februar 2020 eine Kinderanhörung durchgeführt 

wurde (Prot. II S. 20 ff.).  

 4. Am 19. Februar 2020 wurden C._____ und D._____ auf Antrag der Kin-

desvertreterin per sofort unter die Obhut des Klägers gestellt (Urk. 195). Nach 

Anhörung der Parteien (Urk. 198, Urk. 201) wurde diese Massnahme mit Be-

schluss vom 16. März 2020 bestätigt (Urk. 206). Nach Eingang weiterer Stellung-

nahmen (Urk. 204, Urk. 207, Urk. 213, Urk. 216, Urk. 218) wurden die Parteien 

am 22. Mai 2020 auf den 30. Juni 2020 zu einer Instruktionsverhandlung vorgela-

den (Urk. 220). In einer Noveneingabe vom 26. Juni 2020 teilte die Beklagte mit, 

sie sei per 16. Juni 2020 mit ihrem Sohn H._____ aus den USA in die Schweiz 

zurückgekehrt und habe sich in L._____ angemeldet (Urk. 221 S. 5). An der Ver-

handlung vom 30. Juni 2020 schlossen die Parteien eine Vereinbarung über das 

Kontaktrecht der Beklagten und die Regelung des Kinderunterhalts für die weitere 

Dauer des Berufungsverfahrens, die mit Beschluss vom 7. Juli 2020 genehmigt 

wurde (Urk. 227, Urk. 230; Prot. II S. 39 ff.). Mit Beschluss vom 20. Oktober 2020 

wurde das von der Beklagten am 26. Juni 2020 gestellte Gesuch um unentgeltli-

- 22 - 

che Rechtspflege abgewiesen (Urk. 240). In der Folge setzten die Parteien und 

die Kindesvertreterin ihre Bemühungen um eine einvernehmliche Regelung fort 

(Urk. 237/1-3, Urk. 238, Urk. 243 bis Urk. 246, Urk. 248, Urk. 251/1-3 und Urk. 

252/1-2; Prot. II S. 72 bis S. 75).  

 5. Am 31. März 2021 wurden die Parteien auf den 25. Mai 2021 zu einer 

weiteren Instruktionsverhandlung vorgeladen (Urk. 249, Urk. 250). Anlässlich die-

ser Verhandlung schlossen die Parteien und die Kindesvertreterin die folgende 

Vereinbarung (fortan: Vereinbarung) und ersuchten um deren Genehmigung (Urk. 

254):  

"1. Elterliche Sorge, Wohnsitz der Kinder und Betreuungsregelung 

In Aufhebung von Ziffer 3.2.a Abs. 2 (Einverständnis des Kindsvaters zur Wohn-

sitzverlegung der Kinder ins Ausland) und in Abänderung von Ziffer 3.2.b-c (Obhut / 

persönlicher Verkehr) des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 vereinbaren die Par-

teien was folgt:  

3.2.b)  Zivilrechtlicher Wohnsitz 

Die Kinder C._____, geboren tt.mm.2008, und D._____, geboren tt.mm.2010, ha-

ben ihren zivilrechtlichen Wohnsitz am Wohnort des Kindsvaters.  

3.2.c)  Betreuungsregelung 

aa.  Die Kindsmutter betreut die Kinder C._____ und D._____ wie folgt:  

 – an den Wochenenden in den geraden Kalenderwochen von Frei-

tagabend, 17.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, wobei auf Freizeitaktivitä-

ten der Kinder bei der Ausübung des Betreuungsrechts Rücksicht zu nehmen 

ist; fällt das Wochenende auf Ostern, verlängert es sich von Gründonnerstag 

nach Schulschluss bis Ostermontag, 19.00 Uhr, fällt das Wochenende auf 

Pfingsten, verlängert es sich bis Pfingstmontag, 19.00 Uhr; 

 – während der Frühlingsferien gemäss Schulferienkalender der Kinder; 

 – in Jahren mit gerader Jahreszahl während der letzten beiden Wo-

chen der Sommerferien, in den Jahren mit ungerader Jahreszahl während der 

- 23 - 

ersten drei Wochen der Sommerferien, gemäss Schulferienkalender der Kin-

der; 

 – in den Jahren mit gerader Jahreszahl während der Weihnachtsferien, gemäss 

Schulferienkalender der Kinder;  

 – in Jahren mit ungerader Jahreszahl während der Herbstferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder. 

 – Die Kindsmutter betreut die Kinder sodann nach Absprache unter 

den Parteien an individuellen weiteren Einzeltagen, allenfalls auch stunden-

weise, insbesondere an schulfreien Nachmittagen, soweit und sofern dies von 

den Kindern gewünscht wird. Die Kindseltern sprechen sich dafür jeweils 

frühzeitig, d.h. mindestens 3 Tage im Voraus jeweils ab.  

bb.  Zu den übrigen Zeiten werden die Kinder vom Kindsvater betreut.  

cc.  Beide Parteien verpflichten sich, die Kinder für die Ferienaufenthalte nicht oh-

ne Zustimmung des anderen Elternteils in ein Land zu verbringen, in welchem 

sie aufgrund der dannzumal aktuellen Lagen einem erhöhten Gesundheitsri-

siko ausgesetzt sein könnten. Besteht Uneinigkeit zwischen den Parteien 

über das Verbringen der Kinder ins Ausland für Ferienaufenthalte, sind die 

Reiseempfehlungen des EDA und des BAG massgeblich.  

Im Übrigen werden Ziff. 3.2.b-c (Obhut / persönlicher Verkehr) des Scheidungsur-

teils vom 7. Juni 2017 aufgehoben.  

2.  Beistandschaft  

In Abänderung von Ziffer 5.5 des Scheidungsabänderungsurteils des Bezirksge-

richts Meilen vom 28. August 2019 vereinbaren die Parteien was folgt:  

Die Parteien beantragen, die mit Entscheid der KESB Meilen vom 08. Dezember 

2016 errichtete Beistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 2 ZGB weiter beizubehalten, den 

Auftrag an die Mandatsperson jedoch im Wortlaut im Hinblick auf die neu vereinbar-

te Betreuungsregelung anzupassen.  

- 24 - 

3.  Reisepässe  

Die Kindsmutter ist mit der Ausstellung deutscher Reisepässe für D._____ und 

C._____ einverstanden und verpflichtet sich, die ihr vom Kindsvater vorgelegte Zu-

stimmungserklärung mit notariell beglaubigter Unterschrift zu unterzeichnen und 

dem Kindsvater zu übergeben.  

Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter die französischen Reisepässe der 

Kinder herauszugeben und falls notwendig eine Zustimmungserklärung für die Er-

neuerung der französischen Pässe der Kinder zu unterzeichnen. 

Die Kindsmutter verpflichtet sich, dem Kindsvater eine Fotokopie der Greencards 

der Kinder zukommen zu lassen. 

4.  Kinderunterhalt / Finanzielle Grundlagen 

In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 wird die Unter-

haltspflicht des Kindsvaters per 1. März 2020 aufgehoben. Bis zum 29. Februar 

2020 gilt die Regelung gemäss Ziffer 5.3.a-b des Abänderungsurteils des Bezirks-

gerichts Meilen vom 28. August 2019.  

Mangels Leistungsfähigkeit der Kindsmutter wird derzeit auf die Festlegung von 

Kinderunterhaltsbeiträgen an den Kindsvater ab 1. März 2020 verzichtet.  

Der Kindsvater kommt grundsätzlich für den Barunterhalt der Kinder auf. Davon 

ausgenommen sind die während der Betreuungszeiten der Kindsmutter bei ihr an-

fallenden Kosten.  

Für die finanziellen Verhältnisse verweisen die Parteien auf Ziffer 5.4 des Abände-

rungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019, wobei im Einkom-

men der Kindsmutter die Unterhaltsbeiträge ihres Ehemannes I._____ nicht be-

rücksichtigt sind. 

5.  Die Parteien regeln die offenen Verpflichtungen des Kindsvaters (Schulden Kinder-
unterhalt, Verpflichtung des Kindsvater[s] zur vollständigen Bezahlung der Steuer-

schulden) wie folgt:  

a. Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter bis 30. September 2021 Fr. 

15'000.– netto für ausstehenden Kinderunterhalt zu bezahlen.  

- 25 - 

b. Der Kindsvater verpflichtet sich, die offenen Steuerschulden gegenüber dem 

Staat Zürich und der Politischen Gemeinde L._____ (Verlustschein nach Art. 115 

SchKG, Betreibungs-Nr. … / 22.03.2016; Betreibungsamt L._____) bis Ende Juli 

2021 vollständig zu begleichen, unter Mitteilung an die Kindsmutter.  

Mit der Erfüllung dieser Verpflichtungen (lit. a und b) gelten sämtliche noch offenen 

Unterhaltsforderungen gemäss vorstehender Ziffer 4 Abs. 1 und sämtliche güter-

rechtlichen Ansprüche der Kindsmutter aus dem Scheidungsurteil als erfüllt. Kommt 

der Kindsvater mit einer dieser Verpflichtungen in Verzug, fällt die Vereinbarung in 

diesem Punkt dahin und leben die bisher aufgelaufenen Kinderunterhaltsschulden 

des Kindsvater[s] gegenüber der Kindsmutter wieder auf.  

6. Saldoklausel  

Mit Vollzug dieser Vereinbarung erklären sich die Parteien als per Saldo aller ge-

genseitigen Ansprüche vollständig auseinandergesetzt und ziehen sämtliche, allfäl-

lige weitergehenden Anträge im vorliegenden Verfahren zurück.  

7.  Kosten- und Entschädigungsfolgen  

Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten inklusive die Kosten der Kindsvertre-

tung für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren je zur Hälfte und verzichten 

für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren gegenseitig auf eine Parteientschädi-

gung." 

II.  

 1.1 Die Berufung der Beklagten vom 30. September 2019 richtet sich gegen 

die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 des Urteils der Vorinstanz vom 28. August 2019 (Urk. 

168 S. 2). Dispositiv-Ziffer 4 betreffend Unterhalt ist untrennbar mit der angefoch-

tenen Dispositiv-Ziffer 1 verbunden. Demzufolge ist vorzumerken, dass die Dispo-

sitiv-Ziffern 5 und 6 des Urteils der Vorinstanz vom 28. August 2019 mit Ablauf 

der Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung (vgl. Urk. 174) am 13. Dezember 

2019 in Rechtskraft erwachsen sind. Keine Vormerknahme der Rechtskraft erfolgt 

mit Blick auf Art. 318 Abs. 3 ZPO hinsichtlich der in Dispositiv-Ziffern 7 bis 9 des 

- 26 - 

vorinstanzlichen Urteils geregelten erstinstanzlichen Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen.  

 1.2 Die Berufung der Beklagten vom 9. September 2019 richtet sich gegen 

die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 der Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019 

(Urk. 179/168 S. 2). Dispositiv-Ziffer 4 betreffend Unterhalt ist untrennbar mit der 

angefochtenen Dispositiv-Ziffer 1 verbunden. Demzufolge ist vorzumerken, dass 

die Dispositiv-Ziffern 5 und 6 der Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019 

mit Ablauf der Berufungsfrist am 10. September 2019 in Rechtskraft erwachsen 

sind (vgl. Urk. 162), wobei Dispositiv-Ziffer 7 (wonach die Regelung der Kosten- 

und Entschädigungsfolgen gemäss dem Urteil in der Hauptsache erfolgt) wiede-

rum von einer Vormerknahme auszunehmen ist.  

 2.1 Die Parteien beantragen die Genehmigung einer Vereinbarung, mit der 

im Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 und im vorinstanzlichen Urteil vom 28. Au-

gust 2019 rechtskräftig geregelte Kinderbelange abgeändert werden sollen. Da 

Kinderbelange der Parteidisposition entzogen sind (Art. 296 Abs. 3 ZPO), wird ei-

ne solche Vereinbarung erst rechtsgültig, wenn das Gericht sie genehmigt hat, 

wobei eine dem Gericht vorgelegte Vereinbarung als gemeinsame Anträge ent-

gegenzunehmen und zu behandeln sind (Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 279 N 7; BSK ZPO-Bähler, 

Art. 279 N 1c). Das mit einer Änderung der elterlichen Sorge, der Obhut oder des 

Unterhaltsbeitrags befasste Gericht hat dabei auch den persönlichen Verkehr o-

der die Betreuungsanteile neu zu regeln (Art. 134 Abs. 4 ZGB).  

 2.2 An der im Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 angeordneten gemeinsa-

men elterlichen Sorge über die beiden Kinder soll – mit Ausnahme der Aufhebung 

des Einverständnisses des Klägers zur Verlegung des Wohnsitzes der Kinder ins 

Ausland (Ziffer 3.2.a Abs. 2 des Scheidungsurteils) – gemäss der Vereinbarung 

nichts geändert werden. Die Aufhebung dieser Bestimmung kann ohne weiteres 

genehmigt werden, nachdem die Kinder mehrheitlich beim Kläger leben und ihr 

Wohnsitz an dessen Wohnort geknüpft werden soll.  

- 27 - 

 2.3 Die Parteien stellen den Antrag, die bisherige Regelung der Obhut (Al-

leinobhut der Beklagten) und des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kläger 

und den Kindern durch die in der Vereinbarung getroffene Betreuungsregelung 

mit Wohnsitz der Kinder am Wohnort des Klägers zu ersetzen.  

 C._____ und D._____ leben seit dem 19. Februar 2020 beim Kläger in der 

Schweiz (Urk. 195). Ende Juni 2020 kehrte die Beklagte mit ihrem Sohn H._____ 

ihrerseits in die Schweiz zurück. Sie lebt seither in L._____ in der Nähe des Klä-

gers und der Kinder. Die in Ziffer 1 der Vereinbarung getroffene Betreuungsrege-

lung führt im Wesentlichen die seit Juli 2020 bestehende, funktionierende Kon-

taktregelung weiter. Die Betreuung der Kinder durch die Beklagte an zusätzlichen 

individuellen Einzeltagen auf Wunsch der Kinder und nach (frühzeitiger) Abspra-

che trägt dem Bedürfnis nach einer gewissen Flexibilisierung der Betreuung unter 

Berücksichtigung anderweitiger Freizeitaktivitäten Rechnung (vgl. Prot. II S. 80, S. 

83 f., S. 86 f.). Die Vereinbarung wird von den Parteien und der Kindesvertreterin 

mitgetragen, wobei die Kindesvertreterin im Hinblick auf die zweite Instruktions-

verhandlung nochmals Rücksprache mit den Kindern nahm (Prot. II S. 87). Da die 

Kinder mehrheitlich vom Kläger betreut werden, erscheint es folgerichtig, dass 

sich der Wohnsitz der Kinder am Wohnort des Vaters befindet. Ziffer 1 der Ver-

einbarung ist daher zu genehmigen. Ebenfalls genehmigungsfähig ist Ziffer 3 der 

Vereinbarung, welcher der Gedanke zugrunde liegt, dass beide Elternteile über 

Reisepässe der Kinder verfügen sollen, was eine Aushändigung und Rückgabe 

derselben an einen Elternteil in Zukunft überflüssig macht. 

 2.4 Bereits mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen vom 8. Dezember 2016 

war für C._____ und D._____ eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB er-

richtet und der Beiständin im Rahmen ihrer besonderen Befugnisse der Auftrag 

erteilt worden, das jeweils rechtskräftig angeordnete Besuchsrecht zu überwa-

chen und soweit notwendig die Modalitäten festzulegen (Urk. 4/29, Urk. 11/99). 

Die Vor-instanz genehmigte die von den Parteien beantragte Aufhebung der Bei-

standschaft in Dispositiv-Ziffer 5.5 des Urteils bzw. in Dispositiv-Ziffer 5.2 der Ver-

fügung vom 28. August 2019 (Urk. 169 S. 85 f., S. 91). Die Vorinstanz hielt dafür, 

die in Ziffer 2 der Teilvereinbarung vom 28. Juni 2019 (Urk. 144) beantragte Auf-

- 28 - 

hebung der Beistandschaft sei angesichts des Wegzugs der Beklagten in die USA 

zu genehmigen (Urk. 169 S. 38) und die Beklagte habe den in Ziffer 5 der Verein-

barung vom 15. Juli 2019 (Urk. 152) gestellten Antrag auf Aufhebung der Bei-

standschaft nicht widerrufen (Urk. 169 S. 40). Die Genehmigungen sind in 

Rechtskraft erwachsen (vgl. E. II.1.1 und II.1.2). Eine eigentliche Aufhebung der 

Beistandschaft in einer separaten Dispositiv-Ziffer erfolgte seitens der Vorinstanz 

nicht. Die Beiständin F._____ ist jedenfalls nach der Rückkehr der Kinder und der 

Beklagten in die Schweiz wieder tätig geworden (vgl. Prot. II S. 81, S. 84 und S. 

88; vgl. auch die E-Mail der Vizepräsidentin der KESB Bezirk Meilen an den da-

maligen Rechtsvertreter der Beklagten vom 6. Juli 2020, worin sich diese nach 

dem Wohnsitz der Beklagten und dem Stand des Verfahrens erkundigt [Urk. 

229]). Der beantragten Beibehaltung der mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen 

vom 8. Dezember 2016 errichteten Beistandschaft steht – nachdem sowohl die 

Kinder als auch die Beklagte wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind – nichts 

entgegen. Somit ist Ziffer 2 der Vereinbarung zu genehmigen und anzuordnen, 

dass die Beistandschaft weitergeführt wird. Der Aufgabenbereich der Beistands-

person ist den neuen Betreuungsverhältnissen anzupassen.  

 2.5.1 Nachdem die Kinder per 19. Februar 2020 unter die Obhut des Klägers 

gestellt wurden und der Kläger die Kinder auch in Zukunft überwiegend betreut, 

ist seine Unterhaltsverpflichtung – wie bereits im Beschluss vom 7. Juli 2020 für 

die Dauer des Berufungsverfahrens angeordnet wurde (Urk. 230) – antragsge-

mäss per 1. März 2020 aufzuheben. Bis zu diesem Zeitpunkt richtet sich die Un-

terhaltsverpflichtung des Klägers nach Dispositiv-Ziffer 5.3.a-b des vorinstanzli-

chen Urteils, die unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Die Beklagte ver-

fügt nach wie vor über kein Erwerbseinkommen und lebt zusammen mit dem fünf-

jährigen H._____ von den Unterhaltsbeiträgen ihres pensionierten Ehemannes 

I._____ (Prot. II S. 78 f., Urk. 223/4 S. 5). Die Beklagte ist zwar auf der Suche 

nach einer Arbeitsstelle in der Altenpflege. Aufgrund ihrer mangelnden Berufser-

fahrung in diesem Bereich, ihrer Ausbildung und bisherigen Tätigkeit in Frankreich 

(vgl. Prot. II S. 81) erscheint aber unwahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit 

ein über ihr Existenzminimum hinausgehendes Einkommen erzielen kann. Zudem 

muss sie in ihren Betreuungszeiten für den Barunterhalt der Kinder aufkommen. 

- 29 - 

Zu präzisieren ist an dieser Stelle, dass der in Dispositiv-Ziffer 5.4 des vorinstanz-

lichen Urteils (Urk. 169 S. 86) ausgewiesene Bedarf der Beklagten von CHF 

2'000.– (ab 24. Dezember 2019) den Aufenthalt in den USA betrifft, während die 

Beklagte bei ihrer Rückkehr in die Schweiz von einem erweiterten Existenzbedarf 

(inkl. H._____) ausging, der mit den Unterhaltsleistungen ihres Ehemannes von 

CHF 5'000.– nur knapp gedeckt werden könne (Urk. 221 S. 9). Der Kläger lässt 

sich unterhaltsrechtlich auf dem im Scheidungsurteil (Urk. 4/69 S. 6) und im Urteil 

der Vorinstanz (Urk. 169 S. 86) festgehaltenen (hypothetischen) Einkommen von 

CHF 8'500.– pro Monat behaften, auch wenn er ausführte, bei der M._____ AG 

effektiv lediglich CHF 64'000.– netto im Jahr zuzüglich Kinderzulagen zu verdie-

nen. Obwohl er zusammen mit seiner – in einem Pensum von 40% als Gymnasi-

allehrerin tätigen – Ehefrau einen Mietzins von CHF 5'200.– bezahlt, ist er den-

noch nicht auf Sozialhilfe angewiesen, da er im Umfang der Unterdeckung auf die 

finanzielle Unterstützung seines Schwiegervaters zählen kann (Prot. II S. 63, S. 

82). Auf diese Weise kann der Barbedarf der Kinder beim Kläger gedeckt werden. 

Ziffer 4 der Vereinbarung, der einen Verzicht auf die Festlegung von Kinderunter-

halt beinhaltet, ist daher zu genehmigen.  

 2.5.2 In den Ziffern 5 und 6 der Vereinbarung werden die bis 1. März 2020 

aufgelaufenen, offenen Unterhaltsschulden des Klägers und eine weitere güter-

rechtliche Verpflichtung einer einvernehmlichen Lösung zugeführt. Mit Erfüllung 

der beiden in Ziffer 5 genannten Verpflichtungen durch den Kläger geht zwar eine 

erhebliche Reduktion der offenen Unterhaltsschuld gemäss Dispositiv-Ziffer 5.3.a-

b des vorinstanzlichen Urteils einher. Dabei gilt es aber einerseits zu beachten, 

dass die Kinder bis Februar 2020 bei der Beklagten in den USA in komfortablen 

Verhältnissen gelebt haben, wo ihre Bedürfnisse vollständig durch Leistungen 

Dritter gedeckt wurden. Eine (rückwirkende) Einbusse ihres damaligen Lebens-

standards droht aufgrund der vereinbarten Regelung nicht. Andererseits ist unge-

wiss, wann der Kläger in der Lage wäre, bei seinem jetzigen Einkommen von 

CHF 64'000.– netto pro Jahr die gesamte ausstehende Unterhaltsschuld zu be-

zahlen, zumal er ab 1. März 2020 hauptsächlich den Barunterhalt der Kinder be-

streitet, keine Unterhaltsbeiträge von der Beklagten erhält und mit seiner jetzigen 

Ehefrau für ein weiteres Kind, K._____, sorgen muss. Die Beklagte wurde für of-

- 30 - 

fene Steuerforderungen des Jahres 2014 von der Gemeinde L._____ bis zur Aus-

stellung eines Verlustscheines betrieben, verfügt über einen entsprechenden Ein-

trag im Betreibungsregister und muss mit der erneuten Geltendmachung der 

Steuerforderung rechnen (Urk. 236/2, Urk. 253), was ihre wirtschaftliche Bewe-

gungsfreiheit einschränkt. Gemäss dem Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 und 

dem vorinstanzlichen Urteil vom 28. August 2019 hat der Kläger im internen Ver-

hältnis diese offenen Steuerschulden zu bezahlen. Die in Ziffer 5 getroffene Rege-

lung bietet daher auch Vorteile für die Beklagte. Die Kindervertreterin bezeichnete 

es wiederum als enorm wichtig für die Kinder, dass eine Lösung gefunden und 

das Verfahren abgeschlossen werden könne (Prot. II S. 87). Dies gilt zwar haupt-

sächlich für die nicht vermögensrechtlichen Aspekte; dass sich weitere finanzielle 

Auseinandersetzungen zwischen den Eltern nicht günstig auf das Wohl der Kinder 

auswirken, versteht sich aber von selbst. Kommt der Kläger mit einer der beiden 

stipulierten Verpflichtungen (Zahlung von CHF 15'000.– netto für ausstehenden 

Kinderunterhalt bis 30. September 2021; Zahlung der offenen Steuerschulden bis 

Ende Juli 2021) in Verzug, bleiben die Kinderunterhaltsbeiträge im gemäss Dis-

positiv-Ziffer 5.3.a-b des vorinstanzlichen Urteils festgelegten Umfang geschuldet 

und kann mangels Vollzugs der Vereinbarung auch die in Ziffer 6 der Vereinba-

rung enthaltene Saldoklausel nicht zum Tragen kommen. Im Interesse einer voll-

ständigen und gütlichen Auseinandersetzung der Parteien sind auch die Ziffern 5 

und 6 der Vereinbarung zu genehmigen.  

 3. Mit dem gestützt auf übereinstimmende Parteianträge ergehenden En-

dentscheid der Berufungsinstanz in der Sache und dem Rückzug sämtlicher, all-

fälliger weitergehenden Anträge (Ziffer 6 der Vereinbarung) erübrigt sich die An-

ordnung von vorsorglichen Massnahmen.  

III.  

 1. Die erstinstanzlichen Kostenansätze (Urk. 169 S. 87), die auch das Mas-

snahmeverfahren umfassen (vgl. Urk. 169 S. 91), sind zu bestätigen. Die zweitin-

stanzliche Entscheidgebühr ist gestützt auf § 6 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 Abs. 

1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf CHF 5'000.– festzusetzen, wobei zu be-

- 31 - 

rücksichtigen ist, dass sich die Parteien umfassend geeinigt haben und eine Ver-

einbarung genehmigt werden kann (vgl. für das Scheidungsverfahren § 6 Abs. 2 

lit. a GebV OG). Die Auslagen für die Übersetzungen betragen CHF 367.50 (Urk. 

193), CHF 682.50 (Urk. 227A+B) und CHF 570.– (Urk. 256), total CHF 1'620.–. 

Die Auslagen für die Kindesvertretung sind gestützt auf die Honorarnote von 

Rechtsanwältin X._____ vom 31. Mai 2021 (Urk. 257) antragsgemäss auf CHF 

14'025.80 (CHF 13'023.– zuzüglich CHF 1'002.80 [7.7% Mehrwertsteuer]) festzu-

setzen.  

 2. Die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens sind vereinba-

rungsgemäss dem Kläger und der Beklagten je zur Hälfte aufzuerlegen und mit 

den von der Beklagten geleisteten Vorschüssen von insgesamt CHF 18'000.– 

(Urk. 173, Urk. 179/174, Urk. 187) zu verrechnen. Der Fehlbetrag ist vom Kläger 

nachzufordern (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Der Kläger hat der Beklagten die geleiste-

ten Vorschüsse im Umfange von CHF 2'938.35 zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 

ZPO). Der Kläger und die Beklagte haben für das erst- und zweitinstanzliche Ver-

fahren gegenseitig auf eine Parteientschädigung verzichtet. Demnach sind für 

beide Verfahrensstufen keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 109 

Abs. 1 ZPO).  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 5 und 6 des Urteils des Be-

zirksgerichts Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren, vom 28. Au-

gust 2019 am 13. Dezember 2019 in Rechtskraft erwachsen sind.  

2. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 5 und 6 der Verfügung des 

Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren, vom 28. 

August 2019 am 10. September 2019 in Rechtskraft erwachsen sind. 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

- 32 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Vereinbarung der Parteien und der Kindesvertreterin vom 25. Mai 2021 

wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:  

"1. Elterliche Sorge, Wohnsitz der Kinder und Betreuungsregelung 

 In Aufhebung von Ziffer 3.2.a Abs. 2 (Einverständnis des Kindsvaters zur 

Wohnsitzverlegung der Kinder ins Ausland) und in Abänderung von Ziffer 

3.2.b-c (Obhut / persönlicher Verkehr) des Scheidungsurteils vom 7. Juni 

2017 vereinbaren die Parteien was folgt:  

3.2.b)  Zivilrechtlicher Wohnsitz 

Die Kinder C._____, geboren tt.mm.2008, und D._____, geboren tt.mm.2010, 

haben ihren zivilrechtlichen Wohnsitz am Wohnort des Kindsvaters.  

3.2.c)  Betreuungsregelung 

aa.  Die Kindsmutter betreut die Kinder C._____ und D._____ wie folgt:  

– an den Wochenenden in den geraden Kalenderwochen von Freitag-

abend, 17.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, wobei auf Freizeitakti-

vitäten der Kinder bei der Ausübung des Betreuungsrechts Rücksicht zu 

nehmen ist; fällt das Wochenende auf Ostern, verlängert es sich von 

Gründonnerstag nach Schulschluss bis Ostermontag, 19.00 Uhr, fällt 

das Wochenende auf Pfingsten, verlängert es sich bis Pfingstmontag, 

19.00 Uhr; 

– während der Frühlingsferien gemäss Schulferienkalender der Kinder; 

– in Jahren mit gerader Jahreszahl während der letzten beiden Wochen 

der Sommerferien, in den Jahren mit ungerader Jahreszahl während 

der ersten drei Wochen der Sommerferien, gemäss Schulferienkalender 

der Kinder; 

– in den Jahren mit gerader Jahreszahl während der Weihnachtsferien, 

gemäss Schulferienkalender der Kinder;  

- 33 - 

– in Jahren mit ungerader Jahreszahl während der Herbstferien, gemäss 

Schulferienkalender der Kinder. 

– Die Kindsmutter betreut die Kinder sodann nach Absprache unter den 

Parteien an individuellen weiteren Einzeltagen, allenfalls auch stunden-

weise, insbesondere an schulfreien Nachmittagen, soweit und sofern 

dies von den Kindern gewünscht wird. Die Kindseltern sprechen sich 

dafür jeweils frühzeitig, d.h. mindestens 3 Tage im Voraus jeweils ab.  

bb.  Zu den übrigen Zeiten werden die Kinder vom Kindsvater betreut.  

cc.  Beide Parteien verpflichten sich, die Kinder für die Ferienaufenthalte 

nicht ohne Zustimmung des anderen Elternteils in ein Land zu verbrin-

gen, in welchem sie aufgrund der dannzumal aktuellen Lagen einem 

erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sein könnten. Besteht Uneinig-

keit zwischen den Parteien über das Verbringen der Kinder ins Ausland 

für Ferienaufenthalte, sind die Reiseempfehlungen des EDA und des 

BAG massgeblich.  

Im Übrigen werden Ziff. 3.2.b-c (Obhut / persönlicher Verkehr) des Schei-

dungsurteils vom 7. Juni 2017 aufgehoben.  

2.  Beistandschaft  

In Abänderung von Ziffer 5.5 des Scheidungsabänderungsurteils des Be-

zirksgerichts Meilen vom 28. August 2019 vereinbaren die Parteien was folgt:  

Die Parteien beantragen, die mit Entscheid der KESB Meilen vom 08. De-

zember 2016 errichtete Beistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 2 ZGB weiter bei-

zubehalten, den Auftrag an die Mandatsperson jedoch im Wortlaut im Hinblick 

auf die neu vereinbarte Betreuungsregelung anzupassen.  

3.  Reisepässe  

Die Kindsmutter ist mit der Ausstellung deutscher Reisepässe für D._____ 

und C._____ einverstanden und verpflichtet sich, die ihr vom Kindsvater vor-

gelegte Zustimmungserklärung mit notariell beglaubigter Unterschrift zu un-

terzeichnen und dem Kindsvater zu übergeben.  

- 34 - 

Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter die französischen Reisepäs-

se der Kinder herauszugeben und falls notwendig eine Zustimmungserklä-

rung für die Erneuerung der französischen Pässe der Kinder zu unterzeich-

nen. 

Die Kindsmutter verpflichtet sich, dem Kindsvater eine Fotokopie der Green-

cards der Kinder zukommen zu lassen. 

4.  Kinderunterhalt / Finanzielle Grundlagen 

In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 wird die 

Unterhaltspflicht des Kindsvaters per 1. März 2020 aufgehoben. Bis zum 

29. Februar 2020 gilt die Regelung gemäss Ziffer 5.3.a-b des Abänderungsur-

teils des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019.  

Mangels Leistungsfähigkeit der Kindsmutter wird derzeit auf die Festlegung 

von Kinderunterhaltsbeiträgen an den Kindsvater ab 1. März 2020 verzichtet.  

Der Kindsvater kommt grundsätzlich für den Barunterhalt der Kinder auf. Da-

von ausgenommen sind die während der Betreuungszeiten der Kindsmutter 

bei ihr anfallenden Kosten.  

Für die finanziellen Verhältnisse verweisen die Parteien auf Ziffer 5.4 des Ab-

änderungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019, wobei im 

Einkommen der Kindsmutter die Unterhaltsbeiträge ihres Ehemannes I._____ 

nicht berücksichtigt sind. 

5.  Die Parteien regeln die offenen Verpflichtungen des Kindsvaters (Schulden 
Kinderunterhalt, Verpflichtung des Kindsvater[s] zur vollständigen Bezahlung 

der Steuerschulden) wie folgt:  

 a. Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter bis 30. September 2021 

Fr. 15'000.– netto für ausstehenden Kinderunterhalt zu bezahlen.  

 b. Der Kindsvater verpflichtet sich, die offenen Steuerschulden gegenüber 

dem Staat Zürich und der Politischen Gemeinde L._____ (Verlustschein nach 

Art. 115 SchKG, Betreibungs-Nr. … / 22.03.2016; Betreibungsamt L._____) 

bis Ende Juli 2021 vollständig zu begleichen, unter Mitteilung an die Kinds-

mutter.  

- 35 - 

Mit der Erfüllung dieser Verpflichtungen (lit. a und b) gelten sämtliche noch of-

fenen Unterhaltsforderungen gemäss vorstehender Ziffer 4 Abs. 1 und sämtli-

che güterrechtlichen Ansprüche der Kindsmutter aus dem Scheidungsurteil 

als erfüllt. Kommt der Kindsvater mit einer dieser Verpflichtungen in Verzug, 

fällt die Vereinbarung in diesem Punkt dahin und leben die bisher aufgelaufe-

nen Kinderunterhaltsschulden des Kindsvater[s] gegenüber der Kindsmutter 

wieder auf.  

6. Saldoklausel  

Mit Vollzug dieser Vereinbarung erklären sich die Parteien als per Saldo aller 

gegenseitigen Ansprüche vollständig auseinandergesetzt und ziehen sämtli-

che, allfällige weitergehenden Anträge im vorliegenden Verfahren zurück.  

7.  Kosten- und Entschädigungsfolgen  

Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten inklusive die Kosten der Kinds-

vertretung für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren je zur Hälfte und 

verzichten für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren gegenseitig auf eine 

Parteientschädigung." 

2. Die mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen vom 8. Dezember 2016 nach 

Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtete Beistandschaft über die Kinder C._____, ge-

boren am tt.mm.2008, und D._____, geboren tt.mm.2010, wird weiterge-

führt.  

Der Beistand bzw. die Beiständin wird beauftragt, die Betreuungsregelung 

gemäss Dispositiv Ziffer 1.1 zu überwachen und soweit notwendig die Moda-

litäten festzulegen.  

3. Die erstinstanzlichen Kostenansätze (Dispositiv-Ziffer 7 des vorinstanzlichen 

Urteils vom 28. August 2019), bestehend aus:  

- 36 - 

CHF
 

6'000.00   Entscheidgebühr; 

CHF 2'090.00   Kosten für die Abklärung des SSI USA 

CHF
F 

1'387.50   Dolmetscherkosten 

CHF 9'477.50   Gerichtskosten total 

werden bestätigt.  

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 5'000.00   ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF  14'025.80   Kosten Kindesvertretung  

CHF 1'620.00   Dolmetscherkosten 

CHF
 

20'645.80   Gerichtskosten total. 

5. Die erst- und zweitinstanzlichen Gerichtskosten werden dem Kläger und der 

Beklagten je zur Hälfte auferlegt und mit den von der Beklagten geleisteten 

Vorschüssen von total CHF 18'000.– verrechnet. Im Mehrbetrag stellt die 

Gerichtskasse dem Kläger Rechnung. Der Kläger wird verpflichtet, der Be-

klagten die geleisteten Vorschüsse im Umfang von CHF 2'938.35 zu erset-

zen.  

6. Für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschä-

digungen zugesprochen.  

7. Die Kindesvertreterin, Rechtsanwältin X._____, wird für ihre Bemühungen 

und Auslagen im zweitinstanzlichen Verfahren mit CHF 13'023.–, zuzüglich 

CHF 1'002.80 (7.7% Mehrwertsteuer), total CHF 14'025.80, aus der Ge-

richtskasse entschädigt.  

8. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein 

− an die Parteien unter Beilage einer Kopie von Urk. 257 
− an die Kindesvertreterin  
− an die Vorinstanz 
− an das Migrationsamt des Kantons Zürich im Beschluss- und Urteils-

dispositiv 

- 37 - 

− an die KESB Meilen hinsichtlich Beschlussdispositiv-Ziffern 1 und 2 
sowie Urteilsdispositiv-Ziffern 1.1 bis 1.3 und 2 

− an die Beiständin F._____, Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) 
G._____, … [Adresse], hinsichtlich Beschlussdispositiv-Ziffern 1 und 2 
sowie Urteilsdispositiv-Ziffern 1.1 bis 1.3 und 2 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.  
 
Zürich, 3. Juni 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. D. Scherrer 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. O. Hug 
 
 
 
versandt am: 
lm 
 

	Beschluss und Urteil vom 3. Juni 2021
	Rechtsbegehren:
	Massnahmebegehren (betreffend Obhut, Besuchsrecht):
	Massnahmebegehren (Drittschuldneranweisung, Kindesunterhalt):
	Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 28. August 2019 (Urk. 158 S. 82 ff. = Urk. 169 S. 82 ff.)
	1. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. b) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 (FE160081-G) wird die Obhut über die Kinder
	 C._____, geboren tt.mm.2008,
	 D._____, geboren tt.mm.2010,
	ab dem 24. Dezember 2019 dem Vater zugeteilt.
	Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinigten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem Kläger ab dem 24. Dezember 201...
	Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz.
	Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persönlichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spielsachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise (Reisepass und ID) mitzugeben.
	2. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. c) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 (FE160081-G) wird der Beklagten folgendes Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern eingeräumt:
	aa. Ferienaufteilung
	Die Beklagte ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._____ und D._____, während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit sich zu nehmen:
	 In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021.
	 Jeweils während der ersten drei Wochen in den Sommerferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder.
	 In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020.
	Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten.
	bb. Reisemodalitäten
	Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten:
	Die Beklagte ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Orten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen sie am ersten Tag nach Schuls...
	Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferien) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte Tag der drei Sommerferienwoc...
	Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._____, Georgia), oder der Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurze...
	Die Mutter wird verpflichtet,  dem Vater bis spätestens vier Monate im Voraus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Empfang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen, dass die Mutter die Kinder am Wohnsi...
	Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben.
	Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informationen bekanntzugeben und alle...
	cc. Telefon-/Skype-Kontakte
	Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen technischen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Aufnahmen dieser Gespräche z...
	Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu diskutieren.
	3. In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017 (FE160081-G) erlischt die Pflicht des Klägers, Kinderunterhaltsbeiträge an die Beklagte zu leisten, am 24. Deze...
	4. Es wird festgestellt, dass die Beklagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, ab dem 24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den Kläger zu bezahlen, und der Kläger auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder verzichtet hat.
	5. Die Vereinbarung vom 15. Juli 2019 wird im Übrigen und soweit nicht widerrufen genehmigt.
	Sie lautet wie folgt:
	" In Abänderung des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 2017 vereinbaren die Parteien neu was folgt:
	1. Obhut
	[…]
	2. Kontaktrecht
	[…]
	3. Kinderunterhalt
	[…]
	a. Offene Unterhaltsbeiträge
	Die Parteien halten fest, dass der Vater der Mutter für die Monate seit Juli 2018 die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 2017 schuldet, wobei sie sich darüber einigen, dass diese info...
	Die offene Schuld bis und mit Juli 2019 beträgt CHF 46'800.– (CHF 4'500.– Kinderunterhalt für beide Kinder [davon CHF 1'700.– Betreuungsunterhalt, inkl. Kinderzulagen], reduziert auf 80%, für 13 Monate).
	Der Vater verpflichtet sich, diese Schuld in Raten von monatlich CHF 3'600.– (davon CHF 1'360.– Betreuungsunterhalt, inkl. Familienzulage) ab 1. August 2019, zahlbar an die Mutter, und zwar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monat...
	Sämtliche Unterhaltsbeiträge sind auf das Konto der Beklagten bei der UBS zu überweisen (IBAN …).
	b. Kinderunterhalt
	Der Vater verpflichtet sich, ab dem 1. August 2019 […] der Kinder einen monatlichen Kinderunterhalt von CHF 3'600.– (davon CHF 1'360.– Betreuungsunterhalt, inkl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Mutter, und zwar...
	[…]
	4. Grundlagen der Unterhaltsberechnung
	Ziff. 3.6 wird durch folgende Bestimmung ersetzt:
	Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:
	Kläger: CHF 8'500.–  (100% Pensum)
	Beklagte: CHF 0.–
	C._____: CHF  200.–
	D._____: CHF  200.–
	Vermögen:
	Kläger: CHF 0.–
	Beklagte: CHF 0.–
	C._____:  CHF 0.–
	D._____:  CHF 0.–
	familienrechtlicher Bedarf (ab 24. Dezember 2019):
	Kläger: CHF 4'000.–
	Beklagte: CHF 2'000.–
	C._____:  CHF 1'400.–
	D._____:  CHF 1'400.–
	5. Beistandschaft
	Ziff. 3.3 wird durch folgende Bestimmung ersetzt:
	Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft gemäss Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 aufzuheben.
	6. Steuerschulden
	Der Kläger sichert der Beklagten zu, dass er allfällige noch offenen Steuerschulden aus der Zeit vor Rechtskraft des Scheidungsurteils begleichen werde, soweit diese noch nicht beglichen sein sollten.
	7. Widerrufsvorbehalt
	[…]
	8. Vorsorgliche Massnahme
	[…]"
	6. Die weiteren Anträge der Parteien werden abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sind.
	7. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgelegt:
	8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt.
	Es wird davon Vormerk genommen, dass kein Kostenvorschuss einverlangt worden ist.
	9. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	10. Schriftliche Mitteilung an
	- den Kläger, gegen Empfangsschein
	- die Beklagte, gegen Empfangsschein
	- die KESB des Bezirks Meilen, gegen Empfangsschein
	- die Beiständin, F._____, Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) G._____, … [Adresse], vorab per Fax, gegen Empfangsschein.
	11. [Rechtsmittelbelehrung]
	Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019 (Urk. 158 S. 88 ff. = Urk. 169 S. 88 ff.)
	1. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird die Obhut über die Kinder
	 C._____, geboren tt.mm.2008,
	 D._____, geboren tt.mm.2010,
	ab dem 24. Dezember 2019 und bis zur Rechtskraft des nachfolgenden Urteils dem Vater zugeteilt.
	Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinigten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem Kläger ab dem 24. Dezember 201...
	Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz.
	Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persönlichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spielsachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise (Reisepass und ID) mitzugeben.
	2. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird der Beklagten folgendes Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern eingeräumt:
	aa. Ferienaufteilung
	Die Mutter ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._____ und D._____, während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit sich zu nehmen:
	 In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021
	 Jeweils während ersten drei Wochen in den Sommerferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder
	 In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien, gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020.
	Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten.
	bb. Reisemodalitäten
	Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten:
	Die Mutter ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Orten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen sie am ersten Tag nach Schulsch...
	Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferien) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte Tag der drei Sommerferienwoc...
	Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._____, Georgia), oder der Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurze...
	Die Mutter wird verpflichtet,  dem Vater bis spätestens vier Monate im Voraus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Empfang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen, dass die Mutter die Kinder am Wohnsi...
	Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben.
	Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informationen bekanntzugeben und alle...
	cc. Telefon-/Skype-Kontakte
	Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen technischen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Aufnahmen dieser Gespräche z...
	Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu diskutieren.
	3. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme erlischt die Pflicht des Klägers, Kinderunterhaltsbeiträge an die Beklagte zu leisten, am 24. Dezember 2019.
	4. Es wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme festgestellt, dass die Beklagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, ab dem 24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den Kläger zu bezahlen.
	5. Die Teilvereinbarung vom 28. Juni 2019 wird im Übrigen als Vereinbarung über die vorsorglichen Massnahmen genehmigt. Sie lautet wie folgt:
	"  […]
	2. Beistandschaft
	Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft gemäss Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 aufzuheben.
	[…]"
	6. Der Antrag der Beklagten auf Drittschuldneranweisung wird abgewiesen.
	7. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen erfolgt gemäss obigem Urteil.
	8. Die Mitteilung erfolgt gemäss obigem Urteil.
	9. [Rechtsmittelbelehrung]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Vereinbarung der Parteien und der Kindesvertreterin vom 25. Mai 2021 wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:
	2. Die mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen vom 8. Dezember 2016 nach Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtete Beistandschaft über die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2008, und D._____, geboren tt.mm.2010, wird weitergeführt.
	Der Beistand bzw. die Beiständin wird beauftragt, die Betreuungsregelung gemäss Dispositiv Ziffer 1.1 zu überwachen und soweit notwendig die Modalitäten festzulegen.
	3. Die erstinstanzlichen Kostenansätze (Dispositiv-Ziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils vom 28. August 2019), bestehend aus:
	werden bestätigt.
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die erst- und zweitinstanzlichen Gerichtskosten werden dem Kläger und der Beklagten je zur Hälfte auferlegt und mit den von der Beklagten geleisteten Vorschüssen von total CHF 18'000.– verrechnet. Im Mehrbetrag stellt die Gerichtskasse dem Kläger R...
	6. Für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	7. Die Kindesvertreterin, Rechtsanwältin X._____, wird für ihre Bemühungen und Auslagen im zweitinstanzlichen Verfahren mit CHF 13'023.–, zuzüglich CHF 1'002.80 (7.7% Mehrwertsteuer), total CHF 14'025.80, aus der Gerichtskasse entschädigt.
	8. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein
	 an die Parteien unter Beilage einer Kopie von Urk. 257
	 an die Kindesvertreterin
	 an die Vorinstanz
	 an das Migrationsamt des Kantons Zürich im Beschluss- und Urteilsdispositiv
	 an die KESB Meilen hinsichtlich Beschlussdispositiv-Ziffern 1 und 2 sowie Urteilsdispositiv-Ziffern 1.1 bis 1.3 und 2
	 an die Beiständin F._____, Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) G._____, … [Adresse], hinsichtlich Beschlussdispositiv-Ziffern 1 und 2 sowie Urteilsdispositiv-Ziffern 1.1 bis 1.3 und 2

	9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...