# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc5d53cb-3062-5825-9cbb-1369b91e07ae
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.01.2023 725 2022 119 / 05 (725 22 119 / 05)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2022-119---05_2023-01-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Januar 2023 (725 22 119 / 05) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Natürliche Kausalität in Bezug auf die im Zusammenhang mit dem Rückfall erhobenen Be-

funde zu Recht verneint.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.a Der 1993 geborene A.____ arbeitete beim Spital B.____ und war in dieser Eigenschaft 
bei der SWICA Gesundheitsorganisation (SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 25. September 2017 
prallte der Versicherte am 24. September 2017 beim Fussballspielen mit dem Goalie zusammen, 
wobei er sich eine undislozierte Querfraktur der Patella am linken Knie zuzog. Die SWICA aner-
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder 
und Heilungskosten). Im September 2018 nahm A.____ die Arbeit wieder auf. 

 

 
 
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A.b Am 16. Juli 2021 wurde der SWICA ein Rückfall gemeldet. In diesem Zusammenhang 
wurden persistierende Schmerzen am linken Knie begleitet von einer Schwellung diagnostiziert. 
Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse verneinte die SWICA mit Verfügung vom 
22. Dezember 2021 einen Leistungsanspruch. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, 
dass die geltend gemachten Beschwerden gemäss Beurteilung ihres beratenden Arztes nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang zum stattgehabten Ereignis 
vom 24. September 2017 stünden. Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin mit Ein-
spracheentscheid vom 1. April 2022 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. April 
2022 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er die Abänderung des Einspracheentscheids so-
wie die Zusprache der gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem gemeldeten Rückfall. 
Als Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass die Aktenbeurteilungen des beraten-
den Arztes, auf welche sich der leistungsablehnende Entscheid der SWICA stütze, nicht über den 
erforderlichen Beweiswert verfügen würden. Gestützt auf die Beurteilung seines behandelnden 
Arztes sei die Kausalität zwischen dem Unfall und den aktuellen Beschwerden hinreichend be-
legt. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juli 2022 schloss die SWICA auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG), dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf 
die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer 
beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist 
nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend hatte der Beschwerdeführer im 
Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft, sodass die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56. Es 
ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Üb-
rigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 24. April 2022 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

 

 
 
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versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten 
Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit 
dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu min-
destens 10 Prozent invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters 
ereignet hat. 
 
2.2 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle und 
Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 V 456 
E. 4b, 118 V 293 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer ver-
meintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes 
Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu ei-
nem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit 
begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtspre-
chung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 293 E. 2c mit Hin-
weisen). 
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt unter anderem voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheitskosten, Arbeitsunfähig-
keit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 
129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in 
der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche o-
der geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung ent-
fiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und 
einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im 
Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 
E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 353 E. 5b). 

 

 
 
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3.2 Da ein Rückfall begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliesst (vgl. E. 2.2 hier-
vor), kann er eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den er-
neut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Ge-
sundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 327 E. 2; BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen). Dabei gilt es klarzustellen, dass der Unfallver-
sicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf der Anerkennung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren 
durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt vielmehr der versicherten Person, das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall 
mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit nachzuweisen. Dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen 
zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesund-
heitlichen Beeinträchtigung ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55; Urteil des Bundesgerichts vom 23. 
November 2022, 8C_448/2022, E. 2.3 mit zahlreichen Hinweisen). Bei Beweislosigkeit fällt der 
Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2010, 
8C_113/2010, E. 2.3; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Werden durch einen Unfall Beschwer-
den verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten 
Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome ge-
geben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_506/2008, E. 3.1 mit Hinweis). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das 
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 

 

 
 
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den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Be-
richte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein An-
stellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
5.1  Für die Beurteilung der vorliegend umstrittenen Frage der natürlichen Kausalität sind im 
Wesentlichen die folgenden medizinischen Unterlagen von Relevanz: 
 
5.2.1 Wie eingangs dargelegt, erlitt der Versicherte am 24. September 2017 einen Unfall. Die 
erstbehandelnden Ärzte diagnostizierten eine wenig dislozierte Patellaoberpolfraktur am linken 
Knie, die am 28. September 2017 eine offene Reposition und eine interne Fixation indizierte (vgl. 
Operationsbericht des Spitals B.____ vom 5. Oktober 2017, SWICA-act. 6) und eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit nach sich zog.  
 
5.2.2 In einem Sprechstundenbericht vom 13. Dezember 2017 wurde ein erfreulicher Verlauf 
festgestellt. Es zeige sich noch eine Schwäche der Quadrizepsmuskulatur, weshalb die Weiter-
führung der Physiotherapie zu empfehlen sei. Es wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 31. Dezember 2017 und für die Zeit danach eine solche von 50% attestiert.  
 
5.2.3 Nachdem der Versicherte im Rahmen von weiteren Verlaufskontrollen vom 15. März 
2018 und 4. April 2018 über weiterhin bestehende suprapatellare Schmerzen bei Belastung be-
richtet hatte, erfolgte am 13. April 2018 eine Bursektomie, eine Rarefizierung der hypertrophen 
Quadrizepssehne sowie eine Arthrotomie mit Entfernung von überschüssigem Narbengewebe.  
 
5.2.4 In einer Verlaufskontrolle vom 12. Juni 2018 wurde über eine noch bestehende Schwel-
lungsneigung suprapatellar nach Belastung berichtet und eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bis 
30. Juni 2018 attestiert. 
 
5.2.5 Mit Sprechstundenbericht vom 4. September 2018 wurde festgehalten, dass teilweise 
noch Schmerzen am Oberrand der Patella bestünden. Fussballspielen sei aber möglich. Bei 
grundsätzlich schmerzlosem Patienten erfolge nun der Abschluss der Behandlung. Des Weiteren 
wurde eine vollständige Arbeitsfähigkeit diagnostiziert.  

 

 
 
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5.3.1 Im Zusammenhang mit dem gemeldeten Rückfall vom 16. Juli 2021 berichtete 
Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
am 17. August 2021, dass der Patient immer wieder Ergussbildungen habe, vor allem nach län-
gerer oder stärkerer Belastung. Gleichwohl könne er nach wie vor gewisse Sportarten ausüben, 
wie zum Beispiel Fussballspielen. Dies jedoch mit anschliessender Einschränkung der Funktion 
des Kniegelenks. Daher bestehe sicherlich eine Restproblematik. Hinzu komme, dass der Vastus 
medialis im Seitenvergleich deutlich atropher sei. Dieser Indikatormuskel wäre ansonsten deutlich 
besser ausgebildet. In einem entsprechend veranlassten MRI wurde eine narbige Veränderung 
der Quadrizeps- und Patellarsehne bei einem Status nach Patellaquerfraktur und Osteosynthese 
erhoben. Ferner ergab sich ein fokaler Knorpeldefekt an der medialen Trochlea sowie ein deutli-
cher Gelenkerguss und eine Synoviaverdickung bei Synovialitis. Als Therapie wurde eine Arthro-
skopie mit Entfernung des überschüssigen Weichteilgewebes sowie Bakteriologie und Histologie 
am linken Knie empfohlen (vgl. hierzu auch Bericht der Klinik D.____ vom 3. September 2021, 
SWICA-act. 47).  
 
5.3.2 Am 14. September 2021 legte die Beschwerdegegnerin das Aktendossier 
Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vor. Dieser führte hierzu im Wesentlichen aus, dass der Patient drei Jahre nach der letzten Ope-
ration erneut unter stärkeren Ergussbildungen leide. Ein Unfall sei zwischenzeitlich nicht mehr 
aufgetreten. Ein neues MRI des linken Knies vom 24. August 2021 habe erstmals eine Erguss-
bildung dokumentiert. Im Bereich der ehemaligen Patellaquerfraktur seien die Knorpel- und Kno-
chenverhältnisse im besagten MRI unauffällig gewesen. Eine noch nachweisbare, aber diskrete 
Vernarbung der Quadrizepssehne könne eine Ergussbildung nicht überwiegend wahrscheinlich 
erklären. Gegenüber dem MRI vom 3. April 2018 habe nun aber am 24. August 2021 neu ein 
deutlicher Knorpelschaden im Bereich der Trochlea medial bestanden. Dieser Knorpelschaden 
habe nicht durch das Ereignis vom 24. September 2017 entstehen können, da es keine Hinweise 
auf eine Knochen- oder Knorpelkontusion im MRI vom 3. April 2018 gegeben habe. Bei diesem 
Knorpelschaden, welcher durchaus zu einer symptomatischen Ergussbildung führen könne, 
handle es sich überwiegend wahrscheinlich um eine unfallfremde, degenerative Veränderung. 
Anhand des Berichts von Dr. C.____ könne nicht eruiert werden, was jener genau mit dem über-
schüssigen Weichteilgewebe gemeint habe. Die Tatsache, dass er eine Biopsie und gleichzeitig 
eine intravenöse, antibiotische Behandlung veranlassen wolle, müsse als Zeichen dafür gewertet 
werden, dass er von der Möglichkeit eines Gelenkinfekts ausgegangen sei. Allerdings erwähne 
er in seinen Berichten vom 17. und 27. August 2021 nicht, auf welche Fakten er das Vorliegen 
einer möglichen Infektion abstütze. Er würde keine Fieberepisoden oder auffällige Blutanalysen 
erwähnen. Eine vorgängige Punktion mit Zellzahl-Analyse und bakteriologischer Untersuchung 
habe der Behandler offensichtlich nicht erwogen. Gestützt auf die vorhandenen Akten könne 
keine Indikation zum vorgeschlagenen Eingriff erkannt werden, solange nicht vorgängig ein Ge-
lenksinfekt mittels Blutanalysen und Punktion habe diagnostiziert werden können. Falls beim Ver-
sicherten tatsächlich ein Low-grade-lnfekt des linken Knies vorliegen sollte, so stünde dieser 
überwiegend wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang zum Ereignis vom 24. Septem-
ber 2017. Ein postoperativer lnfekt nach Arthrotomie, insbesondere wenn es sich um einen Low-

 

 
 
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grade-lnfekt handle, könne auch noch nach Jahren auftreten. Sollte aber ein lnfekt ausgeschlos-
sen werden können, so stünden die Behandlungen seit dem 16. Juli 2021 überwiegend wahr-
scheinlich nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang zum Ereignis, da sich in den MRI-
Bildgebungen vom 24. August 2021 keine posttraumatischen Befunde mehr finden lassen wür-
den, welche einen Schmerz, eine Ergussbildung oder ein mechanisches Problem am Knie des 
Versicherten erklären könnten. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. C.____ vorgängig zur Eva-
luation einer Arthroskopie keine Abklärung der Ätiologie des Ergusses mittels Punktion des Ge-
lenks vorgenommen habe. Mit einer Punktion und Zellzahl-Analyse könnten bereits wichtige Hin-
weise auf die Ätiologie der Ergussbildung gefunden werden. Eine zellarme Punktion würde für 
das Vorliegen eines degenerativen Knorpelschadens der Trochlea sprechen. Eine hohe Zellzahl 
ohne bakteriologischer Keimnachweis könnte für eine primäre entzündliche Arthropathie spre-
chen (rheumatisches Leiden). Sowohl eine degenerative Knorpelerkrankung der Trochlea wie 
auch eine primäre entzündliche Arthropathie würden kaum von einer Arthroskopie profitieren. 
Eine Gelenkpunktion wäre nicht nur von diagnostischer, sondern auch therapeutischer Bedeu-
tung. Eine arthroskopische Biopsieentnahme der Synovia sei erst dann gerechtfertigt, wenn sus-
pekte Zeichen wie persistierend Leukozytose im Blut, eine Erhöhung des C-reaktiven Proteins 
(CRP) im Blut und eine hohe Zellzahl im Gelenkpunktat ohne Keimnachweis vorliegen würden. 
 
5.3.3 Am 16. September 2021 nahm Dr. C.____ zu Rückfragen infolge der vorstehend ergan-
genen Aktenbeurteilung zuhanden der Beschwerdegegnerin Stellung. Dr. C.____ verneinte die 
Frage, ob beim Versicherten zurzeit ein Low-grade-Infekt vorliege. Die operative lntervention 
habe indessen zum Ziel, diese Frage zu klären. Es bestehe ein Verdacht aufgrund der MRI-
Bildgebungen. Eine Gelenkspunktion und eine Blutanalyse seien bisher nicht erfolgt. Die entspre-
chenden Fragen seien durch die anstehende Arthroskopie zu klären. Die Kausalität sei insofern 
gegeben, als der Patient vor der Fraktur mit anschliessender Vorsorgung und Materialentfernung 
keine Probleme mit dem Knie gehabt habe. Seit dem Unfall bestünden die Beschwerden. Die 
Beschwerden seien mit dem MRI erklärbar. Indessen müsse nun das Reizproblem, welches seit 
dem Unfall und der Versorgung bestehe, evaluiert und gefunden werden. Die eingeleiteten Mas-
snahmen seien daher unfallkausal.  
 
5.3.4 Mit darauffolgender Stellungnahme vom 17. September 2021 bekräftigte Dr. E.____ 
seine Ausführungen vom 14. September 2021. Er stellte im Wesentlichen fest, dass den vorlie-
genden Sprechstundenberichten von Dr. C.____ unter den aufgeführten Diagnosen an keiner 
Stelle ein Verdacht auf einen lnfekt zu entnehmen sei. ln seinen Sprechstundenberichten vom 
26. August 2021 und 3. September 2021 habe er eine Arthroskopie mit synovialer Resektion 
(Synovektomie) und Bakteriologie und Histologie des Knies links vorgeschlagen. Er habe aber in 
den zitierten Berichten nicht explizit zu einem Verdacht auf einen Low-grade-Infekt Stellung ge-
nommen. Er würde auch keine Angaben über den Allgemeinzustand des Patienten oder febrile 
Zustände machen. Anhand der Berichte könne nicht eruiert werden, ob die von Dr. C.____ vor-
geschlagene mikrobiologische Probeentnahme einem routinemässigen Vorgehen entspreche o-
der ob er doch (unerwähnte) lndizien erkannt habe, welche für das Vorliegen eines lnfektes spre-
chen würden. Dr. C.____ habe am 17. August 2021 einen deutlichen Erguss mit Synoviaverdi-
ckung bei Synovialitis beschrieben. Die Verdickung der Synovia könnte aber auch durch die bei-
den vorausgegangenen Operationen erklärbar sein, im Sinne einer unspezifischen Vernarbung. 

 

 
 
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Es fänden sich keine Äusserungen über die Ätiologie des Ergusses. Das erfolgte nativ-MRI ohne 
intravenöse Kontrastmittelapplikation sei nicht geeignet, über die Ätiologie der Ergussbildung 
Auskunft zu geben (degenerativ, entzündlich, septisch). Selbst ein MRI mit intravenöser Kontrast-
mittelapplikation bleibe unsicher in der Beurteilung der Frage, ob ein Infekt vorliege. Ein lnfekt sei 
prinzipiell nach jedem Eingriff am Kniegelenk, selbst nach jeder Kniegelenkspunktion, möglich, 
weshalb es korrekt sei, differenzialdiagnostisch an das Vorliegen eines solchen Infekts zu den-
ken. Gleichwohl dürften auch andere beim Versicherten wahrscheinlichere Diagnosen nicht aus-
geblendet werden, insbesondere wenn es sich nicht um eine Notfallsituation handle. Das unmit-
telbare Arthroskopieren sei nur bei einer Notfallsituation mit Vorliegen einer eindeutig septischen 
Gonitis gerechtfertigt, was beim Versicherten überwiegend wahrscheinlich nicht der Fall sei. Dr. 
E.____ bekräftigte ferner, dass die Chondromalazie der Trochlea nicht in einem kausalen Zusam-
menhang zum Ereignis stehe, da diese am 24. September 2017 nicht verletzt worden sei. Es 
handle sich hier um eine leichte degenerative Veränderung, die sich schicksalsmässig beim Ver-
sicherten eingestellt habe. Zusammenfassend stimme er mit Dr. C.____ überein, dass die aktu-
ellen Beschwerden des Patienten überwiegend wahrscheinlich durch den nur mässiggradigen 
Erguss erklärt werden können. Die Ätiologie der Ergussbildung hingegen sei noch nicht genügend 
abgeklärt worden. Seitens der SWICA bestehe nur dann eine Pflicht, die Kosten einer weiteren 
Arthroskopie zu übernehmen, wenn mittels notwendiger Vorabklärungen (Blutbild: CRP, Leuko-
zyten; Kniegelenkpunktion mit Zellzahl-Analyse, Kristallsuche, mikrobiologische Untersuchun-
gen) ein hochgradiger Verdacht auf das Vorliegen eines lnfekts bestehe. In Bekräftigung der Be-
urteilung vom 14. September 2021 sei daran festzuhalten, dass der Patient bezogen auf das 
Unfallereignis vom 24. September 2017 keine medizinischen Behandlungen mehr brauche, aus-
ser es lasse sich unerwartet ein Low-grade-Infekt diagnostizierten.  
 
5.3.5 Am 21. September 2021 erfolgte die Arthroskopie (vgl. Operationsbericht der Klinik 
D.____ vom 21. September 2021, SWICA-act. 64). Mit Bericht vom 9. November 2021 diagnos-
tizierte Dr. C.____ leicht vorhandene Restbeschwerden. Die präoperativen Schmerzen seien 
nicht mehr vorhanden. Es sei ein Aufbautraining zu empfehlen. Dabei sollte der Vastus medialis 
intensiv trainiert werden. In Bezug auf die ablehnende Haltung der Versicherung sei anzumerken, 
dass es sich beim vorliegenden Beschwerdebild klar um eine posttraumatische Verletzung resp. 
Veränderung handle. Sowohl die Vernarbungen, die gelöst worden seien, als auch die Knorpel-
schäden retropatellar resp. trochlear seien klar posttraumatisch. Die Biopsien betreffend die Bak-
teriologie und Histologie würden keinerlei Infektzeichen zeigen. Es sei davon auszugehen, dass 
die im Operationsbericht beschriebenen Rötungen durch die mechanische Reizung und die Ver-
wachsungen infrapatellar bedingt gewesen seien.  
 
5.3.6 Am 17. Dezember 2021 legte die Beschwerdegegnerin das Aktendossier erneut 
Dr. E.____ vor. Dieser nahm zu den zwischenzeitlich ergangenen Berichten, namentlich zum 
Operationsbericht vom 21. September 2021, sowie zur intraoperativen Fotodokumentation und 
den dokumentierten Biopsieentnahmen Stellung (vgl. hierzu ausführlich die Stellungnahme vom 
17. Dezember 2021, SWICA-act. 88). Zusammenfassend bekräftigte er, dass anhand der neu 
vorliegenden Dokumente, insbesondere des Operationsberichts vom 21. September 2021, keine 
neuen Erkenntnisse betreffend den Zustand des linken Knies erkannt werden könnten. Die fest-
gehaltenen Pathologien im Bereich des Patellaunterpols könnten gemäss Operationsbericht nicht 

 

 
 
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überwiegend wahrscheinlich einer posttraumatischen Pathologie zugeordnet werden. Dies sei 
bereits in den vorgängigen Aktenbeurteilungen ausführlich dargelegt worden. Es bestünden hin-
gegen gemäss den neu vorgelegten Berichten und Fotodokumentationen erhebliche Divergen-
zen, lnkonsistenzen und Widersprüche. Exemplarisch müsse hier die Synovektomie erwähnt wer-
den, welche lediglich in der Diagnoseliste des Operationsberichts fungiere, danach aber nicht 
beschrieben und auch nicht fotografisch dokumentiert worden sei. Ebenso gehöre dazu die Dis-
krepanz zwischen der vom Operateur als erheblich eingestuften diffusen Rötung im ganzen Ge-
lenk und dem fotographischen Nachweis einer geringfügigen Rötung lediglich in bestimmten Ge-
bieten des Gelenkraums (infrapatellar, interkondylär). Diese nur geringfügige Rötung habe keine 
histologische Abbildung gefunden. Daran zu erinnern sei ferner, dass sowohl anlässlich der Er-
stoperation vom 5. Oktober 2017 wie auch der Folgeoperation vom 16. April 2018 ausschliesslich 
Pathologien im Bereich des Patellaoberpols beschrieben und saniert worden seien. Die jetzt gel-
tend gemachten Veränderungen am Patellaunterpol könnten schon allein aufgrund dieser Tatsa-
che nicht posttraumatisch entstanden sein. Diese Aussage werde gestützt durch ein MRI im Be-
reich des Patellaunterpols sowie femoropatellar vom 3. April 2018. Die in der Operation vom 21. 
September 2021 sanierte Pathologie im Bereich des Patellaunterpols könne degenerativ bedingt 
und ohne zeitlichen Bezug zum Unfallereignis genügend erklärt werden.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des vorliegend strittigen medi-
zinischen Sachverhalts auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. E.____ vom 14. und 
21. September 2021 sowie 17. Dezember 2021. Demzufolge ging sie davon aus, dass die im Juli 
2021 als Rückfall gemeldeten Beschwerden am linken Knie nicht überwiegend wahrscheinlich 
auf das Ereignis vom 24. September 2017 zurückzuführen seien. 
 
6.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Die Beurteilungen von 
Dr. E.____ erfüllen sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an eine beweistaugliche 
Beurteilungsgrundlage stellt (vgl. E. 4.2 hiervor). Dr. E.____ setzt sich hinreichend mit den we-
sentlichen medizinischen Unterlagen auseinander und vermittelt insgesamt ein vollständiges Bild 
des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Alsdann nimmt er eine eingehende und 
schlüssige Beurteilung der Kausalitätsfrage vor. So legt er insbesondere nachvollziehbar dar, 
dass anlässlich der Erstoperation vom 5. Oktober 2017 wie auch der Folgeoperation vom 16. April 
2018 ausschliesslich Pathologien am Patellaoberpol zu verzeichnen gewesen seien. Demgegen-
über seien die mit Rückfall geltend gemachten Veränderungen (namentlich der deutliche Knor-
pelschaden im Bereich der Trochlea medial) neu am Patellaunterpol bzw. retropatellar auszu-
machen, was per se schon gegen eine posttraumatische Verursachung sprechen würde. Seine 
Aussagen stützt er insbesondere mit dem MRI-Befund vom 3. April 2018, in dessen Rahmen sich 
im Bereich der im Zusammenhang mit dem Rückfall erhobenen Befunde des Patellaunterpols 
und der Trochlea unauffällige Knorpelverhältnisse gezeigt hätten. Anhand eines Vergleichs zwi-
schen den damaligen und den aktuellen Bildgebungen vom August 2021 bekräftigt er, dass auch 
aktuell keine Knochenalterationen im ehemaligen Frakturgebiet erhoben worden seien. Einleuch-
tend legt er dar, dass ein Infekt zwar nach jedem Kniegelenkseingriff und auch noch nach Jahren 
möglich sei, den Berichten von Dr. C.____ aber keinerlei Hinweise (Fieberepisoden, auffällige 
Blutanalysen) für eine den Kausalzusammenhang begründende Low-grade-Infektion zu entneh-
men seien. Dies insbesondere auch, da der Behandler keine vorgängige Punktion mit Zellzahl-

 

 
 
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Analyse und bakteriologischer Untersuchung erwogen habe, welche indessen das übliche diag-
nostische Vorgehen bei einem Verdacht auf einen entsprechenden Infekt darstelle (vgl. Stellung-
nahme vom 17. September 2021, S. 2). Überzeugend gelangt er zum Ergebnis, dass die neu 
erhobenen Befunde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer posttraumatischen Patho-
logie zugeordnet werden könnten. Schliesslich kommt er unter ausführlicher Bezugnahme auf die 
intraoperative Fotodokumentation sowie die Biopsieentnahmen nachvollziehbar zum Schluss, 
dass an dieser Auffassung auch nach dem erfolgten Eingriff vom 21. September 2021 festzuhal-
ten sei.  
 
6.3.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an den vorstehenden Ausführungen 
nichts zu ändern. Er stützt sich im Wesentlichen auf die Einschätzung von Dr. C.____, welcher 
eine Kausalität zum ursprünglichen Ereignis bejaht habe. Die Äusserungen von Dr. C.____ zur 
Kausalitätsfrage erschöpfen sich jedoch im Wesentlichen in der Feststellung, dass es sich bei 
den erhobenen Befunden um posttraumatische Verletzungen resp. Veränderungen handeln 
würde. Eine nachvollziehbare Begründung für diese Aussage lässt sich seinen Berichten jedoch 
nicht entnehmen. Genauso wenig findet eine argumentative Auseinandersetzung mit den über-
zeugenden Ausführungen von Dr. E.____ statt. Es wird aus den Berichten von Dr. C.____ nicht 
ersichtlich, inwiefern die neu erhobenen Befunde in einem Kausalzusammenhang zum ursprüng-
lichen Ereignis stehen sollen. Den Feststellungen von Dr. C.____ lassen sich denn auch keine 
Hinweise entnehmen, die Zweifel an den Ausführungen des beratenden Arztes zu wecken ver-
möchten. Im Gegenteil hält Dr. C.____ im Nachgang an den erfolgten Eingriff vom 21. September 
2021 im Einklang mit der Aktenlage fest, dass die Biopsien betreffend die Bakteriologie und His-
tologie keinerlei Infektzeichen gezeigt hätten. Damit bestätigt er letztlich die von Dr. E.____ be-
reits vor dem besagten Eingriff vertretene Auffassung, wonach es an Hinweisen für eine Low-
grade-Infektion mangle. Wenn Dr. C.____ die Kausalität schliesslich wiederholt damit begründet, 
dass der Versicherte vor dem Unfallereignis keine Kniebeschwerden gehabt habe, ist zu erwi-
dern, dass es sich hierbei um eine beweisrechtlich untaugliche "Post-hoc-ergo-propter-hoc-Argu-
mentation" handelt. Eine gesundheitliche Schädigung kann demnach nicht schon deswegen als 
durch einen Unfall verursacht gelten, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 
119 V 341 E. 2b/bb). 
 
6.3.2 Soweit der Beschwerdeführer sich ferner auf Brückensymptome berufen möchte, gilt es 
festzuhalten, dass zwischen dem Sprechstundenbericht vom 4. September 2018, worin der Ab-
schluss der Behandlung festgestellt wurde, und dem Besuch bei Dr. C.____ im August 2021, 
anlässlich dessen eine MRI-Untersuchung angeordnet wurde, weder eine Arbeitsunfähigkeit vor-
lag noch eine Behandlung stattfand. Zudem fehlt es an echtzeitlichen ärztlichen Aussagen über 
Brückensymptome. Hinsichtlich der im MRI vom August 2021 noch nachweisbaren diskreten Ver-
narbung der Quadrizepssehne kommt Dr. E.____ ebenso überzeugend zum Schluss, dass diese 
eine Ergussbildung nicht überwiegend wahrscheinlich erklären könne (vgl. E. 5.3.2 hiervor). Des-
sen ungeachtet geht aus den vorstehenden Erwägungen hervor, dass andere gewichtige Um-
stände gegen einen Kausalzusammenhang sprechen. Nachdem es vorliegend auch an eindeuti-
gen Brückensymptomen mangelt, hat der Beschwerdeführer letztlich die Folgen der Beweislosig-
keit zu tragen (vgl. E. 3.2 hiervor).  
 

 

 
 
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7. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die ver-
sicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. E.____ die natürliche Kausalität in Bezug auf die 
im Zusammenhang mit dem Rückfall erhobenen Befunde im Juli 2021 sowie eine entsprechende 
Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint hat. Die gegen den 
Einspracheentscheid vom 1. April 2022 erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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