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**Case Identifier:** ca4ef4db-b6c9-58e9-8028-9a9bb74079d1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.06.2021 IV 2020/120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-120_2021-06-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/120

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.12.2021

Entscheiddatum: 21.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2021
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Prüfung der Höhe der Arbeitsfähigkeit und 
deren Verwertbarkeit. Anspruch auf eine befristete halbe Rente. Im Übrigen 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2021, IV 2020/120).

Entscheid vom 21. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

IV 2020/120

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 17. Januar 2012 unter Hinweis 

auf seit vier Monaten bestehende Rückenschmerzen und nach einer am 5. Januar 2012 

durchgeführten Rückenoperation zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 

(IV) an (IV-act. 1). Zu dieser Zeit war die Versicherte zu 100 % als Betriebs- bzw. 

Produktionsmitarbeiterin bei der B.___ AG angestellt (IV-act. 9). Dr. med. C.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin hatte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % ab dem 25. August 2011, von 50 % ab dem 3. Oktober 2011 und von 100 

% ab dem 4. Januar 2012 attestiert. Ab dem 19. März 2012 bescheinigte er ihr eine 

50%-ige, ab dem 16. April 2012 eine 25%-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 23).

A.a. 

Am 21. September 2012 erlitt die Versicherte bei der Arbeit einen Unfall 

(Versicherungsdeckung bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [Suva]). Sie 

geriet beim Ausrichten von Verbundbahnen zwischen die einzelnen Lagen und 

quetschte sich die rechte Mittelhand (vgl. dazu ausführlich den Sachverhalt im 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020, 

UV 2019/38). Am 28. Februar 2013 meldete sie sich bei Beeinträchtigungen an der 

rechten Hand erneut bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 25). Die IV-Stelle zog 

fortlaufend die Akten der Suva bei und wartete vorerst deren Abklärungen ab (IV-act. 

35-2).

A.b. 

Vom 17. Februar bis 7. März 2014 liess sich die Versicherte in den Kliniken D.___ 

stationär behandeln. Die verantwortlichen Ärzte bescheinigten ihr mit Bericht vom 24. 

März 2014 bei Austritt eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wie 

auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (IV-act. 50). Am 30. Juni 2014 kündigte die 

B.___ AG der Versicherten per 30. September 2014 (IV-act. 56). Vom 28. Oktober bis 

A.c. 

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18. November 2014 hielt sich die Versicherte in der Rehaklinik Bellikon auf. Mit 

Austrittsbericht vom 19. November 2014 attestierten ihr die Ärzte (bei erheblicher 

Symptomausweitung) in angestammter und leichter Tätigkeit (bezogen auf die rechte 

Hand: ohne häufig wiederholten Krafteinsatz; ohne Kälteexposition; ohne häufig 

wiederholte, gleichförmige Bewegungen in hohem Tempo) eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit (act. 13-14 ff. Fremdakten).  Mit Schreiben vom 19. November 2014 

stellte die Suva die Taggeldleistungen per 30. November 2014 ein (act. 13-29 

Fremdakten).

Am 11. April 2016 wurde die Versicherte durch med. pract. E.___, Suva-

Kreisärztin, Fachärztin für Chirurgie, untersucht (act. 21 Fremdakten). Nach Einholung 

weiterer Arztberichte kam diese mit Beurteilung vom 12. Mai 2016 zum Schluss, dass 

der medizinische Endzustand erreicht und eine leichte Tätigkeit ganztags zumutbar sei 

(act. 29 Fremdakten). Mit Verfügung vom 21. Juni 2016 lehnte die Suva einen 

Rentenanspruch ab (act. 32 Fremdakten). Diese Verfügung blieb unangefochten.

A.d. 

Der regionale ärztliche Dienst (RAD) der IV empfahl mit Stellungnahme vom 1. 

März 2017 eine polydisziplinäre Begutachtung (IV-act. 92-2). Eine solche gab die IV-

Stelle in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neuropsychologie und 

Psychiatrie in der Folge bei der medizinischen Gutachterstelle medexperts ag in St. 

Gallen (nachfolgend: medexperts) in Auftrag (IV-act. 94). Die Untersuchungen fanden 

am 11., 12. und 13. Juli 2017 statt (IV-act. 97) und das Gutachten wurde am 11. August 

2017 ausgefertigt (IV-act. 98). In der polydisziplinären Zusammenfassung wurden keine 

Diagnosen / Befunde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (IV-act. 98-49). 

Es bestehe keine Einschränkung für die angestammte mittelschwere Tätigkeit. Nicht 

zumutbar seien körperlich schwere Tätigkeiten mit regelmässigem Heben über 15 

Kilogramm, häufige Zwangshaltungen und häufiges Hocken oder Kauern (IV-act. 

98-54). Nachdem die medexperts Rückfragen beantwortet hatte (IV-act. 100, 103), 

erachtete der RAD das Gutachten für beweistauglich. Mit Vorbescheid vom 23. Februar 

2018 wurde der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 0 % die Abweisung des 

Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt (IV-act. 107). Dagegen erhob der 

Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, 

am 28. Februar 2018 Einwand. Dabei reichte er Berichte der Neurologie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) ein, in welchen als Diagnose ein komplexes 

A.e. 

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B.  

regionales Schmerzsyndrom (CRPS) Typ I an der rechten Hand festgehalten wurde (IV-

act. 110).

Auf Anraten des RAD (IV-act. 128, 146) holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein 

(IV-act. 131 ff.) und veranlasste bei medexperts ein (Verlaufs-)Gutachten unter 

zusätzlichem Einbezug einer neurologischen Expertise (exklusive einer weiteren 

neuropsychologischen Untersuchung; IV-act. 147). Dieses wurde am 24. Oktober 2019 

ausgefertigt (Untersuchungsdaten 17., 18. und 19. September 2019; IV-act. 150 f.). Mit 

Konsensbeurteilung hielten die Fachärzte als Diagnosen / Befunde mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit einen neuropathischen Schmerz und einen Verdacht auf zusätzliche 

nozizeptive Schmerzen (mixed pain) an der rechten Hand nach Nervenschädigung 

nach Quetschtrauma mit Mindergebrauch der rechten Hand durch Entwicklung eines 

neglect like-Syndroms, eine Bewegungseinschränkung, Schmerzen und Schwellung an 

der rechten Hand bei Status nach Quetschtrauma, differentialdiagnostisch am 

wahrscheinlichsten Spätfolgen eines durchgemachten CRPS sowie eine Chondrose L3 

bis L5 bei Status nach Diskushernienoperation L4/5 mit mikrochirurgischer 

Dekompression Recessus lateralis L4/5 rechts und Foraminotomie L5/S1 fest (IV-act. 

151-7). In der bisherigen Tätigkeit sei die Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer 

angepassten Tätigkeit sei bei zeitlich voller Präsenz eine Arbeitsfähigkeit von 60 % 

unter Berücksichtigung der Schmerzen zumutbar (IV-act. 151-10 f.).

A.f. 

Nach Vorlage des Gutachtens beim RAD (IV-act. 153) ersetzte die IV-Stelle den 

Vorbescheid vom 23. Februar 2018 mit einem solchen vom 4. Februar 2020 und stellte 

erneut, bei einem Invaliditätsgrad von 37 %, die Abweisung des Rentenbegehrens in 

Aussicht (IV-act. 156). Dagegen erhob Dr. Pedergnana am 5. Februar 2020 Einwand 

(IV-act. 158). Mit Verfügung vom 12. Mai 2020 verneinte die IV-Stelle bei einem 

Invaliditätsgrad von 37 % einen Rentenanspruch (IV-act. 160).

A.g. 

Gegen die Verfügung vom 12. Mai 2020 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 8. Juni 2020. Der Rechtsvertreter der Versicherten (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) beantragte darin die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache 

einer ganzen, eventualiter halben Rente. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Es werde die Vereinigung 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

dieses Verfahrens mit dem Verfahren UV 2019/38 beantragt, sofern es dadurch nicht zu 

einer grösseren Verzögerung komme (act. G 1).

Am 15. September 2020 teilte das Versicherungsgericht Dr. Pedergnana im 

Verfahren UV 2019/38 mit, dass der beantragten Vereinigung nicht stattgegeben werde 

(vgl. lit. D.d und D.e im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 16. November 2020, UV 2019/38).

B.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Feststellung, dass die Beschwerdeführerin von September 

2013 bis Februar 2015 Anspruch auf eine befristete Viertelsrente habe. Im Übrigen sei 

die Beschwerde abzuweisen. Die Verfahren seien nicht zu vereinigen (act. G 6).

B.c. 

Mit Replik vom 15. Februar 2021 beantragte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin, dass die Verfügung vom 12. Mai 2020 aufzuheben sei. Es sei der 

Beschwerdeführerin eine ganze Rente, eventualiter eine Teilrente auszurichten. Es sei 

der Beschwerdeführerin von September 2013 bis Februar 2015 eine halbe Rente 

zuzusprechen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 14).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 

16).

B.e. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

B.f. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit 

1.1. 

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verstanden. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50 % vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % auf eine Viertelsrente.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das 

gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 

1.2. 

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2.

In einem ersten Schritt ist zu prüfen, von welcher medizinisch-theoretischen 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Diesbezüglich stützen sich die 

Parteien auf das Gutachten der medexperts vom 24. Oktober 2019 (IV-act. 151; vgl. im 

Sachverhalt lit. A. f).

welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 

61 lit. c ATSG). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, 

ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen 

haben Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche 

Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 4a). Die Verwaltung resp. das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 

Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit 

Hinweisen).

1.3. 

Beim Gutachten der medexperts vom 24. Oktober 2019 handelt es sich um ein im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholtes Administrativgutachten von 

versicherungsexternen Experten. Die Beurteilungen in den Disziplinen Allgemeine 

Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie ergingen nach ausführlichen 

persönlichen Untersuchungen, scheinen für die streitigen Belange umfassend, 

beantworten die Frage nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin und berücksichtigen die geklagten Beschwerden. Gestützt darauf 

wurden schlüssig (neuropathische) Schmerzen und Bewegungseinschränkungen 

2.1. 

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inklusive Schwellung an der rechten Hand, verursacht durch die Quetschverletzung 

vom 21. September 2012, sowie Rückenschmerzen aufgrund einer Chondrose L3 bis 

L5 bei Status nach einer Diskushernienoperation L4/5 festgehalten (IV-act. 151-7). 

Diesen Befunden massen die Gutachter nachvollziehbar Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit zu. Einschränkungen in internistischer oder psychiatrischer Hinsicht 

wurden keine erhoben (IV-act. 151-11). Das beschriebene Zumutbarkeitsprofil (IV-act. 

151-11) bzw. die bescheinigte qualitative Arbeitsfähigkeit ist, soweit die Schmerzen / 

Funktionsbeeinträchtigungen an der rechten Hand und am Rücken berücksichtigt sind 

(kein Heben und Tragen von Lasten mit der rechten Hand, keine quetschende Tätigkeit 

mit der rechten Hand [z.B. Auswinden von nassen Tüchern], keine Tätigkeiten mit 

höheren Anforderungen an die manuelle Präzision und beidhändige Arbeiten, 

Möglichkeit zu selbstbestimmten Pausen, keine Tätigkeit unter engem Zeitlimit, 

wechselbelastende Tätigkeiten [Möglichkeit zum Absitzen von 15 Minuten nach 60-

minütiger stehender Arbeit], keine unphysiologische Stellung der Wirbelsäule), 

überzeugend. Nicht einsehbar ist aber, weshalb gemäss Konsensbeurteilung 

Tätigkeiten mit erhöhten nervlichen Belastungen und Überwachungstätigkeiten nicht 

mehr möglich sein sollten (vgl. dazu IV-act. 151-11), zumal – wie erwähnt – keine 

psychischen Befunde erhoben wurden, welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin zeitigen. Auch aus den Teilgutachten ergeben sich keine 

Hinweise, weshalb solche Tätigkeiten nicht mehr zumutbar sein sollten (IV-act. 151-24 

f., 33, 42). Letztlich führte selbst die Beschwerdeführerin aus, dass sie sich eine leichte 

Kontrolltätigkeit durchaus vorstellen könne (IV-act. 98-31, 43, 53). Entsprechend sind 

der Beschwerdeführerin Tätigkeiten im oben beschriebenen Umfang weiterhin 

zumutbar.

Die zumutbare Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht wird gemäss Gutachtern 

hauptsächlich durch die neuropathische Schmerzproblematik in der rechten Hand 

("Leistungsminderung unter Berücksichtigung der Schmerzen"; IV-act. 151-11) mit 

dadurch verlangsamtem Arbeitstempo und gelegentlich notwendigen Pausen (IV-act. 

151-10) begründet. Dies leuchtet ein, nachdem der Rücken der Beschwerdeführerin 

nach der Operation im Jahr 2012 keine erheblich einschränkenden Befunde zeigt (IV-

act. 98-52, 151-2 f., 20) und die vorliegenden Belastungseinschränkungen der LWS im 

Zumutbarkeitsprofil ausreichend berücksichtigt sind (vgl. dazu IV-act. 151-7). Dasselbe 

gilt bezüglich der Bewegungseinschränkung der rechten Hand. Auch diese wird mit 

dem erstellten Belastungsprofil hinreichend einbezogen. Die Einschätzung der 

quantitativen Arbeitsfähigkeit aufgrund des neuropathischen Schmerzes mit 

Mindergebrauch der rechten Hand durch ein neglect like-Syndrom (IV-act. 151-22) 

oblag gestützt auf das Gesagte vorwiegend dem Neurologen Dr. med. F.___, Facharzt 

2.2. 

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Neurologie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, zertifizierter 

Arbeitsfähigkeitsassessor SIM. Dieser bescheinigte der Beschwerdeführerin nach 

umfassender klinischer Abklärung, in Würdigung sämtlicher Umstände (IV-act. 151-15 

ff.) und auch in der Annahme, dass nebst den neuropathischen zusätzlich nozizeptive 

Schmerzen (mixed pain) bestehen (IV-act. 151-22), nachvollziehbar eine 

Leistungsminderung von 20 % in adaptierter Tätigkeit bei zeitlich erhaltener Präsenz 

(IV-act. 151-24 f.). Dieser neurologischen Einschätzung steht die Beurteilung vom 

orthopädischen Gutachter Dr. med. G.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, übernommen im Konsens 

der Disziplinen, entgegen, welcher der Beschwerdeführerin bei zeitlich voller Präsenz 

eine Leistungsfähigkeit von lediglich 60 % in angepassten Tätigkeiten attestiert (IV-act. 

151-11, 33). Der Orthopäde begründet indes nicht, weshalb er bei – wie erwähnt – 

hauptsächlich neurologischer Problematik in quantitativer Hinsicht von der 

Einschätzung des Neurologen abweicht und eine weitere Leistungsminderung um 20 

% aufgrund der orthopädischen Problematik veranschlagt. Diese zusätzliche 

Leistungsminderung um 20 % vermag denn auch nicht zu überzeugen. Dies aus den 

folgenden Gründen: Seit dem Quetschtrauma vom 21. September 2012 konnten in 

keiner Untersuchung jemals Umfangsminderungen / Muskelabbauerscheinungen an 

der rechten oberen Extremität inkl. Hand festgestellt werden (vgl. act. 21-7 

Fremdakten, IV-at. 98-32, IV-act. 151-19). Dies deutet darauf hin, dass der 

schmerzbedingte Mindergebrauch der rechten Hand nicht dermassen stark ins 

Gewicht fällt, wie es Dr. G.___ annimmt. Zwar wird im Gutachten dazu ausgeführt, dass 

das fehlende Vorliegen von Muskelatrophien dadurch erklärbar sei, dass die rechte 

Hand für leichte Tätigkeiten durchaus einige Minuten bewegt werden könne und nur 

die Dauerbelastung schmerzhaft sei. Somit sei keine Dauerschonung eingetreten (IV-

act. 151-10). Wenn nun aber die Beschwerdeführerin im Alltag die rechte obere 

Extremität derart einsetzen kann (unter anderem fährt sie auch kurze Strecken mit dem 

Auto ohne Lenkkurbelhilfe und kann die Körperhygiene selbständig erledigen; IV-act. 

151-17 f.), dass keine Atrophien zustande kommen, ist nicht ersichtlich, weshalb für 

Tätigkeiten, welche die rechte Hand nicht belasten und schon gar keine 

Dauerbelastungen beinhalten, nicht eine höhere als eine 60%-ige Arbeitsfähigkeit 

bestehen sollte. Für diese Einschätzung sprechen auch die ablehnende Haltung der 

Beschwerdeführerin gegen schmerzreduzierende infiltrative bzw. invasive Massnahmen 

sowie Infusionen (IV-act. 142-6). Der schmerzbedingte Leidensdruck scheint bei 

objektivierter Betrachtung nicht derart zu sein, wie ihn die Beschwerdeführerin 

subjektiv empfindet. Dafür sprechen auch die Untersuchungsergebnisse anlässlich der 

kreisärztlichen Untersuchung durch med. pract. E.___ vom 11. April 2016 bei seither im 

Wesentlichen unverändertem, allenfalls gar verbesserten Gesundheitszustand (vgl. 

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3.

Die Beschwerdeführerin lässt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bestreiten.

dazu E. 2.3 im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, UV 

2019/38). Kreisärztin E.___ konnte objektiv keine schonungsbedingte, messbare 

Muskelminderung nachweisen und eine Minderbelastung der rechten Hand ergab sich 

auch nicht durch eine Röntgenaufnahme beider Hände vom 22. April 2016, welche im 

Seitenvergleich keine Differenzierung der Mineralisation ergab (vgl. act. 21, 28 

Fremdakten). Entsprechend bescheinigte sie der Beschwerdeführerin aus 

orthopädischer Sicht plausibel keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in quantitativer 

Hinsicht. Zusammengefasst ist gestützt auf das Gesagte festzuhalten, dass die 

Einschätzung von Dr. G.___ trotz umfassender und ganzheitlicher Abklärung und auch 

in Anbetracht dessen, dass die medizinische Folgenabschätzung zwangsläufig 

Ermessenszüge trägt, nicht zu überzeugen vermag. Eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in 20 % übersteigendem Ausmass bleibt 

beweislos. Im Folgenden ist damit seit dem ersten Gutachten der medexperts von 

August 2017 (IV-act. 98) bei seither im Wesentlichen gleich gebliebenem 

Gesundheitszustand (IV-act. 151-12) von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten auszugehen.

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 

nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen und insbesondere dort 

nicht von einer Arbeitsgelegenheit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur 

in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen 

eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer 

entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint. Ferner 

umfasst der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern 

bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 

Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide 

Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein 

rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht. Für die 

Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob ein Invalider unter den konkreten 

Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/15

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4.

Ausgehend von einer verwertbaren 80%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln 

(vgl. dazu vorstehende E. 1.1).

verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren 

Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. Oktober 2007, 9C_610/2007, E. 4.1 f.).

Ohne Zweifel ist es für die Beschwerdeführerin in Beachtung des 

Zumutbarkeitsprofils (vgl. dazu vorstehende E. 2.1) schwierig, auch auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine geeignete Stelle zu finden. Dass dies von vornherein 

ausgeschlossen ist, kann jedoch nicht gesagt werden. So hat die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung wiederholt bestätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten selbst für Personen bestehen, die 

funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten 

verrichten können. Zu denken ist dabei an leichte handwerkliche Verrichtungen oder 

die Bedienung von (halb-)automatischen Maschinen (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2016, 8C_451/2016, E. 5.1). Auch lassen die 

somatischen Einschränkungen beispielsweise nach wie vor einfache 

wechselbelastende Kontroll- und Prüftätigkeiten zu. In diesem Sinne äusserte sich 

auch die Beschwerdeführerin (IV-act. 98-31, 43, 53). Von einer Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit von 80 % ist demnach nicht auszugehen. Mit der Anforderung, 

dass die Beschwerdeführerin nach 60 Minuten stehender Tätigkeit die Möglichkeit 

haben sollte, sich 15 Minuten hinzusetzen, werden zudem keine, einem Arbeitgeber 

nicht mehr zumutbare, zusätzlichen Pausen vorausgesetzt, welche nicht bereits in der 

Einschätzung der Leistungsminderung um 20 % miteingeschlossen wären. Damit wird 

lediglich ausgesagt, dass die Tätigkeit wechselbelastend sein sollte. Nach langem 

Stehen von höchstens einer Stunde sollte die Beschwerdeführerin die Möglichkeit 

haben, mindestens 15 Minuten sitzend zu arbeiten. Dass Tätigkeiten, welche diese 

Anforderung erfüllen, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 

mehr nachgefragt werden, ist in Anlehnung an die Rechtsprechung nicht erkennbar.

3.2. 

Die Beschwerdeführerin hat als Ungelernte bei ihrer Tätigkeit als Betriebs- bzw. 

Produktionsmitarbeiterin bei der B.___ AG im Jahr 2011 ein Einkommen von monatlich 

Fr. 3'900.-- (davon Fr. 220.-- Schichtzulage) erzielt (act. G 14.1). Dies ergibt ein 

Jahreseinkommen von Fr. 50'480.-- (Fr. 3'680.-- x 13 + Fr. 220.-- x 12). Im Jahr 2017 

4.1. 

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5.  

hätte das Einkommen nominallohnindexiert Fr. 52'679.-- betragen (Fr. 50'480.-- / 101.0 

x 105.4; Nominallohnindex, Frauen 2011 - 2019).

Für das Invalideneinkommen ist mangels aktuell ausgeübter Erwerbstätigkeit 

grundsätzlich auf den statistischen Zentralwert der schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Der LSE-Hilfsarbeiterinnenlohn (Tabelle TA1, 

privater Sektor, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art], Totalwert) hat im Jahr 2017 Fr. 54'783.-- betragen (vgl. Anhang 2 

der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Bei den LSE-

Daten handelt es sich allerdings lediglich um statistische Durchschnittswerte, was sich 

daran zeigt, dass die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall als Gesunde in einem 

Pensum von 100 % ein unter dem LSE-Wert liegendes Einkommen erzielt hat und 

hätte. Da die Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür liefern, dass die Beschwerdeführerin 

freiwillig auf ein höheres Einkommen verzichtet hat, ist anzunehmen, dass die 

Unterdurchschnittlichkeit ihres Validenlohns auf die für die Invaliditätsbemessung nicht 

zu berücksichtigenden Zwänge des realen Arbeitsmarktes zurückzuführen ist. Aus 

diesem Grund ist das Valideneinkommen auf den LSE-Lohn anzuheben. Da demnach 

im vorliegenden Fall sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als 

auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Lohn für ein Pensum von 100 % 

zugrunde zu legen ist, kann der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten 

Prozentvergleichs vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem 

Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom 

Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar, 9C_734/2016, E. 4.1, mit 

Hinweis). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % würde selbst bei Gewährung eines im 

vorliegenden Fall maximal denkbaren Abzugs vom Tabellenlohn in der Höhe von 15 % 

ab August 2017 (vgl. dazu vorstehende E. 2.2) kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultieren (20 % + [80 % x 0.15] = 32 %). Gestützt darauf kann die 

genaue Festsetzung des Tabellenlohnabzugs unterbleiben. Denn ein höherer Abzug ist 

vor dem Hintergrund dessen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin bereits durch die quantitative Leistungsminderung von 20 % 

berücksichtigt sind und weitere Merkmale, welche Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können, nicht erkennbar sind, jedenfalls zu hoch.

4.2. 

Zu prüfen bleibt ein befristeter Rentenanspruch. Ein solcher wurde in der 

Verfügung vom 12. Mai 2020 nicht gesprochen (IV-act. 160). Die Beschwerdegegnerin 

beantragte mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2020 indes die Feststellung, dass 

die Beschwerdeführerin von September 2013 bis Februar 2015 einen Anspruch auf 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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6.  

eine befristete Viertelsrente habe (act. G 6 S. 2). Demgegenüber machte die 

Beschwerdeführerin mit Replik vom 15. Februar 2021 einen Anspruch auf eine halbe 

Rente von September 2013 bis Februar 2015 geltend (act. G 14 S. 2).

Den retrospektiven Verlauf von Arbeitsunfähigkeiten zu bestimmen, ist schwierig. 

Es erscheint vertretbar, wie dies die Beschwerdegegnerin – seitens der 

Beschwerdeführerin nicht bestritten – getan hat, diesbezüglich auf die bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeiten abzustellen. Zur Beurteilung steht der Zeitraum ab September 

2013 (ein Jahr nach dem Unfall vom 21. September 2012, davor bestand zum 

frühestmöglichen Rentenbeginn ab Juli 2012 [bei erstmaliger Anmeldung im Januar 

2012] keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit [IV-act. 23-1]; 

vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG) bis zur Annahme der 80%-igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten ab August 2017. Der Beschwerdeführerin 

wurde vom 21. September 2012 (Unfalldatum) bis 21. Januar 2013 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Danach eine 50%-ige (act. 4-32, 4-46, 4-66, 4-143 

Fremdakten; IV-act. 50-3). Entsprechend ist per möglichem Rentenbeginn im 

September 2013 (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) von einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit (in 

adaptierter Tätigkeit) auszugehen. Per 30. November 2014 wird der 

Beschwerdeführerin in adaptierter Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert, 

weshalb die Suva das Taggeld per diesen Zeitpunkt eingestellt hat (act. 13-29 

Fremdakten). Damit ist ab 1. Dezember 2014 keine invalidenversicherungsrechtlich 

relevante Arbeitsunfähigkeit bzw. kein relevanter Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 

mehr ausgewiesen.

5.2. 

Mit Verweis auf die Begründung in der vorstehenden E. 4 ist der 

Einkommensverglich zur Ermittlung des befristeten Rentenanspruchs wiederum 

anhand eines Prozentvergleichs vorzunehmen. Auch diesbezüglich kann die genaue 

Festsetzung des Tabellenlohnabzugs unterbleiben. Ein wiederum maximal denkbarer 

Abzug von 15 % führte denn, wie auch gar kein Abzug vom Tabellenlohn, wie es die 

Beschwerdegegnerin beantragt (act. G 6 S. 11), zu einem Anspruch auf eine halbe 

Rente (50 % + [50 % x 0.15] = 57.5 %; vgl. Art. 28 Abs. 2 lit. b IVG). Dieser Anspruch 

besteht für die Zeit von September 2013 bis Februar 2015 (vgl. dazu Art. 88a Abs. 1 

der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

5.3. 

Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

Verfügung vom 12. Mai 2020 insofern gutzuheissen, als der Beschwerdeführerin vom 1. 

September 2013 bis 28. Februar 2015 eine halbe Rente zuzusprechen ist. Die Sache ist 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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Entscheid

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 12. Mai 2020 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin vom 1. September 2013 bis 28. Februar 2015 

eine halbe Rente zugesprochen. Die Sache wird zur Berechnung und Ausrichtung der 

Rente im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

zur Rentenberechnung und -ausrichtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

Mit Blick auf Art. 68 und 69 Abs. 2 ATSG erscheint es angezeigt, dass die 

Beschwerdegegnerin die Suva von diesem Entscheid bzw. der zu erlassenden 

Rentenverfügung in Kenntnis setzt.

6.2. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

im vorliegenden durchschnittlich aufwändigen Fall als angemessen. In Anbetracht der 

Tatsache, dass der Beschwerdeführerin statt der beantragten unbefristeten Rente nur 

eine befristete Rente zuzusprechen ist, ist ermessensweise von einem Obsiegen zu 

einem Drittel auszugehen. Damit sind der Beschwerdeführerin Fr. 400.-- der 

Gerichtsgebühr aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr im 

Umfang von Fr. 400.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 200.-- 

zurückzuerstatten. Den Restbetrag von Fr. 200.-- hat die Beschwerdegegnerin zu 

bezahlen.

6.3. 

bis 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'600.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) bei vollem Obsiegen als angemessen. Einem Obsiegen zu einem 

Drittel entsprechend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Fr. 

1'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- hat die Beschwerdeführerin zu zwei Dritteln und 

die Beschwerdegegnerin zu einem Drittel zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin daran angerechnet und im Umfang von Fr. 

200.-- zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von

Fr. 1'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2021
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Prüfung der Höhe der Arbeitsfähigkeit und deren Verwertbarkeit. Anspruch auf eine befristete halbe Rente. Im Übrigen Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2021, IV 2020/120).

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		2025-07-19T02:42:11+0200
	"9001 St.Gallen"
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