# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49cf90db-2fcb-5aac-a96e-013cc67f7505
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.06.2020 III 2020 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-33_2020-06-03.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 33

Entscheid vom 3. Juni 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1961) ist verheiratet und Vater von 2 erwachsenen Kin-
dern. Er bewirtschaftet als selbstständig erwerbender Landwirt einen eigenen Hof 
(…). 

B. Den vorliegenden Akten sind u.a. folgende verkehrsrelevante Vorfälle zu 
entnehmen:

- Mit Verfügung vom 23. Februar 2005 wurde A.________ der Führerausweis für 5 
Monate entzogen mit der Begründung, dass er am 29. Dezember 2004 in 
C.________ einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand (mind. 1.43 ‰) 
gelenkt habe (vgl. Vi-act. 2).

- Mit Verfügung vom 10. Mai 2007 wurde ihm der Führerausweis für einen Monat 
entzogen mit der Begründung, dass er am 21. September 2006 in D.________ 
einen Personenwagen in leicht angetrunkenem Zustand (mind. 0.73 ‰) gelenkt 
habe (vgl. Vi-act. 3).

- Mit Verfügung vom 19. Mai 2008 wurde ihm der Führerausweis für einen Monat 
entzogen mit der Begründung, dass er am 18. Mai 2007 auf der Autobahn 
E.________ einen Lastwagen mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h (statt der 
zulässigen 80 km/h) gelenkt habe (vgl. Vi-act. 4).

- Mit Verfügung vom 25. Oktober 2012 wurde ihm der Führerausweis für 7 Monate 
entzogen mit der Begründung, dass er am 3. März 2011 in F.________ einen 
Lieferwagen in stark angetrunkenem Zustand (mind. 1.94 ‰) gelenkt habe (vgl. 
Vi-act. 5). Im anschliessenden Beschwerdeverfahren hat das Verwaltungsgericht 
mit Entscheid III 2012 181 vom 12. März 2013 die Beschwerde insoweit teilweise 
gutgeheissen, als die Entzugsdauer auf 5 Monate verkürzt wurde. Auf eine da-
gegen von A.________ erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht mit Urteil 
1C_362/2013 vom 17. Mai 2013 nicht eingetreten.

- Mit Verfügung vom 9. Oktober 2018 ordnete das Verkehrsamt einen vorsorg-
lichen Sicherungsentzug an und machte die Wiederaushändigung des Führer-
ausweises vom Ergebnis einer verkehrsmedizinischen Untersuchung abhängig. 
Diese Massnahme wurde damit begründet, dass A.________ am 23. Mai 2018 in 
F.________ einen Personenwagen in stark angetrunkenem Zustand (0.86 mg/l) 
gelenkt und dabei mit einem Inselpfosten (Bienemaja) und einem Beleuchtungs-
kandelaber kollidiert sei (vgl. Vi-act. 6).

C. Nachdem das Begutachtungszentrum Verkehrsmedizin (…) mit Gutachten 
vom 17. Januar 2019 (unterzeichnet durch Dr.med. G.________) die Fahreig-
nung von A.________ verneint hatte, verfügte das Verkehrsamt am 25. Februar 
2019 einen Sicherungsentzug für alle Ausweiskategorien auf unbestimmte Zeit 
(Vi-act. 7). Als Voraussetzung für die Aufhebung des Entzuges wurde die Erfül-
lung von folgenden Auflagen gefordert:

Alkoholproblematik
- Einhaltung einer mind. 12-monatigen Alkoholtotalabstinenz gemäss der im 

Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

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Psychische Problematik
- Etablierung einer regelmässigen, ambulanten psychiatrisch-psycho-

therapeutischen Behandlung inkl. Medikation;
- Vorliegen einer mind. 6-monatigen psychischen Stabilität mit weitest-

gehender Symptomfreiheit, welche von psychiatrischer Seite her attestiert 
werden muss;

Weiteres Vorgehen
- Erneuter verkehrsmedizinischer Untersuch inkl. Haaranalyse frühestens im 

Juni 2019;
- Ein psychiatrisch-psychotherapeutischer Verlaufsbericht ist zum nächsten 

Untersuch mitzubringen;
- Evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung.

D. Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde vom Verwal-
tungsgericht mit Entscheid III 2019 51 vom 27. Mai 2019 insoweit gutgeheissen, 
als dem als Landwirt tätigen Beschwerdeführer zugestanden wurde, dass ihm zur 
Bewirtschaftung seines landwirtschaftlichen Betriebes der Führerausweis der 
Spezialkategorie G ausgehändigt wurde. Nach Zustellung dieses Gerichtsent-
scheids hat das Verkehrsamt umgehend mit Verfügung vom 6. Juni 2019 festge-
halten, dass A.________ berechtigt sei, landwirtschaftliche Motorfahrzeuge (Kat. 
G) nur für landwirtschaftliche Zwecke zu lenken (Vi-act. 9).

E. Am 16. August 2019 verfügte das Verkehrsamt gegenüber A.________ 
was folgt (Vi-act. 12).

1. Gestützt auf die Abstinenzkontrolle vom 09.07.2019 des Institutes für Rechtsmedi-
zin (…) kann Ihre Fahreignung für die Kategorie der 1. medizinischen Gruppe aus 
verkehrsmedizinischer Sicht unter folgenden Auflagen wieder befürwortet werden:

Alkoholproblematik
- Einhaltung einer mind. 12-monatigen Alkoholtotalabstinenz gemäss der im 

Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

Psychische Problematik
- Etablierung einer regelmässigen, ambulanten psychiatrisch-psycho-

therapeutischen Behandlung inkl. Medikation;
- Vorliegen einer mind. 6-monatigen psychischen Stabilität mit weitest-

gehender Symptomfreiheit, welche von psychiatrischer Seite her attestiert 
werden muss;

Weiteres Vorgehen
- Nächste Abstinenzkontrolle inkl. Haaranalyse im Dezember 2019 beim In-

stitut für Rechtsmedizin, Zürich. Für die Haaranalyse werden mind. 5 cm 
lange, kosmetisch unbehandelte, d.h. nicht gefärbte, nicht getönte oder 
gebleichte Kopfhaare benötigt. (…)

- Ein psychiatrisch-psychotherapeutischer Verlaufsbericht ist zum nächsten 
Untersuch mitzubringen;

2. Der Führerausweis der 1. med. Gruppe (ausser der Spezialkategorie G) wird Ihnen 
nach Ablauf der gesetzlichen Mindestsperrfrist von 12 Monaten wieder erteilt. Sie 

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sind somit ab dem 10.10.2019 wieder berechtigt, Motorfahrzeuge unter den obge-
nannten Auflagen zu lenken.

3. (Verfahrenskosten)

F. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2019 forderte das Verkehrsamt 
A.________ auf, im Dezember 2019 beim IRM Zürich eine Kontrolluntersuchung 
durchführen zu lassen (Vi-act. 13). Die entsprechende Untersuchung erfolgte am 
7. Januar 2020. Im verkehrsmedizinischen Bericht vom 23. Januar 2020 zur er-
wähnten Abstinenzkontrolle wurde die Fahreignung unter Berücksichtigung der 
Vorgeschichte und des festgestellten Ethylglucuronid-Wertes von 9.3 pg/mg ver-
neint (Vi-act. 14). Gestützt darauf verfügte das Verkehrsamt am 27. Januar 2020 
einen erneuten Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit. Als Voraussetzung für 
die Aufhebung des Sicherungsentzuges wurde u.a. die Einhaltung einer mindes-
tens 12-monatigen Alkoholtotalabstinenz gemäss der im Merkblatt festgehalte-
nen Vorgehensweise verlangt. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschie-
bende Wirkung entzogen (Vi-act. 15).

G. Gegen diese Verfügung erhob A.________ rechtzeitig am 17. Februar 
2020 beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit dem Hauptbegehren, wonach 
ihm der Führerausweis umgehend wieder auszuhändigen sei.

In der Beschwerde wurde der festgestellte Ethylglucuronid-Wert mit der Verwen-
dung eines alkoholhaltigen Haarwaschmittels begründet. Deswegen forderte das 
Gericht das Verkehrsamt mit Verfügung vom 18. Februar 2020 auf, hinsichtlich 
des betreffenden Haarwaschmittels eine entsprechende Rückfrage/ Abklärung 
bei der Gutachterstelle vorzunehmen. Die Antwort der Gutachterstelle (mit Be-
richt zu Haarkosmetika vom 30.3.2020) ging am 17. April 2020 beim Verkehrsamt 
und am 20. April 2020 beim Gericht ein. Daraufhin machte der Beschwerdeführer 
in einer Eingabe vom 11. Mai 2020 geltend, dass der gemessene Ethylglucuro-
nid-Wert mit der Verwendung eines Desinfektionsmittels (im Zusammenhang mit 
der Tierhaltung und der rissigen Haut an den Fingern) zu erklären sei. Dazu 
nahm das Verkehrsamt in einer Eingabe vom 15. Mai 2020 (unter Einbezug einer 
Antwort des IRM vom 14.5.2020) Stellung. Eine weitere Eingabe des Beschwer-
deführers folgte am 2. Juni 2020.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) 
müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. 
Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass der Motorfahrzeug-
führer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen 

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beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Der Führerausweis ist zu entziehen, 
wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht 
oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere wird einer Person 
der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn ihre 
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, um 
ein Motorfahrzeug sicher zu führen, oder sie an einer Sucht leidet, welche die 
Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG). Diesfalls kann der 
Ausweisentzug selbst ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung gegen die 
Strassenverkehrsregeln erfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_491/2017 
vom 9.5.2018 Erw. 2.1 mit Verweis auf BGE 133 I 331 Erw. 9.1 S. 351f.). 
Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den 
entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (BGE 140 II 334 
Erw. 6 S. 339).

1.2 Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene 
Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine 
allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene 
Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung 
ausgeschlossen hat. Missachtet aber die betroffene Person die Auflagen oder 
missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte Vertrauen, so ist der 
Ausweis nach Art. 17 Abs. 5 SVG wieder zu entziehen. 

1.3 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als 
geeignetes Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums 
als auch der Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung (BGE 140 II 334 Erw. 3 S. 
337f. mit Hinweisen). Biochemische Analyseresultate von Haarproben betreffend 
das Trinkalkohol-Stoffwechselprodukt EtG erlauben objektive Rückschlüsse auf 
den Alkoholkonsum eines Probanden während einer bestimmten Zeit (vgl. 
Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin, Arbeitsgruppe Haaranalytik, 
Bestimmung von Ethylglucuronid [EtG] in Haarproben, Version 2017, Ziff. 3.1). 
Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den Alkoholkonsum. Nach dem 
Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar eingelagert und erlaubt über 
ein grösseres Zeitfenster (als bei einer Blutuntersuchung) Aussagen über den 
erfolgten Konsum. Die festgestellte EtG-Konzentration korreliert mit der 
aufgenommenen Menge an Trinkalkohol. Aufgrund des Kopfhaar-
Längenwachstums von rund einem Zentimeter pro Monat lassen sich Aussagen 
über den Alkoholkonsum während der entsprechenden Zeit vor der 
Haarentnahme machen. EtG-Werte ab 7 pg/mg, aber unterhalb von 30 pg/mg 
sprechen für einen moderaten, darüber liegende Werte (> 30 pg/mg) für einen 
übermässigen Alkoholkonsum (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_491/2017 vom 

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9.5.2018 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 140 II 334 Erw. 3 S. 337 mit Hinweisen 
und Erw. 7 S. 340).

2.1 Nach der vorliegenden Aktenlage war der (zwischenzeitlich 59-jährige) 
Beschwerdeführer seit dem vorsorglichen Sicherungsentzug vom 9. Oktober 
2018 und dem am 25. Februar 2019 von der Vorinstanz verfügten 
Sicherungsentzug nicht mehr berechtigt, Fahrzeuge zu lenken. In der zuletzt 
genannten Sicherungsentzugsverfügung war die Wiederaushändigung des 
Führerausweises von der Einhaltung einer mindestens 12-monatigen 
Alkoholtotalabstinenz abhängig gemacht worden, was (einmal abgesehen von 
der gewährten Ausnahme für landschaftliche Fahrzeuge für 
Landwirtschaftszwecke) im genannten Gerichtsentscheid III 2019 51 vom 27. Mai 
2019 bestätigt wurde.

2.2 In der Folge hielt sich der Beschwerdeführer nach der Aktenlage bzw. 
gemäss dem Bericht vom 3. Juli 2019 zur Haaranalyse im Zeitraum von etwa 
Mitte Januar 2019 bis Mitte Juni 2019 an eine Alkoholtotalabstinenz, denn 
hinsichtlich der am 28. Juni 2019 sichergestellten Kopfhaare konnte kein 
Ethylglucuronid im Kopfhaar nachgewiesen werden (vgl. Vi-act. 10), was 
unbestritten ist.

2.3 Hingegen ergab die Untersuchung der am 7. Januar 2020 asservierten 
Kopfhaare, welche Aussagekraft für den Zeitraum von Ende Juli 2019 bis Ende 
Dezember 2019 aufweisen, gemäss dem Bericht des IRM vom 23. Januar 2020 
(Dr.med. H.________/ Fachärztin für Rechtsmedizin/ Verkehrsmedizinerin 
SGRM) u.a. was folgt (vgl. Vi-act. 14):

Herr … gab bei der aktuellen Abstinenzkontrolle an, die Alkoholabstinenz 
eingehalten zu haben, im Weiteren komme es zu keinem Verlangen nach Alkohol. 
Am Eidgenössischen Schwingfest im September 2019 sei es jedoch zu einem 
Vorfall gekommen. Er habe unter der Antabus-Therapie 2 alkoholfreie Bier 
getrunken, worauf er eine starke Übelkeit verspürt habe. Diese sei gar so schlimm 
gewesen, dass er nach Hause habe gehen müssen.

Ansonsten trinke er zirka 4-5 alkoholfreie Bier (0.5 Vol. %) pro Woche, vor allem 
anlässlich von Versammlungen oder auch an Jassabenden. Alkoholhaltige 
Speisen konsumiere er sehr selten, so habe er vor zirka einem Monat sehr wenig 
von einem Tiramisu gekostet (…)
(…)

Verlaufsbericht, Frau Dr.med. I.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 13.12.2019

Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert und 
einer Alkoholabhängigkeit, zurzeit abstinent (ICD 10 F33.4/10.23). Seit der letzten 
Berichterstattung im Juni 2019 weiterhin einmal pro Monat Therapie, dreimal 
wöchentlich Antabus-Einnahme und abends 15 mg Remeron. Sehr erfreut darüber, 

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wieder selbständig Auto fahren zu dürfen. Finanzielle Erleichterung durch 
Schuldenrückzahlung. Weiterhin kein Alkohol getrunken, Psychostatus unter 
Therapie bland.

Beurteilung
Zur Überprüfung der geforderten Alkoholabstinenz führten wir u.a. eine 
Haaranalyse auf das Alkoholabbauprodukt Ethylglucuronid durch. Dabei wurde 
nachgewiesen, dass Herr … im Zeitraum von Ende Juli bis Ende Dezember 2019 
einen moderaten Alkoholkonsum betrieben hat. Damit ist der Nachweis einer 
Alkoholabstinenz durch Herrn … nicht erbracht. Dieses Resultat ist nicht mit der 
geltend gemachten und geforderten Alkoholabstinenz vereinbar und lässt sich 
nicht mit dem vom Exploranden angegebenen Konsum von alkoholfreiem Bier und 
alkoholhaltigen Speisen erklären. Aufgrund der Diskrepanz zwischen den 
anamnestischen Angaben und den objektiven und beweiskräftigen 
Analyseergebnissen kann man eine mangelnde Offenheit postulieren, was 
prognostisch als ungünstig zu interpretieren ist. Entgegen der eigen- und 
fremdanamnestischen Angaben muss daher von einem Rückfall in die 
Alkoholabhängigkeit ausgegangen werden. Herrn … war im Sinne einer 
Chancengewährung nach einem negativen verkehrsmedizinischen Gutachten 
Ende 2018 der Führerausweis wieder erteilt worden, zunächst nur für die Kategorie 
G [Juni 2019], seit Sommer 2019 [recte Okt. 2019] für alle Kategorien der 1. 
medizinischen Gruppe. Diese Chance hat Herr … nicht genutzt und erneut Alkohol 
konsumiert. Ein Konsum während der Abstinenzauflage ist als erhebliche 
Kontrollminderung zu werten. Aufgrund dieser Situation ist die Gefahr eines 
Vorfalles im Strassenverkehr als erhöht anzusehen.

Die Fahreignung muss deshalb unter Berücksichtigung der Vorgeschichte 
zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund des festgestellten Alkoholkonsums und 
somit der Auflagenmissachtung negativ beurteilt werden.

2.4 Dass die Vorinstanz gestützt auf die gutachtlich verneinte Fahreignung es 
in der angefochtenen Verfügung abgelehnt hat, den Führerausweise dem 
Beschwerdeführer zu belassen und stattdessen einen erneuten 
Sicherungsentzug angeordnet hat (mit Umschreibung der Voraussetzungen, 
welche erfüllt sein müssen, um den Sicherungsentzug wieder aufzuheben), gibt 
aus den folgenden Gründen keinen Anlass zur Beanstandung. Zunächst sind 
sich die Parteien einig, dass die betreffende Haaranalyse lege artis durchgeführt 
wurde. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, dass bei der Analyse der am 7. Januar 
2020 sichergestellten Kopfhaare relevante Fehler aufgetreten sind. Derartige 
Fehler werden denn auch nicht substantiiert geltend gemacht.

Sodann ist der Einwand, wonach der betreffende Ethylglucuronid-Wert (von 9.3) 
durch die Verwendung eines alkoholhaltigen Haarwaschmittels zu erklären sei, 
zwischenzeitlich durch einen ergänzenden Bericht des forensischen Toxikologen 
SGRM/GTFCH Dr. J.________ vom 30. März 2020 entkräftet worden. Anzufügen 

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ist, dass das Ergebnis dieses Berichts vom 30. März 2020 vom 
Beschwerdeführer in der Eingabe vom 11. Mai 2020 anerkannt worden ist.

2.5 Soweit sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 11. Mai 2020 auf 
die Verwendung eines genau bezeichneten Desinfektionsmittels 
(Desinfektionstuches "Stricker") beruft, hat der forensische Toxikologe Dr. 
J.________ in einem Kurzbericht vom 14. Mai 2020 erläutert, dass dieses 
Desinfektionstuch zu keinem falsch-positiven Ethylglucuronid-Befund im Haar 
führen kann, weil es im Wesentlichen Isopropyl-Alkohol (ein C3-Alkohol) enthält, 
mithin im Vergleich zum Ethylalkohol (Trinkalkohol, Etahanol, C2-Alkohol) ein um 
ein Kohlenstoffatom längeres Kohlenstoffgerüst. Des Weiteren legte die 
Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 15. Mai 2020 dar, dass in einem 
Milchviehbetrieb das betreffende Desinfektionstuch regelmässig selten (nicht 
täglich) für eine Euterbehandlung eingesetzt werde. Diese Ausführungen 
leuchten ein und werden im Übrigen vom Beschwerdeführer vor Gericht nicht in 
Frage gestellt.

3. Damit erweist sich die Beschwerde an sich als unbegründet, weshalb sie 
vollumfänglich abzuweisen wäre.

In der letzten Eingabe vom 2. Juni 2020 schilderte der Beschwerdeführer erneut 
die Notwendigkeit, zur Bewirtschaftung seines Landwirtschaftsbetriebs dringend 
auf den Führerausweis der Spezialkategorie G angewiesen zu sein, was nach 
der Aktenlage glaubhaft ist (und bereits im Beschwerdeverfahren III 2019 51 
anerkannt wurde). Nachdem bei Fahrten mit Fahrzeugen der Spezialkategorie G 
nichts Auffälliges aktenkundig ist und die im Rahmen der letzten Haarkontrolle 
festgestellte Missachtung der Alkoholtotalabstinenz den betreffenden EtG-Wert 
von 7 pg/mg mit 9.3 pg/mg nicht erheblich überschritten hat (nach 
höchstrichterlicher Rechtsprechung werden Werte von 7 pg/mg bis 30 pg/mg 
einem moderaten Alkoholkonsum zugeordnet, vgl. oben Erw. 1.3), lässt es sich 
im Rahmen eines Grenzfalles noch ein letztes Mal ganz knapp vertreten, dem 
Beschwerdeführer das Lenken von Fahrzeugen für landwirtschaftliche Zwecke 
mit der Spezialkategorie G zu erlauben. Dafür spricht namentlich auch der 
Aspekt, einen allfälligen künftigen Sozialhilfefall nach Möglichkeit zu vermeiden 
(wenn der Beschwerdeführer seinen Landwirtschaftsbetrieb nicht mehr 
hinreichend bewirtschaften könnte). Der Beschwerdeführer wird aber mit 
Nachdruck ermahnt, die geforderte Alkoholtotalabstinenz nunmehr strikte zu 
beachten.

4. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden dem Beschwerdeführer 
reduzierte Verfahrenskosten von Fr. 600.-- auferlegt. Zudem wird ihm eine 

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reduzierte Parteientschädigung zugesprochen, welche nach den im 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (SRSZ 280.411) festgelegten Grundsätzen 
(siehe den in § 18 festgelegten Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- und die in 
§ 2 angeführten Kriterien wie Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang 
und Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) auf Fr. 500.-- festgelegt 
wird. Der Beschwerdeführer hat einen Kostenvorschuss von Fr. 900.-- bezahlt, so 
dass diesbezüglich sein Rückerstattungsanspruch Fr. 300.-- beträgt. Zusammen 
mit der zugesprochenen Parteientschädigung von Fr. 500.-- sind ihm bzw. 
seinem Rechtsvertreter aus der Gerichtskasse Fr. 800.-- zu entrichten (auf ein 
Kostentreffnis zulasten der Vorinstanz wird verzichtet, nachdem der Vorinstanz 
beim Erlass der angefochtenen Verfügung keine Fehler vorgehalten werden 
können).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird an sich als unbegründet abgewiesen, indes wird dem 
Beschwerdeführer im Sinne der Erwägungen zugestanden, dass ihm der 
Führerausweis der Spezialkategorie G für landwirtschaftliche Zwecke wie-
der ausgehändigt wird.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 600.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss von Fr. 900.-- bezahlt, so dass sein Rückerstat-
tungsanspruch Fr. 300.-- beträgt (siehe nachfolgend).

3. Dem Beschwerdeführer wird eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 
500.-- zugesprochen. Seinem Rechtsvertreter sind (zusammen mit dem 
erwähnten Rückerstattungsanspruch) aus der Gerichtskasse Fr. 800.-- 
auszubezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Voinstanz (EB, inkl. Eingabe des Bf vom 2. Juni 2020)
- und das Bundesamt für Strassenverkehr, Sekretariat Administrativmass-

nahmen (3003 Bern).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 4. Juni 2020