# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae753ef7-5b38-57c2-a204-289a0ec68dfc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.05.2015 RT150033
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150033_2015-05-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150033-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter  

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner 

Urteil vom 5. Mai 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

 

Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

 
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,  

 

Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 21. Januar 2015 (EB141774-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 reichte die Gesuchstellerin und 

Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) bei der Vorinstanz ein Begehren um 

Erteilung der Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Zürich 

5 (Zahlungsbefehl vom 4. Dezember 2014) für Fr. 1'909.– nebst Zins zu 5 % seit 

dem 1. April 2014 ein (Urk. 1 S. 2). Mit Urteil vom 21. Januar 2015 wies die Vo-

rinstanz dieses Begehren ohne Einholen einer Stellungnahme der Gesuchsgeg-

nerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchsgegnerin) ab und auferlegte der 

Gesuchstellerin die Verfahrenskosten von Fr. 150.– (Urk. 8 S. 3). 

b) Mit innert Frist eingereichter Eingabe vom 16. Februar 2015 erhob die 

Gesuchstellerin Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 7 S. 2): 

" 1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich (Einzelgericht Audienz) 
vom 21.01.2015 (Rechtsöffnung; Geschäfts-Nr. EB141774-L/U) 
vollumfänglich aufzuheben.  

 2. Es sei der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. ... des Betrei-
bungsamtes Zürich 5 (Zahlungsbefehl vom 04.12.2014) Rechtsöff-
nung zu gewähren für den Betrag von Fr. 1'909.00 nebst Zins zu 5 
% seit 01.04.2004 [recte: 2014]. Der Rechtsvorschlag vom 
08.12.2014 sei aufzuheben. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 
 

Mit Verfügung vom 19. Februar 2015 wurde der Gesuchstellerin Frist zur 

Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 450.– angesetzt (Urk. 10), 

welcher innert Frist einging (Urk. 11). 

2. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass für die geltend gemachte Rente 

kein Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG vorliege. So gehe aus der im 

Zahlungsbefehl genannten Verfügung der Gesuchsgegnerin vom 10. Juli 2008 le-

diglich hervor, dass der Gesuchstellerin für die Zeit vom 1. Mai 2005 bis 31. De-

zember 2006 eine monatliche Invalidenrente von Fr. 1'754.– und für die Zeit vom 

1. Januar 2007 bis 30. April 2008 eine solche von Fr. 1'803.– zustehe. Aus dem 

eingereichten Vorbescheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau 

(fortan SVA AG) vom 25. Februar 2008 gehe sodann lediglich hervor, dass die 

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Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Mai 2005 vorgesehen sei. Eine definitive 

Zahlungsverpflichtung enthalte der Bescheid jedoch nicht. Ebenso wenig enthalte 

das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Oktober 2014 

eine Zahlungsverpflichtung (Urk. 8 S. 2 f. Ziff. 2). 

3. a) Die Gesuchstellerin beanstandet, dass das Gesuch um Erteilung der 

Rechtsöffnung nicht einmal der Gegenseite zugestellt worden sei, und sieht darin 

eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Ihrer Ansicht nach wäre es an der Ge-

suchsgegnerin gelegen, allfällige solche Einwendungen, wonach nur eine befriste-

te Rente zugesprochen worden sei, zu erheben. Die Gesuchsgegnerin als korrek-

te Verwaltungsbehörde hätte mit keinem Wort behauptet, die Verfügung vom 

2008 sei nur für eine befristete Rente erlassen worden. Der Entscheid der Vor-

instanz sei dementsprechend nur schon aus diesem Grund aufzuheben (Urk. 7 

S. 5). 

Dieser Einwand zielt ins Leere, wurde doch in keiner Weise das rechtliche 

Gehör der Gesuchstellerin, sondern höchstens das der Gesuchsgegnerin verletzt. 

Dies wäre indes auch nur dann der Fall, wenn zu Ungunsten der Gesuchsgegne-

rin entschieden worden wäre. Entsprechend aber ist die Gesuchstellerin in Bezug 

auf das Nichtzustellen des Rechtsöffnungsbegehrens an die Gesuchsgegnerin 

nicht beschwert, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten 

ist. 

b) Will die Gesuchstellerin rügen, dass das Verfahren nicht korrekt durchge-

führt worden sei, ist ihr Folgendes entgegenzuhalten: Gemäss Art. 1 lit. c ZPO in 

Verbindung mit Art. 251 lit. a ZPO findet auf das vorliegende Rechtsöffnungsver-

fahren das summarische Verfahren der Schweizerischen Zivilprozessordnung 

Anwendung. Gemäss dem diesbezüglich einschlägigen Art. 253 ZPO hat das Ge-

richt der Gegenpartei Gelegenheit zu geben, mündlich oder schriftlich Stellung zu 

nehmen, sofern das Gesuch nicht offensichtlich unzulässig oder offensichtlich un-

begründet erscheint. Damit aber hat die Vorinstanz entsprechend den Verfah-

rensvorschriften gehandelt; an ihrem Vorgehen ist nichts zu beanstanden. Ledig-

lich zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht von einer offensichtlichen Unbe-

gründetheit ausgegangen ist.  

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ca) Diesbezüglich macht die Gesuchstellerin geltend, in der Grundverfügung 

der SVA AG vom 25. Februar 2008 sei in keiner Weise eine Befristung verfügt 

worden; die Gesuchsgegnerin habe mit ihrer Verfügung vom 20. Juli 2008 (recte: 

10. Juli 2008) eine Totalauszahlung von Fr. 48'809.20 vorgenommen (IV-Renten 

ab 1. Mai 2005 bis 30. April 2008). Dieser Betrag sei von der Gesuchsgegnerin im 

Juli 2008 an die Gesuchstellerin bezahlt worden. Auf Seite 2 der Verfügung der 

Gesuchsgegnerin vom 10. Juli 2008 werde sogar noch explizit ausgeführt: "Die 

laufenden Renten werden im Voraus in den ersten Tagen des Monats ausbe-

zahlt." Es sei aktenwidrig und absurd, nun zu behaupten, dass die IV-Rente be-

fristet sei. Die Gesuchsgegnerin habe sich explizit dazu verpflichtet, weiterhin 

(und unbefristet) die IV-Rente zu bezahlen.  

Sodann rügt die Gesuchstellerin die Annahme der Vorinstanz, wonach die 

Grundverfügung der SVA AG vom 25. Februar 2008 auch keinen Rechtsöffnungs-

titel darstelle. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz enthalte auch diese 

Verfügung eine Zahlungsverpflichtung, sei darin doch Folgendes enthalten: "Ab 

01.05.2005 haben Sie Anspruch auf eine ganze Rente." Die beiden Verfügungen 

würden sich ergänzen. In der Verfügung der SVA AG stehe effektiv kein Renten-

betrag. Es werde "lediglich" verfügt, dass ein Anspruch auf eine (volle) Rente be-

stehe. Die Gesuchsgegnerin habe sodann die konkrete Rentenhöhe verfügt. 

Schliesslich zeige auch das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau 

vom 15. Oktober 2014, dass die Gesuchsgegnerin weiterhin zur Auszahlung der 

IV-Rente verpflichtet sei, habe dieses doch festgestellt, dass die von der IV AG 

(SVA AG) vorgenommenen Änderungen der IV-Rente der Gesuchstellerin nicht 

zulässig seien. Sämtliche Verfügungen der SVA AG der Jahre 2013 und 2014 

seien aufgehoben worden. Damit gelte bis dato immer noch die rechtskräftige 

Verfügung der SVA AG vom 25. Februar 2008 und die Vollzugsverfügung der Ge-

suchsgegnerin vom 10. Juli 2008 (Urk. 7 S. 5 f.). 

cb) Diese Einwendungen gehen fehl. Zwar ist es richtig, dass auf Seite 2 der 

Verfügung der Gesuchsgegnerin vom 10. Juli 2008 steht, dass die laufenden 

Renten im Voraus in den ersten 20 Tagen des Monats ausbezahlt würden 

(Urk. 4/4 S. 2). Es wird jedoch auch folgendes festgehalten: "Verfügung der 

Nachzahlung. Laufende Rente wurde bereits im Juni 2008 verfügt." (Urk. 4/4 

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S. 2). Damit aber beschlägt die Verfügung vom 10. Juli 2008 – wie von der Vorin-

stanz korrekt ausgeführt – lediglich den (befristeten) Zeitraum vom 1. Mai 2005 

bis zum 30. April 2008. Entsprechend kann die Verfügung vom 10. Juli 2008 nicht 

Grundlage für die Zahlungsverpflichtung der laufenden Rente sein; es kann ihr 

keine Zahlungsverpflichtung für den Monat März 2014 entnommen werden. Eine 

Zahlungsverpflichtung für die laufende Rente bzw. diejenige vom Monat März 

2014 wäre wohl eher der Verfügung vom Juni 2008 oder einer entsprechenden 

nachfolgenden Verfügung zu entnehmen. Eine solche massgebliche Verfügung, 

aus welcher die exakte Höhe der laufenden Rente hervorgeht, fehlt. So kann defi-

nitive Rechtsöffnung nur erteilt werden, wenn der Entscheid den Schuldner zur 

Zahlung einer Geldleistung verpflichtet und die zu bezahlende Summe beziffert 

ist. Zwar trifft es zu, dass es auch genügt, wenn sich die zu bezahlende Summe 

zumindest in Verbindung mit der Begründung oder aus dem Verweis auf andere 

Dokumente klar ergibt (Staehelin, in: Basler Kommentar zum SchKG, Art. 1-158, 

2. Aufl., Basel 2010, Art. 80 N 38, N 41 und N 58b m.w.H.). Dies ist vorliegend 

aber gerade nicht der Fall. So ergibt sich zwar aus dem Vorbescheid der SVA AG 

vom 25. Februar 2008 ein Hinweis auf einen (im vorgesehenen Endentscheid zu 

verfügenden) Rentenanspruch (Art. 57a IVG), doch beziffert die Verfügung vom 

10. Juli 2008 lediglich die Nachzahlung bis April 2008. Damit geht aus diesem zu-

sammengesetzten Dokument weder eine Zahlungsverpflichtung für die laufende 

Rente noch eine Bezifferung der Rente für den Monat März 2014 hervor. Entspre-

chend aber fehlt es am hinreichenden Rechtsöffnungstitel. 

Schliesslich wurden mit dem Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 

Aargau vom 15. Oktober 2014 – entgegen der Darstellung der Gesuchstellerin – 

nicht sämtliche Verfügungen der Jahre 2013 und 2014 aufgehoben, sondern le-

diglich diejenige vom 28. Januar 2014, und die Sache wurde zur weiteren Abklä-

rung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die SVA AG zurückgewiesen 

(Urk. 4/6 S. 9 Dispositivziffer 1). Weder kann den eingereichten Unterlagen noch 

den Vorbringen der Gesuchstellerin entnommen werden, welche weiteren Verfü-

gungen der Jahre 2013 und 2014 aufgehoben worden sein sollen bzw. was darin 

verfügt wurde. Entsprechend aber liegt auch nicht auf der Hand, dass nach wie 

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vor Anspruch auf die volle IV-Rente besteht. Damit aber bleibt es beim vorinstanz-

lichen Entscheid, wonach ein Rechtsöffnungstitel fehlt. 

d) Entsprechend erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegrün-

det. Es kann daher davon abgesehen werden, eine Beschwerdeantwort der Ge-

suchsgegnerin oder eine Stellungnahme der Vorinstanz einzuholen (Art. 322 

ZPO, Art. 324 ZPO). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

4. a) Die zweitinstanzliche Spruchgebühr ist ausgangsgemäss der Gesuch-

stellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für deren Bemessung gelangt ge-

mäss Praxis der Kammer die Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 

Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG; SR 281.35) zur Anwendung 

(Art. 16 SchKG; ZR 110 [2011] Nr. 28). Die Spruchgebühr ist gestützt auf Art. 48 

i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG) auf Fr. 300.– festzusetzen. 

b) Mangels wesentlicher Umtriebe ist der Gesuchsgegnerin für das Be-

schwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 300.– festge-

setzt. 

3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchstellerin aufer-

legt, und mir ihrem Kostenvorschuss verrechnet. 

4. Der Gesuchsgegnerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge des Doppels der Urk. 7, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

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6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 1'909.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 5. Mai 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. A. Baumgartner 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 5. Mai 2015
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt, und mir ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Der Gesuchsgegnerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage des Doppels der Urk. 7, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...