# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b42ce3be-f536-5437-ab7c-ec5fed84098c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-06-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 17.06.2003 SF 2003 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2003-13_2003-06-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 17. Juni 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 03 13 (mündlich eröffnet) 

Urteil
Strafkammer

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und Sut-
ter-Ambühl, Aktuar ad hoc Infanger.

——————

In der Strafsache

des A., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Jörger, 
Alexanderstrasse 1/Bahnhofstrasse 11, 7001 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 26. März 2003, 

des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziffer 1 Abs. 1 StGB, des mehrfachen 
Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 
1 StGB, der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB, der Hehlerei gemäss Art. 
160 Ziffer 1 StGB, der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 1 Abs. 4 und 
5 BetmG, der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 1 Abs. 1 BetmG sowie der mehr-
fachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziffer 1 BetmG

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

2

A. A. wuchs als Einzelkind bei seiner Mutter AX. geborene AZ. und seinem 
Stiefvater Roland A. in AAA. und AAW. auf. In AAW. besuchte er während sechs 
Jahren die Primar- und für zwei Jahre die Realschule. Kurz vor seiner Schulentlas-
sung wechselte die Familie den Wohnsitz nach AAA., wo der Angeklagte das letzte 
Schuljahr absolvierte. A. begann alsdann beim AAB. in AAC. eine Lehre als Maler, 
die er jedoch nach einigen Monaten abbrach. Auf Vermittlung der Vormund-
schaftsbehörde AAA. hielt er sich infolge seiner Drogen- und Alkoholprobleme 
während eineinhalb Jahren in einem Heim für Jugendliche in AAD. und später in 
AAE. auf. Eine begonnene Lehre als Dachdecker brach er wiederum ab. Im Som-
mer 1999 war der Angeklagte beim Bedachungsgeschäft AAF. in AAA. angestellt. 
In der Folge arbeitete er temporär als Maler, Gerüstbauer und Dachdecker. Seit 
Ende 2000 geht A. keiner geregelten Arbeit mehr nach und verfügt auch über kein 
eigenes Einkommen. Seinen Lebensunterhalt bestritt er zuletzt mit Straftaten, mit 
der Unterstützung der Stadt AAA. und von Verwandten sowie mit Betteln. Beim Be-
treibungsamt AAA. war der Angeklagte für das Jahr 2000 mit zwei Betreibungen im 
Betrage von Fr. 989. 35 verzeichnet.

B. Infolge seiner Suchtproblematik hielt sich A. im Jahre 2001 mit einem Un-
terbruch während sechs Monaten in der Klinik AAG., in AAH. auf. Nach seiner Haft-
entlassung am 26. Februar 2002 trat er wiederum in der Klinik AAG. ein. Ab 6. Mai 
2002 erhielt er ein Therapieplatz im Therapiezentrum AAI. in AAJ., wo er sich seither 
mit jeweils kurzen Unterbrüchen aufhielt.

Von September 1999 bis September 2000 bestand für A. seitens der 
Amtsvormundschaft AAA. eine Erziehungsbeistandschaft.

C. Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist er mit vier Vorstrafen verzeich-
net:

02.02.2001 Kreispräsident AAA.
Diebstahl sowie Widerhandlung gegen das BetmG
2 Monate Gefängnis
Strafvollzug aufgeschoben, Probezeit 3 Jahre

27.04.2001 Kreispräsident AAA.
Sachbeschädigung
5 Tage Gefängnis, als Zusatzstrafe zum Strafmandat vom 
02.02.01
Strafvollzug aufgeschoben, Probezeit 3 Jahre

3

12.06.2001 Kreispräsident AAA.
Widerhandlung gegen das BetmG, Diebstahl sowie Hausfrie-
densbruch
10 Tage Gefängnis, als Zusatzstrafe zum Strafmandat vom 
27.04.2001
Die Freiheitsstrafe von 10 Tagen hat A. in der Zeit vom 4. bis 
14.09.2001 in der Strafanstalt AAK. verbüsst.
Auf den Widerruf des mit Strafmandat vom 2.02.2001 aufge-
schobenen Strafvollzugs der Freiheitsstrafe von 2 Monaten 
wurde verzichtet und A. stattdessen verwarnt.

16.11.2001 Kreispräsident AAA.
Widerhandlung gegen das BetmG
5 Tage Gefängnis

D. A. befand sich vom 22. Januar 2002 bis am 26. Februar 2002 in AAA. in 
Untersuchungshaft. Am 3. Juni 2002 wurde der Angeklagte in AAL. erneut festge-
nommen und gleichentags wiederum auf freien Fuss gesetzt.

E. A. wurde einem psychiatrischen Gutachten unterzogen. Die Schlussfolge-
rungen im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. AAM. von der Klinik AAG., vom 
24. Mai 2002 lauten wie folgt: 

"1. Frage der verminderten Zurechnungsfähigkeit gemäss Art. 11 
StGB.

A. leidet an einer Alkohol- und Kokainabhängigkeit sowie einer 
dissozialen Persönlichkeitsstörung. Die begutachtende Ärztin at-
testiert dem Angeklagten zur Zeit seiner Taten eine leichtgradig 
verminderte Zurechnungsfähigkeit.

2. Frage der Behandlung von Drogensüchtigen in einer Drogenent-
ziehungsanstalt oder in einer anderen Heilanstalt gemäss Art. 44 
StGB.

Eine stationäre Drogentherapie zur Behandlung der Alkohol- und 
Kokainabhängigkeit wird von der Psychiaterin empfohlen.

3. Frage betreffend ambulante Behandlung im Sinne von Art. 44 Ziff. 
1 Abs. 1 letzter Satz StGB oder stationäre Behandlung.

Eine ambulante Behandlung ist ungenügend. 

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4. Frage betreffend Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt 
gemäss Art. 100bis StGB.

Die Einweisung von A. in eine Arbeitserziehungsanstalt erscheint 
nicht zweckmässig.

5. Frage betreffend psychiatrische Behandlung im Sinne von Art. 41 
Ziff. 2 Abs. 1 StGB für den Fall eines bedingten Strafvollzugs.

Die begutachtende Ärztin empfiehlt die Errichtung einer Schutz-
aufsicht.

6. Frage betreffend andere Massnahmen.

Im jetzigen Zeitpunkt sind vormundschaftliche Massnahmen nicht 
zweckmässig, je nach Verlauf der Drogentherapie müssten zu ei-
nem späteren Zeitpunkt allfällige Massnahmen neu beurteilt wer-
den."

F. Am 24. Januar 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen 
A. eine Strafuntersuchung wegen Raubes etc. Die Staatsanwaltschaft erliess am 
26. März 2003 die Anklageverfügung, in welcher sie A. wegen mehrfachen Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 
1 StGB, mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, mehrfachen Sach-
beschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 
StGB, Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB, mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 
19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG, Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 BetmG 
sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Anklagezu-
stand versetzte. Der Fall wurde gestützt auf Art. 346 und 350 StGB sowie Art. 45 
StPO dem Kantonsgericht Graubünden zur Beurteilung überwiesen. Gemäss An-
klageschrift vom gleichen Tag wurde der Anklage folgender Sachverhalt zu Grunde 
gelegt:

"1. Des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB so-
wie der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB

1.1 Um ihren Betäubungsmittelkonsum zu finanzieren, entschlossen 
sich der Angeklagte und sein Bekannter C. am Abend des 7. Ja-
nuar 2002 um 19.30 Uhr im AAN. in AAA. bei sich bietender Ge-
legenheit einen Überfall zu begehen. Auf der Höhe der Liegen-
schaft Nr. yy. kam ihnen H., geboren 24. April 1926, entgegen. 
Beim Vorbeilaufen griff C. nach der Tasche der Frau, die sie sich 
an der rechten Schulter umgehängt hatte. H. liess diese jedoch 
nicht los und wurde zu Boden gerissen. C. musste dann noch 
mehrere Male an der Tasche ruckartig reissen und zog dabei die 
betagte Frau mehrere Meter am Boden nach. Mit der Tasche setz-

5

ten sich die Täter dann fluchtartig stadteinwärts ab. Das erbeutete 
Geld verwendeten sie für den Kauf von Betäubungsmitteln.

H. zog sich beim Überfall einen Bruch des rechten Oberarms zu 
und musste im Kantonsspital in AAA. hospitalisiert werden. Am 15. 
Februar 2002 stellte sie einen Strafantrag wegen Körperverlet-
zung. In der erbeuteten Tasche waren das Portemonnaie mit Fr. 
500.-- Bargeld, ein Schlüsseletui, eine Buskarte, vier Gutscheine, 
ein Hörgerät sowie eine Sonnenbrille. Der Gesamtdeliktsbetrag 
beläuft sich auf Fr. 1'735.--. Die Tasche und der grössere Teil des 
Inhalts wurden bei C. sichergestellt und der Geschädigten ausge-
händigt.

Am 10 Oktober 2002 reichte die Opferhilfe-Beratungsstelle in 
AAA. eine Adhäsionsklage über Fr. 1'080.85 sowie eine Genugtu-
ung über Fr. 2'000.-- zuzüglich Zinsen ein.

Akten: 34.1-34.13

1.2 Am Abend des 10. Januar 2002 beabsichtigten der Angeklagte 
und C. im AAN. in AAA. bei sich bietender Gelegenheit einen wei-
teren Überfall zu verüben. Gegen 20.00 Uhr beobachteten sie auf 
der AAO.-Strasse, Höhe Liegenschaft Nr. xx., wie G., geboren 6. 
August 1940, auf dem Trottoir in Richtung Spitäler lief. Während-
dem A. wartete, lief C. der Frau nach. Als er auf gleicher Höhe mit 
G. war, riss er an der Aktenmappe, die sie mit einem Riemen über 
der rechten Schulter trug. Der Frau gelang es jedoch die Mappe 
zu fixieren. C. zog wiederum ruckartig an der Mappe und G. 
stürzte. C. riss abermals die Mappe an sich bis der Riemen riss. 
Alsdann flohen der Angeklagte und sein Komplize stadteinwärts. 
Das erbeutete Geld setzten sie für den Kauf von Betäubungsmit-
teln ein.

G. zog sich beim Überfall leichte Schürfverletzungen an den Knien 
zu. Des weiteren wurde ihr Lodenmantel leicht beschädigt. In der 
erbeuteten Aktenmappe waren nebst einem Portemonnaie mit Fr. 
177.-- Bargeld noch Ausweise, Kreditkarten, eine Brille sowie wei-
tere Gegenstände im Gesamtbetrag von Fr. 2'350.--. Am Loden-
mantel und an der Aktenmappe entstand ein geschätzter Schaden 
von Fr. 1'100.--. Bis auf das Portemonnaie mit Inhalt sowie ein 
Halbtaxabonnement konnte das Diebesgut G. zurückerstattet 
werden. Die Geschädigte stellte am 10. Januar 2002 Strafantrag 
wegen Sachbeschädigung und Tätlichkeiten.

Am 4. Oktober 2002 reichte G. eine Adhäsionsklage über 
Fr. 1'265.40 sowie eine Genugtuungsforderung über Fr. 2'000.-- 
ein.

Akten: 36.1-36.15

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2. Des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, des 
mehrfachen Hausfriedensbruches gemäss Art. 186 StGB sowie 
der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB, der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB

In der Zeit vom 1. Juni 2001 bis 3. Juni 2002 verübte der Ange-
klagte alleine oder mit C. und E. insgesamt 26 Diebstähle mit ei-
nem Gesamtdeliktsbetrag von Fr. 51'975.70. Der angerichtete 
Sachschaden beläuft sich auf Fr. 15'569.95. In der Regel suchten 
die Täter Garderoben, Schulräume oder auch Hotels auf, wo sie 
bei sich bietender Gelegenheit Taschen, Geldbeutel, Bargeld so-
wie Ausweise etc. mitlaufen liessen. Beim Diebstahl zum Nachteil 
von D. wurde dem Opfer die Handtasche ohne dessen Gegen-
wehr entrissen (Ziff. 2.23). Beim Diebstahl im Restaurant AAP. 
wurde A. mit dem Diebesgut von I. gestellt; er riss sich jedoch los 
und flüchtete dann mit der Beute (Ziff. 2.18). Das Diebesgut setz-
ten die Täter im Raume AAA. in Betäubungsmitteln um. Den ein-
gelösten Stoff teilten sie in der Regel gleichmässig unter den Be-
teiligten.

In vier Fällen (Ziff. 2.19, 2.21, 2.27, 2.29) ist der Angeklagte ohne 
Diebesabsicht in Objekte eingedrungen, um dort zu übernachten, 
wobei es an drei Orten zu einem Sachschaden von total Fr. 
1'400.-- gekommen ist (Ziff. 2.21, 2.27, 2.29).

A. ist bezüglich der ihm vorgehaltenen Straftaten geständig, wobei 
bezüglich des Deliktgutes kleinere Abweichungen bestehen. Im 
Einzelnen war der Angeklagte an nachfolgend aufgeführten Straf-
taten beteiligt:

2.1 Tatort: Ort 1, Diebstahl aus Fahrzeug

Tatzeit: 01.06.2001 bis 31.10.2001

Täter: A.

Geschädigte: z.N. Unbekannt

Deliktsgut: Fr. 300.--, Mobiltelefon

Sachschaden: –

Strafantrag: –

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 6.1-6.3

2.2 Tatort: Ort 2

7

Tatzeit: 01.07.2001 bis 30.03.2002

Täter: A., E.

Geschädigte: J.

Deliktsgut: Fr. 350.--, Bargeld aus Service-Portemonnaie

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 30.03.2002 wegen Diebstahls

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 7.1-7.7

2.3 Tatort: Ort 3

Tatzeit: 14.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: AAR. und K.,

Deliktsgut: Fr. 215.--, Bargeld, Geldbeutel, Div. Ausweise 
etc.

Fr. 320.--, Mobiltelefon

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 15.08.2001 und 09.05.2002 wegen 
Diebstahls sowie Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 9.1-9.11; 38.1-38.3

2.4 Tatort: Ort 4

Tatzeit 16.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: AAS., L., M. und Gemeinde AAW.

Deliktsgut: Fr. 350.--, Mobiltelefon

Fr. 350.--, Mobiltelefon

Fr. 140.--, Bargeld, Geldbeutel, Ausweise etc.

Sachschaden: –

8

Strafantrag: Gestellt am 03.02.2002, 09.02.2002, 
12.02.2002, 04.03.2002 wegen Diebstahls und 
Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 10.1-10.7; 11.1-11.7;12.1-12.8

2.5 Tatort: Ort 5

Tatzeit: 19.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: N.

Deliktsgut: Fr. 300.--, Bargeld

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 19.08.2001 wegen Vermögensdelik-
tes

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 13.1-13.7

2.6 Tatort: Ort 6, Hotel O.

Tatzeit: 19.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: Hotel O. und P.

Deliktsgut: Fr. 1'182.--, Bargeld, Geldbeutel, Ausweise etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 20.08.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 14.1-14.9

2.7 Tatort: Ort 7, Landw. Schule Q.

Tatzeit: 24.08.2001 bis 27.08.2001

Täter: A., E.

9

Geschädigte: Schule Q. und R.

Deliktsgut: Fr. 17'036.--, vier Notebooks, Videorecorder etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 27.08.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: Der Videorecorder konnte beigebracht und der 
Schule Q. ausgehändigt werden.

Adhäsionsklage: –

Akten: 15.1-15.12

2.8 Tatort: Ort 8

Tatzeit: 29./30.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: Gemeinde S., vertreten durch T.,

Deliktsgut: Fr. 4'800.--, zwei Videorecorder und eine Video-
kamera

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 30.08.2001 wegen Diebstahls sowie 
Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 16.1-16.8

2.9 Tatort: Ort 9

Tatzeit: 29./30.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: U.

Deliktsgut: Fr. 250.--, Fotokamera

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 08.02.2002 wegen Diebstahls sowie 
Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 17.1-17.7

10

2.10 Tatort: Ort 10

Tatzeit: 29./30.08.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: V.

Deliktsgut: Fr. 2'599.--, Notebook

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 30.08.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 18.1-18.7

2.11 Tatort: Ort 11, Hotel W.

Tatzeit: 30.08.2001

Täter: A., E., C.

Geschädigte: Hotel W., vertreten durch X.

Deliktsgut: Fr. 5'435.--, Bargeld, Geldbörse, Handtasche, 
Natel etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 01.09.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 19.1-19.10

2.12 Tatort: Ort 12

Tatzeit: 31.08.2001

Täter: A.

Geschädigte: Y.

Deliktsgut: Fr. 15.--, Bargeld, Geldbörse, Ausweis

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 31.08.2001 wegen Diebstahls

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

11

Akten: 20.1-20.3

2.13 Tatort: Ort 13

Tatzeit: 31.08.2001

Täter: A.

Geschädigte: Z.

Deliktsgut: Fr. 10.--, Geldbörse

Sachschaden: –

Strafantrag: Verzicht auf Strafantrag am 05.09.2001

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 21.1-21.3

2.14 Tatort: Ort 14

Tatzeit: 31.08.2001

Täter: A.

Geschädigter: AA.

Deliktsgut: Fr. 250.--, CD-Spieler

Sachschaden: –

Strafantrag: Verzicht auf Strafantrag am 04.09.2001

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 22.1-22.3

2.15 Tatort: Ort 15, Hotel AV.

Tatzeit: 31.08.2001

Täter: A., E., C.

Geschädigte: z.N. Unbekannt

Deliktsgut: Fr. 800.--, Mobiltelefon

Sachschaden: –

Strafantrag: –

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

12

Akten: 23.1-23.8

2.16 Tatort: Ort 16, AC. AG

Tatzeit: 03.09.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: AB., Firma AC. AG

Deliktsgut: Fr. 549.--, Mobiltelefon

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 18.02.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 24.1-24.9

2.17 Tatort: Ort 17

Tatzeit: 03.09.2001

Täter: A., E.

Geschädigte: z.N. Unbekannt

Deliktsgut: Fr. 400.--, Fotokamera

Sachschaden: –

Strafantrag: –

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 25.1-25.5

2.18 Tatort: Ort 18, Restaurant AAP.

Tatzeit: 21.09.2001

Täter: A. 

Geschädigte: Restaurant AAP., vertreten durch I.

Deliktsgut: Fr. 4'057.--, Schmuck, Natel

Sachschaden: Fr.  50.--, Hemd zerrissen

Strafantrag: Gestellt am 22.09.2001 wegen Diebstahls, 
Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und 
Tätlichkeiten

13

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 26.1-26.7

2.19 Tatort: Ort 19, Hotel AE.

Tatzeit: 28.09.2001 bis 01.10.2001

Täter: A. 

Geschädigte: Hotel AE., vertreten durch AF

Deliktsgut: –

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 06.11.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 27.1-27.6

2.20 Tatort: Ort 20

Tatzeit: 15.10.2001

Täter: A. 

Geschädigte: AG.

Deliktsgut: Fr. 225.--, Bargeld, Geldbeutel, Ausweise etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: –

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 28.1-28.10

2.21 Tatort: Ort 21

Tatzeit: 20.10.2001 bis 04.11.2001

Täter: A. 

Geschädigte: AH., vertreten durch AI.

Deliktsgut: –

Sachschaden: Fr. 1'000.--

14

Strafantrag: Gestellt am 05.11.2001 wegen Hausfriedens-
bruchs sowie Sachbeschädigung

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 29.1-29.6

2.22 Tatort: Ort 22, Kantonsschule

Tatzeit: 16.11.2001 bis 19.11.2001

Täter: A. 

Geschädigte: AJ.

Deliktsgut: Fr. 5'775.--, Notebook und Tasche

Sachschaden: –

Strafantrag: –

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 30.1-30.13

2.23 Tatort: Ort 23

Tatzeit: 21.12.2001

Täter: A., C.

Geschädigte: D.

Deliktsgut: Fr. 550.--, Bargeld, Tasche, Geldbeutel, Brille, 
Ausweise etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 21.12.2001 wegen Diebstahls

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: Am 1. Oktober 2002 reichte die Geschädigte 

eine Adhäsionsklage über Fr. 1'180.-- ein.

Akten: 32.1-32.10

2.24 Tatort: Ort 24

Tatzeit: 27.12.2001 bis 07.01.2002

Täter: A. 

15

Geschädigte: AK., vertreten durch Dr. AL.

Deliktsgut: Fr. 3'582.50, Notebook

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 08.01.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 33.1-33.6

2.25 Tatort: Ort 25

Tatzeit: 09.01.2002

Täter: A., C.

Geschädigte: AM.

Deliktsgut: Fr. 1'362.--, Bargeld, Geldbeutel, ½-Tax-Abo 
etc.

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 10.01.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 35.1-35.7

2.26 Tatort: Ort 26

Tatzeit: 17.01.2002

Täter: A. 

Geschädigte: AN.

Deliktsgut: Fr. 600.--,Taschencomputer Palm

Sachschaden: –

Strafantrag: Gestellt am 05.02.2002 wegen Diebstahls

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 37.1-37.8

2.27 Tatort: Ort 27

16

Tatzeit: 15.02.2002 bis 17.03.2002

Täter: A.

Geschädigte: AO.

Deliktsgut: –

Sachschaden: Fr. 150.--

Strafantrag: Gestellt am 17.03.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs und Sachbeschädigung

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 39.1-39.5

2.28 Tatort: Ort 28

Tatzeit: 14.03./15.03.2002

Täter: A. 

Geschädigte: AP. vertreten durch AW.

Deliktsgut: Fr. 150.--, Bargeld

Sachschaden: Fr. 15'419.95

Strafantrag: Gestellt am 15.03.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs und Sachbeschädigung

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 40.1-40.8

2.29 Tatort: Ort 29

Tatzeit: 16.03.2002 bis 18.03.2002

Täter: A. 

Geschädigte: Evang. Kirchgemeinde AR., vertreten durch AS.,

Deliktsgut: –

Sachschaden: Fr. 250.--

Strafantrag: Gestellt am 10.05.2002 wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 41.1-41.4

17

2.30 Tatort: Ort 30

Tatzeit: 03.06.2002

Täter: A.

Geschädigte: Hotel-Restaurant AT., vertreten durch AU.

Deliktsgut: Fr. 23.20, Bargeld

Sachschaden: Fr. 100.--

Strafantrag: Gestellt am 03.06.2002 wegen Hausfriedens-
bruchs und Sachbeschädigung

Bemerkungen: –

Adhäsionsklage: –

Akten: 42.1-42.13

3. Der Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB

In der Zeit zwischen dem 01.08 und dem 30.11.2001 übernahm A. 
am Bahnhof in AAU. von einem Unbekannten ein gestohlenes 
Laptop der Marke Mac im Wert von ca. Fr. 4'000.-- mit dem Auf-
trag, dieses gegen Kokain einzutauschen. In der Folge übergab A. 
das Laptop einem Schwarzafrikaner und erhielt dafür 5 Gramm 
Kokain. 4 Gramm übergab er dem Unbekannten. Für seine Ver-
mittlertätigkeit konnte er 1 Gramm des Stoffes behalten.

Akten: 8.1-8.4

4. Der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 
BetmG, der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 BetmG 
sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 
BetmG

4.1 In der Zeit vom 01.01.2001 bis 22.01.2002 hat A. für verschiedene 
Dealer unter mehreren Malen im Raume AAA. insgesamt etwa 10-
20 Gramm Kokain und 5 Gramm Heroin verkauft. Von der vermit-
telten Kokainmenge bekam er 3-7 Gramm Kokain als Provision.

Im Herbst 2001 vermittelte der Angeklagte einem Schwarzafrika-
ner ein gestohlenes Laptop für 5 Gramm Kokain, wovon er 1 
Gramm für seinen Eigenkonsum erhielt.

Zudem besorgte A. im November 2001 für einen Unbekannten im 
Raume AAU. 10 Gramm Kokain für Fr. 700.-- und übergab ihm 
den Stoff für Fr. 1'050.-- in AAV.. Den Erlös setzte er für den Ei-
genkonsum ein.

18

Schliesslich verkaufte A. in der Zeit von September bis Dezember 
2001 etwa 35 Gramm Marihuana aus seinem Eigenanbau an 
Dritte für Fr. 5.-- bis Fr. 10.-- pro Gramm. Des weiteren hat er im 
Januar 2003  im Raume AAU. einem Bekannten weitere 50 
Gramm Marihuana für Fr. 400.-- verkauft.

4.2 Im Sommer 2001 hat der Angeklagte in einem Wald bei AAW. 20 
Hanfpflanzen angebaut. Aus diesem Hanfanbau gewann er im 
Sommer/Herbst 2001 rund 90 Gramm Marihuana für seinen Ei-
genkonsum bzw. Weiterverkauf.

4.3 A. konsumiert seit mehreren Jahren regelmässig Marihuana, He-
roin und Kokain und wurde hierfür letztmals mit Strafmandat des 
Kreispräsidenten AAA. vom 16. November 2001 verurteilt. Seither 
hat er regelmässig Kokain, Heroin und Marihuana zu sich genom-
men.

Akten: xxx.1; xxx.8; xxx.10; xxx.11; xxx.13; xxx.24; xxx.34; 
44.1; 44.2; 44.5

Vorakten: Proz. Nr. VV.2001.2765

Vorakten: Proz. Nr. VV.2001.901

Vorakten: Proz. Nr. VV.2000.2721

G. Der Kantonsgerichtsvizepräsident eröffnete als Vorsitzender die Verhand-
lung am 16. Juni 2003, um 09.20 Uhr. Anwesend waren A. mit seinem Rechtsanwalt 
lic. iur. Werner Jörger, C. mit seinem Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Lechmann sowie 
der Staatsanwalt Dr. iur. Jakob Grob. Die Personalien der Angeklagten wurden vom 
Vorsitzenden verlesen und von den Betroffenen bestätigt. Gegen die Zusammen-
setzung und die Zuständigkeit der Strafkammer erhoben die Anwesenden keine 
Einwendungen. A. wurde alsdann zu seiner Person befragt. Das psychiatrische Gut-
achten wurde nach der Behandlung der Strafsache konsultiert. Der Leumundsbe-
richt wurde ebenfalls zur Kenntnis gebracht. A. war einsichtig, dass er Hilfe brau-
chen würde; denn er könne mit keiner Unterstützung von zu Hause rechnen. Seit 
vier Jahren habe er keinen Kontakt zu seinen Eltern bzw. zu seinem Stiefvater ge-
habt. Der Sachverhalt und das Verhalten von A. ab Eröffnung der Strafuntersuchung 
wurden gestützt auf die Verfahrensakten aufgearbeitet, wobei der Angeklagte zu 
einzelnen Punkten befragt wurde. A. äusserte sich klar dahingehend, dass er eine 
Therapie machen müsse, obschon er Angst habe, zu versagen. Aus dem beigezo-
genen Haftdossier konnte entnommen werden, dass sich A. kooperativ verhielt. Der 
Angeklagte gab schliesslich zu Protokoll, dass er während seinen strafbaren Hand-
lungen unter Drogen oder unter Entzug gestanden habe. Er habe jedoch stets ge-
wusst, was er tat. Die unter Entzug vorgenommenen Handlungen seien jedoch nicht 

19

kontrollierbar gewesen. Sein Motiv bestand jeweils darin, Geld zu beschaffen, wel-
ches er zum Kauf von Drogen verwendete. Der Vorsitzende machte beliebt, ein ab-
gekürztes Verfahren durchzuführen, was letztlich mit Einsverständnis aller Anwe-
senden vorgenommen wurde. A. wurde die Anklageschrift zur Kenntnis gebracht, 
wobei er vom Vorsitzenden zu den einzelnen Vorhalten befragt wurde. Die dem 
Angeklagten vorgehaltenen Handlungen wurden von diesem allesamt im Kern 
bestätigt.

In seinem Plädoyer verzichtete Staatsanwalt Dr. iur. Jakob Grob grundsätz-
lich darauf, Bemerkungen zum Sachverhalt und zur rechtlichen Subsumtion anzu-
bringen. Er beschränkte sich auf die Strafzumessung. Das Verschulden von A. 
wiege schwer, da aus den eingestandenen Delikten auf eine grosse Rücksichtslo-
sigkeit geschlossen werden müsse und da eine latente Deliktsbereitschaft auszu-
machen sei. Opfer seien zudem vorwiegend ältere Frauen gewesen, welche sich 
bei den Überfällen auch Körperverletzungen zugezogen hätten. Strafmindernd 
könne dem Angeklagten sein umfassendes Geständnis angerechnet werden. Straf-
erhöhend würden sich jedoch die vier Vorstrafen auswirken. Die mehreren zu beur-
teilenden Straftaten würden sich ferner strafschärfend auswirken. Strafmildernd 
könne A. seine verminderte Zurechnungsfähigkeit zugestanden werden. Entspre-
chend sei A. im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen, wofür er mit 28 Monaten 
Gefängnis, teilweise als Zusatz zu den mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur 
ausgefällten Strafen, bestraft werden müsse, abzüglich der erstandenen Untersu-
chungshaft und der Sicherheitshaft. Der Vollzug könne aufgeschoben werde, und 
es könne eine stationäre Massnahme angeordnet werden. Schliesslich seien die 
vom Kreispräsidenten AAA. mit Strafmandat vom 2. Februar 2001 bedingt ausge-
sprochene Strafe von zwei Monaten Gefängnis sowie die mit Strafmandat vom 27. 
April 2001 bedingt ausgesprochene Strafe von fünf Tagen Gefängnis zu widerrufen, 
wobei der Vollzug aufzuschieben und ebenfalls eine stationäre Massnahme anzu-
ordnen sei.

Der Rechtsanwalt von A. führte in seinem Plädoyer aus, sein Mandant sei in 
tatsächlicher Hinsicht in allen Punkten geständig. Auch in rechtlicher Hinsicht sei 
die Anklage unbestritten. Das Verschulden wiege schwer. Die Vielzahl der Delikte 
würde sich mit der Drogenbeschaffungsproblematik erklären lassen, sei indes 
gleichwohl strafschärfend zu würdigen. Strafmindernd sei jedoch zu berücksichti-
gen, dass A. eine schwere Jungend hatte, die gekennzeichnet war mit heftigen Aus-
einandersetzungen mit dem Stiefvater und mit diversen Heimaufenthalten. Sein 
Mandant sei ferner geständig, habe sich im Untersuchungsverfahren kooperativ ge-

20

zeigt und habe das Deliktsgut erstattet. Auch sein Alter zum Zeitpunkt der Tat sowie 
der Umstand, dass er kein rechtes Zuhause hatte, sei zu berücksichtigen. Strafmil-
dernd würden sich die im psychiatrischen Gutachten umschriebenen Umstände 
auswirken. Daraus lasse sich auch entnehmen, dass eine stationäre Therapie er-
forderlich sei. Sein Mandant sei hierfür motiviert. Da die gesetzlichen Voraussetzun-
gen für stationäre Massnahmen gegeben seien, seien solche auch anzuordnen, zu-
mal ein sofortiger Vollzug wenig Sinn machen würde. Er beantrage daher, dass A. 
im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen sei, wofür er mit zwei Jahren Gefängnis 
(teilweise als Zusatz zu den mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur ausgefäll-
ten Strafen) zu bestrafen sei. Die Strafe sei zu Gunsten einer Massnahme gemäss 
Art. 44 Ziff. 1 und 6 StGB aufzuschieben. Im Vollzugsfall sei die Polizei- und Unter-
suchungshaft anzurechnen. Die Adhäsionsklage von H. werde im Betrag von Fr. 
1'080.85 anerkannt. Auf ein Nachklagerecht sei indes zu verzichten. Eine allfällige 
Genugtuung werde ins Ermessen des Gerichts gestellt. Die Adhäsionsklage von G. 
werde im Umfang von Fr. 170.00 anerkannt. Allenfalls sei die Sache dem Zivilrichter 
zur Beurteilung zu überweisen. Die Genugtuung werde ebenfalls ins Ermessen des 
Gerichtes gestellt. Schliesslich werde auch die Adhäsionsklage von D. im Betrage 
von Fr. 680.00 anerkannt, wobei auch in diesem Fall eine allfällige Genugtuung ins 
richterliche Ermessen gestellt werde.

In seinem Schlusswort beteuerte A., dass er nun auf dem richtigen Weg sei. 
Er hoffe auf Einsehen des Gerichts.

Die Hauptverhandlung wurde um 16.30 Uhr geschlossen. A. wurde in Sicher-
heitshaft genommen, bis er die stationäre Massnahme antreten kann.

Auf die weiteren Ausführungen des Staatsanwaltes und des Verteidigers 
wird, soweit erforderlich, nachfolgend eingegangen.  

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. a) A. wurde mit Anklageverfügung vom 26. März 2003 wegen mehrfa-
chen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, mehrfachen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB, mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, mehr-
facher Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, Tätlichkeiten gemäss Art. 
126 Abs. 1 StGB, Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB, mehrfacher Widerhandlung 
gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG, Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 

21

1 BetmG sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in den 
Anklagezustand versetzt. 

b) Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 346 und 350 StGB und ist 
vorliegend unbestritten gegeben. Nach Art. 45 Abs. 1 lit. a StPO beurteilt das Kan-
tonsgericht als erstinstanzliches Gericht alle Verbrechen, welche mit Zuchthaus 
über fünf Jahre bedroht sind. Massgebend für die sachliche Zuständigkeit ist allein 
die abstrakte Strafdrohung der eingeklagten Tat (PKG 1965 Nr. 41; Padrutt, Kom-
mentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden [StPO], 2. Auflage Chur 
1996, S. 29). Auf die beantragte Strafe kommt es nicht an. Der Raub nach Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB ist mit einer Strafe von Zuchthaus bis zu zehn Jahren bedroht. 
Das Kantonsgericht ist folglich für die vorliegende Streitsache örtlich und sachlich 
zuständig.

2.a) A. ist angeklagt, am 7. und 10. Januar 2002 zwei Raubüberfälle und in 
der Zeit zwischen dem 1. Juni 2001 und dem 3. Juni 2002 diverse weitere Taten 
verübt zu haben. Der Angeklagte ist grundsätzlich geständig, soweit er sich an die 
einzelnen Delikte zu erinnern vermag. Daher erscheint es angezeigt, zunächst auf 
die relevanten strafprozessualen Beweisregeln einzugehen, um anschliessend ge-
stützt auf die vorliegenden Akten und die Aussagen des Angeklagten vor der Straf-
kammer des Kantonsgerichts beurteilen zu können, inwiefern dieser für die ihm vor-
geworfenen Straftaten verantwortlich gemacht werden kann.

b) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht gemäss Art. 
125 Abs. 2 StPO nach freier Überzeugung. Die Beweislast für die dem Angeklagten 
zur Last gelegten Tat liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Willy Padrutt, a.a.O., S. 
306). An den Beweis der zur Last gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. 
Verlangt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Be-
weis der Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK flies-
senden Beweiswürdigungsregel "in dubio pro reo" darf sich der Strafrichter jedoch 
nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes über-
zeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Vor-
aussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss 
theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil solche 
immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss 
sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das 
heisst um solche, die sich nach der objektiven Rechtslage aufdrängen (BGE 120 Ia 
37). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an sich mögli-

22

chen Zweifel zu überwinden und sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sach-
verhalt zu entscheiden, wobei die Bildung der Überzeugung objektivier- und nach-
vollziehbar sein muss. Die Schuld des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte 
Beweise und Indizien stützen, die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu 
beseitigen vermögen (PKG 1987 Nr. 12; Padrutt, a.a.O., S. 307; Niklaus Schmid, 
Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, N 286).

Im Rahmen des Gerichtsverfahrens interessiert nicht in erster Linie die per-
sönliche Glaubwürdigkeit des Zeugen, sondern vielmehr die sachliche Glaubhaftig-
keit seiner konkreten Aussage (vgl. Robert Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafpro-
zess mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 311 ff.). Die Richtig-
keit einer Aussage muss dabei auf ihre Übereinstimmung mit den Lebenserfahrun-
gen und dem Ergebnis der übrigen Beweiserhebungen geprüft werden. Auch im 
System der Glaubwürdigkeitskriterien von Arntzen (Friedrich Arntzen/Else Michae-
lis-Arntzen, Psychologie der Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerk-
male, 3. Auflage, München 1993) steht an erster Stelle die Aussage selbst. Sie ist 
vor dem Hintergrund allgemein bekannter oder im Einzelfall zu erkundender psychi-
scher Eigenarten zu betrachten, wobei bestimmte Aussageeigenarten als Glaub-
würdigkeitskriterien anzusehen sind, die sich aus dem Aussageinhalt, der Aussage-
entwicklung, der Aussageweise sowie dem Motivationsumfeld der Aussage erge-
ben. Kriterien des glaubwürdigen Aussageinhalts sind der Grad der Detaillierung 
und der inhaltlichen Besonderheit sowie die Homogenität der Aussage. Die Glaub-
würdigkeit aus dem Verlauf der Aussageentwicklung ergibt sich aus der relativen 
Konstanz einer Aussage in zeitlich auseinanderliegenden Befragungen sowie die 
Ergänzbarkeit der Deposition bei nachfolgenden Befragungen. Nacherlebende Ge-
fühlsbeteiligung und ungesteuerte Aussageweise sprechen im Bereich der Aussa-
geweise für einen hohen Wahrheitsgehalt. Der Grad der Objektivität ist schliesslich 
massgebend für den Grad der Glaubwürdigkeit, der sich aus dem Motivationsumfeld 
ergibt (vgl. Arntzen/Michaelis-Arntzen, a.a.O. S. 15 ff.).

Zu den verschiedenen Beweismitteln ist auszuführen, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet, was bedeutet, dass alle 
Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Wesentlich können beispielsweise 
auch sogenannte Indizien sein (vgl. Schmid a.a.O. N. 286 ff.). Aussagen von Zeu-
gen, Auskunftspersonen und Angeschuldigten sind voll gültige Beweismittel mit der-
selben Beweiseignung. Bei der Würdigung der Beweise ist weniger die Form, son-
dern vielmehr der Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der Bekundung 
sowie die Überzeugungskraft entscheidend. Massgebend ist mit anderen Worten 

23

allein die Beweiskraft der konkreten Beweismittel im Einzelfall (Schmid, a.a.O., N 
290, S. 83 f., Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 4. Auflage, Basel 
1999, § 54 N 5, S. 216, Susanne Vogel, Die Auskunftsperson im Zürcher Strafpro-
zessrecht, Diss. Zürich 1999, S. 2).

c) Zur Feststellung des objektiven Sachverhalts sind im Folgenden die in den 
von der Staatsanwaltschaft Graubünden vorgelegten Akten und Urkunden enthal-
tenen Aussagen und Beweise einer eingehenden Prüfung und Würdigung zu unter-
ziehen.

3. Des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer 
mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib 
oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht 
hat, einen Diebstahl begeht. Der Täter muss also zunächst Gewalt ausüben oder 
Nötigungshandlungen vornehmen, die den Diebstahl erst ermöglichen, und alsdann 
diesen auch wirklich verüben; erst damit ist die Tat vollendet. Er muss sodann einen 
Diebstahl nach Art. 139 Ziff. 1 StGB begehen. Dieser muss ihm gerade durch die 
Gewalt oder die Nötigungshandlungen ermöglicht oder mindestens erleichtert wer-
den (Rehberg/Schmid, Strafrecht III, 7. Auflage, Zürich 1997, S. 123 ff.).

4. a) Der Angeklagte ist geständig, dass er sich, um seinen Betäubungsmit-
telkonsum zu finanzieren, entschlossen hatte, zusammen mit C. am Abend des 7. 
Januar 2002 um 19.30 Uhr im AAN. in AAA. bei sich bietender Gelegenheit einen 
Überfall zu begehen. Auf der Höhe der Liegenschaft Nr. yy. kam ihnen H., geboren 
24. April 1926, entgegen. Beim Vorbeilaufen griff C. nach der Tasche der Frau, die 
sie sich an der rechten Schulter umgehängt hatte. H. liess diese jedoch nicht los 
und wurde zu Boden gerissen. C. musste dann noch mehrere Male an der Tasche 
ruckartig reissen und zog dabei die betagte Frau mehrere Meter am Boden nach. 
Mit der Tasche setzten sich die Täter dann fluchtartig stadteinwärts ab. Das erbeu-
tete Geld verwendeten sie für den Kauf von Betäubungsmitteln. H. zog sich beim 
Überfall einen Bruch des rechten Oberarms zu und musste im Kantonsspital in AAA. 
hospitalisiert werden.

b) A. sagte vor Gericht aus, der Raub sei gemeinsam geplant worden. Die 
Tat habe C. ausgeübt; er habe aufgepasst, dass niemand dazwischen komme. Die 
Tat sei bewusst im AAN. verübt worden, da sie erwartet hätten, dass Leute, die sich 
dort bewegen, mehr Geld auf sich tragen würden.

24

c) In rechtlicher Hinsicht ist unbestritten, dass diese Verübung von Gewalt, 
um den Diebstahl der Handtasche bzw. des Portemonnaies zu begehen, als Raub 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB zu qualifizieren ist. Als Gewalt kommt jede Art der 
Einwirkung auf den Körper des Opfers in Betracht und für die Vollendung des Rau-
bes wird stets vorausgesetzt, dass ein Diebstahl begangen wird. Diese Vorausset-
zungen sind hier erfüllt, so dass der objektive Tatbestand des Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB gegeben ist, obschon nicht A., sondern C. die Handtasche entrissen hat. A. 
hat sich indes als Mittäter zu verantworten. Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, 
Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit 
anderen Tätern so zusammenwirkt, dass er als Hauptbeteiligter dasteht (vgl. BGE 
108 IV 92), und der über die tatsächliche Begehung der Tat nicht allein zu bestim-
men hat, sondern zusammen mit anderen; Mittäterschaft setzt somit eine (Mit-) 
Tatherrschaft voraus (vgl. BGE 111 IV 53 E. 1b). Dabei kommt es darauf an, ob der 
Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Aus-
führung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Mittäterschaft 
setzt unter anderem einen gemeinsamen Tatentschluss voraus. Dieser muss indes 
nicht ausdrücklich bekundet werden; es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck 
kommt (BGE 115 IV 161). Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mittäter bei der Ent-
schlussfassung mitwirkte; es genügt, dass er sich später den Vorsatz seines Mit-
täters zu eigen macht. Mittäter ist danach, wer auf der Grundlage eines gemeinsa-
men Tatplanes die Durchführung der gemeinschaftlichen Tat durch seinen Beitrag 
zusammen mit den übrigen Beteiligten beherrscht; Mitherrschaft ist dabei jede ar-
beitsteilige, für den Erfolg wesentliche Mitwirkung im Ausführungsstadium. A. und 
C. haben vor Gericht beide ausdrücklich bestätigt, dass sie die Tat gemeinsam ge-
plant haben (vgl. auch act. 34.4 und 34.6). Dabei haben sich die beiden die Tat 
derart aufgeteilt, dass C. die Handtasche entreissen und A. aufpassen soll, dass 
keine Person sie sieht bzw. ihnen dazwischen kommt. Die Mittäterschaft von A. ist 
daher gegeben.

d) Subjektiv erfordert Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB die vorsätzliche Tatbege-
hung. Der Vorsatz des Täters muss sich auf die Gewalt und auf die Tatbestands-
merkmale des Diebstahls (Wegnahme einer fremden beweglichen Sache, Absicht 
der Aneignung und der unrechtmässigen Bereicherung) beziehen. An einer vorsätz-
lichen Begehung der Tat durch die Angeklagten kann angesichts des Vorgehens 
und der einzelnen Tatumstände kein Zweifel bestehen. Beide sahen, dass das Op-
fer betagt war, gingen ihm nach, fassten den Entschluss es zu überfallen und er-
hofften sich dadurch, zu Geld zu kommen. Indem sie sich mit Wissen und Willen – 
unter Anwendung von Gewalt – die Handtasche des Opfers in Bereicherungsabsicht 

25

aneigneten, haben sie auch sämtliche subjektiven Tatbestandselemente des Art. 
140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. erfüllt. Damit ist A., wie es die Staatsanwaltschaft beantragt 
und der Verteidiger auch anerkennt, des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB schuldig zu sprechen.

e) Das Opfer zog sich beim Überfall einen Bruch des rechten Oberarms zu 
und musste im Kantonsspital in AAA. hospitalisiert werden. Obgleich die Heilung 
mutmasslich sechs bis acht Wochen dauerte (act. 34.3), handelt es sich gerade 
noch um eine einfache Körperverletzung, weshalb diese von Art. 140 StGB konsu-
miert wird.

f) Das Opfer reichte am 10. Oktober 2002 frist- und formgerecht seine Adhä-
sionsklage ein. Dabei machte es unter ausdrücklichem Nachklagerecht einen Scha-
denersatz von Fr. 1'080.85 (in solidarischer Haftung mit C.) sowie eine Genugtuung 
im Betrage von Fr. 2'000.00 geltend. Die Adhäsionsklage wurde dem Grundsatz 
nach anlässlich der Hauptverhandlung anerkannt. Von der Anerkennung der Klage 
im Betrage von Fr. 1'080.85 kann daher Vormerk genommen werden. Der Ange-
klagte wehrte sich indes gegen das Nachklagerecht.

Das Strafgericht kann die zivilrechtlichen Ansprüche des Opfers nur dem 
Grundsatze nach entscheiden und das Opfer im übrigen an das Zivilgericht verwei-
sen, wenn die vollständige Beurteilung der Zivilansprüche einen unverhältnismässi-
gen Aufwand erfordert. Ansprüche von geringer Höhe beurteilt es jedoch nach Mög-
lichkeit vollständig (Art. 9 Abs. 3 OHG). Was genau unter dem Ausdruck "dem 
Grundsatz nach" zu verstehen ist, ist in den Gesetzesmaterialien nicht umschrie-
ben. Sinn und Zweck des Gesetzes ist es aber, die Zivilansprüche des Opfers soweit 
als möglich adhäsionsweise zu beurteilen und dem Opfer den Gang an ein Zivilge-
richt zu ersparen. Das Strafgericht kann daher auch im Grundsatz über die Haftung 
eines Verurteilten gegenüber dem Opfer entscheiden. Ein Urteil dem Grundsatze 
nach stellt nichts anderes dar als ein Feststellungsurteil über die Haftung. Auch das 
Strafgericht hat indessen bei Vorliegen eines Feststellungsbegehrens vorerst des-
sen Zulässigkeit zu prüfen und eine Klage auf Feststellung eines dem eidgenössi-
schen Recht unterstehenden Rechtsverhältnisses nur zuzulassen, wenn die Kläge-
rin an der sofortigen Feststellung ein schutzwürdiges Interesse hat. Dieses kann 
rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein, muss aber erheblich sein (BGE 114 II 255; 
Gomm/Steiner/Zehnter, Kommentar zum Opferhilfegesetz, Bern 1995, N. 15f. zu 
Art. 9 OHG). Gerade bei Verletzungen psychischer Natur können Verletzungen im 
Zeitpunkt des Strafprozesses noch lange nicht überblickbar sein. Es kann daher – 

26

auch im ordentlichen Zivilprozess – ohne weiteres ein Interesse des Opfers daran 
bestehen, nicht nur fällige Leistungen einzuklagen, sondern das den Ansprüchen 
zugrunde liegende Rechtsverhältnis für deren künftige Abwicklung feststellen zu 
lassen (vgl. BGE 114 II 256; 97 II 375). Ist die grundsätzliche Leistungspflicht ge-
richtlich festgelegt, muss die Geschädigte einzig noch auf Beweissicherung und 
Verjährung achten. 

Nach Art. 46 Abs. 1 OR gibt eine Körperverletzung der Verletzten unter 
anderem Anspruch auf Ersatz der Kosten. Vorliegend ist festzuhalten, dass die 
durch den Raub verursachte Körperverletzung widerrechtlich erfolgt ist. Ebenso 
wurden sie durch die Begehung der Straftaten von A. klarerweise verschuldet. Wer-
den die erlittenen Beeinträchtigungen künftig zu einem weiteren als dem bereits im 
vorliegenden Verfahren bezifferten Schaden führen, so sind die Voraussetzungen 
für die Haftung gemäss Art. 46 OR erfüllt, sofern der Schaden in einem adäquaten 
Kausalzusammenhang mit den widerrechtlichen Handlungen steht. Da die Möglich-
keit künftiger Schäden durchaus vorhanden ist, ist ein Interesse des Opfers an der 
sofortigen Feststellung der grundsätzlichen Haftung von A. für durch dessen Hand-
lungen entstehende Schäden zusätzlich zur Beurteilung des heute bereits beziffer-
baren Schadens ohne weiteres gegeben. Es wird daher gerichtlich festgestellt, dass 
A. für die Folgen aus dem Ereignis vom 7. Januar 2002 gegenüber H. vollumfänglich 
schadenersatzpflichtig ist. 

g) H. fordert schliesslich die Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 2'000.00 
zuzüglich Zins. Die Verteidigung stellte einen allfälligen Genugtuungsanspruch ins 
Ermessen des Gerichtes.

Nach Art. 47 OR kann der Richter bei einer Körperverletzung unter Würdi-
gung der besonderen Umstände dem Verletzten eine angemessene Genugtuung 
zusprechen. Der Zweck der Genugtuungssumme besteht darin, dass durch eine 
schadenersatzunabhängige Geldleistung ein gewisser Ausgleich für den erlittenen 
physischen und psychischen Schmerz geschaffen wird. Weil Art. 47 OR ein Anwen-
dungsfall von Art. 49 OR ist, müssen die besonderen Umstände in der Schwere der 
Verletzung der Persönlichkeit liegen (Schnyder, Kommentar zum Schweizerischen 
Privatrecht, Obligationenrecht I, 2. Aufl., Basel 1996, N. 16 zu Art. 47 OR). Als Ver-
letzung im Sinne von Art. 47 OR gilt nicht nur eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, sondern auch der seelischen Integrität. Eine Störung des psychischen Gleich-
gewichts bildet auch ohne gleichzeitige physische Verletzung eine Körperverletzung 
(Brehm, Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 1. Abteilung, 

27

3. Teilband, 1. Unterteilband, Art. 41-61 OR, 2. Aufl., Bern 1998, Art. 47 OR N 14 
mit Hinweisen). Die Beeinträchtigung des Wohlbefindens muss aber erheblich sein 
und die Verletzung in den persönlichen Verhältnissen eine gewisse Schwere errei-
chen. Weitere Anspruchsvoraussetzungen sind die Widerrechtlichkeit, die bei einer 
Straftat immer gegeben ist, sowie das Mass des Verschuldens des Täters (Brehm, 
a.a.O., Art. 47 OR N 17 f.).

Die Bemessung der Genugtuungssumme hängt im Wesentlichen von der Art 
und der Schwere der Verletzung, von der Intensität und der Dauer der Auswirkun-
gen sowie vom Grad des Verschuldens des Schädigers und der Verletzten ab (BGE 
112 II 131). Je intensiver die immaterielle Unbill auf die Anspruchstellerin eingewirkt 
hat, desto höher ist grundsätzlich die Genugtuungssumme (Schnyder, Kommentar 
zum Schweizerischen Privatrecht, Obligationenrecht I, 2. Aufl., Basel 1996, Art. 47 
OR N 20 f.). Dabei hat das Gericht speziell Wert auf die Situation der Einzelnen zu 
legen und dennoch für ungefähr gleiche Fälle eine gewisse Objektivierung walten 
zu lassen. Einschlägige Präjudizien können daher als Richtschnur oder Ausgangs-
punkt für einen Vergleich mit einem neuen Fall dienen (vgl. Hütte/Ducksch, Die Ge-
nugtuung, Zürich 1996, Stand: März 2003, I/100f.). Schliesslich sei erwähnt, dass 
für die Bemessung der Genugtuung die wirtschaftlichen Verhältnisse (Einkom-
men/Vermögen) der Berechtigten zwar massgebend sein können. Allerdings ergibt 
sich aber aus der Natur des Genugtuungsanspruches, dass er ein Wohlbefinden 
nach einem erlittenen Schmerz erwirken soll (BGE 121 III 255, 125 II 554 ff.). Die 
finanzielle Situation des Haftpflichtigen ist nicht zu berücksichtigen. Allein entschei-
dend ist, ob aus der Sicht des Opfers eine Genugtuungssumme angebracht ist und 
wie hoch sie sein soll, um den notwendigen Ausgleich zu bewirken. 

Patrick A. hat am 7. Januar 2002 H. beraubt und sie dabei verletzt. Durch 
das Begehen dieser in Mittäterschaft verübten Straftat hat er dem Opfer unbestrit-
tenermassen widerrechtlich derart schwere physische und psychische Verletzun-
gen zugefügt, dass es in seinem Wohlbefinden ganz erheblich beeinträchtigt war. 
Ihn trifft ein (schweres) Verschulden. Die Anspruchsvoraussetzungen für die Zu-
sprechung einer Genugtuung sind damit gegeben.

Für die Bemessung des Genugtuungsanspruches ist in erster Linie die 
Schwere, die Intensität und die Dauer der Verletzung sowie das Mass des Verschul-
dens des Täters und des Opfers massgebend. Vorliegend fällt ins Gewicht, dass 
der Täter am Abend überraschend in die körperliche und seelische Integrität des 
betagten Opfers eingegriffen hat. H. befand sich nichts Böses ahnend auf der AAO.-

28

Strasse in AAA., als ihr vom Verurteilten die Tasche entrissen wurde, worauf sie zu 
Boden ging und dabei einen Oberarmbruch erlitt. Die Akten lassen keinen genauen 
Rückschluss auf den heutigen Zustand des Opfers zu. Es ist aber erstellt, dass dem 
Opfer erhebliche körperliche Schmerzen zugefügt wurden. Das Verschulden von A. 
wiegt daher schwer. Demgegenüber trägt das Opfer keinerlei Verschulden am Ge-
schehenen. Die Genugtuungssummen betragen in der Rechtsprechung in ähnli-
chen Fällen mit steigender Tendenz zwischen Fr. 1'000.00 und 6'500.00. Den Be-
trag von Fr. 1'000.00 sprach die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion Bern am 
24. April 1995 einer 80jährigen Frau zu, welcher in der Dunkelheit die Handtasche 
entrissen wurde, worauf diese stürzte und sich dabei eine Oberschenkelfraktur zu-
zog (vgl. Hütte/Ducksch, a.a.O., Tabelle VIII/4, 1995-1997, Nr. 6). Einem anderen 
Opfer, welchem die Handtasche geraubt wurde und eine Oberarmfraktur erlitt, 
sprach das Amt für Sozialbeiträge des Kantons Basel Stadt am 10. September 1998 
eine Genugtuung von Fr. 6'500.00 zu (vgl. Hütte/Ducksch, a.a.O., Tabelle VIII/30, 
1998-2000, Nr. 15 g). Angesichts dieser Rechtsprechung erweist sich die von H. 
verlangte Genugtuungssumme von Fr. 2'000.00 als angemessen. 

Zur klagbaren Genugtuungsforderung gehört ein Schadenszins. Dieser ist 
mit Eintritt des den Anspruch begründenden Ereignisses fällig (BGE 81 II 512 ff.; 
Brehm, a.a.O., Art. 47 OR N 87 ff. mit Hinweis auf Art. 41 OR N 97). Da die Straftat 
am 7. Januar 2002 verübt wurde, ist die Genugtuung ab diesem Datum mit 5% zu 
verzinsen. Damit wird A. verpflichtet, eine Genugtuung von Fr. 2'000.00 zuzüglich 5 
% Zins ab dem 7. Januar 2002 zu bezahlen.

5. a) Der Angeklagte ist ebenfalls geständig, am Abend des 10. Januar 2002 
zusammen mit C. im AAN. in AAA. G., geboren 6. August 1940, beraubt zu haben. 
Währenddem A. wartete, lief C. der Frau nach. Als er auf gleicher Höhe mit G. war, 
riss er an der Aktenmappe, die sie mit einem Riemen über der rechten Schulter trug. 
Der Frau gelang es jedoch die Mappe zu fixieren. C. zog wiederum ruckartig an der 
Mappe und G. stürzte. C. riss abermals die Mappe an sich, bis der Riemen riss. 
Alsdann flohen der Angeklagte und sein Komplize stadteinwärts. Das erbeutete 
Geld setzten sie für den Kauf von Betäubungsmitteln ein. G. zog sich beim Überfall 
leichte Schürfverletzungen an den Knien zu. 

b) A. und C. sagten vor Gericht aus, diese Tat ebenfalls gemeinsam geplant 
zu haben (vgl. auch act. 36.6 und 36.10). In rechtlicher Hinsicht ist unbestritten, 
dass auch diese Verübung von Gewalt als Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB zu 
qualifizieren ist. Beide fassten den Entschluss, das Opfer zu überfallen, und erhoff-

29

ten sich dadurch, zu Geld zu kommen. Indem sie sich mit Wissen und Willen das 
Opfer beraubten, haben sie auch sämtliche subjektiven Tatbestandselemente des 
Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt, wobei auch in diesem Fall A. als Mittäter zu 
qualifizieren ist.

c) Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Gefängnis oder Busse 
bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums, Gebrauchs- oder Nut-
zungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. Diese Bestim-
mung stellt das Recht, ausschliesslich über die Gestalt und Verwendung der Sache 
zu bestimmen, unter Schutz. Das tatbestandsmässige Verhalten („beschädigen“, 
„zerstören“ oder „unbrauchbar machen“) umfasst nicht nur Eingriffe in die Substanz 
des Gegenstandes, sondern auch die Beeinträchtigung seiner Funktion, die ihm 
nach seiner Beschaffenheit zukommt oder vom Eigentümer zugedacht wird. Vor-
auszusetzen ist aber stets, dass die Brauchbarkeit der Sache durch eine Einwirkung 
auf die Sache selbst und nicht durch ein anderweitiges Verhalten beeinträchtigt wird 
(vgl. zum Ganzen Jörg Rehberg/Niklaus Schmid, Strafrecht III, Delikte gegen den 
Einzelnen, Zürich 1997, § 15, Ziff. 1.2, S. 154). In subjektiver Hinsicht wird das Wis-
sen um die Fremdheit der Sache und der Wille zu deren Beschädigung verlangt. 
Die Sachbeschädigung, die der Dieb durch Einbrechen und dergleichen verübt, wird 
durch die Strafe des Diebstahls nicht abgegolten (BGE 72 IV 115).

Der Angeklagte hat als Mittäter am Lodenmantel und an der Aktenmappe der 
Geschädigten einen nicht genau bestimmten Schaden von mehr als Fr. 300.00 an-
gerichtet. Am 10. Januar 2002 wurde auch ein Strafantrag wegen Sachbeschädi-
gung gestellt. Das Geständnis liegt vor, wenn auch die Höhe des Schadens bestrit-
ten ist. Demnach hat sich der Angeklagte als Mittäter der Sachbeschädigung schul-
dig gemacht.

d) G. machte am 4. Oktober 2002 eine Schadenersatzforderung von Fr. 
1'265.40 sowie eine Genugtuungsforderung von Fr. 2'000.00 geltend. Die Schaden-
ersetzforderung wurde nicht weiter substantiiert.

Der Angeklagte anerkennt die Schadenersatzforderung im Umfang von Fr. 
170.00, was dem gestohlenen Bargeld entspricht. Weitere Ansprüche wurden 
zurückgewiesen, und die Genugtuungsforderung wurde ins Ermessen des Gerich-
tes gestellt. Allenfalls sei die Klage auf den Zivilweg zu weisen.

Aufgrund der Eingabe vom 4. Oktober 2002 kann die geltend gemachte For-
derung nicht zugesprochen werden. Die einzelnen Beträge sind in keiner Weise 

30

substantiiert, weshalb die Adhäsionsklage vollumfänglich auf den Zivilweg verwie-
sen werden müsste. Da indes der Betrag von Fr. 170.00 anerkannt wurde, ist der 
Adhäsionsklägerin diese Summe zuzusprechen. 

e) G. fordert schliesslich die Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 2'000.00 
zuzüglich Zins. Die Verteidigung stellte eine allfällige Genugtuung ins Ermessen des 
Gerichtes. 

Nach Art. 47 OR kann der Richter bei einer Körperverletzung unter Würdi-
gung der besonderen Umstände dem Verletzten eine angemessene Genugtuung 
zusprechen. Der Zweck der Genugtuungssumme besteht darin, dass durch eine 
schadenersatzunabhängige Geldleistung ein gewisser Ausgleich für den erlittenen 
physischen und psychischen Schmerz geschaffen wird. Aufgrund der vorzitierten 
Rechtsprechung (vgl. Seite 29 hiervor) erweist sich die beantragte Genugtuungs-
summe von Fr. 2'000.00 als unangemessen. G. zog sich keinerlei körperlichen Ver-
letzungen zu. Da sie indes sicherlich einen Schrecken von den Ereignissen davon-
getragen hat, erachtet das Gericht unter den gegebenen Umständen eine Genug-
tuung von Fr. 1'000.00 als angemessen. Die Genugtuung ist mit 5 % ab 10. Januar 
2002 zu verzinsen

6. a) A. verübte in der Zeit vom 1. Juni 2001 bis 3. Juni 2002 teilweise zu-
sammen mit C. und E. diverse Taten.

b) Die Strafkammer kommt vorliegend zum Schluss, dass die Aussagen von 
A. grundsätzlich glaubhaft sind. Er ist bezüglich der Delikte, an welche er sich aus-
drücklich erinnern kann, vollumfänglich geständig (Ziffern 2.1 und 2.2, 2.4 bis 2.6, 
2.8 bis 2.17, 2.19 bis 2.27, 2.29 und 2.30, sowie 3 und 4 der Anklageschrift). Die 
von ihm bezüglich der Tathandlungen sowohl anlässlich der polizeilichen wie auch 
untersuchungsrichterlichen Einvernahmen gemachten Aussagen sind konstant. 
Auch anlässlich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht hat er diese Geständ-
nisse bestätigt. Die Diebstahlsserie verübte der Angeklagte in erster Linie, um Mittel 
zur Finanzierung seines Drogenkonsums zu beschaffen. Das Gericht kommt somit 
zum Schluss, dass in den vom Angeklagten eingestandenen Delikten für die vorlie-
gende Beurteilung von den in der Anklageschrift ausgewiesenen und aufgeführten 
Deliktsbeträgen auszugehen ist.

c) Der Angeklagte machte hinsichtlich einiger Anklagepunkte anlässlich der 
Hauptverhandlung Einwendungen bzw. Ergänzungen, welche nachstehend zu be-
handeln sind.

31

aa) Zu Ziffer 2.3 der Anklageschrift: Der Angeklagte vermochte sich nicht 
mehr im Detail an die Tat zu erinnern. Er ist jedoch der Meinung, die Tat verübt zu 
haben. Im Untersuchungsverfahren gab der Angeklagte indes zu Protokoll, die Tat 
begangen zu haben (act. 9.6 und 9.7), was vom Mittäter, E., bestätigt wurde. Ent-
sprechend ist erstellt, dass A. am 14. August 2001 in die Baubaracke eingedrungen 
ist und dort Bargeld im Betrage von Fr. 215.00 samt Geldbeutel und Ausweise sowie 
ein Mobiltelefon im Wert von Fr. 320.00 gestohlen hat.

bb) Zu Ziffer 2.7 der Anklageschrift: Der Angeklagte warf Zweifel auf, ob er 
auch einen Videorekorder mitgenommen hatte. E. sagte jedoch aus, dass der An-
geklagte einen Videorekorder gestohlen hätte. In der polizeilichen Einvernahme 
sagte der Angeklagte aus, er hätte die gestohlenen Sachen einem "F.", genannt "F." 
verkauft (act. 15.9). Der Videorekorder konnte beim besagten F. sichergestellt wer-
den (act. 15.11). Daraus muss geschlossen werden, dass der Angeklagte auch den 
Videorekorder gestohlen hat.

cc) Zu Ziffer 2.11 der Anklageschrift: A. hielt anlässlich der Hauptverhandlung 
ergänzend fest, dass diesem Diebstahl kein Plan vorausging. Er habe spontan ge-
handelt. Die Beute sei indes zwischen ihm, E. und C. aufgeteilt worden.

dd) Zu Ziffer 2.18 der Anklageschrift: Der Angeklagte bestreitet, eine Gold-
kette gestohlen zu haben. Er führt während der Hauptverhandlung aus, zu diesem 
Zeitpunkt hätte er überhaupt keine Geld gehabt, weshalb er sehr froh gewesen 
wäre, wenn er noch eine Goldkette erbeutet hätte, welche er anschliessend hätte 
verkaufen können. Auch in der polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Einver-
nahme hat der Angeklagte dies glaubhaft ausgesagt, weshalb aufgrund der kon-
stanten Aussagen und der fehlenden Beweise davon ausgegangen werden muss, 
dass der Angeklagte keine Goldkette gestohlen hat. Der Diebstahl der übrigen Sa-
chen blieb unbestritten.

ee) Zu Ziffer 2.21 der Anklageschrift: Dem Angeklagten ist nicht klar, wie der 
Sachschaden von Fr. 1'000.00 zustande gekommen sein soll. Er habe lediglich zwei 
Wochen in dieser Wohnung gewohnt. Er hätte dort keinen grossen Sachschaden 
angerichtet. Der Angeklagte sagte zwar aus, er habe in der Wohnung eine Unord-
nung geschaffen (act. 29.4). Er habe jedoch keine Sachen beschädigt. Die Forde-
rung von Fr. 1'000.00 sei jedenfalls überrissen. Vorliegend ist auch nicht aktenkun-
dig, ob tatsächlich Sachen unbrauchbar gemacht worden sind. Aufgrund der Aus-

32

führungen vor der Strafkammer kann jedoch von einem geringen Sachschaden aus-
gegangen werden, weshalb auch in diesem Punkt ein Schuldspruch ergehen muss.

ff) Zu Ziffer 2.23 der Anklageschrift: Die Tat sei gemeinsam mit C. geplant 
gewesen. Die Tat selbst führte C. aus. Die Beute wurde dann auch unter ihnen 
aufgeteilt. A. ist daher im Sinne der Mittäterschaft schuldig zu sprechen. Die Adhä-
sionsklage im Betrage von Fr. 1'180.00 (Schadenersatz von Fr. 680.00 und Genug-
tuung von Fr. 500.00) wurde im Umfang des Schadenersatzes von Fr. 680.00 vom 
Angeklagten anerkannt. Eine allfällige Genugtuung wurde ins richterliche Ermessen 
gestellt. Aufgrund des Tathergangs kommt das Gericht jedoch zum Schluss, dass 
kein Grund vorliegt, eine Genugtuung zuzusprechen; denn Magdalena Märchy 
wurde lediglich bestohlen; Anhaltspunkte und Beweise, die eine Genugtuung recht-
fertigen würden, liegen keine vor.

gg) Zu Ziffer 2.28 der Anklageschrift: A. führt anlässlich der Hauptverhand-
lung aus, er sei zum Tatzeitpunkt sehr betrunken gewesen. Er wisse daher nicht 
mehr genau, was er dort zusammen mit B. gemacht habe. Es treffe jedoch im Kern 
zu, dass sie dort randaliert hätten. Dennoch sei er ob dem grossen Sachschaden 
erstaunt. Die Tat sei ihm jedoch zuzurechnen. Aufgrund der polizeilichen und unter-
suchungsrichterlichen Akten sowie den Ausführungen des Angeklagten vor der 
Strafkammer ist der Tatbestand erstellt und A. auch in diesem Punkt schuldig zu 
sprechen.

7. a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auf die Geständ-
nisse des Angeklagten abgestellt werden kann.

b) Gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder 
mit Gefängnis bestraft, wer jemanden eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung 
wegnimmt, um sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern. Die unrecht-
mässige Bereicherung besteht in einem Vermögensvorteil, auf welchen der Täter 
keinen Rechtsanspruch hat, zum Beispiel im Erlös der Veräusserung des Delikts-
gutes (BGE 111 IV 75). 

Aufgrund der Akten und des Geständnisses ist der Angeklagte in 26 Fällen 
(Ziffern 2.1 bis 2.18, 2.20, 2.22 bis 2.26, 2.28 und 2.30 der Anklageschrift) überführt, 
diverses Deliktsgut zur Aneignung entwendet zu haben, um sich daran unrechtmäs-
sig zu bereichern. Dabei entwendete der Angeklagte Gegenstände aus fremden Au-
tos, aus Schulhäuser, aus Restaurants, aus Hotels, aus Garderoben und aus priva-
ten Räumlichkeiten. Das Deliktsgut bestand in erster Linie in Bargeld, Mobiltelefo-

33

nen, Notebooks und Videorekordern. Das erbeutete Deliktsgut veräusserte er, so-
weit es sich nicht schon um Bargeld handelte, an ihm unbekannte Drittpersonen, 
um sich damit seinen Drogenkonsum und teilweise auch seinen Lebensunterhalt zu 
finanzieren. A. hat sich daher des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 
1 StGB schuldig gemacht.

c) Hand in Hand mit Einschleich- und Einbruchdiebstählen in Häuser und Ge-
bäude geht die Verletzung des Hausfriedens gemäss Art. 186 StGB. Laut dieser 
Bestimmung wird auf Antrag mit Gefängnis oder Busse bestraft, wer gegen den 
Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen 
Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfrie-
deten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt, oder, 
trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu entfernen, darin verweilt. Diese 
Bestimmung schützt die Freiheit des Berechtigten, darüber zu entscheiden, wer sich 
in bestimmten Räumen aufhalten darf und wer nicht. Geschütztes Rechtsgut ist so-
mit das sogenannte Hausrecht, d.h. die Befugnis, über einen bestimmten Raum un-
gestört zu herrschen und darin den eigenen Willen frei zu betätigen (Stefan Trech-
sel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Auflage, Zürich 1997, 
Art. 186 StGB N 1). Dabei muss der Wille des Berechtigten, dass jemand in einen 
bestimmten Raum nicht eindringen soll, nicht ausdrücklich erklärt werden, sondern 
kann sich auch aus den Umständen ergeben. Auf subjektiver Seite wird Vorsatz 
verlangt. Der Hausfriedensbruch erfasst nicht allfällige Folgedelikte, wie Diebstähle, 
Sachbeschädigungen usw., die anschliessend oder vorgängig zu diesem Delikt be-
gangen werden (BGE 115 II 265).

Zur Begehung der Diebstähle hat sich der Angeklagte in mehreren Fällen 
(vgl. Ziffern 2.3 und 2.4, 2.6 bis. 2.11, 2.16, 2.18 und 2.19, 2.21, 2.24 und 2.25 
sowie 2.27 bis 2.30 der Anklageschrift) gegen den Willen der Berechtigten und vor-
sätzlich Zutritt zu von Art. 186 StGB geschützten Räumen (Schulhäuser, Restau-
rants, Hotels, Wohnungen) verschafft. Die erforderlichen Strafanträge liegen vor. 
Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs wurde vom Angeklagten vollumfänglich 
eingestanden. Der Angeklagte hat demzufolge den Tatbestand des Hausfriedens-
bruchs in dem ihm vorgeworfenen Umfang in objektiver und subjektiver Hinsicht 
erfüllt.

d) Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Gefängnis oder Busse 
bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums, Gebrauchs- oder Nut-
zungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. Diese Bestim-

34

mung stellt das Recht, ausschliesslich über die Gestalt und Verwendung der Sache 
zu bestimmen, unter Schutz. Das tatbestandsmässige Verhalten („beschädigen“, 
„zerstören“ oder „unbrauchbar machen“) umfasst nicht nur Eingriffe in die Substanz 
des Gegenstandes, sondern auch die Beeinträchtigung seiner Funktion, die ihm 
nach seiner Beschaffenheit zukommt oder vom Eigentümer zugedacht wird. Vor-
auszusetzen ist aber stets, dass die Brauchbarkeit der Sache durch eine Einwirkung 
auf die Sache selbst und nicht durch ein anderweitiges Verhalten beeinträchtigt wird 
(vgl. zum Ganzen Jörg Rehberg/Niklaus Schmid, Strafrecht III, Delikte gegen den 
Einzelnen, Zürich 1997, § 15, Ziff. 1.2, S. 154). In subjektiver Hinsicht wird das Wis-
sen um die Fremdheit der Sache und der Wille zu deren Beschädigung verlangt. 
Die Sachbeschädigung, die der Dieb durch Einbrechen und dergleichen verübt, wird 
durch die Strafe des Diebstahls nicht abgegolten (BGE 72 IV 115).

Bevorzugte Diebstahlsobjekte des Angeklagten waren Autos, Schulhäuser, 
Restaurants und Hotels. Zutritt zu diesen Objekten verschaffte er sich in der Regel 
dadurch, dass er mittels Körpergewalt Türen und Fenster aufbrach respektive ein-
schlug. In einzelnen Fällen richtete er auch an Einrichtungen und Mobiliar, aber 
auch an persönlichen Gegenständen Sachschaden an. Der gesamte Sachschaden 
beläuft sich gemäss Anklageschrift auf Fr. 15'569.95. Die einzelnen Sachbeschädi-
gungen haben mit Ausnahme des Falles gemäss Ziffer 2.28 der Anklageschrift  für 
sich alleine nicht als gross im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB zu gelten. Dennoch 
kann nicht von geringfügigen Vermögensdelikten im Sinne von Art. 172ter StGB 
gesprochen werden, da vorliegend bei den mehreren Taten ein andauerndes pflicht-
widriges Verhalten und eine Gleichartigkeit der Begehungsweise auszumachen ist 
und ferner stets das Eigentum beeinträchtigt war. Ein entsprechender Strafantrag 
wurde gestellt. Dies trifft in sieben Fällen zu (Ziffern 1.2, 2.18, 2.21, 2.27 bis 2.30). 
Durch die vorsätzliche Beschädigung fremden Sacheigentums erfüllte A. den Tat-
bestand der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB mehrfach, wes-
halb er diesbezüglich schuldig zu sprechen ist. 

e) Gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB wird auf Antrag hin mit Haft oder Busse 
bestraft, wer gegen jemanden Tätlichkeiten verübt, die keine Schädigung des Kör-
pers oder der Gesundheit zur Folge haben.

Der Angeklagte hat gemäss Ziffer 2.18 der Anklageschrift am 21. September 
2001 im Restaurant AAP. vorsätzlich I. bei einem Handgemenge durch Kratzer und 
Prellungen leicht verletzt (act. 26.1). Dadurch hat A. den Tatbestand der Tätlichkei-
ten in objektiver wie subjektiver Hinsicht erfüllt, wofür er zu bestrafen ist.

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f) Wer eine Sache, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie ein an-
derer durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt hat, erwirbt, sich 
schenken lässt, zum Pfande nimmt, verheimlicht oder veräussern hilft, wird gemäss 
Art. 160 Ziff. 1 StGB mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft.

Der Angeklagte ist geständig, in der Zeit zwischen dem 1. August 2001 und 
dem 30. November 2001 am Bahnhof in AAU. von einem Unbekannten ein gestoh-
lenes Laptop der Marke Mac im Wert von ca. Fr. 4'000.00 entgegengenommen zu 
haben mit dem Auftrag, dieses gegen Kokain einzutauschen. In der Folge übergab 
A. das Laptop einem Schwarzafrikaner und erhielt dafür 5 Gramm Kokain. 4 Gramm 
übergab er dem Unbekannten. Für seine Vermittlertätigkeit konnte er 1 Gramm des 
Stoffes behalten. A. war bekannt, dass es sich bei diesem Laptop um ein Diebesgut 
handelte (act. 8.3). Dadurch, dass er dieses Laptop gegen Kokain eintauschte und 
für seine Hilfe bei der Veräusserung des Diebesgutes 1 Gramm Kokain behalten 
durfte, hat er sich der Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht.

g) Wer unbefugt alkaloidhaltige Pflanzen oder Hanfkraut zur Gewinnung von 
Betäubungsmitteln anbaut, sie unbefugt anbietet, verteilt, verkauft, vermittelt, ver-
schafft, verordnet, in Verkehr bringt oder abgibt und sie unbefugt besitzt, aufbe-
wahrt, kauft oder sonstwie erlangt, wird, wenn er die Tat vorsätzlich begeht, nach 
Art. 19 Ziffer. 1 Abs. 1, 4 und 5 BetmG mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. Art. 
19a Ziff. 1 BetmG stellt ferner den Konsum von Betäubungsmitteln unter Strafe. In 
welcher Form diese konsumiert werden, sei es mit Rauchen, Einspritzen, Essen, 
Trinken, Schnupfen, usw., spielt keine Rolle. Unter den Tatbestand fällt lediglich der 
Konsum von Betäubungsmitteln. Stoffe und Präparate, die bloss ähnlich wirken wie 
Betäubungsmittel, werden hingegen nicht erfasst. Auch auf die Menge des konsu-
mierten Stoffes kommt es nicht an. In leichten Fällen besteht die Möglichkeit, das 
Verfahren einzustellen oder von einer Bestrafung abzusehen (Art. 19a Ziff. 2 
BetmG). In subjektiver Hinsicht hält das Gesetz ausdrücklich fest, dass lediglich der 
vorsätzliche Konsum von Betäubungsmitteln strafbar ist.

A. ist geständig, in der Zeit vom 1. Januar 2001 bis 22. Januar 2002 für ver-
schiedene Dealer unter mehreren Malen im Raume AAA. insgesamt etwa 10 bis 20 
Gramm Kokain und 5 Gramm Heroin verkauft zu haben. Von der vermittelten Ko-
kainmenge bekam er 3 bis 7 Gramm Kokain als Provision. Im Herbst 2001 vermit-
telte der Angeklagte einem Schwarzafrikaner ein gestohlenes Laptop für 5 Gramm 
Kokain, wovon er 1 Gramm für seinen Eigenkonsum erhielt. Zudem besorgte A. im 
November 2001 für einen Unbekannten im Raume AAU. 10 Gramm Kokain für Fr. 

36

700.-- und übergab ihm den Stoff für Fr. 1'050.-- in AAV.. Den Erlös setzte er für 
den Eigenkonsum ein. Schliesslich verkaufte A. in der Zeit von September bis De-
zember 2001 etwa 35 Gramm Marihuana aus seinem Eigenanbau an Dritte für Fr. 
5.-- bis Fr. 10.-- pro Gramm. Des weiteren hat er im Januar 2003 im Raume AAU. 
SG einem Bekannten weitere 50 Gramm Marihuana für Fr. 400.-- verkauft. Dadurch, 
dass der Angeklagte diese Taten mit Wissen und Willen verübte, hat er sich der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG schuldig ge-
macht.

Im Sommer 2001 hat der Angeklagte zudem in einem Wald bei AAW. 20 
Hanfpflanzen angebaut. Aus diesem Hanfanbau gewann er im Sommer/Herbst 
2001 rund 90 Gramm Marihuana für seinen Eigenkonsum bzw. Weiterverkauf. Mit 
dieser Handlung hat sich A. der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 BetmG 
schuldig gemacht.

A. konsumiert seit mehreren Jahren regelmässig Marihuana, Heroin und Ko-
kain und wurde hierfür letztmals mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 
16. November 2001 verurteilt. Seither hat er regelmässig Kokain, Heroin und Mari-
huana zu sich genommen. Dadurch hat der Angeklagte mehrfach gegen Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG verstossen.

8. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist der Angeklagte in allen An-
klagepunkten schuldig zu sprechen, namentlich wegen mehrfachen Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 
1 StGB, mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, mehrfacher Sach-
beschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 
StGB, Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB, mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 
19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG, Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 BetmG 
sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

9.a) Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; es 
berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 
des Schuldigen (Art. 63 StGB). Der Begriff des Verschuldens bezieht sich dabei auf 
den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Bei der Tatkom-
ponente sind insbesondere das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und 
Weise der Herbeiführung dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit der der Täter ge-
handelt hat und die Beweggründe des Täters zu beachten. Die Täterkomponente 
umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der 

37

Tat und im Strafverfahren wie z.B. Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit (BGE 
117 IV 112 ff. mit Hinweis auf Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht AT II, Bern 
1989, § 7 N 7 ff; BGE 127 IV 101 ff.: vgl. zu den einzelnen Strafzumessungsgründen 
Hans Wiprächtiger, Basler Kommentar, StGB I, Basel 2003, N 49 ff;  N 51 ff. zu den 
Tatkomponenten, N 72 ff. zu den Täterkomponenten). 

b) Hat jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstra-
fen verwirkt, so verurteilt ihn das Gericht nach dem in Art. 68 StGB umschriebenen 
Asperationsprinzip zu der Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer ange-
messen. Das höchste Mass der angedrohten Strafe darf nicht um mehr als die Hälfte 
erhöht werden. An das gesetzliche Höchstmass der Strafart ist das Gericht gebun-
den. Bei der Bildung der Gesamtstrafe ist vom Strafrahmen auszugehen, der für die 
schwerste Tat vorgesehen ist. Als schwerste Tat gilt dabei jene, welche gemäss 
abstrakter Strafdrohung des Gesetzes mit der höchsten Strafe bedroht ist und nicht 
jene, die nach den konkreten Umständen verschuldensmässig am schwersten 
wiegt. Massgebend für die Bestimmung der schwersten Tat ist in erster Linie die Art 
der vorgesehenen Höchststrafe (Zuchthaus, Gefängnis, Haft). Ist die Strafart für die 
verschiedenen Delikte identisch, bestimmt sich die schwerste Tat in zweiter Linie 
nach dem höchsten Strafmass. Schärfende und mildernde Umstände des Allgemei-
nen Teils, die zu Strafrahmenerweiterungen führen, namentlich etwa Versuchsfor-
men oder die verminderte Zurechnungsfähigkeit, sind für die Bestimmung des Straf-
rahmens für die schwerste Tat nicht zu berücksichtigen (BGE 116 IV 304; Jürg Beat 
Ackermann, Basler Kommentar, StGB I, Basel 2003, N 32 zu Art. 68 StGB  mit 
weiteren Hinweisen; vgl. BGE 127 IV 101 ff., 104). 

c) Ist einer oder sind mehrere der im Gesetz besonders aufgeführten Straf-
schärfungs- oder Strafmilderungsgründe erfüllt (Art. 64 ff. StGB), so sieht das Ge-
setz eine Strafrahmenerweiterung vor. Das Gericht ist bei ihrem Vorliegen nicht 
mehr an den für das betreffende Delikt geltenden Strafrahmen gebunden. Straf-
schärfungs- und Strafmilderungsgründe sind aber immer zugleich auch Strafer-
höhungs- bzw. Strafminderungsgründe, die das Gericht von Amtes wegen mindes-
tens straferhöhend bzw. strafmindernd berücksichtigen muss. Wenn also Straf-
schärfungs- und Strafmilderungsgründe zusammenfallen, können sie sich einer-
seits kompensieren, und es ist andererseits der gesetzlich vorgesehene Strafrah-
men des zu beurteilenden Delikts nach oben bzw. nach unten erweitert (BGE 116 
IV 300, 302; Wiprächtiger, a.a.O., N. 8f. zu Art. 65 StGB). 

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d) Bei der Begründung des Urteils muss das Sachgericht die wesentlichen 
schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten so erörtern, dass festgestellt werden 
kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte berücksichtigt und wie sie 
gewichtet wurden. Dasselbe gilt für die im Gesetz genannten Strafschärfungs- und 
Strafmilderungsgründe. Das Gericht ist grundsätzlich aber nicht verpflichtet, im Ur-
teil in absoluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit es bestimmte straf-
zumessungsrelevante Tatsachen straferhöhend oder strafmindernd berücksichtigt 
hat. Es muss auch nicht eine "Einsatzstrafe" beziffern, die bei Fehlen bestimmter 
Strafschärfungs- und Strafmilderungsgründe sowie anderer gewichtiger Faktoren 
ausgefällt worden wäre. Es kommt allein darauf an, dass die gefundene Strafe ins-
gesamt, das heisst unter gesamthafter Berücksichtigung aller massgeblicher Straf-
zumessungsgründe, im Ergebnis vertretbar ist (vgl. BGE 121 IV 49).  

10. a) Die höchste abstrakte Strafdrohung sieht das Gesetz bei den von A. 
begangenen Straftaten für Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB vor. Grundlage für 
die Strafzumessung bildet also der dort vorgesehene Strafrahmen von sechs Mo-
naten Gefängnis bis zu zehn Jahren Zuchthaus. 

b) Zu beachten ist im vorliegenden Fall, dass die nunmehr bekannt geworde-
nen und vorliegend zu beurteilenden Delikte durch den Angeklagten zu einem Teil 
vor seinen Verurteilungen durch den Kreispräsidenten AAA. vom 2. Februar 2001, 
27. April 2001, 12. Juni 2001 und 16. November 2001 begangen wurden. So muss 
für diese neu zu beurteilenden Taten eine teilweise Zusatzstrafe zu diesen bereits 
gesprochenen Strafen ausgefällt werden. Bei der Bemessung dieser teilweisen Zu-
satzstrafe ist darauf zu achten, dass der Täter durch die doppelte Aburteilung nicht 
besser und nicht schlechter gestellt wird, als wenn alle zu einem Zeitpunkt verfolg-
baren Taten in einem Urteil abgehandelt worden wären (Art. 68 Ziff. 2 StGB). Die 
Bemessung erfolgt auf die Weise, dass sich das Gericht vorerst fragt, welche Strafe 
es im Falle einer gleichzeitigen Verurteilung in Anwendung von Art. 68 Ziff. 1 StGB 
ausgesprochen hätte. Ausgehend von dieser hypothetischen Gesamtbewertung 
muss es anschliessend unter Beachtung der rechtskräftigen Grundstrafe und allfäl-
liger anderer Zusatzstrafen die erneute Zusatzstrafe bemessen (BGE 109 IV 93).

c) Das Verschulden von A. wiegt unter dem Gesichtspunkt der Tatkompo-
nente schwer, hat er doch 2 Raubüberfälle, 26 Diebstähle sowie zahlreiche weitere 
Delikte auch gegen das Betäubungsmittelgesetz verübt. Insbesondere die beiden 
Raubüberfälle sind ruchlos, rücksichtslos und dürfen keinesfalls bagatellisiert wer-
den. Indem er jeweils kurz nach seinen Verurteilungen bereits wieder delinquierte, 

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legte er einen erheblichen kriminellen Willen an den Tag. Er schreckte jeweils nicht 
davor zurück, weitere Delikte zu begehen. Zudem scheinen ihn auch die diversen 
früheren Verurteilungen, welche im Wesentlichen die gleichen Tatbestände wie die 
vorliegend zu beurteilenden betrafen, nicht beeindruckt zu haben. Diese Vorstrafen 
sind denn auch straferhöhend zu werten. Strafschärfend wirken sich der Rückfall 
(Art. 67 StGB), die mehrfache Tatbegehung und das Zusammentreffen mehrerer 
strafbarer Handlungen aus (Art. 68 Ziff. 1 StGB).

Strafmindernd kann A. sein umfassendes Geständnis und seine Kooperati-
onsbereitschaft zugute gehalten werden. Zu Gunsten des Angeklagten sind zudem 
seine, auch anlässlich der Hauptverhandlung wieder geäusserten Absichten, von 
der Drogensucht wegzukommen, zu werten. Ebenso seine gezeigte Reue und der 
Umstand, dass er das Unrecht seiner Taten heute einsieht. Zudem ist auch zu 
berücksichtigen, dass A. wohl unter einem gewissen Beschaffungsdruck und nicht 
aus reiner Gewinnsucht handelte. Strafmildernd (Art. 11 StGB) ist in sinngemässer 
Berücksichtigung des Gutachtens vom 24. Mai 2002 vorliegend die leichtgradig ver-
minderte Zurechnungsfähigkeit von A. zu berücksichtigen. Unter dem Titel Strafmil-
derung kann geringfügig schliesslich auch das jugendliche Alter berücksichtigt wer-
den.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe und in Anbe-
tracht der durch den Kreispräsidenten AAA. bereits ausgesprochenen Strafen er-
scheint, zum Teil als Zusatzstrafe, eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten Gefängnis 
dem Verschulden und der Verhaltensweise von A. als angemessen und gerechtfer-
tigt.

d) Nach Art. 69 StGB rechnet das Gericht dem Verurteilten die Untersu-
chungshaft auf die Freiheitsstrafe an, soweit der Täter diese nicht durch sein Ver-
schulden nach der Tat herbeigeführt oder verlängert hat. Nach der neueren Praxis 
des Bundesgerichts darf von einer Anrechnung nur abgesehen werden, sofern der 
Beschuldigte durch sein – nach rechtsstaatlich vertretbaren Verfahrensgrundsätzen 
vorwerfbares – Verhalten nach der Tat die Untersuchungshaft in der Absicht her-
beigeführt oder verlängert hat, um dadurch den Strafvollzug zu verkürzen oder zu 
umgehen (BGE 117 IV 404 ff.; Rehberg, Strafrecht II, 6. Auflage, Zürich 1994, S. 
88). Als solches Verhalten gilt weder die blosse Verweigerung von Aussagen noch 
die einfache Bestreitung der dem Angeschuldigten vorgeworfenen Straftaten, son-
dern einzig das Aufstellen von unwahren oder irreführenden Behauptungen, welche 
die Behörden zu weiteren und unnötigen Erhebungen veranlassen oder der Miss-

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brauch von Verteidigungsrechten zur Erreichung sachfremder Zwecke (BGE 105 IV 
241, 103 IV 10). Ablehnungsgründe im Sinne der aufgeführten Rechtsprechung be-
stehen in Bezug auf A. nicht, so dass einer Anrechnung der erstandenen Untersu-
chungshaft von 37 Tagen und der Sicherheitshaft von 5 Tagen an die Strafe gestützt 
auf Art. 69 StGB nichts entgegen steht. Hingegen kann ihm die freiwillige Therapie 
nicht angerechnet werden, da diese nicht behördlich angeordnet wurde.

11. Gemäss Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 StGB lässt der Richter eine bedingt ausge-
sprochene Strafe vollziehen, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Ver-
brechen oder Vergehen begeht, er trotz förmlicher Mahnung des Richters einer ihm 
erteilten Weisung zuwider handelt, er sich beharrlich der Schutzaufsicht entzieht 
oder er das in ihn gesetzte Vertrauen in anderer Weise stört. Daraus geht hervor, 
dass, wenn der Verurteilte während der Probezeit erneut ein Verbrechen oder Ver-
gehen begeht, der Widerruf der Erststrafe den Normalfall darstellt (vgl. PKG 1994 
Nr. 28). In leichten Fällen kann der Richter auf den Widerruf verzichten und statt 
dessen eine weniger einschneidende Massnahme anordnen (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 
StGB). Bei der Frage, ob ein Delikt als leicht zu qualifizieren ist, kommt dem Straf-
mass die massgebliche Bedeutung zu. Dabei wird eine Freiheitsstrafe von bis zu 
drei Monaten in der Regel als leicht im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB be-
zeichnet (vgl. BGE 117 IV 101 f.). Ein Verzicht auf den Widerruf ist somit nur aus-
nahmsweise zulässig, unter der Voraussetzung, dass einerseits ein leichter Fall, im 
soeben dargestellten Sinne, und andererseits begründete Bewährungssaussicht 
angenommen werden kann. Diese beiden Tatbestandselemente müssen kumulativ 
erfüllt sein (Trechsel, a.a.O., N 56 zu Art. 41 StGB; BGE 117 IV 103). Auch kann 
dabei nicht ausschlaggebend sein, ob die neue Strafe bedingt oder unbedingt aus-
gesprochen wurde, da die Frage der Bewährungsaussicht nichts über die Schwere 
der Straftat besagt (Günter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner 
Teil II: Strafen und Massnahmen, Bern 1989, § 4 N 135). Auch gemäss BGE 128 IV 
3 ff. steht die Bewährungsprognose im Vordergrund. 

A. hat die vorstehend beurteilten Delikte während seinen mit Urteilen des 
Kreispräsidenten AAA. vom 2. Februar 2001 und vom 27. April 2001 jeweils auf drei 
Jahre angesetzten Probezeiten ausgeübt. Aufgrund der vorgenannten Praxis des 
Bundesgerichts wie auch des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden kön-
nen die vorliegend zu beurteilenden Delikte insgesamt nicht als leichte Fälle im 
Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB qualifiziert werden. Entscheidend ist aber im 
vorliegenden Fall, dass die Bewährungsprognose negativ ausfällt. A. wurde 
während der vorgenannten Probezeit bereits mehrfach straffällig, wofür Zusatzstra-

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fen ausgesprochen wurden. Gleichwohl hat er sich nicht davon abhalten lassen, 
erneut straffällig zu werden. Aufgrund dieser Vorstrafen kann keine günstige Be-
währungsprognose gestellt werden. Die mit den erwähnten Urteilen des Kreispräsi-
denten AAA. bedingt ausgesprochenen Strafen von zwei Monaten bzw. fünf Tagen 
Gefängnis sind demnach durch A. zu vollziehen.

12. Ist der Täter rauschgiftsüchtig und steht die von ihm begangene Tat damit 
in Zusammenhang, kann der Richter gemäss Art. 44 Ziffer 1 in Verbindung mit Ziffer 
6 StGB anstelle oder neben der Strafe Massnahmen anordnen, um die Gefahr künf-
tiger Verbrechen oder Vergehen zu verhüten. Soweit erforderlich holt der Richter 
gemäss Art. 44 Ziffer 1 Abs. 2 StGB ein Gutachten über den körperlichen und geis-
tigen Zustand des Täters sowie über die Zweckmässigkeit der Behandlung ein. 

Im vorliegenden Fall steht das strafbare Verhalten von A. in engem Zusam-
menhang mit dem Konsum von Betäubungsmitteln und der daraus entstandenen 
Abhängigkeit. Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die 
Anordnung einer Massnahme gemäss Art. 44 Ziffer 1 Abs. 1 in Verbindung mit Ziffer 
6 StGB erfüllt sind. Im psychiatrischen Gutachten wurde dem Angeklagten ein He-
roin- und Kokainabhängigkeitssyndrom (act. 2.8) attestiert, welches massgeblich für 
die Ausführung der ihm vorgeworfenen Straftaten verantwortlich sei. Laut Gutach-
ten erweist sich eine stationäre Drogentherapie zur Verhütung einer allfälligen Rück-
fallgefahr zweckmässig. Folglich muss das Vorliegen der Massnahmebedürftigkeit 
von A. bejaht werden.

Die Anordnung einer Massnahme, insbesondere wenn eine stationäre in 
Frage steht, setzt neben der Behandlungsbedürftigkeit jedoch zusätzlich die Mass-
nahmewilligkeit des Betroffenen voraus. Dabei darf es sich nicht um ein blosses 
Lippenbekenntnis handeln. Vielmehr muss aus den Gesamtumständen deutlich die 
Ernsthaftigkeit der Kundgebung erkennbar werden. Gerade diesbezüglich könnten 
vorliegend berechtigte Zweifel aufkommen, wenn man sich vor Augen führt, dass 
bisherige Therapieversuche gescheitert sind. Es würde jedoch von einer kurzsichti-
gen Betrachtungsweise zeugen, wenn man allein das bisherige Scheitern als mass-
gebliches Kriterium für den Entscheid über die Anordnung einer Massnahme gelten 
lassen würde. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass A. bereits auf der Station 
XYZ. war, wo er jedoch entwichen war und später wieder zurückkehrte. Im Gutach-
ten wird denn auch darauf hingewiesen, dass eine schwankende Therapiemotiva-
tion auszumachen sei. A. gab jedoch gegenüber dem Gericht zu bedenken, dass er 
überzeugt sei davon, dass es ihm diesmal mit einer stationären Massnahme end-

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gültig gelingen werde, sich von den Drogen loszusagen. Vorher habe er nie ernst-
haft die Therapie angetreten, diesmal sei es jedoch seine letzte Chance. 

Insgesamt erscheint der Wille von A., sich einer stationären Massnahme zu 
unterziehen, um auf diesem Wege endlich von den Drogen loszukommen und ein 
geordnetes Leben führen zu können, dem Gericht als ernsthaft und damit glaubwür-
dig. Unter diesen Umständen erweisen sich die Erfolgsaussichten einer stationären 
Massnahme, entsprechend der Auffassung im Gutachten, nicht von vornherein als 
aussichtslos. In Anbetracht der Umstände erachtet es das Gericht somit als ange-
zeigt, dem Willen von A. und der Empfehlung der Gutachterin nachzukommen und 
eine stationäre Massnahme gemäss Art. 44 Ziffer 1 in Verbindung mit Ziffer 6 StGB 
anzuordnen, um ihm damit nochmals die Chance zu geben, auf diesem Wege end-
gültig von der Drogensucht loszukommen. Allerdings muss sich A. im Klaren sein 
darüber, dass er bei einem Scheitern der Massnahme nicht mehr mit Nachsicht 
rechnen können wird. 

13. Die Kosten der Strafuntersuchung, des Gerichtsverfahrens sowie der 
amtlichen Verteidigung gehen bei diesem Ausgang des Verfahrens zu Lasten des 
Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die vom amtlichen Verteidiger geltend gemach-
ten Kosten im Umfang von Fr. 8'711.60 gehen zusätzlich zu Lasten des Verurteilten. 
Demgegenüber sind die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft und jene 
des Strafvollzuges vom Kanton Graubünden zu übernehmen (Art. 158 Abs. 3 StPO 
in Verbindung mit Art. 188 StPO). Die Kosten der Massnahme trägt der Verurteilte 
(Art. 189 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. A. ist schuldig des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziffer 1 Abs. 1 StGB, 
des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB, des mehrfachen 
Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, der mehrfachen Sachbeschädi-
gung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 
1 StGB, der Hehlerei gemäss Art. 160 Ziffer 1 StGB, der mehrfachen Wider-
handlung gegen Art. 19 Ziffer 1 Abs. 4 und 5 BetmG, der Widerhandlung 
gegen Art. 19 Ziffer 1 Abs. 1 BetmG sowie der mehrfachen Widerhandlung 
gegen Art. 19a Ziffer 1 BetmG.

2. Dafür wird er – teilweise als Zusatz zu den mit Strafmandat des Kreispräsi-
denten AAA. vom 2. Februar 2001, 27. April 2001, 12. Juni 2001 und 16. 
November 2001 ausgefällten Strafen – mit 24 Monaten Gefängnis bestraft, 
abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft von 37 Tagen und der Sicher-
heitshaft von 5 Tagen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben, und es wird eine statio-
näre Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziffer 1 und 6 StGB angeordnet.

4. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten AAA. vom 2. Februar 2001 für die 
Strafe von 2 Monaten Gefängnis und mit Strafmandat des Kreispräsidenten 
Chur vom 27. April 2001 für die Strafe von 5 Tagen Gefängnis gewährte be-
dingte Vollzug wird widerrufen.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben, und es wird eine statio-
näre Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziffer 1 und 6 StGB angeordnet.

5. a) Es wird festgestellt, dass A. für die Folgen aus dem Ereignis vom 7. Januar 
2002 (Raubüberfall) gegenüber H. (in solidarischer Haftung mit C.) schaden-
ersatzpflichtig ist.

b) Von der Anerkennung der Schadenersatzklage von H. im Betrage von Fr. 
1'080.85 (in solidarischer Haftung mit C.) wird Vormerk genommen.

c) A. wird verpflichtet, H. (in solidarischer Haftung mit C.) eine Genugtuung 
von Fr. 2'000.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 7. Januar 2002 zu bezahlen.

6. a) Von der Anerkennung der Adhäsionsklage von G. im Betrag von Fr. 170.00 
(in solidarischer Haftung mit C.) wird Vormerk genommen. Im Übrigen wird 
die Adhäsionsklage auf den Zivilweg verwiesen.

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b) A. wird verpflichtet, G. (in solidarischer Haftung mit C.) eine Genugtuung 
von Fr. 1'000.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 10. Januar 2002 zu bezahlen.

7. Von der Anerkennung der Adhäsionsklage von D. im Betrag von Fr. 680.00 
(in solidarischer Haftung mit C.) wird Vormerk genommen. Im Übrigen wird 
die Adhäsionsklage abgewiesen.

8. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

– den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden:
– Barauslagen Fr. 1'127.70
– Untersuchungsgebühr Fr. 6'085.00
– Kosten gemäss Art. 354 StGB Fr. 80.00
– der Hälfte der Gerichtskosten Fr. 2'500.00
– dem Honorar der amtlichen Verteidigung Fr. 8'711.60
total somit Fr. 18'504.30

gehen zu Lasten von A., welcher auch die Kosten der Zuführung und der 
Massnahme zu tragen hat.

Die Kosten der angerechneten Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie die 
Kosten des (allfälligen) Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden.

9. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

10. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: