# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecd7c391-4220-549c-bf66-5076cea1d83a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 27.06.2023 V 2022 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2022-48_2023-06-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 27. Juni 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A. A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Ausländerrecht 
(Widerruf der Aufenthaltsbewilligung)

V 2022 48

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Urteil V 2022 48

A. A. A.________, geboren 1987, türkischer Staatsangehöriger, reiste am 7. Januar 
2018 zwecks Heirat mit der Schweizerin C. C.________ (später: C. A.________) in die 
Schweiz ein. Am 14. Februar 2018 heirateten die beiden. Das Amt für Migration des Kan-
tons Zug (nachfolgend: AFM) erteilte A. A.________ in der Folge eine Aufenthaltsbewilli-
gung mit dem Zweck "Verbleib bei der Ehegattin". Zuletzt wurde die Aufenthaltsbewilligung 
am 16. Februar 2021 um zwei Jahre mit Gültigkeit bis am 14. Februar 2023 verlängert. 
Das Ehepaar wohnte während seiner Ehe zuerst in Baar und später in Cham. Am 9. Juni 
2021 zog C. A.________ offiziell in den Kanton Zürich weg, während A. A.________ in 
Cham wohnhaft blieb. Mit Schreiben vom 21. Juni 2021 forderte das AFM die Ehegatten 
separat dazu auf, bis am 9. Juli 2021 mittels Fragebogen zwecks Feststellung des für die 
Anwendung des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-
tegration (AIG) massgebenden Sachverhalts schriftlich Stellung zu nehmen. Da sie dieser 
Aufforderung nicht nachkamen, forderte sie das AFM mit Schreiben vom 19. Juli 2021 ein 
zweites Mal auf, die verlangten Auskünfte und Unterlagen beizubringen. Am 17. August 
2021 gingen die von A. A.________ am 12. August 2021 und von C. A.________ am 
13. August 2021 ausgefüllten Fragebogen beim AFM ein. Mit Schreiben vom 17. August 
2021 forderte das AFM A. A.________ dazu auf, einen zweiten Fragebogen auszufüllen 
und mittels Bildmaterials und Textnachrichten zu belegen, inwieweit die Ehe während der 
letzten zwölf Monate vor der getrennten Wohnsitznahme tatsächlich noch als solche ge-
lebt worden sei. Am 31. August 2021 ging der von A. A.________ ausgefüllte und unter-
zeichnete Fragebogen beim AFM ein. Am 27. August 2021 wurde die Ehe zwischen A. 
A.________ und C. A.________ vom Kantonsgericht des Kantons Zug geschieden. Mit 
Schreiben vom 11. Oktober 2021 forderte das AFM A. A.________ auf, einen dritten Fra-
gebogen auszufüllen und insbesondere anhand von Bildern und Textnachrichten zu do-
kumentieren, inwieweit die Ehe im zweiten Halbjahr 2020 und Anfang 2021 tatsächlich 
noch als solche gelebt worden sei. Gleichentags forderte das AFM C. A.________ auf, ei-
nen zweiten Fragebogen auszufüllen. Dieser Aufforderung kamen A. A.________ mit 
Schreiben vom 18. Oktober 2021 und C. A.________ mit Schreiben vom 28. Oktober 2021 
nach. 

Mit Einladung zum rechtlichen Gehör vom 4. November 2021 eröffnete das AFM A. 
A.________ die Absicht, seine Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen und ihn aus der 
Schweiz wegzuweisen, da die ihm auferlegte Bedingung für einen rechtmässigen Aufent-
halt in der Schweiz – "Verbleib bei der Ehegattin" – nicht mehr erfüllt sei. Mit Eingabe vom 
30. November 2021 brachte der nunmehr anwaltlich vertretene A. A.________ vor, dass 
die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre lang bestanden habe und die gesetzlichen In-

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tegrationskriterien erfüllt seien, weshalb seine Aufenthaltsbewilligung auch nach Auflösung 
der Ehe weiter zu verlängern sei. 

Mit Verfügung vom 6. Januar 2022 widerrief das AFM die Aufenthaltsbewilligung von A. 
A.________ und verfügte gleichzeitig seine Wegweisung aus der Schweiz innert 60 Tagen 
nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids. Dies mit der Begründung, dass die eheliche 
Gemeinschaft zwischen A. A.________ und C. A.________ in der Schweiz seit deren Hei-
rat am 14. Februar 2018 keine drei Jahre als eine auf Dauer angelegte wirtschaftliche, 
körperliche und spirituelle Verbindung gelebt worden bzw. vor Ablauf der gesetzlichen 
Dreijahresfrist gescheitert sei, so dass der seinerzeitige Zulassungsgrund und der Aufent-
haltszweck von A. A.________ verwirkt seien. Des Weiteren liege kein nachehelicher Här-
tefall vor.

Gegen die Verfügung des AFM erhob A. A.________ am 27. Januar 2022 Verwaltungsbe-
schwerde beim Regierungsrat des Kantons Zug. Er beantragte, die Verfügung sei vollum-
fänglich aufzuheben und es sei vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen; alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Mit Entscheid vom 24. Mai 2022 wies der Regie-
rungsrat die Verwaltungsbeschwerde ab.

B. Gegen den Entscheid des Regierungsrats liess A. A.________ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) am 24. Juni 2022 Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen. Er bean-
tragte, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, 
vom Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung abzusehen bzw. diese zu verlängern; alles un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Vorinstanz.

C. Der am 27. Juni 2022 gerichtlich verfügte Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 2'000.– wurde vom Beschwerdeführer rechtzeitig bezahlt. 

D. Mit Vernehmlassung vom 25. Juli 2022 beantragte die Sicherheitsdirektion des 
Kantons Zug namens des Regierungsrats die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Anschliessend teilte das 
Gericht den Parteien mit, es gehe davon aus, dass sich die Verfahrensbeteiligten in dieser 
Sache hätten hinreichend äussern können.

E. Mit Schreiben vom 16. März 2023 forderte das Gericht den Beschwerdeführer dazu 
auf, zur genaueren Abklärung des Sachverhalts Fragen zu folgendem Umstand zu beant-

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worten: Mit Schreiben vom 14. September 2017 (Steckbrief "Wie haben wir uns kennenge-
lernt?") hatte C. A.________ dem Migrationsamt des Kantons Zürich Fotos eingereicht, 
welche ihn und C. A.________ zusammen zeigen. Mehrere dieser Fotos sind identisch mit 
Fotos, welche der Beschwerdeführer mit Fragebogen vom 17. August 2021 dem Amt für 
Migration des Kantons Zug eingereicht hatte. Gemäss Angaben von A. A.________ im 
Fragebogen wurden diese im Jahr 2021 eingereichten Fotos erst in den Ferien im Som-
mer 2018 und an Neujahr 2019 aufgenommen, obwohl die gleichen Fotos bereits 2017 
dem Migrationsamt des Kantons Zürich eingereicht worden waren.

F. Am 17. Mai 2023 liess der Beschwerdeführer ausführen, an die genauen Daten, 
wann die fraglichen Fotos entstanden seien, könne er sich nicht erinnern. Es sei aber of-
fensichtlich zutreffend, dass einige Fotos zu einem früheren als dem angegebenen Zeit-
punkt entstanden seien. Dabei, dass diese unter falscher Datumsangabe eingereicht wor-
den seien, handle es sich um ein Missgeschick. Wie den Akten entnommen werden kön-
ne, gebe es diverse Fotos, die zu einem späteren Zeitpunkt entstanden seien. Die fragli-
chen Bilder seien wie angegeben im Jahr 2020 entstanden. Ein genaueres Datum könne 
nicht genannt werden.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungs-
sachen des Kantons Zug (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) ist gegen 
Entscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, so-
weit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher 
Ausschluss ist vorliegend nicht gegeben. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des ange-
fochtenen Entscheids fraglos zur Beschwerdeerhebung berechtigt (§ 62 Abs. 1 VRG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht, weshalb sie zu prüfen ist. 

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

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1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt wer-
den. Als Rechtsverletzungen gelten: 1. die Nichtanwendung und die unrichtige Anwen-
dung eines Rechtssatzes; 2. die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache; 3. der 
Missbrauch oder die Überschreitung des Ermessens; 4. die Verletzung einer wesentlichen 
Form- oder Verfahrensvorschrift; 5. Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (§ 63 
Abs. 1 VRG). Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann überdies jede für den Ent-
scheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhaltes angefoch-
ten werden (§ 63 Abs. 2 VRG). Bei Beschwerden gegen einen Entscheid des Regierungs-
rats ist die Rüge der unrichtigen Handhabung des Ermessens unzulässig (§ 63 Abs. 3 
VRG e contrario).

2. Strittig und zu prüfen ist nachfolgend, ob sich der durch das AFM gegenüber dem 
Beschwerdeführer verfügte und durch den Regierungsrat bestätigte Widerruf der Aufent-
haltsbewilligung als rechtmässig erweist.

2.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Auslän-
der und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) haben 
ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Die 
Aufenthaltsbewilligung wird für einen bestimmten Aufenthaltszweck erteilt und kann mit 
weiteren Bedingungen verbunden werden (Art. 33 Abs. 2 AIG). Gemäss Art. 62 Abs. 1 
lit. d AIG kann die zuständige Behörde Aufenthaltsbewilligungen widerrufen, wenn die 
Ausländerin oder der Ausländer eine mit der Verfügung verbundene Bedingung nicht ein-
hält. Ein Widerrufsgrund im Sinne dieser Bestimmung liegt insbesondere vor, wenn der 
Aufenthaltszweck, für den die Bewilligung ausgestellt wurde, wegfällt (Caroni et al., Migra-
tionsrecht, 5. Aufl. 2022, S. 288). Für den nachgezogenen Ehegatten, der seinen Zweck, 
den Verbleib beim anderen Ehegatten, definitiv aufgegeben hat, sieht Art. 50 AIG eine 
spezifische Regelung vor (Peter Bolzli, in: Orell Füssli Kommentar zum Migrationsrecht, 
5. Aufl. 2019, Art. 33 AIG N 4). Nach Auflösung der Ehe besteht ein Anspruch nach Art. 42 
AIG weiter, wenn: (lit. a) die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und 
die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind; oder (lit. b) wichtige persönliche 
Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 AIG).

2.2 Eine gemäss Art. 42 Abs. 1 i.V.m. Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG relevante, dreijährige 
Ehegemeinschaft setzt eine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung und einen gegenseiti-
gen Ehewillen voraus (BGer 2C_1016/2017 vom 6. Februar 2019 E. 3.1). Von einer 

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tatsächlich gelebten Ehegemeinschaft ist auszugehen, wenn bei beiden Ehegatten der 
Wille zur Führung einer Lebensgemeinschaft im Sinne einer auf Dauer angelegten wirt-
schaftlichen, körperlichen und spirituellen Verbindung vorhanden ist (vgl. BGer 
2C_292/2017 vom 8. März 2018 E. 4.2). Unbestritten ist aufgrund der Gesetzeskonzepti-
on, dass die Auflösung der Ehegemeinschaft nicht gleichbedeutend ist mit der formellen 
Auflösung der Ehe. Folglich kann die Ehe auch dann als aufgelöst gelten, wenn die Ehe-
leute rechtlich weder getrennt noch geschieden sind. Bei der Beurteilung, ob die Ehe als 
definitiv aufgelöst gilt, kommt es also entscheidend darauf an, wann davon auszugehen 
ist, dass sie nur noch formell bestand und der Ehewille objektiv betrachtet als erloschen 
anzusehen war (Spescha et al., Handbuch zum Migrationsrecht, 4. Aufl. 2020, S. 266). 
Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft – vorbehält-
lich des ausnahmsweisen zulässigen Getrenntlebens aus wichtigen Gründen (Art. 49 AIG) 
– im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen (BGE 136 II 
113 E. 3.2).

2.3 Nach gefestigter Rechtsprechung ist von der Regel, dass für die Bestimmung der 
Dauer der für die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG relevanten Ehegemeinschaft auf 
die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen ist, 
insbesondere dann abzuweichen, wenn aufgrund der besonderen Umstände des Einzel-
falls davon auszugehen ist, dass nur noch eine faktische Wohngemeinschaft vorliegt, d.h. 
die eheliche Beziehung trotz eines (fortdauernden) gemeinsamen Wohnsitzes nicht mehr 
gelebt wird und der Ehewille mindestens eines Ehegatten erloschen ist. Die Dauer der 
Wohngemeinschaft darf deshalb in Beachtung des Rechtsmissbrauchsverbotes (vgl. 
Art. 51 Abs. 2 lit. a AIG) in solchen Fällen nicht bzw. nicht vollumfänglich berücksichtigt 
werden (BGer 2C_392/2019 vom 24. Januar 2020 E. 3.2.2). Für die Bejahung einer sol-
chen rechtsmissbräuchlichen Berufung auf die Fortdauer der Ehe trotz Fortbestehens der 
Haushaltsgemeinschaft sind hohe Hürden gesetzt. Nur stossendes, zweckwidriges Verhal-
ten erscheint rechtsmissbräuchlich und soll über das Rechtsmissbrauchsverbot sanktio-
niert werden. Verlangt wird eine eigentliche Täuschung der Behörden, um eine Bewilligung 
zu erschleichen (BGer 2C_606/2009 vom 17. März 2010 E. 2.4.1; BGE 137 I 247 E. 5.1.1; 
Spescha et al., a.a.O., S. 281). Wenn nicht auf getrennte Wohnungen abgestellt werden 
kann, geht es im Wesentlichen um innere Vorgänge, die oft nicht bekannt und schwierig 
zu beweisen sind. Sie sind daher oft nur durch Indizien zu erstellen (vgl. BGE 122 II 289 
E. 2b). Die betroffene Person ist daher bei der Sachverhaltsabklärung mitwirkungspflichtig. 
Dies betrifft jedoch nur die Beweiswürdigung und bewirkt keine Umkehr der Beweislast bei 
mangelnder Mitwirkung. Die betroffene Person muss nicht das Gegenteil beweisen. Viel-

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mehr genügt der Nachweis von Zweifeln an der Richtigkeit der Indizien und der daraus 
gezogenen Schlussfolgerung (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 im Zusammenhang mit der Nichti-
gerklärung einer erleichterten Einbürgerung).

2.4 Die Haushaltsgemeinschaft – bestehend aus dem Beschwerdeführer und C. 
A.________ – wurde offiziell am 9. Juni 2021 durch den Wegzug von C. A.________ auf-
gehoben, wobei unbestritten ist, dass die Ehegatten bis Ende Mai 2021 zusammengelebt 
haben. Grundsätzlich ist daher von einer Ehegemeinschaft auszugehen, welche länger als 
drei Jahre bestanden hat, da von der Eheschliessung am 14. Februar 2018 bis Ende Mai 
2021 mehr als drei Jahre vergangen sind. Es obliegt daher der Behörde, den Beweis zu 
erbringen, dass die Ehe vor Ablauf der drei Jahre, daher vor dem 14. Februar 2021, trotz 
bestehender Haushaltsgemeinschaft bereits nur noch formell bestand und die Berufung 
auf das Fortdauern der Ehe somit rechtsmissbräuchlich war (vgl. hiervor E. 2.3). Es ist da-
her zu prüfen, ob dieser Beweis erbracht wurde.

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2.5.1 Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass die eheliche Gemeinschaft des Be-
schwerdeführers und C. A.________ bereits vor Erreichen der Dreijahresfrist am 14. Fe-
bruar 2021 aufgelöst worden sei, da der Ehewille von C. A.________ bereits im zweiten 
Halbjahr 2020 erloschen sei. Zur Begründung stellte der Regierungsrat insbesondere auf 
die Beziehung von C. A.________ zu ihrem späteren Partner ab und erwog, die Aussage, 
dass die neue (romantische) Beziehung erst im Februar 2021 angefangen habe, sei nicht 
glaubwürdig und es sei spätestens im Februar 2021 von einer stabilen, dauerhaften aus-
serehelichen Beziehung auszugehen. Sodann seien keine Bilder oder Textnachrichten 
eingereicht worden, welche das Fortdauern der ehelichen Gemeinschaft belegen würden. 
Die Begründung des Beschwerdeführers, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie für die-
se Zeit keine Fotos mehr bestünden, müsse zudem als reine Schutzbehauptung gewertet 
werden. Zudem seien auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die 
Ehegatten versucht hätten, die Ehe noch zu retten. Aus den Aussagen von C. A.________ 
zu ihren Gefühlen erhelle, dass ihr das Bestehen der Dreijahresfrist bewusst gewesen sei 
und ab einem gewissen Zeitpunkt die Führung der Lebensgemeinschaft nur noch auf die 
Erfüllung dieser Frist gerichtet gewesen sei.

2.5.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, es lägen keine Indizien vor, welche 
geeignet wären, die durch die Rechtsprechung des Bundesgerichts aufgestellte Vermu-
tung zu widerlegen, wonach die Auflösung der Ehegemeinschaft mit der Aufgabe der 

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Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen sei. Jedenfalls erscheine es willkürlich, das Datum 
für die mutmassliche Beendigung der Ehegemeinschaft auf Februar 2021 festzusetzen, 
obwohl die aussereheliche Beziehung erst im Februar begonnen habe. Für einen Beginn 
der ausserehelichen Beziehung vor diesem Zeitpunkt fehle es an Hinweisen.

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2.6.1 Der Regierungsrat führt insbesondere die romantische Beziehung von C. 
A.________, die Aussagen von C. A.________ zu ihren Gefühlen, die fehlenden Fotos im 
Jahr 2020 und 2021 sowie die mangelnde Einreichung von Textnachrichten als Indizien 
an, dass die Ehegemeinschaft bereits vor dem 14. Februar 2021 nicht mehr bestanden 
haben soll. Dazu ist grundsätzlich festzuhalten, dass allein aufgrund dieser Indizien eine 
nur der Form halber gelebte Haushaltsgemeinschaft und eine rechtsmissbräuchliche Beru-
fung auf das Fortdauern der Ehe bereits vor dem 14. Februar 2021 wohl knapp nicht als 
bewiesen erachtet werden könnten.

2.6.2 Vorliegend kommt jedoch Folgendes hinzu: Der Beschwerdeführer hat 2021 vier 
Fotos (vgl. AFM-act. 52 ff.; Vorakten ZH), welche vor der Eheschliessung aufgenommen 
wurden, zum Beweis des Bestehens der ehelichen Beziehung in den Jahren 2018 und 
2019 eingereicht. Da es sich um mehrere Fotos handelt und der Beschwerdeführer auch 
noch Beschreibungen zu den besuchten Orten hinzugefügt hat (vgl. AFM-act. 57, 64), 
muss entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass 
es sich dabei nicht um ein Missgeschick handeln kann. Es ist daher in Berücksichtigung 
der bereits am 14. September 2017 eingereichten identischen Fotos von klar täuschen-
dem Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber dem AFM auszugehen. Da ansonsten 
keinerlei Belege eingereicht wurden, welche Zweifel an dieser Schlussfolgerung aufkom-
men lassen, bestehen erhebliche Indizien, dass die Ehe bereits seit längerer Zeit nicht 
mehr als solche gelebt wurde. Zudem entstehen durch dieses täuschende Verhalten wei-
tere Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers sowie der an-
deren eingereichten Fotos, insbesondere auch an den undatierten Fotos aus dem Jahr 
2020. Wie der Regierungsrat ausführt, lässt bereits das vollständige Fehlen von Fotos im 
zweiten Halbjahr 2020 und für das Jahr 2021 und das Fehlen von jeglichen Textnachrich-
ten Zweifel an der Qualität der Beziehung aufkommen. In Kombination mit dem klarerwei-
se täuschenden Verhalten des Beschwerdeführers muss davon ausgegangen werden, 
dass sich der Beschwerdeführer daher in rechtsmissbräuchlicher Weise auf das Fortdau-
ern der Ehe beruft.

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2.6.3 Der genaue Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 50 
Abs. 1 lit. a AIG lässt sich den Akten nicht entnehmen. Da der Beschwerdeführer jedoch 
bereits für das Jahr 2018, daher noch im ersten Jahr der Ehe, Bilder als Belege für das 
Bestehen der Beziehung eingereicht hat, welche bereits vor der Eheschliessung aufge-
nommen wurden, lässt dies bereits zu diesem Zeitpunkt erhebliche Zweifel am Bestehen 
einer gelebten Beziehung aufkommen. Unter den gegebenen Umständen ist es gerecht-
fertigt, entsprechend der klaren Indizien als rechtsgenüglich bewiesen zu erachten, dass 
die Haushaltsgemeinschaft bereits vor dem 14. Februar 2021 nur noch der Form halber 
gelebt wurde und die Ehegemeinschaft daher bereits vor dem Erreichen der Dreijahresfrist 
aufgelöst war. Die übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers und C. 
A.________ in den Fragebogen, dass ihr Ehewille noch bis Ende Mai 2021 bestanden ha-
be, wurden auch nach mehrmaligem Auffordern von Seiten des AFM von keinen Belegen 
untermauert. Aufgrund des täuschenden Verhaltens des Beschwerdeführers vermögen die 
Aussagen des Beschwerdeführers und C. A.________ keine Zweifel an der Richtigkeit der 
Schlussfolgerung aufkommen lassen, dass die eheliche Beziehung bereits vor dem 14. 
Februar 2021 nicht mehr gelebt wurde und die Haushaltsgemeinschaft nur der Form hal-
ber aufrechterhalten wurde. Demnach ist die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG 
nicht erfüllt.

3. Dem Beschwerdeführer kommt damit gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kein An-
spruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung mehr zu. Im Folgenden erübrigt 
sich daher zu prüfen, ob die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind. Ein nach-
ehelicher Härtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG oder ein schwerwiegen-
der persönlicher Härtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG werden nicht geltend ge-
macht und sind auch nicht ersichtlich. Ebenso wenig liegen Vollzugshindernisse im Sinn 
von Art. 83 AIG vor. Der Beschwerdeführer ist soweit ersichtlich in der Türkei aufgewach-
sen und hat dort gelebt, bis er als Dreissigjähriger 2018 zwecks Heirat in die Schweiz ein-
reiste. Hingegen lebt er seit weniger als sechs Jahren in der Schweiz und hat sich hier 
nicht über übliche Integrationserwartungen hinaus integriert. Er ist noch nicht derart in der 
Schweiz verwurzelt und seiner Heimat entfremdet, als dass ihm die Reintegration in sei-
nem Herkunftsland nicht mehr zuzumuten wäre. Aufgrund seines hiesigen Integrations-
standes und seines noch relativ kurzen Aufenthalts sind in der Schweiz auch keine unter 
den Schutzbereich des Rechts auf Privatleben fallenden Beziehungen zu erwarten (vgl. 
Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV sowie BGer 2C_441/2018 vom 17. September 
2018 E. 1.3.1; 2C_1035/2017 vom 20. Juli 2018 E. 5.1 f.).

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4.
4.1 Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Entscheid vom 24. Mai 
2022 als rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Die Spruchgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgelegt 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Eine Parteientschädigung wird dem 
Beschwerdeführer bei dem vollständigen Unterliegen nicht zugesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 2'000.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach), an das Staatssekretariat für Migration, 
Bern, sowie zum Vollzug von Ziffer 2 des Dispositivs an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug (nur Dispositiv).

Zug, 27. Juni 2023

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am