# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a08b134-ddd3-5e7c-be1d-aeea2882ee67
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.06.2013 BB.2013.56
**Docket/Reference:** BB.2013.56
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2013-56_2013-06-17

## Full Text

Sistierung der Untersuchung (Art. 314 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Sistierung der Untersuchung (Art. 314 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Sistierung der Untersuchung (Art. 314 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Sistierung der Untersuchung (Art. 314 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 17. Juni 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Roy Garré,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

1. A., 

2. B.,  

beide vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Ulrich 

Kupsch, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Sistierung der Untersuchung 

(Art. 314 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BB.2013.56, BB.2013.57 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft am 20. August 2002 gegen A. und gegen B. ein 

Strafverfahren eröffnete wegen des Verdachts der Geldwäscherei 

(vgl. act. 1.2, Ziff. 1.2); 

 

- sie in diesem Zusammenhang am 23. August 2002 u. a. das Guthaben auf 

dem auf A. lautenden Konto Nr. 1 bei der Bank C. SA beschlagnahmte 

(vgl. act. 1.2, Ziff. 1.3); 

 

- A. am 8. Mai 2012 von der Bundesanwaltschaft in Aussicht gestellt wurde, 

das Strafverfahren werde infolge inzwischen eingetretener Verjährung ein-

gestellt (act. 1.5); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 7. Februar 2013 das gegen A. 

und B. laufende Strafverfahren sistierte (act. 1.2); 

 

- A. und B. mit Beschwerde vom 29. April 2013 beantragten, die Sistierungs-

verfügung sei aufzuheben und die Bundesanwaltschaft sei (gestützt auf 

Art. 314 Abs. 5 i.V.m. Art. 397 Abs. 3 StPO) anzuweisen, das Strafverfah-

ren definitiv einzustellen und die auf dem Konto Nr. 1 bei der Bank C. SA 

liegenden Vermögenswerte freizugeben (act. 1); 

 

- die Bundesanwaltschaft am 21. Mai 2013 das sistierte Strafverfahren wie-

der an die Hand nahm, dieses einstellte und die das erwähnte Konto betref-

fende Beschlagnahme aufhob (act. 5.2); 

 

- sie am selben Tag der Beschwerdekammer beantragte, die Beschwerde 

sei nach Eintritt der Rechtskraft der am 21. Mai 2013 erlassenen Verfügung 

als gegenstandslos abzuschreiben und die Kosten- und Entschädigung 

seien wem rechtens aufzuerlegen (act. 5). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- das Beschwerdeverfahren abzuschreiben ist, wenn die im Zeitpunkt der 

Beschwerdeeinreichung gegebene Beschwer im Verlauf des Beschwerde-

verfahrens dahinfällt und die Beschwerde gegenstandslos wird (GUIDON, 

Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner 

Diss., Zürich/St. Gallen 2011, N. 554 m.w.H. in Fn 1959); 

- 3 - 

 

 

 

- sich die Beschwerdegegnerin vorliegend im Rahmen ihrer Beschwerde-

antwort dem Beschwerdeantrag vollständig unterzieht, weshalb das Be-

schwerdeverfahren zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben werden kann; 

 

- wenn ein Beschwerdeverfahren gegenstandslos wird, diejenige Partei kos-

ten- und entschädigungspflichtig wird, welche die Gegenstandslosigkeit des 

Rechtsmittels verursachte (TPF 2011 31 m.w.H.; Beschluss des Bundes-

strafgerichts BB.2012.17 vom 17. April 2012); 

 

- vorliegend die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit zu vertreten 

hat und damit grundsätzlich kosten- und entschädigungspflichtig wird; 

 

- die Gerichtskosten somit auf die Staatskasse zu nehmen sind (Art. 423 

Abs. 1 StPO); 

 

- die Beschwerdegegnerin demzufolge den Beschwerdeführern eine Ent-

schädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Ver-

fahrensrechte auszurichten hat (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a 

StPO); 

 

- diese Entschädigung vorliegend ermessensweise auf Fr. 1'500.-- festzuset-

zen ist (inkl. Auslagen; ohne MwSt., da der Wohnsitz der Klienten im Aus-

land liegt; Art. 10, Art. 12 Abs. 2 und Art. 14 des Reglements des Bundes-

strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]; Art. 1 

Abs. 2 lit. a und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über 

die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]); 

 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 

von der Geschäftskontrolle abgeschrieben. 

 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführern eine Parteientschädi-

gung in der Höhe von Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen; ohne MwSt.) auszurichten. 

 

 

Bellinzona, 18. Juni 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Hans-Ulrich Kupsch 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.