# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eecb93fd-7133-51ea-a36e-fec0bdbff59d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.01.2021 S 2019 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-126_2021-01-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 126

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser, Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 26. Januar 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Vincent Augustin,

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____ wohnhaft in C._____, ist bei der D._____ AG in E._____ 

angestellt und für Berufs- und Nichtberufsunfälle bei der B._____ AG 

versichert. Am 9. April 2016 rutschte sie bei der Gartenarbeit aus und zog 

sich eine trimalleoläre Fraktur mit Luxation am rechten oberen 

Sprunggelenk zu. Am 9. April 2016 wurde das obere Sprunggelenk mit 

einem temporären Sprunggelenk-überbrückenden Fixateur externe am 

Spital F._____ versorgt. Am 15. April 2016 folgte ebenfalls im Spital 

F._____ die zweifache Zugschraubenosteosynthese 3.5 mm Malleolus 

medialis sowie die zweifache Antigleitplatten-osteosynthese des 

Volkmann-Dreiecks und des Malleolus lateralis rechts. Im weiteren Verlauf 

wurde A._____ physiotherapeutisch sowie mittels Lymphdrainage 

therapiert. Am 15. Dezember 2016 erfolgte die vollständige 

Osteosynthesematerial-Entfernung. A._____ war ab 6. Februar 2017 

wieder voll arbeitsfähig und wurde weiterhin konservativ therapiert. Am 22. 

November 2018 fand im Spital F._____ bei Dr. med. G._____ die 

abschliessende Verlaufskontrolle statt. Er attestierte ein adäquates 

klinisches und radiologisches Resultat, sah eine weiterführende Therapie 

als indiziert, jedoch keine weiteren Verlaufskontrollen mehr vor und 

schloss die Behandlung ab. Die B._____ AG richtete im Weiteren die 

gesetzlichen Leistungen aus (Taggelder und Heilbehandlungskosten).

2. Nach Rücksprache mit dem medizinischen Dienst stellte die B._____ AG 

mit Verfügung vom 15. Mai 2019 ihre Leistungen per 14. Mai 2019 ein und 

sprach A._____ eine Integritätsentschädigung zu. Sie sicherte ihr zudem 

eine einmalige Kostenbeteiligung an Kompressionsstützstrümpfen zu und 

wies sie auf das Rückfallmelderecht hin.

3. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 24. Mai 2019 Einsprache, 

welche mit Einspracheentscheid vom 30. September 2019 abgewiesen 

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wurde. Begründend führte die B._____ AG im Wesentlichen an, dass die 

durch in Anspruch genommene Therapiemassnahmen möglicherweise 

herbeigeführte Verbesserung des Gesundheitszustandes ab dem 16. Mai 

2019 nicht genügend ins Gewicht falle, um eine weitere Leistungspflicht 

des Unfallversicherers zu begründen. Die Festsetzung des medizinischen 

Endzustandes per 15. Mai 2019 und die damit verbundene Prüfung der 

Integritätsentschädigung sei damit zu Recht erfolgt. Für Rückfälle und 

Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV bestehe ein erneuter Anspruch auf 

die gesetzlichen Leistungen.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 30. 

Oktober 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 30. September 2019 sei aufzuheben und richterlich festzustellen, 

dass zu Gunsten der Beschwerdeführerin weiterhin Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen für Lymphdrainage seitens der B._____ AG zu 

übernehmen seien; eventualiter sei der angefochtene Entscheid 

aufzuheben und die Rechtssache zu neuer Entscheidung 

zurückzuweisen, unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei richterlich ein neutrales ärztliches 

Gutachten einzuholen. Die Beschwerdeführerin machte im Wesentlichen 

geltend, die Vorinstanz habe den rechtswesentlichen Sachverhalt 

unvollständig bzw. fehlerhaft abgeklärt. Gemäss Arztstellungnahme von 

Dr. med. H._____ vom 10. Januar 2019 sei eine leichtgradige Arthrose 

des rechten oberen Sprunggelenks beginnend und werde langfristig 

zunehmen. Der Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 28. März 2019 sei 

aktenwidrig, weil er behaupte, Dr. med. J._____ habe am 6. März 2019 

keine Doralflexion diagnostiziert. Auch habe der Arztbericht von Dr. med. 

I._____ den rechtswesentlichen Aspekt, dass gemäss Dr. J._____ unter 

Lymphdrainage "ein gutes An[recte: Ab]schwellen und Linderung des 

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Druckgefühls im Sprunggelenk" erfolge, übergangen. Entgegen dessen, 

was der Arztbericht Dr. med. I._____ und auch der Einspracheentscheid 

folgerten, habe Dr. med. J._____ entsprechend die Fortführung der 

Lymphdrainage alle ein bis zwei Wochen empfohlen und um 

entsprechende Kostengutsprache für weitere zwölf Monate ersucht. Die 

therapeutische Massnahme der Lymphdrainage erhalte den aktuell 

gegebenen Gesundheitszustand und damit die volle Arbeitsfähigkeit 

aktuell wie mittel- und mutmasslich auch längerfristig. Aufgrund der 

divergierenden medizinischen Aussagen von Dr. med. J._____ und Dr. 

med. I._____ wäre die B._____ AG verpflichtet gewesen, vor Erlass des 

angefochtenen Entscheids mindestens eine externe, neutrale 

medizinische Begutachtung durchführen zu lassen, um unter anderem 

festzustellen, dass medizinisch objektiv beurteilt die 100%ige-

Arbeitsfähigkeit prognostisch ohne Lymphdrainage nicht für die nahe bzw. 

für eine fernere Zukunft zu 100 % erhalten werden könne; dass ohne 

regelmässige Lymphdrainage vielmehr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit 

einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei und entsprechend 

nicht von einem medizinisch objektivierbaren, eigentlichen Abschluss der 

Unfallfolgebehandlung habe ausgegangen werden dürfen.

5. In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2019 schloss die B._____ 

AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den 

Einspracheentscheid auf Abweisung der Beschwerde. Sie führte dazu im 

Wesentlichen an, die Begründung der Beschwerdeführerin verkenne, dass 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte, d.h. keine 

ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden könne, da die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit am 

6. Februar 2017 wieder vollumfänglich aufgenommen habe. Gemäss 

Rechtsprechung bestimme sich die vorausgesetzte namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 

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oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. 

Demgemäss erfüllten blosse ärztliche Verlaufskontrollen, 

manualtherapeutische Behandlungen und vergleichbare Vorkehren das 

Erfordernis an die ärztliche Behandlung im Sinne von Art. 19 UVG nicht. 

Weder handle es sich bei der Lymphdrainage-Therapie um eine ärztliche 

Behandlung, noch um eine planmässig auf eine namhafte Verbesserung 

des Gesundheitszustands gerichtete Vorkehr im Sinne von Art. 19 UVG, 

sondern um eine auf die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit gerichtete 

manualtherapeutische Behandlung. Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit sei 

aber kein Kriterium gegen das Erreichen des medizinischen Endzustands. 

Die Einholung eines Gerichtsgutachten erübrige sich, da die 

Lymphdrainage-Therapie nicht auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands ausgerichtet sei.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 30. September 2019. Gemäss Art. 1 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung 

Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben 

werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Die Beschwerdeführerin wohnt 

im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

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sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist die Beschwerdeführerin davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Strittig sind die rechtsgenügliche Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 und 

61 lit. c ATSG) und die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses per 14. Mai 

2019 bezüglich der Kosten für die Lymphdrainage (Art. 19 UVG). In 

Teilrechtskraft erwachsen ist die Verfügung vom 15. Mai 2019 bezüglich 

der Integritätsentschädigung sowie die einmalige Kostenbeteiligung an 

Kompressionsstützstrümpfen (Beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 

A.31).

3.1. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr 

jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 

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für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 

erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E.2.3). In 

Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 und 61 lit. c 

ATSG ist bei Erlass eines Entscheids der gesamte sich bis zum 

Entscheidzeitpunkt entwickelnde Sachverhalt zu berücksichtigen (BGE 

142 V 337 E.3.2.2, 132 V 215 E.3.1.1; Urteile des Bundesgerichts 

8C_71/2017 vom 20. April 2017 E.8.2.1, 8C_692/2011 vom 7. Februar 

2012 E.3.2).

3.2. Gemäss Art. 10 UVG hat die Versicherte Anspruch auf zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen, nämlich auf (lit. a) die ambulante 

Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung 

durch eine medizinische Hilfsperson […], (lit. d) die ärztlich verordneten 

Nach- und Badekuren, (lit. e) die der Heilung dienlichen Mittel und 
Gegenstände. Die Unfallversicherung ist gemäss Art. 43 ATSG 

verpflichtet, die Begehren der Versicherten zu prüfen, die notwendigen 

Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen 

Auskünfte einzuholen (Abs. 1 Satz 1).

3.3. Am 9. April 2016 erlitt die Beschwerdeführerin einen Nichtberufsunfall. Sie 

rutschte bei der Gartenarbeit aus und zog sich eine trimalleoläre Fraktur 

mit Luxation am rechten oberen Sprunggelenk zu (Unfallmeldung vom 11. 

April 2016 [Bg-act. A.1]; UVG-Arztzeugnis vom 14. April 2016 [Bg-act. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-427%3Ade&number_of_ranks=0#page427

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M.1]). Am 9. April 2016 wurde das obere Sprunggelenk mit einem 

temporären Sprunggelenk-überbrückenden Fixateur externe am Spital 

F._____ versorgt. Am 15. April 2016 folgte ebenfalls im Spital F._____ die 

zweifache Zugschraubenosteosynthese 3.5 mm Malleolus medialis sowie 

die zweifache Antigleitplattenosteosynthese des Volkmann-Dreiecks und 

des Malleolus lateralis rechts (Bg-act. M.4 und M.5; Kurzaustrittsbericht 

Spital F._____ vom 23. April 2016 [Bg-act. M.2–6, M.9]). Im weiteren 

Verlauf wurde die Beschwerdeführerin physiotherapeutisch sowie mittels 

Lymphdrainage therapiert (Bg-act. M.2 S. 2, M.6 S. 2 f., M.7, M.9, M.11, 

M.15, M.17, M.18). Am 15. Dezember 2016 erfolgte die vollständige 

Osteosynthesematerial-Entfernung (Bg-act. M.15 und M.16). Die 

Beschwerdeführerin war ab dem 6. Februar 2017 wieder voll arbeitsfähig 

in ihrem angestammten 80 %-Pensum (vgl. Bg-act. A.18); zuvor reduziert 

(Bg-act. A.11 und A.12; M.1). Es erfolgte weiterhin eine konservative 

Therapierung mittels Physiotherapie und Lymphdrainage. Am 22. 

November 2018 erfolgte die abschliessende Verlaufskontrolle im Spital 

F._____ bei Dr. med. G._____, Chefarzt-Stv. Chirurgie, und damaliger 

Operateur im April 2016. Er attestierte ein adäquates klinisches und 

radiologisches Resultat, sah eine weiterführende lymphdrainierende und 

narbenentstörende Physiotherapie als indiziert, sah jedoch keine weiteren 

Verlaufskontrollen mehr vor und schloss die Behandlung ab (Bg-act. 

M.19). Im Arztbericht vom 10. Januar 2019 stellte der 

Versicherungsmediziner Dr. med. H._____, Facharzt FMH für Chirurgie, 

speziell Allgemeinchirurgie und Traumatologie/MAS Insurance 

Medicine/Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, fest, dass am 22. 

November 2018 noch ein Rehabilitations-Defizit sowie eine 

druckschmerzhafte überempfindliche Narbe am Innenknöchel rechts 

bestand, so dass mit zwei bis drei Serien Physiotherapie eine namhafte 

Verbesserung der Koordination und Propriozeption des rechten oberen 

Sprunggelenks und eine desensibilisierte mediale Narbe erwartet werden 

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könne. Ab Ende Februar 2019 sei keine namhafte Besserung mehr zu 

erwarten (Bg-act. A.31; M.20). Dr. med. J._____, Hausarzt und Facharzt 

FMH für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Arztbericht vom 6. März 

2019 den klinischen Befund eines leichten Ödems im Bereich des oberen 

Sprunggelenks, einer leichten Hyperämie und einer eingeschränkten 

Dorsalflexion; "unter der Lymphdrainage gutes Abschwellen und 

Linderung des Druckgefühls im Sprunggelenk" und stellte das Gesuch um 

Kostengutsprache zur Fortsetzung der Lymphdrainage für weitere zwölf 

Monate (Bg-act. A.29; M.21). Im Arztbericht vom 28. März 2019 nahm 

Versicherungsmediziner Dr. med. I._____, Facharzt FMH Orthopädische 

Chirurgie, Traumatologie, Bezug auf die klinischen Befunde von Dr. med. 

J._____, wonach im Bereich des operierten Sprunggelenks ein leichtes 

Ödem und eine leichte Hyperämie feststellbar seien, und hielt fest, dass 

im Zusammenhang mit diesen klinischen Befunden die Fortsetzung der 

Lymphdrainage im Sinne einer namhaften Besserung des aktuellen 

Gesundheitszustandes nicht indiziert sei; stattdessen empfehle sich das 

Tragen eines Kompressionsstützstrumpfes der Klasse 2B (Bg-act. M.22). 

Mit Verfügung vom 15. Mai 2019 sprach die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung zu und stellte ihre 

Leistungen per 14. Mai 2019 ein. Sie verneinte den Anspruch auf 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen und sicherte der 

Beschwerdeführerin die einmalige Kostenbeteiligung an einem Paar 

Kompressionsstützstrümpfe zu (Bg-act. A.31). Die dagegen erhobene 

Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 

30. September 2019 ab (Beschwerdeführerische Akte [Bf-act.] 1; Bg-act. 

A.41).

3.4. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten 

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(Anamnese) abgegeben worden ist sowie wenn er in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 

Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1; 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). Zur Frage der Berichte und Gutachten versicherungsinterner 

Fachpersonen gilt der Grundsatz, dass ein Anstellungsverhältnis dieser 

Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen lässt. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 

E.4.4; 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung 

eines externen Gutachters entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E.5.2; 135 V 465 E.4.4; 122 

V 157 E.1.d). Es ist grundsätzlich zulässig, dass ein Gericht auf die vom 

Versicherungsträger korrekt erhobenen Beweise abstellt und auf ein 

eigenes Beweisverfahren verzichtet (vgl. BGE 125 V 465 E.4.3.2, m.w.H.). 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner 

medizinischer Fachpersonen grundsätzlich – vorbehältlich des Vorliegens 

zumindest geringer Zweifel – Beweiswert zuerkennt, so ist doch zu 

betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht derselbe Beweiswert wie einem 

gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 

Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (vgl. BGE 

125 V 351 E.3a/bb; BGE 122 V 157 E.1c). So hat die Rechtsprechung 

bezüglich Gerichtsgutachten ausgeführt, das Gericht weiche "nicht ohne 

zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Experten 

ab (BGE 125 V 351 E.3b/aa). Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit 

folgt das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die 

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Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der 

versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig 

von behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen 

Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur 

versicherten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und 

Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, 

verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden 

Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven 

Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die 

materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen und 

aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E.3a/cc, m.w.H.), wird im 

Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben 

der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in Frage 

kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von 

seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von 

der versicherten Person aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. 

Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (BGE 135 V 465 

E.4.5 f.).

3.5. Es ist vorliegendenfalls nicht ersichtlich, dass der medizinische, 

therapeutische Sachverhalt ungenügend abgeklärt wäre und weiterer 

Abklärungen bedürfte. Den Berichten von Versicherungsmedizinern (in 

casu Dres. med. H._____ vom 10. Januar 2019 und I._____ vom 28. März 

2019) kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

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Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). 

Ausgehend von diesen Grundsätzen ist der Einbezug der Berichte der 

Ärzte, die in einem Anstellungsverhältnis zur Beschwerdegegnerin stehen, 

in die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Diesen 

Berichten kommt nach dem Gesagten zwar nicht derselbe Beweiswert wie 

einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 

Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 

soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit 

ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.6 f.). Auf 

Aktenberichte – wie diejenigen der Dres. med. H._____ und I._____ – 

kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_646/2019 vom 6. März 2020 E.4). Die Beschwerdeführerin ist seit 

Februar 2017 voll arbeitsfähig. Nach der Osteosynthesematerial-

Entfernung im Dezember 2016 erfolgte fast zwei Jahre lang (nur) eine 

konservative Behandlung. Danach erging im November 2018 die 

medizinische Schlussbeurteilung durch den damaligen Operateur Dr. 

med. G._____ vom Spital F._____. Aus medizinisch-therapeutischer Sicht 

war der Fall gemäss Dr. med. G._____ abgeschlossen. Die Einschätzung 

von Dr. med. J._____ vom 6. März 2019 vermag die Abschlussbeurteilung 

von Dr. med. G._____, welcher ein adäquates klinisches und 

radiologisches Resultat sah und eine weiterführende lymphdrainierende 

und narbenentstörende Physiotherapie als indiziert bezeichnete, wie auch 

die versicherungsmedizinische Einschätzung von Dr. med. H._____, 

welcher nach zwei bis drei Serien Physiotherapie zur namhaften 

Verbesserung am rechten oberen Sprunggelenk und zu einer 

desensibilisierten medialen Narbe keine namhafte Verbesserung nach 

Ende Februar 2019 mehr erwartete, nicht in Zweifel zu ziehen. Dies weil 

es sich bei den Dres. med. G._____ und H._____ um Chirurgen handelt 

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und ihre Einschätzungen schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

und in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit sprechen. Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu 

tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte (wie Dr. med. J._____) 

mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.5.1 m.H.a. BGE 135 V 465 E.4.5; 125 

V 351 E.3b/cc). Auch die Einschätzung des Versicherungsmediziners Dr. 

I._____ überzeugt, stammt sie doch von einem weiteren Fachspezialisten 

in orthopädischer Chirurgie/Traumatologie, setzt sie sich mit den 

klinischen Befunden von Dr. med. J._____ (leichtes Ödem oberes 

Sprunggelenk, leichte Hyperämie) auseinander und begründet 

nachvollziehbar, dass die Fortsetzung der Lymphdrainage hinsichtlich 

einer namhaften Besserung des aktuellen Gesundheitszustands nicht 

indiziert ist und stattdessen das Tragen eines Kompressionsstützstrumpfs 

empfohlen wird. Der medizinische, therapeutische Sachverhalt erscheint 

nach Aktenlage als überwiegend wahrscheinlich ausreichend abgeklärt, 

so dass es keiner weiteren Abklärungen bedarf.

3.6. Im Weiteren zu prüfen ist die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses 

gemäss Art. 19 UVG per 14. Mai 2019. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG ist ein 

Rentenanspruch zu prüfen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des 

Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Satz 1). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 

Taggeldleistungen dahin (Satz 2). In dieser Norm wird zunächst geregelt, 

wann ein Versicherungsfall zum Abschluss zu bringen ist (BGE 134 V 109 

E.3.2). Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und 

Heilbehandlung, hat der Unfallversicherer – sofern allfällige 

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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 

erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung 

des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 E.4.1; SVR 

2017 UV Nr. 42 S. 145 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_776/2016 vom 

23. Mai 2017 E.5.1.1). Der Begriff der ärztlichen Behandlung setzt eine 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete Vorkehr voraus. 

Blosse ärztliche Verlaufskontrollen, manualtherapeutische Behandlungen 

und vergleichbare Vorkehren erfüllen dieses Erfordernis nicht (GEERTSEN, 

in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, UVG, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 19 UVG, Rz. 7; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_306/2016 vom 22. September 2016 E.5.3). Ob eine 

namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 

Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die 

Verwendung des Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht 

demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im 

Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. 

Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E.4.3; 

HÜRZELER/KIESER, a.a.O., Art. 19 Rz. 8 f.). Weder eine weit entfernte 

Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur 

– zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen 

Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der 

Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht 

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aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_371/2020 vom 7. September 2020 E.2.2 und 4.1; 

8C_614/2019 vom 29. Januar 2020 E.5.2; SVR 2020 UV Nr. 24 S. 95). So 

stehen auch Massnahmen, die der Stabilisierung eines Zustands dienen, 

einem Fallabschluss nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_126/2008 vom 11. November 2008 E.5). Auch ist nicht notwendig, 

dass keine ärztliche Behandlung mehr erforderlich ist (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_590/2008 vom 3. Dezember 2008 E.4.2). Grundlage 

für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen 

Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der 

Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose 

erfasst werden.

Die Ausführungen der Beschwerdeführerin über ihre vollumfängliche 

Arbeitsfähigkeit ab dem 6. Februar 2017, welche allein aufgrund des 

subjektiven Arbeitswillens und der Lymphdrainage möglich gewesen sein 

soll, und über die negativen Folgen auf die Arbeitsfähigkeit bei Wegfall der 

Lymphdrainage infolge Schmerzzunahme muten spekulativ an und sind, 

was die Zukunft anbelangt, blosse Mutmassungen, welche keinen 

substanzierten Niederschlag in den (medizinischen) Akten finden. Bis zur 

Abschlussbeurteilung durch Dr. med. G._____ im November 2018 

vergingen fast zwei Jahre seit der Osteosynthesematerial-Entfernung im 

Dezember 2016 und die Beschwerdeführerin war seit 6. Februar 2017 und 

damit seit fast zwei Jahren wieder in ihrer ursprünglichen Tätigkeit und im 

angestammten 80 %-Pensum berufstätig. Der Umstand, dass sich die 

therapeutische Betreuung der Beschwerdeführerin seit der 

Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit auf physiotherapeutische 

Massnahmen (Physiotherapie und Lymphdrainage) beschränkt hat, belegt 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass die therapeutischen 

Massnahmen einzig noch der Stabilisierung des Gesundheitszustands 

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("Abschwellen/Linderung des Druckgefühls im Sprunggelenk") dienen und 

nicht mehr auf eine Heilung (Schmerzfreiheit) ausgerichtet sind (Art. 10 

Abs. 1 lit. e UVG). Der Versicherungsmediziner Dr. med. H._____ 

äusserte sich nicht spezifisch zur Lymphdrainage, sondern erachtete zwei 

bis drei Serien Physiotherapie (sic!) als sinnvoll und ging davon aus, dass 

ab Ende Februar 2019 keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mehr erwartet werden 

könne. Die dadurch erzielten Verbesserungen des Gesundheitszustands 

sind somit nicht mehr als namhaft zu qualifizieren. Zudem war die 

Lymphdrainage im Einstellungszeitpunkt nicht mehr angeordnet (vgl. 

Abschlussbericht Dr. med. G._____ vom 27. November 2018: 

"Dementsprechend stufe ich eine lymphdrainierende und 

narbenentstörende Physiotherapie weiterhin als indiziert ein" [Bg-act. 

M.19 S. 2]; Stellungnahme Dr. med. H._____ vom 10. Januar 2019: "ab 

Ende Februar 2019 keine namhafte Besserung mehr" [Bg-act. M.20]; 

Stellungnahme des beratenen Arztes Dr. med. I._____ vom 27. März 

2019: "Fortsetzung der Lymphdrainage im Sinne einer namhaften 

Besserung des aktuellen Gesundheitszustandes nicht indiziert" [Bg-act. 

M.22; Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG]). Die Lymphdrainage ist weder eine Kur im 

Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. d UVG noch eine ärztliche Behandlung. Sie 

gehört zum Behandlungsfeld der Physiotherapie (s. Bg-act. A.25) und 

somit zu den manualtherapeutischen Massnahmen, welche gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung einem Fallabschluss nicht 

entgegenstehen. Auch wenn das Gesetz nicht umschreibt, was unter 

"namhafter Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten" zu 

verstehen ist, bestimmt sich die vorausgesetzte namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 

oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit 

(BGE 134 V 109 E.4.3). Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung ab 15. Mai 2019 keine 

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namhafte, d.h. keine ins Gewicht fallende Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden konnte, da die Beschwerdeführerin 

ihre angestammte Tätigkeit am 6. Februar 2017 bereits wieder 

vollumfänglich aufgenommen hatte. Auf Eingliederungsmassnahmen der 

IV wurde verzichtet (Bg-act. A.13); die Beschwerdeführerin kehrte 

zunächst in reduziertem Umfang und im Februar 2017 in ihrem 

ordentlichen 80 %-Pensum an die angestammte Tätigkeit zurück. Der 

Fallabschluss gemäss Art. 19 UVG ist somit zu Recht erfolgt.

3.7. Was den Beweisantrag der Beschwerdeführerin (Einholung eines 

neutralen ärztlichen Gutachtens) anbelangt, kann das Gericht darauf 

verzichten, wenn es anhand der vorliegenden Unterlagen den Sachverhalt 

als hinreichend abgeklärt erachtet. Da von einem neutralen ärztlichen 

Gutachten vorliegendenfalls keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu 

erwarten sind, kann darauf verzichtet werden (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 E.5.3; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_754/2019 vom 6. Februar 2020 E.5.3).

3.8. Zusammenfassend erweist sich der Einspracheentscheid vom 30. 

September 2019 damit als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen 

ist.

4. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 ATSG ist das Verfahren – 

vorbehältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für 

die Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. 

Ein Parteikostenersatz wird der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht 

zugesprochen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]
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