# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** caa958cd-f74a-5d96-8736-73661ec00eeb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2023 200 2023 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-26_2023-10-13.pdf

## Full Text

200 23 26 UV
MAK/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2023

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. November 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2023, UV/23/26, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit Februar 1992 als … für die C.________ AG tätig und dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert (Akten der Suva [act. II] 4 S. 1, 16 S. 1, 19 S. 1). Am TT. April 
1999 verletzte er sich an einer … und in der Folge mussten die Finger II 
und III der rechten Hand teilamputiert werden (Akten der Suva [act. II] 1 S. 
2). Mit Verfügung vom 11. März 2003 sprach die Suva dem Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad von 11 % eine UV-Rente ab dem 1. Mai 2002 
sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 5 % 
zu (act. II 107). Nachdem der Versicherte seine vor dem Unfall ausgeübte 
Tätigkeit wieder aufgenommen hatte, hob die Suva die Invalidenrente revi-
sionsweise (act. II 20) per 1. Februar 2006 wieder auf. Die diesbezügliche 
Verfügung vom 16. Januar 2006 blieb unangefochten (act. II 26). 

Gemäss Schadenmeldung vom 19. September 2011 erlitt der Versicherte 
am TT. September 2011 einen weiteren Unfall, bei welchem er sich 
während der Arbeit den rechten Daumen verstauchte (Akten der Suva [act. 
IIB] 1). Ab dem 10. Oktober 2011 wurde dem Versicherten wieder eine vol-
le Arbeitsfähigkeit attestiert (vgl. act. IIB 9, 10). 

B.

Mit Schreiben vom 18. September 2019 meldete der Versicherte eine Ver-
schlechterung seines Gesundheitszustandes (act. II 28 S. 2). Am 9. Okto-
ber 2019 beantragte er die Wiederausrichtung der Invalidenrente wegen 
Spätfolgen bzw. Brückensymptomen (act. II 30). Zudem reichte er am 26. 
August 2020 ein durch die Invalidenversicherung veranlasstes interdiszi-
plinäres Gutachten die MEDAS D.________ vom 16. März 2020 ein (act. II 
59 f.). 

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Am TT. April 2021 erlitt der Versicherte abermals einen Unfall, als er sich 
beim Bedienen eines … multiple Rissquetschwunden am linken Daumen 
zuzog (Akten der Suva [act. IIA] 1, 13). Nachdem die ärztliche Behandlung 
am 29. April 2021 abgeschlossen werden konnte und eine volle Arbeits-
fähigkeit festgestellt worden war (act. IIA 11 S. 2), wurde der Fall folgenlos 
abgeschrieben. 

Im weiteren Verlauf legte die Suva das Unfalldossier ihrem Kreisarzt 
Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für 
Chirurgie, vor (Kurzbeurteilungen vom 20. Dezember 2021 [act. II 83 S. 2] 
und vom 4. Januar 2022 [act. II 84 S. 2]) und lehnte formlos mit Schreiben 
vom 14. Januar 2022 (act. II 85 S. 2) ihre Leistungspflicht ab. Auf Antrag 
des Versicherten hin (act. II 92) und nach erneuter Stellungnahme des 
Kreisarztes (act. II 93) verfügte die Suva am 18. März 2022 die Leistungs-
abweisung und legte zur Begründung dar, es liege keine unfallbedingte 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor. Eine allfällige Ver-
schlechterung desselben sei krankheitsbedingt (act. II 97). Die dagegen 
erhobene Einsprache des Versicherten (act. II 101) wies die Suva mit Ent-
scheid vom 23. November 2022 (act. II 109) ab.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________, am 11. und 13. Januar 2022 (recte: 2023) Beschwerde und 
beantragte sinngemäss, die Invalidenrente der Unfallversicherung sei wie-
der auszurichten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 10. April 2023 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
eine Kostennote und (unaufgefordert) eine Stellungnahme ein. Der Be-
schwerdeführer beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheids und die Sache sei zur Anordnung eines externen Gutach-
tens über sämtliche Handunfälle an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2023, UV/23/26, Seite 4

sen. Eventualiter sei die Integritätsentschädigung auf 20 % zu erhöhen und 
es sei dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zuzusprechen. 

Am 12. April 2023 gab der Beschwerdeführer einen Auszug des Lohnjour-
nals vom Januar bis März 2023 zu den Akten. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 23. Novem-
ber 2022 (act. II 109). Streitig und zu prüfen ist, ob es sich bei den gesund-
heitlichen Beschwerden um Spätfolgen der Ereignisse von 1999 und 2011 
(rechte Hand) oder von 2021 (linke Hand) handelt und Anspruch auf weite-
re Leistungen der Unfallversicherung besteht.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213). Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. Sep-
tember 2015 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversi-
cherung (UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der 
Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV; 
SR 832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich 
vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG 
ereignet haben – wie vorliegend die Ereignisse vom TT. April 1999 und 
vom TT. September 2011 –, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 
Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Art. 
118 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem-
ber 2015 des UVG). Das Ereignis vom TT. April 2021 resp. dessen allfällige 
Folgen sind dagegen nach neuem Recht zu beurteilen. Diese intertempo-
ralrechtliche Ausgangslage wirkt sich jedoch vorliegend nicht entscheidwe-
sentlich aus.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2023, UV/23/26, Seite 6

147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; BGE 148 V 356 
E. 3 S. 358).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181; BGE 148 V 356 E. 3 S. 358 f.). Bei orga-
nisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate Kausa-
lität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier prak-
tisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 
2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2). 

2.4 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

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möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 
S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen 
den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 
15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen 
obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausa-
lzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit 
dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand 
zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeits-
beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislo-
sigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 
2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
19. Dezember 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.5 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 140 V 193 E. 3.2 
S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S.  181 E. 2.3).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und unbestritten, dass das Ereignis 
vom TT. April 1999 (nach Verletzung an … mit Teilamputation der Finger II 
und III der rechten Hand [act. II 7 S. 2, 15 S. 2]) die kumulativen Tatbe-
standselemente des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.2 hier-
vor) erfüllt. Dasselbe gilt für die Ereignisse vom TT. September 2011 (Ver-
drehung des Daumens rechts [act. IIB 1]; Verdacht auf Teilläsion ligamen-
tum collaterale radiale Dig. I rechts [act. IIB 8 S. 1]) und vom TT. April 2021 
(Schnitt durch … [act. IIA 1]; Multiple RQW Daumen links nach Unfall mit 
M… [act. IIA 11 S. 2]).

Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob es sich bei der vom Beschwerdefüh-
rer geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung um eine Spät-
folge der Ereignisse von 1999, 2011 und 2021 im Sinne von Art. 11 UVV 
handelt (vgl. E. 2.4 hiervor) und dabei insbesondere, ob die geklagten Be-
schwerden (vgl. auch act. II 36 S. 2) in einem anspruchsbegründenden 
Kausalzusammenhang zu besagten Unfällen stehen. 

Aus den medizinischen Unterlagen ergibt sich – soweit entscheidwesentlich 
– das Folgende:

3.1.1 Im Bericht vom 4. Februar 2020 (act. II 41) diagnostizierte Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Anästhesiologie, Spital G.________ das Fol-
gende (S. 1 f.): 

1. Chronische Schmerzen mit somatischen und psychischen Anteilen
2. Depressive Entwicklung
3. Globusgefühl im Hals und rechtsseitige Ohrenschmerzen

Die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren sei als läsional induziert (lumboradikuläre Symptomatik L5/S1 links, 
vorbestehende Amputation im Bereich der Dig. II und III rechts) und im Ver-
lauf als perzeptiv verstärkt zu beurteilen (S. 3). 

3.1.2 Im interdisziplinären MEDAS-Gutachten vom 16. März 2020 
(act. II 60), welches von der IV-Stelle Bern veranlasst wurde, diagnostizier-
ten die Dres. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, J.________, 

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Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, und K.________, Facharzt für Neurologie, das Folgende (S. 9 
f.):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Chronisches Lumbovertebral-Syndrom mit intermittierender radi-

kulärer Reiz- und persistierender sensibler Ausfallssymptomatik 
der Wurzel L5 links bei 

- medio-linkslateraler Diskushernie L4/5 und paramedian links-
seitiger Hernie L5/S1 (MRT 01/2018) 

• Neuropathische Schmerzkomponente im Bereich Dig. II und III 
rechts bei 

- Status nach traumatischer Amputation April 1999 mit
- Hypästhesie und Dysästhesien in den Kuppen II und III rechts
- Schmerzen radiale Hand beidseits (Strahl I und II) bei begin-

nender Rhizarthrose und STT-Arthrose
- Radiale Epikondylitis 
- Verdacht auf Radialistunnelsyndrom rechts 
- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren mit rezidivierender depressiver Störung, gegenwärtig 
leichte Episode 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Status nach dreimaliger Prostatitis 
- Hypercholesterinämie anamnestisch 
- Probleme in der Beziehung zum Ehepartner 
- Schwierigkeiten der kulturellen Eingewöhnung (mangelnde sprach-

liche Kompetenz) 

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Experten in hand-
chirurgischer und orthopädischer Hinsicht fest, aktenmässig sei ein Status 
nach einer Verletzung an einer … am TT. April 1999 mit konsekutiver 
Teilamputation der Finger II und Ill der rechten Hand bekannt. Der Versi-
cherte habe in der Folge gemäss Aktenangaben Mühe gehabt, sich mit 
dem Unfallgeschehen und seinen Folgen psychisch abzufinden. Heute fin-
de sich ein Status nach einer Amputation der Endglieder Dig II und Ill 
rechts. Der Explorand gebe hier auf Befragen bei Berührung zum Teil elek-
trisierende Missempfindungen an, vor allem an der Kuppe Dig II. Bei der 
Sensibilitätstestung werde zunächst eine Hyposensibilität vermerkt, auf 
Nachfragen aber wiederum ein Elektrisieren vor allem von Dig Il. Den 
Hauptschmerz beschreibe der Explorand aber im Bereich des Daumens 
und in der Verlängerung proximal im Bereich der Mittelhand. Das Schmer-

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zgeschehen an der rechten Hand sei somit als multifaktoriell zu beurteilen, 
wobei eine gewisse neuropathische Schmerzkomponente vor allem in Dig 
II, weniger in Dig Ill als wahrscheinlich anzunehmen sei. In den neu ange-
fertigten Röntgenbildern der Handgelenke und Sattelgelenke zeigten sich 
auf beiden Seiten eine rechts betonte leichte Verschmälerung der Sattelge-
lenke und leichte, linksbetonte degenerative Veränderungen im STT-
Gelenk. In den Handgelenken fänden sich auf beiden Seiten keine Konfigu-
rationsstörungen und damit keine Hinweise auf eine interkarpale ligamentä-
re Läsion. Aus handchirurgischer Sicht zeige sich somit eine beginnende 
Arthrose in beiden Sattelgelenken und im Gelenk zwischen Skaphoid, Tra-
pezium und Trapezoideum (STT-Gelenk), diese Arthrose könne die geklag-
ten Schmerzen teilweise erklären. Im Weiteren finde sich klinisch eine deut-
liche radiale Epikondylitis rechts und ein Verdacht auf ein Radialistunnel-
syndrom rechts (S. 5). In neurologischer Hinsicht führten die Gutachter aus, 
das Schmerzgeschehen an der rechten Hand sei als multifaktoriell zu beur-
teilen, wobei eine gewisse neuropathische Schmerzkomponente vor allem 
bei Dig. II anzunehmen sei. Nicht neurogene Faktoren würden mitspielen. 
Es handle sich mehr als 20 Jahre nach der Schädigung um einen Residua-
lzustand (S. 7 f.). 

3.1.3 Im Aktenbericht vom 20. Dezember 2021 (act. II 83 S. 2) hielt Suva-
Kreisarzt Dr. med. E.________ fest, bei den aktuell geltend gemachten 
Fingerbeschwerden rechts handle es sich um einen Residualzustand nach 
der vor mehr als 22 Jahren erlittenen Amputationsverletzung. Die Zunahme 
der Handbeschwerden sei nicht unfallkausal, sondern auf die unfallfremden 
arthrotischen Veränderungen an den Sattelgelenken beidseits sowie auf 
arthrotische Veränderungen der Intercarpalgelenke zurückzuführen. Eine 
allfällige Zunahme der Beeinträchtigung der Zumutbarkeit sei daher nicht 
als unfallkausal, sondern unfallunabhängig im Rahmen einer fortschreiten-
den allgemeinen Arthroseentwicklung zu beurteilen. 

In der ergänzenden Beurteilung vom 4. Januar 2022 (act. II 84 S. 2) legte 
Dr. med. E.________ dar, im interdisziplinären Gutachten vom 16. März 
2020 sei lediglich aufgrund der Schmerzangaben des Versicherten (vgl. 
act. II 60 S. 35 ff.) ein Verdacht auf eine radiale Epikondylitis und auf ein 
Radialistunnelsyndrom rechts geäussert worden. Eine gesicherte Diagnose 

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liege diesbezüglich nicht vor; Angaben zur Ursache fehlten. Zur Kausalität 
habe sich der Untersucher nicht geäussert. Bei der radialen Epikondylitis 
(Tennisarm) handle es sich um degenerative Veränderungen im Bereich 
der Sehnenansätze der Extensorensehnen des Handgelenks am Epikondy-
lus. Ein kausaler Zusammenhang mit dem Unfallereignis vor mehr als 20 
Jahren sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Beim ebenfalls nur ver-
dachtsmässig in Betracht gezogenen Radialistunnelsyndrom handle es sich 
um ein Kompressionssyndrom des Nervus radialis im Bereich des Ellbo-
gens. Dieses sei durch eine vor 20 Jahren erlittene Amputationsverletzung 
im Bereich der Finger nicht erklärbar und somit nicht überwiegend wahr-
scheinlich unfallkausal. Bei der neuropathischen Schmerzkomponente im 
Bereich der Stümpfe von Dig. I (recte: Dig. II) und Dig. III rechts handle es 
sich um einen Residualzustand nach der vor mehr als 20 Jahren erlittenen 
Amputationsverletzung. Das Schmerzgeschehen werde vom begutachten-
den Neurologen als multifaktoriell mit auch nicht neurogenen Faktoren be-
urteilt. Er habe "gewisse Hinweise auf eine funktionelle Überlagerung" ge-
funden. Im Status zu nennen sei das präzis "falsche Durchführen des Fin-
ger-Nasen-Versuchs". Eine unfallbedingte Verschlimmerung des Gesund-
heitszustands sei nicht objektivierbar. 

Mit Stellungnahme vom 16. März 2022 (act. II 93 S. 2) führte Dr. med. 
E.________ aus, seit der letzten Beurteilung lägen keine neuen medizini-
schen Tatsachen vor, welche zu einer Änderung Anlass geben würden. 

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 
E. 4.4 S. 470).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 
E. 4.3).

3.3

3.3.1 Die einlässlich begründeten Aktenberichte des Suva-Kreisarztes 
Dr. med. E.________ vom 20. Dezember 2021 (act. II 83 S. 2) und vom 4. 
Januar 2022 (act. II 84 S. 2) erfüllen die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2023, UV/23/26, Seite 13

forderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringen vollen Beweis. Dr. med. 
E.________ hat sich in seinen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen 
Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Be-
schwerdeführers auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen insbe-
sondere gestützt auf das von der Invalidenversicherung veranlasste 
schlüssige MEDAS-Gutachten vom 16. März 2020 (act. II 60) getroffen. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar be-
gründet. Gestützt auf die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens verneinte 
Dr. med. E.________ eine unfallbedingte Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes und legte überzeugend dar, dass es sich bei den geltend 
gemachten Handbeschwerden zwar um einen Residualzustand nach der 
vor mehr als 22 Jahren erlittenen Amputationsverletzung handelt. Die Zu-
nahme der Beschwerden ist aber nicht unfallkausal, sondern beruht auf 
den unfallfremden, arthrotischen Veränderungen an den Sattelgelenken 
beidseits sowie auf arthrothischen Veränderungen der Intercarpalgelenke. 
Die Beurteilung, eine allfällige Zunahme der Beeinträchtigung der Zumut-
barkeit sei daher nicht als unfallkausal, sondern bestehe unfallunabhängig 
im Rahmen einer fortschreitenden allgemeinen Arthroseentwicklung, leuch-
tet ein. Sodann legte Dr. med. E.________ nachvollziehbar dar, dass von 
einer Kreisarztuntersuchung kein Erkenntniszuwachs zu erwarten ist. Diese 
Beurteilungen überzeugen vollumfänglich, weshalb auf diese abzustellen 
ist.

3.3.2 Daran vermögen auch die Vorbringen in der Beschwerde vom 
11. Januar 2023 und in der Replik vom 10. April 2023 nichts zu ändern, 
wonach sich mittlerweile Spätfolgen entwickelt hätten. Zunächst ist festzu-
halten, dass der Kreisarzt Dr. med. E.________ auf die interdisziplinäre 
Gesamtbeurteilung des MEDAS-Gutachtens vom 16. März 2020 (act. II 60) 
abstellte. Der Kreisarzt legte überzeugend dar, weshalb im Bereich der 
geltend gemachten Handbeschwerden keine Unfallfolgen objektivierbar 
sind (act. II 84 S. 2), und dass die geltend gemachten Handbeschwerden – 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 1; 
Replik S. 2; act. II 92 S. 1 f.) – nicht unfall-, sondern krankheitsbedingt sind 
(act. II 83 S. 2). Er erläuterte verständlich, dass die radiale Epikondylitis 
und das ebenfalls lediglich verdachtsmässig in Betracht gezogene Radiali-

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stunnelsyndrom überwiegend wahrscheinlich nicht dem Unfall vom 
TT. April 1999 zuzuordnen sind und er begründete weiter einlässlich, dass 
es sich bei der neuropathischen Schmerzkomponente im Bereich der 
Stümpfe Dig. II und Dig. III rechts um einen Residualzustand nach der vor 
mehr als 20 Jahren erlittenen Amputationsverletzung handelt, wobei die 
(seitherige) Zunahme der Handbeschwerden nicht unfallkausal, sondern 
auf unfallfremde arthrotische Veränderungen zurückzuführen sei (act. II 83 
S. 2, 84 S. 2). In Bezug auf die neurologische Abklärung vom 18. Februar 
2020 (act. II 60 S. 44 ff.) führte Dr. med. E.________ differenziert aus, dass 
das Schmerzgeschehen als multifaktoriell mit auch nicht neurogenen Fak-
toren beurteilt wird (act. II 84 S. 2). Sodann sind dem Bericht des Spitals 
G.________ vom 4. Februar 2020 (act. II 41) – entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers (act. II 92 S. 1) – keine Anhaltspunkte zu entneh-
men, welche die Kausalität des neuropathischen Schmerzsyndroms mit der 
Fingeramputation bestätigen würden. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwie-
fern die leichten Verletzungen durch die Ereignisse von 2011 und 2021 
(letzteres betraf denn auch die andere Hand) hätten zu Spätfolgen führen 
sollen; Dr. med. E.________ hat sich denn auch nicht dazu geäussert.

3.3.3 Nach dem Dargelegten können keine auch nur geringen Zweifel an 
den Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. E.________ ausgemacht wer-
den. Der Sachverhalt erweist sich als hinreichend abgeklärt und weitere 
Beweismassnahmen würden keinen Erkenntniszuwachs bringen, weshalb 
auf die Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens – wie vom Be-
schwerdeführer beantragt (vgl. Replik S. 2) – zu verzichten ist (antizipierte 
Beweiswürdigung: BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 
V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.3.4 Bezüglich des Vorbringens, es hätten sich mittlerweile psychische 
Beeinträchtigungen entwickelt (Beschwerde S. 1), kann dem Beschwerde-
führer nicht gefolgt werden. Es ist auf die zutreffenden Ausführungen im 
Einspracheentscheid vom 23. November 2022 (act. II 109 S. 3 f. Ziff. 2) zu 
verweisen, wonach die Adäquanz der psychischen Beschwerden hinsicht-
lich Unfall von 1999 mit Verfügung vom 11. März 2003 bereits rechtskräftig 
verneint wurde (vgl. auch act. II 107 S. 2). Sie ist daher keiner erneuten 
Überprüfung zu unterziehen, zumal auch kein Rückkommenstitel ersichtlich 

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ist (vgl. Urteil des BGer vom 22. Oktober 2003, U 210/00, E. 3.4.2). Das 
vom Beschwerdeführer erwähnte Urteil (RKUV 1999 Nr. U 346) ist somit 
von vornherein nicht massgeblich und es erübrigen sich Ausführungen 
hierzu. 

Was sodann die Ereignisse von 2011 und 2021 angeht, handelt es sich um 
leichte Unfälle. Die Adäquanz der geltend gemachten psychischen Unfall-
folgen ist ohne Weiteres zu verneinen, weil aufgrund der allgemeinen Le-
benserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse 
davon ausgegangen werden darf, dass solche Unfälle nicht geeignet sind, 
einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 
4.1 S. 183).

3.4 Nach dem Dargelegten ist ein Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom TT. April 1999 und den im September 2019 (act. II 28 S. 2) gel-
tend gemachten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. 
Damit besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 23. November 2022 (act. II 109) erweist 
sich somit als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde vom 
11. Januar 2023 ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva (samt den Eingaben des Beschwerdeführers vom 10. und 

12. April 2023)
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.