# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c64b8ab-c82d-5368-8c36-8d20e5d32e32
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.04.2008 E-2347/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2347-2008_2008-04-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2347/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard, 

Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

A._______, geboren (...), alias B._______, geboren (...), 
alias C._______, geboren (...), Nigeria,
vertreten durch Felicity Oliver, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. April 2008 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2347/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 17. Januar 2008 verliess und am 3. Februar 2008 unter Anga-
be der Identität A._______ respektive B._______, geboren (...), in der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  Basel  vom 22.  Februar  2008  sowie  der  direkten  Anhörung 
vom 25. März 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 
vorbrachte, er stamme aus D._______, E._______ State,

dass nach dem Tod seines Vaters im April 2005 Mitglieder des Ogboni-
Bundes seine Mutter und ihn aufgesucht und ihnen mitgeteilt  hätten, 
dass sein Vater Mitglied dieses Geheimbundes gewesen sei und unter-
schriftlich  zugesagt  habe,  das  sein  Sohn  nach  seinem  Tod  seinen 
Platz einnehmen werde, 

dass er, der Beschwerdeführer, sich aber geweigert habe, den Ogboni 
beizutreten,

dass in der Folge Mitglieder dieses Bundes ihn und seine Mutter mehr-
mals zu Hause überfallen und ihm Verletzungen zugefügt hätten,

dass schliesslich sein Mutter im September 2006 aufgrund der Über-
griffe einen tödlichen Herzinfarkt erlitten habe,

dass er darauf bei einem Bekannten seiner Mutter namens G._______ 
in  F._______  gelebt  habe,  aber  die  Überfälle  der  Ogboni  sich  auch 
dort fortgesetzt hätten,

dass  G._______  deswegen  schliesslich  einen  Bekannten  namens 
H._______ kontaktiert habe, um seine Ausreise zu organisieren,

dass  er  von  Lagos  auf  dem  Seeweg  in  ein  ihm  unbekanntes  Land 
gelangt  und von dort  mit  Hilfe eines Schleppers per Flugzeug in die 
Schweiz gereist sei,

dass er im Übrigen in seinem Heimatstaat nie über irgendwelche Iden-
titätspapiere verfügt habe und für die Flugreise einen falschen Reise-
pass benutzt habe, welchen der Schlepper jeweils vorgewiesen habe,

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dass ein Fingerabdruckvergleich ergab, dass der Beschwerdeführer im 
November 2003 durch die Polizei in Wien, Österreich unter der Identi-
tät  D._______,  geboren  (...),  Nigeria,  wegen  Rauschgifthandels 
erkennungsdienstlich erfasst wurde und am 14. November 2003 eine 
Überprüfung  bei  den  deutschen  und  schweizerischen  Behörden 
stattfand,

dass der Beschwerdeführer ausserdem seit dem 12. Dezember 2003 
von  den  österreichischen  Behörden  zur  Einreiseverweigerung  in  die 
Schengenstaaten ausgeschrieben ist,

dass  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  direkten  Anhörung  vom 
25. März  2008  das  rechtliche  Gehör  zu  diesen  Umständen  gewährt 
wurde, wobei er diese bestritt  und an der gegenüber den Asylbehör-
den in der Schweiz angegebenen Identität festhielt,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. April 2008 – gleichentags eröffnet 
 –  in  Anwendung  von Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  und  Art.  32  Abs. 3  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
Beschwerdeführer habe den Asylbehörden innerhalb der eingeräumten 
Frist keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, ohne dafür ent-
schuldbare Gründe angeben zu können,

dass  seine Schilderungen betreffend der  Reise  aus seinem Heimat-
land in die Schweiz völlig realitätsfremd und offensichtlich unglaubhaft 
seien, dies umso mehr als er seit November 2003 bei den österreichi-
schen,  deutschen und schweizerischen  Behörden  erkennungsdienst-
lich erfasst sei,  

dass  im  Weiteren  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  in 
wesentlichen Punkten (Anzahl und zeitliche Einordnung der Überfälle 
durch  die  Ogboni)  widersprüchlich  ausgefallen  seien  und  insgesamt 
vage und undetailliert seien,

dass  ferner  angesichts  der  erkennungsdienstlichen  Erfassung  durch 
die österreichischen Behörden im November 2003 davon auszugehen 
sei, dass er sich seither in Europa aufgehalten habe und entgegen sei-

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nen Angaben  im Zeitraum der  angeblichen Behelligungen durch  die 
Ogboni gar nicht in Nigeria gewesen sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 
10. April 2008  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei unter anderem beantragte, es sei 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und sein Asylgesuch gutzu-
heissen, eventualiter die vorläufige Aufnahme zu gewähren,

dass er in prozessualer Hinsicht ferner um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. April 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass angesichts der stereotypen, unsubstanziierten und realitätsfrem-
den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  seiner  Reise  von 
Nigeria in die Schweiz als unglaubhaft erachtet werden muss, dass er 
über  keine  Identitätspapiere  im  Sinne  von  Art.  1  Bst.  b  und  c  der 
Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311) verfügt und ohne solche gereist ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht  (vgl.  Art.  8  Abs.  1  Bst.  b  AsylG)  den  schweizerischen 
Behörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend 
gemacht wird, was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Beurtei-
lung führen könnte,

dass  im  Übrigen  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  entspre-
chender  Dokumente  die  Identität  des  Beschwerdeführers  bis  heute 
nicht feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in 
Frage gestellt ist,

dass dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung 
zu  Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Befragung im Empfangszentrum vom 22. Februar 2008 und 

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der Anhörung vom 25. März 2008 darstellt, unter Verzicht auf zusätzli-
che  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer 
bloss summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden 
kann,  dass der Beschwerdeführer offensichtlich die Flüchtlingseigen-
schaft nicht erfüllt,  und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hin-
dernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen seien in wesentlichen Aspekten widersprüchlich, undetailliert 
und  vage,  sowie  mit  der  erkennungsdienstlichen  Erfassung  des 
Beschwerdeführers in Europa im Jahre 2003 nicht zu vereinbaren und 
daher  mangels  Glaubhaftigkeit  offensichtlich flüchtlingsrechtlich nicht 
relevant, 

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  vollumfänglich  auf  die 
zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verwei-
sen ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG), 

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift,  in  welcher  im 
Wesentlichen die Vorbringen im erstinstanzlichen Verfahren wiederholt 
sowie  auf  die  Praktiken  der  nigerianischen  Geheimbünde  verwiesen 
wird, ohne auf die Argumente des BFM zur Begründung der Unglaub-
haftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, an die-
sem Ergebnis nichts zu ändern vermögen,

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  gar  zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer-
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Wegweisungsvollzug  mangels  anderweitiger  gegenteiliger 
Anhaltspunkte  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  im  Sinne  des 
Gesetzes zu betrachten und er in Beachtung der massgeblichen völ-
ker- und landesrechtlichen Bestimmungen - vorab Art. 3 EMRK - ins-
besondere zulässig ist,  weil  keine Hinweise auf  Verfolgung vorliegen 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, 

dass vollumfänglich auf die Erwägungen des BFM gemäss angefoch-
tener Verfügung verwiesen werden kann und aus den gesamten vorlie-
genden Akten und Umständen keine Vollzugshindernisse allgemeiner 
oder individueller Art hervorgehen,

dass  zudem  die  Untersuchungspflicht  der  Asylbehörden  hinsichtlich 
Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und 
Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde füh-
renden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substan-

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ziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei missbräuchlich verschwie-
gener  tatsächlicher  Identität  oder  Herkunft  nicht  Sache der  Behörde 
sein  kann,  näher  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  zu  for-
schen,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die 
Beschwerdebegehren  nach  dem Gesagten  als  zum Vornherein  aus-
sichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax, zu den Akten Ref.-Nr. N _______)

- I._______ des Kantons J._______ (per Telefax)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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