# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aeac1394-81e4-5219-86e1-c0eff2680481
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 02.12.2014 S 2014 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-57_2014-12-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 57

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, 

Verwaltungsrichterin Moser und Verwaltungsrichter Audétat, 

Aktuarin ad hoc Kudelski

URTEIL
vom 2. Dezember 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. Der 1957 geborene A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) absolvierte 

eine Berufslehre als Koch und schloss diese im Jahre 1975 ab. Nach 

mehreren Jahren der Selbständigkeit arbeitete er seit dem 1. Mai 2009 

als Küchenchef in einem 100%-Pensum. Aus gesundheitlichen Gründen 

war er seit dem 17. Dezember 2012 im Umfang von 100 % krankge-

schrieben.

2. Im Februar 2013 meldeten die Ehefrau und die zwei Söhne von A._____ 

sowie der behandelnde Hausarzt Dr. med. B._____ diesen bei der IV-

Stelle Graubünden zwecks Früherfassung an. Am 14. März 2013 erfolgte 

sodann die Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen durch A._____ 

selbst. Dabei gab er an, an COPD sowie an Rückenproblemen zu leiden.

3. Mit Schreiben vom 15. August 2013 teilte die IV-Stelle A._____ mit, dass 

Eingliederungsmassnahmen nicht möglich seien, da er sich nach eigenen 

Angaben nicht in der Lage fühle einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

4. Es erfolgten hierauf mehrere medizinische Untersuchungen über den 

Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit, so insbesondere eine medi-

zinische Abklärung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am 

28. November 2013. Im Bericht vom 18. Dezember 2013 hielt die RAD-

Ärztin C._____ fest, dass aus rheumatologischer Sicht die zuletzt aus-

geübte Tätigkeit aufgrund der Lendenwirbelsäulen- und Halswirbelsäu-

lenproblematik auf Dauer nicht mehr zugemutet werden könne. Es wür-

den allerdings keine solch schwerwiegenden funktionellen Einschränkun-

gen bestehen, welche ihm eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer lei-

densadaptierten Tätigkeit verunmöglichen würden. 

5. Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2014 - wogegen A._____ am 20. Januar 

2014 Einwand erhob - teilte die IV-Stelle A._____ mit, dass ihm keine 

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Rente in Aussicht gestellt werden könne. Als Begründung wurde ausge-

führt, dass aus ärztlicher Sicht zwar die Ausübung der angestammten 

Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden könne. Hingegen sei es A._____ 

möglich, in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne 

Exposition von Rauch, Dampf und massiven Temperaturwechseln zu 

100 % zu arbeiten. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'600.-- und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 59'866.95, worin ein Leidensabzug 

von 5 % enthalten sei, betrage der Invaliditätsgrad 26 %. Da der Invali-

ditätsgrad unter 40 % liege, bestehe folglich kein Rentenanspruch.

6. Mit Verfügung vom 25. März 2014 hielt die IV-Stelle vollumfänglich an 

ihrem Vorbescheid und der diesbezüglichen Begründung fest. Zum Ein-

wand von A._____ führte sie aus, dass eine rheumatologische Abklärung 

bereits durchgeführt worden und eine weitere pneumologische Abklärung 

aufgrund der vorhandenen spezialärztlichen Berichte nicht notwendig sei. 

Im Anforderungsniveau 4 gäbe es genügend leichte Tätigkeiten, welche 

der Versicherte trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden noch ausüben 

könne, so dass ein Leidensabzug von 5 % für leichte Tätigkeiten gerecht-

fertigt sei.

7. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 2. Mai 2014 Beschwerde an 

das Verwaltungsgericht. Er beantragte, dass die Verfügung aufzuheben 

und ihm mit Wirkung ab 14. März 2013 eine Invalidenrente basierend auf 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % zuzusprechen sei. Eventuali-

ter sei die Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung führte er 

zunächst aus, die Beschwerdegegnerin habe den Grundsatz „Eingliede-

rung vor Rente“ verletzt. Des Weiteren gab er an, das funktionelle Leis-

tungsvermögen sei nicht nur durch das Lumbovertebralsyndrom beein-

trächtigt, sondern auch aufgrund der weiteren medizinischen Diagnosen. 

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Ausserdem sei ein höherer leidensbedingter Abzug als nur 5 % vorzu-

nehmen. Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin den rechtserhebli-

chen Sachverhalt nicht hinreichend festgestellt, da sie nicht auf eine poly-

disziplinäre Begutachtung hätte verzichten dürfen.

8. Mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2014 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde und verwies vorweg auf ihre Be-

gründung in der angefochtenen Verfügung. Ergänzend führte sie aus, 

dass einzig der Rentenanspruch des Beschwerdeführers Gegenstand der 

angefochtenen Verfügung sei. Bezüglich der ärztlichen Einschätzung der 

Restarbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht stelle sie auf die Arztbe-

richte von Dr. med. D._____ von der Zürcher Höhenklinik ab. Demzufolge 

sei eine achtstündige Arbeitsfähigkeit möglich, sofern es sich um leichte 

bis mittelschwere Arbeit ohne inhalative Noxen handle. Des Weiteren sei 

eine relevante Herzkrankheit kathetertechnisch ausgeschlossen worden. 

Die Herzbeschwerden seien demnach auf den ungenügend kontrollierten 

Blutdruck zurückzuführen, was nicht zu einer Beeinträchtigung der Ar-

beitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten führe. Die Arbeitsfähigkeit aus 

rheumatologischer Sicht sei abgeklärt worden. Der Beschwerdeführer ver-

füge in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit über eine vollständige Ar-

beitsfähigkeit.

9. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 2. Juni 2014 auf 

eine Replik, hielt allerdings fest, sämtliche tatsächlichen und rechtlichen 

Ausführungen in der Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2014 zu bestreiten, 

sofern und soweit diese nicht mit den Darlegungen in der Beschwerde 

übereinstimmten.

10. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Verfügung sowie auf die im Recht liegenden Beweis-

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mittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die Verfü-

gung der Beschwerdegegnerin vom 25. März 2014. Das Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) zur Beurteilung der erhobenen Beschwerde sachlich und ört-

lich zuständig. Als Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer be-

schwert und damit zur Beschwerde legitimiert. Auf die fristgerecht einge-

reichte Beschwerde ist somit einzutreten. Streitig und nachfolgend zu prü-

fen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Grundsatz „Eingliederung vor 

Rente“ verletzt sowie ob sie zu Recht ihre Leistungspflicht verneint hat.

2. a) Der Beschwerdeführer macht zunächst eine Verletzung des Grundsatzes 

„Eingliederung vor Rente“ geltend. Die Beschwerdegegnerin hätte nach 

Ansicht des Beschwerdeführers begründet zu den beantragten Eingliede-

rungsmassnahmen Stellung beziehen und darlegen müssen, weshalb 

beim Beschwerdeführer keine berufliche Eingliederungsmassnahme in 

Frage komme. 

b) Die im vorliegenden Verfahren angefochtene Verfügung vom 25. März 

2014 (beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 52) betrifft nur den An-

spruch auf eine Invalidenrente, so dass die vorgebrachte Rüge nicht 

Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Zudem verlangt die 

vom Beschwerdeführer geforderte Priorität von Eingliederungsmassnah-

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men vor Rentenanspruch nur dann zwingend die vorgängige Prüfung der 

Umschulungsfrage, wenn die versicherte Person eingliederungsfähig ist 

und ohne allfällige berufliche Massnahmen eine rentenbegründende Inva-

lidität besteht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 151/05 

vom 9. August 2005 E.1 mit Hinweisen). Da im vorliegenden Fall – wie 

sich nachfolgend zeigen wird – auch ohne berufliche Eingliederungs-

massnahmen kein Rentenanspruch besteht, ist das Vorgehen nicht zu 

beanstanden.

3. a) Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin 

habe ihre Leistungspflicht zu Unrecht verneint. Er führt aus, dass aus den 

ärztlichen Unterlagen hervorgehe, dass er an COPD Gold II, an einer ko-

ronaren Herzkrankheit, an einem schwergradigen obstruktiven Schlafap-

noesyndrom sowie an einem lumbospondylogenen Syndrom und an einer 

arterieller Hypertonie leide. Es bestünden Unklarheiten bezüglich der 

funktionellen Auswirkungen der Diagnosen auf die Leistungsfähigkeit. 

Hierzu macht er geltend, dass nicht nur das Lumbovertebralsyndrom das 

funktionelle Leistungsvermögen beeinträchtige, sondern vor allem auch 

die eingeschränkte Lungenfunktion sowie die weiteren medizinischen 

Diagnosen. Die Beschwerdegegnerin habe hinsichtlich der pneumologi-

schen Situation zwar auf die Berichte der Dres. med. D._____ und 

E._____ verwiesen, diesen aber keine invaliditätserhöhende Bedeutung 

zugemessen. In diesen Berichten sei explizit festgehalten, dass die 

COPD das funktionelle Leistungsvermögen im erwerblichen Bereich ein-

schränke. Daher sei es nicht nachvollziehbar, weshalb die pneumologi-

sche Situation nicht zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades führe. Der 

Beschwerdeführer rügt weiter, dass, wenn man entgegen der angefoch-

tenen Verfügung auch die pneumologische Situation und die Herzbe-

schwerden berücksichtige, sich der Invaliditätsgrad auf mindestens 50 % 

erhöhe. In Anbetracht dieser Ungereimtheiten habe er die Beschwerde-

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gegnerin um eine neutrale polydisziplinäre Begutachtung ersucht. Der 

rechtserhebliche Sachverhalt sei in Missachtung des Untersuchungs-

grundsatzes nicht hinreichend festgestellt worden. Daher ersuche er das 

Gericht, ein diesbezügliches Gutachten in Auftrag zu geben, eventualiter 

um Rückweisung zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung. 

b) Die Beschwerdegegnerin gab ihrerseits an, sie habe sich bezüglich der 

Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht auf die 

Arztberichte von Dr. med. D._____ von der Zürcher Höhenklinik abge-

stützt. Demzufolge sei eine achtstündige Arbeitsfähigkeit möglich, sofern 

es sich um leichte bis mittelschwere Arbeit ohne inhalative Noxen handle. 

Der RAD halte gestützt darauf sowie auf weitere pneumologische Arztbe-

richte fest, dass aus pneumologischer Sicht eine adaptierte Tätigkeit als 

zumutbar erscheine. Mit Stellungnahme vom 24. September 2013 habe 

der RAD mit Verweis auf einen Bericht der Kardiologie des Kantonsspitals 

Chur vom 21. Mai 2013 zudem festgestellt, dass eine relevante Herz-

krankheit kathetertechnisch ausgeschlossen werden könne. Die Herzbe-

schwerden seien demnach auf den ungenügend kontrollierten Blutdruck 

zurückzuführen, was nicht zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 

in adaptierten Tätigkeiten führe. Des Weiteren sei die Arbeitsfähigkeit aus 

rheumatologischer Sicht abgeklärt worden, so dass sich eine polydiszi-

plinäre Begutachtung als nicht notwendig erweise und der rechtserhebli-

che Sachverhalt hinreichend festgestellt worden sei. Demnach verfüge 

der Beschwerdeführer in einer behinderungsgerechten Tätigkeit über eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit.

4. Eine IV-Rente kann nur gewährt werden, wenn eine Invalidität vorliegt. 

Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 IVG die 

durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursach-

te, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde, ganze oder teil-

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weise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 

oder Unfall. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf 

eine ganze IV-Rente, wenn er mindestens 70 % invalid, auf eine Dreivier-

telsrente, wenn er mindestens 60 % invalid, auf eine halbe Rente, wenn 

er mindestens 50 % invalid oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindes-

tens 40 % invalid ist. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditäts-

grad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be-

stimmen. Dazu wird zunächst das Erwerbseinkommen bestimmt, welches 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens-

vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo-

thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom-

mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode 

des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 m.w.H).

5. Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen des Beschwerde-

führers für das Jahr 2013 auf Fr. 80'600.-- festgelegt (Bg-act. 52 S. 2). 

Dies ist korrekt und wird vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten.

6. Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist entscheidend, in wel-

chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten einem Versicherten 

noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann. Zur Beantwortung 

dieser Fragen sind die Sozialversicherungsträger und Sozialversiche-

rungsgerichte auf Unterlagen angewiesen, die von Ärzten und anderen 

Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Auftrag der Ärzte bzw. Fachleu-

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te ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver-

sicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine 

wichtige Grundlage zur Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 

dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E.4; 

BGE 125 V 256 E.4). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt da-

von ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-

tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-

sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen der Berichte oder 

Gutachten, sondern deren Inhalt (BGE 125 V 351 E.3; AHI-Praxis 2/2001 

S. 113 f. E.3a).

7. a) Zunächst ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus pneumologi-

scher Sicht zu würdigen. Unbestrittenermassen leidet der Beschwerde-

führer an einer COPD Gold II sowie an einem obstruktiven Schlafapnoe-

syndrom. Strittig ist allerdings die Auswirkung dieser Diagnosen auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dr. med. E._____ (FMH für 

Pneumologie) führte in seinen Arztberichten vom 8. April 2013 (Bg-act. 18 

S. 3 f.) sowie 19. Juli 2013 (Bg-act. 29 S. 3 f.) aus, dass er eine Rückkehr 

in den angestammten Beruf als Koch für unmöglich halte. Theoretisch sei 

eine leichte Arbeit ohne Rauch-, Dampf- oder Russexposition möglich, bei 

der die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ebenfalls einge-

schränkt wäre. Wichtig sei, dass der Beschwerdeführer sein Arbeitstempo 

selbst bestimmen könne. Bezüglich des leichten obstruktiven Schlafap-

noesyndroms habe der Patient nun eine regelmässige CPAP-

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Maskenbeatmung. Im Austrittsbericht der Zürcher Höhenklinik vom 

24. April 2013 (Bg-act. 29 S. 5 ff.) sowie im IV-Bericht vom 16. Mai 2013 

(Bg-act. 26 S. 1 ff.) bestätigten Dr. med. D._____ und Dr. med. F._____ 

die vorgenannten Diagnosen und hielten weiter fest, dass sie eine Über-

weisung an das Kantonsspital Graubünden für einen ambulanten kardio-

logischen Termin veranlasst hätten. Mit Schreiben vom 9. August 2013 

(Bg-act. 34) beantwortete Dr. med. D._____ zudem die von der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden gestellten spezifischen Fragen (Bg-act. 53 

S. 7). Dr. med. D._____ führte dabei aus, dass die Belastungsdyspnoe im 

Rahmen der COPD den Patienten bei körperlicher Belastung einschrän-

ke. Er halte eine achtstündige Arbeit aus pneumologischer Sicht für mög-

lich, sofern er sich nur um leichte bis mittelschwere Arbeit handle. Die Ar-

beit in einer Küche sei dem Patienten aber nicht zumutbar (Bg-act. 34). In 

seinem Abschlussbericht vom 6. Januar 2014 (Bg-act. 53 S. 11) bejahte 

der RAD-Arzt, Dr. med. G._____, aufgrund der Aktenlage die Zumutbar-

keit einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit seitens der pneumologi-

schen Situation.

Übereinstimmend gehen sämtliche Ärzte davon aus, dass dem Be-

schwerdeführer eine Tätigkeit in seinem angestammten Beruf als Koch 

nicht mehr zumutbar ist. Eine adaptierte Tätigkeit wird hingegen überein-

stimmend als zumutbar beurteilt. Der Beschwerdeführer rügt indessen, 

dass die Beschwerdegegnerin den Arztberichten von Dres. med. D._____ 

und E._____ keine invaliditätserhöhende Bedeutung zugemessen habe. 

Eine solche ist zunächst aus den Arztberichten von Dr. med. D._____ 

nicht ersichtlich. Wie vorstehend festgehalten, erachtet Dr. med. D._____ 

vielmehr eine achtstündige Arbeit für zumutbar, sofern es sich um leichte 

bis mittelschwere Arbeit handelt. Eine Einschränkung aufgrund der Belas-

tungsdyspnoe wird nur bei körperlicher Belastung bestätigt. Dr. med. 

E._____ erwähnt in seinem zweiten Arztbericht vom 19. Juli 2013 anders 

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als in seinem Bericht vom 8. April 2013 zusätzlich zwar, dass die Leis-

tungsfähigkeit bei einer leichten Arbeit ebenfalls eingeschränkt sei. Diese 

Aussage von Dr. med. E._____ steht hingegen isoliert da und steht im 

Widerspruch zum eigenen, kurze Zeit vorher verfassten Bericht, wo diese 

Einschränkung nicht erwähnt ist. Diese Aussage findet keine Stütze in 

anderen auch eigenen Arztberichten und zudem wird die geltend gemach-

te Einschränkung auch nicht quantifiziert. Nach Ansicht des Gerichts ist 

aufgrund der ärztlichen Beurteilungen widerspruchsfrei, nachvollziehbar 

und schlüssig erstellt, dass der Beschwerdeführer aus pneumologischer 

Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht 

eingeschränkt ist.

b) Hinsichtlich der kardiologischen Situation wird seitens des Beschwerde-

führers eine koronare Herzkrankheit sowie eine arterielle Hypertonie gel-

tend gemacht. Das funktionelle Leistungsvermögen sei auch durch die 

Herzbeschwerden beeinträchtigt. Die durch PD Dr. med. H._____ am 

21. Mai 2013 im Kantonsspital Graubünden durchgeführte ambulante 

Linksherzkatheteruntersuchung kam zum Ergebnis, dass eine signifikant-

stenosierende KHK ausgeschlossen werden könne. Es würden sich ledig-

lich Veränderungen im Sinne einer diskreten nicht-stenosierenden Koro-

narsklerose finden. Die Beschwerden dürften folglich am ehesten Folge 

der hypertensiven Herzkrankheit respektive des aktuell noch ungenügend 

kontrollierten Blutdrucks sein (Bg-act. 35 S. 15). Dr. med. B._____ hat in 

seinem Bericht vom 22. August 2013 (Bg-act. 35 S. 1) die arterielle Hy-

pertonie als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingeord-

net. 

Das Gericht sieht aufgrund dieser Arztberichte keine Anhaltspunkte, dass 

die geltend gemachten Herzbeschwerden einen Einfluss auf die Arbeits-

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fähigkeit haben könnten. Auch aus kardiologischer Sicht erweist sich da-

her eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit als zumutbar. 

c) Schliesslich wurde die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch aus 

rheumatologischer Sicht abgeklärt. Um das vom Beschwerdeführer gel-

tend gemachte lumbospondylogene Syndrom und dessen Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, erfolgte eine rheumatologi-

sche Abklärung durch die RAD-Ärztin I._____. Im ärztlichen Bericht der 

rheumatologischen RAD-Abklärung vom 18. Dezember 2013 (Bg-act. 43 

S. 5) hält die RAD-Ärztin I._____ fest, dass die zuletzt ausgeübte Tätig-

keit aufgrund der Lendenwirbelsäulen- und Halswirbelsäulenproblematik 

dem Beschwerdeführer auf Dauer nicht mehr zugemutet werden könne. 

Es bestünden allerdings keine solch schwerwiegenden funktionellen Ein-

schränkungen, die dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

in einer leidensadaptierten Tätigkeit verunmöglichen würden. Er könne 

leichte, nur gelegentlich mittelschwere, körperliche Tätigkeiten im Wech-

selrythmus ohne Heben und Tragen von Lasten von mehr als 7,5 kg, un-

ter Vermeidung von Zwangshaltungen, sowohl für die Halswirbelsäule als 

auch für die Lendenwirbelsäule, ausüben.

Auch aus rheumatologischer Sicht ist somit keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ersichtlich. Auch diesbezüglich sieht 

das Gericht keine Anhaltspunkte, um am vorliegenden Arztbericht zu 

zweifeln. Vielmehr erscheint dieser als nachvollziehbar und schlüssig.

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass nach weitgehend übereinstimmen-

den medizinischen Feststellungen der Beschwerdeführer in einer adap-

tierten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Der Sachverhalt wurde damit genü-

gend abgeklärt, weshalb sich die beantragte Rückweisung zur nochmali-

gen Beurteilung sowie die Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens 

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erübrigt. Im Folgenden ist nun das Invalideneinkommen des Beschwerde-

führers anhand einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

zu berechnen. 

8. a) Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-

werbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 

entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die sog. DAP-Zahlen (DAP = Do-

kumentation von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) herangezogen werden 

(BGE 135 V 297 E.5.2, 129 V 472 E.4.2.1, je mit weiteren Hinweisen). 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allen-

falls durch einen sogenannten Leidensabzug zu kürzen, mit dem weiteren 

persönlichen und beruflichen Merkmalen der versicherten Person, die 

Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben (wie Alter, Dauer der Be-

triebszugehörigkeit, Nationalität, Aufenthaltskategorie oder Beschäfti-

gungsgrad) Rechnung getragen werden kann. Dieser Leidensabzug soll 

nicht automatisch, sondern nur bei konkreten Anhaltspunkten für das Vor-

liegen eines oder mehrerer Merkmale, gewährt werden. Der Einfluss aller 

Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände 

im Einzelfall ist bei der Bestimmung des Leidensabzugs massgebend, 

wobei der Abzug vom statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % 

zu begrenzen ist (BGE 134 V 322 E.5.2).

b) Im vorliegenden Fall ist die Beschwerdegegnerin von einer vollständigen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer körperlich leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit ohne Exposition von Rauch, Dampf und 

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massiven Temperaturwechseln ausgegangen. Gemäss Tabelle TA 1 der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Jahres 2010 (LSE 2010) sei 

bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden für einfache und repe-

titive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor bei Männern 

von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'901.-- auszugehen. Unter 

Berücksichtigung einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.6 Wochen-

stunden sowie einer Nominalentwicklung von je 1 % in den Jahren 2011 

bis 2013 ergebe dies ein jährliches Gehalt von Fr. 63'017.80 (Fr. 4'901.-- : 

40 x 41.6 x 12 x 1.01 x 1.01 x 1.01). Diese Ausführungen der Beschwer-

degegnerin (Bg-act. 52 S. 2 f.) sind korrekt und nicht zu beanstanden.

c) Vom derart ermittelten jährlichen Gehalt hat die Beschwerdegegnerin so-

dann einen Leidensabzug von 5 % aufgrund der nur noch zumutbaren 

leichten Tätigkeit in Abzug gebracht, so dass letztlich ein anrechenbares 

Invalideneinkommen von Fr. 59'866.95 resultierte (Bg-act. 52 S. 2 f.). Die 

Höhe dieses Leidensabzuges kritisiert der Beschwerdeführer als zu tief 

angesetzt. Es sei ihm wahrscheinlich nicht möglich, die noch vorhandene 

Resterwerbsfähigkeit in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters, des 

komplexen Beschwerdebildes und der vorhandenen Tagesschläfrigkeit 

auf dem konkreten Arbeitsmarkt vollumfänglich zu verwerten. Wie von der 

Beschwerdegegnerin korrekt festgehalten, würde sich indessen auch der 

vom Beschwerdeführer geforderte Leidensabzug von 15 % nicht renten-

begründend auswirken. Setzt man nämlich das unter Berücksichtigung 

eines 5%igen Leidensabzugs berechnete Invalideneinkommen von 

Fr. 59'866.95 in Relation zum Valideneinkommen von Fr. 80'600.--, resul-

tiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 20'733.05 und ein IV-Grad von 

gerundet 26 %. Da bei einem vom Beschwerdeführer geforderten Lei-

densabzug von 15 % das Invalideneinkommen Fr. 53'565.15 

(Fr. 63'017.80 x 0.85) betrüge und der Invaliditätsgrad folglich gerundet 

34 % ergäbe, kann eine abschliessende Beurteilung des zustehenden 

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Leidensabzuges unterbleiben. Auch bei einem Leidensabzug, in der Höhe 

wie ihn der Beschwerdeführer verlangt, bestünde demnach kein renten-

begründender Invaliditätsgrad.

9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht 

davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten 

Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen kann. Die Be-

schwerde ist folglich abzuweisen.

10. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Verwaltungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden nach 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend setzt das Gericht die vom 

unterliegenden Beschwerdeführer zu tragenden Kosten auf Fr. 500.-- fest. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 500.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

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Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 20. Mai 

2015 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (8C_187/2015).