# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50b2dd3f-420e-5612-9297-eebdc2ebc5ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2010 E-8186/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8186-2010_2010-12-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8186/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Ukraine,
c/o _______,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 18. November 2010 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8186/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Ende Oktober 
2010  sein  Heimatland  von  B._______  aus  verliess  und  über  ihm 
angeblich  unbekannte  Länder  am  30.  Oktober  2010  illegal  in  die 
Schweiz einreiste, wo er am 31. Oktober 2010 um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Befragungen vom 4. November 2010 (Summar-
anhörung) und 11. November 2010 (Anhörung zu den Asylgründen) im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ im Wesentlichen 
zu  Protokoll  gab,  er  sei  zuletzt  in  D._______,  Region  E._______, 
wohnhaft  gewesen  und  habe  seit  dem  Ende  seiner  neunjährigen 
Schulzeit als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau gearbeitet,

dass  er  im  Winter  2004,  während  der  "Orangen  Revolution",  in 
B._______ einen Journalisten kennen gelernt  habe, der ihn mit  dem 
Sammeln  von  Informationen  für  verschiedene  Zeitungen  beauftragt 
und auch dafür bezahlt habe,

dass der Beschwerdeführer von _______ bis _______ in einem vom 
Journalisten in F._______ gemieteten Haus gewohnt habe, wo dieser 
einen  Koffer  aufbewahrt  habe,  der  die  Polizei  belastendes  Material 
enthalten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  am _______  in  B._______  Zeuge  einer 
versuchten  Vergewaltigung  geworden  sei  und  zwei  Tage  später  von 
Polizisten  angegriffen,  auf  einen  Polizeiposten  verbracht,  dort  fest-
gehalten und gefoltert worden sei, 

dass er schliesslich auf Fürsprache des Journalisten hin freigelassen 
worden sei,

dass  am späteren Abend  des _______  das  Haus  in  F._______ von 
drei  Männern  aufgesucht  worden  und  der  Beschwerdeführer  vor 
diesen ins Nachbardorf D._______ zu einem Freund geflüchtet sei,

dass dieser Freund anderntags nach F._______ gefahren sei, wo er an 
Stelle des vom Journalisten gemieteten Hauses nur noch eine Brand-
ruine vorgefunden habe und ihm Nachbarn berichtet  hätten,  der Be-
schwerdeführer werde von der Polizei wegen Brandstiftung gesucht,

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dass  der  Beschwerdeführer  vermutet  habe,  die  unbekannte  Täter-
schaft  habe es  auf  jenen Koffer  abgesehen gehabt  und sicherheits-
halber auch gleich das ganze Haus angezündet,

dass sich der Beschwerdeführer, dem es in der Heimat zu gefährlich 
geworden sei, bis zu seiner Ausreise beim Freund in D._______ auf -
gehalten habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. November 2010 – eröffnet am 
gleichen  Tag –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es würden 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen, die es dem Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten,  rechtsgenügliche Reise-  oder  Identitätspapiere 
beizubringen,

dass  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  offensichtlich  un-
logisch und lebensfremd seien,

dass  deshalb  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3  und 7 AsylG nicht  erfülle  und aufgrund der  Akten auch 
keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  erforderlich  sei-
en,

dass es sich im Übrigen bei der Ukraine um einen verfolgungssicheren 
Staat (Safe Country) im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG handle 
und, weil vorliegend keine Hinweise auf eine asylrelevante Verfolgung 
vorlägen, auch der Nichteintretenstatbestand von Art. 34 Abs. 1 AsylG 
erfüllt wäre,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  24.  November  2010 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob,

dass er dabei inhaltlich die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks materieller 
Prüfung des Asylgesuchs beantragte,

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dass er in prozessualer Hinsicht  den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  und  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechts-
pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass auf die Begründung der Beschwerdeeingabe soweit für den Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 25.  November  2010  beim  Bun-
desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5 
VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie Art.  105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, die Vor-

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instanz indessen die Frage der Wegweisung und des Vollzugs materiell 
prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht hier volle Kognition zu-
kommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn aufgrund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder wenn sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinn von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  Dokumente  einzu-
reichen,  mit  überzeugender  Begründung  verneint  hat  (vgl.  an-
gefochtene Verfügung S. 4),

dass er in der Beschwerde dazu einzig vorbringt, er habe in den An-
hörungen erzählt, weshalb er keine Dokumente habe einreichen kön-
nen (vgl. Beschwerde S. 2),

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dass  dieses  Beschwerdevorbringen  unbehelflich  ist  und  die  über-
zeugende Argumentation des BFM nicht zu relativieren vermag,

dass  der  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung  und 
Ankündigung  (vgl.  Protokoll  der  Befragung  vom  4.  November  2010 
S. 4 f., Protokoll der Befragung vom 11. November 2010 S. 2) auch kei-
ne erkennbaren Anstalten unternommen hat (und dies auch in der Be-
schwerde nicht geltend macht), sich Identitätsdokumente, allenfalls Er-
satzpapiere, zu besorgen,

dass  die  Vorinstanz  das  Vorliegen  entschuldbarer  Gründe  damit  zu 
Recht verneint hat, 

dass  bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des 
Nichteintretenstatbestands  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  (und  Abs.  3) 
AsylG,  auf  welchen sich  die  hier  angefochtene Verfügung stützt,  die 
Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen 
Prüfung das  offenkundige Nichterfüllen der  Flüchtlingseigenschaft im 
Sinn  von  Art.  3  AsylG  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Weg-
weisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  hat  (vgl.  Art.  32  Abs. 3 
Bstn. b  und c  AsylG),  weshalb  insoweit  bei  dagegen erhobenen  Be-
schwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet 
(vgl. Urteil BVGE 2007/8 E. 5),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  auch  nach  Auffassung 
des  Bundesverwaltungsgerichts  einen  lebensfremden,  unlogischen 
und  konstruierten  Eindruck  erwecken  und  der  Beschwerdeführer  in 
seinem Rechtsmittel der diesbezüglichen Argumentation des BFM mit 
keinem Wort widerspricht,

dass  das  BFM  bei  der  vorliegenden  klaren  Aktenlage  offensichtlich 
auch keine weiteren Abklärungen im Sinn von Art. 32  Abs. 3 Bst. c 
AsylG vornehmen musste,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass im Übrigen der Beschwerdeführer Ukrainer ist und sein Heimat-
land gemäss Bundesratsbeschluss vom 8. Dezember 2006 seit  2007 
als verfolgungssicherer Staat gilt (Safe Country gemäss Art. 6a Abs. 2 
Bst. a AsylG), weshalb das BFM angesichts des vorliegenden Fehlens 

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von  Hinweisen  auf  eine  Verfolgung  –  welche  die  widerlegbare 
Vermutung  der  Verfolgungssicherheit  umstossen  könnten  –  seinen 
Nichteintretensentscheid  in  der  Tat  auch  auf  die  Bestimmung  von 
Art. 34 Abs. 1 AsylG hätte abstützen können,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG) und keine Person in irgendeiner  
Form zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden  darf,  in  dem ihr 
Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 
AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein 
solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso 
Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951  über  die  Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich  sind,  die  dem Beschwerdeführer  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar  erweist,  wenn  sie  im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  aufgrund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass daher vorliegend weder die allgemeine Lage im Heimatland noch 
individuelle  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zuges des über eine Schulbildung, Englisch- sowie Französischkennt-
nisse  und  über  Berufserfahrungen  als  Bauarbeiter  verfügenden  Be-
schwerdeführers sprechen,

dass sich jedenfalls aus den Akten keine Hinweise für die Annahme 
ergeben, der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in die 
Heimat  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  ge-
sundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende  Situation,  weshalb 
der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass nach dem Gesagten auch der vom Bundesamt verfügte Vollzug 
der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art.  65  Abs. 1  VwVG – ungeachtet  der  nicht  nachgewiesenen 
Bedürftigkeit  – schon wegen der Aussichtslosigkeit  der  Beschwerde-
begehren abzuweisen ist,

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der  Sache selbst  auch das 
Begehren um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hin-
fällig geworden ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-
gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kanto-
nale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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