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**Case Identifier:** c69368a6-0182-5c65-939b-62c3ebdc63c1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 14.09.2020 B 2020/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2020-10_2020-09-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2020/10

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 08.12.2020

Entscheiddatum: 14.09.2020

Entscheid Verwaltungsgericht, 14.09.2020
Strassenrecht, Art. 63 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG. Bestätigung des 
vorinstanzlichen Rekursentscheids, wonach im konkreten Fall für die 
Wahrung der Verkehrssicherheit die Zusammenfassung der privaten 
Ausfahrten in eine Kantonsstrasse angesichts des hohen 
Verkehrsaufkommens auf dieser Strasse notwendig ist, weshalb sich die 
strittige zusätzliche Ausfahrt nicht als bewilligungsfähig erweist (E. 6.2), 
(Verwaltungsgericht, B 2020/10).

Entscheid vom 14. September 2020

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

L.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Bettina Deillon, relevanz.legal, 

Teufener Strasse 11, Postfach 1733, 9001 St. Gallen,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

und

Stockwerkeigentümergemeinschaft M.__strasse, bestehend aus:

1. N.__,

2. O.__ und P.__,

vertreten durch Baumgartner Immobilien & Verwaltungs AG, Wildenaustrasse 25, 

9444 Diepoldsau,

Q.__,

N.__,

O.__ und P.__,

Beschwerdegegner 1 bis 5,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Wildeggstrasse 24, 

9000 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde A.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Bereuter, Bratschi AG, Vadianstrasse 44, 

Postfach 262, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

Baubewilligung

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die L.__ ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 0001, Grundbuch A.__, welche seit 1979 mit 

der Gewerbebaute, Assek.-Nr. 0002, überbaut ist. Im Nordosten grenzt das 

Grundstück an die S.__strasse (Parzelle Nr. 0003, Kantonsstrasse zweiter Klasse), im 

Osten an die Parzelle Nr. 0004 im Eigentum der Politischen Gemeinde A.__, im 

Südwesten an das Werksareal der T.__ GmbH, A.__ (Parzellen Nrn. 0005, 0006, 0007, 

0008), und im (Nord-)Westen an das Grundstück Nr. 0009 im Eigentum der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft M.__strasse an. Zugunsten der Grundstücke 

Nrn. 0005 und 0006 sowie zulasten des Grundstücks Nr. 0001 ist im Grundbuch A.__ 

ein unbeschränktes Fuss- und Fahrwegrecht eingetragen. Es verläuft entlang der 

nordwestlichen Grenze des Grundstücks Nr. 0001. Vereinbart wurde eine Breite von 

4.50 m. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde A.__ sind die Grundstücke 

Nrn. 0001 und 0004 der Gewerbe-Industrie-Zone GI C, die Parzellen Nrn. 0005, 0006 

0007, 0008 der Gewerbe-Industrie-Zone GI B und das Grundstück Nr. 0009 der Wohn-

Gewerbe-Zone WG2 zugewiesen (act. 6/1-5, act. 9/32, 9.10/2-14, www.geoportal.ch, 

www.zefix.ch).

B.

Am 4. Dezember 2017 reichte die L.__ ein Gesuch für einen Anbau mit Tiefgarage an 

die bestehende Gewerbebaute, Assek.-Nr. 0002, auf Parzelle Nr. 0001 ein. Das 

Baugesuch sieht unter anderem die Änderung bzw. Ergänzung der bestehenden 

Zufahrt ab der S.__strasse vor. Neu soll die Grundstückseinfahrt in der Nordwestecke 

und die Ausfahrt in die Kantonsstrasse in der Nordostecke des Grundstücks erfolgen 

(Einbahnregime im Gegenuhrzeigersinn). Die dienstbarkeitsrechtlich gesicherte Ein- 

und Ausfahrt der Grundstücke Nrn. 0005 und 0006 in der Nordwestecke des 

Baugrundstücks Nr. 0001 bleibt davon unberührt bestehen. Während der öffentlichen 

Auflage vom Dezember 2017 erhoben R.__, O.__ und P.__ für sich und im Namen der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft M.__strasse zusammen mit Q.__ (Eigentümer der 

Parzelle Nr. 0010) Einsprache. Nach Durchführung einer Einspracheverhandlung mit 

Augenschein durch den Gemeinderat A.__ am 22. Februar 2018 reichte die L.__ am 

27. März 2018 ein Korrekturgesuch ein, welches sie am 24. Mai 2018 zurückzog. Im 

Juni 2018 wies der Gemeinderat A.__ die Einsprache ab und bewilligte das 

Bauvorhaben unter gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen Teilverfügungen, 

insbesondere derjenigen der Kantonspolizei vom Januar 2018 und des Tiefbauamtes 

(nachfolgend: TBA) vom Mai 2018, als Gesamtentscheid (act. 9.10/1-14, 17, 20, 23, 26, 

27-29).

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C.

Dagegen rekurrierten R.__, O.__ und P.__ für sich und im Namen der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft M.__strasse zusammen mit Q.__ im Juli 2018 an 

das Baudepartement. Im November 2018 reichte das TBA einen Amtsbericht ein. Im 

April 2019 führte das Baudepartement einen Augenschein durch. Im Mai 2019 ergänzte 

das TBA seinen Amtsbericht. Mit Entscheid vom Januar 2020 hiess das 

Baudepartement den Rekurs gut und hob den Gesamtentscheid des Gemeinderates 

A.__ vom Juni 2018 auf (act. 2, act. 9/1, 14, 32 f., 37).

D.

Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom Januar 2020 erhob die 

L.__ (Beschwerdeführerin) durch ihre Rechtsvertreterin am 23. Januar 2020 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der 

angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben (act. 1). 

Am 18. Februar 2020 ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer Begründung (act. 5). Mit 

Vernehmlassung vom 3. März 2020 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 

Beschwerde (act. 8). Mit Stellungnahme vom 25. März 2020 beantragte die Politische 

Gemeinde A.__ (Beschwerdebeteiligte) durch ihren Rechtsvertreter, es sei die 

Beschwerde gutzuheissen (act. 11). Am 4. Mai 2020 nahmen die 

Stockwerkeigentümergemeinschaft M.__strasse sowie Q.__, R.__, O.__ und P.__ 

(Beschwerdegegner 1 bis 5) durch ihren Rechtsvertreter Stellung und beantragten die 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 17). Am 13. Mai 2020 liessen sich die 

Beschwerdeführerin (act. 19) und am 18. Juni 2020 die Beschwerdegegner (act. 23) 

abschliessend vernehmen.

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin 

ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP). Die Beschwerde vom 23. Januar 2020 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und 

erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 18. Februar 2020 (act. 5) die formellen und 

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inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48 

Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht 

einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin (act. 5, S. 2 Ziff. II/5) 

pauschal auf ihre Eingaben im Rahmen des erst- und vorinstanzlichen Verfahrens 

verweist (vgl. VerwGE B 2017/46 vom 20. März 2018 E. 1 mit Hinweisen).

2.

Die Beschwerdegegner fordern (act. 17, S. 2 Ziff. II/3 f., act. 23 Ziff. II/3), die von der 

Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Akten (act. 6/1-13) seien 

nicht zu berücksichtigen. Dabei lassen sie ausser Acht, dass das Novenverbot vor 

Verwaltungsgericht (Art. 61 Abs. 3 VRP) spätestens seit Inkrafttreten des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG) 

am 1. Januar 2007 an Bedeutung verloren hat. Konsequenz daraus ist, dass das 

Verwaltungsgericht echte Noven zu berücksichtigen hat, falls die Vorinstanz des 

Verwaltungsgerichts, wie hier, keine richterliche Behörde ist. Unechte Noven dürfen im 

Verfahren vor Verwaltungsgericht berücksichtigt werden, wenn dadurch das im 

Rekursverfahren abgehandelte Tatsachenfundament, wie vorliegend, nicht abgeändert 

wird (vgl. VerwGE B 2018/235 vom 21. November 2019 E. 1, VerwGE B 2018/150 vom 

20. Mai 2019 E. 2, bestätigt mit BGer 1C_348/2019 vom 27. April 2020, VerwGE 

B 2016/105 vom 22. März 2018 E. 1, VerwGE B 2015/6 vom 23. August 2016 E. 4.2, 

bestätigt mit BGer 2C_980/2016 vom 7. März 2017, und VerwGE B 2013/254 vom 

28. Juli 2015 E. 4.2 je mit Hinweisen sowie zum Anwendungsbereich von Art. 6 

Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK, in Bezug auf das Bau- und Planungsrecht, VerwGE 

B 2016/161; 2016/162 vom 15. August 2017 E. 4.2 mit Hinweisen). Unbesehen davon 

hat die Beschwerdebeteiligte einen Teil dieser Akten (act. 6/1-3) bereits im 

vorinstanzlichen Rekursverfahren eingereicht (vgl. act. 9/50).

3.

Die Beschwerdeführerin rügt eine unzulässige Ausdehnung des Streitgegenstands und 

eine unzulässige reformatio in peius durch die Vorinstanz (act. 5, S. 9 f. Ziff. IV/F/f).

Im angefochtenen Entscheid (act. 2) hiess die Vorinstanz den Rekurs der 

Beschwerdegegner antragsgemäss (vgl. act. 9/1) gut und hob den erstinstanzlichen 

Gesamtentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 22. Juni 2018 auf. Durch diesen 

kassatorischen Entscheid (ohne Rückweisung) hat die Vorinstanz nichts 

"reformiert" (vgl. dazu T. Häberli, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 21 zu Art. 62 VwVG). 

Entgegen anderslautender Auffassung der Beschwerdeführerin kann demzufolge keine 

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Rede davon sein, dass sich die Vorinstanz dadurch über die Parteibegehren 

hinweggesetzt oder gar den Verfahrensgegenstand (Baugesuch der 

Beschwerdeführerin vom 4. Dezember 2017) erweitert hätte, obgleich sie als Rekurs- 

und Aufsichtsbehörde grundsätzlich dazu befugt gewesen wäre (vgl. Art. 28 Abs. 1 und 

Art. 56 Abs. 1 VRP, Art. 155 ff. des Gemeindegesetzes; sGS 151.2, GG, Art. 25 Ingress 

und lit. a und b des Geschäftsreglements der Regierung und der Staatskanzlei; sGS 

141.3, GeschR, sowie Art. 16 Abs. 1 des Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG).

4.

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz weiter vor, ihrer Begründungspflicht nicht 

nachgekommen zu sein (act. 5, S. 2 f., 8-10 Ziff. II/6, IV/F/d/37, IV/F/g/48, act. 19, S. 5 

Ziff. III/C/18). Die Begründung des angefochtenen Entscheids war, soweit vorliegend 

von Interesse (vgl. act. 2, S. 11-17 E. 5 bis 10), so abgefasst, dass sich die 

Beschwerdeführerin über die Tragweite des Entscheids hinreichend Rechenschaft 

geben und ihn, wie ihre ausführlich begründete Beschwerdeergänzung zeigt, in voller 

Kenntnis der Sache an das Verwaltungsgericht weiterziehen konnte. Damit genügt die 

Begründung den von Lehre und Rechtsprechung verlangten Anforderungen und 

verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin auch sonst nicht 

(vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 

SR 101, BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen, SR 131.225, 

sGS 111.1, KV, und Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP sowie 

BGer 1C_219/2018 vom 9. November 2018 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 143 III 65 

E. 5.2).

5.

Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging im Juni 2018 

(act. 9.10/27-28) und damit nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 

731.1, PBG) am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben sind 

somit grundsätzlich die Bestimmungen des PBG anwendbar (vgl. Art. 173 Abs. 1 PBG 

sowie BGE 141 II 393 E. 2.4 mit Hinweisen, in: Pra 105 [2016] Nr. 52, und G. Müller, 

Zulässigkeit der begünstigenden Rückwirkung, in: ZBl 118/2017, S. 268 ff., S. 273 ff.). 

Die Anwendung "neuen Rechts" (vgl. Art. 173 Abs. 2 PBG) setzt allerdings gemäss der 

Praxis im Kanton St. Gallen voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen 

Rahmennutzungspläne bereits in Kraft sind (vgl. dazu VerwGE B 2019/140 vom 

22. April 2020 E. 2 mit Hinweisen). Das Baureglement der Beschwerdebeteiligten mit 

dazugehörendem Zonenplan wurde nun aber noch nicht an das neue Recht angepasst. 

Von den neuen Regelungen kann daher vorerst nur Gebrauch gemacht werden, sofern 

sie direkt anwendbar sind (vgl. dazu Anhang des zitierten Kreisschreibens). Ist dies 

nicht der Fall, ist das bis 30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die 

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Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der 

Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen.

6.

In der Sache stellt sich die Beschwerdeführerin in erster Linie auf den Standpunkt 

(act. 5, S. 2, 6-11 Ziff. II/6, IV/E und F, act. 19, S. 4-6 Ziff. III/C-D), entgegen der 

Darstellung der Vorinstanz werde die Zu- und Wegfahrt auf Grundstück Nr. 0001 einzig 

dahingehend geändert, als die bisher in der Nordwestecke angeordnete Ausfahrt in die 

Kantonsstrasse neu in die Nordostecke verlegt werde. Die Einfahrt zum Grundstück 

Nr. 0001 bleibe demgegenüber unverändert. Es sei widersprüchlich, wenn im Rahmen 

eines Amtsberichtes die Beurteilung der dem gleichen Amt angehörenden kantonalen 

Stelle, deren Zufahrtsbewilligung explizit in Kenntnis von Fuss- und Fahrwegrecht 

sowie des daraus möglichen Gegenverkehrs erteilt worden sei, auf einmal nicht mehr 

gelten solle, obschon sich weder die tatsächliche noch rechtliche Situation geändert 

habe.

Die Parteien gehen darin einig, dass die streitbezogene Erschliessung (vgl. dazu Art. 19 

Abs. 1 und Art. 22 Abs. 1 und 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung, 

Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, sowie Art. 66 lit. a und Art. 67 lit. a PBG sowie 

VerwGE B 2016/215 vom 22. Februar 2018 E. 9.1 mit Hinweisen, bestätigt mit 

BGer 1C_219/2018 vom 9. November 2018) des Baugrundstücks Nr. 0001 weder den 

Erlass eines Sondernutzungsplans (vgl. dazu Art. 23 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 PBG oder Art. 7 

in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 StrG sowie VerwGE B 2017/211 vom 26. Februar 2019 

E. 3.2 f.) noch die Durchführung von Parzellarordnungsmassnahmen wie einer 

Landumlegung oder von Grenzbereinigungen (vgl. dazu Art. 20 RPG, Art. 46 ff. PBG 

und VerwGE B 2012/1 vom 12. Juni 2013 E. 2.2.4) voraussetzt. Dementsprechend 

steht ausser Frage, dass das Baugrundstück Nr. 0001 über die S.__strasse 

erschlossen werden kann. Sodann hat die Vorinstanz nicht in Abrede gestellt, dass die 

Wahrung der Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht gegen eine (einzige) hinreichende 

private Hauszufahrt bzw. Ein- und Ausfahrt von Parzelle Nr. 0001 in die S.__strasse 

spricht. Da eine Einmündung in die Kantonsstrasse an der nordwestlichen 

Grundstücksecke auf Parzelle Nr. 0001 vorbesteht, beschlägt die Einhaltung der 

Verkehrssicherheit der im Erschliessungskonzept vom 1. Mai 2018 (act. 9.10/6, 

nachfolgend: Konzept) neu projektierten Ausfahrt in die S.__strasse beim nordöstlichen 

Grenzpunkt deshalb im Grundsatz – vorbehältlich der technischen Ausgestaltung der 

bestehenden Hauszufahrt – mit Blick auf das Baugrundstück Nr. 0001 nicht die 

Erschliessungsanforderungen nach Art. 19 Abs. 1 RPG und Art. 67 lit. a PBG, sondern 

6.1. 

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die Bewilligungsfähigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 des Strassengesetzes 

(sGS 732.1, StrG). Dies auch daher, weil Hauszufahrten, welche ein Grundstück mit der 

Erschliessungsanlage verbinden, selbst nicht mehr zur (Fein-)Erschliessung zählen (vgl. 

dazu BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 5.3, VerwGE B 2018/246 vom 

8. Juli 2019 E. 4.2 und VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.2, in: GVP 2011 

Nr. 21, je mit Hinweisen, anders: VerwGE B 2018/52 vom 27. Februar 2019 E. 5.1 mit 

Hinweisen). Laut Art. 63 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StrG wird eine Bewilligung für Bau oder 

Änderung von Zufahrten erteilt, wenn weder die Strasse beeinträchtigt noch der 

Verkehr gefährdet wird (vgl. dazu VerwGE B 2012/216 vom 22. Mai 2013 E. 2.4).

Die Behörde ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen, 

wobei vorbehältlich der Wahrung der öffentlichen Interessen nur die von den 

Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche 

Tatsachen aufzunehmen sind (vgl. Art. 12 VRP). Unrichtig ist ein Sachverhalt 

festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige Schlüsse 

gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig 

festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden (vgl. VerwGE 

B 2019/146 vom 13. August 2020 E. 6.1 mit Hinweis).

Die Vorinstanz führte in Erwägung 7.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 16) 

aus, nach ständiger Praxis müssten Ausfahrten von Privatgrundstücken in dieselbe 

Kantonsstrasse zusammengefasst werden. Durch das Bauvorhaben werde eine 

Situation geschaffen, in welcher in kürzester Entfernung drei private Ausfahrten in die 

Kantonsstrasse einmündeten (Ein-/Ausfahrt im Nordwesten, Ausfahrt im Nordosten der 

Parzelle Nr. 0001 sowie Ausfahrt auf Grundstück Nr. 0004). Auf einer derart stark 

frequentierten Strasse wie der S.__strasse sei diese dichte Anordnung von Ausfahrten 

verkehrsgefährdend.

Die Vorinstanz hat die von ihr angerufene Praxis betreffend Regelung der Anzahl von 

privaten Zufahrten in Kantonsstrassen zwar nicht weiter belegt. Sie wird von der 

Beschwerdeführerin indes auch nicht bestritten, weshalb von einer entsprechenden 

ständigen einheitlichen und rechtsgleichen kantonalen Bewilligungspraxis auszugehen 

ist. Sodann ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter 

nachgewiesen, inwiefern die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz aktenwidrig 

sein sollten (vgl. dazu act. 9/14, 32 f., 37, act. 9.10/1-10, 20, 22, 27, 

www.geoportal.ch). Wie sich dem Geoportal (Rubrik "Zählstellen Kanton permanent"), 

welchem ein offizieller Anstrich anhaftet und welches im Internet leicht zugänglich ist 

6.2. 

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(vgl. dazu BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, 

insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 107 [2018] Nr. 61), unschwer 

entnehmen lässt, hat das TBA auf der S.__strasse (A.__ Zollamt) im Jahr 2019 einen 

durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) von 12'189 ermittelt (www.geoportal.ch). 

Damit trifft die vorinstanzliche Feststellung zu, dass es sich um eine stark frequentierte 

Kantonsstrasse handelt (vgl. demgegenüber VerwGE B 2003/141 vom 23. Januar 2004 

E. 2c/dd). Weiter durfte die Vorinstanz den Weiterbestand der Ausfahrt in die 

S.__strasse beim nordwestlichen Grenzpunkt der Parzelle Nr. 0001 bejahen: Erstens 

verschafft das zivilrechtlich statuierte Fuss- und Fahrwegrecht vom 6. November 2006 

zugunsten der Parzellen Nrn. 0005 und 0006 sowie zulasten der Parzelle Nr. 0001 

(act. 6/4) den jeweiligen Grundeigentümern der Parzellen Nrn. 0005 und 0006 objektiv 

erkennbar unter anderem das Recht, über die bestehende Ausfahrt auf Parzelle 

Nr. 0001 in die S.__strasse auszufahren (vgl. dazu BGer 1C_255/2015 vom 

14. März 2016 E. 3.3 f. mit Hinweisen, siehe dazu auch E. Jeannerat, in: Aemisegger/

Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, N 35 zu 

Art. 19 RPG, und zur vorfrageweisen Beurteilung eines zivilrechtlichen Anspruchs im 

Baubewilligungsverfahren auch BGer 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 2.4, VerwGE 

B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 3.4.3 sowie VerwGE B 2012/184 vom 4. April 2013 

E. 4.3 mit Hinweis[en]). Die Beschwerdeführerin als Eigentümerin der 

Wegrechtsparzelle Nr. 0001 bestreitet den (Fort-)Bestand dieses Fuss- und 

Fahrwegrechts zulasten des Baugrundstücks Nr. 0001 nicht. Vielmehr räumt sie selbst 

ein (act. 5, S. 9 Ziff. IV/F/f/42), sie habe dieses vorbestehende Fuss- und Fahrwegrecht 

bei der Ausgestaltung des Baugesuchs mitberücksichtigt, um eine privatrechtlich 

motivierte Einsprache wegen Verletzung dieses Nutzungsrechts zu vermeiden. Folglich 

steht fest, dass diese Dienstbarkeit bislang nicht gemäss Art. 736 Abs. 2 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) abgelöst wurde (siehe dazu auch 

BGer 5A_361/2017 vom 1. März 2018 E. 4.4.1 und 4.5.1 mit Hinweise[n]). Daran ändert 

nichts, falls die dienstbarkeitsberechtigten Parzellen Nrn. 0005 und 0006 nicht nur via 

die S.__strasse, sondern – gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin – auch über die 

Werkstrasse (Parzellen Nrn. 1364, 1614, 1645 1968, 1969) erschlossen sind. Dies 

schliesst eine Zweiterschliessung der Grundstücke Nrn. 0005 und 0006 mittels des 

privatrechtlichen Nutzungsrechts über die S.__strasse nicht aus. Zweitens lassen sich 

den Akten keine Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass die seit 1979 bestehende, 

private Ausfahrt in die S.__strasse beim nordwestlichen Grenzpunkt der Parzelle 

Nr. 0001 gestützt auf Art. 65 Abs. 2 StrG bzw. nach Art. 92  des bis 

31. Dezember 1988 gültigen Gesetzes über das Strassenwesen (Neudruck 

Januar 1973, nGS 8, 461) oder Art. 5 lit. a des Enteignungsgesetzes (sGS 735.1, 

EntG SG) durch die zuständige Behörde nachträglich beschränkt oder aufgehoben, als 

bis

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Einbahnstrasse signalisiert (vgl. dazu Art. 18 Abs. 3, Art. 113 Abs. 2 und Anhang 2 

Abb. 2.02 der Signalisationsverordnung; SR 741.21, SSV, sowie Verfügung der 

Kantonspolizei vom 26. Januar 2018, act. 9.10/27) oder mit der Zufahrt auf der östlich 

angrenzenden Parzelle Nr. 0004 im Eigentum der Beschwerdebeteiligten 

zusammengefasst worden wäre. Solches sieht auch das vorliegend strittige Baugesuch 

nicht vor. Aus den Fotos zum vorinstanzlichen Augenschein vom 3. April 2019 

(act. 9/33) lässt sich lediglich schliessen, dass eine vorbestehende zweite Ausfahrt an 

der nordöstlichen Grundstücksecke der Parzelle Nr. 0001 zwischenzeitlich aufgehoben 

und mittels Blocksteinen geschlossen wurde. Vor diesem Hintergrund kann nicht von 

einer blossen Verlegung der bestehenden Ausfahrt von Parzelle Nr. 0001 in die 

S.__strasse gesprochen werden. Unter Berücksichtigung des bestehenden Fuss- und 

Fahrwegrechts ergibt sich aus dem Konzept und dem Geoportal, dass zwischen den 

Einmündungen der Eiben- (Parzelle Nr. 1038) und der Werkstrasse (Parzelle Nr. 1364) 

in die S.__strasse, welche einen Abstand von rund 150 m aufweisen, auf einer Strecke 

von rund 50 m entlang der Grundstücke Nrn. 0001 und 0004 zu den zwei weiterhin 

bestehenden Ausfahrten (jeweils an der Nordwestecke der Parzellen Nr. 0001 und 

0004) eine zusätzliche (dritte) Ausfahrt beim nordöstlichen Grenzpunkt der Parzelle 

Nr. 0001 in die S.__strasse erstellt werden soll. Auch in dieser Hinsicht bestätigt sich, 

dass die eingehende Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht gerichtlich zu berichtigen 

ist. Vielmehr hat die Vorinstanz unter diesen Umständen nachvollziehbar dargetan, 

dass für die Wahrung der Verkehrssicherheit die Zusammenfassung der privaten 

Ausfahrten in die S.__strasse angesichts des hohen Verkehrsaufkommens auf dieser 

Strasse, auf welcher eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erlaubt ist (vgl. Beilage 

zu act. 9/14, S. 2), unentbehrlich ist und sich daher die projektierte zusätzliche Ausfahrt 

im Nordosten der Parzelle Nr. 0001 unter strassenpolizeilichen Gesichtspunkten 

unabhängig ihrer konkreten Ausgestaltung nicht mehr als bewilligungsfähig erweist. 

Der Umstand, dass die S.__strasse im fraglichen Abschnitt gerade und übersichtlich 

verläuft (www.geoportal.ch, siehe dazu auch VerwGE B 2008/107 vom 

19. Februar 2009 E. 3.4), lässt keinen gegenteiligen Schluss zu. Im Übrigen ist nicht 

erkennbar, inwiefern die festgestellte Gefährdung der Verkehrssicherheit durch die 

zusätzliche Ausfahrt in die S.__strasse mittels Nebenbestimmungen behoben werden 

könnte (vgl. dazu VerwGE B 2018/246 vom 8. Juli 2019 E. 4.1 mit Hinweisen).

Der Grundsatz des Vertrauensschutzes und das Verbot widersprüchlichen Verhaltens 

bilden Ausprägungen des in Art. 9 und Art. 5 Abs. 3 BV verankerten Gebots von Treu 

und Glauben. Dieses gebietet ein loyales und vertrauenswürdiges Verhalten im 

Rechtsverkehr und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten 

6.3. 

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Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges bestimmte Erwartungen 

begründendes Verhalten der Behörden, sofern sich dieses auf eine konkrete, den 

betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Das Verbot widersprüchlichen 

Verhaltens untersagt Behörden, von einem Standpunkt, den sie in einer bestimmten 

Angelegenheit einmal eingenommen haben, ohne sachlichen Grund abzuweichen. Die 

Abgrenzung zwischen den beiden Ausprägungen ist zwar umstritten, doch müssen in 

beiden Fällen die gleichen Voraussetzungen erfüllt sein. Verlangt wird, dass die Person, 

die sich auf den Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage 

vertrauen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie 

nicht mehr rückgängig machen kann. Ferner darf die relevante Rechtslage seit der 

Auskunftserteilung keine Änderung erfahren haben. Keinen Vertrauensschutz 

geniessen die Rechtsuchenden, wenn sie bzw. ihre Rechtsvertreter den Fehler selbst 

erkannten oder bei zumutbarer Sorgfalt hätten erkennen müssen. Schliesslich scheitert 

die Berufung auf Treu und Glauben, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen 

entgegenstehen (vgl. BGer 2C_706/2018 vom 13. Mai 2019 E. 3.1 mit zahlreichen 

Hinweisen). Bevor eine Verfügung in formelle Rechtskraft erwächst, kann die 

Verwaltung voraussetzungslos auf sie zurückkommen. Der Rechtssicherheit und dem 

Vertrauensschutz kommt bis zum Zeitpunkt der formellen Rechtskraft nicht die gleiche 

Bedeutung zu wie nach Eintritt der Rechtskraft (vgl. dazu BGE 134 V 257 E. 2.2, in: 

Pra 2009 Nr. 49, und GVP 2011 Nr. 59 E. 2.2 je mit Hinweisen sowie T. Tschumi, in: 

Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 12 zu Art. 28 VRP, und A. Pfleiderer, in: 

Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 

2. Aufl. 2016, N  16 zu Art. 58 VwVG).

Am 24. Mai 2018 bewilligte das TBA die Ausfahrt in die S.__strasse beim nordöstlichen 

Grenzpunkt auf Parzelle Nr. 0001 (act. 9.10/27). Im Sachverhalt dieser 

strassenpolizeilichen Bewilligung ging es fälschlicherweise davon aus, dass insgesamt 

nur eine Ein- und Ausfahrt in die S.__strasse projektiert sei ("Nach den 

Gesuchsunterlagen beabsichtigen Sie, auf dem Grundstück Nr. 0001 in A.__ einen 

Neubau mit Tiefgarage sowie eine Ein- und Ausfahrt auf die Kantonsstrasse Nr. 41 zu 

erstellen."). Im Amtsbericht vom 14. November 2018 (Beilage zu act. 9/14, S. 2-4) 

stellte es hingegen richtigerweise darauf ab, dass im Konzept eine zusätzliche Ausfahrt 

in die S.__strasse geplant sei. Unter Berücksichtigung dieses Umstands kam es in 

diesem Amtsbericht (S. 3 f.) und dessen Vertreter am Augenschein vom 3. April 2019 

(act. 9/32, S. 4, und act. 9/37) – wie zuvor bereits an der Einspracheverhandlung mit 

Augenschein vom 22. Februar 2018 (act. 9.10/22, S. 2) – in öffentlich-rechtlicher 

Hinsicht zum Schluss, dass die bestehende, den dienstbarkeitsberechtigten 

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Grundstücken Nrn. 0005 und 0006 weiterhin offen zu haltende Ausfahrt in die 

S.__strasse in der Nordwestecke der Parzelle Nr. 0001 baulich und/oder mit geeigneter 

Signalisation zu verhindern bzw. die Bewilligung dieser bestehenden Ausfahrt 

anzupassen resp. aufzuheben sei. Dadurch hat es seine strassenpolizeiliche 

Bewilligung vom 24. Mai 2018 sozusagen konkludent widerrufen resp. den Rekurs 

diesbezüglich konkludent "anerkannt".

Da die Bewilligung des TBA vom 24. Mai 2018 nicht in formelle Rechtskraft erwachsen 

ist, durfte die Beschwerdeführerin nicht auf deren Bestand vertrauen. Es ist gerade das 

Wesen eines Rechtsmittelverfahrens, dass die rechtliche Beurteilung eines 

Sachverhalts im Verlauf der verschiedenen Instanzen ändern kann. Zudem musste der 

Beschwerdeführerin bewusst gewesen sein, dass die im Konzept angegebenen 

Pfeilrichtungen nicht die vollständige Situation – insbesondere betreffend bestehendes 

Fuss- und Fahrwegrecht – abbildeten. Aus diesen Gründen fehlt es vorliegend bereits 

an einer durch den Staat geschaffenen Vertrauensgrundlage. Ob für das TBA gemäss 

der Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren aus dem Konzept (vgl. dazu 

Dispositiv-Ziff. 7 der Bewilligung des TBA vom 24. Mai 2018) hätte leicht erkennbar 

sein müssen, dass die dienstbarkeitsrechtlich gesicherte Ausfahrt von den 

Grundstücke Nrn. 0005 und 0006 über das Baugrundstück Nr. 0001 in die 

Kantonsstrasse vom strittigen Bauvorhaben unberührt blieb, und deswegen kein 

sachlicher Grund vorlag, im Rekursverfahren von dem noch in der Bewilligung vom 

24. Mai 2018 eingenommenen Standpunkt abzuweichen, kann daher dahingestellt 

bleiben. Selbst wenn die Beschwerdeführerin auf den Bestand der erstinstanzlichen 

Beurteilung des TBA im Rechtsmittelverfahren hätte vertrauen dürfen, würde das 

gewichtige öffentliche Interesse an verkehrssicheren Zufahrten in Kantonsstrassen im 

Übrigen das Interesse der Beschwerdeführerin am Schutz ihres Vertrauens in die 

Aufrechterhaltung der ersten Beurteilung durch das TBA überwiegen. Entsprechend 

kann die Beschwerdeführerin aus der ursprünglichen Beurteilung des TBA so oder 

anders nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten.

Bereits aus den dargelegten Gründen ist der Beschwerde auch in der Sache selbst kein 

Erfolg beschieden. Es kann daher dahingestellt bleiben, ob sich das TBA auf eine 

gesetzliche Grundlage hätte stützen können, soweit es die Beschwerdeführerin – 

gemäss deren Darstellung – mit Amtsbericht vom 16. November 2018/27. Mai 2019 

überhaupt verpflichten konnte, die zu Gunsten der Grundstücke Nrn. 0005 und 0006 

bestehende Dienstbarkeit anzupassen und diese Grundstücke ebenfalls in das 

Einbahnregime auf Parzelle Nr. 0001 einzubinden. Dasselbe gilt, soweit die Vorinstanz 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/14

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7.

Aufgrund des Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten 

ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Diese ist mit dem von der 

Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend hat die Beschwerdeführerin die 

obsiegenden Beschwerdegegner, deren Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht 

hat, für das Beschwerdeverfahren ermessensweise pauschal mit insgesamt CHF 4'000 

zuzüglich CHF 160 Barauslagen (vier Prozent von CHF 4'000) zu entschädigen (Art. 98 

Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 98  VRP; Art. 98  VRP in Verbindung mit Art. 106 

Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, 

Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 

963.70, AnwG; Art. 6, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b sowie Art. 28 der 

Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Mangels Antrag ist den Beschwerdegegnern 

keine Mehrwertsteuer zuzusprechen (vgl. Art. 29 HonO).

 

die Beschwerdeführerin verpflichtet hat (vgl. dazu E. 6 des angefochtenen Entscheids, 

act. 2, S. 15), die Sichtzone zu Gunsten der Grundstücke Nrn. 0005 und 0006 auf 

Grundstück Nr. 0009 freizuhalten (vgl. dazu BGer 1C_332/2017 vom 23. Februar 2018 

E. 5.2). Ferner kann offenbleiben, ob die Vorinstanz in Erwägung 5.4-5.8 des 

angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 12-15) bei der technischen Beurteilung der 

Ausgestaltung der bestehenden Ausfahrt in die S.__strasse sowie des Fahrstreifens auf 

der Westseite des Baugrundstücks Nr. 0001 (vgl. dazu BGer 1C_193/2007 vom 

18. Januar 2008 E. 3.1-3.3 mit Hinweisen) die Normen des Schweizerischen Verbands 

der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) unbesehen einer 

Verhältnismässigkeitsprüfung zur Anwendung bringen durfte (vgl. dazu 

BGer 1C_219/2018 vom 9. November 2018 E. 8.2 mit Hinweisen). Der Vollständigkeit 

halber ist diesbezüglich lediglich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin die 

Feststellung der Vorinstanz (vgl. E. 5.5 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 13 f.) 

nicht substantiiert bestreitet, wonach die Breite der bestehenden Zufahrt auf Parzelle 

Nr. 0001 von 3.50 m nur für ein Einbahnregime hinreichend konzipiert sei.

bis ter

bis 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/14

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 4'000 unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegner für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 4'160 (inklusive Barauslagen), 

ohne Mehrwertsteuer.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 14.09.2020
	Strassenrecht, Art. 63 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG. Bestätigung des vorinstanzlichen Rekursentscheids, wonach im konkreten Fall für die Wahrung der Verkehrssicherheit die Zusammenfassung der privaten Ausfahrten in eine Kantonsstrasse angesichts des hohen Verkehrsaufkommens auf dieser Strasse notwendig ist, weshalb sich die strittige zusätzliche Ausfahrt nicht als bewilligungsfähig erweist (E. 6.2), (Verwaltungsgericht, B 2020/10).

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		2024-05-27T01:19:42+0200
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