# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffc925f3-77ba-5ae6-84d1-cdbcede5612f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 22.06.2010 AA100039
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA100039_2010-06-22.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich 

 
Kass.-Nr. AA100039/U/Np 

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Herbert Heeb,  

Andreas Donatsch, die Kassationsrichterin Yvona Griesser  

und der Kassationsrichter Georg Naegeli sowie der juristische 

Sekretär Markus Nietlispach 

Zirkulationsbeschluss vom 22. Juni 2010 
 

 

in Sachen 

 

 

X.,  

..., 

Kläger, Appellant und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Y.,  

..., 

Beklagter, Appellat und Beschwerdegegner 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. ____ 
 

betreffend  

Erbteilung  

 

Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der II. Zivilkammer des Ober- 

gerichts des Kantons Zürich vom 12. Februar 2010 (LB090032/U) 

-   2   - 

Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 

1.a) Die Parteien des vorliegenden Verfahrens sind Brüder. Das Verfahren 

beschlägt die Teilung des Nachlasses ihrer am 26. September 2002 verstorbenen 

Mutter (Erblasserin), die den Beschwerdeführer (Kläger und Appellant) in ihrem 

Testament auf den Pflichtteil gesetzt hatte. 

b) Mit Einreichung der friedensrichteramtlichen Weisung vom 10. Oktober 

2003 (BG act. 1) und Klageschrift vom 17. Dezember 2003 (BG act. 2) erhob der 

Beschwerdeführer beim Bezirksgericht Zürich gegen den Beschwerdegegner (Be-

klagter und Appellat) Klage auf Feststellung und Teilung des Nachlasses sowie 

auf pflichtteilswahrende Herabsetzung bestimmter Verfügungen, welche die Erb-

lasserin zu Lebzeiten über ihr Vermögen vorgenommen hatte. Nach durchgeführ-

tem Hauptverfahren (vgl. BG act. 33, 60, 70, 83 und 94), in dessen Verlauf dem 

Beschwerdeführer mit Beschluss vom 8. März 2004 (gegen Abgabe einer Abtre-

tungserklärung bezüglich des Prozessgewinns im Umfang der auf ihn entfallen-

den Gerichts- und Vertretungskosten) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt 

und ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt worden war (BG act. 45), fand ein 

umfangreiches Beweisverfahren statt (vgl. BG Prot. S. 43 ff.). Am 19. März 2009 

fällte die 7. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich (Erstinstanz) ihr Urteil (BG act. 

347 = OG act. 353). Darin stellte sie fest, dass der zu teilende Gesamtnachlass 

Fr. 862'552.65 betrage, wovon dem Beschwerdeführer 3/8 und dem Beschwerde-

gegner 5/8 zustehe. Dementsprechend verpflichtete sie den (kraft seiner Stellung 

als Willensvollstrecker im Besitz des Nachlasses stehenden) Beschwerdegegner, 

dem Beschwerdeführer den Betrag von Fr. 323'457.25 zu bezahlen (Disp.-Ziff. 

1/a-e). Die Kosten des Verfahrens wurden zu 2/3 dem Beschwerdeführer und zu 

1/3 dem Beschwerdegegner auferlegt, wobei der Anteil des Beschwerdeführers 

zufolge der ihm gewährten unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen wurde (Disp.-Ziff. 3); ferner wurde der Beschwerdefüh-

rer (in Disp.-Ziff. 5) verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine Prozessentschädi-

gung von Fr. 34'140.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer zu entrichten. (Vgl. zur 

Vorgeschichte und zur erstinstanzlichen Prozessgeschichte auch BG act. 347 

S. 4-9, Erw. I und II.) 

-   3   - 

c) Der Beschwerdeführer liess gegen das bezirksgerichtliche Urteil rechtzei-

tig Berufung erklären (OG act. 354), welche mit fristwahrender Rechtsschrift vom 

8. Juni 2009 begründet wurde (OG act. 361). Dabei hielt er an zwei bereits vor 

Erstinstanz vertretenen Positionen fest: So machte er geltend, dass die am 

22. März 1989 erfolgte Übertragung der Liegenschaft A. in Zürich von der Erblas-

serin an den Beschwerdegegner zu einem Preis von Fr. 3,4 Mio. seinen Pflichtteil 

im Umfang von (zusätzlichen) Fr. 4,013 Mio. verletze und deshalb auch insoweit 

der Herabsetzung unterliege; zudem verlangte er gestützt auf diese (erweiterte) 

Herabsetzung einen Anteil von Fr. 3 Mio. am Ertrag, den der Beschwerdegegner 

seit dem Jahre 1989 aus besagter Liegenschaft gezogen habe. Daraus ergebe 

sich bei einer (unbestrittenen) Erbquote des Beschwerdeführers von 3/8 (neben 

dem erstinstanzlich zugesprochenen) ein zusätzlicher Erbanteil von 

Fr. 2'629'875.--. Darauf basierend verlangte der Beschwerdeführer vom Be-

schwerdegegner die Bezahlung von Fr. 2'953'332.20 (Fr. 323'457.25 gemäss 

erstinstanzlichem Urteil plus die zusätzlich beanspruchten Fr. 2'629'875.--). In 

seiner Berufungsantwortschrift vom 31. August 2009 schloss der Beschwerde-

gegner auf Abweisung der Berufung und Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils 

(OG act. 366, insbes. S. 2). Die Berufungsreplik datiert vom 23. Oktober 2009 

(OG act. 371), die Berufungsduplik vom 9. Dezember 2009 (OG act. 376). Letzte-

re wurde dem Beschwerdeführer unter dem 10. Dezember 2009 zur Kenntnis-

nahme zugestellt (OG act. 377). Mit Urteil vom 12. Februar 2010 (OG act. 388 = 

KG act. 2) bezifferte auch die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons  

Zürich (Vorinstanz) den zu teilenden Gesamtnachlass auf Fr. 862'552.65, und  

sie verpflichtete den Beschwerdegegner, dem Beschwerdeführer daraus Fr. 

323'457.25 zu bezahlen (Disp.-Ziff. 1/a-e). Soweit der Beschwerdeführer mehr 

oder Anderes verlangte, wies sie die Klage ab (Disp.-Ziff. 2). Weiter wurde die 

erstinstanzliche Nebenfolgenregelung bestätigt (Disp.-Ziff. 3), die auf Fr. 47'000.-- 

festgesetzte zweitinstanzliche Gerichtsgebühr dem Beschwerdeführer auferlegt 

(Disp.-Ziff. 4 und 5) und dem Beschwerdegegner für das Berufungsverfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 25'000.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer zuge-

sprochen (Disp.-Ziff. 6). 

-   4   - 

d) Gegen das der beschwerdeführenden Partei am 19. Februar 2010 zuge-

stellte (OG act. 389/1), als Endentscheid im Sinne von § 281 ZPO ohne Weiteres 

beschwerdefähige obergerichtliche Berufungsurteil richtet sich die vorliegende, 

vom Beschwerdeführer persönlich und innert gebotener Frist (vgl. § 287 ZPO und 

§§ 191-193 GVG) erhobene Nichtigkeitsbeschwerde vom 22. März 2010 (KG act. 

1). Darin wiederholt der Beschwerdeführer in der Sache selbst seine Berufungs-

anträge (KG act. 1 S. 2 f., Anträge 1-3; s.a. OG act. 361 und 371, je S. 2 ff.), wo-

mit er sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Fällung  

eines neuen Sachentscheids (gemäss § 291 Satz 2 ZPO) verlangt. 

Mit Schreiben vom 24. März 2010 wurde den Parteien und den Vorinstanzen 

vom Eingang der Beschwerde Kenntnis gegeben (KG act. 4). Da sich die Be-

schwerde nach erfolgtem Beizug der vorinstanzlichen Akten (vgl. KG act. 3 und 6) 

sofort als unzulässig erweist (vgl. hinten, Erw. 4) und die Sache somit spruchreif 

ist, erübrigen sich weitere prozessuale Anordnungen. Insbesondere kann darauf 

verzichtet werden, dem Beschwerdegegner Gelegenheit zur freigestellten Beant-

wortung der Beschwerde und der Vorinstanz zur Vernehmlassung zu geben 

(§ 289 ZPO e contrario; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zi-

vilprozessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 2 zu § 289 ZPO).  

2. Die Vorinstanz stellte in ihrer Entscheidbegründung zunächst fest, dass 

im Berufungsverfahren (einzig) streitig sei, ob resp. in welchem Umfang der Be-

schwerdeführer einen Anspruch auf Herabsetzung habe und welche Folgen damit 

verbunden seien (KG act. 2 S. 8, Erw. 1). In der Folge widmete sie sich den bei-

den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Herabsetzungs-Positionen, so-

weit diese nicht schon von der Erstinstanz berücksichtigt worden waren (KG act. 2 

S. 9-24, Erw. 3).  

In diesem Zusammenhang erwog sie vorweg, dass das Bundesgericht in 

BGE 126 III 171 ff. an der Auffassung festgehalten habe, dass eine Herabset-

zungspflicht gemäss Art. 527 ZGB als subjektive Komponente eine Zuwendungs-

absicht des Erblassers voraussetze und die blosse Erkennbarkeit einer (im Falle 

eines Verkaufs von Grundstücken unter dem tatsächlichen Wert teilweisen) Un-

entgeltlichkeit des herabzusetzenden Geschäfts grundsätzlich nicht genüge. Fer-

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ner erinnerte sie daran, dass die Herabsetzung nicht davon abhängig sei, dass 

dem Begünstigten das Missverhältnis zwischen Wert und Preis und die Schen-

kungsabsicht bewusst gewesen seien; ein böser Glaube des Empfängers ersetze 

aber auch nicht den Zuwendungswillen des Erblassers (KG act. 2 S. 10 ff., Erw. 

3.1.1). 

Im Anschluss daran befasste sich die Vorinstanz mit der vom Beschwerde-

führer behaupteten Diskrepanz zwischen effektivem Wert und Kaufpreis (Fr. 3,4 

Mio.) der Liegenschaft A. bei Abschluss des (Gegenstand des Herabsetzungsbe-

gehrens bildenden) Kaufvertrags zwischen der Erblasserin und dem Beschwer-

degegner im Jahre 1989 (KG act. 2 S. 12 ff., Erw. 3.1.2). Dabei kam sie aufgrund 

der Aktenlage zum Schluss, dass der approximative Verkehrswert der Liegen-

schaft im Verkaufszeitpunkt zwischen Fr. 5,227 Mio. oder vielleicht etwas weniger 

und Fr. 5,75 Mio. gelegen habe (KG act. 2 S. 14). Alsdann prüfte sie, ob der Be-

schwerdeführer den Beweis für die von ihm behauptete Zuwendungsabsicht der 

Verkäuferin und nachmaligen Erblasserin erbracht habe, was sie in einlässlicher 

Würdigung der Beweislage verneinte (KG act. 2 S. 14 ff., Erw. 3.1.3). Dabei legte 

sie einerseits dar, weshalb nicht als erstellt gelten könne, dass die Erblasserin – 

wie vom Beschwerdeführer behauptet – in den Jahren 1988/89, d.h. im Vorfeld 

des Verkaufs, absichtlich einen zu tiefen Mietzins für die damals in ihrem Eigen-

tum stehende Liegenschaft verlangt habe, um damit im Hinblick auf die beabsich-

tigte Veräusserung an den Beschwerdegegner deren Schätzwert zu drücken (KG 

act. 2 S. 16). Andererseits begründete die Vorinstanz ausführlich, weshalb davon 

auszugehen sei, dass die Erblasserin im Zeitpunkt der Veräusserung keine 

Kenntnis vom (wesentlich über dem Verkaufspreis liegenden) tatsächlichen Ver-

kehrswert der Liegenschaft gehabt und insbesondere nicht bewusst mit dem Be-

schwerdegegner zusammengewirkt habe (KG act. 2 S. 17-22). Denn auch wenn 

man eine augenfällige Diskrepanz zwischen deklariertem Kaufpreis und im Pro-

zess ermitteltem tatsächlichem Verkehrswert berücksichtige, und auch wenn man 

an den Beweis eher bescheidene Anforderungen stelle, sei es (zwar) allenfalls 

möglich, aber nicht pausibel und jedenfalls nicht bewiesen, dass sich die Erblas-

serin beim Verkauf der Liegenschaft an den Beschwerdegegner einer solchen 

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Diskrepanz bewusst gewesen sei und dass sie jenen damit mit Wissen habe be-

vorzugen wollen. Eine Herabsetzung finde daher nicht statt (KG act. 2 S. 22/23). 

Mit Bezug auf die zweite strittige Position erwog die Vorinstanz sodann, 

dass der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer schon deshalb keinen Anteil 

am bezogenen Nutzen der von der Erblasserin erworbenen Liegenschaft heraus-

geben müsse, weil ein solcher Anspruch nur denkbar sei, wenn überhaupt eine 

Herabsetzung (des Veräusserungsgeschäfts) erfolge, was in casu jedoch nicht 

der Fall sei. Überdies begründete sie, weshalb die anbegehrte Anrechnung der 

erzielten Erträge selbst dann, wenn das Herabsetzungsbegehren im Hauptpunkt 

begründet wäre, aus rechtlichen Gründen nicht geschützt bzw. eine Herabsetzung 

unter dem Titel der Nutzung nicht vorgenommen werden könnte (KG act. 2 S. 

23 f., Erw. 3.2). 

Damit – so das vorinstanzliche Fazit – erweise sich die Berufung als unbe-

gründet, und der bezirksgerichtliche Entscheid sei in Bestätigung der erstinstanz-

lichen Nebenfolgen zu übernehmen, wobei der im zweitinstanzlichen Verfahren 

unterliegende Beschwerdeführer für das Berufungsverfahren kosten- und ent-

schädigungspflichtig sei (KG act. 2 S. 24, Erw. 3.3 und 4). 

3. Bevor (soweit notwendig) näher auf die hiegegen erhobene Beschwerde 

eingegangen wird, ist der Beschwerdeführer auf zwei Besonderheiten des Kassa-

tionsverfahrens hinzuweisen: 

a) Im Unterschied zum Berufungsverfahren stellt das Verfahren nach §§ 281 

ff. ZPO seiner Natur (als ausserordentliches Rechtsmittelverfahren) nach keine 

(hier: drittinstanzliche) Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter dar. Ins-

besondere hat die Kassationsinstanz keine umfassende Prüfungsbefugnis und  

-pflicht bezüglich des gesamten Prozessstoffes sowohl in rechtlicher wie auch tat-

sächlicher Hinsicht. Sie hat vielmehr allein zu prüfen, ob der angefochtene Ent-

scheid aufgrund des bei der Vorinstanz gegebenen Aktenstandes an einem be-

sonderen Mangel, nämlich einem Nichtigkeitsgrund im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 

ZPO leidet. Letzteren muss der Nichtigkeitskläger in der Beschwerdeschrift selbst 

nachweisen (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO), wobei neue tatsächliche Behauptungen, 

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Einreden, Bestreitungen und Beweise, die eine Vervollständigung des Prozess-

stoffes bezwecken, über den der erkennende (Sach-)Richter zu entscheiden hat-

te, im Beschwerdeverfahren (selbst bei Vorliegen der Voraussetzungen von § 115 

ZPO) nicht zulässig sind (sog. Novenverbot; vgl. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., 

N 4a zu § 288 ZPO [und N 7b zu § 115 ZPO]; Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivil-

sachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 75; Walder-Richli/Grob-

Andermacher, Zivilprozessrecht, 5. A., Zürich/Basel/Genf 2009, § 39 Rz 65; ZR 

76 Nr. 26; RB 1996 Nr. 121). Gemäss § 290 ZPO werden lediglich die geltend 

gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft (sog. Rügeprinzip), und auch dies nur in-

soweit, als die Vorschrift von § 285 ZPO eine Beurteilung der erhobenen Rügen 

durch die Kassationsinstanz überhaupt zulässt (dazu nachstehende lit. b).  

Um den ihm obliegenden Nachweis eines Nichtigkeitsgrundes zu erbringen, 

hat sich der Nichtigkeitskläger konkret mit dem angefochtenen (hier: Berufungs-) 

Entscheid und den ihn tragenden Erwägungen auseinanderzusetzen und hierbei 

darzulegen, inwiefern diese mit einem Mangel im Sinne von § 281 ZPO behaftet 

seien. Die blosse Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wieder-

holung genügen hiefür nicht. Ebenso wenig lässt sich – zumal bei Einwänden ge-

gen die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz – 

ein Nichtigkeitsgrund rechtsgenügend dartun, indem in appellatorischer Weise 

bloss die Richtigkeit der vorinstanzlichen Auffassung in Abrede gestellt und dieser 

(allenfalls) die eigene, abweichende Ansicht entgegengestellt oder allgemeine Kri-

tik am Entscheid der Vorinstanz geübt wird. Vielmehr sind in der Beschwerde-

begründung insbesondere die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Ent-

scheids genau zu bezeichnen und diejenigen Stellen in den vorinstanzlichen Ak-

ten, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. 

So muss beispielsweise, wer die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich 

im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO rügt, in der Beschwerde genau darlegen, welche 

wo (in den vorinstanzlichen Erwägungen) getroffenen tatsächlichen Annahmen 

des angefochtenen Entscheids aufgrund welcher (präzis zu nennenden) Akten-

stellen willkürlich sein sollen. Wird Aktenwidrigkeit einer tatsächlichen Annahme 

behauptet, so sind neben der bemängelten Stelle im angefochtenen Entscheid 

ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in 

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die Beweiswürdigung einbezogen worden sein sollen, genau anzugeben. Ebenso 

muss, wer einwendet, bestimmte Vorbringen seien zu Unrecht nicht berücksichtigt 

oder behandelt worden, sagen, wo (Aktenstelle) er diese vorgetragen hat. 

Schliesslich ist bei Berufung auf § 281 Ziff. 1 ZPO hinreichend präzis aufzuzeigen, 

inwiefern welcher wesentliche Verfahrensgrundsatz verletzt worden bzw. worin 

ein verfahrensrechtlicher Mangel zu erblicken sei. Es ist mithin nicht Sache der 

Kassationsinstanz, in den vorinstanzlichen Akten nach den Grundlagen des gel-

tend gemachten (oder gar eines anderen möglichen) Nichtigkeitsgrundes zu su-

chen (einlässlich zu den formellen Anforderungen an eine Beschwerdebegrün-

dung von Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivil- und Strafsachen nach 

zürcherischem Recht, 2. A., Zürich 1986, S. 16 ff.; Spühler/Vock, a.a.O., S. 56 f., 

72 f.; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO).  

Erfüllt die Beschwerde (als Ganzes) oder einzelne der darin erhobenen Rü-

gen diese (als Rechtsmittelvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfenden) Be-

gründungsanforderungen nicht, kann auf die Beschwerde oder die entsprechen-

den Vorbringen nicht eingetreten werden. 

b) Nach § 285 ZPO ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde unzulässig, 

soweit der angefochtene Entscheid dem Weiterzug an das Bundesgericht unter-

liegt und dieses mit freier Kognition überprüfen kann, ob der geltend gemachte 

Mangel vorliegt (Grundsatz der Subsidiarität der kantonalen Nichtigkeitsbe-

schwerde gegenüber den bundesrechtlichen Rechtsmitteln). 

Der vorinstanzliche Entscheid hat einen Rechtsstreit über ein dem Bundes-

privatrecht unterstehendes Rechtsverhältnis (Erbteilung) zum Gegenstand und 

unterliegt der (ordentlichen) Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG an 

das Bundesgericht (vgl. hinten, Erw. 8). Im Rahmen dieses Rechtsmittels kann 

das Bundesgericht (unter anderem) eine behauptete Verletzung von Bundesrecht 

mit freier Kognition überprüfen (Art. 95 lit. a BGG). Folglich ist im vorliegenden 

Rechtsstreit die Rüge der Verletzung von (formellem oder materiellem) Bundes-

recht, zu dem auch die erbrechtlichen Bestimmungen des ZGB (Art. 457 ff. ZGB) 

gehören, nicht im kantonalen Kassationsverfahren, sondern mittels (ordentlicher) 

Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgericht zu erheben (ZR 107 Nr. 79, Erw. 

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3/b; 107 Nr. 59, Erw. 3.1; 107 Nr. 21, Erw. II/5/b m.w.Hinw.; Reetz, Das neue 

Bundesgerichtsgesetz unter besonderer Berücksichtigung der Beschwerde in Zi-

vilsachen, SJZ 2007, S. 37; Kuhn/Nietlispach, Bundesrechtsmittel und kantonale 

Rechtsmittel – Die Perspektiven kantonaler Gerichte am Beispiel des Kantons Zü-

rich, ZZZ 2008/09, S. 300). Das Kassationsgericht kann deshalb in casu insbe-

sondere nicht prüfen, ob die Vorinstanz die Art. 527 f. ZGB richtig angewendet 

habe. 

4. In Berücksichtigung dieser Grundsätze ergibt sich für die vorliegende Be-

schwerde (KG act. 1), was folgt: 

a) Die Beschwerde vermag den eben skizzierten, zumindest in ihren wesent-

lichen Grundzügen auch von einer nicht anwaltlich vertretenen Partei zu beach-

tenden gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbe-

schwerde über weite Strecken nicht zu genügen.  

Zwar wird darin auf verschiedene Seiten im angefochtenen Urteil verwiesen 

bzw. unter Angabe der jeweils beanstandeten Erwägungen dargelegt, inwiefern 

der vorinstanzliche Entscheid zu bemängeln sei, wobei sich der Beschwerdefüh-

rer im Wesentlichen auf die Nichtigkeitsgründe gemäss § 281 Ziff. 2 und 3 ZPO 

beruft (vgl. KG act. 1 S. 5 Mitte). Der Beschwerdeführer unterlässt es aber – von 

vereinzelten Ausnahmen abgesehen (vgl. insbes. KG act. 1 S. 8 unten) –, zur Un-

termauerung resp. zum Nachweis der behaupteten Mängel (insbesondere der gel-

tend gemachten willkürlichen und aktenwidrigen Annahmen) konkrete, d.h. präzis 

bezeichnete Stellen in den (umfangreichen und daher nicht ohne weiteres über-

blickbaren) vorinstanzlichen Akten zu nennen. Da es in Anbetracht des Rügeprin-

zips nicht Aufgabe der Kassationsinstanz ist, in den vorinstanzlichen Akten nach 

den Grundlagen der geltend gemachten Nichtigkeitsgründe zu suchen, kann so-

mit nicht auf die Beschwerde eingetreten werden, soweit es an diesen Nachwei-

sen (d.h. an Hinweisen auf konkrete Aktenstellen) fehlt oder der Sache nach rein 

appellatorische Kritik an den angefochtenen vorinstanzlichen Erwägungen geübt 

wird.  

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b) Das gilt insbesondere insoweit, als der Beschwerdeführer gegen die Aus-

führungen im 1. Abschnitt auf Seite 15 des Berufungurteils (KG act. 2) einwendet, 

die Vorinstanz habe damit "einmal mehr" und in willkürlicher Würdigung der Be-

weislage nicht berücksichtigt, dass es sich beim Verkauf der Liegenschaft A. unter 

dem wahren Wert um eine konzertierte Aktion von Erblasserin und Beschwerde-

gegner als dem bevorzugten jüngeren Sohn gehandelt habe (KG act. 1 S. 6; s.a. 

KG act. 1 S. 7 Mitte und unten [zu Seite 21, 1. Anschnitt]). Darauf ist nicht näher 

einzugehen, nachdem der Beschwerdeführer in Missachtung seiner Pflicht zum 

Nachweis des behaupteten Nichtigkeitsgrundes (§ 288 ZPO) keine konkreten Ak-

tenstellen nennt, die seine Behauptung stützen bzw. ein konzertiertes Zusam-

menwirken von Erblasserin und Beschwerdegegner nicht ohne Willkür verneinen 

lassen.  

c) Rein appellatorischer Natur sind im Weiteren auch diejenigen Ausführun-

gen, mit denen der Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Erwägungen zur Fra-

ge, ob (neben dem Beschwerdegegner auch) die Erblasserin im Zeitpunkt der 

Veräusserung vom erheblich über dem Verkaufspreis von Fr. 3,4 Mio. liegenden 

wahren Wert der veräusserten Liegenschaft A. gewusst habe (KG act. 2 S. 17-

20), sinngemäss als willkürlich im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO beanstandet (KG 

act. 1 S. 6 f.). Denn darin beschränkt er sich im Wesentlichen darauf, der einläss-

lich begründeten, die Frage verneinenden Ansicht der Vorinstanz seine eigene, 

gegenteilige Würdigung der Beweislage (insbesondere der Überzeugungskraft 

der Schätzung der Zürcher Kantonalbank) entgegenzustellen, ohne hierbei auf 

bestimmte Aktenstellen hinzuweisen, welche die von der Vorinstanz gezogenen 

tatsächlichen Schlüsse als willkürlich, d.h. für einen unbefangen Denkenden ge-

radezu unhaltbar erscheinen lassen würden (vgl. ZR 81 Nr. 88, Erw. 6; von Re-

chenberg, a.a.O., S. 28; RB 2002 Nr. 11). Willkür in der diesbezüglichen Beweis-

würdigung ist insbesondere auch mit dem in der Beschwerde angeführten Um-

stand nicht dargetan, dass die Erblasserin den Beschwerdeführer auf den Pflicht-

teil gesetzt habe, nachdem sie zuvor alle Hebel in Bewegung gesetzt gehabt ha-

be, um ihn zu enterben, was mangels Vorliegens der hiefür notwendigen Voraus-

setzungen jedoch nicht möglich gewesen sei (vgl. KG act. 1 S. 7 [zu Seite 21, 

1. Abschnitt]). So indiziert allein die (feststehende) Tatsache, dass die Erblasserin 

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die (letztlich fallengelassene) Absicht hatte, den Beschwerdeführer zu enterben, 

und dass sie diesen (statt dessen) auf den Pflichtteil gesetzt hat, keineswegs 

(gleichsam zwingend), dass sie um die Diskrepanz zwischen Kaufpreis und wah-

rem Wert der Liegenschaft wusste und mit dem Verkauf unter Wert bewusst eine 

Strategie zur Benachteiligung des Beschwerdeführers verfolgte. Für einen sol-

chen tatsächlichen Schluss wären vielmehr noch andere, in der Beschwerde nicht 

genannte (aktenkundige) Indizien notwendig. 

d) Unerfindlich ist weiter, weshalb die Vorinstanz aufgrund ihrer vorange-

gangenen Erwägungen im von ihr gezogenen Fazit (KG act. 2 S. 22/23) eine He-

rabsetzung hätte bejahen (statt verneinen) müssen, wie der Beschwerdeführer 

meint (KG act. 1 S. 7 f. [zu Seite 22, letzter Abschnitt]). In dieser Hinsicht lässt 

sich die beschwerdeführerische Kritik nicht nachvollziehen. Gegenteils hat die 

Vorinstanz in den zum beanstandeten Fazit führenden Erwägungen (KG act. 2 S. 

14 ff.) ausführlich und einleuchtend begründet, dass und weshalb selbst bei Zu-

grundelegung eines eher bescheidenen Beweismasses keinesfalls als erstellt 

(bewiesen) gelten könne (sondern nur allenfalls möglich sei), dass sich die Erb-

lasserin beim Verkauf der Liegenschaft der augenfälligen Diskrepanz zwischen 

Verkaufspreis und tatsächlichem Verkehrswert bewusst gewesen sei und den Be-

schwerdegegner damit bewusst habe bevorzugen wollen (welchen Beweis die 

Vorinstanz für eine – folglich nicht stattfindende – Herabsetzung jedoch für unent-

behrlich hielt). Inwiefern dieser Schluss als solcher (fehlender Beweis der Bevor-

zugungsabsicht) willkürlich sein sollte, wird in der Beschwerde nicht näher darge-

legt. 

e) Soweit der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf Erwägung 3.1.1 des 

angefochtenen Entscheids (KG act. 2 S. 10) sodann rügt, dass "die vom Bundes-

gericht weitgehend bereits angekündigte Weiterentwicklung ... [der] Praxis" das 

strikte Festhalten am Nachweis der Zuwendungsabsicht bei einem groben Miss-

verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung wegen der Beweisschwierigkei-

ten nicht zulasse, sondern vor allem in krassen Fällen wie dem vorliegenden eine 

"wirtschaftliche Betrachtungsweise" Platz zu greifen habe (KG act. 1 S. 5 f.), 

macht er sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, die 

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Herabsetzung nach Art. 527 f. ZGB setze den Nachweis einer Zuwendungsab-

sicht des Erblassers voraus. Die damit zur Prüfung gestellte (Rechts-)Frage nach 

den Voraussetzungen der Herabsetzung beurteilt sich nach materiellem Bundes-

recht. Folglich kann sie im Rahmen der gegen das Berufungsurteil offenstehen-

den Beschwerde in Zivilsachen vom Bundesgericht frei geprüft werden (Art. 95 lit. 

a BGG). Damit ist sie der kassationsgerichtlichen Beurteilung aber entzogen und 

die Beschwerde in diesem Punkt unzulässig (§ 285 ZPO und vorne, Erw. 3/b). 

f) Gleiches würde gelten, sollte der Beschwerdeführer sinngemäss rügen, 

entgegen vorinstanzlicher Ansicht sei für eine Herabsetzung nicht einzig und al-

lein das Wissen und Wollen der Erblasserin entscheidend, sondern es genüge 

hiefür das Wissen des Beschwerdegegners (als Käufer) um das Missverhältnis 

zwischen Kaufpreis und Wert der veräusserten Liegenschaft bzw. dessen "von 

langer Hand vorbereitete und zielstrebig verfolgte Benachteiligungsstrategie" (vgl. 

KG act. 1 S. 6 [zu Seite 15, 1. Abschnitt]): Auch hierbei handelt es sich um eine 

vom Bundes(privat)recht beherrschte Rechtsfrage, die nicht im kantonalen Kassa-

tionsverfahren, sondern im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht zu prüfen ist, 

womit die Beschwerde auch diesbezüglich unzulässig wäre (§ 285 ZPO und vor-

ne, Erw.3/b). 

g) Ebenfalls nach Bundesrecht beurteilt sich die (Rechts-)Frage, ob der Be-

schwerdeführer neben der Herabsetzung des den Kaufpreis übersteigenden Be-

trags auch die teilweise Herausgabe der aus der veräusserten Liegenschaft ge-

zogenen Mietzinse verlangen könne oder ob er – wie die Vorinstanz ausführt – 

damit wirtschaftlich gesehen das Gleiche doppelt fordere, d.h. ob er Anspruch auf 

einen Teil der Mietzinseinnahmen als Früchte der veräusserten Sache habe (vgl. 

KG act. 1 S. 8 f. [zu Seite 23, Erw. 3.2]). Folglich kann auch sie im Rahmen der 

gegen das Berufungsurteil zulässigen Beschwerde in Zivilsachen der freien bun-

desgerichtlichen Prüfung unterbreitet werden, womit auch diesbezüglich unter 

Hinweis auf § 285 ZPO nicht auf die Beschwerde eingetreten werden kann (s.a. 

vorne, Erw. 3/b). 

h) Schliesslich rügt der Beschwerdeführer (als Verletzung der Begründungs-

pflicht bzw. seines Anspruchs auf rechtliches Gehör), die Vorinstanz sei nicht auf 

-   13   - 

eine von ihm in der Berufungsbegründung vom 8. Juni 2009 erhobene Rüge be-

treffend Eventualvorsatz eingegangen (KG act. 1 S. 9). Dabei zeigt er jedoch nicht 

auf, dass, wo und in welchem Zusammenhang in der (relativ umfangreichen) Be-

rufungsbegründung (OG act. 361) er diese behaupteterweise übergangene Rüge 

vorgetragen habe. Insoweit genügt die Beschwerde den formellen Begründungs-

anforderungen nicht, weshalb sie auch in diesem Punkt von der Hand zu weisen 

ist (§ 288 ZPO und vorne, Erw. 3/a). 

i) Nachdem das vorinstanzliche Urteil in der Sache selbst einer kassations-

gerichtlichen Überprüfung standhält (bzw. hinsichtlich desselben kein der kassati-

onsgerichtlichen Beurteilung zugänglicher Nichtigkeitsgrund nachgewiesen ist), 

besteht kein Anlass, die darin festgesetzten und formell mitangefochtenen (s. KG 

act. 1 S. 3, Anträge 5-8, und S. 9 f. [zu Seite 24, Erw. 4]) Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren aufzuheben. Das gilt 

auch mit Bezug auf die Höhe der für das zweitinstanzliche Verfahren zugespro-

chenen Prozessentschädigung von Fr. 25'000.-- (KG act. 2 S. 24, Erw. 4), die – 

ausgehend von einem unbestrittenen (Berufungs-)Streitwert von rund Fr. 2,63 

Mio. (vgl. KG act. 2 S. 8 und 24, Erw. 4) – im Verhältnis zu den in §§ 3 ff.  

AnwGebV statuierten Ansätzen betragsmässig keineswegs völlig unangemessen 

ist (vgl. von Rechenberg, a.a.O., S. 28; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 47a zu 

§ 281 ZPO). Zudem werden in der Beschwerde in diesem Zusammenhang auch 

keine rechtsgenügenden Rügen erhoben, und für die vom Beschwerdeführer (in 

den Rechtsmittelanträgen 5-8) beantragte allgemeine Überprüfung der Nebenfol-

genregelung bleibt in Anbetracht des im Kassationsverfahren geltenden Rüge-

prinzips (vgl. § 288 ZPO und vorne, Erw. 3/a) kein Raum. 

5. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass in der Beschwerdeschrift 

nicht nachgewiesen wird, dass das vorinstanzliche Urteil vom 12. Februar 2010 

(KG act. 2) an einem der kassationsgerichtlichen Prüfung unterliegenden Mangel 

im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leide. Vielmehr genügen die darin erhobenen 

Rügen entweder den formellen Anforderungen an die Begründung einer Nichtig-

keitsbeschwerde nicht, oder es wird in unzulässiger Weise die Verletzung bun-

-   14   - 

desrechtlicher Vorschriften geltend gemacht. Demzufolge kann auf die Beschwer-

de insgesamt nicht eingetreten werden (§ 288 und § 285 ZPO). 

6. Der Beschwerdeführer, dem (wie erwähnt) bereits im erstinstanzlichen 

Verfahren die (umfassende) unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von §§ 84/87 

ZPO bzw. Art. 29 Abs. 3 BV gewährt (BG act. 45) und bislang auch nicht wieder 

entzogen wurde, ersucht auch für das Kassationsverfahren um Bewilligung der 

unentgeltlichen Prozessführung (KG act. 1 S. 10). 

a) Zwar gilt eine einmal erteilte Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

grundsätzlich nicht nur für die angerufene Instanz, sondern auch für allfällige 

(kantonale) Rechtsmittelverfahren, ohne dass es hiefür eines besonderen Antrags 

oder Entscheids bedürfte. Die Rechtsmittelinstanz kann für ihr Verfahren jedoch 

einen selbstständigen Entscheid treffen (§ 90 Abs. 2 ZPO; Frank/Sträuli/Messmer, 

a.a.O., N 3 zu § 90 ZPO). Insbesondere kann die Bewilligung des prozessualen 

Armenrechts zurückgezogen werden, wenn dessen Voraussetzungen im Laufe 

des Prozesses dahinfallen (§ 91 ZPO).  

b) Letzteres trifft vorliegend zu: So muss die Beschwerde aus den vorste-

hend dargelegten Gründen bereits aufgrund einer summarischen Vorabbeurtei-

lung als von Anfang an aussichtslos im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO und Art. 29 

Abs. 3 BV betrachtet werden (vgl. dazu BGE 129 I 135 f.; 128 I 236; 125 II 275 

m.w.Hinw.; Pra 2006 Nr. 102, Erw. 2.1; ZR 101 Nr. 14, Erw. 3; 69 Nr. 29; Frank/ 

Sträuli/Messmer, a.a.O., N 21a zu § 84 ZPO; Meichssner, Das Grundrecht auf 

unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 99 ff., 106; Vogel/ 

Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. A., Bern 2006, Kap. 11 Rz 68 f.; 

BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004, Erw. 4.3). Damit fehlt(e) es bezüglich des Be-

schwerdeverfahrens aber am Erfordernis genügender Erfolgsaussichten des 

Rechtsmittels und damit an einer für die Bewilligung bzw. Aufrechterhaltung der 

unentgeltlichen Rechtspflege unabdingbaren Voraussetzung. Deshalb ist dem 

Beschwerdeführer – unabhängig von dessen finanzieller Situation – für das Kas-

sationsverfahren die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung zu entziehen 

(s.a. RB 1997 Nr. 76; ZR 98 Nr. 12).  

-   15   - 

7. Gemäss der auch im Rechtsmittelverfahren geltenden allgemeinen Regel 

von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Gerichtskosten der unterliegenden Partei aufer-

legt. Sie bestehen in einer sämtliche Kosten abdeckenden (§ 2 Abs. 3 GGebV) 

Gerichtsgebühr, deren Höhe – basierend auf einem massgeblichen (Verfahrens-) 

Streitwert von rund Fr. 2,63 Mio. (vgl. KG act. 2 S. 8 und 24) – nach § 4 Abs. 1 

GGebV zu bemessen (vgl. § 13 Abs. 1 und 2 GGebV) und gestützt auf § 4 Abs. 2 

und § 10 Abs. 1 GGebV (analog) erheblich zu reduzieren ist. Als unterliegende 

Partei ist auch der (Rechtsmittel-)Kläger zu behandeln, auf dessen Klage (resp. 

Rechtsmittel) nicht eingetreten wird (Guldener, Schweizerisches Zivilprozess-

recht, 3. A., Zürich 1979, S. 406, Anm. 6/a; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 18 

zu § 64 ZPO). Da der Beschwerdeführer in diesem Sinne unterliegt, hat er die 

Kosten des Kassationsverfahrens zu tragen. 

Die Zusprechung einer Prozessentschädigung an den Beschwerdegegner 

fällt demgegenüber ausser Betracht, nachdem diesem vor Kassationsgericht kei-

ne entschädigungspflichtigen Kosten und Umtriebe im Sinne von § 68 Abs. 1 ZPO 

entstanden sind. 

8. Soweit mit dem vorliegenden Beschluss über die Beschwerde selbst ent-

schieden wird, handelt es sich um einen Endentscheid (im Sinne von Art. 90 

BGG) in einer vermögensrechtlichen Zivilsache, deren (Rechtsmittel-)Streitwert 

rund Fr. 2,63 Mio. beträgt und somit weit über Fr. 30'000.-- liegt (vgl. Art. 51 Abs. 

1 lit. a BGG). Folglich steht gegen ihn aus den in Art. 95 ff. BGG genannten  

(Rüge-)Gründen die Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das 

Bundesgericht offen (vgl. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). 

Demgegenüber stellt der kassationsgerichtliche Beschluss mit Bezug auf 

den Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege einen Zwischenentscheid im Sinne 

von Art. 93 BGG dar (vgl. statt vieler BGer 5A_352/2007 vom 7.9.2007, Erw. 1.1; 

5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.1; Pra 2008 Nr. 67, Erw. 1.2). Weil der Rechts-

weg gegen Zwischenentscheide dem in der Hauptsache zulässigen Rechtsmittel 

folgt (vgl. BGE 133 III 647 f., Erw. 2.2; BGer 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.2; 

5D_41/2007 vom 27.11.2007, Erw. 2.2) und die bundesgerichtliche Rechtspre-

chung die (zusätzliche) Anfechtungsvoraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG 

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bei Verweigerung des prozessualen Armenrechts regelmässig bejaht (vgl. z.B. 

BGer 5A_26/2008 vom 4.2.2008, Erw. 1.1; 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 

1.1; Pra 2008 Nr. 67, Erw. 1.2), ist auch dagegen die (ordentliche) Beschwerde in 

Zivilsachen zulässig. 

Ferner beginnt mit der Zustellung des Entscheids des Kassationsgerichts 

(als ausserordentlicher Rechtsmittelinstanz) auch die dreissigtägige Frist zur (di-

rekten) Anfechtung des obergerichtlichen Berufungsentscheids beim Bundesge-

richt wegen Mängeln, deren Prüfung dem Kassationsgericht entzogen ist, (neu) 

zu laufen (Art. 100 Abs. 6 BGG; s.a. KG act. 2 S. 27, Disp.-Ziff. 9 Abs. 3; BGE 

135 III 339 f., Erw. 1.3; BGer 4A_216/2008 vom 20.8.2008, Erw. 1.2; 

4A_398/2008 vom 18.12.2008, Erw. 1.3.2; 4A_141/2008 vom 8.12.2009, Erw. 

13.1). 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Dem Beschwerdeführer wird für das Kassationsverfahren die Bewilligung 

der unentgeltlichen Prozessführung entzogen. 

2. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. 

3. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf 

Fr. 5'000.--. 

4. Die Gerichtsgebühr wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

5. Für das Kassationsverfahren werden keine Prozessentschädigungen zuge-

sprochen. 

6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von 

Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine 

Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG 

-   17   - 

an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. 

Der Streitwert beträgt Fr. 2'629'875.--. 

Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Urteils des Oberge-

richts vom 12. Februar 2010 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu ab 

Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG). 

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts 

des Kantons Zürich, das Bezirksgericht Zürich (7. Abteilung; Proz.-Nr. 

CP030032) und die Bezirksgerichtskasse Zürich, je gegen Empfangsschein. 

______________________________________ 

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Der juristische Sekretär: 

 
 

	Zirkulationsbeschluss vom 22. Juni 2010
	Das Gericht hat in Erwägung gezogen:
	Das Gericht beschliesst: