# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ed389ad-774a-5751-b268-584beac90d5b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 16.09.2025 VR3 2023 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2023-66_2025-09-16.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 16. September 2025
mitgeteilt am 24. September 2025

Referenz VR3 23 66

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Zanolari Hasse, Aktuarin

Parteien A._____ GmbH
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Michelle Derron

gegen

Gemeinde Zuoz
Chesa Cumünela, 7524 Zuoz
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger

B._____
Beschwerdegegner 1
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michel Castelli

C._____
Beschwerdegegner 2

D._____
Beschwerdegegner 3

Gegenstand Bau- und Betriebsbewilligung

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 5. Juli 2023 duldete der Gemeinderat der Gemeinde Zuoz 
im Vorfeld des Baubewilligungsverfahrens Nr. 23.27.Z.2._____ einstweilen den 
Betrieb des_____ladens "_____ - E._____" in Zuoz. Der _____laden wird durch 
C._____ resp. D._____ geführt und befindet sich im Gebäude Nr. Z.1._____ auf 
dem Grundstück Nr. Z.2._____, Grundbuch der Gemeinde Zuoz, dessen 
Eigentümer B._____ ist.

B. Gegen den Entscheid vom 5. Juli 2023 des Gemeinderats der Gemeinde 
Zuoz stellte die A._____ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin), Eigentümerin 
des benachbarten Grundstücks Nr. Z.3._____, Grundbuch der Gemeinde Zuoz, am 
13. Juli 2023 ein Wiedererwägungsgesuch bei der Beschwerdegegnerin. 
Gleichentags erhob sie gegen den Entscheid vom 5. Juli 2023 Beschwerde beim 
damaligen Verwaltungsgericht und heutigen Obergericht des Kantons Graubünden 
und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei die Nichtigkeit der Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 05. Juli 2023 
festzustellen;

2. Es sei die formelle Baurechtswidrigkeit der Umnutzung | Zweckänderung des 
Erdgeschosses des Wohnhauses auf dem Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im 
Grundbuch der Gemeinde Zuoz, durch den Betrieb des _____ladens «_____ – 
E._____» und die neu geplante Lüftungsanlage auf dem Grundstück Nr. Z.2._____, 
eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz, festzustellen;

3. Es sei die Beschwerdegegnerin 1 anzuweisen, ein umfassendes 
Baubewilligungsverfahren für den Betrieb des _____ladens «_____ – E._____» und 
die neu geplante Lüftungsanlage, auf dem Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im 
Grundbuch der Gemeinde Zuoz, einzuleiten unter Fristansetzung der 
Beschwerdegegner 2 bis 4 zur Einreichung der Baugesuche für den Betrieb des 
_____ladens «_____ – E._____» und die neu geplante Lüftungsanlage, auf dem 
Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz;

4. Es sei unverzüglich die Betriebseinstellung | der Betriebsstopp des ______ladens 
«______ - E._____», auf dem Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im Grundbuch 
der Gemeinde Zuoz, unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB im 
Unterlassungsfall, anzuordnen;

5. Eventualiter zum Rechtsbegehren Ziff. 1 sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin 
1 vom 05. Juli 2023 aufzuheben;

6. Wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 05. Juli 2023 im Sinne von 
Rechtsbegehren Ziff. 5 aufgehoben, sei die formelle Baurechtswidrigkeit der 
Umnutzung | Zweckänderung des Erdgeschosses des Wohnhauses auf dem 
Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz, durch den 
Betrieb des _____ladens «_____ – E._____» und die neu geplante Lüftungsanlage auf 

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dem Grundstück Nr. Z.2._____, eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz, 
festzustellen;

7. Wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 05. Juli 2023 im Sinne von 
Rechtsbegehren Ziff. 5 aufgehoben, sei den Beschwerdegegnern 2 bis 4 eine 
angemessene Frist anzusetzen, um für den Betrieb des _____ladens «_____ – 
E._____» und die neu geplante Lüftungsanlage, auf dem Grundstück Nr. Z.2._____, 
eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz, ein ordentliches 
Baubewilligungsgesuch bei der Beschwerdegegnerin 1 einzureichen;

8. Wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 05. Juli 2023 im Sinne von 
Rechtsbegehren Ziff. 5 aufgehoben, sei unverzüglich die Betriebseinstellung | 
Betriebsstopp des _____ladens «_____ – E._____», auf dem Grundstück 
Nr. Z.2._____, eingetragen im Grundbuch der Gemeinde Zuoz, unter Androhung der 
Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB im Unterlassungsfall, anzuordnen;

9. Subeventualiter sei die Sache zur (Neu-)Entscheidung an die Beschwerdegegnerin 1 
zurückzuweisen;

10. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin 1.

Gleichzeitig ersuchte die Beschwerdeführerin prozessualiter in erster Linie um 
Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Entscheid der Beschwerdegegnerin 
über das an diese gerichtete Wiedererwägungsgesuch vom 13. Juli 2023. 

C. Mit Noveneingabe vom 3. August 2023 reichte die Beschwerdeführerin eine 
verfahrensleitende Verfügung der Gemeinde Zuoz ein und hielt an den gestellten 
Anträgen fest.

D. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte die damalige 
Instruktionsrichterin die Sistierung des Beschwerdeverfahrens mit prozessleitender 
Verfügung vom 5. September 2023.

E. Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 reichte die Gemeinde Zuoz (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) eine weitere verfahrensleitende Verfügung vom 
27. Dezember 2023 und die Baupublikation vom 28. Dezember 2023 betreffend 
Baugesuch "Erstellung neue Abluftanlage für Restaurant im Erdgeschoss" von 
B._____ ein.

F. Mit Noveneingabe vom 6. Februar 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine 
Kopie der Baueinsprache vom 17. Januar 2024 gegen das hiervor genannte 
Baugesuch samt Beilagen ein. Sowohl die Beschwerdegegnerin, mit Eingaben vom 
6. März 2024 und 19. Juni 2024, als auch die Beschwerdeführerin, mit Eingabe vom 
13. Juni 2024, reichten dem Gericht in Folge weitere Schriftstücke bezüglich das 
kommunale Einspracheverfahren ein. Am 5. Juli 2024 reichte die 
Beschwerdegegnerin eine Kopie des Einsprache- und Bauentscheids vom 19. Juni 

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2024, mitgeteilt am 27. Juni 2024, ein, worin die Beschwerdegegnerin die 
Einsprache der Beschwerdeführerin abwies, soweit sie darauf eintrat, und das 
Baugesuch von B._____ bewilligte.

G. Mit Eingabe vom 28. August 2024 wiederholte die Beschwerdeführerin die 
mit der Beschwerde erhobenen Rechtsbegehren. Gleichzeitig stellte sie weitere 
Verfahrensanträge zwecks Aufhebung der Sistierung sowie Erlass vorsorglicher 
Massnahmen. Begründend führte die Beschwerdeführerin an, die 
Beschwerdegegnerin habe mit dem Einsprache- und Bauentscheid vom 19. Juni 
2024, mitgeteilt am 27. Juni 2024, die Einsprache der Beschwerdeführerin, soweit 
diese nicht berücksichtigt und gegenstandslos geworden sei, abgewiesen, und 
habe das Baugesuch vom 29. September 2023 für die Erstellung einer neuen 
Abluftanlage über Dach für das Restaurant im Erdgeschoss des Gebäudes auf dem 
Grundstück Nr. Z.2._____ bewilligt. Implizit habe die Beschwerdegegnerin im 
erwähnten Entscheid auch de facto das Wiedererwägungsgesuch vom 13. Juli 2023 
betreffend die Betriebsschliessung des _____ladens abgewiesen.

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. August 2024 hob die damalige 
Instruktionsrichterin die Sistierung des Verfahrens auf und ordnete den Fortgang 
des Schriftenwechsels an. Des Weiteren hielt sie fest, für die superprovisorische 
Anordnung der beantragten vorsorglichen Massnahme bestehe kein Anlass.

I. Nach Durchführung eines Schriftenwechsels zu den vorsorglichen 
Massnahmen, wies die damalige Instruktionsrichterin diese mit Verfügung vom 
25. September 2024 ab. Gleichzeitig wurden die Verfahrensakten der Verfahren 
VR3 23 54 und VR3 24 80 beigezogen.

J. Die Beschwerdegegnerin hat bereits in ihrer Stellungnahme vom 
10. September 2024 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, 
beantragt.

K. Mit Stellungnahme vom 23. September 2024 beantragte B._____ 
(nachfolgend: Beschwerdegegner 1), auf die Beschwerde vom 13. Juli 2023 sei 
nicht einzutreten; eventualiter sei die Beschwerde, namentlich die Rechtsbegehren 
Ziff. 1. bis 10. abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 
MWST zulasten der Beschwerdeführerin.

L. Ein weiterer Schriftenwechsel in der Sache wurde nicht angeordnet. Mit 
Eingabe vom 11. November 2024 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zur 
seitens der Beschwerdeführerin eingereichten Honorarnote.

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Erwägungen

1.1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ein devolutives Rechtsmittel. Das 
bedeutet, dass der Vorinstanz die Befugnis, sich weiter mit der Sache zu befassen, 
grundsätzlich entzogen ist, sobald gegen ihren Entscheid vor Verwaltungsgericht 
Beschwerde erhoben worden ist (vgl. BGE 130 V 138 E. 4.2 mit Hinweisen). In 
Durchbrechung dieses Grundsatzes sieht Art. 55 Abs. 1 VRG indes die Möglichkeit 
vor, dass die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid in Wiedererwägung ziehen 
und diesen bis zur Urteilsfindung im Sinne der Anträge der beschwerdeführenden 
Partei abändern kann. In Anlehnung an Art. 58 VwVG (SR 172.021) ist die 
Wiederwägung nur zugunsten der beschwerdeführenden Person zulässig (vgl. 
PFLEIDERER, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl., 
2023, Art. 58 N. 39). Die Wiedererwägung des angefochtenen Entscheids nach 
Rechtshängigkeit des Verfahrens vor Verwaltungsgericht wird als Wiedererwägung 
lite pendente bezeichnet. Die Beschwerdeinstanz sistiert das Beschwerdeverfahren 
(vgl. BGE 127 V 228 E. 2a). Der abgeänderte Entscheid ist dem Obergericht 
mitzuteilen (Art. 55 Abs. 2 VRG). Eine rechtzeitig ergangene 
Wiedererwägungsverfügung, die den in der Beschwerde gestellten Begehren 
vollumfänglich entspricht, führt zur Gegenstandslosigkeit der Beschwerde und zur 
Abschreibung des Verfahrens. Wird mit der neuen Verfügung den Begehren der 
gesuchstellenden Partei indes nur teilweise entsprochen, hat das Obergericht 
gemäss Art. 55 Abs. 3 VRG die Beschwerde nur noch insoweit zu behandeln, als 
sie durch den abgeänderten Entscheid nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 2C_255/2015 vom 26. November 2015 E. 2.3. m.H.a. 
BGE 127 V 228 E. 2b/bb sowie Lehre und Rechtsprechung für das 
Beschaffungswesen, 2C_733/2010 vom 16. Februar 2011 E. 3.2 m.H.a. BGE 126 
III 85 E. 3 sowie Literatur für das bundesverwaltungsgerichtliche Verfahren, 
2C_267/2011 vom 18. Juli 2011 E. 2.2 m.H.a. Rechtsprechung und Literatur für das 
kantonale Verfahren). Der Rechtsstreit bleibt bei der Beschwerdeinstanz hängig 
und die Behandlung der Beschwerde ist fortzusetzen, ohne dass der 
Beschwerdeführerin die Wiedererwägungsverfügung anzufechten braucht (BGE 
113 V 237 E. 1a; KIENER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG-Kommentar, 2. 
Aufl., 2019, Art. 54 Rz. 21). In Bezug auf die abgewiesenen Begehren kommt der 
neuen Verfügung lediglich die Funktion einer Stellungnahme zuhanden des 
streitberufenen Gerichts zu.

1.2. Da die Beschwerdeführerin am 13. Juli 2023 gegen die Verfügung vom 5. Juli 
2023 sowohl ein Wiedererwägungsgesuch gestellt als auch Beschwerde erhoben 
hat, wurde das vorliegende verwaltungsgerichtliche Verfahren einstweilen sistiert. 
Die Vorinstanz erliess sodann am 19. Juni 2024 einen Einsprache- und 

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Bauentscheid (Anfechtungsobjekt im Verfahren VR3 24 80), mit dem sie 
unbestrittenermassen die Verfügung vom 5. Juli 2023 nicht zugunsten der 
Beschwerdeführerin in Wiedererwägung zog, mithin das Wiedererwägungsgesuch 
faktisch abwies. Damit wurde das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht 
gegenstandlos und es erfolgte dessen Fortgang. Anfechtungsobjekt bildet weiterhin 
die angefochtene Verfügung vom 5. Juli 2023, gegen die sich die Beschwerde an 
das heutige Obergericht des Kantons Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des 
revidierten GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden übertragen worden sind (Art. 122 
Abs. 5 GOG), richtet. Gleichwohl bleibt anzufügen, dass der Bauentscheid vom 
19. Juni 2024 (Anfechtungsobjekt im Verfahren VR3 24 80) im Nachgang zur 
Verfügung vom 3. Mai 2023 (Anfechtungsobjekt im Verfahren VR3 23 54) erfolgt ist. 
Spätestens seit dem Zeitpunkt der Rechtshängigkeit der Beschwerde im Verfahren 
VR3 24 80 liegt die Verfahrensherrschaft über die (angefochtenen) 
Streitgegenstände beim streitberufenen Gericht.

1.3. Die angefochtene Verfügung ist unbestrittenermassen eine 
Zwischenverfügung im Vorfeld des Baubewilligungsverfahrens betreffend die 
Erstellung einer neuen Abluftanlage über Dach für das Restaurant im Erdgeschoss 
auf dem Grundstück des Beschwerdegegners 1. Weil der Gemeinderat die 
angefochtene Verfügung nicht explizit als selbständig anfechtbar bezeichnet hat, ist 
vorliegend für die prozessuale Zulässigkeit der verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerde entscheidend, ob und inwiefern die angefochtene Verfügung für die 
Beschwerdeführerin einen Nachteil zur Folge hat, der sich später voraussichtlich 
nicht mehr beheben lässt bzw. dass ihr dadurch ein nicht wiedergutzumachender 
Nachteil entstünde und somit die Prozessvoraussetzung von Art. 49 Abs. 4 lit. a 
VRG erfüllt wäre. 

1.4. Ein nicht wiedergutzumachender Nachteil gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG 
muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtlicher Natur sein und darf 
sich auch durch einen späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht vollständig 
beheben lassen (BGE 141 III 395 E. 2.5 und 149 II 170 E. 1.3). Dabei genügt bereits 
die Möglichkeit eines solchen rechtlichen Nachteils; rein tatsächliche Nachteile wie 
eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens reichen hingegen in der Regel 
nicht aus (BGE 144 III 475 E. 1.2, 138 III 190 E. 6, 137 III 380 E. 1.2, je mit 
Hinweisen). In Anlehnung an Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG braucht der nicht 
wiedergutzumachende Nachteil hingegen nicht rechtlicher Natur zu sein. Das 
schutzwürdige Interesse an der Anfechtung eines Zwischenentscheides setzt aber 
voraus, dass der geltend gemachte Nachteil auch durch einen günstigen 

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Endentscheid nicht (mehr vollständig) behoben werden könnte (vgl. 
KAYSER/PAPADOPOULOS/ALTMANN, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG-
Kommentar, 2. Aufl., 2019, Art. 46 Rz. 9 f. und 25 ff.). Es obliegt der 
beschwerdeführenden Partei darzutun, dass die Voraussetzungen für eine 
ausnahmsweise Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids erfüllt sind, soweit deren 
Vorliegen nicht offensichtlich ist (BGE 149 II 170 E. 1.3 mit Hinweis).

1.5. Sofern die Beschwerdeführerin den nicht wiedergutzumachenden Nachteil 
mit der Verletzung des Eigentums (gestützt auf Art. 684 ZGB) durch die ihrer 
Meinung nach übermässigen und rechtswidrigen Immissionen durch den Betrieb 
des _____ladens geltend macht (act. A.1 Rz. 12, S. 8), handelt es sich um einen 
allenfalls zivilrechtlichen Nachteil, dessen Behebung auch nicht mit einem 
verwaltungsgerichtlichen Endentscheid behoben werden könnte. Für einen 
derartigen Endentscheid sind allenfalls die Zivilgerichte sachlich zuständig. 

1.6. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, sie müsse einen 
rechtswidrigen und unbewilligten Betrieb weiterhin dulden, und verweist dabei auf 
ihre Beschwerde vom 5. Juni 2023 in der verwaltungsgerichtlichen Sache VR3 23 
54 (act. A.1 Rz. 13, S. 8). Indem die Beschwerdegegnerin diesen rechtswidrigen 
Zustand mit dem angefochtenen Entscheid weiterhin dulde, entstehe der 
Beschwerdeführerin ein nicht wiedergutzumachender Nachteil, denn durch die 
Duldung dauere der rechtswidrige Zustand weiterhin an; diese Verletzung des 
Eigentums könne auch mit einem späteren günstigen Endentscheid nicht mehr 
beseitigt werden (act. A.1, Rz. 15, S. 9). Hier gilt es zu differenzieren, dass die 
Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren mehrere Rechtsbegehren stellt, die 
sich einerseits auf den aus ihrer Sicht rechtswidrigen und nicht bewilligten Betrieb 
des _____ladens beziehen und mithin bei deren Gutheissung einen Betriebsstopp 
zur Folge hätten (Rechtsbegehren Ziff. 4 und 8). Auf der anderen Seite beziehen 
sich die übrigen Rechtsbegehren auf das formelle und materielle Baurecht 
bezüglich der bestehenden Baute, der geplanten Abluftanlage über Dach sowie der 
damit einhergehenden Koordinationspflicht (Rechtsbegehren Ziff. 2, 3, 5, 6 und 7). 

1.7. Die Beschwerdeführerin hat gegen die Verfügung des Gemeinderats der 
Gemeinde Zuoz vom 3. Mai 2023 wie erwähnt Beschwerde erhoben und in jenem 
Verfahren (VR3 23 54) bereits überwiegend identische Rechtsbegehren gestellt. In 
jenem Verfahren gilt es demnach unter anderem über das formelle und materielle 
Baurecht im Zusammenhang mit dem Betrieb des _____ladens zu befinden. Die 
Beschwerdeführerin konnte sich umfassend zu den Aspekten des formellen und 
materiellen Baurechts, der Zonenkonformität, den umweltschutzrechtlichen 
Vorgaben, den baupolizeilichen Verfahren, der Interessensabwägung sowie den 

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gastgewerblichen Vorgaben äussern. Die übrigen Rechtsbegehren der 
vorliegenden Beschwerde beziehen sich auf die geplante Abluftanlage über Dach. 
Gegen den diesbezüglich ergangenen Bauentscheid des Gemeinderats der 
Gemeinde Zuoz vom 19. Juni 2024 hat die Beschwerdeführerin Beschwerde 
erhoben (Verfahren VR3 24 80). In jenem Verfahren hat sie alle Rechtsbegehren 
bezüglich der Verletzung der Koordinationspflicht gestellt und konnte sich 
umfassend zur Sache äussern, insbesondere zu den formellen und materiellen 
Vorgaben im Baubewilligungsverfahren und dessen Einheitlichkeit. Die Frage 
betreffend den korrekten Umfang eines Baubewilligungsverfahrens bzw. die Einheit 
des Bauentscheides wurde somit auch im Rahmen eines Baubewilligungs‑ bzw. 
Einspracheverfahrens sowie im nachfolgenden Beschwerdeverfahren VR3 24 80 
thematisiert. Diesbezüglich hat die Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges 
Interesse im Sinne eines praktischen Nutzens, weshalb ihr im vorliegenden 
Verfahren kein Nachteil entsteht (vgl. zum praktischen Nutzen: Urteile des 
Bundesgerichts 1C_249/2023 vom 5. November 2024 E. 2.4, 1C_542/2021 vom 
21. September 2023 E. 1.2 und 1C_313/2019 vom 28. April 2020 E. 2.1 ff. m.H.a. 
BGE 142 II 451 E. 3.4.1, 141 II 50 E. 2.1 und 139 II 499 E. 2.2). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung könnte die Beschwerdeführerin – im Rahmen 
der Legitimation und eines zulässigen Anfechtungsobjektes – selbst im 
bundesgerichtlichen Rechtsmittelverfahren gegen einen Bauentscheid die 
rechtliche Rüge der Verletzung der Einheit des Bauentscheides vorbringen (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 1C_244/2018 vom 28. März 2019 E. 2, 1C_658/2017 
vom 18. September 2018 E. 3.2 f., 1C_350/2014 vom 13. Oktober 2015 E. 2 und 
1C_394/2012 vom 31. Januar 2013 E. 2). Schliesslich ist nicht ersichtlich, dass ein 
sofortiger Endentscheid in diesem Verfahren einen bedeutenden Aufwand an Zeit 
oder Kosten für ein weitläufiges Beweis- und Entscheidverfahren ersparen würde. 

1.8. Im Lichte dieser Ausführungen erwächst der Beschwerdeführerin aus der 
angefochtenen Zwischenverfügung kein nicht wiedergutzumachender Nachteil 
i.S.v. Art. 49 Abs. 4 lit. a VRG, der sich durch einen günstigen Entscheid in den 
Verfahren VR3 23 54 und VR3 24 80 nicht (mehr vollständig) beheben liesse, 
weshalb auf die gegen die Verfügung vom 5. Juli 2023 erhobene Beschwerde nicht 
einzutreten ist.

2.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten, bestehend 
aus einer Staatsgebühr und den Kanzleiauslagen (Art. 75 Abs. 1 lit. a und b VRG), 
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin. Bei 
Nichteintreten gilt in der Regel diejenige Partei als unterliegend, welche die 
Beschwerde erhoben hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_74/2023 vom 

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1. Dezember 2023 E. 3.1 f.; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 20 69 vom 10. November 2020 E. 2). Die Staatsgebühr wird in 
Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG und unter Berücksichtigung des durch die 
Beschwerdeführerin verursachten, nicht unerheblichen Verfahrensaufwands sowie 
der weiteren Verfahren der Beschwerdeführerin betreffend des _____ladens auf 
CHF 2'500.00 festgesetzt.

2.2. Gemäss Art. 16a Abs. 2 AnwG (BR 310.100) und Art. 2 Abs. 1 und 2 HV 
(BR 310.250) i.V.m. Art. 19 AnwG wird die Parteientschädigung an die obsiegende 
Partei nach Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in 
der Honorarnote geltend gemachten Aufwand sowie Stundenansatz ausgeht. Da 
der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 1 trotz entsprechender Aufforderung 
keine Honorarnote eingereicht hat, legt das Gericht die zuzusprechende 
Parteientschädigung gestützt auf Art. 2 und Art. 4 HV nach Ermessen fest. In 
Anbetracht der Umstände des vorliegenden Verfahrens, des Umfangs sowie der 
Schwierigkeit der Angelegenheit wird die Höhe der Parteientschädigung pauschal 
auf CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MWST) festgelegt. 

2.3. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 
Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der 
obsiegenden Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zusteht.

2.4. Die nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner 2 und 3 haben keinen 
Anspruch auf Zusprechung einer Parteientschädigung und machen auch keine 
Umtriebsentschädigungen geltend.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 2'500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 366.00

Total CHF 2'866.00

gehen zulasten der A._____ GmbH.

3. Die A._____ GmbH hat B._____ aussergerichtlich mit pauschal 
CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]