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**Case Identifier:** 01150a90-168a-5af3-a76e-2c0327ec9d21
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 09.11.2016 810 2016 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2016-29_2016-11-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 9. November 2016 (810 2016 29) 

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Claudia Caderas 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Simon Berger, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 24 vom 12. Januar 2016) 
 
 
  

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A. Der 1987 geborene türkische Staatsangehörige A.____ lebte zwischen 1998 und 2005 
– zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern – in Deutschland, wo er in B.____ die Schule 
besuchte. Im September 2005 wurde er aufgrund der Abweisung seines Asylantrages – zu-
sammen mit seinem Vater und seinen Geschwistern – in die Türkei ausgeschafft.  
 
B. Am 9. Januar 2007 reiste A.____ in die Schweiz ein, wo er am 11. Januar 2007 einen 
Asylantrag stellte. Mit Verfügung vom 1. März 2007 stellte das damalige Bundesamt für Migrati-
on (BFM, heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) fest, dass A.____ die Flüchtlingseigen-
schaft nach Art. 3 Abs. 1 und 2 des Asylgesetzes (AsylG) vom 26. Juni 1998 nicht erfülle. Den-
noch wurde ihm Familienasyl gewährt, weil bereits seiner Mutter und seinen minderjährigen 
Geschwistern Asyl gewährt worden war. Das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft 
(AfM) stellte A.____ daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung aus.  
 
C. In der Folge arbeitete A.____ sporadisch als Hilfsmonteur bei Gerüstbau-Firmen. Mit 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 14. Januar 2011 wurde er der mehr-
fachen Tätlichkeit, der mehrfachen teilweise versuchten Nötigung und der mehrfachen Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingten Geldstrafe 
von 40 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt. Ausserdem 
wurde ihm die Weisung erteilt, das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt der Interventions-
stelle Basel-Landschaft zu absolvieren.  
 
D. Mit Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 26. Mai 2011 wurde 
A.____ – als Zusatzstrafe zum Strafbefehl vom 14. Januar 2011 – wegen mehrfachen (teilweise 
versuchten) Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie 
wegen Raufhandels zu einer bedingten Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- verur-
teilt.  
 
E. Aufgrund der strafrechtlichen Verurteilungen sowie wegen Betreibungen in der Höhe 
von Fr. 55‘968.90 und Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 5‘969.65 wurde A.____ am 
1. Februar 2012 durch das AfM ausländerrechtlich verwarnt. Man erwarte von ihm, dass er nicht 
mehr straffällig werde, seine Schulden nach Möglichkeit zurückzahle und keine neuen Schulden 
generiere.  
 
F. Vom 29. September 2012 bis zum 23. Januar 2013 sass A.____ in Untersuchungshaft. 
Mit Strafbefehl vom 19. Dezember 2013 verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 
schliesslich wegen mehrfacher versuchter Nötigung sowie mehrfacher Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz und wegen Betäubungsmittelkonsums zu einer bedingten Geld-
strafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 70.-- sowie zu einer Busse von Fr. 300.--. 
 
G. Mit Schreiben vom 11. August 2014 gelangte das AfM an A.____ und gewährte ihm 
das rechtliche Gehör im Hinblick auf eine allfällige Wegweisung aus der Schweiz. Dabei wies es 
ihn unter anderem auf seine nicht unerhebliche Sozialhilfeabhängigkeit hin. Überdies machte es 
A.____ darauf aufmerksam, dass er seit dem 8. Januar 2014 nicht mehr im Besitze eines gülti-
gen Ausländerausweises sei und er sich für eine Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung 

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zwingend bei einer Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft anmelden und Wohnsitz nehmen 
müsse.  
 
H. Am 6. Oktober 2014 verfügte das AfM den Widerruf des Asyls und die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung von A.____ und wies diesen spätestens per 6. November 2014 
aus der Schweiz weg. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ mit 
seinem Verhalten den Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Auslän-
derinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005 gesetzt habe.  
 
I. Gegen diese Verfügung führte A.____, vertreten durch Simon Berger, Advokat in 
Liestal, mit Eingabe vom 30. Oktober 2014 Beschwerde beim Regierungsrat und begründete 
diese mit Eingabe vom 23. Dezember 2014. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und die Belassung bzw. Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung sowie die Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege; dies jeweils unter o/e-Kostenfolge.  
 
J. Der instruierende Rechtsdienst von Regierungsrat und Landrat sistierte in der Folge 
das Beschwerdeverfahren mit Verfügung vom 19. März 2015, um den Ausgang eines am Straf-
gericht Basel-Landschaft hängigen Strafverfahrens gegen A.____ abzuwarten.  
 
K. Mit Urteil vom 2. Juli 2015 erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft A.____ der einfa-
chen Körperverletzung, der fahrlässigen einfachen Körperverletzung, der Sachentziehung, des 
Hausfriedensbruchs, der Zechprellerei, der Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu 
einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 10.-- sowie zu einer Busse von 
Fr. 300.--. Gegen dieses Urteil ging die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in Berufung.  
 
L. Am 3. November 2015 hob der instruierende Rechtsdienst von Regierungsrat und 
Landrat die Sistierung des Verfahrens auf.  
 
M. Mit Regierungsratsbeschluss vom 12. Januar 2016 (RRB Nr. 24) wies der Regierungs-
rat die Beschwerde ab. Er ging aufgrund des negativen Legalverhaltens von A.____ von einem 
schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 
Abs. 1 lit. b AuG aus.  
 
N. Fristgerecht erhob A.____, weiterhin vertreten durch Simon Berger, Advokat in Liestal, 
mit Eingabe vom 25. Januar 2016 Beschwerde gegen den RRB Nr. 24 vom 12. Januar 2016 
beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Mit Eingabe vom 29. März 2016 beantragt er die vollumfängliche Aufhe-
bung des RRB Nr. 24 vom 12. Januar 2016 und die Verlängerung bzw. Belassung der Aufent-
haltsbewilligung sowie ein Absehen vom Widerruf des Asyls. Eventualiter sei die Angelegenheit 
zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an das AfM zurückzuweisen; dies jeweils 
unter o/e-Kostenfolge. Zudem beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unter-
zeichnenden als Rechtsvertreter. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers 

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unverhältnismässig seien. Die politische Lage in der Türkei sei zurzeit alles andere als sicher, 
weshalb eine Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland unzumutbar sei.  
 
O. Am 26. April 2016 liess sich der Regierungsrat vernehmen. Er beantragt die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
P. Mit Verfügung vom 2. Mai 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. Zugleich wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche 
Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
 
Q. Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 3. Mai 2016 
wurde die Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen das Urteil vom 2. Juli 2015 
teilweise gutgeheissen und der Beschwerdeführer wurde zusätzlich der mehrfachen Tätlichkeit 
schuldig erklärt und verurteilt. Dieses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist Adressat des ange-
fochtenen Entscheides und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde legitimiert ist. Da sämtliche übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, 
kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weite-
ren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Wegwei-
sung zu Recht erfolgten. 
 
3.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie nach dem Gesetz kei-
ner solchen bedarf (Art. 10 und 11 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die 
ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Ver-

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pflichtungen sehen dies vor (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 8. März 2002 zum Bundesge-
setz über die Ausländerinnen und Ausländer [Botschaft AuG], Bundesblatt [BBl] 2002, S. 3725; 
BGE 135 II 1 E. 1.1; BGE 133 I 185 E. 2.3; ROSA MARIA LOSADA, in: Caroni/Gächter/Thurnherr 
[Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG], Bern 
2010, N 6 zu Art. 3 AuG). Gemäss Art. 3 Abs. 2 AuG wird Ausländerinnen und Ausländern der 
Aufenthalt in der Schweiz bewilligt, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen, humanitäre Gründe 
oder die Vereinigung der Familie es erfordern.  
 
3.3 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der Türkischen Republik 
keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch 
auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde.  
 
3.4.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten [Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK] vom 4. November 1950 sowie in 
Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 
17. Juni 2005 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländi-
sche Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in 
einem anderen Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von 
Familienmitgliedern führt (BGE 135 I 153 E. 2.1). Art. 13 BV entspricht dabei der Garantie von 
Art. 8 EMRK und gewährt im Bereich des Ausländerrechts keine zusätzlichen Ansprüche 
(BGE 126 II 425 E. 4c/bb; BGE 129 II 215 E. 4.2). Der Schutzbereich von Art. 8 EMRK be-
schränkt sich nicht nur auf die Kernfamilie, sondern erfasst auch die Beziehungen zwischen 
allen nahen Verwandten, die in der Familie eine wesentliche Rolle spielen können. Allerdings 
genügen nicht alle familiären Beziehungen, um einen Anspruch auf ein Anwesenheitsrecht ent-
stehen zu lassen. Geht es um Personen, die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen 
sind, setzt eine schützenswerte familiäre Beziehung voraus, dass der um die fremdenpolizeili-
che Bewilligung ersuchende Ausländer von den hier Anwesenheitsberechtigten abhängig ist, 
wobei es entscheidend auf den Grad der Eigenständigkeit bzw. seine Fähigkeit, selbständig zu 
leben, ankommt (BGE 120 Ib 257 E. 1a m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2A.36/2002 
vom 14. Mai 2002 E. 3.3). Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, ist der Beschwerdeführer 
nicht verheiratet und hat keine Kinder. Weder zu seiner Mutter noch zu seinen Geschwistern, 
welche in der Schweiz leben, besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Eine Berufung auf das Recht 
auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV bleibt dem Beschwerdeführer 
daher verwehrt.  
 
3.4.2 Gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK kann aus dem Recht auf Schutz des Privatlebens unter 
besonderen Umständen ein Recht auf Verbleib abgeleitet werden. Nach der Rechtsprechung 
bedarf es hierfür indessen besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender 
privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter so-
zialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich (BGE 130 II 281 
E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer ist weder beruflich integriert noch bestehen Anhaltspunkte für 
besonders intensive soziale Bindungen. Überdies verstiess er während mehreren Jahren wie-
derholt gegen die hiesige Rechtsordnung (BGer 2C_935/2014 vom 11. Mai 2015 E. 2.2). Dar-
aus ist zu schliessen, dass er sich nur sehr schlecht in der Schweiz integriert hat. Folglich kann 

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er sich nicht auf den Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 Ziff. 1 
EMRK berufen. 
 
4. Auch gestützt auf die Bestimmungen des AuG vermag der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz abzuleiten, wie in den nachfolgenden Erwägungen auf-
zuzeigen sein wird. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer reiste im Januar 2007 zusammen mit seiner Mutter und seinen 
Geschwistern in die Schweiz ein, wo er gestützt auf seine – von seiner Mutter abgeleiteten – 
Stellung als Asylant eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Gemäss Art. 2 Abs. 2 Satz 2 AsylG 
schliesst das Asyl das Recht auf Anwesenheit in der Schweiz ein. Mit Verfügung vom 1. März 
2007 stellte das damalige Bundesamt für Migration (BFM, heute: Staatssekretariat für Migration 
[SEM]) fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 Abs. 1 und 2 
AsylG nicht erfülle. Jedoch wurde ihm Familienasyl gewährt, da zuvor bereits seiner Mutter und 
seinen (damals) minderjährigen Geschwistern Asyl gewährt worden war. Dies erfolgte gestützt 
auf den 2007 noch in Kraft stehenden Art. 51 Abs. 2 AsylG, wonach andere nahe Angehörige 
von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen in das Familienasyl eingeschlossen werden konnten, 
wenn besondere Gründe für die Familienvereinigung sprachen.  
 
4.2 Gemäss Art. 58 AsylG richtet sich die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Schweiz 
nach dem für Ausländerinnen und Ausländer geltenden Recht, soweit nicht besondere Bestim-
mungen, namentlich des AsylG und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 
der Flüchtlinge, anwendbar sind. Das Asyl kann unter anderem widerrufen werden, wenn 
Flüchtlinge die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz verletzt haben, gefährden oder be-
sonders verwerfliche strafbare Handlungen begangen haben (Art. 63 Abs. 2 AsylG). Auch kann 
das Asyl gemäss Art. 64 Abs. 1 lit. d AsylG erlöschen, wenn die Weg- oder Ausweisung vollzo-
gen worden ist. Dabei geht das Erlöschen des Asyls dem Widerruf vor, wie dies in Art. 43 
Abs. 1 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1) vom 11. August 1999 vorgesehen 
ist. Diese Bestimmungen wurden erlassen, um ein zweifaches Verfahren, einerseits vor dem 
Bundesamt und anderseits bei den kantonalen Ausländerbehörden, zu vermeiden. Soweit das 
AuG die Nichtverlängerung oder den Widerruf eines Aufenthaltstitels, gefolgt von der Wegwei-
sung vorsieht, kann das Verfahren zur Wegweisung bezüglich der Auswirkungen auf das Asyl 
nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Ausweisung gleichgesetzt werden. Damit ist der 
Rechtsmittelweg der asylberechtigten Person garantiert, indem der Entscheid betreffend Wider-
ruf oder Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung in einem Verfahren vor kantonalen Be-
hörden erfolgt, das bis vor das Bundesgericht gezogen werden kann (Art. 83 lit. c Ziff. 2 des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG] vom 17. Juni 2005). Ein 
vorgängiges zusätzliches Verfahren betreffend das entzogene bzw. widerrufene Asylrecht vor 
Bundesverwaltungsgericht würde das Verfahren bloss umständlicher machen und unnötig ver-
längern. Somit können die kantonalen Behörden entscheiden, den Aufenthaltstitel einer asylbe-
rechtigten Person zu widerrufen oder nicht mehr zu verlängern, um sodann die Wegweisung zu 
verfügen und zu vollziehen, ohne dass das Asyl vorgängig widerrufen wurde (BGE 139 II 65 
E. 4.4 = Pra 102 [2013] Nr. 43).  
 

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4.3.1 Die Weg- oder Ausweisung von Flüchtlingen richtet sich gemäss Art. 65 AsylG nach 
Art. 64 AuG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 68 AuG. Demnach dürfen asylberechtigte Perso-
nen nur ausgewiesen werden, wenn sie in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Si-
cherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder diese gefährden 
oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährden. Die "öffentliche Sicherheit und Ordnung" 
bildet den Oberbegriff der polizeilichen Schutzgüter: Die öffentliche Ordnung umfasst die Ge-
samtheit der ungeschriebenen Ordnungsvorstellungen, deren Befolgung nach der herrschen-
den sozialen und ethischen Anschauung als unerlässliche Voraussetzung eines geordneten 
menschlichen Zusammenlebens anzusehen ist. Die öffentliche Sicherheit bedeutet die Unver-
letzlichkeit der objektiven Rechtsordnung, der Rechtsgüter der Einzelnen (Leben, Gesundheit, 
Freiheit, Eigentum, usw.) sowie der Einrichtungen des Staates. Eine Verletzung der öffentlichen 
Sicherheit und Ordnung ist somit namentlich gegeben bei erheblichen oder wiederholten 
Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen sowie bei Nichterfül-
lung der öffentlich-rechtlichen (bspw. Steuern, Krankenkassenprämien) oder privatrechtlichen 
Verpflichtungen (bspw. Mietzinse, Prämien privater Versicherungen; vgl. Art. 80 Abs. 1 lit. a und 
b der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 
2007).  
 
4.3.2 Im Gegensatz zum Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 62 lit. c AuG, 
welcher voraussetzt, dass die Ausländerin oder der Ausländer "erheblich oder wiederholt" ge-
gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat, setzt der Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung bzw. vorliegend die Wegweisung eines Asylberechtigten nach Art. 63 Abs. 1 
lit. b AuG voraus, dass ein solcher Verstoss "in schwerwiegender Weise" erfolgt ist. Damit wer-
den vergleichsweise erhöhte Anforderungen an einen Bewilligungswiderruf gestellt, was sich 
eindeutig aus dem französischen Wortlaut der genannten Bestimmungen ergibt. Während Art. 
62 lit. c AuG von einem Verstoss "de manière grave ou répétée" spricht, wird in Art. 63 Abs. 1 
lit. b AuG die qualifizierte Formulierung "de manière très grave" verwendet (BGE 137 II 297  
E. 3.2). Zur Abgrenzung zwischen Art. 62 lit. c und Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ist in erster Linie auf 
den Stellenwert des beeinträchtigten Rechtsgutes abzustellen. Die Praxis geht bei Art. 63 Abs. 
1 lit. b AuG von der Erfüllung der qualifizierten Formulierung aus, wenn die ausländische Per-
son mit ihrem Handeln besonders hochwertige Rechtsgüter wie namentlich die körperliche, 
psychische und sexuelle Integrität eines Menschen verletzt oder in Gefahr gebracht hat. Indes 
können auch vergleichsweise weniger gravierende Pflichtverletzungen als "schwerwiegend" im 
Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG bezeichnet werden (BGE 137 II 237 E. 3.3). Namentlich kann 
auch eine Summierung von Verstössen, die für sich genommen für einen Widerruf nicht ausrei-
chen würden, einen Bewilligungsentzug rechtfertigen. Diesfalls ist nicht die Schwere der ver-
hängten Strafen, sondern die Vielzahl der Delikte entscheidend. Ein Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung soll auch dann möglich sein, wenn sich eine ausländische Person von straf-
rechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt und damit zeigt, dass sie auch zukünftig we-
der gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten (vgl. Botschaft des Bundesrates 
vom 8. März 2002 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, BBl 2002 3709, 
3809 f.). Ob eine Ausländerin oder ein Ausländer willens und in der Lage ist, sich in die hier 
geltende Ordnung einzufügen, ist anhand einer Gesamtbetrachtung ihres bzw. seines Verhal-
tens zu beurteilen (BGE 137 II 297 E. 3.3; BGer 2C_160/2013 vom 15. November 2013  

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E. 2.1.1; vgl. auch ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 8.29; SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/ 
Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, 
N 19 zu Art. 63 AuG; MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.], Kommen-
tar Migrationsrecht, 4. Aufl., Zürich 2015, N 10 zu Art. 63 AuG).  
 
4.4 Seit seiner Einreise in die Schweiz 2007 trat der Beschwerdeführer folgendermassen 
strafrechtlich in Erscheinung: 

− Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 14. Januar 2011:  
Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie zu 
einer Busse von Fr. 800.-- wegen mehrfachen Tätlichkeiten, mehrfacher teilweise ver-
suchter Nötigung und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er-
teilung einer Weisung, das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt der Interventionsstelle 
Basel-Landschaft zu absolvieren 

− Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 26. Mai 2011:  
Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- wegen 
mehrfachen, teilweise versuchten Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs sowie wegen Raufhandels. Dies als Zusatzstrafe zum Strafbe-
fehl vom 14. Januar 2011 

− Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 19. Dezember 2013: 
Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 70.-- sowie zu 
einer Busse von Fr. 300.-- wegen mehrfacher versuchter Nötigung sowie mehrfacher Wi-
derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Betäubungsmittelkonsums  

− Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 3. Mai 2016: 
Verurteilung zu einer unbedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 10.-- sowie 
zu einer Busse von Fr. 500.-- wegen einfacher Körperverletzung, fahrlässiger einfacher 
Körperverletzung, mehrfacher Tätlichkeiten, Sachentziehung, Sachbeschädigung, Haus-
friedensbruchs, Zechprellerei, Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie mehrfacher 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

 
4.5 Auch wenn für sich betrachtet die einzelnen Verfehlungen jeweils nicht schwer genug 
wiegen, um einen Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG anzunehmen, ist fest-
zustellen, dass der Beschwerdeführer während Jahren immer wieder in nicht unerheblicher 
Weise gegen die Rechtsordnung verstiess. Auch die Summierung von Verstössen kann einen 
Bewilligungsentzug bzw. eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen (BGer 
2C_865/2015 vom 1. Oktober 2015 E. 2.2.2). Hervorzuheben sind vorliegend insbesondere die 
immer wiederkehrenden Verletzungen des hochwertigen Rechtsgutes der körperlichen und 
psychischen Integrität. Sämtliche Verurteilungen des Beschwerdeführers wurden sodann in den 
letzten fünf Jahren ausgesprochen und hinsichtlich der Verletzung der körperlichen Integrität ist 
– wie die Vorinstanz zutreffend darlegte – ein Anstieg der Intensität der verübten Delikte festzu-
stellen ("von Tätlichkeiten zu Raufhandel und einfacher Körperverletzung", RRB Nr. 24 vom 
12. Januar 2016, E. 5e, S. 8). Zudem verletzte der Beschwerdeführer mehrfach auch andere 
Rechtsgüter (insbesondere fremdes Eigentum) und zeigte insofern eine regelrechte Unbelehr-

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barkeit, als er sich weder durch die ausgesprochenen Strafen noch durch die ausländerrechtli-
che Verwarnung des AfM vom 1. Februar 2012 von der Begehung weiterer Delikte abhalten 
liess.  
 
4.6 Das negative Verhalten des Beschwerdeführers spiegelt sich überdies in dessen 
Schuldenwirtschaft wider. Gemäss Auszug aus dem Betreibungsregister vom 27. Oktober 2016 
sind unter der neuen Wohnadresse des Beschwerdeführers in Augst bereits drei Betreibungen 
mit einem Gesamtbetrag von Fr. 12‘381.05 registriert. Damit sind beim Beschwerdeführer ge-
samthaft bisher 21 Betreibungen von über Fr. 70‘000.-- und 11 Verlustscheine von knapp 
Fr. 60‘000.-- zu verzeichnen. Offenbar ist es dem Beschwerdeführer seit der ersten Verwarnung 
vom 1. Februar 2012 nicht gelungen, seine Schulden zu begrenzen, geschweige denn zu redu-
zieren. Vielmehr häufte er weiterhin Schulden an und kümmerte sich nicht um eine Schulden-
sanierung (BGer 2C_345/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.2). Angesichts dieses wiederholten 
und seit längerer Zeit andauernden Fehlverhaltens des Beschwerdeführers ist davon auszuge-
hen, dass er seine Schulden mutwillig generiert hat. Folglich ist dem Beschwerdeführer die 
mutwillige Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Verpflichtungen im Sinne 
von Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE vorzuwerfen. 
 
4.7 Nach dem Gesagten sind die Vorinstanzen namentlich aufgrund der wiederholten 
Straffälligkeit des Beschwerdeführers sowie des Ranges der verletzten Rechtsgüter zu Recht 
von einem schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne 
von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ausgegangen. Folglich liegt ein Widerrufsgrund vor, welcher auch 
zur Wegweisung einer asylberechtigten Person genügt. Dies wird seitens des Beschwerdefüh-
rers auch nicht bestritten, welcher in seiner Beschwerdeschrift vom 29. März 2016 lediglich die 
Unverhältnismässigkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus 
der Schweiz geltend macht.  
 
5. Der Entscheid darüber, ob eine Bewilligung gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG tat-
sächlich nicht verlängert werden soll, liegt im Ermessen der zuständigen Behörde. Dazu bedarf 
es eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgemeinen Grundsätzen pflichtgemäss und 
unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu treffen ist (vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA 
ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht – Ausländerinnen 
und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Strafrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der 
Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 8.44). Im Rahmen ihrer Ermessensausübung haben die 
Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen, die persönlichen Verhältnisse 
des Betroffenen, den Grad seiner Integration, die Schwere der begangenen Delikte und seines 
Verschuldens, den seit der Tat vergangenen Zeitraum und das Verhalten des Betroffenen wäh-
rend diesem zu berücksichtigen. Im angefochtenen Entscheid hat der Regierungsrat, welchem 
volle Kognition im Bereich der Ermessensprüfung zukommt, diese Kriterien ausführlich geprüft, 
unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und seinen Entscheid 
nachvollziehbar begründet. Somit hat sich der Regierungsrat mit den in Frage stehenden Inte-
ressen auseinandergesetzt und sein Ermessen pflichtgemäss ausgeübt. Eine Überschreitung, 
Unterschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind nicht erkennbar. Eine weitergehende 
inhaltliche Angemessenheitskontrolle ist dem Kantonsgericht nicht gestattet (E. 2). Es ist dem-

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zufolge nicht zu beanstanden, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, dem Beschwerdeführer 
die Aufenthaltsbewilligung ermessensweise zu verlängern. 
 
6.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung des Beschwerdeführers verhältnis-
mässig im Sinne von Art. 5 Abs. 2 BV sind. Bei der Verhältnismässigkeitsprüfung sind nament-
lich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen An-
wesenheit sowie die dem Betroffenen drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 135 II 377 
E. 4.3). 
 
6.2 Wie die Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend darlegte, wurde der Beschwerde-
führer zwar nie zu einer empfindlichen Strafe verurteilt, weshalb sich das jeweilige Tatverschul-
den als nicht sehr gravierend präsentiert. Dessen ungeachtet ist festzustellen, dass der Be-
schwerdeführer mehrfach besonders hochwertige Rechtsgüter – wie die körperliche und psy-
chische Integrität – verletzt und gefährdet hat. Der Beschwerdeführer hat sodann während der 
Probezeit sämtlicher Vorstrafen delinquiert, was auf eine erhebliche Uneinsichtigkeit schliessen 
lässt. Aus der Gesamtheit des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers ergibt sich, dass 
dieser offensichtlich weder gewillt noch in der Lage ist, die hiesige Rechtsordnung zu respektie-
ren. Angesichts der wiederholten und fortgesetzten Straffälligkeit des Beschwerdeführers be-
steht ein beachtliches öffentliches Interesse an der verfügten ausländerrechtlichen Massnahme.  
 
6.3 Der Beschwerdeführer ist in Anbetracht seines langjährigen Aufenthaltes in der 
Schweiz auch abgesehen von seiner Straffälligkeit schlecht integriert. Die wirtschaftliche In-
tegration ist angesichts der längeren Sozialhilfeabhängigkeit, der Schulden sowie der Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer seit geraumer Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, nicht gegeben. 
Auch im heutigen Zeitpunkt bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer ein Ein-
kommen erwirtschaftet. Aufgrund der weitgehend ausgebliebenen Arbeitsbemühungen ist nicht 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in absehbarer Zeit eine Anstellung wahrneh-
men und seine Eigenversorgung nachhaltig steigern wird. Dem Beschwerdeführer ist es folglich 
während seiner mittlerweile knapp zehnjährigen Anwesenheit in der Schweiz nicht gelungen, 
sich beruflich zu integrieren. Seine Versuche, auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, sind mehr-
fach gescheitert. Die soziale Integration des Beschwerdeführers ist auch insofern nicht als ge-
lungen zu bezeichnen, als er sich nach wie vor regelmässig in der Drogenszene aufhält, von 
welcher er sich bisher nicht ablösen konnte.  
 
6.4 Der Beschwerdeführer verbrachte den ersten Teil seiner Kindheit in der Türkei und 
lebte zwischen 1998 und 2005 – zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern – in Deutsch-
land, wo er in B.____ die Schule besuchte. Im September 2005 wurde er aufgrund der Abwei-
sung seines Asylantrages – zusammen mit seinem Vater und seinen Geschwistern – in die Tür-
kei ausgeschafft, bis er am 9. Januar 2007 in die Schweiz einreiste, wo er einen Asylantrag 
stellte. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer heute keinen grossen 
Bezug mehr zu seiner Heimat, der Türkei, aufweist. Zwar spricht er die beiden Landessprachen 
Türkisch und Kurdisch und es leben noch einige seiner Verwandten in der Türkei. Eine Rück-
kehr in die Türkei würde den Beschwerdeführer dennoch zweifelsohne vor grosse Herausforde-

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rungen stellen. Allerdings ist ihm eine solche als junger und gesunder Mann, der überdies auf 
dem Arbeitsmarkt vermittelbar ist, nicht per se unzumutbar. Der generelle Verweis auf die politi-
sche Lage in der Türkei stellt sodann keinen Grund dar, welcher eine Rückreise des Beschwer-
deführers als unzumutbar erscheinen liesse. Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerde-
schrift vom 29. März 2016 im Übrigen in keiner Weise dargelegt, inwiefern er in der Türkei tat-
sächlich politisch besonders gefährdet wäre. Bereits das damalige Bundesamt für Migration hat 
ihm denn auch mit Verfügung vom 1. März 2007 im Rahmen des Asylverfahrens die Flücht-
lingseigenschaft ausdrücklich abgesprochen. In Würdigung all dieser Umstände ist es dem ledi-
gen und kinderlosen Beschwerdeführer zuzumuten, in seine Heimat zurückzukehren. 
 
6.5 Aufgrund des negativen persönlichen Verhaltens des Beschwerdeführers sowie na-
mentlich dessen Straffälligkeit überwiegen die öffentlichen Interessen an einer Wegweisung des 
Beschwerdeführers gegenüber dessen privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz. 
Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegwei-
sung aus der Schweiz sind somit auch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit nicht 
zu beanstanden. 
 
6.6 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen erweist sich die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz als 
rechtmässig. Demzufolge hat der Beschwerdeführer die Schweiz spätestens 30 Tage nach 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu verlassen.  
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilli-
gung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichts-
kasse. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Ver-
beiständung wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘549.05 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.  
 
7.2 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft des Urteils zu verlassen. 
 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung und Verbeiständung gehen die Verfahrenskosten zu Las-
ten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung wird dem Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 1‘549.05 
(inkl. Auslagen und 8 % MWSt) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 6. Januar 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_14/2017) erhoben.