# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d42f9c54-fde0-5b1b-81b7-234dca2cda1e
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-30
**Language:** de
**Title:** Statusfrage. Prozentvergleich. Gemischte Methode.
**Docket/Reference:** IV.2013.00031
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00031.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00031
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
30. April 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
Christe
& Isler Rechtsanwälte
Obergasse 32, Postfach 293, 8402 Winterthur
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 197
9
,
reiste im Jahr 1991 i
n die Schweiz ein (Urk. 8/2/2)
und war
ab dem Jahr
199
7
bei verschiedenen Arbeitgebern erwerbs
tätig (Urk. 8/8). Am 28. Januar 2002 gebar sie ihr erstes, am 18. Mai 2007 ihr zweites Kind (Urk. 8/2/2). Ab
November 2005
arbeitete sie
mit einem Beschäftigungsgrad von 56,55 % in einer Wäscherei (Urk. 8/11/3
).
Nachdem sie diese
S
telle p
er Ende Juli 2010
aus eigenem Antrieb gekündigt hatte
(Urk. 8/11/3)
, begann sie im November 2010 als
Verkäuferin
bei
der
Y.___
zu arbeiten (Urk. 8
/1
4
/
2,
8).
Mit dem Hinweis, sie leide seit zirka 2008 an einer Depression sowie einer Angst- und Panikstörung, meldete sich
die Versicherte
a
m 23. Mai 2011 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen
, wobei sie insbesondere Berichte der behandelnden Ärzte (Bericht der
Z.___
vom 21. Juni 2011 [Urk. 8/13], Bericht des
A.___
, Klinik für Psychiatrie
und Psychotherapie
, vom 2. August 2011 [Urk. 8/15], Bericht von Dr. med.
B.___
, Facharzt Kinder- und Jugendpsychiatrie, vom 29. November 2011 [Urk. 8/19]), einen Bericht der damaligen Arbeitgeberin der Versicherten, der
Y.___
(Bericht vom 13. Juli 2011, Urk. 8/14)
sowie
einen IK-
Auszug (Urk. 8/8) einholte.
Sie gewährte der Versicherten
Eingliederungsberatung im Hinblick auf
die
Arbeits
platzerhal
tung
bei der
Y.___
(Urk. 8/17)
, die si
e
jedoch
am
17. Oktober 2011
unter Hinweis darauf
,
dass
sich
X.___
momentan
aus gesundheitli
chen Gründen
nicht in der Lage fühle
,
arbeiten zu können
, als abgeschlossen erklärte
(Urk. 8/
16).
Am 28. Februar 2012 wurde die Versicherte von Dr. med.
C.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom Regi
onalen Ärztlichen Dienst (RAD) untersucht
(Bericht vom 5. März 2012, Urk.
8/22)
und
a
m 14. Mai 2012 erstellte die IV-Stelle einen Abklärungsbericht hinsichtlich der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Urk. 8/24).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8/27-34
) wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch der Versicherten mit Verfügung vom
26. November 2012 (Urk. 2) ab.
2.
Gegen die
se Verfügung erhob
X.___
am 9. Januar 2013 Beschwerde und beantragte, es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2013 (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-36) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 11. Februar 2013 zur Kenntnis
gebracht wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 20. Juni 2013 (Urk. 10) liess die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht der
Z.___
vom 14. Juni 201
3
auflegen (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Die Beschwerdegegnerin
ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 60 % einer Erwerbstätig
keit nachgehen würde und zu 40 % im Haushalt tätig wäre.
Sie kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin zwar s
eit dem 10. November 2010 sowohl in der bisherigen als auch in an
gepasster
Tätigkeit zu 80 % arbeitsunfähig gewesen
sei
,
sich ihr Gesundheitszustand
per 1. Juni 2011 jedoch
wieder
ver
bessert
habe
, sodass sie
seit diesem Zeitpunkt
in leidensangepasster Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Im Haushaltsbereich bestehe sodann eine Einschränkung von 43 %.
Gestützt darauf errechnete sie ab 1. Juni 2011 einen
Invaliditätsgrad
von
32 %, weshalb
sie einen Rentenanspruch verneinte
(Urk. 2).
1
.2
Die Beschwerdeführerin hielt dagegen, dass sie ohne Gesundheitsschaden zu 100 % im Erwerbsbereich tätig wäre und nicht zu
60
% wie von der
Beschwer
degegnerin
angenommen.
Sie machte ausserdem geltend,
mit Blick auf ihre massiven psychischen Störungen,
die
Panikattacken und d
i
e erheblich redu
zierte funktionelle Leistungsfähigkeit könne nicht von einer auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbaren
Arbeitsfähigkeit
ausgegangen werden. Sie habe somit Anrecht auf eine ganze Rente
(Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG).
2.3
2.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Insoweit die fraglichen
Erwerbs
einkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässi
gen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (
sogenannter Prozentvergleich;
Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
2.
3.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt,
dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.3.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein
Betätigungs
vergleich
vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addie
rung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
2.3.4
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der
Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesund
heitsschaden
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invalidi
tätsgrades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgabenbe
reich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beein
trächtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Bei der Bestim
mung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
messungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in wel
chem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indi
zien erschlossen werden
(
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom 8. November
2013 E.
3.5
und
8C
_511/2013 vom 30. Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen)
.
2.4
2.4.1
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.4.2
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
3.
3.1
Die Ärzte des
A.___
, Klinik für Psychiatrie
und Psychotherapie
, wo die Beschwer
deführerin seit November 2010 in ambulanter Behandlung
stand,
führte
n
im Bericht vom 2. August 2011 zuhanden der IV-Stelle (Urk. 8/15) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische
Belastungsstö
rung
(ICD-10 F43.1)
auf. A
ls ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diag
nostizierten sie
eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
sowie
eine Migräne (Urk. 8/15/1).
Sie hielten fest,
diese gesundheitlichen Stö
rungen seien im Anschluss an einen
Autounfall in
D.___
im Jahr 2008 aufge
treten.
Gemäss Angaben der
Beschwerdeführerin
hätten sich
ihre
zwei Kinder beim
Unfall nicht verletzt und
ihr Ehemann habe sich innerhalb
von zwei Tagen
wieder erholt.
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, se
it diesem Ereignis mas
sive Angst vor Autounfällen
zu haben. Ausserdem habe sie über
Flashbacks,
Überempfindlichkeit,
reduz
ierte Belastbarkeit im Alltag sowie
auftretende
Pani
kattacken
geklagt
(Urk. 8/15/2).
Da die Beschwerdeführerin zu Hause stark überfordert gewesen sei und ihren Alltag nicht mehr habe bewältigen können, habe vom 8. März 2011 bis 16. Mai 2011 eine stationäre
Hospitalisation
in der
Z.___
stattgefunden (Urk. 8/15/3). Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit hielten die Ärzte dafür, von Juni 2011 bis August 2011 habe noch eine eingeschränkte Arbeits
fähigkeit
von 50 %
in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Kassiererin bestan
den, ab August 2011 könne das Arbeitspensum jedoch stufenweise auf 100 % erhöht werden (Urk. 8/15/3-4).
3.2
Die Ärzte der
Z.___
–
hier hatte
sich die Beschwerdeführerin vom 8. März 2011 bis 16. Mai 2011 stationär aufgehalten –
führten in ihrem Bericht vom 21. Juni 2011 (Urk. 8/13) als Diagnosen ebenfalls eine posttraumatische
Belastungsstö
rung
mit Panikattacken und D
epressivität (ICD-10 F43.1) auf. Als
ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit erachteten sie Spannungskopfschmerzen (ICD-10 G44.2
; Urk. 8/13/2
).
Die Ärzte hielten fest, während des Aufenthaltes bei
i
hnen habe eine Remission der depressiven Symptomatik und der Angstsymptomatik erreicht werden können. Die Beschwerdeführerin könne aber gegenwärtig nicht als stabil eingeschätzt werden, da die zugrunde liegende posttraumatische Belastungsstörung einer spezifischen Psychotherapie bedürfe (Urk. 8/13/3).
Sie hielten dafür, die Beschwerdeführerin sei während des stationären Aufenthaltes zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Aktuell bestehe eine Arbeitsfähigkeit von maximal 60 % (Urk. 8/13/1).
Nach Remission und Stabilisierung könne sodann von einer Arbeitsfähigkeit von 60-100 % ausgegangen werden (Urk. 8/13/4-5).
3.3
Dr.
B.___
, seit Oktober 2011 behandelnder Psychiater der Beschwerdeführe
rin (Urk. 8/19/1), hielt in seinem Bericht vom 29. November 2011 dafür, die Beschwerdeführerin sei ab Sommer 2011 bis auf weiteres als Verkäuferin voll
ständig arbeitsunfähig (Urk. 8/19/2). Eventuell könne mit einer Wiederauf
nahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 20 % gerechnet werden (Urk. 8/19/3).
3.4
Dr.
C.___
vom RAD untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. Februar 2012 (Bericht vom 5. März 2012, Urk. 8/22).
Dr.
C.___
hielt fest, die Beschwerde
führerin habe im Jahr 2008 mit ihrer Familie in
D.___
eine Frontalkollision erlitten, wobei ihr Ehemann das Auto gelenkt habe. Es sei zu keinerlei schwer
wiegenden Verletzungen gekommen
.
D
ie Beschwerdeführerin habe Prellungen erlitten, der Ehemann der Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben einen Rippenanriss. Die Beschwerdeführerin habe nach dem
U
nfall Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung entwickelt,
wobei sie anfangs
gedacht habe, dass sie an Stress leide und sich zunächst in somatische Behandlung begeben habe. Am 10. Dezember
[recte: November]
2010 habe sodann erstmals im
A.___
eine psychiatrische Abklärung stattgefunden,
anlässlich welcher
eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine mittelgradige depressive Episode nach Autounfall diagnostiziert worden sei
en
(Urk. 8/22/5). Dr.
C.___
hielt fest, bei der Untersuchung seien Altgedächtnisstörungen, Affektlabilität
, insbeson
dere bei der Thematisierung des im Jahr 2008 vorgefallenen Autounfalls
, sowie
subjektive Insuffizienzgefühle
aufgefallen. Gesamthaft habe die Beschwerde
führerin bei der Schilderung ihrer Lebenssituation und des inneren Erlebens ge
quält gewirkt, die beschriebene
Übererregbarkeit
, die Reizbarkeit sowie die innere Unruhe und Nervosität
seien
nachvollzi
ehbar und konsistent erschienen
. Aufgrund der dargebrachten Symptome sei
en
weiterhin die Diagnose
n
einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie einer mittelgradig depressiven Epi
sode zu stellen
(Urk. 8/22/6-7)
. Dr.
C.___
hielt dafür, aufgrund der psychischen Einschränkungen sei ab Untersuchungszeitpunkt für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kassiererin von einer Arbeits
un
fähigkeit von
7
0 % auszugehen. In einer Tätigkeit ohne direkten Kundenkontakt, an einem Arbeitsplatz mit ver
minderter Reiz- und Lärmexposition ohne allzu grossen Termindruck bestehe
jedoch
eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Rückwirkend
sei
ab Behandlungsbeginn im
A.___
bis Ende Mai 2011
von einer Arbeitsunfähigkeit
von 80 % aus
zugehen, und ab
Juni 2011 bis zum Untersuchungszeitpunkt von einer
solchen
von 50 %. Die Ärztin hielt fest, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch anteilig auf eine Selbstlimitierung der Beschwerdeführerin zurückzuführen, dass es bis anhin nicht zu einer Umsetzung der
verbliebenen
Arbeitsfähigkeit gekommen sei (Urk. 8/22/7).
3.5
Am 24. April 2012 fand eine Haushaltsabklärung statt (Bericht vom 14. Mai 2012, Urk. 8/24).
G
egenüber
der Abklärungsperson
gab die Beschwerdeführerin an, bei der Reini
g
ungsfirma habe sie gekündigt, weil sie eine andere Herausfor
derung gesucht habe, zudem habe sie ihr Pensum auf 100 % steigern wollen. Sie habe dort Monate vor ihrer Kündigung immer mehr Überstunden machen müssen, was zur Folge gehabt habe, dass sie statt bis 20 Uhr bis 23 Uhr habe arbeiten müssen. Die Belastung sei dadurch zu gross geworden. Bei der
Y.___
sei ihr
sodann
aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden.
Sie gab an,
sie würde
b
ei guter Gesundheit aus finanziellen Gründen
mit einem Pensum
von 100 % arbeiten. Ihr Ehemann arbeite abends noch zusätzlich z
wei Stunden als Reinigungskraft
,
um die finanzielle Situation zu verbessern. Dies wäre dann nicht mehr nötig. Bei der
Y.___
sei ihr zugesichert worden, dass sie nach einer gewissen Zeit ihr Pensum
hätte
er
höhen können
(Urk. 8/24/2). Die
Abklärungs
person
hielt fest,
die Beschwerdeführerin habe nicht angeben können,
ab
wann
eine Erhöhung hätte Platz greifen sollen
und in welchem Umfang
(Urk. 8/24/2). Sie hielt
weiter
fest, die Beschwerdeführerin habe gemäss IK-Auszug nie ein Einkommen erzielt, welches auf ein Vollpensum hindeute
n würde
.
Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin zu 60 % erwerbstätig
s
ein müsste, um genügend Einkommen zu erzielen
.
Dann
müsste auch
ihr Ehemann
abends
nicht mehr seiner Nebenerwerbstätigkeit nachgehen
.
Mithin sei
von einer Qualifika
tion von 60 % Erwerbs- und 40 % Haushaltstätigkei
t auszugehen (Urk. 8/24/3).
Die Abklärungsperson
ermittelte
sodann
eine Einschränkung von gewichtet 2.5 % für die Haushaltführung, von 15.75 % für den Bereich Ernährung, von 9.9 % für die Wohnungspflege
, von 9.35 % für die Wäsche und Kleiderpflege sowie von 5.25 % für die Betreuung der Kinder und errechnete infolgedessen insgesamt eine Einschränkung von 42.75 % beziehungsweise bei einem Anteil der Haushalttätigkeit von 40 % von 17.10 % (Urk. 8/24/4-7).
Stellungnehmend zu dem
von der Beschwerdeführerin im
Vorbescheidverfahren
vorgebrachten Einw
a
nd
, sie wäre
ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 100 % erwerbstätig (Urk. 8/32/1-2)
,
hielt
die Abklärungsperson
fest, die Beschwerdeführerin habe vor Ort keine Belege vorweisen können, dass sie eine Vollzeitstelle gesucht habe. An der Qualifikation von 60 % Erwerbstätigkeit und 40 % Haushaltstätigkeit werde festgehalten (Urk. 8/34/2).
4.
4.1
Zwischen den Parteien
ist insbesondere umstritten, in
welchem Pensum die Beschwerdeführerin ohne Gesund
heitsschaden erwerbstätig wäre.
Entgegen
den
Vorbringen der Beschwerdeführerin ist es nicht überwiegend wahr
scheinlich, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkungen mit einem Pensum von 100 % arbeitstätig wäre.
Die Beschwerdeführerin erzielte in der Vergangenheit lediglich im Jahr 1998 ein Einkommen, dass auf ein
Vollzeit
pensum
schliessen la
ssen könnte (Urk. 8/8).
W
enn die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift vorbringt, sie hätte bis zur Geburt
ihres
ersten Kindes zu 100 % gearbeitet, wenn
im Jahr 1999
kein Abort
eingetreten wäre
(Urk. S. 4), kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem Jahr 1998, in dem sie ein Einkommen von
knapp
Fr. 39‘000.-- erzielte, sind bis zur Geburt des ersten Kindes im Jahr 2002 nur noch Einkommen von Fr. 30‘
157
.-- (1999), Fr.
18‘625
.-- (2000) sowie Fr.
27‘514
.-- (Jahr 2001) ausgewiesen
(Urk. 8/8)
. Dass damals
aufgrund des Abortes
über längere Zeit eine Arbeitsunfähigkeit bestanden hätte, wurde weder behauptet noch ergeben sich dazu Hinweise in den Akten. D
ie Beschwerde
führerin
war sodann
ab 2005
zu
einem Pensum von 56.55 %
in einer Wäscherei
erwerbstätig
(Urk. 8/11/3, Urk. 8/8/1-2). Gemäss Arbeitszeugnis
kündigte sie
diese Stelle per Ende Juli 2010
, um
sich
eine
r
neue
n
Herausforderung
zu stellen
(Urk. 8/11/3)
-
was auch ihrer Angabe anlässlich der Haushaltsabklärung ent
spricht (E. 3.5)
–
,
worauf sie i
n der Folge
ab
November 2010
eine
Anstellung
bei der
Y.___
als Kassiererin
antrat
(Urk. 8/14/2, 8
)
sowie
-
gemäss IK-Auszug
-
von Juli 2010 bis Dezember 2010 noch in einer Reinigungsfirma tätig war
(Urk. 8/8/1)
.
G
emäss Auskunft der
Y.___
wurde
sie
als Aushilfe für Samstag
e
angestellt
(
Telefonat vom 15. Juli 2011,
Urk. 8/17/8
)
; die Tätigkeit bei
d
er
Rei
nigungsfirma
war befristet
(Urk. 8/24/2)
und das
dort
in den sechs Monaten erzielte Einkommen
belief sich auf
insgesamt
Fr. 3
‘803.-- (Urk. 8/8/1).
I
hr
bis
heriges
Erwerbsleben
lässt
demnach nicht
darauf schliessen
, dass sie im
Verfü
gungszeitpunkt
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 100 % erwerbstätig gewesen wäre
.
Die Beschwerdeführerin brachte
sodann
auch
selber
nichts vor, was zu
diesem
Schluss führen könnte.
Während
sie
bei der Haushaltsabklärung noch geltend machte, sie habe
ihre Stelle in der
Wäscherei
unter anderem
gekündigt, da sie ihr
Arbeitsp
ensum habe steigern wollen -
wozu
die
Abklä
rungsperson
festhielt
, diesbezüglich
e
Suchbemühungen hätten nicht ausge
wiesen werden können
(E. 3.5) -
machte die Beschwerdeführerin in der
Beschwerdeschrift nunmehr selber geltend, sie habe keine Bemühungen im Hin
blick auf eine
Pensum
s
erhöhung
vorgenommen, da ihr eine solche aufgrund der bereits seit 2008 bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen gar nicht zumutbar gewesen wäre
(Urk. 1 S. 5)
. Ihre Angabe
n sind insofern widersprüch
lich
;
e
in
echtzeitliches Attest
einer bereits
im damaligen Zeitpunkt
bestehenden
Arbeitsunfähigkeit liegt
im Übrigen
nicht vor, begab sich die Beschwerdeführe
rin
doch erst
im November 2010
in psychiatrische Behandlung. Auch
das
Arbeitszeugnis
betreffend die
Anstellung bei der Wäscherei
lässt nicht auf eine bereits
damals
bestehende
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
schliessen (siehe Urk. 8/11/3).
Mithin ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dar
a
uf abgestellt hat,
die Beschwerdeführerin
würde
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine erwerbliche Tätigkeit nicht im Vollzeitpensum ausüben, sondern einer solch
en im Umfang von 60 % nachgehen
. Bei der Qualifikation 60 % Erwerbs- und 40 % Haushaltstätigk
eit hat es damit sein Bewenden.
4.2
4.2.1
Was sodann
die gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin
betrifft, so wurden als Diagnosen neb
st
depressiven Episoden eine
posttraumatische Belastungsstörung
diagnostiziert
(E
. 3.1-2, 3.4
).
Wie die Beschwerde
gegnerin
in
der Beschwerdeantwort zu Recht darauf hinw
eist
(Urk. 7)
,
wird eine
posttrau
matische Belastungsstörung
definitionsgemäss nur anerkannt, wenn sie nach einem Ereignis mit aussergewöhnliche
r
Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass auftritt (Urteil des Bundesgerichts 9C_671/2012 vom 1
5.
November 2012, E. 4.3), wozu
mittelschwere
Verkehrsunfälle grundsätzlich nicht gehören (Urteil des Bundesgerichts
8C_248/2007
vom
4. August 2008, E. 5.6.1)
. Vor
liegend wurde als Auslöser ein Verkehrsunfall genannt, bei dem – abgesehen von einem Rippenanriss
beim Ehemann
der Beschwerdeführerin – niemand in der Familie Verletzungen erlitt (E. 3.1, 3.4).
Zudem
ist
mit Blick auf die von den
behandelnden Ärzten
wiederholt
genannte Überforderungssituation der Beschwerdeführerin bei der Führung des Haushaltes und der Erziehung der Kin
der (Urk. 8/15/2-3, siehe auch Urk. 8/19/5) fraglich, ob psychosoziale Faktoren
, die versicherungsrechtlich ausser Betracht zu bleiben haben
(
BGE 127 V 294 E.
5a)
, korrekt ausgeschieden worden sind.
4.2.2
Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit wurde spätestens ab Juli 2011 von allen behan
deln
den Ärzten wie auch von Dr.
C.___
vom RAD eine Arbeits
f
ä
h
igkeit
zumindest für angepasste Tätigkeiten - von 50 %
attestiert
(E.
3.1-2, 3.4
). Einzig Dr.
B.___
erachtete die
Beschwerdeführerin
nach diesem Zeitpunkt noch
als vollständig
arbeitsunfähig
(E
. 3.3
). Er stellte jedoch weder Diagnosen noch erhob er Befunde
oder äusserte sich zu einer angepassten Tätigkeit. Auf seinen fragmentarischen
Bericht
vom 29. November 2011 (Urk. 8/19)
kann damit
nic
ht abgestellt werden
.
Gleiches gilt auch für sein im
Beschwer
deverfahren
einge
reichtes Schreiben vom 2
5.
Dezember 2012 (Urk. 3).
Was sodann den im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der
Z.___
vom 14. Juni 2013 betrifft (Urk. 11),
so ist darauf hinzuweisen, dass
der Erlass de
r
angefochtenen
Verfü
gung
die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen),
und
bloss diejenigen tatsächlichen Umstände zu berücksichtigen
sind
, die sich bis zu
jenem Zeitpunkt ereignet haben, weshalb die dort festgehaltenen Untersu
chungsergebnisse den Entscheid der IV-Stelle von vornherein nicht in Frage zu stellen vermögen. Inwiefern aus diesem Bericht der
Z.___
auf den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vor Erlass der Verfügung geschlossen werden könnte, wie dies die Beschwer
deführerin geltend macht (Urk. 10), ist nicht ersichtlich.
Hinzu kommt, dass es an einer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mangelt und erneut auf psycho
soziale Faktoren (finanzielle Not) hingewiesen wird.
Es ist demnach von einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von
min
destens
50 % ab Juli 2011 auszugehen.
Es kann offen bleiben, ob aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht von einer noch höheren Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre (vgl. E. 4.2.1 am Ende), da so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. nachfolgend E. 4.2.3-4.2.5).
4.2.3
Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt im Erwerbsbereich durch einen
Ein
kommensvergleich
(E.
2.3.1
).
Da die Beschwerdeführerin ihre Anstellung
in der Wäscherei
nicht aus gesundheitlichen Gründen verlor und bei der
Y.___
sowie im Reinigungsunternehmen
nur kurzzeitig
und zu einem niedrigeren Pensum als 60 %
erwerbstätig war
(E. 4.1)
, hat d
ie Beschwerdegegnerin
das
Validen- wie auch
das Invalideneinkommen
zu Recht
anhand
der
Tabellenw
erte
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegeben
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE)
ermittelt
.
Dass sie
sodann für beide Vergleichseinkommen
auf die Tabellenwerte
für einfac
he und repetitive Tätigkeiten
, Niveau 4,
abge
stellt hat, ist angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin keine Berufs
ausbildung absolvierte (Urk. 8/2/4)
,
nicht zu beanstanden. D
er
Einkommensver
gleich
läuft somit
auf einen Prozentvergleich hinaus. Bei einer auf
ein 50%
Pensum
eingeschränkten Leistungsfähigkeit
, bei der kein direkter
Kunden
kon
takt
und nur verminderte Reiz- und Lärmexposition bestehen darf
sowie kein allzu grosser
Termindruck (vgl. E. 3.4)
,
lässt sich
ein
höhere
r
als von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
r
Leidensabzug von 10 % nicht recht
ferti
gen. Somit resultiert
im Erwerbsbereich
eine
Einschränkung
von 25 %
(
Vali
den
einkommen
= 60, Invalideneinkommen = 50 x 0.9 [=45],
Erwerbs
einbusse
= 15).
Unter Berücksichtigung eines Anteils von 60 %
am gesamten Pensum (E
. 4.1
) ergibt dies ein
en
Teilinvaliditätsgrad von 15 %.
Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass keine Gründe ersichtlich sind, welche gegen die Verwertbarkeit einer solchermassen eingeschränkten Leis
tungsfähigkeit sprächen.
4.2.
4
Die Haushaltsabklärung vom 24. April 2012 (E. 3.5) wurde von
der
Abklärungs
person
an Ort und Stelle durchgeführt und ergab unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden, der Wohnverhältnisse sowie der Mitwirkungspflicht der Familienmitglieder eine Einschränkung von 42.75 % beziehungsweise bei einem Anteil der Haushaltstätig
keit von 40 % ein
en
Teilin
validitätsgrad
von
17.10 %. Der Bericht befasst sich einlässlich mit den einzel
nen Haushaltsbereichen und deren prozentualen Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Ein
s
chränkungen in diesen Bereichen; er ist plausibel und wurde auch von Dr.
C.___
aus medizinischer Sicht als nachvollziehbar erachtet (Urk. 8/26/5). Geht man mithin von einem versicherungsrechtlich relevanten
Gesundheits
schaden
aus, kann darauf abgestellt werden
.
4.2.
5
Der Gesamtinvaliditätsgrad ergibt sich aus der Addierung der in beiden Berei
chen ermittelten und gewichteten Teilinvalidität (E.
2.3.2
). Damit resultiert eine Gesamtinvalidität von
gerundet
32 % (Erwerb: 15 %,
Haushalt
: 17
.10
%), was keinen Anspruch auf eine Rente begründet
(E.
2.2
)
. Die Beschwerde ist
demnach
abzuweisen.
5
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Daniel
Christe
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage
je einer Kopie
von Urk. 10 und Urk. 11
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler