# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f02b8f1-38ba-5c58-ba1e-42597aaa06cd
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 24.04.2024 F 2024 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2024-3_2024-04-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L  vom 24. April 2024 [rechtskräftig] 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

AA.________
Beschwerdeführerin

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Bahnhofstrasse 12,
Postfach 27, 6301 Zug
Beschwerdegegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt: 
1. BA.________ und CA.________, Eltern
2. B.________, Mandatszentrum, Artherstrasse 25, 6300 Zug, des. Beiständin

betreffend

Erwachsenenschutzrecht 
(Beistandschaft)

F 2024 3

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Urteil F 2024 3

A.
A.a Die 1975 geborene AA.________ leidet seit ca. ihrem zwanzigsten Lebensjahr an 
einer paranoiden Schizophrenie (KESB-act. 1.13, 2.12). Sie lebt seit Geburt bei ihren El-
tern, BA.________ und CA.________, mit kurzen Unterbrüchen im frühen Erwachsenenal-
ter (Unterbringung auswärts im Rahmen der beruflichen Ausbildung u.a. in der 
C.________ sowie in einer Stiftung in D.________, vgl. act. 15 S. 7; KESB-act. 2.12). Im 
August 2023 eskalierte die Situation zuhause dergestalt, dass AA.________ ein psychoti-
sches Zustandsbild zeigte, kaum mehr Nahrung zu sich nahm, zunehmend verwahrloste 
und sich mutistisch verhielt (d.h. nicht mehr sprach). Sie wurde dann durch ihren Vater – 
auf Anraten des ambulant behandelnden Psychiaters – in die Klinik E.________ verbracht. 
Dort wurde am 30. August 2023 ein Rückbehalt ausgesprochen (KESB-act. 1.3), gefolgt 
von einer ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung am 1. September 2023 (KESB-act. 1.5) 
und einer behördlichen fürsorgerischen Unterbringung am 10. Oktober 2023 (Entscheid 
der KESB Nr. 2023/1280, KESB-act. 1.12). 

A.b Angesichts dieser Ausgangslage und gestützt auf ihre Abklärungen, zusammen-
gefasst im Abklärungsbericht vom 30. Oktober 2023 (KESB-act. 2.13) und im Protokoll der 
Anhörung vom 30. November 2023 (KESB-act. 2.41), errichtete die KESB eine Vertre-
tungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung. Der Beistandsperson übertrug sie die Auf-
gabe, AA.________ (jeweils "soweit nötig") beim Erledigen der administrativen Angele-
genheiten sowie bei der Verwaltung ihrer Finanzen zu vertreten und insbesondere ihr Ein-
kommen und Vermögen sorgfältig zu verwalten. Weiter beauftragte sie die Beiständin, 
gemeinsam mit AA.________ für eine geeignete Wohnsituation besorgt zu sein, sie bei al-
len in diesem Zusammenhang erforderlichen Handlungen zu vertreten und unter Berück-
sichtigung einer allfälligen Patientenverfügung für das gesundheitliche Wohl von 
AA.________ sowie für hinreichende medizinische Betreuung zu sorgen und sie bei allen 
dafür erforderlichen Vorkehrungen zu vertreten (KESB-act. 2.47; Entscheid Nr. 2023/1573 
vom 19. Dezember 2023). 

B. Mit Schreiben datiert vom 28. Dezember 2023, versandt an das Verwaltungsge-
richt, bedankte sich AA.________ bei "Frau .________" für deren Fürsorge, teilte jedoch 
mit, sie werde am 28. Dezember 2023 in massiv gebessertem Zustand aus der Klinik ent-
lassen. Sie habe sich immer selbständig um ihre Finanzen gekümmert und ihre Eltern sei-
en mit der Rückkehr nach Hause einverstanden. Sie brauche und möchte keine Beistän-
din. Falls es ihr wieder schlechter gehen würde, stehe ihr ein genügend grosses Helfer-
netz zur Verfügung (act. 1). Das Gericht leitete die Zuschrift weiter an angeschriebene 

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Urteil F 2024 3

B.________. Mit Schreiben vom 8. Januar 2024 retournierte die KESB das besagte 
Schreiben von AA.________ an das Verwaltungsgericht unter Beilage ihres Entscheids 
Nr. 2023/1573 vom 19. Dezember 2023 (act. 2; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 10. 
Januar 2024). 

C. Angesichts dieser zusätzlichen Information eröffnete das Gericht ein Verfahren zur 
Überprüfung des KESB-Entscheids Nr. 2023/1573 vom 19. Dezember 2023. Es zog die 
Akten der KESB bei (KESB-act. 1.1-1.47) und führte einen Schriftenwechsel durch. Die 
KESB beantragte die Abweisung der Beschwerde (act. 5). AA.________ bekräftigte er-
neut, dass sie zuhause bei ihren Eltern verbleiben und diese unterstützen möchte, zumal 
es ihr dort gesundheitlich am besten gehe. Einen Beistand wolle sie nicht (act. 7). Mit 
Schreiben vom 6. März 2024 lud die Referentin AA.________ sowie BA.________ und 
CA.________ zur persönlichen Anhörung durch eine Delegation des Gerichts ein (act. 8; § 
69 Abs. 3 VRG). Darauf reagierte AA.________ mit einer Zuschrift, worin sie kundtat, sie 
sei "momentan nicht in der Lage diese Gespräch zu führen". Sie habe nicht gewollt, "dass 
es bis vor das Gericht" gehe. Sie hoffe, "den Termin noch absagen zu können" (act. 11). 
Von diesen Äusserungen distanzierte sie sich unmittelbar nach ihrem Versand, was dem 
Gericht durch den fallführenden Arzt noch selbentags zur Kenntnis gebracht wurde (Ak-
tennotiz vom 14. März 2024, act. 10). Auf Wunsch der Beschwerdeführerin, die sich im 
Rahmen einer akuten Belastungsreaktion (auf die behördlichen Umtriebe) erneut in der 
Klinik befand, wurde die Anhörung vom 21. März 2024 in der Klinik E.________ durchge-
führt, im Beisein der behandelnden Ärzte und einer Dolmetscherin für Italienisch (act. 12). 
Das Protokoll wurde den Beteiligten im Nachgang zur Anhörung zugestellt und stand den 
Mitgliedern des Spruchkörpers zur Verfügung. 

D. Das Gericht fällte sein Urteil auf dem Zirkulationsweg, nach einlässlicher Diskussi-
on und Beratung am 18. April 2024.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 58 Abs. 1 lit. a des Gesetzes betreffend die 
Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den Kanton Zug (EG ZGB; BGS 
211.1) kann gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde beim Verwal-

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Urteil F 2024 3

tungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zur Beschwerde befugt sind die am Verfahren 
beteiligten Personen, die der betroffenen Person nahestehenden Personen sowie Perso-
nen, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des ange-
fochtenen Entscheids haben (Art. 450 Abs. 2 ZGB). Die Beschwerdefrist beträgt dreissig 
Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). Örtlich zuständig ist im Ver-
fahren betreffend Erwachsenenschutzmassnahmen die Erwachsenenschutzbehörde 
bzw. im Beschwerdefall das Gericht am Wohnsitz der betroffenen Person (Art. 442 Abs. 1 
ZGB, Art. 450 Abs. 1 ZGB, § 58 Abs. 2 EG ZGB). Für das Verfahren gelten die Bestim-
mungen der Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind gemäss Art. 450f ZGB die Bestimmungen 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) anwendbar, soweit die Kantone 
nichts anderes bestimmen. Nach § 56 EG ZGB ist – unter Vorbehalt abweichender Be-
stimmungen des EG ZGB und des Bundesrechts – auf das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht das Gesetz über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungs-
rechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) anwendbar.

Die Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid Nr. 2023/1573 der KESB vom 19. De-
zember 2023. AA.________ hat ihren Wohnsitz im Kanton Zug, womit das Verwaltungsge-
richt des Kantons Zug für die Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig 
ist. Sie war als betroffene Person am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt, so dass sie oh-
ne Weiteres zur Beschwerde legitimiert ist. Die Beschwerde wurde fristgerecht erhoben 
und sie genügt den Anforderungen an eine Laienbeschwerde. Auf sie ist folglich einzutre-
ten. Die Beurteilung erfolgt – nach mündlicher Diskussion und Beratung des Spruchkör-
pers am 18. April 2024 – auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die KESB zu Recht eine Vertretungsbeistandschaft für 
AA.________ in den Bereichen Administration, Finanzen, Wohnen und Gesundheit ange-
ordnet hat.

2.1 Die behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes stellen das Wohl und 
den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicher (Art. 388 Abs. 1 ZGB). Sie sollen die Selbst-
bestimmung der betroffenen Person so weit wie möglich erhalten und fördern (Art. 388 
Abs. 2 ZGB). Gemäss Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Mass-
nahmen des Erwachsenenschutzes den beiden Maximen der Subsidiarität und der Ver-
hältnismässigkeit. Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass behördliche Massnah-
men nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf ande-

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re Weise nicht angemessen sichergestellt ist. Ist die gebotene Unterstützung auf andere 
Art – etwa durch Familie, andere nahestehende Personen oder (private oder öffentliche) 
Dienste – bereits gewährleistet, ordnet die Erwachsenenschutzbehörde keine Massnahme 
an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Kommt die Erwachsenenschutzbehörde demgegenüber 
zum Schluss, die vorhandene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person sei nicht ausrei-
chend oder von vornherein ungenügend, trifft sie behördliche Massnahmen. Diese müssen 
erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Es sind "Massnahmen nach Mass" 
zu treffen, d.h. solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entsprechen (Art. 391 
Abs. 1 ZGB); es gilt der Grundsatz "so viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig staatli-
cher Eingriff wie möglich" (vgl. zum Ganzen etwa BGE 140 III 49 E. 4.3.1; BGer 
5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 6.3.2, je mit Hinweisen). 

2.2 Als Voraussetzung für die Anordnung behördlicher Massnahmen muss ein objekti-
ver Schwächezustand sowie ein Bedürfnis nach besonderem Schutz einer Person bzw. 
deren Unvermögen vorliegen, ihre Angelegenheiten selbst zu besorgen oder durch Ertei-
lung einer Vollmacht besorgen zu lassen (Art. 390 Abs. 1 ZGB). Entscheidend für die Aus-
gestaltung der Massnahme ist das Ausmass des konkreten Schutzbedürfnisses (Philippe 
Meier, in: Zürcher Kommentar, Art. 388–404 ZGB, Der Erwachsenenschutz, 2021, Art. 390 
N 24). Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person be-
stimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss 
(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Die Handlungsfähigkeit wird durch eine Vertretungsbeistandschaft 
nicht von Gesetzes wegen eingeschränkt (Art. 394 Abs. 2 ZGB). 

3.
3.1 Ein Schwächezustand liegt – insoweit allseits unbestritten – bei AA.________ vor 
in Form einer langjährig bekannten und grundsätzlich durch den ambulanten Psychiater 
behandelten Schizophrenie. Für Aussenstehende ist die Beeinträchtigung von 
AA.________ an ihrem Verhalten ohne weiteres erkennbar, wobei sie aber offensichtlich 
bis anhin ihre alltäglichen Angelegenheiten – z.T. unter Zuhilfenahme von Familienan-
gehörigen oder mit Rückfragen bei den zuständigen Behörden – selbst zu regeln vermoch-
te. Wie sie glaubhaft darlegt, vermag sie denn auch nach wie vor ihre – nicht sehr komple-
xen – finanziellen und administrativen Angelegenheiten ausserhalb akuter psychotischer 
Episoden selbst zu besorgen, und werden die nötigsten Handlungen (etwa: Bezahlung von 
Rechnungen) in Zeiten psychischer Dekompensation vorübergehend durch ihre Eltern er-
ledigt.  

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3.2 Das Gericht hat bei der Ermittlung des Schutzbedürfnisses grundsätzlich auf die 
Verhältnisse abzustellen, wie sie im Zeitpunkt seines eigenen Entscheids vorliegen (vgl. 
implizit BGer 5A_379/2015 vom 12. August 2015 E. 2.3). Der Beschwerdeführerin ist 
demnach insofern beizupflichten, als nicht allein am Ausnahmezustand angeknüpft wer-
den kann, wie er sich im Herbst 2023 präsentierte (akute psychotische Dekompensation 
mit mehrmonatigem Aufenthalt in der Klinik E.________ vom 30. August 2023 bis zum 
28. Dezember 2023). Dieses Zustandsbild ist zwischenzeitlich gemäss ärztlicher Einschät-
zung abgeklungen, nach offenbar erstaunlich gutem und raschem Ansprechen der Patien-
tin auf die eingestellte Medikation (act. 15 S. 10). Die an der Anhörung anwesenden, be-
handelnden Ärzte führten aus, Stand Dezember 2023 habe sich der Gesundheitszustand 
von AA.________ erheblich anders präsentiert als dies aktuell der Fall sei. Damals sei die 
Beschwerdeführerin akut psychotisch dekompensiert (was sie nota bene auch selbst an-
erkannte und ausführte, es sei ihr damals ganz schlecht gegangen, vgl. act. 15 S. 8). Die 
Psychose habe dann aber überraschend schnell und gut auf die Behandlung angespro-
chen, so dass man die Patientin Ende Dezember wieder nach Hause zu ihren Eltern habe 
entlassen können. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass noch am 30. No-
vember 2023 die Eltern eine Rückkehr nach Hause abgelehnt hätten (KESB-act. 2.47 
E. 3.4). Nach Eintritt der gesundheitlichen Verbesserung änderten sie offenbar ihre Mei-
nung, so dass schliesslich – nach Erlass des angefochtenen Entscheids – am 28. Dezem-
ber 2023 ein Austritt nach Hause in gebessertem, aber nicht remittiertem Zustand möglich 
war (Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 28. Dezember 2023, KESB-act. 1.13 S. 4 
f.; act. 15 S. 10). 

3.3 Zu berücksichtigen ist aber auch, dass – bei aktuell gemäss ärztlicher Einschät-
zung gänzlich anderem Beschwerdebild, nämlich primär einer akuten Belastungsreaktion 
(auf die laufenden behördlichen Verfahren; vgl. diesbezüglich Protokoll der gerichtlichen 
Anhörung vom 21. März 2024, act. 15 S. 10 f.; ausserdem bereits Protokoll der Anhörung 
vom 30. November 2023, KESB-act. 2.41) – psychotische Dekompensationen in regel-
mässigen Abständen bereits in der Vergangenheit vorgekommen sind (vgl. Protokoll der 
Anhörung durch die KESB vom 5. Oktober 2023, KESB-act. 1.11: bisher bereits 16-malig 
stationäre Behandlung in der Klinik E.________ deswegen). Unklar ist, ob sich die Ab-
stände verringern bzw. die Dekompensationen schlimmer werden; jedenfalls habe die Be-
schwerdeführerin im vergangenen Herbst die bisher mit Abstand schwerste psychotische 
Episode erlitten, die nach ärztlicher Einschätzung auch wieder ausbrechen könne. Eben-
falls einzubeziehen seien aus ärztlicher Sicht das fortschreitende Alter und der Gesund-
heitszustand der Eltern, wobei indes an der Anhörung vom 21. März 2024 zumindest der 

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Vater der Beschwerdeführerin sich in einem grundsätzlich wenig beeinträchtigt wirkenden 
Zustand präsentierte. Die Mutter der Beschwerdeführerin leidet hingegen offensichtlich un-
ter den Auswirkungen eines vor einiger Zeit in Italien stattgehabten Hirnschlages; die Be-
schwerdeführerin führte denn auch aus, dass sie ihre Mutter pflege, ihr etwa beim Du-
schen, Ankleiden und der Körperpflege helfe und dafür sorge, dass sie ausreichend Be-
wegung erhalte bei gemeinsamen Spaziergängen (vgl. act. 15 S. 6). Mit Blick darauf regte 
denn auch die Klinik E.________ bei Austritt der Patientin am 28. Dezember 2023 eine 
"weitere vorsichtige Arbeit in Richtung proaktiver Klärung der Wohnsituation bei hochbe-
tagten Eltern und zunehmenden Überforderungszeichen im häuslichen Umfeld" an (KESB-
act. 1.13 S. 5). 

3.4
3.4.1 Fest steht, dass AA.________ – auch nach eigenem Bekunden – nicht in der Lage 
wäre, eigenständig zu wohnen oder sich allein um ihre Gesundheitsversorgung zu küm-
mern (vgl. etwa act. 15 S. 6). Klar ist auch, dass die Eltern und Schwestern der Beschwer-
deführerin deren Vertretung in den Bereichen Gesundheit und Wohnen in Phasen akuter 
psychotischer Dekompensation weder wahrnehmen können noch dies wollen, wie sie der 
KESB anlässlich einer Besprechung vom 5. Oktober 2023 deutlich zur Kenntnis gegeben 
haben (KESB-act. 2.12, Aktennotiz vom 30. Oktober 2023). Insoweit besteht ein ausge-
wiesener Schutzbedarf in diesen Bereichen. 

3.4.2 Nicht ausgewiesen ist ein solcher hingegen hinsichtlich der finanziellen und admi-
nistrativen Angelegenheiten. Die KESB hat zwar festgestellt, dass die Beschwerdeführerin 
keine Vollmachten erteilt, keine Patientenverfügung verfasst und auch keinen Vorsorge-
auftrag erteilt habe (KESB-act. 2.12). Die Beschwerdeführerin legte indes an ihrer An-
hörung vom 21. März 2024 nachvollziehbar dar, dass auch während ihrer z.T. mehrmona-
tigen Klinikaufenthalte die finanziellen und administrativen Angelegenheiten nie liegenge-
blieben seien. Ihre Darstellung wird dadurch belegt, dass gegen sie offenbar keine Betrei-
bungen bestehen (vgl. Betreibungsregisterauszug vom 12. Oktober 2023, KESB-act. 2.8) 
und Pflichten wie derjenigen zur Einreichung von Steuererklärungen (vgl. KESB-act. 2.10; 
die Steuererklärung würde jeweils eine Schwester erledigen, act. 15 S. 3) jeweils nachge-
lebt wurde. Der Beschwerdeführerin ist es auch gelungen, sich für den Bezug der ihr zu-
stehenden Leistungen von Invalidenversicherung und Ergänzungsleistungen anzumelden 
(KESB-act. 2.9). Es ist demnach festzustellen, dass es ihr bis anhin und auch aktuell ge-
lingt, sich mit niederschwelliger, punktueller Unterstützung ihres Vaters und z.T. auch der 
Schwestern um ihre alltäglichen finanziellen und administrativen Angelegenheiten zu 

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kümmern. Dem Gericht erklärte sie nachvollziehbar, sie verstehe zwar etwa behördliche 
Zuschriften nicht immer (womit sie allerdings gerichtsnotorisch in bester Gesellschaft ist). 
Wenn dies so sei, rufe sie aber bei der zuständigen Stelle an und lasse sich erklären, was 
zu tun sei. So komme sie gut zurecht (act. 15 S. 3). 

Nicht von der Hand zu weisen ist zwar in der Gesamtschau eine gewisse Überforderung 
der Beschwerdeführerin im Verkehr mit den Behörden, insbesondere der KESB und dem 
Gericht. So konnte etwa erst mit Unterstützung des fallführenden Arztes geklärt werden, 
ob sich die Beschwerdeführerin überhaupt als solche konstituieren und durch das Gericht 
angehört werden will. Eindrücklich schilderte sie auch ihre Angst vor der Flut an einge-
schriebenen Briefen. Die entsprechenden Überforderungsgefühle und Ängste vermögen 
indes für sich allein eine Verbeiständung nicht zu rechtfertigen, zumal es AA.________ 
bislang gelungen ist, sich für diese Belange rechtzeitig Unterstützung zu organisieren. 
Welche Aufgaben die Beschwerdeführerin konkret nicht mehr zu bewältigen vermöchte, so 
dass diese durch eine Beiständin übernommen werden müssten, erschliesst sich nicht. 

3.5 Aus dem Gesagten folgt, dass bezüglich der Bereiche Administration und Finan-
zen gegenwärtig kein ausreichender Schutzbedarf besteht, so dass die Anordnung einer 
Beistandschaft diesbezüglich zum vornherein ausser Betracht fällt. Insoweit ist der Ent-
scheid der KESB vom 19. Dezember 2023 aufzuheben (Dispositiv-Ziffern 2a) und 2b) so-
wie 4); Streichung der Vermögensverwaltung in Dispositiv-Ziffer 1)). 

4.
4.1 Nachdem in den Bereichen Wohnen und Gesundheit hingegen ein Schutzbedürf-
nis besteht, ist bezogen auf die in diesen Bereichen angeordnete Vertretungsbeistand-
schaft zu prüfen, ob die Massnahmen geeignet, erforderlich und verhältnismässig sind, um 
dem Schwächezustand zu begegnen. 

4.1.1 Mit Bezug auf die Wohnsituation ist einerseits festzustellen, dass aktuell die Eltern 
von AA.________ dieser den nötigen Beistand zu leisten vermögen; akut besteht dem-
nach kein Bedarf an weiteren Massnahmen (Subsidiaritätsprinzip, vgl. oben E. 2.1). An-
derseits ist unbestritten, dass AA.________ Unterstützung benötigen wird beim Aufgleisen 
einer betreuten Wohnsituation (allein oder gemeinsam mit den Eltern), sollte das Zusam-
menleben mit ihren Eltern, so wie es aktuell funktioniert, in naher oder ferner Zukunft nicht 
mehr möglich sein. Es muss dabei offenbleiben, ob es um die Organisation von Hilfe zu-
hause gehen wird oder etwa um die Anmeldung in einer geeigneten Wohneinrichtung, 

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Urteil F 2024 3

lässt sich doch aktuell die künftige Entwicklung noch nicht vorhersehen. Entsprechend ist 
auch nicht realistisch, dass eine Beistandsperson die geeigneten Vorkehren bereits heute 
für die Zukunft treffen kann. Daraus erhellt, dass die für den Bereich Wohnen errichtete 
Beistandschaft bei der aktuellen Ausgangslage zu einer Massnahme "auf Vorrat" ver-
kommt, die ihren Nutzen erst für den Fall einer künftigen Dekompensation der gegenwärti-
gen Wohnsituation zu entfalten vermöchte. War im Anordnungszeitpunkt noch davon aus-
zugehen, es müsse für die Beschwerdeführerin zwingend ein Wohnplatz in einer betreuten 
Wohneinrichtung organisiert werden – wozu anerkanntermassen weder sie selbst noch ih-
re Familie imstande gewesen wären –, ist ein solcher klar umrissener und akuter Hand-
lungsbedarf im Urteilszeitpunkt nicht mehr gegeben. Momentan wäre zwar hoch wün-
schenswert, dass sich die Beschwerdeführerin und ihre Familie mit der Frage auseinan-
dersetzen, wie das Zusammenleben zu dritt auch künftig gestaltet werden könnte, wenn 
CA.________ und BA.________ zunehmend älter und gebrechlicher werden, und 
AA.________ allenfalls erneut gesundheitlich dekompensiert. Eigentliche Vorkehren dies-
bezüglich kann aber auch eine Beistandsperson erst dann treffen, wenn dieser Fall eintritt. 
Diesfalls ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sich AA.________ erneut für einige 
Wochen oder Monate in der Klinik E.________ befinden wird, was KESB und Beistands-
person Zeit verschafft, alles Weitere entsprechend den dann vorliegenden Umständen zu 
organisieren. 

Nach dem Gesagten ist aufgrund der Entwicklung seit dem Entscheid der KESB am 
19. Dezember 2023 – nämlich insbesondere der Tatsache, dass nun die Eltern bereit sind, 
AA.________ wieder bei sich zuhause aufzunehmen und demnach aktuell keine betreute 
Wohnlösung gesucht werden muss, und auch nicht absehbar ist, ob und wann dies not-
wendig werden wird – aktuell die Errichtung einer Beistandschaft für den Bereich Wohnen 
nicht (mehr) geeignet, zur Verbesserung der Wohnsituation der Beschwerdeführern beizu-
tragen. Es ist nicht ersichtlich, was die Beiständin in dieser Hinsicht aktuell konkret vorkeh-
ren könnte, kann sie doch weder auf einen unbestimmten künftigen Zeitpunkt hin eine An-
schlusslösung organisieren für den Fall eines heute noch nicht konkret voraussehbaren 
Auseinanderbrechens der aktuellen Wohnsituation der Familie A.________ noch wird ihre 
Unterstützung aktuell für die täglichen Belange des Wohnens benötigt. Infolgedessen ist 
auch die Beistandschaft für den Bereich Wohnen (Dispositiv-Ziffer 2c) des angefochtenen 
Entscheids) aufzuheben. 

4.1.2 Die Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft für den Bereich Gesundheit er-
scheint hingegen geeignet, etwa allfällige Probleme in der medikamentösen Versorgung 

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Urteil F 2024 3

anzugehen. Hier kann ein konkreter Aufgabenbereich für die Beiständin ohne weiteres 
ausgemacht werden: Mit einer Vertretungsbefugnis im Bereich der Gesundheit wird es 
dieser insbesondere möglich sein, sich über den gesundheitlichen Zustand der Beschwer-
deführerin mit den behandelnden Ärzten auszutauschen, bei Bedarf Probleme zu lösen 
(etwa in der Beschaffung der Medikation, wie offenbar in der Vergangenheit vorgekom-
men) oder nötigenfalls rechtzeitig für eine adäquate Betreuung durch eine Psychiatrie-
Spitex zu sorgen. Weiter wird es der Beiständin aufgrund ihrer Begleitung der Beschwer-
deführerin möglich sein, der KESB bei Bedarf die zielgerichtete Anordnung weitergehen-
der Massnahmen zu beantragen, wenn und sofern diese als akut notwendig erscheinen. 

4.1.2.1 Bezüglich der Gesundheitsvorsorge fällt ins Gewicht, dass sich der psychische 
Zustand von AA.________ offenbar rasch verändern kann und ärztlicherseits nicht abseh-
bar ist, wie sich dieser künftig entwickelt. Die behandelnden Ärzte in der Klinik E.________ 
vermochten keine Prognose für die Zukunft abzugeben, sondern einzig festzustellen, dass 
der Zustand aktuell nicht psychotisch sei und die Patientin in diesem Zustand wohl so wei-
termachen könne wie bisher (d.h. Wohnen bei den Eltern und Behandlung in regelmässi-
gen Abständen beim ambulant behandelnden Psychiater, act. 15 S. 10 f.). 

4.1.2.2 Weiter sind die Eltern von AA.________ – die bisher offenbar ein stabiles Umfeld 
geboten und ihre Tochter betreut haben – mittlerweile betagt und zumindest die Mutter 
nach einem Hirnschlag pflegebedürftig. Offensichtlich besteht zwar eine Symbiose inner-
halb der Familie insofern, als sich AA.________ und ihre Eltern gegenseitig unterstützen 
und beschäftigen, was eine beachtliche Ressource darstellt (vgl. act. 15 S. 6). Es scheint 
aber durchaus so, dass die Unterstützung vermehrt durch AA.________ an ihre Eltern er-
folgt, wie letztere denn auch an der Anhörung vom 21. März 2024 erklärten (AA.________ 
würde für sie übersetzen, Behördengänge erledigen, Einzahlungen machen, den Haushalt 
sowie die Pflege der Mutter übernehmen, act. 15 S. 6). Die Eltern vermochten sich insbe-
sondere nicht klar dazu zu bekennen, dass sie z.B. die Medikamenteneinnahme der Toch-
ter überwachen und unterstützen würden, sondern gaben einzig zu Protokoll, es sei ja im 
eigenen Interesse der Tochter, diese zu nehmen, weshalb sie dies wohl tun würde (act. 15 
S. 8 f.). Aktenkundig ist denn auch, dass die Dekompensation im Herbst 2023 vor dem 
Hintergrund unklarer Medikamenteneinnahme erfolgte bzw. unklar war, ob es allenfalls 
Probleme bei der Medikamentenbeschaffung gab (vgl. Austrittsbericht vom 28. Dezember 
2023, KESB-act. 1.13 S. 2). Die Eltern waren mit der damaligen Situation offensichtlich 
überfordert. Erst nach Eskalation mit Schreckung der Nachbarschaft sowie Erstattung 
mehrerer Gefährdungsmeldungen durch Vermieterschaft und Nachbarn am 21. August 

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Urteil F 2024 3

2023 kontaktierten die Eltern den behandelnden Psychiater und verbrachten ihre Tochter 
in die Klinik E.________ zur Behandlung und Betreuung (KESB-act. 2.18 ff.). In der Folge 
gaben sie denn auch gegenüber der KESB an, ihre Tochter würde während solcher Pha-
sen auf sie nicht hören und sie könnten sie dann zuhause nicht betreuen (KESB-act. 
2.12). Es bedurfte also einer Eskalation mit Drittbeteiligung, bevor durch das Familiensys-
tem für AA.________ die offensichtlich im damaligen Zeitpunkt dringend notwendige Hos-
pitalisierung eingeleitet wurde. Dies zeigt auf, dass die Eltern von AA.________ nicht wil-
lens oder nicht fähig sind, ohne äussere Intervention in Phasen der gesundheitlichen De-
kompensation ihrer Tochter (rechtzeitig) die nötigen Massnahmen zu treffen, damit diese 
möglichst zeitnah eine adäquate Behandlung und Betreuung erhalten kann. Hinzu kommt, 
dass seitens der Familie auch die Einsicht in Wirkung und Belastung der Umgebung fehlt. 
An der gerichtlichen Anhörung vom 21. März 2024 äusserten die Eltern etwa, es gebe in 
der Nachbarschaft überhaupt keine Probleme und keinen Handlungsbedarf; nach Auffas-
sung von AA.________ seien die Gefährdungsmeldungen gemacht worden, weil sie häu-
fig geweint habe (act. 15 S. 7). Dies erscheint angesichts der Formulierung der Gefähr-
dungsmeldungen von Nachbarn und Vermieterschaft (KESB-act. 2.18 ff.) – und auch der 
Ausführungen der Klinik in ihrem Antrag auf behördliche fürsorgerische Unterbringung 
vom 5. Oktober 2023, wonach Frau AA.________ in psychotischem Zustand persönliche 
Grenzen nicht erkennen oder beachten könne und sich andere Personen von ihr bedrängt, 
belästigt oder bedroht fühlten (KESB-act. 1.8) – im Minimum als Bagatellisierung. 

Zwar dürfte die langjährige Wohnsituation dadurch nicht unmittelbar gefährdet sein. Den-
noch ist offenkundig, dass – auch wenn dies die Familie A.________ nicht wahrhaben will 
(etwa: act 15 S. 7 f.) – diesbezüglich eine latente Gefahr besteht, nachdem die Vermieterin 
in ihrer Gefährdungsmeldung vom 21. August 2023 wörtlich festhält: "Die Gefährderin 
wohnt mit ihren betagten Eltern in einer Wohnung der F.________. Sie ist verwirrt und ag-
gressiv. Sie belästigt ihre Nachbarn und nun auch die Kinder ihrer Nachbarn. Wir vermu-
ten eine sehr schwierige Situation innerhalb der Familie" (KESB-act. 2.18). Es erscheint 
demnach wichtig, die gesundheitliche Situation hinreichend zu überwachen und in geord-
nete Bahnen zu lenken, damit es nicht zu erneuten Gefährdungen kommt, aufgrund wel-
cher sich die Vermieterin gezwungen sehen könnte, das Mietverhältnis mit der Familie 
A.________ zum Schutze der übrigen Mietparteien aufzulösen. Dass die Eltern letztlich in 
dieser Hinsicht keinen ausreichenden Einfluss auf ihre Tochter auszuüben vermögen und 
dies auch nicht wollen, zeigte sich nicht zuletzt eindrücklich an der gerichtlichen Anhörung, 
während der AA.________ – vor allem gegen Ende – alle paar Minuten spontan den 
Raum verliess, um Zigaretten rauchen zu gehen, und in keiner Weise auf die Aufforderun-

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Urteil F 2024 3

gen ihrer Mutter (verbal sowie durch Festhalten an der Kleidung) reagierte, sie möge nun 
doch einmal im Sitzungszimmer verbleiben (act. 15 S. 13). 

4.1.2.3 Angesichts des Ausgeführten bedarf es einer Drittperson, die AA.________ (und 
indirekt auch deren Eltern) bezüglich der gesundheitlichen Belange begleitet und bei Be-
darf die nötigen Vorkehren zur Gesundheitsvorsorge trifft (etwa: Aufgleisen einer Psychia-
trie-Spitex zur Medikamentenkontrolle, rechtzeitiges Hinwirken auf einen Spitaleintritt bei 
erneuter Dekompensation, Aufgleisen der Medikamentenbeschaffung). Da AA.________ 
bezüglich ihrer Erkrankung sowie der Notwendigkeit deren Behandlung grundsätzlich un-
bestritten kooperativ ist, erscheint es als realistisch, dass sie ihre Erkrankung mithilfe einer 
Vertretungsbeiständin für den Bereich Gesundheit mittelfristig zuhause wird im Griff behal-
ten können. Dabei bestehen – wie bereits ausgeführt – die Aufgaben der Beiständin nicht 
in der persönlichen Dienstleistungserbringung (etwa: Verabreichen der Medikamente), 
sondern primär darin, bei Bedarf adäquate Unterstützung zu organisieren oder dafür zu 
sorgen, dass weitergehende (allenfalls vorübergehende) Massnahmen ergriffen werden in 
Akutphasen (bspw. Beantragung einer behördlichen fürsorgerischen Unterbringung in der 
psychiatrischen Klinik; vgl. zum Aufgabenbereich etwa Kurt Affolter-Fringeli, Beistand-
schaft, in: Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2016, N 8.233).  

4.1.2.4 Wohl wäre auch für den Bereich Gesundheit grundsätzlich die Errichtung einer 
Begleitbeistandschaft – anstelle der stärker einschränkenden Vertretungsbeistandschaft – 
wünschens- und prüfenswert. Eine solche kann aber gemäss Art. 393 Abs. 1 ZGB nur mit 
Zustimmung der hilfsbedürftigen Person errichtet werden und fällt demnach bei der ge-
schilderten Ausgangslage ausser Betracht, nachdem aktenkundig ist – und durch die Fa-
milie A.________ auch an der Anhörung vom 21. März 2024 bekräftigt wurde – dass das 
notwendige Einverständnis nicht besteht. 

4.1.3 Die getroffene Massnahme für den Bereich der Gesundheitsvorsorge ist schliess-
lich insofern zumutbar und mithin verhältnismässig im engeren Sinne, als damit gerade die 
Selbständigkeit und der Handlungsspielraum von AA.________ in den alltäglichen Verrich-
tungen gewahrt wird. Insbesondere werden damit die Voraussetzungen geschaffen, damit 
die Beschwerdeführerin noch so lange wie möglich zusammen mit ihren Eltern in der ak-
tuellen Wohnung verbleiben kann, was offensichtlich massgeblich davon abhängt, dass ihr 
Gesundheitszustand stabilisiert wird und Dekompensationen rechtzeitig aufgefangen wer-
den. Dies setzt nach dem durch das Gericht gewonnenen Eindruck voraus, dass eine ex-
terne (Beistands-)Person involviert wird, die sich zwar – solange AA.________ ihren Alltag 

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gemeinsam mit ihren Eltern zu bewältigen vermag und die gesundheitliche Situation stabil 
bleibt – darin nicht einmischt, aber die Möglichkeit hat, nötigenfalls rechtzeitig Vorkehren 
zu treffen, wenn zur Erreichung dieses Ziels eine weitergehende Unterstützung nötig wird. 
Dies, da besonders in der Anhörung vom 21. März 2024 sehr deutlich wurde, dass ausser 
den betagten Eltern – die nota bene trotz Aufenthalts in der Schweiz seit 1977 kaum 
Deutsch sprechen – "wenn man jemanden braucht, niemand da ist", und – nicht zuletzt 
aus den Darlegungen der behandelnden Ärzte – klar wurde, dass der gesundheitliche Zu-
stand aktuell labil ist.  

4.1.4 Nach dem Ausgeführten ist die errichtete Vertretungsbeistandschaft im Bereich 
Gesundheit geeignet, erforderlich und verhältnismässig. Der Entscheid der KESB vom 
19. Dezember 2023 ist demnach insoweit zu bestätigen. 

4.2 Sollte sich künftig eine nachhaltige Einsicht und Kooperationsbereitschaft der Be-
schwerdeführerin mit ihrer Beiständin einstellen, kann (und muss) selbstverständlich die 
Notwendigkeit der (Vertretungs-)Beistandschaft einer erneuten Überprüfung unterzogen 
werden (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Aktuell kommt dies aber nicht in Frage und erscheint es 
AA.________ zumutbar, vorderhand im Bereich Gesundheit mit der eingesetzten Berufs-
beiständin zusammenzuarbeiten, gegen deren Person sie keine Einwände erhebt. Sollte 
sich die Situation zuspitzen und künftig allenfalls erneut eine fürsorgerische Unterbringung 
oder eine Vertretung von AA.________ auch in den Bereichen Wohnen, Administration 
und Finanzen notwendig werden (zum Beispiel dann, wenn eine neue Wohnsituation nötig 
und damit die finanziellen Verhältnisse komplizierter oder zusätzliche Anträge bei Sozial-
versicherungen notwendig werden), wird die Beiständin der KESB die entsprechenden An-
träge zu stellen haben (vgl. auch Dispositiv-Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids). Eine 
Kompetenzzuteilung auf Vorrat erscheint diesbezüglich nicht angezeigt. 

5.
5.1 Gemäss § 57 Abs. 1 EG ZGB richten sich die Gebühren für Amtshandlungen im 
Kindes- und Erwachsenenschutz unter Vorbehalt von Abs. 2 und 3 nach dem Verwal-
tungsrechtspflegegesetz (VRG) und dem Verwaltungsgebührentarif. Das Verwaltungsge-
richt erhebt eine Spruchgebühr zwischen Fr. 400.– und Fr. 15'000.– (§ 22a Abs. 2 VRG 
i.V.m. § 1 Abs. 1 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsge-
richt [KoV]; BGS 162.12). Sie ist unter anderem nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand des 
Gerichts, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Streitwert oder den 
sonstigen Interessen der Parteien an der Beurteilung der Angelegenheit festzusetzen (§ 1 

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Abs. 2 KoV). Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht trägt die unterliegende Partei die 
Kosten (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). 

5.2 Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen (bezüglich 
der Bereiche Administration, Finanzen und Wohnen). Mit Blick auf die Umstände (mit ins-
besondere massgeblicher Verbesserung des Zustands der Beschwerdeführerin seit Erlass 
des angefochtenen Entscheids) ist hier indes ermessensweise von der Erhebung einer 
Spruchgebühr abzusehen (§ 57 Abs. 3 EG ZGB; § 1 Abs. 2 KoV). 

5.3 Der nicht anwaltlich vertretenen AA.________ ist keine Parteientschädigung zuzu-
sprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Auch die KESB hat keinen Anspruch auf eine Parteientschä-
digung (§ 28 Abs. 2a VRG). Schliesslich wurden die Eltern der Beschwerdeführerin nicht 
als (entschädigungsberechtigte und unter Wahrheitspflicht gestellte) Zeugen einvernom-
men, sondern als nahe Angehörige (denen auch ein eigenständiges Beschwerderecht ge-
gen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde zukäme, vgl. Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB) 
am Verfahren beteiligt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen.

2. Der vorinstanzliche Entscheid Nr. 2023/1573 vom 19. Dezember 2023 wird abge-
ändert wie folgt: Dispositiv-Ziff. 1 lautet neu: "Für AA.________ wird eine Vertre-
tungsbeistandschaft gestützt auf Art. 394 Abs. 1 ZGB errichtet." Die Dispositiv-
Ziffern. 2a), 2b), 2c) und 4. werden aufgehoben. 

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

6. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung; auf 
ihren ausdrücklichen Wunsch: Zustellung mittels A-Post-Plus), an die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Zug (KESB), an CA.________ und 
BA.________ sowie an die Beiständin B.________.

Zug, 24. April 2024

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am