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**Case Identifier:** c0326f44-0a7a-59c6-890b-e57f28c49eb0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.01.2024 200 2023 824
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-824_2024-01-23.pdf

## Full Text

200 23 824 IV
SCP/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Januar 2024

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1998 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde im September 2002 von seinen Eltern unter Hinweis auf eine "Ent-
wicklungsverzögerung" bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug angemeldet (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB anerkannte ein Geburtsgebrechen 
Ziff. 390 (Angeborene cerebrale Lähmungen [spastisch, dyskinetisch, atak-
tisch]) gemäss Anhang zur (vormals geltenden) Verordnung vom 9. De-
zember 1985 über Geburtsgebrechen (GgV; AS 2002 4232; vgl. AB 12) 
und sprach dem Versicherten verschiedene Leistungen zu (vgl. AB 7, 9, 15, 
18, 20, 45). Zwischen dem 1. August 2015 und dem 31. Juli 2017 absol-
vierte der Versicherte mit IV-Unterstützung (vgl. AB 48, 53, 64, 70, 73, 86) 
eine Ausbildung zum ... mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA; 
AB 47/2 f., 100/2). Im Anschluss daran veranlasste die IVB zwischen dem 
2. August und dem 15. September 2017 eine arbeitsmarktliche medizini-
sche Abklärung (AMA; vgl. dazu AB 105/6 ff.) und holte eine Beurteilung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 11. Dezember 2017 
(AB 109) ein. Nach der Abklärung wurde der Beschwerdeführer von der 
Abklärungsinstitution als Mitarbeiter ... weiterbeschäftigt (vgl. AB 108, siehe 
auch AB 124). Mit Verfügung vom 9. März 2018 (AB 115) sprach die IVB 
dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 41 % eine Viertelrente zu. 
Der Rentenanspruch wurde mit Mitteilung vom 21. Oktober 2019 (AB 126) 
bestätigt. 

Am 29. Juni 2021 stellte der Versicherte ein Gesuch um Revision bzw. Er-
höhung der Invalidenrente und machte seit Juni 2020 bestehende Rücken-
schmerzen, Kribbeln in den Händen und weniger Kraft im linken Fuss so-
wie den Händen geltend (vgl. AB 128). Die IVB traf Abklärungen, insbe-
sondere holte sie ein polydisziplinäres Gutachten vom 4. Mai 2022 ein 
(AB 171.1 [interdisziplinäre Konsensbeurteilung], 171.2-171.10). Am 6. Juni 
2022 wurde das Arbeitsverhältnis des Versicherten gekündigt (AB 177/2). 
Nach wiederholt durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. AB 178, 181, 
186, 200, 204, 206 f., 210) und in diesem Zusammenhang eingeholter er-

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gänzender gutachterlicher Stellungnahme vom 5. Mai 2023 (AB 199) sowie 
zusätzlicher Beurteilung des RAD vom 9. Oktober 2023 (AB 213) wies die 
IVB das Erhöhungsgesuch mit Verfügung vom 18. Oktober 2023 ab 
(AB 215).

B.

Hiergegen erhob A.________, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 20. November 2023 Beschwerde. Er beantragt, es sei die 
Verfügung vom 18. Oktober 2023 aufzuheben und die Beschwerdegegne-
rin sei zu verpflichten, ihm ab wann rechtens, spätestens jedoch ab dem 
1. Juni 2021, eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die Sache 
zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2023 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 11. Dezember 2023 liess der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers dem Verwaltungsgericht seine Honorarnote zukommen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. Oktober 2023 
(AB 215). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und in diesem Zu-
sammenhang insbesondere, ob seit der Verfügung vom 9. März 2018 
(AB 115; vgl. hinten E. 3.1) ein medizinischer oder erwerblicher Revisions-
grund eingetreten ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). Vorbehältlich besonderer übergangsrecht-
licher Regelungen sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Der Beschwerdeführer, 
dessen Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten der Änderungen entstanden 
ist (vgl. AB 115, 126), hat bei Inkrafttreten der Änderungen das 55. Alters-
jahr noch nicht vollendet und im massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. 
hinten E. 3.1) ist – wie nachfolgend dargelegt (vgl. hinten E. 3.7) – keine 

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revisionsrechtlich relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse 
eingetreten. Der Rentenanspruch ist daher weiterhin nach den bis 31. De-
zember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen (lit. b Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020; vgl. auch 
Rz. 9201 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen 
[BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur 
Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 
146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.4 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

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ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente. 

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 110 E. 3.1). Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann 
eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine 
weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn 
diese veränderten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 
E. 5.2 S. 12; SVR 2020 IV Nr. 25 S. 84 E. 3). Unerheblich unter revisions-
rechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 
147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105).

2.5.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

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stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf das Erhöhungsgesuch von Juni 
2021 (AB 128) eingetreten und hat in der angefochtenen Verfügung vom 
18. Oktober 2023 (AB 215) materiell über den Rentenanspruch befunden. 
Die Eintretensfrage (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) ist daher vom Gericht 
nicht zu überprüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 
S. 117 E. 2.1).

Den revisionsrechtlich massgebenden Vergleichszeitpunkt (vgl. E. 2.5.2 
hiervor) bildet die Verfügung vom 9. März 2018 (AB 115), mit welcher dem 
Beschwerdeführer ab dem 1. August 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 
41 % eine Viertelrente zugesprochen worden war. Der dieser Verfügung 
zugrundeliegende Sachverhalt ist mit demjenigen zu vergleichen, wie er 
sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 18. Oktober 2023 
(AB 215) entwickelt hat. Revisionsrechtlich unbeachtlich ist dagegen die 
formlose Mitteilung vom 21. Oktober 2019 (AB 126), da diese nicht auf ei-
ner umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nach Massga-
be der Rechtsprechung beruhte (vgl. E. 2.5.2 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 9. März 2018 (AB 115) basierte in medizinischer 
Hinsicht im Wesentlichen auf den Erkenntnissen der arbeitsmarktlichen 
medizinischen Abklärung (AMA; Durchführung vom 2. August bis 15. Sep-
tember 2017, vgl. dazu AB 105/6 ff.) und der zusammenfassenden Beurtei-
lung des RAD vom 11. Dezember 2017 (AB 109).

3.2.1 Dem Abklärungsbericht zur AMA vom 6. Oktober 2017 
(AB 105/4 ff.) ist zum Eingliederungspotential zu entnehmen, der Be-
schwerdeführer habe Ressourcen im manuellen, handwerklichen und pro-
duktiven Bereich. Er sei körperlich sehr belastbar und zeige einen fach-
männischen Umgang mit Werkzeug. Feinmotorische und komplexe admi-
nistrative Arbeiten seien nicht geeignet. Der Beschwerdeführer könne am 

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besten durch vorzeigen und anhand von Mustern instruiert werden. Gelern-
tes könne er abrufen und umsetzen. Die Arbeiten sollten manuell und repe-
titiv, aber dennoch abwechslungsreich sein. Der Beschwerdeführer arbeite 
sehr qualitätsbewusst und nach erfolgter Instruktion mehrheitlich selbst-
ständig. Die angestammte Tätigkeit als ... sei angepasst. Die vom Be-
schwerdeführer absolvierte Ausbildung auf EBA-Niveau (vgl. dazu 
AB 100/2) entspreche seinen schulischen und intellektuellen Fähigkeiten 
(AB 105/19). 

Im medizinischen Teil des Abklärungsberichts (AB 105/20 ff.) diagnostizier-
te Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kognitive und intellektuelle Minder-
leistungen in verschiedenen Bereichen und eine leichte Intelligenzminde-
rung (IQ = 66.5; ICD-10 F70). Die in der neuropsychologischen Abklärung 
erhobene leichte Intelligenzminderung mit kognitiven Minderleistungen 
bestätige den klinischen Eindruck und die Beobachtungen während der 
AMA. Die intellektuellen und kognitiven Defizite seien bereits seit der 
frühen Kindheit bekannt und im Rahmen einer gestörten bzw. verzögerten 
Entwicklung zu verstehen (AB 105/21 f.). In einer optimal angepassten 
Tätigkeit, wozu namentlich der erlernte Beruf als ... zu zählen sei, bestehe 
unter Berücksichtigung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils (vgl. dazu 
AB 105/23) bei einem vollschichtigen Präsenzpensum eine Leistungsfähig-
keit von 50 % bis 55 % (AB 105/24). 

3.2.2 In der Stellungnahme vom 11. Dezember 2017 (AB 109) hielt der 
RAD-Psychologe Dr. phil. D.________, Fachpsychologe für Neuropsycho-
logie, unter Bezugnahme auf die im neuropsychologischen Untersu-
chungsbericht des RAD vom 25. Februar 2014 (AB 36) und die in der neu-
ropsychologischen Verlaufsabklärung vom 8. September 2017 während der 
AMA (vgl. dazu AB 105/27 ff.) unterschiedlich ausgefallenen IQ-Messungen 
fest, der anlässlich der RAD-Untersuchung erhobene, höhere IQ-Wert stel-
le lediglich einen Teilbefund der diagnostizierten bis zu mittelschweren neu-
ropsychologischen Dysfunktion dar. Eine solche entspreche in Überein-
stimmung mit der neuropsychologischen Verlaufsuntersuchung und den 
Beobachtungen während der AMA ziemlich genau einer Verminderung der 
Leistungsfähigkeit von rund 50 %. Trotz den unterschiedlichen IQ-Werten 

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aufgrund unterschiedlicher Testverfahren bestehe in Bezug auf die Ge-
samtheit des neuropsychologischen Sachverhaltes bzw. Gesundheitsscha-
dens keine Diskrepanz.

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass 
der Verfügung vom 9. März 2018 (AB 115) ist den Akten im Wesentlichen 
Folgendes zu entnehmen:

3.3.1 Im Zusammenhang mit dem Revisionsgesuch vom 29. Juni 2021 
(AB 128) veranlasste die Beschwerdegegnerin insbesondere eine polydis-
ziplinäre versicherungsexterne Begutachtung des Beschwerdeführers 
durch die E.________ (nachfolgend: Medas; AB 171.1 [Konsensbeurtei-
lung], AB 171.2-171.7 [Aktenzusammenzug, Teilgutachten, Labor]). Im Me-
das-Gutachten vom 4. Mai 2022 (AB 171.1) wurden als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kognitive Minderleistungen in den Be-
reichen des visuell-räumlichen Denkens, der Aufmerksamkeit, des Ge-
dächtnisses, der Exekutivfunktionen und der Sprache, mit/bei einer leichten 
Intelligenzminderung (ICD-10 F70; IQ=66.5; 2014 als bis zu mittelschwere 
neuropsychologische Dysfunktion bewertet), funktional insbesondere auch 
mit relevant reduzierter Arbeitsgeschwindigkeit, festgehalten. Als Diagno-
sen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine 
wahrscheinliche, unvollständige Coalitio calcaneonaviculare links (beid-
seits?) mit belastungsabhängigen Beschwerden in der Fusswurzel links, 
ein rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom ohne Hinweis für radiologisch 
relevante Bandscheibenpathologie oder Radikulopathie und klinisch ohne 
Hinweis für eine radikuläre Reiz- oder Defizitsymptomatik, eine Prae-
Adipositas (Übergewicht; BMI 26.0) und einen Status nach ...unfall (Januar 
2022) ohne objektivierbare Folgen (AB 171.1/8 Ziff. 4.2). 

Somatisch bestehe eine leicht reduzierte Fussbelastbarkeit links, wahr-
scheinlich auch rechts. Diese sei jedoch durch stabiles Schuhwerk kom-
pensierbar. Arbeiten sollten entsprechend nur mit stabilen Arbeitsschuhen 
durchgeführt werden. Damit sei eine genügende Stabilität erzielbar, sodass 
auch stehende bzw. gehende Arbeiten durchgeführt werden könnten. Es 
bestehe eine leichtgradig reduzierte Rückenbelastbarkeit, aktuell aber vor-
rangig durch die Auswirkungen der Dekonditionierung. Dies wäre verbes-
serbar durch entsprechende Massnahmen. Andere Einschränkungen aus 

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rein orthopädischer Sicht lägen nicht vor, insbesondere bestünden keine 
Hinweise für eine entzündliche rheumatische Erkrankung. Darüber hinaus-
gehende neurologische Beeinträchtigungen lägen nicht vor. Entsprechend 
seien die Tätigkeit als Hilfs... respektive körperlich mittelschwere Arbeiten 
möglich. Es sei aber auch auf die allgemeinen mentalen und kognitiven 
Beeinträchtigungen hinzuweisen, offensichtlich mit deutlich reduzierter Ar-
beitsgeschwindigkeit, was auch im Bereich der Arbeitsplatzwahl zwingend 
zu berücksichtigen sei. Die erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kritik und 
Stressbelastung führe dabei zu einem Schutz- und Vermeidungsverhalten. 
Aus allgemein-internistischer Sicht bestünden keine weitergehenden Funk-
tionsstörungen; die Ressourcen seien nicht beeinträchtigt. Die leichte Intel-
ligenzminderung und kognitive Beeinträchtigungen führten zu einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Rahmen dieser Beeinträchtigungen 
seien auch eine reduzierte Stabilität der Selbstwertregulation erklärbar, was 
im Falle von Überforderungssituationen eine Tendenz zu einem Schutz- 
und Vermeidungsverhalten erkläre. Das aktuell erkennbare inkonsistente 
Verhalten sei damit erklärbar und dürfte auch in der Vergangenheit zu den 
Arbeitsunfähigkeitszeiten geführt haben, wohl bei unbekannten Überforde-
rungssituationen. Die somatischen Beschwerden seien dabei ausgeweitet 
dargestellt worden, wobei angesichts der feststellbaren Inkonsistenzen die 
Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien. Auch lä-
gen keine anderweitigen arbeitsrelevanten eigenständigen psychischen 
Störungen oder Störungen der Persönlichkeitsentwicklung vor 
(AB 171.1/9). 

Insgesamt bestehe unverändert im Vergleich zur Verfügung vom 9. März 
2018 (AB 115) eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätig-
keit als Hilfs... EBA bzw. einer angepassten Tätigkeit. Die aus orthopädi-
scher Sicht wahrscheinlich bestehende unvollständige Coalitio calcaneona-
viculare links (möglicherweise beidseits), welche die beklagten belastungs-
abhängigen Beschwerden in der Fusswurzel links (und teilweise rechts) 
erkläre, sei mit gutem stabilem Schuhwerk ausreichend gut kompensierbar 
im Hinblick auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Hinsichtlich der menta-
len kognitiven Beeinträchtigungen respektive der verminderten Regulation 
der Selbstwertstabilität seien keine Veränderungen gegenüber den Vorbe-
funden plausibel. Auch die beschriebenen Unfallereignisse, so zuletzt auch 

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der ...unfall von Januar 2022, könnten nur eine kurzfristige Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit erklären. Auch retrospektiv seien in der Gesamtschau 
die attestierten Arbeitsunfähigkeitszeiten nicht plausibel begründbar 
(AB 171.1/10).

3.3.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 5. Mai 2023 (AB 199) setz-
ten sich die Gutachter mit den im Vorbescheidverfahren ins Recht gelegten 
Berichte des Spitals F.________ vom 6. September und vom 14. Oktober 
2022 (vgl. dazu AB 186/3-8) auseinander. Zum ersten Bericht hielten sie im 
Wesentlichen fest, das Medas-Gutachten habe den behandelnden Ärzten 
offensichtlich nicht vorgelegen. Ihnen seien daher weder die orthopädi-
schen Gründe für die vom Beschwerdeführer angegeben Beeinträchtigun-
gen bekannt gewesen, noch habe eine Auseinandersetzung mit den gut-
achterlich wiederholt festgehaltenen Inkonsistenzen stattgefunden. Im 
psychiatrischen gutachterlichen Befund hätten keinerlei Zeichen einer af-
fektiven Beeinträchtigung und keine vegetativen Schmerzkorrelate oder 
sonstige Schmerzzeichen ausserhalb der Untersuchungssituation bestan-
den. Es sei darauf hinzuweisen, dass die Annahme eines unspezifischen 
rheumatologischen Leidens letztlich eine reine spekulative Verdachtsdia-
gnose darstelle, für welche keine objektiven Fakten bestünden. Bezüglich 
des zweiten Berichts (vom 14. Oktober 2022 [AB 186/3]) deute vieles dar-
auf hin, dass dieser in sehr einseitiger, wenngleich wohlmeinender Weise, 
aus dem Blickwinkel einer sehr patientennahen therapeutischen Rolle der 
Ärzte verfasst worden sei. Zugleich erscheine damit der Blick auf die ge-
samtheitliche funktionsorientierte und letztlich versicherungsmedizinische 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit verstellt. Der undifferenzierten Schlussfol-
gerung der behandelnden Ärzte, dass eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
und damit Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe, werde aus 
gutachterliche Sicht vehement widersprochen. Im Gutachten sei die Inter-
aktion der medizinischen, intellektuellen, kognitiven aber auch der psycho-
sozialen Sachverhalte beim Beschwerdeführer interdisziplinär und ausführ-
lich dargelegt worden. Insgesamt ergäben sich aus den weiteren medizini-
schen Akten keine Hinweise für das Vorliegen eines zusätzlichen, relevan-
ten medizinischen Sachverhaltes, der zu einer Änderung des Gutachtens 
führen müsste.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 12

3.3.3 Der RAD-Arzt med. pract. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 9. Oktober 2023 
(AB 213) im Wesentlichen aus, die behandelnden Ärzte und die Gutachter 
der Medas beschrieben den gleichen Sachverhalt, würden für ihre jeweili-
gen Darstellungen jedoch eine deutlich unterschiedliche Terminologie ver-
wenden, wobei die Behandler ihre therapeutische Funktion bzw. ihr ge-
wähltes Behandlungskonzept in den Vordergrund gestellt hätten. Aus ver-
sicherungsmedizinischer Sicht der Medas-Gutachter drücke dies allerdings 
eine nicht sachgerechte, defizitorientierte Haltung aus, welche deutlich kri-
tisiert worden sei. Da es Aufgabe der Gutachter sei, im Dienste der Einglie-
derung Vorschläge zur Therapie zu machen, sei es vonseiten des RAD als 
in Ordnung zu erachten, wenn zu einem therapeutischen Vorgehen, dass 
dem Ziel der Eingliederung entgegenstehe oder zumindest entgegenzuste-
hen scheine, kritisch Stellung bezogen werde. Die nach Meinung des 
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers dem Medas-Gutachten entge-
genstehenden Aussagen der Psychosomatik des Spitals F.________ ent-
hielten im Wesentlichen nur schmerzmedizinische Allgemeinplätze und 
liessen auch aus RAD-psychiatrischer Sicht nicht den Schluss zu, dass die 
behandelnden Ärzte sich tatsächlich mit den konkreten Inhalten des Gut-
achtens auseinandergesetzt hätten. Die entsprechenden Phänomene beim 
Beschwerdeführer seien im Gutachten vor dem Hintergrund seiner Ge-
samtpersönlichkeit sachgerecht gewürdigt worden. Die bestehenden Defizi-
te seien aus RAD-psychiatrischer Sicht unter sachgerechter Würdigung der 
bestehenden Inkonsistenzen, die nicht zulasten des Beschwerdeführers 
gedeutet, sondern im Gesamtkontext seiner Persönlichkeit eingeordnet 
worden seien, im Medas-Gutachten korrekt beschrieben worden und es 
könne weiterhin auf das Gutachten abgestellt werden. 

3.3.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Neurologie, 
hielt in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2023 (AB 214/3) fest, in den 
Berichten der Neurologie des Spitals F.________ (vgl. dazu AB 207/8 f.) 
würden unverändert die Diagnosen einer funktionellen Störung mit 
Gangstörung im Rahmen eines fluktuierenden sensomotorischen Hemi-
syndroms rechts und Gangstörungen sowie eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Anteilen gestellt. Auch klinisch 
und therapeutisch ergäben sich keine Veränderungen. Da sich aus neuro-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 13

logischer Sicht aus den vorgelegten Berichten keine neuen Aspekte ergä-
ben, werde im Übrigen auf die Stellungnahme des RAD-Psychiaters ver-
wiesen (vgl. dazu AB 213 bzw. E. 3.3.3 hiervor).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.5

3.5.1 Das Medas-Gutachten vom 4. Mai 2022 (AB 171.1) einschliesslich 
der Teilgutachten (AB 171.3-171.6) und die ergänzende gutachterliche 
Stellungnahme vom 5. Mai 2023 (AB 199) erfüllen die vorerwähnten Anfor-
derungen der Rechtsprechung an eine beweiskräftige versicherungsexter-
ne medizinische Expertise und erbringen vollen Beweis (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Die gutachterlichen Feststellungen und Ausführungen beruhen auf umfas-
senden fachärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis bzw. Würdigung 
der Vorakten sowie der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Ge-
stützt darauf sowie die durchgeführte Zusatzdiagnostik (vgl. dazu AB 171.7 
[Labor], 171.8 [zusätzlich eingeholte Bildgebung]) legten die Gutachter die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 14

medizinischen Zusammenhänge einleuchtend dar und begründeten die 
daraus gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur 
medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Die 
gutachterlichen Schlussfolgerungen wurden im Rahmen der versiche-
rungsmedizinischen Beurteilung durch den RAD sowohl in psychiatrischer 
als auch in neurologischer Hinsicht bestätigt (vgl. AB 213 f.). Die Gutachter 
nahmen zudem zur Frage nach der revisionsbegründenden Veränderung 
des Gesundheitszustandes respektive der Arbeitsfähigkeit Stellung (vgl. 
SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1) und verneinten eine solche 
unter Verweis auf die vorbestandenen, kompensierbaren orthopädischen 
Beschwerden und die unveränderte gesundheitliche Situation hinsichtlich 
der mentalen sowie kognitiven Beeinträchtigungen respektive der vermin-
derten Regulation der Selbstwertstabilität (vgl. AB 171.1/10). Dabei fanden 
die Ergebnisse der einzelnen fachärztlichen Untersuchungen Eingang in 
die umfassende interdisziplinäre Konsensbeurteilung (vgl. BGE 143 V 124 
E. 2.2.4 S. 128; 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224). Das Gutachten ist im Übrigen 
in sich widerspruchsfrei, schlüssig sowie überzeugend. 

3.5.2 Die übrigen medizinischen Akten, insbesondere die Berichte des 
Spitals F.________ vom 6. September und vom 14. Oktober 2022 (vgl. 
dazu AB 186/3-8) sowie der Austrittsbericht des Spitals F.________ vom 
17. Januar 2023 (AB 207/3) und der Sprechstundenbericht des Spitals 
F.________ vom 27. Februar 2023 (AB 207/8 f.), sind nicht geeignet, Zwei-
fel an der Vollständigkeit und Schlüssigkeit der gutachterlichen Beurteilung 
zu wecken. Denn in diesen Berichten wurden keine wichtigen neuen As-
pekte benannt, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewür-
digt geblieben wären (vgl. auch AB 214). So sind namentlich die anlage- 
bzw. überlastungsbedingten rezidivierenden Fussbeschwerden nicht neu, 
sondern wurden vom Beschwerdeführer bereits zu früheren Zeiten geltend 
gemacht respektive ärztlich beschrieben (vgl. AB 77/9 ff., 102/21, 
132/46 f.). Beim Tragen von stabilem Schuhwerk kam und kommt den 
Fussbeschwerden indes gemäss der nachvollziehbaren Begründung im 
Medas-Gutachten keine massgebende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
zu (vgl. AB 171.1/6 und 9, 171.6/9 und 11). Ebenso waren die übrigen gel-
tend gemachten Beschwerden an den Händen, an anderen Gelenken und 
am Rücken, für welche kein objektivierbares klinisches bzw. bildgebendes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 15

Korrelat erhoben werden konnte und die vom orthopädischen Gutachter 
auch im Rahmen einer – in der Invalidenversicherung nicht versicherten 
(vgl. Entscheid des BGer vom 8. März 2021, 9C_755/2020, E. 5.1 mit Hin-
weisen) – (ohne weiteres behebbare) Dekonditionierung erklärt wurden 
(vgl. AB 171.6/9 ff.), bereits im Referenzzeitpunkt bekannt (vgl. AB 27/4-6, 
77/8). Soweit daher die behandelnden Ärzte des Spitals F.________ (vgl. 
zur beweisrechtlichen Bedeutung der auftragsrechtlichen Vertrauensstel-
lung von Hausärzten und behandelnden Spezialärzten BGE 125 V 351 E. 
3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3) gestützt auf denselben 
unveränderten medizinischen Sachverhalt zu einer abweichenden Beurtei-
lung der funktionellen Leistungsfähigkeit gelangten, vermag dies rechtspre-
chungsgemäss das Medas-Gutachten nicht in Frage zu stellen (vgl. SVR 
2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3). Die in diesem 
Zusammenhang von den Medas-Gutachtern geäusserte Kritik an der 
gemäss ihrer Auffassung defizitorientierten und der (Wieder-) Eingliederung 
zuwiderlaufenden Beurteilung der behandelnden Ärzte (vgl. AB 199/4 ff.) ist 
– entgegen der Kritik des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 8) – 
nicht Ausdruck einer einseitigen gutachterlichen Beurteilung der medizini-
schen Fakten (vgl. auch AB 213/6), sondern vielmehr das Ergebnis einer 
pflichtgemässen eigenständigen und kritischen gutachterlichen Beurteilung 
(BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

Auch inhaltlich vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte keine Zwei-
fel am Medas-Gutachten zu wecken. So erfolgten insbesondere die ärztli-
chen Angaben im Rahmen der schmerztherapeutischen Behandlung basie-
rend auf dem für die Belange der Rechtsanwendung im Sozialversiche-
rungsrecht nicht massgebenden bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell 
(AB 186/5; vgl. dazu BGE 143 V 418 E. 6 S. 426, 127 V 294 E. 5a S. 299) 
und die behandelnden Ärzte stützten sich – wie in der ergänzenden gutach-
terlichen Stellungnahme vom 5. Mai 2023 (AB 199) respektive der RAD-
Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 (AB 213) überzeugend begründet 
dargelegt – auf die unkritisch übernommenen, hier aber nicht massgeben-
den subjektiven Beschwerdeangaben respektive die Selbsteinschätzung 
des Beschwerdeführers (vgl. dazu BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 140 V 
290 E. 3.3.1 S. 296). Demgegenüber erfolgte weder eine Auseinanderset-
zung mit den differenzierten und überzeugenden Ausführungen im Medas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 16

Gutachten noch eine sorgfältige Plausibilisierung der geklagten Beeinträch-
tigung, insbesondere vor dem Hintergrund der gutachterlich beschriebenen 
Inkonsistenzen im Rahmen sowie mit Blick auf die Anforderungen des 
strukturierten Beweisverfahrens (vgl. vorne E. 2.3). Vielmehr ist festzustel-
len, dass die durch das Spital F.________ erhobenen objektiven Befunde 
im Ergebnis insoweit mit dem Medas-Gutachten übereinstimmen, als beim 
Beschwerdeführer eine permanente latente Überforderung im Sinne einer 
Stressbelastung festgestellt wurde, aufgrund derer die körperlichen, sozia-
len und mentalen Aktivitäten sorgfältig zu dosieren und den effektiven Mög-
lichkeiten des Beschwerdeführers anzupassen sind (vgl. AB 186/3). Einen 
darüber hinausgehenden psychischen Gesundheitsschaden mit Krank-
heitswert bzw. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit schlossen die Gutachter 
hingegen überzeugend begründet aus und stellten die Beschwerdesym-
ptomatik in einen Zusammenhang mit der Intelligenzminderung sowie der 
mentalen und kognitiven Beeinträchtigungen, welche hinsichtlich der Ar-
beitsplatzanforderungen zu berücksichtigen sind (AB 171.4/9 f., dazu auch 
AB 199/5 f.; hinten E. 3.5.4). 

3.5.3 Was der Beschwerdeführer weiter gegen das Medas-Gutachten 
vorbringt, mag ebenfalls keine Zweifel an dessen Vollständigkeit und 
Schlüssigkeit zu wecken: So war rechtsprechungsgemäss mit Blick auf die 
geltend gemachten Schmerzen am Bewegungsapparat neben der erfolgten 
orthopädischen Begutachtung (vgl. AB 171.6) nicht zwingend auch eine 
rheumatologische Untersuchung erforderlich, da sich beide Fachgebiete 
mit den Schmerzen des Bewegungsapparates befassen (vgl. Entscheid 
des BGer vom 4. Februar 2022, 8C_481/2021, E. 4.2.1). Daran ändert 
nichts, dass im Rahmen des Gutachtensauftrags der Beschwerdegegnerin 
(vgl. AB 159) vom RAD eine rheumatologische Begutachtung vorgeschla-
gen (vgl. AB 153/1) und von der Beschwerdegegnerin auch so zur Zutei-
lung gemeldet worden war (AB 154/1). Die Einordnung, welche Fachdiszi-
plinen an einer Begutachtung zu beteiligen sind, obliegt zwar grundsätzlich 
dem RAD (Entscheid des BGer vom 26. Januar 2022, 8C_431/2022, 
E. 4.1), jedoch besteht keine strikte Bindung der Abklärungsstelle an die 
Disziplinenwahl der IV-Stelle bzw. des RAD (BGE 139 V 349 E. 3.3 
S. 352 f.). Rechtsprechungsgemäss liegt es denn auch im Ermessen der 
Gutachtenstelle zu entscheiden, ob und welche Abklärungen sowie Unter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 17

suchungen für eine umfassende Expertise notwendig sind, wozu auch der 
Beizug anderer oder weiterer Experten gehört (vgl. Entscheid des BGer 
vom 6. Oktober 2023, 8C_613/2022, E. 4.2 mit Hinweisen). Der Beschwer-
deführer wurde sodann bereits mit Schreiben vom 21. Dezember 2021 
(AB 162) über den im Rahmen der Bekanntgabe der Gutachter von der 
Gutachterstelle vorgenommenen Wechsel (AB 161) einer medizinischen 
Fachdisziplin informiert und er hat keine Einwände dagegen erhoben. Ins-
gesamt sind der Wechsel der Disziplin und Verzicht der Medas auf eine 
(zusätzliche) rheumatologische Begutachtung daher nicht zu beanstanden. 

3.5.4 Im psychiatrischen Teilgutachten verneinte Dr. med. I.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie, gestützt 
auf eine umfassende klinische Untersuchung des Beschwerdeführers (vgl. 
dazu AB 171.4/4 ff.) und in Kenntnis der früheren neuropsychologischen 
Intelligenzmessungen (vgl. AB 171.4/10) das Bestehen eines eigenständi-
gen, ausserhalb der diagnostizierten Intelligenzminderung mit kognitiven 
Minderleistungen liegenden psychischen Gesundheitsschadens mit Ein-
fluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Dabei schloss er überzeugend 
begründet und unter Verweis auf die festgestellten Inkonsistenzen sowie 
die reduzierten intellektuellen bzw. kognitiven Ressourcen insbesondere 
eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45) aus (vgl. AB 171.4/9 f.). 
Die Verneinung der besagten Diagnose erfolgte – entgegen der Annahme 
des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 7) – nicht aufgrund eines so-
genannten Ausschlussgrundes (vgl. dazu vorne E. 2.3), sondern weil 
Dr. med. I.________ die entsprechende Beschwerdesymptomatik im Kon-
text der reduzierten intellektuellen und kognitiven Ressourcen interpretierte 
respektive berücksichtigte. Für die Belange der Invalidenversicherung 
kommt es dabei nicht auf die (genaue) Diagnose an, sondern einzig darauf, 
welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (Ent-
scheid des BGer vom 17. August 2022, 8C_287/2022, E. 5.1.2 mit Hinwei-
sen), welche vom psychiatrischen Gutachter umfassend gewürdigt wurden. 
Überdies gilt es bei der Beweiswürdigung zu beachten, dass die psychiatri-
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen 
kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer 
einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-
psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 18

sofern der Experte – wie vorliegend der Fall – lege artis vorgegangen ist 
(BGE 145 V 361 E. 4.1.2 S. 365). Der psychiatrische Gutachter verzichtete 
schliesslich in Kenntnis der zurückliegenden neuropsychologischen Ab-
klärungen darauf, eine solche erneut durchführen zu lassen (vgl. 
AB 171.6/10). Eine neuropsychologische Abklärung stellt lediglich eine Zu-
satzuntersuchung dar, deren Durchführung – wie erwähnt – im Ermessen 
des Gutachters liegt (vgl. Entscheid des BGer vom 16. April 2021, 
8C_11/2021, E. 4.2), wobei hier mit Blick auf die umfassende psychiatri-
sche wie neurologische Untersuchung und nachvollziehbare Einordnung 
der neuropsychologischen Defizite der Verzicht auf eine erneute Abklärung 
nicht zu beanstanden ist. 

3.6 Dem Voranstehenden zufolge bilden das polydisziplinäre Medas-
Gutachten vom 4. Mai 2022 (AB 171.1) einschliesslich der Teilgutachten 
(AB 171.3-171.6) und die ergänzende gutachterliche Stellungnahme vom 
5. Mai 2023 (AB 199) eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung des 
anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhaltes. Die Beschwerdegegne-
rin hat den medizinischen Sachverhalt hinreichend abgeklärt und von wei-
teren medizinischen Abklärungen sind keine entscheidwesentlichen neuen 
Erkenntnisse zu erwarten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.7

3.7.1 Gestützt auf das beweiskräftige Medas-Gutachten vom 4. Mai 2022 
(AB 171.1/1) liegt im hier zu beurteilenden Vergleichszeitraum (vgl. vorne 
E. 3.1) unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten keine massgebende 
Veränderung des medizinischen Sachverhalts vor, die geeignet wäre, den 
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. vorne 
E. 2.5.1). Eine Veränderung des Gesundheitszustandes im Nachgang zum 
Medas-Gutachten ist sodann gestützt auf die weiteren medizinischen Akten 
ebenfalls nicht ausgewiesen (vgl. dazu AB 199, 213 f.).

3.7.2 Ebenso ist weder in erwerblicher noch sonstiger Hinsicht eine revi-
sionsrechtlich relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse er-
stellt. Namentlich begründet die Kündigung der letzten Anstellung als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 19

Hilfs... (vgl. dazu AB 177/2) keinen erwerblichen Revisionsgrund, da in der 
Verfügung vom 9. März 2018 (AB 115) das Invalideneinkommen nicht aus-
gehend von diesem tiefen tatsächlichen Einkommen ermittelt wurde, son-
dern bereits damals die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Anwendung ge-
langten (vgl. AB 115/6). Der Stellenverlust hat damit keinen unmittelbaren 
Einfluss auf den Invaliditätsgrad. 

3.7.3 Ein Revisionsgrund gestützt auf die im Rahmen der Weiterentwick-
lung IV geänderten Bestimmungen zur Berechnung des Invaliditätsgrades 
bei sog. Frühinvalidität (Art. 26 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 3 IVV) fällt eben-
falls nicht in Betracht. Denn der Beschwerdeführer konnte – wie von der 
Beschwerdegegnerin zutreffend dargelegt (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 
Rz. 12) – mit Unterstützung der IV eine erstmalige berufliche Ausbildung 
auf EBA-Niveau erfolgreich abschliessen (vgl. AB 100/2) und war bzw. ist 
auf dem erlernten Beruf (medizinisch-theoretisch) arbeitsfähig (vgl. 
AB 105/24, 171.1/24). Auch wenn im Rahmen der Verfügung vom 9. März 
2018 (AB 115/6) das Valideneinkommen gestützt auf aArt. 26 Abs. 1 IVV 
(sog. Frühinvalidität; vgl. dazu etwa Entscheid des BGer vom 11. April 
2019, 9C_233/2018, E. 3.1) ermittelt worden war, wird der Beschwerdefüh-
rer aufgrund der erworbenen befähigenden beruflichen Erstausbildung auf 
EBA-Niveau nicht von den Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung 
vom 3. November 2021 lit. b erfasst. Zwar gehörten zur Gruppe der versi-
cherten Personen ohne zureichende berufliche Kenntnisse zuweilen auch 
Personen, welche – wie hier der Fall – ein eidgenössisches Berufsattest 
besitzen, bei welchen aber aufgrund der invaliditätsbedingten reduzierten 
Verwertbarkeit das Einkommen ohne Invalidität trotzdem nach Art. 26 
Abs. 1 aIVV (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) 
berechnet wurde. Eine Anpassung an die neuen Bestimmungen (vgl. 
Art. 26 Abs. 4 und 5 IVV) würde in diesen Fällen aber meist zu einer 
Schlechterstellung führen, wohingegen die Absicht des Verordnungsgebers 
eine Verbesserung der Situation der bisherigen geburts- und frühinvaliden 
Rentenbezügerinnen und -bezüger war. Daher werden versicherte Perso-
nen, bei welchen trotz Vorliegen eines eidgenössischen Berufsattests das 
Einkommen nach Art. 26 Abs. 1 aIVV zugrunde gelegt wurde, von der 
Übergangsbestimmung der IVV zur Änderung vom 3. November 2021 lit. b 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 20

nicht erfasst (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 415 des BSV vom 18. März 2022). 
Insoweit gelangt hier Art. 26 Abs. 4 IVV nicht zur Anwendung.

3.7.4 Da das in zeitlicher Hinsicht massgebende Recht durch die ange-
fochtene Verfügung vom 18. Oktober 2023 (AB 215) bestimmt ist (vgl. vor-
ne E. 1.2), besteht zumindest vorderhand kein Anlass für eine Neuberech-
nung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 26bis Abs. 2 f. i.V.m. Art. 26 Abs. 6 
und Art. 25 Abs. 3 IVV (jeweils in der ab 1. Januar 2024 gültigen und hier 
nicht anwendbaren Fassung; vgl. dazu auch Beschwerdeantwort S. 3 
Rz. 13).

3.7.5 Da dem Voranstehenden zufolge insgesamt kein Revisionsgrund 
besteht, ist von vornherein keine Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 281 
vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 10. Mai 2022, 8C_103/2022, 
E. 2.3 mit Hinweisen). Abgesehen davon könnte aus einer Indikatorenprü-
fung keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren als die medizinisch attes-
tierte (vgl. Entscheid des BGer vom 29. Oktober 2020, 9C_507/2020, 
E. 3.2.1), welche sich ebenfalls nicht verändert hat.

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 18. Oktober 
2023 (AB 215) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Be-
zahlung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Jan. 2024, IV/23/824, Seite 21

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat weder der unterliegende Be-
schwerdeführer noch die obsiegende Beschwerdegegnerin Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (inkl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 11. De-

zember 2023)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.