# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cadb5fec-acbc-5f10-85a8-738e94275097
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.10.2018 B 2016/237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-237_2018-10-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/237

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 25.10.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 25.10.2018
Zivilstandsregister, Anerkennung und Eintragung einer im Ausland 
geschlossenen Ehe, Art. 39, Art. 45 Abs. 1 und 2 Ziff. 4 ZGB, Art. 1 Abs. 1 
Ingress und lit. c, Art. 25 ff., Art. 32, Art. 45 IPRG, Art. 45a Abs. 1 f. IPRG in 
Verbindung mit Art. 104 ff. ZGB, Art. 2 ff. Apostille-Übereinkommen, Art. 8 in 
Verbindung mit Art. 1 CIEC Nr. 16, Art. 6a Abs. 2, Art. 7, Art. 23 Abs. 1 f. ZStV, 
Art. 4 ZStV SG. Frage offengelassen, ob die Aufnahme der 
Beschwerdegegnerin, einer serbischen Staatsangehörigen, ins 
schweizerische Personenstandsregister vorgängig zur Beurkundung ihrer in 
Serbien geschlossenen Ehe erforderlich gewesen wäre (E. 1). Die vorliegend 
zu beurteilende in Serbien geschlossene Ehe zwischen der 
Beschwerdegegnerin und ihrem im Jahr 2014 verstorbene Schweizer 
Ehemann ist grundsätzlich anerkennungsfähig. Ein Ordre-public-Verstoss 
lässt sich nicht feststellen: Aus den vorliegenden Umständen konnte nicht 
darauf geschlossen werden, dass der Ehemann der Beschwerdegegnerin die 
Ehe nicht aus freiem Willen eingegangen wäre (E. 5), (Verwaltungsgericht, B 
2016/237).

Entscheid vom 25. Oktober 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

W.__,

X.__,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Y.__,

Z.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach, 

9001 St. Gallen,

gegen

Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

A.__, V.__, Serbien

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armin Linder, rohner thurnherr wiget & partner, 

Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,

Gegenstand

Anerkennung und Eintragung einer in Serbien geschlossenen Ehe

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Am __2014 verstarb B.__ sel., geboren am __1944, zuletzt wohnhaft in C.__, 

Politische Gemeinde D.__, Bürger von E.__. Am __1968 hatte er F.__, geboren am 

__1949, geheiratet. Aus dieser am __1997 aufgelösten Ehe waren die Kinder W.__, geb. 

am __1978, sowie X.__, geb. am __1969, Y.__, geb. am __1972, und Z.__, geb. am 

__1970, hervorgegangen. Am 15. Oktober 2010 heiratete B.__ sel. in M.__, Serbien, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

N.__, geboren am __1991. Mit Urteil des Grundgerichts Q.__, Serbien, vom __2011 

wurde diese Ehe geschieden. Am __2013 heiratete B.__ sel. in V.__, Serbien, A.__, 

geboren am __1983. Am 12. Juni 2013 übermittelte die Schweizer Botschaft in Belgrad 

von Amtes wegen die direkt vom serbischen Aussenministerium erhaltene 

Heiratsurkunde. Am 15. Mai 2014 verfügte das Amt für Bürgerrecht und Zivilstand 

(AFBZ) die Anerkennung und Eintragung dieser Ehe in das Personenstandsregister (act. 

16/9, 16/9/11 und 19.1, act. 16/37/1, 16/44, 16/54/2010.415.1641/22 und 23.1, 

16/54/2012.415.1306/5.1, 16/104).

B. Dagegen rekurrierte Z.__ am 14. Mai 2014 für sich, seine Geschwister und seine 

Halbschwester R.__ (geb. am __1974) an das Departement des Innern (act. 16/1, 

16/44). Am 6. Januar 2015 gewährte das Sicherheits- und Justizdepartement A.__ die 

unentgeltliche Rechtspflege und bestimmte Rechtsanwalt lic. iur. Armin Linder zu deren 

unentgeltlichen Rechtsbeistand (act. 16/28). Mit Verfügung vom 9. Januar 2015 ordnete 

das Amtsnotariat St. Gallen auf Antrag von A.__ vom 26. Dezember 2014 im Nachlass 

von B.__ sel. die Erbschaftsverwaltung an. Gegen diese Verfügung rekurrierten Z.__ 

und seine Geschwister am 26. Januar 2015 an das Departement des Innern (act. 

16/69.1/1-1.1). Am 25. Januar 2015 sistierte die Leiterin des AFBZ das Verfahren für 

die Aufnahme von A.__ ins Personenstandsregister (act. 16/88). Mit Eingaben vom 7. 

und 23. März 2016 verlangten Z.__ und dessen (Halb-)Geschwister den Ausstand der 

Rekurssachbearbeiterin L.__. Dieses Begehren wies die Leiterin Rechtsdienst des 

Departements des Innern mit Zwischenverfügung vom 24. März 2016 ab (act. 16/96, 

16/102 f.). Mit Entscheid vom 10. November 2016 wies das Departement den Rekurs 

vom 14. Mai 2014 ab, soweit es darauf eintrat (act. 2).

C. Gegen den Entscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 

10. November 2016 (zugestellt am 14. November 2016) erhoben W.__ sowie X.__, Y.__ 

und Z.__ (Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am 28. November 2016 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es seien die 

Verfügung des AFBZ vom 15. Mai 2014 und der angefochtene Entscheid, soweit der 

Rekurs kostenpflichtig abgewiesen (Dispositiv-Ziffer 2) und ihnen Kosten auferlegt 

worden seien (Dispositiv-Ziffer 3-5), unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

aufzuheben (act. 1 und 3). Am 2. Dezember 2016, ergänzt am 17. März 2017 und 

16. Oktober 2017, ersuchte A.__ (Beschwerdegegnerin) durch Rechtsanwalt lic. iur. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Armin Linder um unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung (act. 6, 21 und 

35-36.2). Am 2. Februar 2017 ergänzten die Beschwerdeführer ihre Beschwerde mit 

einer Begründung (act. 12). Mit Vernehmlassung vom 9. Februar 2017 schloss die 

Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 15). Mit Verfügungen vom 

10. November 2017 wies das AFBZ die Anerkennung der Kindesverhältnisse zwischen 

B.__ sel. und den Söhnen der Beschwerdegegnerin für den schweizerischen 

Rechtsbereich ab, welche am 21. Mai 2013 in Serbien mittels Kindesanerkennungen 

begründet worden waren (act. 42.1-42.2). Diese Verfügungen erwuchsen nach 

Angaben der Beschwerdegegnerin unangefochten in Rechtskraft (act. 48, S. 6 f. Ziff. III/

B/5b). Mit Zwischenverfügung vom 22. Februar 2018 gewährte der Abteilungspräsident 

des Verwaltungsgerichts der Beschwerdegegnerin die unentgeltliche Rechtspflege und 

bestimmte Rechtsanwalt lic. iur. Armin Linder zu deren unentgeltlichem Rechtsbeistand 

(act. 43). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, es sei die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 48). Mit verfahrensleitender Anordnung 

vom 24. Juli 2018 wies der Abteilungspräsident das Gesuch der Beschwerdeführer 

vom 28. Mai 2018 / 12. Juni 2018 um Beiladung der Zentralen Ausgleichskasse ZAS 

sowie der Fondation Collective Trianon, beide Genf, ab (act. 50, 53 und 56, 

www.zefix.ch, www.zas.admin.ch). Am 25. September 2018 reichte der Rechtsvertreter 

der Beschwerdegegnerin eine Honorarnote ein (act. 57 f.). Hierzu nahmen die 

Beschwerdeführer am 4. Oktober 2018 Stellung (act. 60), worauf sich die 

Beschwerdegegnerin am 10. Oktober 2018 abschliessend vernehmen liess (act. 62).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (vgl. Art. 90 Abs. 2 

der Zivilstandsverordnung; SR 211.112.2, ZStV, in Verbindung mit Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP, BGer 5A_637/2016 vom 

2. November 2016 E. 4.2.1 mit Hinweisen und VerwGE B 2013/158 vom 19. August 

2014 E. 1, www.gerichte.sg.ch, siehe auch Art. 11 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 und 2 des 

Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch; sGS 911.1, EG-ZGB, 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

e contrario). Die Beschwerdeeingabe vom 28. November 2016 erfolgte – entgegen der 

Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 6) – rechtzeitig (act. 1 und 3, siehe auch act. 

12, S. 1 f. Ziff. II/1) und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 2. Februar 2017 

(act. 12) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführer sind als 

gesetzliche Erben von B.__ sel. (Art. 457 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches; SR 

210, ZGB, Stand am 1. Januar 2018, vgl. act. 16/37/1, 16/44, 16/69.1/1.1, 42.1 f.) zur 

Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, 

Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 1, Art. 76 Abs. 1 und Art. 111 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG, sowie BGer 

5A_625/2010 vom 11. Januar 2011 E. 1.2, allerdings in Bezug auf Art. 43 ZGB). Auf die 

Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Verfahrensgegenstand bildet vorliegend die Anerkennung der in Serbien am __2013 

zwischen der Beschwerdegegnerin und B.__ sel. geschlossenen Ehe sowie deren 

Eintragung in das schweizerische Personenstandsregister. Die verfahrensauslösende 

Verfügung des AFBZ vom 15. Mai 2014 wurde mit dem Vermerk versehen, dass die 

Beschwerdegegnerin aufgrund fehlender Dokumente nicht gleichzeitig mit der 

Registrierung ihrer Ehe mit B.__ sel. in das Personenstandsregister aufgenommen 

werde (act. 16/9/11). Bereits aus diesem Grund ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten, soweit sich die Beschwerdeführer gegen die Aufnahme der 

Beschwerdegegnerin in das Personenstandsregister wehren (act. 12, S. 8 Ziff. IV/2.3 in 

fine). Im übrigen ist der Zivilrichter zuständig, über streitige Angaben über den 

Personenstand der Beschwerdegegnerin zu entscheiden (vgl. Art. 42 ZGB und Art. 17 

Abs. 3 ZStV, sowie Urteil des Zürcher Obergerichts LF170007 vom 24. März 2017 

E. 4.3.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGer 5A_549/2015 vom 11. Januar 2016 E. 

3.3 mit Hinweisen, www.gerichte-zh.ch). Dessen ungeachtet ist nicht ersichtlich, dass 

die Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich ins Personenstandsregister aufgenommen 

worden wäre (act. 16/88). Im Weiteren wurde von den Beschwerdeführern im 

Beschwerdeverfahren – anders als im vorinstanzlichen Rekursverfahren (vgl. act. 16/17, 

S. 2 f. Ziff. II/3 f., siehe auch act. 16/54, S. 1, act. 16/84 Ziff. 1) – die Frage nicht mehr 

aufgeworfen, ob die Aufnahme der Beschwerdegegnerin ins schweizerische 

Personenstandsregister vorgängig zur vorliegend strittigen Beurkundung ihrer am 

__2013 in Serbien geschlossenen Ehe erforderlich gewesen wäre (vgl. hierzu Art. 39 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ZGB, Art. 32 des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht; SR 291, IPRG, 

Art. 15 Abs. 2 und Art. 15a Abs. 2 ZStV, BGer 5A_644/2013 vom 7. November 2013 E. 

2.1 ff. mit Hinweisen, Urteile des Kantonsgerichts Genf ATA/1045/2016 vom 

13. Dezember 2016 E. 3 und ATA/366/2015 vom 21. April 2015 E. 4c ff. je mit 

Hinweisen, http://ge.ch/justice/donnees/tdb/Decis/TA/ata.tdb, Cora/Siegenthaler, in: 

Amstutz/ Breitschmid/Furrer/Girsberger/Huguenin/Jungo/Müller-Chen/Roberto/

Schnyder/ Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl. 2016, 

Art. 39 Rz. 6, Art. 41 Rz. 1 sowie Art. 42 Rz. 3, Kren Kostkiewicz, IPRG/Lugü 

Kommentar, Zürich 2015, Art. 32 IPRG Rz. 3, F. Lardelli, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 

Basler Kommentar, ZGB I, 5. Aufl. 2014, Art. 40 Rz. 3, T. Siegenthaler, Das 

Personenstandsregister, Bern 2013, Rz. 69 und 86, Weisungen EAZW Nr. 10.08.10.01 

vom 1. Oktober 2008, Aufnahme ausländischer Personen in das 

Personenstandsregister, Personenaufnahme, Stand: 1. Januar 2011, S. 5 ff., 

www.bj.admin.ch, und Y. Meier, Zwangsheirat – Rechtslage in der Schweiz, Bern 2010, 

S. 144).

Nicht einzutreten ist sodann auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführer die 

Aufhebung der Verfügung des AFBZ vom 15. Mai 2014 beantragen (sog. 

Devolutiveffekt, vgl. BGer 4C_461/2017 vom 27. Juni 2018 E. 1.2 mit Hinweisen, zur 

Publikation vorgesehen, und act. 48, S. 3 Ziff. II/3). Soweit die Beschwerdeführer 

Zweifel an der rechtswirksamen Bevollmächtigung von Rechtsanwalt lic. iur. Armin 

Linder anbringen (act. 12, S. 3 f. Ziff. II/5, act. 41 Ziff. 2), ist die Beschwerde 

gegenstandslos, nachdem dieser zum unentgeltlichen Rechtsbeistand der 

Beschwerdegegnerin bestimmt wurde (act. 16/28 und act. 43). Anders als der 

gewillkürte Vertreter steht der im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege bestellte 

Anwalt in einem öffentlich-rechtlichen Rechtsverhältnis (vgl. Marantelli/Huber, in: 

Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsrechtspflegegesetz, 

2. Aufl. 2016, Art. 11 Rz. 8, mit Hinweis auf BGE 132 V 200 E. 5.1.4 mit Hinweisen).

Von vornherein nicht einzutreten ist ferner auf den gleichsam als Anschlussbeschwerde 

formulierten (Eventual-)Antrag der Beschwerdegegnerin (act. 9, siehe auch act. 6 und 

act. 48, S. 3 Ziff. II/4, S. 9), es sei die Parteientschädigung neu festzulegen bzw. die 

Sache zur Neuregelung der ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, da der Kostenspruch hinsichtlich der Entschädigung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung unvollständig sei. Dem 

Verwaltungsgericht ist es verwehrt, über die Begehren in der Beschwerde 

hinauszugehen (Art. 63 VRP). Dasselbe gilt, soweit die Beschwerdegegnerin in der 

Begründung einzelne, von den Beschwerdeführern nicht angefochtene Punkte 

beanstanden (vgl. VerwGE B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 1 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch).

2. Die Beschwerdeführer bringen zunächst vor (act. 12, S. 2 Ziff. II/2), der angefochtene 

Entscheid sei wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben.

2.1. Nicht umstritten ist, dass im erstinstanzlichen Verfahren der Anspruch der 

Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101; EMRK, 

Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, 

BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV, 

Art. 15 Abs. 2 Satz 1, Art. 16 und Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP sowie Art. 32 Abs. 3 IPRG 

und Däppen/Mabillard, in: Honsell/Vogt/Schnyder/Berti [Hrsg.], Basler Kommentar, 

Internationales Privatrecht, 3. Aufl. 2013, Art. 32 Rz. 3) verletzt wurde, da die Verfügung 

des AFBZ nicht begründet und den Beschwerdeführern keine Gelegenheit eingeräumt 

worden war, Stellung und Einsicht in die Akten zu nehmen (vgl. E. 2.1-2.3 des 

angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 16 f., siehe allerdings Stellungnahme von B.__ sel. 

vom 6. November 2013, act. 16/9/3). Streitig ist die Heilung dieser Gehörsverletzung 

durch die Vorinstanz.

2.2. Vorweg lässt sich aus Erwägung 2.4 f. des angefochtenen Entscheids (act. 2, 

S. 17 f.) im Kern mit genügender Klarheit ableiten, weshalb die Vorinstanz die 

Gehörsverletzung als geheilt betrachtete. Die Beschwerdeführer vermochten diesen 

Entscheid denn auch durchaus sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz begründete 

ihren Entscheid insoweit hinreichend. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt in 

dieser Hinsicht nicht vor (vgl. BGer 2C_961/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.1, BGer 

1C_353/2017 vom 10. Januar 2018 E. 3.2, BGer 8C_606/2017 vom 7. November 2017 

E. 3.2 und VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 2.1 je mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Wie die Vorinstanz in Erwägung 2.5 des angefochtenen 

Entscheids sodann im Ergebnis nachvollziehbar ausgeführt hat, war die festgestellte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gehörsverletzung im erstinstanzlichen Verfahren einer Heilung im vorinstanzlichen 

Rekursverfahren zugänglich: Die Vorinstanz hat mit umfassender Kognition 

entschieden (Art. 46 Abs. 1 VRP). Überdies erhielten die Beschwerdeführer im 

vorinstanzlichen Verfahren Gelegenheit zur Akteneinsicht (act. 16/10, 12 und 64) und 

konnten sich zur nachträglich vorgebrachten Begründung des AFBZ (act. 16/9, 19, 54, 

88, 92 und 104) äussern (act. 16/12, 20, 64, 89, 93 und 105). Eine Rückweisung zur 

Gehörseinräumung hätte unter den gegebenen Umständen offensichtlich einen 

formalistischen Leerlauf bedeutet (vgl. dazu BGer 4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 

E. 2.4 mit Hinweisen).

3. Die Beschwerdeführer halten weiter dafür (act. 12, S. 2 f. Ziff. II/3), ihr 

Ausstandsbegehren gegen die Rekurssachbearbeiterin sei nicht von der zuständige 

Stelle behandelt worden.

3.1. Die Zwischenverfügung einer Rekursinstanz, mit welcher ein Ausstandsbegehren 

abgewiesen wird, ist selbständig mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anfechtbar 

(vgl. VerwGE B 2012/179 vom 11. Dezember 2012 E. 1.2 mit Hinweisen, in: GVP 2012 

Nr. 6, wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs allerdings aufgehoben mit BGer 

1C_166/2013 vom 27. Juni 2013, siehe auch den hier noch nicht anwendbaren, seit 1. 

Juni 2017 gültigen Art. 7 Abs. 3 VRP, nGS 2017-032 [vgl. zum übergangsrecht 

VerwGE K 2015/6 vom 15. August 2017 E. 1.1; www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 

8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 4, allerdings in Bezug auf Art. Art. 78 Abs. 1 der 

Personalgesetzes, in der bis 31. Mai 2017 gültigen Fassung, nGS 47-31, aPersG], 

sowie Art. 92 Abs. 1 BGG). Die Zwischenverfügung der Leiterin Rechtsdienst vom 24. 

März 2016 (act. 16/103), mit welcher sie das Ausstandsbegehren der 

Beschwerdeführer vom 7. und 24. März 2016 (act. 16/96 und 102) gegen die 

Rekurssachbearbeiterin L.__ abwies, wurde innert der 14-tägigen Frist (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP) von den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern 

nicht selbständig mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten. Diese 

gesetzliche Frist hat mangels einer anderslautenden gesetzlichen Bestimmung bei 

Nichtbeachtung Verwirkungsfolge (vgl. Art. 30  VRP, siehe auch BGer 5A_703/2017 

vom 26. Februar 2018 E. 1.2 mit Hinweis, allerdings in Bezug auf Art. 92 Abs. 2 BGG). 

Daran ändert nichts, dass die Zwischenverfügung vom 24. März 2016 keine 

Rechtsmittelbelehrung (Art. 24 Abs. 1 lit. d VRP) enthielt. Eine anwaltlich vertretene 

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Partei muss den Verfügungscharakter eines Schreibens grundsätzlich erkennen und 

innert Rechtsmittelfrist handeln (vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 10 Rz. 52). Zu 

untersuchen bleibt, ob die Zwischenverfügung vom 24. März 2016 nichtig ist.

3.2. Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur 

anfechtbar, und sie werden durch die Nichtanfechtung rechtsgültig. Nichtigkeit, das 

heisst absolute Unwirksamkeit einer Verfügung wird nur angenommen, wenn sie mit 

einem tiefgreifenden und wesentlichen Mangel behaftet ist, wenn dieser 

schwerwiegende Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn 

zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft 

gefährdet wird. Inhaltliche Mängel haben nur in seltenen Ausnahmefällen die Nichtigkeit 

einer Verfügung zur Folge; erforderlich ist hierzu ein ausserordentlich schwerwiegender 

Mangel. Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche 

Unzuständigkeit einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht 

(vgl. VerwGE B 2017/152; B 2017/153 vom 23. Mai 2018 E. 4.1 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Richtet sich das Ausstandsbegehren gegen eine Person, welche 

zwar massgeblich im Rahmen der Vorbereitung oder der Ausfertigung des 

Verwaltungsaktes Verantwortung übernimmt, nicht aber die 

Entscheidungsverantwortung mitträgt oder bei der Entscheidfällung mitwirkt, wie etwa 

gegen (juristische) Sachbearbeiter, ist es sachgerecht und verfahrensökonomisch, 

einen Vorgesetzten als Aufsichtsbehörde im Sinne von Art. 7  Abs. 1 Ingress und lit. e 

VRP über den streitigen Ausstand befinden zu lassen (vgl. VerwGE B 2013/116 vom 14. 

Mai 2014 E. 2.4 mit Hinweis auf VerwGE B 2007/81 vom 15. Oktober/

5. November 2007 E. 2.1 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf den bis 

31. Dezember 2009 gültigen Art. 7 Abs. 3 VRP, Neudruck April 2007; nGS 42-56).

Der Vorsteher des Departements des Innern wäre zweifellos befugt gewesen, als 

„Aufsichtsinstanz“ über das Ausstandsbegehren der Beschwerdeführer gegen die 

Rekurssachbearbeiterin zu entscheiden (vgl. VerwGE B 2013/155 vom 17. Januar 2014 

E. 2.3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Ob dies für die Leiterin Rechtsdienst auch 

gilt, erscheint mit Blick auf das kantonale Recht nicht als offensichtlich oder leicht 

erkennbar (vgl. Art. 24 und Art. 28 Abs. 2 des Staatsverwaltungsgesetzes; sGS 140.1, 

StVG, Art. 43  Abs. 2 VRP, Art. 2 der Ermächtigungsverordnung; sGS 141.41, ErmV). 

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Eine allenfalls fehlende Zuständigkeit der Leiterin Rechtsdienst (vgl. hierzu 

Breitenmoser/Spori Fedail, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 10 

Rz. 115, R. Kiener, in: A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 5a Rz. 52, Kölz/Häner/Bertschi, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 439, 

B. Schindler, Die Befangenheit der Verwaltung, Zürich 2002, S. 205, und Merkli/

Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im 

Kanton Bern, Bern 1997, Art. 9 Rz. 25) führt deshalb nicht zur Nichtigkeit der 

Zwischenverfügung vom 24. März 2016. Im übrigen fehlt es an objektiven 

Anhaltspunkten für eine Befangenheit von L.__ (vgl. dazu Art. 7 lit. b f. VRP und 

VerwGE B 2017/93 vom 28. März 2018 E. 3.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

4. Ins Leere stösst zudem der Einwand der Beschwerdeführer (act. 12, S. 3 Ziff. II/4), 

das AFBZ sei gemäss Art. 35  Abs. 1 lit. a EG-ZGB e contrario nicht zuständig 

gewesen, Fotokopien von verschiedenen Originaldokumenten der 

Beschwerdegegnerin zu beglaubigen (act. 16/92/52.1.2-9, vgl. hierzu Art. 18a Abs. 1 

und 2 in Verbindung mit Art. 4 ZStV, allerdings nur in Bezug auf die Unterschrift einer 

Person, sowie BGE 143 III 453 E. 3.6, in Bezug auf Art. 180 Abs. 1 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 270, ZPO). In den Akten liegen die für 

die Beurteilung in der Sache erforderlichen Originaldokumente (act. 16/9/1-1.1, 

Beilagen zu act. 16/104).

5. Die Beschwerdeführer stellen sich sodann auf den Standpunkt (act. 12, S. 5-8 

Ziff. IV/1.2-2.3), die am __2013 in Serbien geschlossene Ehe zwischen der 

Beschwerdegegnerin und B.__ sel. dürfe in der Schweiz nicht anerkannt und ins 

Personenstandsregister eingetragen werden. Es müssten alle Machenschaften im 

Zusammenhang mit den beiden von B.__ sel. in Serbien geschlossenen Ehen sowie 

den beiden in der Schweiz nicht anerkannten Kindesanerkennungen in Serbien 

umfassend gewürdigt werden. B.__ sel. sei im Zeitpunkt der beiden Trauungen in 

Serbien urteilsunfähig gewesen. Seitens der Frauen, welche bei Eheschluss 19- resp. 

30-jährig gewesen und von U.__ vermittelt worden seien, habe nie die Absicht 

bestanden, eine funktionierende Ehe mit dem damals 66- bzw. 69-jährigen B.__ sel. 

einzugehen. Der Ehewille sei vorgegaukelt worden, um B.__ sel. mit seinen Schwächen 

finanziell auszunehmen. Nach dessen Tod solle der Angriff auf die staatlichen 

Sozialversicherungen, die Pensionskasse und den Nachlass ausgedehnt werden. Dies 

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

stehe in scharfem Gegensatz zu hiesigen Wertvorstellungen. Die Beschwerdegegnerin 

spreche kein Deutsch und B.__ sel. habe kein Serbisch gesprochen. Dies werfe 

unweigerlich die Frage auf, was an der Trauung ge- und versprochen und was 

verstanden wurde sowie was in der Ehe hätte abgehandelt werden können. Trotz 

formeller Echtheitsbestätigung bestünden nach wie vor begründete Zweifel an der 

Heirats- und Geburtsurkunde, der Zivilstands- und Staatsangehörigkeitsbescheinigung 

sowie der Wohnsitzbestätigung. Die Wohnsitzbestätigung äussere sich zum Wohnsitz 

im Zeitpunkt der Abgabe der Bescheinigung. Von Interesse sei indes, seit wann dieser 

Wohnsitz bestanden habe.

5.1. Das auf Art. 39 ZGB (vgl. hierzu die Änderung des ZGB vom 15. Dezember 2017, 

Referendumsvorlage, BBl 2017 7899, Referendumsfrist am 9. April 2018 ungenutzt 

abgelaufen, www.admin.ch) sowie Art. 6a Abs. 2 und Art. 7 ZStV basierende 

Personenstandsregister dient der Beurkundung der Zivilstandsereignisse und 

Zivilstandstatsachen sowie der Erfassung der Gemeindebürgerrechte (vgl. BGE 141 III 

328 E. 4.2, besprochen von R. Aebi-Müller, in: ZBJV 152/2016, S. 648 ff.). Für die 

Registereintragung im internationalen Verhältnis ist das IPRG massgebend (Art. 1 

Abs. 1 Ingress und lit. c IPRG). Die Aufsichtsbehörde, hier das AFBZ (vgl. Art. 45 Abs. 1 

und 2 Ziff. 4 ZGB, Art. 23 Abs. 1 f. ZStV in Verbindung mit Art. 4 der kantonalen 

Zivilstandsverordnung; sGS 912.1, ZStV SG) prüft gemäss Art. 32 Abs. 1 IPRG das 

ausländische Dokument in formeller (registertechnischer) und materieller Hinsicht auf 

seine Eintragbarkeit. Materiell wird die Eintragung einer ausländischen Entscheidung 

oder Urkunde über den Zivilstand von der kantonalen Aufsichtsbehörde bewilligt, wenn 

die Voraussetzungen gemäss Art. 25 ff. IPRG sowie die Anerkennungsbestimmungen 

des besonderen Teils des IPRG (hier: Art. 45 IPRG) erfüllt sind (Art. 32 Abs. 2 IPRG, vgl. 

BGE 141 III 312 E. 3.1, besprochen von S. Hotz, in: AJP 2015, S. 1325 ff., und 

T. Geiser, in: AJP 2015, S. 1724, BGer 5A.3/2007 vom 27. Februar 2007 E. 2, TVR 2000 

Nr. 16 E. 2a-c und Pra 86/1997 Nr. 11 E. 2b teilweise mit Hinweisen).

Sowohl die Schweiz als auch Serbien haben das Übereinkommen zur Befreiung 

ausländischer öffentlicher Urkunden von der Beglaubigung (SR 0.172.030.4; Apostille-

Übereinkommen) sowie das Übereinkommen über die Ausstellung mehrsprachiger 

Auszüge aus Zivilstandsregistern (SR 0.211.112.112; CIEC Nr. 16) ratifiziert 

(www.hcch.net). Gemäss Art. 2 ff. Apostille-Übereinkommen darf für die Echtheit der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Unterschrift, der Eigenschaft, in welcher der Unterzeichner der Urkunde gehandelt hat, 

und gegebenenfalls die Echtheit des Siegels oder Stempels, mit dem die Urkunde 

versehen ist, als einzige Formalität die Apostille verlangt werden, welche durch die 

zuständige Behörde des Staates ausgestellt wird, in dem die Urkunde errichtet wurde 

(vgl. hierzu BGer 6B_1176/2017 vom 18. Januar 2018 E. 2.2.4 in fine). Laut Art. 8 in 

Verbindung mit Art. 1 CIEC Nr. 16 sind Heiratsurkunden (Formular B) ohne Legalisation 

(Apostille), Beglaubigung oder gleichwertiger Förmlichkeit im Hoheitsgebiet jedes durch 

dieses Übereinkommen gebundenen Staates anzunehmen (siehe hierzu auch BGE 143 

III 284 E. 4.2 mit Hinweisen).

Materiell setzt die Anerkennung voraus, dass die Zuständigkeit der Gerichte oder 

Behörden des Staates, in dem die Entscheidung ergangen ist, begründet war und 

gegen die Entscheidung kein ordentliches Rechtsmittel mehr geltend gemacht werden 

kann oder sie endgültig ist (Art. 25 Ingress sowie lit. a und b IPRG). Die Zuständigkeit 

ausländischer Behörden ist nach Art. 26 Ingress und lit. a erster Satzteil IPRG unter 

anderem begründet, wenn eine Bestimmung dieses Gesetzes sie vorsieht (indirekte 

Zuständigkeit, vgl. J. Kren Kostkiewicz, Schweizerisches Internationales Privatrecht, 

2. Aufl. 2018, Rz. 139 f. mit Hinweis auf BGer 4A_8/2008 vom 5. Juni 2008 E. 2). Die 

Anerkennung ist ausgeschlossen, wenn sie mit dem schweizerischen Ordre public 

offensichtlich unvereinbar wäre (Art. 25 Ingress und lit. c in Verbindung mit Art. 27 

Abs. 1 IPRG). Ein Verstoss gegen den Ordre public liegt vor, wenn fundamentale 

Rechtsgrundsätze verletzt sind, der fragliche Akt mit der schweizerischen Rechts- und 

Wertordnung schlechthin unvereinbar ist (vgl. BGE 131 III 182 E. 4.1 mit Hinweisen, 

GVP 1999 Nr. 100 E. 2a mit Hinweisen auf BGE 122 III 344 E. 4a und BGE 119 II 264 E. 

3a f., J. Kren Kostkiewicz, a.a.O., Rz. 1157 ff., Büchler/Latif, Islamisches 

Eheschliessungs- und Scheidungsrecht im Kontext des Internationalen Privatrechts der 

Schweiz, in: Achermann/Amarelle/Caroni/Epiney/Kälin/Uebersax [Hrsg.], Jahrbuch für 

Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 141 ff., S. 156 ff., P. Volken, in: Girsberger/

Heini/Keller/Kren Kostkiewicz/Siehr/Vischer/Derselbe [Hrsg.], Zürcher Kommentar zum 

IPRG, 2. Aufl. 2004, Art. 27 Rz. 45 ff., und K. Siehr, Das Internationale Privatrecht der 

Schweiz, Zürich 2002, S. 24 ff.). Lässt sich der Ordre-public-Verstoss nicht zweifelsfrei 

auf einfache Weise im Anerkennungsverfahren feststellen, ist die im Ausland gültig 

geschlossene Ehe mit entsprechendem Vermerk im Zivilstandsregister in der Schweiz 

anzuerkennen und hat die Anerkennungsbehörde der zuständigen kantonalen Behörde 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

den Fall zur Prüfung weiterzuleiten, ob eine Klage auf Ungültigkeit der Ehe im Sinne 

von Art. 45a IPRG zu erheben sei (vgl. Schnyder/Liatowitsch, Internationales Privat- 

und Zivilverfahrensrecht, 4. Aufl. 2017, Rz. 1003a). Eine im Ausland gültig 

geschlossene Ehe wird in der Schweiz gemäss Art. 45 Abs. 1 IPRG anerkannt (siehe 

auch Art. 14 BV, Art. 12 EMRK und BGer 5A_364/2015 vom 13. Juli 2015 E. 3.1 mit 

Hinweis auf BGE 137 I 351 E. 3.5). Nicht anzuerkennen ist eine solche Ehe, wenn im 

Zeitpunkt der Beurteilung des Anerkennungsgesuchs entweder eine formelle, in der 

Schweiz anzuerkennende Ungültigkeitserklärung (nach erfolgreichem 

Ungültigkeitsprozess) vorliegt (vgl. Art. 45a Abs. 1 f. IPRG in Verbindung mit Art. 104 ff. 

ZGB) oder wenn eine Ehe nach allen massgebenden Gültigkeitsstatuten von Amtes 

wegen für nichtig erklärt werden müsste (vgl. M. Courvoisier, in: Honsell/Vogt/

Schnyder/Berti [Hrsg.], a.a.O. Art. 45 Rz. 7 ff., und D. Girsberger, Internationales 

Privatrecht, Basel 2018, Rz. 227 f.). Sind Braut oder Bräutigam Schweizer Bürger oder 

haben beide Wohnsitz in der Schweiz, so wird die im Ausland geschlossene Ehe 

anerkannt, wenn der Abschluss nicht in der offenbaren Absicht ins Ausland verlegt 

worden ist, Nichtigkeitsgründe des schweizerischen Rechts (Art. 105 ZGB) zu umgehen 

(vgl. Art. 45 Abs. 2 IPRG und M. Courvoisier, a.a.O., Art. 45 Rz. 34 ff.).

5.2. Die serbische Heiratsurkunde vom __2013 liegt im Original vor (act. 16/9/1.1). Sie 

entspricht den Anforderungen des CIEC Nr. 16 (Formular B) und ist damit formell nicht 

zu beanstanden, selbst wenn an der Trauung offenbar nur eine volljährige Zeugin 

zugegen war (act. 16/9/3, vgl. hierzu Art. 102 Abs. 1 ZGB). Soweit die 

Beschwerdeführer geltend machen, die Übersetzung der von der Beschwerdegegnerin 

nachträglich eingereichten Heiratsurkunde Nr. IV/01-202-1/801-2015 vom 

4. November 2015 datiere auf den 10. Juni 2015 und trage die Nummer IV/

01-202-1/387-2015 sowie die Seriennummer 0 2304321, können sie deshalb von 

vornherein nichts zu ihren Gunsten ableiten (Beilagen zu act. 16/104). Diese 

Abweichungen sind im Übrigen darauf zurückzuführen, dass auf eine Übersetzung der 

Heiratsurkunde vom 4. November 2015 – kein CIEC-Dokument (Formular B), aber mit 

Apostille – verzichtet wurde (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 22, 

und act. 16/81 f.) resp. die Beschwerdegegnerin der Heiratsurkunde vom 

4. November 2015 eigenmächtig die Übersetzung einer dem AFBZ bereits Ende 

Juni 2015 eingereichte Heiratsurkunde vom 10. Juni 2015 – kein CIEC-Dokument, ohne 

Apostille – beilegte (act. 16/52 bis 55 und 57).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die indirekte internationale Zuständigkeit der serbischen Behörden ist – unabhängig 

davon, ob die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Heirat Wohnsitz (Art. 20 Abs. 1 

lit. a IPRG) in V.__, Serbien, hatte – gegeben (Art. 25 Ingress und lit. a, Art. 26 Ingress 

und lit. a erster Satzteil sowie Art. 45 Abs. 1 IPRG). Weiter ist nicht ersichtlich und wird 

von den Beschwerdeführern auch nicht weiter dargetan, dass die Heirat vom __2013 in 

Serbien noch nicht in Rechtskraft erwachsen wäre (vgl. hierzu Däppen/Mabillard, 

a.a.O., Art. 25 Rz. 31 ff.). Sodann liegen keine Anhaltspunkte vor, welche für die 

(unbefristete) Ungültigkeit der Ehe (vgl. Art. 104 ff. ZGB, insbesondere Art. 105 Ziff. 1 f. 

und 5), für einen Verstoss gegen den schweizerischen Ordre public (Art. 27 

Abs. 1 IPRG) oder für eine offenbare Umgehungsabsicht im Sinn von Art. 45 

Abs. 2 IPRG sprechen würden: Zunächst verfangen die Einwände der 

Beschwerdeführer (act. 12, S. 5 f. Ziff. IV/1.2) gegen die Echtheit der 

Zivilstandsbescheinigung vom 12. November 2015 – mit Apostille versehen – nicht 

(Beilage zu act. 16/104). Die Übersetzung des Geburtsscheins vom 4. November 2015 

– ebenfalls mit Apostille versehen – weicht zwar bezüglich des Ledignamens der Mutter 

der am 8. Oktober 1983 geborenen Beschwerdegegnerin von der Übersetzung der 

Zivilstandsbescheinigung ab. Auf den Originalen der Geburtsurkunde und der 

Zivilstandsbescheinigung in kyrillischer Schrift ist der Ledigname der Mutter der 

Beschwerdegegnerin indes identisch. Eine der Übersetzungen weist somit offenkundig 

eine falsche Bezeichnung des Ledignamens der Mutter der Beschwerdegegnerin – I.__ 

resp. J.__ – auf. Ferner enthält die Übersetzung der Zivilstandsbescheinigung einen 

Verschrieb – __1963 – hinsichtlich des Geburtsdatums der Beschwerdegegnerin. Trotz 

dieser Ungereimtheiten ist mit der Zivilstandsbescheinigung vom 12. November 2015 

erstellt, dass die Beschwerdegegnerin vor ihrer Heirat mit B.__ sel. am __2013 ledig 

war (vgl. Art. 105 Ziff. 1 ZGB). Des Weiteren mag es zwar zutreffen, dass B.__ sel. einer 

Gruppe um U.__ bereits anlässlich der Eheschliessung mit N.__ am __2010 knapp 

CHF 200'000 bezahlt hat und ihm von dieser Gruppe möglicherweise Bargeld, 

Schmuck und eine Fotoausrüstung im Gesamtbetrag von CHF 8'246 gestohlen wurde 

(act. 28 f.). Ferner sind die Überweisungen im Jahr 2013 an die Beschwerdegegnerin 

im Betrag von insgesamt CHF 5'710 nachgewiesen (act. 29/10). Überdies haben die 

Beschwerdeführer nachvollziehbar dargetan, dass sich B.__ sel. und die 

Beschwerdegegnerin wegen sprachlicher Schwierigkeiten kaum verstanden haben 

dürften (act. 12, S. 6 Ziff. IV/2.1). Aus den geschilderten Umständen kann aber nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

darauf geschlossen werden, dass B.__ sel. am __2013 die Ehe mit der 

Beschwerdegegnerin in Serbien nicht aus freiem Willen (Art. 105 Ziff. 5 ZGB) 

geschlossen hat, zumal er davor am 15. Oktober 2010 bereits einmal in Serbien 

geheiratet hat. Solches wurde von ihm in seiner Stellungnahme vom 6. November 2013 

(act. 16/9/3) denn auch nicht behauptet. Danach hat er sich zwar mit Hinweis auf den 

Altersunterschied von 39 Jahren gegen die Heirat "gewehrt", die Beschwerdegegnerin 

habe aber "ihren Willen durchgesetzt". Demnach entsprach der Eheschluss gemäss 

der Darstellung von B.__ sel. trotz seiner anfänglichen Bedenken sowohl seinem als 

auch dem Willen der Beschwerdegegnerin, selbst wenn deren Motive beim Eheschluss 

unlauter gewesen sein mochten (vgl. act. 48, S. 8 Ziff. III/B/9). Im Übrigen lässt sich den 

vorliegenden Akten nicht entnehmen, dass B.__ sel. vor seinem Tod in der Schweiz 

eine Klage auf Ungültigerklärung der Ehe (vgl. Art. 45a Abs. 1 f. IPRG in Verbindung mit 

Art. 107 ff. ZGB) erhoben hätte. Auch machen die Beschwerdeführer nicht geltend, das 

AFBZ hätte die Eingabe von B.__ sel. vom 6. November 2013 als solche Klage 

zuständigkeitshalber an den Zivilrichter weiterleiten müssen. Folglich ist davon 

auszugehen, dass B.__ sel. innert Frist (vgl. Art. 108 Abs. 1 ZGB) keine solche Klage 

erhoben hat. Art. 108 Abs. 2 ZGB hält zudem die Höchstpersönlichkeit der 

Klagelegitimation fest (vgl. S. Keller, in: Amstutz/Breitschmid/Furrer/Girsberger/

Huguenin/Jungo/Müller-Chen/Roberto/Schnyder/Trüeb [Hrsg.], a.a.O., Art. 108 Rz. 4). 

Folglich tut nichts zur Sache, ob B.__ sel. gemäss den Beschwerdeführern wegen 

Versprechen der jüngeren Frauen, die Heirat einzugehen, vorübergehend nicht 

urteilsfähig war, ihn die Beschwerdegegnerin nur heiratete, um ihn finanziell 

auszunehmen, und nach der Trauung am __2013 bis zum Tod von B.__ sel. am __2014 

keine eheliche Gemeinschaft (Art. 159 ZGB) geführt wurde. Abgesehen davon gehört 

das Heiratsmotiv nicht zu den persönlichen Eigenschaften gemäss Art. 107 Ziff. 3 ZGB 

(vgl. T. Geiser, in: Honsell/Vogt/derselbe [Hrsg.], a.a.O., Art. 107 Rz. 11).

Die Beschwerde ist in der Hauptsache unbegründet und abzuweisen.

6. Schliesslich bemängeln die Beschwerdeführer die Verlegung der amtlichen Kosten 

durch die Vorinstanz. Das Rekursverfahren habe sich hauptsächlich um die 

Beschaffung korrekter Dokumente aus Serbien gedreht. Es sei nicht ersichtlich, wieso 

sie für die damit verbundenen Kosten aufkommen sollten, auch nicht für die 

Barauslagen der Echtheitsprüfung (act. 12, S. 5 Ziff. IV/1.1).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.1. Im Kanton St. Gallen werden die Verfahrenskosten im öffentlich-rechtlichen 

Verfahren bzw. im Verwaltungsjustizverfahren den Beteiligten grundsätzlich nach dem 

Erfolgsprinzip auferlegt. In diesem Sinn bestimmt Art. 95 Abs. 1 VRP, dass die 

amtlichen Kosten demjenigen aufzuerlegen sind, dessen Begehren ganz oder teilweise 

abgewiesen werden. Für die Frage des Obsiegens und Unterliegens ist dabei in erster 

Linie entscheidend, in welchem Ausmass dem Begehren eines Verfahrensbeteiligten 

gefolgt wird. Ohne Belang ist hingegen, mit welcher Begründung dieses Ergebnis 

erreicht wird (vgl. VerwGE B 2016/161; B 2016/162 vom 15. August 2017 E. 7.1 mit 

Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im 

Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 758). Kosten, die ein Beteiligter, sein 

Rechtsbeistand oder sein Vertreter durch Trölerei oder anderes ungehöriges Verhalten 

oder durch Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, gehen zu seinen 

Lasten. Ferner hat jeder Beteiligte, sein Rechtsbeistand oder sein Vertreter die Kosten 

zu übernehmen, die durch nachträgliches Vorbringen von Begehren, Tatsachen oder 

Beweismitteln entstehen, deren rechtzeitige Geltendmachung ihm möglich und 

zumutbar gewesen wäre (Art. 95 Abs. 2 VRP, vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten 

nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/St. Gallen 2004, 

S. 87 ff.). Den Behörden kommt bei der Verlegung und Bemessung von amtlichen 

Kosten ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Ermessenskontrolle ist dem 

Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren verwehrt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, vgl. 

VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 4.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

6.2. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz bei der Zusprechung der ausseramtlichen 

Entschädigung an die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid 

berücksichtigt, dass im erstinstanzlichen Verfahren wesentliche Verfahrensvorschriften 

verletzt wurden (vgl. E. 8.2.6, act. 2, S. 30). Bei der Verlegung der amtlichen Kosten 

(vgl. E. 7, act. 2, S. 26 f.) liess sie diesen Aspekt indessen ausser Acht. Zudem setzte 

sie sich nicht mit dem Umstand auseinander, dass die Beschwerdegegnerin diverse 

Dokumente – insbesondere die entscheidwesentliche Zivilstandsbescheinigung vom 

12. November 2015 – erst nachträglich während des laufenden Rekursverfahrens (vgl. 

Art. 95 Abs. 2 VRP) eingereicht hat (act. 16/52, und 54 f., act. 16/81 f., Beilagen zu 

act. 16/104). Vor diesen Hintergrund lässt sich die vorinstanzliche Verlegung der 

amtlichen Kosten nicht halten. Die Vorinstanz hat das ihr zustehende weitreichende 

Ermessen in dieser Hinsicht missbräuchlich ausgeübt. Daran ändert nichts, dass die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorinstanz die Rekursgebühr nach Auffassung der Beschwerdegegnerin sehr mässig 

bemessen hat (act. 48, S. 5 Ziff. III/A/3). In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist 

Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids daher aufzuheben und die Sache zur 

Neuverlegung der amtlichen Kosten an die Vorinstanz zurückzuweisen. Offen bleiben 

kann bei diesem Ergebnis, ob die Vorinstanz bei der Bemessung der amtlichen Kosten 

die Barauslagen für die von den Beschwerdeführern am 8. Februar 2016 und 7. März 

2016 (act. 16/90 und 96) beantragte und von der Vorinstanz veranlasste (act. 16/97) 

Echtheitsprüfung der Dokumente der Beschwerdegegnerin im Betrag von CHF 379.95 

(Beilagen zu act. 16/104) zu Recht mitberücksichtigte.

7. Ein nur geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen - wie es hier vorliegt - wird bei der 

Kostenverlegung nicht berücksichtigt (vgl. VerwGE B 2013/70 vom 8. Juli 2014 E. 6.1 

mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

sind somit vollumfänglich unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdeführern 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 und Art. 96  VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'000 

ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete 

Kostenvorschuss von CHF 1'500 ist anzurechnen.

8. Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten haben die Beschwerdeführer die 

Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich unter solidarischer 

Haftbarkeit zu entschädigen (Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP sowie 

Art. 98  in Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 ZPO). Obsiegt die amtlich vertretene Partei, 

hat ihr die unterliegende Gegenpartei die vollen Anwaltskosten und nicht lediglich eine 

(reduzierte) Entschädigung nach Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70, 

AnwG) zu entrichten (vgl. BGE 140 III 167 E. 2.3 mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter 

der Beschwerdegegnerin hat am 25. September 2018 eine Kostennote (act. 57 f.) 

eingereicht, gemäss welcher die Entschädigungsforderung, berechnet nach dem 

Zeitaufwand (50 Stunden), CHF 10'400 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

beträgt. Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der 

Grundlage einer Honorarpauschale festgesetzt. Nach Art. 22 Abs. 1 lit. b 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS 963.75, HonO) beträgt 

das Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'000 bis CHF 12'000. Innerhalb 

des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den 

besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der 

bis

bis

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten 

bemessen (vgl. Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG). Richtschnur ist dabei 

das gemäss kantonalem Tarif gerechtfertigte Anwaltshonorar, welches durch die bei 

objektiver Würdigung notwendig erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts 

entstanden ist. Bei der Festsetzung der Honorarpauschale ist die eingereichte 

Kostennote zu berücksichtigen. Nach der Praxis müssen Gerichte und 

Verwaltungsbehörden eingehend begründen, wenn sie die Honorarpauschalen nach 

Art. 22 Abs. 1 HonO unterschreiten oder wenn sie sich über die Vorbringen, mit denen 

ein ausserordentlicher Aufwand geltend gemacht wird, hinwegsetzen. Ansonsten 

müssen die Gründe für Kürzungen der Kostennote nur summarisch dargelegt werden, 

und der Vertreter braucht nicht vorgängig angehört zu werden. Dies ist namentlich 

deshalb gerechtfertigt, weil sich die Pauschalentschädigung nicht nur nach dem 

Umfang der Bemühungen richtet (vgl. VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 

E. 4.2.1 mit Hinweisen, in: GVP 2015 Nr. 68, sowie BGE 143 IV 453 E. 2.5.2, VerwGE 

B 2017/221 vom 25. Juni 2018 E. 3.2 und VerwGE B 2015/36; B 2016/117 vom 

28. März 2017 E. 18 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

Da dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin die Akten aus dem vorinstanzlichen 

Rekursverfahren bereits bekannt waren, musste er verglichen mit dem vorinstanzlichen 

Verfahren im Beschwerdeverfahren einen deutlich geringeren Vorbereitungsaufwand 

betreiben. Zudem musste er mit Ausnahme der Zivilstandsbescheinigung vom 

12. November 2015 (Beilage zu act. 16/104) im Hauptverfahren keine weiteren 

Dokumente in Serbien beschaffen. Ferner wurde ihm der Aufwand für das 

vorinstanzliche Verfahren grosszügig mit CHF 10'000 entschädigt, obgleich gemäss 

der Vorinstanz materiell keine komplexen Rechtsfragen zu beantworten waren (vgl. 

E. 8.2.6 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 30) und der im Rekursverfahren 

geltend gemachte Aufwand für die nachträgliche Beschaffung von Dokumenten der 

Beschwerdeführerin in Serbien nicht primär den vorliegend strittigen Registereintrag 

der am __2013 in Serbien geschlossenen Ehe, sondern hauptsächlich den nicht 

verfahrensgegenständlichen (vgl. E. 1 hiervor) Eintrag der Beschwerdegegnerin ins 

Personenstandsregister betraf (act. 16/52, und 54 f., act. 16/81 f., Beilagen zu 

act. 16/104). Unter Berücksichtigung eines vertretbaren Aufwands im 

Zwischenverfahren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. hierzu 

Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 119 Rz. 10, A. Bühler, in: Hausheer/

Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 

Bern 2012, Art. 119 Rz. 150 ff., L. Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 

Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2016, Art. 119 Rz. 30, sowie BGE 139 III 

334 E. 4.2) und mit Blick auf die weiteren Bemessungskriterien, insbesondere die in 

vergleichbaren Fällen zugesprochenen Entschädigungen, erscheint unter diesen 

Umständen eine ausseramtliche Entschädigung in der Höhe von CHF 3‘000 zuzüglich 

vier Prozent pauschale Barauslagen (Art. 28  Abs. 1 HonO) angemessen. Die vom 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin erbrachten anwaltlichen Leistungen 

unterliegen sowohl den bisherigen als auch den neu ab 1. Januar 2018 geltenden 

Mehrwertsteuersätzen. Da die Leistungen im Hauptverfahren teils vor, mehrheitlich 

nach dem 1. Januar 2018 erbracht wurden, ist ein Anteil der ausseramtlichen 

Entschädigung von CHF 1'000 zuzüglich 4 % Barauslagen mit dem bisherigen 

Mehrwertsteuersatz von 8 % und ein solcher von CHF 2'000 zuzüglich 4 % 

Barauslagen mit dem neuen Steuersatz von 7.7 % abzurechnen (vgl. Ziff. 2.1 der 

MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, www.estv.admin.ch).

Die Parteientschädigung geht, wenn sie einbringlich ist, dem Entschädigungsanspruch 

des unentgeltlichen Rechtsbeistands gegenüber dem Staat vor (vgl. BGer 5D_49/2018 

vom 7. August 2018 E. 2.3 mit Hinweisen). Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführer nicht zahlungsfähig wären, bestehen nicht. Dementsprechend ist 

dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der Beschwerdegegnerin eine (um einen Fünftel 

reduzierte) ausseramtliche Entschädigung – auch aus dem Rekursverfahren – vom 

Staat erst dann zu bezahlen, wenn die obsiegende Beschwerdegegnerin die 

Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung zumindest glaubhaft macht (vgl. 

Art. 11 HonO bzw. Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 ZPO und 

Art. 31 Abs. 3 AnwG, F. Emmel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 122 Rz. 13 ff.; 

L. Huber, a.a.O, Art. 122 Rz. 15 ff.; A. Bühler, a.a.O., Art. 122 Rz. 64 ff.; Jent-Sørensen/

Weber, Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO, in: SJZ 114/2018, S. 465 ff., 

S. 470).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird und sie 

nicht gegenstandslos ist. Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids wird 

aufgehoben und die Sache zur Neuregelung der amtlichen Kosten des 

Rekursverfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Auf den Antrag der Beschwerdegegnerin, es sei die Parteientschädigung für das 

Rekursverfahren neu festzulegen bzw. die Sache zur Neuregelung der ausseramtlichen 

Kosten des Rekursverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen, wird nicht eingetreten.

3. Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von CHF 2‘000. Der von ihnen geleistete Kostenvorschuss von CHF 1'500 wird 

angerechnet.

4. Die Beschwerdeführer entschädigen die Beschwerdegegnerin für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 3‘000 zuzüglich 4 % 

Barauslagen und Mehrwertsteuer (CHF1'040 zu 8 % und CHF 2'080 zu 7.7 %) unter 

solidarischer Haftbarkeit.

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Eugster                                                  Bischofberger

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 25.10.2018
	Zivilstandsregister, Anerkennung und Eintragung einer im Ausland geschlossenen Ehe, Art. 39, Art. 45 Abs. 1 und 2 Ziff. 4 ZGB, Art. 1 Abs. 1 Ingress und lit. c, Art. 25 ff., Art. 32, Art. 45 IPRG, Art. 45a Abs. 1 f. IPRG in Verbindung mit Art. 104 ff. ZGB, Art. 2 ff. Apostille-Übereinkommen, Art. 8 in Verbindung mit Art. 1 CIEC Nr. 16, Art. 6a Abs. 2, Art. 7, Art. 23 Abs. 1 f. ZStV, Art. 4 ZStV SG. Frage offengelassen, ob die Aufnahme der Beschwerdegegnerin, einer serbischen Staatsangehörigen, ins schweizerische Personenstandsregister vorgängig zur Beurkundung ihrer in Serbien geschlossenen Ehe erforderlich gewesen wäre (E. 1). Die vorliegend zu beurteilende in Serbien geschlossene Ehe zwischen der Beschwerdegegnerin und ihrem im Jahr 2014 verstorbene Schweizer Ehemann ist grundsätzlich anerkennungsfähig. Ein Ordre-public-Verstoss lässt sich nicht feststellen: Aus den vorliegenden Umständen konnte nicht darauf geschlossen werden, dass der Ehemann der Beschwerdegegnerin die Ehe nicht aus freiem Willen eingegangen wäre (E. 5), (Verwaltungsgericht, B 2016/237).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T05:32:15+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen