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**Case Identifier:** 811a0ca6-798f-5cfe-8908-9af03c5b5f9c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.02.2022 730 21 10/31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-21-10-31_2022-02-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. Februar 2022 (730 21 10 / 31) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Krankenversicherung 
 
 
Prüfung der Voraussetzungen zur Übernahme der Kosten eines stationären Rehabilitati-
onsaufenthalts nach einem Sturz bei postoperativ zahlreichen Einschränkungen 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber i.V. Egzon 
Rexhaj 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Krankenkasse SLKK, Hofwiesenstrasse 370, Postfach, 8050 Zürich, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1928 geborene A.____ ist bei der Krankenkasse SLKK (SLKK) obligatorisch kran-
kenpflegeversichert. Am 5. September 2020 ist sie zu Hause gestürzt und in der Folge ins Spital 
C.____ eingewiesen worden. Dort ist ihr am 8. September 2020 unter anderem wegen eines 
intermittierenden AV-Blocks dritten Grades ein Herzschrittmacher implantiert worden. Da posto-
perativ zahlreiche Einschränkungen bestanden, ersuchte das Spital C.____ mit Schreiben vom 
10. September 2020 um Kostengutsprache für eine fünfwöchige geriatrische Rehabilitation in der 
Klinik D.____. Am 14. September 2020 lehnte die SLKK das Kostengutsprachegesuch mit der 

 
 
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Begründung ab, dass die Voraussetzungen für eine stationäre Rehabilitation nicht erfüllt seien. 
Das Rehabilitationspotenzial sei nicht ausgewiesen, weil die Versicherte nicht adäquat agiere und 
namentlich zumindest teilweise von Halluzinationen begleitet sei. Im Rahmen der Austauschbe-
fugnis würde man sich aber an den Kosten einer 14-tägigen Akut- und Übergangspflege (AÜP) 
beteiligen. 
 
B. Mit Wiedererwägungsgesuch vom 15. September 2020 ersuchte das Spital C.____ er-
neut um Kostengutsprache für eine stationäre Rehabilitation. Mit Schreiben vom 16. September 
2020 lehnte die SLKK dieses Wiedererwägungsgesuch mit der Begründung ab, dass die Versi-
cherte in den aktuellen Berichten in der Mobilisation mittels Rollator als weitgehend autark be-
schrieben werde und sie nicht zwingend Treppen nutzen müsse, da bei ihr zu Hause ein Trep-
penlift zur Verfügung stehe. 
 
C. Am 25. September 2020 erging ein zweites Wiedererwägungsgesuch durch die Klinik 
D.____. Am 28. September lehnte die SLKK auch dieses Gesuch ab. Die Kriterien der Wirksam-
keit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW-Kriterien) seien nicht erfüllt, und es sei kein 
genügendes Rehabilitationspotenzial ausgewiesen. 
 
D. Auf Nachfrage des Sohns B.____ der Versicherten lehnte die SLKK den Antrag auf Kos-
tengutsprache für eine fünfwöchige geriatrische Rehabilitation schliesslich mit Verfügung 
vom 26. Oktober 2020 ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2020 fest. 
 
E. Vertreten durch ihren Sohn B.____ erhob die A.____ mit Eingabe vom 13. bzw. vom 
29. Januar 2021 Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der SLKK vom 11. Dezem-
ber 2020 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragt sie die Aufhebung des Einspracheentscheids. Im Weiteren sei die Kran-
kenkasse anzuweisen, die Rehabilitationskosten in Höhe von Fr. 14’595.-- zu übernehmen. Mit 
Eingabe vom 9. Februar 2022 stellte sie zusätzlich das Rechtsbegehren, dass die SLKK eventu-
aliter zu verpflichten sei, die medizinischen Kosten während des Rehabilitationsaufenthalts, die 
im Rahmen der von der SLKK offerierten AÜP ebenfalls angefallen wären, zu übernehmen. 
 
F. Die SLKK schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2021 auf Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
 
G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten beide Parteien an ihren Rechts-
standpunkten fest. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich und örtlich zuständigen Kantonsgericht ein-
gereichte Beschwerde vom 29. Januar 2021 ist einzutreten. 
 

 
 
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2. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten für den 
stationären geriatrischen Rehabilitationsaufenthalt der Beschwerdeführerin vom 22. Septem-
ber 2020 bis 12. Oktober 2020 in der Klink D.____ in der Höhe von Fr. 14’595.-- zu übernehmen 
hat. 
 
2.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen 
gemäss den Artikeln 25-31 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 
18. März 1994 nach Massgabe der in den Artikeln 32-34 KVG festgelegten Voraussetzungen. Die 
gesetzlichen Leistungen umfassen nach Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG die Untersuchungen, Behand-
lungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei Hausbesuchen, stationär oder in einem Pfle-
geheim von Ärzten oder Ärztinnen durchgeführt werden, und auch die ärztlich durchgeführten 
oder angeordneten Massnahmen der medizinischen Rehabilitation (lit. d). Im Weiteren übernimmt 
die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für den Aufenthalt im Spital entspre-
chend dem Standard der allgemeinen Abteilung (Art. 25 Abs. 2 lit. e KVG). 
 
2.2 Die medizinische Rehabilitation im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG wird im Gesetz 
nicht näher umschrieben. Nach Lehre und Rechtsprechung besteht ihr besonderes Merkmal da-
rin, dass die Behandlung der Krankheit an sich abgeschlossen ist und Therapieformen zur Nach-
behandlung von Krankheiten zur Anwendung gelangen (GEBHARD EUGSTER, Die obligatorische 
Krankenpflegeversicherung in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Si-
cherheit, 3. Auflage, Basel 2015, Rz. 456). Sie bezweckt, die durch die Krankheit oder die Be-
handlung der Krankheit selbst bewirkte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leis-
tungsfähigkeit mit Hilfe medizinischer Massnahmen ganz oder teilweise zu beheben. Sie ist somit 
auf die Wiedererlangung verlorener oder die Verbesserung beeinträchtigter Funktionsfähigkeiten 
mit medizinischen Mitteln gerichtet. Grundlegende Anspruchsbedingung ist ein ausgewiesenes 
Rehabilitationspotenzial. Dieses setzt voraus, dass nach wissenschaftlich begründeten Erfahrun-
gen mit einer Verbesserung des Funktionsvermögens unter vernünftigem Therapieaufwand ge-
rechnet werden kann. Wenn die medizinische Rehabilitation praktisch keine nennenswerte Ver-
besserung der beeinträchtigten Funktionen mehr verspricht, ist das Stadium des Pflegefalles er-
reicht (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 457). Die medizinische Rehabilitation kann ambulant, teil-
stationär, in einer Kuranstalt, in einem Pflegeheim oder in einer spezialisierten Rehabilitationskli-
nik erfolgen. Erfolgt die medizinische Rehabilitation in einer dafür spezialisierten Klinik, ist eine 
Spitalbedürftigkeit (dazu Erwägung 2.4 hiernach) vorausgesetzt. Eine stationäre Rehabilitation 
bedarf der vorgängigen Kostengutsprache des Versicherers, der die Empfehlung des Vertrau-
ensarztes bzw. -ärztin berücksichtigt (vgl. Anhang 1 Ziff. 11 zur Verordnung des EDI über Leis-
tungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) vom 29. September 1995). 
 
2.3 Um eine Leistungspflicht des Krankenversicherers zu begründen, muss die medizinische 
Massnahme den Kriterien der Wirksamkeit, der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit ent-
sprechen (Art. 32 Abs. 1 KVG). Eine medizinische Behandlung ist in der Regel wirksam, wenn 
sie objektiv geeignet ist, auf den angestrebten diagnostischen, therapeutischen oder pflegeri-
schen Nutzen hinzuwirken (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 329). Zweckmässigkeit setzt Wirk-
samkeit voraus. Eine Behandlung ist zweckmässig, wenn sie aus medizinischer Sicht geboten 
oder zumindest vertretbar ist. Es geht um die angemessene Eignung im Einzelfall (GEBHARD 

 
 
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EUGSTER, a.a.O., Rz. 331). Wirtschaftlichkeit setzt Wirksamkeit und Zweckmässigkeit voraus. Sie 
ist das massgebende Kriterium für die Auswahl unter den zweckmässigen Behandlungsalterna-
tiven. Sie beurteilt sich nach objektiven Kriterien. Wirtschaftlich ist bei vergleichbarem medizini-
schem Nutzen die kostengünstigere Variante (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 336). Auch die 
vom Arzt veranlassten Leistungen müssen wirtschaftlich sein. Das Wirtschaftlichkeitsgebot be-
zieht sich nicht nur auf Art und Umfang der durchzuführenden diagnostischen und therapeuti-
schen Massnahmen, sondern auch auf die Behandlungsform, insbesondere die Frage, ob eine 
bestimmte Massnahme ambulant oder stationär durchzuführen ist und in welche Heilanstalt oder 
Abteilung einer solchen die versicherte Person vom medizinischen Standpunkt aus gehört (BGE 
126 V 334 E. 2b, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, KVG, Zü-
rich/Basel/Genf 2010, S. 202 zu Art. 32 KVG). Die Frage nach der Zweckmässigkeit und Wirk-
samkeit der Massnahme beurteilt sich primär nach medizinischen Gesichtspunkten, persönliche, 
familiäre und soziale Umstände sind jedoch auch zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 21. September 2012, 9C_940/2011, E. 3.1). 
 
2.4 Der Anspruch auf stationäre Leistungen erfordert zunächst, dass sich die versicherte 
Person tatsächlich in einem Spital, d.h. einer Anstalt oder deren Abteilung aufhält, das der stati-
onären Behandlung akuter Krankheiten oder der stationären Durchführung von Massnahmen der 
medizinischen Rehabilitation dient (Art. 39 Abs. 1 KVG). Zusätzlich bedarf es einer Spitalbedürf-
tigkeit. Diese ist dann gegeben, wenn die versicherte Person an einer Krankheit leidet und die 
Akutbehandlung, die Überwachung des Gesundheitszustands oder die medizinische Rehabilita-
tion notwendigerweise unter Spitalbedingungen erfolgen müssen (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 
444). Eine Spitalbedürftigkeit liegt mithin vor, wenn diagnostische oder therapeutische Anwen-
dungen wegen der apparativen und personellen Anforderungen nur in einem Spital zweckmässig 
vorgenommen werden können. Das Erfordernis der Spitalbedürftigkeit ist für den Regelfall ein 
Ausfluss des Gebots wirtschaftlicher Behandlungsweise (vgl. Art 32 Abs. 1 KVG); es gilt der 
Grundsatz der Nachrangigkeit der Hospitalisation gegenüber kostengünstigeren Alternativen 
(GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 445). Spitalbedürftigkeit ist jedoch gegeben, wenn die Möglich-
keiten ambulanter Behandlungsalternativen ausgeschöpft sind und einzig ein Spitalaufenthalt 
noch Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Spitalbedürftigkeit im Zusammenhang namentlich mit 
Rehabilitationsmassnahmen ist nach der erforderlichen Behandlungsintensität, dem Behinde-
rungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der Schwere des Hauptleidens oder zusätzlich komplizie-
render Krankheiten zu beurteilen (BGE 126 V 323 E. 2c). Ziel ist die Sicherstellung einer notwen-
digen medizinischen Behandlung, die sonst nicht durchführbar wäre, und zwar auch nicht mit den 
Mitteln der Krankenpflege zu Hause oder in einem Kurhaus (Urteil des Bundesgerichts vom 2. 
Juni 2020, 9C_253/2020, E. 2.2 und 2.3 mit Hinweis auf BGE 126 V 323 E. 2c). In einem solchen 
Fall kann eine Hospitalisation selbst dann gerechtfertigt sein, wenn die in der Heilanstalt durch-
geführte Behandlung für sich allein, prognostisch beurteilt, keine Spitalbedingungen erfordert 
hätte. Auch persönliche, familiäre und andere nicht streng medizinische Umstände können einen 
Spitalaufenthalt rechtfertigen. Dies wiederum trifft dann zu, wenn die medizinische Behandlung 
wegen besonderer persönlicher Lebensumstände nicht anders als im Spital durchgeführt werden 
kann (BGE 126 V 323 E. 2b), bzw. wenn der Krankheitszustand einer versicherten Person nicht 
unbedingt eine ärztliche Behandlung, sondern lediglich einen Aufenthalt im Spitalmilieu erfordert. 

 
 
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Die Intensität der ärztlichen Behandlung, welche die Krankheit einer versicherten Person ver-
langt, ist somit nicht alleiniges Entscheidungskriterium für eine Hospitalisierung – insbesondere 
dann nicht, wenn eine versicherte Person wegen ihres hohen Alters, ihrer familiären Verhältnisse 
oder weil sie alleinstehend ist, keine Möglichkeit hat, die ihrem Zustand entsprechende Pflege 
und Beaufsichtigung zuhause zu erhalten, oder wenn eine solche Betreuung der Familie der ver-
sicherten Person nicht zugemutet werden kann (BGE 115 V 48 E. 3b/aa, 120 V 206 E. 6a; 
BRIGITTE PFIFFNER RAUBER, Das Recht auf Krankheitsbehandlung und Pflege, Zürich/Basel/Genf 
2003, S. 190 f.). 
 
2.5 Die Tatsache alleine, dass die Behandlung und der Aufenthalt in einem Spital vom be-
handelnden Arzt verschrieben worden sind, ist für die Übernahme der Hospitalisationskosten 
nicht entscheidend. Die Anspruchsvoraussetzung der Spitalbedürftigkeit beurteilt sich nach ob-
jektiven Kriterien. In zeitlicher Hinsicht sind für die Frage der Spitalbedürftigkeit und deren Beur-
teilung die gesundheitlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Spitaleintritts massgebend. Die Dauer 
eines Spitalaufenthalts ist auf das erforderliche Mass zu begrenzen (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., 
Rz. 448 f. mit Hinweisen). 
 
3.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht hat der Versicherungsträger gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Der Untersuchungsgrundsatz be-
sagt, dass die verfügende oder im Beschwerdefall die urteilende Instanz den rechtserheblichen 
Sachverhalt von Amtes wegen, d.h. aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen 
oder an die Beweisanträge der Parteien abzuklären und festzustellen hat (BGE 117 V 261 E. 3b). 
Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen An-
spruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts 
8C_794/2016 vom 28. April 2017 E. 4.1). 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche ist die rechtsanwen-
dende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 
V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). 
 
3.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist schliesslich entscheidend, ob die-
ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 

 
 
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5.1 mit Hinweisen). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hin-
weisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll gemäss Bundesgericht der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Fachpersonen, worunter namentlich auch die beratenden Ärzte und Ärz-
tinnen bzw. die Vertrauensärzte und Vertrauensärztinnen der Krankenversicherer gemäss Art. 57 
KVG fallen, kommt ebenfalls nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ge-
nerell sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
4.1 Am 10. September 2020 reichte das Spital C.____ ein Kostengutsprachegesuch bei der 
der SLKK für die Dauer einer fünfwöchigen geriatrischen Rehabilitation in der Klinik D.____ ab 
16. September 2020 ein. Zur Begründung führte es aus, dass die geriatrische Rehabilitation auf 
jeden Fall indiziert sei, damit der Austritt nach Hause geplant werden könne. Die Versicherte sei 
bettlägerig und habe Bedarf an intensiver Hilfestellung. Eine Mobilisation sei nur in Begleitung 
möglich, und es bestehe eine Schmerz-, Kognitions- und Atmungsproblematik. Beim Mobilisieren 
würde die Versicherte an der Bettkante verkrampfen und falle beim Sitzen und gar beim Liegen 
immer wieder auf die linke Seite, was die Sturzgefahr erhöhen würde. Rehabilitationsziele seien 
die Schmerzlinderung, die Rekonditionierung, der Kraftaufbau, ein Gehtraining am Rollator, die 
Sturzprophylaxe, eine Verbesserung der Ausdauer und der Rumpfstabilität, ein Kognitionstrai-
ning, die Verbesserung der Lungenkapazität sowie schliesslich die Selbständigkeit in den Ver-
richtungen des täglichen Lebens sowie die Wiedereingliederung in das familiäre und soziale Um-
feld. 
 
4.2 Dr. med. E.____, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, Vertrauensarzt der SLKK, empfahl 
in seiner Beurteilung vom 14. September 2020 die Ablehnung der stationären Rehabilitation zu-
gunsten einer zwei- bis dreiwöchigen AÜP. Zur Begründung brachte er vor, dass die Versicherte 
nicht immer adäquat agiere, weshalb ein allenfalls vorhandenes Rehabilitationspotenzial in Frage 
zu stellen sei. Fraglich sei deshalb, ob die Versicherte das Rehabilitationspotential überhaupt 
ausschöpfen könne, da sie ja gar nicht adäquat reagieren würde. In Nachachtung dieser Beurtei-
lung lehnte die SLKK das Kostengutsprachegesuch noch gleichentags ab. 
 
4.3 Am 15. September 2020 reichte das Spital C.____ ein Wiedererwägungsgesuch ein. Aus 
der entsprechenden Erläuterung von Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, geht 
hervor, dass die Versicherte eine rüstige 91-jährige Frau sei, die vor ihrem Spitalaufenthalt in 
ihrer Wohnung selbständig gelebt und den Alltag inklusive Haushalt, Einkauf und Körperpflege 
mit nur wenig Unterstützung durch die Spitex und ihren Sohn selbst bewältigt habe. Ihre Halluzi-
nationen habe man im Rahmen eines hyperaktiven Delirs interpretiert. Dieses sei als Folge der 

 
 
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kardialen Dekompensation zu werten, hervorgerufen durch den räumlichen Ortswechsel von der 
Normalstation auf die Überwachungsstation und wieder zurück auf die Normalstation. Die Hallu-
zinationen seien jedoch nur vorübergehender Natur gewesen und seien nicht mehr aufgetreten. 
Kognitiv würden nur noch leichte Defizite bestehen. In der Physiotherapie habe die Patientin wäh-
rend ihres Aufenthaltes bereits deutliche Fortschritte erzielt. Aktuell sei sie am Rollator gangmobil. 
Das Gehtraining inklusive das Treppensteigen müsse aber noch weiter ausgebaut werden. Ein 
Rehabilitationspotenzial sei gegeben und habe zum Ziel, eine selbständige Mobilität wiederzuer-
langen und damit eine Rückkehr in das häusliche Umfeld zu ermöglichen. 
 
4.4 In seiner Beurteilung vom 16. September 2020 empfahl Dr. E.____ in der Folge, am 
bisherigen Entscheid der SLKK festzuhalten. Er begründete seine Empfehlung damit, dass die 
Versicherte zwar sicherlich weiterhin einer weiterführenden Unterstützung bedürfe, diese aber 
auch durch die zweiwöchige AÜP gewährleistet werden könne. Zudem werde die Versicherte in 
den aktuellen Berichten als weitgehend autark in ihrer Mobilisation mit einem Rollator beschrie-
ben. Treppen müssten keine zwingend benutzt werden, weil zu Hause ein Treppenlift zur Verfü-
gung stehe. 
 
4.5 Am 25. September 2020 erging das zweite Wiedererwägungsgesuch durch die Klinik 
D.____. Darin erläutert Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, Schwerpunkt Geriat-
rie, dass der Klinikeintritt in einem stabilen Allgemeinzustand erfolgt sei. Die Patientin sei wach, 
kooperativ, räumlich und situativ voll, zeitlich allerdings nur partiell orientiert. Ihre Vigilanz sei 
stabil und der Tag-Nacht-Rhythmus intakt. Hinweise auf ein Delir würden keine mehr bestehen. 
Die Patientin benötige aktuell noch Unterstützung durch eine Hilfsperson beim Toilettengang so-
wie beim Transfer vom Liegen in den Sitz und in den Stand am Rollator. Mit ihrem Rollator könne 
sie in Begleitung mittlerweile eine Distanz von 30 Metern zurücklegen. Die Rehabilitationsindika-
tion und Rehabilitationsfähigkeit seien gegeben. Funktionelles Ziel der Rehabilitation seien der 
selbständige Transfer vom Liegen in den Stand am Rollator im Innenbereich, der Ausbau der 
Gehstrecke am Rollator, ein selbständiger Toilettengang und das Treppensteigen von sechs Stu-
fen unter Supervision. Die entsprechende Wiedererlangung der Fortbewegung sei namentlich 
notwendig, um vom Aussenbereich ins eigene Haus zu gelangen. Zugleich würde in ergothera-
peutischer Hinsicht ein kognitives Training bei Status nach Delir und den seither bestehenden 
leichten bis mittelschweren neurokognitiven Störungen erfolgen. Ferner müsse die kardiale Me-
dikation eingestellt und angepasst werden. Es erfolge eine tägliche Gewichtskontrolle, eine An-
passung der diuretischen Therapie, eine laboranalytische Verlaufskontrolle der Nierenparameter 
und der Elektrolyte sowie schliesslich auch eine Sozial- und Austrittsplanung.  
 
5.1 Wie eingangs erwähnt ist das Ziel einer Rehabilitation, dass die betroffene Person die 
infolge ihrer Erkrankung verloren gegangenen körperlichen sowie geistigen Funktionsfähigkeiten 
mit medizinischen Mitteln zurückgewinnt oder ihre beeinträchtigten Funktionsfähigkeiten zumin-
dest wieder verbessern kann. Bei einer stationären Rehabilitation in einer dafür spezialisierten 
Rehabilitationsklinik ist darüber hinaus eine Spitalbedürftigkeit der Betroffenen vorausgesetzt. 
Letztere ist nach dem Ausmass der notwendigen Behandlungsintensität, dem Behinderungsgrad, 
der Pflegebedürftigkeit und der Schwere des Hauptleidens bzw. gemäss allenfalls zusätzlich ver-
komplizierender Krankheiten im Detail zu beurteilen (oben, Erwägungen 2.2 und 2.4). 

 
 
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5.2 Den ablehnenden Entscheiden der SLKK liegen zwei sehr kurze, sich auf drei bis sechs 
Zeilen beschränkende Beurteilungen von Dr. E.____ zugrunde. In seiner ersten Beurteilung vom 
14. September 2020 vertrat der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin zunächst die Auffas-
sung, dass die stationäre Rehabilitation zugunsten einer zwei- bis dreiwöchigen AÜP deshalb 
abzulehnen sei, weil die Patientin nicht immer adäquat agiere und ein allenfalls vorhandenes 
Rehabilitationspotenzial deshalb in Frage zu stellen sei. Dabei erscheint allerdings als fraglich, 
ob dem Vertrauensarzt bewusst war, dass eine AÜP von Gesetzes wegen maximal auf zwei Wo-
chen befristet ist (Art. 25a Abs. 2 KVG). Diese Einschränkung ist insofern von Relevanz, als der 
Vertrauensarzt in seiner ersten Beurteilung nicht strikt von einer nur zweiwöchigen Rehabilitation 
ausgegangen ist, sondern ursprünglich selbst die Haltung vertreten hatte, dass die Versicherte 
unter Umständen einer längeren Betreuung bedarf. Seine Einschätzung erweist sich damit als 
unklar. Sodann bescheinigte Dr. F.____ der Versicherten in ihrem Wiedererwägungsgesuch vom 
15. September 2020 nur noch leichte kognitive Defizite, welche einem Rehabilitationspotenzial 
nicht im Wege stehen würden. Namentlich nicht mehr berichtet wurde über das Auftreten von 
Halluzinationen. In seiner zweiten Beurteilung vom 16. September 2020 setzte sich Dr. E.____ 
indessen mit diesen Aspekten namentlich bezüglich der kognitiven Fähigkeiten der Patientin und 
dem daraus resultierenden Rehabilitationspotenzial nicht mehr auseinander. Alleine schon dieser 
Umstand lässt weitere Zweifel an seiner Beurteilung aufkommen. Stattdessen führte Dr. E.____ 
sodann neue Gründe an, weshalb eine stationäre geriatrische Rehabilitation abzulehnen sei. Ins-
besondere brachte er vor, dass die Patientin zwar sicherlich noch weiterführender Unterstützung 
bedürfe; diese erhalte sie aber auch in einer 14-tägigen AÜP. Ausserdem werde die Versicherte 
in den aktuellen Berichten als weitestgehend autark in der Mobilisation mit dem Rollator beschrie-
ben. Die Treppen müsse sie jedoch nicht zwingend nutzen, da zu Hause der Treppenlift zur Ver-
fügung stehe. Aus dem weiteren Wiedererwägungsgesuch vom 25. September 2020 von Dr. 
G.____ geht hingegen hervor, dass die Patientin das Treppensteigen sehr wohl wieder erlernen 
müsse, weil sie andernfalls nicht in der Lage sein werde, überhaupt vom Aussen- in den Innen-
bereich ihres eigenen Hauses zu gelangen. In Bezug auf dieses, im Zusammenhang mit der 
Fortbewegung einerseits und der Grundvoraussetzung alltäglicher Verrichtungen andererseits 
zweifelsohne notwendige Erfordernis hat der Vertrauensarzt der SLKK schlicht keine Stellung 
genommen. Mithin kann auch in diesem Punkt nicht gesagt werden, dass eine rechtsgenügende 
Auseinandersetzung mit den Vorbringen der behandelnden Geriatrie-Expertin erfolgt wäre. Viel-
mehr wurden seitens des Vertrauensarztes der SLKK erneut weitere Argumente vorgebracht, 
weshalb eine geriatrische Rehabilitation abzulehnen sei, namentlich dass die WZW-Kriterien 
nicht erfüllt würden und generell kein genügendes Rehabilitationspotenzial vorhanden sei. Auch 
in dieser Hinsicht aber setzte sich Dr. E.____ nur wenig bis gar nicht mit den Vorbringen der Dres. 
F.____ und G.____ auseinander. Aus seinen Beurteilungen ist nicht ersichtlich, ob und allenfalls 
inwieweit eine AÜP mit den durchaus als schwer zu beurteilenden Vorerkrankungen und Be-
schwerden überhaupt zu vereinbaren wäre. Nebst dem Einwand fehlender kognitiver Fähigkeiten, 
der von Dr. F.____ indessen angesichts der postoperativen Gesamtumstände schlüssig entkräf-
tet worden ist, werden seitens des Vertrauensarztes der SLKK letztlich keine Argumente vorge-
bracht, welche ein Rehabilitationspotenzial tatsächlich in Frage stellen. Auf die – nota bene von 
einem Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe verfassten – vertrauensärztlichen Beurteilun-
gen der Beschwerdegegnerin, die sich nur ungenügend mit den ärztlichen Einschätzungen der 

 
 
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behandelnden Experten auseinandersetzen und keine schlüssigen Begründungen liefern, kann 
deshalb nicht abgestellt werden. Die Verpflichtung gemäss Anhang 1 Ziff. 11 KLV, die Empfeh-
lungen der Vertrauensärzte zu berücksichtigen, kann nicht bedeuten, dass dies unbesehen von 
deren Qualität stets im zustimmenden Sinne zu erfolgen habe. Vorliegend hat die Beschwerde-
gegnerin ihren Entscheid auf eine offensichtlich ungenügende Sachverhaltsabklärung gestützt, 
was bereits zur Gutheissung der Beschwerde führen muss. 
 
5.3 Es bleibt zu prüfen, ob die übrigen ärztlichen Berichte genügen, um die Frage der Spi-
talbedürftigkeit, der Rehabilitationsfähigkeit, der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der 
Zweckmässigkeit der in Frage stehenden geriatrischen Rehabilitation abschliessend zu beurtei-
len. Dies ist zu bejahen. 
 

5.3.1 Vorab ist festzustellen, dass der Eintritt in die Klinik D.____ nicht wie ursprünglich ge-
plant am 16. September 2020, sondern erst auf den 22. September 2020 erfolgt ist. Der dortige 
Aufenthalt dauerte bis zum 12. Oktober 2020. Damit lässt sich die Diskrepanz hinsichtlich der 
Dauer zwischen der geplanten und der schliesslich durchgeführten Rehabilitation erklären. Von 
den geplanten fünf Wochen wurden damit letztlich nur drei Wochen an Rehabilitation umgesetzt, 
was sich wiederum aufgrund der verlängerten Pflege noch im Spital C.____ erklären lässt. Dar-
aus alleine vermag die Beschwerdegegnerin indessen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Die 
Beschwerdeführerin verlangt denn auch lediglich die Kostenvergütung für die dreiwöchige Reha-
bilitation. 
 

5.3.2 Zu klären ist vorab die Frage der Spitalbedürftigkeit. Aus dem Kostengutsprachegesuch 
vom 10. September 2020 geht klar hervor, dass die Versicherte in jenem Zeitpunkt noch spital-
bedürftig gewesen ist. Namentlich war sie bettlägerig, benötigte in allen Aktivitäten ihres täglichen 
Lebens Hilfe und war schliesslich auf eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr angewiesen. Die Spi-
talbedürftigkeit ist ebenso aber auch für den nachfolgenden Zeitraum zu bejahen. Hierfür spricht 
alleine schon der Umstand, dass die Versicherte nach der Ablehnung des ersten Kostengut-
sprachegesuchs weiterhin in stationärer Spitalpflege im Spital C.____ verbleiben musste. Auch 
im Zeitpunkt des Wiedererwägungsgesuches des Spitals C.____ vom 15. September 2020 be-
fand sich die Versicherte in stationärer Spitalpflege. Ihre Spitalbedürftigkeit ist aufgrund der im 
Wiedererwägungsgesuch umschriebenen Umstände auch in diesem Zeitpunkt noch immer aus-
gewiesen, auch wenn sich der Allgemeinzustand der Versicherten mittlerweile deutlich verbessert 
hatte. Darüber hinaus war zu diesem Zeitpunkt aber auch ein Rehabilitationspotenzial mit dem 
Ziel vorhanden, die selbständige Mobilität wieder zu erlangen und eine Rückkehr in das häusliche 
Umfeld zu ermöglichen. Nach dem Eintritt in die Rehabilitationsklinik D.____ erfolgte am 25. Sep-
tember 2020 schliesslich das zweite Wiedererwägungsgesuch. Den dortigen Ausführungen zu-
folge benötigte die Versicherte auch dazumal beim Mobilitätstransfer wie insbesondere vom Lie-
gen in eine sitzende Position, in den Stand am Rollator und für die Toilettengänge noch weiterhin 
Hilfe. Trotz verbesserter Verhältnisse bestanden mit anderen Worten offensichtlich weiterhin ver-
schiedene alltagsrelevante funktionelle Defizite. Der Rehabilitationsbedarf per 25. September 
2020 wurde dabei schlüssig und echtzeitlich erläutert. Daraus ist ersichtlich, dass die Versicherte 
im Zeitpunkt ihres Eintritts in die Rehaklinik D.____ am 22. September 2020 in massgebenden 

 
 
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Bereichen weiterhin auf medizinische Hilfestellungen angewiesen war, die nur in einem stationä-
ren Setting gewährleistet werden konnten. Es trifft zwar zu, dass die Versicherte zu Hause über 
einen eigenen Treppenlift verfügt. Um aber ins Haus zu gelangen, muss sie sechs Treppenstufen 
bewältigen können. Unter diesem Blickwinkel kann der Ansicht des Vertrauensarztes der SLKK 
nicht gefolgt werden, wonach die Fähigkeit des Treppensteigens nicht erforderlich wäre. Für eine 
Ermöglichung der Rückkehr nach Hause war für die Versicherte zudem ein weiteres notwendiges 
Ziel, eine selbständige und sichere Mobilität am Rollator wiederzuerlangen. Vor ihrem Sturz war 
es der Versicherten jedenfalls möglich, annähernd selbständig alleine zu leben. Dabei war sie 
nur auf punktuelle Unterstützung durch die Spitex und durch ihren Sohn angewiesen. Mit Blick 
auf diese Umstände hat prospektiv jedenfalls nichts dagegengesprochen, dass dieser Zustand 
mit einer stationären Rehabilitation wieder erreicht hätte werden können. 
 
5.3.3  Bezüglich der Wirksamkeit und der Zweckmässigkeit ist darauf hinzuweisen, dass die 
Beschwerdegegnerin diese Kriterien in ihrem Einspracheentscheid grundsätzlich zu Recht bereits 
bejaht hat. Daran ist festzuhalten (vgl. angefochtener Einspracheentscheid, S. 4, Ziffer III. 8). Der 
stationäre Aufenthalt in einer unter anderem auf Geriatrie spezialisierten Rehabilitationsklinik wie 
der Klinik D.____ ist objektiv betrachtet denn auch zweifelsohne geeignet, den angestrebten me-
dizinischen Nutzen in Form einer Wiederherstellung der eingeschränkten körperlichen Funktio-
nen der Beschwerdeführerin zu erreichen. Auch dessen Zweckmässigkeit ist gegeben, ist doch 
nicht ersichtlich, dass es möglich gewesen wäre, die verloren gegangenen Fähigkeiten der Ver-
sicherten in einem lediglich ambulanten Setting wiederaufzubauen. 
 
5.3.4 Die Frage der Wirtschaftlichkeit und der Austauschbefugnis stellt sich nur, wenn mehrere 
wirksame und zweckmässige Behandlungen zur Verfügung stehen (vgl. BGE 139 V 135 E. 4.4.3). 
Bezüglich der AÜP wurde bereits erwähnt, dass diese von Gesetzes wegen auf 14 Tage be-
schränkt ist. Aus den schlüssigen medizinischen Berichten ergibt sich aber, dass aus medizini-
schen Gründen eine Behandlungsdauer von drei bis sogar fünf Wochen indiziert war, so dass die 
AÜP von vornherein keine taugliche Alternative darstellte. Die Beschwerdegegnerin hat es im 
Übrigen unterlassen aufzuzeigen, wie die von ihr befürwortete ambulante AÜP im vorliegenden 
Fall angesichts der bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen hätte durchgeführt werden 
können. Entgegen der insoweit aktenwidrigen Ausführungen im Einspracheentscheid ging es bei 
den Rehabilitationsbehandlungen gerade nicht ausschliesslich um den Aufbau von Kraft und Aus-
dauer. Nachdem eine ambulante AÜP vorliegend nicht als wirksam und zweckmässig qualifiziert 
werden kann und eine stationäre Rehabilitation notwendig war, erübrigen sich weitere Ausfüh-
rungen zur Wirtschaftlichkeit. 
  

6. Zusammenfassend resultiert, dass die Versicherte während ihres Rehabilitationsaufent-
haltes in der Klinik D.____ als spitalbedürftig zu bezeichnen war und während dieser Zeit die für 
den Aufenthalt erforderlichen WZW-Kriterien erfüllt hat. Ausgewiesen war im Zeitpunkt ihres Ein-
tritts am 22. September 2020 ausserdem ein Rehabilitationspotenzial. Die Versicherte besitzt 
demnach Anspruch auf Kostenübernahme für den erfolgten Rehabilitationsaufenthalt vom 22. 
September 2020 bis 12. Oktober 2020 in der Klinik D.____. Die Beschwerde ist im Ergebnis somit 
gutzuheissen, und die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, die entsprechenden Rehabilitati-
onskosten in Höhe von Fr. 14’595.-- zu übernehmen. 

 
 
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7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das KVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Darunter sind allerdings nur Kosten zu verstehen, die einer Beschwerde 
führenden versicherten Person für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. eines Rechtsanwalts 
entstanden sind. Da die obsiegende Beschwerdeführerin anwaltlich nicht vertreten ist, sind vor-
liegend keine Parteikosten zu verlegen. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 11. Dezember 2020 aufgehoben und die Beschwerdegeg-
nerin wird verpflichtet, die Kosten für die dreiwöchige geriatrische Reha-
bilitation in der Klinik D.____ in Höhe von Fr. 14`595.-- zu übernehmen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

Mitteilung an Parteien 
  Bundesamt für Gesundheit 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.