# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7839c263-3abb-5887-9b17-3424892ce2c7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 19.04.2021 UV 2020/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-3_2021-04-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/25

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.10.2021

Entscheiddatum: 19.04.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
Art. 18 UVG. Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 24 f. UVG. Art. 25 Abs. 1 ATSG. Im 
Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch gewisse unfallkausale somatische 
Beschwerden vor. Der Beschwerdeführer war jedoch in seiner 
angestammten sowie in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Kein 
Anspruch auf eine Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als 
bereits zugesprochen. Die Rückforderung der zu viel ausgerichteten 
Taggelder und die Verrechnung derselben mit der geschuldeten 
Integritätsentschädigung ist zulässig. Die Sache wird jedoch zur Verfügung 
über die verbleibende Rückforderung an die Beschwerdegegnerin 
zurückgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 19. April 2021, UV 2020/3).

Entscheid vom 19. April 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.

UV 2020/3

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, 

Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 

120, 1001 Lausanne,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG als Berater und Verkäufer von G.___s tätig und 

dadurch bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: 

Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert, als er am 8. Oktober 

2011 einen Autounfall mit Frontalkollision erlitt (UV-act. 236, 239-3, 249). Die 

erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG), wo sich 

der Versicherte vom 8. bis 13. Oktober 2011 stationär befand, diagnostizierten einen 

ossären Syndesmosen-Ausriss mit Malleolengabelsprengung des oberen 

Sprunggelenks (OSG) links, eine zweitgradig offene Patellafraktur links mit 

traumatischer Gelenkseröffnung und Quadriceps-Längsruptur sowie eine intraartikuläre 

Köpfchenfraktur des Os metatarsale III Fuss links (UV-act. 241). Am Unfalltag wurden 

im KSSG eine offene Kniegelenksspülung und ein Débridement, eine transossäre 

Refixation des Retinaculums und der Quadriceps-Sehne links, eine geschlossene 

Reposition und Stellschraubenosteosynthese des OSG links sowie eine OSG-

Arthroskopie links mit Débridement und Entfernung ossärer Fragmente durchgeführt 

(UV-act. 246, 253, 256). Die behandelnden Ärzte attestierten dem Versicherten ab 8. 

Oktober 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (UV-act. 224, 240 f., 250, 252). Am 

15. Dezember 2011 unterzog sich der Versicherte im KSSG einer 

A.a. 

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Stellschraubenentfernung (UV-act. 231). Die Vaudoise übernahm die Kosten für die 

Heilbehandlung und entrichtete Taggelder basierend auf einem Jahreslohn von Fr. 

120'000.-- (vgl. UV-act. 211, 247-4).

Am 9. März 2012 berichtete Dr. med. C.___, Leiter Fusschirurgie des KSSG, der 

Versicherte sei bei längeren Gehstrecken weiterhin an Gehstöcken unterwegs. Es 

bestehe der Verdacht auf eine mögliche Syndesmoseinstabilität (UV-act. 204). Am 20. 

April 2012 hielten die behandelnden Ärzte des KSSG sodann fest, der Versicherte 

könne nun ohne Gehstöcke voll belasten und die Schmerzen seien deutlich besser 

geworden. Mehr störend sei für den Versicherten das Instabilitätsgefühl im Bereich des 

linken OSG mit Einknicken und mehreren Stürzen (UV-act. 195). 

A.b. 

Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 22. Juni 

2012, die Situation am linken Bein sei leicht besser geworden, der Versicherte zeige 

jedoch immer noch grosse Probleme in der Propriozeption. Aktuell sei er zu 100 % 

arbeitsunfähig (UV-act. 190). Ab 1. August 2012 attestierte Dr. D.___ dem Versicherten 

eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % (UV-act. 248, 255).

A.c. 

Im Auftrag der Vaudoise (vgl. UV-act. 181, 188) wurde der Versicherte am 28. 

November 2012 durch Dr. med. E.___, Orthopädie F.___, konsiliarisch untersucht. 

Dieser beurteilte am 11. Dezember 2012, die Arbeitsunfähigkeit von 80 % für die vom 

Versicherten ausgeübte Tätigkeit sei nachvollziehbar (UV-act. 176). Dr. C.___ berichtete 

am 13. Dezember 2012, die rezidivierenden Stürze stünden im Vordergrund. Aufgrund 

der deutlich eingeschränkten OSG-Beweglichkeit schlage er eine OSG-Arthroskopie 

mit Talushalsplastik und Débridement vor (UV-act. 172). Nachdem Dr. E.___ den 

Eingriff ebenfalls für indiziert gehalten hatte (vgl. UV-act. 169), führte Dr. C.___ diesen 

am 5. März 2013 durch (UV-act. 167). Er attestierte dem Versicherten vom 5. bis 24. 

März 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (UV-act. 165).

A.d. 

Am 24. Mai 2013 berichtete Dr. C.___ über noch verbleibende Einschränkungen, 

unter anderem beim Treppensteigen. Auch das in seinem Beruf auf der Baustelle oft 

nötige Auf- und Absteigen von Leitern gelinge dem Versicherten noch nicht (UV-act. 

161). Am 31. Mai 2013 teilte der Versicherte der Vaudoise mit, er absolviere vom 28. 

Juni bis Ende Oktober 2013 eine Weiterbildung in Sachen G.___-Technik in H.___. Da 

A.e. 

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die Weiterbildung von der durchführenden Firma finanziert werde, seien während 

dieser Zeit keine Taggelder geschuldet (UV-act. 160).

Dr. med. I.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, Vertrauensarzt der 

Vaudoise, befand am 20. Juni 2013, drei Monate nach dem Eingriff vom 5. März 2013 

sollte der Versicherte wieder voll arbeitsfähig sein (UV-act. 159). Mit Schreiben vom 1. 

Juli 2013 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, die IV-Akten gäben Anlass dazu, 

den versicherten Verdienst zu überprüfen. Sie erkläre sich bereit, auf der Basis des 

seinerzeit von der IV-Stelle ermittelten Valideneinkommens von Fr. 100'773.-- sowie 

einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % bis 4. März 2013 und vom 20. April bis 27. Juni 2013 

bzw. von 100 % vom 5. März bis 19. April 2013 Taggelder zu leisten. Dies jedoch 

ausdrücklich ohne Präjudiz, da Abklärungsbedarf bestehe. Sie gehe davon aus, dass 

nach der Rückkehr vom Ausbildungsaufenthalt keine weitere Arbeitsunfähigkeit mehr 

resultiere (UV-act. 158).

A.f. 

Nach einem Kontrolluntersuch vom 4. Dezember 2013 berichtete Dr. C.___, es 

zeige sich eine diskrete Fibulaverschiebung im Sinne einer chronischen 

Syndesmoseinstabilität. Der Versicherte sei insbesondere durch die Schmerzen über 

der Aussenknöchelseite deutlich eingeschränkt. Bei Mobilisation mit einem Stabilschuh 

seien die Beschwerden im Sinne der Instabilität nicht vorhanden (UV-act. 154). Am 9. 

Januar 2014 teilte der Versicherte der Vaudoise mit, die Ausbildung habe leider nicht 

dazu geführt, dass er eine neue Anstellung gefunden habe oder ein neues 

Aufgabenfeld betreuen könnte. Er werde auf seinem bisherigen Tätigkeitsfeld 

weiterarbeiten. Dr. D.___ gehe seit 1. Juli 2013 von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % aus 

(UV-act. 152; vgl. Zeugnis von Dr. D.___ vom 8. Januar 2014; UV-act. 152-5).

A.g. 

Dr. C.___ berichtete am 4. März 2014, das Beschwerdebild des Versicherten sei 

durch eine gewisse Restinstabilität charakterisiert, was ihn im alltäglichen Leben sowie 

in der Arbeitssituation deutlich einschränke. Er empfehle eine 

sprunggelenkstabilisierende Mobilisation, operative Interventionen seien nicht indiziert. 

Langfristig bestehe die Gefahr, dass sich eine Sprunggelenksarthrose ausbilde (UV-act. 

146).

A.h. 

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Mit Schreiben vom 5. März 2014 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, es sei 

kein Taggeld mehr geschuldet und der Anspruch auf eine Rente sei zu verneinen. Zur 

Prüfung eines allfälligen Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung sei sie bereit, den 

Versicherten begutachten zu lassen (UV-act. 143).

A.i. 

Dr. I.___ befand am 31. Juli 2014, in der körperlich wenig anspruchsvollen Tätigkeit 

des Versicherten als Fachverkäufer ohne Montage-Arbeiten sei ihm sicher eine volle 

Arbeitsfähigkeit zumutbar, wie schon am 20. Juni 2013 festgesetzt. Die Restinstabilität 

könne mittels Stabilschuh beseitigt werden (UV-act. 131).

A.j. 

Mit Verfügung vom 8. Oktober 2014 stellte die Vaudoise die Taggelder per 27. Juni 

2013 ein und legte den versicherten Verdienst auf Fr. 44'700.-- fest. Die zu viel 

erbrachten Taggeldleistungen in der Höhe von Fr. 88'439.50 würden einer allfällig 

auszurichtenden Integritätsentschädigung angerechnet und in der entsprechenden 

Prämienabrechnung berücksichtigt (UV-act. 127). Dagegen erhob der Versicherte am 

10. November 2014 Einsprache (UV-act. 126, vgl. Zusatzbegründung vom 12. Januar 

2015; UV-act. 122).

A.k. 

Im Auftrag der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich), 

Haftpflichtversicherer bezüglich des erlittenen Verkehrsunfalls, wurde der Versicherte 

am 13. November 2014 konsiliarisch durch Prof. Dr. med. J.___, Fusschirurgie M.___, 

untersucht. Am 19. Dezember 2014 hielt dieser eine posttraumatische Arthrose des 

linken OSG mit schmerzhafter Läsion der vorderen Syndesmose (posttraumatisch) 

sowie diverse Statusdiagnosen (abgeheilt) fest. Als Folge des Unfalls bestünden 

weiterhin Einknick-Phänomene und belastungsabhängige Schmerzen im OSG. 

Mittelfristig sei eine OSG-Arthrodese links vorzuschlagen. Die aktuell festgelegte 

50%ige Arbeitsunfähigkeit in der schweren körperlichen Tätigkeit des Versicherten sei 

ausgewiesen und könne derzeit nicht erhöht werden (UV-act. 124). Dr. D.___ berichtete 

am 26. März 2015 über eine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende chronische 

Sprunggelenksinstabilität links. Als Verkäufer von G.___ sei der Versicherte zu 50 % 

arbeitsunfähig (UV-act. 114-5 ff.).

A.l. 

Mit Entscheid vom 4. Februar 2016 wies die Vaudoise die Einsprache gegen ihre 

Verfügung vom 8. Oktober 2014 ab (UV-act. 102). Dagegen erhob der Versicherte am 

A.m. 

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8. März 2016 Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (UV-act. 

101, vgl. UV-act. 97-9 ff.). In seiner Replik räumte der Versicherte ein, dass er im Jahr 

2013 nicht wie angegeben eine Weiterbildung absolviert habe, sondern im Gefängnis 

gewesen sei (UV-act. 87-1 ff., 87-23 f.). Mit Entscheid vom 9. März 2018 hob das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den Einspracheentscheid vom 4. Februar 

2016 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf. Es sprach dem Versicherten für 

den Zeitraum vom 9. Oktober 2011 bis 31. Mai 2012 und vom 5. März bis 19. April 

2013 Taggelder bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % sowie vom 1. Juni 2012 bis 4. 

März 2013 und vom 20. April bis 27. Juni 2013 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 80 %, 

jeweils basierend auf einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 68'156.--, zu. Zur 

Ausrichtung der Leistungen, neuen Berechnung der Rückforderung und 

abschliessender Beurteilung der Verrechenbarkeit derselben mit der 

Integritätsentschädigung wies es die Sache an die Vaudoise zurück (UV 2016/13, UV-

act. 44). Auf die vom Versicherten am 30. April 2018 dagegen erhobene Beschwerde 

(UV-act. 43) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 14. August 2018 nicht ein (UV-act. 

42).

Mit Verfügung vom 6. September 2016 hatte die Vaudoise dem Versicherten 

gestützt auf eine Beurteilung von Dr. I.___ (vgl. UV-act. 89) eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % 

zugesprochen (UV-act. 88). Dagegen hatte der Versicherte am 3. Oktober 2016 

Einsprache erhoben (UV-act. 77).

A.n. 

In einer Verfügung vom 27. Februar 2017 hatte die Vaudoise präzisiert, sie 

verrechne den Anspruch auf die Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 12'600.-- 

mit den zu viel bezahlten Taggeldern in der Höhe von Fr. 88'439.50. Ihr 

Rückforderungsanspruch belaufe sich somit auf Fr. 75'839.50 (UV-act. 55). Dagegen 

hatte der Versicherte am 30. März 2017 Einsprache erhoben (UV-act. 49).

A.o. 

Im Auftrag der Vaudoise (vgl. UV-act. 31) wurde der Versicherte im März 2019 

durch medizinische Fachpersonen der Klinik K.___ abgeklärt (rheumatologisch-

rehabilitative und fussorthopädische Untersuchungen, Ganganalyse, Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL]). In ihrem Gutachten vom 29. Mai 2019 hielten 

diese unfallkausale Restbeschwerden am Sprunggelenk links mit subjektivem 

A.p. 

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B.  

koordinativem Instabilitätsgefühl und leicht eingeschränkter Beweglichkeit fest. Das 

Knie links sei bezüglich der Patella asymptomatisch. Es sei von einer 

richtungsgebenden Verschlechterung einer vorbestehenden OSG-Arthrose durch den 

Unfall vom 8. Oktober 2011 auszugehen. Die Knieproblematik mit fortgeschrittener 

medialer Arthrose sei nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Autounfall im Jahr 

2011 zu sehen. Sie beurteilten, die Tätigkeit als Fachmann G.___-Verkauf sei ganztags 

zumutbar. Falls längeres Gehen in unebenem Gelände erforderlich wäre, wäre am 

Nachmittag eine zusätzliche Pause von einer Stunde gerechtfertigt. Eine adaptierte 

Tätigkeit sei ganztags möglich. Derzeit sei von einem Integritätsschaden von 10 % 

auszugehen. Falls man bereits eine langfristig mögliche Zunahme der 

Arthroseentwicklung bzw. die Option einer Arthrodese einbeziehen möchte, wäre der 

Integritätsschaden mit 15 % zu beziffern (UV-act. 25).

Mit Verfügung vom 16. August 2019 legte die Vaudoise den Endzustand auf den 4. 

Dezember 2013 fest, verneinte den Anspruch auf eine Rente, verneinte einen Anspruch 

auf Übernahme allfälliger weiterer Heilungskosten und sprach dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % zu. Letztere 

werde jedoch nicht ausbezahlt, da sie diese mit den zu viel bezahlten Taggeldern 

verrechne (UV-act. 19, vgl. auch Schreiben vom 14. Juni 2019; UV-act. 23).

A.q. 

Dagegen erhob der Versicherte am 20. September 2019 Einsprache (UV-act. 17). 

Am 31. Oktober 2019 ergänzte er seine Einsprache und beantragte unter anderem die 

Sistierung des Einspracheverfahrens, bis die unfallbedingte Behandlung bei Dr. med. 

L.___, Orthopädie F.___, abgeschlossen sei (UV-act. 13-1 f.). Dieser hatte am 7. 

Oktober 2019 beurteilt, Ursache für die noch vorhandenen Schmerzen sei eine 

posttraumatische Narbenbildung am OSG und im Sinus tarsi. Er führe eine gestufte 

Infiltration durch. Je nach Wirkung der Infiltration wäre dann eine zweite OSG-

Arthroskopie indiziert, um die Narben endgültig "weg zu kriegen". Das Sprunggelenk 

brauche unbedingt eine gute Beweglichkeit, da sonst die Abnützungsgefahr zu gross 

sei, weil schon eine beginnende Degeneration sichtbar sei. Diese Problematik sei 

eindeutig noch Folge des Unfalls (UV-act. 13-3 f.).

B.a. 

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C.  

Mit Entscheid vom 3. Dezember 2019 erhöhte die Vaudoise die 

Integritätsenschädigung auf eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 

15 %, verrechnete jedoch auch den erhöhten Betrag mit den zu viel bezahlten 

Taggeldern. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (UV-act. 11).

B.b. 

 Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2019 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 20. Januar 2020 die vorliegende Beschwerde. Er 

beantragte darin dessen Aufhebung und es seien ihm ab dem 4. Dezember 2013 eine 

Invalidenrente bei einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 %, eventualiter 

Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % bei einem 

Taggeldansatz von mindestens Fr. 149.40 (bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 %), 

zuzusprechen. Weiter seien die Heilungskosten von der Vaudoise (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zu übernehmen, soweit sie auf den Unfall vom 8. Oktober 2011 

zurückzuführen seien. Es sei ihm eine Integritätsentschädigung von mindestens 25 % 

auszurichten. Vor einer Verrechnung der Integritätsentschädigung mit einer allfälligen 

Taggeldrückforderung sei ihm das Recht auf Stellungnahme zu gewähren. Es sei 

festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin auf jegliche Rückforderung von 

Taggeldern oder anderweitigen Leistungen verzichte. Es sei ein neutrales 

orthopädisches Gutachten zu erstellen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 28. Mai 2020 die Abweisung der 

Beschwerde und es seien keine Kosten zu vergüten. Sie verwies für die Begründung 

auf ihren Einspracheentscheid. Zusätzlich führte sie unter anderem aus, sie fordere den 

Betrag von Fr. 36'116.-- ausdrücklich zurück. Es bestünden keine Hinweise darauf, 

dass das Existenzminimum des Beschwerdeführers durch die Verrechnung 

beeinträchtigt wäre (act. G11).

C.b. 

Mit Replik vom 16. Juli 2020 hielt der Beschwerdeführer grundsätzlich an seinem 

Rechtsbegehren fest. Zusätzlich beantragte er, die geschuldete 

Integritätsentschädigung sei ab 8. Oktober 2011, eventualiter ab 4. Dezember 2013, 

jährlich mit 5 % zu verzinsen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G15). 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zu 

dieser Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, 

die sich vor dem Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor 

diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend 

finden daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2011 zur Diskussion steht, 

grundsätzlich die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend primär zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Rente sowie eine höhere Integritätsentschädigung als 

bereits zugesprochen. Ausserdem beanstandet der Beschwerdeführer (eventualiter) 

den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (act. G1). Dieser ist insofern zu prüfen, als sich 

die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 16. August 2019 und dem 

Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2019 dazu äusserte (vgl. UV-act. 11, 19). 

Ebenfalls in der genannten Verfügung und im Einspracheentscheid thematisiert wurden 

die umstrittene Rückforderung von Taggeldern sowie die Verrechnung derselben mit 

dem Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Folglich bildet auch diese Thematik 

Streitgegenstand (vgl. dazu im Detail E. 8).

Am 3. September 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Zusatzbegründung zu seiner 

Replik ein (act. G19).

Die Beschwerdegegnerin liess die Frist zur Einreichung einer Duplik unbenützt 

ablaufen (act. G20 f.).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

2.1. 

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psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente 

zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Das Erreichen des 

medizinischen Endzustands bildet demgemäss in Nachachtung des 

Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage und der 

Integritätsentschädigung.

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181, E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann rechtsprechungsgemäss 

ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 

f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

2.3. 

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3.

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erwog in seinem Entscheid vom 9. 

März 2018 (UV 2016/13), der Fallabschluss per 4. Dezember 2013 und die Einstellung 

der Taggelder per 27. Juni 2013 (Beginn des bis zum 10. Dezember 2013 dauernden 

Strafvollzugs) seien nicht zu beanstanden (UV-act. 44, E. 3). Diese Beurteilung erfolgte 

im Wesentlichen gestützt auf den Bericht von Dr. C.___ bezüglich einer 

Kontrolluntersuchung vom 4. Dezember 2013 (vgl. UV-act. 154). Grundsätzlich besteht 

kein Anlass, von diesem Entscheid abzuweichen. Dennoch ist kurz auf die nach diesem 

Gerichtsentscheid erstellten relevanten medizinischen Berichte einzugehen. Die 

abklärenden medizinischen Fachpersonen der Klinik K.___ hielten in ihrem Gutachten 

vom 29. Mai 2019 fest, der Zeitpunkt des Fallabschlusses sei nachvollziehbar. Die 

derzeit geäusserten Beschwerden entsprächen denjenigen vom Dezember 2013, die 

Beschwerden seien über die letzten Jahre konstant geblieben. Aktuell drängten sich 

keine invasiven Behandlungsmassnahmen auf. Somit könne am Datum des 

Fallabschlusses festgehalten werden. Die Progredienz der Arthrose sei langfristig 

durchaus möglich. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt doch ein chirurgisches Vorgehen 

(Arthrodese) zur Diskussion stehen, wäre ein entsprechender Rückfall geltend zu 

machen (UV-act. 24-78). Während des Einspracheverfahrens reichte der 

Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. L.___ über eine Untersuchung vom 2. Oktober 

2019 ein. Dieser führte aus, er werde aufgrund einer posttraumatischen Narbenbildung, 

welche Schmerzen verursache, eine gestufte Infiltration durchführen. Je nach Wirkung 

der Infiltration wäre dann eine zweite OSG-Arthroskopie, eventuell kombiniert mit einer 

Arthroskopie des unteren Sprunggelenks (USG), indiziert, um die Narben endgültig 

"weg zu kriegen" (UV-act. 13-3 f.). Dr. L.___ berichtete nicht über eine massgebliche 

Veränderung der Beschwerden seit dem Fallabschluss im Dezember 2013. Wie die 

Beschwerdegegnerin zudem zu Recht geltend macht (vgl. UV-act. 11-7), steht eine 

Infiltration dem Fallabschluss nicht entgegen, da diese keine namhafte und dauerhafte 

Verbesserung der Beschwerden bewirken könnte. Eine allfällige blosse Verbesserung 

allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung oder eine blosse 

Verbesserung der Befindlichkeit genügen nicht. Für den Abschluss der medizinischen 

Behandlung ist ein Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung somit nicht 

vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, 

E. 5.3, mit weiteren Hinweisen; Philipp Geertsen, N 7 ff. zu Art. 19, in: Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 

sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 

281, S. 281 f., E. 1a).

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schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]). Bei 

einem allfälligen operativen Eingriff könnte der Beschwerdeführer gegebenenfalls einen 

Rückfall geltend machen. Zusammengefasst ist damit der Fallabschluss per 4. 

Dezember 2013 nicht zu beanstanden. Ein Anspruch auf Taggelder über dieses Datum 

hinaus - wie vom Beschwerdeführer eventualiter beantragt (act. G1) - fällt ausser 

Betracht. Mit dem Fallabschluss endete auch der Anspruch auf Übernahme der Kosten 

der Heilbehandlung (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Da der Beschwerdeführer - wie 

nachfolgend ausgeführt - keinen Rentenanspruch hat und auch die weiteren 

Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG (insbesondere Vorliegen eines Rückfalls bzw. 

Spätfolgen und Möglichkeit der wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit durch 

weitere Behandlung oder Behandlungsbedarf zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) nicht 

erfüllt sind, besteht auch unter diesem Titel kein ausnahmsweiser Anspruch auf 

Vergütung der Kosten der Heilbehandlung nach Fallabschluss.

4.

Im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 4. Dezember 2013 lagen beim Beschwerdeführer 

unbestritten noch organisch objektivierbare Unfallfolgen vor. Die medizinischen 

Fachpersonen der Klinik K.___ hielten in ihrem Gutachten vom 29. Mai 2019 fest, 

unfallkausal lägen noch Restbeschwerden am Sprunggelenk links mit subjektivem 

koordinativem Instabilitätsgefühl und leicht eingeschränkter Beweglichkeit vor (UV-act. 

24-74). Im Folgenden ist jedoch zu prüfen, ob beim Fallabschluss noch weitere 

organisch objektivierbare Unfallfolgen vorlagen.

Der Beschwerdeführer macht geltend, die bestehende OSG-Arthrose sei 

vollständig auf den Unfall zurückzuführen (act. G1). Die abklärenden Ärzte der Klinik 

K.___ gingen hingegen von einer richtungsgebenden Verschlechterung eines 

Vorzustandes durch den Unfall aus. Wie diese ausführten, wurde bereits im Bericht 

über die am Unfalltag durchgeführte OSG-Arthroskopie links festgehalten, es seien 

degenerative Veränderungen im Bereich des Tibia-Plafonds, im Sinne einer 

Chondropathie Grad III bis zum Teil vereinzelt Grad IV, ersichtlich. Auch im Bereich des 

Talus sei eine Chondropathie Grad II ersichtlich. Zusätzlich seien im Bereich der 

distalen Tibia anterior Osteophyten sichtbar (UV-act. 256). Die Ärzte der Klinik K.___ 

schlossen daraus nachvollziehbar, dass eine Arthrose im OSG vorbestehend gewesen 

sei und ein früherer Unfall die Biomechanik des Sprunggelenks bereits habe 

beeinträchtigen müssen. "Narbige Veränderungen" seien am Unfalltag auf ein früheres 

Ereignis zurückzuführen gewesen. In den ihnen zur Verfügung stehenden Akten seien 

zwar bis zum Unfall vom 8. Oktober 2011 keine Sprunggelenksbeschwerden erwähnt, 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/25

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dies schliesse jedoch eine frühere Traumatisierung nicht aus. Der Beschwerdeführer 

habe über einen Sturz beim Reitsport in der Jugend berichtet, ohne jedoch angeben zu 

können, was er dort verletzt habe. Auch seien durchgemachte Distorsionen beim früher 

ausgeübten Badmintonsport (bzw. Squash [UV-act. 24-40]) durchaus denkbar. Die 

derzeitigen Beschwerden und der radiologische Verlauf seien im Sinne einer 

richtungsgebenden Verschlechterung durch das Unfallereignis vom 8. Oktober 2011 zu 

werten. Der Vorzustand sei mit 20 bis 30 % zu gewichten und der Einfluss des Unfalls 

vom 8. Oktober 2011 mit 70 bis 80 %; dies im Sinne einer Beschleunigung des 

Arthroseprozesses (UV-act. 24-83 f.). Diese Bewertung ist angesichts der 

dokumentierten degenerativen Veränderungen am Unfalltag überzeugend. Die 

Beurteilung von Dr. L.___ vom 7. Oktober 2019 vermag diese nicht in Zweifel zu ziehen. 

Soweit ersichtlich hatte Dr. L.___ weder Kenntnis vom Gutachten der Klinik K.___, noch 

vom Bericht über die am Unfalltag durchgeführte Arthroskopie. Er stützte sich bei 

seiner Beurteilung neben seiner Untersuchung und den anamnestischen Angaben des 

Beschwerdeführers lediglich auf die von der Klinik K.___ im März 2019 veranlassten 

Röntgenbilder. Diese zeigten laut Dr. L.___ eine gute Kongruenz und eine wesentliche 

Gelenkspaltverschmälerung, aber mit subchondraler Zystenbildung im Bereich des 

Tibiaplateaus und vor allem eine ausgesprochene Narbenbildung ventral im OSG. Er 

befand, die Problematik der Narbenbildung sei eindeutig noch eine Unfallfolge, da 

immer Symptome vorhanden gewesen seien und der Beschwerdeführer nie eine 

schmerzfreie Phase gehabt habe (UV-act. 13-3 f.). Dies beweist jedoch nicht, dass 

nicht vor dem Unfall schon degenerative Veränderungen und Narben vorhanden waren. 

Im Gegenteil widerspricht dies dem genannten Bericht über die am Unfalltag 

durchgeführte Arthroskopie. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Dr. L.___ den 

Beschwerdeführer erst am 2. Oktober 2019 erstmals untersuchte und sich beim 

vorherigen Beschwerdeverlauf einzig auf die Angaben des Beschwerdeführers stützte. 

Schliesslich hielt auch Dr. L.___ fest, es seien beginnende Degenerationen sichtbar 

(UV-act. 13-3 f.). Insgesamt ist damit davon auszugehen, dass die OSG-Arthrose und 

die Vernarbungen am OSG teilweise auf den Unfall vom 8. Oktober 2011 

zurückzuführen sind.

Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, er leide nach wie vor unter einer 

persistierenden Syndesmoseinsuffizienz. Die Instabilität sei nicht auf koordinative 

Einschränkungen zurückzuführen, sondern stelle eine Unfallfolge dar (act. G1). Dr. 

C.___ hatte am 12. Dezember 2013 berichtet, im Bereich des Aussenknöchels zeige 

sich eine diskrete Fibulaverschiebung im Sinne einer chronischen 

Syndesmoseninstabilität. Bei der Beschreibung des Röntgenbefunds des OSG hielt er 

fest, es zeige sich ossär eine unauffällige Situation mit einer diskreten Erweiterung der 

4.2. 

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fibulo-tibialen Inzision bei Verdacht auf eine chronische Bandinstabilität bzw. eine 

Syndesmoseninstabilität (UV-act. 154). Dementsprechend war bereits damals die 

Diagnose einer Syndesmoseninstabilität nicht gesichert, sondern wurde von Dr. C.___ 

lediglich als Verdacht geäussert. Weiter führte Dr. C.___ aus, das Beschwerdebild 

werde durch die Instabilität ausgelöst, weshalb er dem Beschwerdeführer eine 

entsprechende sprunggelenksüberbrückende Stabilisation in einem Schuh empfohlen 

habe. Bei Mobilisation in einem Stabilschuh seien die Beschwerden im Sinne der 

Instabilität nicht vorhanden (UV-act. 154). Die Gutachter der Klinik K.___ befanden, es 

seien keine Hinweise für eine persistierende Syndesmoseninsuffizienz mehr 

feststellbar. Sie führten aus, das subjektiv empfundene Instabilitätsgefühl könne 

anhand der Klinik und der Röntgendiagnostik nicht objektiviert werden. Es bestehe 

keine vermehrte laterale Aufklappbarkeit des OSG links gegenüber rechts, kein 

vermehrter Talusvorschub und der Fricktest zeige ebenfalls keinen Hinweis für eine 

Instabilität der Syndesmose. Radiologisch zeige die belastete Aufnahme des OSG 

beidseits eine normale Breite des Syndesmosenspaltes bei regelrechter Stellung der 

Malleolargabel beidseits, was ebenfalls gegen eine relevante Insuffizienz der 

Syndesmose spreche. In der MRI-Aufnahme vom 3. April 2019 zeigten sich alte 

posttraumatische Veränderungen im Bereich der Syndesmose mit Verdickung 

derselben, aber insgesamt eine intakte Darstellung der Syndesmose. Der 

Seitenbandapparat des OSG werde deutlich vernarbt, aber intakt dargestellt. Das 

Instabilitätsgefühl könne durchaus auf koordinative Probleme der Unterschenkel-

Fussmuskulatur zurückgeführt werden. Beim Gehen auf unebenem Gelände wäre ein 

knöchelhohes Schuhwerk mit guten Abrolleigenschaften, zum Beispiel gute 

Wanderschuhe, zu empfehlen (UV-act. 24-64 f.). Wie die Gutachter zudem ausführten, 

kann auch die (nicht unfallkausale, siehe E. 4.3) Arthrose im Knie zum Instabilitätsgefühl 

beitragen (UV-act. 24-67). Dr. L.___ berichtete am 7. Oktober 2019 ebenfalls nicht über 

eine Syndesmoseninsuffizienz, sondern über die bereits erwähnten Vernarbungen, 

welche nur teilweise auf den Unfall zurückzuführen sind (UV-act. 13-3 f.). Insgesamt ist 

damit davon auszugehen, dass keine Syndesmoseninsuffizienz mehr vorliegt. Eine 

solche könnte ausserdem, wie von Dr. C.___ bereits am 12. Dezember 2013 

empfohlen, mit dem Tragen eines Stabilschuhs kompensiert werden (vgl. UV-act. 154).

Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall vom 8. Oktober 2011 unter anderem eine 

offene Patellafraktur links mit traumatischer Gelenkseröffnung und Quadriceps-

Längsruptur. Gleichentags wurden deshalb im KSSG eine offene Kniegelenksspülung 

und ein Débridement sowie eine transossäre Refixation des Retinaculum und der 

Quadriceps-Sehne Knie links durchgeführt. Der zuständige Arzt hielt im 

Operationsbericht fest, es zeige sich im Bereich des medialen Pols der Patella ein 

4.3. 

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5.

Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwerden ist nachfolgend die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen.

Fragment sowie zusätzlich noch vorhandene Osteophyten. Das gesamte Retinaculum 

sei vom Patellaoberpol abgerissen und es zeige sich eine Längsspaltung der 

Quadricepssehne mit kompletter Eröffnung des Gelenks. Inspektorisch seien zusätzlich 

degenerative Knorpelveränderungen im Bereich der Trochlea sowie auch retropatellär 

sichtbar (UV-act. 246). Die Gutachter der Klinik K.___ führten aus, das 

Femoropatellargelenk links stehe nicht mehr im Vordergrund. Der postoperative Verlauf 

sei diesbezüglich günstig gewesen. Im Bereich der Kniescheibe sei es im Verlauf nicht 

zu einer weiteren Gelenksspaltverschmälerung gekommen und es bestünden im 

Bereich der Kniescheibe keine Beschwerden. Es bestehe beidseits eine 

fortgeschrittene mediale Gonarthrose, links weiter fortgeschritten, mit aufgehobenem 

medialem Gelenksspalt. Dies nach früheren arthroskopischen Eingriffen vor 

wahrscheinlich über 25 Jahren. Die Knieproblematik sei nicht in unfallkausalem 

Zusammenhang zum Autounfall im Jahr 2011 zu sehen. Auf den Röntgenbildern des 

Knies links vom 8. Oktober 2011 habe bereits eine fortgeschrittene Arthrose mit 

deutlicher Verschmälerung des medialen Gelenkspalts bestanden, womit diese 

Arthrose vorbestehend sei. Auch bestehe auf der Gegenseite eine ähnlich ausgeprägte 

Arthrose, wie sie typisch sei für eine primäre Arthrose bzw. eine Arthrose nach 

Meniskuseingriffen (UV-act. 24-67). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, 

dass die noch vorhandenen Kniebeschwerden links nicht unfallkausal sind. Bezüglich 

des rechten Knies ist dies ohnehin unbestritten.

Unbestritten nicht unfallkausal sind sodann die degenerativen Veränderungen der 

Lendenwirbelsäule, die transienten Beschwerden der Schulter rechts im Mai 2012, die 

Adipositas per magna mit den damit zusammenhängenden Beschwerden, der Diabetes 

mellitus Typ II sowie der Zustand nach Carpaltunnel-Operationen beidseits (UV-act. 

24-67, 24-74 f.).

4.4. 

Da vorliegend auch umstritten ist, ob die angestammte Tätigkeit des 

Beschwerdeführers als adaptiert betrachtet werden kann, ist vorerst festzuhalten, 

welche Arbeiten seine Tätigkeit bei der von seiner Ehefrau geführten B.___ AG 

beinhaltet (vgl. UV-act. 218, 236). Anlässlich eines Gesprächs mit der 

Beschwerdegegnerin vom 28. März 2012 führte der Beschwerdeführer aus, er sei vor 

allem für den Verkauf der G.___ zuständig und verantwortlich. Die meisten Modelle 

würden "vergraben". Der Verkauf eines G.___ sei mit einem grösseren Aufwand und vor 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/25

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allem mit Abklärungen und Arbeiten vor Ort verbunden. Es müsse mit den Kunden vor 

Ort die genaue Lage der Wasser-, und Abflussleitungen sowie Stromanschluss, 

Technikschacht etc. besprochen und schliesslich die Montage ausgeführt sowie 

überwacht werden. Diese Arbeiten erforderten häufiges Autofahren, längeres Stehen 

und Begehen der Umgebung sowie teilweise auch Arbeiten im Knien. Präzisierend 

führte er aus, er müsse nur den G.___ bzw. die G.___-komponenten liefern und 

montieren sowie eine Art Bauleitungsfunktion übernehmen. Die ganze benötigte 

Infrastruktur müsse bauseits organisiert und zur Verfügung gestellt werden. In diesem 

Bereich sei er weitgehend nur beratend tätig. Zudem nehme er pro Jahr an ca. 10-12 

Messen teil. Die Messen dauerten zwischen fünf bis zehn Tagen plus Auf- und Abbau 

des Standes. Während der Messen sei er ständig am Stand präsent, immer stehend 

(UV-act. 95-440 f.). Gegenüber einem Schadenexperten der Zürich hatte der 

Beschwerdeführer am 18. November 2011 ausgeführt, es handle sich um eine 

körperlich eher geringfügig anstrengende Tätigkeit (vgl. UV-act. 37-5). Anlässlich der 

EFL bei der Klinik K.___ vom 25./26. März 2019 gab der Beschwerdeführer an, seine 

Aufgaben bestünden in Beratung/Verkauf, Bestellung und Lieferung von G.___s, 

kleinen Servicearbeiten an den G.___ im Inland und Servicearbeiten an den G.___ im 

Ausland. Für die Büroarbeiten habe er einen höhenverstellbaren Tisch, einen 

festinstallierten PC und einen Sitzball mit Ring. Des Weiteren machte er detaillierte 

Angaben zu den jeweils notwendigen Aufgaben in den einzelnen Arbeitsbereichen (UV-

act. 24-93 ff.). Der Besuch von Messen habe durch das veränderte Kauf-Verhalten der 

Kundschaft an Bedeutung verloren (vgl. UV-act. 24-89).

Die Gutachter der Klinik K.___ befanden, bei der EFL seien die Lendenwirbelsäule 

und die Kniegelenke bei der Leistungsfähigkeit stärker limitierend gewesen als das 

linke Sprunggelenk. Die adaptierte Tätigkeit als G.___-Verkäufer/Berater mit 

Ausführung kleinerer Servicearbeiten könne ganztags zugemutet werden. Falls 

längeres Gehen in unebenem Gelände erforderlich wäre, wäre am Nachmittag eine 

zusätzliche Pause von einer Stunde gerechtfertigt. Dies begründeten sie mit der 

fortgeschrittenen Kniegelenksarthrose und der Sprunggelenksarthrose links (UV-act. 

24-69, UV-act. 24-80). Weiter führten die rheumatologische Teilgutachterin aus, kurze 

Gehstrecken seien zumutbar und würden vom Beschwerdeführer auch für 20 bis 30 

Minuten toleriert. Aufgrund des Belastungsprofils bestehe eine Zumutbarkeit für leichte 

bis mittelschwere Arbeit ganztags, wenn diese wechselpositioniert durchgeführt 

werden könne. Hebeleistungen und Tragen von Gewichten seien limitiert bei 

10-12.5kg, bedingt durch die unzureichende muskuläre Stabilisierung der 

Lendenwirbelsäule und das ausladende Abdomen. Tätigkeiten in Hockstellung seien 

nicht möglich, bedingt durch die Kniegelenke. Das linke Sprunggelenk beeinträchtige 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/25

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Tätigkeiten die das Leitersteigen oder kniende Tätigkeiten bedingten. In Anbetracht der 

Gesamtkonstellation (Körpergewicht, Arthrosen an mehreren Gelenken der unteren 

Extremitäten, verminderte koordinative Fähigkeiten) dürften keine hohen 

Anforderungen an das Gleichgewicht gestellt werden (UV-act. 24-69). Es ist darauf 

hinzuweisen, dass diese Adaptionskriterien wie auch die anlässlich der EFL zusätzlich 

festgestellten Einschränkungen (vgl. Auflistung in UV-act. 24-81, 24-91) zwar 

nachvollziehbar sind, vorliegend jedoch lediglich die unfallkausalen Beeinträchtigungen 

des Sprunggelenks berücksichtigt werden können. Eine adaptierte Tätigkeit sollte 

demnach wechselbelastend sein, keine hohen Anforderungen an das Gleichgewicht 

stellen, nur seltenes Leitersteigen erfordern und kein (häufiges) Knien beinhalten. In 

einer solchen Tätigkeit besteht gemäss der überzeugenden Beurteilung der K.___-

Gutachter eine volle Arbeitsfähigkeit. Die Adaptionskriterien werden auch in der 

angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers erfüllt. Seine Gehfähigkeit ist für seine 

ausgeübte Tätigkeit ausreichend, beträgt seine freie Ganggeschwindigkeit doch 

gemäss der von der Klinik K.___ durchgeführten Ganganalyse 76 % eines 

durchschnittlichen Normwertes für Erwachsene. Der klinisch gemessene 

Bewegungsumfang sei dynamisch absolut ausreichend für das ebene Gehen (UV-act. 

24-139). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er könne nicht - wie von den 

K.___-Gutachtern vorgeschlagen - bei Messen auf einem Hochstuhl sitzen (vgl. act. 

G1), ist darauf hinzuweisen, dass gemäss seinen eigenen Angaben Messen ohnehin an 

Bedeutung verloren haben (UV-act. 24-89) und damit keinen erheblichen Anteil an 

seiner Tätigkeit mehr ausmachen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung gilt gemäss den 

Gutachtern der Klinik K.___ nachvollziehbar seit dem Fallabschluss im Dezember 2013 

(UV-act. 24-78).

Bereits Dr. I.___ hatte am 20. Juni 2013 und 31. Juli 2014 gestützt auf die Akten 

befunden, es sei wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit des 

Beschwerdeführers auszugehen. Die Restinstabilität könne mittels Stabilschuhs 

beseitigt werden (UV-act. 159). Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er habe 

sich nach Vorlage des Berichts von Dr. I.___ unter einem Fantasienamen bei diesem 

untersuchen lassen. Er habe diesem erklärt, dass er G.___s verkaufe und selbst 

installiere und dass er sich mit einem Gehstock auf unebenem Gelände fortbewege. Er 

müsse Leitern hinabsteigen und körperliche Tätigkeiten verrichten, während sich seine 

Ehefrau um alle administrativen Arbeiten in seinem Betrieb kümmere. Er habe Dr. I.___ 

mitgeteilt, ihm sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert worden und habe diesen 

gefragt, ob dieselbe nicht über 50 % liegen müsste. Dr. I.___ habe ihm darauf eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert, was seiner vorherigen Einschätzung einer 

Arbeitsfähigkeit von 100 % widerspreche (act. G15). In den Akten liegt ein Bericht von 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/25

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Dr. I.___ über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 12. Mai 2016 unter 

falschem Namen (UV-act. 87-19 f.). Dieser ist insofern als nicht beweiskräftig zu 

betrachten, als Dr. I.___ keinerlei Vorakten vorlagen und er sich bei diesem Bericht 

nebst eigenen Untersuchungen im Wesentlichen auf die Angaben des 

Beschwerdeführers stützen musste, welcher relativ umfangreiche Einschränkungen 

schilderte (vgl. auch UV-act. 81). Zudem äusserte Dr. I.___ sich nicht zur theoretisch 

möglichen Arbeitsfähigkeit in der angestammten und insbesondere nicht in einer 

anderen adaptierten Tätigkeit. Er hielt lediglich fest, die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers bei seiner Tätigkeit im Verkauf und der Installation von G.___s sei 

sicher 50 % ("Son activité actuellement de vente et d'installation de G.___ est 

certainement de 50 %"). Er orientierte sich dabei offensichtlich an der Fragestellung 

des Beschwerdeführers, der wissen wollte, ob seine Arbeitsunfähigkeit nicht über 50 % 

liegen sollte. In einer Stellungnahme vom 29. September 2016 führte Dr. I.___ aus, er 

habe dem Beschwerdeführer gesagt, 50 % erschienen ihm angesichts der 

geschilderten Tätigkeit gerechtfertigt und er gehe kein Risiko ein, wenn er seine 

Tätigkeit fortsetze. Er habe dabei aber auch die nicht unfallkausalen Rückenschmerzen, 

die Plattfüsse und das Übergewicht berücksichtigt. Der Beschwerdeführer habe ihm 

zudem - entgegen den aktenkundigen Berichten - angegeben, er habe einen sehr 

schwerwiegenden Knöchelbruch erlitten (UV-act. 81). Insgesamt schmälert damit die 

Beurteilung von Dr. I.___ vom 12. Mai 2016 weder die Beweiskraft seiner früheren 

Einschätzungen, noch derjenigen der Klinik K.___.

Im November 2014 war der Beschwerdeführer durch Prof. J.___ untersucht 

worden. Dieser beurteilte am 19. Dezember 2014, die aktuell festgelegte 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit in seiner schweren körperlichen Tätigkeit sei durch die klinischen 

und radiologischen Befunde ausgewiesen und könne im Augenblick nicht erhöht 

werden (UV-act. 124). Entgegen der Annahme von Prof. J.___ handelt es sich bei der 

Tätigkeit des Beschwerdeführers jedoch nicht um eine schwere körperliche Tätigkeit 

(vgl. E. 5.1). Seine Beurteilung ist damit nicht nachvollziehbar. Sodann äusserte er sich 

nicht zu Adaptionskriterien und der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. 

Zudem ist mit den K.___-Gutachtern nicht erklärbar, weshalb Prof. J.___ als 

unfallbedingte Läsion unter anderem eine mehrfragmentäre dislozierte 

Humeruskopffraktur rechts auflistete (UV-act. 24-63, 124). Eine solche hatte der 

Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 8. Oktober 2011 unbestritten nicht 

erlitten. Die Beurteilung von Prof. J.___ ist damit nicht geeignet, das Gutachten der 

Klinik K.___ in Frage zu stellen. Auch die IV-Stelle wich in ihrem Vorbescheid vom 15. 

März 2016 ausdrücklich von der Beurteilung von Prof. J.___ ab und ging gestützt auf 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/25

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6.

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Verkäufer von G.___s sowohl im Validen- als auch im Invalidenfall erübrigt sich die 

Vornahme eines konkreten Einkommensvergleichs, da ohnehin kein 

rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 10 % resultiert.

die Einschätzung ihres RAD-Arztes von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer 

adaptierten Tätigkeit aus (UV-act. 95-449 ff.).

Dr. D.___ hatte am 16. März 2015 beurteilt, der Beschwerdeführer sei in seiner 

Tätigkeit als G.___-verkäufer seit 1. Juli 2013 zu 50 % arbeitsunfähig. Er hatte 

ausgeführt, der Beschwerdeführer habe Mühe, auf der Baustelle die Vermessung der 

G.___s auf unebenem Gelände zu machen und auf Leitern zu steigen. Wegen der 

Instabilität im OSG könne er den Aussendienst nur eingeschränkt wahrnehmen. Es 

bestehe Sturzgefahr und bei Ausstellungen/Messen müsse der Beschwerdeführer den 

ganzen Tag stehen (UV-act. 114-5 ff.). Wie vorstehend ausgeführt, betreffen diese 

Arbeiten jedoch nur einen kleinen Teil der Tätigkeit des Beschwerdeführers. Es ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb die Beschwerden eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 

50 % verursachen sollten. Es ist denn auch nicht bekannt, von welchem Tätigkeitsprofil 

Dr. D.___ genau ausging.

5.5. 

Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

Gutachten der Klinik K.___ vom 29. Mai 2019 (UV-act. 24) auf umfassender 

Aktenkenntnis sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte 

Leidensbild des Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage 

gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer 

vorgebrachten medizinischen Einschätzungen ergeben sich zudem keine objektiven 

Gesichtspunkte, welche im genannten Gutachten ausser Acht gelassen worden wären. 

Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich damit. Gestützt auf das Gutachten ist 

von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in der angestammten sowie einer adaptierten 

Tätigkeit seit Dezember 2013 auszugehen.

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/25

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7.

Weiter ist die Höhe des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm eine 

solche basierend auf einem Integritätsschaden von 15 % zu (UV-act. 11).

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei einem gleichen medizinischen Befund 

ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

7.1. 

Die Gutachter der Klinik K.___ führten aus, gemäss Suva-Tabelle 5 

"Integritätsschaden bei Arthrosen" sei eine mässige OSG-Arthrose mit 5 bis 15 %, eine 

Arthrodese mit 15 % gelistet. Da insgesamt eine ausreichende Beweglichkeit bestehe 

für das freie Gehen und radiologisch die Arthrose als mässig einzustufen sei, gingen sie 

von einem Integritätsschaden von 10 % aus. Falls man bereits eine langfristig mögliche 

Zunahme der Arthroseentwicklung bzw. die Option einer Arthrodese einbeziehen 

möchte, wäre der Integritätsschaden mit 15 % zu beziffern. Gemäss Suva-Tabelle 2 

"Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten" ergäbe ein 

im rechten Winkel versteiftes OSG einen Integritätsschaden von 15 %. Bei der 

vorliegend noch erhaltenen Beweglichkeit von 5 bis 10 Grad Dorsalflexion und 40 Grad 

Plantarflexion liege die funktionelle Einschränkung klar darunter. Ein Integritätsschaden 

von 10 % sei auch aufgrund der Suva-Tabelle 2 plausibel. Gemäss Anhang 3 zur UVV 

ergäbe der Verlust eines Fusses einen Integritätsschaden von 30 %. Beim 

Beschwerdeführer sei der Fuss aber in seiner Funktion nur leicht eingeschränkt, er 

erlaube ein normales Abrollen beim ebenen Gehen mit etwas reduziertem Krafteinsatz. 

7.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/25

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8.

Der Beschwerdeführer beantragt weiter, es sei festzustellen, dass die 

Beschwerdegegnerin auf jegliche Rückforderung von Taggeldern oder anderweitigen 

Leistungen verzichte. Vor einer beabsichtigten Verrechnung des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung mit einer allfälligen Taggeldrückforderung sei ihm das Recht 

auf Stellungnahme zu gewähren.

Ein Integritätsschaden von 10 % sei also auch aufgrund des Anhangs 3 zur UVV 

gerechtfertigt. Zusammengefasst gingen sie von einem aktuellen Integritätsschaden 

von 10 % aus. Sollte es in weiterer Zukunft zu einer Arthrosenprogredienz bzw. zu einer 

Arthrodese kommen, wäre der Integritätsschaden mit 15 % zu beziffern (UV-act. 24-82 

f.). Dr. I.___ hatte am 1. November 2016 auf die gleichen Suva-Tabellen verwiesen und 

war zum Schluss gekommen, es liege ein Integritätsschaden von 10 % vor (UV-act. 65, 

vgl. auch UV-act. 89).

Insgesamt besteht kein Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung als die 

bereits zugesprochene. Der Beschwerdeführer macht geltend, es liege eine 

mittelschwere Arthrose vor und es sei mit einer weiteren Progredienz zu rechnen, 

weshalb ein Integritätsschaden von mindestens 25 % ausgewiesen sei (act. G1). 

Gemäss Suva-Tabelle 5 ist jedoch für eine mässige OSG-Arthrose ein 

Integritätsschaden von 5 bis 15 % und für eine schwere OSG-Arthrose eine solche von 

15 bis 30 % vorgesehen. Ein Integritätsschaden von 15 %, wie er von der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid schliesslich anerkannt wurde, liegt damit 

an der oberen Grenze für eine mässige, bzw. an der unteren Grenze für eine schwere 

OSG-Arthrose. Die Beschwerdegegnerin hat damit einer möglichen Verschlechterung 

der derzeit mässigen Arthrose oder einer allenfalls später nötigen Arthrodese bereits 

genügend Rechnung getragen. Eine Integritätsentschädigung wird mit der 

Invalidenrente festgesetzt (Art. 24 Abs. 1 UVG). Da der Entscheid über eine 

Integritätsentschädigung vorliegend nicht verspätet erfolgte, fällt ein Verzinsung - wie 

sie der Beschwerdeführer beantragt (act. G15) - ausser Betracht (vgl. BGE 127 V 456, 

E. 4b).

7.3. 

Die Beschwerdegegnerin entrichtete dem Beschwerdeführer im Zeitraum vom 11. 

Oktober 2011 bis 27. Juni 2013 Taggelder im Betrag von insgesamt Fr. 142'104.30 (vgl. 

UV-act. 19, 23). Diese Summe basierte jedoch auf einem zu hohen versicherten 

Verdienst. Mit Entscheid vom 9. März 2018 legte das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen den versicherten Verdienst für das Jahr 2011 auf Fr. 68'156.-- fest 

(UV-act. 44, E. 5). Das Bundesgericht trat auf die vom Beschwerdeführer dagegen 

8.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/25

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erhobene Beschwerde nicht ein (vgl. Urteil vom 14. August 2018; UV-act. 42). Die Höhe 

des versicherten Verdiensts ist damit vorliegend nicht mehr Streitgegenstand. Bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % resultiert unbestritten ein Taggeld von Fr. 149.40, bei 

einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % ein solches von Fr. 119.60. Die Beschwerdegegnerin 

schuldet dem Beschwerdeführer insgesamt für 410 Tage ein Taggeld basierend auf 

einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % und für 216 Tage ein solches basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 80 % (vgl. UV-act. 19, 23). Sie hätte dem Beschwerdeführer 

damit ein Taggeld von total Fr. 87'087.60 (410 x Fr. 149.40 + 216 x Fr. 119.60) 

ausrichten müssen. Grundsätzlich resultiert damit ein Anspruch auf eine 

Rückerstattung von Fr. 55'016.70 (Fr. 142'104.30 - Fr. 87'087.60). Wie das 

Versicherungsgericht in seinem Entscheid vom 9. März 2018 ausgeführt hat, ist der 

Rückforderungsanspruch nicht verjährt (UV-act. 44, E. 6.2).

Das Versicherungsgericht hielt im genannten Entscheid weiter fest, die 

Verrechnung der Rückforderung von Taggeldleistungen mit der geschuldeten 

Integritätsentschädigung sei grundsätzlich zulässig. Es wies die Sache jedoch unter 

anderem zur abschliessenden Beurteilung der Verrechenbarkeit an die 

Beschwerdegegnerin zurück. Diese habe zu prüfen, ob die Verrechnung das 

Existenzminimum des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 93 des Bundesgesetzes 

über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) nicht beeinträchtige, und sie 

habe dem Beschwerdeführer Gelegenheit zu geben, zu diesem Punkt Stellung zu 

nehmen (UV-act. 44, E. 7, insb. E. 7.3). Die Beschwerdegegnerin ist dieser Anweisung 

nicht nachgekommen und hat ohne Prüfung dieser Voraussetzung sowie ohne 

diesbezügliche Stellungnahme des Beschwerdeführers die Verrechnung als zulässig 

erachtet (UV-act. 11, 19). Dies ist jedoch insofern nicht zu beanstanden, als die 

Verrechnungsschranke nur bei Leistungen besteht, die den Zweck haben, den 

Existenzbedarf einer versicherten Person zu decken. Dies trifft auf Renten, Taggelder 

und Hilflosenentschädigungen, nicht jedoch auf Integritätsentschädigungen zu (vgl. 

KOSS UVG-Gehring, N 5 zu Art. 50 [im Kontext zu Art. 20 ATSG]). Das Bundesgericht 

führte in BGE 138 V 402, E. 4.3 f., zudem aus, die Frage der Verrechnung könne sich 

gegenüber Beitragsforderungen, Leistungen und Leistungsrückforderungen stellen. Im 

Hinblick auf die Verrechnung von Nachzahlungen sei von Bedeutung, ob diese mit 

offenen Beitragsforderungen oder mit Leistungsrückforderungen erfolgen solle. Die 

Frage der Wahrung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums könne sich nur in 

ersterem Fall stellen. Da die vorliegend geschuldete Integritätsentschädigung nicht den 

Zweck hat, den Existenzbedarf einer versicherten Person zu decken und zufolge der zu 

viel bezahlten Taggelder zudem eine Leistungsrückforderung entstanden ist, stellt sich 

die Frage der Beeinträchtigung des Existenzminimums gar nicht. Dem 

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/25

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Beschwerdeführer konnte deshalb dadurch, dass die Beschwerdegegnerin die im 

Ergebnis letztlich unnötige versicherungsgerichtliche Auflage im Entscheid vom 9. März 

2018 nicht umgesetzt hat, kein Rechtsnachteil entstehen.

Im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2019 sowie 

der diesem zugrunde liegenden Verfügung vom 16. August 2019 entschied die 

Beschwerdegegnerin, die geschuldete Integritätsentschädigung werde nicht 

ausbezahlt, da eine Verrechnung mit den zu viel bezahlten Taggeldern zulässig sei. 

Eine Auszahlung der Integritätsentschädigung entfalle deshalb. Über die 

Rückforderung des Differenzbetrages von Fr. 36'116.70 (Fr. 55'016.70 abzüglich 

Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.--) entschied sie nicht konkret. Sie hielt in 

ihrem Einspracheentscheid zwar fest, der Beschwerdeführer schulde ihr diesen Betrag 

weiterhin, weshalb keine Auszahlung der Integritätsentschädigung erfolge. Im 

Dispositiv äusserte sie sich jedoch nicht dazu (UV-act. 11, 19). In ihrer 

Beschwerdeantwort hielt die Beschwerdegegnerin sodann fest, sie fordere den Betrag 

von Fr. 36'116.-- ausdrücklich zurück, und verwies auf ihre Verfügung vom 16. August 

2019 (act. G11). Dieser ist aber - wie ausgeführt - kein konkreter Entscheid über die 

Rückforderung zu entnehmen. Die Beschwerdegegnerin wird folglich über die 

Rückforderung im Betrag von Fr. 36'116.-- verfügen müssen. Es ist darauf 

hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin am 27. Februar 2017 ausdrücklich über die 

Rückforderung des Betrags von Fr. 75'839.50 verfügte. Dieser Betrag basierte jedoch 

noch auf einer Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 10 % statt 

der später zugesprochenen 15 % (UV-act. 55). Der Rückforderungsbetrag war damit 

nicht korrekt. Zudem erwuchs diese Verfügung nicht in Rechtskraft, zumal der 

Beschwerdeführer dagegen Einsprache erhoben hatte (vgl. UV-act. 49), jedoch kein 

Einspracheentscheid aktenkundig ist.

8.3. 

Bezüglich der grundsätzlichen Rechtmässigkeit einer Rückforderung der zu viel 

bezahlten Taggelder ist festzuhalten, dass gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG unrechtmässig 

bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind. Die Beschwerdegegnerin ist damit (unter 

Verweis auf die Möglichkeit eines Erlasses; vgl. Art. 25 Abs. 2 ATSG und Art. 4 der 

Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR. 

830.11]) dazu verpflichtet, die zu viel geleisteten Taggelder zurückzufordern. Der Antrag 

des Beschwerdeführers (act. G1), es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin 

auf jegliche Rückforderung von Taggeldern verzichte, ist damit abzuweisen. Soweit er 

den Verzicht auf die Rückforderung "anderweitiger Leistungen" beantragt, ist darauf 

nicht einzutreten, da ein Verzicht auf Rückforderung von nicht weiter bestimmten, 

allenfalls zukünftigen Leistungen nicht möglich ist. Es ist darauf hinzuweisen, dass sich 

8.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/25

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9.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 3. Dezember 

2019 im Sinne der Erwägungen insofern teilweise gutzuheissen, als die Sache zur 

die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vergleichsverhandlungen der Parteien dazu 

bereit erklärt hatte, auf eine Rückforderung zu verzichten (vgl. UV-act. 4). Der Vergleich 

kam jedoch nicht zustande (vgl. UV-act. 2, act. G9).

Im Sinne der Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 3. Dezember 2019 insofern teilweise gutzuheissen, als die 

Sache zur Verfügung über die verbleibende Rückforderung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.

9.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

9.2. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend 

anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30  HonO) pauschal 

Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Bei vollem Obsiegen wäre die Parteientschädigung 

vorliegend auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

festzusetzen. Der Beschwerdeführer hat jedoch lediglich insofern obsiegt, als die 

Streitsache bezüglich der Verfügung über die Rückforderung im Sinne der Erwägungen 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Betreffend die streitigen Ansprüche 

auf eine Rente, eine höhere Integritätsentschädigung, vorübergehende Leistungen, die 

Verrechenbarkeit der Rückforderung sowie den Antrag auf die Erstellung eines 

orthopädischen Gutachtens unterliegt er. Es rechtfertigt sich daher nicht, die 

Beschwerdegegnerin zur Bezahlung einer Parteientschädigung zu verpflichten.

9.3. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/25

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Verfügung über die verbleibende Rückforderung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird. 

2.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Für dieses Verfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
	Art. 18 UVG. Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 24 f. UVG. Art. 25 Abs. 1 ATSG. Im Zeitpunkt des Fallabschlusses lagen noch gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor. Der Beschwerdeführer war jedoch in seiner angestammten sowie in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Kein Anspruch auf eine Rente und eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen. Die Rückforderung der zu viel ausgerichteten Taggelder und die Verrechnung derselben mit der geschuldeten Integritätsentschädigung ist zulässig. Die Sache wird jedoch zur Verfügung über die verbleibende Rückforderung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 2021, UV 2020/3).

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