# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1f06210-8b20-51ad-b8d2-67eeca9d5423
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 30.10.2023 SB220378
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220378_2023-10-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB220378-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und 

Oberrichterin lic. iur. S. Fuchs sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw J. Bischof

Urteil vom 30. Oktober 2023

in Sachen

Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. S. Burkhard, 

Anklägerin und I. Berufungsklägerin

sowie

A._____, 
Privatklägerin und II. Berufungsklägerin (Rückzug)

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, 

betreffend mehrfache, teilweise versuchte Vergewaltigung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, I. Abteilung, 
vom 12. November 2021 (DG210004)

-  2  -

Anklage:
(Urk. 16)

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 10. Februar 2021 

ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 61 S. 44 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte B._____ ist

 der mehrfachen, teilweise versuchten Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 

StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,

 der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB,

nicht schuldig und wird von diesen Vorwürfen freigesprochen.

2. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne 

von Art. 116 Abs. 1 lit. a AuG.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 80.–, 

entsprechend Fr. 1'600.–, wovon 17 Tagessätze bereits durch Haft erstanden sind.

4. Der Vollzug der restlichen drei Tagessätze Geldstrafe wird aufgeschoben, unter Ansetzung 

einer Probezeit von 2 Jahren.

5. Der Antrag der Privatklägerin auf Verpflichtung des Beschuldigten zur Zahlung einer Genug-

tuung von Fr. 40'000.– zuzüglich 5% Zins seit 24. November 2017 wird auf den Zivilweg 

verwiesen.

6. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 3'400.– wird 

abgewiesen.

7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ für die amtliche Verteidigung des Be-

schuldigten wird auf Fr. 20'585.80 festgesetzt (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

8. Die Entschädigung von Rechtsanwältin lic. iur X._____ für die unentgeltliche Vertretung der 

Privatklägerin wird auf Fr. 29'470.70 festgesetzt (inkl. Barauslagen, Mehrwertsteuer und Spe-

sen der Privatklägerin).

-  3  -

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–. Die weiteren Kosten betragen:

Fr. 4'500.00   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 20'585.80   Kosten der amtlichen Verteidigung

Fr. 29'470.70   Entschädigung Vertretung Privatklägerin

Fr. 1'635.00   Kosten Dolmetscherin der Privatklägerin

Fr. 60'691.50   Total

10. Die Entscheidgebühr des Gerichts und die Gebühr für das Vorfahren werden dem Beschul-

digten im Umfang von je Fr. 500.– (insgesamt Fr. 1'000.–) auferlegt. Im übrigen Umfang 

werden die Gebühren und Kosten auf die Gerichtskasse genommen.

11. (Mitteilungen)

12. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 4 f.)

a) Der Privatklägerschaft:

(Urk. 75 S. 1)

1. Die in der Berufungserklärung angefochtenen Dispositivziffern des Urteils des 

BG Dielsdorf vom 12. November 2021 seien aufzuheben und der Beschul-

digte sei der mehrfachen Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB 

(teilweise des Versuchs gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB dazu) und der Schän-

dung im Sinne von Art. 191 StGB schuldig zu sprechen.

2. Der Beschuldigte sei mit der in der Anklageschrift beantragten Freiheitsstrafe 

(6 Jahre) zu sanktionieren. 

3. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin A._____ eine Genug-

tuung in der Höhe von CHF 40'000.–, zuzüglich 5 % Zins seit 24. November 

2017, zu bezahlen.

4. Die gesamten Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.

-  4  -

5. Die Rechtsvertreterin der Privatklägerin A._____ sei für ihre Bemühungen als 

unentgeltliche Geschädigtenvertreterin gemäss der am 24. Oktober 2023 ein-

gereichten Aufwandaufstellung sowie für den Zeitaufwand betr. die heutige 

Hauptverhandlung aus der Gerichtskasse, jeweils zuzüglich 7,7 % Mehrwert-

steuer, zu entschädigen. 

b) Des Beschuldigten:

(Urk. 76 S. 1)

1. Es sei das vorinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, I. Abteilung, 

vom 12. November 2021, Geschäfts-Nr. DG210004, zu bestätigen.

2. Unter Kostenfolgen zulasten der Berufungsklägerin II. 

c) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 68, sinngemäss)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils

Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem 

angefochtenen Entscheid (Urk. 61 S. 6 f. E. I.1.). Der Beschuldigte wurde von der 

Vorinstanz am 12. November 2021 gemäss dem eingangs wiederholten 

Urteilsdispositiv frei- bzw. schuldiggesprochen und bestraft (Urk. 61 S. 44). Die 

Privatklägerin und die Staatsanwaltschaft meldeten Berufung an (Urk. 52 f.). Am 

12. Juli 2022 zog die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück (Urk. 62). Am 28. Juli 

2022 erklärte die Privatklägerin innert Frist Berufung (Urk. 64; vgl. dazu Urk. 60/3).

1.2. Mit Verfügung vom 2. August 2022 ging die Berufungserklärung an den 

Beschuldigten und die Staatsanwaltschaft und wurde diesen Frist angesetzt, um zu 

erklären, ob Anschlussberufung erhoben wird, oder um begründet ein Nichtein-

-  5  -

treten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde dem Beschuldigten Frist 

angesetzt, um das "Datenerfassungsblatt" sowie diverse Unterlagen zu seinen 

finanziellen Verhältnissen einzureichen. Sodann wurde der Privatklägerin Frist zu 

den Fragen angesetzt, ob sie den Antrag stellt, dass dem urteilenden Gericht eine 

Person gleichen Geschlechts angehört, ob sie für den Fall einer Befragung 

verlangt, von einer Person gleichen Geschlechts einvernommen zu werden und ob 

sie für den Fall einer Befragung verlangt, dass für die Übersetzung ihrer Befragung 

eine Person gleichen Geschlechts beigezogen wird (Urk. 66). Mit Eingabe vom 

11. August 2022 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine Anschlussberufung 

(Urk. 68). Die anderen Parteien liessen sich innert Frist nicht vernehmen. Am 

28. Juni 2023 wurde die Privatklägerin auf entsprechendes Gesuch hin von der 

Berufungsverhandlung dispensiert (Urk. 72).

1.3. Am 30. Oktober 2023 fand die Berufungsverhandlung statt. Zu dieser 

erschienen der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, Rechts-

anwalt Dr. iur. Y._____, sowie die unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin, 

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ (Prot. II S. 4). Vorfragen waren anlässlich der 

Berufungsverhandlung keine zu entscheiden und – abgesehen von der Befragung 

des Beschuldigten (Urk. 74) – auch keine Beweise abzunehmen (Prot. II S. 6). Das 

Urteil wurde im Anschluss an die Berufungsverhandlung beraten und eröffnet (Prot. 

II S. 15 ff.).

2. Umfang der Berufung

Von der Privatklägerin unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 2, 6, 7, 8 und 9 

des vorinstanzlichen Entscheids. In diesem Umfang ist der vorinstanzliche 

Entscheid in Rechtskraft erwachsen, wovon mit Beschluss Vormerk zu nehmen ist. 

Das Verschlechterungsverbot gilt nicht (Art. 391 Abs. 2 StPO).

-  6  -

3. Prozessuales

3.1. Allgemeines

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachver-

haltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwen-

dung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung 

findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivati-

onsaufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

BGer 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).

3.2. Erweiterung der Anklage

3.2.1. Die Vertreterin der Privatklägerin brachte anlässlich der Berufungsverhand-

lung vor, die Vorinstanz hätte eine Erweiterung der Anklage (Art. 333 Abs. 2 StPO) 

betreffend den Straftatbestand der Ausnützung der Notlage veranlassen sollen. Die 

Vorinstanz habe massive sexuelle Handlungen des Beschuldigten für erstellt 

erachtet, weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass nicht eine Erweiterung der 

Anklage veranlasst worden sei. Für den Fall eines Freispruchs von den Vorwürfen 

der Vergewaltigungen sei es daher ins Ermessen des Obergerichts gestellt, dies 

gestützt auf Art. 379 StPO nachzuholen (Urk. 75 S. 6).

3.2.2. Das Gericht gibt der Staatsanwaltschaft Gelegenheit, die Anklage zu ändern, 

wenn nach seiner Auffassung der in der Anklageschrift umschriebene Sachverhalt 

einen anderen Straftatbestand erfüllen könnte, die Anklageschrift aber den gesetz-

-  7  -

lichen Anforderungen nicht entspricht (Art. 333 Abs. 1 StPO). Werden während des 

Hauptverfahrens neue Straftaten der beschuldigten Person bekannt, so kann das 

Gericht der Staatsanwaltschaft gestatten, die Anklage zu erweitern (Art. 333 Abs. 2 

StPO). Wenn die Vertreterin der Privatklägerin geltend macht, es sei der Straftat-

bestand der Ausnützung der Notlage im Sinne von Art. 193 StGB erfüllt, so ist dem 

entgegenzuhalten, dass eine solche in der Anklageschrift nicht umschrieben wurde 

(vgl. Urk. 16 S. 2-5). Weder ist eine Notlage, noch eine durch ein Arbeitsverhältnis 

oder eine in anderer Weise begründete Abhängigkeit umschrieben. Die Voraus-

setzungen von Art. 333 Abs. 1 StPO sind somit nicht gegeben, eine Änderung der 

Anklage ist somit nicht zu veranlassen. Ebenso wenig ist eine Erweiterung der 

Anklage vorzunehmen, nachdem auch während des Hauptverfahrens keine neue 

Straftaten bekannt wurden bzw. keine Anhaltspunkte gegeben sind, die auf eine 

Notlage im Sinne von Art. 193 StGB hindeuten würden.

II. Schuldpunkt

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage

Der eingeklagte Sachverhalt ergibt sich aus der beigehefteten Anklageschrift 

(Urk. 16), darauf kann verwiesen werden. Zusammengefasst wird dem Beschuldig-

ten vorgeworfen, die Privatklägerin zwischen Ende Dezember 2016 und Ende März 

2017 einmal geschändet und bei verschiedenen Gelegenheiten zwischen Mai und 

Oktober 2018 mehrfach vergewaltigt bzw. dies versucht zu haben. Der Beschul-

digte bestreitet die Vorwürfe.

2. Grundsätze der Beweiswürdigung

Die Vorinstanz hat die massgebenden Grundsätze der Beweiswürdigung zutreffend 

dargestellt (Urk. 61 S. 8-11 E. II.2.), darauf kann verwiesen werden. Soweit die 

Vorinstanz Ausführungen zur Glaubwürdigkeit der Befragten machte (a.a.O., S. 26 

E. II.7.1. und S. 28 E. II.7.2), ist abermals darauf hinzuweisen, dass für die Sach-

verhaltserstellung in erster Linie die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Befragten 

relevant ist. Weiter ist nochmals zu betonen, dass es der Staat ist, der einem 

Beschuldigten die ihm angelastete Täterschaft hinsichtlich der ihm vorgeworfenen 

-  8  -

Delikte rechtsgenügend nachweisen können muss bzw. es Aufgabe des Staates 

ist, dem Beschuldigten alle eine Strafbarkeit begründenden Umstände - sowohl den 

äusseren als auch den inneren Sachverhalt betreffend - mittels dazu tauglicher 

Beweismittel nachzuweisen und es eben gerade nicht Sache des Beschuldigten ist, 

nachzuweisen, dass er die Tat nicht begangen hat. Stehen sich gegensätzliche 

Aussagen gegenüber ("Aussage gegen Aussage"-Situation) und ist es nicht 

möglich, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewer-

ten, so hat nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" ein Freispruch zu erfolgen. Mit 

anderen Worten bedingt ein Schuldspruch, dass die entscheidenden belastenden 

Aussagen glaubhaft und im Ergebnis überzeugender sind als die entlastenden des 

bestreitenden Beschuldigten. Dies gilt insbesondere, wenn typische "Vier-Augen-

Delikte" zu beurteilen sind, bei denen oftmals keine objektiven Beweise vorliegen, 

wie dies auch vorliegend im Wesentlichen der Fall ist.

3. Beweismittel und Verwertbarkeit

Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel zutreffend aufgeführt (Urk. 61 S. 11 

f. E. II.3.1.) und ebenso zutreffende Ausführungen zu deren Verwertbarkeit 

gemacht (a.a.O., S. 12-14 E. II.3.2), darauf kann verwiesen werden.

4. Beweiswürdigung

4.1. Vorbemerkungen

4.1.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschuldigten, der Privatklägerin sowie 

der befragten Auskunftspersonen und Zeugen zutreffend zusammengefasst 

(Urk. 61 S. 14-26 E. II.4.-6.), darauf kann verwiesen werden.

4.1.2. Der eingeklagte Sachverhalt stützt sich im Wesentlichen auf die Aussagen 

der Privatklägerin. Ihre Aussagen sind daher für die Sachverhaltserstellung primär 

massgebend und auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu überprüfen (vgl. in diesem Sinne 

bereits vorne unter E. II.2. bzw. im Einzelnen nachfolgend unter E. II.4.3.). Bereits 

an dieser Stelle ist jedoch festzuhalten, dass die Privatklägerin sich unmittelbar im 

Anschluss an die von ihr behaupteten Vorfälle keiner ärztlichen Untersuchung 

unterzog. Ebenso wenig erstattete sie unmittelbar im Anschluss an die Vorfälle 

-  9  -

Anzeige bei der Polizei. Daraus lässt sich nichts Entscheidendes in Bezug auf die 

Glaubhaftigkeit ihrer Sachverhaltsdarstellung ableiten, zumal dies verschiedene 

Gründe haben mag (vgl. dazu BGE 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021, E. 5.4.1, im 

Zusammenhang mit Aussagen von Opfern von Sexualdelikten). Beweismässig 

relevant ist es gleichwohl insofern, als keine ärztlichen Berichte oder Ähnliches zum 

körperlichen Zustand der Privatklägerin vorliegen, die unmittelbar im Anschluss an 

die von ihr behaupteten Vorfälle erstellt worden wären und ihre Behauptungen 

stützen würden. Auch wurden keine Kleider (z.B. Hosen oder Unterwäsche) der 

Privatklägerin oder des Beschuldigten oder sonstige Wäsche sichergestellt, 

anhand derer sich allenfalls Spuren der behaupteten Taten hätten feststellen 

lassen können. Die behaupteten Vorwürfe lassen sich damit nicht anhand objek-

tiver Beweismittel, die unmittelbar im Anschluss an die behaupteten Taten erhoben 

worden wären, untermauern.

4.1.3. Was die aktenkundigen WhatsApp-Text- und Sprachnachrichten anbelangt, 

ist ergänzend zu den vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 61 S. 13 f. E. II.3.2.3.) und 

entgegen den Vorbringen der Vertreterin der Privatklägerin (Urk. 75 S. 21 ff.) 

festzuhalten, dass diese – selbst wenn man auf die seitens der Privatklägerschaft 

veranlasste Übersetzung abstellt, die zwar durch eine Gerichtsdolmetscherin, 

jedoch ohne Hinweis auf die Wahrheitspflicht gemäss Art. 307 StGB erfolgte 

(vgl. dazu im Einzelnen Urk. 1/5/10 bzw. in den entsprechenden Beilagen) – zwar 

ganz grundsätzlich eher für die Darstellung der Privatklägerin sprechen mögen, von 

ihrem Gehalt her aber doch sehr unspezifisch bleiben und damit zur konkreten 

Klärung des strittigen Sachverhalts kaum Relevantes beizutragen vermögen. Die 

nämlichen Nachrichten ändern insbesondere nichts daran, dass vorliegend letztlich 

– wie bereits ausgeführt – die Aussagen der Privatklägerin das ausschlaggebende 

Beweismittel bilden bzw. die Glaubhaftigkeit dieser Aussagen massgebend ist, 

welche die genannten Nachrichten jedenfalls nicht entscheidend stützen. Vor 

diesem Hintergrund ist denn auch nicht zu beanstanden, dass die Untersuchungs-

behörde und die Vorinstanz davon absahen, die Nachrichten unter Hinweis auf 

Art. 307 StGB ein weiteres Mal übersetzen zu lassen.

-  10  -

4.2. Aussagen des Beschuldigten

4.2.1. In Bezug auf die Aussagen des Beschuldigten ist in grundsätzlicher Hinsicht 

vorab festzuhalten, dass kein Beschuldigter detailreich berichten kann, was er nicht 

gemacht hat bzw. nicht gemacht haben will. Bei einem vollumfänglichen Bestreiten 

der Vorwürfe – wie es beim Beschuldigten der Fall ist – lassen sich den betreffen-

den Aussagen folglich naturgemäss nicht viele Einzelheiten zu den einzelnen 

eingeklagten Sachverhaltsabschnitten entnehmen, was bei der Würdigung der 

Aussagen des Beschuldigten zu berücksichtigen ist. Demgemäss führt der 

Umstand, dass er die Vorwürfe mit einem Zurückweisen bestreitet, für sich alleine 

nicht zu einer Einschränkung seiner Aussagenzuverlässigkeit und -qualität. Mit der 

Vorinstanz kann damit zunächst festgehalten werden, dass es per se nicht unglaub-

haft ist, wenn der Beschuldigte die Vorwürfe bestreitet und erklärt, die Privatklägerin 

lüge (vgl. in diesem Sinne Urk. 61 S. 27 E. II. 7.1.1, 1. Satz, entgegen der Ver-

treterin der Privatklägerin Urk. 75 S. 2 f.).

4.2.2. Die Vorinstanz hat dargelegt, inwiefern der Beschuldigte wenig überzeugend 

versuchte, die Privatklägerin schlecht zu machen und ein Motiv für die aus seiner 

Sicht falschen Anschuldigungen zu nennen (Urk. 61 S. 27 f. E. II. 7.1.1). Obschon 

den Aussagen der Privatklägerin gewisse Aggravierungstendenzen anhaften 

mögen (vgl. dazu nachfolgend unter E. II.4.3.3.3.), so kann mit der Vorinstanz doch 

nicht von einem eigentlichen Racheakt der Privatklägerin oder gar einem Komplott 

von ihr und C._____ ausgegangen werden. 

4.3. Aussagen der Privatklägerin und weitere Beweise

4.3.1. Vorbemerkungen

Die Privatklägerin hatte zwar offensichtlich Mühe mit der zeitlichen Einordnung der 

Geschehnisse (so auch die Vertreterin der Privatklägerin: Urk. 75 S. 6). Gleichwohl 

erscheinen ihre Schilderungen von sexuellen Übergriffen durch den Beschuldigten 

grundsätzlich nachvollziehbar. Es spricht jedenfalls einiges dafür, dass dieser sie 

diverse Male sexuell belästigte, wofür nicht zuletzt die in die gleiche Richtung 

zielenden und soweit glaubhaften Aussagen der Zeugin C._____ sprechen (vgl. 

-  11  -

dazu im Einzelnen und unter Hinweis auf die Akten Urk. 61 S. 24 f. E. II.6.4). Allfäl-

lige sexuelle Belästigungen lassen sich im vorliegenden Verfahren allerdings nicht 

mehr ahnden, da es sich dabei um Antragsdelikte handelt und rechtzeitig gestellte 

Strafanträge nicht vorliegen (Art. 198 StGB und Art. 30 f. StGB). Zu erstellen sind 

die eingeklagte Schändung und die eingeklagten (teilweise versuchten) Vergewal-

tigungen, wobei sich diesbezüglich – wie im Einzelnen zu zeigen sein wird – ver-

schiedene relevante Widersprüche und Unklarheiten in den Aussagen der Privat-

klägerin finden (entgegen der Vertreterin der Privatklägerin Urk. 75 S. 3).

4.3.2. Zum Vorwurf der Schändung

4.3.2.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Privatklägerin zu diesem Vorwurf im 

Resultat richtig gewürdigt (Urk. 61 S. 29-31 E. II. 7.3.1). Vor diesem Hintergrund 

sind die nachfolgenden Ausführungen als jene der Vorinstanz teilweise rekapitulie-

rende und ergänzende zu verstehen.

4.3.2.2. Die Aussagen der Privatklägerin betreffend den Vorfall, anlässlich welchem 

sie infolge übermässigen Alkoholkonsums am folgenden Morgen nackt im Bett 

erwacht sei, der Beschuldigte neben ihr gestanden und sie sich nicht mehr an die 

Nacht erinnert habe, sind grundsätzlich glaubhaft (vgl. auch die Vertreterin der 

Privatklägerin Urk. 75 S. 8 f.). Die Schilderungen erfolgten weitgehend in freier 

Erzählung und sind detailreich. Zudem berichtete die Privatklägerin Dritten vom 

Vorfall. Gleiches gilt im Übrigen hinsichtlich verschiedener sexuellen Belästigungen 

durch den Beschuldigten, die wie bereits erwähnt in auffälliger Weise mit den dies-

bezüglich ebenfalls glaubhaften Aussagen von C._____ korrespondieren. Diese 

hat schon lange vor dem Kontakt mit der Privatklägerin ihrem Partner D._____ von 

den Belästigungen erzählt, was dieser bestätigte. Der eingeklagte Vorfall wird so-

dann auch vom Beschuldigten erwähnt, wenngleich er ihn in zentralen Punkten an-

ders schildert. Mit der Vorinstanz als erstellt anzusehen ist, dass es während des 

ersten Aufenthaltes der Privatklägerin beim Beschuldigten zu einem Vorfall kam, 

anlässlich welchem sie nach gemeinsamem abendlichem Alkoholkonsum mit dem 

Beschuldigten und dessen Frau am darauffolgenden Morgen nackt bzw. zumindest 

ohne Hose im Bett erwachte, und es daraufhin zu einer Begegnung und einem 

verbalen Austausch mit dem Beschuldigten kam, der für die Privatklägerin unange-

-  12  -

nehm war. Zu erstellen ist jedoch, ob es zur eingeklagten Schändung kam (vgl. in 

diesem Sinne auch Urk. 61 S. 29 f. E. II.7.3.1).

4.3.2.3. Die Vermutung der Privatklägerin, dass der eingeklagte Sachverhalt statt-

fand, stützt sich auf Folgendes: Der Beschuldigte habe ihr am Morgen, als sie nackt 

im Bett gelegen habe, mit der Hand einen Klaps auf den Hintern gegeben und 

gefragt: "Die Nacht war gut, oder? Kannst du dich nicht erinnern?" Zudem habe er 

später im Badezimmer zu ihr gesagt: "Mach dir keine Sorgen, ich bin in deinem 

Anus gekommen und nicht in deiner Scheide." Sie habe am Morgen Schmerzen im 

Analbereich und – gemäss Aussage an der Hauptverhandlung – auch in der Vagina 

verspürt. Ihr Anus und ihre Vagina seien ausserdem auffallend feucht gewesen. Sie 

habe auch blaue Flecken am Oberkörper entdeckt und der Beschuldigte habe sie 

seit diesem Vorfall anders angeschaut (vgl. zu den Aussagen im Einzelnen Urk. 61 

S. 17-23 E. II.5., unter Hinweis auf die Akten). 

4.3.2.4. Die Schilderungen der Privatklägerin kommen zwar einigermassen detail-

liert und soweit lebensnah daher, was grundsätzlich für deren Glaubhaftigkeit 

spricht. Letztlich kann aber auch sie lediglich Vermutungen darüber anstellen, was 

genau passiert sein soll, da sie sich nicht konkret zu erinnern vermag. Klar nicht 

nachvollziehbar ist, wie die Privatklägerin in der besagten Nacht überhaupt in einen 

Zustand geraten sein soll, bei dem sie nicht mehr bei Bewusstsein war und wie eine 

Schändung hätte erfolgen können, von der sie überhaupt nichts mitbekommen 

haben will. So führte sie an der Hauptverhandlung aus, zwei kleine Gläschen eines 

mit Organgensaft gemischten alkoholischen Getränks getrunken zu haben. Dass 

sie angesichts dieser Alkoholmenge in einem Zustand war, in dem sie eine anale 

Penetration durch den Beschuldigten nicht bemerkt hätte, ist – auch entgegen den 

Vorbringen der Vertreterin der Privatklägerin (Urk. 75 S. 9 f.) – doch sehr unwahr-

scheinlich und erscheint umso unwahrscheinlicher, je später in der Nacht die 

Penetration stattgefunden haben soll, da der Körper den Alkohol ja abbaut. Dafür, 

dass der Beschuldigte Schlafmittel oder K.O.-Tropfen in das Getränk gemixt habe, 

bestehen entgegen der Vertreterin der Privatklägerin keinerlei Anhaltspunkte, 

weshalb sich diese Vorbringen als reine Spekulationen erweisen, die nicht zu 

Ungunsten des Beschuldigten verwendet werden können (Urk. 75 S. 9). Sodann 

-  13  -

führte die Privatklägerin aus, sie habe am Morgen Schmerzen im Analbereich 

verspürt. Zwar ist durchaus denkbar, dass eine anale Penetration der Privatklägerin 

Schmerzen verursacht haben könnte, die länger andauerten und auch am Morgen 

danach noch spürbar waren. In diesem Fall wäre aber umso mehr zu erwarten 

gewesen, dass die schmerzhafte anale Penetration von der Privatklägerin bemerkt 

worden und sie aufgrund dieser Penetration aufgewacht wäre, da die von ihr 

konsumierte Alkoholmenge wie erwähnt offenbar sehr gering war (vgl. in diesem 

Sinne auch Urk. 61 S. 30 f. E. II.7.3.1). Zwar ist der Vertreterin der Privatklägerin 

zuzustimmen, dass sich Opfer oftmals gar nicht mehr an die eigentliche Schändung 

erinnern können (Urk. 75 S. 10 f.). Wie erwähnt, lassen sich aber die Aussagen der 

Privatklägerin in Bezug auf die Frage, wie sie mit lediglich zwei kleinen Gläschen 

eines gemischten alkoholischen Getränks in einen Zustand geraten sein soll, bei 

dem sie nichts bemerkt haben will, nicht mit dem Vorwurf der Schändung in 

Einklang bringen. Die diesbezüglichen Aussagen der Privatklägerin erweisen sich 

vor diesem Hintergrund als unglaubhaft.

4.3.2.5. Als auffällig zu erwähnen ist weiter, dass keine anderen sexuellen 

Übergriffe oder Belästigungen während des ersten Aufenthalts der Privatklägerin 

genannt wurden, weder vor noch nach diesem Ereignis, was eher nicht mit dem 

sonst von ihr geschilderten Verhalten des Beschuldigten korreliert. Seltsam ist 

sodann, dass die Privatklägerin anlässlich der ersten Einvernahme aussagte, die 

eingeklagte Schändung habe während ihres zweiten Aufenthalts in der Schweiz 

stattgefunden, in den darauffolgenden Einvernahmen das Datum dieses Vorfalls 

dann aber doch um mehr als eineinhalb Jahre zurückdatierte. Dies erstaunt deshalb 

besonders, weil mindestens ein wesentlicher Fixpunkt im Leben der Privatklägerin 

zeitnah zu diesem Ereignis stattfand, nämlich die Geburt ihrer ersten Tochter 

(vgl. in diesem Sinne auch Urk. 61 S. 31 E II.7.3.1). Auch wenn Schwierigkeiten bei 

der zeitlichen Einordnung von Geschehnissen nicht überbewertet werden dürfen, 

wäre vorliegend doch eine stimmigere zeitliche Verortung zu erwarten gewesen.

4.3.2.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zwar Hinweise bestehen und 

damit nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass es zur eingeklagten 

Schändung kam. Die Ausführungen der Privatklägerin, auf die sich die Anklage 

-  14  -

stützt, sind aber wie erwogen nicht derart überzeugend, dass sich gestützt darauf 

der eingeklagte Sachverhalt als erstellt betrachten liesse. Aufgrund der vorliegen-

den Beweislage verbietet sich damit ein Schuldspruch, da nach dem Gesagten für 

das Gericht erhebliche und nicht überwindbare Zweifel daran bestehen, dass sich 

der Vorwurf tatsächlich wie eingeklagt abgespielt hat. Der Anklagesachverhalt kann 

folglich nicht erstellt werden. Demgemäss ist der Beschuldigte nach dem Grundsatz 

"in dubio pro reo" von diesem Vorwurf freizusprechen.

4.3.3. Zum Vorwurf der mehrfachen, teilweise versuchten Vergewaltigung

4.3.3.1. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz zu diesen Vorwürfen ist im Ergebnis 

ebenfalls zutreffend (Urk. 61 S. 32-37 E. II.7.3.2). Teilweise rekapitulierend und 

ergänzend ist festzuhalten, was folgt:

4.3.3.2. Wie bereits ausgeführt, spricht einiges dafür, dass der Beschuldigte die 

Privatklägerin diverse Male sexuell belästigte und sind die diesbezüglichen 

Angaben der Beschuldigten nachvollziehbar. Auch die Aussagen der Privatklägerin 

zu den teilweise versuchten Vergewaltigungen erscheinen grundsätzlich nicht völlig 

unglaubhaft. Wie zu zeigen sind wird, zeigen sich jedoch auch hinsichtlich der 

Schilderungen der verschiedenen Sachverhalte, welche die Privatklägerin als "Ver-

gewaltigungen" beschrieb, relevante Unklarheiten.

4.3.3.3. In Bezug auf die Verzeigung der eingeklagten Vorfälle ist zunächst festzu-

halten, dass die Privatklägerin am 10. Januar 2019 wegen des Verdachts auf 

Widerhandlung gegen das AIG verhaftet wurde, nachdem sie sich bei einer Billett-

kontrolle im Bus nicht hatte ausweisen können und festgestellt wurde, dass sie sich 

ohne Visum schon zu lange in der Schweiz aufgehalten hatte. Bei der in diesem 

Zusammenhang tags darauf erfolgten polizeilichen Befragung erwähnte sie beiläu-

fig, ihre Cousine habe ihr erzählt, dass sie von ihrem Onkel, dem Beschuldigten, 

vergewaltigt worden sei und führte dann weiter aus, dass auch sie von ihm verge-

waltigt worden sei. Hier ist vorab zu erwähnen, dass C._____ nie behauptete, der 

Beschuldigte habe sie vergewaltigt. Sie hat lediglich – ohne dies verharmlosen zu 

wollen – von sexuellen Belästigungen durch den Beschuldigten gesprochen (vgl. 

zu den Aussagen im Einzelnen Urk. 61 S. 17-25 E. II.5. und II.6.4, unter Hinweis 

-  15  -

auf die Akten). Diese als widerlegt anzusehende Aggravierung durch die Privatklä-

gerin wirkt sich grundsätzlich nicht sehr überzeugend aus. Augenfällig ist auch die 

beiläufige Erwähnung der letztlich doch sehr gravierenden Vorwürfe, selbst wenn 

sich daraus aus den bereits vorne unter E. II.4.1.2. dargelegten Gründen nichts 

Entscheidendes ableiten lässt.

4.3.3.4. Mit Blick auf die einzelnen Einvernahmen fällt mit der Vorinstanz und 

entgegen der Vertreterin der Privatklägerin (Urk. 75 S. 17 f.) weiter auf, dass die 

Privatklägerin, wenn sie aufgefordert wurde, von den Vorfällen mit dem Beschul-

digten zu berichten, in allen Einvernahmen die Nacht, an die sie sich nicht mehr 

erinnern konnte, schilderte und dann von weiteren sexuellen Belästigungen durch 

den Beschuldigten sprach. Nie beschrieb sie von sich aus spontan und in freier 

Erzählung den tatsächlichen Ablauf einer der eingeklagten Vergewaltigungs-

vorwürfe. Diese Schilderungen erfolgten jeweils erst auf teilweise mehrfache und 

immer geschlosseneres Nachfragen, blieben vorher indes vage und unklar. Diese 

Aussagengenese ist schwer nachvollziehbar, zumal die behaupteten Vergewalti-

gungen, die die Privatklägerin bei vollem Bewusstsein erlebt haben will, mindestens 

ähnlich gravierend erscheinen wie die behauptete Schändung, von der sie nichts 

mitbekommen haben will. Auch die geltend gemachte (finanzielle) Abhängigkeit 

überzeugt nicht, zumal dann weitere Aussagen der Privatklägerin zu erwarten ge-

wesen wären, wonach sie sich in einem schweren Gewissenskonflikt oder in einer 

ausweglosen, vollkommen hilflosen Situation befunden hätte. Solches machte die 

Privatklägerin nicht geltend. Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die einschlägigen 

Aussagen zutreffende Ausführungen zu diesem Punkt gemacht (Urk. 61 S. 32 

[3. Absatz] bis S. 34 [1. Absatz], alles in E. II.7.3.2), darauf kann verwiesen werden. 

4.3.3.5. Mit der Vorinstanz ist weiter festzuhalten, dass die auf konkrete Nachfrage 

erfolgten Schilderungen der einzelnen Vergewaltigungsvorwürfe weitgehend 

schematisch, generalisierend und stereotyp blieben und damit wenig selbsterlebt 

wirken. Auch auf Nachfrage hin erfolgten bei diesen Schilderungen keine oder nur 

wenig detaillierte Beschreibungen der eigenen Handlungen, Gedanken und 

Gefühle, von denen in aller Regel nur jemand überzeugend berichten kann, der das 

Besprochene tatsächlich selbst erlebt hat. Ebenso fehlen weitgehend Beschreibun-

-  16  -

gen davon, was kurz vor bzw. nach den behaupteten Vergewaltigungen passiert 

sein soll und was die Privatklägerin dann dachte, fühlte und/oder tat. Dies gilt ins-

besondere für die Zeit unmittelbar nach der ersten behaupteten Vergewaltigung, da 

zu erwarten wäre, dass sich die Privatklägerin danach Gedanken gemacht hätte, 

wie sie auf diesen Vorfall gegenüber dem Beschuldigten, dessen Frau und dessen 

Vater, die alle in derselben Wohnung lebten, reagieren sollte, zumal sie ja weiterhin 

mit diesen Leuten unter einem Dach lebte (vgl. in diesem Sinne Urk. 61 S. 34 

[2. Absatz], in E. II.7.3.2). Auch dies wirkt sich wenig überzeugend aus, zumal nicht 

der Eindruck entsteht, es fehlte der Privatklägerin an sprachlicher Ausdruckskraft.

4.3.3.6. Wie bereits mehrfach ausgeführt, spricht vieles dafür, dass der Beschul-

digte die Privatklägerin immer wieder sexuell belästigte. Entscheidend für die 

Erstellung der eingeklagten Vergewaltigungsvorwürfe ist aber, ob es zu den 

behaupteten Vaginalpenetrationen bzw. entsprechenden Versuchen kam, wobei 

auffällt, dass solche von der Privatklägerin in freier Schilderung kaum erwähnt 

wurden. Erst auf Nachfrage erfolgten eher allgemeine, stereotype Aussagen wie 

"es ging sehr schnell" oder "er kam von hinten, zog die Hose nach unten und 

verrichtete sein Geschäft". Auch was die Begleitumstände der behaupteten Verge-

waltigungen betrifft, blieben ihre Aussagen sehr vage. Wiederum erst auf Nach-

frage, wie oft der Beschuldigte sie penetriert habe, auf welche Art, mit welcher 

Intensität und wie er sie genau festgehalten habe, erfolgten einige wenige konkrete 

Aussagen. Trotz der auf Nachfrage erfolgten Schilderungen blieben indes diverse 

Fragen offen: Unklar blieb beispielsweise, weshalb sich die Privatklägerin gegen 

die behaupteten Vergewaltigungen nicht wirksam zur Wehr setzte bzw. zur Wehr 

zu setzen vermochte. So schilderte sie zwar, dass sie sexuelle Belästigungen des 

Beschuldigten abwehren konnte oder abzuwehren gedachte. Sie habe ihn gekratzt 

und einmal sogar mit einem Faustschlag zu Boden geschlagen. Hätte er von ihr 

verlangt, dass sie ihn oral befriedige, hätte sie ihm "den Schwanz abgebissen" 

(vgl. dazu u.a. Urk. 1/4/2 F/A 43-45). Weshalb die Privatklägerin bei den behaupte-

ten Vergewaltigungen sehr wenig Gegenwehr schilderte bzw. weshalb eine solche 

nicht möglich gewesen sein soll, wird jedoch nicht klar. Fest steht, dass aus den 

Schilderungen der Privatklägerin (wonach sie geschlagen, geboxt oder gebissen 

habe, vgl. auch Urk. 75 S. 15) nichts zu Ungunsten des Beschuldigten abgeleitet 

-  17  -

werden kann, fehlt es infolge der späten Anzeige doch an relevanten Spurenbil-

dern. Sehr unkonkret blieb die Privatklägerin sodann hinsichtlich der genauen 

Anzahl der behaupteten Vergewaltigungen und der Orte, an denen diese stattge-

funden haben bzw. versucht worden sein sollen bzw. hinsichtlich der Frage, wie oft 

es wann und wo konkret zu den behaupteten Vergewaltigungen bzw. Vergewalti-

gungsversuchen gekommen sein soll. Die diesbezüglichen Angaben variierten im 

Verlaufe der Aussagen erheblich. Insgesamt blieben ihre Schilderungen zu den 

Vergewaltigungsvorwürfen sehr vage und unklar. Auch weisen sie über weite 

Strecken wenig Realitätskennzeichen auf: Wie aufgezeigt fehlten unter anderem 

weitestgehend konkrete Beschreibungen eigener Gedanken und Gefühle während 

bzw. nach den behaupteten Vorwürfen. Etwas irritierend ist schliesslich, dass sich 

während der behaupteten Vergewaltigungen E._____, der Vater des Beschuldig-

ten, und zuweilen auch der Sohn F._____ in der gleichen, eher kleinen Wohnung 

aufgehalten haben sollen und weshalb es der Privatklägerin trotz der Anwesenheit 

dieser Personen nicht gelungen sein soll, sich den behaupteten Übergriffen zu ent-

ziehen (vgl. zum Ganzen in diesem Sinne auch Urk. 61 S. 34 f., in E. II.7.3.2).

4.3.3.7. Was die Schilderungen der Privatklägerin gegenüber Drittpersonen betrifft, 

so fiel gegenüber G._____ und D._____ offenbar zwar das Wort "Vergewaltigung", 

bei genauer Betrachtung wurde dabei aber immer auf die eingeklagte Schändung 

Bezug genommen. Einzig ihrer Cousine C._____ erzählte die Privatklägerin ge-

mäss deren Aussagen auch, dass der Beschuldigte sie einmal in der Waschküche 

"vergewaltigt" habe. Die in der Anklageschrift aufgeführten weiteren Vergewaltigun-

gen in der Waschküche sowie beim Sofa, in der Küche und im Schlafzimmer finden 

in keiner anderen Aktenstelle eine Stütze, weder in den von der Privatklägerin ein-

gereichten Sprachnachrichten oder dem WhatsApp-Chat noch in den Befragungs-

protokollen der anderen befragten Personen. Dies erstaunt, da die Privatklägerin 

gegenüber verschiedenen Personen relativ genau von der eingeklagten Schän-

dung und zahlreichen sexuellen Belästigungen berichtete. Die Privatklägerin er-

klärte ihr diesbezügliches Schweigen gegenüber Dritten mit Angst, wobei nicht ein-

leuchtet, weshalb sie in Bezug auf diese Vorwürfe Angst gehabt haben sollte, zumal 

sie Dritten gegenüber ja wie ausgeführt auch von sexuellen Belästigungen und der 

-  18  -

eingeklagten Schändung berichtete. Drohungen seitens des Beschuldigten erfolg-

ten ja offenbar keine (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 61 S. 35 f., in E. II.7.3.2).

4.3.3.8. Die Vorinstanz erachtete es als unerlässlich, die Privatklägerin an der 

Hauptverhandlung erneut zu befragen (Urk. 41; vgl. dazu Urk. 61 S. 36, in 

E. II.7.3.2). Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang ihre Feststellungen, 

wonach es an der Hauptverhandlung nicht so gewirkt habe, als hätte die Privat-

klägerin Angst vor dem Beschuldigten gehabt. Sie habe an der gesamten Verhand-

lung im Gerichtssaal teilgenommen, obwohl eine Übertragung in einen separaten 

Raum vorbereitet gewesen sei. Auch habe sie nicht verlangt, dass der Beschuldigte 

den Gerichtssaal während ihrer Befragung verlasse. Denkbar wäre auch gewesen, 

dass die Privatklägerin aus Scham nicht von sich aus über die Vergewaltigungen 

berichtete. Doch auch dieser Eindruck habe sich an der Hauptverhandlung nicht 

verstärkt. Die Privatklägerin sei durchaus in der Lage gewesen, explizite Aussagen 

zu sexuellen Handlungen zu machen, jedoch nur zu den sexuellen Belästigungen. 

Zudem sei sie im Zusammenhang mit ihrem Streit mit der Tante H._____ auch in 

der Lage gewesen, emotional aufwühlende Ereignisse ausführlich zu beschreiben. 

Anlässlich ihrer polizeilichen Befragung habe die Privatklägerin erklärt, sie habe 

den Beschuldigten nicht angezeigt, weil sie Angst vor ihm gehabt habe. Dieser sei 

bei der Mafia und er sei in der Schweiz auch schon im Gefängnis gewesen. Es 

gebe indes keine Hinweise, wonach der Beschuldigte bei der Mafia sei. Dies sei 

denn auch in den folgenden Einvernahmen von der Privatklägerin nicht mehr 

behauptet worden. Zudem erstaune, dass das erste Ereignis, an das sie sich nicht 

erinnere und das von ihr zuweilen als "das schlimmste Erlebnis" geschildert werde, 

sie offenbar nicht davon abgehalten habe, ungefähr ein Jahr später erneut für 

mehrere Monate zu ihrem Onkel dem Beschuldigten in die Schweiz zu kommen 

(a.a.O., S. 36 f.). Auch diese Ausführungen leuchten ein.

4.3.3.9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegenden Aussagen der 

Privatklägerin ebenfalls nicht restlos überzeugen und erhebliche Zweifel daran 

bestehen bleiben, dass sich der Sachverhalt wie von ihr vorgebracht und eingeklagt 

zugetragen hat. Mit anderen Worten lässt sich von keinem der eingeklagten Vorfälle 

mit hinreichender Gewissheit sagen, wann genau, wo genau und wie genau er sich 

-  19  -

zugetragen haben soll, weshalb der Beschuldigte auch von diesen Vorwürfen 

freizusprechen ist. 

5. Fazit

Zusammenfassend lässt sich der angeklagte Sachverhalt beweismässig nicht 

erstellen. Es spricht einiges dafür, dass der Beschuldigte die Privatklägerin immer 

wieder sexuell belästigte, was im vorliegenden Verfahren jedoch nicht zu ahnden 

ist und vor allem nichts daran ändert, dass nach Würdigung der vorliegenden 

Beweise in Bezug auf sämtliche dem Beschuldigten vorgeworfenen Sachverhalte 

unüberwindbare Zweifel bestehen bleiben, dass sich diese tatsächlich bzw. tat-

sächlich wie eingeklagt zugetragen haben, weshalb in Nachachtung des elementa-

ren strafprozessualen Grundsatzes "in dubio pro reo" ein Freispruch erfolgen muss.

III. Sanktion

Ausgangsgemäss bleibt es damit bei der von der Vorinstanz für die rechtskräftig 

abgeurteilte Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 116 Abs. 1 

lit. a AuG festgelegten Sanktion, auf die entsprechenden Ausführungen kann 

verwiesen werden (Urk. 61 S. 39 f. E. IV. bzw. vorne unter E. I.2.).

IV. Zivilforderung

In Anwendung von Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO ist das Genugtuungsbegehren der 

Privatklägerin (Urk. 44 S. 11 ff. und Urk. 75 S. 29 ff.) abzuweisen.

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Vorinstanzliches Verfahren

Die im angefochtenen Entscheid angeordneten Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(Urk. 61 S. 41 f. E. VII.) erweisen sich ausgangsgemäss nach wie vor als angemes-

sen und sind, soweit sie noch zur Beurteilung stehen, zu bestätigen.

-  20  -

2. Berufungsverfahren

2.1 Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausgangsgemäss ausser Ansatz. 

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Privatklägerin unterliegt 

mit ihrer Berufung vollumfänglich. Es ist jedoch zufolge Uneinbringlichkeit von einer 

Auflage der Verfahrenskosten an die Privatklägerin abzusehen (Art. 425 StPO). Die 

Kosten des Berufungsverfahrens sind somit einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung der Privat-

klägerin definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.

2.2 Der amtliche Verteidiger reichte an der Berufungsverhandlung seine Honorar-

note mit der Auflistung seiner Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren 

ein (Urk. 77). Sie sind ausgewiesen und erweisen sich als angemessen. Unter 

zusätzlicher Berücksichtigung der Berufungsverhandlung samt Vor- und Nachbe-

sprechung mit dem Beschuldigten und Abschlussarbeiten ist Rechtsanwalt Dr. iur. 

Y._____ pauschal Fr. 3'600.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse 

zu entschädigen.

2.3 Auch die Rechtsvertretung der Privatklägerin reichte ihre Honorarnote mit der 

Auflistung ihrer Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren ein (Urk. 73). 

Sie sind ebenfalls ausgewiesen und erweisen sich als angemessen. Unter zusätz-

licher Berücksichtigung der Berufungsverhandlung samt Vor- und Nachbespre-

chung mit der Privatklägerin ist Rechtsanwältin lic. iur. X._____ mit pauschal Fr. 

9'200.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

Es wird beschlossen:

1. Es wird vorgemerkt, dass die Staatsanwaltschaft See/Oberland ihre Berufung 

zurückgezogen hat. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

12. November 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

-  21  -

"Es wird erkannt:

1. […]

2. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts 

im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a AuG.

3.-5. […]

6. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 3'400.– wird 

abgewiesen.

7. Die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ für die amtliche Verteidigung 

des Beschuldigten wird auf Fr. 20'585.80 festgesetzt (inkl. Barauslagen und Mehrwert-

steuer).

8. Die Entschädigung von Rechtsanwältin lic. iur X._____ für die unentgeltliche Vertretung 

der Privatklägerin wird auf Fr. 29'470.70 festgesetzt (inkl. Barauslagen, Mehrwert-

steuer und Spesen der Privatklägerin).

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–. Die weiteren Kosten betragen:

Fr. 4'500.00  Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 20'585.80  Kosten der amtlichen Verteidigung

Fr. 29'470.70  Entschädigung Vertretung Privatklägerin

Fr. 1'635.00  Kosten Dolmetscherin der Privatklägerin

Fr. 60'691.50  Total

10. ff. […]

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte B._____ ist

 der mehrfachen, teilweise versuchten Vergewaltigung im Sinne von 

Art. 190 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

sowie

 der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB,

-  22  -

nicht schuldig und wird von diesen Vorwürfen freigesprochen.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 

Fr. 80.–, entsprechend Fr. 1'600.–, wovon 17 Tagessätze durch Haft bereits 

abgegolten sind.

3. Der Vollzug der restlichen 3 Tagessätze Geldstrafe wird aufgeschoben, unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.

4. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen.

5. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 10) wird bestätigt.

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kosten 

betragen: 

Fr. 3'600.–   amtliche Verteidigung,

Fr. 9'200.–   unentgeltliche Verbeiständung.

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtli-

chen Verteidigung und der unentgeltlichen Verbeiständung der Privatklägerin, 

werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland (versandt)
 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft (übergeben)
 das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (versandt); 

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland 
 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privat-

klägerschaft
 das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern

-  23  -

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 

8090 Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG).

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 30. Oktober 2023

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Bischof