# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e8b2b85-3bf0-51e6-92d4-df4a42bb12c6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.11.2021 720 20 408/305
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-408-305_2021-11-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 11. November 2021 (720 20 408 / 305) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
Schlüssigkeit eines Verwaltungsgutachtens. Grundsätzlich liegt kein versicherter Ge-
sundheitsschaden vor, wenn die Leistungseinschränkung auf einer Aggravation oder  
auf einer ähnlichen Konstellation beruht. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1985 geborene A.____ meldete sich am 3. Juni 2014 aufgrund eines neuropathi-
schen Schmerzsyndroms im rechten Ellenbogen bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) 
zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse, 
namentlich nach einer bidisziplinären neurologisch-psychiatrischen Exploration durch die Dres. 
B._____ und C._____ vom 17. bzw. vom 28. September 2015, lehnte die IV-Stelle ihren Renten-

 
 
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anspruch mit Verfügung vom 14. Mai 2018 in Anwendung der gemischten Methode ab. Eine hier-
gegen erhobene Beschwerde der Versicherten wurde mit Beschluss des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), vom 5. Oktober 2018 nach ei-
ner lite pendente erlassenen Verfügung der IV-Stelle vom 14. Mai 2018 infolge Gegenstandslo-
sigkeit abgeschrieben. In der Folge wurde die Angelegenheit zwecks ergänzender Abklärungen 
der gesundheitlichen Verhältnisse von der IV-Stelle mit einem bidisziplinären Folgegutachten der 
Dres. B.____ und C.____ vom 23. Juli 2019 noch einmal abgeklärt. Gestützt auf die entsprechen-
den Explorationsergebnisse lehnte die IV-Stelle den Rentenanspruch der Versicherten in Anwen-
dung der gemischten Methode gestützt auf einen IV-Grad von 2% mit Verfügung vom 16. Sep-
tember 2020 erneut ab. 
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 19. 
Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, dass ihr in Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung mit Wirkung auf den frühstmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente der 
Invalidenversicherung (IV) zu gewähren sei. Zur Begründung liess sie zusammenfassend geltend 
machen, dass sie gemäss den überzeugenden Ausführungen ihres behandelnden Neurologen 
zu 75% arbeitsunfähig sei. Die von den Gutachtern attestierte Restarbeitsfähigkeit von 90% sei 
nicht nachvollziehbar. Diese Restarbeitsfähigkeit werde von den Gutachtern Dres. B._____ und 
C._____ letztlich einzig mit einer angeblichen Aggravation begründet, was nicht statthaft sei, weil 
seitens der behandelnden Ärzte kein solches Verhalten erwähnt werde. Bestritten werde ausser-
dem der von der IV-Stelle festgelegte Status zwischen Erwerb und Haushalt mit den Anteilen von 
jeweils 50%. Die Beschwerdeführerin wäre aktuell aufgrund des fortgeschrittenen Alters ihres 
Sohnes vollzeitlich erwerbstätig, und der IV-Grad sei demnach anhand der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu ermitteln. Eventualiter sei festzustellen, dass die Abklärung hin-
sichtlich der haushalterischen Einschränkungen unzutreffend sei. Bestritten werde sodann das 
von der IV-Stelle ermittelte Valideneinkommen, bei welchem die IV-Stelle zu Unrecht auf den 
Sektor im Gastgewerbe abgestellt habe. Schliesslich sei beim Invalideneinkommen ein leidens-
bedingter Abzug von 25% vorzunehmen. 
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2021 auf Abweisung der Be-
schwerde.  

 
D. Mit Replik vom 30. April 2021 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren 
fest. Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 10. Mai 2021 auf die Einreichung einer Duplik.  

 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 

 
 
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innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 19. Ok-
tober 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist dabei der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2020 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Er-
werbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 

 
 
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der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungs-
werte miteinander zu vergleichen. 
 
2.4 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die hingegen nur zum Teil erwerbstätig sind, wird 
für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga-
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten 
anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsscha-
den ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den 
Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden-
versicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 
 
2.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht er-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 
V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen 
und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben ge-
genüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli-
chen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisge-
mäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung (hier: 
16. September 2020) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesund-
heitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, 
je mit Hinweisen). 
 
2.6 Zu ergänzen bleibt, dass für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im 
Haushalt einer versicherten Person – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von 
Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen 
sind. Wesentlich ist zunächst, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die 
Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Di-
agnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben 
der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei allenfalls divergierende Meinungen im Bericht 
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen de-
tailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort 

 
 
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und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweis-
kräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des 
Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 
f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). 
Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Anga-
ben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für 
jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit 
von Versicherten im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 
2006 E. 3.2). Letztlich ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass in Bezug auf die 
Haushaltabklärungsberichte nicht ohne Grund von den Angaben der versicherten Person abge-
wichen werden darf (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen).  
 
3. Prozessthema bildet in erster Linie die Frage, in welchem Ausmass die Versicherte auf-
grund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch arbeitsfähig ist.  
 
3.1  Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.2 Die Annahme insbesondere einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheits-
beeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398  E. 5.3 und 
E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden be-
lastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen allerdings kein Krank-
heitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt deshalb in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das 
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von 
Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und in-
wiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz 
des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Per-
son nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vo-
raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Zu den psy-
chischen Gesundheitsschäden gehören neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seeli-
sche Abwegigkeiten mit Krankheitswert. Nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelischen 
Verfassung und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten indessen jene Be-
einträchtigungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass 
des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 353 
E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Ebenfalls kein versicherter Gesundheitsschaden liegt dann vor, wenn 

 
 
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die Leistungseinschränkung auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. 
Bloss verdeutlichendes Verhalten weist indes noch nicht per se auf eine Aggravation hin (BGE 
141 V 281 E. 2.2.1). Eine Aggravation liegt gemäss Bundesgericht namentlich dann vor, wenn 
eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Einschränkungen und dem gezeigten 
Verhalten besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt; keine Therapie bzw. keine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wurde; 
demonstrativ vorgetragene Klagen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen 
im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld  jedoch weitgehend intakt geblieben ist 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 20. September 2018, E. 4.1).  
 
3.3 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Nur wenn ein Versicherungsfall ohne die Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, sind an die Beweiswürdigung stren-
gere Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundes-
gerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 

 
 
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3.5  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
4.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das von ihr in 
Auftrag gegebene bidisziplinäre Verwaltungsgutachten der Dres. B._____ und C._____ vom 
23. Juli 2020 abgestellt. Aus dem neurologischen Teilgutachten von Dr. B._____, FMH Neurolo-
gie und Verhaltensneurologie, geht nach einer umfassenden Aktendarstellung in anamnestischer 
Hinsicht hervor, dass die Versicherte den ganzen Tag hindurch an Schmerzen am gesamten 
rechten Vorderarm leide. Sie habe den Eindruck, die Hand sei auch schwächer geworden. Das 
Tragen schwerer Objekte mit der rechten Hand sei nicht möglich. Sie könne den rechten Arm 
bzw. die rechte Hand nicht lange über Kopf halten. Der Schlaf sei gestört, auch die Gedächtnis- 
und Konzentrationsfähigkeit sei seit rund vier Jahren nicht mehr so gut. Die Beschwerden hätten 
ungefähr Ende des Jahres 2013 begonnen, als sie den ganzen Tag bei ihrer ursprünglichen Stelle 
damit beschäftigt gewesen sei, Pommes zu wenden. Sie versuche, die rechte Hand so wenig wie 
möglich zu benutzen und regelmässig Pausen einzulegen. Weil sie schlecht schlafe, gehe sie 
nochmals ungefähr bis 10 Uhr zu Bett, nachdem ihr Sohn in die  Schule gegangen sei. Sie würde 
dann etwas die Wohnung aufräumen und anschliessend das Mittagessen vorbereiten. Nachmit-
tags sei sie meist zu Hause. Sie würde dann allgemeine Haushaltsarbeiten erledigen. Nach dem 
Nachtessen würde sie meist alleine etwas spazieren gehen. Ihre Hobbies seien Musik und das 
Joggen. Joggen würde sie ein- bis zweimal pro Woche für rund 30 bis 45 Minuten. Spazieren 
gehe sie bei schönem Wetter täglich. Im Haushalt habe sie viel Hilfe. Beispielsweise würde der 
Sohn das Staubsaugen übernehmen, da sie ihren Arm nicht mehr so viel bewegen könne. Bei 
der Wäsche helfe ihr Ehegatte, der die Wäsche in die Waschküche und wieder hoch in die Woh-
nung trage. Komplizierte oder grössere Mahlzeiten könne sie nicht mehr zubereiten, da sie Prob-
leme beim Schneiden habe. Die übrigen Haushaltarbeiten erledige sie mit Pausen. Bei gröberen 
Reinigungsarbeiten helfe ihr eine Kollegin, die sie bezahlen würde. Mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit diagnostizierte der neurologische Gutachter neuropathische Schmerzen im Bereich 
des rechten Arms, differentialdiagnostisch einen Status nach möglicher Kompressionsneuropa-
thie im Pronator- und Supinatortunnel, einen Status nach Neurolyse im April 2014 mit nur kurz-
dauernder Beschwerdefreiheit sowie einen eher unwahrscheinlichen Status nach idiopathischer 
Plexusneuritis. Ohne Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine ausgeprägte 

 
 
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Symptomausweitung mit zusätzlich Schmerzen auch im Bereich der linken Hand und des linken 
Arms sowie eine Verdeutlichungstendenz und Aggravation sowohl im Rahmen der klinisch-neu-
rologischen als auch insbesondere in der verhaltensneurologisch-psychometrischen Untersu-
chung. Die Beurteilung des Schweregrads der organisch bedingten Beschwerden sei in hohem 
Masse durch das Untersuchungsverhalten mit ausgeprägten Verdeutlichungstendenzen und Ag-
gravation erschwert gewesen. Es sei zwar von noch bestehenden Beschwerden auszugehen, die 
Quantifizierung sei aber aufgrund des erwähnten Verhaltens und der deshalb in Frage zu stellen-
den anamnestischen Angaben unklar. Gegen einen vollständigen Nichtgebrauch des rechten 
Arms und der rechten Hand spreche die symmetrische Trophik. Es finde sich aktuell eine deutli-
che Symptomausweitung mit Angabe intermittierend auftretender, sehr starker Schmerzen. Ins-
gesamt sei aufgrund des Untersuchungsverhaltens, der Anamnese und der Aktenlage sowie 
auch nach der Besprechung mit den behandelnden Ärzten von einer leichten bis mässigen Be-
einträchtigung auszugehen. Eine darüberhinausgehende Beschwerdeintensität lasse sich orga-
nisch nicht begründen. Bereits anlässlich der Erstuntersuchung im Herbst 2015 sei auf erhebliche 
Inkonsistenzen hingewiesen worden. Klinisch-neurologisch finde sich ein unauffälliger Hirnner-
venbefund. Im Bereich der oberen Extremitäten sei die Trophik beidseits unauffällig. Die Umfänge 
an Mittelhand, Vorder- und Oberarm seien ebenfalls symmetrisch. Die geltend gemachte Hypäs-
thesie könne nicht sicher einem neurologischen Verteilungsmuster zugeordnet werden. Auch die 
Kraft sei bei ausgeprägtem Giving-Way nicht sicher beurteilbar. Paresen liessen sich sicher keine 
abgrenzen. Im Bereich der unteren Extremitäten bestehe ebenfalls ein unauffälliger Befund. Auf-
fällig sei jedoch, dass bei wiederholter Angabe, unter starken Schmerzen zu leiden, keine vege-
tativen Begleitphänomene wie ein vermehrtes Schwitzen oder Erblassen zu beobachten gewesen 
seien. Hinsichtlich auffälliger Inkonsistenzen weise auch die verhaltensneurologische Untersu-
chung auf einen ungenügenden Effort beim durchgeführten Validierungsverfahren hin. Für nicht 
valide Befunde spreche der Umstand, dass unterschiedliche Tests, welche eine vergleichbare 
Funktion auf unterschiedliche Art erfassen würden, keine durchgehend vergleichbaren Befunde 
ergeben hätten. Insgesamt sei von nicht validen Befunden auszugehen, so dass sich eine wei-
terführende Interpretation erübrige. Der Umstand der Verdeutlichungstendenz sowohl im Rah-
men der klinisch-neurologischen als auch verhaltensneurologischen Untersuchung mit zumindest 
bewusstseinsnaher Aggravation der Befundlage mindere die Glaubwürdigkeit der anamnesti-
schen Angaben erheblich. Es ergäben sich wesentliche Diskrepanzen im Vergleich zur Beurtei-
lung der voruntersuchenden Ärzte. Der behandelnde Schmerztherapeut habe im Hinblick auf das 
allgemeine Verhalten ebenfalls Diskrepanzen erwähnt, insbesondere hinsichtlich des Umstands, 
dass die Explorandin das Untersuchungszimmer vollständig unauffällig und mit unauffälliger Stim-
mungslage betrete. Er habe bemerkt, dass nicht organische Ursachen der von ihr geltend ge-
machten Beschwerden durchaus auch eine mögliche Differentialdiagnose begründen könnten. 
Der behandelnde Neurologe habe festgehalten, dass seine Beurteilung vom 19. Juni 2019 nebst 
körperlicher Beschwerden auch allfällige seelische Komponenten mitberücksichtigen würde und 
er gerade aus diesem Grund vorgeschlagen habe, die Explorandin durch die IV weiter abklären 
zu lassen. In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung kommt Dr. B._____ deshalb zum 
Schluss, dass aufgrund des Untersuchungsverhaltens unklar geblieben sei, inwiefern in ver-
gleichbaren Lebensbereichen gleichmässige Einschränkungen des Aktivitätsniveaus vorlägen. 
Die Symptome und Funktionseinbussen seien nicht alle als konsistent und plausibel zu bezeich-
nen. So sei es zwischenzeitlich zu einer Symptomausweitung gekommen, demgegenüber die 

 
 
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Abklärungen des behandelnden Neurologen unauffällig verlaufen seien. Anlässlich der aktuellen 
Exploration habe sich trotz erheblicher Inkonsistenzen im Vergleich zur Voruntersuchung im 
Herbst 2015 im Wesentlichen ein unveränderter Befund finden lassen. In der bisher ausgeübten 
Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Angepasste Tätigkeiten seien in gleicher Weise zu 
definieren wie anlässlich der Vorbegutachtung im Herbst 2015 als Tätigkeiten mit nur geringer 
und insbesondere nicht repetitiver Belastung des rechten Vorderarms und der rechten Hand, 
ohne Notwendigkeit einer mehr als leicht bis mässig belastenden Tätigkeit. In einer derart ange-
passten Tätigkeit bestehe seit spätestens Herbst 2015 eine mindestens 90%-ige Arbeitsfähigkeit. 
Die Einbusse von 10% begründe sich durch intermittierende Beschwerdeexazerbationen.  
 
Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. C._____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 23. Juli 2019 beruht ebenfalls auf einer umfassenden Aktendarstellung. Es folgen die Schil-
derungen der Versicherten, eine umfassende Anamnese und der Befund, wonach die Exploran-
din zeitlich, örtlich, situativ und autopsychisch orientiert sei. Affektiv sei sie schwingungsfähig. Sie 
wirke nachvollziehbar traurig in Bezug auf den subjektiven Verlust ihrer Gesundheit und die Ver-
änderungen in ihrem Leben. Andererseits könne sie aber auch darüber berichten, wie sie es täg-
lich geniesse, im Wald spazieren zu gehen und zu joggen. Ebenfalls beschreibe sie auch die 
Freude an ihrem Sohn. Sie wirke in ihrer Gemütsverfassung etwas labil, tendiere leicht dazu, 
ernst zu werden, wechsle ihre Stimmung dann aber und sei guter Laune. Auch könne sie immer 
wieder lachen. Ihre Angaben seien insofern auffällig, als keine atrophischen oder anderen Ver-
änderungen an dem seit mehreren Jahren nicht mehr gebrauchten Arm festzustellen seien, und 
man sehe keine livide Verfärbung, die Haut am Arm sei warm und trocken. Beide Hände und die 
Fingernägel seien gepflegt. Die Explorandin zeige keinen verminderten Antrieb und keine Verän-
derungen ihrer Gestik und Mimik. Zu diagnostizieren seien mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
eine unter medikamentöser Behandlung derzeit remittierte rezidivierende depressive Episode so-
wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Elementen 
bei anamnestisch neuropathischem Schmerzsyndrom. Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit bestünden keine. Eine depressive Störung liege aktuell keine vor, und die Ausprägung 
der Schmerzstörung sei leicht bis mittel. In den Akten sei zwar über eine schwere Depression 
berichtet worden, indes mit Befunden weder objektiviert noch begründet worden. Die Explorandin 
weise in Bezug auf ihre Beeinträchtigungen eine labile Gemütsverfassung auf. Eine erhöhte und 
durchgehende Traurigkeit und Niedergeschlagenheit würden sich aber nicht finden lassen. Hin-
gegen bestehe eine gewisse Resignation. Es müssen eine larvierte dysthyme Grundstimmung 
vermutet werden, welche dissimuliert werde. Die Schmerzen seien in Verbindung mit der affekti-
ven Störung und wahrscheinlich auch mit Eheproblemen zu erklären. So berichte die Versicherte 
über eine nicht einfach zu bewältigende eheliche Situation. Beide Elemente würden die Schmerz-
problematik unterstützen. Dabei bestehe auch ein somatischer Anteil, weshalb die Kriterien einer 
anhaltend somatoformen Schmerzstörung erfüllt würden. Tiefergehende konfliktorientierte Prob-
leme bestünden aber keine. Es müsse festgestellt werden, dass hinsichtlich der Schmerzbe-
schreibung und der beschriebenen Funktionseinschränkungen Inkonsistenzen vorlägen. So be-
zeichne sich die Explorandin einerseits als sehr depressiv, habe dann aber Freude am Spazie-
rengehen und an ihren sportlichen Aktivitäten. Auch in der Untersuchung fänden sich keine Hin-
weise auf eine akute depressive Symptomatik. Insgesamt müsse aber eine „belle indifférence“ 
festgestellt werden. Dieser Befund widerspreche nicht der larvierten dysthymen Grundstimmung, 

 
 
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korrespondiere aber auch nicht mit der Ausgeglichenheit und der affektiven Schwingungsfähigkeit 
während der Untersuchung, namentlich wenn die Explorandin ihre Beschwerden im Alltag be-
schreibe. Zudem würden sich keine den funktionellen Nichtgebrauch des linken Armes bestäti-
gende Veränderungen zeigen. Dass bei ihr wahrscheinlich eine somatoforme Schmerzstörung 
vorliege, leite sich aus den multipel frustran verlaufenden medikamentösen Versuchen ab. Folge 
man den subjektiven Angaben und vergleiche man sie mit den objektiven Befunden, so bestehe 
eine Diskrepanz und insofern auch eine Inkonsistenz. Keiner der behandelnden Ärzte hätten je 
die Aggravationstendenz miteinbezogen, vielmehr werde stets die Flucht der Explorandin in ihre 
Krankheit mit Arbeitsunfähigkeiten sowie einer Polypragmasie auf therapeutischer Ebene samt 
psychopharmakologischer Behandlung bestätigt. Im Längsschnitt habe sich im Vergleich zur Vor-
untersuchung eine leichte Verschlechterung, aber keine wesentliche Verbesserung eingestellt. In 
der Vergangenheit seien immer wieder depressive Episoden vorhanden gewesen, aktuell liege 
aber keine depressive Episode vor. Hingegen könne an einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung festgehalten werden. In der bisherigen Tätigkeit könne die Versicherte während 
einer 80%-igen Anwesenheit eine vollständige Leistung erbringen. In einer angepassten, den 
rechten Arm nicht benötigende Tätigkeit könne sie zu 100% arbeiten und ebenfalls eine volle 
Leistung erbringen. Insgesamt bestehe bei der Explorandin in Bezug auf eine angepasste Tätig-
keit somit keine Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit.  
 
Im Rahmen ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung gelangten die beiden Gutachter zum 
Schluss, dass die psychiatrische Beurteilung hinsichtlich der Einschätzung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit massgebend sei. Die geltend gemachten Beeinträchtigungen seien nicht vollum-
fänglich plausibel.  
 
4.2 Den übrigen medizinischen Akten von Relevanz ist zunächst ein Bericht von Dr. med. 
D.____, FMH Neurologie, vom 4. Januar 2019 (IV-Dok 141, S. 1) zu entnehmen. Als Diagnosen 
erhebt der behandelnde Neurologe der Versicherten therapieresistente neuropathische Schmer-
zen am rechten Arm seit Januar 2014. Hinsichtlich der prognostischen Arbeitsfähigkeit postuliert 
er eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von 75%, wonach bei einer Präsenzzeit von 50% noch eine 
qualitative und quantitative Leistung von 50% möglich sei. Sämtliche therapeutische Möglichkei-
ten seien ausgeschöpft, der medizinische Endzustand sei erreicht. Aktuell übe die Patientin keine 
Tätigkeit aus. Es bestünden starke Schmerzen im rechten Arm, welche bei Belastung zunehmen 
würden. Sowohl die bisherige Tätigkeit als auch eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei im 
Umfang von 50% zumutbar. Aus neurologischer Sicht bestehe kein Eingliederungspotential. Die-
sem Arztbericht beigelegt ist eine Zusammenfassung des behandelnden Neurologen ebenfalls 
vom 4. Januar 2019, wonach in Anbetracht der bisherigen Therapieversuche keine Möglichkeit 
für weitere Behandlungsmöglichkeiten mehr bestünden. Die Schmerzen im rechten Arm würden 
die Patientin sowohl im Haushalt als auch bei der Arbeit stark einschränken. Ihre Arbeitsunfähig-
keit sei mit rund 75% zu beziffern (IV-Dok 141, S. 7 f.). 
 
4.3 Im Weiteren geht aus dem Bericht von pract. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 15. Dezember 2018 (IV-Dok 138, S. 2 ff.) hervor, dass die Versicherte aktuell 
unter Schlaf- und Appetitlosigkeit, einer Erschöpfung, ständiger Müdigkeit, einer Lustlosigkeit und 

 
 
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anhaltenden Schmerzen im rechten Arm leide. Sie sei traurig, eingeengt auf ihr eigenes Minder-
wertigkeitsgefühl und ein Gefühl der Perspektivlosigkeit. Unter anderem sei der Antrieb leicht 
vermindert. Zu diagnostizieren sei mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende de-
pressive Episode aktuell mittelschwerer bis schwerer Ausprägung sowie eine Verlagerung der 
psychischen Problematik auf die körperliche Ebene in Form der therapieresistenten Armschmer-
zen. Generell gelte eine Depression als behandelbar. So habe auch die Patientin unter Medika-
tion eine gewisse Besserung gezeigt. Hinsichtlich der Schmerzen sei von einer eher schlechten 
Prognose auszugehen. Die Patientin verfüge über zu wenig eigene und familiäre Ressourcen, 
um ihre Konflikte anders zu gestalten. Eine ihrem Leiden angepasste Tätigkeit sei beginnend mit 
bis zu vier Stunden täglich ohne Zeitdruck zumutbar.  
 
4.4 Schliesslich liegt ein Bericht von Dr. med. F.____, FMH Allgemeinde Medizin, vom 
26. November 2019 vor (IV-Dok 137). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit er-
hebt der behandelnde Hausarzt im Wesentlichen ein therapieresistentes neuropathisches 
Schmerzsyndrom am rechten Arm sowie eine anhaltende depressive Episode aktuell mittel-
schwerer bis schwerer Ausprägung. Prognostisch erachte er eine Teilzeittätigkeit im Umfang von 
20% bis 30% als möglich.  
 
5.1 Das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten der Dres. B._____ und C._____ erfüllt zwei-
felsohne die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwal-
tungsexternes Verwaltungsgutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 3.3 f.), ist den im 
Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit ihrer Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das 
bidisziplinäre Verwaltungsgutachten von Dr. B._____ und Dr. C._____ beruht auf allseitigen Un-
tersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden der Versicherten und ist in Kenntnis 
aller relevanten Vorakten abgegeben worden. Sowohl in neurologischer als auch in psychiatri-
scher Hinsicht basiert es auf detaillierten Untersuchungen sowie in psychiatrischer Sicht zusätz-
lich auf fremdanamnestischen Angaben der behandelnden Ärzte der Versicherten. Bei deren 
Analyse kommt der neurologische Gutachter zum Schluss, dass die Beurteilung des Schwere-
grads der organisch bedingten Beschwerden in hohem Masse durch das Untersuchungsverhal-
ten mit ausgeprägten Verdeutlichungstendenzen und Aggravation erschwert worden ist. Auch 
wenn von organisch nachvollziehbaren Beschwerden auszugehen ist, erweist sich seine damit 
verbundene Schlussfolgerung, wonach sich die Quantifizierung der Beschwerden aufgrund der 
in Frage zu stellenden anamnestischen Angaben unklar erweise, deshalb als schlüssig. Gegen 
den von der Versicherten behaupteten, vollständigen Nichtgebrauch des rechten Arms spricht 
namentlich der objektiv erhobene Befund einer symmetrischen Trophik. Damit aber ist es auch 
nachvollziehbar, wenn der Dr. B._____ in diagnostischer Hinsicht zum Schluss kommt, dass eine 
deutliche Symptomausweitung diagnostiziert werden muss, in objektiver Hinsicht indessen von 
einer nur leicht bis mässigen Beeinträchtigung aus somatischer Sicht ausgeht. Gegen eine orga-
nische Ätiologie einer darüberhinausgehenden Beeinträchtigung spricht insbesondere auch der 
Umstand, dass der neurologische Gutachter im Rahmen seiner umfassenden Exploration keine 

 
 
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vegetativen Begleitphänomene wie ein namentlich in solchen Situationen zu erwartendes ver-
mehrtes Schwitzen beobachten konnte. Für das Vorhandensein entsprechender Inkonsistenzen 
spricht demgegenüber die verhaltensneurologische Untersuchung, welche Hinweise auf einen 
ungenügenden Effort beim durchgeführten Validierungsverfahren ergeben hat. Zweifel an den 
entsprechenden Testergebnissen werden weder vorgebracht, noch sind solche aus den Akten 
ersichtlich. Wenn Dr. B._____ mit Blick auf diese erklärterweise nicht validen Befunde zum 
Schluss kommt, dass sich eine weiterführende Interpretation erübrige, ist ihm mithin zuzustim-
men. Trotz eines auch durch den behandelnden Neurologen übereinstimmend diagnostizierten 
organisch erklärbaren Anteils in Form therapieresistenter neuropathischer Schmerzen am rech-
ten Arm ist deshalb auch nachvollziehbar davon auszugehen, dass die Versicherte in einer die-
sem Leiden angepassten, leichten bis mässig belastenden Verweistätigkeit mit einer nur geringen 
und insbesondere nicht repetitiven Belastung des rechten Vorderarms in neurologischer Hinsicht 
weiterhin mindestens zu 90% arbeitsfähig ist. Konkrete Anhaltspunkte, welche rechtsprechungs-
gemäss Anlass zu Zweifel an den Explorationsergebnissen von Dr. B._____ geben würden, sind 
bei dieser Aktenlage jedenfalls keine auszumachen.  
 
5.2 Nicht anders ist hinsichtlich der psychiatrischen Begutachtungsergebnisse zu entschei-
den. Entgegen den durch die Behandler in der Vergangenheit diagnostizierten depressiven Epi-
sode mittelschwerer bis schwerer Ausprägung konnten anlässlich der psychiatrischen Explora-
tion durch Dr. C._____ keine entsprechenden Befunde mehr ausgemacht werden. Die Versi-
cherte präsentierte sich in objektiver Hinsicht vielmehr ohne eigentlich depressive Symptome. Bei 
ihr liegt zwar eine larvierte dysthyme Grundstimmung, indessen auch eine Ausgeglichenheit und 
eine affektive Schwingungsfähigkeit vor. Namentlich spricht auch der anamnestische Tagesab-
lauf gegen eine affektive Beeinträchtigung ihrer psychischen Gesundheit. So hat die Versicherte 
anlässlich ihrer Exploration durch Dr. C._____ davon berichtet, wöchentlich wiederholt ihrer sport-
lichen Tätigkeit nachzugehen und täglich gerne spazieren zu gehen. Alleine ihr Aktivitätsniveau 
widerspricht mithin einer depressiven Episode, wie es die behandelnde Psychiaterin in der Ver-
gangenheit noch diagnostiziert hatte. Daran ändert nichts, dass während der Exploration der Ver-
sicherten eine gewisse Resignation auszumachen war. Namentlich liess sich gerade keine er-
höhte und durchgehende Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit finden, wie sie für eine depres-
sive Episode von Relevanz aber vorausgesetzt wäre. Mit Blick auf den somatischen Anteil ihrer 
Beschwerden am rechten Arm liegt bei der Versicherten sodann eine somatoforme Schmerzstö-
rung vor, welche jedoch aufgrund der erwähnten Inkonsistenzen (oben, Erwägung 5.1) keinen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben kann. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, 
dass grundsätzlich kein versicherter Gesundheitsschaden vorliegt, wenn die Leistungseinschrän-
kung auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht (oben, Erwägung 3.2). So 
verhält es sich auch hier. Auch wenn die Versicherte über eine nicht einfach zu bewältigende 
eheliche Situation berichtet hat, welche ihre Schmerzproblematik letztlich zu unterstützen scheint, 
liegen keine tiefergreifenden konfliktorientierten Probleme bei ihr vor. Damit ist letztlich nicht zu 
beanstanden, dass der psychiatrische Gutachter zum Schluss kommt, dass die Versicherte in 
einer angepassten, den rechten Arm nicht belastenden Tätigkeit eine volle Leistung zu erbringen 
in der Lage ist. Hierfür spricht auch der Umstand, dass die behandelnde Psychiaterin in ihrem 
Bericht vom 15. Dezember 2018 dargelegt hat, dass die Versicherte unter Medikation eine ge-
wisse Besserung gezeigt habe. Dies korrespondiert mit der von Dr. C._____ erhobenen Diagnose 

 
 
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einer unter medikamentöser Behandlung mittlerweile remittierten rezidivierenden depressiven 
Episode. Gegen eine allfällige Einschränkung ihrer Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen 
spricht wie bereits erwähnt aber alleine bereits der Umstand, dass die Versicherte ein beachtli-
ches Aktivitätenniveau im Alltag aufweist, und sich der behauptete schmerzbedingte Nichtge-
brauch ihrer rechten Hand namentlich mangels atrophischer oder sonstiger Veränderungen an 
dem seit mehreren Jahren nicht mehr gebrauchten Arm gerade nicht nachvollziehen lässt. Vor 
diesem Hintergrund ist die Einschätzung einer psychisch vollständig erhaltenen Arbeitsfähigkeit 
ebenfalls nicht zu beanstanden. 
 
5.3. An der Beweistauglichkeit des bidisziplinären Verwaltungsgutachtens vermag der Be-
richt des Hausarztes der Beschwerdeführerin vom 26. November 2019 nichts zu ändern. Dessen 
Einschätzung ist nicht weiter begründet und kann in Gegenüberstellung mit den differenzierten 
Ausführungen im strittigen Verwaltungsgutachten nicht überzeugen. Auch der Verweis der Be-
schwerdeführerin auf den Bericht des behandelnden Neurologen vom 4. Januar 2019 kann keine 
andere Sichtweise begründen. Dieser Bericht erweist sich als widersprüchlich. So beziffert Dr. 
D.____ die verbleibende Arbeitsfähigkeit zwar auf nur 25%, postuliert an anderer Stelle in seinem 
Bericht jedoch, dass eine dem Leiden angepasste Tätigkeit im Umfang von 50% zumutbar sei. 
Dieser Widerspruch lässt sich nicht auflösen. Die Beschwerdeführerin ihrerseits wendet in ihrer 
Beschwerdebegründung gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung einzig ein, die von Dres. 
B._____ und C._____ attestierte Restarbeitsfähigkeit von 90% sei nicht nachvollziehbar, weil sie 
mit einer angeblichen Aggravation begründet werde. Dies aber sei nicht statthaft, weil seitens der 
behandelnden Ärzte kein solches Verhalten erwähnt werde. Dem kritisierten Verwaltungsgutach-
ten ist in Bezug auf die von den behandelnden Ärzten eingeholten, fremdanamnestischen Anga-
ben nun aber zu entnehmen, dass insbesondere der behandelnde Schmerztherapeut sehr wohl 
ein diskrepantes Verhalten der Versicherten erwähnt hat. So hat er gegenüber dem neurologi-
schen Gutachter berichtet, dass die Versicherte auch bei ihm das Untersuchungszimmer voll-
ständig unauffällig und mit unauffälliger Stimmungslage betreten habe. Weiter geht aus dem Gut-
achten der Dres. B._____ und C._____ hervor, dass der behandelnde Neurologe vorgeschlagen 
habe, die Explorandin durch die IV weiter abklären zu lassen, da er nebst körperlichen Beschwer-
den auch seelische Komponenten in seine Beurteilung miteinbezogen habe. Mithin kann nicht 
davon gesprochen werden, die behandelnden Ärzte hätten keinerlei Inkonsistenzen festgestellt, 
wie sie letztlich auch von den beiden Gutachtern erhoben worden sind. Der entsprechende Ein-
wand der Beschwerdeführerin geht diesbezüglich fehl. 
 
5.4 Bei dieser Sachlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen nicht auf, und es 
kann von der Einholung ergänzender medizinischer Unterlagen abgesehen werden. Der An-
spruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Kor-
relat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfas-
sungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entschei-
dung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung 
zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach-
verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be-
weismittel verzichtet werden. Dies ist dem Gesagten zufolge hier aber der Fall. Die damit verbun-

 
 
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dene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu-
lässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). Als Zwischenergebnis ist demnach festzustellen, 
dass die IV-Stelle ihrer Rentenbemessung gestützt auf das Verwaltungsgutachten der Dres. 
B._____ und C._____ eine Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit von 90% 
zu Grund legen durfte. 
 
6. Bei dieser Ausgangslage kann sodann dahingestellt bleiben, wie es sich hinsichtlich der 
weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdebegründung verhält. Diese 
bringt vor, dass der Invaliditätsgrad anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
zu bemessen sei und die IV-Stelle beim Valideneinkommen zu Unrecht auf den Sektor im Gast-
gewerbe abgestellt habe. Selbst wenn zu Gunsten der Versicherten wie bereits beim Invaliden-
einkommen auch bei der Bemessung des Valideneinkommens auf den Totalwert für Frauen des 
Kompetenzniveaus 1 der Lohnstrukturerhebung abgestellt würde, ergibt sich in Anwendung der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs bei einer noch verwertbaren Arbeitsfähigkeit 
von 90% ein IV-Grad von lediglich 10%. Daran ändert auch nichts, dass über die ärztliche Be-
zeichnung der massgebenden Zumutbarkeitsbeurteilung hinaus zusätzlichen Einschränkungen 
mit einem leidensbedingten Abzug bis maximal 25% Rechnung getragen werden kann. Entgegen 
der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung liesse sich im vorliegenden Fall ein 
leidensbedingter Abzug in diesem Umfang ohnehin nicht begründen. Wie es sich damit genau 
verhält, braucht jedoch ebenfalls nicht geprüft zu werden. Auch bei einem identischem Validen- 
und Invalideneinkommen würde in Anlehnung an den Prozentvergleich sogar bei einem maximal 
zulässigen Abzug von 25% ein IV-Grad unter 40% resultieren. Ein Rentenanspruch ist mangels 
Erreichens des hierfür massgebenden Schwellenwerts (oben, Erwägung 2.1) somit so oder an-
ders ausgeschlossen. Im Ergebnis ist deshalb festzuhalten, dass die IV-Stelle das Rentengesuch 
der Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die gegen die betreffende Verfügung vom 16. Septem-
ber 2020 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden 
muss.  
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
7.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung. 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet.. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.