# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22adf773-8dbe-5502-82eb-8f994979be22
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2008 D-1974/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1974-2008_2008-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1974/2008
law/rep

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richter Gérald Bovier, 
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
13. März 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1974/2008

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 13. Mai 1994 stellte das Bundesamt für Flüchtlinge 
(BFF; heute Bestandteil  des Bundesamtes für  Migration [BFM]) fest, 
der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  und 
lehnte sein Asylgesuch vom 27. Mai 1991 ab. Gleichzeitig verfügte es 
die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Die 
gegen  diese  Verfügung  gerichtete  Beschwerde  wies  die  damals  zu-
ständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil  vom 
21. Juni 1994 ab.

B.
Mit Verfügung vom 30. Juni 1999 trat das BFF auf ein erneutes Asylge-
such des Beschwerdeführers vom 6. Mai 1999 nicht ein. Gleichzeitig 
verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren sofor-
tigen Vollzug an. Die ARK wies die gegen diese Verfügung eingereich-
te Beschwerde vom 28. Juni 1999 mit Urteil vom 19. Februar 2003 ab.

C.
Am  21.  Dezember  2007  ersuchte  der  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz ein drittes Mal um Asyl. Anlässlich der summarischen Befra-
gung  vom  16.  Januar  2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Kreuzlingen (EVZ) und der Anhörung durch das BFM vom 13. Februar 
2008  machte  der  Beschwerdeführer  unter  anderem  geltend,  er  sei 
nach Abschluss seines ersten Asylgesuchs in der Schweiz nicht nach 
Sri Lanka zurückgekehrt, sondern nach Deutschland gegangen, wo er 
sich von 1995 bis 1999 aufgehalten habe. Dort habe er einen Asylan-
trag gestellt,  welcher  im Jahr 1999 abgelehnt  worden sei. Nach Ab-
schluss seines zweiten Asylgesuchs in der Schweiz habe er sich vor-
erst bis März 2005 illegal in der Schweiz aufgehalten. Danach sei er 
nach Frankreich ausgereist, wo er sich bis Dezember 2007 aufgehal-
ten habe. Er habe auch in Frankreich ein Asylgesuch gestellt; dieses 
sei im März 2007 ebenfalls abgelehnt worden.

D.
Mit Verfügung vom 13. März 2008 trat das BFM auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 2007 gestützt auf  Art. 32 
Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
nicht  ein. Gleichzeitig  verfügte es die Wegweisung aus der  Schweiz 
und ordnete deren Vollzug an.

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E.
Mit Eingabe vom 25. März 2008 (Poststempel) erhob der Beschwerde-
führer  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diese  Verfügung  Be-
schwerde und beantragte, der Wegweisungsentscheid des BFM vom 
13. März  2008  sei  aufzuheben; eventuell  sei  von einer  Wegweisung 
abzusehen und ihm die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewäh-
ren.  Der  Beschwerdeführer  reichte  mit  der  Eingabe  die  Kopie  einer 
Vermisstenanzeige,  welche  seine  Mutter  ihren  Ehemann  bzw. Vater 
des Beschwerdeführers betreffend bei der Polizei in B._______ am 18. 
März 2008 eingereicht haben soll, inklusive einer deutschen Überset-
zung dieses Dokumentes zu den Akten.

F.
Mit Verfügung vom 3. April 2008 bestätigte der Instruktionsrichter des 
Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer das ihm zustehen-
de Recht,  den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten zu 
können. Gleichzeitig verzichtete er auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses und räumte dem BFM die Gelegenheit ein, zur Beschwerde 
vom 25. März 2008 innert Frist eine Vernehmlassung einzureichen.

G.
In seiner Vernehmlassung vom 21. April 2008 beantragte das BFM die 
Abweisung der Beschwerde.

H.
Mit Verfügung vom 23. April 2008 brachte der Instruktionsrichter dem 
Beschwerdeführer  die  Vernehmlassung  des  BFM  zur  Kenntnis  und 
räumte ihm die Möglichkeit  ein, innert  Frist schriftlich zu dieser Stel-
lung zu nehmen.

I.
In der Replik vom 7. Mai 2008 (Poststempel) hielt der Beschwerdefüh-
rer an seiner Beschwerde fest. Gleichzeitig reichte er eine Bestätigung 
der C._______ vom 18. März 2008, eine Todeserklärung der Familie 
betreffend  seinen  am  11.  April  2008  verstorbenen  Vater  inklusive 
deutscher  Übersetzung,  eine  Todesanzeige  aus  der  Zeitung 
D._______  inklusive  deutscher  Übersetzung,  ein  als  E._______ 
bezeichnetes  Dokument  vom  12.  März  2008  inklusive  deutscher 
Übersetzung, sowie drei Fotos ein.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 
und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.

3.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

3.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

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4.

4.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

4.2
Der Vollzug der Wegweisung ist nicht möglich, wenn die ausländische 
Person weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen 
Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 
AuG). Er ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der 
Schweiz einer Weiterreise der ausländischen Person in ihren Heimat-, 
Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83  Abs.  3 
AuG).  Unzumutbar  kann  der  Wegweisungsvollzug  für  eine  ausländi-
sche  Person  sein,  wenn  diese  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG).

4.2.1 Der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  sein 
Heimatland ist unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflich-
tungen  der  Schweiz  (Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische 
Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Ab-
kommens vom 28. Juli  1951 über  die  Rechtsstellung der  Flüchtlinge 
[Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von 
Art. 5 Abs. 1 AsylG sowie Art. 25 Abs. 2 und 3 BV zulässig. Dem Be-
schwerdeführer ist es nicht gelungen, Ereignisse darzutun, die geeig-
net  sind,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen. Gleichzeitig erge-
ben sich weder aus seinen Aussagen noch aus den übrigen Akten An-
haltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Rückschiebung in seinen 
Heimatstaat mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art. 3 
EMRK oder nach Art. 3 i.V.m. Art. 1 des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder 
erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen Gerichtshofes für Menschenrechte sowie jener des UN-Anti-Fol-
terausschusses  müsste der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer 

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Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde. 
Dies gelingt ihm jedoch nicht, zumal die in der Beschwerde erhobene 
Behauptung,  aufgrund  des  Todes  seines  Vaters  sei  auch  er  in 
Lebensgefahr  (vgl.  Replik  vom  22.  März  2008),  bloss  spekulativer 
Natur  ist.  Gleich  wie  Art.  3  FoK  geht  im  Übrigen  Art.  7  des 
Internationalen Pakts vom 16. Dezember  1966 über  bürgerliche und 
politische Rechte  (SR 0.103.2)  in  seiner  Tragweite  nicht  über  Art. 3 
EMRK hinaus (vgl. dazu BGE 124 I  231 E. 2a S. 235 f.). Alleine aus 
der allgemeinen Menschenrechtssituation in Sri Lanka, lässt sich kein 
reales  Risiko  von  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender 
Strafe oder Behandlung herleiten. Selbst das Vorliegen einer allgemein 
schlechten  Menschenrechtslage  genügt  nämlich  noch  nicht  für  die 
Annahme einer drohenden Verletzung von Art. 3 EMRK (vgl. EMARK 
2001  Nr.  16  E.  6a  S. 122,  mit  zahlreichen  Hinweisen).  Nach  dem 
Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- 
als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

4.3 Art. 83 Abs. 4 AuG stellt eine Kodifizierung der bisherigen Praxis 
zur konkreten Gefährdung nach Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes 
vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 
(aANAG, BS 1  121)  dar  (vgl.  PETER BOLZLI in  MARC SPESCHA/HANSPETER 
THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER BOLZLI,  Kommentar  Migrationsrecht,  Zürich 
2008, Nr. 15 zu Art. 83 AuG, mit Hinweisen). Dieser Praxis zufolge wird 
aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten 
der  Schweiz,  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  verzichtet,  wenn  die 
Rückkehr in den Heimatstaat für die betroffene Person eine konkrete 
Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann angesichts der im 
Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch 
Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgemeiner Gewalt kenn-
zeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomente, wie beispielswei-
se einer  notwendigen,  aber  dort  nicht  durchführbaren medizinischen 
Behandlung, angenommen werden.

4.4 In der Beschwerde wird vorweg geltend gemacht, der angefochte-
ne Entscheid halte fest, dass "somit unter gebührender Berücksichti-
gung der gegenwärtigen Lage in Sri  Lanka eine Rückführung in den 
Heimatstaat  als  zumutbar  erachtet  werde,  wobei  insbesondere  auch 
keine  anderen Gründe  gegen  deren  Zumutbarkeit  sprechen". Dieser 
Satz deute darauf hin, dass von der Vorinstanz keinerlei weitere Unter-
suchungen zur Zumutbarkeit  der Wegweisung vorgenommen worden 
seien. Der Entscheid verletze somit Art. 12 und Art. 18 AsylG, Art. 14a 

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aANAG sowie Art. 12 und 35 VwVG. Er gehe von einer unrichtigen und 
unvollständigen  Feststellung  des  Sachverhaltes  aus  und  sei 
unangemessen. 

Die Behauptung, das BFM habe sich bloss in der erwähnten knappen 
Form zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzug geäussert, 
trifft  nicht  zu.  Dieses  hat  in  der  angefochtenen  Verfügung  weitaus 
ausführlicher  und  differenzierter  begründet,  weshalb  es  den  Vollzug 
der  Wegweisung  nach  Sri  Lanka  als  zumutbar  erachte.  Die 
unzutreffenden  Einwände  des  Beschwerdeführers  lassen  sich  nur 
dadurch erklären, dass seine Beschwerde in wesentlichen Teilen auf 
einer  (veralteten)  von  anonymer  dritter  Hand  standardisiert 
formulierten Vorlage beruht. Es ist deshalb ohne weitere Erörterungen 
festhalten,  dass  eine  Verletzung  des  Untersuchungsgrundsatzes 
beziehungsweise eine unvollständige Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes  oder  eine  Verletzung  der  Begründungspflicht  nicht 
festgestellt werden kann.

4.5 Das Bundesverwaltungsgericht hat im zur Publikation vorgesehe-
nen Urteil  E-2775/2007 vom 14. Februar 2008 E. 7 eine umfassende 
Beurteilung der Situation in Sri Lanka vorgenommen. Es hat dabei un-
ter anderem festgestellt, dass die Rückschaffung abgewiesener Asyl-
gesuchsteller aus Sri Lanka in die Nordprovinz (die Distrikte Killinoch-
chi,  Mannar,  Vavuniya,  Mullaitivu  und  Jaffna)  und  in  die  Ostprovinz 
(Distrikte  Trincomalee,  Batticaloa  und  Ampara)  angesichts  der  dort 
herrschenden  allgemeinen  Lage  unzumutbar  ist.  Bei  rückkehrenden 
Tamilen,  die  aus  der  Nord-  oder  Ostprovinz  stammen,  kann  zudem 
nicht mehr von der generellen Zumutbarkeit der Inanspruchnahme ei-
ner innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes, na-
mentlich  im  Grossraum  Colombo,  ausgegangen  werden.  Damit  die 
Rückkehr abgewiesener tamilischer Asylsuchender in den Grossraum 
Colombo als zumutbar qualifiziert  werden kann, bedarf es besonders 
begünstigender,  das  heisst  positiver  individueller  Umstände  wie  na-
mentlich ein tragfähiges Familien- oder sonstiges Beziehungsnetz, die 
konkrete Möglichkeit  der Sicherung des Existenzminimums und eine 
gesicherte Wohnsituation.

4.6 Das BFM beurteilte in der angefochtenen Verfügung den Vollzug 
der Wegweisung als  zumutbar. Im Wesentlichen hält  es zur  Begrün-
dung fest, aufgrund der gewalttätigen Auseinandersetzungen im Nor-
den und Osten des Landes sei eine Rückkehr des Beschwerdeführers 

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in diese Landesteile nicht zumutbar. Er könne jedoch in einem anderen 
Teil des Heimatlandes Wohnsitz nehmen. Im Süden und Westen des 
Landes bestehe keine Situation allgemeiner  Gewalt. Der Vollzug der 
Wegweisung  könne  unter  diesen  Umständen  nicht  generell  als 
unzumutbar bezeichnet werden. Es würden zudem individuelle Gründe 
für  die  Zumutbarkeit  einer  Wohnsitznahme  im  Grossraum  Colombo 
bzw. im Südwesten des Landes und damit des Wegweisungsvollzuges 
sprechen.  Namentlich  deshalb,  weil  es  sich  beim  Beschwerdeführer 
um  einen  gesunden  jungen  Mann  handle,  der  über  eine  solide 
Schulbildung,  Erfahrung  im  Gastgewerbe  sowie  über  Deutsch-  und 
Französischkenntnisse verfüge. Selbst wenn es zutreffen sollte,  dass 
er kein Singhalesisch spreche und in Colombo bzw. im Südwesten des 
Landes  aktuell  noch  über  kein  tragfähiges  Beziehungsnetz  verfüge, 
erscheine es zumutbar, dass er nach seiner Rückkehr - zum Beispiel 
in  den  Grossraum  Colombo,  wo  Millionen  ethnischer  Tamilen  leben 
würden - den Versuch unternehme, sich dort ein solches aufzubauen, 
zumal er sich mehrere Monate in Colombo aufgehalten habe. Es sollte 
ihm  auch  möglich  sein,  Arbeit  und  Auskommen  -  zum  Beispiel  im 
Gastgewerbe - zu finden. Dabei könne  für die erste Zeit nach seiner 
Rückkehr von einer finanziellen und logistischen Unterstützung seitens 
seiner  begüterten  Eltern  ausgegangen  werden,  die  auch  seinen 
Aufenthalt in Frankreich finanziert hätten.

4.7 Der  Beschwerdeführer  verweist  auf  die  allgemeine  Lage  in  Sri 
Lanka und macht geltend, sein Vater sei getötet worden. Die Wegwei-
sung sei aufgrund des ungenügenden sozialen Netzes und seiner per-
sönlichen Situation unzumutbar.

4.8 Der  Beschwerdeführer  stammt  aus  F._______  (Jaffna  District; 
Nordprovinz),  wo er  gemäss eigenen Angaben von Geburt  bis  1990 
lebte und die Schule besucht hat. Vor seiner Ausreise am 3. Mai 1991 
im Alter von knapp 16 Jahren hat er sich während rund fünf Monaten 
in Colombo aufgehalten, wo er in einer Lodge gewohnt haben soll (act. 
A4/16 3 f. und 11). Nachdem sein erstes Asylgesuch in der Schweiz 
rechtskräftig abgelehnt wurde, hat er sich noch bis Ende 1994 in der 
Schweiz aufgehalten - jedenfalls wurde er gemäss Mitteilung der zu-
ständigen  kantonalen  Behörde vom 29. November  1996  als  per  28. 
Februar  1995  verschwunden  gemeldet.  Gemäss  Auskunft  der  deut-
schen Behörden vom 21. Januar 2008 (act. C7/1) ist der Beschwerde-
führer am 28. Februar 1995 in Deutschland eingereist, wo er unter der 
Identität G._______, geboren, (...), erfasst wurde. Sein Asylantrag sei 

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am 24. Februar 1999 abgelehnt und sein Fortzug nach Unbekannt am 
24. Februar 1999 gemeldet worden. Am 6. Mai 1999 reichte er in der 
Schweiz  ein  zweites  Asylgesuch  ein.  Die  damals  anlässlich  der 
Anhörung erhobene Behauptung, er sei am 16. Januar 1999 nach Sri 
Lanka  zurückgekehrt  (4/9,  S.  4)  und  habe  sich  bis  zu  seiner 
Wiederausreise am 22. April 1999 (4/9, S. 6) dort aufgehalten, hat der 
Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  vom  13.  Februar  2008 
widerrufen und eingeräumt, dass dies nicht  der Wahrheit  entspreche 
(C14/17, S. 10); er habe sich in Frankreich aufgehalten (act. C1/12, S. 
2). Dies deckt sich mit den Angaben der französischen Behörden vom 
20.  Februar  2008  (act.  C20/1),  wonach  der  Beschwerdeführer  unter 
der  Identität  G._______,  geboren  (...),  am  28.  April  2005  ein 
Asylgesuch gestellt habe, welches am 9. Juni 2005 abgelehnt worden 
sei; dieser Entscheid sei am 25. November 2005 durch den nationalen 
Gerichtshof für Asylrecht bestätigt worden.

Ungeachtet dessen bleibt unklar, ob sich der Beschwerdeführer - wie 
naheliegenderweise  aufgrund der  obigen Erwägungen zu schliessen 
wäre - seit 1991 ununterbrochen als Asylbewerber in der Schweiz und 
anderen  europäischen  Staaten  aufgehalten  hat.  Es  ist  keineswegs 
auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer vorübergehend nach Sri 
Lanka zurückgekehrt ist, zumal er in der Beschwerde im Widerspruch 
zu seinen Angaben in der Befragung vom 16. Januar 2008 (vgl. act. 
C1/12, S. 2) und der Anhörung vom 13. Februar 2008 (vgl. act. C14/17, 
S.  10)  erneut  behauptet,  er  sei  mit  Hilfe  eines  Freundes  von  der 
Schweiz nach Sri  Lanka zurückgekehrt und habe dort  anschliessend 
kein ruhiges Leben gehabt (vgl. Beschwerde S. 3). Auch der Umstand, 
dass der Beschwerdeführer über eine Identitätskarte verfügt,  welche 
am 27. März 2003 in Colombo ausgestellt  wurde, bildet ein Indiz für 
einen  Aufenthalt  in  Sri  Lanka  -  wiewohl  der  Beschwerdeführer 
behauptet, sein Vater habe diese für ihn besorgt (C1/12, S. 6; C14/17, 
S.  10).  Mit  seinen  widersprüchlichen  Angaben  bezüglich  seines 
Aufenthalts  erweckt  der  Beschwerdeführer  den  Eindruck,  nicht  die 
Wahrheit  zu sagen,  sondern den Behörden jeweils  diejenige Version 
der  eigenen  Biografie  vorzutragen,  welche  er  im  Hinblick  auf  die 
Erwirkung  einer  Aufenthaltsberechtigung  im  Gaststaat 
situationsbedingt  als  die  günstigste  erachtet.  Dieser  Eindruck  wird 
auch durch seine unbegründeten und - soweit das zweite Asylgesuch 
vom 6. Mai  1999  betreffend  -  eingestandenermassen  auf  unwahren 
Angaben beruhenden (act. C1/12,  S. 7; C14/17,  S. 10)  Asylgesuche 
untermauert,  welche  er  in  der  Schweiz,  in  Deutschland  und  in 

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Frankreich  gestellt  hat.  Die  persönliche  Glaubwürdigkeit  des 
Beschwerdeführers ist dadurch von vornherein erheblich erschüttert.

Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass zur Annahme, dass der 
Vater des Beschwerdeführers - wie auf Beschwerdeebene behauptet - 
am  11.  April  2008  tatsächlich  getötet  worden  ist,  zumal  die 
eingereichten  Beweismittel  nicht  geeignet  sind,  den  Tod des  Vaters 
zweifelsfrei zu belegen. Der von der Mutter des Beschwerdeführers am 
18. März 2008 eingereichten Polizeianzeige und der ebenfalls von ihr 
veranlassten  Bestätigung  der  Sri  Lanka  Red  Cross  Society  vom 
18. März  2008  ist  lediglich  zu  entnehmen,  dass  sie  ihren  Ehemann 
(beziehungsweise  den  Vater  des  Beschwerdeführers)  vermisse, 
nachdem dieser nicht - wie am 10. März 2008 telefonisch angekündigt 
- innerhalb von zwei Tagen aus Batticaloa nach Hause zurückgekehrt 
sei. In diesem Zusammenhang fällt  auf,  dass die Polizeianzeige und 
die Bestätigung exakt an jenem Tag ausgefertigt wurden, an welchem 
dem  Beschwerdeführer  die  angefochtene  Verfügung  vom  13.  März 
2008  eröffnet  worden  ist.  Es  fällt  schwer,  das  zeitliche 
Zusammentreffen  dieser  Ereignisse  als  Zufall  zu  interpretieren. 
Vielmehr entsteht angesichts der persönlichen Unglaubwürdigkeit des 
Beschwerdeführers  der  Verdacht,  dass  es  sich  bei  der 
Vermisstenanzeige betreffend seinen Vater um eine von ihm mit Hilfe 
seiner  Mutter  kurzfristig  arrangierte  Inszenierung  handelt.  Hinzu 
kommt,  dass  der  Beschwerdeführer  erstaunlicherweise  bereits  am 
22. März  2008  im  Besitze  der  -  bloss  vier  Tage  früher  datierten  - 
Polizeianzeige seiner  Mutter  war,  was sich  aus  der  Tatsache ergibt, 
dass  er  der  Beschwerde  eine  deutsche  Übersetzung  der  von  der 
Polizei  am  18.  März  2008  schriftlich  aufgenommenen 
Vermisstenanzeige seiner Mutter beifügen konnte, welche von einem 
in Zürich domizilierten Beratungs-  und Übersetzungsbüro angefertigt 
wurde. Letzteres deutet ebenfalls darauf hin, dass die Polizeianzeige 
auf Absprache und Bestellung hin in die Schweiz geschickt wurde. Im 
Übrigen fällt  auf, dass der Beschwerdeführer betreffend seinen Vater 
zwar  eine  Todesmeldung  der  Familie  und  eine  in  einer  Zeitung 
platzierte  Todesanzeige  eingereicht  hat,  nicht  aber  eine  amtliche 
Todesbescheinigung  oder  andere  amtliche  Dokumente,  welche 
schlüssig  belegen würden,  dass  der  Vater  tatsächlich wie  behauptet 
gewaltsam  ums  Leben  gekommen  ist.  Dazu  passt,  dass  die 
Gesichtszüge  des  auf  den  eingereichten  drei  Fotos  abgebildeten 
erschossen  Mannes,  bei  dem  es  sich  darstellungsgemäss  um  den 
Vater des Beschwerdeführers handeln soll, nicht zu erkennen sind. Es 

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besteht  auch  unter  diesem  Aspekt  kein  Grund  davon  auszugehen, 
dass der Vater des Beschwerdeführers auf den Fotos abgebildet  ist, 
dies  auch  deshalb,  weil  der  abgebildete  Leichnam  einen  deutlich 
volleren  Haarwuchs  aufweist  als  der  in  der  Zeitungsannonce 
abgebildete  Mann,  bei  dem  es  sich  um  den  Vater  des 
Beschwerdeführers  handeln  soll.  Unerklärlich  ist  zudem,  dass  der 
Vater des Beschwerdeführers gemäss Todesmeldung der Familie bzw. 
Todesanzeige Wohnsitz  in  H._______,  Batticaloa gehabt  haben soll, 
während aufgrund der Angaben der Mutter des Beschwerdeführers in 
der Vermisstenanzeige zu schliessen ist, der Wohnsitz der Eltern des 
Beschwerdeführers  befinde  sich  in  F._______,  Jaffna.  Ergänzend 
bleibt  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  es  unterlassen  hat, 
Klarheit  darüber zu schaffen,  durch wen und über welche Kanäle er 
die  eingereichten  Dokumente  zugestellt  erhalten  hat.  So  bleibt 
namentlich  im  Dunkeln,  wie  die  am  12.  März  2008  in  Batticaloa 
ausgestellte,  an  den  Vater  des  Beschwerdeführers  gerichtete 
Aufforderung der E._______ (I._______), am 13. März 2008 um 10.00 
Uhr in deren Büro zu erscheinen um wichtige Dinge zu besprechen, in 
die Hände des Beschwerdeführers gelangt ist, weshalb bezüglich der 
Authentizität dieses Dokuments erhebliche Zweifel bestehen.

Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  deshalb  in  freier 
Beweiswürdigung  (Art.  40  des  Bundesgesetzes  vom  4. Dezember 
1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG) 
davon aus, dass der Vater des Beschwerdeführers nach wie vor in Sri 
Lanka  lebt.  Aufgrund  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  kann 
sodann angenommen werden, dass die in Sri Lanka lebenden Eltern 
des  Beschwerdeführers  -  sein  Vater  ist  Bauunternehmer  mit  150 
Angestellten (vgl. act. C14/17, S. 14) - vermögend und deshalb in der 
Lage sind, ihm im Süden des Landes eine angemessene Unterkunft zu 
verschaffen und ihn  beim Aufbau einer  neuen  Existenz  finanziell  zu 
unterstützen,  zumal  sein  Vater  ihn  offenbar  bereits  während  seines 
Aufenthalts in Frankreich finanziell unter die Arme gegriffen haben soll 
(vgl. act. C14/17, S. 8). Sollte der Vater des Beschwerdeführers wider 
Erwarten  tatsächlich  verstorben  sein,  wird  der  Beschwerdeführer 
ohnehin über einen erheblichen Teil der Hinterlassenschaft des Vaters 
verfügen können und damit ohne weiteres in der Lage sein,  sich im 
Süden  Sri  Lankas  niederzulassen  und  sich  dort  eine  Existenz 
aufzubauen.  Im  Übrigen  ergeben  sich  aus  den  Akten  keine 
Anhaltspunkte,  die  darauf  schliessen  liessen,  der  Beschwerdeführer 
gerate  im  Falle  der  Rückkehr  nach  Sri  Lanka  aus  individuellen 

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Gründen  sozialer  oder  gesundheitlicher  Art  in  eine 
existenzbedrohende  Situation.  Diesbezüglich  kann  auf  die 
zutreffenden Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden. Der Vollzug der gegenüber dem Beschwerdeführer 
verfügten  Wegweisung  erweist  sich  mithin  nicht  als  unzumutbar  im 
Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG.

4.9 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

4.10 Zusammenfassend ergibt  sich,  dass die Vorinstanz den Vollzug 
der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet 
hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt  mithin ausser Be-
tracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

6.
Der Beschwerdeführer ist im vorliegenden Verfahren vollständig unter-
legen,  weshalb er  in vollem Umfang kostenpflichtig wird (vgl. Art. 63 
Abs. 1 VwVG). Die ihm zu aufzuerlegenden Verfahrenskosten sind auf 
insgesamt  Fr.  600.-  festzusetzen  (Art. 16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m. 
Art. 1, 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gereichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

Versand: 

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