# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e8ff703-836f-56b8-89c3-b5d4a8f8bab1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.01.2021 715 20 322 / 21 (715 2020 21)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-322---21_2021-01-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Januar 2021 (715 20 322 / 21) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Vermittlungsfähigkeit aufgrund eines ferienbedingten Auslandaufenthaltes zu Recht ver-

neint. 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine 

Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Ergänzende Massnahmen ALV, Güterstrasse 107, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Vermittlungsfähigkeit  
 
 
 

A.1 Der 1981 geborene A.____ meldete sich am 2. Oktober 2019 beim Regionalen Ar-
beitsvermittlungszentrum (RAV) im Rahmen eines Vollzeitpensums zur Arbeitsvermittlung an 
und erhob ab diesem Datum Anspruch auf Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung 
(ALV). 

 

 
 
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A.2 Mit Überweisung zum Entscheid des RAV X.____ vom 1. November 2019 wurde das 
Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland ersucht, die Vermittlungsfähigkeit von 
A.____ zu überprüfen. Hintergrund dafür bildete die Mitteilung vom 29. Oktober 2019 über ei-
nen ferienbedingten Auslandaufenthalt vom 21. November 2019 bis zum 11. Januar 2020. 
 
A.3 Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 verneinte das KIGA die Vermittlungsfähigkeit von 
A.____ vom 2. Oktober 2019 bis zum 11. Januar 2020 und damit auch den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung des Versicherten während dieser Zeit. Daran hielt es auf Einsprache 
hin fest (Einspracheentscheid vom 27. Juli 2020). Die Vermittlungsfähigkeit von A.____ sei auf-
grund des Auslandaufenthaltes und der geringen Wahrscheinlichkeit des Erhalts einer Arbeits-
stelle während des kurzen verbleibenden Zeitraums bereits im Zeitpunkt der Anspruchserhe-
bung per 2. Oktober 2019 bis zu seiner Rückkehr aus den Ferien bis am 11. Januar 2020 zu 
verneinen.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Frau Raffaella Bi-
aggi, Advokatin, am 4. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Unter Hinweis auf eine fehlende Aufklä-
rung seitens des RAV bezüglich der Rechtsfolgen des Auslandaufenthaltes beantragte der Be-
schwerdeführer die Aufhebung des Einspracheentscheids sowie die Bejahung der Vermittlungs-
fähigkeit für die Zeit vom 2. Oktober 2019 bis am 20. November 2019. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 16. Oktober 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver-
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die 
örtliche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000 regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver-
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung 
von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Ver-
fahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von 
Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ver-
sicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 4. September 2020 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.- 
durch Präsidialentscheid. Vorliegend ist die Frage nach der Vermittlungsfähigkeit für die Zeit 
vom 2. Oktober 2019 bis 20. November 2019 streitig. Während das KIGA in diesem Zeitraum 
von einer Vermittlungsunfähigkeit ausgeht und somit den Anspruch auf Taggelder der ALV ver-
neint, vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, dass die Vermittlungsfähigkeit für den ent-
sprechenden Zeitraum zu bejahen sei, eventualiter, dass er aufgrund einer Verletzung der Be-
ratungspflicht gemäss Art. 27 Abs. 2 ATSG so zu stellen sei, wie wenn er im entsprechenden 
Zeitraum vermittlungsfähig gewesen wäre. Die Höhe der Taggelder ist aus den Akten nicht er-
sichtlich. Ausgegangen von einem maximalen versicherten Verdienst von Fr. 406.- pro Tag und 
einem daraus resultierenden maximalen Taggeld in Höhe von Fr. 324.80 und einer streitigen 
Taggeldzahlung für 36 Tage liegt der Streitwert jedenfalls klar unter Fr. 20'000.-. Über die Be-
schwerde ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob dem Beschwerde-
führer zu Recht vom 2. Oktober 2019 bis zum 20. November 2019 die Vermittlungsunfähigkeit 
und damit der Anspruch auf Arbeitslosentaggelder abgesprochen wurde. 
 
3.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, 
dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11), in der Schweiz wohnt (Art. 12), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat, noch eine Altersrente der AHV 
bezieht, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 
und 14), vermittlungsfähig ist (Art. 15) und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17). 
 
3.2 Die arbeitslose versicherte Person ist nach Art. 15 Abs. 1 AVIG vermittlungsfähig, 
wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit auszuüben und an Ein-
gliederungsmassnahmen teilzunehmen. Die allgemeine Vermittlungsfähigkeit setzt sich somit 
aus drei Elementen zusammen. Davon sind die Arbeitsfähigkeit sowie die Arbeitsberechtigung 
objektiver und die Vermittlungsbereitschaft subjektiver Natur. Unter Arbeitsfähigkeit als «in der 
Lage sein» ist primär die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch die Verfügbar-
keit in räumlicher sowie in zeitlicher Hinsicht zu verstehen. Wesentlich ist dabei die kurzfristige 
Verfügbarkeit, denn die arbeitslose Person muss jederzeit erreichbar und täglich zum Antritt 
einer Beschäftigung oder arbeitsmarktlichen Massnahme in der Lage sein (THOMAS 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bundesverwal-
tungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 268). Die Vermittlungsbe-
reitschaft schliesslich umfasst die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen 
Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen. Dazu genügt die Willenshaltung 
oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr 
gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumut-
bare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen. 
Inhalt der Vermittlungsbereitschaft ist sodann auch die Bereitschaft, an Eingliederungsmass-
nahmen teilzunehmen und die Weisungen der Durchführungsorgane zu befolgen. Massgebend 

 

 
 
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ist das gesamte Verhalten der versicherten Person (zum Ganzen vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., 
Rz. 259 ff.). Damit die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, müssen die drei Elemente kumu-
lativ vorliegen (NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 261). Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Be-
griff der Vermittlungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Per-
son vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, oder nicht 
(BGE 125 V 51 E. 61). 
 
3.3 Zu Beginn der Arbeitslosigkeit gilt eine versicherte Person in der Regel als nicht ver-
mittlungsfähig, wenn sie auf einen bestimmten Zeitpunkt anderweitig disponiert hat und deshalb 
nur noch während relativ kurzer Zeit für eine neue Beschäftigung zu Verfügung steht. Zeitliche 
Einschränkungen auf einen bestimmten Zeitpunkt ergeben sich z.B. bei Auslandsreisen, Rück-
kehr von Ausländern in ihren Heimatstaat, Militärdienst, Ausbildung oder Aufnahme und Aus-
übung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit (BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum AVIG, 5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2019, S. 90 f.; BGE 126 V 520 E. 3a, 
Urteil des Bundesgerichts vom 13. September 2019, 8C_337/2019, E. 3.3; AVIG-Praxis ALE 
2020, Abschnitt B, Rz. B227). In einem solchen Fall sind nämlich die Aussichten, für die ver-
bleibende Zeit von einem Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering. Entschei-
dend ist, ob mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ein Arbeit-
geber die versicherte Person für die konkret zur Verfügung stehende Zeit noch einstellen würde 
(BGE 126 V 520 E. 3a). Zu prüfen sind somit jeweils die konkreten Aussichten auf eine Anstel-
lung auf dem für die stellensuchende Person in Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt, 
unter Berücksichtigung der herrschenden konjunkturellen Verhältnisse sowie aller übriger Um-
stände (KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 89 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 
8C_714/2014, E. 2.2 mit Hinweisen). Steht die versicherte Person im Zeitpunkt der Anmeldung 
bei der Arbeitslosenversicherung dem Arbeitsmarkt für mindestens drei Monate zur Verfügung, 
gilt sie grundsätzlich als vermittlungsfähig. Steht sie dem Arbeitsmarkt weniger als einen Monat 
zur Verfügung, gilt sie grundsätzlich als nicht vermittlungsfähig. Liegt die Verfügbarkeit zwi-
schen einem und drei Monaten, kann die Vermittlungsfähigkeit dann bejaht werden, wenn auf-
grund der Arbeitsmarktsituation und der Flexibilität der versicherten Person (z.B. Bereitschaft 
für Tätigkeiten auch ausserhalb des erlernten Berufes und zur Annahme von Temporärstellen) 
eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden. 
 
4.  Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. C ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 
136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Überwiegende Wahrscheinlichkeit bedeutet, 
dass jener Sachverhaltsdarstellung gefolgt wird, die von allen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 115 V 133 E. 8b). Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

 

 
 
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Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E.2, 121 V 45 E.2a). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit, der Beschwerdeführer 
habe seit der Anmeldung zum Taggeldbezug dem Arbeitsmarkt nur für einen Zeitraum von sie-
ben Wochen zur Verfügung gestanden. Es erscheine unwahrscheinlich, dass ein Arbeitgeber 
den Beschwerdeführer – beispielsweise als CFO – für die kurze Zeit von sieben Wochen einge-
stellt hätte, da die vom Beschwerdeführer gesuchten Positionen üblicherweise nicht mit befriste-
ten Arbeitsverträgen besetzt würden. Aus den Arbeitsbemühungen für die Monate September 
und Oktober 2019 sei zudem ersichtlich, dass beim Beschwerdeführer keine Bereitschaft für die 
Ausübung von Tätigkeiten ausserhalb des erlernten Berufes sowie zur spontanen Annahme von 
kurzzeitig befristeten Temporärstellen bestanden hätte. Eine Anmeldung bei Personalverleihbe-
trieben sei zudem nicht aktenkundig. Der Zeitraum, in dem der Beschwerdeführer dem Arbeits-
markt zur Verfügung stand, sei somit zu kurz, als dass die Vermittlungsfähigkeit vom 2. Oktober 
2019 bis zum 20. November 2019 bejaht werden könnte. Insgesamt sei der Beschwerdeführer 
aufgrund des Auslandaufenthaltes und der geringen Wahrscheinlichkeit des Erhalts einer Ar-
beitsstelle während des kurzen verbleibenden Zeitraums vor der Abreise bereits im Zeitpunkt 
der Anspruchserhebung per 2. Oktober 2019 bis zur Rückkehr am 11. Januar 2020 nicht ver-
mittlungsfähig gewesen. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, er habe sich stets und 
bereits seit Juli 2019 unter anderem auch als Interim-Manager/Interim CFO beworben, da er 
grundsätzlich die Arbeitslosigkeit vermeiden wollte. Zudem bestehe aufgrund des Fachwissens 
des Beschwerdeführers und seiner langjährigen Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt die Chance, 
sogar in der bisherigen Tätigkeit eine temporäre Anstellung zu erhalten. Der Beschwerdeführer 
wäre auch bereit gewesen, andere Tätigkeiten anzunehmen und hätte diesbezüglich auch 
schon Bewerbungen vorbereitet und entsprechende Anfragen durch seine Personalberaterin 
tätigen lassen. 
 
6.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer primär auf unbefristete 
Stellen beworben hat, mit Ausnahme der Bewerbungen als Interim Manager. Stellen als Interim 
Manager sind in der Regel auf drei bis achtzehn Monate befristet und werden insbesondere bei 
Turnarounds, Sanierungen, zur Überbrückung längerer Vakanzen, bei knappen internen Res-
sourcen, um neue Märkte zu erschliessen und um Führungskräfte zu coachen, besetzt. Zu den 
vom Beschwerdeführer behaupteten vorbereiteten Bewerbungen in anderen Themenbereichen 
sowie zu den Anfragen seiner Personalberaterin sind in den Akten keine Hinweise ersichtlich. 
 
6.2 In Bezug auf die Vermittlungsfähigkeit in der Zeit vom 2. Oktober 2019 bis zum 
20. November 2019 ist festzuhalten, dass eine befristete Anstellung als Interim Manager für 
einen Zeitraum von sieben Wochen in Anbetracht des normalen Einsatzbereichs und der übli-
chen Einsatzdauer als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Die Ausführungen des Beschwerde-
führers, er wäre bereit gewesen, auch andere Tätigkeiten anzunehmen, und dass die entspre-
chenden Bewerbungen vorbereitet worden seien, vermögen nicht zu überzeugen, zumal aus 
den Akten keine Belege für entsprechende Bemühungen ersichtlich sind. Dazu kommt, dass die 

 

 
 
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vom Beschwerdeführer engagierte Personalberaterin ihre Bemühungen gemäss Bestätigung 
vom 27. August 2020 erst nach dem Standortbestimmungsgespräch vom 21. Oktober 2019 
aufgenommen hat, also einen Monat vor der Abreise. Anhand der dem RAV eingereichten Ar-
beitsbemühungen ist zudem keine Flexibilität im Sinne einer Bereitschaft für Tätigkeiten auch 
ausserhalb des erlernten Berufes und zur Annahme von Temporärstellen (mit Ausnahme der 
Bewerbungen als Interim Manager) ersichtlich. 
 
7. In Bezug auf die Vermittlungsfähigkeit in der Zeit vom 2. Oktober 2019 bis zum 
20. November 2019 ist demnach festzuhalten, dass der Beschwerdeführer lediglich während 
sieben Wochen für eine neue Beschäftigung zur Verfügung stand und die Vermittlungsfähigkeit 
in solchen Fällen nur ausnahmsweise bejaht werden kann (vgl. E. 3.3 hiervor). Es erscheint 
vorliegend unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer für die kurze Zeit von sieben Wochen 
eine Arbeitsstelle gefunden hätte, zumal er sich auch kaum auf solche Stellen beworben hat 
bzw. die Stellen als Interim Manager oder Interim CFO in der Regel auf mehr als drei Monate 
befristet sind. Diese Umstände lassen darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer dem Ar-
beitsmarkt für eine zu kurze Zeit zur Verfügung stand, als dass mit einer gewissen Wahrschein-
lichkeit von einer Anstellung ausgegangen werden kann. Mit der Beschwerdegegnerin ist somit 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der Zeit vom 2. Oktober 2019 bis 20. No-
vember 2019 nicht vermittlungsfähig war. 
 
8.1 Im Weiteren ist zu prüfen, ob eine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes im Sinne von 
Art. 27 ATSG vorliegt.  
 
8.2 Im Sozialversicherungsrecht räumt Art. 27 Abs. 2 ATSG der einzelnen Person einen 
individuellen Anspruch auf Beratung durch den zuständigen Versicherungsträger ein und ordnet 
eine umfassende gesetzliche Beratungspflicht an, deren Nichterfüllung Grundlage für den Ver-
trauensschutz bilden kann (BGE 131 V 476 E. 4.1 und E. 5 mit Hinweisen). Die Beratungspflicht 
wird primär ausgelöst durch eine konkrete Anfrage einer versicherten Person zu einem be-
stimmten, sie aktuell beschäftigenden sozialversicherungsrechtlichen Problem. Wendet sie sich 
mit einem Anliegen an die Versicherung, ist diese umfassend zur Aufklärung verpflichtet. Sie 
muss bei konkretem Anlass den Versicherten auch ohne Anfrage auf Gestaltungsmöglichkeiten 
hinweisen, die klar zutage liegen und deren Wahrnehmung offenbar so zweckmässig ist, dass 
jede verständige versicherte Person sie mutmasslich nutzen würde. Ausreichend für die Auslö-
sung der Beratungspflicht ist, wenn für den zuständigen Versicherungsträger erkennbar ist, 
dass der oder die Betroffene durch ein bestimmtes Handeln oder Unterlassen Nachteile betref-
fend seine Sozialleistungsansprüche erleiden kann (ULRICH MEYER, Verfahrensfragen – Grund-
lagen, Begriff und Grenzen der Beratungspflicht nach Art. 27 Abs. 2 ATSG, in: Gächter [Hrsg.], 
ULRICH MEYER – Ausgewählte Schriften, Zürich 2013, S. 336 f.). Solange allerdings der Versi-
cherungsträger bei einem durchschnittlichen Mass an Aufmerksamkeit nicht erkennen kann, 
dass die Situation einer versicherten Person den Leistungsanspruch zu gefährden vermag, trifft 
ihn keine Aufklärungs- und Beratungspflicht im Sinne von Art. 27 ATSG (BGE 133 V 257 
E. 7.2). Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift oder obwohl sie nach den im 
Einzelfall gegebenen Umständen geboten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer 
unrichtigen Auskunft gleichgestellt. Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, wel-

 

 
 
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cher den Bürger in seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können 
falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom ma-
teriellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten (BGE 131 V 480 E. 5). 
 
9.1 Der Beschwerdeführer moniert im Wesentlichen, die Beschwerdegegnerin hätte ihn 
genügend über die Fakten, die zur Ablehnung seiner Anspruchsberechtigung nicht nur während 
der Ferienabwesenheit, sondern auch vorher, geführt haben, beraten, aufklären und informieren 
müssen. Aufgrund der flexiblen Planung der Ferien ohne fixe Übernachtungen und Unterneh-
mungen könne nicht davon ausgegangen werden, dass er über die Konsequenzen des Ferien-
bezugs mit Blick auf die Zeit der Arbeitslosigkeit davor aufgeklärt worden sei. Es wäre für ihn 
ein leichtes gewesen, die Ferien statt im November erst im Januar zu nehmen, dann nämlich, 
wenn eine dreimonatige Vermittlungsdauer gegeben gewesen wäre. Der Beschwerdeführer 
führt zudem an, dass er die Ferien nicht bezogen hätte, hätte er eine Anstellung per Januar 
2020 gefunden, und dass er, wenn er um die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit trotz stetiger 
Stellenbemühungen und Durchführung von Bewerbungsgesprächen und Telefonaten gewusst 
hätte, erst im Januar 2020 in die Ferien gereist wäre. Eine Umbuchung wäre zudem bei frühzei-
tiger entsprechender Beratung durch das RAV problemlos möglich gewesen. 
 
9.2. Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Reise nach Y.____ be-
reits Mitte September 2019 gebucht hat. Die Ferienmitteilung an das RAV erfolgte allerdings 
nicht mit der Anmeldung am 2. Oktober 2019, sondern erst am 29. Oktober 2019 (Eingang beim 
RAV am 31. Oktober 2019), weniger als 30 Tage vor Reiseantritt. Im Zeitpunkt der Anmeldung 
bestand für den zuständigen RAV-Personalberater noch kein Anhaltspunkt, dass die Situation 
des Beschwerdeführers dessen Leistungsanspruch gefährden könnte. Infolge traf den RAV-
Personalberater noch keine Aufklärungs- und Beratungspflicht im Sinne von Art. 27 ATSG be-
züglich der Folgen der geplanten Reise. Im Zeitpunkt des Erhalts der Ferienmitteilung wurde 
dem RAV ein Anhaltspunkt für die Gefährdung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers 
geliefert. Ab diesem Zeitpunkt ist von einer Beratungspflicht des RAV-Personalberaters auszu-
gehen. Umgehend nach Erhalt der Ferienmitteilung erfolgte eine Überweisung zum Entscheid 
für die Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit wegen potentieller «anderweitiger Dispositionen» 
an die kantonale Amtsstelle (KAST). Diese Überweisung wurde dem Beschwerdeführer sowohl 
telefonisch, als auch schriftlich per E-Mail am 1. November 2019 mitgeteilt. Gefolgt auf diese 
Mitteilung setzte sich die am 10. November 2019 beauftragte B.____ AG mit dem RAV in Ver-
bindung, um die Interessen des Beschwerdeführers in Sachen Vermittlungsfähigkeit zu vertre-
ten. 
 
9.3 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer mit der Behauptung, 
dass er bei korrekter Aufklärung seine Ferien ohne Weiteres auf Januar 2020 verschoben hätte 
bzw. hätte verschieben können. Die Beratungspflicht des RAV entstand gemäss den vorste-
henden Ausführungen erst im Zeitpunkt der Ferienmitteilung. Es ist zu vermuten, dass der Be-
schwerdeführer im Rahmen des Telefonats am 1. November 2019 bezüglich der Überweisung 
zum Entscheid an die KAST zur Begründung der besagten Überweisung über die Rechtsfolgen 
des längeren Auslandaufenthalts aufgeklärt wurde, zumal der Beschwerdeführer umgehend 
seine Rechtsschutzversicherung informiert hat, um seine Interessen in Bezug auf das Thema 

 

 
 
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Vermittlungsfähigkeit zu vertreten. Zu diesem Zeitpunkt war, gemäss den eingereichten Stornie-
rungsbedingungen, eine Umbuchung oder Stornierung der Reise, entgegen den Ausführungen 
des Beschwerdeführers, nur noch gegen eine Gebühr in Höhe des vollen Betrags der Reisekos-
ten (Fr. 11'463.-) möglich. Eine Verschiebung der Ferien war im Zeitpunkt der Ferienmitteilung 
und des Entstehungsmoments der Beratungspflicht durch das RAV somit nicht mehr ohne wei-
teres möglich.  
 
10. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer korrekterweise (telefonisch am 1. November 2019) über die Rechtsfolgen des längeren 
Auslandaufenthalts informiert wurde. Dennoch wurden die Ferien weder storniert noch verscho-
ben. Eine frühere Aufklärung über allfällige Rechtsfolgen eines längeren Auslandaufenthalts 
wäre nur angebracht gewesen, wenn die Ferienmitteilung zu einem früheren Zeitpunkt erfolgt 
wäre. Die fehlende Aufklärung am 2. Oktober 2019 ist demnach nicht der Erteilung einer unrich-
tigen Auskunft gleichzustellen. Somit besteht kein Anspruch auf abweichende Behandlung im 
Rahmen des Vertrauensschutzes gemäss Art. 27 ATSG. 
 
11. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
27. Juli 2020 nicht zu beanstanden ist. Die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom 
2. Oktober 2019 bis zum 20. November 2019 wurde zu Recht verneint. Die Beschwerde ist da-
her abzuweisen. 
 
12. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. 
 
3. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben 

Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 
 
 
 
 
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