# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70dd7f65-e7b2-5c84-a8e4-cfa0762b438b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 11.03.2014 S 2013 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2013-119_2014-03-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 119

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 11. März 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mauro Lardi, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Beitrage

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1. A._____ war, soweit aktenkundig, bis 2004 als Berater der B._____ tätig. 

Wegen gesundheitlicher Schwierigkeiten musste er diese Tätigkeit jedoch 

aufgeben. Mit Verfügung vom 27. Februar 2008 sprach die IV-Stelle des 

Kantons Graubünden A._____ in der Folge ausgehend von einem Invali-

ditätsgrad von 56 % eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab dem 

1. April 2005 zu. Am 11. Juni 2008 unterstellte die AHV-Ausgleichskasse 

des Kantons Graubünden (nachfolgend: kantonale AHV-Ausgleichskasse) 

A._____ sodann rückwirkend per 1. Januar 2007 der Beitragspflicht als 

Nichterwerbstätiger. 

2. Am 7. November 2011 teilte die Steuerverwaltung des Kantons Graubün-

den als kantonale Veranlagungsbehörde für die direkte Bundessteuer der 

kantonalen AHV-Ausgleichskasse mit, A._____ habe im Jahr 2008 bei ei-

nem im Betrieb investierten Eigenkapital bei Geschäftsabschluss von 

Fr. 2'380'000.-- ein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im 

Betrag von Fr. 483'093.-- erzielt. Am 17. November 2011 setzte die Steu-

erverwaltung des Kantons Graubünden die kantonale AHV-

Ausgleichskasse ferner davon in Kenntnis, dass A._____ im Jahr 2009 

bei einem im Betrieb investierten Eigenkapital bei Geschäftsabschluss in 

der Höhe von Fr. 1'493'000.-- Fr. 1'109'472.-- als Selbstständigerwerben-

der verdient habe. 

3. Nachdem A._____ nicht bereit gewesen war, sich bei der kantonalen 

AHV-Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbender anzumelden, nahm 

die kantonale AHV-Ausgleichskasse diese Unterstellung am 18. Januar 

2013 per 1. Januar 2008 zwangsweise vor. Mit Verfügungen vom 24. Ja-

nuar 2013 forderte sie A._____ in der Folge auf, für das Jahr 2009 

AHV/IV/EO-Beiträge zuzüglich Verwaltungskosten in der Höhe von 

Fr. 114'611.40 und für das Jahr 2008 AHV/IV/EO-Beiträge zuzüglich Ver-

waltungskosten von Fr. 43'440.-- zu bezahlen. Mit Verfügungen vom 

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28. Januar 2013 verpflichtete sie A._____ überdies, auf den geschuldeten 

Beiträgen Verzugszinsen von Fr. 17'637.40 (auf den Betrag von 

Fr. 114'611.40 für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 28. Januar 

2013) sowie von Fr. 8'856.95 (auf dem Beitrag von Fr. 43'440.-- für den 

Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 28. Januar 2013) zu bezahlen. Die 

gegen diese vier Verfügungen am 15. Februar 2013 erhobene Einsprache 

wies die kantonale AHV-Ausgleichskasse mit Entscheid vom 7. Juni 2013, 

mitgeteilt am 30. August 2013, ab. 

4. Dagegen reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 1. Okto-

ber 2013 beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde 

ein. Darin stellte und begründete er folgende Anträge:

"1. Die Beitragsverfügungen für Selbstständigerwerbende vom 
24. Januar 2013 betreffend die Jahre 2008 und 2009 sowie 
die gestützt darauf erfolgten Verzugszinsverfügungen vom 
28. Januar 2013 betreffend die Verzugszinsen für die Beiträge 
2008 und 2009 seien aufzuheben.

2. Beim Beschwerdeführer und seiner Ehefrau seien weiterhin 
Beiträge für die AHV/IV/EO als Nichterwerbstätige zu erhe-
ben.

3. Eventualiter sei die Beitragsverfügung für Selbstständigerwer-
bende vom 24. Januar 2013 betreffend die Jahre 2008 und 
2009 sowie die gestützt darauf erfolgten Verzugszinsverfü-
gungen vom 28. Januar 2013 betreffend die Verzugszinsen für 
die Beiträge 2008 und 2009 dahingehend anzupassen, dass 
von einem selbständigen Einkommen für das Jahr 2008 von 
höchstens CHF 2'311.00 und von einem selbständigen Ein-
kommen für das Jahr 2009 von höchstens CHF 672'119.00 
ausgegangen wird.

4. Unter gesetzlicher Kostenfolge."

5. Die kantonale AHV-Ausgleichskasse (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

begehrte in ihrer Vernehmlassung vom 22. Oktober 2013 unter Hinweis 

auf die Begründung im angefochtenen Einspracheentscheid die Abwei-

sung der Beschwerde. 

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Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-

weismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 2013, den der Beschwerdeführer 

am 2. September 2013 entgegengenommen hat. Gemäss Art. 84 des 

Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; 

831.10) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100) ist für die Beurteilung solcher Beschwer-

den in Abweichung zu Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ASTG; SR 830.1) das Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden als Sozialversicherungsgericht am Ort 

der kantonalen Ausgleichskasse zuständig. Die Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde fällt demnach in die Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin mit Ein-

sprache vom 15. Februar 2013 überdies ersucht, die Verfügungen vom 

24. Januar 2013 betreffend die von ihm in den Jahren 2008 und 2009 ge-

schuldeten AHV/IV/EO-Beiträge zuzüglich Verwaltungskosten sowie die 

gestützt darauf erlassenen Verzugszinsverfügungen vom 28. Januar 2013 

aufzuheben. Dieses Begehren hat die Beschwerdegegnerin im angefoch-

tenen Einspracheentscheid abgewiesen, womit der Beschwerdeführer 

durch den fraglichen Entscheid formell beschwert ist. Ausserdem hat er 

ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung der ihm darin auferleg-

ten Zahlungspflichten. Die Beschwerdelegitimation des Beschwerdefüh-

rers ist folglich zu bejahen (Art. 59 ATSG). Auf die von ihm am 1. Oktober 

2013 im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60, 

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Art. 60 lit. b ATSG) ist demzufolge einzutreten, soweit sich die darin ge-

stellten Anträge als zulässig erweisen. 

a) Der Beschwerdeführer beantragt in seinem Hauptbegehren zunächst, die 

Beitragsverfügungen der Beschwerdegegnerin vom 24. Januar 2013 so-

wie die gestützt darauf erlassenen Verzugszinsverfügungen der Be-

schwerdegegnerin vom 28. Januar 2013 seien aufzuheben (vgl. Ziff. 1 

des Rechtsbegehrens des Beschwerdeführers). 

aa) Verfügungen der Beschwerdegegnerin, in denen Bestand und Umfang 

der geschuldeten AHV/IV/EO-Beiträge zuzüglich Verwaltungskosten be-

stimmt und die auf solchen Beitragsforderungen geschuldeten Verzugs-

zinsen festgelegt werden, können innert 30 Tagen mit Einsprache bei der 

Beschwerdegegnerin angefochten werden (Art. 1 AHVG i.V.m. Art. 52 

Abs. 1 ATSG). Bei diesem Einspracheverfahren handelt es sich um ein 

nachträgliches verwaltungsinternes Rechtspflegeverfahren, das der ent-

scheidenden Behörde ermöglicht, erlassene Verfügungen zu überprüfen 

und über die bestrittenen Punkte neu zu entscheiden, bevor die betroffe-

ne Person die Beschwerdeinstanz anruft. Dieses Einspracheverfahren 

wird mit dem Einspracheentscheid abgeschlossen, der, sofern auf die 

Einsprache eingetreten wird, an die Stelle der ursprünglichen Verfügung 

tritt (BGE 131 V 407 E.2.1.2.1, 125 V 190 E.1b; GUSTAVO SCARTAZZI-

NI/MARC HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, 

§ 22 N. 34; UELI KIESER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 

Zürich/St. Gallen 2008, S. 476; DERS., ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 52 N. 39). Deshalb kann in einem gegen ei-

nen solchen Entscheid gerichteten Beschwerdeverfahren nur mehr die 

Aufhebung des materiellen Einspracheentscheids beantragt werden.

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bb) Werden diese Überlegungen auf den vorliegenden Fall übertragen, so 

zeigt sich, dass auf den Hauptantrag des Beschwerdeführers nicht einge-

treten werden könnte, wenn allein auf dessen objektiven Wortlaut abge-

stellt würde. Wird jedoch zur Bestimmung von Inhalt und Tragweite des-

selben die Begründung in der Beschwerdeschrift herangezogen (vgl. dazu 

FRANK SEETHALER/FABIA BOCHSLER, in: WALDMANN/WEISSENBERGER 

[Hrsg.], Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsver-

fahren, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 52 N. 50 und 103), so zeigt sich, 

dass der Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht entgegen dem inso-

fern irreführenden Wortlaut seines Hauptantrags ersucht, den Einspra-

cheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 2013 aufzuheben. In 

diesem Sinne hat denn auch die Beschwerdegegnerin den entsprechen-

den Antrag des Beschwerdeführers aufgefasst und dazu unter Verweis 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid Stellung genommen. Jeden-

falls unter diesen Umständen erscheint es als gerechtfertigt, das vom Be-

schwerdeführer in Ziff. 1 gestellte Begehren als Antrag auf Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids entgegenzunehmen und darauf 

einzutreten.

b) In Ziff. 2 seines Rechtsbegehrens beantragt der Beschwerdeführer so-

dann, bei ihm und seiner Ehefrau, weiterhin Beiträge für die AHV/IV/EO 

als Nichterwerbstätige zu erheben. Dieses Begehren geht insoweit über 

den von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

beurteilten Sachverhalt hinaus, als sich die Beschwerdegegnerin darin 

weder mit dem Beitragsstatut des Beschwerdeführers im Allgemeinen 

noch mit den von dessen Ehefrau geschuldeten AHV/IV/EO-Beiträgen be-

fasst. Dass sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspra-

cheentscheid mit diesen Fragen hätte auseinandersetzen müssen, macht 

der Beschwerdeführer nicht geltend und kann aufgrund der Aktenlage 

ausgeschlossen werden. Auf den vom Beschwerdeführer in Ziff. 2 seines 

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Rechtsbegehrens gestellten Antrag kann daher insoweit nicht eingetreten 

werden, als sich dieser über die Jahre 2008 und 2009 hinausgehend mit 

den vom Beschwerdeführer geschuldeten AHV/IV/EO-Beiträgen sowie die 

von dessen Ehefrau zu bezahlenden AHV/IV/EO-Beiträge bezieht, an-

sonsten das Verwaltungsgericht in Verletzung der funktionellen Zustän-

digkeit der Beschwerdegegnerin Fragen beurteilen würde, über welche im 

vorinstanzlichen Verfahren nicht entschieden wurde und nach richtiger 

Gesetzesauslegung auch nicht hätte entschieden werden müssen (vgl. 

dazu BGE 125 V 413 E.2; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 

Zürich/Basel/Genf 2013, N. 686 ff.). Soweit es sich auf die Jahre 2008 

und 2009 und die Person des Beschwerdeführers bezieht, erweist sich 

das in Ziff. 2 gestellte Rechtsbegehren jedoch als zulässig, weshalb dar-

auf einzutreten ist. Dasselbe gilt für den in Ziff. 3 des Rechtsbegehrens 

gestellten Eventualantrag, mit dem eine Reduktion der verfügten Bei-

tragszahlungen zuzüglich Verwaltungskosten und der darauf geschulde-

ten Verzugszinsen verlangt wird.

2. Nachfolgend ist demnach lediglich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer in den Jahren 2008 und 2009 zu Recht als selbst-

ständig erwerbend eingestuft und auf den von ihm in dieser Eigenschaft 

erzielten Einkünften AHV/IV/EO-Beiträge zuzüglich Verwaltungskosten im 

Betrag von Fr. 114'611.40 für das Jahr 2009 und von Fr. 43'440.-- für das 

Jahr 2008 erhoben sowie Verzugszinsen im Betrag von Fr. 17'637.40 (für 

das Jahr 2009) sowie Fr. 8'856.95 (für das Jahr 2008) gefordert hat.

a) Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schulden erwerbstätige Versicherte 

AHV/IV/EO-Beiträge auf dem aus einer unselbstständigen oder selbst-

ständigen Erwerbstätigkeit fliessenden Einkommen. Nach Art. 9 Abs. 1 

AHVG ist Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit jedes Er-

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werbseinkommen, das kein Entgelt für in unselbstständiger Stellung ge-

leistete Arbeit darstellt (Art. 12 Abs. 1 ATSG). Dieser Begriff der selbst-

ständigen Erwerbstätigkeit wird in Art. 17 der Verordnung über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) konkretisiert. Da-

nach gelten als Einkommen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG alle in 

selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Indus-

trie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf 

sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich 

der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundes-

gesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) und der Ge-

winne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grunds-

tücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Ge-

schäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. 

b) Art. 17 AHVV nimmt die in Art. 18 Abs. 1 DBG verwendeten Begriffe auf 

und verweist überdies bezüglich der Kapital- und Überführungsgewinne 

auf Art. 18 Abs. 2 DBG sowie hinsichtlich der Gewinne aus der Veräusse-

rung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken auf Art. 18 Abs. 4 

DBG. Damit führt Art. 17 AHVV bei der Umschreibung des Einkommens 

aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu einer Harmonisierung zwischen 

dem Beitragsrecht der Alters- und Hinterlassenenversicherung und dem 

Steuerrecht. Soweit das AHVG und die AHVV keine abweichende Rege-

lung enthalten, unterliegen daher alle steuerbaren Einkünfte aus selbst-

ständiger Erwerbstätigkeit ebenfalls der AHV/IV/EO-Beitragspflicht 

(BGE 134 V 250 E.3.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_455/2008 vom 

5. November 2008 E.3.2, H 174/04 vom 2. Dezember 2004 E.4.2; UELI 

KIESER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Alters- und Hinterlassenenversicherung 

[nachfolgend: Rechtsprechung zur AHV], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2012, Art. 9 N. 3; HANSPETER KÄSER, Die Auswirkungen des DBG, einsch-

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liesslich Fragen des Sonderbeitrags auf Kapitalgewinnen, in: Aktuelle 

Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, SCHAFFHAUSER/KIESER [Hrsg.], 

Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an 

der Universität St. Gallen, St. Gallen 1998, S. 57).

c) Gemäss Art. 23 Abs. 1 AHVV ermitteln die kantonalen Steuerbehörden 

das für die Bemessung der AHV/IV/EO-Beiträge massgebende Erwerbs-

einkommen von Selbstständigerwerbenden. Diese Angaben sind für die 

AHV-Ausgleichskasse gemäss Art. 23 Abs. 4 AHVV verbindlich. Die dar-

aus abgeleitete absolute Verbindlichkeit der Angaben der kantonalen 

Steuerverwaltung für die AHV-Ausgleichskassen und die daraus folgende 

relative Bindung der Sozialversicherungsgerichte an die rechtskräftigen 

Steuertaxationen sind freilich auf die betragliche Festlegung des massge-

blichen Einkommens und den rechtserheblichen Realisierungszeitpunkt 

beschränkt. Hingegen haben die AHV-Ausgleichskassen und die auf Be-

schwerde hin angerufenen Gerichte ohne Bindung an die Steuermeldung 

aufgrund der massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen des AHV-

Rechts zu beurteilen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenen-

falls solches aus einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbs-

tätigkeit vorliegt und wer hierfür beitragspflichtig ist. Allerdings dürfen sich 

die AHV-Ausgleichskassen bei der Qualifikation gemeldeter Einkünfte in 

der Regel auf die Steuermeldungen verlassen und haben nähere Ab-

klärungen nur vorzunehmen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtig-

keit der Steuermeldung ergeben (BGE 134 V 250 E.3.3, 121 V 80 E.2c, 

114 V 72 E.2; Urteil des Bundesgerichts H 72/01 vom 2. Mai 2002 E.3a; 

PETER FORSTER, AHV-Beitragsrecht, in: MEYER/GÄCHTER [Hrsg.], Schriften 

zum Sozialversicherungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2007, S. 128; KIESER, 

Rechtsprechung zur AHV, Art. 9 N. 87; KÄSER, a.a.O., S. 57 f.).

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d) Mit AHV-Meldung vom 7. November 2011 teilte die Steuerverwaltung des 

Kantons Graubünden als kantonale Veranlagungsbehörde für die direkte 

Bundessteuer der Beschwerdegegnerin mit, der Beschwerdeführer habe 

im Jahr 2008 bei einem im Betrieb investierten Eigenkapital bei Ge-

schäftsabschluss von Fr. 2'380'000.-- ein Einkommen aus selbstständiger 

Erwerbstätigkeit im Betrag von Fr. 483'093.-- erzielt (AHV-act. 53 S. 1). 

Mit AHV-Meldung vom 17. November 2011 ergänzte sie diese Angaben 

dahingehend, als sie die Beschwerdegegnerin davon in Kenntnis setzte, 

dass der Beschwerdeführer im Jahr 2009 als Selbstständigerwerbender 

bei einem im Betrieb investierten Eigenkapital bei Geschäftsabschluss in 

der Höhe von Fr. 1'493'000.-- Fr. 1'109'472.-- verdient habe (AHV-act. 54 

S. 1).

3. a) Aufgrund dieser Angaben stufte die Beschwerdegegnerin den Beschwer-

deführer als Selbstständigerwerbenden ein und verpflichtete ihn, auf den 

von ihm in dieser Eigenschaften erzielten Einkünften AHV/IV/EO-Beiträge 

zuzüglich Verwaltungskosten im Betrag von Fr. 114'611.40 (2009) und 

von Fr. 43'440.-- (2008) sowie Verzugszinsen im Betrag von Fr. 17'637.40 

(2009) und von Fr. 8'856.95 (2008) zu bezahlen. Zur Begründung dieses 

Vorgehens führte sie im Wesentlichen aus, nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung würde eine Person eine beitragspflichtige Erwerbstätig-

keit ausüben, wenn sie ein Vermögensobjekt nicht bloss zum Zwecke der 

privaten Vermögensanlage oder in Ausnützung einer sich zufällig bieten-

den Gelegenheit, sondern in der offenkundigen Absicht erwerbe, es mög-

lichst rasch mit Gewinn weiterzuveräussern. Die Baukonsortien D._____, 

E._____, F._____ und G._____, an denen der Beschwerdeführer beteiligt 

gewesen sei, hätten – wie aus der Umschreibung des Gesellschaftszwe-

ckes derselben in den Gesellschaftsverträgen hervorgehe – allesamt ei-

nen möglichst hohen Gewinn unter Vermeidung exzessiver Risiken ange-

strebt und demzufolge einen Erwerbszweck verfolgt. Bei den Baugesell-

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schaften E._____, F._____ und G._____ habe sich der Beschwerdeführer 

überdies aktiv an der Geschäftsführung beteiligt und deren kaufmänni-

sche Angelegenheiten, namentlich die Buchführung und das Rechnungs-

wesen, geführt. In der Baugesellschaft D._____ sei der Beschwerdeführer 

dagegen nur finanziell in Form einer Beilage engagiert gewesen. Dies än-

dere jedoch nichts daran, dass die fraglichen Einkünfte ebenfalls als Ein-

kommen aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit und nicht etwa als 

Gewinne aus der Veräusserung von Gegenständen aus dem Privatver-

mögen anzusehen seien. Im Übrigen seien keine Gründe ersichtlich, so-

zialversicherungsrechtlich einen Zusammenhang zwischen dem Ge-

schäftsvermögen und der selbständigen Erwerbstätigkeit zu verneinen. 

Schon aus begrifflicher Sicht könne nicht gesagt werden, Erträge aus der 

Bewirtschaftung von Geschäftsvermögen seien Einkünfte aus privater 

Vermögensverwaltung. Dass, wie im Steuerrecht, eine Verbindung zwi-

schen dem Geschäftsvermögen und der selbstständigen Erwerbstätigkeit 

bestehe, erhelle namentlich aus Art. 17 AHVV, wonach Überführungsge-

winne nach Art. 18 Abs. 2 DBG als Einkommen aus selbständiger Er-

werbstätigkeit anzusehen und damit der Beitragspflicht unterliegen wür-

den. Es wäre nicht einsichtig, Erträge, die sich aus der Vermietung von 

Liegenschaften ergäben, welche sich im Geschäftsvermögen befinden 

würden, von der AHV-Beitragspflicht auszunehmen, im Falle der Über-

führung derselben in das Privatvermögen jedoch die daraus erzielten Ein-

künfte der Beitragspflicht zu unterstellen. Aus dem Dargelegten ergebe 

sich, dass es sich bei dem Gewinnanteil aus den Baugesellschaften 

D._____, E._____, F._____ und G._____ um Einkünfte handle, welche 

der AHV-Beitragspflicht unterliegen würden. 

b) Dieser Argumentation hält der Beschwerdeführer entgegen, die Gewinne, 

welche er in den Jahren 2008 und 2009 mit der Beteiligung an den Bau-

gesellschaften D._____, E._____, F._____ und G._____ erzielt habe, 

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seien aus der privaten Vermögensverwaltung und nicht etwa einer selbst-

ständigen Erwerbstätigkeit hervorgegangen. Erwerbseinkommen liege bei 

solchen Beteiligungen nur vor, wenn der Verkäufer der in Frage stehen-

den Liegenschaften gewerbsmässig, d.h. im Rahmen einer haupt- oder 

nebenberuflichen Tätigkeit, mit Liegenschaften handle. Nicht Erwerbsein-

kommen, sondern Vermögenserträge würden solche Gewinne dagegen 

darstellen, wenn sie bei der Verwaltung eigenen Vermögens erzielt wor-

den oder als Frucht zufällig aufgetretener Gelegenheiten angefallen    

seien. Die blosse Beteiligung an einer einfachen Gesellschaft stelle – im 

Gegensatz zur Beteiligung an einer Personengesellschaft – für sich allei-

ne keinen Nachweis einer selbstständigen Erwerbstätigkeit dar. Es könne 

sich dabei sehr wohl um eine blosse Verwaltung von privatem Vermögen 

handeln. Die Beschwerdegegnerin schliesse eine private Vermögensan-

lage allein aufgrund des Zweckartikels der interessierenden Baugesell-

schaften aus. Wenn die Teilnahme an einem Baukonsortium nach der 

jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung indes nicht in jedem Fall 

mit einer Erwerbstätigkeit gleichzusetzen sei, so könne eine private Ver-

mögensverwaltung einzig wegen der in den Zweckartikeln verankerten 

Gewinnstrebigkeit nicht verneint werden. Der Beschwerdeführer sei so-

dann unstrittig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben 

ausgeschieden. Mit dem Verkauf der von ihm gegründeten C._____ AG 

habe er ausserdem ein Vermögen realisiert und in sein Privatvermögen 

überführt. In der Folge habe sich ihm zufällig die Gelegenheit geboten, 

sein Privatvermögen als passiver Gesellschafter in mehreren Baukonsor-

tien anzulegen. Bei der Baugesellschaft D._____ ergebe sich dies bereits 

aus dem Wortlaut des Gesellschaftsvertrags. Dasselbe gelte entgegen 

des anderslautenden Wortlauts des Gesellschaftsvertrags überdies für die 

drei anderen Baugesellschaften, an denen der Beschwerdeführer beteiligt 

gewesen sei. Diese Sichtweise werde durch den Inhalt der fraglichen Ge-

sellschaftsverträge, die Stellung der anderen Gesellschafter wie auch den 

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Einsatz eines Treuhänders für die Führung der kaufmännischen Belange 

bestätigt. Weiter gelte es zu beachten, dass dem Beschwerdeführer kein 

planmässiges Vorgehen vorgehalten werden könne, da er sich nur an 

Baugesellschaften beteiligt habe, wenn jemand an ihn herangetreten sei. 

Sodann bestünde kein Zusammenhang zwischen der vormaligen berufli-

chen Tätigkeit des Beschwerdeführers und seiner Beteiligung an den in 

Frage stehenden Baukonsortien. Schliesslich habe er keine fremden Mit-

tel verwendet, um seine Investitionen zu finanzieren. Sollte das Verwal-

tungsgericht gleichwohl zur Überzeugung gelangen, bei den durch die Be-

teiligung an den fraglichen Baukonsortien erzielten Gewinnen handle es 

sich um Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, könne dies je-

denfalls in Bezug auf die Baugesellschaft G._____ nicht zutreffen, da in 

diesem Fall keine Überbauung realisiert worden sei, sondern lediglich ein 

Grundstückskauf mit kurzer Haltedauer vorliege. Die der Beitragserhe-

bung zugrundegelegten Einkünfte seien deshalb zumindest um 

Fr. 458'157.-- für das Jahr 2008 und um Fr. 419'441.-- für das Jahr 2009 

zu kürzen. 

c) Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt die Verwaltung 

des eigenen Vermögens keine selbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne 

von Art. 9 AHVG und Art. 17 AHVV dar. Der hierdurch erzielte Kapitaler-

trag unterliegt daher ebenso wenig der AHV/IV/EO-Beitragspflicht wie der 

Gewinn aus der privaten Vermögensverwaltung, welcher in Ausnützung 

einer sich zufällig bietenden Gelegenheit erzielt wurde. Hingegen handelt 

es sich bei Kapitalgewinnen aus der Veräusserung oder Verwertung von 

Vermögenswerten, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht 

buchführungspflichtigen (Einzel-)Betrieben, um Einkommen aus selbst-

ständiger Erwerbstätigkeit, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem 

Handeln beruhen, d.h. wenn sie im Rahmen einer haupt- oder nebenbe-

ruflichen Tätigkeit erzielt wurden (BGE 136 V 258 E.2.2.2, 134 V 250 

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E.3.1, 125 V 383 E.2a). Bei der Beurteilung, ob im Einzelfall beitrags-

pflichtiges Einkommen vorliegt oder nicht, ist demzufolge von der Frage 

auszugehen, ob der zu qualifizierende Ertrag als Ergebnis einer selbst-

ständigen Erwerbstätigkeit oder im Rahmen der blossen Verwaltung ei-

genen Vermögens bzw. bei der Ausnützung einer sich zufällig bietenden 

Gelegenheit angefallen ist. Wie es sich diesbezüglich verhält, ist nach den 

gesamten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen. Als Indizien für eine 

über die blosse Vermögensverwaltung hinausgehende selbstständige Er-

werbstätigkeit fallen bei Liegenschaftsgewinnen etwa die systematische 

bzw. planmässige Art und Weise des Vorgehens, die Häufigkeit der Lie-

genschaftsverkäufe, der enge Zusammenhang eines Geschäfts mit der 

beruflichen Tätigkeit des Versicherten, spezielle Fachkenntnisse, die Be-

sitzesdauer, der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der 

Geschäfte oder die Verwendung des erzielten Gewinnes bzw. dessen 

Wiederanlage in Liegenschaften in Betracht. Jedes dieser Indizien kann 

zusammen mit anderen, im Einzelfall jedoch unter Umständen auch be-

reits allein für die Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit ausrei-

chen (vgl. BGE 125 II 113 E.3c). 

d) Im vorliegenden Fall steht in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der Be-

schwerdeführer in der Vergangenheit an vier einfachen Gesellschaften im 

Sinne von Art. 530 ff. des Obligationenrechts (OR; SR 220) beteiligt war, 

die unter der Bezeichnung D._____, E._____, F._____ und G._____ im 

Geschäftsverkehr aufgetreten sind. Diese haben in den Jahren 2008 und 

2009 erhebliche Gewinne erzielt, die der Beschwerdeführer insoweit als 

Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit versteuert hat, als diese 

ihm als Gesellschafter der fraglichen Baugesellschaften zugeflossen sind 

(vgl. AHV-act. 11, act. 25 S. 30-71, act. 53 und 54).

- 15 -

aa) Gemäss Art. 20 Abs. 3 AHVV handelt es sich bei solchen Einkünften um 

Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, wenn die in Frage ste-

henden einfachen Gesellschaften einen Erwerbszweck verfolgen. Dem-

nach ist für die beitragsrechtliche Qualifikation des einem einfachen Ge-

sellschafter zufliessenden Anteils am Reingewinn nicht die Tätigkeit des 

einzelnen Gesellschafters, sondern jene der einfachen Gesellschaft  

massgebend. Beschränkt sich der Gesellschaftszweck auf die gemein-

same Verwaltung der von den Gesellschaftern eingebrachten Vermö-

genswerte, so sind die hiermit erzielten Gewinne nicht beitragspflichtig. 

Geht die Tätigkeit der einfachen Gesellschaft indes über diese schlichte 

Vermögensverwaltung hinaus, so verfolgt sie einen Erwerbszweck mit der 

Folge, dass der den Gesellschaftern zufliessende Anteil am Reingewinn 

beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar-

stellt. Im Unterschied zu den Kollektiv- und Kommanditgesellschaften, die 

gesetzlich auf den Betrieb eines Gewerbes ausgerichtet sind (BGE 136 V 

258 E. 2.2.3 und 4), existiert bei der einfachen Gesellschaft allerdings 

keine Vermutung, wonach diese einen Erwerbszweck verfolgt (Urteile des 

Bundesgerichts 9C_1057/2010 vom 24. März 2011 E.3.3, 9C_455/2008 

vom 5. November 2008). Ob eine einfache Gesellschaft eine auf Erwerb 

gerichtete Tätigkeit entfaltet, ist deshalb aufgrund der gesamten Umstän-

de des Einzelfalles zu entscheiden. Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung trifft dies allerdings bereits zu, wenn sich wenigstens ein Ge-

sellschafter in Ausübung eines Berufs an der Gesellschaft beteiligt und 

die Geschäftsführung für gemeinsame Rechnung besorgt hat. In diesem 

Fall stellt der den andern Gesellschaftern zufliessende Anteil am Reinge-

winn Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar, und zwar 

selbst dann, wenn sich die übrigen Gesellschafter nicht persönlich an der 

Geschäftsführung beteiligt haben. Von dieser Zurechnung kann nur unter 

aussergewöhnlichen Umständen abgesehen werden (BGE 125 II 113 

- 16 -

E.3c; ZAK 1984 224 E.2b; PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, I. Teil, 

Art. 1-48 DBG, Basel 2001, Art. 18 N. 25).

bb) Im Lichte der vorangehenden Ausführungen ist zur Qualifikation der inter-

essierenden Einkünfte nachfolgend demnach zu prüfen, ob die einfachen 

Gesellschaften D._____, E._____, F._____ und G._____ einen Erwerbs-

zweck verfolgt haben. 

4. a) In Bezug auf die einfache Gesellschaft D._____ steht aufgrund des (un-

datierten) Gesellschaftsvertrags diesbezüglich fest, dass sich H._____, 

I._____ und der Beschwerdeführer unter dieser Bezeichnung zusammen-

geschlossen hatten, mit dem Zweck, die in X._____ gelegene Parzelle 

Nr. 553 zu überbauen. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Bau-

managementarbeiten haben die Gesellschafter an die K._____ AG über-

tragen (AHV-act. 11 S. 3). Wird auf der Homepage des Grundbuchinspek-

torats und Handelsregisteramts des Kantons Graubünden deren Handels-

registereintrag abgerufen, so zeigt sich, dass I._____ Mitglied des Verwal-

tungsrats der K._____ AG ist und H._____ als deren Verwaltungsratsprä-

sident amtet. Die K._____ AG bezweckt laut ihrem Handelsregisterein-

trag, die Architektur, Planung, Bauleitung, Baumanagement, Generalun-

ternehmung, Erwerb von Überbauung, Verwaltung, Vermietung und Ver-

äusserung von Grundstücken, Wohnungen und Liegenschaften aller Art. 

Demzufolge liegt die von der einfachen Gesellschaft D._____ entfaltete 

Aktivität innerhalb dieses Gesellschaftszweckes. Unter diesen Umständen 

erstaunt es nicht, wenn der K._____ AG die bei der Realisierung der an-

gestrebten Überbauung anfallenden Baumanagementarbeiten übertragen 

werden (vgl. Ziff. 7 des Gesellschaftsvertrags; AHV-act. 11 S. 3) und sie 

mit dem Verkauf sowie der Vermietung der errichteten Wohnungen (Ziff. 8 

des Gesellschaftsvertrags; AHV-act. 11 S. 4) und der Buchführung beauf-

tragt wird (Ziff. 14 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrags; AHV-act. 11 S. 5). 

- 17 -

Schliesslich obliegt die Geschäftsführung gemäss Ziff. 14 Abs. 1 des Ge-

sellschaftsvertrags H._____, wobei dessen Aufwendungen im Baumana-

gementhonorar enthalten sind (AHV-act. 11 S. 5). Diese gesellschaftsver-

traglichen Abreden, in welchen der K._____ AG wesentliche im Rahmen 

der Verwirklichung des Gesellschaftszweck der einfachen Gesellschaft 

D._____ anfallende Arbeiten übertragen werden und die Aufwendungen 

von H._____ in seiner Funktion als Geschäftsführer der einfachen Gesell-

schaft D._____ mit dem Baumanagementhonorar als abgegolten angese-

hen werden, lassen ohne Weiteres den Schluss zu, dass sich H._____ 

und I._____ im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit als Mitglied bzw. Prä-

sident des Verwaltungsrats der K._____ AG an der einfachen Gesell-

schaft D._____ beteiligt haben. Davon ausgehend und unter Berücksich-

tigung der Tatsache, dass H._____ die Geschäftsführung übernommen 

hat, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung anzunehmen, dass 

die einfache Gesellschaft D._____ einen Erwerbszweck verfolgt hat. 

b) Diese Annahme wird durch die gesellschaftsvertragliche Umschreibung 

des Gesellschaftszweckes derselben bestätigt. Danach bezweckt die ein-

fache Gesellschaft D._____ die Überbauung der in X._____ gelegene Pa-

rzelle Nr. 553. Dieser Gesellschaftszweck ist laut dem Gesellschaftsver-

trag erreicht, wenn die angestrebte Überbauung realisiert wurde und die 

errichteten Wohnungen verkauft oder fest vermietet sind (AHV-act. 11 

S. 2). Diese im Rahmen der einfachen Gesellschaft D._____ entfaltete 

Tätigkeit in Form der Verwirklichung einer Überbauung, der Aufteilung 

des errichteten Mehrfamilienhauses in Stockwerkeigentumseinheiten, de-

ren Verkauf bzw. langfristige Vermietung ist in ihrer Art in ähnlicher Weise 

auf Gewinn ausgerichtet wie jene eines Liegenschaftshändlers (vgl. ZAK 

1984 225 E.2b). Damit sprengt eine solche Tätigkeit den Rahmen der 

schlichten Vermögensverwaltung. Die Beschwerdegegnerin hat die Betei-

ligung des Beschwerdeführers an der Gesellschaft D._____ demzufolge 

- 18 -

zu Recht als selbstständige Erwerbstätigkeit eingestuft und den dem Be-

schwerdeführer in dieser Eigenschaft zugeflossenen Gewinnanteil der 

AHV/IV/EO-Beitragspflicht unterworfen.

c) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeu-

gen. Freilich erscheint aufgrund der Aktenlage als ausgewiesen, dass der 

Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Berater der B._____ vor einigen 

Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste und seither kein 

Arbeitsverhältnis mehr eingegangen ist (vgl. AHV-act. 25 S. 26-29). 

Ebenso kann als erstellt gelten, dass er die von ihm gegründete, mittler-

weile aus dem Handelsregister gelöschte C._____ AG bereits vor länge-

rem an die B._____ veräussert und den durch diesen Verkauf erzielten 

Gewinn in sein Privatvermögen überführt hat. Selbst wenn er indes einen 

Teil dieses Privatvermögens für den Kauf seines 27.27%igen Miteigen-

tumsanteils an der Parzelle Nr. 553 in X._____ und das übrige in die ein-

fache Gesellschaft D._____ investierte Kapital verwendet haben sollte 

(vgl. Ziff. 4 des Gesellschaftsvertrags; AHV-act. 11 S. 3), sind diese Ver-

mögenswerte aus dem Privatvermögen des Beschwerdeführers ausge-

schieden, als er sie in die einfache Gesellschaft D._____ eingebracht hat, 

mit dem Ziel, dieser die Verwirklichung ihres Gesellschaftszweckes und 

damit eine auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit zu ermöglichen. Soweit der 

Beschwerdeführer im Übrigen geltend macht, es bestünde kein Zusam-

menhang zwischen seiner Beteiligung an der einfachen Gesellschaft 

D._____ und seiner beruflichen Tätigkeit, ist anzumerken, dass in Ziff. 7 

des Gesellschaftsvertrags die bei der Überbauung der Parzelle Nr. 553 zu 

realisierenden Elektroingenieur- und Elektroinstallationsarbeiten der vor-

mals dem Beschwerdeführer gehörenden C._____ AG zu Konkurrenz-

preisen übertragen werden, womit eine Verbindung zur vormaligen beruf-

lichen Tätigkeit des Beschwerdeführers besteht (AHV-act. 11 S. 3). Rich-

tig ist hingegen, dass sich der Beschwerdeführer nicht persönlich an der 

- 19 -

einfachen Gesellschaft D._____ beteiligt und seine Einlage mit Eigenmit-

teln finanziert hat. Ebenso mag es zutreffen, dass er als Miteigentümer 

der in X._____ gelegenen Parzelle Nr. 553 angefragt wurde, ob er seinen 

Miteigentumsanteil veräussern oder sich an der geplanten Überbauung fi-

nanziell beteiligen wolle. Allein aufgrund dieser Umstände erscheint es 

jedoch nicht angezeigt, dem Beschwerdeführer die von den anderen Ge-

sellschaftern in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit mit dessen Einver-

ständnis unternommenen Bemühungen nicht wie eine eigene Erwerbs-

tätigkeit anzurechnen. Dies umso mehr, als sowohl die gesellschaftsver-

tragliche Umschreibung des von der einfachen Gesellschaft D._____ an-

gestrebten Zwecks als auch deren tatsächliche Tätigkeit über die schlich-

te Vermögensverwaltung hinausgeht. Die Beschwerdegegnerin hat somit 

den Anteil des Beschwerdeführers am Reingewinn der einfachen Gesell-

schaft D._____ zu Recht als beitragspflichtiges Einkommen aus selbst-

ständiger Erwerbstätigkeit qualifiziert. 

5. a) Hinsichtlich der einfachen Gesellschaften E._____, F._____ und G._____ 

ist zunächst festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer unter diesen 

Bezeichnungen jeweils als gleichberechtigter Gesellschafter mit L._____ 

zusammengeschlossen hatte. Der Zweck der fraglichen Gesellschaften 

wird in den diesen zugrundeliegenden Gesellschaftsverträgen dahinge-

hend umschrieben, als diese beabsichtigen, Grundstücke zu kaufen, zu 

verkaufen und zu überbauen. Ferner befassen sie sich mit dem Verkauf 

und der Vermietung der von ihnen erstellten Neu- und Umbauten oder 

Teilen davon (vgl. AHV-act. 11 S. 27, S. 57 und S. 88). Diese Umschrei-

bung des gesellschaftlichen Zwecks weicht einerseits insofern von jener 

der einfachen Gesellschaft D._____ ab, als das zu überbauende Grunds-

tück nicht von den Gesellschaftern eingebracht, sondern dieses durch die 

einfache Gesellschaft erworben wird. Andererseits wird darin ausdrücklich 

festgehalten, die erworbenen Grundstücke seien zu verkaufen, wenn kei-

- 20 -

ne Überbauung zustande komme. Dies ändert jedoch nichts daran, dass 

ein solch planmässiger Erwerb von Grundstücken zum Zwecke der Über-

bauung, der Realisierung von Neu- oder Umbauten, der möglichen Auftei-

lung in Stockwerk- bzw. Miteigentumsanteile, des Verkaufs der errichteten 

Wohnhäuser, Stockwerk- oder Miteigentumsanteile, des anschliessenden 

Verkaufs oder der langfristigen Vermietung derselben grundsätzlich als 

eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit zu qualifizieren ist (vgl. ZAK 1984 225 

E.2b).

b) Diese sich durch die Umschreibung des Zwecks der einfachen Gesell-

schaften E._____, F._____ und G._____ aufdrängende Schlussfolgerung 

wird vorliegend dadurch gestützt, dass L._____ seit 1986 in Y._____ ein 

von ihr gegründetes Architekturbüro mit zurzeit fünf Mitarbeitern betreibt, 

das neue Wohnhäuser baut sowie bestehende Wohnhäuser umbaut (vgl. 

Internetseite, besucht am 6. Mai 2014). Die im Rahmen dieser beruflichen 

Tätigkeit verwirklichten Projekte entsprechen jenen, welche die einfachen 

Gesellschaften E._____, F._____ und G._____ zu realisieren beabsichtig-

ten. Um eine mögliche Beeinträchtigung der beruflichen Tätigkeit von 

L._____ auszuschliessen, haben die Gesellschafter vor diesem Hinter-

grund in den den fraglichen Gesellschaften zugrundeliegenden Gesell-

schaftsverträgen folgerichtig vereinbart, die Gesellschafter dürften andere 

Überbauung vornehmen und sich an anderen Unternehmen beteiligen, 

ohne gegen das Konkurrenzverbot im Sinne von Art. 556 OR zu verstos-

sen (vgl. Ziff. 20 der Gesellschaftsverträge; AHV-act. 11 S. 32, S. 62 und 

S. 93). Aus dieser gesellschaftsvertraglichen Regelung und der von 

L._____ ausgeübten beruflichen Tätigkeit als Architektin kann gefolgert 

werden, dass sich L._____ in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit an den 

einfachen Gesellschaften E._____, F._____ und G._____ beteiligt und 

deren Geschäftsführung im Einverständnis mit dem Beschwerdeführer für 

gemeinsame Rechnung besorgt hat. Demzufolge hat sich der Beschwer-

- 21 -

deführer die von L._____ für die Rechnung der Gesellschaft D._____ un-

ternommenen Bemühungen wie eine eigene Erwerbstätigkeit anrechnen 

zu lassen, mit der Folge, dass der ihm daraus zugeflossene Anteil am 

Reingewinn als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit einzu-

stufen ist.

c) Die vom Beschwerdeführer hiergegen erhobenen Einwände erweisen 

sich als unbegründet. Richtig ist freilich, dass die Beteiligung des Be-

schwerdeführers an den einfachen Gesellschaften E._____, F._____ und 

G._____ in keinem Zusammenhang mit seiner vormaligen beruflichen 

Tätigkeit steht. Ebenso trifft es entgegen der Auffassung der Beschwer-

degegnerin zu, dass aufgrund der Aktenlage nicht erstellt ist, dass sich 

der Beschwerdeführer, wie in den Gesellschaftsverträgen vorgesehen 

(vgl. Ziff. 12 der Gesellschaftsverträge, vgl. AHV-act. 11 S. 29, S. 59 und 

S. 90), persönlich an der Geschäftsführung beteiligt und die kaufmänni-

schen Angelegenheiten der Gesellschaft, namentlich die Buchführung 

und das Rechnungswesen, übernommen hat, zumal die Treuhand Wie-

land die Jahresrechnungen 2008 und 2009 der fraglichen Gesellschaften 

ausgearbeitet hat (vgl. hierzu AHV-act. 11 S. 35-55, S. 65-87, und S. 97-

114). Wie es sich diesbezüglich verhält, kann jedoch dahingestellt blei-

ben, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf die Einvernahme des 

vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang angerufenen Zeugen 

verzichtet werden kann. Selbst wenn nämlich davon ausgegangen wird, 

dass sich der Beschwerdeführer ausschliesslich finanziell an den einfa-

chen Gesellschaften E._____, F._____ und G._____ beteiligt hat, ändert 

dies nichts daran, dass aufgrund der Umschreibung des gesellschaftsver-

traglichen Zwecks der fraglichen Gesellschaften und der Beteiligung von 

L._____ an den Gesellschaften E._____, F._____ und G._____ anzu-

nehmen ist, dass die fraglichen Gesellschaften einen Erwerbszweck ver-

folgt haben. Dies hat zur Folge, dass die aus dem Privatvermögen des 

- 22 -

Beschwerdeführers stammenden Finanzmittel zu Geschäftsvermögen 

wurden, als der Beschwerdeführer diese in die fraglichen Gesellschaften 

eingebracht hat, um es den fraglichen Gesellschaften zu ermöglichen, ih-

re auf Erwerb gerichtete Tätigkeit zu entfalten. Der dem Beschwerdefüh-

rer aus dieser Beteiligung zufliessende Gewinnanteil stellt damit Einkom-

men aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar. 

d) Soweit der Beschwerdeführer in seinem Eventualantrag schliesslich for-

dert, zumindest die ihm aus der Beteiligung an der einfachen Gesellschaft 

G._____ zugeflossenen Einkünfte als Erträge aus privater Vermögens-

verwaltung einzustufen, ist zwar einzuräumen, dass die einfache Gesell-

schaft G._____ die beabsichtigte Überbauung tatsächlich nicht realisieren 

konnte, weshalb sich deren Tätigkeit auf den Kauf eines für die Überbau-

ung geeigneten Grundstücks und dessen möglichst gewinnbringende 

Veräusserung beschränkt hat. Es ist jedoch zu beachten, dass die Um-

schreibung des Gesellschaftszwecks der einfachen Gesellschaft G._____ 

mit jenem der einfachen Gesellschaften E._____ und F._____ überein-

stimmt. Dass in diesem Fall keine Überbauung realisiert werden konnte, 

ist dem Zufall geschuldet und vermag an der ursprünglichen Zweckset-

zung der einfachen Gesellschaft G._____, die über die blosse Vermö-

gensverwaltung hinausging, nichts zu ändern. Ausserdem hat sich der 

Beschwerdeführer in diesem Fall, wie bei den Baugesellschaften E._____ 

und F._____, mit L._____ zusammengeschlossen, die sich in Ausübung 

ihrer beruflichen Tätigkeit an der einfachen Gesellschaft G._____ beteiligt 

und im Einverständnis mit dem Beschwerdeführer die Gesellschafts-

führung für gemeinsame Rechnung besorgt hat. Es besteht somit kein 

Anlass, diese Beteiligung des Beschwerdeführers anders als jene an den 

einfachen Gesellschaften E._____ und F._____ zu behandeln, weshalb 

die dem Beschwerdeführer daraus zugeflossenen Gewinne Einkünfte aus 

selbstständiger Erwerbstätigkeit darstellen. 

- 23 -

6. Weder diese Beurteilung noch die Qualifikation der übrigen strittigen Ein-

künfte als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit steht schliess-

lich im Widerspruch zum vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 

9C_1057/2010 des Bundesgerichts vom 24. März 2011. Freilich hat das 

Bundesgericht in diesem Urteil die Beteiligung an einem Baukonsortium 

als private Vermögensverwaltung eingestuft und deshalb die in diesem 

Rahmen erzielten und an die Gesellschafter ausgeschütteten Reingewin-

ne nicht als Einkünfte aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit einge-

stuft. Der fragliche Fall unterscheidet sich jedoch einerseits insofern von 

dem hier zu beurteilenden, als nur eine einmalige Beteiligung an einer 

einfachen Gesellschaft in Form einer Einlage von Fr. 200'000.-- zu beur-

teilen war, wobei sich keiner der damaligen Gesellschafter in Ausübung 

seiner beruflichen Tätigkeit an der in Frage stehenden Gesellschaft betei-

ligt hatte. Andererseits beschränkte sich Aktivität der Gesellschaft im We-

sentlichen auf die Vermietung von sieben Stockwerkeigentumseinheiten, 

weshalb der den Gesellschaftern zufliessende, relativ bescheidene Ge-

winn nahezu ausschliesslich aus Mieteinnahmen bestand. Im Gegensatz 

dazu hat sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall in relativ ra-

scher Abfolge an gleichgearteten Baugesellschaften beteiligt, was als 

planmässiges Vorgehen zu werten ist. Ausserdem hat er sich jeweils mit 

Personen zusammengeschlossen, die sich in Ausübung ihrer beruflichen 

Tätigkeit an den fraglichen Gesellschaften beteiligten und im Einver-

ständnis mit dem Beschwerdeführer die Geschäftsführung übernahmen. 

Die Aktivität der fraglichen Gesellschaften beinhaltete sodann nicht nur 

die Vermietung von Wohnungen, sondern war – zumindest potentiell – auf 

die Realisierung von Neu- oder Umbauten, die mögliche Aufteilung in 

Stockwerk- bzw. Miteigentumsanteile, den Verkauf errichteter Wohnhäu-

ser, Stockwerk- oder Miteigentumsanteile, den anschliessenden Verkauf 

oder deren langfristige Vermietung und im Falle der einfachen Gesell-

- 24 -

schaften E._____, F._____ und G._____ zusätzlich auf den planmässigen 

Erwerb von Grundstücken zum Zwecke der Überbauung gerichtet. 

Schliesslich flossen dem Beschwerdeführer im Jahr 2009 bei einem in-

vestierten Kapital von Fr. 1'493'000.-- (31. Dezember 2009) 

Fr. 1'109'472.-- zu, während der Gewinnanteil des Beschwerdeführers im 

Jahr 2008 bei einem investierten Kapital von Fr. 2'380'000.-- (31. Dezem-

ber 2008) Fr. 483'093.-- betrug. Der hier zu beurteilende Fall unterschei-

det sich somit in mehreren wesentlichen Punkten von dem im bundesge-

richtlichen Urteil 9C_1057/2010 vom 24. März 2011 beurteilten, weshalb 

der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. 

Dass es sich bei den ihm aus den Beteiligungen an den einfachen Ge-

sellschaften D._____, G._____, F._____ und E._____ zufliessenden Ge-

winnanteilen um Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit han-

delt, war dem Beschwerdeführer im Übrigen in Bezug auf das Steuerrecht 

von Anfang an klar, hat er doch sowohl auf dem Hauptformular zur Steu-

ererklärung 2008 (AHV-act. 25 S. 30) als auch auf jenem zur Steuerer-

klärung 2009 (AHV-act. 25 S. 53) angegeben, selbstständig erwerbend zu 

sein. Im vorliegenden Fall bestehen keine Gründe, um von dieser steuer-

rechtlichen Qualifikation abzuweichen.

7. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Beschwer-

degegnerin die dem Beschwerdeführer aus seiner Beteiligung an den ein-

fachen Gesellschaften D._____, E._____, F._____ und G._____ zuge-

flossenen Reingewinne im Einspracheentscheid vom 7. Juni 2013 zu 

Recht als Einkünfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit eingestuft und 

diese der AHV/IV/EO-Beitragspflicht unterworfen hat. Dass die Be-

schwerdegegnerin die entsprechende Beiträge zuzüglich Verwaltungskos-

ten sowie die gestützt darauf geforderten Verzugszinsen (vgl. Art. 41bis 

Abs. 1 lit. b AHVV) falsch berechnet hat, macht der Beschwerdeführer 

nicht geltend und kann aufgrund der Akten ausgeschlossen werden (vgl. 

- 25 -

hinsichtlich der nicht erforderlichen Aufrechnung von Beitragszahlungen: 

BGE 139 V 537). Damit erweist sich der angefochtene Einspracheent-

scheid als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde als unbe-

gründet abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

8. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versi-

cherungsgericht - ausser bei mutwilliger oder leichtsinniger Beschwerde-

führung - kostenlos, weshalb im vorliegenden Fall keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Parteien-

tschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 13. No-

vember 2014 abgewiesen (8C_443/2014).