# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df0bf76d-26d3-52cd-9c38-a24c71449628
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.12.2010 D-8410/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8410-2010_2010-12-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8410/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren ..., 
alias B._______, geboren ..., Somalia,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 25. November 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8410/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Somalia – am 
7. Dezember 2008 in der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, worauf er 
am 2. Januar 2009 vom BFM summarisch befragt wurde, 

dass er bei dieser Gelegenheit angab, er heisse B._______, sei am ... 
geboren und habe seine Heimat am 25. November 2008 verlassen, in-
dem er – gemeinsam mit seinem Bruder C._______ (N ...) – auf dem 
Luftweg über Djibouti ein ihm unbekanntes Land erreicht habe, von wo 
sie am 4. Dezember 2010 direkt in die Schweiz gelangt seien, 

dass er zu den Gründen für sein Gesuch vorbrachte, seine Familie ge-
höre einem wehrlosen Clan an und im April 2007 sei bei einem Über -
fall von Banditen sein Vater ermordet worden, wobei er selbst verletzt  
worden sei, 

dass er nach dem Überfall von Personen der Al Shabaab-Miliz in ein 
Spital gebracht worden sei, 

dass er sich zur Ausreise entschlossen habe, weil er ab Juli 2007 im-
mer wieder von Seiten der Al Shabaab-Miliz bedrängt worden sei, bei 
der Miliz mitzumachen, ansonsten er getötet werde, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  11.  Oktober  2009  –  von  Österreich 
kommend – von der Schweizerischen Grenzwacht angehalten wurde, 
wobei  bei  ihm  ein  gültiger  italienischer  Reiseausweis  für  Ausländer 
und eine gültige italienische Aufenthaltsbewilligung gefunden wurden, 
welche auf andere Personalien als beim BFM angegeben lauten, vom 
Beschwerdeführer jedoch als ihm zustehend erklärt wurden, 

dass er ferner eine Reihe von handschriftlichen Aufzeichnungen und 
eine Skizze seines angeblichen Heimatortes bei sich hatte, wobei die-
se Papiere vom Beschwerdeführer als selbstverfasste Erinnerungshil-
fen über seine Herkunft bezeichnet wurden, 

dass das BFM am 7. Dezember 2009 mit dem Beschwerdeführer eine 
einlässlich Anhörung zu den Gesuchsgründen durchführte, 

dass der Beschwerdeführer bei dieser Gelegenheit erklärte, er heisse 
tatsächlich  –  wie  in  den  italienischen  Papieren  verzeichnet  – 
A._______ und sei am ... geboren, wobei es sich bei C._______ auch 

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nicht um seinen Bruder handle, sondern bloss um eine Reisebekannt-
schaft,  er habe in der Schweiz jedoch anders lautende Angaben ge-
macht, da er eine Rückführung nach Italien befürchtet habe, 

dass er diesbezüglich vorbrachte, er habe Somalia nicht Ende 2008, 
sondern bereits im April 2008 verlassen, und er sei nach einer Reise 
über Djibouti, Eritrea, den Sudan und Libyen am 5. August 2008 nach 
Italien gelangt, wo ihm nach seiner Ankunft in Lampedusa und einem 
Aufenthalt in einem Durchgangszentrum bei Foggia schliesslich in Bari  
sein Reiseausweis für Ausländer und eine italienische Aufenthaltsbe-
willigung ausgestellt worden seien (am 24. November 2008), 

dass er nach der Ausstellung seiner Papiere aus dem Durchgangszen-
trum gewiesen worden sei,  worauf  er  sich  zu einer  Weiterreise  ent -
schlossen habe, da er in Italien nicht hinreichend medizinisch versorgt 
worden sei, mithin man ihm dort trotz wiederholtem Ersuchen nicht die 
Metallplatten entfernt  habe,  welche er  seit  seiner  Fussverletzung im 
Jahre 2007 im Bein trage,

dass er  deshalb am 3. Dezember  2008 nach Frankreich  gereist  sei, 
von wo er am folgenden Tag die Schweiz erreicht habe, 

dass er sich im Übrigen kürzlich für rund einen Monat nach Österreich 
begeben, dort aber kein Asylgesuch eingereicht habe, 

dass  er  abschliessend am Vorbringen festhielt,  seine Familie  sei  im 
April  2007 von Banditen überfallen worden, wobei  sein Vater getötet 
und er selbst verletzt worden sei, und er habe sich danach zur Ausrei -
se aus Somalia entschlossen, da er ab Juli  2007 und noch bis zum 
April  2008  von  Seiten  der  Al  Shabaab-Miliz  immer  wieder  bedrängt 
worden sei, nach seiner Genesung bei der Miliz mitzumachen, 

dass das BFM – nach diversen Schriftenwechseln – am 16. November 
2010 ein Gesuch um Rückübernahme des Beschwerdeführers an die 
in dieser Sache zuständige italienische Behörde sandte, welchem von 
Seiten Italiens am folgenden Tag ausdrücklich entsprochen wurde, 

dass das BFM in der Folge mit Verfügung vom 25. November 2010 – in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) – auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Wegweisungsvollzug nach Italien anordnete, 

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dass das BFM zur Begründung seines Entscheides ausführte, der Be-
schwerdeführer habe sich vor seiner Einreise in die Schweiz in Italien 
aufgehalten,  Italien  habe  sich  bereit  erklärt,  den  Beschwerdeführer 
wieder aufzunehmen, und gemäss Beschluss des Bundesrates handle 
es sich bei Italien um einen verfolgungssicheren Drittstaat, 

dass  das  BFM  dabei  namentlich  festhielt,  einer  Rückführung  stehe 
nichts entgegen, da in der Schweiz keine nahen Angehörigen lebten, 
oder  Personen,  zu  welchen der  Beschwerdeführer  eine  enge Bezie-
hung habe, er auch nicht offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft  er-
fülle und schliesslich auch keine Hinweise darauf beständen, in Italien 
würde kein effektiver Schutz vor Rückschiebung bestehen, 

dass in Italien, wo er über eine Aufenthaltsbewilligung verfüge, keine 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG drohe,  

dass das BFM im Anschluss daran den Wegweisungsvollzug nach Ita-
lien als zulässig, zumutbar und möglich erklärte, 

dass sich den Akten über den Zeitpunkt der Eröffnung der Verfügung 
des BFM nichts entnehmen lässt, da der Entscheid soweit ersichtlich 
irrtümlich per B-Post versandt wurde, womit kein Rückschein vorliegt, 

dass der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des BFM – ihm an-
geblich eröffnet am 1. Dezember 20010 – am 7. Dezember 2010 beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass er in seiner Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks Eintreten auf 
sein Asylgesuch, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit und 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges und die Anordnung einer 
vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte, 

dass er im Weiteren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, 
inklusive anwaltliche Verbeiständung, sowie um Befreiung von der Kos-
tenvorschusspflicht ersuchte, 

dass auf die vorgebrachten Beschwerdegründe im Rahmen der nach-
folgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 9. Dezember 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) richtet, so-
weit das VGG oder das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG 
sowie Art. 6 und 105 AsylG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass der Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung man-
gels Vorhandenseins eines Rückscheins nicht feststeht, jedoch die Be-
weislast für die Zustellung an die Partei der eröffnenden Behörde ob-
liegt (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, 
S. 61; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 
dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 63 Rz. 2.112), weshalb 
zugunsten des Beschwerdeführers  davon auszugehen ist,  seine Be-
schwerdeeingabe sei rechtzeitig erfolgt,

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde des 
legitimierten Beschwerdeführers einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG 
und 52 Abs. 1 VwVG sowie Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – 
als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb über die Beschwerde 
in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden ist 
(Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe zwar das Nachreichen 
von  Beweismitteln  in  Aussicht  stellt  (Arztberichte  und  Heiratsdoku-

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ment), es diesbezüglichen jedoch keiner Fristansetzung bedarf (Art. 33 
Abs. 1 VwVG), da der entscheidrelevante Sachverhalt bereits aufgrund 
der vorliegenden Aktenlage als erstellt  zu erkennen ist,  weshalb das 
Bundesverwaltungsgericht  im  Sinne  einer  antizipierten  Beweiswürdi-
gung  über  die  Beschwerde  gegen  den  Nichteintretensentscheid  des 
BFM zu befinden hat (Art. 61 VwVG), 

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein -
getreten wird, wenn eine asylsuchende Person in einen sicheren Dritt -
staat  (nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zurückkehren kann, in wel -
chem sie sich vorher aufgehalten hat, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige in der Schweiz leben (Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG), die asyl-
suchende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 
AsylG erfüllt (Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder wenn Hinweise darauf 
bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor Rückschiebung 
nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  es  sich  bei  Italien  gemäss  Beschluss  des  Bundesrates  vom 
14. Dezember 2007 (in Kraft seit dem 1. Januar 2008) um einen verfol-
gungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG han-
delt  und  die  italienischen  Behörden  einer  Rückübernahme  des  Be-
schwerdeführers am 17. November 2010 zugestimmt haben, 

dass damit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, 

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zwar vorbringt, 
es  sei richtig, dass er sich in Italien aufgehalten und dort auch einen 
provisorischen Ausweis erhalten habe, inzwischen sei dieser Ausweis 
jedoch abgelaufen, weshalb er nicht nach Italien zurückkehren könne,

dass dieses Vorbringen jedoch vor dem Hintergrund der italienischen 
Zustimmungserklärung ins Leere stösst, 

dass das Vorbringen zudem auch als haltlos erscheint, verfügt der Be-
schwerdeführer doch aktenkundig weiterhin über eine bis zum 13.  No-
vember  2011  gültige  italienische  Aufenthaltsbewilligung  und  einen 
ebenfalls bis dahin gültigen Reiseausweis für Ausländer, 

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dass demnach auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
zutreten ist, es sei denn, es wäre eine der Ausschlussbestimmungen 
gemäss Art. 34 Abs. 3 Bstn. a - c AsylG erfüllt, 

dass der Beschwerdeführer in  dieser Hinsicht  vorab die Ausschluss-
bestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG anruft, indem er vorbringt,  
von Italien würden Menschen ohne Prüfung ihrer  Asylgründe wieder 
nach Libyen ausgeschafft, weshalb Italien kein sicherer Drittstaat sei,

dass sich dieses Vorbringen indes in keiner Weise als stichhaltig er -
weist,  da Italien  sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch der der Europäischen Menschenrechtskonvention vom 4. Novem-
ber 1950 (EMRK, SR 0.101) ist und vorliegend  keinerlei Hinweis da-
rauf besteht, Italien würde sich im Falle des Beschwerdeführers nicht 
an  seine  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  halten,  wurde  ihm  doch 
vielmehr  in  Italien  bereits  eine  Aufenthaltsbewilligung  wie  auch  ein 
Reiseausweis ausgestellt,  womit erstellt  ist, dass ihm in Italien keine 
Abschiebung droht, sondern er dort Schutz geniesst, 

dass das Vorbringen betreffend angeblich drohende Abschiebung nach 
Libyen als haltlos zu erkennen ist, mithin zwischen Italien und Libyen 
zwar ein Abkommen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung be-
steht, dieses Abkommen aber einzig Fragen der Küstenüberwachung 
regelt  und von daher gerade nicht Personen betrifft,  welche sich wie 
der Beschwerdeführer bereits im europäischen Raum befinden, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  die  Ausschlussbestimmung 
nach Art. 34  Abs. 3  Bst. b  AsylG anzurufen versucht,  indem er  vor-
bringt,  in  seinem  Fall  bestünden  deutliche  Hinweise,  dass  er  die 
Flüchtlingseigenschaft erfülle, 

dass  dieses  Vorbringen  indes  nicht  überzeugen  kann,  da  sich  auch 
nicht  ansatzweise schliessen lässt,  er  erfülle – wie in Art. 34 Abs. 3 
Bst. b AsylG gefordert – offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft, 

dass sich die unsubstanziierten Schilderungen des Beschwerdeführers 
betreffend eine angeblich über Monate andauernde Werbung von Sei-
ten der Al Shabaab-Miliz bereits auf den ersten Blick als haltlos erwei-
sen, 

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dass der Beschwerdeführer darüber  hinaus die schweizerischen Be-
hörden über seine Identität getäuscht, gleichzeitig mit einem angebli-
chen Bruder abgestimmte Gesuchsgründe vorgetragen und schliess-
lich seine Sachverhaltsschilderungen aufgrund vorgefertigter "Erinne-
rungshilfen"  vorgebracht  hat,  was  ebenfalls  ausser  Betracht  fallen 
lässt, er erfülle offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde schliess-
lich das Vorhandensein eines engen persönlichen Bezuges zu einer in 
der Schweiz lebenden Person im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG 
geltend  macht,  indem  er  vorbringt,  er  sei  mit  D._______  (recte:  ...  
[N ...]) verheiratet, bei welcher es sich um eine somalischen Staatsan-
gehörige handelt, welche in der Schweiz über eine vorläufige Aufnah-
me verfügt, 

dass  sich  über  die  geltend gemachte  Verbindung jedoch weder  den 
Akten  des  Beschwerdeführers  noch  den  Akten  seiner  angeblichen 
Ehefrau etwas entnehmen lässt, 

dass diese Behauptung zudem erstmals auf Beschwerdeebene vorge-
bracht wird, ohne dass nähere Angaben gemacht wurden,

dass deshalb und auch in Anbetracht des bisherigen Aussageverhal-
tens  des  Beschwerdeführers  von  der  Unglaubhaftigkeit  der  Ehe  mit 
D._______ auszugehen ist, weshalb die Nachreichung eines angebli-
chen Heiratsdokumentes nicht abzuwarten ist, 

dass  nach  vorstehenden  Erwägungen  keiner  der  Ausschlussgründe 
nach Art. 34 Abs. 3 Bstn. a - c erfüllt ist, womit der Nichteintretensent -
scheid des BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG im Re-
sultat zu bestätigen ist,

dass daran anschliessend auch die Anordnung der Wegweisung nach 
Art. 44 Abs. 1 AsylG zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer über  
keine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung verfügt und auch kei-
nen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. dazu Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2001 Nr. 21),

dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem 
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da das BFM eine vorläufige 
Aufnahme anzuordnen hat (nach Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

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vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 
SR 142.20]), wenn der Vollzug der Wegweisung als unzulässig, unzu-
mutbar  oder  unmöglich  zu  erkennen ist  (Art.  44  Abs. 2  AsylG i.V.m 
Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, welcher – wie vorste-
hend  erwähnt  –  seinen  Verpflichtungen  aus  der  FK  und  der  ERMK 
nachkommt und  in  welchem er  Schutz  vor Rückschiebung im Sinne 
von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzuges  nach 
Italien sprechen, auch wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich an-
führt, er sei entschieden gegen eine Rückkehr nach Italien, da dort die 
Lebensbedingungen  für  Flüchtlinge  miserabel  seien  und  ihm  dort 
– nach seiner verletzungsbedingten Operation in Somalia, bei welcher 
ihm Metallteile eingesetzt worden seien – nicht geholfen worden sei, 

dass Asylsuchende in Italien zwar bei der Unterkunft, der Arbeit und 
dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur gewissen Schwierigkeiten 
ausgesetzt  sein  können,  jedoch  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte 
dafür bestehen, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Ausschaf-
fung nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass der Beschwerdeführer in Italien über eine gültige Aufenthaltsbe-
willigung und damit einen geregelten Aufenthaltsstatus verfügt, womit 
er sich gegenüber den Asylsuchenden mit noch ungeregeltem Aufent-
halt in einer wesentlich besseren Position befindet, weshalb auch sein 
Vorbringen, aufgrund seines kranken Beines sei er nur beschränkt ar-
beitsfähig, nicht zu überzeugen vermag, 

dass er zudem anzuhalten ist, sich mit allfälligen Anliegen betreffend 
Unterstützung oder betreffend einen allfälligen medizinischen Behand-
lungsbedarf  an  die  in  Italien  zuständigen  staatlichen  Instanzen  wie 
auch die vorhandenen privaten Hilfsorganisationen zu wenden, 

dass der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, er befinde sich nun-
mehr  in  der  Schweiz  in  Behandlung  und  es  stehe  demnächst  eine 
Operation an, welche in Italien sicher nicht durchgeführt würde, 

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dass dieses Vorbringen jedoch in keiner Weise belegt und zudem auf-
grund  der  Akten  als  blosse  Schutzbehauptung  zu  erkennen  ist,  hat 
doch der  Beschwerdeführer  schon vor über  einem Jahr  –  anlässlich 
der Anhörung durch das BFM, als er sich bereits seit seinem Jahr in 
der  Schweiz  befand  –  über  eine  angeblich  demnächst  anstehenden 
Eingriff berichtet (vgl. act. A11 S. 9 F. 97 ff.), 

dass dieser Umstand aber, selbst wenn er wahr wäre, nicht zur Unzu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Italien zu führen vermöch-
te,

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich auch möglich ist, da die 
italienischen Behörden einer Rückübernahme des Beschwerdeführers 
bereits ausdrücklich zugestimmt haben,

dass nach vorstehenden Erwägungen die  Gewährung einer  vorläufi-
gen Aufnahme ausser  Betracht  fällt,  womit  auch die Anordnung des 
Wegweisungsvollzuges zu bestätigen ist, 

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu 
bestätigen und die  eingereichte  Beschwerde als  offensichtlich  unbe-
gründet im vereinfachten Verfahren abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil das Gesuch um Befreiung von Kostenvor-
schusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegenstandslos wird, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege in-
klusive anwaltlicher Verbeiständung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG)  abzuweisen  ist,  da  sich  die  Beschwerde  als  von  Anfang  an 
aussichtslos erwiesen hat,

dass dem Beschwerdeführer demnach für das Verfahren Kosten aufzu-
erlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 - 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- ...

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: 

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