# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e534c64-a24b-56d8-a3aa-0fc402ab06e7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 725 20 471/180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-471-180_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Juli 2021 (725 20 471 / 180) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Beurteilung 

zumindest in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung. Rückweisung an die Vo-

rinstanz zur weiteren Abklärung. 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Jeannine Gass  
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1983 geborene A.____ ist seit dem 1. Februar 2015 in einem 100 % Pensum bei der 
B.____ GmbH in Z.____ als Magaziner angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses 
obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. 
Gemäss der Bagatellunfall-Meldung des Arbeitgebers vom 17. Januar 2020 bzw. der Scha-
denmeldung vom 8. April 2020 verletzte sich A.____ am 28. November 2019 am Finger durch 
eine falsche Bewegung beim Anpacken einer Kiste. Gemäss eigenhändig ausgefülltem Frage-

 

 
 
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bogen der Suva vom 21. April 2020 stürzte A.____ beim schnellen Hochlaufen der Treppe in-
folge eines Fehltritts mit der linken Hand nach vorne. In der Folge erbrachte die Suva die ge-
setzlichen Versicherungsleistungen (Taggelder und Heilbehandlung). 
 
B. Mit Verfügung vom 19. Mai 2020 stellte die Suva ihre Leistungen per 14. April 2020 ein, 
mit der Begründung, dass gemäss Beurteilung der Kreisärztin Dr. med. C.____, FMH Allgemei-
ne Innere Medizin, vom 11. Mai 2020 die darüber hinaus bestehenden Beschwerden nicht mehr 
unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien und der Status quo ante spätes-
tens am 29. Februar 2020 erreicht sei. In teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Ein-
sprache des Beschwerdeführers vom 9. Juni 2020 sprach die Suva dem Versicherten mit Ent-
scheid vom 5. November 2020 die gesetzlichen Leistungen bis am 19. Mai 2020 zu. 
 
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 7. Dezember 2020 (Poststempel) 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Darin beantragte er, es seien ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die 
gesetzlichen Leistungen über den 19. Mai 2020 hinaus zuzusprechen. Eventualiter seien die 
erforderlichen Abklärungen durchzuführen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
D. In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2020 beantragte die Suva die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde des Versicherten ist demnach einzutreten. 
 
2. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist, ob die Suva zu Recht ihre Leistungs-
pflicht ab dem 19. Mai 2020 abgelehnt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

 

 
 
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versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Die Leistungspflicht eines Unfallver-
sicherers gemäss UVG setzt dabei voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem 
eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. März 2020, 
8C_627/2019, E. 3.2). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich or-
ganisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2). 
 
3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Es genügt, 
wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall also nicht weggedacht 
werden kann, ohne dass die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 438 
E. 1, 129 V 181 E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2018, 8C_813/2017, 
E. 3.2, in: SVR 2018 UV Nr. 42 S. 151). Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (BGE 119 V 338 E. 1; vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.1.2). Hierfür reicht es 
jedoch nicht aus, wenn – im Sinne der Formel “post hoc ergo propter hoc“ – die Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht angesehen würde, weil sie nach diesem aufgetre-
ten ist (BGE 119 V 341 E. 2b/bb; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 29. Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 3, vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1, in: SVR 2016 UV Nr. 18 
S. 57, und vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 3.2, in: SVR 2010 UV Nr. 10 S. 41). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 

 

 
 
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4.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt 
es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 
Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise 
zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser 
Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses oder eines unfallähnlichen Ereignisses 
nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat 
dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 
auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 
8C_709/2010, E. 2.2 und vom 20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversiche-
rungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 

 

 
 
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6.1 Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sind folgende medizinische Unterla-
gen von Relevanz: 
 
6.2.1 Dr. med. D.____, FMH Radiologie, stellte aufgrund der Magnetresonanztomographie 
(MRT) vom 4. Februar 2020 eine unauffällige Darstellung des Karpometacarpalgelenks (Dau-
mensattelgelenks; CMC) ohne Knochenkontusionszonen bei schlanker Kapsel und schlanken 
Bändern sowie ein regelrechtes Metacarpophalangealgelenk (Fingergrundgelenk; MCP) ohne 
Läsionen im ulnaren oder radialen Kollateralband fest. Soweit das Skapho-trapezio-trapezoidale 
(STT) Gelenk noch abgebildet gewesen sei, habe sich dieses regelrecht mit kleiner subchond-
raler Zyste im distalen Os naviculare gezeigt. Beim im Daumen-Protokoll nur partiell angeschnit-
tenen Handgelenk sei weder ein abgrenzbarer Erguss noch ein Knochenmarksödem im Berei-
che der Carpalia ersichtlich gewesen.  
 
6.2.2 Im Sprechstundenbericht von Dr. med. E.____, FMH Chirurgie und Handchirurgie, vom 
19. Februar 2020 wurde im Nachgang zur Sprechstunde vom 14. Februar 2020 der Verdacht 
auf eine Tendovaginitis de Quervain und eine Läsion der palmaren Platte des MCP I links nach 
Distorsionstrauma geäussert, was sich allerdings bei der Ultraschalluntersuchung vom 19. Feb-
ruar 2020 nicht habe bestätigen lassen. Die linke Hand habe sich bei der Befundaufnahme in-
spektorisch unauffällig gezeigt, wobei eine Druckdolenz über dem ersten Strecksehnenfach und 
leicht auch in der Tabatière sowie in der Basis der Metacarpale I und palmar über dem MCP-
Gelenk feststellbar gewesen sei. Das MCP sei seitlich stabil ohne Schmerzprovokation, das 
Interphalangealgelenk (IP-Gelenk) indolent, das Sattelgelenk leicht dolent gewesen, wobei der 
Grinding-Test (im Gegensatz zum Eichhoff- und Finkelstein-Test) negativ ausgefallen sei. Wei-
tere Druckdolenzen seien nicht feststellbar gewesen und der Watson-Test sei ebenfalls negativ 
ausgefallen. Auf der am 14. Februar 2020 veranlassten Röntgenaufnahme des linken Handge-
lenks hätten sich keine Hinweise für ossäre Läsionen abgezeichnet. Die knöchernen Strukturen 
des distalen linken Unterarms sowie der Carpalia und Metacarpalia der linken Hand hätten sich 
unauffällig präsentiert, ohne Nachweis einer frischen ossären Verletzung. Die Computertomgra-
fie (CT) des linken Handgelenks vom gleichen Tag habe keine Hinweise für Scapholdfrakturen 
oder ossäre Läsionen der Carpalia oder der proximalen Metacarpalia ausgewiesen. Die CT ha-
be nebst einer zystischen randsklerosierten Läsion im distalen Scaphoidpol keine höhergradi-
gen degenerativen Veränderungen oder objektivierbare Weichteilschwellungen ausgewiesen.  
 
6.2.3 Der Sprechstundenbericht vom 21. April 2020 führte als Diagnose einen Verdacht auf 
Instabilität des CMC I Gelenks links nach Sturz auf beide Handgelenke im November 2019 so-
wie eine Instabilität des MCP I Gelenks palmar beidseits auf. Trotz Ruhigstellung in der Hand-
gelenksmanschette mit Daumeneinschluss und Reduktion der Arbeitstätigkeit auf Büroarbeit 
habe sich keine Besserung gezeigt. Die linke Hand habe eine eindeutige Druckdolenz über dem 
CMC l Gelenkspalt aufgewiesen und das Gelenk sei im Vergleich zur Gegenseite etwas instabi-
ler und die Mobilisation des Gelenkes schmerzhaft gewesen. Auch der Finkelstein-Test habe 
sich als etwas schmerzhaft erwiesen, jedoch sei keine Druckdolenz über dem ersten Streck-
sehnenfach mehr feststellbar gewesen. Aufgrund der Befunde sei eine chronifizierte Reizung 
des CMC I Gelenks – möglicherweise durch die Instabilität bedingt – vermutet worden. In Folge 
sei eine Infiltration des Gelenkes mit Kortison empfohlen und durchgeführt worden. Im Falle der 

 

 
 
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Exazerbation der Schmerzen trotz Infiltration des Gelenks sei eine chirurgische Intervention zu 
diskutieren. 
 
6.2.4 Gemäss dem am 27. April 2020 ausgestellten Arztzeugnis von Dr. med. F.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, sei bei der Erstbehandlung vom 28. November 2019 eine Kontusion 
des Digitus I an der linken Hand nach einem Sturz beim Treppensteigen auf beide Hände fest-
gestellt worden. Als Therapie sei die Ruhigstellung der Hand angeordnet worden.  
 
6.2.5 Am 28. April 2020 nahm Kreisärztin Dr. C.____ zur Unfallkausalität Stellung und ver-
neinte diese mit der Begründung, dass keine objektivierbaren strukturellen Läsionen in den 
konventionellen MRT, CT und Sonographie nachgewiesen worden seien. Die randsklerosierte 
Zyste subchondral im Os naviculare sei ein Hinweis für einen langandauernden Prozess im 
Sinne eines Vorschadens und die Tendovaginitis de Quervain im Sinne einer Fehl- oder Über-
belastung zu verstehen. Zusammengefasst habe das Unfallereignis vom 28. November 2019 zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt, wobei die anhaltenden Beschwerden bei feh-
lenden objektivierbaren Strukturen spätestens nach 12 Wochen nicht mehr unfallkausal seien. 
 
6.2.6 Im Auftrag der Suva erstellte Dr. C.____ unter Berücksichtigung der bis zu diesem Zeit-
punkt vorliegenden medizinischen Unterlagen am 11. Mai 2020 eine kreisärztliche Beurteilung. 
Darin führte sie aus, dass sich in keiner der durchgeführten Untersuchungen objektivierbare 
strukturelle Läsionen hätten nachweisen lassen. Die subchondrale Zyste im distalen Os navicu-
lare, welche in der kernspintomographischen Untersuchung als Nebenbefund resultiert habe, 
stelle keine strukturelle Läsion dar. Da diese Zone ebenfalls eine randsklerosierte Zone aufwei-
se, dürfe überwiegend wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Zyste 
deutlich älteren Datums handle. Der Verdacht vom 14. Februar 2020 der Orthopädie am Kan-
tonsspital Y.____ auf eine Tendovaginitis de Quervain habe sich mittels Ultraschalluntersu-
chung vom 19. Februar 2020 nicht bestätigen lassen. In Bezug auf den ebenfalls am selben 
Datum geäusserten Verdacht einer Läsion der palmaren Platte MCP I links hätten sich weder 
MR-tomographisch noch ultraschallgesteuert Nachweise finden lassen. Des Weiteren fehle es 
an Angaben zum möglichen Ursprung des in der Verlaufskontrolle vom 20. April 2020 geäus-
serten Verdachts auf eine Instabilität am CMC I Gelenk links, die vermutungsweise durch eine 
chronifizierte Reizung des CMC I Gelenks ausgelöst worden sei. Aus versicherungsmedizini-
scher Sicht habe das Schadenereignis mit Kontusion zu einer vorübergehenden Verschlimme-
rung geführt, ohne objektivierbare strukturelle Läsionen zu hinterlassen. Spätestens nach zwölf 
Wochen seien anhaltenden Beschwerden nicht mehr als unfallkausal einzustufen.  
 
6.2.7 In der Sprechstunde vom 3. Juni 2020 wurde sodann weiterhin eine Instabilität mit 
Schmerzen bei der Beweglichkeit im CMC I und im MCP l festgestellt. Beim Pinch-Griff sei eine 
Hyperextension im MP-Gelenk ersichtlich, zudem sei dieser nur unter Schmerzen möglich ge-
wesen. Mit lediglich Büroarbeiten und Tragen einer Schiene sei der Beschwerdeführer beinahe 
beschwerdefrei gewesen, ohne Schiene seien die Beschwerden im Bereich des CMC I Gelenks 
jedoch sofort wieder aufgetreten. Entsprechend sei eine Wilson-Extensionsosteotomie mit 
Bandplastik nach Brunelli sowie die Refixation der palmaren Platte beschlossen worden. 
 

 

 
 
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6.2.8 Am 18. August 2020 wurde die geplante Operation sodann durch Dr. E.____ vorge-
nommen. Als Diagnose wurde im Operationsbericht vom 19. August 2020 festgehalten, dass 
eine postoperative Instabilität im CMC I Gelenk nach einem Sturz im November 2019 sowie 
eine palmare Instabilität im MCP I Gelenk vorliege. Initial habe eine Fraktur mittels CT ausge-
schlossen werden können. 
 
6.2.9 Infolge Einsprache des Beschwerdeführers wurde Dr. C.____ erneut von der Suva be-
auftragt – unter Berücksichtigung des Operationsberichts vom 19. August 2020 – eine Beurtei-
lung der Unfallkausalität und der Einwände des Beschwerdeführers vorzunehmen. In ihrer Be-
urteilung vom 7. Oktober 2020 hielt sie fest, dass dem Operationsbericht zu entnehmen sei, 
dass weder die palmare Platte noch die Ligamente am CMC I Gelenk versehrt gewesen seien. 
Es sei nicht explizit beschrieben, dass etwelche Strukturen verletzt gewesen seien und die 
palmare Platte sei auch nicht als elongiert beschrieben worden. Aufgrund der Tatsache, dass 
keine Pathologie nachgewiesen sei, müsse davon ausgegangen werden, dass es beim Scha-
denereignis nicht zu einer richtunggebenden Verschlimmerung gekommen sei. 
 
Insbesondere sei auf den unklaren Unfallhergang hinzuweisen. Auch wenn der finalen Darstel-
lung des Beschwerdeführers gefolgt werden würde, bliebe es im Detail unklar, wie es bei dem 
geschilderten Unfallereignis zu einer Distorsion im CMC I Gelenk gekommen sei, so sei es doch 
ziemlich unwahrscheinlich, dass man sich bei einem Sturz auf beide Hände nach vorne isoliert 
den linken Daumen verdrehen könne.  
 
Bezugnehmend auf die beschriebene Zyste im Os naviculare sei festzuhalten, dass diese für 
die Operationsindikation völlig unerheblich sei und des Weiteren nicht mehr erläutert werden 
müsse, sei sie doch unfallfremd aufgrund der im CT nachgewiesenen Sklerosierung vorbeste-
hend und weise lediglich einen vorbestehenden degenerativen Zustand auf. Aufgrund der feh-
lenden Hinweise von objektivierbaren strukturellen Läsionen, die weder bildgebend noch intrao-
perativ vorhanden seien, sei nach wie vor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer vo-
rübergehenden Verschlimmerung eines vorbestehenden Zustandes infolge Abnutzung oder 
Degeneration auszugehen. 
 
6.2.10 Mit Bericht vom 11. Dezember 2020 diagnostizierte Dr. med. G.____, FMH Chirurgie 
und Handchirurgie, ein Kontusions-/Distorsionstrauma der linken Hand nach Unfallereignis vom 
28. November 2019. Des Weiteren hielt er fest, dass sich bei der Erstkonsultation in der Hand-
chirurgie am 14. Februar 2020, drei Monate posttraumatisch, eine diffuse chronifizierte 
Schmerzsymptomatik des gesamten Daumens mit initialklinischem Hinweis auf eine Sehnen-
entzündung gezeigt habe. Nach Ausschluss einer Tendovaginitis de Quervain hätten sich bei 
der Folgekonsultation hauptsächlich Schmerzen im CMC I Gelenk gezeigt. Bei der damaligen 
Untersuchung sei eine auffällige Instabilität des CMC I Gelenks sowie eine Instabilität im MCP I 
Gelenk aufgefallen. Da die weitere konservative Therapie mit Ruhigstellung keine Besserung 
gebracht habe, sei eine operative Stabilisierung beider Gelenke durchgeführt worden. Postope-
rativ nach Abheilung habe sich dann eine komplette Beschwerdefreiheit gezeigt, so dass der 
Patient die linke Hand wieder unter maximaler Belastung benützen könne. Soweit in der MRT 
vom 4. Februar 2020 eine kleine subchondrale Zyste im Os naviculare festgestellt worden sei, 

 

 
 
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sei zu bemerken, dass diese Zyste möglicherweise eine Folge einer beginnend degenerativen 
Veränderung im STT-Gelenk darstellen dürfte. Im vorliegenden Fall sei jedoch nicht das STT-
Gelenk, sondern das weiter distal liegende CMC I Gelenk symptomatisch. In dieser Untersu-
chung sei aber ein kleiner Gelenkserguss im CMC I sowie auch im MCP I zu sehen. Ausserdem 
scheine die palmare Platte verdickt. Zudem sei der MCP I Knochen nach dorsal subluxiert, was 
auf eine Bandinsuffizienz zurückzuführen sei. Dies könne als posttraumatische Zeichen gewer-
tet werden. Zu erwähnen sei im Weiteren, dass der ligamentäre Apparat des CMC I Gelenks 
sehr eingeschränkt beurteilbar sei und dass eine Untersuchung, welche mehrere Wochen post-
traumatisch erfolgt sei, mit einer deutlichen Verminderung der Aussagekraft zu beurteilen sei. 
Die Beurteilung der palmaren Platte MCP I mittels Ultraschall-Untersuchung habe im Untersu-
chungszeitpunkt keine Ruptur gezeigt. Ein Status nach Ruptur mit Vernarbung oder eine 
Elongation seien im Ultraschall schlecht abgrenzbar. Bei Erhaltung der Kontinuität der palmaren 
Platte und Gelenksstellung in Hyperextension sei eine Elongation jedoch die logische Folge. 
Letztlich sei darauf hinzuweisen, dass Dr. C.____ als Fachärztin für Allgemeine Medizin und 
zertifizierte Versicherungsmedizinerin zwar eine langjährige Erfahrung habe, aber leider keine 
handchirurgische Ausbildung. Daher sei eine fachspezifische Begutachtung bei einem Facharzt 
für Handchirurgie zur definitiven Beurteilung der Unfallkausalität wärmstens zu empfehlen.  
 
6.2.11 Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nahm mit Bericht 
vom 19. Januar 2021 im Auftrag der Suva Stellung zur Unfallkausalität der Beschwerden und 
hielt fest, dass schon die anamnestischen Angaben zum Unfallhergang widersprüchlich seien. 
So sei zunächst in der Bagatell-Unfallmeldung angegeben worden, dass es beim Anpacken 
einer Kiste zu Schmerzen eines Fingers der rechten Hand gekommen sei. In weiteren Berichten 
werde von einem Sturz auf beide Hände berichtet. Bei der CT-Untersuchung sei ein Sturz auf 
die linke Hand angegeben worden, während im Arztbericht des Kantonsspitals vom 14. Februar 
2020 wiederum ein Sturz auf beide Hände vermerkt sei. Letztlich liege noch eine schriftliche 
Schilderung mit Unterschrift des Versicherten vor, nach welcher er beim schnellen Hochlaufen 
der Treppe eine Stufe verpasst habe und auf die linke Hand nach vorne gestützt sei. Bis am 16. 
März 2020 habe er sodann zu 100 % weitergearbeitet und sei danach zu 50 % arbeitsunfähig 
gewesen. 
 
Als Unfallfolgen mache der Versicherte eine Schädigung der palmaren Platte am MCP I Gelenk 
links sowie eine Instabilität des CMC I Gelenks links geltend, wobei zu beachten sei, dass zur 
Schädigung der palmaren Platte eine erhebliche Gewalteinwirkung mit axialer Krafteinleitung 
und Hyperextension des Gelenks notwendig sei. Zudem gehe die Schädigung mit deutlichen 
Schmerzen nebst einer Schwellung und einer sichtbaren Gelenkdeformität einher. Selbst nach 
einer stabilen Luxation mit Zerrung respektive Dehnung der palmaren Platte komme es zu einer 
dorsalen Luxation, die radiologisch nachweisbar sei. Klinisch liesse sich eine Instabilität des 
MCP I Gelenks unfallnah aufgrund massiver Schmerzen nicht prüfen. Nach Rückgang der 
Schmerzen fände sich häufig eine Überstreckbarkeit des Gelenks. Im vorliegenden Fall sei ra-
diologisch eine absolute Gelenkkongruenz festgestellt worden. Auch im MRT fänden sich keine 
Hinweise auf eine Schädigung der kapsulären Strukturen, der Bänder oder der palmaren Platte. 
Ödematöse Veränderungen der Strukturen seien ebenfalls nicht ersichtlich. Bemerkenswert sei, 
dass Dr. E.____ in ihren Befunden weder eine Überstreckbarkeit noch eine Instabilität des MCP 

 

 
 
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I Gelenks dokumentiert habe. Das Gelenk werde sogar im Bericht vom 14. Februar 2020 radi-
oulnar und als stabil ohne Schmerzprovokation beschrieben. Gleichzeitig sei aber im Bericht 
vom 21. April 2020 eine Instabilität im MCP I beidseits als Diagnose angegeben. Die von 
Dr. E.____ durchgeführten Tests (Finkelstein-, Eichhoff- und Grinding-Test) würden zudem 
nicht der Diagnostik einer MCP I Instabilität, sondern der Überprüfung von Arthrose im Dau-
mensattelgelenk bzw. der Überprüfung einer Sehnenscheidenentzündung dienen. Es sei dem-
nach weder klinisch noch radiologisch eine Instabilität im MCP I Gelenk gesichert. Dass eine 
Hyperextension des MCP I Gelenks beim Pinch-Test stattgefunden habe, sei ausgesprochen 
unwahrscheinlich, so stabilisiere die Daumenbeugesehne das MCP I Gelenk beim Pinch-Griff, 
so dass es nicht zu einer Hyperextension kommen könne.  
 
Im Operationsbericht vom 19. August 2020 fände sich zudem keine Stellungnahme von 
Dr. E.____ zum intraoperativen Befund am MCP I. Es seien weder Schädigungen der palmaren 
Platte, noch eine Luxationsmöglichkeit des Daumengrundgliedes dorsal beschrieben. 
Dr. E.____ habe lediglich einen Knochenanker eingebracht, woraus sich eine Verletzung der 
palmaren Platte allerdings nicht herleiten lasse. Die durchgeführte Extensionsosteotomie nach 
Wilson sei in der medizinischen Fachliteratur zur Behandlung einer Rhizarthrose im Stadium I 
zur Verbesserung der Abduktionsfähigkeit propagiert, nicht jedoch zur Behandlung einer unfall-
bedingten Instabilität des CMC I Gelenks. Zudem müssten sich bei einer unfallbedingten Insta-
bilität des Daumensattelgelenks sowohl bildgebend als auch intraoperativ zumindest Lockerun-
gen, Dehnungen oder Teilzerreissungen der stabilisierenden Bänder um das Gelenk herum 
darstellen. In der Bildgebung (MRT, Röntgen, CT und Ultraschall) habe sich aber eine unauffäl-
lige Darstellung des CMC I Gelenks ohne Knochenkontusionszonen bei schlanker Kapsel und 
schlanken Bändern gezeigt. Auch im Operationsbericht habe sich keine Schilderung über den 
Zustand der Bänder am CMC I Gelenk finden lassen. Eine solche sei aber angebracht gewe-
sen, angesichts der unauffälligen radiologischen Befunde. 
 
Zusammenfassend seien in der vorliegenden Bildgebung keine richtunggebenden strukturellen 
Unfallfolgen an den Gelenken oder am Kapselbandapparat nachgewiesen. Die Subluxation der 
Grundphalanx gegenüber dem Kopf des ersten Mittelhandknochens wie auch die Hyperexten-
sionsmöglichkeit bei Pinch-Griff könne – wie die Instabilität des Daumensattelgelenks als Unfall-
folge – nicht nachvollzogen werden. Aus diesen Gründen könne die durchgeführte Operation 
nicht in einen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis gebracht werden. Es müsse von 
einer vorübergehenden Verschlimmerung im Sinne einer Distorsion des Daumens ausgegan-
gen werden.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts in erster Linie auf die Ergebnisse, zu denen die Kreisärztin Dr. C.____ in ihren Beurteilun-
gen vom 11. Mai 2020 und 7. Oktober 2020 gelangt war. Sie ging demzufolge davon aus, dass 
die Beschwerden in der linken Hand des Versicherten nicht überwiegend wahrscheinlich auf 
das Unfallereignis vom 28. November 2019 zurückzuführen seien. 
 
7.2 Dieser Einschätzung hält der Versicherte in seiner Beschwerde zunächst entgegen, 
dass die Abklärungen bezüglich des Anspruchs auf Leistungen der Unfallversicherung nicht 

 

 
 
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vollständig sowie in Verletzung des Bundesrechts vorgenommen worden seien. Die Suva habe 
sich im Einspracheentscheid zu Unrecht auf die Ansichten der nicht unabhängigen Kreisärztin, 
welche die Ansicht vertrete, dass das betroffene linke Handgelenk bereits vor Eintritt des Scha-
denereignisses vorgeschädigt gewesen sei, gestützt. Weiter weist der Versicherte darauf hin, 
dass Dr. C.____ in ihrem Bericht vom 7. Oktober 2020 sowohl die subchondrale Zyste als Hin-
weis auf einen degenerativen Vorzustand als auch das Unfallereignis vom 28. November 2019 
für die Operationsindikation ausschliesse, womit es fraglich erscheine, worauf sie die Operati-
onsindikation stütze. Ferner sei nicht erstellt, dass die Zyste bereits vor dem Unfall bestanden 
habe, wurde sie doch erst in der MRT knapp 10 Wochen nach dem Unfallereignis festgestellt. 
Diesbezüglich hätten vor dem Unfallereignis keinerlei Beschwerden vorgelegen. Soweit die 
Kreisärztin feststelle, dass Angaben zum möglichen Ursprung der Instabilität am CMC I Gelenk 
links in den Akten nicht ersichtlich seien, hätte dies durch die Suva weiter abgeklärt werden 
müssen. Weiter sei festzuhalten, dass die Suva ihre Leistungspflicht anfänglich anerkannt habe. 
Ist die Unfallkausalität durch die Unfallversicherung einmal mit der erforderlichen Wahrschein-
lichkeit nachgewiesen und anerkannt worden, entfalle die Leistungspflicht des Unfallversiche-
rers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits-
schadens darstelle und dieser somit nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruhe. Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls für den Gesundheitsschaden 
müsse wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen werden. Damit macht er sinngemäss geltend, dass der Wegfall der Kausalität gestützt 
auf das unvollständige Aktengutachten von Dr. C.____ nicht mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit habe nachgewiesen werden können. Die geschuldeten Leistungen 
seien daher über das Datum des 19. Mai 2020 hinaus auszurichten. 
 
8.1 Die Beurteilungen von Dr. C.____ und Dr. H.____ vermögen die Rechtmässigkeit der 
Leistungseinstellung per 19. Mai 2020 nicht zweifelsfrei zu belegen.  
 
8.2 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den Suva-Einschätzungen der Kreisärztin 
Dr. C.____ wie auch des Versicherungsmediziners Dr. H.____ um reine Aktenbeurteilungen 
handelt, also keine persönlichen Untersuchungen vorgenommen worden sind. Dies im Gegen-
satz zur Orthopädie des Kantonsspitals, deren Ärzte und Ärztinnen den Beschwerdeführer nicht 
nur mehrfach untersucht, sondern ihn auch am 18. August 2020 operiert haben, mit der Folge, 
dass gerade durch diese Operation eine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte. Zwar kön-
nen reine Aktengutachten für Kausalitätsfragen rechtsprechungsgemäss an sich genügend 
sein, sofern sie eine zuverlässige Beurteilung des massgebenden Sachverhalts zulassen, dies 
ist vorliegend allerdings nicht der Fall.  
 
Während Dr. E.____ primär aufgrund ihrer klinischen Abklärungen die Beschwerden des Be-
schwerdeführers erfasste und gestützt auf die anhaltende Beschwerdepersistenz eine Operati-
on am 18. August 2020 als indiziert erachtete, negieren die Suva-Mediziner diese klinischen 
Befunde, insbesondere die festgestellte Instabilität der Gelenke, und gehen aufgrund von theo-
retischen Annahmen hinsichtlich der Rehabilitationsdauer davon aus, dass in Anbetracht der 
bildgebenden Befunden ab dem 14. April 2020 bereits keine Kausalität zum Unfall mehr gege-

 

 
 
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ben sei und die Leistungen mit Verfügung vom 19. Mai 2020 einzustellen seien. In Bezug auf 
die klinischen Befunde beschränkt sich Dr. C.____ in ihrer Beurteilung vom 11. Mai 2020 da-
rauf, dass das Kantonsspital keine Angaben zum möglichen Ursprung der Instabilität im CMC I 
Gelenk mache, ungeachtet der noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers. Dies-
bezüglich ist zunächst festzuhalten, dass die Suva im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
eine Abklärungspflicht trifft und sie diesbezüglich mittels Nachfrage hätte abklären müssen, was 
als Ursache in Betracht käme, anstatt diese Befunde als irrelevant anzusehen. 
 
Der Ansicht von Dr. H.____, dass die bildgebenden Befunde unauffällig seien und eine Instabili-
tät im MCP I Gelenk weder klinisch noch radiologisch gesichert sei und daher von der vorlie-
genden Bildgebung keine richtunggebenden strukturellen Unfallfolgen an den Gelenken oder 
am Kapselbandapparat nachgewiesen seien, ist zu entgegnen, dass das Kantonsspital bereits 
in der Stellungnahme vom 11. Dezember 2020 auf die beschränkte Aussagekraft der bildge-
benden Befunde hinwies, da diese schliesslich mehr als zwei Monate nach dem Unfall erhoben 
wurden. Schliesslich arbeitete der Beschwerdeführer zunächst nach dem Unfall weiter als Ma-
gaziner, bis er dann aufgrund seiner Beschwerden in eine Schonarbeit wechseln musste. So 
wurde auch die Arbeitsunfähigkeit erst ab dem 16. März 2020 attestiert. Sind allenfalls die bild-
gebenden Dokumente aufgrund des Zeitablaufs nicht derart aussagekräftig, wie es die Suva 
annimmt, so stehen wiederum die klinischen Befunde des Kantonsspitals im Vordergrund.  
 
Wird das Einstelldatum vom 19. Mai 2020 mit den Abklärungen im Kantonsspital verglichen, fällt 
auf, dass aus dem Sprechstundenbericht vom 21. April 2020 hervorgeht, dass sich trotz Ruhig-
stellung in der Handgelenksmanschette und Reduktion der Arbeitstätigkeit von der Magaziner-
Tätigkeit auf Büroarbeit noch keine Besserung eingestellt hatte und der Beschwerdeführer nach 
wie vor Schmerzen verspürte. Infolgedessen wurde eine Infiltration mit Kortison durchgeführt 
und der Verdacht auf eine chronifizierte Reizung des CMC I Gelenks durch die Instabilität ge-
äussert. Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass das Einstelldatum vom 19. Mai 2020 
(Verfügungsdatum) in die Zeit fiel, in der die Beschwerden des Beschwerdeführers akut waren 
und mittels Kortisoninfiltration behandelt werden mussten.  
 
Anlass zu weiteren Zweifeln ergibt sich aus dem Umstand, dass Dr. H.____ die Möglichkeit ei-
ner Kausalität des Unfalls für die noch bestehenden Beschwerden im Zeitpunkt der Leistungs-
einstellung und die Notwendigkeit der am 18. August 2020 durchgeführten Operation verneint, 
ohne sich dabei mit einer möglichen Teilursächlichkeit des Unfalls auseinanderzusetzen. Führt 
man sich den Sprechstundenbericht vom 21. April 2020 vor Augen, fällt auf, dass der gesund-
heitliche Zustand des Beschwerdeführers bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung – und 
darüber hinaus – symptomatisch war, sodass fraglich ist, ob tatsächlich jegliche Kausalität des 
Unfalls nicht mehr gegeben war. Gemäss strenger bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber 
die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürli-
cher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Un-

 

 
 
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fallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 2.2 mit weiteren 
Hinweisen). Durch die fehlende Auseinandersetzung mit einer allfälligen noch bestehenden 
Teilkausalität zwischen dem Unfall und den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch beste-
henden Beschwerden des Beschwerdeführers sowie der Frage, ob die Operation auch ohne 
Unfall überhaupt bzw. im gleichen Zeitpunkt notwendig gewesen wäre, lässt sich die streitige 
Kausalitätsfrage nicht abschliessend beurteilen. 
 
Aufgrund dieser Befunde, welche von der Suva bei der Entscheidfindung nicht berücksichtigt 
wurden, steht die Rechtmässigkeit der Einstellung per 19. Mai 2020 zumindest nicht zweifelsfrei 
fest. Selbst wenn mit der Suva lediglich von einer Verschlimmerung des Vorzustandes ausge-
gangen würde, erscheint die Einstellung der Leistungen während der Behandlungsphase, in der 
sich die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers erst einstellte, als überaus fraglich.  
 
8.3 Soweit Dr. H.____ zudem anführt, dass der Unfallhergang nicht geklärt sei, und daraus 
ableitet, dass die Unfallbeschreibung über die Zeitdauer der Untersuchungen zu Gunsten des 
Beschwerdeführers abgeändert worden sei, ist dem entgegenzuhalten, dass die Bagatell-
Unfallmeldung sowie die Beschriebe in den ärztlichen Berichten jeweils von Drittpersonen ver-
fasst wurden. Als direkte Aussage des Beschwerdeführers liegt eine schriftliche Erklärung vom 
21. April 2020 vor, in der festgehalten wird, dass der Beschwerdeführer beim schnellen Hoch-
laufen einer Treppe eine Stufe verpasst habe und mit der linken Hand nach vorne gestützt sei. 
Mit Anruf vom 28. April 2020 bestätigte er dies, klärte das Missverständnis über die unter-
schiedlichen Angaben zum Unfallereignis auf und erklärte, er habe gemeint, er müsse melden, 
bei welchen Tätigkeiten die Schmerzen auftreten würden. Die Angaben zum Unfallereignis, 
welche der Beschwerdeführer angab, stimmen somit überein. Hinzu kommt, dass der Be-
schwerdeführer bereits am Unfalltag vom 28. November 2019 gegenüber seiner Ärztin von ei-
nem Sturz auf beide Hände sprach. Demnach sind keine Unklarheiten beim Unfallhergang an-
zunehmen. 
 
8.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit zumindest in Bezug auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung der von der 
Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung der Kreis-
ärztin Dr. C.____ und der orthopädisch-chirurgischen Beurteilung durch Dr. H.____ bestehen. 
Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 5.2 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die 
betreffende versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden. Der angefochtene Einsprache-
entscheid ist deshalb aufzuheben. Im Hinblick auf das weitere Vorgehen gilt es zu berücksichti-
gen, dass die Suva den medizinischen Sachverhalt bisher lediglich versicherungsintern durch 
Dr. C.____ und Dr. H.____ hat beurteilen lassen. Hält man sich zum einen die Komplexität des 
Beschwerdebildes des Versicherten und zum andern die sich aus dem Untersuchungsgrund-
satz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, den rechtserheblichen (medizinischen) Sach-
verhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), vor Augen, so müssen die von der 
Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärungen letztlich als nicht ausreichend bezeich-
net werden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Angelegenheit an die Suva zurück-
zuweisen. Diese wird nunmehr ein versicherungsexternes Gutachten mit fachärztlichen Unter-
suchungen einzuholen haben. Darin wird abzuklären sein, an welchen somatischen Unfallfolgen 

 

 
 
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der Versicherte leidet und ob hinsichtlich dieser somatischen Unfallfolgen der medizinische 
Endzustand per 19. Mai 2020 bereits erreicht war. Anschliessend wird die Suva gestützt auf die 
Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu befinden 
haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 

9.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegen-
de Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 

9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Eine Parteientschädigung kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei gemäss § 21 VPO nur für den Beizug eines Anwalts beziehungsweise einer Anwältin 
zugesprochen werden. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht 
anwaltlich vertreten war, wird ihm keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken 
können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen 
Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten 
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Suva vom 5. November 2020 aufgehoben 
und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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