# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0349c1ce-131b-5b31-acf6-c657a316abe6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2023 A-1699/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1699-2022_2023-08-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1699/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,    

Gerichtsschreiber Tobias Grasdorf. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,  

Abteilung Radio Monitoring und Anlagen,  

Marktaufsicht und Recht,  

Zukunftstrasse 44,  

Postfach 256, 2501 Biel/Bienne,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichtkonformität von Fernmeldeanlagen. 

 

 

 

A-1699/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass das Bundesamt für Kultur BAKOM vier von A._______ importierte 

Funkgeräte kontrollierte, mit Verfügung vom 27. Januar 2022 die Nichtkon-

formität dieser Geräte festgestellt sowie diesen bei Bussenandrohung ver-

warnt hat, entsprechende Funkgeräte anzubieten oder zu betreiben,  

dass die Verfügung A._______ am 28. Januar 2022 zugestellt wurde, wel-

cher sich mit E-Mail vom 28. Februar 2022 an das BAKOM wandte und von 

diesem verlangte, die Fakten nochmals zu prüfen oder mindestens feh-

lende Fakten in die Verfügung aufzunehmen, worauf das BAKOM mit 

E-Mail vom 16. März 2022 abschlägig antwortete, 

dass A._______ mit E-Mail vom 27. März 2022 erwiderte, er habe am 

28. Februar 2022 fristgerecht mitgeteilt, er sei mit der Verfügung nicht ein-

verstanden, und nachfragte, ob der Rekurs noch schriftlich und einge-

schrieben erfolgen müsse, 

dass nach einem Telefongespräch A._______ (nachfolgend Beschwerde-

führer) eine an das BAKOM (nachfolgend Vorinstanz) adressierte Be-

schwerde verfasste, die zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungs-

gericht weitergeleitet wurde, 

dass eine Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht innerhalb von 

30 Tagen nach Eröffnung der Verfügung einzureichen ist und die Be-

schwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-

mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters 

zu enthalten hat (Art. 50 und 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensge-

setz, VwVG, SR 172.021]), 

dass die (bei der unzuständigen Behörde) eingereichte E-Mail des Be-

schwerdeführers vom 28. Februar 2022 innert der 30-tägigen Rechtsmit-

telfrist erfolgt ist, 

dass einem Beschwerdeführer, dessen Beschwerde formellen Anforderun-

gen nicht genügt, gemäss Art. 52 Abs. 2 VwVG eine kurze Nachfrist zur 

Beschwerdeverbesserung einzuräumen ist, das Bundesverwaltungsge-

richt jedoch ohne Ansetzen einer Nachfrist auf eine Beschwerde nicht ein-

tritt, wenn der Beschwerdeführer es unterlassen hat, seinen Anfechtungs-

willen zumindest erkenntlich zum Ausdruck zu bringen (RENÉ RHI-

NOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA TURNHERR/DENISE BRÜHL-

MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Grundlagen und Bundesrechtspflege, 

A-1699/2022 

Seite 3 

4. Aufl., Basel 2021, S. 478 Rz. 1619; FRANK SEETHALER/FABIA PORTMANN, 

in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsver-

fahrensgesetz, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2023, Art. 52, Rz. 83 ff.), 

dass fraglich ist, ob sich aus der E-Mail vom 28. Februar 2022 ein solcher 

Anfechtungswille ergibt, dies jedoch aus den nachfolgenden Gründen of-

fengelassen werden kann: 

dass gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Einrei-

chung eines Rechtsmittels per Fax oder – wie vorliegend – per E-Mail we-

der den gesetzlichen Anforderungen an die Schriftform noch an die Frist-

wahrung genügt, und eine Beschwerdeschrift, deren Unterschrift fehlt, nur 

innert Nachfrist verbessert werden kann, wenn die Unterlassung unfreiwil-

lig erfolgt ist (vgl. statt vieler BGE 142 V 152 E. 4.5 f.; Urteil des BGer 

8C_518/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 6.2.4 in fine; vgl. im Weiteren 

FRANK SEETHALER/FABIA PORTMANN, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl., Zürich/Ba-

sel/Genf 2023, Art. 52, Rz. 16), 

dass das Bundesgericht im Fall einer Einreichung der Rechtsschrift per Te-

lefax oder E-Mail eine Heilung durch Nachreichen einer Rechtsschrift mit 

Originalunterschrift nach Ablauf der Beschwerdefrist ablehnt, weil die Par-

tei, die eine Rechtsschrift mit Telefax einreicht, schon von vornherein weiss 

(bzw. wissen muss), dass damit gegen das Unterschriftserfordernis 

verstossen werde, weshalb die Ansetzung einer Nachfrist in diesem Fall 

nicht in Betracht komme (BGE 142 V 152 E. 4.5 mit Hinweisen), 

dass aufgrund der expliziten Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung vom 

27. Januar 2022, wonach die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des 

Beschwerdeführers oder Vertreters zu enthalten hat (vgl. dazu Art. 52 

Abs. 1 VwVG), dem Beschwerdeführer bewusst war oder zumindest hätte 

sein müssen, dass seine Eingabe per E–Mail vom 28. Februar 2022 die 

gesetzlichen Formerfordernisse einer Beschwerde offensichtlich nicht er-

füllt, 

dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und bei diesem Ver-

fahrensausgang dem unterliegenden Beschwerdeführer die Verfahrens-

kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 2 ff. des Regle-

ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]), 

A-1699/2022 

Seite 4 

dass die Verfahrenskosten auf Fr. 300.– festzulegen und dem geleisteten 

Kostenvorschuss zu entnehmen sind sowie der Restbetrag von Fr. 700.– 

dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurück-

zuerstatten ist,  

dass weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die Vorinstanz An-

spruch auf eine Parteientschädigung haben (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– entnommen. 

Der Restbetrag von Fr. 700.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Tobias Grasdorf 

  

A-1699/2022 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

  

A-1699/2022 

Seite 6 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)