# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79457ce1-0884-5d67-a6cd-77b880a18990
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 30.08.2010 S 2009 185
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2009-185_2010-08-30.pdf

## Full Text

S 09 185
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 30. August 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) Der heute 58-jährige … (geb. ...1952) ist seit 1978 bei der Bank … beschäftigt 

und war dort 1998 als IC-Techniker angestellt, wobei er durch die 

Arbeitgeberin bei der … gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert war. 

Am 21.11.1998 erlitt der Versicherte einen Skiunfall. Laut Bagatell-

Unfallmeldung stürzte er infolge gerissener Skibindung, als er auf einen Baum 

zufuhr und mit diesem angeblich kollidierte. Nach dem Unfall fuhr er sodann 

mit einem Ski ins Tal und suchte anschliessend das Sportgeschäft wegen der 

gerissenen Skibindung auf. Der erstbehandelnde Arzt Dr. … der Klinik … in 

… diagnostizierte dem Versicherten eine Rissquetschwunde (RQW) am Kopf, 

eine Distorsion (Prellung/Quetschung) der Halswirbelsäule (HWS), eine 

Commotio cerebri (Hirnerschütterung) und eine Innenbandläsion II. Grades 

am rechten Knie. Im Fragebogen bei HWS-Verletzungen wurde vermerkt: 

Beschwerden nach Unfall - Latenzzeit ½ Stunde, Schwindel und 

Benommenheit; 1. Konsultation am 21.11.1998: Schwindel, Benommenheit, 

Kopf- und Nackenschmerz, Brechreiz. Im Fragebogen bei Kopfverletzungen 

vom 07.12.1998 wurde festgehalten: Keine Bewusstlosigkeit, Benommenheit 

sofort nach dem Unfall für einige Stunden, keine Amnesie 

(Gedächtnisverlust), leichter Schwindel. Im drei Monate später erstellten 

Fragebogen bei Kopfverletzungen vom 22.03.1999 bejahte derselbe Arzt eine 

Erinnerungslücke für einige Minuten. In der Folge (2000-2003) wurde der 

Versicherte noch durch den Chiropraktiker Dr. …, den Neurologen Dr. … (vgl. 

Gutachten vom 19.05.2000) und im Medizinalzentrum … durch Dr. … (vgl. 

Gutachten vom 22.05.2002) behandelt.  

b) Trotz Skiunfalls im November 1998 war dem Versicherten über fünf Jahre (bis 

Ende Dezember 2003) keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden.

c) Im Januar 2004 wurde der Versicherte vom Hausarzt an den Psychiater und 

Psychotherapeuten Dr. … überwiesen. Dieser attestierte dem Versicherten ab 

01.01.2004 eine Arbeitsunfähigkeit (AUF) von 30%, ab 13.02.2004 eine AUF 

von 50% und ab 05.04.2004 eine AUF von 100%. 

d) Im neurologischen Gutachten vom 02.06.2004 diagnostizierte Dr. … beim 

Versicherten ein zerviko-zephales Schmerzsyndrom, einen geringen 

rezidivierenden Schwindel, schmerzabhängige Konzentrations- und 

Gedächtnisschwierigkeiten, Visusstörungen sowie aktuell eine erhebliche 

Depression, was typisch nach einem HWS-Distorsionstrauma sei. Eine 

traumatische Hirnverletzung liege aber nicht vor. Die festgestellten 

Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Unfallfolge (vom 

Sturz mit Baumkollision am 21.11.1998). Unter Berücksichtigung der 

unfallbedingten Beschwerden und des organischen Heilungsprozesses 

(Genese) sei der Versicherte als Informatiker zu 70% arbeitsfähig, unter 

Einbezug aller Beschwerden sei er als Informatiker noch zu 40-50% 

arbeitsfähig. Eine Integritätsentschädigung von 10% sei angesichts der 

Wirbelsäulenaffektion (Tabelle 7) angemessen, nicht dagegen für den nur 

leichten Ohrtinnitus (0%; Tabelle 13).

e) Mit Stellungnahme vom 16.09.2004 äusserte sich der Vertrauensarzt des 

Unfallversicherers, Dr. …, zum neurologischen Gutachten von Dr. …, welches 

für ihn klar und schlüssig ausgefallen sei. Die Kausalität werde auch bezüglich 

der psychischen Symptome als wahrscheinlich bejaht. Der Tinnitus 

(Ohrensausen), die Konzentrationsstörung und die Cervicalgien seien mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallkausal bezeichnet worden. Die 

Gewährung einer Integritätsentschädigung von 10% sei aufgrund der 

chronischen Nackenschmerzen vernünftig.  

f) Im psychiatrischen Gutachten vom 19.07.2004 hielt Dr. … fest, dass die 

psychiatrischen Befunde überwiegend unfallkausal seien. Im 

Untersuchungszeitpunkt schätzte er die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten 

in der derzeitigen Tätigkeit (Informatiker) auf 50%; in einer 

behinderungsgerechten Tätigkeit sei dieser in Zukunft und längerfristig 50-

70% arbeitsfähig.

g) Mit Stellungnahme vom 16.08.2004 äusserte sich der Vertrauensarzt der 

Vorinstanz, Dr. …, zum psychiatrischen Gutachten von Dr. …, welches seiner 

Meinung unkritisch und im Psychostatus dürftig ausgefallen sei. In der 

bisherigen Tätigkeit sei dem Versicherten noch eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit 

zumutbar. Auch in einer adaptierten Tätigkeit dürften die Einschränkungen 

persistieren.

h) Die im Anschluss daran aufgenommenen Vergleichsverhandlungen zwischen 

dem Versicherten und dem Unfallversicherer - im Hinblick auf die 

Vereinbarung eines Invaliditätsgrades – scheiterten in der Folge allesamt.

i) Im Arztbericht vom 08.02.2006 hielt der Neurologe Dr. … zuhanden von Dr. 

…, Leitender Arzt des …, fest, dass ein chronischer posttraumatischer 

Kopfschmerz nach einem Unfall (1998) mit Hirnerschütterung und HWS-

Schleudertrauma vorliege.

j) Es folgte eine erneute psychiatrische Begutachtung bei Dr. …, der mit 

Gutachten vom 21.04.2006 samt Ergänzung vom 26.04.2006 festhielt: 

Aufgrund der Untersuchungen habe er weder psychische noch 

hirnorganische Störungen bzw. Defizite ermitteln können, die kausal mit dem 

Unfall von 1998 verknüpft werden könnten. Nach seiner Ansicht sei der 

Versicherte in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt.

k) Mit Einwandschreiben vom 17.07.2006 bezeichnete der Beschwerdeführer 

diese psychiatrische Begutachtung von Dr. … als mangelhaft. 

l) Mit Stellungnahme vom 10.05.2006 bezeichnete der Vertrauensarzt der 

Vorinstanz, Dr. …, das betreffende Gutachten als klar und schlüssig.

m) Im Auftrag der Vorinstanz wurde darauf ein MEDAS-Gutachten über den 

Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten erstellt. In 

jenem Gutachten vom 28.02.2007 wurde die Arbeitsunfähigkeit (AUF) des 

Versicherten, unter Berücksichtigung unfallfremder Befunde, auf gesamthaft 

30% geschätzt. Ein Kausalzusammenhang zwischen der Depression und 

dem Unfall wurde als möglich bezeichnet. Dasselbe gelte bezüglich der 

diskreten Funktionsanomalien bei den Wirbel-Segmenten C2/C3. Die 

Skoliose sowie die Hochton- und Innenohrschwerhörigkeit seien dagegen 

unfallfremd. Die Diskopathie auf Wirbelhöhe C5/C6 sei vorbestehend und 

keine Verschlimmerung erkennbar. Laut Fragekatalog an Dr. … wurde 

zusätzlich noch festgehalten, dass ein wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem cervico-cephales 

Syndrom (Kopfschmerzen) und dem chronischen cervico-spondylogenen 

Syndrom rechts bestehe; so wie dies stets von den bisherigen Gutachtern 

bestätigt wurde. Kein Kausalzusammenhang bestehe zwischen dem Unfall 

und den Hochton- und der Innenohrschwerhörigkeit. Ein sicherer 

Kausalzusammenhang bestehe dagegen zwischen dem Unfall und dem 

Instabilitätsgefühl bei Kopfdrehungen (Schwindelattacken). Ein (bloss) 

möglicher Kausalzusammenhang bestehe zwischen dem Unfall und der 

Depression.

n) Mit Stellungnahme vom 19.04.2007 hielt Dr. … fest, dass die Begutachtungen 

zum Teil widersprüchlich seien. Es bestehe ein die Arbeitsfähigkeit höchstens 

sehr gering einschränkender Anteil von „posttraumatischen“ Kopfschmerzen 

am Gesamtbeschwerdebild, falls überhaupt ein „posttraumatischer“ Anteil 

festgehalten werden könne. Dieser Beurteilung könne er sich nicht 

anschliessen. Aus neurologischer Sicht sei keine Arbeitsunfähigkeit 

ersichtlich und der Endzustand sei erreicht. Auf weitere Behandlungen und 

Therapien dürfe deshalb verzichtet werden.

o) Neue Vergleichsverhandlungen zwischen den Parteien verliefen erfolglos.

p) Mit Verfügung vom 20.10.2008 teilte der Unfallversicherer dem Versicherten 

mit, dass die Leistungen aus UVG per 28.02.2007 eingestellt würden, da es 

an einem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem 

heutigen Gesundheitszustand fehle. Die dagegen erhobene Einsprache wies 

die Vorinstanz mit Entscheid vom 26.10.2009 ab, womit sie die 

Einstellungsverfügung vom Oktober 2008 nochmals bestätigte.

2. Dagegen erhob der Versicherte am 30.11.2009 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den Begehren um 

kostenfällige Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Festlegung einer 

Unfallinvalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 34%. Die 

Unfallintegritätsentschädigung sei auf der Basis von 30% seines 

Jahresverdienstes, eventuell nach richterlichem Ermessen, festzulegen. 

Allenfalls sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass die 

Vorinstanz die strittige Adäquanz zu Unrecht verneint habe. Der natürliche 

Kausalzusammenhang sei aufgrund des Unfallhergangs (nach Sturz mit 

Skiern gegen Baum geprallt) und der erlittenen Verletzungen 

(Rissquetschwunde am Kopf und Benommenheit) erwiesen, zumal laut den 

Ärzten jener Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Ursache der 

heutigen Kopf- und Nackenschmerzen sei. Die Kriterien der Adäquanz seien 

in BGE 134 V 130 aufgezählt. Unbestritten sei, dass er beim Sturz eine 

Distorsion der HWS und eine leichte Hirnerschütterung erlitten habe. Der 

Unfall sei auch geeignet gewesen, solche Verletzungen sowie Kopf- und 

Nackenschmerzen herbeizuführen, womit das allgemeine Kriterium erfüllt 

worden sei. Es habe sich beim fraglichen Skisturzunfall zudem um einen 

mittelschweren Unfall gehandelt, wobei die massgeblichen Kriterien – wie 

eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden und erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen – allesamt erfüllt worden seien. Im Detail wurde zu diesen drei 

Kriterien geltend gemacht, dass die vielen ärztlichen Behandlungen im 

angefochtenen Entscheid aufgeführt seien. Abgesehen von kleineren 

Unterbrechungen sei er dauernd ärztlich (Therapien; Medikamente) 

behandelt worden. Die zeitlichen Unterbrüche seien auf seine Persönlichkeit 

zurückzuführen. So warte er trotz Schmerzen stets lange, bevor er ärztliche 

Hilfe in Anspruch nehme. Einen Arzt suche er nur in absoluten Notfällen auf. 

Der im Bundesgerichtsurteil 8C_987/2008 angeführte Fall sei mit seinem 

Unfall nicht vergleichbar. Es sei indes offenkundig, dass eine lang dauernde 

Behandlung auch bei einer Person mit zäher Verfassung belastend sei. Das 

Kriterium der erheblichen Beschwerden sei von der Vorinstanz zwar als knapp 

erfüllt, jedoch nicht in ausgeprägter Weise erfüllt bezeichnet worden. Seit dem 

Unfall seien Kopf- und Nackenschmerzen bei ihm medizinisch nachgewiesen. 

Diese Beschwerden seien nicht therapierbar. Sein Fall sei nicht mit BGE 

8C_520/2008 vergleichbar. Im MEDAS-Gutachten sei seine 

Arbeitsunfähigkeit gesamthaft auf 30% geschätzt worden, was mit der 

verringerten Konzentrationsfähigkeit, der psychischen Flexibilität und der 

reduzierten Geschwindigkeit der Arbeitsausführung begründet worden sei. Er 

müsse mit diesen erheblichen Beschwerden leben. Erst anfangs 2004 sei ihm 

eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, was darauf 

zurückzuführen sei, dass er grundsätzlich ein sehr zäher Typ sei und eine 

positive gesunde Arbeitseinstellung gehabt habe. Die Vorinstanz habe die 

Ursache der Arbeitsunfähigkeit anderen Umständen – wie veränderte 

Situation am Arbeitsplatz, Ehescheidung etc. – statt dem Unfall 

zugeschrieben. Die Gutachter hätten diesen Fremdeinflüssen Rechnung 

getragen, so sei im MEDAS-Gutachten die Arbeitsunfähigkeit zunächst auf 

50% im 2004 aufgrund der veränderten Arbeitsplatzsituation und später (im 

2005) nur noch auf 30% zufolge Entkrampfung geschätzt worden. Die 

Besonderheit seiner Persönlichkeit habe sich auch bei weiter erlittenen 

Unfällen im 2008 und 1994 gezeigt. Hätte er sich sofort nach dem Unfall 1998 

arbeitsunfähig schreiben lassen, hätte er heute weniger Schwierigkeiten. Er 

werde jetzt für seinen Durchhaltewillen bestraft. Er habe seinen konkreten 

Willen gezeigt, mit den befolgten Therapien durch aktives Mitwirken nicht 

arbeitsunfähig zu werden. Die Vorinstanz weise auf Unzulänglichkeiten in den 

Gutachten hin, weshalb allein gestützt darauf keine Entscheidung getroffen 

werden könne. So widerspreche z.B. die von Dr. … erwähnte plötzliche 

Bewusstlosigkeit unbekannter Dauer mit nachträglicher Benommenheit 

eindeutig den Angaben des erstbehandelnden Arztes. Weshalb sich diese 

Ungereimtheit verfälschend auf das Endergebnis auswirken soll, lege die 

Vorinstanz nicht dar. Die Expertise von Dr. … sei zu Unrecht als nicht 

schlüssig bezeichnet worden, da sie bloss auf seinen subjektiven Angaben 

beruht habe, was auch der Grund für das erneute Gutachten bei Dr. … 

gewesen sei. Dem besagten Gutachten von Dr. … komme jedoch voller 

Beweiswert zu. Die Vorinstanz habe einseitig auf ihre Vertrauensärzte 

abgestellt. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten habe die 

Invalidenversicherung einen Invaliditätsgrad von 34% errechnet. Da ihm eine 

Arbeitsunfähigkeit – vollumfänglich unfallbedingt – von total 30% attestiert 

worden sei, müsse dieser IV-Grad auch für den Unfallversicherer gelten. Die 

Integritätsentschädigung sei aufgrund der festgestellten Beschwerden – 

welche laut den SUVA-Tabellen 19 und 20 als leicht bis mittelschwer zu 

qualifizieren seien – auf 35% zu erhöhen. Die Schätzung des Dr. … von 10% 

habe sich nämlich einzig auf die Tabelle 7, also nur auf die Wirbelsäulen-

Affektion bezogen.

3. In der Vernehmlassung (Beschwerdeantwort) beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Vorab wurde geltend gemacht, dass der 

Beschwerdeführer nicht behauptet habe, dass durch weitere ärztliche 

Behandlungen eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden könne, weshalb es am Fallabschluss sowie der Einstellung der 

temporären Leistungen per 28.02.2007 von daher nichts auszusetzen gebe. 

Was den medizinischen Sachverhalt betreffe, so hätten zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung keine objektivierbaren Funktionsausfälle bestanden. 

Namentlich seien keine Läsionen oder neurologische Auffälligkeiten und auch 

keine Verletzung der Hirnstrukturen festgestellt worden. Die Innenbandläsion 

am rechten Knie sei folgenlos abgeheilt. Nach dem Unfall sei keine 

Bewusstlosigkeit nachgewiesen, wie dies der Beschwerdeführer erstmals im 

Mai 2000 gegenüber Dr. … behauptet habe. Die Aussagen vom 10.04.2001 

gegenüber Dr. …, wonach er 10 Minuten lang bewusstlos gewesen sei, seien 

deshalb nicht glaubhaft. Die Unfallschilderung und deren Folgen würden im 

Laufe der Zeit vom Beschwerdeführer immer dramatischer beschrieben. Im 

Verlaufe der Jahre habe indes eine erhebliche Symptomausweitung 

stattgefunden, weshalb die Verschlimmerung ab dem 2003 und die erstmalige 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen fünf Jahre nach dem Unfall 

(1998) nicht erstaunlich sei. Bis auf die Nackenverspannungen, 

Druckdolenzen und geringfügigen Einschränkungen der HWS seien keine 

nennenswerten Befunde erhoben worden. Solche Befindlichkeitsstörungen 

seien somatisch nicht objektivierbar. Unfallfremd seien sodann die 

Chondrose, Spondylose, Hypertonie und Polyneuropathie. Vorbestehend sei 

die Hochtonschwerhörigkeit. Fraglich unfallkausal sei der nicht objektivierbare 

Tinnitus rechts, wobei er ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers sei. Der rechtliche Kausalzusammenhang (Adäquanz) sei 

nach den Kriterien laut BGE 115 V 133 (U 380/06) zu prüfen, wonach die 

psychische Problematik eine selbständige sekundäre 

Gesundheitsschädigung darstelle. Dr. … habe am 18.11.2003 – also fast fünf 

Jahre nach dem Skiunfall – erstmals eine depressive Verstimmung beim 

Beschwerdeführer diagnostiziert. Die psychische Problematik könne daher 

nicht ein Symptom der beim Skiunfall erlittenen HWS-Verletzung sein (vgl. 

RKUV 2001 Nr. 8 S. 412). Die psychische Störung sei vielmehr 

unfallunabhängig und stehe mit dem Untergang der Arbeitgeberin in 

Verbindung. Zu dieser Erkenntnis seien auch Dr. … am 29.08.2004 und Dr. 

… am 08.02.2006 gelangt. Im Übrigen sei es schwer zu glauben, dass der 

Beschwerdeführer unfallbedingt ab 2004 nicht mehr in der Lage gewesen sei, 

seine Leistung am Arbeitsplatz zur Zufriedenheit der Arbeitgeberin zu 

erbringen, habe er doch im 2003 das Nebenamt des Gemeindepräsidenten 

wieder aufgenommen. Beim Unfall selbst habe es sich bloss um einen 

leichten, höchstens einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem 

leichten gehandelt. Auch wenn man die Adäquanz nach den Kriterien laut 

BGE 117 V 359 bzw. neu BGE 134 V 109 prüfen würde, wäre kein einziges 

Kriterium erfüllt worden. Eine privilegierte Behandlung stehe dem 

Beschwerdeführer nicht zu, weil er trotz Kopf- und Nackenschmerzen noch 

während fünf Jahren voll bzw. uneingeschränkt (100% AF) gearbeitet habe.

4. Zusammen mit der Replik reichte der Beschwerdeführer noch ein 

unfalltechnisches Gutachten vom 01.07.2002 beim Gericht ein. Danach sei 

der Skiunfall nicht harmlos und geeignet gewesen, die angegebenen 

körperlichen Beschwerden und Symptome hervorzurufen. Die Symptome - 

insbesondere die Kopf- und Nackenschmerzen - seien seit Beginn jeweils in 

unterschiedlicher Intensität vorhanden gewesen. Die Darstellung der 

Vorinstanz, wonach die psychische Problematik nicht unfallbedingt und nicht 

die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit sei, sei falsch. Wie die Dres. …, … und 

… bestätigt hätten, seien die psychischen Probleme erst durch die 

unerträglichen Kopf- und Nackenschmerzen entstanden. Der bevorstehende 

Verlust der Arbeitsstelle sei auch nicht die primäre Ursache für die psychische 

Störung gewesen, sondern habe die bereits bestehende kritische Situation 

einzig noch verschlimmert, was Dr. … im Attest vom 29.08.2004 so bestätigt 

habe. Unzutreffend sei auch, dass die psychische Störung im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung keinen Krankheitswert erreicht habe. Schliesslich sei 

ihm mit der Übernahme des Gemeindepräsidentenamtes keine zusätzliche 

Belastung entstanden, da ihm die Aufgaben und Verpflichtungen dieses 

Amtes bereits aus der Vergangenheit bekannt gewesen seien.

5. In der Duplik hielt der Unfallversicherer dem entgegen, dass das 

unfalltechnische Gutachten vom 01.07.2002 keine neuen Erkenntnisse 

hervorgebracht habe. Die psychische Störung des Beschwerdeführers habe 

sich erst aufgrund der privaten, beruflich und versicherungsrechtlich 

unbefriedigenden und belastenden Umstände gebildet. Aus medizinischer 

Warte sei diese Störung nicht einmal teilweise als Unfallfolge zu werten. Der 

Beschwerdeführer habe nicht nur – zusätzlich zur vollzeitlichen Tätigkeit im 

IT-Bereich – das Amt des Gemeindepräsidenten übernommen, sondern sei 

auch in seiner sportlichen Betätigung nicht eingeschränkt gewesen. In den 

medizinischen Akten gäbe es keine Hinweise auf eine Überforderung.

6. Auf Verlangen der Instruktionsrichterin wurden noch die IV-Akten ediert.

7. Mit Stellungnahme vom 02.07.2010 äusserte sich die Vorinstanz auch noch 

zu den edierten IV-Akten. Nach diesen Unterlagen sei der Aufwand für die 

Funktion des Gemeindepräsidenten höher einzuschätzen als vom 

Beschwerdeführer geltend gemacht. Gemäss den IV-Akten sei von einem 

jährlichen Beschäftigungsgrad von 20-25% und einer Entschädigung von Fr. 

26'000.-- pro Jahr auszugehen. Auch seien daraus keine Hinweise ersichtlich, 

dass der Beschwerdeführer, wie behauptet, unfallbedingt an der 

Belastungsgrenze angelangt sei, als er 2004 arbeitsunfähig geworden sei.

8. Mit Stellungnahme vom 14.07.2010 bekräftigte der Beschwerdeführer noch 

einmal, dass er das Amt des Gemeindepräsidenten im Jahre 2003 – nach 7-

jähriger Pause – wieder aufgenommen habe und ihm deshalb die Abläufe und 

der Arbeitsaufwand aus den früheren Amtsperioden bekannt gewesen seien. 

Es hätten dort insbesondere keine fixen Arbeitszeiten bestanden. Was die 

Zahlenangaben in den IV-Akten betreffe, so habe die Invalidenversicherung 

vermutlich auf das Jahr 2005 abgestellt. In den vor-angegangenen Jahren 

2003 und 2004 sei die Arbeitsbelastung jedoch deutlich geringer gewesen.

9. Am 30.08.2010 führte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (2. 

Kammer) auf Begehren des Beschwerdeführers noch eine Parteiverhandlung 

durch, wobei die zuständige Instruktionsrichterin infolge Todesfalles in der 

Familien durch Verwaltungsrichter … als Vorsitzenden und durch Präsident 

Schmid als Mitrichter ersetzt wurde. Mit dieser Änderung in der 

Zusammensetzung des Gerichts konnten sich die Parteien vor Ort 

einverstanden erklären. Der Beschwerdeführer war persönlich in Begleitung 

seines Rechtsvertreters (RA …) anwesend. Die Beschwerdegegnerin war 

ebenfalls durch einen Rechtsvertreter präsent. In der Folge wurde allen 

Anwesenden die Gelegenheit geboten, sich auch noch mündlich zur 

Streitsache zu äussern, wovon allseits Gebrauch gemacht wurde.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Zunächst gilt es in formeller Hinsicht festzuhalten, dass Thema einer 

Beschwerde einzig der Regelungsgegenstand in der angefochtenen 

Verfügung sein kann. Die Integritätsentschädigung war indes weder Inhalt der 

Einstellungsverfügung noch des Einspracheentscheids, weshalb das Gericht 

auf diese Rüge mangels Anfechtungsobjekts nicht eintreten kann.   

2. a) Strittig und zu prüfen ist, ob der Unfallversicherer die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen für die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Kopf-, Nacken- und Wirbelschmerzen samt Bewegungseinschränkungen, 

sowie für die psychischen Probleme (Depressionen) und die 

Gehörsproblematik (Hochton-

/Innenohrschwerhörigkeit/Tinnitus/Ohrensausen) – nach dem Skisturzunfall 

vom 21.11.1998 – zu Recht zusätzliche Leistungen mit Verfügung vom 

20.10.2008 (Einstellung per 28.02.2007) bzw. mit dem angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 26.10.2009 verneint hat. 

b) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach den Bundesgesetzen 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie der 

Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG) zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten Gesundheitsschaden 

ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als verwirklicht gedacht 

werden kann. Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer 

gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 

eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter 

nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs noch nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 129 V 181 E. 

3.1, 126 V 353 E. 5b S. 360; 123 V 138 E. 3a, 119 V 138 E. 1, 118 V 289 E. 

1b; Pra 3/2004 Nr. 45 E. 2.2.2 S. 235; SVR-Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.1 S. 32 Nr. 12 UV E. 3.1.1 S. 35; PVG 2000 Nr. 26, 1994 Nr. 

65). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 

der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlagend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Den im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 

der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist in der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 104 V 211 f. 

E. c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt, 

rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer 

Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem 

Beweiswert (BGE 125 V 351 E. 3b; sowie BG-Urteil 8C_281/2007 vom 18. 

Januar 2008 E. 3).

c) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg  von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 

V 461 E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhanges kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen. Die 

Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 E. 2b S. 31). Zu ergänzen bleibt hier einzig 

noch, dass für die Fortsetzung der beantragten Versicherungsleistungen über 

das angefochtene Einstelldatum (per 28.02.2007) hinaus beide Erfordernisse 

eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs kumulativ erfüllt 

sein müssen. Scheitert der geltend gemachte Anspruch auch nur an einer 

dieser zwei Voraussetzungen, entfällt die Leistungspflicht aus UVG schon 

ohne die Prüfung des anderen Kriteriums.

d) Laut Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie wegen eines Unfalls zu mindestens 10% invalid 

geworden ist (Art. 8 ATSG). Auf diese Vorgabe beruft sich der 

Beschwerdeführer für die fortgesetzte Ausrichtung von 

Versicherungsleistungen.

3. a) Im konkreten Fall hält der Beschwerdeführer speziell die ärztlichen 

Beurteilungen des Neurologen Dr. … (Juni 2004), der Vertrauensärzte der 

Vorinstanz Dres. … (August/September 2004; Mai 2006, April 2007) sowie 

des Psychiaters Dr. … (Juli 2004) für unzutreffend und unvollständig und er 

weist auf verschiedene Details und Widersprüche zu den anderen Arzt- und 

Klinikberichten hin. Das MEDAS-Gutachten vom 28.02.2007 mit den darin 

enthaltenen Diagnosen, ärztlichen Feststellungen und überzeugenden 

Schlussfolgerungen betreffend Unfallkausalität und Restarbeitsfähigkeit (70% 

AF bzw. 30% AUF) wurde jedoch nicht angezweifelt, geschweige entkräftet 

oder gar widerlegt. Auf die darin enthaltene Beurteilung der natürlichen 

Kausalität zwischen den beim Skiunfall erlittenen Verletzungen (RQW am 

Kopf; HWS-Distorsion; Hirnerschütterung; Innenbandläsion II. Grades am 

rechten Knie; Schwindel; Benommenheit; Kopf- und Nackenschmerzen; 

Brechreiz) und den aktuell geklagten Beschwerden (Depressionen; 

Gehörsprobleme; Kopf-, Hals- und Wirbelschmerzen samt Mobilitätsdefizite 

im Nacken) kann hier grundsätzlich verwiesen werden (vgl. vorne Sachverhalt 

Ziff. 1 m). Die zentrale Frage ist indes vorerst nicht, ob diese oder jene 

medizinische Beurteilung korrekt oder mangelhaft ist, sondern ob im 

vorliegenden Falle organische Befunde objektivierbar sind. Jene Frage ist mit 

Entschiedenheit aufgrund der vorhandenen Akten zu verneinen. Selbst dem 

Beschwerdeführer gelingt es nicht, Anhaltspunkte für eine gegenteilige 

Annahme zu liefern. Auch die von ihm selber zitierten medizinischen Berichte 

lassen keine organischen Befunde bzw. kein organisches Substrat erkennen. 

Aufgrund der Erkenntnisse des Vertrauensarztes der Vorinstanz Dr. … im 

Bericht  vom 19.04.2007 steht zudem fest, dass von weiteren medizinischen 

Behandlungen des Beschwerdeführers keine namhafte Verbesserung seiner 

gesundheitlichen Verhältnisse mehr zu erwarten ist. Diesbezüglich gibt es bei 

sämtlichen Medizinalakten keine anderslautende Stellungnahme. Die 

Vorinstanz war deshalb auch berechtigt, den Fallabschluss vorzunehmen, 

ohne noch weitere Fachmeinungen oder multifunktionale Untersuchungen 

aus medizinischer Sicht einzuholen (vgl. zur verfrühten Adäquanzprüfung und 

zur namhaften Gesundheitsverbesserung: BGE 134 V 113 E. 3.2 und E. 4.3 

mit zahlreichen Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung).

b) Zu prüfen bleibt noch, ob allenfalls ein Leistungsanspruch unter dem Titel 

HWS-Distorsionstrauma (sog. „Schleudertrauma“) besteht. Mangels 

Vorliegens eines organisch nachweisbaren Körperschadens im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses (im Oktober 2008) wandte die Vorinstanz demnach aber zu 

Recht die vom Bundesgericht für solche Fälle eigens entwickelte und für die 

Versicherten – im Vergleich zur sog. „Psychopraxis“ nach BGE 115 V 133 ff. 

– in der Regel vorteilhafteren Schleudertraumapraxis nach den Kriterien im 

Leitentscheid BGE 117 V 359 ff. bzw. dessen Fortentwicklung in BGE 134 V 

118 E. 7 und 130 E. 10.3 an (vgl. BG-Urteile 8C_43/2010 vom 08.06.2010 E. 

9.1-9.7 und 8C_51/2010 vom 21.05.2010 E. 8.1-8.7).

c) Die Vorinstanz hielt weiter fest, dass es sich beim erlittenen Skiunfall vom 

21.11.1998 anhand der ärztlichen Erstbeurteilungen höchstens um einen 

„mittelschweren Unfall“ (im Grenzbereich zu einem leichten Fall) und sicher 

noch nicht – wie vom Beschwerdeführer gefordert – um einem mittleren (im 

Grenzbereich zu einem schweren Unfall) handle. Bezüglich der graduellen 

Qualifikation des Unfallereignisses kann dabei ohne weiteres auf mehrere 

vergleichbare Skiunfälle verwiesen werden, worin das Bundesgericht bei 

ähnlicher Sachlage entweder auf die „Kategorie eines mittelschweren Unfalls 

im Grenzbereich zu einem leichten Fall“ (BG-Urteile 8C_744/2009  vom 

08.01.2010 E. 10, 8C_69/2009 vom 03.09.2009 E. 4.3.1; U 196/06 vom 

23.02.2007 E. 6.3; U 369/05 vom 23.11.2006 und U 393/05 E. 8) oder sonst 

auf einen „mittleren Unfall im knapp mittleren Bereich“ (BG-Urteil 

8C_987/2008 vom 31.03.2009 E. 5.2) erkannte. Von einem mittelschweren 

Unfall im Grenzbereich zu einem schweren Unfall ging es nur bei einer 

direkten Kollision mit einem anderen Skifahrer oder mit einem Baum aus (BG-

Urteil 8C_42/2009 vom 01.10. 2009 E. 5.2), weil in diesen Fällen von einer 

gewaltigen Krafteinwirkung auszugehen sei. Vorliegend ist aber keine 

Kollision mit einem andern Skifahrer oder einem Baum aktenkundig, weshalb 

höchstens von einem mittelschweren Unfall im knapp mittleren Bereich 

gesprochen werden kann. Die Frage, ob tatsächlich eine Baumkollision 

stattgefunden hat, kann letztlich offen gelassen werden, da der Anspruch am 

Erfordernis der Adäquanz scheitert. Ein adäquater (versicherungsrelevanter) 

Kausalzusammenhangs ist bei mittelschweren Unfällen nach gefestigter 

Praxis nämlich höchstens dann zu bejahen, wenn ein einziges der für die 

Beurteilung bei gesundheitlichen Fehlentwicklungen nach einem Unfall mit 

einem Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (inkl. hier klar verneintem 

Schädel-Hirn-Trauma) aufgestellten Kriterien in ganz besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt worden wäre oder die massgebenden Kriterien 

effektiv in gehäufter und auffallender Weise vorgelegen hätten. Dies gilt es 

hier im Detail noch zu klären:

 Laut (Bagatell-) Unfallmeldung vom 08.12.1998 stürzte der Versicherte am 
Morgen des 21.11.1998, um ca. 11.00 Uhr, im Skigebiet … beim 
Skifahren, weil die Skibindung gerissen ist. Der Versicherte vermute einen 
Materialfehler der Bindung. Eine besondere Eindrücklichkeit oder gar 
dramatische Begleitumstände sind indes bei einem derart geschilderten 
Unfallhergang ohne Zweifel zu verneinen (nicht anders: Vergleichsfall U 
393/05). 

 Richtig ist auch, dass alleine die Diagnose einer HWS-Distorsion für sich 
betrachtet noch nicht die besondere Schwere (Intensität) oder die 
besondere Art der erlittenen Verletzungen zu begründen vermag. 
Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ist aus den Akten auch 
nicht ersichtlich, dass er besonders schwer oder ganz ausgeprägt an den 
typischen Beschwerden des erlittenen Schleudertraumas (zwar über 
Benommenheit und Übelkeit geklagt; aber keine Bewusstlosigkeit und 
keine Amnesie [Gedächtnisverlust] eingetreten) zu leiden hatte. 
Unbestrittermassen konnte der Beschwerdeführer vielmehr nach dem 
Skiunfall – das heisst nach dem ersten Schock über den unerwarteten 
Sturz [mit/ohne Baumkollision] und die gerissene Skibindung – auf einem 
Ski noch selbst ins Tal hinunterfahren, wo er sich dann unverzüglich im 
Ski-Sportgeschäft über die kaputte Skibindung beschwerte. Allein dieser 
Sachverhalt zeigt, dass die Verletzungen des Beschwerdeführers objektiv 
effektiv nicht lebensgefährlich (wie z.B. Schädelbrüche oder innere 
Blutungen) oder allzu schwer gewesen sein können.   

 Ferner kann von einer spezifischen, besonders belastenden ärztlichen 
Behandlung ebenfalls nicht ernsthaft gesprochen werden. Zu den 
Behandlungen gehörten die befohlene Ruhigstellung des Körpers (wegen 
der Hirnerschütterung und Rissquetschwunde am Kopf), die Einnahme 

von Medikamenten (Mittel gegen die Kopf-/Rückenschmerzen) und die 
Inanspruchnahme von physikalischen Therapien (zur Behandlung der 
Bandläsion II. Grads am rechten Knie und der Verspannungen im 
Nackenbereich). Solche Massnahmen zu einer möglichst raschen 
Genesung des Patienten sind gemäss Praxis des Bundesgerichts (U 
56/04) aber nicht als belastend zu betrachten. Als belastend sind danach 
vor allem längere und häufige Klinikaufenthalte zu werten. Dabei müssen 
die Behandlungen mit einer erheblichen zusätzlichen Beeinträchtigung der 
Lebensqualität verbunden sein (vgl. BG-Urteil 8C_402/2007). Nur 
periodische Verlaufskontrollen bedeuten jedoch noch keine erhebliche 
Mehrbelastung. Die Behandlungen in den ersten 5 Jahren nach dem Unfall 
(1998-2003) hielten sich eindeutig noch in überschaubaren und 
zumutbaren Grenzen, weshalb dieses Kriterium hier nicht erfüllt ist.

 Soweit der Beschwerdeführer das Kriterium der erheblichen Schmerzen 
als erfüllt ansah, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Erheblichkeit 
beurteilt sich nämlich ausschliesslich nach den glaubhaften Schmerzen 
und nach der Beeinträchtigung, die eine versicherte Person durch 
Beschwerden im Alltag erfährt (BGE 134 V 109). Die Leiden müssen 
zudem ohne wesentlichen Unterbruch bestanden haben. Im konkreten Fall 
ist dazu nun aber gerade erstellt, dass der Beschwerdeführer trotz des 
Skiunfalls im November 1998 danach ohne wesentlichen Unterbruch 
während über fünf Jahren (bis Ende 2003) zu 100% arbeitsfähig war bzw. 
nie als arbeitsunfähig taxiert werden musste. Er hat also nach dem 
Skiunfall stets gearbeitet; dies war möglich, weil er bei der 
Schmerzexazerbation gut auf die Therapie angesprochen hat. Hinzu 
kommt, dass der Beschwerdeführer ab dem Jahre 2003 (freiwillig) erneut 
das Nebenamt des Gemeindepräsidenten bekleidete, was gleichfalls dafür 
spricht, dass er bestimmt nicht dauernd und in ausgeprägtem Masse an 
beträchtlichen Schmerzen gelitten haben kann.

 Eine ärztliche Fehlbehandlung – speziell von den erstbehandelnden 
Ärzten Dres. …, … oder … (2000-2003) – ist ebenfalls mitnichten 
nachgewiesen. Vielmehr muss sich der Beschwerdeführer unter diesem 
Gesichtspunkt entgegenhalten lassen, dass er sich selber stets als „zäher 
Bursche“ einstufte und es daher vielleicht aus eigenem Antrieb verpasste, 
rechtzeitig ärztliche Hilfe zu beanspruchen.

 Von einem schwierigen Heilungsverlauf kann ferner ebenfalls nicht die 
Rede sein. Der Hinweis auf die Komplexität des Beschwerdebildes ab 
Beginn des Jahres 2004 und die Zahl der seither (erfolglos) beigezogenen 
Spezialisten (Psychiater/Psychotherapeuten; Neurologen sowie 
Unfallversicherungsärzte) genügt hier sicherlich noch nicht. Anzufügen 
bleibt einzig noch, dass den verschiedenen Abklärungsmassnahmen und 
den blossen Kontrollen beim Hausarzt nicht die Qualität einer 
regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zukommt (Urteil U 61/03).    

 Schliesslich liegt auch keine lange andauernde Arbeitslosigkeit infolge 
Skiunfalls im November 1998 vor. Vielmehr bestand während beinahe fünf 
Jahren nach diesem Unfall keine Arbeitsunfähigkeit. Seit Januar 2004 
wurde er vom Psychiater und Psychotherapeuten Dr. … zuerst zu 30%, 

danach zu 50% und ab April 2004 zu 100% arbeitsunfähig taxiert. Bereits 
im neurologischen Gutachten vom 02.06.2004 (Dr. …) ist aber wieder von 
einer 40-50% Arbeitsfähigkeit als Informatiker die Rede. Im MEDAS-
Gutachten vom 28.02.2007 wird dem Beschwerdeführer sodann wieder 
eine Arbeitsfähigkeit von 70% bzw. eine Arbeitsunfähigkeit von lediglich 
noch 30% attestiert, womit offensichtlich nicht von einer lange 
andauernden Arbeitslosigkeit infolge Skiunfalls gesprochen werden kann. 
Die Behauptung des Beschwerdeführers, dass er nach dem besagten 
Unfall tatsächlich nicht zu 100% arbeitsfähig gewesen wäre, aus Angst vor 
dem Stellenverlust aber in einem Vollzeitpensum weiter gearbeitet habe, 
ist in diesem Zusammenhang unerheblich, da subjektive Sachzwänge 
irrelevant sind.

d) Daraus ergibt sich, dass im konkreten Fall kein einziges Kriterium für die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei mittelschweren 

Unfällen (mangels Einzigartigkeit oder Häufigkeit der dafür von der 

Gerichtspraxis verlangten Leistungsvoraussetzungen) als erfüllt betrachtet 

werden kann. Infolge fehlender unfallrelevanter Kausalität zwischen dem 

Skiunfall vom 21.11.1998 (RQW am Kopf; HWS-Distorsion; 

Hirnerschütterung; Innenbandläsion II. Grades am rechten Knie; Schwindel; 

Benommenheit; Kopf- und Nackenschmerzen; Brechreiz) und den über acht 

Jahre später (Einstelldatum 28.02.2007) stets noch geklagten 

Gesundheitsbeeinträchtigungen (Depressionen; Gehörsprobleme; Kopfweh, 

Hals- und Rückenwirbelschmerzen samt Bewegungsdefizite im Nacken) hat 

die Vorinstanz somit aber zu Recht auf jede weitere Leistungspflicht aus UVG 

ab dem angefochtenen Einstelldatum verzichtet. 

4. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 26.10.2009 erweist sich damit 

als rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde vom 30.11.2009 führt, 

soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. vorne E. 1). 

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren laut Art. 61 lit. a ATSG – ausser hier nicht zutreffender 

Ausnahmen – grundsätzlich kostenlos ist. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung steht der Vorinstanz nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g 

ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Es werden keine Kosten erhoben.