# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 258ba550-1a8d-5824-a45b-02fc47e99d1d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.10.2010 C-5983/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5983-2008_2010-10-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5983/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

S._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz,

Invalidenrente; Verfügungen der IVSTA vom 
21. August 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5983/2008

Sachverhalt:

A.
Mit  zwei  Verfügungen,  beide vom 21. August  2008,  (IV  15  und 16), 
sprach  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (IVSTA  oder  Vor-
instanz)  S._______,  Bezüger  einer  ganzen  Invalidenrente,  für  die 
Kinder  T._______,  D._______  und  A._______  je  eine  ordentliche 
Kinderrente zur Rente des Vaters von Fr. 320.- vom 1. Mai 2006 bis 
zum 31. Dezember  2006,  von Fr. 329.-  vom 1. Januar  2007 bis  31.  
Dezember 2007 und  von Fr. 482.- ab dem 1. Januar 2008 mit dem 
Vermerk  zu,  es handle sich  um gekürzte Kinderrenten infolge Über-
versicherung. 

B.
Gegen diese Verfügungen erhob die Kindsmutter S._______ für sich 
und  ihren  Ehemann  und  Kindsvater  S._______  (Beschwerdeführer) 
am 18. September 2008 (Poststempel; act. 1) und Ergänzung vom 29. 
September 2008 (act. 6) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. 
Darin  beantragten sie  sinngemäss,  es  seien für  alle  drei  Kinder  die 
Kinderrenten  ungekürzt  zuzusprechen,  die  Berechnungen  seien 
nachvollziehbar  darzulegen  und  eine  Mitteilung  der  angefochtenen 
Verfügung an die Pensionskasse sei zu unterbleiben. Dies im Wesent-
lichen  mit  der  Begründung,  die  Rentenkürzung  widerspreche  dem 
Gleichbehandlungsgrundsatz,  indem  sie  Rentenbezüger  mit  kleinem 
Einkommen gegenüber solchen mit höheren Einkommen diskriminiere. 
Die  Mitteilung  an die  Pensionskasse  sei  mit  dem Datenschutz  nicht 
vereinbar. Schliesslich gibt S._______ ihre Adresse als Zustelldomizil 
in der Schweiz bekannt, da sich ihr Ehemann in Nepal aufhalte.

C.
Auf Anfrage des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. September 2008 
(act. 3) äusserte sich das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-
Stadt, Bevölkerungsdienste und Migration, in seinem Amtsbericht vom 
15. Oktober 2008 (act. 7) zur Wohnsituation von S._______ und deren 
Kinder und hielt fest, dass die Kindsmutter sei ihrer Anmeldung am 1. 
August  2002  und deren Kinder  seit  ihrer  Geburt  in  Basel  ständigen 
Wohnsitz hätten. 

D.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  15.  Januar  2009  beantragte  die  Vor-
instanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  (act.  11).  Die  Kinderrenten 

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seien  korrekt  berechnet  worden.  Die  Ausgleichskasse  habe  mit 
Schreiben vom 12. September 2008 den Beschwerdeführern die  Be-
rechnung  der  Kinderrenten  und  deren  Kürzung  infolge  Überver-
sicherung eingehend erläutert. 

E.
In ihrer Replik vom 18. September 2008 (recte 3. April  2009 gemäss 
Poststempel)  hielten  die  Beschwerdeführer  an  ihren  Anträgen  und 
deren Begründung gemäss ihrer Beschwerde fest (act. 18).

F.
Mit  Eingabe  vom 18.  September  2008  (recte  3.  April  2009  gemäss 
Poststempel)  ersuchten  die  Beschwerdeführer  das  Bundesver-
waltungsgericht um unentgeltlichen Rechtspflege und reichten hierzu 
das Gesuchsformular mit Belegen ein (act. 18).

G.
Mit  Verfügung  vom  7.  Mai  2009  wurde  der  Schriftenwechsel  ge-
schlossen (act. 19).

H.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 
soweit  erforderlich,  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 
Bst. d  VGG und  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes  über  die 
Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt 
das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden gegen Verfügungen der 
Vorinstanz. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt.  Indes  findet  das  VwVG  aufgrund  von  Art. 3  Bst. dbis des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-

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fahren  (VwVG,  SR 172.021)  keine  Anwendung  in  Sozialver-
sicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000 
über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG, 
SR 830.1)  anwendbar  ist.  Gemäss  Art. 1  Abs. 1  IVG  sind  die  Be-
stimmungen des ATSG auf  die  Invalidenversicherung (Art. 1a  -  26bis 

und 28 - 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführer  haben am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen; S._______ ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 
und seine Ehefrau S._______ als  Vertreterin  der  ehelichen Gemein-
schaft  (Art.  166  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]) besonders berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG, Art. 48 
Abs. 1 VwVG). Sie sind daher zur Beschwerde legitimiert. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
wurde,  ist  auf  die  Beschwerde  einzutreten  (Art. 38  Abs.  4  und  60 
ATSG sowie Art. 52 und 63 Abs. 4 VwVG).

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Der  Beschwerdeführer  S._______  ist  schweizerischer  Staats-
angehöriger  und  wohnt  in  Nepal.  Die  Schweiz  hat  mit  Nepal  kein 
Sozialversicherungsabkommen  abgeschlossen.  Die  Frage,  ob  und 
gegebenenfalls  ab  wann  Anspruch  auf  Leistungen  der 
schweizerischen  Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich 
demnach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften.

2.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben 
(BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangs-
bestimmungen.  In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich 
diejenigen  Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 
E. 2.3). Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 
2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  anwendbar.  Bei  den  materiellen  Bestim-
mungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung 

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vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist  auf die Fassung gemäss 
den  am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Änderungen  (4. IV-
Revision; AS 2003 3837) abzustellen. Soweit ein Rentenanspruch ab 
dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5.  IV-Revision 
zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzes- und Verordnungs-
änderungen zu beachten (AS 2007 5129 und AS 2007 5155).

3.

3.1  Vorliegend sprach die IVSTA dem Beschwerdeführer S._______ 
vom 1. Mai 2006 bis 31. Dezember 2006, vom 1. Januar 2007 bis 31. 
Dezember 2007, vom 1. Januar 2008 bis 31. August 2008 und ab dem 
1. September 2008 drei ordentliche ganze Kinderrenten zur Rente des 
Vaters zu,  welche infolge Übersicherung gekürzt  wurden (IV 15 und 
16).

3.2 Die Beschwerdeführer beantragen die Zusprache von ungekürzten 
Kinderrenten.  Anspruch  und  Höhe  der  ungekürzten  Kinderrenten 
werden dagegen nicht bestritten. 

4.

4.1 Streitig  und  vorliegend  zu  prüfen  bleibt  somit,  ob  die  drei 
ordentlichen ganzen Kinderrenten zu Recht wegen Überversicherung 
gekürzt wurden. 

4.2 Gemäss  Art. 35  Abs. 1  IVG  haben  Männer  und  Frauen,  denen 
eine Invalidenrente zusteht,  für jedes Kind,  das im Falle ihres Todes 
eine  Waisenrente  der  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  bean-
spruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente. 

Gemäss  Art.  38bis Abs.  1  IVG,  in  der  bis  zum  31.  Dezember  2007 
geltenden Fassung, werden in Abweichung von Art. 69 Absätze 2 und 
3 ATSG Kinderrenten gekürzt, soweit sie zusammen mit der Rente des 
Vaters  oder  der  Mutter  das  für  diese  Rente  jeweils  massgebende 
durchschnittliche  Jahreseinkommen  wesentlich  übersteigen.  Der 
Bundesrat setzt jedoch einen Mindestbetrag fest (Abs. 2). Die Kürzung 
der Kinderrenten richtet sich laut Art. 33bis Abs. 1 IVV nach den Regeln 
in  Artikel  54bis AHVV. Gemäss  Art.  54bis AHVV,  in  der  bis  zum  31. 
Dezember  2007  geltenden  Fassung,  werden  Kinderrenten  gekürzt, 
soweit sie zusammen mit der Rente des Vaters oder der Mutter das für 
diese  Rente  jeweils  massgebende  durchschnittliche  Jahresein-

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kommen,  erhöht  um  den  monatlichen  Höchstbetrag  der  Altersrente 
(Art. 34 Abs. 3 AHVG), übersteigen (Abs. 1). Die Renten werden nicht 
gekürzt, wenn sie zusammen mit der Rente des Vaters oder der Mutter 
nicht mehr ausmachen, als die Summe aus 150 Prozent des Mindest-
betrages  der  Altersrente  und  aus  den  Mindestbeträgen  von  drei 
Kinder-  oder  Waisenrenten (Abs. 2). Der  Kürzungsbetrag  ist  auf  die 
einzelnen Kinder- oder Waisenrenten zu verteilen (Abs. 3).

Gemäss Art. 38bis Abs. 1 IVG, in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden 
Fassung, werden in Abweichung von Art. 69 Absätze 2 und 3 ATSG 
Kinderrenten gekürzt, soweit sie zusammen mit der Rente des Vaters 
oder der Mutter 90 Prozent des für diese Rente jeweils massgebenden 
durchschnittlichen  Jahreseinkommens  übersteigen.  Der  Bundesrat 
setzt jedoch einen Mindestbetrag fest (Abs. 2). Gemäss Art. 33bis Abs. 
1 IVV richtet sich die Kürzung der Kinderrenten nach den Regeln in 
Artikel  54bis AHVV. Art.  54bis AHVV,  in  der  ab  dem  1.  Januar  2008 
geltenden Fassung, sieht vor, dass die Renten nicht gekürzt werden, 
wenn sie zusammen mit der Rente des Vaters oder der Mutter nicht 
mehr  ausmachen,  als  die  Summe  aus  150  Prozent  des  Mindest-
betrages  der  Altersrente  und  aus  den  Mindestbeträgen  von  drei 
Kinder-  oder  Waisenrenten (Abs. 2). Der  Kürzungsbetrag  ist  auf  die 
einzelnen Kinder- oder Waisenrenten zu verteilen (Abs. 3). 

4.3 Aufgrund  dieser  Bestimmungen  ergeben  sich  für  die  genannten 
drei  Kinderrenten  die  nachfolgenden  Überentschädigungs-
berechnungen: 

4.3.1 Für die Zeit vom 1. Mai 2006 bis 31. Dezember 2006

Bei  einem  massgebenden  durchschnittlichen  Jahreseinkommen  von 
Fr. 32'250.- betrug die Invalidenrente Fr. 17'928.-, die Zusatzrente für 
die  Ehefrau   Fr.  5'376.-  und  die  ungekürzten  3  Kinderrenten  Fr. 
21'528.- (3 x 7'176). Somit beliefen sich die Kinderrenten und die In-
validenrente des Vaters zusammen auf  Fr. 44'832.- (17'928 + 5'376 + 
21'528. Demgegenüber betrug die Kürzungsgrenze gemäss Art. 54bis 

Abs.  1  AHVV  Fr.  34'400.-  (durchschnittliches  Jahreseinkommen  Fr. 
32'250.-  + monatlicher Höchstbetrag der  AHV-Rente  Fr. 2'150.-)  und 
die Kürzungsgrenze gemäss Art. 54bis Abs. 2 AHVV Fr. 34'830.- (1,5 x 
Mindestbetrag  der  Altersrente  [Fr.  12'900.-]  =  Fr.  19'350.-  +  3  x 
Mindestbetrag der Kinderrenten = Fr. 15'480.-). Somit überstiegen die 
Gesamtrenten die höhere der beiden Kürzungsgrenzen um Fr. 10'002.- 

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(44'832  -  34'830).  Um  diesen  Betrag  sind  die  Kinderrenten  gleich-
mässig zu kürzen und somit pro Kinderrente Fr. 3'334.- oder monatlich 
Fr. 278.-  ([Fr.  10'002  /  3]  /  12),  was  ein  Kinderrentenanspruch  von 
monatlich Fr. 320.- pro Kind ergibt (598 - 278). 

4.3.2 Für die Zeit vom  1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

Bei  einem  massgebenden  durchschnittlichen  Jahreseinkommen  von 
Fr. 33'150.- betrug die Invalidenrente Fr. 18'432.-, die Zusatzrente für 
die  Ehefrau   Fr.  5'532.-  und  die  ungekürzten  3  Kinderrenten  Fr. 
22'104.- (3 x 12 x Fr. 614). Somit beliefen sich die Kinderrenten und 
die  Invalidenrente  des  Vaters  zusammen  auf  Fr. 46'068.-  (18'432  + 
5'532 + 22'104). Demgegenüber betrug die Kürzungsgrenze gemäss 
Art.  54bis Abs.  1  AHVV  Fr.  35'360.--  (durchschnittliches  Jahresein-
kommen Fr. 33'150.-  +  monatlicher  Höchstbetrag der  AHV-Rente  Fr. 
2'210.-)  und die Kürzungsgrenze gemäss Art. 54bis Abs. 2 AHVV  Fr. 
35'802.-  (1,5  x  Mindestbetrag  der  Altersrente  [Fr.  13'260.--]  =  Fr. 
19'890.-  +  3  x  Mindestbetrag  der  Kinderrenten  =  15'912.-).  Somit 
überstiegen  die  Gesamtrenten  die  höhere  der  beiden  Kürzungs-
grenzen um Fr. 10'266.- (46'068 - 35'802). Um diesen Betrag sind die 
Kinderrenten  gleichmässig  zu  kürzen  und  somit  pro  Kinderrente  Fr. 
3'422.- oder monatlich Fr. 285.- ([Fr. 10'266 / 3] / 12), was ein Kinder -
rentenanspruch von monatlich Fr. 329.- pro Kind ergibt (614 - 285). 

4.3.3 Für die Zeit ab dem 1. Januar 2008 

Bei  einem  massgebenden  durchschnittlichen  Jahreseinkommen  von 
Fr. 33'150.- betrug die Invalidenrente Fr. 18'432.-, und die ungekürzten 
3 Kinderrenten Fr. 22'104.- ( 3 x 1'842); der Anspruch auf Zusatzrente 
für  die  Ehefrau  bestand  nicht  mehr. Somit  beliefen  sich  die  Kinder-
renten und die Invalidenrente des Vaters zusammen auf  Fr. 40'536.-  
(18'432 + 22'104). Demgegenüber betrug die Kürzungsgrenze gemäss 
Art. 38bis Abs. 1 IVG Fr. 29'835.- (90 % des durchschnittlichen Jahres-
einkommens  von Fr. 33'150.-)  und  die  Kürzungsgrenze  gemäss  Art. 
54bis Abs. 2 AHVV  Fr. 35'802.-  (1,5 x Mindestbetrag der Altersrente 
[Fr. 13'260.--]  = Fr. 19'890.-  + 3 x Mindestbetrag der Kinderrenten = 
15'912.-). Somit überstiegen die Gesamtrenten die höhere der beiden 
Kürzungsgrenze um  Fr. 4'734.- (40'536 -  35'802). Um diesen Betrag 
sind die Kinderrenten gleichmässig zu kürzen und somit  pro Kinder-
rente  Fr. 1'578.-  oder  monatlich  Fr. 132.-  ([4'734 /  3]  /  12),  was ein 
Kinderrentenanspruch von monatlich 482.- pro Kind ergibt (614 - 132). 

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4.4 Daraus ergibt sich, dass die Vorinstanz die Kinderrenten in ihren 
angefochtenen Verfügungen korrekt festgelegt hat. Die Rügen der Be-
schwerdeführer erweisen sich daher als unbegründet. 

4.5 Ebensowenig  ist,  entgegen  den  Beschwerdeführern,  zu  be-
anstanden, dass die Vorinstanz die angefochtenen Verfügungen auch 
der Sulzer Vorsorgeeinrichtung in Winterthur zugestellt  hat, wozu sie 
gemäss Art. 49 Abs. 4 ATSG verpflichtet ist. So könnte diese in ihrer 
Leistungspflicht  insoweit  berührt  sein,  als  sie  für  die  berufliche  Vor-
sorge unter Umständen nach Gesetz und ihrem Reglement  ebenfalls 
Kinderrenten  zur  Invalidenrente  erbringen  müsste  (vgl.  Art.  25  des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40]).

4.6 Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.
Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten,  eine  allfällige 
Parteientschädigung  und  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Prozess-
führung sowie Bestellung eines unentgeltlichen Anwalts.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah-
ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Ge-
mäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterliegen-
den  Partei  aufzuerlegen. Da  die  Beschwerdeführer  unterlegen  sind, 
haben sie die Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Ver-
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-
1'000 Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende 
Verfahren sind die Verfahrenskosten auf Fr. 300.-- festzusetzen. 

5.2 Die Beschwerdeführer fordern in ihren Rechtsschriften die unent-
geltliche Prozessführung. 

Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG befreit die Beschwerdeinstanz, ihr Vor-
sitzender oder der Instruktionsrichter eine Partei, die nicht über die er-
forderlichen  Mittel  verfügt,  auf  Antrag  von  der  Bezahlung  der  Ver-
fahrenskosten,  sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint. 
Massgebend  für  die  Bestimmung  der  Bedürftigkeit  ist  die  gesamte 
wirtschaftliche Situation des Gesuchstellers  zur Zeit  der Einreichung 
des  Gesuches.  Der  Nachweis  der  Prozessarmut  obliegt  derjenigen 

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Partei,  welche  sich  darauf  beruft,  weshalb  diese  insbesondere  die 
Pflicht hat, ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend 
darzustellen und soweit als möglich zu belegen (BGE 5P.113/2003 E. 
2.1; 120 Ia 179 E. 3a / JdT 1995 I 283). Aufgrund der aktenkundigen 
Unterlagen (Amt für Sozialbeiträge des Kantons Basel-Stadt, Steuer-
veranlagung  2006  der  Steuerverwaltung  des  Kantons  Basel-Stadt, 
Krankenkassenbeiträge,  Mietzinsabrechnung  Basler-Versicherungen, 
act. 18) sowie den Angaben der Beschwerdeführer im Formular "Ge-
such  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  (act.  18)  haben  die  Be-
schwerdeführer ihre verfahrensrechtliche Bedürftigkeit rechtsgenüglich 
nachgewiesen und war auch nicht von der Aussichtslosigkeit der Be-
gehren  auszugehen,  weshalb  das  Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtpflege gutzuheissen ist. Demzufolge sind die Beschwerdeführer 
von der Bezahlung der auferlegten Verfahrenskosten zu befreien. 

5.3 Die Beschwerdeführer ersuchen im Weiteren die Bestellung eines 
unentgeltlichen Anwalts (act. 18). Gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG kann 
die  Beschwerdeinstanz,  ihr  Vorsitzender  oder  der  Instruktionsrichter 
gestützt der bedürftigen Partei einen Anwalt bestellen kann, wenn es 
zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. Im vorliegenden Verfahren vor 
Bundesverwaltungsgericht  ergeben  sich  indes  keine  komplexen 
Rechtsfragen,  denen die Beschwerdeführer,  auf  sich alleine gestellt, 
nicht gewachsen sind (BGE 125 V 32 E. 4b). Zudem beherrschen die 
Beschwerdeführer die deutsche Sprache. Unter diesen Umständen ist 
der  Beizug eines Rechtsvertreters  zur  Wahrung der  Rechte  der  Be-
schwerdeführerin  nicht  notwendig.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  ist  daher  insoweit  abzuweisen,  als  die 
Beiordnung eines unentgeltlichen Anwalts beantragt wurde.

5.4 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

5.5 Die unterliegenden Beschwerdeführer haben keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  der  Beschwerdeführer  um  unentgeltliche  Rechtspflege 
wird  teilweise  gutgeheissen  und  es  werden  keine  Verfahrenskosten 
erhoben. Weitergehend, soweit  die Beiordnung eines unentgeltlichen 
Anwalts beantragt wurde, wird das Gesuch abgewiesen.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______;)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 

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Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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