# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74f0f1f9-7763-5e81-ba11-5426be247083
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.12.2022 III 2022 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-116_2022-12-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 116

Entscheid vom 20. Dezember 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________,

Beschwerdeführer,
gegen

1. Bezirksrat Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 
8840 Einsiedeln,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen, 

4. C.________,
Beschwerdegegnerin,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung energetische Gebäude-
sanierung etc.)

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Sachverhalt:

A. C.________ (nachstehend Bauherrschaft) ist Alleineigentümerin des 
Grundstückes KTN 01 (1'889 m2), D.________, Einsiedeln. Am 31. Mai 2019 
reichte die Bauherrschaft beim Bezirk Einsiedeln das Baugesuch für die Erweite-
rung des bestehenden Wohnhauses um ein Kellergeschoss, die Vergrösserung 
des Balkons sowie die Neugestaltung der Umgebung mit Sitzplatz und Terrain-
veränderungen auf ihrem Grundstück ein. Hiergegen erhoben neben anderen 
A.________ und B.________ (Miteigentümer zu zweit der südwestlich angren-
zenden Liegenschaft KTN 02 [849 m2]) am 21. Juni 2019 öffentlich-rechtliche 
Einsprache. Am 12. September 2019 reichte die Bauherrschaft eine Projektände-
rung ein, welche den Einsprechern angezeigt wurde. Mit Beschluss (BRB) 
Nr. 2019.252 vom 13. November 2019 wies der Bezirksrat Einsiedeln unter 
Eröffnung des Gesamtentscheides des Amtes für Raumentwicklung (ARE) vom 
22. Oktober 2019 die Einsprachen ab (Disp.-Ziff. 1) und erteilte die Baubewilli-
gung unter Bedingungen und Auflagen (Disp.-Ziff. 2). Die von A.________ und 
B.________ hiergegen mit Eingabe vom 11. Dezember 2019 erhobene Verwal-
tungsbeschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit Beschluss 
(RRB) Nr. 587/2020 vom 18. August 2020 ab (Disp.-Ziff. 1). Gegen diesen RRB 
erhoben die beanwalteten A.________ und B.________ am 15. September 2020 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. Dieses wies die Be-
schwerde mit VGE III 2020 164 vom 27. Januar 2021 "im Sinne der Erwägungen 
(vgl. besonders Erw. 5.4.5)" ab. Dieser verwaltungsgerichtliche Entscheid ist un-
angefochten in Rechtskraft erwachsen. 

B. Mit Eingabe vom 18. Juni 2021 ersuchte die Bauherrschaft um die Baube-
willigung für die energetische Gebäudesanierung, den Einbau eines Holzofens 
und eine thermische Solaranlage am Balkongeländer ihres gestützt auf die Bau-
bewilligung vom 13. November 2019 erweiterten Wohnhauses auf KTN 01. Die-
ses Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. __ vom ____ (S. __) publiziert und öffent-
lich aufgelegt, nachdem die Bauherrschaft auf Aufforderung der Bauverwaltung 
(d.h. Abteilung "Planen Bauen Umwelt Energie") die Gesuchsunterlagen ergänzt 
hatte. Mit Schreiben vom 20. Juli 2021 erhoben B.________ und A.________ 
beim Bezirksrat Einsiedeln Einsprache gegen das Bauvorhaben mit den folgen-
den Anträgen:

1. Es sei das Baugesuch abzuweisen.
2. Es sei ein formell und materiell vollständiges und korrektes Baugesuch mit 

korrekt vermassten und klar leserlichen Plänen einzureichen. 
3. Es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen.

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4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Baugesuchstellerin. 

Im Rahmen des Schriftenwechsels beantragten die Einsprecher mit Replik vom 
27. Juli 2021 (Eingang beim Bezirksrat am 30.8.2021), der Bezirksrats-Beschluss 
Nr. 2019.252 vom 13. November 2019 sei in Wiedererwägung zu ziehen. 

C. Mit Gesamtentscheid vom 23. September 2021 erteilte das ARE im Bauge-
such-Nr. B2021-0975 die kantonale Baubewilligung "im Sinne der Erwägungen" 
(Disp.-Ziff. 1) und wies die Einsprache aus kantonaler Sicht ab (Disp.-Ziff. 2). Un-
ter Eröffnung dieses Gesamtentscheides wies der Bezirksrat die Einsprache mit 
BRB Nr. 2021.227 vom 20. Oktober 2021 ab (Disp.-Ziff. 1) und erteilte die Bau-
bewilligung unter Bedingungen und Auflagen (Disp.-Ziff. 2 sowie Disp.-
Ziff. 2.1 ff.). 

D. Gegen diese Baubewilligung vom 20. Oktober 2021 (Versand am 
26.10.2021) erhoben B.________ und A.________ mit Eingabe vom 14. Novem-
ber 2021 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgen-
den Anträgen:

A Materielle Anträge
1 Es sei der BRB Nr. 2021.227 aufzuheben.
2. Es sei in der Folge das Baugesuch Nr. 2021-0146 abzuweisen. 
3. Es sei in der Folge zudem der BRB Nr. 2019.252 vom Regierungsrat sowie 

das entsprechende Baugesuch Nr. 2019-0084 vom Bezirk Einsiedeln in 
Wiedererwägung zu ziehen. 

4. Die Baugesuche Nr. 2019-0084 und Nr. 2021-0146 seien von der 
Bauherrschaft wahrheitsgemäss zu korrigieren und den gesetzlichen 
Vorgaben anzupassen. 

5. Es sei der bzw. es seien die Urheber der mutmasslichen Verfälschungen der 
amtlich beglaubigten Situationspläne zu ermitteln und entsprechende Schritte 
in die Wege zu leiten. 

6. Es sei der amtlich beglaubigte, unverfälschte Situationsplan der E.________ 
AG, vom 10. Februar 2021, als massgebend und korrekt zu qualifizieren. 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Beschwerdegegner. 

B Verfahrensanträge 
1 Es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen. 

Replizierend stellten B.________ und A.________ am 23. Februar 2022 folgende 
Anträge:

A Materielle Anträge
1. Wir halten an den Anträgen 1, 2, 5, 6 und 7 in der Beschwerdeschrift vom 

14. November 2021 fest.

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2. Die Anträge 3 und 4 der Beschwerdeschrift vom 14. November 2021 
korrigieren wir wie folgt:
3. Es sei in der Folge zudem der BRB Nr. 2019.252 vom 13. November 

2019 in Wiedererwägung zu ziehen. 
4. In der Folge der Wiedererwägung seien die Baugesuche Nr. 2019-0084 

und Nr. 2021-0146 von der Bauherrschaft wahrheitsgemäss zu 
korrigieren, den gesetzlichen Vorgaben anzupassen und einer erneuten 
Prüfung unterziehen zu lassen.

3. Neuer Antrag:
Es sei die Schutzraumpflicht aufgrund neuer Beweismittel, welche die 
Sachlage korrekt darstellt, von Amtes wegen erneut zu prüfen. 

B Verfahrensanträge
1. Wir halten am Verfahrensantrag fest. 

E. Mit RRB Nr. 543/2022 vom 28. Juni 2022 entschied der Regierungsrat wie 
folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 

werden den Beschwerdeführern auferlegt.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F. Gegen diesen RRB Nr. 543/2022 (Versand am 5.7.2022) erheben 
B.________ und A.________ mit Eingabe vom 15. Juli 2022 (Postaufgabe am 
gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei der RRB Nr. 543/2022 aufzuheben.
2. Es sei der BRB Nr. 2021.227 aufzuheben.
3. Es sei der Entscheid VGE III 164 2020, vom 27. Januar 2021 in 

Wiedererwägung zu ziehen.
4. Es seien in der Folge der RRB Nr. 587/2020 und der BRB Nr. 2019.252 

aufzuheben sowie das Baugesuch Nr. 2019-0084 abzuweisen.
5. Das Baugesuch Nr. 2021-0146 sei ebenso abzuweisen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegner und Vorinstanzen. 

G. Mit Schreiben vom 21. Juli 2022 teilt das ARE seinen Verzicht auf eine An-
tragsstellung und einlässliche Vernehmlassung mit. Das Sicherheitsdepartement 
beantragt mit Vernehmlassung vom 8. August 2022, die Beschwerde sei unter 
Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer abzuweisen, soweit überhaupt dar-
auf eingetreten werden könne. Ebenso beantragt die Beschwerdegegnerin ver-
nehmlassend am 9. August 2022 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt zu Lasten der Beschwerdeführer. Der Be-

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zirksrat Einsiedeln beantragt mit Vernehmlassung vom 11. August 2022, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei 
(1.), auf die Wiedererwägungsgesuche betreffend BRB Nr. 2019.252, RRB 
Nr. 587/2020 sowie VGE III 164 2020 sei nicht einzutreten (2.), unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer (3.). 

H. Mit Replik vom 3. Oktober 2022 halten die Beschwerdeführer vollumfäng-
lich an den mit der Beschwerde vom 15. Juli 2022 gestellten Anträgen fest. 

I. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2022 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf 
eine Stellungnahme. Duplizierend hält der Bezirksrat am 25. Oktober 2022 an 
seinen mit der Vernehmlassung vom 11. August 2022 gestellten Anträgen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Das Baugrundstück befindet sich gemäss Auszug aus dem ÖREB-Kataster 
(S. 3/6; vgl. WebGIS SZ) mit 1'494 m2 in der Wohnzone W1 und gleichzeitig in-
nerhalb des Gestaltungsplan(GP)-Perimeters D.________ (vom Regierungsrat 
mit RRB Nr. 1169 vom 28.6.1976 genehmigt). 125 m2 befinden sich in "übrigem 
Gemeindegebiet", der Rest (270 m2 im Nordbereich des Grundstücks) ist Wald. 

Das bestehende Gebäude geht (zusammen mit den drei Gebäuden auf KTN 02, 
KTN 03 und KTN 04) auf ein Baukonzept aus dem Jahr 1964 zurück 
(F.________ Architekten Zürich) und ist somit über zehn Jahre älter als der GP 
samt Sonderbauvorschriften (SBV). Das Haus weist die Form eines Trapezes 
auf, dessen Basis (längere Grundseite) von Süd(-Ost) nach Nord(-West) verläuft, 
d.h. diese Hausfassade ist gegen Westen gerichtet. Das zweigeschossige (bzw. 
1 ½-geschossige) Gebäude (Erdgeschoss mit Entrée/Wohnen/Essen/ Büro und 
Obergeschoss mit zwei Zimmern und Estrich) steht auf sechs Rundsäulen, womit 
zwischen dem Erdgeschoss und dem Terrain ein Luftraum besteht. Dem Erdge-
schoss vorgelagert ist an der Westfassade ein Balkon.

1.1.2 Gegenstand der mit Beschluss (BRB) Nr. 2019.252 vom 13. November 
2019 erteilten Baubewilligung (vgl. vorstehend Ingress lit. A) war die geplante 
Erweiterung des Kellergeschosses, dem die drei bestehenden vorderen Säulen 
vorgelagert bleiben sollten. Dieses Kellergeschoss umfasst auf der Ostseite 
(bergseitig) einen Raum Heizen/Technik sowie einen Keller und westseitig (tal-
seitig) einen Abstellraum. 

Des Weiteren wurde der Balkon, neu abgestützt auf zwei Säulen und überdacht, 
in seiner Tiefe um rund 1 m erweitert. Teils noch unter dem Balkon und dem Kel-
lergeschoss vorgelagert wurde ein Vorplatz eingeplant, der Richtung Westen ab-

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fällt. An der Südfassade wurde das Terrain im westlichen Bereich tiefer gesetzt 
und im östlichen Bereich neu eine Treppe vom Niveau Kellergeschoss aufs Ni-
veau Erdgeschoss gebaut, über welche man zum östlich gelegenen Entrée ge-
langt.

1.2 Mit dem vorliegend zu beurteilenden Bauvorhaben soll gemäss dem Bau-
beschrieb vom 14. Juni 2021 zum einen die aus Eternitschiefer bestehende Fas-
saden- und Dachbekleidung rückgebaut und entsorgt werden. Die Fassaden und 
der Dachaufbau sollen "gemäss Schemaschnitte neu gedämmt" werden, womit 
die nach Energiegesetz/Förderprogramm geforderten U≤0.20 W/m2K sowie der 
sommerliche Wärmeschutz erfüllt werden. Die Fassadenbekleidung wird mit 
"Eternitschiefer schiefergrau/bräunlich Gottardo Natur Vulcanit N 6510 40/40" 
geplant.

Zum andern sollen am nach Westen ausgerichteten Balkongeländer Sonnenkol-
lektoren "auf einer Unterkonstruktion angebracht werden 3 Stück Sonnenkollek-
toren aneinander gereiht mit einer Fläche von zirka 8.5 m2 montiert" werden. Ge-
plant ist ein Hochleistungsflachkollektor für Low-Flow Solarsysteme mit reflexi-
onsarmem Solarglas Silk 4 mm mit witterungsfestem EPDM Profil B 11.103.119 
Cobra AK 2.8 H. Der Balkon wird zwecks einer besseren Stabilität durch eine 
weitere Stütze verstärkt (vgl. Plan-Nr. 11 Fassaden/Schnitte, 1:100, vom 
14.6.2021). 

Schliesslich wird im Erdgeschoss (EG) im Bereich Küche, Wohnen/Essen ein 
Ofen montiert. Dieser weist eine Nenn- und Raumwärmeleistung von 7 KW auf 
(Typ CookCook N, EN 12815:2001/2004/AC:2007, Abstände/Abschottung 
gemäss Typenblatt. Die Kaminanlage wird gemäss Plan "im Promatschacht bis 
zur Dachhaut geführt". Ein Überstand der Kaminöffnung zum Schrägdach von 
mindestens 1 m (90° zur Dachschräge) soll eingehalten werden. 

1.3 Der Regierungsrat hat mit dem angefochtenen Einspracheentscheid die 
Durchführung eines Augenscheines nicht als erforderlich erachtet (Erw. 1). Die 
Replik der Beschwerdeführer vom 23. Februar 2022 enthalte materielle Vorbrin-
gen, welche sich in keiner Weise auf die Eingaben der Vorinstanzen und der Be-
schwerdegegnerin bezögen. Eine umfassende Berücksichtigung dieser Vorbrin-
gen käme einer unzulässigen Erstreckung der gesetzlichen Beschwerdefrist 
gemäss § 47 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 
234.110) vom 6. Juni 1974 gleich (Erw. 2.1). Der Bezirksrat werde im Rahmen 
der Baukontrolle überprüfen müssen, ob das Bauvorhaben die Vorgaben in Be-
zug auf die Schutzraumbaupflicht einhalte (Erw. 2.2). Die Voraussetzungen für 
einen Anspruch auf Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs betreffend den 

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BRB Nr. 2019.252 vom 13. November 2019 (sowie die diesen BRB bestätigen-
den RRB Nr. 587 vom 18.8.2020 und VGE III 2020 164 vom 27.1.2021) seien 
nicht gegeben (Erw. 3.2). Die Fassadenlängen gemäss dem amtlich beglaubig-
ten Katasterplan vom 10. Februar 2021 (bezogen auf das bestehende Wohn-
haus), der Vermessung der effektiven Längen des Gebäudes durch die 
G.________ AG vom 9. August 2021 und die im Plan-Nr. 101 (Situation) vom 
16. August 2021 - identisch mit den Massangaben im Plan-Nr. 101 (Situation) 
vom 29. Mai 2019, eingereicht mit dem Baugesuch vom 31. Mai 2019 - ausge-
wiesenen Fassadenlängen differierten zwar, seien jedoch erklärbar und lägen im 
Toleranzbereich. Die Angaben im Plan-Nr. 101 vom 16. August 2021 stimmten 
mit den tatsächlichen Verhältnissen überein (Erw. 4.2). Erklärbar sei auch der 
Unterschied bei der Darstellung des Balkondachs in den Plänen Nr. 11 (Fassa-
den, Schnitte) vom 29. August 2019 sowie vom 14. Juni 2021 (Ansicht Schnitt A). 
In Bezug auf die horizontale und vertikale Ausdehnung des gedeckten Balkons 
bestünden keine Diskrepanzen (Erw. 4.3). Im Ergebnis treffe es nicht zu, dass 
die Baueingabepläne widersprüchlich seien (Erw. 4.4). Soweit die Beschwerde-
führer rügten, das Ausmass der geplanten Geländeveränderungen (Aufschüttun-
gen) sei unzulässig, da es faktisch gar nicht möglich sei, das Terrain gemäss den 
mit BRB Nr. 2019.252 vom 13. November 2019 bewilligten Plänen zu gestalten, 
hätten sie dies ohne weiteres im damaligen Einsprache- und Beschwerdeverfah-
ren vorbringen können. Der Bezirksrat habe die Einsprache vom 20. Juli 2021 zu 
Recht nicht als nachträgliche Einsprache gegen das Baugesuch vom 31. Mai 
2019 entgegengenommen (Erw. 5.2). Der Bezirksrat sei nicht verpflichtet gewe-
sen, im Rahmen des vorliegenden Baubewilligungsverfahrens die baulichen Be-
dürfnisse der Beschwerdegegnerin oder der Grundeigentümer der benachbarten 
Parzellen abzuklären. Für Bauvorhaben in der Bauzone werde kein Bedürfnis-
nachweis verlangt (Erw. 6.2). 

1.4 Die Beschwerdeführer rügen, der Bezirksrat habe gegen die Begründungs-
pflicht verstossen, weil er auf die Argumente,

- die Nachbarn und die Behörden inklusive Verwaltungsgericht seien in die Irre 
geführt worden (vgl. Beschwerde S. 6 f. Ziff. 3, S. 15 f. Ziff. 4.5),

- die Diskrepanzen zwischen den effektiven Gebäudemassen und den bewillig-
ten Plänen seien ungelöst,

- das bestehende Terrain werde zu hoch dargestellt, und 
- es werde befürchtet, dass die geplante Terrainaufschüttung bei Starkregen 

abrutschen könne,

nicht eingegangen sei (Beschwerde S. 4 Ziff. 1.2). 

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Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien gegeben. Mit der Messung 
des Geometers seien die tatsächlichen Gebäudemasse des bestehenden Ge-
bäudes ermittelt worden. Nun stehe definitiv fest, dass das neu zu erstellende 
Kellergeschoss (Baugesuch Nr. 2019-0084) eine horizontale Ausdehnung des 
bestehenden Gebäudes und somit eine zusätzliche Unterschreitung des 
Waldabstandes zur Folge habe (Beschwerde S. 6 Ziff. 2.3). Gemäss der Mes-
sung der G.________ AG vom 9. August 2021 betrage die Hauptfassade West 
12.91 m und nicht 13.24 m gemäss dem ersten Baugesuch (Nr. 2019-0084; Be-
schwerde S. 7 Ziff. 3.2). Um die gesetzeswidrige Vergrösserung respektive die 
Unterschreitung des Waldabstandes zu rechtfertigen, habe die Bauherrschaft 
nun das zweite Baugesuch betreffend energetische Sanierung der Fassade und 
des Daches eingereicht. Das Gebäude sei schon einmal energetisch saniert 
worden. Eine energetische Sanierung sollte nach heutigem Stand unterhalb von 
13.10 m an der Hauptfassade West möglich sein, wie dies auch beim eigenen 
Haus (12.94 m an der Hauptfassade West) möglich gewesen sei (Beschwerde 
S. 7 f. Ziff. 3.3). Gemäss amtlich beglaubigtem Katasterplan betrage die Haupt-
fassade West neu 13.36 m. Unverständlich sei, weshalb der Regierungsrat von 
einer neuen Gebäudelänge von 13.23 m ausgehe (Beschwerde S. 7 Ziff. 3.4). 
Das Kellergeschoss unterschreite ungeachtet des VGE III 2020 164, der keine 
Vergrösserung der bestehenden Gebäudegrundfläche zulasse, bereits den 
Waldabstand (Beschwerde S. 9 Ziff. 3.8). Die unerlaubten massiven Terrainauf-
schüttungen seien in den Gesuchsplänen im Baugesuchsverfahren Nr. 2019-
0084 nicht ersichtlich gewesen (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 4.1 ff.). Angesichts un-
rechtmässiger Aufschüttungen von bis zu 1.40 m auf Nachbargrundstücken so-
wie unrechtmässigen Aufschüttungen beim Gartensitzplatz von bis zu 1.90 m 
stehe fest, dass es unmöglich sei, das Terrain nach den bewilligten Plänen zu 
gestalten (Beschwerde S. 14). Es bestehe die Gefahr von Erdrutschen für die un-
terliegenden Grundstücke (Beschwerde S. 10 Ziff. 4.2). Um das Terrain in den 
Plänen flach und als weniger bedrohlich darzustellen, sei das gewachsene Ter-
rain gegenüber den Nachbargrundstücken KTN 04 und KTN 03 zeichnerisch un-
rechtmässig bis zu 1.4 m angehoben worden. 

Angesichts der fehlerbehafteten Planunterlagen (Gebäudemasse entsprächen 
nicht der Realität; das Gebäude sei in den Situationsplänen grösser dargestellt 
als es wirklich sei, Höhenkurven seinen unvollständig und verschleierten dadurch 
das Terrain um das Haus; fehlerhafte Beschriftungen der Liegenschaften, un-
rechtmässige Erhöhung des gewachsenen Terrains) sei ein Augenschein unab-
dingbar (Beschwerde S. 16 f. Ziff. 5.1 f., vgl. S. 17 f. Ziff. 7.1 f.). Eine Bedürfni-
sabklärung habe im Auftrag des Bauamtes stattgefunden (Beschwerde S. 17 
Ziff. 6.1). Nachdem beim Baugesuch Nr. 2020-0127 betreffend das Grundstück 

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KTN 05 die Aufschüttungen nicht zugelassen worden seien, sei das Gleichbe-
handlungsgebot verletzt worden (Beschwerde S. 18 Ziff. 7.4). 

Mit der Replik vom 3. Oktober 2022 werden keine nennenswerten weitergehen-
den Argumente vorgebracht. Die Vorbringen betreffen die verschiedenen Planun-
terlagen (S. 2 f. Ziff. 4 ff.), die energetische Sanierung sowie die Bestreitung der 
Darstellung der Beschwerdegegner (Vernehmlassung S. 4 Zu III 2.3.), dass eine 
solche Sanierung bereits im ersten Baugesuch (Nr. 2019-0084) angedacht ge-
wesen sei (S. 3 Ziff. 8). Es wird weiter die Gefahr von Erdrutschen/Hangmuren 
geltend gemacht, die Dimensionierung des Kellergeschosses beanstandet und 
eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und rechtlichen Gehörs gerügt 
(S. 4 f. Ziff. 11 ff.). Weiter äussern sich die Beschwerdeführer zur Kommunikation 
mit dem Bezirk, unter anderem erneut betreffend die Bedürfnisabklärung (S. 5 ff. 
Ziff. 14). 

1.5 Das Sicherheitsdepartement weist vernehmlassend (S. 2 Ziff. 4) betreffend 
die Ausführungen der Beschwerdeführer zur Terraingestaltung darauf hin, dass 
der Bezirk bei der Schlusskontrolle zu prüfen habe, ob das realisierte Bauvorha-
ben den bewilligten Plänen entspreche. 

2.1 Mit dem VGE III 2020 164 vom 27. Januar 2021 hatte das Verwaltungsge-
richt das von der Beschwerdegegnerin am 31. Mai 2019 eingereichte Baugesuch 
(Nr. 2019-0084) für die Erweiterung des bestehenden Wohnhauses um ein Kel-
lergeschoss, die Vergrösserung des Balkons sowie die Neugestaltung der Um-
gebung mit Sitzplatz und Terrainveränderungen zu beurteilen (vgl. vorstehend 
Ingress lit. A). Der Verzicht des Regierungsrates auf einen Augenschein war 
nicht zu beanstanden. Der für die Beurteilung des Baugesuchs relevante Sach-
verhalt war dank der aktenkundigen Unterlagen inklusive Fotodokumentation so-
wie der allgemein zugänglichen elektronischen Hilfsmittel hinreichend erstellt. Zur 
Frage der Hangsicherheit und Gesetzeslage konnte ein Augenschein nichts bei-
tragen; die (bestehende) Architektur war/ist bekannt (Erw. 4.4). Eine Verletzung 
des Gestaltungsplanes namentlich betreffend die Einordnung der baulichen Er-
weiterung, der Geschosszahl und der Ausnützung waren nicht zu erkennen 
(Erw. 5.1 ff.). Betreffend die Ausnützung verkannte das Verwaltungsgericht nicht, 
dass bereits mit einer geringfügig grösseren Fensterfläche (0.24 m2) eine für eine 
Wohnnutzung hinreichende Belichtung des wärmegedämmten Kellergeschosses 
erreicht werden könnte. Im Rahmen der Baukontrolle werde die 
Baubewilligungsbehörde daher sicherzustellen haben, dass die Fensterfläche 
hinreichend klein dimensioniert bleibe. Allenfalls werde die 
Baubewilligungsbehörde auch 
eine entsprechende ergänzende Auflage zur Fenstergestaltung/Fensterart und 

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-grösse in Betracht zu ziehen haben, um die Belichtung des Kellerraumes 
zusätzlich zu minimieren und dadurch einer späteren widerrechtlichen 
Wohnnutzung präventiv entgegenzuwirken (Erw. 5.4.5); hierauf wurde im 
Dispositiv explizit hingewiesen (vgl. vorstehend Ingress lit. A i.f.). Was den 
Waldabstand anbelange, sei nicht zu verkennen, dass die Bauparzelle bei 
bestehendem rechtskräftigem und -gültigem GP nur kraft einer 
Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes sinnvoll überbaut 
werden könne. Die geplante Unterkellerung habe keine horizontale Ausdehnung 
des bestehenden Gebäudes und somit keine zusätzliche Unterschreitung des 
Waldabstandes zur Folge. Es sei dem Amt für Wald und Natur (AWN), das zu-
ständigkeitshalber einer Ausnahmebewilligung zugestimmt habe (vgl. § 47 Abs. 3 
der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz [SRSZ 400.111; VvPBG] 
vom 2.12.1997), daher beizupflichten, dass mit dem Bauvorhaben keine zusätzli-
chen Auswirkungen auf den angrenzenden Wald entstünden (Erw. 6.2.2). Es sei 
auch nicht ersichtlich, dass die Verneinung von (zusätzlichen) Auswirkungen des 
Bauvorhabens auf den Wald seitens des fachkundigen AWN falsch sei. Bei zwei 
benachbarten Gebäuden seien im Nachgang zu einem Murgang im Jahr 2005 
zwecks Stabilisierung der Gebäude auch bereits (Teil-) Unterkellerungen vorge-
nommen worden. Dafür, dass mit einer gänzlichen Unterkellerung nicht ein (min-
destens) ebenso gutes Resultat erzielt werden könne hinsichtlich der Stabilisie-
rung, bestünden keine Hinweise (Erw. 6.2.3). 

2.2.1  § 34 VRP regelt den Widerruf. Verfügungen können auf Gesuch einer Par-
tei oder von Amtes wegen von der erlassenden Behörde oder der Aufsichts-
behörde ausserhalb eines Revisionsverfahrens abgeändert oder aufgehoben 
werden, wenn sich die Verhältnisse geändert haben oder erhebliche öffentliche 
Interessen es erfordern und dabei der Grundsatz von Treu und Glauben nicht 
verletzt wird (§ 34 Abs. 1 VRP). Die Behörde ist nicht verpflichtet, auf das Wie-
dererwägungsgesuch einzutreten (§ 34 Abs. 2 VRP). 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht aufgrund von Art. 29 BV 
unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Wiedererwägung. Danach 
besteht eine behördliche Pflicht, auf ein entsprechendes Gesuch einzutreten, 
wenn die Umstände sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben 
oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft 
macht, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon 
damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder 
keine Veranlassung bestand (BGE 136 II 177 Erw. 2.1; 124 II 1 Erw. 3a; 120 Ib 
42 Erw. 2b, je mit Hinweisen). In methodischer Hinsicht ist bei einem 
Wiedererwägungsgesuch in einem ersten Schritt zu prüfen, ob überhaupt Gründe 

11

vorliegen, um auf das Wiedererwägungsgesuch einzutreten, und sodann, falls 
diese erste Frage zu bejahen ist, in einem zweiten Schritt zu beurteilen, ob die 
geltend gemachten Gründe eine Wiedererwägung rechtfertigen können (vgl. 
VGE II 2020 102 vom 25.11.2020 Erw. 3.2). 

Die Wiedererwägung darf aber nicht bloss dazu dienen, rechtskräftige Verwal-
tungsentscheide immer wieder infrage zu stellen oder die Fristen für die Ergrei-
fung von Rechtsmitteln zu umgehen (VGE II 2020 102 vom 25.11.2020 Erw. 3.2 
mit Hinweis auf BGE 136 II 177 Erw. 2.1). 

2.2.2  Der Bezirksrat hat im BRB Nr. 2021.227 (S. 7 Ziff. 14.5) die Voraussetzun-
gen für eine Wiedererwägung verneint mit der Begründung der Rechtskraft der-
selben und des Fehlens der Voraussetzung für eine nachträgliche Baueinspra-
che sowie der (verpassten) Möglichkeit der Beschwerdeführer, ihre Rügen im or-
dentlichen Baubewilligungsverfahren (unter Einschluss des Rechtsmittelverfah-
rens) vortragen zu können. 

2.2.3  Der Regierungsrat hat unter Verweis auf das Bundesgerichtsurteil 
1C_63/2019 vom 29. Januar 2020 (i.Sa. U. vs. GR Wollerau) ergänzend und 
präzisierend zu Recht festgehalten (Erw. 3.1), dass vorliegend nicht ein Dauer-
sachverhalt strittig ist, der bei wesentlich geänderten tatsächlichen Verhältnissen 
oder bei einer Änderung des materiellen Rechts gegebenenfalls neu zu beurtei-
len ist.

2.3 Die vorliegend strittige Baubewilligung betrifft einerseits keinen Dauersach-
verhalt wie beispielsweise den Betrieb einer Anlage, deren Emissionen sich im 
Laufe der Zeit mehr oder weniger erheblich ändern können. Nachdem die erste 
Baubewilligung vom 13. November 2019 (BRB Nr. 2019.252) vom Verwaltungs-
gericht mit VGE III 2020 164 vom 27. Januar 2021 (rechtskräftig) bestätigt wurde, 
hätte daher auf das Wiedererwägungsgesuch gar nicht eingetreten werden müs-
sen/dürfen. Der Rechtsbehelf der Wiedererwägung ist nur in der verwaltungsin-
ternen Verwaltungsrechtspflege zugelassen. Gerichtliche Urteile und Entscheide 
dürfen - vorbehältlich der Revision - nicht zurückgenommen werden (VGE III 
2021 98 vom 7.9.2021 Erw. 2.3.2 mit Hinweis auf VGE 503/96 vom 18.7.1996 
Erw. 1.c; BGE 147 V 65 Erw. 4.3). 

Anderseits können unterschiedliche Messergebnisse an einem real existierenden 
und seinerseits unveränderten Gebäude entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführer (Beschwerde S. 6 oben) keine veränderten tatsächlichen Ver-
hältnisse begründen. Nachmessungen wären zudem ohne weiteres im Rahmen 
des Einspracheverfahrens des und der anschliessenden Rechtsmittelverfahren 
gegen das Baugesuch vom 31. Mai 2019 möglich und auch zumutbar gewesen. 

12

Es kann auch nicht gesagt werden, dass die Beschwerdeführer ihre wiedererwä-
gungsweise vorgebrachten Rügen nicht bereits damals hätten geltend machen 
können oder dass für sie hierzu keine Veranlassung bestanden hätte. Wie die 
Beschwerdeführer selber ausführen, wies der damalige Katasterplan eine Länge 
der Fassade West von 13.24 m aus, was nach ihrer Auffassung nicht mit der von 
ihnen angenommenen Länge übereingestimmt habe (vgl. Beschwerde S. 6 f. 
Ziff. 3.2 mit Hinweis auf VGE III 2020 164 vom 27.1.2021 Erw. 1.1). Die 
Beschwerdeführer machen entsprechend auch keinen Revisionsgrund geltend 
(§ 61 VRP). 

Die Vorinstanzen sind daher zu Recht auf das Wiedererwägungsgesuch (der 
Gemeinderat unter dem Titel einer "nachträglichen Baueinsprache") nicht 
eingetreten.

Die Beschwerdeanträge Ziff. 3 und 4 (soweit sie die Wiedererwägung der 
Baubewilligung BRB Nr. 2019-0084 betreffen) sind also abzuweisen. 

2.4 Folglich sind Rügen, welche das erste Baubewilligungsverfahren (Nr. 2019-
0084) betreffen, vorliegend nicht mehr zu hören. Dies betrifft namentlich die 
Rüge, das Kellergeschoss unterschreite den Waldabstand. Was die gerügten 
Terrainverschiebungen anbelangt, hat der Bezirksrat in der vorliegend strittigen 
Baubewilligung BRB Nr. 2021.227 vom 20. Oktober 2021 (S. 7 Ziff. 14.5) 
ausdrücklich an Disp.-Ziff. 2.6 des BRB Nr. 2019.252 vom 13. November 2019 
erinnert, wonach die Beschwerdegegnerin sowohl unter gestalterischen Vorga-
ben zur möglichst naturnahen Gestaltung der Umgebung als auch zur Einrei-
chung eines detaillierten Umgebungsplanes im Rahmen der Rohbaukontrolle 
verpflichtet wurde. 

Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, die Terrainaufschüttungen seien 
in den Gesuchsplänen im Baugesuchsverfahren Nr. 2019-0084 nicht ersichtlich 
gewesen, kann dem - auch wenn dieses Argument im vorliegenden Verfahren an 
und für sich auch nicht mehr zu hören ist - nicht gefolgt werden. Mit dem vom 
Bezirksrat genehmigten Plan-Nr. 11 (Fassaden, Schnitte, 1:100, vom 29.5.2019, 
rev. am 29.8.2019) wurde das bestehende wie das neue Terrain ausgewiesen. 
Dieses neue Terrain wird mit dem im vorliegend zu beurteilenden Baugesuch 
eingereichten Plan Nr. 11 (Fassaden, Schnitte, 1:100, vom 14.6.2021) eins zu 
eins abgebildet. Dass angesichts der rechtskräftigen Baubewilligung des ersten 
Baugesuchs (Nr. 2019-0084) das bestehende Terrain nicht mehr abgebildet wird, 
ist folglich kein Mangel. Die im Zusammenhang mit Terrainaufschüttungen gel-
tend gemachte Ungleichbehandlung ist nicht erkennbar. Sofern diese Rüge vor-
liegend zu hören wäre, wird von den Beschwerdeführern auch nicht dargelegt, 

13

inwiefern die Situationen auf KTN 01 und KTN 05 (die durch eine Distanz von 
rund 80 m getrennt sind) identisch und somit vergleichbar sind. 

Weder ist eine allfällige Bedürfnisabklärung für bauliche Änderungen Gegen-
stand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wie des vorausgegangenen Bau-
bewilligungsverfahren, noch musste eine solche Bedürfnisabklärung Gegenstand 
der vorangegangenen Verfahren sein. Irrelevant ist im Weiteren auch, ob die Be-
schwerdegegnerin im Rahmen des ersten Baugesuchs bereits eine energetische 
Sanierung angedacht hat oder nicht. Ein entsprechendes Baugesuch einzurei-
chen blieb ihr so oder anders unbenommen. 

Insoweit kann also auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 

2.5 Unbegründet ist die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (insbe-
sondere Begründungspflicht der Behörden) der Beschwerdeführer durch die Vor-
instanzen. 

Unter dem Gesichtswinkel der Begründungsdichte und hinsichtlich der Wahrung 
des rechtlichen Gehörs der Parteien genügt es, wenn im Entscheid auf die we-
sentlichen Argumente der Beschwerde eingegangen wird und eine sachgerechte 
Anfechtung des Entscheides möglich war (BGE 142 III 433 Erw. 4.3.2; BGE 142 
II 49 Erw. 9.2; Urteile BGer 8C_814/2019 vom 11.3.2020 = SVR 2020 ALV Nr. 10 
Erw. 4.1; 1C_318/2019 vom 31.8.2020 i.Sa. H. vs. GR Wollerau Erw. 4).

Diesen Anforderungen wird der angefochtene RRB Nr. 543/2022 vom 28. Juni 
2022 in jeder Hinsicht gerecht. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, dass den Be-
schwerdeführern eine sachgerechte Anfechtung nicht möglich war. 

3.1 Das Baubewilligungsgesuch muss eine Beschreibung des Vorhabens, Si-
tuations- und Baupläne, einen Katasterplan, Angaben über die Grundeigentums-
verhältnisse und den Zweck der Baute sowie die Unterschrift des Bauherrn ent-
halten (§ 77 Abs. 1 Satz 2 PBG). Gemäss Art. 61 Abs. 1 des Baureglements des 
Bezirks Einsiedeln (BauR) vom 9. Februar 2014 sind mit dem Baugesuch alle 
Unterlagen einzureichen, die eine vollständige Beurteilung des Projektes erlau-
ben. Der Bezirksrat erlässt über Form und Inhalte des Baugesuches eine Weglei-
tung. 

Laut dem "Merkblatt für Baugesuche" des Bezirks sind ein beglaubigter Situati-
onsplan (in der Regel im Massstab 1:500) sowie Projektpläne (in der Regel im 
Massstab 1:100) einzureichen. Der Situationsplan hat eine Projektdarstellung 
(vermasste Gebäudegrundfläche), die massgebenden Abstände (Grenz-, Ge-
bäude-, Strassen-, Gewässer- und Waldabstände), Baulinien, sowie Zu- und 
Wegfahrten zu enthalten. Die Projektpläne umfassen die Grundrisse mit Angabe 

14

der Zweckbestimmung der Räume, die Fassaden mit gewachsenem und projek-
tiertem Terrain bis zur Grundstücksgrenze und vermassten Gebäude- und 
Firsthöhen, die Schnitte mit Koten in m.ü.M., das gewachsene und neue Terrain 
bis zur Grundstücksgrenze, den Umgebungsplan mit Fahrzeugabstellplätzen so-
wie Zu- und Wegfahrten und den Kanalisationsplan. Bei Um-, An- und Aufbauten 
sind bestehende Bauten schwarz, neu zu erstellende rot und abzubrechende 
gelb darzustellen. 

Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid zutreffend darauf hingewie-
sen (Erw. 4.1), dass es sich bei diesen Vorgaben an die Baugesuchunterlagen 
um Ordnungsvorschriften handelt. Die im Einzelfall einzureichenden Baugesuch-
unterlagen können nicht unbesehen des konkreten Bauprojektes bestimmt wer-
den. 

3.2 Die Beschwerdegegnerin reichte mit dem Baugesuch unter anderem die 
Pläne Nr. 101 (Situation, 1:500, vom 14.6.2021), Nr. 10 (Grundrisse, 1:100, vom 
14.6.2021) und Nr. 11 (Fassaden, Schnitte, 1:100, vom 14.6.2021) sowie die 
(Detail-)Pläne Nr. 30 (Wand-Schemaschnitt [betr. das Dach auf der steilen West-
seite], 1:5, vom 14.6.2021) sowie Nr. 31 (Schrägdach-Schemaschnitt [betr. das 
Dach auf der steilen Ostseite], 1:5, vom 14.6.2021) ein. Der Grundrissplan zeigt 
auch die Höhenkurven mit einer Äquidistanz von 1 m.

Die Planunterlagen entsprechen mithin in formaler Hinsicht grundsätzlich den 
baureglementarischen Vorgaben. 

3.3 Der Situationsplan (Katasterplan) weist Längen des trapezförmigen Ge-
bäudes von 4.31 m (4.26 m + 2x2.5 cm) auf der Ostseite, 11.925 m (11.84 m + 
6 cm + 2.5 cm) auf der Süd- und Nordseite sowie 13.36 m (13.24 m + 2x6 cm) 
auf der Westseite aus. 

Der Grundrissplan weist (im Erdgeschoss) Seitenlängen auf der Ostseite von 
4.32 m (4.12 m + 2x7.5 cm [in schwarzer Farbe] + 2x2.5 cm [in roter Farbe]), auf 
der Süd- und Nordseite von 11.925 m (11.60 m + [östlich] 2.5 cm [in roter Farbe] 
+ 7.5 cm [in schwarzer Farbe] + [westlich] 16.5 cm [in schwarzer Farbe] + 6 cm 
[in roter Farbe]) sowie auf der Westseite von 13.365 m (12.92 m + beidseitig 
2x16 cm [in schwarzer Farbe] + [südlich] 6 cm + [nördlich] 6.5 cm [je in roter Far-
be]) auf der Westseite aus.

Dem Plan "Fassaden, Schnitte" lässt sich entnehmen, dass die Aussenfassaden 
sowie das Dach infolge der energetischen Sanierung eine zusätzliche Stärke von 
15 cm erhalten (vgl. namentlich Schnitte A und B). 

15

Gemäss den Plänen-Nrn. 30 und 31 (Wand-Schemaschnitte im Massstab 1:5) 
vom 14. Juni 2021 besteht der geplante Aussenwandaufbau aus neun Schichten 
mit einer Dicke von insgesamt 375 mm (Aussenwandaufbau) bzw. 420 mm (Da-
chaufbau; Bf-act. 4/III+IV). 

Eine Irreführung kann in diesen Plänen nicht erkannt werden. Entscheidend - 
namentlich auch mit Blick auf die Bauabnahme-/Baukontrolle - sind letztlich nicht 
die Detailzahlen, sondern die Totalmasse der jeweiligen Dimensionierungen. 

3.4.1  In den Akten befinden sich folgende Pläne mit folgenden Angaben zu den 
jeweiligen Seitenlängen: 

Fassade Amtl. Vermessung E._ Amtl. Vermessung* G.________ AG G.________ 
AG**

______ AG (29.5.2019) E.________ AG (10.2.2021) (12.8.2021) (16.8.2021)
Ost 4.26 4.16 4.12 4.26

Süd 11.84 11.37 11.62 11.84

West 13.24 12.66 12.91 13.24

Nord 11.84 11.50 11.62 11.84

(BG-act. 2/II) (Bf-act. 22) (RR-act. IV/01/2/III) (Bg-act. 2/I)

* Dieser Plan enthält den Hinweis, dass die Gebäudemasse nicht vor Ort überprüft wurden und 
die Genauigkeit innerhalb der Gesetze der amtlichen Vermessung lägen.

**identisch mit dem Plan-Nr. 101, Situation, 1:100, vom 14.6.2021

3.4.2  Mit der Vorinstanz kann den Beschwerdeführern beigepflichtet werden 
(vgl. angefochtener Entscheid Erw. 4.2.2), dass zwischen diesen Plänen, na-
mentlich dem Katasterplan vom 10. Februar 2021 und dem Plan-Nr. 101 (Situati-
on), mithin Diskrepanzen bestehen. 

3.4.3  Die Messung der G.________ AG vom 12. August 2021 erfolgte im Auf-
trag der Beschwerdegegnerin. Gemäss dem Erläuterungsschreiben der 
G.________ AG vom 23. November 2021 (Bg-act. 2/IV) richteten sich die Genau-
igkeiten der amtlichen Vermessung nach der Technischen Verordnung des VBS 
über die amtliche Vermessung (TVAV; SR 211.432.21) vom 10. Juni 1994, die in 
der Weisung vom 1. Januar 2015 (Stand 3.11.2014) betreffend "Amtliche Ver-
messung - Punktgenauigkeiten" (von armasuisse, Bundesamt für Landestopo-
graphie swisstopo) konkretisiert werde. Das Grundstück sei gemäss WebGIS-SZ 
der Toleranzstufe 2 der amtlichen Vermessung und einem spannungsarmen Ge-
biet zugeordnet. Diese Einteilungen ergäben, dass für eine Gebäudeecke eine 
maximale Lagegenauigkeit (Standardabweichung) von -/+ 10 cm vorgeschrieben 
sei. Für die Beurteilung einzelner Widersprüche gelte gemäss TVAV die dreifa-
che Standardabweichung als Toleranzgrenze. Die Toleranz sei die maximal 
zulässige Abweichung eines Punktes zwischen seiner Ist- und Solllage. Diese 
Genauigkeiten müssten auf den Katasterplan vom 10. Februar 2021 angewendet 

16

werden, da der Katasterplan aus den Daten der amtlichen Vermessung generiert 
und die Daten der amtlichen Vermessung vermasst worden sei. Es habe keine 
Überprüfung der Masse vor Ort stattgefunden. 

Vorliegend sei das Gebäude im Auftrag der Beschwerdegegnerin am 9. August 
2021 vor Ort aufgenommen worden. Diese Aufnahmen hätten eine höhere Ge-
nauigkeit als für die Daten der amtlichen Vermessung verlangt werde. Für die 
Beurteilung einzelner Widersprüche werde im Normalfall die dreifache Standard-
abweichung von -/+ 3 cm, d.h. 9 cm als Toleranzgrenze angenommen. 

3.4.4  Überbaute Gebiete und Bauzonen sind vermessungstechnisch der Tole-
ranzstufe (TS) 2 zugeteilt (Art. 3 TVAV). In der T2 gilt gemäss Art. 29 Abs. 1 
TVAV eine für einen im Gelände exakt definierten Punkt, insbesondere Gebäu-
deecke, Mauerpunkt, eine TS von 10 cm (Standardabweichung; vgl. Amtliche 
Vermessung Punktgenauigkeiten S. 4 Ziff. 5.1). Gemäss den Weisungen "Amtli-
che Vermessung Punktgenauigkeiten" gilt für die Beurteilung einzelner Wider-
sprüche die dreifache Standardabweichung (S. 4 Ziff. 5). 

3.4.5  Der Regierungsrat hat die Abweichungen zwischen den Plänen nachvoll-
ziehbar erläutert. Es ist ihm beizupflichten, dass sich die mit den beiden Bauge-
suchen eingereichten Situationspläne (vom 29.5.2019 und 16.8.2021) auf die 
Dimensionen der geplanten (Erweiterungs-)Bauten beziehen (wobei der Situati-
onsplan vom 16.8.2021 auch die gegenüber dem Baugesuch bzw. Situationsplan 
vom 29.5.2019 hinzutretenden Weiterungen ausweist). Demgegenüber bildet die 
amtliche Vermessung vom 10. Februar 2021 den Ist-Zustand ab. 

Die G.________ AG hat am 12. August 2021 die effektiven Masse ermittelt. Un-
ter Hinzurechnung der Erweiterung der Gebäudehüllen zwecks energetischer 
Sanierung ergeben sich folgende Masse:

Fassade energetische Sanierung G.________ AG G.________ AG (16.8.2021 = Plan-Nr. 101
(12.8.2021 Situation vom 14.6.2021)

Ost 0.15 4.27 4.26

Süd 0.24 11.86 11.84

West 0.32 13.23 13.24

Nord 0.24 11.86 11.84

Es erweist sich somit, dass die Abweichungen mit 1 cm und 2 cm minimal sind 
und sich klarerweise im Toleranzbereich bewegen. 

3.4.6  (Geringfügige) Differenzen betreffend die Strichstärken beim Balkon auf 
der Westseite zwischen den Plänen Nrn. 11 (Fassaden, Schnitte; Schnitte A) 
vom 29. August 2019 und 14. Juni 2021 stellt der Regierungsrat plausibel in den 
Zusammenhang mit der konkreten Bauausführung und/oder Materialisierung. 

17

Was die (horizontale und vertikale) Dimensionierung des Balkons und der Bal-
konüberdachung anbelangt, zeigen sich keine Unstimmigkeiten. Dies gilt auch für 
die Balkonstützen (vgl. angefochtener Entscheid Erw. 4.3). 

3.4.7  Der Vollständigkeit halber ist zu bestätigen, dass es sich bei den Kataster-
angaben auf dem Plan-Nr. 10 (Grundrisse, vom 14.6.2021) bei den südlich ans 
Baugrundstück angrenzenden Grundstücken (KTN 06 statt KTN 03 sowie 
KTN 07 statt KTN 02) um - mittels Vergleichs mit dem Plan-Nr. 101, Situation 
vom 14. Juni 2021 - auch für die Beschwerdeführer leicht erkennbare Verschrie-
be handelt (Gebäudenummer statt Katasternummer). 

3.5 Bei dieser Rechts- und Sachlage hat der Regierungsrat ohne Verletzung 
des Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs vom beantragten 
Augenschein absehen können. Das Gleiche gilt auch für das Verwaltungsgericht. 
Es ist weder Aufgabe des Regierungsrates noch des Verwaltungsgerichts und 
liegt auch nicht in deren Kompetenz, (amtliche) Messungen auf ihre Richtigkeit 
nachzumessen, zumal der solchen Messungen immanenten Ungenauigkeit mit 
Messtoleranzen Rechnung zu tragen ist. Was allfällige Terrainverschiebungen 
anbelangt, werde diese - wie gesagt (vgl. vorstehend Erw. 2.4) - im Rahmen der 
Bauabnahme/-kontrolle von der Baubewilligungsbehörde auf ihre Stimmigkeit mit 
den Bauplänen zu prüfen sein. 

4.1 Die energetische Sanierung, welche erweiterte Fassaden zur Folge hat, hat 
eine im Umfang der Erweiterung zusätzliche Waldabstandsunterschreitung (auf 
der Ostseite des Gebäudes) zur Folge. Das Amt für Wald und Natur (AWN) hat 
dieser (zusätzlichen) Unterschreitung zugestimmt (vgl. Gesamtentscheid des 
ARE S. 2 f. Ziff. 1.a). Es hat erwogen, gemäss § 72 Abs. 4 Satz 1 PBG dürften 
bestehende, gegen Wärmeverlust unzureichend geschützte Bauten mit einer 
nachträglichen Aussenisolation die Grenz- und Gebäudeabstände um jenes 
Mass unterschreiten, das für eine ausreichende Wärmedämmung notwendig sei. 
Dasselbe könne analog auf den Waldabstand angewandt werden, zumal durch 
die geplante Isolation keine veränderten Auswirkungen auf den Wald entstünden. 

Dem kann vollumfänglich zugestimmt werden. Die Zielsetzung des Waldabstands 
Iiegt darin, den Wald vor natürlicher oder menschlicher Zerstörung zu bewahren. 
Zudem soll der Waldabstand eine zweckmässige Bewirtschaftung und Erschlies-
sung des Walds ermöglichen, den Wald vor Feuer schützen, sowie dem hohen 
ökologischen Wert des Waldrands Rechnung tragen. Angemessen ist der Min-
destabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand, wenn er den Schutz dieser 
im öffentlichen Interesse liegenden Zwecke gewährleistet, welche durch eine zu 
enge Nachbarschaft von Bauten und Anlagen zum Wald beeinträchtigt würden 

18

(vgl. Urteil BGer 1C_282/2021 vom 10.6.2022 Erw. 6.3 [i.Sa. G. vs. BR Einsie-
deln] mit Hinweis auf 1C_139/2017 vom 6.2.2018 Erw. 9.2.1 mit Hinweisen). Die-
se Zielsetzung bleibt von der Wärmedämmung von 15 cm, um welches Mass der 
Waldabstand zusätzlich unterschritten wird, unberührt. Abgesehen davon ist 
auch das öffentliche Interesse an gut wärmegedämmten Gebäuden als hoch zu 
veranschlagen. 

4.2 Ebenfalls einer Prüfung unterzogen hat das AWN das Bauvorhaben bezüg-
lich Naturgefahren und dem Bauvorhaben unter einem Gefahrenhinweis zuge-
stimmt (Gesamtentscheid des ARE S. 3 lit. b). Es hat die Lage des Gebäudes in 
einem Bereich von geringer Gefährdung (gelbe Gefahrenstufe) bis mittlere Ge-
fährdung (blaue Gefahrenstufe), verursacht durch Hangmurenprozesse be-
schrieben und ein Schutzdefizit erkannt, das im Grundsatz mittels Massnahmen 
zu beheben ist. Indes hat es klargestellt, dass die vorgesehenen Bautätigkeiten 
(energetische Gebäudesanierung, Anpassungen innerhalb des Gebäudes sowie 
thermische Solaranlage) nicht zu einer substanziellen Erhöhung des Risikos 
führen, weshalb Schutzmassnahmen nicht zwingend seien. Gleichwohl hat es 
empfohlen, die Sicherheit betreffend Naturgefahrenprozesse zu überprüfen und 
allenfalls weitergehende Objektschutzmassnahmen zu planen und umzusetzen. 

Dieser Beurteilung, die nicht zu beanstanden bzw. zu bestätigen ist, gibt es 
nichts beizufügen. Betreffend die Naturgefahrenproblematik wie auch die 
Waldabstandsunterschreitung kann im Übrigen auf die Ausführungen im VGE III 
2020 164 vom 27. Januar 2021 (Erw. 6.2.1 ff.) verwiesen werden. Die dortigen 
Ausführungen behalten ihre Gültigkeit; die vorliegend zu beurteilenden baulichen 
Vorkehrungen haben weder betreffend den Waldabstand noch der Naturgefah-
renproblematik Auswirkungen, welche nennenswert über die in jenem ersten 
Baubewilligungsverfahren zu beurteilenden Bauten hinausgehen. 

4.3 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit überhaupt darauf einzutreten ist. 

5. Die Kosten dieses verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- sind dem Verfah-
rensausgang entsprechend den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

Der Bezirk und die Beschwerdegegnerin sind nicht beanwaltet und haben daher 
praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (statt vieler: VGE 
III 2021 28 vom 18.6.2021 Erw. 9.2).

19

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit darauf 
einzutreten ist. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von insgesamt Fr. 2'500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidari-
scher Haftbarkeit auferlegt. Sie haben am 5. August 2022 einen Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe bezahlt, womit die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an
- die Beschwerdeführer (2/R)
- die Beschwerdegegnerin (R)
- den Bezirksrat Einsiedeln (R)
- den Regierungsrat 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB)
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. Dezember 2022 

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

21

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Januar 2023