# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51a4ce5b-56b4-5955-a28d-ec9162552ec1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 17.02.2021 UV 2019/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-44_2021-02-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.08.2021

Entscheiddatum: 17.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 17.02.2021
Art. 6 UVG. Der Sachverhalt ist durch die medizinischen Akten und die 
abschliessenden beweiskräftigen Beurteilungen der Kreisärzte genügend 
erstellt. Die Rentenhöhe und die Höhe der Integritätsentschädigung lässt 
sich damit rechtsgenüglich ermitteln. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. 
Februar 2021, UV 2019/44).

Entscheid vom 17. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/44

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Franziska Ammann, MLaw, Advokatur 107, 

Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), war seit Januar 2014 als Baufacharbeiter bei der 

B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert (Suva-act. 1). Am 26. August 2014 stürzte der 

Versicherte von einem Betoniergerüst aus ca. 2.5 - 3 Metern Höhe rückwärts auf den 

Hinterkopf und die rechte Körperhälfte zu Boden. Dabei erlitt er ein Schädelhirntrauma 

(mit Felsenbeinlängsfraktur rechtsseitig auslaufend nach parietal und schmalem [3-4 

Millimeter breitem] akutem Subduralhämatom rechts temporo-parietal), eine 

Klavikulafraktur rechtsseitig, eine mehrfragmentäre Fraktur der rechten Rippe, eine 

Lungenkontusion rechtsseitig basal, eine BWS-Kontusion, ein vorderes 

Schubladenphänomen rechtsseitig bei Riss des vorderen Kreuzbandes rechts und eine 

initiale zweiminütige Bewusstlosigkeit (Suva-act. 21). Festgestellt wurde im Weiteren 

eine Hörminderung rechts (Suva-act. 9). Zunächst wurde der Versicherte ab 26. August 

2014 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für Neurochirurgie, behandelt (Suva-

act. 21). Am 29. August 2014 wurde er in die Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG verlegt und operativ versorgt 

(offene Reposition und interne Fixation [ORIF] sowie Plattenosteosynthese Klavikula 

rechts; Suva-act. 8 f.). Am 2. September 2014 konnte er das Spital verlassen (Suva-act. 

9).

A.a. 

Mit Bericht vom 21. November 2014 diagnostizierten die behandelnden Ärzte der 

Orthopädie des KSSG nebst dem Status nach der Operation eine persistierende, am 

ehesten neuropathische Beschwerdesymptomatik an der rechten Schulter. Seitens der 

A.b. 

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Klavikula zeige sich ein regelhafter Verlauf mit fortschreitender Durchbauung. Der 

Versicherte sei aber aufgrund der bestehenden Beschwerdesymptomatik im Bereich 

der rechten Schulter erheblich eingeschränkt (Suva-act. 30). Es folgten weitere 

Untersuchungen im KSSG. Gemäss Bericht der Hals-Nasen-Ohrenklinik vom 4. 

Dezember 2014 zeigte sich eine kleine, wenn auch stetige Verbesserung der 

subjektiven Hörminderung rechts sowie der Schwindelsymptomatik. Betreffend der 

leichten Otorrhoe und Otalgie sowie der Schwindelsymptomatik wurde kein weiterer 

Handlungsbedarf gesehen (Suva-act. 56). Der neurologische Untersuch vom 8. 

Dezember 2014 ergab unauffällige motorische Neurographien im rechten Arm. Klinisch 

und elektromyographisch zeigte sich eine leichte, eher chronische Ulnarläsion, wobei 

elektrophysiologisch der genauere Schädigungsort nicht bestimmbar war. Das klinisch-

neurologisch untersuchbare sensible Defizit mit halbseitiger Beteiligung des Dig. IV 

entsprach dabei einem peripheren Läsionsmuster. Bezüglich der beschriebenen 

Allodynie im Bereich der Operationsnarbe wurde eine schmerzdistanzierende 

Medikation empfohlen (Suva-act. 48). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 hielt der 

Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin fest, 

dass es im Bereich des Nervus ulnaris zu einer Neuropathie gekommen sei, deren 

Ursache unklar sei. Der Versicherte beobachte eine reduzierte Kraft bei hoch 

erhobenem Arm und Anteversion nach vorne. Auch sei der Faustschluss insbesondere 

der Finger III-V deutlich eingeschränkt (Suva-act. 42).

Bei anhaltenden Schulterschmerzen rechts wurde am 6. März 2015 eine MR-

Arthrographie zur Beurteilung einer Rotatorenmanschettenläsion durchgeführt. Diese 

ergab eine gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne (SLAP-Läsion Typ 1), 

eine hypertrophe, leicht aktivierte fortgeschrittene AC-Arthrose sowie ein narbig 

alteriertes korakoklavikuläres Ligament und Osteosynthesematerial nach 

Klavikulafraktur (Suva-act. 63). Am 4. August 2015 wurde der Versicherte von Dr. med. 

D.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, an der rechten 

Schulter operiert (Schulterarthroskopie mit SLAP-Débridement, Shrinking des Pulleys 

mit Akromioplastik und mini-open-Revision des Supraspinatus; Suva-act. 109, 111). 

Eine weitere Operation wurde am 18. Dezember 2015 durchgeführt. Bei Vorliegen einer 

Karpaltunnelsyndrom-Symptomatik führte Prof. Dr. med. E.___ von der Klinik für 

A.c. 

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Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG eine 

Karpaldachspaltung, Neurolyse und Synovialektomie durch (Suva-act. 129, 131).

Am 26. Februar 2016 wurde der Versicherte von Dr. med. F.___, Facharzt für 

Chirurgie, kreisärztlich untersucht. Dieser erachtete die vorhandenen Beschwerden im 

Bereich der rechten Schulter sowie die neuralgiformen Schmerzen im Bereich des 

Plexus cervicobrachialis rechts als unfallkausal. Das Karpaltunnelsyndrom rechts 

beurteilte er als nicht vom Unfall herrührend (Suva-act. 138). Diese Einschätzung 

bestätigte er mit Beurteilung vom 16. März 2016 (Suva-act. 144). Mit Verfügung vom 1. 

April 2016 verneinte die Suva Leistungsansprüche bezüglich des 

Karpaltunnelsyndroms (Suva-act. 150). Die dagegen erhobenen Einsprachen des 

Versicherten und der Krankenkasse (Suva-act. 157, 163) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 12. September 2016 ab (Suva-act. 207). Dieser Entscheid 

blieb unangefochten.

A.d. 

Mit Operation vom 28. April 2016 durch Dr. D.___ wurde bei konsolidierter 

Klavikulafraktur rechts und störendem Implantat mit Plexusirritation die 

Osteosynthesematerialentfernung (OSME) vorgenommen (Suva-act. 168). Am 7. Juni 

2016 führte Dr. D.___ aus, dass von Seiten der Schulter ein guter Verlauf mit 

inzwischen normaler Beweglichkeit und auch sehr guter Kraft bestehe. Die weiterhin 

beklagten Schwindel und auch Nackenschmerzen von Seiten der Halswirbelsäule und 

der Status nach Felsenbeinfraktur würden sich zwei Jahre nach dem Unfall 

voraussichtlich nicht mehr wesentlich ändern (Suva-act. 173). Mit Schreiben vom 24. 

Juni 2016 führte Dr. D.___ aus, dass von Seiten der Schulter wieder eine gute 

Beweglichkeit und Belastbarkeit erreicht worden sei. Die Klavikula sei stabil verheilt. 

Problematisch bleibe die Rotatorenmanschette. Diesbezüglich sei eine Revision erfolgt 

mit Akromioplastik. Aktuell seien Beweglichkeit und Belastbarkeit als vollständig 

anzusehen. Schulterbelastende Tätigkeiten mit Heben von Lasten in und über 

Schulterhöhe sowie Bewegen der Arme über der Horizontalen seien aber dauerhaft als 

ungünstig einzustufen. Der Versicherte habe ihm mitgeteilt, dass er im Baugewerbe 

selbst keine schweren Lasten heben müsse, sondern mehrheitlich Aufsichtsfunktionen 

ausübe und Anleitungen geben müsse. Für eine solche Tätigkeit bescheinige er eine 

volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 185).

A.e. 

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Dr. F.___ befand mit Beurteilung vom 21. Juli 2016, dem Versicherten seien 

mittelschwere Tätigkeiten, ohne repetitive Überkopfarbeiten, selten mit einer 

maximalen Last von fünf Kilogramm für den rechten Arm, ohne das Besteigen von 

Leitern und Gerüsten und ohne Arbeiten an schlagenden, stossenden und vibrierenden 

Maschinen für den rechten Arm ab sofort vollzeitig zumutbar. Eine Tätigkeit als Maurer 

werde indes nicht mehr erreichbar sein (Suva-act. 190).

A.f. 

Per 31. Oktober 2016 kündigte die B.___ AG das Arbeitsverhältnis mit dem 

Versicherten (Suva-act. 200).

A.g. 

Nachdem der Versicherte beim Hausarzt über Gedächtnisstörungen und weiterhin 

über einen Gehörverlust rechts geklagt hatte (Suva-act. 180), wurde er am 30. August 

2016 in der Klinik für Neurologie des KSSG neuropsychologisch untersucht. Lic. phil 

G.___, Psychologe FSP/Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, stellte eine 

minimale neuropsychologische Störung im Sinne einer leichten Antriebsstörung fest. Es 

sei davon auszugehen, dass der Versicherte aufgrund der rein kognitiven 

Leistungsfähigkeit im privaten Alltag nicht eingeschränkt sei und berufliche Tätigkeiten 

praktisch unvermindert vollbracht werden könnten. Dies gelte auch für die 

angestammte Tätigkeit als Maurer. Bei Tätigkeiten mit hohen Anforderungen könne 

jedoch eine leichte Einschränkung bestehen. Für den Aufgabenbereich als Polier oder 

als Maurermeister bestehe aus rein neuropsychologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit 

von 90 % (Suva-act. 202). Mit Bericht vom 13. September 2016 diagnostizierte Prof. 

E.___ chronische Kopf- und Nackenschmerzen (Suva-act 215), weshalb am 19. 

September 2016 ein MRI des Neurocraniums durchgeführt wurde. Dieses ergab 

posttraumatische Parenchymdefekte beidseits bei ansonsten normalem Befund ohne 

Hinweis auf eine zerebrale Ursache der Symptomatik (Suva-act. 233). Am 5. und 20. 

September 2016 wurden Untersuchungen in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG 

durchgeführt. Dr. med. H.___, Phoniatrie und Pädaudiologie, beschrieb mit Bericht vom 

22. September 2016 eine hochtonbetonte sensorineurale Innenohrschwerhörigkeit 

rechts sowie eine kombinierte Schwerhörigkeit links bei Ohrmuschelfehlbildung Grad II 

links. Die tonaudiometrische Innenohrhörschwelle sei beidseits weitgehend 

symmetrisch. Weiterhin finde sich ein kompensierter Tinnitus. Aktuell gebe es keinen 

Anhalt für das Vorliegen eines peripher vestibulären Schwindels (Suva-act. 216). Am 

17. Oktober 2016 fand eine MRI-Untersuchung der Hals und Brustwirbelsäule (Clivus – 

A.h. 

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BWK3) statt. Dabei fanden sich geringe degenerative Veränderungen HWK4 bis HWK7 

(Punctum maximum HWK6/7) mit geringen Diskuswölbungen bzw. minimalen 

Diskushernien ohne Nachweis einer Spinalkanalstenose oder Neurokompression bei 

normaler Medulla spinalis (Suva-act. 234). Mit Bericht vom 4. November 2016 

(Konsultation Schmerzsprechstunde vom 12. Oktober 2016) diagnostizierte Dr. med. 

I.___, Fachärztin Neurologie, KSSG, einen sekundären phobischen Schwindel und ein 

chronisches Schmerzsyndrom (Suva-act. 231).

Zur Beurteilung der Frage, ob die geltend gemachten Beschwerden (Schwindel und 

Hörminderung rechts) auf den Unfall zurückzuführen seien, wurde der Fall Dr. med. 

J.___, Fachärztin für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, 

Suva, Arbeitsmedizin, vorgelegt. Diese kam mit Beurteilung vom 12. Dezember 2016 

zum Schluss, dass die Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

unfallkausal seien (Suva-act. 247).

A.i. 

Vom 16. Juni bis 15. Juli 2017 hielt sich der Versicherte im Schmerzzentrum des 

KSSG zur stationären multimodalen Schmerztherapie (MMST) auf. Die verantwortlichen 

Ärzte diagnostizierten im Austrittsbericht vom 28. Juli 2017 1. eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) mit 

chronischer occipital betonter Kopfschmerzsymptomatik nach Schädelhirntrauma, 

rechtsseitigem Schulter-/Armschmerz nach Trauma und chronischen Schmerzen der 

Brustwirbelsäule nach Trauma sowie 2. eine Schwindelsymptomatik (Suva-act. 301).

A.j. 

Am 8. September 2017 untersuchte Dr. med. K.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, Kreisarzt, den Versicherten. Er diagnostizierte als 

organisch objektivierbare Unfallfolgen des Sturzes vom 26. August 2014 ein 

Schädelhirntrauma mit Felsenbeinlängsfraktur rechts, Subduralhämatom 

temporoparietal rechts, Kalottenfraktur parietal rechts und Hörminderung rechts, eine 

Klavikulafraktur rechts mit Zustand nach Plattenosteosynthese und Zustand nach 

Plattenosteosynthesematerialentfernung, eine Lungenkontusion rechts, eine leicht 

dislozierte Fraktur der ersten Rippe rechts, einen Status nach Schulterarthroskopie mit 

SLAP-Débridement und Shrinking pulleynah, subakromialer Bursektomie mit 

Akromioplastik und mini open-Revision des Supraspinatus am 4. August 2015, eine 

persistierende Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenks, zunehmende 

A.k. 

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Nackenschmerzen und eine Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule, 

Schmerzen in der Brustwirbelsäule, nicht radikuläre Schmerzen und Gefühlsstörungen 

in der rechten Hand, chronische Kopfschmerzen, eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren sowie eine Schwindelsymptomatik. Von der 

Weiterführung der medizinischen Massnahmen für die Unfallfolgen sei aktuell keine 

namhafte Besserung mehr zu erwarten. Es handle sich somit um einen medizinischen 

Endzustand. Die angestammte Tätigkeit als Baufacharbeiter sei nicht mehr zumutbar. 

Zumutbar seien alle Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen 

von leichten Gegenständen bis Brusthöhe. Nicht zumutbar seien das Gehen auf 

unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit 

schweren Werkzeugen sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309). Den Integritätsschaden 

schätzte Dr. K.___ auf 10 % (Suva-act. 308).

Mit Bericht vom 30. Januar 2018 diagnostizierten die Ärzte der Klinik für Neurologie 

des KSSG nach Untersuch vom 21. Dezember 2017 1. einen chronischen 

posttraumatischen Kopfschmerz bei Status nach Schädelhirntrauma mit nicht 

dislozierter Kalottenfraktur, 2. ein chronisches Schmerzsyndrom und 3. einen 

sekundären phobischen Schwindel. Von neurologischer Seite bestehe kein Hindernis 

für die Wiedereingliederung im ersten Arbeitsmarkt. Die Tätigkeit auf dem Bau sei aber 

insbesondere wegen der Einschränkung des rechten Arms sowie der nach wie vor 

bestehenden Gangunsicherheit nicht mehr möglich (Suva-act. 343).

A.l. 

Am 13. März 2018 wurde eine psychiatrische Untersuchung bei Dr. med. L.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Konsiliarpsychiater, Agenturärztlicher 

Dienst der Suva, durchgeführt. Zusammengefasst kam er zum Schluss, dass aus 

psychiatrischer Sicht keine eigenständige psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen 

auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten gefunden werden könne. Die 

bestehenden schmerzbedingten und durch die beklagte vermehrte Vergesslichkeit 

hervorgerufenen Einschränkungen seien bereits im Rahmen der neuropsychologischen 

Befunderhebung im Jahr 2016 erkannt und diagnostisch berücksichtigt worden (Suva-

act. 360).

A.m. 

Am 12. Juni 2018 fand eine weitere neuropsychologische Untersuchung im KSSG 

durch Dr. phil. M.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, statt. Im Rahmen 

A.n. 

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der Untersuchung zeigten sich leichte kognitive Funktionsstörungen und im Vergleich 

zur Erstuntersuchung vom 30. August 2016 qualitativ vergleichbare Befunde bei 

quantitativ Hinweisen für tendenzielle Verschlechterungen. Aus neuropsychologischer 

Sicht sei bei einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung von einem 

Integritätsschaden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen von 20 % 

auszugehen. Als Polier oder Vorarbeiter mit anspruchsvollen Aufgaben im sprachlich 

kommunikativen und komplexeren denkerischen Bereich dürfte sich das dysexekutive 

Syndrom deutlich auswirken. In Routinetätigkeiten würden sich aus 

neuropsychologischer Sicht aufgrund kognitiver Störungen kaum Einschränkungen für 

die arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit ergeben. Hier sei vor allem die 

psychophysische Belastbarkeit entscheidend (Suva-act. 376).

Mit Bericht vom 21. Juni 2018 gab Dr. med. N.___, Fachärztin Neurochirurgie, 

Kreisärztin, eine Beurteilung ab. Sie führte aus, dass auf neurologischem Fachgebiet 

ein medizinischer Endzustand erreicht sei. Unfallkausal seien der posttraumatische 

Kopfschmerz und die neuropsychologischen Defizite. Die Einschätzungen von Dr. 

M.___ zur Zumutbarkeit und Integritätseinbusse seien vollumfänglich nachvollziehbar. 

Das Zumutbarkeitsprofil von September 2017 sei dahingehend zu ergänzen, dass 

Tätigkeiten wie Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere 

kommunikative Leistungen erforderlich seien (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die 

planerisches Handeln oder Lösen von Problemen nötig machten, nicht mehr zumutbar 

seien. Beim Erlernen neuer Arbeitsabläufe sei mit einem erhöhten Zeitaufwand zu 

rechnen. Aufgrund der eingeschränkten psychophysischen Belastbarkeit mit erhöhtem 

Pausenbedarf werde der zeitliche Umfang auf 80 bis 90 % geschätzt (Suva-act. 382). 

Den Integritätsschaden auf neurologischem Gebiet schätzte Dr. N.___ auf 20 %, 

insgesamt auf 30 % (Suva-act. 383).

A.o. 

Mit Verfügung vom 23. November 2018 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. Februar 2019 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

26 % zu. Im Weiteren verfügte sie eine Integritätsentschädigung von Fr. 37'800.-- 

(Integritätsschaden 30 %; Suva-act. 406).

A.p. 

Mit Bericht vom 4. Dezember 2018 diagnostizierte Prof. E.___ eine chronische 

Kompression der Gefässe und Nerven im Thoracic-Outlet und empfahl eine 

A.q. 

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B.  

C.  

Dekompression der Gefässe und Nerven mit Resektion der ersten Rippe (Suva-act. 

416).

Gegen die Verfügung vom 23. November 2018 liess der Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwältin MLaw F. Ammann, St. Gallen, mit Eingabe vom 11. Januar 2019 

Einsprache erheben. Beantragt wurde die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache 

der gesetzlichen Leistungen. Es sei eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu 

geben (Suva-act. 432).

B.a. 

Nachdem der Kreisarzt Dr. med. O.___, Arzt für Allgemeinmedizin, zur 

Beantwortung der Frage, ob die von Prof. E.___ empfohlene Operation aus 

unfallkausaler Sicht indiziert sei, mit Beurteilung vom 4. Februar 2019 die Einforderung 

des derzeit noch ausstehenden bildgebenden Nachweises einer neurovaskulären 

Kompression, insbesondere auch einer angiologischen und neurologischen 

Diagnosebestätigung eines Thoracic-Outlet-Syndroms empfohlen hatte (Suva-act. 

442), wurde der Versicherte im Ostschweizer Gefässzentrum am KSSG angiologisch 

und neurologisch/neuromuskulär untersucht. Gemäss Bericht vom 18. März 2019 fand 

sich duplexsonographisch keine Kompression der Arteria subclavia rechts (Suva-act. 

458). Ein EMG/ENG vom 4. April 2019 ergab einen elektrophysiologischen 

Normalbefund ohne Hinweise für ein neurogenes Thoracic-Outlet-Syndrom (Suva-act. 

462). Mit Beurteilung vom 24. Mai 2019 schloss Dr. O.___ ein funktionell relevantes 

Thoracic-Outlet-Syndrom aus und bestätigte das Erreichen des medizinischen 

Endzustands (Suva-act. 464).

B.b. 

In teilweiser Gutheissung der Einsprache erhöhte die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 den Invaliditätsgrad von 26 auf 27 % und wies 

im Übrigen die Einsprache ab (Suva-act. 465).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 1. Juli 2019 durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde erheben 

und beantragen, der Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 und die Verfügung vom 

23. November 2018 seien aufzuheben. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen des Unfalles vom 26. August 

2014 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

Leistungen zuzusprechen. Es sei eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu 

geben. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung zu gewähren. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(inkl. MwSt) zu Lasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 13. August 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 1. Juli 2019, soweit darauf 

einzutreten sei, sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 29. Mai 2019 

(act. G 4).

C.b. 

Mit Schreiben vom 3. Dezember 2019 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers 

um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung, entsprochen (act. G 15).

C.c. 

Mit Replik vom 16. Januar 2020 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

und deren Begründungen unverändert festhalten (act. G 17). Die Beschwerdegegnerin 

hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 19).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

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2.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch 

entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 

(Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

2.1. 

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, 

N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

(Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; 

BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung; BGE 118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht 

(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

2.2. 

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3.  

automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (vgl. nebst vielen 

Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne 

Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch 

strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf 

Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).

2.3. 

Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. der Rentenprüfung (Art. 19 Abs. 1 UVG) per Ende 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/21

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4.  

Januar 2019 weiterhin unter unfallkausalen orthopädischen und neurologischen/

neuropsychologischen Beschwerden litt, welche in die Leistungsbeurteilung 

miteinzubeziehen sind. Eigenständige psychische Beeinträchtigungen mit 

Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit werden seitens des Beschwerdeführers nicht 

geltend gemacht und wurden von Dr. L.___ nach persönlichem Untersuch mit 

umfassender Beurteilung vom 13. März 2018 nachvollziehbar verneint (Suva-act. 360). 

Im Weiteren sind Beeinträchtigungen aufgrund des operierten Karpaltunnelsyndroms 

mangels rechtsgenüglich verneinter Kausalität nicht in die Beurteilung 

miteinzubeziehen (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.e f.).

Zu prüfen ist im Folgenden, ob der rechtserhebliche Sachverhalt, namentlich die 

unfallkausale Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, per 1. Februar 2019 in 

quantitativer und qualitativer Hinsicht für die Beurteilung des Rentenanspruchs, aber 

auch bezüglich Höhe der Integritätsentschädigung, genügend erstellt ist. Der 

Beschwerdeführer bestreitet dies und beantragt eine interdisziplinäre Begutachtung. 

Die Beschwerdegegnerin erachtet den Sachverhalt als spruchreif und verweist 

insbesondere auf die kreisärztlichen Stellungnahmen.

3.2. 

In orthopädischer Hinsicht wurde der Beschwerdeführer am 28. April 2016 

letztmals operiert (OSME; Suva-act. 168). Der Operateur Dr. D.___ bescheinigte dem 

Beschwerdeführer nach gutem Verlauf von Seiten der rechten Schulter rund zwei 

Monate postoperativ eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Dabei 

berücksichtigte er auch den beklagten Schwindel und die Nackenschmerzen seitens 

der Halswirbelsäule (Suva-act. 173, 185, 187). Gestützt auf diese Einschätzung des 

behandelnden Facharztes leuchtet es ein, dass auch Kreisarzt Dr. F.___ mit Beurteilung 

vom 21. Juli 2016 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 

bezüglich der orthopädischen Beeinträchtigungen ausging (Suva-act. 190). Nach 

umfassender klinischer Untersuchung vom 8. September 2017 (Suva-act. 309-7 f.) kam 

schliesslich auch Kreisarzt Dr. K.___ in Würdigung der Beschwerdeangaben (Suva-act. 

309-6) und der medizinischen Aktenlage (Suva-act. 309-1 ff.) zum Schluss, dass dem 

Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Baufacharbeiter nicht mehr zumutbar 

sei, indes Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen von leichten 

Gegenständen bis Brusthöhe möglich seien. Nicht zumutbar seien das Gehen auf 

unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit 

schweren Werkzeugen sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309). Das genannte 

Zumutbarkeitsprofil ist bei der vorliegenden orthopädischen Problematik (Beschwerden 

an der Hals- und Brustwirbelsäule, am rechten Brustkorb, an der Schulter rechts mit 

4.1. 

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Bewegungseinschränkung) nachvollziehbar und schlüssig. Insbesondere wird der 

Schulterproblematik dabei – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. 

G 1 S. 10) – genügend Rechnung getragen, zumal dem Beschwerdeführer das Heben 

und Tragen von leichten Gegenständen nur noch bis Brusthöhe und Überkopfarbeiten 

überhaupt nicht mehr zugemutet werden. Damit werden insgesamt schulterbelastende 

Tätigkeiten ausgeklammert. Der Einwand, dass Dr. K.___ keine Beurteilung zum 

möglichen Umfang bzw. der quantitativen Leistungsfähigkeit abgebe, ist nicht 

stichhaltig. Aus seiner Beurteilung ergibt sich ohne weiteres, dass er bei adaptierten 

Tätigkeiten von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgeht. Letztlich bestehen 

keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser 

kreisärztlichen Beurteilung. Andere Beurteilungen von Fachpersonen auf 

orthopädischem Gebiet liegen denn auch nicht vor.

Bezüglich der unfallkausalen neurologischen und neuropsychologischen 

Beeinträchtigungen bzw. deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stützte sich die 

Beschwerdegegnerin letztens auf die kreisärztliche (Akten-)Beurteilung von Dr. N.___ 

vom 21. Juni 2018 ab (Suva-act. 382). Diese wiederum verwies insbesondere auf die 

aktuellste neuropsychologische Beurteilung durch Dr. M.___, welche den 

Beschwerdeführer am 12. Juni 2018 umfassend untersucht und getestet hatte und zum 

Schluss gelangt war, dass eine leichte kognitive Funktionsstörung vorliege, welche 

teilweise durch Residuen vom erlittenen Schädelhirntrauma und teilweise durch 

Hirnprozesse, die über das Alter hinausgingen, erklärbar seien (Suva-act. 376). Dr. 

N.___ wertete den Kopfschmerz und die neuropsychologischen Defizite als unfallkausal 

und schätzte die quantitative Leistungsfähigkeit wegen der eingeschränkten 

psychophysischen Belastbarkeit mit erhöhtem Pausenbedarf auf 80 bis 90 %. Das 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. K.___ sei dahingehend zu ergänzen, dass Tätigkeiten wie 

Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere kommunikative 

Leistungen erforderlich seien (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die planerisches 

Handeln oder Lösen von Problemen nötig machten, nicht mehr zumutbar seien. Dieses 

(ergänzte) Zumutbarkeitsprofil und die geschätzte Arbeitsfähigkeit in quantitativer 

Hinsicht erscheinen bei diesen unfallkausalen neurologischen und 

neuropsychologischen Beeinträchtigungen ebenfalls nachvollziehbar und schlüssig. 

Davon abweichende Schätzungen anderer Fachpersonen liegen auch auf 

neurologischen/neuropsychologischem Fachgebiet nicht vor. Auch sonst sind keine 

Gründe ersichtlich, die Beurteilungen von Dr. N.___ in Zweifel zu ziehen. Der Einwand, 

dass sich Dr. N.___ nur zum Integritätsschaden äusserte bzw. zu äussern hatte, trifft 

nicht zu. Aus der Fragestellung in Suva-act. 377 geht klar hervor, dass die 

Zumutbarkeitsfrage zu beurteilen war. Dies hat Dr. N.___ korrekterweise sowohl in 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/21

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Bezug auf die qualitative (Zumutbarkeitsprofil) als auch auf die quantitative (80 bis 90 

%) Leistungsfähigkeit denn auch getan. Es kann darauf abgestellt werden.

Der Beschwerdeführer beantragt, dass nebst den obgenannten anerkannten 

Beeinträchtigungen ebenfalls eine Hörminderung rechts und die Schwindelproblematik 

in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen seien. Diesbezüglich verneint die 

Beschwerdegegnerin eine über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehende 

Kausalität und verweist auf die kreisärztliche (Akten-)Beurteilung von Dr. J.___ vom 12. 

Dezember 2016 (Suva-act. 247). Diese kommt in Würdigung der medizinischen 

Abklärungen in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG (Suva-act. 26, 56 ff., 85, 216, 

231) zum Schluss, dass bezüglich des Gehörs rechts und der Schwindelbeschwerden 

keine Unfallkausalität mehr bestehe.

4.3. 

Dr. J.___ führt aus, dass sich das ursprüngliche Othämatom wie auch die 

Einblutung in das rechte Mittelohr vollständig erholt hätten. Das Innenohr des rechten 

Gehörs entspreche dem linken Innenohr über den gesamten Frequenzbereich. Die 

Innenohrhörschwelle des linken Gehörs sei ein massgebender Vergleichsfaktor, da das 

linke Gehör durch den Sturz nicht beeinträchtigt worden sei, jedoch angeboren an 

einer kombinierten hochgradigen Schwerhörigkeit mit Schallleitungsblock leide. Dieses 

Gehör sei insofern nie durch lärmtraumatische berufliche Einflüsse beeinträchtigt 

worden, als es einen natürlichen Schalltransmissionsschutz seit Geburt habe. Somit sei 

die Innenohrkurve am linken Gehör eine gute Vergleichskurve. Der leichte Tinnitus 

rechts im Frequenzbereich von 3000 Hz gelte als kompensiert und nicht störend im 

Alltag (Suva-act. 247-1). Diese medizinische Abhandlung und die daraus gezogenen 

Schlüsse sind nachvollziehbar und einleuchtend. Anders gesagt sind keine 

unfallkausalen Beeinträchtigungen, welche die hochtonbetonte sensorineurale 

Innenohrschwerhörigkeit rechts (Suva-act. 216) erklären könnten, mehr objektivierbar. 

Anderslautende Kausalitätseinschätzungen liegen nicht im Recht. Auch beklagte der 

Beschwerdeführer bereits seit Mai 2015 keine Probleme mehr mit dem rechten Ohr 

bzw. bezeichnete den Zustand in etwa wieder so wie vor dem Unfall (Suva-act. 97), 

wobei er diese Einschätzung beim Untersuch im September 2016 allerdings revidierte 

(Suva-act. 216-1). Zusammengefasst ist festzuhalten, dass bezüglich der geltend 

gemachten Problematik des rechten Ohrs/Gehörs überwiegend wahrscheinlich keine 

Unfallkausalität mehr vorliegt und diese nicht in die Leistungsbeurteilung 

miteinzubeziehen ist. Warum Dr. J.___ trotzdem zu einem allfälligen unfallbedingten 

Integritätsschaden aufgrund der Gehörproblematik rechts Stellung nimmt (Suva-act. 

247-3), ist zwar nicht schlüssig, ändert indes nichts daran, dass die Kausalität zu 

verneinen ist.

4.3.1. 

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Bezüglich der Schwindelbeschwerden führt Dr. J.___ aus, dass der 

Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis über Drehschwindelbeschwerden bei 

Lagerungsveränderungen geklagt habe. Diese Beschwerden seien in der Folgezeit 

vollständig abgeklungen. Der Beschwerdeführer klage aktuell über eine 

Gangunsicherheit, insbesondere im Dunkeln wie auch bei körperlicher Anstrengung 

oder beim Treppengehen. Die ausführlichen otoneurologischen Abklärungen an der 

Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG hätten eine vollständig normale periphere 

beidseitige Gleichgewichtsfunktion ohne Hinweise für eine 

Bogengangsfunktionsstörung (was einer Lagerungsschwindelproblematik entsprechen 

würde) ergeben. Auch hätten sich keine Nystagmopathien provozieren lassen. Die 

beiden Gleichgewichte hätten kalorisch symmetrisch reagiert und der 

Beschwerdeführer habe bei den gesamten Prüfungsbatterien klinisch und technisch 

symmetrisch und unauffällig reagiert. Zwar werde ein phobischer Schwindel als 

Differentialdiagnose aufgeführt. Dabei handle es sich aber um eine funktionelle nicht 

unfallkausale, sondern um eine angstüberlagerte Verarbeitungsstörung, welche nicht 

mehr im zeitlichen unfallkausalen Zusammenhang zu beurteilen sei. Die aktuell 

geklagten Beschwerden hätten weder ein organisch morphologisches noch ein 

unfallkausales Korrelat. Es handle sich um subjektive Wahrnehmungen, welche nicht 

mit klinischen Untersuchungstests oder in den Ganganalysen objektivierbar gewesen 

seien (Suva-act. 247-2). Auch diese medizinische Beurteilung bzw. Begründung, 

weshalb zwischen dem Unfall vom 26. August 2014 und dem geltend gemachten 

Schwindel kein natürlicher Kausalzusammenhang (mehr) besteht, ist in Würdigung der 

medizinischen Aktenlage, insbesondere der umfassenden Untersuchung und 

Beurteilung durch Dr. I.___ (Suva-act. 231), schlüssig und nachvollziehbar. Eine andere 

Kausalitätsbeurteilung liegt nicht vor. Auch führte der Beschwerdeführer anlässlich 

eines Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin am 26. Februar 2016 aus, dass er unter 

keinem eigentlichen Schwindel leide. Er habe ca. einmal im Monat wie eine Instabilität, 

wenn er sich vom Stuhl erhebe, und schwanke kurz nach hinten (Suva-act. 136). Selbst 

wenn das Schwindelgefühl aus subjektiver Sicht seither wieder zugenommen haben 

sollte (Suva-act. 231-1 f.), wäre auch bei Annahme einer Kausalität der objektiv nicht 

fassbaren Schwindelbeschwerden keine quantitative oder qualitative (weitergehende) 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit anzunehmen. In diesem Sinne äusserte sich 

auch Dr. D.___, der in adaptierter Tätigkeit – trotz beklagtem Schwindel – eine volle 

Arbeitsfähigkeit bescheinigte und das Zumutbarkeitsprofil nicht zusätzlich einschränkte 

(Suva-act. 173, 185, 187). Dasselbe gilt in Bezug auf die Beurteilung von Dr. K.___, 

welcher die Schwindelproblematik ebenfalls mitberücksichtigte (Suva-act. 309-9).

4.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/21

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Letztlich wird seitens des Beschwerdeführers geltend gemacht, dass das 

Thoracic-Outlet-Syndrom zu Unrecht bei der Leistungsbeurteilung nicht berücksichtigt 

worden sei. Mit Untersuchungsbericht vom 4. Dezember 2018 diagnostizierte Prof. 

E.___ eine chronische Kompression Plexus brachialis und Gefässe rechtes Thoracic 

Outlet und empfahl eine Dekompression mit Resektion der ersten Rippe (Suva-act. 

416). Zur Überprüfung dieser Diagnose wurde der Beschwerdeführer angiologisch und 

neurologisch/neuromuskulär untersucht. Gemäss Bericht vom 18. März 2019 fand sich 

duplexsonographisch keine Kompression der Arteria subclavia rechts (Suva-act. 458; 

bereits in der CT-Angiographie des Aortenbogens und der abgehenden Gefässe vom 7. 

November 2018 hatte sich kein Nachweis einer Kompression des Plexus brachialis 

oder der Subklaviargefässe gezeigt [Suva-act. 448]). Ein EMG/ENG vom 4. April 2019 

ergab einen elektrophysiologischen Normalbefund ohne Hinweise für ein neurogenes 

Thoracic-Outlet-Syndrom. Gemäss Dr. I.___ waren die Beschwerden in der Qualität 

unverändert, zeigten sich in der Ausgestaltung aber progredient. Klinisch sowie 

elektrophysiologisch liessen sich keine sicheren Hinweise für eine Läsion des unteren 

Plexus objektivieren (Suva-act. 462). Gestützt auf diese Untersuchungsergebnisse ist 

es nachvollziehbar und schlüssig, dass Dr. O.___, entgegen der Diagnosestellung von 

Prof. E.___, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein funktionell relevantes Thoracic-

Outlet-Syndrom bei chronischer Kompression des Plexus brachialis und der Gefässe 

verneinte (Suva-act. 464). Entsprechend besteht keine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für die gemäss Prof. E.___ indizierte Operation (Dekompression 

mit Resektion der ersten Rippe; Suva-act. 416) bzw. ändert sich mangels unfallkausaler 

Operationsindikation nichts am festgestellten medizinischen Endzustand. Im Übrigen 

hat Dr. K.___ (vgl. vorstehende E. 4.1) die geltend gemachten Schmerzen und 

Gefühlsstörungen in der rechten Hand sowie die Beeinträchtigungen in der gesamten 

rechten oberen Extremität, am rechten Brustkorb und an der Wirbelsäule, auch wenn 

diese nicht vollends objektivierbar sind, in seiner Leistungsbeurteilung berücksichtigt 

(Suva-act. 309-9). Diesbezügliche Einwände seitens des Beschwerdeführers sind damit 

unbegründet.

4.4. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der Sachverhalt im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses bzw. der Rentenprüfung per Ende Januar 2019 medizinisch genügend 

abgeklärt war. Eine interdisziplinäre Begutachtung ist damit nicht angezeigt und die 

Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. Daran ändert nichts, wie es der 

Beschwerdeführer in seinen Rechtsschriften bemängelt, dass die Beschwerdegegnerin 

in der "Zusammenfassung der Entscheidungsgrundlagen für die Rentenfestsetzung" 

nicht alle diagnostizierten Unfallfolgen erwähnt hat (Suva-act. 404-1). Denn in den 

Leistungsbeurteilungen der Dres. K.___ (Suva-act. 309; vgl. vorstehende E. 4.1) und 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/21

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5.

Bei 85%-iger Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten ist damit der Invaliditätsgrad zu 

ermitteln. Dazu ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG). Validen- und Invalideneinkommen sind 

unbestritten. Diesbezüglich kann ohne weiteres auf die Ausführungen im 

Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 verwiesen werden (Suva-act. 465-16 f.). Das 

gilt auch für den beim Invalideneinkommen gewährten Abzug vom Tabellenlohn von 10 

%. Dieser Abzug ist angemessen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'720.-- und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 51'565.60 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 

19'154.40 (Fr. 70'720.-- - Fr. 51'565.60) und ein Invaliditätsgrad von 27 % (Fr. 

19'154.40 / Fr. 70'720.--). Der Einspracheentscheid ist auch in diesem Punkt nicht zu 

beanstanden.

6.  

N.___ (Suva-act. 382; vgl. vorstehende E. 4.2), worauf die Beschwerdegegnerin letztlich 

ihre Entscheidung abstützte, wurden sämtliche unfallkausalen Beschwerden und 

darüber hinaus auch die Schwindelproblematik und weitere teils nicht vollends 

objektivierbare Beschwerden berücksichtigt. Entsprechend kann auf die quantitativen 

und qualitativen Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der genannten Kreisärzte abgestellt 

werden und es ist für die Rentenberechnung von einer 85%-igen Arbeitsfähigkeit (das 

Mittel von 80 bis 90 %, vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 

9C_730/2012, E. 4.2) in angepassten Tätigkeiten auszugehen. Zumutbar sind 

Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen von leichten 

Gegenständen bis Brusthöhe. Nicht zumutbar sind das Gehen auf unebenem Gelände, 

das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit schweren Werkzeugen 

sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309-9). Nicht zumutbar sind weiter Tätigkeiten wie 

Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere kommunikative 

Leistungen erforderlich sind (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die planerisches 

Handeln oder Lösen von Problemen nötig machen (Suva-act. 382-3).

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztlichen 

Beurteilungen der Dres. K.___ (orthopädisch 10 %; Suva-act. 308) und N.___ 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/21

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(neurologisch 20 %; Suva-act. 383) eine solche basierend auf einem Integritätsschaden 

von 30 % zu.

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

6.2. 

Dr. K.___ führte mit Beurteilung vom 8. September 2017 aus, dass bezogen auf die 

Operation des rechten Schultergelenks bei Zustand nach Rekonstruktion der 

Rotatorenmanschette, Bizepssehnentenotomie und einer Beweglichkeit bis zur 

Horizontalen und 20° darüber ein Integritätsschaden von 10 % angemessen sei. Er 

verwies dabei auf die Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an 

den oberen Extremitäten) und dort auf die Rubrik "Periarthrosis humeroscapularis" in 

"mässiger Form". Diese Ausführungen leuchten sowohl bezüglich Herleitung als auch 

Höhe ein. Sie beruhen auf einer persönlichen Befunderhebung und anderslautende 

Einschätzungen liegen nicht im Recht. Weitere objektivierbare orthopädische 

Beeinträchtigungen, welche eine Integritätsentschädigung begründen könnten, sind 

nicht ersichtlich (vgl. dazu auch Suva-Tabelle 7). Es kann auf die Einschätzung von Dr. 

K.___ abgestellt werden.

6.3. 

In neurologischer/neuropsychologischer Hinsicht leidet der Beschwerdeführer an 

unfallkausalen chronischen Kopfschmerzen sowie an leichten neuropsychologischen 

Defiziten. Diesbezüglich schätzte Dr. N.___ den Integritätsschaden auf 20 % (Suva-act. 

383). Zu demselben Ergebnis gelangte Dr. M.___ in ihrer Beurteilung vom 14. Juni 2018 

(Suva-act. 376-6). Gemäss Suva-Tabelle 8, Integritätsschaden bei 

Hirnfunktionsstörungen nach Hirnverletzung, ist bei einer leichten Störung, wie sie hier 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/21

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7.  

Entscheid

vorliegt, eine Integritätsentschädigung von 20 % angemessen. Entsprechend kann auf 

die Beurteilungen der Ärzte abgestellt werden.

Die Hörminderung rechts ist mangels Kausalität, aber auch mangels relevanten 

Ausmasses, sofern Kausalität anzunehmen wäre (vgl. dazu die Suva-Tabelle 12), in die 

Schätzung des Integritätsschadens nicht einzubeziehen. Dasselbe gilt für die geltend 

gemachte Schwindelproblematik (vgl. Suva-Tabelle 14). Ein Thoracic-Outlet-Syndrom 

ist nicht ausgewiesen, weshalb es bei der gesprochenen Integritätsentschädigung sein 

Bewenden hat.

6.5. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

7.2. 

Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. 

Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten des Kantons 

St. Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend 

zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat 

der Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'200.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

7.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

7.4. 

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.02.2021
	Art. 6 UVG. Der Sachverhalt ist durch die medizinischen Akten und die abschliessenden beweiskräftigen Beurteilungen der Kreisärzte genügend erstellt. Die Rentenhöhe und die Höhe der Integritätsentschädigung lässt sich damit rechtsgenüglich ermitteln. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Februar 2021, UV 2019/44).

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		2024-05-26T23:12:16+0200
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