# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40bf8523-bb92-53eb-99b4-46d5f4b70bda
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.10.2018 UV 2017/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-41_2018-10-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/41

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.10.2018

Entscheiddatum: 22.10.2018

Entscheid Verfsicherungsgericht, 22.10.2018
Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses in Bezug auf eine 
Knieverdrehung beim Fussballspielen. Eine Dritteinwirkung durch einen Mit- 
oder Gegenspieler oder ein Sturz lassen sich nicht mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Oktober 2018, UV 
2017/41).

Entscheid vom 22. Oktober 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/41        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN

Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

Visana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) absolvierte seit 8. August 2016 bei der Stiftung 

B.___ ein Praktikum und war dadurch bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend: 

Visana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 15. 

September 2016 meldete die Arbeitgeberin der Visana, der Versicherte habe sich am 

12. September 2016 beim Fussballspielen das rechte Knie verdreht (act. G 3.1/1). Am 

23. September 2016 reichte Dr. med. C.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, der 

Visana einen Arztbericht ein, worin er eine Erstbehandlung am 13. September 2016 

vermerkt, unter Hinweis auf das Ergebnis einer durch ihn veranlassten MRI-

Untersuchung des rechten Kniegelenks des Versicherten in der Klinik D.___ vom 15. 

September 2016 (act. G 3.1/5) eine Distorsion Knie rechts am 12. September 2016 mit 

Läsion Knorpel am lateralen Femurkondylus und Läsion Hinterhorn Innenmeniskus 

diagnostiziert, das ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen bejaht und seit 13. 

September 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt hatte (act. G 3.1/9). Die 

Weiterbehandlung war am 15. September 2016 durch Dr. med. E.___, Allgemeine 

Innere Medizin FMH, Sportarzt SGSM, Manuelle Medizin SAMM, erfolgt, der dem 

Versicherten vom 13. bis 29. September eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte 

(act. G 3.1/6).

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A.b  Auf Zuweisung von Dr. E.___ wurde der Versicherte am 28. September 2016 durch 

Prof. Dr. F.___, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G.___ 

untersucht, der die Diagnose eines traumatischen Knorpeldefekts lateraler 

Femurkondylus rechts mit freiem Knorpelfragment nach Distorsionstrauma beim 

Fussballspielen am 12. September 2016 stellte und eine operative Entfernung des 

freien Knorpelfragments als unumgänglich bezeichnete (act. G 3.1/16 f.). Am 30. 

September 2016 wurde der Visana ein entsprechendes Kostengutsprachegesuch 

eingereicht (act. G 3.1/10).

A.c  Anlässlich eines Telefongesprächs vom 3. Oktober 2016 teilte der Versicherte einer 

Mitarbeiterin der Visana mit, dass er heute operiert werde. Die Mitarbeiterin erwiderte, 

der Schadenfall sei noch offen und man erwarte seinen Fragebogen zum Unfallereignis. 

Laut Telefonnotiz befragte sie den Versicherten zum Verlauf des Ereignisses vom 12. 

September 2016 (act. G 3.1/12).

A.d  Am 3. Oktober 2016 wurden beim Versicherten im Spital G.___ durch Dr. med. 

H.___, Oberarzt Orthopädie, eine Kniearthroskopie mit Entfernung eines freien 

Gelenkknorpels über dem posterolateralen Portal, und eine AMIC-Plastik am lateralen 

Femurkondylus über eine laterale Mini-Arthrotomie rechts durchgeführt (act. G 3.1/13).

A.e  Mit Schreiben vom 14. Oktober 2016 teilte die Visana dem Versicherten mit, dass 

sie für das gemeldete Ereignis keine Leistungen aus der Unfallversicherung erbringen 

könne. Die Kniebeschwerden seien weder auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche 

Körperschädigung zurückzuführen (act. G 3.1/24 f.).

A.f  Bei einem Telefongespräch vom 18. Oktober 2016 mit der Mitarbeiterin der Visana 

widersprach der Versicherte der Leistungsablehnung (act. G 3.1/30), worauf die Visana 

diese mit Verfügung vom 21. Oktober 2016 bestätigte (act. G 3.1/31 ff.).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 11. November 2016 durch seine 

Rechtsschutzversicherung Einsprache erheben (act. G 3.1/36 f.). Am 16. November 

2016 erfolgte eine Einspracheergänzung durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. HSG M. 

Graf, St. Gallen (act. G 3.1/53 ff.).

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B.b  Mit Entscheid vom 20. April 2017 wies die Visana die Einsprache des Versicherten 

ab (act. G 3.1/64 ff.).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Graf für den Versicherten 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 23. Mai 2017 Beschwerde mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid der Visana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 20. April 

2017 und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom 21. Oktober 2016 seien 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

für das Ereignis vom 12. September 2016 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, 

insbesondere Heilbehandlung, Kosten und Taggeld, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik (act. G 4 f.).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend kommen 

daher, nachdem der Streitigkeit ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zu Grunde liegt, die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen zur Anwendung.

2.   

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Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin als obligatorischer 

Unfallversicherer für die Folgen des Ereignisses vom 12. September 2016 

leistungspflichtig ist. Während der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend 

macht, es handle sich beim fraglichen Ereignis um einen Unfall im Sinne von Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 

830.1), zumindest liege eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 

UVV vor, für welche die Unfallversicherung ebenfalls leistungspflichtig wäre, verneint 

die Beschwerdegegnerin sowohl ein Unfallereignis als auch eine unfallähnliche 

Körperschädigung.

3.   

3.1  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. 

E. 1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 

199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 

Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994 

Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen.

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3.2  Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in 

der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten 

Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - 

Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten 

Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Oktober 2003, U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996 

Nr. U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit Hinweisen). Von einer 

programmwidrigen Störung der körperlichen Bewegung ist beispielsweise dann 

auszugehen, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder sich an einem 

Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige 

Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht. Wo sich die Schädigung auf das 

Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von 

Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb 

eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, muss die unkoordinierte 

Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen 

Umständen gesetzt worden sein (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b). Bei einer 

Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 

und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 E. 2.2 mit Hinweis). 

Bei sportlichen Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinne nur dann anzunehmen, wenn 

die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 1992 Nr. U 156 S. 258). 

Wenn sich hingegen das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung 

verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist auch dann zu 

verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber 

noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 185 E. 4.4). 

Eine relevante Programmwidrigkeit liegt jedoch unter anderem dann vor, wenn die sich 

sportlich betätigende Person stürzt oder ausgleitet (Urteil des EVG vom 7. Oktober 

2003, U 322/02, E. 4 mit Hinweisen).

3.3  Der Bundesrat kann sodann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls 

ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Art. 6 Abs. 2 UVG). In Art. 9 Abs. 2 lit. a - 

h UVV hat er von dieser Kompetenz in einer abschliessenden Aufzählung (vgl. dazu 

BGE 114 V 302 E. 3d; RKUV 1990 Nr. U 112 S. 374 E. 2b) Gebrauch gemacht. Als so 

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genannte unfallähnliche Körperschädigungen gelten Knochenbrüche, Verrenkungen 

von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und 

Trommelfellverletzungen.

4.   

4.1  Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer am 12. September 

2016 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Diesbezüglich ist unter den 

Verfahrensparteien streitig, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper des 

Beschwerdeführers eingewirkt hat. Damit beurteilt werden kann, ob das fragliche 

Ereignis vom 12. September 2016 einen Unfall im Rechtssinn darstellt, muss vorab 

geprüft werden, wie sich das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abgespielt 

hat.

4.2  Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, dürfen aber die Mitwirkung der 

leistungsansprechenden Person beanspruchen. Sie muss die Umstände des Unfalls 

glaubhaft machen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, indem sie 

unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen 

eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 2 f., § 70 N 20; 

UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 13, Art. 61 

N 96 ff., Art. 61 N 111 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; BGE 122 V 158 E. 

1a, 114 V 305 f. E. 5b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Der Untersuchungsgrundsatz 

schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die 

Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4 f., 29; RKUV 2000 Nr. 

U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Wird also 

auf dem Wege der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht mit 

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dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse 

Möglichkeit genügt nicht (LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 58 f.; BGE 117 V 360 E. 

4a mit Hinweisen) - so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den 

Anspruch erhebenden Person auswirkt.

4.3  Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den 

Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, wonach 

die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 

und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 

nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 

sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, 

kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres 

Gewicht zu, als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des Versicherers getan 

hat. Dabei handelt es sich indessen nicht um eine förmliche Beweisregel, sondern 

lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) zu 

berücksichtigende Entscheidungshilfe. Sie kann zudem nur dann zur Anwendung 

gelangen, wenn von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse mehr 

zu erwarten sind (Urteile des Bundesgerichts vom 22. September 2088, 8C_827/2007, 

E. 5, und 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 2; Urteil des EVG vom 26. Februar 2004, 

U 64/02, E. 1.2; BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen; RKUV 1988 Nr. U 55 S. 363 E. 3b/

aa; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 29 f.). Bauen spätere Aussagen auf früheren Aussagen 

auf bzw. zeichnen sich erstere einzig durch einen höheren Detaillierungsgrad aus, kann 

auch ein im Nachhinein dargelegter Sachverhalt als ausgewiesen gelten bzw. 

berücksichtigt werden. Die verschiedenen Aussagen müssen jedoch in sich kongruent 

und miteinander vereinbar sein.

4.4  Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfüllenden Ereignisses 

lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im 

Rahmen der Beweiswürdigung, ob eine Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere 

Einwirkung und somit auf einen Unfall zurückzuführen ist, in der Regel nur die 

Bedeutung von Indizien zu (Urteil des Bundesgerichts vom 1. März 2012, 8C_50/2012, 

E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51. E. 2).

5.   

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5.1  Gemäss der von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers am 15. September 

2016 eingereichten Schadenmeldung hat sich dieser am 12. September 2016 beim 

Fussballspielen das Knie verdreht (act. G 3.1/1). Offensichtlich versuchte die 

Beschwerdegegnerin nach Eingang der Schadenmeldung den Sachverhalt bezüglich 

des Ereignisses vom 12. September 2016 mit einem Fragebogen zu erheben (vgl. act. 

G 3.1/12). Der Fragebogen dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der 

tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund 

stehen entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens (Urteile des 

EVG vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). 

Dass der Beschwerdeführer den Fragebogen ausgefüllt und damit seiner 

Mitwirkungspflicht nachgekommen wäre (vgl. Erwägung 4.2), ist weder in den Akten 

belegt noch wurde solches beschwerdeweise geltend gemacht. Die sich daraus 

ergebenden beweisrechtlichen Folgen, insbesondere in Bezug auf die 

Beweiswürdigung nachträglich vorgebrachter Substantiierungen des 

Beschwerdeführers hinsichtlich des Ereignishergangs, wirken sich mithin zu seinen 

Lasten aus (vgl. Erwägung 4.2). Am 3. Oktober 2016 wurde der Beschwerdeführer 

offenbar von einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin telefonisch zum 

Ereignisablauf befragt. Diese notierte folgende Sachverhaltsdarstellung des 

Beschwerdeführers: "Beim Fussball das Knie verdreht. Ohne äussere Einwirkung." und 

fügte hinzu "Habe ihn gefragt, ob sonst noch etwas passiert sei. Er hat dies 

verneint." (act. G 3.1/12). Am 14. Oktober 2016 erging das 

Leistungsablehnungsschreiben. Nachdem die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer darin mitgeteilt hatte, der von ihm geschilderte Sachverhalt 

(während dem Fussballspielen Knie verdreht) stelle keinen Unfall dar, da sich nichts 

Ungewöhnliches im Sinne der erwähnten Gesetzesbestimmung wie zum Beispiel ein 

Sturz, Misstritt, Anschlagen, Stolpern usw. ereignet habe, erklärte dieser bei einem 

Telefongespräch vom 18. Oktober 2016 mit der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin, 

er sei beim Zweikampf beim Fussballspielen gestürzt. Darauf angesprochen, weshalb 

er dies nicht bereits anlässlich des Telefongesprächs vom 3. Oktober 2016 mitgeteilt 

habe, erklärte der Beschwerdeführer laut Telefonnotiz, er sei damals kurz vor der 

Operation nicht zurechnungsfähig gewesen (act. G 3.1/30). Am 21. Oktober 2016 

bestätigte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungsablehnung verfügungsweise (act. G 

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3.1/31). Daraufhin folgten in der Einspracheergänzung vom 16. Dezember 2016 sowie 

in der Beschwerde vom 23. Mai 2017 eingehende Ausführungen zum Ereignis vom 12. 

September 2016: Beim Fussballspiel vom 12. September 2016 habe es sich um ein 

Tabellenspiel der Alternativliga gehandelt. Der Beschwerdeführer habe im Mittelfeld 

gespielt, den Ball erobert, den ersten Gegenspieler ausgedrippelt und sei mit dem Ball 

Richtung Grundlinie beim gegnerischen Tor gelaufen. Als er einen weiteren 

Gegenspieler mit einem Richtungswechsel habe täuschen wollen, habe sich dieser im 

Zweikampf gewehrt, indem er den Beschwerdeführer weggeschubst habe. Der 

Beschwerdeführer habe das Gleichgewicht verloren, sei eingeknickt, gestürzt und habe 

sich dabei das Knie verdreht. Er habe sofort einen Zwick gespürt und gewusst, dass 

etwas nicht in Ordnung gewesen sei (act. G 3.1/55).

5.2  Unstreitig ist, dass ein Sturz einen Unfalltatbestand im Sinne von Art. 4 ATSG 

darstellt (vgl. Erwägung 3.2) und die Beschwerdegegnerin bei einem Ereignis, wie es 

anlässlich des Telefonats vom 18. Oktober 2016 und vor allem in der 

Einspracheergänzung und Beschwerde dargetan wurde, leistungspflichtig wäre. In 

Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin kann jedoch ein Sturz mit 

Knieverdrehung am 12. September 2016 nicht als überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen gelten. Es ist unbestritten, dass ein Sturz erstmals nach Kenntnis der 

Leistungsablehnung durch die Beschwerdegegnerin beschrieben worden ist, was es 

als wenig glaubhaft erscheinen lässt, dass ein solcher tatsächlich stattgefunden hat. So 

überzeugt es nicht, wenn die versicherte Person einen im Zusammenhang mit der 

Anmeldung eines Unfalls derart bedeutsamen, augenfälligen Umstand wie einen Sturz 

als Schadensursache unerwähnt lässt, wenn er nach dem Ereignis gefragt wird. Wie 

von der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Telefonnotiz vom 18. Oktober 

2016 festgestellt, sollte ein Sturz - angesichts seiner vorherrschenden Bedeutung im 

Rahmen eines Unfallereignisses - eigentlich erinnerlich sein (act. G 3.1/30). Zwar wurde 

die Schadenmeldung durch die Arbeitgeberin ausgefüllt (act. G 3.1/1) und wurden 

verschiedene vor der Leistungsablehnung datierte Arztberichte durch die 

untersuchenden bzw. behandelnden Ärzte verfasst (act. G 3.1/5, G 3.1/9, G 3.1/13, G 

3.1/16). Dennoch erstaunt es, dass ein Sturz nirgends Eingang in die früheren Akten 

gefunden hat, während die Verdrehung bzw. Distorsion des Knies wiederholt 

dokumentiert ist. Insbesondere bezüglich der Konsultation vom 13. September 2016 

notierte Dr. C.___ unter der Rubrik "subjektiv" ebenfalls nur eine Verdrehung des Knies 

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beim Fussballspiel (act. G 1.8). In der Einsprache und der Beschwerde finden sich 

sodann im Vergleich sehr detaillierte Ereignisschilderungen. Dies obwohl das 

menschliche Erinnerungsvermögen mit Bezug auf Details und Einzelheiten eines 

Geschehens eher rasch verblasst als wirklichkeitsgetreuer wird. Vor diesem 

Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, dass die späte Erwähnung des 

Sturzes von versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst war.

5.3  Die Erklärungen des Beschwerdeführers anlässlich des Telefonats vom 18. 

Oktober 2016 (act. G 3.1/30) und seines Rechtsvertreters in der Beschwerde (act. G 1) 

vermögen den in Erwägung 5.2 dargelegten Sachverhalt, der gegen einen Sturz mit 

Knieverdrehung spricht, nicht zu beheben.

5.3.1      Angeblich soll der Beschwerdeführer den Kontakt mit dem Gegenspieler 

anlässlich des Telefonats vom 3. Oktober 2016 erwähnt haben (act. G 1, S. 5 Ziff. 16). 

Die Beschwerdegegnerin zeigt jedoch in der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017 (act. 

G 3, S. 9 Ziff. 5) nachvollziehbar und schlüssig die Ungereimtheiten auf, welche an 

dieser Behauptung zweifeln lassen. Beim obgenannten Telefonat wurde der 

Beschwerdeführer offensichtlich und unstreitig zur Ereignisschilderung aufgefordert. Es 

darf davon ausgegangen werden, dass massgebende Sachverhaltselemente von einer 

fachkundigen Mitarbeiterin eines Unfallversicherers erkannt und verlässlich 

dokumentiert werden. Für eine ungetreue Sachverhaltsprotokollierung gibt es 

zumindest keinerlei beweismässige Grundlage, weshalb sie als Schutzbehauptung 

erscheint. Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017 

schlüssig aufzeigt, hätte die Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin zudem bei einer 

Erwähnung eines Sturzes bereits am 3. Oktober 2016 keinen Grund gehabt, den 

Beschwerdeführer beim Telefonat vom 18. Oktober 2016 zu fragen, weshalb er nicht 

bereits am 3. Oktober 2016 von einem Sturz erzählt habe, und er hätte nicht 

geantwortet, er sei am vorgenannten Tag kurz vor der Operation unzurechnungsfähig 

gewesen (act. G 3.1/30).

5.3.2      Laut Telefonnotiz vom 3. Oktober 2016 verneinte der Beschwerdeführer eine 

äussere Einwirkung (act. G 3.1/12). Die Darstellung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, dieser habe dabei an eine direkte äussere Einwirkung auf das Knie 

selbst, beispielsweise durch einen Tritt oder Schlag des Gegenspielers, gedacht (act. G 

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1, S. 4 Ziff. 16), ist als Schutzbehauptung zu betrachten. Zumindest ist damit nicht 

geklärt, weshalb der Beschwerdeführer am 3. Oktober 2016 zwar eine Verdrehung des 

Knies, nicht aber einen Sturz erwähnte. Auf die Frage der Mitarbeiterin der 

Beschwerdegegnerin, ob sonst noch etwas passiert sei, wäre die Nennung eines 

Sturzes offenkundig die gebotene Antwort gewesen. Worin hierbei eine weitere 

Aufklärungs- und Beratungspflicht seitens der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin 

bestanden haben könnte, ist nicht erkennbar. Wie von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort festgehalten, kann eine Aufklärungs- und Beratungspflicht nicht so 

weit gehen, dass einer versicherten Person bis in jedes Detail erklärt wird, wie sie den 

Sachverhalt schildern soll, damit eine Kostengutsprache erteilt werden kann. Auch 

wenn das Sozialversicherungsrecht ein schwer überblickbares Rechtsgebiet ist, kann 

selbst für einen Laien in einer Unfallmeldung, welche lediglich eine wahrheitsgetreue 

Schilderung von etwas Erlebtem verlangt, keine besondere Schwierigkeit gesehen 

werden. Bei einem Sturz handelt es sich um den klassischen Unfallmechanismus, 

dessen Wahrnehmung und damit Erwähnung keiner weiteren Aufklärung und Beratung 

bedarf.

5.3.3      Zwar erscheint es plausibel, wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

beschreibt, dieser sei am Tag der Operation nervös und gedanklich nicht bei der Sache 

bzw. beim Telefonat gewesen (act. G 1, S. 4 Ziff. 15). Dabei handelt es sich jedoch um 

eine subjektive, nicht überprüfbare Angabe, für die es keine beweismässige Grundlage 

gibt. Angesichts dessen, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nur von 

einer "ziemlichen" Nervosität spricht, dürfte weder das Denkvermögen noch die 

sprachliche Ausdrucksfähigkeit des Beschwerdeführers derart aufgehoben gewesen 

sein, dass er einen Sturz nicht hätte erwähnen können. Von einer 

Unzurechnungsfähigkeit (vgl. act. G 3.1/30) kann jedenfalls nicht gesprochen werden. 

So vermochte der Beschwerdeführer auch zu schildern, er habe sich beim Fussball das 

Knie verdreht. Seine Antwort "ohne äussere Einwirkung" deutet ausserdem darauf hin, 

dass er sich sehr wohl konkrete Gedanken zum Hergang gemacht hat (vgl. Erwägung 

5.3.2). Das Leistungsablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin erging schliesslich 

erst am 14. Oktober 2016. Obwohl diese dem Beschwerdeführer am 3. Oktober 2016 

mitgeteilt hatte, sie erwarte den Fragebogen, sah es dieser anscheinend auch nach der 

Operation nicht als erforderlich an, den Sachverhalt zu ergänzen.

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5.3.4      Die Argumentation des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser habe 

geglaubt, die Unklarheiten bezüglich der Kostengutsprache würden bezüglich der 

Identität des Versicherungsträgers bestehen und nicht in der Frage, ob überhaupt ein 

Unfall vorliege (vgl. act. G 1, S. 5 Ziff. 18), vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Dem 

von der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin am 3. Oktober 2016 geführten und von 

ihr aufgezeichneten Gespräch (act. G 3.1/12) ist kein Hinweis zu entnehmen, der für die 

vorgebrachte Rechtfertigung sprechen würde. Wenig plausibel ist auch, dass sich der 

Beschwerdeführer des Umstandes, dass die Suva hätte involviert sein können, 

überhaupt bewusst gewesen wäre. Im Zentrum des Gesprächs mit der Mitarbeiterin 

der Beschwerdegegnerin stand erkennbar die Frage nach dem Ereignishergang.

5.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der 

Beschwerdeführer in einem Fussballspiel am 12. September 2016 in einem Zweikampf 

von seinem Gegenspieler weggeschubst worden und daraufhin gestürzt ist. Bei der 

Beurteilung, ob ein Unfall im Rechtssinn vorliegt, ist von der bis zum 

Leistungsablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 14. Oktober 2016 (act. G 

3.1/24) in den Akten wiederholt übereinstimmend genannten Verdrehung des Knies 

ohne Dritteinwirkung auszugehen (vgl. Erwägung 5.2). Die vorliegende Beweislage ist 

derart, dass im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung gesagt werden kann, dass 

von zusätzlichen Abklärungen bzw. Zeugenbefragungen keine weiteren 

entscheidrelevanten Erkenntnisse hinsichtlich der Frage, ob sich ein Sturz zugetragen 

hat, zu erwarten sind.

6.   

Mit dem Sachverhalt einer Knieverdrehung ist das Unfallbegriffsmerkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt.

6.1  Bei den in den medizinischen Akten einheitlich genannten Diagnosen Distorsion 

bzw. Distorsionstrauma (act. G 3.1/5, G 3.1/9, G 3.1/16) handelt es sich zwar um eine 

Verletzung, die entsteht, wenn der normale Bewegungsraum des Gelenks durch 

Umknicken oder Verdrehen überschritten wird (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412, 1097, 1120). Dennoch 

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kann nicht ohne Weiteres ein Unfall im Rechtssinne angenommen werden. Der 

medizinische Begriff des Traumas deckt sich nicht mit dem Unfallbegriff. Ein 

traumatisches Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch 

neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter 

der Ungewöhnlichkeit und/oder Plötzlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar 

2000, U 236/98, E. 2.d; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Dass Dr. C.___ die Kniedistorsion 

im Arztbericht vom 23. September 2016 auch unter der Rubrik "Angaben des 

Patienten" nannte, lässt davon ausgehen, dass die Diagnose vor allem auf dem vom 

Beschwerdeführer geschilderten Bewegungsmechanismus einer Gelenksverdrehung 

basiert. Distorsionen zeichnen sich indes durch verschiedenste Schweregrade aus und 

können auch nach einem geringfügigen Trauma auftreten (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 

1097; vgl. dazu auch Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99). Damit ist bereits 

allgemein gesagt, dass eine Distorsion nicht in jedem Fall einem Unfall mit 

unphysiologischer, programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors entspricht. Rechtsprechungsgemäss ist zwar 

Fussballspielen mit einem gesteigerten Gefährdungspotenzial verbunden, indem eine 

Vielzahl von nicht alltäglichen Bewegungen (wie abruptes Beschleunigen und Stoppen, 

seit- und rückwärts Laufen, Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim 

Kopfball etc.) ausgeführt werden, die den gesamten Körper mannigfach belasten und 

auch für einen geübten Fussballspieler keine alltägliche Lebensverrichtung wie etwa 

blosse Bewegungen im Raum darstellen (SVR 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07, E. 6.2; 

Urteile des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 8.4, vom 12. März 

2007, U 611/06, E. 5.1, und vom 26. Juli 2007, U 469/06, E. 5.4). Dennoch kann, wie 

bereits gesagt, bei einer Sportverletzung ohne besonderes Vorkommnis noch kein 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG, sondern höchstens ein unfallähnliches Ereignis 

angenommen werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014, 

8C_147/2014, E. 2.3 und vom 4. Juli 2007, U 362/06, E. 4.2.2; zum unfallähnlichen 

Ereignis: BGE 123 V 43 bestätigt in BGE 129 V 466). Dass die Muskulatur, die 

Knochenstruktur des rechten Knies oder das Gelenk am 12. September 2016 durch 

eine relevante Programmwidrigkeit, konkret durch einen Sturz, übermässig 

beansprucht worden sind, ist mit Blick auf die Ausführungen in Erwägung 5 nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan.

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6.2  Die Bestätigung einer unfallbedingten Schädigung durch Dr. C.___ in seinem 

Schreiben vom 16. Dezember 2016 (act. G 1.8) veranlasst zu keiner anderen 

Beurteilung. Auch diese basiert offensichtlich auf der Angabe des Beschwerdeführers, 

er habe sich bei einem Fussballspiel das Knie verdreht. Wie dargelegt, kann damit nicht 

angenommen werden, er habe sich die Schädigung bei einem Unfall im Sinne von Art. 

4 ATSG zugezogen.

7.   

7.1  Somit bleibt die Frage zu beantworten, ob es sich bei der Verletzung des 

Beschwerdeführers um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 

2 UVV handelt (vgl. Erwägung 3.3).

7.2  Bei einer nach einer Gelenksverdrehung auftretenden Distorsion handelt es sich 

zwar definitionsgemäss um eine Bandverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. g UVV 

(vgl. MAURER, a.a.O., S. 205; Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99; Urteil 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. März 2007, UV 2006/74). 

Als Ursache der anhaltenden Schmerzen des Beschwerdeführers wurde jedoch ein 

Knorpeldefekt im lateralen Femurkondylus rechts mit freiem Knorpelfragment 

betrachtet (act. G 3.1/5, G 3.1/13). Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist in 

Bezug auf dessen Behandlung, insbesondere hinsichtlich der am 3. Oktober 2016 

durchgeführten Kniearthroskopie mit Entfernung eines freien Gelenkknorpels über dem 

posterolateralen Portal und der AMIC-Plastik am lateralen Femurkondylus über eine 

laterale Mini-Arthrotomie rechts, streitig. Da Knorpelläsionen keine Listenverletzung im 

Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV darstellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 

2014, 8C_865/2013, E. 4.2), liegt in Bezug auf das rechte Knie keine unfallähnliche 

Körperschädigung vor. Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur im 

Zusammenhang mit einer Distorsion lässt sich von der Behandlung der 

Knorpelverletzung nicht abgrenzen. Ohnehin dürfte sie neben dieser keine 

eigenständige bzw. spezifische Bedeutung gehabt haben.

8.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Verfsicherungsgericht, 22.10.2018
	Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses in Bezug auf eine Knieverdrehung beim Fussballspielen. Eine Dritteinwirkung durch einen Mit- oder Gegenspieler oder ein Sturz lassen sich nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Oktober 2018, UV 2017/41).

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