# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 184647d5-7cda-52ec-9aee-9ad151d2972e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.11.2013 BG.2013.24
**Docket/Reference:** BG.2013.24
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2013-24_2013-11-19

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 19. November 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Anton Brönnimann,  

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

1. KANTON WALLIS, 

 

2. KANTON BERN, 

 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2013.24 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- gestützt auf die Strafanzeigen vom 4. Januar 2010 und 13. Januar 2010 die 

Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis (nachfolgend "StA VS") eine Straf-

untersuchung gegen A. wegen übler Nachrede führt; 

 

- die StA VS am 29. April 2013 Anklage gegen A. beim Bezirksgericht Brig, 

Östlich-Raron und Goms (nachfolgend "Bezirksgericht") erhob;  

 

- das Bezirksgericht mit Verfügung vom 28. Mai 2013 auf die Anklage man-

gels örtlicher Zuständigkeit nicht eintrat; die StA VS am 10. Juni 2013 da-

gegen Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Wallis (nachfolgend 

"Kantonsgericht") erhob;  

 

- das Kantonsgericht mit Verfügung vom 22. Juli 2013 die Beschwerde der 

StA VS guthiess, das Verfahren vor dem Bezirksgericht bis zum Entscheid 

über den Gerichtsstand sistierte und das Bezirksgericht anwies, ein Ge-

richtsstandsverfahren durchzuführen;  

 

- ein Meinungsaustausch zwischen dem Bezirksgericht und der General-

staatsanwaltschaft des Kantons Bern (nachfolgend "StA BE") betreffend 

Gerichtsstand erfolgte; das Bezirksgericht mit Verfügung vom 

14. August 2013 u.a. die Fortsetzung des Verfahrens gegen A. verfügte;  

 

- das Bezirksgericht mit Verfügung vom 11. September 2013 u.a. die Anträ-

ge von A. betreffend Wiedererwägung der Gerichtsstandsfrage sowie Sis-

tierung ablehnte (act. 3.2);  

 

- A., vertreten durch Rechtsanwalt Anton Brönnimann, mit Beschwerde vom 

23. September 2013 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

gelangt und die Durchführung des gegen sie laufenden Strafverfahrens 

durch den Kanton Bern beantragt (act. 1);  

 

- die Beschwerdegegner am 7. Oktober 2013 bzw. 16. Oktober 2013 eine 

Beschwerdeantwort einreichten (act. 5 und 6); die Beschwerdereplik vom 

13. Oktober 2013 den Beschwerdegegnern am 14. November 2013 zur 

Kenntnis zugestellt wurde (act. 10).  

 

 

 

 

 

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- eine Partei, die die Zuständigkeit der mit dem Strafverfahren befassten Be-

hörde anfechten will, unverzüglich die Überweisung des Falles an die zu-

ständige Strafbehörde zu beantragen hat (Art. 41 Abs. 1 StPO); der Antrag 

offensichtlich verspätet ist, falls er im erstinstanzlichen Hauptverfahren ge-

stellt wird (KUHN, Basler Kommentar zur StPO, Basel 2011, Art. 41 N. 5);  

 

- die Beschwerdeführerin den Antrag um Überweisung des Falles an die 

Strafverfolgungsbehörden des Kantons Bern am 27. August 2013 beim Be-

zirksgericht stellte (act. 1, S. 5); der Antrag somit im erstinstanzlichen 

Hauptverfahren gestellt wurde und entsprechend verspätet ist;  

 

- die Frage, ob vorliegende Beschwerde rechtzeitig erfolgte, offen gelassen 

werden kann, da sie nach dem Gesagten ohnehin abzuweisen ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 800.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-

desstrafverfahren, BStKR; SR 173.713.162).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin zur Be-

zahlung auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 19. November 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Anton Brönnimann 

- Zentrale Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis 

- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.