# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f9c1788-aaa1-594c-bdef-9fce8210c3c9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 27.06.2017 ZK2 2017 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2017-7_2017-06-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. Juni 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 17 7 04. Juli 2017

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert

In der zivilrechtlichen Berufung

der X . _ _ _ _ _ , Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
MLaw Marco Mathis, Badenerstrasse 21, 8004 Zürich, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 23. August 2016, mitgeteilt am 5. 
Januar 2017, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen Y._____, Be-
klagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri 
Vital, Chesa Planta, 7524 Zuoz, 

betreffend Sachbeschädigung/Bauherrenhaftpflicht,

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hat der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
nach Kenntnisnahme der Berufung vom 5. Februar (Poststempel 7. Februar) 
2017, nach Einsicht in die Verfahrensakten sowie aufgrund der Feststellungen und 
Erwägungen,

– dass das Bezirksgericht Maloja am 23. August 2016 einen Entscheid in Sa-
chen der X._____, O.1_____ gegen Y._____, D-O.2_____ betreffend Sach-
beschädigung/Bauherrenhaftpflicht (Proz.Nr. 115-2015-47) erliess,

– dass der Entscheid mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen war, mit welcher 
auf die Anfechtungsmöglichkeit mittels Berufung innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids hingewiesen wurde,

– dass der Entscheid den Parteien am 5. Januar 2017 mitgeteilt und am 6. Ja-
nuar 2017 dem Rechtsvertreter der Klägerin zugestellt wurde, 

– dass somit die Berufungsfrist am 6. Februar 2017 endete, wie die Berufungs-
klägerin in ihrer Berufung selbst ausführt (Berufung S. 3, Rz 7),

– dass die X._____ erst mit Eingabe vom 7. Februar 2017 und somit um einen 
Tag verspätet beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung erhob, 

– dass sie gleichentags ein Gesuch um Fristwiederherstellung (Art. 148 ZPO) 
einreichte,

– dass dieses Gesuch mit Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 27. Juni 2017 abgewiesen wurde (Ver-
fahren ZK2 17 6),

– dass somit auf die Berufung wegen Nichteinhaltens der Rechtsmittelfrist nicht 
eingetreten werden kann,

– dass die Berufungsklägerin somit die Kosten des Verfahrens zu tragen hat,

– dass vorliegend sowohl über die Kosten des Berufungsverfahrens (Verfahren 
ZK2 17 7) wie auch über jene des Verfahrens betreffend Wiederherstellung 
der Frist (Verfahren ZK2 17 6) zu befinden ist, da die Kosten des Letzteren bei 
der Prozedur des Hauptverfahrens belassen wurden,

– dass die Kosten des vorliegenden Hauptverfahrens sowie jene des Verfahrens 
betreffend Wiederherstellung einer Frist (Verfahren ZK2 17 6) gestützt auf Art. 

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9, 13 und 13a der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren 
(VGZ; BR 320.210) auf insgesamt CHF 1'000.-- festgelegt werden,

– dass dieser Betrag mit dem von der Klägerin im Verfahren ZK2 17 6 erbrach-
ten Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet wird,

– dass die unterliegende Berufungsklägerin Y._____ ausserdem für das Verfah-
ren betreffend Wiederherstellung einer Frist (Verfahren ZK2 17 6) ausserge-
richtlich zu entschädigen hat,

– dass aufgrund der eingeholten Stellungnahme und der sich stellenden Sach- 
und Rechtsfragen eine Entschädigung von Fr. 300.-- inklusive Spesen und 
Mehrwertsteuer angemessen erscheint,

– dass hingegen für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zu leis-
ten ist, zumal keine Berufungsantwort eingeholt wurde und der Berufungsklä-
gerin somit kein nennenswerter Aufwand entstanden ist,

– dass die Zuständigkeit für den Erlass der vorliegende Abschreibungsverfü-
gung gemäss Art. 11 Abs. 2 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 
173.100) in Verbindung mit Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes 
(GOG; BR 173.000) beim Kammervorsitzenden liegt,

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erkannt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens ZK2 17 7 sowie jene des in gleicher 
Angelegenheit anhängig gemachten Verfahrens betreffend Wiederherstel-
lung einer Frist (Verfahren ZK2 17 6) von insgesamt  Fr. 1'000.-- gehen zu 
Lasten der X._____. Diese Kosten werden mit dem im Verfahren ZK2 17 6 
eingeholten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet.

3. Die X._____ hat Y._____ für das Verfahren betreffend Wiederherstellung 
einer Frist (Verfahren ZK2 17 6) aussergerichtlich mit Fr. 300.-- inkl. Spesen 
und MWST zu entschädigen. Für das Berufungsverfahren ZK2 17 7 wird 
keine Prozessentschädigung zugesprochen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: