# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a76525a-591e-5b81-b597-12358c15d030
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2010 D-1035/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1035-2010_2010-03-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1035/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, geboren _______,
Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Januar 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1035/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin – eine Oromo – am 12. September 2008 
in der Schweiz ein Asylgesuch stellte, 

dass sie zu dessen Begründung im Wesentlichen geltend machte, ihre 
Brüder  seien  der  ONEG  (Oromo  Netsanet  Genbar,  amharisch  für: 
Oromo Liberation Front [OLF]) beigetreten, 

dass sie dadurch ebenfalls Mitglied der ONEG geworden sei, selber in-
des nie Kontakt mit dieser Partei gehabt habe, 

dass die Behörden eines Tages ihre Brüder mitgenommen hätten und 
diese seither unbekannten Aufenthalts seien, 

dass  die  Behörden  ungefähr  einen  Monat  nach  der  Verhaftung  der 
Brüder erneut  bei  ihnen zu Hause erschienen seien und ihren Vater 
festgenommen hätten, 

dass sich die Sicherheitskräfte während des Gefängnisaufenthalts ih-
res Vaters wiederholt bei ihr nach dem Verbleib ihrer Brüder erkundigt 
und sie geschlagen hätten, 

dass ihr Vater nach zirka sechs Monaten wieder freigelassen worden 
und am 10. April 2008 an einer unbekannten Krankheit gestorben sei, 

dass sie nach dem Tod ihres Vaters von einer Frau aus der Umgebung 
erfahren habe, dass sie von den Behörden gesucht werde, 

dass die  Behörden am frühen Morgen des 23. Juni  2008 bei  ihr  zu 
Hause erschienen seien und nach ihr gesucht hätten, 

dass sie habe entkommen können und in Anbetracht der geschilderten 
Situation ausser Landes geflohen sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 11. November 2008 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylgesuch vom 12. September 2008 
nicht eintrat, 

dass die Vorinstanz betreffend die Fluchtgründe der Beschwerdefüh-
rerin festhielt, diese seien auf den ersten Blick nicht glaubhaft,

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dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwer-
de mit Urteil vom 24. November 2008 vollumfänglich abwies,

dass die Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2009 beim BFM ein zwei-
tes Asylgesuch stellte, 

dass sie zu dessen Begründung vorbrachte, Mitglied der OLF zu sein 
und an zwei Kundgebungen teilgenommen zu haben, 

dass sie in Anbetracht dieser neuen Sachlage bei der Rückkehr ernst-
hafte Nachteile zu befürchten hätte, 

dass für weitere Einzelheiten der Eingabe und die Beweismittel auf die 
Akten zu verweisen ist, 

dass  das  BFM  mit  Zwischenverfügung  vom  28.  Oktober  2009  den 
Vollzug im Sinne einer vorsorglichen Massnahme aussetzte, 

dass das BFM die Beschwerdeführerin am 20. Januar 2010 anhörte, 

dass sie dabei geltend machte, an Versammlungen der OLF teilzuneh-
men, 

dass sie einen Antrag auf Mitgliedschaft  bei  dieser Organisation ge-
stellt habe, 

dass sie auch an Veranstaltungen eines Oromo-Vereins teilnehme, 

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 20. Januar  2010 das Asylgesuch 
vom 8. Oktober 2009 ablehnte und die Wegweisung der Beschwerde-
führerin aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid unter anderem erwog, die Be-
schwerdeführerin habe unstimmige Angaben zu ihrem Engagement für 
die OLF gemacht, weshalb dieses nicht glaubhaft sei, 

dass vorliegend weder aufgrund ihrer Ethnie (Oromo) noch ihrer Teil-
nahme an oppositionellen Kundgebungen darauf geschlossen werden 
könne, sie sei in ihrem Heimatland im Falle der Rückkehr in relevanter 
Weise gefährdet, 

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dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  ihrer  Vertretung  vom 
19. Februar 2010 beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
und die Asylgewährung, eventualiter die Feststellung der Unzulässig-
keit  beziehungsweise Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs ver-
bunden mit der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz sowie in prozes-
sualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt 
Entbindung von der Vorschusspflicht (Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwal-
tungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG, 
SR 172.021]) beantragte, 

dass der Rechtsvertreter zur Begründung geltend machte, er habe sei-
ne Mandantin fälschlicherweise als Mitglied der OLF bezeichnet, 

dass sie  aber  eine  aktive Supporterin  dieser  Bewegung sei  und am 
30. Januar 2010 an einer Versammlung der OLF teilgenommen habe, 

dass sie sich durch ihre Nähe zur regimefeindlichen OLF exponiert ha-
be und vor Ort entsprechend gefährdet wäre, 

dass der Eingabe vier Fotos beilagen,

dass auf weitere Elemente der vorinstanzlichen Begründung und Argu-
mente in der Beschwerde – soweit erforderlich – in den nachfolgenden 
Erwägungen einzugehen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]), 

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  legitimiert  und  auf  die  frist-  und  form-
gerecht  eingereichte Beschwerde einzutreten ist  (Art. 6  AsylG i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG),

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dass die vorliegende Beschwerde  – wie nachfolgend aufgezeigt  – als 
offensichtlich unbegründet erscheint, weshalb darüber in einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e 
AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG), 

dass die  Schweiz  gemäss Art. 2  Abs. 1  AsylG grundsätzlich Flücht-
lingen Asyl gewährt und eine ausländische Person als Flüchtling aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei als ernst-
hafte Nachteile namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken, gelten (Art. 3 AsylG),

dass  den  frauenspezifischen  Fluchtgründen  Rechnung  zu  tragen  ist 
(Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaub-
haft zu machen ist (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält,

dass  insbesondere  Vorbringen unglaubhaft  sind,  die  in  wesentlichen 
Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind,  den 
Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder 
verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),

dass die Beschwerdeführerin in der Rekursschrift auch die Gewährung 
des Asyls beantragt, 

dass sie zur Begründung auf Vorbringen, welche im Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts vom 24. November 2008 als offensichtlich haltlos 
qualifiziert wurden, verweist, 

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dass die Vorinstanz das von der Beschwerdeführerin geltend gemach-
te exilpolitische Engagement mit zutreffender, ausführlicher und nach-
vollziehbarer Begründung als für die Flüchtlingseigenschaft nicht rele-
vant erachtet hat, 

dass gemäss Praxis eine Person, welche sich auf das Vorliegen sub-
jektiver  Nachfluchtgründe  beruft,  begründeten  Anlass  zur  Furcht  vor 
künftiger Verfolgung hat, wenn die Aktivitäten dem Heimat- oder Her-
kunftsstaat  mit  erheblicher  Wahrscheinlichkeit  zur  Kenntnis  gelangt 
sind und die Person deshalb bei einer Rückkehr in flüchtlingsrechtlich 
relevanter Weise verfolgt würde, 

dass die Beschwerdeführerin vorliegend geltend macht, als Supporte-
rin der OLF an Versammlungen und regimefeindlichen Kundgebungen 
teilgenommen zu haben, 

dass gemäss Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Ur-
teile D-4943/2006 vom 8. Juli  2008, D-2332/2008 vom 9. September 
2008, D-2401/2008 vom 6. Oktober 2008, D-5305/2008 vom 17. Okto-
ber 2008 und D-3511/2008 vom 24. Oktober 2008)  die äthiopischen 
Sicherheitsbehörden die Aktivitäten der jeweiligen Exilgemeinschaften 
in  einem  gewissen  Ausmass  überwachen  und  mittels  elektronischer 
Datenbanken registrieren, 

dass  in  Berücksichtigung  des  eingereichten  Bestätigungsschreibens 
der OLF und der Fotos eine gewisse Nähe der Beschwerdeführerin zu 
Oromo-Kreisen im Exil und allenfalls zur OLF zwar nicht auszuschlies-
sen ist, 

dass aber die Behauptung ihres Vertreters, sie sei bereits Mitglied der 
OLF, durch  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Anhörung  wieder 
korrigiert wurde, 

dass sie gleichzeitig einräumte, in der Schweiz nicht bei der Initiierung 
von Aktionen beteiligt zu sein (B 15/7, Antwort 23),

dass Mitglieder der OLF bei der Rückkehr zwar unter Umständen ei-
ner erheblichen Gefährdung ausgesetzt sein können, 

dass die Beschwerdeführerin als allfällige Supporterin mit  einem ge-
mäss aktueller Aktenlage offensichtlich sehr bescheidenen politischen 

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Profil  indes  klarerweise  nicht  als  eigentliche  Aktivistin  der  OLF  er-
scheint, 

dass die blosse Teilnahme an Protestveranstaltungen und andere nie-
derschwellige  Aktivitäten  gemäss  Praxis  der  Asylbehörden  im Allge-
meinen nicht zur Anerkennung als Flüchtling wegen subjektiver Nach-
fluchtgründe führen, 

dass  eine  Identifizierung  der  Beschwerdeführerin  durch  die  äthiopi-
schen Behörden aufgrund von Bildaufnahmen nicht als ausgeschlos-
sen erscheint, 

dass in Berücksichtigung ihres in keiner Weise herausragenden Enga-
gements  indes  entgegen  den  Beschwerdevorbringen  nicht  davon 
auszugehen ist, sie habe den gesteigerten Argwohn von äthiopischen 
Regierungsagenten erweckt, 

dass die angebliche Vorverfolgung im ersten Asylverfahren für haltlos 
erachtet wurde, weshalb die Beschwerdeführerin vor der Ausreise in 
politischer Hinsicht offensichtlich nicht verdächtig war, 

dass gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts exilpolitische Ak-
tivitäten  nur  dann  zur  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  auf-
grund von subjektiven Nachfluchtgründen führen können, wenn zumin-
dest glaubhaft gemacht wird, im Falle einer Rückkehr in den Heimat- 
bzw. Herkunftsstaat drohe infolge dieser Aktivitäten mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  politische  Verfolgung (vgl. Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  D-7379/2007  vom  6.  März  2008,  E-113/2008  vom 
26. Mai 2008), 

dass  diese  Voraussetzungen  gemäss  obenstehenden  Erwägungen 
vorliegend zu verneinen sind, zumal die Aktivitäten nicht als konkrete 
Bedrohung  für  das  politische  System  in  Äthiopien  wahrgenommen 
worden sein dürften,  

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelingt,  die  Flücht-
lingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, 
weshalb das Bundesamt diese zu Recht verneint und das Asylgesuch 
abgelehnt hat,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), 

dass vorliegend der Kanton, welchem die Beschwerdeführerin für den 
Aufenthalt während der Dauer des Asylverfahrens zugewiesen wurde, 
keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  (Art.  32  Bst.  a  der  Asylverord-
nung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]) und sie zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den ge-
setzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von ausländischen 
Personen  regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslän-
derinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erscheint, da 
es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asyl- beziehungs-
weise  flüchtlingsrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder 
glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip 
des  flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements  im vorliegenden Verfah-
ren keine Anwendung findet,  und auch keine Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  der  Be-
schwerdeführerin im Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Äthiopien dem Wegweisungsvollzug nicht 
entgegensteht,  da  in  Äthiopien  nach  Einschätzung  des  Bundesver-
waltungsgerichts  nach  wie  vor  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrscht, weshalb die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin 
grundsätzlich zu bejahen ist,

dass  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  24.  November 
2008  festgehalten  wurde,  es  sei  dem  Gericht  im  vorliegenden  Fall 
nicht  möglich,  sich  in  voller  Kenntnis  der  tatsächlichen persönlichen 
und familiären Verhältnisse der  Beschwerdeführerin  zur  individuellen 
Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu äussern, da sie gegen-
über den Asylbehörden bezüglich ihrer persönlichen Verhältnisse un-
glaubhafte Angaben gemacht habe,

dass  diese Einschätzung nach wie  vor  zutrifft  und vermutungsweise 
davon auszugehen ist, es bestehen keine individuellen Gründe, welche 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien 
schliessen lassen,

dass deshalb der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu er-
achten ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung gülti-
ger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzu-
weisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorliegenden Erwägun-
gen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen und die kumulativen Vor-
aussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
mithin nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (Einschreiben;  Bei-
lage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- _______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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