# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 536b7bbb-9749-5a85-bab1-865a7da937f3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.10.2025 SV1 2025 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-44_2025-10-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 23. Oktober 2025
mitgeteilt am 24. Oktober 2025

Referenz SV1 25 44

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
Hemmi, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Berufsbeistandschaft 
wiederum vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia 
Nievergelt Giston

gegen

Gemeinde B.________
Beschwerdegegnerin

Stadt C.________
Beigeladene

Gegenstand Sozialhilfe

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 2004, wohnte vom 15. November 2023 bis zum 
31. Januar 2025 in B.________, bevor er nach C.________ zog. Von Juni 2024 bis 
Ende Februar 2025 bezog er Sozialhilfe von der Gemeinde B.________. Seit dem 
1. Juni 2025 wird A.________ von der Stadt C.________ öffentlich-rechtlich 
unterstützt.

B. Bereits zuvor hiess die Gemeinde B.________ mit Verfügung vom 3. März 
2025 die vom Regionalen Sozialdienst D.________ (RSD) bzw. vom Beistand für 
A.________ eingereichten Gesuche um öffentliche Unterstützung insoweit gut, als 
sie ihm für die Monate Januar und Februar 2025 Sozialhilfeleistungen zusprach. In 
Bezug auf die Monate März bis Mai 2025 lehnte sie die Gesuche ab.

C. Nachdem der Beistand die Gemeinde B.________ am 19. Juni 2025 um 
Wiedererwägung dieses Entscheids ersucht hatte, wies diese das Gesuch mit 
Verfügung vom 7. Juli 2025 ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
dass der Wegzug von A.________ von B.________ nach C.________ Ende Januar 
bzw. Anfang Februar 2025 mit der Absicht des dauernden Verbleibens erfolgt sei. 
Aufgrund objektiver Kriterien habe er seinen Wohnsitz in C.________ begründet. 
Daher sei die Gemeinde B.________ ab dem 1. Februar 2025 nicht mehr 
unterstützungspflichtig. 

D. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
5. September 2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden 
erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm 
seien die gesetzlichen Leistungen in der Höhe von insgesamt CHF 5'290.55 für die 
Monate März, April und Mai 2025 zu erbringen. In prozessualer Hinsicht ersuchte 
er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung. Zur 
Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er infolge seines Wegzugs nach 
C.________ per 1. Februar 2025 grundsätzlich seinen Unterstützungswohnsitz im 
Kanton Graubünden verloren habe. Damals sei es ihm allerdings nicht möglich 
gewesen, einen neuen Unterstützungswohnsitz in C.________ zu begründen. Dies 
sei erst auf Anfang Juni 2025 möglich gewesen. Die Sozialämter beider Gemeinden 
sähen die Pflicht zur Sozialhilfe für die Monate März, April und Mai 2025 jeweils bei 
der anderen Gemeinde. Dieser negative Kompetenzkonflikt sei dahingehend zu 
lösen, dass die Gemeinde B.________ als bisherige Unterstützungsgemeinde die 
Sozialhilfe für die fehlenden drei Monate ausrichte, so dass der negative 
Kompetenzkonflikt nicht zu seinen Lasten ausgetragen werde. 

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E. Die Gemeinde B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) und die 
Stadt C.________ (nachfolgend: Beigeladene) liessen sich nicht vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die vorliegend 
angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juli 2025 ist weder 
endgültig noch kann sie bei einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich 
stellt sie ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Obergericht 
des Kantons Graubünden dar. Als formeller und materieller Adressat des 
angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt und er 
weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung auf (Art. 50 
VRG). 

1.2. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Zweigstelle 
E.________, hat dem Beistand des Beschwerdeführers mit Entscheid vom 28. Juli 
2025 in Bezug auf das Rechtsmittelverfahren betreffend die öffentliche 
Unterstützung die Zustimmung zur Prozessführung im Sinne von Art. 416 Abs. 1 
Ziff. 9 ZGB erteilt und ihn ermächtigt, eine Rechtsanwältin bzw. einen Rechtsanwalt 
mit der Führung des Prozesses zu betrauen (sog. Substitutionsrecht; vgl. act. G.1). 
In Ausübung dieses Rechts hat der Beistand des Beschwerdeführers 
Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Nievergelt Giston mit der Anfechtung der Verfügung 
vom 7. Juli 2025 betreffend Sozialhilfe beauftragt (vgl. act. G.2). Somit ist die 
Postulationsfähigkeit der Rechtsvertreterin zu bejahen. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 38 Abs. 1 und 2, Art. 39 Abs. 1 lit. b 
sowie Art. 52 Abs. 1 VRG) ist demnach einzutreten.

1.3. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10'000.00 nicht 
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der Streitwert 
unbestrittenermassen unter CHF 10'000.00 liegt und für diese Angelegenheit keine 
Fünferbesetzung vorgeschrieben ist (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRG), ist die vorliegende 
Streitigkeit einzelrichterlich zu entscheiden.

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2. Mit Verfügung vom 3. März 2025 hiess die Beschwerdegegnerin die vom 
RSD bzw. vom Beistand für den Beschwerdeführer eingereichten Gesuche um 
öffentliche Unterstützung betreffend die Monate Januar bis Mai 2025 insoweit gut, 
als sie ihm für die Monate Januar und Februar 2025 Sozialhilfeleistungen zusprach. 
In Bezug auf die Monate März bis Mai 2025 wies sie die Gesuche ab. Zur 
Begründung führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, der 
Beschwerdeführer habe seinen Wohnsitz vom 15. November 2023 bis am 
31. Januar 2025 in der Gemeinde B.________ gehabt, weshalb sie für den 
vorliegenden Fall nur teilweise zuständig sei. Die Berufsbeistandschaft sei 
verpflichtet, das Unterstützungsgesuch für den Zeitraum ab dem 1. März 2025 
gemäss Art. 5 Abs. 1 des Kantonalen Unterstützungsgesetzes (UG; BR 546.250) 
bei der Beigeladenen einzureichen. Die Wohnsitzverlegung nach C.________ habe 
der Beschwerdeführer auf eigenen Wunsch Ende Januar 2025 vollzogen. Gemäss 
SKOS-Richtlinien würden bei einem Wegzug für den ersten Monat im neuen 
Wohnort die Positionen der materiellen Grundsicherung vom bisher zuständigen 
Sozialhilfeorgan übernommen (vgl. act. B.2). Diese Verfügung blieb unstreitig 
unangefochten. Nachdem der Beistand in der Folge am 18. März 2025 die 
Beigeladene um öffentlich-rechtliche Unterstützung für den Beschwerdeführer 
ersuchte hatte (vgl. act. B.4), informierte Letztere die Berufsbeistandschaft mit E-
Mail vom 5. Mai 2025 insbesondere darüber, dass die Einwohnerkontrolle 
C.________ die Anmeldung des Beschwerdeführers nicht entgegengenommen 
habe, da er nur einen befristeten Mietvertrag bis am 30. April 2025 mit Option auf 
Verlängerung bis am 15. Mai 2025 habe vorweisen können. Ohne zivilrechtliche 
Klärung der Wohnsitznahme könnten bis auf Weiteres keine Leistungen 
zugesprochen werden (vgl. act. B.5). Daraufhin ersuchte der Beistand die 
Beschwerdegegnerin am 19. Juni 2025 um Wiedererwägung des Entscheids vom 
3. März 2025 und Bewilligung des Sozialhilfegesuchs auch für den Zeitraum März 
bis Mai 2025. Dabei machte er eine neue Sachlage geltend und führte dazu 
insbesondere aus, dass sich die Beigeladene ohne die Klärung des zivilrechtlichen 
Wohnsitzes des Beschwerdeführers für die Auszahlung der Sozialhilfe nicht für 
zuständig erachtet habe. Daher sei der zivilrechtliche Wohnsitz des 
Beschwerdeführers weiterhin in der Gemeinde B.________ gewesen, die bis zur 
Klärung der Zuständigkeit für die Sozialhilfeleistungen verantwortlich gewesen sei. 
Inzwischen habe der Beschwerdeführer ein unbefristetes Mietverhältnis eingehen 
und sich in C.________ anmelden können, wodurch sein Wohnsitz dorthin verlegt 
worden sei. Da die formellen Voraussetzungen für einen Wohnsitzwechsel nun 
erfüllt seien und die Zuständigkeit ab Juni 2025 bei der Beigeladenen liege, liege 
die Verantwortung für die Monate März bis Mai 2025 weiterhin bei der 
Beschwerdegegnerin (vgl. act. B.3). Mit Verfügung vom 7. Juli 2025 wies die 

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Beschwerdegegnerin das Wiedererwägungsgesuch ab. Zur Begründung führte sie 
im Wesentlichen aus, dass sich der Beschwerdeführer Ende Januar 2025 in 
B.________ abgemeldet und in C.________ angemeldet habe, weshalb sie ab 
Februar 2025 nicht mehr für die finanzielle Fürsorge zuständig sei. Es sei nämlich 
davon auszugehen, dass der Wegzug von B.________ nach C.________ mit der 
Absicht des dauernden Verbleibens erfolgt sei. Der Beschwerdeführer habe 
aufgrund objektiver Kriterien (Anmeldung, Mietvertrag, aktueller Wohnort) seinen 
Wohnsitz in C.________ begründet. Sie sei gemäss Art. 5 Abs. 1 UG ab dem 
1. Februar 2025 nicht mehr unterstützungspflichtig (vgl. act. B.1). Aus dem 
Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auf das 
Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers eingetreten und damit zumindest 
implizit vom Vorliegen eines anerkannten Rückkommensgrundes ausgegangen ist. 
Mit der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen materiellen Neubeurteilung 
der Sache im Rahmen eines neuen Verwaltungsverfahrens wurde die formelle 
Rechtkraft der ursprünglichen Verfügung vom 3. März 2025 beseitigt (vgl. 
KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, Rz. 2023 f.). 

3. Streitgegenstand bildet somit die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das 
Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers mangels 
Unterstützungszuständigkeit ab dem 1. Februar 2025 zu Recht abgewiesen hat. 

4.1. Gemäss Art. 115 BV werden Bedürftige von ihrem Wohnkanton unterstützt; 
der Bund regelt die Ausnahmen und Zuständigkeiten. Gestützt darauf hat die 
Bundesversammlung das Bundesgesetz vom 24. Juni 1977 über die Zuständigkeit 
für die Unterstützung Bedürftiger (Zuständigkeitsgesetz [ZUG]; SR 851.1) erlassen. 
Das ZUG präzisiert in dem durch die Verfassung vorgegebenen Rahmen, welcher 
Kanton für die Fürsorge zuständig ist, und es regelt den Ersatz von 
Unterstützungskosten unter den Kantonen (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 ZUG). Danach 
obliegt die Unterstützung eines Schweizer Bürgers grundsätzlich dem Wohnkanton 
(Art. 12 Abs. 1 ZUG). Hat die Bedürftige keinen Unterstützungswohnsitz, so wird sie 
vom Aufenthaltskanton unterstützt (Art. 12 Abs. 2 ZUG). Der Wohnkanton unterliegt 
gegenüber dem Aufenthaltskanton, der eine Bedürftige im Notfall unterstützt, einer 
gewissen Ersatzpflicht (vgl. Art. 14 ZUG). Die im ZUG für die Bestimmung der 
interkantonalen Zuständigkeit geregelten Begriffe des Aufenthalts-, Wohn- und 
Heimatkantons sind solche des Bundesrechts (vgl. BGE 150 V 297 E. 3.1, 149 V 
156 E. 4.1, 143 V 451 E. 9.2 in fine und 139 V 433 E. 3.1 mit Hinweis). Mit der 
Bestimmung des zuständigen Kantons ist noch nichts über die innerkantonale 
Zuständigkeit gesagt. Die Kantone sind frei, innerhalb ihres Gebietes vom ZUG 
abweichende Zuständigkeiten vorzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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8C_591/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.1). Insoweit sieht Art. 12 Abs. 3 ZUG vor, 
dass der Kanton das unterstützungspflichtige Gemeinwesen und die zuständige 
Fürsorgebehörde bezeichnet.

4.2. Im innerkantonalen Verhältnis kommen im Kanton Graubünden das UG, die 
weiteren kantonalen Bestimmungen wie auch grundsätzlich die Richtlinien der 
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe für die Ausgestaltung und Bemessung 
der Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien; vgl. Art. 1 Ausführungsbestimmungen zum UG 
[ABzUG; BR 546.270]) zur Anwendung (vgl. BGE 143 V 451 E. 8.2; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_701/2013 vom 14. März 2014 E. 3.2; Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 23 74 vom 5. März 2024 E. 3.2, U 
22 9 vom 17. März 2022 E. 2.4 und U 20 107 vom 13. April 2021 E. 3). Gemäss 
Art. 5 Abs. 1 UG ist diejenige politische Gemeinde unterstützungspflichtig, in 
welcher die bedürftige Person ihren Wohnsitz hat. Die Begründung und Aufgabe 
des Wohnsitzes richten sich Kraft des in Art. 6 Abs. 1 UG normierten Verweises 
nach den Grundsätzen, die gemäss ZUG im interkantonalen Verhältnis gelten (vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts 8C_79/2010 vom 24. September 2010 E. 5). Diese 
gelten damit auch im innerkantonalen Verhältnis, wenn auch als kantonales Recht 
(vgl. BGE 143 V 451 E. 8.2 und 140 I 320 E. 3.3).

4.3. Die unterstützungsbedürftige Person hat ihren Wohnsitz nach dem ZUG 
(Unterstützungswohnsitz) in dem Kanton, in dem sie sich mit der Absicht des 
dauernden Verbleibens aufhält; dieser Kanton wird als Wohnkanton bezeichnet 
(Art. 4 Abs. 1 ZUG). Der unterstützungsrechtliche Wohnsitz gemäss Art. 4 ZUG ist 
dem zivilrechtlichen (vgl. Art. 23 Abs. 1 ZGB) angeglichen: Der Wohnsitz befindet 
sich dort, wo jemand sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Da sich 
diese Absicht nach der Rechtsprechung in äusserlich erkennbaren Umständen 
verwirklichen muss, gilt als Wohnsitz einer Person der Ort, an dem sich faktisch der 
Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_223/2010 vom 5. Juli 2010 E. 3.1). Die polizeiliche Anmeldung gilt als 
Wohnsitzbegründung, wenn nicht nachgewiesen ist, dass der Aufenthalt nur 
vorübergehender Natur ist (vgl. Art. 4 Abs. 2 ZUG). Wer aus dem Kanton wegzieht, 
verliert nach Art. 9 Abs. 1 ZUG den bisherigen Unterstützungswohnsitz (vgl. BGE 
150 V 297 E. 3.2, 149 V 156 E. 4.3 und 143 V 451 E. 8.3 mit Hinweis). Ist der 
Zeitpunkt des Wegzugs zweifelhaft, so gilt derjenige der polizeilichen Abmeldung 
(Art. 9 Abs. 2 ZUG). Der Aufenthalt in einem Heim, einem Spital oder einer anderen 
Einrichtung und die behördliche Unterbringung einer volljährigen Person in 
Familienpflege begründen gemäss Art. 5 ZUG keinen Unterstützungswohnsitz. Als 
Gegenstück beendigt ein entsprechender Eintritt einen bestehenden 

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Unterstützungswohnsitz nicht (Art. 9 Abs. 3 ZUG; vgl. auch Art. 6 Abs. 3 UG). Ist 
eine offensichtlich hilfsbedürftige, insbesondere eine erkrankte oder verunfallte 
Person auf ärztliche oder behördliche Anordnung in einen andern Kanton verbracht 
worden, so gilt der Kanton als Aufenthaltskanton, von dem aus die Zuweisung 
erfolgte (Art. 11 Abs. 2 ZUG).

5. Unter den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 
seinen Unterstützungswohnsitz bis zum 31. Januar 2025 in B.________ hatte und 
bis Ende Februar 2025 Sozialhilfeleistungen von der Beschwerdegegnerin bezog. 
Zudem wird der Beschwerdeführer unstreitig seit dem 1. Juni 2025 von der 
Beigeladenen öffentlich-rechtlich unterstützt (vgl. Beschluss der 
Sozialhilfekommission C.________ vom 20. August 2025 [act. B.10]). In Bezug auf 
die vorliegend umstrittene Unterstützungszuständigkeit betreffend die Monate März, 
April und Mai 2025 stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass es 
ihm nach seinem Umzug nach C.________ per 1. Februar 2025 vorerst nicht 
möglich gewesen sei, dort einen neuen Unterstützungswohnsitz zu begründen. Die 
Sozialämter beider Gemeinden sähen die Pflicht zur Sozialhilfe für die Monate März, 
April und Mai 2025 jeweils bei der anderen Gemeinde. Dieser negative 
Kompetenzkonflikt sei dahingehend zu lösen, dass die Beschwerdegegnerin als 
bisherige Unterstützungsgemeinde die Sozialhilfe für die fehlenden drei Monate 
ausrichte, so dass der negative Kompetenzkonflikt nicht zu seinen Lasten 
ausgetragen werde. 

6.1. Vorliegend geht aus den Akten hervor, dass sich der Beschwerdeführer am 
31. Januar 2025 bei der Beschwerdegegnerin nach C.________ abmeldete (vgl. 
Verfügung vom 7. Juli 2025 [act. B.1]). Dort bezog er per 1. Februar 2025 eine 
möblierte 1-Zimmerwohnung im Rahmen eines befristeten Mietverhältnisses bis 
zum 30. April 2025 mit Verlängerungsoption bis spätestens am 15. Mai 2025 (vgl. 
Mietvertrag vom 26./27. Januar 2025 [act. B.4]; siehe betreffend Wegzug bzw. 
Zuzug nach C.________ auch Verfügungen vom 3. März 2025 und vom 7. Juli 2025 
[act. B.1 f.], Anmeldebestätigung vom 21. Juli 2025 [act. B.9], Entscheid der KESB, 
Zweigstelle E.________, vom 28. Juli 2025 [act. G.1] und 
Sozialhilfekommissionsentscheid vom 21. August 2025 [act. B.10]). Auch wollte 
sich der Beschwerdeführer in seinem Heimatort C.________ offenbar anmelden, 
was seitens der Beigeladenen aufgrund des befristeten Mietvertrags vorerst jedoch 
verweigert wurde (vgl. E-Mails vom 5. Mai 2025 und vom 19. Juni 2025 [act. B.3, 
act. B.5 und act. B.8]; siehe auch Anmeldebestätigung vom 21. Juli 2025 [act. B.9]). 
Ausserdem meldete sich der Beschwerdeführer am 13. Februar 2025 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) C.________ an (vgl. act. B.4; siehe 

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auch Antrag auf Sozialhilfeunterstützung vom 17. März 2025 [act. B.4], wonach der 
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Arbeitslosentaggelder habe bzw. 
ausgesteuert worden sei). Zudem ersuchte der Beistand für den Beschwerdeführer 
am 18. März 2025 bei der Beigeladenen um öffentlich-rechtliche Unterstützung. Aus 
dem entsprechenden Antrag geht insbesondere hervor, dass das Wohnverhältnis 
im Wohnheim F.________ von Seiten der Institution Ende November 2024 per Ende 
Januar 2025 gekündigt worden sei. Der Beschwerdeführer habe im G.________ 
keine Bleibe mehr gefunden und sei nach C.________ umgezogen. Dort habe er 
ein befristetes Wohnverhältnis bis längstens Ende April 2025 eingehen können. 
Grundsätzlich wolle der Beschwerdeführer in C.________ bleiben und einen 
Neuanfang versuchen. Gemäss seinen Angaben habe er sich an verschiedenen 
Orten beworben (vgl. act. B.4; siehe betreffend Wohnheim F.________ auch 
Verfügungen vom 3. März 2025 und vom 7. Juli 2025 [act. B.1 f.] sowie Rechnung 
vom 31. Januar 2025 [act. B.4]). Gleichermassen führte der Beschwerdeführer in 
seiner Beschwerde aus, dass er sich bei der Beschwerdegegnerin per 31. Januar 
2025 polizeilich abgemeldet habe mit der Absicht, in C.________ einen Neuanfang 
zu wagen (vgl. act. A.1). Insofern ist davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer nicht mehr in der Gemeinde B.________ wohnhaft sein wollte 
und seine dortige Unterkunft mit seinen persönlichen Effekten verlassen hat, was 
auf einen unterstützungswohnsitzauflösenden Wegzug nach Art. 9 Abs. 1 ZUG 
schliessen lässt (vgl. THOMET, Kommentar zum Bundesgesetz über die 
Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger [ZUG], 1994, Rz. 146). Sodann 
ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer 
nach seinem Wegzug regelmässig in die Gemeinde B.________ zurückgekehrt 
wäre. Solches wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht. 
Vielmehr stellt er sich in seiner Beschwerde auf den Standpunkt, dass sein 
Unterstützungswohnsitz im Kanton Graubünden bzw. in der Gemeinde B.________ 
angesichts der polizeilichen Abmeldung per 31. Januar 2025 und der damit 
verbundenen Absicht, in C.________ einen Neuanfang zu wagen, grundsätzlich 
untergegangen sei (vgl. act. A.1). Somit hat der Beschwerdeführer mit seinem 
Wegzug aus der Gemeinde B.________ Ende Januar 2025 den dortigen 
Unterstützungswohnsitz verloren. 

6.2. Solange die betreffende Person weder in einem anderen Kanton noch im 
bisherigen Wohnkanton einen neuen Wohnsitz begründet, besitzt sie in der Regel 
keinen Unterstützungswohnsitz mehr. Das Zuständigkeitsgesetz kennt nämlich im 
Gegensatz zum Zivilrecht (vgl. Art. 24 ZGB) den fiktiven Wohnsitz nicht. Der 
bisherige Wohnkanton wird gegebenenfalls zum Aufenthaltskanton (vgl. Art. 11 
Abs. 1 ZUG) und als solcher unterstützungspflichtig (Art. 12 Abs. 2 ZUG; vgl. Urteile 

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des Bundesgerichts 8C_530/2014 vom 7. November 2014 E. 3.3, 8C_233/2010 
vom 5. Juli 2010 E. 3.1, 2A.253/2003 vom 23. September 2003 E. 2, 2A.345/2002 
vom 9. Mai 2003 E. 2.1 und 2A.420/1999 vom 2. Mai 2000 E. 4b). Soweit der 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend macht, er habe in 
C.________ aufgrund des befristeten Mietvertrags vorerst keinen neuen 
Unterstützungswohnsitz begründen können, scheint er zu übersehen, dass an die 
Anforderungen zur Begründung eines Unterstützungswohnsitzes keine hohen 
Anforderungen gestellt werden dürfen und Art sowie Dauer des Aufenthalts nicht 
entscheidend sind. Auch einem bloss kurzfristigen Aufenthalt kann grundsätzlich 
wohnsitzbegründende Wirkung zukommen. Entscheidend ist, ob aufgrund der 
gesamten Umstände anzunehmen ist, dass die betreffende Person den Ort ihres 
Verweilens zum Mittel- oder Schwerpunkt ihrer Lebensbeziehungen gemacht hat 
(vgl. THOMET, a.a.O., Rz. 96 f.; VON DESCHWANDEN, Die Tücken bei der Bestimmung 
des Unterstützungswohnsitzes, in: Jusletter vom 25. März 2019 Rz. 13 und Rz. 17; 
vgl. auch Erwägung 4.3 hiervor; siehe ferner Urteil des Bundesgerichts 
8C_223/2010 vom 5. Juli 2010 E. 4.2, wonach allein aus dem Umstand, dass eine 
Person in der betroffenen Gemeinde keine eigene Wohnung gefunden und sich nur 
kurz in der Gemeinde aufgehalten habe, die Begründung eines 
Unterstützungswohnsitzes nicht ausgeschlossen werde bzw. ein länger dauernder 
Aufenthalt in derselben Gemeinde nicht Voraussetzung, sondern bloss ein Indiz 
unter anderen für die Begründung eines Unterstützungswohnsitzes sei). Wie es sich 
damit jedoch im Einzelnen verhält, kann hier offen bleiben, da die 
Beschwerdegegnerin auch beim Abstellen auf den Aufenthaltskanton – wie 
nachfolgend aufzuzeigen ist – nicht unterstützungspflichtig ist.

6.3. Wird davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer im hier 
massgeblichen Zeitraum ohne fürsorgerechtlichen Unterstützungswohnsitz war 
(vgl. so auch Beschwerde vom 5. September 2025 [act. A.1 S. 8]), so ist er vom 
Aufenthaltskanton zu unterstützen (vgl. Art. 12 Abs. 2 ZUG). Als Aufenthalt gilt die 
tatsächliche Anwesenheit in einem Kanton; dieser wird als Aufenthaltskanton 
bezeichnet (Art. 11 Abs. 1 ZUG; vgl. ferner Art. 5 Abs. 3 UG). Wann und ob ein die 
kantonale Unterstützungszuständigkeit ändernder Aufenthaltsortwechsel vorliegt, 
regelt das ZUG, ausser in Art. 11 Abs. 2 ZUG, der jedoch eine eigentliche – hier 
nicht vorliegende – ärztliche oder behördliche Zuweisung voraussetzt (vgl. 
Erwägung 4.3 hiervor), nicht. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt 
insofern eine Gesetzeslücke vor. Das Bundesgericht führt dazu aus, dass ein 
Bedürftiger nicht unter allen Umständen an jedem beliebigen Ort der Schweiz, wo 
er sich gerade aufhält – und sei es auch nur vorübergehend oder sogar auf der 
Durchreise – Unterstützung verlangen könne. Weder die Verfassung noch Art. 12 

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Abs. 2 ZUG wollten dem Bettel von Ort zu Ort Vorschub leisten (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2A.55/2000 vom 27. Oktober 2000 E. 5a). Der offen gehaltene und 
nur auf das objektive Element der Anwesenheit an einem Ort abstellende 
Aufenthaltsbegriff nach Art. 11 Abs. 1 ZUG bewirkt, dass eine Person den 
Aufenthaltsort häufig wechseln kann. In besonderen Fällen können daher mehrere 
Orte als Aufenthaltsorte in Betracht kommen. Die Funktion des Aufenthaltsorts, das 
unterstützungspflichtige Gemeinwesen zu bestimmen, schliesst die Annahme 
mehrerer konkurrierender unterstützungsbegründender Aufenthalte aus. Ein 
Aufenthalt gilt deshalb als nicht unterbrochen, wenn eine Person sich 
vorübergehend anderswo aufhält. Bestehen in einem gleichen Zeitraum mehrere 
Aufenthaltsorte nebeneinander, muss an jenem Ort die Unterstützung geleistet 
werden, zu welchem die engste Beziehung besteht, und an welchen der 
Wohnsitzlose immer wieder zurückkehrt. Es liegt allerdings keine Konkurrenz 
verschiedener Aufenthaltskantone vor, weil diese im gleichen Zeitraum nicht 
nebeneinander bestehen, sondern sich ablösen. Dies ist der Fall, wenn jemand 
umherzieht und den Aufenthaltskanton ständig wechselt. Dann können mehrere 
Kantone, unter Umständen innert kurzer Zeit, nacheinander als Aufenthaltskantone 
gelten (vgl. THOMET, a.a.O., Rz. 168 f.).

Dass sich der Beschwerdeführer im hier massgeblichen Zeitraum tatsächlich in der 
Gemeinde B.________ aufgehalten hätte, liegt nach dem Ausgeführten weder nahe 
noch ergibt sich dies aus den Akten. Ebenso wenig wird dies vom Beschwerdeführer 
behauptet. Vielmehr ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer seit Ende Januar 
2025 bzw. Anfang Februar 2025 nicht mehr in der Gemeinde B.________ wohnt 
(vgl. Erwägung 6.1 hiervor). Selbst wenn er sich vorübergehend in der Gemeinde 
B.________ aufgehalten hätte, gälte ein anderweitiger Aufenthalt deshalb nicht als 
unterbrochen (vgl. THOMET, a.a.O., Rz. 168 m.H.a. BGE 56 I 454). Insofern gilt der 
Kanton Graubünden bzw. die Beschwerdegegnerin nicht als der nach Art. 11 Abs. 1 
ZUG massgebliche Aufenthaltskanton bzw. -ort.

6.4. Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, dass sich die Sozialämter 
beider Gemeinden betreffend die Unterstützungszuständigkeit für die Monate März 
bis Mai 2025 nicht einig seien und dieser negative Kompetenzkonflikt dahingehend 
zu lösen sei, dass die Beschwerdegegnerin als bisherige Unterstützungsgemeinde 
die Sozialhilfe für diese Monate ausrichte (vgl. act. A.1). Das Merkblatt "Negative 
Kompetenzkonflikte im interkantonalen Bereich: Wer ist zuständig für die 
Unterstützung?" der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) aus dem 
Jahr 2012 (abrufbar unter: https://skos.ch/publikationen/merkblaetter) sieht in 
Ziff. 3.2 für den Fall, dass eine Person um Unterstützung ersucht und die 

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interkantonale Zuständigkeit auch nach einem gegenseitigen Austausch auf Ebene 
Sozialdienst nicht klar ist, vor, dass die beteiligten kantonalen Sozialämter 
miteinander in Kontakt treten. Aufgrund der gegenseitig vorhandenen Informationen 
zum Fall soll – wenn möglich – eine Einigung über die Zuständigkeit erreicht 
werden. Da sich negative Kompetenzkonflikte nicht auf die betroffene Person 
auswirken sollen, muss allenfalls eine Einigung über die vorsorgliche Unterstützung 
getroffen werden. 

Vorliegend ist weder dargetan noch ersichtlich, dass ein solches 
Einigungsverfahren an die Hand genommen bzw. durchgeführt wurde. Vielmehr hält 
der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde selber fest, dass es die 
Beschwerdegegnerin nach der Ablehnung des Unterstützungsgesuchs durch die 
Beigeladene unterlassen habe, den Kompetenzkonflikt zu lösen (vgl. act. A.1). 
Ausserdem ist dem besagten Merkblatt in Ziff. 2.1 folgender Grundsatz zu 
entnehmen: "Ist jemand sofort auf Hilfe angewiesen, ist er grundsätzlich dort, wo er 
sich aktuell aufhält, einstweilen, d.h. unpräjudiziell und ohne Anerkennung einer 
Rechtspflicht zu unterstützen." Selbst wenn also ein Einigungsverfahren in Gang 
gesetzt worden wäre, wäre grundsätzlich der Aufenthaltskanton und damit nicht der 
Kanton Graubünden bzw. die Beschwerdegegnerin für die einstweilige 
Unterstützung des Beschwerdeführers betreffend die Monate März bis Mai 2025 
zuständig (vgl. Erwägung 6.3 hiervor). Die vom Beschwerdeführer vorgebrachte 
Lösung (Weiterführung der Unterstützung durch die bisher zuständige Gemeinde) 
ist im Merkblatt lediglich als Ausnahme aufgeführt (vgl. Ziff. 2.2). Vor diesem 
Hintergrund kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er geltend 
macht, der negative Kompetenzkonflikt sei dahingehend zu lösen, dass die 
Beschwerdegegnerin als bisherige Unterstützungsgemeinde die Sozialhilfe für die 
fehlenden drei Monate März, April und Mai 2025 auszurichten habe.

7. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Unterstützungszuständigkeit ab dem 1. Februar 2025 zu Recht verneint hat. Die 
Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. Die 
Beschwerdegegnerin ist allerdings darauf hinzuweisen, dass mangels einer 
nachträglich erheblich veränderten Sachlage und damit mangels eines 
ausreichenden Rückkommensgrundes auf das Wiedererwägungsgesuch vom 
19. Juni 2025 nicht einzutreten gewesen wäre (vgl. KIENER/RÜTSCHE/KUHN, a.a.O., 
Rz. 2021 ff.). Dies ändert aber nichts daran, dass die mit Verfügung vom 7. Juli 2025 
erfolgte materielle Neubeurteilung der Sache im Ergebnis zu bestätigen ist. 

8.1. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG hat in der Regel die unterliegende Partei die 
Kosten des Verfahrens zu tragen, wobei sich vorliegend eine Staatsgebühr von 

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CHF 500.00 (zzgl. Kanzleiauslagen) als angemessen erweist (vgl. Art. 75 Abs. 2 
VRG). Allerdings hat der Beschwerdeführer um unentgeltliche Prozessführung und 
Verbeiständung ersucht (vgl. act. M.1). Da die Voraussetzungen dafür gegeben 
sind, kann dem Gesuch entsprochen werden. Demzufolge gehen die 
Gerichtskosten von CHF 500.00 (vorläufig) zulasten der Gerichtskasse. 

8.2. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat dem Gericht mit Schreiben 
vom 22. Oktober 2025 ihre Honorarnote eingereicht. Darin machte sie einen 
Aufwand von 1.25 Stunden à CHF 300.00, 6.5 Stunden à CHF 270.00 bzw. 3.75 
Stunden à CHF 220.00 (CHF 2'955.00) zuzüglich Spesen von 3 % (CHF 88.65) und 
8.1 % MWST (CHF 246.55), insgesamt CHF 3'290.20, geltend (vgl. act. G.3). 
Abgesehen davon, dass sich die Ausführungen in der Beschwerde vom 
5. September 2025 teilweise wiederholen (vgl. act. A.1), weist das Gesuch um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einen Detaillierungsgrad auf, der nicht 
als notwendig erachtet werden kann (vgl. act. M.1). Der ausgewiesene Zeitaufwand 
von insgesamt 11.5 Stunden erscheint daher insgesamt als zu hoch. In 
Berücksichtigung des gemäss Art. 5 Abs. 1 (i.V.m. Art. 6 HV; BR 310.250) 
geltenden Honoraransatzes für den berechtigten Aufwand im Rahmen der 
bewilligten unentgeltlichen Vertretung von CHF 200.00 pro Stunde für eine 
Rechtsanwältin bzw. einen Rechtsanwalt bzw. von CHF 150.00 pro Stunde (75 % 
von CHF 200.00) für Rechtspraktikantinnen und Rechtspraktikanten erscheint somit 
eine pauschale Parteientschädigung von CHF 2'000.00 angemessen (vgl. Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 21 53 vom 4. Februar 2022 E. 5.4 ff.).

8.3. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 
Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der 
obsiegenden Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zusteht.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Kostenverteilung:

2.a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden die 
Kosten von CHF 500.00 zulasten von A.________ von der Gerichtskasse 
übernommen.

2.b) A.________ wird in der Person von lic. iur. Claudia Nievergelt Giston eine 
Rechtsvertreterin auf Kosten des Staates bestellt. Diese wird durch die 
Gerichtskasse mit pauschal CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MWST) 
entschädigt.

2.c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A.________ 
gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und die 
Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG).

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

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5. [Mitteilungen]