# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbf4ca35-39f5-53fd-b28f-70d4e0360779
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2025 E-6731/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6731-2024_2025-04-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6731/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 30. September 2024 / N (…). 

 

 

 

E-6731/2024 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,   

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge die Türkei legal und 

mit eigenem Reisepass am 17. März 2023 verliess und am 27. März 2023 

in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Personalienaufnahme (PA) am 3. April 2023 und der 

Anhörung zu den Asylgründen vom 9. Juni 2023  zur Begründung des Asyl-

gesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei Kurde alevitischen Glau-

bens und stamme aus B._______, wo er bis zur Ausreise gelebt habe; er 

habe wegen seiner ethnischen und religiösen Zugehörigkeit Probleme be-

kommen; insbesondere habe er die kurdische Sprache nicht sprechen dür-

fen und aus politischen Gründen nicht studieren können, 

dass er das Gymnasium abgeschlossen habe und danach drei Jahre lang 

als Bauarbeiter tätig gewesen sei; danach habe er in unversicherter Anstel-

lung in Restaurants gearbeitet, 

dass sein Vater am 22. September 1995 wegen Hilfeleistungen zugunsten 

der PKK (Partiya Karkeren Kurdistane; Arbeiterpartei Kurdistans) verurteilt 

und inhaftiert worden sei; die Behörden seien monatlich ein- bis zweimal 

nach Hause gekommen und hätten manchmal Hausdurchsuchungen ohne 

entsprechenden Durchsuchungsbefehl durchgeführt; letztmals seien die 

Behörden am 15. August 2022 vorbeigekommen, 

dass er Mitglied der CHP («Cumhuriyet Halk Partisi» [Republikanische 

Volkspartei]) sei,  

dass er das starke Erdbeben vom 6. Januar 2023 in B._______ miterlebt 

habe; zwei seiner Bekannten, mit denen er zusammengewohnt habe, 

seien beim Zusammensturz der Wohnung gestorben; auch das Haus sei-

ner Familie in B._______ sei schwer beschädigt worden, 

dass er vom Vater zur Ausreise veranlasst worden sei, weil dieser nicht 

gewollt habe, dass er – der Beschwerdeführer – das gleiche Schicksal wie 

sein Vater erleide, 

dass der Beschwerdeführer im Nachgang der Anhörung, mit Eingabe vom 

13. Juni 2023, vortrug, sein Onkel in Deutschland habe beim Europäischen 

Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Beschwerde eingereicht, 

um den in der Türkei inhaftierten Vater aus dem Gefängnis zu holen; die 

Beschwerde sei damals (ohne Zeitangabe) gutgeheissen und der Vater 

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aus der Haft entlassen worden; im Übrigen sei der Beschwerdeführer bei 

der HDP («Halklarin Demokratik Partisi»; Demokratische Partei der Völker) 

«dabei gewesen», ohne offiziell  Mitglied zu sein, 

dass der Beschwerdeführer seine Identitätskarte und seinen türkischen 

Führerschein zu den Akten reichte,  

dass das SEM mit Verfügung vom 30. September 2024 das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers abwies, die Wegweisung aus der Schweiz anord-

nete und den Wegweisungsvollzug verfügte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die vom Be-

schwerdeführer geltend gemachten Behelligungen aufgrund seiner kurdi-

schen Ethnie und seines alevitischen Glaubens (Ausgrenzung, rassisti-

sche Behandlungen, Diskriminierungen, Einschränkungen bei der Verwen-

dung der kurdischen Sprache) stellten mangels Intensität keine asylbe-

achtlichen Nachteile dar, woran auch die sich nach dem Putschversuch im 

Juli 2016 allgemein verschlechternde Menschenrechtslage in der Türkei, 

von der auch die Kurden, insbesondere im Südosten der Türkei, betroffen 

seien, nichts zu ändern vermöge, 

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe aufgrund seiner eth-

nischen Zugehörigkeit nicht studieren können, nicht nachvollziehbar sei, 

nachdem seine Geschwister gemäss eigenen Angaben durchaus in der 

Lage gewesen seien, ein universitäres Studium aufzunehmen und abzu-

schliessen, 

dass sich der Beschwerdeführer im Heimatland frei habe bewegen und ei-

ner Arbeitstätigkeit habe nachgehen können, weshalb keine Anhaltspunkte 

dafür vorliegen würden, dass er ein menschenunwürdiges Leben geführt 

habe, 

dass auch die dargelegten Hausdurchsuchungen nicht eine Intensität auf-

gewiesen hätten, die beim Beschwerdeführer einen unerträglichen psychi-

schen Druck im Sinne des Asylgesetzes ausgelöst hätten, nachdem er 

nach der letzten Hausdurchsuchung am 15. August 2022 noch ein halbes 

Jahr in der Türkei geblieben sei, 

dass die vorgetragenen Razzien zudem im Zusammenhang mit dem Ver-

fahren des Vaters im Jahr 1995 durchgeführt worden sein sollen und eine 

direkte Verbindung zwischen diesen behördlichen Massnahmen und der 

Person des Beschwerdeführers nicht ersichtlich sei, 

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dass der Beschwerdeführer selbst kein politisches Profil aufweise, welches 

ein Verfolgungsinteresse der türkischen Behörden begründen könnte, 

dass er zwar angegeben habe, Mitglied der CHP zu sein, es sich aber bei 

dieser um eine legale Partei handle, weshalb diese Mitgliedschaft kein Ver-

folgungsinteresse des türkischen Staates zu begründen vermöge, 

dass auch der – nach der Anhörung vom 9. Juni 2023 – erfolgte Nachtrag 

in der Eingabe vom 13. Juni 2023, wonach der Beschwerdeführer – ohne 

offizielle Mitgliedschaft – bei der HDP «dabei gewesen» sei, nicht zur 

Schärfung seines politischen Profils beitrage, 

dass auch das weitere Vorbringen in dieser Eingabe, wonach der Onkel 

eine Beschwerde gegen die damalige Inhaftierung des Vaters beim EGMR 

eingereicht habe und der Vater in der Folge freigelassen worden sei, für 

den Beschwerdeführer nicht asylbeachtlich sei, weil diesem aus dem Ver-

fahren des Vaters keine Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG erwachsen 

seien und auch die Hausdurchsuchungen im Haus der Familie in erster 

Linie den Vater betroffen hätten, 

dass der Beschwerdeführer die Türkei legal verlassen habe und er zudem 

angegeben habe, dass im Heimatland keine Verfahren gegen ihn eingelei-

tet worden und in E-Devlet (Anmerkung des Gerichts: Online-System für 

die Bereitstellung elektronischer Behördendienste in der Türkei), keine Ein-

träge seine Person betreffend vorhanden seien, 

dass den vom Beschwerdeführer persönlich beim Erdbeben vom 6. Feb-

ruar 2023 erlittenen Nachteilen keine flüchtlingsrechtlich relevanten Motive 

zugrunde gelegen seien, weshalb auch diesen die Asylrelevanz abgespro-

chen werden müssten, 

dass schliesslich der Wegweisungsvollzug auch unter Mitberücksichtigung 

der Niederschlagung des Militärputschversuches vom 15./16. Juli 2016 

und des am 6. Februar 2023 erfolgten Erdbebens als zulässig, zumutbar 

und möglich einzustufen sei,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Oktober 2024 (Postauf-

gabe) gegen die SEM-Verfügung vom 30. September 2024 fristgerecht Be-

schwerde erhob und dabei die Aufhebung des angefochtenen Entscheides 

beantragte, 

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dass er zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen vortrug, der 

mit der Durchführung der Anhörung beauftragte Befrager habe während 

des Interviews keine detaillierten Fragen zum kurdisch-alevitischen Prob-

lem in der Türkei gestellt, weshalb er seine Situation nicht gebührend und 

vollständig habe darlegen können, 

dass sein Herkunftsdorf (C._______) aufgrund seiner politischen und reli-

giösen Identität in der Türkei bekannt sei und er in den Schulen, die er 

besucht habe und an den Arbeitsstellen, an denen er tätig gewesen sei, 

wegen seiner alevitisch-kurdischen Identität stets ausgeschlossen worden 

sei, 

dass seine Familie und er immer die HDP unterstützt hätten und er auch 

Sympathisant dieser Partei sei,  

dass seine Mitgliedschaft bei der CHP aus der in der Türkei herrschenden 

religiösen und politischen Atmosphäre entstanden sei, die bei ihm Angst 

und Ausgrenzung hervorgerufen habe, weshalb er nicht in die Türkei zu-

rückkehren wolle, 

dass er seiner Beschwerde ein Referenzschreiben einer Drittperson vom 

15. Oktober 2024 beilegte, 

 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

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Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass auf die vorgängige Instruktion des Beschwerdeverfahrens verzichtet 

wird, da ein direkter Entscheid in der Sache selbst getroffen werden kann, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass der flüchtlings- und wegweisungsrechtliche Sachverhalt vorliegend 

vollständig und richtig festgestellt wurde und die Verfügung des SEM vom 

30. September 2024 in der sachlich gebotenen Tiefe hinreichend begrün-

det erscheint, 

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dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nicht konkret 

darlegt, inwiefern er seine Situation nicht gebührend und vollständig habe 

darlegen können (vgl. S. 1),  

dass er anlässlich der Anhörung vom 9. Juni 2023, welche in Anwesenheit 

seines damaligen Rechtsvertreters durchgeführt wurde, seine Asylgründe 

einlässlich hat darlegen können und im Rahmen eines freien Berichts (vgl. 

SEM-Akt. 1243433-15/13 [hiernach: A15] Antwort 56) als auch auf konkrete 

Fragen und Nachfragen hin (vgl. A15 Antworten 57 ff.) zu Protokoll geben 

konnte, welche Gründe ihn zum Verlassen seines Heimatstaates veran-

lasst haben,  

dass ihm insbesondere einlässlich und hinreichend Gelegenheit einge-

räumt wurde, die aufgrund seiner kurdischen Ethnie und seines aleviti-

schen Glaubens erlebten Ereignisse und Vorfälle darzutun und er auch ent-

sprechende Ausführungen zu Protokoll gegeben hat (vgl. A15 Antworten 

54, 56, 67, 68, 74),  

dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung explizit zu Protokoll gegeben 

hat, dass er alles habe deponieren können, was er für sein Asylgesuch als 

wichtig erachte (vgl. A15 Antwort 80) und er das diesbezügliche Protokoll 

als vollständig und korrekt mit seiner Unterschrift bestätigt hat (vgl. A15 S. 

13), 

dass daher die in der Beschwerde sinngemäss erhobenen Rügen der un-

vollständigen Befragung und Verletzung der Untersuchungspflicht unbe-

gründet sind,  

dass keine Hinweise dafür bestehen, dass das SEM den rechtserheblichen 

Sachverhalt falsch oder unvollständig erhoben hätte, weshalb auch kein 

Anlass besteht, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sache 

zur ergänzenden Sachverhaltserhebung (und zur Neubeurteilung) an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass übereinstimmend mit dem SEM festzustellen ist, dass die vom Be-

schwerdeführer geltend gemachten Nachteile nicht asylrelevant sind,  

dass die Erwägungen des SEM betreffend die fehlende Asylrelevanz der 

CHP-Mitgliedschaft sowie die Sympathie für die HDP zu bestätigen sind, 

nachdem der Beschwerdeführer über kein besonderes politisches Profil 

verfügt, 

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dass diese Feststellung durch die Umstände, dass nie ein Verfahren gegen 

ihn eröffnet worden sei, sein «e-Devlet»-Account keine Einträge aufweise 

und er nie vor Gericht oder in Haft war (vgl. A15 Antworten 30, 31 und 60), 

weiter bestärkt wird, 

dass er auch in der Schweiz keine exilpolitischen Tätigkeiten ausgeübt hat 

(vgl. A15 Antwort 61), weshalb insgesamt keine Umstände darauf hindeu-

ten, dass er von den türkischen Behörden als exponierter Verfechter der 

kurdischen Sache wahrgenommen wird,  

dass übereinstimmend mit dem SEM auch festzuhalten ist, dass die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Diskriminierungen aufgrund seiner 

kurdischen Ethnie respektive seines alevitischen Glaubens nicht asylrele-

vant sind (vgl. statt vieler die Urteile BVGer E-445/2024 vom 4. April 2024 

E. 6.3, E-90/2023 vom 14. März 2023 E. 7.4 und E-2639/2020 vom 8. No-

vember 2022 E. 7.12, je m.w.H. sowie BVGE 2014/32 E. 7.2; 2013/21 

E. 9.1), 

dass seine Geschwister gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers 

(vgl. A15 Antworten 13, 68 und 69) ein universitäres Studium absolviert ha-

ben, weshalb sein Vorbringen, ihm sei wegen seiner ethnischen und religi-

ösen Zugehörigkeit ein Studium verwehrt worden, nicht nachvollziehbar 

bleibt,  

dass der Beschwerdeführer im Übrigen mehrere Berufe (in der Gastrono-

mie, auf dem Bau) ausgeübt und in verschiedenen Firmen gearbeitet hat 

(vgl. A15 Antworten 13, 14, 23 und 70), weshalb sein Vorbringen, ihm sei 

ein menschenwürdiges Leben in der Türkei aus ethnischen und religiösen 

Gründen nicht möglich gewesen, in dieser pauschalen Form nicht zutrifft, 

dass das geltend gemachte Verfahren gegen den Vater im Jahr 1995 und 

dessen Inhaftierung sowie die im Haus seiner Eltern angeblich durchge-

führten Hausdurchsuchungen für den Beschwerdeführer offenbar keine 

ernsthaften Konsequenzen nach sich gezogen haben, nachdem er keine 

diesbezüglichen Nachteile im Sinne des Asylgesetzes vorgetragen hat, 

weshalb auch keine Hinweise auf eine Reflexverfolgung vorliegen,  

dass der Beschwerdeführer die Türkei im März 2023 und somit erst sieben 

Monate nach der letzten behördlichen Durchsuchung des Hauses seiner 

Familie am 15. August 2022 (vgl. A15 Antwort 51) verlassen hat, 

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dass deshalb diese Razzien für die Ausreise des Beschwerdeführers we-

der zeitlich noch sachlich kausal gewesen sein dürften,   

dass das SEM zum zutreffenden Ergebnis gelangt ist, dass die Vorbringen 

des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft 

gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten, 

dass in der Beschwerdeeingabe vom 26. Oktober 2024 insgesamt keine 

stichhaltigen Argumente vorgetragen werden, die zu einer von derjenigen 

der Vorinstanz abweichenden Beurteilung des geltend gemachten Sach-

verhalts führen könnten, 

dass es dem Beschwerdeführer zusammenfassend nicht gelingt, die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen, weshalb das Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt 

hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass gemäss konstanter Praxis in der Türkei nicht von einer flächende-

ckenden Situation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhält-

nissen auszugehen ist (vgl. Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 

8. November 2024 E. 13), 

dass sich das SEM in der angefochtenen Verfügung mit der Situation in der 

Türkei nach dem verheerenden Erdbeben im Februar 2023 auseinander-

gesetzt (vgl. Ziffer III/2) hat,  

dass das SEM die vom Beschwerdeführer vorgetragenen, persönlich erlit-

tenen Nachteile wegen des Erdbebens nicht in Frage gestellt hat, und auch 

das Bundesverwaltungsgericht keine Veranlassung hat, hieran zu zweifeln,  

dass der Beschwerdeführer über einen Gymnasialabschluss sowie Arbeits-

erfahrung in mehreren Branchen verfügt (vgl. A15 Antworten 66 und 13), 

weshalb die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit und die Sicherung 

seiner Existenz in der Türkei zumutbar erscheinen,   

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dass er in der Türkei über ein solides, tragfähiges familiäres Beziehungs-

netz verfügt (Eltern und mehrere Geschwister, unter anderem in Istanbul; 

vgl. A15 Antwort 39) und sich darüber hinaus weitere Verwandte in der 

Schweiz aufhalten (Brüder, Onkel, Tante, Cousin; vgl. A15 Antwort 9), 

dass deshalb davon auszugehen ist, dass er bei Bedarf auf die soziale und 

finanzielle Hilfe seiner Familie wird zählen können und seine Verwandten 

ihn bei seiner Reintegration unterstützen und ihm bei Bedarf Obdach ge-

währen können, 

dass es dem Beschwerdeführer auch unbenommen bleibt, sich ausserhalb 

seiner vom Erdbeben betroffenen Heimatgegend in B._______, in einem 

anderen Gebiet seines Heimatstaates niederzulassen, – beispielsweise in 

Istanbul, wo zwei seiner Geschwister leben (vgl. A15 Antwort 40) –, sollte 

er eine Rückkehr in seine Herkunftsprovinz nicht mehr in Betracht ziehen,  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben keine eigentlichen 

gesundheitlichen Beschwerden hat, ausser dass er einen (…) hat, welcher 

auch in der Türkei ärztlich behandelt worden ist (vgl. A15 Antwort 7), 

dass weder diese Einschränkung noch der Umstand, dass der Beschwer-

deführer nach dem erlebten Erdbeben aus nachvollziehbaren Gründen 

psychisch angeschlagen war, medizinische Wegweisungshindernisse dar-

stellen,   

dass der Wegweisungsvollzug in die Türkei nach dem Gesagten als zu-

mutbar zu qualifizieren ist, 

dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten- 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) sind. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Sandra Bodenmann 

 

 

Versand: