# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a8af6cf-a630-5cb7-a165-8df70ff1a8c8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.06.2020 725 19 363/145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-363-145_2020-06-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juni 2020 (725 19 363 / 145) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Entlastungsbeweis bei Listendiagnose 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Serge Flury, Rechtsan-
walt, Kasinostrasse 38, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

Beigeladene Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, vertreten durch 
Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am Bahnhof GmbH, Gü-
terstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
 
 
 

Betreff Leistungen 
 
 
A. Die 1996 geborene A.____ verspürte beim Basketballspielen am 20. März 2017 nach 
einem Aufspringen und Landen Schmerzen im linken Knie. Die Untersuchung am nächsten Tag 

 
 
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im Spital B.____ ergab einen Verdacht auf eine Läsion des Innenmeniskus links. Die Suva aner-
kannte ihre Leistungspflicht und kam für die Arztkosten auf. Am 15. Juni 2018 traten beim Joggen 
erneut Schmerzen im linken Knie auf. Zu diesem Zeitpunkt war A.____ über ihre Arbeitgeberin 
bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Die Erstbe-
handlung erfolgte am 17. Juni 2018 wieder im Spital B.____. Bei der klinischen Untersuchung 
wurden Druckschmerzen infrapatellär festgestellt bei einem ansonsten unauffälligen Knie. Eine 
eingehendere, orthopädische Untersuchung wurde empfohlen. Die von Dr. med. C.____, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, veranlasste und 
am 2. Juli 2018 durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRT) zeigte einen Riss des Innen-
meniskus im Übergangsgebiet Hinterhorn/Corpus, einen radiären Riss am freien Rand des Aus-
senmeniskus beim Übergang Corpus/Vorderhorn und eine Partialruptur des Ligamentum patellae 
bei der Patellaspitze. Aufgrund der schon länger bestehenden Symptomatik und der radiären 
Rissbildung empfahl Dr. C.____ A.____ die arthroskopische Meniskussanierung, da kaum mit 
einer spontanen Besserung zu rechnen sei und gleichzeitig bei einem Radiärriss ein Progredi-
enzrisiko bestehe. In der Folge meldete die Versicherte der Suva mit Schadenmeldung vom 17. 
Juni 2018 einen Rückfall zum Vorfall vom 20. März 2017 an. Da die Suva mit Schreiben vom 4. 
Juli 2018 durchblicken liess, dass sie das Ereignis vom 15. Juni 2018 nicht als Rückfall betrach-
tete, meldete die Versicherte über ihre Arbeitgeberin mit Bagatellunfallmeldung vom 17. Juli 2018 
das Ereignis der AXA an. Der operative Eingriff wurde schliesslich am 18. Oktober 2018 durch-
geführt. Mit Verfügung vom 5. März 2019 lehnte die AXA ihre Leistungspflicht ab mit der Begrün-
dung, dass weder ein Unfall nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 vorliege noch eine Leistungspflicht ge-
stützt auf die Bestimmung der unfallähnlichen Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 2 des Bundes-
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 bestehe, da die diagnostizierte 
Meniskusschädigung vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sei. Die dagegen erhobene Ein-
sprache vom 4. April 2019 wies die AXA mit Entscheid vom 7.  Oktober 2019 ab, nunmehr mit 
der Begründung, dass der diagnostizierte Meniskusschaden nicht unter Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 
falle, da es sich nicht um eine akute Verletzung handle. Auch die Suva lehnte eine Leistungspflicht 
mit Verfügung vom 25. März 2019 sowie mit Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2019 ab.  
 
B. Gegen den Einspracheentscheid der AXA erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt 
Serge Flury, mit Eingabe vom 7. November 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung So-
zialversicherungsrecht. Er beantragte für seine Mandantin, der angefochtene Einspracheent-
scheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen aus dem 
Ereignis vom 15. Juni 2018 zuzusprechen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
dass die Listendiagnose Meniskusriss gemäss Dr. C.____ und Dr. med. D.____, FMH Radiologie, 
als gesichert gelte (vgl. Berichte vom 2. Juli 2018 und 8. Juli 2018). Selbst der beratende Arzt der 
AXA, Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, spez. Sportmedizin, habe in seinem Bericht vom 30. De-
zember 2018 festgehalten, dass es sich beim Riss des Innenmeniskus um eine Listendiagnose 
gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG handle, dieser sei aber vorwiegend auf Abnützung zurückzufüh-
ren. Somit sei die Begründung der AXA in ihrem Einspracheentscheid, dass keine unfallähnliche 
Körperschädigung vorliege, falsch. Die Listenverletzung sei ferner nicht überwiegend degenera-
tiver Natur. So habe der Kreisarzt der Suva, Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 

 
 
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Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 20. Februar 2019 klar festge-
halten, dass die intraoperativ erstellte Bildgebung keinerlei Hinweise auf degenerative Verände-
rungen im Bereich des linken Kniegelenkes gebe. Dies wäre angesichts des jungen Alters der 
Versicherten auch erstaunlich. Vielmehr liege nach Dr. F.____ eine Listendiagnose vor, welche 
definitiv nicht auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Angesichts dieser Sachlage 
bleibe der AXA nichts anderes übrig, als ein Gutachten zur Klärung der Ursache für den Menis-
kusschaden einzuholen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 27. Dezember 2019 beantragte die AXA die Abweisung der 
Beschwerde. Die diagnostizierte Schädigung des Meniskus sei gemäss der ausführlichen medi-
zinischen Stellungnahme von Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 19. August 2019 sowie dem Bericht von Dr. E.____ vom 30. 
Dezember 2018 Folge eines Verschleissprozesses. Dies lasse sich bereits damit begründen, 
dass der Schadenmechanismus (normales Auftreten beim Joggen) mit Blick auf die versiche-
rungsmedizinische Standardliteratur nicht geeignet sei, die diagnostizierte Schädigung zu verur-
sachen, womit die Ursache degenerativer Natur sei. Die AXA sei somit nicht leistungspflichtig. 
 
D. Mit Verfügung vom 14. Januar 2020 wurde die Suva zum Verfahren beigeladen. Mit Ein-
gabe vom 11. März 2020 verzichtete sie auf eine ausführliche Stellungnahme. Sie führte an, dass 
vorliegend einzig strittig sei, ob die Beschwerden degenerativer Genese seien oder vom Ereignis 
vom 15. Juni 2018 herrührten. Sowohl die AXA als auch die Suva würden im vorliegenden Ver-
fahren zu Recht nicht behaupten, dass die Beschwerden vom Ereignis vom 20. März 2017 stam-
men würden (womit die Suva leistungspflichtig wäre).  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann 
gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungs-
gericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren 
Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.___ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 7. November 2019 ist demnach 
einzutreten.  
 
2. Vorliegend ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht abge-
lehnt hat. 

 
 
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2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
2.2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere 
Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück 
zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache. Der äussere Faktor ist unge-
wöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen über-
schreitet (BGE 134 V 76). 
 
2.2.2 Unbestritten ist, dass es sich beim Vorfall vom 15. Juni 2018 nicht um einen Unfall im 
Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG handelt, da der beschriebene Bewegungsablauf (Joggen) keine 
Programmwidrigkeit bzw. keine unkoordinierte Bewegung darstellt. 
 
2.3.1 Als Grundlage für eine Leistungspflicht der AXA kommt daher nur eine unfallähnliche 
Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Frage. Nach Art. 6 Abs. 2 UVG (in der ab 
1. Januar 2017 geltenden Fassung) wird der Unfallversicherer bei Vorliegen einer diagnostizier-
ten Listenverletzung (lit. a-h) grundsätzlich leistungspflichtig, solange er nicht den Nachweis dafür 
erbringt, dass die fragliche Listenverletzung (hier: Meniskusriss [lit. c]) vorwiegend, d.h. im ge-
samten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 
ist (vgl. BGE 146 V 51). Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verlet-
zung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden 
Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung 
zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auf-
tretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden (BGE 
146 V 51). 
 
2.3.2 Die MRT vom 2. Juli 2018, die nach dem Joggen vom 15. Juni 2018 angefertigt wurde, 
weist gemäss Beurteilung des Radiologen Dr. D.____ einen Riss des Innenmeniskus im Über-
gangsgebiet Hinterhorn/Corpus aus, ferner einen radiären Riss am freien Rand des Aussen-
meniskus beim Übergang Corpus/Vorderhorn. Damit sind zwei Meniskusrisse, einer am Innen-
meniskus und einer am Aussenmeniskus, dokumentiert. Diese Diagnose wird in sämtlichen Be-
richten der behandelnden Ärzte bestätigt. Selbst der beratende Arzt der AXA, Dr. E.____, ver-
wendet die Terminologie des Meniskusrisses und bestätigt in seinem Bericht vom 30. Dezember 
2018, dass es sich um eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG handle. Einzig 
der Vertrauensarzt der AXA, Dr. G.____, verneint das Vorliegen einer Listenverletzung mit der 

 
 
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Begründung, dass unter einem Meniskusriss das Reissen des Meniskus bei einem akuten 
Trauma zu verstehen sei, was aber im vorliegenden Fall nicht zutreffe. Hier handle es sich um 
einen degenerativ bedingten Meniskusschaden. In gleicher Weise argumentiert die AXA in ihrer 
Vernehmlassung, wenn sie vorbringt, dass auch die Klassifikation gemäss ICD-10 zwischen de-
generativ bedingten und akuten Meniskusrissen unterscheide und der Gesetzgeber mit dem Me-
niskusriss gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG nur den akuten Riss gemeint habe. 
 

2.3.3 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Die Diagnose resp. die Definition eines 
Meniskusrisses gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG kann nicht davon abhängen, ob die Ruptur trau-
matisch oder degenerativ bedingt ist. Ansonsten würde gar kein Anwendungsbereich für den Ent-
lastungsbeweis verbleiben, der aber gesetzlich vorgesehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 18. Februar 2020, 8C_618/2019, E. 6.2.1 und 6.2.2). Der Zweck des Instituts der unfallähn-
lichen Körperschädigung besteht nicht darin, krankhafte oder degenerative Körperschäden von 
der obligatorischen Unfallversicherung auszuschliessen, sondern vielmehr darin, die oft schwie-
rige Abgrenzung zwischen Unfall und Krankheit zugunsten der Versicherten zu vermeiden (vgl. 
BGE 146 V 51 E. 8.4). Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat die AXA gestützt auf beweiskräf-
tige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – 
nachzuweisen, dass der operierte Meniskusschaden vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachen-
spektrum zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. 
 
2.3.4 Zu diesem Zweck berief sich die AXA auf den Bericht ihres Vertrauensarztes, Dr. 
G.____, vom 19. August 2019. Darin wurde ausgeführt, dass die Äusserungen des Kreisarztes 
der Suva, Dr. F.____, zur traumatischen Entstehung der Meniskusschädigung nicht nachvollzieh-
bar seien. Traumabiologisch sei es undenkbar, dass beim Auftreten beim Joggen eine Meniskus-
ruptur entstehen könne. In der ärztlichen Untersuchung vom 17. Juni 2018 sei das linke Knie frei 
beweglich und ergussfrei gewesen. Die Meniskuszeichen seien negativ gewesen. Zehn Tage 
später habe Dr. C.____ einen minimalen Erguss gefunden sowie einen dezenten Druckschmerz 
über dem lateralen Gelenkspalt. Insgesamt habe es damit keine Anzeichen für eine klinische 
Manifestation einer Meniskusschädigung gegeben. Auch der laterale Gelenkspaltschmerz sei 
nicht als Ausdruck einer lateralen Meniskusläsion zu sehen, da eine solche Läsion arthroskopisch 
nicht nachweisbar gewesen sei. Den Beurteilungen von Dr. F.____ bezüglich MRT vom 2. Juli 
2018, wonach es sich beim Innenmeniskus um eine frische Meniskusläsion handle, könne somit 
klar nicht gefolgt werden. Die Veränderungen in der Meniskussubstanz medial seien zu offen-
sichtlich. Eine relevante Meniskusschädigung lateral könne vielmehr mit den arthroskopischen 
Bildern widerlegt und ausgeschlossen worden. Die Veränderungen am medialen Meniskus seien 
nicht in der gut durchbluteten Peripherie, sondern in der Prädilektionsstelle für degenerative Ver-
änderungen in der Substanz selbst lokalisiert, was gegen eine traumatische Entstehung spreche. 
Das Fehlen von Knorpelschäden und das junge Alter der Versicherten sprächen nicht gegen eine 
degenerative Entwicklung der chronischen Meniskusschädigung. Zudem seien die Kriterien für 
die Entstehung einer isolierten Meniskusverletzung gemäss Literatur (Ludolph/Schür-
mann/Gaidzik: Kursbuch der ärztlichen Begutachtung, aktuelle Ausgabe 2018) nicht erfüllt. So 
gebe es auch keine Hinweise für die obligaten Begleitschädigungen osteochondral (bone bruise) 
bzw. an den benachbarten Bandstrukturen. Üblicherweise vermöge eine MRT oder die Arthro-
skopie allein nicht die Beweisgrundlagen zu vermitteln, um eine traumatische Genese plausibel 

 
 
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zu machen. Es brauche immer die überzeugende Kongruenz aller erwähnten Faktoren. Bilanzie-
rend komme er klar zum Schluss, dass die mediale Meniskusveränderung am linken Knie kei-
neswegs die Kriterien einer frischen traumatischen Meniskusveränderung, entstanden am 30. 
März 2017 oder am 15. Juni 2018, erfülle. Die Kriterien einer klinisch relevanten Meniskusschä-
digung seien höchstens knapp erfüllt. Alle Umstände würden auf eine vorwiegend bereits im März 
2017 vorbestehende degenerative Veränderung hindeuten. 
 
2.3.5 Dr. F.____ führte in seinem Bericht vom 15. November 2018 aus, dass die Läsion des 
Innenmeniskus eindeutig nicht degenerativer Natur sei. Es handle sich um eine frische Läsion. 
Dr. C.____ habe auch einen mässigen Erguss dokumentiert, was ebenfalls für eine frische Läsion 
spreche. Die von Dr. E.____ gemachte Aussage, dass es sich um eine vorwiegend auf Abnützung 
zurückzuführende Ruptur im Bereich des Innenmeniskus handle, könne sowohl durch die im MRT 
als auch durch die intraoperativ erhobenen Befunde widerlegt werden. Die Meniskusläsionen im 
Bereich des Innen- als auch des Aussenmeniskus seien bei der 21-jährigen Versicherten eindeu-
tig unfallbedingt. 
 
2.3.6 Zu diesem Bericht nahm der Vertrauensarzt der AXA, Dr. E.____, mit Bericht vom 
20. Dezember 2018 Stellung und führte namentlich aus, dass das Ereignis vom 15.  Juni 2018 
nicht geeignet gewesen sei, gleichzeitig eine mediale und laterale Meniskusläsion zu verursa-
chen. Ferner belege die Beschreibung im Operationsbericht von Dr. C.____, wonach der Riss 
des medialen Meniskus nicht vollständig transmeniskal sei, dass der Riss auf Abnützung zurück-
zuführen sei. 
 
2.3.7 Der Kreisarzt äusserte sich dazu am 20. Februar 2019. Ohne das Ereignis beim Joggen 
hätte keine ärztliche Konsultation stattgefunden, so dass der kausale Zusammenhang zwischen 
dem Ereignis und dem Meniskusschaden erwiesen sei. Im Weiteren sei die Unmöglichkeit eines 
gleichzeitigen Entstehens einer medialen und lateralen Meniskusläsion eine reine Behauptung. 
Vielmehr würden bei einem entsprechenden Distorsionstrauma Scherkräfte entstehen, welche 
den Innen- und Aussenmeniskus gleichzeitig schädigen könnten. Ferner gebe die ausführliche, 
intraoperativ erstellte Bilddiagnostik keinerlei Hinweise auf degenerative Veränderungen, was bei 
der jungen Versicherten mit Jahrgang 1996 auch sehr erstaunlich wäre. Sowohl im Bereich des 
Meniskus als auch im Bereich des Knorpels gebe es keine Zeichen degenerativer Veränderun-
gen. Der Riss des Innenmeniskus sei ohne jegliche Manipulation erkennbar. So habe der Opera-
teur, Dr. C.____, beschrieben, dass der Riss im Bereich des medialen Meniskus in seiner gesam-
ten Zirkumferenz eingesehen werden könne. Im Übrigen habe Dr. C.____ die Naht im Bereich 
des Innenmeniskus angelegt, was für eine unfallbedingte Verletzung des Meniskus und gegen 
eine degenerative Läsion spreche. Die operative Versorgung durch diese Nahttechnik werde ten-
denziell bei jüngeren Patienten ohne degenerative Veränderungen angewandt. 
 
3. Bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im We-
sentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei-

 
 
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fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungs-
externe medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten 
anzuordnen (BGE 135 V 465 und 122 V 157 E. 1d).  
 
4. Der Vertrauensarzt, Dr. F.____, und der beratende Arzt der AXA, Dr. E.____, argumen-
tieren vorwiegend dahingehend, dass eine traumatische Ursache auszuschliessen und weniger 
in dem Sinne, dass eine degenerative Ursache positiv nachgewiesen sei. So wird gegen eine 
traumatische Genese das Fehlen eines entsprechenden Mechanismus vorgebracht. Dem Argu-
ment des Kreisarztes, dass die Scherkräfte einer Distorsion beide Menisken gleichzeitig schädi-
gen können, wird entgegengehalten, dass eine Distorsion gar nicht dokumentiert sei. Dieser Ein-
wand leuchtet zwar ein, damit ist aber noch nichts darüber gesagt, ob die einfache Belastung 
durch das Joggen nicht wenigstens einen der beiden Menisken schädigen konnte und ob die 
umstrittene degenerative Vorbelastung dabei für die Schädigung mehr als 50 % verantwortlich 
ist. Im Weiteren wird der Feststellung von Dr. F.____ und Dr. C.____, dass aufgrund des jugend-
lichen Alters der Versicherten eine degenerative Genese des Meniskusschadens sehr unwahr-
scheinlich sei, seitens Dr. G.____ lediglich entgegengehalten, dass das Alter eine degenerative 
Schädigung nicht ausschliesse, eine mögliche Begründung dafür fehlt aber. Was schliesslich die 
intraoperative Bildgebung angeht, so wird diese von Dr. F.____ und Dr. G.____ völlig unterschied-
lich interpretiert. Während Dr. F.____ auf den Bildern klar frische Schäden erkennt, sieht Dr. 
G.____ auf den Bildern Hinweise auf eine degenerative Genese der Meniskusschäden. Während 
Dr. F.____ seine Beurteilung begründet (mit dem bestehenden Erguss sowie der Naht im Bereich 
des Innenmeniskus), erläutert Dr. G.____ seine Einschätzung nicht weiter. Schliesslich führt Dr. 
E.____ das Fehlen eines vollständigen transmeniskalen Risses für die degenerative Entstehung 
der Schädigung an. In Bezug auf die Ursache des Meniskusschadens und die Interpretation der 
intraoperativen Bildgebung besteht ganz offensichtlich ein Expertenstreit. Da bereits geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit von internen medizinischen Berichten genügen, um eine versiche-
rungsexterne Abklärung auszulösen, ist eine solche vorliegend aufgrund der fachärztlichen Dif-
ferenzen unumgänglich. Die Angelegenheit ist demnach an die Vorinstanz zurückzuweisen, um 
die Frage, ob der Meniskusschaden mehr als 50 % auf Abnützung zurückzuführen ist bzw. dege-
nerativer Natur ist, mittels externen Gutachtens nach dem Verfahren gemäss Art. 44 ATSG zu 
klären. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
5. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben. Gemäss Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteient-
schädigung. Der Rechtsvertreter hat gemäss Honorarnote vom 7. April 2020 einen Aufwand von 
7 Stunden und 20 Minuten ausgewiesen. Die detaillierte Abrechnung beinhaltet nun allerdings 
auch Bemühungen von 3 Stunden und 40 Minuten, die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
bis zum Erlass des Einspracheentscheides erbracht worden sind. Bei der Festsetzung einer Par-
teientschädigung für das versicherungsgerichtliche Verfahren kann aber nur der im Rahmen des 
eigentlichen Beschwerdeverfahrens, d.h. der nach der Zustellung des Einspracheentscheides 
entstandene Aufwand berücksichtigt werden. Art. 52 Abs. 3 ATSG hält ausdrücklich fest, dass im 
Einspracheverfahren in der Regel keine Parteientschädigungen ausgerichtet werden. Für die 
Festsetzung der Parteientschädigung im vorliegenden Beschwerdeverfahren können somit ein 

 
 
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ausgewiesener Zeitaufwand von 3 Stunden und 40 Minuten berücksichtigt werden. Der Be-
schwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'046.45 (3 Stunden 
und 40 Minuten + Auslagen von Fr. 55.-- zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
6. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
- mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 7. Oktober 2019 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die AXA Versicherungen AG hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 1'046.45 (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) auszurichten.