# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb2e83da-9f58-589e-98c3-b6fae8b7b4db
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.01.2014 100 2013 351
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-351_2014-01-30.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 13. November 2014 abgewiesen 
(BGer 1C_114/2014).

100.2013.351U
STE/KOM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Januar 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiber Kocher

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

B.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde C.________
Bauverwaltung

betreffend Neubau eines Betriebsgebäudes (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern vom 13. September 2013; RA Nr. 110/2013/301)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 7. Februar 2013 reichte die B.________ AG bei der Einwohnergemeinde (EG) 
C.________ ein Baugesuch (datierend vom 31.1.2013) für den Neubau eines 
Betriebsgebäudes mit Ausstellungsräumen, Büros, Werkstatt und Lager ein. Das 
Baugrundstück Gbbl. Nr. 1___ liegt in der Arbeitszone. Gegen das Bauvorhaben erhob 
A.________, Eigentümer des östlich angrenzenden Grundstücks Gbbl. Nr. 2___, 
Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 6. Mai 2013 wies die EG C.________ diese ab 
und erteilte dem Vorhaben die Baubewilligung.

B.

Dagegen erhob A.________ am 7. Juni 2013 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid 
vom 13. September 2013 ab.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 16. Oktober 2013 beantragt A.________, der 
Entscheid der BVE vom 13. September 2013 sowie der Gesamtentscheid der EG 
C.________ vom 6. Mai 2013 seien aufzuheben und es sei der Bauabschlag zu 
erteilen.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. November 2013 beantragt die B.________ AG die 
Abweisung der Beschwerde. Die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 24. Oktober 
2013 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde, desgleichen die EG C.________ mit 
Stellungnahme vom 14. November 2013.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 
i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt auch die Aufhebung der von der Gemeinde 
erteilten Baubewilligung (vgl. Bst. C hiervor). Dabei übersieht er, dass seiner 
Beschwerde an die BVE voller Devolutiveffekt zugekommen ist. Anfechtungsobjekt 
kann im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ausschliesslich der vorinstanzliche 
Entscheid sein. Soweit die Aufhebung der Baubewilligung beantragt wird, ist auf die 
Beschwerde deshalb nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit Hinweisen).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer bestreitet die Zonenkonformität des Bauvorhabens vorab 
aufgrund der zu erwartenden Lärmimmissionen.

2.1 Beim geplanten Betriebsgebäude handelt es sich um eine neue ortsfeste 
Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den 
Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01). Lärmimmissionen müssen 
soweit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich 
tragbar ist; ausserdem dürfen sie die Planungswerte in der Umgebung nicht 
überschreiten (Art. 11 Abs. 2, Art. 25 Abs. 1 USG; Art. 7 Abs. 1 der Lärmschutz-
Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV; SR 814.41]). Das Bauvorhaben liegt in der 
Arbeitszone mit der Empfindlichkeitsstufe (ES) III und hat Planungswerte von 60 dB(A) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 4

tagsüber und 50 dB(A) nachts einzuhalten (Art. 1 des Baureglements der Gemeinde 
C.________ vom 11. Juni 2012 [GBR]; Art. 43 Abs. 1 Bst. c i.V.m. Art. 40 Abs. 1 und 
Anhang 6 Ziff. 2 LSV). Als Nacht gilt die Zeit zwischen 19.00 und 07.00 Uhr (Anhang 6 
Ziff. 31 LSV). In der Arbeitszone sind Dienstleistungs-, Gewerbe- und Bürobauten, 
Lagerbauten und Werkhöfe zulässig, nicht aber Betriebe, die durch Emissionen (Luft, 
Lärm, Geruch) das Arbeiten in den Nachbarbetrieben stören würden (Art. 1 GBR). 
Soweit ist die Rechtslage unbestritten. – Der Beschwerdeführer macht geltend, die 
BVE wie auch das Amt für Berner Wirtschaft (beco) hätten die nötigen Nachweise für 
die Einhaltung der Planungswerte nicht ausreichend erbracht, womit einerseits das 
rechtliche Gehör verletzt und andererseits der relevante Sachverhalt unrichtig und 
unvollständig festgestellt worden sei. Die Beschwerdegegnerin verweist 
demgegenüber auf die Einschätzung des beco und ihre bisherige Tätigkeit in 
unmittelbarer Nachbarschaft, welche seit Jahrzehnten nicht beanstandet worden sei.

2.2 Eine Ermittlung der Aussenlärmimmissionen, wie sie vom Beschwerdeführer 
verlangt wird, hat dann zu erfolgen, wenn Grund zur Annahme besteht, dass die 
massgebenden Belastungsgrenzwerte überschritten werden oder deren 
Überschreitung zu erwarten ist (Art. 36 Abs. 1 LSV). Die Anforderungen an die 
Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung der Belastungsgrenzwerte (hier die 
Planungswerte) sind nicht besonders hoch. So ist eine Lärmprognose bereits dann 
geboten, wenn eine Überschreitung der Planungswerte möglich erscheint (vgl. 
BGE 137 II 30 E. 3.4; BGer 1C_534/2011 vom 29.5.2012, E. 2.4)

2.3 Das beco als Fachbehörde hat das Vorhaben geprüft und in seinem 
Fachbericht vom 25. März 2013 festgehalten, dass eine unzulässige Lärmbelastung für 
die Nachbarschaft mit Blick auf die konkreten Arbeiten im Gebäude und den mit dem 
Betrieb verbundenen Verkehr nicht zu erwarten sei (Baubewilligungsakten, Register 2, 
act. 38). In seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2013 hat es diese Einschätzung 
bestätigt und eingehender begründet, weshalb es der Ansicht ist, auf weitere 
Abklärungen verzichten zu können (Akten der BVE, pag. 38 f., auch zum Folgenden). 
So beurteile es den in der Werkstatt des Neubaus geplanten Maschinenbetrieb und die 
auszuführenden Anpassungsarbeiten als absolut nicht lärmintensiv. Weiter könne 
erwartet werden, dass der Neubau nach dem Stand der Technik gebaut werde und die 
Lärmemissionen ausserhalb des Gebäudes kaum mehr hörbar sein dürften. Lediglich 
der Güterumschlag verursache Aussenlärmemissionen. Dieser bestehe aus rund 
sechs bis sieben LKW-Bewegungen pro Woche, jeweils zur akustischen Tageszeit. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 5

Wenn nötig, würden die Güter mit einem Dieselstapler abgeladen; jedoch sei vom 
Güterumschlag keine wesentliche Beeinflussung der Aussenlärmemissionen zu 
erwarten. Im Übrigen sei die Umgebung nicht lärmsensibel. Die Planungswerte 
könnten folglich mit Sicherheit eingehalten werden. Die BVE erachtet diese deutliche 
Einschätzung als überzeugend und bejaht die Zonenkonformität insbesondere mit Blick 
auf die gemäss Art. 1 GBR in der Arbeitszone erlaubten Werkhöfe, die sich gegenüber 
dem Betrieb der Beschwerdegegnerin durch mehr lärmintensive Arbeit im Freien und 
mehr Publikumsverkehr auszeichnen würden (vgl. angefochtener Entscheid, E. 2d).

2.4 Praxisgemäss auferlegt sich das Verwaltungsgericht bei der Überprüfung von 
Aspekten, die eine kantonale Fachbehörde aufgrund ihres Fachwissens besser 
beurteilen kann, eine gewisse Zurückhaltung (BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 
E. 1.5 mit Hinweisen). Bei der Beurteilung der voraussichtlichen Lärmbelastung ist 
deshalb grundsätzlich auf den Fachbericht und die Stellungnahme des beco 
abzustellen. Es sind keine Gründe ersichtlich, von dessen Einschätzung abzuweichen: 
Das beco hat unter Berücksichtigung der vorgesehenen Nutzung eine in allen Teilen 
nachvollziehbare Beurteilung vorgenommen. So ist entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers nicht davon auszugehen (Beschwerde, Art. 2 S. 4), dass 
regelmässige Testfahrten im Freien stattfinden werden, da gemäss dem 
Betriebskonzept der Beschwerdegegnerin deren Kerngeschäft im Verkauf von Land- 
und Gartenmaschinen an den Zwischenhandel besteht und mit dem Neubau keine 
Änderung des Konzepts vorgesehen ist (vgl. Beschwerdeantwort, act. 4, Art. 6 S. 5; 
vgl. auch Auszug aus dem Handelsregister, Beilage 2 zur Beschwerdeantwort vom 
9.7.2013, Akten der BVE, pag. 44). Auf diesen Angaben ist die Beschwerdegegnerin 
denn auch zu behaften. Übereinstimmend mit dem beco ist sodann festzustellen, dass 
die Umgebung des Bauvorhabens nicht besonders lärmsensibel ist, liegen doch die 
relevanten Immissionsorte ebenfalls in der Arbeitszone, für welche die ES III gilt. Im 
Übrigen grenzt das Grundstück mit dem bestehenden Betriebsgebäude der 
Beschwerdegegnerin ebenfalls an dasjenige des Beschwerdeführers und ausserdem 
an die Wohnzone W2k, für welche die ES II gilt. Dass vom bestehenden Betrieb 
übermässige Lärmimmissionen zu beanstanden wären, macht der Beschwerdeführer 
nicht geltend und wird von der Gemeinde ausdrücklich verneint (Gesamtentscheid vom 
6.5.2013, Baubewilligungsakten, Register 2, act. 30, Ziff. III/3). – Nutzungsänderungen 
und Änderungen baulicher Art, welche bau- oder umweltrechtlich relevante 
Tatbestände betreffen, sind grundsätzlich baubewilligungspflichtig (Art. 1a Abs. 1 BauG 
i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. c des Dekrets vom 22. März 1994 über das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 6

Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1], 
Umkehrschluss). Schon das blosse Ändern des Betriebskonzepts kann in diesem Sinn 
bau- oder umweltrechtlich relevante Auswirkungen nach sich ziehen (Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 1a N. 10 mit Hinweisen 
zum Bundesrecht, Art. 1a N. 24 ff. mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; vgl. auch 
VGE 12/101 vom 2.4.2013, E. 4.3 [Besitzstandsgarantie bei einer Nutzungsänderung]). 
Sollte dereinst eine baubewilligungspflichtige Nutzungsänderung stattfinden 
(beispielsweise in Form einer lärmrelevanten Änderung des Betriebskonzepts), wäre 
die Situation dannzumal im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens neu zu 
beurteilen.

2.5 Nach dem Gesagten ist die BVE zu Recht davon ausgegangen, dass kein 
Grund zur Ermittlung des Planungswerts mittels Lärmgutachten besteht. Sie hat damit 
weder das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt, noch den Sachverhalt 
unrichtig oder unvollständig festgestellt. Der neuerliche Antrag des Beschwerdeführers 
auf Erstellung eines Lärmgutachtens wird mit vorstehender Begründung abgewiesen. 
Mit Blick auf die Zonenordnung und die nicht existierende Lärmproblematik hält die Be-
urteilung der BVE, wonach der Betrieb keine übermässigen Emissionen verursache 
und zonenkonform sei, der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich 
insofern als unbegründet.

3.

Umstritten ist weiter die erforderliche Anzahl Parkplätze und damit zusammenhängend 
die Pflicht, diese unterirdisch anzulegen.

3.1 Das BauG verlangt für Neubauten eine ausreichende Anzahl von Abstellplätzen 
namentlich für Motorfahrzeuge (Art. 16 Abs. 1 BauG). Für die erforderliche Anzahl 
Parkplätze sind grundsätzlich die Bandbreiten nach Art. 52 der Bauverordnung vom 6. 
März 1985 (BauV; BSG 721.1) massgebend (Art. 17 BauG i.V.m. Art. 49 ff. BauV). 
Danach müssten unbestrittenermassen mindestens 17 Parkplätze erstellt werden, 
wohingegen lediglich elf Parkplätze projektiert sind. Besondere Verhältnisse können 
indes ein Abweichen von der Bandbreite rechtfertigen. Solche liegen gemäss Art. 54 
BauV vor, wenn das Vorhaben deutlich über- oder unterdurchschnittlich ist, 
beispielsweise im Anteil motorisierten Individualverkehrs bei Schichtbetrieb (Bst. a), in 
der Anzahl Arbeitsplätze im Verhältnis zur Geschossfläche bei industriellen 
Produktionsbetrieben oder bei Lagerhallen (Bst. b) oder in der Eignung des öffentlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 7

Verkehrs für seine Erschliessung (Bst. c). – Der Beschwerdeführer bestreitet, dass 
besondere Verhältnisse gegeben sind und macht eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend, da die BVE das Abweichen von der Bandbreite nicht hinreichend 
begründet habe.

3.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die BVE die besonderen 
Verhältnisse für ein Abweichen vom unteren Wert der Bandbreite einlässlich dargelegt 
(angefochtener Entscheid, E. 3d). – Sie hat für ihre Beurteilung richtigerweise auf die 
Angaben der Bauherrschaft zu ihrem Projekt und zur konkret vorgesehenen Nutzung 
abgestellt und nicht auf ein allfälliges Nutzungspotential des Gebäudes oder gar auf die 
Situation nach einem im heutigen Zeitpunkt erst angedachten Erweiterungsbau (vgl. 
vorne E. 2.4). Da das Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 1650 m2 gröss-
tenteils aus einer Lagerhalle, einer Werkstatt und einem Ausstellungsraum besteht und 
maximal sieben Beschäftigte gleichzeitig im nicht kundenintensiven Importhandel tätig 
sind, durfte die BVE – wie zuvor schon die Gemeinde – von einem deutlich 
unterdurchschnittlichen Parkplatzbedarf im Sinn von Art. 54 Bst. b BauV ausgehen. 
Dass der Betrieb der Beschwerdegegnerin weder ein industrieller Produktionsbetrieb 
noch eine reine Lagerhalle ist, ändert entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 
nichts (Beschwerde, Art. 3 S. 6), nennt Art. 54 Bst. b BauV doch bloss Beispiele für 
Betriebe mit einem deutlich unterdurchschnittlichen Parkplatzbedarf (vgl. 
Zaugg/Ludwig, a.a.O, Art. 16-18 N. 16). Inwiefern eine exakte Ausscheidung der 
anteilsmässigen Geschossflächen je Betriebsbereich (Büro, Werkstatt, 
Ausstellungsraum, Lager) einen höheren Parkplatzbedarf begründen könnte, führt der 
Beschwerdeführer nicht näher aus und ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr leuchtet ein, 
dass elf Parkplätze für die Beschäftigten und die zu erwartende Kundschaft genügen. 

3.3 Reichen zur Erfüllung der Parkplatzpflicht elf Parkplätze aus, dann besteht auch 
keine Pflicht, diese unterirdisch anzulegen. Art. 1 GBR statuiert eine solche erst ab 
einer Anzahl von 15 Parkplätzen. Eine Ausnahmebewilligung für den Verzicht auf eine 
unterirdische Anlage ist damit nicht nötig, weshalb sich auch die Frage nach einem 
allfälligen Spielraum bei der Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht stellt. Sollten 
aufgrund einer allfälligen Änderung oder Erweiterung des Betriebs künftig weitere Park-
plätze nötig werden, wäre die Situation dannzumal neu zu prüfen (vgl. vorne E. 2.4). Es 
ist nicht ersichtlich, inwiefern mit diesem Vorgehen die Pflicht zur unterirdischen Anlage 
umgangen werden sollte (Beschwerde, Art. 4 S. 7). Die Beschwerde des 
Beschwerdeführers erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 8

4.

Der Beschwerdeführer rügt weiter eine ungenügende Dimensionierung der geplanten 
Versickerungsanlage sowie einen Verstoss gegen die Gewässerschutzvorschriften. 

4.1 Die BVE hat sich für die Beurteilung der Versickerungsanlage auf die 
Fachmeinung des Amts für Wasser und Abfall (AWA) gestützt. Danach wird gestützt 
auf die Richtlinien zur Regenwasserentsorgung des Verbands Schweizer Abwasser- 
und Gewässerschutzfachleute (VSA) zwar empfohlen, von einer Versickerungsleistung 
von 1-2 l/min und m2 auszugehen. Dennoch hält das AWA eine Versickerungsleistung 
von 5 l/min und m2 für grosszügig, aber realistisch, beruhe diese doch auf einem 
Erfahrungswert der Gemeinde und hätten eigene Erfahrungen mit 
Versickerungsmulden gezeigt, dass bei fachgerechter Ausführung Werte von >5 l/min 
und m2 möglich seien. Dementsprechend sei die Baubewilligung mit der Auflage zu 
erteilen, dass für die Belange der Versickerung (fachgerechte Planung und 
Ausführung) eine hydrogeologisch geschulte Fachperson beizuziehen sei 
(Stellungnahme vom 14.6.2013, Akten der BVE, pag. 35, Ziff. 5 und 6.1; Bericht vom 
14.3.2013, Baubewilligungsakten, Register 2, act. 39, Ziff. 3.1). – Es gibt auch für das 
Verwaltungsgericht keinen Grund, von dieser einleuchtend begründeten Fachmeinung 
abzuweichen (vgl. auch E. 2.4 hiervor), zumal das AWA die vom Beschwerdeführer 
genannte Problematik erkannt und die Gemeinde mit der beantragten Auflage die 
angezeigte Sicherung in die Baubewilligung eingebaut hat (Baubewilligungsakten, 
Register 2, act. 30, Ziff. IV/7.2.1). 

4.2 Die weiteren gewässerschutzrechtlichen Rügen des Beschwerdeführers 
basieren – wie schon im vorinstanzlichen Verfahren – auf der Annahme, dass die 
Beschwerdegegnerin das Gebäude und die Umgebung nicht bewilligungskonform 
nutzen wird. Dazu besteht kein Anlass. Im Baubewilligungsverfahren wird die 
beantragte Nutzung geprüft und gegebenenfalls bewilligt. Dementsprechend muss sich 
die jeweilige Gesuchstellerin oder der jeweilige Gesuchsteller auf den gemachten 
Angaben behaften lassen (vgl. auch Bericht des AWA vom 14.3.2013, Ziff. 1.1). Die 
Beschwerdegegnerin hat weder in ihrem Baugesuch noch im weiteren Verlauf des 
Verfahrens angegeben, sie wolle auf einer unversiegelten Fläche Unfall-, Pannen- oder 
Altfahrzeuge, Fahrzeugteile oder ausgediente Sachen abstellen, Unterhalts- oder 
Reparaturarbeiten durchführen oder Fahrzeuge waschen und das Wasser in die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 9

Kanalisation ableiten (vgl. Beschwerde, Art. 5 S. 7 f.). Aus den Akten ergeben sich 
ebenfalls keinerlei Hinweise auf eine solche Absicht. Ausserdem ist auf Antrag des 
AWA eine Auflage in die Bewilligung aufgenommen worden, in der das Verbot solchen 
Tuns ausdrücklich festgehalten wird (Baubewilligungsakten, Register 2, act. 30, 
Ziff. IV/7.2.8 und act. 39, Ziff. 3.8). Ob die Beschwerdegegnerin das Gebäude und die 
Umgebung auch wirklich bewilligungskonform nutzen wird, kann nicht im Rahmen des 
Baubewilligungsverfahrens geprüft werden, sondern ist Sache der Baupolizeibehörde. 
Die BVE hat das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers folglich nicht verletzt, wenn 
sie im vorliegenden Verfahren auf diese Vorbringen nicht weiter eingegangen ist.

5.

5.1 Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. Solche Fälle beurteilt das 
Verwaltungsgericht in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig. 
Er hat die Verfahrenskosten zu tragen und der anwaltlich vertretenen 
Beschwerdegegnerin die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 1 sowie Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote des Vertreters der Beschwerdegegnerin gibt zu 
keinen Bemerkungen Anlass.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.01.2014, Nr. 100.2013.351U, Seite 10

3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin die Parteikosten für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, festgesetzt auf Fr. 2'246.40 (inkl. Auslagen 
und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- der Einwohnergemeinde C.________
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- dem Amt für Berner Wirtschaft, Immissionsschutz

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.