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**Case Identifier:** 33216236-d3b4-5287-b07a-c347c7ada337
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.09.2025 B 2025/53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-53_2025-09-17.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/53

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.01.2026

Entscheiddatum: 17.09.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 17.09.2025
Bau- und Planungsrecht, Baubewilligung für einen Plakatträger angrenzend 
an ein Baudenkmal und eine geschützte Hecke, Art. 115 lit. g und f PBG, Art. 
122 Abs. 3 und Art. 129 Abs. 2 PBG. Die Erstellung eines Plakatträgers ist im 
konkreten Fall in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zonenkonform 
(E. 3). Der Schutz der Umgebung ist bei Baudenkmälern in der Regel 
mitumfasst. Die Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals liegt vor, wenn ein 
Schutzobjekt in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch 
machen und aufgrund derer es unter Schutz gestellt wurde, in erheblicher 
oder umfangreicher Weise beeinträchtigt wird. Die Eisenbahnbrücke stand 
im Zeitpunkt des Baugesuchs nicht unter Schutz, weshalb der ex lege-
Schutz greift. Das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden ist hinsichtlich 
der Beurteilung der Schutzwürdigkeit, des Schutzumfangs sowie von 
möglichen Beeinträchtigungen bei Objekten von nationaler oder kantonaler 
Bedeutung von Gesetzes wegen eingeschränkt (E. 4.2.4). In ihrer 
geschützten Beschaffenheit wird die Brücke durch die Errichtung des 
Plakatträgers in Übereinstimmung mit der massgebenden Einschätzung der 
fachkundigen kantonalen Denkmalpflege nicht beeinträchtigt (E. 4.3; 
Verwaltungsgericht, B 2025/53). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde 
beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_617/205)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung I 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 17. September 2025 

Besetzung  Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Zindel,  

Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiberin Schmid Etter  

   

Geschäftsnr.   B 2025/53 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 Politische Gemeinde Sargans, 

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Severin Gabathuler, Glaus &  

Partner Rechtsanwälte, Obergasse 28, Postfach 133, 8730 Uznach,  

 

  gegen 

  Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,  

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

A.__ AG, 

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Mathys, Kirchstrasse 1, 

2540 Grenchen,  

 

Eisenbergwerk Gonzen AG, 

Beschwerdebeteiligte,  

 

  

Gegenstand  Baugesuch (Plakatträger für Eigen- und Fremdwerbung) 

 

 

 

B 2025/53 

 

2/22 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

Die Eisenbergwerk Gonzen AG mit Sitz in Sargans ist Eigentümerin von Grundstück 

Nr. 2060 (Grundbuch Sargans) mit einer Fläche von 1‘425m2 an der St. Gallerstrasse in 

Sargans. Gemäss geltendem Teilzonenplan „Gonzenbergwerk Vild“ liegt das Grundstück 

grösstenteils in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA); der nordöstliche Teil 

liegt im übrigen Gemeindegebiet (üG). Das Grundstück ist – abgesehen von einer Eisen-

bahnbrücke, die der östlichen Grenze entlang verlaufend zum Bergwerk Gonzen führt – 

unüberbaut und wird derzeit als Parkplatz genutzt. Westlich der Brücke befindet sich ge-

mäss Schutzverordnung vom 27. Februar 2019 (Teil Natur und Landschaft) eine geschützte 

Hecke. Im Kulturgüterschutz(KGS)-Inventar 2021 sind die „Gonzen Bergwerke, römische-

neuzeitliche Minen / Ruinen und Schottwerk“ als archäologisches A-Objekt von nationaler 

Bedeutung erfasst. Im ISOS-Inventarblatt „Sargans_Vild_lokal_1999“ ist die Mitte des 

20. Jahrhunderts errichtete Beton-Eisenbahnbrücke als Hinweis aufgeführt.  

B.  

Am 24. November 2022 reichte die A.__ AG mit Sitz in Y.__ mit Zustimmung der Grundei-

gentümerin bei der Gemeindeverwaltung Sargans ein Baugesuch für die Errichtung eines 

Plakatträgers auf dem Grundstück Nr. 2060 ein. Dieser soll eine Grösse von 4m auf 5.20m 

auf 0.4m mit einer Plakatfläche von 2.71m auf 4.42m aufweisen und in der südöstlichen 

Ecke des Grundstücks in einem Abstand von 4m von der Kantonsstrasse und von 5m von 

der Eisenbahnbrücke im Boden verankert werden. Auf Nachfrage der Bauverwaltung teilte 

die kantonale Denkmalpflege mit Amtsbericht vom 21. Februar 2023 mit, dass das Bauge-

such die Eisenbahnbrücke als Schutzobjekt von nationaler Bedeutung bzw. dessen Umge-

bung betreffe. Die unverstellte Sicht auf das Kulturobjekt werde durch das geplante Vorha-

ben beibehalten, weshalb keine Beeinträchtigung des Schutzobjektes vorliege.   

 

Mit Verfügung vom 21. März 2023 verweigerte der Gemeinderat Sargans die Baubewilli-

gung mit der Begründung, dass der Plakatträger die Sicht auf das national geschützte Kul-

turobjekt beeinträchtige und eine geschützte Hecke tangiere. Der dagegen von der A.__ 

AG erhobene Rekurs wurde vom Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen 

nach Einholung eines weiteren Amtsberichts der kantonalen Denkmalpflege vom 21. Juli 

2023 und Durchführung eines Augenscheins am 25. Oktober 2023 mit Entscheid vom 8. Ja-

nuar 2024 gutgeheissen und die Angelegenheit zwecks Durchführung des ordentlichen 

Baubewilligungsverfahrens an die Baubewilligungsbehörde zurückgewiesen.  

 

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C.  

Innert der öffentlichen Auflagefrist des Projekts vom 8. bis 21. März 2024 gingen mehrere 

Einsprachen ein. Mit Beschluss vom 22. Oktober 2024 wurde auf eine der Einsprachen 

nicht eingetreten, die übrigen öffentlich-rechtlichen Einsprachen wurden gutgeheissen und 

die Erteilung der ersuchten Baubewilligung verweigert. Die privatrechtlichen Einsprachen 

wurden abgewiesen. Ferner wurde festgestellt, dass es sich bei der Eisenbahnbrücke auf 

dem Grundstück Nr. 2060 um ein Schutzobjekt von nationaler oder kantonaler Bedeutung 

handle.   

 

Der dagegen von der A.__ AG erhobene Rekurs wurde vom Bau- und Umweltdepartement 

mit Entscheid vom 4. März 2025 gutgeheissen und die Angelegenheit zur unverzüglichen 

Erteilung der Baubewilligung an den Gemeinderat Sargans zurückgewiesen.  

D.  

Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 17. März 2025 und Ergänzung vom 29. April 2025 

erhob die politische Gemeinde Sargans (Beschwerdeführerin), vertreten durch den Ge-

meinderat, gegen den Entscheid des Bau- und Umweltdepartements (Vorinstanz) vom 

4. März 2025 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit dem Antrag, 

der angefochtene Entscheid sei vollumfänglich aufzuheben, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge zulasten der A.__ AG (Beschwerdegegnerin). Mit Vernehmlassung vom 15. Mai 

2025 beantragte die Vorinstanz unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid die Abwei-

sung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 10. Juni 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Eisenbergwerk Gonzen AG (Beschwer-

debeteiligte) verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung.   

 

Im Beschwerdeverfahren wurden bei der Beschwerdeführerin zusätzliche Akten eingeholt 

und den Beteiligten zur Kenntnis gebracht (act. 14 ff.).  

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1. Eintreten 

1.1.  

Die Beschwerdegegnerin bestreitet die Legitimation der politischen Gemeinde Sargans zur 

Beschwerdeerhebung. Das Gemeinwesen ist nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zu Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (SR 173.110, BGG) 

zur Erhebung der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten befugt, wenn es 

durch einen angefochtenen Entscheid in spezifischer, schutzwürdiger Weise in der Wahr-

 

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nehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen wird, namentlich wenn einem Entscheid prä-

judizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung zukommt. Die Beschwerdebefug-

nis zur Durchsetzung hoheitlicher Anliegen setzt eine erhebliche Betroffenheit in wichtigen 

öffentlichen Interessen voraus. Das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwen-

dung begründet keine Beschwerdebefugnis im Sinn von Art. 89 Abs. 1 BGG. Soweit Ge-

meinwesen nicht die Verletzung verfassungsmässiger Garantien rügen und sich auf Art. 89 

Abs. 2 lit. c BGG stützen können, sind sie nur restriktiv zur Beschwerdeführung zuzulassen. 

Dies gilt insbesondere für die im Rechtsmittelverfahren unterlegene Vorinstanz (vgl. BGer 

2C_226/2021 vom 24. August 2021 E. 2.2 und 2.3 mit Hinweis auf BGE 141 II 161 E. 2.1). 

  

Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (sGS 951.1, VRP) steht das Beschwerderecht der zuständigen Behörde einer öffent-

lich-rechtlichen Körperschaft zu. Nach ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts setzt die 

Legitimation des Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen Entscheid durch Set-

zen eines Rechtsakts im eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit öffentliche Interes-

sen vertreten hat. Umfang und Inhalt der vom Gemeinwesen zu wahrenden öffentlichen 

Interessen bestimmen sich nach der durch das kantonale Recht geregelten Zuständigkeits-

ordnung (vgl. dazu Geisser/Zogg, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Ver-

waltungsrechtspflege, Praxiskommentar 2020, N 36 zu Art. 45 VRP; Cavelti/Vögeli, Verwal-

tungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 450 ff.).  

1.2.  

Der Entscheid über ein Baugesuch obliegt der politischen Gemeinde (Art. 135 des Pla-

nungs- und Baugesetzes, sGS 731.1, PBG). Durch den angefochtenen Rekursentscheid 

der Vorinstanz betreffend Erteilung bzw. Verweigerung der Baubewilligung ist die Be-

schwerdeführerin in der Wahrung ihrer hoheitlichen Aufgabe betroffen. Mit der Berufung auf 

heimat- und naturschutzrechtliche Interessen sowie die Einhaltung der Zonenvorschriften 

macht sie sodann öffentliche Interessen geltend. Schliesslich beruft sie sich auf die Ge-

meindeautonomie als verfassungsmässiges Recht. Die Beschwerdelegitimation ist unab-

hängig von der Rüge der Verletzung der Gemeindeautonomie gegeben. Die sachliche Zu-

ständigkeit des Verwaltungsgerichts liegt ebenfalls vor (Art. 59bis Abs. 1 VRP). Die Eingabe 

vom 17. März 2025 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

29. April 2025 die formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

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2. Anwendbares Recht  

Der erstinstanzliche Beschluss der Beschwerdeführerin vom 22. Oktober 2024 (Baubewil-

ligungs- und Einspracheentscheid) erging nach Inkrafttreten des PBG am 1. Oktober 2017. 

Auf das strittige Bauvorhaben ist somit grundsätzlich das PBG anwendbar, soweit dessen 

Bestimmungen gemäss Anhang zum Kreisschreiben „Übergangsrechtliche Bestimmungen 

im PBG“ vom 8. März 2017 als unmittelbar anwendbar erklärt werden und im vorliegenden 

Zusammenhang zum Tragen kommen (vgl. auch VerwGE B 2020/10 vom 14. September 

2020 E. 5). Das Baureglement der Beschwerdebeteiligten (BauR) mit dazugehörendem Zo-

nenplan wurde noch nicht an das neue Recht angepasst. Von den neuen Regelungen kann 

daher vorerst nur Gebrauch gemacht werden, sofern sie direkt anwendbar sind (vgl. dazu 

Anhang des zitierten Kreisschreibens). Ist dies nicht der Fall, ist das bis 30. Septem-

ber 2017 gültig gewesene Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht 

(Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen. Direkt 

anwendbar sind u.a. die Art. 98 f., 114 bis 127 sowie 163 bis 177 PBG. 

3. Zonenkonformität des Bauvorhabens 

3.1.  

Die Beschwerdeführerin bestreitet die Zonenkonformität des Bauvorhabens. Sie bringt im 

Wesentlichen vor, bereits unter der Geltung von Art. 18 BauG habe es der Praxis entspro-

chen, dass untergeordnete private betriebsnotwendige oder mit der öffentlichen Anlage in 

einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang stehende Nebennutzungen zulässig ge-

wesen seien. Von der Beschwerdebeteiligten werde jedoch nicht begründet, inwiefern die 

Reklametafel für den Betrieb des Parkplatzes notwendig sei. Gemäss Vorinstanz diene die 

Reklametafel rein privaten drittgewerblichen Interessen. Der zur Begründung der Zonen-

konformität gezogene Vergleich mit Sportplätzen, Messehallen etc. sei unpassend. Vorlie-

gend bezwecke die Platzierung der Tafel keine Ausstattung der Bauzone, sondern eine 

Ausstattung der St. Gallerstrasse. Es gehe nicht um die Befriedigung von Interessen der 

Bauzone, sondern um solche der angrenzenden Strasse. Ferner bestehe kein Anspruch 

auf Gleichbehandlung im Unrecht. Aussenwerbung sei sodann nicht in der gesamten 

Bauzone notwendig und unabdingbar. Das Gegenteil sei gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung der Fall. Der Vergleich mit der Intensiverholungszone schlage zudem fehl.  

3.2.  

Ein Bauvorhaben muss zonenkonform sein (Art. 22 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über 

die Raumplanung, SR 700, RPG). Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG gewährleistet einen abstrakt 

wirkenden öffentlich-rechtlichen Immissionsschutz (vgl. VerwGE B 2016/161 und 

B 2016/162 vom 15. August 2017 E. 5.1 mit Hinweisen). Die politische Gemeinde unterteilt 

 

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im Zonenplan ihr Gebiet in Zonen unterschiedlicher Nutzungsart, Nutzungsintensität und 

Immissionstoleranz (Art. 7 Abs. 1 PBG). Der Zweck der Nutzungszone ergibt sich aus der 

Umschreibung der Zonenarten in Art. 12 ff. PBG. Der kantonale Zonenkatalog ist abschlies-

send (vgl. Art. 7 Abs. 3 PBG; Linder/von Rappard-Hirt, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], Kom-

mentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, 2020, N 23 f. zu 

Art. 7 PBG).   

 

Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen umfassen Gebiete für Bauten und Anlagen, die 

dem öffentlichen Interesse dienen (Art. 18 Abs. 1 PBG). Untergeordnete private Nutzungen 

sind zulässig (Art. 18 Abs. 2 PBG). Die Praxis liess bereits unter der Geltung des bisherigen 

Art. 18 BauG private Nebennutzungen einer öffentlichen Anlage zu, sofern sie betriebsnot-

wendig waren oder sonst mit letzterer in einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang 

standen. Nebenanlagen müssen dem Betrieb der öffentlichen Hauptnutzung dienen, wie 

zum Beispiel das Personalrestaurant einer Klinik (J. Frei, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], 

a.a.O., N 24 zu Art. 18 PBG). Die private Nebennutzung darf keine eigenständige Bedeu-

tung erlangen (m.w.H. VerwGE B 2016/82 vom 7. April 2017 E. 3.1). Das Baureglement der 

Beschwerdeführerin (BauR) enthält für die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in 

Art. 10 Bauvorschriften betreffend das Verhältnis von Gebäudehöhe und Grenzabstand so-

wie einen Ausschluss der Vorschriften über den Mehrlängenzuschlag. 

3.3.  

Das fragliche Grundstück Nr. 2060 ist – abgesehen von der darüber führenden Eisenbahn-

brücke – unbebaut. Es wird als Parkplatz für das seit Jahrzehnten stillgelegte Bergwerk, 

das Besuchern offensteht und auch ein Museum enthält, und das darin betriebene Restau-

rant „Bergwerk Gonzen“ genutzt. Parkplätze sind in der Zone für öffentliche Bauten und 

Anlagen zonenkonform, wenn sie als Annex-Anlagen in dienender Funktion eng mit der im 

öffentlichen Interesse liegenden Hauptbaute verknüpft sind (Frei, a.a.O., N 26 zu Art. 18 

PBG). Der Besucherbetrieb des Eisenbergwerks Gonzen wird vom Verein „Pro Gonzen-

bergwerk“ geführt, der keine Erwerbszwecke verfolgt. Der Zugang zum Bergwerk befindet 

sich auf dem Grundstück Nr. 1458, das ebenfalls in der Zone für öffentliche Bauten und 

Anlagen liegt und im Eigentum der Eisenbergwerk Gonzen AG steht. Der Besuch des Bau-

denkmals steht der Allgemeinheit offen, womit ein im öffentlichen Interesse liegender Zweck 

gegeben ist und folglich auch die damit im Zusammenhang stehende Nutzung des Grund-

stücks Nr. 2060 als Parkplatz als zonenkonform gelten kann.  

Hinsichtlich des streitbetroffenen Plakatträgers weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, 

dass sich Reklameeinrichtungen nicht leicht mit den oben erläuterten Grundsätzen über die 

 

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abstrakte Zonenkonformität in einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in Einklang 

bringen lassen. Doch selbst wenn eine solche Einrichtung rein (dritt)gewerblichen Interes-

sen dient und ihnen insoweit eine eigenständige Bedeutung zukommt, ist ihr die Zonenkon-

formität nicht abstrakt abzusprechen. Die Vorinstanz hat dazu erwogen, dass Aussenwer-

bung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten in der gesamten Bauzone notwendig und unab-

dingbar sei. Diese nur dann zulassen zu wollen, wenn sie konkret betriebsnotwendig sei 

oder in einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang mit konkret bestehenden Bauten 

oder Nutzungen auf einem Grundstück stehe, liefe darauf hinaus, Drittwerbung künftig auf 

Zonenarten zu beschränken, in denen auch rein gewerblichen Nutzungen zulässig seien. 

Zu Recht erachtet die Vorinstanz eine solch starre Handhabung der Regeln über die abs-

trakte Zonenkonformität rechtlich als nicht zwingend erforderlich. Überdies weist sie plausi-

bel darauf hin, dass eine solche Handhabung in hohem Mass praxisfremd wäre, zumal eine 

Anhäufung von Reklameeinrichtungen gerade in Zonen für öffentliche Bauten und Anlan-

gen (Fussball- oder Tennisplätze, Messehallen, Seeanlagen usw.) und Intensiverholungs-

zonen alltäglich sei (act. 2, E. 3.2). Darauf ist zu verweisen. Das BauR sieht in Art. 23, der 

Vorschriften zu Reklamen enthält, zudem kein Verbot von Reklamen für gewisse Bauzonen 

vor (anders als in BGer 2C_36/2023, 2C_38/2023 vom 5. Juni 2024). Plakatwerbung kommt 

in Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen denn auch häufig vor. Im vorliegenden Fall ist 

die private Nutzung zudem klar untergeordnet und der Plakatträger jederzeit wieder leicht 

entfernbar.  

4. Beeinträchtigung eines Baudenkmals durch das Bauvorhaben 

4.1.  

4.1.1.  

Die Beschwerdeführerin stellte in Ziff. 5 des Beschlusses vom 22. Oktober 2024 fest, dass 

es sich bei der Brücke der Bergwerksbahn auf dem Grundstück Nr. 2060 um ein Schutzob-

jekt von nationaler oder kantonaler Bedeutung im Sinn von Art. 115 Abs. 1 lit. g PBG han-

delt. Wegen nicht verhältnismässiger Beeinträchtigung dieses Schutzobjekts verweigerte 

sie die Baubewilligung für die Errichtung eines Plakatträgers (act. 10.1/4.1). Die Vorinstanz 

stellte im Rekursentscheid auf die Einschätzung der kantonalen Denkmalpflege sowie die 

Feststellungen am Augenschein ab und erwog, der Standort des umstrittenen Plakatträgers 

sei deutlich vom geschützten Bauwerk abgesetzt. Die zu erhaltende Substanz der Brücke 

werde in keiner Weise tangiert. Einzig die freie Sicht auf die Brücke werde, von der Kan-

tonsstrasse aus betrachtet, für Verkehrsteilnehmende teilweise kurz etwas eingeschränkt. 

Die Reklametafel decke dabei trotz ihrer Grösse stets nur einen untergeordneten 

 

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Teilbereich des gesamten Brückenbauwerks ab. Das Bauvorhaben führe daher nicht zu 

einer Beeinträchtigung des Schutzgegenstands (act. 2, S. 9 f.).  

4.1.2.  

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Gemeindeautonomie durch die Vorin-

stanz. Sie macht im Wesentlichen geltend, die Kompetenz zur Festlegung bzw. Abweisung 

der Schutzwürdigkeit liege gemäss Art. 121 Abs. 2 PBG bei der zuständigen Gemeinde-

stelle; dasselbe gelte für die Beurteilung der Beeinträchtigung eines Schutzobjekts. Die 

Rolle der kantonalen Denkmalpflege beschränke sich auf eine Stellungnahme zu den 

Schutzzielen, dem Schutzumfang und der Beeinträchtigung. Folglich obliege es dem Ge-

meinderat, über das Vorliegen einer Beeinträchtigung zu befinden und ob eine solche auf-

grund eines überwiegenden Interesses hinzunehmen sei. Gemäss eigener Rechtspre-

chung auferlege sich die Vorinstanz eine gewisse Zurückhaltung, wenn die Baubehörde zur 

Beurteilung der konkreten Umstände besser geeignet sei, insbesondere, wenn die örtlichen 

Verhältnisse bei der Auslegung eine Rolle spielen würden. Für die Beurteilung der Schutz-

würdigkeit der Eisenbahnbrücke sei auf das zwecks Revision der Schutzverordnung er-

stellte Inventar abzustellen. Darin sei die Brücke als separates Schutzobjekt aufgeführt und 

werde als wichtiger Zeuge eines frühen Industriezweiges der Region beschrieben mit dem 

Schutzziel des integralen Erhalts; dies in Abgrenzung zum blossen Erhalt der Struktur oder 

der Substanz wie bei anderen Schutzobjekten. Mit der Lage am Ortseingang und der Füh-

rung der Kantonsstrasse erhalte die Brücke zudem eine kulturell konnotierte Wirkung als 

Eingangstor zu Sargans. Als nebst dem Schloss einziges Baudenkmal von nationaler Be-

deutung in Sargans handle es sich um ein Kulturobjekt von essentieller Bedeutung. Entge-

gen der Ansicht der Vorinstanz sei daher auch die Erscheinung geschützt, wovon auch die 

kantonale Denkmalpflege ausgegangen sei. Ferner sei gemäss verwaltungsgerichtlicher 

Rechtsprechung die Umgebung von schützenswerten Bauten und Anlagen jeweils mitum-

fasst. Die Vorinstanz habe trotz Gemeindeautonomie in unzulässiger Weise ihre Auffas-

sung anstelle jener der Gemeinde gesetzt. Als ortskundige Behörde könne sodann der Ge-

meinderat die lokale Wichtigkeit sowie die unverstellte Einsehbarkeit des Schutzobjekts 

besser einschätzen. Zudem könne es nicht sein, dass die kantonale Denkmalpflege die 

lokale Behörde überstimmen könne. Erkenne die kantonale Denkmalpflege keine Beein-

trächtigung, sei auf die Einschätzung der Gemeindebehörden abzustellen, um das Schutz-

niveau des betreffenden Schutzobjekts von nationaler oder kantonaler Bedeutung nicht un-

ter dasjenige von kommunaler Bedeutung herabzusetzen. Ferner solle nicht nur die Sicht 

auf die Brücke frei sein, sondern durch die Plakatwand auch nicht von der Brücke abgelenkt 

werden, was jedoch im Fall von Werbung gerade bestimmungsgemäss zutreffe. 

 

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4.2.  

4.2.1.  

4.2.1.1.  

Kanton und politische Gemeinden legen in ihrem Zuständigkeitsbereich die für den Natur- 

und Heimatschutz erforderlichen Eigentumsbeschränkungen fest (Art. 114 Abs. 1 PBG). In 

Art. 115 PBG hat der kantonale Gesetzgeber Tatbestände definiert, die als schutzwürdig 

zu betrachten sind. Als Baudenkmäler im Sinn von Art. 115 lit. g PBG gelten herausragende 

bauliche Objekte und Ensembles von besonderem kulturellem Zeugniswert. Wird ein be-

sonderer kultureller Zeugniswert nachgewiesen, hat dies unmittelbar zur Folge, dass es 

sich um ein Objekt handelt, welches von Gesetzes wegen unter Schutz steht (W. Engeler, 

in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], Handbuch Heimatschutzrecht, Zürich/St. Gallen 2020,  

§ 7 Rz. 124). Bei einem Einzelobjekt kann sich der schützenswerte Eigenwert auf das 

Ganze oder auch nur Teile davon beziehen. Der Schutz der Umgebung ist gemäss Art. 115 

lit. g PBG bei Baudenkmälern grundsätzlich mitumfasst. Für die Schutzobjekte ist das Zu-

sammenwirken von Baukörpern und Freiräumen an einem bestimmten Ort wesentlich. Als 

Umgebung wird die nähere oder weitere räumliche Situation um ein zu schützendes Bau-

denkmal bezeichnet. Der Inhalt und Umfang des Umgebungsschutzes orientieren sich an 

den Schutzzielen. Ob und in welchem Mass die Umgebung eines Baudenkmals zu schüt-

zen ist, ergibt sich aus seiner Bedeutung und den potentiellen Gefährdungen, die innerhalb 

der relevanten Umgebung erfolgen können (Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 75 und 86 ff.). 

4.2.1.2.  

Entscheide über die Unterschutzstellung von Baudenkmälern erfolgen nach Art. 121 PBG 

durch Aufnahme und Beschrieb in einem Nutzungsplan (lit. a), durch Baubeschränkungen 

und Auflagen in der Baubewilligung (lit. b) sowie ausnahmsweise durch Schutzverfügung 

(lit. c). Nach Art. 176 Abs. 2 PBG sind Baudenkmäler überdies von Gesetzes wegen ge-

schützt, bis ein Schutzinventar nach PBG vorliegt (lit. a) oder eine Schutzverordnung be-

steht, die nicht älter als 15 Jahre ist (lit. b; sog. ex-lege-Schutz). Bei Bauten, welche poten-

tielle Schutzobjekte darstellen und die von einem Baubewilligungsverfahren tangiert sind, 

ist von der zuständigen Behörde vorfrageweise abzuklären, ob es sich dabei um ein 

Schutzobjekt im Sinn von Art. 115 lit. g PBG handelt. Die für die Unterschutzstellung zu-

ständige Stelle der politischen Gemeinde bezieht die zuständige kantonale Stelle rechtzei-

tig in das Verfahren ein, wenn Objekte von nationaler oder kantonaler Bedeutung betroffen 

sind (Art. 121 Abs. 2 PBG). Über das Vorliegen einer kantonalen oder nationalen Bedeu-

tung entscheidet die zuständige kantonale Stelle (Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 123 f.). Das 

 

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Ergebnis dieser vorfrageweisen Abklärung (Unterschutzstellung und Schutzumfang bzw. 

Schutzverzicht) ist in der Folge gegebenenfalls in Form von Baubeschränkungen und Auf-

lagen in der Baubewilligung zu berücksichtigen (Art. 121 Abs. 1 lit. b PBG) oder durch eine 

Schutzverfügung (Art. 121 Abs. 1 lit. c PBG) umzusetzen (J. Bereuter, in: derselbe/Frei/ 

Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 7 zu Art. 121 PBG). Zusammen mit der Unterschutzstellung sind die 

erforderlichen Eigentumsbeschränkungen festzulegen (Art. 122 Abs. 1 PBG). Das Bundes-

gericht erachtet Unterschutzstellungen aufgrund eines konkreten Bauvorhabens als zuläs-

sig (BGer 1C_488/2015 vom 24. August 2016 E. 4.5.4 ff.). In einem solchen Fall lässt sich 

der Umfang des Schutzes erst im Baubewilligungsverfahren ermitteln, konkretisieren und 

verfügen (Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 158). Ist jedoch ein potentielles Schutzobjekt aufgrund 

der beabsichtigten baulichen Massnahmen zum vornherein nicht gefährdet, kann auf eine 

Unterschutzstellung im Baubewilligungsverfahren verzichtet werden (Engeler, a.a.O., § 7 

Rz. 201). 

4.2.2.  

4.2.2.1.  

Unter Schutz gestellte Objekte dürfen nur beseitigt oder beeinträchtigt werden, wenn ein 

gewichtiges, das Interesse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis nachgewiesen wird 

(vgl. Art. 122 Abs. 3 PBG; vgl. zum Verbot von Eingriffen mit wesentlichen Beeinträchtigun-

gen Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 274), wobei bei Schutzobjekten von nationaler oder kantonaler 

Bedeutung die zuständige kantonale Stelle rechtzeitig in das Verfahren einzubeziehen ist 

(vgl. Art. 122 Abs. 4 PBG). Den Schutzzielen und dem daraus folgenden Schutzumfang ist 

das Recht des Eigentümers an einer zeitgemässen Nutzung und an einem angemesse-nen 

finanziellen Ertrag aus der Nutzung eines Schutzobjekts gegenüberzustellen (Engeler, 

a.a.O., § 7 Rz. 193).  

4.2.2.2.  

Die Schwere der Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals ist im Einzelfall anhand der ent-

sprechenden Schutzziele zu beurteilen. Eine Beeinträchtigung liegt gemäss bundesgericht-

licher Rechtsprechung vor, wenn ein Schutzobjekt in jenen Bereichen, die es einzigartig 

oder charakteristisch machen und aufgrund derer es unter Schutz gestellt wurde, in erheb-

licher bzw. umfangreicher Weise beeinträchtigt wird. Dagegen liegt keine wesentliche Be-

einträchtigung vor, wenn ein Schutzobjekt in seiner geschützten Beschaffenheit und Wir-

kung durch Veränderungen in seinem Wirkungsbereich nur unerheblich eingeschränkt wird 

(BGer 1C_26/2016 vom 16. November 2016 E. 3.3; Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 176; Kai-

ser/Manser, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], a.a.O., § 6 Rz. 28).  

 

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11/22 

4.2.2.3.  

Nach Art. 99 Abs. 1 PBG ist die Erstellung von Bauten und Anlagen, die das Orts- oder 

Landschaftsbild oder die Baudenkmäler verunstalten, untersagt (sog. Verunstaltungsver-

bot). Ob eine Verunstaltung eines Baudenkmals vorliegt, richtet sich nach anderen Kriterien 

und unterliegt einem anderen Massstab als die Beurteilung einer Beeinträchtigung nach 

Art. 122 Abs. 3 PBG. Eine Verunstaltung darf nur bei einer schwerwiegenden Verletzung 

ästhetischer Werte angenommen werden, wenn nach allgemeiner Auffassung etwas quali-

fiziert Unschönes geplant ist, während eine Beeinträchtigung, ausgehend von Schutzzweck 

und -umfang des betroffenen Baudenkmals, bereits bei einer klar erkennbaren Störung zu 

bejahen ist. Ob diese dann allerdings zu einem Bauverbot führt, ist im Rahmen einer sorg-

fältigen Interessenabwägung zu entscheiden (vgl. Kaiser/Manser, a.a.O., § 6 Rz. 26, und 

W. Ritter, in: Bereuter/Frei/derselbe [Hrsg.], a.a.O., N 3 f. zu Art. 99 PBG).  

4.2.3.  

Die Entscheidorgane verfügen in der Regel nicht über genügend denkmalpflegerische 

Sachkenntnis und benötigen daher im konkreten Fall ein entsprechendes Fachgutachten 

(Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 161 f.). Als Grundlage für Entscheide über die Unterschutzstellung, 

zum Erlass von Eigentumsbeschränkungen an Schutzobjekten von nationaler oder kanto-

naler Bedeutung wie auch bei der Frage einer möglichen Beeinträchtigung von solchen sind 

zur Beurteilung der Schutzwürdigkeit Fachleute der Denkmalpflege und/oder Archäologie 

von der rechtsanwendenden Behörde beizuziehen, wie es in den gesetzlichen Bestimmun-

gen vorgesehen ist (Art. 121 Abs. 2 und Art. 122 Abs. 4 PBG). Ihrer Beurteilung kommt im 

Bereich des Natur- und Heimatschutzes auf kantonaler Ebene besonderes Gewicht zu, ihre 

Amtsberichte bilden die massgebenden Fachgrundlagen für die abschliessenden Ent-

scheide der Gemeindebehörde über die Unterschutzstellung, den Schutz-umfang und mög-

lichen Beeinträchtigungen. Sollte sie dabei von der gewichtigen Fachmeinung der zustän-

digen kantonalen Stelle abweichen, bedarf es dazu triftiger Gründe, die offenzulegen sind 

(Engeler, a.a.O., § 7 Rz. 169).  

4.2.4.  

Gestützt auf Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

(SR 101, BV) in Verbindung mit Art. 89 Abs. 1 der Verfassung des Kantons St. Gallen 

(sGS 111.1, KV) ist die Beschwerdebeteiligte als politische Gemeinde autonom, soweit das 

Gesetz ihre Entscheidungsfreiheit nicht einschränkt. Der Beschwerdeführerin kommt bei 

der Anwendung von unbestimmten Rechtsbegriffen wie beispielsweise jenem der "Beein-

trächtigung", welcher lokale Umstände betrifft, ein gewisser Beurteilungsspielraum zu (vgl. 

BGE 145 I 52 E. 3.6; VerwGE B 2019/204 vom 17. Oktober 2020 E. 7.1, B 2021/219 vom 

 

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12/22 

11. August 2022 E. 2.1, B 2019/219 vom 29. August 2020 E. 8.2, je mit Hinweisen; 

GVP 1984 Nr. 79 E. 2a am Schluss). Dieser Spielraum wird indessen überschritten, wenn 

der kommunale Entscheid sachlich nicht mehr vertretbar und damit willkürlich ist, oder auch 

dann, wenn die Gemeinde sich von unsachlichen, dem Zweck der Regelung fremden Er-

wägungen leiten liess oder die Grundsätze der Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit 

verletzt. Der von der Gemeindeautonomie geschützte Beurteilungsspielraum bei der An-

wendung unbestimmter Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts wird auch überschritten, 

wenn die Gemeinde grundlos von Grundsätzen abweicht, welche Rechtsprechung und 

Lehre zur Auslegung dieser Begriffe entwickelt haben. Sodann überschreitet eine Ge-

meinde ihren Beurteilungsspielraum auch dann, wenn sie in Bezug auf Fachfragen ohne 

sachlichen Grund von einem amtlichen Fachgutachten abweicht (vgl. BGE 145 II 70 E. 5.5; 

BGer 1C_679/2021, 1C_680/2021 vom 23. September 2022 E. 4.1, 1C_123/2022 und 

1C_133/2022 vom 3. Juli 2023 E. 4.4; VerwGE B 2023/224 E. 2.3.2, B 2023/68 vom 15. No-

vember 2023 E. 4.4). Dass ihr eine im Übrigen freie Beweiswürdigung zusteht, vermag da-

ran nichts zu ändern (vgl. BGer 1C_583/2017 vom 11. Februar 2019 E. 5.6).   

  

Das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden ist hinsichtlich der Beurteilung der Schutz-

würdigkeit, des Schutzumfangs sowie von möglichen Beeinträchtigungen bei Objekten von 

nationaler oder kantonaler Bedeutung von Gesetzes wegen eingeschränkt (vgl. dazu vor-

stehend unter E. 4.2.3). Nach Massgabe des einschlägigen kantonalen Rechts liegt daher 

kein Sachbereich vor, in welchem der Gemeinde vollumfänglich autonome Entscheidungs-

freiheit eingeräumt wird. Ohne triftigen Grund dürfen die Gemeindebehörden bei ihrem Ent-

scheid, der zwar formell in ihren Kompetenzbereich fällt, von der Einschätzung der Fach-

behörde daher nicht abweichen. Dasselbe gilt auch für die Vorinstanz und das Gericht (vgl. 

BGE 145 II 70 E. 5.5). 

4.3.  

4.3.1.  

Im Kulturgüterschutz(KGS)-Inventar 2021 des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, das 

national und regional bedeutende Kulturgüter auflistet, für die es Schutzmassnahmen vor 

Gefahren bei bewaffneten Konflikten, Katastrophen und Notlagen zu planen gilt, sind die 

„Gonzen Bergwerke, römische-neuzeitliche Minen / Ruinen und Schotterwerk“ als archäo-

logisches A-Objekt von nationaler Bedeutung erfasst (babs.admin.ch). Im wiederum darauf 

beruhenden Verzeichnis der Denkmäler, Ensembles und archäologischen Stätten von na-

tionaler Bedeutung des Bundesamtes für Kultur sind die Gonzen Bergwerke samt Minen / 

Ruinen und Schotterwerk ebenfalls erfasst (6. Fassung, Stand 3. Februar 2025, 

 

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13/22 

bak.admin.ch; S. 173). Die Eisenbahnbrücke auf dem Grundstück Nr. 2060 ist in keinem 

der Verzeichnisse erwähnt. Die in beiden Verzeichnissen angegebenen Koordinaten (X-

Koordinate 2752883, Y-Koordinate 1213795) bezeichnen sodann den Ort des Eingangs 

zum Bergwerk (Grundstück Nr. 1458, Grundbuch Sargans, https://www.geoportal.ch), also 

weder jenen der Brücke noch jenen des rund 800 Meter entfernt liegenden sog. Schotter-

werks (der ehemaligen Erz-Aufbereitungsanlage am westlichen Ende des Grundstücks Nr. 

2162 am Bergwerkweg, neu geplante Nr. 1278, Grundbuch Sargans, https://www.geopor-

tal.ch; im Kulturgüterschutz-Inventar wird sodann unter der Nr. 8272 nur das Schotterwerk 

erläutert und bildlich dargestellt). Bei diesen Gegebenheiten ist nicht ohne weiteres davon 

auszugehen, dass die Eisenbahnbrücke überhaupt zum Schutzobjekt „Gonzen Bergwerke, 

römische-neuzeitliche Minen / Ruinen und Schotterwerk“ gehört und damit den bundes-

rechtlichen Kulturgüter- bzw. Denkmalschutz geniesst. Ohnehin wird durch die Aufnahme 

in ein Inventar des Bundes im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über den Natur- und 

Heimatschutz (SR 451, NHG) zwar dargetan, dass das Objekt in besonderem Masse die 

ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder ange-

messenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (vgl. Art. 6 

Abs. 1 NHG); diese Schutzbestimmung gilt indes, wie Art. 6 Abs. 2 NHG festhält, lediglich 

bei der Erfüllung von Bundesaufgaben (Art. 2 f. NHG) in unmittelbarer Weise (vgl. dazu 

BGE 145 II 176 E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit, wie vorliegend, keine Bundesaufgabe in 

Frage steht, wird der Schutz von Einzelobjekten vorab durch kantonales Recht gewährleis-

tet. Dies ergibt sich verfassungsrechtlich aus Art. 78 Abs. 1 BV, wonach die Kantone für 

den Natur- und Heimatschutz zuständig sind. Auch bei der Erfüllung von kantonalen Auf-

gaben sind Bundesinventare indes von Bedeutung. Im Einzelfall sind die erforderlichen In-

teressenabwägungen im Lichte der Heimatschutzanliegen vorzunehmen (vgl. 

BGer 1C_488/2015 vom 24. August 2016 E. 4.3 und BGer 1C_470/2009 vom 3. Mai 2010 

E. 3.3, insbesondere auf BGE 135 II 209 E. 2.1 sowie VerwGE B 2019/165 vom 

25. Juni 2020 E. 2.3).   

 

Unbestritten ist vorliegend, dass die Eisenbahnbrücke bis anhin nicht als Schutzobjekt er-

fasst war. In der Gemeinde Sargans wurde entgegen Art. 4 BauR bis heute keine Schutz-

verordnung Teil Bau erlassen. Als Folge davon gelten weiterhin die Bestimmungen von 

Art. 21 bis 32 des alten Baureglements vom 30. Juli 1977 (vgl. Anhang zum BauR), die 

Vorschriften über den Altstadtschutz enthalten. Im gesetzlich nicht verankerten Ortsbildin-

ventar ist die Brücke nicht aufgeführt. Im ISOS-Inventarblatt „Sargans_Vild_lokal_1999“ ist 

die Mitte des 20. Jahrhunderts errichtete Beton-Eisenbahnbrücke lediglich als Hinweis auf-

geführt, ohne dass ihr eine Aufnahmekategorie oder ein Erhaltungsziel zugewiesen wurde. 

Im kantonalen Richtplan ist weder das Bergwerk noch die Brücke als schützenswertes 

 

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Ortsbild, schützenswerte Industriebaute oder schützenswerte archäologische Fundstelle 

erfasst (vgl. dazu die Koordinationsblätter S31, S. 32 und S33 des kantonalen Richtplans). 

Eine Schutzverordnung mit einem Schutzinventar ist derzeit auf Gemeindeebene in Ausar-

beitung, jedoch noch nicht in Kraft. Darin ist vorgesehen, die Bergwerksbrücke als 

Schutzobjekt von nationaler Bedeutung zu erfassen (act. 15.4).  

4.3.2.  

Da im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs keine behörden- und eigentümerverbind-

liche Unterschutzstellung der Eisenbahnbrücke vorlag, greift der ex-lege-Schutz nach 

Art. 115 lit. g PBG in Verbindung mit Art. 176 Abs. 2 PBG. Sowohl die Beschwerdeführerin, 

die in der streitgegenständlichen Verfügung vom 22. Oktober 2024 deklaratorisch festhielt, 

dass es sich bei der Eisenbahnbrücke um ein Schutzobjekt von nationaler oder kantonaler 

Bedeutung handelt (Ziff. 5 des Dispositivs), als auch die kantonale Fachbehörde (vgl. Amts-

bericht der kantonalen Denkmalpflege vom 21. Februar 2023, act. 10.1/6.6; im Amtsbericht 

vom 21. Juli 2023 wurde von nationaler Bedeutung ausgegangen, act. 10.2/9) gehen von 

einem schützenswerten Baudenkmal von zumindest kantonaler Bedeutung aus. Auch die 

Beschwerdegegnerin bestreitet dies nicht. Die Vorinstanz erörterte, es sei unbestritten, 

dass es sich bei der besagten Brücke um ein schützenswertes Baudenkmal handle, ohne 

näher auf die Bedeutung (kommunal, kantonal oder national) einzugehen.  

In der Verfügung der Beschwerdeführerin vom 22. Oktober 2024, worin festgestellt wurde, 

dass es sich bei der Eisenbahnbrücke über die Kantonsstrasse um ein Schutzobjekt von 

nationaler oder kantonaler Bedeutung handelt, wurde weder der Schutzumfang klar um-

schrieben noch wurden Eigentumsbeschränkungen für das Grundstück Nr. 2060 verfügt 

(vgl. Art. 122 Abs. 1 PBG). Eine aktuell geltende Schutzverordnung, die einen über Art. 115 

lit. g PBG hinausgehenden Umgebungsschutz für Baudenkmäler statuiert, existiert nicht. 

Der Umgebungsschutz orientiert sich damit an den Schutzzielen. Hinsichtlich des Schutz-

ziels verweist die Beschwerdeführerin auf den Entwurf der kommunalen Schutzverordnung 

Teil Bau samt Schutzinventar, deren Weiterbearbeitung derzeit zurückgestellt und das In-

krafttreten daher nicht absehbar ist. Gemäss dem Inventarentwurf sollen die 1951 erstell-

ten, vom Bergwerk zum Schotterwerk führenden drei Betonbrücken samt Bahntrassee – 

darunter die über das Grundstück Nr. 2060 und die Kantonsstrasse führende – integral 

erhalten werden. Gemäss dem Entwurf des Schutzinventars werden auch das Bergwerk 

selbst und das Schotterwerk als Baudenkmäler von nationaler Bedeutung eingestuft.  

4.3.3.  

 

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15/22 

4.3.3.1.  

Mit der Erstellung des Plakatträgers gemäss Baugesuch wird der Brückenbaukörper nicht 

tangiert. Die Verankerung des Plakatträgers erfolgt im Boden. Die geplante Höhe des Pla-

katträgers von 4.115m (effektive Höhe der Plakatfläche 2.715m) erreicht das Unterkant-

mass des Brückenbogens (rund 5m; vgl. act. 10.2/11) nicht. Die kantonale Denkmalpflege 

war bereits in die Projektierung des Bauvorhabens eingebunden. Sie empfahl die Einhal-

tung eines horizontalen Abstandes von 5m zur Brücke (siehe auch act. 10.2.9). In den 

Amtsberichten vom 21. Februar 2023 und 21. Juli 2023 stellte sie fest, dass das Bauvorha-

ben keine Beeinträchtigung des Schutzobjekts von nationaler oder kantonaler Bedeutung 

darstelle (act. 10.1/6.6). Am Augenschein vom 25. Oktober 2023 hielt die Mitarbeiterin der 

kantonalen Denkmalpflege daran fest und ergänzte, dass die Typologie der Brücke und 

nicht etwa deren Schönheit geschützt sei. Ferner liege im fraglichen Gebiet kein Ortsbild-

schutzgebiet vor, weshalb die Grösse des Plakatträgers nicht von zentraler Bedeutung sei. 

Der Plakatträger sei nicht am Bauwerk angebracht und könne leicht entfernt werden. Ins-

gesamt sei nur eine optische und keine materielle Beeinträchtigung festzustellen, wobei 

diese nicht schwer wiege (act. 10.2/11). 

4.3.3.2.  

Die Beschwerdeführerin macht ausdrücklich nicht geltend, es liege ein Schutzobjekt von 

kommunaler Bedeutung vor, und anerkennt damit die Anwendung der kantonalen Geset-

zesbestimmungen von Art. 121 Abs. 2 sowie von Art. 122 Abs. 4 PBG für Baudenkmäler 

von nationaler oder kantonaler Bedeutung. Während die Gemeinden bei Objekten von kom-

munaler Bedeutung im Bereich des Heimatschutzes allein zuständig sind, ist bei Denkmä-

lern von nationaler oder kantonaler Bedeutung sowohl für Entscheide über deren Unter-

schutzstellung als auch über die Zulässigkeit einer Beseitigung oder Beeinträchtigung die 

Einschätzung der kantonalen Fachbehörde von entscheidender Bedeutung. Die kantonale 

Fachbehörde ist frühzeitig in das Verfahren der Unterschutzstellung und einer möglichen 

Beeinträchtigung einzubeziehen (Art. 121 Abs. 2 und Art. 122 Abs. 4 PBG) und ihr steht ein 

Rekurs- und Beschwerderecht bei Entscheiden zur Beseitigung oder Beeinträchtigung von 

solchen Schutzobjekten zu (Art. 157a PBG). Der Einschätzung der sachverständigen Be-

hörde kommt beim Umgebungsschutz von Baudenkmälern von nationaler oder kantonaler 

Bedeutung besonderes Gewicht zu. Amtsberichte der zuständigen Fachstellen bilden die 

massgebenden Fachgrundlagen, einerseits hinsichtlich der Schutzwürdigkeit und des 

Schutzumfangs eines Objekts, andrerseits in Bezug auf die Zulässigkeit einer Beseitigung 

oder Beeinträchtigung desselben. Wie eingangs dargelegt, dürfen die Behörden nicht ohne 

triftige Gründe von Sachverständigengutachten abweichen (vgl. dazu vorstehend unter 

E. 4.2.3). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist es nicht so, dass in Fällen, in 

 

B 2025/53 

 

16/22 

denen die kantonale Denkmalpflege keine Beeinträchtigung eines Schutzobjekts erkennt, 

die Gemeindebehörden stattdessen darüber frei befinden können.  

4.3.3.3.  

Die kantonale Denkmalpflege hatte mit ihren Ausführungen in den Amtsberichten vom 

21. Februar und 21. Juli 2023, an denen sie auch anlässlich des Augenscheins vom 25. Ok-

tober 2023 festhielt, nachvollziehbar dargelegt, dass die Erstellung des Plakatträgers keine 

Beeinträchtigung des Schutzobjekts der Eisenbahnbrücke im Sinn von Art. 122 Abs. 3 PBG 

darstellt, womit eine Abwägung des Interesses an der Erhaltung des Baudenkmals und des 

Interesses der Grundeigentümerin an der Nutzung des Grundstücks von vornherein entfällt. 

Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, ein Abweichen von den in den 

Amtsberichten vorgenommenen denkmalpflegerischen Feststellungen und Beurteilungen 

zu rechtfertigen. Schützenswert ist die Brücke namentlich nicht als herausragendes bauli-

ches Objekt wegen ihrer besonderen Konstruktion, Bauweise oder ihres Erscheinungsbil-

des, sondern als zum eigentlichen Baudenkmal des Gonzen-Bergwerks zugehörige Anlage. 

Ohne diesen Bezug würde es am kulturellen Zeugniswert fehlen. Dieser Konnex geht auch 

aus der Würdigung im derzeitig vorgeschlagenen Schutzinventar hervor, wonach das Ei-

senbergwerk mit seinen noch erhaltenen dazugehörenden Anlagen (Bahntrassee mit Be-

tonbrücken und Aufbereitungsanlage) ein wichtiger Zeuge eines frühen Industriezweiges 

der Region ist. Das Erscheinungsbild der Brücke wird dort bei der Würdigung nicht erwähnt. 

Als Schutzziel wird im künftigen Inventar der integrale Erhalt der Brücke genannt. Dies be-

deutet, dass der gesamte Baukörper und nicht nur dessen Struktur oder Teile davon ge-

schützt sind, was durch die Art des Objekts bedingt ist und für die Frage, inwieweit die 

Umgebung mitgeschützt ist, nicht von Bedeutung ist. Vor dem Hintergrund dieses auf die 

Erhaltung der Brücke beschränkten Schutzziels drängt sich kein weitreichender Umge-

bungsschutz auf. Dass die künftige Schutzverordnung die Einstufung der Brücke als Denk-

mal von nationaler Bedeutung vorsieht, vermag daran nichts zu ändern.  

4.3.3.4.  

In ihrer geschützten Beschaffenheit wird die Brücke durch die Errichtung des Plakatträgers 

nicht beeinträchtigt. Mit der Einhaltung eines horizontalen Abstandes von 5m zur Brücke ist 

zudem hinreichend sichergestellt, dass die Brücke von der Kantonsstrasse aus gut sichtbar 

bleibt. Die Sicht auf den Hauptbrückenbogen, der über die Kantonsstrasse führt, wird vom 

geplanten Plakatträger in keiner Weise verdeckt. Die Sicht auf den westlich daran an-

schliessenden Brückenbogen, vor welchem der geplante Plakatträger zu stehen kommen 

soll, wird bei der Durchfahrt auf der Kantonsstrasse für kurze Zeit teilweise verdeckt. Abge-

sehen davon, dass die Umgebung bzw. das Erscheinungsbild der Brücke nicht speziell 

 

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17/22 

geschützt sind, würde selbst eine unerhebliche Einschränkung in der Wirkung noch keine 

wesentliche Beeinträchtigung darstellen, zumal die ostseitige Umgebung der Brücke teil-

weise bereits anderweitig überbaut ist und der Freiraum unterhalb des westlich angrenzen-

den Brückenbogens offenbar seit längerem für die Lagerung von Holz und das dauerhafte 

Abstellen von Fahrzeugen genutzt wird (vgl. Fotos vom Augenschein, act. 10.2/10, sowie 

Google Streetview, aufgesucht am 21. August 2025), was bis anhin offenbar keinen Anlass 

für Beanstandungen wegen Beeinträchtigungen der Umgebung der Brücke bildete. Noch 

weiter westlich verlaufen die Schienen auf einem Damm, der beidseits von geschützten 

Hecken gesäumt und daher nicht einsehbar ist. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 

ausführt, ist die Sicht auf den Freiraum unterhalb des westlichen Brückenbogens von Nor-

den herkommend in Fahrtrichtung Sargans zu einem grossen Teil durch eine parallel zur 

Kantonsstrasse verlaufende Einfriedung verdeckt. Dass es sich um eine zum Bergwerk 

Gonzen gehörende Eisenbahnbrücke handelt, ist für einen nicht ortskundigen Betrachter 

sodann nicht ohne Weiteres erkennbar. Ortskundigen Autolenkern ist die Zugehörigkeit der 

Brücke zum Bergwerk wiederum ohnehin bekannt. Ein Ortsbildschutz bzw. ein Einord-

nungsgebot nach Art. 99 Abs. 2 PBG besteht im fraglichen Gebiet sodann nicht.  

4.4.  

Zusammenfassend liegen somit keine sachlichen Gründe für ein Abweichen von der fach-

kundigen nachvollziehbaren Beurteilung der kantonalen Denkmalpflege, wonach das Bau-

vorhaben keine Beeinträchtigung des Schutzobjekts darstellt, vor. Mit ihrer gegenteiligen 

Auffassung hat die Beschwerdeführerin ihren von der Gemeindeautonomie geschützten 

Beurteilungsspielraum überschritten. Die Vorinstanz, die sich am Augenschein mit den kon-

kreten örtlichen Verhältnissen vertraut gemacht hatte, verneinte daher in Übereinstimmung 

mit der gewichtigen fachkundigen Beurteilung der kantonalen Denkmalpflege zu Recht eine 

Beeinträchtigung der als Baudenkmal geschützten Brücke samt Umgebung durch die ge-

plante Erstellung des Plakatträgers auf dem Grundstück Nr. 2060. Eine Abwägung der In-

teressen der Grundeigentümerin und jener des Heimatschutzes sowie eine Prüfung der 

Verhältnismässigkeit durch die Beschwerdeführerin erübrigen sich damit.  

5. Beeinträchtigung einer geschützten Hecke durch das Bauvorhaben 

5.1.  

Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, das Bauvorhaben beeinträchtige die entlang des 

Bahntrassees verlaufende geschützte Hecke. Gemäss kommunaler Schutzverordnung, 

Teil Natur und Landschaft, seien die Schutzgegenstände in ihrer Substanz und Erscheinung 

zu erhalten. Der Plakatträger grenze entgegen der nicht zutreffenden Annahme der Vor-

 

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18/22 

instanz unmittelbar an die Hecke. Er werde als auffälliger und störender Fremdkörper wahr-

genommen. Mit ihrer gegenteiligen Ansicht habe die Vorinstanz die Gemeindeautonomie 

verletzt.  

5.2.  

5.2.1.  

Art. 18 NHG verlangt in seinen Abs. 1 und 1bis den Schutz von Biotopen wie u.a. von He-

cken, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige 

Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen, als Massnahmen zur Erhaltung 

von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Die Kantone sorgen für Schutz und Unterhalt 

der Biotope von regionaler und lokaler Bedeutung (Art. 18b Abs. 1 NHG). Die Kantone sor-

gen in intensiv genutzten Gebieten innerhalb und ausserhalb des Siedlungsgebiets für den 

ökologischen Ausgleich mit Feldgehölzen, Hecken, Uferbestockungen oder anderer natur-

naher und standortgemässer Vegetation (Art. 18b Abs. 2 NHG). Der in Art. 18b Abs. 1 NHG 

verankerte Schutz von Biotopen von regionaler und lokaler Bedeutung ist nach der Recht-

sprechung eine vom Bund den Kantonen übertragene Bundesaufgabe. Nicht jede Hecke 

wird jedoch vom Bundesrecht erfasst, sondern es wird eine gewisse Minimalgrösse der 

Hecke vorausgesetzt (vgl. BGE 121 II 161 E. 2b/bb). Soweit das kantonale Recht einen 

weitergehenden Heckenschutz vorsieht, kommt ihm eine selbstständige Bedeutung zu. Die 

Schutzvorschriften von Art. 18 in Verbindung mit Art. 18b NHG lassen somit Raum für eine 

generelle Unterschutzstellung eines bundesrechtlich nur im Einzelfall geschützten Bio-

toptyps (BGE 133 II 220 E. 2.2 f.; VerwGE B 2015/186 vom 29. Juni 2017 E. 3.1.1). 

5.2.2.  

Als (Natur- und Landschafts-)Schutzobjekte gelten gemäss den kantonalen Vorgaben u.a. 

markante Einzelbäume und Gehölze (Art. 115 lit. f PBG). Nach Art. 128 Abs. 1 PBG trifft 

die politische Gemeinde Schutzmassnahmen durch die Ausscheidung von Schutzzonen 

und den Erlass von Schutzzonenvorschriften (lit. a), den Erlass von Schutzverordnungen 

(lit. b) und den Erlass von Schutzverfügungen (lit. c). Schutzzonenvorschriften sowie 

Schutzverordnungen und Schutzverfügungen legen Eigentumsbeschränkungen fest. Sie 

regeln zulässige Nutzung und Zutritt (Art. 129 Abs. 1 PBG). Schutzobjekte dürfen nur be-

einträchtigt oder beseitigt werden, wenn ein gewichtiges das Interesse an der Erhaltung 

überwiegendes Bedürfnis nachgewiesen wird (Art. 129 Abs. 2 Satz 1 PBG). Die politische 

Gemeinde sorgt in intensiv genutzten Gebieten innerhalb und ausserhalb des Siedlungs-

gebiets für den ökologischen Ausgleich mit Feldgehölzen, Hecken, Uferbestockungen oder 

anderer naturnaher und standortgemässer Vegetation (Art. 130 Abs. 1 PBG). Die Standorte 

 

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19/22 

geschützter Pflanzen und die Nahrungsquellen, Brut- und Nistgelegenheiten geschützter 

Tiere, wie Tümpel, Sumpfgebiete, Riede, Hecken, Feldgehölze und Trockengebiete, die als 

Lebensräume von Pflanzen und Tieren dienen, sind in angemessenem Umkreis zu erhal-

ten, soweit ohne solchen Schutz des Lebensraumes Gefahr des Aussterbens bestände und 

nicht andere schutzwürdige Interessen überwiegen (Art. 2 der Verordnung über den Schutz 

wildwachsender Pflanzen und freilebender Tiere, sGS 671.1, NSV). Massnahmen, welche 

diese Lebensräume vermindern, beseitigen oder verschlechtern, sind nur mit Bewilligung 

des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei zulässig (Art. 3 Abs. 1 NSV).  

5.2.3.  

Gemäss Schutzverordnung, Teil Natur und Landschaft, der Gemeinde Sargans vom 

13. April 2010 / 12. August 2015, genehmigt am 27. Februar 2019, gelten die Schutzbe-

stimmungen unter anderem für die im Schutzplan aufgeführten geschützten Hecken, Feld- 

und Ufergehölze mit dem Zweck von deren Erhaltung in ihrer Substanz und Erscheinung. 

lhre Beseitigung oder Beeinträchtigung ist untersagt. ln der unmittelbaren Umgebung der 

von dieser Verordnung erfassten Schutzgegenstände sind alle Massnahmen, welche die 

Schutzgegenstände beeinträchtigen, untersagt (Art. 1, 2 und 4 der Schutzverordnung NL). 

Einzelbäume, Baumgruppen, Gehölz und Hecken, Feld- und Ufergehölze sowie Hoch-

stamm-Feldostbäume sind sowohl in ihrer Artenvielfalt als auch in ihrer flächenmässigen 

Ausdehnung zu erhalten (Art. 7 Abs. 1 der Schutzverordnung NL). Periodische, selektive 

und abschnittsweise Rückschnitte zur Verjüngung und Auslichtung von Hecken, Feld- und 

Ufergehölzen sind zwischen November und Februar erlaubt (Art. 7 Abs. 2 der Schutzver-

ordnung-NL).  

5.3.  

5.3.1.  

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Begründungspflicht 

durch die Vorinstanz. Die Begründung in Bezug auf die geschützte Hecke sei nicht nach-

vollziehbar und es seien keine Ausführungen zum Argument der Beeinträchtigung der Er-

scheinung der Hecke gemacht worden. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, 

der Standort des umstrittenen Plakatträgers liege deutlich südlich der geschützten Hecke 

auf dem vorbestehenden Parkplatz. Der Rahmen des Plakatträgers werde mit einem 

Schraubenfundament im Boden verankert. Inwieweit der Plakatträger unter diesen Umstän-

den in der Lage sein solle, die geschützte Hecke zu beeinträchtigen, sei nicht nachvollzieh-

bar.  

 

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Damit ist die Begründung der Vorinstanz in diesem Punkt zwar knappgehalten, vermag je-

doch den Anforderungen des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 1 BV) noch zu genügen, 

zumal sich die Beschwerdeführerin über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben 

und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Verwaltungsgericht weiterziehen konnte. Aus 

dem Umstand, dass die Vorinstanz sich zur Beeinträchtigung der Erscheinung der Hecke 

nicht ausdrücklich geäussert hatte, konnte implizit geschlossen werden, dass sie eine sol-

che als nicht gegeben erachtete. Hinzu kommt, dass der Beschluss der Beschwerdeführerin 

vom 22. Oktober 2024 in diesem Punkt selbst keine hohe Begründungsdichte aufweist.   

5.3.2.  

Südwestlich parallel zur Bahnstrecke verlaufend befindet sich auf dem aufgeschütteten 

Damm auf Grundstück Nr. 2060 eine rund 30m lange, geschützte Hecke. Der geplante Pla-

katträger kommt zwar nahe an diese Hecke zu stehen. Die Schutzverordnung NL sieht in-

dessen keine Abstandsvorschriften vor und die Substanz der Heckenpflanzen bleibt gänz-

lich unangetastet. Die Verankerung des Plakatträgers erfolgt mittels Verschraubung im Bo-

den, weshalb der Wurzelbereich des Gehölzes nicht tangiert wird. Sollte aufgrund der Höhe 

des Trägers von 4.115m unter Umständen das Entfernen einzelner herausragender Äste 

erforderlich werden, ändert dies nichts daran, stellt eine solche Massnahme doch keine 

Beeinträchtigung der Substanz dar, nachdem periodische wie auch selektive Rückschnitte 

nach Art. 7 Abs. 2 der Schutzverordnung NL zulässig sind. Hinzu kommt, dass der Plakat-

träger aufgrund der geringen Tiefe von 0.4m in dieser Dimension sehr wenig Raum bean-

sprucht und von daher keine relevanten räumlichen Überschneidungen mit Ästen der Hecke 

zu erwarten sind. Auch die Erscheinung der Hecke bleibt weitestgehend unberührt; wenn 

überhaupt, ergibt sich am östlichsten Rand der Hecke eine sehr untergeordnete Sichtein-

schränkung auf die Hecke, was eine vernachlässigbare Beeinträchtigung in Bezug auf de-

ren Erscheinung darstellt. Hinzu kommt, dass vom unbeleuchteten Plakatträger keinerlei 

Immissionen (Lärm/Licht) für das Biotop ausgehen.  

5.4.  

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Beurteilung der Vorinstanz, wonach der Plakatträ-

ger die geschützte Hecke nicht beeinträchtigt, als zutreffend. Wollte man von einer Beein-

trächtigung ausgehen, wäre für deren Beurteilung nach Art. 3 NSV das Amt für Natur, Jagd 

und Fischerei beizuziehen gewesen, was die Beschwerdeführerin jedoch nicht getan hat.  

6. Einhaltung der übrigen Bauvorschriften  

Schliesslich entspricht das Bauvorhaben den geltenden Bauvorschriften gemäss BauR. 

Wie die Beschwerdeführerin in ihrem Beschluss vom 22. Oktober 2024 zutreffend 

 

B 2025/53 

 

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festgehalten hat, ist die Schwelle der Verunstaltung im Sinn von Art. 99 Abs. 1 PBG, der 

direkt anwendbar ist und Art. 23 BauR ausserhalb von Kern- und Schutzzonen und konkret 

bezeichneten Gebieten vorgeht, nicht erreicht. Gemäss Ausführungen der Beschwerdefüh-

rerin weicht die Reklametafel in ihrer Grösse und Gestaltung nicht vom zu Erwartenden ab 

und ist ihre Platzierung am Rande eines Parkplatzes nicht unüblich. Dass sie auffällt, ent-

spricht gerade ihrem Zweck. Ferner sind Strassen- und Grenzabstand eingehalten und liegt 

die strassenverkehrsrechtliche Bewilligung der Kantonspolizei vor. Die beantragte Reklame 

entspricht den einschlägigen Vorschriften über Strassenreklamen (act. 10.1/4.18). Da das 

Bauvorhaben sämtliche gesetzlichen Vorgaben erfüllt, besteht keine Pflicht zur Prüfung von 

Alternativstandorten.  

7. Zusammenfassung und Kosten 

7.1.  

Die Beschwerde erweist sich damit in sämtlichen Punkten als unbegründet und ist abzu-

weisen. Vom unterliegenden Gemeinwesen, das in der vorliegenden Angelegenheit keine 

finanziellen Interessen verfolgt, werden keine amtlichen Kosten erhoben (Art. 95 Abs. 3 

VRP).  

7.2.  

Die Beschwerdeführerin hat die obsiegende Beschwerdegegnerin für das Beschwerdever-

fahren ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Im 

Verfahren vor Verwaltungsgericht wird das Honorar pauschal auf CHF 1'500 bis 

CHF 15'000 bemessen (vgl. Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). 

Die Pauschalentschädigung ist nach den in Art. 19 HonO genannten Kriterien – Art und 

Umfang der notwendigen Bemühungen, Schwierigkeit des Falles und wirtschaftliche Ver-

hältnisse der Beteiligten – festzulegen. Die Beschwerdegegnerin hat keine Kostennote ein-

gereicht, weshalb die Entschädigung nach richterlichem Ermessen festzulegen ist. Ange-

messen erscheint vorliegend ein Honorar von pauschal CHF 2'000 zuzüglich CHF 80 Bar-

auslagen (vier Prozent von CHF 2'000). Ein Mehrwertsteuerzuschlag ist der zum Vorsteuer-

Abzug berechtigten Beschwerdegegnerin nicht zuzusprechen (https://www.uid.admin.ch; 

VerwGE 2025/82 vom 10. Juni 2025 E. 6.2); sie hat auch keinen entsprechenden Antrag 

gestellt.  

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht: 

 

B 2025/53 

 

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1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Es werden keine amtlichen Kosten erhoben.  

3.  

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegnerin ausseramtlich mit CHF 2'080 

(ohne Mehrwertsteuer). 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 17.09.2025
	Bau- und Planungsrecht, Baubewilligung für einen Plakatträger angrenzend an ein Baudenkmal und eine geschützte Hecke, Art. 115 lit. g und f PBG, Art. 122 Abs. 3 und Art. 129 Abs. 2 PBG. Die Erstellung eines Plakatträgers ist im konkreten Fall in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zonenkonform (E. 3). Der Schutz der Umgebung ist bei Baudenkmälern in der Regel mitumfasst. Die Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals liegt vor, wenn ein Schutzobjekt in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch machen und aufgrund derer es unter Schutz gestellt wurde, in erheblicher oder umfangreicher Weise beeinträchtigt wird. Die Eisenbahnbrücke stand im Zeitpunkt des Baugesuchs nicht unter Schutz, weshalb der ex lege-Schutz greift. Das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden ist hinsichtlich der Beurteilung der Schutzwürdigkeit, des Schutzumfangs sowie von möglichen Beeinträchtigungen bei Objekten von nationaler oder kantonaler Bedeutung von Gesetzes wegen eingeschränkt (E. 4.2.4). In ihrer geschützten Beschaffenheit wird die Brücke durch die Errichtung des Plakatträgers in Übereinstimmung mit der massgebenden Einschätzung der fachkundigen kantonalen Denkmalpflege nicht beeinträchtigt (E. 4.3; Verwaltungsgericht, B 2025/53). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_617/205)

		2026-01-28T04:09:23+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen