# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41bbceb3-0c88-5d97-8719-c7bfbd0adf8e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.03.2025 715 2024 385 (715 24 385)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2024-385_2025-03-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 26. März 2025 (715 24 385) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Arbeitsmarktliche Massnahmen; Anspruch auf Erneuerung einer Flugzeugtypenberechti-
gung eines studierten Ökonomen und ehemaligen Piloten mit langjähriger Berufserfah-
rung als Geschäftsführer einer eigenen Restaurantkette verneint. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber i.V. Nicki Rohrbach 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Ergänzende Massnahmen ALV, Bahnhofstrasse 
32, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 
 

  
Betreff Individuelle Bildungsmassnahmen 
 
 
 

A. Der 1973 geborene A.____ schloss 1999 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre ab, 
arbeitete bis 2006 als Linienpilot und gründete in der Folge die B.____ AG, bei der er bis zu 
ihrem Konkurs am 21. Dezember 2023 als Geschäftsführer tätig war. Am gleichen Tag meldete 
er sich zur Arbeitsvermittlung an und stellte Antrag auf Ausrichtung von Taggeldern der Arbeits-
losenversicherung (ALV) ab diesem Datum. Mit Gesuch vom 28. August 2024 beantragte 
A.____ die Bewilligung der Teilnahme am Kurs "A320 Type Rating Renewal" zur Erneuerung 

 

 
 
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seiner Lizenz für den Flugzeugtyp Airbus A320 und Übernahme des Kursgeldes im Umfang von 
Fr. 12'497.40 sowie Rückerstattung der Reisekosten im Umfang von Fr. 144.60. Mit Verfügung 
vom 13. September 2024 lehnte das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) 
Baselland, Abteilung Ergänzende Massnahmen ALV, dieses Gesuch ab. Daran hielt das KIGA 
mit Einspracheentscheid vom 28. November 2024 fest. Zur Begründung führte es im Wesentli-
chen aus, dass es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht angehen könne, dass 
Fluggesellschaften die Kosten für betriebs- und betriebsnotwendige Fortbildungen, die sie im 
Rahmen bestehender Arbeitsverhältnisse selbst bezahlen würden, auf die Arbeitslosenversi-
cherung übertragen würden. Im Weiteren könne der Versicherte nicht als schwer vermittelbar 
gelten. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 
16. Dezember 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Entscheid der Vorinstanz aufzu-
heben und es seien ihm die Kurskosten inkl. Spesen in der Höhe von Fr. 7'333.87 des zwi-
schenzeitlich absolvierten Kurses zu vergüten. In seiner Beschwerdebegründung führte er an, 
dass die vom KIGA beschriebene Rechtsprechung auf seinen Fall keine Anwendung finden 
könne, zumal seine erschwerte Vermittelbarkeit gegeben sei. Bei Nichtabsolvierung des Kurses 
bis Ende November 2024 wäre die Möglichkeit der Lizenzerneuerung verwirkt und er hätte in 
der Folge ein gänzlich neues "Type Rating" beantragen müssen, was teurer gekommen wäre. 
 
C. Mit Schreiben vom 15. Januar 2025 liess sich das KIGA zur Beschwerde vernehmen 
und hielt dabei am Einspracheentscheid vom 28. November 2024 fest, auf den es auch zur Be-
gründung vollumfänglich verwies. Da der Beschwerdeführer keine neuen rechtserheblichen 
Einwände vorgebracht habe, seien weitergehende Ausführungen nicht notwendig. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG kann der Bundesrat die örtliche Zuständigkeit des kan-
tonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 regeln. Laut Art. 128 
Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfü-
gungen und Einspracheentscheide einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht des-
selben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der Ein-
spracheentscheid, der das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen 
hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. 
Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des 

 

 
 
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Versicherten vom 16. Dezember 2024 gegen den Einspracheentscheid der Vorinstanz ist dem-
nach einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 
Präsidialentscheid. In seiner Beschwerde beantragt der Versicherte, es seien ihm Kurskosten 
und die Auslagen im Betrag von insgesamt Fr. 7'333.87 zu erstatten. Die Angelegenheit ist folg-
lich präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Gemäss Art. 1a Abs. 2 AVIG will das Gesetz drohende Arbeitslosigkeit verhüten, be-
stehende Arbeitslosigkeit bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Ar-
beitsmarkt fördern. Diesem Zweck dienen unter anderem die arbeitsmarktlichen Massnahmen 
(Art. 59 bis 75b AVIG). Gemäss Art. 59 Abs. 1 AVIG erbringt die Versicherung finanzielle Leis-
tungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Per-
sonen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Zu den arbeitsmarktlichen Massnahmen gehören 
unter anderem Bildungsmassnahmen nach Art. 60 AVIG (Art. 59 Abs. 1bis AVIG). Als solche 
gelten individuelle oder kollektive Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung 
(Art. 60 Abs. 1 AVIG). 
 
2.2 Mit arbeitsmarktlichen Massnahmen soll nach Art. 59 Abs. 2 AVIG die Eingliederung 
von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarkts erschwert vermittelbar sind, gefördert 
werden. Eine schwere Vermittelbarkeit liegt vor, wenn es einer versicherten Person nicht mehr 
möglich ist, die eigene Arbeitskraft auf dem aktuellen Arbeitsmarkt zu verwerten, weil die er-
worbenen Fähigkeiten den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen oder die betroffene 
Person nicht rechtzeitig auf den schnellen Wandel in der Berufsbranche zu reagieren vermoch-
te (KURT PÄRLI/JULIA HUG/ANDREAS PETRIK, Arbeit, Krankheit, Invalidität, Arbeits- und sozialver-
sicherungsrechtliche Aspekte, Bern 2015, Rz. 836 ff.). Aus Art. 59 Abs. 2 AVIG ergibt sich na-
mentlich die Voraussetzung der Eingliederungswirksamkeit einer Massnahme. So muss eine 
Weiterbildung beispielsweise die Vermittelbarkeit im Einzelfall verbessern (lit. a), wobei die För-
derung der beruflichen Qualifikation auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abzustimmen ist 
(lit. b). Nach der Praxis des Bundesgerichts muss die Teilnahme an einer arbeitsmarktlichen 
Massnahme die Vermittlungsfähigkeit der versicherten Person massgeblich verbessern (vgl. 
KUPFER BUCHER BARBARA, in: Stauffer Hans-Ulrich/Cardinaux Basile [Hrsg.], Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2019, Art. 59 Grundsätze, S. 341 mit 
Verweisen auf die entsprechende Rechtsprechung). Ein rein theoretischer Nutzen, der im kon-
kreten Fall die Vermittlungsfähigkeit kaum verbessert, ist nicht ausreichend, um die Vorausset-
zungen nach Art. 59 AVIG zu erfüllen. Vielmehr muss die Wahrscheinlichkeit dargetan sein, 
dass die Vermittlungsfähigkeit durch einen – im Hinblick auf ein konkretes berufliches Ziel – 
absolvierten Kursbesuch tatsächlich und in erheblichem Masse gefördert wird (ARV 1987 
S. 114 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch HARDY LANDOLT, Das Zumutbarkeitsprinzip im 
Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Zürich 1995, S. 446 ff.). Es darf nicht ein höheres 
Berufsziel, also die bildungsmässige, soziale oder wirtschaftliche Verbesserung im Vordergrund 
stehen, sondern die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. 
Die arbeitsmarktliche Vermittelbarkeit einer versicherten Person wird letztlich wohl dann ver-

 

 
 
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bessert, wenn die Präventivmassnahme so ausgerichtet ist, dass die dadurch neu erworbenen 
Fertigkeiten und Kenntnisse entweder die Wettbewerbsfähigkeit der versicherten Person für die 
Zukunft generell und nachhaltig oder aber im Hinblick auf eine konkret in Aussicht stehende und 
grundsätzlich dauerhafte Arbeitsgelegenheit deutlich verbessern (GERHARD GERHARDS, Kom-
mentar zum AVIG, Band II, N 45 zu Art. 59). 
 
2.3 Grundvoraussetzung für den Anspruch auf Teilnahme an individuellen arbeitsmarktli-
chen Massnahmen ist die arbeitsmarktliche Indikation. Leistungen sind nur zuzusprechen, wenn 
die (inländische) Arbeitsmarktlage dies unmittelbar gebietet. Die Anspruchsvoraussetzung der 
arbeitsmarktlichen Indikation besteht aus einer objektiven und subjektiven Komponente. Das 
objektive Element bezieht sich auf den aktuellen Bedarf des Arbeitsmarktes nach Arbeitskräf-
ten. Die subjektive Komponente betrifft die Anpassungsbedürftigkeit der versicherten Person an 
diese Nachfrage. Die Frage, ob die arbeitsmarktliche Indikation im Einzelfall gegeben ist, beur-
teilt sich aufgrund sämtlicher im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebenden Umstände. 
Insbesondere ist mit Hilfe amtlicher und privater Statistiken die Situation auf dem konkreten, für 
die versicherte Person in Frage kommenden Arbeitsmarkt abzuklären (Urteil des Bundesge-
richts vom 16. April 2018, 8C_67/2018, E. 4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Zwischen der Not-
wendigkeit einer arbeitsmarktlichen Massnahme und der Schwierigkeit der betroffenen Person, 
eine zumutbare Arbeit zu finden, muss demnach ein enger Zusammenhang bestehen, damit ein 
Leistungsanspruch entsteht. Die arbeitsmarktliche Massnahme muss sich aus arbeitsmarktli-
chen Gründen geradezu aufdrängen. Gründe ohne einen solchen arbeitsmarktlichen Bezug 
führen regelmässig zu einer Ablehnung des Anspruchs auf arbeitsmarktliche Massnahmen 
(PÄRLI/HUG/PETRIK, a.a.O., Rz. 836 ff.). 
 
2.4 Wie bei allen sozialversicherungsrechtlichen Sachleistungen unterstehen auch die 
Kostenvergütungsleistungen der ALV den Kriterien der Einfachheit, Notwendigkeit und Zweck-
mässigkeit (Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1 Januar 2008: Bun-
desgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 3. Mai 2004, C 241/03, E. 3). Es besteht deshalb 
stets nur ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen der ALV, die mit Blick auf den Einglie-
derungszweck angemessen und notwendig sind, nicht aber auf die nach den gegebenen Um-
ständen bestmöglichen Vorkehrungen. Nach dem bei Eingliederungsmassnahmen der Invali-
denversicherung geltenden und auch hier anwendbaren Grundsatz sind nur die im Einzelfall 
notwendigen, aber dennoch genügenden Massnahmen zu gewähren, und der voraussichtliche 
Erfolg der Massnahme muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten stehen (BGE 
112 V 397, E. 1b; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2009, 8C_600/2008, E. 5.1.). 
 
2.5 Die ALV ist aus dem Grundsatz der Zweckgebundenheit der arbeitsmarktlichen Mass-
nahmen demnach weder für die berufliche Grundausbildung noch zur Erfüllung von Berufswün-
schen sowie für die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung zuständig (vgl. BGE 
111 V 275 E. 2d). Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Eingliede-
rungs- oder Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen oder 
eine drohende Arbeitslosigkeit zu verhindern (vgl. BGE 111 V 271 E. 2b). Die Grenze zwischen 
Grundausbildung und allgemeiner beruflicher Weiterbildung einerseits, Umschulung und Wei-
terbildung im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne andererseits, ist fliessend. Im Einzel-

 

 
 
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fall ist zu würdigen, welche Umstände überwiegen. Entscheidende Bedeutung hat dabei die 
Frage, ob das Berufsspektrum der versicherten Person ihre Vermittelbarkeit auf ganz spezielle 
Tätigkeitsbereiche ("Nischen") einschränkt oder nicht. Ein solch berufsspezifisches Risiko der 
Arbeitslosigkeit stellt ein gewichtiges Indiz dar für die Notwendigkeit einer gezielten Umschu-
lung oder Weiterbildung im Rahmen von arbeitsmarktlichen Massnahmen (THOMAS 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. A. 2016 
S. 2475 Rz. 688 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Im Weiteren muss die soziale Üblich-
keit unter Berücksichtigung des Alters, der Motivation und der weiteren Lebensumstände der 
versicherten Person angeschaut werden. Es ist demnach zu prüfen, ob die fragliche Vorkehr bei 
den gegebenen Umständen nicht ohnehin Bestandteil der üblichen Berufsausbildung ist, ob die 
versicherte Person den Kurs auch besuchen würde, wenn sie nicht arbeitslos wäre (vgl. BGE 
111 V 271 E. 2d). 
 
3.1 Damit dem Beschwerdeführer arbeitsmarktliche Massnahmen zugesprochen werden 
könnten, müsste er im Sinne von Art. 59 Abs. 2 AVIG schwer vermittelbar sein. Um von einer 
schweren Vermittelbarkeit auszugehen, müssen die erworbenen Fähigkeiten der versicherten 
Person den heutigen Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht mehr genügen oder sie muss auf 
den schnellen Wandel in der Berufsbranche nicht schnell genug reagiert haben können. Das 
KIGA ist der Ansicht, der Beschwerdeführer könne mit seiner beruflichen Ausbildung und Erfah-
rung nicht als schwer vermittelbar gelten. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, die 
schwere Vermittelbarkeit sei überhaupt keine Voraussetzung für die Zusprache arbeitsmarktli-
cher Massnahmen. Dazu führt er an, dass im Informationsdokument "Gesamtübersicht AMM 
Kanton Basel-Landschaft" die schwere Vermittelbarkeit nicht als Anspruchsvoraussetzung ge-
nannt werde. Darüber hinaus sei er nachweislich schwer vermittelbar, da er sich seit mehr als 
einem Jahr auf Stellensuche befände. Seine Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre, die er im 
1999 abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaftslehre erworben hatte, seien mittlerweile 
veraltet. 
 
3.2 Betreffend die "Gesamtübersicht AMM Kanton Basel-Landschaft" ist festzuhalten, dass 
es sich um ein Informationsdokument handelt, welches keine Ansprüche begründen kann. Beim 
Erfordernis der erschwerten Vermittelbarkeit handelt es sich hingegen um eine in Art. 59 Abs. 2 
AVIG gesetzlich vorgesehene Anspruchsvoraussetzung. Dem Beschwerdeführer lagen keine 
konkreten Auskünfte des KIGA vor, die geeignet gewesen wären, eine Vertrauensgrundlage zu 
bilden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 668 ff.; BGE 143 V 95 E. 3.6.2 mit Hinweisen). Er konnte 
auch nicht auf die Zusprache beliebiger arbeitsmarktlicher Massnahmen vertrauen, nur weil ihm 
die entsprechende Übersicht beim Antrag auf Arbeitslosenentschädigung zum Download emp-
fohlen wurde und diese einen Teil der Beratungsgespräche bildete. 
 
3.3 Es gilt zu klären, ob der Beschwerdeführer als schwer vermittelbar gilt. Er schloss 1999 
ein Studium der Betriebswissenschaftslehre an der Universität C.____ ab und erwarb zudem 
ein Lizentiat in Wirtschaftswissenschaften. Ab dem Jahr 2000 arbeitete er bei der D.____ AG 
zuerst drei Jahre als Copilot und in der Folge drei Jahre als Pilot und Copilot. Im Jahr 2006 
gründete er mit der B.____ AG sein eigenes Gastronomieunternehmen, bei dem er fortan als 

 

 
 
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Geschäftsführer tätig war. Das Unternehmen hatte bis zu fünf Filialen und 60 Mitarbeitende. Der 
Versicherte war bis zum Konkurs des Unternehmens im Dezember 2023 als Geschäftsführer 
tätig. Darüber hinaus verfügt er über sehr gute mündliche und schriftliche Englischkenntnisse 
und gute bis sehr gute Französischkenntnisse (vgl. KIGA-Akte 44). Aufgrund seines vielfältig 
einsetzbaren Hochschulabschlusses und der breiten beruflichen Erfahrung in verschiedenen 
Bereichen ist grundsätzlich davon auszugehen, dass ihm eine Vielzahl möglicher Tätigkeitsfel-
der offenstehen (vgl. ARV 1985 Nr. 21; 1999 Nr. 12; SVR 1999 ALV Nr. 1 S. 1 E. 2c). Entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, wieso seine Kenntnisse der Betriebs-
wirtschaftslehre als ungenügend für die heutigen Anforderungen des Arbeitsmarkts zu bezeich-
nen sind. Da er über 15 Jahre lang erfolgreich als Geschäftsführer seiner eigenen Restaurant-
kette tätig war, scheint es vielmehr so, dass er sein theoretisches Wissen durch die praktische 
unternehmerische Tätigkeit ausbauen und auf einem aktuellen Stand halten konnte. Das Vor-
bringen wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter begründet. Selbst seine Kenntnisse aus 
der ursprünglichen Tätigkeit als Linienpilot scheinen nicht grundsätzlich veraltet (vgl. hiernach 
E. 4.2). So führt der Beschwerdeführer in seiner Einsprache selbst an, dass sein Marktwert als 
Pilot weiterhin hoch sei. Der Beschwerdeführer kann auch nicht deshalb als schwer vermittelbar 
gelten, weil er sich bereits seit über einem Jahr auf Stellensuche befindet. Er verkennt, dass der 
Erfolg der Stellensuche nicht ausschliesslich von der Einsetzbarkeit der Erfahrungen und 
Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt abhängt. Folglich kann aus der Dauer der Stellensuche nicht 
unmittelbar auf eine schwere Vermittelbarkeit geschlossen werden. Im Ergebnis ist dem KIGA 
darin zu folgen, dass der Beschwerdeführer nicht schwer vermittelbar ist. 
 
4.1 Dazu kommt Folgendes: Nach dem Grundsatz der Zweckgebundenheit ist die ALV 
nicht für die berufliche Grundausbildung und allgemeine Weiterbildungen zuständig, sondern 
ausschliesslich für Umschulungen und Weiterbildungen im arbeitsmarktlichen Sinne (vgl. hier-
vor E. 2.5). Da bei der Abgrenzung fliessende Übergänge bestehen, ist im Einzelfall zu würdi-
gen, welche Umstände überwiegen. Bei der Qualifikation besteht ein grosser Ermessensspiel-
raum (SVR 1999 ALV Nr. 1 S. 2 E. 4.2). Typenberechtigungen berechtigen den Träger zum 
Führen eines bestimmten Flugzeugmusters. Bereits deshalb kommt den Lizenzerneuerungen 
eher der Charakter einer Grundausbildung zu (vgl. Urteil des Versicherungsgericht Zürich vom 
27. August 2004, AL.2004.00295, E. 3.4). Im Kontext der spezifischen Situation des Beschwer-
deführers kommt hinzu, dass sein mögliches Tätigkeitsgebiet auch ohne die Lizenz keineswegs 
auf eine "Nische" eingeschränkt gewesen war, sondern ihm viele Arbeitsfelder offen standen 
(vgl. hiervor E. 3.3). Es ist daran zu erinnern, dass die Ausbildung als Pilot für ihn eine 
Zweitausbildung war. Zuvor schloss er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre ab und war seit 
2006 als Unternehmer tätig. Darüber hinaus muss davon ausgegangen werden, dass der Be-
schwerdeführer den Kurs zur Lizenzerneuerung ohnehin absolviert hätte, auch wenn er nicht 
arbeitslos geworden wäre. So erneuerte er seine Lizenz für den Flugzeugtyp Airbus A320 näm-
lich bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in regelmässigen Abständen (2003, 2013, 2018; vgl. 
KIGA-Akte 44). Im Ergebnis kommt dem Kurs zur Lizenzerneuerung nicht der Charakter einer 
arbeitsmarktlich indizierten Umschulung oder Weiterbildung zu. 
 
4.2 Im Weiteren kann es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei Rezertifizierungs-
vorkehren von Linienpiloten grundsätzlich nicht angehen, die Kosten für berufs- und betriebs-

 

 
 
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notwendige Fortbildungen, die im Rahmen bestehender Arbeitsverhältnisse vom Arbeitgeber 
getragen würden, auf die Arbeitslosenversicherung zu überwälzen (vgl. Urteil des damaligen 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG]; heute: Bundesgericht, III. und IV. öffentlich-
rechtliche Abteilung vom 14. Januar 2005, C 147/04, E. 2.5; Urteil des EVG vom 19. April 2005, 
C 222/04, E. 2.4; Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Waadt, Sozialversicherungsgericht 
vom 10. Mai 2026, ZQ15.027255, E. 4). Es bestünde sonst die Gefahr, dass Fluggesellschaften 
Piloten entlassen würden, um andere Piloten anzustellen, für deren Weiterbildung die Arbeitslo-
senversicherung aufgekommen war. Gestützt auf die zitierte Rechtsprechung befand die Ar-
beitslosenversicherung, dass sie für den Kurs zur Lizenzerneuerung nicht aufkommen könne. 
Dagegen ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die genannte Rechtsprechung könne auf sei-
nen Fall keine Anwendung finden. Bei ihm gehe es um die Erneuerung einer vorhandenen, 
nicht um die Erlangung einer gänzlich neuen Typenberechtigung. Ausgehend vom Grundsatz, 
dass die Fluggesellschaften für die Ausbildungskosten der Piloten aufkommen müssen, macht 
es aber keinen Unterschied, ob es bei der Ausbildung um die Erlangung einer gänzlich neuen 
Typenberechtigung oder die Wiedererlangung bzw. Bestätigung einer bereits vorhandenen Be-
rechtigung geht. 
 
5. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 28. November 2024 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist somit 
abzuweisen. 
 
6. Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG sieht keine 
Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.