# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0565d14-7167-5ec4-a393-b19fbd3631b3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 02.07.2013 U 2013 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2013-12_2013-07-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 13 12

1. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Audétat als Vorsitzender, Vizepräsident Priuli 

und Verwaltungsrichter Stecher, Aktuar ad hoc Coray

URTEIL
vom 2. Juli 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Eltern von A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement 

Graubünden, 

Beschwerdegegner

betreffend Schulbesuch

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1. A._____, besuchte drei Jahre lang das Gymnasium an der B._____ 

Schule in O.1._____. Im Sommer 2012 hat sie erfolgreich die schulinterne 

Vormatur bestanden und sollte im Sommer 2013 die eidgenössische 

Matur ablegen. Von den 14 Schülerinnen und Schülern ihrer Klasse 

haben nur sechs - darunter A._____ - die Vormatur bestanden und 

wurden zur Abschlussklasse zugelassen. Unter dem Ausscheiden 

mehrerer Klassenkameraden - unter den Ausgeschiedenen waren 

sämtliche Klassenkameraden, mit denen A._____ zuvor 

zusammengearbeitet und -gelernt hatte - und der Tatsache, dass A._____ 

keinen Klassenzusammenhalt und kein positives Lernklima mehr 

wahrnahm, litt ihre Motivation, gute Schulleistungen zu erbringen. Um 

Schlimmeres abzuwenden und für ihre Tochter eine motivierende 

Lernumgebung zu schaffen, sandten ihre Eltern A._____ nach einer 

Besprechung mit der dortigen Schulleitung per 7. Januar 2013 an die 

Schweizerische C._____schule in O.2._____. A._____ kennt die Gegend 

sehr gut und spricht neben ihrer Muttersprache deutsch auch italienisch. 

Der Vater von A._____, der seinerseits die SAMD aus eigener Erfahrung 

als Internatsschüler kennt, kam mit der Leitung der Schule überein, dass 

A._____ in die 5. Klasse des SAMD mit dem Schwerpunktfach 

Biologie/Chemie eintritt und im Sommer 2014 die Maturitätsprüfung 

ablegen wird. Zwei Wochen nach Schuleintritt in der SAMD ersuchte der 

Vater von A._____ mit Schreiben vom 21. Januar 2013 beim Erziehungs-, 

Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden (EKUD) um 

Bewilligung dieses Schulwechsels.

2. Mit Verfügung vom 12. Februar 2013 lehnte das EKUD das 

Bewilligungsgesuch ab. Es begründete diesen Entscheid damit, dass das 

Gymnasium der Stiftung B._____ Schulen gemäss Mittelschul- und 

Berufsbildungsamt des Kantons O.1._____ kein staatlich anerkanntes 

privates Gymnasium sei. Gemäss Art. 15 der Verordnung über das 

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Gymnasium vom 6. Juli 2009 erfordere die Zulassung zur 

Maturitätsprüfung den Besuch einer Mittelschule im Kanton Graubünden 

während mindestens der letzten zwei Jahre vor der Maturitätsprüfung und 

für die Promotion ausreichende Leistungen in der Abschlussklasse, 

soweit für den Schulbesuch nicht eine Ausnahmebewilligung des 

Departementes vorliege. Gemäss geltender Praxis könnten Schulwechsel 

während des Jahres innerhalb der letzten zwei Jahre der 

Maturitätsausbildung genehmigt werden, sofern die Lernenden in der 

abgebenden Schule eine gleichwertige Abteilung besucht hätten und 

besondere Gründe für den Schulwechsel geltend machen könnten. Diese 

Gleichwertigkeit sei im vorliegenden Fall nicht gegeben und ein 

Schulwechsel hätte deshalb aufgrund der unterschiedlichen 

Wahlfachangebote der abgebenden und aufnehmenden Schulen für 

A._____ einen Wechsel sowohl des Schwerpunkt- als auch des 

Ergänzungsfaches zur Folge. Zudem müsste die SAMD 

Sonderregelungen betreffend Notenübernahme und Maturaarbeit treffen. 

Überdies sei zweifelhaft, ob A._____ die Promotionsbestimmungen am 

Ende des laufenden Schuljahres erfüllen könne. Des Weiteren entschied 

das EKUD, dass A._____ die Möglichkeit erhalte, per sofort in die 4. 

Gymnasialklasse des SAMD zu wechseln beziehungsweise per Beginn 

des Schuljahres 2013/14 in die 5. Gymnasialklasse einzutreten.

3. Dagegen erhob der Vater von A._____, (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

am 1. März 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Er beantragte die Aufhebung von Ziffer 1 des 

angefochtenen Entscheides (Ablehnung des Schulwechsels von der 

Abschlussklasse der B._____ Schule O.1._____ in die 5. Klasse des 

SAMD) und die direkte Bewilligung dieses Klassenwechsels durch 

Entscheid des Verwaltungsgerichts. Eventualiter sei der strittige 

Entscheid an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Des 

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Weiteren verlangte der Beschwerdeführer die Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, das heisst das Verbleiben 

seiner Tochter in der 5. Klasse an der SAMD. Der Beschwerdeführer ist 

der Ansicht, dass in der Interessenabwägung die privaten Interessen 

seiner Tochter A._____ am Übertritt in die 5. Klasse der SAMD 

gegenüber den von der Vorinstanz ins Feld geführten öffentlichen 

Interessen klar überwögen.

4. Nachdem das EKUD (mit Verweis auf die Stellungnahme des Amtes für 

Höhere Bildung vom 12. März 2013) in der Vernehmlassung vom 15. 

März 2013 nichts gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

einzuwenden hatte, wurde diese vom Instruktionsrichter am 18. März 

2013 verfügt.

5. In der Vernehmlassung vom 22. März 2013 beantragte das EKUD die 

Abweisung der Beschwerde. Es erläuterte zunächst die 

Rechtsgrundlagen und verwies unter anderem auf den Beschluss der 

Regierung vom 7. Juli 2009, Protokoll Nr. 742 betreffend Teilrevision der 

Verordnung über das Gymnasium und dessen Bemerkungen zu Art. 15. 

Das EKUD hielt sodann fest, dass A._____ unrechtmässig in die 5. 

Klasse der SAMD eingetreten sei, nämlich ohne Ausnahmebewilligung, 

um welche erst zwei Wochen nach Schuleintritt ersucht worden sei. Die 

B._____ Schule O.1._____ sei zudem nicht eine mit der SAMD 

gleichwertige Schule. Ausserdem müssten in Bezug auf die Maturaarbeit 

und die Vornoten ausserordentliche Regelungen getroffen werden. Die 

Eltern hätten zudem vor Beginn des Schuljahres den Schulwechsel 

beantragen können. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liege 

durch die Nichterteilung einer Ausnahmebewilligung weder eine 

Verletzung der Privatautonomie noch eine Verletzung der Handels- und 

Gewerbefreiheit vor. Im Falle der Gutheissung der Beschwerde müsste 

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ausserdem so rasch als möglich die Frage geklärt werden, aufgrund 

welcher Noten das Promotionszeugnis an der SAMD am Ende dieses 

Semesters zu erstellen wäre.

6. Am 4. April 2013 reichte der Vater von A._____ eine Stellungnahme zur 

Vernehmlassung des EKUD ein. Er wies darin nochmals darauf hin, dass 

das Abfallen der Leistungen von A._____ erst während des 

Herbstsemesters 2012 festgestellt werden konnte und deshalb ein 

Wechsel vor Beginn des laufenden Schuljahres nicht angezeigt gewesen 

sei. Dass um die Ausnahmebewilligung erst nachträglich ersucht worden 

sei, habe seinen Grund darin gehabt, dass es aus Sicht sowohl der 

SAMD als auch der Schülerin zweckmässig erschien, eine gewisse 

Probezeit für den Schul- und Internatsbetrieb einzuräumen. Auch aus 

pädagogischer Sicht habe sofort gehandelt und nicht noch eine 

Bewilligung abgewartet werden müssen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die 

angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Vorab gilt es festzustellen, dass A._____ zum Zeitpunkt des Übertrittes in 

die SAMD am 7. Januar 2013, der entsprechenden Gesuchstellung vom 

21. Januar 2013 und des anschliessend strittigen Verfahrens 21 Jahre alt 

ist. Das Bewilligungsgesuch, die Beschwerde und die Vernehmlassung 

werden jedoch von ihrem Vater, geschrieben, unterzeichnet und 

eingereicht. Die Beschwerde schreibt der Beschwerdeführer jedoch 

sowohl in eigenem als auch im Namen von A._____, unterzeichnet wird 

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sie allerdings nur vom ihm. Somit muss geprüft werden, ob der Vater von 

A._____ überhaupt zur Beschwerde legitimiert ist. Anzumerken bleibt, 

dass das EKUD das Gesuch als dasjenige des Vaters für seine Tochter 

entgegengenommen hat und seinen Entscheid auch nur ihm gegenüber 

eröffnet hat, obwohl es sich dabei um eine Bewilligung für A._____ 

handelt. Gemäss Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den 

angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere 

Vorschrift dazu ermächtigt ist. Art. 277 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (ZGB: SR 210) besagt, dass die Eltern, soweit das 

Kind bis zur Mündigkeit keine angemessene Ausbildung hat, auch über 

diese hinaus - soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet 

werden darf - für seinen Unterhalt (vgl. dazu Art. 276 ZGB) aufzukommen 

haben, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise 

abgeschlossen werden kann. Demnach ist der Beschwerdeführer 

gegenüber A._____, da diese 21 Jahre alt ist und noch keine 

angemessene Ausbildung abgeschlossen hat, zum Zeitpunkt dieses 

Verfahrens immer noch Unterhaltspflichtig. Insofern ist er durch den 

angefochtenen Entscheid rechtsgenügend im Sinne von Art. 50 VRG 

berührt. Überdies hat er auch ein schutzwürdiges Interesse an der 

Aufhebung des angefochtenen Entscheides, da dieser unter anderem 

auch die schulische Ausbildung seiner Tochter betrifft. Der 

Beschwerdeführer ist somit als beschwerdelegitimiert im Sinne von Art. 

50 VRG zu betrachten und er ist legitimiert, (auch) im Namen von 

A._____ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

zu führen. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet die 

Departementsverfügung des EKUD vom 12. Februar 2013. Streitig und zu 

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prüfen ist, ob der Schulwechsel von A._____ von der Abschlussklasse 

des Gymnasiums der Stiftung B._____ Schulen in O.1._____ in die 5. 

Klasse per Frühjahssemester 2013 zu Recht nicht bewilligt wurde.

3. a) Im vorliegenden Verfahren geht es um die Erteilung einer 

Ausnahmebewilligung für A._____ für einen Schulwechsel während des 

Schuljahres von der Abschlussklasse der B._____ Schule O.1._____ in 

die vorletzte Klasse (5. Gymnasialklasse) der SAMD, welcher vom EKUD 

nicht zugelassen wurde. Zugelassen wurde vom EKUD hingegen der 

sofortige Übertritt in die 4. Gymnasialklasse der SAMD bzw. der Eintritt in 

die 5. Gymasialklasse per Schuljahr 2013/14. 

b) Bei der Erteilung einer Ausnahmebewilligung ist im Wesentlichen eine 

Interessenabwägung zwischen den privaten Interessen von A._____, aus 

der unglücklich verlaufenden Abschlussklasse der B._____ Schulen 

O.1._____ in die vorletzte Klasse (5. Klasse) der SAMD wechseln zu 

dürfen und den öffentlichen Interessen, das heisst der Einhaltung der 

Vorgaben der Verordnung des Bundesrates über die Anerkennung von 

gymnasialen Maturitätsausweisen (MAR) und der kantonalen Verordnung 

über das Gymnasium vom 6. Juli 2009 (GymVO; BR 425.050), 

insbesondere deren Art. 15 (Zulassungsvoraussetzungen zur 

Maturitätsprüfung), vorzunehmen.

Art. 15 GymVO in der Fassung vom 6. Juli 1999 lautete wie folgt:
Zulassungsvoraussetzungen:

Die Zulassung erfordert in der Regel den Besuch einer Mittelschule im Kanton 
Graubünden während mindestens der letzten zwei Jahre vor der Maturitätsprüfung, für 
eine Promotion ausreichende Leistungen in der Abschlussklasse und die Annahme der 
Maturaarbeit mit mindestens dem Prädikat «genügend». Die sechste Klasse kann nicht 
als Austauschjahr absolviert werden.

Mit Regierungsbeschluss vom 7. Juli 2009 wurde Art. 15 GymVO wie folgt 
abgeändert:

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Zulassungsvoraussetzungen:

Sofern betreffend Schulbesuch keine Ausnahmebewilligung des Departements vorliegt, 
erfordert die Zulassung den Besuch einer Mittelschule im Kanton Graubünden während 
mindestens der letzten zwei Jahre vor der Maturitätsprüfung und für eine Promotion 
ausreichende Leistungen in der Abschlussklasse. Die sechste Klasse kann nicht als 
Austauschjahr absolviert werden.

Im Regierungsbeschluss zur Teilrevision von Art. 15 GymVO wird 

folgendes ausgeführt:
„In den vergangenen Jahren wurden an den privaten Mittelschulen vermehrt 
ausserkantonale Schülerinnen und Schüler in die Abschlussklassen aufgenommen, was 
zu Unsicherheiten betreffend Zuständigkeiten für die Erteilung der Ausnahmebewilligung 
führte. Neu bestimmt die Verordnung, dass Aufnahmen in die letzten beiden Jahre der 
gymnasialen Maturitäts-ausbildung ausnahmsweise erfolgen dürfen, wenn für den 
betroffenen Einzelfall eine Bewilligung des Departementes vorliegt. Die Bewilligung ist 
somit vor der Aufnahme in die Schule einzuholen.“

Art. 15 GymVO folgt im Übrigen der Bestimmung von Art. 6 Abs. 4 MAR:
Dauer:

Werden Schülerinnen und Schüler aus andern Schultypen in den gymnasialen Lehrgang 
aufgenommen, so haben sie in der Regel den Unterricht der beiden letzten Jahre vor der 
Maturität zu besuchen.

c) Aus diesen Gesetzestexten lässt sich folglich entnehmen, dass im 

vorliegenden Fall grundsätzlich eine Ausnahmebewilligung erteilt werden 

darf, (vgl. zu Zweck, Begriff und Voraussetzungen von 

Ausnahmebewilligungen ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 

Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., O.1._____ 2010, N 2537 ff.). Im 

vorliegenden Verfahren stellt sich dabei die Rechtsfrage, ob überhaupt 

eine Ausnahmesituation bei A._____ vorliegt oder nicht. Diese 

Rechtsfrage kann vom Verwaltungsgericht frei überprüft werden (ULRICH 

HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, a.a.O., N 2546). Die 

Ausnahmeregelung selber, das heisst das Mass der Abweichung und der 

Inhalt der Bewilligung, wird von der Verwaltungsbehörde nach 

pflichtgemässem Ermessen ausgestaltet, welches im Allgemeinen keiner 

richterlichen Kontrolle unterliegt (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 

UHLMANN, a.a.O., mit Hinweisen auf ZBl 82 [1981] 527, 534). Die 

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Rechtsfrage richtet sich somit danach, ob die besonderen Umstände des 

Einzelfalles eine Abweichung von den gesetzlichen Regelung erlauben. 

Die Ermessensfrage richtet sich hingegen nach der konkreten 

Ausgestaltung der Ausnahmeregelung.

d) Die Gewährung oder Nichtgewährung der Ausnahmebewilligung für den 

Übertritt in die 5. Gymnasialklasse der SAMD hat im vorliegenden Fall 

zwei Aspekte, nämlich die Rechtzeitigkeit des eingereichten Gesuchs und 

die Eignung der Schülerin, welche es nachfolgend beide zu prüfen gilt.

a/aa Zur Rechtzeitigkeit des eingereichten Gesuchs vom 21. Januar 2013 lässt 

sich folgendes sagen: Das EKUD verweist dazu auf die Bemerkungen der 

Regierung zur Teilrevision von Art. 15 GymVO vom 7. Juli 2009 (vgl. dazu 

Erwägung 3.b). Es hält weiter fest, dass A._____ ohne 

Ausnahmebewilligung des zuständigen Departementes und damit 

unrechtmässig in die 5. Gymnasialklasse der SAMD eingetreten sei. Sie 

hätte im Übrigen bereits seit Ende des letzten Schuljahres gewusst, dass 

ein grosser Teil ihrer Mitschülerinnen und -schüler die Promotion in die 

Abschlussklasse nicht bestehen würden, und so rechtzeitig, das heisst 

vor Beginn des neuen Schuljahres ein Übertrittsgesuch stellen können. 

Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, dass der Entscheid der Eltern, 

ihre Tochter in das Internat der SAMD zu schicken, auf der 

Quartalsbeurteilung der B._____ Schule O.1._____ vom 20. November 

2012 basiere. Erst dann sei das Ausmass des Motivationsmangels ihrer 

Tochter klar geworden und ein weiterer Verbleib in der Abschlussklasse 

der B._____ Schule nicht mehr sinnvoll erschienen. Vorher hätte kein 

genügender Anlass für einen Schulwechsel bestanden. Ein 

Besprechungstermin mit der Leitung der SAMD habe dann erst am 3. 

Januar 2013 vereinbart werden können. An diesem Termin sei vereinbart 

worden, dass A._____ auf den ersten Schultag im neuen Jahr, dem 7. 

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Januar 2013, zur Probe ins Internat in die 5. Gymnasialklasse eintrete. 

Der Eintritt in die 5. Gymnasialklasse habe sich aufgrund der Beurteilung 

des schulischen Leistungsniveaus von A._____ durch die Leitung der 

SAMD ergeben. Ein Abwarten einer Bewilligung für diesen Übertritt durch 

das EKUD wäre wenig sinnvoll und zweckmässig gewesen, zumal 

dadurch einerseits die Schülerin aus dem Bildungsprozess hätte 

genommen werden müssen und andererseits vor dem definitiven Übertritt 

in eine Internatsschule sowohl aus Sicht der Schülerin als auch der 

Schulleitung eine gewisse Probezeit unumgänglich sei.

bb) Die Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen mehr zu 

überzeugen als diejenigen des EKUD. So geht es bei den Bemerkungen 

der Regierung zur Teilrevision von Art. 15 GymVO mehr um eine 

Klarstellung in der Kompetenzordnung als um einem strikten zeitlichen 

Ablauf des Bewilligungsverfahrens. Gemäss dieser Bemerkung liegt die 

Bewillgungskompetenz für einen Übertritt vor Beginn der letzten beiden 

Schuljahre bei den Schulleitungen, für Übertritte während den letzten 

beiden Schuljahren hingegen beim EKUD. Das vorgängige Vorliegen 

einer Bewilligung ist somit als blosse Ordnungsvorschrift zu betrachten, 

der kein zwingender Charakter zukommt. Im vorliegenden Fall sind 

ausreichende Gründe vorhanden, von dieser Regel abzuweichen. Der 

Beschwerdeführer hat vernünftig und unter den gegebenen Umständen 

verantwortungsvoll gehandelt. Hinzu kommt, dass der Text der 

Verordnung nicht ausschliesst, dass eine solche Ausnahmebewilligung 

auch nachträglich erst vorliegen kann. Auf die Bemerkungen der 

Regierung zur Teilrevision von Art. 15 GymVO kann jedenfalls nicht 

abgestellt werden, zumal Regierungsbeschlüsse nicht allgemein 

zugänglich sind. Im Weiteren trifft es auch zu, dass die Schulleitung der 

SAMD das Vorgehen kannte und den Übertritt ohne Vorliegen einer 

Ausnahmebewilligung guthiess.

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b/aa Bezüglich der Eignung von A._____ in die 5. Gymnasialklasse der SAMD 

überzutreten ergibt sich folgende Ausgangslage: Bei normalem Fortgang 

hätte A._____ im Sommer 2013 die eidgenössische Matura abgelegt, das 

heisst sie befand sich vor dem Wechsel an die SAMD in der 

Abschlussklasse der B._____ Schule O.1._____, welche der 6. 

Gymnasialklasse der SAMD entspricht. Zudem ist A._____ 21 Jahre alt 

und damit rund zwei bis drei Jahre älter als andere Schülerinnen und 

Schüler, welche die 5. Gymnasialklasse an der SAMD absolvieren. In der 

SAMD wird eine interne Maturitätsprüfung abgelegt, welche von der 

Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren 

(KSGR) anerkannt wird und so den Erfordernissen der MAR genügt. Die 

B._____ Schule O.1._____ nimmt demgegenüber keine 

Maturitätsprüfungen ab, sondern bereitet ihre Schülerinnen und Schüler 

auf die eidgenössische Matura vor, welche dann extern von der 

Schweizerischen Maturitätskommission abgenommen wird.

bb) Das EKUD zeigt in seiner Vernehmlassung auf, dass der Lehrplan der 

B._____ Schule O.1._____ Kompatibilitätslücken gegenüber demjenigen 

der SAMD aufweist (vgl. Ziff. 3 und 4 der Vernehmlassung EKUD). So 

sieht das EKUD unter anderem ein Problem darin, dass A._____ in den 

Grundlagenfächern Chemie und Bildnerisches Gestalten nur die Noten 

eines Semesters vorweisen könne. 

cc) Aus den ins Recht gelegten Akten lässt sich entnehmen, dass beim hier 

zu beurteilenden Übertritt gewisse Inkonsistenzen bezüglich den von den 

betroffenen Schulen aufgestellten Lehrplänen vorliegen. Dies ist 

insbesondere deshalb so, weil die beiden Schulen einer anderen 

Konzeption unterliegen bzw. die Eidgenössische Matura anders 

ausgestaltet ist als die Maturitätsprüfungen der Gymnasien der Bündner 

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Mittelschulen. Es trifft auch zu, dass die B._____ Schulen weder Mitglied 

der KSGR sind noch im Verzeichnis der anerkannten nichtstaatlichen 

Schulen des Kantons O.1._____ aufgeführt werden (vgl. Beilagen 9 und 

10 EKUD). Dies allein kann aber noch nicht zur Verweigerung einer 

Ausnahmebewilligung führen. Die Argumentation des EKUD betrifft in 

erster Linie die Ausgestaltung der Ausnahmebewilligung selber 

beziehungsweise die damit verbundenen Erschwernisse und 

Schwierigkeiten. Indes geht es im vorliegenden Fall nicht um die 

Ausgestaltung der Ausnahmebewilligung, sondern um die Erteilung 

derselben für den Übertritt in die 5. Gymnasialklasse der SAMD. 

Diesbezüglich gilt es festzustellen, dass die privaten Interessen von 

A._____ beziehungsweise ihrem Vater - dem Beschwerdeführer - 

gegenüber den öffentlichen Interessen, dass die Bündner Mittelschulen 

die Vorgaben des MAR und der GymVO einhalten, zumal ja nicht eine 

Verletzung dieser Vorgaben im Vordergrund steht, sondern - wo 

notwendig - eine Adaption der Vorleistungen von A._____ an die für die 

SAMD gültigen Vorgaben, überwiegen. Wie das EKUD richtig erwähnt, 

geht es letztlich darum, aufgrund welcher Noten das Promotionszeugnis 

von A._____ an der SAMD am Ende dieses Semesters zu erstellen sein 

wird. Es ist somit ein Gebot der Verhältnismässigkeit, eine 

situationsgerechte Lösung zu finden für den Übertritt in die 5. 

Gymnasialklasse der SAMD als diesen gleich auszuschliessen. Die 

Tatsache, dass A._____ bzw. der Vater die Unterstützung der 

Schulleitung der SAMD für den Übertritt geniessen, erleichtern das 

weitere Vorgehen, nämlich die Bereinigung der offenen Punkte zur 

Erstellung des Promotionszeugnis für A._____. Liegt hierfür eine Lösung 

vor, steht auch fest, ob A._____ die 5. Gymnasialklasse der SAMD 

erfolgreich abgeschlossen hat oder nicht. Ob und inwiefern dazu auf 

Noten des Frühjahrssemesters 2012 der B._____ Schule (oder Noten zu 

einem anderen Zeitpunkt) oder ob auf die Benotung der allein an der 

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SAMD erbrachten Leistungen abgestellt werden kann oder ob der 

Übertritt als Repetition der Klasse gewertet werden muss, ist - wie gesagt 

- nicht Sache des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden, 

sondern Sache der Verwaltungsbehörden, welche diese Fragen nach 

pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden haben. 

4. Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass sich das EKUD bei der 

Nichterteilung der Übertrittsbewilligung im wesentlichen nur mit einer 

pauschalen Prüfung der formellen Aspekte der Bewilligungserteilung 

begnügt hat, anstatt eine konkrete Interessensabwägung zwischen den 

privaten Interessen von A._____ am Übertritt in die 5. Klasse der SAMD 

und den öffentlichen Interessen durchzuführen. Es besteht keine Absicht 

seitens des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden, die Praxis 

des EKUD, wonach Schulwechsel während des Jahres innerhalb der 

letzten zwei Jahre der Maturitätsausbildung genehmigt werden können, 

sofern die Lernenden in der abgebenden Schule eine gleichwertige 

Abteilung besucht haben und besondere Gründe für den Schulwechsel 

geltend machen können, zu ändern. Vielmehr soll darauf hingewiesen 

werden, dass im konkreten Einzelfall die jeweiligen Interessen 

abzuwiegen sind, was im vorliegenden Fall nicht gebührend beachtet 

wurde. Insbesondere nimmt A._____ beim Übertritt per Frühjahr 2013 in 

die 5. Gymnasialklasse der SAMD freiwillig eine Repetition in Kauf, da sie 

grundsätzlich im Sommer 2013 die eidgenössische Matur hätte ablegen 

können und somit 1.5 Jahre verliert. Überdies kann ihr angerechnet 

werden, dass sie mit 21 Jahren doch mehrere Jahre älter ist, als normale 

Schülerinnen und Schüler, welche üblicherweise die 5. Gymnasialklasse 

(des SAMD) besuchen. Ein wichtiger Aspekt ist im Übrigen, dass die 

Schulleitung der SAMD geprüft hat, dass A._____ bezüglich ihren 

bisherigen Schulleistungen per Januar 2013 in die 5. Klasse eingestuft 

werden kann, und eben gerade nicht per Januar 2013 in die 4. Klasse 

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beziehungsweise erst per Sommer 2013 in die 5. Klasse. Nach dem 

Gesagten hat das EKUD A._____ zu Unrecht keine Bewilligung für den 

Übertritt in die 5. Gymnasialklasse der SAMD erteilt. Die Beschwerde ist 

demnach gutzuheissen und die Verfügung des EKUD vom 12. Februar 

2013 aufzuheben. A._____ wird folglich die Bewilligung erteilt, per 7. 

Januar 2013 von der Abschlussklasse des Gymnasiums der Stiftung 

B._____ Schulen in O.1._____ in die 5. Klasse des Gymnasiums der 

SAMD zu wechseln.

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten gestützt auf Art. 73 

Abs. 1 VRG zu Lasten des EKUD. Dem nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer steht keine Parteientschädigung zu (Art. 78 Abs. 1 

VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. Die Verfügung des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement 

Graubünden vom 12. Februar 2013 wird aufgehoben.

3. A._____ wird die Bewilligung erteilt, per 7. Januar 2013 von der 

Abschlussklasse des Gymnasiums der Stiftung B._____ Schulen in 

O.1._____ in die 5. Klasse des Gymnasiums der SAMD zu wechseln.

4. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 302.--

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zusammen Fr. 1‘802.--

gehen zulasten des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen. 

5. [Rechtmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]