# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8e8526e-6c1a-5daa-b0ed-66d4636f6340
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.04.2012 IV 2010/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2010-85_2012-04-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2010/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2020

Entscheiddatum: 19.04.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2012
Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 
2012, IV 2010/85). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_382/2012

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 19. April 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Jau, M.A. HSG, Advokatur Hubatka & Partner, 

Obere Bahnhofstrasse 24, 9500 Wil SG,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

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A.     

A.a   A.___ stellte am 28. Januar 2005 ein Gesuch um eine Invalidenrente (IV-act. 1). Im 

Gesuchsformular gab er u.a. an, er habe keinen Beruf erlernt. Die B.___ gab am 25. 

Februar 2005 an (IV-act. 8), sie habe den Versicherten als Betriebsmitarbeiter 

beschäftigt. Der Lohn habe Fr. 4'834.28 (x13) betragen. Das Arbeitsverhältnis sei per 

Ende Februar 2005 aufgelöst worden. Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Chirurgie 

berichtete der IV-Stelle am 23. Februar 2005 (IV-act. 9), der Versicherte leide an einer 

Diskusprotrusion L4/5 mit Nervenwurzelirritation bds., an einer Spondylarthrose L3/4 

und L4/5 sowie an einer Hyperkyphose der LWS mit einer kompensatorischen Lordose 

der HWS und der LWS. Dr. C.___ gab weiter an, der Versicherte sei an seinem letzten 

Arbeitsplatz seit dem 23. Februar 2004 zu 100% arbeitsunfähig, denn er könne nicht 

mehr länger als zwanzig Minuten sitzen oder stehen. Bei einem Arbeitsversuch (leichte 

Arbeit für die halbe Arbeitszeit) habe er bereits nach einer Stunde zum Notfallarzt 

gebracht werden müssen. Die IV-Stelle beauftragte die AEH Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene GmbH in Zürich mit einer rheumatologischen 

Abklärung (IV-act. 19). Die Sachverständigen der AEH GmbH berichteten in ihrem 

Gutachten vom 25. Januar 2006 (IV-act. 32), der Versicherte sei bereits durch die 

Orthopädie des Kantonsspitals St. Gallen abgeklärt worden. Die Beschwerden hätten 

auf Facettengelenksinfiltrationen nicht angesprochen. Pathologien, welche die 

ausgeprägten Rückenschmerzen hätten erklären können, seien dort nicht festgestellt 

worden. Gestützt auf ihre eigenen Abklärungen führten die Sachverständigen der AEH 

GmbH aus, gesamthaft leide der Versicherte unter einem generalisierten 

Schmerzsyndrom mit Panvertebralsyndrom bei Wirbelsäulenfehlform sowie 

degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Die radiologisch fassbaren hypertrophen 

Spondylosen im Bereich der BWS liessen an eine idiopathische skelettale Hyperostose 

denken. Allerdings seien die formalen radiologischen Kriterien aktuell nicht erfüllt. Aus 

rheumatologischer Sicht bestehe eine Diskrepanz zwischen dem subjektiv hohen 

Beschwerdeniveau, dem gezeigten Funktionsniveau und den objektiven Befunden. 

Aufgrund der Schmerzanamnese gebe es keine Hinweise für einen mechanischen 

Schmerzcharakter. Anamnestisch und klinisch bestünden aber viele Zeichen für eine 

Symptomausweitung (positive Waddellzeichen, tiefe Selbsteinschätzung im PACT-

Test, Selbstlimitierung in der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit EFL). Ein 

Grossteil der objektiven Befunde sei langjährig vorbestehend und die radiologisch 

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fassbaren degenerativen Wirbelsäulenveränderungen überschritten das 

altersentsprechende Ausmass nicht. Von weiteren physiotherapeutischen Massnahmen 

sei keine Besserung zu erwarten. Die Motivation für eine Teilnahme an einem 

interdisziplinären Schmerzprogramm sei fraglich. Die Opiate sollten wegen des 

unzureichenden Effekts (anhaltend hohe Schmerzangaben) sowie der sedierenden 

Nebenwirkungen gestoppt werden. Aus rein rheumatologischer Sicht sei eine 

körperliche Schwerarbeit aufgrund der objektiven Befunde nicht mehr zumutbar. Nichts 

spreche aber gegen eine maximal mittelschwere Tätigkeit, die ganztags zumutbar sei. 

Aufgrund der deutlichen Hinweise für eine Schmerzverarbeitungsstörung sollte der 

Versicherte psychiatrisch abgeklärt werden. Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. D.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit einer psychiatrischen 

Begutachtung (IV-act. 30). Dr. D.___ berichtete am 29. November 2006 (IV-act. 50), die 

Begutachtung sei im Beisein eines Dolmetschers erfolgt. Die Diagnose laute: 

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung und mittelgradige depressive Störung mit 

somatischem Syndrom. Aus rein somatischer Sicht und unter Berücksichtigung der 

nichtinvalidisierenden Faktoren sei der Versicherte zu 50% arbeitsunfähig. Das gelte für 

die Zeit ab Februar 2004. Rehabilitationsmassnahmen seien zwar zumutbar, aber 

weder indiziert noch durchführbar. Dabei dürften nichtinvalidisierende Faktoren eine 

Rolle spielen. Die mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom sei die 

mitwirkende Komorbidität zur somatoformen Schmerzstörung. Dr. med. E.___ vom 

RAD hielt am 1. Februar 2007 fest (IV-act. 51), bidisziplinär liege eine Arbeitsfähigkeit 

von 50% für leichte adaptierte Tätigkeiten vor. Die IV-Stelle verglich ein 

Valideneinkommen als Betriebsmitarbeiter der B.___ für 2007 von Fr. 63'557.-- mit 

einem zumutbaren Invalideneinkommen 2007 von Fr. 29'514.-- (IV-act. 64). Es 

resultierte ein Invaliditätsgrad von 53,56%. Mit einem Vorbescheid vom 22. November 

2007 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprache einer halben 

Invalidenrente rückwirkend ab Februar 2005 an (IV-act. 67).

A.b   Der Versicherte liess am 7. Januar 2008 die Zusprache einer ganzen 

Invalidenrente beantragen (IV-act. 73). Sein Rechtsvertreter begründete das mit der 

Widersprüchlichkeit und dem Fehlen einer Begründung des psychiatrischen 

Gutachtens, mit einem zu hohen zumutbaren Invalideneinkommen und mit einem seit 

den beiden Gutachten weiter verschlechterten Gesundheitszustand. Dr. E.___ empfahl 

am 26. Februar 2008 eine MEDAS-Begutachtung, da vor einem Jahr abschliessend zu 

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den medizinischen Aspekten der Rentenprüfung Stellung genommen worden sei (IV-

act. 75). Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS Zentralschweiz mit der Abklärung (IV-act. 

78). Diese erstattete ihr Gutachten am 23. Juli 2008 (IV-act. 80). Die Sachverständigen 

führten aus, der Versicherte habe recht ordentlich, allerdings gebrochen Deutsch 

gesprochen. Für eine psychiatrische Anamnese habe es allerdings nicht ausgereicht, 

weshalb ein Dolmetscher beigezogen worden sei. Der psychiatrische Sachverständige 

hatte dazu in seinem Teilgutachten vom 22. Juni 2008 (IV-act. 80-38) festgehalten, der 

Versicherte sei beim Gespräch höflich gewesen. Der Übersetzer habe wegen des 

Hörgeräts links etwas lauter reden müssen. Das Sprachverständnis sei unter diesen 

Umständen gut gewesen. Im Hauptgutachten wurde weiter berichtet, der 

rheumatologische Sachverständige habe einen bisher nicht bekannten somatischen 

Schwerpunkt gefunden. Der Versicherte leide an einer Protrusio acetabuli bds., 

linksbetont mit nun radiologisch fortgeschrittenen schweren Coxarthrosen. Links 

bestehe ein Verdacht auf einen St. n. Epiphysiolyse capitis femoris. An der linken Hüfte 

habe sich eine leichte Beugekontraktur feststellen lassen. Vermutlich sei dieser Befund 

die Ursache der chronischen Überlastung der Lumbosakralregion (bei zusätzlich 

vorbestehender lumbosakraler Hyperlordose mit Sacrum acutum und lumbosakraler 

Übergangsanomalie). Weil der Versicherte über Schmerzen in der Hüftregion und in der 

Leistengegend klage, sei die Optik bisher zu sehr auf die Wirbelsäule gelegt worden. 

Diese sei allerdings auch tangiert, denn der Versicherte leide an einem Hohlrundrücken 

mit den entsprechenden Einschränkungen. Hinweise auf lumbosakrale Reiz- oder 

Ausfallsyndrome fehlten. Es sollte eine Versorgung mit Totalendoprothesen erfolgen. 

Die Morphintherapie sei nicht indiziert. In einer wechselbelastenden, vorwiegend eher 

sitzenden Tätigkeit sei der Versicherte zu 70% arbeitsfähig, wobei die Arbeitsfähigkeit 

allenfalls durch die vorgeschlagene Therapie noch gesteigert werden könnte. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die 

psychosozialen Druckfaktoren und Stressoren dominierten. Es lasse sich kein 

psychiatrisches Leiden definieren, das per se die Arbeitsfähigkeit einschränken würde. 

Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte ab dem 11. Juli 2008 (Datum der 

Schlussbesprechung). Dr. E.___ vom RAD hielt am 5. August 2008 fest (IV-act. 81), der 

Gesundheitszustand des Versicherten sei stabil. Medizinische Massnahmen könnten 

nicht auferlegt werden. Die Arbeitsfähigkeit sei durch die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung nicht eingeschränkt. Eine adaptierte Tätigkeit sei zu 70% zumutbar. 

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Der Beginn der entsprechenden Arbeitsunfähigkeit könne auf Februar 2004 festgelegt 

werden. Die IV-Stelle verglich ein Valideneinkommen (Betriebsangestellter B.___ im 

Jahr 2008) von Fr. 64'754.-- mit einem anhand des statistischen Durchschnittslohns 

der Hilfsarbeiter für das Jahr 2008 ermittelten zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 

42'184.-- und errechnete so einen Invaliditätsgrad von 34,85% (IV-act. 83). Mit einem 

neuen Vorbescheid vom 11. Februar 2009 kündigte sie dem Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 85).

A.c   Der Versicherte liess am 1. März 2009 einwenden (IV-act. 89), anlässlich der 

psychiatrischen Abklärung sei ein Albanisch sprechender Kosovare als Dolmetscher 

beigezogen worden, den er als Albaner aus Mazedonien nicht richtig verstanden habe. 

Deshalb sei keine eigentliche Übersetzung erfolgt. Der psychiatrische Sachverständige 

habe die Abweichung zur früheren Begutachtung (mittelgradige depressive Episode) 

nicht erklärt. Die behandelnde Psychiaterin gehe von einer mittelgradigen bis schweren 

depressiven Episode aus. Es sei deshalb ein Invaliditätsgrad von 50% anzunehmen, 

der sich im Zeitablauf auf 70% erhöht habe. Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, hatte dem Rechtsvertreter des Versicherten am 9. März 

2009 u.a. angegeben (IV-act. 89-5), seit dem Beginn der Behandlung (ein Jahr nach der 

Abklärung durch Dr. D.___) bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70%. Der 

psychiatrische Sachverständige der MEDAS habe den Versicherten wegen der 

Sprachschwierigkeiten nicht verstanden und er sei auf das Erscheinungsbild und das 

Verhalten (kulturbedingter höflicher Umgang und unter Einnahme von Morphintropfen) 

fixiert gewesen. Deshalb habe er den Versicherten nicht als depressiv erlebt. Effektiv 

seien alle Kriterien einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode erfüllt. Es 

handle sich um einen chronischen Verlauf. Die Behandlung habe Erfolg, denn der 

Versichere habe einen schweren Methadonentzug ausgehalten und die immer 

wiederkehrenden suizidalen Einengungen mit klaren suizidalen Absichten seien im 

Rahmen von Kriseninterventionen bewältigt worden. Dr. E.___ vom RAD hielt dazu am 

8. April 2009 fest (IV-act. 90), es gebe keine Hinweise auf Verständigungsprobleme mit 

dem Dolmetscher und es liege auch kein eigenständiges depressives Leiden im Sinn 

einer Komorbidität, sondern lediglich eine Befindlichkeitsstörung im Rahmen einer 

Schmerzkrankheit vor. Zudem verfüge Dr. F.___ nicht über die notwendige Distanz zum 

Versicherten. Die somatischen Beurteilungen seien konsistent. Deshalb sei weiterhin 

auf das MEDAS-Gutachten abzustellen. Der Rechtsvertreter des Versicherten teilte am 

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8. Juni 2009 mit, der Versicherte habe nun eine Prothese erhalten (IV-act. 91). Gemäss 

einem Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen an 

den Hausarzt vom 24. April 2009 (IV-act. 93) war eine Hüfttotalprothesenimplantation 

links erfolgt. Daraufhin war eine Thrombose aufgetreten, die zu einer verstärkten 

dolenten Beinschwellung links geführt hatte. Dr. E.___ vom RAD wies am 26. Juni 2009 

darauf hin (IV-act. 94), dass die Hüfttotalprothesenoperation zum Ziel gehabt habe, die 

Funktionsfähigkeit des Versicherten zu verbessern. Deshalb sei davon auszugehen, 

dass die Arbeitsfähigkeit bei Erreichen eines stabilen Gesundheitszustands und bei 

normalem Verlauf etwas höher sein werde als vor der Operation. Es sei zu erwarten, 

dass sich die Venenthrombose zurückbilden werde. Er schlug vor, den Bericht über die 

3-Monats-Kontrolle abzuwarten. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen berichtete dem Hausarzt am 3. November 2009 (IV-act. 

104-13 f.), der Versicherte sei in der wirbelsäulenchirurgischen Sprechstunde gesehen 

worden. In der MRI-Untersuchung hätten sich die bekannten Spondylarthrosen ohne 

Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression gezeigt. Diesbezüglich bestehe keine 

Indikation für weitere Massnahmen. Der Versicherte berichte unverändert über 

Schmerzen im Bereich der linken Leiste, des linken Trochanter maior und der LWS. 

Diese Schmerzen zeigten anamnestisch keine Belastungsabhängigkeit. Radiologisch 

erscheine der Prothesenschaft als fest. Eine kleine Lysezone medialseitig am Calcar 

werde noch weiter abgeklärt. Klinisch bestehe kein Hinweis für einen Infekt. Ein Low-

Grade-Infekt könne jedoch nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Deshalb werde 

der Versicherte weiter abgeklärt. Dr. E.___ vom RAD empfahl, den entsprechenden 

Bericht der Orthopädischen Klinik abzuwarten (IV-act. 105). Am 21. Dezember 2009 

teilte diese dem Hausarzt mit (IV-act. 107), der Versicherte gebe an, es komme zwei- 

bis dreimal täglich zu einem einschiessenden Schmerz. Er gehe an zwei Stöcken, weil 

er diesen Schmerz fürchte. Das Bakteriologieergebnis sei negativ ausgefallen, so dass 

eine Infektion des Gelenks ausgeschlossen werden könne. An der vom Versicherten 

angegebenen Stelle sei ein Lokalanaesthetikum infiltriert worden, das aber keinerlei 

Schmerzverbesserung bewirkt habe. Bei Ablenkung habe der Versicherte das linke 

Bein ganz normal eingesetzt. Es bestehe ein hochgradiger Verdacht auf eine 

Schmerzverarbeitungsstörung. Zwar sei schwer zu unterscheiden zwischen einem 

tatsächlich vorhandenen Schmerz und einem primären Krankheitsgewinn. Bei dem 

sicher 45 Min. dauernden Gespräch mit Untersuchung sei jedoch immer wieder der 

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Eindruck eines eigentlich vollkommen schmerzfreien Patienten entstanden, der jeweils 

dann einschiessende Schmerzen habe, wenn er auf die Situation angesprochen werde. 

Allenfalls könnte eine Metallentfernung im Bereich der Cerclage durchgeführt werden, 

aber das müsse unterbleiben, weil dies nicht als Ursache der Beschwerden bewiesen 

sei. Dr. E.___ vom RAD notierte am 21. Januar 2010 (IV-act. 108), während der Zeit von 

April bis Oktober 2009 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seither 

gelte wieder die gutachterlich festgelegte Arbeitsfähigkeit adaptiert von 70%. Mit einer 

Verfügung vom 25. Januar 2010 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 109).

B.       

B.a   Der Versicherte liess am 1. März 2010 Beschwerde gegen diese Verfügung 

erheben und die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung beantragen; eventualiter 

sei ihm eine ganze, subeventualiter eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (act. G 1). 

Der Rechtsvertreter führte zur Begründung aus, bei der ersten psychiatrischen 

Begutachtung (Dr. D.___) sei ein Dolmetscher beigezogen worden, der die 

Muttersprache des Beschwerdeführers beherrscht habe. Die Qualität des 

Dolmetschers anlässlich der MEDAS-Abklärung habe nicht im Voraus geprüft werden 

können. Dr. F.___ habe bestätigt, dass Verständigungsprobleme bestanden hätten, weil 

der Dolmetscher und der Beschwerdeführer erheblich unterschiedliche Varianten des 

Albanisch gesprochen hätten. Die psychiatrische Begutachtung durch die MEDAS 

Zentralschweiz sei deshalb nicht verwertbar. Dr. D.___ und Dr. F.___ hätten eine 

mittelgradige depressive Störung angegeben. Der psychiatrische Sachverständige der 

MEDAS habe keine Faktoren dargelegt, die seine Bemessung belegen könnten. 

Deshalb dürfe nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. In der Depression liege 

also eine Komorbidität zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung vor. Trotz der 

aufwendigen Therapiebemühungen habe sich die Schmerzsituation nicht gebessert. 

Deshalb sei es dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, die anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung zu überwinden. Es sei eine Arbeitsunfähigkeit von 80% 

zu attestieren. Bei der Berechnung des zumutbaren Invalideneinkommens sei ein 

Abzug von 25% zu machen. Demnach bestehe selbst bei einer Arbeitsfähigkeit von 

70% ein Invaliditätsgrad von über 50%.

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B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragte am 7. Mai 2010 die Abweisung der 

Beschwerde (Act. G 4). Sie machte geltend, in rheumatologischer Hinsicht sei nach der 

gelungenen Implantation einer Hüfttotalprothese links davon auszugehen, dass keine 

Coxarthrose als organisches Korrelat für die geklagte Schmerzsymptomatik mehr 

vorliege. Deshalb lasse sich aus somatischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit begründen. 

Ab Dezember 2009 sei somit von einer aus somatischer Sicht uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auszugehen. In Bezug auf die angeblichen 

Verständigungsprobleme anlässlich der psychiatrischen Abklärung durch die MEDAS 

seien die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht stichhaltig. Der psychiatrische 

Sachverständige habe nämlich angegeben, das Sprachverständnis sei gut gewesen. 

Das spreche dafür, dass keine relevanten Verständigungsprobleme zwischen dem 

Dolmetscher und dem Beschwerdeführer bestanden hätten. Das psychiatrische 

Gutachten selbst enthalte keine Indizien dafür, dass ein relevanter Gesichtspunkt 

wegen sprachlicher Schwierigkeiten verborgen geblieben wäre. Die Beurteilung der 

Beschwerden als Befindlichkeitsstörung im Rahmen der Schmerzerkrankung leuchte 

ein. Dr. D.___ habe die entsprechenden Symptome zu Unrecht als psychische 

Komorbidität qualifiziert. Die behandelnde Psychiaterin Dr. F.___ habe aufgrund ihrer 

Nähe zum Beschwerdeführer unter dem Einfluss der pessimistischen 

Selbsteinschätzung gestanden. Der Einkommensvergleich sei anhand des Lohnniveaus 

des Jahres 2005 vorzunehmen. Deshalb sei von einem Valideneinkommen von Fr. 

61'918.-- auszugehen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen für einfache und 

repetitive Arbeiten habe im Jahr 2005 Fr. 58'389.-- betragen. Es bestehe kein Anlass 

für einen zusätzlichen Abzug von diesem Einkommen. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad 

von 70% resultiere ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 40'872.--. Demnach 

belaufe sich der Invaliditätsgrad auf 32%.

B.c   In der Replik vom 21. Juni 2010 führte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers aus (act. G 9), die rechte Hüfte sei noch nicht operiert. Aufgrund 

der entsprechenden Schmerzen gehe der Beschwerdeführer immer noch an Krücken. 

Der vom Hüftgelenkersatz links erhoffte Erfolg habe sich trotz komplikationsfreiem 

Eingriff und Heilung nicht eingestellt. Aus rheumatologischer Sicht bestehe immer noch 

eine Arbeitsunfähigkeit von 30%. Der Beschwerdeführer sei für weitere Abklärungen in 

der Klinik G.___ angemeldet. Die Beschwerdegegnerin habe ihre Abklärungspflicht 

nicht vollständig erfüllt. Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS habe das 

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Sprachverständnis des Beschwerdeführers gar nicht beurteilen können, da er nicht 

Albanisch spreche. In fachlicher Hinsicht erstaune, dass die psychiatrische Abklärung 

die Frage der eingenommenen Medikamente nicht berührt habe, denn diese 

Medikamente hätten Auswirkungen auf das Verhalten des Beschwerdeführers. Da 

dieser Morphine eingenommen habe, sei das psychiatrische Teilgutachten nicht 

verwertbar. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung sei so intensiv und 

langanhaltend, dass die Überwindung der Schmerzen und der Wiedereinstieg in den 

Arbeitsprozess nicht zumutbar seien. Ein zusätzlicher Abzug vom statistisch ermittelten 

Hilfsarbeiterlohn sei gerechtfertigt angesichts des Alters, des Wechsels von einer 

körperlichen Schwerarbeit in eine leichte Arbeit, der morphinbedingten 

Konzentrationsprobleme (Sicherheitsrisiko) und des Teilzeitnachteils. Ein Abzug von 

25% sei angemessen.

B.d   Am 23. Juni 2010 sistierte die Gerichtsleitung auf Begehren des Rechtsvertreters 

des Beschwerdeführers das Beschwerdeverfahren bis zum Eingang eines Berichts der 

Klinik G.___ (act. G 10). Die Sistierung wurde - jeweils antragsgemäss - mehrmals 

verlängert. Am 31. August 2011 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

einen Bericht der Psychiatrischen Klinik H.___ vom 29. September 2011 ein (act. G 

27.1.1). Laut diesem war ihr der Beschwerdeführer wegen einer ausgeprägten 

depressiven Symptomatik und zwischenzeitlich auftretender suizidaler Gedanken 

zugewiesen worden. Beim Eintritt hatte er berichtet, dass er seit mehreren Monaten 

keine Hoffnung mehr habe; er wäre am liebsten tot. Weiter wurde im Bericht der Klinik 

ausgeführt, der Beschwerdeführer sei am 26. Mai 2011 in den geschlossenen Bereich 

der akut- und notfallpsychiatrischen Abteilung aufgenommen worden. Bei fehlender 

Suizidalität sei er bereits am Folgetag in den offenen Bereich verlegt worden. Bei 

Überwiegen der Schmerzproblematik sei er dann am 1. Juni 2011 in die 

psychotherapeutische Station eingetreten. Eine deutliche kognitive Einschränkung sei 

durch eine deutliche Reduktion der Morphingabe verbessert worden. Unter diesen 

Bedingungen sei es ab dem 26. Juni 2011 zu einer Besserung der Stimmungslage und 

der Eigenmotivation gekommen. Die Diagnosen lauteten: Mittelgradige depressive 

Episode mit somatischem Syndrom, anhaltende somatoforme Schmerzstörung, 

Störungen durch Opioide. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf 

eine Weiterführung der ursprünglich von ihm anbegehrten Sistierung, obwohl der 

Bericht der Klinik G.___ immer noch nicht vorlag (act. G 27).

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B.e   Die zu einer Duplik aufgeforderte Beschwerdegegnerin vertrat am 6. September 

2011 die Auffassung (act. G 29), die eingereichten medizinischen Berichte seien nicht 

zu berücksichtigen, da der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses die 

Grenze der gerichtlichen Beurteilung bilde.

B.f    Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 19. April 2012 wiederholte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die bereits in seinen Rechtsschriften gestellten 

Begehren. Zur Begründung machte er geltend, das psychiatrische Teilgutachten habe 

keinen Beweiswert, da der Beschwerdeführer den Dolmetscher nicht verstanden habe 

und da der psychiatrische Sachverständige nicht gewusst habe, dass der 

Beschwerdeführer nach wie vor Morphin und andere Schmerzmittel eingenommen 

habe. Dieser leide seit über acht Jahren an einem Schmerzsyndrom und er habe sich 

zahlreichen Therapien unterworfen, ohne dass eine Besserung eingetreten wäre. 

Deshalb könne von einem mehrjährigen, chronifizierten Verlauf mit unveränderter oder 

progredienter Symptomatik ausgegangen werden. Gemäss dem Umstand, dass der 

Beschwerdeführer immer noch Saroten retard und Paroxetin einnehme, müsse er - den 

Angaben der behandelnden Ärzte folgend - an einer mittelgradig depressiven Störung 

als Komorbidität leiden. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht allein betrage 

50%. Der Gesamtarbeitsunfähigkeitsgrad belaufe sich demnach auf 80%. Selbst wenn 

nur auf die rheumatologisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 30% abgestellt würde, 

bestünde ein Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Beschwerdeführer sei nämlich nicht 

mehr fähig, seine Restarbeitsfähigkeit von 70% zu verwerten, da er starke 

Betäubungsmittel und weitere Medikamente zu sich nehme, die 

Konzentrationsschwierigkeiten und ein Zittern der Hände bewirkten. Die effektive 

Restarbeitsfähigkeit würde also statt 70% nur 40% betragen. Der Abzug vom 

Tabellenlohn müsse 25% ausmachen, weil der Beschwerdeführer als 

Teilzeitbeschäftigter einen überproportionalen Lohnnachteil in Kauf zu nehmen hätte 

und nur noch unter vielen Einschränkungen arbeiten könnte. Schliesslich sei die Frage 

aufzuwerfen, ob überhaupt ein stabiler Gesundheitszustand bestehe. Wenn dies nicht 

der Fall sei, habe die Beschwerdegegnerin verfrüht eine Verfügung erlassen. Die 

Beschwerdegegnerin hatte auf eine Teilnahme an der Gerichtsverhandlung verzichtet.

Erwägungen:

1.      

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Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG, SR 831.20). Gemäss Art. 16 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil der Sozialversicherung; ATSG, SR 

830.1) ist zur Bemessung des Invaliditätsgrads das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.1    Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren 

Invalideneinkommens - und damit indirekt des Invaliditätsgrads - ist in aller Regel der 

Grad der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Bemessung normalerweise den 

ersten Schritt bei der Ermittlung des massgebenden Sachverhalts bildet. Für die 

frühere Tätigkeit bei der B.___ AG wie auch für jede andere körperlich stark belastende 

Erwerbstätigkeit ist der Beschwerdeführer nach übereinstimmender Auffassung aller an 

der Abklärung beteiligten medizinischen Fachpersonen allein schon aufgrund der 

Beeinträchtigung seiner körperlichen Gesundheit zu 100% arbeitsunfähig. Diese 

vollständige Arbeitsunfähigkeit ist aber nicht relevant für die Bemessung des 

zumutbaren Invalideneinkommens (und damit des Invaliditätsgrads), weil der 

Beschwerdeführer, der keinen Beruf erlernt hat, ohne jede berufliche 

Eingliederungsmassnahme in der Lage ist, eine behinderungsadaptierte Hilfsarbeit 

auszuüben. Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens bildet 

deshalb die Arbeitsfähigkeit in einer der Behinderung bestmöglich Rechnung tragenden 

Hilfsarbeit. Der Beschwerdeführer ist sowohl in seiner körperlichen als auch in seiner 

psychischen Gesundheit beeinträchtigt. Nach der übereinstimmenden Auffassung der 

psychiatrischen Sachverständigen und der behandelnden Psychiaterin liegt auf jeden 

Fall eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor. Wesentlich für diese Diagnose 

ist ein seit mindestens sechs Monaten kontinuierlicher, an den meisten Tagen 

anhaltender, schwerer und belastender Schmerz, der nicht adäquat durch den 

Nachweis eines physiologischen Prozesses oder einer körperlichen Störung erklärt 

werden kann und der anhaltend den Hauptfokus der Aufmerksamkeit des Betroffenen 

bildet (vgl. den Taschenführer der Weltgesundheitsorganisation zur ICD-10-

Klassifikation psychischer Störungen, 5. A., F45.4). In dieser psychischen Krankheit ist 

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also bereits eine erhebliche Abweichung zwischen den geklagten Beschwerden und 

den objektiv durch eine somatische Beeinträchtigung gerechtfertigten Beschwerden 

angelegt. Diesem Umstand ist bei der Abklärung der somatischen Beeinträchtigung 

Rechnung zu tragen. Entgegen der Auffassung der vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers - zumindest tendenziell - vertretenen Auffassung, dass das 

Ausmass und die Intensität der geklagten Schmerzen auf eine entsprechend 

schwerwiegende somatische Beeinträchtigung schliessen lasse, muss bei der 

Abklärung der somatischen Situation ganz besonders darauf geachtet werden, dass 

nicht von den geklagten Beschwerden auf die Art und insbesondere die Schwere der 

Gesundheitsbeeinträchtigung geschlossen werden kann. Bei der Abklärung der 

somatischen Beeinträchtigung ist bis zur MEDAS-Begutachtung irrtümlicherweise 

davon ausgegangen worden, dass die relevante Ursache der körperlich fassbaren 

Beschwerden in der Wirbelsäule zu suchen sei. Die Angaben im Gutachten der AEH 

GmbH vom 25. Januar 2006 - und damit die entsprechende Arbeitsfähigkeitsschätzung 

- vermögen deshalb nicht zu überzeugen. Die erstmalige Diagnose der eigentlich 

relevanten Hüftprobleme durch die MEDAS Zentralschweiz hat es ermöglicht, die 

somatische Situation in ihrer Gesamtheit zu erkennen und damit zu beurteilen, wie weit 

die Beschwerdeschilderungen des Beschwerdeführers objektiv sind. Dass diese 

Beschwerdeschilderungen weitgehend auf die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung und nicht auf die somatischen Defektzustände zurückzuführen sind, 

ist dadurch endgültig bestätigt worden, dass der Beschwerdeführer auch nach der 

objektiv in jeder Hinsicht erfolgreichen Implantation einer Hüftgelenkprothese links 

weiterhin Schmerzen, wenn auch anderer Art, angegeben hat, die auch für eine 

adaptierte Erwerbstätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten. Die in 

der Replik aufgestellte Behauptung, der Beschwerdeführer sei aufgrund der weiterhin 

bestehenden Beschwerden gezwungen, an zwei Stöcken zu gehen, überzeugt nicht, 

denn im Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom 

21. Dezember 2009 ist festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer deutlich den 

Eindruck erweckt habe, dass er eigentlich völlig schmerzfrei sei. Das lässt darauf 

schliessen, dass der Beschwerdeführer weder an der operierten linken Hüfte noch an 

der rechten Hüfte oder im Wirbelsäulenbereich objektiv an Schmerzen leidet, die so 

stark wären, dass auch in einer adaptierten Erwerbstätigkeit eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit bestehen würde. Die angegebenen Schmerzen müssen deshalb auf 

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die Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit zurückzuführen sein. Die somatische 

Situation und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

stehen somit fest, allerdings nur für die Zeit bis zur Hüftoperation links bzw. bis zum 

Auftreten allfälliger somatischer Beschwerden, die schliesslich zu einer Hüftoperation 

links Anlass gegeben haben. Der Beschwerdeführer dürfte also in einer der 

Behinderung bestmöglich adaptierten Hilfsarbeit bis in die Zeit vor der Hüftoperation 

links im April 2009 rein somatisch betrachtet zu 70% arbeitsfähig und danach bis 

Oktober 2009 zu 100% arbeitsunfähig gewesen sein. Für die Zeit nach dem Abschluss 

der Rekonvaleszenz, also ab November 2009, hat Dr. E.___ vom RAD zwar wieder eine 

Arbeitsfähigkeit von 70% angegeben, ohne sich dabei aber auf eine objektive 

Abklärung stützen zu können. Da die Arbeitsunfähigkeit von 30% zu einem erheblichen 

Teil auf die durch die Operation eigentlich beseitigten Hüftprobleme links 

zurückzuführen gewesen ist, erscheint die Annahme einer weiterhin 70% betragenden 

Arbeitsfähigkeit als wenig plausibel. Zu erwarten wäre eigentlich eine aus somatischer 

Sicht uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bezogen auf eine adaptierte Tätigkeit.

1.2     

1.2.1           In Bezug auf die psychische Situation des Beschwerdeführers weichen die 

medizinischen Angaben zur Diagnose und zur Arbeitsfähigkeit stark voneinander ab. 

Zwar haben alle psychiatrischen Fachleute, die sich mit dem Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers befasst haben, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

diagnostiziert. Aber im Gutachten von Dr. D.___, in den Berichten der behandelnden 

Psychiaterin Dr. F.___ und im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik H.___ erscheint 

zusätzlich die Diagnose einer mindestens mittelgradigen Depression. Der 

psychiatrische Sachverständige der MEDAS Zentralschweiz hat als einziger nur eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung angegeben. Die von den anderen 

psychiatrischen Fachleuten als Depression qualifizierte Kombination von Symptomen 

ist von ihm als Befindlichkeitsstörung im Rahmen der Schmerzkrankheit interpretiert 

worden. Die Parteien des Beschwerdeverfahrens scheinen davon ausgegangen zu 

sein, dass es für die Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit entscheidend 

darauf ankomme, ob neben der Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung auch noch die Diagnose einer Depression gestellt werde, denn das 

kombinierte Auftreten einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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Depression schliesse eine Arbeitsfähigkeit aus, während eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung für sich allein keine Arbeitsunfähigkeit begründen könne. Diese 

Interpretation der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Arbeitsfähigkeitsrelevanz 

der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bzw. zur Bedeutung der sogenannten 

Foerster'schen Kriterien (vgl. Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, bearbeitet von 

Ulrich Meyer, 2. A., S. 25 ff.) ist zu formal. Eine Komorbidität, d.h. das Vorliegen einer 

zweiten psychiatrischen Krankheit neben der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung, hat nach diesen Kriterien nicht notwendigerweise eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Ebensowenig ist eine für sich allein auftretende, 

andauernde somatoforme Schmerzstörung generell ausserstande, eine 

Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Entscheidend ist immer die Art und insbesondere die 

Stärke der Symptome bzw. die Auswirkung dieser Symptome auf die Fähigkeit der 

betroffenen Person, sich trotz der subjektiv empfundenen Schmerzen und der weiteren 

Beschwerden zur Ausübung einer (möglichst vollzeitlichen) Erwerbstätigkeit 

durchzuringen. Auch eine somatoforme Schmerzstörung, die zusammen mit einer 

Depression auftritt, kann also bei Aufwendung der zumutbaren Willensenergie eine 

Erwerbstätigkeit erlauben. Umgekehrt kann eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung so starke Beschwerden verursachen, dass die Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit auch bei Aufwendung aller zumutbaren Willensenergie nur noch 

eingeschränkt oder sogar überhaupt nicht mehr möglich ist. Selbst wenn der 

Beschwerdeführer also sowohl an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

als auch an einer Depression litte, stünde aufgrund dieser Komorbidität allein noch 

nicht fest, dass er auch in einer der körperlichen Beeinträchtigung adaptierten 

Erwerbstätigkeit vollständig oder wenigstens in einem hohen Ausmass arbeitsunfähig 

wäre.

1.2.2           Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS Zentralschweiz hat eine 

aus der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung resultierende Arbeitsunfähigkeit 

verneint. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat gegen die Überzeugungskraft 

dieser Einschätzung vorgebracht, der Beschwerdeführer habe den Dolmetscher nicht 

verstanden, da dieser eine andere Variante der albanischen Sprache verwendet habe. 

Ausserdem habe der Beschwerdeführer unter dem Einfluss von Morphinen gestanden, 

so dass er dem psychiatrischen Sachverständigen nicht seinen wahren Zustand 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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gezeigt habe. Hätten zwischen dem Beschwerdeführer und dem Dolmetscher 

tatsächlich Verständigungsprobleme bestanden, so wäre dies dem Dolmetscher sofort 

aufgefallen. Er hätte den psychiatrischen Sachverständigen unverzüglich auf diesen 

Umstand aufmerksam gemacht und dieser hätte die Untersuchung abgebrochen und 

einen neuen Termin angesetzt, um an diesem dann einen geeigneten Dolmetscher 

einsetzen zu können. Im übrigen wäre auch vom Beschwerdeführer zu erwarten 

gewesen, dass er die Verständigungsprobleme sofort geltend gemacht hätte. Auf jeden 

Fall hätte sein Rechtsvertreter einen solchen Fehler unmittelbar im Anschluss an die 

Begutachtung rügen müssen. Hätten tatsächlich erhebliche Verständigungsprobleme 

zwischen dem Dolmetscher und dem Beschwerdeführer bestanden, wäre es objektiv 

gar nicht möglich gewesen, jene umfassende Anamnese aufzunehmen und jenen 

detaillierten Befund abzugeben, die sich im psychiatrischen Gutachten vom 22. Juni 

2008 finden. Es darf deshalb davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 

den Dolmetscher in einem ausreichenden Mass verstanden hat. Der Sachverständige 

wusste um die gesamte Medikation, unter welcher der Beschwerdeführer stand, und er 

hat auf mögliche Auswirkungen in der Exploration hingewiesen. Gestützt auf die 

Erfahrung des psychiatrischen Sachverständigen ist davon auszugehen, dass er den 

Auswirkungen dieser Medikation auf das Verhalten und die Angaben des 

Beschwerdeführers vollumfänglich Rechnung getragen hat. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers vermag nicht zu begründen, weshalb der Sachverständige allfällige 

Auswirkungen der Schmerzmittel bewusst hätte ignorieren und damit eine 

Fehlbeurteilung in Kauf nehmen sollen. Mit einer unzureichenden Qualität der 

Untersuchung lässt sich die Überzeugungskraft der Begutachtung durch den 

psychiatrischen Sachverständigen der MEDAS also nicht erschüttern.

1.2.3           Zu prüfen bleibt, ob die abweichenden Diagnosen und 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen anderer psychiatrischer Fachleute, die sich mit dem 

Beschwerdeführer befasst haben, die Überzeugungskraft des psychiatrischen 

Teilgutachtens der MEDAS Zentralschweiz zu erschüttern und allenfalls selbst zu 

überzeugen vermögen. Dr. D.___ hat - wohl insbesondere gestützt auf das Ergebnis 

des vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogens zur Ermittlung des 

massgebenden Werts auf der Hamilton-Depressionsskala - eine depressive Störung 

angenommen. Er hat eine ganze Reihe von typischen Depressionssymptomen 

angeführt: Traurig, hoffnungslos, hilflos, mutlos, neigt zum Weinen, lebensüberdrüssig, 

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vor einem Jahr starke Suizidgedanken, Ein- und Durchschlafstörungen, Verlust von 

Freude und Interesse an allem, psychische Ängste, somatische Ängste usw. Der 

psychiatrische Sachverständige der MEDAS-Zentralschweiz hat demgegenüber ein 

intaktes Realitätsempfinden, eine intakte Beziehungsfähigkeit und eine erhaltene 

Affektsteuerung festgestellt. Er hat die verminderte Lebenslust und Vitalität auf den 

Verlust der sinnstiftenden Arbeit, mit der sich der Beschwerdeführer früher sehr stark 

identifiziert habe, auf die Ratlosigkeit im Umgang mit der neuen Situation und auf die 

Auseinandersetzungen mit der Ehefrau als Folge der finanziellen Sorgen zurückgeführt. 

Daraus hat er den Schluss gezogen, dass es sich nicht um ein eigenständiges 

psychisches Leiden, sondern um eine Befindlichkeitsstörung im Rahmen der 

Schmerzkrankheit handle. Die behandelnde Psychiaterin Dr. F.___ hingegen ist davon 

überzeugt gewesen, dass der Beschwerdeführer neben der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung auch an einer starken Depressivität leide. Wohl auf ihre Veranlassung 

ist der Beschwerdeführer am 26. Mai 2011 in die Psychiatrische Klinik H.___ 

eingewiesen worden. Die Ärzte dieser Klinik haben in ihrem Austrittsbericht vom 29. 

Juli 2011 zwar ebenfalls die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode 

angegeben. Aber der Verlauf der stationären Behandlung hat eigentlich eine andere 

Sprache gesprochen. Bereits am ersten Tag hat sich nämlich herausgestellt, dass der 

Beschwerdeführer gar nicht suizidal war, obwohl dies den eigentlichen 

Einweisungsgrund gebildet hatte. Nur sechs Tage später ist er "bei überwiegender 

Schmerzproblematik" in die psychotherapeutische Station verlegt worden. Die 

eigentliche Problematik hat offenbar in der Einnahme zu hoher Morphindosen 

bestanden. Dies lässt darauf schliessen, dass die behandelnde Psychiaterin, wie es bei 

Therapeuten erfahrungsgemäss oft der Fall ist, die pessimistische Selbsteinschätzung 

und -darstellung des Beschwerdeführers übernommen und deshalb den psychischen 

Gesundheitszustand nicht objektiv beurteilt hat. Aufgrund der somatoformen 

Schmerzstörung hat der Beschwerdeführer vermutlich nicht nur seine somatische, 

sondern auch seine psychische Situation als erheblich schlechter geschildert, als sie 

effektiv gewesen ist. Dieses Verhaltensmuster dürfte auch gegenüber Dr. D.___ - und 

erst recht gegenüber Dr. F.___ - dazu geführt haben, dass der Gesundheitszustand als 

stark beeinträchtigt beurteilt worden ist. Die vom Gutachten der MEDAS 

Zentralschweiz abweichenden Diagnosen und Einschätzungen von Dr. D.___, Dr. F.___ 

und der Ärzte der Psychiatrischen Klinik H.___ vermögen deshalb keine Zweifel an der 

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auf die anhaltende somatoforme Schmerzstörung beschränkten Diagnose und an der 

entsprechenden Verneinung einer Arbeitsunfähigkeit durch den psychiatrischen 

Sachverständigen der MEDAS zu wecken. Der Begutachtungsauftrag an die MEDAS 

Zentralschweiz hat darin bestanden, die korrekte Diagnose zu stellen und eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Er hat nicht beinhaltet, die frühere 

Begutachtung und die Angaben der behandelnden Ärzte auf deren Richtigkeit zu 

überprüfen. Das Fehlen einer Auseinandersetzung mit abweichenden medizinischen 

Meinungsäusserungen ist deshalb kein Mangel der Begutachtung, der die 

Überzeugungskraft herabmindern würde. Der Umstand, dass die Diagnosen und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Zeitablauf divergieren, lässt sich nicht auf einen 

wellenförmigen Verlauf zurückführen, denn dies wäre von den medizinischen 

Fachleuten, insbesondere von der behandelnden Psychiaterin Dr. F.___, erkannt und 

kommentiert worden. Dies hätte nämlich gegen die Richtigkeit der Einschätzung durch 

die MEDAS Zentralschweiz ins Feld geführt werden können. Gestützt auf das 

Gutachten der MEDAS Zentralschweiz ist also davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer in einer adaptierten Hilfsarbeit aus rein psychiatrischer Sicht nicht in 

seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.

1.3    Für die Situation nach der Hüftgelenkoperation links fehlt eine verlässliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Diese kann unterblieben, falls aufgrund eines 

Arbeitsfähigkeitsgrads von 70% ein Invaliditätsgrad von weniger als 40% (Art. 28 Abs. 

2 IVG) resultieren sollte. In diesem Fall wäre nämlich in antizipierender 

Beweiswürdigung auch für die Zeit nach der Operation davon auszugehen, dass der 

Invaliditätsgrad die Grenze von 40% nicht erreiche, denn der Arbeitsfähigkeitsgrad ist 

durch diese Operation tendenziell angehoben worden; auf keinen Fall aber ist er tiefer 

als vorher. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht geltend 

gemacht, dass der Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) für jenes Jahr zu erfolgen 

habe, in welchem ein allfälliger Rentenanspruch entstehen würde. Das muss nach der 

auf den vorliegenden Sachverhalt anwendbaren intertemporalrechtlichen Lösung (vgl. 

das IV-Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für Sozialversicherungen) das Jahr 

2005 sein, weil ein allfälliger Rentenanspruch mit dem Ablauf des sogenannten 

Wartejahrs entstanden wäre (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis zur 5. IV-Revision 

geltenden Fassung). Der Beschwerdeführer ist an seinem Arbeitsplatz bei der B.___ 

seit Februar 2004 zu 100% arbeitsunfähig. Das Wartejahr war also am 31. Januar 2005 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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erfüllt. Ein Rentenanspruch ist deshalb ab 1. Februar 2005 zu prüfen. Die B.___ hat für 

das Jahr 2005 einen Verdienst des Beschwerdeführers von Fr. 4'834.28 bzw. Fr. 

62'846.-- angegeben. Dieser Betrag ist als Valideneinkommen in den 

Einkommensvergleich einzusetzen. Der Beschwerdeführer hätte ab Februar auf dem 

allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine behinderungsadaptierte Hilfsarbeit 

ausüben können. Da er aber keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist zur 

Ermittlung seines zumutbaren Invalideneinkommens vom durchschnittlichen 

Hilfsarbeiterlohn des Jahrs 2005 auszugehen. Dieser hat gemäss der (sich auf die vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebene schweizerische 

Lohnstrukturerhebung stützende) Tabelle im Anhang 3 zur von der Informationsstelle 

AHV/IV herausgegebenen Textausgabe 2012 des IVG Fr. 58'389.-- betragen. Bei einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% entspricht das einem Einkommen von Fr. 40'872.--. Der 

Beschwerdeführer hätte aber nicht diesen Betrag verdienen können, da er einen 

statistisch nachweisbaren überproportionalen Lohnnachteil bei Teilzeitbeschäftigung 

hätte in Kauf nehmen müssen (vgl. Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: JaSo 

2012, Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht, S. 146 ff.) und da er im Vergleich zu 

gesunden Konkurrenten für einen adaptierten Arbeitsplatz aus der Sicht eines 

potentiellen Arbeitgebers verschiedene Nachteile aufgewiesen hätte, in erster Linie 

wohl in der Form einer fehlenden Flexibilität quantitativer (keine vorübergehende 

Steigerung des Beschäftigungsgrads auf über 70% i.S. von "Überstunden") und 

qualitativer (keine vorübergehende Beschäftigung an einem nichtadaptierten 

Arbeitsplatz) Art, aber auch aufgrund der Gefahr überproportionaler 

Krankheitsabsenzen und ähnlicher Nachteile. Diesen Umständen ist durch einen 

zusätzlichen Abzug von 10% angemessen Rechnung getragen. Damit beläuft sich das 

zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 36'785.--. Die Erwerbseinbusse von Fr. 

26'061.-- entspricht einem Invaliditätsgrad von (abgerundet) 41%. Am 1. Februar 2005 

ist deshalb ein Anspruch auf eine Viertelsrente entstanden. Mit dem Eintritt einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Hüftoperation links im Frühjahr 2009 

muss ab einem (als Folge einer unzureichenden Aktenlage) nicht genau zu 

bestimmenden Zeitpunkt ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von 100% entstanden sein. Mangels einer Abklärung sowohl des 

genauen Zeitpunkts des Anstiegs der Arbeitsunfähigkeit vor der Hüftoperation links als 

auch der Arbeitsfähigkeit ab dem Ende der Rehabilitation im November 2009 muss 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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eine Rentenzusprache unterbleiben, auch wenn für die erste Phase sowohl der 

Rentenanspruch als auch der Beginn der Rentenberechtigung feststehen. Der 

Entscheid muss insgesamt auf eine Rückweisung zur Sachverhaltsabklärung lauten. 

Sollte die weitere Abklärung ergeben, dass auch nach der Rehabilitationsphase im 

Anschluss an die Hüftoperation links ein Arbeitsfähigkeitsgrad vorliegt, der einen 

Rentenanspruch begründen könnte, so hat die Beschwerdegegnerin - getreu dem 

Grundsatz der "Eingliederung vor Rente" (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 

Vorbemerkungen N. 47) - vorab eine berufliche Eingliederung des Beschwerdeführers 

zu prüfen. Ein Rentenanspruch wäre also nur bis zum Beginn einer allfälligen 

beruflichen Eingliederungsmassnahme zu prüfen.

2.      

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht auf einem 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehenden Sachverhalt beruht. Sie ist 

deshalb als rechtswidrig aufzuheben und die Sache ist zur - teilweise erstmaligen - 

Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Bei diesem 

Verfahrensausgang ist in bezug auf die Kosten des Beschwerdeverfahrens vom 

Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Dieser hat deshalb einen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung, die sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses richtet. Unter Berücksichtigung des in der Honorarnote 

ausgewiesenen überdurchschnittlichen Vertretungsaufwandes, der durch die 

mündliche Verhandlung noch weiter erhöht worden ist, erscheint eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'700.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat eine 

Gerichtsgebühr zu bezahlen. Diese richtet sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 

Abs. 1  IVG). Bei dem als durchschnittlich zu qualifizierenden Aufwand erscheint eine 

Gebühr von Fr. 600.-- als angemessen. Der in gleicher Höhe geleistete 

Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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1.       Die Beschwerde wird unter Aufhebung der Verfügung vom 25. Januar 2010 

dahingehend gutgeheissen, dass die Sache zur Abklärung des Sachverhalts im Sinn 

der Erwägungen und zur anschliessenden neuen Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'700.-- zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird dem Beschwerdeführer 

zurückerstattet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2012
	Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 2012, IV 2010/85). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_382/2012

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