# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9431eed-0cd6-5283-b4f8-1f701dcdf199
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2025 F-1968/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1968-2025_2025-11-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1968/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Richterin Christa Preisig (Vorsitz), 

Richterin Susanne Genner,  

Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiberin Megen Sulejmanagic. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______,  

3. C._______,  

alle vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,sub-

stituiert duch Lena Schulthess, Legal Advisor 

AsyLex, Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich,  

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nationale Visa aus humanitären Gründen;  

Verfügung des SEM vom 19. Februar 2025. 

 

 

 

F-1968/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 16. Oktober 2024 ersuchten die afghanischen Staatsangehörigen 

A._______ (geb. … [nachfolgend: Beschwerdeführerin 1]), ihr Sohn 

B._______ (geb. … [nachfolgend: Beschwerdeführer 2]) und dessen Ehe-

frau C._______ (geb. … [nachfolgend: Beschwerdeführerin 3]) die Schwei-

zer Botschaft in Teheran (Iran) um Ausstellung humanitärer Visa.  

B.  

Mit Formularverfügung vom 20. Oktober 2024 lehnte die Schweizer Bot-

schaft die Visaanträge ab. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Vor-

instanz mit Entscheid vom 19. Februar 2025 (eröffnet am 21. Februar 

2025) ab. 

C.  

Mit Beschwerde vom 24. März 2025 beantragten die Beschwerdeführen-

den, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die beantragten 

Visa seien zu erteilen, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragten sie, es 

sei die unentgeltliche Rechtspflege (recte: unentgeltliche Prozessführung) 

zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzich-

ten. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 4. April 2025 hiess das Bundesverwaltungs-

gericht das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gut und ersuchte 

die Vorinstanz, eine Vernehmlassung einzureichen. 

E.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. April 2025 die 

Abweisung der Beschwerde. 

F.  

Mit Replik vom 23. Mai 2025 hielten die Beschwerdeführenden an ihren 

Begehren und deren Begründung fest. 

  

F-1968/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide des SEM, welche die Ausstellung von humani-

tären Visa zum Gegenstand haben, sind mit Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 112 Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. 

Art. 31 ff. VGG und Art. 5 VwVG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG).  

1.3 Die Beschwerdeführenden sind als Verfügungsadressaten, die ein 

schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung haben, zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Rechtsmittelfrist [Art. 50 Abs. 1 

VwVG] und Form der Beschwerde [Art. 52 VwVG] sind erfüllt. Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Sache 

endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern wie vorliegend keine kantonale Behörde 

als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht 

von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht an die Be-

gründung der Begehren gebunden und kann die Beschwerde auch aus an-

deren als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. 

Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt des Entscheids 

(vgl. BGE 139 II 534 E. 5.4.1; BVGE 2020 VII/4 E. 2.2). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden unterliegen als afghanische Staatsangehö-

rige der Visumspflicht (Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 

über die Einreise und die Visumerteilung ([VEV, SR 142.204]). Die Prüfung 

der Gesuche um Erteilung eines Visums für einen längerfristigen Aufenthalt 

in der Schweiz fällt nicht in den persönlichen und sachlichen Anwendungs-

bereich der Schengen-Assoziierungsabkommen, sondern hat nach den 

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Bestimmungen des nationalen Rechts zu erfolgen (vgl. BVGE 2018 VII/5 

E. 3.5 und E. 3.6.1).  

3.2 Gemäss Art. 4 Abs. 2 VEV kann in begründeten Fällen aus humanitä-

ren Gründen die Einreise in die Schweiz für einen längerfristigen Aufenthalt 

bewilligt werden. Das entsprechende Visum wird insbesondere erteilt, 

wenn die betroffene Person im Heimat- oder Herkunftsstaat unmittelbar, 

ernsthaft und konkret an Leib und Leben gefährdet ist.  

3.3 Praxisgemäss werden humanitäre Visa nur unter sehr restriktiven Be-

dingungen ausgestellt (vgl. BVGE 2015/5 E. 4.1.3). Vorausgesetzt wird 

eine besondere Notsituation im Heimat- oder Herkunftsstaat, die ein Ein-

greifen durch die Behörde zwingend erforderlich macht und die Erteilung 

eines Einreisevisums an die betroffene Person – im Gegensatz zu anderen 

Personen in vergleichbarer Lage – rechtfertigt. Dies kann bei akuten 

Kriegsereignissen oder einer konkreten individuellen Gefährdung mit einer 

vergleichsweise grösseren Betroffenheit der Fall sein. Soweit sich die be-

troffene Person bereits in einem Drittstaat befindet oder nach einem dorti-

gen Aufenthalt freiwillig in ihren Herkunftsstaat zurückgekehrt ist, liegt in 

der Regel keine Gefährdung mehr vor (vgl. BVGE 2018 VII/5 E. 3.6.3; Urteil 

des BVGer F-4658/2017 vom 7. Dezember 2018 E. 4.3).  

3.4 Für die Erteilung eines humanitären Visums muss mit Blick auf das Be-

weismass eine relevante Gefährdung im Sinn von Art. 4 Abs. 2 zweiter Satz 

VEV offensichtlich gegeben sein (vgl. BVGE 2018 VII/5 E. 3.6.3; 2015/5 

E. 4.1.3; BBl 2010 4455, 4490) und mithin der volle Beweis erbracht wer-

den (BVGE 2024 VII/3 E. 5.4.1). 

4.  

Strittig ist, ob die derzeit im Iran befindlichen Beschwerdeführenden in ih-

rem Heimatland offensichtlich einer unmittelbaren, ernsthaften und konkre-

ten Gefährdung an Leib und Leben nach Art. 4 Abs. 2 VEV ausgesetzt wä-

ren, die sich massgeblich von anderen Personen dort abhebt. 

4.1 Die Beschwerdeführenden machten im vorinstanzlichen Verfahren im 

Wesentlichen geltend, dass die Taliban sie wegen ihrer Beziehung zum 

Schwiegersohn der Beschwerdeführerin 1 und Schwager des Beschwer-

deführers 2 (nachfolgend: Schwiegersohn respektive Schwager) bedroh-

ten. Dieser sei vor der Machtübernahme der Taliban für die damalige Re-

gierung tätig gewesen und habe zwischenzeitlich in der Schweiz Schutz 

erhalten. Die Beschwerdeführenden hätten seit seiner Flucht im Jahr 2022 

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wiederholt Drohbriefe und -anrufe seitens der Taliban erhalten, mit der Auf-

forderung, seinen Aufenthaltsort preiszugeben. Weiter brachten sie vor, 

Mitglieder der Taliban hätten in der Nacht vom (Datum) auf den (Datum) 

2023 ihr Haus in der Provinz D._______ gestürmt und sie physisch ange-

griffen. Während des Überfalls seien die Tochter der Beschwerdeführerin 

1 – Ehefrau des in der Schweiz lebenden Schwiegersohns – sowie die Be-

schwerdeführerin 3 vergewaltigt worden. In der Folge sei die Tochter zu 

ihrem Ehemann in die Schweiz geflüchtet, wo sie ebenfalls Schutz erhalten 

habe. Bei der Beschwerdeführerin 3 habe gemäss eingereichter Arztbe-

richte in der sechsten Schwangerschaftswoche notfallmässig ein Abort ih-

rer Zwillinge eingeleitet werden müssen.  

Nach der Flucht der Tochter hätten die Taliban ihre Drohungen fortgesetzt 

und nunmehr direkt an den Beschwerdeführer 2 gerichtet. Die Belästigun-

gen seien in Zusammenhang mit der Flucht des Schwagers respektive 

Schwiegersohns gestanden. Sowohl die Drohungen als auch der Überfall 

vom (Datum) 2023 sei eindeutig politisch motiviert gewesen und daher als 

Reflexverfolgung zu verstehen. Darüber hinaus seien am (Datum) 2023 

und (Datum) 2024 polizeiliche Vorladungen gegenüber den Beschwerde-

führenden 1 und 2 erlassen worden, die – nach ihrer Darstellung – Haftbe-

fehlen gleichkämen. In Anbetracht dieser Ereignisse, des psychischen 

Traumas der Beschwerdeführerin 3 und der fehlenden Schutzmöglichkei-

ten vor der Taliban-Regierung in Afghanistan seien die Beschwerdeführen-

den 2 und 3 am (Datum) 2024 und die Beschwerdeführerin 1 am (Datum) 

2024 in den Iran geflüchtet. Die Gesuche um humanitäre Visa seien am 

16. Oktober 2024 gestellt worden, da ihnen im Iran unmittelbar die Ab-

schiebung nach Afghanistan drohe. Im Falle einer Rückführung befürchte-

ten sie, aufgrund ihrer familiären Verbindung zum Schwiegersohn respek-

tive Schwager Opfer von Verfolgung, Gewalt, Haft oder gar Tötung zu wer-

den.  

Bezüglich der Verhältnisse im Iran machten die Beschwerdeführenden ei-

nen gewaltsamen Übergriff auf den Beschwerdeführer 2 geltend und reich-

ten auf Beschwerdeebene zum Beweis eine Röntgenaufnahme des erlitte-

nen Schlüsselbeinbruchs sowie diverse Fotoaufnahmen weiterer Verlet-

zungen am Kopf und Oberkörper ein. Den Angriff begründeten sie insbe-

sondere mit einer feindlichen Grundhaltung der iranischen Bevölkerung ge-

genüber afghanischen Flüchtlingen. Die Beschwerdeführenden hätten 

deshalb aus Angst die Unterkunft gewechselt und es vermieden, das Haus 

zu verlassen. Zudem bestehe eine sich täglich erhöhende Gefahr der Ab-

schiebung nach Afghanistan, ohne dass zuvor ein Asylverfahren durch-

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geführt werde. Vor diesem Hintergrund seien sie unmittelbar und konkret 

an Leib und Leben gefährdet, was ein behördliches Eingreifen seitens der 

Schweiz dringend erforderlich mache.  

4.2 Die Verweigerung der humanitären Visa begründete die Vorinstanz im 

Wesentlichen damit, dass keine offensichtlich unmittelbare Gefährdung der 

Beschwerdeführenden vorliege, die im Gegensatz zu anderen Personen in 

einer vergleichbaren Lage die Erteilung der humanitären Visa rechtfertigen 

würde. Dabei hielt sie fest, dass der anerkannte Flüchtlingsstatus des 

Schwiegersohns der Beschwerdeführerin 1 in der Schweiz nicht zu einer 

automatischen Reflexverfolgung seiner Familienangehörigen führe. Kon-

krete und glaubhafte Anhaltspunkte auf Verfolgungshandlungen gegen-

über den Beschwerdeführenden seien zudem nicht ersichtlich. Der geschil-

derte Überfall vom (Datum) 2023 sei nicht belegt und die vorgelegten An-

zeigen [gemeint sind eine Anzeige vom (Datum) 2023 an den Gouverneur 

der Provinz D._______ und ein undatiertes Schreiben an den für ihren 

Wohnsitz zuständigen Stadtrat], welche der Polizei weitergemeldet worden 

seien, hielten einen Einbruch vom (Datum) 2024 fest, bei dem unter ande-

rem Reisepässe entwendet worden seien – nach Angaben des Beschwer-

deführers 2 durch die Taliban. Zudem seien die geltend gemachten Vorla-

dungen nicht als Haftbefehle zu werten, zumal diese vielmehr erfolgt seien, 

um den von ihnen selbst erstatteten Anzeigen nachzugehen. Auch ein ein-

gereichter Arztbericht vom (Datum) 2024 beziehe sich auf eine bereits vor 

dem Überfall erfolgte Abtreibung und könne keine Verbindung zu einem 

Übergriff herstellen. Insgesamt ergebe sich kein schlüssiges und logisches 

Bild, das auf eine Verfolgung schliessen liesse.  

4.3 Die Beschwerdeführenden verwiesen in ihrer Beschwerde auf eine 

Fehlübersetzung der Daten und machten geltend, dass sich nur ein Über-

fall am (Datum) 2023 (und nicht, wie irrtümlich in der Einsprache genannt, 

am [Datum] 2023) ereignet habe. Eine Verwirrung der Vorinstanz sei im 

Hinblick auf die Unstimmigkeit des Datums zwar nachvollziehbar, aller-

dings habe sie [die Vorinstanz] sowohl für den Überfall als auch den Arzt-

bericht fälschlicherweise das Jahr 2024 genannt. Angesichts der Daten auf 

den vorgelegten Anzeigen ([Datum] 2023) und des Fluchtzeitpunkts im 

(Monat) 2024 respektive (Monat) 2024 sei unverständlich, wie die Vo-

rinstanz auf Ereignisse im (Monat) 2024 habe schliessen können. Diesbe-

züglich rügten sie eine oberflächliche beziehungsweise fahrlässige Über-

prüfung der Akten.  

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Ferner hielten sie an ihrer Begründung fest, wonach eine unmittelbare Ge-

fährdung aufgrund ihrer Familienbeziehung zu einer gesuchten Person 

(Schwiegersohn respektive Schwager) bestehe. Die Reflexverfolgung der 

Beschwerdeführenden sei auch aus den durch die Polizei erlassenen Vor-

ladungen – die Haftbefehlen gleichkämen – ersichtlich, weshalb ein Vor-

sprechen bei den Behörden in Hinblick auf die möglichen Konsequenzen 

«absurd» gewesen wäre. In diesem Zusammenhang äusserten sie, dass 

bei einer kritischen Haltung gegenüber den Taliban, die sie durch die Ein-

reichung ihrer Anzeigen an den Tag gelegt hätten, körperliche Strafen, eine 

zwangsweise Kopfrasur, zwangsweises Verharren in kaltem Wasser oder 

eine Steinigung höchst wahrscheinlich seien. Zudem seien die Beschwer-

deführerinnen 1 und 3 aufgrund ihrer Geschlechtsidentität besonders vul-

nerabel und unter dem Taliban-Regime einer systematischen und ge-

schlechtsspezifischen Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Des Weite-

ren seien afghanische Flüchtlinge auch im Iran von körperlicher Misshand-

lung und unrechtmässiger Inhaftierung sowie einer sich erhöhenden Ge-

fahr einer Abschiebung nach Afghanistan betroffen.  

4.4 In ihrer Vernehmlassung äusserte sich die Vorinstanz insbesondere zu 

den eingereichten Beweismitteln und stellte fest, dass weder die Arztbe-

richte betreffend den Abort der Beschwerdeführerin 3 noch die Röntgen- 

und Fotoaufnahmen bezüglich der Verletzungen des Beschwerdeführers 2 

im Iran Aufschluss über die Ursachen geben würden. Damit könne den ein-

gereichten Dokumenten kein Beweiswert zugemessen werden, da kein 

entsprechender Arzt- oder Polizeibericht vorliege, aus welchem eine kon-

krete Gefährdung von Leib und Leben abgeleitet werden könnte. Sie be-

antragte deshalb die Abweisung der Beschwerde. 

4.5 In ihrer Replik hielten die Beschwerdeführenden an ihren Anträgen fest 

und wiesen darauf hin, dass die Vorinstanz sich auch in der Vernehmlas-

sung nur unzulänglich zur persönlichen Gefährdung der Beschwerdefüh-

renden äussere, obwohl in der Beschwerde der zeitliche Ablauf der Dro-

hungen und Vorfälle detailreich aufgezeigt worden sei. Ferner habe sie 

nicht dargelegt, inwiefern ein Vergewaltigungsopfer das Erfahrene bewei-

sen solle. Vielmehr könne angesichts der Schilderungen und der einge-

reichten Arztberichte zum Abort lediglich die ausreichende Dokumentation 

des Erlebten festgestellt werden. Im Hinblick auf den geltend gemachten 

Überfall auf den Beschwerdeführer 2 führten sie aus, es sei nur logisch, 

dass angesichts ihres illegalen Aufenthalts im Iran, der ständigen Abschie-

bungsgefahr und dortigen strukturellen Diskriminierung sowie unbekann-

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Seite 8 

ten Täterschaft die Polizei gerade nicht informiert worden sei. Zudem sei 

der Beschwerdeführer 2 zwischenzeitlich untergetaucht. 

5.  

5.1 Bei der Beurteilung der Sicherheitslage in Afghanistan lassen sich 

Gruppen von Personen definieren, die aufgrund ihrer Exponiertheit einem 

erhöhten Verfolgungsrisiko ausgesetzt sind. Dazu gehören insbesondere 

Personen, die der gestürzten afghanischen Regierung oder der internatio-

nalen Gemeinschaft nahestehen oder als Unterstützer respektive Unter-

stützerinnen derselben wahrgenommen werden, sowie westlich orientierte 

oder der afghanischen Gesellschaftsordnung aus anderen Gründen nicht 

entsprechende Personen (vgl. etwa Urteile des BVGer F-4178/2022 vom 

25. August 2023 E. 8.3 m.w.H.). Diesbezüglich können auch Familienan-

gehörige von Personengruppen, die einem erhöhten Verfolgungsrisiko 

ausgesetzt sind, von Übergriffen der Taliban betroffen sein. Im Fokus ste-

hen Drohungen (schriftlich, telefonisch oder Hausdurchsuchungen) gegen-

über Familienangehörigen, um die eigentlich gesuchte Person dazu zu 

bringen, sich zu stellen oder weil sie ihr Schutz gewährt haben. Bei Haus-

durchsuchungen kann es dabei zu Gewalt auf zufällig anwesende Fami-

lienangehörige kommen (vgl. SEM, Focus Afghanistan: Verfolgung durch 

Taliban – Potentielle Risikoprofile, 15. Februar 2022, Bern, nachfolgend: 

Risikoprofile, < www.sem.admin.ch >, Internationales & Rückkehr, Her-

kunftsländerinformationen, Asien und Nahost, S. 47 f., abgerufen am 

04.10.2025). Die Beschwerdeführenden berufen sich hauptsächlich auf 

eine Reflexverfolgung aufgrund der exponierten Tätigkeit des Schwieger-

sohns respektive Schwagers, durch welche sie unmittelbar, ernsthaft und 

konkret an Leib und Leben gefährdet seien.  

5.2 Eine Reflexverfolgung – wie sie die Beschwerdeführenden vorliegend 

mit Blick auf den Schwiegersohn respektive Schwager geltend machen – 

liegt vor, wenn sich Verfolgungsmassnahmen neben der primär betroffenen 

Person zusätzlich auf Familienangehörige und Verwandte erstrecken. Wird 

der gefährdeten Person eine ausländerrechtliche Bewilligung in der 

Schweiz erteilt und damit Schutz gewährt, führt dies indes nicht «automa-

tisch» dazu, dass deren Familienangehörigen als reflexgefährdet zu be-

trachten wären und ihnen die Einreise in die Schweiz zu bewilligen wäre 

(vgl. Urteil des BVGer F-3560/2023 vom 7. März 2024 E. 5.3.2).  

5.3 Vorliegend steht fest, dass dem Schwiegersohn respektive Schwager 

der Beschwerdeführenden aufgrund seiner politischen Anschauungen und 

der konkreten Verfolgung durch die Taliban in der Schweiz Asyl gewährt 

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wurde. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführenden als Familienangehö-

rige der primär verfolgten Person aufgrund ihres individuellen Gefähr-

dungsprofils in Afghanistan an Leib und Leben gefährdet sind. Die einge-

reichten Beweismittel sind dabei unter Berücksichtigung ihrer Beweiskraft 

den Parteivorbringen und den entsprechenden Sachverhaltszusammen-

hängen gegenüberzustellen (vgl. E. 3.4).  

5.4 Die Beschwerdeführenden haben keine Belege für die vorgebrachten 

Drohbriefe und -anrufe durch die Taliban, mit denen sie im Vorfeld des an-

geblichen Überfalls vom (Datum) 2023 zur Preisgabe des Aufenthaltsorts 

ihres Schwiegersohnes respektive Schwagers bewegt werden sollten, vor-

gebracht. 

Als Beweismittel für den geltend gemachten Überfall vom (Datum) 2023 

wiederum reichten die Beschwerdeführenden Übersetzungen (ohne Origi-

nale oder Kopien davon) von drei undatierten Schreiben der Beschwerde-

führenden 1 und 2 ein, davon zwei an einen afghanischen Rechtsanwalt 

und eines an den für ihren Wohnsitz zuständigen Stadtrat gerichtet. Zudem 

legten sie Übersetzungen von einer Anzeige vom (Datum) 2023 an den 

Gouverneur der Provinz D._______ betreffend den Überfall vom (Datum) 

2023, von zwei Polizeivorladungen, einer ärztlichen Stellungnahme zum 

Abort der Zwillinge und zweier diesbezüglicher Atteste der (Klinik) sowie 

eines weiteren Gynäkologen (ohne Angabe der Arztpraxis) vor. Die Be-

schwerdeführerin 1 berichtet in ihren undatierten Schreiben an den Rechts-

anwalt und den zuständigen Stadtrat, dass am (Datum) 2023 um drei Uhr 

morgens eine Gruppe unbekannter Räuber in ihr Haus eingedrungen sei 

und die Beschwerdeführenden mit Waffen bedroht und sie in eine Ecke 

gedrängt habe. Im Rahmen des Überfalls seien Vermögenswerte wie Gold, 

Schmuck und Besitzurkunden sowie Reisedokumente und eine Festplatte 

entwendet worden (vorinstanzliche Akten [SEM-act.], 59 und 66). Der Be-

schwerdeführer 2 bestätigte diese Schilderungen in einem ebenfalls unda-

tierten Schreiben an denselben afghanischen Rechtsanwalt und ergänzte, 

dass die Beschwerdeführerin 3 aufgrund ihrer Angst vor den Tätern die 

Zwillinge verloren habe (SEM-act. 65). Mit Schreiben vom (Datum) 2023 

erstattete der Beschwerdeführer 2 beim Gouverneur der Provinz 

D._______ Anzeige und gab an, den Vorfall mündlich der Polizei mitgeteilt 

zu haben (SEM-act. 64).  

Basierend auf dieser Aktenlage kann mit Blick auf das Beweismass 

(s. E. 3.4) nicht als ausreichend erstellt gelten, dass sich der Überfall vom 

(Datum) 2023 ereignet hat. So können die mehrheitlich nur in Übersetzun-

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gen, das heisst noch nicht einmal als Kopie der Originale eingereichten 

Dokumente weder auf ihre Echtheit noch auf ihren Inhalt überprüft werden, 

womit ihnen zum Nachweis des geltend gemachten Überfalls durch die Ta-

liban kein Beweiswert beigemessen werden kann. Selbst wenn vom Wahr-

heitsgehalt der Dokumente ausgegangen würde, fällt auf, dass die an die 

afghanischen Behörden gerichteten Erläuterungen der Beschwerdeführen-

den 1 und 2 zum Tathergang deutlich von den Vorbringen in der Be-

schwerde abweichen. So äusserten die Beschwerdeführenden erst im 

Rahmen ihrer Gesuche um humanitäre Visa, dass der Raubüberfall von 

vier Mitgliedern der Taliban verübt worden sei. Auch wenn sie die Taliban 

noch vor Ort in Afghanistan aus Angst nicht beschuldigt haben sollten, ist 

festzuhalten, dass sie den Überfall dennoch bei teils hochrangigen staatli-

chen Funktionären meldeten. Dabei erscheint widersprüchlich, dass der 

Überfall den von den Taliban kontrollierten Behörden gemeldet wurde, ob-

wohl sie bereits mehrfach durch diese bedroht worden seien und bei einer 

begründeten Verfolgung gerade keine Schutzmassnahmen zu erwarten 

haben dürften.  

Soweit sie geltend machen, die polizeilichen Vorladungen – die zwar als 

Kopie der Originale eingereicht wurden, deren Echtheit jedoch ebenfalls 

nicht beurteilt werden kann – seien als Haftbefehle zu verstehen, ist anzu-

merken, dass der (hochrangiger staatlicher Funktionär) die Beschwerde-

führenden 1 und 2 mit Schreiben vom (Datum) 2023 und (Datum) 2024 

darauf verwies, sich mit ihrem Anliegen bezüglich des Überfalls vom (Da-

tum) 2023 direkt an das Polizeidepartement der Provinz D._______ zu 

wenden (SEM-act. 1 – 4; Übersetzung der Daten 1445/6/6 und 1445/7/11 

vom islamischen in den gregorianischen Kalender gemäss Kalenderum-

rechnung der Universität Zürich, < https://www.aoi.uzh.ch/de/islamwissen-

schaft/studium/tools/kalenderumrechnung/hegira.html >, abgerufen am 

24. 09.2025). Damit können die Vorladungen bereits nach ihrem Wortlaut 

nicht als Haftbefehle gewertet werden. Zudem erfolgte die Ausreise der 

Beschwerdeführenden 2 und 3 rund (Dauer) nach Erhalt der ersten polizei-

lichen Vorladung, womit sie sich bereits im Iran aufgehalten haben, als die 

zweite Vorladung verfasst wurde. Die Beschwerdeführerin 1 reiste erst 

(Dauer) später in den Iran. Es ist nicht gänzlich nachvollziehbar, inwiefern 

die Beschwerdeführenden 1 und 2 nicht spätestens nach der zweiten Vor-

ladung persönlich aufgesucht und inhaftiert worden wären, wenn es sich 

tatsächlich um Haftbefehle gehandelt hätte. Die Vorinstanz hat somit kor-

rekt erwogen, dass die ins Recht gelegten polizeilichen Vorladungen nicht 

als Haftbefehle zu qualifizieren sind.  

https://www.aoi.uzh.ch/de/islamwissenschaft/studium/tools/kalenderumrechnung/hegira.html
https://www.aoi.uzh.ch/de/islamwissenschaft/studium/tools/kalenderumrechnung/hegira.html

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Seite 11 

5.5 Im Hinblick auf die vorgebrachte Vergewaltigung der Beschwerdefüh-

rerin 3 bleibt festzuhalten, dass sowohl gemäss den Ausführungen ihres 

Ehemannes (des Beschwerdeführers 2) in seinem undatierten Schreiben 

an den afghanischen Rechtsanwalt als auch der ärztlichen Stellungnahme 

vom (Datum) 2023 ein Zusammenhang zwischen dem Überfall und dem 

Abort der Zwillinge besteht. Als Ursache für den Abort wird jedoch in beiden 

Dokumenten ausschliesslich der Angstzustand der Beschwerdeführerin 3 

benannt (vgl. SEM-act. 60 und 65). Ein sexueller Übergriff wurde weder 

geäussert noch ärztlich attestiert. Zu berücksichtigen ist, dass eine verhal-

tene Fehlgeburt typischerweise im ersten Trimester (bis zur 12. Schwan-

gerschaftswoche) auftritt und durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst 

werden kann. Die psychosoziale Situation stellt dabei einen Risikofaktor 

dar (vgl. DocMedicus Schwangerschaftslexikon, Fehlgeburt (Abort), 

< https://www.gesundheits-lexikon.com/Schwangerschaft-Stillphase/Fehl-

geburt-Abort >, abgerufen am 04.10.2025). Auch wenn das Bundesverwal-

tungsgericht die Schwere eines Aborts nicht verkennt und der Nachweis 

eines sexuellen Übergriffs grundsätzlich mit erheblichen Beweisschwierig-

keiten verbunden ist, vermochten die Beschwerdeführenden letztlich nicht 

zu beweisen, dass Mitglieder der Taliban einen Überfall verübt haben, an-

lässlich dessen die Beschwerdeführerin 3 und die Tochter der Beschwer-

deführerin 1 vergewaltigt worden wären. Selbst wenn der Überfall und die 

Vergewaltigungen so stattgefunden hätten wie von den Beschwerdefüh-

renden geschildert, kann in Anbetracht der willkürlichen Hausdurchsuchun-

gen der Taliban nicht gefolgert werden, dass diese zum Zweck erfolgt wäre, 

Informationen zum Aufenthaltsort des Schwiegersohns respektive Schwa-

gers zu erlangen. Mit anderen Worten könnte auch aus einer allfälligen 

Vergewaltigung während eines Überfalls nicht zwingend auf eine gezielte 

Verfolgung geschlossen werden.  

5.6 In Anbetracht der festgestellten Widersprüche zwischen den vorgeleg-

ten Beweismitteln und den in der Beschwerde erhobenen Vorbringen lässt 

sich eine konkrete, zielgerichtete Gefährdung durch die Taliban nicht fest-

stellen. Gegen eine Verfolgung spricht auch die Tatsache, dass den Be-

schwerdeführenden 2 und 3 im (Monat) 2023 und der Beschwerdeführerin 

1 im (Monat) 2023 gültige Reisedokumente durch die aktuelle Taliban-Re-

gierung ausgestellt wurden. Des Weiteren haben die Beschwerdeführen-

den erst rund eineinhalb Jahre nach der Flucht des Schwiegersohns den 

Entschluss gefasst, Afghanistan zu verlassen. Dabei konnten sie offenbar 

ohne Zwischenfälle und ohne behördliche Intervention durch die Taliban 

legal in den Iran ausreisen.  

https://www.gesundheits-lexikon.com/Schwangerschaft-Stillphase/Fehlgeburt-Abort
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F-1968/2025 

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5.7 Der Hinweis, dass die Beschwerdeführerinnen 1 und 3 weiblichen Ge-

schlechts sind, genügt zudem für sich allein nicht, um eine relevante Ge-

fährdung im Sinn von Art. 4 Abs. 2 VEV zu begründen (vgl. zum Ganzen 

BVGE 2024 VII/1 E. 8.4). Auch die in der Beschwerde zitierten Berichte zur 

allgemeinen Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan sowie die 

persönliche Situation der Beschwerdeführerin 1 als Witwe lassen nicht auf 

eine unmittelbare personenspezifische Gefährdung an Leib und Leben 

schliessen. Insgesamt vermochten die Beschwerdeführenden keine be-

sonders gelagerte Gefährdungssituation im Vergleich zu anderen in Afgha-

nistan lebenden Personen, namentlich auch anderen Frauen und Mäd-

chen, zu belegen (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-6079/2024 vom 

20. März 2025 E. 5.1.8). 

5.8 Trotz nachgewiesener gefährdungsrelevanter Verfolgung des in der 

Schweiz lebenden Schwiegersohns respektive Schwagers durch die Tali-

ban ist für die Beschwerdeführenden eine davon abgeleitete Reflexverfol-

gung in Afghanistan zu verneinen. Vor diesem Hintergrund erübrigt sich die 

Prüfung einer allfälligen Gefährdungslage im Iran und der Gefahr einer 

zwangsweisen Abschiebung nach Afghanistan. 

5.9 Vor diesem Hintergrund ist auch der Sachverhalt rechtsgenüglich er-

stellt. Der Vorinstanz ist zwar vorzuhalten, bei der Beurteilung des Überfalls 

vom (Datum) 2023 und des Arztberichts vom (Datum) 2023 von falschen 

Jahreszahlen ausgegangen zu sein. Diese Fehlinterpretation führte jedoch 

nicht zu einer oberflächlichen Prüfung der zu beurteilenden Gefährdung 

der Beschwerdeführenden. Die für den Entscheid wesentlichen Vorbringen 

und Beweismittel hat sie sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch 

nach der beschwerdeweisen Richtigstellung sämtlicher Daten in ihrer Ver-

nehmlassung berücksichtigt und hinreichend gewürdigt. Der Umstand, 

dass die Beschwerdeführenden die Schlussfolgerungen der Vorinstanz be-

treffend ihre Gefährdung nicht teilen, stellt keine unvollständige Sachver-

haltsfeststellung dar, sondern betrifft vielmehr deren materiell-rechtliche 

Würdigung. Der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz zur Neubeurteilung ist folglich abzuweisen. 

6.  

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden die Voraus-

setzungen für die Erteilung von humanitären Visa nach Art. 4 Abs. 2 VEV 

zwecks Einreise in die Schweiz nicht erfüllen.  

F-1968/2025 

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7.   

Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtmässig (Art. 49 VwVG). 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang wären die unterliegenden Be-

schwerdeführenden kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Angesichts der 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 

VwVG sind indes keine Verfahrenskosten zu erheben. Eine Parteientschä-

digung fällt ausgangsgemäss ausser Betracht (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Megen Sulejmanagic 

 

 

 

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