# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 456e7cca-8425-5219-9849-496ce15e0b14
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.06.2017 PF170018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF170018_2017-06-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PF170018-O/U 

 
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. T. Engler 

Urteil vom 27. Juni 2017 

in Sachen 

 
1. A._____,  

2. B._____,  
3. C._____,  

Beklagte und Berufungskläger, 

 
Nr. 1 bis 3 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

 
gegen 

 
1. D._____,  

2. E._____,  

Kläger und Berufungsbeklagte, 

 
Nr. 1 und 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, 

 
betreffend Ausweisung 

 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes summarisches Verfahren des Be-
zirksgerichtes Winterthur vom 13. April 2017 (ER170019) 

- 2 - 

Rechtsbegehren:  
(act. 1) 

"Die Gesuchsgegner 1-3 seien zu verurteilen, die 4 ½ Zimmerwohnung (Wir-
tewohnung), 1. OG rechts, F._____-Str. … in … Winterthur unverzüglich zu 
räumen und den Gesuchstellern 1 u. 2 ordnungsgemäss zu übergeben.  

Das zuständige Stadtammannamt Winterthur sei anzuweisen, das Urteil auf 
Verlangen der Gesuchsteller 1 u. 2 zu vollstrecken.  

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchsgegner". 

Urteil des Einzelgerichts summarisches Verfahren  
des Bezirksgerichts Winterthur vom 13. April 2017: 

(act. 19 = act. 22 = act. 24) 

"1. Die Beklagten werden verpflichtet, die 4.5-Zimmerwohnung im 1. Stock 
rechts an der F._____-Strasse … in … Winterthur unverzüglich zu räu-
men und den Klägern ordnungsgemäss zu übergeben, unter der An-
drohung von Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfall. 

2. Das Stadtammannamt Winterthur-… wird angewiesen, diesen Ent-
scheid (nach Eintritt der Rechtskraft) auf erstes Verlangen der Kläger, 
welches innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu stellen ist, zu 
vollstrecken, nötigenfalls unter Beizug der Polizei. Die Kläger haben die 
Vollzugskosten vorzuschiessen, doch sind sie ihnen von den Beklagten, 
unter solidarischer Haftung, zu ersetzen.  

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 700.– wird von den Klägern bezogen, ist 
ihnen aber von den Beklagten, unter solidarischer Haftung, zu ersetzen. 

4. Die Beklagten werden verpflichtet, den Klägern eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'050.– (inkl. MwSt) zu bezahlen.  

[5.-6. Mitteilung, Rechtsmittel]" 

Berufungsanträge der Beklagten und Berufungskläger: 
(act. 23 S. 2) 

"Das Urteil vom 13. April 2017 des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht 
im summarischen Verfahren (Geschäfts-Nr. ER170019), sei vollumfänglich 
aufzuheben, und auf das Gesuch um Ausweisung und Vollstreckung sei nicht 
einzutreten.  

Eventualiter sei den Beschwerdeführern 1-3 eine angemessene Auszugsfrist 
von sechs Monaten zu gewähren. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MwSt.) zu Lasten der 
Beschwerdegegner 1-3." 

- 3 - 

prozessuale Anträge: 

"1. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.  

2. Es seien die Akten des separat geführten Berufungsverfahrens betref-
fend das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 13. April 2017 (Ge-
schäfts-Nr. ER170018) beizuziehen." 

Berufungsanträge der Kläger und Berufungsbeklagten: 
(act. 30 S. 1 f.) 

"1. Die Berufung der Beklagten und Berufungskläger sei abzuweisen. 

2. Die Beklagten und Berufungskläger seien in Bestätigung von Dispositiv 
Ziffern 1 und 2 des vorinstanzlichen Urteils zu verpflichten, die 4.5-
Zimmerwohnung im 1. Stock rechts an der F._____-Strasse … in … 
Winterthur unverzüglich zu räumen und den Klägern und Berufungsbe-
klagten ordnungsgemäss zu übergeben, unter der Androhung von 
Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfalle. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) für 
beide Instanzen zulasten der Beklagten und Berufungskläger." 

 

Erwägungen: 

1. 

1.1 Die Beklagten und Berufungskläger schlossen am 6. Juni 2013 mit der Er-

bengemeinschaft G._____ einen Mietvertrag über die 4 ½-Zimmerwohnung (Wir-

tewohnung) im 1. Obergeschoss an der F._____-Strasse … in … Winterthur 

(act. 2/1). Die Kläger und Berufungsbeklagten sind die Rechtsnachfolger der Er-

bengemeinschaft G._____. Die Übertragung des Eigentums auf die Kläger und 

Berufungsbeklagten wurde unter Hinweis auf den Erwerbsgrund Kauf am 

27. März 2015 dem zuständigen Grundbuchamt zur Eintragung angemeldet 

(act. 2/2). Die Beklagten und Berufungskläger werden daher nachfolgend als Mie-

ter, die Kläger und Berufungsbeklagten als Vermieter bezeichnet. Im Mietvertrag 

vom 6. Juni 2013 wurde ein Bruttomietzins von Fr. 1'530.00 vereinbart (act. 2/1).  

- 4 - 

Zwischen den Mietern 1 und 2 und den Vermietern besteht ein weiteres Mietver-

hältnis über ein Restaurant an derselben Adresse (vgl. dazu Geschäfts-Nr. 

LF170026).  

1.2 Mit Eingabe vom 7. Februar 2017 stellten die Vermieter beim Einzelgericht 

summarisches Verfahren des Bezirksgerichts Winterthur (nachfolgend Vorinstanz) 

das eingangs angeführte Ausweisungsbegehren (act. 1). Die Vermieter stützten 

das Ausweisungsbegehren auf die ausserordentliche Kündigung des Mietverhält-

nisses vom 27. Dezember 2016 per 31. Januar 2017 gestützt auf Zahlungsverzug 

der Mieter nach Art. 257d OR (act. 2/4).  

1.3 Am 13. April 2017 erliess die Vorinstanz das eingangs angeführte Urteil, mit 

welchem sie das Ausweisungsbegehren der Vermieter schützte (act. 19 = act. 22 

= act. 24). Das Urteil wurde den Mietern am 19. April 2017 zugestellt (act. 20).  

Ebenfalls am 13. April 2017 wies die Vorinstanz die Mieter 1 und 2 aus dem er-

wähnten Restaurant an derselben Adresse aus (vgl. vorne Ziff. 1.1 und das Ge-

schäft Nr. LF170026).  

1.4 Mit Eingabe vom 2. Mai 2017 (Datum Poststempel) erhoben die Mieter ein 

als Beschwerde betiteltes Rechtsmittel gegen das Urteil vom 13. April 2017. Sie 

stellten die eingangs angeführten Rechtsmittelanträge (act. 23).  

Gleichzeitig erhoben die Mieter 1 und 2 auch ein Rechtsmittel gegen die Auswei-

sung aus dem Restaurant (vgl. Geschäft Nr. LF170026).  

1.5 Der Vorsitzende der Kammer erwog mit Verfügung vom 5. Mai 2017, dass 

das Rechtsmittel als Berufung zu behandeln sei, und nahm davon Vormerk, dass 

der Berufung von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme. Gleichzei-

tig setzte der Vorsitzende den Mietern Frist an, um für das Berufungsverfahren 

einen Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 1'400.00 zu bezahlen (act. 25). Der 

Vorschuss wurde rechtzeitig geleistet (vgl. act. 25/1, 26 sowie die Ausführungen 

in act. 27).  

- 5 - 

1.6 Mit Verfügung vom 1. Juni 2017 wurde den Vermietern Frist angesetzt, um 

die Berufung zu beantworten (act. 28). Die Vermieter erstatteten die Berufungs-

antwort innert Frist mit Eingabe vom 16. Juni 2017 (act. 29, 30) und stellten die 

eingangs angeführten Berufungsanträge (act. 30 S. 1 f.).  

1.7 Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-20). 

Das Verfahren ist spruchreif. Den Mietern ist indes noch das Doppel von act. 30 

zuzustellen.  

2. 

2.1 Gegen Erledigungsentscheide im summarischen Verfahren ist die Berufung 

nach Art. 308 ff. ZPO zulässig (Art. 308 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 314 ZPO). Voraus-

gesetzt ist in vermögensrechtlichen Angelegenheiten ein Rechtsmittelstreitwert 

von Fr. 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Vorinstanz bezifferte den Streitwert 

ihres Verfahrens auf Fr. 9'180.00 (entsprechend den Bruttomonatsmietzinsen für 

die auf 6 Monate geschätzte Verfahrensdauer bis zur effektiven Ausweisung, vgl. 

act. 22 S. 11).  

2.1.1 Richtig ist, dass sich der Streitwert des Ausweisungsverfahrens nach den 

Bruttomietzinsen für die vom jeweiligen Verfahren betroffene Zeitdauer richtet, 

während welcher der Vermieter nicht über das Mietobjekt verfügen kann. Steht 

(im Falle der Ausweisung nach Kündigung eines unbefristeten Mietverhältnisses) 

in Frage, ob die Kündigung zu Recht erfolgte, so ist indes zu prüfen, per welchen 

Zeitpunkt die Vermieterpartei das Mietverhältnis im Falle des Obsiegens des Mie-

ters frühestmöglich ordentlich kündigen könnte. Geht es um Wohn- oder Ge-

schäftsräume, so hat dies im Allgemeinen und auch hier die Berücksichtigung der 

dreijährigen Kündigungssperrfrist gemäss Art. 271a Abs. 1 lit. e OR zur Folge 

(vgl. OGer ZH PF160017 vom 14. Juni 2016, E. II./1.2 mit weiteren Hinweisen).  

2.1.2 Die Mieter vertraten bereits vor der Vorinstanz die Auffassung, die der Aus-

weisung zugrunde gelegte Kündigung (aufgrund Zahlungsverzugs) sei zu Unrecht 

erfolgt (vgl. act. 5 S. 3 ff., insb. S. 6 f.). Bei der Bemessung der vom Rechtsmittel-

verfahren betroffenen Benutzungsdauer ist die Sperrfrist daher zu berücksichti-

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gen. Der frühestmögliche ordentliche Kündigungstermin nach deren Ablauf fällt 

ausgehend vom 13. April 2017 (Ausfällung des angefochtenen Entscheids) und 

unter Berücksichtigung der 3-monatigen Kündigungsfrist (act. 2/1) auf den 

30. September 2020. Der für die Zulässigkeit des Rechtsmittels massgebliche 

Streitwert beträgt somit Fr. 62'730.00 (41 Brutto-Monatsmietzinsen à Fr. 1'530.00, 

act. 2/1). Das Rechtsmittel ist deshalb als Berufung zu behandeln (vgl. bereits 

act. 25 S. 3).  

2.1.3 Auf die rechtzeitig schriftlich und begründet eingereichte Berufung (Art. 311 

Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO) ist einzutreten.  

2.2 Mit Berufung kann unrichtige Sachverhaltsfeststellung und unrichtige 

Rechtsanwendung geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz 

wendet das Recht im Rahmen der erhobenen Rügen von Amtes wegen an (vgl. 

Art. 57 ZPO). 

2.3 Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachenbehauptungen und Beweis-

mittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und 

trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der ersten Instanz vorgebracht werden 

konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).  

3. 

3.1 Das Einzelgericht im summarischen Verfahren gewährt Rechtsschutz in kla-

ren Fällen, wenn der Sachverhalt unbestritten oder sofort beweisbar und die 

Rechtslage klar ist. Fehlt es hinsichtlich des geltend gemachten Anspruchs an 

diesen Voraussetzungen, so ist auf das Begehren nicht einzutreten (Art. 257 

Abs. 1 und Abs. 3 ZPO). Der klagenden Partei steht in diesem Fall die Klage im 

ordentlichen Verfahren offen.  

Die klagende Partei hat, wenn sie um Rechtsschutz in klaren Fällen ersucht, für 

die anspruchsbegründenden und strittigen Tatsachen den sofortigen Beweis zu 

erbringen. Für die Verneinung eines klaren Falls in tatsächlicher Hinsicht genügt 

es, wenn die beklagte Partei substanziierte und schlüssige Einwendungen vor-

trägt, die nicht sofort widerlegt werden können und die geeignet sind, die gerichtli-

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che Überzeugung zu erschüttern. Offensichtlich unbegründete oder haltlose Be-

streitungen des Anspruchs genügen nicht für die Verneinung eines klaren Falles. 

Ein Vorbringen ist nicht schon dann als haltlos anzusehen, wenn die Wahrheit der 

Ausführungen fraglich erscheint. Verlangt wird, dass das Vorbringen sich auf-

grund der gesamten Umstände ohne Weiteres als unwahr erweist. Es muss zu-

folge klarer gegenteiliger Anhaltspunkte im höchsten Grad unwahrscheinlich wir-

ken. Die Unwahrheit muss praktisch erwiesen sein. Entsprechend ist nicht leicht-

hin von Haltlosigkeit auszugehen (vgl. BGer 4A_14/2017 vom 15. Februar 2017, 

E. 4.2, sowie OGer ZH LF160063 vom 11. November 2016, E. III./1.2).  

Klares Recht liegt sodann vor, wenn sich die Rechtsfolge im Rahmen bewährter 

Lehre und Rechtsprechung ohne weiteres ergibt und die Rechtsanwendung zu 

einem eindeutigen Ergebnis führt (BGE 138 III 123 E. 2.1.2).  

3.2 Die ausserordentliche Kündigung eines Mietvertrags über Wohn- oder Ge-

schäftsräume wegen Zahlungsverzugs der Mieter setzt nach Art. 257d OR vo-

raus, dass die Mieter mit der Zahlung fälliger Mietzinsen oder Nebenkosten im 

Rückstand sind, dass die Vermieter den Mietern schriftlich eine mindestens 

30tägige Zahlungsfrist ansetzen (Mahnung), verbunden mit der Androhung der 

Kündigung im Säumnisfall, und dass die Mieter diese Frist ungenutzt verstreichen 

lassen.  

3.3 Wie bereits erwähnt, kündigten die Vermieter das Mietverhältnis mit den 

Mietern am 27. Dezember 2016 gestützt auf Zahlungsverzug der Mieter (act. 2/4). 

Der Kündigung ging eine Mahnung vom 16. November 2016 voraus, in welcher 

die Vermieter die folgenden Ausstände geltend machten und den Mietern bei 

Nichtbezahlung innert der angesetzten 30tägigen Frist die Kündigung androhten 

(act. 2/3):  

Ausstehende Mietzinsen insgesamt Fr. 5'531.00 

ausstehende Nebenkosten gemäss Abrechnung 2014/15 Fr. 2'208.65 

Total Mahnsaldo Fr. 7'739.65 

Im weiteren Verfahrensverlauf legten die Vermieter der Vorinstanz eine Liste der 

Zahlungseingänge zwischen Mai 2015 und Januar 2017 vor, gemäss welcher sie 

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den geltend gemachten Mietzinsausstand berechneten (act. 13/2). Zudem reich-

ten die Vermieter ein Schreiben an die Mieter vom 6. September 2016 über die 

Zustellung der Nebenkostenabrechnung 2014/2015 (act. 13/3) sowie Mahnungen 

vom 16. September 2016 und 8. Oktober 2016 über die Mietzinsausstände und 

den Betrag der Nebenkostenabrechnung (act. 13/6/a-b) zu den Akten. 

3.4 Die Vorinstanz verwarf im angefochtenen Urteil die Einwendungen der Mie-

ter und schützte das Ausweisungsbegehren (act. 22). Eine Thematik dabei war 

das Argument des Mieters 3, er sei aus dem Mietobjekt bereits ausgezogen und 

das Begehren sei ihm gegenüber daher gegenstandslos. Die Vorinstanz verwarf 

dieses Argument unter Hinweis darauf, dass auch der Mieter 3 als Mietpartei die 

Pflichten zur Rückgabe der Mietsache mittrage (act. 22 S. 10 f.). Das wird im Be-

rufungsverfahren nicht beanstandet. Nachfolgend sind die Argumente zu prüfen, 

welche die Mieter dem Ausweisungsanspruch der Vermieter vor der Berufungs-

instanz entgegen halten.  

3.5  Nachvollziehbarkeit der geltend gemachten Mietzinsausstände 

3.5.1 Die Mieter bestritten vor der Vorinstanz die geltend gemachten Ausstände. 

Sie erklärten, die geltend gemachten Ausstände von Fr. 5'531.00 an Mietzinsen 

und Fr. 2'208.65 an Nebenkosten seien eine blosse Parteibehauptung, die nicht 

überprüft werden könne. Sie hätten die Mietzinsen für beide Mietobjekte jeweils 

gesamthaft mit einem Einzahlungsschein bezahlt. Zudem gebe es neben den 

Mietverhältnissen über die Wohnung und das Restaurant auch ein solches über 

einen Parkplatz zu einem Mietzins von Fr. 120.00 monatlich. Die Parkplatzmiet-

zinsen seien in den vorgelegten Zahlungsaufforderungen nicht gemahnt worden. 

Wenn im geltend gemachten Ausstand Mietzinsen für den Parkplatz enthalten 

seien, so müssten diese abgezogen werden (vgl. act. 5 S. 3-6). Die Mieter hielten 

sodann, auf die Zustellung der erwähnten Liste der Zahlungen (act. 13/2) hin, an 

der Bestreitung der Ausstände fest, da ohne Zahlungsbelege die Vollständigkeit 

der Liste nicht überprüft werden könne (act. 17 S. 2). Im Berufungsverfahren wie-

derholten die Mieter ihren Standpunkt, die Mietzinsausstände seien nicht klar 

nachvollziehbar (act. 23 S. 3 f.). 

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3.5.2 Die Zahlungsaufforderung gemäss Art. 257d Abs. 1 OR hat den geltend 

gemachten Ausstand klar zu bezeichnen. Die Mahnung ist zu wenig klar, wenn 

einzig der offene Betrag genannt wird, ohne dass ersichtlich ist, dass sich hinter 

dieser Ziffer eine bestimmte Anzahl von Bruttomietzinsen versteckt, die bereits 

seit einer längeren Zeit offen sind (vgl. LACHAT/SPIRIG, Mietrecht für die Praxis, 

9. Auflage 2016, S. 710 f. m.w.Hw.; vgl. auch BGer 4A_44/2017 vom 21. März 

2017, E. 3.3-4 m.w.Hw., sowie KUKO OR-BLUMER, Art. 257d N 6).  

Die Mieter stellen sich vor diesem Hintergrund zu Recht auf den Standpunkt, dass 

die in der Mahnung vom 16. November 2016 geltend gemachten Mietzinsaus-

stände von Fr. 5'531.00 nicht klar nachvollziehbar seien. Zum einen ist nicht klar, 

auf welche Periode sich die Ausstände beziehen, und zum anderen entspricht der 

Betrag auch nicht einem Vielfachen des Monatsmietzinses (von Fr. 1'530.00) – in 

diesem Fall könnte immerhin gesagt werden, die Mieter seien mit einem, zweien 

oder drei Mietzinsen im Rückstand. Hinzu kommt die Unklarheit über die Auftei-

lung der (so unbestritten die Mieter [vgl. act. 12 S. 6]) jeweils in einer Zahlung 

überwiesenen Mietzinsen für die Wohnung, den Parkplatz und das Restaurant. 

Dass die Vermieter in der Folge geltend machten, der Parkplatz sei separat ge-

kündigt und die diesen betreffenden Ausstände seien separat gemahnt worden 

(act. 12 S. 4 f.), ändert daran nichts. Wie der Betrag von Fr. 5'531.00 zustande 

kam, lässt sich der Zahlungsaufforderung nicht entnehmen. Eine solche Mahnung 

genügt den aufgezeigten Anforderungen nicht.  

Die Hinweise der Vermieter auf die schlechte Zahlungsmoral der Mieter (act. 30 

S. 2) vermögen daran nichts zu ändern. Dasselbe gilt für die Frage, ob es im Zeit-

punkt der Mahnung und der Kündigung effektiv Mietzinsausstände gab und ob 

sich diese anhand der vor Vorinstanz eingereichten Aufstellung (act. 13/2) nach-

weisen lassen oder nicht (vgl. dazu act. 29 S. 3). Im vorliegenden Verfahren ist 

nicht über von den Vermietern geltend gemachte Mietzinszahlungen zu entschei-

den, sondern über ihr Recht, das Mietverhältnis ausserordentlich zu beenden, oh-

ne die vertraglichen Kündigungsfristen und Kündigungstermine zu beachten (vgl. 

dazu auch BGer 4A_134/2011 vom 23. Mai 2011 = mp 2011 S. 325 ff., E. 3). Hin-

sichtlich der Berechtigung der Vermieter, das Mietverhältnis gestützt auf die gel-

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tend gemachten Mietzinsausstände ausserordentlich zu kündigen, besteht nach 

dem Gesagten kein klarer Fall nach Art. 257d Abs. 1 ZPO. 

3.6 Ausstehende Nebenkosten gemäss Abrechnung 2014/2015 

3.6.1 Die Mieter bestritten im erstinstanzlichen Verfahren zunächst den Bestand 

der geltend gemachten Nebenkostenforderung von Fr. 2'208.65 und brachten 

weiter vor, sie hätten eine entsprechende Abrechnung mit Zahlungsaufforderung 

weder mit der Abmahnung vom 16. November 2016 noch vorher zu Gesicht be-

kommen. Gestützt darauf bestritten die Mieter die Fälligkeit der Nebenkostenab-

rechnung (act. 5 S. 5). Die Vermieter reichten der Vorinstanz daraufhin ein Schrei-

ben an die Mieter vom 6. September 2016 mit der Nebenkostenabrechnung sowie 

zwei Mahnschreiben vom 16. September 2016 und 8. Oktober 2016 zu den Ak-

ten, mit welchen sie Mietzinsausstände und die Nebenkostenforderung in Rech-

nung stellten (act. 13/, 13/6/a-b). Die Mieter hielten dem entgegen, das Schreiben 

vom 6. September 2016 hätten sie nie erhalten. Zu den beiden erwähnten Mahn-

schreiben erklärten die Mieter, damit sei die Nebenkostenforderung "zwar abge-

mahnt worden". Sie hätten die Abrechnung aber nie zu Gesicht bekommen 

(act. 17 S. 2-4).  

3.6.2 Die Vorinstanz erwog, die Mieter würden nur bestreiten, die Nebenkosten-

abrechnung erhalten zu haben. Sie hätten aber nach dem Erhalt der beiden 

Mahnschreiben vom 16. September und 8. Oktober 2016 bei den Vermietern Ein-

sicht in die Nebenkostenabrechnung verlangen können. Dem Einwand der Un-

kenntnis von der Abrechnung könnte (mit Blick auf die Fälligkeit der Nebenkosten-

forderung) nur verfangen, wenn die Mieter vergeblich Einsicht in die Nebenkos-

tenabrechnung verlangt bzw. das zumindest substantiiert behauptet hätten 

(act. 22 S. 9).  

3.6.3 Die Mieter machen berufungsweise geltend, die erwähnten Mahnschreiben 

vom 16. September und 8. Oktober 2016 seien ihnen nicht zugestellt worden. Das 

ergebe sich aus den angehefteten Sendeverläufen. Die Vorinstanz habe somit 

den Sachverhalt insoweit falsch festgestellt. Sie hätten, so die Mieter weiter, keine 

Möglichkeit gehabt, Einsicht in die Nebenkostenabrechnung zu verlangen (act. 23 

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S. 6). Die Vermieter halten dem entgegen, die Bestreitung der Zustellung der bei-

den Mahnschreiben vom 16. September und 8. Oktober 2016 sei ein unzulässi-

ges Novum (act. 30 S. 6). 

3.6.4 Dem Standpunkt der Mieter ist im Ergebnis auch in diesem Punkt zu folgen. 

Der Saldo einer Nebenkostenabrechnung gilt mangels anderer Abrede 30 Tage 

nach Erhalt der Abrechnung als fällig (SVIT-Kommentar Mietrecht, 3. Auflage 

2008, Art. 257d OR N 14; vgl. auch BGE 140 III 591 = mp 2015 S. 29 ff., E. 3.2; 

vgl. auch BSK OR I-WEBER, 6. Auflage 2015, Art. 257c N 2). Solange keine detail-

lierte Abrechnung vorliegt oder dem Mieter die Einsicht in die Belege verwehrt 

wurde, tritt keine Fälligkeit ein (vgl. LACHAT/SPIRIG, a.a.O., S. 708, sowie PER-

MANN, Mietrecht Kommentar navigator.ch, 2. Auflage 2007, Art. 257d N 6; vgl. 

auch HAP Immobiliarmietrecht-MAAG, N 2.91). Fehlt es an der Fälligkeit der For-

derung, so schliesst das einen Zahlungsverzug des Schuldners (der erst die Zu-

stellung einer Mahnung mit Kündigungsandrohung nach Art. 257d OR ermöglicht) 

aus. Dabei verlangt das Bundesgericht, dass dem Mieter eine Abrechnung zuge-

stellt wird, welche so klar und verständlich ist, dass er ersehen kann, für welche 

Nebenkostenpositionen er in welchem Umfang (Verteilschlüssel) belastet wird. 

Andernfalls besteht hinsichtlich einer Zahlungsverzugskündigung gestützt auf 

ausstehende Nebenkosten keine klare Sach- und Rechtslage (vgl. dazu BGer 

4A_127/2014 vom 19. August 2014 = mp 2015 S. 23 ff., E. 6.4).  

Die Vermieter behaupteten zwar vor der Vorinstanz, sie hätten den Mietern die 

erwähnte Nebenkostenabrechnung mit Schreiben vom 6. September 2016 zuge-

stellt (act. 12 S. 3 f.). Sie äussern sich aber im Berufungsverfahren nicht zur Be-

streitung der Mieter (vgl. vorne Ziff. 3.6.1) und stellen sich lediglich auf den 

Standpunkt, die Mieter hätten (wie von der Vorinstanz erwogen) nach Erhalt der 

späteren Mahnungen eine Nebenkostenabrechnung verlangen können (act. 30 

S. 5 f.). Dass den Mietern im Zeitpunkt, als sie die Mahnung vom 16. November 

2016 (vgl. zu dieser vorne Ziff. 3.3) erhielten, keine detaillierte Nebenkostenab-

rechnung vorlag, kann danach als unbestritten betrachtet werden. Eine vom vor-

stehend Gesagten abweichende Abrede der Parteien über die Bezahlung der Ne-

benkosten wird nicht behauptet und existiert soweit ersichtlich nicht. Eine allfällige 

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Forderung der Vermieter auf Begleichung von Nebenkosten war somit nicht fällig. 

Nur mit Blick auf die einzelnen Belege zur detaillierten Abrechnung gilt, dass die 

Mieter diese zu verlangen haben und erst eine Verweigerung der Herausgabe die 

Fälligkeit ausschliesst (vgl. LACHAT/SPIRIG, a.a.O., S. 708). Auf die Nebenkosten-

abrechnung selber kann dies entgegen der Vorinstanz (act. 22 S. 9) nicht über-

tragen werden, in dem Sinne dass die Forderung auf Erstattung der Nebenkosten 

bereits fällig würde, wenn die Mieter (nach Erhalt eines Hinweises, sie schuldeten 

dem Vermieter einen Betrag für Nebenkosten) nur die Möglichkeit haben, eine de-

taillierte Abrechnung zu verlangen. Die Vorinstanz nennt für diese Auffassung 

denn auch keine Belegstellen (act. 22 S. 9).  

Auch was die Berechtigung der Vermieter angeht, das Mietverhältnis gestützt auf 

den ausstehenden Betrag der Nebenkostenabrechnung 2014/15 ausserordentlich 

zu kündigen, besteht nach dem Gesagten kein klarer Fall. Das folgt bereits aus 

dem Umstand, dass den Mietern keine detaillierte Nebenkostenabrechnung zuge-

stellt wurde. Auf die Zustellung der Mahnschreiben vom 16. September und 

8. Oktober 2016 muss danach nicht weiter eingegangen werden. 

3.7 Insgesamt liegt mit Blick auf den Zahlungsverzug der Mieter im Zeitpunkt, 

als sie die Mahnung vom 16. November 2016 erhielten (und auch im Zeitpunkt 

der ausserordentlichen Kündigung vom 27. Dezember 2016), kein klarer Fall vor.  

Ob die Mieter berechtigt wären, einer allfälligen Schuld aus der Wohnungsmiete 

ein Zuviel an für das Restaurant bezahlten Mietzinsen entgegen zu halten (vgl. 

dazu act. 23 S. 4 ff., act. 30 S. 4 ff. sowie die Ausführungen im Geschäft 

LF170026), muss danach nicht weiter geprüft werden.  

Zusammenfassend fehlt es für den Ausweisungsanspruch der Vermieter an kla-

rem Recht und unbestrittenen bzw. sofort beweisbaren tatsächlichen Verhältnis-

sen. Das angefochtene Urteil ist aus den geschilderten Gründen in Gutheissung 

der Berufung aufzuheben. Auf das Ausweisungsbegehren ist nicht einzutreten.  

3.8 Auf den Eventualantrag über die Gewährung einer längeren Auszugsfrist ist 

bei diesem Ausgang an sich nicht mehr einzugehen. Nur der Vollständigkeit hal-

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ber ist festzuhalten, dass die Vermieter zu Recht darauf hinweisen, die Gewäh-

rung einer Auszugsfrist liege nicht in der Kompetenz des Ausweisungsgerichts 

(act. 30 S. 7).   

4. 

4.1 Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten des erst- und zweitinstanzlichen 

Verfahrens den Vermietern unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 700.00 und die Partei-

entschädigung von Fr. 1'050.00 (inkl. MwSt.) wurden nicht gerügt.  

4.2 Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist nach Massgabe des Streitwerts 

bzw. des tatsächlichen Streitinteresses, des Zeitaufwands des Gerichts und der 

Schwierigkeit des Falls festzusetzen (§ 2 Abs. 1 GebV). Dem tragen die Tarife 

gemäss §§ 4 ff. GebV OG Rechnung. Zum Streitwert kann auf das eingangs Ge-

sagte verwiesen werden (vgl. vorne Ziff. 2.1). Der frühestmögliche ordentliche 

Kündigungstermin nach Ablauf der Kündigungssperrfrist fällt auch ausgehend von 

der Einleitung des Berufungsverfahrens (unter Berücksichtigung der 3-monatigen 

Kündigungsfrist, act. 2/1) auf den 30. September 2020. Allerdings entspricht dem 

ausgehend vom 2. Mai 2017 (act. 22) nur noch eine Nutzungsdauer von 40 Mona-

ten. Der Streitwert des Berufungsverfahrens beträgt somit Fr. 61'200.00 (40 Mo-

natsmietzinsen à Fr. 1'530.00, act. 2/1). In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 3, § 8 

Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG ist die zweitinstanzliche Entscheidge-

bühr auf Fr. 1'400.00 festzusetzen. Die Gebühr ist aus dem von den Mietern ge-

leisteten Kostenvorschuss (vgl. vorne Ziff. 1.5) zu beziehen. Die Vermieter haben 

den Mietern den Kostenvorschuss zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

4.3 Die Parteientschädigung für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§ 4 Abs. 1 bis 3, § 9 und § 13 Abs. 1 bis 2 AnwGebV auf Fr. 1'400.00 (inkl. MwSt.) 

festzusetzen.  

- 14 - 

Es wird erkannt:  

1. Die Berufung wird gutgeheissen, und das Urteil des Bezirksgerichts Win-

terthur vom 13. April 2017 wird aufgehoben. Auf das Ausweisungsbegehren 

wird nicht eingetreten.  

2. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 700.00 wird bestätigt und den 

Klägern und Berufungsbeklagten unter solidarischer Haftung auferlegt.  

3. Die Kläger und Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftung (in-

tern je zur Hälfte) verpflichtet, den Beklagten und Berufungsklägern für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'050.00 (dieser 

Betrag enthält die Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'400.00 festgesetzt.  

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Klägern 

und Berufungsbeklagten auferlegt und aus dem geleisteten Kostenvor-

schuss bezogen.  

6. Die Kläger und Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftung (in-

tern je zur Hälfte) verpflichtet, den Beklagten und Berufungsklägern den 

Kostenvorschuss für das Berufungsverfahren von Fr. 1'400.00 zu ersetzen 

und eine Parteientschädigung von total Fr. 1'400.00 (dieser Betrag enthält 

die Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagten und Berufungskläger 

unter Beilage des Doppels von act. 30, sowie – unter Rücksendung der erst-

instanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangs-

schein, und an die Obergerichtskasse.  

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 15 - 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche, mietrechtliche Angelegenheit. Der 
Streitwert beträgt Fr. 61'200.00. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Engler 
 
versandt am: 

	Urteil vom 27. Juni 2017
	Rechtsbegehren:  (act. 1)
	Urteil des Einzelgerichts summarisches Verfahren  des Bezirksgerichts Winterthur vom 13. April 2017: (act. 19 = act. 22 = act. 24)
	Berufungsanträge der Beklagten und Berufungskläger: (act. 23 S. 2)
	Berufungsanträge der Kläger und Berufungsbeklagten: (act. 30 S. 1 f.)
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird gutgeheissen, und das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 13. April 2017 wird aufgehoben. Auf das Ausweisungsbegehren wird nicht eingetreten.
	2. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 700.00 wird bestätigt und den Klägern und Berufungsbeklagten unter solidarischer Haftung auferlegt.
	3. Die Kläger und Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftung (intern je zur Hälfte) verpflichtet, den Beklagten und Berufungsklägern für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'050.00 (dieser Betrag enthält die Meh...
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'400.00 festgesetzt.
	5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Klägern und Berufungsbeklagten auferlegt und aus dem geleisteten Kostenvorschuss bezogen.
	6. Die Kläger und Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftung (intern je zur Hälfte) verpflichtet, den Beklagten und Berufungsklägern den Kostenvorschuss für das Berufungsverfahren von Fr. 1'400.00 zu ersetzen und eine Parteientschädigung vo...
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagten und Berufungskläger unter Beilage des Doppels von act. 30, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein, und an die Oberg...
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...