# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27ae599d-28f7-59bc-bb46-0b177cb0c61b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.04.2024 NP230034
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP230034_2024-04-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: NP230034-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth

Urteil vom 25. April 2024

in Sachen

A._____, lic. iur., 
Kläger und Berufungskläger

gegen

B._____, 
Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

betreffend Forderung 

Berufung gegen Verfügungen und Urteil des Einzelgerichtes im vereinfach-
ten Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 2. Oktober 2023; Proz. 
FV230007

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Rechtsbegehren Kläger:
(act. 2 S. 1 und Prot. S. 11 sinngemäss)

1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Fr. 18'139.00, 
nebst 5 % Verzugszins seit dem 1.7.22 sowie Fr. 103.30 Zah-
lungsbefehlskosten und Fr. 430.00 Friedensrichterkosten zu be-
zahlen.

2. Es sei der Rechtsvorschlag des Beklagten vom 24.11.22 in der 
Betreibung Nr. … gegen den Zahlungsbefehl des Betreibungsam-
tes Schlieren/Urdorf vom 7.11.22 aufzuheben.

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, alle ihn betreffenden Unterlagen 
der SVA Zürich ab dem 4. November 2021 und alle ihn betreffen-
den Unterlagen der SUVA ab dem 18. August 2022 an den Kläger 
herauszugeben.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Beklagten.

Urteil des Bezirksgerichtes:

1. Die Klage wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 2'889.00 ; die Barauslagen betragen:

Fr. 255.00   Dolmetscherkosten.

3. Die Gerichtskosten (Entscheidgebühr und Dolmetscherkosten) werden dem 

Kläger auferlegt.

4. Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'900.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.

6. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zu-
stellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-

richt des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt wer-

den. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. 

Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.

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Berufungsanträge:

des Klägers und Berufungsklägers (act. 24):
1.
Es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und es sei der Beklagte zu 
verpflichten, dem Kläger CHF 18'139, nebst 5 % Verzugszins seit dem 
1.7.22 sowie CHF 103.30 Zahlungsbefehlskosten und CHF 430 Frie-
densrichterkosten zu bezahlen.
2.
Es sei der Rechtsvorschlag des Beklagten vom 24.11.22 in der Betrei-
bung Nr. … gegen den Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Schlie-
ren/Urdorf vom 7.11.22 aufzuheben.
3.
Eventualiter sei das Verfahren mit der Parteibefragung bzw. der Be-
weisaussage des Beklagten fortzusetzen.
(…)
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Be-
klagten.

Erwägungen:

I.

1. Der Kläger, der Jurist ist, aber kein Anwaltspatent besitzt, vertrat den Be-

klagten zwischen 2019 und 2022 in verschiedenen sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren, die nicht unter das Anwaltsmonopol fallen (§ 11 Anwaltsgesetz e con-

trario). Mit seiner Klage macht er Honorar- und Provisionsansprüche aus dieser 

Tätigkeit geltend.

2. Mit Einreichung der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes Schlieren 

vom 17. Januar 2023 und Klageschrift vom 14. April 2023 machte der Kläger die 

Klage bei der Vorinstanz anhängig. Mit Verfügung vom 4. Mai 2023 wurde dem 

Kläger auf ein entsprechendes Gesuch die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. 

Mit Eingabe vom 26. Juni 2023 nahm der Beklagte Stellung zur Klage. An der 

Hauptverhandlung vom 7. Juli 2023 erstattete jede Partei einen Parteivortrag und 

wurden Vergleichsgespräche durchgeführt, die scheiterten. Mit Urteil vom 2. Okto-

ber 2023 wies die Vorinstanz die Klage ab, soweit sie darauf eintrat. Ferner ge-

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währte sie dem Beklagten die unentgeltliche Rechtspflege, während sie dem Klä-

ger diese wieder entzog.

3. Gegen das vorinstanzliche Urteil, das ihm am 10. Oktober 2023 zugestellt 

wurde (act. 22/2), erhob der Kläger mit Eingabe vom 9. November 2023 rechtzei-

tig Berufung mit den eingangs genannten Anträgen und dem prozessualen An-

trag, es sei ihm für dieses Verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli-

gen (act. 24 S. 2). 

4. Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen. Auf die Einholung einer Beru-

fungsantwort kann verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist 

spruchreif.

II.

1. Als Klageänderung verlangte der Kläger mit der Replik zusätzlich zu seiner 

ursprünglich eingeklagten Forderung, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm Unter-

lagen der SVA Zürich und der SUVA herauszugeben, damit er seinen Provisions-

anspruch beziffern und einfordern könne (Prot. S. 9 und S. 11; vgl. oben Rechts-

begehren Ziff. 3). 

Die Vorinstanz stellte fest, der Kläger mache seine Klageänderung während der 

Hauptverhandlung in seinem zweiten Parteivortrag und damit vor Aktenschluss 

geltend, weshalb ihre Zulässigkeit nach Art. 227 ZPO zu beurteilen sei. Demnach 

müsse der neue Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen sein und 

zwischen dem bisherigen und dem geänderten oder neuen Anspruch ein sachli-

cher Zusammenhang bestehen oder die Gegenpartei zustimmen (act. 26 S. 6).

Sinngemäss mache der Kläger mit seinem neuen Begehren auf Herausgabe von 

Unterlagen eine Stufenklage geltend. Diese charakterisiere sich dadurch, dass ein 

materiellrechtlicher Auskunftsanspruch als sogenannter Hilfsanspruch eingeklagt 

und mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden werde. Gemäss Art. 85 

Abs. 2 ZPO sei für eine unbezifferte Forderungsklage ein Mindestwert anzuge-

ben, was der Kläger für seine Stufenklage unterlassen habe. Das wäre aber wich-

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tig, um zu beurteilen, ob die Klageänderung nach der gleichen Verfahrensart be-

urteilt werde und somit zulässig sei (act. 26 S. 7). 

Die Vorinstanz trat folglich wegen fehlender Mindestbezifferung auf das zusätzli-

che Rechtsbegehren Ziffer 3 nicht ein (act. 26 S. 7). Dazu äussert sich der Kläger 

in seiner Berufung mit keinem Wort, so dass es damit sein Bewenden hat.

2. Zum strittigen Sachverhalt hielt die Vorinstanz fest (vgl. act. 26 S. 7 f.), der 

Kläger behaupte, dass er zusätzlich zur Honorarvereinbarung mit dem Beklagten 

eine Vereinbarung getroffen habe, wonach der Beklagte dem Kläger eine Provision 

von 15 % bzw. 20 % auf den vom Kläger von der SUVA und der SVA Zürich durch 

sein Wirken erlangten Geldzahlungen bezahlen müsse (act. 2 S. 14; Prot. S. 9). 

Gestützt auf die Leistungen, welche der Kläger erbracht und welche er in seiner 

Leistungsübersicht aufgelistet habe, würde ihm noch ein Honorar in der Höhe von 

Fr. 18'139.00 zustehen (act. 2 S. 14). 

Der Beklagte bestreite, dass es eine Provisionsabrede in der Höhe von 15 % für 

das gesamte Ergebnis des Klägers gegeben habe (act. 13 S. 5; act. 19 S. 2). Wei-

ter bestreite der Beklagte die erbrachten Leistungen nicht grundsätzlich, sondern 

er bestreite den Umfang der Leistungen und soweit diese erbracht worden seien 

auch deren Notwendigkeit (act. 13 S. 5; act. 19 S. 2). Weiter mache der Beklagte 

geltend, dass der Kläger häufig Arbeiten verrichtet habe, welche er weder der Sa-

che noch dem Inhalt nach mit dem Beklagten vorgängig abgesprochen habe 

(act. 19 S. 3).

3. Soweit die Vorinstanz auf die Klage eintrat, wies sie die Klage wegen unge-

nügender Substanzierung ab. Der Beklagte habe in der Klageantwort klar ausge-

führt, dass der Umfang und die Notwendigkeit der Leistungen bestritten werde 

und nicht das Mandatsverhältnis. Unter diesen Umständen sei jede Leistung ge-

nau und detailliert zu beschreiben und darzulegen, inwiefern diese Leistung für 

die Auftragserfüllung notwendig gewesen sei und wie sich die Forderung zusam-

mensetze. Diese genaue Umschreibung habe im Rahmen der Parteivorträge zu 

geschehen. Ein blosser Verweis auf Beilagen sei nicht zulässig (act. 26 S. 9). 

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Der rechtskundige Kläger habe mehrfach pauschal auf seine eingereichten Leis-

tungsjournale verwiesen und nach einem gerichtlichen Hinweis auf seine Behaup-

tungs- und Substanzierungspflicht darauf bestanden, dass er dieser Aufforderun-

gen nachgekommen sei. Er verkenne, dass er mit dem von ihm angebotenen Ver-

lesen des Leistungsjournals (im Rahmen der Parteibefragung/Beweisaussage, 

vgl. act. 26 S. 10 E. 3. in Verbindung mit act. 2 S. 16) und dem Einreichen weite-

rer Unterlagen der Substanzierungspflicht nicht nachgekommen wäre. Es sei nicht 

Aufgabe des Gerichts, die Forderung aus den einzelnen Leistungspositionen des 

Leistungsjournals zusammenzusetzen (act. 26 S. 10).

Im Anwendungsbereich der Verhandlungsmaxime hätten die Parteien von sich 

aus die wesentlichen Tatsachen zu behaupten und dürfe das Gericht sein Urteil 

nur auf Tatsachen gründen, welche im Verlauf des Verfahrens geltend gemacht 

würden. Ein Beweisverfahren dürfe nicht dazu dienen, etwaige Mängel in der 

Substanzierung zu beheben, sondern einzig dazu, den Beweis über bestrittene 

Tatsachenbehauptungen zu führen. Die Folgen der Beweislosigkeit sowie der feh-

lenden Substanzierung habe der Kläger zu tragen (act. 26 S. 11).

4. Der Kläger rügt mit der Berufung, die Vorinstanz habe das Verfahren nach 

der Hauptverhandlung zu Unrecht als spruchreif erachtet und kein Beweisverfah-

ren durchgeführt und insbesondere den Beklagten nicht persönlich befragt. Er 

habe zwar keinen solchen Antrag gestellt, aber da der Beklagte selbst dieses Be-

weismittel offeriert habe, habe er keinen Anlass für einen entsprechenden Antrag 

gehabt und davon ausgehen dürfen, dass er dem Beklagten die ihn interessieren-

den Fragen stellen könne (die er in der Folge beispielhaft erwähnt), wenn die Vor-

instanz das nicht tun würde (act. 24 S. 3).

Der Kläger hält es für krass rechtsmissbräuchlich, dass ihn der Beklagte im Wis-

sen um seine Schulden immer habe weiterarbeiten lassen, und diese im Nachhin-

ein plötzlich bestreite (act. 24 S. 4). Auf die Frage des Klägers, wie er sich an sei-

ner Stelle verhalten hätte, habe der Vorderrichter geantwortet, er hätte halt früher 

aufhören sollen mit seiner Arbeit für den Beklagten. Nach Meinung des Vorder-

richters hätte der Kläger den Beklagten also im Stich lassen sollen, obwohl dieser 

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von den Sozialversicherungen extrem ungerecht behandelt worden sei (act. 2 S. 

5).

Der Beklagte habe seinen Provisionsanspruch vor Vorinstanz grundsätzlich aner-

kannt (act. 24 S. 7 m.H. auf act. 26 S. 11 f.; vgl. act. 19 S. 2 Ziff. 5 und Prot. 

VI S. 13). Die SUVA habe dem Beklagten rückwirkend Taggelder von 

CHF 34'646.05 (CHF 3'690.05 und CHF 30'956) nachbezahlt. Gestützt darauf 

habe ihm der Beklagte CHF 22'258.95 geschuldet. Darin sei die Provision für die 

erhaltenen Taggeldleistungen schon enthalten (act. 24 S. 9). 

Davon habe ihm der Beklagte nur CHF 5'000 bezahlt und gleichzeitig gewollt, 

dass er versuchen solle, die nach Meinung des Klägers zusätzlich geschuldeten 

Taggelder von der SUVA von rund CHF 70'000 erhältlich zu machen. Am 2. Sep-

tember 2022 habe ihm der Beklagte geschrieben, wenn er CHF 30'000 erhalte, 

bekomme der Kläger CHF 5'000, und wenn er CHF 70'000 erhalte, bekomme der 

Kläger den Rest. Damit habe der Beklagte die Forderung des Klägers anerkannt 

(act. 24 S. 10 m.H. auf act. 3/15 S. 2).

Sollte die Kammer nicht davon ausgehen, der Beklagte habe die eingeklagte For-

derung anerkannt und sein Verhalten sei rechtsmissbräuchlich, will der Kläger im 

Rahmen seiner Parteibefragung oder Beweisaussage sämtliche Positionen seiner 

Leistungserfassung vorlesen und auf das entsprechende Aktenstück verweisen 

(act. 24 S. 11; vgl. auch act. 24 S. 5 und S. 12). 

Abschliessend hält der Kläger fest, es gehe um die für die auf Stundenlohnbasis 

arbeitende Dienstleistungsbranche grundsätzliche Frage, ob die Gerichte den 

Auftraggeber schützten, der ihn als Beauftragten jahrelang im Glauben gelassen 

habe, er werde sein Honorar bezahlen, sobald der erhoffte Erfolg eintrete, und die 

Höhe seiner Forderung nie bestritten habe, sondern ihn immer weiter angetrieben 

habe und nun, als er bezahlen sollte, plötzlich behaupten lasse, seine Leistungen 

seien unnötig, schlecht und nicht vereinbart gewesen. Wenn diese Position ge-

schützt würde, würde niemand mehr einer Person in der Situation des Beklagten 

helfen, weil er damit rechnen müsste, nicht bezahlt zu werden (act. 24 S. 11). 

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5. Soweit der Kläger geltend macht, der Beklagte habe seine Forderung aner-

kannt, ist ihm entgegen zu halten, dass sämtliche entsprechenden Erklärungen 

des Beklagten an die Bedingung geknüpft sind, dass er die vom Kläger in Aus-

sicht gestellten Sozialversicherungsleistungen erhalte. Die in diesem Zusammen-

hang genannten Beträge variieren (CHF 70'000 oder CHF 110'000). Der Kläger 

geht in der Berufung selbst davon aus, die SUVA habe dem Beklagten Taggelder 

von etwas mehr als CHF 30'000 bezahlt und schulde ihm noch rund CHF 70'000, 

Heilungskosten sowie eine Unfallrente und eine Integritätsentschädigung in nicht 

bekannter Höhe (act. 24 S. 6 ff.). Diese Bedingung ist also höchstens teilweise 

eingetreten. Zum geltend gemachten Provisionssatz von 15% begründen die vom 

Beklagten laut der Schilderung des Klägers empfangenen Sozialversicherungs-

leistungen keine Forderung in der geltend gemachten Höhe. 

Hinzu kommt, dass die entsprechenden Äusserungen des Beklagten weniger klar 

sind, als es der Kläger darstellt. Das gilt nicht nur für die SMS vom 28. Juni 2020, 

auf welche der Kläger vor Vorinstanz verwies (vgl. act. 26 S. 12 E. 2.5 f.), sondern 

auch für die E-Mail vom 2. September 2022, die er in der Berufung auszugsweise 

zitiert (act. 24 S. 10). Nicht nur das Schriftbild, sondern auch die Sprache (Wort-

wahl und Grammatik) ist eigenartig, und worauf sich der abschliessende Satzteil 

"bekommst du den Rest" bezieht, bleibt sowohl grammatikalisch als auch inhalt-

lich unklar 

Der Kläger stellt nicht in Abrede, dass der Beklagte die beim Erhalt von 

CHF 30'000 in Aussicht gestellte Zahlung von CHF 5'000 erbrachte (act. 24 

S. 10). Wie oben erwähnt, macht der Kläger nicht geltend, dass der Beklagte die 

danach erwähnten CHF 70'000 erhalten habe. Es ist also unklar, was der Kläger 

mit Bezug auf seine Forderung daraus ableiten will. Einen bestimmten Forde-

rungsbetrag (abgesehen von den bereits bezahlten CHF 5'000) anerkannte der 

Beklagte damit ohnehin nicht.

6. Eine Anerkennung der eingeklagten Forderung liegt demnach nicht vor. 

Dass der Beklagte heute die eingeklagte Forderung bestreitet, nachdem der Klä-

ger anscheinend jahrelang für ihn arbeitete ohne jemals bezahlt zu werden, ist im 

Übrigen auch nicht rechtsmissbräuchlich. Diese Ausgangslage war beiden Seiten 

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bekannt und der Kläger hätte die Fortsetzung seiner Tätigkeit jederzeit von einer 

Akontozahlung abhängig machen können, worauf er anscheinend bereits vor Vor-

instanz hingewiesen wurde (act. 24 S. 5). Der Verzicht auf Voraus- oder Akonto-

zahlungen ist eine geschäftspolitische Entscheidung, deren Folgen der Kläger zu 

tragen hat. Entgegen seiner Ansicht (act. 24 S. 11), ergeben sich daraus keine 

Rechtsfragen von grundlegender Bedeutung.

7. Als Eventualantrag verlangt der Kläger, das Verfahren sei mit seiner Partei-

befragung oder seiner Beweisaussage fortzusetzen, um seine Leistungserfassung 

vorzulesen und zu erläutern. Das Leistungsjournal, das er vorlesen will, wurde 

von ihm vor Vorinstanz als Beweis für seine Leistungen für den Beklagten in der 

Zeit vom 29. Januar 2019 bis 6. Dezember 2022, die erhaltenen Zahlungen und 

die noch offene Honorarforderung von CHF 18'139 eingereicht (act. 2 S. 15 f.).

Die Klage wurde von der Vorinstanz wegen ungenügender Substanzierung abge-

wiesen. Die mangelhafte Substanzierung beschlägt die Behauptungen und nicht 

die Beweise. Die Parteibefragung und die Beweisaussage sind Beweismittel und 

als solche von vornherein ungeeignet, um einen Mangel der Behauptungen zu be-

heben. Die Durchführung eines Beweisverfahrens setzt strittige, rechtserhebliche 

Behauptungen voraus. Fehlende oder ungenügende Behauptungen können nicht 

durch Beweise ersetzt werden. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende 

Behauptungen zu ergänzen, sondern setzt solche voraus. Die Parteibefragung ist 

keine Fortsetzung der Parteivorträge, sondern dient der Überprüfung von bestrit-

tenen Behauptungen (vgl. act. 26 S. 11 E. 5). 

Hinzu kommt, dass die Parteibefragung aus Fragen und Antworten besteht, wobei 

die Fragen in Abhängigkeit von den Beweisthemen vom Gericht gestellt werden. 

Während es zwar denkbar ist, dass der Kläger dem Beklagten Ergänzungsfragen 

stellt (vgl. dazu act. 24 S. 3 unten), kann er sich nicht selbst befragen, sondern 

nur auf entsprechende Fragen antworten. Dass er sein Leistungsjournal im Rah-

men der Parteibefragung vorlesen kann, würde also eine entsprechende Frage 

des Gerichts oder der Gegenpartei voraussetzen, die er mit einem Antrag auf 

Durchführung einer Parteibefragung oder Beweisaussage nicht erzwingen kann. 

Dieser ist auch deshalb untauglich, um sein Ziel zu erreichen.

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8. Sollte der Eventualantrag des Klägers, das Verfahren mit seiner Parteibefra-

gung oder seiner Beweisaussage fortzusetzen, als prozessualer Antrag gemeint 

sein, wäre demnach nicht darauf einzutreten. In materieller Hinsicht stellt sich die 

Frage, ob die Vorinstanz zu Recht erwog, der Kläger sei seiner Behauptungs- und 

Substanzierungspflicht nicht nachgekommen, indem er die Honorarvereinbarung, 

die Vollmachten und das Leistungsjournal einreichte und darauf verwies (act. 26 

S. 10).

Tatsachenbehauptungen sind gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. d und e ZPO mit den 

entsprechenden Beweisanträgen in den Rechtsschriften selbst vorzubringen. Ent-

sprechend ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Behauptungs- 

und Substanzierungslast im Prinzip in den Rechtsschriften nachzukommen. Der 

blosse pauschale Verweis auf Beilagen genügt in aller Regel nicht; es geht 

darum, dass nicht das Gericht und die Gegenpartei aus den Beilagen die Sach-

darstellung zusammensuchen müssen. Es ist nicht an ihnen, Beilagen danach zu 

durchforsten, ob sich daraus etwas zu Gunsten der behauptungsbelasteten Partei 

ableiten lässt (BGer 4A_281/2017 vom 22. Januar 2018 E. 5 m.w.H.). 

Ein Verweis auf Beilagen zur Ergänzung der Sachbehauptungen ist nur ganz aus-

nahmsweise zulässig und setzt namentlich voraus, dass die Tatsachen in ihren 

wesentlichen Zügen oder Umrissen in der Rechtsschrift selbst behauptet werden 

(BGer 4A_31/2020 vom 27. August 2020 E. 9.3. m.w.H.). Konkret ist zu prüfen, ob 

die Gegenpartei und das Gericht damit die notwendigen Informationen in einer Art 

erhalten, die eine Übernahme in die Rechtsschrift als blossen Leerlauf erscheinen 

lässt, oder ob der Verweis ungenügend ist, weil die nötigen Informationen in den 

Beilagen nicht eindeutig und vollständig enthalten sind oder aber daraus zusam-

mengesucht werden müssten. Es genügt nicht, dass in den Beilagen die verlang-

ten Informationen in irgendeiner Form vorhanden sind. Es muss auch ein pro-

blemloser Zugriff darauf gewährleistet sein, und es darf kein Interpretationsspiel-

raum entstehen. Der entsprechende Verweis in der Rechtsschrift muss spezifisch 

ein bestimmtes Aktenstück nennen und aus dem Verweis selbst muss klar wer-

den, welche Teile des Aktenstücks als Parteibehauptung gelten sollen. Ein pro-

blemloser Zugriff ist gewährleistet, wenn eine Beilage selbsterklärend ist und ge-

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nau die verlangten (beziehungsweise in der Rechtsschrift bezeichneten) Informa-

tionen enthält. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, kann ein Verweis nur 

genügen, wenn die Beilage in der Rechtsschrift derart konkretisiert und erläutert 

wird, dass die Informationen ohne Weiteres zugänglich werden und nicht interpre-

tiert und zusammengesucht werden müssen (BGer 4A_281/2017 vom 22. Januar 

2018 E. 5.3. m.w.H.).

9. Dass die Vorinstanz einen Verweis auf Beilagen generell für unzulässig 

erklärte (act. 26 S. 9 f. E. B.2), trägt möglichen Ausnahmen keine Rechnung und 

ist daher zu streng. 

Im Ergebnis war der Entscheid der Vorinstanz jedoch richtig. Mit Bezug auf das 

Leistungsjournal (act. 3/27) liegt nämlich kein Ausnahmetatbestand vor. So ist 

zum einen nicht klar, welche Teile des Leistungsjournals welche Behauptung ent-

halten, und zum andern kann das Leistungsjournal auch nicht als selbsterklärend 

bezeichnet werden, sondern es müssten die einzelnen Einträge vielmehr zueinan-

der in Beziehung gesetzt und erläutert werden. 

Dass der Kläger verlangt, es sei ihm zu erlauben, die Details zu erläutern bzw. es 

müsse ihm im Falle einer Bestreitung ermöglicht werden, diese Position zu erläu-

tern und mit zusätzlichen Unterlagen zu belegen (act. 24 S. 12), deutet darauf hin, 

dass ihm dieser Mangel grundsätzlich bewusst ist. 

Dieses Angebot ist jedoch ungenügend, sondern diese Vorleistung hätte der Klä-

ger im Behauptungsverfahren erbringen müssen, um der Gegenpartei eine sub-

stanzierte Bestreitung zu ermöglichen und das Gericht in die Lage zu versetzen, 

seine Darstellung im Beweisverfahren anhand des Leistungsjournals und allfälli-

ger weiterer Beweismittel zu überprüfen.

Die Vorinstanz bezeichnete die Klage demnach zu Recht als unsubstanziert, weil 

sich die Begründung nicht ohne Weiteres aus den Beilagen ergibt, auf die der Klä-

ger verwies, und der pauschale Verweis auf diese daher die oben dargestellten 

Anforderungen an die Substanzierung nicht erfüllt.

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10. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beklagte weder die einge-

klagte Forderung anerkannte noch sich rechtsmissbräuchlich verhält, indem er sie 

bestreitet. Die Vorinstanz erachtete das Verfahren zu Recht als spruchreif und 

verzichtete auf die Durchführung eines Beweisverfahrens, da der Kläger seine 

Forderung nicht rechtsgenügend substanzierte, indem er für die bestrittene Höhe 

seiner Forderung lediglich auf sein Leistungsjournal verwies. 

Die Berufung ist daher abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen, 

das die Klage abwies, soweit darauf eingetreten wurde.

III.

1. Die Vorinstanz entzog dem Kläger die zuvor gewährte unentgeltliche Pro-

zessführung gleichzeitig mit dem angefochtenen Urteil, weil er vollumfänglich un-

terliege und seine Klage deshalb aussichtslos sei (act. 26 S. 14). Sodann aufer-

legte sie ihm ausgangsgemäss die Kosten und verpflichtete ihn zur Leistung einer 

Parteientschädigung (act. 26 S. 17). 

Der Entzug der unentgeltlichen Prozessführung wurde vom Kläger nicht ange-

fochten, so dass es dabei bleibt. Die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils gilt 

auch für die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

2. Der Kläger beantragt für das Rechtsmittelverfahren die Bewilligung der un-

entgeltlichen Prozessführung und verweist zur Begründung der Mittellosigkeit auf 

die vor Vorinstanz eingereichten Belege (act. 24 S. 2 f.). Wie sich aus der vorste-

henden Begründung ergibt, war das Rechtsmittel aussichtslos, so dass dieses Er-

suchen aus diesem Grund abzuweisen ist und eine Prüfung der finanziellen Ver-

hältnisse sich erübrigt.

3. Ausgangsgemäss sind dem Kläger die Kosten des Berufungsverfahrens zu 

auferlegen. Da dem Beklagten im Berufungsverfahren keine wesentlichen Um-

triebe entstanden sind, ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

2. Oktober 2023 wird bestätigt.

2. Das Gesuch des Berufungsklägers um unentgeltliche Prozessführung wird 

abgewiesen.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt.

4. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage eines 

Doppels der Berufungsschrift (act. 24), sowie an das Bezirksgericht Dietikon, 

je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 18'139.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Bohli Roth

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