# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ca32a97-d215-5702-93ea-1c82dd5d79d2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.07.2020 I 2020 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-5_2020-07-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 5

Entscheid vom 10. Juli 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch D.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________, Jg. 1983, absolvierte nach der obligatorischen Schulzeit eine 
vierjährige Lehre als Drucktechnologe (IV-act. 8-5/10). Nach Abschluss der Lehre 
(Sommer 2005) und kurzer Weiterbeschäftigung als Drucktechnologe beim Lehr-
betrieb war er wenige Monate via eine Temporärfirma für eine EDV-Firma tätig, 
ab Oktober 2006 bis November 2009 leistete er diverse Auslandeinsätze für die 
Schweizer Armee (KFOR, EUFOR). Danach übte er verschiedene Temporär-
tätigkeiten aus (insbesondere als Mitarbeiter für verschiedene Sicherheitsfirmen) 
und bezog zeitweise Taggelder der Arbeitslosenversicherung (IV-act. 5 und 12). 

Am 5. Oktober 2012 wurde C.________ während seiner Tätigkeit als Verkehrslei-
ter bei einer Baustelle von einem vorbeifahrenden LKW angefahren. Er erlitt da-
bei verschiedene Verletzungen (Unterschenkelfraktur links, Ulnaschaftfraktur 
links, Kompartmentsyndrom Unterschenkel links und Thoraxtrauma mit/bei Rip-
penserienfraktur sowie Pneumothorax, vgl. IV-act. 13-14/18), welche im Kan-
tonsspital Luzern behandelt wurden. Wegen Komplikationen und persistierenden 
Knieschmerzen waren im weiteren Verlauf verschiedene Eingriffe erforderlich, so 
am 28. Februar 2013 (Schraube entfernen Tibia links, UV-act. 3-648/683), am 
20. Juni 2013 (Nagelwechsel bei Pseudoarthrose Tibia links, UV-act. 3-639/683), 
am 26. Januar 2015 (Metallentfernung Ulna und Tibia, UV-act. 3-617/683), am 
30. März 2016 (Kniearthroskopie links, UV-act. 3-584/683), am 20. November 
2017 (Infiltration Knie links, UV-act. 3-546/683) und am 24. Januar 2018 (Abtra-
gen Osteophyt und Ganglion Knie links, UV-act. 3-553/683). 

Seit Januar 2013 ist C.________ als Sicherheitsbeauftragter (SBF) der 
A.________ tätig, wobei die Anstellung bereits vor dem Unfallereignis erfolgte 
(Anstellungsverfügung vom 26.9.2012, IV-act. 39). 

B. Am 13. Juni 2018 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Meldung zur Früher-
fassung ein (IV-act. 2-1/2). Nach Abschluss der Früherfassung meldete sich 
C.________ am 17. Juli 2018 bei der IV zum Bezug von Leistungen (berufliche 
Integration/Rente) an (IV-act. 8). Mit Mitteilung vom 27. Februar 2018 sprach die 
IV-Stelle Schwyz C.________ Frühinterventionsmassnahmen in Form eines 
Ausbildungskurses (Job Coaching) zu (IV-act. 23). 

C. Mit Vorbescheid vom 24. Juni 2019 teilte die IV-Stelle Schwyz C.________ 
mit, dass keine Kostengutsprache für eine Umschulung erteilt werden könne, da 
er in einer angepassten Tätigkeit ein gleichwertiges Einkommen erzielen könnte 
wie in der angestammten Tätigkeit als Sachbearbeiter Passagierkontrolle. Es be-
stehe auch kein Anspruch auf eine IV-Rente und auf Arbeitsvermittlung (IV-Act. 

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30). Dazu liess C.________ mit Eingabe vom 3. September 2019 Stellung neh-
men (IV-act. 36). 

D. Die Vorsorgeeinrichtung der Arbeitgeberin (B.________) stellte gestützt auf 
eine vertrauensärztliche Untersuchung eine Berufsinvalidität im Umfang von 39% 
fest und sprach C.________ am 26. Juni 2019 eine (auf zwei Jahre begrenzte) 
Teilrente zu (IV-act. 32-2/5). Die A.________ reduzierte in der Folge das Arbeits-
pensum von C.________ mittels Änderungsverfügung per 31. August 2019 auf 
38,43% (IV-act. 32-5/5). 

E. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2019 hat die IV-Stelle das Leistungsbe-
gehren (Umschulung und Arbeitsvermittlung) abgewiesen (IV-act. 50). 

F. Dagegen lässt C.________ mit Eingabe vom 24. Januar 2020 fristgemäss 
Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:

1. Es sei die Verfügung vom 05.12.2019 aufzuheben. 

2. Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, 
insbesondere Massnahmen zur Wiedereingliederung. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

G. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 23. April 2020 die 
Abweisung der Beschwerde. 

C.________ lässt zur Vernehmlassung der Vorinstanz mit Eingabe vom       15. 
Mai 2020 Stellung nehmen, wobei er an den Anträgen festhält. 

Die IV-Stelle Schwyz verzichtet gemäss Schreiben vom 22. Mai 2020 auf die Ein-
reichung einer weiteren Stellungnahme. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG). Die 
Massnahmen beruflicher Art umfassen Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige 
berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG), Arbeitsvermittlung 
(Art. 18 IVG), Einarbeitungszuschuss (Art. 18a IVG) und Kapitalhilfe (Art. 18b 
IVG). Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Um-
schulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität 

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notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder 
verbessert werden kann. 

Unter Umschulung ist dabei rechtsprechungsgemäss die Summe der 
Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und 
geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 
versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige 
Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der 
"annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau 
als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende 
Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem 
jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, 
nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. 
Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese 
im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 Erw. 4.2 S. 489 
f.; Urteil 8C_163/2008 vom 8.8.2008 Erw. 2.2; 8C_808/2017 v. 11.1.2018 Erw. 
3). Hievon kann namentlich bei jungen Versicherten mit entsprechend langer 
verbleibender Aktivitätsdauer abgewichen werden, wenn es sich bei den ohne 
Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqualifizierte 
Hilfsarbeiten handelt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qualitativ nicht als 
annähernd gleichwertig bezeichnet werden können (BGE 124 V 108 Erw. 3c; 
Urteil BGer 9C_704/2010 v. 31.1.2011 Erw. 3.1). Schliesslich setzt der Anspruch 
auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere 
des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne 
zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren 
Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse 
von etwa 20% erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 
130 V 488 Erw. 4.2; BGE 124 V 110 Erw. 2a und b; Urteile BGer 9C_652/2007 v. 
24.7.2008 Erw. 2.1). Die Erheblichkeitsschwelle trägt dem Umstand Rechnung, 
dass bei wesentlich tieferen Invaliditätsgraden die mit einer Umschulung 
verbundenen Kosten die auszugleichende Erwerbseinbusse deutlich übersteigen 
dürften und setzt so den Verhältnismässigkeitsgrundsatz um (Urteil BGer 
9C_652/2007 v. 24.7.2008 Erw. 2.1 m.H. auf BGE 130 V 488 Erw. 4.3.2). 

1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird im Regelfall das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

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könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. Art. 28a Abs. 1 
IVG).

2. Vorliegend ist unbestritten, dass dem Versicherten die praktisch aussch-
liesslich stehend auszuübende Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter der 
A.________ nur mehr eingeschränkt zumutbar ist. Auch ist unbestritten, dass die 
erlernte Tätigkeit als Drucktechnologe, welche auch vorwiegend stehend und ge-
hend auszuüben ist, ebenfalls nur mehr eingeschränkt zumutbar ist. Gemäss 
dem Hausarzt des Versicherten (Dr.med. E.________, Facharzt für Innere Medi-
zin) schränken die durch den Unfall verursachten chronischen Schmerzen am 
linken Bein sowie eine seit über 10 Jahren bestehende Migräne die Arbeitsfähig-
keit ein; längeres Stehen (mehr als 2 Stunden) sei nicht mehr zumutbar. Am an-
gestammten Arbeitsplatz sei der Versicherte nur mehr 2-4 h/Tag einsatzfähig. 
Die seit ebenfalls über 10 Jahren bestehende Adipositas schränke die Arbeits-
fähigkeit demgegenüber nicht ein (IV-act. 13-2/18). 

Gemäss den behandelnden Ärzten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie 
des Luzerner Kantonsspitals besteht in der angestammten, vorwiegend stehen-
den Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (Bericht vom 10.9.2018, IV-act. 
16-1/3). Zumutbar (bei einem Pensum von 100%) seien wechselbelastende 
Tätigkeiten mit maximaler Traglast von 10 kg, bei Vermeidung von Gerüsten, Lei-
tern und Zwangshaltungen. Zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten vor 
allem die belastungsabhängigen Knieschmerzen (IV-act. 16-2/3 f.). Diese Ein-
schätzung wurde nach Verlaufsuntersuchung vom 28. Mai 2019 bestätigt (50% 
AUF im angestammten Beruf, 80-100% AF in einer leichten angepassten Tätig-
keit, UV-act. 3-40/683). 

Die Einschätzungen des Hausarztes und der behandelnden Ärzte wurde vom 
RAD-Arzt Dr.med. F.________ bestätigt (50% Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter im H.________, 100% Arbeitsfähigkeit in 
einer wechselbelastenden Tätigkeit mit maximaler Traglast von 10 kg, IV-act. 28). 

Bei den Akten liegt zudem das im Auftrag der BVK Vorsorgeeinrichtung erstellte 
Gutachten von Dr.med. G.________, Facharzt für Orthopädie und Traumatolo-
gie, vom 19. Juni 2019 (UV-act. 3-17/638 ff.). Dieser gelangte zum Schluss, für 
die am H.________ ausgeübte stehende Tätigkeit bestehe eine 50%-ige Berufs-
unfähigkeit. Angepasste (überwiegend sitzend ausgeübte) Tätigkeiten seien zu 
100% zumutbar (UV-act. 3-23/683 i.V.m. 3-36/683). Dr.med. G.________ emp-
fahl zudem eine Gewichts- und Schmerzmittelreduktion (UV-act. 3-23/683 f.).

3.1 Umstritten ist demgegenüber, ob der Versicherte aufgrund der Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein-

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busse in einem Umfang erleidet, welche einen Anspruch auf eine Umschulung zu 
begründen vermag. Die Vorinstanz verneint dies. In der angefochtenen Verfü-
gung hält sie fest, der Versicherte habe 2017 in der Tätigkeit als Sicherheitsbe-
auftragter der A.________ ein Einkommen von Fr. 55'449 erzielt. Vor dem Unfall 
habe er diverse Tätigkeiten ausgeübt, sei teilweise arbeitslos gewesen und habe 
Einkommen zwischen Fr. 28'138 und Fr. 42'852 erzielt. Wenn man von dem 2017 
erzielten Stundenlohn (Fr. 30.98) ausgehe, so liege das Valideneinkommen bei 
einem 100%-Pensum bei Fr. 62'462. Von diesem Einkommen sei (in etwa) auch 
die Unfallversicherung bei der Taggeldbemessung ausgegangen (jährliches Ein-
kommen von Fr. 62'655). Vergleiche man diese Einkommen mit dem hypotheti-
schen Einkommen, welches der Versicherte als Invalider gemäss den statisti-
schen Lohndaten des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2017 als Hilfsarbeiter 
(Kompetenzniveau 1) erzielen könne (Fr. 67'102), so bestehe kein Einkommens-
verlust und ein Anspruch auf Umschulung sei nicht gegeben. 

3.2 Der Beschwerdeführer legt dar, dass er nach dem Abschluss seiner vier-
jährigen Lehre verschiedene Auslandeinsätze für die Schweizer Armee absolviert 
und dabei zwischen 2006 und 2008 ein Einkommen von ca. Fr. 76'000 erzielt ha-
be. Danach habe er Mühe gehabt, eine Stelle zu finden und habe deshalb ver-
schiedene Temporärarbeiten ausgeübt. Im Zeitpunkt des Unfalles sei er temporär 
bei der J.________ angestellt gewesen, habe aber per 14. Januar 2013 bereits 
eine Anstellung als Sicherheitsbeauftragter am H.________ gehabt. Diese Stelle 
sei ihm als Zwischenlösung angeboten worden. Sein Ziel sei es gewesen, als Po-
lizeigefängnisassistent (PGA) zu arbeiten. Als solcher hätte er bei Bestehen der 
Prüfung (die erste Prüfung habe er knapp nicht bestanden) ein (Anfangs-) Ein-
kommen von Fr. 79'095 erzielen können. Unfallbedingt habe er die Prüfung dann 
aber nicht mehr wiederholen können. 

Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, er habe eine Lehre als Druck-
technologe EFZ abgeschlossen, daher stünden ihm andere Möglichkeiten offen 
als die eines ungelernten Hilfsarbeiters. Es stehe fest, dass ihm die erlernte wie 
auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht bzw. nur mehr teilweise zumutbar sei. 
Die Tatsache, dass er vor Eintritt der Invalidität nicht mehr im erlernten Beruf ge-
arbeitet habe, stehe einem Umschulungsanspruch daher nicht entgegen. Des 
Weiteren sei der Polizeidienst nach den militärischen Auslandeinsätzen ein logi-
scher aufbauender Schritt gewesen. Auch wenn er die Aufnahmeprüfung als Po-
lizeigefängnisassistent im ersten Anlauf nicht bestanden habe, so wäre er ohne 
Unfall auch im Rahmen des Sicherheitsdienstes beim H.________ aufgestiegen. 
Auch wenn somit bei der Bemessung des Valideneinkommens nicht auf das Ein-
kommen als Polizeigefängnisassistent abgestellt werde, so wäre gestützt auf die 

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statistischen Daten der LSE 2016 (Tabelle 17, Bereich Schutzkräf-
te/Sicherheitsbedienstete) im Alterssegment 30 bis 49-jährig von einem Durch-
schnittseinkommen von Fr. 6'889.-- (mithin einem Jahreseinkommen von Fr. 
86'181) auszugehen, womit die Erheblichkeitsstufe von 20% klar erreicht wäre. 

In Bezug auf die Bemessung des Invalideneinkommens macht der Beschwerde-
führer im Übrigen geltend, es sei zu berücksichtigen, dass er als gesundheitlich 
beeinträchtigter Arbeitnehmer weniger verdienen könne als ein voll leistungsfähi-
ger Arbeitnehmer. In solchen Fällen nehme die Rechtsprechung einen leidens-
bedingten Abzug von bis 25% vor. 

4.1 Für die Ermittlung des Einkommens, das der Versicherte ohne Invalidität 
erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im massgebenden 
Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 
Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 
Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige 
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 
Erw. 4.1). Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 
sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 224; Urteile BGer 8C_488/2018 vom 
13.3.2019 Erw. 3.2; 8C_220/2018 vom 14.11.2018 Erw. 5.1). Eine langjährige, 
freiwillige Abkehr vom erlernten Beruf muss bei der Festsetzung des 
Valideneinkommens nach der Rechtsprechung berücksichtigt werden (BGE 125 
V 146 Erw. 5c/bb; Urteil BGer 8C_737/2018 v. 17.4.2019 Erw. 4.2). 

Da die Invalidität der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden 
Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch die 
berufliche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person 
normalerweise vollzogen hätte. Allerdings müssen konkrete Anhaltspunkte dafür 
bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg 
und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. 
Blosse Absichtserklärungen der versicherten Person genügen nicht. Vielmehr 
muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits bei Eintritt des 
Gesundheitsschadens durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme 
eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein (Urteile 
BGer 8C_367/2018 vom 25.9.2018 Erw. 4.2; 8C_253/2018 vom 18.2.2019 Erw. 
5.2.1; 8C_741/2016 vom 3.3.2017 Erw. 5; 9C_757/2010 vom 24.11.2010 Erw. 
4.2). Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Entwicklung können unter 
Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall 
Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu der es 
ohne Eintritt des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach 

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der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter anderem dann zulässig, 
wenn die angestammte Tätigkeit auch nach dem Unfall weitergeführt werden 
kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen 
Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person 
hätte ohne Invalidität eine vergleich-bare Position auch im angestammten 
Tätigkeitsgebiet erreicht (Urteil BGer 8C_550/2009 vom12.11.2009 Erw. 4.1 
m.H.). 

4.2 Der Versicherte hat bereits vor dem Unfall nicht mehr als Drucktechnologe 
gearbeitet, sondern war bereits damals während mehrerer Jahre vorwiegend im 
Sicherheitsbereich tätig, wobei ihm dabei zeitweise gemäss seinen unbestritte-
nen Darstellungen auch leitende Funktionen zukamen (Teamleiter bei der 
KFOR). Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass bei der Bemessung des Vali-
deneinkommens nicht auf ein als Drucktechnologe erzielbares Einkommen ab-
gestellt wird. 

Nicht zu beanstanden ist im Weiteren, dass nicht auf das als Polizeigefängnisas-
sistent erzielbare Einkommen abgestellt wird. Der Versicherte hat die Prüfung für 
die Ausübung dieser Tätigkeit zwar vor dem Unfall absolviert, aber nicht bestan-
den, was unbestritten ist. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er sich für eine 
Wiederholung der Prüfung angemeldet hätte oder andere konkrete Massnahmen 
als Vorbereitung für die Prüfung getroffen hätte, liegen nicht vor. Der Rechtsver-
treter des Beschwerdeführers hat während des Verwaltungsverfahrens der 
A.________ offenbar die Frage einer möglichen Anstellung des Versicherten als 
Polizeigefängnisassistent im Gesundheitsfall unterbreitet, jedoch lediglich die 
Antwort erhalten, dass diese Frage schwer zu beantworten sei und es verschie-
dene zu beachtende Faktoren gebe (IV-act. 37-1/6). Der (Anfangs-)Lohn eines 
Polizeigefängnisassistenten wurde somit zu Recht nicht als Grundlage für die 
Bemessung des Valideneinkommens beigezogen. 

4.3 Gemäss den Abklärungen und Berechnungen der Vorinstanz könnte der 
Versicherte als Sicherheitsbeauftragter am H.________ bei Ausübung eines 
Vollzeitpensums ein Einkommen von Fr. 62'462.40 erzielen (per 2017). Der Be-
schwerdeführer wurde im Stundenlohn bezahlt. Ausgehend vom erzielten Stun-
denlohn von Fr. 30.98 abzüglich dem Ferienanteil von Fr. 2.38 und ausgehend 
von einer Arbeitszeit von 42 h/Woche ermittelte die Vorinstanz das erwähnte 
Einkommen. Gemäss Angaben der Arbeitgeberin hat der Versicherte 2016 ein 
Einkommen von Fr. 61'841.15 und 2017 ein Einkommen von Fr. 55'449.15 er-
zielt. Da die Sicherheitsbeauftragten am H.________ flexibel arbeiten müssen 
und sich die Arbeitszeiten nach dem Bedarf richten, war offenbar keine bzw. 
nicht immer eine volle Beschäftigung möglich (vgl. Angaben der Arbeitgeberin, 

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IV-act. 18-6/9). Geht man von den Angaben der Arbeitgeberin aus (Stundenlohn 
Fr. 30.98 und Arbeitszeit von 5.29 h/Kalendertag bei 100%-Beschäftigung) wäre 
von einem Einkommen von lediglich Fr. 59'877 auszugehen, hinzuzurechnen 
sind allerdings noch Nacht- und Wochenendzuschläge, welche dem Beschwer-
deführer regelmässig im Umfang von ca. 10% des Einkommens ausgerichtet 
wurden (vgl. Vi-act. 37-2/6 f., Lohnübersicht), was zu einem hypothetischen Ein-
kommen bei Vollbeschäftigung als Sicherheitsbeauftragter bei der A.________ 
von ca. Fr. 66'000 führen würde (per 2017). 

4.4 Bei der Bemessung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz wie be-
reits erwähnt auf die Tabellenlöhne für Männer im Kompetenzniveau 1 (einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) gemäss Lohnstrukturerhebung 
des Bundesamtes für Statistik abgestellt (LSE 2016, unter Berücksichtigung der 
Nominallohnentwicklung per 2017; Tabelle TA1 Einkommen Männer im Kompe-
tenzniveau 1, Total, Fr. 5'340, ausgehend von einer Arbeitszeit von 41.7 
h/Woche und einer Nominallohnentwicklung von 0,4% per 2017 = Fr. 67'070). 
Nachdem der Versicherte seit Eintritt der Invalidität keine in einem Pensum von 
100% zumutbare Arbeit mehr ausübt (er ist weiterhin in einem Teilpensum bei 
der A.________ angestellt), auf welche bei der Bemessung des Invalidenein-
kommens abgestellt werden könnte, wird dies zu Recht nicht beanstandet. Dies 
entspricht im Übrigen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach für die 
Invaliditätsbemessung - zumindest bis auf Weiteres - bei der Berechnung des 
hypothetischen Einkommens die (u.a.) nach dem Kompetenzniveau 
differenzierten TA1-Tabellen zu verwenden sind (BGE 142 V 178 Erw. 2.5.7; 
Kritik dazu bei Gächter/Meier, Rechtsprechung des Bundesgerichts im Bereich 
der Invalidenversicherung, SZS 2017 S. 310; Gerber, Lohnstatistische Daten in 
der Invaliditätsbemessungsmethode des Einkommensvergleichs, SZS 2016 S. 
237 ff, insbes. S. 252 f.). 

Nicht zu beanstanden ist im Weiteren, dass bei der Bemessung des Invaliden-
einkommens kein leidensbedingter Abzug berücksichtigt worden ist. 
Praxisgemäss können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 
Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad einen auf höchstens 25 % 
begrenzten Leidensabzug von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen zu 
ermittelnden Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass die 
trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge eines 
oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann (BGE 135 V 297 
Erw. 5.2 m.H. auf BGE 134 V 322 Erw. 5.2 und BGE 126 V 75). Solche Faktoren 

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werden vorliegend zu Recht nicht bzw. nur mit allgemeinem Verweis auf die Pra-
xis geltend gemacht. Dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte (bis 
mittelschwere) Tätigkeiten zumutbar sind, ist gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung indes kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, da der 
Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl 
von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse (Urteile BGer 9C_447/2019 
v. 8.10.2019 Erw. 4.3.2; 8C_82/2019 vom 19.9.2019 Erw. 6.3.2, 9C_284/2018 
vom 17.7.2018 Erw. 2.2.1). Daran ändert gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung auch der Umstand nichts, dass weitere einschränkende 
Faktoren (leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit überwiegendem Sitzen, in 
Wechselbelastung, ohne Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 10 kg, 
ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten) zu berücksichtigen sind, da diese 
Faktoren zu keinem lohnrelevanten Nachteil führten (Urteil BGer 9C_447/2019 v. 
8.10.2019 Erw. 4.3.2). Angesichts des in den ärztlichen Berichten beschriebenen 
Zumutbarkeitsprofils ist grundsätzlich von einem genügend breiten Spektrum an 
zumutbaren Verweistätigkeiten auszugehen, die auch ohne Berufsausbildung 
ausgeübt werden können (z.B. einfache Überwachungs-, Prüf- und 
Kontrolltätigkeiten). Folglich können unter dem Titel leidensbedingter Abzug 
grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen wären (Urteil 
BGer 8C_82/2019 v. 19.9.2019 Erw. 6.3.2 m.H. auf 8C_61/2018 v. 23.3.2018 
Erw. 6.5.2 m.H.). Solche liegen in casu wie bereits erwähnt nicht vor. 

4.5 Vergleicht man das ermittelte Valideneinkommen von ca. Fr. 66'000 mit 
dem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 67'070, so resultiert keine Ein-
kommenseinbusse. Es stellt sich daher die Frage, ob von der Erheblichkeits-
schwelle von 20% - die als Richtwert zu verstehen ist - im konkreten Fall abzu-
weichen ist. 

4.6.1 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht es nicht an, den 
Anspruch auf Umschulungsmassnahmen - gleichsam im Sinne einer 
Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen 
Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den 
qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende 
künftige Entwicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu 
lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose unter 
Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der 
Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung 
ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden 
Berufe mitzuberücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der 

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Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur 
dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen 
einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen. Personen ohne Berufsausbildung 
haben es insbesondere bei schwieriger Arbeitsmarktlage schwer, eine Stelle zu 
finden, geschweige denn eine gut bezahlte. Zudem sind Hilfsarbeiterstellen den 
periodisch wiederkehrenden konjunkturellen oder strukturellen betrieblichen 
Anpassungen in viel ausgeprägterem Masse ausgesetzt als qualifizierte 
Mitarbeiter. Zu berücksichtigen ist aber auch der Umstand, dass die 
Einkommensentwicklung bei Arbeitnehmern mit und ohne Berufsausbildung nicht 
gleichmässig verläuft. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass in zahlreichen 
Berufsgattungen der Anfangslohn nach Lehrabschluss nicht oder nicht 
wesentlich höher liegt als gewisse Hilfsarbeitersaläre, dafür aber in der Folgezeit 
um so stärker anwächst. Diesen Umständen ist bei der Prüfung der Frage der 
Gleichwertigkeit Rechnung zu tragen (BGE 124 V 108 Erw. 3b m.H.; Urteile BGer 
9C_704/2010 v. 31.1.2011 Erw. 3.1 und 3.2; 9C_994/2009 v. 22.3.2010 Erw. 4; 
9C_652/2007 v. 24.7.2008 Erw. 2.1; I 764/03 v. 22.1.2004 Erw. 1.2 und 2.2.2). 
Insgesamt sind mithin insbesondere bei Berufen mit tiefen Anfangslöhnen, neben 
den aktuellen Verdienstmöglichkeiten, prognostisch weitere Faktoren wie die 
Lohnentwicklung und Aktivitätsdauer mit zu berücksichtigen, weil bei der 
annähernden Gleichwertigkeit der Tätigkeiten nicht nur quantitative, sondern 
auch qualitative Aspekte zu berücksichtigen sind (Murer, SHK IVG, Art. 17 Rz 60 
m.H.). 

4.6.2 Der Versicherte mit Jahrgang 1983 war im Zeitpunkt der Anmeldung bei 
der IV 35-jährig, es handelt sich bei ihm mithin nicht um einen jungen Lehrab-
gänger mit tiefem Anfangslohn. Dennoch verbleibt eine lange Aktivitätsdauer von 
fast 30 Jahren. Zu berücksichtigten gilt vorliegend zudem, dass der Versicherte 
im Zeitpunkt des Unfalles bzw. bei der Aufnahme der Tätigkeit als Sicherheitsbe-
auftragter am H.________ erst 29-jährig war. Im Nachhinein betrachtet muss 
konstatiert werden, dass diese Tätigkeit für den Beschwerdeführer aufgrund der 
unfallbedingten gesundheitlichen Einschränkungen immer nur eingeschränkt zu-
mutbar war. Nachdem die Stelle aufgrund des Unfalles erst einige Monate später 
als vereinbart angetreten werden konnte (August 2013 statt Januar 2013), be-
standen immer wieder kürzere und längere unfallbedingte Abwesenheiten, ins-
besondere nach den diversen Operationen (so war er von Januar-April 2015, 
vom Februar-Juli 2016 und ab Januar 2018 zumindest längere Zeit ganz oder 
teilweise arbeitsunfähig, vgl. Vi-act. 3-425/683; 3-319/683; 3-273/693 f.;             
3-264/683). Die berufliche Eingliederung in die Tätigkeit als Sicherheitsbeauftrag-
ter war somit immer nur eingeschränkt ausführbar und entsprechend war auch 
eine Weiterentwicklung kaum möglich. Dass der Versicherte dennoch mehrere 

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Jahre in dieser Tätigkeit - wohl in der Hoffnung, dass sich sein gesundheitlicher 
Zustand noch bessern würde - gearbeitet hat, kann ihm nicht entgegengehalten 
werden. Insofern spricht das Alter des Versicherten klarerweise nicht gegen ei-
nen Umschulungsanspruch trotz fehlender Erwerbseinbusse im Vergleich zu ei-
ner Hilfsarbeitertätigkeit (vgl. dazu auch Urteil BGer 9C_994/2009 v. 22.3.2010 
wo der Versicherte beim Unfall 29-jährig war; analog auch Urteil BGer I 144/05 v. 
13.5.2005, wo der Versicherte im Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im 
erlernten Beruf bereits 37-jährig war und Urteil BGer I 764/03 v. 22.1.2004, wo 
der Versicherte bei der IV-Anmeldung 34-jährig war; in allen zitierten Fällen wur-
de ein Umschulungsanspruch trotz fehlender Erwerbseinbussen bzw. Erwerbs-
einbussen unter 20% infolge des Alters und der verbleibenden Erwerbszeit be-
jaht). 

4.6.3 Der Versicherte hat eine vierjährige Lehre absolviert und damit eine berufli-
che Qualifikation erlangt. Auch wenn er nach dem Lehrabschluss nur mehr kurze 
Zeit im erlernten Beruf gearbeitet hat, bleibt dieser Beruf Bestandteil der Ausbil-
dung, über welche er sich ausweisen kann und diese Ausbildung ist als qualitati-
ves Merkmal beim Vergleich der erwerblichen Möglichkeiten zu berücksichtigen. 
Eine langjährige Tätigkeit ausserhalb des erlernten Berufs oder in einer Hilfsar-
beitertätigkeit steht dem Umschulungsanspruch mithin nicht entgegen, zumindest 
wenn feststeht, dass der Versicherte sowohl die angestammte, als auch die zu-
letzt ausgeübte Tätigkeit infolge des Gesundheitsschadens nicht mehr oder nur 
mehr teilweise ausüben kann, was vorliegend der Fall ist (vgl. Urteil BGer 
9C_704/2010 v. 31.1.2011 Erw. 3.1 und 3.2; I 144/05 v. 13.5.2005 Erw. 2.2.1;      
I 764/03 v. 22.1.2004 Erw. 2.2.1; BGE 124 V 108 Erw. 3b). Im Übrigen setzt auch 
die vom Beschwerdeführer bisher ausgeübte Tätigkeit eines Sicherheitsbeauf-
tragten der A.________ eine abgeschlossene berufliche Ausbildung sowie Be-
rufserfahrung voraus (vgl. I.________). Es handelt sich dementsprechend nicht 
um eine unqualifizierte Hilfsarbeitertätigkeit. Unberücksichtigt geblieben ist zu-
dem der Umstand, dass die Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter der A.________ 
Karrieremöglichkeiten offenhält (Teamchef, Sektorenchef, Bereichsleiter, vgl. 
I.________). Alter, Ausbildung und Berufserfahrung des Versicherten erlauben 
es nicht, diese ohne unfallbedingte Einschränkungen naheliegende berufliche 
Weiterentwicklung beim Vergleich mit einer ohne Umschulung auszuübenden 
unqualifizierten Hilfsarbeitertätigkeit unberücksichtigt zu lassen. Von einer gewis-
sen Lohnentwicklung ist in Berücksichtigung der Aktivitätsdauer auszugehen; in 
diesem Sinne ist der Hinweis des Beschwerdeführers auf den statistischen 
Durchschnittslohn von Schutzkräften und Sicherheitsbediensteten im Kompe-
tenzniveau 2 (über welches der Versicherte verfügt) gemäss der Tabelle T17 der 
LSE 2016 gerechtfertigt. Danach verdient ein männlicher Arbeitnehmer in der Al-

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terskategorie 30-49 Jahre in dieser Berufsgruppe Fr. 6'889 Mt. Im Vergleich mit 
dem oberwähnten Durchschnittslohn (Fr. 5'340, vgl. Erw. 4.4). eines männlichen 
Hilfsarbeiters besteht eine Differenz von über 20%.

4.6.4  Unstreitig kann der Versicherte ohne Umschulung keine qualitativ 
annähernd gleichwertige Tätigkeiten mehr ausüben, dies sowohl in Bezug auf 
den erlernten Beruf als auch auf die Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter der 
A.________. Ohne Umschulung bleibt er beschränkt auf unqualifizierte Hilfstätig-
keiten, welche im Vergleich mit der bisher ausgeübten und der erlernten Tätigkeit 
nicht als "annähernd gleichwertig" bezeichnet werden können. Da die gesund-
heitliche Einschränkung in noch jungen Jahren erfolgt ist und die verbleibende 
Aktivitätsdauer entsprechend lang ist, besteht nach dem Gesagten ein Umschu-
lungsanspruch, obwohl der momentane Einkommensvergleich keine Ver-
diensteinbusse ergibt. Dies auch deshalb, weil der Versicherte in der aktuell bzw. 
seit dem Unfall ausgeübten Tätigkeit nicht behindertengerecht eingegliedert ist 
und prognostisch im Gesundheitsfall auch im aktuell ausgeübten Tätigkeitsbe-
reich von einer Einkommenssteigerung bzw. im Vergleich mit einer blossen Hilfs-
tätigkeit von einer Einkommenseinbusse auszugehen ist. 

Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und die Vorinstanz hat die 
Umschulungsfrage neu zu prüfen. Die IV-Stelle hat abzuklären, welche Umschu-
lungsmassnahmen notwendig und geeignet sind, dem Versicherten eine seiner 
früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. 

5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Kosten des Verfah-
rens zu Lasten der Vorinstanz. Zudem wird dem beanwalteten Beschwerdeführer 
zu Lasten der IV-Stelle eine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Die Parteientschädigung wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411), welcher 
im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 
8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in Art. 61 lit. g ATSG und in § 2 des 
Gebührentarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, 
Umfang und Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) sowie in Ausü-
bung des pflichtgemässen Ermessens wird das Honorar auf Fr. 2'500.-- (inkl. 
Spesen und MwSt) festgelegt. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung wird 
aufgehoben. Die Sache wird zum neuen Entscheid über die Umschu-
lungsmassnahmen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, 
dass das Verwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer einbezahlten 
Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und dieser dem Beschwerdefüh-
rer (bzw. seinem Rechtsvertreter) durch die Vorinstanz zurückzuerstatten 
ist.

3. Dem beanwalteten Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Bar-
auslagen) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A). 

Schwyz, 10. Juli 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 28. Juli 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I