# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e918bf74-e11b-5233-bc6e-4be4a9bc2364
**Source:** Nidwalden (NW)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-01
**Language:** de
**Title:** Nidwalden Gerichte 01.02.2021 23791
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/NW_Gerichte/NW_OG_001_23791_2021-02-01.pdf

## Full Text

GERICHTE     VERWALTUNGSGERICHT  Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch 

 

VA 19 12   BGer 1C_297/2020 vom 5. Januar 2021 / Abweisung 

 

 

Entscheid vom 16. Dezember 2019 

Verwaltungsabteilung 

 

 

 

Besetzung Präsidentin Livia Zimmermann, Vorsitz, 

 Verwaltungsrichter Sepp Schnyder, 

 Verwaltungsrichter Beda Bossard, 

 Verwaltungsrichterin Pascale Küchler, 

 Verwaltungsrichterin Brigitte Wettstein, 

Gerichtsschreiber Marius Tongendorff. 

 

 

 

Verfahrensbeteiligte A.__ und B.__,  

…,  

vertreten durch lic. iur. Urs Hofstetter, Rechtsanwalt,  

Postfach 2930, Weggisgasse 29, 6002 Luzern, 

Beschwerdeführer / Einwender, 

 

 

gegen 

 

 

C.E.__ und D.E.__, 

…, 

vertreten durch lic. iur. Marlène Bernardi, Rechtsanwältin, 

Poli & Bernardi Anwaltskanzlei Notariat,  

Seestrasse 37, 6052 Hergiswil NW, 

Beschwerdegegner 1 / Bauherren, 

 

 

Regierungsrat des Kantons Nidwalden, 

Postfach 1246, 6371 Stans, 

Beschwerdegegner 2 / Vorinstanz,  
  

2 

 

 

Gemeinderat Dallenwil, 

Stettlistrasse 1a, 6383 Dallenwil,  

Beschwerdegegner 3 / Baubewilligungsbehörde.  

 

 

 

Gegenstand Baurecht 

Regierungsratsbeschluss Nr. 232 vom 9. April 2019. 
  

3 

 

Sachverhalt: 

A.  

Das Gestaltungsplangebiet «Z.__» in Dallenwil wird gegen Westen durch die Y.__strasse, 

gegen Osten durch die X.__strasse und gegen Norden durch den W.__weg umschlossen. Es 

umfasst sämtliche Grundstücke, die an die V.__strasse, die U.__strasse und die T.__strasse 

grenzen. Mit Ausnahme eines einzigen Grundstücks sind sämtliche Grundstücke des 

Gestaltungsplangebiets «Z.__» bebaut.  

C.E.__ und D.E.__ (Bauherren) beabsichtigen, ein Einfamilienhaus auf dem im 

Gestaltungsplangebiet «Z.__» gelegenen, noch unbebauten Grundstück (GS) Nr. aa, 

Grundbuch (GB) Dallenwil (T.__strasse aa), zu errichten. 

Das besagte GS Nr. aa, GB Dallenwil, ist ringsum mit bebauten Grundstücken umgeben. 

Nördlich, teilweise auf der gegenüberliegenden Seite des W.__weges, befinden sich die GS 

Nrn. bb, cc und dd (W.__weg bb, cc und dd). Östlich, Richtung X.__strasse, befindet sich GS 

Nr. ee (T.__strasse ee), südöstlich quer über die T.__strasse GS Nr. ff (T.__strasse ff), südlich 

das GS Nr. gg (T.__strasse gg) und schliesslich westlich das GS Nr. hh (U.__strasse hh). Das 

letztgenannte Grundstück befindet sich im Eigentum von A.__ und B.__ (Beschwerdeführer). 

 

B.  

Mit Baugesuch vom 24. November 2017 beantragten die Bauherren beim Gemeinderat 

Dallenwil den Neubau eines Einfamilienhauses auf GS Nr. aa, GB Dallenwil. Das Baugesuch 

wurde im Amtsblatt 49/2017 vom 6. Dezember 2017 mit Hinweis auf die 

Einwendungsmöglichkeit veröffentlicht. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2017 erhoben die 

Beschwerdeführer Einwendung.  

Mit Beschlüssen Nrn. 125 und 126 vom 2. Mai 2018 wies der Gemeinderat Dallenwil die 

Einwendung ab und erteilte den Bauherren unter Bedingungen und Auflagen die 

Baubewilligung. Mit hiergegen erhobener Verwaltungsbeschwerde vom 4. Juni 2018 

beantragten die Beschwerdeführer, dass der Beschluss des Gemeinderats Dallenwil 

aufzuheben und die Baubewilligung zu verweigern sei.  

 

C.  

Mit Beschluss Nr. 232 vom 9. April 2019 wies der Regierungsrat Nidwalden (Vorinstanz) die 

Verwaltungsbeschwerde ab. Die amtlichen Kosten von insgesamt Fr. 2‘504.– wurden den 

4 

 

Beschwerdeführern auferlegt, die überdies dazu verpflichtet wurden, den Bauherren eine 

Parteientschädigung von Fr. 5‘277.30 zu bezahlen.  

 

D.  

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. Mai 2019 beantragten die Beschwerdeführer: 

«1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei gutzuheissen.  

  2. Der Entscheid des Regierungsrats vom 9. April 2019 sei aufzuheben.  

  3. Der Beschluss des Gemeinderates Dallenwil vom 2. Mai 2018 sei aufzuheben und die Baubewilligung 

für den Neubau eines Wohnhauses auf der Parzelle Nr. aa sei zu verweigern.  

  4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner.» 

Der Kostenvorschuss über Fr. 3‘000.– wurde binnen Frist einbezahlt.  

 

E.  

Mit separaten Beschwerdeantworten vom 1. Juli 2019 und 19. August 2019 beantragten die 

Vorinstanz und die Bauherren die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat 

Dallenwil liess sich nicht vernehmen. Damit war der Schriftenwechsel geschlossen.  

Mit unaufgeforderter «Stellungnahme zu den Beschwerdeantworten» (Replik) vom 

5. September 2019, unaufgeforderter Duplik des Regierungsrates vom 25. September 2019 

und unaufgeforderter «Stellungnahme zur Duplik des Rechtsdiensts» (Triplik) vom 15. Oktober 

2019 hielten die Beschwerdeführer und die Vorinstanz im Wesentlichen an ihren Anträgen und 

Begründungen fest.  

 

F.  

Das Verwaltungsgericht Nidwalden, Verwaltungsabteilung, beurteilte die Streitsache 

anlässlich seiner Sitzung vom 16. Dezember 2019 in Abwesenheit der Parteien abschliessend. 

Das Entscheiddispositiv wurde am 18. Dezember 2019 versandt. Mit Eingabe vom 6. Januar 

2020 beantragten die Beschwerdeführer die begründete Ausfertigung des Entscheids.  

Auf die Parteivorbringen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.  

  

5 

 

Erwägungen: 

1. Formelles 

1.1 Eintretensvoraussetzungen 

Angefochten ist der Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 232 vom 9. April 2019. 

Letztinstanzliche Entscheide einer Verwaltungsbehörde – worunter der Regierungsrat fällt 

(Art. 4 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 Ziff. 2 VRG [NG 265.1]) – können mit 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden (Art. 89 Abs. 1 

VRG). Zuständig ist die Verwaltungsabteilung, die in Fünferbesetzung entscheidet (Art. 31, 

Art. 33 Ziff. 3 und Art. 38 Abs. 1 GerG [NG 261.1]). Das Verwaltungsgericht Nidwalden ist 

somit örtlich wie sachlich zuständig.  

Zur Beschwerde ist berechtigt, wer formell und materiell beschwert ist, d.h. wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat 

(Art. 70 Abs. 1 Ziff. 1 VRG), durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (Ziff. 2) 

und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat 

(Ziff. 3). Die Beschwerdeführer nahmen am vorinstanzlichen Verfahren teil, sind als 

unmittelbare Nachbarn des streitbefangenen Grundstücks von dessen Bebauung besonders 

berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der erteilten 

Baubewilligung. Die Beschwerdeführer sind somit zur Beschwerde berechtigt.  

Die Beschwerde ist binnen 20 Tagen seit Eröffnung des Entscheides einzureichen (Art. 71 

Abs. 1 VRG). Der angefochtene Entscheid erging am 9. April 2019 und ging am 14. April 2019 

bei den Beschwerdeführern ein. Die Beschwerde vom 20. Mai 2019 wurde unter Beachtung 

von Art. 33a Abs. 2 Ziff. 1 und Art. 34 Abs. 2 VRG fristgerecht eingereicht und entspricht den 

Formanforderungen (Art. 73 f. VRG). 

Die formellen Voraussetzungen sind erfüllt, womit auf die Beschwerde einzutreten ist.  

 

1.2 Kognition und Rügegründe 

Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht können die Parteien und die Vorinstanz 

neue Tatsachen geltend machen und sich auf neue Beweismittel berufen (Art. 91 Abs. 1 VRG). 

Soweit sich aus der Natur der Streitsache nichts anderes ergibt, sind für die Beurteilung der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse im Zeitpunkt 

des angefochtenen Entscheides massgebend (Art. 92 VRG).   

6 

 

1.3 Rügen formeller Natur  

1.3.1 Gehörsverletzung, antizipierte Beweiswürdigung (Vorwurf der falschen Übertragung 

des Terrains in die Pläne des Baugesuchs) 

1.3.1.1 

Die Beschwerdeführer rügen, dass sie bereits in ihrer Einwendung vom 18. Dezember 2017 

vermuteten, das gewachsene Terrain sei vom Architekten in den Plänen falsch eingezeichnet 

bzw. übertragen worden, womit das im streitbefangenen Baugesuch festgehaltene Terrain 

nicht dem verbindlichen, massgebenden Terrain des Gestaltungsplans entspreche. Deswegen 

hätten die Beschwerdeführer bereits im Einwendungsverfahren beantragt, ein unabhängiger 

Geometer habe das massgebende, gewachsene Terrain einzuzeichnen. Diesem Antrag habe 

die Gemeinde Dallenwil nicht entsprochen, sondern sich, ohne Zahlen zu nennen, mit der 

simplen Aussage begnügt, die Untergeschossregelung sei gemäss ihrer Überprüfung 

eingehalten. Nur aufgrund des Umstands, dass die Gemeinde Dallenwil als 

Baubewilligungsbehörde die Richtigkeit des Terrains überprüft und für korrekt befunden haben 

solle, könne nicht auf dessen tatsächlichen Richtigkeit geschlossen werden. Nur mit der 

Überprüfung der Unterlagen durch einen unabhängigen Geometer und anhand der 

bestehenden Höhenkurven aus dem Gestaltungsplan könne das massgebliche Terrain 

bestimmt werden. Deswegen sei eine unabhängige «Expertise betr. die Übertragung des 

massgebenden Terrains vom GSP 2004 in das Baugesuch» zu erstellen. Da die Vorinstanz 

dies unterlassen habe, habe sie das rechtliche Gehör verletzt. Das Vorgehen der Vorinstanz 

erstaune umso mehr, als es im Kanton Nidwalden Usanz sei, dass die F.__ AG die 

massgebenden Terrains selbst im Situationsplan einzeichne und diese dann von den 

Architekten übernommen werde, «wodurch – anders als in vielen Kantonen, wo die 

Bestimmung der massgebenden Terrains oft zu langwierigen Streitfällen führen – in Nidwalden 

vorbildlich Rechtssicherheit geschaffen» werde. 

 

1.3.1.2 

Die Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest; die Mitwirkungspflicht der Parteien 

gemäss Art. 50 VRG bleibt vorbehalten (Art. 48 VRG). Der Untersuchungsgrundsatz bedeutet, 

dass die Behörde den massgebenden Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären hat. Die 

Behörde darf sich daher nicht auf die Vorbringen der Beteiligten verlassen und muss von sich 

aus – in zumutbarer Weise – die materielle Wahrheit ergründen (MISCHA BERNER, Luzerner 

Planungs- und Baurecht, 2012, Rz. 192).  

7 

 

Die Behörde nimmt die ihr angebotenen Beweise ab, wenn diese zur Abklärung des 

Sachverhalts tauglich erscheinen (Art. 42 Abs. 1 VRG). Sie bedient sich nötigenfalls der 

Beweismittel der öffentlichen und privaten Urkunden (Art. 49 Abs. 1 Ziff. 1 VRG), der 

Parteibefragung (Ziff. 2 VRG), der Auskünfte oder Zeugnisse von Dritten (Ziff. 3), der 

Auskünfte anderer Behörden und Verwaltungsstellen (Ziff. 4), des Augenscheins (Ziff. 5) und 

des Gutachtens von Sachverständigen (Ziff. 6). Der Behörde kommt somit bei der 

Beweisabnahme und -erstellung ein gewisser Ermessensspielraum zu (Art. 42 Abs. 1 VRG: 

«tauglich erscheinen»; Art. 49 Abs. 1 Ingress VRG: «nötigenfalls»). Im Hintergrund dieser 

Regelung steht der Verhältnismässigkeitsgrundsatz, wonach die Behörde nur jene 

notwendigen und geeigneten Massnahmen trifft, die erforderlich sind, das gesetzliche Ziel zu 

erreichen (Art. 7 Abs. 1 VRG). Bei der Frage, über welche Tatsachen Beweis zu erheben ist, 

hat sich die Behörde somit vom Grundsatz der Prozessökonomie leiten zu lassen. Damit soll 

die behördliche Sachverhaltsabklärung nicht weiter gehen als zur Abklärung des rechtlich 

relevanten Sachverhalts erforderlich. Unnötig und daher nicht erforderlich ist die 

Beweisführung in Bezug auf Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Behörde bereits 

bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind. Um festzustellen, ob ein Sachverhalt 

hinreichend feststeht und ein Beweis zur Klärung der Sachlage etwas beiträgt, kommt die 

Behörde nicht darum herum, das Beweisergebnis im Rahmen einer antizipierten 

Beweiswürdigung vorläufig zu würdigen. Erscheint der Sachverhalt hinreichend ermittelt, auch 

wenn nicht alle Möglichkeiten der Beweisführung ausgeschöpft wurden, und versprechen 

zusätzliche Abklärungen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, so rechtfertigt es sich, auf 

weitere Untersuchungen zu verzichten. Deshalb kann eine Behörde, wenn sie die 

Beweiserhebung als unnötig oder ein konkretes Beweismittel als nicht tauglich erachtet, in 

Vorwegnahme des Beweisergebnisses von der Beweisführung absehen. Die Parteien haben 

zwar aufgrund ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör einen Anspruch, Beweisanträge zu 

stellen. Doch die Entscheidinstanz kann solche Beweisanträge ohne Verletzung des 

rechtlichen Gehörs ablehnen und das Beweisverfahren schliessen, wenn sie aufgrund bereits 

abgenommener Beweise ihre Meinung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener 

Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen 

nicht geändert würde (KASPAR PLÜSS, in: Kommentar VRG, 3. A. 2014, N 18 f. zu § 7 VRG-

ZH).  

 

1.3.1.3 

Die Beschwerdeführer bringen selbst vor, dass sie in ihrer Einwendung lediglich «vermuteten» 

(Beschwerde, Rz. 14 S. 4), das Terrain sei fehlerhaft auf die Pläne übertragen worden. Die 

8 

 

Gemeinde Dallenwil ging dieser Vermutung bzw. diesem Verdacht nach und überprüfte vor 

Ort, als fach- und ortskundige Baubewilligungsbehörde, das Terrain. Mit anderen Worten 

stellte die Gemeinde Dallenwil von Amtes wegen selbst den Sachverhalt fest (Art. 50 VRG) 

und erhob die ihr tauglich erscheinenden Beweise (Art. 42 und 49 VRG). Dabei kam sie zum 

Schluss, dass das Terrain korrekt auf die Pläne übertragen worden war. Die Vorinstanz 

befasste sich einlässlich mit der Vermutung, das Terrain sei in die Pläne falsch übertragen 

worden, und dem Vorwurf, die Gemeinde Dallenwil habe den Sachverhalt unzutreffend 

festgestellt. Die Vorinstanz vermochte bei unbeschränkter Überprüfungsbefugnis (Art. 82 

Abs. 2 VRG) weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht Unregelmässigkeiten 

festzustellen.  

Zwar rügen die Beschwerdeführer auch im vorliegenden Verfahren, das Terrain sei 

vermutungsweise unzutreffend auf die Pläne übertragen worden, jedoch werden (unbestätigte 

und unzutreffende) Vermutungen nicht alleine dadurch zutreffend, weil sie beharrlich vor jeder 

Instanz wiederholt werden. Es finden sich keine Hinweise, dass das Terrain falsch übertragen 

worden sein könnte. Neben den Abklärungen der Gemeinde Dallenwil vor Ort gilt schliesslich 

zu berücksichtigen, dass das Terrain nicht von einem ahnungslosen Laien, sondern von einem 

ausgebildeten Architekten auf die Pläne übertragen wurde, bei welchem die notwendigen 

Fachkenntnisse zu vermuten sind. 

 

1.3.1.4 

Indem keine vernünftigen Zweifel daran bestehen, dass das massgebende Terrain zutreffend 

auf die Pläne übertragen wurde, besteht kein Anlass, hierfür eine eigene «Expertise betr. die 

Übertragung des massgebenden Terrains vom GSP 2004 in das Baugesuch» erstellen zu 

lassen: Zwar kann eine Behörde grundsätzlich ein Gutachten einholen (Art. 49 Abs. 1 Ziff. 6 

VRG), jedoch unter dem Vorbehalt, dass ein solches nötig (vgl. Abs. 1 Ingress: «nötigenfalls») 

und zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheint (Art. 42 Abs. 1 VRG). Ebenso mag ein 

Gutachten bei abstrakt-hypothetischer Betrachtung tauglich erscheinen (Art. 42 Abs. 1 VRG), 

nötig ist es vorliegend jedenfalls nicht (Art. 49 Abs. 1 Ingress VRG), weswegen hierauf 

aufgrund des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes (Art. 7 Abs. 1 VRG) zu verzichten ist. Die 

Gemeinde Dallenwil und die Vorinstanz verzichteten in rechtmässig erfolgter, antizipierter 

Beweiswürdigung auf die Einholung desselben, denn der Sachverhalt steht hinreichend fest. 

Die Erstellung einer eigenen «Expertise betr. die Übertragung des massgebenden Terrains 

vom GSP 2004 in das Baugesuch» würde vielmehr zu Leerlauf und unnötigen Kosten führen. 

Eine Gehörsverletzung ist somit nicht ersichtlich.  

9 

 

 

1.3.1.5 

Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, es sei im Kanton Nidwalden «Usanz», dass die F.__ 

AG die massgebenden Terrains selbst im Situationsplan einzeichne, ist ihnen zu entgegnen, 

dass zumindest dem Verwaltungsgericht eine solche «Usanz» nicht bekannt ist. So erstaunt 

auch nicht, dass die Beschwerdeführer die von ihnen behauptete Usanz nicht belegen können. 

Es erübrigen sich Weiterungen. 

 

1.3.2 Vorwurf der Verletzung des Gestaltungsplans; massgebendes Terrain  

1.3.2.1 

Auf dem «Bauplan – Fassaden und Schnitt» im Massstab 1:100 vom 20. November 2017 

(«Ansicht West» «Ansicht Ost», «Ansicht Nord» und «Ansicht Süd») sind vier Linien 

eingezeichnet: Eine gelbe Linie «Terrain bei Hausfassade gem. SNP 2004», eine blaue Linie 

«Terrain bei Hausfassade gem. Aufnahme 2007», eine rote Linie «Aktuelles Terrain bei 

Hausfassade» und eine schwarze Linie «Neues Terrain bei Hausfassade».  

Die Beschwerdeführer rügen zusammengefasst, dass die gelbe Linie «Terrain bei 

Hausfassade gemäss SNP 2004» klarerweise das verbindliche, massgebende Terrain 

gemäss Gestaltungsplan «Z.__» einzeichne. Diese Linie allein sei für die Qualifizierung eines 

Geschosses als Vollgeschoss nach Art. 162 BauG (NG 611.01) massgebend. Die Behauptung 

werde bestritten, dass der SNP keine verbindliche Festlegung des gewachsenen Terrains 

beinhalte und somit allein das massgebende Terrain zum Zeitpunkt des Baugesuchs anno 

2017 entscheidend sei.  

 

1.3.2.2 

Der Gestaltungsplan bezweckt eine siedlungsgerechte, architektonisch und 

erschliessungsmässig gute, der baulichen und landschaftlichen Umgebung angepasste 

Überbauung bzw. Nutzung eines zusammenhängenden Gebietes. Bei Wohnüberbauungen ist 

den Erfordernissen der Wohnhygiene und der Wohnqualität in besonderem Masse Rechnung 

zu tragen (Art. 94 Abs. 1 BauG).  

Im Gestaltungsplan mit verbindlichen Elementen «Z.__» vom 30. August 2004 (Gemeinde 

Dallenwil, act. D3) steht für das streitbefangene GS Nr. aa, GB Dallenwil, unter dem 

Baubereich «B2»: «EG = 509.00, max. BGF 166m2, max. 1 Vollgeschoss». In den Situations- 

und Schnittplänen (namentlich Schnitt 2-2) im zum Gestaltungsplan zugehörigen Technischen 

Bericht vom 26. August 2004 (act. D1) findet sich daneben die Höhenangabe 508.20 m.ü.M. 

10 

 

Die Sonderbauvorschriften zum Gestaltungsplan vom 26. August 2004 (act. D2) bestimmen 

für die Erdgeschosskoten (Ziff. 3.11 S. 10): «Die auf dem Gestaltungsplan vermerkten 

Erdgeschoss-Koten dürfen max. um +/- 0.50 abweichen.»  

Unabhängig davon, auf welche der beiden Zahlenangaben abgestellt wird (509.00 oder 

508.20 m.ü.M.), liegt die von den Bauherren festgelegte Erdgeschosskote von 508.50 m.ü.M. 

innerhalb der gemäss Sonderbauvorschriften zulässigen Abweichung von 0.50 m. So 

anerkennen selbst die Beschwerdeführer ausdrücklich und wiederholt, dass die von Bauherren 

festgelegte Erdgeschosskote auf einer Höhe von 508.50 m.ü.M. «im zulässigen Rahmen liegt» 

(Beschwerde, Rz. 22 S. 6) bzw. sich «im zulässigen Rahmen» «bewegt» (ebd., Rz. 25 S. 7). 

 

1.3.2.3 

Der Gestaltungsplan (act. D3) stellt keine topographische Karte dar, d.h. Höhen(schicht)lini-

en im Sinne von kartographisch festgehaltenen Isohypsen befinden sich auf dem 

Gestaltungsplan keine. Mithin können aus dem Gestaltungsplan alleine keine Höhenlinien im 

Allgemeinen oder die von den Beschwerdeführern angeführte gelbe Linie «Terrain bei 

Hausfassade gem. SNP 2004» im Besonderen abgeleitet werden. Zwar enthalten die 

Situations- und Schnittpläne (namentlich Schnitt 2-2) im Technischen Bericht (act. D1) das 

gewachsene Terrain und einen möglichen neuen Terrainverlauf nach Überbauung des 

streitbefangenen GS Nr. aa, GB Dallenwil. Jedoch finden sich keine darüber hinausgehenden 

Höhenlinien, die genau genug wären, um die gelbe Linie der Fassadenschnitte des 

Bauprojekts präzise bestimmen zu können. Mit anderen Worten zeichnet die gelbe Linie 

«Terrain bei Hausfassade gemäss SNP 2004» entgegen den beschwerdeführerischen 

Vorbringen das verbindliche, massgebende Terrain gemäss Gestaltungsplan «Z.__» nicht ein; 

vielmehr ist die im Gestaltungsplan aufgeführte Erdgeschosskote massgebend, wie die 

Vorinstanz zutreffend erkannte. Dies ergibt sich auch bereits aus dem Gestaltungsplan-

Beschrieb (act. D1, Ziff. 2 S. 5, Abschnitt «Abweichungen zur Regelbauweise»): «Im weiteren 

richten sich die Erdgeschosskoten nicht nach dem gewachsenen Terrain, sondern nach den 

verbindlichen Vorgaben im Gestaltungsplan. (siehe Ziff. 3.11)». Gemäss der bereits zitierten 

Ziff. 3.11 (S. 10) dürfen «[d]ie auf dem Gestaltungsplan vermerkten Erdgeschoss-Koten […] 

max. um +/- 0.50 abweichen.» 

Die beschwerdeführerischen Vorbringen bezüglich der verschiedenen, auf den 

Fassadenplänen eingetragenen Linien (oben, E. 1.3.2.1) sind über weite Teile kaum 

strukturiert und auf schwerfällige Weise verfasst (vgl. bereits Beschwerde, Rz. 21–31 S. 6 f.). 

Die Ausführungen verstossen dadurch einerseits gegen die Begründungspflicht (Art. 74 Abs. 1 

11 

 

Ziff. 3 VRG), weil sich nicht nachvollziehbar erschliesst, inwiefern bzw. wodurch die Vorinstanz 

Recht verletzt haben könnte. Andererseits scheinen sich die Beschwerdeführer in ihren 

Ausführungen selbst zu widersprechen. Zwar rügen die Beschwerdeführer, dass entgegen der 

vorinstanzlichen Auffassung einzig die gelbe Linie «Terrain bei Hausfassade gemäss SNP 

2004» massgebend sei, an anderer Stelle schreiben sie jedoch (Beschwerde, Rz. 39 S. 9): 

«Der Regierungsrat stützt sich bei seinen eigenen Berechnungen zurecht auf das 

massgebende, d.h. gewachsene oder tiefergelegte Terrain.» Wenn sich die Vorinstanz aber 

«zurecht auf das massgebende, d.h. gewachsene oder tiefergelegte Terrain» gestützt hat 

(ebd.), kann ihr nicht vorgeworfen werden, dass sie «entgegen der ausdrücklichen Regelung 

im Gestaltungsplan ‹Z.__› entschied, dass die erwähnte gelbe Linie […] keine Relevanz für 

das vorliegende Bauprojekt» hat (Beschwerde, Rz. 30 S. 7).  

Auf die einzelnen Linien auf dem «Bauplan – Fassaden und Schnitt» vom 20. November 2017 

und dem damit zusammenhängenden Terrainverlauf ist unten, E. 3.2, zurückzukommen. 

Vorerst erübrigen sich jedoch Weiterungen.  

 

1.3.3 Willkürvorwurf 

Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz in allen ihren Rechtsschriften vor, dass ihre 

Rechtsauffassung «willkürlich» und «im Ergebnis auch unhaltbar» sei.  

Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür und nach Treu 

und Glauben behandelt zu werden (Art. 9 BV). Willkür in der Rechtsanwendung liegt nicht 

schon vor, wenn eine andere Auslegung ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erscheint, 

sondern erst, wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist. Dies ist insbesondere dann der 

Fall, wenn er zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen 

unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem 

Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkürliche Rechtsanwendung wird daher 

angenommen bei groben Fehlern in der Sachverhaltsermittlung, bei offensichtlicher 

Gesetzesverletzung bzw. Nichtanwendung, bei offensichtlicher Missachtung eines 

allgemeinen Rechtsgrundsatzes oder des tragenden Grundgedankens eines Gesetzes, bei 

groben Ermessenfehlern, wenn ein Entscheid an einem inneren, nicht auflösbaren 

Widerspruch leidet oder im Falle eines stossenden Widerspruchs zum 

Gerechtigkeitsgedanken. Dabei muss nicht nur die Begründung, sondern auch das Ergebnis 

unhaltbar sein (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 7. A. 2016, Rz. 605 f.). 

12 

 

Die Beschwerdeführer belassen es bei ihrem pauschalen, bisweilen appellatorisch 

anmutenden Willkürvorwurf, ohne ansatzweise aufzuzeigen, welche Ausführungen im 

Beschwerdeobjekt, dem RRB Nr. 232 vom 9. April 2019, willkürlich im Rechtssinne sein 

könnten oder inwiefern bzw. wodurch die Vorinstanz nicht nur in der Begründung, sondern 

auch im Ergebnis in Willkür verfallen wäre. Solcherlei ist auch nicht ersichtlich. Willkür liegt 

zumindest nicht schon dann vor, wenn eine Behörde in ihrem Entscheid lediglich eine andere 

Rechtsauffassung vertritt als die unterliegende Verfahrenspartei, und darauf gestützt einen 

Entscheid fällt, der von der unterliegenden Verfahrenspartei nicht erwünscht ist. Hierauf ist 

nicht weiter einzugehen.  

 

1.3.4 Zwischenfazit  

Zusammenfassend ist weder eine Fehlerhaftigkeit des Baugesuchs erkennbar noch verletzte 

die Vorinstanz ihre Begründungspflicht, das rechtliche Gehör oder das Willkürverbot. Im 

Übrigen kann somit vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden 

(dortige E. 2.4 S. 4–6; Art. 56 Abs. 3 VRG). 

Die Rügen formeller Natur sind unbegründet und die Beschwerde ist in diesem Punkt 

abzuweisen.  

 

2. Übersicht 

Die Beschwerdeführer bringen in materieller Hinsicht drei Rügen vor: Die Anzahl zulässiger 

Vollgeschosse (sogleich, E. 3), die Gebäudeform (E. 4) und die Dachgestaltung (E. 5).  

 

3. Anzahl Vollgeschosse 

3.1 Einleitung 

Gemäss Gestaltungsplan mit verbindlichen Elementen «Z.__» vom 30. August 2004 

(Gemeinde Dallenwil, act. D3) darf auf dem Baubereich «B2» bzw. dem streitbefangenen GS 

Nr. aa, GB Dallenwil, «max. 1 Vollgeschoss» errichtet werden. Dies ist zwischen den Parteien 

unumstritten. Ebenfalls unumstritten ist, dass das geplante Erdgeschoss ein Vollgeschoss 

darstellt.  

Demgegenüber rügen die Beschwerdeführer, dass es sich sowohl beim Untergeschoss als 

auch beim Dachgeschoss ebenfalls um Vollgeschosse handle, womit mehr Vollgeschosse 

(drei) als erlaubt (eines) bewilligt worden seien. Dies bestreiten die Bauherren und verneint 

die Vorinstanz.  

 

13 

 

3.2 Untergeschoss 

3.2.1 Parteivorbringen 

Die Beschwerdeführer sind zusammengefasst der Ansicht, dass das Untergeschoss mit 

mindestens 67.9% um mehr als 1.5 m aus dem ausgemittelten oder tiefer gelegten Terrain 

hinausrage, womit das Untergeschoss ein Vollgeschoss darstelle (Beschwerde, Rz. 34–46 

S. 8–10 u.ö.). Gleichzeitig betonen sie, dass sie mit ihrer vorinstanzlichen Replik angefügt 

hätten, «dass gemäss den Berechnungen der Bauherrschaft das Untergeschoss nur äusserst 

knapp (20 cm) kein Vollgeschoss darstelle. Es verstehe sich von selbst, dass bei einem 

minimal tiefer verlaufenden gewachsenen Terrain somit schnell deutlich mehr als 2/3 der 

Aussenflächenabwicklung um mehr als 1.5 m aus dem ausgemittelten gewachsenen oder 

tiefer gelegten Terrain hinausragen würden und das Untergeschoss entsprechend ein 

Vollgeschoss darstellen würde» (Beschwerde, Rz. 19 S. 5). Weiter bringen die 

Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz stütze sich bei ihren eigenen Berechnungen zurecht auf 

das massgebende, d.h. gewachsene oder tiefergelegte Terrain. Wie dieses Terrain 

ausgestaltet sei bzw. um welche in den Baugesuchsunterlagen eingezeichneten Terrainlinien 

es sich dabei handle, lasse sie jedoch offen. Es könne davon ausgegangen werden, das die 

Vorinstanz fälschlicherweise das aktuelle Terrain als massgebendes Terrain in seinen 

Berechnungen miteinbeziehe (ebd., Rz. 39 S. 9 f.).  

 

3.2.2 Rechtsgrundlage 

Als Vollgeschoss gilt jedes Geschoss, das mit mehr als zwei Dritteln seiner 

Aussenflächenabwicklung um mehr als 1.5 m aus dem ausgemittelten, gewachsenen oder 

tiefer gelegten Terrain hinausragt (Art. 162 Abs. 1 Ziff. 1 BauG). Bei der 

Aussenflächenabwicklung eines Gebäudes ist 1.5 m unter der Oberkante des 

Erdgeschossbodens eine horizontale Linie festzulegen. Das Untergeschoss gilt als 

Vollgeschoss, wenn mehr als zwei Drittel des entlang dieser theoretischen Linie gemessenen 

Gebäudeumfanges überhalb des gewachsenen oder tiefer gelegten Terrains liegt (§ 61 BauV 

[NG 611.011]). Eine diesbezügliche Skizze mit allen vier Fassadenschnitten und einer 

diesbezüglichen Berechnung findet sich in Anhang 16 zur BauV (UmfangTotal = Fassadenseiten 

A+B+C+D; das Untergeschoss ist dann ein Vollgeschoss, wenn die theoretische Linie 1.5 m 

unter der Oberkante des Erdgeschossbodens der nicht im Hang befindlichen Seiten A, B und 

D zusammen mehr als zwei Drittel vom UmfangTotal betragen).  

Als gewachsenes Terrain gilt der bei Einreichung des Baugesuches bestehende Verlauf des 

Bodens (§ 46 Abs. 1 BauV). Wurde der Boden im Hinblick auf die beabsichtigte Nutzung des 

14 

 

Grundstücks oder zur Umgehung von Bauvorschriften umgestaltet, ist auf frühere Verhältnisse 

zurückzugreifen (Abs. 2). 

 

3.2.3 Konsens zwischen den Parteien 

Auf den «Bauplan – Fassaden und Schnitt» im Massstab 1:100 vom 20. November 2017 

(«Ansicht West» «Ansicht Ost», «Ansicht Nord» und «Ansicht Süd») wurde bereits 

hingewiesen (oben, E. 1.3.2.1).  

Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass die vollumfängliche Aussenflächenabwicklung 

des Untergeschosses insgesamt 41.60 m beträgt (je zweimal 11.90 m und 8.90 m). Ebenfalls 

bestreiten sie nicht, dass zwei Drittel davon (Art. 162 Abs. 1 Ziff. 1 BauG und § 61 BauV) 

27.73 m betragen. Solange folglich weniger als 27.73 m der Aussenflächenabwicklung um 

mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain ragen, stellt das Untergeschoss kein 

Vollgeschoss dar.  

Die Beschwerdeführer anerkennen ausdrücklich, dass die die Vorinstanz die Fassade gemäss 

der Ansicht Nord «korrekt» beurteilt hat, womit die gesamte Fassadenabwicklung von 11.90 m 

um mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain ragt (Beschwerde, Rz. 41 S. 10).  

Die Beschwerdeführer stimmen der Vorinstanz ausdrücklich zu, dass ihre Berechnung 

betreffend die Fassade gemäss der Ansicht West «nachvollziehbar» «erscheint», womit eine 

Fassadenabwicklung von 3.04 m um mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain ragt 

(Beschwerde, Rz. 43 S. 10).  

 

3.2.4 Dissens zwischen den Parteien 

3.2.4.1  

Umstritten zwischen den Parteien sind somit die Fassadenabwicklungen gemäss der Ansicht 

Süd und der Ansicht Ost.  

 

3.2.4.2 

Betreffend die Ansicht Süd vertreten die Bauherren die Meinung, dass diese Fassade nirgends 

um mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain rage. Die Vorinstanz ist der Auffassung, 

dass die Fassade gemäss Ansicht Süd allein im südöstlichen Bereich, und dort auch nur gering 

(im Umfang von höchstens ca. 0.35 m), in Erscheinung trete, d.h. mit höchstens 0.35 m um 

mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain rage. Die Beschwerdeführer rügen, dass 

diese Beurteilung falsch sei: Es lägen mindestens 4.40 m der Fassadenabwicklung um mehr 

15 

 

als 1.5 m über dem massgebenden Terrain. Vermutlich habe die Vorinstanz irrtümlich auf den 

bestehenden Verlauf des Bodens (rote Linie «Aktuelles Terrain bei Hausfassade»; zu den 

Linien oben, E. 1.3.2.1) abgestellt, massgebend sei jedoch die gelbe Linie «Terrain bei 

Hausfassade gem. SNP 2004». Bereits nach der Darstellung im Baueingabeplan läge eine 

Strecke von 3.685 m über dem massgebenden Terrain. Zudem liege das massgebende 

Terrain des Gestaltungsplans «Z.__» nach den unwidersprochenen Behauptungen der 

Bauherren tiefer, weshalb mindestens 4.40 m oder eine noch grössere Strecke mit mehr als 

1.5 m aus dem ausgemittelten gewachsenen oder tiefer gelegten Terrain in Erscheinung trete.  

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich keinerlei Hinweise finden lassen, wonach 

irgendwelche Linien oder Terrainverläufe falsch in die Pläne des Baugesuchs übertragen 

worden sein könnten (oben, E. 1.3.1). Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass der 

Gestaltungsplan «Z.__» die Erdgeschosskoten verbindlich festlegt, nicht jedoch detaillierte 

Terrainverläufe (oben, E. 1.3.2). Soweit die Beschwerdeführer sich hierauf beziehen, sind sie 

nicht weiter zu hören.  

Dem Baugesuch liegt das Geländemodell der F.__ AG im Massstab 1:200 vom 18. April 2007 

zugrunde (VI-act. A10 S. 1; dies entspricht der blauen Linie «Terrain bei Hausfassade gem. 

Aufnahme 2007»). Die Gemeinde Dallenwil erstellte am 15. Juni 2016 ein vergleichendes 

Geländemodell mit den Terrainverläufen anno 2004 und anno 2007 (ebd., S. 2; diese 

entsprechen der gelben Linie «Terrain bei Hausfassade gem. SNP 2004» und der blauen Linie 

«Terrain bei Hausfassade gem. Aufnahme 2007»).  

Im Lichte von § 46 Abs. 2 BauV und des Umstands, dass der Gestaltungsplan «Z.__» einen 

Terrainverlauf in verbindlicher Weise nicht vorgibt, kommt die Vorinstanz zutreffend zum 

Schluss, dass die gelbe Linie «Terrain bei Hausfassade gem. SNP 2004» keine Aussagekraft 

für das vorliegend streitbefangene Bauvorhaben hat. Die damaligen, hypothetischen 

Fassaden beruhten auf abstrakten Planmodellen, d.h. auf einer hypothetischen Baute, wie sie 

dem Modell des Gestaltungsplans anno 2004 zugrunde lag. Diese sind jedoch nicht mit den 

jetzigen, konkreten Fassaden des vorliegend zu beurteilenden Bauvorhabens deckungsgleich, 

denn die Situierung einer Baute kann nach Massgabe der Sonderbauschriften innerhalb des 

verbindlichen Baubereichs frei bestimmt werden. Es gilt somit die Grundregel gemäss § 46 

Abs. 1 BauV, wonach als gewachsenes Terrain der bei Einreichung des Baugesuches 

bestehende Verlauf des Bodens gilt. Dieser Terrainverlauf wird durch die rote Linie «Aktuelles 

Terrain bei Hausfassade» widergegeben; dies wirkt sich für die Bauherren bei der Ansicht Süd 

am günstigsten aus, weil der rot eingezeichnete Terrainverlauf am höchsten liegt.  

16 

 

Die Berechnung der Vorinstanz ist somit zutreffend, wonach die Fassade gemäss Ansicht Süd 

höchstens mit 0.35 m um mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain rage. Dies gilt sogar 

unabhängig davon, ob die rote Linie «Aktuelles Terrain bei Hausfassade» oder aber die blaue 

Linie «Terrain bei Hausfassade gem. Aufnahme 2007» zuhilfe genommen wird.  

Doch selbst wenn man der gelben Linie «Terrain bei Hausfassade gem. SNP 2004» eine 

Bedeutung zuerkennen wollte, ragten diesfalls höchstens ca. 3.7 m (bzw. ca. 3.7 cm auf dem 

Fassadenplan Ansicht Süd, bei einem Massstab 1:100) um mehr als 1.5 m aus dem 

massgebenden Terrain, nicht jedoch «mindestens 4.40 m», wie die Beschwerdeführer 

meinen, ohne jedoch angeben zu können oder zu wollen, wie sie auf die Zahl kommen. 

 

3.2.4.3 

Betreffend die Ansicht Ost vertritt die Vorinstanz die Auffassung, dass dieser 

Fassadenabschnitt mit einer ganzheitlichen Aussenabwicklung von 8.90 m auf einer Länge 

von 6 m mit mehr als 1.5 m aus dem ausgemittelten gewachsenen oder tiefergelegten Terrain 

hinausrage. Die Beschwerdeführer schreiben hierzu in ihrer Beschwerde lediglich (dortige 

Rz. 44 S. 10): «Ansicht Ost: Die Beurteilung durch den Regierungsrat ist offensichtlich falsch. 

Es liegen 8.90 m über dem massgebenden (ausgemittelten gewachsenen oder tiefergelegten) 

Terrain.» In ihrer Replik (Rz. 13–15 S. 4 und Rz. 35 f. S. 8) begnügen sich die 

Beschwerdeführer mit der schlichten Meinungskundgabe, dass die vorinstanzlichen 

Berechnungen «schlichtweg falsch» seien, in der Triplik gehen sie hierauf nicht mehr 

gesondert ein.  

Mit diesen appellatorisch anmutenden Ausführungen verletzen die Beschwerdeführer ihre 

Begründungspflicht (Art. 74 Abs. 1 Ziff. 3 VRG), denn es bleibt schleierhaft, inwiefern die 

Gemeinde Dallenwil oder die Vorinstanz die Fassadenabwicklung gemäss Ansicht Ost 

rechtsfehlerhaft oder sachverhaltswidrig erstellt haben sollen. Es finden sich diesbezüglich 

auch keine Hinweise in den Akten, die diese These untermauern könnten. «[O]ffensichtlich 

falsch» ist die vorinstanzliche Beurteilung jedenfalls nicht; vielmehr steht sie in Einklang mit 

dem Fassadenplan gemäss Ansicht Ost.  

 

3.2.5 Zusammenschau 

Wie erwähnt (oben, E. 3.2.3) beträgt die vollumfängliche Aussenflächenabwicklung des 

Untergeschosses insgesamt 41.60 m, wovon höchstens zwei Drittel, d.h. 27.73 m, um mehr 

als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain ragen dürfen, damit das Untergeschoss noch kein 

Vollgeschoss darstellt. Unbestritten ist (E. 3.2.3), dass die Fassadenabwicklung gemäss 

17 

 

Ansicht Nord über 11.90 m und gemäss Ansicht West über 3.04 m um mehr als 1.5 m aus 

dem massgebenden Terrain ragen. Wie gezeigt wurde (E. 3.2.4), geht die Vorinstanz 

zutreffend davon aus, dass die Fassadenabwicklung gemäss Ansicht Süd höchstens mit 

0.35 m und gemäss Ansicht Ost mit 6 m um mehr als 1.5 m aus dem massgebenden Terrain 

ragt. Dies gibt über alle vier Fassadenseiten gerechnet eine Fassadenabwicklung von 

höchstens 21.29 m (11.90 m [Ansicht Nord] + 3.04 m [Ansicht West] + 0.35 m [Ansicht Süd] + 

6 m [Ansicht Ost]). Diese Fassadenabwicklung stellt somit höchstens 51.18% der 

vollumfänglichen Aussenflächenabwicklung des Untergeschosses dar. Damit stellt das 

Untergeschoss kein Vollgeschoss im Sinne von Art. 162 Abs. 1 Ziff. 1 BauG, § 61 BauV und 

Anhang 16 zur BauV dar. Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt unbegründet.  

Selbst wenn man jedoch mit den Beschwerdeführern bei der Fassadenabwicklung gemäss 

Ansicht Süd von der (bedeutungslosen) gelben Linie «Terrain bei Hausfassade gem. SNP 

2004» ausginge und dadurch einen Wert von höchstens ca. 3.7 m annähme (E. 3.2.4.2), sowie 

die unsubstantiiert behauptete Fassadenabwicklung gemäss Ansicht Ost mit 8.90 m 

unbesehen von ihnen übernähme (E. 3.2.4.3), ergäbe dies über alle vier Fassadenseiten 

gerechnet eine Fassadenabwicklung von höchstens 27.54 m (11.90 m [Ansicht Nord] + 3.04 m 

[Ansicht West] + 3.7 m [Ansicht Süd] + 8.90 m [Ansicht Ost]). Diese – hypothetische, 

aufgerundete und akten- wie faktenwidrige – Fassadenabwicklung stellte dann höchstens 

66.2% der vollumfänglichen Aussenflächenabwicklung des Untergeschosses dar, nicht jedoch 

deren zwei Drittel (66.667%) gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 1 BauG, § 61 BauV und Anhang 16 

zur BauV. Daraus ergibt sich, dass selbst wenn man die (unzutreffenden) 

beschwerdeführerischen Berechnungsweisen zur Grundlage nähme, das streitbefangene 

Untergeschoss kein Vollgeschoss darstellt, womit die Beschwerde selbst in diesem Fall 

unbegründet wäre.  

Im Übrigen kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (dortige E. 2.5 

S. 6–8; Art. 56 Abs. 3 VRG). 

 

3.3 Dachgeschoss 

3.3.1 Parteivorbringen 

Die Beschwerdeführer sind zusammengefasst der Ansicht, dass das Dachgeschoss entgegen 

den vorinstanzlichen Ausführungen ein Vollgeschoss darstelle, weil seine gesamte nutzbare 

Fläche mehr als 70% der Grundfläche des darunterliegenden Vollgeschosses (d.i. des 

Erdgeschosses) betrage, wobei jede Fläche ab 1.50 m lichter Raumhöhe als nutzbar gelte (mit 

Hinweis auf Art. 162 Abs. 2 BauG). Gemäss Auffassung der Vorinstanz sei es unbestritten, 

18 

 

dass das Dachgeschoss des vorliegenden Bauprojekts aus zwei Geschossen bestehe. Die 

Vorgaben von Art. 162 Abs. 2 BauG seien jedoch einzuhalten, unabhängig davon, ob ein 

Dachgeschoss auf einem oder zwei Geschossen realisiert werde. Die lichte Raumhöhe des 

Estrichs überschreite gemäss Vorinstanz die Höhe von 1.48 m nicht, weshalb keine 

zusätzliche Fläche entstehe. Die in den Bauplänen eingezeichnete Höhe bis zur Firstpfette 

von 1.48 m entspreche jedoch nicht der tatsächlichen Höhe des Estrichs. An der höchsten 

Stelle betrage die Höhe vielmehr ca. 1.70 m. Es werde bestritten, dass die Definition des 

Begriffs «lichte Höhe» gemäss IVHB (NG 611.2), den die Vorinstanz verwendet habe, den 

geltenden Vorgaben des kantonalen Rechts entspreche. Selbst bei einer allfälligen 

Anwendbarkeit der IVHB-Definition werde die Nutzbarkeit des Estrichs nicht durch die 

Balkenanlage (recte: Balkenlage) bestimmt, weswegen die fertige Decke und nicht die 

Firstpfette massgebend ist. Dies führe dazu, dass ein ca. 1 m breiter Streifen zusätzlich als 

nutzbare Fläche qualifiziert werden müsse, womit zusätzliche 8.02 m2 nutzbare Fläche 

hinzugerechnet werden müssten. Gemäss den Berechnungen der Bauherren werde durch das 

Dachgeschoss eine Fläche von 69.98% bereits ohne Hinzurechnung der nutzbaren 

Estrichfläche ausgeschöpft. Dadurch werde die Grenze gemäss Art. 162 Abs. 2 BauG von 

70% nutzbarer Fläche klarerweise überschritten, womit das Bauprojekt offensichtlich gegen 

die Vorgaben des Gestaltungsplans «Z.__» (nur ein Vollgeschoss) verstosse. 

 

3.3.2 Rechtsgrundlage 

Als Vollgeschoss gilt jedes Dachgeschoss, wenn seine gesamte nutzbare Fläche mehr als 

70% der Grundfläche des darunterliegenden Vollgeschosses beträgt; als nutzbare Fläche gilt 

jede Fläche ab 1.50 m lichter Raumhöhe (Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG). Bei der Ermittlung der 

nutzbaren Fläche eines Dach- oder Attikageschosses sind nicht anzurechnen Einstellräume 

für Motorfahrzeuge, Velos, Kinderwagen, Kehrrichtbehälter und der gleichen (§ 62 Ziff. 1 

BauV) sowie offene Dachterrassen (Ziff. 2). Gemäss IVHB ist die lichte Höhe der 

Höhenunterschied zwischen der Oberkante des fertigen Bodens und der Unterkante der 

fertigen Decke bzw. Balkenlage, wenn die Nutzung eines Geschosses durch die Balkenlage 

bestimmt wird (Anhang 1 Ziff. 5.4 IVHB). Diesbezügliche Skizzen finden sich im Anhang 2 

IVHB (dortige Fig. 5.4).  

Die Beschwerdeführer bringen zusammengefasst vor, dass die IVHB vorliegend völlig 

irrelevant sei. Die IVHB ist zwar für die Gemeinden im Kanton Nidwalden und damit auch für 

Dallenwil noch nicht in Kraft getreten, sie wird dies aber bis spätestens am 1. Januar 2023 

(Art. 207 Abs. 2 PBG [NG 611.1] in Verbindung mit dem RRB über das Inkrafttreten der 

19 

 

Planungs- und Baugesetzgebung [NG 611.111] in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 Ziff. 11 PBG). 

Die IVHB datiert auf den 22. September 2005 und dient, wie bereits aus ihrem Titel hervorgeht, 

der interkantonalen Harmonisierung der Baubegriffe. Nicht bezweckte somit die 

Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz, mit der IVHB Baubegriffe 

oder deren Verständnis fundamental zu verändern und vollumfänglich neu zu gestalten. 

Entgegen den beschwerdeführerischen Mutmassungen steht die IVHB somit nicht per se in 

unauflösbarem Widerspruch zum geltenden kantonalen Recht namentlich Nidwaldens. 

Deswegen kann die IVHB behelfsmässig zurate gezogen werden, soweit sie faktisch dem 

jetzigen, d.h. dem geltenden kantonalen Recht Nidwaldens entspricht. Dies gilt namentlich für 

den baurechtlichen Terminus technicus «lichte Höhe», der nicht auf beliebige oder gar 

willkürliche Weise verstanden werden kann. Am vorinstanzlichen Vorgehen ist somit nichts 

auszusetzen; die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.  

 

3.3.3 Lichte Höhe 

Aus der Baueingabe Fassaden und Schnitt 1:100 vom 20. November 2017 (Gemeinde 

Dallenwil, act. A14) ergibt sich, dass der Estrich bzw. das Dach eine Firstpfette aufweist, d.h. 

einen mittig unter der Firstlinie des Daches verlaufenden waagerechten Balken. Bei der 

Firstpfette handelt es sich somit um diejenige Balkenlage, die die Nutzung des 

Obergeschosses bzw. des Estrichs bestimmt. Die lichte Höhe stellt somit gemäss kantonalem 

Recht, analog Anhang 1 Ziff. 5.4 und Anhang 2 Fig. 5.4 IVHB, den Höhenunterschied 

zwischen der Oberkante des fertigen Estrichbodens und der Unterkante der Firstpfette dar. 

Gemäss besagter Baueingabe beträgt dieser Höhenunterschied laut Einzeichnung 1.48 m und 

nicht, wie die Beschwerdeführer aktenwidrig behaupten, ca. 1.70 m. Ob die Beschwerdeführer 

die lichte Höhe mit der Geschosshöhe (vgl. Anhang 1 Ziff. 5.5 IVHB) bzw. der Höhe der 

Oberkante der Dachkonstruktion (vgl. Anhang 2 Fig. 5.3 IVHB) verwechseln, kann dabei 

offengelassen werden.  

 

3.3.4 Auswirkung auf die Geschossigkeit 

Indem die lichte Höhe des Estrichs mit 1.48 m unter der Grenze von 1.50 m liegt, darf die 

Estrichfläche gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG nicht als nutzbare Fläche gerechnet werden. 

Es bleibt somit dabei, dass die gesamte nutzbare Fläche des Dachgeschosses 69.98% der 

Grundfläche des darunterliegenden Vollgeschosses, d.h. des Erdgeschosses, beträgt. Indem 

dieser Wert unter 70% liegt, stellt das Dachgeschoss gemäss besagtem Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 

BauG kein Vollgeschoss dar.  

20 

 

Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt unbegründet. Eine allfällige Besorgnis der 

Beschwerdeführer, dass die Grenze von 70% gemäss Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG während 

der Errichtung des Bauobjekts überschritten werden könnte, kann mit dem Hinweis auf die 

Meldepflichten der Bauherren und die Baukontrollen der Gemeinde Dallenwil gemäss 

Art. 160 f. PBG und §§ 52 ff. PBV (NG 611.11) zerstreut werden. 

Im Übrigen kann auf die umfangreichen vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden 

(dortige E. 2.6 S. 8–11; Art. 56 Abs. 3 VRG). 

 

3.4 Zwischenfazit 

Zusammenfassend stellt weder das Unter- noch das Dachgeschoss, sondern einzig das 

Erdgeschoss ein Vollgeschoss im Sinne von Art. 162 Abs. 1 BauG dar. Indem das Bauprojekt 

nur ein Vollgeschoss aufweist, erfüllt es die Vorgaben gemäss Gestaltungsplan mit 

verbindlichen Elementen «Z.__» vom 30. August 2004 (Gemeinde Dallenwil, act. D3: «max. 

1 Vollgeschoss»).  

Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt abzuweisen.  

 

4. Gebäudeform 

4.1 Parteivorbringen 

Die Beschwerdeführer rügen, dass es sich beim östlichen Gebäudeteil entgegen der 

vorinstanzlichen Auffassung nicht um einen Anbau handle; dies sei bautechnisch schlichtweg 

falsch. Vielmehr handle es sich richtigerweise um einen markanten rückversetzenden bzw. 

einspringenden Gebäudeteil. Gemäss Ziff. 3.2 des Gestaltungsplans «Z.__» seien 

einspringende Gebäudeteile auf ein Minimum zu reduzieren. Da vorliegend jedoch fast ein 

Drittel des Gebäudes zurückversetzt sei, werde die Vorgabe des Gestaltungsplans deutlich 

verletzt. Ähnliches habe die Vorinstanz bereits anlässlich eines Beschwerdeverfahrens anno 

2009 erkannt.  

 

4.2 Gestaltungsplan 

Ziff. 3.2 der Sonderbauvorschriften zum Gestaltungsplan «Z.__» vom 26. August 2004 

(Gemeinde Dallenwil, act. D2) schreibt unter der Marginalie «Gebäudeformen» folgendes vor 

(Orthographie wie im Original):  

 «Die Gebäudeformen müssen sich an das gewachsene Siedlungsgebiet anlehnen und dem Gesamt-Dorfbild 

entsprechen.  

21 

 

Es sind grundsätzlich, rechteckige, klare, Gebäudeformen anzustreben. Einspringende oder auskragende 

Gebäudeteile sind auf ein minimum zu reduzieren. Die Gebäude der Parzellen A1 – A4 sind abgetreppt 

auszuführen.  

Mindest Abtreppung 1.50 m.» 

Über Anbauten und Terrassen schweigt sich der Gestaltungsplan somit aus, weswegen sie 

nicht per se als gestaltungsplanwidrig anzusehen sind. Zudem sind einspringende oder 

auskragende Gebäudeteile zwar auf ein Minimum zu reduzieren, sie sind jedoch nicht per se 

unzulässig.  

 

4.3 Bauprojekt 

Aus der Baueingabe, d.h. aus den Grundrissen (Gemeinde Dallenwil, act. A13), den 

Fassaden- und Schnittplänen (act. A14) sowie den Visualisierungen (act. A15), geht hervor, 

dass das streitbefangene Bauprojekt eine klare, schlichte, ungeschnörkelte und unverspielte 

Formensprache aufweist. Auch ist die Gebäudeform rechteckig – freilich mit Ausnahme des 

vom Gestaltungsplan für den Baubereich «B2» bzw. das streitbefangene GS Nr. aa, GB 

Dallenwil, vorgeschriebenen Satteldaches. Das projektierte Gebäude fügt sich nahtlos und 

störungsfrei in das Gelände ein, und das einzige auskragende Element ist ein Vordach über 

dem Hauseingang, das funktional sinnvoll und optisch unauffällig erscheint.  

Unter- und Erdgeschoss weisen einen rechteckigen, unveränderten Grundriss auf. Das 

Dachgeschoss weist gestützt auf Art. 162 Abs. 1 Ziff. 2 BauG einen geringeren Grundriss auf, 

sodass auf Höhe der Oberkante des Dachgeschossbodens sich auf der östlichen 

Gebäudeseite eine Fläche befindet, die gemäss Bauherren die Terrasse bzw., nach 

beschwerdeführerischer Ansicht, ein Flachdach darstellt (hierzu ausführlich unten, E. 5). 

Insofern diese Fläche eine Terrasse darstellen sollte (unten, E. 5), verstösst sie nicht gegen 

den Gestaltungsplan, sondern stellt einen erlaubten vertikalen Abschluss eines einfach 

strukturierten, rechteckigen Kubus dar. Derjenige Teil des Bauprojekts, der vom 

gleichschenkligen Satteldach mit Giebeldreieck abgeschlossen wird, bildet den 

massgebenden Hauptteil des Bauprojekts. Dieser besteht aus dem Dachgeschoss sowie den 

unter ihm liegenden Teilen des Erd- und des Untergeschosses. Daraus – und aus den 

Unterlagen der Baueingabe – ergibt sich, dass derjenige Teil des Unter- und des 

Erdgeschosses, der unter der Terrasse bzw. dem Flachdach liegt, ein Anbau darstellt, weil 

dieser an den massgebenden Hauptteil angebaut ist. Dies erkannte die Vorinstanz zutreffend.  

Sähe man dies anders und ginge mit den Beschwerdeführern davon aus, dass es sich um 

einen markant rückversetzenden bzw. einspringenden Gebäudeteil handelt, hätte dies zur 

22 

 

Folge, dass die Bauherren auf dem streitbefangenen GS Nr. aa, GB Dallenwil, keine Terrasse 

errichten dürfte, obschon dies gemäss Gestaltungsplan erlaubt ist. Stattdessen müssten sie 

anstelle eines unauffälligen Anbaus einen markant auskragenden Balkon errichten, was ihnen 

jedoch gemäss Gestaltungsplan untersagt ist. Dies hätte somit zur Folge, dass ihnen sämtliche 

Möglichkeiten genommen wären, sich auf Höhe des Dachgeschosses, in der sich die Bereiche 

«Wohnen/Essen» und «Küche» befinden (Grundrisse 1:100; act. A13), draussen aufhalten zu 

können. Dies wiederum widerspricht der Grundidee eines Gestaltungsplans, wonach bei 

Wohnüberbauungen den Erfordernissen der Wohnhygiene und der Wohnqualität in 

besonderem Masse Rechnung zu tragen ist (Art. 94 Abs. 1, zweiter Satz BauG).  

Es zeigt sich somit, dass die beschwerdeführerische Argumentation nicht nur im Widerspruch 

zum Gestaltungsplan «Z.__» im Besonderen und der Zielsetzung von Gestaltungsplänen im 

Allgemeinen steht, sondern überdies an einem inneren, nicht auflösbaren Widerspruch leidet. 

Indem der Eindruck entsteht, es gehe den Beschwerdeführern einzig darum, den Bauherren 

eine sinnvolle Nutzung des streitbefangenen GS Nr. aa, GB Dallenwil, zu verunmöglichen, 

trägt die Beschwerde in diesem Punkt beinahe schon querulatorische Züge. 

 

4.4 RRB Nr. 361 vom 2. Juni 2009 

Replicando führen die Beschwerdeführer aus, die Vorinstanz habe sich im RRB Nr. 361 vom 

2. Juni 2009 mit den Sonderbauvorschriften des Gestaltungsplans «Z.__» befasst (dortige 

Rz. 19 S. 5). Die Vorinstanz setzte sich bereits in ihrem, vorliegend angefochtenen Entscheid 

mit diesem Vorbringen auseinander (dortige E. 2.8.4.3 S. 15). Sie kam dabei zum Schluss, 

dass keinerlei Ähnlichkeiten zwischen dem damals streitbefangenen und dem nunmehr 

streitbefangenen Bauprojekt bestünden. So habe das damals geplante Wohnhaus eine 

ausgeprägte «U»-Form mit einem offenen Sitzplatz von rund 40m2 zwischen den beiden 

Gebäudeteilen aufgewiesen.  

Die Beschwerdeführer verweisen zwar auf einen RRB der Vorinstanz aus dem Jahre 2009, 

offerieren ihn aber nicht, womit sie ihre Verfahrenspflichten gemäss Art. 74 Abs. 1 Ziff. 4 VRG 

verletzen. Sie zeigen nicht auf, inwiefern bzw. wodurch das damalige Bauprojekt mit dem 

vorliegend zu beurteilenden deckungsgleich oder nur schon analogieweise ähnlich sein 

könnte. Vielmehr wiederholen die Beschwerdeführer in pauschaler wie appellatorischer Weise 

lediglich ihren bereits vor der Vorinstanz vorgebrachten Standpunkt, ohne sich mit den 

vorinstanzlichen Ausführungen auseinanderzusetzen oder nur schon auf sie einzugehen. 

Insofern verletzen sie auch die ihnen obliegende Begründungspflicht gemäss Art. 74 Abs. 1 

Ziff. 3 VRG. An der vorinstanzlichen Erwägung ist weder in sachlicher noch in rechtlicher 

23 

 

Hinsicht etwas auszusetzen; es kann auf sie verwiesen werden (E. 2.8.4.3 S. 15; Art. 56 

Abs. 3 VRG), Weiterungen erübrigen sich.  

 

4.5 Zwischenfazit 

Zusammenfassend weist das streitbefangene Bauprojekt weder einen markanten 

rückversetzenden noch einen einspringenden Gebäudeteil auf. Vielmehr erfüllt die 

Gebäudeform die Vorgaben gemäss Gestaltungsplan mit verbindlichen Elementen «Z.__» 

vom 30. August 2004. Im Übrigen kann auf die umfangreichen vorinstanzlichen Ausführungen 

verwiesen werden (dortige E. 2.8 S. 13–15 u.a. mit teilweisem Verweis auf E. 2.7.3.4 S. 12; 

Art. 56 Abs. 3 VRG). 

Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt abzuweisen.  

 

5. Dachgestaltung 

5.1 Parteivorbringen 

Die Beschwerdeführer rügen, dass das geplante Dach entgegen der vorinstanzlichen 

Auffassung eben nicht als typisches Satteldach in Erscheinung trete, da es lediglich etwa 70% 

des Gebäudes abdecke und nicht mit sämtlichen Hauptfassaden des Gebäudes verbunden 

sei. Bei der Dachgestaltung des restlichen Gebäudeteils, der als Terrasse benutzt werden 

solle, handle es sich optisch und bautechnisch klarerweise um ein Flachdach, dessen 

Hauptzweck es sei, den darunterliegenden Wohnraum zu schützen. Traufseitig und damit 

auch gegenüber den Beschwerdeführern trete das Gebäude (recte wohl: das Dachgeschoss) 

wie ein Vollgeschoss in Erscheinung, was sich an der Befensterung zeige. Bei Satteldächern 

seien dagegen nur Lukarnen zulässig, die gemäss Gestaltungsplan als Gauben 

auszugestalten seien. Solche gebe es beim Bauprojekt nicht. Bei der Dachgestaltung handle 

es sich somit offensichtlich um zwei verschiedene Dacharten. Ein Teil sei mit einem 

Satteldach, ein anderer Teil mit einem Flachdach bedeckt. Diese Kombination der 

Dachgestaltung verstosse klarerweise gegen die Vorgaben des Gestaltungsplans «Z.__», die 

verlangten, dass im Baufeld B Satteldächer zu realisieren seien (mit Hinweis auf dessen 

Ziff. 3.3). Ausnahmen seien im Gestaltungsplan nicht vorgesehen, ebenso wenig eine 

Kombination von Satteldach und Flachdach.  

 

5.2 Gestaltungsplan 

Wie bereits festgehalten, sind Terrassen nicht per se gestaltungsplanwidrig (oben, E. 4.2). 

Ziff. 3.3 der Sonderbauvorschriften zum Gestaltungsplan «Z.__» vom 26. August 2004 

24 

 

(Gemeinde Dallenwil, act. D2) schreibt unter der Marginalie «Firstrichtungen/Dachge-

staltung» folgendes für die Dachgestaltung vor (Orthographie wie im Original):  

 «[…] Die Dächer der Parzellen B und C sind als Satteldächer auszuführen.  

Die Dacheindeckung bei den Parzellen B und C sind Ziegel vorzusehen.  

Als Ziegelfarben sind alle Graustufen zulässig.  

Bei Satteldächern sind Lukarnen gemäss BZR zulässig.  

Die Lukarnen sind in Gaubenform auszuführen.» 

Es trifft somit zu, dass der Gestaltungsplan «Z.__» für das streitbefangene GS Nr. aa, 

GB Dallenwil, kein Flachdach vorsieht.  

 

5.3 Wortbedeutung 

Nach landläufigem Verständnis versteht man unter dem Begriff «Dach» den «obere[n] 

Abschluss eines Hauses, eines Gebäudes, der entweder durch die horizontale Fläche gebildet 

wird od[er] häufiger durch eine mit Ziegeln od[er] anderem Material gedeckte 

[Holz]konstruktion, bei der die Flächen in bestimmten Winkel zueinanderstehen» (Duden, 

Universalwörterbuch, 8. A. 2015, S. 387, Lemma «Dach» Nr. 1), eine «vor Sonne, Regen o.Ä. 

schützende Konstruktion über etw[as]» (ebd., Nr. 3) bzw. eine «Überdeckung, oberer 

Abschluss eines Gebäudes, eines Zeltes, eines Fahrzeugs» (Duden, Bedeutungswörterbuch, 

4. A. 2010, S. 253, Lemma «Dach»). Demgegenüber bezeichnet der Begriff «Terrasse» eine 

«größere Fläche an einem Haus für den Aufenthalt im Freien» (Duden, Universalwörterbuch, 

a.a.O., S. 1755, Lemma «Terrasse» Nr. 1) bzw. einen «[überdachte{n}] abgegrenzte[n] freie[n] 

Platz an einem Haus für den Aufenthalt im Freien» (Duden, Bedeutungswörterbuch, a.a.O., 

S. 925, Lemma «Terrasse» Nr. 2). Diesen Definitionen ist gemeinsam, dass eine Terrasse 

vornehmlich dem Aufenthalt von Menschen dient, ein Dach indes nicht. Dieser Umstand ergibt 

sich bereits aus der Etymologie der beiden Begriffe. Während «Terrasse» letztlich vom 

altprovenzalischen und lateinischen «terra» («Erde, [Erd]boden, Land, Gebiet») stammt, und 

auf dieser hält sich der Mensch zu Lebzeiten gewöhnlich auf, ist das Wort «Dach» mit dem 

Verb «decken» im Sinne von «auf etw[as] legen, über etw[as] breiten, schützen, verbergen» 

verwandt (althochdeutsch «dah» zur indogermanischen Verbalwurzel «*(s)teg-», «decken», 

womit das «Dach» eine «Decke» ist bzw. «das Bedeckende» bedeutet; ausführlich zum 

Ganzen Kluge, Etymologisches Wörterbuch, 25. A. 2011, S. 177, Lemma «Dach»; WOLFGANG 

PFEIFER, Etymologisches Wörterbuch, 5. A. 2011, S. 198, Lemma «Dach»; ebd., S. 207, 

Lemma «decken», S. 1425 f., Lemma «Terrasse»).  

25 

 

Zusammengefasst ergibt sich aus der Wortbedeutung, dass Dächer weder bezwecken noch 

dafür geschaffen sind, um sich auf ihnen aufzuhalten, Terrassen hingegen schon. Die 

Bauherren beabsichtigen, sich dereinst auf der streitbefangenen Fläche aufzuhalten, die sich 

auf Höhe der Oberkante des Dachgeschossbodens auf der östlichen Gebäudeseite befindet. 

Dies ergibt sich namentlich aus der Baueingabe Grundrisse 1:100 (Gemeinde Dallenwil, 

act. A13), wo auf der besagten Fläche ein Tisch mit sechs Stühlen abgebildet ist. Schon aus 

diesem Umstand zeigt sich, dass es sich nicht um ein Flachdach handelt, sondern um eine 

Terrasse.  

 

5.4 Konstruktion  

Gemäss Beschwerdeführer sei die streitbefangene Fläche «klarerweise» optisch und 

bautechnisch als Flachdach konzipiert. Dächer müssen gemäss Gestaltungsplan mit Ziegeln 

bedeckt werden. Im Material- und Farbkonzept des streitbefangenen Bauprojekts (act. A17) 

steht unter «Dacheindeckung: Ziegel, grau». Ziegel sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften 

üblicherweise nicht dafür geeignet, mit Stühlen, Tischen, Pflanzbottichen oder Menschen 

belastet zu werden, wie dies die Bauherren beabsichtigen (vgl. die Skizze Grundrisse 1:100 

[act. A13]). Dies spricht dagegen, dass die fragliche Fläche dereinst geziegelt wird. Aus der 

Baueingabe Visualisierungen (act. A15) entsteht kein gegenteiliger Eindruck, sondern es 

scheint nur das Satteldach geziegelt zu werden.  

In Material- und Farbkonzept (act. A17) steht überdies: «Balkongeländer: Geländer in Glas / 

Metall». Bei besagtem «Balkongeländer» muss es sich, mangels Alternativen, um dasjenige 

handeln, das die fragliche Fläche gemäss Baueingabe Fassade und Schnitt 1:100 (act. A14) 

und Baueingabe Visualisierungen (act. A15) begrenzt. Im Gesuch «Einleitung oder 

Versickerung von unverschmutztem Regenabwasser» (act. A16) werden als Arten der 

entwässerten Fläche mit Flächenangabe aufgezählt: «Dach», «Balkon (nicht oder teilweise 

gedeckt)», «Parkplatz», «Vorplatz». Da es beim streitbefangenen Bauprojekt keinen Balkon 

im Sinne eines «vom Wohnungsinnern betretbare[n] offene[n] Vorbau[s], der aus dem 

Stockwerk eines Gebäudes herausragt» (Duden, Universalwörterbuch, a.a.O., S. 251, Lemma 

«Balkon» Nr. 1) gibt, muss hiermit die besagte Fläche beim Dachgeschoss gemeint sein. 

Balkone und Terrassen werden üblicherweise mit einem Geländer ummantelt zwecks 

Absturzsicherung; bei Flachdächern sind Geländer regelmässig überflüssig, weil sich hierauf 

niemand regelmässig aufhält.  

Gemäss Baueingabe Grundrisse 1:100 (act. A13) ist das Bauprojekt grob wie folgt aufgeteilt: 

Im Untergeschoss befinden sich ein Fitness-, ein Hobby- und ein Technikraum sowie Dusche 

26 

 

und WC. Im Erdgeschoss befinden sich ein Entrée, fünf Zimmer und ein Bad. Im 

Obergeschoss schliesslich befinden sich ein Büro, ein WC, ein Bereich «Wohnen / Essen» 

und die Küche. Zusammengefasst, dient das Untergeschoss dem Bereich Freizeit und 

Infrastruktur, das Erdgeschoss dem Schlafen bzw. dem Einzelaufenthalt der Hausbewohner 

und das Dachgeschoss schwergewichtig dem gemeinsamen bzw. gemeinschaftlichen 

Aufenthalt derselben. In diesem Bereich eine Terrasse zu errichten, erscheint sinnvoll, weil 

sich eine Hausgemeinschaft – es handelt sich um ein Einfamilienhaus – regelmässig nicht nur 

im Hausinnern, sondern auch Aussen gemeinsam aufhalten möchte. Die Küche ist denn auch 

so konzipiert, dass sie sich auf der östlichen Seite des Gebäudes befindet. Weiter ergibt sich 

aus der Baueingabe Fassaden und Schnitt 1:100 (act. A14, dortige Ansicht Ost) sowie aus der 

Baueingabe Visualisierungen (act. A15), dass eine kleinere Glasanschlagtüre mit 

beweglichem Rahmentürblatt an die Küche und eine grössere Glasschiebetüre an den Bereich 

«Wohnen / Essen» grenzt. Da Türen zwar u.a. dem «Verschließen eines Durchgangs» 

(Duden, Universalwörterbuch, a.a.O., S. 1802 f., Lemma «Türe» Nr. 1a), jedoch auch und 

damit verbunden dem Durchgehen dienen, zeigt sich, dass die streitbefangene Aussenfläche 

beim Dachgeschoss ohne grössere Mühen betretbar sein soll, andernfalls Fenster vorgesehen 

wären. Demnach dient diese Fläche dem Aufenthalt, wie dies bei Terrassen typisch ist, nicht 

jedoch vornehmlich der Abdeckung des darunterliegenden Wohnraums, wie dies bei Dächern 

üblich ist. Aus optischer und bautechnischer Sicht handelt es sich bei der streitbefangenen 

Fläche somit weder «offensichtlich» noch «klarerweise» um ein Flachdach, wie die 

Beschwerdeführer meinen. 

 

5.5 Satteldach  

Soweit die Beschwerdeführer die fehlende Befensterung des Satteldachs rügen, sind sie nicht 

zu hören. Gemäss Gestaltungsplan (oben, E. 5.2) sind «[b]ei Satteldächern […] Lukarnen 

gemäss BZR zulässig. Die Lukarnen sind in Gaubenform auszuführen.» Die Umschreibung, 

dass Lukarnen «zulässig» sind, zeigt nur, dass Lukarnen vorgesehen sein dürfen. Eine Pflicht, 

das Satteldach damit zu versehen, besteht indes nicht. Die Rüge ist somit unbegründet.  

Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, dass das Satteldach nicht als ein typisches in 

Erscheinung trete, da es lediglich etwa 70% des Gebäudes abdecke und nicht mit sämtlichen 

Hauptfassaden des Gebäudes verbunden sei, sind sie darauf hinzuweisen, dass das 

Satteldach mit sämtlichen Fassadenteilen des massgebenden Hauptteils des Bauprojekts 

verbunden ist (vgl. oben, E. 4.3). Eine Überdachung sowohl des Hauptteils als auch des 

27 

 

Anbaus bzw. der Terrasse mittels eines Satteldachs gäbe dem Bauprojekt eine unnötige 

Wuchtigkeit. Überdies ist die Überdachung der Terrasse unnötig bzw. dysfunktional.  

Soweit schliesslich die Beschwerdeführer vorbringen, das Dachgeschoss trete traufseitig und 

damit auch gegenüber ihnen wie ein Vollgeschoss in Erscheinung, sind sie ebenfalls nicht zu 

hören. Das Dachgeschoss entspricht vollumfänglich den Vorgaben von Gesetz und 

Gestaltungsplan (ausführlich oben, E. 3.3). Beim Baubereich «B2» (bzw. dem 

streitbefangenen GS Nr. aa, GB Dallenwil) handelt es sich um den einzigen bzw. letzten des 

gesamten Gestaltungsplangebiets «Z.__», der noch nicht überbaut ist, obschon der 

Gestaltungsplan ausdrücklich seine Bebauung vorsieht. Die Beschwerdeführer mussten und 

müssen damit rechnen, dass dieser Baubereich den Vorgaben des Gestaltungsplans 

entsprechend dereinst überbaut wird. Hierüber sich beklagen zu wollen erscheint 

unangebracht.  

 

5.6 Zwischenfazit 

Zusammenfassend weist das streitbefangene Bauprojekt weder ein unzulässiges Satteldach 

noch eine Kombination mit einem Flachdach auf. Vielmehr entsprechen das Satteldach und 

die Terrasse den Vorgaben gemäss Gestaltungsplan mit verbindlichen Elementen «Z.__» vom 

30. August 2004. Im Übrigen kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden 

(dortige E. 2.7 S. 11–13; Art. 56 Abs. 3 VRG). 

Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt abzuweisen.  

 

6. Zusammenfassung 

Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde gänzlich unbegründet ist. Sie ist 

vollumfänglich abzuweisen.  

 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1 Übersicht  

Die unterliegende Partei hat die amtlichen Kosten im Rechtsmittelverfahren zu tragen (Art. 122 

Abs. 1 VRG). Stehen sich im Rechtsmittelverfahren Privatparteien gegenüber, hat in der Regel 

die unterliegende Privatpartei die Parteientschädigung zu tragen (Art. 123 Abs. 3, erster Satz 

VRG). Die Beschwerdeführer unterliegen vollumfänglich, womit sie kosten- und 

entschädigungspflichtig werden.  

 

28 

 

7.2 Gerichtskosten 

Die amtlichen Kosten (Entscheidgebühr) für verwaltungsrechtliche Verfahren vor 

Verwaltungsgericht als Kollegialgericht betragen Fr. 100.– bis Fr. 7‘000.– (Art. 116 Abs. 3 

VRG in Verbindung mit Art. 17 PKoG [NG 261.2]). 

Die herabgesetzte Gebühr für das Entscheiddispositiv (Art. 4 Abs. 3, erster Satz PKoG) wird 

in Anbetracht, dass die Beschwerdeführer trotz vorgesehenem einfachen Schriftenwechsel 

sogar triplizierten, sowie ermessensweise (Art. 2 PKoG) auf Fr. 4‘000.– festgesetzt und mit 

dem beschwerdeführerischen Kostenvorschuss über Fr. 3‘000.– verrechnet, womit für das 

Entscheiddispositiv ein Fehlbetrag von Fr. 1‘000.– verbleibt.  

Mit Eingabe vom 6. Januar 2020 beantragten die Beschwerdeführer die begründete 

Ausfertigung des Entscheids, womit sie die Differenz zwischen der ordentlichen Gebühr und 

der herabgesetzten Gebühr zu bezahlen haben (Art. 4 Abs. 3, dritter Satz PKoG). 

Ankündigungsgemäss beträgt die ordentliche Gebühr für den begründeten Entscheid 

Fr. 6‘000.–, womit die Beschwerdeführer den Differenzbetrag von Fr. 2‘000.– zu tragen haben.  

Die Beschwerdeführer werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Gerichtskasse 

mittels beiliegendem Einzahlungsschein insgesamt Fr. 3‘000.– zu überweisen (Fr. 1‘000.– 

[Fehlbetrag Entscheiddispositiv] + Fr. 2‘000.– [begründete Ausfertigung]).  

 

7.3 Parteientschädigung 

7.3.1 Bauherren 

Die Anwaltskosten umfassen das Honorar (ordentliches Honorar und Zuschläge), die 

notwendigen Auslagen und die Mehrwertsteuer (Art. 116 Abs. 3 VRG in Verbindung mit Art. 31 

Abs. 1 PKoG). Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht als Kollegialgericht 

beträgt das ordentliche Honorar Fr. 400.– bis Fr. 6‘000.– (Art. 47 Abs. 2 PKoG).  

Die Rechtsbeiständin der Bauherren legt eine Honorarnote über Fr. 2‘854.05 ins Recht 

(Fr. 2‘500.– [ordentliches Honorar; 10 Stunden à Fr. 250.–] + Fr. 150.– [Auslagen] + Fr. 204.05 

[7.7% MWSt]). Die Honorarnote liegt innerhalb des Rahmens, erscheint angemessen und wird 

bewilligt. Die Beschwerdeführer werden verpflichtet, den Bauherren eine Parteientschädigung 

von Fr. 2‘854.05 (inkl. Auslagen und MWSt.) intern und direkt zu bezahlen. 

 

7.3.2 Beteiligte Gemeinwesen 

Der Vorinstanz und der Gemeinde Dallenwil als am Verfahren beteiligte Gemeinwesen wird 

keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 123 Abs. 4 VRG).  

29 

 

Demgemäss erkennt das Verwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die herabgesetzte Gerichtsgebühr für das Entscheiddispositiv beträgt pauschal 

Fr. 4‘000.– und geht ausgangsgemäss zulasten der Beschwerdeführer. Sie wird mit dem 

von ihnen geleisteten Gerichtskostenvorschuss über Fr. 3‘000.– verrechnet, womit für das 

Entscheiddispositiv ein Fehlbetrag von Fr. 1‘000.– verbleibt. 

Die Mehrkosten für die vollständige Ausfertigung des Entscheids über Fr. 2‘000.– werden 

den Beschwerdeführern auferlegt.  

Die Beschwerdeführer werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Gerichtskasse 

mittels beiliegendem Einzahlungsschein insgesamt Fr. 3‘000.– zu überweisen. 

3. Die Beschwerdeführer haben den Bauherren eine Parteientschädigung von Fr. 2‘854.05 

(inkl. Auslagen und MWSt.) intern und direkt zu bezahlen. 

4. Den am Verfahren beteiligten Gemeinwesen wird keine Parteientschädigung 

zugesprochen. 

5. Zustellung an: 

 RA Urs Hofstetter, 6002 Luzern (2-fach; GU; samt Einzahlungsschein) 

 RA Marlène Bernardi, 6052 Hergiswil (2-fach; GU) 

 Regierungsrat Nidwalden, 6371 Stans (Empfangsschein) 

 Gemeinderat Dallenwil, 6383 Dallenwil (GU) 

 Bundesamt für Raumentwicklung ARE, 3003 Bern (GU) 

 Gerichtskasse (Dispositiv) 

  

30 

 

 

 

 

Stans, 16. Dezember 2019  

 

VERWALTUNGSGERICHT NIDWALDEN 

Verwaltungsabteilung 

Die Präsidentin 

 

 

 

lic. iur. Livia Zimmermann 

Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Dr. iur. Marius Tongendorff 

  

 

 

 

 

Versand: ______________ 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Schweizerischen 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. BGG [SR 173.110]). Die 

Beschwerde hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene 

Entscheid sowie die als Beweismittel angeführten Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei 

sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Für den Fristenlauf gelten die Art. 44 ff. BGG.