# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a08ba88-8949-52e4-8535-2b7784e2e69e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 01.10.2025 SV1 2025 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-42_2025-10-01.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 1. Oktober 2025
mitgeteilt am 8. Oktober 2025

Referenz SV1 25 42

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Lukas Zangger

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, geb. 2004, zog sich bei einem Fahrzeugselbstunfall am 9. Oktober 
2021 eine sensomotorische komplette Tetraplegie (sub C4 AIS A) zu. Seither ist er 
auf einen Elektrorollstuhl angewiesen. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden 
(nachfolgend: IV-Stelle) kam für verschiedene Leistungen auf: So leistete sie 
Kostengutsprachen unter anderem für ein Elektrobett, ein Umweltkontrollgerät und 
bauliche Anpassungen am Elternhaus und sprach A._____ eine ganze 
Invalidenrente zu. Nachdem Letzterer bis am 9. Juni 2022 im Schweizer 
Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Nottwil hospitalisiert war, kehrte er ins Elternhaus 
nach B._____ zurück. 

B. Bereits zuvor erwarben die Eltern von A._____ am 22. Mai 2022 ein 
angepasstes Fahrzeug, welches sie im Sommer 2022 mit verstärkten Retraktoren 
für die Rollstuhlsicherung und dem Einbau eines Schwenkhubsitzes auf der 
Beifahrerseite nachrüsten liessen. Die Umbaukosten beliefen sich auf insgesamt 
CHF 13'111.55.

C. Vom 21. August 2024 bis zum 13. September 2024 befand sich A._____ zur 
Re-Rehabilitation im SPZ.

D. Mit E-Mail vom 19. März 2025 stellte die Mutter für A._____ bei der IV-Stelle 
ein Gesuch um Finanzierung des Fahrzeugs samt Umbau.

E. Nachdem das Hilfsmittelzentrum Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 
Hilfsmittelberatung (SAHB) den Fahrzeugumbau als einfache, zweckmässige und 
wirtschaftliche Vorkehrung erachtet und eine Kostenrückerstattung in der Höhe von 
CHF 13'111.55 vorgeschlagen hatte, stellte die IV-Stelle A._____ mit Vorbescheid 
vom 15. Mai 2025 die Abweisung des Kostengutsprachegesuchs in Aussicht. Zum 
Abklärungsergebnis hielt sie fest, dass der Anspruch auf Hilfsmittel frühestens zwölf 
Monate vor Geltendmachung des Leistungsanspruchs entstehe. Die Anmeldung sei 
am 19. März 2025 eingegangen. Die Leistungen würden somit ab 1. März 2024 
ausgerichtet. Daran vermöge der Umstand, dass ein Ziel der Reha das 
selbstständige Lenken eines Fahrzeugs gewesen sei, nichts zu ändern. Denn der 
Anspruch auf das beantragte Hilfsmittel (Übernahme der Kosten für den 
invaliditätsbedingten Umbau des Fahrzeugs) sei unabhängig davon bereits im 
August 2022 entstanden. Die Invalidenversicherung könne folglich keine Kosten 
übernehmen. Am 24. Juni 2025 verfügte die IV-Stelle wie vorbeschieden und wies 
das Leistungsbegehren ab. 

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F. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. August 
2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden erheben und 
beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm vollumfänglich 
Kostengutsprache für den invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau zu erteilen. 
Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm ab März 2024 
anteilmässige Kostengutsprache für den invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau zu 
erteilen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur 
Begründung brachte er im Wesentlichen vor, die Geltendmachung der 
Umbaukosten am 19. März 2025 könne vor dem Hintergrund der Kenntnisnahme 
im Herbst 2024 nach der Reha im SPZ, dass er nicht selbstständig ein Fahrzeug 
werde lenken können, nicht als verspätet betrachtet werden, womit die IV-Stelle zur 
vollständigen Kostenübernahme für den invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau 
verpflichtet sei. Sollten die Voraussetzungen von Art. 48 Abs. 2 IVG wider Erwarten 
nicht erfüllt sein, habe die IV-Stelle Art. 48 Abs. 1 IVG nicht korrekt angewendet. 
Die Geltendmachung des Leistungsanspruchs sei am 19. März 2025 erfolgt. Die 
Leistungspflicht der IV-Stelle bestehe gemäss Art. 48 Abs. 1 IVG folglich ab März 
2024, während für die Zeit von August 2022 bis Februar 2024 (19 Monate) von einer 
– im Rahmen des Eventualbegehrens – verspäteten Anmeldung auszugehen sei. 
Da die invaliditätsbedingten Anpassungen an einem Occasionsfahrzeug 
vorgenommen worden seien, sei von einer Lebensdauer von sechs Jahren resp. 
72 Monaten auszugehen, d.h. bis Juli 2028. Die IV-Stelle habe sich demnach 
mindestens im Umfang von 53 Monaten (März 2024 bis Juli 2028) an den 
Umbaukosten zu beteiligen. 

G. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 5. September 2025 unter Verweis auf ihre Verfügung vom 
24. Juni 2025 auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe den 
anspruchsbegründenden Sachverhalt bereits im Jahr 2022 gekannt, zumal damals 
nicht ernsthaft damit habe gerechnet werden können, dass er ein Fahrzeug 
selbstständig lenken können werde. Auch regle Art. 48 IVG die Frage der 
Verwirkung, was bedeute, dass der unangemeldete Anspruch zwölf Monate nach 
seinem Entstehen endgültig erlösche. Mithin seien vorliegend alle den 
invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau betreffenden Ansprüche verwirkt, welche bis 
zum 19. März 2024 entstanden seien.

H. Am 10. September 2025 replizierte der Beschwerdeführer und hielt an seinen 
Anträgen fest.

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I. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 15. September 2025 auf die 
Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und auf die 
angefochtene Verfügung vom 24. Juni 2025 wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2025 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 
Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 
das Gesuch um Übernahme der Kosten für den Fahrzeugumbau in der Höhe von 
CHF 13'111.55 zu Recht abgelehnt hat.

3.1. Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 
ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit 
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern 
(lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen 
erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in der 
Abgabe von Hilfsmitteln zu Eigentum oder leihweise in einfacher und 
zweckmässiger Ausführung (vgl. dazu Art. 8 Abs. 3 lit. d und Art. 21 Abs. 3 IVG). 
Nach Art. 21 Abs. 1 IVG haben Versicherte im Rahmen einer vom Bundesrat 
aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der 
Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder 
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung 
oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedürfen. Nach Abs. 2 derselben 
Bestimmung haben Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, 

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für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge 
kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden 
Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel. 

3.2. Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender 
Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 IVV 
(SR 831.201) an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) übertragen, 
welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die 
Invalidenversicherung (HVI; SR 831.232.51) mit anhangsweise aufgeführter 
Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang 
aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die 
Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind 
(Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit (*) bezeichneten Hilfsmittel besteht 
nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im 
Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung 
oder für die bei einzelnen Hilfsmitteln ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig 
sind (Abs. 2). Der Anspruch erstreckt sich unter anderem auch auf die 
invaliditätsbedingten Anpassungen (Art. 2 Abs. 3 HVI). Es besteht allerdings nur 
Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher 
Ausführung (Art. 2 Abs. 4 HVI).

3.3. Die Hilfsmittelliste umfasst in Ziff. 10 Ingress des Anhangs zur HVI Motor- 
und Invalidenfahrzeuge für Versicherte, die voraussichtlich dauernd eine 
existenzsichernde Erwerbstätigkeit ausüben und zur Überwindung des 
Arbeitsweges auf ein persönliches Motorfahrzeug angewiesen sind. Weiter sieht 
Ziff. 10.05 des Anhangs zur HVI invaliditätsbedingte Abänderungen von 
Motorfahrzeugen vor. Die vorerwähnte, den Eingliederungszweck betreffende 
Einschränkung im Ingress der Ziff. 10 des Anhangs zur HVI ("für Versicherte, die 
voraussichtlich dauernd eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit ausüben und zur 
Überwindung des Arbeitsweges auf ein persönliches Motorfahrzeug angewiesen 
sind") bezieht sich nicht auf die – nicht mit einem Stern (*) versehene – Ziff. 10.05, 
welche die invaliditätsbedingte Abänderung von Motorfahrzeugen auch für die 
Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt und die Selbstsorge 
im Sinne von Art. 21 Abs. 2 IVG und Art. 2 Abs. 1 HVI vorsieht. Ein Anspruch auf 
invaliditätsbedingte Abänderungen von Motorfahrzeugen kann somit nicht mit der 
Begründung verneint werden, die betroffene Person verwende das Auto nicht zur 
Ausübung einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit (bzw. für eine mit einer 
solchen vergleichbare Tätigkeit im Aufgabenbereich) oder für ein anderes 
erwerblich orientiertes Eingliederungsziel nach Art. 21 Abs. 1 IVG und Art. 2 Abs. 2 

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HVI (vgl. BGE 121 V 258 E. 3b/bb; Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2023 vom 20. 
Dezember 2023 E. 3.1; BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 
2011, Rz. 448 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).

3.4. Gemäss Rz. 2095 des seit dem 1. Januar 2013 gültigen Kreisschreibens des 
Bundesamts für Sozialversicherungen über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die 
Invalidenversicherung (KHMI; Stand: 1. Januar 2025) hat eine versicherte Person 
Anspruch auf die Vergütung der Kosten, welche infolge des Gebrechens durch 
invaliditätsbedingte Abänderungen entstehen. Jeder Neuantrag muss von der 
neutralen Fachstelle (SAHB) geprüft werden. Bei Abänderungskosten von mehr als 
CHF 30'000.00 kann in der Regel nicht mehr von einer einfachen und 
zweckmässigen Versorgung ausgegangen werden (Rz. 2098).

3.5. Der Anspruch auf ein Hilfsmittel entsteht, sobald das Hilfsmittel im Hinblick 
auf Alter und Gesundheitszustand der versicherten Person angezeigt ist (vgl. Art. 10 
Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 IVG). Laut Art. 24 Abs. 1 ATSG erlischt der Anspruch auf 
ausstehende Leistungen fünf Jahre nach dem Ende des Monats, für welchen die 
Leistung geschuldet war. In Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG sieht Art. 48 
Abs. 1 IVG was folgt vor: Macht eine versicherte Person ihren Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung, auf medizinische Massnahmen oder auf Hilfsmittel mehr 
als zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend, so wird die Leistung nur für die 
zwölf Monate nachgezahlt, die der Geltendmachung vorangehen. Die Leistung wird 
gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG für einen längeren Zeitraum nachgezahlt, wenn die 
versicherte Person den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte 
(lit. a) und den Anspruch spätestens zwölf Monate, nachdem sie davon Kenntnis 
erhalten hat, geltend macht (lit. b). Unter dem anspruchsbegründenden Sachverhalt 
ist der körperliche, geistige oder psychische Gesundheitsschaden zu verstehen, der 
einen Leistungsanspruch begründen kann (vgl. BGE 139 V 289 E. 4.2, 120 V 89 
E. 4b, 102 V 112 E. 1a und 100 V 114 E. 2c). Mit der Kenntnis des 
anspruchsbegründenden Sachverhalts ist nicht das subjektive Einsichtsvermögen 
der versicherten Person gemeint, sondern es geht nach dem Wortlaut von Art. 48 
Abs. 2 lit. a IVG vielmehr darum, ob der anspruchsbegründende Sachverhalt 
objektiv feststellbar ist      oder nicht (vgl. BGE 139 V 289 E. 4.2, 120 V 89 E. 4b, 
102 V 112 E. 1a und 100 V 114 E. 2c; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 
8C_165/2013 vom 8. Juli 2013 E. 4.2 und 8C_262/2010 vom 12. Januar 2011 
E. 4.2). Dass ein objektiv gegebener anspruchsbegründender Sachverhalt nicht 
erkennbar gewesen ist oder dass die versicherte Person trotz entsprechender 
Kenntnis krankheitsbedingt daran gehindert wurde, sich anzumelden oder 
jemanden mit der Anmeldung zu betrauen, wird von der Rechtsprechung nur sehr 

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zurückhaltend angenommen (vgl. BGE 139 V 289 E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen; 
siehe auch MEYER/REICHMUTH, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 
2022, Art. 48 Rz. 5). Massgebend ist die Kenntnis des anspruchsbegründenden 
Sachverhalts seitens der versicherten Person       oder ihres gesetzlichen Vertreters 
(vgl. BGE 139 V 289 E. 6.1). 

4.1. Während sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass die 
Voraussetzungen für eine weitergehende Nachzahlung gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG 
erfüllt seien, ist die Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass der 
Beschwerdeführer den anspruchsbegründenden Sachverhalt bereits im Jahr 2022 
gekannt habe, weshalb diese Bestimmung keine Anwendung finde. 

4.2. Vorliegend zog sich der Beschwerdeführer bei einem Fahrzeugselbstunfall 
am 9. Oktober 2021 eine sensomotorische komplette Tetraplegie (sub C4 AIS A) zu 
(vgl. insb. Berichte des C._____ vom 9. und 11. Oktober 2021 [IV-act. 23 S. 1 ff.], 
Gesuch um Kostengutsprache des SPZ vom 14. Oktober 2021 [IV-act. 23 S. 12] 
sowie Berichte des SPZ vom 11. Januar 2022 [IV-act. 37 S. 1], vom 28. Februar 
2022 [IV-act. 70 S. 141], vom 3. Juni 2022 [IV-act. 102 S. 6] und vom 8. Juni 2022 
[IV-act. 71 S. 93]). Nachdem er zunächst intensivmedizinisch im C._____ behandelt 
worden war (vgl. Berichte des C._____ vom 9. und 11. Oktober 2021 [IV-act. 23 
S. 1 ff.]), hielt er sich bis am 9. Juni 2022 zur Weiterbehandlung und Rehabilitation 
im SPZ in Nottwil auf (vgl. insb. Austrittsbericht des SPZ vom 8. Juni 2022 [IV-act. 
71 S. 93 ff.]). Dr. med. D._____, Leitender Arzt Paraplegiologie SPZ, hielt in seinem 
Bericht vom 11. Januar 2022 bei gleichgebliebenem Gesundheitszustand 
insbesondere fest, dass aufgrund der Bewegungseinschränkungen des 
Beschwerdeführers sämtliche Aktivitäten des täglichen Lebens durch Drittpersonen 
übernommen werden müssten bzw. Letzterer lebenslang in allen Aktivitäten des 
täglichen Lebens auf Unterstützung durch Dritte angewiesen sein werde (vgl. IV-
act. 37 S. 1 ff.; siehe auch Protokoll zur Besprechung vom 21. Dezember 2021 im 
SPZ, wonach der Beschwerdeführer in den alltäglichen Lebensverrichtungen 
vollständig auf die Hilfe der Pflege angewiesen sei [IV-act. 70 S. 7], Zwischenbericht 
von Dr. med. D._____ vom 28. Februar 2022, wonach der Beschwerdeführer in den 
meisten Alltagsaktivitäten von Drittpersonen abhängig sei [IV-act. 70 S. 143], 
Protokoll zur Standortbestimmung vom 9. Mai 2022 im SPZ, wonach der 
Beschwerdeführer fast überall Hilfe benötige [IV-act. 70 S. 63], Austrittsbericht von 
Dr. med. D._____ vom 8. Juni 2022, wonach der Beschwerdeführer in den meisten 
Alltagsaktivitäten von Drittpersonen abhängig sei [IV-act. 71 S. 96], Protokoll zur 
Standortbestimmung vom 12. September 2022 in B._____, wonach der 

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Beschwerdeführer in den meisten Alltagsaktivitäten von Drittpersonen abhängig sei 
[IV-act. 89 S. 1] und Bericht des SPZ vom 22. September 2022, wonach der 
Beschwerdeführer in den Alltagsaktivitäten auf fremde Hilfe angewiesen sei [IV-act. 
102 S. 20]; vgl. ferner ärztliche Verordnung zur Abgabe eines Rollstuhls vom 
25. Januar 2022 und Antragsformular zur Abgabe mit ausgewiesenem 
Behinderungsgrad IV vom 14. Februar 2022 [IV-act. 70 S. 124 ff.], Pflegebericht ab 
dem 25. März 2022 [IV-act. 134 S. 29 ff.], Therapiebericht des SPZ vom 3. Juni 
2022 samt Beilagen [IV-act. 102 S. 7 ff.] und fachtechnische Beurteilung des 
Hilfsmittelzentrums SAHB vom 9. Juni 2022 [IV-act. 70 S. 151 f.]). Zudem ergibt sich 
aus der Telefonnotiz vom 4. April 2022 über das gleichentags geführte Gespräch 
zwischen der Sozialberatung des SPZ und der Unfallversicherung, dass die 
Fahreignung des Beschwerdeführers aktuell aufgrund der Hauptproblematik des 
linken Arms nicht gegeben sei und Letztere wahrscheinlich auch nach dem Austritt 
noch bestehen werde, so dass er auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein 
Rollstuhltaxi angewiesen sein werde (vgl. IV-act. 70 S. 44; siehe auch Protokoll zur 
Standortbestimmung vom 9. Mai 2022 im SPZ, wonach die Fahreignung gemäss 
den Ausführungen des Beschwerdeführers aktuell nicht gegeben sei [IV-act. 70 
S. 63], und Verlaufsprotokoll Berufsberatung, Eintrag vom 24. Mai 2022, wonach 
der Beschwerdeführer aufgrund der verminderten Armfunktion links und der 
praktisch fehlenden Fingerfunktionen nicht Autofahren können werde [IV-act. 104 
S. 2]; vgl. ferner zu den eingeschränkten Funktionen in den oberen Extremitäten: 
Bericht der Active Communication AG vom 30. Juni 2022 [IV-act. 73 S. 2] und 
undatierte fachtechnische Beurteilung des Hilfsmittelzentrums SAHB zur Nachricht 
vom 6. Juli 2022 [IV-act. 100 S. 1]). Während der Hospitalisation des 
Beschwerdeführers im SPZ mieteten seine Eltern ab Ende März 2022 zur 
Ermöglichung des Transports von Nottwil nach B._____ und zurück zwecks 
vorübergehender Aufenthalte zu Hause vom SPZ ein Fahrzeug mit 
herausschwenkbarem Sitz, wobei die Unfallversicherung die Fahrtkosten übernahm 
(vgl. IV-act. 70 S. 36 f. und S. 40 ff.; siehe auch Pflegebericht ab dem 25. März 2022 
[IV-act. 134 S. 29 ff.]). In der Folge erwarben die Eltern des Beschwerdeführers kurz 
vor seinem Austritt aus dem SPZ bzw. seiner Rückkehr nach Hause am 22. Mai 
2022 zur Sicherstellung der Mobilität bzw. des Transports zu Therapien ein mit einer 
eingebauten Rollstuhlrampe bereits angepasstes Occasionsfahrzeug, welches sie 
im Sommer 2022 mit verstärkten Retraktoren für die Rollstuhlsicherung und dem 
Einbau eines ergonomischen Schwenkhubsitzes (Turny Evo) auf der Beifahrerseite 
nachrüsten liessen (vgl. Kaufvertrag vom 22. Mai 2022 [IV-act. 210], 
Therapiebericht des SPZ vom 3. Juni 2022 [IV-act. 102 S. 8], Rechnung vom 
3. August 2022 [IV-act. 209], Protokoll zur Standortbestimmung vom 12. September 
2022 in B._____ [IV-act. 89 S. 2], E-Mail vom 19. März 2025 [IV-act. 208 S. 1] und 

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Einwand vom 9. April 2025 [IV-act. 230 S. 2]). Vor diesem Hintergrund erhellt, dass 
die sich aus dem Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers ergebende 
Notwendigkeit eines angepassten Fahrzeugs im vorerwähnten Sinne bereits 
damals bekannt war. Dies ergibt sich denn auch aus dem Gesuch des 
Beschwerdeführers um Finanzierung des Fahrzeugs samt Umbau vom 19. März 
2025, wonach Letzteres im Mai 2022 gekauft und der Umbau durchgeführt worden 
sei, um ihn samt Rollstuhl transportieren sowie Arztbesuche bzw. Therapien 
wahrnehmen und Fahrten nach Nottwil vornehmen zu können (vgl. IV-act. 208 S. 1). 
Somit ist der Beschwerdegegnerin insofern beizupflichten, als dass der 
Beschwerdeführer bzw. seine Eltern bereits im Jahr 2022 Kenntnis des 
anspruchsbegründenden Sachverhalts hatten. Auch wenn es allein darauf ankommt 
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] I 199/02 vom 
20. August 2002 E. 2.2), ist zudem davon auszugehen, dass sich der 
Beschwerdeführer bzw. seine Eltern bereits damals bewusst waren, dass 
gegenüber der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für 
den invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau bestand (vgl. Protokoll zur Besprechung 
vom 21. Dezember 2021 im SPZ [IV-act. 70 S. 8], Protokoll zur Standortbestimmung 
vom 9. Mai 2022 im SPZ [IV-act. 70 S. 63], Therapiebericht des SPZ vom 3. Juni 
2022, wonach sich die Familie E._____ melde, wenn sie eine Hilfsmittelbegründung 
für den Autoumbau benötigten [IV-act. 102 S. 8], Protokoll zur Standortbestimmung 
vom 12. September 2022 in B._____ [IV-act. 89 S. 2]). Im Übrigen ist weder 
dargetan noch ersichtlich, dass die Eltern des Beschwerdeführers damals nicht in 
der Lage gewesen wären, eine Anmeldung vorzunehmen oder jemanden damit zu 
beauftragen. Demnach sind die Voraussetzungen für eine weitergehende, länger 
als zwölf Monate zurückliegende Nachzahlung gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG nicht 
erfüllt. 

An diesem Ergebnis vermögen die Einwände des Beschwerdeführers nichts zu 
ändern. Insbesondere ist davon auszugehen, dass er sich das Ziel, die 
Führerscheinprüfung zu absolvieren, erst im Jahr 2023 setzte (vgl. Telefonnotiz vom 
14. Februar 2023 zum Gespräch zwischen der Unfallversicherung und der Mutter, 
wonach sich der Beschwerdeführer bis im Sommer 2023 neue Ziele gesetzt habe: 
So möchte er beim Transfer mithelfen können und allenfalls später einen 
Führerschein beantragen [IV-act. 118 S. 58], Telefonnotiz vom 12. Juni 2023 zum 
Gespräch zwischen der Unfallversicherung und dem Beschwerdeführer, wonach 
Letzterer die Autoprüfung absolvieren wolle [IV-act. 134 S. 5], Gesuch um 
Verlängerung der Kostengutsprache vom 21. Juni 2023, wonach aufgrund einer 
besseren Lebensqualität nun auch andere Themen wie insbesondere das 
Autofahren realistisch seien [IV-act. 135 S. 22] und Austrittsbericht des SPZ vom 

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7. Juli 2023, wonach während des Aufenthalts des Beschwerdeführers im Mai und 
Juni 2023 unter anderem eine neuropsychologische Testung in Bezug auf die 
Fahreignung durchgeführt worden und ein Fahrzeugumbau ca. im Herbst 2023 
geplant gewesen sei [IV-act. 133 S. 6]; siehe auch Verlaufsprotokoll 
Frühintervention, Eintrag vom 15. Juni 2023 [IV-act. 139 S. 5]). Aufgrund dessen 
und des bereits Gesagten ist nicht nachvollziehbar, wenn der Beschwerdeführer 
vorbringt, er habe mit dem Antrag auf Kostenübernahme zugewartet, da ein Ziel 
seiner Reha das selbstständige Lenken eines Fahrzeugs gewesen sei (vgl. auch 
Austrittsbericht des SPZ vom 13. September 2024, wonach der Kraftaufbau in den 
oberen Extremitäten und die Verbesserung des Transfers bzw. des Handlings mit 
dem manuellen Rollstuhl sowie der Selbstständigkeit im Alltag zwar als Ziele 
definiert wurden, nicht explizit aber das selbstständige Lenken eines Fahrzeugs 
[act. B.2]). Selbst wenn dem Beschwerdeführer erst im Herbst 2024 nach seinem 
Rehabilitationsaufenthalt im SPZ im August und September 2024 bewusst 
geworden sein soll, dass das selbstständige Lenken eines Fahrzeugs aufgrund 
seiner Verletzungen und Einschränkungen nicht erreicht werden kann, ändert dies 
nichts daran, dass der hier massgebende anspruchsbegründende Sachverhalt, 
nämlich die gesundheitsbedingte Notwendigkeit des Fahrzeugumbaus mit 
verstärkten Retraktoren für die Rollstuhlsicherung und dem Einbau eines 
Schwenkhubsitzes auf der Beifahrerseite, – wie dargelegt – bereits im Jahr 2022 
objektiv erkennbar war. Damit vermag der Beschwerdeführer auch aus seinem 
Einwand, wonach die diesbezüglichen Umbaukosten womöglich nicht notwendig 
und zweckmässig gewesen wären, wenn er in absehbarer Zeit ein angepasstes 
Fahrzeug selbstständig hätte lenken können, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 
Folglich dringt der Beschwerdeführer mit seinem Hauptbegehren auf 
vollumfängliche Kostenübernahme nicht durch. 

5.1. Sodann stellt sich der Beschwerdeführer im Rahmen seines Eventualantrags 
auf den Standpunkt, dass sich die Beschwerdegegnerin bei korrekter Anwendung 
von Art. 48 Abs. 1 IVG anteilsmässig an den Umbaukosten zu beteiligen habe. Dem 
hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Übernahme der Kosten für den im Jahr 2022 durchgeführten Fahrzeugumbau 
bei Einreichung des Gesuchs am 19. März 2025 bereits vollständig erloschen 
gewesen sei. 

5.2. Art. 48 Abs. 1 IVG in der vorliegend massgebenden, seit dem 1. Januar 2012 
gültigen Fassung lautet wie folgt: "Macht eine versicherte Person ihren Anspruch 
auf eine Hilflosenentschädigung, auf medizinische Massnahmen oder auf Hilfsmittel 
mehr als zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend, so wird die Leistung in 

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Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG nur für die zwölf Monate nachgezahlt, die der 
Geltendmachung vorangehen." Gleichermassen sah Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG in 
der bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft gewesenen Fassung was folgt vor: "Meldet 
sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so 
werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die 
zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet." Hierzu erwog das 
Bundesgericht in seinem Urteil 8C_262/2010 vom 12. Januar 2011 insbesondere, 
es handle sich um eine Verwirkungsfrist; der unangemeldete Anspruch erlösche 
zwölf Monate nach seinem Entstehen. Diese Frist hat gemäss Bundesgericht auch 
bei einer Einmalentschädigung ihre Bedeutung, indem diese entsprechend den 
Zeiten, die – gemessen an der voraussichtlichen Gebrauchsdauer – unter die 
Verwirkung fielen, gekürzt wird (vgl. dortige E. 2.3, unter Hinweis auf das von der 
Beschwerdegegnerin zitierte Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2010 vom 
7. Januar 2011 E. 4.2.2). Insofern lässt die höchstrichterliche Rechtsprechung auf 
eine anteilsmässige Kostenübernahme schliessen. Dafür lässt auch der Wortlaut 
von Art. 48 Abs. 1 IVG Raum. Zudem spricht die historische Auslegung ebenfalls 
für eine anteilsmässige Kostenübernahme. So geht aus der Botschaft vom 
27. Februar 1967 zum Entwurf eines Bundesgesetzes betreffend Änderung des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung hervor, dass eine Fristversäumnis 
nicht (mehr) zu einer Verwirkung des vollen Anspruchs für die Zeit vor der 
Anmeldung führen soll. Vielmehr geht eine versicherte Person im Falle einer 
Fristversäumnis ihres Anspruchs nur insoweit verlustig, als dessen Entstehung 
mehr als zwölf Monate vor der Anmeldung zurückliegt (vgl. BBl 1967 I 653, S. 689 
f.). Daraus ergibt sich in Bezug auf den Sinn und Zweck dieser Bestimmung somit 
auch, dass der Anspruch an und für sich nicht untergeht, sondern um den Teil zu 
kürzen ist, welcher seit seiner Entstehung mehr als zwölf Monate vor der 
Anmeldung zurückliegt (siehe zum Methodenpluralismus für die Auslegung von 
Rechtssätzen: BGE 149 II 43 E. 3.2). Da mit dem im Rahmen der IV-Revision 6a 
(2012) per 1. Januar 2012 neu eingefügten Art. 48 IVG für die darin genannten 
Bereiche der ursprüngliche Zustand, also jener vor dem 1. Januar 2008, 
wiederherstellt wurde (vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 48 Rz. 1 und Botschaft 
vom 24. Februar 2010 zur Änderung des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung, BBl 2010 1907 f. Ziff. 2; siehe auch Entscheid des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft 720 13 6 / 139 vom 26. Juni 2013 E. 4.4), 
rechtfertigt es sich, vorliegend auf diese Rechtsprechung abzustellen. Es sind denn 
auch keine Gründe dargetan oder ersichtlich, welche ein Abweichen von dieser 
Praxis zu begründen vermöchten. Insofern kann der Beschwerdegegnerin nicht 
gefolgt werden, wenn sie geltend macht, dass sie die Kosten für den 
invaliditätsbedingten Fahrzeugumbau im Jahr 2022 in einer einmaligen Zahlung 

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vollständig überwiesen hätte, weshalb es nicht rechtens sei, diesen Anspruch 
entsprechend der verwirkten Zeit – gemessen an der voraussichtlichen 
Gebrauchsdauer – zu kürzen. 

5.3. Invaliditätsbedingte Abänderungskosten an Neuwagen können höchstens 
alle zehn Jahre oder alle 200'000 Kilometer, an Occasionsfahrzeugen höchstens 
alle sechs Jahre oder alle 200'000 Kilometer (ab Umbau) übernommen werden. Als 
Occasionsauto gilt ein Wagen ab 5'000 Kilometer Laufleistung oder ein Jahr nach 
Inverkehrsetzung (je nachdem, was früher eintritt; vgl. KHMI Rz. 2096). Vorliegend 
wurden die invaliditätsbedingten Anpassungen unbestrittenermassen an einem 
Occasionsfahrzeug vorgenommen (vgl. Kaufvertrag vom 22. Mai 2022 [IV-act. 210], 
Pflegebericht vom 22. Mai 2022 [IV-act. 134 S. 43], Therapiebericht des SPZ vom 
3. Juni 2022 [IV-act. 102 S. 8], Rechnung vom 3. August 2022 [IV-act. 209] und 
Case Report, Eintrag vom 20. März 2025 [IV-act. 249 S. 3]). Gemäss Werkstatt-
Rechnung vom 3. August 2022 wurde der Auftrag am 10. Juni 2022 angenommen 
und das angepasste Fahrzeug am 3. August 2022 abgeholt. Insofern kann mit dem 
Beschwerdeführer in Bezug auf den Fahrzeugumbau auf den Monat Juli 2022 
abgestellt werden. Die Gebrauchsdauer von (mindestens) sechs Jahren beginnt 
somit vorliegend mit dem Umbau im Juli 2022 und endet im Juli 2028. Da das 
Gesuch um Übernahme der Kosten für den Fahrzeugumbau im März 2025 erfolgte, 
besteht eine Leistungspflicht erst ab März 2024. Bezogen auf die voraussichtliche 
Lebensdauer von (mindestens) sechs Jahren hat der Beschwerdeführer infolge der 
verspäteten Anmeldung demnach Anspruch auf Rückerstattung der Umbaukosten 
im Umfang von 53 Monaten (März 2024 bis Juli 2028), während in Bezug auf den 
Zeitraum davor keine Nachzahlung erfolgt. Dieser Anspruch steht allerdings unter 
dem Vorbehalt, dass der Fahrzeugumbau als eingliederungswirksam, einfach, 
zweckmässig und wirtschaftlich betrachtet werden kann (vgl. hierzu Erwägungen 
3.1 ff. hiervor), was vorliegend unstreitig zu bejahen ist (vgl. fachtechnische 
Beurteilung des Hilfsmittelzentrums SAHB vom 25. März 2025 [IV-act. 218 S. 2 ff.] 
und Case Report, Eintrag vom 27. März 2025, wonach die Voraussetzungen 
gemäss Art. 21 IVG, Art. 14 IVV und KHMI erfüllt seien [IV-act. 249 S. 4]).

6. Im Ergebnis ist die Beschwerde somit teilweise gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 24. Juni 2025 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin 
ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer die Kosten für den Fahrzeugumbau in der 
Höhe von CHF 13'111.55 anteilsmässig im Sinne der Erwägungen 
zurückzuerstatten. Zur Festlegung der Höhe der Rückerstattung ist die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde 
abzuweisen. 

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7.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Vorliegend rechtfertigt es 
sich, die Verfahrenskosten auf CHF 500.00 festzusetzen. Angesichts des 
Verfahrensausgangs gehen diese zu einem Viertel (= CHF 125.00) zulasten des 
Beschwerdeführers und zu drei Vierteln (= CHF 375.00) zulasten der 
Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). 

7.2. Der Beschwerdeführer hat im Umfang seines Obsiegens gestützt auf Art. 61 
lit. g ATSG Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zulasten der 
Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 
des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand der Rechtsvertretung regelmässig 
durch die Schwierigkeit des Prozesses mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die 
Bemessung der Parteientschädigung gemäss Art. 61 Satz 1 ATSG nach dem 
kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_455/2022 vom 
13. November 2023 E. 11.3.1, 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 9C_64/2019 
vom 25. April 2019 E. 4, 9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2 und 
9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 6.1). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV 
(BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts 
festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der Honorarnote geltend gemachten 
(und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand sowie vom (üblichen) 
Stundenansatz ausgeht.

7.3. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte aufforderungsgemäss 
am 10. September 2025 eine Honorarnote ein (vgl. act. G.2). Das geltend gemachte 
Honorar beläuft sich auf insgesamt CHF 2'833.10 (bestehend aus einem Aufwand 
von 9.5 Stunden à CHF 270.00 [CHF 2'565.00] zzgl. Spesen von CHF 55.80 und 
8.1 % MWST [CHF 212.30]). Der geltend gemachte Arbeitsaufwand erscheint 
angemessen. Auch sind die geltend gemachten Spesen nicht zu beanstanden. 
Allerdings liegt keine Honorarvereinbarung im Recht, weshalb der geltend 
gemachte Stundenansatz von CHF 270.00 praxisgemäss auf CHF 240.00 zu 
kürzen ist (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden SV1 25 14 vom 
11. Juni 2025 E. 9.2.2 und Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
S 23 83 vom 20. August 2024 E. 14.2.2 mit Hinweis). Unter Berücksichtigung des 
Umfangs des Obsiegens des Beschwerdeführers erweist sich somit eine 
Entschädigung von CHF 1'893.75 (9.5 Stunden à CHF 240.00 [CHF 2'280.00] zzgl. 

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Spesen von CHF 55.80 und 8.1 % MWST [CHF 189.20] x 0.75) als angemessen. 
In diesem Umfang hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 
aussergerichtlich zu entschädigen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die angefochtene 
Verfügung vom 24. Juni 2025 aufgehoben. Die IV-Stelle des Kantons 
Graubünden wird angewiesen, A._____ die Kosten für den Fahrzeugumbau 
in der Höhe von CHF 13'111.55 anteilsmässig im Sinne der Erwägungen 
zurückzuerstatten. Zur Festlegung der Höhe der Rückerstattung wird die 
Sache an die IV-Stelle des Kantons Graubünden zurückgewiesen. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Kosten von CHF 500.00 gehen im Umfang von CHF 125.00 zulasten von 
A._____ und im Umfang von CHF 375.00 zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ mit CHF 1'893.75 (inkl. 
Spesen und MWST) zu entschädigen.

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