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**Case Identifier:** fc9a1e8e-9d08-53bb-95c1-0b56e17f2353
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.04.2021 720 19 223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-223_2021-04-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. April 2021 (720 19 223 / 107; 720 19 250 / 108) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Vervollständigung und Klärung des massgebenden medizinischen Sachver-

halts mittels ergänzender Fragen an die Administrativgutachter 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1973 geborene, zuletzt als Hauswart/Maler bei der B.____ AG tätig gewesene 
A.____ meldete sich am 6. November 2015 unter Hinweis auf eine Diskushernie links und eine 
Spinalkanalverengung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von 
Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft klärte die gesundheitlichen und die erwerblichen 
Verhältnisse des Versicherten ab, insbesondere liess sie diesen durch die Dres. med. C.____, 
Neurologie FMH, und D.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bidisziplinär begutachten. 

 

 
 
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Auf der Grundlage der Expertise der beiden Fachärzte vom 1./8. Juni 2018 ermittelte die IV-
Stelle beim Versicherten folgende Invaliditätsgrade: Ab 25. Juni 2016 (Ablauf des Wartejahres): 
74 %, ab 1. Juli 2016: 56 % und ab 1. Januar 2017: 47 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach 
die IV-Stelle A.____ nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 27. Juni 
2019 für den Zeitraum vom 1. Juni 2016 bis 30. September 2016 eine ganze Rente, für die Zeit 
vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017 eine halbe Rente und mit Wirkung ab 1. April 2017 eine 
(unbefristete) Viertelsrente zu.  
 

B. Bereits kurz zuvor, mit Eingabe vom 24. Juni 2019, hatte Rechtsanwalt Jan Herrmann 
namens und im Auftrag von A.____ Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht), erhoben und darin folgende Rechtsbegehren gestellt: 

 
„1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Mai 2019 aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2016 bis heute und auf weiteres eine halbe Rente basierend auf 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % zuzusprechen und auszurichten. 

 
2. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Mai 2019 aufzuheben und es 

sei ein gerichtliches Ergänzungsgutachten bei Dr. C.____, Neurologie FMH, und Dr. D.____, 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, einzuholen und neu über den Leistungsanspruch zu ent-
scheiden.  

 
3. Unter o/e-Kostenfolge zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer zu Lasten der Beschwerdegegne-

rin.“ 

 
Im Rahmen der Beschwerdebegründung ersuchte er ausserdem darum, seinem Mandanten die 
unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen. Als Anfech-
tungsobjekt seiner Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des Versicherten das Formular “Ver-
fügung AK / Deckblatt für Rücksendung an IV-Stelle“ samt Begründung der Rentenzusprache 
ein, welches in den von ihm beigezogenen IV-Akten gelegen hatte. Diesem vom Beschwerde-
führer eingereichten “Anfechtungsobjekt“ liess sich der Umfang der zu erwartenden Rente und 
die Begründung des Rentenanspruchs entnehmen, was dem Versicherten denn auch eine 
sachgerechte Beschwerdeführung ermöglichte. Das Kantonsgericht erachtete es deshalb aus 
prozessökonomischen Gründen als angezeigt, nach Eingang der “verfrühten“ Beschwerde vom 
24. Juni 2019 ausnahmsweise bereits ein formelles Beschwerdeverfahren zu eröffnen. Gleich-
zeitig sistierte es dieses jedoch am 26. Juni 2019 bis zum Vorliegen der in Aussicht stehenden 
formellen Rentenverfügung.  
 
Am 28. Juni 2019 teilte Rechtsanwalt Jan Herrmann dem Kantonsgericht mit, dass die formelle 
Rentenverfügung der IV-Stelle am 27. Juni 2019 ergangen sei. Da diese identisch mit dem Ver-
fügungsentwurf sei, gegen welchen er versehentlich vorzeitig Beschwerde erhoben habe, habe 
er seinen Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 24. Juni 2019 nichts hinzuzufügen.  
 
C. Mit Verfügung vom 2. Juli 2019 hob das Kantonsgericht die Sistierung des Beschwer-
deverfahrens auf. Zudem bewilligte es in dieser Verfügung dem Beschwerdeführer gestützt auf 
die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Jan Herrmann als 
Rechtsvertreter.  

 

 
 
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D. Nachdem die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 27. Juni 2019 über den Rentenanspruch 
als solchen entschieden und vorerst die Ausrichtung der laufenden Viertelsrente des Versicher-
ten ab 1.   August 2019 angeordnet hatte, setzte sie mit einer weiteren Rentenverfügung vom 
25. Juli 2019 betragsmässig die dem Versicherten für den Zeitraum vom 1. Juni 2016 bis 
31. Juli 2019 zustehenden Rentenbetreffnisse und die ihm auszurichtende Nachzahlung fest. 
Auch gegen diese Verfügung erhob A.____, wiederum vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herr-
mann, am 2. August 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin stellte er inhaltlich dieselben 
Rechtsbegehren wie in der Beschwerde vom 24. Juni 2019.  
 
E. Mit Verfügung vom 6. August 2019 legte das Kantonsgericht die beiden Beschwerde-
verfahren zwischen A.____ und der IV-Stelle betreffend die Rentenverfügungen vom 27. Juni 
2019 und 25. Juli 2019 (Beschwerdeverfahren Nr. 720 19 323 und 720 19 250) zusammen.  
 
F. In ihrer Vernehmlassung vom 9. August 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerden. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. E.____, 
Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 10. Juli 
2019 bei.  
 
G. Abweichend vom bisherigen, jeweils in den Ziff. 2 der Beschwerden vom 24. Juni 2019 
und 2. August 2019 gestellten Rechtsbegehren beantragte der Beschwerdeführer in seiner 
Replik vom 27. August 2019 neu, eventualiter seien die Verfügungen vom 22. Mai 2019 und 
25. Juli 2019 aufzuheben, es sei ein gerichtliches, bidisziplinäres (neurologisch-psychiatrisches) 
Gutachten einzuholen und im Anschluss sei neu über seine Leistungsansprüche zu befinden. 
Das bisherige, in den Ziff. 2 der Beschwerden gestellte Rechtsbegehren sei neu als Subeven-
tualbegehren zum vorstehenden Eventualbegehren zu berücksichtigen. Im Übrigen hielt der 
Beschwerdeführer an seinen bisherigen Anträgen und wesentlichen Vorbringen fest.  
 
H. In seiner zu Handen der Beschwerdegegnerin verfassten Stellungnahme vom 16. Sep-
tember 2019 hielt der RAD-Arzt pract. med. F.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, fest, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit aus psychiatrischer Sicht 
nicht möglich sei und die Vorbringen des Beschwerdeführers im Rahmen der Replik formell 
zutreffend seien. Aus diesem Grund sei es angezeigt, zur Klärung der betreffenden Punkte mit 
einer Rückfrage an die Gutachter Dres. med. C.____ und D.____ zu gelangen. Gestützt auf 
diese Empfehlung beantragte die IV-Stelle in ihrer Duplik vom 18. September 2019, die Vor-
bringen des Beschwerdeführers seien den Gutachtern zu unterbreiten. 
 
I. Anlässlich der Urteilsberatung vom 7. November 2019 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
dene Aktenlage nicht möglich sei. Das Gutachten der Dres. C.____ und D.____ vom 1./8. Juni 
2018 lasse bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten Fragen offen. Es 
rechtfertige sich daher, wie dies die IV-Stelle in ihrer Duplik und der Beschwerdeführer als Sub-
eventualbegehren in seiner Replik beantragt hätten, den Gutachtern Dres. C.____ und D.____ 
ergänzende Fragen zu unterbreiten. Zusätzlich sei den beiden Fachärzten Gelegenheit zu ge-

 

 
 
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ben, nachträglich zu zwei Abschlussberichten der beruflichen Abklärungen in den Institutionen 
G.____ bzw. H.____ Stellung zu nehmen. Diese beiden Berichte hatten im Zeitpunkt der Auf-
tragserteilung an die Gutachter bzw. im Zeitraum, in welchem die Begutachtung erfolgt war, 
noch nicht vorgelegen. Das Kantonsgericht beschloss daher, die beiden Verfahren auszustellen 
und mit ergänzenden Fragen an die Gutachter Dres. C.____ und D.____ zu gelangen. Im An-
hang zu diesem Beschluss unterbreitete das Kantonsgericht den Parteien den Entwurf des vor-
gesehenen Fragenkatalogs. Die Parteien erklärten sich hiermit einverstanden, wobei der Be-
schwerdeführer um Beantwortung einer zusätzlichen Frage ersuchte. In der Folge ergingen die 
entsprechenden Anfragen mit separaten Schreiben vom 9. März 2020 an die Dres. C.____ und 
D.____.  
 
K. Am 29. April 2020 liess Dr. D.____ dem Kantonsgericht sein Antwortschreiben zu-
kommen, Dr. C.____ beantwortete die ihm unterbreiteten Fragen am 26. Juni 2020. Die Partei-
en machten mit Eingaben vom 29. Juli 2020 von der Gelegenheit Gebrauch, zu diesen ergän-
zenden Ausführungen der Gutachter Stellung zu nehmen. Anschliessend wurde die Angele-
genheit mit Verfügung vom 5. August 2020 erneut dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekte der vorliegenden 
Verfahren bilden zwei Verfügungen der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die Beschwerden des Versicherten 
vom 24. Juni 2019 und 2. August 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 

 

 
 
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von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 

 

 
 
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zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 3.2.2).  
 
3.4 Zwar obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden 
ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin und 
nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Mit Blick auf die rechtspre-
chungsgemäss enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft 
und der Berufsberatung ist jedoch einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung 
nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen. Steht 
eine medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Dis-
krepanz zu einer Leistung, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei ein-
wandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert wurde und ge-
mäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel 

 

 
 
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an den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist das Einholen einer klärenden medizinischen 
Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2020, 
8C_30/2020, E. 5.2.1 mit Hinweisen).  
 
4. Die IV-Stelle holte zur Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten bei den Dres. C.____ und D.____ das neurologisch-psychiatrische Gutachten 
vom 1./8. Juni 2018 ein.  
 
4.1 Im neurologischen (Teil-) Gutachten vom 1. Juni 2018 erhob Dr. C.____ als Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein mässig bis mittelschwer ausgeprägtes, linksbetontes 
Lumbovertebralsyndrom mit/bei (1) Status nach Dekompression L2/3 am 04.01.16 bei Spinal-
kanalstenose und cranial sequestrierter Discushernie L2/3, (2) residuell sensibler radikulärer 
Ausfallssymptomatik L5 mehr als S1 links, (3) residuell diskreter Asymmetrie beim Einbeinhüp-
fen zu Ungunsten von links und (4) möglicher leichter radikulärer Reizsymptomatik links. Zur 
Frage der Arbeitsfähigkeit des Versicherten führte Dr. C.____ Folgendes aus: Aufgrund der 
festgestellten Beeinträchtigungen könne der Explorand keine körperlich schweren Tätigkeiten 
mehr ausüben. Repetitive mittelschwere Tätigkeiten und Lasten über 15 kg seien ihm ebenfalls 
nicht mehr zumutbar. Nicht mehr verrichten könne er sodann repetitive Arbeiten über Kopf, im 
Knien, im Bücken, unter Rotation der Wirbelsäule und Tätigkeiten mit Zug- und Stossbelastung 
der Wirbelsäule sowie Arbeiten mit langen Zwangsstellungen im Sitzen und Stehen und Tätig-
keiten vorwiegend im Gehen. Die angestammte berufliche Tätigkeit als Maler könne der Versi-
cherte aufgrund der dabei auftretenden körperlichen Belastungen nicht mehr ausüben. Was 
mögliche zumutbare Verweistätigkeiten betreffe, sei davon auszugehen, dass der Explorand 
körperlich leichte bis ab und zu mittelschwere Arbeiten verrichten könne, sofern die vorstehend 
beschriebenen Anpassungen beachtet würden. Dabei sei eine Wechselbelastung anzustreben. 
Eine solche Tätigkeit könne dem Versicherten in vollem Pensum zugemutet werden, allerdings 
mit deutlich vermehrten Pausen und einer längeren Mittagspause, damit er sich bewegen und 
entspannen könne. Aus diesem Grund könne das Rendement bezogen auf ein Ganztagespen-
sum auf 70 % eingeschätzt werden. Retrospektiv gesehen sei der Explorand bis etwa Ende 
April 2016 für sämtliche Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit Mai 2016 bestehe 
in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von ca. 30 %, ab Juli 2016 eine solche von 
50 % und seit Anfang 2017 eine 70 %-ige Arbeitsfähigkeit. 
 
4.2 Dr. D.____ stellte im psychiatrischen (Teil-) Gutachten vom 8. Juni 2018 als Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig 
leicht- bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0/1). Aufgrund dieses Leidens und unter gleich-
zeitiger Mitberücksichtigung der eingeschränkten kognitiv-intellektuellen Ressourcen lasse sich 
aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten wie 
auch in einer alternativen Tätigkeit von 40 % begründen, dabei mitberücksichtigt sei eine 
gleichzeitige gewisse Verminderung der Leistungsfähigkeit. Vorübergehend sei aufgrund von 
intensiveren depressiven Beschwerden ab Anfang 2016 von einer etwa 50%-igen Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit bis approximativ Ende 2016 auszugehen, seither bestehe eine 40 %-
ige Arbeitsunfähigkeit.  
 

 

 
 
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4.3 In ihrer interdisziplinären Konsensbesprechung führten die Dres. C.____ und D.____ 
zur Arbeitsfähigkeit aus, der Explorand sei in seiner angestammten Tätigkeit als Maler seit En-
de Juni 2015 nicht mehr arbeitsfähig. In angepasster Tätigkeit, wie sie im neurologischen Gut-
achten beschrieben sei, sei der Versicherte spätestens ab Operationsdatum (04.01.16) bis En-
de April 2016 ebenfalls nicht arbeitsfähig gewesen. Ab Mai 2016 bis Ende Juni 2016 habe für 
eine solche Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30 % vorgelegen, ab Juli 2016 bis Ende 
2016 habe die Arbeitsfähigkeit 50 % und ab Anfang 2017 60 % betragen. Begründet seien die-
se Einschränkungen sowohl aus neurologischer wie auch aus psychiatrischer Sicht, eine additi-
ve Wirkung der Einschränkungen habe aus bidisziplinärer Sicht nicht festgestellt werden kön-
nen.  
 
4.4 In den angefochtenen Verfügungen vom 27. Juni 2019 und 25. Juli 2019 stützte sich 
die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und insbesondere auch der Arbeits-
fähigkeit des Versicherten auf die geschilderten Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und 
D.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 1./8. Juni 2018 gelangt waren.  
 
5.1 In seinen Beschwerden vom 24. Juni 2019 und 2. August 2019 beanstandete der Ver-
sicherte, dass dieses Gutachten der Dres. C.____ und D.____ hauptsächlich an drei relevanten 
Mängeln leide. So sei die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne Diskussion und Begründung der 
abweichenden Einschätzung aus der ausführlichen beruflichen Abklärung erfolgt. Im Weiteren 
differenziere die Bezifferung der Restarbeitsfähigkeit im psychiatrischen Gutachten nicht zwi-
schen in zeitlicher Hinsicht zumutbarem Arbeitspensum und (anerkanntermassen reduzierter) 
Leistungsfähigkeit und schliesslich werde die fehlende additive Wirkung der somatischen und 
psychischen Beeinträchtigungen von den Gutachtern nicht begründet.  
 
5.2 In seiner zu Handen der Beschwerdegegnerin verfassten Stellungnahme vom 16. Sep-
tember 2019 hielt der RAD-Arzt pract. med. F.____ fest, dass eine abschliessende Beurteilung 
der Angelegenheit aus psychiatrischer Sicht nicht möglich sei und die Vorbringen des Be-
schwerdeführers im Rahmen der Replik formell zutreffend seien. Zudem sei nicht klar, woran 
die Gutachter die Verbesserung der depressiven Beschwerden ab Ende 2016 festmachen wür-
den. Es sei deshalb angezeigt, zur Klärung der betreffenden Punkte mit einer Rückfrage an die 
Gutachter Dres. C.____ und D.____ zu gelangen. Gestützt auf diese Empfehlung beantragte 
die IV-Stelle in ihrer Duplik vom 18. September 2019, die Vorbringen des Beschwerdeführers 
seien den Gutachtern zu unterbreiten. 
 
5.3 Anlässlich der Urteilsberatung vom 7. November 2019 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
dene Aktenlage nicht möglich sei. Das Gutachten der Dres. C.____ und D.____ vom 1./8. Juni 
2018 vermöge zwar in verschiedener Hinsicht - wie insbesondere in der Beurteilung des Ge-
sundheitszustands des Versicherten - zu überzeugen. Insoweit könne ihm bei der Beweiswürdi-
gung denn auch volle Beweiskraft beigemessen werden. Gleichzeitig pflichtete das Kantonsge-
richt aber den übereinstimmenden Parteistandpunkten bei, wonach das Gutachten bezüglich 
einzelner Aspekte der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten Fragen offen lasse. Es 
rechtfertige sich deshalb, wie dies die IV-Stelle in ihrer Duplik und der Beschwerdeführer als 

 

 
 
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Subeventualbegehren in seiner Replik beantragt hätten, mit entsprechenden Ergänzungsfragen 
an die beiden Gutachter Dres. C.____ und D.____ zu gelangen. Zusätzlich sei den Gutachtern 
Gelegenheit zu geben, nachträglich zu den Abschlussberichten der beruflichen Abklärungen in 
den Institutionen G.____ vom 9. März 2018 bzw. H.____ vom 28. Januar 2019 Stellung zu 
nehmen. Diese beiden Berichte hatten im Zeitpunkt der Auftragserteilung an die Gutachter bzw. 
im Zeitraum, in welchem die Begutachtung erfolgte, noch nicht vorgelegen. Mit Beschluss vom 
7. November 2019 entschied das Kantonsgericht deshalb, die beiden Verfahren auszustellen 
und den beiden Gutachtern Dres. C.____ und D.____ ergänzende Fragen zu stellen. Nachdem 
es den Parteien den Entwurf des Fragenkatalogs vorgelegt und diese sich damit einverstanden 
erklärt hatten, ersuchte das Kantonsgericht die Gutachter um Beantwortung der folgenden Fra-
gen: 

„1. Im psychiatrischen Teilgutachten (vgl. S. 16 oben) halten Sie fest, dass sich aus psychiatrischer 
Sicht in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer alternativen Tätigkeit eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 40 % begründen lasse. In dieser Einschätzung der Arbeitsfähigkeit differen-
zieren Sie nicht zwischen in zeitlicher Hinsicht zumutbarem Arbeitspensum und anerkanntermas-
sen reduzierter Leistungsfähigkeit. Bitte legen Sie dar, ob die 40 %-ige Arbeitsunfähigkeit aus-
schliesslich in Form einer Leistungsminderung (bei einer zumutbaren 100 %-igen Präsenz) be-
steht oder ob die Arbeitsfähigkeit zusätzlich auch in zeitlicher Hinsicht eingeschränkt ist. Falls 
Letzteres zutrifft: Wie hoch sind die jeweiligen Einschränkungen (in zeitlicher Hinsicht und leis-
tungsmässig) und wie wirken sie sich insgesamt auf die Arbeitsfähigkeit aus?  

 
2. In ihrer Konsensbesprechung vom 1. Juni 2018 (S. 20 des neurologischen Teilgutachtens) führen 

Sie aus, eine additive Wirkung der aus somatischer und psychiatrischer Sicht begründeten Ein-
schränkungen habe aus bidisziplinärer Sicht nicht festgestellt werden können. Bitte begründen 
Sie diese Einschätzung näher.  

 
3. Bitte nehmen Sie zu den abweichenden Einschätzungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in 

den Abschlussberichten der beruflichen Abklärungen in der Institution G.____ vom 9. März 2018 
(IV-Akte Nr. 111) bzw. in der Institution H.____ vom 28. Januar 2019 (IV-Akte Nr. 171) Stellung.  

 
4. Woran machen Sie die Verbesserung der depressiven Beschwerden ab Ende 2016 (S. 19 des 

psychiatrischen Teilgutachtens) fest? 
 
5. Bemerkungen“ 

 
Darüber hinaus ersuchte der Beschwerdeführer um Beantwortung der folgenden Zusatzfrage: 
 

"Im neurologischen Teilgutachten wird retrospektiv von einer Arbeitsfähigkeit von 30 % per Mai 
2016, von 50 % per Juli 2016 und von 70 % per Anfang 2017 ausgegangen (Ziffer 7.4 Seite 16). 
Bitte begründen Sie einlässlich ihre Annahme der verbesserten Arbeitsfähigkeit für die vorge-
nannten Zeitpunkte mit Bezug auf die jeweils massgebenden Diagnosen und Befunde." 

 
5.4 Am 29. April 2020 liess Dr. D.____ dem Kantonsgericht sein Antwortschreiben zu-
kommen. Zur ersten Frage führte er aus, im psychiatrischen Teilgutachten werde tatsächlich 
nicht präzise unterschieden zwischen zeitlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und der 
Verminderung der Leistungsfähigkeit. Entscheidend aus psychiatrischer Sicht sei die Tatsache, 
dass dem Versicherten keine höhere als eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit zugemutet werden kön-
ne. Es sei am ehesten davon auszugehen, dass eine 20 %-ige Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit in zeitlicher Hinsicht bestehe, zusätzlich lasse sich eine etwa 20 bis 25 %-ige Verminderung 
der Leistungsfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht begründen. Aus seiner fachärztlichen Optik 
spiele es aber keine entscheidende Rolle, ob der Versicherte mit einem zeitlichen Pensum von 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

100 % arbeite und dabei lediglich eine 60 %-ige Leistung erbringe, da er wegen seiner Be-
schwerden vermehrt Pausen einlegen müsse, oder ob die Leistungsfähigkeit bei einem zeitli-
chen Arbeitspensum von 80 % um 20 bis 25 % vermindert sei. Es handle sich hierbei um eine 
gemittelte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf dem Hintergrund der erhobenen psychischen 
Gesundheitsbeeinträchtigungen unter gleichzeitiger Mitberücksichtigung der eingeschränkten 
kognitiv-intellektuellen Ressourcen. Auf die zweite Frage nach einer allfälligen additiven Wir-
kung der aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht festgestellten Einschränkungen hielt 
Dr. D.____ fest, eine solche lasse sich insbesondere deswegen nicht begründen, weil in ur-
sächlicher Hinsicht für die Depression die andauernden Schmerzen zu nennen seien. Schmer-
zen und Depression stünden in einer Wechselbeziehung, sie könnten nicht als klar getrennte 
Entitäten betrachtet werden. Zur Frage 3 nach den abweichenden Einschätzungen der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit in den Abschlussberichten der beruflichen Abklärungen sei nicht aus 
psychiatrischer Sicht Stellung zu nehmen, da die Einschränkungen in den betreffenden Berich-
ten mit der begrenzten physischen Belastbarkeit begründet würden. In seiner Antwort zur letz-
ten Frage, woran er die Verbesserung der depressiven Beschwerden ab Ende 2016 festmache, 
wies Dr. D.____ darauf hin, dass ein Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. I.____, 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 3. Dezember 2016 vorliege. Im Vergleich zu den in 
diesem Bericht beschriebenen Symptomen sei es bis heute zu einer Verbesserung gekommen. 
Der Zeitpunkt der Verbesserung könne lediglich approximativ angegeben werden, seiner Ein-
schätzung nach ab etwa Ende 2016. Der Explorand habe laut eigenen Angaben im Juni 2016 
erstmals Dr. I.____ aufgesucht. Seither werde er unter anderem medikamentös behandelt. Ret-
rospektiv könne zwar nicht mit Sicherheit, jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausge-
gangen werden, dass es spätestens nach einem halben Jahr seit Behandlungsbeginn zu einer 
Verbesserung der depressiven Beschwerden gekommen sein dürfte. Zu dieser Einschätzung 
würden auch die subjektiven Angaben des Versicherten passen. 
 
5.5 Dr. C.____ beantwortete die ihm unterbreiteten Fragen am 26. Juni 2020. Bezüglich 
einer allfälligen additiven Wirkung der aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht festge-
stellten Einschränkungen wies auch er darauf hin, dass Schmerzen und Depression - weder 
aus psychiatrischer noch aus neurologischer Sicht - in Prozenten auseinandergehalten noch 
aufgeteilt werden könnten, da eine Wechselwirkung bzw. eine gegenseitige Verstärkung anzu-
nehmen seien. In der anlässlich der Konsensbesprechung ermittelten Gesamtbeeinträchtigung 
von 40 % seien sowohl die Auswirkungen der Schmerzen als auch der Depression enthalten. 
Zu den abweichenden Einschätzungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in den Abschlussbe-
richten der beruflichen Abklärungen in den Institutionen G.____ vom 9. März 2018 bzw. H.____ 
vom 28. Januar 2019 führte Dr. C.____ aus, bei näherer Betrachtung dieser Berichte erscheine 
aus heutiger Sicht fraglich, wie gross die Motivation des Versicherten, eine möglichst hohe Ar-
beitsleistung und ein möglichst hohes Pensum zu erreichen, wirklich gewesen sei. In den Be-
richten werde verschiedentlich eine Vermeidenshaltung, die Frustration über den Verlauf des 
Verfahrens, eine sehr häufige Inanspruchnahme von Pausen, das wiederholte Klagen über 
Schmerzen sowie ein hohes- Mitteilungs- und Redebedürfnis mit anderen erwähnt, was alles 
auf eine eher mangelnde Motivation hinweise. Andererseits habe er offenbar im Februar 2018 
im Unterhaltsdienst während einer Woche eine Präsenz von vier bis viereinhalb Stunden einhal-
ten können. Dabei habe es sich um eine wechselbelastende Tätigkeit gehandelt, wie sie im 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Gutachten vom 1./8. Juni 2018 als optimal empfohlen worden sei. Im Weiteren wies Dr. C.____ 
darauf hin, dass es generell schwierig sei, aufgrund solcher Berichte über Wiedereingliede-
rungsmassnahmen eine Arbeitsfähigkeit festzusetzen, was eben auch an der unterschiedlichen 
und oft für alle schwer einzuschätzenden Motivation der Versicherten liege. Aus diesem Grund 
sei es ja auch Usanz, zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit unabhängige medizinische Begutach-
tungen in Auftrag zu geben. Die Zusatzfrage des Beschwerdeführers beantwortete Dr. C.____ 
dahingehend, dass es sich bei den betreffenden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit vorwie-
gend um Erfahrungswerte unter Berücksichtigung sämtlicher zur Verfügung stehender Informa-
tionen gehandelt habe. In der Regel könne ein stabilisierter Zustand spätestens etwa ein Jahr 
nach der Operation, hier also Anfang 2017, angenommen werden. Der Verlauf zwischen Mai 
2016 (mit einer Arbeitsfähigkeit von 30 %) bis Anfang 2017 (mit einer solchen von 70 %) sei 
retrospektiv mehr oder weniger kontinuierlich gewesen, wobei in den ersten Monaten nach ei-
nem solchen Eingriff von einer prozentual höheren Erholung pro Zeit als im späteren Verlauf 
auszugehen sei. Dem habe man mit der Annahme, dass die zwischenzeitliche Steigerung auf 
eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit nicht exakt zwischen Mai 2016 und Anfang 2017, sondern per 
Juli 2016 eingetreten sei, Rechnung getragen.  
 
5.6 Am Schluss des Antwortschreibens von Dr. C.____ gaben die beiden Gutachter die 
Ergebnisse wieder, zu denen sie im Rahmen ihrer am 26. Juni 2020 erfolgten erneuten Kon-
sensbesprechung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten gelangten. Danach müssten die körper-
lichen Einschränkungen des Exploranden aufgrund der neueren Erkenntnisse doch etwas hö-
her eingeschätzt werden als im Gutachten vom 1./8. Juni 2018, nämlich heute aus neurologi-
scher Sicht auf 40 %. Unter Berücksichtigung dieses Umstands müsse die heutige und retro-
spektive Einschränkung seit Anfang 2017 ebenfalls etwas höher eingeschätzt werden, nämlich 
auf einen Wert von 50 %. Dabei würden sich keine interdisziplinären Widersprüche ergeben.  
 
5.7 In seiner Stellungnahme vom 29. Juli 2020 zu den Antwortschreiben der Gutachter 
wies der Beschwerdeführer vorab darauf hin, dass seine Beanstandungen am Beweiswert der 
Expertise vom 1./8. Juni 2018 offensichtlich insofern zutreffend gewesen seien, als nun die 
Gutachter tatsächlich von einer Erwerbsunfähigkeit von neu 50 % (vormals 40 %) ausgehen 
würden. Darüber hinaus beanstandete der Beschwerdeführer aber, dass Dr. C.____ in seiner 
Stellungnahme seine Einschätzung der Erwerbsunfähigkeit immer noch nicht schlüssig herleite. 
Im Ergebnis sei die Aktenlage für einen Leistungsentscheid nach wie vor ungenügend. Er bean-
trage deshalb die Einholung eines neuen bidisziplinären psychiatrisch-neurologischen Gutach-
tens bei neutraler und objektiver Stelle, wobei dieses Gutachten mit einer Evaluation der funkti-
onellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu verknüpfen sei. Rein eventualiter weise er darauf hin, dass 
aus der nunmehr attestierten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von mindestens 50 % jedenfalls 
ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % resultiere, zumal der leidensbedingte Abzug auf 15 % 
zu beziffern sei.  
 
5.8 Gestützt auf zwei Beurteilungen ihrer RAD-Ärzte Dr. E.____ und pract. med. F.____ 
vom 8. und 24. Juli 2020 vertrat die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 29. Juli 
2020 zu den Antwortschreiben der Dres. C.____ und D.____ den Standpunkt, die Rückfragen 
seien schlüssig und nachvollziehbar beantwortet worden, "sodass auf das bidisziplinäre Gut-

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

achten abgestellt werden kann." Zur neuen Einschätzung der beiden Experten, wonach aus 
bidisziplinärer Sicht nicht mehr von der bisher attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 %, sondern 
stattdessen von einer solchen von 50 % auszugehen sei, äusserte sich die IV-Stelle nicht.  
 
6.1 In Berücksichtigung der ergänzenden Ausführungen von Dr. D.____ vom 29. April 
2020 und von Dr. C.____ vom 26. Juni 2020 liegt in dieser Angelegenheit nunmehr eine voll-
ständige und schlüssige gutachterliche Beurteilung des massgebenden medizinischen Sach-
verhalts vor. So erklären die beiden Fachärzte überzeugend, weshalb aus bidisziplinärer Sicht 
nicht von einer additiven Wirkung der aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht festgestell-
ten Einschränkungen ausgegangen werden kann. Im Weiteren legt Dr. D.____ in nachvollzieh-
barer Weise dar, dass und weshalb es aus seiner fachärztlichen Optik letztlich keine Rolle 
spielt, ob der Versicherte mit einem zeitlichen Pensum von 100 % arbeitet und dabei lediglich 
eine 60 %-ige Leistung erbringt, da er wegen seiner Beschwerden vermehrt Pausen einlegen 
muss, oder ob die Leistungsfähigkeit bei einem zeitlichen Arbeitspensum von 80 % um 20 bis 
25 % vermindert ist. Entscheidend ist, so das Fazit von Dr. D.____, dass dem Exploranden aus 
psychiatrischer Sicht keine höhere als eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit zugemutet werden kann. 
Schliesslich zeigt Dr. D.____ auch schlüssig auf, woran er die attestierte Verbesserung der de-
pressiven Beschwerden ab Ende 2016 festmacht. Dr. C.____ wiederum legt in seiner Stellung-
nahme überzeugend dar, wie er in seiner retrospektiven Beurteilung zu einer Arbeitsfähigkeit 
von 30 % per Mai 2016, von 50 % per Juli 2016 und von 70 % per Anfang 2017 gekommen ist. 
Ebenso begründet er in nachvollziehbarer Weise, weshalb bei der Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit des Versicherten nicht auf die abweichenden Einschätzungen in den Ab-
schlussberichten über die beruflichen Abklärungen in den Institutionen G.____ vom 9. März 
2018 bzw. H.____ vom 28. Januar 2019 abgestellt werden kann. Schliesslich erläutern die Gut-
achter gemeinsam auch hinreichend ihre neue Einschätzung, wonach aus bidisziplinärer Sicht 
ab Anfang 2017 nicht mehr von der bisher attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 %, sondern 
stattdessen von einer solchen von 50 % auszugehen ist. Bezüglich all dieser Punkte kann voll-
umfänglich auf die oben ausführlich wiedergegebenen Stellungnahmen der beiden Gutachter 
vom 29. April 2020 und 26. Juni 2020 (vgl. E. 5.4 bis 5.6 hiervor) verwiesen werden.  
 
6.2 Somit kann im Ergebnis bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das 
bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und D.____ vom 1./8. Juni 2020 unter Einschluss der 
ergänzenden Berichte vom 29. April 2020 und 26. Juni 2020 abgestellt werden. Wie oben aus-
geführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Sol-
che Indizien liegen hier keine mehr vor. Die anlässlich der ersten Urteilsberatung vom 
7. November 2019 noch offenen Fragen sind mit den ergänzenden Berichten vom 29. April 
2020 und 26. Juni 2020 vollständig und nachvollziehbar beantwortet worden. Das mit diesen 
beiden Berichten ergänzte und insoweit vervollständigte Gutachten der Dres. C.____ und 
D.____ vom 1./8. Juni 2018 ist nunmehr - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 
hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, 
es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der ak-
tuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich ausreichend mit den vorhandenen abweichen-
den ärztlichen Einschätzungen auseinander und es enthält nachvollziehbare Schlussfolgerun-
gen.  
 
6.3.1 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be-
weiskraft des Gutachtens der Dres. C.____ und D.____ vom 1./8. Juni 2020 - samt den ergän-
zenden Berichten vom 29. April 2020 und 26. Juni 2020 - in Frage zu stellen. Der Beschwerde-
führer beanstandet im Wesentlichen, dass Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 26. Juni 
2020 seine Einschätzung der Erwerbsunfähigkeit immer noch nicht schlüssig herleite. Der Gut-
achter anerkenne zwar, dass im Rahmen der beruflichen Massnahmen lediglich ein Pensum 
von 33 % und eine durchschnittliche Leistung von 31 % erreicht worden seien, er könne aber 
nicht schlüssig aufzeigen, weshalb nicht auf diese Werte, sondern auf seine abweichende gut-
achterliche Einschätzung abzustellen sei. Diesem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht 
gefolgt werden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), besteht zwischen der Ärzteschaft und 
der Berufsberatung zwar rechtsprechungsgemäss eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zu-
sammenarbeit, die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden erge-
benden funktionellen Leistungsfähigkeit obliegt in der Hauptsache jedoch dem Arzt oder der 
Ärztin und nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Das Einholen 
einer klärenden medizinischen Stellungnahme ist lediglich - aber immerhin - dann angezeigt, 
wenn die medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher 
Diskrepanz zu einer Leistung steht, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung 
bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert wurde 
und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist. Eine solche unterschied-
liche Beurteilung vermag ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen. Eine 
entsprechende Konstellation liegt hier aber nicht vor. Zum einen besteht zwischen der Ein-
schätzung der Fachleute der beruflichen Eingliederung und jener der Gutachter gar nicht eine 
derart erhebliche Diskrepanz, beziffern die Eingliederungsfachleute die Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit des Versicherten doch mit 33 % bzw. mit 31 %, während die Gutachter diese auf 50 % 
festsetzen. Zum andern stellt Dr. C.____ in seinen ergänzenden Ausführungen vom 26. Juni 
2020 berechtigterweise die Motivation des Versicherten in Frage, im Rahmen der beruflichen 
Abklärung eine möglichst hohe Arbeitsleistung und ein möglichst grosses Pensum zu erreichen. 
Er weist diesbezüglich zutreffend darauf hin, dass in den Berichten verschiedentlich eine Ver-
meidenshaltung, die Frustration über den Verlauf des Verfahrens, eine sehr häufige Inan-
spruchnahme von Pausen, das wiederholte Klagen über Schmerzen sowie ein hohes Mittei-
lungs- und Redebedürfnis mit anderen erwähnt werden, was alles - und auch darin ist 
Dr. C.____ beizupflichten - auf eine eher mangelnde Motivation hinweist. 
 
6.3.2 In allen übrigen Punkten haben die Antworten der Gutachter auf die ihnen im Nach-
gang zur ersten Urteilsberatung unterbreiteten Fragen offenbar auch aus Sicht der Parteien die 
erforderliche Klärung und Vervollständigung des medizinischen Sachverhalts gebracht. Die ent-
sprechenden Ausführungen der beiden Experten werden jedenfalls weder vom Versicherten 
noch von der Beschwerdegegnerin in den jeweiligen Stellungnahmen vom 29. Juli 2020 bean-

 

 
 
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standet oder in Zweifel gezogen. Somit kann an dieser Stelle von weiteren Erörterungen hierzu 
abgesehen werden.  
 
6.4 Lässt die im Nachgang zur ersten Urteilsberatung vervollständigte Aktenlage nunmehr 
eine zuverlässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht 
kein Anlass, dem in der Stellungnahme vom 29. Juli 2020 gestellten Antrag des Beschwerde-
führers zu entsprechen, wonach ein neues bidisziplinäres (psychiatrisch-neurologisches) Gut-
achten bei neutraler und objektiver Stelle einzuholen sei. Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde 
zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indes-
sen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich 
sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die 
vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und die-
ser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet wer-
den. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3). 
 
6.5 Zusammenfassend ist demnach gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen der 
Dres. C.____ und D.____ in der Expertise vom 1./8.Juni 2018 bzw. in den ergänzenden Berich-
ten vom 29. April 2020 und 26. Juni 2020 davon auszugehen, dass dem Versicherten die Aus-
übung einer leidensadaptierten Verweistätigkeit ab Ablauf des Wartejahres (25. Juni 2016) im 
Umfang von 30 % und ab 1. Juli 2016 im Umfang von 50 % zumutbar war.  
 
7.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.5 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. In der Verfügung vom 
27. Juni 2019 nahm die IV-Stelle die erforderlichen Einkommensvergleiche vor. Da der Be-
schwerdeführer seit Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen keiner oder jedenfalls kei-
ner zumutbaren Erwerbstätigkeit mehr nachging, setzte die IV-Stelle das Invalideneinkommen 
zu Recht unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamtes für Statistik fest (vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 321 
E. 3b/aa). Auf diese Weise errechnete sie ab 25. Juni 2016 (Ablauf des Wartejahres) auf der 
Basis der gutachterlich attestierten 30 %-igen Arbeitsfähigkeit und unter Gewährung eines Ab-
zugs von 10 % für die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung (vgl. zur Kürzung von Tabellenlöh-
nen: BGE 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75) ein zumutbares Invalideneinkommen in der Höhe 
von Fr. 17'996.-- sowie ab 1. Juli 2016 auf der Grundlage der gutachterlich attestierten Arbeits-
fähigkeit von nunmehr 50 % und wiederum unter Gewährung eines Tabellenlohnabzugs von 
10 % ein solches von Fr. 29'994.--. Diese Beträge stellte sie dem gestützt auf die Angaben der 
letzten Arbeitgeberin ermittelten Valideneinkommen von Fr. 68‘250.-- gegenüber und gelangte 
so zu Invaliditätsgraden von 74 % ab 25. Juni 2016 bzw. von 56 % ab 1. Juli 2016.  
 
7.2 Der Beschwerdeführer beanstandet im Zusammenhang mit den genannten Berech-
nungen einzig, dass ihm die IV-Stelle nicht bloss einen 10 %-igen Abzug vom Tabellenlohn, 
sondern einen solchen von 15 % hätte gewähren müssen. Wie es sich damit verhält, kann letzt-
lich offen bleiben, denn vorliegend hätte die Vornahme des geltend gemachten 15 %-igen Ta-

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

bellenlohnabzugs ab 1. Juli 2016 zwar einen leicht höheren Invaliditätsgrad von 58 % (statt 
56 %) zur Folge, aber auch diese Berechnung würde im Ergebnis unverändert zu einem An-
spruch auf eine halbe Rente führen. Somit kann von Weiterungen zu dieser Frage abgesehen 
werden.  
 
7.3 Die vorinstanzliche Bemessung des massgebenden Validen- und des zumutbaren In-
valideneinkommens erweist sich (auch) in den übrigen Punkten als korrekt. Die von der IV-
Stelle ermittelten Zahlen sind denn auch - abgesehen vom vorstehend erörterten Einwand - in 
der vorliegenden Beschwerde nicht beanstandet worden. Unter diesen Umständen kann hier 
von weiteren Ausführungen zu den Einkommensvergleichen abgesehen und stattdessen voll-
umfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 27. Juni 
2019 verwiesen werden.  
 
7.4 Zu prüfen bleibt, wie sich die ermittelten Invaliditätsgrade von 74 % ab 25. Juni 2016 
(Ablauf des Wartejahres) und von 56 % ab 1. Juli 2016 auf die Höhe und die Dauer des Ren-
tenanspruchs des Beschwerdeführers auswirken. Bei einem Invaliditätsgrad von 74 % hat der 
Versicherte ab 1. Juni 2017 Anspruch auf eine ganze Rente. Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist eine Verbesserung der 
Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu 
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dau-
ern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung 
drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Nach dem Gesagten 
liegt beim Versicherten seit 1. Juli 2016 lediglich noch ein Invaliditätsgrad von 56 % vor, was 
einen Anspruch auf eine halbe Rente ergibt. In Berücksichtigung der genannten Bestimmung 
besteht der Anspruch auf die ganze Rente noch während dreier Monate seit der ab 1. Juli 2016 
eingetretenen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, also noch bis Ende September 2016. Mit 
Wirkung ab 1. Oktober 2016 ist die ganze Rente auf eine halbe Rente herabzusetzen.  
 
8. Aus den vorstehenden Ausführungen folgt zusammenfassend, dass die IV-Stelle dem 
Versicherten zu Recht mit Wirkung ab 1. Juni 2016 eine ganze und ab 1. Oktober 2016 eine 
halbe Rente zugesprochen hat. Als unzutreffend erweist sich hingegen die von der Vorinstanz 
mit Wirkung ab 1. April 2017 (zusätzlich) verfügte Herabsetzung der halben Rente auf eine Vier-
telsrente. Nach dem Gesagten steht dem Versicherten - wie beschwerdeweise beantragt - ab 
1. Oktober 2016 eine unbefristete halbe Rente zu. Die vorliegende Beschwerde ist demnach 
gutzuheissen und die angefochtenen Verfügungen vom 27. Juni 2019 und 25. Juli 2019 sind 
insoweit zu ändern, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2016 An-
spruch auf eine unbefristete halbe Rente hat. 
 
9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende 
und die IV-Stelle unterliegende Partei. 
 

 

 
 
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9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Da die IV-Stelle unterliegende Partei ist, sind die Ver-
fahrenskosten ihr zu auferlegen. 
 
9.3 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Vorliegend war das Gericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 7. November 2019 
zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals vor-
handene Aktenlage nicht möglich war. Es entschied deshalb, den Fall auszustellen und mit er-
gänzenden Fragen an die Administrativgutachter Dres. C.____ und D.____ zu gelangen. Die 
Experten ergänzten in der Folge mit Berichten vom 29. April 2020 und 26. Juni 2020 ihr Admi-
nistrativgutachten vom 1./8. Juni 2018. Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung zeigte, 
waren diese zusätzlichen Ausführungen für eine abschliessende Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts unerlässlich. Es rechtfertigt sich deshalb, die Kosten der beiden Berichte von 
Dr. D.____ vom 29. April 2020 in der Höhe von Fr. 600.-- (gemäss Honorarrechnung vom 
29. April 2020) und von Dr. C.____ vom 26. Juni 2020 in der Höhe von Fr. 750.-- (gemäss Ho-
norarrechnung vom 30. Juni 2020) der IV-Stelle Basel-Landschaft zu auferlegen.  
 
9.4 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seinen beiden Honorarnoten vom 27. August 2019 und 18. August 2020 für das vorlie-
gende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 22 Stunden geltend gemacht. Den detaillier-
ten Rechnungen ist nun aber zu entnehmen, dass in beiden Kostennoten unter der Position 
"Urteilsnachbesprechung mit Klient" Bemühungen von jeweils 45 Minuten ausgewiesen werden. 
Der betreffende Aufwand fällt jedoch nur einmal an und ist entsprechend nur einmal zu ent-
schädigen. Die ausgewiesenen Bemühungen von insgesamt 22 Stunden sind demnach um 
45 Minuten zu kürzen. Der verbleibende entschädigungsberechtigte Zeitaufwand von 21,25 
Stunden erweist sich zwar nach wie vor als hoch, in Anbetracht der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen und in Berücksichtigung, dass im Laufe des Prozesses mehrere Ein-
gaben und Stellungnahmen an das Gericht zu verfassen waren, aber noch als angemessen. 
Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung 
gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- und nicht zu den vom Rechtsvertreter in seinen bei-
den Rechnungen geltend gemachten Ansätzen von Fr. 300.-- bzw. von Fr. 280.-- zu entschädi-
gen. Nicht zu beanstanden sind die insgesamt geltend gemachten Auslagen von Fr. 135.60. 
Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'867.60 

 

 
 
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(21,25 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 135.60 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Las-
ten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerden werden die angefochtenen Verfü-
gungen der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 27. Juni 2019 und 25. Juli 
2019 insoweit geändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerdefüh-
rer ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf eine unbefristete halbe Rente hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Kosten der Berichte von. Dr. D.____ vom 29. April 2020 in der 
Höhe von Fr. 600.-- und von Dr. C.____ vom 26. Juni 2020 in der Höhe 
von Fr. 750.-- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 5'867.60 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
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