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**Case Identifier:** 2ba91703-0739-5880-9a3d-9054fa619641
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.03.2013 720 2012 304 / 50 (720 12 304 / 50)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2012-304---50_2013-03-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  14. März 2013 (720 12 304 / 50) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit / Würdigung des poly-

disziplinären Gutachtens 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Michael Guex, Kantonsrichter 

Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch André Baur, Advokat, 
Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1970 geborene A.____ war vom 1. Juni 2006 bis 30. Juni 2007 als Reinigungs- und 
Servicemitarbeiterin beim Café B.____ angestellt. Am 29. Mai 2007 meldete sie sich unter Hin-
weis auf verschiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Mit Verfügung vom 19. Juli 2007 wies die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das Gesuch um Arbeitsvermittlung ab, da die Versicherte 
aktuell zu 100% arbeitsunfähig sei. Mit Verfügung vom 26. September 2007 wurde ferner das 

 
 
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Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente abgewiesen, da das Wartejahr noch nicht erfüllt 
sei.  
 
Am 19. März 2008 meldete sich A.____ erneut bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen an. 
Nach weiterer Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Verhält-
nisse inklusive Einholung eines bidisziplinären Gutachtens bei der Academy of Swiss Insurance 
Medicine (asim) ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 20%. Gestützt auf dieses Er-
gebnis lehnte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 13. Oktober 
2010 den Anspruch auf eine IV-Rente ab.  
 
Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat André Baur, am 16. November 2010 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und be-
antragte in erster Linie die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer 
ganzen Invalidenrente. Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2010 teilte die IV-Stelle dem 
Kantonsgericht mit, dass sie eine umfassende polydisziplinäre Begutachtung vornehmen wolle, 
weshalb die angefochtene Verfügung lite pendente aufgehoben werde. Die Beschwerde wurde 
in der Folge mit Beschluss der Präsidentin vom 10. Januar 2011 infolge Gegenstandslosigkeit 
abgeschrieben. 
 
Nach Einholung eines polydisziplinären Gutachtens durch die Ärztliche Begutachtungsinstitut 
GmbH (ABI) und Durchführung eines Vorbescheidverfahrens ermittelte die IV-Stelle einen Inva-
liditätsgrad von 30% und lehnte den Anspruch von A.____ auf eine Invalidenrente mit Verfü-
gung vom 6. September 2012 erneut ab. 
 
B. Gegen die Verfügung erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat André Baur, mit 
Eingabe vom 5. Oktober 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht mit den Begehren, es sei die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 
1. September 2008 eine ganze Invalidenrente auszurichten; eventualiter sei zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin ein interdisziplinäres Gutachten zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin sowie ein Gutachten zur Verwertbarkeit der Restarbeits- bzw. Leistungsfähig-
keit auf dem freien Arbeitsmarkt einzuholen und danach erneut über den Leistungsanspruch zu 
entscheiden. Subeventualiter beantragte die Beschwerdeführerin die Rückweisung der Sache 
an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen. Ferner seien die Ansprüche 
der Beschwerdeführerin spätestens ab 1. September 2010 mit 5% p.a. zu verzinsen; alles unter 
o/e Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte die Beschwerde-
führerin im Wesentlichen aus, dass zur Ermittlung der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit auf 
die aussagekräftigen Berichte der behandelnden Ärzte abzustellen sei. Ferner sei im Rahmen 
des Einkommensvergleichs beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von mindes-
tens 20% vorzunehmen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 1. November 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 
die Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, dass die Kritik am eingeholten Gutachten unbe-
rechtigt sei. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend abgeklärt und weitere Abklärungen 

 
 
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seien nicht angezeigt. Die Voraussetzungen eines leidensbedingten Abzugs seien ferner nicht 
erfüllt, weshalb auch diese Rüge fehl gehe.  
 
D. Mit Replik vom 29. November 2012 änderte die Beschwerdeführerin ihr Begehren da-
hingehend, dass ihr bereits rückwirkend ab 1. April 2008 eine ganze Invalidenrente auszurich-
ten sei. Zur Begründung führte sie aus, dass die erste Anmeldung zum Leistungsbezug bei der 
IV-Stelle vom 29./30. Mai 2007 für den Rentenbeginn massgeblich sei. Im Übrigen hielt die Be-
schwerdeführerin an ihren Ausführungen grundsätzlich fest. 
 
E. In ihrer Duplik vom 3. Januar 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Begehren und 
Ausführungen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit  auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 5. Oktober 2012 ist demnach einzutreten. 
 
2. In ihrer Replik vom 29. November 2012 hat die Beschwerdeführerin ergänzend vorge-
bracht, dass sie sich erstmals am 30. Mai 2007 und damit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision 
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet habe. Anwendbar sei damit, insbesondere in 
Bezug auf die Frage eines allfälligen Rentenbeginns, der bis zum 31. Dezember 2007 geltende 
aArt. 48 IVG. Im Zusammenhang mit der Prüfung des anwendbaren Rechts ist vorab auf dieses 
Vorbringen einzugehen.  
 
2.1 Am 1. Januar 2008 ist die Änderung des IVG vom 6. Oktober 2006 (5. IV-Revision) in 
Kraft getreten. In intertemporalrechtlicher Hinsicht sehen deren Schlussbestimmungen eine  
– im vorliegenden Fall nicht weiter interessierende – Sonderregelung betreffend die Besitz-
standswahrung bei Taggeldern für laufende Eingliederungsmassnahmen vor. In Bezug auf den 
Rentenanspruch enthalten die Schlussbestimmungen dagegen keine übergangsrechtliche Son-
derregelung. Für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei der Beurteilung des Rentenan-
spruchs Anwendung findet, ist deshalb auf die allgemeinen Kriterien des intertemporalen 
Rechts abzustellen (vgl. BGE 132 V 220 E. 3.1.1). Danach gilt der Grundsatz, dass diejenigen 
Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. BGE 130 V 259 E. 3.5 mit Hinweis).  
 

 
 
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2.2 Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat als weisungsberechtigte Auf-
sichtsbehörde gestützt auf Art. 64 und Art. 64a Abs. 1 lit. b IVG im Rundschreiben Nr. 253 vom 
12. Dezember 2007 Weisungen zur 5. IV-Revision und zum Intertemporalrecht erlassen. Da-
nach ist grundsätzlich dasjenige Recht anwendbar, welches bei Eintritt des Versicherungsfalles 
in Geltung stand. Ist der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eingetreten, so gilt demnach 
altes Recht und die versicherte Person kann sich noch innerhalb eines Jahres seit Eintritt des 
Versicherungsfalles ohne Einbusse an Rentenleistungen bei der IV anmelden (vgl. Art. 48 
Abs. 2 IVG [in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung]). Tritt der Versicherungsfall hin-
gegen ab 1. Januar 2008 oder später ein, so ist das neue Recht anwendbar. In diesem Fall ent-
steht der Rentenanspruch grundsätzlich erst sechs Monate nach Anmeldung bei der IV 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung]). Ausgenommen 
davon sind jedoch jene Fälle, in denen das Wartejahr noch vor dem 1. Januar 2008 zu laufen 
begann und im Jahr 2008 erfüllt wurde. Diesfalls ist die Rente abweichend von Art. 29 Abs. 1 
IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung ab Ablauf des Wartejahres auszurichten. 
Auch wenn das Gericht an die Verwaltungsweisungen nicht gebunden ist, weicht es praxisge-
mäss nicht ohne triftigen Grund davon ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Damit wird dem Bestreben einer rechtsgleichen Gesetzesan-
wendung Rechnung getragen (vgl. BGE 133 V 591 E. 6.1). Das trifft auf die genannte Weisung 
des BSV zu. 
 
2.3 Vorliegend ist die Beschwerdeführerin gemäss den vorliegenden Akten in ihrer ange-
stammten Tätigkeit seit dem 13. April 2007 (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 4. Juni 2007, IV-
Akten Dokument Nr. 7; Meldung der Arbeitsunfähigkeit Kollektiv-Taggeld C.____ Versicherun-
gen AG vom 20. Juni 2007, IV-Akten Dokument Nr. 33), spätestens jedoch seit dem 3. Mai 
2007 (vgl. Arztbericht für Erwachsene, Dr. med. D.____, Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 
4. Juli 2007, IV Akten Dokument Nr. 8) vollständig arbeitsunfähig. Das Wartejahr für den Ren-
tenanspruch begann somit spätestens am 3. Mai 2007 zu laufen und endete am 4. Mai 2008. 
Die Renten begründende Invalidität (Versicherungsfall gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung 
mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG] vom 6. Oktober 2000 und Art. 4 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 28 ff. IVG; vgl. BGE 
137 V 417 ff.) wäre demnach nach dem 1. Januar 2008 eingetreten, weshalb der strittige Ren-
tenanspruch grundsätzlich gemäss den ab 1. Januar 2008 geltenden, neuen Rechtsgrundlagen 
zu beurteilen ist. Hingegen hat das Wartejahr noch vor dem 1. Januar 2008 zu laufen begon-
nen. Die Auszahlung einer allenfalls geschuldeten IV-Rente hätte demnach in Abweichung die-
ses Grundsatzes bereits nach Ablauf des Wartejahres, somit spätestens im Mai 2008, zu erfol-
gen. 
 
3. Materiell strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle einen Rentenanspruch 
der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt hat. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich 
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. September 2012 entwickelt hat. Dieser 
Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 

 
 
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3.1. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung hat die 
versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 
50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Invalidität im Sinne 
dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheits-
schaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 4 IVG 
in Verbindung mit Art. 8 ATSG). 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnah-
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Vergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz 
lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 104 V 136 f. E. 2a und b). 
 
3.3 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet damit die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen  oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit 
überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte. Die bis zum 
31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) bleibt 
folglich weitestgehend anwendbar (vgl. BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwal-
tung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 132 V 99 f. mit weiteren Hinweisen). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Be-
rufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-

 
 
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zung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozial-
versicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG)  – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 
2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung 
entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung 
(vgl. Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berich-
te von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tra-
gen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-
fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des 
Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings 
auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der 
Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf deshalb 
nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum 
abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt-
nisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich 

 
 
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bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 
13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage 
zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztli-
cher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Unter den Parteien umstritten ist vorliegend insbesondere die Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der Beschwerdeführerin.  
 
5.1 Zu dieser Frage sind die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen:  
 
5.1.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. D.____, Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte 
im Arztbericht an die IV-Stelle vom 21. April 2008 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 
eine Sichelzellenanämie, Thalassämie mit Splenomegalie; eine chronische Hepatitis B; eine 
schwere Depression mit Erschöpfungszuständen; eine Lumboischialgie, rechts mehr als links; 
Knieschmerzen beidseits und Hypertonie. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ein 
Status nach Operation einer inkarzerierten Nabelhernie im August 2002 sowie rezidivierende 
Magen- und Bauchschmerzen. Die Versicherte sei als Hilfsarbeiterin seit dem 3. Mai 2007 bis 
auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig. Denkbar wäre eine höchstens sitzende, leichte manuelle 
Tätigkeit von zwei Stunden am Tag. Die Prognose sei eher ungünstig.  
 
5.1.2 Mit Bericht an die IV-Stelle vom 29. Mai 2008 stellte Dr. med. E.____, Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, Anpassungsstörungen mit gemischten Störungen von Gefühlen und So-
zialverhalten sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
mit somatischem Syndrom fest. Diese Diagnosen hätten eine Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit; psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit lägen nicht vor. Die 
Versicherte sei seit Behandlungsbeginn im Januar 2004 zu 100% arbeitsunfähig. Tätigkeiten im 
Sinne einer Arbeit ausserhalb des gewohnten Haushalts seien ihr nicht mehr zumutbar. Sie 
habe bereits grosse Mühe, den Haushalt zu bewältigen. Die Therapiemöglichkeiten seien aus 
psychiatrischer Sicht ausgeschöpft, die Prognose sei als eher ungünstig zu beurteilen.  
 
5.1.3. Prof. Dr. med. F.____, Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, und 
Dr. med. G.____, Allgemeine Innere Medizin FMH, stellten im hepatologischen Untergutachten 
vom 16. April 2009 die Diagnosen einer chronischen habe-Antigen-negativen Hepatitis B, cona-
tal oder über Transfusion in der Türkei 2002, im Verlauf habe-Antigen-Negativierung zwischen 
September 2002 und Januar 2003 mit erhöhten Transaminasen, einer Viruslast von 280 Mio 
IU/ml und einer persistierenden Splenomegalie bei unauffälliger Lebersonographie; einer sym-
ptomatischen Splenomegalie; einer Eisenmangelanämie bei Thalassaemia intermedia und Si-
chelzellanämie; einem Status nach inkarzerierter Nabelhernie; einem Status nach Ovarial-
zysten-Operation sowie einer Depression. Davon hätten die Eisenmangelanämie, die Spleno-

 
 
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megalie und die Depression Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Bei der Versicherten bestehe eine 
hochreplikative chronisch-aktive Hepatitis B. Eine antivirale Therapie sei dringend indiziert. In-
wieweit die beklagte allgemeine Müdigkeit durch die Hepatitis B verursacht werde, sei letztlich 
nicht eindeutig zu klären, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Im Vordergrund schienen 
jedoch die schwere Eisenmangelanämie und die hämatologische Grundkrankheit zu liegen. Aus 
hepatologischer Sicht werde keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erkannt, 
ausser für den Einsatz in der Gastronomie, als zahntechnische Angestellte bzw. in Berufen, in 
denen durch Verletzung der Haut das Blut der Patientin mit Klienten oder Nahrungsmitteln in 
Kontakt kommen könnte. Die ausgeprägte Splenomegalie verhindere ausserdem die Arbeitsfä-
higkeit für schwere bis mittelschwere Tätigkeiten. Für einfache Arbeiten ohne körperliche Tätig-
keit werde keine Einschränkung erkannt. 
 
5.1.4 Gemäss dem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen bidisziplinären psy-
chiatrisch-neurologischen Gutachten der asim vom 24. August 2008 seien mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit eine somatoforme autonome Funktionsstörung des Gastrointestinaltraktes, eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung und ein Verdacht auf hypochondrische Störung zu 
diagnostizieren. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien Probleme in der Lebensführung, 
ein chronisches Zervikozephalsyndrom mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit migränifor-
mer Komponente und ohne radikuläres Reiz- oder sensomotorisches Ausfallsyndrom sowie ein 
chronisches Lumbovertebralsyndrom mit pseudoradikulärem Schmerzsyndrom ohne sensomo-
torisches Ausfallsyndrom. Aus rein neurologischer Sicht sei keine Einschränkung der Arbeitsfä-
higkeit zu postulieren. Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich bei multiplen funktionellen Diagno-
sen, die vermutlich weitgehend im Zusammenhang mit Problemen in der Lebensführung stün-
den, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in jeder Verweistätigkeit 
von 20%.  
 
5.1.5 Gemäss Bericht von Dr. med. H.____, Gastroenterologie FMH, vom 25. Oktober 2010 
bestehe derzeit in Bezug auf die chronische Hepatitis B keine wesentliche Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit, ausser für den Einsatz der Patientin in der Gastronomie und in Heilberufen.  
 
5.1.6 Dem Bericht von Dr. D.____ vom 5. November 2010 ist zu entnehmen, dass die Versi-
cherte im Rahmen eines Eisenmangels, tiefem Blutdruck und Anämie an chronischer Müdigkeit 
und Schwindel sowie verschiedenen Gelenkbeschwerden leide. Mehrmalige Infusionen mit  
Eisenpräparaten hätten keine oder keine dauernde Besserung gebracht. Bei deutlicher Ver-
schlechterung des Hepatitis B-Verlaufs sei eine Leberbiopsie durchgeführt worden. 
 
5.1.7 Gemäss Stellungnahme von pract. med. I.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, Regional-ärztlicher Dienst (RAD), vom 2. Dezember 2010 sei keine gesamt-medizinische 
Diskussion unter Einbezug der hämatologischen Situation der Versicherten geführt worden. Da 
jedoch zwischen depressiver Symptomatik einerseits und Müdigkeit und Antriebslosigkeit in 
Zusammenhang mit der schweren Eisenmangelanämie Interferenzen und gegebenenfalls Ver-
stärkungen anzunehmen seien, sei eine abschliessende polydisziplinäre Begutachtung mit den 
Disziplinen Psychiatrie, Neurologie, Hämatologie und internistischer Fallführung durchzuführen.  
 

 
 
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5.1.8 Dres. med. J.____, Hämatologie FMH, und K.____, Hämatologie FMH, berichten am 
6. Januar 2011 über die Untersuchung der Versicherten vom 23. November 2010 und 
21. Dezember 2010 und halten fest, dass die Versicherte vor allem durch die Anämie in ihrer 
Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sei. Vorgenommen wurde eine in der Zukunft fortzusetzende 
parentale Eisensubstitution. 
 
5.1.9 Dem Bericht von Prof. Dr. med. L.____, Hämatologie FMH, und Dr. K.____, Hämatolo-
gie FMH, vom 9. Juni 2011 zufolge klage die Versicherte weiterhin über konstante Müdigkeit 
und leichte Druckgefühle, teilweise mit Schmerzen im Oberbauch links. Die Einnahme von Ei-
sentabletten habe keine Wirkung gezeigt. Bei der Verlaufskontrolle vom 24. Mai 2011 wurde 
eine parentale Eisensubstitution durchgeführt. Von weiteren Eiseninfusionen werde aufgrund 
des aktuell stabilen klinischen Zustands abgeraten.  
 
5.1.10 Mit Gutachten vom 9. Februar 2012 stellte die Ärzteschaft der ABI folgende Diagnosen 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: eine Anämie bei Alpha-Thalassämie und Sichelzellenano-
malie mit Splenomegalie und Eisenmangel; eine hochreplikative chronisch aktive Hepatitis B 
und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode. Ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit seien eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit generalisiertem 
Schmerzsyndrom, eine latente Hypothyreose, eine Hiatushernie unter Refluxösophagitis bei 
Status nach Laparotomie bei axialer Hiatushernie (1990), eine Endometriose Stadium II (Erstdi-
agnose Februar 2011) bei Status nach Adnexektomie und Endometriumdestruktion Ovar rechts 
im Februar 2011 sowie ein Status nach zweimaliger Nabelhernien-Operation zu diagnostizieren.  
 
In der fachärztlichen allgemeininternistischen Fallführung wird von Dr. med. M.____, Allgemeine 
Innere Medizin FMH, ausgeführt, dass die Versicherte in erster Linie über Kraft- und Energielo-
sigkeit, Erschöpfung und Ganzkörperschmerzen klage. Aufgrund der zur Verfügung stehenden 
Unterlagen, der anamnestischen Angaben und der erhobenen Untersuchungsbefunde stünden 
aus allgemeininternistischer Sicht eine schwere therapieresistente Anämie multifaktorieller Ätio-
logie bei bekannter Alpha-Thalassämie und Sichelzellanomalie sowie ein therapieresistenter 
Eisenmangel mit konsekutiv erklärbarer Müdigkeit im Vordergrund. Im Kontext der Hämoglobi-
nopathie fände sich eine ausgeprägte Splenomegalie mit rezidivierenden Abdominalgien. 
Daneben fände sich eine hochreplikative chronisch aktive Hepatitis B mit leicht erhöhten Tran-
saminasen. Aus rein hämatologischer Sicht könnten der Versicherten nach telefonischer Rück-
sprache vom 21. Dezember 2011 mit Dr. med. N.____, Stellvertreter und Leitender Arzt Häma-
tologie, Universitätsspital Basel, aufgrund der bekannten Thalassämie und zusätzlichen Sichel-
zellanomalie mit konsekutiver Anämie und symptomatischer Splenomegalie körperlich schwere 
und mittelschwere Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Kälteexpositionen und auch die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit als Reinigungsangestellte bleibend nicht mehr zugemutet werden. Für kör-
perlich leichte, wechselbelastete Tätigkeiten bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
von 30%. Dr. M.____ hält ferner fest, dass der Versicherten aufgrund der Hepatitis B eine Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit von 20% attestiert werden könne. Die Einschränkungen aus 
hämatologischer und hepatologischer Sicht ergänzten sich bezüglich möglicher Pausen, es be-
stehe kein additiver Effekt. 
 

 
 
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Der psychiatrischen Fachbegutachtung von Dr. med. O.____, Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, zufolge würden bei der Versicherten eine leichte depressive Episode mit depressiven 
Verstimmungen, Ängsten, Antriebsstörungen, erhöhter Müdigkeit am Tag, Schlafstörungen in 
der Nacht mit Albträumen und traumatischen Erinnerungen sowie eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung mit ausgeweiteten somatischen Beschwerden, insbesondere am Bewegungs-
apparat, vorliegen. Es bestünden deutlich ausgeprägte psychosoziale und emotionale Belas-
tungsfaktoren. Aus den Akten würden auch deutlichere depressive Phasen ersichtlich. Aus rein 
psychiatrischer Sicht bestehe, bedingt durch die vorliegende depressive Störung und insbeson-
dere der daraus folgenden erhöhten Ermüdbarkeit, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
20%. Die somatoforme Schmerzstörung wirke sich nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit 
aus. Die höhere Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch den behandelnden Psychiater 
Dr. med. E.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und seine Diagnose einer Anpassungs-
störung könnten nicht nachvollzogen werden, der entsprechende Bericht sei ungenau.  
 
Gemäss neurologischer Fachbeurteilung durch Dr. med. P.____, Neurologie FMH, stünden 
nach Angaben der Versicherten Schmerzen am ganzen Körper im Vordergrund, bei starker 
Druckempfindlichkeit sämtlicher Gelenke und Muskeln. Sie könne keinen fokalen Schmerz an-
geben. Aus rein neurologischer Sicht fänden sich keine Anhaltspunkte für eine neurologische 
Grunderkrankung. Insbesondere fehlten Anhaltspunkte für eine radikuläre Symptomatik oder 
eine Störung der langen Bahnen sowie für eine Polyneuropathie-Symptomatik. Differenzialdia-
gnostisch stehe ein Zusammenhang zur Sichelzellenanämie zur Diskussion. Dabei handle es 
sich jedoch nicht um eine eigentliche neurologische Erkrankung, so dass diesbezüglich die in-
ternistisch-hämatologische Beurteilung ausschlaggebend sei. Aus neurologischer Sicht bestehe 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.  
 
In der Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass der Versicherten körperlich 
schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeiten sowie Tätigkeiten, die eine Kälteexposition 
voraussetzen, bleibend nicht mehr zugemutet werden könnten. Für körperlich leichte und adap-
tierte Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70%. Die Einschränkungen 
aus psychiatrischer und allgemeininternistischer Sicht würden sich bezüglich möglicher Pausen 
ergänzen, es bestehe kein additiver Effekt. Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden 
mit einem erhöhten Pausenbedarf von 15 Minuten pro Stunde und einem leicht reduzierten 
Rendement. Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorlie-
genden Dokumente und der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten werde davon ausgegangen, 
dass die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit seit dem 3. Mai 2007 bestehe. 
 
5.1.11 Mit Stellungnahme vom 2. April 2012 bekräftigt der behandelnde Dr. D.____ seine Ein-
schätzung, dass die Versicherte bei einer leichten Tätigkeit lediglich im Umfang von zwei Stun-
den täglich arbeitsfähig sei.  
 
5.1.12 Der behandelnde Dr. E.____ bestätigt mit Schreiben vom 15. April 2012 die Diagnose 
einer mittelschweren depressiven Erkrankung. Die lebensbedrohliche Splenomegalie wirke sich 
auf die depressive Symptomatik und die psychiatrische Schmerzsymptomatik verstärkend aus. 
Die beiden psychiatrischen Diagnosen seien ferner nicht getrennt zu betrachten.  

 
 
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5.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung bei der Beurtei-
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vollumfäng-
lich auf die Ergebnisse des Gutachtens der ABI und ging davon aus, dass der Beschwerdefüh-
rerin die Ausübung einer körperliche leichten Tätigkeit im Umfang von 70%, vollschichtig reali-
sierbar, zuzumuten sei.  
 
5.3 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und Spezialärzten volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, wenn diese aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, und solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se sprechen. Vorliegend liegen solche Anhaltspunkte – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin – beim der Verfügung zugrundeliegenden Gutachten der ABI jedoch vor, 
weshalb letztlich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts nicht abschliessend dar-
auf abgestellt werden kann. So stützt sich das Gutachten bezüglich der hämatologischen Be-
schwerden und Erkrankungen im Wesentlichen auf die telefonischen Auskünfte von Dr. N.____. 
Indessen finden sich in den Akten keine Schriftstücke dieses Spezialisten; ein Gesprächsproto-
koll des geführten Telefonats liegt ebenfalls nicht vor. Augenscheinlich hat Dr. N.____ die Be-
schwerdeführerin nicht selbst untersucht. Ferner wird aus den Akten nicht deutlich, welche Un-
terlagen Dr. N.____ für die Erörterung des vorliegenden Falls zur Verfügung standen und mit 
welchem Wissen er seine Schlussfolgerungen gezogen hat. Schliesslich geht aus dem Gutach-
ten der ABI nicht eindeutig hervor, ob sich Dr. N.____ überhaupt zur Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit der Beschwerdeführerin geäussert hat. Aufgrund der Komplexität dieser Problematik 
(schwere therapieresistente Anämie multifaktorieller Ätiologie bei bekannter Alpha-Thalassämie 
und Sichelzellanomalie sowie ein therapieresistenter Eisenmangel) wäre jedoch die hämatolo-
gische Untersuchung und Begutachtung der Beschwerdeführerin durch einen Spezialisten un-
abdingbar gewesen. So hat auch der RAD-Arzt pract. med. I.____ bereits mit Aktennotiz vom 
2. Dezember 2010 festgehalten, dass das erste Gutachten der asim aufgrund der fehlenden 
hämatologischen Untersuchung als mangelhaft anzusehen sei und mit Aktennotiz vom 1. April 
2011 die Notwendigkeit einer hämatologischen Begutachtung bekräftigt. Der Arztbericht von 
Prof. L.____ und Dr. K.____ vom 9. Juni 2011 wird von den begutachtenden Ärzten der ABI 
erwähnt, lässt überdies jedoch keine weitere Beurteilung der hämatologischen Problematik zu, 
da er sich – abgesehen von einem Hinweis, dass die Leistungsfähigkeit durch die Anämie be-
einträchtigt sei – nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussert. Auch betreffend die 
hepatologische Problematik fehlt eine spezialärztliche Untersuchung. Das Gutachten stützt sich 
diesbezüglich auf die Ausführungen von Dr. F.____ vom 16. April 2009 und von Dr. H.____ vom 
25. Oktober 2010, bejaht im Gegensatz zu diesen jedoch einen Einfluss der Hepatitis B auf die 
Arbeitsfähigkeit. Das Gutachten der ABI vermag schliesslich insbesondere in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge nicht zu überzeugen. Die begutachtenden Ärzte stellen 
zwar in hämatologischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten 
in der Höhe von 30%, in hepatologischer Hinsicht eine solche von 20% und in psychiatrischer 
Hinsicht eine solche von 20% fest, verneinen aber jeden additiven Effekt, da sich die Ein-
schränkungen bezüglich möglicher Pausen ergänzen würden. Im Raum stehen derweil drei 

 
 
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Diagnosen, namentlich die Anämie, die Hepatitis und die depressive Störung, bei denen jeweils 
Müdigkeit und Antriebslosigkeit als massgebliches Symptom für die Einschränkung in der Ar-
beitsfähigkeit angegeben werden. Angesichts der diagnostizierten Leiden und der Beurteilung 
der Leistungsfähigkeit in den einzelnen Disziplinen ist nicht nachvollziehbar, weshalb die hepa-
tologischen Einschränkungen einerseits und die psychiatrischen Limitierungen andererseits 
neben den hämatologischen Leiden keine weitergehende Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit 
begründen. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin wird nicht schlüssig begrün-
det, weshalb sich diese Einschränkungen gegenseitig kompensieren sollen. Der blosse Verweis 
auf einen erhöhten Pausenbedarf vermag die Verneinung additiver Effekte nicht zu stützen. 
Hinzu kommt, dass aktenkundig von ärztlicher Seite die Möglichkeit von gegenseitigen Wech-
selwirkungen zwischen den verschiedenen Krankheiten, namentlich auch einer Auswirkung der 
somatischen Beschwerden auf die psychiatrische Problematik, angesprochen wird (vgl. Akten-
notiz des RAD-Arztes pract. med. I.____ vom 2. Dezember 2010; Schreiben von Dr. E.____ 
vom 15. April 2012), womit sich das Gutachten ebenfalls nicht auseinandersetzt. Für eine ab-
schliessende Beurteilung der Leistungsfähigkeit erscheinen somit spezialärztliche hämatologi-
sche und hepatologische Untersuchungen und eine Konsensualbeurteilung der Einschränkun-
gen mit besonderem Augenmerk auf allfällige Interferenzen, Verstärkungen und Wechselwir-
kungen zwischen den verschiedenen Diagnosen angezeigt. Eine solche Begutachtung rechtfer-
tigt sich um so mehr, als die von der Ärzteschaft der ABI beurteilte Leistungsfähigkeit von der-
jenigen der behandelnden Ärzte deutlich abweicht, wenngleich auf deren Berichte mangels 
schlüssiger Begründung und Vollständigkeit ebenfalls nicht abgestellt werden kann. Aus dem 
Ausgeführten folgt, dass eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen Sachverhalts ohne 
eine ergänzende Abklärung nicht möglich ist. 
 
6.1 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsge-
richte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgut-
achten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachver-
halt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in 
einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt 
hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge-
klärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung 
von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). 
 
6.2 Da die Beschwerdegegnerin vorliegend nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurtei-
lung der Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorgenommen hat (vgl. Erwägung 5.3) und 
es nicht Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische 
Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen. Die 
angefochtene Verfügung vom 6. September 2012 ist folglich aufzuheben und die Angelegenheit 
ist an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung zurückzuweisen. Diese hat die Beschwerdeführerin 
in hämatologischer, psychiatrischer, hepatologischer und neurologischer Hinsicht umfassend 
begutachten zu lassen, wobei mittels einer Konsensualbeurteilung der Spezialärzte eine vertief-
te Auseinandersetzung über mögliche Interferenzen, Wechselwirkungen und Verstärkungen 
zwischen den somatischen Beschwerden untereinander und zwischen den somatischen Be-

 
 
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schwerden und der psychiatrischen Problematik zu erfolgen hat. Gestützt auf die Ergebnisse 
der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über den Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin neu zu verfügen haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
6.3 Damit erübrigt sich das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 
habe, indem sie trotz der Einwendungen der Beschwerdeführerin keine konsensuale Lösung 
bei der Wahl der Begutachtungsstelle angestrebt habe, ihre Mitwirkungsrechte und damit im 
Verfahren der Begutachtung die in BGE 137 V 210 ff. aufgestellten Vorgaben verletzt. Auf der 
Grundlage des auf den 1. März 2012 in Kraft getretenen, neu gefassten Art. 72bis IVV hat das 
BSV das Zuweisungssystem "SuisseMED@P" etabliert, dem alle Gutachteninstitute ange-
schlossen sind, die über eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bundesamt verfügen. Die 
Vergabe der MEDAS-Begutachtungsaufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 
IVV). Das Verfahren der Auftragsvergabe für polydisziplinäre Gutachten via SuisseMED@P 
richtet sich nach Anhang V des Kreisschreibens über das Verfahren in der Invalidenversiche-
rung (KSVI; gültig ab 1. Januar 2010, Stand: 1. Februar 2013). Ergänzend ist festzuhalten, dass 
zwar ein Konsens über die Gutachterstelle erstrebenswert ist, darauf aber kein Rechtsanspruch 
besteht (vgl. BGE 137 V 210, E. 3.4.2.6; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Mai 2012, 
9C_950/2011, E. 1.1 und 3.4; Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 
27. März 2012, IV.2012.00101, E. 2.6). Allfällige Vorbringen gegen die ausgewählte Gutachter-
stelle wären von der Beschwerdeführerin im Rechtsmittelverfahren nach Erlass der Zwischen-
verfügung vom 8. Juli 2011 anzubringen gewesen, die jedoch unangefochten blieb. 
 
7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit  zum weiteren Vorgehen im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessua-
ler Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als 
unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei-
gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies 
hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. Der 
Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 
 
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Der Beschwerdeführerin als obsiegende Partei ist demnach eine 
Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 
29. November 2012 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 

 
 
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18 Stunden und 55 Minuten erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen, zumal ein Anteil des zeitlichen Aufwands zu einem reduzierten 
Tarif für juristische Volontäre verrechnet wird. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Ho-
norarnote ausgewiesenen Auslagen in der Höhe von Fr. 359.30. Der Beschwerdeführerin ist 
demnach eine Parteientschädigung in der geltend gemachten Höhe von Fr. 4'078.10 
(8:25 Stunden à Fr. 250.-- + 10:30 à Fr. 125.-- + Auslagen von Fr. 359.30 zuzüglich 8 % Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 6. September 2012 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorin-
stanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 4'078.10 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu entrichten. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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