# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b33389b5-22fa-507e-8e1b-4fc8ba1d7ad4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2025 E-8869/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8869-2025_2025-11-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8869/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Bolz-Reimann; 

Gerichtsschreiberin Joëlle Lenherr.   

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kamerun,  

c/o (…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten sicherer Drittstaat); 

Verfügung des SEM vom 11. November 2025. 

 

 

 

E-8869/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 5. September 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. 

Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-

Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 24. November 2022 in Griechen-

land um Asyl nachgesucht hatte, wo ihm am 7. März 2023 internationaler 

Schutz gewährt worden war. 

B.  

Am 15. September 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatangehöriger (EU-

Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Abkommen vom 28. Au-

gust 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung 

der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit ir-

regulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729). Diese stimmten dem Ersuchen 

am 2. Oktober 2025 zu und teilten mit, der Beschwerdeführer sei am 

7. März 2023 als Flüchtling anerkannt worden und verfüge über eine vom 

(…) März 2023 bis zum (…) März 2026 gültige Aufenthaltsbewilligung. 

C.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 7. Oktober 2025 befragte das SEM den Beschwerdeführer – im Bei-

sein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu seinem Aufenthalt in Grie-

chenland und gewährte ihm das rechtliche Gehör zur voraussichtlichen 

Wegweisung dorthin sowie zum medizinischen Sachverhalt.  

Der Beschwerdeführer brachte im Wesentlichen vor, dass er nach dem 

Verlassen des Flüchtlingslagers nach Athen in das Stadtviertel B._______ 

gegangen sei, um die Hilfe von Helios in Anspruch zu nehmen. Er habe 

nicht gewusst, was er machen solle, und sei allein, weinend auf einer Park-

bank gesessen. Ein Mann habe ihn angesprochen und nachdem er, der 

Beschwerdeführer, ihm seine Situation geschildert habe, habe er vier Mo-

nate bei ihm wohnen dürfen. Danach habe er sich an Helios gewendet und 

einen Vertrag mit ihnen unterzeichnet. Sie hätten ihm für ein Jahr eine Un-

terkunft sowie Schule, Ausbildung und monatlich 250 Euro versprochen. 

Jedoch habe er kein Geld, keinen Sprachkurs und keine Ausbildung 

E-8869/2025 

Seite 3 

erhalten. Durch eine Vermittlung habe er einige Monate als «(…)» gearbei-

tet. Er habe bei der Chefin seine offenen Lohnforderungen geltend ge-

macht, weil er seine Familie habe unterstützen und sein Zimmer bezahlen 

müssen. Daraufhin habe er einen Teil erhalten. Danach habe er für vier 

Monate auf einem (…) in C._______ gewohnt und gearbeitet. Er habe vom 

vereinbarten Lohn von 800 Euro lediglich 400 Euro erhalten. Ab April 2025 

habe er schliesslich im (…) auf der Insel D._______ gewohnt und gearbei-

tet. Sein Arbeitsverhältnis sei durch einen Arbeitsvertrag eigentlich bis am 

30. September 2025 befristet gewesen, sei jedoch am 31. August 2025 

«unterbrochen» worden. Lediglich die Arbeit im (…) sei legal gewesen. 

Seine ehemalige Chefin habe sämtliche Vermittler kontaktiert, so dass er 

keinen Job mehr erhalten würde. Wegen ihr sei ihm in C._______ und in 

D._______ gekündigt worden. Auch habe er in Athen nicht mehr arbeiten 

können.  

Auf seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand angesprochen, gab er zu 

Protokoll, dass er eine (…) gehabt habe und deswegen in Griechenland 

zweimal ins Krankenhaus gegangen sei, die empfohlene Mundspülung so-

wie eine Art Seife hätten die Schmerzen nicht gelindert. In der Schweiz 

seien ihm schliesslich (…) worden und seither habe er weniger Schmerzen. 

Er habe des Weiteren Probleme mit dem (…). Als er ins katholische Kran-

kenhaus in E._______ gegangen sei, sei ihm gesagt worden, er müsse viel 

Wasser trinken. Beim zweiten Mal sei ihm dasselbe nochmals gesagt wor-

den. Er sei beide Male nicht untersucht worden. In der Schweiz habe man 

ihm gesagt, dass er deswegen operiert werden müsse.  

D.  

Mit Eingabe vom 15. Oktober 2025 reichte der Beschwerdeführer dem 

SEM – jeweils in Kopie – WhatsApp-Screenshots von Freunden, welche 

ihn warnen würden, dass seine frühere Chefin (F._______) ihn suche und 

dafür verantwortlich sei, dass ihm im (…) gekündigt worden sei, zudem 

eine Konversation mit Helios sowie diverse Dokumente aus Griechenland 

ein. 

E.  

Am 7. November 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf an den Beschwerdeführer zur Stellungnahme. Eine solche 

reichte seine Rechtsvertretung am 11. November 2025 ein. Es wurde im 

Wesentlichen ausgeführt, dass der Beschwerdeführer bei einer Wegwei-

sung nach Griechenland aufgrund mangelnder Unterstützung seitens des 

Staates und der Nichtregierungsorganisationen mit Sicherheit früher 

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Seite 4 

sterben würde, seine frühere Chefin ihn mit dem Tod bedrohe und er auf-

grund seiner (…) Beschwerden dringend medizinsicher Behandlung benö-

tige. Ein Operationstermin im (…) sei in Planung. Zudem wurde angemerkt, 

dass der faktisch fehlende beziehungsweise erschwerte Zugang zu gewis-

sen im Entscheid genannten Organisationen/Hilfeleistungen mangelhaft 

thematisiert werde. Das neue Referenzurteil D-2590/2025 vom 11. Sep-

tember 2025 des Bundesverwaltungsgerichts halte unter E. 9.5.1 fest, 

dass Personen, welche nach längerem Aufenthalt im Ausland nach Grie-

chenland zurückkehrten, aufgrund fehlender Unterlagen faktisch für das 

erste Halbjahr vom garantierten Mindesteinkommen ausgeschlossen sein 

dürften.  

F.  

Mit Verfügung vom 11. November 2025 – tags darauf eröffnet – trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein (Dispositivziffer 1), ordnete 

die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 2) sowie den Vollzug an 

(Dispositivziffer 3 und 4) und händigte die editionspflichtigen Akten gemäss 

Aktenverzeichnis aus (Dispositivziffer5). 

G.  

Am 12. November 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM 

die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

H.  

Mit Eingabe vom 12. November 2025 (Poststempel 18. November 2025) 

erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

gegen diese Verfügung und beantragte, der Entscheid sei aufzuheben und 

ihm sei die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewähren. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um aufschiebende Wirkung 

der Beschwerde sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.  

I.  

Der Beschwerde lag die angefochtene Verfügung bei. 

J.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

19. November 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vor-

liegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 

Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 

1.4 Auf den in der Beschwerde gestellten prozessualen Antrag, es sei der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren, wird nicht eingetre-

ten, da der vorliegenden Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende 

Wirkung zukommt (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz diese vor-

liegend nicht entzogen hat.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

3.  

Zwar wurde mit der Beschwerde die (vollumfängliche) Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung beantragt. Aus dem gleichen Rechtsbegehren geht 

aber hervor, dass die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei. Angesichts 

dessen und aufgrund der Beschwerdebegründung geht das Bundesver-

waltungsgericht davon aus, dass sich die Beschwerde somit ausschliess-

lich gegen den von der Vorinstanz angeordneten Vollzug der Wegweisung 

(Dispositivziffer 3 und 4) richtet. Die Dispositivziffern 1 und 2 sind mangels 

Anfechtung in Rechtskraft erwachsen und bilden nicht Gegenstand des 

Verfahrens. 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

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Seite 6 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetz-

lichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 

Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Vorliegend ist der Wegweisungsvollzug in Bezug 

auf Griechenland zu prüfen. 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.  

Das SEM führt in seiner Verfügung im Wesentlichen aus, es gelte die Re-

gelvermutung, dass die EU-Mitgliedstaaten – und somit auch Griechen-

land – als sichere Drittstaaten gelten würden. In einem sicheren Drittstaat 

bestehe Schutz vor Rückschiebung in einen Verfolgerstaat und grundle-

gende Menschenrechtsgarantien würden eingehalten.  

Als Schutzberechtigter könne sich der Beschwerdeführer auf die Garantien 

der Richtlinie 2011/97/EU der Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) berufen. Er habe grund-

sätzlich Zugang zu Sozialleistungen, zum griechischen Arbeitsmarkt und 

zur Gesundheitsversorgung. Aus den Akten ergäben sich keine Anhalts-

punkte dafür, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach 

Griechenland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK 

oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe [FoK, SR 0.105] verbotenen Strafe oder Behandlung ausge-

setzt wäre. 

Es sprächen auch keine Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs. Es sei ihm zuzumuten, dass er sich nach einer Rückkehr 

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nach Griechenland um staatliche Unterstützungshilfe bemühe. Es gehe 

aus den Akten nicht hervor, dass er bereits erfolglos alle ihm zur Verfügung 

stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft oder sich konkret um Unterstüt-

zung hinsichtlich der Wohnungssuche bemüht habe. Auch gehe aus seinen 

Schilderungen hervor, dass er nach der Schutzgewährung selbständig ver-

schiedene Wohngelegenheiten habe finden können. 

Bezüglich des Zugangs zum Arbeitsmarkt habe er persönlich angegeben, 

dass er bereits Arbeitsstellen habe finden können. Zusätzlich gebe es ver-

schiedene Hilfsorganisationen, welche Schutzberechtigte unterstützen 

würden, eine Arbeit zu finden. 

In Griechenland gebe es die Möglichkeit, das sogenannte Garantierte Min-

desteinkommen (EEE) zu beantragen. Bis zur Genehmigung habe er einen 

Anspruch auf Unterstützungsleistungen, die nötigenfalls auf dem Rechts-

weg eingefordert werden könnten. Betreffend die in der Stellungnahme 

vom 11. November 2025 gemachten Ausführungen, dass Personen, die 

länger im Ausland gewesen seien, aufgrund der fehlenden Unterlagen im 

ersten Halbjahr faktisch vom EEE ausgeschlossen seien, sei auf die Un-

terstützungsleistungen der staatlichen Strassensozialarbeit sowie auf 

Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) hinzuweisen, welche als Überbrü-

ckung gewissen Lücken füllen könnten. Ausserdem stünden Schutzbe-

rechtigten in Griechenland ein weiteres Integrationsprojekt, HELIOS+, so-

wie zahlreiche NGO mit diversen Unterstützungsangeboten zur Verfügung.  

Die englische Sprache sei in Griechenland sodann weit verbreitet und 

Kenntnisse dieser Sprache könnten durchaus nützlich sein, um eine Ar-

beitsstelle zu finden oder Unterstützung im Alltag zu erhalten. Es sollte dem 

Beschwerdeführer möglich sein, sich unter Inanspruchnahme von entspre-

chenden Hilfsorganisationen Englisch- oder Griechischkenntnisse anzu-

eignen.  

Der Zugang zum griechischen Gesundheitssystem setze eine griechische 

Sozialversicherungsnummer (sog. AMKA-Nummer) voraus, über die der 

Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen verfüge. Der Zugang zur öf-

fentlichen Gesundheitsversorgung sei aber auch gewährleistet, wenn die 

schutzberechtigte Person über eine vorläufige Ausländerversicherungs- 

und Krankenversicherungsnummer verfüge. Die Vorinstanz führt weiter 

aus, dass dem Beschwerdeführer der Zugang zur notfallmässigen Versor-

gung in Griechenland gewährleistet gewesen sei und bei einer Rückkehr 

weiterhin gewährleistet sein wäre.  

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Insgesamt sei davon auszugehen, dass die medizinischen Probleme des 

Beschwerdeführers nicht von einer derartigen Schwere und insbesondere 

im Hinblick auf die erforderlichen Behandlungen nicht derart spezifisch 

seien, dass sie ein Vollzugshindernis darstellen würden. Zudem könne er 

bis zur Ausreise noch Arzttermine wahrnehmen. Des Weiteren werde sei-

nem aktuellen Gesundheitszustand bei der Überstellung Rechnung zu tra-

gen sein.  

Somit sei es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, die Legalvermutung, 

wonach der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für anerkannte 

Schutzberechtigte grundsätzlich zumutbar sei, umzustossen.  

Der Vollzug sei auch als möglich zu bezeichnen, nachdem eine entspre-

chende Rückübernahmezusicherung Griechenlands vorliege. 

7.  

Nebst einer Wiederholung der Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren 

macht der Beschwerdeführer in der Beschwerdeeingabe im Wesentlichen 

geltend, dass eine Rückkehr für ihn mit der Unmöglichkeit verbunden sei, 

eine Arbeit und damit eine Wohnung zu finden. Er befürchte, obdachlos zu 

werden, was in seinem Alter unzumutbar sei. Nachdem er bei seiner ehe-

maligen Arbeitgeberin fehlende Gehaltszahlungen moniert habe, habe 

diese versucht, ihn zu schädigen, und Einfluss auf Subunternehmen ge-

nommen. Sie beschäftige Arbeitnehmer ohne Arbeitsvertrag und melde sie 

nicht bei den Behörden an. Sie sei zu einer Geldstrafe und einer einjähri-

gen Haftstrafe verurteilt worden und wolle ihn aus diesem Grund tot sehen. 

Seine drei Kinder würden in G._______ leben, wobei deren Mutter von se-

paratistischen Rebellen getötet worden sei. Er sei wegen des Unterhalts 

seiner Kinder auf Arbeit angewiesen. Zudem stehe bei ihm im kommenden 

Monat eine Operation an.  

8.  

8.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 FoK und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG).  

Der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland erweist sich in Beachtung 

der völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig. Bei 

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Griechenland handelt es sich um einen sicheren Drittstaat, in welchem der 

Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 1 

AsylG findet. Das Land ist sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK und 

der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen grundsätzlich nach. Zwar anerkennt das Bundesverwaltungsge-

richt, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für dort anerkannte 

Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens schwierig 

sind und sich die Alltagsbewältigung beschwerlich gestaltet. Gemäss koor-

dinierter Praxis ist aber nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder 

Person mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende Behand-

lung im Sinn einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. Refe-

renzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022, 

E. 11.2). 

Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Prob-

lemen kann zudem nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien vom 

13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.). Die 

vom Beschwerdeführer genannten gesundheitlichen Probleme ([…] und 

[…]) vermögen an der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs nichts zu än-

dern. 

Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist somit zulässig. 

8.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar. Diese Legalvermutung der Zu-

mutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach Griechenland gilt grund-

sätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel Personen, die an 

gesundheitlichen Problemen leiden, welche nicht als schwerwiegende Er-

krankung einzustufen sind (vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 

E. 11.5.1). In jedem Fall sind im Rahmen der Abwägung sämtliche konkre-

ten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, darunter Alter, 

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Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse und Berufs-

erfahrung der Betroffenen, aber auch ob und inwieweit sie eigene, ihnen 

zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise versucht ha-

ben, in Griechenland Hilfe in Anspruch zu nehmen. Allein die Tatsache, 

dass sich die bisherige Integration in Griechenland als schwierig erwiesen 

hat, lässt den Vollzug der Wegweisung noch nicht unzumutbar erscheinen. 

Entscheidend ist, ob die betroffenen Personen bei einer Rückkehr trotz zu-

mutbarer Anstrengungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine 

existenzielle Notlage geraten würden, die sie nicht aus eigener Kraft ab-

wenden könnten (vgl. das Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 

E. 11.5.2, sowie Referenzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. Septem-

ber 2025). Besteht die Legalvermutung der Zumutbarkeit, hat die be-

troffene Person die Möglichkeit, diese umzustossen. Dazu hat sie jedoch 

ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland auf-

grund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesund-

heitlicher Art in eine existentielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil 

D-2590/2025 E. 8.3). 

Es gibt keine individuellen Anhaltspunkte sozialer oder wirtschaftlicher Na-

tur dafür, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückkehr nach Grie-

chenland zwangsläufig in eine existenzielle oder medizinische Notlage ge-

raten. Zwar ist nicht auszuschliessen, dass er bei der Rückkehr nach Grie-

chenland mit Hindernissen zu kämpfen haben wird; diese erscheinen bei 

zumutbarer Eigeninitiative aber nicht unüberwindbar. Es ist davon auszu-

gehen, dass er sich um eine angemessene Unterkunft, die Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit (unter Aneignung der dafür allenfalls notwendigen sprach-

lichen Grundkenntnisse) respektive den Zugang zu Sozialleistungen und – 

sofern nötig – medizinischer Betreuung bemüht und die ihm zustehenden 

Rechte bei den griechischen Behörden einfordert, zumal er sich als aner-

kannter Flüchtling auf die Rechte gemäss der Qualifikationsrichtlinie beru-

fen kann. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es dem 

Beschwerdeführer bereits gelungen ist, vor dem Asylentscheid gelegent-

lich Arbeit zu finden. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde ist 

nicht ersichtlich, weshalb ihm dies nicht auch in Zukunft möglich sein sollte. 

Es ist ihm denn auch gelungen, in Griechenland mit den zuständigen Mi-

grationsbehörden – namentlich in Bezug auf die Ausstellung der Reisedo-

kumente und die finanziellen Mittel für die Ausstellung der Reisepässe so-

wie die Kosten für die Reise – in Kontakt zu treten. Im Übrigen ist darauf 

hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer über Berufserfahrung als (…) 

verfügt.  

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Seite 11 

Die in der Beschwerde aufgeführten gesundheitlichen Probleme des Be-

schwerdeführers sind nicht als schwerwiegende Erkrankungen einzustu-

fen. Sie lassen zudem nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer 

auf eine dringende und nahtlose ärztliche Behandlung angewiesen ist. Die 

(noch geplante) Operation betreffend die (…) Beschwerden (vgl. SEM-Akte 

1441265-22/2) lässt denn auch nicht darauf schliessen, dass diese geeig-

net ist, etwas an der Zumutbarkeit des Vollzugs zu ändern. In den Akten 

deutet sodann nichts auf eine besondere Dringlichkeit dieses Termines hin. 

Es ist dem Beschwerdeführer zuzumuten, allfällig benötigte medizinische 

Untersuchungen respektive Behandlungen in Griechenland in Anspruch zu 

nehmen. Dass er in Griechenland nicht untersucht worden sei, als er Prob-

leme am (…) gehabt habe, vermag an dieser Einschätzung nichts zu än-

dern, zumal es sich offenbar nicht um einen Notfall zu handeln scheint, die 

geplante Operation am (…) ansonsten viel früher angesetzt worden wäre, 

und aus den Unterlagen nicht hervorgeht, dass er diesbezüglich weitere 

Bemühungen unternommen hätte. Des Weiteren reichte der Beschwerde-

führer weder Arztberichte noch sonstige medizinische Unterlagen ein, wel-

che seine gesundheitlichen Probleme belegen würden. Zudem ist auf die 

Ausführungen des SEM zu verweisen, es werde bei der Organisation der 

Überstellung nach Griechenland seinen aktuellen Gesundheitszustand be-

achten.  

Im Übrigen ist festzustellen, dass Griechenland ein Rechtsstaat mit einem 

funktionierenden Justizsystem ist, sowohl als schutzwillig als auch als 

schutzfähig gilt und der Beschwerdeführer sich gegen allfällige Behelligun-

gen und Bedrohungen durch eine Drittperson (seine ehemalige Chefin) auf 

dem Rechtsweg zur Wehr setzen kann (vgl. Urteile des BVGer  

D-7065/2025, D-7054/2025 vom 23. Oktober 2025 E. 7.2; E-5099/2025 

vom 17. Juli 2025 E. 8.3.2 m.H.a. Urteil des BVGer E-6870/2024 vom 

7. Januar 2025 E. 7.1.1) 

Nach dem Gesagten gibt es keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dem Be-

schwerdeführer drohe im Fall einer Rückkehr nach Griechenland das hohe 

Risiko einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung; auch ist 

nicht davon auszugehen, dass er in Griechenland zwangsläufig in eine 

existenzielle oder medizinische Notlage geraten wird. Die geltend gemach-

ten gesundheitlichen Probleme sind nicht als gravierend einzustufen und 

in Griechenland behandelbar (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer E-

5042/2025 vom 31. Juli 2025 E. 7.2.3). Damit gelingt es ihm nicht, die oben 

erwähnte Legalvermutung umzustossen. 

E-8869/2025 

Seite 12 

8.2.2 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach auch als zumutbar zu be-

zeichnen. 

8.3 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 7. Ok-

tober 2025 der Rückübernahme des Beschwerdeführers explizit zuge-

stimmt haben und er im Besitz griechischer Reisedokumente für Flücht-

linge ist sowie über eine bis März 2026 gültige Aufenthaltsbewilligung ver-

fügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

11.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 

Abs. 1 VwVG) ist abzuweisen, da das Begehren – wie sich aus den vorste-

henden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen ist. Die Ver-

fahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

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E-8869/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Joëlle Lenherr 

 

 

Versand: