# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f323ba4d-ca8b-5757-b8bd-63188e1d98c7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.10.2021 LB200024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB200024_2021-10-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LB200024-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw S. Meisel  

Beschluss und Urteil vom 14. Oktober 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Y._____ 

 

betreffend Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, 
im ordentlichen Verfahren vom 21. April 2020 (CG160104-L) 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(Urk. 2 S. 2) 

"Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger USD 42'100'000.00 
(zweiundvierzig Millionen einhundert Tausend US-Dollar) zuzüglich 
Zins von 5% auf diesem Betrag seit dem 10. Februar 2014 zu bezah-
len, unter Vorbehalt der Nachklage. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwert-
steuer zulasten des Beklagten." 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom 21. April 2020: 
(Urk. 202 S. 70 f. = Urk. 208 S. 70 f.) 

1. Die Klage wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 363'900.–; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 757.50 Dolmetscher 

Fr. 200.– Zeugen 

3. Die Gerichtskosten werden dem Kläger auferlegt und mit den von ihm ge-

leisteten Vorschüssen verrechnet. Der Fehlbetrag wird vom Kläger nachge-

fordert. 

Der vom Beklagten geleistete Vorschuss wird diesem zurückerstattet. 

4. Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung von 

Fr. 572'000.– (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, je gegen Gerichtsurkunde. 

6. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zustel-

lung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht 

des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In 

der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige 

Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. 

 

- 3 - 

Berufungsanträge: 

des Klägers und Berufungsklägers (Urk. 207 S. 2 ff.): 
 
"1. Der angefochtene Entscheid sei wie folgt aufzuheben und neu zu fassen:  
 

a. Dispositiv-Ziffer 1 sei im Umfang von USD 32'500'000 (zweiunddreissig 
Millionen fünfhundert Tausend US-Dollar) zuzüglich Zins von 5 % auf 
diesem Betrag seit dem 10. Februar 2014 aufzuheben und die Klage 
sei in diesem Umfang gutzuheissen. Entsprechend sei der Beklagte 
und Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Kläger und Berufungsklä-
ger USD 32'500'000 (zweiunddreissig Millionen fünfhundert Tausend 
US-Dollar) zuzüglich Zins von 5 % auf diesem Betrag seit dem 10. Feb-
ruar 2014 zu bezahlen. 

 
b. Dispositiv-Ziffer 2 sei aufzuheben und die Entscheidgebühr sei auf Fr. 

186'588.– zu reduzieren. 
 
c. Dispositiv-Ziffer 3 sei aufzuheben und die Gerichtskosten von 

Fr. 187'545.50 seien im Umfang von 22.6 % (entsprechend 
Fr. 42'385.30) dem Kläger und im Umfang von 77.4 % (entsprechend 
Fr. 145'160.20) dem Beklagten aufzuerlegen. Die Gerichtskosten sei-
en aus den vom Kläger geleisteten Vorschüssen von Fr. 281'200.– zu 
beziehen und der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger seinen 
Kostenanteil von Fr. 145'160.20 zzgl. Fr. 812.70 (Schlichtungsverfah-
ren) abzgl. Fr. 400.– (Beweiskostenvorschuss) zu erstatten. Die Be-
zirksgerichtskasse Zürich sei anzuweisen, dem Kläger den von ihm 
geleisteten Kostenvorschuss im Mehrbetrag von Fr. 93'654.50 sowie 
den vom Beklagten geleisteten Beweiskostenvorschuss von Fr. 400.– 
herauszugeben. 

 
d. Dispositiv-Ziffer 4 sei aufzuheben und der Beklagte sei zu verpflichten, 

dem Kläger für das erstinstanzliche Verfahren eine reduzierte Partei-
entschädigung von Fr. 139'302.70 zu bezahlen. 

 
2. Eventualantrag:  
 

a. Es sei der angefochtene Entscheid im Umfang von USD 32'500'000 
(zweiunddreissig Millionen fünfhundert Tausend US-Dollar) zuzüglich 
Zins von 5 % auf diesem Betrag seit dem 10. Februar 2014 aufzuhe-
ben und zu neuer Entscheidung, einschliesslich zur Neuregelung der 
Höhe und Verteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen, an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. 

 
b. Im Umfang des in Rechtskraft erwachsenen Teils des erstinstanzlichen 

Verfahrens seien Dispositiv-Ziffern 2-4 ebenfalls aufzuheben und die 
Entscheidgebühr sei auf Fr. 42'168.90 und die Parteientschädigung auf 
Fr. 57'449.65 zu reduzieren. 

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c. Eventualiter zu Antrag 2b sei auch die Höhe der Entscheidgebühr und 

Parteientschädigung über den in Rechtskraft erwachsenen Teil zu 
neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 
3. Subeventualiter seien die Dispositiv-Ziffern 2 bis 4 des angefochtenen Ent-

scheids aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:  

«2. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 186'588.–; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 757.50 Dolmetscher 

Fr. 200.– Zeugen 
 
3. Die Gerichtskosten werden dem Kläger auferlegt und mit den von 

ihm geleisteten Vorschüssen verrechnet. Die Bezirksgerichtskasse 
Zürich wird angewiesen, dem Kläger d[ie] von ihm geleisteten Kos-
tenvorschüsse im Mehrbetrag von Fr. 93'654.50 herauszugeben. 

 
 Der vom Beklagten geleistete Vorschuss wird diesem zurückerstat-

tet» 
 
«4. Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädi-

gung von Fr. 254'202.– (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.» 
 

4. Sub-Subeventualiter seien die Dispositiv-Ziffern 2 bis 4 des angefochtenen 
Urteils aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung über die Höhe der 
Entscheidgebühr und der Parteientschädigung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 

 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zulasten des 
Beklagten und Berufungsbeklagten." 
 
 
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 217 S. 2): 
 
"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. 
 
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich MWSt, zu Lasten des 

Berufungsklägers." 
 
 

- 5 - 

Erwägungen: 

I.  

 1. Der Kläger ist russischer Staatsangehöriger und war in der ehemaligen 

Sowjetunion ab 1989 Generaldirektor des weltweit führenden Düngemittelprodu-

zenten C._____ in D._____ (Urk. 2 Ziff. 26, Urk. 19 Ziff. 20 und Ziff. 56, Urk. 44 

Ziff. 54, Urk. 207 Ziff. 13).  

 2. Der Beklagte ist ebenfalls russischer Staatsangehöriger und war seit 1989 

Angestellter der C._____. Nach Darstellung des Klägers bzw. der von ihm am 27. 

März 1989 unterzeichneten "Anordnung" versah er die Stellung eines stellvertre-

tenden Chefingenieurs (Urk. 2 Ziff. 37, Urk. 5/36). Der Beklagte behauptet, er sei 

von 1989 bis 1991 Leiter der technischen Abteilung der C._____ gewesen (Urk. 

19 Ziff. 19). Ab Januar 1991 war der Beklagte für das E._____ in D._____ tätig, 

das von der C._____ mit ausländischer Beteiligung gegründet worden war und für 

die C._____ bis 1992 das Exportgeschäft besorgte (Urk. 2 Ziff. 38 ff.; Urk. 19 Ziff. 

19, Ziff. 64 und Ziff. 66 f.; Urk. 5/40).  

 3. Der Staatsbetrieb C._____ wurde ab 1992 privatisiert. Auch der Kläger 

zeichnete Aktien. Anfangs 1994 befanden sich 51% der Aktien der C._____ im 

Besitz der F._____ AG (Urk. 2 Ziff. 80 f., Urk. 19 Ziff. 32, Ziff. 110, Urk. 54 Ziff. 

39), deren Gründung vom russischen Geschäftsmann H._____ organisiert worden 

war (Urk. 2 Ziff. 16, Ziff. 45; Urk. 19 Ziff. 22, Ziff. 73; Urk. 44 Ziff. 60). Die F._____ 

AG wurde am tt.mm 1992 mit einem Aktienkapital von CHF 100'000.– (100 Inha-

beraktien zu CHF 1'000.–) im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen 

(Urk. 5/53, Urk. 21/8). Die Gesellschaft bezweckte unter anderem den Import und 

Export sowie Handels- und Transitgeschäfte aller Art. Die Gründung der Gesell-

schaft erfolgte durch Rechtsanwalt AG._____. Gemäss öffentlicher Urkunde über 

die Gründung zeichneten bzw. übernahmen Rechtsanwalt AG._____ 98 Aktien 

und seine beiden Büroangestellten I._____ und J._____ je eine Aktie. Zum Ver-

waltungsrat mit Einzelunterschrift wurde Rechtsanwalt AG._____ gewählt. Ab 23. 

Mai 1997 fungierte Rechtsanwalt AG._____ als Präsident des Verwaltungsrats mit 

- 6 - 

Kollektivunterschrift zu zweien. Das Aktienkapital wurde voll liberiert (Urk. 21/8, 

Urk. 21/9 und Urk. 21/10; Urk. 2 Ziff. 51 f., Urk. 19 Ziff. 22 f., Ziff. 75).  

 Rechtsanwalt AG._____ war ebenso Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift 

der am tt. mm 1991 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragenen 

G._____ Group Holding AG, die am tt. September 1992 ihren Sitz nach AQ._____ 

verlegte. Als deren Direktor mit Einzelunterschrift zeichnete ab 9. November 1994 

auch der russische Staatsangehörige H._____ mit Wohnsitz in AR._____(Urk. 

5/46, Urk. 21/14, Urk. 56/56). H._____ war seit 1990 bereits Geschäftsführer bei 

der im Firmenbuch der Republik Österreich eingetragenen G1._____ (Urk. 5/48).  

 4. Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 26. Juni 

1992 wurde der Beklagte (damals wohnhaft in D._____, Russland) als Direktor 

der F._____ AG mit Kollektivunterschrift zu zweien gewählt (Urk. 21/12) und im 

Handelsregister eingetragen (Urk. 21/8, Urk. 5/71). Am 23. Dezember 1992 stellte 

die G._____ Group Holding AG dem Beklagten Rechnung über CHF 33'000.– für 

33 Aktien (Aktien Nrn. 034-066) der F._____ AG mit dem Hinweis: "The shares are 
kept in custody in the company deposit of G._____ Group Holding AG of RA lic. iur. 

AG._____, only member of the board of directors" (Urk. 21/15). In einer Depotbestäti-

gung vom 23. Dezember 1992 bestätigte Rechtsanwalt AG._____ als einziger 

Verwaltungsrat der F._____ AG, insgesamt 33 Inhaberaktien à nominal CHF 

1'000.– (Nrn. 034-066) im Firmendepot zu Gunsten des Beklagten aufzubewah-

ren (Urk. 21/16). Gemäss "Minutes of the Board of Directors of F._____ AG" vom 

23. Dezember 1992 (unterzeichnet von Rechtsanwalt AG._____) verfügte die 

F._____ AG "per today" über die folgenden Aktionäre (Urk. 21/13):  

− Kläger (Aktien Nrn. 001 - 033)  33 Aktien 
− Beklagter (Aktien Nrn. 034 - 066) 33 Aktien 
− G._____ Group Holding AG (Aktien Nrn. 067 - 100) 34 Aktien 

 5. Am 18. August 1993 erteilte der Beklagte seiner Bank einen Vergütungs-

auftrag über CHF 33'000.– zugunsten der G._____ Group Holding AG und zulas-

ten seines Kontos bei der Bank für Handel und Effekten (Urk. 21/17). In einer wei-

teren Depotbestätigung vom 27. Oktober 1993 bestätigte Rechtsanwalt AG._____ 

als einziger Verwaltungsrat der F._____ AG, für den Beklagten weitere 33 Inha-

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beraktien à nominal CHF 1'000.– (Nrn. 001- 033) im Tresor seines Büros aufzu-

bewahren (Urk. 21/18).  

 6. Die Parteien stimmen darin überein, dass der Beklagte seit Februar 1992 

für die F._____ AG tätig war (Urk. 2 Ziff. 56, Urk. 19 Ziff. 25). Im August 1993 

wurde dem Beklagten in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der F._____ AG 

eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz als Jahresaufenthalter erteilt (Urk. 

21/19). Gemäss Aufenthaltsbewilligung B reiste der Beklagte am 15. September 

1993 in die Schweiz ein und war ab diesem Zeitpunkt in der Schweiz steuerpflich-

tig (Urk. 5/70). In seinem Wertschriften- und Guthabenverzeichnis 1993 führte der 

Beklagte 66 Aktien der F._____ AG auf (Urk. 21/21, Urk. 19 Ziff. 29, Urk. 44 Ziff. 

88).  

 7. Am 6. Oktober 1995 verkaufte die G._____ Group Holding AG  ihre 34 

Aktien an den Beklagten (Urk. 5/94A, Urk. 21/31). Der Verkaufspreis der Aktien 

betrug CHF 900'000.– (Urk. 5/94B), wofür die G._____ Group Holding AG  dem 

Beklagten am 6. Oktober und 7. Dezember 1995 Rechnung stellte (Urk. 21/26 

und Urk. 21/28). Die entsprechenden Vergütungsaufträge des Beklagten an seine 

Bank datieren vom 10. Oktober und 8. Dezember 1995 (Urk. 21/27 und Urk. 

21/29). Am 26. Oktober 1995 bestätigte Rechtsanwalt AG._____ als einziger 

Verwaltungsrat der F._____ AG, dass sich 100 Aktien der F._____ AG im Safe 

seines Büros in AQ._____befänden und die 100 Aktien für den Beklagten ver-

wahrt würden (Urk. 5/95, Urk. 21/30).  

 8. Mit Aktienkaufverträgen vom 11. Dezember 1995 und 16. Februar 1996 

verkaufte der Beklagte in zwei Tranchen die Aktien Nrn. 1 bis 24 und die Aktien 

Nrn. 25 bis 48 (d.h. 48% seinen Aktienbesitzes) für je USD 4.8 Mio. (total USD 9.6 

Mio.) an K._____ und L._____ (Urk. 5/84, Urk. 5/85; Urk. 2 Ziff. 100, Urk. 19 Ziff. 

126), die zusammen die Kollektivgesellschaft M._____ bildeten (Urk. 5/96).  

 9. Mit Aktienkaufvertrag vom 29. Februar 2000 verkaufte der Beklagte der 

N._____ Trust reg. (fortan: N._____) die Aktien Nrn. 49 bis 74 der F._____ AG zu 

einem Preis von USD 5.2 Millionen (Urk. 5/141). Im Trust Agreement vom glei-

chen Tag war die N._____ mit dem Kauf der Aktien auf Rechnung und Risiko der 

- 8 - 

O._____ Stiftung (O._____ Foundation) betraut worden (Urk. 5/134). Begünstiger 

der O._____ Stiftung war der Kläger bzw. ihm nahestehende Personen (Urk. 

5/121, Urk. 5/122). Am 15. März 2000 überwies die O._____ Stiftung dem Beklag-

ten über die N._____ USD 5.2 Millionen (Urk. 5/135 bis Urk. 5/138). Am 10. April 

2000 teilte der Beklagte P._____ mit, es seien total USD 3'445'645.69 "to your at-

tention" überwiesen worden, wovon USD 1'329'044.57 mit Valuta 30.03.00 an die 

N._____ sowie insgesamt USD 2'116'610.12 mit Valuta 31.03.00 und 10.04.00 an 

Q._____ S.A. (Urk. 5/139 Blatt 2). Die N._____ überwies ihrerseits am 4. und 11. 

April 2000 insgesamt USD 3'428'030.– mit dem Zahlungsvermerk "Rueckzahlung 

Darlehen" an die O._____ Stiftung (Urk. 5/139 Blatt 1 und Urk. 5/140).  

 10. Mit Aktienkaufvertrag vom 26. Januar 2001 verkauften der Beklagte und 

die N._____ die Aktien Nrn. 75 bis 100 des Beklagten und die Aktien Nrn. 49 bis 

74 der N._____ an die R._____ S.A. zum Preis von je USD 32'500'000.–, total 

USD 65'000'000.– (Urk. 5/150). In einer Vergleichsvereinbarung vom 

30. März/2. April 2007 legten die Parteien Differenzen aus diesem Aktienkaufver-

trag bei (Urk. 5/169).  

 11. Mit Schreiben vom 20. Januar 2014 machte der Rechtsvertreter des 

Klägers gegenüber dem Rechtsvertreter des Beklagten geltend, dass der Beklag-

te unter dem mit dem Kläger fortbestehenden Treuhandverhältnis insgesamt Ver-

kaufserlöse von USD 43'860'000.– (USD 9'600'000.– zuzüglich USD 1'760'000.– 

zuzüglich USD 32'500'000.–) sowie noch nicht bezifferbare Dividendenausschüt-

tungen vereinnahmt habe. Er forderte den Beklagten gestützt auf Art. 400 OR auf, 

über die obgenannten Einnahmen eine lückenlose schriftliche Abrechnung zu 

präsentieren und zu erklären, wann und wie das Guthaben des Klägers an diesen 

überwiesen werden solle (Urk. 5/172). Mit Schreiben vom 5. Februar 2014 stellte 

der Beklagte ein Treuhandverhältnis in Abrede und wies die Forderung nach Re-

chenschaftsablage zurück (Urk. 5/173).  

 12. Mit Klageschrift vom 15. November 2016 machte der Kläger unter Beila-

ge der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes der … [Ort] vom 14. Juli 2016 

die vorliegende Klage mit obgenanntem Rechtsbegehren bei der Vorinstanz an-

hängig (Urk. 1, Urk. 23, Urk. 12). Der Beklagte erstattete die Klageantwort mit 

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Eingabe vom 30. März 2017 (Urk. 19). Die Replik datiert vom 25. September 2017 

(Urk. 44) und die Duplik vom 24. Januar 2018 (Urk. 54). Der Kläger erstattete am 

21. September 2018 eine Triplik (Urk. 70), zu welcher der Beklagte am 26. No-

vember 2018 eine Stellungnahme einreichte (Urk. 80). Weitere Stellungnahmen 

erfolgten am 17. Januar und 1. Februar 2019 (Urk. 89 und Urk. 92). Am 2. Mai 

2019 erging die Beweisverfügung ("Beschluss"; Urk. 96). An der Beweisverhand-

lung vom 17. September 2019 wurden die Parteien befragt und die Zeugen 

S._____ und P._____ einvernommen (Prot. I S. 28 f., Urk. 148 bis Urk. 152). An 

einer weiteren Beweisverhandlung vom 9. Oktober 2019 wurden die Parteien er-

neut befragt und der Zeuge T._____ einvernommen (Prot. I S. 30 f., Urk. 157 bis 

Urk. 159). Am 6. November und 10. Dezember 2019 hiess die Vorinstanz zwei 

Protokollberichtigungsbegehren des Klägers gut (Urk. 175 und Urk. 187). Die Par-

teien erstatteten in der Folge ihre schriftlichen Schlussvorträge (Urk. 190, 

Urk. 197; Urk. 189, Urk. 199). Am 21. April 2020 fällte die Vorinstanz das ein-

gangs im Dispositiv aufgeführte Urteil. In einem separaten Beschluss vom glei-

chen Tag wurden die mit Eingabe des Klägers vom 9. Oktober 2019 (Urk. 154) 

vorgebrachten neuen Tatsachen und Behauptungen nicht zugelassen, der zweite 

Schlussvortrag des Klägers (Urk. 197) aus dem Recht gewiesen und der Antrag 

des Klägers betreffend die Abnahme weiterer Beweismittel abgewiesen (Urk. 202 

S. 70 f. = Urk. 208 S. 70 f.).  

 13. Gegen das ihm am 11. Mai 2020 zugestellte Urteil erhob der Kläger mit 

Eingabe vom 10. Juni 2020 Berufung mit eingangs aufgeführten Anträgen 

(Urk. 203, Urk. 207). Den Kostenvorschuss von CHF 232'200.– leistete er recht-

zeitig (Urk. 211, Urk. 212). Der Beklagte erstattete die Berufungsantwort mit Ein-

gabe vom 14. Oktober 2020 (Urk. 217). Am 12. November und 23. November 

2020 reichten die Parteien je eine weitere Stellungnahme ein (Urk. 222 bis Urk. 

225). Am 12. Januar 2021 reichte der Beklagte eine Honorarnote seines Rechts-

vertreters ein (Urk. 227), die dem Kläger am 15. Januar 2021 zugestellt wurde 

(Urk. 226 bis Urk. 228).  

- 10 - 

II.  

 1. Der Kläger behauptet, zwischen ihm und dem Beklagten habe ab Herbst 

1993 ein über viele Jahre andauerndes Treuhandverhältnis bestanden (Urk. 2 Ziff. 

18), das dadurch begründet worden sei, dass er den Beklagten im letzten Quartal 

1993 mündlich beauftragt habe, die ihm (dem Kläger) zustehenden 66 Inhaberak-

tien der F._____ AG ab sofort treuhänderisch für ihn (den Kläger), aber im Eigen-

tum des Beklagten zu halten. Der Beklagte habe den Auftrag angenommen und 

sei zum Treunehmer und fiduziarischen Eigentümer der 66 Inhaberaktien des 

Klägers geworden (Urk. 2 Ziff. 68). Den in der Klageschrift und der Replik auf 132 

bzw. 147 Seiten präsentierten Sachverhalt fasste der Kläger wie folgt zusammen 

(Urk. 44 Ziff. 310; vgl. auch Urk. 208 S. 2 f.): 

 Er sei in Russland Generaldirektor der C._____, eines der grössten Dünge-

mittelhersteller der Welt, gewesen und habe den Beklagten als einen seiner Mit-

arbeiter kennengelernt. Mit dem Zerfall der Sowjetunion hätten sich für die 

C._____ vielfältige Herausforderungen gestellt, denen der Kläger unter anderem 

durch den Aufbau einer Auslandhandelsorganisation begegnet sei. 1989 habe er 

durch seinen Bekannten, U._____, H._____ (gemäss Urk. 5/46 und 56/56 und 

fortan: H._____), einen russischen Geschäftsmann, der im Westen gelebt habe, 

kennengelernt. Dieser habe ihm empfohlen, für die Auslandgeschäfte der 

C._____ eine vom Kläger kontrollierte Schweizer Gesellschaft zu gründen. Der 

Kläger habe daraufhin H._____ mit der Gründung der F._____ AG beauftragt, die 

dem Kläger zu 66% und H._____ zu 34% gehören sollte. Da er nicht als Aktionär 

der F._____ AG habe in Erscheinung treten wollen, habe er H._____ beauftragt, 

seine 66 Aktien treuhänderisch für ihn zu halten. Die F._____ AG sei im Januar 

1992 von Rechtsanwalt AG._____ im Auftrag von H._____ gegründet worden. Für 

die Erledigung der administrativen Arbeiten bei der F._____ AG vor Ort habe er 

im Februar 1992 den Beklagten in die Schweiz entsandt. Im September 1993 ha-

be der Beklagte die Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz erhalten und offiziell in 

der Schweiz leben können. Daraufhin habe der Kläger den Beklagten beauftragt, 

seine 66 Aktien an der F._____ AG in Ablösung von H._____ treuhänderisch für 

ihn zu halten. Bis Ende 1994 habe die F._____ AG die Mehrheit der Aktien an der 

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C._____ in Rahmen der vom Kläger durchgeführten Privatisierung in Russland 

erworben. 1995 habe der Beklagte im Auftrag des Klägers weitere 34 Aktien von 

H._____ erworben und damit alle 100 Aktien der F._____ AG für den Kläger als 

wirtschaftlich Berechtigten gehalten. Im Auftrag des Klägers habe der Beklagte 

sodann 48 Aktien an L._____ und K._____ als wichtige Geschäftspartner des 

Klägers veräussert und fortan noch 52 Aktien der F._____ AG für den Kläger ge-

halten. Beim Verkauf an L._____ und K._____ habe der Beklagte einen Betrag 

von insgesamt USD 9.6 Mio. vereinnahmt, der dem Kläger zugestanden hätte und 

ihm verheimlicht worden sei. 1999 habe der Kläger Verhandlungen mit V._____ 

über den Verkauf der 52 wirtschaftlich ihm zustehenden Aktien der F._____ AG 

an die von V._____ kontrollierte R._____ S.A. begonnen. In Vorbereitung des 

Verkaufs habe der Beklagte auf Anweisung des Klägers 26 Aktien auf die 

N._____ übertragen, welche diese 26 Aktien fortan treuhänderisch für den Kläger 

gehalten habe. Die restlichen 26 Aktien seien beim Beklagten verblieben. Auf 

Anweisung des Klägers hätten der Beklagte und die N._____ je 26 Aktien der 

F._____ AG im Januar 2001 treuhänderisch an die R._____ S.A. verkauft. Der 

hierfür vereinnahmte Kaufpreis von insgesamt USD 65 Mio. habe wirtschaftlich 

dem Kläger gehört. Der Beklagte habe auf Anweisung des Klägers seit dem Ver-

kauf einen Kaufpreisanteil von USD 32.5 Mio. bei der W._____ [Bank] verwahrt, 

wobei der Kläger in die Verwaltung der Gelder involviert gewesen sei. Im Jahre 

2008 habe der Beklagte sich gegenüber dem Kläger geweigert, über die verein-

nahmten Gelder und Erträge abzurechnen. 2013 habe der Kläger im Rahmen ei-

nes von ihm initiierten Strafverfahrens gegen den Beklagten in Russland vom 

verheimlichten Kaufpreis in Höhe von USD 9.6 Mio. aus dem Verkauf der 48 Ak-

tien an L._____ und K._____ erfahren. Im Januar 2014 habe der Kläger das 

Treuhandverhältnis mit dem Beklagten gekündigt und vom Beklagten die Bezah-

lung der vorgenannten Beträge gefordert. Der Beklagte habe die Zahlung verwei-

gert und schulde die Beträge bis heute.  

 2. Der Beklagte stellt den Abschluss eines mündlich abgeschlossenen Treu-

handvertrags bzw. ein Treuhandverhältnis in Abrede (Urk. 19 Ziff. 97 f.). Er fasste 

den von ihm in der Klageantwort und der Duplik auf 88 bzw. 137 Seiten vertrete-

nen Standpunkt wie folgt zusammen (Urk. 54 Ziff. 317 ff., Urk. 19 Ziff. 204):  

- 12 - 

 Er habe bis anfangs 1992 als Generaldirektor des E._____ in D._____, 

Russland, gearbeitet. Räumlich habe sich E._____ auf dem Produktionsplatz des 

staatlichen Unternehmens C._____, dessen Generaldirektor der Kläger gewesen 

sei, befunden. Zur Optimierung der Handelstätigkeit der beiden russischen Firmen 

sei am tt. Januar 1992 von Rechtsanwalt AG._____, I._____ und J._____ treu-

händerisch die Firma F1._____ AG gegründet worden, die im Februar 1992 in 

F._____ AG umbenannt worden sei. Es sei vorgesehen gewesen, dass der Klä-

ger und der Beklagte je 33% der Aktien und die G._____ Group Holding AG 34% 

der Aktien zeichnen würden. Dies sei so angedacht gewesen, weil der Kläger für 

die Lieferung des Düngemittels hätte garantieren sollen, für den Beklagten die 

Rolle als Trader und Geschäftsführer der F._____ AG vorgesehen gewesen sei 

und die G._____ Group Holding AG bei der Gründung der F._____ AG hätte hel-

fen sollen. Der Beklagte habe in der Folge seinen Aktienanteil von 33% der 

F._____ AG bezahlt und sei am 23. Dezember 1992 Eigentümer dieser 33 Inha-

beraktien geworden. Der Kläger habe wegen eines mehrfach beschriebenen Inte-

ressenkonflikts darauf verzichtet, die für ihn vorgesehenen 33 Inhaberaktien zu 

zeichnen. Als Leiter des staatlichen Betriebs C._____ sei es ihm nicht erlaubt ge-

wesen, Beteiligungen an den Abnehmerfirmen im Ausland zu halten. Deshalb ha-

be der Beklagte am 18. August 1993 weitere 33 Inhaberaktien bezahlt. Er sei fort-

an Eigentümer von 66 Inhaberaktien gewesen. Die übrigen 34 Inhaberaktien sei-

en von der G._____ Group Holding AG gehalten worden. Am. 6. Oktober 1995 

habe der Beklagte von der G._____ Group Holding AG diese 34 Inhaberaktien 

gekauft und sei alleiniger Eigentümer sämtlicher 100 Inhaberaktien geworden. In 

der Folge habe er 48 Inhaberaktien den Geschäftspartnern L._____ und K._____ 

in zwei Etappen am 11. Dezember 1995 und 16. Februar 1996 verkauft. Die übri-

gen 52 Inhaberaktien seien in seinem Eigentum geblieben. Der Kläger und der 

Beklagte seien Geschäftspartner gewesen. Die Behauptungen des Klägers über 

seine führende Rolle in der F._____ AG würden der Wirklichkeit und den im Recht 

liegenden Belegen widersprechen. Für seine Rolle im Düngemittelgeschäft, die 

Lieferung des Düngemittels für den Export ins Ausland, habe der Kläger Kommis-

sionszahlungen erhalten. Am 29. Februar 2000 habe der Beklagte dem Kläger 26 

Inhaberaktien verkauft. Am 26. Januar 2001 hätten der Kläger und der Beklagte 

- 13 - 

ihre je 26 Inhaberaktien an die R._____ S.A. verkauft. Für den Kläger sei dieser 

Verkauf treuhänderisch durch die N._____ abgewickelt worden. Ab dem 1. Feb-

ruar 1992 bis zum Verkauf im Jahre 2001 sei der Beklagte Geschäftsführer der 

F._____ AG gewesen. Anfänglich habe er noch in Russland gearbeitet und ge-

wohnt. Ab dem 15. September 1993 habe er in der Schweiz gelebt, da er die Auf-

enthaltsbewilligung erhalten habe. Wie aus den zahlreichen im Recht liegenden 

Urkunden hervorgehe, habe der Beklagte die Aktien der F._____ AG legal zu sei-

nem Eigentum erworben. Er habe die Aktien nie treuhänderisch für Drittpersonen, 

auch nicht für den Kläger, gehalten. Der Kläger habe das Zustandekommen eines 

Treuhandvertrages weder rechtsgenügend substantiiert noch bewiesen. Was die 

Parteien wann vereinbart haben sollen, sei völlig unklar geblieben. Wenn ein 

mündlicher Vertrag zustande gekommen wäre, hätten sich die Parteien immer 

wieder absprechen müssen, was bei den jeweils veränderten Situationen gelten 

solle. Der Kläger behaupte zu keiner dieser Situationen (Übernahme der Aktien 

der G._____ Group Holding AG , Verkauf von Aktien an die Exklusivpartner 

L._____ und K._____, Verkauf von Aktien an die N._____ und Verkauf der Mehr-

heitsbeteiligung an die R._____-Gruppe) einen neuerlichen Vertragsabschluss. 

Jede einzelne dieser Situationen hätte einer weiteren Abmachung der Parteien 

bedurft. Er sei vom Kläger nie beauftragt worden, das aus dem Verkauf der Aktien 

erzielte Geld für den Kläger treuhänderisch aufzubewahren. Es sei weder darge-

legt noch bewiesen, wann und wo ein solcher Treuhandvertrag abgeschlossen 

worden sei und was die konkreten Vertragsbestimmungen eines solchen Treu-

handverhältnisses gewesen seien. Der Kläger, der über eigene Bankkonten in der 

Schweiz verfügt habe, hätte keiner Treuhandschaft bedurft. Der Kläger habe ihm 

in einer von ihm in Russland initiierten, von 2013 bis 2016 geführten Strafuntersu-

chung noch vorgeworfen, die Aktien der F._____ AG gestohlen zu haben, was im 

Falle eines Treuhandverhältnisses gar nicht möglich gewesen wäre. Er bestreite 

denn auch, dass der Kläger vor dem 20. Januar 2014 je einmal eine Abrechnung 

betreffend die treuhänderisch gehaltenen Aktien bzw. Geldmittel verlangt habe. 

Die Zeugenaussagen, auf die der Kläger seine Argumentation aufbaue, stünden 

in klarem Widerspruch zu den von ihm eingereichten Urkunden. Allfällige Ansprü-

che aus einem Treuhandverhältnis wären im Übrigen verjährt.  

- 14 - 

 3. Die Vorinstanz stellte zunächst fest, dass der zweite Schlussvortrag des 

Klägers (Urk. 197) verspätet eingereicht worden sei und die mit Eingabe vom 9. 

Oktober 2019 (Urk. 154) vorgebrachten Noven (wonach aufgrund einer vom Be-

klagten am 6. Februar 2001 an den Kläger übermittelten SMS-Nachricht ein Treu-

handverhältnis evident sei) nicht mehr berücksichtigt werden könnten (Urk. 208 S. 

6, S. 8 ff.). Sie beleuchtete sodann Natur und Inhalt des Treuhandvertrags und 

führte in prozessualer Hinsicht aus, der Kläger trage gemäss der allgemeinen 

Beweislastregel von Art. 8 ZGB die Behauptungs- und Beweislast für das Zustan-

dekommen des behaupteten mündlichen Treuhandvertrags (Urk. 208 S. 12 f.). 

Die Vorinstanz gliederte den Sachverhalt sodann in die folgenden vier Phasen 

(Urk. 208 S. 14):  

Phase 1: Gründung der F._____ AG im Januar 1992 
Phase 2: Begründung der Treuhandschaft im letzten Quartal 1993  
Phase 3: Aktienkäufe und Aktienverkäufe bis ins Jahr 2001  
Phase 4: Fortsetzung der Treuhandschaft ab 2001 

 3.1 Die Vorinstanz würdigte zur Phase 1 die Vorbringen der Parteien, die 

eingereichten Urkunden und die vom Kläger eingereichten Befragungsprotokolle 

und schriftlichen Erklärungen von Privatpersonen. Sie gelangte zum Ergebnis, 

dass die Gründung der F._____ AG per tt. Januar 1992 erfolgt sei und Rechtsan-

walt AG._____ und seine beiden Büroangestellten die 100 Aktien treuhänderisch 

gezeichnet hätten. Das Gründungskapital sei von H._____ bzw. einer seiner Fir-

men zur Verfügung gestellt worden. Die Behauptung des Klägers, er habe mit 

H._____ die Aufteilung der Aktien im Verhältnis 66 (für sich) zu 34 (für H._____) 

vereinbart, werde für den Zeitpunkt der Gründung der F._____ AG im Januar 

1992 durch die im Recht liegenden schriftlichen Erklärungen gestützt. Der Beweis 

dafür, dass diese Vereinbarung in der Folge auch tatsächlich umgesetzt worden 

sei, habe der Kläger nicht erbringen können. Auch bezüglich der übrigen relevan-

ten Behauptungen des Klägers sei der Beweis nicht erbracht worden. Der Ge-

genbeweis des Beklagten für die Richtigkeit seiner Darstellung sei demgegenüber 

gelungen. Dessen Behauptung, er habe für sich selbst zuerst 33 Aktien und her-

nach die für den Kläger vorgesehenen 33 Aktien, insgesamt also 66 Aktien, käuf-

lich erworben, werde insbesondere durch die öffentlich beurkundeten Erklärungen 

- 15 - 

von Rechtsanwalt AG._____ vom 21. Oktober 2013 untermauert. Dieser Urkunde 

komme erhöhte Beweiskraft zu. Sie erbringe gemäss Art. 179 ZPO für die durch 

sie bezeugten Tatsachen vollen Beweis, solange nicht die Unrichtigkeit ihres In-

haltes nachgewiesen sei. Angesichts des klaren Beweisergebnisses seien keine 

weiteren Beweismittel abzunehmen (Urk. 208 S. 14 bis S. 29).  

 3.2 Zu Phase 2 erwog die Vorinstanz, der Kläger behaupte, der Vertrag mit 

dem Beklagten sei im letzten Quartal 1993 mündlich geschlossen worden. Zeitlich 

komme damit die dreimonatige Spanne von Oktober bis Dezember 1993 in Be-

tracht. Der Kläger beschreibe weder zur Örtlichkeit noch zu allfälligen weiteren 

(äusseren) Umständen des Vertragsschlusses irgendwelche Einzelheiten. Nebst 

seiner eigenen Parteibefragung offeriere der Kläger zum Beweis dieser in ver-

schiedener Hinsicht nicht ausreichend substantiierten Behauptungen zum Zu-

standekommen des Vertrags einzig ein von ihm eingereichtes und als Urk. 5/89 

zu den Akten genommenes Dokument, das über den behaupteten Vertragsab-

schluss zwischen dem Kläger und dem Beklagten nichts aussage. Auch zum In-

halt des Vertrages habe der Kläger lediglich sehr pauschal ausgeführt, er habe 

den Beklagten beauftragt, die ihm zustehenden 66 Inhaberaktien der F._____ AG 

ab sofort treuhänderisch für ihn zu halten. Es werde nicht einmal behauptet, dass 

besprochen worden wäre, wie die Weisungen des Klägers und die gegenseitigen 

Informationen künftig erfolgen sollten und wie der Beklagte abzurechnen habe. 

Zum Entgelt des Beklagten behaupte der Kläger einzig, er habe den Beklagten für 

die zusätzliche Aufgabe als Treuhänder durch die ständig steigenden Lohnbezü-

ge des Beklagten aus der F._____ AG angemessen entschädigt. Auch diese Be-

hauptung sei unsubstantiiert (Urk. 208 S. 31 f.). Die vom Kläger dazu offerierten 

Beweismittel würden keine Klarheit bringen. Dies gelte zunächst für die den Be-

klagten und seine Ehefrau betreffenden Steuerausweise der Jahre 1999 bis 2003 

und 2005 bis 2012 sowie die beantragte Edition der Steuererklärungen des Be-

klagten für die Jahre 1992 bis 2014, zumal unbestritten sei, dass der Beklagte 

durch seine Tätigkeit bei der F._____ AG zu einem vermögenden Mann gewor-

den sei. Der schriftlichen Erklärung von AA._____ (Urk. 5/29B) lasse sich zur be-

haupteten Entschädigung und zum Abschluss eines Treuhandvertrags nichts ent-

nehmen. AB._____(Urk. 5/41) habe sich in ihrer Befragung zum Entgelt und zu 

- 16 - 

den Lohnbezügen des Beklagten ebenfalls nicht geäussert. Wie sie ihr Wissen 

über die Eigentumsverhältnisse an den Aktien der F._____ AG erhalten habe, sei 

unklar geblieben und auch vom Kläger nicht erläutert worden. Es erscheine un-

wahrscheinlich, dass ihre Angaben auf eigener Wahrnehmung beruhten, sei es 

dem Kläger gemäss seinen eigenen Angaben doch ein grosses Anliegen gewe-

sen, die Eigentumsverhältnisse an der F._____ AG zu verschleiern. Damit erübri-

ge es sich, die beiden als Zeugen offerierten Personen einzuvernehmen. Als Be-

weisergebnis sei festzuhalten, dass die klägerischen Behauptungen zum Zustan-

dekommen des Treuhandvertrags sowohl hinsichtlich des Zeitpunkts als auch 

hinsichtlich des Inhalts ungenügend substantiiert seien. Die im Recht liegenden 

Beweismittel würden die Behauptungen des Klägers nicht stützen. Weitere Be-

weismittel seien nicht abzunehmen. Der Beweis des Klägers sei – soweit er über-

haupt zuzulassen sei – nicht erbracht (Urk. 208 S. 32 ff.).  

 3.3 In Phase 3 befasste sich die Vorinstanz mit folgenden Transaktionen:  

− Erwerb des Aktienanteils von 34% von H._____ bzw. der G._____ Group 
Holding AG  im Jahr 1995  

− Verkauf von 48 Inhaberaktien im Jahre 1995/1996 
− Verkauf von 52 Inhaberaktien im Jahre 2000/2001 

 3.3.1 Die Vorinstanz würdigte (nebst Urkunden) die vom Kläger eingereich-

ten schriftlichen Erklärungen von vier Personen (Urk. 5/28, Urk. 5/50, Urk. 

5/51+52, Urk. 5/56) und gelangte zum Schluss, diese würden die klägerische 

Version, der Beklagte habe die 34 Aktien von H._____ im Auftrag des Klägers 

und treuhänderisch für diesen erworben, stützen. Die Erklärungen einschliesslich 

das AC._____ von H._____ vom 22. September 2013 seien allerdings in ver-

schiedener Hinsicht nicht schlüssig bzw. nicht gänzlich überzeugend, weshalb 

ihnen lediglich ein beschränkter Beweiswert zukomme. Selbst wenn man davon 

ausginge, dass die vom Kläger angerufenen Personen ihre bereits deponierten 

Angaben bestätigen würden, wäre als Beweisergebnis festzuhalten, dass die 

Darstellung des Klägers insgesamt weniger überzeuge als jene des Beklagten. 

Die Darstellung des Beklagten werde nämlich einerseits gestützt durch die Ver-

einbarung betreffend den Verkauf der 34 Aktien vom 6. Oktober 1995 (Urk. 5/94A) 

und das darauf Bezug nehmende Schreiben der G._____ Group Holding AG vom 

- 17 - 

7. Dezember 1995 (Urk. 5/94B) sowie andererseits durch die Depotbestätigung 

von Rechtsanwalt AG._____ vom 26. Oktober 1995 (Urk. 5/95). Insbesondere sei 

auch die Bezahlung des Kaufpreises ab dem Konto des Beklagten als starkes In-

diz zu dessen Gunsten zu gewichten. Bei diesem Beweisergebnis erübrige sich 

die Abnahme weiterer Beweismittel (Urk. 208 S. 35 ff.).  

 3.3.2 Zum Verkauf von 48 Aktien in den Jahren 1995/1996 führte die Vor-

instanz aus, der Kläger wolle sich mit AE._____ darauf geeinigt haben, dass die 

Entschädigung für die Veräusserung des Minderheitspaketes von 48% in Form 

von zukünftigen Kommissionszahlungen an den Kläger hätte fliessen sollen, wo-

bei es schwierig gewesen sei, sich auf einen genauen Wert der Aktien zu einigen, 

und die Dauer der Zahlungen offengelassen worden sei. Laut Kläger hätten 

AE._____ und seine beiden Geschäftsführer K._____ und L._____ zur Umset-

zung der Vereinbarung die Kollektivgesellschaft M._____ gegründet, die später 

vereinbarungsgemäss Kommissionen an die AD._____ in Liechtenstein, deren 

wirtschaftlich Berechtigter der Kläger gewesen sei, weitergeleitet habe (Urk. 208 

S. 43 f.). Nun sei aber unbestritten, dass der Beklagte mit K._____ und L._____ 

als Käufer in den beiden Verkaufsverträgen vom 11. Dezember 1995 und 16. 

Februar 1996 für je zweimal 24 Aktien der F._____ AG einen Kaufpreis von je 

USD 4.8 Mio. vereinbart habe, was die Darstellung des Beklagten stütze. Von ir-

gendwelchen Kommissionszahlungen (die laut Kläger anstelle eines Kaufpreises 

hätten fliessen sollen) sei darin keine Rede, was deshalb erstaune, weil die Ver-

einbarung von Kommissionszahlungen an den Kläger als Geschäftspartner das 

behauptete Treuhandverhältnis nach aussen gar nicht offengelegt hätte. Weiter 

erscheine lebensfremd, einen Kaufvertrag über mehrerer Millionen abzuschlies-

sen, ohne dabei den Kaufpreis zu definieren, wie dies der Kläger behaupte. Nicht 

nachvollziehbar sei schliesslich auch, weshalb der Kläger weder vom Beklagten 

noch von seinem angeblichen Geschäftspartner AE._____ bzw. von K._____ und 

L._____ über diese beiden schriftlichen Verträge und deren Inhalt informiert wor-

den sein soll. Selbst wenn die vom Kläger offerierten Zeugen H._____ und 

AE._____ dessen Darstellung stützen würden, würden ernsthafte und nicht über-

windbare Zweifel an der Richtigkeit ihrer Aussagen verbleiben. Auf die Abnahme 

- 18 - 

dieser Beweismittel könne ebenso verzichtet werden wie auf die Einvernahme 

von zwei weiteren Zeugen (Urk. 208 S. 46 f.).  

 3.3.3 Mit Aktienkaufvertrag vom 29. Februar 2000 veräusserte der Beklagte 

zunächst 26 Aktien (Nrn. 49 bis 74) an die N._____ (Urk. 5/141), worauf der Be-

klagte und die N._____ mit Aktienkaufvertrag vom 26. Januar 2001 die von ihnen 

gehaltenen 52 Aktien (Nrn. 49 bis 74 und Nrn. 75 bis 100) an die R._____ S.A. 

(vertreten durch deren Vizepräsidenten AF._____) verkauften (Urk. 5/133). Im 

Zusammenhang mit dem in den Jahren 2000 und 2001 erfolgten Verkauf der 52 

Aktien kam die Vorinstanz nach ausführlicher Würdigung der eingereichten Ur-

kunden, einem von AF._____ unterzeichneten AC._____, der Aussagen des Klä-

gers in der Parteibefragung und der Zeugenaussagen von S._____ und P._____ 

(Mitarbeiter der N._____) zum Ergebnis, es sei erwiesen, dass der Kläger Ver-

tragsverhandlungen mit AF._____ betreffend den Verkauf von 52 Aktien der 

F._____ AG geführt habe. Ob nur der Kläger verhandelt habe oder ob auch der 

Beklagte sich in irgendeiner Form in die Verhandlungen eingebracht habe, sei 

damit nicht gesagt. Auch die Aussagen von AF._____ stützten die Darstellung 

des Klägers, dass er Besitzer von 52 Aktien der F._____ AG gewesen sei. Aller-

dings sei unklar, woher AF._____ sein angebliches Wissen habe. Alle übrigen 

Beweismittel des Klägers seien aber wenig oder überhaupt nicht aussagekräftig 

und vermöchten die einzelnen Behauptungen des Klägers nicht zu stützen. Für 

die Vorinstanz konnte insbesondere auch nicht erstellt werden, dass der Beklagte 

vereinbarungsgemäss den von der N._____ für die Veräusserung der 26 Aktien 

erhaltenen Kaufpreis von USD 5.2 Mio. an die N._____ zurückzahlte. Sie hielt den 

Beweis, dass der Kläger allein wirtschaftlich Berechtigter an den 52 Aktien der 

F._____ AG gewesen sei und der Beklagte den Vertrag vom 29. Februar 2000 

sowie jenen vom 26. Januar 2001 lediglich als Treunehmer des Klägers ge-

schlossen habe, insgesamt für nicht erbracht. Damit erübrigte sich für die Vo-

rinstanz die Abnahme weiterer Beweismittel (Urk. 208 S. 50 ff.).  

 3.4 Zu Phase 4 erwog die Vorinstanz, der Kläger habe zu beweisen, dass er 

dem Beklagten anlässlich eines Gesprächs unter vier Augen mündlich den Auf-

trag erteilt habe, den (für die Veräusserung der 26 Aktien erhaltenen) Betrag von 

- 19 - 

USD 32.5 Mio. auf unbestimmte Zeit treuhänderisch für ihn zu halten. Die einge-

reichten Unterlagen würden zur behaupteten Fortsetzung des Treuhandverhält-

nisses nichts aussagen. Auf die Einvernahme des als Zeuge benannten AF._____ 

sei zu verzichten, weil dieser keine relevanten Angaben aus eigener Wahrneh-

mung machen könnte, da das Gespräch gemäss Darstellung des Klägers unter 

vier Augen stattgefunden habe. Der Kläger habe weiter zu beweisen, dass der 

Beklagte an einer Sitzung mit ihm und den Vertretern der N._____, bei der es ins-

besondere um die Weiterleitung der eingenommenen Gelder an den Kläger ge-

gangen sei, ausdrücklich bestätigt habe, er werde den Betrag von USD 32.5 Mio. 

an den Kläger gemäss dessen Instruktionen überweisen. Dieser Beweis sei mit 

der Parteibefragung des Klägers und den Zeugenaussagen von S._____ und 

P._____ nicht erbracht worden. Schliesslich habe der Kläger zu beweisen, dass 

der Kundenberater bei der W._____, T._____, gewusst habe, dass die Gelder, die 

von der R._____ S.A. auf das auf den Namen des Beklagten lautende Konto bei 

der W._____ einbezahlt worden seien, wirtschaftlich dem Kläger gehört hätten. 

Die edierten Bankunterlagen enthielten diesbezüglich keine Hinweise. Die Aussa-

gen des Klägers deckten sich im Wesentlichen mit seinen im Prozess gemachten 

Angaben. Der als Zeuge befragte T._____ stütze mit seinen Aussagen die kläge-

rische Darstellung nicht. Der Beweis, dass die Treuhandschaft nach dem Verkauf 

der Aktien mit Bezug auf den erzielten Verkaufserlös fortgesetzt worden sei, sei 

gescheitert, womit es sich erübrige, auf die Frage der Verjährung einzugehen. 

Weitere Beweismittel seien nicht abzunehmen (Urk. 208 S. 65 ff.).  

 3.5 Zusammenfassend stellte die Vorinstanz fest, dass der Kläger den Be-

weis für alle Teile des von ihm behaupteten Sachverhalts nicht habe erbringen 

können. Demzufolge war die Klage abzuweisen.  

III.  

 1.1. Die Berufung wurde form- und fristgerecht erhoben. Sie richtet sich ge-

gen einen erstinstanzlichen Endentscheid. Da die Streitwertgrenze erreicht wird, 

ist auf die Berufung – unter Vorbehalt hinreichender Begründung – einzutreten 

(Art. 308 Abs. 1 und Art. 311 ZPO).  

- 20 - 

 1.2 Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des ange-

fochtenen Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Nicht ange-

fochten wurde der vorinstanzliche Entscheid hinsichtlich der Klageabweisung im 

Umfang von USD 9'600'000.– (Urk. 207 Ziff. 3). Dies betrifft den Verkauf der 48 

Inhaberaktien Nrn. 1 bis 48 in den Jahren 1995/1996 an K._____ und L._____ 

(Urk. 207 Ziff. 3, Ziff. 147). Demzufolge ist vorzumerken, dass das vor-

instanzliche Urteil insoweit mit Ablauf der Anschlussfrist am 17. Oktober 2020 in 

Rechtskraft erwachsen ist, als die Klage im USD 32'500'000.– zuzüglich Zins zu 

5% seit 10. Februar 2014 übersteigenden Umfang abgewiesen wurde (zum Zeit-

punkt vgl. BK ZPO-Sterchi, Art. 315 N 5).  

 Entgegen der Meinung des Beklagten (Urk. 217 Ziff. 95) vermag der Nicht-

weiterzug der Klageabweisung im Umfang von USD 9'600'000.– die Frage, ob 

hinsichtlich der übrigen 52 Aktien ein Treuhandverhältnis bestand, nicht zu präju-

dizieren. Der Kläger forderte die USD 9'600'000.– zwar ebenfalls gestützt auf das 

Treuhandverhältnis (Urk. 2 Ziff. 101: "aus dem Treuhandverhältnis"). Allerdings 

weicht das Klagefundament in den weiteren Teilen – wie vom Kläger zutreffend 

aufgezeigt wird (Urk. 222 S. 3 ff.) – von demjenigen hinsichtlich der weiterhin ge-

forderten USD 32'500'000.– ab.  

 1.3 Die Vorinstanz hat in einem separaten Beschluss vor ihrem Erkenntnis 

drei prozessleitende Anordnungen getroffen (Urk. 208 S. 70; vgl. E. I/11). Der 

Kläger weist zu Recht darauf hin, dass es sich dabei um prozessuale Vorfragen 

handelt, die Teil des Urteils bilden und nicht separat angefochten werden müssen 

(Urk. 207 Ziff. 7).  

 1.4 Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufung ist zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Es ist hinreichend genau 

aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punk-

ten als fehlerhaft zu betrachten ist. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger 

im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die 

Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht. Es genügt nicht, lediglich auf 

die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen zu verweisen, auf frühere Pro-

- 21 - 

zesshandlungen hinzuweisen oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner 

Weise zu kritisieren (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375). Auf Rügen, die eine sach-

bezogene Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils 

vermissen lassen, ist nicht einzutreten. Soweit in der Berufungsbegründung Tat-

sachen vorgebracht oder Sachverhaltsrügen erhoben werden, ist mittels klarer 

und sauberer Verweisungen auf die Ausführungen vor Vorinstanz zu zeigen, wo 

die entsprechenden Behauptungen oder Bestreitungen vorgetragen wurden 

(ZPO-Rechtsmittel-Kunz, Art. 311 N 95 und N 97; Hungerbühler/Bucher, in: Brun-

ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 

2016, Art. 311 N 37). Auch sind die Parteien grundsätzlich gehalten, erstinstanz-

lich gestellte Beweisanträge, denen nicht entsprochen wurde, vor der zweiten In-

stanz zu wiederholen (BGE 144 III 394 E. 4.2 S. 398). Diese Begründungsanfor-

derungen gelten sinngemäss auch für den Inhalt der Berufungsantwort (BGer 

5A_660/2014 vom 17. Juni 2015, E. 4.2 m.w.Hinw.; 4A_258/2015 vom 21. Okto-

ber 2015, E. 2.4.2). 

 1.5 Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht 

grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort ge-

gen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken. Die 

Rügen der Parteien geben mithin das Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz 

vor; der angefochtene Entscheid ist grundsätzlich nur auf die gerügten Punkte hin 

zu überprüfen. In rechtlicher Hinsicht ist das Berufungsgericht, in Anwendung des 

Grundsatzes iura novit curia, bei dieser Prüfung jedoch weder an die Erwägungen 

der ersten Instanz noch an die mit den Rügen vorgetragenen Argumente der Par-

teien gebunden. In tatsächlicher Hinsicht ist es nicht an die Feststellungen des 

erstinstanzlichen Gerichts gebunden, auch wenn mangels entsprechender Sach-

verhaltsrügen der Parteien im Berufungsverfahren der erstinstanzliche Entscheid 

nach dem Gesagten in der Regel als Grundlage des Rechtsmittelverfahrens dient 

(BGE 144 III 394 E. 4.1.4 S. 397 f. mit Hinweis auf BGE 142 III 413 E. 2.2.4 und 

weitere Entscheide). Das Berufungsgericht kann die Rügen der Parteien folglich 

auch mit abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen (sog. Motivsub-

stitution; BGer 2C_124/2013 vom 25. November 2013, E. 2.2.2; Reetz/Hilber, in: 

Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 318 N 21; Seiler, Die 

- 22 - 

Berufung nach ZPO, Zürich 2013, N 1507; für das Verfahren vor Bundesgericht: 

BGE 138 III 537 E. 2.2 S. 540; 137 III 385 E. 3 S. 386; BSK BGG-

Meyer/Dormann, Art. 106  

N 11 f.).   

 1.6 Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfah-

ren nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt wer-

den, d.h. wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht wurden (lit. a) und trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten 

(lit. b). Wer sich auf (unechte) Noven beruft, hat deren Zulässigkeit darzutun und 

ihre Voraussetzungen notwendigenfalls zu beweisen (BGE 143 III 42 E. 4.1 S. 43; 

BGer 5A_86/2016 vom 5. September 2016, E. 2.1, je m.w.Hinw.). Neue rechtliche 

Argumente (Vorbringen zum Recht) stellen keine Noven im Sinne von Art. 317 

Abs. 1 ZPO dar und können in der Berufung uneingeschränkt vorgetragen werden 

(BGer 4A_519/2011 vom 28. November 2011, E. 2.1; 5A_351/2015 vom 1. De-

zember 2015, E. 4.3). Sie dürfen sich allerdings nicht auf unzulässige neue Tat-

sachen stützen. 

 1.7 Der Kläger macht geltend, die Vorinstanz habe seinen zweiten Schluss-

vortrag (Urk. 197) zu Unrecht als verspätet betrachtet (Urk. 207 Ziff. 26). Wie sich 

aus dem Sendungsverlauf und dem Empfangsscheinbuch der Post ergibt, erfolgte 

die Aufgabe am 5. März 2020 und damit rechtzeitig (Urk. 210/1). Auf den Aus-

gang des Verfahrens zeitigt dies allerdings keine Auswirkungen.  

 2. Für den Kläger ist die Gliederung des Sachverhalts durch die Vorinstanz 

in vier Phasen mit der Gefahr verbunden, von der eigentlichen Kernfrage, ob zwi-

schen den Parteien ein Treuhandverhältnis in Bezug auf das Halten der Aktien 

der F._____ AG und den vom Beklagten vereinnahmten Verkaufserlös bestanden 

hat, abzulenken und sich in Detailfragen zu einzelnen Vorgängen zu verlieren 

(Urk. 207 Ziff. 58).  

 2.1 Der Kläger hat vor Vorinstanz stets den mündlichen Abschluss eines 

Treuhandvertrags behauptet. Er habe den Beklagten im letzten Quartal mündlich 

beauftragt, die ihm zustehenden 66 Inhaberaktien ab sofort treuhänderisch für ihn 

- 23 - 

zu halten. Der Beklagte habe den Auftrag angenommen und sei zum Treunehmer 

und fiduziarischen Eigentümer der 66 Inhaberaktien geworden (Urk. 2 Ziff. 68, 

Urk. 44 Ziff. 200). Die Parteien hätten (aus Sicherheitsüberlegungen) keinen 

schriftlichen Treuhandvertrag abgeschlossen, wie dies unter Russen in dieser Zeit 

absolut üblich gewesen sei. Es sei dem Kläger stets darum gegangen, als Be-

rechtigter verdeckt zu bleiben und in keinen Dokumenten als Eigentümer der 

F._____ AG zu erscheinen (Urk. 2 Ziff. 69, Urk. 44 Ziff. 28).  

 2.2 Die Vorinstanz hielt dafür, die Behauptungen des Klägers zum Zustan-

dekommen des Treuhandvertrags seien sowohl hinsichtlich des Zeitpunktes als 

auch hinsichtlich des Inhaltes ungenügend substantiiert geblieben (Urk. 208 S. 

35). Der Kläger beschreibe weder zur Örtlichkeit noch zu allfälligen weiteren 

(äusseren) Umständen des Vertragsschlusses irgendwelche Einzelheiten. Der 

Kläger behaupte nicht, dass besprochen worden sei, wie seine Weisungen und 

die gegenseitigen Informationen zu erfolgen hätten und wie der Beklagte abzu-

rechnen habe. Zum Entgelt behaupte der Kläger einzig, er habe den Beklagten für 

die zusätzliche Aufgabe als Treuhänder angemessen entschädigt durch die stän-

dig steigenden Lohnbezüge des Beklagten. Auch diese Behauptung sei unsub-

stantiiert (Urk. 208 S. 31 f.).  

 2.3 Der Kläger beanstandet, die Vorinstanz stelle unnötig hohe und über-

spitzte Anforderungen an die Substantiierung und verletze damit Art. 53, Art. 55 

und Art. 152 ZPO. Wenn er substantiiere, wann ungefähr das Treuhandverhältnis 

(vor rund 25 Jahren) mündlich geschlossen worden sei und welche Essentialia 

das Verhältnis beinhaltet habe, müsse es damit sein Bewenden haben. Nachdem 

der Kläger zum direkten Beweis des mündlichen Vertragsschlusses nur seine 

Parteibefragung offeriert habe und nicht geltend mache, dass noch andere Per-

sonen als er und der Beklagte die eigentliche Beauftragung unmittelbar akustisch 

wahrgenommen hätten, sei es gänzlich irrelevant, ob der Vertrag am 21. Oktober 

oder 30. November 1993 oder an einem anderen Tag in diesem Zeitraum ge-

schlossen worden sei, an welchem Ort in der Schweiz sich dies zugetragen habe 

und wie das Wetter an diesem Tag gewesen sei. Die Vorinstanz lasse offen, wo-

rin der Mehrwert solcher zusätzlicher Angaben bestehe. Zwischen den Parteien 

- 24 - 

sei ja gerade das Zustandekommen des Treuhandverhältnisses an sich umstritten 

und nicht der exakte Zeitpunkt, der Ort oder die Umstände des Vertragsschlus-

ses. Weil zu diesem Tatsachenvortrag als direkter Beweis (neben vielen indirek-

ten Beweisen) nur die Befragung der Parteien offeriert worden sei und die Partei-

en zweifellos wüssten, welcher Vertrag Beweisthema sei, sei der Vortrag des Klä-

gers auch genügend detailliert, so dass darüber problemlos Beweis abgenommen 

werden könne (Urk. 207 Ziff. 101 f., vgl. auch Urk. 207 Ziff. 47).  

 Es sei nicht entscheidrelevant – so der Kläger weiter –, wie die Kommunika-

tion unter den Parteien erfolgt sei bzw. ob und wie der Beklagte abzurechnen ge-

habt habe. Dies verlange der Kläger nicht und sei zur Entscheidung über die gel-

tend gemachte Forderung auch nicht notwendig. Keine Partei leite aus Nebenab-

reden, die für das Zustandekommen des Vertrags nicht massgeblich seien, Rech-

te ab. Auch das dem Beklagten zustehende Entgelt sei – obwohl keine Voraus-

setzung für das Zustandekommens des Vertrags – in der Replik thematisiert wor-

den. Der Beklagte habe für seine Dienste ein sehr grosszügiges Salär aus der 

wirtschaftlich dem Kläger gehörenden F._____ AG bezogen und sei mit der vom 

Kläger erhaltenen Entschädigung einverstanden gewesen. Schlussendlich habe 

der Beklagte sehr hohe Saläre erhalten, mit welchen er für seine Treuhandschaft 

entschädigt worden sei. Die konkreten Lohnzahlungen des Beklagten von der 

Gründung bis zum Verkauf der F._____ AG hätten vom Kläger nicht genau sub-

stantiiert werden können, da er sich nach so langer Zeit an die Höhe nicht im De-

tail erinnern könne, weshalb er explizit die Edition der Lohnausweise des Beklag-

ten von 1992 bis 1999 beantragt habe. Die Vorinstanz habe ohne Begründung 

diesen Beweisantrag übergangen und stattdessen die Steuerausweise des Be-

klagten und seiner Ehefrau gewürdigt (Urk. 207 Ziff. 107 f.). 

 2.4 Die Parteien haben die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, zu 

behaupten und die Beweismittel zu bezeichnen (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Nach gefes-

tigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Behauptungslast Genüge getan, 

wenn die Parteien in ihrem Tatsachenvortrag in allgemeiner Weise sämtliche Tat-

sachen benennen, welche unter die ihren Antrag stützenden Normen zu subsu-

mieren sind. Eine Tatsachenbehauptung braucht nicht alle Einzelheiten zu enthal-

- 25 - 

ten; es genügt, wenn die Tatsachen, die unter die das Begehren stützenden Nor-

men zu subsumieren sind, in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechen-

den Weise in ihren wesentlichen Grundzügen oder Umrissen behauptet werden. 

Ein solchermassen vollständiger Tatsachenvortrag wird als schlüssig bezeichnet, 

da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss auf die anbegehrte Rechtsfolge 

zulässt. Bestreitet der Prozessgegner den schlüssigen Tatsachenvortrag der be-

hauptungsbelasteten Partei, greift eine über die Behauptungslast hinausgehende 

Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundzügen, 

sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar dazulegen, dass 

darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten wer-

den kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368, 136 III 322 E. 3.4.2 S. 328, 144 III 519 E. 

5.2.1.1 S. 523; BGer 4A_478/2019 vom 29. Januar 2020, E. 3.3.1; 4A_661/2017 

vom 28. Mai 2018, E. 5.3; 4A_625/2015 vom 29. Juni 2016, E. 4.1). Als Einzeltat-

sachen sind Konkretisierungen etwa hinsichtlich Gegenstand, Ort und Zeit des 

Geschehens sowie beteiligter Personen zu verstehen, aber auch hinsichtlich Ge-

sprächen, geäusserter Willenserklärungen, innerer Vorstellungen etc. (BK ZPO-

Hurni, Art. 55 N 25; Burkhalter Kaimakliotis, Die Substanzierungslast – insbeson-

dere gemäss der Zürcher Zivilprozessordnung und der Praxis des Bundesge-

richts, in: AJP 2007 1266). Eine Partei kann sich nicht mit allgemeinen Behaup-

tungen begnügen, in der Meinung, die Begründung ihres Prozessstandpunktes 

werde sich aus dem Beweisverfahren ergeben (Frank/Sträuli/Messmer, Kommen-

tar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, § 113 N 5; BGE 127 III 365 E. 2c S. 

368 f.).  

 2.5 Der Beklagte hat in der Klageantwort den Abschluss eines mündlichen 

Treuhandvertrags bestritten (Urk. 19 Ziff. 97 f.) und geltend gemacht, die klägeri-

sche Behauptung erfolge völlig unsubstantiiert; der Kläger könne nicht sagen, wo, 

wann und mit welchem Inhalt konkret ein solcher Treuhandvertrag zustande ge-

kommen sei. Der Kläger lege den angeblichen Vertragsabschluss wohl deshalb 

auf das letzte Quartal 1993, um die Anwendbarkeit des schweizerischen Rechts 

(anstelle des russischen Rechts) zu begründen, nachdem der Beklagte erst ab 

September 1993 über einen Wohnsitz in der Schweiz verfügt habe (Urk. 19 Ziff. 

16, Ziff. 40, Ziff. 42 f., Ziff. 97 f., Ziff. 187; vgl. auch Urk. 54 Ziff. 84, wonach nach 

- 26 - 

russischem Recht ein mündlicher Treuhandvertrag ungültig gewesen wäre, da 

das russische Recht dafür Schriftlichkeit vorsehe).  

 Aufgrund der Bestreitung des Beklagten war der Kläger daher gehalten, den 

Abschluss des Treuhandvertrags detailliert und so umfassend und klar dazulegen, 

dass darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten 

werden kann. Der Beklagte hält in der Berufungsantwort daran fest, der Kläger 

habe das Zustandekommen eines Treuhandvertrags nicht substantiiert darlegen 

können, weshalb sich eine Beweisabnahme erübrige (Urk. 217 Ziff. 7, Ziff. 9, Ziff. 

16, Ziff. 28, Ziff. 35, Ziff. 38, Ziff. 44, Ziff. 103 und Ziff. 108). 

 2.6 Seitens des Klägers wurde nicht näher dargelegt, wann, wo und bei wel-

cher Gelegenheit die Parteien ihre Willenserklärungen austauschten. Ungewiss 

blieb, ob Antrag und Annahme unter Anwesenden oder unter Abwesenden erfolg-

ten. Obwohl der Kläger eine langfristige (definitive) Treuhandstruktur schaffen 

(Urk. 2 Ziff. 68) und eine umfassende Treuhandschaft vereinbaren wollte (Urk. 44 

Ziff. 115), um "als Berechtigter verdeckt zu bleiben und in keinen Dokumenten als 

Eigentümer der F._____ AG zu erscheinen" (Urk. 2 Ziff. 69), blieb im Dunkeln, 

was genau zwischen den Parteien besprochen wurde. Die näheren Umstände 

des Vertragsabschlusses und der Inhalt der Gespräche wären für den Beklagten 

aber sehr wohl relevant gewesen, um seinerseits substantiierte Bestreitungen 

machen und Gegenbeweismittel bezeichnen zu können. Ohne nähere Angaben 

des Klägers zum Vertragsschluss kann sich der Beklagte nur pauschal verteidi-

gen, ohne für spezifische Einzeltatsachen darauf bezogene Gegenargumente 

präsentieren und Gegenbeweismittel bezeichnen zu können. Entgegen der Auf-

fassung des Klägers ist nicht gänzlich irrelevant, an welchem Tag und an wel-

chem Ort (Russland, Schweiz etc.) der Vertrag abgeschlossen wurde, weil er 

selbst nicht geltend macht, noch andere Personen als er und der Beklagte hätten 

die eigentliche Beauftragung unmittelbar akustisch wahrgenommen. Damit be-

trachtet der Kläger die Substantiierungsfrage ausschliesslich aus seiner Interes-

senlage und berücksichtigt nicht, dass die beklagte Partei in die Lage versetzt 

werden muss, zu hinreichend bestimmten Vorbringen Stellung zu nehmen, diese 

ihrerseits substantiiert zu bestreiten und Gegenbeweismittel zu bezeichnen. Bleibt 

- 27 - 

der klägerische Sachvortrag im Allgemeinen, weiss die beklagte Partei nicht, wel-

che konkreten Geschehnisse und Abläufe zum Beweisthema gemacht werden 

und welche Sachverhaltselemente und Beweismittel sie ihrerseits in den Prozess 

einführen muss. Vorliegend bleibt offen, ob der Beklagte bei zeitlich, örtlich oder 

thematisch spezifischerem Sachvortrag des Klägers nicht weitere Behauptungen 

aufgestellt und Beweismittel bezeichnet hätte. Darum kann der Kläger auch nichts 

zu seinen Gunsten ableiten, dass er bzw. die Parteien zum Beweis nur die Partei-

befragung beantragt haben (Urk. 207 Ziff. 101 mit Verweis auf Urk. 2 Ziff. 68 und 

Urk. 19 Ziff. 97).  

 Der Kläger kann sich mit Blick auf die Substantiierungsanforderungen auch 

nicht mit Hinweis auf die Mündlichkeit des Vertragsschlusses oder den Zeitablauf 

entlasten (Urk. 207 Ziff. 101: "vor rund 25 Jahren nach Abschluss des Treuhand-

verhältnisses"). Es war der Kläger, der mit einer bloss mündlichen Treuhandabre-

de bewusst (wie damals angeblich unter Russen üblich) auf die Schriftform und 

einen "nachweisbaren Aktienbesitz" verzichtet haben will, um anonym bleiben zu 

können und den wirtschaftlich Berechtigten zu verschleiern (Urk. 207 Ziff. 16 mit 

Verweis auf Urk. 2 Ziff. 19, Ziff. 69 ff., Ziff. 83 f., Ziff. 89). Er verzichtete auf perio-

dische Rechenschaftsablage und machte erstmals im Jahre 2014 Ansprüche aus 

dem angeblichen Treuhandverhältnis geltend (Urk. 2 Ziff. 171, Urk. 70 Ziff. 73). 

Allfällige Schwierigkeiten bei der Substantiierung des Beweisthemas und bei der 

Beweisführung sind dem Kläger zuzuschreiben und können nicht auf den Beklag-

ten abgewälzt werden.  

 2.7 Mit seiner allgemeinen Behauptung, er habe den Beklagten beauftragt, 

die ihm zustehenden Aktien treuhänderisch ab sofort für ihn (den Kläger) zu hal-

ten, worauf der Beklagte den Auftrag angenommen habe, hat der Kläger den be-

haupteten Abschluss des Treuhandvertrags vor dem komplexen Hintergrund der 

geschäftlichen Beziehungen zwischen den Parteien und weiteren Drittpersonen 

sowie der vom Kläger geschilderten Gründung der F._____ AG nicht hinreichend 

substantiiert. Dies wird umso offenkundiger, als im klägerischen Sachvortrag ver-

schiedene Widersprüchlichkeiten und Unzulänglichkeiten auszumachen sind:  

- 28 - 

 2.7.1 Während der Kläger im vorinstanzlichen Sachvortrag von einem Ver-

tragsabschluss im letzten Quartal des Jahres 1993 sprach, soll gemäss seiner 

Darstellung in der Berufungsschrift das Treuhandverhältnis zwischen dem Kläger 

als Treugeber und dem Beklagten als Treunehmer im September 1993 begonnen 

haben (Urk. 207 Ziff. 12). Den Beginn des Treuhandverhältnisses hatte der Kläger 

bereits im ersten Schlussvortrag ohne Begründung in den September 1993 ver-

legt (Urk. 190 Ziff. 3). Das letzte Quartal eines Jahres beginnt am 1. Oktober. Auf 

diese Inkonsistenz in der klägerischen Sachdarstellung weist der Beklagte zu 

Recht hin (Urk. 217 Ziff. 77). Für die beklagte Partei ist durchaus relevant, ob sie 

sich zu Vorkommnissen und Willenserklärungen äussern muss, die sich im Sep-

tember 1993 oder aber erst im Dezember 1993 zugetragen haben sollen.  

 2.7.2 Der Kläger verlegte den Beginn des Treuhandverhältnisses mit dem 

Beklagten und dessen Erwerb von Aktien der F._____ AG ins letzten Quartal 

1993. Der Beklagte hat auf die "Minutes of the Board of Directors of F._____ AG" 

und die Depotbestätigung vom 23. Dezember 1992 (beide unterzeichnet von 

Rechtsanwalt AG._____) hingewiesen, worin klipp und klar bescheinigt wurde, 

dass der Beklagte bereits am 23. Dezember 1992 Aktionär der F._____ AG bzw. 

Eigentümer von 33 Inhaberaktien war (Urk. 19 Ziff. 26 f.; Urk. 21/13, Urk. 21/16). 

Zudem legte er eine an ihn gerichtete Rechnung der G._____ Group Holding AG 

vom gleichen Tag für die 33 Aktien Nrn. 34-66 vor (Urk. 21/15). Der Kläger bestritt 

zwar die Echtheit des "VR-Protokolls" (Urk. 21/13) "mit Nichtwissen" (Urk. 44 Ziff. 

81) und stellte auch in Abrede, dass der Beklagte am 23. Dezember 1992 und 18. 

August 1993 unbeschwerter Eigentümer von zweimal 33 Inhaberaktien geworden 

ist (Urk. 44 Ziff. 123; Hervorhebung durch das Gericht). Auf die Depotbestätigung 

vom 23. Dezember 1992 hat er sich jedoch ebenfalls berufen (Urk. 2 Ziff. 64 und 

Ziff. 67; Urk. 5/62). Auch kann seinen Ausführungen keine substantiierte Bestrei-

tung der Behauptung, dass der Beklagte bereits ab dem 23. Dezember 1992 33 

Aktien als Eigentümer hielt, entnommen werden (vgl. insbesondere Urk. 44 Ziff. 

79 bis Ziff. 81). Zunächst stellte er nicht in Abrede, dass die G._____ Group Hol-

ding AG dem Beklagten bereits am 23. Dezember 1992 für 33 Aktien Rechnung 

stellte (Urk. 21/15; Urk. 44 Ziff. 84). Weiter trug er vor, Rechtsanwalt AG._____ 

habe nur festhalten können, was ihm von H._____ gesagt worden sei, nur was 

- 29 - 

H._____ als Treunehmer des Klägers entschieden und gewollt habe, sei mit Be-

zug auf die Besitz- und Eigentumsverhältnisse relevant gewesen (Urk. 44 Ziff. 

81). Schliesslich argumentierte er, ihm (dem Kläger) hätten bereits seit der Grün-

dung der F._____ AG wirtschaftlich 66 Aktien gehört (Urk. 44 Ziff. 77 S. 41), ent-

scheidend sei der Wille H._____s gewesen, dass er (der Kläger) an 66 Aktien 

wirtschaftlich berechtigt gewesen sei (Urk. 44 Ziff. 77 S. 42), die "Minutes" würden 

keinen Beweis für die wirtschaftliche Berechtigung an den Inhaberaktien darstel-

len (Urk. 44 Ziff. 81 S. 44). Nachdem Rechtsanwalt AG._____ nach Darstellung 

des Klägers wiederum als Treunehmer von H._____ fungierte und die "formellen 

Dokumente" erstellte (Urk. 44 Ziff. 70), die der "internen Dokumentation" und "in-

ternen Legitimation" im Verhältnis zwischen H._____s G._____ Group Holding 

AG, der F._____ AG und Rechtsanwalt AG._____ dienten (Urk. 44 Ziff. 125), 

kann aufgrund der ausgestellten Depotbestätigung vom 23. Dezember 1992 (Urk. 

21/16) nur geschlossen werden, dass der Beklagte bereits in jenem Zeitpunkt 33 

Inhaberaktien zu Eigentum erworben hatte. Dies gälte selbst dann, wenn Rechts-

anwalt AG._____ dem Beklagten "kein unbeschwertes Eigentum an Aktien der 

F._____ AG" verschaffen konnte und wollte, wie der Kläger geltend machte (Urk. 

44 Ziff. 70: "Die Aktien gehörten wirtschaftlich nie dem Beklagten") und der Be-

klagte die Aktien lediglich fiduziarisch erworben hätte. Unabhängig von den wirt-

schaftlichen bzw. tatsächlichen Verhältnissen muss daher davon ausgegangen 

werden, dass der Beklagte bereits im Dezember 1992 Aktionär der F._____ AG 

war. Damit lässt sich nicht vereinbaren, dass der Beklagte erst im letzten Quartal 

1993 erstmals "Halter der Aktien" bzw. Treunehmer und fiduziarischer Eigentümer 

von 66 Inhaberaktien des Klägers geworden ist (Urk. 2 Ziff. 68). Nach der Version 

des Klägers wurden die 66 Aktien bis zu diesem Zeitpunkt nämlich für ihn treu-

händerisch von H._____ gehalten (Urk. 2 Ziff. 166, Urk. 44 Ziff. 68, Ziff. 121: "So-

bald der Beklagte eine Arbeitsbewilligung in der Schweiz erhalten und hier defini-

tiv Wohnsitz nehmen konnte, konnte der Beklagte H._____ ablösen als Treuhän-

der"). Der Kläger brachte zwar auch noch vor, von der Gründung bis zum Über-

gang der Treuhandschaft auf den Beklagten im letzten Quartal 1993 habe einzig 

H._____ entscheiden können, wem Eigentum an den Aktien verschafft worden sei 

(Urk. 44 Ziff. 125). Allerdings behauptete der Kläger damit nicht, H._____ habe 

- 30 - 

mit dem Beklagten seinerseits einen Treuhandvertrag abgeschlossen. Eine weite-

re auf den Beklagten lautende Depotbestätigung (Urk. 21/18, Urk. 5/62) datiert 

vom 27. Oktober 1993 und betrifft weitere 33 Inhaberaktien (Nrn. 1 bis 33). Ob 

auch diese 33 Aktien vom Beklagten vor dem 1. Oktober 1993 erworben wurden, 

wie dieser unter Vorlage eines Vergütungsauftrags vom 18. August 1993 behaup-

tet (Urk. 19 Ziff. 28; Urk. 21/17), kann offengelassen werden. Jedenfalls macht der 

Beklagte zu Recht geltend, da er bereits im Jahre 1992 Aktionär von 33 Aktien 

(Nrn. 34-66) geworden sei, hätte ein Treuhandverhältnis wesentlich früher als "im 

September oder im vierten Quartal 1993" begründet worden sein müssen (Urk. 

217 Ziff. 70). 

 2.7.3 Nachdem gemäss Darstellung des Klägers H._____ (via die von ihm 

beherrschte G._____ Group Holding AG) 66 Aktien treuhänderisch für den Kläger 

hielt, wobei H._____ als Treugeber Rechtsanwalt AG._____ als Treuhänder ein-

setzte (Urk. 44 Ziff. 68, Ziff. 77 f., Ziff. 190), und der Beklagte H._____ als Treu-

händer ablöste (Urk. 44 Ziff. 121, Ziff. 127), wäre auch näher dazulegen gewesen, 

wie angesichts aller dieser (vorbestehenden) Treuhandverhältnisse der Übergang 

des Treugutes von H._____ bzw. Rechtsanwalt AG._____ (der wiederum für die 

G._____ Group Holding AG zeichnete; Urk. 21/14+15, Urk. 5/46) auf den Beklag-

ten im letzten Quartal 1993 bewerkstelligt wurde. Mit der vom Kläger behaupte-

ten, an den Beklagten gerichteten simplen Erklärung, die 66 Inhaberaktien (die 

immer bei Rechtsanwalt AG._____ verwahrt wurden; Urk. 44 Ziff. 77) ab sofort für 

ihn zu halten (Urk. 2 Ziff. 68, Urk. 44 Ziff. 200), war es angesichts der behaupte-

ten vorbestehenden Treuhandverhältnisse jedenfalls nicht getan, zumal laut Klä-

ger "[v]on der Gründung bis zum Übergang der Treuhandschaft auf den Beklag-

ten im letzten Quartal 1993 einzig H._____ entscheiden [konnte], wem Eigentum 

an den Aktien an der F._____ AG verschafft wurde" (Urk. 44 Ziff. 125). Mit keinem 

Wort wurde seitens des Klägers näher ausgeführt, wie die Ablösung der beiden 

Treuhänder H._____ und Rechtsanwalt AG._____ durch den Beklagten verwirk-

licht bzw. auf welche Weise das "fiduziarische Eigentum" an den 66 Inhaberaktien 

auf den Beklagten übertragen wurde (Urk. 2 Ziff. 166). Der Kläger sprach in die-

sem Zusammenhang zwar davon, dass die behaupteten Aktienübertragungen 

durch "Besitzanweisungen" H._____s stattgefunden hätten (Urk. 44 Ziff. 124, vgl. 

- 31 - 

auch Urk. 44 Ziff. 127). Wann solche Besitzanweisungen im Zusammenhang mit 

der Auftragserteilung an den Beklagten erfolgten, wurde allerdings nicht näher 

ausgeführt; vielmehr räumte der Kläger ein, sich bis zur Beauftragung des Beklag-

ten nicht um Details gekümmert zu haben und nicht involviert gewesen zu sein 

(Urk. 44 Ziff. 124), weshalb er auch nicht wusste, ob der Beklagte über die Vor-

gänge überhaupt informiert war (Urk. 44 Ziff. 127: "H._____ und der Beklagte, 

soweit er überhaupt informiert war, waren sich darüber bewusst, dass der wirt-

schaftlich Berechtigte an den 66 Aktien immer der Kläger war."). Diese Lücke in 

der Sachdarstellung vermag der Kläger auch mit dem Hinweis, es spiele keine 

Rolle, ob sich Rechtsanwalt AG._____ und seine Angestellten bewusst waren, für 

wen genau (H._____ und den Kläger, nur H._____ allein oder eine von ihm kon-

trollierte Gesellschaft) sie treuhänderisch tätig waren (Urk. 2 Ziff. 51), zu schlies-

sen.  

 Wenn H._____ 66 Aktien treuhänderisch für den Kläger hielt (Urk. 44 Ziff. 

68), kann der Kläger überdies nicht widerspruchsfrei in der Berufungsschrift den 

Standpunkt vertreten, der Kläger sei bis ins vierte Quartal 1993 (Begründung der 

Treuhandschaft mit dem Beklagten) Eigentümer von 66 Aktien der F._____ AG 

gewesen (Urk. 207 Ziff. 99).  

 2.7.4 Von fehlender Nachvollziehbarkeit und Widerspruchsfreiheit sind auch 

die klägerischen Ausführungen zur Entschädigung des Beklagten für seine Treu-

handdienste geprägt. So brachte der Kläger in der Replik vor, über die Entschädi-

gung sei im letzten Quartal 1993, als er den Beklagten beauftragt habe, die 66 

Aktien für ihn zu halten, nicht gesprochen worden. Für den Kläger sei aber klar 

gewesen, dass es sich um ein entgeltliches Mandat gehandelt habe. Damit wäre 

– so der Kläger weiter – die damals übliche Treuhandkommission geschuldet ge-

wesen. Für ihn sei es aber "keine Frage" gewesen, dass der Beklagte für seine 

Dienste ein sehr grosszügiges Salär habe beziehen dürfen, das die geschuldete 

Kommission weit überstiegen und weit über der vom Beklagten erbrachten Ar-

beitsleistung gelegen habe. Der Beklagte sei mit der erhaltenen Entschädigung 

einverstanden gewesen, was sich auch darin zeige, dass er die Aktien bzw. den 

erzielten Verkaufserlös über 20 Jahre für den Kläger gehalten habe. Die Lohnzah-

- 32 - 

lungen könnten vom Kläger nicht genau substantiiert werden, da er sich an die 

Höhe im Detail nicht erinnern könne. Nachgewiesen seien die steuerbaren Ein-

künfte des Beklagten während seiner Anstellung bei der F._____ AG für 1999 in 

Höhe von CHF 1'549'200.–, für 2000 in Höhe von CHF 2'355'800.– und für 2001 

in Höhe von CHF 2'770'100.–. Allein aus diesen sehr hohen Bezügen in diesen 

drei Jahren sei ersichtlich, dass der Beklagte für seine Treuhandschaft sehr gut 

entschädigt worden sei. Das Anfangssalär von CHF 3'000.– (gemäss Beklagtem 

von CHF 8'000.–), ein Auto und eine schöne Wohnung möchten heute beschei-

den erscheinen. Der Beklagte habe aber gegenüber dem Kläger grosse Dankbar-

keit verspürt, als er von diesem ausgewählt worden sei, sich um die administrati-

ven Belange der F._____ AG in der Schweiz zu kümmern. Schlussendlich habe 

der Beklagte dann sehr hohe Saläre erhalten und sei sehr gut für seine Treu-

handschaft entschädigt worden. Er habe sich diesbezüglich nie beim Kläger be-

schwert (Urk. 44 Ziff. 200; vgl. auch Urk. 207 Ziff. 108).  

 In der Klageschrift hatte der Kläger dafürgehalten, der Beklagte habe seit 

Februar 1992 den Lohn für seine Tätigkeit für die F._____ AG von CHF 3'000.– 

von der AH._____AG, einer Gesellschaft von H._____, erhalten. Dieser Betrag 

habe damals dem Standardsalär für die G._____ Group Holding AG in Zürich und 

AR._____ entsprochen (Urk. 2 Ziff. 56). Auf den Einwand des Beklagten, sein 

Gehalt habe CHF 8'000.– brutto betragen (Urk. 19 Ziff. 25), entgegnete der Kläger 

in der Replik, die F._____ AG habe dem Beklagten sicher nicht einen Lohn von 

CHF 8'000.– geschuldet; solches habe er nie autorisiert (Urk. 44 Ziff. 56).  

 Während der Kläger die CHF 3'000.– in der Klageschrift noch als eigentli-

chen Lohn für die Arbeitstätigkeit des Beklagten bezeichnete, soll laut Replik ab 

dem letzten Quartal 1993 zusätzlich eine Entschädigung für die Treuhandschaft 

bezahlt worden sein (womit die Treuhandschaft aber jedenfalls zu Beginn gar 

nicht mehr entgeltlich gewesen wäre, wenn lediglich die CHF 3'000.– geleistet 

worden wären und die hohen Bezüge erst allmählich einsetzten). Zwar will der 

Kläger den Beklagten für seine zusätzliche Aufgabe als Treuhänder angemessen 

und durch die ständig steigenden Lohnbezüge aus der F._____ AG entschädigt 

haben. Diese Lohnbezüge substantiierte er bis zum Jahr 1999 aber nicht ansatz-

- 33 - 

weise (Urk. 2 Ziff. 69), weil er sich daran "im Detail" nicht erinnern könne. Statt-

dessen beantragte er die Edition der Lohnausweise des Beklagten der Jahre 

1992 bis 1999 (Urk. 2 Ziff. 69, Urk. 44 Ziff. 100). Mit der Berufung rügt der Kläger, 

die Vorinstanz habe diesen Beweisantrag übergangen (Urk. 207 Ziff. 108). Vor-

dringlich wäre es allerdings nicht gewesen, Lohnzahlungen zu substantiieren und 

zu beweisen, sondern die für die Treuhandschaft geleistete Entschädigung zu be-

nennen, zumal der Kläger im Grunde diese Unterscheidung auch trifft (Urk. 2 Ziff. 

56: Arbeitslohn ab Februar 1992; Urk. 44 Ziff. 200: Entschädigung für Mandat). 

Als Widerspruch erscheint, dass der Kläger diesbezüglich einerseits von einer 

"üblichen Treuhandgebühr" spricht und andererseits nichts dagegen einzuwenden 

hatte, dass der Beklagte für seine Treuhanddienste wie aus einem Selbstbedie-

nungsladen Millionenbeträge bezog. Damit aber nicht genug: Der Kläger will ei-

nerseits Lohnzahlungen zugunsten des Beklagten von CHF 8'000.– pro Monat 

(Urk. 19 Ziff. 25; Urk. 21/11) nie autorisiert haben (Urk. 44 Ziff. 67); andererseits 

will er später mit Millionenbezügen für die zusätzlichen Treuhanddienste des Be-

klagten einverstanden gewesen sein, obwohl bei Begründung der Treuhandschaft 

im letzten Quartal 1993 über die Entschädigung angeblich gar nicht gesprochen 

wurde. Auch ist nicht dargetan worden, dass die steuerbaren Einkünfte des Be-

klagten von CHF 1'549'200.– (1999), CHF 2'355'800.– (2000) und CHF 

2'770'100.– (2001) aus Mitteln des Klägers stammen und für dessen Treuhand-

dienste geleistet wurden (Urk. 54 Ziff. 228). Schliesslich wendet der Beklagte zu 

Recht ein, der Kläger lege nicht dar, wie er – ohne die Befugnis, entsprechende 

Anweisungen unterzeichnen zu können – den Beklagten aus Mitteln der F._____ 

AG grosszügig habe entlöhnen können (Urk. 217 Ziff. 80). Insgesamt muten die 

klägerischen Ausführungen zur Entschädigung dermassen unpräzis und wider-

sprüchlich an, dass sich keine Beweiserhebungen aufdrängen.  

 2.7.5 Der Kläger initiierte im Juni 2013 in AI._____ eine gegen den Beklag-

ten gerichtete Strafuntersuchung, die indes am 27. Juni 2014 mangels Zuständig-

keit von den russischen Behörden eingestellt worden sei (Urk. 2 Ziff. 147). Der 

Kläger ist der Auffassung, die Darstellung in der Einstellungsverfügung sei nicht in 

allen Teilen korrekt. Immerhin werde aber festgehalten, dass sich der Beklagte 

74% der Aktien des Klägers rechtswidrig angeeignet habe (Urk. 2 Ziff. 147 mit 

- 34 - 

Verweis auf Urk. 174/A+B). Der Beklagte macht demgegenüber geltend, der Klä-

ger habe viermal versucht, die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen ihn in 

Russland zu erwirken. Nach seinem vierten Versuch habe der Kläger offenbar 

aufgegeben. Eine Strafanzeige in der Schweiz habe er nicht eingereicht. Offenbar 

habe er sich dann zu einem Strategiewechsel entschieden und eine Klage aus ei-

nem angeblichen Treuhandverhältnis eingereicht. Damit widerspreche sich der 

Kläger selbst (Urk. 19 Ziff. 176). Der Kläger hielt in der Replik fest, er widerspre-

che sich nicht; er habe in der Klageschrift nur die Feststellung der Untersu-

chungsbehörde (Urk. 5/174A) wiedergegeben. Die in Russland eingeleiteten Ver-

fahren würden beweisen, dass er seine Ansprüche gegen den Beklagten schon 

seit längerer Zeit intensiv verfolge (Urk. 44 Ziff. 286 f.).  

 Gemäss Schreiben des Ministeriums für innere Angelegenheiten der Russi-

schen Föderation vom 27. Juni 2014 stellte der Kläger einen Antrag "über die Un-

terschlagung der Aktien der Firma F1._____ AG" durch den Beklagten, worauf bei 

der Prüfung dieses Antrags festgestellt wurde, dass sich der Beklagte 74% der 

Aktien im Zeitraum von 1995 bis 2001 rechtwidrig angeeignet und diese illegal 

verkauft habe (Urk. 5/174A). In dem dazugehörigen Beschluss vom 30. Juni 2014 

über die Ablehnung der Einleitung des Strafverfahrens wird näher ausgeführt, 

dass der Kläger und H._____ den Beklagten und Rechtsanwalt AG._____ als ihre 

jeweiligen Vertreter beauftragt hätten, die Gesellschaft F1._____ AG zu führen. 

Die beiden Vertreter seien Treuhänder (Auftragnehmer) gewesen, seien aber im 

Gegensatz zu den Begünstigten (Eigentümern) nicht bevollmächtigt gewesen, Ak-

tien der Firma F1._____ AG zu halten; sie hätten sie für die Eigentümer aufbe-

wahren sollen. Und zwar seien die Befugnisse des Beklagten gemäss Art. 11 des 

schweizerischen Obligationenrechts in Gegenwart von H._____ in der Geschäfts-

stelle der F._____ Group Holding bei der Gründung der F1._____ AG im Jahre 

1992 mündlich vereinbart worden. Zwei Monate nach der Bestellung in die Firma 

F1._____ AG im Jahre 1992 als Treuhänder sei der Beklagte zum Besitzer ge-

worden, als er sich de facto 66 Inhaberaktien der Gesellschaft angeeignet habe. 

Im Jahre 1995 sei er Besitzer von 100% der Aktien geworden und habe darüber 

verfügt, was dem Begünstigten verschwiegen worden sei. Der vom Kläger ge-

- 35 - 

schätzte Totalschaden aus der Aneignung der Aktien durch den Beklagten betra-

ge gemäss Schätzung des Klägers mehr als 100 Millionen Dollar (Urk. 5/174B).  

 Es ist offensichtlich, dass dieser Sachverhalt hinsichtlich des Zeitpunktes 

des Abschlusses des Treuhandvertrags und der dem Beklagten übertragenen 

Rechte vom Klagefundament abweicht. Dass in den Schreiben des Ministeriums 

für innere Angelegenheiten der russischen Föderation vom 27. und 30. Juni 2014 

nur die Feststellungen der Untersuchungsbehörde wiedergegeben werden, trifft 

nicht zu. Der Kläger warf dem Beklagten "Unterschlagung" und damit unrecht-

mässige Aneignung der Aktien vor. Da die russischen Behörden die Einleitung ei-

nes Strafverfahrens ablehnten und keine Ermittlungen in der Schweiz tätigten, 

liegt ebenso auf der Hand, dass der im Beschluss wiedergegebene Sachverhalt 

massgeblich auf der Darstellung des Klägers beruhen muss. Jedenfalls steht der 

im Beschluss umschriebene Sachverhalt zum Klagefundament, wonach der Treu-

handhandvertrag im letzten Quartal 1993 abgeschlossen wurde und der Beklagte 

als Treuhänder rechtmässiger Eigentümer der Aktien geworden ist, in unauflösba-

rem Widerspruch. Umso mehr wären genauere und klärende Angaben des Klä-

gers zum Abschluss des Treuhandvertrags nötig gewesen. Entgegen der Mei-

nung des Klägers kann es nicht damit sein Bewenden haben, dass lediglich zu 

behaupten ist, wann ungefähr das Treuhandverhältnis mündlich geschlossen 

worden ist, und dass der Inhalt darin bestanden hat, die dem Kläger zustehenden 

66 Inhaberaktien seien ab sofort treuhänderisch für ihn, aber im Eigentum des 

Beklagten zu halten (vgl. Urk. 207 Ziff. 101).  

 2.8 Die Vorinstanz hat keine überspitzten Anforderungen an die Substantiie-

rung gestellt. Der Argumentation des Klägers fehlt es an Vollständigkeit, Klarheit 

und Widerspruchsfreiheit. Da keine hinreichend substantiierte Vorbringen vorlie-

gen, hat darüber auch kein Beweisverfahren stattzufinden (BGer 4A_252/22016 

vom 17. Oktober 2016, E. 2.2 m.w.H.). Der nicht substantiierte ist dem nicht be-

wiesenen Sachverhalt gleichzusetzen (BK ZPO-Brönnimann, Art. 152 N 34; BK 

ZPO-Hurni, Art. 55 N 28). Die Rüge, die Vorinstanz habe in diesem Zusammen-

hang nicht alle Beweismittel abgenommen (Urk. 207 Ziff. 102, Ziff. 105, Ziff. 108 

ff.), stösst daher ins Leere.  

- 36 - 

 2.9 Der Kläger wirft der Vorinstanz vor, sie habe zahlreiche weitere Vorbrin-

gen und Beweisofferten in der Replik, die zwar nicht unmittelbar den überein-

stimmenden Austausch der Willenserklärungen unter den Parteien beträfen, aber 

direkt oder indirekt belegten, dass zwischen den Parteien ein Treuhandvertrag be-

treffend das Halten von Aktien an der F._____ AG bestanden habe, ignoriert. Die 

Vorinstanz habe sich mit diesen "schlüssigen Ausführungen des Klägers" über-

haupt nicht auseinandergesetzt (Urk. 207 Ziff. 103).  

 2.9.1 Der Kläger ist der Auffassung, er habe in der Replik (Urk. 44 Ziff. 93) 

detailliert dargelegt, wie er die F._____ AG als eigene Gesellschaft behandelt und 

ein Treuhandverhältnis bestanden habe. Dazu sei H._____ als Zeuge benannt 

worden (Urk. 207 Ziff. 103 1. Spiegelstrich).  

 Der Kläger leitete in der Replik aus seiner Rolle bei der Privatisierung der 

C._____, beim Ausbau des weltweiten Vertriebs der Düngemittel unter Einbin-

dung der F._____ AG und bei der Beendigung der Geschäftsbeziehung mit 

H._____ ab, er sei nicht blosser Geschäftspartner der F._____ AG gewesen, 

sondern habe diese wie seine eigene Gesellschaft behandelt, was beweise, dass 

er über die Treuhandschaft des Beklagten die F._____ AG kontrolliert habe und 

ein Auftragsverhältnis zwischen den Parteien bestanden haben müsse (Urk. 44 

Ziff. 93).  

 Die vom Kläger beschriebenen Vorgänge belegen nicht, dass er die F._____ 

AG als seine eigene Gesellschaft behandelt hat. Der Kläger wies vielmehr darauf 

hin, es sei ihm stets darum gegangen, als Berechtigter generell (auch in Russ-

land) verdeckt zu bleiben und in keinem Dokument als (wirtschaftlich berechtigter) 

Eigentümer der F._____ AG zu erscheinen (Urk. 2 Ziff. 69, Ziff. 82; Urk. 70 Ziff. 

30, Ziff. 96). Bis zur (angeblichen) Beauftragung des Beklagten kümmerte er sich 

nicht um die Details und war auch nicht involviert (Urk. 44 Ziff. 124). Seine Be-

hauptung, er habe von Beginn weg alle wesentlichen Entscheidungen in der 

F._____ AG gefällt und er habe dem Beklagten geschäftliche Anweisungen gege-

ben (Urk. 2 Ziff. 59), hat er nicht näher substantiiert. Zur Klärung trägt in dieser 

Hinsicht auch nicht bei, wenn der Kläger in der Triplik ausführte, entscheidend sei, 

dass Rechtsanwalt AG._____ unbestrittenermassen nicht selber entschieden ha-

- 37 - 

be, es sei nicht entscheidend, falls H._____ Rechtsanwalt AG._____ nicht immer 

direkt, sondern teilweise mit Hilfe des Beklagten instruiert hätte, weder der Be-

klagte noch Rechtsanwalt AG._____ hätten eigenständig Entscheidungen getrof-

fen (Urk. 70 Ziff. 71; Hervorhebung durch das Gericht). Der Einwand des Beklag-

ten, der Kläger habe weder an Aktionärsversammlungen noch an Verwaltungs-

ratssitzungen teilgenommen (Urk. 19 Ziff. 83), blieb – abgesehen von einer pau-

schalen Bestreitung – unwidersprochen (Urk. 44 Ziff. 186). Anweisungen an den 

Beklagten bezüglich Dividenden und Gewinnausschüttungen gab der Kläger nicht 

(Urk. 2 Ziff. 75). Über schriftliche Dokumente verfügte er nach seinen Angaben 

praktisch nicht, weshalb er sich in mühsamer Kleinarbeit zuerst die Details des 

Sachverhalts erarbeiten musste (Urk. 2 Ziff. 22). Es kann entgegen der Darstel-

lung des Klägers nicht nachvollzogen werden, dass "dieses Treuhandverhältnis 

zwischen dem Beklagten und dem Kläger ab dem letzten Quartal 1993 gelebt" 

worden sei (Urk. 44 Ziff.128). Aufgrund der vom Kläger angeführten Vorgänge 

lässt sich nicht sagen, der Beklagte habe beim Erwerb der Aktien zwingend da-

rauf schliessen müssen, ihm würden die Aktien bloss treuhänderisch übertragen, 

auch wenn er anerkennt, dass der Kläger ein exklusiver Geschäftspartner der 

F._____ AG war (Urk. 19 Ziff. 83). Nur dies ist entscheidend und nicht, dass Zeu-

gen abstrakt bzw. pauschal bestätigen können, dass ein Treuhandverhältnis be-

stand. Denn Zeugen haben über unmittelbar Wahrgenommenes zu berichtigen. 

Sie dienen weder der Sachverhaltsergänzung noch der Vorwegnahme des Be-

weisergebnisses. Zur Substantiierung des Klagefundamentes genügt es nicht, auf 

Zeugen zu verweisen, die bestätigen können, dass ein Treuhandverhältnis be-

stand. Zudem gilt auch hier, was der Kläger an anderer Stelle im Zusammenhang 

mit den Aktien der C._____ ausführte (Urk. 2 Ziff. 84): "[Es] besteht eben ein Un-

terschied zwischen dem, was vermutet wird, und einem nachweisbaren Aktienbe-

sitz […]". An dieser Stelle muss auf einen grundsätzlichen Widerspruch in der Ar-

gumentationslinie des Klägers hingewiesen werden. Einerseits will er die ent-

scheidende Rolle in der F._____ AG gespielt haben (wodurch die Treuhandschaft 

klar zu Tage getreten sei) und die Treuhandschaft mit der Hilfe einer ganzen Rei-

he von Dritten bzw. Zeugen, die von einer der Parteien mit der Zeit vom Treu-

handverhältnis erfahren haben sollen, beweisen (Urk. 207 Ziff. 104). Andererseits 

- 38 - 

will er sich aus allem zurückgehalten und das Treuhandverhältnis möglichst ver-

borgen gehalten haben, um seine Sicherheit nicht zu gefährden und nicht be-

droht, erpresst oder gar ermordet zu werden (Urk. 44 Ziff. 28, Ziff. 100; Urk. 2 Ziff. 

129), so dass sein Aktionariat an der F._____ AG höchstens vermutet werden 

konnte (Urk. 2 Ziff. 83). Erst 2013 konnte sich der Kläger nach seinen Angaben 

genug sicher fühlen, um seine Ansprüche gegenüber dem Beklagten durchzuset-

zen (Urk. 2 Ziff. 21). Auf diese Inkonsistenz im Klagefundament hat auch bereits 

die Vorinstanz hingewiesen (Urk. 208 S. 52).  

 2.9.2 Der Kläger bringt weiter vor, er habe in der Replik (Urk. 44 Ziff. 115) 

ausgeführt, dass zwischen den Parteien eine umfassende Treuhandschaft ver-

einbart gewesen sei, wonach der Beklagte auch gegenüber den Schweizer Steu-

erbehörden als Eigentümer der Aktien der F._____ AG auftreten sollte. Dazu sei-

en S._____ als Zeuge (der in seiner Befragung das Bestehen einer Treuhand-

schaft in Bezug auf die Aktien bestätigt habe) und die Parteibefragung des Klä-

gers offeriert worden (Urk. 207 Ziff. 103 2. Spiegelstrich).  

 Mit der Berufung auf eine umfassende Treuhandschaft, welche die unbestrit-

tenermassen erfolgte steuerliche Deklaration der Aktien durch den Beklagten in 

sich geschlossen habe, lässt sich ein Treuhandverhältnis nicht substantiieren. 

Aus diesem Grund muss auf allenfalls dazu genannte Beweismittel nicht einge-

gangen werden. Überdies würden entsprechende (pauschale) Angaben des Klä-

gers in einer Parteibefragung nicht genügen, um auf ein Treuhandverhältnis zu 

schliessen. Aus der steuerlichen Deklaration der Aktien durch den Beklagten kann 

kein Treuhandverhältnis abgeleitet werden. Es ist auch nicht ersichtlich, wie dar-

aus auf übereinstimmende Willenserklärungen betreffend Treuhandschaft ge-

schlossen werden könnte. Inwiefern der Zeuge S._____ das Bestehen einer 

Treuhandschaft bestätigt hat, zeigt der Kläger auch in der von ihm angeführten 

Ziffer 175 der Berufungsschrift nicht auf. Er tut auch nicht dar, inwiefern aus den 

direkten Wahrnehmungen des Zeugen S._____ (der in den in den Jahren 2000 

und 2001 erfolgten Aktienverkauf involviert war) auf ein im Jahre 1993 begründe-

tes Treuhandverhältnis geschlossen werden müsste. Ein Abschluss in einem spä-

teren Zeitpunkt wurde seitens des Klägers nie behauptet. Dass der Zeuge 

- 39 - 

S._____ ausführte, der Kläger habe sich "vielleicht" bzw. glaublich einmal dahin-

gehend geäussert, die der N._____ verkauften 26% der Aktien (um deren Ge-

genwert es im vorliegenden Prozess nicht geht) habe der Beklagte für den Kläger 

gehalten (Urk. 150 S. 11), reicht nicht aus, um das vom Kläger behauptete Treu-

handverhältnis zu substantiieren oder gar als erstellt zu betrachten.  

 2.9.3 Der Kläger will in der Replik (Urk. 44 Ziff. 145) Vorgänge aufgeführt 

haben, für die es keinen anderen Grund gebe, als dass die Mehrheit an der 

F._____ AG ihm gehört habe und er diese über die Treuhandschaft mit dem Be-

klagten kontrolliert habe. Dazu sei AJ._____ als Zeuge und seine Parteibefragung 

offeriert worden. Der in der Replik (Urk. 44 Ziff. 153) detailliert dargelegte Ablauf 

der Privatisierung der C._____ und der Mehrheitserwerb an selbiger durch die 

F._____ AG würden beweisen, dass ein Treuhandverhältnis der Parteien in Be-

zug auf die F._____ AG bestanden haben müsse. Dazu habe der Kläger die 

schriftlichen Erklärungen von AF._____, AK._____ und U._____ sowie deren Be-

fragung offeriert (Urk. 207 Ziff. 103 3. und 4. Spiegelstrich). 

 In der Replik hat der Kläger ausgeführt, es gebe lediglich einen plausiblen 

Grund, weshalb er seine persönlichen Anteile an der C._____ (immerhin 10% des 

Kapitals), die von ihm über Dritte auf dem Markt erworbenen Anteile (rund 21% 

des Kapitals) und weitere von Angestellten der C._____ käuflich erworbene Ak-

tien in die F._____ AG hätte einbringen sollen: Die Mehrheit an der F._____ AG 

habe wirtschaftlich ihm gehört; er habe diese über die Treuhandschaft mit dem 

Beklagten kontrolliert (Urk. 44 Ziff. 145). Der Ablauf der Privatisierung (entschei-

dende Involvierung des Klägers, keine Beteiligung des Beklagten) beweise, dass 

zwischen den Parteien ein Treuhandverhältnis bestanden haben müsse. Es sei 

absolut unglaubwürdig und lebensfremd, dass der Kläger eine Mehrheitsbeteili-

gung von 51.9% an der C._____ – einem der grössten Düngemittelkonzerne der 

Welt – in die F._____ AG eingebracht haben solle, wenn er die F._____ AG nicht 

beherrscht hätte (Urk. 44 Ziff. 153). 

 Der Beklagte anerkannte, dass der Kläger beim Aufbau einer Mehrheitsbe-

teiligung von 51.9% an der C._____ mitwirkte und die C._____ die F._____ AG 

damals exklusiv mit Düngemitteln belieferte, wofür der Kläger regelmässig Kom-

- 40 - 

missionszahlungen erhalten habe (Urk. 19 Ziff. 32, Ziff. 34, Ziff. 38). Er bestritt in-

des, dass der Kläger einen substantiellen Anteil an der C._____ in die F._____ 

AG einbrachte (Urk. 54 Ziff. 181). Dem hielt der Kläger wiederum entgegen, er 

habe nicht Kommissionen für exklusive Belieferung mit Produkten, sondern "Ab-

geltungen" von ca. USD 14 Mio. für die an L._____ und K._____ veräusserten 48 

Aktien der F._____ AG und Rückzahlungen des von der N._____ an den Beklag-

ten bezahlten und von diesem an die N._____ zurückbezahlten Kaufpreises (USD 

3'445'559.69) erhalten (Urk. 2 Ziff. 97, Ziff. 100; Urk. 44 Ziff. 97 f., Ziff. 118). Aller-

dings sprach der Kläger verschleiernd von "Kommissionen" bzw. "Kommissions-

zahlungen", die als wirtschaftliche Entschädigung für die Veräusserung von 48% 

der Aktien bezahlt worden seien, berechnet mit USD 4 bis 6 pro gelieferte Tonna-

ge Düngemittel (Urk. 2 Ziff. 93 f.).  

 Ob die Behauptungen des Klägers über die Einbringung der Anteile der 

C._____ in die F._____ AG zutreffen, kann aber letztlich offenbleiben. Denn je-

denfalls liefert der Kläger lediglich ein mehr oder weniger plausibles Motiv für den 

Abschluss eines Treuhandverhältnisses. Der Kläger kann von der substantiierten 

Darlegung und vom Nachweis des Abschlusses eines Treuhandvertrags nicht 

aufgrund seiner Beweggründe resp. seiner wirtschaftlichen Interessenlage ent-

bunden werden, wobei er sich darüber ausschweigt, ob und wie der "plausible 

Grund" dem Beklagten überhaupt zur Kenntnis gebracht wurde, so dass diesem 

hätte klar sein müssen, dass er die Aktien "nicht für sich selbst, sondern immer für 

den Kläger erwarb" (Urk. 44 Ziff. 88). Dies gilt umso mehr, als sich der Beklagte 

laut Kläger lediglich um die Verwaltung des Tagesgeschäfts und den Zahlungs-

verkehr zu kümmern hatte, an Sitzungen der F._____ AG in Zürich ebenso wenig 

teilnahm wie an Vorstandssitzungen oder Aktionärsversammlungen der C._____ 

und als subalterner Angestellter lediglich Anweisungen des Klägers empfing und 

selektiv über Beschlüsse in Bezug auf Düngerlieferungen informiert wurde (Urk. 2 

Ziff. 61). Der Kläger geht aufgrund der von ihm genannten Vorgänge auch nicht 

von einem stillschweigend bzw. konkludent abgeschlossenen Treuhandvertrag 

aus. Ob der vom Kläger genannte Zeuge AJ._____ den Aufkauf von Anteilen über 

russische Broker durch den Kläger bestätigen würde, ist daher irrelevant. Da der 

Ablauf der Privatisierung der C._____ bzw. die Einbringung der Mehrheitsbeteili-

- 41 - 

gung an derselben in die F._____ AG von vornherein nicht geeignet sind, um 

zwingend auf den Abschluss eines Treuhandvertrags zu schliessen, erscheinen 

auch die Erklärungen bzw. Befragungen von AF._____, AK._____ und U._____ 

nicht notwendig. Die Beantwortung der Frage, ob aus bestimmten tatsächlichen 

Vorgängen auf ein Treuhandverhältnis geschlossen werden kann bzw. ob ein be-

stimmtes Verhalten des Klägers lebensfremd ist, könnte ohnehin nicht an Zeugen 

delegiert werden. Diese könnten lediglich über ihre Wahrnehmungen bei der Pri-

vatisierung und die Involvierung des Klägers etwas aussagen.  

 2.9.4 Der Kläger macht weiter geltend, er habe in der Klageschrift (Urk. 2 

Ziff. 85) dargelegt, dass er weitere Minderheitsbeteiligungen (unter anderem von 

russischen Banken) in die F._____ AG eingebracht habe (Urk. 207 Ziff. 103 

5. Spiegelstrich).  

 In der Klageschrift führte der Kläger unter Hinweis auf die konsolidierte Jah-

resrechnung der F._____ AG für 1998/1999 aus, die F1._____-Gruppe habe aus 

mehreren Gesellschaften bestanden, die im Zusammenhang mit den vielseitigen 

(beruflichen) Tätigkeiten des Klägers gestanden seien, weshalb er an diesen Un-

ternehmungen Beteiligungen habe erwerben können und über die F._____ AG 

gehalten habe. Er erwähnt die Gründung der C1._____ (gegründet 1999), der 

C._____F1._____ und der C2._____ und verweist auf zwei russische Banken, in 

deren Verwaltungsrat er gewesen sei. Zu all diesen Gesellschaften habe der Be-

klagte keinerlei Bezug gehabt (Urk. 2 Ziff. 85).  

 Weder in der Berufungsschrift noch in der angegebenen Stelle der Klage-

schrift wird näher ausgeführt, wie der Kläger die erwähnten Beteiligungen erwarb 

und in die F._____ AG einbrachte. Seine Ausführungen sind daher nicht substan-

tiiert. Zudem argumentierte der Kläger vor Vorinstanz nicht, aus den weiteren Be-

teiligungen der F1._____ -Gruppe könne bzw. müsse unmittelbar auf ein Treu-

handverhältnis geschlossen werden, zumal er nicht behauptete, dem Beklagten 

seien alle diese Vorgänge bekannt gewesen. Der Kläger bringt auch nicht vor, der 

Beklagte hätte die ihm in den Jahren 1992 und 1993 ausgestellten Rechnungen 

und Eigentumsnachweise (Urk. 21/15-18) aufgrund der vom Kläger erworbenen 

bzw. eingebrachten Beteiligungen (die u.a. eine erst im Jahre 1999 gegründete 

- 42 - 

Unternehmung betreffen) im Sinne einer bloss treuhänderischen Übereignung 

verstehen müssen. Wenn nun der Kläger berufungsweise sinngemäss geltend 

macht, ohne Treuhandverhältnis hätte er keine Minderheitsbeteiligungen in die 

F1._____-Gruppe eingebracht, übersieht er, dass damit ein Vertragsschluss, der 

im Austausch übereinstimmender Willenserklärungen besteht, nicht hinreichend 

dargetan werden kann. Die mangelhafte Substantiierung des mündlichen Ver-

tragsabschlusses wird dadurch nicht behoben und die Treuhandschaft bleibt un-

bewiesen.  

 2.9.5 Schliesslich ist der Kläger der Auffassung, er habe in der Replik 

(Urk. 44 Ziff. 201 f.) dargelegt, dass AA._____ und AB._____ aus unmittelbarer 

Wahrnehmung Aussagen zum Verhalten der Parteien betreffend Treuhandschaft 

machen könnten. Zum Beispiel habe AA._____ in seiner schriftlichen Erklärung 

angegeben, dass der Kläger ihm vor dem Aktienverkauf gesagt habe, dass der 

Beklagte sein Treuhänder sei. AB._____ habe beispielsweise in ihrer schriftlichen 

Erklärung (Urk. 5/41) erklärt, dass der Kläger die F._____ AG durch den Beklag-

ten, der kein Aktienbesitzer gewesen sei, besessen habe und der Beklagte ein 

Vertrauensmann gewesen sei, der den Willen des Klägers erfüllt habe. Diese bei-

den Personen seien vom Kläger auch als Zeugen offeriert worden. Es gehe nicht 

an, dass die Vorinstanz die schriftlichen Erklärungen der beiden genannten Zeu-

gen nicht bzw. nicht richtig würdige und auf ihre Zeugeneinvernahme verzichte 

(Urk. 207 Ziff. 103 6. Spiegelstrich, Urk. 207 Ziff. 111 ff.).  

 In Replik führte der Kläger aus, der Zeuge AA._____ sei kein Zeuge vom 

Hörensagen, sondern er könne relevante Aussagen zum Verhalten der Parteien 

im damaligen Zeitpunkt betreffend Treuhandschaft machen (Urk. 44 Ziff. 201). Er 

zitierte aus einer schriftlichen Erklärung vom 20. April 2016 (Urk. 5/29B), worin 

AA._____ folgende Erklärung abgegeben habe: "Kurz vor dem Aktienverkauf von 

F._____ AG begann B._____ sich als Eigentümer zu verhalten. Da ich den engen 

Kontakt zu beiden hatte, fragte ich Herrn A._____ direkt, ob das wahr ist, jedoch 

antwortete er, dass B._____ als Treuhänder handelt. Was die Charakteristik von 

B._____ als Treuhänder angeht, ist das eine vertrauliche Sache, nur A._____ darf 

die Wahrheit offenbaren, kein anderer."  

- 43 - 

 Die klägerischen Ausführungen sind völlig unsubstantiiert. Der Kläger kann 

sich nicht mit allgemeinen Ausführungen begnügen, in der Meinung, die Begrün-

dung seines Prozessstandpunktes werde sich aus dem Beweisverfahren (d.h. aus 

Urkunden, Zeugenaussagen) ergeben. Aber selbst wenn man die Erklärung 

AA._____s als Parteivorbringen des Klägers (und nicht als Beweismittel) betrach-

ten würde, lägen keine hinreichend substantiierten Behauptungen vor. Der Be-

klagte war unbestrittenermassen Eigentümer der Aktien. Es bleibt daher unklar, 

was mit "sich als Eigentümer zu verhalten" gemeint ist. Die Aussage AA._____s, 

laut Kläger handle der Beklagte als Treuhänder, deckt sich zwar mit dem Pro-

zessstandpunkt des Klägers, ist aber in sich wiederum völlig unbestimmt. Unsub-

stantiierte Vorbringen einer Partei können nicht mit einem Beweismittel, das wie-

derum unsubstantiierte Behauptungen einer Partei enthält, substantiiert oder be-

wiesen werden. Die Rüge, die Vorinstanz habe Beweise falsch gewürdigt bzw. 

nicht abgenommen, ist unberechtigt. Die Einvernahme von AA._____ würde auch 

deshalb keine weiteren Erkenntnisse bringen, weil er sagte, nur der Kläger dürfe 

die Wahrheit offenbaren, und der Kläger diese Aussage zu seinem Parteistand-

punkt erhoben hat.   

 Ähnlich verhält es sich mit der Erklärung AB._____s. Der Kläger führte in 

Replik (Urk. 44 Ziff. 202) aus, die Zeugin sei keine "Zeugin vom Hörensagen", 

sondern könne (im Befragungsprotokoll vom 5. Mai 2016; Urk. 5/41) relevante 

Aussagen zum Verhalten der Parteien im damaligen Zeitpunkt machen, so z.B.: 

"Ich kann nur erklären, dass B'._____ im Laufe von vielen Jahren Vertrauen von 

A._____ genoss. Dieses lässt sich daraus schliessen, dass A._____ beschloss, 

die schweizerische Firma für die Privatisierung von 'C'._____' zu benutzen. 

A._____ besass F._____ AG durch B._____, indem er amtlich kein Aktieninhaber 

oder Direktor dieser Firma war. Er war einfach ein Vertrauensmann, er erfüllte 

den Willen von A._____, dem tatsächlichen Besitzer." 

 Der Kläger verwies in der Replik somit lediglich auf "relevante Aussagen" ei-

ner Zeugin, was keine Beweiserhebungen bzw. Beweiswürdigung zulässt. Aber 

selbst wenn die Erklärung AB._____s als Parteibehauptung des Klägers (und 

nicht nur als Beweismittel) gewertet würde, bliebe es dabei