# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93d3147b-8d64-5685-a641-fdaccfbe3ba2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.03.2021 S 2019 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-120_2021-03-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 120

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser, Audétat

Aktuarin ad hoc Strässle

URTEIL

vom 23. März 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Pfändler,

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____ war im Unfallzeitpunkt bei der C._____ angestellt und im Rahmen 

dieser Anstellung bei der B._____ AG obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung 

UVG vom 12. Oktober 2017 zog sich A._____ am 13. August 2017 auf einer 

Hochtour eine Verletzung am rechten Knie zu, indem sie mit dem Steig-

eisen beim anderen Fuss einhängte und dadurch stürzte. 

2. Die Erstbehandlung erfolgte am 25. August 2017 durch Dr. med. D._____ 

und die Nachbehandlung durch Dr. med. E._____. Letztere hielt in ihrem 

Bericht vom 22. November 2017 einen Verdacht auf eine Meniskusläsion 

lateral rechts fest und meldete A._____ bei fehlender Besserung mit 

Physiotherapie zu einer MRI-Untersuchung des rechten Knies an. 

3. Die MRI-Untersuchung des rechten Knies fand am 2. Dezember 2017 im 

Spital F._____ statt. Dabei wurden ein grosser bis zum Knochen reichender 

Knorpeldefekt der gesamten lateralen Patellafacette und bis zum Knochen 

reichende Fissuren im Knorpel der medialen Patellafacette, ein 

Knorpeldefekt der lateralen Facette der Trochlea femoris und 

Gelenksganglien in der interkondylären Notch sowie dorsokranial des 

lateralen Femurkondylus festgestellt. 

4. In der Folge wurde bei A._____ am 29. Januar 2018 durch Dr. med. 

G._____ in der H._____ eine Kniegelenksarthroskopie rechts mit 

ausgedehntem Knorpeldébridement retropatellär und ventraler 

Femurkondylus, subtotale Synovektomie, lateraler Kapselrelease sowie 

Kreuzbandzystenperforation mit intraartikulärer Entleerung durchgeführt. 

5. Der postoperative Verlauf gestaltete sich in der Folge schleppend. 

Nachdem die Kniebeweglichkeit im April 2018 immer noch stark 

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eingeschränkt war, erfolgte am 16. April 2018 eine weitere MRI-

Untersuchung des rechten Knies im Spital F._____. 

6. Dr. med. O._____ vom Orthopädie Zentrum S._____ empfahl in seinem 

Bericht vom 5. Juni 2018 zuhanden Dr. med. D._____ eine erneute 

Operation, da die Kniebeweglichkeit verbessert werden müsse, damit die 

Rehabilitation stattfinden könne. 

7. In der Folge holte A._____ beim Orthopäden Dr. med. J._____, 

Medizinisches Zentrum in K._____, eine Zweitmeinung ein. Dieser 

diagnostizierte eine Patella baja, eine recht ausgeprägte Tendinopathie 

Lig. Patellae sowie eine Gehstörung bei objektivierbarer Nervenläsion des 

N. tibialis. Er empfahl eine Kniegelenksarthroskopie mit Adhäsiolyse und 

stellte ein entsprechendes Kostengutsprachegesuch an die B._____. 

8. Aufgrund der anstehenden Nachoperation vom 2. Juli 2018 holte die 

B._____ bei ihrem medizinischen Dienst eine Beurteilung ein. Gestützt auf 

die erfolgten Beurteilungen von Dr. med. L._____ und Dr. med. M._____ 

vom 28. Juni 2018 und 29. Juni 2018 teilte die B._____ A._____ mit 

Schreiben vom 29. Juni 2018 mit, dass weder der Eingriff vom 29. Januar 

2018 noch die bevorstehende Operation vom 2. Juli 2018 überwiegend 

wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 13. August 2017 

stünden. Mangels rechtsgenüglichen Nachweises der natürlichen 

Kausalität würden die Versicherungsleistungen per 29. Januar 2018 

eingestellt und würde auf eine Rückforderung der zuviel erbrachten 

Versicherungsleistungen vorläufig verzichtet werden. 

9. Mit Schreiben vom 26. Juli 2018 nahm A._____ dazu Stellung und reichte 

u.a. auch eine Stellungnahme von Dr. med. J._____ vom 3. Juli 2018 ein, 

in welcher er den ablehnenden Entscheid der B._____ für nicht 

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nachvollziehbar erachtete und dies entsprechend begründete. Die 

Nachoperation wurde in der Folge am 6. August 2018 durch Dr. med. 

J._____ durchgeführt.

10. Daraufhin nahm der beratende Arzt der B._____, Dr. med. I.________, am 

15. Oktober 2018 eine Aktenbeurteilung vor, worin dieser zum Schluss 

kam, dass die geltend gemachte Gesundheitsschädigung nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise Folge des Unfalls 

vom 13. August 2017 gewesen sei und der Status quo sine nach 

spätestens drei bis sechs Monaten wieder erreicht gewesen sei. 

11. Gestützt darauf erliess die B._____ am 26. Oktober 2018 eine anfechtbare 

Verfügung, wonach die am 29. Januar 2018 durchgeführte Operation nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf Unfallfolgen zurückzuführen sei 

und die Leistungen per 28. Januar 2018 einzustellen seien. Die bisher 

geleisteten Heilkosten und Taggelder würden nicht zurückgefordert 

werden. 

12. Dagegen erhob A._____ am 23. November 2018 Einsprache. Während des 

Einspracheverfahrens nahm der beratende Arzt der B._____, Dr. med. 

I._____, am 3. September 2019 eine erneute Aktenbeurteilung vor, worin 

er an seiner bisherigen Beurteilung festhielt. In der Folge wies die B._____ 

die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 9. September 2019 ab.

13. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) am 8. Oktober 2019 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin beantragte sie, der 

Einspracheentscheid vom 9. September 2019 und die Verfügung vom 26. 

Oktober 2018 seien aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen 

zuzusprechen und die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung zu 

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prüfen. Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten einzuholen, welches 

mindestens ein orthopädisches Gutachten umfasse. Mit der Begutachtung 

sei das Universitätsspital S._____, Klinik für Traumatologie oder das asim 

in Basel zu beauftragen. Zunächst brachte sie vor, sie habe einen Ordner 

voller UVG-Akten erhalten, die allerdings nicht ordnungsgemäss akturiert 

seien, weshalb sich nicht überprüfen lasse, ob die Akten vollständig seien. 

Wenn keine korrekte Aktenführung vorgenommen werde, erschwere dies 

der Beschwerdeführerin die Geltendmachung ihrer Rechte. Dass sich dies 

negativ ausgewirkt habe, zeige die Tatsache, dass dem beratenden Arzt 

Dr. med. I._____ das Kostengutsprachegesuch der H._____ vom 16. 

Januar 2018 nicht vorgelegen habe, weshalb eine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör bzw. eine Umkehr der Beweislast 

festzuhalten sei. Im Weiteren führte die Beschwerdeführerin im 

Wesentlichen aus, Dr. med. I._____ hätten nur unvollständige Akten 

vorgelegen, insbesondere habe der Bericht vom 16. Januar 2018 gefehlt, 

was zur Unverwertbarkeit der Aktenbeurteilung führen würde. Aus diesem 

Bericht sowie der Beurteilung von Dr. med. N._____ ergebe sich klar, dass 

unfallbedingt eine Entfernung der Synovialganglien notwendig gewesen 

und die Operation unfallbedingt indiziert gewesen sei. Die B._____ habe 

für diese Behandlung gestützt auf den Bericht von Dr. med. G._____ vom 

16. Januar 2018 Kostengutsprache erteilt. Es handle sich damit klar um 

eine unfallbedingte Behandlung. Bei dieser Behandlung habe eine 

Schädigung stattgefunden, indem eine nicht vereinbarte Patellararthrose-

Operation und insbesondere ein nicht indizierter Eingriff in Form eines 

Lateral-Release durchgeführt worden sei. Für die Operation der 

Patellararthrose habe keine Aufklärung und keine Einwilligung vorgelegen. 

In der Folge sei es zu Verwachsungen im Sinne einer Arthrofibrose und 

weiteren Einschränkungen gekommen, die eine erneute Operation am 6. 

August 2018 notwendig gemacht hätten. Die beigezogenen Ärzte Dres. 

med. J._____, O._____ und P._____ hätten alle die Notwendigkeit einer 

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weiteren Operation bejaht. Die Operation vom 29. Januar 2018 habe 

zudem zu einer Nervenverletzung geführt, was unüblich sei. Dr. med. 

I._____ Schluss in seiner zweiten Aktenbeurteilung, wonach mit einer 

Verletzung des hinteren Kreuzbandes die Ganglione nicht assoziiert seien, 

könne nicht nachvollzogen werden. Sodann halte Dr. med. I._____ fest, 

dass in der Anamnese nur eine Knieverdrehung festgehalten sei „(Kein 

Sturz!)“. Dies sei falsch und stehe in offenem Widerspruch zur schriftlichen 

Unfallschilderung der Beschwerdeführerin. Dr. med. I._____ mache eine 

einseitige Aktenbeurteilung. Es fehle ihm die notwendige Sorgfalt und 

Objektivität. Die Beschwerdegegnerin hätte sich nicht auf die Beurteilungen 

von Dr. med. I._____ abstützen dürfen, nachdem diese im Widerspruch zu 

den Beurteilungen der behandelnden Ärzte gestanden habe und es 

deutliche Hinweise gegeben habe, dass Dr. med. I._____ keine neutrale 

Beurteilung abgegeben habe. Die B._____ habe den 

Untersuchungsgrundsatz und den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, 

indem sie kein neutrales externes Gutachten eingeholt habe. Falls das 

Gericht nicht zum Schluss kommen sollte, dass die B._____ über den 28. 

Januar 2018 leistungspflichtig sei, sei ein gerichtliches Gutachten 

einzuholen. Damit ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin bei einer 

unfallbedingten Behandlung einen Gesundheitsschaden erlitten habe, der 

weitere Heilbehandlungen und eine weitere Operation notwendig gemacht 

habe. Die Beschwerdeführerin sei dafür gemäss Art. 10 UVG und Art. 6 

Abs. 3 UVG versichert. Dementsprechend sei die B._____ zu verpflichten, 

die weiter notwendige Heilbehandlung zu übernehmen. Sie hätte bei 

korrekter Prüfung des Antrages von Dr. med. J._____ die Unfallkausalität 

bejahen müssen. Sie habe auch keine Einwände gegen die Operation bei 

Dr. med. J._____ erhoben, weshalb sie für diese Behandlung aufkommen 

müsse. Auch die weiteren notwendigen Behandlungen seien unfallbedingt 

zu übernehmen. Der Zeitpunkt für den Fallabschluss sei noch nicht erreicht, 

da mit einer erheblichen Besserung gerechnet werde. Nach Abschluss der 

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Behandlung sei der Integritätsschaden gutachterlich zu prüfen und der 

Beschwerdeführerin allenfalls eine Integritätsentschädigung auszurichten.  

14. In ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2019 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Eventualiter sei bei Einholung eines gerichtlichen Gutachtens die 

Schulthess Klinik in Zürich oder das asim in Basel zu beauftragen. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, Dr. med. I._____ sei stets das 

gesamte medizinische Dossier zur Beurteilung unterbreitet worden. 

Insbesondere im Bericht vom 3. September 2019 nehme Dr. med. I._____ 

auch zur Beurteilung von Dr. med. G._____ Stellung, wobei er auch den 

Bericht vom 16. Januar 2018 berücksichtige und nachvollziehbar 

begründe, weshalb die Beurteilung von Dr. med. G._____ nicht zutreffe. 

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringe, dass Dr. med. I._____ die 

Anamnese falsch erhoben habe, treffe dies nicht zu. Vielmehr erwähne Dr. 

med. G._____ im Bericht vom 16. Januar 2018 keinen Sturz und gebe Dr. 

med. I._____ nur die Schilderungen von Dr. med. G._____ wieder. Es sei 

somit Dr. med. G._____, welcher von einem unzutreffenden Sachverhalt 

ausgehe. Ohne Berücksichtigung des Sturzes auf das Knie könne wohl 

kaum beurteilt werden, welche Folgen das Ereignis vom 13. August 2017 

nach sich gezogen habe. Sodann berücksichtige Dr. med. G._____ in 

seiner Gesamtbeurteilung nebst dem lückenhaften Sachverhalt auch bloss 

lückenhaft die festgestellten Befunde. So erwähne er weder die 

fortgeschrittenen Knorpelveränderungen, noch das zweite 

Zystenkonglomerat. Demgegenüber begründe Dr. med. I._____ 

nachvollziehbar und schlüssig aufgrund des vollständigen Sachverhaltes 

und der Anamnese, dass die Ganglionkonvolute für die Beschwerden 

verantwortlich seien, diese jedoch nicht auf das Unfallereignis vom 13. 

August 2017 zurückzuführen seien und der operative Eingriff vom 29. 

Januar 2018 damit keine Behandlung der Unfallfolgen erfasst habe. 

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Vielmehr sei anlässlich des Ereignisses vom 13. August 2017 die 

vorbestehende Arthrose traumatisiert worden. Am 29. Januar 2018 seien 

nur noch vorbestehende degenerative Veränderungen behandelt worden. 

Der Status quo sei daher am 27. Januar 2018 eingetreten. Daran ändere 

auch die Tatsache nichts, dass die Beschwerdegegnerin vorgängig 

Kostengutsprache für den Eingriff erteilt habe, da diese keine Beurteilung 

einer Kausalitätsfrage darstelle. Der Fallabschluss sei daher zweifellos 

vorzunehmen gewesen. Die lückenhaften Berichte von Dr. med. G._____ 

sowie die mit Beschwerde vom 8. Oktober 2019 eingereichten zusätzlichen 

Arztberichte würden keine Zweifel an den Beurteilungen von Dr. med. 

I._____ zu wecken vermögen. So handle es sich bei den zusätzlich 

eingereichten Arztberichten um Aufklärungsformulare und 

Verlaufsberichte, welche keine neuen Aspekte und keine 

Schlussfolgerungen betreffend Unfallschäden beinhalten würden. Im Sinne 

der höchstrichterlichen Rechtsprechung sei daher auf die Berichte von Dr. 

med. I._____ abzustellen. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

werde deshalb bestritten und auf die Einholung eines gerichtlichen 

Gutachtens sei zu verzichten. Sollte das Gericht wider Erwarten die 

Einholung eines gerichtlichen Gutachtens für angezeigt erachten, so sei ein 

solches entweder bei der Gutachterstelle asim in Basel oder der Schulthess 

Klinik in Zürich einzuholen. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringe, dass 

sie bei einer unfallbedingten Behandlung einen Gesundheitsschaden 

erlitten habe, könne dem nicht zugestimmt werden. Selbst wenn eine 

mangelnde Aufklärung erfolgt wäre, falle eine Leistungspflicht gestützt auf 

Art. 10 UVG nicht in Betracht, da keine Unfallfolgen, sondern Vorzustände 

anlässlich des Eingriffs vom 29. Januar 2018 behandelt worden seien. Im 

Übrigen habe Dr. med. I._____ zum Eingriff vom 29. Januar 2018 

ausgeführt, dass es sich unter Berücksichtigung der Indikation um einen 

üblichen Eingriff handle. Grobe Fehler oder Ungeschicklichkeiten seien 

ebenfalls nicht festgestellt worden. Sodann brachte die 

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Beschwerdegegnerin vor, dass ohne bleibende Schädigungen, welche auf 

das Unfallereignis zurückzuführen seien, auch die Prüfung einer 

Integritätsentschädigung entfalle. 

15. In ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 führte die 

Beschwerdeführerin aus, bereits im Bericht vom 22. November 2017 sei 

von der Hausärztin die Verdrehung des Knies dokumentiert worden. 

Sodann sei die Erstkonsultation vom 25. August 2017 bei Dr. med. D._____ 

erfolgt und nicht dokumentiert worden. Es treffe nicht zu, dass Dr. med. 

Q._____ keine weitere medizinische Intervention empfohlen habe. Sie 

habe bloss den Verzicht auf eine Leitungsanästhesie des Nervus femoralis 

rechts im Rahmen der geplanten erneuten Operation empfohlen, um den 

Nerv nicht zu retraumatisieren. Auf den Bericht von Dr. med. I._____ könne 

nicht abgestellt werden, da er die Beschwerdeführerin nicht untersucht 

habe und sich über das Vorliegen oder Nichtvorliegen der Ganglien nicht 

äussern könne. Seine Überlegungen seien rein theoretischer Natur. Dres. 

med. N._____ und G._____ hätten die Beschwerdeführerin untersucht und 

die Resektion der Ganglienzysten empfohlen. Beide seien davon 

ausgegangen, dass diese Operation unfallbedingt notwendig sei. Dass die 

Ganglienkonvolute vorbestehend gewesen sein sollten, werde bestritten. 

Die Beschwerdeführerin sei wegen des Knies bis zum Unfall vom 13. 

August 2017 nie in Behandlung gewesen. Im Weiteren hielt die 

Beschwerdeführerin fest, dass sie mit der Schulthess Klinik in Zürich und 

dem asim in Basel als Gutachterstelle einverstanden sei. 

16. In ihrer Stellungnahme vom 16. Dezember 2019 vertiefte die 

Beschwerdegegnerin ihre bisherige Argumentation und brachte zudem vor, 

der Unfallhergang sei von der Beschwerdeführerin nie mit einem 

Verdrehen des Knies angegeben worden. Sodann handle es sich beim 

Schreiben von Dr. med. E._____ vom 22. November 2017 um die 

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Antworten zur ersten Untersuchung von Dr. med. D._____ vom 25. August 

2017. Dr. med. Q._____ habe klar festgehalten, dass in neurologischer 

Hinsicht keine Operation empfohlen werde. Anhand sämtlicher Berichte 

sowie insbesondere auch der bildgebenden Untersuchungsbefunde sei es 

Dr. med. I._____ klar möglich gewesen, sich zum Vorliegen der Ganglien 

zu äussern. Soweit die Beschwerdeführerin ausführe, dass die 

Ganglionkonvolute durch das Ereignis vom 13. August 2017 entstanden 

sein sollten, da sie vorher schmerzfrei gewesen sei, so sei dem entgegen 

zu halten, dass die Argumentation nach der Beweisregel „post hoc ergo 

propter hoc“ medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig 

sei. 

17. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2020 reichte die Beschwerdeführerin 

Beilagen zum Vorzustand vor dem Unfallereignis sowie die Beurteilung des 

RAD-Arztes, Dr. med. R._____, ein. Sie führte aus, der RAD-Arzt komme 

in seinem Gutachten klar zum Schluss, dass Folgen eines 

Unfallereignisses vorgelegen hätten, welche zur Operation geführt hätten. 

Diese sei dann ohne gültige Einwilligung der Beschwerdeführerin massiv 

erweitert worden. Der Beizug eines medizinischen Gutachtens erscheine 

somit nicht notwendig. Sodann gehe aus dem Bericht der früheren 

Hausärztin vom 13. November 2020 hervor, dass die Beschwerdeführerin 

in dieser Hausarztpraxis vom Dezember 1988 bis August 2017 betreut 

worden sei. In sämtlichen Konsultationen vor dem Unfallereignis sei nie die 

Rede von Knieschmerzen oder Knieproblemen gewesen. Die 

Beschwerdegegnerin bestätige ferner, dass vom 1. Januar 2017 bis zum 

31. Dezember 2019 nur der Unfall vom 13. August 2017 registriert worden 

sei. Eine Nachfrage beim Personaldienst habe ergeben, dass die 

Unfallversicherung recht häufig gewechselt worden sei, weshalb die 

Auskunft nicht für die gesamte Beschäftigungszeit habe gegeben werden 

können. Es werde deshalb beantragt, beim Personaldienst die 

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entsprechende Bestätigung einzuholen, dass kein Unfall mit 

Kniebeteiligung im Zeitraum seit der ersten Anstellung 1999 bis vor dem 

Unfall vom 13. August 2017 gemeldet worden sei. Soweit ersichtlich, zeige 

auch der Leistungsauszug der Krankenkasse für die Zeit vom Januar 2008 

bis zum Unfallereignis keine Kniebehandlung bzw. Bildgebungen des 

Knies. 

18. In ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2021 verwies die 

Beschwerdegegnerin betreffend die Ausführungen zur Kausalität auf die 

vollständigen Akten sowie ihre bisherigen Ausführungen und führte 

zusätzlich aus, der Bericht von Dr. med. R._____ vom 29. Mai 2020 

vermöge keine Zweifel an den Beurteilungen von Dr. med. I._____ zu 

wecken, da keine medizinischen Befunde vorlägen, die seine Behauptung 

einer Teilläsion des vorderen Kreuzbandes stützen würden. Zu den 

Ausführungen der Hausärztin Dr. med. E._____ vom 13. November 2020 

sowie dem Leistungsauszug der Krankenkasse vom 23. November 2020 

sei sodann anzumerken, dass die Argumentation nach der Beweisregel 

„post hoc ergo propter hoc“ medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich 

daher nicht zulässig sei. Anlässlich des operativen Eingriffes vom 29. 

Januar 2018 seien keine Folgen des Ereignisses vom 13. August 2017 

behandelt worden. Ob der operative Eingriff vom 29. Januar 2018 ein 

neues eigenständiges Unfallereignis darstelle, kläre sie aktuell ab. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

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1.1 Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 9. September 2019 

(Beilagen Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 109). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in dem die versicherte 

Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Befindet sich der 

Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, so ist das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter 

schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer 

Arbeitgeber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Die Beschwerdeführerin 

lebt im Ausland. Der Sitz ihrer letzten schweizerischen Arbeitgeberin 

befindet im Kanton Graubünden (vgl. Bg-act. 1), weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben 

ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich alsdann aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts 

zu bejahen. Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen 

Entscheides ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen 

Einspracheentscheid berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit – unter Vorbehalt 

nachfolgender Erwägung 1.2 – einzutreten (Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG).

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 9. September 2019 (Bg-act. 109) sowie die 

Aufhebung der diesem Entscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 26. 

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Oktober 2018 (Bg-act. 80). Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass gemäss 

ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes der Einspracheentscheid 

an die Stelle der zugrunde liegenden Verfügung tritt und damit alleiniger 

Anfechtungsgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet. Mit dem Erlass 

des Einspracheentscheids verliert die Verfügung – soweit angefochten – 

jede rechtliche Bedeutung (BGE 130 V 424 E.2.1.2.1; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_539/2014 vom 18. Dezember 2014 E.2.1). Soweit die 

Beschwerdeführerin vorliegend also auch die Verfügung vom 26. Oktober 

2018 anficht, ist darauf nach dem soeben Gesagten nicht einzutreten.

2.1 In formeller Hinsicht ist zunächst zu prüfen, ob eine Verletzung der 

Aktenführungspflicht gemäss Art. 46 ATSG vorliegt.

Die Beschwerdeführerin bemängelt im Rahmen ihrer Beschwerde die 

ordnungsgemässe Akturierung. Der verfassungsmässige Anspruch auf 

Akteneinsicht verpflichte die Behörden zu einer geordneten und 

übersichtlichen Aktenführung. Wenn keine korrekte Aktenführung 

vorgenommen werde, erschwere dies der Beschwerdeführerin die 

Geltendmachung ihrer Rechte. Dass sich dies negativ ausgewirkt habe, 

zeige die Tatsache, dass dem beratenden Arzt Dr. med. I._____ das 

Kostengutsprachegesuch der H._____ vom 16. Januar 2108 nicht 

vorgelegen habe, weshalb eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör bzw. eine Umkehr der Beweislast festzuhalten sei. Die 

Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihren Rechtsschriften hierzu nicht. 

2.2 Gemäss Art. 46 ATSG sind für jedes Sozialversicherungsverfahren alle 

Unterlagen, die massgeblich sein können, vom Versicherungsträger 

systematisch zu erfassen. Art. 46 ATSG verpflichtet die 

Sozialversicherungsträger indes nur (aber immerhin) zur Führung eines 

geordneten Aktendossiers, welches allen Beteiligten erlaubt, bei einer 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-131-V-407
http://links.weblaw.ch/de/9C_539/2014

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Akteneinsicht Klarheit über die massgeblichen Akten zu gewinnen (vgl. 

BGE 138 V 218 E.8.1.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_788/2010 vom 3. 

Februar 2011 E.3.3). Ferner sind die Unterlagen von Beginn weg in 

chronologischer Reihenfolge abzulegen; bei Vorliegen eines Gesuchs um 

Akteneinsicht und spätestens im Zeitpunkt des Entscheids ist das Dossier 

zudem durchgehend zu paginieren. Ein Aktenverzeichnis ist lediglich 

erwünscht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_319/2010 vom 

15. Dezember 2010 E.2.2.2 mit weiteren Hinweisen).

2.3. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass dem beratenden Arzt der 

Beschwerdegegnerin, Dr. med. I._____, FMH Orthopädische Chirurgie, 

gewisse Akten nicht vorgelegen hätten, ist dies im Rahmen der 

Beweistauglichkeit der von diesem erstellten Aktenbeurteilung zu prüfen 

(vgl. Erwägung 7.3.1 nachstehend). Abgesehen von diesem Einwand 

bringt die Beschwerdeführerin lediglich pauschal vor, dass die Akten nicht 

ordnungsgemäss akturiert seien. Vorliegend ergibt sich, dass die Akten der 

Beschwerdegegnerin systematisch und chronologisch geführt sind. 

Allerdings sind die Akten nicht paginiert. Durch die unterlassene 

Paginierung der Akten war die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechtes 

für die Beschwerdeführerin möglicherweise etwas erschwert, nicht aber 

unmöglich. Eine nicht heilbare Verletzung des rechtlichen Gehörs, welche 

mit der Kassation des vorinstanzlichen Entscheids zu ahnden wäre, ist 

darin jedenfalls nicht zu erblicken (vgl. BGE 132 V 387 E.5.1; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_319/2010 vom 15. Dezember 2010 E.2.3.1). Die 

Beschwerdegegnerin sei aber darauf hingewiesen, dass diesbezüglich 

Optimierungsbedarf besteht.

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Versicherungsleistungen zur Behandlung der über den 28. Januar 2018 

hinaus bestehenden Beschwerden am rechten Knie per 28. Januar 2018 

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mangels natürlichen Kausalzusammenhangs zu Recht eingestellt oder ob 

die Beschwerdeführerin auch über den 28. Januar 2018 hinaus Anspruch 

auf Versicherungsleistungen für die Folgen aus dem Unfall vom 13. August 

2017 hat. Fraglich ist damit mit anderen Worten, ob die nach dem 28. 

Januar 2018 noch anhaltenden Beschwerden in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit der beim Unfall vom 13. August 2017 erlittenen 

Verletzung am rechten Knie standen. Unbestritten ist vorliegend die 

Qualifikation des Ereignisses vom 13. August 2017 als Unfall. 

4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit 

das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss 

Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der 

gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_269/2017 

vom 13. September 2017 E.4.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 129 V 177 E.3.1).

4.2 Als Ursache im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs gelten alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der in Frage stehende Erfolg nicht 

als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung 

ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache einer 

gesundheitlichen Störung ist. Es genügt, dass er als schädigendes Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche, geistige oder 

psychische Gesundheit der Versicherten beeinträchtigt hat, mithin der 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-129-V-177

- 16 -

Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass die eingetretene 

gesundheitliche Beeinträchtigung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1, 119 

V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_689/2019 

vom 9. März 2020 E.5.3)

4.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die einmal anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 

hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_423/2012 vom 26. Februar 2013 E.3.2). Trifft ein Unfall auf einen 

vorgeschädigten Körper und steht medizinischerseits fest, dass weder der 

Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht werden können, 

so spricht die Rechtsprechung von einer "richtungsgebenden 

Verschlimmerung" (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 

21. Februar 2018 E.3.1.2).

4.4 Treten demnach im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor 

nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall 

lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber 

verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des 

Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang 

mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Mit dem Erreichen 

des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-129-V-177
http://links.weblaw.ch/de/BGE-119-V-335
http://links.weblaw.ch/de/BGE-119-V-335
http://links.weblaw.ch/de/BGE-118-V-286
http://links.weblaw.ch/de/8C_467/2007

- 17 -

bestehenden Beschwerden (Urteil des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 

21. Mai 2010 E.4.3).

4.5 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage. 

Darüber haben die Verwaltung sowie das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1). Dasselbe gilt für 

den Wegfall eines einmal bestehenden Kausalzusammenhangs. Während 

bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang existiert, der Versicherte die 

objektive Beweislast trägt, liegt die objektive Beweislast für den 

behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status 

quo sine vel ante beim Unfallversicherer. Dabei hat der Unfallversicherer 

nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche 

Ursachen (Krankheit, Geburtsgebrechen oder degenerative 

Veränderungen) ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich 

unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahingefallen sind. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den 

negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege 

oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.3.2, 8C_840/2019 

vom 14. Februar 2020 E.3.2).

5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des 

Gesundheitszustandes sowie der Feststellung natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die 

rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-129-V-177

- 18 -

Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 

E.1b m.H.). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für 

den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 

– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 

sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. 

5.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1; BGE 125 V 351 E.3a 

m.H.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E.3a). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) als vereinbar 

erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So kommt den 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte voller Beweiswert zu, 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-V-231
http://links.weblaw.ch/de/BGE-125-V-351
http://links.weblaw.ch/de/BGE-125-V-351

- 19 -

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E.3b/ee). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4; vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_761/2017 vom 5. Dezember 2017 E.5.1.1). 

6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und 

der Frage der Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 13. August 2017 

und den über den 28. Januar 2018 hinausbestehenden Beschwerden am 

rechten Knie liegen im Wesentlichen folgende relevanten medizinischen 

Unterlagen vor:

6.1 Gemäss Schadenmeldung vom 12. Oktober 2017 (Bg-act. 1) habe die 

Beschwerdeführerin am 13. August 2017 das rechte Knie verletzt, indem 

sie auf einer Hochtour mit dem Steigeisen beim anderen Fuss eingehängt 

und dadurch gestürzt sei. Als erstbehandelnder Arzt wurde der Hausarzt, 

Dr. med. D._____, und als nachbehandelnde Ärztin Dr. med. E._____ 

aufgeführt. Dr. med. D._____ konnte am 25. August 2017 noch keine 

Diagnose stellen (vgl. Bg-act. 10).

http://links.weblaw.ch/de/BGE-125-V-351
http://links.weblaw.ch/de/BGE-135-V-465
http://links.weblaw.ch/de/8C_245/2011

- 20 -

6.2 Dr. med. E._____, Allgemeine Medizin, hielt in ihrem Bericht vom 

22. November 2017 (Bg-act. 7) als Befund Schmerz am rechten Knie bei 

maximaler Flexion, kein Erguss, Lachmann negativ und McMurray negativ 

fest und äusserte als Diagnose den Verdacht auf eine Meniskusläsion 

lateral rechts. Aufgrund fehlender Besserung mit Physiotherapie meldete 

sie die Beschwerdeführerin zu einer MRI-Untersuchung des rechten Knies 

an. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis wurde nicht ausgestellt.

6.3 Mit Bericht vom 2. Dezember 2017 (Bg-act. 15 S. 3) wurde als Ergebnis 

einer gleichentags durchgeführten MRI-Untersuchung des rechten Knies 

ein grosser bis zum Knochen reichender Knorpeldefekt der gesamten 

lateralen Patellafacette und bis zum Knochen reichende Fissuren im 

Knorpel der medialen Patellafacette, ein Knorpeldefekt der lateralen 

Facette der Trochlea femoris und Gelenksganglien in der interkondylären 

Notch sowie dorsokranial des lateralen Femurkondylus festgestellt. 

6.4 Dr. med. G._____, Chefarzt der H._____ stellte in seinem Bericht 

zuhanden Dr. med. E._____ vom 16. Januar 2018 (Bg-act. 54) die 

Diagnose von ausgeprägten Synovialganglien der Kreuzbänder in der 

interkondylären Notch Knie rechts mit/bei Status nach 

Kniegelenksdistorsion am 10. August 2017 (recte: 13. August 2017). Er 

hielt fest, die beklagten Beschwerden seien aus seiner Sicht eindeutig 

aufgrund der grossen lobulierten zystischen Raumforderung im 

Interkondylärraum um die beiden Kreuzbänder gelegen. Nicht selten könne 

bei Kreuzbandzerrungen der Synovialschlauch einreissen und in der Folge 

sich dann Ganglien bilden, welche sich zu grösseren Raumforderungen 

entwickeln würden. 

6.5 Am 29. Januar 2018 wurde bei der Beschwerdeführerin eine 

Kniegelenksarthroskopie rechts in der H._____ durchgeführt. Der 

- 21 -

operierende Arzt, Dr. med. G._____, diagnostizierte in seinem 

Operationsbericht vom 31. Januar 2018 (Bg-act. 19) am rechten Knie 

retroligamentär gelegene Kreuzbandzysten, lateralisierte Patella mit 

Chondromalazie Grad IV, laterale Patellafacette, trochleares Gleitlager 

lateral sowie lateraler Kondylus ventral und eine ausgedehnte, 

ausgeprägte Synovialitis. 

6.6 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. L._____, FMH 

Innere Medizin, nahm am 28. Juni 2018 Stellung zur Unfallkausalität und 

hielt in seiner Beurteilung (Bg-act. 41) fest, im MRI vom 2. Dezember 2017 

werde eine massive Retropatellararthrose mit einer Knorpelglatze der 

lateralen Patella Facette und eine Zyste interkondylär beschrieben. Dieser 

Befund sei vorbestehend und beim Unfallereignis traumatisiert worden. 

Solche Befunde sehe man manchmal nach früheren Patellaluxationen. 

Entsprechende Hinweise habe er keine sehen können. Die Operation vom 

29. Januar 2018 sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal mit 

dem Ereignis vom 13. August 2017 verknüpft.

6.7 Dr. med. J._____, Orthopädische Chirurgie FMH, nahm mit Schreiben vom 

3. Juli 2018 (Bg-act. 54) zuhanden der Beschwerdeführerin Stellung und 

führte aus, die Retropatellararthrose sei zu keinem Zeitpunkt 

symptomatisch gewesen. In sämtlichen ihm zur Verfügung stehenden 

Berichten von Dres. med. N._____, G._____ und O._____ werde immer 

von einer Bewegungseinschränkung sowie Schmerzen im Bereich der 

Kniekehle gesprochen. Solche kämen nicht von einer 

Femoropatellararthrose. Die Operation im Januar 2018, welche durch Dr. 

med. G._____ durchgeführt worden sei, sei primär nicht wegen der 

Femoropatellararthrose durchgeführt worden, sondern wegen der 

Ganglionzyste um das Kreuzband herum. Ursächlich werde eine 

Synovialschlauchverletzung postuliert, welche zur Ganglionzyste geführt 

- 22 -

habe. Die jetzige Bewegungseinschränkung sei zum Teil Folge der 

langanhaltenden Bewegungseinschränkung vom August 2017 bis Januar 

2018 und des durchgeführten Eingriffes vom Januar 2018. 

6.8 Dr. med. I._____, FMH Orthopädische Chirurgie und Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin, führte in seiner ersten Beurteilung vom 15. Oktober 

2018 (Bg-act. 77) aus, es bestünden keine Angaben zu einem allfälligen 

Vorzustand des rechten Kniegelenkes. Aktenkundig sei dagegen, dass 

bereits die allerersten Symptome keineswegs auf eine Zystenbildung 

hindeuten würden, sondern geradezu klassisch für eine retropatelläre 

Arthrose seien. Bereits die erste Magnetresonanz-Untersuchung rund 

dreieinhalb Monate nach dem Ereignis habe Veränderungen an der 

Kniescheibe und am femoropatellären Gleitlager gezeigt, welche 

unmöglich Folge des beschriebenen Ereignisses sein könnten. Vielmehr 

seien das Ausmass und die sekundären Veränderungen der Femoro-

Patellararthrose derart fortgeschritten, dass von einem jahrzehntelangen 

Vorzustand auszugehen sei. Zwar seien die Originalbilder der ersten MR-

Untersuchung nicht in den Akten, doch sei es in hohem Masse 

unwahrscheinlich, dass innerhalb von nur dreieinhalb Monaten als Folge 

einer Kreuzbandzerrung Ganglionkonvolute in der beschriebenen Grösse 

entstanden sein sollten. Solche Ganglionzysten würden ganz selten in der 

beschriebenen Grösse und dazu noch multilokulär auftreten. Zudem habe 

das hintere Kreuzband nachweislich erst nach dem ersten Eingriff MR-

tomographisch fassbare Veränderungen aufgewiesen. Hinzu komme, dass 

in keinem Bericht anlässlich der mehrfach durch erfahrene orthopädische 

Chirurgen erfolgten Untersuchungen Hinweise auf eine hintere 

Kreuzbandinsuffizienz vorlägen. Dem Argument, die Operationsindikation 

sei nicht der Femoropatellararthrose wegen gestellt worden, sei 

entgegenzuhalten, dass nebst der chronischen Reizsymptomatik mit 

poplitealem Druckgefühl die laterale femoropatellare Arthrose im ersten 

- 23 -

Operationsbericht sehr wohl als Indikation zur Arthroskopie genannt 

worden sei. Sodann sei anzumerken, dass die Zerrung von Bändern 

grundsätzlich zu ganglionären Neubildungen führen könne. Nebst der 

bereits erwähnten sehr geringen Häufigkeit dieses Phänomens sei jedoch 

das Ausmass der hier vorliegenden arthrotischen Veränderungen derart 

gross und fortgeschritten, dass die Kreuzband- bzw. die Ganglionzysten 

höchstens eine Nebenrolle gespielt haben dürften (Bg-act. 77 Ziff. 3). Als 

Diagnose hielt Dr. med. I._____ eine traumatisierte femoropatellare 

Arthrose im Endstadium (°IV) des rechten Knies fest. Sodann führte er aus, 

der Vorzustand (Status quo sine) sei nach spätestens drei bis sechs 

Monaten wieder erreicht gewesen. Der Heilungsverlauf nach dem Januar 

2018 sei ausschliesslich durch die Folgen des Vorzustandes geprägt 

gewesen (Bg-act. 77 Ziff. 4). 

6.9 In seiner erneuten Beurteilung vom 3. September 2019 (Bg-act. 108) hielt 

Dr. med. I._____ nach Kenntnis der neuen medizinischen Akten und der 

Bilder der MRI-Untersuchungen sowohl vom 2. Dezember 2017 als auch 

vom 16. April 2018 und der intraoperativen Bilder des Eingriffs vom 29. 

Januar 2018 und dessen Operationsbericht an seiner ersten Einschätzung 

fest und vertiefte seine Begründung. Im Wesentlichen hielt er fest, das 

Ereignis habe zu einer Traumatisierung der vorbestehenden, 

fortgeschrittenen Kniearthrose rechts geführt, welche eine Folge der 

chronischen Lateralisation der Patella sei. Das Ereignis vom 13. August 

2017 habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der unfallfremden 

Faktoren geführt. Gemäss MR Befund seien dies u.a. das Ganglion 

dorsokranial des Femurkondylus, das Ganglion intercondylär, die Zyste an 

der tibialen Insertionsstelle des hinteren Kreuzbandes, der Knorpeldefekt 

femoropatellar, bis zum Knochen reichend der gesamten lateralen 

Patellafacette, bis zum Knochen reichende Fissuren im Knorpel der 

medialen Patellafacette, Knorpeldefekt der lateralen Facette und ein 

- 24 -

mindestens die Hälfte der Knorpeldicke betreffender Knorpeldefekt der 

Trochlea femoris. Am 28. Januar 2018 seien die Folgen der 

vorübergehenden Verschlimmerung durch die Traumatisierung der 

vorbestehenden Gonarthrose ausgeheilt gewesen. Mit dem Eingriff vom 

29. Januar 2018 seien nur noch vorbestehende degenerative 

Veränderungen behandelt worden. Der Status quo sine sei somit am 27. 

Januar 2018 eingetreten. 

6.10 Der RAD-Arzt, Dr. med. R._____, Facharzt Chirurgie FMH, hielt in seiner 

Beurteilung vom 29. Mai 2020 (Beilagen Beschwerdeführerin [Bf-act.] 33) 

betreffend Unfallkausalität fest, der primäre Unfall mit den Steigeisen habe 

wahrscheinlich zu einer Teilläsion des vorderen Kreuzbandes geführt mit 

nachfolgender Ausbildung von retroligamentär liegenden Zysten. Diese 

könnten in nachvollziehbarer Weise die von der Beschwerdeführerin 

geschilderten Beschwerden verursacht haben. 

7.1 Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Einspracheentscheid vom 9. 

September 2019 im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen von Dr. med. 

I._____ vom 15. Oktober 2018 (Bg-act. 77) und vom 3. September 2019 

(Bg-act. 108). So hielt sie im besagten Entscheid fest, gemäss den 

Aktenbeurteilungen von Dr. med. I._____ seien die Ganglionkonvolute 

nicht durch das Unfallereignis vom 13. August 2017 entstanden. Die 

Schmerzen in der Kniekehle sowie den aufgrund dessen durchgeführten 

Eingriff vom 29. Januar 2018 würden sämtliche behandelnden Ärzte als 

durch die Ganglionkonvolute bedingt erachten. Anlässlich des Eingriffs 

vom 29. Januar 2018 seien nicht Unfallfolgen behandelt worden, sondern 

der Eingriff habe der Behandlung des Vorzustandes gedient. Die nach 

Ende Januar 2018 anhaltenden Beschwerden, welche gemäss den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin, wie auch den behandelnden 

Ärzten, aufgrund der Ganglionzysten und des operativen Eingriffes vom 29. 

- 25 -

Januar 2018 bestünden, könnten daher nicht kausal auf das Unfallereignis 

vom 13. August 2017 zurückgeführt werden (Bg-act. 109 E.25). 

Demzufolge geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass zum Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung per 28. Januar 2018 keine Unfallfolgen mehr 

vorlagen. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet die genügende Abklärung des 

Sachverhaltes und bringt insbesondere vor, dass die Berichte des 

beratenden Arztes Dr. med. I._____ nicht beweistauglich seien und sie weit 

über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch unter unfallkausalen 

Beschwerden gelitten habe bzw. leide. 

7.2 Nachfolgend ist damit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 

die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes, Dr. med. I._____, 

abgestellt hat oder ob die übrigen medizinischen Akten, insbesondere die 

Berichte der operierenden Ärzte, Dres. med. G._____ und J._____, daran 

zumindest geringe Zweifel zu wecken vermögen (vgl. BGE 135 V 465 

E.4.4). 

7.3.1 Vorab ist festzuhalten, dass dem Einwand der Beschwerdeführerin, 

wonach die Ausführungen von Dr. med. I._____ auf nicht vollständigen 

Unterlagen beruhen würden, nicht gefolgt werden kann. Aktenkundig ist, 

dass Dr. med. I._____ bei seiner ersten Beurteilung vom 15. Oktober 2018 

(Bg-act. 77) die Bilder zur MRI-Untersuchung vom 2. Dezember 2017 nicht 

vorgelegen haben, sondern lediglich der Bericht dazu (vgl. Bg-act. 77 S. 7). 

Ebenso lag ihm offenbar ein Operationsbericht nicht vor, so hält Dr. med. 

I._____ in seiner Beurteilung vom 3. September 2019 fest, dass die Akten 

u.a. durch den Operationsbericht ergänzt worden seien (vgl. Bg-act. 108 

S. 1). Für die Beurteilung vom 3. September 2019 war Dr. med. I._____ 

sodann im Besitz sämtlicher Vorakten, geht doch aus der Einleitung der 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-135-V-465

- 26 -

besagten Beurteilung hervor, dass ihm nun sowohl die Bilder der MRI-

Untersuchung vom 2. Dezember 2017 als auch vom 16. April 2018 sowie 

die Operationsbilder des Eingriffs vom 29. Januar 2018 zur Verfügung 

standen (vgl. Bg-act. 108 S. 1). Die Frage, ob er nach Kenntnis der neuen 

medizinischen Akten sowie nach Kenntnis der Bilder der erwähnten MRI-

Untersuchungen sowie des Eingriffs an seiner ersten Beurteilung vom 15. 

Oktober 2018 festhalte, bejahte er und begründete seine Antwort 

eingehend. Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdeführerin zielt 

damit ins Leere. 

7.3.2 Die Beschwerdeführerin stellt zudem den Beweiswert dieser Beurteilungen 

in Frage, da Dr. med. I._____ die Beschwerdeführerin nie persönlich 

untersucht habe. Dr. med. I._____ war von der Beschwerdegegnerin 

beauftragt worden, anhand der vorliegenden medizinischen Akten seine 

Einschätzung zu Fragen im Zusammenhang mit dem 

Kausalzusammenhang und Behandlungsfehler abzugeben (vgl. Bg-act. 71 

und Bg-act. 106). Bei seinen vertrauensärztlichen Beurteilungen handelt es 

sich somit um ein Aktengutachten. Reinen Aktengutachten kann voller 

Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit 

der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2, 8C_840/2019 

vom 14. Februar 2020 E.4.2.1). Hier lag Dr. med. I._____ aufgrund der 

oben geschilderten Aktenlage (vgl. Erwägung 7.3.1) ein lückenloser Befund 

vor. Er hatte im Wesentlichen nur einen an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalt zu beurteilen und lediglich zu Fragen im 

Zusammenhang mit dem natürlichen Kausalzusammenhang Stellung zu 

nehmen. Dass keine persönliche Untersuchung erfolgte, ist somit nicht zu 

beanstanden.

- 27 -

7.4.1 In Würdigung der vorstehenden Berichte (vgl. Erwägung 6) ist festzuhalten, 

dass die Beurteilungen des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin, 

Dr. med. I._____, vom 15. Oktober 2018 (Bg-act. 77) und 3. September 

2019 (Bg-act. 108) angesichts der medizinischen Aktenlage sowie der MRI-

Abklärung vom 2. Dezember 2017 (Bg-act. 15) – entgegen der Auffassung 

der Beschwerdeführerin – schlüssig erscheinen und nachvollziehbar 

begründet sind. Dr. med. I._____ geht sowohl bei der 

Femoropatellararthrose als auch bei den Gelenksganglien von einem 

Vorzustand aus, der durch das Unfallereignis traumatisiert und 

vorübergehend verschlimmert worden sei. Der Status quo sine sei am 27. 

Januar 2018 eingetreten (Bg-act. 108 Fragen 4 und 5). Er begründet dies 

anhand der bildgebenden Untersuchung vom 2. Dezember 2017 (Bg-act. 

15), welche eine Retropatellararthrose mit Knorpelglatze der lateralen 

Patellafacette, Fissuren der medialen Patellafacette sowie einen 

mindestens 50% der Knorpeldicke betreffenden Knorpeldefekt der 

lateralen Facette der Trochlea femoris ergab. So erklärt Dr. med. I._____ 

gestützt auf diesen MRI-Befund, dass die Veränderungen an der 

Kniescheibe und am femoropatellären Gleitlager unmöglich Folge des 

Unfallereignisses sein könnten, da das Ausmass und die sekundären 

Veränderungen der Femoropatellararthrose derart fortgeschritten seien, 

dass von einem jahrzehntelangen Vorzustand auszugehen sei (Bg-act. 77 

Ziff. 3). Damit begründet er seine diesbezügliche Schlussfolgerung 

nachvollziehbar. Im Übrigen wird diese Schlussfolgerung auch von keinem 

anderen Arzt in Zweifel gezogen. Im Weiteren weist der MRI-Befund vom 

2. Dezember 2017 (Bg-act. 15) Gelenksganglien in der interkondylären 

Notch mit einer Grösse von maximal 15 x 17 x 21 mm sowie dorsokranial 

des lateralen Femurkondylus mit einer Grösse von maximal 20 x 10 x 23 

mm auf. Bezugnehmend auf diesen Befund führt Dr. med. I._____ ebenfalls 

nachvollziehbar aus, es sei in hohem Masse unwahrscheinlich, dass 

- 28 -

innerhalb von nur dreieinhalb Monaten als Folge einer Kreuzbandzerrung 

Ganglionkonvolute in der beschriebenen Grösse entstanden sein sollten 

(Bg-act. 77 Ziff. 3). In Übereinstimmung mit Dr. med. I._____ hielt Dr. med. 

L._____ bereits in seiner Beurteilung vom 28. Juni 2018 (Bg-act. 41) fest, 

dass der im MRI vom 2. Dezember 2017 beschriebene Befund einer 

massiven Retropatellararthrose mit einer Knorpelglatze der lateralen 

Patella Facette sowie einer Zyste interkondylär seines Erachtens 

vorbestehend und beim Ereignis traumatisiert worden sei. Die Operation 

vom 29. Januar 2018 sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

kausal mit dem Ereignis vom 13. August 2017 verknüpft. Dr. med. I._____ 

erklärt sodann auch nachvollziehbar, dass das Unfallereignis nur zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung und nicht zu einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung geführt habe, indem er ausführt, dass beispielsweise 

auch ein Zerreissen der Ganglionzysten möglich gewesen wäre, was 

gemäss MRI nicht der Fall gewesen sei (Bg-act. 108 Frage 4). Im Einklang 

mit seinen Ausführungen liefert der MRI-Befund vom 2. Dezember 2017 

(Bg-act. 15) keine Hinweise darauf. Im Weiteren erklärt Dr. med. I._____, 

dass erst der anschliessende Abstieg über 1000 Höhenmeter zur 

faktischen Dekompensation des Kniegelenks geführt habe und nicht der 

eigentliche Unfall. Denn unmittelbar nach dem Ereignis hätten keine 

Symptome bestanden, da die Beschwerdeführerin bis zur nächsten 

Berghütte noch gut habe weiterlaufen können (Bg-act. 77 Ziff. 2 und Bg-

act. 108 Frage 4). Beim Abstieg in sulzigem Schnee handle es sich um eine 

Extrembelastung, die auch bei weniger arthrotisch veränderten 

Kniegelenken akut Symptome verursachen könne (Bg-act. 108 Frage 4). 

Diese Schlussfolgerung ist anhand der Schilderungen der 

Beschwerdeführerin im Frageblatt zum Unfallhergang vom 5. Dezember 

2017 (Bg-act. 10), wonach der Schnee sulzig, es steil und rutschig 

gewesen sei, sie nach dem Sturz noch gut bis zur Hütte habe weiterlaufen 

- 29 -

können und der folgende Abstieg von 1000 Höhenmeter kaum mehr 

möglich gewesen sei, ebenfalls einleuchtend. 

7.4.2 Die Beurteilungen von Dr. med. I._____ vom 15. Oktober 2018 (Bg-act. 77) 

und vom 3. September 2019 (Bg-act. 108) erfüllen demzufolge die nach 

der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische 

Entscheidgrundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. Erwägung 5.2 

vorstehend). So berücksichtigte er sämtliche medizinischen Vorakten und 

begründete seine Schlussfolgerungen in nachvollziehbarer Weise. 

7.4.3.1 Die Beurteilungen der behandelnden Ärzte vermögen die Einschätzungen 

von Dr. med. I._____ nicht in Frage zu stellen. Nach Ansicht von Dr. med. 

G._____ sind die beklagten Beschwerden eindeutig auf die grossen 

lobulierten zystischen Raumforderungen im Interkondylärraum um die 

beiden Kreuzbänder zurückzuführen. Die Ursache für die Ganglien sieht 

Dr. med. G._____ offenbar im Einreissen des Synovialschlauchs, wenn er 

in seinem Bericht vom 16. Januar 2018 (Bg-act. 54 S. 12) ausführt, nicht 

selten könne bei Kreuzbandzerrungen der Synovialschlauch einreissen 

und es könnten sich in der Folge Ganglien bilden, welche sich zu grösseren 

Raumforderungen entwickeln würden. Dr. med. I._____ setzt sich mit 

dieser ärztlichen Meinung auseinander. Er geht mit Dr. med. G._____ einig, 

dass die Zerrung von Bändern grundsätzlich zu ganglionären 

Neubildungen führen könne (Bg-act. 77 Ziff. 3). Nebst dem Umstand, dass 

die Ganglien seiner Meinung nach bereits aufgrund der Grösse nicht durch 

das Unfallereignis entstanden sein können, begründet er zudem schlüssig 

und nachvollziehbar, dass nach dem Unfallereignis keine solche 

Kreuzbandzerrung vorgelegen habe. So hielt er in seiner Beurteilung vom 

15. Oktober 2018 fest, dass das hintere Kreuzband erst nach dem ersten 

Eingriff MR-tomographisch fassbare Veränderungen aufgewiesen habe 

und in keinem ärztlichen Bericht Hinweise auf eine hintere 

- 30 -

Kreuzbandinsuffizienz vorlägen (Bg-act. 77 Ziff. 3). Der Untersucher des 

MRI vom 16. April 2018, Dr. T._____, habe vergleichend zur 

Voruntersuchung vom 2. Dezember 2017 eine progredienten 

Gelenkserguss, ein durchgängiges vorderes Kreuzband, jedoch ein 

zunehmend aufgetriebenes signalangehobenes hinteres Kreuzband und 

die bereits bekannten, innerhalb des Kreuzbandes verlaufenden Ganglien 

beschrieben (Bg-act. 77 S. 3). Im Einklang mit den Ausführungen von Dr. 

med. I._____ ergibt sich aus dem MRI-Bericht vom 2. Dezember 2017 (Bg-

act. 15) sowie aus dem Operationsbericht vom 31. Januar 2018 (Bg-act. 

19) ein intaktes vorderes und hinteres Kreuzband. Zudem führt Dr. med. 

E._____ in ihrem Bericht vom 22. November 2017 (Bg-act. 7) einen 

negativen Lachmann-Test auf. Ein Einreissen des Synovialschlauchs bzw. 

eine Veränderung am Kreuzband, was Dr. med. G._____ als Ursache der 

Ganglien sieht, ist vor der MRI-Untersuchung vom 16. April 2018 nicht 

aktenkundig. Eine medizinische Begründung für seine Auffassung, dass 

die Ganglien durch den Unfall entstanden sind, und damit für den 

Kausalzusammenhang liegt mangels konkreter auf das Resultat der 

bildgebenden Untersuchung vom 2. Dezember 2017 ausgerichteten 

Argumentation seitens Dr. med. G._____ nicht vor. Im Gegensatz zu Dr. 

med. I._____ setzt sich Dr. med. G._____ denn auch nicht mit den 

Beurteilungen von Dr. med. I._____ auseinander, insbesondere nicht mit 

seinen Aussagen, wonach die Ganglien aufgrund ihrer Grösse 

vorbestehend sein müssen und es zu keiner Kreuzbandschädigung 

gekommen sei. Gleiches gilt für die Einschätzung des RAD-Arztes, welcher 

der Ansicht ist, der Unfall habe wahrscheinlich zu einer Teilläsion des 

vorderen Kreuzbandes geführt mit nachfolgender Ausbildung von Zysten 

(Bf-act. 33). Hinzu kommt, dass Dr. med. G._____ bezüglich Unfallhergang 

in der Anamnese im Bericht vom 16. Januar 2018 (Bg-act. 54) von einer 

Verdrehung des rechten Kniegelenks ausgeht, obwohl sowohl in der 

Unfallmeldung vom 12. Oktober 2017 (Bg-act. 1) als auch im Frageblatt 

- 31 -

zum Unfallhergang vom 5. Dezember 2017 (Bg-act. 10) lediglich von einem 

Sturz bzw. Fallen auf die rechte Seite auf das Knie die Rede ist. Seine 

Beurteilung vom 16. Januar 2018 (Bg-act. 54) ist nach dem Gesagten 

weder plausibel begründet noch einleuchtend.

7.4.3.2 Die übrigen Ärzte machen keine eigentlichen Aussagen zur 

Unfallkausalität, sondern halten lediglich fest, dass die Ganglien für die 

Schmerzen verantwortlich seien. So diagnostizierte Dr. med. N._____, 

Oberarzt Orthopädie Spital F._____, in seinem Sprechstundenbericht vom 

13. Dezember 2017 (Bf-act. 4) symptomatische Gelenksganglien in der 

intraartikulären Notch sowie dorsocranial des lateralen Femurkondylus 

sowie eine wenig symptomatische Retropatellararthrose mit Knorpelglatze 

lateraler Patella-facette und Fissur der medialen Patellafacette. Zudem 

hielt er fest, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ganglion im Bereich 

der interkondylären Notch für die störende endgradige Flexion 

verantwortlich sei. Am 5. Juni 2018 beurteilt Dr. med. O._____, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, postoperativ nach 

Eingriff vom 29. Januar 2018 die persistierende Störung und 

Einschränkung im Alltag mit Stagnation trotz fünfmonatiger konsequenter 

Physiotherapie und beschreibt das mögliche Vorgehen (Bf-act. 15). Auch 

Dr. med. J._____ führt in seinem Bericht vom 3. Juli 2018 (Bg-act. 54) aus, 

die Femoropatellararthrose sei nicht symptomatisch gewesen. Der Eingriff 

vom Januar 2018 sei wegen der Ganglionzyste durchgeführt worden. Beide 

Ärzte Dres. med. N._____ und J._____ äussern sich allerdings nicht dazu, 

ob die Ganglien vorbestehend oder durch das Unfallereignis entstanden 

sind. Allgemein ist festzuhalten, dass keiner der behandelnden Ärzte sich 

mit den schlüssig begründeten Ausführungen von Dr. med. I._____ 

auseinandersetzt, wonach die Ganglien vorbestehend seien und der Unfall 

zu einer Traumatisierung und nur vorübergehenden Verschlimmerung der 

unfallfremden Faktoren, u.a. der Ganglien, geführt habe. Aus dem 

- 32 -

Umstand, dass ein stummer Vorzustand erst nach einem Unfallereignis 

symptomatisch wird, lässt sich jedoch praxisgemäss nicht auf einen 

unfallbedingten anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang 

schliessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 

E.6.1). Somit vermögen auch die Berichte der übrigen behandelnden Ärzte 

die in nachvollziehbarer Weise aufgezeigte Beurteilung und 

Schlussfolgerung von Dr. med. I._____ nicht in Frage zu stellen, zumal sie 

auch keine massgeblichen Kausalitätsaussagen enthalten.

7.4.4 Im Weiteren ist festzuhalten, dass der Einwand der Beschwerdeführerin, 

wonach sie vor dem Unfallereignis vom 13. August 2017 keine 

Kniebeschwerden gehabt habe, zur Begründung der Unfallkausalität nicht 

genügt. Eine solche Argumentation beruht auf der unzulässigen 

Beweisregel „post hoc ergo propter hoc“. So gelten nach gefestigter 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung Beschwerden nicht schon dann als 

durch einen Unfall verursacht, wenn sie nach diesem aufgetreten sind 

(BGE 119 V 335 E.2b/bb; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2018 vom 

29. Juni 2018 E.3.2).

7.4.5 Soweit die Beschwerdeführerin sodann geltend macht, die 

Beschwerdegegnerin habe für die Operation vom 29. Januar 2018 

Kostengutsprache erteilt, weshalb es sich klar um eine unfallbedingte 

Behandlung handle, kann ihr auch in diesem Punkt nicht gefolgt werden. 

Einem Versicherungsträger ist es unbenommen, zunächst Leistungen zu 

erbringen und diese sodann ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- 

oder Revisionsgrund "ex nunc et pro futuro" einzustellen, etwa mit dem 

Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor 

(BGE 130 V 380 E. 2.3.1), oder der Kausalzusammenhang zwischen Unfall 

und dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden sei dahingefallen. 

Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern – wie 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-119-V-335
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-380%3Ade&number_of_ranks=0#page380

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vorliegend (vgl. Verfügung vom 26. Oktober 2018 [Bg-act. 80]) – der 

Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_22/2019 vom 24. September 2019 E.3).

8.1 Nach dem Grundsatz der antizipierten Beweiswürdigung ist auf die 

Abnahme weiterer Beweise zu verzichten, wenn ein bestimmter 

Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist und wenn 

anzunehmen ist, dass weitere Beweismassnahmen an diesem 

feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern können (vgl. BGE 134 I 140 

E.5.3, 124 V 90 E.4b; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. 

Februar 2020 E.3.2.1 aus dem Bereich des 

Arbeitslosenversicherungsrechts). 

8.2. Vorliegend ist der medizinische Sachverhalt – wie aufgezeigt – genügend 

abgeklärt und die medizinischen Berichte lassen eine ausreichende 

Aussage über die Unfallkausalität der geklagten Kniebeschwerden rechts 

über den 28. Januar 2018 hinaus zu. Folglich erübrigt sich in Anwendung 

der antizipierten Beweiswürdigung die von der Beschwerdeführerin 

beantragte Einholung eines unabhängigen Gutachtens, zumal hiervon 

keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. 

9.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus den Akten keine Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der schlüssigen versicherungsinternen 

Beurteilungen des Vertrauensarztes, Dr. med. I._____, vom 15. Oktober 

2018 (Bg-act. 77) und vom 3. September 2019 (Bg-act. 108) ergeben, 

zumal diese insbesondere durch das Ergebnis der bildgebenden 

Untersuchung vom 2. Dezember 2017 (Bg-act. 15 S. 3) und durch die 

übrigen medizinischen Akten gestützt werden. Damit kommt dieser 

vertrauensärztlichen Beurteilung voller Beweiswert zu und die 

Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf abgestellt. Zwischen den über 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-I-140
http://links.weblaw.ch/de/BGE-124-V-90

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den 28. Januar 2018 hinaus geklagten Kniebeschwerden rechts und dem 

Unfallereignis vom 13. August 2017 besteht folglich mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr. 

Demnach wurden anlässlich des Eingriffs vom 29. Januar 2018 auch keine 

Unfallfolgen mehr behandelt, womit die Frage nach einer durch den Eingriff 

vom 29. Januar 2018 erfolgten Gesundheitsschädigung für die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde offen bleiben kann. Die 

Beschwerdegegnerin hat demzufolge zu Recht ihre 

Versicherungsleistungen für das Unfallereignis vom 13. August 2017 per 

28. Januar 2018 mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

eingestellt. Aus diesen Gründen erweist sich der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 9. September 2019 (Bg-act. 109) als rechtens, 

weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

9.2 Da keine unfallbedingten Schädigungen mehr vorliegen, erübrigt sich auch 

die Prüfung einer Integritätsentschädigung. 

10. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 ATSG ist das Verfahren – 

vorbehältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für 

die Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. 

Ein Parteikostenersatz wird der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht 

zugesprochen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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4. [Mitteilungen]