# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a45b71f-78af-585b-ae09-6a4266542419
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-11
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 11.11.2022 WBE.2022.79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2022-79_2022-11-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

 

WBE.2022.79 / ba / we 
ZEMIS [***]; (E.2021.110)  

Art. 66 

 

Urteil vom 11. November 2022 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Busslinger, Vorsitz 

Verwaltungsrichter Clavadetscher 

Verwaltungsrichterin Kiefer 

Gerichtsschreiberin Ahmeti 

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____, von Kosovo   

vertreten durch MLaw Tamara De Caro, Rechtsanwältin, 

Stadtturmstrasse 19, Postfach, 5401 Baden    

 

gegen 

 

  Amt für Migration und Integration Kanton Aargau, Rechtsdienst, 

Bahnhofplatz 3C, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

Entscheid des Amtes für Migration und Integration vom 26. Januar 2022 

  

 - 2 - 

 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

Die Beschwerdeführerin reiste am 1. Juli 2020 zwecks Vorbereitung der 

Eheschliessung in die Schweiz ein, heiratete am 14. August 2020 einen 

Schweizer und erhielt am 25. August 2020 im Rahmen des Familiennach-

zugs eine bis am 31. August 2021 gültige Aufenthaltsbewilligung (Akten 

des Amtes für Migration und Integration [MI-act.] 43, 48, 55). 

 

Am 7. Januar 2021 teilte der Ehemann dem Amt für Migration und Integra-

tion Kanton Aargau (MIKA) mit, dass sich das Ehepaar am 31. Dezember 

2020 getrennt habe und die Beschwerdeführerin aus der ehelichen Woh-

nung ausgezogen sei. Gleichzeitig brachte er zum Ausdruck, dass er 

beabsichtige, sich von der Beschwerdeführerin scheiden zu lassen (MI-

act. 56 f.). In der Folge meldeten auch die zuständigen Einwohnerdienste 

der Gemeinde X. dem MIKA die freiwillige Trennung der Eheleute und den 

Wegzug der Beschwerdeführerin per 31. Dezember 2020 nach Y. (MI-

act. 63 f.).  

 

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte das MIKA am 28. Sep-

tember 2021 die Nichtverlängerung der zwischenzeitlich abgelaufenen Auf-

enthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin und deren Wegweisung aus 

der Schweiz, unter Ansetzung einer Ausreisefrist von 30 Tagen nach 

Rechtskraft der Verfügung (MI-act. 68 f., 99 ff.).  

 

B. 

Gegen die Verfügung des MIKA vom 28. September 2021 erhob die Be-

schwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 29. Oktober 

2021 beim Rechtsdienst des MIKA (Vorinstanz) Einsprache.  

 

Die Vorinstanz erliess am 26. Januar 2022 folgenden Einspracheentscheid 

(act. 1 ff.): 

 

1. 
Die Einsprache wird abgewiesen. 
 
2. 
Es werden keine Gebühren erhoben. 
 
3. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

 - 3 - 

 

 

 

C. 

Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 25. Februar 2022 erhob die Be-

schwerdeführerin beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Verwal-

tungsgericht) Beschwerde und stellte folgende Anträge (act. 9 ff.): 

 

1. 
In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung des Amts für Migration 
und Integration Kanton Aargau vom 28. September 2021 aufzuheben und 
das Amt für Migration und Integration Kanton Aargau sei anzuweisen, die 
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu verlängern. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz. 
 
Prozessualer Antrag 
Die Akten der Vorinstanz seien von Amtes wegen beizuziehen 

 

Die Begründung ergibt sich, soweit erforderlich, aus den nachstehenden 

Erwägungen. 

 

Nach Eingang des Kostenvorschusses (act. 20) verzichtete die Vorinstanz 

auf eine Beschwerdeantwort, beantragte die Abweisung der Beschwerde 

und reichte aufforderungsgemäss die Akten ein (act. 24).  

 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (vgl. 

§ 7 des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; 

SAR 155.200]). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Einspracheentscheide des MIKA können innert 30 Tagen seit Zustellung 

mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (§ 9 

Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 

2008 [EGAR; SAR 122.600]). Beschwerden sind schriftlich einzureichen 

und müssen einen Antrag sowie eine Begründung enthalten; der angefoch-

tene Entscheid ist anzugeben, allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen 

und soweit möglich beizufügen (§ 2 Abs. 1 EGAR i.V.m. § 43 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungs-

rechtspflegegesetz, VRPG; SAR 271.200]). 

 

Die Beschwerdeführerin beantragt mit ihrer Beschwerde die Aufhebung der 

Verfügung des MIKA vom 28. September 2021. Das Verwaltungsgericht 

kann jedoch eine Verfügung des MIKA selbst bei Gutheissung einer Be-

schwerde nicht aufheben. Anfechtungsobjekt ist gemäss § 9 Abs. 1 EGAR 

 - 4 - 

 

 

 

einzig der Einspracheentscheid der Vorinstanz. Auf den entsprechenden 

Antrag ist deshalb nicht einzutreten. 

 

Nachdem aus der Beschwerde hervorgeht, dass sich diese im Übrigen 

gegen den Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 26. Januar 2022 rich-

tet, ist die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben und auf die frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist, unter Beachtung der vor-

stehenden Präzisierung, einzutreten. 

 

2. 

Unter Vorbehalt abweichender bundesrechtlicher Vorschriften oder Best-

immungen des EGAR können mit der Beschwerde an das Verwaltungsge-

richt einzig Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Miss-

brauch des Ermessens, und unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes gerügt werden. Die Ermessensüber-

prüfung steht dem Gericht jedoch grundsätzlich nicht zu (§ 9 Abs. 2 EGAR; 

vgl. auch § 55 Abs. 1 VRPG). Schranke der Ermessensausübung bildet 

das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: MARTINA 

CARONI/THOMAS GÄCHTER/DANIELA THURNHERR [Hrsg.], Stämpflis Hand-

kommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer 

[AuG], Bern 2010, N. 7 zu Art. 96 mit Hinweisen). In diesem Zusammen-

hang hat das Verwaltungsgericht gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung insbesondere zu klären, ob die Vorinstanz die gemäss Art. 96 des 

Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-

tegration vom 16. Dezember 2005 (Ausländer- und Integrationsgesetz, 

AIG; SR 142.20) relevanten Kriterien (öffentliche Interessen, persönliche 

Verhältnisse, Integration) berücksichtigt hat und ob diese rechtsfehlerfrei 

gewichtet wurden (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, a.a.O., N. 9 zu Art. 96). 

Schliesslich ist im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu entscheiden, ob 

die getroffene Massnahme durch ein überwiegendes öffentliches Interesse 

gerechtfertigt erscheint (sog. Verhältnismässigkeit im engeren Sinn). 

 

II. 

1. 

Wie sich aus den folgenden Erwägungen ergibt, hat die Vorinstanz im an-

gefochtenen Einspracheentscheid zutreffend festgestellt, dass die durch 

das MIKA verfügte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Be-

schwerdeführerin und deren Wegweisung aus der Schweiz nicht zu bean-

standen sind (act. 2 ff.). Was die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde 

dagegen vorbringt, deckt sich inhaltlich im Wesentlichen mit ihren Vor-

bringen im vorinstanzlichen Einspracheverfahren (MI-act. 106 ff.) und ver-

mag am zutreffenden Entscheid der Vorinstanz nichts zu ändern. 

 

 - 5 - 

 

 

 

2. 

2.1. 

Aufenthaltsbewilligungen sind befristet und erlöschen mit Ablauf ihrer Gül-

tigkeitsdauer (Art. 33 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG). Spricht jedoch 

nichts gegen eine Bewilligungsverlängerung, wird diese praxisgemäss ver-

fügt. Das AIG enthält keine Bestimmungen, welche die Kriterien für die 

Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung festlegen. Art. 33 Abs. 3 

AIG normiert lediglich, dass eine Aufenthaltsbewilligung verlängert werden 

kann, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen. Wie 

mit Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2021.346 vom 28. März 2022, 

Erw. II/2.1 festgehalten, setzt die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbe-

willigung einen Nichtverlängerungsgrund voraus. Dieser kann entweder in 

einem Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 AIG bestehen oder sich aus 

einer ständigen, rechtsgleich gehandhabten Praxis des MIKA ergeben.  

 

2.2. 

Wird die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung damit begründet, 

dass der Aufenthaltszweck dahingefallen sei, besteht der Nichtverlänge-

rungsgrund darin, dass die betroffene Person eine mit der Bewilligungser-

teilung verbundene Bedingung nicht mehr erfüllt, womit der Widerrufs- bzw. 

Nichtverlängerungsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG erfüllt ist (Entscheid 

des Verwaltungsgerichts WBE.2021.346 vom 28. März 2022, Erw. II/2.2). 

 

2.3. 

Wie jede behördliche Massnahme müssen auch die Nichtverlängerung 

einer Aufenthaltsbewilligung und die gemäss Art. 64 Abs. 1 lit. c AIG damit 

verbundene Wegweisung verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundes-

verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 

[BV; SR 101] und Art. 96 Abs. 1 AIG; vgl. BGE 135 II 377, Erw. 4.3) und 

verlangen folglich nach einer Interessenabwägung unter den Gesichts-

punkten von Art. 96 Abs. 1 AIG. 

 

Da sich die Prüfung der Verhältnismässigkeit der Nichtverlängerung und 

Wegweisung erübrigt, wenn die betroffene Person einen Anspruch auf Er-

teilung einer Bewilligung hat oder ihr ermessensweise eine Bewilligung zu 

erteilen ist, ist die Verhältnismässigkeitsprüfung zunächst zurückzustellen 

und es ist vorab zu klären, ob der betroffenen Person gestützt auf eine An-

spruchs- oder Ermessensbestimmung eine Bewilligung zusteht (zum 

Ganzen Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2021.346 vom 28. März 

2022, Erw. II/2.3 f.). 

 

3. 

In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob ein Nichtverlängerungsgrund vor-

liegt (siehe vorne Erw. 2.1).  

 

 - 6 - 

 

 

 

Die Beschwerdeführerin verfügte aufgrund ihres Aufenthalts als Ehegattin 

eines Schweizer Bürgers ab dem 25. August 2020 über eine abgeleitete 

Aufenthaltsbewilligung. Zulassungsgrund war die Eheschliessung und das 

Zusammenleben in ehelicher Gemeinschaft war Aufenthaltszweck und 

gleichsam Bedingung für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Da 

die Beschwerdeführerin seit dem 31. Dezember 2020 von ihrem Ehemann 

getrennt lebt und keine Aussicht auf Wiedervereinigung besteht (vgl. MI-

act. 61, wo der Ehemann klarstellt, sich scheiden lassen und der Beschwer-

deführerin keine zweite Chance geben zu wollen), wird der Aufenthalts-

zweck bzw. die mit der Bewilligungserteilung verbundene Bedingung nicht 

mehr eingehalten, womit der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG 

erfüllt ist. Nach dem Gesagten steht fest, dass ein Nichtverlängerungs-

grund vorliegt. 

 

4. 

Wie durch die Vorinstanz korrekt ausgeführt wurde, hat die Beschwerde-

führerin infolge der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft sowie des 

weniger als dreijährigen Bestehens der Ehegemeinschaft weder gestützt 

auf Art. 43 Abs. 1 AIG noch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG einen An-

spruch auf Verlängerung ihrer bisherigen bzw. auf Erteilung einer neuen 

Aufenthaltsbewilligung (act. 3 f.). 

 

5. 

5.1. 

Wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht, sind auch die Aus-

führungen der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin aus Art. 50 

Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufent-

haltsbewilligung ableiten kann (act. 4 ff.), nicht zu beanstanden.  

 

5.2. 

5.2.1. 

Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG besteht ein Anspruch auf Erteilung einer 

Aufenthaltsbewilligung und deren Verlängerung im Rahmen eines nach-

ehelichen Härtefalls, wenn wichtige persönliche Gründe vorliegen, die 

einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, bzw. wenn 

dem betroffenen Ehegatten aufgrund seiner Ausreiseverpflichtung eine 

besondere Härte widerfahren würde.  

 

5.2.2. 

5.2.2.1. 

Die Anspruchsregelung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG kommt zum Tragen, 

wenn die anrechenbare eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre 

gedauert hat und/oder die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht er-

füllt sind (womit ein Anspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ausser 

Betracht fällt), jedoch aufgrund der gesamten Umstände ein nachehelicher 

Härtefall vorliegt. Dies ist dann der Fall, wenn es für den nachgezogenen 

 - 7 - 

 

 

 

Ehegatten aufgrund der Umstände eine unzumutbare Härte darstellen 

würde, müsste er die Schweiz nach Auflösung der Ehegemeinschaft wieder 

verlassen. Der Härtefall muss sich aus der Lebenssituation der betroffenen 

Person nach der Auflösung der Ehe und dem Dahinfallen der gestützt auf 

die Ehe erteilten Anwesenheitsberechtigung ergeben. Gemäss Art. 50 

Abs. 2 AIG können wichtige persönliche Gründe, die einen weiteren Auf-

enthalt in der Schweiz erforderlich machen – d.h. einen nachehelichen Här-

tefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG begründen – namentlich dann 

vorliegen, wenn der nachgezogene Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt ge-

worden ist oder dieser die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder 

die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet 

erscheint. Rechtsprechungsgemäss kann darüber hinaus insbesondere 

auch der Tod des nachziehenden Ehegatten oder die Beziehung zu einem 

anwesenheitsberechtigten gemeinsamen Kind dazu führen, dass dem 

nachgezogenen Ehegatten ein nachehelicher Härtefall zu attestieren ist 

(eingehend zum Ganzen Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2020.401 vom 27. Juni 2022, Erw. II/5.3.2.1 unter Verweis auf das 

Urteil des Bundesgerichts 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011, Erw. 3.1). 

 

5.2.2.2. 

Bei der Beurteilung, ob wichtige Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b 

AIG vorliegen, sind insbesondere die Konkretisierungen in Art. 31 der Ver-

ordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 

2007 (VZAE; SR 142.201) zu beachten. Diese Bestimmung umschreibt in 

allgemeiner Form, dass bei Vorliegen eines schwerwiegenden persön-

lichen Härtefalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann. Sie be-

zieht sich gemäss Klammerverweis im Titel sowohl auf Art. 14 des Asylge-

setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) als auch auf den Anwen-

dungsbereich des AIG (Art. 30 Abs. 1 lit. b, Art. 50 Abs. 1 lit. b und Art. 84 

Abs. 5 AIG). In Art. 31 Abs. 1 VZAE werden folgende zu berücksichtigende 

Kriterien aufgelistet: 

 

- die Integration anhand der Kriterien von Art. 58a Abs. 1 AIG (Beach-

tung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Respektierung der Werte 

der Bundesverfassung, Sprachkompetenzen und Teilnahme am Wirt-

schaftsleben oder am Erwerb von Bildung; Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE), 

- die familiären Verhältnisse unter besonderer Beachtung des Zeitpunkts 

der Einschulung und der Dauer des Schulbesuchs der Kinder (lit. c), 

- die finanziellen Verhältnisse (lit. d), 

- die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz (lit. e), 

- der Gesundheitszustand (lit. f) und  

- die Möglichkeiten der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (lit. g). 

 

Die Kriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 VZAE beziehen sich einerseits auf här-

tefallbegründende Umstände und andererseits auf Aspekte des öffent-

 - 8 - 

 

 

 

lichen Interesses, die der Erteilung einer Härtefallbewilligung entgegen-

stehen können. Mit Blick auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sind nur die härtefall-

begründenden bzw. privaten Interessen massgebend, da es lediglich um 

die Frage geht, ob wichtige persönliche Gründe vorliegen, die einen weite-

ren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen und somit einen An-

spruch auf Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung und deren Ver-

längerung begründen. Besteht ein Anspruch im Sinne von Art. 50 Abs. 1 

lit. b AIG und liegen keine Erlöschensgründe im Sinne von Art. 51 Abs. 2 

AIG vor, ist die Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich zu erteilen bzw. zu 

verlängern (Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2016.545 vom 8. Mai 

2018, Erw. II/3.1.2). 

 

5.3. 

5.3.1. 

Vorab ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte dafür 

vorliegen, dass die Beschwerdeführerin die Ehe nicht aus freiem Willen ge-

schlossen hätte oder Opfer ehelicher Gewalt geworden wäre, und sie sol-

ches auch nicht geltend macht (act. 5), weshalb sich weitere Ausführungen 

hierzu erübrigen. 

 

5.3.2. 

Wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat, ist sodann auch ein nachehe-

licher Härtefall aufgrund einer fortgeschrittenen Integration der Beschwer-

deführerin in der Schweiz oder aufgrund einer starken Gefährdung der so-

zialen Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin im Kosovo zu vernei-

nen (act. 5 ff.).  

 

Die Beschwerdeführerin hat während ihres gut zweijährigen Aufenthalts in 

der Schweiz ein Praktikum im Bereich Pflege und Betreuung absolviert und 

ist derzeit als Pflegehelferin in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im 

Vollzeitpensum beschäftigt (MI-act. 90 f., 153). Sie hat mindestens einen 

Deutschkurs auf dem Referenzniveau A2 besucht und sich für weitere 

Deutschkurse angemeldet (MI-act. 92 ff., 154 f.; act. 17). Demnach hat sich 

die Beschwerdeführerin mit Blick auf ihre Aufenthaltsdauer in sprachlicher 

wie auch in beruflicher Hinsicht im zu erwartenden Mass integriert, während 

sich ihre soziale Integration aufgrund der Akten nicht verlässlich beurteilen 

lässt. Eine derart ausgeprägte Integration und mithin starke Verwurzelung 

in der Schweiz, dass infolgedessen ihr weiterer Verbleib angezeigt wäre, 

ist der Beschwerdeführerin allerdings nicht zu attestieren. Die Beschwer-

deführerin bringt denn auch nichts Substanziiertes vor, das gegen diese 

Beurteilung sprechen würden.  

 

Ebenso wenig ist davon auszugehen, dass die soziale Wiedereingliede-

rung der Beschwerdeführerin – die im Kosovo aufgewachsen und soziali-

siert worden ist und dort nach unbestritten gebliebener Feststellung der 

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Vorinstanz ein Studium absolviert hat – bei einer Rückkehr in ihr Herkunfts-

land ernsthaft gefährdet wäre.  

 

Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, dass 

ihre Heirat zu einem grossen Zerwürfnis mit ihrer Familie – insbesondere 

der Familie aufseiten ihres verstorbenen Vaters – geführt habe. Sie könne 

deshalb, aber auch aus Platzgründen und finanziellen Gründen, nicht mehr 

zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern ins Haus ihrer Grosseltern väter-

licherseits zurückkehren (MI-act. 109; act. 12). Ohne familiäres oder 

anderes finanzielles "Back-Up" sei sie als alleinstehende, geschiedene 

Frau im Kosovo verloren. Die staatlichen Wohlfahrtseinrichtungen seien 

schwach und korrupt, Frauen und Mädchen würden systematisch diskrimi-

niert (MI-act. 110; act. 13). 

 

Wird eine Gefährdung der Wiedereingliederung im Herkunftsland geltend 

gemacht, trifft die ausländische Person bei der Feststellung des entspre-

chenden Sachverhalts eine weitreichende Mitwirkungspflicht. Wie bereits 

die Vorinstanz richtig festgehalten hat, genügen allgemeine Hinweise nicht, 

sondern muss die befürchtete Beeinträchtigung im Einzelfall aufgrund der 

konkreten Umstände nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden 

(BGE 138 II 229, Erw. 3.2.3; Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2020.170 vom 23. November 2020, Erw. II/4.3.5.3). Entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin ändert daran auch nichts, dass im Ver-

waltungsverfahren die "Offizialmaxime" (gemeint ist wohl die Untersu-

chungsmaxime) gilt: Die behördliche bzw. gerichtliche Pflicht zur Ermittlung 

des relevanten Sachverhalts wird relativiert durch die Mitwirkungspflicht der 

Parteien, welche die rechtserheblichen Tatsachen von sich aus darzulegen 

und soweit möglich zu belegen haben (§ 23 VRPG; Art. 90 AIG). Geht es 

um Tatsachen und Beweismittel, von denen die Partei bessere Kenntnis 

bzw. zu denen sie besseren Zugang als die Behörden hat, akzentuiert sich 

die parteiliche Mitwirkungspflicht gegenüber der behördlichen Untersu-

chungspflicht. Dies betrifft namentlich persönliche Umstände einer Partei, 

wie etwa ihre familiäre Situation oder ihre persönlichen Verhältnisse im Hei-

matland (MARTINA CARONI/NICOLE SCHEIBER/CHRISTA PREISIG/MARGARITE 

ZOETEWEIJ [Hrsg.], Migrationsrecht, 4. Aufl., Bern 2018, S. 140). Anzumer-

ken bleibt, dass es sich bei wichtigen persönlichen Gründen im Sinne von 

Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, wie sie die Beschwerdeführerin geltend macht, um 

eine rechtsbegründende Tatsache handelt, hinsichtlich derer sie als Partei 

objektiv beweisbelastet ist, mithin die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen 

hat (vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 

1907 [ZGB; SR 210]). 

 

Die zu Gunsten der Beschwerdeführerin mit deren Vorbringen in der Be-

schwerde angenommene fehlende Unterstützung durch ihre Familie im Fall 

einer Rückkehr in den Kosovo, dürfte ihre soziale Wiedereingliederung im 

Kosovo erschweren, lässt diese indes nicht als stark gefährdet erscheinen. 

 - 10 - 

 

 

 

Dies umso weniger, als der heute 23-jährigen Beschwerdeführerin auf-

grund ihres Studiums im Kosovo sowie ihrer in der Schweiz gesammelten 

Berufserfahrung im Pflegebereich in beruflicher und wirtschaftlicher Hin-

sicht überdurchschnittlich gute Reintegrationschancen zu attestieren sind. 

Ihr kann daher nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, ihre soziale 

Wiedereingliederung sei insbesondere auch mangels Verdienstmöglich-

keiten oder sonstiger Einkommensquellen gefährdet. Dass der Beschwer-

deführerin bei der sozialen Wiedereingliederung im Kosovo jenseits ihrer 

eigenen Familie weitere konkrete Hindernisse entgegenstehen würden, hat 

die Beschwerdeführerin nicht substanziiert dargetan. Dies entgegen ihrer 

Mitwirkungspflicht (siehe oben) und obschon bereits die Vorinstanz festge-

stellt hat, dass ihre generellen Ausführungen zur Situation von Frauen in 

der kosovarischen Gesellschaft und zur dortigen Wirtschaftslage nicht ge-

nügen, um eine konkrete Gefährdung ihrer sozialen Wiedereingliederung 

im Kosovo darzutun (act. 6). 

 

5.3.3. 

Auch sonst sind keine Anhaltspunkte aus den Akten ersichtlich oder wer-

den substanziiert geltend gemacht, welche für die Annahme wichtiger per-

sönlicher Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG i.V.m. 

Art. 31 Abs. 1 VZAE sprechen würden. 

 

6. 

Unter den dargelegten Umständen ist sodann nicht zu beanstanden, wenn 

die Vorinstanz die Erteilung einer Härtefallbewilligung im Sinne von Art. 30 

Abs. 1 lit. b AIG verneint (act. 7). Liegen keine wichtigen persönlichen 

Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor und werden bei der Prüfung dieser 

Frage die Kriterien gemäss Art. 31 VZAE berücksichtigt, liegt regelmässig 

auch kein schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 

Abs. 1 lit. b AIG vor. Es sind denn auch keine Umstände ersichtlich oder 

werden vorgebracht, die unabhängig von der Ehe auf das Bestehen einer 

solchen Härtefallsituation hindeuten würden. 

 

7. 

Erweist sich unter Berücksichtigung der Kriterien von Art. 31 VZAE, dass 

bei einer ausländischen Person nach Wegfall ihres abgeleiteten Bewilli-

gungsanspruchs zwecks Verbleibs beim (früheren) Ehegatten weder ein 

nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG noch ein 

schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b 

AIG vorliegt, ist damit gleichsam erstellt, dass das private Interesse der be-

troffenen Person an einem weiteren Verbleib in der Schweiz das öffentliche 

Interesse an der Beendigung ihres Aufenthalts nach Auflösung der anwe-

senheitsberechtigenden Ehegemeinschaft nicht aufzuwiegen vermag. Dies 

gilt auch in jenen Fällen, in denen sich das öffentliche Interesse in migra-

tionsregulatorischen Überlegungen erschöpft (vgl. zum Ganzen Art. 31 

 - 11 - 

 

 

 

Abs. 1 VZAE mit Art. 96 Abs. 1 AIG; Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2021.84 vom 12. August 2021, Erw. II/5). 

 

Im Rahmen der vorstehenden Erwägungen wurde unter Berücksichtigung 

der Kriterien von Art. 31 VZAE festgestellt, dass bei der Beschwerde-

führerin, die ihren abgeleiteten Bewilligungsanspruch zwecks Verbleibs bei 

ihrem Ehemann verloren hat, weder ein nachehelicher Härtefall noch ein 

schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt. Damit steht fest, dass die 

Nichtverlängerung der bisherigen sowie die Verweigerung einer neuen Auf-

enthaltsbewilligung und die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der 

Schweiz auch vor dem Gebot der Verhältnismässigkeit standhalten. Auf 

eine erneute Darlegung und detaillierte Bemessung der zu berücksichtigen-

den Interessen kann unter diesen Umständen verzichtet werden. 

 

8. 

Hinsichtlich der Prüfung, ob die Verweigerung des weiteren Aufenthalts der 

Beschwerdeführerin in der Schweiz und die damit verbundene Wegwei-

sung vor Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; SR 0.101) standhalten, 

kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(act. 7). Eine Verletzung von Art. 8 EMRK ist nicht ersichtlich und wird auch 

nicht behauptet. Dies namentlich auch nicht im Hinblick auf die Beziehung 

der Beschwerdeführerin zu ihrem Onkel, welcher sie anlässlich ihres Aus-

zugs aus der ehelichen Wohnung offenbar dort abgeholt hat (MI-act. 56). 

 

9. 

Schliesslich ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine Hinweise er-

sichtlich sind, wonach der Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 83 

AIG unzulässig, unmöglich oder unzumutbar sein könnte (act. 7). Die Be-

schwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde denn auch keine Vollzugshin-

dernisse geltend.  

 

10. 

Zusammenfassend steht fest, dass die Nichtverlängerung der bisherigen 

sowie die Verweigerung einer neuen Aufenthaltsbewilligung und die Weg-

weisung der Beschwerdeführerin gemäss nationalem Recht nicht zu bean-

standen sind und vor Art. 8 EMRK standhalten. Nachdem auch dem Voll-

zug der Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen, ist der Entscheid 

der Vorinstanz nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. 

 

11. 

Die Beschwerdeführerin offeriert in ihrer Beschwerde ein "Consulting" des 

Staatssekretariats für Migration (SEM) zur Rückkehr von geschiedenen 

Frauen in den Kosovo als Beweis (act. 13). Diesbezüglich ist festzuhalten, 

dass es dem Verwaltungsgericht freisteht, im Rahmen einer antizipierten 

 - 12 - 

 

 

 

Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten, wenn 

dies zur Abklärung des Sachverhalts nicht notwendig erscheint (vgl. 

BGE 136 I 229, Erw. 5.3; BGE 134 I 140, Erw. 5.3; Aargauische Gerichts- 

und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2008, S. 312, Erw. 3.1, und 2004, 

S. 154, Erw. 1a, je mit Hinweisen). Wie bereits festgestellt (vorne 

Erw. 5.3.2), hat die bezüglich des Vorliegens wichtiger persönlicher Gründe 

im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG objektiv beweisbelastete und im Rah-

men ihrer Mitwirkungspflicht subjektiv beweisführungspflichtige Beschwer-

deführerin nicht annähernd substanziiert dargelegt, dass und inwiefern ihre 

soziale Wiedereingliederung im Kosovo aufgrund der dort herrschenden 

gesellschaftlichen Verhältnisse konkret gefährdet wäre. In diesem Sinne 

ergibt sich die Interessenlage der Beschwerdeführerin vollumfänglich aus 

den Akten und bestehen keine Unklarheiten hinsichtlich des rechtserheb-

lichen Sachverhalts, welche eine Konsultation des SEM hinsichtlich der 

Rückkehr geschiedener Frauen in den Kosovo erforderlich erscheinen 

lassen würden. Dass sich die Sachlage aufgrund des offerierten Beweises 

anders präsentieren würde, als sie aus den Akten hervorgeht und den vor-

liegenden Erwägungen zu Grunde liegt, und demzufolge zu einem anderen 

Entscheid führen würde, ist nicht ersichtlich. Auf die Abnahme des offerier-

ten Beweises wird daher verzichtet. 

 

III. 

Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrenskosten nach Massgabe 

des Obsiegens und Unterliegens auf die Parteien verlegt (§ 31 Abs. 2 

VRPG). Nachdem die Beschwerdeführerin unterliegt, gehen die Kosten des 

verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu ihren Lasten. Ein Parteikostener-

satz fällt ausser Betracht (§ 32 Abs. 2 VRPG). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2.  

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 1'200.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 188.00, gesamthaft Fr. 1'388.00, sind von der Beschwerdeführerin 

zu bezahlen. 

 

3.  

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

 - 13 - 

 

 

 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin (Vertreterin, im Doppel) 

die Vorinstanz (mit Rückschein) 

das Staatsekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung 

 

Migrationsrechtliche Entscheide können wegen Verletzung von Bundes-

recht, Völkerrecht, kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie inter-

kantonalem Recht innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, soweit nicht eine 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 lit. c des Bundesgesetzes über das Bun-

desgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) 

vorliegt. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach 

Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und 

mit 2. Januar. Das Bundesgericht tritt auf Beschwerden nicht ein, wenn 

weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch auf die in 

Frage stehende Bewilligung einräumt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_694/2008 vom 25. September 2008). 

 

In allen anderen Fällen können migrationsrechtliche Entscheide wegen 

Verletzung von verfassungsmässigen Rechten innert 30 Tagen seit Zustel-

lung mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde beim Schweize-

rischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden. 

 

Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu 

ändern sei, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der ange-

fochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind 

beizulegen (Art. 82 ff. BGG bzw. Art. 113 ff. BGG). 

 

 
 

   

Aarau, 11. November 2022 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Busslinger Ahmeti