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**Case Identifier:** 9c5be1e5-ca3d-522e-851a-d621bd1490ab
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2014 200 2013 755
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-755_2014-04-08.pdf

## Full Text

200 13 755 UV und
200 13 776 UV (2)
STC/REL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. April 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Renz

SWICA Krankenversicherung AG 
Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdeführerin

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer 

gegen

Basler Versicherung AG 
Hauptsitz, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 8. August 2013 (29/025215/11.2)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, UV/13/755, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 1. Juli 2001 bei der D.________ AG als … angestellt und über 
diesen Arbeitgeber bei der Basler Versicherung AG (Basler bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-
berufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert (Antwortbeilage der Bas-
ler [AB] 82).

Am 29. April 2011 erhielt der Versicherte beim Fussballspiel einen Ellenbo-
genschlag ins Gesicht (Nase [AB 81]) und war in der Folge einige Tage zu 
100 % und später teilweise arbeitsunfähig (AB 80 und AB 63). Die Basler 
holte verschiedene medizinische Unterlagen ein und stellte mit formloser 
Mitteilung vom 7. September 2012 die bisher erbrachten Therapien (insb. 
Physiotherapie) per 14. Juni 2012 ein (AB 62). Mit dieser Meldung zeigte 
sicher der Versicherte mit Schreiben vom 14. September 2012 nicht ein-
verstanden und verlangte den Erlass einer anfechtbaren Verfügung 
(AB 61). Mit Verfügung vom 5. Oktober 2012 verneinte die Basler die Un-
fallkausalität der noch bestehenden Beschwerden zum Unfall vom 29. April 
2011 und verfügte die Einstellung der erbrachten Leistungen per 14. Juni 
2012 (AB 59-60).

Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 14. Oktober 2012 
(AB 55-58) und diejenige des zuständigen Krankenversicherers SWICA 
Krankenversicherung AG (SWICA bzw. Beschwerdeführerin) vom 18. Ok-
tober 2012 (AB 53-54) wies die Basler – nach Einholen eines neurologi-
schen Aktengutachtens (AB 37-42) und weiteren medizinischen Akten – mit 
Entscheid vom 8. August 2013 ab (AB 4-6).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben sowohl die SWICA am 2. Sep-
tember 2013 (Verfahren UV/2013/755), als auch der Versicherte – vertreten 

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durch die B.________, Rechtsanwalt lic. iur. E.________ – am 10. Sep-
tember 2013 (Verfahren UV/2013/776) Beschwerde. Die Beschwerdeführe-
rin beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides, die Erstellung 
eines gerichtlichen Gutachtens sowie eventualiter die Rückweisung der 
Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Erstellung eines externen Gut-
achtens. Der Beschwerdeführer beantragte ebenfalls, dass der Einspra-
cheentscheid aufzuheben sei, dass die Beschwerdegegnerin die gesetzli-
chen Leistungen zu erbringen habe und dass die Sache eventualiter zur 
Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen und neuer Beurteilung der 
Leistungspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei.

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. September 2013 vereinigte die 
Instruktionsrichterin die Verfahren UV/2013/755 und UV/2013/776. 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin – vertreten durch Rechtsanwalt C.________ – die Ab-
weisung der beiden Beschwerden. 

Mit Replik vom 23. Dezember 2013 bzw. vom 20. Januar 2014 sowie Du-
plik vom 25. Februar 2014 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren 
fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführenden sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 

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Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zu-
ständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 
23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 8. August 
2013 (AB 4-6). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf (weitere) Leistungen der Unfallversicherung und dabei insbesonde-
re, ob die über den 14. Juni 2012 weiterhin geklagten Beschwerden (Kopf-
schmerzen) in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zum Ereignis vom 29. April 2011 stehen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-

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menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheit-
lichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.5

2.5.1 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

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ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.4) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren 
Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um ei-
nen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-
sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 
UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit 
den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c 
S. 384). 

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog 
der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 
E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu 
gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist:

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- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der vor-
stehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen 
und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht entscheidend ist, 
ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder psychischer Na-
tur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5d aa S. 364 und E. 6a S. 367; 
RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). Voraussetzung 
für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen Beschwer-
den aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Be-
schwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein 
komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 S. 48 E. 3b).

2.5.2 Diese Rechtsprechung betrifft nicht nur „klassische“ Schleuder-
traumen (d.h. Beschleunigungsmechanismen der Halswirbelsäule ohne 
Kopfanprall mit der Diagnose einer Distorsion der Halswirbelsäule bzw. des 
Nackens), sondern auch „äquivalente“ Unfallmechanismen, wenn es zum 
Kopfanprall mit Abknickung der Halswirbelsäule kommt. Voraussetzung ist 
jedoch, dass Beeinträchtigungen bestehen, die zum typischen Beschwer-
debild eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule (vgl. BGE 117 V 359 
E. 4b S. 360) gehören (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a). Auch wenn und 
soweit sich die Folgen eines Schädel-Hirntraumas mit jenen eines Schleu-
dertraumas der Halswirbelsäule vergleichen lassen, rechtfertigt es sich, die 
zu Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Recht-
sprechung sinngemäss anzuwenden (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 
2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3). Erreicht ein allfälliges Schädel-Hirntrauma höchs-
tens den Schweregrad einer Commotio cerebri nicht im Grenzbereich zu 
einer Contusio cerebri, so genügt dies grundsätzlich nicht für die Anwen-
dung der Schleudertrauma-Praxis (SVR 2008 UV Nr. 35 S. 135 E. 4.1.3).

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3.

3.1 Gestützt auf die konstanten Ausführungen des Beschwerdeführers 
ist davon auszugehen, dass er am 29. April 2011 im Rahmen eines Fuss-
ballspiels einen Schlag mit dem Ellenbogen eines Gegenspielers ins Ge-
sicht erhalten hat. Dabei handelt es sich um einen Unfall im Rechtssinne 
(vgl. E. 2.1 vorstehend). Die Beschwerdegegnerin hat denn in der Folge 
auch verschiedene Versicherungsleistungen erbracht.

3.2 Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem be-
sagten Unfall – weiterhin einen Anspruch auf Leistungen der obligatori-
schen Unfallversicherung für die noch bestehenden Beschwerden über den 
von der Beschwerdegegnerin verfügten Fallabschluss per 14. Juni 2012 
(AB 59) hinaus hat. Dabei ist zu prüfen, ob die geklagten gesundheitlichen 
Beschwerden in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 29. April 2011 stehen. Die 
massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgen-
de Bild:

3.2.1 Die erstbehandelnden Ärzte der Klinik F.________, Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, und Dr. med. 
I.________ diagnostizierten in ihrem Bericht vom 3. Mai 2011 über die 
Hospitalisation vom 1. bis zum. 2. Mai 2011 (AB 85-86) eine Präsynkope 
multifaktoriell, differentialdiagnostisch im Rahmen einer Commotio cerebri, 
Alkohol und Dehydration, rhythmogen. Der Beschwerdeführer sei von der 
Sanitätspolizei auf den Notfall zugewiesen worden, weil er während eines 
Spaziergangs plötzlich Schwindel, Nausea und ein Ohnmachtsgefühl ver-
spürt habe. Eine Bewusstlosigkeit sei nicht aufgetreten. Nach kurzer Erho-
lung sei es erneut zu einer Präsynkope gekommen. Die Schwindelepisoden 
beurteilten die Fachärzte am ehesten im Rahmen einer leichten Commotio 
cerebri nach einem Ellenbogenschlag frontal über die Nase vor zwei Tagen 
beim Fussballspielen, im Rahmen des Alkoholgenusses bei möglicher 
leichter Dehydration oder im Rahmen einer rhythmogenen Ursache. Die 
veranlasste Echokardiographie habe einen Normalbefund gezeigt. Der Be-
schwerdeführer habe in gutem Allgemeinzustand nach Hause austreten 
können.

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3.2.2 Anlässlich der ambulanten Untersuchung vom 6. Mai 2011 hielten 
Dr. med. H.________ und der Assistenzarzt Dr. med. J.________ im Be-
richt vom selben Tag (AB 83-84) die Hauptdiagnose einer Commotio cere-
bri fest. Bei Beschwerdepersistenz nach dem Austritt am Montag zuvor und 
bei obengenannter Anamnese und den erhobenen Befunden sähen sie die 
beschriebene Symptomatik im Rahmen einer prolongierten Commotio ce-
rebri. Computertomographisch habe eine intrakranielle Hämorrhagie aus-
geschlossen werden können. Es wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 9. Mai 2011 attestiert.

3.2.3 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizier-
te in seinem Bericht vom 7. Oktober 2011 (AB 76-77) ein postcommotionel-
les Syndrom. Der neurologische Status und das EEG seien unauffällig und 
der Beschwerdeführer zeige die typischen Symptome eines postcommotio-
nellen Syndroms. Es bestehe weiterhin eine reduzierte Arbeitsfähigkeit von 
etwa 35 % und der Beschwerdeführer sei angehalten worden, sich langsam 
wieder sportlich zu betätigen (S. 2).

3.2.4 Im Bericht vom 31. Juli 2012 (AB 65) zu Handen der Beschwerde-
gegnerin führte der Neurologe Dr. med. K.________ als Diagnose ein post-
commotionelles Syndrom auf. Der Beschwerdeführer habe initial über 
Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen geklagt, inzwischen zeige 
sich eine deutliche Regredienz, gelegentlich beständen noch Nackenver-
spannungen. Objektiv hätten in der klinisch-neurologischen Untersuchung 
keine fokal-neurologischen Defizite gefunden werden können. Ob gewisse 
psychische Komponenten auch noch vorlägen, könne nicht sicher evaluiert 
werden, da auch eine gewisse Überlagerung mit cervicogenen Kopf-
schmerzen, die nicht unfallrelevant seien, nicht abschliessend beantwortet 
werden könne. Der Beschwerdeführer arbeite inzwischen praktisch wieder 
voll.

3.2.5 Dr. med. L.________, Facharzt für Radiologie, führte jeweils ein 
MRI der Halswirbelsäule, des cervico-cervikalen Übergangs und des Schä-
dels durch und hielt in seinem entsprechenden Bericht vom 15. Januar 
2013 (AB 51-52) fest, dass sich die intrakraniellen Strukturen regelrecht 
darstellten und die Funktionsaufnahmen Zeichen einer Instabilität im Kopf-
gelenk, vermutlich bedingt durch eine Überdehnung der stabilisierenden 

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Bänder zeige. Strukturveränderungen der Kopfgelenkbänder und der 
Membranen oder eine Pathologie in den Segmenten C2-Th4 bzw. intraspi-
nal seien allerdings nicht nachweisbar.

3.2.6 Der neurologische Gutachter, Dr. med. M.________, Facharzt für 
Neurologie, fasste in seinem Aktengutachten vom 23. April 2013 (AB 37-
42) die vorliegenden Akten zusammen und führte gestützt darauf aus, dass 
bis auf den vorbestehenden episodischen Spannungskopfschmerz anhand 
der Akten keine aktuell noch bestehende neurologische Diagnose gestellt 
werden könne (S. 5 Ziff. III.2). Bei diesen episodischen Spannungskopf-
schmerzen handle es sich um eine primäre (unfallfremde) Kopfschmerz-
form mit eigenständiger Dynamik (Ziff. III.3). Nach der echtzeitlichen Do-
kumentation habe weder eine Bewusstlosigkeit noch eine Amnesie oder 
eine anderweitige qualitative Bewusstseinsveränderung bestanden, wes-
halb weder nach den heute etablierten noch nach den weiter gefassten 
Kriterien eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) diagnostiziert 
werden könne (S. 4). Aus heutiger Sicht seien die sich durch die Akten zie-
henden Diagnosen einer Commotio cerebri (Hirnerschütterung) bzw. post-
commotionelle Beschwerden aus fachlicher Sicht nicht haltbar. Bei kriti-
scher Betrachtung könne retrospektiv lediglich eine stattgehabte Prellung 
des Gesichtsschädels (Nase bzw. Kinn) nachvollzogen werde. Prellungen 
heilten in aller Regel innerhalb weniger Tage bzw. längstens innerhalb von 
wenigen Wochen vollständig aus. Die unfallzeitpunktnah angefertigte CCT 
zeige entsprechend auch keine traumatischen Läsionen, weder knöchern 
noch im Bereich des Gehirns. Eine ergänzende MRI vom 15. Januar 2013 
sei ebenfalls unauffällig und neurologische Ausfälle hätten in keinem Zeit-
punkt bestanden. Bereits vor dem Unfall habe der Beschwerdeführer unter 
episodischen Spannungskopfschmerzen gelitten, die auch die zuletzt do-
kumentierten Beschwerden im Wesentlichen abbildeten. Zusätzlich würden 
zudem psychogene Einflüsse oder eine zervikogene Überlagerung disku-
tiert, wobei in der echtzeitlichen Dokumentation keine posttraumatische 
Bewegungseinschränkung der HWS vorgelegen habe. Im Ergebnis könn-
ten die heute offenbar noch geklagten Beschwerden aus neurologischer 
Sicht nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal beurteilt wer-
den (S. 5).

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3.2.7 N.________, behandelnder Chiropraktor, hielt in seinem Bericht 
vom 29. Mai 2013 (AB 25) einen Status nach postcommotionellem Cer-
vicalsyndrom und eine Commotio als Diagnosen fest (Ziff. 3). Die Frage 
„Stehen die geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in Zusammenhang zum Unfall vom 29.04.2011?“ beantwortete er mit „Ja“ 
und verlangte ein neurologisches Konsilium.

3.2.8 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. O.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 
17. Mai 2013 (AB 24) ein postcommotionelles Syndrom und ein Status 
nach HWS-Distorsion. Er hielt fest, dass die noch bestehenden Beschwer-
den mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang zum Unfall 
vom 29. April 2011 stünden und der Beschwerdeführer typische Nachwir-
kungen nach Commotio cerebri und cervicocephalem Trauma zeige.

3.2.9 Prof. Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 24. Mai 2013 (AB 22-23) ein 
postcommotionelles Syndrom mit u.a. vegetativer Symptomatik und einen 
Status nach HWS-Distorsion. Die von ihm festgestellten Symptome pass-
ten zu diesen Diagnosen und seien typische Folgen, die auch lange nach 
dem Unfall noch bestehen bleiben könnten. Auch beim Beschwerdeführer 
seien diese Symptome als Unfallfolgen anzusehen, da sie ja direkt seit dem 
Unfall bestünden.

3.2.10 In seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2013 (AB 15-16) hielt 
Dr. med. M.________ fest, dass er mangels neuer neurologischer Aspekte 
zu keinem anderen Ergebnis komme, als im Gutachten vom 23. April 2013 
(AB 37-42) festgehalten wurde. Die behandelnden Ärzte gingen weiterhin 
fälschlicherweise von einer stattgehabten Commotio Cerebri bzw. MTBI 
aus. Auch eine stattgehabte HWS-Distorsion könne er nicht nachvollzie-
hen. Die bildgebenden Befunde zeigten keine strukturellen traumatischen 
Veränderungen. Dr. med. M.________ hielt deshalb an seinen Feststellun-
gen vom 23. April 2013 (AB 34-42) fest (S. 2).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

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ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in dem hier angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 8. August 2013 (AB 4-6) hauptsächlich auf das Gut-
achten des Neurologen Dr. med. M.________ vom 23. April 2013 (AB 37-
42) und dessen Ergänzung vom 12. Juni 2013 (AB 15-16) gestützt. Dieser 
Aktenbericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.3 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). Dr. med. M.________ hat gestützt auf die medizinischen 
Akten einleuchtend und nachvollziehbar begründet, weshalb in neurologi-
scher Hinsicht retrospektiv lediglich eine Prellung des Gesichtsschädels 
nachvollzogen werden kann. Weder nach den heute etablierten Kriterien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, UV/13/755, Seite 13

der EFNS (European Federation of Neurological Societies) noch nach den 
weiter gefassten Kriterien des American Congress of Rehabilitation kann 
eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) diagnostiziert werden, 
wenn sich – wie vorliegend beim Beschwerdeführer – aus der echtzeitli-
chen Dokumentation ergebe, dass weder eine Bewusstlosigkeit noch eine 
Amnesie oder eine anderweitige qualitative Bewusstseinsveränderung be-
standen habe, und die unfallzeitpunktnah angefertigte CCT keine traumati-
schen Läsionen – weder knöchern noch im Bereich des Gehirns – gezeigt 
haben (AB 37-72 S. 4). Dass der neurologische Gutachter keine eigene 
Untersuchung durchgeführt hat, schadet nicht, da die Voraussetzungen für 
einen Aktenbericht erfüllt sind, insbesondere sind Anamnese und Verlauf 
wie auch die Befunde unmittelbar nach dem Unfall und insbesondere die 
CCT (AB 83-84) und ein MRI vom 15. Januar 2013 (AB 5-52) ausführlich in 
den Akten dokumentiert (vgl. E. 3.3 hiervor). Dr. med. M.________ führt 
überzeugend und nachvollziehbar aus, dass der Beschwerdeführer schon 
vor dem Ereignis vom 29. April 2011 unter episodischen Kopfschmerzen 
gelitten habe, welche auch die zuletzt dokumentierten, über den 14. Juni 
2012 hinausgehenden Beschwerden abbildeten (S. 4). So wurde denn im 
Bericht der erstbehandelnden Ärzte der Klinik F.________ vom 3. Mai 2011 
(AB 85-86) die geklagten Schwindelepisoden „am ehesten im Rahmen ei-
ner leichten Commotio cerebri […], im Rahmen des Alkoholgenusses bei 
möglicher leichter Dehydratation oder im Rahmen einer rhythmogenen Ur-
sache“ beurteilt. Eine klare Diagnose einer Commotio cerebri stellten die 
erstbehandelnden Ärzte damit nicht. Zudem hat sich der Beschwerdeführer 
erst zwei Tage nach dem Schlag ins Gesicht in ärztliche Behandlung bege-
ben und anlässlich dieser Erstuntersuchung wurden weder ein Ödem noch 
ein Hämatom im Gesicht festgehalten, was ebenfalls auf einen nicht derart 
starken Schlag hindeutet, aus welchem eine Commotio cerebri resultieren 
würde. Auch der behandelnde Neurologe Dr. med. K.________ schliesst in 
seinem Bericht vom 31. Juli 2012 (AB 65) sodann nicht definitiv aus, dass 
nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob nicht gewisse psychische 
Komponenten und eine gewisse Überlagerung mit cervicogenen Kopf-
schmerzen beständen. Auch nach Einsicht in weitere Berichte der behan-
delnden Ärzte und das Röntgendossier (vgl. AB 15-16) kam der neurologi-
sche Gutachter in seiner Stellungnahme zum Gutachten vom 23. April 2013 
(AB 37-42) zu keinem anderen Ergebnis, sondern führte vielmehr nachvoll-

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ziehbar aus, dass die behandelnden Ärzte (vgl. AB 78, AB 76-77, AB 65, 
AB 24, AB 22-23) und auch der behandelnde Chiropraktor (AB 25) fälschli-
cherweise und offenbar mangels kompletter Akteneinsicht von einer statt-
gehabten Commotio cerebri bzw. einer MTBI ausgehen würden. Wenn 
Prof. Dr. med. P.________ in seinem Bericht vom 24. Mai 2013 (AB 22-23) 
dann davon ausgeht, dass die beschriebenen Symptome als Unfallfolgen 
anzusehen seien, weil sie ja direkt nach dem Unfall aufgetreten seien und 
seit diesem Zeitpunkt bestünden, ist dies nicht behilflich: denn nach der 
höchstrichterlicher Rechtsprechung ist für den Nachweis einer unfallkausa-
len gesundheitlichen Schädigung die Formel "post hoc, ergo propter hoc" 
nicht massgebend, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädi-
gung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach die-
sem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 
S. 36 E. 4.2.3). Auch aus dem Bericht des Radiologen Dr. med. 
L.________ vom 15. Januar 2013 (AB 51-52) lässt sich nicht ableiten, dass 
eine Commotio cerebri tatsächlich stattgefunden haben könnte, denn der 
Radiologe hielt nach seinem MRI der HWS, des cervico-cervikalen Überg-
angs und des Schädels nur fest, dass sich die intrakraniellen Strukturen 
regelrecht darstellten und lediglich eine Instabilität im Kopfgelenk festge-
stellt werden könne, die vermutlich von einer Überdehnung der stabilisie-
renden Bänder herrühren könne. Damit kann aber eine tatsächlich stattge-
habte Commotio cerebri nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 
erstellt gelten. Der behandelnde Hausarzt Dr. med. O.________ führte in 
seinem letzten Bericht vom 17. Mai 2013 (AB 24) schliesslich ebenso wie 
der behandelnde Chiropraktor am 29. Mai 2013 (AB 25) pauschal nur aus, 
dass die noch bestehenden Schmerzen mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit in Zusammenhang zum Unfall vom 29. April 2011 stünden: Beide 
begründeten ihre Aussage jedoch nicht. Damit vermögen sie die überzeu-
gende und nachvollziehbare Beurteilung von Dr. med. M.________ vom 
23. April 2013 (AB 37-42) bzw. vom 12. Juni 2013 (AB 15-16) nicht in Zwei-
fel zu ziehen. Somit ist mit Dr. med. M.________ davon auszugehen, dass 
keine aktuell noch bestehende neurologische Diagnose gestellt werden 
kann, da lediglich eine stattgehabte Prellung des Gesichtsschädels (Nase 
bzw. Kinn) und keine Commotio cerebri nachvollzogen werden kann. Die 
heute noch geklagten Beschwerden können deshalb aus neurologischer 

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Sicht nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal beurteilt wer-
den und die natürliche Kausalität ist zu verneinen.

3.5 Schliesslich sind von weiteren Beweismassnahmen und insbeson-
dere von der Erstellung eines weiteren (gerichtlichen) Gutachtens – wie es 
sowohl die Beschwerdeführerin (Beschwerde vom 2. September 2013, 
Rechtsbegehren Ziff. 2 und Ziff. 3, Eventualbegehren) als auch der Be-
schwerdeführer (Beschwerde vom 10. September 2013, Rechtsbegehren 
Ziff. 3, Eventualbegehren) beantragen – keine zusätzlichen Erkenntnisse 
zu erwarten, da mangels Vorliegen von objektivierbaren Befunden in Bezug 
auf das konkrete Ereignis damit das Vorliegen einer Commotio Cerebri di-
rekt nach dem Unfall nicht bewiesen werden könnte (antizipierte Beweis-
würdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

4.

Selbst wenn entgegen der Beurteilung von Dr. med. M.________ von einer 
Commotio cerebri mit anschliessendem kranio-zervikalem Syndrom ausge-
gangen und die natürliche Kausalität damit bejaht würde, wäre unter An-
wendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung – deren Anwendung vor-
liegend bei einer Commotio cerebri, die nicht im Grenzbereich zu einer 
Contusio cerebri diagnostiziert wurde, im übrigen fraglich erscheint (vgl. 
SVR 2008 UV Nr. 35 S. 135 E. 4.1.3 bzw. E. 2.5.2 hiervor) – die adäquate 
Kausalität (vgl. E. 2.5 vorstehend) zu verneinen, denn es liegt keines der 
von der Rechtsprechung geforderten Kriterien vor: Weder liegen bei die-
sem als leicht zu qualifizierenden Unfall ein objektiv betrachtet eindrückli-
ches Ereignis oder besonders dramatische Begleitumstände, eine Schwere 
oder besondere Art der erlittenen Verletzung, eine fortgesetzt spezifische 
und belastende ärztliche Behandlung, erhebliche Beschwerden, eine ärztli-
che Fehlbehandlung, ein schwieriger Heilungsverlauf bzw. diesbezügliche 
Komplikationen, noch eine langandauernde erhebliche Arbeitsunfähigkeit 
trotz ausgewiesener Anstrengungen vor (vgl. E. 2.5.1 hiervor). Insbesonde-
re können die vielen vom Beschwerdeführer aufgeführten Therapien wie 
Akupunktur, Cranio Sakral Therapie, Osteopathie, Phyiso-, Chiro- und Ma-
nualtherapie, Atlaswirbel-Richten, Schmerztherapie, Akupressur, Dorn 

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Breuss Therapie, Neuraltherapie, Rolfing, Bindegewebsmassage und Sen-
somotorische Körpertherapie (vgl. Beschwerde vom 10. September 2013 
S. 3 Art. 2) nicht als ärztliche Behandlungen und keinesfalls als belastend 
gelten. Zudem war es dem Beschwerdeführer bereits nach einem Monat 
möglich, zu 50 % die Arbeit wieder aufzunehmen, bzw. nach einem weite-
ren Unterbruch ab September 2011 wieder mit steigendem Pensum zu ar-
beiten (AB 63). Dass dies nur aufgrund der Kulanz des Arbeitgebers mög-
lich war, ändert nichts daran, dass diese Arbeitsunfähigkeit weder als lan-
gandauernde noch als erheblich trotz ausgewiesener Anstrengungen beur-
teilt werden kann.

5.

Fehlt es wie vorliegend beim Beschwerdeführer sowohl an der natürlichen 
wie auch an der adäquaten Kausalität zwischen den nach dem Fallab-
schluss noch bestehenden Beschwerden und dem zu beurteilenden Unfall, 
ist jegliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang 
mit den Kopfschmerzen ausgeschlossen. Nach dem Dargelegten ist die mit 
Einspracheentscheid vom 8. August 2013 (AB 4-6) bestätigte Leistungsein-
stellung per 14. Juni 2012 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist somit 
abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 
lit. a ATSG werden keine Verfahrenskosten erhoben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG in Verbindung mit Art.  61 lit. g ATSG kein Anspruch auf eine Partei-
entschädigung.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- SWICA Krankenversicherung AG 
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.