# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98093826-20de-5f0c-bdad-015415d17e3a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.08.2013 SK.2013.26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2013-26_2013-08-22.pdf

## Full Text

Urteil vom 22. August 2013 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Daniel Kipfer Fasciati, Vorsitz, 

Walter Wüthrich und Sylvia Frei,  

Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  

Peter Lehmann, Staatsanwalt des Bundes, 

und 

als Privatklägerschaft: 

BANK A., vertreten durch 

Rechtsanwalt Ernst F. Schmid,  

 

 gegen 

 

  B., amtlich verteidigt durch  

Rechtsanwalt Andreas C. Huwyler, 

und 

als beschwerte Dritte: 

C., vertreten durch Rechtsanwalt Rainer Riek, 

Gegenstand  Qualifizierter wirtschaftlicher Nachrichtendienst, Geld-

wäscherei, Verletzung des Geschäftsgeheimnisses, 

Verletzung des Bankgeheimnisses. 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2013.26 

 

- 2 - 

Prozessgeschichte: 

Die Bundesanwaltschaft reichte am 1. Juli 2013 folgende Anklageschrift im abgekürzten 

Verfahren bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts ein (cl. 12 pag. 12.100.1 ff.): 

[omissis] 

1. Zur Last gelegte strafbare Handlungen (Art. 325 Abs. 1 Bst. f StPO) 

B., ein ehemaliger externer Mitarbeiter der Bank A. in U., hat interne Bankdaten kopiert und diese auf 

einem Datenträger dem deutschen Staatsangehörigen D. in V. (Deutschland) gegen ein Entgelt von 

EUR 1,1 Millionen übergeben. 

1.1 Zum Tatbestand des qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 Abs. 2 StGB): 

B. hat in der Zeit vom 07. Oktober 2011 bis 06. Dezember 2011 als externer Mitarbeiter bei der Bank 

A., nach Absprache mit dem ihm persönlich bekannten deutschen Staatsangehörigen D., am Sitz der 

Bank A. in U. in seiner Eigenschaft als IT-Spezialist, Kundendaten und damit Geschäftsgeheimnisse 

aus verschiedenen bankinternen Systemen der Bank A. recherchiert und gesammelt, von seinem Ar-

beitsplatz in seinen Privatbereich verbracht und sie anschliessend in V. an den deutschen Mittäter D. 

gegen Entgelt zwecks Weiterleitung an eine deutsche Steuerbehörde ausgehändigt,  

indem er 

als sogenannter Mitarbeiter im Personalverleih während seiner Arbeitszeit bei der Bank A. gezielt nach 

Datensätzen von vermögenden deutschen und holländischen Kunden der Bank suchte, zwischen dem 

07. Oktober 2011 und 06. Dezember 2011 insgesamt rund 2‘700 Datensätze von vermögenden aus-

ländischen Bankkunden in insgesamt 15 E-Mails, welchen er jeweils ZIP-Dateien mit Kundendaten – 

Kontonummer, Name und Wohnort des Kunden, die Währung, den Betrag und das Eröffnungsdatum 

des Kunden – anhängte (Attachements), von seinem E-Mail Account Nr. 1 an seinem Arbeitsplatz auf 

seinen privaten E-Mail Account Nr. 2 sandte, so an folgenden Daten: 

a) Freitag, 07. Oktober 2011, 15.11, Subject: txt, Attachments: g1b.zip 

b) Freitag, 28. Oktober 2011, 16.13, Subject: div, Attachments: o0047.zip 

c) Freitag, 28. Oktober 2011, 16.14, Subject: exin, Attachments: o1047.zip 

d) Freitag, 28. Oktober 2011, 16.14, Subject: infix, Attachments: o2047.zip 

e) Freitag, 04. November 2011, 10.19, Subject: hinundweg, Attachments: O0525.zip 

f)     Freitag, 04. November 2011, 10.45, Subject: hinundweg, Attachments: O1525.zip 

g) Freitag, 04. November 2011, 10.56, Subject: hinundweg, Attachments: O2525.zip 

h) Freitag, 04. November 2011, 12.14, Subject: hinundweg, Attachments: O0402.zip 

i)     Freitag, 04. November 2011, 12.16, Subject: hinundweg, Attachments: O1402.zip 

j)     Freitag, 04. November 2011, 12.44, Subject: hinundweg, Attachments: O2402.zip 

k)  Freitag, 04. November 2011, 13.58, Subject: hinundweg, Attachments: O2369.zip; O03369.zip, 

O1369.zip 

l)    Freitag, 04. November 2011, 16.46, Subject: hinundweg, Attachments: O0730.zip, O0092.zip, 

O0310.zip, O0412.zip 

m) Freitag, 04. November 2011, 16.47, Subject: hinundweg, Attachments: O1730.zip, O1092.zip, 

O1310.zip, O14012.zip, O14112.zip, O14112.zip 

n) Freitag, 04. November 2011, 16.50, Subject: hinundweg, Attachments: O2730.zip, O2092.zip 

O2310.zip, O2412.zip 

o) Dienstag, 06. Dezember 2011, 17.26, Subject: hinundweg, Attachments: Subject: test, Attach-

ments.erf.zip; 

von dieser Datenmenge jene Datensätze betreffend deutsche Kunden bzw. in Deutschland lebende 

Kunden der Bank A., rund 2‘700, welche auf ihren Konten mehr als 100‘000 EUR, CHF, Pfund oder 

US-Dollar hatten, extrahierte, auf seinen HP-Rechner kopierte, von dort auf eine SD-Karte (Speicher-

- 3 - 

karte) zurückkopierte, im Dezember 2011 eine Probesendung von rund 100 Datensätzen an D. nach V. 

zukommen liess und nach dessen Information, die übermittelten Datensätze seien werthaltig, rund 

2‘700 Datensätze deutscher Kunden der Bank A. im Februar 2012 in V. auf einem Datenträger an D. 

aushändigte;  

im Mai/Juni 2012 auf Anregung von D. diesem 42 Daten holländischer Bankkunden der Bank A., bein-

haltend die Kontonummer, Name und Wohnort des Kunden, die Währung, den Betrag und das Eröff-

nungsdatum des Kunden, per E-Mail mit der Absicht zukommen liess, diese an die holländischen 

Steuerbehörden zu verkaufen; 

wobei B. 

im Wissen darum handelte, dass die dem pensionierten deutschen Steuerfahnder D. übergebenen Da-

ten zum Verkauf an deutsche bzw. holländische Steuerbehörden bestimmt waren; 

bereits anlässlich der ersten Kontaktnahme im August 2011 von D. informiert wurde, die von ihm gelie-

ferten Bankkundendaten würden an deutsche Steuerbehörden verkauft werden; 

aufgrund der Datenselektion nach vermögenden Bankkunden davon ausgehen musste, dass die von 

ihm gesammelten Informationen für Dritte (fremde amtliche Stelle oder ausländische Organisation oder 

private Unternehmung oder ihren Agenten) in Deutschland und Holland bestimmt waren und er mit 

diesem Vorgehen einverstanden war. 

1.2 Zum Tatbestand der Verletzung des Bankgeheimnisses (Art. 47 BankG) und der Verletzung des 

Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 StGB): 

B. hat zwischen dem 07. Oktober 2011 und 06. Dezember 2011 in U. in seiner Eigenschaft als externer 

Mitarbeiter der Bank A. interne Bankdaten der Bank A., welche durch das Bank- wie auch das Ge-

schäftsgeheimnis geschützt waren, von seinem E-Mail Account Nr. 1 an seinem Arbeitsplatz auf sei-

nen privaten E-Mail Account Nr. 2 gemailt,  

indem er an folgenden Daten: 

p) Freitag, 07. Oktober 2011, 15.11, Subject: txt, Attachments: g1b.zip 

q) Freitag, 28. Oktober 2011, 16.13, Subject: div, Attachments: o0047.zip 

r)     Freitag, 28. Oktober 2011, 16.14, Subject: exin, Attachments: o1047.zip 

s) Freitag, 28. Oktober 2011, 16.14, Subject: infix, Attachments: o2047.zip 

t)     Freitag, 04. November 2011, 10.19, Subject: hinundweg, Attachments: O0525.zip 

u) Freitag, 04. November 2011, 10.45, Subject: hinundweg, Attachments: O1525.zip 

v) Freitag, 04. November 2011, 10.56, Subject: hinundweg, Attachments: O2525.zip 

w) Freitag, 04. November 2011, 12.14, Subject: hinundweg, Attachments: O0402.zip 

x) Freitag, 04. November 2011, 12.16, Subject: hinundweg, Attachments: O1402.zip 

y) Freitag, 04. November 2011, 12.44, Subject: hinundweg, Attachments: O2402.zip 

z)  Freitag, 04. November 2011, 13.58, Subject: hinundweg, Attachments: O2369.zip; O03369.zip, 

O1369.zip 

aa) Freitag, 04. November 2011, 16.46, Subject: hinundweg, Attachments: O0730.zip, O0092.zip, 

O0310.zip, O0412.zip 

bb) Freitag, 04. November 2011, 16.47, Subject: hinundweg, Attachments: O1730.zip, O1092.zip, 

O1310.zip, O14012.zip, O14112.zip, O14112.zip 

cc) Freitag, 04. November 2011, 16.50, Subject: hinundweg, Attachments: O2730.zip, O2092.zip 

O2310.zip, O2412.zip 

dd) Dienstag, 06. Dezember 2011, 17.26, Subject: hinundweg, Attachments: Subject: test, Attach-

ments.erf.zip; 

am Sitz der Bank A. in U. in seiner Eigenschaft als IT-Spezialist die durch ihn recherchierten Kunden-

daten und damit Geschäftsgeheimnisse aus verschiedenen bankinternen Systemen der Bank A. sam-

melte, von seinem Arbeitsplatz in verschiedenen Tranchen gemäss Auflistung in seinen Privatbereich 

verbrachte und diese rund 2‘700 deutschen und 42 holländischen Kundendaten Mitte Februar 2012 in 

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V. bzw. im Mai/Juni 2012 betreffend die holländischen Kundendaten an den deutschen Mittäter D. 

aushändigte bzw. mailte;  

wobei B. 

wusste, dass es sich bei den Daten um Geschäftsgeheimnisse der Bank handelte, die durch das 

Bankgeheimnis geschützt sind;  

diese geschützten Bankdaten pflichtwidrig – in Verletzung der ihm bekannten Geheimhaltungs- und 

Sorgfaltspflicht – aus dem Herrschaftsbereich der Bank entfernte; 

mit der Übergabe der geschützten Bankdaten an D. wissentlich ein Geheimnis offenbart hat, das ihm in 

seiner Eigenschaft als externer Angestellter der Bank A. anvertraut worden war, bzw. das er in seiner 

Eigenschaft wahrgenommen hat; 

dies wissentlich und willentlich tat, weil er um die Illegalität seines Tuns wusste und dies auch wollte. 

1.3 Zum Tatbestand der Geldwäscherei (Art. 305
bis

 StGB): 

B. hat Handlungen vorgenommen, die geeignet sind, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder 

die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er wusste, beziehungsweise annehmen 

musste, aus einem Verbrechen, nämlich dem Erlös für den widerrechtlichen Verkauf von Bank- und 

Geschäftsdaten an deutsche Behörden über den Mittäter D., herrühren; 

indem  

er von D. von der Gesamtdeliktsumme von EUR 1‘100‘000.00, ca. Mitte März 2012 in V., 

EUR 200‘000.00 in bar entgegennahm, davon EUR 150‘000.00 in einem Schliessfach bei einer Ver-

mögensbetreuung in W. (Deutschland) deponierte, die restlichen EUR 50‘000.00 in die Schweiz ein-

führte und hier für verschiedene Wareneinkäufe verbrauchte; ca. Mitte April 2012 in W. die 

EUR 150‘000.00 dem Schliessfach entnahm, sie in die Schweiz in sein Wohndomizil verbrachte, wo 

EUR 140‘900.00 durch die Polizei sichergestellt werden konnten; 

er 20% der Deliktsumme, EUR 220‘000.00, D. für dessen Vermittlungstätigkeit mit den deutschen 

Steuerbehörden überliess,  

er den verbleibenden Betrag von EUR 680‘000.00 durch D. auf sein Steuerkonto in Deutschland ano-

nym einzahlen liess, um so die Steuerforderungen deutscher Steuerbehörden gegen ihn zu erfüllen; 

das Gesamttotal der B. zugerechneten Deliktsumme für den Datenverkauf nach Deutschland beträgt 

(Stand: 17.04.2013) EUR 1‘100‘000.00; 

wobei 

B. nach Erhalt des Bargeldes von D. im Wissen darum handelte, dass es sich bei dem in bar erhalte-

nen Geld, der Überlassung einer 20%igen Provision von EUR 220‘000.00 sowie der anonymen Ein-

zahlung auf sein deutsches Steuerkonto um den Erlös für den Datenverkauf der von ihm aus der Bank 

geschafften Datensätze handelte und durch seine Handlungen die Auffindung oder die Einziehung des 

Delikterlöses vorsätzlich vereitelte. 

2. Zivilklage (Art. 326 Abs. 1 Bst. a StPO) 

Am 30. Juli 2012 konstituierte sich die Bank A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst F. Schmid, im Ver-

fahren als Privatklägerin. 

Am 31. Mai 2013 machte Rechtsanwalt Ernst F. Schmid namens der Bank A. unter Wahrung der Frist 

nach Art. 359 Abs. 2 StPO Zivilansprüche in einem Schreiben an die Bundesanwaltschaft sowie eine 

Prozessentschädigung in der Höhe von CHF 46‘996.10 geltend. 

- 5 - 

3. Angeordnete Zwangsmassnahmen (Art. 326 Abs. 1 Bst. b StPO) 

Hausdurchsuchungen  

Am 24.07.2012, am 27.07.2012 und am 30.07.2012 wurde das Privatdomizil von B. in X. im Auftrag 

der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich durchsucht. 

Untersuchungshaft 

B. wurde am 24. Juli 2012 im Auftrag der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich verhaftet, das Be-

zirksgericht Zürich, Zwangsmassnahmengericht, ordnete am 26. Juli 2012 Untersuchungshaft an. Das 

Kantonale Zwangsmassnahmengericht Bern verlängerte mit Entscheid vom 29. Oktober 2012 die Un-

tersuchungshaft um 3 Monate bis 23. Januar 2013 sowie am 29. Januar 2013 bis 30. März 2013, wo-

bei es jeweils den Anträgen der Bundesanwaltschaft entsprach. Seit dem 1. März 2013 befindet sich B. 

auf eigenes Begehren im vorzeitigen Strafvollzug in Zug. 

Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs 

Am 17. August 2012 wurde die rückwirkende Erhebung der Randdaten der Rufnummern 10, 11, 12 

und 13 vom 18. Februar 2012 bis zum 17. August 2012 verfügt, die das Zwangsmassnahmengericht 

mit Entscheid vom 17. August 2012 genehmigte. 

Am 17. August 2012 wurde die rückwirkende Erhebung der Randdaten der Rufnummer 14 vom 

18. Februar 2012 bis zum 02. März 2012 verfügt, die das Zwangsmassnahmengericht mit Entscheid 

vom 17. August 2012 genehmigte. 

Am 17. August 2012 wurde die rückwirkende Erhebung der Randdaten der E-Mail-Adresse Nr. 2 vom 

18. Februar 2012 bis zum 17. August 2012 verfügt, die das Zwangsmassnahmengericht mit Entscheid 

vom 17. August 2012 genehmigte. 

4. Beschlagnahmte Gegenstände und Vermögenswerte (Art. 326 Abs. 1 Bst. c StPO) 

4.1 Bargeld: 

Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 24. Juli 2012 wurden EUR 140‘900.00 und CHF 600.00 sicher-
gestellt. 

4.2 Konten: 

Folgende Konten und Vermögenswerte sind gesperrt: 

Bank Kontonummer lautend auf Betrag in CHF Betrag in EUR 

Bank E.  Nr. 3 B. und C. 12'511.15  

Bank E. Nr. 4 B. und C. 2'257.95  

Vorsorgestiftung 
F. der Bank G. 

Nr. 5 B. 8'981.85  

Vorsorgestiftung 
F. der Bank G. 

Nr. 6 B. 13'841.40  

Bank G. Nr. 7 B. 20'529.95  

Bank G. Nr. 8 B.  6'136.00 

- 6 - 

Bank G. Nr. 9 B. 25'000.00  

4.3  Wertgegenstände: 

Bezeichnung 
Nr. aus Sicher- 
stellungs-
Verzeichnis 
Kapo ZH 

CHF 

Münzkoffer „Leuchtturm“, silberfarben mit 2 Münzrollen und 
Währungsmark 

1  

 Münztableau mit 12 Münzen 1/1  

 Münztableau mit 14 Münzen 1/2  

 Münztableau mit 44 Münzen 1/3  

 Münztableau mit 12 Münzrollen 1/4  

 Münztableau mit 25 Münzen 1/5  

 Leere Münztableaus 1/6 bis 1/10  

Münzkoffer, schwarz 2  

 Münztableau mit 33 Münzen 2/1  

 Münztableau mit 16 Münzen 2/2  

 Münztableau mit 11 Münzen 2/3  

 Münztableau mit 40 Münzen 2/4  

 Leeres Münztableau 2/5  

 Münztableau „Linder“, mit 33 Münzen 3  

 Münztableau „Linder“, mit 16 Münzen 4  

 Münztableau „Linder“, mit 21 Münzen 5  

 Münztableau „Linder“, mit 24 Münzen 6  

 Münztableau „Linder“, mit 12 Münzen 7  

 Münztableau „Linder“, mit 30 Münzen 8  

 Münztableau „Linder“, mit diversen Münzen 9  

 Münztableau „Linder“, mit 49 Münzen 10  

 Münztableau „Linder“, mit 34 Münzen 11  

 Münztableau „Linder“, mit 25 Münzen 12  

 Münztableau „Linder“, mit 29 Münzen 13  

 Münztableau „Linder“, mit 13 Münzen 14  

 Münztableau „Linder“, mit 10 Münzen 15  

 Münztableau „Linder“, mit 22 Münzen 16  

 Münztableau „Linder“, mit 42 Münzen 17  

 Münztableau „Linder“, mit 20 Münzen 18  

 Münztableau „Linder“, mit 30 Münzen 19  

 Münztableau „Linder“, mit 12 Münzen, 1 Ring und 

Armkette 

20  

 Münzkoffer, grün mit 67 Münzen, 1 Medaille 21  

- 7 - 

Münzkoffer, silberfarben 22  

 Münzset, Olympiade Seoul 1986 22/1  

 Münzset, Olympiade Seoul 1986 22/2  

 Münze 1 Doller, Australien 1996 22/3  

 Münzset, Philippinen 1975 22/4  

 Münzset, „Banknoten-Münzen“ Cook Islands 2003 22/5  

 Münzset, Barbados 1973 22/6  

 Münzset, Panama 1975 22/7  

 Münzset, Bahamas 1974 22/8  

 Münzset, Malta 2003 22/9  

 Münzset, Kanada 1989 22/10  

 Münzset, Grossbritanien 1967 22/11  

 Münzset, Olympiade Seoul 1982 22/12  

 2 goldfarbene 5 Cent Münzen 22/13  

Gesamtwert Münzen bis Position 22/13, geschätzter Wert   1‘363.10 

   

Holzschatulle mit diversen Uhren  23 Materialwert 

Herrenarmbanduhr Jaeger-LeCoutre „Reverso Squadra“ 24 10‘000.00 

Kartonschachtel mit diversen Armbanduhren 25 wertlos 

Herrenarmbanduhr Zenith “Grand Class” 26 3‘000.00 

Köfferchen schwarz mit Samtausstattung 27 - 

Herrenarmbanduhr Omega 28 7‘500.00 

Herrenarmbanduhr Jaeger-LeCoultre, viereckig 29 5‘000.00 

Herrenarmbanduhr IWC „Aquamariner“ 30 3‘500.00 

Herrenarmbanduhr MontBlanc 31 800.00 

Herrenarmbanduhr Sinn 32 2‘000.00 

Herrenarmbanduhr Rolex „Oyster Perpetual Datei“ 33 4‘000.00 

Herrenarmbanduhr Chronoswiss 34 3‘000.00 

Herrenarmbanduhr Zenith „Class“ 35 2‘500.00 

Herrenarmbanduhr Zenith „Port-Royal“ 36 4‘500.00 

Herrenarmbanduhr Rolex „Deep Sea“ 37 6‘000.00 

Armbanduhr Du Bois, Gravur Anniversaire 1812 aus 2. HD vom 
27.07.2012 

ohne 
Schätzung 

Jeep Cherokee 2.8 CRD - Zeitwert 

Mercedes-Benz CLK 200 K Cabrio - Zeitwert 

Ledersessel dunkelgrau -  

Lederhocker dunkelgrau -  

Stoffsofa grau/schwarz -  

- 8 - 

 

sowie eine weitere Münzsammlung (gemäss Fotodokumentation der Kantonspolizei Zug vom 

31.08.2012 und Expertise), bestehend aus: 

 

Nr.  Anzahl Bezeichnung zu CHF 

1 7 Vreneli + Helvetia 20.00 Franken 251.00 1‘757.00 

2 5 Vreneli + Helvetia 20.00 Franken 251.00 1‘255.00 

3 6 France 20 Francs Gold 251.00 1‘506.00 

4 4 Belgien 20 Francs Gold 251.00 1‘004.00 

5 1 Preussen 20 Mark 1888 Fälschung a.d. Zeit 7.9 - 233.00 

6  Preussen 20 Mark 1886 Gold - 295.00 

7 2 Austria 1 Dukat NP 132.00 264.00 

8  Medaille Kennedy Gold 1963 - 119.00 

9  Medaille Venezuela Gold - 105.00 

10  Th. Storm Goldmedaille - 119.00 

11  USA 20 $ 1895 Gold Eagle - 1‘350.00 

12  Austria 4 Dukat Gold - 528.00 

13  Austria Def. Münze 20 Kronen, Goldwert - 238.00 

14  Hoechst 100 Jahre Gold  - 234.00 

15  CH 50 Franken Expo 2002 Gold - 415.00 

16  CH 50 Franken Autosalon 2005 Gold - 450.00 

17  CH 50 Franken Autosalon 2005 Gold - 450.00 

18  CH 5 Franken Cu-Ni Murten - 5.00 

19  Canada 1 $ 1987 PP AR  - 12.00 

20  CH 2004 FIFA AR - 80.00 

21  USA 1 $ AR 1889 - 25.00 

22  Korea Süd AR Münze 87 - 20.00 

23  CH Gedenk 5 Franken 1983 PP - 5.00 

24  Deutschland Fussball WM 2006 - 12.00 

25 2 MS CH 2010 Stgl. 20.00 40.00 

26  MS CH nicht Original Cu-Ni - 9.00 

27 2 MS 2006 Swiss Mint 55.00 110.00 

28 2 MS 2008 Swiss Adler Stgl.  20.00 40.00 

29 2 MS 2009 Swiss Hirsch Stgl. 25.00 50.00 

30  200 Jahre USA Gedenk Isle of Man - 35.00 

31 2 CH 2007 MS Steinbock 25.00 50.00 

32 1 MS 1991 PP - 80.00 

33 1 MS 2011 Zibelemärit Stgl.  - 25.00 

34 1 MS Argentinien Stgl. - 26.00 

35 2 MS 2006 Bernina Stgl. 80.00 160.00 

36 1 MS CH 1983 Stgl. - 12.00 

37  USA 1 $ Carson City - 60.00 

38  Italien Euro Set 2001 - 10.00 

39  Mexico Münzset AR Fussball - 28.00 

40  USA 200 Jahre Set AR - 20.00 

41  Med. AR Post mit Beschreibung - 15.00 

- 9 - 

42  USA 200 Jahre Set AR  - 20.00 

43  Gibraltar 25 Pence AR 1977 - 18.00 

44  2011 50 Franken Goldmünze CH - 450.00 

45 2 2009 50 Franken Goldmünzen CH 425.00 850.00 

46  2007 50 Franken Gedenkmünze CH (Holzer) - 425.00 

47 2 2010 50 Franken Gedenkmünzen CH (Anker) - 850.00 

48 2 2008 50 Franken Gedenkmünzen CH (Erde) - 800.00 

49  20 Franken Gedenkmünze Max Frisch Probe  - 70.00 

50  10 Franken Gedenkmünze Murmeltier 2010 Probe - 60.00 

51  10 Franken Gedenkmünze 2005 PP - 10.00 

52  5 Franken Gedenkmünze 2003 PP - 5.00 

53 20  Div. CH Gedenkmünzen CH AR nur Nominalwert 20.00 400.00 

 

TOTAL 13‘453.00 

5. Entstandene Untersuchungskosten (Art. 326 Abs. 1 Bst. d StPO) 

Im Vorverfahren sind Kosten im Betrag von total CHF 109‘309.65 (Stand: 22. April 2013) entstanden, 

davon für B. verrechenbare Kosten von CHF 36‘340.90 (Gebühren: CHF 14‘000.00, Barauslagen 

CHF 22‘340.90), die ihm aufzuerlegen sind. 

6. Anträge zu den Sanktionen (Art. 326 Abs. 1 Bst. f StPO) 

Urteilsvorschlag: 

1. B. wird des qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 Abs. 2 StGB), der Geldwä-
scherei (Art. 305

bis
 StGB), der Verletzung des Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 StGB) und der Ver-

letzung des Bankgeheimnisses (Art. 47 BankG) schuldig gesprochen. 

2. B. wird mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten bestraft. 18 Monate der Freiheitsstrafe werden be-
dingt aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Die ausgestandene Untersu-
chungshaft von 218 Tagen wird auf die Strafe angerechnet. 

Zum Vollzug des Urteils wird der Kanton Zug als zuständig erklärt (Art. 74 Abs. 2 StBOG i.V.m. 
Art. 31 StPO). 

3. Die auf B. lautenden Bankguthaben  
 

Bank Kontonummer lautend auf Betrag in CHF Betrag in EUR 

Bank G. Nr. 7 B. 20'529.95  

Bank G. Nr. 8 B. 6'136.00  

Bank G. Nr. 9 B. 25'000.00  

 
werden samt Zinsbetreffnis eingezogen; 

die nachfolgenden Vermögenswerte, lautend auf B. und dessen Ehefrau C.: 

Bank Kontonummer lautend auf Betrag in CHF Betrag in EUR 

- 10 - 

Bank E. Nr. 3 B. und C. 12'511.15  

Bank E. Nr. 4 B. und C. 2'257.95  

 
werden samt Zinsbetreffnis hälftig eingezogen (Art. 70 und 71 StGB). 

Sämtliche beschlagnahmten Gegenstände, das beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von 
EUR 140‘900.00 und CHF 600.00, die Münzen- und Uhrensammlungen sowie die Fahrzeuge wer-
den, mit Ausnahme des Ledersessels und Lederhockers und Stoffsofas, eingezogen (Art. 70 und 71 
StGB).  

4. Die Beschlagnahme der Vorsorge-Konti Säule 3a 

Bank Kontonummer lautend auf Betrag in CHF Betrag in EUR 

Vorsorgestiftung F. 
der Bank G. 

Nr. 5 

 

B. 

 

8'981.85 

 

 

Vorsorgestiftung F. 
der Bank G. 

Nr. 6 

 

B. 

 

13'841.40 

 

 

 
wird aufgehoben. 

5. Zu Lasten von B. und zu Gunsten der Eidgenossenschaft wird eine Ersatzforderung in der Höhe 
von EUR 739‘100.00 begründet (Art. 71 StGB). Der Erlös aus der Verwertung der eingezogenen 
Gegenstände wird an die Höhe der Ersatzforderung angerechnet. 

6. Es wird Vormerk genommen, dass B. die Zivilansprüche nebst Zins ab 31. Mai 2013 der Bank A. im 
Grundsatz sowie den Anspruch der Prozessentschädigung in der Höhe von CHF 46‘996.10 aner-
kennt. 

7. Rechtsanwalt C. Huwyler wird für die amtliche Verteidigung von B. in gerichtlich zu bestimmender 
Höhe (inkl. MWST) abzüglich der bereits geleisteten Vorschüsse aus der Kasse der Bundesanwalt-
schaft entschädigt (Art. 135 Abs. 1 StPO). 

B. hat die Entschädigung für die amtliche Verteidigung der Eidgenossenschaft zurückzuzahlen, so-
bald er dazu in der Lage ist (Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). 

8. Die weiteren Kosten des Verfahrens in der Höhe von insgesamt CHF 36‘340.90 werden B. aufer-
legt (Art. 422 ff. StPO). 

7. Anträge auf nachträgliche richterliche Entscheidungen (Art. 326 Abs. 1 Bst. g StPO) 

keine 

[omissis] 

 

Am 22. August 2013 fand die Hauptverhandlung im abgekürzten Verfahren in Anwesen-

heit der Parteien am Sitz des Bundesstrafgerichts statt (cl. 12 pag. 12.920.1 ff.). Die 

Drittbetroffene C., Ehefrau des Beschuldigten B., erklärte mit Schreiben vom 30. Ju-

li 2013 ihre Zustimmung zur Einziehung von Vermögenswerten gemäss Anklageschrift 

vom 19. Juni 2013 (cl. 12 pag. 12.510.9). Das vom Gericht diesbezüglich rechtstech-

nisch modifizierte Dispositiv (Urteilsvorschlag; vgl. Ziff. 6 unter Prozessgeschichte) wur-

- 11 - 

de ihrem Rechtsvertreter am 13. August 2013 zur Kenntnis zugestellt (cl. 12 

pag. 12.300.1 ff.). Auf ihre Teilnahme an der Hauptverhandlung konnte nach telefoni-

scher Rücksprache mit dem Rechtsvertreter verzichtet werden. 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Die Bundesgerichtsbarkeit ist gegeben (BGE 133 IV 235 E. 7). 

2. Die Bundesanwaltschaft beantragt in ihrer Anklageschrift eine teilbedingte Freiheits-

strafe von 36 Monaten. Damit ist der Strafrahmen für das abgekürzte Verfahren 

(Art. 358 Abs. 2 StPO) nicht überschritten. 

3. Das Gericht befindet frei darüber, ob die Durchführung des abgekürzten Verfahrens 

rechtmässig und angebracht sei (Art. 362 Abs. 1 lit. a StPO), die Anklage mit dem 

Ergebnis der Hauptverhandlung und mit den Akten übereinstimme (lit. b) und die be-

antragten Sanktionen angemessen seien (lit. c). 

4. Bei einer ersten Sichtung der Anklageschrift vom 19. Juni 2013 scheinen die Vor-

aussetzungen zur Durchführung des abgekürzten Verfahrens vorzuliegen. Die Form-

vorschriften (Art. 358-360 StPO) sind eingehalten worden. 

5. Das Kriterium des Angebracht-Seins ist nebst der Rechtmässigkeit ein zusätzliches, 

welches auch gegeben sein muss, wenn das Verfahren rechtmässig ablief (GREI-

NER/JAGGI, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 362 StPO N. 5). Dabei respektiert 

das Gericht einen grossen Ermessensspielraum der Staatsanwaltschaft. Im vorlie-

genden Fall ist zu erwägen, dass die Bundesanwaltschaft wegen strafbaren Miss-

brauchs von Bankdaten bereits mehrere Verfahren eingeleitet, aber noch keines im 

ordentlichen Verfahren zu Ende geführt hat. Werden sie alle durch Urteil im abge-

kürzten Verfahren erledigt, bleiben nicht nur wesentliche Fragen über den Anwen-

dungsbereich von Art. 273 StGB offen; vor allem kann sich keine gerichtliche Praxis 

der Strafzumessung für solche Fälle entwickeln, an denen sich künftige Verfahren – 

gerade abgekürzte – orientieren müssten. Darauf ist hier im Hinblick auf künftige 

Verfahren hinzuweisen, denn das Gericht kann sich bei der Einzelfallbeurteilung 

nicht auf Argumente von allgemeiner justizpolitischer Tragweite abstützen, welche 

bei isolierter Fallbearbeitung keine Rolle spielen. Anzumerken ist, dass ein allfälliger 

ablehnender Entscheid des Gerichts über die Frage des Angebracht-Seins des ab-

gekürzten Verfahrens nur im Dispositiv, mithin ohne schriftliche Begründung, eröffnet 

wird und nicht anfechtbar ist (Art. 362 Abs. 3 StPO), auch nicht mit Beschwerde in 

Strafsachen an das Bundesgericht (Art. 93 BGG; SCHMID, Schweizerische Strafpro-

zessordnung, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 362 StPO N. 8 f.; GREI-

- 12 - 

NER/JAGGI, a.a.O., Art. 362 StPO N. 28 f., jedoch mit differenzierender Meinung zur 

Frage der Begründungspflicht). 

 

Sodann fällt in Betracht, dass in concreto ein aufwändiges Vorverfahren mit mehre-

ren Befragungen und polizei-technischen Untersuchungen des IT-Materials durchge-

führt wurde. Für diesen Ablauf ist ein Unterschied zu einem ordentlichen Verfahren 

nicht zu erblicken. Der Beschuldigte hat das abgekürzte Verfahren erst beantragt, als 

die Schlusseinvernahme unmittelbar bevorstand (cl. 1 pag. 4.0.1 f.; cl. 5 

pag. 13.1.301 ff.), d.h. in einem Zeitpunkt, als nur noch wenige weitere Untersu-

chungshandlungen anstanden. Auf diese Weise kam im Vorverfahren nur ein gerin-

ger Effizienzgewinn zustande, welcher der wesentliche Zweck des abgekürzten Ver-

fahrens darstellt, sieht man von der hier nicht aktuellen Gefahr der Verjährung ab 

(Botschaft des Bundesrates zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 

21. Dezember 2005, BBl 2006 1084, 1295; GREINER/JAGGI, a.a.O., N. 35 vor Art. 358 

StPO). Bei der Vorbereitung und Durchführung der Hauptverhandlung blieb der Auf-

wand bei einem Verfahren mit geständigem Beschuldigten und mässigem Aktenum-

fang nicht stark vermindert. Hingegen ist für die Urteilsbegründung weniger Zeit zu 

investieren, wenn ein Urteil im abgekürzten Verfahren ergeht; darauf ist aber dessen 

Zweck nicht fokussiert (GREINER/JAGGI, a.a.O.). 

 

Über alles gesehen liegt das abgekürzte Verfahren gerade noch im Rahmen des 

staatsanwaltschaftlichen Ermessens. Dessen Durchführung ist demnach rechtmäs-

sig und angebracht (Art. 362 Abs. 1 lit. a StPO). 

6. Bei der gerichtlichen Befragung in der Hauptverhandlung hat der Beschuldigte den 

Anklagesachverhalt erneut anerkannt (cl. 12 pag. 12.930.3; Art. 361 Abs. 2 lit. a 

StPO). Das Geständnis stimmt mit der Aktenlage überein (Art. 361 Abs. 2 lit. b StPO) 

und ist glaubhaft. 

7. Die Anklage stimmt im Sachverhalt und im Schuldantrag mit dem Ergebnis der 

Hauptverhandlung (cl. 12 pag. 12.920.1 ff., 12.930.1 ff.) und den Akten überein 

(Art. 362 Abs. 1 lit. b StPO). 

8. In der Hauptverhandlung verzichteten die Parteien auf Parteivorträge (cl. 12 

pag. 12.920.3). 

9. Zwischen den angeklagten Tatbeständen ist echte Gesetzeskonkurrenz im Sinne 

von Art. 49 Abs. 1 StGB gegeben. Insbesondere liegt eine solche zwischen den Tat-

beständen des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 StGB) einerseits und 

der Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 StGB) ande-

rerseits vor, aber auch im Verhältnis zwischen Art. 273 StGB und der Verletzung des 

Bankgeheimnisses gemäss Art. 47 BankG, da mit diesen Bestimmungen verschie-

- 13 - 

dene Rechtsgüter geschützt werden (HUSMANN, Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 

2013, Art. 273 StGB N. 88 mit Hinweisen). Im Verhältnis zum Tatbestand der Geld-

wäscherei ist ausserdem Realkonkurrenz zu bejahen. Vorliegend liegt bei der 

schwersten angeklagten Tat, dem qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienst im 

Sinne von Art. 273 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3, 2. Satzteil StGB der obere Rand des Straf-

rahmens bei 20 Jahren Freiheitsstrafe (HUSMANN, a.a.O., Art. 273 StGB N. 83 ff.; vgl. 

BGE 101 IV 177 E. II.4 und III.1). Der konkrete Strafrahmen liegt somit − Bejahung 

der Anklagesachverhalte vorausgesetzt − in Anbetracht der Gesetzeskonkurrenz 

oben bei 20 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 40 StGB), während die 

Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe (Art. 273 Abs. 3 StGB) zwingend zu 

überschreiten ist (ACKERMANN, Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2013, Art. 49 StGB 

N. 119 bis 123, mit Hinweisen).  

10. Das Vorliegen eines schweren Falles von wirtschaftlichem Nachrichtendienst be-

stimmt sich anhand objektiver Kriterien, unabhängig von subjektiven Elementen 

(BGE 111 IV 74 E. 3; 108 IV 41 E. 2 und 3). Der angeklagte Sachverhalt erfüllt diese 

Kriterien zweifelsfrei, ist er doch mit dem BGE 111 IV 74 ff. zu Grunde liegenden 

Sachverhalt ohne weiteres vergleichbar (a.a.O., E. 4c). Die Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts hat bereits im Urteil SK.2011.21 vom 15. Dezember 2011 in diesem 

Sinn entschieden. Das (frühere) Bundesstrafgericht sprach im Jahr 1975 in einem 

schweren Fall von politischem, wirtschaftlichem und militärischem Nachrichtendienst 

aufgrund schweren Verschuldens sowie wegen weiterer Delikte als Gesamtstrafe 

i.S.v. Art. 68 Ziff. 1 aStGB Freiheitsstrafen von sieben Jahren aus (BGE 101 IV 177 

E. III.1 S. 210). Im Urteil SK.2011.21 vom 15. Dezember 2011 hat die Strafkammer 

in einem mit dem vorliegenden vergleichbaren Fall befunden, dass die beantragte 

Freiheitsstrafe von 24 Monaten, verbunden mit einer Busse von CHF 3'500.--, noch 

im Bereich des Ermessensspielraums liege, aber nur knapp als schuldangemessen 

im Sinne von Art. 47 StGB bezeichnet werden könne. 

Das Gericht stellt aufgrund der vorstehenden Erwägungen und angesichts der objek-

tiven und subjektiven Tatumstände des konkreten Falls fest, dass die beantragte 

Strafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe im Bereich des Ermessensspielraums liegt, 

und, wenn auch als tief, so immerhin als eben noch schuldangemessen im Sinne 

von Art. 47 StGB bezeichnet werden kann (Art. 362 Abs. 1 lit. c StPO).  

11. Die Voraussetzungen für die Festsetzung einer teilbedingten Strafe, die Höhe des 

bedingt aufzuschiebenden Teils der Strafe von 18 Monaten und die Ansetzung einer 

zweijährigen Probezeit sind erfüllt (Art. 43 und 44 Abs. 1 StGB). Die ausgestandene 

Untersuchungshaft beträgt 220 Tage (nicht 218 Tage, wie in der Anklageschrift 

fälschlicherweise angegeben; cl. 12 pag. 12.920.3) und ist, wie beantragt, auf die 

Strafe anzurechnen (Art. 51 StGB). Der Vorsitzende hat dem Beschuldigten in der 

Hauptverhandlung anlässlich der mündlichen Urteilseröffnung die Bedeutung und die 

- 14 - 

Folgen des teilbedingten Strafvollzugs erklärt (cl. 12 pag. 12.920.9; Art. 44 Abs. 3 

StGB). 

12. Gemäss Anklageschrift erhielt der Beschuldigte für den Verkauf der Bank- und Ge-

schäftsdaten an deutsche Behörden von D. im März 2012 in V. (Deutschland) einen 

Bargeldbetrag von EUR 200'000.--, den er in die Schweiz verbrachte und wovon die 

Polizei später bei ihm EUR 140'900.-- sicherstellen konnte. Einen Betrag von 

EUR 220'000.-- überliess der Beschuldigte D. als Entgelt für dessen Vermittlungstä-

tigkeit mit den deutschen Steuerbehörden. Der restliche Betrag der Belohnung, das 

heisst EUR 680'000.--, war dafür bestimmt, durch D. auf das Steuerkonto des Be-

schuldigten in Deutschland anonym einbezahlt zu werden, um so Steuerforderungen 

deutscher Steuerbehörden gegen den Beschuldigten zu erfüllen. Ob der Betrag bis 

heute tatsächlich auf sein Steuerkonto einbezahlt worden ist, konnte der Beschuldig-

te zwar auch in der Hauptverhandlung nicht bestätigen; er habe das Ganze seinem 

Mittelsmann überlassen, über welchen auch die Kontakte mit den deutschen Steuer-

behörden, welche die von ihm gelieferten Daten empfangen hätten, bestanden hät-

ten (cl. 12 pag. 12.930.4 f.). Aufgrund der Aktenlage kann jedoch davon ausgegan-

gen werden, dass die gesamte versprochene Belohnung von den deutschen Steuer-

behörden bezahlt worden ist. Gesamthaft beläuft sich der Deliktsbetrag mithin auf 

EUR 1'100'000.--, wovon dem Beschuldigten direkt und indirekt EUR 880'000.-- zu-

gekommen sind. Das wurde von ihm in der Hauptverhandlung erneut anerkannt 

(cl. 12 pag. 12.930.3 ff.). Dieser Betrag entspricht beim aktuellen Umrechnungskurs 

(EUR 1 = CHF 1.2333) CHF 1'085'297.--.  

13. Nach Art. 70 Abs. 1 StGB verfügt das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten, 

die durch eine Straftat erlangt worden sind, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wie-

derherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt werden. Sind die der 

Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so erkennt das 

Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in der gleichen Höhe (Art. 71 Abs. 1 

StGB). Das Gericht kann von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, 

wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des 

Betroffenen ernstlich behindern würde (Art. 71 Abs. 2 StGB).   

 

Im Urteil hat das Gericht über das weitere Schicksal beschlagnahmter Gegenstände 

oder Vermögenswerte zu befinden (Art. 267 Abs. 3 StPO). 

14. Der Betrag von EUR 880'000.-- unterliegt nach dem Gesagten − soweit noch vor-

handen − der Einziehung.  

Der beschlagnahmte Bargeldbetrag von EUR 140'900.-- stammt aus der Zahlung 

von D., ist also aus deliktischem Ursprung und noch vorhanden. Er ist in Überein-

stimmung mit der Anklageschrift gestützt auf Art. 70 StGB einzuziehen. 

- 15 - 

Daneben ist in der Höhe der Differenz zwischen EUR 880'000.-- und dem einzuzie-

henden Betrag von EUR 140'900.-- eine Ersatzforderung zu begründen, also eine 

solche von EUR 739'100.--. Dies wird in der Anklageschrift mit Zustimmung des Be-

schuldigten beantragt. Eine solche Ersatzforderung ist daher angemessen und auf 

den genannten Betrag festzusetzen (Art. 71 Abs. 1 und 2 StGB). 

15. Nach Art. 71 Abs. 3 StGB kann die Untersuchungsbehörde im Hinblick auf die 

Durchsetzung der Ersatzforderung Vermögenswerte des Betroffenen mit Beschlag 

belegen. Die entsprechende Inanspruchnahme geschieht, soweit notwendig, im Voll-

zugsverfahren nach den Regeln des SchKG (Urteil des Bundesgerichts 

6B_694/2009 vom 22. April 2010, E. 1.4.2). Derart beschlagnahmte Vermögenswer-

te sind grundsätzlich – sofern weder Deliktserlös noch echte oder unechte Surrogate 

darstellend – nicht einzuziehen, sondern im Hinblick auf die Vollstreckung der Er-

satzforderung im Urteil unter Beschlag zu belassen.  

16. Die Ehefrau des Beschuldigten hat – soweit ihr Rechte an den beschlagnahmten 

Vermögenswerten zukommen – im Hauptverfahren ihre Zustimmung zur Einziehung 

der Vermögenswerte im Sinne der Anklageschrift vom 19. Juni 2013 erklärt (cl. 12 

pag. 12.510.9). Vor der Hauptverhandlung hat das Gericht in Bezug auf die Ziffern 3 

und 5 des Urteilsvorschlags (Einziehung von beschlagnahmten Vermögenswerten 

unter Anrechnung an die Ersatzforderung; Anklageschrift Ziff. 6.3 und 6.5, vorne Ka-

pitel "Prozessgeschichte") den Parteien und der Drittbetroffenen eine rechtstechni-

sche Modifizierung im Sinne der vorstehenden Erwägung unterbreitet. Danach wird 

einzig der Betrag von EUR 140'900.-- förmlich eingezogen; im Übrigen wird der Voll-

zugsbehörde die Möglichkeit zur eigenhändigen Verwertung der unter Beschlag 

verbleibenden Vermögenswerte eingeräumt (cl. 12 pag. 12.300.1 ff.). Dieser Modifi-

kation haben die Parteien in der Hauptverhandlung und die Ehefrau des Beschuldig-

ten vorgängig zugestimmt (cl. 12 pag. 12.920.2; vorne "Prozessgeschichte"). Der 

geänderte Wortlaut ist aus dem Urteilsdispositiv ersichtlich (Dispositiv Ziff. I.4-I.7). 

Diese Lösung entspricht im Ergebnis jener der Parteien gemäss Urteilsvorschlag. 

17. Nebst dem obgenannten Anteil des deliktischen Erlöses wurden beim Beschuldigten 

und dessen Ehefrau diverse Vermögenswerte (Bankguthaben, Münzen- und Uhren-

sammlungen, Fahrzeuge, Ledersessel, Lederhocker, Stoffsofa) beschlagnahmt. Ein-

zelheiten ergeben sich aus Ziff. 4 der Anklageschrift (vorne "Prozessgeschichte"). 

Die in der Anklageschrift – sowie im Urteilsdispositiv – angegebenen Werte der 

Bankguthaben beziehen sich jeweils auf den Zeitpunkt der Beschlagnahme. 

Die drei auf den Beschuldigten lautenden Konti bei der Bank G. bleiben zur Deckung 

der Ersatzforderung beschlagnahmt. Anzumerken ist, dass die Valuta von Konto-

Nr. 8 auf EUR lautet, wobei der aktenkundige Saldo EUR 5'109.01 beträgt (der in der 

Anklageschrift auf S. 7 und 11 angegebene Nominalbetrag von 6'136.00 entspricht 

- 16 - 

dem damaligen Marktwert des Kontos in Schweizerfranken; cl. 11 pag. B.7.3.331 

und B.7.3.373); Ziff. 3 des Urteilsvorschlags ist entsprechend zu berichtigen. Bei 

Konto-Nr. 9 handelt es sich um ein Aktiendepot mit einem Marktwert von 

CHF 25'000.-- (cl. 3 pag. 7.3.313; cl. 11 pag. B.7. 3.373). 

Von den beiden Konti bei der Bank E., welche dem Beschuldigten und seiner Ehe-

frau gemeinsam gehören, kann die Hälfte zum gleichen Zweck ebenfalls beschlag-

nahmt bleiben, da die entsprechende Zustimmung der Ehefrau vorliegt (cl. 12 

pag. 12.510.9). Bei Konto-Nr. 4 handelt es sich um ein Mieterkautionskonto, welches 

aufgrund des Mietverhältnisses für die Familienwohnung eröffnet wurde (cl. 10 

pag. B.7.2.17). Die Fälligkeit dieses Anspruchs richtet sich nach Art. 257e OR und ist 

im heutigen Zeitpunkt unbekannt, kann aber jederzeit eintreten. Die Aufrechterhal-

tung der Beschlagnahme ist demnach verhältnismässig. 

Die sichergestellten bzw. beschlagnahmten Uhren, Münzen und Fahrzeuge sind, da 

auch diesbezüglich die Zustimmung der Ehefrau vorliegt (cl. 12 pag. 12.510.9), zur 

Deckung der Ersatzforderung ebenfalls unter Beschlag zu behalten. 

Die beschlagnahmten Möbel – Ledersessel, Lederhocker und Stoffsofa, welche vom 

Beschuldigten für EUR 6'000.-- mit Deliktserlös erworben wurden (cl. 5 pag. 13.1.41, 

13.1.73, 13.1.256) und als Surrogate grundsätzlich der Einziehung unterliegen – 

sind, da im Fall einer Verwertung die Verhältnismässigkeit zwischen Aufwand und 

Ertrag mangeln würde, an den Beschuldigten zurückzugeben (BGE 124 I 6, 10).  

Die zwei beschlagnahmten Vorsorgekonti des Beschuldigten dienen der Altersvor-

sorge. Sie sind ab ihrer Fälligkeit pfändbar (BGE 121 III 285) und es ist daher nicht 

ausgeschlossen, dass sie im Vollzugsverfahren zur Deckung der Ersatzforderung 

herangezogen werden, da die Fälligkeit der Ansprüche noch vor Ablauf der Verjäh-

rung der Ersatzforderung eintreten kann (Art. 442 Abs. 2 StPO; SCHMID, a.a.O., 

Art. 442 StPO N. 3; DERS., Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zü-

rich/St. Gallen 2009, N. 1857; zur Verjährung nach früherem Recht vgl. SCHMID, 

Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Band I, 2. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2007, Art. 70-72 StGB N. 225). Mangels aktueller Pfändbarkeit 

wird aber die strafrechtliche Beschlagnahme diesbezüglich aufgehoben, wie in der 

Anklageschrift beantragt. 

18. Die in der Anklageschrift beantragten Schuldsprüche und Sanktionen können auf-

grund des Gesagten zum Urteil erhoben werden (Art. 362 Abs. 2 StPO). 

19. In Anwendung von Art. 74 Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 38 StPO werden für den Vollzug 

der Freiheitsstrafe die Behörden des Kantons Zug als zuständig erklärt. Ein Abwei-

chen vom allgemeinen Gerichtsstand gemäss Art. 31 StPO – wonach der Kanton Zü-

- 17 - 

rich für den Strafvollzug als zuständig zu erklären wäre – ist vorliegend aus triftigen 

Gründen im Sinne von Art. 38 Abs. 1 StPO gerechtfertigt, da das Verfahren mit Er-

lass des erstinstanzlichen Urteils bereits weit fortgeschritten ist, der Beschuldigte seit 

März 2013 im Kanton Zug im vorzeitigen Strafvollzug ist (cl. 2 pag. 6.1.187) und nur 

noch wenige Monate des unbedingten Teils der Freiheitsstrafe zu vollziehen sind.  

20. Der Beschuldigte hat die Zivilansprüche der Bank A. im Grundsatz und mit einer 

Zinspflicht ab 31. Mai 2013 sowie deren Prozessentschädigung in der Höhe von 

CHF 46'996.10 anerkannt (Anklageschrift Ziff. 6.6, vorne "Prozessgeschichte"; 

Art. 360 Abs. 1 lit. f und g StPO). Davon ist lediglich Vormerk zu nehmen. 

21. Die Ehefrau des Beschuldigten hat den anzuordnenden Massnahmen zugestimmt. 

Ihr steht keine Prozessentschädigung zu; eine solche wurde auch nicht beantragt. 

22. Das Gericht entscheidet über die weiteren Rechtsfolgen wie Verfahrenskosten und 

Entschädigungen frei (Art. 362 Abs. 2 StPO e contrario i. V. m. Art. 424 Abs. 1 StPO; 

PERRIN, Commentaire Romand, CPP, Basel 2011, Art. 362 StPO N. 14). Die Höhe 

der Verfahrenskosten und der Entschädigungen bestimmt sich nach dem Reglement 

des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-

desstrafverfahren vom 31. August 2010 (BStKR; SR 173.713.162).  

 

Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Ausge-

nommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung; vorbehalten bleibt Art. 135 

Abs. 4 der Strafprozessordnung (Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Kosten der Untersu-

chungshaft und des (vorzeitigen) Strafvollzugs zählen nicht zu den Verfahrenskosten 

(Art. 422 Abs. 2 StPO; Art. 380 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 74 Abs. 5 StBOG). 

23. Der Anteil des Beschuldigten an den Kosten des Vorverfahrens beträgt gemäss An-

klageschrift CHF 36'340.90, bestehend aus einer Gebühr von CHF 14'000.-- 

und Barauslagen von CHF 22'340.90. Im Hauptverfahren reichte die Bundesanwalt-

schaft ein modifiziertes Kostenverzeichnis ein; die Ergänzung betrifft eine nachträgli-

che Rechnung des Zwangsmassnahmengerichts des Kt. Bern in der Höhe von 

CHF 1'500.-- (cl. 12 pag. 12.100.20 f.). Die beantragte Gebühr liegt innerhalb des 

gesetzlichen Rahmens von Art. 6 Abs. 3 lit. b, Abs. 4 lit. c und Abs. 5 BStKR und er-

scheint angemessen (Art. 5 BStKR). Die Auslagen werden entsprechend den dem 

Bund verrechneten oder von ihm bezahlten Beträgen festgelegt (Art. 9 Abs. 1 

BStKR). Gemäss aktualisiertem Kostenverzeichnis der Bundesanwaltschaft erwuch-

sen im Vorverfahren Auslagen von CHF 130'945.75 bzw. – exkl. Akontozahlung an 

den amtlichen Verteidiger – von CHF 90'945.75. Nach Abzug der nicht auferlegbaren 

Kosten des vorzeitigen Strafvollzugs, der Untersuchungshaft und damit zusammen-

hängender Gefangenentransporte ergeben sich auferlegbare Auslagen aus jenem 

Verfahrensstadium in der Höhe von CHF 23'840.--. Die Gerichtsgebühr (inkl. Ausla-

- 18 - 

gen) ist auf CHF 2'200.-- festzusetzen (Art. 424 Abs. 2 StPO; Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und 

Art. 7 lit. b BStKR). Der Totalbetrag der Kosten für das Verfahren (ohne jene für die 

amtliche Verteidigung; vgl. unten E. 24) lautet somit auf CHF 40'040.--. Der Beschul-

digte hat sich gemäss Ziff. 6.8 der Anklageschrift zur Übernahme von Kosten des 

Vorverfahrens in der Höhe von CHF 36'340.90 bereit erklärt, wobei die Parteien 

punkto Auslagen von einem unvollständigen Kostenverzeichnis ausgingen. Demzu-

folge sind dem Beschuldigten Kosten von insgesamt CHF 40'040.-- aufzuerlegen. 

24. Das Gericht legt die Entschädigung der amtlichen Verteidigung am Ende des Verfah-

rens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO). Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwalts-

tarif des Bundes entschädigt (Art. 135 Abs. 1 StPO), mithin gemäss BStKR (E. 22).  

Rechtsanwalt Andreas C. Huwyler war ab 26. Juli 2012 erbetener Verteidiger des 

Beschuldigten (cl. 6 pag. 16.1.1 f.) und wurde mit Wirkung per 22. August 2012 als 

dessen amtlicher Verteidiger bestellt (cl. 6 pag. 16.1.34 f.). Nach Prüfung der in der 

Hauptverhandlung eingereichten Kostennote (cl. 12 pag. 12.720.1 ff.) ist in Anwen-

dung von Art. 11-14 BStKR die Entschädigung für die amtliche Verteidigung auf 

CHF 49'500.-- (inkl. MWST) festzusetzen. Die im Vorverfahren geleistete Akontozah-

lung von CHF 40'000.-- ist davon in Abzug zu bringen (cl. 8 pag. 24.1.55).  

Die Rückerstattungspflicht des Verurteilten ergibt sich aus Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Für die Aufwendungen der erbetenen Verteidigung, mithin die vor dem 22. Au-

gust 2012 erbrachten anwaltlichen Leistungen, ist dem Beschuldigten keine Ent-

schädigung zuzusprechen (Art. 429 StPO e contrario). 

25. Der Beschuldigte wurde darauf hingewiesen, dass er mit Zustimmung zum abge-

kürzten Verfahren auf ein ordentliches Verfahren sowie auf Rechtsmittel verzichtet, 

soweit diese über die in Art. 362 Abs. 5 StPO vorgesehenen Rügen hinausgehen.  

26. Nach der Urteilseröffnung in der Hauptverhandlung vom 22. August 2013 haben alle 

Parteien auf ein Rechtsmittel verzichtet (cl. 12 pag. 12.920.9). Das Urteil erwuchs 

damit in Rechtskraft und ist vollstreckbar (Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO per analogiam). 

- 19 - 

Die Strafkammer erkennt: 

I.  

1. B. wird des qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 Abs. 2 i.V.m. 

Abs. 3, 2. Satzteil StGB), der Geldwäscherei (Art. 305
bis

 Ziff. 1 StGB), der Verlet-

zung des Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 StGB) und der Verletzung des Bankge-

heimnisses (Art. 47 BankG) schuldig gesprochen. 

2. B. wird mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten bestraft. Davon wird der Vollzug 

von 18 Monaten bedingt aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von 

2 Jahren (Art. 27, 40, 43, 44, 47 und 49 StGB). 

Die Untersuchungshaft von total 220 Tagen wird auf die Freiheitsstrafe angerechnet 

(Art. 51 StGB). 

3. Für den Vollzug der Freiheitsstrafe wird der Kanton Zug als zuständig erklärt (Art. 74 

Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 38 StPO). 

4. Das beschlagnahmte Bargeld von EUR 140'900.-- wird eingezogen (Art. 70 StGB). 

5. Zu Lasten von B. und zu Gunsten der Eidgenossenschaft wird eine Ersatzforderung 

von EUR 739'100.-- begründet (Art. 71 StGB).  

6. Die folgenden Gegenstände und Vermögenswerte bleiben zur Deckung der Ersatz-

forderung beschlagnahmt (Art. 71 Abs. 3 StGB) und können von der Vollzugsbehör-

de, unter Anrechnung des Erlöses an die Ersatzforderung, eigenhändig verwertet 

werden: 

6.1 das Bargeld von CHF 600.--; 

6.2 die auf B. lautenden Bankguthaben bei der Bank G. (Konto-Nr. 7, CHF 20'529.95; 

Konto-Nr. 8, EUR 5'109.01; Konto-Nr. 9, CHF 25'000.--) samt aufgelaufenem 

Zinsbetreffnis; 

6.3 die Hälfte der auf B. und C. lautenden Bankguthaben bei der Bank E. (Konto-Nr. 3, 

CHF 12'511.15; Konto-Nr. 4, CHF 2'257.95) samt der Hälfte des aufgelaufenen 

Zinsbetreffnisses; 

6.4 Münzen und Uhren:  

a.  gemäss Verzeichnissen der Kantonspolizei Zürich vom 26./27. Juli 2012: 

 

- 20 - 

Bezeichnung 
Nr. laut Sicherstellungs-
Verzeichnis Kantonspolizei 
Zürich vom 26.07.2012  
(cl. 3 pag. 8.3.13-8.3.17) 

Münzkoffer „Leuchtturm“, silberfarben mit 2 Münzrollen und 
Währungsmark 

1 

 Münztableau mit 12 Münzen 1/1 

 Münztableau mit 14 Münzen 1/2 

 Münztableau mit 44 Münzen 1/3 

 Münztableau mit 12 Münzrollen 1/4 

 Münztableau mit 25 Münzen 1/5 

 Leere Münztableaus 1/6 bis 1/10 

Münzkoffer, schwarz 2 

 Münztableau mit 33 Münzen 2/1 

 Münztableau mit 16 Münzen 2/2 

 Münztableau mit 11 Münzen 2/3 

 Münztableau mit 40 Münzen 2/4 

 Leeres Münztableau 2/5 

 Münztableau „Linder“, mit 33 Münzen 3 

 Münztableau „Linder“, mit 16 Münzen 4 

 Münztableau „Linder“, mit 21 Münzen 5 

 Münztableau „Linder“, mit 24 Münzen 6 

 Münztableau „Linder“, mit 12 Münzen 7 

 Münztableau „Linder“, mit 30 Münzen 8 

 Münztableau „Linder“, mit diversen Münzen 9 

 Münztableau „Linder“, mit 49 Münzen 10 

 Münztableau „Linder“, mit 34 Münzen 11 

 Münztableau „Linder“, mit 25 Münzen 12 

 Münztableau „Linder“, mit 29 Münzen 13 

 Münztableau „Linder“, mit 13 Münzen 14 

 Münztableau „Linder“, mit 10 Münzen 15 

 Münztableau „Linder“, mit 22 Münzen 16 

 Münztableau „Linder“, mit 42 Münzen 17 

 Münztableau „Linder“, mit 20 Münzen 18 

 Münztableau „Linder“, mit 30 Münzen 19 

 Münztableau „Linder“, mit 12 Münzen, 1 Ring und 

Armkette 

20 

 Münzkoffer, grün mit 67 Münzen, 1 Medaille 21 

Münzkoffer, silberfarben 22 

 Münzset, Olympiade Seoul 1986 22/1 

 Münzset, Olympiade Seoul 1986 22/2 

 Münze 1 Doller, Australien 1996 22/3 

- 21 - 

 Münzset, Philippinen 1975 22/4 

 Münzset, „Banknoten-Münzen“ Cook Islands 2003 22/5 

 Münzset, Barbados 1973 22/6 

 Münzset, Panama 1975 22/7 

 Münzset, Bahamas 1974 22/8 

 Münzset, Malta 2003 22/9 

 Münzset, Kanada 1989 22/10 

 Münzset, Grossbritanien 1967 22/11 

 Münzset, Olympiade Seoul 1982 22/12 

 2 goldfarbene 5 Cent Münzen 22/13 

Holzschatulle mit diversen Uhren  23 

Herrenarmbanduhr Jaeger-LeCoutre „Reverso Squadra“ 24 

Kartonschachtel mit diversen Armbanduhren 25 

Herrenarmbanduhr Zenith “Grand Class” 26 

Köfferchen schwarz mit Samtausstattung 27 

Herrenarmbanduhr Omega 28 

Herrenarmbanduhr Jaeger-LeCoultre, viereckig 29 

Herrenarmbanduhr IWC „Aquamariner“ 30 

Herrenarmbanduhr MontBlanc 31 

Herrenarmbanduhr Sinn 32 

Herrenarmbanduhr Rolex „Oyster Perpetual Datei“ 33 

Herrenarmbanduhr Chronoswiss 34 

Herrenarmbanduhr Zenith „Class“ 35 

Herrenarmbanduhr Zenith „Port-Royal“ 36 

Herrenarmbanduhr Rolex „Deep Sea“ 37 

Armbanduhr Du Bois, Gravur Anniversaire 1812 Kurzbericht Kantonspolizei 
Zürich vom 27.07.2012  
(cl. 3 pag. 8.5.9-8.5.10) 

 

b. gemäss Fotodokumentation der Kantonspolizei Zug vom 31. August 2012  

(cl. 9 pag. B.7.1.68 und cl. 4 pag. 10.0.226-10.0.347): 

 

Nr.  Anzahl Bezeichnung 

1 7 Vreneli + Helvetia 20.00 Franken 

2 5 Vreneli + Helvetia 20.00 Franken 

3 6 France 20 Francs Gold 

4 4 Belgien 20 Francs Gold 

5 1 Preussen 20 Mark 1888 Fälschung a.d. Zeit 7.9 

6  Preussen 20 Mark 1886 Gold 

7 2 Austria 1 Dukat NP 

8  Medaille Kennedy Gold 1963 

- 22 - 

9  Medaille Venezuela Gold 

10  Th. Storm Goldmedaille 

11  USA 20 $ 1895 Gold Eagle 

12  Austria 4 Dukat Gold 

13  Austria Def. Münze 20 Kronen, Goldwert 

14  Hoechst 100 Jahre Gold  

15  CH 50 Franken Expo 2002 Gold 

16  CH 50 Franken Autosalon 2005 Gold 

17  CH 50 Franken Autosalon 2005 Gold 

18  CH 5 Franken Cu-Ni Murten 

19  Canada 1 $ 1987 PP AR  

20  CH 2004 FIFA AR 

21  USA 1 $ AR 1889 

22  Korea Süd AR Münze 87 

23  CH Gedenk 5 Franken 1983 PP 

24  Deutschland Fussball WM 2006 

25 2 MS CH 2010 Stgl. 

26  MS CH nicht Original Cu-Ni 

27 2 MS 2006 Swiss Mint 

28 2 MS 2008 Swiss Adler Stgl.  

29 2 MS 2009 Swiss Hirsch Stgl. 

30  200 Jahre USA Gedenk Isle of Man 

31 2 CH 2007 MS Steinbock 

32 1 MS 1991 PP 

33 1 MS 2011 Zibelemärit Stgl.  

34 1 MS Argentinien Stgl. 

35 2 MS 2006 Bernina Stgl. 

36 1 MS CH 1983 Stgl. 

37  USA 1 $ Carson City 

38  Italien Euro Set 2001 

39  Mexico Münzset AR Fussball 

40  USA 200 Jahre Set AR 

41  Med. AR Post mit Beschreibung 

42  USA 200 Jahre Set AR  

43  Gibraltar 25 Pence AR 1977 

44  2011 50 Franken Goldmünze CH 

45 2 2009 50 Franken Goldmünzen CH 

46  2007 50 Franken Gedenkmünze CH (Holzer) 

47 2 2010 50 Franken Gedenkmünzen CH (Anker) 

48 2 2008 50 Franken Gedenkmünzen CH (Erde) 

49  20 Franken Gedenkmünze Max Frisch Probe  

50  10 Franken Gedenkmünze Murmeltier 2010 Probe 

51  10 Franken Gedenkmünze 2005 PP 

52  5 Franken Gedenkmünze 2003 PP 

53 20  Div. CH Gedenkmünzen CH AR nur Nominalwert 

- 23 - 

6.5 Fahrzeuge: 

a.  Jeep Cherokee 2.8 CRD; 

b.  Mercedes-Benz CLK 200 K Cabrio. 

7. Die Beschlagnahme wird aufgehoben betreffend: 

7.1 die auf B. lautenden Vorsorge-Konti Säule 3a bei der Vorsorgestiftung F. der Bank 

G. (Konto-Nr. 5, CHF 8'981.85; Konto-Nr. 6, CHF 13'841.40); 

7.2 Ledersessel dunkelgrau, Lederhocker dunkelgrau und Stoffsofa grau/schwarz. 

8. Es wird davon Vormerk genommen, dass B. die Zivilansprüche der Bank A. (inkl. 

Zins ab 31. Mai 2013) im Grundsatz, sowie deren Anspruch auf Prozessentschädi-

gung in der Höhe von CHF 46'996.10, anerkennt. 

9. Rechtsanwalt Andreas C. Huwyler wird für die amtliche Verteidigung von B. mit 

CHF 49'500.-- (inkl. MWST) aus der Kasse der Eidgenossenschaft entschädigt 

(Art. 135 Abs. 1 StPO). 

  B. hat die Entschädigung für die amtliche Verteidigung an die Eidgenossenschaft 

zurückzuzahlen, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 

Abs. 4 StPO).  

10. Die weiteren Kosten des Verfahrens in der Höhe von CHF 40'040.--, bestehend aus 

Kosten des Vorverfahrens von CHF 37'840.-- sowie einer Gerichtsgebühr inkl. Aus-

lagen des Gerichts von CHF 2'200.--, werden B. auferlegt (Art. 422 ff. StPO).  

II. 

1. Dieses Urteil wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Vorsitzenden 

mündlich begründet. Den anwesenden Parteien wird das Urteilsdispositiv ausge-

händigt. 

2. Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird zugestellt an 

- Bundesanwaltschaft 

- Rechtsanwalt Ernst F. Schmid (Vertreter der Privatklägerin) 

- Rechtsanwalt Andreas C. Huwyler (Verteidiger des Beschuldigten) 

Eine auszugsweise Ausfertigung wird zugestellt an 

-  Rechtsanwalt Rainer Riek (Vertreter der Drittbetroffenen; Urteilsdispositiv 

Ziff. I.6, I.7 und II samt zugehörigen Erwägungen) 

 

- 24 - 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

- Bank G. (auszugsweise: Urteilsdispositiv Ziff. I.6.2 und II) 

- Bank E. (auszugsweise: Urteilsdispositiv Ziff. I.6.3 und II) 

- Vorsorgestiftung F. der Bank G. (auszugsweise: Urteilsdispositiv Ziff. I.7.1 und 

II) 

 

Hinweis 

Die Parteien haben nach der mündlichen Eröffnung dieses Urteils auf ein Rechtsmittel verzichtet.  
 

 

 

 

 

 

     Versand: 3. September 2013