# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd744464-22ee-5b1d-ac90-13105f0faabf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.03.2015 A-207/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-207-2014_2015-03-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 23.05.2016 (2C_348/2015) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-207/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  6 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richter André Moser, Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiber Pascal Baur. 

 

 
 

Parteien 

 
1. Axpo Power AG,  

Parkstrasse 23, 5401 Baden,   

2. Kernkraftwerk Leibstadt AG,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,  

3. Kraftwerke Linth-Limmern AG,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

4. Kraftwerke Sarganserland AG,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

5. Kraftwerke Vorderrhein AG,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

6. Albula-Landwasser Kraftwerke AG,  

Wasserweg, 7477 Filisur,   

7. FMM, Forces Motrices de Mauvoisin S.A.,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

8. KWM, Kraftwerke Mattmark AG,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

9. OIM, Officine idroelettriche di Mesolcina SA,  

c/o Axpo Power AG, Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden,   

10. Kraftwerk Göschenen AG,  

Hirschengraben 33, Postfach, 6002 Luzern,   

11. AG Kraftwerk Wägital,  

Eisenburgstrasse 21, 8854 Siebnen,   

12. Lizerne et Morge SA,  

Rue de l'Industrie 43, 1950 Sion,   

13. Officine Idroelettriche della Maggia SA,  

Via in Selva 11, 6604 Locarno, 

14. Officine Idroelettriche di Blenio SA,  

Via in Selva 11, 6604 Locarno, 

15. Kraftwerke Hinterrhein AG,  

Spitalstrasse 7, 7430 Thusis,   

alle vertreten durch Dr. Jürg Borer, Schellenberg Wittmer 

AG, Löwenstrasse 19, Postfach 1876, 8021 Zürich,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 

 
Swissgrid AG,  

Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg,   

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Verzugszinsen auf der Rückerstattung für in den Jahren 

2009 und 2010 geleistete SDL-Akontozahlungen. 

 

 

A-207/2014 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verordnung vom 12. Dezember 2008 änderte der Bundesrat die Strom-

versorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV, SR 734.71) per 1. 

Januar 2009 in mehreren Punkten ab und ergänzte sie um verschiedene 

diese Änderung betreffende Übergangsbestimmungen (vgl. AS 2008 

6467). Eine dieser Bestimmungen, Art. 31b StromVV (per 1. März 2013 

aufgehoben durch Ziff. I der Verordnung vom 30. Januar 2013 [AS 2013 

559]; nachfolgend: aArt. 31b StromVV), verpflichtete die nationale Netzge-

sellschaft bzw. die Swissgrid AG, den Netzbetreibern und den am Übertra-

gungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern in den Jahren 2009-

2013 die Kosten für allgemeine Systemdienstleistungen (SDL) höchstens 

im Umfang von 0,4 Rappen pro kWh anzulasten (Abs. 1). Ausserdem ver-

pflichtet sie sie, in diesem Zeitraum den Teil der Kosten der allgemeinen 

SDL (nachfolgend: SDL-Kosten), der mit diesem Tarif nicht gedeckt werden 

könne, den Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung 

von mindestens 50 MW gemäss deren Anteil an der Bruttoenergieerzeu-

gung individuell in Rechnung zu stellen (Abs. 2). 

B.  

B.a Mit Verfügung vom 6. März 2009 legte die Eidgenössische Elektrizi-

tätskommission ElCom den Tarif für allgemeine SDL für das Jahr 2009 auf 

0,77 Rappen pro kWh fest und lastete 0,4 Rappen den Endverbrauchern 

an (Dispositivziffer 2). Weiter setzte sie den Anteil, den die – im Anhang 2 

der Verfügung aufgelisteten – Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer 

elektrischen Leistung von mindestens 50 MW übernehmen sollten, auf 

0,45 Rappen pro kWh fest (Dispositivziffer 3). Sie führte dazu aus, die 

Swissgrid AG habe ihr nach Bekanntwerden der tatsächlichen SDL-Kosten 

einen Bericht zur Genehmigung vorzulegen und die genehmigten anre-

chenbaren Kosten den erwähnten Kraftwerkbetreiberinnen individuell 

nachzubelasten oder gutzuschreiben.  

B.b Mit einer analogen Verfügung vom 4. März 2010 legte die ElCom den 

Tarif für allgemeine SDL für das Jahr 2010 auf 0,76 Rappen pro kWh fest 

und auferlegte 0,4 Rappen den Netzbetreibern und den am Übertragungs-

netz direkt angeschlossenen Endverbrauchern (Dispositivziffer 4). Ausser-

dem setzte sie den von den Betreiberinnen von Kraftwerken mit einer 

elektrischen Leistung von mehr als 50 MW zu übernehmenden Betrag auf 

0,42 Rappen pro kWh fest (Dispositivziffer 5). 

A-207/2014 

Seite 4 

C.  

Die im Rubrum aufgeführten Elektrizitätsunternehmen, allesamt Kraftwerk-

betreiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, erhoben gegen die 

beiden Verfügungen der ElCom keine Beschwerde. Sie bezahlten ausser-

dem die von der Swissgrid AG für die Jahre 2009 und 2010 gestellten Akon-

torechnungen für ihren Anteil an den SDL-Kosten (nachfolgend: SDL-

Akontorechnungen), allerdings nur unter Vorbehalt und ohne Anerkennung 

einer Schuldpflicht. 

D.  

Mit Urteil A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 (teilweise abgedruckt in 

BVGE 2010/49) hiess das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde 

der Gommerkraftwerke AG, einer weiteren Kraftwerkbetreiberin im Sinne 

von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, gegen die Verfügung der ElCom vom 

6. März 2009 teilweise gut und hob Dispositivziffer 2 Satz 2, wonach die 

SDL-Kosten den Endverbrauchern nur im Umfang von 0,4 Rappen pro 

kWh angelastet werden dürfen, sowie Dispositivziffer 3 dieser Verfügung 

mit Bezug auf sie auf. Zur Begründung führte es aus, Abs. 2 von aArt. 31b 

StromVV sei verfassungs- und gesetzeswidrig, Abs. 1 gesetzeswidrig. Die-

ses Urteil blieb unangefochten und wurde rechtskräftig. 

E.  

E.a Mit Verfügung vom 14. April 2011 genehmigte die ElCom die SDL-Kos-

ten für das Tarifjahr 2009 (Dispositivziffer 1). Gegen diese Verfügung erho-

ben (u.a.) die im Rubrum aufgeführten Kraftwerkbetreiberinnen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Mit Urteil A-3103/2011 vom 

9. Mai 2012 hiess dieses die Beschwerde im Sinne der Erwägungen aus 

formellen Gründen (Verletzung des rechtlichen Gehörs) gut, soweit darauf 

einzutreten war, und wies die Angelegenheit zur Fortsetzung des Verfah-

rens an die ElCom zurück. Da es in seinen Erwägungen ausführte, Dispo-

sitivziffer 3 der Verfügung der ElCom vom 6. März 2009 sei gegenüber den 

beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiberinnen in formelle Rechtskraft er-

wachsen und lege somit deren Zahlungspflicht verbindlich fest (vgl. E. 4.5 

des Urteils), zogen diese das Urteil ans Bundesgericht weiter.  

E.b Mit Urteil vom 27. März 2013 in den vereinigten Verfahren 

2C_572/2012 und 2C_573/2012 hiess das Bundesgericht ihre Beschwer-

den gut und hob das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf, soweit die-

ses sie verpflichte, als Kraftwerkbetreiberinnen für das Tarifjahr 2009 einen 

Teil der SDL-Kosten zu übernehmen. Ausserdem hob es Dispositivziffer 3 

A-207/2014 

Seite 5 

der Verfügung der ElCom vom 6. März 2009 in Bezug auf sie auf. Zur Be-

gründung führte es aus, diese Verfügung sei als Zwischenverfügung zu 

qualifizieren und lege daher die Zahlungspflicht der betroffenen Kraftwerk-

betreiberinnen, die sich mit Art. 31b StromVV unbestrittenermassen auf 

eine gesetzeswidrige Grundlage stütze, nicht verbindlich fest; Dispositivzif-

fer 3 der Verfügung könne deshalb im Rahmen der Beschwerde gegen die 

Endverfügung der ElCom vom 14. April 2011 noch angefochten werden 

(vgl. E. 3.1 ff. des Urteils).  

F.  

Am 28. Mai 2013 erstattete die Swissgrid AG (u.a.) den im Rubrum aufge-

führten Kraftwerkbetreiberinnen die Akontozahlungen (nachfolgend: SDL-

Akontozahlungen) zurück, die sie für ihren (vermeintlichen) Anteil an den 

SDL-Kosten für das Tarifjahr 2009 geleistet hatten.  

G.  

Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 stellte die ElCom fest, dass (u.a.) die im 

Rubrum aufgeführten Kraftwerkbetreiberinnen (auch) für das Tarifjahr 2010 

nicht mit SDL-Kosten belastet werden dürfen, und wies die Swissgrid AG 

an, die entsprechenden Akontozahlungen zurückzuzahlen, was diese am 

4. Oktober 2013 tat. 

H.  

Bereits am 17. Juli 2013 hatte die ElCom das seit dem 6. Juli 2011 hängige 

Verfahren betreffend Rückerstattung der SDL-Akontozahlungen für die Ta-

rifjahre 2009 und 2010 der im Rubrum aufgeführten Kraftwerkbetreiberin-

nen, das sie für die Dauer der Rechtsmittelverfahren gegen ihre Verfügung 

vom 14. April 2011 sistiert gehabt hatte, wieder aufgenommen. Mit Verfü-

gung vom 14. November 2013 setzte sie die von der Swissgrid AG zu be-

zahlenden (Rest-) Beträge fest (Dispositivziffern 1-15; jeweils aufgeteilt in 

Teilbeträge für die Tarifjahre 2009 und 2010, zuzüglich Verzugszins von 5 

% ab dem 28. Mai 2013 [auf den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2009] bzw. 

dem 4. Oktober 2013 [auf den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2010]). Bei der 

Berechnung der (Rest-) Beträge ging sie davon aus, auf den geleisteten 

Akontozahlungen sei aufgrund eines Schreibens der Swissgrid AG vom 

9. Februar 2011, in dem diese einen Rückerstattungsanspruch der Kraft-

werkbetreiberinnen, die gegen die Tarifverfügungen der Elcom vom 

6. März 2009 und 4. März 2010 keine Beschwerde geführt hatten, ver-

neinte, ab dem 10. Februar 2011 ein Verzugszins von 5 % geschuldet. Die 

Gebühren für die Verfügung auferlegte sie zu einem Viertel der Swissgrid 

AG und zu drei Vierteln den Kraftwerkbetreiberinnen (Dispositivziffer 17). 

A-207/2014 

Seite 6 

I.  

Gegen diese Verfügung der Elcom (nachfolgend: Vorinstanz) erheben die 

im Rubrum aufgeführten Kraftwerkbetreiberinnen (nachfolgend: Beschwer-

deführerinnen) am 13. Januar 2014 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragen, die Swissgrid AG (nachfolgend: Beschwer-

degegnerin) sei zu verpflichten, ihnen über die in der angefochtenen Ver-

fügung zugesprochenen Beträge hinaus jeweils die Beträge zu bezahlen, 

die sich zusätzlich ergäben, wenn auf den SDL-Akontozahlungen bereits 

ab dem Zeitpunkt ihrer Entrichtung (Valutadatum) ein Verzugszins von 5 % 

berechnet werde, zuzüglich Verzugszins von 5 % ab dem 28. Mai 2013 auf 

den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2009 bzw. ab dem 4. Oktober 2013 auf 

den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2010 (Antrag 1). Ausserdem seien die 

Gebühren des vorinstanzlichen Verfahrens in Aufhebung von Dispositivzif-

fer 17 der angefochtenen Verfügung (vollumfänglich) der Beschwerdegeg-

nerin aufzuerlegen (Antrag 2).  

Eventualiter beantragen sie, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich-

ten, ihnen über die in der angesprochenen Verfügung zugesprochenen Be-

träge hinaus jeweils die Beträge zu bezahlen, die sich zusätzlich ergäben, 

wenn auf den SDL-Akontozahlungen ab dem Zeitpunkt ihrer Entrichtung 

(Valutadatum) bis zum 8. Juli 2010 (Datum des Urteils  

A-2607/2009 des Bundesverwaltungsgerichts; vgl. Bst. D) ein Bereiche-

rungszins von 4,55 % und ab diesem Zeitpunkt ein Verzugszins von 5 % 

berechnet werde, zuzüglich Verzugszins von 5 % ab dem 28. Mai 2013 auf 

den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2009 bzw. ab dem 4. Oktober 2013 auf 

den Teilbeträgen für das Tarifjahr 2010 (Eventualantrag 1).  

Sub-, subsub-, subsubsub- und subsubsubsubeventualiter stellen sie vier 

weitere Begehren, die sich vom Eventualantrag 1 im Wesentlichen dadurch 

unterscheiden, dass der Zeitpunkt, ab dem auf den SDL-Akontozahlungen 

anstelle eines Bereicherungszinses von 4,55 % ein Verzugszins von 5 % 

berechnet werden soll, zunehmend später eintritt (18. August 2010, 11. No-

vember 2010, 13. Januar 2011 und 11. Februar 2011; Eventualanträge 2-

5). 

J.  

Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 24. Februar 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie (teilweise im-

plizit) vor, der Verzug der Beschwerdegegnerin sei nicht bereits im Zeit-

punkt der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen und auch nicht in einem 

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anderen von den Beschwerdeführerinnen genannten Zeitpunkt eingetre-

ten. Massgeblich sei vielmehr der in der angefochtenen Verfügung ge-

nannte Zeitpunkt (10. Februar 2011). Den Beschwerdeführerinnen stehe 

im Weiteren kein Bereicherungszins zu. 

K.  

Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 

25. März 2014, der sie eine Liste mit den Valutadaten der von den Be-

schwerdeführerinnen geleisteten SDL-Akontozahlungen beilegt, ebenfalls 

die Abweisung der Beschwerde. Wie die Vorinstanz ist sie der Ansicht, die 

von den Beschwerdeführerinnen genannten Zeitpunkte für den Eintritt des 

Verzugs bzw. den Beginn des Zinsenlaufs seien nicht einschlägig. Wie 

diese bestreitet sie zudem einen Anspruch der Beschwerdeführerinnen auf 

Bereicherungszins. 

L.  

Am 8. April 2014 bezahlt die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführe-

rinnen die in der angefochtenen Verfügung festgesetzten Beträge, zuzüg-

lich Verzugszins von 5 % ab dem 28. Mai 2013 auf den Teilbeträgen für 

das Tarifjahr 2009 bzw. ab dem 4. Oktober 2013 auf den Teilbeträgen für 

das Tarifjahr 2010. 

M.  

Die Beschwerdeführerinnen halten in ihrer Replik vom 9. Mai 2014 an der 

Beschwerde fest und konkretisieren – gestützt auf die erwähnte Liste mit 

den Valutadaten der SDL-Akontozahlungen und unter Berücksichtigung 

der von der Beschwerdegegnerin am 8. April 2014 geleisteten Zahlungen 

– ihre Begehren (jeweils bezifferte Forderungen für die Tarifjahre 2009 und 

2010, zuzüglich Verzugszins von 5 % ab dem 8. April 2014); ausserdem 

äussern sie sich ergänzend. 

N.  

Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2014 an 

ihrer Beschwerdeantwort fest und macht vereinzelte zusätzliche Bemer-

kungen. 

O.  

Die Vorinstanz beantragt in ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2014 weiter-

hin die Abweisung der Beschwerde und nimmt ergänzend Stellung.  

P.  

Die Beschwerdeführerinnen bekräftigen in ihren Schlussbemerkungen 

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Seite 8 

vom 24. Juni 2014 ihre Begehren und äussern sich ergänzend namentlich 

zur Frage des Anspruchs auf Bereicherungszins. 

Q.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

Eintreten 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von einer Vo-

rinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme gemäss Art. 32 

VGG vorliegt.  

Die angefochtene Verfügung ist eine Verfügung im erwähnten Sinn und 

stammt von einer eidgenössischen Kommission gemäss Art. 33 Bst. f 

VGG; eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Der Vorinstanz 

kommt weiter hinsichtlich Streitigkeiten, welche die Anwendung des Strom-

versorgungsgesetzes vom 23. März 2007 (StromVG, SR 734.7) und seiner 

Ausführungsbestimmungen betreffen, eine umfassende Entscheidkompe-

tenz zu (vgl. Art. 22 Abs. 1 und 2 StromVG; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.1.2.4 f.). Mit der ange-

fochtenen Verfügung entschied sie über die Folgen, die daraus resultieren, 

dass die Beschwerdeführerinnen der Beschwerdegegnerin für die Tarif-

jahre 2009 und 2010 Akontozahlungen für den Anteil an den SDL-Kosten 

leisteten, den sie gemäss der damals geltenden verfassungs- und geset-

zeswidrigen Bestimmung von aArt. 31b Abs. 2 StromVV übernehmen soll-

ten. Sie war entsprechend zum Erlass der Verfügung befugt. Das Bundes-

verwaltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (vgl. auch Art. 23 StromVG). 

1.2 Zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 48 Abs. 1 

VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat 

oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene 

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Seite 9 

Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerinnen beteiligten 

sich am vorinstanzlichen Verfahren, drangen mit ihren Rechtsbegehren je-

doch nur teilweise durch. Sie sind somit formell und materiell beschwert 

und ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert. 

1.3  

1.3.1 Streitgegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist 

das durch die angefochtene Verfügung geregelte Rechtsverhältnis, soweit 

es im Streit liegt. Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Be-

hörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, an-

sonsten sie in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingreifen 

würde (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.8). Aus prozessökonomischen 

Gründen kann allerdings ausnahmsweise auf Begehren, die über den  

vorinstanzlichen Streitgegenstand hinausgehen, eingetreten werden, 

wenn sie zu diesem einen (sehr) engen Bezug haben und die Verwaltung 

im Laufe des Verfahrens Gelegenheit hatte, sich zur neuen Streitfrage zu 

äussern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.254/2004 vom 7. Februar 2005 

E. 2.3 mit Hinweisen; BVGE 2009/37 E. 1.3.1; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-832/2014 vom 20. August 2014 E. 1.3; MOSER/ 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.210). 

1.3.2 Vorliegend ist – auch wenn die Beschwerdeführerinnen in ihrem Sub-

subsubsubeventualbegehren (Eventualantrag 5) versehentlich vom 11. 

Februar 2011 ausgehen – unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin auf 

den Rückerstattungsforderungen der Beschwerdeführerinnen ab dem von 

der Vorinstanz für den Verzugseintritt als massgeblich erachteten Zeit-

punkt, d.h. dem 10. Februar 2011, einen Verzugszins von 5 % zu entrichten 

hatte. Streitig ist jedoch einerseits, ob der Verzug bereits mit der Entrich-

tung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen eintrat und die Beschwer-

degegnerin daher ab diesem Zeitpunkt bis zu dem von der Vor-instanz für 

den Verzugseintritt als massgeblich erachteten späteren Zeitpunkt zusätz-

liche Verzugszinsen zu bezahlen hat (vgl. Antrag 1). Umstritten ist ande-

rerseits, ob die Beschwerdeführerinnen für den Fall, dass dies zu vernei-

nen ist, ab der Entrichtung der SDL-Akontozahlungen bis zum  

– ebenfalls streitigen – massgeblichen späteren Zeitpunkt des Verzugsein-

tritts Anspruch auf Bereicherungszins haben (vgl. die verschiedenen Even-

tualanträge). Streitig ist zudem die Verlegung der Kosten des vor-instanz-

lichen Verfahrens (vgl. Antrag 2). 

A-207/2014 

Seite 10 

1.3.3 Während die Beschwerdeführerinnen mit Antrag 1 nicht über den 

Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens hinausgehen, da sie be-

reits dort Verzugszins ab Entrichtung der SDL-Akontozahlungen geltend 

machten, und die mit Antrag 2 geforderte Kostenverlegung der vor der Vo-

rinstanz verlangten entspricht, beantragen sie Bereicherungszins erstmals 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren. Auf dieses Begehren müsste somit 

im Prinzip nicht eingetreten werden, zumal es sich hinsichtlich der tatsäch-

lichen Anspruchsvoraussetzungen vom Begehren auf zusätzlichen Ver-

zugszins unterscheidet. Es hat allerdings einen engen Bezug zu diesem 

Begehren und damit zum Streitgegenstand des vor-instanzlichen Verfah-

rens. Die Vorinstanz konnte sich im Rahmen des vorliegenden Beschwer-

deverfahrens zudem dazu äussern, ebenso die Beschwerdegegnerin. Da 

Erstere in ihren Stellungnahmen einen Anspruch der Beschwerdeführerin-

nen auf Bereicherungszins verneint, sprechen weiter auch prozessökono-

mische Gründe für ein ausnahmsweises Eintreten auf dieses Begehren. 

Die Frage braucht letztlich jedoch nicht abschliessend beantwortet zu wer-

den, wäre das Begehren doch – wenn darauf eingetreten werden dürfte – 

abzuweisen (vgl. E. 13). 

1.4 Die Beschwerde wurde im Weiteren frist- und formgerecht eingereicht 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb – unter Vorbehalt 

der vorstehenden Ausführungen (vgl. E. 1.3.3) – darauf einzutreten ist. 

Kognition 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft angefochtene Verfügungen auf 

Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Miss-

brauch des Ermessens, unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und – grundsätzlich – Unangemessenheit 

(vgl. Art. 49 VwVG). Soweit es um Verfügungen der Vorinstanz geht, ist 

allerdings zu beachten, dass diese keine gewöhnliche Vollzugsbehörde ist, 

sondern eine verwaltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen 

Kompetenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer 

Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung bei der Über-

prüfung ihrer Verfügungen, befreit das Bundesverwaltungsgericht aber 

nicht davon, die Rechtsanwendung auf die Vereinbarkeit mit Bundesrecht 

zu überprüfen. Die Vorinstanz amtet sodann in einem höchst technischen 

Bereich, in dem sowohl Fachfragen im Bereich der Stromversorgung als 

auch solche mit ökonomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Dabei 

steht ihr – wie anderen Behördenkommissionen auch – ein eigentliches 

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Seite 11 

"technisches Ermessen" zu. Bei der Beurteilung ausgesprochener Fach-

fragen darf ihr daher ein gewisser Ermessens- und Beurteilungsspielraum 

belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfas-

send durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3; 132 II 257 E. 3.2; 131 II 13 

E. 3.4; 131 II 680 E. 2.3.2; BVGE 2009/35 E. 4; Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 2; MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.). 

Rechtliches Gehör  

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen in formeller Hinsicht vor, die Vor-

instanz habe ihr Recht auf Orientierung als Teilgehalt des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör verletzt, weshalb die angefochtene Verfügung bereits 

aus formellen Gründen aufzuheben sei. Mit Schreiben vom 23. Oktober 

2013 habe sie ihnen unter anderem zwei Briefe der Beschwerdegegnerin 

vom 11. November 2010 und 9. Februar 2011 an die Kernkraftwerk Gös-

gen-Däniken AG zugestellt und dazu ausgeführt, gemäss Angaben der Be-

schwerdegegnerin hätten sie identische Briefe erhalten. Das Schreiben 

habe keinerlei Hinweise enthalten, inwiefern die beiden Briefe als weitere 

Sachverhaltsgrundlage für die rechtliche Beurteilung relevant seien. Auch 

sonst hätten sich in den Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür gefunden, 

dass die Vorinstanz diese Briefe zur Bestimmung des Zinsenlaufs heran-

ziehen und letztlich auf den Brief vom 9. Februar 2011 als Verzugszins aus-

lösendes Ereignis abstellen würde. Solches sei während der gesamten 

Verfahrensdauer auch nie zur Diskussion gestanden. Es sei für sie deshalb 

nicht erkennbar gewesen, dass den Briefen entscheidrelevante Bedeutung 

zukomme. Sie hätten sich daher auch nicht rechtsgenüglich zu diesen 

Sachverhaltselementen äussern können. Insbesondere sei es ihnen nicht 

möglich gewesen, den entscheidrelevanten Sachverhalt zu ergänzen.  

3.2 Die Vorinstanz verneint eine Gehörsverletzung. Sie macht geltend, sie 

habe die Beschwerdeführerinnen vor dem Erlass der angefochtenen Ver-

fügung zwar nicht explizit darauf hingewiesen, dass sie den Brief der Be-

schwerdegegnerin vom 9. Februar 2011 an die Kernkraftwerk Gösgen-Dä-

niken AG, der identisch an die weiteren betroffenen Kraftwerkbetreiberin-

nen gegangen sei, für den Beginn des Zinsenlaufs als massgeblich er-

achte. Da sie den Brief zu den Verfahrensakten genommen und den an-

waltlich vertretenen Beschwerdeführerinnen dies mit Schreiben vom 

A-207/2014 

Seite 12 

23. Oktober 2013 mitgeteilt habe, hätten diese jedoch davon ausgehen 

müssen, sie betrachte ihn bzw. dessen Inhalt als entscheidrelevant. Sie 

hätten somit die Möglichkeit gehabt, sich vor dem Erlass der angefochte-

nen Verfügung dazu zu äussern. Wie der Inhalt des Briefs zu würdigen sei, 

sei im Übrigen eine Rechts-, nicht eine Tatfrage. Die Beschwerdeführerin-

nen hätten insoweit daher nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung keinen Anspruch auf vorgängige Anhörung gehabt.  

3.3  

3.3.1 Das im VwVG nicht ausdrücklich erwähnte Recht auf Orientierung als 

Teilgehalt des verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör 

(vgl. Art. 29 Abs. 2 BV) bezieht sich zur Hauptsache auf jene Informations-

pflichten der Behörden, die den Beteiligten die Wahrnehmung ihrer Äusse-

rungs- und Mitwirkungsrechte erst ermöglichen (vgl. KÖLZ/HÄNER/ BERT-

SCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. 

Aufl. 2013, Rz. 491). Es umfasst unter anderem das Recht, über den Um-

fang und die Tragweite der vorzunehmenden Sachverhaltsabklärung infor-

miert zu werden, und in diesem Zusammenhang insbesondere den An-

spruch, grundsätzlich über neu beigezogene, neu bestellte oder neu hin-

zugekommene entscheiderhebliche Beweismittel in Kenntnis gesetzt zu 

werden (vgl. WALDMANN/BICKEL, in: Praxiskommentar zum VwVG, 2009, 

nachfolgend: Praxiskommentar VwVG, Art. 29 N. 75). 

3.3.2 Die Vorinstanz teilte den Beschwerdeführerinnen im Schreiben vom 

23. Oktober 2013 zwar nicht ausdrücklich mit, sie erachte den Inhalt der zu 

den Verfahrensakten genommenen Briefe der Beschwerdegegnerin vom 

11. November 2010 und 9. Februar 2011 an die Kernkraftwerk Gösgen-

Däniken AG bzw. die Zustellung identischer Briefe an sie als (potentiell) 

entscheidrelevant. Aus dem Schreiben ging indes hervor, dass sie die Be-

schwerdegegnerin im Rahmen der Ermittlung des rechtlich relevanten 

Sachverhalts am 8. Oktober 2013 in E-Mails, die dem Schreiben beigelegt 

waren, um eine Bestätigung ersuchte, identische Briefe auch den übrigen 

betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen zugestellt zu haben. Dieses Ersuchen 

sowie der Umstand, dass sie in der Folge sowohl die E-Mail mit der ent-

sprechenden Bestätigung der Beschwerdegegnerin als auch die beiden 

Briefe zu den Verfahrensakten nahm und in ihrem Schreiben ausdrücklich 

darauf hinwies, legten nahe, sie qualifiziere den Inhalt dieser Briefe bzw. 

die Zustellung identischer Briefe an die Beschwerdeführerinnen als (poten-

tiell) entscheidrelevant. Diesen musste daher aufgrund des Schreibens 

auch ohne entsprechenden ausdrücklichen Hinweis klar sein, dass es sich 

A-207/2014 

Seite 13 

bei den beiden neu zu den Verfahrensakten genommenen Briefen – wie 

auch der E-Mail mit der Bestätigung der Beschwerdegegnerin – nach An-

sicht der Vorinstanz um (potentiell) entscheiderhebliche Dokumente bzw. 

Beweismittel handelte. Dies gilt umso mehr, als sie anwaltlich vertreten wa-

ren.  

Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz sie in diesem Schreiben lediglich 

hinsichtlich des von der Beschwerdegegnerin eingereichten und zu den 

Verfahrensakten genommenen Datenmaterials ausdrücklich zur Stellung-

nahme aufforderte. Diese Aufforderung war, wie aus dem Schreiben her-

vorgeht, darauf zurückzuführen, dass sie ihre Rückerstattungsforderungen 

nicht belegt hatten und die Vorinstanz insoweit daher auf dieses Datenma-

terial abzustellen beabsichtigte. Dass sie die neu zu den Verfahrensakten 

genommenen Unterlagen bzw. Dokumente ansonsten nicht als entscheid-

relevant qualifizierte, ergibt sich aus dem Fehlen einer ausdrücklichen Auf-

forderung zur Stellungnahme zu den beiden Briefen bzw. zur Bestätigung 

der Beschwerdegegnerin daher nicht. 

3.3.3 Die Beschwerdeführerinnen waren somit aufgrund des Schreibens 

der Vorinstanz vom 23. Oktober 2013 ausreichend über die neu zu den 

Akten genommenen (potentiell) entscheiderheblichen Dokumente bzw. Be-

weismittel informiert. Sie hätten sich entsprechend – sofern erforderlich – 

über die mögliche rechtliche Relevanz des Inhalts der beiden Briefe bzw. 

der Zustellung identischer Briefe an sie kundig machen und sich dazu wie 

auch zu allfälligen in diesem Zusammenhang bestehenden tatsächlichen 

Fragen gegenüber der Vorinstanz noch vor Erlass der angefochtenen Ver-

fügung von sich aus äussern können. Es kann daher nicht gesagt werden, 

die Vorinstanz sei ihrer Orientierungspflicht nicht nachgekommen bzw. 

habe das Recht auf Orientierung der Beschwerdeführerinnen und damit 

deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.  

Natur des Rechtsverhältnisses 

4.  

Wie erwähnt (vgl. E. 1.3.2), ist vorliegend einerseits streitig, ob der Verzug 

bereits mit der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen ein-

trat und die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführerinnen daher ab 

diesem Zeitpunkt bis zu dem von der Vorinstanz für den Verzugseintritt als 

massgeblich erachteten späteren Zeitpunkt zusätzliche Verzugszinsen zu 

bezahlen hat (vgl. Antrag 1). Andererseits ist umstritten, ob die Beschwer-

deführerinnen für den Fall, dass dies zu verneinen ist, ab der Entrichtung 

A-207/2014 

Seite 14 

der Akontozahlungen bis zum – ebenfalls streitigen – massgeblichen spä-

teren Zeitpunkt des Verzugseintritts Anspruch auf Bereicherungszins ha-

ben (vgl. die verschiedenen Eventualanträge). Streitig ist zudem die Verle-

gung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens (vgl. Antrag 2). Nachfol-

gend wird zunächst die erste Frage (vgl. E. 5 ff.), anschliessend die zweite 

(vgl. E. 10 ff.) und schliesslich die dritte geprüft (vgl. E. 14). Vorab ist an 

dieser Stelle auf die Rechtsnatur des Rechtsverhältnisses einzugehen, 

welches zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegeg-

nerin hinsichtlich der Beiträge an die SDL-Kosten nach aArt. 31b Abs. 2 

StromVV bzw. der entsprechenden Akontozahlungen bestand.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich zum Verhältnis zwischen Kraft-

werkbetreiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die SDL-Akon-

tozahlungen leisteten, und der Beschwerdegegnerin bereits im Urteil A-

3305/2011, A-3516/2011 vom 26. März 2012 (teilweise abgedruckt in 

BVGE 2013/13) geäussert, jedoch bloss in allgemeiner Weise. Aus diesen 

allgemeinen Äusserungen geht nicht hervor, welche Rechtsbeziehungen 

zwischen diesen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerdegegnerin im 

hier massgeblichen Zeitraum konkret existierten. Aufschlussreich ist in die-

ser Hinsicht hingegen die massgebliche Ausgabe des Marktmodells für 

elektrische Energie – Schweiz (MMEE) (vgl. Verband Schweizerischer 

Elektrizitätsunternehmen, Branchenempfehlung Strommarkt Schweiz, 

Marktmodell für die elektrische Energie – Schweiz [MMEE], Ausgabe 2009, 

S. 8 ff.). 

4.2 Aus diesem Dokument ist ersichtlich, dass zwischen den Kraftwerkbe-

treiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die an die Netzebene 

1 (Übertragungsnetz) angeschlossen waren, und der Beschwerdegegnerin 

mehrere, unterschiedliche Gegenstände betreffende Vertragsbeziehungen 

bestanden. Zusätzlich existierte die hier interessierende Beziehung betref-

fend den Anteil an den SDL-Kosten nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. 

die entsprechenden Akontozahlungen. Diese unterschied sich von den 

Vertragsbeziehungen zum einen dadurch, dass sie keinen Austausch von 

Leistungen zum Gegenstand hatte, sondern eine einseitig von den erwähn-

ten Kraftwerkbetreiberinnen zu erbringende Leistung bzw. entsprechende 

Akontozahlungen. Zum anderen basierte sie nicht auf einer Vereinbarung. 

Die grundsätzliche Pflicht zur Entrichtung der Akontozahlungen wie auch 

deren Höhe ergaben sich vielmehr aus aArt. 31b Abs. 2 StromVV in Ver-

bindung mit den Tarifverfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 

4. März 2010; die grundsätzliche Pflicht zur Leistung der definitiven SDL-

A-207/2014 

Seite 15 

Beiträge und deren Höhe wiederum wären aus dieser Verordnungsbestim-

mung in Verbindung mit der Genehmigungsverfügung der Vorinstanz vom 

14. April 2011 (Tarifjahr 2009) bzw. einer entsprechenden Genehmigungs-

verfügung für das Tarifjahr 2010 resultiert.  

Zwischen den erwähnten Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerde-

gegnerin bestand insoweit somit keine vertragliche Geschäftsbeziehung, 

sondern ein durch die genannten öffentlich-rechtlichen Vorgaben determi-

niertes Schuldverhältnis. Dies gilt auch bezüglich der Kraftwerkbetreiberin-

nen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 StromVV, die nicht dem Übertragungs-

netz, sondern einer tieferen Netzebene angeschlossen waren. Das MMEE, 

Ausgabe 2009, wies das Verhältnis entsprechend in beiden Fällen nicht als 

Vertrags-, sondern als "Verrechnungs-" Verhältnis aus (vgl. S. 9).  

4.3 Aus der Rechtsnatur dieses Verhältnisses folgt zwar, dass es klar von 

den erwähnten vertraglichen Geschäftsbeziehungen zwischen den be-

troffenen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerdegegnerin zu unter-

scheiden ist und daher namentlich nicht einfach den für diese Beziehungen 

geltenden vertraglichen Regeln unterstellt werden darf. Entgegen der An-

sicht der Beschwerdeführerinnen ergibt sich daraus hingegen nicht, dass 

es als abgaberechtlich zu qualifizieren ist. Die von den vertraglichen Ge-

schäftsbeziehungen abweichende Rechtsnatur resultierte daraus, dass der 

Verordnungsgeber einen Aspekt des umfassenderen Rechtsverhältnisses 

zwischen den betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen und der Beschwerde-

gegnerin selbst regelte. Diese punktuelle Regelung änderte indes nichts 

daran, dass die Beschwerdegegnerin auch in dieser Hinsicht gegenüber 

den betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen nicht zu hoheitlichem Handeln 

befugt war und keine Verfügungskompetenz hatte, sondern ihnen vielmehr 

als gleichrangige Akteurin gegenüberstand, die aus den erwähnten öffent-

lich-rechtlichen Vorgaben nicht nur berechtigt, sondern wie sie auch daran 

gebunden war. Ihre Stellung war somit nicht mit der einer Steuer- oder Ver-

anlagungsbehörde vergleichbar, die dem Steuer- oder Abgabepflichtigen 

hoheitlich gegenübertritt und dessen Leistungspflicht mittels Verfügung 

festsetzt.  

Es kann deshalb offen bleiben, ob – was zwischen den Parteien streitig ist 

– das Verhältnis zwischen den betroffenen Kraftwerkbetreiberinnen und 

der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der regulierten Frage der (vermeintli-

chen) Beitragspflicht nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. der entsprechen-

den Akontozahlungen als öffentlich-rechtlich zu qualifizieren ist. Auch wenn 

dem so wäre, wären die rechtsgrundlos erbrachten SDL-Akontozahlungen 

A-207/2014 

Seite 16 

wegen der rechtlichen Stellung der Beschwerdegegnerin nicht mit entspre-

chenden Leistungen an eine Steuer- oder Veranlagungsbehörde vergleich-

bar. Sie könnten daher auch nicht den für derartige Leistungen allenfalls 

geltenden besonderen Regeln unterstellt werden (vgl. E. 9.4.2). Eine Klä-

rung der Frage ist zudem auch wegen des Begehrens auf Zusprechung 

von Bereicherungszins nicht erforderlich (vgl. E. 13.5.1). 

Zusätzlicher Verzugszins (Antrag 1) 

5.  

Die Beschwerdeführerinnen bringen im Zusammenhang mit ihrem Begeh-

ren auf zusätzlichen Verzugszins (vgl. Antrag 1) mehrere Gründe vor, 

wieso der Verzug bereits mit der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akon-

tozahlungen eingetreten sei (vgl. dazu nachfolgend E. 6 ff.). Soweit sie sich 

dabei nicht auf besondere Regeln berufen, gehen sie mit der Beschwerde-

gegnerin und der Vorinstanz zu Recht davon aus, zur Bestimmung des 

Zeitpunkts des Verzugseintritts sei mangels einer Regelung im Stromver-

sorgungsrecht grundsätzlich auf die Kriterien von Art. 102 OR abzustellen 

(entweder direkt [bei einer Qualifikation der Rückerstattungsforderungen 

der Beschwerdeführerinnen als privatrechtlich] oder unter Heranziehung 

dieser Kriterien im öffentlichen Recht [bei einer Qualifikation dieser Forde-

rungen als öffentlich-rechtlich]; vgl. BGE 127 V 377 E. 5e/bb; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_66/2012 vom 25. Juni 2012 E. 3.2; Urteile des Bun-

desverwaltungsgerichts A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.5.3 m.w.H. 

und A-2619/2009 vom 29. November 2011 E. 5). Nachfolgend ist daher 

vorab auf diese Bestimmung einzugehen. 

5.1 Nach Art. 102 Abs. 1 OR wird der Schuldner einer fälligen Verbindlich-

keit grundsätzlich durch Mahnung des Gläubigers in Verzug gesetzt. Unter 

Mahnung wird dabei die an den Schuldner gerichtete, empfangsbedürftige 

Erklärung des Gläubigers verstanden, mit der dieser in unmissverständli-

cher Weise die unverzügliche Erbringung der fälligen Leistung fordert. Aus 

der Erklärung muss für den Schuldner nicht nur klar hervorgehen, dass der 

Gläubiger die Leistung endgültig verlangt; sie muss vielmehr auch die zu 

erbringende Leistung so genau bezeichnen, dass er erkennt, was der Gläu-

biger fordert. Geht es um eine Geldforderung, ist deren Höhe in der Regel 

zu beziffern. Auf eine Bezifferung in der Mahnung selbst kann aber verzich-

tet werden, wenn auf eine früher zugestellte Rechnung verwiesen wird, die 

den Betrag nennt, oder wenn die genaue Höhe der fälligen Geldforderung 

noch nicht feststeht (vgl. zum Ganzen BGE 129 III 535 E. 3.2.2; WOLFGANG 

WIEGAND, in: Basler Kommentar OR I, 5. Aufl. 2011, nachfolgend: BSK OR 

A-207/2014 

Seite 17 

I, Art. 102 N. 5 und 7 m.w.H.; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: Orell Füssli 

Kommentar OR, 2. Aufl. 2009, Art. 102 N. 3 f.; INGEBORG SCHWENZER, 

Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 6. Aufl. 2012, Rz. 

65.08 f.).  

5.2 Wurde für die Erfüllung der Forderung ein bestimmter Verfalltag verab-

redet oder ergibt sich ein solcher infolge einer vorbehaltenen und gehörig 

vorgenommenen Kündigung, gerät der Schuldner auch ohne Mahnung des 

Gläubigers mit Ablauf dieses Tages in Verzug (Art. 102 Abs. 2 OR). Die 

Mahnung ist in diesen Fällen entbehrlich, weil sich der Schuldner ohne be-

sonderen Hinweis darüber im Klaren sein muss, wann er seine Verbind-

lichkeit zu erfüllen hat. Dies gilt im ersten Fall allerdings nur, wenn das ge-

naue Datum des Verfalltags in der Vereinbarung genannt wird oder der 

Schuldner die Möglichkeit hat, es aus der Vereinbarung zu ermitteln 

(vgl. zum Ganzen BGE 116 II 441 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 

5C.97/2006 vom 30. Juni 2006 E. 2.3.1, 5C.177/2005 vom 25. Februar 

2006 E.6.1 und 4C.245/2004 vom 12. November 2004 E. 2.5; WIEGAND, 

a.a.O., Art. 102 N. 10 m.w.H.; KREN KOSTKIEWICZ, a.a.O., Art. 102 N. 3 und 

8; SCHWENZER, a.a.O., Rz. 65.10 f.). 

5.3 Neben den vorstehend genannten Fällen kann namentlich – in analo-

ger Anwendung von Art. 108 Ziff. 1 OR – von einer Mahnung abgesehen 

werden, wenn der Schuldner unmissverständlich erklärt, er werde nicht 

leisten, und sich eine Mahnung deshalb als überflüssig erweisen würde. 

Der Eintritt des Verzugs ergibt sich in diesem Fall aus der ratio legis und 

dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. zum Ganzen BGE 97 II 58 E. 5; 

94 II 26 E. 3a; WIEGAND, a.a.O., Art. 102 N. 11 m.w.H.; SCHWENZER, a.a.O., 

Rz. 65.13; ausserdem die Hinweise in E. 11.3.1).  

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen zugunsten eines Verzugseintritts 

im Zeitpunkt der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen als 

Erstes vor, die Beschwerdegegnerin habe auf diese Zahlungen die Verfall-

tagsgeschäfts-Regeln gemäss ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen 

(AGB) und ihren Rahmenverträgen angewandt, was sie durch wider-

spruchslose Entgegennahme der entsprechenden Rechnungen akzeptiert 

hätten. Gemäss den allgemeinen vertraglichen Grundsätzen seien diese 

Regeln nicht nur für sie verbindlich gewesen, sondern auch für die Be-

schwerdegegnerin. Sie hätten daher auch für die Rückerstattung der zu 

A-207/2014 

Seite 18 

Unrecht erbrachten SDL-Akontozahlungen gegolten, weshalb diesbezüg-

lich von einem vertraglich vereinbarten Verfalltagsgeschäft auszugehen 

sei. 

6.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, sie sei gemäss aArt. 31b 

StromVV in Verbindung mit den Tarifverfügungen der Vorinstanz vom 

6. März 2009 und 4. März 2010 verpflichtet gewesen, die SDL-Akontozah-

lungen in Rechnung zu stellen, und habe weder von der Verordnungsbe-

stimmung noch den beiden Verfügungen abweichen können. Zwischen ihr 

und den Beschwerdeführerinnen sei daher weder über die Rückerstattung 

der SDL-Akontozahlungen noch über ein Verfalltagsgeschäft eine Verein-

barung zustande gekommen.  

6.3 Die Vorinstanz bringt vor, zwischen den Beschwerdeführerinnen und 

der Beschwerdegegnerin seien weder hinsichtlich der Zahlung der SDL-

Akontorechnungen noch bezüglich der Rückerstattung der Akontozahlun-

gen Verfalltagsgeschäfte vereinbart worden. Wie sie bereits in der ange-

fochtenen Verfügung ausgeführt habe, seien die AGB der Beschwerdegeg-

nerin über die Nutzung des Übertragungsnetzes nicht anwendbar; Glei-

ches gelte für den Rahmenvertrag zur Lieferung von Primärregelleistung.  

6.4  

6.4.1 Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 4.2. f.), war das Rechtsverhältnis 

zwischen den Kraftwerkbetreiberinnen im Sinne von aArt. 31b Abs. 2 

StromVV und der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Beiträge an die 

SDL-Kosten bzw. der entsprechenden Akontozahlungen klar von den übri-

gen Beziehungen zwischen diesen Parteien zu unterscheiden. Insbeson-

dere beruhte es abweichend davon nicht auf einer vertraglichen Grundlage 

und hatte es keinen Austausch von Leistungen zum Gegenstand. Es kann 

daher nicht einfach den für diese Beziehungen geltenden vertraglichen Re-

geln unterstellt werden (vgl. E. 4.3). Die Beschwerdeführerinnen bestreiten 

dies im Grundsatz zwar nicht. Sie versuchen aber, eine auf die Frage des 

Zeitpunkts des Verzugseintritts beschränkte Vereinbarung über die An-

wendbarkeit der für die vertraglichen Geschäftsbeziehungen geltenden 

Regeln zu konstruieren, und zwar sowohl hinsichtlich der SDL-Akontorech-

nungen als auch – offenbar abgeleitet davon – bezüglich der Rückerstat-

tungsforderungen. Dies vermag nicht zu überzeugen.  

A-207/2014 

Seite 19 

Zum einen ist nicht ersichtlich, dass zwischen den Beschwerdeführerinnen 

und der Beschwerdegegnerin ein tatsächlicher Konsens über die Anwen-

dung der für die vertraglichen Geschäftsbeziehungen geltenden Verfall-

tagsgeschäfts-Regeln auf die SDL-Akontorechnungen bzw. auf allfällige 

Rückerstattungsforderungen zustande kam. Zum anderen ist die Annahme 

eines entsprechenden normativen Konsenses mit der erwähnten Rechts-

natur des Verhältnisses nicht vereinbar. Diese spricht vielmehr gerade ge-

gen die Heranziehung der für die vertraglichen Geschäftsbeziehungen gel-

tenden Regeln und damit auch gegen die Heranziehung der entsprechen-

den Verfalltagsgeschäfts-Regeln. Es geht denn entgegen der Darstellung 

der Beschwerdeführerinnen aus den Akten auch nicht hervor bzw. ist nicht 

erstellt, dass die Beschwerdegegnerin von der Geltung dieser Regeln für 

die Rechnungsstellung für die SDL-Akontozahlungen von Kraftwerkbetrei-

berinnen im erwähnten Sinn ausging oder sie in einem konkreten Fall auf 

diese Rechnungen anwandte.  

6.4.2 Die erwähnten Verfalltagsgeschäfts-Regeln betreffen im Weiteren, 

soweit sie nicht ohnehin separat vereinbarte Termine voraussetzen, Forde-

rungen, die (von der Beschwerdegegnerin) in Rechnung gestellt werden. 

Es ist daher nicht ersichtlich, wieso sie auf die Rückerstattungsforderungen 

der Beschwerdeführerinnen, für die kein separater Zahlungstermin verein-

bart wurde und für welche diese auch nicht Rechnung stellten, anwendbar 

sein sollten. Nicht nachvollziehbar ist zudem, wieso sich aus diesen Regeln 

ergeben sollte, die Beschwerdegegnerin sei bereits im Zeitpunkt der Ent-

richtung der SDL-Akontozahlungen, mithin in einem Zeitpunkt, der in die-

sen Regeln gar nicht vorgesehen ist, in Verzug geraten. Selbst wenn an-

genommen würde, die Parteien hätten sich auf die Anwendung der für die 

vertraglichen Beziehungen geltenden Verfalltagsgeschäfts-Regeln geei-

nigt, könnte dieser Zeitpunkt demnach nicht als vereinbarter Verfalltag gel-

ten. Das entsprechende Vorbringen der Beschwerdeführerinnen erweist 

sich daher auch insoweit als unzutreffend. 

 

 

7.  

7.1 Die Beschwerdeführerinnen berufen sich zugunsten des Verzugsein-

tritts im Zeitpunkt der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen 

weiter auf Art. 7 KG (SR 251). Danach verhalten sich marktbeherrschende 

A-207/2014 

Seite 20 

Unternehmen unzulässig, wenn sie durch den Missbrauch ihrer Stellung 

auf dem Markt andere Unternehmen in der Aufnahme oder Ausübung des 

Wettbewerbs behindern oder die Marktgegenseite benachteiligen (Abs. 1). 

Als unzulässige Verhaltensweise fällt dabei namentlich die Erzwingung un-

angemessener Preise oder sonstiger unangemessener Geschäftsbedin-

gungen in Betracht (Abs. 2 Bst. c).  

Nach Ansicht der Beschwerdeführerinnen handelt die Beschwerdegegne-

rin insoweit missbräuchlich und ausbeuterisch bzw. will sie insoweit unan-

gemessene Geschäftsbedingungen im Sinne von Art. 7 KG erzwingen, als 

sie als marktbeherrschendes Unternehmen auf die SDL-Akontorechnun-

gen ihre allgemeinen Verfalltagsgeschäfts-Regeln angewandt habe, diese 

bezüglich der Rückerstattungsforderungen jedoch einseitig zu ihren Guns-

ten nicht gelten lassen wolle. Aus dem Kartellrecht ergebe sich demzu-

folge, dass sie diese Regeln auch gegen sich und damit hinsichtlich der 

Rückerstattungsforderungen gelten lassen und entsprechend die SDL-

Akontozahlungen ab deren Entrichtung verzinsen müsse. Solches ergebe 

sich auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben gemäss Art. 5 Abs. 3 

und Art. 9 BV.  

7.2 Die Beschwerdegegnerin bringt namentlich vor, die allgemeinen Re-

geln, die in den vertraglichen Beziehungen zwischen ihr und den Be-

schwerdeführerinnen gälten, seien auf die SDL-Akontozahlungen nicht an-

wendbar gewesen, da für eine vertragliche Beziehung in dieser Hinsicht 

kein Raum bestanden habe (vgl. E. 6.2). Mangels einer derartigen Bezie-

hung komme das KG nicht zur Anwendung. Sollte dieses wider Erwarten 

doch anwendbar sein, fehlte es an einem missbräuchlichen Verhalten ih-

rerseits, sei doch keine Benachteiligung der Marktgegenseite ersichtlich 

bzw. liege kein wettbewerbsrelevanter Sachverhalt im Sinne von Art. 7 Abs. 

1 KG vor. Ebenso wenig bestehe eine Situation im Sinne von Art. 7 Abs. 2 

Bst. c KG, da diese Bestimmung eine hier nicht vorliegende offensichtliche 

Ausbeutung verhindern wolle. 

7.3 Die Vorinstanz macht geltend, es könne offen bleiben, ob das KG zur 

Anwendung komme, sei sie doch als Behördenkommission des Bundes 

und Aufsichtsbehörde über die Einhaltung der Stromversorgungsgesetzge-

bung nicht befugt, im Bereich des Privatrechts neue kartellrechtskonforme 

Vertragsbestimmungen zu schaffen, wie dies die Beschwerdeführerinnen 

verlangten. Art. 7 Abs. 2 Bst. c KG setze als Missbrauchstatbestand im 

Weiteren unter anderem ein ausbeuterisches Verhalten voraus. Inwiefern 

ein solches vorliege, wenn für den Beginn des Verzugszinsenlaufs nach 

A-207/2014 

Seite 21 

den geltenden obligationenrechtlichen Regeln auf ein den Verzug auslö-

sendes Ereignis und nicht auf die Zahlung unter Vorbehalt abgestellt 

werde, sei nicht ersichtlich.  

7.4  

7.4.1 Wie dargelegt (vgl. E. 6.4.1), einigten sich die Beschwerdeführerin-

nen und die Beschwerdegegnerin weder hinsichtlich der SDL-Akontozah-

lungen noch bezüglich allfälliger Rückerstattungsforderungen auf die An-

wendung der im Rahmen der vertraglichen Beziehungen geltenden Verfall-

tagsgeschäfts-Regeln. Es kann daher nicht gesagt werden, die Beschwer-

degegnerin habe den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung ein-

seitig zu ihren Gunsten nur hinsichtlich der SDL-Akontozahlungen durch-

gesetzt. Aus den Akten ist weiter nicht ersichtlich und kann entsprechend 

auch nicht als erstellt gelten, dass sie von der Geltung dieser Regeln für 

die Rechnungsstellung für die SDL-Akontozahlungen ausging oder sie in 

einem konkreten Fall darauf anwandte. Es kann ihr daher auch nicht vor-

geworfen werden, sie habe diese Regeln einseitig zu ihren Gunsten für 

sich in Anspruch genommen, wolle sie für die Rückerstattungsforderungen 

der Beschwerdeführerinnen nunmehr jedoch nicht gelten lassen. Ihr Stand-

punkt, diese Regeln fänden auf diese Forderungen keine Anwendung, 

kann demnach bereits aus diesem Grund nicht als missbräuchlich im Sinne 

von Art. 7 Abs. 1 KG bzw. als auf die Erzwingung unangemessener Ge-

schäftsbedingungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 Bst. c KG gerichtet qualifi-

ziert werden. Auch kann bereits aus diesem Grund nicht gesagt werden, er 

verletze den Grundsatz von Treu und Glauben gemäss Art. 5 Abs. 3 und 

Art. 9 BV. 

7.4.2 Nicht ersichtlich bzw. nicht nachvollziehbar ist sodann, wieso die Ver-

falltagsgeschäfts-Regeln auf die Rückerstattungsforderungen der Be-

schwerdeführerinnen anwendbar sein sollten bzw. wieso sich daraus erge-

ben sollte, die Beschwerdegegnerin sei bereits im Zeitpunkt der Entrich-

tung der SDL-Akontozahlungen durch die Beschwerdeführerinnen in Ver-

zug geraten (vgl. E. 6.4.2). Selbst wenn angenommen würde, die Be-

schwerdegegnerin habe diese Regeln für sich in Anspruch genommen und 

handle kartellrechts- und treuwidrig, wenn sie sie nicht auch gegen sich 

gelten lasse, ergäbe sich daraus daher nicht, dass die SDL-Akontozahlun-

gen ab dem Zeitpunkt ihrer Entrichtung zu verzinsen wären. Das Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerinnen erweist sich somit auch insoweit als unzu-

treffend, weshalb nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht.  

A-207/2014 

Seite 22 

8.  

8.1 Die Beschwerdeführerinnen berufen sich zugunsten des Verzugsein-

tritts im Zeitpunkt der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen 

ausserdem auf eine analoge Anwendung der steuerrechtlichen Prinzipien 

betreffend die Rückerstattung zu viel bezahlter Beträge, wie sie exempla-

risch aus Art. 5 der Verordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements 

EFD vom 10. Dezember 1992 über die Fälligkeit und Verzinsung der direk-

ten Bundessteuer (SR 642.124; nachfolgend: FVV) hervorgingen. Die Spe-

zialregelung des Bundessteuerrechts stelle zwar keinen allgemeingültigen 

öffentlichen-rechtlichen Grundsatz auf. Sie zeige jedoch, dass im öffentli-

chen Recht zu viel bezahlte Beträge mit Verzugszins zurückzuerstatten 

seien und der Zins ab Zahlungseingang bei der Behörde geschuldet sei. 

Eine analoge Heranziehung der steuerrechtlichen Prinzipien auf den vor-

liegenden Fall sei insbesondere aufgrund der konzeptionellen Ähnlichkeit 

der beiden Konstellationen angezeigt. Sowohl im Steuerrecht als auch bei 

den Beiträgen an die SDL-Kosten sei es systemimmanent, dass es zu 

Rückzahlungen oder zusätzlichen Forderungen komme, da eine definitive 

Abrechnung erst nach Abschluss des Steuer- bzw. Tarifjahrs erfolge. 

8.2 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, aus der Spe-

zialregelung des Bundessteuerrechts könne kein allgemeingültiger öffent-

lich-rechtlicher Grundsatz abgeleitet werden. Im Steuerrecht sei es sys-

temimmanent, dass sich zwischen der provisorischen und der definitiven 

Veranlagungsverfügung Differenzen ergäben, die nachträglich auszuglei-

chen seien. Dem Steuerpflichtigen zurückerstattete Beträge würden nach 

Art. 168 Abs. 2 DBG (SR 642.11) ab dem Zeitpunkt ihrer Zahlung verzinst, 

sofern seit dieser mehr als 30 Tage vergangen seien. Der Gesetzgeber 

habe somit bewusst darauf verzichtet, hinsichtlich der Zinspflicht des Staa-

tes auf eine Mahnung oder ein anderes den Zinsenlauf auslösendes Ereig-

nis abzustellen. Vorausgesetzt sei stattdessen, dass aufgrund einer defini-

tiven oder provisorischen Steuerrechnung ein Zahlungszwang bestanden 

habe und bei verspätetem Zahlungseingang ein Verzugszins erhoben wor-

den wäre. Art. 5 FVV betreffe demnach gerade keine Verzugszinskonstel-

lation, weshalb darin konsequenterweise auch nicht von "Verzugszins", 

sondern ausdrücklich von "Rückerstattungszins" die Rede sei. Diese sehr 

spezifische Bestimmung sei bewusst für steuerrechtliche Konstellationen 

geschaffen worden; auf andere Normenbereiche könne sie hingegen nicht 

angewandt werden.  

8.3  

A-207/2014 

Seite 23 

8.3.1 Gemäss dem Recht der direkten Bundessteuer hat die steuerpflich-

tige Person auf Beträgen, die sie nicht fristgemäss entrichtet, einen Ver-

zugszins zu bezahlen (vgl. Art. 164 Abs. 1 DBG; Art. 3 FVV). Dies gilt na-

mentlich, wenn sie (provisorische oder definitive) Steuerrechnungen nicht 

innert 30 Tagen seit deren Zustellung bezahlt (vgl. Art. 3 Abs. 1 Bst. a FVV). 

Im Gegenzug hat sie Anrecht auf eine Verzinsung von Beträgen, die ihr 

zurückzuerstatten sind, weil sich deren Bezahlung als nicht gerechtfertigt 

erweist. Dies gilt zum einen für Beträge, die wegen des Bezugsystems zu 

viel bezahlt wurden – etwa weil beim provisorischen Bezug von einem zu 

hohen mutmasslichen Steuerbetrag ausgegangen wurde oder weil die de-

finitive Steuerrechnung einen Betrag nannte, der mit einem Rechtsmittel-

entscheid herabgesetzt wurde –, und zum anderen für Beträge, die rechts-

kräftig veranlagt wurden, jedoch nicht geschuldet waren (vgl. RICH-

NER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, 

Art. 162 N. 12). Während Art. 162 Abs. 3 DBG für erstere Beträge festhält, 

das EFD bestimme, inwieweit sie verzinst werden, sind letztere Beträge 

nach Art. 168 Abs. 2 DBG vom Zeitpunkt ihrer Zahlung an zu einem vom 

EFD festzusetzenden Zinssatz zu verzinsen, wenn seit dieser mehr als 30 

Tage vergangen sind. Das EFD hat die Frage in Art. 5 FVV (weiter) gere-

gelt. Danach wird auf Beträgen, die wegen der nachträglichen Herabset-

zung der definitiven oder provisorischen Steuerrechnung zurückzuerstat-

ten sind, der "Rückerstattungszins" gewährt (Abs. 1). Der Zinssatz ent-

spricht dabei dem Verzugszinssatz nach Art. 3 Absatz 2 FVV (Abs. 2), mit-

hin jenem Zinssatz, den das EFD für jedes Kalenderjahr festsetzt. 

8.3.2 Obschon in Art. 5 FVV abweichend von Art. 163 Abs. 2 DBG und Art. 

4 FVV, die den "Vergütungszins" auf Zahlungen der steuerpflichtigen Per-

son vor dem Fälligkeitstermin regeln, von "Rückerstattungszins" die Rede 

ist, handelt es sich auch bei diesem Zins der Sache nach um einen Vergü-

tungszins, ist darunter doch (namentlich) auch jener Zins zu verstehen, der 

zugunsten einer steuerpflichtigen Person besteht, die einen Steuerbetrag 

zu Unrecht bezahlt hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_411/2008 vom 

28. Oktober 2008 E. 3.2, 2C_410/2008 vom 28. Oktober 2008 E. 3.2 und 

2C_191/2007 vom 11. Oktober 2007 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.5). Dieser Zins ist entge-

gen der Ansicht der Beschwerdeführerinnen klar vom Verzugszins zu un-

terscheiden. Anders als dieser ist er wirtschaftlich motiviert und setzt ins-

besondere keinen Verzug der Verwaltung voraus (vgl. die vorstehenden Zi-

tate). Art. 5 FVV betrifft demnach, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, 

gerade keine Verzugszinssituation. Gleiches gilt für andere derartige Best-

immungen des Bundessteuerrechts. Soweit die Beschwerdeführerinnen 

A-207/2014 

Seite 24 

den Rückerstattungszins von Art. 5 FVV als Verzugszins qualifizieren und 

unter exemplarischem Verweis auf diese Bestimmung bzw. die "steuer-

rechtlichen Prinzipien" betreffend die Rückerstattung zu viel bezahlter Be-

träge geltend machen, der Lauf der Verzugszinsen habe im Zeitpunkt der 

Entrichtung der SDL-Akontozahlungen begonnen, erweist sich dies daher 

von vornherein als unzutreffend.  

9.  

9.1 Die Beschwerdeführerinnen machen zugunsten des Verzugseintritts im 

Zeitpunkt der Entrichtung (Valutadatum) der SDL-Akontozahlungen 

schliesslich geltend, das Bundesgericht habe in einem Fall, in dem der Be-

troffene eine Abgabeforderung bezahlt, gleichzeitig jedoch berechtigter-

weise die Richtigkeit der Veranlagung bestritten und sich das Recht vorbe-

halten habe, den zu viel bezahlten Betrag zurückzufordern, festgestellt, 

dieses Vorgehen könne als Mahnung betrachtet werden, die das Gemein-

wesen in Verzug gesetzt habe (vgl. BGE 95 I 258 E. 3). Angesichts dieser 

Rechtsprechung seien die Vorbehalte, die sie mit den SDL-Akontozahlun-

gen verbunden habe, als Mahnungen zu qualifizieren. Dafür spreche ins-

besondere auch der Umstand, dass sich ihre Situation gleich präsentiert 

habe, wie wenn die Vorinstanz selbst die SDL-Akontorechnungen gestellt 

hätte, eigentliche Mahnschreiben sich mithin nicht aufgedrängt hätten, da 

der im Subordinationsverhältnis stehende Rechtsunterworfene der Be-

hörde üblicherweise keine solchen Schreiben zustelle, sondern deren Zins-

pflicht – wie dies im Abgaberecht gesetzlich vorgesehen sei – automatisch 

mit der Leistung der geforderten, aber nicht geschuldeten Abgabe ausge-

löst werde.  

9.2 Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, die Beschwerdeführerinnen 

könnten aus BGE 95 I 258 nichts zu ihren Gunsten ableiten, da der vorlie-

gend zu beurteilende Sachverhalt anders gelagert sei. Zunächst sei sie 

hinsichtlich der Rechnungsstellung für die SDL-Akontozahlungen nicht ver-

fügungsbefugt gewesen und habe diesbezüglich auch keinen Handlungs-

spielraum gehabt; vielmehr habe sie die Tarifverfügungen der Vorinstanz 

vom 6. März 2009 und 4. März 2010 vollzogen. Weiter gehe es nicht um 

die Höhe der zu tragenden SDL-Kosten, sondern um die Kostentragungs-

pflicht als solche. Schliesslich seien den betroffenen Kraftwerkbetreiberin-

nen mit den SDL-Akontorechnungen nicht die (vermeintlichen) definitiven 

SDL-Kostenbeiträge in Rechnung gestellt worden.  

A-207/2014 

Seite 25 

9.3 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, der von den 

Beschwerdeführerinnen zitierte Bundesgerichtsentscheid sei vor über 

40 Jahren ergangen. Es handle sich um einen Einzelfallentscheid in einem 

spezifischen Normenbereich, der vom Bundesgericht für andere Bereiche 

bislang nicht bestätigt worden sei. Eine konstante und fortwährende bun-

desgerichtliche Praxis, die den Beginn des Zinsenlaufs in einer Konstella-

tion wie der vorliegenden im Sinne der Beschwerdeführerinnen festlege, 

bestehe somit nicht. Eine Mahnung setze im Weiteren eine unmissver-

ständliche Erklärung des Gläubigers an den Schuldner voraus, worin die-

ser die unverzügliche Erfüllung verlange. Eine Zahlung unter Vorbehalt 

könne nicht so gedeutet werden, dass der Gläubiger den entsprechenden 

Geldbetrag in dem Moment, in dem er die Zahlung vornehme, vom Schuld-

ner zurückverlange. Werde ein Geldbetrag unter Vorbehalt bezahlt, sei viel-

mehr gerade ungewiss, ob der Leistende zu einem späteren Zeitpunkt die 

Rückerstattung verlangen werde. Eine Zahlung, bei der sich der Leistende 

ausdrücklich eine spätere Rückerstattung vorbehalte, könne daher nicht 

als Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR interpretiert werden. 

9.4  

9.4.1 Der von den Parteien erwähnte BGE 95 I 258 betrifft den Fall eines 

Ersatzpflichtigen, der den von der zuständigen Behörde festgesetzten Mi-

litärpflichtersatz bezahlte, um einen Auslandurlaub zu erwirken, die Rich-

tigkeit der Veranlagung jedoch berechtigterweise bestritt und sich das 

Recht vorbehielt, den zu viel bezahlten Betrag zurückzufordern. Das Bun-

desgericht führte dazu aus, in diesem Vorgehen "[könne] eine gültige 

'Mahnung' erblickt werden, welche das Gemeinwesen in Verzug setzte" 

(vgl. E. 3 des Urteils). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, bestätigte es 

diesen Entscheid in der Folge allerdings nicht. In einem späteren Urteil aus 

dem Jahre 1983 verwies es für die Frage, ob bei einer derartigen Konstel-

lation von einem Verzug auszugehen sei, überdies auf seine Ausführungen 

zum Vergütungszins in diesem Urteil sowie auf einen weiteren Entscheid 

(BGE 108 Ib 12 E. 3), in dem es der beschwerdeführenden Person in ana-

loger Anwendung der massgeblichen abgaberechtlichen Bestimmung ei-

nen Vergütungszins zusprach (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. No-

vember 1983 in Sachen M.E.D. [teilweise abgedruckt in ASA 53 S. 558 ff.] 

E. 3). Es ist daher fraglich, ob es eine Konstellation wie die in BGE 95 I 258 

beurteilte weiterhin als Verzugssituation qualifizieren würde. Dies gilt umso 

mehr, als diese Qualifikation – wie die Vorinstanz ebenfalls zu Recht vor-

bringt – nur schwer mit den Anforderungen an eine Mahnung vereinbar ist, 

wie sie in Rechtsprechung und Lehre genannt werden (vgl. E. 5.1).  

A-207/2014 

Seite 26 

9.4.2 Wie es sich mit der Aktualität von BGE 95 I 258 genau verhält, 

braucht allerdings nicht abschliessend beantwortet zu werden. Dies wäre 

nur dann erforderlich, wenn die in diesem Entscheid beurteilte Situation mit 

der hier zu beurteilenden vergleichbar wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall. 

Wie dargelegt (vgl. E. 4.3), bestand zwischen der Beschwerdegegnerin 

und den Beschwerdeführerinnen hinsichtlich der (vermeintlichen) Beitrags-

pflicht nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV bzw. der entsprechenden Akonto-

zahlungen kein Subordinations- resp. kein abgaberechtliches Verhältnis. 

Die Beschwerdegegnerin war gegenüber den Beschwerdeführerinnen 

nicht zu hoheitlichem Handeln befugt und hatte keine Verfügungskompe-

tenz. Sie stand ihnen vielmehr als gleichrangige Akteurin gegenüber, die 

aus den öffentlich-rechtlichen Vorgaben nicht nur berechtigt, sondern wie 

sie auch daran gebunden war. Ihre Stellung entsprach somit gerade nicht 

jener der Veranlagungsbehörde in BGE 95 I 258, die dem dortigen Be-

schwerdeführer hoheitlich gegenübertrat und dessen Leistungspflicht mit-

tels Veranlagungsverfügung festsetzte.  

Auch wenn sich die grundsätzliche Pflicht der Beschwerdeführerinnen zur 

Bezahlung der SDL-Akontorechnungen aus öffentlich-rechtlichen Vorga-

ben, namentlich den Tarifverfügungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 

und 4. März 2010 ergab, sind die rechtsgrundlos erfolgten Akontozahlun-

gen wegen der rechtlichen Stellung der Beschwerdegegnerin bzw. der 

Rechtsnatur des zwischen dieser und den Beschwerdeführerinnen beste-

henden Verhältnisses daher nicht mit der Leistung des Beschwerdeführers 

in BGE 95 I 258 an die Veranlagungsbehörde zu vergleichen. Sie könnten 

deshalb auch nicht dieser Rechtsprechung unterstellt werden, hätte dies 

doch zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin wie eine Steuer- oder Ver-

anlagungsbehörde bzw. wie eine hoheitlich handelnde Leistungs-empfän-

gerin behandelt würde, obschon sie dies gerade nicht ist.  

9.4.3 Damit erweist sich auch dieses Vorbringen der Beschwerdeführerin-

nen als unzutreffend. Soweit diese geltend machen, der Verzug der Be-

schwerdegegnerin sei bereits im Zeitpunkt der Entrichtung (Valutadatum) 

der SDL-Akontozahlungen eingetreten, ist dies daher zurückzuweisen. Ihr 

Antrag auf zusätzlichen Verzugszins ab diesem Zeitpunkt ist entsprechend 

abzuweisen. 

Ergänzender Bereicherungszins (Eventualanträge) 

A-207/2014 

Seite 27 

10.  

Im Zusammenhang mit den verschiedenen Eventualanträgen der Be-

schwerdeführerinnen stellt sich einerseits die Frage, ob für den Verzugs-

eintritt von einem früheren Zeitpunkt auszugehen ist, als ihn die Vorinstanz 

in der angefochtenen Verfügung als massgeblich erachtete. Andererseits 

ist zu prüfen, ob den Beschwerdeführerinnen ab der Entrichtung (Valuta-

datum) der SDL-Akontozahlungen bis zum massgeblichen späteren Zeit-

punkt des Verzugseintritts Bereicherungszins zusteht. Nachfolgend wird 

zunächst auf die erste Frage (vgl. E. 10.1 ff. und E. 11 f.), anschliessend 

auf die zweite (vgl. E. 13) eingegangen. 

Verzugseintritt 

10.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen im Zusammenhang mit ihrem 

Eventualbegehren (Eventualantrag 1) vor, sollten die Zahlungsvorbehalte 

nicht als Mahnungen qualifiziert werden, seien sie jedenfalls als Verfall-

tagsvereinbarung zu interpretieren. Dies in dem Sinne, dass gegebenen-

falls jener Tag als Verfalltag gelte, an dem die Rechtsgrundlage für die 

SDL-Akontozahlungen als rechtswidrig qualifiziert werde. Mit Urteil  

A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 habe das Bundesverwaltungsgericht dies 

getan und entschieden, aArt. 31b Abs. 2 StromVV sei mit Gesetz und Ver-

fassung nicht vereinbar. Ab diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdegegnerin 

folglich ohne weitere Mahnung zur Rückerstattung der SDL-Akontozahlun-

gen verpflichtet gewesen.  

10.2 Die Vorinstanz bestreitet unter Verweis auf ein Schreiben der Be-

schwerdeführerin 11, worin diese hinsichtlich ihrer Pflicht zur Leistung von 

SDL-Akontozahlungen einen Vorbehalt erklärt, dass eine Verfalltagsverein-

barung im Sinne der Beschwerdeführerinnen zustande kam. Aus diesem 

Schreiben gehe nicht unmissverständlich hervor, dass die Beschwerde-

gegnerin die SDL-Akontozahlungen an einem bestimmten Tag  

– etwa am Tag eines zugunsten der Beschwerdeführerin 11 ausfallenden 

Gerichtsentscheids – zurückzuzahlen habe. Die Beschwerdeführerin 11 

behalte sich das Rückforderungs- bzw. Verrechnungsrecht vielmehr ledig-

lich vor. Da keine Willensäusserung der Beschwerdeführerin 11 bezüglich 

eines konkreten Verfalltags vorliege, könne von vornherein nicht von einem 

entsprechenden Konsens ausgegangen werden. Selbst wenn im Übrigen 

von einem derartigen Konsens ausgegangen würde, könnten die Be-

schwerdeführerinnen daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, da in Bezug 

A-207/2014 

Seite 28 

auf nicht bereits mit dem Urteil A-2607/2009 des Bundesverwaltungsge-

richts festgestanden sei, dass sie keine Beiträge an die SDL-Kosten zu 

leisten hätten.  

10.3  

10.3.1 Mit Ausnahme der Beschwerdeführerin 10 – bei der indes von ei-

nem gleichlautenden Vorbehalt auszugehen ist – reichten sämtliche Be-

schwerdeführerinnen im vorliegenden Beschwerdeverfahren mindestens 

ein Schreiben an die Beschwerdegegnerin aus der Zeit vor dem Ergehen 

des Urteils A-2607/2009 des Bundesverwaltungsgerichts ein, aus dem sich 

die von ihnen geltend gemachte Verfalltagsvereinbarung ergeben soll. In 

den im Wesentlichen übereinstimmenden Schreiben weisen die Beschwer-

deführerinnen zunächst darauf hin, sie beglichen die konkret betroffenen 

SDL-Akontorechnungen nur unter ausdrücklichem Vorbehalt und ohne An-

erkennung einer Schuldpflicht. Der Vorbehalt beziehe sich auf allfällige 

Rechts- und Schiedsverfahren oder sonstige Rechtsbehelfe irgendwelcher 

Art, die das Inkasso überhöhter Rechnungen durch die Beschwerdegeg-

nerin unter dem Titel Systemdienstleistungen feststellten. Anschliessend 

halten sie fest, es könne ihnen dereinst keine freiwillige Bezahlung einer 

Nichtschuld im Sinne von Art. 63 Abs. 1 OR entgegengehalten werden und 

sie behielten sich ausdrücklich ein Rückforderungs- bzw. Verrechnungs-

recht bezüglich allenfalls zu viel bezahlter Beträge bei künftigen Rechnun-

gen vor.  

10.3.2 Aus diesen Schreiben geht nicht hervor, dass die Beschwerdegeg-

nerin ihr bezahlte SDL-Akontobeträge ohne Mahnung zurückzuerstatten 

habe, wenn in einem Verfahren festgestellt werden sollte, sie seien zu Un-

recht entrichtet worden. Vielmehr legen sie nahe, die Beschwerdeführerin-

nen würden die entsprechenden Beträge in einem solchen Fall ausdrück-

lich zurückfordern oder sie von künftigen Rechnungsbeträgen in Abzug 

bringen. Die Schreiben lassen somit sowohl offen, ob die Beschwerdegeg-

nerin solche Beträge überhaupt zurückzahlen müsste – oder die Beschwer-

deführerinnen sie stattdessen verrechnen würden –, als auch, wann die 

Rückzahlung gegebenenfalls zu erfolgen hätte. Sie können daher – wie die 

Vorinstanz zu Recht einwendet – nicht dahingehend interpretiert werden, 

die Beschwerdeführerinnen verlangten die Rückerstattung solcher Beträge 

zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. an einem bestimmten Tag. Schon gar 

nicht kann daraus gefolgert werden, der massgebliche Zeitpunkt sei der 

Tag des Ergehens des Urteils A-2607/2009 des Bundesverwaltungsge-

A-207/2014 

Seite 29 

richts. Dies, da sich auch nach dem Ergehen dieses Urteils in den verein-

zelt eingereichten Schreiben betreffend SDL-Akontorechnungen die For-

mulierung findet, es könne nicht von einer freiwilligen Bezahlung einer 

Nichtschuld ausgegangen werden und ein Rückforderungs- bzw. Verrech-

nungsrecht bezüglich allenfalls zu viel bezahlter Beträge werde ausdrück-

lich vorbehalten, mithin die gleiche Formulierung, die die Beschwerdefüh-

rerinnen zur Begründung des von ihnen bevorzugten Verfalltags heranzie-

hen.  

Mangels einer entsprechenden Willensäusserung können die Vorbehalts-

schreiben von vornherein nicht als Grundlage für eine Verfalltagsvereinba-

rung herangezogen werden, wie sie die Beschwerdeführerinnen geltend 

machen. Deren Vorbringen erweist sich damit bereits aus diesem Grund 

als unzutreffend, weshalb nicht weiter darauf eingegangen zu werden 

braucht. 

11.  

11.1 Die Beschwerdeführerinnen machen im Zusammenhang mit ihrem 

Subeventual- bzw. Subsubeventualbegehren (Eventualanträge 2 und 3) 

weiter geltend, der Verzug sei bereits am 18. August 2010 bzw. am 11. No-

vember 2010 eingetreten. Zur Begründung verweisen sie auf zwei entspre-

chend datierte Schreiben der Beschwerdegegnerin, in denen diese sie 

über die Folgen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts  

A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 informierte. Ihrer Ansicht nach geht aus die-

sen Schreiben – sowie aus einer Pressemitteilung der Beschwerdegegne-

rin vom 19. August 2010 – hervor, dass die Beschwerdegegnerin eine 

Rückerstattung der SDL-Akontozahlungen für die Jahre 2009 und 2010 an 

jene Kraftwerkbetreiberinnen, die gegen die Tarifverfügungen der Vo-

rinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 keine Beschwerde erhoben 

hatten, verweigere. Nach der Praxis des Bundesgerichts und allgemein 

vorherrschender Rechtsauffassung bedürfe es für eine gültige Leistungs-

verweigerung im Sinne von Art. 108 OR keiner in bestimmter Form an den 

Schuldner gerichteten Erklärung. Vielmehr genüge es, wenn sich die Leis-

tungsverweigerung aus dessen Verhalten bzw. aus den Umständen er-

gebe, was hier der Fall sei. 

11.2  Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, erkläre der 

Schuldner unmissverständlich, dass er nicht leisten werde, erweise sich 

die Mahnung als überflüssig und trete der Verzug nach Abgabe der ent-

sprechenden Erklärung ein. Erforderlich sei eine eindeutige und definitive 

A-207/2014 

Seite 30 

Verweigerungserklärung. Die Aufforderung zur Leistungserfüllung müsste 

sich im konkreten Fall ohne Zweifel als zwecklos erweisen. Aus dem 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2010 – die Vo-

rinstanz äussert sich nur zu diesem Schreiben – gehe lediglich implizit her-

vor, dass diese zum damaligen Zeitpunkt irrtümlicherweise annahm, die 

Beschwerdeführerinnen hätten ihr gegenüber keinen Anspruch auf Rück-

erstattung der im Jahr 2009 geleisteten SDL-Akontozahlungen. Dass sie 

die Rückzahlung der Akontozahlungen in jedem Fall verweigern werde, er-

gebe sich daraus hingegen nicht, bringe sie dies doch nicht unmissver-

ständlich zum Ausdruck. Die Beschwerdeführerinnen hätten solches daher 

auch nicht ohne Zweifel annehmen dürfen. Dies gelte umso mehr, als die 

Beschwerdegegnerin im Schreiben einleitend ausführe, hinsichtlich der 

SDL-Restkostenabrechnung seien noch einige zu klärende Punkte offen. 

11.3  

11.3.1 Wie erwähnt (vgl. E. 5.3), kann in analoger Anwendung von Art. 108 

Ziff. 1 OR von der nach Art. 102 Abs. 1 OR grundsätzlich erforderlichen 

Mahnung abgesehen werden, wenn der Schuldner unmissverständlich er-

klärt, er werde nicht leisten, und sich eine Mahnung deshalb als überflüssig 

erweisen würde. Gleiches gilt – wie die Beschwerdeführerinnen zu Recht 

vorbringen –, wenn das Verhalten des Schuldners auch ohne eine solche 

Erklärung eine Mahnung als sinnlos erscheinen lässt (vgl. BGE 97 II 58 E. 

5; KREN KOSTKIEWICZ, a.a.O., Art. 102 N. 9). Voraussetzung ist dabei je-

weils, dass die definitive Leistungsverweigerung klar bzw. eindeutig ist (vgl. 

BGE 97 II 58 E. 5; WIEGAND, a.a.O., Art. 102 N. 11 und Art. 108 N. 2). 

11.3.2 Im Schreiben vom 18. August 2010 mit dem Betreff "Kostenverrech-

nung Systemdienstleistungen für das Jahr 2011" informiert die Beschwer-

degegnerin über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 und erläutert dessen Folgen für die Anlas-

tung der SDL-Kosten. Ausserdem zeigt sie die Entwicklung dieser Kosten 

auf und spricht sich für Massnahmen zu deren Reduktion aus. Im Rahmen 

ihrer Ausführungen geht sie namentlich auf die Tarifjahre 2009 und 2010 

ein. Sie weist dabei insbesondere darauf hin, dass sie einen Teil der Be-

träge, die die Kraftwerkbetreiberinnen nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV für 

diese Jahre geleistet hätten, zurückzahlen und infolgedessen den Endver-

brauchern anlasten müsse. Dies betreffe jene Kraftwerkbetreiberinnen, die 

durch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts entsprechend berechtigt 

seien. Zeitpunkt und Modalitäten der Rückvergütungen seien Gegenstand 

von Abklärungen.  

A-207/2014 

Seite 31 

Die mit "Systemdienstleistungstarife für das Jahr 2011" betitelte Pressemit-

teilung der Beschwerdegegnerin vom 19. August 2010 stimmt inhaltlich 

weitgehend mit dem Schreiben vom 18. August 2010 überein. Insbeson-

dere geht die Beschwerdegegnerin auch darin auf die "Rückabwicklung 

von Restkosten aus den Jahren 2009 und 2010" ein. Im Unterschied zum 

Schreiben vom 18. August 2010 erwähnt sie allerdings nicht, welchen 

Kraftwerkbetreiberinnen sie – ihrer Ansicht nach – Rückzahlungen leisten 

muss. 

Im Schreiben vom 11. November 2010 mit dem Betreff "SDL-Restkosten-

verrechnung an Kraftwerke mit mindestens 50 MW Leistung" weist die Be-

schwerdegegnerin einleitend darauf hin, dass in der Zwischenzeit einige 

Punkte geklärt worden, einige zu klärende Punkte aber nach wie vor offen 

seien. Anschliessend informiert sie im Wesentlichen über die Folgen des 

erwähnten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts für die betroffenen 

Kraftwerkbetreiberinnen für die Tarifjahre 2009 und 2010. Unter Verweis 

auf das Urteil führt sie namentlich aus, die "SDL-Restkostenverrechnung" 

– d.h. die Regelung nach aArt. 31b Abs. 2 StromVV – bleibe für die nicht 

beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiberinnen und insoweit auch für sie 

verbindlich. Weiter hält sie fest, Anspruch auf eine Rückerstattung der SDL-

Akontozahlungen für das Jahr 2009 hätten nur jene Kraftwerkbetreiberin-

nen, die gegen die Tarifverfügung der Vorinstanz vom 6. März 2009 Be-

schwerde erhoben hätten und deren Beschwerden vom Bundesverwal-

tungsgericht rechtskräftig gutgeheissen worden seien. Hinsichtlich des 

Jahres 2010 führt sie aus, die "SDL-Restkostenverrechnung" bleibe sis-

tiert, bis die Vorinstanz geklärt habe, wie mit der Tarifverfügung vom 

4. März 2010 zu verfahren sei. Um die Kostenanteile für das Jahr 2010 für 

die nicht beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiberinnen berechnen zu 

können, benötige sie (allerdings) weiterhin die per Selbstdeklaration erho-

benen Bruttoproduktionsmengen aller betroffenen Kraftwerke.  

11.3.3 Aus dem Schreiben vom 18. August 2010 und der Pressemitteilung 

vom darauf folgenden Tag, insbesondere aber aus dem Schreiben vom 11. 

November 2010 geht zwar hervor, dass die Beschwerdegegnerin davon 

ausging, sie sei nur gegenüber jenen Kraftwerkbetreiberinnen zur Rücker-

stattung der SDL-Akontozahlungen verpflichtet, die gegen die Tarifverfü-

gungen der Vorinstanz vom 6. März 2009 und 4. März 2010 Beschwerde 

erhoben hatten und mit ihren Beschwerden durchgedrungen waren oder 

noch durchdringen würden. Diese Auffassung basierte allerdings – wie sich 

aus den drei Dokumenten ebenfalls ergibt – einzig auf einer Beurteilung 

A-207/2014 

Seite 32 

der Rechtslage im jeweiligen Moment und zog namentlich (mögliche) recht-

liche Schritte der Kraftwerkbetreiberinnen, die gegen die Tarifverfügungen 

keine Beschwerde erhoben hatten, insbesondere (allfällige) Wiedererwä-

gungsgesuche, nicht mit ein. Es kann daher nicht gesagt werden, die Be-

schwerdegegnerin habe in diesen Dokumenten eine Rückerstattungs-

pflicht gegenüber diesen Kraftwerkbetreiberinnen bereits endgültig ver-

neint bzw. eine Rückerstattung (implizit) nicht bloss für den jeweiligen Mo-

ment, sondern definitiv verweigert. Solches ergibt sich im Übrigen – soweit 

ersichtlich – auch nicht aus ihrem sonstigen Verhalten. 

Auch wenn die Beschwerdeführerinnen aufgrund der drei Dokumente da-

von ausgehen durften, die Beschwerdegegnerin werde zur Zeit keine 

Rückerstattungen leisten, konnten sie somit nicht ausschliessen, dass sie 

es zu einem späteren Zeitpunkt doch tun werde. Sie hätten sie daher mah-

nen bzw. ihr unmissverständlich klar machen müssen, dass sie die Rück-

erstattung unverzüglich und nicht erst in einem allfälligen späteren Zeit-

punkt verlangten (vgl. E. 5.1). Dadurch wäre für die Beschwerdegegnerin 

auch klar gewesen, dass sie, wenn sie die Rückerstattung für den Moment 

verweigerte, im Falle des Bestehens einer Rückerstattungspflicht allenfalls 

bereits ab dem Zeitpunkt der Mahnung würde Verzugszinsen entrichten 

müssen. Es kann demnach nicht gesagt werden, die drei Dokumente oder 

das sonstige Verhalten der Beschwerdegegnerin hätten eine Mahnung 

überflüssig gemacht bzw. das Erfordernis einer Mahnung sei mit Treu und 

Glauben nicht vereinbar gewesen. Ein Abstellen auf die von den Beschwer-

deführerinnen geltend gemachten früheren Verzugszeitpunkte kommt da-

her nicht in Frage. 

12.  

12.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen im Zusammenhang mit ihrem 

Subsubsubeventualbegehren (Eventualantrag 4) schliesslich vor, der Ver-

zug sei an jenem Tag eingetreten, an dem die Vorinstanz auf ein Wieder-

erwägungsgesuch von nicht beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiberin-

nen nicht eingetreten sei (13. Januar 2011). Mit diesem Entscheid und des-

sen Kommunikation im Newsletter 01/2011 vom 24. Januar 2011 der Vo-

rinstanz sei der Beschwerdegegnerin keine Möglichkeit verblieben, die 

SDL-Akontozahlungen zurückzuzahlen. Die Vorinstanz habe damit viel-

mehr Umstände geschaffen, die die frühere Leistungsverweigerung der 

Beschwerdegegnerin unmissverständlich bestätigt hätten. Eine Mahnung 

sei daher nach Art. 108 Ziff. 1 OR unnütz gewesen. 

A-207/2014 

Seite 33 

12.2 Zwar trifft es zu, dass die Beschwerdeführerinnen damit rechnen 

mussten, die Beschwerdegegnerin werde sich durch den Entscheid der Vo-

rinstanz und dessen Kommunikation im Newsletter in ihrer Ansicht, sie sei 

ihnen gegenüber nicht zur Rückerstattung der SDL-Akontozahlungen ver-

pflichtet, bestätigt fühlen und einer Aufforderung zur Rückerstattung der 

SDL-Akontozahlungen nun erst Recht keine Folge leisten. Von Dritten ge-

schaffene Umstände, die – in Kombination mit früheren Erklärungen oder 

Verhaltensweisen des Schuldners – eine Leistungsverweigerung für die 

Zukunft bloss nahe legen bzw. erwarten lassen, reichen für einen aus-

nahmsweisen Verzicht auf eine Mahnung indes nicht aus. Erforderlich ist 

vielmehr, wie dargelegt (vgl. E. 5.3 und 11.3.1), dass der Schuldner die Er-

bringung der Leistung durch entsprechende Erklärung oder konkludentes 

Verhalten eindeutig endgültig verweigert.  

Die Beschwerdegegnerin tat dies bis zum Ergehen des erwähnten Ent-

scheids der Vorinstanz bzw. bis zu dessen Kommunikation im Newsletter 

nicht (vgl. E. 11.3.3). Die Beschwerdeführerinnen hätten sie deshalb mah-

nen müssen. Dies gilt umso mehr, als nicht feststand, ob sie die Rücker-

stattung in einer allfälligen Stellungnahme zu diesem Entscheid im Unter-

schied zu ihren bisherigen Stellungnahmen nunmehr definitiv verweigern 

werde. Durch die Mahnung wäre für die Beschwerdegegnerin auch klar 

gewesen, dass sie, wenn sie die Rückerstattung verweigerte, im Falle des 

Bestehens einer Rückerstattungspflicht allenfalls bereits ab dem Zeitpunkt 

der Mahnung würde Verzugszinsen entrichten müssen. Es kann demnach 

auch hier nicht gesagt werden, eine Mahnung habe sich erübrigt bzw. das 

Erfordernis einer Mahnung sei mit Treu und Glauben nicht vereinbar gewe-

sen.  

12.3 Damit erweist sich auch dieses Vorbringen der Beschwerdeführerin-

nen als unzutreffend. Es bleibt somit beim Zeitpunkt, den die Vorinstanz in 

der angefochtenen Verfügung für den Verzugseintritt als massgeblich er-

achtete, d.h. beim 10. Februar 2011, ist doch, wie erwähnt (vgl. E. 1.3.2), 

unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt einen 

Verzugszins von 5 % zu entrichten hatte. Zu prüfen bleibt, ob die Be-

schwerdeführerinnen bis zu diesem Zeitpunkt einen Anspruch auf Berei-

cherungszins haben. 

Bereicherungszins 

13.  

A-207/2014 

Seite 34 

13.1 Die Beschwerdeführerinnen machen in der Beschwerde geltend, die 

Bereicherung der Beschwerdegegnerin bestehe im Zins, den sie vom Ein-

gang der SDL-Akontozahlungen bis zum Verzugseintritt erlangt habe. Mas-

sgeblich sei dabei die Verzinsung des betriebsnotwendigen Vermögens mit 

dem durchschnittlichen Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Ca-

pital [WACC]). Dieser habe gemäss den Geschäftsberichten der Be-

schwerdegegnerin in den Jahren 2009 und 2010 4,55 % betragen.  

In der Replik führen sie aus, es treffe zu, dass die Beschwerdegegnerin 

wegen der von ihnen geleisteten SDL-Akontozahlungen keine höheren an-

rechenbaren Kosten in Gestalt einer höheren Verzinsung des Nettoumlauf-

vermögens (NUV) habe geltend machen können. Sie hätten denn auch 

nicht vorgebracht, sie sei über den Mechanismus der NUV-Verzinsung un-

gerechtfertigt bereichert worden; massgeblich gewesen sei vielmehr der 

Mechanismus der Verzinsung der Deckungsdifferenzen. Die Beschwerde-

gegnerin habe von den Akontozahlungen insoweit indirekt profitiert, als sie 

keine Unterdeckung verzeichnet habe und somit bereichert gewesen sei. 

Diese Bereicherung müsse sie im Einklang mit der massgeblichen Wei-

sung der Vorinstanz über Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren mit ei-

nem WACC von 4,55 % verzinsen. 

In den Schlussbemerkungen machen sie geltend, es stehe heute fest, dass 

ihre SDL-Akontozahlungen keine Erträge seien, die den SDL-Kosten ge-

genübergestellt werden können. Die Beschwerdegegnerin könnte die sich 

dadurch ergebende Unterdeckung daher im Rahmen der Kostendeklara-

tion gegenüber der Vorinstanz nunmehr geltend machen und die Verzin-

sung mit dem WACC in ihre künftigen Tarife einpreisen. Da wegen der Ent-

richtung der Akontozahlungen die Unterdeckung in der fraglichen Periode 

faktisch bei ihnen und nicht bei der Beschwerdegegnerin entstanden sei, 

hätten sie allerdings einen legitimen Anspruch auf die Verzinsung ihrer 

Akontozahlungen unabhängig davon, ob die Beschwerdegegnerin die Ver-

zinsung bei der Vorinstanz einfordere.  

13.2 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die von den Beschwerdeführerin-

nen geleisteten SDL-Akontozahlungen hätten nicht zu einer Erhöhung ih-

res betriebsnotwendigen Vermögens geführt. Dessen Verzinsung mit dem 

WACC begründe daher keinen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Be-

schwerdeführerinnen. Dies gälte hinsichtlich des NUV wegen der von ihr 

angewandten Methode zu dessen Berechnung selbst dann, wenn die flüs-

sigen Mittel aus den Akontozahlungen nicht umgehend verwendet, son-

dern auf einem Bankkonto gehalten worden wären. Auch auf den weiteren 

A-207/2014 

Seite 35 

Bestandteilen des betriebsnotwendigen Vermögens habe sie wegen der 

Akontozahlungen keine höheren kalkulatorischen Kapitalkosten geltend 

machen können. Das Anlagevermögen habe sich durch diese Zahlungen 

nicht verändert; die Deckungsdifferenzen seien ebenfalls nicht betroffen 

gewesen, da die Tarifeinnahmen zur Deckung der laufenden Kosten benö-

tigt worden seien.  

13.3 Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung aus, beim Betrag, der 

sich durch die Verzinsung der für den Betrieb des Übertragungsnetzes not-

wendigen Vermögenswerte mit dem WACC ergebe, handle es sich nicht 

um eine ungerechtfertigte Bereicherung, welche die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführerinnen zurückzuerstatten habe, sondern um anre-

chenbare Kosten im Sinne der Stromversorgungsgesetzgebung. Der ge-

setzliche Verzinsungsanspruch bestehe weiter unabhängig davon, wer die 

anrechenbaren Kosten konkret übernehme. Grundlage für die Verzinsung 

mit dem WACC bilde ausserdem lediglich ein Sechstel der in den Tarifver-

fügungen der Netzebene 1 anerkannten SDL-Kosten. Die Beschwerdegeg-

nerin hätte im Übrigen selbst dann einen Verzinsungsanspruch gehabt, 

wenn die Beschwerdeführerinnen keine Akontozahlungen geleistet hätten, 

da sie berechtigt gewesen wäre, die dadurch entstehende Unterdeckung 

mit dem WACC zu verzinsen. 

In der Stellungnahme vom 3. Juni 2014 führt sie aus, die Tatsache, dass 

die Beschwerdeführerinnen der Beschwerdegegnerin in den Jahren 2009 

und 2010 SDL-Akontozahlungen leisteten, habe gerade verhindert, dass 

dieser eine Unterdeckung entstanden sei, hinsichtlich welcher sie eine Ver-

zinsung mit dem WACC hätte geltend machen können. Insoweit bestehe 

daher kein ungerechtfertigter Vermögensvorteil der Beschwerdegegnerin.  

13.4  

13.4.1 Gemäss einem allgemeinen Rechtsgrundsatz sind Zuwendungen, 

die aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grund 

erfolgten, zurückzuerstatten. Dieser Grundsatz, der für das Privatrecht in 

Art. 62 Abs. 2 OR festgehalten wird, gilt auch im Verwaltungsrecht, selbst 

wenn er in der einschlägigen Gesetzgebung nicht ausdrücklich festgelegt 

ist, und zwar gleichermassen für ungerechtfertigte Leistungen vom Ge-

meinwesen wie von Privaten (vgl. zum Ganzen BGE 135 II 274 E. 3.1; 124 

II 570 E. 4b; 105 Ia 214 E. 5; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

A-207/2014 

Seite 36 

2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.1 f.; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 187 und 760; MOOR/POL-

TIER, Droit administratif, vol. II, 3ème éd., Berne 2011, p. 169).  

13.4.2 Im Privatrecht sind neben dem – grundlos erworbenen – Kapital 

grundsätzlich auch die Zinsen, die der Bereicherungsschuldner effektiv da-

rauf gezogen hat, zurückzuerstatten (sog. Bereicherungszins; BGE 130 V 

414 E. 5.2; 116 II 689 E. 3.b/bb; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.3 m.w.H.; GAUCH/SCHLUEP/ SCHMID, 

Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 9. Aufl. 2008, 

Rz. 1525; VON TUHR/PETER, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obliga-

tionenrechts, Bd. I, 1979, S. 501). Nach SCHULIN sind zur Bereicherung 

ausserdem die nach allgemeiner Lebenserfahrung gezogenen Zinsen zu 

zählen (vgl. SCHULIN, in: BSK OR I, Art. 64 OR N. 4b mit Hinweisen). Ob 

auch im Verwaltungsrecht ein Anspruch auf Bereicherungszins besteht o-

der ungerechtfertigte Zuwendungen vom Gemeinwesen nur zu verzinsen 

sind, wenn der Leistende einen – grundsätzlich positivrechtlich vorzuse-

henden – Anspruch auf Vergütungszins hat, der unabhängig davon be-

steht, ob Zinsen gezogen wurden (vgl. zu den Voraussetzungen für einen 

solchen Anspruch Urteile des Bundesgerichts 2C_411/2008 vom 28. Okto-

ber 2008 E. 3.2, 2C_410/2008 vom 28. Oktober 2008 E. 3.2 und 

2C_191/2007 vom 11. Oktober 2007 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.5), erscheint offen (vgl. Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts  

A-2483/2013 vom 17. März 2014 E. 2.3.4; IMBODEN/RHINOW, Schweizeri-

sche Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. Aufl. 1986, Nr. 32 V S. 192 

m.w.H.; MOOR/POLTIER, op. cit., p. 170). Die Frage braucht vorliegend al-

lerdings nicht geklärt zu werden (vgl. E. 13.5.1). 

13.4.3 Die Bereicherung im Sinne des Bereicherungsrechts besteht in der 

Differenz zwischen dem (höheren) jetzigen und dem (tieferen) Vermögens-

stand, der ohne das bereichernde Ereignis vorläge. Die Vermögensdiffe-

renz kann sich nicht nur aus einer Vergrösserung, sondern auch aus einer 

Nichtverminderung des Vermögens ergeben. Im zweiten Fall liegt eine so-

genannte Ersparnisbereicherung vor, die entweder auf einer Nichtvermin-

derung der Aktiven oder einer Nichterhöhung der Passiven beruht (vgl. 

BGE 129 III 646 E. 4.2; SCHULIN, a.a.O., Art. 62 N. 5 ff.). Gemäss der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Bereicherungsanspruch keine 

unmittelbare Vermögensverschiebung zwischen Bereicherungsgläubiger 

und -schuldner voraus; auszugleichen ist vielmehr die Bereicherung, die 

der Bereicherungsschuldner auf Kosten eines anderen erlangt hat 

A-207/2014 

Seite 37 

(vgl. BGE 129 III 646 E. 4.2; 129 III 422 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 

4C.338/2006 vom 27. November 2006 E. 3.1; SCHULIN, a.a.O., Art. 62 N. 8 

und 8a). 

13.5  

13.5.1 Wie dargelegt (vgl. E. 13.1), bringen die Beschwerdeführerinnen 

nicht vor, die Beschwerdegegnerin habe auf den SDL-Akontozahlungen ei-

nen Zins gezogen. Sie machen also keinen Anspruch auf einen Bereiche-

rungszins im vorstehend dargelegten Sinn (vgl. E. 13.4.2) geltend. Nach 

der in der Replik vertretenen Auffassung wie auch der in den Schlussbe-

merkungen geäusserten, davon abweichenden Ansicht soll sich der berei-

cherungsrechtliche Anspruch auf eine Verzinsung der rechtsgrundlos ge-

leisteten SDL-Akontozahlungen mit dem WACC vielmehr – aus unter-

schiedlichen Gründen – aus dem Umstand ergeben, dass gemäss dem 

stromversorgungsrechtlichen Verzinsungsmechanismus neben dem NUV 

und dem vorliegend nicht massgeblichen Anlagevermögen auch Unterde-

ckungen der Beschwerdegegnerin zu deren Gunsten mit dem WACC ver-

zinst werden. Was die Beschwerdeführerinnen in diesem Zusammenhang 

vorbringen, vermag indes nicht zu überzeugen. 

13.5.2 Dies gilt zunächst für ihr in der Replik angeführtes Argument, die 

Beschwerdegegnerin sei durch die SDL-Akontozahlungen insoweit indirekt 

bereichert worden, als sie (ursprünglich) keine Unterdeckung verzeichnet 

habe, und schulde ihnen auf dieser Bereicherung bzw. dem Betrag der ver-

miedenen Unterdeckung daher einen Zins in der Höhe des WACC. Damit 

fordern sie einen Zins, den die Beschwerdegegnerin im Rahmen der ur-

sprünglichen Kostenabrechnung für die Jahre 2009 und 2010 resp. der da-

rauf gestützten ursprünglichen Tariffestsetzung für die nachfolgenden 

Jahre gerade nicht geltend machen und einpreisen konnte, da sie wegen 

der SDL-Akontozahlungen keine Unterdeckung verzeichnete, die sie ge-

mäss dem stromversorgungsrechtlichen Verzinsungsmechanismus zu ih-

ren Gunsten mit dem WACC hätte verzinsen können. Sie war insoweit so-

mit von vornherein nicht im vorstehend dargelegten Sinn (vgl. E. 13.4.3) 

bereichert, weshalb das Vorbringen der Beschwerdeführerinnen ohne wei-

tere Prüfung zurückzuweisen ist. 

13.5.3 Nicht zu überzeugen vermag sodann deren in den Schlussbemer-

kungen zugunsten der Zinsforderung vorgebrachtes Argument, die Be-

schwerdegegnerin könnte nunmehr – nachdem feststehe, dass die SDL-

A-207/2014 

Seite 38 

Akontozahlungen keine Erträge seien, die den Kosten der SDL gegenüber-

gestellt werden können – die Unterdeckung im Rahmen der Kostendekla-

ration gegenüber der Vorinstanz geltend machen und die Verzinsung mit 

dem WACC in ihre künftigen Tarife einpreisen. Vorliegend ist unbestritten, 

dass die Beschwerdegegnerin ohne die SDL-Akontozahlungen in den Jah-

ren 2009 und 2010 eine Unterdeckung verzeichnet hätte und sie diese mit 

dem WACC hätte verzinsen und den berechneten Zins in ihre künftigen 

Tarife hätte einpreisen können. Ihre (hypothetische) finanzielle Situation 

ohne diese Zahlungen hätte sich insoweit somit nicht von der von den Be-

schwerdeführerinnen geltend gemachten (potentiellen) jetzigen Situation 

unterschieden.  

Zwischen einer allfälligen Verzinsung und Einpreisung, wie sie die Be-

schwerdegegnerin nach Ansicht der Beschwerdeführerinnen nunmehr vor-

nehmen könnte, und den SDL-Akontozahlungen bestünde demnach zwar 

insofern ein Zusammenhang, als diese Verzinsung und Einpreisung wegen 

des Umstands, dass diese Zahlungen zunächst geleistet wurden, erst jetzt 

erfolgte, nicht jedoch dergestalt, dass sie wegen dieser Zahlungen über-

haupt vorgenommen würde, wäre sie doch, wie erwähnt, auch ohne diese 

erfolgt, wenn auch in einem früheren Zeitpunkt. Es kann entsprechend 

nicht gesagt werden, eine derartige Verzinsung und Einpreisung würde we-

gen dieser Zahlungen und in diesem Sinn auf Kosten der Beschwerdefüh-

rerinnen vorgenommen (vgl. E. 13.4.3). Deren Vorbringen erweist sich 

deshalb ungeachtet der Frage, wie eine solche Verzinsung und Einprei-

sung bereicherungsrechtlich ansonsten zu qualifizieren wäre, als unzutref-

fend, weshalb nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht. 

13.5.4 Soweit die Beschwerdeführerinnen in den Schlussbemerkungen zu-

dem geltend machen, der von ihnen geforderte Zins stehe ihnen ungeach-

tet der Frage zu, ob die Beschwerdegegnerin gegenüber der Vorinstanz 

eine Verzinsung der Unterdeckung geltend mache, weil die Unterdeckung 

faktisch bei ihnen entstanden sei, berufen sie sich nicht auf eine Bereiche-

rung der Beschwerdegegnerin, sondern – offenbar – auf den nicht weiter 

substantiierten Umstand, dass sie wegen der SDL-Akontozahlungen sel-

ber Kapitalkosten hatten. Sie fordern mithin Ersatz für diese Kosten. Inwie-

fern sich ein derartiger Anspruch aus dem Bereicherungsrecht ergeben 

soll, erläutern sie allerdings mit guten Gründen nicht, ist solches doch nicht 

ersichtlich (vgl. E. 13.4.3; SCHULIN, a.a.O., Art. 62 N. 4). 

13.5.5 Damit erweist sich auch dieses Vorbringen und entsprechend das 

Begehren der Beschwerdeführerinnen, ihre Rückerstattungsforderungen 

A-207/2014 

Seite 39 

für die SDL-Akontozahlungen seien ab deren Entrichtung bis zum Verzugs-

eintritt mit dem WACC zu verzinsen, insgesamt als unbegründet. Ihre 

Eventualanträge sind daher abzuweisen. 

Neuverlegung Verfahrenskosten (Antrag 2) 

14.  

14.1 Wie erwähnt (vgl. Bst. I), beantragen die Beschwerdeführerinnen, es 

seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens neu (vollumfänglich) der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Antrag 2). Zwar begründen sie 

diesen Antrag nicht; es ist jedoch davon auszugehen, sie erachteten die 

Beschwerdegegnerin bei einer Gutheissung von Antrag 1 der Beschwerde 

als im vorinstanzlichen Verfahren vollumfänglich – statt bloss teilweise – 

unterliegend.  

14.2 Wie dargelegt, ist Antrag 1 der Beschwerde abzuweisen. Gleiches gilt 

für die Eventualanträge. Soweit die Verfügung der Vorinstanz durch diese 

Anträge angefochten wird, ist sie demnach zu bestätigen. Es besteht ent-

sprechend kein Anlass, die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens im 

Sinne der Beschwerdeführerinnen neu zu verlegen. Deren Antrag ist daher 

abzuweisen. 

Fazit 

15.  

Damit erweisen sich sämtliche Anträge und Eventualanträge der Be-

schwerdeführerinnen als unbegründet. Die Beschwerde ist daher abzuwei-

sen, soweit darauf eingetreten werden kann.  

Kosten und Entschädigung 

16.  

16.1 Bei diesem Verfahrensausgang gelten die Beschwerdeführerinnen als 

unterliegend. Sie haben deshalb die auf Fr. 15'000.– festzusetzenden Ver-

fahrenskosten (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung 

zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 6a VGKE). Der einbezahlte Kos-

tenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

A-207/2014 

Seite 40 

16.2 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat ihren internen Rechtsdienst 

mit der Interessenwahrung betraut und ist nicht durch externe Anwälte ver-

treten, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht (Art. 8 ff. VGKE, 

insb. Art. 9 Abs. 2 VGKE). Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde ebenfalls 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

Gleiches gilt für die unterliegenden Beschwerdeführerinnen (vgl. Art. 64 

Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 15'000.– werden den Beschwerdeführerin-

nen auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 231-00013; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Kathrin Dietrich Pascal Baur 

 

 

 

A-207/2014 

Seite 41 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

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