# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 823153d0-368a-5834-9912-3a6430bc9153
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 09.12.2025 WBE.2025.204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2025-204_2025-12-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

1. Kammer 

 

WBE.2025.204 / JL / jb 
(2025-000389)  

Art. 183 

 

Urteil vom 9. Dezember 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Cotti, Vorsitz  

Verwaltungsrichter Busslinger 

Verwaltungsrichterin Schircks 

Gerichtsschreiberin Lang    

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Patrick Wagner, Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 

4052 Basel    

        

gegen 

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Rechtsverzögerung, Vollzug einer 

stationären, therapeutischen Massnahme nach Artikel 59 des 

Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB), eventuell Haftentlassung  

und Haftentschädigung (Beschwerde vom 30. August 2024) / 

Beschwerdeverfahren betreffend Rechtsverzögerung (Beschwerde  

vom 18. Dezember 2024) 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 23. April 2025 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Das Bezirksgericht Aarau sprach A._____ am 4. April 2024 der einfachen 

Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, der mehrfachen, teilweise 

versuchten Nötigung sowie der mehrfachen Drohung schuldig und 

verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten (abzüglich 111 Tage 

Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 203 Tage vorzeitiger Massnah-

menvollzug). Ferner ordnete es gestützt auf Art. 59 des Schweizerischen 

Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) eine statio-

näre psychiatrische Behandlung an, unter gleichzeitigem Aufschub der 

Freiheitsstrafe zugunsten der stationären Massnahme (Vorakten, Be-

schwerdebeilage 3; Akten Amt für Justizvollzug [AJV], act. 02 040 ff.). Die-

ses Urteil erwuchs in Rechtskraft, nachdem der Verfahrensleiter der Abtei-

lung Strafgericht des Obergerichts auf eine Berufung des Beschuldigten mit 

Verfügung vom 13. Juni 2024 nicht eingetreten und diese Verfügung unan-

gefochten geblieben war (Verfahren SST.2024.96; Akten AJV, act. 02 

034).  

 

2. 

Am 31. August 2023 bewilligte die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau 

A._____ den vorzeitigen Massnahmenvollzug, wobei er zunächst in den 

Bezirksgefängnissen Kulm und Zofingen und ab 26. Februar 2024 im 

Zentralgefängnis Lenzburg untergebracht war (Akten AJV, act. 02 018 ff., 

04 008 ff., 04 011 ff., 04 014 f.). Nachdem A._____ am 20. März 2024 ein 

Haftentlassungsgesuch gestellt hatte, wurde er mit Entscheid des Bezirks-

gerichts Aarau vom 4. April 2024 (im Zentralgefängnis Lenzburg) in Sicher-

heitshaft zurückversetzt (Akten AJV, act. 02 029 ff.). Eine gegen die Sicher-

heitshaft gerichtete Beschwerde wies das Obergericht, Beschwerdekam-

mer in Strafsachen, mit Entscheid SBK.2024.104 vom 25. April 2024 ab, 

soweit es darauf eintrat (Akten AJV, act. 09 054 ff.). 

 

3. 

Mit Eingabe vom 29. April 2024 liess A._____ beim AJV die sofortige 

Einweisung in das Sigma Zentrum Bad Säckingen (D) sowie eine ent-

sprechende Kostengutsprache beantragen (Akten AJV, act. 09 032 ff.). Mit 

Schreiben vom 3. Mai 2024 leitete das AJV diese Eingabe zuständigkeits-

halber an das Bezirksgericht Aarau weiter (Akten AJV, act. 12 012). Am 

8. Mai 2024, 14. Mai 2024 sowie 5. Juli 2024 ersuchte A._____ das 

Bezirksgericht Aarau um Gutheissung der gestellten Rechtsbegehren res-

pektive um Zustellung einer anfechtbaren Verfügung (Akten AJV, act. 09 

030 f., 09 050 f., 09 123). Mit Eingabe vom 5. Juli 2024 gelangte er zudem 

an das Obergericht und äusserte, er gehe davon aus, dass dieses für die 

Beantwortung seines Antrags vom 29. April 2024 zuständig sei. Ferner 

 - 3 - 

 

 

liess er (durch seine amtliche Verteidigerin) mit Eingabe vom 8. Juli 2024 

erneut ein Haftentlassungsgesuch stellen und eventualiter die sofortige 

Einweisung in das Sigma Zentrum Bad Säckingen beantragen (Akten AJV, 

act. 02 034). Mit Verfügung des Obergerichts, Abteilung Strafgericht, 

SST.2024.96 vom 15. Juli 2024 wurde das Haftentlassungsgesuch bzw. 

das Gesuch um Entlassung aus dem vorzeitigen Massnahmenvollzug ab-

gewiesen (Akten AJV, act. 02 033 ff.).  

 

4. 

Nachdem A._____ einen Rechtsmittelverzicht in Bezug auf den 

Nichteintretensentscheid des Obergerichts vom 13. Juni 2024 erklärt hatte, 

ersuchte er das AJV mit Schreiben vom 23. Juli 2024, seinen Antrag vom 

29. April 2024 zu beantworten (Akten AJV, act. 09 077 ff.). Mit Schreiben 

vom 7. August 2024 teilte das AJV A._____ mit, dass auf sein Begehren 

erst eingegangen werden könne, wenn der vorzeitige Massnahmenvollzug 

(erneut) bewilligt worden sei oder die Rechtskraftbescheinigung des 

einschlägigen Urteils vorliege (Akten AJV, act. 09 080).  

 

5. 

Am 4. September 2024 ging das rechtskräftige Urteil des Bezirksgerichts 

Aarau vom 4. April 2024 beim AJV ein (Akten AJV, act. 02 052). Mit Voll-

zugsbefehl des AJV vom 5. September 2024 wurde A._____ zum Vollzug 

der stationären Massnahme rückwirkend ab dem 4. April 2024 für 

unbestimmte Zeit vorerst ins Zentralgefängnis Lenzburg eingewiesen. Zu-

dem wurde festgehalten, dass der stationäre Massnahmenvollzug höchs-

tens fünf Jahre – gerechnet ab dem 4. April 2024 – dauere (Akten AJV, 

act. 04 016 ff.). Gegen diesen Vollzugsbefehl des AJV liess A._____ beim 

Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI), Generalsekretariat, am 

8. November 2024 Beschwerde erheben (Vorakten, act. 43 f.). 

 

6. 

Mit Schreiben vom 15. September 2024 liess A._____ beim AJV einen An-

trag auf Entlassung aus dem Vollzug der stationären therapeutischen 

Massnahme stellen (siehe Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2024.443/WBE.2025.47 vom 21. Mai 2025, lit. A/6 mit Hinweis auf die 

damaligen Vorakten, abrufbar auf <www.ag.ch> unter Gesetzessamm-

lung/Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE]; siehe auch Teil-/Zwi-

schenentscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2024.443 vom 23. Dezem-

ber 2024, lit. B/1 [Vorakten, act. 53]). Zudem liess er mit Schreiben vom 

4. Dezember 2024 wiederum um Einweisung in das Sigma Zentrum 

Bad Säckingen, eventualiter um umgehende Haftentlassung ersuchen 

(Vorakten, act. 48). 

 

7. 

Das AJV wies mit Verfügung vom 11. Dezember 2024 sowohl den Antrag 

auf Versetzung in das Sigma Zentrum Bad Säckingen als auch denjenigen 

 - 4 - 

 

 

auf Entlassung ab (vgl. Teil-/Zwischenentscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2024.443 vom 23. Dezember 2024, lit. B/2 [Vorakten, act. 53]). 

 

B. 

1. 

Mit Eingabe vom 30. August 2024 liess A._____, vertreten durch lic. iur. 

Patrick Wagner, Rechtsanwalt, Basel, gegen das AJV eine Beschwerde 

beim Regierungsrat erheben und folgende Anträge stellen (Vorakten, 

act. 19 ff.): 

 

1. 
Es sei festzustellen, dass von Seiten der Beschwerdegegnerin bezüglich 
des Gesuches des Beschwerdeführers vom 29. April 2024 eine ungebühr-
liche Rechtsverzögerung vorliegt. 
 
2a. 
Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Beschwerdeführer zum 
Vollzug der stationären psychiatrischen Behandlung gemäss Ziff. 4 des Ur-
teils des Bezirksgerichts Aarau vom 4. April 2024 umgehend in das Sigma 
Zentrum Bad Säckingen, ev. eine andere geeignete Einrichtung einzuwei-
sen und dafür Kostengutsprache zu erteilen. 
 
2b. 
Eventuell sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Beschwerdefüh-
rer umgehend aus der Haft zu entlassen. 
 
3. 
Es sei dem Beschwerdeführer für jeden seit 29. April 2024 im Zentralge-
fängnis Lenzburg verbrachten Tag eine Haftentschädigung von Fr. 200.– 
zuzusprechen. 
 
4. 
Es sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren und in der Person des Unterzeichnenden 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 
 
5. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin. 

 

Zudem liess er den folgenden Verfahrensantrag stellen: 

 

Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen und es sei der Be-
schwerdeführer persönlich zu befragen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). 

 

2. 

Zudem liess A._____, vertreten durch lic. iur. Patrick Wagner, 

Rechtsanwalt, Basel, am 18. Dezember 2024 gegen die Verfügung des 

AJV vom 11. Dezember 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhe-

ben und folgende Anträge stellen (Vorakten, act. 52): 

 

 - 5 - 

 

 

1a. 
Es sei festzustellen, dass von Seiten der Beschwerdegegnerin bezüglich 
des Gesuches des Beschwerdeführers vom 29. April 2024 eine ungebühr-
liche Rechtsverzögerung vorliegt. 
 
1b. 
Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Dezember 2024 (69892 
STV.2023.3620) sei aufzuheben. 
 
2a. 
Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Beschwerdeführer zum 
Vollzug der stationären psychiatrischen Behandlung gemäss Ziff. 4 des 
Urteils des Bezirksgerichts Aarau vom 4. April 2024 umgehend in das 
Sigma Zentrum Bad Säckingen, ev. eine andere geeignete Einrichtung ein-
zuweisen und dafür Kostengutsprache zu erteilen.  
 
2b. 
Eventuell sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Beschwerdefüh-
rer umgehend aus der Haft zu entlassen.  
 
3a. 
Es sei dem Beschwerdeführer für jeden seit 29. April 2024 im Zentralge-
fängnis Lenzburg verbrachten Tag eine Haftentschädigung von Fr. 200.– 
zuzusprechen. 
 
3b. 
Es sei ein schriftliches, ev. mündliches Gutachten (Art. 183 ff. ZPO) in der 
Fachdisziplin Psychiatrie einzuholen, und zwar bei Dr. B._____, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie,  ev. bei einer / einem anderen, 
geeigneten Gutachterin / Gutachter. Es seien der Gutachterin / dem 
Gutachter alle med. Akten zu überlassen und es seien ihr / ihm unter 
Hinweis auf Art. 307 StGB die Fragen gemäss Ziff. 14 hiernach zu stellen. 
 
4. 
Es sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren und in der Person des Unterzeichnenden 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.  
 
5. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin.  
 

Ausserdem liess er folgende Verfahrensanträge stellen: 

 

1. 
Über die Rechtsbegehren 2a. (Einweisung in das Sigma Zentrum Bad 
Säckingen, ev. eine andere geeignete Einrichtung) und 2b. (ev. Haftent-
lassung) sei im Sinne einer Anordnung vorsorglichen Charakters sofort zu 
entscheiden.  
 
2. 
Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen und es sei der Be-
schwerdeführer persönlich zu befragen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). 

 

 - 6 - 

 

 

3. 

Mit Teil-/Zwischenentscheid WBE.2024.443 vom 23. Dezember 2024 trat 

das Verwaltungsgericht auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 

18. Dezember 2024 nicht ein, soweit der Beschwerdeführer die Feststel-

lung einer Rechtsverzögerung durch das AJV (Rechtsbegehren 1a) und die 

Versetzung in eine geeignete Einrichtung beantragt hatte (Rechtsbegeh-

ren 2a). Die Beschwerde wurde diesbezüglich (sowohl bezüglich des Be-

gehrens in der Hauptsache als auch bezüglich des Begehrens um vorsorg-

liche Massnahmen im Sinne des ersten Verfahrensantrags) zuständigkeits-

halber an das DVI, Generalsekretariat, überwiesen. Im Übrigen wurde das 

verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Ent-

scheid des DVI, Generalsekretariat, über das Rechtsbegehren 2a sistiert 

und die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wurde dem End-

entscheid vorbehalten (Vorakten, act. 53).  

 

Den ans DVI überwiesenen Teil des Beschwerdeverfahrens betreffend 

Rechtsverzögerung (Rechtsbegehren 1a) überwies dieses wiederum zu-

ständigkeitshalber an den Rechtsdienst des Regierungsrats zur weiteren 

Behandlung im Rahmen des beim Regierungsrat bereits in gleicher Sache 

hängigen Beschwerdeverfahrens (Vorakten, act. 62). 

 

4. 

Mit Verfügung des AJV vom 8. Januar 2025 wurde der Beschwerdeführer 

per 9. Januar 2025 in die Freiheit entlassen (Vorakten, act. 54 f.). Dagegen 

liess er beim DVI sowie beim Regierungsrat zwei identische Beschwerden 

einreichen, wobei das DVI die beiden Beschwerden zuständigkeitshalber 

ans Verwaltungsgericht überwies (Verfahren WBE.2025.47; Vorakten, 

act. 65–69, 72). In der Folge wurden die verwaltungsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahren WBE.2024.443 und WBE.2025.47 vereinigt. Mit Ent-

scheid WBE.2024.443/WBE.2025.47 vom 21. Mai 2025 trat das Verwal-

tungsgericht nicht auf die Beschwerden ein, soweit sie nicht gegenstands-

los geworden waren.  

 

5. 

Am 23. April 2025 beschloss der Regierungsrat was folgt (Vorakten, 

act. 84): 

 

1. 
Die Beschwerden vom 30. August und 18. Dezember 2024 (letztere be-
treffend Rechtsbegehren 1a zur Rechtsverzögerung) werden im Sinne der 
Erwägungen abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden 
von der Geschäftskontrolle abgeschrieben werden beziehungsweise da-
rauf nicht eingetreten wird.  
 

 - 7 - 

 

 

2. 
Die Gesuche des Beschwerdeführers A._____ um unentgeltliche Rechts-
pflege und um Bestellung von Rechtsanwalt Patrick Wagner, Basel, als 
unentgeltlichen Rechtsvertreter werden abgewiesen. 
 
3. 
Die Kosten des Verfahrens vor dem Regierungsrat, bestehend aus einer 
Verwaltungsgebühr von Fr. 1'500.– und den Auslagen von Fr. 221.90, ins-
gesamt Fr. 1'721.90, werden vollumfänglich dem Beschwerdeführer 
A._____ auferlegt. 
 
4. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 

C. 

1. 

Mit Eingabe vom 16. Mai 2025 liess A._____, nach wie vor vertreten durch 

lic. iur. Patrick Wagner, Rechtsanwalt, Basel, gegen den Regierungsrats-

beschluss vom 23. April 2025 Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein-

reichen und folgende Anträge stellen: 

 

1a. 
Es sei festzustellen, dass bezüglich des Gesuches des Beschwerdefüh-
rers vom 29. April 2024 eine ungebührliche Rechtsverzögerung vorliegt. 
 
1b. 
Der Regierungsratsbeschluss 2025-000389 vom 23. April 2024 sei aufzu-
heben. 
 
2a. 
Der Beschwerdeführer sei zum Vollzug der stationären psychiatrischen 
Behandlung gemäss Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Aarau vom 
4. April 2024 umgehend in das Sigma Zentrum Bad Säckingen einzuwei-
sen und es sei dafür Kostengutsprache zu erteilen. 
 
2b. 
Ev. sei die Sache an die Vorinstanz, subeventuell an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen und diese sei anzuweisen, den Beschwerdeführer 
zum Vollzug der stationären psychiatrischen Behandlung gemäss Ziff. 4 
des Urteils des Bezirksgerichts Aarau vom 4. April 2024 umgehend in das 
Sigma Zentrum Bad Säckingen einzuweisen und dafür Kostengutsprache 
zu erteilen.  
 
3. 
Es sei dem Beschwerdeführer für jeden vom 29. April 2024 bis zum 9. Ja-
nuar 2025, somit für 195 Tage, im Zentralgefängnis Lenzburg verbrachten 
Tag eine Haftentschädigung von Fr. 200.–, somit Fr. 39'000.–, zuzüglich 
5 % Zins ab 1. August 2024 zuzusprechen. 
 
4. 
Es sei ein schriftliches, ev. anlässlich der Hauptverhandlung mündlich zu 
erstattendes Gutachten (Art. 183 ff. ZPO) in der Fachdisziplin Psychiatrie 
einzuholen, und zwar bei Dr. B._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie,  ev. bei einer / einem anderen, geeigneten Gutachterin / 
Gutachter. Es seien der Gutachterin / dem Gutachter alle med. Akten zu 

 - 8 - 

 

 

überlassen und es seien ihr / ihm unter Hinweis auf Art. 307 StGB die 
Fragen gemäss Ziff. 14 hiernach zu stellen. 
 
5. 
Es sei dem Beschwerdeführer sowohl für das vorliegende wie für das vor-
instanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
in der Person des Unterzeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand 
zu bestellen. 
 
6. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin. 

 

Ausserdem liess er folgende Verfahrensanträge stellen: 

 
1. 
Über die Rechtsbegehren 2a. und 2b. (Einweisung in das Sigma Zentrum 
Bad Säckingen) sei im Sinne einer Anordnung vorsorglichen Charakters 
sofort zu entscheiden.  
 
2. 
Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen und es sei der Be-
schwerdeführer persönlich zu befragen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). 
 

2. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 28. Mai 2025 wurde das Ge-

such des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege abgewiesen und der Beschwerdeführer wurde aufgefordert, einen 

Kostenvorschuss zu leisten. Dieser wurde in der Folge fristgerecht bezahlt. 

 

3. 

Die Vorinstanz reichte mit Eingabe vom 25. Juni 2025 ihre Beschwerdeant-

wort ein und beantragte die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, so-

weit darauf einzutreten sei. 

 

4. 

Mit Eingabe vom 18. August 2025 erstattete der Beschwerdeführer seine 

Replik, wobei er die gestellten Rechtsbegehren 2a und 2b zurückzog und 

seine Anträge wie folgt ergänzte: 

 

3a. 
Es sei dem Beschwerdeführer für jeden vom 29. April 2024 bis zum 9. Ja-
nuar 2025, somit für 195 Tage, im Zentralgefängnis Lenzburg verbrachten 
Tag eine Haftentschädigung von Fr. 200.–, somit Fr. 39'000.–, zuzüglich 
5 % Zins ab 1. August 2024 zuzusprechen. 
 
3b. 
Es sei dem Teilkläger für jeden vom 29. April 2024 bis zum 9. Januar 2025, 
somit für 195 Tage, im Zentralgefängnis Lenzburg verbrachten Tag eine 
Schadenersatzzahlung von Fr. 142.80, somit Fr. 27'864.– [richtig: 
Fr. 27'846.–], zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2024 zuzusprechen. 
 

 - 9 - 

 

 

3c. 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass es sich bei der Eingabe vom 
16. Mai 2025 u.a. um eine Teilklage gehandelt hat und dass weitere For-
derungen gegenüber der Gegenseite vorbehalten werden. 

 

5. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (vgl. 

§ 7 Abs. 1 und 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 

2011 [GOG; SAR 155.200]). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch im Bereich des Straf- und 

Massnahmenvollzugs (§ 55a Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schwei-

zerischen Strafprozessordnung vom 16. März 2010 [EG StPO; 

SAR 251.200]). Der angefochtene Entscheid des Regierungsrats ist ver-

waltungsintern letztinstanzlich (vgl. § 50 Abs. 1 VRPG). Das Verwaltungs-

gericht ist folglich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

Dabei steht ihm rechtsprechungsgemäss – in Abweichung zu § 55 Abs. 3 

VRPG – in Fällen der vorliegenden Art die Befugnis zur vollumfänglichen 

Überprüfung mit Einschluss der Ermessenskontrolle zu (Entscheid des Ver-

waltungsgerichts WBE.2025.49 vom 21. Mai 2025, Erw. I/5 m.w.H.). 

 

2. 

Nachdem der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren 2a und 2b zurück-

gezogen hat (Replik vom 18. August 2025, Ziff. 3), sind diese nicht weiter 

zu behandeln. Dementsprechend ist die Beschwerde in dieser Hinsicht von 

der Geschäftskontrolle abzuschreiben. Damit erübrigt es sich, diesbezüg-

lich vorsorgliche Massnahmen i.S.v. § 20 VRPG (vgl. Verfahrensantrag 

Ziff. 1) zu prüfen. 

 

3.  

3.1.  

Das Rechtsmittelverfahren ist durch den Streitgegenstand begrenzt, der 

seinerseits durch den angefochtenen Entscheid, das Anfechtungsobjekt, 

bestimmt wird. Nur was Gegenstand des ursprünglichen Verwaltungsver-

fahrens war bzw. hätte sein sollen – oder allenfalls im verwaltungsinternen 

Beschwerdeverfahren zusätzlich geregelt wurde – kann im verwaltungsge-

richtlichen Beschwerdeverfahren Streitgegenstand sein. Der Verfügungs-

gegenstand ergibt sich aus der erstinstanzlichen Verfügung in Verbindung 

mit dem entsprechenden Gesuch, soweit sie auf ein solches hin erging. Als 

 - 10 - 

 

 

zweites Element sind die Parteibegehren heranzuziehen, die den Streitge-

genstand auf Teile des jeweiligen Anfechtungsobjekts beschränken kön-

nen (vgl. Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2006, 

S. 225, Erw. I/2.1 m.w.H.; Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2025.49 vom 21. Mai 2025, Erw. I/3.1 m.w.H.). Der Streitgegenstand 

darf sich im Laufe des Rechtsmittelzugs nicht erweitern, sondern lediglich 

verengen und um nicht mehr streitige Punkte reduzieren (Entscheid des 

Verwaltungsgerichts WBE.2024.117 vom 30. August 2024, Erw. I/2.2 

m.w.H.). 

 

3.2.  

Im vorliegenden Fall ist die Vorinstanz auf den Antrag des Beschwerdefüh-

rers, wonach ihm eine Haftentschädigung auszurichten sei, nicht eingetre-

ten. Auch in Bezug auf die Frage, ob dem AJV eine Rechtsverzögerung 

vorzuwerfen ist, hat die Vorinstanz keine eigentliche materielle Beurteilung 

vorgenommen. Sie hat sich dazu lediglich bei der Kostenverlegung im Rah-

men der summarischen Prüfung der Prozessaussichten geäussert (ange-

fochtener Entscheid, Erw. 6). Somit ist hinsichtlich der geltend gemachten 

Rechtsverzögerung und der Haftentschädigung kein materieller Entscheid 

in der Sache, sondern ein (formeller) Prozessentscheid (Nichteintretens-

entscheid sowie Abschreibungsbeschluss) ergangen (vgl. Entscheid des 

Verwaltungsgerichts WBE.2009.176/WBE.2009.234 vom 15. Dezember 

2009, Erw. II/3.2; MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkon-

trollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechts-

pflege vom 9. Juli 1968 [aVRPG], 1998, N. 20 zu § 38 aVRPG).  

 

Richtet sich die Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid der 

Vorinstanz, ist durch das Verwaltungsgericht auf Beschwerde hin lediglich 

zu prüfen, ob das Nichteintreten durch die Vorinstanz korrekt war, oder ob 

die Vorinstanz auf die Beschwerde hätte eintreten und diese materiell hätte 

behandeln müssen (vgl. BGE 135 II 38, Erw. 1.2; Urteil des Bundesgerichts 

1C_409/2020 vom 16. November 2020, Erw. 2; Entscheid des Verwal-

tungsgerichts WBE.2024.423 vom 6. Mai 2025, Erw. I/2.1). Analoges hat in 

Bezug auf einen infolge Gegenstandslosigkeit erfolgten vorinstanzlichen 

Abschreibungsbeschluss zu gelten (vgl. Entscheid des Verwaltungsge-

richts WBE.2024.264/WBE.2024.265 vom 31. März 2025, Erw. II/1.1). Eine 

materielle Beurteilung ist dagegen verwehrt, solange es dafür – wie hier – 

an einer Eventualbegründung im vorinstanzlichen Entscheid fehlt (vgl. 

BGE 144 II 184, Erw. 1.1 = Pra 2018 Nr. 142 S. 1344). Demnach be-

schränkt sich der Streitgegenstand vorliegend auf die Prüfung der Frage, 

ob die Vorinstanz die Rechtsverzögerungsbeschwerde zu Recht als gegen-

standslos abgeschrieben hat und auf den Antrag auf Haftentschädigung zu 

Recht nicht eingetreten ist. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Be-

schwerde Argumente vorbringt, wonach das AJV eine Rechtsverzögerung 

begangen und er Anspruch auf die Ausrichtung einer Haftentschädigung in 

der Höhe von Fr. 39'000.00 habe, zielt er folglich am Streitgegenstand vor-

 - 11 - 

 

 

bei. Auf seine diesbezüglichen Anträge (Rechtsbegehren 1a/1b sowie 

3/3a) ist somit nicht einzutreten, soweit sie über den hiervor definierten Ver-

fahrensgegenstand hinausgehen. 

 

3.3. 

Der Beschwerdeführer greift auch über den Verfahrensgegenstand hinaus, 

soweit er im verwaltungsgerichtlichen Verfahren das Einholen eines psy-

chiatrischen Gutachtens fordert (Rechtsbegehren 4). Dieser Antrag war 

nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens (vgl. Beschwerde vom 

30. August 2024). Er wurde zwar mit Beschwerde vom 18. Dezember 2024 

erstmals gestellt, diese Beschwerde musste von der Vorinstanz jedoch nur 

so weit behandelt werden, als sie die Beurteilung einer allfälligen Rechts-

verzögerung umfasste (siehe vorne lit. B/3). Somit musste sich die Vor-

instanz nicht damit befassen. Hinzu kommt, dass der Antrag auf Einholen 

eines psychiatrischen Gutachtens bereits im Entscheid des Verwaltungs-

gerichts WBE.2024.443/WBE.2025.47 vom 21. Mai 2025 behandelt und 

dabei festgehalten wurde, dass dieser Antrag aufgrund des bestehenden 

Sachzusammenhangs das rechtliche Schicksal des Haftentschädigungs-

antrags teile (siehe erwähnter Entscheid, Erw. I/2.3; siehe auch Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde vom 16. Mai 2025, Ziff. 14). Nachdem der Antrag 

auf Ausrichtung einer Haftentschädigung nicht Gegenstand des Beschwer-

deverfahrens vor Verwaltungsgericht sein kann (vgl. vorne Erw. 3.2; siehe 

auch hinten Erw. 4.3), ist auch auf den Antrag auf Einholen eines psychia-

trischen Gutachtens nicht einzutreten. 

 

3.4.  

Was den erstmals in der Replik vom 18. August 2025 gestellten Antrag auf 

Ausrichtung einer Schadenersatzzahlung in der Höhe von Fr. 27'864.00 

[richtig: Fr. 27'846.00] (Rechtsbegehren 3b) angeht, so liegt dieser Antrag 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht nur ausserhalb des Verfah-

rensgegenstands, sondern er wurde nach Ablauf der Rechtsmittelfrist und 

damit zu spät gestellt. Folglich ist auch darauf nicht einzutreten. 

 

4.  

4.1.  

Gemäss § 43 Abs. 2 VRPG muss eine Beschwerdeschrift einen Antrag so-

wie eine Begründung enthalten. Auf Beschwerden, die diesen Anforderun-

gen nicht entsprechen, ist nicht einzutreten. Fehlt Antrag oder Begründung 

oder beides (trotz vollständiger Rechtsmittelbelehrung) vollständig und 

ergibt sich der Antrag bei Laienbeschwerden auch nicht aus der Begrün-

dung, ist ohne Nachfrist auf Nichteintreten zu erkennen (Entscheid des Ver-

waltungsgerichts WBE.2023.375–384 vom 20. Februar 2025, Erw. I/5.2 

m.w.H.). 

 

Mit der Begründung ist darzulegen, in welchen Punkten nach Auffassung 

des Beschwerdeführers der angefochtene Entscheid Mängel aufweist. Eine 

 - 12 - 

 

 

stereotype Wiederholung der bereits gegen den (vor)vorinstanzlichen 

Entscheid vorgebrachten Rügen ohne Bezugnahme auf die Erwägungen 

im angefochtenen Entscheid reicht nicht aus; in derartigen Fällen ist auf die 

Beschwerde nicht einzutreten. Dasselbe gilt, wenn pauschal auf voran-

gegangene Rechtsschriften verwiesen wird (AGVE 2009, S. 275, Erw. 3.1; 

2001, S. 375, Erw. 2a; Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2023.375–384 vom 20. Februar 2025, Erw. I/5.2; MERKER, a.a.O., 

N. 39 zu § 39 aVRPG). 

 

4.2.  

Wie erwähnt hat die Vorinstanz den Antrag des Beschwerdeführers auf 

Feststellung einer Rechtsverzögerung als gegenstandslos abgeschrieben. 

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass das AJV mit Voll-

zugsbefehl vom 5. September 2024 materiell in der Sache entschieden 

habe, womit das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers bezüglich 

der geltend gemachten Rechtsverzögerung nachträglich – nach Eingang 

der Beschwerde, aber vor Beschlussfällung – dahingefallen sei. Ein schutz-

würdiges Interesse des Beschwerdeführers an der trotzdem verlangten, 

blossen Feststellung einer inzwischen beendeten Rechtsverzögerung be-

stehe nicht. Ergehe während der Rechtshängigkeit einer Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde ein Sachentscheid, werde das Beschwerdeverfahren ge-

genstandslos und sei von der angerufenen Beschwerdebehörde abzu-

schreiben. Demzufolge sei die Beschwerde vom 30. August 2024 bezüg-

lich der geltend gemachten Rechtsverzögerung gegenstandslos geworden 

und von der Geschäftskontrolle abzuschreiben. Dasselbe gelte grundsätz-

lich auch für die Beschwerde vom 18. Dezember 2024, soweit in deren An-

trag 1a erneut verlangt werde, es sei festzustellen, dass von Seiten des 

AJV bezüglich des Gesuchs vom 29. April 2024 eine ungebührliche 

Rechtsverzögerung vorliege (angefochtener Entscheid, Erw. 3). 

 

Obschon der Beschwerdeführer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 

16. Mai 2025 beantragt, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und 

es sei festzustellen, dass bezüglich des Gesuchs vom 29. April 2024 eine 

Rechtsverzögerung vorliege, setzt er sich mit den diesbezüglich einschlä-

gigen Ausführungen in Erw. 3 des angefochtenen Entscheids, wonach 

seine Beschwerden vom 30. August 2024 und 18. Dezember 2024 in die-

sem Punkt gegenstandslos geworden seien, in keiner Weise auseinander. 

Namentlich begründet er mit keinem Wort, weshalb die Einschätzung der 

Vorinstanz falsch sein soll, dass er in Bezug auf die Feststellung einer 

Rechtsverzögerung über kein schutzwürdiges Interesse (mehr) verfüge, 

nachdem das AJV materiell in der Sache und damit auch über sein Gesuch 

vom 29. April 2024 entschieden habe. Mit anderen Worten zeigt der Be-

schwerdeführer nicht ansatzweise auf, inwiefern die Ausführungen in 

Erw. 3 des angefochtenen Entscheids unzutreffend sein sollen.  

 

 - 13 - 

 

 

Stattdessen übt der Beschwerdeführer, der immer durch den gleichen An-

walt vertreten wurde, vor Verwaltungsgericht durchwegs appellatorische 

Kritik und beschränkt sich namentlich darauf, seine in den Beschwerden 

vom 30. August 2024 und vom 18. Dezember 2024 sowie in Rechtsschrif-

ten anderer – mittlerweile rechtskräftig abgeschlossener – Beschwerdever-

fahren (WBE.2025.47, WBE.2025.49) vorgetragenen Rügen nahezu un-

verändert zu wiederholen. Zwar nennt er "vier Gründe", weshalb aus seiner 

Sicht bezüglich seines Gesuchs vom 29. April 2024 ein Anspruch auf Fest-

stellung einer ungebührlichen Rechtsverzögerung bestehen soll (Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde, Ziff. 11–14). Jedoch zielt er damit offensichtlich 

nicht auf die gemäss angefochtenem Entscheid eingetretene Gegen-

standslosigkeit seines Feststellungsbegehrens ab. Dies zeigt sich insbe-

sondere darin, dass Ziff. 12 und 13 seiner aktuellen Verwaltungsgerichts-

beschwerde wortwörtlich von seiner – im Verfahren WBE.2025.49 rechts-

kräftig beurteilten – Beschwerde vom 10. Februar 2025 (siehe dort Ziff. 11 

und 12; Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2025.49 ebenfalls abruf-

bar auf <www.ag.ch> unter Gesetzessammlung/Gerichts- und Verwal-

tungsentscheide [AGVE]), teilweise auch von seinen Beschwerden vom 

18. Dezember 2024 (siehe dort Ziff. 10) sowie vom 28. Januar 2025 (siehe 

dort Ziff. 10, 12 und 13), übernommen wurden. Auch Ziff. 14 der aktuellen 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde findet sich nicht nur wortwörtlich in seiner 

Beschwerde vom 18. Dezember 2024 (siehe dort Ziff. 9 und 14), sondern 

auch eins zu eins in jener vom 10. Februar 2025 (siehe dort Ziff. 13). Die 

vom Beschwerdeführer in Ziff. 12–14 der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

aufgeführten Einwände können sich somit gar nicht auf die Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid zur eingetretenen Gegenstandslosigkeit bezie-

hen; seine Rügen bestehen vielmehr aus einer Zusammenstellung diverser 

Passagen der bisherigen Rechtsschriften. Auch die in Ziff. 11 der aktuellen 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde enthaltenen Darlegungen stehen nicht in 

Zusammenhang mit der von der Vorinstanz festgestellten Gegenstandslo-

sigkeit der Rechtsverzögerungsbeschwerde; insofern fehlt auch in dieser 

Hinsicht eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid. 

Schliesslich moniert er selbst in jenen Passagen, die sich effektiv auf den 

vorinstanzlichen Entscheid beziehen, bezeichnenderweise lediglich Einzel-

heiten zur Prozessgeschichte, ohne jedoch auf die in Bezug auf die Rechts-

verzögerung einschlägigen Erwägungen im angefochtenen Entscheid ein-

zugehen (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde, Ziff. 20–25). 

 

Insgesamt setzt sich der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nicht ein-

mal ansatzweise mit der bezüglich Rechtsverzögerung erfolgten Argumen-

tation im angefochtenen Entscheid auseinander und macht insbesondere 

nicht geltend, inwiefern die Vorinstanz das Beschwerdeverfahren hinsicht-

lich der behaupteten Rechtsverzögerung nicht als gegenstandslos gewor-

den hätte abschreiben dürfen. Damit sind die Begründungsanforderungen 

in § 43 Abs. 2 VRPG nicht erfüllt und auf die Beschwerde ist folglich in die-

sem Punkt (Rechtsbegehren 1a und 1b) nicht einzutreten. 

 - 14 - 

 

 

 

4.3.  

Was den Antrag des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer Haftent-

schädigung betrifft (Rechtsbegehren 3/3a), ist die Vorinstanz darauf man-

gels Zuständigkeit nicht eingetreten (angefochtener Entscheid, Erw. 5). Im 

Rahmen seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde geht der Beschwerdefüh-

rer wiederum in keiner Art und Weise darauf ein, inwiefern das vorinstanz-

liche Nichteintreten auf das Haftentschädigungsbegehren nicht gerechtfer-

tigt gewesen wäre. Er begründet namentlich nicht, weshalb die Vorinstanz 

die Zuständigkeitsfrage falsch beurteilt haben sollte. Stattdessen beharrt er 

auf seiner – auch aus Rechtsschriften in anderen Beschwerdeverfahren 

bekannten – Forderung, wonach ihm eine Entschädigung für ungerechtfer-

tigte Haft zustehe. Somit sind auch in Bezug auf sein Haftentschädigungs-

begehren die minimalen Begründungsanforderungen in § 43 Abs. 2 VRPG 

nicht erfüllt, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 

 

Im Übrigen ist erneut anzumerken, dass das Verwaltungsgericht im Be-

schwerdeverfahren nicht über Schadenersatzforderungen des Beschwer-

deführers befinden kann (Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2024.443/WBE.2025.47 vom 21. Mai 2025, Erw. I/2.3). Zwar ist es 

grundsätzlich zuständig für die Beurteilung von verwaltungsgerichtlichen 

Klagen (§ 60 VRPG). Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer geht je-

doch fehl in der Annahme, er könne im Rahmen einer verwaltungsgericht-

lichen Beschwerde gleichzeitig klageweise vermögensrechtliche Forderun-

gen im Sinne einer "verwaltungsrechtlichen Teilklage" geltend machen. Er 

scheint insbesondere noch immer zu übersehen, dass die Verfahrenspar-

teien im Beschwerde- und Klageverfahren nicht identisch sind. 

 

4.4.  

Auch soweit sich der Beschwerdeführer sinngemäss gegen die vorinstanz-

liche Kostenregelung wendet (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde, 

Ziff. 26), geht er nicht näher auf die entsprechenden Erwägungen im ange-

fochtenen Entscheid ein. Er merkt diesbezüglich lediglich an, die Ausfüh-

rungen der Vorinstanz zur Aussichtslosigkeit grenzten an Hohn, ohne je-

doch konkret zu erläutern, inwiefern diese seine Begehren zu Unrecht als 

aussichtslos betrachtet hätte. Abgesehen davon übersieht er, dass die Vor-

instanz das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auch 

aufgrund der ungenügend substanziierten Bedürftigkeit abgewiesen hat. 

Diese Schlussfolgerung ist mit Blick auf den Umstand, wonach der anwalt-

lich vertretene Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren offensicht-

lich keine rechtsgenüglichen Belege eingereicht hat (Vorakten, Beschwer-

debeilage 8; vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 8C_495/2022 vom 

23. Dezember 2022, Erw. 5.2 m.w.H.), nachvollziehbar. Damit setzt er sich 

jedoch ebenfalls nicht in rechtsgenüglicher Weise auseinander. Dement-

sprechend kann auf die Beschwerde auch nicht eingetreten werden, soweit 

sie sich gegen den vorinstanzlichen Kostenentscheid richtet. 

 - 15 - 

 

 

 

4.5.  

Nach dem Gesagten mangelt es den vom Verfahrensgegenstand erfassten 

Beschwerdebegehren an einer rechtsgenüglichen Begründung im Sinne 

von § 43 Abs. 2 VRPG, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 

 

5.  

Zusammenfassend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit sie 

nicht als durch Rückzug erledigt von der Geschäftskontrolle abzuschreiben 

ist. 

 

6.  

Bei diesem Ergebnis (Prozessentscheid) ist nicht erkennbar, inwiefern – 

wie vom Beschwerdeführer beantragt – eine Parteibefragung angezeigt 

sein sollte. Zudem ist nicht mehr zu prüfen, ob er Anspruch auf eine öffent-

liche Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; 

SR 0.101) hat, da sich bei diesem Ausgang des Verfahrens eine mündliche 

Verhandlung über die materiell-rechtliche Streitsache erübrigt (vgl. 

BGE 124 I 322, Erw. 4d; 122 V 47, Erw. 3b/dd; vgl. auch Urteil des Bun-

desgerichts 5A_208/2011 vom 24. Juni 2011, Erw. 5.2). Im Übrigen sei da-

rauf hingewiesen, dass sich der Anwendungsbereich dieser Bestimmung 

nach Rechtsprechung und Lehre auf das gesamte Strafverfahren bis zum 

endgültigen Strafurteil, nicht hingegen auf den Strafvollzug erstreckt; eine 

Ausnahme bildet lediglich der Bereich der strafvollzugsrechtlichen Diszipli-

narstrafen (vgl. BGE 130 I 269, Erw. 2.2; Entscheid des Verwaltungsge-

richts WBE.2024.443/WBE.2025.47 vom 21. Mai 2025, Erw. I/5). Dement-

sprechend könnte sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren 

betreffend Feststellung einer Rechtsverzögerung ohnehin nicht auf Art. 6 

Ziff. 1 EMRK berufen, zumal auch keine Streitigkeit über einen zivilrechtli-

chen Anspruch vorliegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_11/2022 vom 

31. März 2022, Erw. 2.2.2). Daran vermöchte auch der Umstand nichts zu 

ändern, dass er versucht, im vorliegenden Verfahren eine Haftentschädi-

gung und weiteren Schadenersatz geltend zu machen. Wie erwähnt steht 

dazu das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht zur Verfügung. Inwiefern 

er gestützt auf andere Rechtsgrundlagen über einen Anspruch auf Durch-

führung einer öffentlichen Verhandlung verfügen soll, ist weder dargetan 

noch ersichtlich. Insbesondere vermitteln weder Art. 5 Ziff. 4 EMRK noch 

Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) einen zwingenden Anspruch auf 

eine mündliche Anhörung durch das Gericht (Urteil des Bundesgerichts 

7B_356/2023 vom 20. September 2023, Erw. 2.3 mit Hinweisen). Sein An-

trag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung ist daher abzuwei-

sen. 

 

 - 16 - 

 

 

II. 

Angesichts des Verfahrensausgangs hat der Beschwerdeführer, dessen 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit instruktions-

richterlicher Verfügung vom 28. Mai 2025 abgewiesen wurde, die verwal-

tungsgerichtlichen Verfahrenskosten zu tragen (§ 55a Abs. 1 EG StPO 

i.V.m. § 31 Abs. 2 VRPG). Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten 

(§ 55a Abs. 1 EG StPO i.V.m. § 32 Abs. 2 VRPG).  

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Das Gesuch um Durchführung einer öffentlichen Verhandlung wird abge-

wiesen. 

 

2. 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten, soweit sie nicht als durch Rück-

zug erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben wird. 

 

3. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 1'200.00, sind vom Beschwerdeführer zu bezahlen.  

 

4. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

den Regierungsrat  

 

Mitteilung an: 

das Amt für Justizvollzug 

das Amt für Migration und Integration 

 

 
   

Beschwerde in Strafsachen 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten und interkantonalem Recht in-

nert 30 Tagen seit Zustellung mit der Beschwerde in Strafsachen beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten wer-

den. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 2. Ja-

nuar. Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Ent-

 - 17 - 

 

 

scheid zu ändern ist, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern 

der angefochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthal-

ten. Der angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkun-

den sind beizulegen (Art. 78 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesge-

richt vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). 

 

 
 

   

Aarau, 9. Dezember 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Cotti Lang