# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fbe92c4-98b0-5566-98cf-15dd2a475810
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.06.2016 SB150536
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150536_2016-06-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150536-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

lic. iur. B. Gut sowie der Gerichtsschreiber Dr. iur. F. Manfrin 

 

Urteil vom 15. Juni 2016 

 

in Sachen 

 
A._____ †,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch Fürsprecherin X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, 

vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, 
vom 1. Oktober 2015 (GB150003) 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift bzw. der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

vom 8. April 2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 7). 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 40 S. 20 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG.  

2. Der Beschuldigte wird zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 60.–, entsprechend 

Fr. 3'000.– sowie zu einer Busse von Fr. 500.– verurteilt. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

Die Busse ist zu bezahlen.  

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 5 Tagen.  

5. Das Begehren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen. 

6. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 

und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlag-

nahmten Betäubungsmittel werden eingezogen und der zuständigen Behörde zur Vernich-

tung überlassen, mit dem Hinweis, dass die Vernichtung bereits erfolgt ist: 

• 2 Pflanzen (Pos. 2 gemäss Liste ERZ) 

7. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 

und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlag-

nahmten Betäubungsmittel werden eingezogen und der zuständigen Behörde zur Vernich-

tung überlassen, mit dem Hinweis, dass die Vernichtung bereits erfolgt ist: 

• 10 Pflanzentöpfe mit Erde (Pos. 1 gemäss Liste ERZ) 

• 20 Pflanzentöpfe ohne Erde (Pos. 3 gemäss Liste ERZ) 

• 6 Basisdünger (Pos. 4 gemäss Liste ERZ) 

• diverse Styroporplatten (Pos. 5 gemäss Liste ERZ) 

• 5 Liter destilliertes Wasser (Pos. 45 gemäss Liste ERZ) 

• 500 ml Chemie gegen Pilzerkrankungen (Pos. 46 gemäss Liste ERZ) 

• 500 ml PH Eur (Pos. 47 gemäss Liste ERZ) 

- 3 - 

• 2 Liter Power Zyma (Pos. 48 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Liter Hesi Blüte (Pos. 49 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Liter Wuxal (Pos. 50 gemäss Liste ERZ) 

• 1 kg Nährsalz (Pos. 51 gemäss Liste ERZ) 

8. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 

und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlag-

nahmten und bei der Kantonspolizei gelagerten Betäubungsmittel werden eingezogen und 

der zuständigen Lagerbehörde (Kantonspolizei Zürich, EA-ZS-BM-Lager, B…) zur Vernich-

tung überlassen: 

• diverse Proben ab 10 Marihuanastauden (A…) 

9. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 

und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlag-

nahmten und bei der Kantonspolizei gelagerten Substanzen werden eingezogen und der 

zuständigen Lagerbehörde (Kantonspolizei Zürich, FOR-Dispo) zur Vernichtung überlassen: 

• 1 Plastikfläschchen mit Aufschrift PK gefüllt mit weissem Pulver und einem Minigrip 

mit mehreren unbekannten Pillen (A…) 

• 3 Minigrip enthaltend weisses Pulver (A…) 

• 1 Minigrip enthaltend diverse weisse Tabletten (A…) 

10.  Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 

und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlag-

nahmten und beim ERZ (Nr. …) gelagerten Gegenstände werden eingezogen und der zu-

ständigen Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

• 3 Steckleisten weiss (Pos. 6 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Zeitschaltuhren (Pos. 7 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Ventilatoren Honeywell TH 800 E (Pos. 8 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Verlängerungskabel (Pos. 9 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Pflanzenspritzen à 1 L (Pos. 1 0 gemäss Liste ERZ) 

• 12 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 11 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Temperaturregler Thermo 10 (Pos. 12 gemäss Liste ERZ) 

• diverse Stecker (Pos. 13 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Temperaturregler (Pos. 14 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Lampen 400 W (Pos. 15 gemäss Liste ERZ) 

• diverse Lüftungsrohre (Pos. 16 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L(Pos. 17 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Klima Controller KLL 2 M (Pos. 18 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Varia Lux 03E31 (Pos. 19 gemäss Liste ERZ) 

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• 2 Vorschaltgeräte (Pos. 20 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Fassungen für Growlampe (Pos. 21 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Rana Cal 150 W (Pos. 22 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Thermo-Hygro Messgerät (Pos. 23 gemäss Liste ERZ) 

• 1 PH Messgerät (Pos. 24 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Schraubenzieher (Pos. 25 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Giesskanne grün (Pos. 26 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Giesskanne rot (Pos. 27 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L (Pos. 28 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Tischventilator 15 W (Pos. 29 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 30 gemäss Liste ERZ) 

• 10 Anzugskisten (Pos. 31 gemäss Liste ERZ) 

• 9 Wärmeunterlagen für Anzugskisten (Pos. 32 gemäss Liste ERZ) 

• diverse Fernbedienungen (Pos. 33 gemäss Liste ERZ) 

• 1 PC inkl. Tastatur (Pos. 34 gemäss Liste ERZ) 

• 2 Papierscheren (Pos. 35 gemäss Liste ERZ) 

• diverse Kabel (Pos. 36 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Sprühflasche à 1 L (Pos. 37 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Pack Einweghandschuhe à 100 Stk. (Pos. 38 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Grow-Zelt ca. 7x3 m, nur Gestänge (Pos. 39 gemäss Liste ERZ) 

• 3 Winglampen (Pos. 40 gemäss Liste ERZ) 

• 9 Fluroreszenzlampen (Pos. 41 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Grow-Zelt (Pos. 42 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Metallgestell (Pos. 43 gemäss Liste ERZ) 

• 1 Auffangwanne gross (Pos. 44 gemäss Liste ERZ) 

11.  Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'600.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 2'018.05   Auslagen (Lagerung) 

Fr. 450.–   Gutachten 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Ge-

richtsgebühr auf zwei Drittel. 

12.  Die Kosten der Untersuchung, der Lagerung, des Gutachtens und des gerichtlichen Verfah-

rens werden der beschuldigten Person auferlegt.  

- 5 - 

13.  (Mitteilungen) 

14.  (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge 
(Prot. II S. 8 f.) 

a) Der erbetenen Verteidigerin des Beschuldigten: 

 (Urk. 83 S. 1) 

"1.  Das Urteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts Horgen vom 1. Oktober 

2015, G-Nr.: GB150003, sei aufzuheben,  

2.  die beschuldigte Person sei vom Vorwurf des Vergehens gegen das Be-

täubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG 

freizusprechen, 

3.  sämtliche beschlagnahmten Gegenstände und Substanzen (gemäss 

Ziff. 7 und 8 des Strafbefehls vom 8. April 2015 bzw. Ziff. 9 und 10 des 

Urteilsdispositivs) seien der beschuldigten Person herauszugeben, 

4.  sämtliche beschlagnahmten und vernichteten Gegenstände und Sub-

stanzen (gemäss Ziff. 5 des Strafbefehls vom 8. April 2015 bzw. Ziff. 7 

des Urteilsdispositivs) seien der beschuldigten Person in richterlich zu 

bestimmender Höhe, Fr. 1'500.-- nicht unterschreitend, zu ersetzen,  

5.  der beschuldigten Person sei eine Prozessentschädigung in richterlich 

zu bestimmender Höhe zuzusprechen, 

eventuell: 

6.  die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

Beweisantrag: 

"Das Alter der Pflanzen sei anhand der asservierten Stängeln zu ermitteln." 

- 6 - 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 49; sinngemäss) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

(keine Beweisanträge.) 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Mit Strafbefehl vom 8. April 2015 wurde der Beschuldigte wegen Betreibens 

einer Indoor-Hanfanlage und Besitzes von zehn Pflanzen mit einem THC-Gehalt 

von 4% des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) im Sinne von 

dessen Art. 19 Abs. 1 lit. a und d für schuldig befunden und mit einer bedingten 

Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 60.-- sowie einer Busse von Fr. 800.--  

verurteilt (Urk. 7).  

2. Gegen den am 21. April 2015 zugestellten Strafbefehl erhob die Verteidige-

rin am 24. April 2015 Einsprache (Urk. 9/1; Art. 354 StPO). Nach durchgeführter 

Untersuchung hielt die Staatsanwaltschaft am Strafbefehl fest und überwies die-

sen im Sinne einer Anklageschrift dem Einzelgericht Horgen (Urk. 14). 

3. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 1. Oktober 2015 sprach der 

Einzelrichter den Beschuldigten ebenfalls des Vergehens gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG schuldig. Zu 

Gunsten des Beschuldigten und unter Berücksichtigung einer Messtoleranz ging 

der Einzelrichter allerdings von einem niedrigeren THC-Gehalt von 3,4% aus 

(Urk. 40 S. 9 Erw. 3.1.3.). Die Geldstrafe wurde bestätigt, die Busse auf Fr. 500.-- 

reduziert.  

4. Gegen den gleichentags mündlich eröffneten Entscheid wurde, unter Be-

rücksichtigung des Fristenlaufs an Wochenenden gemäss Art. 90 Abs. 2 StPO, 

innert der 10-tägigen Frist von Art. 399 Abs. 1 StPO am 12. Oktober 2015 (Datum 

Poststempel) vom Beschuldigten Berufung angemeldet (Urk. 32).  

- 7 - 

5. Das begründete Urteil wurde der Verteidigerin am 21. Dezember 2015 zu-

gestellt (Urk. 38/2). Am 13. Januar 2016 (Poststempel 11. Januar 2016) ging die 

Berufungserklärung der Verteidigerin, wiederum unter Berücksichtigung des Fris-

tenlaufs an Wochenenden, rechtzeitig innert der 20-tägigen Frist von Art. 399 

Abs. 3 StPO beim Obergericht ein (Urk. 42).  

6. Die Staatsanwaltschaft verzichtete ausdrücklich auf Anschlussberufung 

(Urk. 49). 

7. Mit Verfügung vom 8. März 2016 wurden die Beweisanträge des Beschuldig-

ten abgewiesen (Urk. 45 und 66). Ebenso wurde das Gesuch der Verteidigerin um 

Bestellung als unentgeltliche bzw. amtliche Verteidigerin abgewiesen (Urk. 45 und 

66).  

8. Zur Berufungsverhandlung am 15. Juni 2016 erschien der Beschuldigte in 

Begleitung seiner erbetenen Verteidigerin (Prot. II S. 8). Nach durchgeführter Be-

rufungsverhandlung und Beratung wurde das Urteil gleichentags im Dispositiv 

mündlich eröffnet, erläutert und das Urteilsdispositiv hernach der Verteidigung im 

Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten übergeben (Prot. II S. 13-17). 

9. Mit Eingabe vom 21. Juni 2016, hierorts eingegangen am 22. Juni 2016, teil-

te die Verteidigerin unter Beilage der Todesurkunde mit, dass der Beschuldigte in 

den frühen Morgenstunden des tt. Juni 2016 verstorben sei (Urk. 85 und 87). Die 

Verteidigerin ersuchte um Abschreibung des Verfahrens unter Kostenfolgen zu 

Lasten des Staates.  

Nachdem die Angehörigen bzw. Erben des Beschuldigten bei der vorliegenden 

Konstellation (Tod des Beschuldigten nach Urteilseröffnung) unter Umständen 

gestützt auf Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG postmortal zur Erhebung einer Beschwerde 

ans Bundesgericht legitimiert sind (postmortaler Persönlichkeitsschutz und/oder 

pekuniäre Interessen), ist das vorliegende Urteil dennoch zu begründen. Die 

Rechtskraft tritt erst nach (unbenütztem) Ablauf der Beschwerdefrist ein, welche 

sich von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an bestimmt.  

- 8 - 

Mit Schreiben vom 24. Juni 2016 wurde die Verteidigerin darüber in Kenntnis ge-

setzt (Urk. 89), worauf keine weitere Eingabe ihrerseits folgte. 

II.  Beanstandungen und Teilrechtskraft 

Der Beschuldigte ficht in der Berufungserklärung den gesamten vorinstanzlichen 

Entscheid an (Urk. 42 S. 2; Urk. 83 S. 1). Somit ist keine Dispositivziffer in 

Rechtskraft erwachsen (Art. 402 StPO).  

III. Beweisanträge 

1. Verwechslung bzw. Austausch des sichergestellten Pflanzenmaterials 

1.1. Die Verteidigung stellte in der Berufungserklärung den Antrag, das geprüfte 

und das asservierte Probenmaterial sei an der Berufungsverhandlung vorzulegen, 

damit sich der Beschuldigte vergewissern könne, dass es sich dabei um das  

Material seiner Pflanzen handle (Urk. 42 S. 5; Antrag 5). Sinngemäss wird damit 

unterstellt, das Pflanzenmaterial sei ausgetauscht worden.  

1.2. Gemäss Sicherstellungsbericht der Kantonspolizei vom 3. November 2014 

wurden am 25. Oktober 2014 von den Hanfpflanzen ohne Blütenstände diverse 

Proben zwecks Bestimmung des THC-Gehalte genommen und unter der  

Asservatennummer A… sichergestellt und unter der Lagernummer B… gelagert 

(Urk. 4/4). Gemäss Untersuchungsbericht des Forensischen Instituts Zürich vom 

13. März 2015 stammen die von ihm analysierten Proben aus einem Polizei-

Papiersack, wobei es sich um das unter Lagernummer B… gelagerte Asservat Nr. 

A… gehandelt habe. 

1.3. Der Einwand der Verteidigung fehlender Identität des Materials liesse sich 

in jedem beliebigen Fall jederzeit erheben. Mangels konkreter Hinweise handelt 

es sich um eine rein theoretische Möglichkeit. Abgesehen davon würde sich 

gleich der nächste Einwand aufdrängen, dass das vom Forensisches Institut  

Zürich geprüfte Material nicht von den sichergestellten Pflanzen bzw. dem an der 

Berufungsverhandlung vorgelegten Material stamme. Die Reihe solcher Einwände 

- 9 - 

liesse sich problemlos weiterführen und grundsätzlich letztlich jedes noch so si-

chere Beweisergebnis obsolet machen. Der entsprechende Beweisantrag ist des-

halb abzuweisen. 

2. (Un-)möglichkeit des festgestellten THC-Gehaltes 

2.1. Die weiteren Beweisanträge der Verteidigung Nr. 4, 6 und 7 zielen allesamt 

auf ein biologisches Fachgutachten ab. Dies aufgrund des Standpunktes der Ver-

teidigung, wonach es gar nicht möglich sei, dass das sichergestellte Material ei-

nen THC-Gehalt von 4% bzw. über 1% aufgewiesen habe. Vor Vorinstanz wurde 

zur Untermauerung dieser Behauptung ein Aufsatz von drei Autoren des krimi-

nalwissenschaftlichen und technischen Institut des hessischen Landeskrimi-

nalamtes aus Wiesbaden eingereicht, welche zum Schluss kommen, dass im 

Stängelmaterial nahezu kein Wirkstoff enthalten sei bzw. eine anderslautende 

Feststellung in der Regel durch unsachgemässe Kontamination mit Blütenmaterial 

entstehe (Urk. 27/1).  

2.2. Besagter Aufsatz aus Deutschland spricht allerdings nicht gegen den Be-

fund des Forensischen Instituts Zürich. Die vorliegend sichergestellten Pflanzen 

trugen viele Blätter (Fotos Urk. 3). Da die Verteilung des THC-Wirkstoffes in einer 

Pflanze - hohe Konzentration in den Blüten / mittlere Konzentration in den Blättern 

/ tiefe Konzentration in den Stängeln - allgemein und insbesondere auch der  

Polizei hinlänglich bekannt ist, kann ohnehin ausgeschlossen werden, dass das 

sichergestellte Material ausschliesslich aus Stängeln stammte. Ansonsten hätte 

dies auch Erwähnung im Gutachten des Forensischen Instituts Zürich gefunden. 

Gemäss Auskunft des Experten vom Forensischen Institut Zürich, B._____, seien 

im vorliegenden Fall ausschliesslich die Blätter der Hanfpflanzen zwecks Analyse 

getrocknet und pulverisiert worden. Die dazugehörigen Stängel würden separat 

gelagert (Urk. 78). 

2.3. Abgesehen davon datiert erwähnter Aufsatz aus dem Jahre 2006. Es ist 

gerichtsnotorisch, das der THC-Gehalt von sichergestellten Hanfpflanzen, teil-

weise auch durch bessere Methoden der Aufzucht, in den letzten Jahren bzw. 

Jahrzehnten unterschiedlich war und durchschnittlich gesteigert werden konnte 

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(Urk. 27A; vgl. auch die neuste Statistik 2015 der Gruppe Forensische Chemie 

SGRM, THC Statistik 2015, verfügbar unter www.sgrm.ch/chemie/fachgruppe-

forensische-chemie/statistiken-thc.html). Der deutsche Aufsatz handelt von der 

Analyse von Pflanzenmaterial aus einer südhessischen Plantage und erhebt nicht 

den Anspruch, eine allgemeingültige Aussage über den THC-Gehalt von sicher-

gestelltem Blattmaterial zu machen. Der Wirkstoffgehalt in den dortigen Blättern 

betrug ca. 1 - 2% THC, weshalb gestützt auf jene Untersuchung nicht in gerings-

ter Weise ausgeschlossen wird, dass der Wirkstoffgehalt in der vorliegend sicher-

gestellten Blätterproben 4% beträgt. 

2.4. Gemäss Sicherstellungsbericht wurden die Proben von 160 - 180 cm gros-

sen Hanfpflanzen ohne Blütenstände genommen (Urk. 4/4 S. 1). Das zur Blüte 

bringen von Marihuanapflanzen ist nicht ganz einfach und erfolgt in der Regel 

durch Verkürzung der Lichtphasen bzw. Verlängerung der Dunkelphasen. Durch 

blosses Abreissen von Pflanzenteilen und anschliessender Lagerung in einer 

dunklen Verpackung lässt sich kein Blütenstadium dieser Pflanzenteile erreichen. 

Abgesehen davon erwähnt auch das Forensische Institut Zürich in seinem Gut-

achten nicht, dass die Proben Blütenteile enthalten hätten. Ohne konkrete An-

haltspunkte bleibt schliesslich auch der Einwand der Verteidigung, das Proben-

material sei im Zeitraum der Lagerung bei der Polizei mit anderen Asservaten 

vermischt bzw. kontaminiert worden (Urk. 26 S. 6 Ziff. 10). Gemäss Sicher-

stellungsbericht vom 3. November 2011 wurden die Proben von den Pflanzen 

unmittelbar nach der Sicherstellung am 25. Oktober 2011 genommen (Urk. 4/4). 

Damit ist auch dem Einwand der Verteidigung, wonach der ermittelte THC-Gehalt 

auf unsachgemässe Handhabung durch die Ermittlungsbehörden resultiert sei, 

die Grundlage entzogen. Die Verteidigung macht geltend, die Pflanzen seien zwi-

schen Sicherstellung am 25. Oktober 2014 bis zur Probeentnahme und an-

schliessender THC-Gehaltsbestimmung durch das Forensische Institut Zürich am 

13. März 2015 quasi unbeaufsichtigt und ungepflegt stehen gelassen worden, 

wodurch die Pflanzen in die generative Phase übergangen seien und die Analyse 

deshalb einen höheren THC-Gehalt ergeben hätte (vgl. Urk. 83 S. 5 f.). Das war 

wie gezeigt gerade nicht der Fall. Sicherstellung und Probeentnahme erfolgten 

gleichentags. Es ist somit nicht etwa so, dass die Pflanzentöpfe zunächst in  

- 11 - 

einem Lagerraum zu anderen Hanfpflanzen im Blütenstadium gestellt worden wä-

ren. Es kann zwanglos davon ausgegangen werden, dass die Polizei Asservate 

sachgemäss verpackt und lagert. Eine Kontamination der Blätter- oder Stängel-

proben mit Blütenteilen ist vorliegend deshalb ausgeschlossen. Abgesehen davon 

könnten THC-freie Proben allein durch reinen Staubflug nicht auf einen THC-

Gehalt von 4% gelangen, wie die Verteidigung insinuiert (Urk. 26 S. 6 Ziff. 10). 

2.5. Es bleibt beim rechtsgenügend festgestellten Beweis, dass eine Analyse 

der beim Beschuldigten am 25. Oktober 2014 sicherstellten Pflanzenproben ein 

THC-Gehalt von 4% ergab. Daran vermag auch eine biologische Feststellung 

über das Alter der Pflanzen und deren Geeignetheit für die Verwendung als Droge 

nichts ändern, weshalb auch die Anträge der Verteidigung auf Ermittlung des Al-

ters der Pflanzen (Antrag 6; erneut gestellt im Rahmen des Berufungsverfahrens, 

Prot. II S. 9 und 12) und der Abklärung der Geeignetheit zum Betrieb einer Indoor-

Hanfanlage abzuweisen sind (Antrag 7). Es ist in diesem Zusammenhang auch 

auf die nachfolgenden Ausführungen zum THC-Gehalt zu verweisen. 

2.6. Sämtliche Beweisanträge des Beschuldigten sind deshalb abzuweisen, 

ebenso der Eventualantrag auf Rückweisung zur Ergänzung der Untersuchung 

(Urk. 42 S. 2; vgl. auch Prot. II S. 9 und 12). 

IV. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Umfang des Geständnisses 

1.1. Die Verteidigung macht geltend, die Vorinstanz sei fälschlicherweise von 

einem Geständnis des Beschuldigten ausgegangen (Urk. 42 S. 4). Dieser Ein-

wand ist unbegründet, denn die Vorinstanz hat ausdrücklich nur die Tatsache als 

anerkannt bezeichnet, wonach der Beschuldigte zehn Marihuana-Pflanzen in sei-

ner Wohnung angebaut und besessen habe (Urk. 40 S. 4). Auch im Rahmen der 

Berufungsverhandlung stellt er sich nicht auf einen anderen Standpunkt (vgl. 

Urk. 80 S. 6 f.). Ob die Bezeichnung als "Marihuana"-Pflanzen erst im Blüten-

stadium gerechtfertigt ist oder nicht, kann dahingestellt bleiben. Die Staatsanwalt-

schaft hat nie behauptet, dass die sichergestellten Pflanzen beim Vorfinden durch 

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die Polizei am 25. Oktober 2014 in diesem Stadium gewesen seien. Soweit sich 

der Einwand lediglich auf den Begriff Marihuana bezieht, wäre er spitzfindig. Man 

darf einen Tannenbaum im Wald auch als Weihnachtbaum bezeichnen, bevor er 

geschnitten wurde und geschmückt im Wohnzimmer steht. Beim Marihuana han-

delt es sich nach verbreitetem Verständnis um die getrockneten Blüten und/oder 

Blätter von Hanfpflanzen der Gattung Cannabis mit rauscherzeugendem THC-

Gehalt. Insoweit sind die Begriffe Hanf, Cannabis und Marihuana nicht von sich 

gegenseitig ausschliessender Bedeutung. Abzugrenzen sind diese Begriffe einzig 

von der Bezeichnung Haschisch, da man damit Produkte aus dem gewonnen 

Harz der Cannabispflanzen bezeichnet. Haschisch weist meist einen höheren 

THC-Gehalt auf als Marihuana. Vorliegend ist eine Harzgewinnung nicht Gegen-

stand der Anklage. 

1.2. Der Beschuldigte anerkennt besagte 10 Hanfpflanzen in einer Indoor-

Grow-Anlage aufgezogen und im Besitz gehabt zu haben (Urk. 2 Antwort 24, 30 

und 33; Urk. 11 S. 2; Urk. 26 S. 2 Ziff. 3; Urk. 80 S. 6 f.). Er bestreitet allerdings 

deren Verwendungszweck zur Gewinnung von Betäubungsmitteln (vgl. zuletzt 

Urk. 80 S. 6 ff. und 12 ff.) und dementsprechend bezeichnet er seine Indoor-

Grow-Anlage auch nicht als Indoor-Hanfplantage (Urk. 2 Antwort 28 und 30; 

Urk. 11 S. 1). Letztere Bezeichnung ist vorliegend allerdings rechtlich ohne Be-

deutung bzw. kann zwanglos verwendet werden. Auch der Beschuldigte aner-

kennt, dass es sich bei den sichergestellten Pflanzen ausschliesslich um Hanf-

pflanzen gehandelt hat, dass er das sichergestellte Zelt für Fr. 3'800.-- über die 

Internetadresse ….ch bestellt und er im Übrigen Installationsmaterial wie Lampen 

etc. für über Fr. 5'000.-- verwendet hat (Urk. 11 S. 3; jedenfalls einen Teil davon 

auch tatsächlich in Betrieb genommen hat, vgl. Prot. II S. 11 f.). Auch wenn eine 

solche Anlage nicht zum Zwecke der Gewinnung von Betäubungsmitteln dient, ist 

die Bezeichnung Indoor-Hanfplantage durchaus zutreffend. Sie besagt im Übrigen 

noch nichts über ein strafbares Verhalten. 

2. THC-Gehalt 

Die Vorinstanz hielt aufgrund des Einwands der Verteidigung dafür, man müsse 

vom festgestellten THC-Gehalt von 4% noch eine Messungenauigkeit im Umfang 

- 13 - 

von 0,6 abziehen, weshalb sie von einem THC-Gehalt von 3,4% ausging (Urk. 40 

S. 8). Damit verkannte sie die Bedeutung des sogenannten absoluten Ver-

trauensbereichs oder Koinzidenzintervalls, welches vom Forensischen Institut im 

Analysebericht mit absolut 0.6% angegeben wurde. Bei diesem Vertrauensbe-

reich handelt es sich nicht um eine Messungenauigkeit bei der konkreten Analyse, 

sondern um einen statistischen Vergleich einer Mehrheit von Messungen und ver-

schiedener Labore. Die Prozentzahl des Vertrauensbereichs bezieht sich auch 

nicht auf die Probenmenge, weshalb ein Abzug von 0.6 falsch ist. Wegen des 

Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO muss vorliegend aber 

trotzdem von der vorinstanzlichen Auffassung, d.h. vom tieferen THC-Wert von 

3,4 % in diesem Berufungsverfahren ausgegangen werden.  

2.1. Einwand der Verteidigung 

Die Verteidigung machte vor Vorinstanz geltend, die Wirkstoffanalyse des Foren-

sischen Instituts Zürich sei rund 5 Monate nach der Sicherstellung der Beschlag-

nahme erfolgt. In dieser Zeit veränderten sich die Pflanzen. Es sei deshalb nicht 

erwiesen, dass die Pflanzen im Zeitpunkt der Beschlagnahme einen THC-Gehalt 

von über 1% aufgewiesen hätten (Urk. 26 S. 3 Ziff. 5; so auch im Berufungsver-

fahren, Urk. 83 S. 5 f.). Wie bereits vorstehend ausgeführt, sind Sicherstellung 

und Probenentnahme gleichentags erfolgt, weshalb dieser Einwand ins Leere 

geht. Weiter wird von Verteidigung und vom Beschuldigten geltend gemacht, der 

THC-Gehalt sei von der gesamten, ungetrockneten Pflanze mit einem Flüssig-

keitsgehalt von rund 80% zu ermitteln und nicht – wie vom Forensischen Institut 

praktiziert – am getrockneten Pflanzenmaterial, woraus jeweils ein höherer Gehalt 

resultiere (vgl. Urk. 83 S. 7-10; Urk. 80 S. 15 f.; näher dazu sogleich).  

2.2. THC-Grenzwert in Gesetz und Rechtsprechung 

2.2.1. Gemäss Art. 2 lit. a BetmG gelten als Betäubungsmittel abhängig-

keitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder 

Cannabis sowie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden 

oder eine ähnliche Wirkung wie diese haben. Das Betäubungsmittelgesetz nennt 

- 14 - 

keinen konkreten THC-Gehalt als Definition für den Begriff Betäubungsmittel. 

Nach Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG gelten unter anderen als verbotene Betäubungs-

mittel jene des Wirkungstyps Cannabis. 

Art. 3 des Betäubungsmittelgesetzes lautet wie folgt:  

1 Der Bundesrat kann Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien der Betäubungsmittel-

kontrolle nach den Bestimmungen des 2. und 3. Kapitels unterstellen. Er kann eine 

Bewilligungspflicht oder andere weniger weitgehende Überwachungsmassnahmen 

vorsehen, wie die Identifizierung des Kunden, Buchführungspflichten und Aus-

kunftspflichten. Er befolgt dabei in der Regel die Empfehlungen der zuständigen in-

ternationalen Organisationen 

2 Der Bundesrat kann Betäubungsmittel von den Kontrollmassnahmen teilweise 

und - in bestimmter Konzentration oder Menge - ganz ausnehmen, wenn die zu-

ständigen internationalen Organisationen (Vereinte Nationen, Weltgesundheitsor-

ganisation) die Befreiung aufgrund eines auch von der Schweiz ratifizierten Ab-

kommens beschliessen oder empfehlen.  

2.2.2. Gestützt auf diese Bestimmung (sowie gestützt auf Art. 9 und 30 BetmG) 

hat der Bundesrat die Verordnung über die Betäubungsmittelkontrolle vom 

25. Mai 2011 (Betäubungsmittelkontrollverordnung, BetmKV; SR 812.121.1) er-

lassen. Diese Verordnung bezeichnet in Art. 2 lit. h als kontrollierte Substanzen 

Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien nach 

Art. 2 BetmG sowie Rohmaterialien und Erzeugnisse mit vermuteter betäubungs-

mittelähnlicher Wirkung nach Art. 7 BetmG. Auf Art. 3 BetmKV stützt sich dann 

weiter die Verordnung des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psy-

chotropen Stoffen, Vorläuferstoffen und Hilfschemikalien vom 30. Mai 2011 (Be-

täubungsmittelverzeichnisverordnung, BetmVV-EDI; SR 812.121.11). Darin wird 

festgehalten, dass zu den kontrollierten Stoffen nur solche Cannabissamen und -

stecklinge gehören, deren Gesamt-THC-Gehalt mindestens 1% aufweisen. Zwar 

wurde gestützt auf Art. 3 BetmG die Kontrolle von Substanzen dem Bundesrat 

übertragen; ob ihm damit aber auch die Kompetenz übertragen wurde zu ent-

scheiden, bis zu welcher THC-Konzentration die Strafbarkeit entfällt, erscheint 

zumindest aufgrund des Wortlauts der Bestimmungen im BetmG fraglich. Kontrol-

le und Strafbarkeit sind nicht dasselbe.  

- 15 - 

2.2.3. Dennoch hat das Bundesgericht in der Vergangenheit verschiedentlich 

festgehalten, dass die behördlichen Grenzwerte als Massstab dafür dienten, ab 

welchem Gehalt an THC ein Hanfprodukt als Betäubungsmittel gelten müsse 

(BGE 126 IV 198 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 6P.33/2004 vom 3. August 2004 

E. 6).  

2.3. Änderung der gesetzlichen Grundlagen – BetmG-Revision 

2.3.1. Nach dem Wortlaut der früheren Fassung von Art. 8 Abs. 1 lit. d und Art. 19 

Ziff. 1 des Betäubungsmittelgesetz (BetmG) war nur der Hanfanbau zum Zwecke 

der Betäubungsmittelgewinnung strafbar. Selbst bei hohem THC-Gehalt war der 

Anbau zu anderen Zwecken erlaubt (so explizit in BGE 130 IV 83 E. 1.1).  

2.3.2. Dieses finale Element der Zweckbestimmung wurde jedoch mit der am 

1. Januar 2011 in Kraft getretenen Revision des BetmG fallengelassen, was auch 

die Verteidigung nicht (mehr) anders sieht (vgl. Urk. 83 S. 12 i.f.). Deshalb ist 

auch eine Berufung auf Entscheide des Bundesgerichts über die Beweislast der 

Zweckbestimmung überholt (Urk. 26 S. 9 Ziff. 16; BGE 126 IV 83 und 130 IV 83). 

Gemäss FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER (FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER BetmG-

Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 8 N 27) sei nunmehr allein entscheidend, 

ob es sich um eine Hanfsorte mit einem THC-Gehalt von weniger als 1 % handelt 

(sogenannter Industriehanf; nach früherer, inzwischen überholter Auffassung galt 

ein Wert von höchstens 0.3% THC). Bei solchem Industriehanf ist der Besitz nicht 

verboten. Handelt es sich demgegenüber um eine THC-reiche Sorte, d.h. mit ei-

nem THC-Gehalt von mehr als 1 %, liegt "Drogenhanf" oder gemäss Wortlaut von 

Art. 8 BetmG Hanf des Wirkungstyps Cannabis vor (vgl. diesen Ausdruck z.B. im 

Urteil des Bundesgerichts 6S.231/2005 vom 21. September 2005 und in expliziter 

Abgrenzung zum "Industriehanf" im Urteil des Bundesgerichts 6P.100/2005, 

6S.323/2005, 6P.103/2005, 6S.329/2005 vom 13. Januar 2006; FINGERHUTH/ 

SCHLEGEL/JUCKER BetmG-Kommentar, a.a.O. Art. 8 N 27; KELLER, Der revidierte 

Art. 19 BetmG in der Fassung vom 20. März 2008, in: ZStrR 130/2012, S. 143 f.).  

2.3.3. Aufgrund der geschilderten Gesetzesänderung ist die Rüge der Verteidi-

gung der Verletzung des Anklagegrundsatzes, wonach der Strafbefehl kein Vor-

- 16 - 

wurf der Betäubungsmittelproduktion enthalte, ohne Grundlage (Urk. 26 S. 6 f. 

Ziff. 11). 

2.4. THC-Grenzwert als objektives Tatbestandselement 

2.4.1. Unklare gesetzliche Vorschriften führen oft auch zu einer unklaren Recht-

sprechung. Konsultiert man die Literatur und die Rechtsprechung, ist auffällig, 

dass nicht einheitlich beurteilt wird, ob der THC-Gehalt zum objektiven oder sub-

jektiven Tatbestand gehört oder nicht, obschon diese Zuordnung dogmatisch von 

grundsätzlicher Bedeutung wäre. Das Bundesgericht hielt im Entscheid vom 

3. August 2004 fest, der objektive Tatbestand von Art. 19 BetmG sei erfüllt, wenn 

Hanfprodukte vertrieben werden, deren Gehalt an THC den zulässigen Grenzwert 

überschreiten (Urteil des Bundesgerichts 6S.95/2004 vom 3. August 2004 E. 6.1). 

Demgegenüber betrachtet es den hohen THC-Gehalt von Hanfpflanzen in den 

Entscheiden 126 IV 60 und 126 IV 198 als Indiz für den subjektiven Tatbestand 

von Art. 19 Abs. 1 revBetmG, nämlich dass der angebaute Hanf der Gewinnung 

von Betäubungsmittel diene. Gestützt darauf schrieben FINGERHUTH/TSCHURR im 

OF-Kommentar Betäubungsmittelgesetz, 1. Aufl., Zürich 2007, S. 114 N 29, dass 

es beim Anbau von Hanf nicht auf den Grenzwert ankomme. Dieser diene viel-

mehr als Indiz für die mit dem Anbau verbundene Absicht. In einem Urteil vom 

21. März 2003 statuierte das Bundesgericht, dass Industriehanf mit einem THC-

Gehalt von über 0.3% und Hanf in Lebensmitteln mit einem THC-Gehalt von über 

0.005% als Betäubungsmittel gelten und nach Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG nicht in 

Verkehr gebracht werden dürfen (Urteil des Bundesgerichts 6S.227/2002 vom 

21. März 2003). Dies wirft die Frage auf, ob nach Auffassung des Bundesgerichts 

und von FINGERHUTH/TSCHURR der THC-Grenzwert vom Verwendungszweck ab-

hing bzw. ob für Anbau und den Vertrieb, entgegen dem Wortlaut von Art. 19 

BetmG, unterschiedliche Tatbestandselemente galten. HUG-BEELI schreibt im 

Kommentar über das revidierte BetmG, dass es für eine Bestrafung nach Art. 19 

BetmG erforderlich sei, dass die fraglichen Stoffe im Verzeichnis des EDI 

(BetmVV-EDI) figurieren, was bei Cannabis der Fall ist. Er nimmt an dieser Stelle 

aber keinen Bezug zur THC-Konzentration (HUG-BEELI, Kommentar zum Betäu-

bungsmittelgesetz, Basel 2016, Art. 19 N 24). Andernorts ist bei ihm zu lesen, 

- 17 - 

dass die Wirkstoffkonzentration unerheblich sei (HUG-BEELI, a.a.O., Art. 19 

N 137), wiederum andernorts, dass es genüge, wenn Hanfblätter einen durch-

schnittlichen THC-Gehalt von 1% aufwiesen (HUG-BEELI, a.a.O., Art. 19 N 142) 

bzw. dass ein Anbau von Pflanzen mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von 

höchstens 0,9% gestattet sei (HUG-BEELI, a.a.O., Art. 19 N 194).  

2.4.2. In einem neuerer Entscheid des Bundesgerichts vom 22. Mai 2015 wird in 

der Regeste festgehalten, dass die blosse Festlegung in der BetmVV-EDI eines 

Grenzwertes von mindestens 1,0 % THC nicht zur Analyse des THC-Gehalts der 

streitigen Substanzen verpflichte, ansonsten diese nicht als Betäubungsmittel 

qualifiziert werden könnten. Nach dem revidierten BetmG sei es nicht mehr not-

wendig, den konkreten THC-Gehalt der streitigen Substanzen nachzuweisen, 

wenn sich der objektive Tatbestand aus anderen Umständen ergebe (BGE 141 IV 

273 E. 3 = Pra 104 (2015) Nr. 99). Diese Aussage lässt wieder etwas Zweifel an 

der Annahme aufkommen, dass der THC-Gehalt zum objektiven Tatbestand ge-

höre, denn der THC-Gehalt lässt sich nie aufgrund "anderer Umstände" nach-

weisen, sondern ausschliesslich mittels einer chemischen Analyse. Andere Um-

stände, wie beispielsweise der Verkaufspreis, lassen letztlich nur vermuten, dass 

die angebauten Hanfpflanzen psychoaktive Stoffe in einer gewissen Mindestmen-

ge enthalten.  

2.5. Anbau 

2.5.1. Gemäss HUG-BEELI will der Gesetzgeber mit der Strafnorm des Anbau-

verbots bereits im Vorfeld von Handel die Verwendung von Cannabis strafrecht-

lich steuern (HUG-BEELI, a.a.O., N 195 und 196). Dass ein Wirkstoff oder gar ein 

bestimmter Wirkstoffgehalt schon entstanden und vorhanden sei, werde für die 

Erfüllung des Tatbestands "Anbau" nicht vorausgesetzt. Der Anbau sei auch 

strafbar, wenn das Hanfkraut selber bzw. die Setzlinge oder Stecklinge noch gar 

keinen THC-Gehalt aufwiesen. Dogmatisch bzw. im Lichte des Wortlauts von 

Art. 19 Abs. 1 BetmG erweckt diese Auffassung Bedenken, teleologisch über-

zeugt sie aber und im Resultat gibt sie die herrschende Meinung in der Recht-

sprechung wieder.  

- 18 - 

2.5.2. Der THC-Gehalt von Hanfpflanzen ist als Qualifikationsmerkmal des Be-

griffs Betäubungsmittel objektives Tatbestandselement von Art. 19 Abs. 1 BetmG. 

Dies allerdings mit der Besonderheit, dass es im Zusammenhang mit den Anbau 

ausreicht, wenn mit den in Frage stehenden Pflanzen ein konsumfertiges Produkt 

mit einem THC-Wert von mindestens 1% erzielt werden kann.  

2.5.3. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Zeitpunkt der Analyse 

des sichergestellten Pflanzenmaterials ebenso wenig eine Rolle spielt wie das 

biologische Entwicklungsstadium. Die Analyse des Forensischen Instituts stellte 

einen THC-Gehalt des Probenmaterials von 4% fest. Dies beweist, dass die vom 

Beschuldigten angebauten Hanfpflanzen zur Produktion von Betäubungsmitteln 

gut geeignet waren, was für die Erfüllung des Tatbestands von Art. 19 Abs. 1 

BetmG somit ausreicht. 

2.6. Die Verteidigung wirft sinngemäss auch die Frage auf, auf welche Grund-

menge bzw. auf welches Grundmaterial sich die Prozentangabe des THC-

Gehaltes bezieht (vgl. Urk. 83 S. 7-10; Urk. 80 S. 15 f.). Nach Ansicht der Vertei-

digung und des Beschuldigten soll sich der in der BetmVV-EDI (resp. im Gesamt-

verzeichnis wie auch im Anhang 5 dazu) festgehaltene THC-Grenzgehalt von 1% 

auf eine Gehaltsanalyse der gesamten, ungetrockneten Pflanze beziehen, inkl. 

rund 80% Flüssigkeitsanteil, und nicht auf eine – wie vom Forensischen Institut 

Zürich vorgenommenen – Analyse des getrockneten Pflanzenguts, der jeweils 

höher ausfalle. Diesem Argument kann allerdings die langjährige und feste Praxis 

der Auslegung des Begriffs des THC-Gehaltes in der Liste gemäss BetmVV-EDI 

entgegen gehalten werden, dass sich die Bezugsmenge stets auf getrocknetes 

Material bezieht, da es sich dabei um die verbreitete Handels- bzw. Konsumform 

handelt. Eine andere Annahme erschiene auch nicht sinnvoll, denn kein Can-

nabiskonsument raucht die grüne, unverarbeitete Pflanze. So beziehen sich im 

Übrigen auch die in der Tabakverordnung normierten zulässigen Mengenanteilen 

von Stoffen zur Herstellung von Tabakerzeugnissen jeweils auf die entsprechen-

de Konsumform, also die Trockensubstanz (vgl. bspw. Art. 6 Abs. 1 TabV; 

SR 817.06).  

- 19 - 

2.7. In subjektiver Hinsicht bleiben die Motive des Anbaus grundsätzlich ohne 

Bedeutung. Es spielt keine Rolle, ob der Anbau zu botanischen, religiösen, medi-

zinischen, politischen oder wissenschaftlichen Zwecken erfolgt (HUG-BEELI, 

a.a.O., Art. 19 N 193). Auch der Einwand des Beschuldigten, er habe keine Be-

täubungsmittel gewinnen wollen (vgl. Urk. 83 S. 10 f.; Urk. 80 S. 7 ff., 12 ff.), son-

dern der Anbau sei aus biologischem Interesse erfolgt (was der Beschuldigte im 

Übrigen glaubhaft schilderte), ist somit einzig bei der Strafzumessung, nicht aber 

im Zusammenhang mit der Strafbarkeit relevant.  

2.8. Der Beschuldigte ist Chemielaborant und wusste, dass seine Hanfpflanzen 

geeignet waren, zumindest in der Blütezeit einen THC-Gehalt zu erreichen, der 

gesetzlich nicht mehr erlaubt war. Er hat sich gemäss eigenen Angaben darüber 

gut informiert (Prot. I S. 12). So führte der Beschuldigte anlässlich der Berufungs-

verhandlung aus, er habe sich in der Literatur kundig gemacht, damit er bezüglich 

seiner Hanfpflanzen keine Fehler mache, weil er befürchtete, dass die Pflanzen 

sonst Betäubungsmittel darstellen könnten (Urk. 80 S. 16) resp. wenn er einen 

Fehler gemacht hätte und bspw. die Lampen falsch montiert hätte, dann hätte er 

das Risiko in Kauf genommen, dass die (getrockneten) Pflanzen einen THC-

Gehalt von 5% aufweisen würden (Urk. 80 S. 15). Damit gesteht der Beschul-

digte letztlich nichts anderes ein, als dass seine Pflanzen durchaus – im Blüten-

stadium – geeignet waren, einen THC-Gehalt von über 1% zu erzielen. Wie er-

wähnt, reicht diese Eignung der Pflanzen zur Strafbarkeit von deren Anbau aus, 

weshalb auch von direktem Vorsatz auszugehen wäre. Die Vorinstanz hat dem 

Beschuldigten demgegenüber nur Eventualvorsatz angelastet (Urk. 40 S. 11). 

Wegen dem Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO kann daran 

nichts mehr geändert werden, weil die Staatsanwaltschaft keine Berufung oder 

Anschlussberufung erklärt hat. 

2.9. Sachverhaltsirrtum 

Der Beschuldigte machte verschiedentlich geltend, es sei biologisch unmöglich, 

dass die Analyse einen THC-Gehalt von 4% ergeben habe (Urk. 26 S. 8 Ziff. 14; 

Prot. I S. 11; Urk. 80 S. 12 f.). Die Verteidigung leitet daraus einen Sach-

verhaltsirrtum im Sinne von Art. 13 StGB ab (Urk. 26 S. 8 Ziff. 14). Dies scheidet 

- 20 - 

vorliegend aber bereits deshalb aus, weil der Beschuldigte gleichzeitig geltend 

macht, seine Pflanzen hätten nie das Blütenstadium erreicht (Prot. I S. 12; Urk. 80 

S. 7 und 12 ff.). Sinngemäss räumt er damit ein (dazu bereits vorstehend), dass 

er gewusst hat, dass die Pflanzen geeignet waren, im späteren Blütenstadium ei-

nen THC-Gehalt zu erreichen, welcher den Grenzwert klar überschreitet. Explizit 

gab der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung denn auch zu Proto-

koll (Urk. 80 S. 12): "Es wurde mir vorgeworfen, ich hätte wissen müssen, dass 

eine Hanfpflanze im Wachstum mehr als 1% Gehalt haben kann. Das ist mir 

schon klar." 

2.10. Eigenkonsum 

Das Betäubungsmittelgesetz sieht in verschiedenen Bestimmungen gewisse Mo-

dalitäten im Zusammenhang mit Eigenkonsum vor (Art. 19a BetmG oder Art. 19b 

BetmG). Der Beschuldigte hat jedoch stets geltend gemacht, er konsumiere kein 

Cannabis und der Anbau habe nicht auf die Gewinnung von Betäubungsmitteln 

abgezielt (Urk. 2 Antwort 28, 48, 52; Urk. 11 S. 4; Urk. 80 S. 2, 7 ff., 12 ff.). Aus 

diesem Grund ist vorliegend die Frage eines Eigenkonsums in Bezug auf den 

Schuldpunkt ohne Bedeutung. 

2.11. Rechtsirrtum 

Die Verteidigung machte auch Rechtsirrtum des Beschuldigten geltend (Urk. 26 

S. 8 Ziff. 15). Dies hat bereits die Vorinstanz mit überzeugenden Argumenten  

verneint, weshalb auf ihre Ausführungen verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 

StPO; Urk. 40 S. 11 - 13). Der Beschuldigte dokumentierte selbst mit seinen Aus-

sagen über Internetrecherchen und dem Studium von Literatur, dass ihm die, zu-

gegeben für einen Nichtjuristen nicht einfach zu beurteilende rechtliche Situation 

des Hanfanbaus bewusst war (Urk. 2 Antwort 11, Urk. 11 S. 2 - 4; Prot. I S. 12; 

Urk. 80 S. 12 f.). Als gelernter Chemielaborant und Gärtner (Urk. 2 Antwort 38) 

handelte er mit Sicherheit auch nicht völlig unbedarft. Ein unbestimmtes Gefühl, 

sich möglicherweise in einem Graubereich der Legalität zu bewegen, schliesst ei-

nen Rechts- oder Verbotsirrtum aus. 

- 21 - 

2.12. Konkurrenzen 

2.12.1. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten sowohl des Anbaus im Sinne 

von lit. a des Art. 19 Abs. 1 BetmG für schuldig wie auch des Besitzes im Sinne 

von lit. d derselben Bestimmung. Sie ging offenbar wie die Anklagebehörde von 

echter Idealkonkurrenz aus.  

2.12.2. Die Abgrenzung der einzelnen Handlungen in den verschiedenen Ab-

sätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zuweilen schwierig und einem gewissen Er-

messen unterworfen, zumal diese Frage bei der Strafzumessung meist ohne 

Auswirkung bleibt. Grundsätzlich schliesst der Anbau gemäss lit. a den separaten 

Besitz gemäss lit. d nicht unbedingt aus. Aus den Akten ergibt sich vorliegend je-

doch, dass sich der Besitz des Beschuldigten auf die angebauten und sich im ...-

Zelt befindlichen 10 Hanfpflanzen beschränkte. Der Beschuldigte hat beispiels-

weise nicht fertig ausgewachsene Pflanzen in einem separaten Raum gelagert 

und besessen. Echte Konkurrenz ist immer dann ausgeschlossen, wenn der Un-

rechtsgehalt einer strafbaren Handlung vollumfänglich von einem Tatbestand er-

fasst wird (DONATSCH/TAG, Strafrecht I, 9. Aufl., Zürich 2013, S. 408). Dies ist vor-

liegend der Fall, denn ansonsten wäre Anbau ohne Besitz gar nicht möglich. Ir-

gendwelche sachenrechtlichen Abgrenzungen im Sinne von unselbständigem Be-

sitz erscheinen jedenfalls in diesem Zusammenhang nicht angebracht, weil sie 

überhaupt nichts mit dem Unrechtsgehalt des Handelns des Beschuldigten zu tun 

haben. Aus den genannten Gründen – und entgegen der Verteidigung, die even-

tualiter lediglich die Bestrafung wegen unerlaubten Besitzes beantragt (Urk. 83 

S. 11) – liegt hier lediglich unerlaubter Anbau im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a 

BetmG vor. 

2.13. Fazit 

Der Beschuldigte ist deshalb des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. Beim Wegfall von 

lit. d handelt es sich um eine blosse, leicht andere rechtliche Würdigung, weshalb 

diesbezüglich kein formeller Freispruch zu ergehen hat. 

- 22 - 

V. Strafzumessung 

1. Vorinstanzlicher Entscheid und Antrag des Beschuldigten 

1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 50 Tages-

sätzen zu Fr. 60.--, entsprechend Fr. 3'000.--, sowie mit einer Busse von Fr. 500.- 

verurteilt (Urk. 40 S. 20). 

1.2 Die Verteidigung beantragt eventualiter im Falle eines Schuldspruchs eine 

tiefere Geldstrafe und wegen der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten den 

Verzicht auf eine zusätzliche Busse (Prot. I S. 16; Prot. II S. 8; vgl. auch Urk. 83 

S. 12).  

2. Strafrahmen 

Der Strafrahmen für Vergehen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG reicht nach 

oben bis zu einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu maximal Fr. 3'000.-- bzw. 

bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe (Art. 34 StGB). Ein unteres Ende des Rahmens 

legt das Gesetz nicht explizit fest. 

3. Grundsätze der Strafzumessung 

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung korrekt dar-

gelegt (Urk. 40 S. 13 f.). Auf jene Erwägungen kann zwecks Vermeidung von 

Wiederholungen verwiesen werden. Die Umsetzung der – zwar richtig dargestell-

ten – Grundsätze erweist sich indes als stellenweise mangelhaft, blieben doch 

bspw. die festgesetzte Tagessatzhöhe wie auch die Verbindungsbusse gänzlich 

unbegründet (vgl. Urk. 40 S. 15). 

4. Tatschwere 

4.1. Die Tatschwere ist angesichts der geringen Anzahl von zehn Hanfpflanzen, 

welche sich zudem nicht im Blütestadium befanden, als sehr leicht zu bezeichnen. 

Zwar war der finanzielle Aufwand für die Indoor-...-Anlage samt Ausrüstung mit 

rund Fr. 4'000.-- hoch (es soll sich dabei um einen Restposten mit Neuwert von 

ca. Fr. 10'000-20'000.– gehandelt haben, vgl. Urk. 80 S. 8); letztlich kann dieser 

- 23 - 

Umstand aber nicht verschuldensrelevant sein, denn es ist nicht davon auszuge-

hen, dass der Beschuldigte Cannabisanbau im grösseren Stil geplant hatte (Prot. 

I S. 8). Der Strafrahmen von Art. 19 Abs. 1 BetmG umfasst auch harte Drogen wie 

z.B. Heroin oder Kokain oder sehr grosse Hanfplantagen in Lagerhallen zwecks 

gewerbsmässiger Betäubungsmittelproduktion. Innerhalb dieser möglichen Tatva-

rianten ist die Tatschwere beim Beschuldigten deshalb am untersten Rahmen an-

zusiedeln. Nicht ausser Acht gelassen werden kann, dass der Beschuldigte bei 

dieser geringen Anzahl von Pflanzen wohl hätte einwenden können, es habe alles 

dem Eigenkonsum gedient, was dann möglicherweise lediglich als Übertretung im 

Sinne von Art. 19a BetmG gewürdigt worden wäre. In subjektiver Hinsicht ist dem 

Beschuldigten zu Gute zu halten, dass er – wie er glaubhaft ausführte – vorab bo-

tanische Interessen verfolgte und in diesem Sinne ein lukrativer Betäubungsmit-

telhandel nicht Ziel seiner Bemühungen war (dazu bereits vorstehend). 

4.2. Die Verteidigung ruft unter Hinweis auf die gesundheitlichen Probleme des 

Beschuldigten (Alkoholprobleme und psychische Probleme) den Strafmilderungs-

grund der verminderten Schuldfähigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB an 

(vgl. Urk. 83 S. 14 f.). Weder eine verminderte Einsichts- noch Steuerungsfähig-

keit ist vorliegend ersichtlich, sondern vielmehr durch die eigenen Depositionen 

des Beschuldigten widerlegt. So betonte er selber, dass er profunde Abklärungen 

getätigt und mit Akribie (auch andere) Pflanzen kultiviert hat, namentlich Düng-, 

Spritz- und Bewurzelungsversuche unternommen hat mit dem Ziel, ein Bewurze-

lungs- und Düngesystem (quasi ein Komplettsystem) zu entwickeln (vgl. Urk. 80 

S. 6 ff.). Das zeugt von einem überlegten, zielgerichteten Agieren. 

5. Täterkomponenten 

5.1. Der Beschuldigte ist im Kanton Zürich aufgewachsen und hat die Primar- 

und Sekundarschule besucht. Nach der Lehre als Chemielaborant mit Berufsma-

tura arbeitete er während ca. fünf Jahren auf diesem Beruf, bevor er eine Lehre 

als Gärtner begann, welche er allerdings nicht abschloss. Seit mehreren Jahren 

(seit ca. 2012) ist er nur noch teilweise beruflich tätig, insbesondere weil er an 

Depressionen leidet, wegen denen er auch medizinische Betreuung benötigt. Hin-

zu kam auch ein massives Alkoholproblem, was einen mehrwöchigen Aufenthalt 

- 24 - 

im Sanatorium Kilchberg nach sich zog. Anlässlich der Berufungsverhandlung er-

klärte der Beschuldigte, dass er seit dem 25. Oktober 2014 durchgehend in psy-

chotherapeutischer Behandlung sei. Etwa in den zwei Wochen vor der Beru-

fungsverhandlung sei er in stationärer Behandlung gewesen zwecks Kriseninter-

vention. Die Gründe seien vielseitig. Er leide an Depressionen sowie fehlendem 

Selbstvertrauen und habe berufliche resp. Existenzängste. Er wolle eine Therapie 

in der Tagesklinik in Angriff nehmen. Die Alkoholsucht habe er zwischenzeitlich in 

den Griff bekommen. In der Vergangenheit sei er längere Zeit vom Vater finanziell 

unterstützt worden. Derzeit erhalte er monatlich Fr. 2'400.-- Sozialhilfe von der 

Gemeinde (ausbezahlt Fr. 1'750.–, wobei die Krankenkassenprämien dann be-

reits durch die Sozialhilfebehörde bezahlt sei). Die Mietkosten würden sich auf 

Fr. 1'021.– belaufen. Er habe weder Vermögen noch Schulden oder Unterstüt-

zungspflichten. Seine IV-Anmeldung sei pendent, die Abklärungen würden aller-

dings noch ganz am Anfang stehen (zum Ganzen Prot. I S. 5-8; Urk. 80 S. 1 ff.; 

vgl. auch Urk. 83 S. 13 f.). 

5.2. Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich strafzumes-

sungsneutral aus. Er ist nicht vorbestraft. Sein Geständnis in Bezug auf den An-

bau der Pflanzen wirkt sich nur ganz leicht strafmindernd aus. Der Beschuldigte 

machte geltend, Pflanzenzucht sei sein Hobby. Dass man bei ihm nun zehn 

Hanfpflanzen gefunden habe, sei unglücklich (Prot. I S. 14). 

6. Angemessene Strafe 

6.1. Die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe von 50 Tagessätzen 

erscheint aufgrund vorstehender Erwägungen und insbesondere im Lichte der 

Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft Zürich für Kleinhandel mit 

harten Drogen als zu hoch. Angesichts des doch geringen Verschuldens sind 

10 Tagessätze angemessen.  

6.2. Die Höhe des Tagesatzes bemisst sich gemäss Art. 34 Abs. 2 StGB nach 

den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des 

Urteils, namentlich nach Einkommen, Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen fami-

lienrechtlichen Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum. Mass-

- 25 - 

gebend ist auch die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 134 

IV 60).  

Den angespannten finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten entsprechend 

(dazu vorstehend) ist der Tagessatz auf die praxisgemässe Minimalhöhe von 

Fr. 10.– zu veranschlagen. 

6.3. Eine zusätzliche Busse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB ist im sogenannten 

Schnittstellenbereich angezeigt, wo eine Übertretung mit einer unbedingten Busse 

ansonsten härtere Folgen nach sich zöge als ein Vergehen mit einer bedingten 

Geldstrafe (Urteil des Bundesgerichts 6B_1042/2008 vom 30. April 2009 E. 2). 

Die Verbindungsbusse trägt ferner dazu bei, das unter spezial- und generalprä-

ventiven Gesichtspunkten eher geringe Drohpotential der bedingten Geldstrafe zu 

erhöhen (BGE 134 IV 60 E. 7.3.1). Eine Verbindungsbusse erscheint vorliegend 

weder mit Blick auf das Verschulden noch aus präventiven Gesichtspunkten  

angezeigt. Die auszufällende Strafe, die dem Beschuldigten ausgangsgemäss 

aufzuerlegenden Kosten wie auch die mit dem Verfahren einhergegangen Belast-

ungen für den Beschuldigten zeitigen ausreichend präventive Wirkungen. Ein 

Verbindungsbusse ist folglich nicht auszusprechen. 

7. Keine Strafbefreiung gestützt auf Art. 52 StGB 

7.1. Die Verteidigung beantragt eventualiter, es sei von einer Bestrafung ge-

stützt auf Art. 52 StGB abzusehen (Urk. 83 S. 15). 

7.2. Gemäss Art. 52 StGB sieht die zuständige Behörde von einer Strafverfol-

gung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn Schuld 

und Tatfolgen geringfügig sind. Voraussetzung für die Strafbefreiung und Einstel-

lung des Verfahrens gemäss Art. 52 StGB ist die Geringfügigkeit von Schuld und 

Tatfolgen. Beide Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 135 IV 130 

E. 5.3.2). Bei Art. 52 StGB handelt es sich letztlich um eine Vorschrift, "bei der 

man in Bezug auf das Strafmass gewissermassen zum Nullpunkt gelangt" (BSK 

StGB I-RIKLIN, Art. 52 N 15). 

- 26 - 

7.3. Die vorstehend dargelegte Strafzumessung zeigt, dass es sich vorliegend 

zwar tatsächlich um eine Straftat mit geringem Verschulden handelt, der "Null-

punkt" des Strafmasses nach Beurteilung der objektiven und subjektiven Tat-

schwere sowie der Täterkomponenten mit dem auszufällenden Strafmass von 

10 Tagessätzen indes noch nicht erreicht ist. Wenngleich insbesondere die Tat-

folgen wohl als geringfügig zu bezeichnen sind, muss in Bezug auf die Bewertung 

der Schuld doch erwähnt werden, dass es dem Beschuldigten zwanglos möglich 

gewesen wäre, seine glaubhaft dargelegten botanischen Interessen an anderen, 

legalen Pflanzen zu praktizieren. Indem er just Cannabispflanzen zu seinem 

Hauptuntersuchungsobjekt auserkoren hat und wusste, dass seine Hanfpflanzen 

geeignet waren, zumindest in der Blütezeit einen THC-Gehalt zu erreichen, der 

gesetzlich nicht mehr erlaubt war, mithin vorsätzlich handelte (dazu bereits vor-

stehend), kann vorliegend nicht von geringfügiger Schuld im Sinne von Art. 52 

StGB gesprochen werden. Eine Strafbefreiung fällt vorliegend damit nicht in  

Betracht.  

VI. Vollzug 

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und es kann ihm keine schlechte Prognose 

gestellt werden (Art. 42 StGB). Geldstrafen in dieser Höhe sind bei Ersttätern 

grundsätzlich bedingt auszusprechen. Der Vollzug ist deshalb aufzuschieben un-

ter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). 

VII. Verwendung der sichergestellten Gegenstände 

1. Die Polizei stellte zahlreiches Gärtner- bzw. Pflanzenpflegematerial sicher 

(Urk. 4/3). Entgegen der Darstellung der Vorinstanz erfolgte allerdings keine Be-

schlagnahme durch die Untersuchungsbehörde gestützt auf Art. 263 StPO. Einzig 

im Strafbefehl verfügte die Staatsanwaltschaft eine Beschlagnahme. Durch die 

Einsprache des Beschuldigten gegen diesen Strafbefehl wurde dieser jedoch in 

seiner Gesamtheit nicht rechtskräftig (Art. 354 Abs. 3 StPO). Abgesehen davon 

unterscheidet das Gesetz nicht zwischen provisorischer und definitiver Beschlag-

- 27 - 

nahme; eine solche ist als Untersuchungsmassnahme stets vorübergehender Na-

tur (Art. 267 f. StPO). Nichts desto trotz ist über den Antrag der Staatsanwalt-

schaft der Einziehung im Sinne von Art. 69 StGB zu befinden.  

2. Der Beschuldigte beantragt die Herausgabe sämtlicher Gegenstände resp. 

den Wertersatz für die bereits vernichteten, ohne dies jedoch genauer zu substan-

tiieren (Urk. 83 S. 1; Prot. II S. 11 f.). Von den fraglichen Materialien haben dem 

Beschuldigten lediglich ein Teil zur Begehung der strafbaren Handlung gedient 

(vgl. Prot. II S. 11 f.). Folglich unterliegen nur jene (und freilich auch die Pflanzen 

resp. Bestandteile davon) der Einziehung. Die übrigen Utensilien sind dem Be-

schuldigten herauszugeben, zumal es sich um handelsübliches Gärtner- bzw. 

Pflanzenpflegematerial handelt, von welchem keine Gefährdung im Sinne von 

Art. 69 Abs. 1 StGB ausgeht. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Da der vorinstanzliche Schuldspruch bestätigt wurde und lediglich eine An-

passung im Strafmass erfolgt, ist der vorinstanzliche Entscheid über die Kosten-

festsetzung und die Kostenauflage an den Beschuldigten zu bestätigen (Urteils-

dispositiv-Ziff. 11 und 12; Art. 426 Abs. 1 StPO). 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'000.– festzusetzen.  

Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen aufer-

legt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Anträgen zur 

Hauptsache, insbesondere was den Schuldpunkt anbelangt. In Bezug auf die 

Sanktion erfolgt im Berufungsverfahren im Vergleich zum vorinstanzlichen Urteil 

eine doch deutliche Korrektur. Im Lichte einer interessengemässen Wertung 

rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten die Kosten zu 3/4 aufzuerlegen und zu 1/4 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Entsprechend dem Umfang des Obsiegens ist 

dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine reduzierte Prozessentschä-

digung für anwaltliche Verteidigung von Fr. 1'750.– aus der Gerichtskasse zuzu-

sprechen. 

- 28 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens  

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu 

Fr. 10.–.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. 

4. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 

25. Oktober 2014 sichergestellten und bei der Kantonspolizei gelagerten 

Gegenstände bzw. Substanzen werden eingezogen und der Kantonspolizei 

Zürich zur Vernichtung überlassen: 

− diverse Proben ab 10 Marihuanastauden (A…; Kantonspolizei Zürich, 
EA-ZS-BM-Lager, B…) 

− 1 Plastikfläschchen mit Aufschrift PK gefüllt mit weissem Pulver und ei-
nem Minigrip mit mehreren unbekannten Pillen (A…) 

− 3 Minigrip enthaltend weisses Pulver (A…) 
− 1 Minigrip enthaltend diverse weisse Tabletten (A…) 

5. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 

25. Oktober 2014 sichergestellten Gegenstände werden eingezogen und der 

Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen:  

− 2 Pflanzen (Pos. 2 gemäss Liste ERZ) 

− 10 Pflanzentöpfe mit Erde (Pos. 1 gemäss Liste ERZ) 
− 20 Pflanzentöpfe ohne Erde (Pos. 3 gemäss Liste ERZ) 
− 6 Basisdünger (Pos. 4 gemäss Liste ERZ) 

− diverse Styroporplatten (Pos. 5 gemäss Liste ERZ) 
− 5 Liter destilliertes Wasser (Pos. 45 gemäss Liste ERZ) 

− 500 ml Chemie gegen Pilzerkrankungen (Pos. 46 gemäss Liste ERZ) 
− 500 ml PH Eur (Pos. 47 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Liter Power Zyma (Pos. 48 gemäss Liste ERZ) 

− 2 Liter Hesi Blüte (Pos. 49 gemäss Liste ERZ) 

- 29 - 

− 2 Liter Wuxal (Pos. 50 gemäss Liste ERZ) 

− 1 kg Nährsalz (Pos. 51 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Lampen 400 W (Pos. 15 gemäss Liste ERZ) 

− 1 ...-Zelt (Pos. 42 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Metallgestell (Pos. 43 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Auffangwanne gross (Pos. 44 gemäss Liste ERZ). 

6. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 

25. Oktober 2014 sichergestellten Gegenstände werden dem Beschuldigten 

auf ausdrückliches Begehren herausgegeben: 

− 3 Steckleisten weiss (Pos. 6 gemäss Liste ERZ) 
− 3 Zeitschaltuhren (Pos. 7 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Ventilatoren Honeywell TH 800 E (Pos. 8 gemäss Liste ERZ) 

− 1 Verlängerungskabel (Pos. 9 gemäss Liste ERZ) 
− 3 Pflanzenspritzen à 1 L (Pos. 1 0 gemäss Liste ERZ) 

− 12 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 11 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Temperaturregler Thermo 10 (Pos. 12 gemäss Liste ERZ) 
− diverse Stecker (Pos. 13 gemäss Liste ERZ) 

− 1 Temperaturregler (Pos. 14 gemäss Liste ERZ) 
− diverse Lüftungsrohre (Pos. 16 gemäss Liste ERZ) 

− 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L(Pos. 17 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Klima Controller KLL 2 M (Pos. 18 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Varia Lux 03E31 (Pos. 19 gemäss Liste ERZ) 

− 2 Vorschaltgeräte (Pos. 20 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Fassungen für ...lampe (Pos. 21 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Rana Cal 150 W (Pos. 22 gemäss Liste ERZ) 

− 1 Thermo-Hygro Messgerät (Pos. 23 gemäss Liste ERZ) 
− 1 PH Messgerät (Pos. 24 gemäss Liste ERZ) 

− 1 Schraubenzieher (Pos. 25 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Giesskanne grün (Pos. 26 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Giesskanne rot (Pos. 27 gemäss Liste ERZ) 

− 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L (Pos. 28 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Tischventilator 15 W (Pos. 29 gemäss Liste ERZ) 

− 3 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 30 gemäss Liste ERZ) 

- 30 - 

− 10 Anzugskisten (Pos. 31 gemäss Liste ERZ) 

− 9 Wärmeunterlagen für Anzugskisten (Pos. 32 gemäss Liste ERZ) 
− diverse Fernbedienungen (Pos. 33 gemäss Liste ERZ) 

− 1 PC inkl. Tastatur (Pos. 34 gemäss Liste ERZ) 
− 2 Papierscheren (Pos. 35 gemäss Liste ERZ) 
− diverse Kabel (Pos. 36 gemäss Liste ERZ) 

− 1 Sprühflasche à 1 L (Pos. 37 gemäss Liste ERZ) 
− 1 Pack Einweghandschuhe à 100 Stk. (Pos. 38 gemäss Liste ERZ) 

− 1 ...-Zelt ca. 7x3 m, nur Gestänge (Pos. 39 gemäss Liste ERZ) 
− 3 Winglampen (Pos. 40 gemäss Liste ERZ) 
− 9 Fluroreszenzlampen (Pos. 41 gemäss Liste ERZ). 

Wird innert 3 Monaten ab Rechtskraft bei der Lagerbehörde kein entspre-

chendes Begehren gestellt, werden die Gegenstände der Kantonspolizei  

Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

7. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 11 und 12) wird bestätigt. 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 349.80   Kosten Lagerung ERZ (bis 31.05.2016) 

Über die weiteren Kosten stellt die Gerichtskasse Rechnung. 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 3/4 auf-

erlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.  

10. Dem Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte  

Prozessentschädigung für anwaltliche Verteidigung von Fr. 1'750.– aus der 

Gerichtskasse zugesprochen. 

11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- 31 - 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden allfälliger Erben 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Kopie Urk. 87 
− die Kantonspolizei Zürich im Doppel für EA-ZS-BM-Lager  

(B…) sowie FOR-Dispo gemäss Dispositivziffer 4 bis 6 und Kopie Urk. 
87 

− Entsorgung und Recycling Stadt Zürich, Postfach, 8050 Zürich 
(betr. ERZ Nr. …) gemäss Dispositivziffer 5 und 6. 

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 15. Juni 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

OR lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. F. Manfrin 
 

 
 

	Urteil vom 15. Juni 2016
	Urteil der Vorinstanz:  (Urk. 40 S. 20 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 60.–, entsprechend Fr. 3'000.– sowie zu einer Busse von Fr. 500.– verurteilt.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Das Begehren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
	6. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlagnahmten Betäubungsmittel werden eingezogen und der zuständigen Behörde zur Ver...
	 2 Pflanzen (Pos. 2 gemäss Liste ERZ)
	7. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlagnahmten Betäubungsmittel werden eingezogen und der zuständigen Behörde zur Ver...
	 10 Pflanzentöpfe mit Erde (Pos. 1 gemäss Liste ERZ)
	 20 Pflanzentöpfe ohne Erde (Pos. 3 gemäss Liste ERZ)
	 6 Basisdünger (Pos. 4 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Styroporplatten (Pos. 5 gemäss Liste ERZ)
	 5 Liter destilliertes Wasser (Pos. 45 gemäss Liste ERZ)
	 500 ml Chemie gegen Pilzerkrankungen (Pos. 46 gemäss Liste ERZ)
	 500 ml PH Eur (Pos. 47 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Power Zyma (Pos. 48 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Hesi Blüte (Pos. 49 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Wuxal (Pos. 50 gemäss Liste ERZ)
	 1 kg Nährsalz (Pos. 51 gemäss Liste ERZ)
	8. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei gelagerten Betäubungsmittel werden eingezog...
	 diverse Proben ab 10 Marihuanastauden (A…)
	9. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei gelagerten Substanzen werden eingezogen und...
	 1 Plastikfläschchen mit Aufschrift PK gefüllt mit weissem Pulver und einem Minigrip mit mehreren unbekannten Pillen (A…)
	 3 Minigrip enthaltend weisses Pulver (A…)
	 1 Minigrip enthaltend diverse weisse Tabletten (A…)
	10. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 3. März 2015 beschlagnahmten und beim ERZ (Nr. …) gelagerten Gegenstände werden eingezogen und der...
	 3 Steckleisten weiss (Pos. 6 gemäss Liste ERZ)
	 3 Zeitschaltuhren (Pos. 7 gemäss Liste ERZ)
	 2 Ventilatoren Honeywell TH 800 E (Pos. 8 gemäss Liste ERZ)
	 1 Verlängerungskabel (Pos. 9 gemäss Liste ERZ)
	 3 Pflanzenspritzen à 1 L (Pos. 1 0 gemäss Liste ERZ)
	 12 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 11 gemäss Liste ERZ)
	 1 Temperaturregler Thermo 10 (Pos. 12 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Stecker (Pos. 13 gemäss Liste ERZ)
	 1 Temperaturregler (Pos. 14 gemäss Liste ERZ)
	 2 Lampen 400 W (Pos. 15 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Lüftungsrohre (Pos. 16 gemäss Liste ERZ)
	 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L(Pos. 17 gemäss Liste ERZ)
	 1 Klima Controller KLL 2 M (Pos. 18 gemäss Liste ERZ)
	 1 Varia Lux 03E31 (Pos. 19 gemäss Liste ERZ)
	 2 Vorschaltgeräte (Pos. 20 gemäss Liste ERZ)
	 2 Fassungen für Growlampe (Pos. 21 gemäss Liste ERZ)
	 2 Rana Cal 150 W (Pos. 22 gemäss Liste ERZ)
	 1 Thermo-Hygro Messgerät (Pos. 23 gemäss Liste ERZ)
	 1 PH Messgerät (Pos. 24 gemäss Liste ERZ)
	 1 Schraubenzieher (Pos. 25 gemäss Liste ERZ)
	 1 Giesskanne grün (Pos. 26 gemäss Liste ERZ)
	 1 Giesskanne rot (Pos. 27 gemäss Liste ERZ)
	 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L (Pos. 28 gemäss Liste ERZ)
	 1 Tischventilator 15 W (Pos. 29 gemäss Liste ERZ)
	 3 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 30 gemäss Liste ERZ)
	 10 Anzugskisten (Pos. 31 gemäss Liste ERZ)
	 9 Wärmeunterlagen für Anzugskisten (Pos. 32 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Fernbedienungen (Pos. 33 gemäss Liste ERZ)
	 1 PC inkl. Tastatur (Pos. 34 gemäss Liste ERZ)
	 2 Papierscheren (Pos. 35 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Kabel (Pos. 36 gemäss Liste ERZ)
	 1 Sprühflasche à 1 L (Pos. 37 gemäss Liste ERZ)
	 1 Pack Einweghandschuhe à 100 Stk. (Pos. 38 gemäss Liste ERZ)
	 1 Grow-Zelt ca. 7x3 m, nur Gestänge (Pos. 39 gemäss Liste ERZ)
	 3 Winglampen (Pos. 40 gemäss Liste ERZ)
	 9 Fluroreszenzlampen (Pos. 41 gemäss Liste ERZ)
	 1 Grow-Zelt (Pos. 42 gemäss Liste ERZ)
	 1 Metallgestell (Pos. 43 gemäss Liste ERZ)
	 1 Auffangwanne gross (Pos. 44 gemäss Liste ERZ)
	11. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	12. Die Kosten der Untersuchung, der Lagerung, des Gutachtens und des gerichtlichen Verfahrens werden der beschuldigten Person auferlegt.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge (Prot. II S. 8 f.)
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang und Prozessuales
	II.  Beanstandungen und Teilrechtskraft
	III.  Beweisanträge

	1. Verwechslung bzw. Austausch des sichergestellten Pflanzenmaterials
	1.1. Die Verteidigung stellte in der Berufungserklärung den Antrag, das geprüfte und das asservierte Probenmaterial sei an der Berufungsverhandlung vorzulegen, damit sich der Beschuldigte vergewissern könne, dass es sich dabei um das  Material seiner ...
	1.2. Gemäss Sicherstellungsbericht der Kantonspolizei vom 3. November 2014 wurden am 25. Oktober 2014 von den Hanfpflanzen ohne Blütenstände diverse Proben zwecks Bestimmung des THC-Gehalte genommen und unter der  Asservatennummer A… sichergestellt un...
	1.3. Der Einwand der Verteidigung fehlender Identität des Materials liesse sich in jedem beliebigen Fall jederzeit erheben. Mangels konkreter Hinweise handelt es sich um eine rein theoretische Möglichkeit. Abgesehen davon würde sich gleich der nächste...

	2. (Un-)möglichkeit des festgestellten THC-Gehaltes
	2.1. Die weiteren Beweisanträge der Verteidigung Nr. 4, 6 und 7 zielen allesamt auf ein biologisches Fachgutachten ab. Dies aufgrund des Standpunktes der Verteidigung, wonach es gar nicht möglich sei, dass das sichergestellte Material einen THC-Gehalt...
	2.2. Besagter Aufsatz aus Deutschland spricht allerdings nicht gegen den Befund des Forensischen Instituts Zürich. Die vorliegend sichergestellten Pflanzen trugen viele Blätter (Fotos Urk. 3). Da die Verteilung des THC-Wirkstoffes in einer Pflanze - h...
	2.3. Abgesehen davon datiert erwähnter Aufsatz aus dem Jahre 2006. Es ist gerichtsnotorisch, das der THC-Gehalt von sichergestellten Hanfpflanzen, teilweise auch durch bessere Methoden der Aufzucht, in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten unterschiedl...
	2.4. Gemäss Sicherstellungsbericht wurden die Proben von 160 - 180 cm grossen Hanfpflanzen ohne Blütenstände genommen (Urk. 4/4 S. 1). Das zur Blüte bringen von Marihuanapflanzen ist nicht ganz einfach und erfolgt in der Regel durch Verkürzung der Lic...
	2.5. Es bleibt beim rechtsgenügend festgestellten Beweis, dass eine Analyse der beim Beschuldigten am 25. Oktober 2014 sicherstellten Pflanzenproben ein THC-Gehalt von 4% ergab. Daran vermag auch eine biologische Feststellung über das Alter der Pflanz...
	2.6. Sämtliche Beweisanträge des Beschuldigten sind deshalb abzuweisen, ebenso der Eventualantrag auf Rückweisung zur Ergänzung der Untersuchung (Urk. 42 S. 2; vgl. auch Prot. II S. 9 und 12).
	IV.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung

	1. Umfang des Geständnisses
	1.1. Die Verteidigung macht geltend, die Vorinstanz sei fälschlicherweise von einem Geständnis des Beschuldigten ausgegangen (Urk. 42 S. 4). Dieser Einwand ist unbegründet, denn die Vorinstanz hat ausdrücklich nur die Tatsache als anerkannt bezeichnet...
	1.2. Der Beschuldigte anerkennt besagte 10 Hanfpflanzen in einer Indoor-Grow-Anlage aufgezogen und im Besitz gehabt zu haben (Urk. 2 Antwort 24, 30 und 33; Urk. 11 S. 2; Urk. 26 S. 2 Ziff. 3; Urk. 80 S. 6 f.). Er bestreitet allerdings deren Verwendung...

	2. THC-Gehalt
	2.1. Einwand der Verteidigung
	Die Verteidigung machte vor Vorinstanz geltend, die Wirkstoffanalyse des Forensischen Instituts Zürich sei rund 5 Monate nach der Sicherstellung der Beschlagnahme erfolgt. In dieser Zeit veränderten sich die Pflanzen. Es sei deshalb nicht erwiesen, da...
	2.2. THC-Grenzwert in Gesetz und Rechtsprechung
	2.2.1. Gemäss Art. 2 lit. a BetmG gelten als Betäubungsmittel abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder Cannabis sowie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden oder eine ähnliche Wirku...
	2.2.2. Gestützt auf diese Bestimmung (sowie gestützt auf Art. 9 und 30 BetmG) hat der Bundesrat die Verordnung über die Betäubungsmittelkontrolle vom 25. Mai 2011 (Betäubungsmittelkontrollverordnung, BetmKV; SR 812.121.1) erlassen. Diese Verordnung be...
	2.2.3. Dennoch hat das Bundesgericht in der Vergangenheit verschiedentlich festgehalten, dass die behördlichen Grenzwerte als Massstab dafür dienten, ab welchem Gehalt an THC ein Hanfprodukt als Betäubungsmittel gelten müsse (BGE 126 IV 198 E. 1; Urte...
	2.3. Änderung der gesetzlichen Grundlagen – BetmG-Revision
	2.3.1. Nach dem Wortlaut der früheren Fassung von Art. 8 Abs. 1 lit. d und Art. 19 Ziff. 1 des Betäubungsmittelgesetz (BetmG) war nur der Hanfanbau zum Zwecke der Betäubungsmittelgewinnung strafbar. Selbst bei hohem THC-Gehalt war der Anbau zu anderen...
	2.3.2. Dieses finale Element der Zweckbestimmung wurde jedoch mit der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Revision des BetmG fallengelassen, was auch die Verteidigung nicht (mehr) anders sieht (vgl. Urk. 83 S. 12 i.f.). Deshalb ist auch eine Berufun...
	2.3.3. Aufgrund der geschilderten Gesetzesänderung ist die Rüge der Verteidigung der Verletzung des Anklagegrundsatzes, wonach der Strafbefehl kein Vorwurf der Betäubungsmittelproduktion enthalte, ohne Grundlage (Urk. 26 S. 6 f. Ziff. 11).
	2.4. THC-Grenzwert als objektives Tatbestandselement
	2.4.1. Unklare gesetzliche Vorschriften führen oft auch zu einer unklaren Rechtsprechung. Konsultiert man die Literatur und die Rechtsprechung, ist auffällig, dass nicht einheitlich beurteilt wird, ob der THC-Gehalt zum objektiven oder subjektiven Tat...
	2.4.2. In einem neuerer Entscheid des Bundesgerichts vom 22. Mai 2015 wird in der Regeste festgehalten, dass die blosse Festlegung in der BetmVV-EDI eines Grenzwertes von mindestens 1,0 % THC nicht zur Analyse des THC-Gehalts der streitigen Substanzen...
	2.5. Anbau
	2.5.1. Gemäss Hug-Beeli will der Gesetzgeber mit der Strafnorm des Anbauverbots bereits im Vorfeld von Handel die Verwendung von Cannabis strafrechtlich steuern (Hug-Beeli, a.a.O., N 195 und 196). Dass ein Wirkstoff oder gar ein bestimmter Wirkstoffg...
	2.5.2. Der THC-Gehalt von Hanfpflanzen ist als Qualifikationsmerkmal des Begriffs Betäubungsmittel objektives Tatbestandselement von Art. 19 Abs. 1 BetmG. Dies allerdings mit der Besonderheit, dass es im Zusammenhang mit den Anbau ausreicht, wenn mit ...
	2.5.3. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Zeitpunkt der Analyse des sichergestellten Pflanzenmaterials ebenso wenig eine Rolle spielt wie das biologische Entwicklungsstadium. Die Analyse des Forensischen Instituts stellte einen THC-Geha...
	2.6. Die Verteidigung wirft sinngemäss auch die Frage auf, auf welche Grundmenge bzw. auf welches Grundmaterial sich die Prozentangabe des THC-Gehaltes bezieht (vgl. Urk. 83 S. 7-10; Urk. 80 S. 15 f.). Nach Ansicht der Verteidigung und des Beschuldigt...
	2.7. In subjektiver Hinsicht bleiben die Motive des Anbaus grundsätzlich ohne Bedeutung. Es spielt keine Rolle, ob der Anbau zu botanischen, religiösen, medizinischen, politischen oder wissenschaftlichen Zwecken erfolgt (Hug-Beeli, a.a.O., Art. 19 N 1...
	2.8. Der Beschuldigte ist Chemielaborant und wusste, dass seine Hanfpflanzen geeignet waren, zumindest in der Blütezeit einen THC-Gehalt zu erreichen, der gesetzlich nicht mehr erlaubt war. Er hat sich gemäss eigenen Angaben darüber gut informiert (Pr...
	2.9. Sachverhaltsirrtum
	Der Beschuldigte machte verschiedentlich geltend, es sei biologisch unmöglich, dass die Analyse einen THC-Gehalt von 4% ergeben habe (Urk. 26 S. 8 Ziff. 14; Prot. I S. 11; Urk. 80 S. 12 f.). Die Verteidigung leitet daraus einen Sachverhaltsirrtum im ...
	2.10. Eigenkonsum
	2.11. Rechtsirrtum
	2.12. Konkurrenzen
	2.12.1. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten sowohl des Anbaus im Sinne von lit. a des Art. 19 Abs. 1 BetmG für schuldig wie auch des Besitzes im Sinne von lit. d derselben Bestimmung. Sie ging offenbar wie die Anklagebehörde von echter Idealkonkur...
	2.12.2. Die Abgrenzung der einzelnen Handlungen in den verschiedenen Absätzen von Art. 19 Abs. 1 BetmG ist zuweilen schwierig und einem gewissen Ermessen unterworfen, zumal diese Frage bei der Strafzumessung meist ohne Auswirkung bleibt. Grundsätzlic...
	2.13. Fazit
	V.  Strafzumessung

	1. Vorinstanzlicher Entscheid und Antrag des Beschuldigten
	1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 60.--, entsprechend Fr. 3'000.--, sowie mit einer Busse von Fr. 500.- verurteilt (Urk. 40 S. 20).

	2. Strafrahmen
	3. Grundsätze der Strafzumessung
	4. Tatschwere
	4.1. Die Tatschwere ist angesichts der geringen Anzahl von zehn Hanfpflanzen, welche sich zudem nicht im Blütestadium befanden, als sehr leicht zu bezeichnen. Zwar war der finanzielle Aufwand für die Indoor-...-Anlage samt Ausrüstung mit rund Fr. 4'00...
	4.2. Die Verteidigung ruft unter Hinweis auf die gesundheitlichen Probleme des Beschuldigten (Alkoholprobleme und psychische Probleme) den Strafmilderungsgrund der verminderten Schuldfähigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB an (vgl. Urk. 83 S. 14 f.). Wed...

	5. Täterkomponenten
	5.1. Der Beschuldigte ist im Kanton Zürich aufgewachsen und hat die Primar- und Sekundarschule besucht. Nach der Lehre als Chemielaborant mit Berufsmatura arbeitete er während ca. fünf Jahren auf diesem Beruf, bevor er eine Lehre als Gärtner begann, w...
	5.2. Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich strafzumessungsneutral aus. Er ist nicht vorbestraft. Sein Geständnis in Bezug auf den Anbau der Pflanzen wirkt sich nur ganz leicht strafmindernd aus. Der Beschuldigte machte geltend, P...

	6. Angemessene Strafe
	6.1. Die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe von 50 Tagessätzen erscheint aufgrund vorstehender Erwägungen und insbesondere im Lichte der Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft Zürich für Kleinhandel mit harten Drogen als zu hoch. A...
	6.2. Die Höhe des Tagesatzes bemisst sich gemäss Art. 34 Abs. 2 StGB nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen, Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen familienrechtlichen Unte...
	6.3. Eine zusätzliche Busse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB ist im sogenannten Schnittstellenbereich angezeigt, wo eine Übertretung mit einer unbedingten Busse ansonsten härtere Folgen nach sich zöge als ein Vergehen mit einer bedingten Geldstrafe (Urteil ...

	7. Keine Strafbefreiung gestützt auf Art. 52 StGB
	7.1. Die Verteidigung beantragt eventualiter, es sei von einer Bestrafung gestützt auf Art. 52 StGB abzusehen (Urk. 83 S. 15).
	7.2. Gemäss Art. 52 StGB sieht die zuständige Behörde von einer Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn Schuld und Tatfolgen geringfügig sind. Voraussetzung für die Strafbefreiung und Einstellung des Verfahrens...
	7.3. Die vorstehend dargelegte Strafzumessung zeigt, dass es sich vorliegend zwar tatsächlich um eine Straftat mit geringem Verschulden handelt, der "Nullpunkt" des Strafmasses nach Beurteilung der objektiven und subjektiven Tatschwere sowie der Täter...
	VI.  Vollzug
	VII.  Verwendung der sichergestellten Gegenstände
	VIII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Anträgen zur Hauptsache, insbesondere was den Schuldpunkt anbelangt. In Bezug auf die Sanktion erfolgt im Be...

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Vergehens  gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	4. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 sichergestellten und bei der Kantonspolizei gelagerten Gegenstände bzw. Substanzen werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen:
	 diverse Proben ab 10 Marihuanastauden (A…; Kantonspolizei Zürich, EA-ZS-BM-Lager, B…)
	 1 Plastikfläschchen mit Aufschrift PK gefüllt mit weissem Pulver und einem Minigrip mit mehreren unbekannten Pillen (A…)
	 3 Minigrip enthaltend weisses Pulver (A…)
	 1 Minigrip enthaltend diverse weisse Tabletten (A…)

	5. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 sichergestellten Gegenstände werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen:
	 2 Pflanzen (Pos. 2 gemäss Liste ERZ)
	 10 Pflanzentöpfe mit Erde (Pos. 1 gemäss Liste ERZ)
	 20 Pflanzentöpfe ohne Erde (Pos. 3 gemäss Liste ERZ)
	 6 Basisdünger (Pos. 4 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Styroporplatten (Pos. 5 gemäss Liste ERZ)
	 5 Liter destilliertes Wasser (Pos. 45 gemäss Liste ERZ)
	 500 ml Chemie gegen Pilzerkrankungen (Pos. 46 gemäss Liste ERZ)
	 500 ml PH Eur (Pos. 47 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Power Zyma (Pos. 48 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Hesi Blüte (Pos. 49 gemäss Liste ERZ)
	 2 Liter Wuxal (Pos. 50 gemäss Liste ERZ)
	 1 kg Nährsalz (Pos. 51 gemäss Liste ERZ)
	 2 Lampen 400 W (Pos. 15 gemäss Liste ERZ)
	 1 ...-Zelt (Pos. 42 gemäss Liste ERZ)
	 1 Metallgestell (Pos. 43 gemäss Liste ERZ)
	 1 Auffangwanne gross (Pos. 44 gemäss Liste ERZ).

	6. Die folgenden beim Beschuldigten anlässlich der Hausdurchsuchung vom 25. Oktober 2014 sichergestellten Gegenstände werden dem Beschuldigten auf ausdrückliches Begehren herausgegeben:
	 3 Steckleisten weiss (Pos. 6 gemäss Liste ERZ)
	 3 Zeitschaltuhren (Pos. 7 gemäss Liste ERZ)
	 2 Ventilatoren Honeywell TH 800 E (Pos. 8 gemäss Liste ERZ)
	 1 Verlängerungskabel (Pos. 9 gemäss Liste ERZ)
	 3 Pflanzenspritzen à 1 L (Pos. 1 0 gemäss Liste ERZ)
	 12 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 11 gemäss Liste ERZ)
	 1 Temperaturregler Thermo 10 (Pos. 12 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Stecker (Pos. 13 gemäss Liste ERZ)
	 1 Temperaturregler (Pos. 14 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Lüftungsrohre (Pos. 16 gemäss Liste ERZ)
	 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L(Pos. 17 gemäss Liste ERZ)
	 1 Klima Controller KLL 2 M (Pos. 18 gemäss Liste ERZ)
	 1 Varia Lux 03E31 (Pos. 19 gemäss Liste ERZ)
	 2 Vorschaltgeräte (Pos. 20 gemäss Liste ERZ)
	 2 Fassungen für ...lampe (Pos. 21 gemäss Liste ERZ)
	 2 Rana Cal 150 W (Pos. 22 gemäss Liste ERZ)
	 1 Thermo-Hygro Messgerät (Pos. 23 gemäss Liste ERZ)
	 1 PH Messgerät (Pos. 24 gemäss Liste ERZ)
	 1 Schraubenzieher (Pos. 25 gemäss Liste ERZ)
	 1 Giesskanne grün (Pos. 26 gemäss Liste ERZ)
	 1 Giesskanne rot (Pos. 27 gemäss Liste ERZ)
	 3 Lüftungsrohre mit Ventilator RK 160 L (Pos. 28 gemäss Liste ERZ)
	 1 Tischventilator 15 W (Pos. 29 gemäss Liste ERZ)
	 3 Gartenscheren, verschiedene Grössen (Pos. 30 gemäss Liste ERZ)
	 10 Anzugskisten (Pos. 31 gemäss Liste ERZ)
	 9 Wärmeunterlagen für Anzugskisten (Pos. 32 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Fernbedienungen (Pos. 33 gemäss Liste ERZ)
	 1 PC inkl. Tastatur (Pos. 34 gemäss Liste ERZ)
	 2 Papierscheren (Pos. 35 gemäss Liste ERZ)
	 diverse Kabel (Pos. 36 gemäss Liste ERZ)
	 1 Sprühflasche à 1 L (Pos. 37 gemäss Liste ERZ)
	 1 Pack Einweghandschuhe à 100 Stk. (Pos. 38 gemäss Liste ERZ)
	 1 ...-Zelt ca. 7x3 m, nur Gestänge (Pos. 39 gemäss Liste ERZ)
	 3 Winglampen (Pos. 40 gemäss Liste ERZ)
	 9 Fluroreszenzlampen (Pos. 41 gemäss Liste ERZ).

	Wird innert 3 Monaten ab Rechtskraft bei der Lagerbehörde kein entsprechendes Begehren gestellt, werden die Gegenstände der Kantonspolizei  Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	7. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 11 und 12) wird bestätigt.
	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Über die weiteren Kosten stellt die Gerichtskasse Rechnung.
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 3/4 auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.
	10. Dem Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte  Prozessentschädigung für anwaltliche Verteidigung von Fr. 1'750.– aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden allfälliger Erben
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Kopie Urk. 87
	 die Kantonspolizei Zürich im Doppel für EA-ZS-BM-Lager  (B…) sowie FOR-Dispo gemäss Dispositivziffer 4 bis 6 und Kopie Urk. 87
	 Entsorgung und Recycling Stadt Zürich, Postfach, 8050 Zürich (betr. ERZ Nr. …) gemäss Dispositivziffer 5 und 6.

	12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.