# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4a5fb31-132c-5563-a747-853e079faf46
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-01-16
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 16.01.2013 RR.2012.308
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2012-308_2013-01-16.pdf

## Full Text

Entscheid vom 16. Januar 2013 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A. AG,  

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 

SCHAFFHAUSEN,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-

land 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2012.308 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Rostock ein Strafverfahren gegen B. wegen des 

Verdachts der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke 

und des Verdachts des gewerbsmässigen schweren Betrugs führt (act. 2); 

 

- in diesem Zusammenhang die deutschen Behörden mit Rechtshilfeersu-

chen vom 23. Juli 2012 an die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhau-

sen (nachfolgend "Staatsanwaltschaft") gelangten und unter anderem um 

Bankermittlung bei der Bank C. in Z. bezüglich des Kontos 1 ersuchten 

(act. 2); 

 

- die Staatsanwaltschaft mit Eintretensverfügung vom 15. August 2012 dem 

Rechtshilfeersuchen entsprach und die Bank C. unter anderem anwies, 

über das vorerwähnte Konto schriftlich Auskunft zu geben (act. 3); 

 

- mit Schlussverfügung vom 27. November 2012 die Staatsanwaltschaft die 

Herausgabe der schriftlichen Auskunft der Bank C., wonach das genannte 

Konto auf die A. AG lautet, an die ersuchende Behörde anordnete (act. 2); 

 

- gegen diese Schlussverfügung die A. AG mit Beschwerde vom 18. Dezem-

ber 2012 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte 

(act. 1); 

 

- die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. Dezember 2012 aufgefor-

dert wurde, bis zum 2. Januar 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.--  

zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf 

die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 5); 

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der schweizerischen Post überge-

ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 

(Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG [SR 173.71]); 

 

- die Beschwerdeführerin bis dato den verlangten Kostenvorschuss nicht be-

zahlt und weder um Zahlungserleichterung noch um die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hat; 

 

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63 

Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG); 

 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflich-

tig wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be-

rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des 

Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt 

(Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG); die Gerichtsge-

bühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist. 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 16. Januar 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. AG 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).