# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dff8342b-d5b1-5ce4-a7e5-148bfa8b7371
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.06.2023 III 2023 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-3_2023-06-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 3

Entscheid vom 27. Juni 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________
Beschwerdeführer,

gegen

1. Gemeinderat Tuggen, Zürcherstrasse 14, Postfach 159, 
8856 Tuggen,
vertreten durch Rechtsanwältin F.________

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. G.________ AG
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt H.________

5. Gemeinderat Wangen, Seestrasse 2, Postfach 264
8855 Wangen,
Beigeladener,
vertreten durch Rechtsanwalt I.________

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung - Rekultivierung und 
Endgestaltung Kiesgrube J.________)

2

Sachverhalt:

A. Die G.________ AG betreibt in den Gemeinden Wangen und Tuggen seit 
Jahrzehnten mehrere Kiesgruben. Der vom Regierungsrat des Kantons Schwyz 
mit Beschluss (RRB) Nr. 830 vom 19. Mai 1981 genehmigte Abbau- und Sanie-
rungsplan vom 7. November 1980 sah den Abschluss der Abbau- und Auffüllungs-
arbeiten per Ende 1999 vor. Am 22./25. August 2008 schlossen der Gemeinderat 
Wangen, der Gemeinderat Tuggen und die G.________ AG einen öffentlich-recht-
lichen Vertrag ab, welcher verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit dem Kie-
sabbau und der Folgenutzung der Kiesabbaugebiete regelt. 

Mit dem öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 22./25. August 2008 wurden im Zusam-
menhang mit der Folgenutzung der Kiesabbaugebiete in Ziff. IV (Zeitplan) folgende 
zeitliche Vorgaben vereinbart (Vi-act. II.-04 Beilage 1): 

1. Die Parteien verpflichten sich, alle Vorkehren zu treffen und Handlungen 
vorzunehmen, die notwendig sind, um den folgenden verbindlichen Zeitplan 
einzuhalten. 
- Beendigung des Kiesabbaus in den Kiesgruben J.________ und 

K.________ gemäss dieser Vereinbarung bis spätestens 31.12.2013
- Beendigung der Rückbauarbeiten der Kiesaufbereitungsanlage und des 

Betonwerks in L.________ gemäss dieser Vereinbarung bis spätestens 
31.12.2014

- Beendigung der Wiederauffüllungsarbeiten in den Kiesgruben J.________ 
und K.________ gemäss dieser Vereinbarung bis spätestens 31.12.2017

- Beendigung der Rekultivierung in den Kiesgruben J.________ und 
K.________ gemäss dieser Vereinbarung bis spätestens 31.12.2020. 

Gestützt auf diesen Vertrag und dessen zeitlichen Vorgaben bewilligten die Ge-
meinderäte Wangen und Tuggen mit aufeinander abgestimmten Beschlüssen 
(GRB) Nr. 482 und Nr. 801 (je vom 25.9.2008) die Verlängerung des Kiesabbaus 
in den Gruben J.________ und K.________ sowie derer Wiederauffüllung und Re-
kultivierung.

B. Am 22. Dezember 2017 reichte die G.________ AG bei den Gemeinden 
Tuggen und Wangen das Baugesuch für die Rekultivierung/Endgestaltung der 
Kiesgrube J.________ auf KTN 001.________, 002.________, 003.________, 
004.________, 005.________ und 006.________, Tuggen, sowie auf 
KTN 007.________, 008.________ und 009.________, Wangen mit unter ande-
rem dem Umweltverträglichkeitsbericht vom 15. Dezember 2017 ein (kantonale 
Baugesuchs-Nr. B2018-0339; Vi-act. III-02 Beilage B6). Das Baugesuch wurde pu-
bliziert (Abl 2018 …) und öffentlich aufgelegt. Gegen dieses Baugesuch haben, 
soweit es die Gemeinde Tuggen betrifft, u.a. A.________ und 51 Mitunterzeichner 
am 29. März 2018 öffentlich-rechtliche Einsprache erhoben. Bei der Gemeinde 

3

Wangen gingen keine Einsprachen ein. Am 17. August 2018 reichte die 
G.________ AG bei der Gemeinde Tuggen ergänzende Unterlagen zum Bauge-
such vom 22. Dezember 2017 ein (Vi-act. III-02 Beilage B7). Das revidierte Bau-
gesuch und der Umweltverträglichkeitsbericht wurden gleichzeitig publiziert (Abl 
2018 …) und öffentlich aufgelegt. Gegen dieses revidierte Baugesuch erhoben am 
13. September 2018 u.a. wieder A.________ und 60 Mitunterzeichner öffentlich-
rechtliche Einsprache bei der Gemeinde Tuggen. 

C.1 Mit Gesamtentscheid vom 5. Juli 2019 erteilte das Amt für Raumentwicklung 
(ARE) die kantonale Bewilligung für das Bauvorhaben im Sinne der Erwägungen 
und unter Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss 
Kap. II., Ziff. 1 ff. und wies die Einsprachen aus kantonaler Sicht ab (Vi-act. III-02 
Beilage B2). Unter Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides wies der Ge-
meinderat Tuggen mit GRB Nr. 106 vom 6. Juli 2022 die Einsprachen im Sinne der 
Erwägungen ab und erteilte die kommunale Baubewilligung wie folgt (Vi-act. III-02 
Beilage B1):

1. Die Einsprache von A.________ (…) und 51 bzw. 60 Mitunterzeichner wird im 
Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. (Abweisung einer Dritteinsprache im Sinne der Erwägungen).

3. Der Gesuchstellerin wird die Bewilligung für das Baugesuch (…) betreffend 
Rekultivierung/Endgestaltung Kiesgrube J.________, Tuggen, im Sinne der 
Erwägungen und unter den Auflagen, Bedingungen und übrigen 
Nebenbestimmungen gemäss den Erwägungen und der nachfolgenden 
Aufzählung erteilt. Die Bewilligung ist bis 31. Dezember 2035 befristet. Die 
Gesuchstellerin wird verpflichtet, alle Arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt zu 
vollenden.

4. Ziffer IV. 1 dritter und vierter Spiegelstrich des öffentlich-rechtlichen 'Vertrags: 
vom 22./25. August 2008 zwischen der Gemeinde Wangen, der Gemeinde 
Tuggen und der Gesuchstellerin werden ersatzlos aufgehoben.

5.-17. (Nebenbestimmungen, Werköffnungs- und Betriebszeiten, […] Gebühren und 
Kosten, Umtriebsentschädigung, Parteientschädigung, Rechtsmittelbelehrung).

C.2 Mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen GRB Nr. 198 vom 7. Juli 
2022 hat auch der Gemeinderat Wangen der G.________ AG die Baubewilligung 
unter Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt (Vi-act. III-02 Beilage B1).

D. Parallel zum Baugesuch für die Rekultivierung/Endgestaltung Kiesgrube 
J.________ reichte die G.________ AG bei den Gemeinden Wangen und Tuggen 
verschiedene Fristverlängerungsgesuche für den Abbau und die Auffüllung der 
Kiesgruben ein. Über die ersten beiden Fristverlängerungsgesuche wurde verfah-
rensabschliessend entschieden (vgl. dazu VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 In-
gress lit. C und D sowie Erw. 2.3.2 f.). Das mittlerweile dritte, am 5. Dezember 

4

2019 von der G.________ AG bei der Gemeinde Tuggen eingereichte Gesuch um 
Fristverlängerung für die Wiederauffüllung und Rekultivierung der Grube 
J.________ in Tuggen bis zum 31. Dezember 2025 wurden vom Gemeinderat Tug-
gen mit GRB Nr. 194 vom 15. Dezember 2021 bewilligt. Die von A.________ und 
neun Mitunterzeichnern dagegen erhobene Beschwerde (VB 10/2022) hat der Re-
gierungsrat mit RRB Nr. 726/2022 vom 27. September 2022 abgewiesen, soweit 
er darauf eingetreten ist. Eine dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz von A.________, B.________, C.________, D.________ und 
E.________ erhoben Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit VGE III 2022 
162 vom 29. März 2023 abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. Eine hier-
gegen angehobene Beschwerde ist unter der Verfahrensnummer 1C_256/2023 
vor dem Bundesgericht anhängig. 

E. A.________, B.________, C.________ und D.________ sowie vier weitere 
Mitunterzeichner erhoben am 4. August 2022 fristgerecht Beschwerde beim Re-
gierungsrat gegen den GRB Nr. 106 des Gemeinderats Tuggen vom 6. Juli 2022 
(versendet am 14.7.2022). In den 'Verfahrensanträgen A1 und A2' verlangten sie 
vorab, dass der Regierungsrat den involvierten Parteien Mitteilungen betreffend 
angeblich fehlender hoheitlicher Befugnisse der involvierten Verfügungs- und 
Rechtsmittelinstanzen und sich angeblich daraus ergebenden Folgerungen mache 
und die Fristen gegen die angefochtenen Beschlüsse anhalte. Zudem habe er ei-
nen 'Legitimations-Nachweis' zu erbringen und die Vorinstanzen aufzufordern, das-
selbe zu tun. Im Übrigen stellten sie folgende Anträge (Vi-act. I.-01): 

Beschwerdeantrag B1
Die Beschwerde sei gutzuheissen. Der kantonale Gesamtentscheid des «Amtes für 
Raumentwicklung ARE» vom 5. Juli 2019 sei aufzuheben und der Prüfbericht Grund-
stücksentwässerung des Abwasserverbands M.________ vom 23. Juli 2019 sei als 
grundlegend rechtswidrig aus dem Recht zu weisen.

Beschwerdeantrag B2
Die Baubewilligung des «Gemeinderats Tuggen» Nr. 106 vom 6. Juli 2022 sei auf-
zuheben und das Gesuch der G.________ AG (…) sei als Ganzes abzuweisen. Ins-
besondere sei die ersatzlose «Aufhebung von Ziffer IV.1 dritter und vierter Spiegel-
strich des öffentlich-rechtlichen Vertrags vom 22./25. August 2008 zwischen der Ge-
meinde Wangen, der Gemeinde Tuggen und der Gesuchstellerin» (Beschlussdispo-
sitiv 4) wegen evidenter Rechtswidrigkeit nichtig zu erklären. Auch die im Gesam-
tentscheid des «Amtes für Raumentwicklung» vom 5. Juni 2019 erwähnten Neben-
bestimmungen (Beschlussdispositiv 5) seien nichtig zu erklären.

Beschwerdeantrag B3
Es sei von Amtes wegen unverzüglich ein Baustopp mit Sanktionen gemäss 
Art. 78 ff VRP für jegliche weitere Auffüllung der Grube J.________, Tuggen zu er-
lassen und ein sofortiges Schwerverkehr-Fahrverbot für Fahrzeuge über 10 Tonnen 

5

auf der N.________- und O.________strasse, Tuggen, zu verhängen. Landwirt-
schaftlicher und privater Zubringerdienst sei vom Schwerverkehr-Fahrverbot auszu-
nehmen.

Beschwerdeantrag B4
Sämtliche Vorakten seien zu edieren und es sei den Beschwerdeführern mit ent-
sprechender neuer Fristansetzung zur Beschwerdeergänzung Akteneinsicht zu ge-
währen in:
a) den Bewilligungsbeschluss des «Gemeinderates Wangen» zum vorliegenden 

Projekt
b) die je in Rechtskraft erwachsenen Konzessionen und sämtliche veröffentlichten 

und unveröffentlichten Verträge/Vereinbarungen für Abbau und Auffüllung/ Re-
naturierung der Kiesgruben N.________ und J.________ inklusive Technische 
Berichte, Landschaftspläne, Rekultivierungs-, Erschliessungs- und Betriebs-
zeitvorgaben betreffend den gesamten Perimeter J.________ (KTN 
001.________, 002.________, 003.________, 004.________, 005.________ 
und 006.________, Koordinaten …);

c) Sämtliche zu den Perimetergebieten N.________ und J.________ seit 1976 
erfolgten geologischen und technischen Sachverhalts-Erhebungen mit Detail-
analysen, inkl. fotografische Dokumentation der Bohrkerne, ihrer Standorte und 
Materialanalysen sowie vollständige Dokumentationen des Grundwassermoni-
torings seit 1976 und Kontrollberichte zur Abbau- und Auffülltätigkeit seit Kon-
zessionsbeginn;

d) Die vollständigen Dossiers in den Archiven des «AfU» und «ARE» zu Abbau 
und Auffüllungen der Abbaugebiete N.________ und J.________, insbeson-
dere in die mit dem Zusatzantrag vom 13. September 2018 geforderten Unter-
lagen (Aktennotiz ARE vom 24.5.2018, das Schreiben «ARE» vom 27.4.2018, 
das Schreiben P.________ vom 9.5.2018, die kantonale Stellungnahme 
(«AfU») vom 17.5.2018 (Vollständigkeitsprüfung zu B2018-0339 Tuggen) be-
treffend Forderung nach ergänzenden hydrogeologischen Grundlagen, das 
kantonale Schreiben («ARE») zur Unterlagenergänzung vom 14.6.2018, die 
Besprechungsnotiz vom 3.7.2018 (kantonale Fachstellen / Q.________ AG), 
act.13, die Gesamtdokumentation der Sondierungen und Auswertungen, die in 
den drei im hydrogeologischen Gutachten genannten Schächten S 1-3 vorge-
nommen wurden).

Beschwerdeantrag B5
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

F. Mit RRB Nr. 935/2022 vom 6. Dezember 2022 (versendet am 12.12.2022) 
entschied der Regierungsrat:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) von Fr. 1500.-- werden den 
Beschwerdeführern auferlegt (…).

3. Die Beschwerdeführer haben der Gemeinde Tuggen eine Parteientschädigung 
von Fr. 1000.--, der Beschwerdegegnerin Fr. 1600.-- und der Gemeinde 
Wangen Fr. 700.-- zu bezahlen. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

6

G. Gegen diesen RRB Nr. 935/2022 erheben A.________, B.________, 
C.________, D.________ und E.________ mit Eingabe vom 3. Januar 2023 (Post-
aufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht, wo-
bei sie vorab in 'Verfahrensanträgen A - C' verlangen, das Verwaltungsgericht 
habe den involvierten Parteien die von ihnen diktierten Mitteilungen betreffend an-
geblich fehlender hoheitlicher Befugnisse der involvierten Verfügungs- und 
Rechtsmittelinstanzen und sich daraus angeblich ergebenden Folgerungen zu ver-
künden sowie der Öffentlichkeit die von den Beschwerdeführer formulierten Bot-
schaften mitzuteilen. Im Übrigen stellen sie "vorsorglich" die folgenden Beschwer-
deanträge:

Beschwerdeantrag D 1
Die Beschwerde sei gutzuheissen. Sämtliche vorinstanzlichen Entscheide 
seien aufzuheben, insbesondere sei: 
a. die amtsanmassend ergangene, sogenannte «Baubewilligung» des «Ge-

meinderats Tuggen Nr. 106 vom 6. Juli 2022» zum Gesuch der G.________ 
AG (…) vom 22. Dezember 2017 sowie zum revidierten Gesuch mit Ergän-
zungen vom 17. August 2018 als Ganzes nichtig zu erklären;

b. die ersatzlose «Aufhebung von Ziffer lV.1 dritter und vierter Spiegelstrich 
des öffentlich-rechtlichen Vertrags vom 22./25. August 2008 zwischen der 
Gemeinde Wangen, der Gemeinde Tuggen und der Gesuchstellerin» (Be-
schlussdispositiv 4) nichtig zu erklären;

c. der vorgebliche «kantonale Gesamtentscheid» des vorgeblichen «Amtes für 
Raumentwicklung ARE» vom 5. Juli 2019 mit allen erwähnten Nebenbestim-
mungen (Beschlussdispositiv 5) nichtig zu erklären;

d. der Prüfbericht 'Grundstücksentwässerung' des Abwasserverbands 
M.________ vom 23. Juli 2019 nichtig zu erklären.

Beschwerdeantrag D 2
Es sei von Amtes wegen unverzüglich ein Baustopp mit Sanktionen gemäss 
Art. 78 ff. VRP für jegliche weitere Auffüllung der Grube J.________, Tuggen 
zu erlassen und ein sofortiges Schwerverkehr-Fahrverbot für Fahrzeuge über 
10 Tonnen auf der N.________- und O.________strasse, Tuggen, zu verhän-
gen. Landwirtschaftlicher und privater Zubringerdienst sei vom Schwerverkehr-
Fahrverbot auszunehmen.

Beschwerdeantrag D 3
Sämtliche Vorakten seien zu edieren und es sei den Beschwerdeführern mit 
entsprechender neuer Fristansetzung zur Beschwerdeergänzung Akteneinsicht 
zu gewähren in: 
a. den amtsanmassend ergangene, sogenannte «Beschluss Nr. 198 vom 7. 

Juli 2022» des «Gemeinderats Wangen zum vorliegenden Projekt.
b. die je in Rechtskraft erwachsenen Konzessionen und sämtliche veröffent-

lichten und unveröffentlichten Verträge/Vereinbarungen für Abbau und Auf-
füllung/Renaturierung der Kiesgruben N.________ und J.________ inklu-
sive Technische Berichte, Landschaftspläne, Rekultivierungs-, Erschlies-
sungs- und Betriebszeitvorgaben betreffend den gesamten Perimeter 

7

J.________ (KTN 001.________, 002.________, 003.________, 
004.________,005.________ und 006.________, Koordinaten …);

c. sämtliche zu den Perimetergebieten N.________ und J.________ seit 1976 
erfolgten geologischen und technischen Sachverhalts-Erhebungen mit De-
tailanalysen, inkl. fotografische Dokumentation der Bohrkerne, ihrer Stand-
orte und Materialanalysen sowie vollständige Dokumentationen des Grund-
wassermonitorings seit 1976 und Kontrollberichte zur Abbau- und Auffüll-
tätigkeit seit Konzessionsbeginn;

d. die vollständigen Dossiers in den Archiven des «AfU» und «ARE» zu Abbau 
und Auffüllungen der Abbaugebiete N.________ und J.________, insbeson-
dere in die mit dem Zusatzantrag vom 13. September 2018 geforderten Un-
terlagen (Aktennotiz ARE vom 24.5.2018, das Schreiben «ARE» vom 
27.4.2018, das Schreiben P.________ vom 9.5.2018, die kantonale Stel-
lungnahme («AfU») vom 17.5.2018 (Vollständigkeitsprüfung zu B2018-0339 
Tuggen) betreffend Forderung nach ergänzenden hydrogeologischen 
Grundlagen, das kantonale Schreiben («ARE») zur Unterlagenergänzung 
vom 14.6.2018, die Besprechungsnotiz vom 3.7.2018 (kantonale Fachstel-
len / Q.________ AG), act.13, die Gesamtdokumentation der Sondierungen 
und Auswertungen, die in den drei im hydrogeologischen Gutachten ge-
nannten Schächten S 1-3 vorgenommen wurden).

Beschwerdeantrag D 4
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

H. Das Sicherheitsdepartement beantragt am 23. Januar 2023 die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. 
Das ARE schliesst mit Vernehmlassung vom 25. Januar 2023 auf Abweisung der 
Beschwerde. Der Gemeinderat Tuggen und die Beschwerdegegnerin lassen mit 
Vernehmlassung vom 15. Februar 2023 gleichlautend beantragen, die Be-
schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen.

I. Am 6. März 2023 nehmen die Beschwerdeführer in den Räumlichkeiten des 
Verwaltungsgerichts Einsicht in die Verfahrensakten. Die von ihnen dabei 
erstellten Fotokopien werden separat in Rechnung gestellt.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können gemäss § 51 lit. a des Ver-
waltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 u.a. Ver-
fügungen, Entscheide des Regierungsrates beim Verwaltungsgericht angefochten 
werden, soweit nicht durch dieses Gesetz oder einen anderen Erlass der Weiter-
zug an das Verwaltungsgericht ausgeschlossen wird.

8

1.2.1  Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von 
Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Sie 
prüft u.a. insbesondere die Rechtsmittelbefugnis (§ 27 Abs. 1 lit. d VRP). Zur Ein-
reichung eines Rechtsmittels ist gemäss § 37 Abs. 1 VRP berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme 
erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid oder die angefochtene 
Verfügung besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung hat (lit. c). 

1.2.2  Der Beschwerdeführer Ziff. 5 hat am vorinstanzlichen Verfahren nicht teil-
genommen (vgl. Liste der Unterzeichner auf S. 54 f. 4. der Verwaltungsbe-
schwerde vom 4.8.2022 [Vi-act. I.-01]). Er hat auch nicht dargetan, er habe keine 
Möglichkeit zur Teilnahme erhalten. Damit mangelt es ihm an der vorausgesetzten 
Rechtsmittelbefugnis und es kann insoweit auf die Beschwerde nicht eingetreten 
werden (§ 27 Abs. 2 VRP). 

1.3.1  Den Anforderungen von § 37 Abs. 1 lit. b und c VRP kommt dann eine be-
sondere Bedeutung zu, wenn ein Dritter (z.B. Nachbar) den Entscheid anficht. Ist 
in einem solchen Fall durch ein unmittelbares Berührtsein, eine spezifische Bezie-
hungsnähe gegeben, hat der Beschwerdeführer ein ausreichendes Rechtsschut-
zinteresse daran, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben wird. Dieses In-
teresse besteht im praktischen Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde dem Be-
schwerdeführer eintragen würde, d.h. in der Abwendung eines Nachteils wirt-
schaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur, den der angefochtene 
Entscheid für ihn zur Folge hätte (vgl. Aemisegger/Haag, in: Praxiskommentar 
RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020 Art. 33 N 64; Hensler, 
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Schwyz, 1980, S. 37 ff.; EGV-SZ 
1998 Nr. 2 Erw. 2d). 

Die Legitimation des Nachbarn hängt zum einen vom Abstand zum bau- oder pla-
nungsrechtlichen Vorhaben ab, zum anderen von Art und Intensität der befürchte-
ten Auswirkungen. In der Rechtsprechung wird die Legitimation von Nachbarn hin-
sichtlich der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bis zu einem Abstand von etwa 100 m 
regelmässig bejaht. Es handelt sich bei dieser Abstandsangabe allerdings nicht 
um einen verbindlichen absoluten Wert. Denn die Legitimation ergibt sich nicht 
allein aus der räumlichen Nähe, sondern aus der daraus herrührenden besonderen 
Betroffenheit. Eine solche wird vor allem in Fällen bejaht, in welchen von einem 
bau- oder planungsrechtlichen Vorhaben mit Sicherheit oder grosser Wahrschein-
lichkeit Immissionen auf das Nachbargrundstück ausgehen oder dieses einen be-
sonderen Gefahrenherd darstellt und die Anwohner einem besonderen Risiko aus-
gesetzt werden (vgl. VGE III 2016 189 vom 25.4.2017 Erw. 6.3 mit Hinweise auf 

9

BGE 121 II 171 Erw. 2b und 2c; BGE 120 Ib 010.________ Erw. 4c und 4d). Das 
Bundesgericht hat die Einsprache- und Beschwerdeberechtigung in Bezug auf An-
wohner der Zufahrt zu einer Tongrube bejaht, in welcher eine Inertstoffdeponie 
eingerichtet werden sollte (Urteil 1C_362/2008 vom 27.4.2009). Bejaht hat das 
Bundesgericht die Legitimation auch bei Personen, welche ca. einen Kilometer vor 
der Einfahrt in ein Kiesgrubengelände wohnten, wenn während 40 bis 50 Jahren 
durchschnittlich mit 120 Hin- und Rückfahrten pro Tag zu rechnen war (BGE 113 
Ib 225 Erw. 1c).

1.3.2  Die Beschwerdeführer Ziff. 1 - 4 haben am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen. Das Grundstück KTN 010.________, R.________, in Tuggen des Be-
schwerdeführers Ziff. 2 grenzt an die O.________strasse an und ist knapp 700 m 
von den Grundstücken KTN 002.________, 004.________ und 005.________ ent-
fernt. Das Grundstück KTN 011.________ der Beschwerdeführerin Ziff. 3, wo auch 
der Beschwerdeführer Ziff. 4 wohnhaft ist, grenzt an die N.________strasse an 
und befindet sich knapp 170 m von KTN 002.________ entfernt. Das Grundstück 
KTN 012.________, wo die Beschwerdeführerin Ziff. 1 wohnt, befindet sich unmit-
telbar beim Abzweiger S.________strasse in die N.________strasse und liegt ca. 
315 m von KTN 002.________ entfernt. Der Gemeinderat in GRB Nr. 106 vom 6. 
Juli 2022 (Vi-act. III-02 Beilage B1 Erw. 1.1.3) und der Regierungsrat im angefoch-
tenen RRB Nr. 935/2022 vom 6. Dezember 2022 (Erw. 2.3) sind davon ausgegan-
gen, dass jedenfalls jene Einsprecher, die an der N.________strasse wohnen, wel-
che der strassenmässigen Erschliessung der Grube J.________ dient, mehr als 
die Allgemeinheit vom vorliegenden Bauprojekt betroffen seien. Dem ist mit Hin-
weis auf die in vorstehender Erwägung angeführten Rechtsprechung beizupflich-
ten. 

1.3.3  Aufgrund der räumlichen Beziehungsnähe ist die besondere Betroffenheit 
der an der N.________strasse wohnhaften Beschwerdeführer (Ziff. 1, 3 und 4) 
nach dem Gesagten gegeben und ihre Beschwerdelegitimation ist folglich zu be-
jahen. Dasselbe gilt wohl auch für den Beschwerdeführer Ziff. 4 (so auch RRB Nr. 
935/2022 Erw. 2.3); das Grundstück KTN 010.________ befindet sich zwar etwas 
weiter entfernt vom vorliegenden Bauprojekt, grenzt aber an die 
O.________strasse an, über welche die Grube J.________, Tuggen, ebenfalls er-
schlossen wird (vgl. VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 Erw. 1.1.4 vom Hinweisen). 
Da die Legitimation der Beschwerdeführer Ziff. 1 - 3 gegeben ist, bedarf es dies-
bezüglich keiner eingehenden Prüfung (vgl. VGE III 2022 81 + 82 vom 26.9.2022 
Erw. 3.3.5 mit Hinweis auf das Urteil BGer 1C_139/2017 vom 6.2.2018 Erw. 1.6.2). 
Auf die vorliegende, rechtzeitig beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereichte 
Beschwerde der Beschwerdeführer Ziff. 1 - 4 (vgl. Ingress lit. G hiervor) ist - im 

10

Rahmen des Streitgegenstandes (vgl. dazu Erw. 1.4.2 f. und Erw. 1.6.1 ff. hier-
nach) - einzutreten. 

1.4.1  Die Verfahrenssistierung ist im VRP nicht ausdrücklich vorgesehen. Den-
noch kommt die Sistierung in der Praxis vor. Sie ist im Rahmen der Verfahrenslei-
tung als Rechtsinstitut allgemein anerkannt (Bertschi/Plüss, in: Griffel [Hrsg.], Kom-
mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [nachfolgend: 
Kommentar VRG], 3. Aufl. 2014, Vorbem. zu §§ 4-31 N 35). Da die Verfahrenssis-
tierung in einem Spannungsverhältnis und gewissen Widerspruch zu dem im      
Gesetz verankerten, auch für das Verwaltungsgericht geltenden Beschleunigungs-
gebot steht (§ 73 lit. a des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 19.11.2009), 
ist dieses Rechtsinstitut nur zurückhaltend und namentlich nur dann einzusetzen, 
wenn die Sistierung sinnvoll ist, d.h. wenn gute Gründe für die Sistierung sprechen.

Die Verwaltungsgerichtspraxis erachtet die Sistierung namentlich dann als ge-
rechtfertigt, wenn ein verwaltungsgerichtlicher Entscheid von einem anderen Ent-
scheid massgeblich abhängt oder wenn die Parteien ernsthafte Verständigungs-
bemühungen aufgenommen haben, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit er-
warten lassen, dass sich das Verfahren ganz oder teilweise erledigen oder min-
destens massgeblich vereinfachen lässt (vgl. statt vieler VGE III 2019 49 vom 
5.4.2019 Erw. 2 mit Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Ge-
setz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, Art. 38 Rz. 11).

1.4.2  Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ist zuständig zur Behandlung 
der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, welche die Beschwerdeführer am 3. Januar 
2023 gegen den RRB Nr. 935/2022 vom 6. Dezember 2022 erhobenen haben (vgl. 
Erw. 1.1 und 1.3.3 in fine hiervor). Die unverständlichen Bedenken der Beschwer-
deführer, dem Verwaltungsgericht - dessen Mitglieder gemäss § 54 Abs.1 lit. c der 
Verfassung des Kantons Schwyz (KV; SRSZ 100.100 vom 24.11.2010) vom Kan-
tonsrat des Kantons Schwyz gewählt wurden - gebreche es an der Rechtsstaat-
lichkeit, können weder einen Fristenstillstand bewirken noch eine Sistierung des 
vorliegenden Verfahrens rechtfertigen. Wie erwähnt (Erw. 1.1 hiervor), beruht die 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Verwaltungsgerichtsbe-
schwerden auf gesetzlichen Vorgaben. Das Verwaltungsgericht als staatliche In-
stitution kann analog zum Bundesgericht (vgl. Urteile BGer 5D_48/2023 vom 
21.4.2023 Erw. 2; 5D_220/2021 vom 16.12.2021 Erw. 2) nicht abgelehnt werden. 
Dasselbe gilt gleichermassen für die Zuständigkeiten des ARE zum Erlass des 
kantonalen Gesamtentscheides und des Gemeinderates zum Erlass des erstin-
stanzlichen GRB Nr. 106 vom 6. Juli 2022 (vgl. § 76 f. des Planungs- und Bauge-
setzes [PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987; § 43 der Vollzugsverordnung zum 

11

Planungs- und Baugesetz [PBV; SRSZ 400.111 vom 2.1.2.1997]) sowie des Re-
gierungsrats als verwaltungsinterne Beschwerdeinstanz (vgl. § 82 Abs. 1 PBG 
i.V.m. § 45 Abs. 1 lit. b VRP; ausführlich auch: angefochtener RRB Nr. 935/2022 
Erw. 2.1). 

1.4.3 Der Regierungsrat ist somit zu Recht nicht auf die Verwaltungsbeschwerde 
eingetreten, soweit die Anträge seine und der Vorinstanzen Legitimation und damit 
zusammenhängende Vorbringen betrafen (vgl. z.B. Beschwerde Ziff. 1.1-1.9; Ver-
fahrensanträge A1 bis A4 der Verwaltungsbeschwerde vom 4.8.2022). Dieses Vor-
gehen ist nicht zu beanstanden und stellt keine Gehörsverletzung dar. 

1.5 Gemäss § 14 VRP kann die Behörde denjenigen, der durch eine Verfügung 
oder einen Entscheid voraussichtlich in schützenswerten Interessen betroffen 
wird, auf sein Gesuch hin, auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen als Ne-
benpartei in das Verfahren einbeziehen (Abs. 1). Der Beigeladene kann im Ver-
fahren Parteirechte ausüben; er kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der 
Hauptparteien stellen (Abs. 2). Die Verfügung oder der Entscheid wird auch ge-
genüber dem Beigeladenen rechtswirksam (Abs. 3). 

In Bezug auf den Kiesabbau mit Wiederauffüllungspflicht der Beschwerdegegnerin 
erlassen die Gemeinderäte Wangen und Tuggen jeweils, aufeinander abge-
stimmte Beschlüsse (vgl. den öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 22./25.8.2008 
[= Vi-act. II.-04 Beilage 1] Präambel mit Hinweis auf VGE 1008-1010/02 vom 
20.1.2005; vgl. auch VGE III 2022 81 + 82 vom 26.9.2022 Erw. 3.2). Parallel zum 
GRB Nr. 106 des Gemeinderats Tuggen vom 6. Juli 2022 hat auch der Gemein-
derat Wangen mit GRB Nr. 198 vom 7. Juli 2022 der G.________ AG die Baube-
willigung unter Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt (vgl. Ingresss lit. C.2 hier-
vor). Die Gemeinde Wangen ist damit vom Ausgang des vorliegenden Beschwer-
deverfahrens in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen. Entsprechend hat der 
Regierungsrat diesen im RRB Nr. 935/2022 (Erw. 1) in das vorinstanzliche Be-
schwerdeverfahren beigeladen. Aus denselben Gründen wird der Gemeinderat 
Wangen auch ins vorliegende Verfahren beigeladen. 

1.6.1  Nach konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungsge-
richts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt. Es 
kann grundsätzlich nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was 
auch Gegenstand der zugrunde liegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Ge-
setzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz 
bzw. die Vorinstanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenz-
bereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE III 
2020 175 vom 22.2.2021 Erw. 1.1; VGE III 2016 5 vom 26.10.2016 Erw. 2.1, je mit 

12

Hinweisen; Bertschi, in: Kommentar VRG, 3. Aufl. 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, 
N 44-49; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N 685 ff.; EGV-SZ 1979, S. 122). 

Soweit die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten ist, hat die Rechtsmit-
telinstanz nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, ob der 
Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so hebt es 
den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz zurück, 
damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft (VGE III 
2022 81 + 82 vom 26.9.2022 Erw. 3.3.2; VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 
1.3.1, je mit weiteren Hinweisen).

1.6.2  Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 2.4) zu-
treffend festgestellt, dass die Rekultivierung und Endgestaltung der Grube 
J.________ Gegenstand des erstinstanzlichen GRB Nr. 106 vom 6. Juli 2022 und 
des Gesamtentscheides des ARE vom 5. Juli 2019 gebildet hatte. 

1.6.3 Gleichermassen ist den Ausführungen in RRB Nr. 935/2022 (Erw. 2.4) bei-
zupflichten, dass er sich im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens weder mit 
früheren Abbau- und Deponiebewilligungungen, noch mit einer noch zu bewerk-
stelligenden Werkstrasse oder anderern - nach Ansicht der Beschwerdegegner 
nicht eingehaltenen - Verpflichtungen aus dem öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 
22./25. August 2008 auseinanderzusetzen hatte, welche allesamt ausserhalb des 
Anfechtungsgegenstands liegen. 

Die von den Beschwerdeführern angestellten Verknüpfungen der vorliegend in 
Frage stehenden Baubewilligung für die Rekultivierung und Endgestaltung der 
Grube J.________ mit der längst rechtskräftig bewilligten Wiederauffüllung der 
Kiesgrube J.________ vermag daran nichts zu ändern. Die auch vorliegend wie-
derum vorgetragenen Annahmen der Beschwerdeführer, wonach für die Wieder-
auffüllung der Kiesgrube J.________ und die hierfür gewährten Fristverlängerun-
gen gar keine Bewilligung vorlägen und die Wiederauffüllung ungeregelt, ohne 
rechtskonforme Auflagen und Kontrollen erfolgt sei, treffen weiterhin nicht zu. Es 
kann diesbezüglich auf die Ausführungen im den Beschwerdeführer bekannten 
Entscheid VGE III 2022 162 vom 29. März 2023 (Erw. 1.5.2 und Erw. 2.3.1 ff.) 
verwiesen werden (vgl. Ingress lit. D hiervor). Im Rahmen des vorliegenden Be-
schwerdeverfahren ist auf die ausserhalb des Anfechtungsgenstand liegende Wie-
derauffüllung der Kiesgrube J.________ und die hierfür erteilten Bewilligungen 
(auch für Fristverlängerungen) nicht weiter einzugehen.

Die aktuelle Erschliessung der Kiesgrube J.________ wurde vom Verwaltungsge-
richt, in Übereinstimmung mit den auf das Verkehrsgutachten T.________ AG vom 

13

29. Oktober 2020 abgestützten Beurteilungen des Gemeinderats Tuggen in GRB 
Nr. 194 vom 15. Dezember 2021 und des Regierungsrats im angefochtenen RRB 
Nr. 726/2022 als ausreichend beurteilt (vgl. VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 Erw. 
2.5.1 ff.). Auch hierüber ist im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht erneut 
zu befinden. Dasselbe gilt für die vom Gemeinderat Tuggen mit GRB Nr. 193 vom 
15. Dezember 2021 erteilte Baubewilligung für eine neue Werkstrasse zur Er-
schliessung neuer Abbaugebiete und die Restauffüllung der Kiesgrube 
J.________. Auch dagegen wurden Rechtsmittel erhoben. 

1.6.4  Hinsichtlich des in der Verwaltungsbeschwerde vom 14. Juli 2022 gestellten 
Beschwerdeantrags B3, wonach unverzüglich ein Baustopp für jegliche weitere 
Auffüllung der Grube J.________, Tuggen zu erlassen und ein sofortiges 
Schwerverkehr-Fahrverbot für Fahrzeuge über 10 Tonnen auf der N.________- 
und O.________strasse, Tuggen, zu verhängen sei, hat der Regierungsrat im an-
gefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 2.5) ebenfalls zutreffend festgestellt, dass 
sich dieser Antrag auf den aktuellen Betrieb der Kiesgrube J.________ bezieht 
und nicht auf die vorliegend in Frage stehenden Baubewilligung für die Rekultivie-
rung und Endgestaltung der Grube J.________. Folglich ist der Regierungsrat zu 
Recht auch auf diesen Antrag nicht eingetreten, den er im Übrigen bereits mit RRB 
Nr. 726/2022 vom 27. September 2022 (Erw. 7.2) abgewiesen hatte (vgl. auch 
VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 Erw. 2.5.4). Auf das mit Beschwerdeantrag D2 
erneut gestellte Begehren ist daher nicht einzutreten. 

1.6.5  Zutreffend sind auch die Ausführungen des Regierungsrates im angefoch-
tenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 2.6), wonach es sich beim Prüfbericht Grundstücks-
entwässerung des Abwasserverbands M.________ vom 23. Juli 2019, mit wel-
chem das Entwässerungskonzept der Beschwerdegegnerin i.S.v. Art. 7 Abs. 1 des 
Abwasserreglements der Gemeinde Tuggen vom 12. Dezember 2003 von einer 
beigezogenen Fachstelle materiell geprüft wurde, nicht um eine (selbständig) an-
fechtbare Verfügung im Sinne von § 36 Abs. 1 lit. a VRP handelt (vgl. auch GRB 
Nr. 106 des Gemeinderates Tuggen Disp.-Ziff.12). Folglich ist der Regierungsrat 
zu Recht auf die Verwaltungsbeschwerde nicht eingetreten, als mit Beschwerde-
antrag B1 verlangt wurde, dieser Prüfbericht sei aus dem Recht zu weisen. Aus 
denselben Gründen ist vorliegend auf den Beschwerdeantrag D1 lit. d nicht einzu-
treten, mit dem die Nichtigerklärung dieses Prüfberichts beantragt wird.

Anzufügen ist, dass sich der Regierungsrat inhaltlich mit den Beanstandungen der 
Beschwerdeführer an diesem Prüfbericht (als Bestandteil der Baugesuchsunterla-
gen), namentlich bezüglich Grundstücksentwässerung (vgl. dazu Erw. 3 hiernach) 
und Haftungsfragen (vgl. dazu Erw. 7 hiernach), durchaus in hinreichender Weise 
auseinandergesetzt hat (vgl. dazu auch Erw 3.5 hiernach).

14

1.6.6  Mit der Mitteilung in Disp.-Ziff. 11 des GRB Nr. 106 des Gemeinderates Tug-
gen, wonach er sich vorbehalte, dereinst eine Materialabbau- und Deponieent-
schädigung zu verlangen, wurde weder eine Anordnung getroffen, mit welcher 
Rechte oder Pflichten von bestimmten Personen begründet, aufgehoben oder 
geändert wurden, noch das Bestehen, Nichtbestehen oder der Umfang von Rech-
ten oder Pflichten festgestellt, und es wurde damit auch kein Begehren gutgeheis-
sen, abgewiesen oder auf ein solches nicht eingetreten (vgl. dazu § 6 Abs. 1 lit. 
a - d VRP; Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG; SR 172.021] vom 20.12.1968). Diese Disp.-Ziff. 11 hat nur informativen 
Charakter. 

1.7 Bezüglich der ersatzlosen Aufhebung von Ziff. lV.1 dritter und vierter Spie-
gelstrich des öffentlich-rechtlichen Vertrags vom 22/25. August 2008 in Disp.-Ziff. 
4 des GRB Nr. 106 des Gemeinderates Tuggen ist festzuhalten, dass das Verwal-
tungsgericht in VGE III 2018 233 vom 25. Juli 2019 dargelegt hat, dass auch ein 
öffentlich-rechtlicher Vertrag, grundsätzlich von den Parteien jederzeit einver-
nehmlich geändert werden kann (Erw. 3.3.1 mit Hinweis auf Wiederkehr/Richli, 
Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts 2012, § 6 Rz. 2940, vgl. auch Häfelin/ 
Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1361). Die Ab-
machungen im öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 22./25. August 2008 (Ziff. IV. 9 
und XII. 2) geben zwar keinen Anspruch auf eine Verlängerung der Kiesabbau- 
und Rekultivierungsfristen, stehen einer solchen aber auch nicht entgegen (vgl. 
auch VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 Erw. 2.2). In den in VGE III 2018 233 vom 
25. Juli 2019 (Erw. 3.3.2 f.) beschriebenen - vorliegend nicht interessierenden - 
Umständen hat das Verwaltungsgericht eine Veränderung der tatsächlichen Ver-
hältnisse im Sinne der Ziff. IV.9 und XII. 2 des öffentlich-rechtlichen Vertrags vom 
22./25. August 2008 erkannt, welche eine Vertragsanpassung zu rechtfertigen ver-
mochte. Dasselbe gilt gleichermassen für die Aufhebung von Ziff. IV. 1, dritter und 
vierter Spiegelstrich des öffentlich-rechtlichen Vertrags vom 22./25. August 2008. 
Inwiefern die Aufhebung des dritten und vierten Spiegelstrichs der besagten Ver-
tragsziffer IV. 1 auch im (noch nicht rechtskräftigen [vgl. Ingress lit. D hiervor]) GRB 
Nr. 194 des Gemeinderats Tuggen vom 15. Dezember 2021 und im GRB Nr. 289 
des Gemeinderats Wangen vom 25. November 2021 - i.Sa. Verlängerungsgesuch 
für die Wiederauffüllung und Rekultivierung der Kiesgrube J.________ bis 31. De-
zember 2025 - (vgl. VGE III 2022 162 vom 29.3.2023 Erw. 2.2) zur Nichtigkeit der 
Disp.-Ziff. 4 des mitangefochtenen GRB Nr. 106 führen könnte, ist nicht ersichtlich. 

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahren Verfahrens bildet einzig die Frage 
der Rechtmässigkeit der vom Gemeinderat Tuggen mit GRB Nr. 106 vom 6. Juli 
2022 erteilten und vom Regierungsrat mit RRB Nr. 935/2022 vom 6. Dezember 

15

2022 geschützten Baubewilligung für die Rekultivierung und Endgestaltung der 
Grube J.________. 

Eine Verfügung ist dann fehlerhaft, wenn sie inhaltlich rechtswidrig ist ("materieller" 
Fehler) oder in Bezug auf ihr Zustandekommen, d.h. die Zuständigkeit und das 
Verfahren bei ihrer Entstehung, oder in Bezug auf ihre Form Rechtsnormen 
verletzt ("formeller" Fehler, Verfahrensfehler) (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., 
Rz. 1084 f.; vgl. auch § 55 Abs. 1 VRP).

3.1.1  Die Kiesgrube J.________ befindet sich in der Sonderzone für Abbau und 
Deponie (SAD) und liegt im Gewässerschutzbereich Au. Dieser gehört gemäss 
Art. 29 Abs. 1 lit. a der Gewässerschutzverordnung (GSchV; SR 814.201) vom 
28. Oktober 1998 zu den besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen und 
umfasst laut Anhang 4 Ziff. 111 Abs. 1 GSchV die nutzbaren unterirdischen Ge-
wässer sowie die zu ihrem Schutz notwendigen Randgebiete. 

Bei der Ausbeutung von Kies, Sand und anderem Material im Gewässerschutzbe-
reich Au muss (Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 3 GSchV):

a. eine schützende Materialschicht von mindestens 2 m über dem natürlichen, 
zehnjährigen Grundwasserhöchstspiegel belassen werden; liegt bei einer 
Grundwasseranreicherung der Grundwasserspiegel höher, so ist dieser 
massgebend;

b. die Ausbeutungsfläche so begrenzt werden, dass die natürliche 
Grundwasserneubildung gewährleistet ist;

c. der Boden nach der Ausbeutung wieder so hergestellt werden, dass seine 
Schutzwirkung der ursprünglichen entspricht.

In den besonders gefährdeten Bereichen (Art. 29 GSchV) bedürfen die Erstellung 
und die Änderung von Bauten und Anlagen sowie Grabungen, Erdbewegungen 
und ähnliche Arbeiten einer kantonalen Bewilligung, wenn sie die Gewässer 
gefährden können (Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Schutz der 
Gewässer [GSchG; SR 814.20] vom 24.1.1991; Art. 32 Abs. GSchV). Das Amt für 
Umwelt und Energie (AUE, vormals Amt für Umweltschutz [AfU]) ist - als kantonale 
Gewässerschutzfachstelle - zuständig für die Erteilung von Bewilligungen für 
Bauten und Anlagen in den besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen 
(vgl. § 15 Abs. 1 der kant. Wasserverordnung [WRV; SRSZ 451.111] vom 
23.6.2020 i.V.m. § 29 des kant. Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz 
[EGzGSchG; SRSZ 712.110] vom 19.4.2020).

3.1.2  Nicht verschmutztes Abwasser ist nach den Anordnungen der kantonalen 
Behörde versickern zu lassen. Erlauben die örtlichen Verhältnisse dies nicht, so 
kann es in ein oberirdisches Gewässer eingeleitet werden; dabei sind nach 
Möglichkeit Rückhaltemassnahmen zu treffen, damit das Wasser bei grossem 

16

Anfall gleichmässig abfliessen kann. Einleitungen, die nicht in einer vom Kanton 
genehmigten kommunalen Entwässerungsplanung ausgewiesen sind, bedürfen 
der Bewilligung der kantonalen Behörde (Art. 7 Abs. 2 GSchG). Als Abwasser gilt 
gemäss Art. 4 lit. e GSchG das durch häuslichen, industriellen, gewerblichen, 
landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch veränderte Wasser, ferner das in 
der 
Kanalisation stetig damit abfliessende Wasser sowie das von bebauten oder 
befestigten Flächen abfliessende Niederschlagswasser.

Niederschlagswasser, das auf unbefestigte Flächen fällt und lokal versickert, sowie 
Niederschlagswasser, das eine Platzbefestigung durchsickert, ist kein Abwasser. 
Anders verhält es sich, wenn Niederschlagswasser vor der Versickerung über eine 
Abwasserleitung abgeleitet wird. Niederschlagswasser, das von bebauten oder be-
festigten Flächen wie Dächern, Wegen, Strassen, Plätzen oder Gleisanlagen 
abfliesst, gilt nach gesetzlicher Vermutung als nicht verschmutzt, soweit die in Art. 
3 Abs. 3 lit. a-c GSchV aufgezählten Bedingungen erfüllt sind (vgl. 
Hettich/Tschumi, in: Hettich/Jansen/Norer, GSchG/WBG, Kommentar zum 
Gewässerschutz- und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 4 GSchG N 29 
und N 33). Als nicht verschmutztes Abwasser gilt auch Niederschlagswasser, 
welches über Drainagen abgeführt wird (vgl. Stutz, Schweizerisches 
Abwasserrecht, Diss. Zürich 2008, S. 73).

3.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 3.1) aus-
geführt, die Kiesgrube J.________ liege ausserhalb eines nutzbaren Grundwas-
servorkommens in einem Randgebiet (mit Hinweis auf den Umweltverträglichkeits-
bericht UVB mit technischem Beschrieb, Abschliessende Voruntersuchung 
Q.________ AG vom Dezember 2017 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B6] S. 33 f.; kant. 
WebGIS / Geokategorie: Gewässer / Grundwasserkarte Mittelwasserstand). Es 
treffe nicht zu, dass sämtliches Niederschlagswasser vor Ort versickern müsse. lm 
vorliegenden Projekt müsse aus geotechnischen Gründen in der Auffüllung eine 
Drainage eingebaut werden, um die Sicherheit der unterliegenden Liegenschaften 
nicht zu gefährden. Eine Versickerung des Drainagewassers sei vor Ort nicht 
möglich. Deshalb habe das AUE bewilligt, dass das saubere Abwasser gemäss 
Art. 7 GSchG in ein oberirdisches Gewässer eingeleitet werde (Erw. 3.2). 

Die Rügen der Beschwerdeführer, wonach der hydrogeologische Bericht 
U.________ AG vom 25. Juli 2018 (Vi-act. III.-02 in Beilage B7) grundlegend falsch 
sei und die allfällige schlechte Sickerleistung der Moränendeckschicht davon 
komme, dass "illegal" schlechtes Material abgelagert worden sei, seien 
unsubstantiiert. Hierfür gebe es keinerlei Anhaltspunkte. Gemäss den 
Ausführungen des AUE in der Vernehmlassung des ARE vom 23. September 2022 

17

(Vi-act. III.-02) sei es aufgrund der geologischen Karte und von geologischen 
Aufschlüssen her bekannt, dass im Abbaubereich ursprünglich eine Moräne über 
dem Schotter vorhanden gewesen sei und dass Moränenablagerungen aufgrund 
ihrer Zusammensetzung generell schlecht durchlässig seien. Das AUE habe den 
Umweltverträglichkeitsbericht und den hydrogeologischen Bericht sowie die 
weiteren Unterlagen in Bezug auf den Gewässerschutz als Fachbehörde 
eingehend geprüft und sei zum Schluss gelangt, dass durch die geplante 
Rekultivierung keine negativen Auswirkungen insb. auf das Grundwasser zu 
erwarten seien. Die pauschale Bestreitung der Richtigkeit der verschiedenen 
genannten Berichte und Gutachten durch die Beschwerdeführer würden keinen 
Anlass geben, von der Beurteilung des AUE abzuweichen. Weder das GSchG 
noch die GSchV würden eine sog. "Versickerungsgarantie" statuieren. Aus dem 
hydrogeologischen Bericht U.________ AG vom 25. Juli 2018 sei ersichtlich, dass 
der Abbauperimeter deutlich über den wasserführenden Schichten liege. 
Unzutreffend sei auch, dass das Entwässerungskonzept eine Ableitung von 
Grundwasser mittels Drainagen in Richtung Golfplatz vorsehe (Erw. 3.3).

Bezüglich der Rüge der Beschwerdeführer, wonach offenbar zu tief abgebaut 
worden sei, verwies der Regierungsrat auf die Darlegungen des AUE in der 
Vernehmlassung des ARE vom 23. September 2022 (Vi-act. III.-02), wonach nach 
einer nochmaligen Durchsicht der Gesuchsunterlagen klar sei, dass die 
Beschwerdegegnerin nicht zu tief abgebaut habe. Die Grube J.________ liege in 
einem Randgebiet des Gewässerschutzbereiches Au und ausserhaIb von 
nutzbarem Grundwasservorkommen (Erw. 4.1 und Erw. 4.3).

3.3 Was die Beschwerdeführer in Ziff. 3 ihrer Beschwerde vom 3. Januar 2023 
(S. 27 ff.) zu den Erwägungen 3 und 4 des angefochtenen RRB Nr. 935/2022 
vorbringen, vermag diese Beurteilung des Regierungsrates nicht in Frage zu 
stellen. Entgegen ihrer Ansicht lässt sich nicht beanstanden, dass das AUE für das 
aus den Drainagen abfliessende Wasser den Begriff "nicht verschmutztes Wasser" 
verwendet (vgl. dazu Erw. 3.1.2 hiervor). 

Zutreffend ist die Feststellung des AUE und des Regierungsrates, wonach keine 
gesetzliche Verpflichtung besteht, dass sämtliches anfallendes 
Niederschlagswasser vor Ort versickern muss. Art. 7 Abs. 2 GSchG sieht 
ausdrücklich vor, dass nicht verschmutztes Abwasser in ein oberirdisches 
Gewässer eingeleitet werden kann, wenn eine (vollständige) Versickerung 
aufgrund der örtlichen Verhältnisse nicht möglich ist (vgl. dazu auch 
Hettich/Tschumi, in: a.a.O., Art. 4 GSchG N 55 f.). 

Im Weiteren hat das AUE in der Vernehmlassung des ARE vom 23. September 
2022 (Vi-act. III.-02) überzeugend begründet, dass bereits die ursprünglich über 

18

dem abgebauten Schotter vorhandene, sowohl aufgrund der geologischen 
Aufschlüssen als auch der geologischen Karte bekannte Moränenablagerung 
generell schlecht durchlässig war (vgl. hydrogeologischen Bericht U.________ AG 
vom 25.7.2018 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B7] Ziff. 5.2 und Ziff. 6.2), womit eine 
geringe Grundwasserbildung der natürlichen Situation vor dem Abbau entspricht 
(vgl. Fachbericht des damaligen AfU, Abteilung Grundwasserschutz im 
Gesamtentscheid vom 5.7.2019 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B2] S. 5 unten). Das 
AUE hat anerkannt, dass die Luftbilder aus dem Jahr 1946 darauf hindeuten, dass 
sich die Sondierschlitze S1, S2 und S3 im ehemaligen Abbaugebiet befinden, es 
hat aber auch schlüssig dargelegt, dass in der Vorkriegszeit wohl ein Teil der 
mächtigen Moräne abgebaut wurde, jedoch offensichtlich nicht bis in den 
J.________-Schotter. Denn mit den Sondierungen S2 und S3, wurde - auch nach 
Rücksprache des AUE anlässlich der materiellen Prüfung des 
Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) im April 2019 mit dem Gutachter (vgl. Vi-act. 
II.-04 Beilage 90 S. 4 f.) - eindeutig die ursprüngliche natürlich gewachsene 
Moräne aufgeschlossen, welche eine schlechte Durchlässigkeit aufweist (vgl. auch 
hydrogeologischen Bericht U.________ AG vom 25.7.2018, Ziff. 5.4 und Anhang 
A1). Da die Auffüllung nach der Wiederherstellung des abgebauten Areals 
langfristig stabil sein muss, ist im vorliegenden Projekt somit aus geotechnischen 
Gründen erforderlich, dass in der Auffüllung eine Drainage eingebaut wird, auch 
um die Sicherheit der unterliegenden Liegenschaften zu gewährleisten (vgl. 
hydrogeologischen Bericht U.________ AG vom 25.7.2018, Ziff. 6.3 f.; Fachbericht 
des damaligen AfU, Abteilung Grundwasserschutz im Gesamtentscheid vom 
5.7.2019 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B2] S. 5 f.). Da sich die Drainagen über dem 
Grundwasserspiegel befinden, könne diese folglich auch kein 
Grundwasservorkommen entwässern (vgl. AUE in der Vernehmlassung des ARE 
vom 23.9.2022 [Vi-act. III.-02] S. 5). 

Das AUE hat in dieser Vernehmlassung des ARE vom 23. September 2022 
eingeräumt, dass seine Annahme im Prüfungsbericht UVB im April 2019, wonach 
zu tief abgebaut worden sei, auf der Fehlinterpretation beruhte, die 
Überschwemmungssedimente (dargestellt im hydrogeologischen Berichts 
U.________ AG vom 25.7.2018, Anhängen A4.2 und A4.3) seien die 
Grundwasserleiter (vgl. Vi-act. II.-04 Beilage 90, S. 5; Gesamtentscheid vom 
5.7.2019, S. 6 unten, S. 15 oben). Diese Fehlinterpretation hat das AUE nach 
Studium des Schriftenverkehrs zur Geologie, zur Bewilligung und zu den 
durchgeführten Kontrollen vor Ort korrigiert und es hat auch darauf hingewiesen, 
dass sich im Projektperimeter keine nutzbaren Grundwasser befinden (Vi-act. III.-
02, S. 5 f.; vgl. auch Umweltweltverträglichkeitsbericht Q.________ AG vom 
Dezember 2017 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B6] Ziff. 7.3.2). Somit besteht auch 

19

vorliegend kein Anlass, an der Feststellung im hydrogeologischen Bericht 
U.________ AG vom 25. Juli 2018 (Ziff. 5.2) zu zweifeln, dass der Abbauperimeter 
über den wasserführenden Sedimentschichten endete. 

3.4 Diesen überzeugenden Darlegungen des AUE als kantonale 
Gewässerschutzfachstelle, welche auf einer fachlichen Auseinandersetzung mit 
den einschlägigen Expertisen und in detaillierter Berücksichtigung der Einwände 
der Beschwerdeführer beruhen, ist der Regierungsrat zu Recht gefolgt. Namentlich 
ist dem AUE beizupflichten, dass ein zusätzlicher Sickerversuch nicht nötig ist, um 
die bekannte, schlechte Durchlässigkeit der Moränenablagerung zu verifizieren, 
zumal die festgehaltenen Befunde der Versickerungsversuche (hydrogeologischer 
Bericht U.________ AG vom 25.7.2018, Ziff. 5.4) keinen vernünftigen Zweifel 
offenlassen, dass mit diesen Versickerungsversuchen die ursprüngliche Moräne 
aufgeschlossen worden ist. Deren relativ geringe Mächtigkeit bei den Schächten 
S1 und S2 (0.7 m - 0.8 m) und die etwas mächtigere Schicht im weiter östlich 
situierten Schacht S3 (1.5 m), d.h. näher am Rande des ehemaligen 
Abbaugebietes, bestätigen durchaus die Einschätzung des AUE, dass in der 
Vorkriegszeit ein Teil der mächtigen Moräne abgebaut wurde, jedoch nicht bis in 
den Bachtellen-Schotter. 

Wie vor Vorinstanz bezeichnen die Beschwerdeführer den hydrogeologischen 
Bericht U.________ AG vom 25. Juli 2018 und dessen Erkenntnisse auch im 
vorliegenden Verfahren wiederholt als grundlegend falsch, vermögen aber 
weiterhin keine triftigen Gründe anzuführen, welche es rechtfertigten könnten, von 
der Beurteilung des AUE abzuweichen, welches als zuständige Fachstelle über 
das erforderliche technische und naturwissenschaftliche Fachwissen für die 
Prüfung des Umweltverträglichkeitsberichts verfügt (vgl. EGV-SZ 2003 B.8.8 Erw. 
2b/cc) und dessen Beurteilung jedenfalls in tatsächlicher Hinsicht einer amtlichen 
Expertise gleichzustellen ist (vgl. BGE 124 II 460 Erw. 4b). 

Dem Regierungsrat ist aus den angeführten Gründen beizupflichten, dass es keine 
Anhaltspunkte dafür gibt, dass die schlechte Sickerleistung der 
Moränendeckschicht auf eine "illegale" Ablagerung von "schlechtem" Material 
zurückzuführen ist. Nach den aktenkundigen Erkenntnissen wird für die 
Wiederauffüllung denn auch ausschliesslich unverschmutztes Aushub- und 
Ausbruchmaterial i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. c der Verordnung über die Vermeidung 
und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung [VVEA; SR 814.600] vom 
4.12.2015) verwertet (vgl. Umweltweltverträglichkeitsbericht Q.________ AG vom 
Dezember 2017 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B6] Ziff. 5.2 und Ziff. 5.5; Fachbericht 
Terre AG vom Dezember 2012 [= Vi-act. II.-04 Beilage 16] Ziff. 2.2 f.; 
hydrogeologischer Bericht U.________ AG vom 25.7.2018 Ziff. 5.4; AUE in der 

20

Vernehmlassung des ARE vom 23. September 2022, S. 6; vgl. dazu auch VGE III 
2022 162 Erw. 1.5.2).

3.5 Die Begründung im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 3 und Erw. 4) 
ist stringent. Der Regierungsrat benennt die wesentlichen Überlegungen, von 
denen er sich hat leiten lassen und auf die er seinen Entscheid stützt, wobei er 
sich auf jene Aspekte beschränken durfte, die er aus sachlich haltbaren Gründen 
als wesentlich erachtet hat. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörst liegt nicht vor; 
es ist weder erforderlich, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt, noch jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 
widerlegt (vgl. dazu BGE 143 III 65 Erw. 5.2 mit Hinweisen sowie RRB Nr. 
935/2022 Erw. 8.1 mit den dortigen Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung).

Wo die Beschwerdeführer in der Verwaltungsbeschwerde am 4. August 2022 die 
vorgebrachten Rügen näher substantiiert haben, hat sich der Regierungsrat im 
angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 3 und Erw. 4) damit auseinandergesetzt 
(vgl. Erw. 3.2 hiervor) und massgeblich auf die Stellungnahme des AUE in der 
Vernehmlassung des ARE vom 23. September 2022 (Vi-act. III.-02 S. 4 ff.) 
abgestellt, welches sich eingehend und detailliert zu den Rügen der 
Beschwerdeführer geäussert, resp. diese wiederlegt hat. Damit hat der 
Regierungsrat seine Begründungspflicht (§ 31 Abs. 1 lit. e VRP) nicht verletzt. Wo 
sich die Beschwerdeführer damit begnügt haben, pauschal die Richtigkeit der 
verschiedenen genannten Berichte und Gutachten zu bestreiten, ohne ihre Rügen 
näher zu substantiieren, bestand für den Regierungsrat kein Anlass von der 
Beurteilung des AUE abzuweichen (vgl. dazu angefochtener RRB Nr. 935/2022 
Erw. 3.3; BGE 124 II 460 Erw. 4b).

3.6 Soweit die Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 
auf S. 29 ff. ihre Verwaltungsbeschwerde vom 4. August 2022 (dort S. 21 - S. 30) 
und die dortigen Wiederholungen aus der Einsprache vom 29. März 2018 erneut 
wortgleich wiedergeben, ist darauf hinzuweisen, dass der Verweis auf die vor-
instanzlichen Eingaben nicht von der Begründungspflicht entbindet. Die 
Begründung muss aus sich selbst heraus verständlich sein (vgl. Hensler, a.a.O., 
S. 110; VGE III 2022 124 vom 26.1.2023 Erw. 3.1.1). Wie der Verweis auf die 
vorinstanzlichen Eingaben so erfüllt auch deren blosse Wiederholung (copy & 
paste) die Anforderung an die Begründungspflicht nicht. Denn mit der blossen 
Wiederholung der vorinstanzlichen Eingabe wird nicht i.S.v. § 55 Abs. 1 VRP 
dargelegt, weshalb der vorliegend angefochtene Entscheid an einem Mangel 
leidet, d.h. inwiefern der Regierungsrat in diesem Entscheid den rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt, das Recht unrichtig 
angewandt oder sein Ermessen überschritten oder missbraucht haben sollte. 

21

Namentlich werden damit auch keine triftigen Gründe genannt, welche es 
rechtfertigen könnten, von der Beurteilung des AUE in der Vernehmlassung des 
ARE vom 23. September 2022 (Vi-act. III.-02 S. 4 ff.) abzuweichen, auf die der 
angefochtene RRB Nr. 935/2022 (Erw. 3 und Erw. 4) massgeblich abgestellt hat 
(vgl. dazu auch Erw. 3.4 zweiter Absatz hiervor). 

4.1 Das vorliegende Bauprojekt (Rekultivierung und Endgestaltung der Grube 
J.________) stellt gemäss der unbestrittenen Qualifikation der Vorinstanzen eine 
neue ortsfeste Anlage i.S.v. Art. 2 Abs. 1 der Lärmschutz-Verordnung (LSV; 
SR 814.41) vom 15. Dezember 1986 dar. Die Lärmemissionen einer neuen orts-
festen Anlage müssen nach den Anordnungen der Vollzugsbehörde so weit be-
grenzt werden als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich trag-
bar ist und dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Pla-
nungswerte nicht überschreiten (Art. 7 Abs. 1 LSV). Der Betrieb neuer oder we-
sentlich geänderter ortsfester Anlagen darf nach Art. 9 LSV auch nicht dazu führen, 
dass durch die Mehrbeanspruchung einer Verkehrsanlage die Immissionsgrenz-
werte überschritten werden oder durch die Mehrbeanspruchung einer sanierungs-
bedürftigen Verkehrsanlage wahrnehmbar stärkere Lärmimmissionen erzeugt 
werden. Gemäss Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die Vollzugsbehörde die Aussen-
lärmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie 
Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte über-
schritten sind oder ihre Überschreitung zu erwarten ist. 

Sowohl die Sonderzone für Abbau und Deponie (SAD), in der sich die Kiesgrube 
J.________ befindet, als auch die daran angrenzenden Landwirtschaftszonen sind 
der Lärmempfindlichkeitsstufe III zugeteilt (Art. 33 des Baureglements der Ge-
meinde Tuggen vom 22.10.1995). Die Belastungsgrenzwerte (Planungswerte) be-
tragen gemäss den Anhängen 3 und 6 der LSV für Strassenverkehrslärm wie für 
Industrie- und Gewerbelärm 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht. 

4.2 Der Gemeinderat Tuggen hat im GRB Nr. 106 (Erw. 4.4) u.a. festgehalten, 
die Beschwerdegegnerin habe im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung 
(UVP) den Fachbericht Verkehr/Lärm/Lufthygiene des Ingenieurbüro V.________ 
vom 14. Dezember 2017 (Vi-act. III.-02 in Beilage B6) eingereicht, worin sowohl 
der Lärm des Strassenverkehrs als auch der lndustrielärm beurteilt werde. 
Gemäss diesem Gutachten seien die Belastungsgrenzen bei der bestehenden Er-
schliessung und der geplanten Werkstrasse eingehalten. Darüber hinaus führe das 
Bauprojekt zu keiner Überschreitung der lmmissionsgrenzwerte bzw. der lmmissi-
onsgrenzwert auf der S.________strasse sei bereits ohne Werkverkehr der Grube 
J.________ überschritten und die projektbedingte Lärmzunahme liege unterhalb 

22

der Wahrnehmbarkeitsgrenze. Das Gutachten komme zum Schluss, dass die Vor-
schriften sowohl bezüglich des Strassenverkehrslärms als auch des lndustrie- und 
Gewerbelärms eingehalten seien. Das damalige AfU stimme dem Lärmgutachten 
im Gesamtentscheid vom 5. Juli 2019 (Vi-act. III.-02 in Beilage B2) mit einer Auf-
lage (Umsetzung der im UVP beschriebenen "Kraterschüttung") ebenfalls zu.

4.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 5.3) aus-
geführt, im Fachbericht Verkehr/Lärm/Lufthygiene vom 14. Dezember 2017 des 
Ingenieurbüro V.________ (Vi-act. III.-02 in Beilage B6) werde nachvollziehbar 
und plausibel dargelegt, dass pro Jahr bis zu 200 000 Festkubikmeter unver-
schmutztes Aushubmaterial in die ehemalige Kiesgrube J.________ eingebaut 
werden sollen, was rund 30 800 Lastwagenfahrten (inkl. Rückfahrten) pro Jahr 
resp. 141 pro Betriebstag, resp. rund 12 Lastwagenfahrten pro Stunde entspreche. 
Daraus resultiere eine projektbedingte Verkehrszunahme von weniger als 1% oder 
eine Lärmzunahme von 0.2 dB(A). Dies liege klar unter der Grenze der Wahrnehm-
barkeit von 1 dB(A). Das AUE habe den Fachbericht geprüft und für nachvollzieh-
bar und richtig befunden (vgl. Fachbericht des damaligen AfU, Abteilung 
Grundwasserschutz im Gesamtentscheid vom 5.7.2019 [= Vi-act. III.-02 in Beilage 
B2] S. 7). Gemäss den Ausführungen des AUE in der Vernehmlassung des ARE 
vom 23. September 2022 (Vi-act. III.-02 S. 7 f.) würden im Umweltverträglichkeits-
bericht mit technischem Beschrieb der Q.________ AG vom Dezember 2017 (Vi-
act. III.-02 in Beilage B6, Ziff. 7.2) sämtliche Hinderniswirkungen bei der Lärmaus-
breitung vernachlässigt. Die Berechnungen basierten daher auf konservativen und 
sicheren Annahmen und würden mit 53 dB(A) auch deutlich unter dem Planungs-
wert von 60 dB(A) liegen. Der Einwand der Beschwerdeführer, der Messpunkt sei 
absichtlich hinter den Tannen, gewählt worden, gehe damit ohnehin fehl. Der are-
alexterne Verkehr sowie die Emissionen von rückwärtsfahrenden Lastwagen 
könnten gemäss den Ausführungen des AUE vernachlässigt werden, da die be-
rechnete Verkehrszunahme bereits unter 1% bzw. die Lärmzunahme - von 0.2 
dB(A) - deutlich unter der Grenze zur Wahrnehmbarkeit liegen. 

Der Regierungsrat sehe sich durch die unsubstantiierten Behauptungen der Be-
schwerdeführer nicht dazu veranlasst, von der Beurteilung der Fachbehörden ab-
zuweichen.

4.4 Die Beschwerdeführer bestreiten in der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 
2023 (S. 38 f.), dass die Lärmzunahme 'unter der Grenze der Wahrnehmbarkeit' 
liegen würde, sei schon deshalb unglaubhaft, weil die sog. 'projektbedingte 
Zunahme' gegenüber dem aktuellen, bewilligungslosen Zustand nicht unter 1% 
liege, sondern einem Vielfachen davon entspreche. Die berechnete Anzahl von 

23

141 Fahrten pro Betriebstag, resp. 12 Fahrten pro Stunde sei viel zu tief angesetzt. 
Die gesamte Berechnung basiere auf nicht validierten Angaben und Vergleichen.

Konkrete Mängel, welche die Rüge stützen würde, dass die im Fachbericht Ver-
kehr/Lärm/Lufthygiene des Ingenieurbüro V.________ vom 14. Dezember 2017 
(Vi-act. III.-02 in Beilage B6) errechnete, projektbedingte Verkehrszunahme un-
glaubwürdig sei, resp. zu tief angesetzt worden sei, nennen die Beschwerdeführer 
indessen nicht. Sie tragen auch keinerlei Argumente vor, die erhellen würden, in-
wiefern und weshalb die verwendeten Angaben und die darauf beruhenden Be-
rechnungen unzutreffend sein sollten. 

Damit sind auch bezüglich der im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung 
(UVP) ermittelten projektbedingten Verkehrszunahme keine triftigen Gründe zu er-
kennen, welche es rechtfertigen könnten, von der Beurteilung des AEU abzuwei-
chen, welches als zuständigen Fachstelle (damals noch AfU) im Gesamtentscheid 
vom 5. Juli 2019 (Vi-act. III.-02 in Beilage B2) und in der Vernehmlassung des ARE 
vom 23. September 2022 (Vi-act. III.-02 S. 7 f.) den entsprechenden Fachbericht 
Verkehr/Lärm/Lufthygiene des Ingenieurbüro V.________ vom 14. Dezember 
2017 sowie die Lärmbeurteilung in Kap. 7.2 des Umweltverträglichkeitsberichts mit 
technischem Beschrieb der Q.________ AG vom Dezember 2017 (Vi-act. III.-02 
in Beilage B6) als nachvollziehbar und korrekt beurteilt hat (vgl. BGE 124 II 460 
Erw. 4b; Erw. 3.4 zweiter Absatz hiervor). 

Soweit die Beschwerdeführer den soeben erwähnten Fachbericht des damaligen 
AfU im Gesamtentscheid vom 5. Juli 2019 wegen angeblich 'illegaler Privatisie-
rung' dieses Amtes aberkennen, tragen sie kein sachbezogenes Argument vor, auf 
welches weiter einzugehen ist (vgl. dazu auch Erw. 1.4.2 hiervor). "Offensichtliche 
Ungereimtheiten" und "fehlende Logik der Behauptungen zu den Immissionen", 
welche das AUE übersehen haben sollten, werden von den Beschwerdeführern 
weder konkret vorgetragen noch sind solche erkennbar. 

5.1 Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 6. - 
6.4) mit der von den Beschwerdeführern im vorinstanzlichen Verfahren beanstan-
deten Endgestaltung der ehemalige Grube J.________ auseinandergesetzt. 

In Erw. 6.1 hat der Regierungsrat die Topographie und das Gestaltungskonzept 
mit der vorgesehen intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der flachen Kuppe von 
rund 3.4 ha (Fruchtfolgefläche FFF) und der extensiven Nutzung der eher steilen 
Böschungsabschnitte (extensiv bewirtschaftete Wiesen, Wald, Feuchtbiotope, He-
cken, Einzelbäume und eine Hochstammobstbaum-Anlage) gemäss dem Umwelt-
verträglichkeitsbericht mit technischem Beschrieb der Q.________ AG vom De-
zember 2017 (Vi-act. III.-02 in Beilage B6, S. 20) dargelegt. In Erw. 6.2 hat der 

24

Regierungsrat zum Einen die gesetzlichen Grundlagen für die Erhaltung/Sicher-
stellung des im Projektperimeter liegenden überregional bedeutenden Wildtierkor-
ridors Nr. SZ 11/SG 27 "Wägital-Buechberg-Kaltbrunn" (vgl. kant. WebGIS → 
Geokategorie: Wald, Flora, Fauna → Wildtierkorridore) aufgezeigt (Art. 18 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz [NHG, SR 451] vom 
1.7.1966; § 46 Abs. 1 und 2 des Jagd- und Wildschutzgesetzes [JWG, SRSZ 
761.100] vom 25.5.2016), und zum Anderen die gesetzlichen Grundlagen für die 
ungeschmälerte Erhaltung des ebenfalls im Projektperimeter liegenden Amphibi-
enlaichgebietes SZ 150 "Grube J.________" (Wanderobjekt) (vgl. kant. WebGIS 
→ Geokategorie: Bundesinventar → Amphibienlaichgebiete [Wanderobjekte]) (Art. 
3 und Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über den Schutz der Amphibienlaichgebiete 
von nationaler Bedeutung [AlgV, SR 451.341] vom 15. Juni 2001).

In Erw. 6.3 f. hat der Regierungsrat festgehalten, aufgrund dieser gesetzlichen Vor-
gaben könne der Projektperimeter der ehemaligen Grube J.________ weder kom-
plett als intensiv nutzbare landwirtschafliche Fläche ausgestaltet noch vollständig 
aufgeforstet werden. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF; heute: Amt für 
Wald und Natur) habe das Bauprojekt, den Umweltverträglichkeitsbericht der 
Q.________ AG vom Dezember 2017 (Vi-act. III.-02 in Beilage B6) und den diesen 
ergänzenden Fachbericht der W.________ GmbH vom 16. Juli 2018 (Vi-act. III.-
02 in Beilage B7) eingehend geprüft und das Bauprojekt als bewilligungsfähig (im 
Gesamtentscheid vom 5.7.2019 [= Vi-act. III.-02 in Beilage B2) beurteilt. Die Rüge, 
der Beschwerdeführer, wonach dieser Fachbericht des ANJF unprofessionell und 
unbrauchbar sei, sei wenig substantiiert. Insbesondere sei nicht ersichtlich, dass 
das ANJF von falschen Grundlagen ausgegangen wäre oder sachfremde Kriterien 
berücksichtigt hätte. Die Behauptung der Beschwerdeführer, dass "Wanderob-
jekte" nur temporär gewährleistet seien und bereits deshalb nicht von nationaler 
Bedeutung sein könnten, sei offensichtlich falsch und verkenne die geltende 
Rechtslage. Ebenso sei die beschwerdeführerische Folgerung nicht nachvollzieh-
bar, dass damit der Grubenboden "zubetoniert" werde.

Gemäss dem - den Umweltverträglichkeitsbericht der Q.________ AG vom De-
zember 2017 ergänzenden - Fachbericht der W.________ GmbH vom 16. Juli 
2018 würden die vorgesehene Gestaltung bzw. die geschaffenen Lebensräume im 
Bereich der naturnahen Flächen für Reh, Dachs, Fuchs und Steinmarder 
grundsätzlich zu einer Aufwertung der heutigen Lebensraumsituation führen; dies 
insb. durch die extensive Nutzung der Flächen. Zur Verbesserung des Lebensrau-
mes für den Feldhasen schlage der Fachbericht der W.________ GmbH jedoch 
vor, den geplanten Obstgarten in Richtung Westen zu verschieben und die süd-
westliche Waldfläche zugunsten von Feldgehölzen und Hecken zu reduzieren. Das 

25

ANJF begrüsse diese Massnahmen und habe diesbezüglich ebenfalls eine Emp-
fehlung an die Beschwerdegegnerin abgegeben. Insgesamt seien ökologische 
Massnahmen zum Schutz und Erhalt der Wanderbiotope sowie der Amphibien und 
ökologische Ausgleichsmassnahmen für die ortsfesten Feuchtbiotope sowie Am-
phibiengewässer vorgesehen. Insbesondere sei eine ökologische Begleitkommis-
sion geplant, welche die Situation jährlich vor Ort beurteilen werde. In diese Be-
gleitkommission sei auch das ANJF einzubeziehen. Ferner werde zum Schutz und 
Erhalt der ortsfesten Feuchtbiotope ein Schutz- und Pflegevertrag zwischen dem 
Umweltdepartement und der Beschwerdegegnerin abgeschlossen. Der Gemein-
derat und das ARE hätten die diesbezüglich entsprechenden Auflagen in der Bau-
bewilligung (vgl. dazu Gesamtentscheid vom 5.7.2019, Disp.-Ziff. 1 i.V.m. Kap. II. 
Ziff. 3 lit. b; GRB Tuggen Nr. 106 vom 6.7.2022, Disp.-Ziff. 5 [insb. Ziff. 5.4 - 5.9) 
formuliert.

5.2 Die Beschwerdeführer machen in der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 
S. 39 f.) zu diesen Erwägungen im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 6 ff.) 
geltend, dass ihnen Akteneinsicht in die Vorgaben der Konzessionen aus den 
1970er-Jahren, insbesondere zur Folgenutzung zu gewähren sei und 
beanstanden wiederum eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil ihre Vorbrin-
gen betreffend Geländeform, Wildtierkorridor, Versiegelung des Grubenbodens 
und Aufforstung nicht gewürdigt worden seien. Anschliessend wiederholen die Be-
schwerdeführer auf S. 40 - 47 wiederum wortgleich ihre Verwaltungsbeschwerde 
vom 4. August 2022 (dort S. 30 - 37).

5.3 Der Regierungsrat ist mit seinen vorstehend (Erw. 5.1) zusammengefassten 
Erwägungen seiner Begründungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen. Eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer liegt nicht vor (vgl. dazu 
auch Erw. 3.5 hiervor).

Indem die Beschwerdeführer als Begründung ihrer Beschwerde gegen die Erw. 
6.1 - 6.4 des angefochtenen RRB Nr. 935/2022 lediglich wortgleich ihre 
Verwaltungsbeschwerde vom 4. August 2022 wiederholen, genügen sie auch in 
diesem Punkt ihrer Begründungspflicht nicht (vgl. dazu Erw. 3.6 hiervor). Sie 
vermögen damit auch keine triftigen Gründe anzuführen, welche es rechtfertigen 
könnten, von der Beurteilung des ANJF - die einer amtlichen Expertise 
gleichzustellen ist (BGE 124 II 460 Erw. 4b) - abzuweichen, auf welche der 
angefochtene RRB Nr. 935/2022 in Erw. 6.3 f. entsprechend zu Recht massgeblich 
abstellen durfte (vgl. dazu auch Erw. 3.4 zweiter Absatz hiervor). 

26

5.4 Bezüglich der beantragten Akteneinsicht (vgl. Erw. 5.2 hiervor) hat der 
Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 9) zutreffend festgehal-
ten, dass es im vorliegenden Verfahren ausschliesslich um die Baubewilligung für 
die Rekultivierung und Endgestaltung der Grube J.________ geht (vgl. dazu auch 
Erw. 2 hiervor), und die von den Beschwerdeführern verlangten Archivakten zu 
alten Konzessionen, Verträgen, geologischen und technischen Sachverhalts-Er-
hebungen, Grundwassermonitoring-Berichten seit 1976 und Kontrollberichte zu 
Abbau und Auffülltätigkeiten seit Konzessionsbeginn der Abbaugebiete 
N.________ und J.________ nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdever-
fahrens und daher auch nicht Teil der Verfahrensakten sind. 

Entsprechend war der Regierungsrat - wie die Vorinstanzen - auch nicht gehalten, 
die in der Verwaltungsbeschwerde vom 4. August 2022 zahlreich verlangten, für 
die Beurteilung der konkreten Baubewilligung für die Rekultivierung und Endge-
staltung der Grube J.________ jedoch entbehrlichen, weil nicht verfahrensbezo-
genen (Archiv-)Akten beizuziehen und den Beschwerdeführern zur Einsicht zu un-
terbreiten. Darin ist weder eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
(vgl. § 21 Abs. 1 VRP) noch des Untersuchungsgrundsatzes (§ 18 VRP) zu erken-
nen. Aus denselben Gründen ist auch im vorliegenden Verfahren vom Beizug die-
ser - von den Beschwerdeführern wiederum beantragten, nicht verfahrensbezoge-
nen Akten (Antrag D3 lit. b ff. der Beschwerdeschrift vom 4.8.2022) - abzusehen. 

6. Soweit die Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 
(S. 47) die von den kantonalen Fachbehörden im Gesamtentscheid vom 5. Juli 
2019 verfügten Nebenbestimmungen (vgl. angefochtener RRB Nr. 935/2022 
Erw. 7) wegen angeblich 'illegaler Privatisierung' dieser Ämter als unglaubwürdig 
und als nicht rechtswirksam bestreiten, ist darauf nicht weiter einzugehen (vgl. 
dazu Erw. 1.4.1 f. und Erw. 4.4 in fine hiervor). 

7.1 Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Erw. 8 - 
8.5) mit der Rüge befasst, dass der Gemeinderat Tuggen mit dem GRB Nr. 106 
vom 6. Juli 2022 seine Begründungspflicht und damit den Anspruch der Beschwer-
deführer auf rechtliches Gehör verletzt habe.

In Erw. 8.1 gab der Regierungsrat die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur 
Entscheidbegründung wieder (vgl. dazu auch Erw. 3.5 hiervor mit Hinweisen). In 
Erw. 8.2 gelangte der Regierungsrat zur Beurteilung, der GRB Nr. 106 sei 
ausführlich begründet. Es sei ersichtlich, von welchen Überlegungen sich der Ge-
meinderat habe leiten lassen. Die Beschwerdeführer hätten den Entscheid denn 
auch in voller Kenntnis der Sachlage an den Regierungsrat weiterziehen können. 
Die Beschwerdeführer hätten in ihren Einsprachen vom 29. März 2018 resp. 13. 

27

September 2018 - wie auch in ihrer Beschwerde an den Regierungsrat vom 4. 
August 2022 - diverse Rügen vorgebracht, die an der Streitsache vorbeigingen 
(vgl. dazu auch Erw. 1.4.2 und Erw 1.6.2 ff. hiervor). Dass der Gemeinderat Tug-
gen nicht auf jedes Detail eingegangen sei, stelle keine Verletzung des 
Anspruches auf rechtliches Gehör dar. Dies betreffe insbesondere die Rügen im 
Zusammenhang mit früheren "Konzessionierungsverfahren" und dem Modalsplit. 
In Erw. 8.3 verwies der Regierungsrat auf die vorstehenden Erw. 3 - und hielt 
nochmals fest, dass es beim vorliegenden Baugesuch nicht um einen 
Deponiebetrieb und auch nicht um eine Konzession zur Ausbeutung von Kies 
gehe. Insbesondere werde kein Sondermüll abgelagert. Die gegenteiligen und 
widersprüchlichen Ausführungen der Beschwerdeführer würden an der Sache 
vorbeigehen. Weshalb die im Umweltverträglichkeitsbericht beschriebenen 
Schutz- und Kontrollmechanismen nicht ausreichen sollen, werde von den 
Beschwerdeführern wiederum nicht stichhaltig begründet, weshalb darauf nicht 
näher eingegangen werde. 

In Erw. 8.4 legte der Regierungsrat dar, dass die Aufnahme einer Haftungsklausel 
in die Baubewilligung nicht nötig sei. Bauten und Anlagen seien gemäss § 54 
Abs. 1 PBG so zu erstellen und zu unterhalten, dass sie weder Personen noch 
Sachen gefährden würden. Die Verantwortung dafür, dass nach den anerkannten 
Regeln der Baukunde gebaut werde, liegt in erster Linie bei der Bauherrschaft bzw. 
den von ihr beauftragten Fachleuten. Sodann enthielten Art. 59 und Art. 59a des 
Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; SR 814.01) vom 7. Oktober 1983 
bereits Haftungsregelungen, wobei Art. 59a USG privatrechtlicher Natur sei (mit 
Hinweis auf die Literatur). 

In Erw. 8.5 merkte der Regierungsrat sodann an, dass die Beschwerdegegnerin 
im GRB Nr. 106 zum Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung mit Gültigkeit 
bis 2040 und einer Deckungssumme von mind. 10 Mio. Franken (Disp.-Ziff. 7) und 
zur Sicherstellung der Kosten für die Wiederinstandstellung, die Nachsorge und 
einer allfälligen Sanierung mittels einer Bank- oder Versicherungsgarantie (Disp.-
Ziff. 8) verpflichtet wurde. Ausserdem seien die Werk- und Betriebsöffnungszeiten 
verbindlich festgelegt (Disp.-Ziff. 6) und die Baubewilligung sei bis 31. Dezember 
2035 befristet worden (Disp.-Ziff. 3).

7.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (Beschwerde S. 47) bleibt 
die (in Erw. 8.1 des angefochtenen RRB Nr. 935/2022 zitierte) Rechtsprechung 
des Bundesgerichts massgeblich. In ihren Anmerkungen zu den Erw. 8.1 - 8.3 des 
angefochtenen RRB Nr. 935/2022 (Beschwerdeschrift vom 3.1.2023, S. 47 f.) be-

28

haupten die Beschwerdeführer einerseits, ihre Rügen seien sachlich richtig, objek-
tiv bedeutsam und entscheidrelevant, anderseits seien die Darlegungen des Re-
gierungsrates unhaltbar, pauschalisierend und ohne rechtliche Relevanz.

Mit diesen pauschalen Ausführungen vermögen die Beschwerdeführer wiederum 
keine Gehörsverletzung durch den angefochtenen RRB Nr. 935/2022 aufzuzeigen. 
Hinsichtlich des in Erw.8.1 des angefochtenen RRB thematisierten Modalsplits ist 
zu ergänzen, dass die Ansicht des Gemeinderates Tuggen in GRB Nr. 106 (Erw 
7.4), der Modalsplit habe sich ausschliesslich auf den Kiesabbau bezogen, zwei-
fellos korrekt ist. Dies ergibt sich aus der Präambel sechster Spiegelstrich sowie 
Ziff. II.2 des öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 22./25. August 2008 ohne Weiteres. 
Somit ist dem Regierungsrat auch diesbezüglich beizupflichten, dass die entspre-
chende Rüge am vorliegenden Streitgegenstand (vgl. Erw. 2 hiervor) vorbeigeht.

7.3 Nicht zu beanstanden sind die Ausführungen im angefochtenen RRB 
Nr. 935/2022 Erw. 8.4, wonach es keiner speziellen Haftungsklausel bedarf. Das 
Gesetz sieht hinreichend klare Verantwortlichkeitsregeln vor (vgl. dazu auch Urteil 
BGer 1C_103/2016 vom 22.6.2017 [betr. Deponie Aahus IV, Küssnacht] Erw. 6.1 f.).

Des Weiteren darf die Baubewilligungsbehörde grundsätzlich davon ausgehen, 
dass die Rekultivierung und Endgestaltung der Grube J.________ nach den aner-
kannten Regeln der Baukunst so erfolgt, dass weder Personen noch Sachen 
gefährdet werden (§ 54 PBG; VGE III 2021 191 vom 28.4.2022 Erw. 5.1). Dies liegt 
in der Verantwortung der Bauherrschaft (VGE III 2008 15 vom 24.4.2008 Erw. 3.2). 
Für die Wiederauffüllung von Materialentnahmestellen darf gemäss Art. 19 Abs. 1 
lit. c VVEA nur unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial eingebracht wer-
den. Nach den aktenkundigen Erkenntnissen wurde für die Wiederauffüllung 
ausschliesslich unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial eingebracht (vgl. 
Erw. 3.4 letzter Absatz hiervor). Die Argumentation der Beschwerdeführer in der 
Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 (S. 48), wonach es einerseits einer 
speziellen Haftungsklausel sowie andererseits einer 
Betriebshaftpflichtversicherung mit einer weit höheren Deckungssumme bedürfe, 
basiert indessen offensichtlich auf der Annahme, es würden Materialien mit hohem 
toxischen Schädigungspotential speziell auch in Bezug auf das Grund- und See-
wasser eingebracht oder seien eingebracht worden. Wie bereits angeführt bieten 
die aktenkundigen Erkenntnisse (dazu Erw. 3.4 letzter Absatz hiervor) hierfür keine 
Anhaltspunkte. 

Zusammenfassend vermögen die Beschwerdeführer keine Gründe anzuführen, 
welche die Höhe der Deckungssumme als völlig ungenügend erscheinen lassen.

29

7.4 Inwiefern die Befristung der Baubewilligung bis Ende 2035 das rechtliche 
Gehör der Beschwerdeführer verletzen sollte, ist nicht nachvollziehbar. Für die in 
Anspruch genommenen Fristverlängerungen für den Abbau, die Auffüllung und die 
Rekultivierung der Kiesgrube J.________ hat die Beschwerdegegnerin verschie-
dene Fristverlängerungsgesuche gestellt, über welche jeweils in den dafür vorge-
sehenen Bewilligungs- und Rechtsmittelverfahren von den hierfür zuständigen Be-
willigungs- und Rechtsmittelinstanzen entschieden wurde (vgl. Ingress lit. D und 
Erw. 1.6.3 hiervor). Mithin bleibt auch im Dunkeln, welche angeblichen Fristverlet-
zungen durch die Beschwerdegegnerin eine Verletzung des Gehörsanspruchs der 
Beschwerdeführer bewirkt haben sollte. 

8.1 In der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 (S. 49) machen die Beschwer-
deführer - in Beanstandung der Erw. 9 des angefochtenen RRB Nr. 935/2022 - wie 
bereits auf S. 39 (vgl. Erw. 5.2 hiervor) wiederum geltend, es sei ihnen 
Akteneinsicht in alte Konzessionen aus den 1970er-Jahren und weitere (Archiv-
)Akten zu gewähren (vgl. auch Beschwerdeantrag D3 lit. b f.). 

Es kann hierzu auf die Ausführungen dazu in Erw. 5.4 hiervor verwiesen werden. 

8.2 Sodann hat der Regierungsrat in Erw. 9 (unter Hinweis auf GRB Nr. 106 Erw. 
6 und die dort zitierte Rechtsprechung) zutreffend festgehalten, dass kein An-
spruch auf Einsicht in verwaltungsinterne Akten, wie z. B. interne Akten- und Be-
sprechungsnotizen besteht. Darauf kann verwiesen werden (vgl. auch Herzog/ 
Daum, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 
2. Aufl. 2020, Art. 23 Rz. 2; Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches Verfahrensrecht, 
3. Aufl. 2021 Rz. 633). Anzufügen ist, dass sich das Schreiben des ARE "Ergän-
zung der Unterlagen" vom 14. Juni 2018, in welchem die Äusserungen/Stellung-
nahmen der Fachstellen anlässlich der Koordinationssitzung - und mithin die we-
sentlichen Ergebnisse der verwaltungsinternen Meinungsbildung - wiedergegeben 
werden, bei den Akten befindet (Vi-act. III.-02 in Beilage B9), ebenso die daraufhin 
ergänzten Baugesuchsunterlagen (Vi-act. III.-02 in Beilage B7). Im Übrigen ist fest-
zustellen, dass aus dem Beschwerdeantrag D3 lit. d und der Begründung dazu auf 
S. 49 grösstenteils gar nicht ersichtlich ist, um was für Schreiben es sich dabei 
handeln könnte, d.h. in welchem Zusammenhang / in welchen Akten sich über-
haupt ein Hinweis auf die Existenz dieser Schreiben findet, welche die Beschwer-
deführer beigezogen haben möchten - auch nicht unter Berücksichtigung der auf 
S. 50 ff. der Beschwerdeschrift vom 3. Januar 2023 eingefügten Wiederholungen 
aus der Verwaltungsbeschwerde vom 4. August 2022 (vgl. dazu Erw. 3.6 hiervor). 

Die drei Sondierungsschächte, deren Vermessung, Befunde und Auswertung sind 
im hydrogeologischen Bericht U.________ AG vom 25. Juli 2018 (Ziff. 4 und 5.4) 

30

einlässlich beschrieben und in den Anhängen A.1 - A.4.3 dokumentiert. Weitere 
Unterlagen waren von der Sachverständigen nicht einzuverlangen, zumal nach der 
materiellen Prüfung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) keine vernünftigen 
Zweifel verblieben, dass mit den Versickerungsversuchen die ursprüngliche 
Moräne aufgeschlossen worden ist, welche eine schlechte Durchlässigkeit 
aufweist (vgl. dazu auch Erw. 3.3 f. hiervor).

9.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
unter Bestätigung der angefochtenen vorinstanzlichen Entscheide abzuweisen, 
soweit darauf eingetreten werden kann.

9.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 3'000.-- den Be-
schwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen.

9.3 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die 
Beschwerdeführer unter solidarischer Haftbarkeit der beanwalteten Gemeinde 
Tuggen, sowie der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung 
zu bezahlen. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRa; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der 
ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 
14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die 
Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens 
auf insgesamt je Fr. 2'500.-- (jeweils inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

31

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 3'000.-- werden den Beschwerdeführern - unter solidarischer Haftbarkeit - 
auferlegt. Sie haben am 13. Januar 2023 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- geleistet. Die Restanz von Fr. 500.-- ist von den Beschwerdefüh-
rern innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN 
CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Die Beschwerdeführer haben - unter solidarischer Haftbarkeit - der bean-wal-
teten Gemeinden Tuggen und der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung von je Fr. 2'500.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) zu 
bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113 ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (Zustellung an die Beschwerdeführerin Ziff. 1; 2/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)
- die Rechtsvertreterin des Gemeinderates Tuggen (2/R)
- den Rechtsvertreter des Gemeinderates Wangen (2/R)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das Amt für Raumentwicklung (EB)
- das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A).

Schwyz, 27. Juni 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

32

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. August 2023