# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d281f39d-3ff4-5a0e-ba19-84b6b819b6a4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250138-O5
**Docket/Reference:** UE250138-O5
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250138-O5.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE250138-O/U/GRO>REA

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, Oberrichterin 

lic. iur. A. Meier und Oberrichter Dr. iur. P. Klaus sowie Gerichts-

schreiber MLaw J. Bonfranchi

Beschluss vom 1. Juli 2025

in Sachen

gegen

A._____, 

Beschwerdeführer

1.

2.

B._____, 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 

Beschwerdegegnerinnen

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat vom 7. April 2025

- 2 -

Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

1. Mit Strafanzeige vom 15. Dezember 2024 erstattete A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) Strafanzeige wegen Verleumdung gegen die in der gleichen Lie-

genschaft  am  C._____  [Strasse]  1,  … Zürich,  wohnhafte  B._____  (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin; Urk. 17/2). Er wirft ihr im Wesentlichen vor, ihn bei der ge-

meinsamen Hausverwaltung zu Unrecht damit angeschwärzt zu haben, sie auf ih-

rer  privaten  Terrasse  gefilmt  und  beleidigt  zu  haben.  Mit  Verfügung  vom  7. April 

2025  nahm  die  Staatsanwaltschaft  Zürich-Limmat  (nachfolgend:  Staatsanwalt-

schaft) das Verfahren nicht an die Hand (Urk. 3). 

2. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 10. April 2025 frist- und formgerecht 

Beschwerde  und  stellte  den  sinngemässen  Antrag,  die  Verfügung  vom  7. April 

2025 aufzuheben und die Sache mit der Anweisung, eine Strafuntersuchung an die 

Hand zu nehmen, an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen (Urk. 2). 

3. Die  vom  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom  16. April  2025  (Urk. 5)  einver-

lange Prozesskaution von Fr. 1'800.– ging fristgerecht ein (Urk. 8). Mit Verfügung 

vom 2. Mai 2025 wurde die Beschwerdeschrift der Staatsanwaltschaft zugestellt, 

diese  aufgefordert,  die  Untersuchungsakten  einzureichen  und  sie  und  die  Be-

schwerdegegnerin zur Stellungnahme eingeladen (Urk. 9). Die Staatsanwaltschaft 

reichte am 9. Mai 2025 die Akten in elektronischer Form ein (Urk. 17) und erklärte 

gleichentags, auf eine Vernehmlassung zu verzichten (Urk. 19). Die Beschwerde-

gegnerin  beantragte  mit  Stellungnahme  vom  19. Mai  2025,  es  sei  auf  die  Be-

schwerde in Ermangelung eines Antrags nicht einzutreten, eventualiter sei sie ab-

zuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdefüh-

rers  (Urk. 23).  Mit  Eingabe  vom  5. Juni  2025  reichte  der  Beschwerdeführer  eine 

Replik ein (Urk. 28). Eine Kopie dieser Eingabe ist den übrigen Parteien mit diesem 

Beschluss zuzustellen. Das Verfahren ist spruchreif.

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4. Auf die Vorbringen der Parteien ist, soweit für den Entscheid notwendig, in den 

folgenden Erwägungen einzugehen (BGE 147 IV 409 E. 5.3.4; Urteil des Bundes-

gerichts 7B_249/2022 vom 18. Januar 2024 E. 3.1, je m. w. H.).

II. Eintreten

1. Die Beschwerdegegnerin beantragt, es sei nicht auf die Beschwerde einzutreten. 

Sie begründet dies damit, es lasse sich nicht klar folgern, was der Beschwerdefüh-

rer mit seiner Beschwerde bezwecken wolle. Es habe aus «formellen Gründen und 

grundsätzlich» ein Nichteintreten zu ergehen (Urk. 23 S. 1). 

2. Dass die Beschwerdeschrift vom 10. April 2025 keinen formellen Antrag enthält 

(Urk. 2), führt nicht dazu, dass a priori nicht auf das Rechtsmittel einzutreten wäre. 

Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO verlangt von der beschwerdeführenden Person die An-

gabe, «welche Punkte der hoheitlichen Verfahrenshandlung sie anficht». Dies ent-

spricht in materieller Hinsicht dem Beschwerdeantrag. Eine formelle Bezeichnung 

oder eine besondere Form des Antrags schreibt die Strafprozessordnung nicht vor. 

Das Begehren muss auf Änderung bzw. Aufhebung einer oder mehrerer Disposi-

tivpunkte  des  Beschwerdeobjektes  lauten.  Somit  hat  der  Beschwerdeführer  zum 

Ausdruck zu bringen, in welchem Sinne er die hoheitliche Verfahrenshandlung ab-

geändert haben möchte. Da die Strafprozessordnung keinen Anwaltszwang kennt 

und auch juristische Laien selbständig Beschwerde erheben können sollen, dürfen 

an den Beschwerdeantrag auch inhaltlich keine allzu strengen Anforderungen ge-

stellt werden. Es muss genügen, wenn sich ein Antrag – ohne dass er ausdrücklich 

formuliert wurde – sinngemäss den Akten entnehmen bzw. wenn sich eine als sol-

cher Antrag aufzufassende Willenserklärung durch Auslegung gewinnen lässt (vgl. 

GUIDON,  Die  Beschwerde  gemäss  Schweizerischer  Strafprozessordnung,  2011, 

N 389 mit Hinweisen).

3. Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerdeeingabe das Anfechtungsobjekt 

durch  Bezeichnung  der  Geschäftsnummer  des  Untersuchungsverfahrens  im  Ru-

brum individualisiert und die Eingabe mit der Bitte geschlossen, «der Beschwerde 

rechtzugeben und auf die Anzeige einzutreten». Dazwischen führt er aus, dass er 

die  Tatbestände  von  Art. 173  und  174  StGB  als  gegeben  erachtet.  Der  Eingabe 

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lässt sich mithin entnehmen, dass er die Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfü-

gung vom 7. April 2025 und die Rückweisung des Verfahrens an die Staatsanwalt-

schaft zur Anhandnahme einer Strafuntersuchung beantragt. Die Beschwerde ge-

nügt den Anforderungen von Art. 385 StPO, zumal sie von einem Laien verfasst 

worden ist. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten. 

III. Nichtanhandnahmeverfügung vom 7. April 2025

1. 

1.1. Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröffnung ei-

ner Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus 

der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie wenn sie von der Po-

lizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende Ereignisse informiert 

wurde.  Gelangt  sie  hingegen  zum  Schluss,  dass  die  fraglichen  Straftatbestände 

oder  die  Prozessvoraussetzungen  eindeutig  nicht  erfüllt  sind,  Verfahrenshinder-

nisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitätsgründen auf eine Straf-

verfolgung  zu  verzichten  ist,  verfügt  sie  die  Nichtanhandnahme  (Art. 310  Abs. 1 

StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht nach Art. 308 Abs. 1 StPO darin, den 

Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das Vorverfahren entweder mit einem Straf-

befehl, einer Anklage oder einer Einstellung abgeschlossen werden kann. Bei der 

Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessens-

spielraum zu. Dies bedeutet unter anderem, dass die Staatsanwaltschaft nicht jeg-

licher Spur und jedem Hinweis nachzugehen hat, auch wenn sich eine beschuldigte 

Person oder ein Geschädigter solches vorstellt. Die Staatsanwaltschaft darf dann 

die Untersuchung – z. B. aufgrund einer Anzeige – nicht an Hand nehmen, wenn 

mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter kei-

nen Straftatbestand fällt oder wenn mit anderen Worten eine Anzeige von vornher-

ein aussichtslos ist, weil offensichtlich keine Straftatbestände oder Prozessvoraus-

setzungen erfüllt sind. Eine Nichtanhandnahmeverfügung darf jedoch nicht erge-

hen, wenn es bloss zweifelhaft ist, ob ein Straftatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen 

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exemplarisch  BGE 137  IV  285  E. 2.1 f.  sowie  die  Urteile  des  Bundesgerichts 

6B_67/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 2.3.1 und 6B_472/2020 vom 13. Juli 2021 

E. 2.2).

1.2. 

1.2.1. Der üblen Nachrede macht sich schuldig, wer jemanden bei einem anderen 

eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen 

Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt sowie, wer eine solche Beschuldi-

gung oder Verdächtigung weiterverbreitet (Art. 173 Ziff. 1 StGB). Den Tatbestand 

erfüllen  ehrverletzende  Tatsachenbehauptungen  über  den  Verletzten  gegenüber 

Dritten. Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz; Eventualvorsatz genügt. Die-

ser muss sich auf den ehrverletzenden Charakter der Mitteilung, die Eignung zur 

Rufschädigung und die Kenntnisnahme der Äusserung durch einen Dritten, nicht 

aber  auf  die  Unwahrheit  beziehen.  Eine  besondere  Beleidigungsabsicht  ist  nicht 

erforderlich  (Urteil  des  Bundesgerichts  6B_844/2018  vom  13. September  2019 

E. 2.1;  TRECHSEL/PIETH,  in:  Praxiskommentar  zum  Schweizerischen  Strafgesetz-

buch, 4. Aufl. 2021, N 11 zu Art. 173 StGB).

1.2.2. Die Ehrverletzungstatbestände nach Art. 173 ff. StGB schützen nach ständi-

ger Rechtsprechung den Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, d. h. sich so zu beneh-

men, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich 

zu verhalten pflegt (sittliche Ehre bzw. ethische Integrität). Tatbestandsmässig sind 

danach  nur  Behauptungen  sittlich  vorwerfbaren,  unehrenhaften  Verhaltens 

(BGE 137 IV 313 E. 2.1.1 = Pra 101 [2012] Nr. 53 sowie BGE 132 IV 112 E. 2.1 = 

Pra 97 [2007] Nr. 73; je mit Hinweis). Es spielt auch eine Rolle, ob ein Angriff quan-

titativ eine gewisse Erheblichkeit aufweist; unbedeutende Übertreibungen und Un-

genauigkeiten  sind  unerheblich  und  bleiben  straflos  (Urteile  des  Bundesgerichts 

6B_440/2019 vom 18. November 2020 E. 4.1, 6B_877/2018 vom 16. Januar 2019 

E. 2.2 und 1C_524/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 3.1). Wenn es um die Wahrheit 

von Tatsachenbehauptungen geht, müssen diese in ihren wesentlichen Zügen zu-

treffen. RIKLIN erachtet zudem gewisse «harmlose» Ausdrücke wie «Lappi» oder 

«Löli» als sozialadäquat i. S. einer alltäglichen und tolerierten Abschätzigkeit (RI-

KLIN, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 30 ff. zu Vor Art. 173 StGB; 

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vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 6B_463/2019 vom 6. August 2019 

E. 4.3 f.). 

1.2.3. Welcher Sinn einer Äusserung zukommt, ist eine Rechtsfrage. Für die Frage, 

ob die Äusserung ehrenrührig ist, ist massgebend, welcher Sinn ihr ein unbefange-

ner Adressat unter den konkreten Umständen beilegt. Unerheblich ist, ob der Dritte 

die Beschuldigung oder Verdächtigung für wahr hält oder nicht (statt vieler: BGE 

119 IV 44 E. 2a; 117 IV 27 E. 2c = Pra 81 [1992] Nr. 190; Urteile des Bundesge-

richts  6B_531/2018  vom  2. November  2018  E. 3.1  und  6B_584/2016  vom  6. Fe-

bruar 2017 E. 3.1 ff.; je mit Hinweisen).

2. 

2.1. Hintergrund  des  Verfahrens  bildet  eine  nachbarschaftliche  Streitigkeit  zwi-

schen den Parteien, welche im Juni 2024 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. 

Der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin gemäss eigenen Angaben 

damals damit konfrontiert, dass er sich daran störe, dass sie Schneckenkörner in 

die frisch gepflanzten Hecken des Nachbargrundstücks streue. In diesem Kontext 

habe  er  eine  Fotografie  erstellt,  welche  Schneckenkörner  in  der  nachbarschaftli-

chen Hecke zeige. Die Beschwerdegegnerin sei auf dem Foto nicht abgebildet ge-

wesen. Die Beschwerdegegnerin wandte sich daraufhin, in der Auffassung, sie sei 

vom  Beschwerdeführer  gefilmt  worden,  an  die  Liegenschaftsverwaltung.  Zudem 

beklagte sie sich darüber, der Beschwerdeführer habe ihr gesagt, sie sei «nicht die 

Hellste». Die Verwaltung gelangte daraufhin – nach der Darstellung des Beschwer-

deführers –  mit  Schreiben an ihn  und  teilte  ihm  mit,  dass  sie  Respekt unter den 

Hausgenossen einfordere und das gegenseitige Filmen verboten sei (vgl. Urk. 2). 

Der Beschwerdeführer beantwortete  das  Schreiben, indem er die Liegenschafts-

verwaltung am 7. Juni 2024 telefonisch kontaktierte, worauf die Angelegenheit bei-

gelegt wurde (Urk. 17/7 F. 22, 17/8 F. 14, 29/3 Ziff. 5, 29/4). 

2.2. Mit Schreiben vom 18. November 2024 erhielt der Beschwerdeführer eine for-

melle Abmahnung der Verwaltung. Darin wurde er erneut darauf hingewiesen, dass 

das Filmen und Beleidigen der Nachbarschaft auf ihrer privaten Terrasse illegal und 

rücksichtslos sei und er wurde aufgefordert, ein solches Verhalten zu unterlassen. 

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Gleichzeitig wurde er auf die Vorschriften zur Untermiete hingewiesen, da er seine 

Wohnadresse drei Aktiengesellschaften als Sitz zur Verfügung gestellt haben solle 

ohne dies der Verwaltung zu melden (Urk. 17/3). Nachdem sich seit Juni 2024 kein 

Vorfall mehr zwischen den Hausbewohnern ereignet habe, rügt der Beschwerde-

führer, die Beschwerdegegnerin habe «denselben Vorfall [mit den Schneckenkör-

nern]  ein  zweites  Mal  (oder  einen  fiktiven  Case)»  bei  der  Verwaltung  angezeigt, 

was  unehrenhaft  und  wider  besseres  Wissen  erfolgt  und  deswegen  strafbar  sei 

(Urk. 2). 

2.3. Die  Beschwerdegegnerin  hat  anlässlich  der  Einvernahme  vom  12. Februar 

2025 geschildert, dass sie den Vorfall, bei dem sie angeblich gefilmt und beleidigt 

worden sei, am 1. Juni 2024 der Verwaltung gemeldet habe. Das entsprechende 

E-Mail liegt den Akten bei (Urk. 17/6). Im Herbst 2024 habe sie sodann nur Meldung 

darüber gemacht, dass der Beschwerdeführer drei Aktiengesellschaften auf die ge-

meinsame Wohnadresse gemeldet und am Briefkasten angeschrieben habe. In Be-

zug auf die (wiederholte) Rüge wegen Filmens und Beleidigens mutmasst sie, die 

Verwaltung habe diese von sich aus in die Abmahnung vom November 2024 mit-

aufgenommen (Urk. 17/8 F. 35 f.). 

Diese Darstellung lässt sich beweismässig nicht umstossen. Der Beschwerdeführer 

hat zugestandenermassen Fotos von der Situation mit den Schneckenkörnern er-

stellt. Es erscheint nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin «aufgrund der 

Bewegungen und dem Blick» davon ausgegangen ist (Urk. 17/8 F. 14), dass sie 

gefilmt worden sein könnte. Gemäss den Akten deutet nichts darauf hin, dass sie 

erkennen konnte, ob der Beschwerdeführer – mutmasslich mit seinem Mobiltele-

fon – Foto- oder Videoaufnahmen erstellte und ob sie darauf erkennbar sein würde 

oder nicht. Aus der Perspektive eines unbefangenen Dritten ist es nicht ehrenrührig, 

wenn sie ihre Vermutung Dritten gegenüber äusserte, und zwar auch dann nicht, 

wenn  dies  im  Willen  geschah,  dass  die  Liegenschaftsverwaltung  sich  der  Sache 

annehmen und den Beschwerdeführer dafür rügen würde. 

2.4. Sodann lässt sich die Vermutung des Beschwerdeführers nicht beweisen, dass 

die Beschwerdegegnerin denselben Vorfall gegenüber der Verwaltung erneut an-

gezeigt hätte, bzw. sie ihn eines Vorfalls bezichtigt hätte, der sich nie ereignet hat. 

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Sie hat nachvollziehbar dargelegt, dass sie der Verwaltung im Herbst 2024 mitteilte, 

dass der Beschwerdeführer drei Aktiengesellschaften am Briefkasten angeschrie-

ben  hatte.  Dies  ist  insofern  ebenfalls  unbestritten.  Dass  die  Verwaltung  den  Be-

schwerdeführer aus eigenem Ermessen auch wegen des Vorfalls im Juni 2024 ab-

mahnte, nachdem sie ihn zuvor nur mittels einfachen Schreibens kontaktiert hatte, 

erscheint nicht ausgeschlossen. Hierzu passt jedenfalls, dass die Verwaltung dem 

Beschwerdeführer auf Nachfrage nicht mitteilen konnte, wann der neuerliche Vor-

fall stattgefunden haben sollte (Urk. 17/7 F. 26). Nachdem die Verwaltung bereits 

auf die Anzeige vom 1. Juni 2024 hin tätig geworden war, ist ausserdem nicht er-

sichtlich, was sich die Beschwerdegegnerin davon hätte versprechen sollen, den-

selben Vorfall ein zweites Mal zu melden. Weitere Beweismittel sind nicht angeru-

fen worden und auch nicht ersichtlich. Der Sachverhalt ist abschliessend ermittelt. 

Damit kann im Ergebnis nicht gesagt werden, dass die Beschwerdegegnerin wider 

besseres Wissen ehrverletzende Tatsachen i.S.v. Art. 173 und Art. 174 StGB über 

den Beschwerdeführer geäussert hat.

2.5. Bei dieser Sachlage war zum Vornherein erkennbar, dass die Beschwerdegeg-

nerin im gerichtlichen Verfahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

freizusprechen wäre. Unter diesen Umständen war die Staatsanwaltschaft gehal-

ten, die Strafsache nicht an die Hand nehmen. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

IV. Kosten und Entschädigungen

1. Gemessen an der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie am Zeitaufwand 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'250.– 

festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG). Der Beschwerde-

führer  hat  ausgangsgemäss  die  Kosten  des  vorliegenden  Verfahrens  zu  tragen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Der Beschwerdeführer hat im Beschwerdeverfahren für allfällige Kosten und Ent-

schädigungen eine Kaution von Fr. 1'800.– geleistet (Urk. 5, 8). Die ihm auferlegten 

Kosten sind von der Sicherheitsleistung zu beziehen. Der nicht beanspruchte Teil 

der Kaution ist dem Beschwerdeführer, unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsan-

sprüche des Staates, zurückzuerstatten.

- 9 -

2. 

2.1. Der  Entschädigungsentscheid  wird  durch  den  Kostenentscheid  präjudiziert 

(BGE 137 IV 352  E. 2.4.2).  Der  unterliegende  Beschwerdeführer  hat  entspre-

chend keinen Anspruch auf Parteientschädigung. 

2.2. Die Beschwerdegegnerin liess sich im Beschwerdeverfahren durch Rechtsan-

walt Dr. iur. X._____ vertreten und stellte Anträge. Für die damit verbundenen Auf-

wendungen ist sie zu entschädigen. Angesichts der sich stellenden juristischen Fra-

gen erweist sich der Fall als wenig anspruchsvoll. Die Bedeutung des Falls und die 

Verantwortung des Anwaltes liegen (im Vergleich mit anderen Straffällen) im un-

tersten Bereich. Die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin umfasst (ohne Ru-

brum und Anträge) eine Seite. Dabei handelt es sich weitestgehend um Ausführung 

allgemeiner Natur (Urk. 23). In Anwendung von § 19 Abs. 1 i. V. mit § 2 Abs. 1 An-

wGebV rechtfertigt es sich, der Beschwerdegegnerin eine (pauschale) Entschädi-

gung von Fr. 250.– (inkl. Auslagen und MwSt.) zuzusprechen.

Da es sich bei Art. 173 bzw. Art. 174 StGB um Antragsdelikte handelt, wird im Be-

schwerdeverfahren die Privatklägerschaft, hier der Beschwerdeführer, entschädi-

gungspflichtig  (Art. 436  Abs. 1  i. V. m.  Art. 432  Abs. 2  StPO;  vgl.  BGE  147  IV  47 

E. 4.2.6). 

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'250.– festge-

setzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und von der Kaution bezogen.

1.

2.

3.

Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdever-

fahren mit Fr. 250.– zu entschädigen. Die Gerichtskasse wird die Entschädi-

gung von der Kaution überweisen.

4.

Der  nicht  beanspruchte  Teil  der  Kaution  wird  dem  Beschwerdeführer  nach 

Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelver-

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fahren zurückerstattet, unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des 

Staates. 

5.

Schriftliche Mitteilung an:







den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt  Dr. iur. X._____,  zweifach  für  sich  und  die  Beschwerde-
gegnerin, unter Beilage von Urk. 28 sowie Urk. 29/1-4 in Kopie (per Ge-
richtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad …, unter Beilage von Urk. 28 
sowie Urk. 29/1-4 in Kopie (gegen Empfangsbestätigung)

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-

mäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bun-

desgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset-

zes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

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Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 1. Juli 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. D. Oehninger

MLaw J. Bonfranchi