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**Case Identifier:** eeac64dc-42b8-563e-b166-78826836a124
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.11.2015 200 2015 509
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-509_2015-11-02.pdf

## Full Text

200 15 509 UV
SCI/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. November 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend zwei Einspracheentscheide vom 13. Mai 2015 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1951 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankhei-
ten versichert. Am 24. September 2013 ging bei der SUVA eine Schaden-
meldung ein, gemäss welcher der Versicherte am 2. September 2013 beim 
Tragen von Riegetplatten wegen seiner verkrümmten Fingern eine Platte 
nicht habe loslassen können und sich daher den rechten Arm und die rech-
te Schulter verdreht habe. Als Verletzung wurde eine Verstauchung resp. 
Verdrehung der rechten Schulter angegeben (Akten der SUVA [act. II] 1). 
Daraufhin holte die SUVA medizinische Unterlagen ein und sprach Leis-
tungen zu (act. II 16). Am 20. November 2013 wurde der Versicherte an der 
rechten Schulter operiert (act. II 40). Am 18. Juni 2014 untersuchte die 
Kreisärztin Dr. med. B.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, den Versicherten (act. II 96).

Der Versicherte wurde am 14. Juli 2014 wegen einer tiefen Beinvenen-
thrombose rechts notfallmässig behandelt (Akten der SUVA [act. IIA] 131). 
Diesbezüglich lehnte die SUVA eine Leistungspflicht ab (act. IIA 136). Am 
23. Oktober 2014 verfügte die SUVA die Einstellung der Versicherungsleis-
tungen bezüglich des Schulterleidens per 31. Oktober 2014, dies im We-
sentlichen mit der Begründung, dass die bestehenden Beschwerden nicht 
mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien (act. 
IIA 179). Nach einer durchgeführten Lohnrevision verfügte die SUVA zu-
dem am 1. Dezember 2014 die Rückforderung der Differenz der auf der 
Basis eines zu hohen Lohnes ausbezahlten Taggelder im Betrag von 
Fr. 6‘008.55 (act. IIA 201). Mit zwei Entscheiden vom 13. Mai 2015 (act. IIA 
211 und 213) wies die SUVA die Einsprachen des Versicherten (act. IIA 
197 S. 1 und 203) gegen die Verfügungen vom 23. Oktober und 1. Dezem-
ber 2014 ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 29. Mai 2015 Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Entscheide (act. IIA 
211 und 213). 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2015 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

C.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. August 2015 wurde der Be-
schwerdeführer aufgefordert mitzuteilen, ob seine Ausführungen in der Be-
schwerde vom 29. Mai 2015 dahingehend zu verstehen seien, dass er eine 
Gerichtsverhandlung nach Art. 6 EMRK verlange. Er wurde aufgefordert, 
gegebenenfalls einen unmissverständlichen Antrag zu stellen. Mit Schrei-
ben vom 3. September 2015 (in den Gerichtsakten) stellte der Beschwerde-
führer die Durchführung einer diesbezüglichen Verhandlung in das Ermes-
sen des Gerichts.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 4

Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) 
sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantona-
len Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekte bilden die beiden Einspracheentscheide vom 
13. Mai 2015 (act. IIA 211 und 213). Streitig und zu prüfen ist zum einen, 
ob über den 31. Oktober 2014 hinaus ein Anspruch auf Leistungen der Un-
fallversicherung besteht und dabei insbesondere, ob die weiterhin geklag-
ten Schulterbeschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Ereignis vom 2. September 2013 stehen, sowie zum 
andern die Rückforderung von Fr. 6‘008.55. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358).

2.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 6

erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-
sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 2. September 2013 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und danach 
unfallkausale Schulterbeschwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegeg-
nerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht (act. 
II 16). Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf 
dem besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Ein-

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stellung per 31. Oktober 2014 hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die an-
haltend geklagten gesundheitlichen Beschwerden an der rechten Schulter 
in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang mit dem Unfall vom 2. September 2013 stehen. Die massge-
blichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:   

3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 22. Oktober 2013 (act. II 29) eine subakromiale Impingementsympto-
matik rechts bei mässiger Acromio-Clavikulargelenksarthrose (AC-
Gelenksarthrose) sowie eine ansatznahe Supraspinatussehnendegenerati-
on, Status nach Rotationstrauma vom 2. September 2013. Seit dem Trau-
ma bestehe eine persistierende schmerzhafte Bewegungseinschränkung in 
allen Ebenen mit painful arc und deutlich positiven Impingementzeichen. 
Eine am 27. September 2013 durchgeführte subakromiale Infiltration habe 
keinen Erfolg gezeigt. In der MRI-Untersuchung (act. II 10) habe sich eine 
deutliche Einengung des Subakromialraumes bei Akromeonkonstellation 
Typ II nach Bigliani sowie eine mässige AC-Gelenksarthrose gezeigt. Die 
Supraspinatussehne sei ansatznah degeneriert. 

Im Operationsbericht vom 20. November 2013 (act. II 40) führte Dr. med. 
C.________ aus, dass er eine Schultergelenksarthroskopie rechts, eine 
arthroskopisch subakromiale Dekompression, eine Bursektomie sowie eine 
laterale Klavikularesektion vorgenommen habe. Das Labrum sei superior 
leicht ausgefranst. Der Subacromialraum sei vor allem ventral eingeengt. 
Es fänden sich eine ausgedehnte chronische Bursitis und ausgedehnte 
Adhäsionen. Die Rotatorenmanschette sei bursaseitig allseits intakt (S. 1). 

3.1.2 Die Kreisärztin Dr. med. B.________ diagnostizierte im Bericht vom 
18. Juni 2014 (act. II 96) einen Status nach Schmerzexacerbation Schulter 
rechts nach Rotationstrauma am 2. September 2013, einen Status nach 
Schultergelenksarthroskopie, arthroskopisch subacromialer Dekompressi-
on, Bursektomie, lateraler Clavicularesektion bei therapiesesistentem sub-
acromialem Impingement rechts, eine mässige hypertrophe AC-
Gelenksarthrose sowie aktuell eine frozen shoulder rechts. MR-
tomografisch sei eine aktivierte AC-Gelenksarthrose, subacromiale Enge 

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und ansatznahe Degeneration der Supraspinatussehne bei ansonsten in-
takter Rotatorenmanschette gefunden worden. Eine subacromiale Infiltrati-
on habe kurzfristig geholfen. Bei erneuten Schulterschmerzen sei am 
20. November 2013 eine Schulterarthroskopie rechts mit subacromialer 
Dekompression, Bursektomie und lateraler Clavicularesektion durchgeführt 
worden. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der kreisärztlichen Unter-
suchung über einen schlechten Zustand seiner rechten, dominanten Schul-
ter berichtet. Er habe Dauerschmerzen (S. 5). Klinisch bestehe eine frozen 
shoulder mit sowohl aktiver wie auch passiver Beweglichkeit der Schulter in 
Abduktion und Flexion bis 80° und eingeschränkter Innenrotation rechts. Es 
gelte nun, die frozen shoulder intensiv zu therapieren. Zudem stimme sie 
mit Dr. med. C.________ überein, dass eine subacromiale Infiltration 
durchgeführt werden sollte (S. 6). 

Im Bericht vom 18. September 2014 (act. IIA 156) führte Dr. med. 
B.________ aus, beim Beschwerdeführer habe sich keine unfallbedingte 
strukturelle Veränderung ergeben. Die Operation sei von der Beschwerde-
gegnerin übernommen worden, weil sie während der Zeit der vorüberge-
henden Verschlechterung, die in der Regel drei Monate nach Trauma dau-
ere, durchgeführt worden sei. Bei fehlenden unfallbedingten strukturellen 
Veränderungen bestehe kein zu entschädigender Integritätsschaden (S. 5 
Ziff. 6). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Vorliegend geht aus den Berichten von Dr. med. C.________ vom 
22. Oktober 2013 (act. II 29) und vom 20. November 2013 (act. II 40) klar 
und schlüssig hervor, dass die mittels MRI (act. II 10) festgestellten Verän-
derungen an der rechten Schulter als degenerativ zu beurteilen sind. Dia-
gnostiziert wurden eine therapieresistente, subakromiale Impingementsym-
ptomatik rechts sowie eine hypertrophe AC-Gelenksarthrose. Anlässlich 
der Operation zeigte sich, dass die Rotatorenmanschette intakt ist und 
dass unter anderem eine ausgedehnte chronische Bursitis und ausgedehn-
te Adhäsionen vorliegen (act. II 40, S. 1). Diese Beurteilung stimmt mit je-
ner der Kreisärztin, die den Beschwerdeführer ebenfalls untersucht hat, 
überein. Im Bericht vom 18. Juni 2014 diagnostizierte die Kreisärztin ein 
therapieresistentes subacromiales Impingement rechts, eine mässige hy-
pertrophe AC-Gelenksarthrose sowie eine frozen shoulder rechts (act. II 96 
S. 5). Die Kreisärztin hat sich mehrfach (act. II 15 und 58, act. IIA 173) 
schlüssig und nachvollziehbar zum Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom 2. September 2013 und den anhaltend geklagten Schulterbe-
schwerden geäussert. Sie hat nachvollziehbar und überzeugend ausge-
führt, dass sich nie eine unfallkausale strukturelle Läsion zugetragen habe 
und dass die vorübergehende Traumatisierung eines degenerativen Vorzu-
standes in der Regel nach drei Monaten als abgeheilt gelte. Darauf ist ab-
zustellen. 

Soweit der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren vorgebracht hat, 
dass er vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei (act. IIA 197 S. 1), ist 
darauf hinzuweisen, dass gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
der Grundsatz „post hoc, ergo propter hoc“, nach dessen Bedeutung eine 
gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht 

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gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend ist (BGE 119 
V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). 

3.4 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die anhaltenden Schulter-
beschwerden rechts nicht mehr in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2. Sep-
tember 2013 stehen. Der status quo sine vel ante – wie soeben dargelegt 
wurde – war drei Monate nach dem Unfall vom September 2013 erreicht 
(vgl. E. 2.2.3 hiervor). Dass die Beschwerdegegnerin noch bis zum 31. Ok-
tober 2014 Taggelder ausgerichtet hat, ist insgesamt zwar als nicht gebo-
ten und damit als grosszügig zu betrachten. Auf jeden Fall ist damit die 
Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro per 31. Oktober 2014 jedoch 
nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.3 hiervor). 

4.

4.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 
25 Abs. 1 ATSG).

4.1.1 Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete 
Leistung ist in der Sozialversicherung zurückzuerstatten, wenn entweder 
die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision erforderlichen 
Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 126 V 23 E. 4b S. 23; SVR 2012 UV Nr. 
28 S. 105 E. 5.1). Diese Grundsätze finden auch dann Anwendung, wenn 
die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen formlos verfügt worden 
sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 S. 110; SVR 2012 UV Nr. 28 S. 105 E. 5.1).

4.1.2 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide 
müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 
der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen 
entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht mög-
lich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen 
rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Aus-
schlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswür-
digung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer 

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Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als 
objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328).

4.1.3 Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, 
nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, 
spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der 
einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren 
Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungs-
frist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG).

4.2 Mit Verfügung vom 1. Dezember 2014 (act. IIA 201) hat die Be-
schwerdegegnerin ihre formlos verfügten Auszahlungen einer prozessualen 
Revision (vgl. E. 4.1.2 hiervor) unterzogen. Sie fordert vom Beschwerde-
führer Taggeldleistungen im Umfang von Fr. 6‘008.55 zurück (act. IIA 211). 
Mit dieser Rückforderung hat sie den Grundsatz der Leistungseinstellung 
ex nunc et pro futuro per 31. Oktober 2014 (vgl. E. 2.3 hiervor) ausdrücklich 
nicht in Frage gestellt. Vielmehr führte sie aus, im Rahmen der Lohnrevisi-
on habe sich gezeigt, dass die geltend gemachten Entgelte zur Bestim-
mung der bis zum 31. Oktober 2014 ausgerichteten Taggelder nicht den 
Tatsachen entsprochen hätten und sie dementsprechend rückwirkend tiefer 
festzulegen seien (act. IIA 213 S. 3 ff.). 

Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist nicht zu beanstanden: Sie hatte 
ursprünglich auf Lohnabrechnungen der Treuhänderin des Beschwerdefüh-
rers abgestellt (act. II 8 S. 2 ff.). Diese Lohnabrechnungen stimmen, wie 
sich erst anlässlich der Lohnrevision herausgestellt hat, nicht mit den effek-
tiven Verhältnissen überein (act. IIA 162 S. 2). Zu Recht hat die Beschwer-
degegnerin denn auch dargelegt, dass es nicht der grössere zeitliche Be-
zugsrahmen bzw. saisonale Schwankungen waren, die zur zu hohen Tag-
geldausrichtung geführt haben. Entscheidend war allein, dass die gemelde-
ten Lohnzahlungen sich in der Revision als nicht korrekt herausgestellt ha-
ben. Die Buchhaltungsunterlagen ergeben eindeutig, dass entgegen der 
Darstellung des Beschwerdeführers auch in den massgeblichen Monaten 
Juni bis August 2013, für welche zunächst Belege ausgestellt worden wa-
ren, tatsächlich gar keine höheren Löhne verbucht worden waren. So wur-
den auf dem Lohnkonto 2013 für die Monate Januar bis August 2013 kon-
stant Lohnzahlungen von Fr. 5‘416.65 verbucht (act. IIA 162 S. 2). Es ist 

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damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Taggelder 
auf der Basis der Buchhaltungsunterlagen neu berechnet und anschlies-
send hierüber wie auch die daraus folgende Rückforderung verfügt hat. 

Soweit der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren vorgebracht hat, er 
habe nicht strafrechtlich gehandelt (act. IIA 203), ist darauf hinzuweisen, 
dass im vorliegenden Verfahren ein allfällig strafrechtlich relevantes Verhal-
ten nicht Prozessgegenstand ist und ein allfälliges Verschulden im Rahmen 
der Rückforderung nicht massgebend ist (Entscheid des Bundesgerichts 
vom 24. Juli 2013, 9C_478/2013, E. 3.1). 

4.3 Die Berechnung der Rückforderung (Fr. 6‘008.55 [act. IIA 211 S. 3 
f.]) ist gestützt auf die Akten nicht zu beanstanden und wird vom Be-
schwerdeführer auch nicht in Frage gestellt. 

4.4 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der Lohnrevision vom Ok-
tober 2014 (act. IIA 161 S. 1) erstmals Kenntnis vom Rückforderungsan-
spruch erhalten. Die diesbezügliche Verfügung erging am 1. Dezember 
2014 (act. IIA 201). Die Rückforderung ist demzufolge nicht verwirkt (vgl. E. 
4.1.3 hiervor). 

5.

5.1 Nach dem Ausgeführten sind die beiden Einspracheentscheide vom 
13. Mai 2015 (act. IIA 211 und 213) nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde ist unbegründet und damit abzuweisen. 

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2015, UV/15/509, Seite 14

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.