# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1d37d48-2e7d-5b15-8785-caaf25684a12
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2025 E-8499/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8499-2025_2025-12-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8499/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiberin Emine Zaimi-Husejni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(sicherer Drittstaat); 

Verfügung des SEM vom 29. Oktober 2025. 

 

 

 

E-8499/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 6. Oktober 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der europäi-

schen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) hat ergeben, dass er am (…) 

20(…) in Griechenland um Asyl nachgesucht hatte und ihm dort am (…) 

20(…) internationaler Schutz gewährt wurde. 

C.  

Am 9. Oktober 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (EU-

Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Abkommen vom 28. Au-

gust 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung 

der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit 

irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729). 

D.  

D.a Mit Schreiben vom 14. Oktober 2025 gewährte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichteintretens-

entscheid und der Rückführung nach Griechenland. 

D.b In der Stellungnahme vom 15. Oktober 2025 führte der Beschwerde-

führer insbesondere aus, er habe in Griechenland nach Erhalt des Schutz-

status das Camp in B._______, in welchem er bis zu diesem Zeitpunkt un-

tergebracht gewesen sei, verlassen müssen. Auf Nachfrage bezüglich Un-

terstützungsangeboten sei ihm dort mitgeteilt worden, dass er für seinen 

Lebensunterhalt nunmehr selber aufkommen müsse. Anschliessend sei er 

nach Athen gereist, wo er weder eine Unterkunft noch eine Arbeitsmöglich-

keit gefunden und während rund zweieinhalb Monaten auf der Strasse ge-

schlafen habe. Er habe auch eine Organisation namens «C._______» kon-

taktiert, jedoch seien dort keine Wohnkapazitäten vorhanden gewesen. 

Mithilfe eines älteren Herren sei er schliesslich nach D._______ geflogen 

und anschliessend weiter in die Schweiz gereist. In gesundheitlicher Hin-

sicht leide er an (…) und (…).  

E-8499/2025 

Seite 3 

E.  

Am 23. Oktober 2025 stimmten die griechischen Behörden der Rücküber-

nahme zu und teilten der Vorinstanz mit, dass der Beschwerdeführer am 

(…) 20(…) in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden und über eine 

bis zum (…) 20(…) gültige Aufenthaltsbewilligung verfüge. 

F.  

Die Vorinstanz unterbreitete dem Beschwerdeführer am 27. Oktober 2025 

den Entwurf des Nichteintretensentscheids zur Stellungnahme. Dieser ver-

zichtete gleichentags auf eine Stellungnahme und bat um eine möglichst 

rasche Organisation der Ausreise. 

G.  

Mit Verfügung vom 29. Oktober 2025 trat das SEM auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht ein, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz 

und ordnete den Vollzug derselben nach Griechenland an.  

H.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

5. November 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und be-

antragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz 

sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei er vor-

läufig aufzunehmen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückweisen. Sub-subeventualiter seien von den griechi-

schen Behörden Garantien betreffend Unterkunft sowie den Zugang zur 

medizinischen Grundversorgung einzuholen. In verfahrensrechtlicher Hin-

sicht sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und der 

Wegweisungsvollzug sei superprovisorisch auszusetzen. Schliesslich sei 

ihm die unentgeltlichen Prozessführung zu gewähren und auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses zu verzichten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Seite 4 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 

1 sowie Art. 52 VwVG).  

2.  

Soweit der Beschwerdeführer die Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde beantragt, ist festzustellen, dass der Beschwerde von Ge-

setzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. 

Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese vorliegend nicht entzogen hat, 

weshalb sich der entsprechende Antrag als gegenstandslos erweist.  

3.  

3.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5).  

3.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 

3.1; 2012/4 E. 2.2).  

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe seine 

konkrete Situation in Griechenland nicht ausreichend abgeklärt und damit 

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Seite 5 

den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Entgegen seiner Auffassung hat die 

Vorinstanz sämtliche relevanten Umstände vorliegend abgeklärt, was ihr 

auch ermöglichte, die vorliegend entscheidenden Fragen zu beurteilen. 

Aus den Akten ist nicht ersichtlich, welche wesentlichen Aspekte nicht un-

tersucht worden sein sollen, und solches macht der Beschwerdeführer 

auch nicht geltend. Diese unsubstantiierte Rüge erweist sich offensichtlich 

als unbegründet, weshalb der Subeventualantrag abzuweisen ist.  

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der 

Regel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren 

kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. Bei den Ländern der 

Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation 

(EFTA) besteht die gesetzliche Vermutung, dass es sich um sichere Dritt-

staaten handelt. 

6.2 Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, 

dass es sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat im Sinne von 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt. Den vorinstanzlichen Akten ist sodann 

zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer in Griechenland internationa-

ler Schutz gewährt worden ist und die griechischen Behörden der Rück-

übernahme am 23. Oktober 2025 ausdrücklich zugestimmt haben. Die Vo-

raussetzungen für einen Nichteintretensentscheid nach Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG sind erfüllt, mithin ist das SEM zu Recht auf das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Festzuhalten bleibt in diesem 

Zusammenhang, dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe 

nichts vorbringt, was geeignet wäre, die gesetzliche Vermutung umzustos-

sen. Insbesondere sind die Ausführungen zur allgemeinen Situation in 

Griechenland nicht geeignet, den Beweis des Gegenteils im hier konkret 

zu beurteilenden Fall zu erbringen.  

7.  

7.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 

AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung an sich wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

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Seite 6 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG).  

8.2.2 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung auf die völker- 

sowie unionsrechtlichen Verpflichtungen Griechenlands hingewiesen, auf 

welche sich der Beschwerdeführer als anerkannter Flüchtling berufen 

kann. Auch sind den Akten keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass 

er für den Fall einer Rückkehr nach Griechenland dort mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] verbote-

nen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Trotz gewisser Schwach-

stellen kann nicht von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem in Grie-

chenland gesprochen werden. Es existieren verschiedene Angebote, die 

Schutzberechtigten offenstehen, auch wenn es zu Kapazitätsengpässen 

kommen kann. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwal-

tungsgericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in 

der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken (vgl. Referenz-

urteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 E. 8.1). Vorliegend 

deutet nichts darauf hin, dass dem Beschwerdeführer bei einer Rückkehr 

nach Griechenland eine menschenunwürdige oder Behandlung drohen 

könnte. Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren.  

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht die Vermutung, dass eine 

Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist. Die 

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Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt be-

züglich Griechenlands grundsätzlich auch für vulnerable Personen (vgl. 

Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGer E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.3). In jedem Fall sind im Rahmen 

der Abwägung sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu berück-

sichtigen, darunter Alter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdspra-

chenkenntnisse und Berufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob und 

inwieweit sie eigene, ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen be-

ziehungsweise versucht haben, in Griechenland Hilfe in Anspruch zu neh-

men. Diese Rechtsprechung hat das Gericht jüngst im Referenzurteil 

BVGer D-2590/2025 bestätigt und präzisiert (vgl. a.a.O. E. 9.8).  

Es obliegt den betroffenen Personen, diese Legalvermutungen umzustos-

sen. Dazu haben sie ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass die 

griechischen Behörden im konkreten Fall das Völkerrecht verletzen, ihnen 

nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie menschenunwürdigen 

Lebensumständen aussetzen würden respektive, dass sie in Griechenland 

aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder ge-

sundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würden (vgl. Refe-

renzurteil BVGer D-2590/2025, a.a.O., E. 8.3).  

8.3.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer nach 

der Schutzgewährung rund (…) Monate in Griechenland aufgehalten hat. 

Er gibt zwar an, sich in dieser Zeit bei verschiedenen Geschäften und Res-

taurants nach Arbeit erkundigt, jedoch stets Absagen erhalten zu haben. 

Belege dafür hat er keine eingereicht. Weitergehende Hinweise für allfällige 

Bemühungen, sei es in Bezug auf eine Unterkunft oder jeglicher Art von 

Unterstützung sind den Akten nicht zu entnehmen und werden vom Be-

schwerdeführer auch nicht substantiiert geltend gemacht. Namentlich stellt 

der eingereichte Screenshot eines unvollständig ausgefüllten und undatier-

ten Antragsformulars für eine Unterkunft bei der gemeinnützigen Organisa-

tion «E._______» keine ausreichende Bemühung im Sinne der genannten 

Rechtsprechung dar. Der Beschwerdeführer hat demnach nicht alle ihm 

zumutbaren Anstrengungen zur Sicherung seines Lebensunterhalts unter-

nommen. Es ist zwar davon auszugehen, dass er als anerkannter Flücht-

ling bei einer Rückkehr nach Griechenland mit gewissen Herausforderun-

gen im Alltag konfrontiert sein dürfte; diese erscheinen bei zumutbarer Ei-

geninitiative jedoch nicht unüberwindbar, zumal es sich bei ihm um einen 

jungen und – abgesehen von (…) sowie (…) – grundsätzlich gesunden 

Mann handelt. Bezüglich letzterem kann auf die korrekten Erwägungen der 

Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verweisen werden. Angesichts 

seines (nach wie vor gültigen) Schutz-status und seiner gültigen 

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Seite 8 

Aufenthaltsbewilligung hat er grundsätzlich Zugang zu Sozialleistungen, 

zum griechischen Arbeitsmarkt und zur Gesundheitsversorgung; es obliegt 

ihm, seine Rechte vor Ort bei den zuständigen Behörden geltend zu ma-

chen und nötigenfalls auf dem Rechtsweg durchzusetzen.  

8.3.4 Zusammenfassend ist demnach nicht davon auszugehen, der Be-

schwerdeführer gerate bei einer Rückkehr nach Griechenland aufgrund 

von individuellen Umständen sozialer oder wirtschaftlicher Art zwangsläu-

fig in eine existenzielle Notlage. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich 

als zumutbar. 

8.4 Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass zur Einholung individueller Zu-

sicherungen seitens der griechischen Behörden. Das entsprechende Sub-

subeventualbegehren ist ebenfalls abzuweisen. 

8.5 Es ist schliesslich auch ohne Weiteres von der Möglichkeit des Weg-

weisungsvollzugs auszugehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), da die griechischen 

Behörden der Rückübernahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zuge-

stimmt haben und er über eine bis zum (…) 20(…) gültige Aufenthaltsbe-

willigung verfügt. 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeich-

net. Daran vermögen auch die allgemeinen Ausführungen in der Be-

schwerde und die dort aufgeführten Berichte sowie Artikel nichts zu än-

dern. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 49 VwVG). Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

ungeachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuwei-

sen, da sich die Beschwerdebegehren entsprechend den vorstehenden Er-

wägungen als aussichtslos erwiesen haben (Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.‒ 

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Seite 9 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

10.3 Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.‒ werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Barbara Balmelli Emine Zaimi-Husejni 

 

 

Versand: