# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d9492d4-4fa2-5472-ac8a-6b5519e6dd95
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2023 D-4305/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4305-2023_2023-10-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4305/2023 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 10. Juli 2023. 

 

 

 

D-4305/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Kurde mit letztem Aufenthalt in B._______ 

(Provinz C._______), die Türkei eigenen Angaben zufolge am 17. Oktober 

2022 verliess und am 21. Oktober 2022 in die Schweiz einreiste, wo er am 

folgenden Tag um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM mit dem Beschwerdeführer am 14. November 2022 die Per-

sonalienaufnahme (PA) durchführte und ihn am 4. Juli 2023 in Anwesen-

heit der ihm zugewiesenen Rechtsvertretung zu den Asylgründen anhörte, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs geltend 

machte, seine Familie und er seien als Kurden regelmässig Diskriminierun-

gen ausgesetzt gewesen, 

dass er während seines Studiums von einer rechtsextremen Gruppierung 

geschlagen und ihm nach dem Studium eine staatliche Stelle verwehrt wor-

den sei, 

dass er im Jahr 2020 in D._______ gearbeitet habe, als ihm ein Freund 

gesagt habe, zwei Guerillas wollten ihn sprechen, 

dass er mit dem Freund eines Abends in die Gärten ausserhalb des Dorfes 

gegangen sei und dort die Guerillas getroffen habe, die von ihm verlangt 

hätten, dass er ihnen Lebensmittel und Zigaretten sowie etwas zum Essen 

besorge, 

dass er für sie noch am gleichen Abend das Gewünschte beschafft habe 

und zirka 15 bis 20 Tage später in den Militärdienst gegangen sei, 

dass sein Freund ihn am 29. oder 30. September 2022 angerufen und ge-

sagt habe, ein Guerilla sei festgenommen worden, weshalb er (der Be-

schwerdeführer) ausreisen müsse, 

dass er sofort ausgereist sei, weil er befürchtet habe, ein Guerilla werde 

ihn verraten, 

dass der Beschwerdeführer beim SEM mehrere Dokumente abgab (Iden-

titätskarte und Führerschein im Original, Kopien seines Abschlusszeugnis-

ses der Universität vom 21. März 2023, seines Strafregisterauszugs vom 

24. Januar 2023, des Familienbüchleins, einer Wohnsitzbestätigung und 

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Seite 3 

eines Auszugs der Sozialversicherung sowie zwei Fotografien von ihm aus 

den sozialen Medien), 

dass das SEM dem Beschwerdeführer über die ihm zugewiesene Rechts-

vertretung mitteilen liess, sein Asylgesuch bedürfe weiterer Abklärungen, 

weshalb es im erweiterten Verfahren behandelt werde, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM am 4. Juli 2023 mit-

teilte, sie lege ihr Vertretungsmandat nieder, 

dass das SEM mit Verfügung vom 10. Juli 2023 – eröffnet am 13. Juli 

2023 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein Asylgesuch vom 22. Oktober 2022 ablehnte, die Wegweisung 

aus der Schweiz verfügte, ihn aufforderte, die Schweiz und den Schengen-

Raum bis zum 4. September 2023 zu verlassen, und den Kanton 

E._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, Angehörige der 

kurdischen Bevölkerung könnten in der Türkei Schikanen und Benachteili-

gungen verschiedenster Art ausgesetzt sein, wobei es sich nicht um ernst-

hafte Nachteile im Sinne des Asylgesetzes handle, die einen Verbleib im 

Heimatland verunmöglichten oder unzumutbar erschwerten, 

dass die allgemeine Situation, in der sich die kurdische Bevölkerung be-

finde, gemäss gefestigter Praxis für sich allein nicht zur Anerkennung der 

Flüchtlingseigenschaft führe und diese Einschätzung trotz der sich nach 

dem Putschversuch im Juli 2016 allgemein verschlechternden Menschen-

rechtslage in der Türkei, von der insbesondere auch die Kurden im Südos-

ten des Landes betroffen seien, weiterhin gelte, 

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Diskriminierungen in 

ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinausgingen, die weite Teile der 

kurdischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher Weise treffen könnten, 

dass sie nicht als ernsthaft zu qualifizieren und damit flüchtlingsrechtlich 

nicht relevant seien, 

dass es mit Verweis auf die Urteile des BVGer D-6056/2016 vom 19. Ja-

nuar 2018 E. 5.2, E-801/2015 vom 6. Oktober 2017 E. 3.7, E-4329/2006 

vom 17. Oktober 2011 E. 4.4 weiter ausführte, Vorbringen, die sich lediglich 

auf Informationen Dritter stützten, würden den Anforderungen an eine Ver-

folgung im asylrechtlichen Sinne nicht genügen, 

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dass der Beschwerdeführer die Information über die Festnahme eines 

Guerillas nicht aus unmittelbarer Quelle gewonnen, sondern durch einen 

Freund erhalten habe, womit diese als Information aus zweiter Hand zu 

qualifizieren sei, 

dass seine Furcht, von diesem Guerilla verraten und von den türkischen 

Behörden verfolgt zu werden, auf Mutmassungen beruhe, weshalb sie 

asylrechtlich nicht begründet sei, 

dass der Beschwerdeführer nicht vorbringe, seine Familie oder er hätten 

nach dem Einsatz im Jahre 2020 Probleme mit den türkischen Behörden 

gehabt, 

dass er nach der Begegnung mit den Guerillas einen Monat lang Militär-

dienst geleistet habe, was zeige, dass er keine Verfolgung seitens der tür-

kischen Behörden zu befürchten habe, 

dass sein Vater im Juni 2023 kurz auf den Polizeiposten bestellt worden 

sei und habe sagen müssen, wo er (der Beschwerdeführer) sich befinde, 

dass es keine Hinweise dafür gegeben habe, dass er wegen des Einsatzes 

in D._______ oder aus den in Art. 3 Abs. 1 AsyIG genannten Gründen ver-

folgt werde, 

dass der Beschwerdeführer sich seit dem Jahre 2017 von der Politik dis-

tanziert habe, damit er eine staatliche Anstellung bekomme, 

dass er 2017 die «Halklarin Demokratik Partisi» (HDP) verlassen und alle 

in diesem Zusammenhang publizierten Fotografien auf seinen sozialen 

Medien gelöscht habe, weshalb er seit einiger Zeit nicht mehr über ein po-

litisches Profil verfüge, aufgrund dessen er in den Fokus der türkischen 

Behörden geraten könnte, 

dass die türkischen Behörden mit an Sicherheit grenzenden Wahrschein-

lichkeit schon längst ein Verfahren gegen ihn eröffnet hätten, hätten sie ihn 

der Zusammenarbeit mit dem bewaffneten Flügel der «Partiya Karkeren 

Kurdistan» (PKK) verdächtigt, 

dass der Wahrheitsgehalt der Vorbringen des Beschwerdeführers zumin-

dest hinsichtlich einzelner Aspekte aufgrund widersprüchlicher und unsub-

stanziierter Aussagen stark zu bezweifeln sei, 

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dass er sich an die Jahre, in denen er Wahlbeobachter gewesen sei, nicht 

habe erinnern können und dazu noch die Präsidentschaftswahlen von 

2018 mit dem Verfassungsreferendum vom 2017 verwechselt habe, was 

angesichts des geltend gemachten politischen Engagements nicht nach-

vollziehbar sei, 

dass er nicht habe erklären können, weshalb die beiden Guerillas sich an 

ihn gewandt hätten, da weder seine Familie noch er selber PKK-Sympathi-

santen gewesen seien, weil Guerillas zwingendermassen Vorsichtsmass-

nahmen treffen müssten und kaum jemanden kontaktieren würden, den sie 

nicht kennen würden, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. August 2023 gegen den 

Entscheid des SEM beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 

und beantragte, die Verfügung des SEM vom 10. Juli 2023 sei aufzuheben, 

es sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewäh-

ren, eventualiter sei der Wegweisungsvollzug als unzulässig beziehungs-

weise unzumutbar zu beurteilen und er sei vorläufig aufzunehmen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten, und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe im Wesentlichen den von 

ihm bei der Anhörung geltend gemachten Sachverhalt wiederholt und den 

Verdacht äussert, der festgenommene Guerilla könnte den Behörden sei-

nen Namen verraten haben, weshalb er im Falle einer Rückkehr in die Tür-

kei eine Festnahme befürchte, 

dass er sich deshalb in seinem Heimatort an Leib und Leben bedroht fühle, 

dass beim Bundesverwaltungsgericht am 23. August 2023 eine den Be-

schwerdeführer betreffende «Mittellosigkeits- und Unterstützungsbestäti-

gung» vom 11. August 2023 einging, 

dass der Instruktionsrichter die Gesuche um Gewährung der vollumfängli-

chen unentgeltlichen Rechtspflege und Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses mit Zwischenverfügung vom 29. August 2023 abwies 

und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 13. September 2023 zu-

gunsten der Gerichtskasse einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– einzu-

zahlen, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Be-

schwerde nicht eingetreten, 

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dass am 13. September 2023 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts 

ein Kostenvorschuss von Fr. 750.– geleistet wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. September 2023 mit-

teilte, er beabsichtige die in der Schweiz wohnhafte Frau F._______ zu 

heiraten, sobald die notwendigen Unterlagen vollständig zur Verfügung 

stünden, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass der einverlangte Kostenvorschuss innert der dem Beschwerdeführer 

angesetzten Frist eingezahlt wurde, 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu 

begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung zu seinen Asylgrün-

den vom 4. Juli 2023 und bis zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Hin-

weise dafür erhalten hat, dass gegen ihn in der Türkei ein Ermittlungsver-

fahren wegen Unterstützung der Guerilla eingeleitet wurde (vgl. SEM-Akte 

[…]-18/18 F82 und F85), 

dass sein Vorbringen, sein Vater sei am 22. Juni 2023 auf das Polizeiprä-

sidium einbestellt und nach ihm gefragt worden, nichts daran ändert, dass 

keine konkreten Anhaltspunkte für ein gegen ihn pendentes Ermittlungs-

verfahren bestehen, 

dass der Beschwerdeführer ausführte, er sei bis zum Jahr 2017 Mitglied 

der HDP gewesen, habe seine politische Meinung in den sozialen Medien 

kundgetan und dreimal als Wahlbeobachter geamtet (vgl. SEM-Akte […]-

18/18 F115, F116 und F133),  

dass er nicht geltend machte, ihm seien wegen seines zurückliegenden 

politischen Engagements seitens der heimatlichen Behörden ernsthafte 

Nachteile erwachsen, und aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen 

ist, ihm drohten zukünftig solche, da er sich von der HDP distanziert und 

seine Beiträge in den sozialen Medien gelöscht habe (vgl. SEM-Akte […]-

18/18 F115 und F132), 

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dass dem Beschwerdeführer somit weder zum Zeitpunkt seiner Ausreise 

aus der Türkei (17. Oktober 2022) noch heute eine objektiv nachvollzieh-

bare begründete Furcht vor zukünftiger, asylrechtlich relevanter Verfolgung 

zuzuerkennen ist, 

dass die allgemeinen Benachteiligungen, von denen Kurden in der Türkei 

betroffen sein können, in der Regel und auch vorliegend (vgl. SEM-Akte 

[…]-18/18 F80, F117 und F136) mangels der erforderlichen Intensität die 

Schwelle zur Bejahung ernsthafter Nachteile nicht erreichen, 

dass anstelle von Wiederholungen auf die zu zutreffenden Erwägungen 

des SEM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer im Hei-

matstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von 

Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK ersichtlich sind, 

dass die in der Eingabe vom 13. September 2023 vorgebrachte Heiratsab-

sicht zu keiner anderen Einschätzung führen kann und der Beschwerde-

führer den massgeblichen ausländerrechtlichen Weg zu beschreiten hat, 

wobei es ihm zuzumuten ist, den Ausgang eines entsprechenden Verfah-

rens im Ausland abzuwarten, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass in der Türkei weder Krieg noch Bürgerkrieg herrscht und in Anbetracht 

der vorstehenden Erwägungen nicht zu befürchten ist, der Beschwerdefüh-

rer werde nach einer Rückkehr in sein Heimatland einer konkreten Gefähr-

dung ausgesetzt, 

dass der Beschwerdeführer in der Türkei über ein breites, in guten Verhält-

nissen lebendes familiäres Beziehungsnetz verfügt, eine gute Schulbildung 

hat und einige berufliche Erfahrungen erwerben konnte (vgl. SEM-Akte 

[…]-18/18 F7, F13, F14, F30, F33, F44, F45, F63, F64, F67 und F70), wes-

halb einer erfolgreichen Reintegration nichts entgegenstehen sollte, 

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dass auch keine gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers be-

kannt sind, die gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen könnten, 

dass somit weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle 

Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle ei-

ner Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung 

nicht unzumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Türkei 

auch möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 

AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzu-

wirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 13. September 2023 in gleicher Höhe geleistete Kostenvor-

schuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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