# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6f7aa18-0533-55bb-b3a8-90dee093da5d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.03.2025 II 2024 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2024-98_2025-03-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2024 98

Entscheid vom 20. März 2025 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. h.c., Dr. h.c. B.________,

gegen

WAS Wirtschaft Arbeit Soziales, Ausgleichskasse Luzern, 
Rechtsdienst, Würzenbachstrasse 8, 6000 Luzern 15,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz nach 
Art. 52 AHVG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (nachstehend: der Pflichtige) war seit 28. Dezember 2016 (vgl. 
Handelsregister Kanton C.________, Tagesregister ____ vom ____2016 [Vi-
act. 71/155]) einziger Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift 
der am 3. September 2014 im Handelsregister eingetragenen D.________ 
GmbH (bis 31.1.2017 E.________ GmbH) mit einem Stammkapital von 
Fr. 20'000.--, eingeteilt in 200 Stammanteile zu je Fr. 100.--; einziger Gesellschaf-
ter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift war zuvor F.________ (vgl. Vi-
act. 71/165). Der Zweck der Gesellschaft bestand im Auf- und Abbau von Gerüs-
ten. Mit der Umfirmierung per 31. Januar 2017 verlegte die GmbH gleichzeitig ih-
ren Sitz von G.________ nach H.________. 

In Gutheissung eines Rekurses der GmbH hat das Kantonsgericht C.________ 
mit Entscheid vom 10. Mai 2016 den Entscheid des Bezirksgerichts I.________ 
vom 20. April 2016, mit dem über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet worden 
war, aufgehoben. 

Mit Verfügung vom 8. Januar 2018 hat der Einzelrichter des Bezirksgerichts 
J.________ über die Gesellschaft mit Wirkung ab dem gleichen Tag, 15.00 Uhr, 
den Konkurs eröffnet. Das Konkursverfahren wurde mit Verfügung ebenfalls des 
Einzelrichters vom 14. Februar 2018 mangels Aktiven eingestellt. Nachdem kein 
begründeter Einspruch gegen die Löschung erhoben worden war, wurde die 
GmbH am 22. Mai 2018 im Sinne von Art. 159 Abs. 5 lit. a HRegV von Amtes 
wegen gelöscht.

B. Mit Einschreiben vom 16. Mai 2017 orientierte die Ausgleichskasse Luzern 
den Pflichtigen, dass angesichts der Pfändungsverlustscheine, welche die Be-
treibungsämter G.________ und H.________ am 15. Februar 2017, 29. März 
2017 und 2. Mai 2017 ausgestellt hatten, von der Uneinbringlichkeit der geschul-
deten Beiträge ausgegangen werden müsse, womit der Ausgleichskasse ein 
Schaden von Fr. 82'467.35 entstanden sei; des Weiteren bestünden auf dem 
Konto zusätzlich offene Posten in Höhe von Fr. 7'947.10. Vor Erlass der entspre-
chenden Schadenersatzverfügung wolle man ihm das rechtliche Gehör ge-
währen (Vi-act. 31). Ein gleichlautendes Schreiben ging an F.________, der Ge-
sellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift bei der D.________ 
GmbH gewesen sei (Vi-act. 32). 

C. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2017 erklärte die Ausgleichskasse Luzern 
(nachmals WAS [Wirtschaft/Arbeit/Soziales Luzern]) den Pflichtigen als Gesell-
schafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschriftsberechtigung "subsidiär und 

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solidarisch für den der Ausgleichskasse entstandenen Schaden von 
Fr. 95'054.30" als haftbar (Vi-a. 53). 

Mit Schreiben vom 22. Mai 2018 teilte die Ausgleichskasse Luzern dem Pflichti-
gen mit, dass die Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 in Rechtskraft 
erwachsen sei. Als solidarisch haftendes Organ habe auch Herr F.________ eine 
Schadenersatzverfügung erhalten (Vi-act. 59). 

Nach einer Zahlungserinnerung vom 1. Dezember 2017 im Schadenersatzver-
fahren der Ausgleichskasse (Vi-act. 54) sowie "gesetzliche[n] Mahnung[en]" der 
Ausgleichskasse vom 29. Januar 2018 (Vi-act. 56) sowie der WAS Luzern (von 
welcher die Ausgleichskasse Luzern nunmehr ein Geschäftsfeld darstellte) vom 
10. August 2022 über Fr. 95'054.30 abzüglich zwischenzeitlich bezahlte 
Fr. 11'000.-- (elf Raten zu je Fr. 1'000.-- zwischen dem 2.8.2018 und dem 
7.10.2019; Vi-act. 60) liess der Pflichtige am 7. Februar 2023, gegen den die 
WAS zwischenzeitlich die Betreibung eingeleitet hatte (vgl. Vi-act. 57 [Betrei-
bungsanzeige vom 1.5.2018]), die WAS um eine Abzahlungsvereinbarung mit 
Beträgen von Fr. 300.-- bis Fr. 500.-- ersuchen (Vi-act. 62; vgl. Vi-act. 64 [Schrei-
ben des Pflichtigen vom 14.4.2023 an die WAS]). Hierauf informierte die WAS 
den Pflichtigen mit Schreiben vom 14. Februar 2023 (Vi-act. 62), dass das 
Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. ____ am 26. Januar 2023 bereits 
gestellt worden sei. Aufgrund der Höhe des Ausstandes möchte sie jedoch über-
prüfen, ob die beantragte Ratenhöhe den finanziellen Interessen des Pflichtigen 
entspreche. Am 20. April 2023 teilte die WAS dem Pflichtigen mit, dass ein Til-
gungsplan von Fr. 500.-- nicht genehmigt werde; auf Ratenzahlungen unter 
Fr. 2'250.-- pro Monat werde nicht eingegangen (Vi-act. 65). 

D. Mit Schreiben vom 1. Juni 2023 sowie 5. Oktober 2023 (Vi-act. 66 und 69) 
liess der Pflichtige die WAS um Akteneinsicht ersuchen. Unter Bezugnahme auf 
Art. 47 ATSG i.V.m. Art. 8 Abs. 2 ATSV offerierte ihm die WAS jeweils vor Ort 
Einsicht in die Akten zu gewähren (Vi-act. 67 und 70). Mit dem zweiten Schrei-
ben wies die WAS gleichzeitig darauf hin, dass die Schadenersatzverfügung vom 
10. Oktober 2017 in Rechtskraft erwachsen sei. 

E. Mit Schreiben vom 28. November 2023 (Eingang bei der WAS am 
29.11.2023) reichte der Pflichtige betreffend die Schadenersatzverfügung vom 
10. Oktober 2017 bei der WAS "die Einsprache/das Aufhebungsbegehren/die 
Revision" ein mit den folgenden Anträgen (Vi-act. 71): 

1. Die Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse des Kantons Luzern vom 
10. Oktober 2017 gegenüber A.________ sei aufzuheben und es sei ihm 
gegenüber von der Auferlegung von Verfahrenskosten abzusehen; 

4

2. Der Pfändungsvollzug in der Betreibung ____ gegen A.________ sei 
vorsorglich und umgehend zu sistieren; eventualiter seien die Betreibung 
____ zu löschen und die Pfändung einzustellen, resp. die bisher gepfändeten 
Beträge in diesem Verfahren an den Gesuchsteller / Revisionskläger 
zurückzuerstatten. 

3. Dem Gesuchsteller / Revisionskläger sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren. Für das Beibringen der entsprechenden Nachweise sei 
angemessen Frist anzusetzen; eventualiter sei auf die dem Betreibungsamt 
K.________ vorliegenden Dokumente und Informationen abzustellen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten des 
Staates.

F. Mit "Revisionsentscheid" vom 18. April 2024 (Vi-act. 73) entschied die WAS 
wie folgt: 

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 

2. Auf das Wiedererwägungsgesuch wird nicht eingetreten. 

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

4. Gegen den Revisionsentscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung bei der 
WAS Ausgleichskasse Luzern, Einsprachedienst, Postfach, 6000 Luzern 15, 
Einsprache erhoben werden. Die Einsprache kann schriftlich oder bei 
persönlicher Vorsprache mündlich erfolgen. Sie muss ein Rechtsbegehren, 
den Sachverhalt und eine Begründung enthalten. Die angefochtene 
Verfügung ist mit dem Zustellcouvert und allfälligen weiteren Beweismitteln 
einzureichen. 

5. Gegen den Wiedererwägungsentscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel 
gegeben, weshalb auf eine Rechtsmittelbelehrung verzichtet werden kann. 

6. Gegen die Abweisung der unentgeltlichen Rechtspflege kann innert 30 Tagen 
seit Zustellung zuhanden des Kantonsgerichts Luzern, 3. Abteilung, Postfach 
3569, 6002 Luzern, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die 
Beschwerdeschrift soll eine kurze Darstellung des Sachverhaltes, ein 
Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Der angefochtene 
Entscheid ist mit dem Zustellcouvert und allfälligen weiteren Beweismitteln 
einzureichen. 

7 Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen. 

8. Dieser Entscheid wird den Parteien kostenlos zugestellt.

G. Mit Eingabe vom 23. Mai 2024 (Eingang am 24.5.2024) erhob der Pflichtige 
bei der WAS Einsprache gegen den Revisionsentscheid vom 18. April 2024 mit 
den folgenden Begehren:

1. Es sei auf das Revisionsgesuch vom 28.11.2023 einzutreten. 

2. Es sei die Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse Luzern vom 
10. Oktober 2017 gegenüber A.________ aufzuheben und es sei ihm 
gegenüber von der Auferlegung von Verfahrenskosten abzusehen. 

5

3. Der Pfändungsvollzug in der Betreibung ____ gegen A.________ sei 
vorsorglich und umgehend zu sistieren; eventualiter seien die Betreibung 
____ zu löschen und die Pfändung einzustellen, resp. die bisher gepfändeten 
Beträge in diesem Verfahren an den Gesuchsteller / Revisionskläger 
zurückzuerstatten. 

4. Dem Gesuchsteller / Revisionskläger sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren. Für das Beibringen der entsprechenden Nachweise sei 
angemessen Frist anzusetzen; eventualiter sei auf die dem Betreibungsamt 
K.________ vorliegenden Dokumente und Informationen abzustellen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten des 
Staates.

Am 11. September 2024 (Versand am gleichen Tag) entschied die WAS wie folgt 
über die Einsprache (Dossier 50 24 17):

1. Die Einsprache wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.-4. (Zustellung/Rechtsmittelbelehrung [ans Kantonsgericht Luzern]). 

H. Gegen diesen Einspracheentscheid (Zustellung am 18.9.2024) erhebt der 
Versicherte mit Eingabe vom 17. Oktober 2024 (Postaufgabe am 18.10.2024) 
fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht Luzern mit folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der WAS vom 11.09.2024 [sei] aufzuheben, und auf 
das Revisionsgesuch vom 28.11.2023 sei einzutreten.

2. Es sei die Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse Luzern vom 
10. Oktober 2017 gegenüber A.________ aufzuheben und es sei ihm 
gegenüber von der Auferlegung von Verfahrenskosten abzusehen.

3. Der Pfändungsvollzug in der Betreibung ____ gegen A.________ sei 
vorsorglich und umgehend zu sistieren; eventualiter seien die Betreibung 
____ zu löschen und die Pfändung einzustellen, resp. die bisher gepfändeten 
Beträge in diesem Verfahren an den Gesuchsteller / Revisionskläger 
zurückzuerstatten.

4. Dem Gesuchsteller / Revisionskläger sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren. Für das Beibringen der entsprechenden Nachweise sei 
angemessen Frist anzusetzen; eventualiter sei auf die dem Betreibungsamt 
K.________ vorliegenden Dokumente und Informationen abzustellen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten des 
Staates.

Am 4. November 2024 überwies das Kantonsgericht Luzern die Beschwerde zu-
ständigkeitshalber ans Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. 

I.1 Mit Schreiben vom 5. November 2024 stellte der verfahrensleitende Richter 
dem Beschwerdeführer das Formular "Auskünfte zur Erlangung der unentgeltli-
chen Rechtspflege" (URP) zu unter Ansetzung einer Frist bis 22. November 2024 

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zur ordnungsgemässen Einreichung und unter Androhung des Nichteintretens 
auf das URP-Gesuch im Säumnisfall. 

Gleichzeitig wies er den Antrag Ziff. 3 ab, weil gemäss den Ausführungen des 
Beschwerdeführers laut dessen Schreiben vom 31. Oktober 2024 ans Kantons-
gericht Luzern die Pfändung "aktuell" ausgelaufen war und es keine Hinweise auf 
eine erneute (Lohn-)Pfändung gab. Zum anderen war ein gleichlautender Antrag 
bereits mit dem Revisionsentscheid vom 18. April 2024 (S. 4 Rz. 18) abgewiesen 
worden, ohne dass der Beschwerdeführer deshalb einen Rechtsnachteil erlitten 
hatte. Im Übrigen wurden die Erfolgsaussichten der Beschwerde nach summari-
scher Sichtung der vorliegenden Entscheide und Unterlagen als (sehr) gering 
veranschlagt. 

I.2 Mit Vernehmlassung vom 20. November 2024 äussert sich die Vorinstanz 
zur Beschwerde, macht geltend, es würden keine neuen Argumente vorgebracht 
und beantragt die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

I.3 Am 2. Dezember 2024 reicht der Beschwerdeführer das ausgefüllte URP-
Formular ein; am 9. Dezember 2024 reicht er die Lohnabrechnung des Monats 
November 2024 ein. 

J. Mit Eingabe vom 23. Januar 2025 nimmt der Beschwerdeführer Stellung 
zur Vernehmlassung der Vorinstanz vom 20. November 2024. 

Die Vorinstanz teilt mit Schreiben vom 13. Februar 2025 mit, dass sie keinen An-
lass für eine Änderung ihres Standpunktes sehe, und hält am Abweisungsantrag 
fest. 

K. Mit Eingabe vom 14. Februar 2025 lässt der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers um Einräumung einer "Notfrist" (bis 19.2.2025) zur Einreichung 
ergänzender URP-Unterlagen ersuchen. Diese wurde ihm bis 24. Februar 2025 
gewährt. Innert dieser Frist (und auch danach) gingen beim Verwaltungsgericht 
keine ergänzenden Unterlagen ein. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Soweit die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten ist, hat die 
Rechtsmittelinstanz nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, 
ob der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so 
hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz 
zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft 

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(vgl. statt vieler VGE III 2022 81 + 82 vom 26.9.2022 E. 3.3.2; VGE III 2015 98 
vom 26.8.2015 E. 1.3.1, je mit weiteren Hinweisen).

1.2 Die Ausgleichskasse ist mit dem Revisionsentscheid vom 18. April 2024 
auf das Revisionsbegehren wie das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. 
Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid der WAS vom 11. September 2024 
wurde die Beschwerde, soweit das Nichteintreten auf das Revisionsgesuch 
gerügt wurde, abgewiesen. 

Vorliegend ist somit nur zu prüfen, ob die Abweisung zu Recht erfolgte. Erweist 
sich die Abweisung (bzw. das Nichteintreten) als falsch, muss die Sache an die 
Vorinstanz zur materiellen Prüfung zurückgewiesen werden; Gründe hiervon ab-
zuweichen, bestehen nicht. Das bedeutet, dass auf den Beschwerdeantrag Ziff. 2 
betreffend Aufhebung der Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse Luzern 
vom 10. Oktober 2017 nicht eingetreten werden kann. 

Die Wiedererwägung wurde vom Beschwerdeführer mit den Anträgen in seiner 
Einsprache vom 23. Mai 2024 nicht mehr aufgegriffen und wird auch in der Be-
schwerde vom 17. Oktober 2024 nicht mehr thematisiert. 

2.1 Der Beschwerdeführer macht "Nichtigkeit und Unwirksamkeit der Schaden-
ersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 mangels Zustellung" geltend (Beschwer-
de S. 3 Rz. 4). 

2.2 Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar, 
und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgültig. Nichtigen Verfügungen geht 
hingegen jede Verbindlichkeit und Rechtswirksamkeit ab. Fehlerhafte Entscheide 
im Sinne der Evidenztheorie sind nichtig, wenn sie mit einem tiefgreifenden und 
wesentlichen Mangel behaftet sind, wenn dieser schwerwiegende Mangel offen-
sichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit durch die 
Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Inhaltliche Mängel einer 
Entscheidung führen nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtigkeitsgründe 
fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden 
Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Die Nichtigkeit eines Ent-
scheids ist jederzeit und von sämtlichen rechtsanwendenden Behörden von Am-
tes wegen zu beachten (BGE 148 IV 445 E. 1.4.2; 147 IV 93 E. 1.4.4; 139 II 243 
E. 11.2; Urteile BGer 1C_261/2023 vom 9.12.2024 E. 4.1; 1C_112/2024 vom 
6.6.2024 E. 5.1).  

2.3.1 Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mit-
teilung an die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen 
(Art. 38 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

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cherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Eine Mitteilung, die nur ge-
gen Unterschrift des Adressaten beziehungsweise der Adressatin oder einer an-
deren berechtigten Person überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag 
nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2bis 
ATSG). 

2.3.2 Als zugestellt gilt eine Sendung, wenn sie in den Machtbereich des Emp-
fängers gelangt. Dass dieser sie tatsächlich in Empfang nimmt oder zur Kenntnis 
nimmt, ist nicht erforderlich (BSK ATSG-Randacher/Weber, Art. 38 N 4). Die Be-
weislast für die korrekte Zustellung einer Verfügung obliegt grundsätzlich der 
Behörde, welche daraus rechtliche Konsequenzen ableiten will. Der Nachweis 
der Zustellung kann auch aufgrund von Indizien oder gestützt auf die gesamten 
Umstände erbracht werden (BSK ATSG-Randacher/Weber, Art. 38 N 6 mit Hin-
weis auf BGE 129 I 8 E. 2.2)

2.3.3 Die Zustellfiktion gemäss Art. 38 Abs. 2bis ATSG setzt voraus, dass die Zu-
stellung eines behördlichen Aktes mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu er-
warten war bzw. der Adressat damit rechnen musste. Dabei gilt nach bundesge-
richtlicher Rechtsprechung ein Zeitraum bis zu einem Jahr seit der letzten verfah-
rensbezogenen Handlung noch als vertretbar (BSK ATSG-Randacher/Weber, 
Art. 38 N 14 mit Hinweis auf BGE 130 III 396 E. 1.2.3; vgl. Urteil BGer 
9C_285/2023 vom 26.7.2023 E. 2.3.1).

2.3.4 Aus einer fehlerhaften Zustellung dürfen den Parteien keine Rechtsnachtei-
le erwachsen (BSK ATSG-Randacher/Weber, Art. 38 N 9). Dies folgt aus dem 
Grundsatz von Treu und Glauben. Diesem Grundsatz ist mit Blick auf den 
Rechtsschutz Genüge getan, wenn eine mangelhafte Eröffnung trotz ihres Man-
gels ihren Zweck erreicht hat. Die Partei ihrerseits hat, wenn sie einmal von dem 
sie betreffenden Entscheid Kenntnis erhalten hat, dafür besorgt zu sein, dessen 
Inhalt und Begründung zu erfahren, um über die Ergreifung eines Rechtsmittels 
zu entscheiden. Wenn sie im Besitz aller für die erfolgreiche Wahrung ihrer Rech-
te wesentlichen Elemente ist, läuft die Beschwerdefrist. Ab diesem Zeitpunkt ist 
ihr dieselbe Rechtsstellung eingeräumt wie den übrigen Adressaten, denen der 
Entscheid gemäss anwendbarem Verfahrensrecht korrekt eröffnet wurde (Urteil 
BGer 1C_55/2010 vom 9.4.2010 E. 2.3.3; BGE 102 Ib 91 E. 3). Die Partei darf 
dabei nach dem Grundsatz von Treu und Glauben den Zeitpunkt des Beginns 
des Fristenlaufs nicht beliebig hinauszögern, wenn sie einmal von der sie betref-
fenden Verfügung Kenntnis erhalten hat (Urteil BGer 1P.763/2006 vom 
26.3.2007 E. 3.3; BGE 122 V 189 E. 2; BGE 102 Ib 91 E. 4).

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2.4.1 Die WAS hat im Revisionsentscheid vom 18. April 2024 unter anderem 
Folgendes erwogen (E. 2.3 ff.): 

- Die Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 sei mittels eingeschrie-
benen Briefs (Vermerk: "EINSCHREIBEN") an die bei der Ausgleichskasse 
hinterlegte Adresse (L.________) versandt worden. Weder sei eine erfolglose 
Zustellung gemeldet noch die Sendung retourniert worden. Die Sendungs-
nummern der Schweizerischen Post seien nur während 360 Tagen verfolg-
bar, womit das Datum der Zustellung nicht mehr eruiert werden könne. Der 
Nachweis der Zustellung könne jedoch aufgrund von Indizien und gestützt auf 
die Umstände erbracht werden. 

- An dieselbe Adresse sei die Zahlungserinnerung vom 1. Dezember 2017 und 
eine gesetzliche Mahnung vom 29. Januar 2018 adressiert worden. Ebenso 
sei die Betreibungsanzeige vom 1. Mai 2018 an diese Adresse geschickt 
worden (vgl. vorstehend Ingress lit. C; diese je per normaler Post). Keines 
dieser Schreiben, in welchen auf die Schadenersatzverfügung verwiesen 
worden sei, sei retourniert worden. 

- Auf die Betreibungsanzeige vom 1. Mai 2018 habe der Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 11. Mai 2018 reagiert und konkret Stellung zur geltend ge-
machten Forderung genommen (Vi-act. 58). 

- Mit dem Schreiben vom 22. Mai 2018 an den Beschwerdeführer habe die 
Ausgleichskasse die Rechtskraft der Schadenersatzverfügung festgehalten 
(vgl. vorstehend Ingress lit. C). 

- Die Rechtskraft der Verfügung sei vom Rechtsdienst der Ausgleichskasse per 
30. September 2022 bestätigt worden (vgl. Vi-act. 83/294 [Beilage zum 
Rechtsöffnungsgesuch vom 26.1.2023]). 

- Im betreibungsrechtlichen Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht 
M.________ sei die Rechtskraft der Schadenersatzverfügung vom 10. Okto-
ber 2017 vom Gesuchsteller weder in der Beschwerde noch im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs zur Beschwerdeantwort und den eingereichten Beweis-
mitteln konkret bestritten worden. 

- Auch im Gerichtsurteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts M.________ 
vom 21. März 2023 werde die Rechtskraft der Verfügung in Ziff. 2.2 bestätigt 
und der Ausgleichskasse die definitive Rechtsöffnung erteilt. Die Rechtsver-
tretung des Beschwerdeführers habe dieses Urteil mit Schreiben vom 14. 
April 2023 anerkannt und die Vereinbarung eines Abzahlungsplanes verlangt.

Diese Sachverhaltsdarstellung ist aktenmässig erstellt. Hervorzuheben ist na-
mentlich, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Mai 2018 (Vi-
act. 58) betr. Betreibungsanzeige die "angebliche Schuld" bestritt, dies unter 
konkreter Bezugnahme im Betreff ("Betreibungsanzeige vom 01.05.2018") auf 

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das Schreiben der Vorinstanz vom 1. Mai 2018 betr. "Betreibungsanzeige im 
Schadenersatzverfahren D.________ GmbH, Betrag Fr. 95'054.30". Verfasst war 
das Schreiben vom 11. Mai 2018 auf dem Briefpapier des Beschwerdeführers mit 
seiner L.________-adresse und vom Beschwerdeführer eigenhändig unterzeich-
net. Wenn der Beschwerdeführer nun mit der Beschwerde behauptet, dieses 
Schreiben nicht zu kennen und die Vorinstanz lege kein Beweismittel vor (Be-
schwerde S. 4 Rz. 6), muss er sich ein widersprüchliches und rechtsmissbräuch-
liches Verhalten vorwerfen lassen und unterstellt implizit eine unter seinem Na-
men erstellte Urkundenfälschung Dritter. 

Des Weiteren lautete das Betreibungsbegehren ans Betreibungsamt K.________ 
vom 31. August 2022 auf Fr. 84'054.30 "Abrechnung Schadenersatzverfügung" 
(an die Adresse des Beschwerdeführers in M.________) (Vi-act. 77). Gegen den 
Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes K.________ vom 2. September 2022 in 
der Betreibung ____ erhob der Beschwerdeführer am 6. September 2022 
Rechtsvorschlag (Vi-act. 78/254 f.) und am 12. September 2022 Aufsichtsbe-
schwerde nach Art. 17 SchKG beim Bezirksgericht M.________ (Vi-
act. 78/249 ff.). Die WAS beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. September 
2022 die Abweisung der Beschwerde (Vi-act. 80/259 ff.). Unter anderem hielt die 
WAS fest, die in Betreibung gesetzte Forderung von Fr. 84'054.30 begründe sich 
durch die in Rechtskraft erwachsene Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 
2017 (S. 2 oben [Vi-act. 80/260]). Mit Zirkulationsbeschluss vom 21. Dezember 
2022 wies das Bezirksgericht die Beschwerde ab (Vi-act. 81). Das Obergericht 
des Kantons M.________ bestätigte diesen Zirkulationsbeschluss vom 21. De-
zember 2022 mit Urteil vom 16. Januar 2023 (Vi-act. 82). Der Audienzrichter des 
Bezirksgerichts M.________ erteilte mit Urteil vom 21. März 2023 die definitive 
Rechtsöffnung (Vi-act. 87); die eingereichte Schadenersatzverfügung der Aus-
gleichskasse Luzern vom 10. Oktober 2017 sei rechtskräftig und stelle gemäss 
Art. 54 Abs. 2 ATSG einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 
Abs. 2 Ziff. 2 SchKG dar. 

2.4.2 Es kann somit kein Zweifel daran bestehen, dass der Beschwerdeführer 
Kenntnis von der Schadenersatzverfügung hatte, und zwar auf jeden Fall spätes-
tens seit der Zustellung der Betreibungsanzeige vom 1. Mai 2018. 

Seiner Behauptung, er sei per 30. September 2017 nach N.________ weggezo-
gen, kann somit trotz der Wohnsitzbescheinigung der Gemeinde L.________ 
vom 26. März 2020 für die Zeit vom 8. Mai 2015 bis 19. September 2017 (Vi-
act. 71/148 = Vi-act. 76/222) nicht gefolgt werden bzw. ist dies als Schutzbe-
hauptung zu werten. Zum einen wird damit nur der Wegzug, nicht aber auch die 
Wohnsitznahme in N.________ belegt. Zum andern beweist sein Schreiben vom 

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11. Mai 2018 (unter Angabe seiner "alten" Anschrift in L.________) das Gegen-
teil bzw. bedeutet dies allenfalls, dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeit-
punkt wieder aus N.________ zurückgekehrt sein musste. Insofern rechtfertigt es 
sich sogar auf die Zustellfiktion zurückzugreifen und muss sich der Beschwerde-
führer die Zustellung der Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 mit 
dem Ablauf der üblichen Abholfrist für eingeschriebene Postsendungen von 7 
Tagen anrechnen lassen. 

2.4.3 Mit dem Einschreiben vom 16. Mai 2017 gewährte die Ausgleichskasse Lu-
zern dem Beschwerdeführer explizit, d.h. mit Blick auf den allfälligen Erlass der 
entsprechenden Schadenersatzverfügung, das rechtliche Gehör (vgl. vorstehend 
Ingress lit. B). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Beschwerdeführer unbestreitbar 
noch Wohnsitz in L.________. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. 
vorstehend E. 1.3.4) musste er, wie dies bereits auch im angefochtenen Einspra-
cheentscheid zutreffend dargelegt wurde (E. 3.2), zum einen folglich mit einer 
(baldigen) Schadenersatzverfügung rechnen; zum andern wäre er nach Treu und 
Glauben gehalten gewesen, die Ausgleichskasse - unbesehen der Wahrung des 
rechtlichen Gehörs - über seinen geplanten Wegzug ins Ausland zu informieren 
und die Zustellung der Schadenersatzverfahren bezogenen Korrespondenz si-
cherzustellen. 

2.5 Von einer Nichtigkeit der Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 
kann somit keine Rede sein. Selbst wenn dem Beschwerdeführer das Schreiben 
der Ausgleichskasse vom 16. Mai 2017 (vgl. vorstehend Ingress lit. B und 
E. 1.4.3) nicht zugestellt worden wäre, änderte dies an der fehlenden Nichtigkeit 
der Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 nichts. Anzumerken ist, dass 
die verschiedentliche Behauptung der Unkenntnis von Schreiben/Akten der 
Glaubwürdigkeit der Position des Beschwerdeführers abträglich ist. 

Ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer (erst) spätestens mit der Be-
treibungsanzeige vom 1. Mai 2018 von der Schadenersatzverfügung Kenntnis 
erhalten hätte, hätte er diese umgehend anfordern und innert der regulären 
Rechtsmittelfrist (ab Erhalt der angeforderten Schadenersatzverfügung) Einspra-
che erheben müssen. Mit anderen Worten ist somit davon auszugehen, dass die 
Einsprachefrist allerspätestens Ende Juni 2018 abgelaufen sein dürfte. 

Im Übrigen lässt sich die Tatsache, dass der Beschwerdeführer weder nach dem 
1. Mai 2017 noch in den folgenden Monaten die Schadenersatzverfügung ange-
fordert bzw. angefochten hat, nur damit erklären, dass die Zustellung, wie von 
der Ausgleichskasse angenommen, bereits im Oktober 2017 erfolgreich war. 
Diese Annahme wird auch dadurch erhärtet, dass die Ausgleichskasse den Be-

12

schwerdeführer mit dem Schreiben vom 22. Mai 2018 über die mittlerweile einge-
tretene Rechtskraft der Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 infor-
mierte, und der Beschwerdeführer am 7. Februar 2023 - bereits damals vom vor-
liegenden Rechtsvertreter vertreten - im Nachgang zur eingeleiteten Betreibung 
und ohne Bestreitung der Rechtmässigkeit der Forderung - um eine Ratenzah-
lungsmöglichkeit ersuchte (vgl. vorstehend Ingress lit. C). 

2.6 Angesichts der dargelegten klaren Rechts- und Sachlage ist auf die weite-
ren Vorbringen des Beschwerdeführers, soweit sich deren Unhaltbarkeit nicht 
implizit aus den vorstehenden Erwägungen ergeben, grundsätzlich nicht mehr 
einzugehen. Dies gilt auch für das Einspracheverfahren. 

Gleichwohl ist festzuhalten, dass die Rüge der Verletzung der Begründungs-
pflicht (Beschwerde S. 9 f. Rz. 18) unbegründet ist. 

Eine widersprüchliche Beweiswürdigung seitens der Vorinstanzen (Beschwerde 
S. 7 Rz. 12 und S. 8 Rz. 15) ist nicht erkennbar. 

Einen Dritten betreffende Verhaltens- und Verfahrensweisen der Vorinstanzen 
(Beschwerde S. 7 f. Rz. 12) sind für das vorliegende Verfahren irrelevant. 

Selbst wenn der Beschwerdeführer das Schreiben der Ausgleichskasse vom 
16. Mai 2017 betreffend Gewährung des rechtlichen Gehörs nicht erhalten hätte 
(Beschwerde S. 9 Rz.17), könnte er hieraus nichts zu seinen Gunsten herleiten. 
Vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind, müssen Parteien laut 
Art. 42 ATSG nicht angehört werden. Von der Einsprachemöglichkeit gegen die 
Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 hat der Beschwerdeführer nicht 
(rechtzeitig) Gebrauch gemacht (vgl. vorstehend E. 1.5). 

Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde auf seine Anfragen vom 
22. Juni 2023 und 5. Oktober 2023 anerboten, Einsicht in die Akten vor Ort zu 
nehmen. Mit dem Schreiben vom 11. Oktober 2023 (Vi-act. 70) informierte die 
Ausgleichskasse den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass dieser am 
29. Juni 2023 vollumfänglich Akteneinsicht genommen und sich diverse Kopien 
angefertigt habe. Für eine erneute Akteneinsicht ausserhalb eines hängigen Ver-
fahren benötige die Ausgleichskasse die Bekanntgabe eines besonderen Inter-
esses des Beschwerdeführers. Hierauf meldete sich der Rechtsvertreter vor sei-
nem Revisionsbegehren vom 28. November 2023 nicht mehr zur Thematik der 
Akteneinsicht. Die Rügen betreffend die Akteneinsicht (Beschwerde S. 10 
Rz. 19 f.; Replik S. 4 Rz. 6) sind dem Beschwerdeführer bei dieser Sachlage un-
behelflich. Zutreffend wies/weist (Vernehmlassung S. 2 Ziff. 3) die Ausgleichs-
kasse darauf hin, einerseits dass bis zum Revisionsbegehren vom 28. November 
2023 kein Verfahren hängig war, womit sich der Beschwerdeführer nicht auf das 

13

verfahrensbezogene Akteneinsichtsrecht gemäss Art. 47 ATSG berufen konnte, 
und anderseits dass ihm aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Einsicht in 
die eine Drittperson (O.________) betreffenden Akten gewährt werden konnte 
(zum Verhältnis des verfahrensbezogenen Akteneinsichtsrechts und der daten-
schutzrechtlichen Einsicht in Akten vgl. BSK ATSG-Hiebl, Art. 47 N 12 ff.). Im Üb-
rigen wäre eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im vorliegenden verwaltungs-
gerichtlichen Verfahren, in welchem es dem Beschwerdeführer bzw. seinem 
Rechtsvertreter freistand, Einsicht in die Akten zu nehmen, geheilt worden. Den 
kantonalen Gerichten kommt eine volle Kognition zu (vgl. Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 61 N 106). 

Die Ausführungen zu den betreibungsrechtlichen Verfahren (vgl. namentlich Be-
schwerde S. 12 f. Rz. 25 ff.) gehen an der Sache vorbei und sind hier nicht zu 
hören. 

3.1.1 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in 
Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs-
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 
auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Mit 
der prozessualen Revision wird die anfängliche Unrichtigkeit eines Verwaltungs-
aktes angesprochen (BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 18). 

Nach Lehre und Rechtsprechung ist der Sozialversicherungsträger verpflichtet, 
auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn sich diese auf-
grund neuentdeckter Tatsachen oder Beweismittel als unrichtig erweist. Neu sind 
Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche 
Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch trotz hinrei-
chender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner er-
heblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage 
des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender 
rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (Urteil BGer 
9C_21/2019 vom 10.4.2019 E. 3 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 143 V 105 E. 2.3). 
Neu ist ein Beweismittel namentlich, wenn es bei Erlass des zu revidierenden 
Entscheids schon existierte, aber der betroffenen Partei nicht bekannt oder nicht 
zugänglich war. Für die Neuheit des Beweismittels ist einzig entscheidend, ob es 
bei hinreichender Sorgfalt schon im früheren Verfahren hätte beigebracht werden 
können. In diesem Zusammenhang gelten strenge Massstäbe. Die prozessuale 
Revision hat nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen 
Nachlässigkeit zu ermöglichen (BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 26 mit Hinwei-
sen).

14

3.1.2 Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind 
innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relati-
ven Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung 
resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). 

3.2.1 Wie vorstehend dargelegt (E. 1.1 ff.) ist die Schadenersatzverfügung vom 
10. Oktober 2017 nicht nichtig und im Zeitpunkt des Revisionsbegehrens vom 
28. November 2023 längstens in Rechtskraft erwachsen. 

3.2.2 Die Ausgleichskasse hat im Revisionsentscheid vom 19. April 2024 erwo-
gen (E. 3.1 ff.), der Beschwerdeführer hätte bereits zu einem früheren Zeitpunkt 
gegen die Schadenersatzverfügung vorbringen müssen, er habe vor Ende De-
zember 2016 keine Organstellung innegehabt und sei vor dem 3. Januar 2017 
nicht mit der Geschäftsführung betraut gewesen; bereits bei seinem Eintritt in die 
GmbH sei diese zahlungsunfähig und überschuldet gewesen; den Schaden hätte 
er nicht mehr abwenden können. Hierbei handle es sich um keine neuen Tatsa-
chen. 

Im angefochtenen Einspracheentscheid führte die Vorinstanz zudem aus (E. 3.3), 
der Beschwerdeführer sei daran zu erinnern, dass er sich mit Schreiben vom 
11. Mai 2018 zur in Betreibung gesetzten Schadenersatzforderung geäussert 
habe im Wissen darum, dass es sich hierbei um die Forderung gemäss der 
Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 handle (Bezugnahme auf das 
Schreiben der Ausgleichskasse vom 1.5.2018 mit Nennung der Schadenersatz-
verfügung vom 10.10.2017 und gefordertem Betrag). Wäre dem Beschwerdefüh-
rer die Schadenersatzverfügung vom 10. Oktober 2017 effektiv nicht zugestellt 
worden, hätte er diese Tatsache innert 90 Tagen seit Entdeckung des Mangels 
geltend machen müssen. Diese Frist sei jedoch mit dem Revisionsgesuch vom 
28. November 2023 nicht eingehalten worden. 

3.2.3 Der Begründung der Vorinstanzen ist vollumfänglich beizupflichten. Einer-
seits wurde die relative Revisionsfrist von 90 Tagen klarerweise versäumt; an-
derseits fehlt es ebenso klar an einem Revisionsgrund. 

Anzumerken ist allenfalls, dass bei nicht korrekter bzw. fehlender Zustellung der 
Schadenersatzverfügung mit Entdeckung dieses Mangels (bzw. der Zustellung 
[auf entsprechende Anforderung seitens des Beschwerdeführers, vgl. vorstehend 
E. 1.3.4 und E. 1.5]) vorab für den Beschwerdeführer die ordentliche Einsprache-
frist zu laufen begonnen hätte, welche kürzer als die relative Revisionsfrist dau-
ert. Insofern kann eine fehlerhafte Eröffnung eines Entscheides grundsätzlich 
keinen Revisionsgrund darstellen, da erst mit der korrekten Eröffnung bzw. der 
Kenntnisnahme des Entscheides die Rechtsmittelfrist zu laufen beginnt (vgl. vor-

15

stehend E. 2.3.4). Auf das Ergebnis der vorliegenden Beschwerde wie bereits 
des Einspracheentscheides hat dies indessen keinen Einfluss. 

3.3 Der Beschwerdeführer äussert sich vor dem Verwaltungsgericht unter dem 
Titel "Revisionsgesuch" (Beschwerde S. 14 ff. Rz. 32 ff.; vgl. auch Replik vom 
23.1.2025 S. 5 Ziff. 9) ausführlich materiell zur Verschuldenshaftung nach Art. 52 
des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; 
SR 831.10) vom 20. Dezember 1946. Jedoch legt er weder mit seinen Vorbrin-
gen Tatsachen dar noch ergeben sich solche aus den miteingereichten (und be-
reits bekannten) Belegen (Dokumenten), welche als neu im revisionsrechtlichen 
Sinne qualifiziert werden könnten. Vielmehr handelt es sich durchwegs um Rü-
gen, welche typischerweise bereits mit einer Einsprache hätten geltend gemacht 
werden können, sowie um Verweise auf Unterlagen, die ebenfalls bereits be-
standen und auf welche bei Aufwendung der gebotenen Sorgfalt hätte verwiesen 
werden können. Im Rahmen einer prozessualen Revision haben diese Vorbrin-
gen daher einen unbeachtlichen appellatorischen Charakter. 

3.4 Es erweist sich somit, dass das Nichteintreten der Ausgleichskasse auf das 
Revisionsbegehren und die Abweisung der gegen dieses Nichteintreten mit dem 
angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht erfolgte. 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

4.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'000.-- sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). Parteien-
tschädigungen sind keine zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 VRP). 

Der Beschwerdeführer beantragt indes die Gewährung von URP.

4.2 Ist eine Partei bedürftig und erscheint das Verfahren nicht als aussichtslos, 
so befreit sie die Behörde auf Antrag ganz oder teilweise von der Kostentragung 
und der Kostenvorschusspflicht (§ 75 Abs. 1 VRP). Vermag eine Partei, der die 
unentgeltliche Prozessführung oder Vertretung bewilligt wurde, die Kosten und 
die Entschädigung zu decken, so ist sie zur Rückzahlung an die Gerichtskasse 
verpflichtet. Die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt der Rechts-
kraft des Entscheides (§ 75 Abs. 3 VRP). Der Anspruch auf Kostenlosigkeit des 
Verfahrens setzt also nach kantonalem Recht fehlende Aussichtslosigkeit sowie 
Bedürftigkeit voraus. Der gleiche Anspruch ergibt sich unbesehen des kantona-
len Rechts aus Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999.

16

4.3.1 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten jene Prozessbe-
gehren als aussichtslos, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
erscheinen als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeich-
net werden können. Massgeblich ist, ob sich eine vernünftige, nicht mittellose 
Partei ebenfalls zur Beschwerde entschlossen hätte. Eine Partei soll einen Pro-
zess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb 
anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 140 V 521 E. 9.1; Urteil BGer 
2C_528/2012 vom 2.11.2012 i.Sa. S. vs. Regierungsrat des Kantons Schwyz 
[VGE III 2012 16 vom 18.4.2012] E. 4; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 mit Hinweisen).

4.3.2 Die Vorinstanz weist vernehmlassend zu Recht darauf hin, dass der Be-
schwerdeführer nichts vorbringt, was nicht bereits Gegenstand der beiden voran-
gegangenen Entscheide vom 11. September 2024 (Einspracheentscheid) und 
18. April 2024 (Revisionsentscheid) war, mit Ausnahme der behaupteten 
Gehörsverletzung (im Zusammenhang mit der Akteneinsicht). Die vorstehenden 
Erwägungen verdeutlichen die Aussichtslosigkeit der Beschwerde angesichts der 
umfassenden und einleuchtenden Darlegungen in den beiden erwähnten Ent-
scheiden. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs hingegen vermag 
keineswegs zu überzeugen bzw. ist angesichts der persönlichen Einsichtnahme 
des Beschwerdeführers vielmehr widersprüchlich und wurde bezeichnenderwei-
se vom Beschwerdeführer in den vorangegangenen Verfahren nicht vorgebracht. 

4.3.3 Die Fragen der Notwendigkeit der Rechtsverbeiständung sowie die Bedürf-
tigkeit sind daher nicht weiter zu prüfen. Bei einem Bruttolohn von Fr. 6'996.-- 
(Eigenangabe des Beschwerdeführers auf dem URP-Formular sowie Lohnab-
rechnung November 2024) ist allerdings, nachdem derzeit keine Lohnpfändung 
läuft (vgl. vorstehend Ingress lit. I.1), nicht von einer Bedürftigkeit auszugehen. 
Der Beschwerdeführer hat mit dem URP-Formular nur Mietkosten von 
Fr. 2'124.-- pro Monat deklariert. Wird nach Massgabe der Richtlinien des Kan-
tonsgerichts Schwyz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmi-
nimums nach Art. 93 SchKG (Notbedarf) vom 7. Dezember 2009 ein monatlicher 
Grundbetrag von 1'440.-- (Fr. 1'200.-- plus praxisgemässer Zuschlag des Verwal-
tungsgerichts von 20%) für einen alleinstehenden Schuldner eingesetzt (Ziff. I.1 
Richtlinien), verbleiben rund Fr. 3'400.--. Somit dürfte dem Beschwerdeführer 
selbst unter Berücksichtigung allfälliger weiterer Ausgaben (wie unumgängliche 
Berufsauslagen und verschiedene Auslagen, vgl. Ziff. II.4 und II.8 Richtlinien) ein 
hinreichender Betrag zur Verfügung stehen, um die ihm aus diesem Verfahren 
entstandenen Kosten innert angemessener Frist (d.h. bis rund ein Jahr) zu be-
gleichen. 

17

4.3.4 Das URP-Gesuch ist somit abzuweisen. 

18

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-
wiesen. 

3. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt. Er hat diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des 
Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des 
Verwaltungsgerichts zu überweisen.

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R; unter Beilage der Ein-

gabe der Vorinstanz vom 13.2.2025)
- die Vorinstanz (R)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A; z.K.).

Schwyz, 20. März 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. April 2025