# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dcde7fb-c1af-5cb0-b6f3-a1fd80242e4e
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-28
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung 28.04.2015 OG O2S-14-14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_002_OG-O2S-14-14_2015-04-28.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer 
Beschuldigter 

A___ 
 

 
 
Beschwerdegegnerin 
Anklägerin 

Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden 
 
vertreten durch: StA B___ 
 

 

 
 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
2. Abteilung  
 

Urteil vom  28. April 2015  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter B. Oberholzer, S. Plachel, H.P. Blaser, H. Zingg 
Obergerichtsschreiberin B. Widmer 
 
 

Verfahren Nr. O2S 14 14 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 

Gegenstand Beschwerde gegen die Beschlagnahmeverfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 4.11.2014 (Verfahren Nr. U 1 4 1220) 

 

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Das Obergericht stellt in tatsächlicher und rechtli cher Hinsicht fest: 

 
 
1. Die Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden führte am 3. November 2014 von 11.00 

bis 12.02 Uhr eine Einvernahme des Beschwerdeführers A___ als Zeuge im 

Strafverfahren gegen C___ betreffend Geschwindigkeitsüberschreitung durch. Im 

Rahmen dieser Einvernahme behändigte der befragende Staatsanwalt das Handy des 

Beschwerdeführers wegen des Verdachts der unerlaubten Aufnahme der Befragung.1  

 

 Gleichentags wurde der Beschwerdeführer von 12.30 bis 12.45 Uhr als Beschuldigter 

wegen falscher Zeugenaussage und unbefugtem Aufnehmen von Gesprächen einver-

nommen. Der Beschwerdeführer gab im Rahmen dieser Einvernahme zu Protokoll, dass 

er das Handy gerne zurück möchte und dass er wolle, dass das Handy versiegelt 

werde.2 

 

 Mit Verfügung vom 4. November 2014 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft das 

Handy iPhon 079 000 00 00 des Beschwerdeführers. Als Grund für die Beschlagnahme 

gab sie an, dieser Gegenstand werde als Beweismittel gebraucht (Art. 263 Abs. 1 lit. a 

StPO3). Der Kurzbegründung ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass der Beschwerde-

führer am 3. November 2014 eine staatsanwaltliche Befragung ohne Wissen der weite-

ren Beteiligten auf seinem Handy aufgenommen habe. Im Weiteren beständen konkrete 

Anhaltspunkte auf eine falsche Zeugenaussage.4  

 

 

2. Die Staatsanwaltschaft stellte am 5. November 2014 beim Kantonsgerichtspräsidium 

Appenzell Ausserrhoden einen Antrag auf Entsiegelung und Durchsuchung des Handys 

iPhon des Beschwerdeführers.5 Am 14. November 2014 reichte der Beschwerdeführer 

eine Beschwerde betreffend rechtswidrige Beschlagnahme beim Kantonsgericht Appen-

zell Ausserrhoden ein.6 Diese wurde mit Verfügung vom 1. Dezember 2014 zuständig-

keitshalber dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden überwiesen.7  

Mit Verfügung vom 16. Dezember 2014 des Einzelrichters in Strafsachen des Kantons-

gerichts wurde die Teilentsiegelung des Handys bewilligt. Gemäss Ziffer 1 des Disposi-

                                                
1  Act. B 8/1 
2  Act. B 8/2 
3  Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO, SR 312.0) 
4  Act. B 8/3 
5  Act. B 8/4 
6  Act. B 8/6 
7  Act. B 8/10 

 

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tivs beschränkt sich diese auf die allfällige heimliche Aufnahme der Zeugeneinvernahme 

von A___ vom 3. November 2014. Weiter sieht Ziffer 3 des Dispositivs vor, dass die 

Teilentsiegelung nur durchgeführt wird, falls die Zulässigkeit der Beschlagnahme des 

Handys im Beschwerdeverfahren betreffend Beschlagnahmeverfügung vom 4. Novem-

ber 2014 durch das kantonale Obergericht rechtskräftig bestätigt wird.8 

 

 

3. In der Beschwerde betreffend Beschlagnahme vom 14. November 2014 – eingegangen 

beim dafür zuständigen Obergericht am 4. Dezember 2014 – beantragte der Beschwer-

deführer, es sei festzustellen, dass die Beschlagnahme rechtswidrig sei und ihm des 

beschlagnahmte Mobiltelefon herauszugeben sei. Weiter sei festzustellen, dass die 

Beschlagnahmeverfügung nicht rechtsgenügend begründet sei. Schliesslich sei ihm vor 

einem Entscheid das rechtliche Gehör zu gewähren, insbesondere die Akteneinsicht. 

Alles unter Kosten-, Schadens- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.9 Mit 

Verfügung des Obergerichtspräsidenten vom 5. Dezember 2014 wurde den Parteien die 

Zuweisung des Verfahrens an die 2. Abteilung sowie die Leitung des Verfahrens durch 

Obergerichtsvizepräsident Walter Kobler mitgeteilt.10 Die Staatsanwaltschaft verzichtete 

stillschweigend auf eine Stellungnahme zur Beschwerde.11 Das Verfahren wurde gleich-

wohl weitergeführt (Art. 390 Abs. 2 StPO). 

 

Auf die Ausführungen in der vorstehend aufgeführten Eingabe kann verwiesen werden; 

soweit für die Beurteilung der Beschwerde erforderlich, ist darauf im Rahmen der nach-

folgenden Erwägungen einzugehen. 

 

 

4. Nach Art. 26 JG12 ist das Obergericht Berufungs- und Beschwerdeinstanz in der 

allgemeinen Strafrechtspflege und in Jugendstrafsachen, unter Vorbehalt der Befugnisse 

des Einzelrichters oder der Einzelrichterin. Letztere sind nach Art. 27 JG Beschwer-

deinstanz gegenüber dem Einzelrichter oder der Einzelrichterin des Kantonsgerichts als 

Zwangmassnahmegericht. Die Zwangsmassnahmen sind im 5. Titel in den Artikeln 196 

bis 298 geregelt. Darin stehen in Kapitel 7 in den Artikeln Art. 263 bis 268 die Bestim-

mungen zur Beschlagnahme. Insofern geht es vorliegend um die Beurteilung einer 

Zwangsmassnahme. Da es sich bei der angefochtenen Verfügung aber um eine solche 

der Staatsanwaltschaft – und nicht um eine solche eines Einzelrichters oder einer Ein-

                                                
8  Act. B 8/15 
9  Act. 1 
10  Act. 4 
11  Act. 9 
12  Justizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)  

 

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zelrichterin des Kantonsgerichts – handelt, ist im vorliegenden Fall die Abteilung des 

Obergerichts zuständig. 

 

 Nach Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügungen und 

die Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft. Demnach steht sie auch gegen eine 

Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft nach Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO 

offen.13 Ausschlussgründe für die Beschwerde nach Art. 394 StPO sind vorliegend keine 

gegeben. 

 

Die Beschwerdefrist von 10 Tagen nach Art. 396 Abs. 1 StPO ist eingehalten worden. 

Die Beschlagnahmeverfügung datiert vom 4. November 2014 und mit Eingabe vom 

14. November 2014 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde an das Kantonsgericht. 

Dass die Beschwerde an das Kantonsgericht anstatt an das Obergericht gesandt wurde, 

ist auf die falsche Rechtsmittelbelehrung auf der Beschlagnahmeverfügung der Staats-

anwaltschaft zurückzuführen. Dem Beschwerdeführer als Laien kann daraus kein 

Rechtsnachteil entstehen.14 

 

Die Frage der Legitimation von A___ ist ebenfalls zu bejahen. Nach Art. 382 Abs. 1 

StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 

Änderung eines Entscheids hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Der Beschwerdeführer hat 

als Eigentümer des beschlagnahmten Handys zweifelsohne ein rechtlich geschütztes 

Interesse an der Aufhebung des Entscheids.  

 

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und 

Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a); die 

unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b); Unangemessenheit 

(lit. c) gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Neue Tatsachenbehauptungen und 

Beweise sind zulässig.15 Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behan-

delt. Heisst die Behörde die Beschwerde gut, so fällt sie einen neuen Entscheid oder 

hebt den angefochtenen Entscheid auf und weist ihn zur neuen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurück (Art. 397 Abs. 1 und 2 StPO).  

5. Die Anordnung der Beschlagnahme ist von ihrer Durchführung zu unterscheiden.16 Weil 

die Staatsanwaltschaft das Handy bereits bei sich hat, geht es vorliegend nicht um eine 

                                                
13  BOMMER/GOLDSCHMID, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 68 

zu Art. 263 und N. 10 zu Art. 393 StPO; ANDREAS J. KELLER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 15 zu Art. 393 

14  ANDREAS J. KELLER, a.a.O., N. 16 zu Art. 396 
15  PATRICK GUIDON, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu 

Art. 393; siehe auch ANDREAS J. KELLER, a.a.O., N. 42 zu Art. 393 
16  BOMMER/GOLDSCHMID, a.a.O., N. 67 zu Art. 263 StPO 

 

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Herausgabe im Sinn von Art. 265 StPO. Vielmehr hat die Staatsanwaltschaft das Handy 

des Beschwerdeführers am Ende von dessen Einvernahme als Zeuge im Strafverfahren 

gegen C___ betreffend Geschwindigkeitsüberschreitung als vorläufige Massnahme 

behändigt.17 In der folgenden Einvernahme als Beschuldigter wurde dem 

Beschwerdeführer sodann angekündigt, dass er die schriftliche Beschlagnahmever-

fügung per Post zugestellt erhält.18 Dieses Vorgehen ist nach Art. 263 Abs. 2 StPO 

zulässig.19 

 

 

6. In der Begründung der Beschwerde macht der Beschwerdeführer zum einen geltend, die 

Staatsanwaltschaft habe in ihrer Beschlagnahmeverfügung einen Mustertext verwendet 

und die erforderliche Prüfung der allgemeinen Voraussetzungen für Grundrechtseingriffe 

bzw. Zwangsmassnahmen nicht vorgenommen. Daraus resultiere eine nichtssagende 

Begründung der Verfügung, welche aus der schlichten Behauptung bestehe, dass er 

eine staatsanwaltliche Befragung aufgenommen habe sowie Anhaltspunkte für die fal-

sche Zeugenaussage auf dem Mobiltelefon zu finden seien. Die Beschlagnahmever-

fügung sei nicht rechtsgenügend begründet und verunmögliche ihm eine effektive Ent-

kräftung der Vorhalte bzw. Verteidigung (fair Trial). Er ersuche daher um Gewährung der 

Teilgehalte des fairen Verfahrens und Gehörs im Vernehmlassungsverfahren.20 

 

Nach Art. 263 Abs. 2 Satz 1 StPO ist die Beschlagnahme mit einem schriftlichen, kurz 

begründetem Befehl anzuordnen. Die genannte Norm sieht somit ausdrücklich nur eine 

kurze Begründung vor, aber es wird darin nicht vorgeschrieben, welchen Inhalt die 

Begründung aufweisen muss. Aufgrund der Funktion des Beschlagnahmebefehls sollte 

dieser jedoch unter anderem Ausführungen zum Tatbestand bzw. den Tatbeständen 

enthalten, derentwegen die Strafuntersuchung geführt wird, das Objekt bzw. die Objekte 

der Beschlagnahme, den Rechtsgrund der Beschlagnahme sowie eine kurze Darlegung, 

aus welchen tatsächlichen Gründen die Beschlagnahme angeordnet worden ist.21  

 

 In der Beschlagnahmeverfügung vom 4. November 2014, welche an den Beschwerde-

führer ging, sind als Straftatbestände falsche Zeugenaussage (Art. 307 StGB22) sowie 

unerlaubte Aufnahme (Art. 179 StGB) aufgeführt. Weiter enthalten ist der beschlag-

                                                
17  Act. B 8/1 
18  Act. B 8/2  
19  NIKLAUS SCHMID, Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, S. 485 Rz. 1117 f.; 

STEFAN HEIMGARTNER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 25 zu Art. 263 

20  Act. B 1 
21  BOMMER/GOLDSCHMID, a.a.O., N. 62 zu Art. 263 StPO; STEFAN HEIMGARTNER, a.a.O., N. 23 zu Art. 263 
22  Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) 

 

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nahmte Gegenstand, ein Handy iPhon 079 000 00 00, und als Grund für die Beschlag-

nahme wird angegeben, dass die Gegenstände als Beweismittel gebraucht werden (Art. 

263 Abs. 1 lit. a StPO). In der Kurzbegründung wird sodann ausgeführt, dass der 

Beschuldigte am 3. November 2014 eine staatsanwaltliche Befragung ohne Wissen der 

weiteren Beteiligten auf seinem Handy aufgenommen habe. Im Weiteren beständen 

konkrete Anhaltspunkte auf eine falsche Zeugenaussage. Es sei davon auszugehen, 

dass auf dem Handy ein entsprechender Schriftverkehr ausgelesen werden könne. Eine 

sofortige Datensicherung und anschliessende Wiederherausgabe des Handys habe der 

Beschuldigte abgelehnt. Er habe die Siegelung seines Handys verlangt. Das Handy sei 

anlässlich der Befragung eingezogen und sichergestellt worden. Schliesslich enthält die 

Beschlagnahmeverfügung auch noch eine Rechtsmittelbelehrung.23 

 

 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschlagnahmeverfügung entgegen den 

Ausführungen des Beschwerdeführers ausreichend begründet worden ist. Der 

Beschwerdeführer wusste, welcher deliktischen Handlungen er verdächtigt wurde und 

aufgrund welcher Normen die Beschlagnahme erfolgte. Die Rüge der Verletzung der 

Begründungspflicht geht somit fehl. 

 

 

7. Zum anderen rügt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdebegründung, dass die 

Beschlagnahme der Staatsanwaltschaft ein schwerer Grundrechtseingriff in seine 

Eigentumsgarantie, persönliche Freiheit und Privatsphäre sei. Solche Grundrechts-

eingriffe bzw. Zwangsmassnahmen müssten sich gemäss Art. 35 und Art. 36 BV24 und 

Art. 197f. StPO an den allgemeinen Grundlagen wie gesetzliche Grundlagen, öffent-

liches Interesse, Verhältnismässigkeit, hinreichender Tatverdacht, Übermassverbot, 

Bedeutung, Straftat, Erforderlichkeit sowie Zumutbarkeit messen lassen. Die Staatsan-

waltschaft habe die erforderliche Prüfung der allgemeinen Voraussetzungen für Grund-

rechtseingriffe bzw. Zwangsmassnahmen nicht vorgenommen. 

 

 Wie bereits ausgeführt wurde, fällt unter die Zwangsmassnahmen auch die Beschlag-

nahme.25 Deren Grundsätze sind in Art. 197 StPO allgemein und in Art. 263 StPO 

besonders geregelt. In der angefochtenen Beschlagnahmeverfügung wird als Beschlag-

nahmegrund Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO angegeben. Lit. a dieser Bestimmung sieht die 

Beschlagnahme von Gegenständen einer beschuldigten Person dann vor, wenn die 

Gegenstände voraussichtlich als Beweismittel gebraucht werden können. Eine Beweis-

                                                
23  Act. B 8/3. 
24  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
25  Erwägung 4. 

 

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mittelbeschlagnahme setzt ein laufendes Verfahren der Strafrechtspflege, ein beweis-

relevantes Objekt, kein Beschlagnahmeverbot und Verhältnismässigkeit voraus.26  

 

Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Verfahren erfüllt. Im Nachgang zur Ein-

vernahme des Beschwerdeführers als Zeuge im Strafverfahren gegen C___ betreffend 

Geschwindigkeitsüberschreitung wurde gegen den Beschwerdeführer ein Verfahren 

wegen falscher Zeugenaussage und unbefugtem Aufnehmen von Gesprächen 

eröffnet.27 Ebenfalls erfüllt ist die von der Praxis geforderte Voraussetzung, wonach 

gegenüber dem Inhaber des Gegenstandes ein hinreichender, objektiv begründeter 

konkreter Tatverdacht besteht.28 Ein solcher ist gegeben, hat doch der Beschwerdefüh-

rer – wenn auch implizit – sowohl in der Einvernahme als Zeuge als auch in der Einver-

nahme als Beschuldigter gestanden, dass er die Einvernahme mit seinem Handy aufge-

nommen hat.29 Damit ist auch die Beweismitteleignung des beschlagnahmten Handys 

ausgewiesen. In Bezug auf die vom Beschwerdeführer aufgezeichnete Einvernahme 

sowie auf den allfälligen Schriftverkehr im Zusammenhang mit der dem Beschwerdefüh-

rer ebenfalls vorgeworfenen falschen Zeugenaussage liegt sodann kein Beschlagnah-

meverbot vor. Schliesslich ist auch die Verhältnismässigkeit gegeben, da mit der 

Beschlagnahme des Handys die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Tatbestände 

geklärt werden können.  

 

Zusammenfassend erfolgte die Beschlagnahme durch die Staatsanwaltschaft somit 

rechtmässig. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.  

 

 

8. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens vom unterliegenden 

Beschwerdeführer zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Demnach werden die Verfahrens-

kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 500.--,30 dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 Der unterlegene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 StPO 

keinen Anspruch auf eine Entschädigung im Beschwerdeverfahren. 

 

 

Das Obergericht erkennt: 
                                                
26  BOMMER/GOLDSCHMID, a.a.O., N. 10 ff. zu Art. 263 StPO 
27  Act. B 8/2. 
28  BOMMER/GOLDSCHMID, a.a.O., N. 18 zu Art. 263 StPO 
29  Act. B 8/1, S. 7: „Wieso haben Sie die Einvernahme aufgezeichnet? Weil ich bei der letzten 

Ausfragung „angeschrauen“ worden bin.“; act. B 8/2, S. 2: „Wieso haben Sie das Gespräch 
aufgenommen? In den letzten Gesprächen bin ich angeschrauen, ja fast beleidigt worden. Ich habe ja 
keine Beweise um dies nachzuvollziehen.“ 

30  Art. 29 Abs. 1 lit. b der Verordnung über die Rechtskosten und Entschädigungen in der Zivil- und 
Strafrechtspflege (Gebührenordnung; bGS 233.3) 

 

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1. In Abweisung der Beschwerde erwächst die Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Appenzell Ausserrhoden vom 4. November 2014 in Sachen Staat gegen A___ 
(Verfahren Nr. U 14 1220) in Rechtskraft.  

 
 
2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gebühr von CHF 500.00, 

werden dem Beschwerdeführer A___ auferlegt.  
 
 
3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.  
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Den Parteien steht innert einer Frist von 30 Tagen seit Zustellung dieses Urteils die Be-

schwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundesgericht offen. Die Beschwerde in 
Strafsachen ist bei der Bundesgerichtskanzlei, Avenue du Tribunal-Fédéral 29, Postfach, 
1000 Lausanne 14, schriftlich einzureichen (Art. 42 BGG).  

 
 
5. Zustellung am 28. Juli 2015 an: 

- den Beschwerdeführer 
- die Staatsanwaltschaft (U 14 1220)  

 

 

Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. W. Kobler 

Die Obergerichtsschreiberin: 

 

 

B. Widmer, Fürsprecherin