# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ccb3db41-e4e7-5c71-8cac-5b6a9142a88d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240123-O3
**Docket/Reference:** UE240123-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240123-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240123-O/U/GRO

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, die Oberrichterinnen 

lic. iur. C. Gerwig und lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. U. Siegl

Beschluss vom 17. September 2025

1.

2.

A._____, 

B._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft I des 

Kantons Zürich vom 26. März 2024

- 2 -

Erwägungen:

I.

1. Am 3. Februar 2022 verstarb die damals 2-jährige † C._____ während eines 

stationären Aufenthaltes im Universitätskinderspital Zürich (nachfolgend: Kinder-

spital). In der Folge rapportiere die Stadtpolizei Zürich wegen eines ausserge-

wöhnlichen Todesfalls (Urk. 15/1/1/1). Nach Erstattung des durch die Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl in Auftrag gegebenen rechtsmedizinischen Obduktionsgut-

achtens durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (nachfolgend: 

IRMZ) am 9. November 2022 (Urk. 15/1/5/3; Urk. 15/1/5/10; nachfolgend: IRMZ-

Gutachten), trat die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 2. Mai 2023 die Strafunter-

suchung betreffend aussergewöhnlichen Todesfall an die Staatsanwaltschaft I 

des Kantons Zürich ab (nachfolgend: Staatsanwaltschaft; Urk. 15/1/8/2). Diese 

gab – entsprechend dem Beweisantrag von Rechtsanwalt X._____, dem damali-

gen Vertreter von A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1), der Mutter von † 

C._____, und von B._____, dem Vater von † C._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führer 2; Urk. 15/1/7/11), – ein medizinisches Fachgutachten in Auftrag 

(Urk. 15/1/6/1), welches vom 20. November 2023 datiert (Urk. 15/1/6/4; nachfol-

gend: Fachgutachten). 

2. Mit Verfügung vom 26. März 2024 stellte die Staatsanwaltschaft die Untersu-

chung betreffend aussergewöhlichen Todesfall ein (Urk. 8). Dagegen liessen die 

Beschwerdeführer 1 und 2 durch ihren damaligen Vertreter mit Eingabe vom 

12. April 2024 fristgerecht Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen 

(Urk. 9; Urk. 3 S. 2 = Urk. 5 S. 2):

«1.

Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 

26.03.2024 sei aufzuheben.

2.

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich sei zu verpflichten, in der vorlie-

genden Strafsache, Referenz-Nr. …, weiter gegen Unbekannt zu ermitteln 

und das Verfahren u. a. wegen fahrlässiger Tötung zu eröffnen bzw. fortzu-

führen.

3.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse»

- 3 -

3. Mit Verfügung vom 23. April 2024 wurde der Staatsanwaltschaft Frist zur Stel-

lungnahme und zur Einreichung der Untersuchungsakten angesetzt (Urk. 11). Die 

Staatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 26. April 2024 die Abweisung der 

Beschwerde (Urk. 13) und übermittelte die Akten in elektronischer Form (Urk. 15). 

Bei den nachfolgenden Verweisen auf die Untersuchungsakten ist bei der Seiten-

angabe (S. ) die Druckseite und nicht die allenfalls davon abweichende, auf dem 

Dokument angegebene Seitenzahl gemeint.

4. Mit Verfügung vom 29. April 2024 wurde den Beschwerdeführern 1 und 2 Frist 

zur Replik angesetzt. Mit Schreiben vom 7. Mai 2024 baten die Beschwerdeführer 

1 und 2 persönlich um eine faire Beurteilung des vorliegenden Falles und reichten 

Beilagen dazu ein (Urk. 19 und Urk. 20/1-10). Ihr damaliger Vertreter reichte mit 

Eingabe vom 9. Mai 2024 eine Replik ein (Urk. 22). Daraufhin teilte dieser mit 

Schreiben vom 19. August 2024 mit, die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht mehr zu 

vertreten (Urk. 24). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

5. Bei den Beschwerdeführern 1 und 2 handelt es sich um Angehörige eines Op-

fers im Sinne von Art. 116 Abs. 2 StPO. Sie konstituierten sich bei der Staatsan-

waltschaft als Zivil- und Strafkläger (Urk. 15/1/7/2). Dementsprechend sind sie zur 

Beschwerde legitimiert (vgl. MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Basler Kommentar, 

Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N 49 zu Art. 115 StPO). Die 

weiteren Eintretensvoraussetzungen geben keinen Anlass zu Bemerkungen.

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6. Soweit erforderlich, d. h. für die Entscheidfindung notwendig, ist nachfolgend 

auf die Vorbringen der Parteien sowie die Begründung der Staatsanwaltschaft nä-

her einzugehen.

II.

1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den 

Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das 

Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Nach Beendigung des Untersu-

chungsverfahrens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlas-

sen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen sei (Art. 318 StPO). 

Eine vollständige oder teilweise Einstellung erfolgt unter anderem nach Art. 319 

Abs. 1 lit. a StPO, wenn sich kein Tatverdacht erhärten lässt, der eine Anklage 

rechtfertigt. Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend 

Anhaltspunkte vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, 

und die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe beziehungsweise 

Massnahme im Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. Keine An-

klage ist zu erheben, wenn mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit ei-

nem Freispruch zu rechnen ist. In Zweifelsfällen beweismässiger oder rechtlicher 

Natur soll – entsprechend dem Grundsatz «in dubio pro duriore» – tendenziell An-

klage erhoben werden. Die Möglichkeit einer Verfahrenseinstellung ist allerdings 

nicht auf die Fälle zu beschränken, in denen eine Verurteilung mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen erscheint. Eine zu restriktive 

Rechtsanwendung würde dazu führen, dass selbst bei geringer Wahrscheinlich-

keit einer Verurteilung ein Anklagezwang bestünde. Als praktischer Richtwert 

kann daher gelten, dass Anklage zu erheben ist, wenn eine Verurteilung wahr-

scheinlicher erscheint als ein Freispruch (vgl. zum Ganzen: BGE 138 IV 186 

E. 4.1; BGE 137 IV 219 E. 7; JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessord-

nung Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, N 1 ff. zu Art. 319 StPO, insbesondere N 5; 

BOSSHARD/LANDSHUT, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar 

zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 1 zu Art. 308 StPO, 

N 1 ff. zu Art. 319 StPO, insbesondere N 15).

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2. Gemäss Art. 117 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Gelds-

trafe bestraft, wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht. Fahrlässig be-

geht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflicht-

widriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflicht-

widrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der 

er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet 

ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Strafbar ist nur, wer eine geringere Sorgfalt beachtet, als 

ihm nach seinen persönlichen Fähigkeiten möglich wäre. Umgekehrt hat eine er-

höhte Vorsicht aufzubringen, wer dank seiner besonderen Fähigkeiten und Fach-

kenntnisse etc. in der Lage ist, mit grösserer Sorgfalt vorzugehen als andere. Ein 

Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung setzt somit voraus, dass der Täter den 

Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Die Straftat kann 

auch durch pflichtwidriges Unterlassen (Art. 11 StGB) begangen werden. Voraus-

setzung ist in diesem Fall eine Rechtspflicht zur Vornahme der unterlassenen 

Handlung (Garantenstellung) sowie die Möglichkeit, diese Handlung vorzuneh-

men. Der für die Zurechnung des Erfolgs notwendige Kausalzusammenhang zwi-

schen Sorgfaltswidrigkeit und Tod ist gegeben, wenn die in Frage stehende Hand-

lung oder Unterlassung des Täters in irgendeiner Weise für den Erfolg wirksam 

wurde. Nach der Rechtsprechung ist ein (pflichtwidriges) Verhalten im natürlichen 

Sinne kausal, wenn es nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der ein-

getretene Erfolg entfiele. Daher braucht das Verhalten nicht die alleinige oder un-

mittelbare Ursache des Erfolgs zu sein.

Grundvoraussetzung der Fahrlässigkeitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des 

Erfolgs. Die zum Erfolg führenden Geschehensabläufe müssen für den konkreten 

Täter mindestens in ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sein. Darüber hinaus 

erfordert die Zurechnung des sorgfaltspflichtwidrigen Erfolgs dessen Vermeidbar-

keit. Für die Zurechnung des Erfolgs genügt es, wenn das Verhalten des Täters 

mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete.

Bei der Beurteilung des Masses der ärztlichen Sorgfalt bildet Ausgangspunkt die 

allgemeine ärztliche Pflicht, die Heilkunst nach anerkannten Grundsätzen der 

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ärztlichen Wissenschaft und Humanität auszuüben, alles zu unternehmen, um 

den Patienten zu heilen, und alles zu vermeiden, was ihm schaden könnte. Der 

Arzt hat mit seinem Wissen und Können auf einen erwünschten Erfolg hinzuwir-

ken. Die Herbeiführung des Erfolgs oder dessen Garantie ist indes nicht Teil sei-

ner Pflichten. Die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Arztes richten sich 

nach den Umständen des Einzelfalles, namentlich nach der Art des Eingriffs oder 

der Behandlung, den damit verbundenen Risiken, dem Beurteilungs- und Bewer-

tungsspielraum, der dem Arzt zusteht, sowie den Mitteln und der Dringlichkeit der 

medizinischen Massnahme. Der Begriff der Pflichtverletzung darf jedoch nicht so 

verstanden werden, dass darunter jede Massnahme oder Unterlassung fällt, wel-

che aus nachträglicher Sicht den Schaden bewirkt oder vermieden hätte. Der Arzt 

hat die nach den Umständen gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten. Er 

hat indes nicht für jene Gefahren und Risiken einzustehen, die immanent mit jeder 

ärztlichen Handlung und auch mit der Krankheit an sich verbunden sind. Zudem 

steht ihm sowohl in der Diagnose wie auch in der Bestimmung therapeutischer 

oder anderer Massnahmen nach dem objektiven Wissensstand oftmals ein Ent-

scheidungsspielraum zu. Der Arzt verletzt seine Pflichten nur dort, wo er eine Dia-

gnose stellt bzw. eine Therapie oder ein sonstiges Vorgehen wählt, das nach dem 

allgemeinen fachlichen Wissensstand nicht mehr als vertretbar erscheint und da-

her den objektivierten Anforderungen der ärztlichen Kunst nicht genügt (BGE 140 

II 7 E. 3.4; Urteile des Bundesgerichts 6B_1031/2016 vom 23. März 2017 E. 6.1-

6.4 und 6B_958/2020 vom 22. März 2022 E. 3.3.2, je m. w. H.).

Die nachträgliche Beurteilung aufgrund eines Verletzungs- oder Todesfalls hat ex 

ante zu erfolgen, d. h. aus dem Kenntnisstand vor Eintritt des fatalen Ereignisses, 

zu den Zeitpunkten, in welchen die Diagnose gestellt bzw. die Therapie oder das 

sonstige Vorgehen gewählt werden mussten. Dass man im Nachhinein (vielleicht) 

ein anderes Vorgehen gewählt hätte, ist belanglos (Urteil des Bundesgerichts 

1B_113/2012 vom 28. Dezember 2012 E. 6.3.3). Für die Beurteilung haben 

Staatsanwaltschaft und Gerichte sachverständige Personen beizuziehen, wenn 

sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Fest-

stellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO).

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3. Die Staatsanwaltschaft stellte die Strafuntersuchung zusammengefasst mit der 

Begründung ein, eine Würdigung des IRMZ-Gutachtens vom 9. November 2022 

und des Fachgutachtens von Prof. Dr. med. D._____ (nachfolgend: Prof. 

D._____) vom 20. November 2023 ergebe, dass das darin Ausgeführte ausgewie-

sen, nachvollziehbar und schlüssig erscheine. Insbesondere könne als erstellt be-

trachtet werden, dass † C._____ an einer fulminanten bakteriellen Infektion mit 

Pneumokokken, die in den Hirnhäuten lokalisiert gewesen sei und ein Hirnödem 

hervorgerufen habe, verstorben sei. Sodann erscheine mit dem Fachgutachten 

als erstellt, dass sich die behandelnde Ärzteschaft des Kinderspitals Zürich be-

reits bei der Hospitalisierung von † C._____ bewusst gewesen sei, dass das ne-

phrotische Syndrom ein Risiko für invasive lnfektionen und Thrombosen dar-

stellte, und dass sie diesbezüglich mit wiederholten Blutkontrollen und auch im 

Rahmen der Aufnahme der Patientin in die Intensivpflegestation (nachfolgend: 

IPS) genügend aufmerksam gewesen sei. Ferner erscheine mit dem Fachgutach-

ten als erstellt, dass die Ärzteschaft des Kinderspitals am 2. Februar 2022 korrekt 

auf den sich rasch verschlechternden Allgemeinzustand der Patientin reagiert 

habe. Schliesslich erscheine mit dem Fachgutachten als erstellt, dass der Zeit-

punkt der Gabe von Antibiotika und der Verlegung der Patientin in die IPS ange-

sichts der schwierigen Gesamtsituation und des fulminanten Krankheitsverlaufes 

vertretbar und nachvollziehbar sei und dass kein Anhaltspunkt für ein Fremdver-

schulden oder für Sorgfaltspflichtverletzungen seitens der behandelnden Perso-

nen des Kinderspitals in der Situation am 2. Februar 2022 oder davor auszuma-

chen sei. Insgesamt könne daher als erstellt gelten, dass keine Anhaltspunkte für 

ein Fremdverschulden seitens der Ärzteschaft und/oder der Pflege des Kinderspi-

tals vorlägen. Das Fachgutachten setze sich materiell mit allen wesentlichen 

Punkten einlässlich auseinander und dem Gutachter Prof. D._____ seien auch 

sämtliche Akten zur Verfügung gestanden. Zudem sei auch in formeller Hinsicht 

nicht zu beanstanden, dass Prof. D._____ den Infektiologie-Fachmann Prof. 

Dr. med. E._____ (nachfolgend: Prof. E._____) als Hilfsperson bei der Gutach-

tenserstellung beigezogen habe. Prof. D._____ sei dazu gemäss Gutachtensauf-

trag berechtigt gewesen. Von einer Rückweisung des Fachgutachtens an Prof. 

D._____ zur Erweiterung seiner Ausführungen und weiteren anbegehrten Nach-

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fragen sei abzusehen. Angesichts der im Rahmen der vorliegenden Untersuchung 

sowohl durch das IRMZ-Gutachten als auch durch das Fachgutachten nunmehr 

klar erstellten Sachlage sei auch von der Befragung von weiteren Personen, der 

Einholung eines weiteren Gutachtens oder gar der Versetzung von Personen in 

den Beschuldigtenstatus abzusehen. lm Ergebnis sei vielmehr festzustellen, dass 

die Untersuchung keinerlei Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten 

beim Tode von † C._____ ergeben habe (Urk. 8 S. 4 f.). 

4. 

4.1. Die Beschwerdeführer 1 und 2 liessen in ihrer Beschwerdeschrift (neben dem 

Stellen diverser Beweisanträge) im Wesentlichen vorbringen, das Fachgutachten 

sei durch Prof. D._____ in Zusammenarbeit mit Prof. E._____ erstattet worden, 

was ihnen erst nach Abschluss des Gutachtens kommuniziert worden sei. Bei 

Prof. E._____ handle es sich um einen Professor und somit um einen Mitgutach-

ter, welcher durch die Verfahrensleitung ebenfalls separat hätte beauftragt wer-

den müssen, unter Hinweis auf die Ausstandspflichten etc. Auch hätten die Be-

schwerdeführer 1 und 2 über den Gutachterauftrag an Prof. E._____ informiert 

werden müssen, um ihre Teilnahmerechte wahrnehmen zu können. Das Fachgut-

achten sei aus formellen Gründen aus den Akten zu weisen (Urk. 3 N 13 ff.).

Das IRMZ-Gutachten und das Fachgutachten seien zudem inhaltlich unvollstän-

dig und ungenügend. Die Gutachter des IRMZ-Gutachtens und des Fachgutach-

tens seien nicht im Besitz sämtlicher Informationen gewesen. Weder im IRMZ-

Gutachten noch im Fachgutachten sei das Video erwähnt, welches die Beschwer-

deführerin 1 von † C._____ erstellt habe. Ausserdem gebe es zahlreiche Feststel-

lungen und Anmerkungen der Kindsmutter, welche sie auch in der polizeilichen 

Einvernahme vom 14. März 2022 geäussert habe, die im IRMZ-Gutachten und im 

Fachgutachten nicht berücksichtigt worden seien (Urk. 3 N 16 ff.). 

Weder im IRMZ-Gutachten noch im Fachgutachten werde die Frage der Vermeid-

barkeit des Todes im Detail geprüft, obwohl allerspätestens am 2. Februar 2022 

um 09:40 Uhr auch dem Personal bekannt gewesen sei, dass der CRP-Wert von 

70,5 sehr schlecht gewesen sei. Die zuständigen Angestellten im Kinderspital hät-

ten es unterlassen, die notwendigen Massnahmen (Blutabnahme, Antibiotika) 

rechtzeitig in die Wege zu leiten. Der Tod von † C._____ wäre bei rechtzeitiger 

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Behandlung vermeidbar gewesen. Insbesondere im Fachgutachten sei der zeitli-

che Ablauf vom 2. Februar 2022 weder erwähnt noch gewürdigt worden. Es seien 

in der Schweiz konkrete Empfehlungen betreffend Sepsis erlassen worden. We-

der das IRMZ-Gutachten noch das Fachgutachten habe den vorliegenden Todes-

fall hinsichtlich dieser Empfehlungen geprüft. Extrem stossend sei, wenn das 

Fachgutachten sich ausschliesslich und einseitig nur auf das IRMZ-Gutachten ab-

stütze. Von einer fairen und objektiven Beurteilung des Sachverhaltes könne 

keine Rede sein. Auf die Kritikpunkte an spezifischen Ausführungen im IRMZ-Gut-

achten soll nachfolgend näher eingegangen werden. 

Schliesslich werde weder im IRMZ-Gutachten noch im Fachgutachten gewürdigt, 

dass † C._____ neun Tage lang erbrochen habe und in den letzten drei Tagen 

Durchfall gehabt habe. Folgende Pflichtversäumnisse hätten zum Tod von † 

C._____ geführt: Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöle (am 31. Januar 

2022 bekannt); Fieber (am 2. Februar 2022 um 06:06 Uhr bekannt); Mutter höchst 

beunruhigt (am 2. Februar 2022 um 08:00 Uhr bekannt); † C._____ habe nicht 

gewogen werden können (am 2. Februar 2022 um 08:30 Uhr bekannt); Entzün-

dungswert CRP sieben mal höher als Referenzwert (am 2. Februar 2022 um 

09:40 Uhr bekannt); Videobeweis, wie † C._____ habe leiden müssen (am 2. Fe-

bruar 2022 um 14:22 Uhr bekannt). Die Spezialisten der IPS seien erst 8,5 Stun-

den später, um 14:57 Uhr, dazu geholt worden (Urk. 3 N 19 ff.). 

Für die dargelegten mutmasslichen Sorgfaltspflichtverletzungen seien in erster Li-

nie die Pflegefachfrau F._____ und die zuständige Ärztin, PD Dr. med. G._____, 

Abteilungsleiterin … [Abteilung], verantwortlich (Urk. 3 N 21 ff.). 

4.2. Die Staatsanwaltschaft hielt in ihrer Stellungnahme zusammengefasst an ih-

ren Ausführungen in der Einstellungsverfügung fest. Prof. D._____ habe fraglos 

Prof. E._____ für die Erstellung des Fachgutachtens beiziehen dürfen. Die beiden 

Gutachten seien vollständig, nachvollziehbar und seien in Kenntnis aller Akten er-

stellt worden. Angesichts der geklärten Sachlage könne auf die weiteren bean-

tragten Beweiserhebungen verzichtet werden (Urk. 13).

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4.3. Die Beschwerdegegner 1 und 2 reichten mit Eingabe vom 7. Mai 2024 eine 

persönlich verfasste Stellungnahme ein. Sie erklärten im Wesentlichen, dass sie 

alle medizinischen Unterlagen studiert und mit Ärzten und anderen medizinischen 

Fachpersonen gesprochen hätten. Sie seien zum Schluss gekommen, dass sehr 

wohl Fehler seitens des Kinderspitals vorgefallen seien, die mit grösster Wahr-

scheinlichkeit den Tod von † C._____ verursacht hätten. Sowohl das IRMZ-Gut-

achten als auch das Fachgutachten seien somit nicht vollständig (Urk. 19). 

4.4. In der Stellungnahme ihres damaligen Vertreters liessen die Beschwerdefüh-

rer 1 und 2 zusammengefasst entgegnen, das Fachgutachten stütze sich im We-

sentlichen nur auf die Ausführungen des vorgängig erstellten IRMZ-Gutachtens, 

ohne andere Aspekte zu beleuchten. Als grosser Mangel sei nochmals festzuhal-

ten, dass weder im IRMZ-Gutachten noch im Fachgutachten die Frage der Ver-

meidbarkeit des Todes von † C._____ im Detail geprüft worden sei, obwohl aller-

spätestens am 2. Februar 2022, 09:40 Uhr, bekannt gewesen sei, dass der CRP-

Wert sehr schlecht gewesen sei. Das zuständige Personal habe es dann aber un-

terlassen, die notwendigen Massnahmen (Blutabnahme, Antibiotikaabgabe etc.) 

rechtzeitig in die Wege zu leiten (Urk. 22). 

5. 

5.1. Gemäss Art. 184 Abs. 1 StPO ernennt die Verfahrensleitung die sachverstän-

dige Person. Sie erteilt ihr einen schriftlichen Auftrag, der u. a. die Bezeichnung 

der sachverständigen Person und allenfalls den Vermerk enhält, dass die sach-

verständige Person für die Ausarbeitung des Gutachtens weitere Personen unter 

ihrer Verantwortung einsetzen kann (Art. 184 Abs. 2 lit. a und b StPO). Nach Art. 

185 Abs. 1 StPO ist die sachverständige Person für das Gutachten persönlich 

verantwortlich. Gestützt auf Art. 187 Abs. 1 StPO erstattet die sachverständige 

Person das Gutachten schriftlich. Wird ein bestimmter Sachverständiger bestellt 

und mit der Begutachtung betraut, hat er den Auftrag grundsätzlich persönlich 

auszuführen. Eine Delegation seiner Aufgaben und seiner Verantwortung an 

Dritte ist nicht zulässig (Delegationsverbot). Hingegen ist der bestellte Sachver-

ständige nicht verpflichtet, sämtliche für die Begutachtung notwendigen Tätigkei-

ten selber vorzunehmen. Er kann für untergeordnete Arbeiten Hilfspersonen her-

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anziehen. Der Sachverständige kann darüber hinaus für die Ausarbeitung des 

Gutachtens weitere Personen unter seiner Verantwortung einsetzen. Zu denken 

ist etwa an den Einsatz eines qualifizierten Mitarbeiters/einer qualifizierten Mitar-

beiterin zur selbständigen Bearbeitung gewisser Teilaspekte des Gutachtens. 

Eine solche Weitergabe der gutachterlichen Kernaufgaben steht allerdings unter 

dem Vorbehalt der Ermächtigung durch die auftraggebende Strafbehörde und ist 

im Gutachten transparent zu machen (Urteil BGer 6B_989/2017 vom 20. Dezem-

ber 2017 E. 2.3 m.w.H). 

5.2. Am 3. Juli 2023 erteilte die Staatsanwaltschaft den Auftrag für ein medizini-

sches Fachgutachten im Todesfall von † C._____ an Prof. D._____. Im Auftrag 

wurde der Gutachter darauf hingewiesen, dass allfällige von ihm beigezogene Mit-

arbeiter und Hilfspersonen auch der Strafdrohung gemäss Art. 307 StGB unter-

stünden. Bei einer Delegation zur Erstellung des Gutachtens an eine andere Per-

son sei vorgängig mit der Verfahrensleitung Rücksprache zu nehmen 

(Urk. 15/1/6/1). Das vom 20. November 2023 datierende Gutachten ist unterzeich-

net von Prof. D._____, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin FMH speziell Kin-

dernephrologie und Prof. E._____, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin FMH 

und Infektiologie FMH. In der Einleitung des Gutachtens wird ausgeführt, es sei 

entschieden worden, Spezialisten aus dem Gebiet der Pädiatrie, Kindernephrolo-

gie und Infektiologie beizuziehen. Dieses Gutachten werde von Prof. D._____ in 

Zusammenarbeit mit Prof. E._____ erstellt (Urk. 15/1/6/4).

5.3. Der von der Staatsanwaltschaft als Gutachter bestellte Prof. D._____ zog mit 

Prof. E._____ einen Infektiologen zur Erstellung des Fachgutachtens bei, was im 

Gutachten offengelegt wurde (vgl. Urk. 15/1/6/4 S. 1). Prof. D._____ war gemäss 

Gutachtensauftrag ausdrücklich ermächtigt, Hilfspersonen und Mitarbeiter beizu-

ziehen (Urk. 15/1/6/1 S. 3). Der Beizug eines Infektiologen ist aus fachlicher Sicht 

nachvollziehbar und sinnvoll, da † C._____ an einer bakteriellen Infektion verstor-

ben ist (vgl. Urk. 15/1/5/10 S. 16; Urk. 15/1/6/4 S. 2). Prof. E._____ stellt als Fach-

arzt für Kinder und Jugendmedizin sowie Infektiologie fraglos eine geeignete 

Fachperson für die Erstellung des vorliegenden Fachgutachtens dar. Der dama-

lige Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 erhob weder in der Stellungnahme 

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zum Fachgutachten vom 7. März 2025 noch in der Eingabe vom 21. März 2024 

noch in der Beschwerdeschrift Einwände gegen die Person von Prof. E._____ 

bzw. seine Eignung als Fachperson (vgl. Urk. 15/1/7/21; Urk. 15/1/7/23; Urk. 3 

N 13 ff.). Zudem regte er im Schreiben vom 21. März 2024 die Erstellung eines in-

terdisziplinären Gutachtens mit den Fachrichtungen Pädiatrie, pädiatrische Infek-

tiologie, Nephrologie und Intensivmedizin an (Urk. 15/1/7/23 S. 5). Der Beizug von 

Dr. E._____ entsprach somit den ausdrücklich geäusserten Interessen der Be-

schwerdeführer 1 und 2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der 

Sachverständige insbesondere bei interdisziplinären Fragestellungen ermächtigt, 

eine weitere Fachperson hinzuzuziehen, um eine umfassende und sachgerechte 

Beurteilung sicherzustellen (Urteil BGer 6B_884/2014 vom 8. April 2015 E. 3.4.2. 

m. w. H.). Aufgrund des Wortlauts im Gutachten, insbesondere der Bezugnahme 

auf eine Zusammenarbeit mit Prof. E._____ und der Verwendung der „wir“-Form 

bei der Beantwortung der Gutachterfragen, ist ersichtlich, dass Prof. D._____ die 

Ausarbeitung des Gutachtens nicht vollständig an Prof. E._____ übertragen und 

mit seiner Unterschrift lediglich fremde Erkenntnisse übernommen hätte. Vielmehr 

ergibt sich, dass sich Prof. D._____ ausreichend und vertieft mit dem Fall ausein-

andergesetzt, seine eigene fachliche Beurteilung im Gutachten eigenverantwort-

lich eingebracht und durch die (gemeinschaftliche) Unterzeichnung des Gutach-

tens die Verantwortung für dessen Inhalt übernommen hat. Daraus folgt in Über-

einstimmung mit der Staatsanwaltschaft, dass der Beizug von Prof. E._____ als 

Fachperson für Infektiologie zulässig und mit der Pflicht des bestellten Sachver-

ständigen zur uneingeschränkten Gesamtverantwortung vereinbar ist. Daran än-

dert auch nichts, dass es sich bei ihm um einen Professor handelt (vgl. Einwand 

in Urk. 3 N 14 S. 6). 

Selbst wenn man davon ausginge, dass die Funktion von Prof. E._____ bei der 

Erstellung des Gutachtens den Status einer Hilfsperson übersteigt, würde eine 

Rückweisung des Gutachtens allein aufgrund des Fehlens eines gesonderten Er-

mächtigungsaktes einen formalistischen Leerlauf bewirken, der weder dem Inter-

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esse an einer sachgerechten Beweiserhebung noch dem Grundsatz des effekti-

ven Rechtsschutzes gerecht würde.

5.4. Gemäss Art. 184 Abs. 3 StPO gibt die Verfahrensleitung den Parteien vor-

gängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person und zu den Fragen zu 

äussern und dazu eigene Anträge zu stellen. Nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung ist es zur Wahrung des rechtlichen Gehörs allerdings ausreichend, 

wenn die betroffene Person die Möglichkeit hat, sich nachträglich zum Gutachten 

wie auch zur Person des Gutachters zu äussern und gegebenenfalls Ergänzungs-

fragen zu stellen (BGE 144 IV 69 E. 2.5 m. w. H.). Aus den Akten ergibt sich, dass 

das Fachgutachten dem damaligen Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 mit 

Schreiben vom 23. November 2023 zugestellt und ihm Frist angesetzt wurde für 

eine freigestellte Vernehmlassung sowie für allfällige Ergänzungsfragen 

(Urk. 15/1/7/16). Damit wurde das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer 1 und 2 

im Sinne des eben Erwogenen ausreichend gewahrt. Wie bereits erwogen (siehe 

oben E. II.5.3), erhob der damalige Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 in der 

entsprechenden Vernehmlassung keine Einwände gegen den Beizug bzw. die 

Person von Prof. E._____.

6. † C._____ trat am 24. Januar 2022 mit Symptomen eines nephrotischen Syn-

droms ins Kinderspital ein. Am 2. Februar 2022 wurde sie nach einem Krampfan-

fall von der Normalstation auf die Intensivstation verlegt, wo sie am 3. Februar 

2022 um 06:01 Uhr verstarb. Es ist nachfolgend zu prüfen, ob – wie dies die Be-

schwerdeführer vorbringen – Hinweise für eine Sorgfaltspflichtverletzung der ver-

antwortlichen Personen, für die Voraussehbarkeit der Geschehensabläufe sowie 

deren Vermeidbarkeit vorliegen.

7. An Beweismitteln liegen insbesondere zwei Gutachten im Recht: das IRMZ-

Gutachten vom 9. November 2022 (Urk. 15/1/5/10) und das Fachgutachten vom 

20. November 2023 (Urk. 15/1/6/4). Beide Gutachten kommen übereinstimmend 

zum Schluss, dass † C._____ an den Folgen einer eitrigen, durch Pneumokokken 

hervorgerufenen Hirnhautentzündung mit Entwicklung einer Sepsis und eines 

Schockgeschehens verstorben ist (Urk. 15/1/5/10 S. 16 und Urk. 15/1/6/4 S. 2). 

- 14 -

Diese Diagnose wird denn auch vom damaligen Vertreter der Beschwerdeführer 1 

und 2 nicht in Frage gestellt.

7.1. Es ist dem damaligen Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 zuzustimmen, 

wenn er vorbringt, dass weder im IRMZ-Gutachten noch im Fachgutachten Bezug 

genommen werde auf die Filmaufnahme von † C._____. Allerdings kann daraus 

nicht geschlossen werden, dass den Gutachtern diese Aufnahme nicht zur Verfü-

gung gestanden hätte. Aus den vorliegenden Untersuchungsakten geht hervor, 

dass Dr. H._____ die «vollständigen Akten» per Web-Transfer übermittelt wurden 

(vgl. Urk. 15/1/5/8), im Anhang zum Gutachtensauftrag an Prof. D._____ ist die 

«Aufnahme Kispi» ausdrücklich aufgeführt (Urk. 15/1/6/1). Es gibt demnach keine 

Hinweise darauf, dass die Aufnahme den Gutachtern nicht übermittelt worden wä-

ren.

Die Filmaufnahme von † C._____ wurde gemäss Aussagen der Beschwerdefüh-

rerin 1 am 2. Februar 2022 um 12:00 Uhr erstellt (Urk. 15/1/3/1 F/A 25). Die Auf-

nahme sei – gemäss dem damaligen Vertreter – relevant, weil es den schlechten 

Gesundheitszustand der Verstorbenen zeige (Urk. 3 N 17 S. 8 f.). Dass † 

C._____s Allgemeinzustand an diesem Tag stark reduziert war, geht aus den me-

dizinischen Unterlagen (klinisches Protokoll, Problemliste) klar hervor (vgl. 

Urk. 15/1/4/2 S. 33, 34, 40) und wird entsprechend in den beiden Gutachten ver-

schiedentlich geschildert und verarbeitet (Urk. 15/1/5/10 S. 8, 20; Urk. 15/1/6/4 

S. 3, 4). Vor diesem Hintergrund erscheint der Beweiswert der Filmaufnahme be-

schränkt. Die fehlende Bezugnahme der Gutachten auf diese Aufnahme lässt die 

Gutachten damit nicht als unvollständig erscheinen.

7.2. 

7.2.1. Dem Einwand, wonach in den beiden Gutachten zu den von der Beschwer-

deführerin 1 im Rahmen der polizeilichen Einvernahme geäusserten Anschuldi-

gungen keine Stellung genommen worden sei (Urk. 3 N 18, N 19 S. 13 f.), ist Fol-

gendes entgegenzusetzen: Die polizeiliche Einvernahme der Beschwerdeführe-

rin 1 vom 14. März 2022 (Urk. 15/1/3/1) sowie der Polizeirapport, welcher die 

darin geäusserten Vorwürfe der Beschwerdeführerin 1 an die verantwortlichen 

Personen des Kinderspitals zusammenfasst (Urk. 15/1/1/2 S. 3), wurden den Gut-

- 15 -

achtern zusammen mit den Akten zur Verfügung gestellt. Die von der Beschwer-

deführerin 1 vorgeworfenen Versäumnisse werden im IRMZ-Gutachten im Rah-

men der Zusammenfassung der relevanten Akten zitiert (Urk. 15/1/5/10 S. 13). 

Der Umstand, dass † C._____ während ihres stationären Aufenthaltes wiederholt 

erbrechen musste und Durchfall hatte, wurde – entgegen den Vorbringen in der 

Beschwerdeschrift (vgl. Urk. 3 N 18 S. 10, N 20a S. 19) – sowohl im IRMZ-Gut-

achten als auch im Fachgutachten im Rahmen der Antwort auf die Frage, ob An-

haltspunkte für eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung vorlägen, erkannt und ge-

würdigt (Urk. 15/1/5/10 S. 20; Urk. 15/1/6/4 S. 3). Ebenfalls setzen sich – entge-

gen der Vorbringen des damaligen Vertreters der Beschwerdeführer 1 und 2 

(Urk. 3 S. 10) – beide Gutachten mit dem Umstand auseinander, dass † C._____ 

weniger Kalorien als normal zu sich genommen hat (vgl. Urk. 15/1/6/4 S. 3 und 

Urk. 15/1/5/10 S. 22). Auch mit der Rüge, es sei nicht genügend nach den Ursa-

chen des Unwohlseins von † C._____ gesucht worden (vgl. Urk. 15/1/3/1 F/A 4), 

setzen sich sowohl das IRMZ-Gutachten als auch das Fachgutachten inhaltlich 

auseinander (vgl. Urk. 15/1/5/10 S. 19; Urk. 15/1/6/4 S. 2). Schliesslich nehmen 

beide Gutachten auch zur Anschuldigung Stellung, dass die verantwortlichen Per-

sonen nicht schnell genug sowie nicht adäquat auf den sich verschlechternden 

Zustand von † C._____ reagiert hätten (Urk. 15/1/5/10 S. 20; Urk. 15/1/6/4 S. 4). 

Nachfolgend (E. II.7.3) ist auf die entsprechenden gutachterlichen Erwägungen 

einzugehen.

7.2.2. Wie im Folgenden dargelegt wird, beantworten beide Gutachten die Fragen 

nach dem Vorliegen von Sorgfaltspflichtverletzungen, der Vorhersehbarkeit sowie 

der Vermeidbarkeit im Bewusstsein, dass † C._____ an einer Sepsis verstorben 

ist, sorgfältig und nachvollziehbar. Dass sie dabei nicht explizit auf die vom dama-

ligen Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 genannten Sepsis-Richtlinien einge-

hen, stellt keinen Mangel dar, zumal das Fachgutachten unter Mitwirkung eines 

Infektiologen – und damit einer ausgewiesenen Fachperson auf dem Gebiet der 

Sepsis – erstellt wurde. Der Einwand, wonach es sich um lückenhafte Gutachten 

handle, erweist sich damit als unbegründet.

- 16 -

7.2.3. Die Behauptung, dass sich das Fachgutachten ausschliesslich und einseitig 

nur auf das IRMZ-Gutachten abstützt, ist nicht zutreffend. Zwar wird im Fachgut-

achten ausdrücklich auf eine erneute Zusammenfassung der Hospitalisation, Be-

funde und Laborwerte verzichtet, dies allerdings mit der Begründung, dass das 

IRMZ-Gutachten die gesamte Krankengeschichte und die Befunde bereits präzise 

zusammenfasse und sie (die Fachpersonen des Fachgutachtens) mit dieser Zu-

sammenfassung einverstanden seien. Die Zusammenfassung sei komplett und es 

fehlten keine Informationen (Urk. 15/1/6/4 S. 1). Bei der Beantwortung der Fragen 

im Fachgutachten wird ein Satz folgendermassen eingeleitet: «Bei Durchsicht der 

Unterlagen…» (Urk. 15/1/6/4 S. 2). Aus dieser Formulierung sowie der eben wie-

dergegebenen Begründung für den Verzicht auf eine erneute Zusammenfassung 

der Krankengeschichte und Befunde ergibt sich, dass die Fachpersonen des 

Fachgutachtens die von der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellten Unterla-

gen selber konsultiert und sich nicht blind auf deren Zusammenfassung im IRMZ-

Gutachten verlassen haben. An diesem Vorgehen ist nichts auszusetzen und es 

stellt kein Hinweis auf fehlende Objektivität dar. Hinweise darauf, dass sich das 

Fachgutachten bei der Expertise bzw. der Fragebeantwortung auf das IRMZ-

Fachgutachten abstützen würde, liegen keine vor.

7.2.4. Zusammengefasst erweisen sich die beiden Gutachten als vollständig. An-

haltspunkte für mangelnde Objektivität lassen sich weder beim Fachgutachten 

noch beim IRMZ-Gutachten erkennen.

7.3. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob Hinweise auf die vom damaligen Vertreter 

der Beschwerdeführer 1 und 2 geltend gemachten Sorgfaltspflichtverletzungen 

vorliegen.

7.3.1. Anhaltspunkte dafür, dass Unsicherheiten der Beschwerdeführerin 1 sei-

tens des verantwortlichen Spitalpersonals allgemein nicht ernst genommen wor-

den wären, gibt es in den medizinischen Unterlagen nicht. Im Gegenteil: Es finden 

sich darin mehrfach Einträge, wonach die Beschwerdeführerin 1 besorgt gewesen 

sei und deshalb seitens der Ärzteschaft das Gespräch mit ihr gesucht worden sei 

(Urk. 15/1/4/2 S. 12, 21, 26, 29) bzw. gestützt auf Meldungen der Beschwerdefüh-

rerin 1 Untersuchungen vorgenommen worden seien (Urk. 15/1/4/2 S. 29, 32).

- 17 -

7.3.2. Zum Vorwurf, wonach nicht genügend nach den Ursachen des Unwohl-

seins von † C._____ gesucht worden sei, führt das IRMZ-Gutachten aus, wäh-

rend des Aufenthalts auf der Bettenstation des Kinderspitals sei der Zustand von 

† C._____ täglich kontrolliert und es seien regelmässig laborchemische Untersu-

chungen durchgeführt worden (Urk. 15/1/5/10 S. 19). Gemäss Fachgutachten sei 

die notwendige Aufmerksamkeit betreffend das Risiko von Infektionen vorhanden 

gewesen. Es seien wiederholt Blutkontrollen durchgeführt worden. Ausserdem sei 

bei der Aufnahme auf der Notfallstation überprüft worden, ob † C._____ gegen 

Pneumokokken geimpft gewesen sei (Urk. 15/1/6/4 S. 2). Im IRMZ-Gutachten – 

auf dessen Zusammenfassung der Krankenunterlagen sich auch das Fachgutach-

ten stützt – werden die ärztlichen Verlaufs- und Laboreinträge vom 25. Januar 

2022 bis zum 2. Februar 2022 korrekt zusammengefasst (Urk. 15/1/5/10 S. 4–7; 

Urk. 15/1/4/2 S. 3 ff.; Urk. 15/1/4/3). Daraus ist zu schliessen, dass die Gutachter 

den in der Beschwerdeschrift vorgebrachten Umstand, dass am 29. und am 

30. Januar 2022 sowie am 1. Februar 2022 keine Bluttests durchgeführt worden 

sind (Urk. 3 N 19 S. 15), erkannt haben und sie im Wissen um diesen Umstand 

die notwendige Aufmerksamkeit der Verantwortlichen betreffend das Infektionsri-

siko übereinstimmend als gegeben beurteilt haben. Die am 31. Januar 2022 ver-

schlechterten Blutwerte wurden im IRMZ-Gutachten ebenfalls detailliert wiederge-

geben (Urk. 15/1/5/10 S. 6) und damit erkannt. Ausserdem ergibt sich aus den 

Krankenunterlagen – entgegen den Vorbringen des damaligen Vertreters der Be-

schwerdeführer 1 und 2 (vgl. Urk. 3 N 19 S. 15) – verschiedentlich, dass es † 

C._____ am 1. Februar 2022 besser gegangen sei (Urk. 15/1/4/2 S. 30, 40 f.; 

15/1/4/9 S. 10, 14).

7.3.3. Zum Vorwurf, dass niemand etwas unternommen habe, obwohl † C._____ 

sehr wenig zu sich genommen und mindestens täglich einmal erbrochen habe 

oder Durchfall gehabt habe (vgl. Urk. 3 N 19 S. 15; Urk. 3 N 18 S. 10), ist den bei-

den Gutachten Folgendes zu entnehmen: Gemäss IRMZ-Gutachten könne eine 

Therapie mit Glukokortikoiden bekanntermassen zu Übelkeit und Erbrechen als 

Nebenwirkung führen. Folglich habe bei † C._____ die Steroidhormontherapie ta-

geweise anstatt oral über eine Infusionslösung in die Vene verabreicht werden 

müssen. Zudem seien zum Teil Medikamente gegen Übelkeit verabreicht worden. 

- 18 -

Am 31. Januar 2022 habe † C._____ heftigen Durchfall erlitten, weshalb seitens 

der Spitalärzte differentialdiagnostisch an eine infektiöse Ursache gedacht worden 

sei und korrekterweise Stuhlkulturen abgekommen worden seien, wobei sowohl 

Bakterien als auch Viren als Ursache der Durchfallerkrankung hätten ausge-

schlossen werden können (Urk. 15/1/5/10 S. 20; in diesem Sinne auch das Fach-

gutachten in Urk. 15/1/6/4 S. 3). Gemäss Fachgutachten sei der Umstand, dass † 

C._____ weniger Kalorien als normal zu sich genommen habe, nicht störend oder 

beunruhigend, da die verminderte Kalorieneinnahme noch nicht zu lange gedau-

ert habe (Urk. 15/1/6/4 S. 3). Gemäss IRMZ-Gutachten sei aufgrund der täglich 

dokumentierten Trink- und Nahrungsmengenaufnahme eine mangelhafte Nah-

rungsaufnahme wohl erkannt worden, weshalb am 31. Januar 2022 in Rückspra-

che mit der Ernährungsberaterin die Gabe von Fresubin vereinbart worden sei. 

Letztlich hätte ex post auch eine künstliche Nahrungszufuhr das Auftreten einer 

Pneumokokkeninfektion nicht verhindern können (Urk. 15/1/5/10 S. 22). Aufgrund 

dieser in den Krankenunterlagen nachvollziehbaren (Urk. 15/1/4/2 S. 3 ff., 

S. 40 ff.; Urk. 15/1/4/9 S. 10 ff.) und übereinstimmenden gutachterlichen Einschät-

zungen liegen keine Hinweise vor für Versäumnisse der verantwortlichen Perso-

nen in Bezug auf die Nahrungsaufnahme von † C._____ bzw. für eine mangel-

hafte Aufmerksamkeit betreffend dem Umstand, dass † C._____ während ihres 

Spitalaufenthalts mehrfach erbrochen hat bzw. unter Durchfall litt.

7.3.4. In der Beschwerdeschrift wird weiter der Vorwurf erhoben, die Verantwortli-

chen des Kinderspitals hätten am 2. Februar 2022 nicht adäquat auf den sich ver-

schlechternden Gesundheitszustand von † C._____ reagiert. Sie hätten es unter-

lassen, die notwendigen Massnahmen wie Blutabnahme und Antibiotikatherapie 

rechtzeitig in die Wege zu leiten bzw. † C._____ rechtzeitig auf die IPS zu verle-

gen (Urk. 3 N 19 S. 11, 21).

Das IRMZ-Gutachten fasst die Einträge im Krankeninformationssystem Phoenix 

und die ärztlichen Verlaufs- und Laboreinträge – insbesondere vom 2. Februar 

2022 – und damit den Ablauf der Geschehnisse korrekt zusammen 

(Urk. 15/1/5/10 S. 7 ff.; Urk. 15/1/4/2 S. 33 ff; Urk. 15/1/4/3 S. 25 ff.; siehe auch 

oben E. II.7.3.2). Das Fachgutachten stützt sich – wie bereits oben dargelegt 

- 19 -

(E. II.7.3.2) – auf diese Zusammenfassung. Dass der zeitliche Ablauf vom 2. Fe-

bruar 2022 im Fachgutachten weder erwähnt noch gewürdigt werde (so der Vor-

wurf in Urk. 3 N 19 S. 12) trifft damit nicht zu. Auch wenn in den beiden Gutachten 

nicht ausdrücklich erwähnt wird, dass gemäss kapillärer Blutentnahme um 09:40 

Uhr der CRP-Wert 70,5 betrug (vgl. Einwand in Urk. 3 N 19 S. 17, 20, 21 f.), so 

ergibt sich doch klar aus den Ausführungen im IRMZ-Gutachten, dass gutachter-

lich erkannt wurde, dass bereits am Morgen des 2. Februar 2022 erste, auf eine 

Infektion hinweisende Symptome (Fieber, verschlechterter Allgemeinzustand, kein 

selbständiges Stehen auf der Waage) bestanden haben (vgl. Urk. 15/1/5/10 S. 9, 

S. 21, 2. Abschnitt, letzter Satz). Auch dem Fachgutachten ist zu entnehmen, 

dass am 2. Februar 2022 – im Unterschied zu den Vortagen – die Entzündungs-

parameter erhöht gewesen seien (Urk. 15/1/6/4 S. 4). Entgegen den Ausführun-

gen des damaligen Vertreters der Beschwerdeführer 1 und 2 haben die Gutachter 

damit das Vorgehen der verantwortlichen Personen, d. h. den Zeitpunkt der Verle-

gung auf die IPS und der Gabe von Antibiotika sowie das Vorgehen im Zusam-

menhang mit der Blutentnahme, unter Berücksichtigung des Ablaufs der Ge-

schehnisse vom 2. Februar 2022, in Kenntnis der Blut- und Laborwerte sowie im 

Wissen um das Bestehen von Hinweisen auf eine Infektion bewertet.

Dem IRMZ-Gutachten ist dazu konkret Folgendes zu entnehmen: † C._____ habe 

am 2. Februar 2022 Fieber und eine Allgemeinzustandsverschlechterung entwi-

ckelt, wobei im Rahmen der Arztvisiten korrekterweise an eine mögliche Infektion 

gedacht und die Abnahme von Blut zur Überprüfung der Entzündungsparameter 

und die Abnahme von Blutkulturen zur Feststellung einer etwaigen bakteriellen In-

fektion verordnet worden sei. Eine antibiotische Therapie sei zu diesen Zeitpunkt 

noch nicht verordnet worden, da seitens der behandelnden Ärzte entschieden 

worden sei, auf die Ergebnisse der venösen Blutentnahme zu warten. Hierbei 

handle es sich von ärztlicher Seite um ein standardisiertes Vorgehen, da die 

Gabe von Antibiotika nur bei ausreichendem Verdacht erfolge (Urk. 15/1/5/10 

S. 20). Am Vormittag des 2. Februar 2022 sei es aufgrund von Schwierigkeiten 

(mutmasslich bei der Venenpunktion) zu einer Verzögerung bei der Blutabnahme 

bzw. Entnahme von Blutkulturen gekommen, wodurch erst nach dem Einsetzen 

des Krampfanfalls am Nachmittag bei Verdacht auf eine Hirnhautentzündung eine 

- 20 -

antibiotische Therapie begonnen worden sei. [ ] Aus gutachterlicher Sicht sei es 

nachvollziehbar, dass die behandelnden Ärzte in Anbetracht der vorliegenden 

Symptomatik (Fieber) mit der Gabe von Antibiotika bis zum Vorliegen der Blutun-

tersuchungsergebnisse bzw. bis zur Abnahme der Blutkultur zugewartet hätten. 

Dass es letztlich innerhalb von Stunden zur Verschlechterung mit Entwicklung ei-

nes Krampfanfalles gekommen sei, habe von den Ärzten nicht vorausgesehen 

werden können (Urk. 15/1/5/10 S. 21). 

Damit im Wesentlichen übereinstimmend ist dem Fachgutachten zu entnehmen, 

dass die Ärzteschaft korrekt auf den sich schnell verschlechternden Allgemeinzu-

stand reagiert habe, indem sie Blutanalysen angeordnet habe (zuerst kapillär, da 

wahrscheinlich eine venöse Blutentnahme schwierig gewesen sei und dann mit 

Hilfe der Anästhesie venös, um Blutkulturen abzunehmen). Es sei nicht erkenn-

bar, dass die Ärzteschaft in dieser Situation Zeit verloren habe. In den folgenden 

Stunden seien verschiedenste Spezialisten involviert worden, um einen venösen 

Zugang zu legen. Leider sei dies offenbar schwierig gewesen und habe Zeit bean-

sprucht, obwohl alles Mögliche (insbesondere Miteinbezug der Anästhesie) unter-

nommen worden sei. Eine Minute nachdem ein zerebraler Krampfanfall begonnen 

habe, sei ein Assistenzarzt bei † C._____ gewesen, fünf Minuten später auch die 

Leitende Ärztin der Kinder….. Die IPS sei umgehend informiert worden und die 

Verlegung dorthin sei rasch erfolgt. Der Ablauf der Ereignisse spreche für einen 

fulminanten Verlauf. […] Somit könne festgehalten werden, dass der Zeitpunkt der 

Gabe von Antibiotika und der Verlegung auf die IPS angesichts der schwierigen 

Gesamtsituation (technische Schwierigkeiten, einen venösen Zugang zu legen, in-

terkurrenter Krampfanfall) und des fulminanten Verlaufs vertretbar und nachvoll-

ziehbar gewesen sei (Urk. 15/1/6/4 S. 4). 

Schliesslich kommen beide Gutachten übereinstimmend zum Schluss, dass sie 

keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer ärztlichen oder pflegerischen Sorg-

faltspflichtverletzung sähen (Urk. 15/1/5/10 S. 22; Urk. 10/1/6/4 S. 4).

Das IRMZ-Gutachten gibt den Zeitablauf im Zusammenhang mit der Blutent-

nahme bzw. dem Legen eines venösen Zugangs korrekt wieder (Urk. 15/1/5/10 

S. 9). Dass es Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Blutentnahme gegeben 

- 21 -

hat, lässt sich anhand der Akten nachvollziehen (Urk. 15/1/4/2 S. 34 ff., 40). Die 

im IRMZ geäusserte Vermutung, dass diese Schwierigkeiten in den Weichteilöde-

men an den Extremitäten begründet sein könnten (Urk. 15/1/5/10 S. 20), ist nahe-

liegend. Unabhängig davon, was mit dem Ausdruck «verschiedensten Spezialis-

ten» im Fachgutachten gemeint ist, so geht doch klar aus den Akten hervor, dass 

mehrfach, u. a. durch Anästhesisten, welche zweifellos Spezialisten für Blutent-

nahmen sind, versucht wurde, Blut zu entnehmen (Urk. 15/1/4/2 S. 35 f.: 

«11:00:40 spülen, versucht Be aus PVK nicht möglich, da nicht rückläufig»; 

«13:15:46 Anästhesie für PVK Einlage in Einleitung 2»; «14:00:35 Anderes, zu-

rück von PVK Einlage, hat nicht geklappt»). Im Wissen um die genannten und 

protokollierten Bemühungen kommt das Fachgutachten klar zum Schluss, dass 

im Zusammenhang mit der Blutentnahme kein (sorgfaltspflichtwidriger) Zeitverlust 

erkennbar sei. Diese Auffassung wird im IRMZ-Gutachten – dies ergibt sich aus 

der oben zitierten Schlussfolgerung, wonach keine Anhaltspunkte für Sorgfalts-

pflichtverletzungen vorliegen würden – geteilt. Dass es auf der IPS innert kurzer 

Zeit möglich war, eine Blutabnahme zu machen, ist kein Hinweis darauf, dass die 

Ärzteschaft bei der Blutentnahme auf der Bettenstation pflichtwidrig zu viel Zeit 

hätten verstreichen lassen (vgl. Einwand in Urk. 3 N 21 S. 27). In Notfallsituatio-

nen greifen auf der IPS eingespielte Abläufe, erfahrenes Personal steht rund um 

die Uhr bereit, und notwendige Maßnahmen wie das Legen eines Zugangs wer-

den unverzüglich und priorisiert durchgeführt.

Zusammengefasst sprechen die gutachterlichen Ausführungen klar und eindeutig 

gegen eine Sorgfaltspflichtverletzung der verantwortlichen Personen des Kinder-

spitals.

7.4. Wie bereits oben erwähnt (vgl. E. II.2), setzt der Tatbestand der fahrlässigen 

Tötung voraus, dass die zum Tod führenden Geschehensabläufe für den kon-

kreten Täter mindestens in ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sind. Beide 

Gutachten kommen übereinstimmend und nachvollziehbar zum Schluss, der Ab-

lauf der Ereignisse vom 2. Februar 2022 spreche für einen fulminanten Verlauf, 

d. h. für eine sehr schnelle, progediente Verschlechterung innert weniger Stun-

den, wobei es sich bei der vorliegend schweren und letztlich tödlichen Infektion 

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mit Pneumokokken um eine seltene Komplikation handle (Urk. 15/1/5/10 S. 21; 

Urk. 15/1/6/4 S. 4). Wie oben erwogen (vgl. E. II.7.3.4), führt das IRMZ-Gutachten 

darüber hinaus aus, es habe von den behandelnden Ärzten nicht vorhergesehen 

werden können, dass es letztlich innerhalb von Stunden zur Verschlechterung mit 

Entwicklung eines Krampfanfalles gekommen sei (Urk. 15/1/5/10 S. 21). Gestützt 

auf diese übereinstimmenden sowie schlüssigen gutachterlichen Ausführungen ist 

die Voraussehbarkeit vorliegend klar zu verneinen. Der Einwand, wonach der ful-

minante Verlauf eine logische Folge und kein natürliches inneres Geschehen ge-

wesen sei, da der Körper von † C._____ nach neun Tagen Erbrechen und Durch-

fall so geschwächt gewesen sei, dass er keine Kraft mehr gehabt habe, gegen 

eine Infektion anzukämpfen (Urk. 3 N 19 S. 17), entbehrt einer wissenschaftlichen 

Grundlage.

Ex post – im Wissen um das Vorliegen einer Pneumokokkeninfektion bzw. deren 

fulminanten Verlauf – hätte es sich wohl aufgedrängt, schneller zu reagieren, d. h. 

† C._____ früher auf die IPS zu verlegen, früher mit einer empirischen antibioti-

schen Therapie zu beginnen und intensivere Anstrengungen zu unternehmen, ei-

nen venösen Zugang zu legen. Ex ante allerdings – und diese Sichtweise ist für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Sorgfaltspflichtverletzung relevant (siehe 

oben E. II.2) – lag das Vorgehen gemäss übereinstimmender und nachvollziehba-

rer Beurteilung in den beiden Gutachten im pflichtgemässen Ermessen der ver-

antwortlichen Personen (vgl. oben E. II.7.3.4).

7.5. Selbst wenn man von pflichtwidrigen Versäumnissen seitens der verantwortli-

chen Personen ausgehen würde, scheiterte eine Strafbarkeit wegen fahrlässiger 

Tötung vorliegend an der Voraussetzung der Vermeidbarkeit. Für die Frage der 

Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts wird ein hypothetischer Kausalverlauf unter-

sucht und geprüft, ob der Erfolg bei pflichtgemässem Verhalten des Täters ausge-

blieben wäre. Für die Zurechnung des Erfolgs genügt, wenn das Verhalten des 

Täters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des 

Erfolgs bildete (BGE 140 II 7 E. 3.4; BGE 135 IV 56 E. 2.1). Im Falle einer pflicht-

widrigen Unterlassung wird vorausgesetzt, dass der tatbestandsmässige Erfolg 

bei sorgfaltsgemässer Vornahme der Rettungshandlung höchstwahrscheinlich 

- 23 -

ausgeblieben wäre (DONATSCH/GODENZI/TAG, Strafrecht I, 10. Auflage 2022, 

S. 339).

In der Beschwerdeschrift wird bemängelt, die Frage der Vermeidbarkeit sei nicht 

im Detail geprüft worden, obwohl allerspätestens am 2. Februar 2022 um 9:40 

Uhr auch dem Personal bekannt gewesen sei, dass der CRP-Wert von 70,5 sehr 

schlecht gewesen sei. Der schlechte Zustand sei schon vorher, auch u. a. am 

31. Januar 2022 bekannt gewesen (vgl. Urk. 3 N 19 S. 11). Gemäss Beschwerde-

schrift wäre der Tod von † C._____ vermeidbar gewesen, wenn die zuständigen 

Personen des Kinderspitals rechtzeitig die notwendigen Massnahmen getroffen 

hätten (Urk. 3 N 10 S. 5, N 16 S. 7, N 19 S. 11 f.; N 19 S. 17). Wie oben bereits 

ausgeführt (E. II.7.3.4), geht aus den Gutachten klar hervor, dass deren Verfasser 

über die Blut- und Laborwerte während des gesamten Spitalaufenthaltes von † 

C._____, insbesondere zwischen dem 31. Januar und dem 2. Februar 2022, im 

Bilde waren. Ausserdem ergibt sich aus beiden Gutachten, dass den Verfassern 

die bereits am Morgen des 2. Februar 2022 bestehenden Hinweise auf eine Infek-

tion (Fieber, reduzierter Allgemeinzustand, nicht selbständiges Stehen auf der 

Waage) bekannt waren. Auch haben sie sich eingehend mit den vorgeworfenen 

Versäumnissen auseinandergesetzt (vgl. oben E. II.7.3). Gestützt auf diese 

Grundlagen kommt das IRMZ-Gutachten nachvollziehbar zum Schluss, dass mit 

einer früheren antibiotischen Therapie die Pneumokokkeninfektion aller Voraus-

sicht nach eher in den Griff zu bekommen gewesen wäre. Ob dadurch der Tod 

von † C._____ hätte verhindert werden können, lasse sich ex post trotz aller 

durchgeführten Untersuchungen und insbesondere in Anbetracht der dokumen-

tierten Klinik und des fulminanten Verlaufes nicht abschliessend beantworten 

(Urk. 15/1/5/10 S. 21). Dem Fachgutachten ist zur Frage der Vermeidbarkeit zu 

entnehmen, dass ein fulminanter Verlauf einer Pneumokokkeninfektionen von der 

Art des vorliegenden therapeutisch kaum beeinflussbar, meist irreversibel und 

nicht unterbrechbar sei (Urk. 15/1/6/4 S. 4). Auf die Frage nach weiteren Bemer-

kungen ist dem Fachgutachten der Hinweis zu entnehmen, dass sie als Spezialis-

ten auf dem Gebiet der Kindernephrologie und Infektiologie immer wieder mit 

Krankheiten oder Komplikationen bei Kindern konfrontiert seien, die sehr schwie-

rig oder sogar unmöglich zu behandeln seien (Urk. 15/1/6/4 S. 5). Beide Gutach-

- 24 -

ten kommen übereinstimmend zum Schluss, es handle sich gesamthaft um einen 

schicksalshaften Verlauf, da es trotz leitliniengerechter Massnahmen bedauerli-

cherweise zu einer Pneumokokkeninfektion mit Hirnhautentzündung und letztlich 

todesursächlichem sauerstoffmangelbedingtem Hirntod gekommen sei. Die To-

desart sei damit ein natürliches inneres Geschehen (Urk. 15/1/5/10 S. 22; 

Urk. 15/1/6/4 S. 4). Der Vorwurf, die Gutachter hätten die Frage der Vermeidbar-

keit nicht geprüft, zielt vor dem Hintergrund dieser gutachterlichen Ausführungen 

ins Leere. Zusammengefasst äussern sowohl die IRMZ-Gutachter als auch die 

Fachgutachter – insbesondere unter Hinweis auf den fulminanten Verlauf – über-

einstimmend erhebliche Zweifel daran, dass mit früher eingeleiteten Massnahmen 

(venöse Blutentnahme bzw. venöser Zugang, Antibiotikatherpie, Verlegung auf 

IPS) der tödliche Ausgang der Pneumokokkeninfektion hätte vermieden werden 

können. Die Voraussetzung der Vermeidbarkeit ist gestützt auf die gutachterli-

chen Beurteilungen damit zu verneinen.

7.6. Der Schlussfolgerung der Staatsanwaltschaft folgend kann mangels formeller 

oder materieller Mängel auf die beiden vorliegenden Gutachten abgestellt werden. 

Der Sachverhalt erscheint durch die nachvollziehbaren und vollständigen gutach-

terlichen Erwägungen ausreichend geklärt. Gestützt darauf ist festzustellen, dass 

keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit 

dem Tod von † C._____ vorliegen. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es 

sich, auf die vom damaligen Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 in der Be-

schwerdeschrift gestellten Beweisanträge näher einzugehen. 

7.7. Die Beschwerdeführer 1 und 2 lassen in ihrer Beschwerdeschrift schliesslich 

die Verletzung des rechtlichen Gehörs rügen. Zusammengefasst lassen sie vor-

bringen, die Staatsanwaltschaft halte in ihrer Einstellungsverfügung lapidar fest, 

dass sich die Kritik des Rechtsvertreters sowohl in materieller als auch in formel-

ler Hinsicht als unberechtigt erweise, obwohl sie mehrmals sowohl das IRMZ-Gut-

achten als auch das Fachgutachten aufgrund der diversen Mängel begründet kriti-

siert und auch entsprechende Beweisanträge gestellt hätten. Eine weitere Be-

gründung bzw. Auseinandersetzung mit den Argumenten der Beschwerdeführer 1 

- 25 -

und 2 erfolge in der Einstellungsverfügung nicht, was mit dem Grundsatz des 

rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 StGB nicht vereinbar sei (Urk. 3 N 10 f.). 

Die Staatsanwaltschaft hat die Einstellung des Verfahrens in der Verfügung vom 

26. März 2024 ausführlich begründet und dabei ihre Überlegungen, auf welche sie 

ihren Entscheid stützt, mit Verweis auf die entsprechenden gutachterlichen Erwä-

gungen nachvollziehbar dargelegt, wobei sie sich insbesondere zur Frage des 

Vorliegens von Sorgfaltspflichtverletzungen ausführlich geäussert hat (Urk. 8, Er-

wägungen C. und E. ). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Staatsanwalt-

schaft in ihrer Verfügung vom 11. März 2024 die Ablehnung der vom damaligen 

Vertreter der Beschwerdeführer 1 und 2 gestellten Beweisanträge begründet hat 

(Urk. 15/1/7/22). Damit kann keine Rede davon sein, dass das rechtliche Gehör 

der Beschwerdeführer 1 und 2 verletzt worden wäre, zumal deren damaliger Ver-

treter nicht darlegt, zu welchen konkreten Kritikpunkten die Staatsanwaltschaft 

keine Stellung genommen haben soll.

8. Aus den obigen Erwägungen zeigt sich mithin, dass die Beschwerde abzuwei-

sen ist. 

III.

1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

CHF 3'000.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b – d GebV OG). Die 

Kosten sind ausgangsgemäss den Beschwerdeführern 1 und 2 je hälftig unter so-

lidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).

2. Den Beschwerdeführern 1 und 2 ist zufolge Unterliegens keine Entschädigung 

zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

- 26 -

2.

Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 3'000.– festgesetzt und den Beschwerde-

führern 1 und 2 je hälftig unter solidarischer Haftung auferlegt.

3.

Schriftliche Mitteilung an:





die Beschwerdeführer 1 und 2 (je per Gerichtsurkunde);

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung).

4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

der gemäss Art. 35 und 35a des Reglements für das Bundesgericht zustän-

digen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 27 -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 17. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

lic. iur. U. Siegl