# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1884f009-efb7-5e22-97dc-2b72cb9aace2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.07.2017 UV 2015/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-40_2017-07-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 24.07.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2017
Art. 6 UVG: Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
einer Nierenarteriendissektion und zwei Unfällen. Den ersten Unfall hatte der 
Beschwerdeführer ein Jahr vor der Diagnose Nierenarteriendissektion 
erlitten, den zweiten Unfall unmittelbar vor der akut aufgetretenen 
Nierenarteriendissektion (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 24. Juli 2017, UV 2015/40).

Entscheid vom 24. Juli 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi       

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/40             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Fritz Dahinden, Blumenbergplatz 1, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer 

und Bodenleger der Firma B.___ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit 

Bagatellunfallmeldung UVG vom 11. Dezember 2013 meldete die Arbeitgeberin der 

Suva einen Unfall. Der Versicherte sei am 6. Dezember 2013 beim Skifahren mit den 

Skiern an einer unter dem Pulverschnee liegenden Eisscholle hängen geblieben und auf 

den Bauch sowie das Gesicht gestürzt. Es habe eine Erstbehandlung im Spital C.___ 

stattgefunden (Schaden-Nr. XXXXXX; Suva-act. II/1).

A.b  Mit Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 meldete die Arbeitgeberin ein 

neues Unfallereignis. Der Versicherte habe an selbigem Tag bei der Arbeit beim 

Hinuntersteigen einer Treppe einen Fehltritt gemacht und dabei einen Zwick im Rücken 

verspürt. Die Schmerzen seien so stark gewesen, dass er kaum mehr habe gehen 

können, worauf ihn sein Vater in die Klinik D.___ gebracht habe (Schaden-Nr. XXXXXX; 

Suva-act. I/1). Der diensthabende Arzt in der Notfallaufnahme diagnostizierte eine 

akute Lumbalgie. Eine Fraktur wurde radiologisch ausgeschlossen. Eine intravenöse 

Analgesie brachte eine deutliche Besserung der Schmerzen, so dass der Versicherte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

unter Abgabe von Medikamenten am Nachmittag nach Hause entlassen werden konnte 

(Suva-act. I/30). Noch am gleichen Abend wurde er erneut wegen starker 

Rückenschmerzen in der Notfallaufnahme der Klinik D.___ vorstellig. Die Medikamente 

hatte er wegen Magenkrämpfen und Erbrechen nicht mehr eingenommen. Nachdem 

die Laboruntersuchungen bis auf eine Ketonurie bzw. einen erhöhten Kreatininwert 

unauffällig gewesen waren, wurden die Beschwerden des Versicherten weiterhin als 

Lumbago gewertet. Unter einer teilweise neuen analgetischen Therapie gingen die 

Schmerzen deutlich zurück und der Versicherte konnte selbigen Abends wieder nach 

Hause entlassen werden (Suva-act. I/9-4 f.). Stärkste Schmerzen im Bereich der 

rechten Flanke und des Unterbauchs sowie Übelkeit machten am 13. Dezember 2014 

erneut eine Konsultation in der Notfallaufnahme der Klinik D.___ erforderlich. Weil diese 

Schmerzen nicht mehr durch ein Wirbelsäulentrauma zu erklären waren und klinisch 

der Verdacht auf eine akute Appendizitis mit ansteigenden Entzündungsparametern 

bestand, wurde zur weiteren Diagnostik eine CT-Untersuchung des Abdomens in der 

Radiologie der Klinik D.___ durchgeführt. Dieses zeigte einen partiellen Niereninfarkt 

rechts bei Nierenarteriendissektion bei einer doppelten Nierenarterie rechts, worauf der 

Versicherte bei der Diagnose Niereninfarkt rechts (KM-CT 13. Dezember 2014 mit 

Perfusionsausfall von etwa 1/3 des Nierenparenchyms) mit akuter Niereninsuffizienz 

(aktuell Kreatinin 131) und anamnestisch sowie klinisch keiner Thrombose-/

Embolienprädisposition gleichentags in die Klinik für Nephrologie des Kantonsspitals 

St. Gallen (nachfolgend: KSSG) verlegt wurde (Suva-act. I/9-1 ff., I/11).

A.c  Mit Bericht vom 22. Dezember 2014 bestätigten die Ärztinnen der Klinik für 

Nephrologie des KSSG nach Durchführung einer Arteriographie der Arteria renalis 

rechts, einer Echokardiographie sowie einer angiologischen Untersuchung die 

Diagnosen eines akuten Niereninfarkts rechts am 12. Dezember 2014 bei 

Nierenarteriendissektion und einer Niereninsuffizienz, am ehesten nach 

Dezelerationstrauma vor einem Jahr und Zusatztrauma vor 1 Woche. Der Versicherte 

habe berichtet, bereits vor einem Jahr einen schweren Skiunfall erlitten zu haben. 

Damals sei es zu einem stumpfen Bauch-/Flankentrauma gekommen. Vor einer Woche 

habe er auf der Treppe einen Fehltritt gemacht, habe sich jedoch noch abfangen 

können und sei dabei mit der Flanke an eine Wand geprallt. Im Rahmen der 

Ursachenforschung hätten sich klinisch und anamnestisch keine Thrombose- oder 

Embolieprädisposition und keine Herzrhythmusstörungen gezeigt. Nikotinkonsum als 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Risikofaktor habe ebenfalls ausgeschlossen werden können. Ebenso seien eine 

Thrombophilie- und Vaskulitis-Abklärung unauffällig gewesen und echokardiographisch 

sowie duplex-sonographisch hätten sich auch bei der linken Nierenarterie keine 

Hinweise für das Vorliegen einer Arteriosklerose ergeben. Es werde daher am ehesten 

von einer Nierenarteriendissektion im Rahmen des schweren Dezelerationstraumas vor 

einem Jahr ausgegangen. Der Versicherte werde für eine Standortbestimmung der 

extrakraniellen hirnversorgenden Arterien, insbesondere zum Ausschluss einer 

fibromuskulären Dysplasie, nochmals für eine duplexsonographische Untersuchung 

aufgeboten. Der Versicherte hatte sich bis am 19. Dezember 2014 in der Klinik für 

Nephrologie des KSSG aufgehalten (Suva-act. I/13). Anlässlich der am 27. Januar 2015 

in der Klinik für Angiologie des KSSG durchgeführten Duplexsonographie der 

extrakraniellen hirnversorgenden Arterien beidseits zeigten sich keine 

Gefässveränderungen, insbesondere keine Hinweise für eine fibromuskuläre Dysplasie 

(Suva-act. I/18).

A.d  Inzwischen hatte der Versicherte der Suva anlässlich eines Telefongesprächs vom 

9. Januar 2015 geschildert, er sei am 12. Dezember 2014 während der Arbeit 

ausgerutscht (ca. 3 Stufen hinunter). Er habe einen Sturz vermeiden können, weil er 

vorwärts an der Wand aufgeprallt sei (Suva-act. I/10).

A.e  Am 19. Januar 2015 fand in der Klinik für Nephrologie des KSSG eine 

Verlaufskontrolle statt. Im Untersuchungsbericht vom 21. Januar 2015 hielten die 

Ärztinnen bzw. Ärzte einen positiven Verlauf bei Status nach akutem Niereninfarkt 

rechts bei wahrscheinlich posttraumatischer Nierenarteriendissektion rechts am 12. 

Dezember 2014 fest (Suva-act. I/46).

A.f  Mit ärztlicher Beurteilung vom 23. Januar 2015 verneinte die Kreisärztin der Suva, 

med. pract. E.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, einen überwiegend wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang zwischen der Nierenarteriendissektion und dem aktuellen 

Bagatelltrauma vom 12. Dezember 2014. Hinsichtlich des Ereignisses vom 6. 

Dezember 2013 seien zu wenig Angaben vorhanden (Suva-act. 14).

A.g  Am 18. Februar 2015 wurde der Versicherte von der Suva zum Hergang der 

Ereignisse vom 12. Dezember 2014 und 6. Dezember 2013 und zum Heilverlauf der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nierenproblematik befragt. Der Versicherte berichtete ausserdem, dass er während des 

Spitalaufenthalts zunehmend belastungsabhängige Beschwerden im Bereich des 

rechten Ellbogens verspürt habe. Diesbezüglich werde er nun durch Dr. med. F.___, 

Orthopädie G.___, abgeklärt (Suva-act. I/19). Die Suva ersuchte hierauf das Spital 

C.___ sowie Dr. F.___ um Zustellung von Berichten betreffend die Behandlung infolge 

des Ereignisses vom 6. Dezember 2013 bzw. die Ellbogenproblematik rechts (Suva-act. 

I/20 ff.). Am 26. Februar 2015 ging bei der Suva ein Bericht der Klinik Chirurgie-

Orthopädie des Spitals C.___ vom 6. Dezember 2013 mit der Diagnose RQW 

Unterlippe rechts ein. Laut Bericht war damals eine Wundversorgung durchgeführt und 

eine Tetanusimpfung verabreicht worden. Anamnestisch war festgehalten, der 

Versicherte sei auf der Piste beim Gehen gestürzt und mit dem Gesicht auf eine 

Eisfläche gestürzt. Eine Bewusstlosigkeit oder Amnesie habe nicht festgestellt werden 

können, hingegen habe der Versicherte über Schmerzen im Bereich der Lippe, Nase, 

des rechten Jochbogens und im kranialen Anteil der linken Rippen geklagt. Als 

Befunde waren zwei RQW der Unterlippe rechts (1.5cm und 0.5cm messend), ohne 

erkennbare tieferliegende Strukturen, eine Schürfwunde auf dem Nasenrücken und 

eine Kontusion des Jochbogens rechts mit Hämatom aufgeführt. Das Ergebnis einer 

grobkursorischen neurologischen Untersuchung war laut Bericht unauffällig und der 

Thorax war stabil, indolent und ohne Kontusionsmarken gewesen (Suva-act. I/23, II/4). 

Am 4. März 2015 berichtete Dr. F.___ hinsichtlich der Ellbogenproblematik rechts. Er 

habe den Versicherten am 18. Februar 2015 in seiner Sprechstunde gesehen. Als 

Diagnose hielt er eine posttraumatische Epikondylitis humeri radialis fest (Suva-act. I/

27).

A.h  Am 17. März 2015 nahm med. pract. E.___ in einer ärztlichen Beurteilung zur 

Unfallkausalität der beklagten Beschwerden (Niere und Ellbogen) Stellung (Suva-act. I/

32). Gestützt auf die kreisärztlichen Ausführungen eröffnete die Suva dem Versicherten 

mit Verfügung vom 18. März 2015, dass die Nierenbeschwerden nicht überwiegend 

wahrscheinlich auf den Unfall vom 12. Dezember 2014 zurückzuführen seien. Ebenso 

bestehe kein Zusammenhang mit dem geschilderten Ereignis vom 6. Dezember 2013. 

Die Suva sei demzufolge nicht leistungspflichtig. Für die seit 12. Dezember 2014 

andauernden Ellbogenbeschwerden könnten hingegen die vollumfänglichen 

Versicherungsleistungen entrichtet werden (Suva-act. 33).

B.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.a  Gegen die Verfügung vom 18. März 2015 erhob der Versicherte am 23. März 2015 

im Rahmen einer mündlichen Vorsprache bei der Suva Einsprache. Die 

Nierenverletzung sei seines Erachtens sowohl auf den Unfall vom 6. Dezember 2013 

als auch auf denjenigen vom 12. Dezember 2014 zurückzuführen (Suva-act. I/40). Der 

Versicherte reichte einen Bericht der Klinik für Angiologie des KSSG vom 13. März 

2015 betreffend das Ergebnis einer elektiven angiologischen bzw. sonographischen 

Kontrolluntersuchung vom 12. März 2015 (Suva-act. I/41) sowie eine Bestätigung von 

Dr. med. H.___, Ärztlicher Leiter Notfallaufnahme, Klinik D.___, vom 19. März 2015 ein, 

dass retrospektiv die Ätiologie des Niereninfarkts rechts durch eine 

Nierenarteriendissektion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit posttraumatisch 

bedingt sei. Wie bereits von den Kollegen des KSSG vermutet, sei die Nierenverletzung 

im Rahmen des Dezelerationstraumas vor einem Jahr und des zusätzlichen Traumas 

vom 12. Dezember 2014 nach einem Fehltritt passiert (Suva-act. I/42).

B.b  Am 23. März 2015 sprach der Versicherte erneut bei der Suva vor, schilderte den 

Unfall vom 6. Dezember 2013 und erklärte sich mit der Verfügung vom 18. März 2015 

nicht einverstanden (Suva-act. I/43).

B.c  Mit E-Mail vom 7. April 2015 gelangte der vom Versicherten beauftragte 

Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. F. Dahinden, St. Gallen (Suva-act. I/50) mit dem 

Hinweis an die Suva, dass die Berichterstattung des Spitals C.___, wonach Schmerzen 

im Bereich der linken Rippen bestanden hätten, auf einem Missverständnis beruhe. Der 

Versicherte habe damals über Schmerzen im gesamten Brustbereich, vor allem rechts, 

geklagt. Dies allerdings mit der Ergänzung, dass er bereits im Jahre 2010 einen Unfall 

erlitten und sich dabei die Rippen, damals auf der linken Seite, gebrochen habe (Suva-

act. I/55).

B.d  Mit Eingabe vom 30. April 2015 reichte Rechtsanwalt Dahinden zusammen mit 

verschiedenen Unterlagen eine Einspracheergänzung ein (Suva-act. I/66 ff.).

B.e  Mit Einspracheentscheid vom 1. Juni 2015 wies die Suva die vom Versicherten 

erhobene Einsprache ab (Suva-act. 72).

C.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 2. Juli 2015 

Beschwerde erheben. Damit wird beantragt, es sei der Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 1. Juni 2015 aufzuheben; es sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die Folgen der 

rechtsseitigen Nierenbeschwerden die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu 

erbringen; eventuell sei die Streitsache zur Vornahme von weiteren Abklärungen und/

oder zur Durchführung einer medizinischen Begutachtung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen; subeventualiter seien diese Abklärungen durch das Gericht 

vorzunehmen und/oder ein medizinisches Gutachten anzuordnen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zusammen mit der Beschwerde reichte Rechtsanwalt Dahinden 

zwei an Dr. med. I.___, Stellvertretender Ärztlicher Leiter Interdisziplinäre 

Notfallaufnahme, Facharzt für Anästhesie FMH, Notarzt SGNOR, Klinik D.___, und Dr. 

med. J.___, Oberärztin mbF, Klinik für Angiologie des KSSG, gerichtete Schreiben vom 

4. und 5. Juni 2015 mit medizinischen Fragen sowie das Antwortschreiben von Dr. I.___ 

vom 26. Juni 2015 ein (act. G 1.15 f., act. G 1.23). In der Beschwerde verwies 

Rechtsanwalt Dahinden darauf, dass Dr. J.___ aus zeitlichen Gründen keinen 

schriftlichen Bericht habe verfassen können, ihn jedoch dazu ermächtigt habe, die am 

11. Juni 2015 gewährten telefonischen Auskünfte zu verwenden (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 17. September 2015 bekräftigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Beschwerdeanträge (act. G 5) und reichte weitere Unterlagen 

ein (act. G 5.1 f.).

C.d Mit Duplik vom 14. Oktober 2015 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Beschwerdeabweisung (act. G 7).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem Ereignisse aus den Jahren 2013 und 2014 zur Debatte stehen, die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der 

Unfallversicherer sodann bei Vorliegen eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit 

Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1).

2.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b). Auch eine 

ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von med. pract. E.___ 

erstellt wurde (vgl. Suva-act. I/32), ist nicht an sich unzuverlässig. Für die 

Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persönlichen 

Untersuchungen vorliegen (PVG 1996, 265 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371). Die 

Kreisärzte und Kreisärztinnen der Beschwerdegegnerin sind nach ihrer Funktion und 

beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich 

Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 

diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders 

ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Im Verhältnis zu den 

Allgemeinpraktikern kommt ihnen eine spezialärztliche Stellung zu. Auch ihre 

Beurteilungen sind jedoch nach den vorgenannten allgemeinen Grundsätzen der 

Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit, Widerspruchsfreiheit sowie des Fehlens von 

Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der spezialärztlichen Beurteilung sprechen, 

zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4; RKUV 1991 

Nr. U 133 S. 311 ff.; BGE 135 V 469 E. 4.4, 122 V 162 f. E. 1d). Die Erfahrungstatsache, 

dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen, steht in 

denjenigen Fällen nicht im Vordergrund, in denen ein Arzt oder eine Ärztin einen 

Patienten oder eine Patientin nicht als Hausarzt oder Hausärztin, sondern als Facharzt 

bzw. Fachärztin behandelte. Im Übrigen sind in jeder ärztlichen Konstellation 

Anhaltspunkte zu beachten, die die Feststellungen der versicherungsinternen 

Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen (vgl. BGE 135 V 470 E. 4.5 f.; vgl. 

auch Urteile des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2013, 4A_172/2013, E. 3.3, mit 

weiteren Hinweisen, vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 1.1, und vom 27. Mai 

2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

3.   

3.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf den am 13. 

Dezember 2014 von den Ärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG 

diagnostizierten und anschliessend behandelten akuten Niereninfarkt rechts bei 

Nierenarteriendissektion leistungspflichtig ist. Nicht Gegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens bildet der Gesundheitsschaden am rechten Ellbogen des 

Beschwerdeführers, für welchen die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 18. 

März 2015 ihre Leistungspflicht anerkannt hat (Suva-act. 33).

3.2  Der Beschwerdeführer hatte sich am Vortag der Nierendiagnose, d.h. am 12. 

Dezember 2014, unter Angabe starker Rückenschmerzen in der Notfallaufnahme der 

Klinik D.___ eingefunden. Die diensthabenden Ärzte bzw. Ärztinnen diagnostizierten 

damals eine akute Lumbalgie (Suva-act. I/9-4 f., I/30). Als der Beschwerdeführer am 

13. Dezember 2014 mit stärksten Schmerzen im Bereich der rechten Flanke und des 

Unterbauchs, die nicht mehr mit einer Wirbelsäulenproblematik zu erklären waren, 

sowie Übelkeit die Notfallaufnahme der Klinik D.___ aufsuchte, ergab eine CT-

Untersuchung von Abdomen und Becken den Niereninfarkt rechts bei 

Nierenarteriendissektion. Die Untersuchungen in der Klinik für Nephrologie des KSSG 

bestätigten die Diagnose (Suva-act. 13). Dr. I.___ erklärt in seiner Stellungnahme 

zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 26. Juni 2015 schlüssig, 

dass der LWS-Bereich anatomisch keine eindeutig beschriebene Region sei und weist 

darauf hin, dass bereits bei der zweiten Konsultation in der Notfallaufnahme der Klinik 

D.___ als Befunde eine Nierenklopfdolenz rechts sowie eine subtile Druckdolenz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

periumbilical erhoben worden seien (vgl. Suva-act. 9-4). Da bis zum 13. Dezember 

2014 weder ein direktes noch ein indirektes Trauma stattgefunden habe, könne mithin 

von der ersten bis zur dritten Vorstellung in der Notaufnahme von einem Ereignis (ohne 

Wertung ob durch Trauma oder Erkrankung ausgelöst) mit nachfolgender 

Schmerzsymptomatik ausgegangen werden (act. G 1.16). Angesichts des dargelegten 

Sachverhalts sowie der Ausführungen von Dr. I.___ ist mithin davon auszugehen, dass 

es sich bei der zunächst diagnostizierten akuten Lumbalgie um eine Fehldiagnose 

handelte, was auch von med. pract. E.___ und der Beschwerdegegnerin nicht 

angezweifelt wird, und der Beschwerdeführer am Tag des Treppenunfalls (12. 

Dezember 2014) unter einer Nierenarteriendissektion litt.

3.3  Med. pract. E.___ (vgl. Suva-act. I/32) sowie Dr. J.___ (vgl. act. G 1 Ziff. 3.2) gehen 

offenbar davon aus, dass eine Nierenarteriendissektion sowohl durch ein Trauma als 

auch durch unfallfremde Faktoren verursacht werden kann. Eine gegenteilige Aussage 

ist auch dem Bericht der Ärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG vom 22. 

Dezember 2014 nicht zu entnehmen (Suva-act. I/13). Während der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers im konkreten Fall von einer überwiegend wahrscheinlich 

traumatisch bedingten Nierenarteriendissektion ausgeht, betrachtet die 

Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer unfallbedingten Gesundheitsschädigung nur 

als möglich und stützt sich dabei insbesondere auf die Beurteilung ihrer Kreisärztin 

med. pract. E.___ vom 17. März 2015 (Suva-act. I/32) ab.

4.   

Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 6. Dezember 2013 und 12. Dezember 

2014 zwei Unfälle erlitten hat (vgl. Suva-act. I/1, II/1), hinsichtlich welcher nachfolgend 

zu prüfen ist, ob sie mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zur 

Nierenarteriendissektion geführt haben.

4.1 

4.1.1      Der Bericht der Klinik für Nephrologie des KSSG vom 22. Dezember 2014 

enthält verschiedene Aussagen, welche auf eine diesbezügliche Unfallkausalität 

hindeuten. So wurde der Diagnose eines akuten Niereninfarkts rechts am 12. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Dezember 2014 bei Nierenarteriendissektion die Angabe "am ehesten nach 

Dezelerationstrauma vor 1 Jahr und Zusatztrauma vor 1 Woche" angefügt. Weiter 

wurde im Bericht festgehalten, der Beschwerdeführer habe erzählt, bereits vor einem 

Jahr einen schweren Skiunfall erlitten zu haben. Damals sei es zu einem stumpfen 

Bauch-/Flankentrauma gekommen. Vor einer Woche habe der Beschwerdeführer auf 

der Treppe einen Fehltritt gemacht, habe sich jedoch noch abfangen können und sei 

dabei mit der Flanke an eine Wand geprallt. Fünf Minuten nach diesem Ereignis sei es 

zu stärksten Flankenschmerzen rechtsseitig und Übelkeit mit Erbrechen gekommen. 

Nachdem Risikofaktoren wie eine Thrombose- oder Embolieprädisposition, 

Herzrhythmusstörungen, Nikotinkonsum und eine Arteriosklerose hätten 

ausgeschlossen werden können und eine Thrombophilie- und Vaskulitis-Abklärung 

unauffällig gewesen seien, werde am ehesten von einer Nierenarteriendissektion im 

Rahmen des schweren Dezelerationstraumas vor einem Jahr ausgegangen (Suva-act. 

I/13).

4.1.2      Mit Schreiben vom 19. März 2015 bestätigte Dr. H.___ dem 

Beschwerdeführer, dass retrospektiv die Ätiologie seines Niereninfarkts rechts durch 

eine Nierenarteriendissektion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit posttraumatisch 

bedingt sei, wie bereits von den Kolleginnen des KSSG vermutet im Rahmen des 

Dezelerationstraumas vor einem Jahr und des zusätzlichen Traumas vom 12. 

Dezember 2014 nach einem Fehltritt (Suva-act. I/42).

4.1.3      Med. pract. E.___ hält in ihrer Beurteilung vom 17. März 2015 den 

Ausführungen der Ärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG entgegen, der 

Beschwerdeführer habe anamnestisch einen schweren Skiunfall vor einem Jahr 

erwähnt, weswegen die Klinikärztinnen die Nierenarteriendissektion dann auch auf das 

"schwere Dezelerationstrauma vor einem Jahr" zurückgeführt hätten. Die echtzeitlichen 

Akten würden indessen keine Hinweise auf ein schweres Trauma, geschweige denn auf 

ein schweres Dezelerationstrauma enthalten. In Bezug auf den Unfall vom 6. Dezember 

2013 sei dem gleichentags erstellten Bericht des Spitals C.___ zu entnehmen, dass hier 

lediglich ein Sturz mit dem Gesicht auf eine Eisfläche auf der Piste im Gehen 

vorgelegen habe. Es werde dann auch lediglich eine RQW im Bereich der Unterlippe 

festgehalten, welche versorgt worden sei. In der gesamten Körperuntersuchung 

inklusive Thorax hätten sich keine Kontusionsmarken finden lassen. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer habe lediglich Beschwerden im kranialen Anteil der linken Rippe 

sowie im Bereich der Lippe und Nase sowie des rechten Jochbogens - hier nach 

Kontusion mit Hämatom - gehabt. Es bestehe mithin zum später vom 

Beschwerdeführer geäusserten schweren Skitrauma und der daraus gezogenen 

Schlussfolgerung der Fachärztinnen, dass ein schweres Dezelerationstrauma 

vorgelegen habe, eine erhebliche Diskrepanz. Von einem schweren Skitrauma sei 

anscheinend nicht auszugehen. Auch Brückensymptome würden nicht angegeben. 

Dass das eher bagatelläre Trauma vom 12. Dezember 2014 mit einer Kontusion der 

rechten oberen Extremität und gegebenenfalls konsekutiv auch der Flanke eine 

Nierenarteriendissektion hervorrufe, sei ebenfalls nicht als überwiegend wahrscheinlich 

zu betrachten. Hierfür fehlten jegliche Hinweise. Die Niere und die Nierenarterie seien 

ausserdem derart gut geschützt in der Tiefe liegend, dass durch den einfachen Anprall 

via Arm an die Wand eine Dissektion kaum erwartet werden dürfe. Erfahrungsgemäss 

komme es selbst bei einem schweren Trauma im Sinne eines Polytraumas sehr viel 

häufiger zu Verletzungen des Nierengewebes als zu einer Gefässdissektion eines derart 

kleinen Gefässes. Sehr viel häufiger gesehen sei bei schwerstverletzten Patienten die 

Dissektion von grossen Gefässen, allen voran der Aorta. Kleine und kleinste Gefässe 

seien nahezu nie betroffen. Ein Zusammenhang mit dem Bagatelltrauma werde im 

Übrigen auch von den Fachärztinnen als nicht wahrscheinlich angesehen, sondern es 

werde auf das "schwere Dezelerationstrauma" im Dezember 2013, also ein Jahr zuvor 

verwiesen, welches erwiesenermassen nicht stattgefunden habe. Gesamthaft sei mithin 

die Unfallkausalität der vorliegenden Nierenarteriendissektion nicht als überwiegend 

wahrscheinlich, sondern nur als möglich zu betrachten. Dies vor allem aufgrund der 

mangelnden Schwere der Traumata. Es sei vielmehr von einer spontanen Dissektion 

auszugehen, obwohl der Beschwerdeführer in vielen Punkten keine erhöhte bekannte 

Risikokonstellation aufweise, ausser seinem Alter und allenfalls als Auffälligkeit eine 

doppelte Nierenarterie (Suva-act. I/32).

4.1.4      Mit Schreiben vom 4. Juni 2015 gelangte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mit folgenden Fragen an die Angiologin Dr. J.___: "Können ein 

derartiger akuter Niereninfarkt und eine solche Nierenarteriendissektion rein spontan, 

also im Rahmen eines krankhaften Geschehens, eintreten?"; "Sprechen im konkreten 

Fall die Unmittelbarkeit zum Unfallereignis 2014 sowie die von der Klinik D.___ 

festgestellten Ausschlusskriterien - keine Thrombose- oder Embolieprädisposition, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

keine Herzrhymthmusstörungen, kein Nikotinkonsum - gegen ein solches 

Geschehen?"; Wären der vom Patienten geschilderte rechtsseitige Aufprall auf der 

Skipiste und jener am Mauerknick grundsätzlich geeignet, Verletzungen von der Art der 

eingetretenen zu bewirken?"; "Wie ist der von der Suva-Chirurgie erhobene Einwand, 

dass bei einer traumatischen Einwirkung vor allem die Aorta gefährdet sei und kleine 

Gefässe, wie vorliegend die Nierenarterie, nahezu nie betroffen würden, aus 

angiologischer Sicht zu beurteilen?". Diese Fragen sind grundsätzlich für die 

Beurteilung der Ursächlichkeit der Nierenarteriendissektion als wegweisend zu 

bezeichnen. Laut Beschwerde vom 2. Juli 2015 erklärte Dr. J.___ angeblich am 11. Juni 

2015 telefonisch, dass ein Niereninfarkt und eine Nierenarteriendissektion 

grundsätzlich auch rein spontan auftreten könnten. Im konkreten Fall sei dies jedoch 

verneint worden, da trotz umfassender Abklärungen keinerlei Hinweise für ein 

krankhaftes Geschehen hätten eruiert werden können. Die Unfälle vom Dezember 2013 

und Dezember 2014 seien sodann - wenn so geschehen wie vom Patienten geschildert 

- ohne weiteres geeignet gewesen, eine Nierenarteriendissektion und damit einen 

Niereninfarkt zu bewirken. Von einem "Vorrang", dass bei einer traumatischen 

Einwirkung vor allem die Aorta gefährdet sei, habe sie keine Kenntnis (act. G 1 Ziff. 3.2 

f.).

4.2  Den Ausführungen von med. pract. E.___, den Ärztinnen der Klinik für Nephrologie 

des KSSG sowie von Dr. J.___ lässt sich insgesamt übereinstimmend und 

nachvollziehbar entnehmen, dass der Unfallmechanismus bzw. die Art und Weise der 

Einwirkung auf den Bauch und/oder die Flanke und dabei auch die Schwere der 

Krafteinwirkung, aber auch der zeitliche Ablauf massgebende Ausgangspunkte für die 

Kausalitätsbeurteilung bilden. Dies zunächst in dem Sinne, als es offensichtlich 

erscheint, dass in der Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung 

mit nachfolgenden Beschwerden zeitigen kann, eine erlittene Verletzung im Regelfall zu 

Schmerzen führt und unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah 

auch wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung beschrieben wird. 

Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

gesundheitlichen Beschwerden ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

1997 NR. 275 S. 191 E. 1c). Mit dem alleinigen Vorliegen eines Gesundheitsschadens 

zeitnah zu einem Unfall ist jedoch nicht in jedem Fall auch dessen Unfallkausalität mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. So führt nicht 

jeder Unfall zu einer Verletzung oder zumindest nicht zu einer derart körperlich 

gravierenden strukturellen Verletzung wie einer Nierenarteriendissektion (vgl. dazu 

beispielsweise ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. 

Aufl. Bern 2005, S. 412; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 357 f.). 

Die Schwere der Krafteinwirkung auf den Körper muss geeignet sein, eine konkrete 

Verletzung herbeizuführen. Erfahrungsgemäss erhöht eine grössere Krafteinwirkung die 

Verletzungsgefahr. In diesem Sinne lassen sowohl die Ausführungen von med. pract. 

E.___ als auch diejenigen der Ärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG und von 

Dr. J.___ darauf schliessen, dass eine Nierenarteriendissektion durch ein schweres 

Dezelerationsstrauma hervorgerufen werden kann.

5.   

Angesichts der in Erwägung 4.2 dargelegten Kriterien kommt der Unfall vom 6. 

Dezember 2013 als ursächliches Ereignis der Nierenarteriendissektion nicht 

überwiegend wahrscheinlich in Frage.

5.1  Laut Bericht des Spitals C.___ vom 6. Dezember 2013 war der Beschwerdeführer 

gleichentags auf der Piste beim Gehen mit dem Gesicht auf eine Eisfläche gestürzt 

(Suva-act. II/4). Laut Schilderung des Beschwerdeführers vom 18. Februar 2015 

gegenüber der Beschwerdegegnerin hat sich der Unfall nicht beim Gehen, sondern 

beim Skifahren ereignet. Er sei damals im Tiefschnee gefahren. Plötzlich hätten beide 

Skier wegen der Schneebeschaffenheit gestoppt, worauf es ihn aus beiden Bindungen 

katapultiert habe. Es habe ihn nach vorne geschleudert und er sei auf einer eisigen 

Stelle aufgeprallt (Suva-act. I/19). Am 23. März 2015 erzählte der Beschwerdeführer der 

Beschwerdegegnerin, er sei am 6. Dezember 2013 beim Skifahren brutal nach vorne 

gestürzt und auf Brust und Gesicht gefallen. Die RQW an der Oberlippe sei gravierend 

gewesen und habe genäht werden müssen. Auch habe er unter massiven 

Brustkorbschmerzen gelitten (Suva-act. I/67). Am 9. April 2015 schrieb er sodann 

seinem Rechtsvertreter, er sei mit ca. 30 km/h gefahren. Dabei hätten sich beide 

Skibindungen gleichzeitig geöffnet und er sei ca. 4-5 m durch die Luft geflogen und auf 

einer vereisten Stelle mit Oberkörper und Gesicht hart aufgeschlagen. Sein Oberkörper 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

habe von der Schulter bis zur Hüfte stark geschmerzt. Die Lippe habe genäht werden 

müssen (Suva-act. I/68).

5.2  Dass der Sturz beim Skifahren passiert ist, ist nicht in Frage zu stellen (vgl. dazu 

act. G 1.18, G 5.1). Dass tatsächlich ein - wie vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beschrieben - erheblicher Skiunfall stattgefunden hat (act. G 1), 

wird jedoch bereits durch die zunehmende Dramatik in den obgenannten 

Ereignisschilderungen relativiert. Während zunächst allgemein ein Sturz erwähnt 

worden war, wurde der Sturz schliesslich als brutal bezeichnet und von gravierenden 

und massiven Verletzungen gesprochen. Die nachträglich genannte Distanz von ca. 4-5 

m zwischen der Stelle, an der sich die Bindungen öffneten, bis zur Aufschlagstelle 

erscheint ebenfalls eher der Dramatisierung zu dienen als der Wirklichkeit zu 

entsprechen. Anhand des Berichts des Spitals C.___ lassen sich im Weiteren keine 

Schmerz- und Verletzungsangaben des Beschwerdeführers verifizieren, welche im 

Zusammenhang mit einer Nierenarteriendissektion gesehen werden könnten. Die 

aktenkundigen Fotos belegen - wie im Bericht des Spitals C.___ diagnostiziert - zwei 

RQW an der Unterlippe rechts (vgl. act. G 1.20, Suva-act. I/68) und belegen damit 

einen Sturz auf das Gesicht. Zwar weisen die Ausführungen im Bericht des Spitals 

C.___ unter der Rubrik "Procedere" (Fadenentfernung ca. 5 Tage postoperativ) darauf 

hin, dass die RQW genäht werden mussten. Die Erkennbarkeit tieferliegender 

Strukturen wurde jedoch verneint. Laut Spitalbericht klagte der Beschwerdeführer 

ausserdem über Schmerzen im kranialen Anteil der linken Rippen. Selbst wenn dabei - 

wie vom Beschwerdeführer mit Blick auf einen früheren Unfall vom 12. Dezember 2010 

vermutet (vgl. dazu Suva-act. I/67 f., act. G 1.21), eine Seitenverwechslung (anstatt 

linke Rippen rechte Rippen) stattgefunden haben sollte, lassen auch die vorgenannten 

Schmerzangaben des Beschwerdeführers keine schwere Kontusion mit der 

Wahrscheinlichkeit einer Nierenarteriendissektion erkennen. Zum einen zeigte sich bei 

der Untersuchung der Thorax stabil und indolent und es waren keine 

Kontusionsmarken erkennbar, zum andern klagte der Beschwerdeführer über 

Schmerzen in einem Rippenbereich (kranial = zum Schädel hin), der nicht auf eine 

Kontusion auf Höhe der Nierenarterie hindeutet. Die Beschwerdegegnerin erklärt in der 

Beschwerdeantwort vom 14. August 2015 zutreffend, dass die Nierenarterie erst auf 

der Höhe der 11. und 12. und damit der beiden untersten Rippen ansetzt (act. G 3).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3  Zusammenfassend ist somit in Übereinstimmung mit med. pract. E.___ 

festzuhalten, dass eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem von der Schwere her 

nachgewiesenen Skiunfall zum später vom Beschwerdeführer geäusserten schweren 

Skitrauma besteht. Daher ist es nicht als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten, 

dass der Skiunfall angesichts der dokumentierten Verletzungen und der ärztlich 

erhobenen Befunde eine Nierenarteriendissektion hervorzurufen vermochte. Hierfür 

fehlen jegliche Hinweise.

5.4  Gegen einen solchen Sachverhalt spricht auch der zeitliche Ablauf. Die Heilung 

nach dem Unfall vom 6. Dezember 2013 dauerte offensichtlich wie bei einer 

"gewöhnlichen" Kontusionsverletzung lediglich kurze Zeit (vgl. dazu DEBRUNNER, 

a.a.O, S. 412; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 357 f.). Die für eine Nierenarteriendissektion 

bzw. einen Niereninfarkt typischen Beschwerden wie starke Schmerzen im Bereich der 

Flanke und des Unterbauchs sowie Übelkeit mit Erbrechen (vgl. Suva-act. I/9, I/13, I/

68) sind sodann unbestrittenermassen erst am 12. Dezember 2014 aufgetreten. Das 

Schadendossier betreffend den Unfall vom 6. Dezember 2013 umfasst an 

medizinischen Akten lediglich den Bericht des Spitals C.___, und die Akten beider 

Schadendossiers enthalten - wie von med. pract. E.___ zutreffend festgehalten - keine 

Hinweise auf Brückensymptome bzw. fortdauernde unfallkausale Beschwerden 

(weitere längere Heilbehandlungen, Arbeitsunfähigkeitsatteste). Selbst der 

Beschwerdeführer machte keine solchen geltend, indem er am 18. Februar 2015 

gegenüber der Beschwerdegegnerin aussagte, die Beschwerden im Bereich der 

Rippenbogen hätten nur kurzzeitig angehalten und aus seiner Sicht seien von diesem 

Unfall keine Beschwerden verblieben. Die damalige Behandlung sei im Spital C.___ 

erfolgt. Es habe damals keine Arbeitsunfähigkeit bestanden (Suva-act. I/19). Am 23. 

März 2015 erklärte er ausserdem gegenüber der Beschwerdegegnerin, bis zum 

erneuten Sturz vom 12. Dezember 2014 beschwerdefrei gewesen zu sein (Suva-act. 

43). Insofern ist zwischen dem Skiunfall und der Nierenarteriendissektion kein zeitlicher 

Zusammenhang erkennbar (vgl. dazu Erwägung 5.1). Angesichts des Gesagten gibt es 

auch für die Darstellung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der 

Beschwerde vom 2. Juli 2015 (act. G 1 Ziff. 3.5) - aufgrund der gegenwärtigen Akten 

sei davon auszugehen, dass der Unfall vom 6. Dezember 2013 zu einem Anriss und 

damit zu einer Schwächung der Nierenarterie rechts geführt habe; der Unfall vom 12. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Dezember 2014 habe dann definitiv die Nierenarteriendissektion und den akuten 

Niereninfarkt bewirkt - keine Anhaltspunkte.

6.   

Zu prüfen bleibt, ob der Treppenunfall vom 12. Dezember 2014 mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang zur 

Nierenarteriendissektion steht.

6.1  Anders als beim Unfall vom 6. Dezember 2013 sind die für eine 

Nierenarteriendissektion mit Niereninfarkt typischen Symptome akut am Unfalltag 

aufgetreten, womit ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang gegeben ist. Dieser 

Umstand bildet jedoch für sich allein nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis 

keinen Beweis für eine Unfallkausalität. Der zeitliche Aspekt besitzt keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem 

blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und 

davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon deshalb durch den 

Unfall verursacht sei, weil sie nach diesem auftrat (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. 

Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 4 N 69; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [Beweisführung nach der 

Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 

7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Der natürliche 

Kausalzusammenhang setzt vielmehr auch einen sachlichen, d.h. medizinischen 

Zusammenhang, voraus. Bei der Beantwortung der Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang hat das Gericht gestützt auf die medizinischen Beurteilungen 

bzw. Ansätze der Mediziner (vgl. dazu Erwägung 4.2) zu entscheiden, ob das 

Unfallereignis mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zur 

festgestellten Gesundheitsschädigung geführt hat (vgl. Erwägung 2.1).

6.2  Laut Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 hatte der Beschwerdeführer 

gleichentags bei der Arbeit beim Hinuntersteigen einer Treppe einen Fehltritt gemacht 

und dabei einen Zwick in den Rücken verspürt (Suva-act. I/1). Anlässlich eines 

Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 9. Januar 2015 erklärte er, 

während der Arbeit ausgerutscht zu sein (ca. 3 Stufen hinunter). Er habe einen Sturz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vermeiden können, weil er an der Wand vorwärts aufgeprallt sei (Suva-act. I/10). Bei 

einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 18. Februar 2015 schilderte der 

Beschwerdeführer, während der Arbeit eine Treppe hinuntergegangen und dabei aus 

unerklärlichen Gründen irgendwie ins Straucheln geraten zu sein, wodurch die Gefahr 

entstanden sei, 2 bis 3 Treppenstufen hinunterzustürzen. Er habe einen Sturz gerade 

noch verhindern können, indem er sich unterhalb der Treppe an einer Wand seitlich 

abgefangen habe. Er sei dabei mit angelegtem rechten Arm seitlich gegen die Wand 

geprallt (= Körper nach links abgedreht und mit rechtem Arm und rechter Flanke gegen 

die Wand; Suva-act. 19). Laut Anamnese im Bericht der Orthopädie G.___ vom 4. März 

2015 war der Beschwerdeführer bei der Arbeit auf der Treppe gestürzt und mit der 

rechten Schulter und vor allem dem rechten Ellbogen an eine Wand geprallt. Er habe 

Schmerzen im Oberarm gespürt. Gleichzeitig habe er auch eine Kontusion der Flanke 

erlitten (Suva-act. 27). In der Einspracheergänzung vom 30. April 2015 beschrieb der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Mauerknick unterhalb der Treppe, an 

welchem der Beschwerdeführer aufgeprallt sei. Der Aufprall sei rechtsseitig erfolgt, was 

sich von den rechtsseitigen Ellbogen- und Oberarmschmerzen sowie der rechtsseitigen 

Nierenarteriendissektion ableiten lasse (Suva-act. 66). In der Beschwerde vom 2. Juli 

2015 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vor, es sei ausgewiesen, dass 

der Beschwerdeführer mit voller Wucht rechtsseitig in einen Mauerknick geprallt sei 

(act. G 1, Ziff. 2.1). In der Replik vom 17. September 2015 bezeichnet er den Anprall als 

heftig und den Mauerknick zusätzlich als scharf (act. G 5).

6.3  Die vorgenannten Unfallschilderungen verändern sich von einem blossen Fehltritt 

über einen Aufprall vorwärts in eine Wand zu einem rechtsseitigen, offenbar die rechte 

Schulter, den rechten Ellbogen und die rechte Flanke tangierenden Anprall gegen einen 

scharfen Mauerknick mit voller Wucht. Der Umstand der immer bedeutungsvoller 

werdenden und auf eine rechtsseitige Nierenarteriendissektion stets besser 

zugeschnittenen Sachverhaltsumstände lässt am schwerwiegendsten Sachverhalt in 

der Beschwerde und Replik bereits Zweifel aufkommen. Zumindest bedarf er einer 

genauen Betrachtung. Den Akten liegen Fotos des Unfallortes bei, worauf gegenüber 

einer dreistufigen Treppe, auf der rechten Seite, nach einem offenen Durchgang, ein 

Mauerknick folgt (act. G 1.7). Die Entwicklung einer schweren Krafteinwirkung bzw. ein 

beschleunigter, wuchtiger Anprall der rechten Körperseite am Mauerknick ist dabei 

zwar denkbar. Die Beschwerdegegnerin weist aber in der Beschwerdeantwort vom 14. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

August 2015 schlüssig darauf hin, dass bei einem rechtsseitigen Anprall mit an den 

Körper angelegtem rechten Arm die rechte Körperflanke abgedeckt und damit 

geschützt ist und der rechtsseitige Anprall durch den angelegten Arm absorbiert wird 

(act. G 3).

6.4  Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass auch in Bezug auf den Unfall vom 

12. Dezember 2014 kein Sachverhalt mit einer schwerwiegenden Tangierung der 

rechten Flanke des Beschwerdeführers ausgewiesen ist, der mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine traumatische Verursachung der 

Nierenarteriendissektion nachweisen könnte.

7.   

Die Aussagen der Ärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG im Bericht vom 22. 

Dezember 2014 (Suva-act. I/13) sowie die in der Beschwerde vom 2. Juli 2015 

festgehaltenen telefonischen Auskünfte von Dr. J.___ (act. G 1) vermögen den Beweis 

einer überwiegend wahrscheinlichen Kausalität zwischen den Unfallereignissen vom 6. 

Dezember 2013 und 12. Dezember 2014 und der Nierenarteriendissektion mit akutem 

Niereninfarkt ebenfalls nicht zu erbringen.

7.1  Unabhängig davon, welches Unfallereignis die Ärztinnen der Klinik für Nephrologie 

des KSSG hinsichtlich Verursachung vorziehen, basieren ihre Beurteilungen auf den 

subjektiven Sachverhaltsdarstellungen des Beschwerdeführers über schwere Unfälle 

mit bedeutsamer Einwirkung auf die rechte Körperseite, insbesondere im Bereich der 

rechten Flanke. Wie in den Erwägungen 5 und 6 dargelegt, kann jedoch in Bezug auf 

beide Unfälle nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von 

schweren Dezelerationstraumen ausgegangen werden. Insbesondere die 

Schlussfolgerung, man gehe am ehesten von einer Nierenarteriendissektion im Rahmen 

des "schweren Dezelerationstraumas vor einem Jahr" aus, vermag nicht zu überzeugen 

(vgl. Erwägung 5). Einschränkend kommt hinzu, dass die Ärztinnen mit ihrer 

Formulierung "am ehesten" selbst zum Ausdruck bringen, dass sie eine traumatische 

Verursachung nur vermuten. Eine Vermutung vermag jedoch nicht den im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu genügen (vgl. THOMAS LOCHER/THOMAS 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.). 

Im gleichen Sinn vermag die Bestätigung von Dr. H.___ vom 19. März 2013 keine 

Unfallkausalität zu begründen (vgl. Suva-act. I/42). Auch das alleinige Fehlen von 

Risikofaktoren beim Beschwerdeführer vermag den mangelnden Nachweis eines 

schweren Unfallereignisses nicht zu ersetzen, zumal die Ärztinnen der Klinik für 

Nephrologie des KSSG eine Unfallkausalität im Anschluss an den Hinweis auf fehlende 

Risikofaktoren nur vermutet haben. Die Darstellung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 2. Juli 2015 (act. G 1 Ziff. 3.4) - am 13. 

Dezember 2014 sei ein Rekanalisationsversuch vorgenommen worden, bei dem der 

Beschwerdeführer vom damals zuständigen Facharzt darauf hingewiesen worden sei, 

dass er keine Verstopfung des Blutgefässes, sondern nur eine erhebliche Dissektion 

habe feststellen können, was bezogen auf sein Fachgebiet für ein traumatisches 

Geschehen spreche (vgl. auch act. G 5 Ziff. 3.3, Suva-act. I/21) - lässt sich dem Bericht 

der Ärztinnen der Klinik für Nephrologie vom 22. Dezember 2014 (Suva-act. I/13) nicht 

entnehmen. Unbestrittenermassen wurde beim Beschwerdeführer am 13. Dezember 

2014 von den Fachärztinnen der Klinik für Nephrologie des KSSG ein Niereninfarkt bei 

langstreckiger Nierenarteriendissektion diagnostiziert (Suva-act. 13). Eine ärztliche 

Aussage, wonach eine Nierenarteriendissektion nur bei einem traumatischen Ereignis 

entstehen könnte, findet sich jedoch nicht.

7.2  Dr. J.___ erachtete die Eignung der geschilderten Unfälle vom 6. Dezember 2013 

und 12. Dezember 2014 für eine Nierendissektion mit Niereninfarkt in Anlehnung an die 

Unfallschilderungen des Beschwerdeführers im Sinne eines erheblichen Skiunfalls mit 

Aufprall auf den Bauch und eines Treppenunfalls mit heftigem Aufprall rechtsseitig an 

einem scharfen Mauerknick als gegeben. Dies jedoch nur unter dem Vorbehalt, dass 

die Unfälle - wie vom Beschwerdeführer geschildert - geschehen seien (act. G 1 Ziff. 

3.3). Ihrer Beurteilung kann demnach ebenfalls kein Beweiswert zukommen. Der von 

Dr. J.___ und med. pract. E.___ verschieden beantworteten Frage, ob der Aorta 

gegenüber der Nierenarterie bei einer traumatischen Einwirkung ein "Vorrang" 

zukomme, kommt damit keine weiterführende Bedeutung mehr zu. Unbestritten ist, 

dass eine Nierenarteriendissektion ein entsprechendes Unfallereignis erfordert, welches 

im konkreten Fall eben nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist.

8.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus den aktenkundigen Angaben zu den 

Unfällen vom 6. Dezember 2013 und 12. Dezember 2014 sowie dem zeitlichen Ablauf - 

wie von med. pract. E.___ angenommen und schlüssig begründet - keine 

Anhaltspunkte für eine natürliche Unfallkausalität der am 13. Dezember 2014 

diagnostizierten Nieren-arteriendissektion mit Niereninfarkt ergeben. Die 

Beschwerdegegnerin hat damit ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen 

Unfallversicherung zu Recht verneint. Dem Antrag des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers auf Durchführung einer medizinischen Begutachtung ist nicht 

stattzugeben. Bei der vorliegenden Ausgangslage sind von weiteren medizinischen 

Abklärungen respektive einem medizinischen Gutachten keine entscheidrelevanten 

neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).1

9.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 1. Juni 2015 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2017
	Art. 6 UVG: Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einer Nierenarteriendissektion und zwei Unfällen. Den ersten Unfall hatte der Beschwerdeführer ein Jahr vor der Diagnose Nierenarteriendissektion erlitten, den zweiten Unfall unmittelbar vor der akut aufgetretenen Nierenarteriendissektion (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juli 2017, UV 2015/40).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:08:42+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen