# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8034006c-05de-5e45-b56a-37457b966a4b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 18.03.2014 I/1-2013/139, 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2013-139--140_2014-03-18.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2013/139, 140

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 18.03.2014

Entscheiddatum: 18.03.2014

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18.03.2014
Art. 82 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 58 Abs. 1 DBG (SR 642.11). 
Wertberichtigung von Wertschriften; stille Entnahme eines Geschäftsautos. 
Die steuerpflichtige Gesellschaft nahm eine erfolgswirksame 
Wertberichtigung auf ihrem Wertschriftenvermögen per Ende 2007 vor und 
begründete dies mit allgemeinen Kursrisiken und der Finanzkrise. 
Massgebend sind aber die Werte per Bilanzstichtag, weshalb kein Raum für 
zusätzliche Wertberichtigungen besteht. Weiter wurden ihr Fr. 10'000 als 
verdeckte Gewinnausschüttung aufgerechnet, weil sie einen vollständig 
abgeschriebenen Personenwagen unentgeltlich an die Alleinaktionärin 
übertragen habe. Das Fahrzeug war indes in der Bilanz noch aufgeführt, 
auch in jener des folgenden Jahres, allerdings mit Fr. 0 statt dem üblichen 
Erinnerungsfranken. Zudem war der Betrag für einen 9 Jahre alten VW Golf 
mit über einem Jahr zurückliegendem MFK-Vorführdatum völlig 
unrealistisch (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. März 2014, I/
1-2013/139, 140).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Fritz Buchschacher und Markus Frei,

Gerichtsschreiberin Franziska Geser

X AG, Rekurrentin und Beschwerdeführerin,

vertreten durch Y,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

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Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte

betreffend

Kantonssteuer und direkte Bundessteuer aufgrund des Rechnungsabschlusses 

per31.12.2007

Sachverhalt:

A.- Die X AG war im Jahre 2007 noch als Z AG im Handelsregister eingetragen. Mit der 

späteren Änderung der Firma wurde auch der Sitz von Buchs SG nach Sevelen verlegt 

sowie der Zweck der Unternehmung geändert. Vorher bestand der Zweck in Erwerb, 

Überbauung, Verwaltung, Vermietung und Veräusserung von Liegenschaften. Die 

Gesellschaft konnte Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten sowie 

sich an andern Unternehmen beteiligen. Heute ist der Zweck der Gesellschaft die 

Verwaltung des eigenen Vermögens. Die Gesellschaft kann Anlagegeschäfte aller Art 

tätigen, Darlehen gewähren, die daraus resultierenden Erträge vereinnahmen und 

verwenden, Kredite aufnehmen und Pfänder bestellen. Wirtschaftlich beherrscht wird 

sie von W, die Alleinaktionärin, alleinige Verwaltungsrätin und Geschäftsleiterin ist. Für 

das Steuerjahr 2007 deklarierte die Z AG am 8. Dezember 2008 aufgrund des 

Jahresabschlusses per 31. Dezember 2007 unter anderem nach Berücksichtigung 

einer Wertberichtigung für Wertschriften in der Höhe von Fr. -100'000.– sowie 

verbuchten Fahrzeugaufwendungen von Fr. 996.30 einen Reingewinn von Fr. 71'064.–. 

Die Veranlagungsbehörde liess die Wertberichtigung nicht zu und rechnete der 

Steuerpflichtigen die Fr. 100'000.– auf. Sodann rechnete sie für eine unverbuchte 

Entnahme des Geschäftsfahrzeugs einen Betrag von Fr. 10'000.– sowie für die nicht als 

geschäftsmässig begründeten Aufwand anerkannten Fahrzeugaufwendungen einen 

Betrag von Fr. 996.– auf. Für die Kantonssteuer 2007 ergab sich damit ein steuerbarer 

Gewinn von Fr. 160'800.– sowie ein steuerbares Kapital von Fr. 2'941'000.–. Für die 

direkte Bundessteuer 2007 wurde die Gesellschaft ebenfalls mit einem steuerbaren 

Gewinn von Fr. 160'800.– veranlagt. Die gegen diese Veranlagungen erhobenen 

Einsprachen wurden mit Einspracheentscheiden vom 22. Juli 2013 abgewiesen.

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B.- Gegen den Einspracheentscheid über die Kantonssteuer 2007 erhob die X AG mit 

Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 13. August 2013 Rekurs bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli 

2013 betreffend die Staats- und Gemeindesteuer für die Steuerperiode 2007 und die 

darauf gestützte Steuerberechnung von Fr. 26'211.05 seien aufzuheben. Im Sinne der 

Begründung sei eine neue Veranlagungsverfügung und Schlussrechnung zu erlassen, 

die von einem Reingewinn von Fr. 72'060.– und einem Eigenkapital von Fr. 2'862'460.– 

ausgehe (Ziff. 1); alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz 

(Ziff. 2). Gegen den Einspracheentscheid über die direkte Bundessteuer 2007 erhob die 

X AG mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 16. August 2013 Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli 

2013 betreffend die direkte Bundessteuer für die Steuerperiode vom 1. Januar 2007 bis 

zum 31. Dezember 2007 und die darauf gestützte Steuerberechnung von Fr. 13'668.– 

seien aufzuheben. Es sei im Sinne der Begründung eine neue Veranlagungsverfügung 

und Schlussrechnung zu erlassen, die von einem Reingewinn von Fr. 72'060.– ausgehe 

(Ziff. 1); alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Steueramtes (Ziff. 

2).

Die Vorinstanz verwies in ihrer Eingabe vom 30. September 2013 auf die Ausführungen 

in den beiden Einspracheentscheiden vom 22. Juli 2013 und stellte den Antrag auf 

Abweisung von Rekurs und Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten der Rekurrentin und Beschwerdeführerin.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide über die Kantonssteuer sowie die 

direkte Bundessteuer aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007. 

Zwar müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie 

können indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem 

gemeinsamen Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich 

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auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3; BGE 

135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 13. August 2013 und die Beschwerde 

vom 16. August 2013 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG, bzw. Art. 140 des Bundesgesetzes über 

die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 Abs. 1 der Verordnung 

zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und 

Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). 

Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.

3.- Umstritten ist die Zulässigkeit der durch die Rekurrentin und Beschwerdeführerin 

vorgenommenen Wertberichtigung der Wertschriften im Umfang von Fr. 100'000.–, die 

von der Vorinstanz aufgerechnet wurden.

a) Gemäss Art. 82 Abs. 1 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn aus dem Saldo der 

Erfolgsrechnung (lit. a), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung 

ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von 

geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet wurden (lit. b), den der 

Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen, mit Einschluss der Kapital-, 

Aufwertungs- und Liquidationsgewinne (lit. c) und den Zinsen auf verdecktem 

Eigenkapital (lit. d) zusammen. Die Bestimmung hält sich an die Vorgaben von Art. 24 f. 

des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) und deckt sich mit Art. 58 Abs. 1 DBG. Die 

Voraussetzungen einer Abschreibung, vorübergehenden Wertberichtigung oder 

Rückstellung müssen auf den Zeitpunkt des Bilanzstichtags beurteilt werden (Art. 662 

Abs. 2 i.V.m. Art. 958 Abs. 1 und 960 Abs. 2 aOR). Die bis zum Zeitpunkt der 

Bilanzerrichtung erhaltenen Informationen können in den Jahresrechnungen noch 

verwertet werden, insoweit als sie sich auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag beziehen. 

Eine umfassendere Berücksichtigung nachträglicher Ereignisse widerspräche jedoch 

dem Stichtagscharakter der Jahresrechnungen und dem ertragssteuerrechtlichen 

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Grundsatz der periodengerechten Gewinnbesteuerung (StE 1987, B 72.14.2 Nr. 6). 

Unmittelbar drohende Verluste sind nur dann gegeben, wenn der Eintritt des Verlustes 

mit annähernder Gewissheit zu erwarten ist oder unmittelbar bevorsteht (Francis 

Cagianut/Ernst Höhn, Unternehmenssteuerrecht, 3. Aufl.1993, § 13 N 70).

b) Die Z AG wies in der Bilanz per 31. Dezember 2007 Wertschriften im Wert von Fr. 

1'992'621.83 aus und zog davon eine Wertberichtigung in der Höhe von Fr. 100'000.– 

ab. Ein entsprechender Abzug in der Höhe von Fr. 100'000.– unter dem Titel 

Wertberichtigung Wertschriften wurde auch in der Erfolgsrechnung 2007 verbucht. Aus 

dem Depotauszug der Raiffeisenbank Werdenberg per 31. Dezember 2007 ist 

ersichtlich, dass die Wertschriften damals gesamthaft einen Kurswert von 

Fr. 2'142'352.85 hatten. Die davon abweichende tiefere Bewertung der Wertschriften in 

der Jahresrechnung 2007 ist anhand der Aufstellung "Wertschriften-Bestand per 

31.12.2007" ausgewiesen. Es ist unbestritten, dass es sich dabei um eine korrekte 

Bewertung nach Art. 667 aOR handelt. Hinsichtlich der zusätzlichen 

Wertberichtigungen in der Höhe von gesamthaft pauschal Fr. 100'000.– ist 

festzuhalten, dass sich die Finanzkrise zwar bereits im Jahre 2007 bemerkbar machte – 

wie die Rekurrentin und Beschwerdeführerin unter Berufung auf diverse Publikationen 

aus der Finanzwirtschaft darlegte – und die Aktienkurse sanken, vorliegend jedoch auf 

den Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2007 abzustellen ist. Die weiteren Verluste durch 

sinkende Kurswerte realisierten sich erst im Jahre 2008 und sind dementsprechend für 

die Steuern 2007 nicht relevant. Aktienkurse sind stets Kursschwankungen unterworfen 

und es rechtfertigt sich nicht, die im Folgejahr tieferen Kurse bereits im vorangehenden 

Steuerjahr zu berücksichtigen. Die Funktion der Steuerwerte ist gerade eine 

Wertbestimmung per Jahresende, die massgeblich für die Steuerveranlagung ist. Ein 

weiterer Pauschalabzug von Fr. 100'000.– ist unbegründet. Im Übrigen kann der in der 

Jahresrechnung 2007 veranschlagte Wert der Wertschriften nicht davon abhängig sein, 

zu welchem Zeitpunkt die Bilanzerrichtung erfolgte; dann wäre die Steuerveranlagung 

unterschiedlich, je nachdem, wie lange mit der Bilanzerrichtung zugewartet würde, was 

nicht sachdienlich sein kann. Schliesslich finden die Kursverluste des Jahres 2008 in 

die Jahresrechnung 2008 Eingang und erhalten damit auch im Steuerjahr 2008 ihre 

Berücksichtigung. Dementsprechend müssen die Wertberichtigungen in der Höhe von 

Fr. 100'000.– der Rekurrentin und Beschwerdeführerin aufgerechnet werden, was 

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gleichermassen sowohl für die Kantonssteuer als auch für die direkte Bundessteuer gilt 

(Art. 82 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 StG; Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG).

4.- Sodann ist auch die Aufrechnung einer stillen Entnahme des Geschäftsfahrzeugs in 

der Höhe von Fr. 10'000.– umstritten.

a) Geldwerte Leistungen bzw. geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer 

Kapitalgesellschaft an ihren Gesellschafter stellen Gewinnausschüttungen dar, wenn 

sie nicht als Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende 

Gegenleistung des Gesellschafters erfolgen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 88 zu Art. 58 DBG). Bei verdeckten 

Gewinnausschüttungen handelt es sich um geldwerte Leistungen und Vorteile, die 

ohne entsprechende Gegenleistung an Personen gewährt werden, die unmittelbar oder 

mittelbar mit der juristischen Person beteiligungsrechtliche Beziehungen haben. 

Verdeckt sind solche Leistungen insofern, als sie buchmässig nicht offen ausgewiesen 

werden, sondern unter einem Aufwandtitel der Erfolgsrechnung belastet werden, oder 

unter anderem dann, wenn ein unter- oder überpreisiger Kauf stattfindet. Den 

Beteiligten oder einer diesen nahestehenden Person werden Leistungen erbracht, 

welche im normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht gewährt 

würden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 95 und 125 zu Art. 58 DBG; 

Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 

1999, S. 279 f.). Massgebend ist das "arm's length"-Prinzip. Zu prüfen ist demnach, 

wie gegenüber einem unbeteiligten Dritten gehandelt worden wäre. Dabei kommt es 

darauf an, was die für das Unternehmen handelnden Organe in guten Treuen als 

betrieblich begründet angesehen haben. Allein Ungeschicklichkeit der 

Unternehmensleitung führt nicht zur Besteuerung der Leistung. Ein gewichtiges Indiz 

für eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn zwischen der 

Aktiengesellschaft und dem Aktionär unübliche Rechtsgeschäfte vollzogen werden (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 98 zu Art. 58 DBG; VRKE I/1-2010/165 vom 

18. August 2011, im Internet unter www.gerichte.sg.ch).

Für die Beweislastverteilung ist im Zusammenhang mit verdeckten 

Gewinnausschüttungen zu differenzieren: Ist streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft 

überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten gegenüberstehe, trägt die Gesellschaft 

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die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung (Beweis der 

geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung). Ist bei Vorhandensein einer 

Gegenleistung des Beteiligten an die Gesellschaft umstritten, ob zwischen den 

gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und ob deshalb 

auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen werden dürfe, so ist die 

Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweisbelastet (natürliche 

Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung; vgl. Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58 DBG).

b) Vorliegend stellt sich vorab die Frage, ob überhaupt eine Leistung der Gesellschaft 

an die Alleinaktionärin, alleinige Verwaltungsrätin und Geschäftsleiterin erfolgt ist. Ist 

nämlich gar keine Leistung erfolgt, so kann diese auch nicht in einem Missverhältnis zu 

einer allfälligen Gegenleistung stehen. Gemäss dem im Steuerrecht geltenden 

allgemeinen Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die 

steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für 

Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern, ist diesbezüglich die 

Steuerbehörde beweispflichtig (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.). Die 

Rekurrentin und Beschwerdeführerin führt in den Eingaben vom 13. und 16. August 

2013 zusammengefasst aus, dass das im Jahr 1998 gekaufte Firmenfahrzeug im Jahr 

2007 auf null abgeschrieben worden sei. Erst für das Jahr 2009 habe man das 

Motorfahrzeug in der privaten Steuererklärung deklariert, das bis dahin der Z AG gehört 

habe. Die Vorinstanz hingegen führt aus, dass es sich beim Kaufgeschäft zwischen der 

AG und der natürlichen Person der Alleinaktionärin um einen buchungspflichtigen 

Tatbestand handle, der jedoch in den Buchhaltungen 2007, 2008 und 2009 nicht 

erfasst sei. Sodann hätten Abklärungen beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt 

ergeben, dass der besagte VW Golf auch noch zum Zeitpunkt der 

Einspracheentscheide auf die Z AG eingelöst gewesen sei.

Weder aus der Buchhaltung noch aus den Informationen des Strassenverkehrs- und 

Schifffahrtsamtes lässt sich also ein Eigentumsübergang im Jahre 2007 ableiten. 

Weiter verweist die Vorinstanz auf eine Rechnung betreffend den VW Golf vom 4. Juni 

2008, die auf die Alleinaktionärin persönlich ausgestellt ist. Wenn der Garagist auf der 

Rechnung nicht zwischen der Privatperson der Alleinaktionärin und der Unternehmung 

entscheidet, ist dies jedoch noch kein Indiz für eine Privatentnahme. Sodann kann auch 

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aus dem Umstand, dass das Fahrzeug im Jahre 2007 bis auf Fr. 0.– und nicht nur bis 

zum Pro-Memoria-Wert von Fr. 1.– abgeschrieben wurde, keine Privatentnahme 

gefolgert werden. Eine vollständige Abschreibung ist nicht mit einer Privatentnahme 

gleichzusetzen. Es spricht nichts dagegen, dass abgeschriebene Vermögenswerte im 

Geschäftsvermögen verbleiben. Es gibt also keine Anhaltspunkte dafür, dass im Jahre 

2007 eine Privatentnahme stattgefunden hat. Dementsprechend erübrigt sich die Frage 

nach einer verdeckten Gewinnausschüttung bzw. der Realisierung stiller Reserven und 

dem Verkehrswert des Fahrzeugs in der Steuerperiode 2007. Dies wird für die 

Steuerperiode, in der die Privatentnahme tatsächlich stattgefunden hat, überprüft 

werden müssen.

Im Übrigen wurde der VW Golf im Jahre 1998 durch die Z AG gekauft und auch in den 

Jahren 2007 und 2008 noch buchmässig in der AG geführt. Dass das Fahrzeug dabei 

mit dem Wert von Fr. 0.– und nicht zum Pro-Memoria-Wert von Fr. 1.– aufgeführt ist, 

kann dabei nicht ausschlaggebend sein. Im Gegensatz zu einer natürlichen Person, bei 

der eine Einordnung in Geschäfts- und Privatvermögen nach der Zweckbestimmung 

der Gegenstände erfolgt, sind für die Verhältnisse zwischen einer natürlichen und einer 

juristischen Person die Eigentumsverhältnisse entscheidend (vgl. Weidmann/

Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 50 ff.). Selbst wenn das Fahrzeug geschäftlich 

tatsächlich nicht mehr benötigt wird, kann aus diesem Umstand dementsprechend 

keine Privatentnahme eines im Eigentum der Unternehmung stehenden Gegenstands 

abgeleitet werden.

Überdies wurde der VW Golf am 22. Dezember 2006 amtlich geprüft. Im 

massgeblichen Zeitpunkt Ende 2007 lag die amtliche Prüfung also bereits mehr als ein 

Jahr zurück. Die von der Vorinstanz herangezogenen Offertpreise aus dem 

Internetportal auto-scout24.ch bezogen sich selbstredend auf MFK-geprüfte 

Fahrzeuge, weshalb sie im konkreten Fall zum Vergleich untauglich sind. Für einen 

neunjährigen Golf IV, der nicht frisch ab MFK angeboten wird, ist ein Verkaufspreis von 

Fr. 10'000.– völlig unrealistisch.

5.- Zusammenfassend wird festgehalten, dass die Aufrechnung der 

Wertberichtigungen betreffend die Wertschriften in der Höhe von Fr. 100'000.– durch 

die Vorinstanz zu Recht erfolgte. Eine verdeckte Gewinnausschüttung hingegen kann 

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der Rekurrentin und Beschwerdeführerin im Jahre 2007 nicht nachgewiesen werden. 

Dementsprechend hat die durch die Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung für die 

Privatentnahme eines Fahrzeugs in der Höhe von Fr. 10'000.– zu unterbleiben. Folglich 

sind Rekurs und Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der vorinstanzliche Entscheid ist 

aufzuheben und die Rekurrentin und Beschwerdeführerin hinsichtlich der 

Kantonssteuer 2007 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 150'860.– und einem 

steuerbaren Kapital von Fr. 2'941'260.–, und hinsichtlich der direkten Bundessteuer 

2007 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 150'860.– zu veranlagen.

6.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu neuen 

Zehnteln der Rekurrentin und Beschwerdeführerin und zu einem Zehntel dem Staat 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je 

Fr. 1'000.–, d.h. gesamthaft Fr. 2'000.– erscheint angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG, 

Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– ist mit dem Kostenanteil der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin zu verrechnen und dieser ist der Rest von Fr. 200.– 

zurückzuerstatten. Bei diesem Verfahrensausgang erfolgt keine Entschädigung 

ausseramtlicher Kosten (vgl. Art. 98  VRP; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach 

st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 183).

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom

       22. Juli 2013 aufgehoben.

2.    Die Rekurrentin wird für die Kantonssteuern 2007 mit einem steuerbaren Gewinn

       von Fr. 150'860.– und einem steuerbaren Kapital von Fr. 2'941'260.– veranlagt.

3.    Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom

       22. Juli 2013 aufgehoben.

4.    Die Beschwerdeführerin wird für die direkte Bundessteuer 2007 mit einem

bis

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       steuerbaren Gewinn von Fr. 150'860.– veranlagt.

5.    Die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.– werden zu neun Zehnteln der Rekurrentin 

und

       Beschwerdeführerin und zu einem Zehntel dem Staat auferlegt. Der 

Kostenvorschuss

       wird der Rekurrentin und Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 200.– 

zurückerstattet.

6.    Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

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