# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 789c034d-992c-55bf-997b-e2f8d27d93c0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.01.2014 S 2013 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-54_2014-01-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 54

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Caluori

URTEIL
vom 22. Januar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist mit einem Pensum von 50 % beim Kanton Graubünden 

angestellt. Gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis ist sie obligatorisch bei 

der B._____ AG gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfall 

versichert.

2. Am 10. Oktober 2012 liess A._____ ihr Knie von Dr. med. C._____, 

leitender Arzt der Allgemein- und Unfallchirurgie des Kantonsspitals 

Graubünden, untersuchen. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2012 

informierte Dr. med. C._____ den überweisenden Arzt, Dr. med. D._____, 

über das Ergebnis der konsiliarischen Untersuchung. Gemäss Anamnese 

leide die Patientin bereits seit einem Jahr an immer wieder auftretenden 

medialen Knieschmerzen rechts, insbesondere bei Belastung, 

gelegentlich auch in Ruhe. Hin und wieder seien auch Blockaden 

aufgetreten, welche die Patientin jeweils wieder selber habe lösen 

können. Möglicherweise handle es sich dabei aber auch um eine Art 

Pseudoblockaden. Es würden keine Giving-way-Symptomatik und 

Instabilität vorliegen. Zudem gebe es kein Trauma in der Anamnese. 

Anhand der veranlassten MRI-Untersuchung könne eine Läsion im 

mittleren Drittel und Hinterhorn des medialen Meniskus rechts bestätigt 

werden. Die Patientin sei mit der vorgeschlagenen Arthroskopie mit 

Teilmenisektomie einverstanden. Der Eingriff wurde am 29. Oktober 2012 

ambulant durchgeführt. In der Folge war A._____ vom 29. Oktober 2012 

bis zum 10. November 2012 zu 100 % und vom 12. November 2012 bis 

zum 16. November zu 60 % arbeitsunfähig.

3. Am 8. Januar 2013 reichte A._____ bei der B._____ eine 

Schadensmeldung ein. Darin gab sie an, sich am 20. April 2012 beim 

Spielen mit den Kindern das Knie verdreht zu haben. Daraus habe vom 

29. Oktober bis zum 10. November 2012 eine volle und vom 12. bis zum 

16. November 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % resultiert. Auf 

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Nachfrage der B._____ präzisierte A._____ am 11. Januar 2013, beim 

Spielen mit den Kindern auf dem Spielplatz das rechte Knie verletzt (Knie 

verdreht) zu haben. Die Frage nach vorbestehenden Beschwerden 

verneinte sie. 

4. Gemäss einem Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 14. Januar 2013 

fand am 30. Mai 2012 eine Erstbehandlung nach dem behaupteten 

Ereignis vom 20. April 2012 statt. Anlässlich der Erstkonsultation habe 

beim Kniegelenk rechts kein Erguss festgestellt werden können. Es 

hätten diffuse Druckdolenzen, insbesondere über der Patellafacette, der 

Patellarsehne und dem medialen Meniskusbereich bestanden. Die 

Patientin habe Schmerzen bei der Einnahme des Schneidersitzes 

angegeben. Der Röntgenbefund habe keine ossäre Läsion nachweisbar 

gemacht. Zum Unfallhergang gab Dr. med. D._____ an, die Patientin 

habe sich beim Hüten des Kindes auf dem Spielplatz bei einer schnellen 

Bewegung durch Ausrutschen das rechte Knie verdreht. Seither 

bestünden persistierende Beschwerden, so dass schliesslich bei mittels 

MRI nachgewiesenem Meniskusriss eine arthroskopische Intervention 

erfolgen musste.

5. Am 23. Januar 2013 meldete A._____ der B._____ ein weiteres Ereignis, 

wonach sie bei Hausarbeiten am 6. Dezember 2012 das vor kurzem 

operierte rechte Knie habe schonen wollen und das linke Knie voll 

belastet und verdreht habe. Dieses Ereignis ist Gegenstand eines 

weiteren verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens (vgl. S 13 107).

6. Mit Verfügung vom 13. Februar 2013 verneinte die B._____ einen 

Leistungsanspruch für die geltend gemachten Beschwerden am rechten 

Knie. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die 

Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem 

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ursächlichen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 20. April 2012 

stünden. Lediglich die Kosten für die erste Behandlung vom 30. Mai 2012 

würden im Sinne von Abklärungsmassnahmen übernommen, eine weitere 

Kostenübernahme aber werde abgelehnt. Dagegen erhoben A._____ am 

18. März 2013 sowie ihre Krankenkasse am 25. Februar 2013 

Einsprache. Während Letztere ihre Einsprache am 10. April 2013 wieder 

zurückzog, wurde die Einsprache von A._____ mit Einspracheentscheid 

vom 19. April 2013 abgewiesen.

7. Dagegen reichte A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 16. Mai 

2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. 

Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (recte: des 

Einspracheentscheids) und die Erbringung der gesetzlichen Leistungen, 

eventuell sei sie von einer neutralen Fachperson oder von neutralen 

Fachpersonen gründlich begutachten zu lassen, dies alles unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zu Lasten der B._____. In der schriftlichen 

Eingabe schilderte die Beschwerdeführerin zunächst detailliert das 

Ereignis vom 20. April 2012. Sodann führte sie aus, dass es notorisch sei, 

dass die Versicherer für die Unfallmeldungen in ihren Formularen nur 

stichwortartige Schilderungen der Unfälle zulassen würden. Dagegen 

entstünden Arztberichte in mehrminütigen Sprechstunden. Die Angaben 

des Arztes vom 14. Januar 2013 widersprächen in keiner Weise ihren 

ausführlicheren Schilderungen in der Einsprache vom 18. März 2013. Das 

zweite Ereignis, welches sie am 23. Januar 2013 der B._____ gemeldet 

habe, sei für das vorliegende Verfahren nicht relevant sei. Zur 

Begründung führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an, der 

Unfallversicherer müsse nicht nur für Unfälle, sondern auch für 

unfallähnliche Körperschädigungen aufkommen. Meniskusrisse seien 

unfallähnliche Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine 

Erkrankung oder Abnutzung zurückzuführen seien, und zwar auch ohne 

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ungewöhnliche äussere Einwirkung. Eine Meniskusschädigung komme 

als Folge einer Verletzung, durch wiederholte Kleinstverletzungen oder 

durch Alterungsvorgänge zustande. Es sei eine unbelegte Vermutung, 

dass der Meniskusriss anders als durch ein unfallähnliches Ereignis 

entstanden sei. Einen solchen Schluss würden weder die ärztlichen 

Befunde noch die Akten zulassen. Vielmehr sei es überwiegend 

wahrscheinlich, dass die Beschwerden durch das Trauma vom 20. April 

2012 verursacht worden seien.

8. Am 25. Juni 2013 reichte die B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 

ihre Beschwerdeantwort ein und beantragte unter Festhaltung am 

Einspracheentscheid vom 19. April 2013 die vollumfängliche Abweisung 

der Beschwerde. Es sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt, ob ein Unfallgeschehen beziehungsweise ein Zusammenhang 

zwischen einem solchen Ereignis und den geltend gemachten 

Kniebeschwerden vorliege, weil das Ereignis gegenüber Dr. med. 

C._____ anlässlich der Konsultation vom 10. Oktober 2012 nicht erwähnt 

worden sei und die Angaben der Beschwerdeführerin zudem 

widersprüchlich seien. Auch im zweiten Schadensfall, welcher am 

23. Januar 2013 angemeldet worden sei, würden die Angaben der 

Beschwerdeführerin und jenen des Hausarztes divergieren. Die 

Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Begründung sodann auf das 

Schreiben von Dr. med. C._____ vom 11. Oktober 2012 ab, wonach kein 

Trauma in der Anamnese vorliege und die Beschwerden bereits seit einen 

Jahr bestünden. Die Darstellung würde zwar wesentlich von den Angaben 

der Beschwerdeführerin abweichen, da diese aber die Unfallmeldung erst 

acht Monate nach dem behaupteten Ereignis und zwei Monate nach der 

Arthroskopie eingereicht habe, sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

von der Darstellung von Dr. med. C._____ auszugehen. Es liege damit 

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weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor, eine 

Leistungspflicht bestehe folglich nicht.

9. Am 8. Juli 2013 reichte die Beschwerdeführerin eine freigestellte Replik 

ein und wiederholte im Wesentlichen ihre Standpunkte. Im Übrigen wies 

sie darauf hin, dass sie die ihr bislang gestellten Fragen mit der 

gebührenden Klarheit und Kürze beantwortet habe, was sich die Befrager 

letztlich notiert hätte, habe sie nicht prüfen können.

10. Am 7. August 2013 legte die Beschwerdegegnerin eine Duplik ins Recht. 

Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sei sehr wohl relevant, dass 

die Beschwerdeführerin ein weiteres Ereignis der Versicherung gemeldet 

und dabei unterschiedliche Angaben zum Ereignishergang gemacht habe. 

Es werde explizit daran festgehalten, dass die Angaben der 

Beschwerdeführerin und der behandelnden Ärzte zum Unfallereignis 

beziehungsweise Unfallhergang erheblich divergieren würden.

11. Die Instruktionsrichterin verlangte von der Beschwerdegegnerin mit 

Schreiben vom 17. Oktober 2013 die Edition der Schadensmeldung vom 

23. Januar 2013 betreffend das zweite gemeldete Ereignis vom 

6. Dezember 2012. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. April 2013. Die 

Beschwerdeführerin hatte zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren 

Wohnsitz in Chur. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist 

aufgrund von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

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Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG 

in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung 

der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Auf die im Übrigen form- 

und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht für die geltend gemachten 

Kniebeschwerden rechts zu Recht verneint hat. Dabei ist umstritten, ob 

die Kniebeschwerden auf ein Unfallereignis oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung zurückzuführen sind und ob zwischen dem 

behaupteten Unfallereignis und der diagnostizierten Läsion im mittleren 

Drittel und Hinterhorn des medialen Meniskus am rechten Knie ein 

Kausalzusammenhang besteht.

b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Art. 6 Abs. 2 UVG sieht sodann 

vor, dass der Bundesrat auch Körperschädigungen, die den Folgen eines 

Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen kann. Von dieser 

Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht und 

verschiedene Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere 

Einwirkung den Unfällen gleichgestellt. 

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3. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (BGE 119 V 335 E.1, 117 V 359 E.4a mit weiteren Hinweisen).

b) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom 

Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue 

oder widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 

1990 Nr. U 86 S. 50; BGE 103 V 175 E.a; Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Zur Glaubhaftmachung eines 

Unfalls genügt es sodann nicht, einen Gesundheitsschaden 

nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen 

könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, 

genaue und wenn möglich ins Detail gehende Daten namhaft gemacht 

werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 

über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise 

abzuklären (RUMO-JUNGO ALEXANDRA/HOLZER ANDRÉ PIERRE, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., 

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Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 29). Unter Umständen kann zwar der 

medizinische Befund einen Beweis dafür bilden, dass eine Schädigung 

auf eine ungewöhnliche äussere Einwirkung, also auf ein Unfallereignis, 

zurückzuführen ist. Der mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich aber 

selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diese dienen aber 

mitunter als Indizien im Beweis für oder gegen das Vorliegen eines 

Unfalls (BGE 134 V 72 E.4.3.2.2 mit Hinweisen). 

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung 

nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 335 E.1, 117 V 359 E.4a; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, welcher es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 

(RKUV 1986 Nr. U 9 S. 347 E.3; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 96/03 vom 7. Juli 2003 E.2.2; BGE 126 V 353 

E.5b, 121 V 45 E.2a; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29). Gilt es, 

zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, ist diejenige 

überwiegend wahrscheinlich, welche sich am ehesten zugetragen hat 

(KIESER UELI, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 43 

Rz. 30).

d) Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach hat das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinne einer 

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Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen somit in 

der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

jedoch erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 259 f., 

1990 Nr. U 86 S. 50, 1986 Nr. U 9 S. 347 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

Art. 6 S. 29).

4. a) Unbestritten ist vorliegend, dass die Beschwerdeführerin an einer Läsion 

im mittleren Drittel und Hinterhorn des medialen Meniskus rechts litt und 

deswegen am 29. Oktober 2012 operiert wurde. Streitig ist dagegen, ob 

die Beschwerden auf das von der Beschwerdeführerin behauptete 

Ereignis vom 20. April 2012 zurückzuführen sind. Nachfolgend gilt es 

demnach zu klären, ob die Knieverletzung als unfallbedingte oder 

unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren ist, oder ob dessen 

Entstehung auf degenerative beziehungsweise krankheitsbedingte 

Veränderungen zurückzuführen ist.

b) Die Beschwerdegegnerin verneinte den Leistungsanspruch im 

Wesentlichen mit der Begründung, dass die Beschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang 

mit dem Ereignis vom 20. April 2012 stünden. Im Einspracheentscheid 

präzisierte die Beschwerdegegnerin weiter, dass die verschiedenen 

Sachverhaltsdarstellungen divergieren würden und der operierende Arzt, 

Dr. med. C._____, von andauernden Beschwerden ohne Trauma in der 

Anamnese rede. Es sei deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass kein eigentliches Ereignis stattgefunden habe. 

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Selbst wenn sich ein solcher Ereignis zugetragen haben sollte, so könne 

die Unfallkausalität der sechs Monate nach dem Ereignis erfolgten 

Behandlungen nicht mit dem erforderlichen Beweismass der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt werden.

c) Die Beschwerdeführerin führte in der Unfallmeldung vom 8. Januar 2013 

zum Unfallereignis, welches am 20. April 2012 stattgefunden haben soll, 

aus: „Beim Spielen mit den Kindern Knie verdreht.“ (UV-act. 2). Im 

ergänzenden Fragebogen präzisierte die Beschwerdeführerin, sich beim 

Spielen mit den Kindern auf dem Spielplatz „am rechten Knie verletzt 

(Knie verdreht)“ zu haben (UV-act. 6). Die Frage nach vorbestehenden 

Beschwerden verneinte sie. In der Einsprache- und in der 

Beschwerdeschrift führte die Beschwerdeführerin zum Sachverhalt aus: 

„Die kleine Tochter spielte auf der Kletterburg, indem sie hochkletterte 

und aus einer Höhe von ca. 150 cm sich von der Mutter 

[Beschwerdeführerin] in den Arm nehmen liess. Beim zweiten oder dritten 

Mal stiess sie sich dabei unerwartet etwas von der Kletterburg ab, auf 

jeden Fall musste die Mutter [Beschwerdeführerin], als sie das Kind 

auffing, um die Wucht abzufangen, einen Schritt zurückweichen. 

Ausserdem schien der Boden rutschig, Frau A._____ [die 

Beschwerdeführerin] jedenfalls erinnert sich, dass sie in dem Moment, als 

sie zurückwich, mit dem rechten Bein eine unkontrollierte Bewegung 

machte und im rechten Knie einen Stich verspürte. Sie setzte das Kind zu 

Boden und fand selbst halt an der Kletterburg.“ Bis zu diesem Ereignis 

vom 20. April 2012 hätten keinerlei Beschwerden bestanden.

Es bestehen also unterschiedliche Darstellungen der Beschwerdeführerin. 

So fallen insbesondere die Sachverhaltsdarstellungen in der Einsprache- 

und in der Beschwerdeschrift sehr viel ausführlicher aus, als bis dahin 

erfolgte Schilderungen. Angaben im Einsprache- und 

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Beschwerdeverfahren können von Überlegungen 

versicherungsrechtlicher Art beeinflusst sein, weshalb den spontanen 

„Aussagen der ersten Stunde“ in der Schadensmeldung meist grösseres 

Gewicht beizumessen ist, weil sie unbefangener und zuverlässiger 

erscheinen als spätere Darstellungen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1; BGE 121 V 45 E.2a mit Hinweisen). 

Diese Beweismaxime ist dann heranzuziehen, wenn sich die Angaben 

des Versicherten über den Unfallhergang widersprechen. Die Aussagen 

der Beschwerdeführerin fallen vorliegend zwar unterschiedlich ausführlich 

aus, insgesamt sind sie für sich aber nicht widersprüchlich. So schildert 

die Beschwerdeführerin jeweils übereinstimmend, sich beim Spielen mit 

den Kindern das Knie verdreht zu haben und seither an Beschwerden zu 

leiden. Indessen stimmen die Angaben der Beschwerdeführerin nicht oder 

nur teilweise mit den Angaben der Ärzte überein. Dr. med. D._____, der 

erstbehandelnde und überweisende Arzt, schildert den Unfallhergang in 

seinem Arztzeugnis vom 14. Januar 2013 wie folgt: „Die Patientin 

verdrehte sich beim Hüten des Kindes auf dem Spielplatz bei einer 

schnellen Bewegung durch Ausrutschen das rechte Knie.“ (UV-act. 19). 

Demgegenüber berichtet der operierende Arzt, Dr. med. C._____, in 

seinem Schreiben vom 11. Oktober 2012 an den überweisenden Arzt, 

„[w]ie Du weisst, leidet die Patientin bereits seit einem Jahr an immer 

wieder auftretenden medialen Knieschmerzen rechts […]. Kein Trauma in 

der Anamnese.“ (UV-act. 22). Während Dr. med. D._____ also zwar 

ebenfalls ein Ereignis auf dem Spielplatz erwähnt, dabei aber von 

„Ausrutschen“ redet, hält der operierende Arzt, Dr. med. C._____, fest, 

dass kein Trauma in der Anamnese vorliege und die Patientin bereits seit 

Herbst 2011 an Kniebeschwerden leide, womit die Beschwerdeführerin 

bereits vor dem behaupteten Ereignis vom 20. April 2012 nicht 

beschwerdefrei gewesen wäre.

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d) Bei verschiedenen Sachverhaltsdarstellungen hat das Gericht jener zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigt. Vorliegend erfolgten zu unterschiedlichen 

Zeiten divergierende Angaben über das erstmalige Auftreten der 

Beschwerden und deren mögliche Ursache. Das Schreiben von Dr. med. 

C._____ vom 11. Oktober 2012 ist von den zitierten Dokumenten das 

erste, welches entsprechende Angaben enthält. Gemäss diesem 

Schreiben litt die Beschwerdeführerin bereits seit einem Jahr – also seit 

Herbst 2011 – an immer wieder auftretenden medialen Kniebeschwerden 

rechts. Zudem bestehe kein Trauma in der Anamnese. Es ist damit davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung 

vom 10. Oktober 2012 ein Ereignis vom 20. April 2012 gegenüber Dr. 

med. C._____ nicht erwähnte. Weshalb sie dies nicht tat, ist nicht 

nachvollziehbar. Hätte sich das Ereignis vom 20. April 2012 nämlich so 

zugetragen, wie die Beschwerdeführerin behauptet, und wäre dieser 

Vorfall tatsächlich ursächlich für das erstmalige Auftreten der 

Kniebeschwerden gewesen, wäre vielmehr zu erwarten gewesen, dass 

die Beschwerdeführerin dies dem untersuchenden und operierenden Arzt 

auch geschildert hätte. Die Beschwerdeführerin aber machte ein Ereignis 

vom 20. April 2012 erst mit der Schadensmeldung vom 8. Januar 2013, 

und damit über acht Monate nach dem angeblichen Ereignis, rund drei 

Monate nach der diagnostizierten Meniskusläsion und zwei Monate nach 

der durchgeführten Operation, geltend. Zweifel an dem von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten Unfallgeschehen ergeben sich 

sodann auch aus der Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin nach 

dem angeblichen Unfallereignis am 20. April 2012 nicht umgehend in 

ärztliche Behandlung begeben hatte. Gemäss dem von Dr. med. D._____ 

am 14. Januar 2013 verfassten Arztbericht (UV-act. 19) hat zwar am 

30. Mai 2012 eine Erstkonsultation stattgefunden, das behauptete 

Ereignis lag damals aber bereits mehr als fünf Wochen zurück. Keine 

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entscheidende Relevanz für das vorliegende Verfahren haben indes das 

Verhalten und die Aussagen der Beschwerdeführerin im Bezug auf das 

am 23. Januar 2013 der Beschwerdegegnerin gemeldete zweite 

Schadensereignis.

e) Aus diesen Gründen erachtet das Gericht deshalb ein Unfallereignis vom 

20. April 2012 im Sinne von Art. 4 ATSG als nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt. Selbst wenn ein solches Ereignis tatsächlich 

stattgefunden haben sollte, ist dieses jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich kausal für die geltend gemachten Kniebeschwerden 

rechts. Gemäss Dr. med. C._____ bestanden die Kniebeschwerden 

nämlich bereits seit Herbst 2011 und damit schon vor dem behaupteten 

Ereignis vom 20. April 2012. Das Gericht erachtet diese Darstellungen 

von Dr. med. C._____ als die wahrscheinlichsten. Die 

Beschwerdeführerin hat gegenüber dem behandelnden Arzt ein Ereignis 

vom 20. April 2012 denn offenbar auch nicht erwähnt, verneint Dr. med. 

C._____ doch explizit ein Trauma. Das Gericht stützt sich bei der 

Beurteilung des vorliegenden Falls deshalb – wie dies bereits die 

Beschwerdegegnerin getan hat – auf die Angaben von Dr. med. C._____ 

in dessen Schreiben vom 11. Oktober 2012.

An dieser Beurteilung vermag auch der medizinische Befund der 

Meniskusläsion nichts zu ändern, insbesondere ist er nicht zum Nachweis 

eines Unfallereignisses geeignet. Denn eine Meniskusläsion kann nicht 

nur traumatischen Ursprungs sein, sondern auch in krankheitsbedingten 

oder degenerativen Veränderungen begründet liegen. Gemäss Dr. med. 

C._____ bestanden die Schmerzen schon seit Herbst 2011, weshalb 

davon ausgegangen werden kann, dass die Beschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf krankheits- oder degenerativ 

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bedingte Vorgänge und nicht auf das geltend gemachte Ereignis vom 

20. April 2012 zurückzuführen sind.

f) Zusammenfassend erachtet das Gericht die Darstellungen der 

Beschwerdeführerin zu einem Ereignis vom 20. April 2012 als kausale 

Ursache für die geltend gemachten Kniebeschwerden rechts als nicht 

überwiegend wahrscheinlich. Damit ist weder ein Unfallereignis im Sinne 

von Art. 4 ATSG noch ein Kausalzusammenhang zwischen dem 

behaupteten Ereignis vom 20. April 2012 und den geltend gemachten 

Kniebeschwerden überwiegend wahrscheinlich erstellt. Die 

Beschwerdegegnerin hat damit ihre Leistungspflicht zu Recht verneint.

5. a) Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die Meniskusläsion stelle 

eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV 

dar, für welche die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig sei. Nach Art. 9 

Abs. 2 UVV sind die abschliessend aufgeführten Körperschädigungen, 

sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen gleichgestellt (BGE 116 V 145 E.2b). Nach der Rechtsprechung 

müssen aber auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die 

Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs – fehlende Absicht, äusserer 

Faktor, Plötzlichkeit, Schädigung (vgl. Art. 4 ATSG) – erfüllt sein; 

ausgenommen ist lediglich das Element der Ungewöhnlichkeit eines 

äusseren Faktors. Eine unfallähnliche Körperschädigung muss dabei 

insbesondere auf ein äusseres Ereignis, d.h. einen ausserhalb des 

Körpers liegenden objektiv feststellbaren, sinnfälligen, also 

unfallähnlichen Vorfall zurückzuführen sein. Wo ein solches Ereignis mit 

Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur 

als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a–h UVV aufgezählten 

Gesundheitsschadens, liegt eine krankheits- oder degenerativ bedingte 

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Gesundheitsschädigung vor, die nicht der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers unterliegt (BGE 129 V 466 E.2.2).

b) Die Beschwerdeführerin litt an einer Läsion des Meniskus. Dieser 

medizinische Befund ist grundsätzlich unter die in Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV 

erwähnten Meniskusrisse zu subsumieren. Wie bereits festgestellt, ist in 

vorliegendem Fall ein kausales Unfallereignis, im Sinne eines ausserhalb 

des Körpers liegendes, objektiv feststellbares, sinnfälliges, unfallähnliches 

Ereignis, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Viel 

wahrscheinlicher erscheinen die Darstellungen von Dr. med. C._____ in 

seinem Schreiben vom 11. Oktober 2012, wonach kein Trauma in der 

Anamnese vorliege und die Beschwerdeführerin bereits seit Herbst 2011 

– und damit bereits vor dem behaupteten Ereignis vom 20. April 2012 – 

an immer wieder auftretenden medialen Knieschmerzen rechts gelitten 

habe (vgl. dazu vorne E.4d f.). Vorliegend erscheint eine Erkrankung oder 

ein degeneratives Geschehen deshalb mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ursächlich für die geltend gemachten 

Kniebeschwerden, weshalb die Leistungspflicht von der 

Beschwerdegegnerin ebenfalls zu Recht verneint wurde.

6. Nachdem die Kniebeschwerden rechts vorliegend nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes 

Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG oder auf ein sinnfälliges 

Geschehen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zurückgeführt werden 

können, entfällt die Leistungspflicht aus UVG. Die Beschwerdegegnerin 

hat ihre Leistungspflicht damit zu Recht verneint, womit der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 19. April 2013 zu bestätigen und die 

Beschwerde abzuweisen ist. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen – ausser bei 

leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung – kostenlos, weshalb 

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vorliegend keine Kosten erhoben werden. Der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin steht sodann keine aussergerichtliche 

Entschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung] 

4. [Mitteilungen]