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**Case Identifier:** 6248dd61-8865-5a7c-a6b0-6c8c3de0be55
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 725 20 95/178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-95-178_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Juli 2021 (725 20 95 / 178) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Rente 
 
 
 
A. Die 1975 geborene A.____ war über die Arbeitslosenversicherung bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 13. De-
zember 2015 erlitt sie bei einem Badeunfall eine Lendenwirbelkörper-1-Berstungsfraktur. In der 
Folge wurden mehrere operative Eingriffe durchgeführt und es entwickelte sich ein komplizierter 
Verlauf mit Infekt und psychischen Beschwerden. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht 
und entrichtete Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nachdem Dr. med. B.____, Fachärz-
tin für Chirurgie, anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung vom 20. März 2018 festgestellt 
hatte, dass der Endzustand erreicht sei und der Versicherten angepasste berufliche Tätigkeiten 

 

 
 
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im Umfang von 50 % möglich seien, sprach die Suva der Versicherten für die verbleibenden 
Unfallfolgen eine ab 1. Oktober 2018 laufende UVG-Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsun-
fähigkeit von 50 % und eine Integritätsentschädigung für einen Integritätsschaden von 50 % zu 
(Verfügung vom 16. November 2018). Die hiergegen erhobene Einsprache wies sie ab, soweit 
sie darauf eintrat (Einspracheentscheid vom 14. Februar 2020). 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 27. Februar 2020 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Gutheis-
sung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid vom 14. Februar 2020 aufzuheben und ihr 
eine Invalidenrente aufgrund einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 30 % zuzusprechen. Zur 
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzu-
reichenden medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. Am 5. Mai 2020 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht des behandelnden Arztes 
Dr. med. C.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, Abteilung Spinale Chirurgie, Universitätsspital X.____, vom 27. Februar 2020 zu den 
Akten. 
 
D. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2020 auf 
Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen zwei versicherungsme-
dizinische Stellungnahmen von Dr. med. D.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 23. April 2020 und von PD Dr. med. E.____, 
FMH Neurologie, vom 1. Mai 2020 bei. 
 
E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 18. Juni 2020 / Duplik vom 
20. Juli 2020) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest, wobei die Beschwerdeführerin darauf 
hinwies, dass im parallel laufenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren 
Dr. med. F.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, mit ei-
nem Gutachten beauftragt worden sei und dieses so rasch wie möglich nachgereicht werde. 
 
F. Am 21. Juli 2020 zog das Kantonsgericht bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) 
die Akten der Versicherten bei. 
 
G. Mit Verfügung vom 20. August 2020 wurde das vorliegende Verfahren im Einverständnis 
mit den Parteien bis zum Vorliegen der von der IV-Stelle veranlassten medizinischen Expertise 
sistiert. 
 
H. Nachdem die IV-Stelle am 28. Oktober 2020 weitere Unterlagen eingereicht hatte, wurde 
die Sistierung des vorliegenden Verfahrens aufgehoben und den Parteien Gelegenheit zur Stel-
lungnahme eingeräumt (Verfügung vom 3. November 2020), wovon die Beschwerdegegnerin 
am 24. November 2020 und die Beschwerdeführerin am 19. Dezember 2020 Gebrauch mach-
ten. 
 

 

 
 
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I. Am 26. Januar 2021 wurde die Angelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht erhobene, beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht 
eingereichte Beschwerde vom 27. Februar 2020 kann eingetreten werden. 
 
2. Streitig ist der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sach-
verhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Februar 
2020 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2). Die gewährte Integritätsentschä-
digung ist mangels Anfechtung in (Teil-)Rechtskraft erwachsen und deshalb nicht Gegenstand 
des vorliegenden Verfahrens. 
 
3. Auf den 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 
die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungs-
leistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetra-
gen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bis-
herigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf 
das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeits-
unfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 
UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 
Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicher-
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali-
denversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und 
die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
4.2 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(vgl. BGE  129 V 177, E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

 

 
 
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dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich 
organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 134 V 109, E. 2). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hin-
weisen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) – wie 
alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014 
E. 5.3). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen und Ärzten darf und soll das Gericht 

 

 
 
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der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 
bzw. der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes bzw. Ärztin einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten und Expertinnen anderseits 
(vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
7.2 Am 13. November 2017 diagnostizierte Dr. C.____ einen langsam progredienten Korrek-
turverlust thorakolumbal mit zunehmender Kyphosierung, eine Lendenwirbelkörper-1-
Berstungsfraktur nach Sturz aus 10 Metern Höhe ins Wasser am 13. Dezember 2015, eine La-
minektomie und Stabilisation Medtronic Legacy mit zweifacher Revision und konsekutivem Low 
grade-lnfekt, eine Osteosynthese-Materialentfernung (OSME), ein Débridement und eine Re-
Stabilisation Th12-L2 mit USS II sowie Spongiosaanlagerung vom dorsalen Beckenkamm links 
am 26. Januar 2016 und OSME am 4. Mai 2017. Die Beschwerden seien diskret progredient, im 
Vergleich zur Voruntersuchung, jedoch im Grossen und Ganzen unverändert. Als Juristin be-
stünde momentan noch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab Anfang Februar 2018 sollte 
eine 50%ige Tätigkeit in einer vorwiegend sitzenden Arbeitshaltung zumutbar sein. 
 
7.3 Die Suva veranlasste eine psychiatrische Untersuchung durch den Suva-
Versicherungsmediziner Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Am 
30. November 2017 diagnostizierte er ein Abhängigkeitssyndrom von Benzodiazepinen und 
Hypnotika (ICD-10 F13), eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Entwicklung und 

 

 
 
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Ängsten (ICD-10 F43.22) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73) mit vorwiegend 
narzisstischen Anteilen. Der Versuch, die Medikamente (Benzodiazepin, Hypnotika) zu reduzie-
ren resp. auszuschleichen, sei bisher nicht gelungen. Die Diagnose der Anpassungsstörung 
beziehe sich auf den erschwerten Umgang der Versicherten mit der Zukunftsgestaltung (Zu-
kunftsängste, soziale Unsicherheit, existentielle Angst) und der Angst vor einem operativen 
Eingriff. Dabei bestünden Anteile, die auf den Tod ihres Sohns im Jahr 2012 bezogen seien. 
Die Beziehungsgestaltung sowie die Eigenreflexion der Versicherten würden das Bild einer 
vermehrten Kontrollbedürftigkeit in Sozialbeziehungen ergeben. Sie berichte über ihre Leis-
tungsbereitschaft, die soziale Zuwendung im Elternhaus bei Leistungserbringung sowie über 
ihren auf ihren Körper bezogenen Selbstwert. Diese Kombination lasse sich einer narzissti-
schen Thematik zuordnen. Die vorbestehenden Persönlichkeitszüge seien definitionsgemäss 
nicht an ein Ereignis geknüpft. Soweit aus den Akten bekannt, habe auch nach der Totgeburt 
des Sohns ein Gebrauch von Benzodiazepinen und Hypnotika bestanden. Nach dem aktuellen 
Ereignis sei der Gebrauch im Heilverlauf eskaliert. Die Suchterkrankung habe sich verselbst-
ständigt, sei dem Ereignis nicht natürlich kausal zuzuschreiben und könne durch eine ange-
messene Entzugsbehandlung beseitigt werden. Durch das Unfallereignis sei die Versicherte 
aus der Bahn geworfen und in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden. Die unter der Di-
agnose einer Anpassungsstörung gefasste Gesundheitsbeeinträchtigung sei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit teilkausal zum Ereignis. 
 
7.4 Am 20. März 2018 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt. Am 23. März 2018 diag-
nostizierte Dr. B.____ eine Verletzung der Wirbelsäule am 13. Dezember 2015 mit Lendenwir-
belkörper-1-Berstungsfraktur, inkompletter Paraplegie sub S2 AIS D, einen Verdacht auf eine 
neurogene Blasen- und Darmfunktionsstörung mit hochgradigem Verdacht auf eine neurogene 
Sensorikstörung, eine variable Blasenspeicher- und Blasenentleerungsstörung und eine fremd-
körperassoziierte Infekte Osteosynthese. Am 13. Dezember 2015 sei eine Laminektome Th12 
bis L3 sowie eine Osteosynthese Th12/L2 und am 2. Januar 2016 eine Schraubenkorrektur 
Th12/L2 rechts bei Fehllage durchgeführt worden. Im Verlauf sei eine weitere operative Korrek-
tur notwendig geworden. Am 26. Januar 2016 seien im Universitätsspital X.____ eine OSME 
und eine Restabilisation der Th12/L2 mit Spongiosaentnahme aus dem dorsalen Beckenkamm 
links vorgenommen worden. Am 4. Mai 2017 sei eine weitere OSME mit Korrekturverlust im 
Bereich des thoracolumbalen Übergangs und im März 2018 eine Narbenkorrektur sowie eine 
Abtragung störender Dornfortsätze durchgeführt worden. Der Zustand sei zufriedenstellend. 
Aktuell würden Dauer-, Bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen sowie eine Bewe-
gungseinschränkung bestehen. Zusätzlich persistiere eine inkomplette Paraplegie sub LWK 1 
mit Blasen- und Darmfunktionsstörung. Von weiteren Behandlungen könne mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustands erwar-
tet werden. Der Versicherten seien leichte berufliche Tätigkeiten mit der Möglichkeit zum Positi-
onswechsel (Sitzen/Gehen/Stehen) im Umfang von 50 % möglich. Sie benötige ausreichend 
lange Pausen. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten in Vorbeugehaltung oder mit Gewichtsbelas-
tungen in der Vorhalte sowie repetitive und dauerhafte Schlag- und Vibrationsbelastungen. Die 
Fähigkeit, auf Leitern und Gerüsten zu arbeiten, sei ebenfalls nicht gegeben. 
 

 

 
 
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7.5 Am 7. November 2018 hielt Dr. G.____ fest, dass die Abhängigkeitserkrankung im 
Rahmen von stationären Aufenthalten in der Klinik H.____ erfolgreich behandelt worden sei. 
Die akzentuierten Persönlichkeitszüge mit vorwiegend narzisstischen Anteilen sei vorbeste-
hend. Die Anpassungsstörung sei im Heilverlauf degressiv und begründe keine andauernde 
relevante Arbeitsunfähigkeit. Durch den psychischen Gesundheitsschaden sei keine Arbeitsun-
fähigkeit von relevantem Ausmass ausgewiesen. 
 
7.6 Am 23. Mai 2019 wurde ein Röntgenbild der Halswirbelsäule angefertigt. Im Bericht vom 
24. Mai 2019 hielt Prof. Dr. I.____, FMH Radiologie, fest, die Aufnahme ergäbe eine diskrete s-
förmige Thorakolumbal-Skoliose mit Zustand nach Entfernung der Wirbelbögen Th12-L2. In der 
Seitenaufnahme falle ein alter Frakturwirbel auf, der auf einen Drittel seiner ursprünglichen Hö-
he zusammengesintert sei. Der Befund habe sich seit 2017 nicht verändert. Die Situation könne 
als stabil bezeichnet werden. Die Aufnahme zeige zudem eine Hyperlordose lumbosakral und 
eine erhebliche Kyphosierung thorakolumbal. Die Aufnahme im Liegen ergebe eine Reduktion 
der Kyphosierung. 
 
7.7 Am 3. Dezember 2018 bestätigte der behandelnde Arzt Dr. med. J.____, dass die Versi-
cherte körperliche und psychische Beschwerden habe und sich zwei- bis dreimal pro Woche 
einer komplementärmedizinischen Behandlung unterziehe. Zudem erfolge eine medikamentöse 
Behandlung und die Narben würden operativ versorgt. Die Versicherte leide an psychischen 
Problemen (Angst, Depression) und Schlafstörungen. Die Beurteilung der Invalidität von 50 % 
erscheine zu niedrig. Es sei zu befürchten, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten 
mit dem Alter verschlechtere. 
 
7.8 Am 4. Dezember 2018 hielt der behandelnde Psychiater Dr. K.____im Wesentlichen 
fest, dass er die Versicherte seit dem 12. Juni 2018 behandle. Es bestünden eine Angst- und 
depressive Störung mit schwankendem Verlauf, ein sehr instabiler Schlaf und eine Abhängig-
keit von Hypnotika. Die Versicherte habe einen Suizidversuch unternommen und sei vom 
17. bis 19. September 2018 stationär behandelt worden. Die chronischen Schmerzen und der 
emotionale Stress würden das psychische Leiden beeinflussen. 
 
7.9 Am 29. Mai 2019 diagnostizierte Dr. C.____ Schmerzen lumbal rechts paravertebral 
nach OSME USS2 Th12-L2. Es bestünde eine deutliche Hyperkyphose des thorakolumbalen 
Übergangs mit konsekutiver kompensatorischer Hyperlordose der Lendenwirbelsäule (LWS) 
und deutlicher Endsyphosierung der Brustwirbelsäule (BWS). Insgesamt sei die Versicherte 
jedoch noch in einer korrekten sagittalen Balance. Die teils erheblichen Beschwerden schon 
nach kürzerem Stehen seien durch die Kompensationsmechanismen und die muskuläre Dysba-
lance gut erklärt. Für die bisherige Tätigkeit sei aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht ein Arbeits-
versuch von 30 % möglich, wobei die Versicherte die Position wechseln und sich gelegentlich 
hinlegen sollte. Gegebenenfalls sei im Verlauf eine Steigerung möglich. Grundsätzlich wäre 
eine Korrektur der Kyphose denkbar. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei dadurch je-
doch nicht unbedingt zu erwarten. 
 

 

 
 
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7.10 Am 26. Juli 2019 nahm die Kreisärztin Dr. B.____ Stellung, wobei sie festhielt, dass sich 
aus den zwischenzeitlich eingereichten medizinischen Unterlagen keine neuen Aspekte erge-
ben würden und die Beurteilung vom 20. März 2018 weiterhin Gültigkeit habe. 
 
7.11 Am 23. Mai 2019 wurde in der L.____, eine Standortbestimmung durchgeführt. Im Be-
richt vom 29. Juli 2019 wurde festgehalten, dass sich eine insgesamt stabile paraplegische und 
allgemeinrehabilitative Situation zeige. Das Hauptproblem seien anhaltende thorakolumbale 
Schmerzen und Muskelverspannungen, welche belastungsabhängig bei längerem Stehen oder 
Sitzen zunehmen würden. Diesbezüglich sei die Versicherte unter der aktuellen Medikation zu-
friedenstellend eingestellt. Ein Eigenübungsprogramm und Physiotherapie seien zu empfehlen. 
Bezüglich der Obstipationsneigung sei die Versicherte medikamentös befriedigend versorgt. In 
Bezug auf die Blasenfunktionsstörung sei bei Verschlechterung eine urologische Kontrolle an-
gemeldet worden. Die aktuellen EKG- und Lungenfunktionskontrollen würden stabile Befunde 
zeigen. Die Kyphose sei insgesamt stabil und die Verhältnisse weitgehend konstant, was auf 
eine gewisse Dynamik schliessen lasse. 
 
7.12 Die Versicherte war vom 8. Juli 2019 bis 14. August 2019 in der Klinik M.____ hospitali-
siert. Im Austrittsbericht vom 14. August 2019 wurden eine Posttraumatische Belastungsstörung 
(ICD-10 F43.1), psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika (ICD-10 
F13.2), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), 
und andere Kontaktanlässe mit Bezug auf den engeren Familienkreis, Tod von Familienange-
hörigen (ICD-10 Z63) diagnostiziert. Auslöser für die depressive Episode der Versicherten sei 
der Tod ihres Vaters vor zwei Monaten gewesen. Dies habe bei ihr grosse Ängste vor dem Al-
leinsein ausgelöst. Sie sei sehr müde und erschöpft, leide unter starken Schlafstörungen und an 
innerer Unruhe. Sie fühle sich niedergeschlagen, ängstlich und rasch ermüdbar. Die Reduktion 
der Temestadosen sei schrittweise erfolgt und problemlos gelungen. Die Versicherte sei mit 
einer zufriedenstellenden emotional-psychischen Stabilität aus der Klinik ausgetreten. Die bei 
Eintritt vorhandene, leichtgradig ausgeprägte depressive Symptomatik sei vollständig remittiert. 
 
7.13 Am 27. Februar 2020 berichtete Dr. C.____, dass nach Angaben der Versicherten die 
Beschwerden im thorakolumbalen Übergang tendenziell eher zugenommen hätten. Bei einer 
Sitzdauer von mehr als 2 Stunden trete eine massive Verkrampfung der Muskulatur des Rü-
ckens auf und Stehen an Ort könne sie gar nicht. Die Patientin könne circa 30 Minuten in der 
Ebene am Stück gehen. Insgesamt seien diese Beschwerden jedoch abhängig von der Tages-
form. Ferner habe sie bemerkt, dass sie beim Sitzen im Auto nach schon wenigen Minuten 
nach rechts überhänge. Ebenso wenig könne sie mittelschwere Gegenstände tragen, weshalb 
sie bei grösseren Einkäufen und im Haushalt auf Hilfe angewiesen sei. Dr. C.____ führte aus, 
dass die Ursache für die persistierenden Beschwerden überwiegend wahrscheinlich die Hyper-
kyphose des thorakolumbalen Übergangs sei, welche durch die Fraktur selbst und durch den 
Korrekturverlust im Verlauf bedingt sei. Um eine global ausgeglichene sagittale Balance zu er-
reichen, müsse die Versicherte kompensatorisch eine Hyperlordose der LWS sowie eine entky-
phosierende Haltung der BWS einnehmen, was sich in der Bildgebung objektivieren lasse. 
Hierzu passe schlüssig die Tatsache, dass Stehen an Ort rasch Schmerzen verursache, da die 
Kompensationsmechanismen zu einer muskulären Überlastung führen würden. Daraus resultie-

 

 
 
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re aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht, dass eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit über 
die bereits attestierten 30 % hinaus auf absehbare Zeit nicht zu erwarten sei. 
 
7.14 Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens holte die Beschwerdegegnerin eine versiche-
rungsinterne orthopädisch-chirurgische Beurteilung ein. Am 23. April 2020 führte Dr. D.____ 
aus, dass das im Bericht der Kreisärztin Dr. B.____ vom 23. März 2018 attestierte Zumutbar-
keitsprofil, wonach die Versicherte angepasste Tätigkeiten im Wechselrhytmus zwischen Ste-
hen, Sitzen und Gehen im Umfang von 50 %, unterbrochen von ausreichend langen Pausen, 
ausüben könne. Im Verlauf habe sich keine wesentliche Veränderung eingestellt. Aktuell sei es 
der Versicherten – wie sich aus dem Bericht von Dr. C.____ vom 27.  Februar 2020 ergebe – 
möglich, bis zu 2 Stunden zu sitzen. Zudem könne sie bis zu 30 Minuten in der Ebene gehen. In 
der Schweiz benötige die Versicherte eine tägliche Analgesie. Gewichtsbelastungen seien of-
fensichtlich nur minimal möglich. Vornübergebeugte Haltungen und Seitwärtsbewegungen des 
Körpers seien schmerzhaft. Im warmen Klima von Martinique sei eine Analgesie nicht erforder-
lich und sie könne dreimal pro Woche ein Fitnesstraining durchführen. Vor diesem Hintergrund 
sei davon auszugehen, dass die Versicherte in der Lage sei, als Juristin täglich 2 x 2 bis 2,5 
Stunden im Wechsel zwischen Sitzen und Gehen eine volle Leistung zu erbringen. Dazwischen 
seien ausreichend lange Erholungsphasen von 2 bis 3 Stunden zu ermöglichen. Bei diesem 
Wechselrhythmus sei bei angepasster Analgetikatherapie keine Beeinträchtigung der Leis-
tungsfähigkeit zu erwarten. Insgesamt sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. 
 
7.15 Am 1. Mai 2020 erfolgte eine neurologische Beurteilung, wobei PD Dr. E.____ festhielt, 
dass überwiegend wahrscheinlich kein objektivierbares neurologisches Defizit mehr vorliege. 
Eine neurogene Blasenentleerungsstörung sei bei fehlendem Restharn und fehlender Detrusor-
Sphinkter Dyssynergie sowie einer regelrechten sakralen Sensomotorik zu keinem Zeitpunkt 
ausgewiesen gewesen. Die Diagnose einer Paraplegie sub S2 ASIA D sei somit eine histori-
sche Diagnose ohne ausgewiesenes objektivierbares neurologisches Defizit und ohne klinisch 
und/oder bilddiagnostisch ausgewiesene Myelonschädigung im Conusbereich oder lumbosakra-
ler Wurzelschädigung im Caudabereich. Aus neurologischer Sicht bestünde rein unfallbedingt 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 
 
7.16 Die IV-Stelle beauftragte Dr. F.____ und Dr. med. N.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, mit einem bisdisziplinären Gutachten, welches am 30. Juni/31. Juli 2020 erstattet wur-
de. In rheumatologischer Hinsicht wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chroni-
sches thorakolumbvertebrales Schmerzsyndrom bei sekundärer Hyperkyphose am thorakolum-
balen Übergang diagnostiziert. Unter Berücksichtigung der bestehenden und plausiblen Rest-
beschwerden am Bewegungsapparat könne die kreisärztliche Beurteilung vom 21. [recte: 23.] 
März 2018 bestätigt werden. Demnach sei die Versicherte in der bisherigen Tätigkeit als Juristin 
sowie in anderen leichten und wechselbelastenden Tätigkeiten vorwiegend gehend und sitzend, 
weniger stehend, ohne rückenbelastenden Arbeitsabläufen mit längerdauernden oder wieder-
holten vornübergeneigten Haltungen oder repetitiven Bück- oder Torsionsbewegungen zu 50 % 
arbeitsfähig. In psychiatrischer Hinsicht wurde eine rezidivierende depressive Störung mit chro-
nischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 
F33.0) und eine psychische und Verhaltensstörung durch Bezodiazepine (Abhängigkeitssyn-

 

 
 
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drom mit andauerndem Substanzgebrauch; ICD-10 F13.25) festgestellt. Die Versicherte befinde 
sich in psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung. Es sei von einem ausgewiesenen 
Leidensdruck auszugehen. Eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen 
vergleichbaren Lebensbereichen liege aber nicht vor. Das Fähigkeitsniveau sei gemessen am 
Ratingbogen Mini-ICF-APP leicht- bis mittelgradig eingeschränkt. Beeinträchtigt seien nament-
lich die Durchhalte- und die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die 
Gruppenfähigkeit. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Juristin betrage die Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit seit dem Unfallereignis am 13. Dezember 2015 gemittelt 40 %. Sie habe einen 
vermehrten Pausenbedarf. In einer angepassten Verweistätigkeit ohne grössere kognitive Be-
anspruchung betrage die Arbeitsfähigkeit 80 %. Aus gesamtmedizinischer Sicht müsse von ei-
ner 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Ein additiver Effekt der 
Einschränkungen aus rheumatologischer und rheumatologischer Sicht liesse sich nicht begrün-
den. 
 
8.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
14. Februar 2020 bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Versicherten auf die Kreisarzt-
berichte vom 23. März 2018 und 26. Juli 2019 sowie auf die Berichte des Suva-
Versicherungspsychiaters Dr. G.____ vom 30. November 2017 und 7. November 2018. Sie ging 
demgemäss davon aus, dass der Versicherten in somatischer Hinsicht leichte berufliche Tätig-
keiten mit der Möglichkeit zum Positionswechsel und ausreichend langen Pausen im Umfang 
von 50 % zumutbar seien und die teilkausalen psychischen Beschwerden keine relevante, die 
somatische Beeinträchtigung übersteige Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Wie bereits 
ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen stützt. Bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend ergibt sich 
indes nichts, was Zweifel an der Stichhaltigkeit der Angaben der Dres. B.____ und G.____ we-
cken würde. Die von der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse der kreisärztlichen 
resp. versicherungsmedizinischen Beurteilungen beruhen auf einer persönlichen Untersuchung 
der Versicherten und auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen Akten. 
Ihre Beurteilungen erweisen sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend, weshalb voll-
umfänglich darauf abgestellt werden kann. Demnach ist mit der Beschwerdegegnerin davon 
auszugehen, dass der Versicherten trotz der dokumentierten Dauer-, Bewegungs- und belas-
tungsabhängigen Schmerzen sowie Bewegungseinschränkung angepasste Tätigkeiten zu 50 % 
zumutbar sind. 
 
8.2.1 Daran vermag die Kritik der Beschwerdeführerin an den medizinischen Entscheidgrund-
lagen nichts zu ändern. Wenn sie zunächst geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe nicht 
berücksichtigt, dass neue Untersuchungen und Röntgenbilder eine deutliche Verschlechterung 
des Gesamtzustands seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 20. März 2018 zeigen würden, 
kann ihr nicht beigepflichtet werden. Zwar ist aufgrund der vorliegenden fachärztlichen Berichte 
der behandelnden Ärzte und der glaubhaften Schilderungen der Beschwerdeführerin belegt, 
dass ihre Arbeitsfähigkeit infolge des Unfallereignisses erheblich eingeschränkt ist und sie sich 

 

 
 
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in verschiedenen medizinischen Disziplinen Behandlungen, Therapien und Kontrollen unterzie-
hen muss. Gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten ergeben sich aber im hier rele-
vanten Zeitraum bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Februar 
2020 keine gesicherten Anhaltspunkte für eine rentenrelevante Verschlechterung des Gesund-
heitszustands mit Zunahme der Arbeitsunfähigkeit. Vielmehr wird in den aktuellen fachärztli-
chen Beurteilungen (vgl. Berichte der Dres. D.____, E.____ sowie F.____ und N.____ vom 
21. April 2020, 1. Mai 2020 und 30. Juni/31. Juli 2020) im Vergleich zu den kreisärztlichen und 
versicherungsmedizinischen Beurteilungen vom 23. März 2018, 30. November 2017, 
7. November 2018 und 26. Juli 2019 eine im Wesentlich gleich gebliebene Leistungsfähigkeit 
beschrieben. Diese Berichte lassen Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt 
des Einspracheentscheids zu und sind daher im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen 
(vgl. BGE 121 V 362 E. 1b).  
 
8.2.2 Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die abweichende Beurteilung von Dr. C.____ in 
den Berichten vom 29. Mai 2019 und 27. Februar 2020 beruft, wonach die Arbeitsfähigkeit ma-
ximal 30 % betrage, ist zunächst in Erinnerung zu rufen, dass es die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauf-
trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits praxisgemäss nicht zulässt, 
ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2018, 8C_29/2018, E. 3.2.2). 
Weiter ist zu beachten, dass eine fachärztliche Exploration von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet den Expertinnen und Experten praktisch immer einen 
Spielraum für verschiedene medizinische Interpretationen, was zulässig und zu respektieren ist, 
sofern sie – wie hier – lege artis vorgegangen sind. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil behandelnde Ärzte wichtige – und nicht rein sub-
jektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Mai 2018, 
8C_874/2017, E. 5.2.2). Vorliegend bringt Dr. C.____ keine Gesichtspunkte vor, die im Rahmen 
der kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. B.____ nicht berücksichtigt worden wären, auf eine 
unzutreffende Feststellung der Kreisärztin schliessen lassen würden oder Zweifel an ihrer Beur-
teilung zu begründen vermöchten. Geringe Zweifel ergeben sich auch nicht aus den Berichten 
der Dres. D.____, E.____, F.____ und N.____ vom 21. April 2020, 1. Mai 2020, 30. Juni und 
31. Juli 2020. Vielmehr stehen die Beurteilungen der Kreisärztin Dr. B.____ vom 23. März 2018 
und 26. Juli 2019 im Einklang mit derjenigen des Gutachters Dr. F.____ vom 30. Juni 2020, der 
– nach persönlicher Untersuchung der Versicherten – ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 
attestierte. Zusätzlich einschränkende psychische Unfallfolgen sind nicht ausgewiesen. Weiter 
ergeben sich aus den Berichten der behandelnden Ärzte Dres. J.____ und K.____ vom 3. und 
4. Dezember 2018 oder aus den Berichten der Klinik L.____ vom 23. Mai 2019 und der Klinik 
M.____ vom 14. August 2019 keine relevanten neuen Erkenntnisse. Insgesamt liegt nichts vor, 
was auch nur geringe Zweifel an den Beurteilungen der Versicherungsmedizinerin resp. des 
Versicherungsmediziners Dres. B.____ und G.____ vom 30. November 2017, 23. März 2018, 
7. November 2018 und 26. Juli 2019 erwecken könnte. Bei dieser Sach- und Rechtslage kann 
in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf wei-

 

 
 
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tere Abklärungen verzichtet werden. Eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustands 
nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids wäre im Rahmen einer Revision zu beur-
teilen. 
 
9. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne-
rin bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin gestützt auf die Beurteilungen der Dres. B.____ und G.____ vom 30. November 2017, 
23. März 2018, 7. November 2018 und 26. Juli 2019 davon ausgegangen ist, dass dieser die 
bisherige Tätigkeit als Juristin sowie andere angepasste Tätigkeiten zu 50 % zumutbar sind. 
Eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands mit Zunahme der Arbeits-
unfähigkeit ist im hier relevanten Zeitraum bis 14. Februar 2020 nicht ausgewiesen. Nachdem 
sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Am-
tes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der Vergleichseinkommen vorzuneh-
men wäre und die Berechnung auch von der Versicherten nicht beanstandet wurde, erübrigt 
sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem durch die Beschwerdegegnerin angestellten 
Einkommensvergleich. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Februar 2020, mit wel-
chem der Versicherten ab 1. Oktober 2018 eine UVG-Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsun-
fähigkeit von 50 % zugesprochen wurde, ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
10. Art. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020, hier massgebenden Fassung hält fest, 
dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind 
deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird 
bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zugesprochen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
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