# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c620d13-4744-5a5d-baca-394e8a3d0c4b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.12.2018 BB.2018.199
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-199_2018-12-04.pdf

## Full Text

Beschluss vom 4. Dezember 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2018.199 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest dass: 

 

- A. mit Schreiben vom 5. September 2018 bei der Bundesanwaltschaft (nach-

folgend „BA“) eine Strafanzeige wegen „Verbrechen in den Bereichen Völ-

kerstrafrecht (insbesondere Verstoss gegen das Folterverbot, Verstösse ge-

gen die Menschenrechte), kriminelle Organisation, Geldwäscherei, internati-

onale Korruption, etc.“ einreichte (Verfahrensakten BA Ordner Lasche 3); 

 

- A. als Korrespondenzadresse „RA B., Z.-Strasse, Deutschland“ angab, da er 

selbst ohne festen Wohnsitz sei;  

 

- die BA mit Datum vom 1. November 2018 die Nichtanhandnahme der Straf-

anzeige verfügte (Verfahrensakten BA Ordner Lasche 4 = act. 2); 

 

- A. dagegen mit Beschwerde vom 22. November 2018 an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts gelangte und sinngemäss die Aufhebung 

der Nichtanhandnahmeverfügung vom 1. November 2018 beantragt (act. 1). 

 

 

 Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

-  gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-

schwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 

Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- die Beschwerde innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwer-

deinstanz einzureichen ist (Art. 396 Abs. 1 StPO); 

 

- die Beschwerdefrist bei Beschlüssen oder Verfügungen mit deren Zustellung 

an den Adressaten zu laufen beginnt (Art. 384 lit. b StPO); 

 

- die angefochtene Verfügung am 5. November 2018 an die vom Beschwer-

deführer genannte Korrespondenzadresse zugestellt worden ist (vgl. Sen-

dungsverfolgung vom 29. November 2018, Verfahrensakten BA Ordner La-

sche 3 = act. 3);  

 

- die zehntägige Frist zur Beschwerdeerhebung mithin am 15. November 2018 

abgelaufen ist; 

 

- 3 - 

 

 

- die Frist gewahrt ist, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist der Beschwerdeinstanz, der Schweizerischen Post, einer schweizeri-

schen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder im Falle von in-

haftierten Personen der Anstaltsleitung übergeben worden ist (Art. 91 

Abs. 2 StPO); 

 

- die Zustellung der Beschwerde vorliegend von Thailand an die Beschwerde-

kammer erfolgte; diese der Schweizerischen Post am 28. November 2018 

und somit nach Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist übergeben worden 

ist (act. 4); 

 

- die Beschwerde daher verspätet eingereicht worden ist, weshalb darauf nicht 

einzutreten ist; 

 

- aus diesem Grund auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet 

worden ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario); 

 

- bei diesem Ausgang der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen hat 

(Art. 428 Abs. 1 StPO), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen 

ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).  

 

  

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 4. Dezember 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.