# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b86e4862-ceed-5f6b-ac5c-b4bf1f766d79
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2009 D-5293/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5293-2009_2009-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5293/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Corinne Krüger.

A._______, angeblich geboren (...),
Gambia,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. August 2009 / N (...). 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5293/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  islamischer  Mandinga  mit  letztem 
Wohnsitz in X._______, eigenen Angaben zufolge am 12. Januar 2009 
in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 15. Januar 2009 im Empfangs- und Verfahrenszen-
trum (EVZ) U._______ die Personalien des Beschwerdeführers erhob 
und  ihn  summarisch  zum  Reiseweg  sowie  zu  den  Gründen  für  das 
Verlassen des Heimatlandes befragte,

dass der Beschwerdeführer am 19. Januar 2009 für die Dauer des Ver-
fahrens dem Kanton V._______ zugewiesen wurde,

dass ihm in der Folge aufgrund der geltend gemachten Minderjährig-
keit vom Kanton eine Vertrauensperson zugeteilt wurde,

dass der Beschwerdeführer am 27. Januar 2009 wegen Besitzes und 
versuchten Verkaufs von Betäubungsmitteln (Kokain) verzeigt wurde, 

dass er  – obwohl  verfügt  wurde,  er  dürfe das Gebiet  der Gemeinde 
Z._______ ab sofort und bis auf Weiteres nicht verlassen – am  7. Juni 
2009 gegen diese Eingrenzungsverfügung verstiess,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 2. Juli 2009 im Beisein einer 
Vertrauensperson einlässlich zu seinen Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend mache, er sei in X._______ geboren und habe 
dort gelebt, bis er im Juni 2006 nach Y._______ gegangen sei, um dort 
Handel mit Kleidern zu treiben, aber nur einige Monate dort geblieben 
sei, 

dass er in Y._______ zusammen mit allen anderen Stadtbewohnern an 
einer  Demonstration  von  Studenten  teilgenommen  habe,  sich  aber 
nicht mehr an das Datum erinnern könne, an welchem diese angeblich 
stattfand, es aber etwa zwei oder drei Jahre her sei,

dass das Militär dabei einige Demonstranten getötet habe,

dass man ihn wegen seiner Teilnahme an der Demonstration habe ver-
haften und töten wollen,

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dass er im Radio gehört habe, er werde in ganz Gambia gesucht,

dass er deshalb am Tag nach der Demonstration sein Heimatland ver-
lassen habe und nach Senegal gegangen sei,

dass er  von dort  aus mit  einem Schiff  nach Europa (Italien) gelangt 
und schliesslich mit dem Zug in die Schweiz eingereist sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  12.  August  2009  –  eröffnet  am 
14. August 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 
anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es 
lägen keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer 
verunmöglicht hätten, innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitäts-
papiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer angegeben habe, ausser einer Geburtsur-
kunde keinerlei Ausweispapiere zu besitzen, aber auch keine beschaf-
fen könne, da er die Adresse seiner Eltern nicht habe,

dass das  BFM erwog, diese Erklärungen vermöchten nicht  zu  über-
zeugen und müssten als Schutzbehauptungen qualifiziert werden,

dass dies durch seine widersprüchlichen Aussagen noch zusätzlich er-
härtet werde,

dass er  nämlich beispielsweise auf  die Frage, wie er  sich anlässlich 
allfälliger Kontrollen in seinem Heimatstaat ausgewiesen habe, bei der 
Befragung im Empfangszentrum angab, nie kontrolliert worden zu sein, 
in der Anhörung jedoch erklärte, die Polizei habe ihn zwei Mal kontrol-
liert und nach seinen Papieren gefragt, ihn jedoch freigelassen habe, 
da er gesagt habe, er sei minderjährig,

dass seine geltend gemachte Minderjährigkeit jedoch aufgrund deutli-
cher  Hinweise  anzuzweifeln  sei,  da  bereits  sein  äusseres  Erschei-
nungsbild klar erkennen lasse, dass es sich bei ihm um einen erwach-
senen Mann handle,

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dass der Beschwerdeführer zudem unglaubwürdige Angaben zu sei-
nem Geburtsdatum gemacht habe, einerseits habe er dieses auf dem 
Personalienblatt  auf  den  (...)  datiert,  anderseits  behaupte  er  an  der 
Befragung, im (...) geboren zu sein, wobei er den genauen Tag aller-
dings vergessen habe,

dass  dies  zwingend  darauf  schliessen  lasse,  der  Beschwerdeführer 
mache falsche Angaben zu seinem Alter, um sich so Vorteile im Asyl-
verfahren zu beschaffen,

dass das BFM zum Schluss gelangte, offensichtlich enthalte der Be-
schwerdeführer den Asylbehörden die Abgabe rechtsgenüglicher Rei-
se- beziehungsweise Identitätspapiere bewusst vor, um seine Identität 
zu verschleiern und/oder einen allfälligen Wegweisungsvollzug zu er-
schweren oder zu verhindern,

dass das Bundesamt weiter  ausführte,  auch die Reiseschilderungen 
des Beschwerdeführers seien aufgrund seiner widersprüchlichen und 
realitätsfremden Aussagen nicht glaubhaft,

dass der Beschwerdeführer anfänglich dargelegt habe, seinen Heimat-
staat  am 1. November 2007 verlassen zu haben,  während er  später 
behauptet habe, nicht mehr zu wissen, in welchem Jahr er ausgereist 
sei beziehungsweise die Ausreise sei im Mai erfolgt,

dass das BFM schliesslich festhielt, seine Darlegung, von Gambia aus 
ohne Reisepapiere und ohne jegliche Kontrolle bis in die Schweiz ge-
langt zu sein, sei als realitätswidrig zu werten,

dass das Bundesamt hinsichtlich der Asylvorbringen des Beschwerde-
führers  ausführte,  diese  seien  durchwegs  ohne  Substanz  und  in 
wesentlichen Bereichen widersprüchlich, so dass sie offensichtlich als 
haltlos zu werten seien,

dass er  an der  Befragung im Empfangszentrum als  Auslöser für  die 
besagte  Demonstration  Probleme  von  Schülern  mit  dem  Militär  an-
gegeben und er daran teilgenommen habe, weil er Bürger sei,

dass er in der Anhörung hierzu abweichend behauptet habe, die De-
monstration habe stattgefunden, weil ein Schüler umgebracht worden 
sei,

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dass er an der Demonstration teilgenommen habe, weil es nicht nor-
mal sei, einen Schüler zu töten,

dass er bezüglich des Zeitpunkts der Demonstration anlässlich der Be-
fragung im Empfangszentrum zu Protokoll gegeben habe, diese habe 
im Mai stattgefunden, sich bei der Anhörung aber weder an das Jahr 
noch an den Monat habe erinnern können,

dass das BFM zudem erklärt, seine Behauptung, man habe im Radio 
eine Suchmeldung nach ihm ausgestrahlt und ihn in ganz Gambia ge-
sucht,  um ihn zu töten, sei  ohne jegliche Substanz und deshalb von 
der Hand zu weisen,

dass es somit offenkundig sei,  dass es sich bei den Vorbringen des 
Beschwerdeführers um ein Konstrukt handle,

dass er  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 7  AsylG nicht  erfülle 
und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Ak-
tenlage nicht erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. August 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und 
Asyl zu gewähren, es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegwei-
sung  unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sei  und  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen, 

dass er zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf einen Kostenvor-
schuss zu verzichten,

dass  er  weiter  beantragte,  eventuell  sei  die  aufschiebende  Wirkung 
wiederherzustellen,

dass  er  schliesslich  beantragte,  im Sinne  einer  vorsorglichen Mass-
nahme seien die Vollzugsbehörden anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit dem Heimatstaat sowie jegliche Weitergabe von Daten an densel-
ben bis zum Entscheid über die Beschwerde sei zu unterlassen, eine 
eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe sei in einer separaten Ver-
fügung offenzulegen,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 25. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter nachfolgendem Vorbehalt – einzutreten ist (Art. 108 
Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung nicht entzogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass folglich der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 AsylG berech-
tigt  ist,  sich  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens  in  der 
Schweiz aufzuhalten,

dass deshalb mangels Rechtsschutzinteresse auf den Eventualantrag, 
die  aufschiebende  Wirkung  sei  wiederherzustellen,  nicht  einzutreten 
ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, die Beurtei-
lungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage 
beschränkt ist,  ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 
eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-

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teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass nach dem vorstehend Gesagten auf den Antrag, dem Beschwer-
deführer sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm Asyl zu 
gewähren, nicht einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines  zweiten  Richters  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass im vorliegenden Fall vorweg zu prüfen ist, ob das BFM den Be-
schwerdeführer zu Recht als volljährig eingestuft hat,

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dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objekti-
ve Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der 
Beweislosigkeit  trägt  (vgl.  EMARK  2004  Nr. 30  E. 5.1.  S. 208  f., 
EMARK 2001 Nrn. 22 und 23),

dass das BFM bereits aufgrund des Aussehens und der Erscheinung 
des Beschwerdeführers an dessen behaupteter Minderjährigkeit zwei-
felte,

dass sich im Verlaufe des Verfahrens, insbesondere während der Be-
fragung im EVZ und der Anhörung, weitere erhebliche Zweifel an der 
geltend gemachten Minderjährigkeit ergaben,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung und der Anhö-
rung  mehrmals  auf  diese  Zweifel  angesprochen  und  ihm damit  das 
rechtliche Gehör betreffend die aus ihrer  Sicht nicht glaubhafte Min-
derjährigkeit gewährt wurde,

dass diese Vorgehensweise nicht zu beanstanden ist, zumal ihm eine 
Vertrauensperson beigeordnet wurde und diese auch an der direkten 
Anhörung teilnahm,

dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer 
minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten Identitäts-
dokumenten auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 ff.), vorlie-
gend der Beschwerdeführer indessen unbestrittenermassen keine der-
artigen Belege zu den Akten gegeben hat,

dass bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsausweise sodann auch auf 
wissenschaftliche Methoden im Sinne von Art. 7 Abs. 1 der Asylverord-
nung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, 
SR 142.311) wie beispielsweise die sogenannte Knochenaltersanalyse 
abgestellt  werden kann, falls sie bestimmten Kriterien entspricht (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 23 E. 4),

dass das BFM keine solche – im Übrigen ohnehin nur bedingt aussa-
gekräftige – Analyse veranlasste, sondern sich ausführlich mit den von 
ihr zu Recht als ungereimten, teilweise ausgesprochen vagen und vor 
allem  widersprüchlichen  Aussagen  zu  seiner  Person,  insbesondere 
zum  Alter,  und  zu  den  familiären  Verhältnissen,  den  angeblichen 
Reiseumständen und den Asylgründen auseinandersetzte,

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dass  es  dabei  in  überzeugender  und  nachvollziehbarer  Weise  zum 
Schluss kam, die angebliche Minderjährigkeit des Beschwerdeführers 
sei nicht glaubhaft,

dass entsprechend vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Argumente 
in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe daran fest-
hält, er sei minderjährig,

dass  er  erklärt,  am (...)  geboren  zu  sein,  dies  wisse  er  von seiner 
Mutter,

dass er damit seinen bisherigen Aussagen widerspricht, hatte er doch 
der EVZ auf seinem Personalienblatt angegeben, sein Geburtstag sei 
der  (...)  (vgl.  Akten  BFM  A1/2),  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ 
dagegen,  er  sei  im  (...)  geboren,  den  Tag habe  er  vergessen  (vgl. 
Akten BFM A4/11, S. 1),

dass der Beschwerde demnach keine stichhaltigen Argumente, welche 
eine andere Sichtweise rechtfertigen würden, zu entnehmen sind,

dass  somit  in  Übereinstimmung mit  dem BFM von  der  Volljährigkeit 
des Beschwerdeführers auszugehen ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 

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EVZ am 15. Januar 2009 protokollierten Aussagen sowie auf das Pro-
tokoll der direkten Bundesanhörung vom 2. Juli 2009 zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer bezüglich fehlender Reise- und Identitäts-
dokumente lediglich angibt,  keine persönlichen Dokumente besorgen 
zu können, weil er seit er in der Schweiz sei keinen Kontakt zu seiner 
Familie oder Verwandten habe, 

dass der Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass der Beschwerdeführer bezüglich seiner Ausreise aus Gambia er-
klärt, dies sei im Mai gewesen, er wisse aber nicht mehr in welchem 
Jahr (vgl. Akten BFM A4/11, S. 1),

dass  er  während  der  Befragung  im  EVZ  angibt,  er  habe  sich  nach 
Verlassen seines Heimatlandes 8 Tage in (...) (Senegal) aufgehalten, 
von dort aus sei er mit dem Schiff ohne Zwischenhalt in 9 Tagen nach 
Italien gefahren und nach einem sechstägigen Aufenthalt in Italien sei 
er  mit  dem Zug am 12. Januar  2009 in  die  Schweiz eingereist  (vgl. 
Akten BFM A4/11, S. 7 f.),

dass sich diese Aussagen betreffend Ausreise und Dauer der Reise in 
die Schweiz widersprechen,

dass  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers,  er  habe  die  ganze 
Reise aus Gambia bis in die Schweiz ohne Reisepapiere zurückgelegt, 
nicht den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen können,

dass ihm die diesbezüglichen Vorbringen demnach nicht geglaubt wer-
den können,

dass er in seiner Beschwerde keinen Bezug auf die ausführlichen und 
zutreffenden Erörterungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfü-
gung nimmt, weshalb im Übrigen vollumfänglich auf diese zu verwei-
sen ist,

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dass sich der Beschwerdeführer zudem in keiner Weise um den Erhalt 
von  Identitätspapieren  bemühte  und  auch  weiterhin  nicht  gewillt  ist, 
solche zu beschaffen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 2. Juli 2009 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und 
ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hin-
dernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl. 
BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass  der  Beschwerdeführer  den  diesbezüglichen  Erwägungen  des 
BFM nichts Konkretes und Substanziiertes entgegenhält, sondern sich 
mit der Wiederholung begnügt, nicht in sein Heimatland zurückkehren 
zu können, weil er fürchte, von den Regierungstruppen wegen seiner 
Teilnahme an einer Demonstration getötet zu werden, weshalb anstelle 
von Wiederholungen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 
zu verweisen ist,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit aufgrund ihrer Vag-
heit, fehlenden Realkennzeichen und diverser Widersprüche als haltlos 
zu werten sind,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass vollumfänglich auf  die  diesbezüglichen korrekten Ausführungen 
des BFM – insbesondere auch hinsichtlich der medizinischen Gründe 
– zu verweisen ist, zumal der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmit-
teleingabe gegen diese keine Einwände vorgebracht hat,

dass deshalb insgesamt keine Gefahr besteht, der Beschwerdeführer 
gerate nach einer Rückkehr nach Gambia in eine existenzbedrohende 
Lage,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 

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(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass es dem Beschwerdeführer folglich nicht gelungen ist darzutun, in-
wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder un-
angemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzu-
weisen ist,

dass das Beschwerdeverfahren damit abgeschlossen ist, weshalb sich 
der Antrag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen – da solche oh-
nehin  nur  für  die  Dauer  des  Verfahrens  wirksam sind  –  als  gegen-
standslos erweist,

dass der Antrag, dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechts-
pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren, zufolge Aussichts-
losigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Telefax und Kurier)
- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Corinne Krüger

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