# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac224eff-d241-5291-894c-13b4347fced6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 18.11.2025 STK 2025 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2025-7_2025-11-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 18. November 2025
STK 2025 7

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Anklagebehörde und Beru fungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________, 

betreffend Fahren in fahrunfähigem Zustand
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 
12. Juni 2024, SEO 2023 21);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Am 30. Dezember 2021 verursachte der Beschuldigte um die Mittagszeit 
als Lenker des Porsches mit den Kontrollschildern SZ xx einen Selbstunfall mit 
Drittsachschaden. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe sprach ihn mit 
Urteil vom 12. Juni 2024 des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG, der Vereite-
lung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit und des vorsätzli-
chen pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall schuldig. Aufgrund einer tätlichen 
Auseinandersetzung mit seiner Lebenspartnerin vom 31. März 2022 wurde er 
ferner der einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen (Ziff. 1). Er wurde 
mit einer bedingten Geldstrafe von 111 Tagessätzen zu Fr. 1’060.00 und mit 
einer Busse von Fr. 10’000.00 bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen 
bestraft (Ziff. 2.1-2.3). Der Beschuldigte erklärte die rechtzeitig angemeldete 
Berufung innert Frist mit den Anträgen, er sei vom Tatbestand des Fahrens im 
fahrunfähigen Zustand freizusprechen und mit 111 Tagessätzen zu Fr. 150.00 
und mit einer Busse von Fr. 3’800.00 (Übertretungsbusse von Fr. 500.00 und 
Verbindungsbusse von Fr. 3’300.00) zu bestrafen (KG-act. 2 f.). Die Staats-
anwaltschaft beantragte weder ein Nichteintreten noch erhob sie Anschluss-
berufung (KG-act. 9) und liess sich zur schriftlichen Begründung der Berufung 
(KG-act. 19) nicht mehr vernehmen. 

2. Die Schuldpunkte der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der 
Fahrunfähigkeit, des vorsätzlichen pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall und 
der einfachen Körperverletzung (angef. Urteilsdispositiv Ziff. 1 Alinea 1, 3 und 
4) sind unangefochten geblieben und mithin rechtskräftig. Des vorsätzlichen 
Fahrens in fahrunfähigem Zustand wurde der Beschuldigte laut nicht akzep-
tierten und überwiesenen Strafbefehls vom 6. April 2023 (Vi-act. 1.1) aufgrund 
folgenden Sachverhalts angeklagt:

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Am Donnerstag, 30. Dezember 2021, um 12:24 Uhr, lenkte der Beschul-
digte den Personenwagen der Marke Porsche mit den Kontrollschildern 
SZ xx wissentlich und willentlich nach dem Konsum von alkoholischen 
Getränken mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1.50 Pro-
mille bzw. mit einer Alkoholmenge im Körper, die zu dieser Blutalkohol-
konzentration führte, von seinem Wohnort am D.________weg yy an die 
Hauptstrasse in Wollerau. Der Beschuldigte führte das Fahrzeug, ob-
schon er aufgrund des vorausgegangenen Konsums von Alkohol am 
fraglichen Tag mit einer Blutalkoholkonzentration von über 0,8 Promille 
rechnen musste.

Der Einzelrichter stellte fest, dass das Trinkende unbekannt war, weshalb kei-
ne Rückrechnung zum Ereigniszeitpunkt vorgenommen werden konnte 
(s. dazu auch U-act. 11.1.003). Drei Stunden nach dem Ereignis habe die ein-
vernehmlich abgenommene Blutprobe eine Blutalkoholkonzentration von 
1,5 Promille aufgewiesen. Die Behauptung eines Nachtrunks von Rum qualifi-
zierte der Einzelrichter als Schutzbehauptung, weil die Polizei rund zwei Stun-
den nach dem Kollisionsereignis am Wohnort des Beschuldigten kein entspre-
chendes Leergut habe feststellen können (U-act. 8.1.001 S. 2 und 8.1.003 
S. 9). Es erscheine lebensfremd und unglaubhaft, dass die Polizei nicht da-
nach gesucht hätte, wenn der Beschuldigte ihr angeblich gesagt hätte, das 
Leergut in den Keller geräumt zu haben (angef. Urteil E. 2.1). Zwar indiziert 
der Rapport der Polizei, wonach kein Leergut festgestellt wurde, Zweifel am 
geltend gemachten und eine Rückrechnung der Blutalkoholkonzentration der 
Probe auf das Ereignis tangierenden Nachtrunk. Indes ist unklar, auf welchen 
Nachforschungen die wenig spezifizierte polizeiliche Feststellung beruht. Na-
mentlich gibt es keine Berichte der Polizei darüber, ob und wo sie nach Leer-
gut bzw. angebrochenen Rumflaschen suchte. Einzig mit der Rapportstelle, 
wonach kein Leergut festgestellt wurde, kann daher die Nachtrunkbehauptung 
des Beschuldigten nicht hinreichend gesichert widerlegt werden. Zudem sagte 
der Beifahrer aus, vor dem Kollisionsereignis bei der Abholung des Beschul-
digten, der immer einen „Eggen ab“ habe, keine Alkoholisierung bemerkt zu 
haben. Er vermag nur zu vermuten, „dass er etwas intus hatte“ (U-act. 10.2.01 
Nr. 8 f.; vgl. auch HVP Vi-act. 36 S. 30 Nr. 23 f.). Dass der Beschuldigte zur 

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Tatzeit mithin eine qualifizierte Blutalkoholkonzentration aufwies, ist in dubio 
pro reo ebenso wenig wie eine nicht angeklagte einfache strafbare Konzentra-
tion bewiesen. Mithin ist der Beschuldigte in Gutheissung seiner Berufung im 
Schuldpunkt vom Tatbestand des Fahrens in fahrunfähigem Zustand freizu-
sprechen. Der im Vereitelungssachverhalt nicht angeklagte Nachtrunk kann 
nicht über einen Schuldspruch wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
kompensiert werden.

3.  Die Anzahl 111 Tagessätze der Geldstrafe akzeptiert der Beschuldigte 
ausdrücklich auch für den Fall eines Freispruchs vom Tatbestand des Fahrens 
in fahrunfähigem Zustand. 

a) Der Beschuldigte rügt indes die Bemessung der Tagessatzhöhe, da sich 
seine finanziellen Verhältnisse gemäss Steuererklärung aus dem Jahre 2024 
(KG-act. 19/2) anders als noch bei der Vorinstanz darstellen würden: Er ver-
diene monatlich nurmehr netto rund Fr. 6’000.00 und sein Vermögen unter 
Fr. 1’000’000.00 sei für die Berechnung der Tagessatzhöhe nicht zu berück-
sichtigen. Gegen dieses Vorbringen erhebt die im schriftlichen Berufungsver-
fahren nicht mehr mitwirkende Staatsanwaltschaft keine Einwände. Der vor-
instanzliche Einzelrichter stellte ausschliesslich auf die finanziellen Verhältnis-
se gemäss der Steuererklärung 2022 sowie einen Abzug von 25 % für Steu-
ern und Krankenkasse ab, ohne weitere persönliche Verhältnisse des Be-
schuldigten zu berücksichtigen (angef. Urteil E. 4.3). Nach der im Zeitpunkt 
des Berufungsurteils massgebenden (dazu vgl. Dolge, BSK, 4. A. 2019, 
Art. 34 StGB N 50 und 97 m.H.), seitens der Staatsanwaltschaft unbestritten 
gebliebenen aktuellen Steuererklärung resultiert in der Berechnungsweise der 
Vorinstanz der beantragte Tagessatz von Fr. 150.00.

b) Der bedingte Vollzug der Geldstrafe wie auch die zweijährige Probezeit 
sind nicht angefochten. Die Vorinstanz erläutert die Gründe nicht, die sie ver-

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anlassten, von der schuldangemessenen Geldstrafe (120 Tagessätze) nicht 
die maximal zulässigen 20 %, mithin 24 Tagessätze, als Verbindungsbusse zu 
erheben. Nachdem die Höhe des Tagessatzes der Geldstrafe erheblich zu 
reduzieren ist (vgl. oben lit. a), und trotz des Freispruchs vom vorsätzlichen 
Fahren in fahrunfähigem Zustand ein wirksamer Denkzettel angezeigt bleibt, 
ist die Verbindungbusse auf das Maximum von Fr. 3’600.00 (24 x Fr. 150.00) 
anzusetzen, was eine Gesamtbusse (inkl. der Übertretungsbusse von 
Fr. 800.00 bzw. Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen) von Fr. 4’400.00 nach sich 
zieht.

4. Aus diesen Gründen ist die Berufung teilweise gutzuheissen. Der Be-
schuldigte ist vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand frei zu 
sprechen und mit einer bedingten Geldstrafe von 96 Tagessätzen zu 
Fr. 150.00 und einer Busse von Fr. 4’400.00 zu bestrafen. Nebst dem Zivil-
punkt und der Vernichtung der erhobenen DNA-Spuren sind die erstinstanzli-
chen Kosten- und Entschädigungsfolgen angesichts der Verurteilung des Be-
schuldigten zutreffend nicht angefochten worden. Da der Beschuldigte mit 
seiner Berufung im Schuldpunkt des Fahrens in fahrunfähigem Zustand und 
nahezu vollständig auch in der Strafzumessung durchdringt, gehen die Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen (§§ 2 und 13 GebTRA) im Berufungsverfahren 
zulasten des Staates;-

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erkannt:

Das angefochtene Urteil wird in teilweiser Gutheissung der Berufung des Be-
schuldigten aufgehoben und einschliesslich der im Sinne der Erwägungen 
nicht angefochtenen rechtskräftigen Punkte wie folgt gefällt:

1. Der Beschuldigte wird der einfachen Körperverletzung im Sinne von 
Art. 123 Ziff. 1 StGB, begangen am 31. März 2022, sowie der Vereite-
lung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne 
von Art. 91a Abs. 1 SVG und des vorsätzlichen pflichtwidrigen Verhal-
tens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 51 Abs. 1 
und 3 SVG, begangen am 30. Dezember 2021, schuldig gesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 96 Tagessätzen zu 
Fr. 150.00 (total Fr. 14’400.00) und mit einer Busse von Fr. 4’400.00 
(Übertretungsbusse von Fr. 800.00 sowie Verbindungsbusse von 
Fr. 3’600.00) bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probe-
zeit von 2 Jahren aufgeschoben. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaf-
tem Nichtbezahlen der Busse beträgt 32 Tage.

3. Die Zivilklage der Privatklägerin wird auf den Zivilweg verwiesen. Das 
Gesuch der Privatklägerin um Entschädigung gemäss Art. 433 StPO 
durch den Beschuldigten wird abgewiesen sowie ihr Gesuch um unent-
geltliche Prozessführung als gegenstandslos abgeschrieben und dasje-
nige um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abgewiesen.

4. Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Schwyz wird ange-
wiesen, die erhobenen DNA-Spuren, lagernd unter der Aktennummer 
zz, zu vernichten.

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5. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 8’379.50 (Gerichtsge-
bühr Fr. 2’000.00 zzgl. Kosten für die Übersetzung von Fr. 301.50 und 
Untersuchungskosten Fr. 6’078.00) werden dem Beschuldigten aufer-
legt. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2’000.00 gehen zulas-
ten des Staates.

6. Der Beschuldigte wird aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 800.00 (in-
kl. Auslagen und MWST) entschädigt.

7. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

8. Zufertigung an den Verteidiger (2/R), die Privatklägerin (1/A), die 
Staatsanwaltschaft (1/A an die 1. Abteilung und 1/R an die Amtslei-
tung/zentraler Dienst), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi-
gung an die Vorinstanz (1/R mit den Akten), das Amt für Justizvollzug 
(1/A zum Inkasso und Vollzug), das Verkehrsamt des Kantons Schwyz 
(1/A), die Kantonspolizei Schwyz (1/A zum Vollzug von Disp.-Ziff. 4), 
KOST (Strafregister, elektronisch) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü im 
Dispositiv).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 19. November 2025  amu