# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7c16b39-d73d-59d0-8d8b-5663e4fbc59e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.04.2016 E-1870/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1870-2016_2016-04-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1870/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  A p r i l  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiber Thomas Hardegger. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

Aegypten,  

z.Z. im Transit Flughafen Zürich, 8058 Zürich,   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); 

Verfügung des SEM vom 18. März 2016 / N (…). 

 

 

 

E-1870/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer reichte am 28. Februar 2015 im Flughafen Zü-

rich ein Asylgesuch ein. Gleichentags wurde ihm die Einreise in die 

Schweiz vorläufig verweigert und der Transitbereich des Flughafens für die 

Dauer von maximal 60 Tagen als Aufenthaltsort zugewiesen. Am 3. März 

2016 wurde er von der Flughafenpolizei zur Person befragt. Die Vorinstanz 

hörte ihn am 18. März 2016 zu den Asylgründen an. 

Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer, geltend, er stamme aus 

B._______, C._______. Sein Vater sei Besitzer (...). Ab seinem (…). Alters-

jahr habe er den Vater bei dessen Tätigkeiten unterstützt und später als 

begabten Fachmann (…) gegolten. Seit dem (…). Altersjahr habe er auch 

auf anderen (…) gearbeitet.  

Er sei homosexuell. Im Alter von 14 Jahren sei es zu einem ersten homo-

sexuellen Kontakt gekommen. Er sei deshalb einerseits von der Schule 

ausgeschlossen, andererseits von seinem Vater hart bestraft worden. Da-

mit habe das ganze Dorf von seiner sexuellen Neigung Kenntnis erhalten. 

Seine Familie habe mit verschiedenen Methoden (Aufsuchen eines Wun-

derheilers, Auflegen von Heilmitteln, etc.) versucht, ihn von seiner Neigung 

zu heilen. Mit 17, 18 Jahren sei ihm klar geworden, dass er sich nicht für 

das weibliche Geschlecht interessiere.  

Im Jahre 2012 oder 2013 sei er nach Libyen ausgereist, um dort zu arbei-

ten. Indes sei er öfters nach B._______ zurückgekehrt. Im August 2013 sei 

er bei sexuellen Kontakten beobachtet und in der Folge aufgrund eines 

Hinweises von der Polizei angehalten und misshandelt worden. Ab Sep-

tember 2014 sei er zu Hause wieder als (…) tätig gewesen. Mit einem Kol-

legen aus dem Dorf habe er homosexuelle Kontakte gepflegt. Als sein On-

kel davon erfahren habe, habe er – der Beschwerdeführer – auf den Koran 

schwören müssen, von solchen Kontakten Abstand zu nehmen. Gleichzei-

tig habe sein Onkel geschworen, ihm die Beine abzuschneiden. Schliess-

lich habe ihn der Onkel mit einem Messer an den Beinen verletzt. Im Feb-

ruar 2015 sei es auf einem (…) zu sexuelle Kontakten gekommen. Dabei 

seien er und sein Partner erwischt und deshalb nackt an einen (…) gefes-

selt und mit Wasser abgespritzt worden. Er sei eine Nacht an den (…) ge-

fesselt geblieben und habe deshalb einen Schock erlitten. (…) habe er sich 

umgehend zu seinem Bruder nach Alexandria begeben. Der (…) habe 

seine Familie über den Vorfall orientiert. Da sein Vater (…) gewesen sei, 

E-1870/2016 

Seite 3 

habe der Onkel die Verantwortung für die Familie übernommen und ge-

schworen, ihn umzubringen. Nach der Rückkehr seines Vaters habe dieser 

beim Dorfvorsteher eine Erklärung eintragen lassen, wonach das Leben 

seines Sohnes (Beschwerdeführer) 4 Kurush (0,04 Ägyptische Pfund, 

EGP) Wert sei. In Anbetracht dessen, dass ein Leben in Ägypten rund 

380'000 EGP Wert habe, sei sein Leben nun wertlos. Während seines ein-

jährigen Aufenthalts bei seinem Bruder in Alexandria habe er telefonischen 

Kontakt mit seiner Mutter gehabt und sei von seiner Familie finanziell un-

terstützt worden. In Alexandria habe er christliche Kollegen kennen gelernt. 

Diese seien in Bezug auf seine sexuelle Neigung viel toleranter als seine 

muslimischen. Er habe deshalb bereits in Alexandria mit dem Gedanken 

gespielt, dem islamischen Glauben abzuschwören. Er habe davon abge-

sehen, da er in Ägypten deswegen getötet worden wäre. Er gedenke je-

doch, in der Schweiz zu konvertieren.  

Aus zwei weiteren Gründe sei er ausgereist. Zum einen habe ihn der Sohn 

eines hohen Regierungsbeamten vor zwei seiner Freunde beleidigt. Weil 

seine Freunde für ihn Partei genommen hätten, habe der Sohn des Regie-

rungsbeamten den einen Freund mit einem Messer schwer verletzt und 

den andern erschossen. Der Täter sei für seine Taten nie belangt worden. 

Zum andern habe er mittels einer durch Bestechung erhaltenen und ge-

fälschten Urkunde seine Militärdienstpflicht bis ins Jahre 2020 verschieben 

können. Falls die Militärbehörden davon Kenntnis erhalten würden, müsse 

er mit einer Haftstrafe von mindestens 15 Jahren oder mit dem Tod rech-

nen. Da der Dorfvorsteher einerseits Kenntnis über seine Homosexualität, 

andererseits über die unrechtmässige Verschiebung des Militärdienstes 

habe, müsse er diesem bis zum 30. Altersjahr jährlich ein Schweigegeld 

bezahlen, was er bis anhin nicht getan habe. Schliesslich stelle die Armee 

homosexuellen Angehörigen rote Zertifikate aus. Damit wäre er bei behörd-

lichen Kontrollen als Gay erkennbar und würde Nachteile gewärtigen. Aus 

all diesen Gründen habe er Ägypten legal auf dem Luftweg verlassen. 

A.b Die Flughafenpolizei nahm dem Beschwerdeführer einen ägyptischen 

Reisepass, ein (…) und eine Ausreisegenehmigung des Verteidigungsmi-

nisteriums ab. Der Beschwerdeführer gab seinerseits vier akademische 

Zertifikate zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 18. März 2016 – eröffnet gleichentags – stellte die Vor-

instanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte das Asylgesuch ab, ordnete die Wegweisung aus dem Transitbe-

reich an und hielt fest, der Beschwerdeführer habe den Transitbereich am 

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Seite 4 

Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansonsten er 

in Haft genommen und unter Zwang in den Heimatstaat zurückgeführt wer-

den könne. Sodann wurde der zuständige Kanton mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragt und wurden dem Beschwerdeführer die editions-

pflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt. 

C.  

Mit teilweise fremdsprachiger Eingabe vom 24. März 2016 reichte der Be-

schwerdeführer über die Flughafenpolizei beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde ein und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei 

ihm Asyl zu gewähren oder jedenfalls die Flüchtlingseigenschaft festzustel-

len. Eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls Unzumutbarkeit des Voll-

zugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuord-

nen. Die Begründung der Beschwerdeschrift sei von Amtes wegen in eine 

Amtssprache zu übersetzen. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

sei zu verzichten und ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. 

D.  

Die vorinstanzlichen Akten gingen am 24. März 2016 beim Bundesverwal-

tungsgericht ein. 

E.  

Am 4. April 2016 traf die vom ehemals zuständigen Instruktionsrichter ver-

anlasste Übersetzung der fremdsprachigen Begründung der Beschwerde-

schrift beim Gericht ein. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

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Seite 5 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 

Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Die Beschwerdeschrift hat Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die eingereichte Be-

schwerde ist vom Beschwerdeführer nicht unterzeichnet. Indes ergibt sich 

aus der der Rechtsmitteleingabe beigelegten und vom Beschwerdeführer 

unterzeichneten Empfangsbestätigung, dass ein Mitarbeiter der Flughafen-

polizei die Eingabe vom Beschwerdeführer zur Weiterleitung an das Ge-

richt erhalten hat. Aufgrund dieser Sachlage besteht vorliegend keine Ver-

anlassung, die Eingabe zur Verbesserung an den Beschwerdeführer zu-

rückzusenden. Auf die frist- und insoweit formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im Ver-

fahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne Weiterungen und mit summarischer 

Urteilsbegründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder 

zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Glaubhaft gemacht ist die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 7 AsylG, wenn die Behörde ihr 

Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält 

(Abs. 2). Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Abs. 3).  

Die Anforderungen an das Glaubhaftmachen hat das Bundesverwaltungs-

gericht in einem publizierten Entscheid dargelegt und folgt dabei ständiger 

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Seite 6 

Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.2 und 

2.3). 

5.  

5.1 Soweit der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe sinngemäss 

geltend macht, die Beschwerdefrist von fünf Tagen sei unzulässig, ist fest-

zuhalten, dass diese geltendem Recht entspricht (vgl. Art. 108 Abs. 2 

AsylG) und vorliegend von der Vorinstanz korrekt angewendet wurde. 

5.2 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, 

die Aussagen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an das 

Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG nicht stand. Der Beschwerdefüh-

rer habe in wesentlichen Punkten stereotyp, nicht nachvollziehbar, unsub-

stantiiert, wenig detailliert sowie widersprüchlich und damit insgesamt 

nicht glaubhaft ausgesagt. Namentlich seien die Vorbringen im Zusam-

menhang mit dem Erkennen und Bewusstwerden seiner sexuellen Nei-

gung stereotyp ausgefallen. Auch weiche er diesbezüglich wesentlichen 

Fragen aus oder enthalte sich Antworten. Weiter sei sein äusserst langer 

Sachvortrag sehr lückenhaft, insbesondere was die Angaben zu den se-

xuellen Kontakten in der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Vor-

kommnis betreffe. Weiter vermöge die undifferenzierte Darstellung der 

ägyptischen Mentalität nicht zu überzeugen und sei es gewagt, zu be-

haupteten, alle Christen würden sich gegenüber der Homosexualität offen 

zeigen. In diesem Zusammenhang erstaune und sei realitätsfremd, dass 

der Beschwerdeführer einerseits in einer ländlichen Umgebung das 

Thema Homosexualität (…) besprochen haben wolle und diese darauf 

positiv reagiert hätten. Weiter sei nicht nachvollziehbar, dass er als im 

Dorf bekannter Homosexueller auf (…) habe arbeiten können, ohne aus-

gegrenzt zu werden. Die Erklärung sei nicht nachvollziehbar, wonach er 

als Chef und Sohn des (…) eine zu respektierende Person gewesen sei 

und die Männer ohne weiteres hätte bestrafen können, so dass seine 

Neigungen keine Rolle gespielt habe. Auch bleibe er stichhaltige Aus-

künfte über die angeblichen homosexuellen Partner und Liebesbeziehun-

gen und Folgen für die Partner schuldig. In Anbetracht der Tatsache, dass 

das ganze Dorf über seine Homosexualität Kenntnis gehabt und er seine 

Neigung im Dorf auch ausgelebt habe, sei nicht nachvollziehbar, dass er 

nicht ausführlich über seine homosexuellen Bekannten habe berichten 

können. Ferner sei befremdend, dass er während seines einjährigen Auf-

enthalts in Alexandria keine Kontakte geknüpft haben wolle. Insbeson-

dere sei nicht glaubhaft, dass er seine Homosexualität im Heimatdorf 

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ausgelebt habe, in Alexandria hingegen nicht, obwohl dort das Risiko ei-

ner Erkennung und Verfolgung weit geringer sei. Sodann habe er nicht 

schlüssig erklären können, weshalb er immer wieder in sein Heimatdorf 

zurückgekehrt sei. Der Hinweis auf die viermonatige (…) sowie die (…) in 

Libyen seien unlogisch. Betreffend den Vorfall vom September 2014 falle 

schwer zu glauben, dass der Beschwerdeführer nach einem Aufenthalt in 

Libyen ins Heimatdorf zurückgegangen sei, um sich dort mit einem homo-

sexuellen und drogenkonsumierenden Freund in der Öffentlichkeit zu zei-

gen. Weiter fehlten Erklärungen für die nach Jahren erstmalige Interven-

tion des Onkels. Was die Ereignisse auf dem (…) im Februar 2015 anbe-

lange, so sei die entsprechende Darstellung stereotyp und erstaune die 

Reaktion seines Kollegen und dessen andere Behandlung durch die (…). 

Sodann widerspreche sich der Beschwerdeführer in Bezug auf sein Ver-

halten nach dem Vorfall auf dem (…). Zur Beziehung zu seinem Bruder 

habe er nichtssagende Angaben gemacht und in diesem Zusammenhang 

erstaune, dass ihn seine Familie in Alexandria nach wie vor finanziell un-

terstützt habe. Darüber hinaus sei nicht glaubhaft, dass er den Islam ab-

geschrieben habe und zum Christentum habe konvertieren wollen, da er 

keine Kenntnisse über diese Religion und bislang diesbezüglich nichts 

unternommen habe. Bezüglich des Angriffs auf die beiden Freunde sei 

sodann nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer als hauptbetroffene 

Person dem Angriff habe ausweichen können. Schliesslich seien die aka-

demischen Zertifikate entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers 

zum Ausstellen des (…) nicht nötig gewesen, zumal der (…) ein früheres 

Ausstellungsdatum aufweise.  

5.3 In der Rechtsmitteleingabe macht der Beschwerdeführer sinngemäss 

geltend, die Vorinstanz habe den Massstab des Glaubhaftmachens ge-

mäss Art. 7 AsylG nicht korrekt angewendet. Die vorinstanzliche Beweis-

würdigung ist indes nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung 

wird im Einzelnen ausführlich dargelegt, aus welchen Gründen die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers stereotyp, nicht nachvollziehbar, unsubstanti-

iert sowie widersprüchlich und damit insgesamt nicht glaubhaft sind. Was 

in der Rechtsmitteleingabe dagegen vorgebracht wird, ist nicht geeignet, 

die Aussagen in einem anderen Lichte erscheinen zu lassen. Soweit er 

vorbringt, die ihm anlässlich der Befragung gestellten Fragen hätten nichts 

mit seinem Fall zu tun und würden nur Daten betreffen, trifft dies offensicht-

lich nicht zu. Sodann vermag der Beschwerdeführer mit dem nicht näher 

substantiierten Hinweis auf die Dauer der Befragung die zahlreichen Un-

stimmigkeiten in seinen Aussagen nicht aufzulösen. Schliesslich legt er mit 

dem sinngemässen Festhalten am Wahrheitsgehalt seiner Vorbringen und 

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Seite 8 

dem Hinweis auf seine Homosexualität nicht dar, inwiefern die Vorinstanz 

zu Unrecht auf Unglaubhaftigkeit geschlossen hat. Solches ist auch nicht 

ersichtlich. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann vollumfänglich auf die 

Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden.  

5.4 Insgesamt hat der Beschwerdeführer somit nichts vorgebracht, das ge-

eignet wäre, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder glaubhaft zu 

machen. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. Es be-

steht keine Veranlassung, dem Wunsch des Beschwerdeführers zu ent-

sprechen, seine Homosexualität ärztlich untersuchen zu lassen. Der An-

trag ist abzuweisen. 

6.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das Staatssekretariat in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das Asylge-

such ablehnt oder darauf nicht eintritt. Der Beschwerdeführer verfügt we-

der über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen 

Anspruch auf Erteilung einer solchen (BVGE 2013/37 E. 4.4). Die Wegwei-

sung ist nicht zu beanstanden. 

7.  

7.1 Der Vollzug der Wegweisung ist nach Art. 83 Abs. 3 AuG (SR 142.20) 

unzulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Wei-

terreise der Ausländerin in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 

entgegenstehen. Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft 

nicht erfüllt, ist das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 

Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zu-

lässigkeit des Vollzuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen ver-

fassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

[FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK).  

Aus den Aussagen des Beschwerdeführers und den Akten ergeben sich 

keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaf-

fung nach Ägypten dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach 

Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausge-

setzt wäre. Der Vollzug der Wegweisung ist zulässig. 

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Seite 9 

7.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

In Ägypten herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt, weshalb in kon-

stanter Praxis von der generellen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

dorthin ausgegangen wird (vgl. Urteil des BVGer E-319/2015 vom 14. April 

2015, mit Verweisen).  

Der Beschwerdeführer konnte seine Asylvorbringen im Zusammenhang 

mit der geltend gemachten Homosexualität nicht glaubhaft machen. Inso-

weit bestehen erhebliche Zweifel an seiner behaupteten sexuellen Nei-

gung. Sodann machte er für die Zeit seines Aufenthalts bei seinem Bruder 

in Alexandria weder sexuelle Kontakte noch Schwierigkeiten, namentlich 

mit den heimatlichen Behörden geltend, mithin steht es ihm frei, in diese 

Grossstadt zurückzukehren, zumal dort sein Bruder lebt und er damit über 

einen sozialen Anknüpfungspunkt verfügt. Sodann hat der Beschwerdefüh-

rer Arbeitserfahrungen als (…) sowie (…) und ist es ihm zuzumuten, eine 

neue wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Der Vollzug der Wegweisung ist 

zumutbar. 

7.3 Der Beschwerdeführer verfügt über einen bis am 28. Februar 2019 gül-

tigen Reisepass, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch möglich ist 

(Art. 83 Abs. 2 AuG). 

7.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Die Anordnung einer 

vorläufigen Aufnahme fällt damit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 

8.  

Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bun-

desrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 106 

Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden 

Erwägungen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos zu gelten 

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Seite 10 

haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht 

gegeben, weshalb dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung nicht stattzugeben ist.  

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 600.– (Art. 

1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-

digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

Der Antrag auf Verzicht eines Kostenvorschusses ist damit gegenstandslos 

geworden. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Barbara Balmelli Thomas Hardegger