# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25ce1099-84a3-52d0-8b49-11fa6c95c27a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2009 C-5487/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5487-2008_2009-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5487/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Alberto Meuli (Vorsitz),
Richter Beat Weber, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser.

X._______AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 
Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, 
Postfach 2855, 8022 Zürich,
Vorinstanz.

Zwangsanschluss BVG.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5487/2008

Sachverhalt:

A.

A.a Mit Schreiben vom 19. Juni 2008 machte die Stiftung Auffangein-
richtung BVG (nachfolgend die Auffangeinrichtung oder die Vorinstanz) 
gestützt  auf  eine  entsprechende  Meldung  der  Ausgleichskasse  des 
Kantons K._______ die X._______AG (nachfolgend die Arbeitgeberin 
oder die Beschwerdeführerin) darauf aufmerksam, dass sie seit dem 1. 
Januar 1993 obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer gemäss dem 
Bundesgesetz  vom  25.  Juni  1982  über  die  berufliche  Alters- 
Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) beschäftigt 
habe. Trotz der Aufforderung der Ausgleichskasse habe sie bisher den 
Nachweis  des  Anschlusses  an  eine  nach  dem  BVG  registrierte 
Vorsorgeeinrichtung nicht erbracht. Deshalb sei die Auffangeinrichtung 
verpflichtet, die Arbeitgeberin zwangsweise anzuschliessen, wenn ihre 
Arbeitnehmer keiner  registrierten  Vorsorgeeinrichtung angeschlossen 
seien. Die Auffangeinrichtung gab der Arbeitgeberin Gelegenheit, sich 
bis  zum  24.  Juli  2008  dazu  zu  äussern  respektive  den  verlangten 
schriftlichen Nachweis eines BVG-Anschlusses zu erbringen. Mangels 
Stellungnahme  oder  Nachweis  eines  BVG-Anschlusses  würden  der 
Arbeitgeberin  mindestens  der  Verfügungsbetrag in  der  Höhe von Fr. 
450.-- sowie Gebühren in der Höhe von Fr. 375.-- in Rechnung gestellt 
(act. 1).

A.b Das erwähnte Schreiben der Auffangeinrichtung war Auslöser ei-
ner darauf folgenden intensiven Korrespondenz zwischen ihr und der 
Arbeitgeberin:  so  teilte  diese  der  Auffangeinrichtung  zunächst  mit 
Schreiben vom 24. Juni 2008 mit, dass eine Falschmeldung der Aus-
gleichskasse  K._______  vorliegen  müsse,  und  legte  dabei  unter 
anderem eine Kopie der Anschlussvereinbarung vom 1. April 2005 mit 
der S._______BVG-Sammelstiftung vor, worauf die Auffangeinrichtung 
die  Arbeitgeberin  mit  Schreiben  vom 30.  Juni  2008  darauf  hinwies, 
dass der Anschlussvertrag ab dem 1. Januar 2005 und nicht ab dem 1. 
Januar 1993 gelte.

Die Arbeitgeberin antwortete  am 4. Juli 2008 sinngemäss, dass ihre 
Arbeitnehmer vor der Zeit des Anschlusses bei der S._______ bei der 
T._______  mit  Vertrag Nr. N._______  versichert  gewesen  seien. Mit 
Schreiben  vom 14. Juli  2008  erwiderte  die  Auffangeinrichtung,  dass 
die  T._______  ihr  zwischenzeitlich  bestätigt  habe,  dass  die 

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Arbeitgeberin vom 1. Oktober 1993 bis zum 21. Dezember 2004 bei ihr 
angeschlossen gewesen sei. Somit fehle nur noch der Nachweis eines 
Anschlusses für die Zeit vom 1. Januar bis zum 1. Oktober 1993, der 
bis  zum  23.  August  2008  erbracht  werden  müsse,  ansonsten  der 
angedrohte  Zwangsanschluss  für  die  fehlende  Zeit  durchgeführt 
werde.  Mit  Schreiben  vom  16.  Juli  2008  reichte  die  Arbeitgeberin 
schliesslich  einen  Internet-Handelsregisterauszug  ein,  woraus  ihrer 
Auffassung  nach  ohne  Weiteres  festgestellt  werden könne,  dass  sie 
erst am 6. Oktober 1993 gegründet und seit dem 8. Oktober 1993 im 
Handelsregister  des Kantons K._______ eingetragen worden sei,  so 
dass  nicht  klar  sei,  welche  Arbeitnehmerlöhne  nicht  BVG-versichert 
gewesen seien (act. 1).

B.
Mit Verfügung vom 23. August 2008 schloss die Auffangeinrichtung die 
Arbeitgeberin rückwirkend per 1. Januar 1993 zwangsweise bis zum 1. 
Oktober  1993  an,  unter  Auferlegung  der  angedrohten  Verfü-
gungskosten in  der  Höhe von Fr. 450.--  sowie der  Gebühren für  die 
Durchführung des Zwangsanschlusses von Fr. 375.--. Als Begründung 
führte  sie  im  Wesentlichen  aus,  aus  den  Lohnbescheinigungen  der 
Jahre 1993 bis 2007 der zuständigen Ausgleichskasse habe sich erge-
ben, dass der Arbeitgeber seit dem 1. Januar 1993 dem BVG-Obligato-
rium unterstellten Arbeitnehmern Löhne ausgerichtet  habe und dass 
ein  Ausnahmetatbestand  nicht  ersichtlich  sei.  Zudem seien  mit  dem 
Dienstaustritt mehrerer Arbeitnehmer die Voraussetzungen von Art. 12 
BVG erfüllt  gewesen. Die Arbeitgeberin habe sich innert  der von der 
Auffangeinrichtung gesetzten Frist geäussert und einen Nachweis er-
bracht, dass sie ab dem 1. Oktober 1993 bei einer registrierten Vorsor-
geeinrichtung (bis am 21. Dezember 2004 bei der T._______ und ab 
dem 1. April 2005 bei S._______) angeschlossen gewesen sei (act. 1).

C.
Gegen die Anschlussverfügung der Auffangeinrichtung vom 23. August 
2008 erhob die Arbeitgeberin  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht und beantragte die vollumfängliche Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung sowie die Zurückweisung der Sache an die Vorinstanz 
zur  Neubeurteilung  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolge.  Dabei 
machte sie im Wesentlichen geltend, dass sie erst am 6. Oktober 1993 
gegründet worden sei und seither von Beginn weg einer registrierten 
Vorsorgeeinrichtung  angeschlossen  gewesen  sei.  Es  bestehe  keine 

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Anschlusspflicht  für  die  Zeit  vor  ihrer  Gründung,  so  dass  ihr  der 
Zwangsanschluss ab dem 1. Januar 1993 unerklärlich sei (act. 1).

D.
Mit Vernehmlassung vom 29. September 2008 beantragte die Vorins-
tanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  unter  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten  der  Beschwerdeführerin. Dabei  führte  sie  im 
Wesentlichen aus, dass die Anschlussverfügung gestützt auf die Lohn-
bescheinigung  1993  der  Ausgleichskasse  des  Kantons  K._______ 
habe erlassen werden müssen, wonach die Beschwerdeführerin vom 
1. Januar 1993 bis zum 30. September 1993 Arbeitnehmer beschäftigt 
habe,  welche der BVG-Pflicht  unterstanden hätten. Die Beschwerde-
führerin habe nicht nachgewiesen,  dass die Einträge der kantonalen 
Ausgleichkasse  nicht  korrekt  gewesen  seien.  Die  Verifizierung  der 
AHV-Lohnbescheinigungen sei nicht Sache der Vorinstanz. Ihrer Ver-
nehmlassung  legte  die  Vorinstanz  eine  AHV-Lohnbescheinigung  der 
„Y._______AG“,  vormals „X._______AG“,  für  die Zeit  von Januar  bis 
September 1993 bei (act. 4).

E.
Mit Replik vom 12. Oktober 2008 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Beschwerdeanträgen sowie  deren Begründung fest. Zudem wies  sie 
darauf hin, dass die aufgelegte Lohnbescheinigung für das Jahr 1993 
sich in zwei Zeitperioden trennen lasse. Diejenige vom 1. Januar bis 
30.  September  1993  betreffe  die  Firma  Y._______AG  (vormals 
X._______AG), wohingegen erst diejenige vom 1. Oktober bis zum 31. 
Dezember  1993   sich  auf  die  anfangs  Oktober  1993  gegründete 
Beschwerdeführerin  beziehen  könne.  Die  ursprüngliche  Firma 
X._______AG  (CH  N1)  sei  anlässlich  einer  Restrukturierung  in 
Y._______AG umgenannt worden. Die Unternehmenssparte „Revision“ 
sei in dieser alten AG mit neuem Namen belassen worden. Daneben 
sei für die Sparte „Treuhand und Unternehmungsberatung“ eine neue 
X._______AG  (CH  N2)  gegründet  worden,  welche  das  gesamte 
Personal übernommen habe. Dass es diese zwei Firmen gebe, gehe 
aus dem Handelsregister hervor. Die Y._______AG, welche ab dem 1. 
Oktober 1993 kein Personal mehr beschäftigt habe, habe die bis zum 
30.  September  1993  (noch  unter  dem  Namen  X._______AG) 
geschuldeten  Prämien  in  Ratenzahlungen  bei  der  Ausgleichskasse 
abgetragen. Diese Firma sei bis zum 30. September 1993 bei der Z.-
______ BVG-versichert gewesen, deren Akten zu editieren seien. Die 
jetzige Verwirrung bei der Ausgleichskasse sei darauf zurückzuführen, 

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dass trotz unterschiedlicher Gesellschaften die AHV-Nummer nur vom 
Firmennamen  abhängig  sei,  was  nicht  der  Beschwerdeführerin 
angelastet  werden könne. Es sei  unverständlich,  dass die Änderung 
des  Namens  einer  Firma  zu  einer  Änderung  deren  AHV-Nummer 
führe, wogegen eine neu gegründete Firma, welche den Namen einer 
aufgelösten  Firma  übernehme,  dieselbe  AHV-Nummer  erhalte  wie 
diese gelöschte Firma, nur weil der Name derselbe sei. Die T._______ 
solle  angewiesen  werden,  zu  bestätigen,  dass  die  bis  zum  30. 
September  1993  angesparten  BVG-Gelder  für  das  Personal  der 
ehemaligen -  per  1. Oktober 1993 in  Y._______ AG umgenannten – 
X._______AG von  der  Z._______  an  sie  überwiesen  worden  seien. 
Die Auffangeinrichtung habe sich nie die Mühe genommen, der Frage 
nachzugehen,  wieso  eine  noch  nicht  gegründete  Firma  Personal 
beschäftigt haben soll (act. 6).

F.
Mit  Duplik vom 21. Oktober 2008 hielt  auch die Vorinstanz an ihrem 
Abweisungsantrag  fest  und  stützte  sich  weiterhin  auf  die  Tatsache, 
dass gemäss Lohnbescheinigung der Ausgleichkasse für die Zeit vom 
1. Januar bis zum 30. September 1993 von der X._______AG, welche 
per 1. Oktober  1993 in  Y._______AG umbenannt worden sei,  Löhne 
ausbezahlt  worden  seien. Ein  Nachweis  eines  BVG-Anschlusses  für 
diesen Zeitraum liege der Vorinstanz nicht vor (act. 8).

G.
Mit  Triplik  vom 6. November 2008 bestätigte die Beschwerdeführerin 
nochmals den Inhalt ihrer vormaligen Eingaben und wies dabei insbe-
sondere  darauf  hin,  dass  der  von der  Vorinstanz  mit  der  Duplik  ins 
Recht  gelegte Teledata-Auszug des Handelsregisters genau den von 
der Beschwerdeführerin vorgebrachten Sachverhalt bestätige, wonach 
sie selbst erst im Oktober 1993 gegründet worden sei. Die Nachweise 
eines BVG-Anschlusses für die Zeit vor dem 1. Oktober 1993 seien bei 
der  betroffenen  Firma,  der  Y._______AG  (vormals  X._______AG) 
einzuholen,  und  nicht  bei  der  Beschwerdeführerin.  Die 
Ausgleichskasse habe für  die Verwirrung gesorgt  und die Vorinstanz 
sei dem Missverständnis nicht nachgegangen (act. 10).

H.  
Mit Quadruplik vom 9. Dezember 2008 hielt auch die Vorinstanz noch-
mals an ihren Anträgen fest und meinte, dass die Beschwerdeführerin 

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keine neuen Beweise vorgelegt habe, um die Lohnbescheinigung der 
Ausgleichskasse für das Jahr 1993 zu entkräften (act. 13).

I.  
Mit weiterer Eingabe vom 26. Februar 2009 stellte die Beschwerdefüh-
rerin  die Editionsbegehren,  es seien die  Lohnbescheinigungen 1993 
der  beiden  involvierten  Gesellschaften  sowie  eine  Bestätigung  der 
Ausgleichskasse einzuholen, wonach die Lohnperiode vom 1. Januar 
bis  zum 30. September  1993 nur der  Y._______AG zuzuordnen sei. 
Zudem bestätigte sie  die mit  der  Replik  gestellten  Editionsbegehren 
hinsichtlich der  BVG-Unterlagen der  Z._______ und der  Bestätigung 
der T._______ über die Überweisung der Freizügigkeitsgelder.

J.
Den mit Zwischenverfügung vom 12. Dezember 2008 vom Instruktions-
richter  geforderten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- hat 
die Beschwerdeführerin fristgemäss überwiesen (act. 14 und 17).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu 
den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der  Auffangeinrichtung, 
zumal diese im Bereiche der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche 
Aufgaben des Bundes erfüllt und somit zu den Vorinstanzen des Bun-
desverwaltungsgerichts  gehört  (Art.  33  lit.  h  VGG). Eine  Ausnahme, 
was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

2.
Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  der  Verwal-
tungsakt  der  Auffangeinrichtung vom 23. August  2008,  welcher  eine 
Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt. Die Beschwerde-
führerin hat frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde 
erhoben. Sie hat  am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen,  ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Änderung  oder  Aufhebung,  so 
dass sie zur Beschwerde legitimiert  ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nach-
dem  auch  der  eingeforderte  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet 
worden ist, ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten.

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3.
Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermes-
sens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kan-
tonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

4.
Die angefochtene Anschlussverfügung der Vorinstanz betrifft den Zeit-
raum vom 1. Januar bis zum 30. September 1993, in welchem die Be-
schwerdeführerin  nach  Auffassung  der  Vorinstanz  Arbeitnehmer  be-
schäftigt  haben soll,  welchen BVG-pflichtige Löhne ausgerichtet wur-
den.  Demgegenüber  weist  die  Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen 
auf ihre Gründung anfangs Oktober 1993 hin. Sie könne deshalb erst 
ab dem 1. Oktober 1993 anschlusspflichtig sein. Sie habe den Nach-
weis eines BVG-Anschlusses ab diesem Datum denn auch erbracht. 
Für die Zeit vor ihrer Gründung könne sie nicht belangt werden, auch 
nicht für eine Firma, welche vormals denselben Namen getragen habe 
wie sie, die damals noch nicht gegründete Beschwerdeführerin, aber 
ab dem 1. Oktober 1993 den Firmennamen geändert habe, um die bei-
den Firmen nicht zu verwechseln.

4.1  Zum Anschlussverfahren ist auf die gesetzlichen Vorgaben hinzu-
weisen,  wonach  die  zuständige  Ausgleichskasse  der  AHV zunächst 
überprüft, ob die von ihr erfassten Arbeitgeber einer registrierten Vor-
sorgeeinrichtung  angeschlossen  sind.  Arbeitgeber,  welche  obligato-
risch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigen, fordert sie auf, sich 
innerhalb  von  zwei  Monaten  einer  registrierten  Vorsorgeeinrichtung 
anzuschliessen.  Kommt  der  Arbeitgeber  dieser  Aufforderung  nicht 
nach, so meldet diese ihn der Auffangeinrichtung rückwirkend zum An-
schluss (Art. 11 Abs. 1, 4 bis 6 BVG).

4.2 Im vorliegenden Fall hat die zuständige Ausgleichskasse des Kan-
tons K._______ das beschriebene Anschlussverfahren hinsichtlich der 
Beschwerdeführerin  bis zur Meldung an die Vorinstanz durchgeführt. 
Die Beschwerdeführerin hat offenbar erst nach dieser Meldung durch 
die Ausgleichskasse die von ihr verlangten Nachweise eines BVG-An-
schlusses ab dem 1. Oktober  1993 bis  heute bei  der  Vorinstanz er-
bracht. Im Streite liegt demnach nur die von der Vorinstanz behauptete 
Anschlusspflicht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Septem-
ber 1993.

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5.

5.1 Die Vorinstanz stützte sich beim Erlass ihrer  angefochtenen An-
schlussverfügung auf die Lohnbescheinigung der Ausgleichskasse für 
das  Jahr  1993,  welche  die  Vorinstanz  mit  ihrer  Vernehmlassung zur 
Beschwerde ins Recht gelegt hat (act. 4). Analysiert man die vorgeleg-
ten Unterlagen der  Ausgleichskasse aus dem Jahre  1993 allerdings 
genauer, so fällt auf, dass es eigentlich zwei separate Lohnbescheini-
gungen gibt, welche unterschiedliche Abrechnungsnummern tragen.

Die eine (Abrechnungsnummer A1) betrifft den Zeitraum von anfangs 
Jahr  bis  zum  30.  September  1993,  umfasst  eine  AHV-pflichtige 
Lohnsumme  von  Fr.  212'968.15  und  ist  von  der  Y.-______AG 
unterzeichnet.  Auf  der  dazugehörenden  detaillierteren  „AHV-
Lohnbescheinigung“  mit  der  Arbeitnehmerliste  erscheint  derselbe 
Firmenname  und  oben  links  die  Bezeichnung  „vormals  X._______ 
AG“.

Die andere Lohnbescheinigung bzw. „Lohnliste“ (Abrechnungsnummer 
A2) betrifft die Zeit vom 1. Oktober bis Ende 1993, umfasst eine AHV-
pflichtige  Lohnsumme  von  42'924.95  und  ist  unterzeichnet  von  der 
P._______AG.  Auf  der  entsprechenden  „AHV-Lohnbescheinigung“ 
steht zuoberst einzig die X._______AG (allerdings mit der unrichtigen 
Abrechnungsnummer  A1,  da  hier  die  Arbeitnehmerliste  der  anderen 
„AHV-Lohnbescheinigung“ einfach kopiert und dann für die Zeit vom 1. 
Oktober bis zum 31. Dezember 1993 angepasst worden ist).

Diese klar zweigeteilten Lohnbescheinigungen weisen auf eine offen-
sichtliche Änderung der Firmenverhältnisse per 1. Oktober 1993 hin, 
welche die Vorinstanz in keiner Weise geprüft noch im Ansatz zu klä-
ren versucht hat, obwohl diese Änderung hinsichtlich der Identität der 
BVG-pflichtigen Firma wesentlich ist.

5.2 Die Beschwerdeführerin zeigte bereits mit  der Beschwerde unter 
Vorlage  eines  Internet-Auszuges  des  Handelsregisters  des  Kantons 
K._______ auf, dass sie erst am 6. Oktober 1993 gegründet worden 
ist. Dabei übernahm sie denselben Namen einer anderen Firma und 
Rechtsperson, welche in Y._______AG umbenannt worden ist, was die 
Beschwerdeführerin in späteren Rechtsschriften immer wieder betonte 
und zu erklären versuchte, wogegen die Vorinstanz zwar die besagte 
Namensänderung  von  der  X._______AG  zur  Y._______AG  auch 
anhand  von  Handelsregisterauszügen  selbst  bestätigte,  aber  stets 

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davon  ausging,  diese  ehemalige  X._______AG  und  die  jetzige 
Beschwerdeführerin  seien  angesichts  desselben  Namens  identische 
Rechtspersonen.

5.3 Angesichts  der  Handelsregisterauszüge,  welche  zum  Teil  selbst 
von  der  Vorinstanz  ins  Recht  gelegt  wurden,  kann  der  von der  Be-
schwerdeführerin dargestellte Sachverhalt nicht in Abrede gestellt wer-
den:  bis  zum  6.  Oktober  1993  gab  es  eine  X._______AG,  welche 
durch  eine  Statutenänderung  in  die  Firma Y._______AG umbenannt 
wurde.  An  demselben  Datum  ist  eine  neue  Firma  X._______AG 
gegründet  worden.  Ob  es  sinnvoll  war,  denselben  Firmennamen  zu 
verwenden  wie  der  alte  Name  der  umgewandelten  Firma,  mag 
dahingestellt  bleiben.  Jedenfalls  ist  es  nicht  verständlich,  dass  die 
Vorinstanz trotz den überzeugenden und wiederholten Erklärungen der 
Beschwerdeführerin  und  den  aufschlussreichen  Auszügen  des 
Handelsregisters auf die Anschlusspflicht der Beschwerdeführerin für 
einen Zeitraum beharrt, der nachweislich vor ihrer Gründung lag.

Im  Übrigen  kann  aus  der  dargestellten  Sachlage  vermutet  werden, 
dass die Arbeitnehmer der – mit der Beschwerdeführerin nicht identi-
schen  –  ehemaligen  Firma  X._______AG  bei  der  Z._______  BVG-
versichert  waren,  was  die  Vorinstanz  ohne  Weiteres  wird  prüfen 
können.

5.4 Diese Erwägungen können nur zur Gutheissung der Beschwerde 
führen.

6.

6.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der 
Regel  der unterliegenden Partei  auferlegt. Allerdings ist  dies gegen-
über der Vorinstanz nicht möglich (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der obsie-
genden Beschwerdeführerin ist demgegenüber der von ihr einbezahlte 
Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 1'200.--  zurückzuerstatten.

6.2 Der anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführerin ist keine Par-
teientschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

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1.
In  Gutheissung  der  Beschwerde  wird  die  Verfügung  der  Stiftung 
Auffangeinrichtung BVG vom 23. August 2008 aufgehoben.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerde-
führerin erhobene Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- wird dieser zurück-
erstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Jean-Marc Wichser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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