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**Case Identifier:** 476cbf32-807a-595a-bca2-b7d9c7cc281f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 29.05.2019 810 18 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-270_2019-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 29. Mai 2019 (810 18 270) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / Straffällig-

keit, Verhältnismässigkeit der Massnahme 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Markus Clausen, Daniel Ivanov, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin 
i.V. Sarah Rivoli 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 1471 vom 25. September 2018) 
 
 
 

A. Der türkische Staatsangehörige A.____ (geb. 1977) reiste am 14. Juli 1993 in die 
Schweiz ein. Seit Januar 2004 verfügt er über die Niederlassungsbewilligung. Mit seiner Ehe-
frau, der türkischen Staatsangehörigen B.____ (geb. 1976), hat A.____ zwei Töchter, C.____ 
(geb. 2003) und D.____ (geb. 2012). 
 

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B. Zwischen 2000 und 2010 trat A.____ wie folgt strafrechtlich in Erscheinung: 
 
− Verurteilung vom 27. Januar 2000 wegen versuchter Brandstiftung, strafbarer Vorberei-

tungshandlungen und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten. 

− Verurteilung vom 14. Juni 2000 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand zu einer Frei-
heitsstrafe von 14 Tagen sowie zu einer Busse in der Höhe von Fr. 1'800.--. 

− Verurteilung vom 17. Oktober 2007 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Verletzung 
der Verkehrsregeln, Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Fahrens ei-
nes nicht betriebssicheren Fahrzeugs zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen sowie zu ei-
ner Busse in der Höhe von Fr. 300.--. 

− Verurteilung vom 19. Mai 2010 wegen versuchter schwerer Körperverletzung, einfacher 
Körperverletzung, mehrfacher falscher Anschuldigung, mehrfacher Sachbeschädigung, 
Hausfriedensbruchs, Drohung, versuchter Nötigung, Gewalt und Drohung gegen Behörden 
und Beamte, Fahrens ohne Führerausweis oder trotz Entzug, Fahrens in fahrunfähigem 
Zustand und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstra-
fe von 16 Monaten sowie zu einer Busse in der Höhe von Fr. 2'260.--. 

− Verurteilung vom 9. Juni 2010 wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen sowie zu einer Busse in der Höhe von 
Fr. 200.--. 

 
C. Mit Schreiben vom 24. Februar 2011 verwarnte das Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM; heute: Amt für Migration und Bürgerrecht) A.____ aufgrund dieser Ver-
urteilungen sowie Schuldenwirtschaft und wies ihn mit Nachdruck darauf hin, dass er mit der 
Wegweisung aus der Schweiz zu rechnen habe, sollte er erneut in relevanter Weise strafrecht-
lich in Erscheinung treten oder sollten weitere von ihm begangene Delikte zum Vorschein kom-
men. 
 
D. In der Folge trat A.____ erneut strafrechtlich in Erscheinung: 
 
− Verurteilung vom 12. August 2014 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu einer 

Geldstrafe von 50 Tagessätzen. 

− Verurteilung vom 5. Juli 2016 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Führens eines 
Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Führerausweises zu ei-
ner Geldstrafe von 80 Tagessätzen. 

 
E. Mit Schreiben vom 16. bzw. 21. November 2016 gewährte das AfM A.____, B.____ 
und C.____ das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
von A.____, welches sie mit Eingabe vom 14. Dezember 2016 wahrnahmen. 
 
F. Mit Strafbefehl vom 13. Juli 2017 verurteilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-
Stadt A.____ wegen Drohung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen. 

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G. Mit Schreiben vom 24. November 2017 gewährte das AfM A.____ erneut das rechtli-
che Gehör zum beabsichtigten Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung, welches er, vertre-
ten durch Alain Joset, Advokat in Liestal, mit Eingabe vom 22. Januar 2018 wahrnahm. 
  
H. Mit Verfügung vom 26. Februar 2018 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung 
von A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an. 
 
I. Die von A.____ dagegen erhobene Beschwerde vom 9. März 2018 wies der Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) 
Nr. 1471 vom 25. September 2018 ab und verfügte, dass A.____ die Schweiz bis spätestens 30 
Tage nach Rechtskraft des Beschlusses zu verlassen habe. 
 
J. Mit Eingabe vom 8. Oktober 2018 erhob A.____, weiterhin vertreten durch Alain Joset, 
Advokat, gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er stellt das Begehren, der RRB Nr. 1471 vom 25. Sep-
tember 2018 sowie die Verfügung des AfM vom 26. Februar 2018 seien aufzuheben und das 
AfM sei gerichtlich anzuweisen, dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung zu be-
lassen resp. diesem eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen (Ziff. 1). Eventualiter seien der 
RRB Nr. 1471 vom 25. September 2018 sowie die Verfügung des AfM vom 26. Februar 2018 
aufzuheben, die vorliegende Streitsache zur Neubeurteilung an das AfM zurückzuweisen und 
die zuständigen Verwaltungsbehörden anzuweisen, dem Beschwerdeführer zumindest eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen (Ziff. 2). Alles unter o/e-Kostenfolge. 
 
K. Der Beschwerdegegner liess sich am 9. Januar 2019 vernehmen und schliesst auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 
L. Mit Verfügung vom 14. Januar 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Parteiverhandlung überwiesen. 
 
M. Mit Eingabe vom 2. Mai 2019 beantragt der Beschwerdeführer die persönliche Anhö-
rung seiner Ehefrau sowie die Einsetzung einer Kindesvertretung. 
 
N. An der heutigen Parteiverhandlung nahmen der Beschwerdeführer und sein Rechtsver-
treter sowie ein Vertreter des Beschwerdegegners teil. Die Parteien hielten an ihren Anträgen 
und Begründungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 

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vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, womit er zur Beschwerde legitimiert ist (§ 47 
Abs. 1 lit. a VPO). Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die 
Beschwerde eingetreten werden kann.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Gemäss Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 (bis 31. Dezember 2018 und soweit im 
Folgenden die altrechtliche Fassung massgeblich ist: AuG) verleiht die Niederlassungsbewilli-
gung einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. 
Der Beschwerdeführer kann sich zudem auf das Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens nach Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK) vom 4. November 1950 berufen und daraus ebenfalls einen Anspruch auf Anwesenheit 
in der Schweiz ableiten. Es ist somit von einem grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes nicht absolut. Bei Vorliegen 
eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung entzogen wer-
den. 
 
4.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG kann die Nieder-
lassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 
59 - 61 oder 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 ange-
ordnet worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in die-
sem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr 
bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen 
(vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, 
teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 
27. Januar 2010 E. 2.1). Der genannte Widerrufsgrund gilt auch für die Niederlassungsbewilli-
gung ausländischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungs-
gemäss in der Schweiz aufhalten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 
2010 E. 2). 
 
4.3.1 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 27. Januar 
2000 zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten und mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-

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Stadt vom 19. Mai 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Damit sind vorlie-
gend zwei überjährige Freiheitsstrafen ausgesprochen worden. 
 
4.3.2 Diesbezüglich macht der Beschwerdeführer geltend, beide Verurteilungen könnten 
zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr bzw. nicht erneut als Widerrufsgrund herangezogen werden. 
Die Vorinstanz habe für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgrund der fehlenden 
Aktualität zu Recht nicht auf das Urteil vom 27. Januar 2000 abgestellt. Wegen seiner Verurtei-
lung vom 19. Mai 2010 sei er von der Vorinstanz bereits im Februar 2011 verwarnt worden, 
weshalb aufgrund seiner weiteren geringfügigen Delinquenz nicht auf den vormalig gesetzten 
Widerrufsgrund zurückgekommen werden dürfe. Zudem liege die Verurteilung vom 19. Mai 
2010 bereits weit über acht Jahre zurück und sei demnach nicht mehr genügend aktuell, um als 
Widerrufsgrund herangezogen werden zu können. 
 
4.3.3 Wird nach einer strafrechtlichen Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 
ausländerrechtlich aus Gründen der Verhältnismässigkeit zunächst eine Verwarnung ausge-
sprochen (Art. 96 AuG), kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers im Falle weite-
rer, auch geringfügiger Delinquenz auf den vormalig gesetzten Widerrufsgrund zurückgekom-
men und dieser zum Anlass genommen werden, eine aufenthaltsbeendende Massnahme an-
zuordnen (Urteil des Bundesgerichts 2C_844/2013 vom 6. März 2014 E. 4.2). Nach welchem 
Zeitablauf eine strafrechtliche Verurteilung noch genügend Aktualität aufweist, um als Ursache 
der Beendigung des Aufenthalts einer ausländischen Person gelten zu können, ist im Einzelfall 
zu entscheiden. Weder den Bestimmungen über die Entfernung von Einträgen im Strafregister 
(Art. 369 StGB) noch denjenigen über das ausländerrechtliche Einreiseverbot (Art. 67 AuG) 
lassen sich dafür verbindliche Vorgaben entnehmen (Urteil des Bundesgerichts 2C_884/2016 
vom 25. August 2017 E. 2.2). Die Verurteilung vom 19. Mai 2010 liegt rund 9 Jahre zurück. Wie 
die Straftaten, welche dieser Verurteilung zugrunde lagen, beging der Beschwerdeführer auch 
die darauf folgenden Verfehlungen unter Einfluss von Alkohol. Insbesondere das wiederholte 
Fahren in angetrunkenem Zustand (letztmalige Verurteilung am 5. Juli 2016) stellt auch gegen-
wärtig ein grosses Risiko für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar. Vor diesem Hinter-
grund muss von einer ausreichenden Aktualität der Verurteilung vom 19. Mai 2010 ausgegan-
gen werden. 
 
4.4 Demzufolge liegt mit der Verurteilung des Beschwerdeführers vom 19. Mai 2010 ein 
Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG vor. Die Frage 
der Aktualität der Verurteilung vom 27. Januar 2000 kann damit ebenso wie die Frage, ob der 
Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfüllt ist, offen gelassen werden. 
 
5.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes ist Grundvoraussetzung für den Widerruf der 
Bewilligung. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist indes nur gerechtfertigt, wenn er 
sich gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als verhältnismässig 
erweist (Art. 96 Abs. 1 AuG, BGE 135 II 110 E. 2.1; vgl. auch ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/
FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, N 521 ff.; 
ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländer-
recht, 2. Auflage, Basel 2009, N 8.31). Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, die Mass-

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nahme sei unverhältnismässig und verstosse gegen Art. 96 Abs. 1 AuG sowie Art. 8 Ziff. 2 
EMRK bzw. Art. 13 BV. Seine privaten Interessen seien höher zu gewichten als die öffentlichen 
Interessen an seiner Wegweisung. 
 
5.2 Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ent-
spricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei sind 
alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interessen 
sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 3 zu Art. 51 AuG). Ver-
langt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Er-
teilung bzw. Belassung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Delikts und 
des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des 
Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwe-
senheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 135 II 
377 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1). Die Niederlas-
sungsbewilligung einer ausländischen Person, die sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll 
nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen werden. Doch ist dies bei wiederholter bzw. 
schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren ist und ihr 
ganzes Leben im Land verbracht hat (Urteile des Bundesgerichts 2C_368/2015 vom 
15. September 2015 E. 2.2; 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.4; Entscheid des Europäi-
schen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] i.S. Trabelsi gegen Deutschland vom 
13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06] § 53 ff.). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter 
Delinquenz besteht – überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in 
diesen Fällen ein schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit der ausländi-
schen Person zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu 
beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1). 
 
5.3 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund seines langen Aufenthalts in der Schweiz von über 25 Jahren sowie der intakten Be-
ziehung zu seinen Töchtern und seiner Ehefrau ein gewichtiges privates Interesse an einem 
weiteren Verbleib aufweise. Des Weiteren sei ihm zugute zu halten, dass er sich während sei-
nes Aufenthalts beruflich eingegliedert habe. Gemäss Kontoauszug der Sozialversicherungsan-
stalt Basel-Landschaft vom 4. Juli 2018 habe er seit 1996 immer gearbeitet und sei für seinen 
Lebensunterhalt sowie für denjenigen seiner Familie stets selbst aufgekommen. Seit dem Jahr 
2015 arbeite er als selbständig erwerbender Flachdachinstallateur. Hinsichtlich seiner finanziel-
len Situation falle jedoch negativ ins Gewicht, dass gemäss Beitreibungsregisterauszug vom  
13. September 2018 beim Betreibungsamt Basel-Landschaft auf seinen Namen Betreibungen in 
der Höhe von Fr. 99'025.-- verzeichnet seien. Er bemühe sich zwar darum, seine Schulden ab-
zubauen. Von einer nachhaltigen Entwicklung könne jedoch nicht ausgegangen werden, sei er 
doch seit dem Erlass der angefochtenen Verfügung immer wieder neu betrieben worden. Nebst 
der Verschuldung müsse das persönliche Verhalten des Beschwerdeführers auch wegen seiner 

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zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen negativ gewürdigt werden. Er habe immer wieder 
gegen die hiesige Rechtsordnung verstossen. Zwar lägen die Straftaten, welche zu den länger-
fristigen Freiheitsstrafen geführt hätten, bereits 18 bzw. 10 Jahre zurück. Im Rahmen der vor-
zunehmenden Gesamtwürdigung würden sie aber dennoch zu einem negativen Gesamtbild 
beitragen. Die meisten Delikte hätten im Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum 
gestanden. Aufgrund des grossen Gefährdungspotenzials, welches dem Führen eines Motor-
fahrzeugs eigen sei, seien insbesondere die Verurteilungen wegen Fahrens in angetrunkenem 
Zustand keinesfalls zu verharmlosen. Die Legalprognose des Beschwerdeführers sei von der 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft im Jahr 2014 als ungünstig und im Jahr 2016 sogar als 
schlecht eingestuft worden. Ausserdem habe er im Jahr 2017 erneut bewiesen, dass er vor al-
lem unter Einfluss von Alkohol dazu neige, gegen die hiesige Rechtsordnung zu verstossen. Mit 
Blick darauf sei es unverständlich, weshalb der Beschwerdeführer noch keine ernsthaften 
Schritte eingeleitet habe, um sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen. Trotz seiner aus-
geprägten Beziehungen zur Schweiz erweise sich eine Rückkehr in sein Heimatland insgesamt 
als zumutbar. Demzufolge seien der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sowie die damit 
einhergehende Wegweisung als verhältnismässig zu qualifizieren. 
 
5.4 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerdebegründung vor, es treffe nicht zu, 
dass er "immer wieder" gegen die Rechtsordnung verstossen habe. Die ihm entgegengehaltene 
Delinquenz beschränke sich seit der Verurteilung im Jahr 2010 auf zwei singuläre Verurteilun-
gen im Bagatellbereich. Hinsichtlich des Strafbefehls vom 15. Juni 2017 habe er den diesbe-
züglichen Sachverhalt in seiner Eingabe vom 22. Januar 2018 klargestellt und aufgezeigt, wie 
dieser zustande gekommen sei. Diese Einzelfälle könnten nicht als ständiger Verstoss gegen 
die Rechtsordnung bezeichnet werden. Sodann möge zutreffen, dass in diesen Fällen keine 
günstige Prognose gestellt worden sei. Allerdings sei anzufügen, dass eine entsprechende kon-
krete Prüfung gar nicht stattgefunden habe und diese Prognose ohnehin nichts über die Rück-
fallgefahr hinsichtlich der schwereren Straftaten in den Jahren 2007 und 2008 auszusagen 
vermöge. Einer möglichen Alkoholproblematik sei er sich zudem seit längerem bewusst und er 
befinde sich nunmehr seit einiger Zeit in Therapie. Hinsichtlich der Verschuldung sei mit Nach-
druck festzuhalten, dass er seine Schulden kontinuierlich abbaue. Die Betreibungen würden im 
Wesentlichen Steuerschulden betreffen, die in Versäumnissen seines Treuhänders begründet 
seien und ihm erst spät zur Kenntnis gebracht worden seien. Als er davon erfahren habe, habe 
er unverzüglich die Abzahlung in Angriff genommen. Er überweise regelmässig grössere Sum-
men an das Betreibungsamt. Zudem erhalte er nunmehr auch professionelle Unterstützung von 
der Fachstelle für Schuldenfragen Basel-Landschaft. Seine berufliche Integration habe die Vo-
rinstanz im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung nicht hinreichend gewichtet. So sei ins-
besondere zu berücksichtigen, dass er durch seine hervorragende berufliche Integration eine 
ganze Familie ernähre. Mit der Wegweisung entfiele sein Einkommen und seine Ehefrau könnte 
aufgrund der nunmehr alleinigen Kinderbetreuung ihr Arbeitspensum nicht mehr wahrnehmen. 
In der Folge müsste mit einer Sozialhilfeabhängigkeit der Familie gerechnet werden. Zudem sei 
eine Rückkehr in die Türkei für ihn in jeglicher Hinsicht unvorstellbar. Er habe dort weder 
Wohnmöglichkeiten noch ein Netz von Familie oder Freunden. Hinzu kämen die politische Lage 
in der Türkei, welche sich zunehmend verschärfe, sowie eine desolate wirtschaftliche Situation 
in seiner Heimatregion. Er sei in der Schweiz sprachlich und sozial gut integriert und pflege hier 

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das Eheleben mit seiner Frau. Zu seinen Kindern habe er eine grosse emotionale Bindung und 
er sei neben der Mutter deren wichtigste Bezugsperson. Damit sei dargelegt, dass zum heuti-
gen Zeitpunkt keineswegs ein grosses ordnungs- und sicherheitspolizeiliches Interesse an sei-
ner Wegweisung bestehe, welches seine persönlichen Interessen überwiege. 
 
6.1.1 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens sowie die vorzunehmende auslän-
derrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_725/2016 vom 30. Dezember 2016 E. 3.2). Das entsprechende sicherheits-
polizeiliche Interesse kann durch den Zeitablauf seit der Tatbegehung, das Verhalten der aus-
ländischen Person bis zum angefochtenen Urteil sowie weitere Faktoren (wie etwa das Alter bei 
der jeweiligen Tatbegehung) relativiert oder erhöht werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_804/2016 vom 21. März 2017 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
6.1.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 27. Januar 
2000 wegen versuchter Brandstiftung, strafbarer Vorbereitungshandlungen sowie Sachbeschä-
digung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten verurteilt. Diese Verurteilung liegt zwar bereits 
mehr als 19 Jahre zurück. Dennoch muss sie angesichts des Strafmasses bei der vorzuneh-
menden Interessenabwägung in negativer Hinsicht Berücksichtigung finden. Des Weiteren wur-
de der Beschwerdeführer mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 19. Mai 2010 we-
gen versuchter schwerer Körperverletzung, einfacher Körperverletzung, mehrfacher falscher 
Anschuldigung, mehrfacher Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Drohung, versuchter Nö-
tigung, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des 
Führerausweises, Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Nichttragens von Sicherheitsgurten sowie 
mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten 
sowie zu einer Busse in der Höhe von Fr. 2'260.-- verurteilt. Dem schriftlich begründeten Urteil 
ist zu entnehmen, dass das Appellationsgericht den Beschwerdeführer in Gutheissung der Ap-
pellation der Staatsanwaltschaft nicht bloss der fahrlässigen Körperverletzung, sondern der ver-
suchten schweren Körperverletzung schuldig gesprochen hat. Der abgeänderte Schuldspruch 
führte zu einer Erhöhung der erstinstanzlich ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 9 auf 16 Mo-
nate. Das Appellationsgericht führte in Bezug auf das Verschulden des Beschwerdeführers aus, 
dass dieses hinsichtlich der versuchten schweren Körperverletzung schwer wiege. Aus nichti-
gem Anlass habe er seinen massiven, kantigen Schlüsselbund mit voller Wucht durch ein offe-
nes Autofenster geschleudert und damit eine schwere Verletzung der dahinter sitzenden, ihm 
vollkommen unbekannten Person in Kauf genommen. Erschwerend sei sein Verhalten nach der 
Tat zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer habe das blutüberströmte Kind gesehen und sei, 
nachdem es ihm nicht gelungen sei, seinen Schlüssel wieder an sich zu nehmen, einfach da-
vongelaufen. Immerhin bereue er seine Tat glaubhaft. Auch bezüglich des Vorfalls vom  
28. März 2008 wiege das Verschulden des Beschwerdeführers schwer, sei er doch mitten in der 
Nacht in die Wohnung von Nachbarn eingedrungen, welche wegen Lärms an die Wand geklopft 
hätten, und habe dort randaliert und die Bewohner bedroht. Später habe er auch die ihn kontrol-
lierende Polizistin bedroht und im Gerangel verletzt (Urteil des Appellationsgerichts vom 19. Mai 
2010, S. 7). Das Appellationsgericht führte weiter aus, dass bei allen zu beurteilenden Delikten 
des Beschwerdeführers übermässiger Alkoholkonsum eine Rolle spiele. Allerdings könne eine 
Strafminderung nur gering ausfallen, da dem Beschwerdeführer bekannt gewesen sei, dass er 

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unter Alkoholeinfluss zu gefährlichen Wutausbrüchen neige, er daraus aber – jedenfalls im zu 
beurteilenden Zeitraum – nicht die nötigen Lehren gezogen habe. Insofern lege er eine gewisse 
Uneinsichtigkeit an den Tag (Urteil des Appellationsgerichts vom 19. Mai 2010, S. 8). In den 
Jahren 2014 und 2016 folgten – trotz ausländerrechtlicher Verwarnung im Februar 2011 – zwei 
weitere Verurteilungen wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand. Dieses Verhalten des Be-
schwerdeführers zeugt von einer gewissen Einsichtslosigkeit sowie fehlendem Respekt gegen-
über der hiesigen Rechtsordnung. Schliesslich wurde der Beschwerdeführer von der Staatsan-
waltschaft des Kantons Basel-Stadt mit Strafbefehl vom 13. Juli 2017 wegen Drohung zu einer 
Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. In leicht angetrunkenem Zustand habe er dem Ge-
schädigten gedroht, ihn mit einem Glas abzustechen (vgl. Strafbefehl vom 13. Juli 2017, S. 2). 
Die Vielzahl der Delikte, welche namentlich im Strassenverkehrsbereich mit einem teilweise 
erheblichen Risiko für die Bevölkerung verbunden waren, lässt auf eine konkrete Rückfallgefahr 
schliessen und das ordnungs- und sicherheitspolizeiliche Interesse an der Fernhaltung des Be-
schwerdeführers als erheblich erscheinen. Zudem kann angesichts der Gewaltbereitschaft, wel-
che der Beschwerdeführer, insbesondere unter dem Einfluss von Alkohol, bei der Begehung 
seiner Straftaten an den Tag legte, nicht mehr von geringfügiger Delinquenz die Rede sein. In 
wirtschaftlicher Hinsicht besteht zudem mit Blick auf die Verschuldung des Beschwerdeführers 
ein nicht unerhebliches öffentliches Interesse an seiner Wegweisung. Nach dem Gesagten be-
steht insgesamt ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung des Beschwerdeführers. 
 
6.2.1 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind dessen 
private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets 
das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand sämtlicher massgeblicher Kriterien zu 
beurteilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). 
 
6.2.2 Der 41-jährige Beschwerdeführer lebt bereits seit knapp 26 Jahren in der Schweiz und 
kann sich daher auf eine lange Aufenthaltsdauer sowie die damit verbundene Verwurzelung in 
die hiesigen Verhältnisse berufen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer eine langjährige 
Ehe führt, aus der zwei Kinder hervorgegangen sind. Seine Töchter sind beide in der Schweiz 
geboren und aufgewachsen und gehen hier zur Schule. Sowohl zu seiner Ehefrau als auch zu 
seinen noch minderjährigen Kindern pflegt der Beschwerdeführer eine intakte Beziehung und 
lebt mit ihnen zusammen in einer gemeinsamen Wohnung. Zu seinem Heimatland unterhält er 
gemäss seinen Ausführungen an der heutigen Parteiverhandlung keinerlei Beziehungen mehr, 
was vom Beschwerdegegner nicht in Frage gestellt wird. Demzufolge verfügt der Beschwerde-
führer über ein gewichtiges privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. 
 
6.2.3 Die zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers müssen vorlie-
gend deutlich negativ in die Bewertung einfliessen. Sowohl im Jahr 2000 als auch im Jahr 2010 
wurde der Beschwerdeführer zu einer überjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Schwer ins Ge-
wicht fällt dabei insbesondere die Verurteilung vom 19. Mai 2010 (vgl. Ausführungen in 
E. 6.1.2). Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass die beiden vorgenannten Verurteilungen be-
reits mehr als 19 bzw. 9 Jahre zurückliegen. Die den Verurteilungen zugrunde liegenden Straf-
taten liegen rund 20 bzw. 11 Jahre zurück, wobei sich der Beschwerdeführer seither und insbe-

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sondere seit der im Jahr 2011 ausgesprochenen ausländerrechtlichen Verwarnung keine ver-
gleichbar schwerwiegenden Straftaten mehr hat zuschulden kommen lassen. Die nach der aus-
länderrechtlichen Verwarnung hinzugekommenen Straftaten – namentlich die wiederholten 
Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz – stehen wie die der Verurteilung vom 19. Mai 
2010 zugrunde liegende Delinquenz im Zusammenhang mit dem übermässigen Alkoholkonsum 
des Beschwerdeführers. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer unter Alkoholeinfluss eine 
erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt, weshalb auch die Verfeh-
lungen nach der ausländerrechtlichen Verwarnung keinesfalls zu verharmlosen sind. Dem Be-
schwerdeführer ist jedoch zugute zu halten, dass er sich aktiv mit seinem Alkoholproblem aus-
einandersetzt und die Notwendigkeit einer Therapie offenbar eingesehen hat. Gemäss dem 
eingereichten Therapieverlaufsbericht vom 15. Mai 2019 befindet sich der Beschwerdeführer 
seit dem 14. Dezember 2018 in ambulanter Behandlung in einer Psychiatrisch-Psychologischen 
Praxis, wo er bis heute regelmässig, wenn möglich wöchentlich, an Therapiesitzungen teilneh-
me. Ihm sei bewusst, dass er ein Alkoholproblem habe und er zeige sich nach Beginn der Auf-
arbeitung eines traumatischen Erlebnisses aus seiner Kindheit gegenüber einer stationären 
Aufnahme offen (vgl. Therapieverlaufsbericht vom 15. Mai 2019, S. 2), was er anlässlich der 
heutigen Parteiverhandlung bestätigte (vgl. Protokoll der Parteiverhandlung vom 29. Mai 2019, 
S. 2). 
 
6.2.4 In beruflicher Hinsicht gilt positiv zu würdigen, dass der Beschwerdeführer während 
seines Aufenthalts in der Schweiz mehrheitlich einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist und nie 
von der Sozialhilfe abhängig war. Seit 2015 arbeitet er als selbständig erwerbender Flachdach-
installateur. In Bezug auf seine Schuldensituation (vgl. Betreibungsregisterauszug vom 28. Mai 
2019) führte der Beschwerdeführer anlässlich der heutigen Parteiverhandlung aus, dass es sich 
dabei mehrheitlich um Steuerschulden handle und die Schulden auf einer steuerlichen Fehlein-
schätzung gründeten, welche auf das Versäumnis seines Treuhänders zurückzuführen sei. In 
jenem Jahr sei er nicht in der Lage gewesen, seine Schulden zu tilgen, da er aufgrund einer 
Rückenoperation während sechs Monaten kein Einkommen habe erzielen können 
(vgl. Protokoll der Parteiverhandlung vom 29. Mai 2019, S. 2). Der Beschwerdeführer ist derzeit 
aktiv darum bemüht, seine Schulden nachhaltig abzubauen. Aus den Akten ist ersichtlich, dass 
er im Jahr 2018 Zahlungen in der Höhe von insgesamt Fr. 6'912.80 zugunsten des Betrei-
bungsamts tätigte. Zudem hat er sich am 8. November 2018 zusammen mit seiner Ehefrau bei 
der Fachstelle für Schuldenfragen Basel-Landschaft angemeldet. Dort hat am 29. Januar 2019 
ein erstes Standortgespräch stattgefunden. Gemäss Schreiben der Fachstelle für Schuldenfra-
gen vom 24. Mai 2019 fänden nach Revision der Steuerrechnung weitere Beratungen statt, 
damit für den Restbetrag eine Schuldenregulierung aufgegleist werden könne. 
 
6.3 Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass der Beschwerdeführer ernsthafte 
Bemühungen unternimmt, um in der Schweiz ein geregeltes und konfliktfreies Leben zu führen. 
Zwar ist das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung aufgrund der wiederholten Delinquenz 
sowie der nach wie vor bestehenden Verschuldung als hoch einzustufen. Unter Berücksichti-
gung der unternommenen Anstrengungen vermag es die privaten Interessen des Beschwerde-
führers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz jedoch namentlich mit Blick auf die lange 
Aufenthaltsdauer, die starke Verwurzelung in die hiesigen Verhältnisse sowie die familiäre Situ-

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ation nicht zu überwiegen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich demnach 
als unverhältnismässig und die Beschwerde ist gutzuheissen. Damit kann offen bleiben, ob der 
vorinstanzliche Entscheid den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat. Ebenfalls erweisen 
sich die vom Beschwerdeführer beantragten Beweismassnahmen – Befragung der Ehefrau so-
wie Einsetzung einer Kindsvertretung – bei diesem Ausgang als obsolet. 
 
7.1 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Person unter Androhung der Massnahme verwarnt werden  
(Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des Verhältnismässigkeitsprinzips ver-
hindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden Massnahme kommt, und die be-
troffene Person zu einem Zeitpunkt auf ihr problematisches Verhalten hinweisen, in welchem 
sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch nicht rechtfertigt (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1). 
 
7.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer vom AfM be-
reits mit Schreiben vom 24. Februar 2011 ausländerrechtlich verwarnt wurde. Mit Nachdruck ist 
er ein letztes Mal darauf hinzuweisen, dass er trotz seiner langen Anwesenheit sowie seiner 
familiären Verhältnisse mit dem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung rechnen muss, soll-
te er erneut in relevanter Weise straffällig werden oder in relevanter Weise gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gefährden oder 
die innere oder die äussere Sicherheit gefährden und damit das durch das Gericht in ihn ge-
setzte Vertrauen missbrauchen. Der Beschwerdeführer ist in diesem Sinne ausdrücklich zu 
verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AuG). 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 
Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'100.-- vorliegend dem Regierungs-
rat des Kantons Basel-Landschaft aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 1'400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens 
ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzu-
sprechen. In seiner Honorarnote vom 14. Februar 2019 macht der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers für seine Bemühungen vom 1. Oktober 2018 bis 14. Februar 2019 einen Auf-
wand von 13.92 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 108.50 geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Des Weiteren macht er für seine Bemühungen vom 15. Februar 2019 
bis 28. Mai 2019 einen Aufwand von 6.75 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe von 
Fr. 13.30 geltend (vgl. Honorarnote vom 28. Mai 2019). Der in der Honorarnote vom 28. Mai 
2019 geltend gemachte Aufwand von 3 Stunden und 55 Minuten für die Vorbereitung der 
Hauptverhandlung (inkl. Honorarnote) erscheint – auch mit Blick auf den geltend gemachten 

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Aufwand für diverse (telefonische) Besprechungen mit dem Klienten im Vorfeld der Parteiver-
handlung – als zu hoch. Für die Vorbereitung und Teilnahme an der Hauptverhandlung sowie 
die Ausarbeitung der Honorarnote erscheint vorliegend ein Aufwand von insgesamt 4 Stunden 
als angemessen. Ausgehend von einem Aufwand von insgesamt 20.75 Stunden hat der Be-
schwerdegegner dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'718.10 
(inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
8.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, ist die Angelegenheit zu 
deren Neuverlegung an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1471 vom 25. September 2018 auf-
gehoben. 

   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrechtlich 

verwarnt. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'100.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem Beschwerdeführer zu-
rückerstattet. 

   
 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer für das kantonsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 5'718.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.