# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2e60cc2-cb9c-5bb3-9d89-e5268919d4ec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.04.2025 NP240019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP240019_2025-04-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: NP240019-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,

die Oberrichterinnen Dr. D. Scherrer und Dr. S. Janssen

sowie Gerichtsschreiberin MLaw E. Tvrtkovic

Urteil vom 28. April 2025

in Sachen

A._____,
Beklagter und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____

gegen

B._____ GmbH, 
Klägerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

betreffend Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 21. März 2024 (FV230009-L)

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Rechtsbegehren der Klägerin:
(Urk. 2 S. 2 )

"1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 14'641.87, zuzüglich 5% seit dem 16. Februar 2022, zu be-
zahlen;

 2. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1 des Betrei-
bungsamtes Zürich 11 (Zahlungsbefehl vom 17. Februar 2022) zu 
beseitigen;

 3. Des Weiteren sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den 
Betrag von CHF 7'937.00, zuzüglich Zins von CHF 5% seit dem 
23. November 2022, zu bezahlen.
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzli-
chen Mehrwertsteuer zu Lasten des Beklagten."

Rechtsbegehren des Beklagten:
(Urk. 14 S. 2 )

"1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, sofern auf sie einzutre-
ten ist.

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu 
Lasten der Klägerin."

Widerklage des Beklagten:
(Urk. 14 S. 2)

"1. Die Klägerin sei zu verpflichten, dem Beklagten CHF 652.66 zu-
züglich Zins zu 5% seit dem 8. Januar 2022 zu bezahlen.

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu 
Lasten der Klägerin."

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 21. März 2024:

(Urk. 57 S. 23 f. = Urk. 62 S. 23 f.):

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 13'989.21 nebst Zins zu 5% 

seit dem 16. Februar 2022 zu bezahlen. Im darüber hinausgehenden Umfang 

wird die Klage abgewiesen.

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2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes 

Zürich 11 (Zahlungsbefehl vom 17. Februar 2022) wird im Umfang von 

Fr. 13'989.21 nebst Zins zu 5% seit dem 16. Februar 2022 beseitigt. 

3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'360.– Entscheidgebühr

Fr. 380.– Zeugenentschädigungen

4. Die Gerichtskosten werden der klagenden Partei zu einem Drittel und der 

beklagten Partei zu zwei Dritteln auferlegt und mit den geleisteten Vorschüs-

sen der klagenden Partei verrechnet. 

5. Die beklagte Partei wird verpflichtet, der Klägerin eine reduzierte Parteient-

schädigung von Fr. 2'433.– zu bezahlen. Zudem hat sie der Klägerin die 

Kostenvorschüsse im Umfang von Fr. 2'493.– zu ersetzen.

6. [Schriftliche Mitteilung]

7. [Rechtsmittel]

Berufungsanträge:

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 61 S. 2)
"1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung als Einzelge-

richt, vom 21. März 2024, Geschäfts-Nr. FV230009-L sei hinsicht-
lich Dispositiv-Ziffern 1-5 aufzuheben und es sei die Klage der Be-
rufungsbeklagten vollumfänglich abzuweisen und es sei in Gut-
heissung der Widerklage des Berufungsklägers vom 10. März 2023 
die Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger 
CHF 652.66 zuzüglich Verzugszinsen zu 5% seit dem 8. Januar 
2022 zu bezahlen.

 2. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
 3. Der Berufungsbeklagten seien die Kosten des erst- und zweitin-

stanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Schlichtungsverfah-
rens aufzuerlegen. Zudem sei die Berufungsbeklagte zu verpflich-
ten, dem Berufungskläger für das erst- und zweitinstanzliche Ver-
fahren eine angemessene Parteientschädigung (jeweils zzgl. 
MwSt.) zu bezahlen."

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der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 68 S. 2):
" Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutre-

ten ist, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzli-
chen Mehrwertsteuer zu Lasten des Berufungsklägers." 

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) ist eine Gesellschaft mit 

beschränkter Haftung mit Sitz in Zürich, die als Generalunternehmerin unter ande-

rem die Überbauung von Grundstücken bezweckt (Urk. 4/2). Der Beklagte und Be-

rufungskläger (fortan Beklagter) ist Inhaber eines Einzelunternehmens, das Sani-

tärdienstleistungen erbringt (Urk. 4/7). Die Parteien schlossen im Rahmen der Sa-

nierung der Liegenschaft an der C._____-strasse 2 in D._____ einen Werkvertrag 

über Sanitärarbeiten. Unbestritten ist, dass die Arbeiten vom Beklagten ausgeführt 

und von der Klägerin abgenommen wurden. In der Folge kam es sowohl im De-

zember 2021 als auch im September 2022 zu einem Wasserschaden an der Lie-

genschaft. Während die Klägerin diese auf mangelhafte Arbeiten des Beklagten 

zurückführte, wies dieser jede Verantwortung von sich. Eine Nachbesserung durch 

den Beklagten blieb aus, woraufhin die Klägerin die geltend gemachten Mängel und 

Mangelfolgeschäden durch eigene Mitarbeitende sowie ein Drittunternehmen be-

heben liess (Urk. 62 S. 3 und S. 8 f.). 

2.1. Mit Eingabe vom 24. Januar 2023 (Urk. 1) sowie unter Beilage der Klagebe-

willigung vom 8. November 2022 (Urk. 2) machte die Klägerin die vorliegende For-

derungsklage vor Vorinstanz anhängig. Sie verlangte mit ihren Rechtsbegehren 

vom Beklagten Kostenersatz für die Behebung der Mängel sowie der Mangelfolge-

schäden in der Höhe von Fr. 14'641.87 (Wasserschaden Dezember 2021) und 

Fr. 7'937.– (Wasserschaden September 2022). Der Beklagte erhob in der Folge 

Widerklage und verlangte seinerseits Fr. 652.66 für erbrachte Leistungen und ge-

liefertes Material (Urk. 14). Für den weiteren vorinstanzlichen Prozessverlauf kann 

auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 62 S. 3 f.).

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2.2. Am 21. März 2024 fällte die Vorinstanz das eingangs wiedergegebene Urteil 

und verpflichtete den Beklagten, der Klägerin Fr. 13'989.21 nebst Zins zu 5% seit 

16. Februar 2022 zu bezahlen. Dieser Betrag ergibt sich aus der gutgeheissenen 

Klageforderung betreffend den Wasserschaden Dezember 2021 (Fr. 14'641.87), 

abzüglich der ebenfalls gutgeheissenen und damit verrechneten Widerklageforde-

rung (Fr. 652.66). Im Übrigen, d.h. betreffend den Wasserschaden September 

2022 (Fr. 7'937.–), wurde die Klage abgewiesen. Ferner wurde der vom Beklagten 

erhobene Rechtsvorschlag im Umfang der Gutheissung der Klage beseitigt 

(Urk. 62 S. 23 f.).

3. Gegen dieses Urteil erhob der Beklagte mit Eingabe vom 7. Mai 2024 innert 

Frist (vgl. Urk. 59) Berufung mit den eingangs aufgeführten Anträgen (Urk. 61). 

Nachdem der Beklagte den ihm mit Verfügung vom 14. Mai 2024 auferlegten Kos-

tenvorschuss von Fr. 2'400.– rechtzeitig geleistet hatte (Urk. 65 und Urk. 66), wurde 

der Klägerin mit Verfügung vom 15. August 2024 Frist angesetzt, um die Berufung 

zu beantworten (Urk. 67). Die fristwahrend erstattete Berufungsantwort datiert vom 

16. September 2024 (Urk. 68) und wurde dem Beklagten mit Verfügung vom 9. Ok-

tober 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 69). Weitere Eingaben erfolgten 

nicht.

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-60). Das Verfahren ist 

spruchreif. Auf die Parteivorbringen ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, als 

sie für die Entscheidfindung relevant sind. 

II. Prozessuales 

1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, 

einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprü-

fung; BGer 5A_1049/2019 vom 25. August 2021 E. 3). In der schriftlichen Beru-

fungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwie-

fern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu 

betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Dies setzt (im Sinne 

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einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass die 

Berufung erhebende Partei die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die sie 

anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend prä-

ziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, 

Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden, beziehungsweise wor-

aus sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Ver-

weisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht 

(vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Was nicht oder nicht in 

einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise bean-

standet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese 

hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beur-

teilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der Berufungsschrift in rechts-

genügender Weise erhoben werden (BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.). Die Anfor-

derungen an die Berufung gelten sinngemäss auch für die Berufungsantwort (BGer 

4A_496/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). 

2. Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur berück-

sichtigt, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 

lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 

werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Berufungsinstanz soll zwar den 

erstinstanzlichen Entscheid umfassend überprüfen, nicht aber alle Sach- und 

Rechtsfragen völlig neu aufarbeiten und beurteilen. Alles, was relevant ist, ist 

grundsätzlich rechtzeitig in das erstinstanzliche Verfahren einfliessen zu lassen 

(vgl. ZK ZPO-Hilber/Reetz, Art. 317 N 9 f.). Im Berufungsverfahren ist das Nach-

bringen von Behauptungen, welche im erstinstanzlichen Verfahren unsubstantiiert 

geblieben waren, ausgeschlossen (ZK ZPO-Reetz, Vorbemerkungen zu Art. 308-

318 N 43). 

3. Soweit der Beklagte in seiner Berufungsschrift Ausführungen macht, ohne 

sich dabei mit den Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids auseinanderzu-

setzen ("B. Übersicht der strittigen Punkte" und "C. Rechtliche Ausgangslage"; 

Urk. 61 S. 5 ff.) ist darauf – unter Vorbehalt einer späteren rechtsgenügenden Be-

gründung – nicht weiter einzugehen. 

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III. Materielle Beurteilung

1. Ausgangslage

Streitgegenstand des Berufungsverfahrens bilden die von der Vorinstanz gutge-

heissenen Ansprüche aus dem Wasserschaden vom Dezember 2021. Die Vorin-

stanz kam zusammenfassend zum Schluss, dass die Kaltwasserleitung der Liegen-

schaft undicht und damit mangelhaft gewesen sei, was zum Eintritt des Wasser-

schadens geführt habe. Ursache sei eine fehlerhafte Installation der Leitung durch 

den Beklagten gewesen. Da es sich um einen verdeckten Mangel gehandelt habe, 

sei die Mängelrüge der Klägerin vom 20. Dezember 2021 frist- und formgerecht 

erfolgt. Nach ungenutztem Ablauf der angesetzten Nachbesserungsfrist habe die 

Klägerin zu Recht eigene Mitarbeitende sowie ein Drittunternehmen mit der Besei-

tigung des Mangels und der Mangelfolgeschäden beauftragt. Die hierfür geltend 

gemachten und nur pauschal bestrittenen Kosten in Höhe von Fr. 14'641.87 habe 

der Beklagte der Klägerin zu ersetzen (Urk. 62 S. 19 f.). 

2. Rechtzeitigkeit der Mängelrüge 

2.1. Die Vorinstanz erwog, auch bei verdeckten Mängeln müsse die Mängelrüge 

sofort nach Entdeckung erfolgen, wobei eine Frist von sieben bis zehn Tagen als 

üblich gelte. Die als Zeugin einvernommene Maklerin der Liegenschaft, E._____, 

habe angegeben, den Wasserschaden im Rahmen einer Hausbesichtigung ent-

deckt zu haben. Gemäss ihrer Aussage sowie einer dem Gericht vorgelegten 

WhatsApp-Nachricht habe sie die Klägerin am 17. Dezember 2021 direkt und erst-

mals über den entdeckten Schaden informiert. Hinweise darauf, dass die Klägerin 

bereits zu einem früheren Zeitpunkt Kenntnis vom Mangel erlangt habe, gebe es 

nicht. Die mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 (Urk. 4/8) erhobene Mängelrüge 

sei somit rechtzeitig erfolgt (Urk. 62 S. 9 f.).

2.2. Der Beklagte rügt in diesem Zusammenhang eine unrichtige Sachverhalts-

feststellung sowie eine Verletzung von Art. 368 OR, Art. 370 Abs. 3 OR, Art. 8 ZGB 

und Art. 55 ZPO (Urk. 61 Rz. 42). Die Klägerin hält sämtliche Rügen des Beklagten 

für unbegründet (Urk. 68 Rz. 23 ff.).

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2.3.1. Der Beklagte macht zunächst geltend, die Klägerin hätte nachweisen müs-

sen, dass sie den geltend gemachten Mangel sieben bis zehn Tage vor der An-

zeige, also am 10. Dezember 2021, entdeckt habe (Art. 370 Abs. 3 OR). Eine sol-

che Behauptung habe die Klägerin jedoch nicht aufgestellt. Sie habe vielmehr an-

gegeben, den Mangel am 20. Dezember 2021 entdeckt zu haben, was er wiederholt 

(Urk. 49 S. 8) bestritten habe (Urk. 61 Rz. 35). 

2.3.2. Nach Art. 370 Abs. 3 OR muss der Besteller einen verdeckten Mangel sofort 

nach dessen Entdeckung anzeigen, andernfalls das Werk als genehmigt gilt. Dar-

aus ergibt sich, dass die Frist für die Mängelrüge mit der tatsächlichen Entdeckung 

des Mangels beginnt. Der Beklagte geht hingegen von einer rückwirkenden Frist-

berechnung ab dem Datum der Mängelrüge (20. Dezember 2021) aus, was sich 

mit dem Gesetzeswortlaut nicht vereinbaren lässt. Sein Einwand geht damit fehl.

2.4.1. Der Beklagte rügt weiter, die Vorinstanz habe sich bei der Beurteilung der 

Rechtzeitigkeit der Mängelrüge zu Unrecht auf die Aussagen der Maklerin E._____ 

sowie eine WhatsApp-Nachricht gestützt. Diese Beweismittel seien zum einen nicht 

verwertbar und belegten zum anderen auch nicht, dass die Klägerin am 17. De-

zember 2021 "erstmals und direkt über den entdeckten Schaden informiert" worden 

sei. Zudem habe die Vorinstanz eine unzulässige Beweislastumkehr vorgenom-

men: Nicht er als Unternehmer, sondern die Klägerin als Bestellerin hätte nachwei-

sen müssen, dass der behauptete Mangel nicht bereits früher erkennbar gewesen 

und die Mängelrüge vom 20. Dezember 2021 rechtzeitig erfolgt sei (Urk. 61 Rz. 36 

ff.). 

2.4.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung trägt der Unternehmer die Be-

hauptungslast für die Verspätung der Mängelrüge und der Besteller die Behaup-

tungs- und Beweislast für die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge. Zum Nachweis der 

Rechtzeitigkeit der Mängelrüge gehört auch der Nachweis, wann der Besteller den 

gerügten Mangel entdeckt hat. Wendet demgegenüber der Unternehmer ein, der 

Besteller habe den gerügten Mangel schon früher entdeckt, so hat der Unternehmer 

seinerseits diese Behauptung zu beweisen (BGE 118 II 142 E. 3a). Dieser Ansatz 

leidet an einem inneren Widerspruch, weil die Beweislast für ein- und dieselbe Tat-

sache – hier der Zeitpunkt der Entdeckung des Mangels – nur bei der einen oder 

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der anderen Partei, nicht aber bei beiden Parteien, hier zunächst beim Besteller 

und dann beim Unternehmer, liegen kann (Gauch, Der Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, 

N 2193). Diesen Widerspruch hat das Bundesgericht in einem anderen Urteil da-

durch aufgelöst, indem es im Ergebnis bereits aufgrund der blossen Behauptung 

eines bestimmten Zeitpunkts der Entdeckung durch den Besteller dem Unterneh-

mer die Beweislast für eine frühere Entdeckung auferlegte (BGer 4C.159/1999 vom 

28. Juli 2000 E. 1b.bb). Dies entspricht im Ergebnis auch der verbreiteten neueren 

Lehrmeinung, wonach der Besteller substantiiert zu behaupten hat, wann er den 

Mangel entdeckt hat, und der Unternehmer zu beweisen hat, dass der Besteller 

den Mangel bereits früher entdeckt hat (vgl. Gauch, a.a.O., N 2192 f; BSK OR I-

Zindel/Schott, Art. 370 N 27). 

2.4.3. Vorliegend behauptete die Klägerin im vorinstanzlichen Verfahren, den Man-

gel am 20. Dezember 2021 festgestellt und gleichentags gerügt zu haben (Urk. 2 

Rz. 9 und 17; vgl. Urk. 68 Rz. 24). Der Beklagte bestritt dies und machte geltend, 

ein allfälliger Mangel sei bereits früher erkennbar gewesen (Urk. 14 Rz. 39). Ent-

sprechend auferlegte die Vorinstanz dem Beklagten mit Beweisverfügung vom 

11. Juli 2023 den Hauptbeweis dafür, dass die Mängelrüge der Klägerin verspätet 

sei, da sie nicht sofort nach Entdeckung des Mangels erfolgt sei (vgl. Urk. 27). Dies 

entspricht der in vorstehender Ziff. III. 2. 4. 2. dargelegten Rechtsprechung und 

Lehre, wonach der Unternehmer zu beweisen hat, dass die Bestellerin den Mangel 

bereits früher entdeckt hat. Dieser Beweis ist dem Beklagten nicht gelungen – 

selbst dann nicht, wenn man die Aussagen der Maklerin und die WhatsApp-Nach-

richt unberücksichtigt liesse. Er hat in keiner Weise dargelegt, zu welchem früheren 

Zeitpunkt die Klägerin den Mangel entdeckt haben soll (Urk. 14; Prot. I. S. 8 ff.). Ob 

die genannten Beweismittel verwertbar sind bzw. ob sie von der Vorinstanz im Ein-

zelnen korrekt gewürdigt wurden, kann daher offenbleiben. 

2.5. Es bleibt somit beim vorinstanzlichen Ergebnis, wonach die Mängelrüge der 

Klägerin vom 20. Dezember 2021 rechtzeitig erfolgt ist. 

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3. Inhalt der Mängelrüge 

3.1. Die Vorinstanz erwog, die Mängelrüge der Klägerin genüge den inhaltlichen 

Anforderungen. Dem Schreiben vom 20. Dezember 2021 mit der Überschrift "Sa-

nitäre Mängel in der Liegenschaft in D._____" sei zu entnehmen, dass es sich um 

"diverse Mängel in Form von Wasserschäden" handle (Urk. 4/8). Es gebe keine 

Hinweise dafür, dass der Beklagte zu diesem Zeitpunkt an einer anderen Liegen-

schaft in D._____ Sanitärarbeiten für die Klägerin ausgeführt habe. Hätte er das 

Schreiben gelesen, hätte er gewusst, um welches Objekt und welche Art von Schä-

den es sich handle. Die im Schreiben enthaltene Aufforderung zur Nachbesserung 

bzw. Mangelbeseitigung bringe klar zum Ausdruck, dass die Klägerin das Werk 

nicht anerkenne und vom Beklagten eine entsprechende Handlung erwarte 

(Urk. 62 S. 10 f.). 

3.2. Der Beklagte rügt eine Verletzung von Art. 367 OR. Die Vorinstanz habe 

nicht berücksichtigt, dass im konkreten Fall erhöhte Anforderungen an die Mängel-

rüge zu stellen gewesen wären, da die Klägerin als Generalunternehmerin spezia-

lisiert und zudem anwaltlich vertreten gewesen sei (unter Hinweis auf HGer ZH 

HG080290 vom 17. November 2011 E. 3.4.2). Das Schreiben vom 20. Dezember 

2021 genüge den inhaltlichen Anforderungen nicht, da darin lediglich unsubstanti-

iert "diverse Mängel" behauptet worden seien, ohne darzulegen, welche Leistung 

des Beklagten konkret mangelhaft gewesen sein soll (Urk. 61 Rz. 43 ff.).

3.3. Die Klägerin entgegnet, sie habe den Beklagten über Art, Umfang und Ort 

der Mängel informiert und der Rüge Fotos der Wasserschäden beigefügt (Urk. 4/8). 

Eine detailliertere Mängelrüge habe von ihr zum damaligen Zeitpunkt nicht erwartet 

werden können, zumal sich die konkrete Ursache des Wasserschadens erst im 

Nachhinein habe feststellen lassen. Entscheidend sei, dass für den Beklagten er-

kennbar gewesen sei, dass sie sich gestützt auf eine Mängelhaftung an ihn wende. 

Als Fachmann hätte er erkennen müssen, dass der Schaden auf eine von ihm in-

stallierte undichte Leitung zurückzuführen sei (Urk. 68 Rz. 30 ff.). 

3.4.1. Die Vorinstanz hat die inhaltlichen Anforderungen an eine Mängelrüge 

nach Art. 367 OR zutreffend dargelegt (Urk. 62 S. 10). Ergänzend ist festzuhalten, 

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dass der Unternehmer der Mitteilung des Bestellers entnehmen können muss, in 

welchem Punkt und in welchem Umfang der Besteller das Werk als mangelhaft 

erachtet. Dies setzt aber weder voraus, dass der Besteller sich einer technischen 

Sprache bedient, noch dass er die gerügten Mängel fachlich richtig umschreibt oder 

sie in allen Einzelheiten schildert. Es genügt, wenn er den aus seiner subjektiven 

Sicht vorhandenen Mangel so beschreibt, wie er ihn selber sieht und beschreiben 

kann. Die Ursache des mitgeteilten Mangels braucht der Besteller jedenfalls nicht 

anzugeben, auch nicht, wenn er fachkundig ist. Ob der Unternehmer erkennen 

kann, welcher Mangel ihm angezeigt wird, beurteilt sich unter Einbezug der bei ihm 

zu erwartenden Fachkenntnisse (Gauch, a.a.O., N 2128 ff.). 

3.4.2. Soweit der Beklagte erhöhte Anforderungen an die Mängelrüge geltend 

macht, ist ihm nicht zu folgen. Zwar hielt das Handelsgericht des Kantons Zürich 

im zitierten Entscheid fest, dass bei fachkundig begleiteten Bestellern hohe Anfor-

derungen an die Qualität der Rüge zu stellen seien (vgl. HG ZH HG080290 vom 

17. November 2011 E. 3.4.2). Mit der Lehre sind solche erhöhten Anforderungen 

jedoch abzulehnen, zumal unklar ist, worin diese konkret bestehen sollen (vgl. BK 

OR-Grüning, Art. 367 N 204 ff). Eine detailliertere Mängelrüge der Klägerin, etwa 

durch Bezeichnung der konkreten mangelhaften Leistung, war daher nicht erforder-

lich. Entscheidend ist, dass es dem Beklagten als Sanitärinstallateur ohne Weiteres 

möglich gewesen wäre, anhand des Schreibens der Klägerin (Urk. 4/8) zu erken-

nen, worauf sich die Rüge bezog. 

3.5. Es bleibt damit beim vorinstanzlichen Ergebnis, wonach das Schreiben 

vom 20. Dezember 2021 den inhaltlichen Anforderungen an eine Mängelrüge ge-

nügt. 

4. Zustellung der Mängelrüge

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Zustellung der Mängelrüge sei nachweislich 

rechtskonform erfolgt. Die Klägerin habe dem Beklagten die festgestellten Mängel 

und die Nichtgenehmigung der mängelbehafteten Leistung mehrmals über ver-

schiedene Kommunikationskanäle (Einschreiben, E-Mail, A-Post) angezeigt. Die 

Nachweise hierfür seien aktenkundig (Urk. 21/1 bis Urk. 21/3). Selbst wenn der 

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Beklagte, wie behauptet, keine Kenntnis von diesen Mitteilungsversuchen erlangt 

haben sollte, ändere dies nichts an der wirksamen Zustellung der Mängelrüge, da 

für diese Beurteilung das Absendeprinzip gelte (Urk. 62 S. 11). 

4.2. Der Beklagte rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie eine Ver-

letzung von Art. 367 und Art. 370 OR. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

handle es sich bei der Mängelrüge um eine empfangsbedürftige Wissenserklärung. 

Er habe den Empfang des Schreibens vom 20. Dezember 2021 mehrfach bestritten 

(Urk. 14 Rz. 19 ff. und 40 ff). Einen Zustellnachweis (z.B. Sendungsverfolgungs-

auszug der Post) habe die Klägerin weder behauptet noch eingereicht (Urk. 61 

Rz. 47 f.).

4.3. Die Klägerin entgegnet, sie habe das Schreiben vom 20. Dezember 2021 

sowohl per Einschreiben als auch vorab per E-Mail an den Beklagten versandt, was 

belegt sei (Urk. 21/1). Für die Wirksamkeit der Mängelrüge genüge das rechtzeitige 

Absenden an den Unternehmer. Weder die tatsächliche Kenntnisnahme noch ein 

Zustellnachweis seien erforderlich (Urk. 68 Rz. 35). 

4.4.1. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, gilt für die Mängelrüge im 

Werkvertragsrecht das Absendeprinzip (Urk. 62 S. 11). Für deren Wirksamkeit ist 

somit weder Zugang beim Unternehmer noch Kenntnisnahme erforderlich, sondern 

einzig das ordnungsgemässe und rechtzeitige Absenden der Rüge. Dass es sich 

bei der Mängelrüge um eine empfangsbedürftige Mitteilung handelt, bedeutet le-

diglich, dass sie an einen konkreten Adressaten gerichtet sein muss (vgl. Alain Bie-

ger, Die Mängelrüge im Vertragsrecht, 2009, N 302 ff.). Die Mängelrüge "reist" so-

mit auf Gefahr des Unternehmers, der neben dem Zugangsrisiko auch das Risiko 

einer Verzögerung trägt. Diese Risikoverteilung rechtfertigt sich aus der Tatsache, 

dass es der Unternehmer ist, der durch Ablieferung eines mangelhaften Werks die 

Notwendigkeit der Rüge erst geschaffen hat (Gauch, a.a.O, N 2147). 

4.4.2. Die Klägerin hat die Mängelrüge am 20. Dezember 2021 nachweislich so-

wohl per Einschreiben (vgl. R-Barcode) als auch vorab per E-Mail an den Beklagten 

versandt (Urk. 21/1 Anhang). Da im Werkvertragsrecht das Absendeprinzip gilt, war 

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ein tatsächlicher Zugang beim Beklagten nicht erforderlich. Damit bedurfte es auch 

keines Zustellnachweises. Die Rüge erweist sich als unbegründet. 

4.5. Die Vorinstanz hat somit zu Recht festgestellt, dass die Zustellung der Män-

gelrüge rechtskonform erfolgt ist. 

5. Mangel und Kausalität

5.1. Die Vorinstanz erachtete es als erstellt, dass die Kaltwasserleitung undicht 

gewesen und ein Wasserschaden entstanden sei. Dies ergebe sich einerseits aus 

den aufgenommenen Bildern, andererseits hätte die F._____ AG ohne Wasser-

schaden keine Trocknungsarbeiten durchführen müssen (Urk. 4/8 und Urk. 4/16). 

Entscheidend sei, ob die Undichtigkeit der Leitung auf eine unsachgemässe Mon-

tage durch den Beklagten oder auf eine nachträgliche Beschädigung durch Dritte 

zurückzuführen sei. Zur Klärung dieser Frage würdigte die Vorinstanz insbeson-

dere die Aussagen des als Zeugen einvernommenen G._____ der von der Klägerin 

mit der Leckortung und der Schadensbehebung beauftragt worden war. Gestützt 

auf dessen Aussage, wonach das verwendete Stecksystem "Profix" eine präzise 

Montage erfordere, um dicht zu sein, schloss die Vorinstanz, dass eine mangelhafte 

Installation der Leitung mehr als nur wahrscheinlich sei. Die Erklärung des Beklag-

ten, wonach ein Handwerker im Nachhinein auf die Leitung getreten sei, verwarf 

die Vorinstanz als zu weit hergeholt: Die Leitung sei auf dem vertikalen Teil undicht 

gewesen (Urk. 48 S. 6), während ein Handwerker auf den horizontalen Teil der 

Leitung gestanden wäre. Dass beim Auftreten auf die Leitung eine Kraftübertra-

gung um die Ecke stattgefunden und diese nur den vertikalen Teil beschädigt habe, 

sei höchst unwahrscheinlich. Ein alternativer Geschehensablauf sei weder vorge-

bracht worden noch ersichtlich. Die Vorinstanz kam daher zum Schluss, dass ins-

gesamt keine erheblichen Zweifel daran bestünden, dass die Undichtigkeit der Lei-

tung auf eine unsachgemässe Montage durch den Beklagten zurückzuführen sei. 

Es sei folglich davon auszugehen, dass die Leitung bereits im Zeitpunkt der Ab-

nahme der Arbeiten des Beklagten undicht gewesen sei, womit es sich um einen 

verdeckten Mangel handle (Urk. 62 S. 12 ff.). 

- 14 -

5.2. Der Beklagte rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie eine Ver-

letzung von Art. 368 OR, Art. 8 ZGB und Art. 55 ZPO (Urk. 61 Rz. 57). Die Klägerin 

entgegnet, dass die Vorinstanz den Sachverhalt zutreffend gewürdigt habe und zu 

Recht auf eine Verantwortlichkeit des Beklagten geschlossen habe (Urk. 68 Rz. 39 

ff.). 

5.3.1. Der Beklagte macht geltend, die Klägerin hätte den (strikten) Beweis dafür 

erbringen müssen, dass ein Mangel vorliege und er dafür verantwortlich sei. Keiner 

der von der Vorinstanz einvernommenen Zeugen – weder die F._____ noch 

G._____ – habe den Beweissatz bestätigen können, wonach er "bei den von ihm 

vorgenommenen Sanitärinstallationen an der C._____-strasse 2 in D._____ un-

dichte Kaltwasserleitungen installiert" habe (vgl. Urk. 27). Die Klägerin habe den ihr 

obliegenden Beweis nicht erbracht, weshalb die Klage bereits aus diesem Grund 

hätte abgewiesen werden müssen (vgl. Urk. 61 Rz. 50 ff.).

5.3.2. Entgegen der Auffassung des Beklagten ist es nicht erforderlich, dass ein 

einzelnes Beweismittel – etwa ein direkter Zeugenbeweis – den Beweissatz aus-

drücklich bestätigt. Vielmehr genügt es, wenn sich das Gericht gemäss Art. 157 

ZPO seine Überzeugung im Rahmen der freien Beweiswürdigung und unter Be-

achtung des erforderlichen Beweismasses bildet. Ob dies der Fall ist, ist nachfol-

gend zu prüfen. 

5.4.1. Der Beklagte wirft der Vorinstanz in diesem Zusammenhang weiter vor, sie 

habe das falsche Beweismass angewandt. Anstatt sich eine volle Überzeugung zu 

bilden, habe die Vorinstanz mit Wahrscheinlichkeiten argumentiert (z.B. "mehr als 

nur wahrscheinlich", "zu weit hergeholt"). Das Beweismass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit reiche jedoch beweisrechtlich nicht aus (Urk. 61 Rz. 54). 

5.4.2. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, gilt grundsätzlich das Regel-

beweismass des strikten Beweises (Urk. 62 S. 6). Ausnahmen ergeben sich einer-

seits aus dem Gesetz und sind andererseits durch Rechtsprechung und Lehre her-

ausgearbeitet worden. So genügt etwa hinsichtlich der Kausalität das Beweismass 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, wenn sich ein direkter Nachweis aufgrund 

der Natur der Sache nicht führen lässt. Demnach gilt ein Beweis als erbracht, wenn 

- 15 -

für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart ge-

wichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise 

nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 107 II 427 E. 3b; BGE 113 Ib 420 E. 3).

5.4.3. Zwar gilt für das Vorliegen eines Werkmangels das Regelbeweismass der 

vollen Überzeugung. Die vom Beklagten beanstandeten Formulierungen der Vor-

instanz beziehen sich jedoch nicht auf den Mangel als solchen, sondern die Frage, 

ob dieser dem Beklagten zuzurechnen ist. Dabei handelt es sich um eine Zurech-

nungs- bzw. Kausalitätsfrage, für deren Beurteilung das reduzierte Beweismass der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zur Anwendung gelangt (vgl. III. E. 5.4.2). Aus 

den Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich klar, dass sie dieses Beweismass kor-

rekt angewendet hat: Sie bezeichnete eine mangelhafte Installation durch den Be-

klagten als "mehr als nur wahrscheinlich" und verwarf alternative Schadensursa-

chen als "zu weit hergeholt" (vgl. Urk. 62 S. 14 f.). Auf dieser Grundlage ist die vor- 

instanzliche Überzeugungsbildung nicht zu beanstanden. 

5.5.1. Der Beklagte moniert sodann, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass 

nach der Abnahme seiner Arbeiten zahlreiche andere Handwerker die Liegenschaft 

betreten hätten. Es sei nicht auszuschliessen, dass einer dieser Handwerker die 

Undichtigkeit verursacht habe, indem dieser auf die horizontal am Boden liegende 

Leitung getreten sei und der dadurch erzeugte Druck sich auf die vertikale Leitung 

ausgewirkt und diese im Laufe der Zeit beschädigt habe (vgl. Urk. 14 Rz. 33 ff; 

Urk. 52). Die Vorinstanz habe diesen alternativen Geschehensablauf zu Unrecht 

als "zu weit hergeholt" verworfen. So entspreche es der allgemeinen Lebenserfah-

rung und den Regeln der Physik, dass etwa ein mit Wasser gefüllter und unter 

Druck stehender Gartenschlauch nicht am Ort des Betretens selbst (horizontale 

Leitung), sondern am Ort des geringsten Widerstandes (vertikale Leitung) beschä-

digt werde (Urk. 61 Rz. 54). 

5.5.2. Entgegen dem Beklagten hat die Vorinstanz diesen – bereits im erstinstanz-

lichen Verfahren geltend gemachten (vgl. Urk. 14 Rz. 33 ff.; Urk. 52) – alternativen 

Geschehensablauf nicht unberücksichtigt gelassen, sondern ihn in ihre Beweiswür-

digung einbezogen. Sie verwarf diesen mit der nachvollziehbaren Begründung, 

dass die Leitung auf dem vertikalen Teil undicht gewesen sei, während ein Hand-

- 16 -

werker lediglich auf den horizontalen Teil hätte treten können. Die Annahme, dass 

sich ein dadurch erzeugter Druck "um die Ecke" auf den vertikalen Teil der Leitung 

übertragen und dort zu einem Schaden geführt habe, bewertete die Vorinstanz zu 

Recht als höchst unwahrscheinlich. Der vom Beklagten angestellte Vergleich mit 

einem unter Druck stehenden Gartenschlauch vermag daran nichts zu ändern: 

Auch wenn eine solche Druckverlagerung physikalisch nicht ausgeschlossen sein 

mag, fehlt es vorliegend an konkreten Anhaltspunkten, welche diese als nahelie-

gend oder gar wahrscheinlich erscheinen lassen. Der Beklagte stellt der Würdigung 

der Vorinstanz lediglich seine eigene Sachdarstellung gegenüber und beruft sich 

dabei auf eine theoretisch denkbare, aber nicht weiter belegte Möglichkeit. Dies 

genügt nicht, um die vorinstanzliche Beweiswürdigung umzustossen.

5.5.3. Soweit der Beklagte rügt, die Klägerin hätte ein Gutachten zum Nachweis 

der Undichtigkeit im Zeitpunkt der Abnahme vorlegen können (Urk. 61 Rz. 55), ist 

festzuhalten, dass die Vorinstanz sich ihre Überzeugung auf Grundlage der vor-

handenen Beweismittel in genügender Weise gebildet hat. Eine Pflicht der Klägerin, 

ein Gutachten einzureichen, bestand nicht. Es wäre dem Beklagten unbenommen 

gewesen, im Rahmen seines Gegenbeweises selbst ein Fachgutachten beizubrin-

gen, um damit alternative Schadensursachen aufzuzeigen, die neben der von der 

Klägerin behaupteten ernsthaft in Frage kämen oder sogar näher liegen würden.

5.6.1. Der Beklagte moniert schliesslich, die Vorinstanz habe sich zu Unrecht auf 

die Aussagen des Zeugen G._____ aus dem Beweisverfahren gestützt. Insbeson-

dere die Behauptung, wonach die Sanitärinstallationen des Beklagten mit dem 

Stecksystem "Profix“ montiert worden seien und dieses allenfalls nicht korrekt zu-

sammengesteckt worden sei, sei von der Klägerin in ihrem Sachvortrag nie aufge-

stellt worden. Die Berücksichtigung dieser Aussagen sei daher beweisrechtlich un-

zulässig (Urk. 61 Rz. 56).

5.6.2. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende Behauptungen zu ersetzen 

oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (BGE 144 III 67 E. 2.1). 

Ein sog. überschiessendes Beweisergebnis liegt vor, wenn sich eine nicht behaup-

tete Tatsache aufgrund des Beweisverfahrens erwiesen hat (BGer 4A_375/2016 

vom 8. Februar 2017 E. 5.2.3). Eine Verwertung wird jedoch dann als zulässig er-

- 17 -

achtet, wenn die im Beweisverfahren erstellte konkrete Tatsache in allgemein ge-

haltenen Tatsachenbehauptungen mitenthalten ist oder im Rahmen dessen liegt, 

was behauptet wurde (BGer 4A_412/2019 vom 27. April 2020 E. 7.4.2.1). 

5.6.3. Wie die Klägerin in der Berufungsantwort ausführt (Urk. 68. Rz. 43), hat sie 

im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, dass die Sanitärinstallationen des 

Beklagten nicht nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt worden und 

die Leitungen nicht korrekt zusammengeschlossen worden seien. Als Beweis offe-

rierte sie in diesem Zusammenhang unter anderem die Einvernahme des Zeugen 

G._____ (Urk. 2 Rz. 17; Prot. I. S. 26). Dessen im Rahmen der Einvernahmen ge-

machten Zeugenaussagen zum Stecksystem "Profix" (Urk. 48 S.  5) stellen somit 

keine neue Tatsachenbehauptung, sondern lediglich eine (technische) Konkretisie-

rung der klägerischen Behauptung dar. Die Vorinstanz durfte diese Aussagen da-

her verwerten und in ihre Würdigung einbeziehen. 

5.7. Damit erweisen sich sämtliche Rügen des Beklagten im Zusammenhang mit 

dem Vorliegen eines Mangels und der Kausalität als unbegründet. Es bleibt damit 

beim vorinstanzlichen Ergebnis, wonach der (verdeckte) Mangel auf eine unsach-

gemässe Montage der Wasserleitung durch den Beklagten zurückzuführen ist.

6. Zur Fristansetzung 

6.1. Die Vorinstanz erwog, die Klägerin habe dem Beklagten mit Schreiben vom 

20. Dezember 2021 eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um sämtliche gerügten 

Mängel nachzubessern (Urk. 4/8). Diese Frist erweise sich als angemessen, so-

dass der Beklagte in Schuldnerverzug geraten sei. Mit Schreiben vom 4. Januar 

2022 (Urk. 21/2) habe die Klägerin dem Beklagten eine weitere Frist zur Kontaktauf-

nahme angesetzt und gleichzeitig die Ersatzvornahme durch Dritte angedroht. Da 

auch dieses Schreiben aus unbekannten Gründen unbeantwortet geblieben sei, 

habe die Klägerin davon ausgehen dürfen, dass auch eine weitere Nachbesse-

rungsfrist ungenutzt verstreichen würde. Die Klägerin sei folglich zur Ersatzvor-

nahme berechtigt gewesen (Urk. 62 S. 16). 

- 18 -

6.2. Der Beklagte rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie die Verlet-

zung von Art. 107 f. und Art. 368 ff. OR. Die Klägerin hätte ihm (1) eine angemes-

sene Verbesserungsfrist ansetzen, (2) ihn in Verzug setzen und (3) nach Fristablauf 

unverzüglich den Nachbesserungsverzicht erklären müssen. Mangels einer sol-

chen Verzichtserklärung sei die Klägerin nicht zur Ersatzvornahme berechtigt ge-

wesen. Selbst wenn eine Berechtigung bestanden hätte, wäre eine Ersatzvor-

nahme frühestens ab dem 7. Januar 2022 zulässig gewesen. Die Vorinstanz hätte 

daher feststellen müssen, dass nur Forderungen berücksichtigt werden dürften, die 

ab diesem Zeitpunkt entstanden seien (Urk. 61 Rz. 58 ff.). 

6.3. Die Klägerin entgegnet, sie habe dem Beklagten eine angemessene Nach-

besserungsfrist mit der Androhung einer Ersatzvornahme durch Dritte gesetzt. Sie 

sei daher nach Art. 366 Abs. 2 OR analog berechtigt gewesen, den Mangel auf 

Kosten des Beklagten beheben zu lassen. Soweit der Beklagte vorbringe, dass 

diese Berechtigung frühestens ab dem 7. Januar 2022 bestanden habe, verkenne 

er, dass der Besteller im Falle entschiedener Weigerung oder offenkundiger Unfä-

higkeit des Unternehmers die Wahlrechte bereits vor Verzugseintritt ausüben 

könne. Sie habe aufgrund mehrfach gescheiterter Kontaktversuche davon ausge-

hen dürfen, dass eine Mängelbehebung durch den Beklagten nicht innert Frist er-

folgen würde. Zudem sei es ihr nicht zumuten gewesen, den Fristablauf abzuwarten 

und dadurch weitere Mangelfolgeschäden in Kauf zu nehmen (Urk. 68 Rz. 47). 

6.4.1. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen und das Vorgehen im Zusammen-

hang mit der Ausübung des Nachbesserungsrechts zutreffend dargelegt (Urk. 62 

S. 15 f.). Ergänzend bzw. verdeutlichend ist Folgendes festzuhalten: Kommt der 

Unternehmer seiner Pflicht zur Nachbesserung nicht nach, ist der Besteller nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung in analoger Anwendung von Art. 366 Abs. 2 

OR berechtigt, den Mangel durch Ersatzvornahme auf Kosten des säumigen Un-

ternehmers zu beseitigen oder beseitigen zu lassen (BGE 141 III 257 E. 3.3, 136 

III 276 E. 2.4, 107 II 50 E. 3). Die analoge Anwendung von Art. 366 Abs. 2 OR setzt 

jedoch voraus, dass der Besteller dem Unternehmer eine angemessene Frist zur 

Nachbesserung ansetzt, verbunden mit der Androhung, sonst zur Ersatzvornahme 

zu schreiten (BGE 142 III 321 E. 4.4.2; BK-Schwery, Art. 368 N 437; vgl. auch Ro-

- 19 -

ger Brändli, Die Nachbesserung im Werkvertrag, Diss. 2007, N 704). Sowohl eine 

Fristansetzung als auch eine Androhung der Ersatzvornahme sind nicht erforder-

lich, sofern die Unfähigkeit oder Unwilligkeit des Unternehmers, objektiv erkennbar 

ist (BSK OR I-Zindel/Schott, Art. 366 N 36; BK-Schwery Art. 368 N 438). Setzt der 

Unternehmer der Bestellerin eine Abhilfefrist an, obschon dies nach den Umstän-

den nicht nötig wäre, muss er den Ablauf dieser Frist abwarten, bevor er zur Er-

satzvornahme schreitet (vgl. BK-Rey, Art. 366 N 288). 

6.4.2. Vorliegend setzte die Klägerin dem Beklagten mit Schreiben vom 20. De-

zember 2021 zunächst eine zehntägige Nachbesserungsfrist zur Mängelbehebung, 

allerdings ohne dabei eine Ersatzvornahme anzudrohen (Urk. 20/1). Mit dem zwei-

ten Schreiben vom 4. Januar 2022 setzte sie dem Beklagten eine Frist zur Kon-

taktaufnahme bis zum 6. Januar 2022, diesmal mit dem klaren Hinweis, dass nach 

ergebnislosem Ablauf der Frist eine Mängelbehebung auf seine Kosten durch Dritte 

vorgenommen würde (Urk. 21/2). Damit waren die Voraussetzungen für eine Er-

satzvornahme analog Art. 366 Abs. 2 OR grundsätzlich erfüllt. Entgegen der Auf-

fassung des Beklagten war keine ausdrückliche Erklärung des Nachbesserungs-

verzichts erforderlich, da eine solche (zulässigerweise) bereits mit der Androhung 

der Ersatzvornahme verbunden worden war (Urk. 21/2). Die Klägerin war somit zur 

Ersatzvornahme berechtigt. Was den Zeitpunkt der Ersatzvornahme betrifft, erweist 

sich die Rüge des Beklagten jedoch als begründet: Mit der erneuten Fristansetzung 

im Schreiben vom 4. Januar 2022 brachte die Klägerin zum Ausdruck, dass sie 

nicht von einer offenkundigen Unfähigkeit oder Weigerung des Beklagten ausging 

– andernfalls hätte sie keine weitere Frist angesetzt. Sie war daher verpflichtet, den 

Ablauf der gesetzten Frist bis zum 6. Januar 2022 abzuwarten. Dies gilt umso mehr, 

als sie durch die Fristansetzung ohnehin eine Verpflichtung zur Einhaltung der Frist 

begründet hatte. Ein Ersatzvornahme war somit erst ab dem 7. Januar 2022 zuläs-

sig. 

6.5. Die Erwägungen der Vorinstanz sind im Ergebnis zutreffend, jedoch dahin-

gehend zu präzisieren, dass die Klägerin erst nach Ablauf der angesetzten Nach-

frist, d.h. ab dem 7. Januar 2022, zur Ersatzvornahme schreiten durfte. Ob die Klä-

- 20 -

gerin Anspruch auf Ersatz der Kosten hat, die vor diesem Zeitpunkt angefallen sind, 

ist unter E. III. 8. näher zu prüfen.

7. Zum Verschulden 

7.1. Die Vorinstanz erwog, der Beklagte müsse ungeachtet seines Verschuldens 

für die Legung der neuen Kaltwasserleitung aufkommen. Für die Mangelfolgeschä-

den – namentlich Flecken an der Decke und Wellen im Parkett – setzte die Ersatz-

pflicht hingegen ein Verschulden voraus, welches gesetzlich vermutet werde. Da 

der Beklagte nichts zu seiner Entlastung vorgebracht habe, gelte die Vermutung 

als nicht widerlegt (Urk. 62 S. 17). 

7.2.1. Der Beklagte rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Er habe die be-

haupteten Mangelfolgeschäden betreffend "Flecken an der Decke" und "Wellen im 

Parkett" nach dem Substantiierungsgrad der klägerischen Behauptung (Urk. 2 

Rz. 18) in der Stellungnahme/Klageantwort (Urk. 14 Rz. 44) bestritten. Da die Klä-

gerin in der Replik auf eine weitere Substantiierung dieser Behauptung verzichtet 

habe, seien allfällige Mangelfolgeschäden unbeachtlich und hätten im angefochte-

nen Entscheid nicht berücksichtigt werden dürfen (Urk. 61 Rz. 67 ff.). 

7.2.2. Die Klägerin entgegnet, der Beklagte verkenne, dass sein Verschulden ge-

setzlich vermutet werde und die Vermutung nicht durch pauschales Bestreiten der 

Mangelfolgeschäden widerlegt werden könne, zumal ein solches Bestreiten ohne-

hin nicht unter das Verschulden zu subsumieren wäre (Urk. 68 Rz. 49). 

7.2.3. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Mangelfolgeschä-

den das Verschulden des Beklagten gesetzlich vermutet wird. Diese Verschulden-

svermutung setzt jedoch voraus, dass die zugrunde liegenden Mangelfolgeschä-

den hinreichend substantiiert behauptet werden. Daran fehlt es vorliegend: Wie der 

Beklagte zu Recht einwendet, bezeichnete die Klägerin die in Frage stehenden 

"Flecken an der Decke" und "Wellen im Parkett" in der Klageschrift lediglich pau-

schal, ohne nähere Angaben dazu zu machen (Urk. 2 Rz. 18). Diese pauschale 

Behauptung genügte nicht, um eine qualifizierte Bestreitungspflicht des Beklagten 

auszulösen, sodass dieser berechtigt war, seinerseits pauschal zu bestreiten (vgl. 

- 21 -

Urk. 14 Rz. 44). Da in der Replik keine weitergehende Substantiierung durch die 

Klägerin erfolgte, können diese Mangelfolgeschäden als nicht hinreichend erstellt 

gelten. 

7.3. Die Rüge des Beklagten erweist sich insoweit als begründet, als die gesetz-

liche Verschuldensvermutung hinsichtlich der geltend gemachten Mangelfolge-

schäden – soweit diese Flecken an der Decke und Wellen im Parkett betreffen – 

nicht greift.

8. Schaden und Kosten der Ersatzvornahme 

8.1. Zur Schadensposition "Leistungen von Drittunternehmen" 

8.1.1. Die Vorinstanz erwog, die Klägerin habe für die Nachbesserungsarbeiten 

durch Drittunternehmen Kosten von Fr. 7'225.05 aufgewendet. Die Rechnungen 

seien belegt (Urk. 21/5) und durch die Ausführungen in der Klageschrift ergänzend 

erklärt (Urk. 2 Rz. 21). Ob die verrechneten Beträge im Einzelnen angemessen 

seien, müsse nur insoweit geprüft werden, als diese substantiiert bestritten worden 

seien. Als branchenkundiger Fachmann hätte der Beklagte detailliert aufzeigen 

können, welche Positionen überhöht oder nicht im Zusammenhang mit der Behe-

bung des Wasserschadens entstanden seien. Stattdessen habe er Bestand und 

Höhe der Rechnungen lediglich pauschal bestritten. Der Ersatz für die Rechnungen 

der Drittunternehmen sei daher in geltend gemachter Höhe zuzusprechen (Urk. 62 

S. 18). 

8.1.2. Der Beklagte rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verlet-

zung von Art. 368 OR und Art. 55 ZPO. Die Klägerin habe die Forderung von 

Fr. 7'225.05 ungenügend substantiiert (Urk. 2 Rz. 51). Sie habe nicht angegeben, 

wann, wofür und in welchem Zusammenhang mit dem Mangel diese Kosten ent-

standen seien. Sie habe die Rechnung vom 26. Januar 2022 (Urk. 4/10) als Beweis 

offeriert, ohne in der Rechtsschrift selbst Ausführungen dazu zu machen. Der Be-

weisantrag sei nicht mit einer Tatsachenbehauptung verknüpft gewesen; ein blos-

ser Verweis auf eine Beilage sei beweisrechtlich ungenügend. Angesichts des pau-

schal behaupteten Betrages von Fr. 7'225.05 sei er berechtigt gewesen, in diesem 

- 22 -

Umfang zu bestreiten (Urk. 14 Rz. 25 f.; Rz. 51 ff.; Prot. I. S. 16 ff.). Zudem habe 

die Vorinstanz seinen Einwand unberücksichtigt gelassen, wonach die in Rechnung 

gestellten Arbeiten für die Ersatzvornahme vor Eintritt des Verzugs in Auftrag ge-

geben und vorgenommen worden seien (Urk. 14 Rz. 55, Prot. I. S. 15 ff.). Für diese 

vor dem 7. Januar 2022 angefallenen Kosten (vgl. Urk. 4/17 und Urk. 21/5) be-

stünde auch materiell keine Anspruchsgrundlage (Urk. 61 Rz. 72 ff.). 

8.1.3. Die Klägerin entgegnet, sie habe die geltend gemachten Kosten von 

Fr. 7'225.05 hinreichend substantiiert. Sie habe in ihrer Klageschrift dargelegt, wie 

sich die Summe aus den verschiedenen Rechnungen von Dritten zusammensetze 

und dabei zwischen der Wasserschadensbehebung und den Materialkosten diffe-

renziert. Sie habe ausgeführt, dass sämtliche Arbeiten in einem engen rechtlichen 

Zusammenhang mit dem zu behebenden Werkmangel stünden und weshalb die 

jeweiligen Leistungen notwendig gewesen seien (Urk. 2 Rz. 21 und 22). Zudem 

habe sie die entsprechenden Rechnungen nachgereicht (Urk. 21/5). Der Beklagte 

habe diese Leistungen nur pauschal bestritten und sei damit seiner Bestreitungs-

pflicht nicht genügend nachgekommen (Urk. 68 Rz. 53 ff.).

8.1.4. Auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu den Substantiierungs-

anforderungen kann verwiesen werden (Urk. 62 S. 6 f.). Ergänzend ist festzuhalten, 

dass der Behauptungs- und Substantiierungslast grundsätzlich in den Rechtsschrif-

ten nachzukommen ist. Der blosse Verweis auf Beilagen genügt in der Regel nicht 

(BGE 147 III 440 E. 5.3). Es ist weder am Gericht noch an der Gegenpartei, die 

Sachdarstellung aus den Beilagen zusammenzusuchen und danach zu forschen, 

ob sich aus den Beilagen etwas zu Gunsten der behauptungsbelasteten Partei ab-

leiten lässt. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht ausnahmsweise zulässig sein 

kann, seiner Behauptungs- bzw. Substantiierungsobliegenheit durch Verweis auf 

eine Beilage nachzukommen, namentlich etwa für Abrechnungen oder Kontoauf-

stellungen. Behauptet demnach die Klägerin in ihren Rechtsschriften einen ge-

schuldeten Betrag und verweist dafür rechtsgenüglich auf eine beiliegende Rech-

nung oder eine detaillierte Abrechnung, kann vom Beklagten verlangt werden, dass 

er präzise die Positionen der Rechnung bezeichnet, die er bestreitet, andernfalls 

die Rechnung oder die Abrechnung als nicht hinreichend bestritten und damit als 

- 23 -

anerkannt gilt (vgl. BGE 144 III 519 E. 5.2.2.3; BGer 4A_415/2022 vom 18. März 

2022 E. 5.3).

8.1.5. Vorliegend hat die Klägerin in der Klageschrift ausgeführt, dass ihr für die 

Leistungen von Drittunternehmen Kosten in der Höhe von Fr. 7'225.05 entstanden 

sind. Sie hat dargelegt, welche Beträge sich auf die Schadensbehebung beziehen 

und welche auf andere Projekte entfallen und in diesem Zusammenhang auf die 

entsprechenden Rechnungen der Drittunternehmer verwiesen (Urk. 2 Rz. 21; [feh-

lende] Urk. 4/17 = [nachträglich eingereichte] Urk. 21/5). Die Rechnungen weisen 

die einzelnen Leistungen hinreichend konkret aus, so dass weitergehende Ausfüh-

rungen in der Klageschrift selber nicht erforderlich waren. Dem Beklagten wäre es 

ohne Weiteres möglich gewesen, die Positionen im Einzelnen zu bestreiten. Da er 

sich auf pauschales Bestreiten der geltend gemachten Kosten (Urk. 14 Rz. 25 f., 

Rz. 51 ff.) beschränkte, gelten diese als anerkannt. Gleiches gilt für seinen Ein-

wand, bestimmte Leistungen seien bereits vor dem Verzugseintritt am 7. Januar 

2022 in Auftrag gegeben bzw. in Rechnung gestellt worden. Auch insoweit hätte 

der Beklagte konkret bezeichnen müssen, um welche Rechnungen bzw. Positionen 

es sich im Einzelnen handelt. Soweit er dies erst im Berufungsverfahren nachholt 

und einzelne Rechnungen bezeichnet (vgl. Urk. 61 Rz. 77), erweist sich dies als 

verspätet und damit unbeachtlich (vgl. E. II. 2). 

8.1.6. Es bleibt damit beim vorinstanzlichen Ergebnis, wonach der Klägerin Ersatz 

für die Rechnungen der Drittunternehmen in der Höhe von Fr. 7'225.05 zuzuspre-

chen ist. 

8.2. Zur Schadensposition "Eigenleistungen"

8.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Klägerin habe insgesamt 70 Stunden Arbeit im 

Betrag von Fr. 6'370.– als Eigenleistungen verrechnet (Urk. 21/5). Da hierfür keine 

objektiv nachweisbare Rechnung über die angefallenen Kosten bestehe, sei Art. 42 

Abs. 2 OR anwendbar. Gestützt darauf prüfte die Vorinstanz die geltend gemachten 

Eigenleistungen auf ihre Angemessenheit. Zudem hielt sie fest, der Beklagte habe 

die detailliert aufgeführten Arbeitszeiten, Arbeitsarten und Stundenansätze nur 

pauschal bestritten. Im Ergebnis erscheine der geltend gemachte Aufwand durch-

- 24 -

aus als angemessen bzw. habe er als unbestritten zu gelten. Auch dieser gefor-

derte Betrag sei der Klägerin folglich zuzusprechen (Urk. 62 S. 18 f.). 

8.2.2. Der Beklagte rügt auch in Bezug auf diese Schadensposition eine unrichtige 

Sachverhaltsfeststellung sowie die Verletzung von Art. 42 Abs. 2 OR, Art. 8 ZGB 

und Art. 55 ZPO. Die Klägerin habe lediglich behauptet, ihre Eigenleistungen hätten 

insgesamt 70 Stunden Arbeit im Betrag von Fr. 6'370.– umfasst (Urk. 2 Rz. 21) 

Weitere Angaben zu Art, Umfang, Ort und Zeitpunkt der Arbeiten habe sie nicht 

gemacht. Insbesondere habe sie es unterlassen, die mutmassliche Grundlage für 

ihren angeblichen Schaden, nämlich die Rechnung vom 26. Januar 2022 

(Urk. 4/10), im Sachvortrag zu erwähnen und auf diese zu verweisen. Er – der Be-

klagte – habe die geltend gemachte Forderungen und die Eigenleistungen an sich 

substantiiert bestritten (Urk. 14 Rz. 25-26, Rz. 53-55, Prot. I. S. 16). Die Vorinstanz 

sei der Klägerin überdies zu Hilfe gekommen, indem sie Art. 42 Abs. 2 OR ange-

wandt habe, obwohl die Voraussetzungen für dessen Anwendung nicht erfüllt ge-

wesen seien. Der Betrag für die Eigenleistungen sei der Klägerin daher zu Unrecht 

zugesprochen worden (Urk. 61 Rz. 78 ff.).

8.2.3. Die Klägerin erwidert, sie habe in der Klageschrift ausgeführt, dass ihre Ei-

genleistungen insgesamt 70 Stunden Arbeit umfassten und dadurch Kosten in der 

Höhe von Fr. 6'370.– entstanden seien (vgl. Urk. 2 Rz. 21) und hierzu die entspre-

chende Rechnung vom 26. Januar 2022 (Urk. 4/10) offeriert. Zudem habe sie aus-

führlich dargelegt, welche Arbeiten weshalb ausgeführt worden seien und dabei 

erneut auf die genannte Rechnung verwiesen (Urk. 2 Rz. 22). Sie habe ihre Eigen-

leistungen damit substantiiert und belegt. Weshalb die Vorinstanz das Fehlen einer 

"objektiv nachweisbaren" Rechnung beanstande, sei nicht nachvollziehbar; Rech-

nungen von Dritten seien letztlich nicht besser überprüfbar als solche über Eigen-

leistungen. Eine Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR sei daher nicht notwendig ge-

wesen. Eine unzutreffende Anwendung dieser Bestimmung durch die Vorinstanz 

könne aber nicht dazu führen, dass die geltend gemachten Eigenleistungen unbe-

rücksichtigt blieben. Die Positionen seien ausreichend belegt und die pauschalen 

Bestreitungen des Beklagten unzureichend (Urk. 68 Rz. 57 ff.).

- 25 -

8.2.4. Vorab kann auf die theoretischen Ausführungen unter Ziff. 8.1.4 verwiesen 

werden. Die Klägerin hat in der Klageschrift ausgeführt, dass ihr durch Eigenleis-

tungen 70 Stunden Arbeit im Umfang von Art. 6'370.– entstanden seien (Urk. 2 

Rz. 21). In diesem Zusammenhang hat sie rechtsgenügend auf die eingereichte 

Rechnung (Urk. 4/10) verwiesen und ergänzende Ausführungen zu den jeweiligen 

Arbeitsleistungen gemacht (Urk. 2 Rz. 22). Auf der Rechnung vom 26. Januar 2022 

sind die einzelnen Leistungen (Arbeitsarten, aufgewendete Stunden und Stunden-

ansätze) mit den jeweiligen Rechnungsbeträgen ausgewiesen (Urk. 4/10, 

Urk. 21/5). Weitergehende Ausführungen in der Rechtschrift selber waren daher 

nicht notwendig. Gerade weil die Positionen auf der Rechnung im Einzelnen aufge-

führt sind, wäre es auch hier am Beklagten gewesen, konkret zu bestreiten, welche 

Positionen er inwiefern beanstandet. Indem er dies unterliess (vgl. Urk. 14 Rz. 25 

f.), gelten die in Rechnung gestellten Eigenleistungen als nicht beanstandet. Ob die 

Voraussetzungen für eine Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR erfüllt waren und die 

Vorinstanz die geltend gemachten Eigenleistungen zu Recht auf ihre Angemessen-

heit prüfte, kann daher offen bleiben. 

8.2.5. Es bleibt demnach beim vorinstanzlichen Ergebnis, wonach der Klägerin 

auch die geforderten Fr. 6'370.– für die geltend gemachten Eigenleistungen zuzu-

sprechen sind. 

9. Ergebnis

9.1. Insgesamt ist festzuhalten, dass das vorinstanzliche Urteil nicht zu bean-

standen ist. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanz-

lichen Verfahrens erfolgte dem Ausgang des Verfahrens entsprechend und ist da-

mit ebenfalls zu bestätigen. 

9.2. Die Berufung ist damit abzuweisen und das Urteil des Einzelgerichts im ver-

einfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 21. März 2024 ist 

zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). 

- 26 -

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Der Streitwert beträgt Fr. 14'641.87. Die Gerichtsgebühr ist daher im Beru-

fungsverfahren auf Fr. 2'400.– festzusetzen (§12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbin-

dung mit § 4 Abs. 1 GebV OG). Sie ist ausgangsgemäss dem unterliegenden Be-

klagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von ihm geleisteten Kos-

tenvorschuss in gleicher Höhe (Urk. 66) zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).

2. Der Beklagte ist zudem zu verpflichten, der Klägerin für das Berufungsverfah-

ren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'350.– (inklusive Mehrwert-

steuer) zu bezahlen (§13 Abs. 1 und 2, § 11 Abs. 1 sowie § 4 Abs. 1 AnwGebV; 

Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts im verein-

fachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 21. März 

2024 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'400.– festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklag-

ten auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet. 

4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 3'350.– zu bezahlen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 27 -

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 14'641.87.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 28. April 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

lic. iur. A. Huizinga

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw E. Tvrtkovic 

versandt am:
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