# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbaca0f2-a747-5713-ac3a-ccb45e161d80
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 12.02.2024 III 2024 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-15_2024-02-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 15

Zwischenbescheid vom 12. Februar 2024 
im Hauptverfahren III 2023 199

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Irene Thalmann, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________ und B.________,
2. C.________ und D.________,
3. Erben E.________ sel., bestehend aus:

3.1  A.________,
3.2  F.________,
3.3  G.________,
Beschwerdeführer (Gesuchsteller),

gegen

1. Gemeinderat Morschach, Schulstrasse 6, 6443 Morschach,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 

Postfach 1186, 6431 Schwyz,
3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. H.________,
Beschwerdegegner,

2

vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. I.________,
5. J.________,

Beigeladene,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung für Abbruch und Neubau: 
Ausstandsbegehren)

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Sachverhalt:

A. H.________ (nachstehend: Bauherrschaft) ist Grundeigentümer des 
Grundstückes KTN __01 (373 m2), K.________, Morschach. Auf dem Grunds-
tück befindet sich das Gebäude L.________-strasse __02, vormals Hotel 
M.________. Es grenzt im Norden an die L.________-strasse und im Süden an 
das Grundstück KTN __04 mit dem Gebäude L.________-strasse __03. Grun-
deigentümerin von KTN __04 (1'272 m2) ist die J.________. Beide Grundstücke 
liegen in der Dorfkernzone. An das Grundstück KTN __04 schliesst südöstlich 
das Grundstück KTN __05 (1'388 m2; im Eigentum der Gemeinde) an, das sei-
nerseits die Parzelle KTN __06 (280 m2; im Eigentum der N.________) um-
schliesst, auf welcher sich die O.________ befindet. 

Mit Eingabe vom 23. Juni 2021 ersuchte die Bauherrschaft um die Baubewilli-
gung für den Abbruch des Hauses M.________ sowie einen Neubau (fünfge-
schossiges Mehrfamilienhaus [MFH] mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und 
insgesamt sechs Wohnungen, je zwei im 1. und 2. Ober- sowie im Dachge-
schoss) mit einem offenen Velounterstand. Gegen das im Amtsblatt Nr. __ vom 
______ 2021 (S. ____) publizierte und öffentlich aufgelegte Bauvorhaben, wel-
ches im Südostbereich in geringem Umfang auch das Grundstück KTN __04 be-
trifft, erhoben neben anderen auch A.________ und B.________, C.________ 
und D.________ sowie die Erben E.________ sel. (nachstehend: Einsprecher) 
Einsprache beim Gemeinderat Morschach. 

B. Mit Gesamtentscheid (im Baugesuch Nr. B2021-0986) vom 22. März 2022 
erteilte das kantonale Amt für Raumentwicklung (ARE) die kantonale Baubewilli-
gung unter Auflagen und Nebenbestimmungen (Disp.-Ziff. 1). Die Einsprachen 
wurden aus kantonaler Sicht abgewiesen (Disp.-Ziff. 2). Unter Eröffnung dieses 
Gesamtentscheides des ARE (Disp.-Ziff. 13) erteilte der Gemeinderat die Bau-
bewilligung mit Beschluss (GRB) Nr. 2022-635 am 26. April 2022 wie folgt:

1. Die Einsprachen werden im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Ausnahmebewilligung für die Grenzabstandsunterschreitung sowie die 
Gebäudehöhenüberschreitung an der Südostfassade wird im Sinne der 
Erwägungen Ziffer 4.4ff. und unter Hinweis auf Ziff.ll/1 des kant. 
Gesamtentscheides erteilt. 

3. lm Sinne der Erwägungen wird die Baubewilligung (…) mit folgenden 
Auflagen, Bedingungen und Vorbehalten erteilt:
a) (…).

3.1 Die sechs Wohnungen im Mehrfamilienhaus gelten als Erstwohnungen nach 
Art. 2 Abs. 2 ZWG.
(…).

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4.-13. (Bewilligungen, Nebenbestimmungen, Gebühren, Rechtsmittel, Zustellung, 
Beilagen). 

C. Gegen diese Baubewilligung erhoben die Einsprecher mit Eingabe vom 
21. Mai 2022 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit dem An-
trag auf Aufhebung des GRB und des Gesamtentscheides des ARE.

Mit Beschluss (RRB) Nr. 225/2023 vom 21. März 2023 hiess der Regierungsrat 
die Beschwerde gut. Er wies die Sache "im Sinne der Erwägungen zur Vornahme 
der erforderlichen Sachverhaltsabklärungen und zur Neubeurteilung" an den 
Gemeinderat zurück (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- wurden 
je zur Hälfte der Gemeinde und der Bauherrschaft auferlegt (Disp.-Ziff. 2). 

Die Rückweisung wurde namentlich damit begründet, dass die Baubewilligungs-
behörde nicht rechtsgenüglich dargelegt habe, weshalb sich das geplante MFH 
ins Orts- und Landschaftsbild einordne bzw. den baureglementarisch geforderten 
erhöhten Anforderungen an die Einordnung genüge. Zu beachten sei auch, dass 
Morschach im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als 
Dorf von regionaler Bedeutung figuriere. Sodann sei die Nähe zu Einzelbauten 
(O.________ [Nr. __07], P.________ [Nr. __08] und Q.________ [Nr. __09]), 
welche im Kantonalen Schutzinventar inventarisiert seien, ausser Acht gelassen 
worden. Auch aus der Vernehmlassung des Gemeinderates vom 8. Juli 2022 ge-
he nicht hervor, inwiefern das Bauvorhaben die Anforderungen an das Einord-
nungsgebot einhalte. Die Gehörsverletzung sei im regierungsrätlichen Be-
schwerdeverfahren nicht zu heilen (Erw. 7.4.1 f.). 

D. Mit GRB Nr. 2023-874 vom 23. Mai 2023 erteilte der Gemeinderat die Bau-
bewilligung erneut in wörtlicher Anlehnung ans Beschlussdispositiv des GRB 
Nr. 2022-635 am 26. April 2022. 

Gegen diese Baubewilligung erhoben die Einsprecher am 19. Juni 2023 wieder-
um Beschwerde beim Regierungsrat mit den folgenden Anträgen:

1. Es seien die angefochtenen Beschlüsse des Gemeinderats Morschach vom 
23. Mai 2023 sowie des Amts für Raumentwicklung vom 22. März 2022 
aufzuheben.

2. Die nachgesuchten Ausnahmebewilligungen für den Neubau seien nicht zu 
erteilen, eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung unter 
Berücksichtigung der Gehöransprüche der Beschwerdeführer an die 
Vorinstanzen zurückzuweisen.

3. Unter amtlichen und ausseramtlichen Kosten zulasten der Gegenparteien.

4. Verfahrensantrag: Das Baudossier 2021-25 und die Vordossiers seien mit 
Verzeichnis dem Regierungsrat vorzulegen.

E. Mit RRB Nr. 851/2023 vom 21. November 2023 entschied der Regierungs-
rat wie folgt:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt (…).

3. Die Beschwerdeführer haben dem Beschwerdegegner eine 
Parteientschädigung von Fr. 1000.-- zu bezahlen. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F. Gegen diesen RRB Nr. 851/2023 (Versand am 28.11.2023) erheben die 
Einsprecher mit Eingabe vom 18. Dezember 2023 (Postaufgabe gleichentags) 
fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den 
folgenden Anträgen: 

1. Es seien der angefochtene Beschluss des Regierungsrates vom 21. No-
vember 2023, die Beschlüsse des Gemeinderats Morschach vom 23. Mai 
2023 und der Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 22. März 
2022 vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung unter Berücksichtigung der 
Gehöransprüche der Beschwerdeführer an die Vorinstanzen zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner, 
eventuell des Staates.

Des Weiteren halten die Beschwerdeführer fest, dass sie nicht auf ihre aus Art. 6 
Ziff. 1 EMRK fliessenden Rechte verzichten. Verlangt werde insbesondere die 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung mit Augenschein an Ort und Stelle. 

G. Das Sicherheitsdepartement sowie der Gemeinderat beantragen vernehm-
lassend am 22. Dezember 2023 bzw. am 12. Januar 2024 die Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer, soweit überhaupt 
auf die Beschwerde eingetreten werden könne. Das ARE erklärt mit Schreiben 
vom 8. Januar 2024 seinen Verzicht auf eine Vernehmlassung und eine Antrags-
stellung. Der Beschwerdegegner beantragt mit Vernehmlassung vom 18. Januar 
2024 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde, sowie die 
Erteilung der Baubewilligung, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu-
lasten der Beschwerdeführer. 

H. Mit Schreiben vom 19. Januar 2024 setzte der verfahrensleitende Richter 
den Beschwerdeführern unter Zusendung der Vernehmlassungen Frist an zur 
Mitteilung, ob an der Durchführung der öffentlichen Verhandlung festgehalten 
oder ob das Replikrecht schriftlich wahrgenommen werde. Gleichzeitig teilte er 
mit, dass nach summarischer Sichtung der Akten ein Augenschein (derzeit) als 
nicht erforderlich erachtet werde.

Mit Schreiben vom 30. Januar 2024 teilen die Beschwerdeführer ihr Festhalten 
an der Durchführung einer öffentlichen Verhandlung mit. 

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I. Mit Verfügung vom 2. Februar 2024 lud der verfahrensleitende Richter die 
Parteien unter Bekanntgabe der Zusammensetzung des Spruchkörpers zur öf-
fentlichen Verhandlung auf den Donnerstag, 22. Februar 2024, vor. 

J. Der Rechts- und Beschwerdedienst am 5. Februar 2024, die Beigeladene 
und der Gemeinderat je am 6. Februar 2024 sowie das ARE am 7. Februar 2024 
teilen ihren Verzicht auf die Teilnahme an der öffentlichen Verhandlung mit. 

K. Mit Schreiben vom 7. Februar 2024 erklären die Beschwerdeführer, ihrer 
Ansicht nach sei der Richter lic.iur. Karl Gasser als ehemaliger Notar befangen. 
Sie begründen dies wie folgt: 

Es handelt sich in der vorliegenden Angelegenheit um Erkenntnisse aus 
verschiedenen Verfahren, die sich grundsätzlich auf ein Hauptproblem reduzieren 
lassen, nämlich auf die Rechtmässigkeit, Rechtwirksamkeit und Gültigkeit von 
verschiedenen, sich einander widersprechenden Urkunden aus Grundbuch und 
Vermessungswerk.

Wir gelangen deshalb mit der Bitte an Sie, Richter lic.iur. Karl Gasser nicht als 
Richter der Kammer III, sondern als Zeuge im vorliegenden Verfahren III 2024 199 
beteiligen zu lassen.

Die Beschwerdeführer beantragen also den Ausstand von Richter lic.iur. Karl 
Gasser. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Das Planungs- und Baugesetz (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 
regelt den Ausstand ebenso wenig wie das Verwaltungsrechtspflegegesetz 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974. Aufgrund des Verweises in § 4 VRP 
sind im Verwaltungs(beschwerde-)Verfahren (wie auch im 
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren) die Ausstandsbestimmungen 
des Justizgesetzes (JG; SRSZ 231.110) vom 18. November 2009 anwendbar. 

1.1.2  Richter, Gerichtsschreiber sowie das Kanzleipersonal sind von der 
Ausübung ihres Amtes ausgeschlossen, wenn ein Ausstandsgrund gemäss den 
Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272) vom 19. Dezember 2008 vorliegt (§ 132 Abs. 1 JG). Das 
Ausstandsbegehren kann von einer Partei oder von jedem Mitglied der 
Gerichtsabteilung während des ganzen Verfahrens gestellt werden (§ 135 JG). 
Über ein streitiges Ausstandsbegehren eines Mitgliedes entscheiden die 
Justizbehörden, die Verwaltungsbehörden oder -kommissionen in Abstand des 
betreffenden Mitgliedes (§ 138 Abs. 1 JG). 

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1.2 Über das Ausstandsbegehren der Beschwerdeführer wird vorliegend in 
Abstand von Richter lic.iur. Karl Gasser entschieden, der als Mitglied des 
Spruchkörpers im Verfahren III 2023 199 vorgesehen ist (zur Zusammensetzung 
der Kammern vgl. Amtsblatt Nr. 2 vom 13.1.2023 S. 93 f.). 

2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 und Art. 6 Ziff. 1 Konvention 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 
4. No-vember 1950 hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von 
einem durch Gesetz geschaffenen, zuständigen, unabhängigen und 
unparteiischen Gericht ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. 
Dieser Anspruch ist verletzt, wenn bei einem Richter − objektiv betrachtet − 
Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und der Gefahr der 
Voreingenommenheit begründen. Solche Umstände können entweder in einem 
bestimmten Verhalten des betreffenden Richters oder in gewissen äusseren 
Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur begründet sein. Bei der 
Beurteilung solcher Umstände ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei 
abzustellen. Für die Ablehnung wird nicht verlangt, dass der Richter tatsächlich 
befangen ist (Urteil BGer 5A_489/2017 vom 29.11.2017 i.S. A. vs. diverse 
Richter des Kantonsgerichts Schwyz Erw. 3.1; BGE 140 III 221 Erw. 4.1; vgl. 
BGE 140 I 240 Erw. 2.2; BGE 137 II 431 Erw. 5.2; BGE 134 I 20 Erw. 4.2 [frz.]; 
BGE 133 I 1 Erw. 6.2 mit Hinweisen). 

2.2.1  Nach Art. 47 Abs. 1 ZPO tritt eine Gerichtsperson in den Ausstand, wenn 
sie 

- in der Sache ein persönliches Interesse hat (lit. a); 
- wenn sie in einer anderen Stellung, insbesondere als Mitglied einer Behörde, 

als Rechtsbeiständin oder Rechtsbeistand, als Sachverständige oder 
Sachverständiger, als Zeugin oder Zeuge, als Mediatorin oder Mediator in der 
gleichen Sache tätig war (lit. b); 

- wenn sie mit einer in der gleichen Sache als Mitglied der Vorinstanz tätigen 
Person verheiratet, zusammen oder verwandt ist (lit. c bis lit. e); oder 

- wenn sie aus anderen Gründen, wegen Freundschaft oder Feindschaft mit 
einer Partei oder ihrer Vertretung, befangen sein könnte (lit. f).

Kein Ausstandsgrund für sich allein ist gemäss Art. 47 Abs. 2 ZPO insbesondere 
die Mitwirkung beim Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege (lit. a), beim 
Schlichtungsverfahren (lit. b), bei der Rechtsöffnung nach Art. 80 - 84 des Bun-
desgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) vom 
11. April 1889 (lit. c), bei der Anordnung vorsorglicher Massnahmen (lit. d) sowie 
beim Eheschutzverfahren (lit. e). 

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2.2.2  Ein Ausstandsgrund gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. a bis lit. e ZPO wird von den 
Beschwerdeführern nicht geltend gemacht und ist auch nicht erkennbar. Eben-
sowenig wird (Freundschaft oder) ein feindschaftliches Verhältnis (lit. f) mit dem 
fraglichen Richter geltend gemacht; ein solches Verhältnis müsste zudem objek-
tiviert werden und nicht nur einem subjektiven Empfinden entspringen (vgl. vor-
stehend Erw. 2.1 und nachstehend Erw. 2.3.2). 

2.2.3  In Frage kommt und zu prüfen ist daher nur der Ausstandsgrund "aus an-
deren Gründen" im Sinne von Art. 47 Abs. 1 lit. f ZPO. 

2.3.1  Art. 47 Abs. 1 lit. f ZPO stellt eine Generalklausel dar, welche die fünf in 
Art. 47 Abs. 1 lit. a–e ZPO aufgelisteten Ausstandsgründe ergänzt und somit eine 
für den Einzelfall sachgerechte Beurteilung der Befangenheit der Gerichtsperson 
ermöglicht (vgl. Kommentar ZPO, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach, 2015, N 10 zu 
Art. 47 ZPO mit weiteren Hinweisen). 

2.3.2  Ein Richter ist beispielsweise insbesondere nicht allein deshalb befangen, 
weil er in einem früheren Verfahren zwischen den gleichen Parteien geurteilt hat 
(BGE 143 IV 69 Erw. 3; vgl. auch Art. 47 Abs. 2 lit. d und e ZPO). Keine 
Befangenheit besteht, wenn der Richter in der Vergangenheit eine Prozesspartei 
vertreten hat und es sich um ein einzelnes, abgeschlossenes Mandat handelt 
(BGE 116 Ia 485 Erw. 3b). Ein als Richter amtender Anwalt erscheint demge-
genüber als befangen, wenn zu einer Partei ein noch offenes Mandat besteht 
(BGE 139 III 433 Erw. 2), oder wenn er für eine Partei mehrmals oder kurze Zeit 
vorher anwaltlich tätig geworden ist (BGE 135 I 14 Erw. 4.1). Bei einer solchen 
positiven Dauerbeziehung spielt es keine Rolle, ob die früheren Mandate eine in-
haltliche Beziehung zum aktuellen Prozess aufweisen oder seine Beurteilung 
präjudizieren. Mitgliedschaften in ideellen Vereinigungen sind grundsätzlich un-
bedenklich (BGE 118 Ia 282). Die Mitgliedschaft der betroffenen Personen in Be-
rufsverbänden, wie bspw. die Anwaltsverbände, oder in Branchenverbänden be-
einträchtigt deren Unabhängigkeit und Unparteilichkeit nicht. Keine Befangenheit 
begründen Rechtsbelehrungen in gerichtlichen Verhandlungen, eingeschlossen 
solche über die Prozessaussichten bei Vergleichsverhandlungen oder -
vorschlägen (Urteil BGer 5A_382/2007 vom 25.2.2008 Erw. 3.2.2; zum Ganzen 
vgl. BSK ZPO-We-ber, Art. 47 N 37 ff. mit den erwähnten Hinweisen auf die 
Rechtsprechung). 

2.4 Richter lic.iur. Karl Gasser war noch bis Ende August 2020, d.h. noch zwei 
Monate nach seinem Amtsantritt als nebenamtlicher Verwaltungsrichter des 
Kantons Schwyz per 1. Juli 2020, Leiter des Notariats und Grundbuchamtes des 
Bezirks Schwyz, zu dessen Kreis auch die Gemeinde Morschach zählt. Seither 
ist er neben seiner Tätigkeit als nebenamtlicher Richter noch in einem kleineren 

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Pensum (rund 30%) als Leiter des Grundbuchbereinigungsamtes des Bezirks 
Schwyz tätig. Diese Tätigkeit beschränkt sich auf die Bereinigung des kantonalen 
Grundbuches und Überführung ins eidgenössische Grundbuch, wobei die 
Arbeiten nurmehr die Gemeinden Oberiberg und Unteriberg umfassen. Lic.iur. 
Karl Gasser ist seit mehr als drei Jahren nicht mehr näher mit notariellen oder 
grundbuchlichen Arbeiten in der Gemeinde Morschach beschäftigt. 

Die Dienstleistungen des Notariats betreffen unter anderem die Beratung, 
Vorbereitung und Beurkundung aller Verträge über Grundstücke wie Kauf und 
Verkauf, Stockwerkeigentumsbegründungen, Dienstbarkeiten oder 
Grundpfandrechten (vgl. https://www.notariat-
schwyz.ch/Dienstleistungen/Uebersicht). Mit planungs- und baurechtlichen 
Fragestellungen ist das Notariat/Grundbuchamt nicht beschäftigt. Die 
Rechtmässigkeit, Rechtswirksamkeit und Gültigkeit von Urkunden aus 
Grundbuch und Vermessung stehen im Verfahren III 2023 199 nicht zur 
Diskussion. Solche Fragestellungen wären wohl ohnehin in zivilprozessualen 
Rechts(mittel)verfahren zu beurteilen und nicht durch das Verwaltungsgericht. So 
hat der Regierungsrat die Beschwerdeführer bereits mit dem ersten RRB 
Nr. 225/2023 vom 21. März 2023 darauf hingewiesen (Erw. 2.2), dass die Rügen 
der Beschwerdeführer betreffend Wegrechte, Grundbucheintragungen usw. 
zivilrechtlicher Natur seien und nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen, 
weshalb nicht näher darauf einzugehen war. 

Inwieweit sich der nebenamtliche Richter lic.iur. Karl Gasser aus der (früheren) 
Tätigkeit als Leiter des Notariats eine wie auch immer geartete mögliche 
Befangenheit bzw. einen entsprechenden diesbezüglichen Anschein im 
Verhältnis zu den Beschwerdeführern und insbesondere mit Blick auf das 
Verfahren III 2023 199 anrechnen lassen muss, ist mithin schlichtweg nicht 
einsehbar. Hieran ändert die Tatsache nichts, dass und wenn das Notariat und 
Grundbuch allfällige (Bezirks-)Gerichtsurteile umzusetzen hat. 

2.5.1 Mit Urteil 1C_527/2020 vom 22. Februar 2021 (betreffend VGE III 2020 71 
vom 24.8.2020) hatte das Bundesgericht die Begründetheit des von den 
vorliegenden Beschwerdeführern in einem ebenfalls planungs- und 
baurechtlichen Beschwerdeverfahren gegen denselben Richter gestellten 
Ausstandsbegehrens nicht zu beurteilen, weil es verspätet gestellt wurde. Es 
erwog, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien die 
Rechtssuchenden grundsätzlich nach Treu und Glauben gehalten, 
Ausstandsgründe unverzüglich nach Kenntnisnahme geltend zu machen, 
ansonsten diese als verwirkt gelten (BGE 141 III 210 Erw. 5.2; 140 I 271 
Erw. 8.4.3). Es bestehe keine Pflicht, den Verfahrensparteien die 
Zusammensetzung des Spruchkörpers des Gerichts im Voraus bekannt zu 

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geben (BGE 144 I 37 Erw. 2.3.3 mit Hinweisen). Es genüge grundsätzlich 
vielmehr, dass sie die Namen aus einer allgemein zugänglichen Quelle (Staats-
kalender oder Internet) entnehmen können (vgl. BGE 140 I 271 Erw. 8.4.3 mit 
Hinweisen). Nach der Praxis hätten die Parteien damit zu rechnen, dass das 
Gericht in seiner ordentlichen Besetzung tagen werde. Dies gelte nicht nur für 
anwaltlich vertretene Parteien, sondern auch für juristische Laien. 

Im Lichte dieser Rechtsprechung liesse sich fragen, ob das Ausstandsbegehren 
mit Schreiben vom 7. Februar 2024 überhaupt rechtzeitig gestellt wurde. Für die 
Entscheidfindung ist dies indes irrelevant. 

2.5.2  Im Weiteren ist auch festzuhalten, dass Richter lic.iur. Karl Gasser bereits 
im planungs- und baurechtlichen Verfahren III 2022 124 vom 26. Januar 2023 mit 
denselben Beschwerdeführern und somit im Wissen um das sie betreffende 
Bundesgerichtsurteil vom 22. Februar 2021 mitgewirkt hat. Die Beschwerdeführer 
haben damals zu Recht kein Ausstandsbegehren gestellt. An der Ausgangslage 
(vgl. vorstehend Erw. 2.4) hat sich seither nichts verändert. 

Anzufügen ist, dass das Verwaltungsgericht in jenem Entscheid VGE III 2022 
124 - gleich wie vorliegend der Regierungsrat - klargestellt hat, dass die im 
planungs- und baurechtlichen Verfahren vorgebrachten Rügen "betreffend Quel-
lenrechte, Wassernutzungsrechte, die Erteilung von Wassernutzungskonzessio-
nen, Wasserbezugsgebühren, Wasserbezugsabrechnungen und deren Kontrolle, 
die Rechtmässigkeit des Wegrodels bzw. Wegrodelplanes, umstrittene Eigen-
tumsansprüche an diversen Grundstücken in der Gemeinde Morschach, Gülte, 
Grundbuchanmeldungen (…)" nicht Streitgegenstand und folglich nicht zu hören 
sind.

2.6 Das Ausstandsbegehren erweist sich somit als unbegründet. Auf den An-
trag, Richter lic.iur. Karl Gasser sei als Zeuge im Verfahren III 2023 199 zu betei-
ligen, einzugehen, erübrigt sich daher. 

3. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheids werden 
mit der Hauptsache geregelt. 

4. Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die 
Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist gemäss Art. 92 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) vom 17. Juni 2005 die Beschwerde zulässig. Eine spätere 
Anfechtung ist ausgeschlossen (Art. 92 Abs. 2 BGG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das Ausstandsbegehren gegenüber Richter lic.iur. Karl Gasser wird abge-
wiesen. 

2. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides 
wird mit der Hauptsache (Verfahren III 2023 199) entschieden.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer/Gesuchsteller (R)
- den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführer vom 7.2.2024)
- die Beigeladene (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwerdeführer 

vom 7.2.2024)
- den Gemeinderat Morschach (R; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführer vom 7.2.2024)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführer vom 7.2.2024)
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführer vom 7.2.2024). 

Schwyz, 12. Februar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 13. Februar 2024