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**Case Identifier:** 6f06cc55-b4c7-52dc-8445-a80a21267ac9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.12.2017 810 17 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-96_2017-12-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. Dezember 2017 (810 17 96)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht  

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit und Verhält-

nismässigkeit 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Yves Thommen,  
Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat  
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 0428 vom 28. März 2017) 
 
 
 
 
A. Der serbische Staatsangehörige A.____ (geboren 1991) reiste im Rahmen des Fami-
liennachzugs im Alter von acht Jahren gemeinsam mit seiner Mutter und drei Geschwistern zu 
seinem Vater in die Schweiz ein. Heute verfügt er über eine Niederlassungsbewilligung. A.____ 
leidet an einem angeborenen invalidisierenden geistig-kognitiven Gesundheitsschaden mit kon-

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sekutiver Lernbehinderung und Verhaltensschwierigkeiten. Seit Oktober 2013 ist er Inhaber des 
Einzelunternehmens "B.____".  
 
B. Mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft vom 9. April 2009 wurde 
A.____ wegen Nötigung und Tätlichkeiten für schuldig erklärt und zu einer persönlichen Leis-
tung von 8.5 Tagen, bei einer Probezeit von einem Jahr, verpflichtet.  
 
C. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern vom 19. Dezember 2014 
wurde A.____ wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeugs zu einer Busse in der Höhe von 
Fr. 400.-- verurteilt. 
 
D. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 19. November 2015 wurde A.____ 
wegen qualifizierter und einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie 
Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstra-
fe von 16 Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse in der Höhe von 
Fr. 300.-- verurteilt. 
 
E. Am 20. Januar 2016 gewährte das Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) A.____ 
das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und der 
Wegweisung aus der Schweiz, welches er mit Eingabe vom 2. März 2016 wahrnahm.  
 
F. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland, 
vom 9. Mai 2016 wurde A.____ wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Busse 
in der Höhe von Fr. 200.-- verurteilt. 
 
G. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Juni 
2016 wurde A.____ wegen Führens eines Motorfahrzeugs trotz abgelaufenem Führerausweis 
auf Probe zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 15 Tagessätzen à  
Fr. 50.--, bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse in der Höhe von Fr. 500.-- 
verurteilt. 
 
H. Mit Verfügung vom 27. Juni 2016 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung von 
A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an.  
 
I. Die von A.____ dagegen erhobene Beschwerde vom 11. Juli 2016 wies der Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) 
Nr. 0428 vom 28. März 2017 ab und verfügte, dass A.____ die Schweiz spätestens 30 Tage 
nach Rechtskraft des RRB zu verlassen habe.  
 
J. Mit Eingabe vom 10. April 2017 erhob A.____, vertreten durch Alain Joset,  
Advokat in Liestal, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), mit den Begehren: 1. Der RRB Nr. 0428 vom 28. März 2017 sowie die 
Verfügung des AfM vom 27. Juni 2016 seien aufzuheben und das AfM sei gerichtlich anzuwei-
sen, dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung zu belassen resp. diesem eine Nie-

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derlassungsbewilligung zu erteilen; 2. Eventualiter seien der RRB Nr. 0428 vom 28. März 2017 
sowie die Verfügung des AfM vom 27. Juni 2016 aufzuheben und die vorliegende Streitsache 
zur Neubeurteilung ans AfM zurückzuweisen; 3. Der vorliegenden Beschwerde sei insofern die 
aufschiebende Wirkung zu gewähren resp. zu belassen, als ihm zu gestatten sei, den Entscheid 
des Kantonsgerichts in der Schweiz abzuwarten; 4. Unter o/e-Kostenfolge. Am 12. Juni 2017 
reichte er seine Beschwerdebegründung ein und beantragt namentlich die Durchführung einer 
mündlichen Parteiverhandlung.  
 
K. Der Beschwerdegegner liess sich am 28. Juni 2017 vernehmen und schloss auf kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. Eventualiter beantragt er, A.____ sei gerichtlich zu ver-
warnen.  
 
L. Mit Verfügung vom 11. Juli 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rah-
men einer Parteiverhandlung überwiesen. Ferner wurden die Akten des Strafgerichts Basel-
Landschaft beigezogen und dem Beschwerdeführer Frist bis zum 30. November 2017 zur Ein-
reichung eines aktuellen Auszugs aus dem Betreibungsregister des Kantons Basel-Landschaft 
gewährt.  
 
M. Mit Eingabe vom 30. November 2017 reichte der Beschwerdeführer einen aktuellen 
Betreibungsregisterauszug vom 28. November 2011 ein.  
 
N. An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien vollumfänglich an ihren schrift-
lich gestellten Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist Adressat des ange-
fochtenen Entscheids und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die 
übrigen formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die vorliegen-
de Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
zu Recht erfolgten.  

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4.1 Gemäss Art. 34 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) 
vom 16. Dezember 2005 verleiht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich unbefristeten und 
unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem grundsätzlichen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes 
nicht absolut. Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlas-
sungsbewilligung entzogen werden.  
 
4.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG kann die Nieder-
lassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 
59 - 61 oder 64 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 ange-
ordnet worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in die-
sem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr 
bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen 
(BGE 135 II 377 E. 4.2 und BGE 137 II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, 
teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 
27. Januar 2010 E. 2.1). Ein Widerruf ist überdies möglich, wenn die ausländische Person in 
schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im 
Ausland verstossen oder diese gefährdet hat (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). Die Praxis geht hiervon 
aus, wenn die ausländische Person durch ihr Handeln besonders hochwertige Rechtsgüter ver-
letzt oder in Gefahr gebracht hat, sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken 
lässt oder sich im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt 
noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 16 E. 2.1; Urteil des Bundesge-
richts 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.2). Ein auf die genannten Bestimmungen 
gestützter Widerruf der Niederlassungsbewilligung kann auch dann erfolgen, wenn sich ein 
Ausländer – wie vorliegend der Beschwerdeführer – seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen 
und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 2).  
 
4.3 Mit Urteil des Strafgerichts vom 19. November 2015 (Rektifikat vom 5. Januar 2016 
betreffend Unterschrift) wurde der Beschwerdeführer zu einer bedingt vollziehbaren Freiheits-
strafe von 16 Monaten verurteilt. Damit ist vorliegend eine längerfristige Freiheitsstrafe ausge-
sprochen worden und demzufolge der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. 
Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gegeben, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. Ob das 
Verhalten des Beschwerdeführers zugleich als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, bedarf keiner nähe-
ren Betrachtung, weil dieser Widerrufsgrund nur dann zur Anwendung gelangt, wenn es an den 
Voraussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Frei-
heitsstrafe fehlt (BGE 135 II 377 E. 4.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_888/2012 vom 14. März 
2013 E. 3 und 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 E. 3.1). 
 
5.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes ist Grundvoraussetzung für den Widerruf der 
Bewilligung. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist indes nur gerechtfertigt, wenn er 
sich gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als verhältnismässig 

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erweist (Art. 96 Abs. 1 AuG, BGE 135 II 110 E. 2.1; vgl. auch ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/
FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, N 521 ff.; 
ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländer-
recht, 2. Auflage, Basel 2009, N 8.31). Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, die Mass-
nahme sei unverhältnismässig und verstosse gegen Art. 96 Abs. 1 AuG, Art. 5 Abs. 2 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 und Art. 8 
Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische 
Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 bzw. Art. 13 BV. Seine privaten 
Interessen seien höher zu gewichten als die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung. 
 
5.2 Vorab ist deshalb fraglich, ob sich der erwachsene, ledige und kinderlose Beschwerde-
führer überhaupt auf das Recht auf Achtung des Familien- und/oder Privatlebens gemäss Art. 8 
Ziff. 1 EMRK berufen kann. Das Verhältnis volljähriger Kinder zu ihren Eltern fällt nur in diesen 
Schutzbereich, wenn eine besondere Abhängigkeit besteht, welche über die normalen affekti-
ven Bindungen hinausgeht (BGE 139 II 393 E. 5.1; BGE 137 I 154 E. 3.4.2). Vorliegend ist ein 
solches Abhängigkeitsverhältnis jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Eine lange Anwesen-
heit und die damit verbundene normale Integration genügen nicht, um den Schutzbereich des 
Privatlebens zu bejahen; erforderlich sind besonders intensive, über eine normale Integration 
hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 2C_431/2016 vom 9. Januar 2017 E. 3.1 und 2C_1068/2015 vom 22. Februar 
2016 E. 2.2.2; 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 140 II 129; 
2C_725/2014 vom 23. Januar 2015 E. 3.2; BGE 130 II 281 E. 3.2.1). Die Frage des Schutzbe-
reichs kann indessen offen bleiben, da – wie nachfolgend aufzuzeigen ist – ein allfälliger An-
spruch des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK ebenso zu bejahen wäre 
wie in Anwendung von Art. 96 Abs. 1 AuG.  
 
5.3 Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ent-
spricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei sind 
alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interessen 
sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 3 zu Art. 51 AuG). Ver-
langt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Er-
teilung bzw. Belassung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Delikts und 
des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des 
Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwe-
senheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 135 II 
377 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1). Die Niederlas-
sungsbewilligung einer ausländischen Person, die sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll 
nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. 
schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren ist und ihr 
ganzes Leben im Land verbracht hat (Urteile des Bundesgerichts 2C_368/2015 vom 

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15. September 2015 E. 2.2; 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.4; Entscheid des Europäi-
schen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] i.S. Trabelsi gegen Deutschland vom 
13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06] § 53 ff.). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter 
Delinquenz besteht – überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in 
diesen Fällen ein schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit der ausländi-
schen Person zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu 
beenden. Bei schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven ge-
hören können, muss zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Rest-
risiko weiterer Beeinträchtigungen wesentlicher Rechtsgüter nicht in Kauf genommen werden 
(BGE 139 I 16 E. 2.2.1 m.w.H.).  
 
6.1 Der Beschwerdegegner erwog im streitgegenständlichen Entscheid, dass der Be-
schwerdeführer aufgrund seines langen Aufenthalts in der Schweiz von über 16 Jahren zwar 
ein gewichtiges privates Interesse aufweise. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass sich eine 
lange Aufenthaltsdauer aufgrund einer schlechten Integration und eines negativen persönlichen 
Verhaltens relativiere. Das persönliche Verhalten des Beschwerdeführers sei als negativ zu 
bezeichnen und sein Verschulden in ausländerrechtlicher Hinsicht wiege schwer. Es sei ihm 
entgegenzuhalten, dass er bereits als Jugendlicher mit dem Gesetz in Konflikt geraten und in 
der Folge vom Strafgericht Basel-Landschaft wegen teilweise qualifizierter Widerhandlung ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt worden sei. 
Weiter seien zwei Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz erfolgt (Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland, vom 9. Mai 2016 und 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Juni 2016). Entspre-
chend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei bei Drogendelikten, welche aus rein finan-
ziellen Motiven begangen worden seien, von schwerwiegenden Straftaten auszugehen. Zudem 
würden die wiederholten strafrechtlichen Verurteilungen aufzeigen, dass sich der Beschwerde-
führer wiederholt nicht an die schweizerische Rechtsordnung gehalten habe und offensichtlich 
auch nicht gewillt sei, dies künftig zu tun. Weder die ergangenen Vorstrafen noch die von der 
Vorinstanz in Aussicht gestellte Wegweisung habe den Beschwerdeführer von seinem Fehlver-
halten abzuhalten vermocht. Unter den gegebenen Umständen seien keine Anzeichen ersicht-
lich, die darauf hindeuten würden, dass sich der Beschwerdeführer inskünftig wohlverhalten 
werde. In diesem Zusammenhang falle die Verurteilung vom Mai 2016 besonders ins Gewicht, 
da der Beschwerdeführer dieses Delikt während des hängigen migrationsrechtlichen Verfahrens 
begangen habe. Zusammenfassend sei von einer ausländerrechtlich relevanten Rückfallgefahr 
auszugehen. In beruflicher Hinsicht sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer über keine 
abgeschlossene Berufsausbildung verfüge und kein regelmässiges Einkommen aus seiner 
selbständigen Tätigkeit nachzuweisen vermöge. Mangels eines Berufsabschlusses sei er über-
dies keine gesuchte Fachkraft auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt. Schliesslich ergebe sich 
aus dem aktuellen Betreibungsregisterauszug, dass elf Betreibungen im Gesamtbetrag von 
Fr. 25'956.05 und drei offene Verlustscheine in der Höhe von insgesamt Fr. 1'143.05 auf ihn 
lauten würden. Auch wenn seine persönlichen Beziehungen in der Schweiz sehr ausgeprägt 
seien, müsse aufgrund der wiederholten Delinquenz von einer missglückten sozialen Integration 
ausgegangen werden. Eine Rückkehr in sein Heimatland erweise sich als zumutbar. Demzufol-

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ge seien der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sowie die damit einhergehende Wegwei-
sung als verhältnismässig zu qualifizieren.  
 
6.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdebegründung vor, er 
sei neben der Verurteilung zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe in seinem gesamten 
Leben und damit auch in den vergangenen siebzehn Jahren in der Schweiz grundsätzlich nicht 
negativ in Erscheinung getreten. Die beiden Bagatellverstösse im Bereich des Strassenver-
kehrsgesetzes würden daran nichts ändern. Auch die Anordnung zur persönlichen Leistung, 
welche er gemäss Jugendstrafrecht zu leisten gehabt habe, stelle eine strafrechtliche Bagatelle 
eines minderintelligenten Jugendlichen dar, welche über acht Jahre zurückliege und keinen 
Eintrag ins Strafregister nach sich gezogen habe. Darauf abzustellen, sei deshalb nicht statt-
haft. Ein Eingriff in den Schutzbereich des Privat- sowie Familienlebens sei nicht gerechtfertigt 
und eine Wegweisung würde gegen die EMRK verstossen. Die Verhältnismässigkeitsprüfung 
habe klarerweise zu seinen Gunsten auszufallen: Er lebe seit rund achtzehn Jahren in der 
Schweiz, habe sämtliche Schulen hier absolviert und seine gesamte Familie lebe hier. Im Zu-
sammenhang mit der strafrechtlichen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe gelte es zu berück-
sichtigen, dass ihm kein klassischer Betäubungsmittelhandel vorgeworfen werde, sondern eine 
Anschubfinanzierung für den Erwerb von Marihuana und Amphetaminen. Im Tatzeitpunkt sei er 
keine zwanzig Jahre alt und aufgrund seiner Minderintelligenz in seiner Entwicklung zurückge-
blieben gewesen. Aufgrund seines angeborenen invalidisierenden geistig-kognitiven Gesund-
heitsschadens leide er an einer Minderintelligenz. Dennoch besitze er heute eine Einzelfirma, 
verdiene seinen Lebensunterhalt und sei wirtschaftlich unabhängig. Sämtliche Betreibungen 
gegen ihn seien zwischenzeitlich zurückgezogen resp. bezahlt worden und es blieben lediglich 
drei Verlustscheine mit niedrigen Beträgen übrig. Er kenne sein Heimatland nicht und sei seit 
seiner Einreise in die Schweiz nie dorthin zurückgekehrt. Zusammenfassend erweise sich die 
angefochtene Verfügung bei korrekter Würdigung der tatsächlichen Umstände weder als recht- 
noch verhältnismässig. 
 
6.3 Ausgangspunkt für die vorzunehmende ausländerrechtliche Interessenabwägung ist 
die strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers und die Schwere seines Verschuldens. 
Ein schriftlich begründetes Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft befindet sich nicht in den 
Akten. Der Mitschrift der mündlichen Urteilsberatung des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
19. November 2015 lässt sich jedoch zur Strafzumessung des Beschwerdeführers entnehmen, 
dass das "Anstalten treffen" nicht zu einer Strafmilderung führe, weil er alles für den Erwerb von 
Drogen gemacht habe, was er habe tun müssen. Das Motiv des Beschwerdeführers sei Geld 
gewesen. Als Anfänger im Geschäft habe er jedoch keine grosse kriminelle Energie aufgewie-
sen. Er habe im Zeitpunkt des Strafverfahrens Reue und Einsicht gezeigt. Sein Verschulden sei 
zwar nicht zu bagatellisieren, aber aufgrund der zwischenzeitlich legalen Erwerbstätigkeit sei 
ihm eine gute Prognose zu stellen (S. 2). Das Strafgericht Basel-Landschaft hat auf einen un-
bedingten Teil der Strafe verzichtet und diese vollumfänglich bedingt ausgesprochen. Dies ist 
gemäss Art. 42 StGB dann möglich, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um 
den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Die vom Be-
schwerdeführer verübten Straftaten wiegen dennoch schwer. Insofern ist mit dem Beschwerde-

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gegner festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer begangene Rechtsgutverletzung ein ge-
wichtiges öffentliches Interesse an seiner Wegweisung begründet. 
 
6.4 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind dessen 
private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets 
das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand von sämtlichen der massgeblichen 
Kriterien zu beurteilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). Die begangene Rechtsgutsverletzung kann 
zwar nicht mehr als geringfügige Delinquenz bezeichnet werden. Der Beschwerdeführer war 
zum Zeitpunkt der Tatbegehung jedoch 21 Jahre alt und gilt somit als junger Erwachsener. Zu-
dem liegen die Delikte inzwischen fünf Jahre zurück. Zu beachten ist, dass sein Aufenthalt an-
gesichts seiner langen Aufenthaltsdauer und Verwurzelung in den hiesigen Verhältnissen nur 
mit besonderer Zurückhaltung zu beenden ist. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerde-
führer im Alter von acht Jahren in die Schweiz einreiste und hier sämtliche obligatorischen 
Schulen absolviert hat. Seit seiner Einreise in die Schweiz ist er nie zurück in sein Heimatland 
gereist. Bezüglich seiner gesellschaftlichen Integration ist somit festzustellen, dass der Be-
schwerdeführer seit 18 Jahren ununterbrochen in der Schweiz lebt und so gut Deutsch spricht, 
dass die heutige Befragung zu den im Raum stehenden Massnahmen im hiesigen Dialekt 
durchgeführt werden konnte. Der Beschwerdeführer lebt zusammen mit zwei Geschwistern bei 
seiner Mutter. Gemäss seiner heutigen Ausführung lebt seine gesamte Familie hier und er un-
terhält keinerlei Beziehungen zu seinem Heimatland (vgl. Protokoll S. 2). In beruflicher Hinsicht 
kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner geistig-kognitiven Be-
einträchtigung eine Kostengutsprache der IV-Stelle für die erstmalige berufliche Eingliederung 
erhalten hat und er zunächst einen Jahreskurs im Rahmen des Jugendförderkurses des 
"C.____" absolvierte (Verfügung der IV-Stelle vom 27. Juli 2009, Bericht der IV-Stelle vom 
27. November 2008, Bildungszeugnis D.____ Genossenschaft vom 31. Juli 2012, Beilage 1 zur 
Beschwerde vom 19. September 2016). In der Folge erhielt er von der IV-Stelle eine Kosten-
gutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung zum Logistiker EBA ab August 2010 (Ver-
fügung der IV-Stelle vom 17. Juni 2010). Den Berufsabschluss als Logistiker hat er gemäss 
Aktenlage knapp nicht geschafft (vgl. Notenausweis des Amtes für Berufsbildung, Mittel- und 
Hochschulen des Kantons Solothurn vom 26. Juni 2012, Beilage 3 des rechtlichen Gehörs vom 
2. März 2016). Der Beschwerdeführer führt an der heutigen Parteiverhandlung zwar aus, seine 
Berufslehre erfolgreich abgeschlossen zu haben (vgl. Protokoll S. 3). Diese Behauptung belegt 
er jedoch nicht, weshalb gestützt auf die Verfahrensakten weiterhin davon auszugehen ist, dass 
dies nicht der Fall ist. Seit Oktober 2013 ist der Beschwerdeführer als Einzelunternehmer im 
Transportwesen tätig (vgl. Tagesregister des Handelsregisters Kanton Basel-Landschaft vom 
29. Oktober 2013). Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung erklärt er ferner, dass er als Sub-
unternehmer Aufträge erhalte und er feste Touren fahre. Mit der Selbständigkeit verdiene er 
seinen Lebensunterhalt und habe seither keiner Unterstützung von seiner Familie mehr bedurft 
(vgl. Protokoll S. 2). Ins Gewicht fällt weiter, dass der Beschwerdeführer zu keiner Zeit Sozialhil-
feleistungen oder anderweitige Leistungen von der öffentlichen Hand bezog und die auf ihn ver-
zeichneten Betreibungen hat er gemäss dem aktuellen Betreibungsregisterauszug vom 
28. November 2017 zwischenzeitlich bereinigt. Es sind einzig noch drei Verlustscheine über 
niedrige Beträge registriert, welche der Beschwerdeführer gemäss seiner heutigen Aussage 
ebenfalls zu tilgen beabsichtigt (vgl. Protokoll S. 3). Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, 

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dass es dem Beschwerdeführer seit Oktober 2013 offenbar gelungen ist, sich in beruflich-
wirtschaftlicher Hinsicht zu integrieren und ein regelmässiges Einkommen zu erzielen. Die In-
tegration des Beschwerdeführers, dessen gesamtes familiäres, soziales und berufliches Umfeld 
sich in der Schweiz befindet, kann damit als gelungen bezeichnet werden. Es kommt hinzu, 
dass der Beschwerdeführer bis anhin nie fremdenpolizeilich verwarnt worden ist. Seine Bemü-
hungen, ein geregeltes und konfliktfreies Leben zu führen, wie er es anlässlich der heutigen 
Parteiverhandlung beteuert, sind als ernsthaft zu bezeichnen. Zusammenfassend führen die 
obenstehenden Erwägungen deshalb zum Schluss, dass angesichts der langen Anwesenheits-
dauer sowie der Verwurzelung hier in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Fernhal-
tung das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz nicht zu 
überwiegen vermag. 
 
6.5 Vor diesem Hintergrund erweist sich der vom Beschwerdegegner geschützte Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung mit Blick auf die privaten Interessen des Beschwerdeführers als 
unverhältnismässig. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen.  
 
7.1 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1).  
 
7.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer noch nie ver-
warnt wurde. Er ist jedoch mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass er trotz langer Anwesenheit 
mit dem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung rechnen muss, sollte er erneut in relevanter 
Weise straffällig werden oder in relevanter Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung 
in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gefährden oder die innere oder die 
äussere Sicherheit gefährden und damit das durch das Gericht in ihn gesetzte Vertrauen miss-
brauchen. Der Beschwerdeführer wird in diesem Sinne ausdrücklich verwarnt (Art. 96 Abs. 2 
AuG). 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden 
nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auf-
erlegt. Vorinstanzen werden nur dann Verfahrenskosten auferlegt, wenn sie das Kantonsgericht 
in Anspruch nehmen (§ 20 Abs. 3 und 4 VPO). Dementsprechend sind im vorliegenden Verfah-
ren keine Verfahrenskosten zu erheben. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'800.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 

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Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist dem Be-
schwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. In 
seiner Honorarnote vom 30. November 2017 macht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
einen Aufwand von 12.25 Stunden à Fr. 250.-- und Spesen in der Höhe von Fr. 127.70 geltend, 
was nicht zu beanstanden ist. Für die heutige Parteiverhandlung werden dem Rechtsvertreter 
weitere zwei Stunden zugesprochen. Demzufolge hat der Beschwerdegegner dem Beschwer-
deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'985.40 (inkl. Auslagen sowie 8 % 
MWST) zu bezahlen.  
 
8.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, ist die Angelegenheit zu 
deren Neuverlegung an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. 
 

 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 0428 vom 28. März 2017 aufgehoben. 
   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrechtlich 

verwarnt. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen.  

   
 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- wird dem Beschwerdeführer zurück-
erstattet. 

   
 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'985.40 (inkl. Aus-
lagen und 8 % MWST) zu bezahlen.  

 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin