# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4aa5fabf-6cb4-54ca-9835-7592db8b7f68
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 02.09.2019 B 2019/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2019-56_2019-09-02.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/56

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.12.2019

Entscheiddatum: 02.09.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 02.09.2019
Verfahren, Bemessung der ausseramtlichen Kosten im Rekursverfahren, Art. 
31 Abs. 1 und 2 AnwG, Art. 19, Art. 22 Abs. 1 lit. a, Art. 22 HonO. Die 
ausseramtliche Entschädigung bei einer Vielzahl von Klienten ist im 
Vergleich zur Vertretung von einem Mandanten unterschiedlich hoch 
anzusetzen (E. 3.4), (Verwaltungsgericht, B 2019/56).

Entscheid vom 2. September 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__,

B.__,

C.__ und D.__,

E.__,

F.__ und G.__,

H.__,

I.__ und J.__,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

K.__ und L.__,

M.__ und N.__,

O.__ und P.__,

Beschwerdeführer,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, 

Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Ausseramtliche Kosten im Rekursverfahren

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Der Gemeinderat X.__ erliess am 14. August 2017 den 2. Nachtrag zum 

Baureglement. Während der öffentlichen Auflage vom 28. August 2017 bis 

26. September 2017 erhoben A.__, B.__, C.__ und D.__, E.__, F.__ und G.__, H.__, I.__ 

und J.__, K.__ und L.__, M.__ und N.__, Q.__, O.__ und P.__ durch ihren 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rechtsvertreter Einsprache. Mit Entscheid vom 25. Oktober 2017 wies der 

Gemeinderat X.__ die Einsprache ab. Nach unbenutztem Ablauf der Referendumsfrist 

vom 30. Oktober 2017 bis 8. Dezember 2017 eröffnete er den 17 Einsprechern am 

22. Februar 2018 die 14-tägige Rechtsmittelfrist (act. 7/7/1-12).

B. Gegen die stillschweigende Zustimmung der Bürgerschaft von X.__ sowie gegen 

den Einspracheentscheid des Gemeinderates X.__ vom 25. Oktober 2017 rekurrierten 

A.__ und 16 Konsorten durch ihren Rechtsvertreter am 8. März 2018 an das 

Baudepartement (act. 7/1). Am 3. April 2018 ergänzten sie ihren Rekurs (act. 7/4). Am 

14. April 2018 zog Q.__ seinen Rekurs zurück (act. 7/5). Am 4. September 2018 gab 

das Baudepartement den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, sich innert 30 Tagen zu 

den Vernehmlassungen der Politischen Gemeinde X.__ vom 4. Mai 2018 und des 

Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) vom 26. Juli 2018 vernehmen 

zu lassen. Am 28. September 2018 resp. 8. Oktober 2018 nahmen die Politische 

Gemeinde X.__ und die (verbliebenen) Rekurrenten dazu Stellung (act. 7/7, 9-12). Mit 

Eingabe vom 25. November 2018 verzichteten die damaligen Rekurrenten auf eine 

weitere Stellungnahme und reichten eine Kostennote ein (act. 7/14). Diese Eingabe 

mitsamt Kostennote stellte das Departement am 11. Dezember 2018 dem Gemeinderat 

X.__ und dem AREG zur Kenntnis zu (act. 7/15). Mit Entscheid vom 25. Februar 2019 

(act. 2/11) hiess das Baudepartement den Rekurs gut und hob die stillschweigende 

Zustimmung der Bürgerschaft von X.__ sowie den Einspracheentscheid des 

Gemeinderates X.__ vom 25. Oktober 2017 und damit auch den Erlass des zweiten 

Nachtrags zum Baureglement der Politischen Gemeinde X.__ vom 14. August 2017 auf 

(Dispositiv-Ziffer 1b). Den Rekurrenten sprach es eine ausseramtliche Entschädigung in 

der Höhe von CHF 2'750, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu (Dispositiv-Ziffer 3).

C. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 25. Februar 2019 

erhoben A.__, B.__, C.__ und D.__, E.__, F.__ und G.__, H.__, I.__ und J.__, K.__ und 

L.__, M.__ und N.__, sowie O.__ und P.__ (Beschwerdeführer) durch ihren 

Rechtsvertreter am 10. März 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem 

Rechtsbegehren, es sei Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Die Angelegenheit sei an die 

Vorinstanz zur Neubeurteilung der ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens 

zurückzuweisen. Eventualiter sei ihnen für das Rekursverfahren eine ausseramtliche 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entschädigung von CHF 5'720, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer, zuzusprechen (act. 1). 

Mit Vernehmlassung vom 5. April 2019 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei 

teilweise gutzuheissen (act. 6). Die Politische Gemeinde X.__ (Beschwerdegegnerin) 

verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Mit Replik vom 10. Juni 2019 

bestätigten die Beschwerdeführer ihre Anträge und Ausführungen (act. 10).

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, 

soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführer sind hinsichtlich der vorliegend strittigen Bemessung der 

ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens zur Ergreifung des Rechtsmittels befugt 

(Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde rechtzeitig 

erhoben und erfüllt die formellen und inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

Die Beschwerdeführer erachten es in ihrer Replik vom 10. Juni 2019 (act. 10, S. 2) unter 

Berufung auf das Novenverbot (Art. 61 Abs. 3 VRP) als unzulässig, dass sich die 

Vorinstanz im Beschwerdeverfahren in der Vernehmlassung vom 5. April 2019 (act. 6) 

nachträglich mit der Kostennote der Beschwerdeführer vom 25. November 2018 

(Beilage zu act. 7/14) auseinandersetzte. Diesbezüglich lassen sie ausser Acht, dass 

die Vorinstanz nicht neue Tatsachen vorgebracht hat, sondern den von ihr im 

Beschwerdeverfahren gestellten Antrag (teilweise Gutheissung der Beschwerde) mit 

einer gegenüber dem vorinstanzlichen Verfahren geänderten rechtlichen Begründung 

versehen hat. Neue rechtliche Argumentationen können die Beteiligten – im Rahmen 

der zu beurteilenden Rügen – grundsätzlich ohne Einschränkungen vorbringen (vgl. 

Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 649, 

M. Camprubi, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Art. 62 Rz. 10, M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, 

§ 52 Rz. 32, und Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 25 Rz. 5, siehe zur 

Einschränkung des Novenverbots auch VerwGE B 2016/105 vom 22. März 2018 E. 1 

mit Hinweisen in FN 11 f., www.gerichte.sg.ch).

2. Die Beschwerdeführer stellen den Beweisantrag (act. 1, S. 4 Ziff. II/6), es seien die 

Akten des AREG in Sachen Teilrevision Baureglement 2017 beizuziehen. Dieser Antrag 

ist abzuweisen. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus 

den Verfahrensakten (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit 

Hinweisen).

3. Die Beschwerdeführer bringen zunächst vor (act. 1, S. 7 Ziff. III/5, act. 10, S. 2-4), die 

Vorinstanz habe bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung gegen das 

Willkürverbot und das Rechtsgleichheitsgebot verstossen. Vertrete ein Rechtsvertreter 

eine grosse Anzahl von Parteien, resultiere daraus ein Zusatzaufwand, welcher vom 

üblichen Pauschalhonorar nicht abgedeckt sei. Klientschaften, welche einen eigenen 

Anwalt mandatierten, dürften finanziell nicht bessergestellt werden als Parteien, die 

sich an einer Kollektivbeschwerde beteiligten. Im Weiteren sei der Zuschlag von zwei 

Arbeitsstunden für den angeordneten zweiten Schriftenwechsel ausgewiesen.

3.1. Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der 

Grundlage einer Honorarpauschale festgesetzt (vgl. Art. 22 Abs. 1 der Honorarordnung; 

sGS 963.75, HonO, in der Fassung des VI. Nachtrags vom 28. November 2018, in Kraft 

gesetzt auf 1. Januar 2019, nGS 2019-019, vgl. zum übergangsrecht Art. 30  HonO). 

Vor Verwaltungsbehörden beträgt das Honorar pauschal CHF 500 bis CHF 6'000 

(Art. 22 Abs. 1 lit. a HonO, siehe dazu auch Art. 7 der Verordnung über die Bearbeitung 

von Rekursverfahren vor den Departementen; sGS 951.11, RekV). In aussergewöhnlich 

aufwendigen Fällen kann es um bis zu 100 Prozent erhöht werden (Art. 22 

Abs. 2 HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das 

Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der 

Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der 

Beteiligten bemessen (vgl. Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des 

Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). Richtschnur ist dabei das gemäss kantonalem 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Tarif gerechtfertigte Anwaltshonorar, welches durch die bei objektiver Würdigung 

notwendig erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts entstanden ist (vgl. VerwGE 

B 2017/240 vom 25. Oktober 2018 E. 6 mit Hinweisen, a.a.O.). Der vom Rechtsvertreter 

betriebene Aufwand, wie er in der Honorarnote zum Ausdruck kommt, stellt mithin 

lediglich eines von verschiedenen Bemessungskriterien dar (vgl. VerwGE B 2016/38 

vom 12. März 2018 E. 8.3 mit Hinweis, www.gerichte.sg.ch, anders: K. Plüss, in: 

A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 68 Rz. 72).

Den Behörden kommt bei der Bemessung von ausseramtlichen Kosten ein erheblicher 

Ermessensspielraum zu. Die Ermessenskontrolle ist dem Verwaltungsgericht im 

Beschwerdeverfahren verwehrt. Das Verwaltungsgericht ist nur zur Rechtskontrolle 

befugt und kann einen Kostenspruch der Vorinstanz nur aufheben, wenn er auf einer 

Über- oder Unterschreitung bzw. einem Missbrauch des Ermessens beruht (vgl. Art. 61 

Abs. 1 und 2 VRP sowie VerwGE B 2018/75 vom 21. März 2019 E. 4.3 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Ermessensmissbrauch wird angenommen, wenn die 

Ermessensausübung nicht pflichtgemäss erfolgte, namentlich wenn sie von 

sachfremden Kriterien geleitet oder überhaupt unmotiviert ist. Die 

Ermessensbetätigung hat sich an den allgemeinen Rechtsgrundsätzen, den 

verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den (weiteren) verfassungsrechtlichen 

Schranken, insbesondere dem Grundsatz der Rechtsgleichheit, der 

Verhältnismässigkeit und dem Willkürverbot, zu orientieren (vgl. VerwGE B 2018/65 

vom 26. Juni 2018 E. 2 mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 739 ff., 

www.gerichte.sg.ch). Wo eine Behörde die ausseramtlichen Kosten nach Ermessen 

verteilt und insoweit über einen Ermessensspielraum verfügt, hängen 

Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft; SR 101, BV) und Willkürverbot (Art. 9 BV) derart eng zusammen, 

dass die rechtsungleiche Behandlung als blosser Sonderfall der Willkür erscheint. Die 

Überprüfung der Rechtsanwendung erfolgt deshalb vorab auf Willkür hin. Willkürliche 

Rechtsanwendung bedeutet, dass der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar 

ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen 

unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem 

Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Der Entscheid ist nur aufzuheben, wenn nicht 

bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere 

Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

BGer 5A_278/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf 

Art. 107 der Schweizerischen Zivilprozessordnung; Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, 

und VerwGE B 2017/180 vom 27. September 2018 E. 2.3 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Die Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach 

Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner 

Ungleichheit ungleich behandelt wird (vgl. BGE 138 I 321 E. 3.2 mit Hinweis auf 

BGE 137 V 121 E. 5.3).

3.2. Die Vorinstanz hat anerkannt (vgl. act. 6 Ziff. 1 und 3), dass sie, hätte sie die 

Kostennote der Beschwerdeführer vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) im 

angefochtenen Entscheid (act. 2/11, S. 7 E. 4) berücksichtigt, bei der Festsetzung des 

Honorars für das Rekursverfahren antragsgemäss zusätzlich eine Entschädigung für 

Barauslagen von pauschal 4% des Honorars hätte hinzurechnen müssen. Hingegen 

stellt sie sich (nachträglich, vgl. hierzu E. 4 hiernach) auf den Standpunkt (act. 6 Ziff. 2), 

im Rekursverfahren sei nur ein einfacher Schriftenwechsel angeordnet worden. 

Freiwillig eingereichte Eingaben würden praxisgemäss nicht entschädigt. Es habe sich 

vorliegend um einen einzigen Rekurs gehandelt, der von sechs Ehepaaren und vier 

Einzelpersonen (ursprünglich fünf) gemeinsam erhoben worden sei. Die Sachlage sei 

für alle Rekurrenten identisch gewesen, weshalb keine unterschiedlichen Eingaben des 

Rechtsvertreters nötig gewesen seien. Der Aufwand von neun Zusatzstunden für 

Instruktionsgespräche sei nicht nachgewiesen.

3.3. Der erste oder einfache Schriftenwechsel ist abgeschlossen, wenn die 

Rekursinstanz die Rekursschrift den übrigen Verfahrensbeteiligten zustellt und ihnen 

Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung angesetzt hat (vgl. Art. 53 VRP). Zur 

Wahrung des (unbedingten) Replikrechts müssen die Vernehmlassungen den 

Verfahrensbeteiligten zur Information (Kenntnisnahme, Orientierung) zugestellt werden 

(vgl. dazu VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.4-2.4.3 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Dafür kann ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet oder den 

Parteien Frist für eine allfällige Stellungnahme angesetzt werden. Die Behörde kann 

Eingaben aber auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn von den Parteien 

erwartet werden kann, dass sie umgehend unaufgefordert Stellung nehmen oder eine 

Stellungnahme beantragen, was namentlich bei anwaltlich Vertretenen oder 

Rechtskundigen regelmässig der Fall ist (vgl. dazu Seethaler/Plüss, in: Waldmann/

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. Aufl. 2016, 

Art. 57 Rz. 42).

Im vorliegenden Fall stellte die Vorinstanz den Verfahrensbeteiligten mit 

Zwischenverfügung vom 4. September 2018 (act. 7/10) die Vernehmlassungen des 

AREG vom 26. Juli 2018 (act. 7/9) und der Beschwerdegegnerin vom 4. Mai 2018 

(act. 7/7) zur Wahrung des Replikrechts mit der Möglichkeit zu, sich dazu innert 

30 Tagen vernehmen zu lassen. Insoweit war diese Verfügung, abgesehen von der 

Androhung der Säumnisfolgen, identisch mit den zuvor im Rahmen des ersten 

Schriftenwechsels ergangenen verfahrensleitenden Anordnungen (vgl. demgegenüber 

Zwischenverfügungen vom 16. April 2018 und 26. Juni 2018, act. 7/6 und 8). Zusätzlich 

wies die Vorinstanz die Verfahrensbeteiligten darin ausdrücklich auf die Ausführungen 

des AREG hin, wonach die Mitwirkungsrechte der Bevölkerung nach Art. 4 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) verletzt 

worden seien und eine Berichterstattung nach Art. 47 der Raumplanungsverordnung 

(SR 700.1, RPV) fehle. Vor diesem Hintergrund kann den Beschwerdeführern nicht 

unterstellt werden, sie hätten die Eingabe vom 8. Oktober 2018 (act. 7/12) "freiwillig" 

eingereicht. Bei der Zwischenverfügung vom 4. September 2018 handelte es sich 

fraglos nicht um eine blosse "Zustellung zur Kenntnisnahme". Darüber hinaus besteht 

das Recht, von allen eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu 

äussern zu können, unabhängig davon, ob die Eingaben neue und/oder wesentlichen 

Vorbringen enthalten. Es ist nicht an der entscheidenden Behörde zu beurteilen, ob 

eine weitere Stellungnahme oder Entgegnung erforderlich ist. Dies ist allein Sache der 

Verfahrensbeteiligten (vgl. VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.4 mit Hinweis, 

a.a.O.). Die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang ins Feld geführte, nicht 

weiter dokumentierte Praxis, "freiwillig" eingereichte Eingaben nicht zu entschädigen, 

lässt sich demzufolge nicht halten. Nach dem Gesagten kann dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer nicht vorgehalten werden, die für die Ausfertigung der 

Stellungnahme vom 8. Oktober 2018 in der Kostennote vom 25. November 2018 

geltend gemachten zusätzlichen Aufwendungen von zwei Stunden à CHF 250 seien – 

von vornherein – nicht notwendig gewesen.

3.4. Gemäss R. Hirt wird die ausseramtliche Entschädigung, wie sie bei einem 

Mandanten gesprochen würde, angemessen erhöht und entsprechend dem jeweiligen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufwand auf die vertretenen Parteien verteilt, wenn ein Rechtsvertreter im gleichen 

Verfahren mehrere Klienten vertritt (vgl. dieselbe, Die Regelung der Kosten nach 

st.gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 206). Diese 

Lehrmeinung leuchtet ein, weshalb sich ihr das Verwaltungsgericht anschliesst. Die 

Vertretung mehrerer Klienten im gleichen Verfahren verursacht einen Mehraufwand. 

Nicht nachvollziehbar ist daher, weshalb die Vorinstanz in Abrede stellt, dass die 

Aufwendungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführer durch die Vertretung einer 

Vielzahl von Klienten höher gewesen sind, als wenn dieser nur einen Mandanten 

vertreten hätte. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführer den genauen 

Zeitaufwand für die zusätzlich notwendigen Instruktionsgespräche nicht nachgewiesen 

haben. Es liegen offensichtlich sachliche Gründe vor, die ausseramtliche 

Entschädigung bei einer Vielzahl von Klienten im Vergleich zur Vertretung von einem 

Mandanten unterschiedlich hoch anzusetzen. Dabei geht es nicht darum, jedem noch 

so bedeutungsarmen Detail des Einzelfalls gerecht zu werden (vgl. dazu B. Stähelin, 

Rechtsverfolgungskosten und unentgeltliche Rechtspflege im Lichte der 

Rechtsgleichheit, Zürich 2017, Rz. 117). Vielmehr läuft die von der Vorinstanz 

vorgenommene Vereinfachung des Sachverhalts dem Rechtsgleichheitsgebot zuwider 

und ist auch willkürlich.

3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz bei der Bemessung der 

ausseramtlichen Entschädigung nicht nur die in der Kostennote der Beschwerdeführer 

vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) beantragte Entschädigung für 

Barauslagen von pauschal 4% des Honorars ausser Acht liess, sondern auch die darin 

geltend gemachten besonderen Umstände (Aufwand für die Ausfertigung der 

Stellungnahme vom 8. Oktober 2018, Vertretung einer Vielzahl von Klienten) im 

Rahmen ihrer Ermessensausübung angemessen hätte berücksichtigen müssen. 

Insoweit ist die vorinstanzliche Ermessensausübung rechtsfehlerhaft. Die Beschwerde 

ist gutzuheissen, Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und die 

Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur Neufestsetzung der ausseramtlichen 

Entschädigung der Beschwerdeführer für das Rekursverfahren an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.

4. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob die Beschwerde auch wegen 

Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu Recht erfolgte (vgl. dazu 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

act. 1, S. 6 Ziff. III/4, act. 10, S. 1, sowie BGE 144 I 11 E. 5.3, BGE 143 III 65 E. 5.2, 

BGer 8C_262/2014 vom 3. Juli 2014 E. 3.4, VerwGE B 2017/240 vom 25. Oktober 2018 

E. 6, www.gerichte.sg.ch, VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1, in: 

GVP 2015 Nr. 68, alle je mit Hinweisen und Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/

Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, 

Art. 105 Rz. 2), da die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 5. April 2019 (act. 6 

Ziff. II/1) anerkannt hat, dass sie sich im angefochtenen Entscheid mit der Kostennote 

der Beschwerdeführer vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) nicht 

auseinandersetzte.

5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP 

und VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). 

Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). Auf die Erhebung ist zu verzichten 

(Art. 95 Abs. 3 VRP). Den Beschwerdeführern ist der geleistete Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zurückzuerstatten.

Die Beschwerdegegnerin hat die obsiegenden Beschwerdeführer für das 

Beschwerdeverfahren antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 

und Art. 98  VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hat am 10. Juni 2019 

eine Kostennote (act. 11) eingereicht, gemäss welcher die Entschädigungsforderung 

CHF 4'125 (zuzüglich 4% Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) beträgt. Vor 

Verwaltungsgericht ist die Honorarpauschale innerhalb des von Art. 22 Abs. 1 Ingress 

und lit. b HonO festgelegten Rahmens zwischen CHF 1'500 und CHF 15'000 

festzulegen. Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das 

Grundhonorar, wie im Rekursverfahren (vgl. dazu E. 3.1 hiervor), nach den besonderen 

Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des 

Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO 

sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG; vgl. dazu VerwGE B 2017/221 vom 25. Juni 2018 

E. 3.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Auch im Beschwerdeverfahren ist die 

eingereichte Kostennote bei der Festsetzung der Honorarpauschale lediglich zu 

berücksichtigen (vgl. VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1, a.a.O.).

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Mit Blick auf den in der Honorarordnung vorgesehenen mittleren Stundenansatz von 

CHF 250 (vgl. Art. 24 Abs. 1 HonO) und die weiteren Bemessungskriterien, 

insbesondere die in vergleichbaren Fällen zugesprochenen Entschädigungen (vgl. dazu 

VerwGE B 2016/235 vom 9. Juli 2018, VerwGE B 2015/313 vom 29. Juni 2017, VerwGE 

B 2015/74 vom 28. März 2017, VerwGE B 2015/123 vom 20. Dezember 2016, VerwGE 

B 2014/70 vom 27. November 2015, VerwGE B 2011/88 vom 18. Oktober 2011, 

www.gerichte.sg.ch) und die vorliegend gegebenen besonderen Umstände (Vertretung 

einer Vielzahl von Beschwerdeführern, Replik vom 10. Juni 2019), erscheint eine 

ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren in der Höhe von 

CHF 2‘000 angemessen. Die in der Kostennote vom 10. Juni 2019 (act. 11) 

aufgeführten Aufwendungen für die Prüfung des vorinstanzlichen Entscheides können 

dabei insoweit nicht berücksichtigt werden, als der Entscheid inhaltlich nicht 

angefochten wurde. Hinzu kommen 4% pauschale Barauslagen (Art. 28

Abs. 1 HonO) sowie die beantragten 7.7% Mehrwertsteuer (Art. 29 HonO).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen 

Entscheids aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur 

Neufestsetzung der ausseramtlichen Entschädigung der Beschwerdeführer für das 

Rekursverfahren an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500 gehen zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin; auf die Erhebung wird verzichtet. Den Beschwerdeführern 

wird der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführer ausseramtlich mit 

CHF 2'000 zuzüglich 4% Barauslagen (CHF 120) und 7.7% Mehrwertsteuer.

 

Der Abteilungspräsident                                         Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                                        Bischofberger

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 02.09.2019
	Verfahren, Bemessung der ausseramtlichen Kosten im Rekursverfahren, Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG, Art. 19, Art. 22 Abs. 1 lit. a, Art. 22 HonO. Die ausseramtliche Entschädigung bei einer Vielzahl von Klienten ist im Vergleich zur Vertretung von einem Mandanten unterschiedlich hoch anzusetzen (E. 3.4), (Verwaltungsgericht, B 2019/56).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte