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**Case Identifier:** 34e7356c-098c-5e7c-a051-57d194f9af09
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.08.2018 760 18 113/199
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_760-18-113-199_2018-08-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. August 2018 (760 18 113 / 199) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Familienzulagen 

 

 

Auslandaufenthalt nicht als Ausbildung anerkannt. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Familienausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ausbildungszulagen für Tochter B.____ 
 
 
 
A. Am 11. Oktober 2017 reichte A.____ der Familienausgleichskasse Basel-Landschaft 
(Kasse) eine Ausbildungsbestätigung ein, wonach ihre 1997 geborene Tochter B.____ vom 
28. August 2017 bis zum 22. Juni 2018 beim C.____ Programm in Schweden an einem „full-
time education programm“ teilnehme. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2017 ersuchte die Kasse 
um weitere Unterlagen und Informationen zu diesem Programm. Nachdem B.____ am 17. No-
vember 2017 eine schriftliche Begründung für ihr Studienjahr am C.____ sowie weitere Unterla-
gen zum Programm eingereicht hatte, verfügte die Kasse gegenüber A.____ am 1. Dezember 
2017 die Ablehnung des Anspruchs auf Ausbildungszulagen für B.____ ab 1. August 2017. Ei-
ne dagegen am 12. Januar 2018 erhobene Einsprache von A.____ wies die Kasse mit Ein-

 
 
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spracheentscheid vom 8. März 2018 nach Sichtung weiterer im Einspracheverfahren einge-
reichter Unterlagen ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 9. April 2018 
Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei die Kasse zu verpflichten, die ihr zustehen-
den Ausbildungszulagen für die Zeit vom 1. August 2017 bis 30. Juni 2018 auszurichten, unter 
o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte sie unter Hinweis auf eine tags darauf eingereichte, 
weitere Bestätigung der C.____ im Wesentlichen geltend, dass das klar vorgegebene Schul-
programm mindestens 20 Lektionen pro Woche umfasse. Ausserdem sei gewährleistet, dass 
auch die Nachmittage in englischer Sprache abgehalten würden. Das von B.____ absolvierte 
Brückenjahr sei deshalb als Ausbildung zu qualifizieren. 
 
C. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 23. Mai 2018 auf Abweisung der Beschwer-
de.  
 
Die Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben sich, soweit für den Entscheid von Bedeutung, 
aus den nachfolgenden Erwägungen. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Am 1. Januar 2009 ist das Bundesgesetz über die Familienzulagen (Familienzulagenge-
setz, FamZG) vom 24. März 2006 in Kraft getreten, welches das kantonale Familienzulagenge-
setz (FaZG) vom 9. Juli 2005 ersetzt. Gemäss Art. 1 FamZG sind die Bestimmungen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 auf die Familienzulagen anwendbar, soweit das FamZG nicht ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht. Nach Art. 60 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 kann gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger innert 30 Tagen beim Kan-
tonsgericht Beschwerde erhoben werden. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Ausbildungszulagen für ihre Tochter B.____ ab 1. August 2017 von monatlich Fr. 250.-- zu be-
urteilen. Die Angelegenheit ist somit präsidial zu entscheiden. 
 

2.1 Nach Art. 3 FamZG umfassen die Familienzulagen die Kinder- und die Ausbildungszula-
gen. Die Ausbildungszulage wird ab Ende des Monats, in dem das Kind das 16. Altersjahr voll-
endet, bis zum Abschluss der Ausbildung ausgerichtet, längstens jedoch bis zum Ende des 
Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet (Art. 3 Abs. lit. b FamZG). Gemäss Art. 1 der 
Verordnung über die Familienzulagen vom 31. Oktober 2007 (FamZV) besteht ein Anspruch auf 

 
 
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eine Ausbildungszulage für Kinder, die eine Ausbildung im Sinne von Artikel 25 Absatz 5 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG) absolvieren. 
 

2.2 Art. 25 Abs. 5 Satz 2 AHVG beauftragt den Bundesrat, den Begriff der Ausbildung zu 
regeln, was dieser mit den auf den 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Art. 49bis und 49ter der 
Verordnung zur Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 getan 
hat. Nach Art. 49bis AHVV ist ein Kind in Ausbildung, wenn es sich auf der Grundlage eines ord-
nungsgemässen, rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Bildungsganges systematisch 
und zeitlich überwiegend entweder auf einen Berufsabschluss vorbereitet oder sich eine Allge-
meinausbildung erwirbt, die Grundlage für den Erwerb verschiedener Berufe bildet (Abs. 1). Als 
in Ausbildung begriffen gilt ein Kind aber auch dann, wenn es sogenannte Brückenangebote 
wahrnimmt wie Motivationssemester, Vorlehren, Au pair-Einsätze sowie Sprachaufenthalte, 
sofern diese Angebote einen Anteil an Schulunterricht enthalten (Abs. 2). Die Ausbildung gilt mit 
einem Berufs- oder Schulabschluss beendet (Art. 49ter Abs. 1 AHVV). Sie gilt ausserdem auch 
dann als beendet, wenn sie ab- oder unterbrochen wird oder wenn ein Anspruch auf eine Inva-
lidenrente entsteht (Abs. 2). Nicht als Unterbrechung im Sinne von Abs. 2 gelten – sofern die 
Ausbildung unmittelbar danach fortgesetzt wird – übliche unterrichtsfreie Zeiten und Ferien von 
längstens vier Monaten, Militär- oder Zivildienst von längstens fünf Monaten und gesundheits- 
oder schwangerschaftsbedingte Unterbrüche von längstens zwölf Monaten (Abs. 3 lit. a-d). 
 
2.3 Die Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über die Renten in 
der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL; Stand 1. Januar 
2018) hält in diesem Zusammenhang fest, dass die systematische Vorbereitung erfordert, dass 
das Kind die Ausbildung mit dem objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert nützlicher 
Frist abschliessen zu können. Während der Ausbildung muss sich das Kind zeitlich überwie-
gend dem Ausbildungsziel widmen. Dies gilt nur dann als erfüllt, wenn der gesamte Ausbil-
dungsaufwand (Lehre im Betrieb, Schulunterricht, Vorlesungen, Kurse, Vor- und Nachbereitung, 
Prüfungsvorbereitung, Selbststudium, Verfassen einer Diplomarbeit, Fernstudium etc.) mindes-
tens 20 Stunden pro Woche ausmacht. Der effektive Ausbildungsaufwand kann teilweise nur 
mittels Indizien, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, eruiert werden. 
Dabei ist insbesondere auch auf Auskünfte des Ausbildungsanbieters über die durchschnittlich 
aufzuwendende Zeit für die jeweilige Ausbildung abzustellen. Wer wöchentlich nur eine geringe 
Anzahl Kurslektionen besucht (z.B. 4 Lektionen abends) und daneben zur Hauptsache arbeitet 
(ohne Ausbildungscharakter) oder auch gar keinem Erwerb nachgeht, vermag den erforderli-
chen überwiegenden Ausbildungsaufwand nur schwer nachzuweisen. RWL Rz. 3360 f. nennt 
folgendes Beispiel: Eine bei der Abschlussprüfung gescheiterte Lehrabgängerin, die im an-
schliessenden Jahr lediglich ein paar wenige Repetitionskurse belegt, befindet sich nicht mehr 
in Ausbildung, wenn es ihr nicht gelingt, einen überwiegenden Ausbildungsaufwand nachzuwei-
sen. Übt das Kind lediglich eine praktische Tätigkeit aus, um sich dabei einige Branchenkennt-
nisse und Fertigkeiten anzueignen, um die Anstellungschancen bei schwieriger Beschäfti-
gungssituation zu verbessern oder um eine Berufswahl zu treffen, liegt ebenfalls keine Ausbil-
dung vor (RWL Rz. 3362; Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2008, 9C_223/2008, E. 1.2).  
 

 
 
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2.4 Auch ein Praktikum wird als Ausbildung anerkannt, wenn es gesetzlich oder reglementa-
risch entweder für die Zulassung zu einem Bildungsgang oder zu einer Prüfung vorausgesetzt 
ist, oder wenn es zum Erwerb eines Diploms oder eines Berufsabschlusses verlangt wird (Rz. 
3361 RWL).  Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, so wird ein Praktikum trotzdem als Aus-
bildung anerkannt, wenn es für eine bestimmte Ausbildung faktisch geboten ist und mit dem 
Antritt des Praktikums auch tatsächlich die Absicht besteht, die angestrebte Ausbildung zu rea-
lisieren (BGE 139 V 209) sowie wenn das Praktikum im betreffenden Betrieb höchstens ein 
Jahr dauert (BGE 140 V 299). Dabei wird nicht verlangt, dass das Kind während eines Prakti-
kums schulischen Unterricht besucht. Übt das Kind jedoch lediglich eine praktische Tätigkeit 
aus, um sich dabei einige Branchenkenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, um die Anstel-
lungschancen bei schwieriger Beschäftigungssituation zu verbessern oder um eine Berufswahl 
zu treffen, liegt keine Ausbildung vor (Beispiel: Praktikum in einer Filmproduktionsfirma nicht als 
Ausbildung anerkannt gemäss Urteil des Bundesgerichtes vom 1. April 2008; 9C_223/2008). 
Kinder, die zwischen der Schulzeit und einer Anschlusslösung (wie beispielsweise eine Lehr-
stelle) ein Brückenangebot in Form eines Motivationssemesters (arbeitsmarktliche Massnahme) 
oder eine berufsorientierende Vorlehre wahrnehmen, befinden sich in Ausbildung. Vorausset-
zung ist jedoch, dass ein Schulanteil (Schulfächer, Werkstattunterricht) von mindestens acht 
Lektionen (à 45 bis 60 Minuten) pro Woche Bestandteil dieser Zwischenlösung ist (Rz. 3363 
RWL). Kinder, die sich in einem fremdsprachigen Gebiet als Au Pair betätigen oder in einem 
fremdsprachigen Gebiet einen Sprachaufenthalt machen, befinden sich nur dann in Ausbildung, 
sofern mindestens vier Schullektionen (à 45 bis 60 Minuten) pro Woche Bestandteil der Ausbil-
dung sind (Rz. 3364 RWL).  
 
2.5 Verwaltungsweisungen, zu welchen auch die RWL zählen, richten sich an die Durchfüh-
rungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Das Gericht soll sie 
bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und 
gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das 
Gericht weicht deshalb nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese 
eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem 
Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung 
zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 257 ff. E. 3.2 mit Hinweisen). 
 

3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt; er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-
gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

 
 
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Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.2 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprü-
fungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 
Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwer-
defall – das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 
von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. 
Auflage, Bern 1984, S. 135 f.). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 
den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen). 
 
4.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Kasse den Ausbildungszulagenanspruch 
mit der Begründung abgelehnt, dass es sich bei dem von B.____ besuchten Praktikum bei der 
C.____ nicht um eine anerkannte Ausbildung handle. In ihrer Vernehmlassung weist sie präzi-
sierend darauf hin, dass keine Bestätigung vorliege, wonach das bei der C.____ absolvierte 
Programm für einen angestrebten Studiengang anerkannt oder reglementarisch verlangt würde. 
Ebenso fehle es an konkreten Informationen und Unterlagen hinsichtlich der Absolvierung eines 
bestimmten Studiengangs. Schliesslich stelle das von B.____ absolvierte Programm bei der 
C.____ weder einen Sprachaufenthalt dar, noch führe dieses zu einem Zertifikat oder Leis-
tungsausweis in englischer Sprache. Die Beschwerdeführerin lässt demgegenüber vorbringen, 
dass sich B.____ während des gesamten Jahres im Ausland in der C.____ befinde. Deren ge-
samter Unterricht sowie sämtliche Arbeiten und Präsentationen würden in Englisch abgehalten. 
Bei den in der C.____ zu bearbeitenden Themen würde es sich teilweise um anspruchsvolle 
Herausforderungen handeln, für die eine fortgeschrittene Sprachkompetenz erforderlich sei. 
Das Brückenangebot werde daher ohne Zweifel zu sehr guten Englischkenntnissen führen. Be-
standteil dieses Brückenjahres seien jeweils Vormittage mit schulischer Ausbildung. Nachmit-
tags fänden unterschiedliche Aktivitäten statt, die teilweise ebenfalls schulische Elemente um-
fassen würden. Der Schulunterricht würde mindestens 20 Lektionen pro Woche umfassen und 
ausserdem gewährleisten, dass auch die Gruppentätigkeit nachmittags in Englisch abgehalten 
würde.  
 
4.2 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten geblieben, dass es sich bei dem von 
B.____ absolvierten Auslandjahr bei der C.____ weder um einen rechtlich noch faktisch aner-
kannten Bildungsgang handelt. Nichts desto trotz gilt ein Kind gemäss Art. 49 bis Abs. 2 AHVV 
jedoch auch dann in Ausbildung begriffen, wenn es sogenannte Brückenangebote wie insbe-
sondere Motivationssemester oder Sprachaufenthalte wahrnimmt. Ein derartiges Praktikum wird 
den auch von der Beschwerdeführerin zitierten Bestimmungen der einschlägigen Wegleitung 
zufolge – von welchen abzuweichen vorliegend keine Veranlassung besteht –  einerseits dann 

 
 
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als Ausbildung anerkannt, wenn es gesetzlich oder reglementarisch für die Zulassung zu einem 
Bildungsgang oder zu einer Prüfung vorausgesetzt ist, oder wenn es zum Erwerb eines Diploms 
oder eines Berufsabschlusses verlangt wird. Diese Voraussetzungen sind hier klarerweise nicht 
gegeben. Jedenfalls liegen keinerlei Anhaltspunkte in den Akten, wonach das von der C.____ 
dargebotene Ausbildungsprogramm Voraussetzung für eine von B.____ angestrebte Ausbil-
dung darstellen würde. Ausserdem ist bereits an dieser Stelle festzustellen, dass ebenso wenig 
ein Au-Pair-Verhältnis oder ein Motivationssemester gegeben ist. Mit letzterem wird zwar – ab-
weichend zu sonstigen Praktika (vgl. sogleich nachfolgende Erwägung 4.3) – keine Ausbildung 
im Hinblick auf einen bestimmten Berufsabschluss durchlaufen; ein Motivationssemester stellt 
indessen stets eine arbeitsmarktliche Massnahme dar, von welcher im vorliegenden Fall auszu-
gehen weder ebenso wenig ein Hinweis in den Akten noch Veranlassung besteht.  
 
4.3 Ein Praktikum ist während der Dauer höchstens eines Jahres allerdings auch dann als 
Ausbildung anzuerkennen, wenn es für eine bestimmte Ausbildung lediglich faktisch geboten ist 
und mit dessen Antritt auch tatsächlich die Absicht besteht, die angestrebte Ausbildung zu rea-
lisieren (RWL Rz. 3361.1). Der am 17. November 2017 bei der Kasse eingegangenen Begrün-
dung von B.____ ist in diesem Zusammenhang zu entnehmen, dass unterschiedlichste Gründe 
für die Absolvierung ihres Studienjahrs bei C.____ bestehen würden. Unter anderem gehe es 
ihr darum, ihren persönlichen Herausforderungen ins Gesicht zu schauen, um ein darauffolgen-
des längeres Studium zielgerichteter angehen zu können. Die bei der C.____ erlernten, sozia-
len Fertigkeiten betrachte sie in therapeutischen und sozialen Berufen als unerlässlich. Sie 
möchte sich anschliessend in eine von diesen Richtungen bewegen (Beilage 3 zur Vernehm-
lassung). Aus dem Schreiben an die Kasse vom 12. Januar 2018 geht sodann hervor, dass 
B.____ ein Brückenangebot wahrnehme, welches nebst einer Verbesserung ihrer englischen 
Sprachkenntnisse auch als Vorbereitung verschiedener Ausbildungen diene (Beilage 5 zur Ver-
nehmlassung). Es vermittle ihr die Grundlagen, um anschliessend ihr Studium voraussichtlich 
im Bereich der sozialen Arbeit aufzunehmen (Beilage 7 zur Vernehmlassung).  
 
Aus diesen Darlegungen erhellt, dass B.____ Ende August 2017, als sie das umstrittene Aus-
landjahr begonnen und sich nach Schweden begeben hatte, noch keine klaren Vorstellungen 
über ihre berufliche Zukunft hatte. Insbesondere war in diesem Zeitpunkt noch offen, ob und 
gegebenenfalls welches Studium sie nach ihrer Rückkehr genau in Angriff nehmen wird. Auch 
wenn das künftige Berufsziel im Bereich sozialer Arbeit dazumal zwar schon grob avisiert wor-
den war, kann mit Blick auf die für eine Anerkennung als Ausbildung dargelegte Rechtslage 
nicht davon gesprochen werden, der in Angriff zu nehmende berufliche Werdegang sei im mas-
sgebenden Zeitpunkt des Beginns des Auslandjahres bei der C.____ bereits geplant und damit 
konkret entschieden gewesen. Dies zeigt denn auch ein Blick auf den nur sehr allgemein gehal-
tenen Kursbeschrieb der C.____, wonach deren Lehrplan die Teilnehmenden beim Erlernen 
von Fähigkeiten unterstütze, die für soziale Herausforderungen zu erkennen wichtig sind (Bei-
lage 8 zur Vernehmlassung). Es tritt hinzu, dass das Kursprogramm offenbar einen nicht unbe-
deutenden Bezug zu global-ökologischen Herausforderungen aufweist, welche mit dem von 
B.____ erwähnten Berufsziel im sozialen Bereich keinen engen Sachbezug voraussetzen. Bei 
dieser Sachlage aber fehlt es an dem rechtsprechungsgemäss notwendigen Zusammenhang 
zwischen dem Aufenthalt in der C.____ und einem bestimmten Berufsziel (BGE 139 V 209). 

 
 
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Soweit die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Eingabe vom 12. Januar 2018 darauf hingewie-
sen hatte, dass das Bundesgericht wiederholt bestätigt habe, dass der Begriff der Ausbildung 
weit zu fassen sei (Beilage 7 zur Vernehmlassung), ist ihr mithin zu entgegnen, dass die strittige 
Ausbildung unabhängig von ihrem schulischen Pensenanteil stets einen Zusammenhang mit 
einem bestimmten Berufsziel aufweisen muss. Anders als beispielsweise in der im Urteil des 
Bundesgerichts vom 8C_292/2016 vom 18. August 2016 vorgelegenen Konstellation liegt hier 
gerade kein Fall vor, in welchem „tatsächlich“ bereits eine Absicht bestanden hat, eine bestimm-
te, angestrebte Ausbildung konkret zu realisieren (a.a.O., E. 5.2). Mangels einer tatsächlichen 
Absicht, eine konkrete Ausbildung anzustreben, kann das Zwischenjahr der Tochter der Be-
schwerdeführerin somit nicht als Praktikum anerkannt werden. Daran vermag nichts zu ändern, 
dass die durch Absolvierung eines C.____-Praktikums erworbenen „Creditpoints“ im Rahmen 
des „European Credit Transfer System“ (ECTS) für einen Abschluss im Sozialbereich anerkannt 
werden. Eine ECTS-Grundlage alleine vermag noch keine rechtliche oder faktische Anerken-
nung als Ausbildung zu rechtfertigen. Bei diesem Zwischenergebnis kann deshalb zugleich da-
hin gestellt bleiben, wie hoch der schulische Ausbildungsanteil im Rahmen des absolvierten 
C.____-Programms ausfällt.  
 
4.4 Während die Beschwerdeführerin in ihrer vorangehenden Einsprache (Beilage 7 zur 
Vernehmlassung) in erster Linie noch damit argumentiert hatte, ihre Tochter nehme ein Brü-
ckenangebot wahr, welches ihr die Grundlagen vermittle, um anschliessend ein Studium vo-
raussichtlich im Bereich der sozialen Arbeit aufzunehmen (vgl. soeben Erwägung 4.3), begrün-
det sie ihre Beschwerde vorliegend nunmehr insbesondere auch damit, dass das Brückenan-
gebot ohne Zweifel zu sehr guten Englischkenntnissen führe werde. Das Eidgenössische Versi-
cherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2008: Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen) hat 
allerdings schon früh erkannt, dass auch ein Sprachaufenthalt im Ausland nur soweit als Be-
standteil einer Ausbildung gilt, als zwischen einem solchen Sprachaufenthalt und dem ange-
strebten Berufsziel ein Zusammenhang besteht. Im Weiteren hat es festgestellt, dass wer sich 
ins Ausland begibt, um dort seine Sprachkenntnisse zu verbessern, ohne eine ausreichende 
feststehende Ausbildung in Aussicht genommen zu haben, sich nicht in Ausbildung befindet 
(BGE 102 V 209 E. 3). Dem Gesagten zufolge liegt vorliegend kein Fall vor, in welchem zu Be-
ginn des Praktikumsjahres bereits eine Absicht bestanden hat, eine angestrebte Ausbildung 
konkret zu realisieren (oben, Erwägung 4.3). Damit fehlt es aber auch unter dem Titel eines 
Sprachaufenthaltes an dem rechtsprechungsgemäss erforderlichen Zusammenhang zwischen 
Aufenthalt und Ausbildung. Die sinngemäss damit verbundene Argumentation der Beschwerde-
führerin, wonach gute Englischkenntnisse beinahe in jedem Beruf vorausgesetzt würden, mag 
zwar zutreffen. Daraus zu folgern, dass der Aufenthalt in Schweden ohne Rücksicht darauf, 
dass er ohne konkretes Berufsziel angetreten worden ist, als Ausbildung zu gelten habe, wider-
spräche aber der dargelegten Rechtsprechung. Daran ist festzuhalten (vgl. auch Urteil des So-
zialversicherungsgerichts Zürich vom 22. September 2006, AB 2005.00122). Die Beschwerde 
ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
5. Von der Erhebung von Verfahrenskosten ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG abzusehen. Die 
ausserordentlichen Kosten sind gemäss Art. 61 lit. g ATSG wettzuschlagen.  
 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.