# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2a1f6bf-65cc-54e3-9ec5-a6f8fae80c42
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.07.2018 LB180028
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB180028_2018-07-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LB180028-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. P. Higi sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw J. Nagel 

Urteil vom 20. Juli 2018 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____,  

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____,  

 

gegen 

 

1. C._____ (Verein),  
2. D._____,  
3. E._____,  
4. F._____,  
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte 

 

2, 3, 4 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Nichtigerklärung bzw. Anfechtung von Vereinsbeschlüssen / vor-
sorgliche Massnahmen 
 

- 2 - 

Berufung gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen vom 4. Juni 
2018; Proz. CG170003 
 

Erwägungen: 

I. 

1. Die C._____ (fortan Berufungsbeklagte 1 oder C._____) ist ein am 

tt.mm.2015 gegründeter Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB. Er fungiert als Auf-

sichts- und Kontrollorgan (Protektor) für eine Mehrzahl liechtensteinischer Trusts 

sowie für eine liechtensteinische Stiftung, welche einen Grossteil des Vermögens 

des verstorbenen G._____ im dreistelligen Millionenbereich halten.  

2. Zwischen den Berufungsklägern und den Berufungsbeklagten 2-4 sind als 

Folge aufgetretener Unstimmigkeiten verschiedene Gerichtsverfahren hängig 

(und teilweise abgeschlossen), welche die Zusammensetzung des Mitgliederbe-

standes und des Vorstandes der C._____ betreffen bzw. die Gültigkeit von Ver-

eins- und Vorstandsbeschlüssen zum Gegenstand haben. Am Bezirksgericht Mei-

len (Vorinstanz) ist unter der Prozess-Nr. CG170003 ein Verfahren betreffend 

Nichtigerklärung bzw. Anfechtung von Vereinsbeschlüssen hängig. Im Rahmen 

dieses Verfahrens wurden verschiedene vorsorgliche Massnahmebegehren ge-

stellt; sie sind teilweise erst- sowie auch zweitinstanzlich entschieden. Mit Be-

schluss vom 13. Dezember 2017 bestellte die Vorinstanz der C._____ zur Wahr-

nehmung ihrer Interessen im dortigen Verfahren einen Sachwalter, nachdem die 

C._____ wegen interner Streitigkeiten und daraus folgender Interessenkonflikte 

ihre prozessuale Handlungsfähigkeit verloren hatte. Als Sachwalter wurde 

Rechtsanwalt lic. iur. et phil. H._____ bestellt. Bezüglich der Aufgaben und Kom-

petenzen des Sachwalters wurde festgehalten, dass er lediglich zur Führung des 

vorliegenden Verfahrens ernannt werde (act. 4/7 S. 15 E. 4.5.1). Die gegen den 

Entscheid erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos.  

3. In einem Verfahren am Fürstlichen Landgericht in Liechtenstein (Geschäfts-

Nr. 07_HG.2016.234 ON 32), welches diverse Antragsteller u.a. gegen die 

C._____ richteten, berief das Gericht die C._____ als Protektor diverser Trusts ab 

- 3 - 

und setzte Rechtsanwalt Dr. I._____ als Protektor ein (act. 4/5/1). Die heutigen 

Berufungskläger waren am liechtensteinischen Verfahren nicht beteiligt.  

4. Am 31. Mai 2018 stellten die Berufungskläger bei der Vorinstanz ein weite-

res vorsorgliches Massnahmebegehren wie folgt (act. 4/5 S. 2):  

" 1. Die Kompetenzen des mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 eingesetzten 
Sachwalters seien zu erweitern und er sei nicht nur mit der Prozessführung für 
den Gesuchsgegner 1 in der Schweiz, sondern auch mit derjenigen in Liech-
tenstein zu beauftragen. 

  Eventualiter sei der mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 eingesetzte Sach-
walter mit der Beauftragung eines Prozessbevollmächtigten für den Gesuchs-
gegner 1 im Fürstentum Liechtenstein zwecks Verfahrensführung und Einrei-
chung von Rechtsmitteln zu beauftragen. 

 2. Das Fürstliche Landgericht, Spaniagasse 1, FL-9490 Vaduz, sei über die Er-
weiterung der Kompetenzen des Sachwalters umgehend zu informieren und 
anzuweisen, Zustellungen künftig an den Sachwalter zu richten. 

 3. Die (in Aussicht gestellte) rechtshilfeweise Zustellung des Beschlusses des 
Fürstlichen Landgerichts vom 23. April 2018 (Geschäfts-Nr. 07_HG.2016.234 
ON 32) an den Gesuchsgegner 1 sei erst nach Instruktion des Sachwalters 
auszuführen. 

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegner 
(zzgl. MwSt). 

 
Prozessualer Antrag: 

Es seien die Massnahmen gemäss Rechtsbegehren 1 sofort und ohne vorgängige 
Anhörung der Gesuchsgegner gemäss Art. 265 Abs. 1 ZPO anzuordnen." 

Mit Beschluss vom 4. Juni 2018 wies die Vorinstanz die Massnahmebegehren 

ohne Weiterungen vollumfänglich ab (act. 4/3). Der Entscheid ging den Beru-

fungsklägern nach eigenen, belegten Angaben am 6. Juni 2018 zu (act. 4/4).  

5. Am 18. Juni 2018 erhoben die Berufungskläger (act. 2) Berufung. Sie bean-

tragen die Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses und die Gutheissung der 

in erster Instanz gestellten Begehren Ziff. 1 und 2 (Ziff. 1), eventualiter die Aufhe-

bung des Entscheides und Rückweisung der Sache an das Bezirksgericht Meilen 

(Ziff. 2), alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbe-

klagten. Auch im Berufungsverfahren beantragen sie, ihr Rechtsbegehren Ziff. 1 

sofort und ohne vorgängige Anhörung der Berufungsbeklagten gemäss Art. 265 

Abs. 1 ZPO anzuordnen (act. 2 S. 2/3).  

- 4 - 

6. Mit Verfügung vom 21. Juni 2018 verfügte der Vorsitzende im Sinne einer 

superprovisorischen Massnahme was folgt (act. 7):  

"1. Die Kompetenzen des mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 eingesetzten Sachwalters 
wird einstweilen erweitert auf die Prüfung der Rechtsmittelergreifung und das allfällige Füh-
ren des Rechtsmittelverfahrens gegen den Entscheid des Fürstlichen Landesgerichts vom 
23. April 2018, darin enthalten die Möglichkeit der Beauftragung eines Prozessbevollmäch-
tigten. 

2. Im Übrigen wird das Begehren um Anordnung superprovisorischer Massnahmen abgewie-
sen. 

3. Den Berufungsbeklagten wird Gelegenheit gegeben, sich innert 10 Tagen ab Zustellung 
dieser Verfügung zur einstweiligen Anordnung zu äussern. Es würde alsdann neu entschie-
den.  

4. Äussern sich die Berufungsbeklagten nicht, bleibt es bei der Anordnung und die Entscheid-
gebühr wird auf CHF 1'500.00 festgesetzt und den Berufungsklägern unter solidarischer 
Haftung eines jeden für das Ganze auferlegt.  

5. Schriftliche Mitteilung…." 

Die Verfügung konnte den Berufungsbeklagten 2-4 und dem Sachwalter am 

25. Juni 2018 zugestellt werden (act. 8/2 und 8/3), die Sendung an die Beru-

fungsbeklagte 1 kam mit dem Vermerk "nicht abgeholt" zurück (act. 9). Die Beru-

fungsbeklagten 2-4 nahmen am 5. Juli 2018 Stellung (act. 11 und act. 12/1-7). 

Das Verfahren ist spruchreif. Mit dem Entscheid ist den Berufungsklägern und 

dem Sachwalter je ein Doppel von act. 11 und 12/1-7 zuzustellen. 

II. 

1. Die Eintretensvoraussetzungen für das Rechtsmittelverfahren sind gegeben. 

Zur Begründung kann auf die entsprechenden Erwägungen in der Präsidialverfü-

gung vom 21. Juni 2018 verwiesen werden (act. 7).  

2. Die Präsidialverfügung vom 21. Juni 2018 wurde der Berufungsbeklagten 1 

am 25. Juni 2018 zur Abholung gemeldet und hat in Anwendung von Art. 138 

Abs. 3 lit. a ZPO am 2. Juli 2018 als zugestellt zu gelten. Die Frist zur Stellung-

nahme lief unbenutzt ab, weshalb es hinsichtlich der Berufungsbeklagten 1 an-

drohungsgemäss bei der Anordnung gemäss Präsidialverfügung bleibt.  

3. Die Berufungsbeklagten 2-4 beantragen in ihrer Stellungnahme explizit die 

Aufhebung der einstweiligen Anordnung gemäss Verfügung vom 21. Juni 2018, 

- 5 - 

die Abweisung der Berufung des Berufungsklägers 2, soweit darauf einzutreten 

sei, sowie die Abweisung der gegen die Berufungsbeklagten 3 und 4 erhobenen 

Berufung, soweit darauf einzutreten sei; alles unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten der Berufungskläger 1 und 2 (act. 11 S. 2). Sie führen in der Be-

gründung aus, dass sie sich auf die Stellungnahme zur einstweiligen Anordnung 

beschränken; eine einlässliche Stellungnahme zur Berufung vom 18. Juni 2018 

erfolge auf entsprechende Fristansetzung (act. 11 S. 2). In der weiteren Begrün-

dung äussern sie sich zur besagten Anordnung, zur Legitimation des Berufungs-

klägers 2 und sie beanstanden eine durch die Vorinstanz vorgenommene Erweite-

rung der Verfahrensparteien. Schliesslich machen sie geltend, dass die Voraus-

setzung für die von den Berufungsklägern verlangten Anordnungen nicht gegeben 

seien, weil der Vorstand der Berufungsbeklagten 1 selbst in der Lage sei, die Er-

greifung eines Rechtsmittels gegen den liechtensteinischen Beschluss vom 

23. April 2018 zu prüfen. Es fehle damit an einer Notwendigkeit für die beantragte 

Erweiterung der Sachwalterkompetenzen; die Berufungskläger hätten die Voraus-

setzungen für die Anordnung nicht glaubhaft gemacht (act. 11 S. 9/10). In der Sa-

che machen sie damit auch geltend, die Voraussetzung für die Anordnung sei 

nicht gegeben.  

4. Die Vorinstanz wies die Begehren der Berufungskläger ohne Weiterungen 

mit der Begründung ab, dass sie für die Einsetzung und Beauftragung eines 

Sachwalters für das am Fürstlichen Landgericht hängige Verfahren offensichtlich 

unzuständig sei. In der Präsidialverfügung vom 21. Juni 2018 verwarf die Kammer 

diese Auffassung auf einseitiges Vorbringen der Berufungskläger mit der Begrün-

dung, dass es sich beim Erweiterungsantrag um eine Massnahme gestützt auf 

Art. 69c ZGB handle und die Erweiterung des Sachwaltermandates noch nichts 

darüber aussage, wie ein allfälliges Handeln des Sachwalters oder eines von ihm 

bestimmten Rechtsvertreters im liechtensteinischen Verfahren beurteilt würde 

(act. 7 S. 6/7).  

Die Berufungsbeklagten 2-4 stellen nicht in Abrede, dass die Kompetenzen des 

von der Vorinstanz mit Beschluss vom 13. Dezember 2017 bestellten Sachwalters 

grundsätzlich erweitert werden können. Sie halten aber fest, dass einer solchen 

- 6 - 

Erweiterung rechtliche Schranken gesetzt seien. Dies sei vorliegend der Fall, weil 

gemäss dem einschlägigen bilateralen Abkommen über die Anerkennung und 

Vollstreckung von gerichtlichen Entscheiden und Schiedssprüchen in Zivilsachen 

(SR0.276.195.141), dort Art. 1 Abs. 2, einstweilige Verfügungen gegenseitig we-

der anerkannt noch vollstreckt werden könnten. Der von der Vorinstanz mit der 

Führung eines allfälligen Rechtsmittelverfahrens bestellte Sachwalter sowie die 

allfällige Beauftragung eines Prozessbevollmächtigten könne zum vornherein 

nicht anerkannt werden, es fehle damit zum vornherein an einem Rechtsschutzin-

teresse für eine solche Erweiterung (act. 11 S. 8/9).  

Mit ihrer Argumentation bejahen zwar die Berufungsbeklagten 2-4 die Möglichkeit 

einer Kompetenzerweiterung des Sachverwalters in grundsätzlicher Hinsicht. Sie 

verneinen sie für den konkret zu beurteilenden Fall aber deshalb, weil sie die Wir-

kungslosigkeit der anbegehrten Erweiterung antizipieren und aus diesem Grund 

ein Rechtsschutzinteresse verneinen. Dem kann nicht gefolgt werden, weil es – 

wie bereits in der Verfügung festgehalten wurde – auch insoweit nicht Sache des 

hiesigen Gerichtes sein kann, die Wirkungen der Erweiterung im Rahmen des 

liechtensteinischen Verfahrens zu beurteilen.  

5. Die Berufungsbeklagten 2-4 machen weiter geltend, die Voraussetzungen, 

welche von den Berufungsklägern hätten glaubhaft gemacht werden müssen, sei-

en nicht erfüllt: Die Berufungsbeklagte 1 habe sich im liechtensteinischen Verfah-

ren vernehmen lassen, was gegen eine Handlungsunfähigkeit spreche. Aus der 

eingereichten E-Mail-Korrespondenz ergebe sich auch nicht, dass es nicht mög-

lich gewesen sei, gemeinsam einen Rechtsvertreter für die Berufungsbeklagte 1 

zu bestellen; dass dies bis anhin nicht erfolgt sei, liege am Verhalten des Beru-

fungsklägers 1. Die Korrespondenz belege, dass der Berufungsbeklagte 2 in sei-

ner Funktion als Vorstandsmitglied bereit gewesen und weiterhin sei, die Sache 

sorgfältig zu prüfen; die unbelegten Anschuldigungen der Berufungskläger seien 

ebenso rufschädigend wie faktenwidrig (act. 11 S. 10). 

Die Berufungsbeklagten 2-4 räumen mit ihren Vorbringen ein, dass es bis anhin 

zu keiner gemeinsamen Bestellung eines Rechtsvertreters für die Berufungsbe-

klagte 1 im liechtensteinischen Verfahren gekommen ist. Den Grund dafür sehen 

- 7 - 

der Berufungskläger 1 und der Berufungsbeklagte 2 je im jeweiligen Verhalten 

des andern. Ebenso wenig wird in Frage gestellt, dass – wie in der Verfügung 

vom 21. Juni 2018 festgehalten – das Fürstliche Landgericht in seinem Entscheid 

vom 23. April 2018 festgehalten hat, dass ein erbitterter Kampf um die Kontrolle 

der C._____ zwischen dem Berufungskläger 1 und dem Berufungsbeklagten 2 im 

Gange sei. Zum Fristenlauf und dem sich daraus ergebenden Handlungsbedarf 

äussern sich die Berufungsbeklagten 2-4 in ihrer Stellungnahme nicht. Insgesamt 

bringen sie nichts vor, was dazu führen müsste, die Anordnung gemäss Verfü-

gung vom 21. Juni 2018 aufzuheben. Die Voraussetzungen für die auf die Prü-

fung der Rechtsmittelergreifung und das allfällige Führen des Rechtsmittelverfah-

rens gegen den Entscheid des Fürstlichen Landgerichts vom 23. April 2018, darin 

enthalten die Möglilchkeit der Beauftragung eines Prozessbevollmächtigten, er-

scheinen nach wie vor gegeben, weshalb es dabei sein Bewenden haben muss.  

6. Wie gesehen, hat die Vorinstanz ihren Entscheid vom 4. Juni 2018 mit der 

fehlenden Zuständigkeit begründet. Sie hat sich weder zur Frage der Legitimation 

des Berufungsklägers 2 geäussert noch zu der von den Berufungsbeklagten 2-4 

im Berufungsverfahren aufgeworfenen Frage des Einbezugs der Berufungsbe-

klagten 3 und 4 ins vorliegende Massnahmeverfahren. Ebensowenig hat sich die 

Vorinstanz mit den übrigen Prozessvoraussetzungen befasst oder sich materiell 

mit dem Begehren auseinandergesetzt. Es kann all dies deshalb auch nicht Ge-

genstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sein. Bezüglich der vor Vor-

instanz geltend gemachten Begehren wurde kein erstinstanzliches Verfahren 

durchgeführt. Gegebenenfalls werden die von den Berufungsbeklagten 2-4 auf-

geworfenen Fragen im erstinstanzlichen Verfahren zu beurteilen sein. Im Beru-

fungsverfahren kann darauf nicht eingetreten werden.  

Es bleibt nach dem Gesagten bei der mit Verfügung vom 21. Juni 2018 getroffe-

nen Anordnung. In teilweiser Gutheissung der Berufung ist der Entscheid der Vor-

instanz vom 4. Juni 2018 aufzuheben und die Sache zur Durchführung des Ver-

fahrens und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück zu weisen. Im Übrigen ist 

auf die Berufung nicht einzutreten.  

- 8 - 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten, welche mit Verfügung 

vom 21. Juni 2018 festgesetzt worden sind, den Parteien je zur Hälfte aufzuerle-

gen und es sind keine Parteientschädigungen zu bezahlen.  

Es wird erkannt:  

1. Die in Dispositiv Ziff. 1 der Präsidialverfügung vom 21. Juni 2018 getroffene 

Anordnung wird bestätigt.  

2. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird der Beschluss des Bezirksge-

richts Meilen vom 4. Juni 2018 aufgehoben und die Sache zur Durchführung 

des Verfahrens und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

3. Im Übrigen wird auf die Berufung nicht eingetreten.  

4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.00 und den Parteien je 

zur Hälfte auferlegt, wobei für die jeweiligen Hälften die Berufungskläger und 

die Berufungsbeklagten jeweils solidarisch haften.  

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungskläger und an den 

Sachwalter, je unter Beilage je eines Doppels von act. 11 und 12/1-7, sowie 

– unter Beilage der Akten des Berufungsverfahrens – an das Bezirksgericht 

Meilen, je gegen Empfangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
über Fr. 30'000.00. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

- 9 - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw J. Nagel 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 20. Juli 2018
	Erwägungen:
	I.
	1. Die C._____ (fortan Berufungsbeklagte 1 oder C._____) ist ein am tt.mm.2015 gegründeter Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB. Er fungiert als Aufsichts- und Kontrollorgan (Protektor) für eine Mehrzahl liechtensteinischer Trusts sowie für eine liecht...
	2. Zwischen den Berufungsklägern und den Berufungsbeklagten 2-4 sind als Folge aufgetretener Unstimmigkeiten verschiedene Gerichtsverfahren hängig (und teilweise abgeschlossen), welche die Zusammensetzung des Mitgliederbestandes und des Vorstandes der...
	3. In einem Verfahren am Fürstlichen Landgericht in Liechtenstein (Geschäfts-Nr. 07_HG.2016.234 ON 32), welches diverse Antragsteller u.a. gegen die C._____ richteten, berief das Gericht die C._____ als Protektor diverser Trusts ab und setzte Rechtsan...
	4. Am 31. Mai 2018 stellten die Berufungskläger bei der Vorinstanz ein weiteres vorsorgliches Massnahmebegehren wie folgt (act. 4/5 S. 2):

	Prozessualer Antrag:
	Es seien die Massnahmen gemäss Rechtsbegehren 1 sofort und ohne vorgängige Anhörung der Gesuchsgegner gemäss Art. 265 Abs. 1 ZPO anzuordnen."
	Mit Beschluss vom 4. Juni 2018 wies die Vorinstanz die Massnahmebegehren ohne Weiterungen vollumfänglich ab (act. 4/3). Der Entscheid ging den Berufungsklägern nach eigenen, belegten Angaben am 6. Juni 2018 zu (act. 4/4).
	5. Am 18. Juni 2018 erhoben die Berufungskläger (act. 2) Berufung. Sie beantragen die Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses und die Gutheissung der in erster Instanz gestellten Begehren Ziff. 1 und 2 (Ziff. 1), eventualiter die Aufhebung des Ents...
	6. Mit Verfügung vom 21. Juni 2018 verfügte der Vorsitzende im Sinne einer superprovisorischen Massnahme was folgt (act. 7):

	"1. Die Kompetenzen des mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 eingesetzten Sachwalters wird einstweilen erweitert auf die Prüfung der Rechtsmittelergreifung und das allfällige Führen des Rechtsmittelverfahrens gegen den Entscheid des Fürstlichen Landesg...
	2. Im Übrigen wird das Begehren um Anordnung superprovisorischer Massnahmen abgewiesen.
	3. Den Berufungsbeklagten wird Gelegenheit gegeben, sich innert 10 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung zur einstweiligen Anordnung zu äussern. Es würde alsdann neu entschieden.
	4. Äussern sich die Berufungsbeklagten nicht, bleibt es bei der Anordnung und die Entscheidgebühr wird auf CHF 1'500.00 festgesetzt und den Berufungsklägern unter solidarischer Haftung eines jeden für das Ganze auferlegt.
	5. Schriftliche Mitteilung…."
	Die Verfügung konnte den Berufungsbeklagten 2-4 und dem Sachwalter am 25. Juni 2018 zugestellt werden (act. 8/2 und 8/3), die Sendung an die Berufungsbeklagte 1 kam mit dem Vermerk "nicht abgeholt" zurück (act. 9). Die Berufungsbeklagten 2-4 nahmen am...
	II.

	Es wird erkannt:
	1. Die in Dispositiv Ziff. 1 der Präsidialverfügung vom 21. Juni 2018 getroffene Anordnung wird bestätigt.
	2. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird der Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom 4. Juni 2018 aufgehoben und die Sache zur Durchführung des Verfahrens und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.
	3. Im Übrigen wird auf die Berufung nicht eingetreten.
	4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.00 und den Parteien je zur Hälfte auferlegt, wobei für die jeweiligen Hälften die Berufungskläger und die Berufungsbeklagten jeweils solidarisch haften.
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungskläger und an den Sachwalter, je unter Beilage je eines Doppels von act. 11 und 12/1-7, sowie – unter Beilage der Akten des Berufungsverfahrens – an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfan...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...