# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 676248e7-e8a2-5f1f-92df-04885ab295ea
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.06.2016 ZK1 2016 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-69_2016-06-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 13. Juni 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 69 20. Juni 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
25. Februar 2016, mitgeteilt am 1. März 2016, in Sachen der Beschwerdeführerin 
und des A._____, 

betreffend Erziehungsbeistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. 1. X._____ und Y._____ sind die verheirateten, aber getrennt lebenden Eltern 
des gemeinsamen Sohnes A._____, geboren am _____2012. Am 18. August 
2015 teilte X._____ der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: 
KESB) Nordbünden telefonisch mit, dass sie alleinerziehend und in Ausbildung zur 
Ärzte- und Spitalsekretärin sei. Sie arbeite am Mittwoch und Freitag. Während 
dieser Zeit betreue Y._____ den Sohn bei ihr zuhause. Sie habe Angst, dass der 
Vater A._____ nicht richtig betreue. Sie sei für zwei Wochen freiwillig auf der Mut-
ter-Kind-Station in der Klinik B._____ gewesen, da die gesamte Belastung zu 
gross gewesen sei. Sie habe finanzielle Schwierigkeiten, da sie nur Fr. 1'500.00 
pro Monat verdiene. Der Vater zahle regelmässig Fr. 900.00 pro Monat an Unter-
halt. Sie sei mit der ganzen Situation überfordert. 

Die Psychiatrischen Dienste Graubünden stellten bezüglich der stationären Be-
handlung von X._____ vom 3. bis 14. November 2014 in der Zusammenfassung 
der Krankengeschichte vom 1. Dezember 2014 eine Anpassungsstörung fest. Die 
Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (nachfolgend: kjp) stellte in ihrem Ab-
schlussbericht vom 10. März 2015 für A._____ unter anderem die Diagnose einer 
Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Emotionen und des Verhaltens. 

2. Aufgrund des Gespräches vom 18. August 2015 eröffnete die KESB Nord-
bünden am 21. August 2015 ein Abklärungsverfahren gemäss Art. 57 EGzZGB.

3. Anlässlich ihres Erstgespräches bei der KESB Nordbünden am 24. August 
2015 führte X._____ aus, dass sie während und auch nach der Geburt mit 
A._____ immer auf sich alleine gestellt gewesen sei. Ihr Mann habe sie in der 
Säuglingspflege nie unterstützt. Er zeige keine Geduld und kein Verständnis für 
das Verhalten eines Kleinkindes. Sie selber sei nervlich am Ende, da alles an ihr 
hänge. Sie habe niemanden, der sie in der Kinderbetreuung unterstützen könne. 
Der zweiwöchige Klinikaufenthalt habe ihr nichts gebracht. A._____ gehe zwei Mal 
die Woche in die Kindertagesstätte in O.1_____. Er könne trotz seiner drei Jahre 
noch nicht sprechen. Beim ersten Termin bei einer Logopädin sei festgestellt wor-
den, dass er alles verstehe, sich jedoch nicht artikulieren könne. Sie lebe von ih-
rem Einkommen von Fr. 1'900.00 und den Kinderalimenten von Fr. 900.00. Ihr 
Mann Y._____ zahle regelmässig und übernehme auch die Wohnungsmiete von 
Fr. 1'200.00.

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4. Aus dem Bericht der Kinderärztin Dr. med. C._____ vom 26. August 2015 
geht hervor, dass A._____ bis auf eine Spracherwerbsstörung gesund sei. Sie 
habe A._____ und dessen Mutter im März 2015 dem Kinder- und Jugendpsychia-
trischen Dienst wegen einer sich zuspitzenden psychosozialen Belastungssituati-
on und einer erzieherischen Überforderung zugewiesen. Die Zusammenarbeit mit 
X._____ sei in der Regel gut, obwohl sie auch gerne selbst das Szepter in die 
Hand nehme. Sie sei der Meinung, dass X._____ ganz klar Unterstützung zur Be-
treuung ihres Kindes brauche.

5. Die Gruppenleiterin der Kindertagesstätte O.1_____ führte am 28. August 
2015 aus, dass A._____ ein vifer Junge mit einer Sprechverzögerung sei. Er kön-
ne gut mit anderen Kindern spielen und sei fähig, eine Beziehung zu den Betreue-
rinnen aufzubauen. X._____ erlebe sie teilweise als überfordert. Es falle auf, dass 
sie Mühe habe, A._____ Grenzen zu setzen und sich durchzusetzen. A._____ 
freue sich, wenn er von seinem Vater abgeholt werde. 

6. Anlässlich des Hausbesuches von D._____ bei X._____ vom 10. Septem-
ber 2015 erklärte sich X._____ nach vorgängiger Information mit der Errichtung 
einer kombinierten Erziehungsbeistandschaft einverstanden.  

7. Y._____ führte in seinem Erstgespräch bei der KESB Nordbünden am 1. 
Oktober 2015 aus, dass er jederzeit bereit sei, A._____ häufiger zu besuchen, 
damit X._____ einmal ausgehen könne. Er beaufsichtige A._____ am Mittwoch- 
und am Freitagabend und geniesse die Zeit mit ihm. X._____ gehe samstags zur 
Schule. Er übernehme dann die Betreuung. Mit der Errichtung einer Erziehungs-
beistandschaft erkläre er sich einverstanden. 

8. Am 1. Oktober 2015 unterzeichnete Y._____ die Erklärung nach Kindes-
schutzrecht, wonach er mit der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft mit be-
sonderen Befugnissen und/oder mit einer sozialpädagogischen Familienbegleitung 
einverstanden ist. 

9. Anlässlich des Elterngesprächs vom 7. Dezember 2015 bestätigte X._____, 
dass sie nach wie vor überfordert sei. Dies hänge unter anderem auch mit der feh-
lenden Unterstützung durch ihren Mann zusammen. 

10. Mit Schreiben vom 8. Januar 2016 teilte die KESB Nordbünden X._____ 
und Y._____ mit, dass die Behörde eine Erziehungsbeistandschaft und eine Bei-
standschaft mit besonderen Befugnissen zur Regelung im Bereich persönlicher 
Verkehr errichten werde. 

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11. Mit Email vom 8. Februar 2016 teilte X._____ mit, dass sie die Errichtung 
einer Erziehungsbeistandschaft ablehne. Sie sei im Falle einer Errichtung nicht 
bereit, die Kosten für die Beistandschaft zu übernehmen. Diese Ausführungen 
bestätigte sie anlässlich des Telefongesprächs mit der KESB Nordbünden vom 16. 
Februar 2016. 

12. Am 25. Februar 2016 teilte Y._____ der KESB Nordbünden telefonisch mit, 
dass er mit der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befug-
nissen im Bereich persönlicher Verkehr nicht mehr einverstanden sei. 

B. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 25. Februar 2016, mitgeteilt am 
1. März 2016, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt: 

 "1. Für A._____ wird eine Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 
308 ZGB) errichtet. 

2. Die Beistandsperson erhält folgende Aufgaben und Kompetenzen:

a. die Eltern von A._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft 
(Art. 308 Abs. 1 ZGB) angemessen zu beraten und zu unterstützen, 
insbesondere in folgenden Bereichen:

1. Erziehung / Betreuung bzw. bei Bedarf Betreuungsangebote / 
Freizeit;

2. Schule / bei Bedarf schulische Unterstützungsangebote;

3. sämtlichen an der Betreuung und Förderung von A._____ Betei-
ligten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen.

b. die Eltern von A._____ im Rahmen der Beistandschaft mit besonde-
ren Befugnissen (Art. 308 Abs. 2 ZGB) bei der Ausübung des per-
sönlichen Verkehrs zwischen A._____ und seinem Vater angemes-
sen zu beraten und zu unterstützen (inkl. regelmässige Auswer-
tung).

3. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen 
Kenntnisse zu verschaffen und mit den Eltern und A._____ persönlich 
Kontakt aufzunehmen. 

4. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 28. Februar 2018) einen 
schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage 
von A._____ und die Ausübung der Beistandschaft) einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von A._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB 
mit einem Bericht zu informieren und allenfalls eine geeignete An-
passung oder die Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen.

c. Die KESB zu informieren, sobald sich abzeichnet, dass der Kontakt 
zwischen Vater und A._____ regelmässig stattfindet und durch die 
KESB verbindlich festgelegt werden kann.

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5. E._____ (Berufsbeistandschaft Imboden) wird zur Beiständin von 
A._____ ernannt. 

6. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Errichtung einer Beistandschaft werden auf 
Fr. 700.-- festgesetzt. 

b. Diese Kosten im Totalbetrag von Fr. 700.-- werden den Eltern ge-
meinsam auferlegt. 

c. Auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der besonde-
ren Umstände verzichtet. 

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung)."

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass A._____ hauptsächlich 
von seiner Mutter betreut werde. Aus den eingeholten Berichten der verschiede-
nen Fachpersonen ergebe sich, dass X._____ einen klar erkennbaren Beratungs- 
und Unterstützungsbedarf in der Kinderbetreuung aufweise. Es sei festgestellt 
worden, dass sie über grenzwertige Erziehungsvorstellungen, -verhalten und -
kompetenzen verfüge. X._____ sei durch ihre Mehrfachbelastung als alleinerzie-
hende, arbeitstätige Mutter inmitten einer zusätzlichen Ausbildung stark bean-
sprucht. Sie sei trotz Erwerbstätigkeit finanziell von ihrem getrennt lebenden Ehe-
mann abhängig und stehe dadurch unter zusätzlichem Druck. Den Eltern fehle ein 
unterstützendes soziales Umfeld in der Schweiz, was zu einer gegenseitigen Ab-
hängigkeit führe. Aus den Gesprächen ergebe sich, dass die unterschiedlichen 
Erziehungsvorstellungen der Eltern wiederholt zu heftigen Auseinandersetzungen 
zwischen ihnen, auch in Gegenwart von A._____, geführt hätten. Die Mutter 
bemühe sich, ihre Erziehungsaufgaben wahrzunehmen und den Bedürfnissen von 
A._____ gerecht zu werden. Sie stosse dabei jedoch an ihre Grenzen. Dies äus-
sere sich zum Teil in physischer und psychischer Gewaltanwendung gegenüber 
A._____. Zusammenfassend müsse davon ausgegangen werden, dass A._____ 
mehrheitlich direkt und indirekt den elterlichen Konflikten ausgesetzt sei und 
X._____ ihren Sohn nicht genügend davor schützen könne. Zur Gewährleistung 
einer gesunden Entwicklung von A._____ erachte die KESB unter den gegebenen 
Umständen die Errichtung einer Beistandschaft als notwendig. Diese sei im vorlie-
genden Fall auch gegen den Willen der Eltern zu errichten. 

C. Gegen diesen Entscheid vom 25. Februar 2016, mitgeteilt am 1. März 2016, 
erhob X._____ am 31. März 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden mit dem sinngemässen Antrag um Aufhebung der Erziehungsbei-
standschaft. Y._____ und sie hätten keine Erziehungsbeistandschaft beantragt. 
Sie hätten lediglich ein beratendes Gespräch bei der KESB Nordbünden geführt. 

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D. Die KESB Nordbünden beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Mai 
2016 die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. 
Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen. Die KESB 
Nordbünden verzichte auf eine einlässliche Beschwerdeantwort und verweise auf 
die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die Akten. 

E. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Vorliegend geht es um eine Beschwerde gegen den Erlass einer Kindes-
schutzmassnahme, für welche gemäss Art. 314 Abs. 1 ZGB sinngemäss die Vor-
schriften über die Beschwerde in Erwachsenenschutzsachen (vgl. Art. 450 ff. 
ZGB) anwendbar sind. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilge-
setzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die ein-
zige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie 
die von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person (vgl. Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N. 29 zu Art. 450 ZGB [zit. Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz]; Hermann 
Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, N. 21 zu Art. 450 ZGB). Im 
angefochtenen Entscheid wird für den Sohn der Beschwerdeführerin eine Erzie-
hungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen im Bereich persönlicher Ver-
kehr errichtet, womit X._____ als unmittelbar Betroffene des Entscheids klar zu 
dessen Anfechtung legitimiert ist. 

b) Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Der Entscheid der KESB Nordbünden 
wurde X._____ am 1. März 2016 mitgeteilt. Die Beschwerdeführerin reichte dem 
Kantonsgericht von Graubünden ihre Eingabe am 30. März 2016 (Poststempel; 
vgl. act. A.1) und mithin innert der dreissigtägigen Rechtsmittelfrist ein. Die Be-
schwerde hat vorliegend aufschiebende Wirkung, da nichts Gegenteiliges verfügt 
worden ist (vgl. Ziffer 7 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids und Art. 
450c ZGB). 

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c) Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen 
(vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht keine hohen Anforderungen 
gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 
2006, BBl 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwach-
senenschutz, a.a.O., N. 42 zu Art. 450 ZGB). Ein von der betroffenen Person un-
terzeichnetes Schreiben reicht aus, sofern das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist 
und daraus hervorgeht, warum sie mit der Anordnung nicht einverstanden ist. Aus 
der von der Beschwerdeführerin unterzeichneten Eingabe geht vorliegend hervor, 
dass sie mit dem Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden nicht ein-
verstanden ist. 

2. a) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die Schweizerische Zivilprozessordnung so-
wie die entsprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss an-
wendbar (vgl. Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 beziehungsweise Art. 327 Abs. 2 ZPO 
aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung 
entscheiden. 

b) Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 443 
ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (vgl. Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
a.a.O., N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB veran-
kerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher 
Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der 
Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämt-
liche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZGB und Christoph Au-
er/Michèle Martin, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 1 zu 
Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Hermann Schmid, a.a.O., N. 7 zu Art. 446 
ZGB; Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Er-
wachsenenschutz, Bern 2013, N. 7 zu Art. 446 ZGB). Da die Behörde nur erfor-
derliche Massnahmen verfügen darf und das Recht von Amtes wegen anzuwen-
den hat (vgl. Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist die Beurteilung des Betroffenen über die 

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Notwendigkeit einer Massnahme grundsätzlich ohne Bedeutung für den Entscheid 
der KESB beziehungsweise der Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle 
Marti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 40 zu Art. 446 
ZGB). Das Einverständnis der Eltern zur Errichtung einer Beistandschaft zum 
Schutze des Kindes ist somit eigentlich nicht vorausgesetzt. Oftmals braucht es 
eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB sogar gerade wegen des mangelnden Ein-
verständnisses beziehungsweise der fehlenden Mitwirkungsbereitschaft der Betei-
ligten (vgl. Yvo Biderbost, Die Erziehungsbeistandschaft (Art. 308 ZGB), Diss. Fri-
bourg, 1996, S. 121). 

c) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7085; 
Hermann Schmid, a.a.O., N. 1 zu Art. 450a ZGB). 

3. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Ent-
scheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 25. Februar 2016 (vgl. 
act. E.1). Die KESB Nordbünden, welche unbestrittenermassen für den Entscheid 
zuständig war (vgl. Art. 440 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 315 Abs. 1 ZGB und Art. 
38 Abs. 1 lit. c EGzZGB), ordnete darin für A._____ eine Beistandschaft gemäss 
Art. 308 ZGB an und hielt die Aufgaben und Kompetenzen der Beistandsperson in 
Ziffer 2 des Entscheiddispositivs fest (vgl. Art. 314 Abs. 3 ZGB). So soll sie die 
Eltern von A._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 ZGB angemessen beraten und namentlich in den Bereichen Erzie-
hung/Betreuung/Freizeit und Schule unterstützen. Die Beistandsperson soll sämt-
lichen an der Betreuung und Förderung von A._____ beteiligten Personen als An-
sprechperson zur Verfügung stehen. Ferner hat sie die Eltern von A._____ im 
Rahmen der Beistandschaft mit besonderen Befugnissen (vgl. Art. 308 Abs. 2 
ZGB) bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen A._____ und seinem 
Vater angemessen zu beraten und zu unterstützen. Als Beiständin wurde E._____ 
von der Berufsbeistandschaft Imboden ernannt. Die Beschwerdeführerin bean-
tragt, dass der Entscheid der KESB Nordbünden vom 25. Februar 2016 vollstän-
dig aufzuheben sei. Sie macht sinngemäss geltend, dass die spezifischen Voraus-
setzungen einer Beistandschaft durch die KESB Nordbünden nicht erfüllt seien. 

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b/aa) Gemäss Art. 308 ZGB ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen 
Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt, 
wenn es die Verhältnisse erfordern (Abs. 1). Sie kann dem Beistand besondere 
Befugnisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Wahrung 
seines Unterhaltsanspruchs und anderer Rechte und die Überwachung des per-
sönlichen Verkehrs (Abs. 2). Die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB 
stellt eine Kindesschutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. ZGB dar. Diese 
Massnahme geht insofern weiter als die blosse Erziehungsaufsicht im Sinne von 
Art. 307 Abs. 3 ZGB, als der Erziehungsbeistand nicht bloss eine Aufsicht ausübt, 
sondern selber eine aktive Rolle zu übernehmen hat (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_732/2014 vom 26. Februar 2015 E. 4.3). Die Erziehungsbeistandschaft 
als allgemeinste Form einer Beistandschaft soll durch ambulante, aber kontinuier-
liche Behandlung erzieherische Missstände abbauen durch Kontakt mit Eltern und 
Kind. Instrumente sind Vermittlung, Anleitung und Weisung gegenüber Eltern (und 
unter ihnen), dem Kind und Dritten. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt er-
halten, soll aber durch stete persönliche Kontakte (insbesondere auch Hausbesu-
che) beobachtet werden. Der Beistand ist Vertrauens- und Ansprechperson aller 
Beteiligten und soll insbesondere auch zum Kind eine tragfähige Beziehung auf-
bauen (vgl. Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, N. 2 bis 4 zu Art. 308 ZGB; 
Cyrill Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, N. 27.19a und 
Yvo Biderbost, a.a.O., S. 117 ff.). 

b/bb) Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB setzt voraus, dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist (vgl. BGE 108 II 
372 E. 1) und dieser Gefahr nicht durch die Eltern beziehungsweise durch weniger 
einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB begegnet werden kann 
(Grundsatz der Verhältnismässigkeit; vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.109/2002 
vom 11. Juni 2002 E. 2.1 publiziert in: FamPra.ch 2002 S. 851). Gemäss Art. 389 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB sind etwaige Massnahmen der Erwachsenenschutzbehörde 
subsidiär und werden folglich nur angeordnet, wenn die Unterstützung der hilfsbe-
dürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen sowie private 
oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend er-
scheint. Das in Art. 389 Abs. 2 ZGB statuierte Prinzip der Verhältnismässigkeit 
gebietet, dass jede behördliche Massnahme erforderlich und geeignet sein muss. 
Die Massnahme soll so wenig wie möglich, aber so stark wie nötig in die Privats-
phäre und Rechtsstellung der hilfsbedürftigen Person eingreifen (vgl. Helmut Hen-

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kel, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 8 zu Art. 388-399 
ZGB).

4. a) Die KESB Nordbünden hat die familiäre Situation in ihrem Entscheid vom 
25. Februar 2016 aufgrund der sich aus den Akten ergebenden Tatsachen und 
vorgenommenen Abklärungen richtig dargestellt und eingeschätzt. Um Wiederho-
lungen zu vermeiden, kann grundsätzlich auf diese Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid verwiesen werden. Aus den Akten geht verschiedentlich hervor, 
dass X._____ mit der Situation (Erziehung/Erwerbstätigkeit/Weiterbil-
dung/Probleme mit dem von ihr getrennten Ehemann) überlastet beziehungsweise 
überfordert ist, was sie mehrfach auch selbst ausführte (vgl. Akten KESB, act. 1, 
19, 22 und 28). Die Feststellung der KESB Nordbünden, dass X._____ einen klar 
erkennbaren Beratungs- und Unterstützungsbedarf ausweist, lässt sich nicht be-
anstanden. So standen bereits während ihres freiwilligen Klinikaufenthaltes vom 3. 
bis 14. November 2014 Erziehungsaufgaben, die Stärkung der Mutter-Kind-
Beziehung sowie die Klärung der Paarbeziehung der Eltern im Fokus (vgl. Akten 
KESB, act. 19). Dr. med. G._____ von der kjp führte in ihrem Abschlussbericht 
vom 10. März 2015 aus, X._____ habe ihr berichtet, dass sie mit ihrer Situation zu 
Hause überfordert sei. Sie stosse immer öfter an ihren Grenzen, fühle sich 
schlapp und todmüde. Sie wünsche sich mehr Fremdbetreuung, könne sich diese 
aber nicht leisten. Die kjp habe X._____ vermittelt, dass im Umgang mit einem 
Kind ein proaktiveres Verhalten, auch vorausschauend und Orientierung gebend, 
von der Mutter gefordert sei. Sie habe von der kjp "kleine Erziehungshilfen" erhal-
ten (vgl. Akten KESB, act. 22). Auch H._____ von der Kindertagesstätte O.1_____ 
führte am 28. August 2015 telefonisch aus, dass sie die Beschwerdeführerin in der 
Interaktion mit ihrem Sohn teilweise als überlastet erlebe (vgl. Akten KESB, act. 
6). Der Einwand der Beschwerdeführerin, H._____ habe keine Befugnis gehabt, 
der KESB Nordbünden Auskunft zu erteilen, kann nicht gehört werden. X._____ 
entband mit Erklärung vom 24. August 2015 unter anderem auch die Kita F._____ 
in O.1_____ gegenüber der KESB Nordbünden von ihrem Berufs- und Amtsge-
heimnis (vgl. Akten KESB, act. 9). Die Kinderärztin Dr. med. C._____ war in ihrem 
Bericht vom 26. August 2015 ebenfalls der Meinung, dass X._____ ganz klar Un-
terstützung zur Betreuung ihres Sohnes brauche (vgl. Akten KESB, act. 12), wes-
halb sie A._____ und X._____ im März 2015 der kjp wegen einer sich zuspitzen-
den psychosozialen Belastungssituation und einer erzieherischen Überforderung 
zugewiesen habe. 

Die Beschwerdeführerin ist durch ihre Mehrfachbelastung als alleinerziehende, 
arbeitstätige Mutter inmitten einer zusätzlichen Ausbildung stark beansprucht. 

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Hinzu kommen die Konflikte mit Y._____, welcher ihrer Meinung nach andere Er-
ziehungsvorstellungen in Bezug auf Ernährung, Sicherheit, Förderung und Frei-
zeitgestaltung hat, und sie, ausser während ihrer ausbildungsbedingten Abwesen-
heiten, in der Betreuung kaum unterstützt. Hinzu kommt, dass X._____ finanziell 
von Y._____ abhängig ist (vgl. Akten KESB, act. 3, 14, 20, 24, 28, 34, 43). Diese 
Umstände wirken sich offenbar überfordernd auf die Kindsmutter aus, die einen 
hohen Anspruch an ihre Erziehungsaufgaben stellt, und haben Auswirkungen auf 
die anspruchsvolle Kinderbetreuung und -erziehung von A._____. Die Beschwer-
deführerin reagiert dabei zum Teil überreizt und mit physischer Gewaltanwendung 
gegenüber A._____ (vgl. Akten KESB, act. 3, 12, 22). A._____ ist zudem den el-
terlichen Konflikten ausgesetzt und kann davor nicht genügend geschützt werden. 
Er wächst trotz der räumlichen Trennung der Eltern in einer schwierigen und 
grösstenteils belastenden Familiensituation auf. Ein andauernder belastender Fa-
milienkonflikt kann sich klar nachteilig auf die psychische und emotionale Entwick-
lung von A._____ auswirken. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Kon-
flikte demnächst von selber lösen werden, da X._____ aufgrund des fehlenden 
sozialen Umfeldes (vgl. Akten KESB, act. 3) weiterhin auf sich selbst und Y._____ 
gestellt sein wird. Somit ist ein Ausgleich zwischen Arbeitstätigkeit, Weiterbildung 
und Kinderbetreuung zwingend zu suchen. Dazu ist auch ihr Ehemann miteinzu-
beziehen. Zur Gewährleistung einer gesunden Entwicklung von A._____ ist daher 
unter den gegebenen Umständen die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft 
gerechtfertigt. Es besteht sowohl bei der Mutter als auch beim Vater Unterstüt-
zungsbedarf in Erziehungsfragen. Des weiteren ist auch bei der Ausübung des 
persönlichen Verkehrs zwischen Y._____ und seinem Sohn A._____ die fachliche 
Unterstützung der Eltern nötig, damit A._____ einen spannungsfreien Kontakt zu 
seinem Vater pflegen kann. Es ist, wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt, 
klar, dass jedes Kind seine Phasen durchlebt. Es wird auch nicht in Abrede ge-
stellt, dass A._____ ein aufgeweckter und freundlicher Junge ist. Mit der Errich-
tung der Erziehungsbeistandschaft soll lediglich sichergestellt werden, dass 
A._____ auch in Zukunft ein vifes Kind bleibt und in seinem Entwicklungsprozess 
nicht gefährdet wird. Dies ist vorliegend ohne die Erziehungsbeistandschaft nicht 
sichergestellt, weshalb diese Massnahme in abweichender Meinung zur Be-
schwerdeführerin von Nutzen sein wird. Indem die KESB Nordbünden eine Bei-
standschaft für A._____ errichtete, nahm sie die Sorgen und Anliegen von 
X._____ sehr wohl ernst und versuchte damit, die Eltern zu unterstützen. Schliess-
lich war es die Beschwerdeführerin selber, die die KESB Nordbünden um Hilfe bat 
und sich mit der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft anfänglich sogar ein-
verstanden erklärte, da sie mit ihrer Situation überfordert war (vgl. Akten KESB, 

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act. 14). Dass die Beschwerdeführerin nun mit der Errichtung der Erziehungsbei-
standschaft mit besonderen Befugnissen nicht mehr einverstanden ist, kann un-
berücksichtigt bleiben (vgl. dazu oben E. 2. b)). Der Erlass einer kindesschutz-
rechtlichen Massnahme ist auch ohne Einverständnis der Eltern zulässig. 

b) Die Akten sprechen hinsichtlich der Notwendigkeit des Eingreifens der Kin-
desschutzbehörde daher eine klare Sprache und es bestanden ausreichend 
Gründe für den Erlass einer kindesschutzrechtlichen Massnahme. Unter den ge-
gebenen Umständen war nämlich nicht zu erwarten, dass die Beschwerdeführerin 
selbst oder mit Hilfe nahestehender Personen in der Lage gewesen wäre, der Kin-
deswohlgefährdung ohne Eingreifen der KESB Nordbünden Abhilfe zu schaffen 
(vgl. Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Davon ging wohl auch die Beschwerdeführerin 
aus, als sie am 18. August 2015 die KESB Nordbünden um Hilfe ersuchte, nach-
dem sie sich bereits im November 2014 freiwillig in die Klinik B._____ begab (vgl. 
Akten KESB, act. 19) und im März 2015 aufgrund einer sich zuspitzenden psycho-
sozialen Belastungssituation und einer erzieherischen Überforderung der kjp zu-
gewiesen wurde (vgl. Akten KESB, act. 12). 

c) Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen 
gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erweist sich zudem als geeignet und verhält-
nismässig, um die erzieherischen Missstände und die Familienkonflikte abzubau-
en. In diesem Bereich stünde zwar auch die blosse Erziehungsaufsicht gemäss 
Art. 307 ZGB zur Verfügung. Die funktional gleichartige Erziehungsaufsicht, wel-
che ebenfalls eine Einmischung in das familiäre Geschehen voraussetzt, unter-
scheidet sich jedoch kaum von einer Erziehungsbeistandschaft. Allerdings haben 
grundsätzliche Weisungen eines Beistandes mehr Gewicht. Andere Unterstüt-
zungsangebote im freiwilligen Bereich (Klinik B._____ und kjp) konnten die Le-
benssituation von A._____ und seinen Eltern nicht massgeblich und nachhaltig 
verbessern, da die stationären und ambulanten Unterstützungsangebote von der 
Mutter jeweils nach kurzer Dauer wieder abgebrochen beziehungsweise abge-
schlossen wurden (vgl. Akten KESB, act. 19 und 22). Bezogen auf den vorliegen-
den Fall erscheinen die besonderen Befugnisse der Beiständin als den Umstän-
den angepasst. Die Beschwerdeführerin unterlässt es, die Aufgaben und Kompe-
tenzen der Beistandsperson im Einzelnen zu beanstanden. Ebenso wenig wird in 
der Beschwerde die Ernennung von E._____ von der Berufsbeistandschaft Imbo-
den zur Beiständin gerügt. Die von der KESB Nordbünden angeordnete Erzie-
hungsbeistandschaft und die Bestimmung von E._____ als Beiständin erweisen 
sich aber auch unabhängig davon als rechtmässig, was zur Abweisung der Be-
schwerde führt. 

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5. Bei Abweisung der Beschwerde gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführerin (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Zu prüfen bleibt, ob allenfalls gestützt auf 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung einer Entscheidgebühr zu verzichten ist. 
Ein Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten im Sinne von Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB rechtfertigt sich nach Art. 28 Abs. 1 der Verordnung zum Kindes- und 
Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) unter anderem bei Kindesschutzmass-
nahmen, sofern das Vermögen der Eltern unter dem Freibetrag von Fr. 10'000.00 
liegt und deren Einkommen nur knapp ausreicht, um ihren Verpflichtungen nach-
zukommen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten (lit. a) oder wenn die Perso-
nen nachweislich auf die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe angewiesen 
sind (lit. c). Der vorinstanzlichen Berechnung des Existenzminimums von X._____ 
vom 26. Februar 2016 (vgl. Akten KESB, act. 44.1) ist zu entnehmen, dass einem 
Nettoeinkommen von Fr. 2'490.00 ein Gesamtnotbedarf von Fr. 2'641.00 gegenü-
bersteht, womit ein Manko von Fr. 151.00 resultiert. X._____ verfügt damit nicht 
über genügend eigene Mittel oder Vermögen, die zur Erfüllung der Verpflichtungen 
und der Bestreitung des Lebensunterhalts nötig sind. Deshalb verbleiben die Kos-
ten des Beschwerdeverfahrens, welche gestützt auf Art. 10 der Verordnung über 
die Gerichtsgebühren in Zivilsachen [VGZ; BR 320.210] auf Fr. 1'500.00 festge-
setzt werden, beim Kanton Graubünden. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf Fr. 1'500.00 festgesetzt 
und verbleiben beim Kanton Graubünden

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: