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**Case Identifier:** 8af56a3d-00a7-5ca9-8311-b7620eb1915d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.11.2018 720 18 228 / 299
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-228---299_2018-11-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  1. November 2018 (720 18 228 / 299) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte; Einkommensvergleich 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Ordás, Advokat, 
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG, Salinenstrasse 25, 
4133 Pratteln 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1959 geborene A.____ war bis zur Betriebsaufgabe Ende 2017 als selbständiger-
werbende Coiffeuse in B.____ tätig. Am 31. Januar 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf 
Beschwerden am Bewegungsapparat bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. 
Die IV-Stelle klärte in der Folge die gesundheitlichen und beruflichen Verhältnisse der Versi-
cherten ab. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) das Rentenbegehren mit Verfügung vom 31. Mai 2018 gestützt auf einen IV-Grad 
von 1 % ab. 

 

 
 
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B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Ordás, mit Schreiben vom 
11. Juli 2018 Beschwerde am Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
es sei ein interdisziplinäres Gutachten erstellen zu lassen. Es seien ihr die gesetzlichen Leis-
tungen auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 %, gestützt auf die Erkennt-
nisse des zu erstellenden Gutachtens, zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 
anzuweisen, den Sachverhalt nochmals medizinisch zu überprüfen und gestützt darauf neu zu 
verfügen. In ihrer ergänzenden Beschwerdebegründung vom 2. August 2018 hielt die Be-
schwerdeführerin an ihren gestellten Anträgen fest.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 21. August 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-
gung vom 31. Mai 2018 gestützt auf den Sachverhalt, wie er sich damals präsentiert hat, einen 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 

 

 
 
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längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 390 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – so-
gar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 29 E. 1). 
 

 

 
 
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3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – 
nicht bestritten wird.  
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra-
ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-
weise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-
würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach-
ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-
gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich auf ver-
sicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-

 

 
 
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gen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa-
che Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 
125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachme-
dizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, 
I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anders-
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichen-
de Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärzt-
licher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung un-
erkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 14. Februar 
2014, 8C_787/2013, E. 3.3.2, mit Hinweisen). 
 
5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin liegen im Wesent-
lichen folgende Arztberichte vor:  
 
5.1 Im Bericht des C.____-Instituts vom 14. Januar 2016 zum MRT vom 13. Januar 2016 
werden unter anderem folgende Befunde festgehalten: Geringe Ausladung der Hinterkanten 
dorsolateral von HWK 5. HWK 5/6 mit geringen Ausziehungen der Hinterkanten von HWK 5 
dorsolateral. Geringe links mediolaterale Bandscheibenprotrusion. Es bestehe kein Nachweis 
einer Diskushernie und keine Einengung der Neuroforamen. 
 
5.2 Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, E.____-Klinik, hält in seiner Beurteilung vom 14. März 2016 fest, bei der Beschwer-
deführerin bestehe eine Überlastung der mm. Rhomoidei als typische Berufskrankheit.  
 
5.3 Im Bericht des F.____-Spitals vom 29. November 2016 über die Hospitalisation der 
Patientin vom 21.11.2016 bis 29.11.2016 werden folgende Hauptdiagnosen festgehalten.  
 
 1. Zervikothorakales spondylogenes Schmerzsyndrom 
   - mit myofaszialer Beteiligung 
   - Fehlform und Fehlhaltung  
   - mit/bei Dekonditionierung 
   - rezidivierende Dysfunktionen 
 2. Subklinische Hypothyreose  
  
Die Patientin habe von der Therapie profitiert und während dem Aufenthalt nie über Schmerzen 
geklagt. Sie habe nie die Reservemedikation gebraucht. Im Labor habe man eine subklinische 
Hypothhyreose feststellen können. Bei anamnestisch fehlenden eindeutigen hypothyreotischen 

 

 
 
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Symptomen und klinisch nicht feststellbarer Struma sei keine Substitution angefangen worden. 
Die Patientin habe in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können. 
 
5.4 Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin FMH, gibt mit Arztbericht vom 25. 
Februar 2017 an, die Beschwerdeführerin könne unter Schmerzen in der bisherigen Tätigkeit 
maximal 50 % arbeiten. 
 
5.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.____, FMH Physikalische und Rehabilitative Medizin, führt 
in ihrem Bericht vom 25. Oktober 2017 aus, die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten 
Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig. In einer leidensangepassten Verweistätigkeit sei sie zu 100 % 
arbeitsfähig für leichte bis gelegentlich mittelschwere Wechseltätigkeit ohne WS-Zwangshaltung 
insbesondere der HWS, ohne Armvorhaltehaltung, ohne Überkopfarbeiten. Die Beschwerden 
der Versicherten würden in direktem Zusammenhang mit der Armvorhaltehaltung in ihrer Tätig-
keit als Coiffeuse stehen. Aufgrund von Haltungsinsuffizienz bei muskulärer Dekonditionierung 
komme es zu muskulärer Überforderung mit Überlastungserscheinung der Nacken-
/Schultergürtelmuskulatur wie dies bereits Dr. D.____ und das F.____-Spital nachvollziehbar 
beschrieben hätten. In der Freizeit am Wochenende und in den Ferien würden keine Schmer-
zen bestehen. Es sei nicht so, dass die Versicherte mit einem Muskelaufbautraining weiterhin 
zu 100 % als Coiffeuse arbeiten könne. Da sie bereits degenerative Veränderungen an der 
HWS im Sinne von Spondylarthrosen aufweise, bestehe eine Vulnerabilität für HWS-belastende 
Tätigkeiten, daher sei die 50%ige Arbeitsunfähigkeit als Coiffeuse medizinisch nachvollziehbar. 
In einer rückenadaptierten Tätigkeit sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen, 
da die Versicherte bei Meidung der berufstypischen Armvorhalteposition schmerzfrei sei. 
6.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes auf die Angaben der 
RAD-Ärztin Dr. H.____ abgestellt. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Ausführungen von 
Dr. H.____ sind überzeugend und nachvollziehbar und es liegen keine dieser Beurteilung wi-
dersprechende Arztberichte vor. Im Gegenteil stimmt die Beurteilung der RAD-Ärztin im We-
sentlichen mit denjenigen der behandelnden Ärzte überein. Die Schmerzen der Beschwerdefüh-
rerin werden von allen behandelnden Ärzten und im Übrigen auch vom Physiotherapeuten als 
Folge der häufigen Abduktion der Arme bei der Tätigkeit als Coiffeuse bezeichnet. Dr. D.____ 
bezeichnet die Schmerzen sogar ausdrücklich als Berufskrankheit. Die vom RAD umschriebene 
Verweistätigkeit trägt diesem Umstand Rechnung. Die Beschwerdeführerin ist nur in einer leich-
ten bis gelegentlich mittelschweren und wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltung der 
Wirbelsäule, ohne Armvorhaltung und ohne Überkopfarbeiten vollständig arbeitsfähig. Folglich 
ist die IV-Stelle zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensan-
gepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.  
 
6.2 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des Gesundheitszustandes und insbesondere auch der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person 
zu, so kann auf die von der Beschwerdeführerin beantragte Einholung eines interdisziplinären 
Gutachtens verzichtet werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, 
Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. 
Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tat-
sachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Ge-

 

 
 
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richt bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen 
ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend 
abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene 
antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig 
(BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 119 V 335 
E. 3c in fine mit Hinweisen). Der Antrag auf Einholung eines interdisziplinären Gutachtens wird 
von der Beschwerdeführerin nicht weiter begründet. Aus den vorliegenden Akten geht auch 
nicht hervor, dass die Beschwerdeführerin ausser im Schulter- und Nackenbereich noch weitere 
Beschwerden hätte, die noch näher abzuklären wären. Die Beschwerdeführerin macht zwar 
geltend, dass die Schmerzen zugenommen hätten, reicht aber dazu keine weiteren Arztberichte 
– auch nicht von behandelnden Ärzten – ein. Auch wenn die bildgebenden Aufnahmen nun 
über zwei Jahre alt sind, liegen keine Anhaltspunkte vor, welche eine Veränderung der gesund-
heitlichen Situation nahe legen würden. Da keinerlei Hinweise auf eine psychiatrische Gesund-
heitsbeeinträchtigung vorliegen, ist zudem nicht ersichtlich ist, inwiefern eine von der Be-
schwerdeführerin im Rahmen einer interdisziplinären Begutachtung beantragte psychiatrische 
Untersuchung angezeigt sein soll. Unter diesen Umständen kann auf die Einholung eines ärztli-
chen Gutachtens verzichtet werden.  
 
7. Die Beschwerdeführerin bringt des Weiteren vor, im Abklärungsbericht Selbständiger-
werbende sei ein IV-Grad von 50 % ermittelt worden. Dies sei von der Beschwerdegegnerin 
nicht berücksichtigt worden. 
 
7.1 Im Abklärungsbericht vom 4. April 2018 wurde der Invaliditätsgrad mittels Betätigungs-
vergleich als Coiffeuse und nicht gestützt auf einen Einkommensvergleich ermittelt. Diesbezüg-
lich weist die IV-Stelle zu Recht daraufhin, dass dabei das in einer Verweistätigkeit noch aus-
schöpfbare Leistungspotential nicht berücksichtigt worden sei, weshalb darauf nicht abgestellt 
werden kann.  
 
7.2 In Bezug auf die Ermittlung des Invalideneinkommens ist vorab zu klären, ob der Be-
schwerdeführerin die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit zugemutet werden 
kann. 
 
7.2.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allgemein der 
Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber 
vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern; deshalb besteht kein 
Rentenanspruch, wenn die Person selbst ohne Eingliederungsmassnahmen zumutbarerweise 
in der Lage wäre, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Die Selbstein-
gliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht ist eine Last, welche die 
versicherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsanspruch – auf gesetzliche Ein-
gliederungsmassnahmen oder Rente – gewahrt bleiben. Von der versicherten Person dürfen 
dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und 
subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (AHI-Praxis 2001 S. 282, E. 5a/aa; 
BGE 113 V 28 E. 4a). 
 

 

 
 
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Aufgrund der geschilderten Schadenminderungspflicht darf deshalb von selbständig Erwerbstä-
tigen erwartet werden, dass sie sich im Betrieb soweit möglich so organisieren, dass sie Arbei-
ten verrichten können, die ihnen gesundheitshalber noch zumutbar sind. Ist dies überhaupt 
nicht möglich oder erscheint die bisherige Tätigkeit – wie vorliegend – aus gesundheitlichen 
Gründen als ungeeignet, so steht die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit zur 
Diskussion. Nach der Rechtsprechung kann dem Einkommensvergleich eine solche zugrunde 
gelegt werden, wenn hiervon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet 
werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Al-
ter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als 
zumutbar erscheint (Urteil des EVG vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.2 mit Hinweisen; AHI-Praxis 
2001 S 283, E. 5a/bb mit Hinweisen).  
 
7.2.2 Die Beschwerdeführerin hat ihre selbständige Erwerbstätigkeit bereits Ende 2017 auf-
gegeben und geht zurzeit gar keiner Erwerbstätigkeit nach. Es geht vorliegend also nicht da-
rum, die selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben, sondern lediglich darum eine leidensange-
passte Verweistätigkeit aufzunehmen. Im vorliegenden Fall werden von der Beschwerdeführerin 
keine Gründe vorgebracht – und es sind auch keine ersichtlich –, die die Aufnahme einer un-
selbständigen Erwerbstätigkeit als unzumutbar erscheinen liessen. Die Beschwerdeführerin ist 
zudem nicht so stark eingeschränkt, dass nur ganz wenige Verweistätigkeiten für sie in Frage 
kämen. Im Gegenteil sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. Art. 16 ATSG; BGE 
134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2015, 8C_492/2015, 
E. 3.2.1) genügend leichte Überwachungs-, Prüf- und Kontrollarbeiten in der Industrie oder die 
Bedienung von Maschinen wie auch leichte Sortiertätigkeiten vorhanden, die als Verweistätig-
keit in Frage kommen. Die IV-Stelle hat folglich zur Festlegung des Invalideneinkommens zu 
Recht auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebun-
gen (LSE) abgestellt. Zu Recht wird die konkrete Berechnung des Invalideneinkommens mit 
Hilfe der Tabellenlöhne der LSE von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Es ist folglich von 
einem Invalideneinkommen von Fr. 54‘062.-- auszugehen.  
 
7.3 In Bezug auf das Valideneinkommen hat die IV-Stelle – zu Gunsten der Beschwerde-
führerin – ebenfalls auf die Tabellenlöhne der LSE abgestellt und dabei einen Lohn von 
Fr. 54‘624.-- ermittelt. Unter Berücksichtigung des Invalideneinkommens von Fr. 54‘062.-- resul-
tiert ein IV-Grad von 1 %. Da die Beschwerdeführerin ihre selbständige Erwerbstätigkeit aus 
gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat, müsste jedoch korrekterweise als Valideneinkom-
men das Einkommen herangezogen werden, das sie als Gesunde mit ihrer selbständigen Tä-
tigkeit als Coiffeuse erzielen könnte. Dabei kann auf die aus dem IK-Auszug ersichtlichen Ein-
kommen abgestellt werden. Das höchste jährliche Einkommen, welches die Beschwerdeführe-
rin als selbständig Erwerbende je erzielt hat, beträgt Fr. 16‘100.--, womit bei weitem kein ren-
tenbegründender IV-Grad resultiert.  
 
8. Gestützt auf die obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin in einer 
angepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist und dabei ein rentenausschliessendes 
Einkommen erzielen könnte. Demzufolge hat die Vorinstanz das Leistungsbegehren zu Recht 
abgelehnt, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.  

 

 
 
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9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterlegene 
Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten zu auferlegen sind. Die ausserordentlichen Kosten 
sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen.  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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