# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60ca3994-e2cd-5d9e-b6d4-8b4c3bd257e1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 09.04.2025 SR1 2024 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2024-41_2025-04-09.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 9. April 2025
mitgeteilt am 7. Juli 2025

[Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am Bundesgericht 
hängig (6B_782/2025).]

Referenz SR1 24 41

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Cavegn und Richter-Baldassarre
Bernhard, Aktuarin

Parteien Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

gegen

A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Thöny
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur

B._____
Privatklägerin

Gegenstand Verbrechen gegen das BetmG etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 17. August 2023, mitgeteilt am 
6. Juni 2024 (Proz. Nr. 515-2022-58)

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Plessur sprach A._____ (im Folgenden: der 
Beschuldigte) am 17. August 2023 von den Vorwürfen des Verbrechens gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG [SR 812.121]; 
Anklageziffern 1.2 und 1.15), des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB; 
Anklageziffer 3) und der fahrlässigen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit 
dienen (Art. 239 Ziff. 2 StGB in Verbindung mit Ziff. 1 StGB; Anklageziffer 4), frei. 
Es sprach ihn des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 
lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie i.V.m. Art. 19 Abs. 3 lit. b 
BetmG), der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG), der Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB), des geringfügigen 
Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB), der Übertretung des 
Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen (Art. 5 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 2 
Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. i), des mehrfachen Vergehens gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG) sowie der Hinderung 
einer Amtshandlung (Art. 286 Abs. 1 StGB) schuldig. Es bestrafte ihn mit einer 
Freiheitsstrafe von 20 Monaten, einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je 
CHF 30.00 und einer Busse von CHF 500.00. Der Vollzug der Freiheits- und der 
Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren aufgeschoben. 
Die beschlagnahmten Gegenstände wurden verwertet bzw. vernichtet, das Bargeld 
eingezogen. Die beschlagnahmten CHF 12’829.42 auf dem Konto des 
Beschuldigten wurden eingezogen und zur Deckung der Verfahrenskosten 
verwendet. Das Regionalgericht sprach keine Landesverweisung aus. Die Zivilklage 
der B._____ wurde im Umfang von CHF 419.00 infolge Anerkennung 
abgeschrieben. Die Verfahrenskosten wurden dem Beschuldigten auferlegt.

B. Gegen das Urteil meldete die Staatsanwaltschaft am 23. August 2023 
Berufung an. Die Berufungserklärung erfolgte am 18. Juni 2024. Die 
Staatsanwaltschaft beantragt den Beschuldigten zusätzlich wegen 
gewerbsmässigen Handels mit Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG 
i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG), gewerbsmässiger Geldwäscherei 
(Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. mit Ziff. 2 lit. c StGB) und Hausfriedensbruchs (Art. 186 
StGB) schuldig zu sprechen. Der Beschuldigte sei mit einer unbedingten 
Freiheitsstrafe von 36 Monaten, einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 
CHF 30.00 und einer Busse in der Höhe von CHF 500.00 zu bestrafen und sei für 
die Dauer von 10 Jahren aus der Schweiz zu verweisen.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 25. März 2025 statt. Die Verhandlung 
wurde gleichzeitig mit derjenigen im Parallelverfahren SR1 24 40 durchgeführt. Es 

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erschienen beide Beschuldigte und deren Verteidiger (Rechtsanwalt Mario Thöny 
für den Beschuldigten) sowie die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft 
wiederholt ihre mit Berufungserklärung gestellten Anträge. Der Beschuldigte 
beantragt die Feststellung der Rechtskraft der nicht angefochtenen Dispositivziffern 
und im Übrigen die Abweisung der Berufung. 

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Umfang der Berufung

Nicht angefochten und damit in Rechtskraft erwachsen sind der Freispruch vom 
Vorwurf der fahrlässigen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen 
(Dispositivziffer 1), die Schuldsprüche wegen mehrfacher Übertretung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, geringfügigen Diebstahls, Übertretung des 
Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen, mehrfachen Vergehens gegen 
das Betäubungsmittelgesetz sowie Hinderung einer Amtshandlung 
(Dispositivziffer 2, zweiter und vierter bis siebter Spiegelstrich), die Busse und die 
Ersatzfreiheitsstrafe (Dispositivziffern 3a und 3d), die Beschlagnahme 
(Dispositivziffer 4) und die Zivilklage (Dispositivziffer 6). Dies ist vorab festzustellen.

2. Sachverhalt

2.1. Handel mit Betäubungsmitteln (Anklageziffer 1)

Die Staatsanwaltschaft macht mit Berufung geltend, die von der Vorinstanz 
festgestellte Verkaufsmenge von insgesamt 360 Gramm Kokain-Base sei zu gering. 
Die Staatsanwaltschaft geht von 1'464 Gramm verkauftem reinem Kokain aus. 
Bezüglich des Zeitraums geht die Staatsanwaltschaft auch nicht mit der Vorinstanz 
einig. Der Beschuldigte habe bereits im August 2020 mit dem 
Betäubungsmittelhandel begonnen und nicht erst im Dezember 2020. Gehandelt 
habe er bis 28. September 2021 (act. H.4 S. 6). Dies schliesst die 
Staatsanwaltschaft aus den Bewegungen auf den Bank- und Spielerkonten des 
Beschuldigten (act. H.4 S. 5). Die Staatsanwaltschaft errechnet aus Gutschriften 
von insgesamt CHF 325'362.75 auf die Konten des Beschuldigten von August 2020 
bis zu seiner Festnahme am 9. Juni 2021 und den angegebenen 
Verkaufskonditionen (1 Gramm Kokain-Base zu CHF 200.00) eine verkaufte Menge 
von 1'626.8 Gramm Kokain-Base, entsprechend 1'464.12 Gramm reinem Kokain 
(Reinheitsgrad von 90 %; act. H.4 S. 5 f.). Die Staatsanwaltschaft stützt sich auch 
auf die Aussagen des Beschuldigten, wonach er pro Monat 170 Gramm Kokain-

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Pulver erworben, dieses zu 120 Gramm Kokain-Base weiterverarbeitet, davon 
30 Gramm für den Eigenkonsum abgezweigt und 90 Gramm weiterverkauft habe 
(act. H.4 S.3 m.H.a. StA-act. 11.39 F/A 16). Der Beschuldigte habe angegeben, pro 
Tag durchschnittlich 10 grosse Kokain-Steine von 0,1 Gramm Kokain-Base 
konsumiert zu haben (act. H.4 S. 4, m.H.a. StA-act. 11.39 F/A 12 f.). Daraus ergebe 
sich ein Konsum von 30 Gramm pro Monat und eine verkaufte Menge von 
90 Gramm Kokain-Base pro Monat.

Die Berechnungen der Staatsanwaltschaft sind zwar nachvollziehbar, vermögen 
aber nicht restlos zu überzeugen. So ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte 
am 9. Juni 2021 festgenommen wurde, er den Handel also nicht bis Ende 
September 2021 betreiben konnte. Aus den Auszügen des Grand Casino Luzern 
lässt sich nicht eruieren, wie hoch die Gewinne aus dem Glücksspiel waren. Es ist 
auch nicht klar, welche Auszahlungen auf die Bankkonten des Beschuldigten aus 
diesen Gewinnen erfolgten. Es kann deshalb nicht aus dem Gesamtbetrag der 
Transaktionen direkt auf den Umsatz aus dem Drogenhandel geschlossen werden. 
An der dadurch errechneten Menge von CHF 1'626.8 Gramm verkaufter Kokain-
Base bestehen daher erhebliche Zweifel. Dasselbe gilt für den Beginn ab August 
2020. Auch diesbezüglich kann nicht zweifelsfrei festgestellt werden, ob die 
Transaktionen tatsächlich auf Erlös aus dem Drogenhandel zurückzuführen sind.

Auch wenn der Beschuldigte seine Aussagen im Verlauf der Einvernahmen 
angepasst hat, hat er dennoch konstant eine insgesamt grössere gehandelte Menge 
an Betäubungsmitteln zugegeben, als ihm aufgrund der einzelnen Aussagen von 
Abnehmern nachgewiesen werden konnte. Der Hinweis der Verteidigung, wonach 
nicht pauschal Hochrechnungen angestellt werden können, ist zutreffend (act. H.3 
S. 5 f.). Der Vorinstanz ist zu folgen und es ist auf das Geständnis des 
Beschuldigten abzustellen. Demnach hat der Beschuldigte von Dezember 2020 bis 
9. Juni 2021 insgesamt 360 Gramm Kokain-Base (entsprechend 324 Gramm 
reinem Kokain) hergestellt und verkauft sowie 4.28 Gramm Heroin verkauft und 
zudem 90 Gramm Kokain-Base und 12.84 Gramm Heroin konsumiert (act. E.1 
E. 3.2 Abs. 7). Er hat mit dem Drogenhandel einen Umsatz von CHF 72'000.00 und 
einen Gewinn von CHF 4'000.00 erzielt (act. E.1 E. 3.2 Abs. 6; act. H.3 
Ziff. II.3.2.3).

Das Urteil der Vorinstanz ist auch in Bezug auf die Freisprüche betreffend die 
Anklageziffern 1.2 und 1.15 zu bestätigen. So kann dem Beschuldigten nicht 
zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er mit C._____ im Drogenhandel tätig war, 
und auch nicht, dass der Beschuldigte an D._____ verkauft hat (act. E.1 E. 3.2 
Abs. 9).

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2.2. Geldwäscherei (Anklageziffer 2)

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, Paysafe-Karten im Wert von 
CHF 102'538.00 als Bezahlung für den Verkauf von Betäubungsmitteln 
entgegengenommen und diese auf sein Spielerkonto beim Grand Casino Luzern 
einbezahlt zu haben. CHF 75'620.00 habe der Beschuldigte von seinem 
Spielerkonto und weitere CHF 31'208.00 von Spielerkonten, die er auf die Namen 
anderer Personen eröffnet habe, auf seine Bankkonten überwiesen. Weiter geht die 
Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Beschuldigte im Zeitraum vom 1. August 
2020 bis 9. Juni 2021 einen aus dem Betäubungsmittelhandel stammenden Betrag 
von insgesamt CHF 218'543.75 bar auf auf ihn lautende Bankkonten eingezahlt 
habe. Im selben Zeitraum habe der Beschuldigte ab den Bankkonten 
CHF 343'195.10 bar abgehoben (act. H.4 S. 8 f.). Die Staatsanwaltschaft stützt sich 
u.a. auf die edierten Unterlagen der Banken und des Grand Casino Luzern.

Der Beschuldigte hat eingestanden, dass er zum Teil Paysafe-Karten als Bezahlung 
für die Betäubungsmittel entgegengenommen hat (StA-act. 12.12 F/A 18) und dass 
ein Teil des im Drogenhandel erzielten Erlöses auf Spielerkonten geflossen ist (RG-
act. 13 F/A 24; act. H.3 S. 9). Er bestreitet aber die Höhe der angeklagten Beträge. 
Die Aussagen des Beschuldigten sind im Urteil des Regionalgerichts 
wiedergegeben (act. E.1 E. 3.3).

Das Regionalgericht schloss aus den vorhandenen Beweismitteln zutreffend, dass 
höchstens CHF 72'000.00 (Umsatz aus Drogenhandel) zwischen Spielerkonten und 
Bankkonten transferiert wurden (act. E.1 E. 3.3 letzter Absatz). Für den 
darüberhinausgehenden Betrag lässt sich die deliktische Herkunft mit den 
vorhandenen Beweismitteln nicht eindeutig feststellen. Die Bank- und 
Spielerkontenauszüge zeigen zwar die Ein- und Auszahlungen, daraus ist aber 
insbesondere nicht ersichtlich, was der Beschuldigte zuvor angespart hatte (er gab 
an, früher CHF 60'000.00 auf dem Sparkonto gehabt zu haben [StA-act. 11.35 
F/A 39] und CHF 40'000.00 in bar aufbewahrt zu haben [StA-act. 11.56 F/A 10]) und 
welche Beträge Gewinnausschüttungen aus dem Glücksspiel waren. Dass der 
Beschuldigte oft online gespielt hat (und damit einen Verlust generierte), hat er 
glaubhaft dargelegt (z.B. StA-act. 11.56 F/A 13; act. H.2 Rz. 156 ff.). Auch nicht zu 
widerlegen ist die Darstellung des Beschuldigten, wonach seine Kollegen ihre 
Gewinne von den eigenen Spielerkonten auf die Bankkonten des Beschuldigten 
auszahlen liessen, weil sie befürchteten, dass die Zahlungseingänge auf ihren 
Konten Einfluss auf die Sozialhilfeleistungen gehabt hätte (act. H.2 Rz. 208; act. H.3 
S. 10).

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2.3. Hausfriedensbruch (Anklageziffer 3)

Der Beschuldigte gab zu, im B._____ eine Sonnenbrille im Wert von CHF 269.00 
gestohlen zu haben. Dem Beschuldigten gegenüber galt kein Hausverbot. Das 
Regionalgericht hat ihn deshalb vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs 
freigesprochen (act. E.1 E. 4.3).

Die Staatsanwaltschaft bringt dagegen vor, der Beschuldigte habe nicht die Absicht 
gehabt, die Sonnenbrille zu kaufen. Er habe kein oder zu wenig Geld dafür 
dabeigehabt. Er habe den Brillenbügel, an dem die Diebstahlsicherung angebracht 
war, abmontiert und habe diesen auf dem Regal zurückgelassen. Der Beschuldigte 
hat den Vorwurf zugegeben (StA-act. 14.6, F/A 5; RG-act. 13 F/A 3.68).

3. Rechtliches

3.1. Handel mit Betäubungsmitteln 

Die Vorinstanz kam zutreffend zum Ergebnis, dass der Beschuldigte durch das 
Herstellen und Verkaufen von grösseren Mengen Kokain und Heroin den 
Tatbestand Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt 
hat. Von einem gewerbsmässigen Handel im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG 
kann indes nicht ausgegangen werden, da die entsprechenden Umsatz- und 
Gewinnzahlen zu tief sind. Der Staatsanwaltschaft kann nicht gefolgt werden und 
der Schuldspruch der Vorinstanz ist zu bestätigen.

3.2. Geldwäscherei

Den Tatbestand der Geldwäscherei kann nach ständiger Rechtsprechung auch 
erfüllen, wer Vermögenswerte wäscht, die er selber durch ein Verbrechen erlangt 
hat (BGE 144 IV 172 E. 7.2). Selbst das Verstecken von Geld deliktischer Herkunft 
erfüllt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung den Tatbestand der 
Geldwäscherei (BGE 119 IV 59 E. 2). Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für das 
Ein- und Auszahlen von und auf Spielerkonten daher zu Recht wegen 
Geldwäscherei schuldig gesprochen (act. E.1 E. 4.2).

Nicht gefolgt werden kann der Staatsanwaltschaft, soweit sie geltend macht, es 
liege ein qualifizierter Fall im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB vor (act. H.4 
S. 8 f.). Dafür hätte der Beschuldigte mit der Geldwäscherei einen grossen Umsatz 
(mindestens CHF 100'000.00; vgl. BGE 129 IV 188 E. 3.1.3) erzielen müssen. Wie 
zuvor ausgeführt, lässt sich die Höhe des Umsatzes aus dem Drogenhandel auf 
höchstens CHF 72'000.00 beziffern (und nicht rund CHF 300'000.00, wie die 

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Staatsanwaltschaft berechnet hat). Ein schwerer Fall gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c 
StGB liegt damit von vornherein nicht vor. Die Qualifikation ist aber auch zu 
verneinen, weil nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein schwerer Fall 
nach Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB nur dann zu bejahen ist, wenn der Täter mit der 
Geldwäscherei einen (regelmässigen) Gewinn bezweckt; dieser muss sich aus der 
Geldwäscherei als solcher und nicht aus der Vortat ergeben (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_217/2013 vom 28. Juli 2014 E. 4.2; ACKERMANN/ZEHNDER in: 
Ackermann (Hrsg.), Kommentar Kriminelles Vermögen – Kriminelle Organisationen: 
Einziehung, Kriminelle Organisation, Finanzierung des Terrorismus, 
Geldwäscherei, Bd. II, 2018, N 732).

3.3. Hausfriedensbruch

Zu Recht bemängelt die Staatsanwaltschaft den Freispruch vom Vorwurf des 
Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB). Die Rechtsprechung des Bundesgerichts ist 
eindeutig: Den Tatbestand des Hausfriedensbruches erfüllt, wer zu einem anderen 
Zweck als dem vorgesehenen einen geschützten Bereich betritt. Wer sich also in 
einem Ladengeschäft aufhält, mit der Absicht etwas zu stehlen, erfüllt den 
Tatbestand von Art. 186 StGB (statt vieler Urteil des Bundesgerichts 6B_535/2021 
vom 14. Juli 2021 E. 2 m.w.H.). Spätestens, als der Beschuldigte die Sonnenbrille 
im Laden behändigte, ohne diese bezahlen zu können, hielt er sich gegen den 
Willen des Ladeninhabers dort auf und beging damit einen Hausfriedensbruch. Er 
ist deshalb schuldig zu sprechen.

3.4. Ergebnis Schuldsprüche

Zusätzlich zu den in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüchen wegen mehrfacher 
Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), 
geringfügigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB), 
Übertretung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen (Art. 5 Abs. 1 lit. 
a i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. i), mehrfachen Vergehens gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG) sowie Hinderung einer 
Amtshandlung (Art. 286 Abs. 1 StGB) ist der Beschuldigte wegen Verbrechens 
gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG i.V.m. Art. 19 
Abs. 2 lit. a BetmG), Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB) und 
Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) schuldig zu sprechen.

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4. Strafzumessung

4.1. Strafrahmen

Art. 19 Abs. 2 BetmG sieht für schwere Fälle von Betäubungsmitteldelikten einen 
Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe vor. Art. 19 
Abs. 3 lit. b BetmG gibt dem Gericht die Möglichkeit, die Strafe in diesen Fällen zu 
mildern, wenn der Täter oder die Täterin von Betäubungsmitteln abhängig ist und 
diese Wiederhandlung zur Finanzierung des eigenen Betäubungsmittelkonsums 
hätte dienen sollen. Damit sollen abhängige Kleindealer (im Gegensatz zu den 
nichtabhängigen Profiteuren des Drogenschwarzmarktes) milder bestraft werden 
können (BGE 150 IV 213 E. 1.6.2.5 m.w.H.).

Es ist unbestritten, dass die Bestimmung nur auf Personen anwendbar ist, die selbst 
von unter den Anwendungsbereich des BetmG fallenden Substanzen abhängig sind 
(im Sinne der Klassifikation ICD-10 der WHO; vgl. Parlamentarische Initiative, 
Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes, Bericht der Kommission für soziale 
Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates vom 4. Mai 2006, BBl 2006 8573 f., 
Ziff. 3.1.11.3). Nicht einig ist man sich in der Lehre, was die Voraussetzung der 
Finanzierung des Betäubungsmittelkonsums anbelangt. HUG-BEELI hält dafür, dass 
die Widerhandlung "einzig und allein" dem Betäubungsmittelkonsum dienen muss, 
weist aber darauf hin, dass bei betäubungsmittelabhängigen Tätern der 
Drogenhandel in den seltensten Fällen nur zur Finanzierung des 
Betäubungsmittelkonsums betrieben werde. Vielmehr werde ein Teil des Erlöses 
aus dem Drogenhandel zugleich für die Finanzierung des Lebensunterhaltes 
verwendet. In diesen Fällen könne lit. b nicht zur Anwendung kommen, zumal es 
kaum möglich sei, den erzielten Erlös aus dem Drogenhandel auf die Finanzierung 
des Drogenkonsums und des Lebensunterhaltes aufzuteilen (GUSTAV HUG-BEELI, 
Betäubungsmittelgesetz Kommentar, 2016, Rz. 1187 f. zu Art. 19 BetmG). 
Überzeugender ist die Ansicht ALBRECHTS, wonach die Finanzierung der eigenen 
Sucht nicht das einzige, aber doch das vorherrschende Handlungsziel des Täters 
bilden müsse (PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des 
Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28l BetmG], 2016, Rz. 284 zu Art. 19 BetmG). 
SCHLEGEL/JUCKER verweisen auf ALBRECHT, ebenso GRODECKI/JEANNERET 
(STEPHAN SCHLEGEL/OLIVER JUCKER, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz 
sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Aufl. 2022, 
N. 249 zu Art. 19 BetmG; STÉPHANE GRODECKI/YVAN JEANNERET, Petit commentaire 
Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes du 3 octobre 1951, 
Dispositions pénales [art. 2 et 19 à 28a], 2022, Rz. 143 zu Art. 19 BetmG). HUG-
BEELI selbst führt an, eine ausschliessliche Finanzierung der Drogensucht dürfte bei 

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abhängigen Tätern praktisch nie vorkommen. Würde man die Privilegierung nur 
diesen Tätern zuteilkommen, würde die Bestimmung gar keine Anwendung finden.

Art. 19 Abs. 3 BetmG ist eine Kann-Bestimmung. Es liegt demnach im Ermessen 
des Gerichts, ob es den Strafrahmen nach unten öffnet. Solches soll nach ständiger 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur dann geschehen, wenn 
aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte 
Strafe im konkreten Fall zu hart erscheint (Urteil des Bundesgerichts 6B_1157/2022 
vom 24. Februar 2023 E. 2.2.2.).

Dass der Beschuldigte abhängig ist, wurde nicht in Frage gestellt. Vorliegend steht 
fest, dass er 360 Gramm Kokain-Base hergestellt und verkauft und 90 Gramm 
Kokain-Base konsumiert hat. Damit ist die verkaufte Menge deutlich höher als die 
konsumierte. Der Beschuldigte hat also nicht hauptsächlich hergestellt und verkauft, 
um seinen eigenen Drogenbedarf zu decken, sondern hat aus dem Handel auch 
Gewinn erzielt (CHF 4'000.00). Der Beschuldigte hatte im relevanten Zeitraum kein 
Erwerbseinkommen, was nahelegt, dass der Erlös aus dem Drogenhandel auch 
seinem Lebensunterhalt diente. Zudem ist erstellt, dass er Glücksspiele gespielt hat, 
und dass ein Teil seiner Einnahmen auch dahinein floss. Der Beschuldigte kann 
nicht mehr als Kleindealer bezeichnet werden, für den die Privilegierung von Art. 19 
Abs. 3 lit. b BetmG gedacht ist. Es besteht somit kein Anlass, eine Strafmilderung 
aufgrund der Drogensucht vorzunehmen. Der Strafrahmen beginnt damit bei einer 
Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr.

4.2. Grundlagen der Strafzumessung

Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt 
das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf 
das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der 
Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der 
Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie 
danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in 
der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB).

Im Zusammenhang mit dem Drogenhandel sind objektiv insbesondere die 
folgenden Elemente zu berücksichtigen: Die Menge der gehandelten Drogen, die 
Art der Droge und ihr Reinheitsgrad, die Art und Weise des betreffenden Handels 
(autonom oder als Mitglied einer Organisation, wobei die konkrete Beteiligung und 
die Position zu bestimmen sind), der Umfang des Verkehrs (lokal oder mit 
internationalen Verzweigungen) sowie die Anzahl der Transaktionen. Subjektiv ist 

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zu unterscheiden, ob der Täter oder die Täterin selbst drogenabhängig ist und den 
eigenen Konsum finanziert, oder ob reines Gewinnstreben das vorherrschende 
Motiv ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_603/2021, 6B_701/2021 vom 18. Mai 2022 
E. 4.3.2 m.w.H.).

Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 
mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 
schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass 
der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das 
gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).

4.3. Tatkomponente

4.3.1. Objektive Tatschwere

Mit der in Umlauf gebrachten Menge von 360 Gramm Kokain-Base mit einem 
Reinheitsgehalt von 90 % (entsprechend 324 Gramm reinem Kokain) ist der in der 
Rechtsprechung entwickelte Schwellenwert für die Erfüllung des schweren Falls im 
Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (18 Gramm reines Kokain) um das 18-fache 
überschritten. Der Reinheitsgehalt ist mit 90 % sehr hoch. Die rund sechs Monate, 
in denen der Beschuldigte den Handel betrieb, sind eine relativ geringe Zeitspanne. 
Die Anzahl an Abnehmern, die nachgewiesen werden konnte, ist doch 
bemerkenswert (die Anklage nennt 15 Personen explizit, wobei bei sich zweien der 
Vorwurf nicht erstellen liess). Der Beschuldigte hatte weitere Personen, die ihm 
beim Herstellen und Verkaufen behilflich waren. Wie die Vorinstanz richtig feststellt, 
kann er nicht mehr als Kleindealer bezeichnet werden, da er für sein Vorgehen einer 
gewissen Organisation bedurfte (Bezug des Kokains, Herstellen der Base an 
verschiedenen Orten, Verkauf direkt oder durch Hilfspersonen). Die Menge an 
gehandeltem Heroin ist vernachlässigbar. Das Verschulden ist in objektiver Hinsicht 
als leicht anzusehen. In Anbetracht dessen, dass die Mindeststrafe bei einem Jahr 
Freiheitsstrafe liegt, entspricht dies einer Einsatzstrafe von 30 Monaten.

4.3.2. Subjektive Tatschwere

In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte nicht aus reiner 
Profitgier handelte, sondern selbst auch die von ihm gehandelten Drogen 
konsumierte und sich mit dem Verkauf auch seine Sucht finanzierte. Die 
Einsatzstrafe ist um zwei Monate zu reduzieren und liegt nun bei 28 Monaten.

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4.4. Asperation weiterer Delikte

Der Vorinstanz folgend ist die Einsatzstrafe wegen der Geldwäscherei um vier 
Monate und wegen der Vergehen gegen das BetmG um weitere zwei Monate zu 
asperieren (act. E.1 E. 5.3 f.).

4.6. Täterkomponente

Die Delinquenz während laufender Untersuchung und trotz mehreren Anhaltungen 
und Polizeihaft ist strafhöhend zu berücksichtigend. Das Geständnis des 
Beschuldigten sowie die gezeigte Reue und Einsicht führen zu einer 
Strafminderung. Insgesamt ist die Einsatzstrafe aufgrund der Täterkomponente um 
acht Monate zu reduzieren (vgl. act. E.1 E. 5.2).

4.7. Geldstrafe

Für die Hinderung einer Amtshandlung hat die Vorinstanz eine Geldstrafe von 
10 Tagessätzen festgelegt (act. E.1 E. 5.5). Für den Hausfriedensbruch ist 
ebenfalls eine Geldstrafe auszufällen. Angesichts des sehr leichten Verschuldens 
erscheinen 10 Tagessätze angemessen. Die 10 Tagessätze der Vorinstanz für die 
Hinderung einer Amtshandlung als Einsatzstrafe sind um 5 Tagessätze für den 
Hausfriedensbruch zu asperieren. Der Tagessatz ist aufgrund der bescheidenen 
finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten auf das Minimum von CHF 30.00 
festzusetzen.

4.8. Ergebnis Strafzumessung

Der Beschuldigte ist zusätzlich zum Urteil der Vorinstanz mit einer Freiheitsstrafe 
von 26 Monaten und einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 30.00 zu 
bestrafen.

4.9. Vollzug

Bei Freiheitsstrafen in dieser Höhe ist ein vollumfänglicher Strafaufschub gesetzlich 
ausgeschlossen. Es besteht aber bei Fehlen einer ungünstigen Prognose die 
Möglichkeit, den Vollzug teilbedingt anzuordnen (Art. 43 und Art. 42 StGB). 

Wie die Vorinstanz richtig feststellte, handelt es sich bei der vorliegend zu 
beurteilenden Tat um die erste Delinquenz des Beschuldigten (act. E.1 E. 5.7). Der 
Beschuldigte zeigt Einsicht und Reue, versucht sein Leben zu ordnen und die Haft 
scheint ihm Eindruck gemacht zu haben (act. H.2 Rz. 53 ff.). Trotz der (nicht 
rechtskräftigen) Verurteilung vom 13. Februar 2025 sind die Aussichten, dass der 

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Beschuldigte sich künftig wohlverhalten wird, intakt. Die Voraussetzungen für einen 
teilbedingten Vollzug sind gegeben.

Der aufgeschobene Anteil wie auch der zu vollziehende Teil müssen mindestens 
sechs Monate betragen (Art. 43 Abs. 3 StGB). Das Verhältnis der Strafteile ist so 
festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters 
einerseits und dessen Einzeltatschuld andererseits hinreichend zum Ausdruck 
kommen. Der unbedingte Strafteil darf das unter Verschuldensgesichtspunkten 
(Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten (BGE 134 IV 1 E. 5.6). 

Wie bereits ausgeführt, ist vorliegend von einem leichten Verschulden auszugehen. 
In Berücksichtigung dessen ist es angezeigt, den zu vollziehenden Anteil der 
Freiheitsstrafe auf das Minimum von sechs Monaten festzulegen. Der Vollzug der 
restlichen Freiheitsstrafe von 20 Monaten ist aufzuschieben.

Die Bemessung der Probezeit richtet sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens 
nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und 
dem Charakter des Verurteilten sowie der Rückfallgefahr. Je grösser diese Gefahr, 
desto länger muss die Probezeit sein, damit der Verurteilte von weiteren Delikten 
abgehalten wird. Ihre Dauer muss mit anderen Worten so festgelegt werden, dass 
sie die grösste Wahrscheinlichkeit zur Verhinderung eines Rückfalls bietet (Urteil 
des Bundesgerichts 6B_1077/2023 vom 2. April 2025 E. 5.4.1). So lange der 
Beschuldigte nicht über eine längere Dauer drogenfrei lebt, sich in der Nähe der 
Drogenszene aufhält und keinen geregelten Alltag hat, ist die Rückfallgefahr gross. 
Um dem Rechnung zu tragen, ist die Probezeit mit der Vorinstanz auf vier Jahre 
festzusetzen (vgl. Art. 44 Abs. 1 StGB). 

5. Landesverweis

5.1. Rechtliche Grundlagen

Das Gericht verweist den Ausländer, der wegen Widerhandlung gegen Art. 19 
Abs. 2 BetmG verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre 
aus der Schweiz (Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB). Von der Anordnung der 
Landesverweisung kann nur ausnahmsweise unter den kumulativen 
Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie (1.) einen schweren persönlichen 
Härtefall bewirken würde und (2.) die öffentlichen Interessen an der 
Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib 
in der Schweiz nicht überwiegen. Dabei ist der besonderen Situation von 
Ausländern Rechnung zu tragen, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen 
sind (Art. 66a Abs. 2 StGB; sog. Härtefallklausel). Die Härtefallklausel ist restriktiv 

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anzuwenden. Ob ein schwerer persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 
StGB vorliegt, bestimmt sich anhand der gängigen Integrationskriterien. Zu 
berücksichtigen sind namentlich der Grad der (persönlichen und wirtschaftlichen) 
Integration, einschliesslich familiäre Bindungen des Ausländers in der Schweiz bzw. 
in der Heimat, die Aufenthaltsdauer, der Gesundheitszustand und die 
Resozialisierungschancen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2 ff. m.w.H.). Da der 
Beschuldigte italienischer Staatsangehöriger ist, ist das Abkommen zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 
(Personenfreizügigkeitsabkommen [FZA; SR 0.142.112.681]) zu berücksichtigen. 
Betäubungsmittelhandel stellt eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung 
im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA dar (BGE 145 IV 364 E. 3.5). Die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung bezüglich Drogenhandel und Landesverweis 
ist streng (vgl. statt vieler das Urteil des Bundesgerichts 6B_668/2022 vom 
31. August 2022 E. 4.1, wonach Drogenhandel der Verfassung wegen [Art. 121 
Abs. 3 lit. a BV] in der Regel zur Landesverweisung führt).

5.2. Ausgangslage

Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass das Interesse des Beschuldigten am 
Verbleib in der Schweiz dem öffentlichen Interesse an der Landesverweisung 
überwiege und verzichtete auf die Aussprache eines Landesverweises (act. E.1 
E. 6.4). Die Staatsanwaltschaft wendet sich mit Berufung gegen diesen Verzicht.

5.3. Persönliche Angaben

Der Beschuldigte lebt seit seiner Geburt an derselben Adresse (StA-act. 11.42 
F/A 10). Er ging in E._____ zur Schule, absolvierte eine Ausbildung und war bis im 
Mai 2020 (während rund 25 Jahren) berufstätig (StA-act. 11.56 F/A 5). Er wurde 
arbeitslos und bezog bis Ende Februar 2021 Arbeitslosengelder (StA-act. 11.59 
F/A 9). Im Dezember 2020 begann der Beschuldigte mit dem Drogenhandel. Der 
Beschuldigte war nicht vorbestraft. Die Mutter des Beschuldigten lebt an derselben 
Adresse wie er. Sie habe vor zwei Jahren einen Hirnschlag gehabt und brauche 
Unterstützung (act. H.2 Rz. 34 ff. und 240 ff.). Ein erwachsener Sohn, der Vater und 
ein jüngerer Bruder des Beschuldigten leben in der Schweiz. Sowohl eine berufliche 
als auch eine soziale Integration sind somit vorhanden. Zu seinem Heimatstaat 
Italien hat der Beschuldigte keine Beziehung. Er spricht kein Italienisch. Seine 
Lebenssituation würde sich bei einem Landesverweis massiv verschlechtern, womit 
klar ein Härtefall im Sinne des Gesetzes vorliegt (so zutreffend die Vorinstanz, 
act. E.1 E. 6.3).

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5.4. Abwägung

Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, stellt der Beschuldigte aufgrund des zu 
beurteilenden Deliktes offensichtlich eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung der Schweiz dar (act. E.1 E. 6.4). Die Interessen der Schweiz, jemanden, 
der die Gesundheit einer Vielzahl von Personen durch Verkauf von Drogen 
gefährdet, ausser Landes zu schaffen, sind gewichtig. Der Beschuldigte zeigt zwar 
glaubhaft auf, dass er aus der Sucht rauskommen möchte – was ihm bis anhin zu 
gelingen scheint – und der Gefängnisaufenthalt ihm Eindruck gemacht hat. 
Dennoch wird die Gefahr, dass er bei weiterem Aufenthalt in E._____ und damit in 
der Nähe der Drogenszene rückfällig wird, als erheblich eingeschätzt. Der 
Beschuldigte war im Zeitpunkt der Berufungsverhandlung bei der Sozialhilfe 
angemeldet und auf Stellensuche. Gewisse Faktoren wie Alter, 
Drogenvergangenheit, längere Abwesenheit vom ersten Arbeitsmarkt dürften ihm 
die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erschweren, obwohl er über langjährige 
Berufserfahrung im erlernten Beruf verfügt. Der Beschuldigte ist geschieden und 
sein Sohn ist erwachsen. Eine Kernfamilie, die unter dem Titel Art. 8 EMRK 
geschützt wäre, gibt es nicht. Die Mutter als nächste Angehörige braucht nach 
Angaben des Beschuldigten Unterstützung. Allerdings konnte der Beschuldigte sich 
während seines zehnmonatigen Gefängnisaufenthaltes nicht um sie kümmern und 
sie wird sich wegen der zu vollziehenden Freiheitsstrafe erneut ohne den 
Beschuldigten zurechtfinden müssen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der 
Heimatstaat des Beschuldigten Italien ist. Soziale Kontakte mit Personen in der 
Schweiz sind aufgrund der geografischen Nähe relativ einfach zu pflegen. Zudem 
sind die Wurzeln des Beschuldigten im Südtirol, wo Deutsch und nicht Italienisch 
gesprochen wird, weshalb die mangelnden Sprachkenntnisse kaum ins Gewicht 
fallen. Als EU-Bürger steht dem Beschuldigten grundsätzlich der ganze EU-Raum 
für den Aufenthalt offen.

Aus dem Ausgeführten folgt, dass die Interessen der Schweiz am Landesverweis 
höher wiegen als die Interessen des Beschuldigten, hier zu verbleiben. Der 
Beschuldigte ist für fünf Jahre (gesetzliches Minimum) aus der Schweiz zu 
verweisen.

6. Kosten

6.1. Untersuchung und erste Instanz

Grundsätzlich trägt der Staat die Kosten eines Strafverfahrens (Art. 423 Abs. 1 
StPO). Wird die beschuldigte Person verurteilt, trägt sie die Kosten (Art. 426 Abs. 1 

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StPO). Dies ist vorliegend der Fall. Demzufolge hat der Beschuldigte die 
Untersuchungskosten in Höhe von CHF 15'558.50 und die Kosten des 
erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 22’340.15 (Gerichtsgebühr von 
CHF 6’000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 16’340.15) zu tragen. 
Die Untersuchungskosten sind mit den beschlagnahmten Vermögenswerten von 
CHF 12'829.42 zu verrechnen und sind in dieser Höhe getilgt.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von CHF 16'340.15 sind 
einstweilen aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts Plessur zu bezahlen. Der 
Beschuldigte ist zu verpflichten, den Betrag zurückzubezahlen, sobald es ihm die 
finanziellen Möglichkeiten erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

6.2. Berufungsverfahren

Die Kosten des Berufungsverfahrens, welche CHF 3'000.00 betragen, werden nach 
Obsiegen und Unterliegen verteilt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
obsiegt mit ihrer Berufung zu zwei Dritteln, indem sie die Verurteilung wegen 
Hausfriedensbruchs, eine höhere Strafe – aber nicht den Vollzug derselben – und 
einen Landesverweis erwirkt. Hingegen unterliegt sie hinsichtlich ihres Antrags 
betreffend Gewerbsmässigkeit. Entsprechend diesem Verfahrensausgang sind 
dem Beschuldigten CHF 2'000.00 aufzuerlegen. Der Restbetrag von CHF 1'000.00 
trägt der Kanton Graubünden (Obergericht).

Rechtsanwalt Mario Thöny macht für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren 
CHF 4'364.50 geltend (act. G.1). Der Betrag ist angemessen. Rechtsanwalt Mario 
Thöny ist aus der Kasse des Obergerichts zu entschädigen. Der Beschuldigte ist zu 
verpflichten, dem Kanton Graubünden zwei Drittel dieses Betrags (entsprechend 
CHF 2’909.65) nach Massgabe von Art. 135 Abs. 4 StPO zurückzubezahlen.

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Es wird erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 
17. August 2023 (Proz. Nr. 515-2022-58) wie folgt in Rechtskraft erwachsen 
ist:

1. A._____ wird […] in Bezug auf Anklageziffer 4 vom Vorwurf der 
fahrlässigen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen 
gemäss Art. 239 Ziff. 2 StGB i.V.m. Ziff. 1 StGB freigesprochen.

2. A._____ ist schuldig:

– […],

– der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG,

– […],

– des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter Abs. 1 StGB,

– der Übertretung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen 
gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. i,

– des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG sowie

– der Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 Abs. 1 StGB.

3. a) Dafür wird A._____ mit […] einer Busse von CHF 500.00 bestraft.

b) […]

c) […]

d) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 5 Tage. Sie tritt an die 
Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.

4. a) Die mit Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden 
vom 06.10.2022 beschlagnahmten Gegenstände 

– 1 Minigripp-Säcklein mit Heroin (STA-act. 6.1)
– 2 Röhrchen Kokain Base, ca. 5.25 Gramm (50-60 Portionen) 

(STA-act. 6.4)
– 1 Röhrchen Kokain Base geraucht (Grossmutter) (STA-act. 6.4)
– Mobiltelefon Samsung (STA-act. 6.4)
– Mobiltelefon Apple (STA-act. 6.4)
– 2 BM Utensilien / BM Pfeife (STA-act. 6.4)
– Mobiltelefon Samsung (STA-act. 6.10)
– Plastikröhrchen mit Resten Kokain-Base (STA-act. 6.10)
– Kokain-Reifen (STA-act. 6.10)
– Feinwaage «ONBALANCE» schwarz (STA-act. 6.14)
– Feinwaage «Aosai» schwarz (STA-act. 6.14)
– 2 Tabletten Ketalgin (STA-act. 6.14)
– Flasche mit Ammoniak-Lösung (STA-act. 6.14)
– Spiegel, Schöpflöffel, Schale (STA-act. 6.14)
– Feinwaage Fuzilen Bio (STA-act. 6.14)
– 1 Tablette Valium (STA-act. 6.14)

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– Diverse Minigrip mit Pulverrückständen (STA-act. 6.14)
– Weisse Pulverrückstände (STA-act. 6.14)
– Digitalwaage Swiss Check (STA-act. 6.14)
– Mobiltelefon Samsung IMEI Z.1._____ Silber (STA-act. 6.15)
– Heroin in Minigrip (STA-act. 6.15)
– Heroin abgepackt in Minigrip (STA-act. 6.15)
– Kokain Base in Plastikröhrchen (STA-act. 6.15)
– Kokain Base lose in Hosetasche (STA-act. 6.15)
– Heroin abgepackt in Minigrip (STA-act. 6.20)
– Plastikröhrchen mit Kokain-Base (STA-act. 6.24)
– Heroin in Minigrip (STA-act. 6.24)

werden gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten soweit diese 
nicht verwertet werden können.

b) Das Bargeld von CHF 80.00 (STA-act. 6.21 und 6.22) ist einzuziehen.

c) Die beschlagnahmten CHF 12’829.42 (per 31.10.2022) auf 
gesperrtem Konto IBAN Z.2._____ bei der Postfinance AG (STA-act. 
7.1 und 7.12) werden gestützt auf Art. 268 Abs. 1 lit. a StPO in 
Verbindung mit Art. 442 Abs. 4 StPO gerichtlich eingezogen und zur 
Deckung der Verfahrenskosten verwendet.

5. […].

6. Die Zivilklage der B._____ gegen A._____ im Umfang von CHF 419.00 
wird infolge Anerkennung abgeschrieben.

[…]

2. A._____ ist zudem schuldig des Verbrechens gegen das 
Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in 
Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Anklageziffer 1), der 
Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Anklageziffer 2) und des 
Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB (Anklageziffer 3).

3. A._____ wird zusätzlich zur Busse bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 
26 Monaten und einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 30.00.

4. Die Polizei- und Untersuchungshaft von 94 Tagen wird an die Freiheitsstrafe 
angerechnet.

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten 
aufgeschoben und die Probezeit auf vier Jahre festgesetzt. Im Umfang von 
6 Monaten wird die Freiheitsstrafe vollzogen.

6. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben. Die Probezeit beträgt vier 
Jahre.

7. A._____ wird für 5 Jahre aus der Schweiz verwiesen.

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8. Die Untersuchungskosten von CHF 15’558.50 gehen zulasten von A._____. 
Diese sind im Umfang von CHF 12’829.42 durch Verrechnung mit 
beschlagnahmten Vermögenswerten getilgt.

9. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 22’340.15 
(Gerichtsgebühr CHF 6’000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung 
CHF 16’340.15) gehen zulasten von A._____.

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen aus der 
Gerichtskasse des Regionalgerichts Plessur bezahlt. Vorbehalten bleibt die 
Rückerstattungspflicht von A._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

11. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens von CHF 3’000.00 geht im 
Umfang von CHF 2’000.00 zulasten von A._____ und im Umfang von 
CHF 1’000.00 zulasten des Kantons Graubünden (Obergericht).

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren von 
CHF 4’364.50 werden einstweilen aus der Gerichtskasse des Obergerichts 
bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht von A._____ gemäss 
Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von CHF 2’909.65.

13. [Rechtsmittelbelehrung] 

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