# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fa34cab-73fa-56cc-9406-bcdffee7baf1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.07.2008 D-4668/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4668-2008_2008-07-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4668/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; 
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren (...), Irak,
zurzeit wohnhaft im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(...), (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4668/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  (Provinz  Erbil,  Nordirak)  am 26. Januar  2007  verliess  und  am 
17. Februar 2008 in der Schweiz ein erstes Mal um Asyl ersuchte,

dass das BFM mit Verfügung vom 25. Juli  2007 auf  das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht die gegen diese Verfügung erho-
bene Beschwerde mit Urteil vom 11. April 2008 abwies,

dass  es  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  insgesamt  sei 
festzustellen,  dass  die  Grundvoraussetzung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheid  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG 
mangels Glaubhaftmachen von Entschuldigungsgründen erfüllt  seien, 
das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ohne 
weiteres ausgeschlossen werden könne und auch keine zusätzlichen 
Abklärungen hinsichtlich der Frage des Wegweisungsvollzugs notwen-
dig seien,

dass  mit  dem  Verweis  auf  die  Rechtsprechung  des  Bundesverwal-
tungsgericht  (BVGE E-4243/2007 E. 7. und 7.5; allgemeine Lage im 
Nordirak) und in Berücksichtigung von bei der Person des Beschwer-
deführers fehlenden individuellen Wegweisungshindernissen der Voll-
zug  der  Wegweisung  in  dessen  Heimatstaat  als  zulässig,  zumutbar 
und möglich erachtet wurde,

dass der Beschwerdeführer seit  dem 2. Mai  2008 als verschwunden 
galt,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  gemäss  eigenen  Angaben  im  Mai 
2008  nach  (Land)  begeben  habe  und  in  der  Folge  auf  Antrag  der 
(zuständigen) Behörden von der Schweiz am 6. Juni 2008 rücküber-
nommen wurde,

dass der Beschwerdeführer am 9. Juni 2008 im Empfangs- und Verfah-
renszentrum (EVZ) (...) ein zweites Mal um Asyl ersuchte,

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dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ (...) vom 16. Juni 2008 
im Wesentlichen geltend machte, er habe genau dieselben Gründe wie 
anlässlich seines ersten Asylgesuches, und es sei nichts dazu gekom-
men, 

dass er nicht mehr alles im Kopf habe, was er beim ersten Asylgesuch 
erwähnt habe,

dass  er  im Rahmen der  direkten Bundesanhörung vom 1. Juli  2008 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a AsylG) im Wesentlichen geltend machte, er 
habe beim ersten Asylgesuch sowie  bei  der  Befragung im EVZ (...) 
anlässlich des zweiten Asylgesuchs aus Angst und Scham leider nicht 
alles gesagt, dass mithin noch ein paar wichtige Sachen beziehungs-
weise Ergänzungen fehlen würden,

dass  er  wegen  seiner  Beziehung  zu  einer  Frau S.,  woraus  ihm die 
während des ersten Asylverfahrens geltend gemachten Probleme ent-
standen seien, sein Heimatland verlassen habe,

dass eine Kollegin von S., eine Christin, grossen Einfluss auf S. ausge-
übt habe, 

dass er und S. von einem derer Brüder, einem "Extremisten", unter an-
derem auch aufgrund von Kirchenbesuchen mehrmals bedroht worden 
seien,

dass er während des ersten Asylgesuchs eine Italienerin kennen ge-
lernt habe, mit der er öfters zur katholischen Kirche gegangen sei,

dass er deswegen in der Schweiz von Palästinensern und Kurden be-
droht worden sei, 

dass er weiterhin zur Kirche gehen wolle, weil er sich dort wohl fühle 
und daran glaube,

dass er jetzt definitiv Christ d.h. zum Christentum konvertiert sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. Juli 2008 – eröffnet am gleichen 
Tag –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst e AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, das zuvor 
vom Beschwerdeführer eingeleitete Asylverfahren sei rechtskräftig ab-
geschlossen und die von ihm für  den Zeitraum nach Abschluss des 
Verfahrens geltend gemachten Ereignisse seien weder für die Begrün-
dung  der  Flüchtlingseigenschaft  geeignet  noch  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant,

dass der Vollzug in den Heimatstaat (Nordirak), woher der Beschwer-
deführer stamme, zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Juli 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung, das Eintreten auf das Asylgesuch, die Feststel-
lung  der  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs, die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie den Verzicht auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte,

dass der Beschwerdeführer als Beweismittel eine Bescheinigung hin-
sichtlich seines Glaubens in Kopie sowie ein Schreiben der Organisati-
on T. J. in Kopie, worin ihm wegen der Konversion zum Christentum mit 
der Ermordung gedroht werde, zu den Akten reichte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Juli 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es Hin-
weise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt,  die geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewäh-
rung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2  Bst. e 
AsylG),

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dass das erneute Stellen eines Asylgesuchs durch den Beschwerde-
führer einen Anwendungsfall von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG darstellt 
(vgl. EMARK 1998 Nr. 1 E. 6c/aa S. 12),

dass  der  vom Beschwerdeführer  anlässlich  des  ersten  Asylgesuchs 
geltend gemachte Sachverhalt nicht Gegenstand dieses Verfahrens bil-
det und die von ihm im Rahmen des zweiten Asylverfahrens erwähnten 
Gründe (u.a. Probleme wegen Kirchenbesuchen, Konversion) – wie die 
Vorinstanz  zutreffend festhielt  –  entweder  auffallend  nachgeschoben 
sind oder nicht überzeugend dargestellt  wurden beziehungsweise als 
haltlos gewertet werden müssen,

dass der Beschwerdeführer mithin keine Ereignisse für den Zeitraum 
nach Abschluss des ersten Asylverfahrens geltend machen konnte, die 
für  die  Begründung der  Flüchtlingseigenschaft  geeignet  oder  für  die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant gewesen wären,

dass im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen auf die nicht zu 
beanstanden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
zu verweisen ist,

dass  die  Vorbringen in  der  Rechtsmitteleingabe keine Änderung der 
angefochtenen Verfügung bewirken, zumal der Beschwerdeführer der 
vorinstanzlichen  Argumentation  keine stichhaltigen Gründe entgegen 
zu setzen vermag beziehungsweise eine Auseinandersetzung mit  ihr 
grundsätzlich unterbleibt, 

dass  die  den  Sachverhalt  des  ersten Asylverfahrens  beschlagenden 
Ausführungen in der Beschwerde, die übrigens im Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts  vom  11.  April  2008  einer  einlässlichen  Prüfung 
und Würdigung unterzogen wurden (vgl. diesbezügliches Urteil E. 7 S. 
10 bis 12) wie oben erwähnt nicht Gegenstand des Verfahrens bilden,

dass die in Kopie eingereichten Beweismittel ferner weder die Konver-
sion  des  Beschwerdeführers  zum  Christentum  noch  eine  angeblich 
daraus resultierende Bedrohung (Ermordung) durch die Organisation 
T. J. zu belegen vermögen,

dass lediglich in Kopie eingereichten Dokumenten aufgrund ihrer leich-
ten Manipulierbarkeit  grundsätzlich  nur  ein  beschränkter  Beweiswert 
beigemessen werden kann,

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dass ferner die Bescheinigung ("Certificate of Birth, Baptism & Confir-
mation") insbesondere in Bezug auf das Taufdatum nicht mit den Aus-
führungen  des  Beschwerdeführers,  wonach  er  ungefähr  im 
(Monat/Jahr) zum Christentum konvertiert  sei, in Einklang zu bringen 
ist,

dass ausserdem das Vorbringen, wonach von der Familie nur der Vater 
von der Konversion des Beschwerdeführers zum Christentum Kenntnis 
habe und niemandem davon erzählt habe, um ihn nicht unnötig in Ge-
fahr zu bringen, im Protokoll der direkten Bundesanhörung keine Stüt-
ze findet (A7/13, Fragen 72 bis 74, S. 10 und Frage 79, S. 11),

dass dem allgemeinen, undatierten und sich nicht konkret auf den Be-
schwerdeführer beziehenden Schreiben der T. J. nach dem Gesagten 
die Beweiskraft abzusprechen ist,

dass nicht zuletzt nochmals auf das oben erwähnte Urteil des Bundes-
verwaltungsgericht vom 11. April 2008 zu verweisen ist, worin die vom 
Beschwerdeführer  behauptete  Verfolgung  als  Konstrukt  erachtet  und 
das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlos-
sen wurde, 

dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass sich die allgemeine Lage in der Heimatregion des Beschwerde-
führers (Nordirak) gegenüber dem Zeitpunkt des Urteils des Bundes-
verwaltungsgerichts  vom 11. April  2008 zwischenzeitlich nicht  verän-
dert hat,

dass  demnach  weiterhin  respektive  auch  heute  ohne  weiteres  vom 
Fehlen individueller Wegweisungshindernisse auszugehen ist,

dass  in  Anbetracht  dieser  Umstände  daher  vollumfänglich  auf  das 
diesbezügliche Urteil verwiesen werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  mit  dem vorliegenden  letztinstanzlichen  Endentscheid  das  Ge-
such um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegen-
standslos geworden ist,

dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine 
ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der 
Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums (...) (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum (...)  (per  Telefax  zu 
den Akten Ref.-Nr. N [...], mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an 
den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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