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**Case Identifier:** 94ea4c5e-6584-55fe-a5d8-a52ec2b46765
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2018 200 2018 406
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-406_2018-09-18.pdf

## Full Text

200 18 406 IV
SCJ/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1954 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im März 2008 unter Hinweis auf Beschwerden an Hüfte, Knie, 
Armen und Fingergelenken bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte medizinische und er-
werbliche Abklärungen und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 
17. Januar 2014 (AB 119) eine von 1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2010 be-
fristete ganze Invalidenrente zu, wobei sie den Invaliditätsgrad per 1. Mai 
2010 auf 26 % festsetzte. Eine dagegen erhobene Beschwerde (AB 122 
S. 3 ff.) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 
19. August 2015, IV/14/174, ab (AB 130). Mit Entscheid vom 13. November 
2015, 8C_704/2015 (AB 132), schützte das Bundesgericht (BGer) das vor-
instanzliche Urteil.

B.

Im Februar 2016 ersuchte der Versicherte die IVB erneut um Zusprechung 
von Leistungen (AB 139), woraufhin die IVB medizinische und erwerbliche 
Abklärungen vornahm. Insbesondere beauftragte sie die Dres. med. 
C.________, Facharzt für Neurologie, und D.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit 
einer interdisziplinären Begutachtung (Gutachten vom 25. September 2017 
[AB 185.1]) und ihren Abklärungsdienst mit der Erstellung eines Ab-
klärungsberichtes für Selbständigerwerbende (Bericht vom 13. Dezember 
2017 [AB 188]). Gestützt darauf und nach durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren (AB 189, 194) verneinte die IVB mit Verfügung vom 27. April 2018 
(AB 197) den Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 0 %.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 3

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 25. Mai 2018 Beschwerde mit dem Antrag, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei ab August 2016 
eine ganze Rente auszurichten.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 
2018 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. April 2018 
(AB 197). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-

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gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, 
wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebe-
darfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351). Dies gilt analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegan-
gener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme 
beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Erheblich 
ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der An-
spruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls 
sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 
2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, 
dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher 

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begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Ren-
tengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom Februar 2016 (AB 139) eingetreten ist und den Rentenanspruch in der 
angefochtenen Verfügung vom 27. April 2018 (AB 197) materiell geprüft 
hat. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beur-
teilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massge-
benden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 17. Januar 2014 
(AB 119) und der Verfügung vom 27. April 2018 (AB 197) eine Verände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, 
den Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu 
beeinflussen. Erst wenn dies zu bejahen ist, ist der Rentenanspruch frei zu 
prüfen.

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3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der Verfügung 
vom 17. Januar 2014 (AB 119) massgeblich auf die verschiedenen Berichte 
von Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Arzt 
beim Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn 
(RAD), und das von ihm formulierte Zumutbarkeitsprofil. Demgemäss sei 
dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als selbständiger … bis auf 
den administrativen Anteil der Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Zumutbar 
seien noch körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne repetitives 
Heben/Tragen von Lasten über 10 bis maximal 15 kg. Gehen sei auf ebe-
ner Unterlage bis zu einer Stunde, auf unebener Unterlage jedoch nicht 
mehr zumutbar. Stehen an Ort sei bis zu einer Stunde möglich, die Sitz-
dauer sei nicht eingeschränkt. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten im Knien 
oder in der Hocke sowie Tätigkeiten in Zwangshaltung oder gebeugter Po-
sition. Eine angepasste Tätigkeit könne dem Beschwerdeführer ab dem 
1. Mai 2010 in einem ganztägigen Pensum mit einer maximalen Leis-
tungsminderung von 15 bis 20 % wegen Verlangsamung, Bewegungsein-
schränkung und vermehrten Pausenbedarfs zugemutet werden (AB 104 
S. 3; vgl. auch AB 111 S. 2, 100 S. 2 f., 80 S. 2 ff., 48 S. 2, 32 S. 2, 21 
S. 4).

3.3 Hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit Erlass 
der Verfügung vom 17. Januar 2014 (AB 119) lässt sich den Akten im We-
sentlichen das Folgende entnehmen:

3.3.1 Dem Operationsbericht von Dr. med. F.________ vom 13. März 
2015 (AB 166 S. 6 ff.) ist zu entnehmen, dass bei diagnostizierter sympto-
matischer Subtalargelenk-Arthrose rechts eine Arthrodese vorgenommen 
wurde. Die postoperativ durchgeführte Röntgenkontrolle habe ein regel-
rechtes Arthrodeseergebnis mit korrekter Implantatlage gezeigt.

3.3.2 Im Bericht des Spitals G.________ vom 27. Juni 2016 (AB 155 S. 
3 f.) wurden ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit Facettengelenk-
sarthrose L4/5 sowie schwerer Osteochondrose L5/S1 und ein Status nach 
diversen Infiltrationen jeweils ohne langfristigen Erfolg diagnostiziert. Es 
bestehe eine längere Geschichte mit Rückenschmerzen. Mehrfache Infiltra-
tionen seien bis jetzt jeweils nicht längerfristig zielführend gewesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 9

3.3.3 Aus dem Verlaufsbericht von Dr. med. H.________ vom 11. Janu-
ar 2017 (AB 161) geht hervor, dass eine im Juli 2016 durchgeführte Infiltra-
tion L4/5 zu einer kurzfristigen Besserung geführt habe; seit Monaten gehe 
es dem Patienten jedoch wieder schlechter. Eine weitere Infiltration sei 
geplant.

3.3.4 Im Bericht vom 13. März 2017 (AB 166 S. 4 f.) diagnostizierte Dr. 
med. F.________ einen Verdacht auf Tendinitis der Tibialis posterior-
Sehne rechts bei Status nach Subtalargelenk-Arthrodese rechts 03/15 und 
Status nach OSG-TP rechts 02/13. Befundlich zeige sich neben dem chro-
nischen Lymphödem im Bereich des rechten Fusses und des rechten Un-
terschenkels ein isolierter Druckschmerz im retromalleolären Verlauf der 
Tibialis posterior-Sehne rechts bei suffizienter muskulärer Funktion. Es 
bestehe keine Planustendenz. In der radiologischen Kontrolle des OSG 
hätten sich ein unverändert fester Prothesensitz sowie eine konsolidierte 
subtalare Arthrodese ohne Lockerungszeichen bestätigt. In der MRI-
Untersuchung habe keine höhergradige Tendinitis im Bereich des medialen 
Fusses bei jedoch starker Artefaktbildung durch die Implantate nachgewie-
sen werden können. Im Verlauf seien die Beschwerden deutlich rückläufig 
und bei der aktuellen Kontrolle nur noch auf Druck auslösbar gewesen. Aus 
diesem Grund werde zurzeit auf weitere Massnahmen verzichtet.

3.3.5 Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
15. April 2017 (AB 166 S. 2 f.) u.a. eine symptomatische AC-
Gelenksarthrose bei Tendinopathie der Supraspinatussehne in der rechten 
dominanten Schulter. Seit Jahren bestünden chronisch persistierende 
Schmerzen vor allem im AC-Gelenksbereich bei allen Bewegungen im Sin-
ne der Aussenrotation/Abduktion sowie Überkopfbewegungen mit Kraftein-
satz. Physiotherapie sei ohne wesentliche Wirkung geblieben, Infiltrationen 
hätten noch keine stattgefunden. Sollte mit selektiver Infiltration keine Bes-
serung auftreten, müsste eine Schulterarthroskopie und Acromioplastik 
diskutiert werden.

3.3.6 Dem interdisziplinären Gutachten der Dres. med. D.________ und 
C.________ vom 25. September 2017 (AB 185.1) sind die folgenden Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 18 f.):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 10

1. Chronische, vorwiegend bewegungs- und belastungsabhängige Rück-
fussschmerzen rechts (ICD-10: M79.67)
- subtalare Arthrodese seit 03/15 (ICD-10: Z98.1)
- OSG-Totalprothese seit 02/13 (ICD-10: Z96.6)
- Status nach multiplen Voroperationen als Folge einer schweren Rück-

fussdistorsion vor etwa 30 Jahren (ICD-10: Z98.8/T93.2)
2. Chronische rezidivierende, vorwiegend bewegungsabhängige Schulter-

schmerzen rechts (ICD-10: M79.61)
- klinischer Verdacht auf subakromiales Impingement und Tendiopathie 

der langen Bizepssehne (ICD-10: M75.4/M75.2)
3. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende 

Symptomatik (ICD-10: M54.4)
- Degenerative Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule mit 

Spondylarthrosen und Osteochondrosen (ICD-10: M47.86/M42.16)
- anamnestisch Status nach Deckplattenkompressionsfraktur von LWK2 

(ICD-10: T91.1)
- Verdacht auf residuelles radikuläres Syndrom L4 links

4. Chronische, vorwiegend belastungsabhängige Hüftschmerzen rechts 
(ICD-10: M79.65)
- Status nach Arthroskopie mit Débridement und Knochenplastik am 

01.10.2009 (ICD-10: Z98.8)
5. Medial betonte Gonarthrose rechts (ICD-10: M17.3)

- Anamnestisch Status nach Arthroskopie mit subtotaler medialer Me-
niskektomie vor Jahren (ICD-10: Z98.8)

6. Polyneuropathie (aethylisch) (ICD-10: G62.1)

Aus orthopädischer Sicht korrelierten die subjektiven Beschwerden mit den 
objektiven Befunden. Es resultiere eine deutlich verminderte Belastbarkeit, 
vor allem die rechte Seite am Bewegungsapparat betreffend. Es seien nur 
noch körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position möglich, mit 
einer Hebe- und Traglimite von 5 kg, ohne Zwangshaltung des Rumpfes 
und des rechten Beines, ohne repetitive Bewegung des rechten Armes 
oberhalb der Horizontalen. Für derartige Tätigkeiten bestehe keine quanti-
tative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die meisten administrativen 
Tätigkeiten wären dementsprechend vollumfänglich möglich. In körperlich 
schweren, mittelschweren und den obigen Kriterien nicht angepassten 
Tätigkeiten, so auch in der angestammten als …, bestehe eine bleibend 
aufgehobene Arbeitsfähigkeit (S. 19). Die körperlich reduzierte Belastungs-
fähigkeit bestehe bereits seit vielen Jahren und entsprechend sei auch die 
Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich seit langem reduziert 
bzw. aufgehoben. Aus heutiger Sicht wiederum sei nicht erkennbar, dass 
körperlich adaptierte Tätigkeiten gemäss dem formulierten Belastungsprofil 
in der Vergangenheit durch pathologische Befunde jemals während länge-
rer Zeit relevant eingeschränkt gewesen seien (S. 14 f.).

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In der neurologischen Untersuchung sei eine Polyneuropathie zu 
erwähnen, welche wahrscheinlich äthylisch bedingt sei, wie der erhöhte 
CDT-Wert vermuten lasse. Es beständen qualitative Einschränkungen für 
Arbeiten mit Anforderungen an das Gleichgewichtsvermögen. Für 
körperlich leichte, teilweise sitzende Tätigkeiten bestehe neurologisch 
keine Einschränkung (S. 19).

Zusammenfassend resultiere aus bidisziplinärer Sicht, dass beim Explo-
randen eine bleibende Arbeitsunfähigkeit in schweren, mittelschweren, 
nicht adaptierten Tätigkeiten, so in der angestammten als …, zu bestätigen 
sei. In körperlich leichten, gut adaptierten Tätigkeiten bestehe eine 
vollständige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die aktuelle Einschätzung 
dürfte retrospektiv seit einigen Jahren in diesem Ausmass anzunehmen 
sein, könne jedenfalls seit der letzten IV-Anmeldung vom Februar 2016 
über die Zeit gemittelt so bestätigt werden (S. 19).

3.3.7 Im Bericht vom 27. Dezember 2017 (AB 194 S. 4 ff.) 
diagnostizierte Dr. med. J.________, Facharzt für Medizinische Onkologie 
und Innere Medizin, eine Waldenström-Makroglobulinämie. Bei fehlenden 
Hyperviskositätssymptomen, fehlender Anämie oder Hepatosplenomegalie 
sowie fehlenden Hinweisen für eine Hämolyse sei aktuell noch keine 
Therapieindikation gegeben und es könne ein exspektatives Vorgehen 
verfolgt werden.

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf das 
interdisziplinäre Gutachten der Dres. med. D.________ und C.________ 
vom 25. September 2017 (AB 185.1). Dieses erfüllt die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.6.1 f. hiervor) und überzeugt. Die 
Fachärzte haben sich in ihrer Beurteilung in Kenntnis der medizinischen 
Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Be-
schwerdeführers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen gestützt 
auf die Vorakten und ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die Aus-
führungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand sowie der noch zumutbaren Tätigkeiten sind nachvollziehbar begrün-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 12

det. Vom Beschwerdeführer wird dies denn auch explizit anerkannt (Be-
schwerde S. 5 Ziff. 18).

Damit ist erstellt, dass im massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 
hiervor) diverse medizinische Eingriffe stattgefunden haben (Arthrodese, 
Facettengelenks-Infiltrationen) und neue Diagnosen hinzugetreten sind 
(klinischer Verdacht auf subakromiales Impingement und Tendiopathie der 
langen Bizepssehne), sich daraus jedoch keine wesentliche Änderung des 
Zumutbarkeitsprofils im Vergleich zu demjenigen ergibt, welches der Verfü-
gung vom 17. Januar 2014 (AB 119) zu Grunde lag. Zwar sind dem Be-
schwerdeführer im Gegensatz zur früheren Beurteilung auch mittelschwere 
Tätigkeiten nicht mehr zumutbar und beträgt die Hebe- und Traglimite statt 
10 bis maximal 15 kg nur noch 5 kg, weiterhin liegt jedoch eine vollständige 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit vor. Ausgehend von 
dem mit Verfügung vom 17. Januar 2014 (AB 119) festgelegten Invali-
ditätsgrad von 26 % ist evident, dass trotz des nunmehr etwas einge-
schränkteren Zumutbarkeitsprofils keine wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen vorliegt, die geeignet wäre, den Rentenan-
spruch zu beeinflussen (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 6.1.2). An diesem 
Ergebnis ändert nichts, dass die Gutachter Dres. med. D.________ und 
C.________ im Unterschied zum RAD-Arzt Dr. med. E.________ keine 
Leistungsminderung mehr attestierten (AB 104 S. 3, 185.1 S. 20), stellt dies 
doch lediglich eine unterschiedliche Beurteilung eines an sich gleich ge-
bliebenen Sachverhalts und nicht die Berücksichtigung einer Sachver-
haltsänderung dar. Ebenfalls um keine wesentliche Veränderung der 
tatsächlichen Verhältnisse handelt es sich bei der nach Erstellung des Gut-
achtens diagnostizierten Waldenström-Makroglobulinämie, da diese 
(bislang) keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat (AB 194 S. 4 ff.).

3.5 In erwerblicher Hinsicht ist im massgebenden Vergleichszeitraum 
(vgl. E. 3.1 hiervor) keine Veränderung ausgewiesen. Wie im Zeitpunkt des 
Erlasses der Verfügung vom 17. Januar 2014 (AB 119) ist dem Beschwer-
deführer auch aktuell die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit als 
selbständiger … nicht mehr möglich. Zum damaligen Zeitpunkt hatte der 
Beschwerdeführer keine seinem Leiden angepasste Tätigkeit aufgenom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 13

men (AB 119 S. 4), woran sich auch zwischenzeitlich nichts geändert hat 
(AB 185.1 S. 20).

3.6 Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag auf Zusprechung 
einer ganzen Rente mit der fehlenden Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt aufgrund seines fortgeschritte-
nen Alters verbunden mit den gesundheitsbedingten Einschränkungen (Be-
schwerde S. 6 f.; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460). Damit vermag er nicht 
durchzudringen. Da es sowohl an einem gesundheitlichen als auch an ei-
nem erwerblichen Revisionsgrund mangelt, hat eine freie Überprüfung des 
Invaliditätsgrades zu unterbleiben (vgl. E. 2.7 hiervor; BGE 141 V 9 E. 5.2 
S. 12). Das fortgeschrittene Alter alleine stellt – da invaliditätsfremd – kei-
nen Revisionsgrund dar, welcher eine freie Überprüfung zu begründen 
vermöchte. Insofern besteht für die Anwendung der vom Beschwerdeführer 
zitierten Rechtsprechung kein Raum. Wie sich die Situation bei einer erst-
maligen Anmeldung zum Rentenbezug darstellen würde, braucht an dieser 
Stelle nicht erörtert zu werden.

3.7 Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass im massgebenden 
Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) keine für den Rentenanspruch we-
sentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, wo-
mit die Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers 
zu Recht abgewiesen hat. Die zusätzliche Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs (AB 188 S. 3, 197 S. 1) war unter diesen Umständen ent-
behrlich. Die gegen die Verfügung vom 27. April 2018 (AB 197) erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2018, IV/18/406, Seite 14

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen. 

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.