# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89ee6b64-5d3c-587c-a533-e18cab46a720
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Bezirksgerichte Mietgericht 15.02.2021 MJ200066-L/Z4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_BK_004_MJ200066-L-Z4_2021-02-15.pdf

## Full Text

ZMP 2021 Nr. 4 

Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO. Sicherheit für die Parteientschädigung. Geschuldete 
Kosten aus früheren Verfahren. 

Der Anspruch der beklagten Partei auf Sicherstellung der Parteientschädigung 

besteht auch, wenn die klagende Partei Kosten aus einem Verfahren schuldet, an 

welchem nicht die gleiche Gegenpartei beteiligt war. 

Aus der Verfügung des Einzelgerichts des Mietgerichts MJ200066-L/Z4 vom 

15. Februar 2021 (kein Weiterzug; Gerichtsbesetzung: Weber, Gerichtsschreiberin 

Altieri): 

«(…) 

I. Prozessgeschichte 

1. Mit Beschluss vom 12. November 2020 wurde der Klägerin Frist zur Leistung 
eines Kostenvorschusses von Fr. 11'410.– angesetzt. Der Vorschuss wurde nach 

Ablauf der erstreckten Frist innert der angesetzten Nachfrist am 22. Dezember 

2020 geleistet. Mit Eingabe vom 24. Dezember 2020 beantragte die Beklagte, die 

Klägerin sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu verpflichten, für die bei 

einem Streitwert der Forderungsklage von Fr. 28'088.03 im Falle des Unterliegens 

mutmasslich anfallende Parteientschädigung einen Kostenvorschuss von 

Fr. 5'159.– zu leisten. 

2. Der Klägerin wurde mit Präsidialverfügung vom 4. Januar 2021 Frist angesetzt, 
um zum Antrag der Beklagten auf Sicherheitsleistung für eine allfällige Parteient-

schädigung Stellung zu nehmen. Die Klägerin beantragte innert erstreckter Frist 

mit Eingabe vom 28. Januar 2021 die Abweisung des Begehrens der Beklagten 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

II. Parteivorbringen 

1. Die Beklagte begründet den Antrag auf Sicherheitsleistung der Parteientschädi-
gung damit, dass in Bezug auf die Klägerin sämtliche Tatbestände von Art. 99 

Abs. 1 ZPO erfüllt seien. So habe die Klägerin entsprechend Art. 99 Abs. 1 lit. a 

- 2 - 

ZPO keinen Sitz in der Schweiz. Obwohl im Handelsregister nach wie vor deren 

früherer Sitz an der N.-strasse 18 in Zürich vermerkt sei, bestehe dieser Sitz seit 

Ende März 2020 und dem Verlust des Mietverhältnisses an dieser Adresse nicht 

mehr. Auch gehe aus dem Betreibungsregisterauszug der Klägerin hervor, dass 

sie die Kosten des Ausweisungsverfahrens sowie die Parteientschädigung für X. 

im Betrag von Fr. 16'500.– bislang nicht beglichen habe, weshalb auch Art. 99 

Abs. 1 lit. c ZPO erfüllt sei. Der Betreibungsregisterauszug der Klägerin vom 

22. Dezember 2020 enthalte laufende Betreibungen in einem Gesamtbetrag von 

fast Fr. 30 Mio., der Konkurs sei bereits angedroht worden und der Kostenvor-

schuss im vorliegenden Verfahren sei nicht innert Frist bezahlt worden, weshalb 

die Zahlungsunfähigkeit der Klägerin zu vermuten sei (Art. 99 Abs. 1 lit. b ZPO). 

Schliesslich bestünden auch im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. d ZPO weitere Gründe 

für eine Gefährdung der Parteientschädigung, da der einzige noch verbliebene 

Verwaltungsrat der Klägerin, K1, Anfang des Jahres längere Zeit in Untersu-

chungshaft verbracht habe. Dies werfe ein schlechtes Licht auf die Klägerin. 

2. Die Klägerin hingegen bestreitet einen Anspruch der Beklagten auf eine Sicher-
heitsleistung gemäss Art. 99 Abs. 1 ZPO. Der Sitz der Klägerin bestehe gemäss 

Handelsregistereintrag an der N.-strasse 18 in 8001 Zürich. Die Klägerin sei an 

dieser Adresse ohne Weiteres erreichbar. Die Beklagte könne aus der Auflösung 

des Mietverhältnisses mit X. nichts zu deren Gunsten ableiten. Zur Forderung von 

gesamthaft Fr. 16'500.– bringt die Klägerin vor, diese stünde gar nicht X. sondern 

dessen Rechtsanwalt […] zu. Deshalb sei die Betreibung rechtswidrig. X. habe 

seine (Honorar-)Schulden gegenüber dessen Rechtsanwalt denn auch nicht begli-

chen, ansonsten dies durch die Beklagte zu belegen sei. Infolgedessen sei die in 

der Vollmacht vom 23. Januar 2020 enthaltene Abtretung nach wie vor gültig und 

wirksam. Darüber hinaus sei in der Verfügung vom 2. Juli 2020 des Handelsge-

richts des Kantons Zürich betreffend Ausweisungsverfahren zwischen X. und der 

Klägerin nur deshalb die entsprechende Kosten- und Entschädigungsfolge zulas-

ten der Klägerin angeordnet worden, weil Rechtsanwalt P. für X. und Rechtsan-

walt Q. für die Beklagte im Ausweisungsverfahren unwahre Angaben gemacht 

hätten. Die Revision der handelsgerichtlichen Verfügung vom 2. Juli 2020 werde 

zu gegebener Zeit vorbehalten. Der Betreibungsregisterauszug der Klägerin sei 

während rund eines halben Jahres falsch geführt worden. Zuerst weil der erhobe-

- 3 - 

ne Rechtsvorschlag gegen die Betreibung der E. AG nicht protokolliert worden sei 

und später weil eine Konkursandrohung vermerkt worden sei, welche gar nie hätte 

ergehen dürfen. Im Betreibungsregisterauszug der Klägerin seien einige Schika-

nebetreibungen aufgeführt, die bald zu recht nicht mehr sichtbar sein würden. Der 

bereinigte Betreibungsregisterauszug der Klägerin vom 28. Januar 2021 liege vor. 

Bei der Betreibung der E. AG stehe nun "RV Rechtsvorschlag" und die angebliche 

Konkursandrohung sei nicht mehr aufgeführt. Der Klägerin sei entgegen der Be-

hauptung der Beklagten somit nicht der Konkurs angedroht worden. Aus dem Um-

stand, dass der Klägerin eine Nachfrist zur Leistung des Gerichtskostenvorschus-

ses angesetzt worden sei, könne mitnichten etwas betreffend ihrer Zahlungsfähig-

keit abgeleitet werden. Zudem seien die Vorwürfe gegen K1 aus der Luft gegriffen.  

III. Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung 

1. Gemäss Art. 99 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei auf Antrag der beklagten 
Partei zu einer Sicherheit für deren Parteientschädigung verpflichtet werden. Die 

beklagte Partei kann einen solchen Antrag auf Sicherheitsleistung für zukünftige 

Kosten zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens stellen (BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG, 

3. Aufl., Art. 99 N 5). Eine Sicherheitspflicht entfällt, wenn eine der Ausnahmen 

gemäss Art. 99 Abs. 3 lit. a-c ZPO gegeben ist. Vorliegend handelt es sich bei der 

Forderungsklage der Klägerin um eine vermögensrechtliche Streitigkeit mit einem 

Streitwert von Fr. 28'088.03. Diese ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 243 

ZPO zu behandeln. Es liegt somit gemäss Art. 99 Abs. 3 lit. a ZPO explizit keine 

Ausnahme vor und die Beklagte ist zur Stellung eines Antrags auf Sicherheitsleis-

tung für ihre Parteientschädigung zu diesem Verfahrenszeitpunkt berechtigt. 

2. Die alternativen Voraussetzungen, welche auf Antrag die klagende Partei zur 
Leistung einer Sicherheit verpflichten, sind in Art. 99 Abs. 1 lit. a-d ZPO genannt. 

Die antragsstellende Partei trägt grundsätzlich die Behauptungs- und Beweislast 

für das Vorliegen einer dieser Kautionsgründe, wobei in gewissem Umfang die 

Glaubhaftmachung genügt, wo bedingt durch die Natur der Sache kein strikter 

Beweis verlangt werden kann (SUTER/VON HOLZEN, in: Sutter-Somm/Hasen-

böhler/Leuenberger (Hrsg.), ZPO-Komm., 3. Aufl., Art. 99 N 16). Die Gründe für 

- 4 - 

die Sicherheitsleistung müssen im Zeitpunkt der Beurteilung des Gesuches vorlie-

gen (BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG, Art. 99 N 6). 

Liegt ein Antrag der beklagten Partei vor und sind die Voraussetzungen von 

Art. 99 ZPO gegeben, so hat die antragstellende Partei Anspruch auf Anordnung 

einer Sicherheitsleistung durch das Gericht (SUTER/VON HOLZEN, a.a.O., Art. 99 

N 14). Das Gericht bemisst die Sicherheitsleistung nach der mutmasslichen Höhe 

der Parteientschädigung (BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG, Art. 99 N 5). 

3. Die klagende Partei hat gemäss Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO auf Antrag der beklag-
ten Partei für deren Parteientschädigung Sicherheit zu leisten, wenn sie Prozess-

kosten aus früheren Verfahren schuldet. 

Von einer Zahlungssäumnis im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO ist auszugehen, 

wenn Prozesskosten im Sinne von Art. 95 ZPO, die aus einem rechtskräftig abge-

schlossenen Verfahren stammen, fällig und nicht innerhalb der gemäss der in der 

Rechnung gesetzten Frist bezahlt worden sind. Der Grund, weshalb eine Kosten-

schuld noch nicht beglichen ist, hat keinerlei Einfluss auf die Kautionsauflage 

(BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG, Art. 99 N 16). 

In der Literatur findet sich zwar mancherorts die Äusserung, eine Kautionspflicht 

des Klägers aufgrund geschuldeter Prozesskosten könne sich nur ergeben, wenn 

dieser gegenüber der gleichen (d.h. der antragstellenden) Partei bzw. gegenüber 

einer Gegenpartei oder dem Staat mit der Bezahlung im Rückstand sei (KUKO 

ZPO-SCHMID, 2. Aufl., Art. 99 N 10; BSK ZPO RÜEGG/RÜEGG, Art. 99 N 16). Diese 

Einschränkung hinsichtlich der in Frage kommenden Gläubiger erfolgt unter Hin-

weis auf Art. 276 des alten St. Galler Zivilprozessgesetzes. Die altrechtliche st. 

gallische ZPO normierte denn auch eine solche Eingrenzung des Gläubigerkreises 

explizit mit der Formulierung, dass der Kläger für die Prozesskosten Sicherheit 

leistet, wenn «er mit der Zahlung von Gerichtskosten oder gegenüber der gleichen 

Partei mit der Zahlung von Parteikosten im Rückstand ist» (Art. 276 lit. c 

aZPO/SG). Ein Vergleich mit der heute gültigen Fassung von Art. 99 Abs. 1 lit. c 

ZPO zeigt jedoch, dass sich eine Auslegung des Gesetzes entsprechend den ein-

gangs genannten Lehrmeinungen jedenfalls nicht aus dem Wortlaut der aktuell 

massgeblichen Gesetzesgrundlage herleiten lässt. Auch die Botschaft zur ZPO 

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lässt keinen Schluss darauf zu, dass es der Intention des Gesetzgebers entspro-

chen hätte, für eine Anwendbarkeit von Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO die Identität der 

antragstellenden Partei und des jeweiligen Gläubigers der Prozesskosten zu for-

dern (Botschaft zur ZPO, S. 7294). Ebenso wenig lässt sich eine solche Ein-

schränkung mit einer Auslegung nach dem Zweck von Art. 99 ZPO begründen, 

soll die Norm doch den Beklagten davor schützen, die im Falle des Obsiegens 

zugesprochene Parteientschädigung beim Kläger nicht eintreiben zu können. 

Dass sich Schwierigkeiten abzeichnen, die Prozesskosten später eintreiben zu 

können, dürfte losgelöst davon zu beurteilen sein, wem die klagende Partei die 

noch ausstehenden Kosten zu leisten hat (SUTER/VON HOLZEN, a.a.O., N 2). Aus 

diesen Ausführungen ist zu folgern, dass es für eine Kautionspflicht der klagenden 

Partei gemäss Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO gerade nicht von Belang ist, wem sie diese 

Prozesskosten schuldet (so auch URWYLER/GRÜTTER, in: Schweizerische Zivilpro-

zessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 2. Aufl., Art. 99 N 12; 

TAPPY, in: Commentaire Romand, Code de procédure civile, 2. Aufl., Art. 99 N 36). 

4. Die Klägerin bestreitet den Bestand der Prozesskostenschuld im Betrag von 
Fr. 16'500.– nicht. Ganz im Gegenteil bestätigt sie in ihren Ausführungen, dass 

entsprechende Kosten- und Entschädigungsfolgen vom Handelsgericht des Kan-

tons Zürich mit Verfügung vom 2. Juli 2020 angeordnet worden sind. Nicht von 

Belang ist, ob der Klägerin als Gläubiger X. oder aber dessen Rechtsvertreter ge-

genübersteht. Die Klägerin verkennt, dass es für die Kautionsauflage eben gerade 

nicht auf den Grund für eine ausstehende Kostenschuld ankommt. Die in Frage 

stehende Betreibung, gegen welche die Klägerin Rechtsvorschlag erhoben hat, ist 

zudem in ihrem Betreibungsregisterauszug verzeichnet. Es erscheint folglich als 

glaubhaft, dass die Klägerin tatsächlich offene Prozesskosten aus einem früheren 

Verfahren zu begleichen hat. Indem die Klägerin sich ferner vorbehält, die Kosten-

auflage mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision anzufechten, bestä-

tigt sie selbst, dass in Bezug auf die ausstehenden Prozesskosten ein bereits 

rechtskräftiger Entscheid vorliegt. Die Voraussetzungen des Kautionsgrunds von 

Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO sind demnach erfüllt. Die Frage über das Bestehen weite-

rer Kautionsgründe kann somit offenbleiben. 

5. Die mutmassliche Parteientschädigung für den Streitwertanteil für die Forde-
rungsklage von Fr. 28'088.03 beläuft sich gemäss der Verordnung über die An-

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waltsgebühren auf rund Fr. 4'790.– (§ 4 Abs. 1 AnwGebV). Zuzüglich 7.7% Mehr-

wertsteuer resultiert eine Parteientschädigung von Fr. 5'159.–. Die Klägerin ist 

somit im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO zu verpflichten, Sicherheit für die Par-

teientschädigung der Beklagten in entsprechender Höhe zu leisten. 

6. Der Klägerin ist für die Leistung der Sicherheit Frist anzusetzen. Wird die Si-
cherheit auch innert einer Nachfrist nicht geleistet, so tritt das Gericht auf die For-

derungsklage nicht ein (Art. 101 Abs. 1 und 3 ZPO). 

 (…).» 

 

 
 

Zürcher Mietrechtspraxis (ZMP): Entscheidungen des Mietgerichtes und der Schlichtungsbehör-
de des Bezirkes Zürich. Ausgabe 2021, 31. Jahrgang.  
 

Herausgegeben vom Mietgericht des Bezirkes Zürich, Postfach, 8036 Zürich 
© Mietgericht des Bezirkes Zürich, Redaktion: MLaw J. Mosele, Leitende Gerichtsschreiberin; 
Dr. R. Weber, Mietgerichtspräsident 
 
 

	I.  Prozessgeschichte
	1. Mit Beschluss vom 12. November 2020 wurde der Klägerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 11'410.– angesetzt. Der Vorschuss wurde nach Ablauf der erstreckten Frist innert der angesetzten Nachfrist am 22. Dezember 2020 geleistet. Mit...
	2. Der Klägerin wurde mit Präsidialverfügung vom 4. Januar 2021 Frist angesetzt, um zum Antrag der Beklagten auf Sicherheitsleistung für eine allfällige Parteientschädigung Stellung zu nehmen. Die Klägerin beantragte innert erstreckter Frist mit Einga...
	II.  Parteivorbringen
	1. Die Beklagte begründet den Antrag auf Sicherheitsleistung der Parteientschädigung damit, dass in Bezug auf die Klägerin sämtliche Tatbestände von Art. 99 Abs. 1 ZPO erfüllt seien. So habe die Klägerin entsprechend Art. 99 Abs. 1 lit. a ZPO keinen S...
	2. Die Klägerin hingegen bestreitet einen Anspruch der Beklagten auf eine Sicherheitsleistung gemäss Art. 99 Abs. 1 ZPO. Der Sitz der Klägerin bestehe gemäss Handelsregistereintrag an der N.-strasse 18 in 8001 Zürich. Die Klägerin sei an dieser Adress...
	III.  Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung
	1. Gemäss Art. 99 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei auf Antrag der beklagten Partei zu einer Sicherheit für deren Parteientschädigung verpflichtet werden. Die beklagte Partei kann einen solchen Antrag auf Sicherheitsleistung für zukünftige Kosten zu...
	2. Die alternativen Voraussetzungen, welche auf Antrag die klagende Partei zur Leistung einer Sicherheit verpflichten, sind in Art. 99 Abs. 1 lit. a-d ZPO genannt. Die antragsstellende Partei trägt grundsätzlich die Behauptungs- und Beweislast für das...
	3. Die klagende Partei hat gemäss Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO auf Antrag der beklagten Partei für deren Parteientschädigung Sicherheit zu leisten, wenn sie Prozesskosten aus früheren Verfahren schuldet.
	Von einer Zahlungssäumnis im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. c ZPO ist auszugehen, wenn Prozesskosten im Sinne von Art. 95 ZPO, die aus einem rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren stammen, fällig und nicht innerhalb der gemäss der in der Rechnung gese...
	In der Literatur findet sich zwar mancherorts die Äusserung, eine Kautionspflicht des Klägers aufgrund geschuldeter Prozesskosten könne sich nur ergeben, wenn dieser gegenüber der gleichen (d.h. der antragstellenden) Partei bzw. gegenüber einer Gegenp...
	4. Die Klägerin bestreitet den Bestand der Prozesskostenschuld im Betrag von Fr. 16'500.– nicht. Ganz im Gegenteil bestätigt sie in ihren Ausführungen, dass entsprechende Kosten- und Entschädigungsfolgen vom Handelsgericht des Kantons Zürich mit Verfü...
	5. Die mutmassliche Parteientschädigung für den Streitwertanteil für die Forderungsklage von Fr. 28'088.03 beläuft sich gemäss der Verordnung über die Anwaltsgebühren auf rund Fr. 4'790.– (§ 4 Abs. 1 AnwGebV). Zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer resultiert ...
	6. Der Klägerin ist für die Leistung der Sicherheit Frist anzusetzen. Wird die Sicherheit auch innert einer Nachfrist nicht geleistet, so tritt das Gericht auf die Forderungsklage nicht ein (Art. 101 Abs. 1 und 3 ZPO).