# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e84e442-cd78-5427-9f3b-c5d8fe36151b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2025 F-8032/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-8032-2024_2025-08-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-8032/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Christa Preisig (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo,  

Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiberin Joana Maria Mösch. 
 

 
 

Parteien 
 A. __________,  

vertreten durch Lena Weissinger, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 

(Art. 14 Abs. 2 AsylG);  

Verfügung des SEM vom 18. November 2024. 

 

 

 

F-8032/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (geb. 1994, Irak), ethnischer Kurde mit letztem 

Wohnsitz in Sulaimaniya im Nordirak, ersuchte am 28. Januar 2019 in der 

Schweiz um Asyl. Die Vorinstanz wies das Gesuch mit Verfügung vom 

28. März 2019 ab und ordnete die Wegweisung sowie deren Vollzug an. 

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid mit Urteil 

E-1663/2019 vom 23. Mai 2019 und wies die dagegen erhobene Be-

schwerde ab. Am 24. Juni 2019 stellte der Beschwerdeführer ein Wieder-

erwägungsgesuch, welches die Vorinstanz mit Verfügung vom 8. Juli 2019 

abwies. Auch dieser Entscheid wurde vom Bundesverwaltungsgericht mit 

Urteil E-3900/2019 vom 20. August 2019 bestätigt.  

B.  

Am 7. Februar 2024 ersuchte der Beschwerdeführer das Migrationsamt 

des Kantons Zürich um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund 

des Vorliegens eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls gemäss 

Art. 14 Abs. 2 AsylG (SR 142.31). Dieses unterbreitete der Vorinstanz am 

23. September 2024 den Antrag auf Zustimmung zur Erteilung einer Auf-

enthaltsbewilligung. 

C.  

Am 3. Oktober 2024 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das 

rechtliche Gehör zur allfälligen Verweigerung der Zustimmung zur Erteilung 

einer Aufenthaltsbewilligung. Der Beschwerdeführer nahm dazu mit Ein-

gabe vom 1. November 2024 Stellung. 

D.  

Mit Verfügung vom 18. November 2024 (zugestellt am 20. November 2024) 

verweigerte die Vorinstanz die Zustimmung zum kantonalen Antrag auf Er-

teilung einer Aufenthaltsbewilligung wegen Vorliegens eines schwerwie-

genden persönlichen Härtefalls gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG. 

E.  

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Dezem-

ber 2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Erteilung der Zustim-

mung zur Aufenthaltsregelung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG. Eventualiter sei 

das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwiesen. Im 

Sinn einer vorsorglichen Massnahme beantragte er, ihm zu gestatten, den 

Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens beziehungsweise 

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zumindest die Zeit bis zum Entscheid über dieses Rechtsbegehren in der 

Schweiz abzuwarten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung.  

F.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Zwischenverfügung vom 15. Ja-

nuar 2025 das Rechtsbegehren betreffend unentgeltliche Rechtspflege 

und Verbeiständung ab und trat auf das Gesuch um Erlass von aufenthalts-

sichernden vorsorglichen Massnahmen nicht ein. 

G.  

Mit Vernehmlassung vom 3. März 2025 schloss die Vorinstanz auf Abwei-

sung der Beschwerde. Am 13. März 2025 stellte die Instruktionsrichterin 

dem Beschwerdeführer diese zur Kenntnisnahme zu und schloss den 

Schriftenwechsel ab. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM betreffend die Zustimmung zur Erteilung einer 

Aufenthaltsbewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG sind mit Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 AIG i.V.m. 

Art. 31 ff. VGG). In dieser Materie entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 2 BGG; vgl. BGE 149 I 72 E. 2.4). 

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Beschwerdeverfahren nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Die angefochtene Ver-

fügung wurde gestützt auf das Asylgesetz erlassen. Allerdings weist die 

Ausnahmebestimmung von Art. 14 Abs. 2 AsylG sowohl inhaltlich als auch 

verfahrensrechtlich eher ausländer- als asylrechtlichen Charakter auf. Des-

halb richtet sich das Verfahren nach den Verfahrensbestimmungen, die im 

Ausländerrecht anwendbar sind, d.h. jenen des AIG und des VwVG (vgl. 

BVGE 2020 VII/4 E. 5; Urteil des BVGer F-5830/2020 vom 15. April 2021 

E. 1.3 m.w.H.). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat, der ein schutzwür-

diges Interesse an der Änderung oder Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung hat, zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Rechtsmittelfrist 

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[Art. 50 Abs. 1 VwVG] und Form der Beschwerde [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) 

sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und, im Fall von Bundesbehörden, die Unangemes-

senheit gerügt werden (vgl. Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht 

wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an 

und ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 

VwVG). Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage im Entscheidzeitpunkt 

(vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2 m.H.). 

3.  

Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG kann der Kanton mit Zustimmung des SEM 

einer ihm nach dem Asylgesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbe-

willigung erteilen, wenn sich die betroffene Person seit Einreichung des 

Asylgesuchs mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält (Bst. a), ihr Auf-

enthaltsort den Behörden immer bekannt war (Bst. b), wegen der fortge-

schrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt 

(Bst. c) und keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AIG bestehen (Bst. d). Ge-

mäss Art. 31 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, 

Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) muss die gesuchstel-

lende Person die Identität offenlegen. Das Erfordernis der Offenlegung der 

Identität steht in Zusammenhang mit Art. 13 und Art 90 AIG, wonach die 

gesuchstellende Person im Bewilligungs- und Anmeldeverfahren ein gülti-

ges Ausweispapier vorlegen und diesbezüglich zutreffende und vollstän-

dige Angaben machen muss. Die Verletzung dieser zwingenden Vorschrif-

ten kann den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG erfüllen, wo-

nach die Bewilligungen widerrufen werden, wenn der Ausländer im Bewil-

ligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen 

verschwiegen hat, und somit der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 

nach Art. 14 Abs. 2 AsylG entgegenstehen. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer hält sich seit Einreichung seines Asylgesuchs 

am 28. Januar 2019 mehr als fünf Jahre – seit dem Eintritt der Rechtskraft 

der Wegweisung am 20. August 2019 allerdings ohne Aufenthaltstitel – un-

unterbrochen in der Schweiz auf, wobei sein Aufenthaltsort den Behörden 

immer bekannt war. Die in Art. 14 Abs. 2 Bst. a und b AsylG genannten 

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Voraussetzungen sind damit erfüllt. Aus den Akten des Asylverfahrens geht 

sodann hervor, dass der Beschwerdeführer seine irakische Identitätskarte 

eingereicht hat und seine Identität im Sinn von Art. 31 Abs. 2 VZAE offen-

gelegt hat. Ein Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG liegt daher 

nicht vor. Davon geht im Übrigen auch die Vorinstanz aus. 

Nachfolgend zu beurteilen ist, ob aufgrund einer derart fortgeschrittenen 

Integration nach Art. 14 Abs. 2 Bst. c AslyG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 VZAE ein 

schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt.  

4.2 In Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesgerichts hat der Ver-

ordnungsgeber in Art. 31 Abs. 1 VZAE eine Kriterienliste aufgestellt, die 

sich auf Art. 14 Abs. 2 AsylG wie auch auf den Anwendungsbereich des 

AIG (Art. 30 Abs. 1 Bst. b, Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Art. 84 Abs. 5 AIG) 

bezieht. Gemäss Art. 31 Abs. 1 VZAE sind bei der Beurteilung eines 

schwerwiegenden persönlichen Härtefalles die Integration anhand der In-

tegrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG (Bst. a), die Familienverhält-

nisse, insbesondere der Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des 

Schulbesuchs der Kinder (Bst. c), die finanziellen Verhältnisse (Bst. d), die 

Dauer der Anwesenheit in der Schweiz (Bst. e), der Gesundheitszustand 

(Bst. f) und die Möglichkeiten einer Wiedereingliederung im Herkunftsstaat 

(Bst. g) zu berücksichtigen.  

4.3 Im Hinblick auf die Rechtsprechung zum ausländerrechtlichen Härte-

fallbegriff darf auch im Anwendungsbereich des Asylgesetzes ein schwer-

wiegender persönlicher Härtefall nicht leichthin angenommen werden. Er-

forderlich ist, dass sich die ausländische Person in einer persönlichen Not-

lage befindet, was bedeutet, dass ihre Lebens- und Existenzbedingungen, 

gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen, 

in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind beziehungsweise die Verwei-

gerung einer Aufenthaltsbewilligung für sie mit schweren Nachteilen ver-

bunden wäre. Die diesbezüglich in Art. 31 Abs. 1 VZAE formulierten Krite-

rien stellen weder einen abschliessenden Katalog dar noch müssen sie ku-

mulativ erfüllt sein (vgl. BVGE 2009/40 E. 6.2 m.H.).  

4.4 Die Anerkennung als Härtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die 

Anwesenheit in der Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer per-

sönlichen Notlage darstellt. Es genügt indessen auch nicht, wenn sich die 

ausländische Person während längerer Zeit in der Schweiz aufgehalten, 

sich in sozialer und beruflicher Hinsicht gut integriert und sich nichts hat 

zuschulden kommen lassen. Vielmehr bedarf es einer so engen Beziehung 

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zur Schweiz, dass es ihr nicht zugemutet werden kann, im Ausland, insbe-

sondere in ihrem Heimatland, zu leben. Berufliche, freundschaftliche und 

nachbarschaftliche Beziehungen, welche die betroffene Person während 

ihres Aufenthalts in der Schweiz knüpfen konnte, genügen dieser Anforde-

rung gewöhnlich nicht (BGE 130 II 39 E. 3; BVGE 2007/45 E. 4.2). Immer-

hin werden bei einem sehr langen Aufenthalt weniger hohe Anforderungen 

an das Vorliegen besonderer Umstände, wie etwa eine überdurchschnittli-

che Integration oder andere Faktoren, gestellt, welche die Rückkehr ins 

Heimatland als ausgesprochen schwierig erscheinen lassen.  

4.5 Die Zulassungsregelung von Art. 14 Abs. 2 AsylG bezweckt nicht den 

Schutz ausländischer Personen gegen die Folgen eines Krieges oder des 

Missbrauchs staatlicher Gewalt. Eine dahingehende Argumentation betrifft 

daher in erster Linie die Frage der Asylgewährung beziehungsweise im Fall 

der verfügten Wegweisung die Beurteilung von Vollzugshindernissen (vgl. 

Art. 83 AIG). Demgegenüber sind bei der Prüfung eines schwerwiegenden 

persönlichen Härtefalls ausschliesslich humanitäre Gesichtspunkte aus-

schlaggebend, wobei der Schwerpunkt auf der Verankerung in der Schweiz 

liegt. Persönliche, familiäre und ökonomische Schwierigkeiten, denen die 

betroffene Person im Heimatland ausgesetzt wäre, stehen damit jedoch im 

Zusammenhang und können folgerichtig nicht ausser Acht gelassen wer-

den (vgl. BGE 123 II 125 E. 3). Die sich daraus ergebende Überschneidung 

von Gründen, die den Wegweisungsvollzug betreffen, und solchen, die ei-

nen Härtefall (mit)begründen können, ist in Kauf zu nehmen (vgl. Urteil des 

BVGer F-3866/2017 vom 14. März 2019 E. 6.3 m.H.).  

5.  

5.1 Die Vorinstanz hat im Fall des Beschwerdeführers das Vorliegen einer 

schwerwiegenden persönlichen Notlage verneint. Sie führt in der ange-

fochtenen Verfügung im Wesentlichen aus, beim Beschwerdeführer sei ins-

gesamt von einer guten Integration in sozialer und sprachlicher Sicht aus-

zugehen. Eine besondere Beziehung zur Schweiz beziehungsweise eine 

fortgeschrittene Integration, welche einen schwerwiegenden persönlichen 

Härtefall zu begründen vermöchte, sei aus den gesamten Umständen je-

doch nicht ersichtlich. Es liege keine derart enge Verbundenheit mit der 

Schweiz vor, als dass von ihm nicht verlangt werden könne, sein Leben in 

einem anderen Land weiterzuführen. Er halte sich seit rund fünf Jahren hier 

auf, wobei nicht von einer langen legalen Aufenthaltsdauer ausgegangen 

werden könne, welche weniger hohe Anforderungen an das Vorliegen von 

besonderen Umständen begründen könnte. Eine Wiedereingliederung in 

seinem Heimatstaat sei aufgrund seiner dort lebenden Familie, seines 

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Alters, seiner tertiären Schulbildung, Sprachkenntnisse und Berufserfah-

rung zumutbar und es sei nicht von einer Verwurzelung in der Schweiz 

auszugehen.  

5.2 Der Beschwerdeführer bestreitet diese Schlussfolgerung und verweist 

insbesondere auf seine herausragende Integration in sprachlicher, familiä-

rer und sozialer Hinsicht sowie auf sein ehrenamtliches Engagement. Zu-

dem hebt er hervor, dass ihm in beruflicher Hinsicht unmittelbar eine An-

stellung als (Nennung Beruf) offenstehe. Er betont die enge Beziehung zu 

seinem in der Schweiz lebenden Bruder und dessen Familie – seinem ein-

zigen verbliebenen familiären Kontakt – sowie das Bestehen einer «inne-

ren Not» im Fall einer Rückkehr in den Irak, die seiner Auffassung nach 

seine Lebens- und Existenzgrundlage ernsthaft gefährden würde. Er sehe 

sich in der Schweiz verwurzelt, weshalb ein schwerwiegender persönlicher 

Härtefall vorliege. Angesichts der aktuellen und akuten Gefährdungslage 

im Irak sei ihm eine Rückkehr zudem unzumutbar. 

6.  

6.1 Was die Integration des Beschwerdeführers im Sinn der Teilnahme am 

Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung, der Sprachkompetenzen 

(Art. 31 Abs. 1 Bst. a VZAE i.V.m. Art. 58a Abs. 1 Bst. c und d AIG) sowie 

seiner finanziellen Verhältnisse (Art. 31 Abs. 1 Bst. d VZAE) betrifft, so 

ergibt sich aus den Akten Folgendes:  

Angesichts seines noch kurzen Aufenthalts in der Schweiz ist anzuerken-

nen, dass sich der Beschwerdeführer mit Erfolg um sprachliche Integration 

bemüht hat. Er verfügt über ein Deutschzertifikat auf dem Niveau B1, was 

auf eine gute sprachliche Integration schliessen lässt. 

Zahlreiche Referenzschreiben belegen, dass der Beschwerdeführer im 

Lauf der Zeit langjährige und enge Beziehungen zu Einheimischen aufge-

baut hat, die über rein oberflächliche Kontakte hinausgehen. Die Schreiben 

sind durchwegs persönlich, differenziert und wohlwollend formuliert. Die 

Referenzpersonen schildern ihn übereinstimmend als engagiertes und ge-

schätztes Mitglied der Gesellschaft. Seine soziale Verwurzelung zeigt sich 

auch in seiner aktiven Mitgliedschaft in einem (Nennung Sportart)-club so-

wie in seiner stabilen Wohnsituation: Seit 2022 lebt er in einer privaten 

Wohngemeinschaft, was zusätzlich auf seine gesellschaftliche Integration 

und Selbstständigkeit hinweist. Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer 

weder im Straf- noch im Betreibungsregister verzeichnet (siehe SEM-

act. 1/52 und 55), was für eine unauffällige und rechtskonforme 

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Lebensführung spricht. Im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit und Ord-

nung sowie die Respektierung der Werte der Bundesverfassung (Art. 31 

Abs. 1 Bst. a VZAE i.V.m. Art. 58a Abs. 1 Bst. a und b AIG) ist sein Verhal-

ten abgesehen des rechtswidrigen Aufenthalts als klaglos zu bezeichnen. 

Neben der gelungenen sozialen und sprachlichen Integration ist positiv zu 

würdigen, dass der Beschwerdeführer einen Willen erkennen lässt, künftig 

am Erwerbsleben in der Schweiz teilzunehmen und sich damit auch wirt-

schaftlich zu integrieren (vgl. Arbeitszusicherung [Nennung Ausbildungs-

betrieb] vom 10. Oktober 2024, SEM-act. 1/99). Anerkennung verdient zu-

dem sein ehrenamtliches Engagement beim (Nennung Organisation) im 

Kanton Zürich seit 2019 sowie seit 2022 bei verschiedenen Anlässen der 

(Nennung Ort), etwa (…) und (Nennung Aufgabenbereiche). Diese positi-

ven Elemente reichen jedoch nicht aus, um bereits eine wirtschaftliche In-

tegration zu begründen. Die Freiwilligenarbeit und die Aussicht auf eine 

Anstellung vermögen für sich genommen noch keine wirtschaftliche In-

tegration zu begründen (vgl. etwa Urteil des BVGer F-4928/2022 vom 31. 

Januar 2025 E. 6.4.). 

Die anzuerkennenden und bereits fortgeschrittenen Integrationsbemühun-

gen des Beschwerdeführers vermögen jedoch nicht das Ausmass zu errei-

chen, das erforderlich wäre, um eine Unzumutbarkeit der Rückkehr ins 

Herkunftsland zu begründen (vgl. etwa Urteil des BVGer F-5209/2024 vom 

16. Dezember 2024 E. 5.3). 

6.2 Hinsichtlich der familiären Anbindung (vgl. Art. 30 Abs. 1 Bst. c VZAE) 

ist festzuhalten, dass die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem 

Bruder und dessen Familie als eng, gegenseitig gewollt sowie von gegen-

seitiger Unterstützung geprägt beschrieben wird. Aus den Akten, insbeson-

dere aus dem Referenzschreiben des Bruders sowie jenen von dessen 

Ehefrau und der Tochter, ergibt sich, dass zwischen dem Beschwerdefüh-

rer und ihnen ein regelmässiger Austausch besteht. Der Beschwerdeführer 

nehme aktiv am Familienleben teil und erfahre dadurch sowohl emotionale 

als auch praktische Unterstützung im Alltag. Es kann also davon ausge-

gangen werden, dass diese familiären Bindungen einen Beitrag zur sozia-

len Integration und Stabilität des Beschwerdeführers leisten und für ihn 

eine zentrale Bedeutung haben. 

Allerdings besteht zwischen ihm und seinem Bruder beziehungsweise des-

sen Familie kein Abhängigkeitsverhältnis im rechtlichen oder faktischen 

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Sinn. Entsprechend kommt diesem Aspekt bei der Beurteilung des Härte-

falls ein begrenztes Gewicht zu. 

6.3 Zur Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz im Sinn 

von Art. 31 Abs. 1 Bst. e VZAE ist festzuhalten, dass er am 28. Januar 2019 

eingereist ist. Sein Asylverfahren wurde mit Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts E-3900/2019 vom 20. August 2019 rechtskräftig abgeschlossen. 

Der rechtmässige Aufenthalt umfasst damit die Dauer des Asylverfahrens 

beziehungsweise Wiedererwägungsverfahrens, welches durch das Ergrei-

fen von Rechtsmitteln verlängert wurde. Trotz entsprechender Anordnung 

trat der Beschwerdeführer die ihm gebotene Ausreise nicht an. Dieses Ver-

halten lässt nicht nur eine mangelnde Bereitschaft zur Rückkehr erkennen, 

sondern relativiert auch das Gewicht seiner Anwesenheit in der Schweiz. 

Insgesamt ergibt sich daraus keine Aufenthaltsdauer, die nach der gefes-

tigten Rechtsprechung zur Bejahung eines persönlichen Härtefalls ausrei-

chen würde (vgl. vorstehend E. 4.4).  

6.4 Ein ferner zu berücksichtigender Aspekt ist die Möglichkeit der Wieder-

eingliederung im Herkunftsstaat, wobei Art. 14 Abs. 2 AsylG – wie in E. 4.5 

dargelegt – nicht den Schutz ausländischer Personen gegen die Folgen 

eines Kriegs oder des Missbrauchs staatlicher Gewalt bezweckt. Eine da-

hingehende Argumentation betrifft in erster Linie die Frage der Asylgewäh-

rung beziehungsweise im Falle der verfügten Wegweisung die Beurteilung 

von Vollzugshindernissen (vgl. Art. 83 Abs. 2 bis 4 AIG). Demgegenüber ist 

im Rahmen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls lediglich zu 

prüfen, ob die ausländische Person eine so enge Beziehung zur Schweiz 

entwickelt hat, dass ihr die Rückkehr in ihr Heimatland nicht mehr zugemu-

tet werden kann (zum Ganzen Urteile des BVGer F-5125/2022 vom 5. Juni 

2024 E. 3.6; F-4213/2023 vom 7. November 2023 E. 4.5; F-2058/2021 vom 

12. Mai 2023 E. 4.5; je m.w.H.). Der Beschwerdeführer reiste im Alter von 

25 Jahren in die Schweiz ein und hat somit die prägenden Jahre seiner 

Kindheit und Adoleszenz vollständig in seinem Heimatland Irak verbracht 

(vgl. Urteil des BVGer F-4928/2022 vom 31. Januar 2025 E. 6.5.2). Hinzu-

kommt, dass er dort neben weiteren Familienmitgliedern über eine tertiäre 

Ausbildung verfügt, was darauf schliessen lässt, dass ihm eine Wiederein-

gliederung im Vergleich zu anderen Personen erleichtert wäre.  

6.5 Weitere relevante Umstände, die im Rahmen der Beurteilung eines 

schwerwiegenden persönlichen Härtefalls zu berücksichtigen wären, sind 

nicht ersichtlich. 

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Seite 10 

Insbesondere ergeben sich aus dem Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers gemäss Art. 31 Abs. 1 Bst. f VZAE keine Hinweise auf eine be-

sondere Schutzbedürftigkeit. 

7.  

Beim Beschwerdeführer ist zusammengefasst zwar in sprachlicher und so-

zialer Hinsicht von einer gelungenen Integration auszugehen. Jedoch deu-

tet in Anbetracht der übrigen Kriterien von Art. 31 Abs. 1 VZAE, wie insbe-

sondere der Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz, seiner familiäre Si-

tuation und der Möglichkeiten für seine Wiedereingliederung im Irak, nichts 

auf einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall hin. Eine besondere 

Verankerung in der Schweiz ergibt sich auch unter Berücksichtigung ähn-

lich gelagerter Fälle nicht (vgl. etwa Urteil des BVGer F-2058/2021 vom 

12. Mai 2023 E 6.1 m.w.H.). 

8.  

Beim Beschwerdeführer liegt zusammenfassend kein schwerwiegender 

persönlicher Härtefall vor, wenn er die Schweiz verlassen müsste. Entspre-

chend hat die Vorinstanz die Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthalts-

bewilligung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG zu Recht verweigert und, entgegen 

der Ansicht des Beschwerdeführers, keine Ermessensfehler begangen 

(vgl. Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.  

9.  

Bei diesem Verfahrensausgang sind dem Beschwerdeführer die Verfah-

renskosten aufzuerlegen und auf Fr. 1'000.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG; Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Sie sind durch den am 6. Februar 2025 in entsprechender 

Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.  

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Joana Maria Mösch 

 

 

 

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