# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b7c8028-d764-5d9a-bbb4-c100e2aa0497
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PA250014-O1
**Docket/Reference:** PA250014-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PA250014-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PA250014-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller sowie 

Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Urteil vom 3. Juli 2025

in Sachen

sowie

A._____, 

Beschwerdeführer

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, 

Verfahrensbeteiligte

betreffend fürsorgerische Unterbringung / Zwangsmedikation

Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 11. Juni 2025 (FF250109)

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Erwägungen:

1.

Prozessgeschichte

1.1. Am 4. Juni 2025 ordnete der Arzt. Dr. med. B._____ die fürsorgerische Un-

terbringung des Beschwerdeführers an (act. 4/6/1). Die beigezogenen Sanitäts-

personen brachten den Beschwerdeführer gleichentags in die Psychiatrische Uni-

versitätsklinik Zürich (nachfolgend: PUK; act. 4/6/2 S. 1). Weil der Beschwerde-

führer dem von der PUK erstellten Behandlungsplan nicht zustimmte (act. 4/6/3), 

verfügte die PUK am 5. Juni 2025 eine medizinische Behandlung ohne Zustim-

mung (act. 4/8A).

1.2. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob der Beschwerdeführer am 

4. Juni 2025 Beschwerde beim Einzelgericht (10. Abteilung) des Bezirksgerichts 

Zürich (nachfolgend: Vorinstanz). Gleichzeitig führte er aus, er verweigere jegliche 

medikamentöse Behandlung oder Therapien (act. 4/1). 

1.3. Die Vorinstanz setzte der Klinikleitung mit Verfügung vom 4. Juni 2025 

Frist zur Einreichung der wesentlichen Akten und zur Stellungnahme an. Gleich-

zeitig lud sie zur Anhörung/Hauptverhandlung auf den 15. Mai 2025 vor, ordnete 

die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschwerdeführer an 

und bestellte Dr. med. C._____ als Gutachter (act. 4/2). In der Stellungnahme 

vom 5. Juni 2025 beantragte die PUK das Festhalten an der fürsorgerischen Un-

terbringung und überwies die angeforderten Akten (act. 4/6/1-6). Nach Sichtung 

der Unterlagen der PUK weitete die Vorinstanz das Prozessthema auf die 

Zwangsmedikation aus und ergänzte die Fragen an den Gutachter (act. 4/10). Die 

PUK reichte in der Folge weitere Unterlagen ein (act. 4/8-9). Anlässlich der Ver-

handlung vom 11. Juni 2025 hörte die Vorinstanz den Beschwerdeführer an (Prot. 

Vi. S. 9-15, 25-27 und 27), erstattete Dr. med. C._____ das psychiatrische Gut-

achten (Prot. Vi. S. 15-24) und nahm die Assistenzärztin der PUK Stellung (Prot. 

Vi. S. 27). Mit Urteil vom gleichen Tag wies die Vorinstanz die Beschwerden ge-

gen die ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung und die Zwangsmedi-

kation ab. Zugleich erstattete die Vorinstanz bei der KESB der Stadt Zürich eine 

Gefährdungsmeldung im Sinne von Art. 443 Abs. 2 ZGB. Der Entscheid wurde 

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dem Beschwerdeführer im Anschluss an die Verhandlung vom 15. Mai 2025 

mündlich eröffnet (Prot. Vi. S. 28) und im Dispositiv übergeben (vgl. act. 4/11) so-

wie später am 16. Juni 2025 in schriftlich begründeter Ausfertigung (act. 3 [Ak-

tenexemplar] = act. 4/12) zugestellt (vgl. act. 4/14).

1.4. Gegen das Urteil der Vorinstanz vom 11. Juni 2025 erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 17. Juni 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 

Zürich. Er beantragt die sofortige Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung 

und der Zwangsmedikation sowie die Rücknahme bzw. Klarstellung der Gefähr-

dungsmeldung. Daneben stellt er weitere Anträge (Einleitung von Ermittlungen 

gegen Personal und Patienten der PUK, Schadenersatz und Wiedergutma-

chungsleistungen, Kontaktverbote, Stations- sowie Klinikwechsel, Haftstrafen für 

Täterschaft, Wahrung der Rechte gemäss dem Opferhilfegesetz, act. 2).

1.5. Die Kammer zog die vorinstanzlichen Akten bei (act. 4/1-16). Am 23. und 

am 30. Juni 2025 meldete sich der Beschwerdeführer telefonisch bei der Kammer 

und bekräftigte, dass er die fürsorgerische Unterbringung und die Behandlung 

ohne Zustimmung als unrechtmässig erachte (act. 5 f.). Während des letzten Te-

lefonats beanstandete er zudem, dass ihm demnächst gegen seinen Willen ein 

Medikament verabreicht werden soll, welches in der von der PUK verfügten medi-

zinischen Behandlung ohne Zustimmung nicht enthalten sei. Auf Rückfrage der 

Kammer hin versicherte die PUK, dass dem Beschwerdeführer nur die in der 

streitgegenständlichen Zwangsmedikation vorgesehen Medikamente verabreicht 

würden; die Verabreichung von anderen Medikamenten sei in nächster Zeit nicht 

vorgesehen (act. 6). Vom Einholen von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen 

kann abgesehen werden. Das Verfahren ist spruchreif.

2.

Prozessuales

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung gemäss Art. 426 ff. ZGB und der medizinischen Behandlung ohne Zustim-

mung im Sinne von Art. 434 ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher 

Zuständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen 

Zuständigkeit des Obergerichtes vor (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB i.V.m. § 62 

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Abs. 1, § 64 EG KESR/ZH und § 30 GOG/ZH). Mangels ausdrücklicher Regelung 

im Bundesrecht untersteht das zweitinstanzliche Verfahren vor Obergericht dem 

kantonalen Recht (vgl. Art. 450f ZGB; vgl. BGer 5A_112/2015 vom 17. Dezember 

2015 E. 2.1. m.w.H.). Gemäss § 40 EG KESR richtet sich das Verfahren vor bei-

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär nach den Bestimmungen des ZGB 

und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze keine Bestimmungen, gelten die Be-

stimmungen des GOG (§ 40 Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen 

der ZPO sinngemäss (§ 40 Abs. 3 EG KESR). Bei einem Entscheid auf dem Ge-

biet der fürsorgerischen Unterbringung beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage seit 

Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde hat schriftlich 

zu erfolgen, wobei eine Begründung nicht vorausgesetzt wird (Art. 450e Abs. 1 

ZGB; OGer ZH PA130051 vom 9. Januar 2014 E. 2.2; OGer ZH PA170031 vom 

28. November 2017 E. 2.2; OGer ZH PA190006 vom 12. März 2019 E. 2.2).

2.2. Der Beschwerdeführer erhob seine Beschwerde rechtzeitig. Soweit er damit 

die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und der Zwangsmedikation be-

antragt, ist darauf einzutreten. Hingegen können Schadenersatz- und Genugtu-

ungsansprüche nicht im Beschwerdeverfahren geltend gemacht werden (Art. 454 

Abs. 1 ZGB i.V.m. § 22 ff. Haftungsgesetz; vgl. OGer ZH PA200044 vom 10. No-

vember 2020 E. 5.4). Ebenso wenig kann eine von der unteren Beschwerdein-

stanz erstattete Gefährdungsmeldung von der oberen Beschwerdeinstanz zurück-

genommen oder klargestellt werden. Nach Eingang einer Gefährdungsmeldung 

ist es an der zuständigen Erwachsenenschutzbehörde zu prüfen, ob Massnah-

men zum Schutz des Beschwerdeführers zu erlassen sind oder nicht (Art. 443 ff. 

und Art. 388 ff. ZGB). Die zweite Beschwerdeinstanz ist schliesslich auch nicht 

dafür zuständig, Haftstrafen oder Kontaktverbote gegenüber Personen auszu-

sprechen, oder über Ansprüche nach dem Opferhilfegesetz zu entscheiden. Auf 

die erwähnten Anträge des Beschwerdeführers ist nicht einzutreten. Der Wunsch 

des Beschwerdeführers nach einem Stations- und Klinikwechsel ist insofern zu 

berücksichtigen, als zu prüfen ist, ob die PUK als Einrichtung zur Behandlung ei-

nes allfälligen Schutzbedürfnisses des Beschwerdeführers geeignet ist oder ob 

sich diesbezüglich ein Wechsel aufdrängt. 

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3.

Fürsorgerische Unterbringung

3.1 Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger 

Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrich-

tung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).

Eine fürsorgerische Unterbringung verlangt somit (1) einen materiellen Einwei-

sungsgrund, d.h. einen Schwächezustand, (2) eine besondere Schutzbedürftig-

keit, die eine nur in einer Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung er-

forderlich macht, (3) die Verhältnismässigkeit der Massnahme sowie (4) das Vor-

handensein einer geeigneten Einrichtung (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

7. Aufl. 2022, Art. 426 N 7; BGE 140 III 101 [= Pra 104 (2015) Nr. 2] E. 6.2.3).

3.2. Schwächezustand

3.2.1. Erste Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist das Vorliegen 

eines Schwächezustands. Die möglichen Schwächezustände werden in Art. 426 

Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Be-

hinderung oder schwere Verwahrlosung (Art. 426 Abs. 1 ZGB; BSK ZGB I-GEI-

SER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 12). Damit von einer psychischen Störung im 

Sinne der genannten Bestimmung gesprochen werden kann, muss zum einen ein 

entsprechendes Krankheitsbild (Syndrom) vorliegen und muss dieses zum ande-

ren erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten haben 

(BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 15).

3.2.2. Die Ärzte der Klinik (act. 4/4; act. 4/6/2+3; act. 4/8) und der von der Vorin-

stanz bestellte Gutachter (Prot. Vi. S. 16) diagnostizierten beim Beschwerdeführer 

übereinstimmend eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0). Die paranoide 

Schizophrenie fällt unter die ICD-10 Klassifikation der Weltgesundheitsorganisa-

tion (WHO) und stellt eine psychische Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB 

dar (vgl. BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Rz. 271 ff., 

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285 ff.). Sie hat im Fall des Beschwerdeführers denn auch erhebliche Auswirkun-

gen auf das soziale Funktionieren, wie die Vorfälle vor seiner Einweisung zeigen. 

So bedrängte und belästigte er am Hauptbahnhof Zürich Passanten, weil er sich 

von ihnen und den Geräuschen aus ihren Mobiltelefonen verfolgt fühlte 

(act. 4/6/1). Er selbst erklärte gegenüber der Klinik, es habe durch das Telefon 

geheissen, dass seine Schwester und sein Onkel vergewaltigt würden. Er habe 

versucht, dieser Person die Schuhe auszuziehen, damit sie nicht fliehen könne 

(act. 4/4 S. 2; act. 4/6/2). Das Vorliegen eines Schwächezustandes ist somit ohne 

Weiteres zu bejahen.

3.3. Schutzbedürfnis

3.3.1. Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung voraus-

gesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist 

(vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines 

besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung er-

bracht werden kann; die Unterbringung muss die persönliche Fürsorge für die be-

troffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Massnah-

men und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein men-

schenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie Es-

sen, Körperpflege, Kleidung, usw. Dem Schutz der Umgebung kommt nur, aber 

immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (vgl. Art. 426 Abs. 2 ZGB). Eine Fremd-

gefährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, noch vermag sie 

für sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Der Schutz 

und die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurteilung miteinbezogen 

werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 8, 10 

und N 41 ff.; BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.; BGE 138 III 593 E. 5.2).

3.3.2. Der Gutachter und die PUK bejahten ein Schutzbedürfnis des Beschwerde-

führers:

Der Gutachter führte aus, es bestehe beim Beschwerdeführer aktuell ein erhebli-

ches systematisches Wahnsystem, welches sein gesamtes Erleben und Handeln 

umfasse. Zudem verfüge der Beschwerdeführer über keinerlei Krankheitseinsicht 

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und Behandlungsbereitschaft. Der aktuelle Zustand des Beschwerdeführers erfor-

dere ganz klar die Unterbringung in einer Einrichtung mit dem Ziel, Krankheitsein-

sicht zu erreichen, Realitätsbezug zu schaffen, das psychotische Wahnsystem 

einzugrenzen und organisatorische Massnahmen im Hinblick auf seinen weiteren 

Lebensweg aufzugleisen. Der Beschwerdeführer benötige insbesondere eine kon-

sequente medikamentöse Behandlung, um den Realitätsbezug wiederherzustel-

len. Bei einer sofortigen Entlassung würde der Beschwerdeführer keine Medika-

mente einnehmen und weiterhin obdachlos bleiben. Es bestünde eine gewisse 

Gefahr, dass er sich selbst in seiner Gesundheit gefährden würde. Daneben be-

stünde eine ganz konkrete Gefahr für unbeteiligte Dritte. Eine Entlassung sei aus 

gutachterlicher Sicht erst zu befürworten, wenn sich das schwere psychotische 

Krankheitsbild zu Gunsten des Realitätsbezugs bessern sollte (Prot. Vi. S. 15-19).

Die PUK hielt fest, beim Beschwerdeführer imponiere ein handlungsbestimmen-

des Wahnsystem mit schwerer Beeinträchtigung der Alltagskompetenzen und 

Aufhebung der freien Willensbildung. Nach eigenen Angaben lebe der Beschwer-

deführer auf der Strasse, habe kein Obdach und sei sozial vollkommen isoliert. Es 

sei nicht zu erwarten, dass sich die psychische Erkrankung bessere oder gar zu-

rückbilde. Der Beschwerdeführer bedürfe dringend einer Behandlung zur Abwen-

dung einer zunehmenden Verwahrlosung. Aufgrund fehlender Krankheits- und 

Behandlungseinsicht sei eine ambulante Behandlung weder realistisch noch aus-

reichend (Prot. Vi. S. 27; act. 4/4 S. 2). 

3.3.3. Der Beschwerdeführer führte anlässlich der vorinstanzlichen Anhörung/Ver-

handlung aus, er halte an seiner Einsprache fest und wolle keine medikamentöse 

Behandlung und keinen Beistand. Zur Begründung machte er grösstenteils wirre 

und wahnhafte Ausführungen (Prot. S. 10-15, 25-28). Die Vorinstanz bejahte auf-

grund der Ausführungen des Gutachters und der Klinik sowie der eigenen Wahr-

nehmung die Schutzbedürftigkeit des Beschwerdeführers (act. 3 S. 4 f.). 

3.3.4. Aus den Verlaufsberichten der PUK geht hervor, dass sich der psychoti-

sche Zustand des Beschwerdeführers jedenfalls bis zum Ende der Dokumentation 

(10. Juni 2025) nicht wesentlich verbessert hat. Beim Eintritt gab der Beschwerde-

führer an, dass seine Gedanken manipuliert und fremdgesteuert würden: er höre 

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Stimmen, die ihn folterten und durch das Ventilationssystem kämen (act. 6/5). Wie 

sich den Verlaufsberichten entnehmen lässt, scheut der Beschwerdeführer auf-

grund seines psychotischen Zustandes andere Menschen und verhält sich auffäl-

lig, wenn es zu Kontakten kommt. Dabei verkennt er Situationen, was bei ihm 

Furcht, starke Anspannung und/oder Aggressionen gegenüber den betreffenden 

Personen auslöst (act. 6/4+5; act. 9/1+2). Zudem setzte er beim Wäsche wa-

schen die Waschküche unter Wasser, ohne sich später daran erinnern zu können 

(act. 6/4).

3.3.5. Gestützt auf die soeben wiedergegebenen Entscheidgrundlagen ist ein 

Schutzbedürfnis des Beschwerdeführers zu bejahen. Der Beschwerdeführer be-

findet sich in einem stark psychotischen Zustand, der sein gesamtes Erleben und 

Handeln umfasst. Er bedarf dringend einer medikamentösen Behandlung, um 

wieder einen gewissen Realitätsbezug herzustellen. Diese Behandlung ist derzeit 

nur im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung möglich, weil dem Beschwer-

deführer – wie der Gutachter ausführte – im aktuellen Zustand jegliche Krank-

heitseinsicht und Behandlungsbereitschaft fehlt. Bei einer sofortigen Entlassung 

wäre damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer sich, soweit möglich, von an-

deren Menschen isoliert und bei unvermeidbaren Kontakten inadäquate Reaktio-

nen zeigt. Vom Beschwerdeführer würde vor allem für Dritte ein konkretes Risiko 

ausgehen. Seine Behandlung dient jedoch nicht nur dem Schutz Dritter, sondern 

auch dem Schutz des Beschwerdeführers selbst bzw. der Verbesserung seiner 

Lebensumstände. Bei einem Rückgang der psychopathologischen Symptomatik 

mit zunehmendem Realitätsbezug wird es möglich sein, Abklärungen zu treffen 

und mildere Massnahmen in die Wege zu leiten, um dem Beschwerdeführer bei-

spielsweise das Wohnen in einer Einrichtung für betreutes Wohnen zu ermögli-

chen. Bei einer sofortigen Entlassung bestünde demgegenüber die Gefahr der 

fortgesetzten Obdachlosigkeit mit zunehmender Isolierung und Verwahrlosung so-

wie Verschlimmerung der psychotischen Symptomatik. Es drohte umgehend eine 

erneute Einweisung (sog. Drehtüreffekt). Dies gilt es zu vermeiden.

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3.4. Verhältnismässigkeit und Eignung der Einrichtung

3.4.1. Schliesslich muss die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung ver-

hältnismässig sein. Die fürsorgerische Unterbringung ist ein schwerer Eingriff in 

die Rechte des Betroffenen, insbesondere das Grundrecht der persönlichen Frei-

heit (Art. 10 BV; Art. 5 EMRK; vgl. BGE 143 III 189 E. 3.2). Sie muss stets ultima 

ratio bleiben. Das angestrebte Ziel muss voraussichtlich erreicht werden können 

(Geeignetheit der Massnahme). Die Massnahme soll in erster Linie der Wiederer-

langung der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung dienen. Ist eine Bes-

serung des Zustandes ausgeschlossen, muss die Massnahme die notwendige 

persönliche Betreuung ermöglichen, um der betroffenen Person ein menschen-

würdiges Leben zu sichern. Zu prüfen ist dabei auch die Geeignetheit der Einrich-

tung (vgl. OGer ZH PA150024 vom 16. November 2015 E. 3.3.1). Es muss sich 

um eine Institution handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatori-

schen und personellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der 

eingewiesenen Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen 

(vgl. BGer 5A_257/2015 vom 23. April 2015, E. 3.1 m.w.H.). Ferner darf keine we-

niger einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme zur Verfü-

gung stehen (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf die Be-

treuung oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich mit 

leichteren Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen kön-

nen. Schliesslich muss der Freiheitsentzug als angemessen erscheinen (Zumut-

barkeit der Massnahme), wobei die Belastung und der Schutz von Angehörigen 

und Dritten zu berücksichtigen sind (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Der Schutz Dritter 

kann für sich allein aber nicht ausschlaggebend sein (vgl. Botschaft vom 

28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 

S. 7001 ff., S. 7062 f.; vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

Art. 426 N 22 ff.).

3.4.2. Das Ziel der fürsorgerischen Unterbringung besteht gemäss Gutachter in 

der Eingrenzung des psychotischen Wahnsystems und der Schaffung von Reali-

tätsbezug, der Herstellung von Krankheitseinsicht und der Aufgleisung sozialar-

beiterischer Massnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände des Beschwer-

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deführers (Prot. Vi. S. 16). Der Gutachter geht davon aus, dass sich dieses Ziel 

mit den im Behandlungsplan der PUK vom 5. Mai 2025 (act. 4/6/3) vorgesehenen 

Massnahmen erreichen lässt (Prot. S. 16 f.). Die PUK ist auf die Behandlung psy-

chischer Krankheiten spezialisiert und im Stande, die beschriebenen Symptome 

des Beschwerdeführers zu behandeln. Der Beschwerdeführer nennt keine kon-

kreten sachlichen Gründe, weshalb er in einer anderen Klinik besser aufgehoben 

sein sollte (act. 2 S. 1 f.). Sein Misstrauen gegenüber den Ärzten und dem Pflege-

personal der PUK scheint krankheitsbedingt zu sein und würde in einer anderen 

Klinik mit grosser Wahrscheinlichkeit gleichermassen bestehen (Prot. Vi. S. 27 f.). 

Somit erweist sich die Massnahme als geeignet.

3.4.3. Eine weniger einschneidende Massnahme zur Eingrenzung des psychoti-

schen Wahnsystems und zur Schaffung von Realitätsbezug ist derzeit nicht er-

sichtlich (vgl. E. 3.3.5). Zwischen der aktuellen und der letzten fürsorgerischen 

Unterbringung in der PUK, die neun Tage gedauert hat, verstrichen gerade einmal 

knapp vier Monate (act. 4/6/6). Im Rahmen der letzten fürsorgerischen Unterbrin-

gung wurde dem Beschwerdeführer einmalig Haldol 10mg und Diazepam 10mg 

i.m. verabreicht (vgl. act. 4/6/6 S. 3). Diese einmalige Medikation hat demnach 

nicht ausgereicht, um das bereits damals beschriebene systematische Wahnerle-

ben des Beschwerdeführers nachhaltig einzugrenzen (vgl. act. 4/6/7).

3.4.4. Der Freiheitsentzug erscheint schliesslich auch angemessen. Es wäre so-

wohl zum Schutz des Beschwerdeführers selbst als auch zum Schutz von Dritten 

nicht zu verantworten, den Beschwerdeführer in einem stark psychotischen Zu-

stand mit kaum vorhandenem Realitätsentzug in die Obdachlosigkeit zu entlas-

sen. Im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung kann der Zustand des Be-

schwerdeführers stabilisiert werden; daneben bietet sich die Möglichkeit, die Le-

bensumstände des Beschwerdeführers abzuklären und zu verbessern. Dadurch 

soll verhindert werden, dass es innert kurzer Zeit erneut zu einer fürsorgerischen 

Unterbringung kommt. Die fürsorgerische Unterbringung erweist sich demzufolge 

auch im engeren Sinn als verhältnismässig. 

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3.5. Zusammenfassung

Im Ergebnis ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die Voraussetzungen der 

fürsorgerischen Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB aktuell gegeben 

sind.

4.

Zwangsmedikation

4.1. Eine Zwangsbehandlung ist gestützt auf die gesetzliche Systematik der 

Art. 426 ff. ZGB nur zulässig, wenn sich die betroffene Person aufgrund einer für-

sorgerischen Unterbringung in einer Klinik befindet und die Behandlung im Zu-

sammenhang mit einer psychischen Störung erfolgt (BSK ZGB I-GEISER/ETZENS-

BERGER, Art. 434/435 N 3 und 13). Die zwangsweise Behandlung einer psychi-

schen Störung ist durch den Chefarzt oder die Chefärztin der involvierten Abtei-

lung im Behandlungsplan schriftlich anzuordnen und der betroffenen Person mit 

Rechtsmittelbelehrung mitzuteilen (Art. 434 ZGB). Sie ist nach der Rechtspre-

chung der Kammer grundsätzlich zu befristen. Bei einer ärztlich angeordneten für-

sorgerischen Unterbringung ist die Zwangsbehandlung indes spätestens nach 

sechs Wochen zeitgleich mit der Überprüfung der Unterbringung zu überprüfen 

(Art. 429 Abs. 2 ZGB) und bei weiterhin bestehender Notwendigkeit neu anzuord-

nen, weshalb in solchen Fällen unter Umständen auf eine Befristung verzichtet 

werden darf (ZR 122/2023 Nr. 5; OGer ZH PA250001 vom 13. Januar 2025 

E. 3.5.5; OGer ZH PA240003 vom 22. Februar 2024 E. 4.2).Es können nur Mass-

nahmen angeordnet werden, welche im (aktuellen) Behandlungsplan vorgesehen 

sind (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 434/435 N 14 und 16). Weiter ist 

vorausgesetzt, dass eine Gefährdungssituation vorliegt. Aus dem Gesetzeswort-

laut geht hervor, dass es sich hierbei sowohl um eine Selbst- als auch um eine 

Drittgefährdung handeln kann (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Die betroffene Person 

muss ausserdem bezüglich ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig sein 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Überdies muss die vorgesehene Massnahme ver-

hältnismässig sein. Es darf keine angemessene Massnahme zur Verfügung ste-

hen, die weniger einschneidend ist (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

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4.2.

Fürsorgerische Unterbringung aufgrund einer psychischen Störung und 

Vorliegen eines Behandlungsplans sowie einer schriftlichen Anordnung der 

Zwangsmedikation durch den Chefarzt

4.2.1. Die Voraussetzung der bestehenden fürsorgerischen Unterbringung auf-

grund einer psychischen Störung ist vorliegend gegeben (vgl. vorstehende E. 3).

4.2.2. Am 5. Juni 2025 erstellte die behandelnde Ärztin der PUK einen schriftli-

chen Behandlungsplan, welchem der Beschwerdeführer nicht zustimmte (vgl. 

act. 4/6/3). Daraufhin verfügten der Chefarzt, der Oberarzt und die behandelnde 

Ärztin gleichentags schriftlich eine medizinische Behandlung ohne Zustimmung 

(act. 4/8A). In der Verfügung ist eine medikamentöse Behandlung des Beschwer-

deführers mit Risperidon (in Einzeldosen von 2-4mg bis max. 8mg/d) und/oder mit 

Olanzapin (in Einzeldosen von 5-20mg bis max. 30mg/d) vorgesehen. Adjuvant 

sei bedarfsadaptiert Diazepam (in Einzeldosen von 5-10mg bis max. 40mg/d) zu 

geben. Bei Verweigerung der genannten oralen Medikation soll eine intramusku-

läre Applikation von Haldoperidol (in Einzeldosen von 5-10mg bis max. 20mg/d) 

und adjuvant intramuskulär Diazepam (in Einzeldosen von 10mg bis max. 

40mg/d) erfolgen. Bei wiederholter Verweigerung der oralen Medikation soll dem 

Beschwerdeführer zweimalig im Abstand von sieben Tagen ein Xeplion-Depot 

(max 150mg/28d) injiziert werden, um regelmässige Injektionen zu vermeiden. 

Weiter sei – wenn es medizinisch indiziert sei – dem Beschwerdeführer, gegebe-

nenfalls unter kurzzeitigem Festhalten, Blut zu entnehmen (act. 4/8A S. 2). Im Be-

handlungsplan vom 5. Juni 2025 sind die häufigsten Nebenwirkungen der er-

wähnten Medikamente aufgeführt (act. 4/6/3). Das Ziel der medikamentösen Be-

handlung sei es, die Persistenz und Zunahme der psychotischen Symptomatik zu 

verhindern sowie die akute Gefährdung der körperlichen Integrität Dritter abzu-

wenden (act. 4/8A S. 2). 

4.2.3. Sowohl ein Behandlungsplan gemäss Art. 433 ZGB als auch eine rechts-

gültige schriftliche Anordnung eines Chefarztes im Sinne von Art. 434 Abs. 1 ZGB 

liegen damit vor. Die Verfügung einer medizinischen Behandlung ohne Zustim-

mung vom 5. Juni 2025 ist darüber hinaus mit einer Rechtsmittelbelehrung verse-

hen. Zwar findet sich in der Verfügung keine klare zeitliche Befristung der 

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Zwangsmedikation; unter dem Titel "Dauer der Massnahme" ist festgehalten, sie 

sei gemäss internen Standards regelmässig zu überprüfen und so kurz wie mög-

lich zu halten (act. 4/8A). Weil die Zwangsmedikation im Rahmen einer ärztlich 

angeordneten fürsorgerischen Unterbringung erfolgte und damit spätestens nach 

sechs Wochen überprüft und neu beurteilt werden muss, drängt sich eine kürzere 

Befristung vorliegend nicht auf (vgl. E. 4.1). Die formellen Voraussetzungen der 

Zwangsmedikation erweisen sich als erfüllt.

4.3. Urteilsunfähigkeit in Bezug auf die Behandlungsbedürftigkeit

4.3.1. Urteilsfähigkeit in Bezug auf die eigene Behandlungsbedürftigkeit ist dann 

gegeben, wenn diese wenigstens in den Grundzügen erfasst wird (ROSCH, Die 

fürsorgerische Unterbringung im revidierten Kindes- und Erwachsenenschutz-

recht, in: AJP 2011, S. 505 ff., 511). Sie liegt dagegen nicht vor, wenn der betrof-

fenen Person (z.B. aufgrund einer Demenzerkrankung) die kognitive Fähigkeit 

fehlt, die Notwendigkeit einer Behandlung zu erkennen, oder sie aufgrund ihrer 

Krankheit in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigt (z.B. in Fällen von Schi-

zophrenie oder Manie) und in ihrer Entschlussfähigkeit gelähmt ist (z.B. bei Sucht-

erkrankungen), sodass sie ihre Situation nicht vernunftgemäss einschätzen kann 

und sich daher einer Behandlung widersetzt (CHK ZGB-BREITSCHMID/PFANNKU-

CHEN-HEEB, 4. Aufl. 2023, Art. 434 N 4).

4.3.2. Sowohl der Gutachter als auch die PUK verneinten die Urteilsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in Bezug auf die Behandlungsbedürftigkeit (act. 4/8A S. 2; 

Prot. Vi. S. 21). Der Gutachter begründete diese Schlussfolgerung damit, dass 

der Beschwerdeführer so in seiner Eigenweltlichkeit gefangen sei, dass er keiner-

lei angemessene Handlungsnotwendigkeiten hinsichtlich seiner psychischen Er-

krankung erkennen, geschweige denn, befolgen könne (Prot. Vi. S. 21). Auch die 

Vorinstanz schloss sich dieser Einschätzung an (act. 3 S. 8 f.).

4.3.3. Diese Einschätzung überzeugt. Wie sich den Akten und den Ausführungen 

der medizinischen Fachpersonen entnehmen lässt, war der Beschwerdeführer je-

denfalls bis zur vorinstanzlichen Verhandlung krankheitsbedingt stark in seiner 

Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigt. Er vermochte die doch erheblichen krank-

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heitsbedingten Symptome (Wahnvorstellungen, akustische Halluzinationen, 

Fremdbeeinflussungserleben) nicht einmal im Grundsatz als solche zu erkennen 

und zeigte gegenüber den behandelnden Ärzten der PUK und gegenüber dem 

Gutachter keinerlei Krankheits- und Behandlungseinsicht (Prot. Vi. S. 10-28; 

act. 4/4 ; act. 6/4+5; act. 9/1+2). Die Urteilsunfähigkeit ist daher zu bejahen.

4.4. Gefährdungssituation bei Nichtbehandlung

4.4.1. Voraussetzung für eine medizinische Massnahme ohne Zustimmung ist 

weiter eine ohne Behandlung drohende ernsthafte Selbst- oder Drittgefährdung 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Bei der Selbstgefährdung muss der betroffenen Per-

son ohne die Behandlung ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden drohen, wobei 

dieser auch somatischer Art sein kann. Ernsthaft bedeutet, dass er zu einer lan-

gen Beeinträchtigung wichtiger körperlicher oder psychischer Funktionen führt, es 

braucht sich allerdings nicht um einen bleibenden oder irreversiblen Gesundheits-

schaden zu handeln. Eine Fremdgefährdung im Sinne der genannten Bestim-

mung liegt vor, wenn das Leben oder die körperliche Integrität Dritter ernstlich ge-

fährdet ist (BSK ZGB-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 434/435 N 19 ff.).

4.4.2. Die PUK hob in der Verfügung einer medizinischen Behandlung ohne Zu-

stimmung vom 5. Juni 2025 die Selbstgefährdung des Beschwerdeführers hervor. 

Sie führte zusammengefasst aus, der Beschwerdeführer sei aufgrund seines 

handlungsbestimmenden Wahnsystems massiv in seinen Alltagskompetenzen 

und in seiner freien Willensbildung beeinträchtigt. Er lebe auf der Strasse und sei 

sozial vollkommen isoliert. Aus psychiatrischer Sicht sei nicht zu erwarten, dass 

sich die zugrundeliegende psychische Erkrankung spontan bessere oder gar zu-

rückbilde. Es bestehe eine dringende Behandlungsbedürftigkeit zur Abwendung 

einer zunehmenden Verwahrlosung (act. 4/8A S. 2). 

4.4.3. In Übereinstimmung mit der Klinik geht auch der Gutachter von einer Ge-

fährdungssituation im Falle einer Nichtbehandlung aus. Der Beschwerdeführer sei 

derart in seiner Eigenweltlichkeit gefangen, dass er sich sogar kurzfristig, selbst in 

seiner Gesundheit gefährde. Er sei obdachlos, habe keine Tagesstruktur und lebe 

scheinbar auch im Winter auf der Strasse. Ohne eine medikamentöse Behand-

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lung habe er keine Chance, aus diesen krankhaften Lebensweisen herauszukom-

men. Die Aufnahme in die stationäre Behandlung sei erfolgt, weil der Beschwer-

deführer unter extrem auffälligem psychopathologischen Erleben gestanden habe 

und unbekannten Dritten gegenüber aggressiv aufgetreten sei. Ohne die Behand-

lung laufe der Beschwerdeführer Gefahr in schuldunfähigem Zustand Straftaten 

gegen die körperliche Integrität von Dritten zu begehen (Prot. Vi. S. 19 f.). 

4.4.4. Aus den Ausführungen der medizinischen Fachpersonen ergibt sich, dass 

dem Beschwerdeführer ohne medizinische Behandlung eine dauerhafte schwere 

Beeinträchtigung der Alltagskompetenzen und Willensbildung droht. Zudem geht 

vom Beschwerdeführer ohne Behandlung eine ernsthafte Gefahr für die körperli-

che Integrität Dritter aus. Es mag sein, dass der Vorfall, der zur fürsorgerischen 

Unterbringung führte, die Schwelle einer Straftat gegen die körperliche Integrität 

noch nicht erreichte, wie der Beschwerdeführer telefonisch gegenüber der Kam-

mer zum Ausdruck brachte (act. 6). Der entsprechende Vorfall (vgl. E. 3.2.2) zeigt 

jedoch exemplarisch, dass unbeteiligte Dritte in das Wahnsystem des Beschwer-

deführers miteinbezogen werden und mit unerwarteten, aggressiven Reaktionen 

des Beschwerdeführers rechnen müssen. Ohne Behandlung ist zu erwarten, dass 

sich solche Situationen häufen. Dabei besteht nach Auffassung des Gutachters 

die konkrete Gefahr, dass es nicht bei verhältnismässig "harmlosen" Beeinträchti-

gungen bliebe, sondern vom Beschwerdeführer auch Straftaten gegen die körper-

liche Integrität Dritter begangen werden könnten (vgl. vorstehende E. 4.4.2). Mit 

der Vorinstanz (act. 3 E. 3) und den medizinischen Fachpersonen ist deshalb so-

wohl eine Selbst- als auch eine Fremdgefährdung des Beschwerdeführers bei 

Nichtbehandlung zu bejahen.

4.5. Verhältnismässigkeit

4.5.1. Die vorgesehene Massnahme muss verhältnismässig sein. Es darf keine 

angemessene Massnahme zur Verfügung stehen, die weniger einschneidend ist 

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB).

4.5.2. Die PUK begründet die Notwendigkeit der Zwangsmedikation damit, dass 

alle anderen weniger einschneidenden Massnahmen ausgeschöpft worden seien 

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(act. 8A). Sie dürfte damit meinen, dass sämtliche Versuche, den Beschwerdefüh-

rer zu einer freiwilligen Einnahme der notwendigen Medikation zu bewegen, ge-

scheitert seien.

4.5.3. Der Gutachter führte aus, es gebe aus medizinischer Sicht keine Alternative 

zur medikamentösen Behandlung. Aufgrund der chronifizierten Erkrankung müsse 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer vermutlich lebenslang, 

zumindest aber für zunächst einige Jahre, medikamentös behandelt werden 

müsse. Wie lange die Zwangsbehandlung voraussichtlich dauere, hänge von der 

Kooperation des Beschwerdeführers ab. Eventuell könne bereits eine einmalige 

Behandlung mittels Injektion ausreichen, um den Beschwerdeführer fortan zu ei-

ner oralen Tabletteneinnahme zu bewegen. Durch die vorgesehene Behandlung 

bestehe eine ausreichend grosse Chance, dass der Beschwerdeführer einen zu-

nehmenden Realitätsbezug entwickle, der ihn zu einer sinnvollen Kooperation mit 

einem Beistand, einer therapeutischen Wohngemeinschaft und weiteren Beteilig-

ten ermächtige. Dies würde zu einer deutlichen Reduktion der Selbst- und Fremd-

gefährdung führen (Prot. Vi. S. 21 f.).

4.5.4. Der Beschwerdeführer lehnt eine medikamentöse Behandlung unter Hin-

weis auf sein Recht auf körperliche Unversehrtheit generell ab. Zudem scheinen 

ihn gewisse neuroleptische Medikamente besonders zu stören, weil er diese nicht 

vertrage (act. 2 und act. 5 f.).

4.5.5. Mit dem Gutachter, der PUK und der Vorinstanz ist davon auszugehen, 

dass zur Abwehr der aktuellen Gefährdungssituation an einer Behandlung mit 

Neuroleptika kein Weg vorbei führt. Es ist dem Beschwerdeführer zwar zuzuge-

stehen, dass entsprechenden Medikamente durchaus mit unangenehmen und un-

erwünschten Nebenwirkungen verbunden sein können. Aus dem Eintrittsbericht 

(act. 4/6/2), der Befragung des Beschwerdeführers anlässlich der vorinstanzlichen 

Verhandlung (Prot. Vi. S. 9-15, 25-27 und 27), den Verlaufsberichten (act. 4/6/4 f. 

und act. 4/9/1) sowie den Ausführungen des Gutachters ergibt sich jedoch, dass 

der Beschwerdeführer noch ungleich stärker unter seiner Erkrankung leidet. Es 

erscheint ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer ohne die Medikation ein 

geordnetes Leben führen kann. Die Krankheit würde ihn dazu zwingen, in sozialer 

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Isolation und Obdachlosigkeit zu leben, und es wäre zu befürchten, dass er zu-

nehmend verwahrlost. Der Selbst- und Fremdgefährdung kann aktuell nur mit der 

angeordneten medikamentösen Behandlung begegnet werden. Die Zwangsbe-

handlung erweist sich deshalb auch als verhältnismässig. 

4.6. Zusammenfassung

Die Voraussetzungen der medizinischen Massnahme ohne Zustimmung sind 

nach dem Gesagten erfüllt. 

5. Gesamtfazit

Zusammenfassend ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.

6.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

Ausgangsgemäss und mangels separater Anfechtung hat es bei der erstinstanzli-

chen Kosten- und Entschädigungsregelung sein Bewenden (vgl. act. 3 Dispositiv-

Ziff. 4 f.). Aufgrund des Unterliegens wäre der Beschwerdeführer auch für das 

zweitinstanzliche Verfahren grundsätzlich kostenpflichtig (vgl. Art. 450f i.V.m. 

Art. 106 ZPO). Umständehalber ist jedoch auf das Erheben von Kosten für das 

zweitinstanzliche Verfahren zu verzichten.

Es wird erkannt:

1.

Die Beschwerde gegen Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts 

(10. Abteilung) des Bezirksgerichts Zürich vom 11. Juni 2025 betreffend für-

sorgerische Unterbringung wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerde gegen Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Einzelgerichts 

(10. Abteilung) des Bezirksgerichts Zürich vom 11. Juni 2025 betreffend me-

dizinische Massnahme wird abgewiesen. 

3.

4.

Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

- 18 -

5.

Schriftliche Mitteilung an 

-

-

-

den Beschwerdeführer,

die verfahrensbeteiligte Klinik, 

das Einzelgericht des Bezirksgerichts Zürich (10. Abteilung), 

je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am: