# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02000649-a0d5-5d22-b6c6-2254ade6d760
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2021 A-3828/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3828-2020_2021-06-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 2 1   

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richterin Christine Ackermann,  

Gerichtsschreiber Thomas Ritter. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

Beschwerdeführer 1, 

 

Y.________,  

vertreten durch  

Dr. iur. Andrin Gantenbein, Rechtsanwalt, und  

Dr. iur. Roland Gfeller, Rechtsanwalt,  

Gfeller Budliger Kunz Rechtsanwälte,  

Beschwerdeführerin 2, 

 

Z._______,  

vertreten durch  

lic. iur. Norbert Mattenberger, Rechtsanwalt,  

und MLaw Alessandro Luginbühl, Rechtsanwalt,  

Brüngger Mattenberger Luginbühl Rechtsanwälte,  

Beschwerdeführer 3, 

 
 

 
gegen 

 
 

SBB AG Infrastruktur, Energie, Projekte & Engineering, 

Engineering Produktion, Primärtechnik und Bau,  

vertreten durch  

Barbara Klett, Rechtsanwältin LL.M.,  

und MLaw Dominique Müller, Rechtsanwältin,  

Eversheds Sutherland,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Bundesamt für Verkehr BAV,  

Vorinstanz,  

 
 

 
 

Gegenstand 
 132-kV-Übertragungsleitung Schweikrüti – Kilchberg. 

 

 

 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (nachfolgend: EWZ) und die Nord-

ostschweizerischen Kraftwerke (NOK; heute Axpo Power AG, nachfolgend: 

Axpo) reichten im Jahr 1997 beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat 

(ESTI) je ein Plangenehmigungsgesuch für den Um- und Ausbau ihrer be-

stehenden Leitungen Samstagern – Zürich und Obfelden – Thalwil ein. Auf 

der Leitung des EWZ sollen neu zwei 132-kV-Bahnstromschlaufen der 

Schweizerischen Bundesbahnen (nachfolgend: SBB) mitgeführt werden. 

Nachdem gegen beide Projekte zahlreiche Einsprachen eingegangen wa-

ren, wurden sie überarbeitet. Am 21. Januar 2011 erteilte das Bundesamt 

für Energie (BFE) dem EWZ und der Axpo die ersuchten Plangenehmigun-

gen. Diese wurden beim Bundesverwaltungsgericht und dessen Urteil 

A-1275/2011 vom 20. September 2012 beim Bundesgericht angefochten. 

Mit Urteil 1C_550/2012 vom 9. Dezember 2014 wies das Bundesgericht 

die Angelegenheit an das BFE zurück, um im vereinigten Plangenehmi-

gungsverfahren Kabelvarianten für die noch streitige Leitungsstrecke zwi-

schen Mast Nr. 46 und dem Abspanngerüst Kilchberg zu prüfen. 

Das BFE nahm die Plangenehmigungsverfahren am 6. November 2015 

wieder auf. Mit Verfügung vom 17. September 2018 erteilte es dem EWZ 

und der Axpo die Plangenehmigung für den Um- bzw. Neubau der Leitun-

gen Samstagern – Zürich bzw. Obfelden – Thalwil auf dem Abschnitt zwi-

schen Mast Nr. 46 und dem Abspanngerüst Kilchberg als 380/220-kV-Frei-

leitung, unter Mitführung von zwei 132-kV-Schlaufen der SBB. Die dage-

gen erhobenen Beschwerden wies das Bundesverwaltungsgericht mit Ur-

teil A-5705/2018, A-5965/2018, A-5980/2018, A-6070/2018 vom 6. Feb-

ruar 2020 ab, soweit es darauf eintrat. Wiederum wurden dagegen Be-

schwerden beim Bundesgericht erhoben. Mit Urteil 1C_141/2020, 

1C_142/2020, 1C_145/2020, 1C_153/2020 vom 13. November 2020 trat 

das Bundesgericht darauf nicht ein, soweit sie nicht den Kostenentscheid 

des Bundesverwaltungsgerichts betrafen. Hinsichtlich des Kostenent-

scheids hiess es die Beschwerden (teilweise) gut und wies die Sache zur 

neuen Entscheidung an das Bundesverwaltungsgericht zurück (hierzu: Ur-

teil des BVGer A-6385/2020 vom 29. März 2021).   

B.  

Mit Gesuch vom 28. April 2017 reichten die SBB – als Übergangslösung 

(«Plan B») bis zum Abschluss des vorstehenden Projekts (Bst. A) – beim 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 4 

Bundesamt für Verkehr (BAV) ein Plangenehmigungsgesuch für die provi-

sorische 132-kV-Übertragungsleitung Schweikrüti – Kilchberg ein. Dieses 

– im vorliegenden Beschwerdeverfahren streitbetroffene – Vorhaben soll 

bis zur Realisierung der Gemeinschafts-Übertragungsleitung Samstagern 

– Zürich zwischenzeitlich die Versorgungssicherheit im Raum Zürich ge-

währleisten: Es trägt im noch nicht realisierten Abschnitt dazu bei, das Un-

terwerk (UW) Zürich, das bislang nur einseitig von Norden über die 132-

kV-Übertragungsleitung Seebach – Zürich (UW Seebach) in das Leitungs-

netz der SBB eingebunden wird, mit dem UW Sihlbrugg zu verbinden 

(sog. Südanspeisung).  

Das Vorhaben beinhaltet drei Abschnitte: Es umfasst einen Freileitungsab-

schnitt entlang der bereits bestehenden 150-kV-Leitung Samstagern – 

Frohalp des EWZ: Zwischen Mast Nr. 46 und Mast Nr. 172 soll ein Strang 

dieser Freileitung zur Durchleitung von 132-kV-Bahnstrom umgenutzt wer-

den (Abschnitt 1). Beim Mast Nr. 172 wird ein Kabelabgang erstellt und 

über zwei Kabelleitungsabschnitte die Verbindung zum Zimmerberg-Basis-

tunnel hergestellt (Abschnitte 2 und 3). Diese erdverlegte Kabelstrecke be-

steht aus einer ca. 245 m langen Kabelverbindung ab dem Mast Nr. 172 

(Abschnitt 2) und, verlaufend auf den Grundstücken Nrn. […] der Be-

schwerdegegnerin, einer rund 101 m langen Kabelverbindung bis zum 

Muffenschacht beim Notausstiegsschacht des Zimmerberg-Basistunnels 

(Abschnitt 3). Der Notausstiegsschacht bildet zugleich den Anschlusspunkt 

zu den rechtskräftig genehmigten 132-KV-Kabelschleifen im Zimmerberg-

Basistunnel, welche in die erstellte Rohrblockanlage im Tunnel in Richtung 

Zürich eingezogen werden sollen (zu diesem Projekt: Urteil des BVGer 

A-2877/2020 vom 11. November 2020). 

C.  

Am 8. Juni 2017 eröffnete das BAV ein ordentliches eisenbahnrechtliches 

Plangenehmigungsverfahren. Während der öffentlichen Auflage vom 

14. August 2017 bis zum 14. September 2017 gingen mehrere Einspra-

chen, darunter diejenigen von X._______, Z._______ und der Erbenge-

meinschaft E._______, bestehend aus Y.______ und A._______, ein. Letz-

tere verstarb im Laufe des Verfahrens und setzte Y._______ als Alleinerbin 

ein, worauf das Verfahren mit dieser als alleiniger Einsprecherin fortgesetzt 

wurde.  

X._______ und Y._______ sind Eigentümer von Grundstücken, durch wel-

che die unterirdische Kabelleitung (Abschnitt 2) führen soll. Im Eigentum 

von Z._______ stehen zwei Grundstücke, welche von der bestehenden 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 5 

Freileitung des EWZ (Abschnitt 1) gequert werden. Auf einer der beiden 

Parzellen befindet sich zudem deren Mast Nr. […]. 

D.  

Das BAV erteilte den SBB mit Verfügung vom 16. Juni 2020 die nachge-

suchte Plangenehmigung mit Auflagen. Die Einsprache von Y._______ 

hiess das BAV teilweise gut und nahm u.a. eine weitere Auflage in das Dis-

positiv (Ziffer 6.2.2) auf, wonach die SBB dafür zu sorgen haben, dass die 

beiden Kabelleitungsabschnitte, die mit Inbetriebnahme des Neubaupro-

jekts der Gemeinschaftsleitung Samstagern – Zürich nicht mehr benötigt 

werden, in den Ursprungszustand zurückgebaut werden. Im Übrigen wies 

das BAV die Einsprache ebenso ab wie diejenigen von X._______ und 

Z._______, soweit es darauf eintrat. 

Weiter verlieh das BAV den SBB die ersuchten Enteignungstitel für ein 

Durchleitungsrecht von 14.10 m auf dem Grundstück Nr. […] von 

X._______ sowie für ein Durchleitungsrecht von 3.85 m und die vorüber-

gehende Landbeanspruchung von 35 m2 (Zufahrt; Baupiste) auf seiner 

Parzelle Nr. […] in […]. Auf dem Grundstück Nr. […] von Y._______ ge-

währte das BAV ein Durchleitungsrecht von 147.85 m sowie die 

vorübergehende Landbeanspruchung einer Fläche von insgesamt 1'350 

m2 für die Zufahrt (Baupiste; 550 m2) und für eine Zwischendeponie (Aus-

hub, 800 m2). Die Enteignung von Durchleitungsrechten auf den Grundstü-

cken Nrn. […] von Z._______ in […] erachtete das BAV als nicht erforder-

lich, da bereits eine entsprechende Dienstbarkeit bestehe.  

E.  

E.a Mit Eingabe vom 20. Juli 2020 erhebt X._______ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer 1) gegen die Plangenehmigungsverfügung des BAV vom 

16. Juni 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren 

A-3828/2020). Er verlangt die Verschiebung der Kabelleitung und stellt di-

verse Begehren betreffend Auflagen und Einschränkungen hinsichtlich des 

Baus der Leitung. Zudem stellt er eine Entschädigungsforderung für den 

Minderwert des Reitbetriebs und für die Strahlenbelastung auf seinen 

Grundstücken. 

E.b Y._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 2) lässt am 10. August 

2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben mit dem Be-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 6 

gehren, es sei die Verfügung vom 16. Juni 2020 aufzuheben und eventua-

liter die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen 

(Verfahren A-4016/2020). 

E.c Mit Beschwerde vom 19. August 2020 wendet sich Z._______ (nach-

folgend: Beschwerdeführer 3) ebenfalls gegen die Plangenehmigung mit 

dem Begehren, diese sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen (Verfahren A-4145/2020). Eventualiter 

seien die SBB zu verpflichten, eine Durchleitungsdienstbarkeit zulasten 

seiner Grundstücke […] zu enteignen. Die Dauer der Dienstbarkeit sei zu-

dem bis am 17. Dezember 2032 zu befristen. 

F.  

Die SBB (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragen mit Beschwer-

deantwort vom 14. September 2020, es sei auf die Beschwerde im Verfah-

ren A-3828/2020 (Beschwerdeführer 1) nicht einzutreten und eventualiter 

sei sie abzuweisen. Mit den beiden Beschwerdeantworten vom 16. Sep-

tember 2020 verlangt die Beschwerdegegnerin zudem die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerden in den Verfahren A-4016/2020 (Beschwerde-

führerin 2) und A-4145/2020 (Beschwerdeführer 3).  

In prozessualer Hinsicht beantragt die Beschwerdegegnerin, den Be-

schwerden sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen. 

G.  

Die Vorinstanz verzichtet mit Eingabe vom 23. September 2020 in sämtli-

chen Verfahren auf eine Vernehmlassung und verweist in der Sache auf 

die Plangenehmigungsverfügung. 

H.  

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) reicht am 20. Oktober 2020 einen 

Fachbericht auf Ersuchen des Instruktionsrichters ein. Darin führt es aus, 

dass das Vorhaben, insbesondere die vorgesehene Linienführung der Ka-

belleitung, aus umweltrechtlicher Sicht zulässig sei. 

I.  

Mit Stellungnahmen vom 9. und 28. Oktober 2020 beantragen die Be-

schwerdeführenden 2 und 3, das Gesuch der Beschwerdegegnerin um 

Entzug der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen. 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 7 

J.  

Mit Zwischenverfügungen vom 26. November 2020 heisst das Bundesver-

waltungsgericht die Gesuche der Beschwerdegegnerin um Entzug der auf-

schiebenden Wirkung der Beschwerden in allen Verfahren gut. 

K.  

Auf Aufforderung des Instruktionsrichters reicht die Beschwerdegegnerin 

am 12. Dezember 2020 weitere Unterlagen ein. 

L.  

L.a Am 7. Dezember 2020 ersucht die Beschwerdegegnerin darum, es sei 

ihr in Anordnung superprovisorischer, eventualiter provisorischer Massnah-

men die vorzeitige Besitzeinweisung für die erwähnten Durchleitungs-

rechte und Landbeanspruchungen auf den Grundstücken des Beschwer-

deführers 1 sowie der Beschwerdeführerin 2 zu gewähren. 

L.b Mit Zwischenverfügung vom 9. Dezember 2020 weist das Bundesver-

waltungsgericht das Gesuch der Beschwerdegegnerin um superprovisori-

sche Massnahmen ab und gewährt den Beschwerdeführenden 1 und 2 das 

rechtliche Gehör, wovon die Beschwerdeführerin 2 mit Stellungnahme vom 

17. Dezember 2020 Gebrauch macht.  

L.c Mit Zwischenverfügung vom 22. Dezember 2020 heisst das Bundes-

verwaltungsgericht das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Erlass vor-

sorglicher Massnahmen gut und gewährt ihr die vorzeitige Besitzeinwei-

sung im beantragten Umfang.  

M.  

Mit Zwischenverfügung vom 9. März 2021 tritt das Bundesverwaltungsge-

richt auf das Gesuch des Beschwerdeführers 1 vom 9. Februar 2021 um 

Sicherstellung einer angemessenen Summe sowie um Abschlagszahlung 

nicht ein und überweist das Gesuch dem Präsidenten der Eidgenössischen 

Schätzungskommission Kreis 10. Ein weiteres Gesuch um Anordnung ei-

ner vorsorglichen Massnahme weist es zudem ab. 

N.  

Mit Eingabe vom 12. März 2021 reicht die Beschwerdeführerin 2 ihre 

Schlussbemerkungen ein. Die Beschwerdeführer 1 und 3 machen von der 

ihnen hierzu ebenfalls eingeräumten Gelegenheit keinen Gebrauch. 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 8 

O.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die bei den Akten liegenden 

Schriftstücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Aus prozessökonomischen Gründen können einzelne, rechtlich oder 

sachlich zusammenhängende Verfahren vereinigt werden (MOSER/

BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

2. Aufl. 2013, Rz. 3.17 mit Hinweisen). 

Den Verfahren A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 liegt dasselbe 

Anfechtungsobjekt zugrunde und sie hängen inhaltlich zusammen. Es 

rechtfertigt sich daher aus prozessökonomischen Gründen, die drei Ver-

fahren unter der erstgenannten Verfahrensnummer zu vereinigen.  

1.2 Bei der angefochtenen Plangenehmigung handelt es sich um eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz im Sinne von 

Art. 33 Bst. d VGG erlassen wurde. Da keine Ausnahme gemäss Art. 32 

VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Be-

schwerden zuständig.  

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.4 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). 

Die Beschwerdeführenden haben sich am vorinstanzlichen Verfahren be-

teiligt und sind durch die angefochtene Verfügung sowohl formell als auch 

materiell beschwert, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert sind.  

Für den Beschwerdeführer 1 gilt dies mit der folgenden Einschränkung: 

Das erforderliche schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG) 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 9 

setzt voraus, dass seine tatsächliche oder rechtliche Situation durch den 

Ausgang des Verfahrens unmittelbar beeinflusst werden kann, d.h. er 

durch das Beschwerdeverfahren einen materiellen oder ideellen Nachteil 

von sich abwenden oder aus diesem einen praktischen Nutzen ziehen 

kann (Urteil des BVGer A-644/2020 vom 24. Juni 2020 E. 2.3.1 und 

E. 2.3.4 mit weiteren Hinweisen). Nicht eingetreten werden kann daher auf 

die Begehren des Beschwerdeführers 1, soweit sie bereits mit der ange-

fochtenen Plangenehmigung erfüllt wurden (im Einzelnen hierzu: E. 13). 

1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerden 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach im dargelegten Umfang 

einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

Es auferlegt sich allerdings eine gewisse Zurückhaltung, wenn technische 

Fragen zu beurteilen sind oder die Vorinstanz gestützt auf eigene beson-

dere Fachkompetenz oder die ihr vom Gesetzgeber beigegebenen Fach-

behörden entschieden hat. Voraussetzung für diese Zurückhaltung ist in-

des, dass im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder 

unvollständige Sachverhaltsfeststellung vorliegen und davon ausgegan-

gen werden kann, die Vorinstanz habe die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und 

umfassend vorgenommen. Das Gericht soll nicht aus eigenem Gutdünken, 

sondern nur aus triftigen Gründen von der Beurteilung durch die zuständige 

Fachbehörde abweichen (BGE 139 II 185 E. 9.3 und 133 II 35 E. 3; Urteil 

BGer 2C_60/2018 vom 31. Mai 2019 E. 3.3 und 1C_556/2013 vom 

21. September 2016 E. 5.2; Urteile BVGer A-296/2020 vom 3. November 

2020 E. 2.2 und A-645/2020 vom 19. August 2020 E. 2). 

3.  

Bauten und Anlagen, einschliesslich der Stark- oder Schwachstromanla-

gen, die ganz oder überwiegend dem Bau und Betrieb einer Eisenbahn 

dienen (Eisenbahnanlagen), dürfen nur mit einer Plangenehmigung erstellt 

und geändert werden. Genehmigungsbehörde ist das BAV (Art. 18 Abs. 1 

und Abs. 2 des Eisenbahngesetzes [EBG, SR 742.101]; Art. 16 Abs. 2 lit. c 

des Elektrizitätsgesetzes [EleG; SR 734.0]; ferner Art. 1 der Verordnung 

über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahnanlagen (VPVE; 

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Seite 10 

SR 742.142.1). Mit der Plangenehmigung werden sämtliche nach Bundes-

recht erforderlichen Bewilligungen erteilt; kantonale Bewilligungen und 

Pläne sind nicht erforderlich (Art. 18 Abs. 3 und 4 EBG).  

Im konzentrierten Entscheidverfahren hat die Plangenehmigungsbehörde 

auch über die enteignungsrechtlichen Einsprachen und damit über die Zu-

lässigkeit und den Umfang der Enteignung zu entscheiden (vgl. Art. 18h 

Abs. 1 EBG). Die in dieser Hinsicht am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen 

Vorschriften des Bundesgesetzes über die Enteignung (EntG, SR 711) und 

die damit verbundenen Änderungen des EBG vom 19. Juni 2020 (AS 2020 

4085, Ziff. 13) finden vorliegend noch keine Anwendung. Das Plangeneh-

migungsverfahren wurde vor deren Inkrafttreten eingeleitet, weshalb das 

bisherige Recht heranzuziehen ist (Ziff. 1 der Übergangsbestimmungen 

des EntG zur Änderung vom 19. Juni 2020; Urteil des BVGer A-1040/2020 

vom 8. Februar 2021 E. 8.3).  

4.  

Hinsichtlich des Freileitungsabschnitts (Abschnitt 1) des Vorhabens ist 

streitig, ob das Projekt eine formelle Teilenteignung des Beschwerdefüh-

rers 3 erfordert. Zu prüfen ist, ob eine Durchleitungsdienstbarkeit zu Lasten 

seiner Grundstücke Nr. […] (Landwirtschaftszone) und Nr. […] (Landwirt-

schafts- und Erholungszone) in […] zu enteignen ist, oder die Durchleitung 

des Bahnstroms gestützt auf die bestehende Dienstbarkeit und den Dienst-

barkeitsvertrag vom 17. Dezember 1982 zulässig ist.  

4.1 Im Dienstbarkeitsvertrag hat die Mutter des Beschwerdeführers 3 – als 

damalige Eigentümerin der Grundstücke – der Stadt Zürich, vertreten 

durch das EWZ, eine Dienstbarkeit nach Art. 676 des Zivilgesetzbuches 

(ZGB, SR 210) für die Dauer von 50 Jahren gegen Entschädigung einge-

räumt. Die Dienstbarkeit beinhaltet gemäss Ziff. I.1 des Vertrags insbeson-

dere «das Recht auf die Errichtung, den Betrieb und die Beibehaltung einer 

Leitung für die Übertragung elektrischer Energie (Hochspannung)» sowie 

das Recht auf Errichtung eines Leitungsmasts (Mast Nr. […]). Ebenfalls 

sieht der Dienstbarkeitsvertrag vor, dass bei einem Übergang der Leitungs-

strecke auf einen anderen Eigentümer dieser ohne weiteres in alle Rechte 

und Pflichten der Stadt Zürich (EWZ) eintritt (Ziff. III.3).  

Es ist unbestritten, dass diese Dienstbarkeit nie im Grundbuch eingetragen 

wurde, sondern gemäss Art. 676 Abs. 3 Satz 1 ZGB mit der Erstellung der 

äusserlich wahrnehmbaren Leitung entstand. Die dadurch erzeugte «na-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 11 

türliche» Publizität ersetzt in diesem Fall die Publizitätswirkung des Grund-

bucheintrags (statt vieler: REY/STREBEL, in: Honsell/Vogt/Geiser (Hrsg.), 

Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl. 2019, Art. 676 Rz. 15). 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz erwog gestützt auf den Dienstbarkeitsvertrag, dass 

keine Enteignung zur Durchleitung des Bahnstroms über die Grundstücke 

des Beschwerdeführers 3 erforderlich sei. Zur Begründung führte sie im 

Wesentlichen aus, die blosse Umnutzung eines Strangs der 150-kV-Lei-

tung zur Durchleitung von 132-kV-Bahnstrom falle unter den vereinbarten 

Zweck der Dienstbarkeit. Weiter handle es sich um eine übertragbare Per-

sonaldienstbarkeit. Habe sich die damalige Grundeigentümerin einverstan-

den erklärt, einem anderen Leitungseigentümer als der Stadt Zürich (EWZ) 

Durchleitungsrechte einzuräumen, müsse dies auch für die Nutzung der 

Leitung durch die Beschwerdegegnerin gelten. 

4.2.2 Der Beschwerdeführer 3 vertritt den Standpunkt, die Übertragbarkeit 

der Durchleitungsrechte beschränke sich nach dem Dienstbarkeitsvertrag 

auf den Fall, dass die Leitungsstrecke Samstagern – Zürich auf einen 

neuen Eigentümer (anstelle der Stadt Zürich) übergehe. Dieser Fall trete 

jedoch nicht ein, da das Eigentum an der Leitungsstrecke bei der Stadt 

Zürich bleibe. Der Vertrag umfasse keine Ausweitung des Überleitungs-

rechts auf weitere Dienstbarkeitsberechtigte. Auch wenn der Energietrans-

port lediglich von der Stadt Zürich (EWZ) als Berechtigter zu Gunsten der 

Beschwerdegegnerin erfolge, diene die Dienstbarkeit neu und in unzuläs-

siger Weise einem anderen als dem vereinbarten Zweck. Dieser bestehe 

im Transport von Energie von Samstagern nach Zürich. Hingegen habe die 

Dienstbarkeit nicht die Leitungsstrecke zwischen dem UW Sihlbrugg und 

dem UW Zürich von Schweikrüti nach Kilchberg ermöglichen sollen. Mit 

Ausweitung der Dienstbarkeit auf den Energietransport zwischen Werken 

der Beschwerdegegnerin sei die Identität der Dienstbarkeit nicht mehr ge-

wahrt. Die Stadt Zürich habe kein Recht, diese für andere – eigene oder 

erst recht fremde – Leitungsstrecken zu nutzen. Weder dem EWZ noch der 

Beschwerdegegnerin sei es somit erlaubt, Bahnstrom über seine und wei-

tere Grundstücke entlang der Strecke zu leiten. Mangels Erteilung des Ent-

eignungsrechts fehle es damit an den erforderlichen Rechten für die Erstel-

lung und den Betrieb der Leitung. Die Plangenehmigung weise daher einen 

schwerwiegenden Mangel auf.  

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 12 

4.2.3 Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass keine Enteignung 

notwendig sei. Wenngleich die Stadt Zürich Eigentümerin der bestehenden 

Leitung bleibe, umfasse der Dienstbarkeitsvertrag auch die vorüberge-

hende Nutzung der Durchleitungsrechte für Bahnstrom. Insbesondere 

komme es zu keinen zusätzlichen Immissionen zu Lasten der Grundstü-

cke. Der Unterschied zwischen Haushaltsstrom (EWZ-Strom) und 

Bahnstrom liege lediglich in der Frequenz (50 Hz gegenüber 16.7 Hz). Wo-

her der Strom komme und wohin er fliesse, sei unbeachtlich. Technisch 

mache es keinen Unterschied, ob durch einen Strang der Leitung elektri-

sche Energie von 150 kV oder 132 kV übertragen werde. Bei gleichblei-

benden Leiterseilen zum Transport von elektrischer Energie liege keine 

Ausweitung der Dienstbarkeit auf neue Berechtigte bzw. keine Zweckän-

derung der Leitungsstrecke vor. Das Durchleitungsrecht sei zudem be-

wusst als übertragbare Personaldienstbarkeit ausgestaltet worden.  

4.3 Die Parteien sind sich darin einig, dass es sich vorliegend um eine Per-

sonaldienstbarkeit zu Gunsten einer individuell bestimmten Person handelt 

und keine Grunddienstbarkeit zu Gunsten des aktuellen Eigentümers eines 

«herrschenden Grundstücks» errichtet werden sollte (zu den Dienstbar-

keitsarten: BGE 133 III 311 E. 3.2.2; zur Ausgestaltung der Dienstbarkeiten 

nach Art. 676 ZGB: REY/STREBEL, a.a.O., Art. 676 Rz. 9, 16, HÜRLIMANN-

KAUPP, Leitungsdienstbarkeiten im Sinn von Art. 676 ZGB in: Schmid 

(Hrsg.), Dienstbarkeiten, Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft 

Bd. Nr. 115, 2017, S. 55 ff., je mit weiteren Hinweisen).  

Inhalt und Umfang einer Personaldienstbarkeit bestimmen sich, wie bei ei-

ner Grunddienstbarkeit, in erster Linie nach dem Eintrag im Grundbuch. 

Soweit sich daraus Rechte und Pflichten deutlich ergeben, ist er für den 

Inhalt der Dienstbarkeit massgebend (Art. 738 Abs. 1, Art. 781 Abs. 3 

ZGB). Ist der Eintrag unklar oder fehlt er, ist auf den Erwerbsgrund, d.h. 

den Dienstbarkeitsvertrag als Begründungsakt zurückzugreifen. Ist auch 

der Erwerbsgrund nicht schlüssig, kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit 

aus der Art ergeben, wie sie während längerer Zeit unangefochten und in 

gutem Glauben ausgeübt worden ist (vgl. Art. 738 Abs. 2 ZGB; zum Gan-

zen: BGE 137 III 444 E. 2.2, BGE 132 III 651 E. 8, Urteil des BGer 

5A_259/2019 vom 29. Juli 2020 E. 5.2 und E. 5.3.2; Urteil des BVGer 

A-5940/2016 vom 28. Mai 2018 E. 3.6.1). 

Vorliegend fehlt es wie erwähnt an einem Grundbucheintrag (vgl. Art. 676 

Abs. 3 ZGB). Die Frage, ob die bestehende Dienstbarkeit die geplante 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 13 

Durchleitung von Bahnstrom umfasst, ist daher in erster Linie mittels Aus-

legung des Dienstbarkeitsvertrags aus dem Jahr 1982 zu beantworten. 

4.4  

4.4.1 Die Auslegung des Dienstbarkeitsvertrags erfolgt in gleicher Weise 

wie diejenige sonstiger Willenserklärungen. Gemäss Art. 18 Abs. 1 OR be-

stimmt sich der Inhalt des Vertrags nach dem übereinstimmenden wirkli-

chen Willen der Parteien (subjektive Vertragsauslegung). Nur wenn eine 

tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, ist der Vertrag 

nach dem Vertrauensgrundsatz auszulegen (normative oder objektive Ver-

tragsauslegung). Die subjektive hat gegenüber der objektiven Vertragsaus-

legung den Vorrang (zum Ganzen: BGE 137 III 145 E. 3.2.1).  

Diese allgemeinen Auslegungsgrundsätze gelten unter den ursprünglichen 

Vertragsparteien. Sie werden jedoch durch den öffentlichen Glauben des 

Grundbuchs (Art. 973 Abs. 1 ZGB) begrenzt, wenn sich im Streit um den 

Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit nicht mehr die ursprünglichen Ver-

tragsparteien, sondern Dritterwerber (oder eine ursprüngliche Vertragspar-

tei und ein Dritterwerber) gegenüberstehen: Ihnen gegenüber können indi-

viduelle persönliche Umstände und Motive nicht berücksichtigt werden, die 

für die Willensbildung der ursprünglichen Vertragsparteien bestimmend 

waren, aber aus dem Dienstbarkeitsvertrag (als Grundbuchbeleg) nicht 

hervorgehen und für einen unbeteiligten Dritten nicht erkennbar sind. In 

diesem Umfang wird der Vorrang der subjektiven vor der objektivierten Ver-

tragsauslegung eingeschränkt (vgl. BGE 139 III 404 E. 7.1; BGE 137 III 

145 E. 3.2.2; Urteil des BGer 5A_873/2018 vom 19. März 2020 E. 2.1).  

Vorliegend handelt es sich bei der Beschwerdegegnerin zwar um eine am 

Vertragsabschluss unbeteiligte Dritte. Der öffentliche Glaube des Grund-

buchs bleibt vorliegend jedoch für die Auslegung von Vornherein ohne Be-

lang, da es an einem Grundbucheintrag und zugehörigen Belegen fehlt. 

Gleichwohl steht vorliegend die objektive Auslegung im Fokus, da sich die 

Parteien zur Vertragsauslegung nicht auf persönliche Umstände und Mo-

tive der Parteien berufen und sich entsprechende subjektive Willensele-

mente, insbesondere der damaligen Eigentümerin, heute auch kaum mehr 

ermitteln liessen. 

4.4.2 Die objektive Vertragsauslegung ergibt sich im Allgemeinen nicht al-

lein aus dem Wortlaut. Sie kann sich auch aus anderen Elementen wie dem 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 14 

verfolgten Zweck, der Interessenlage der Parteien oder aus den Gesamt-

umstände ergeben. Von einem klaren Vertragswortlaut ist indes nur abzu-

weichen, wenn sich ernsthafte Anhaltspunkte dafür ergeben, dass er nicht 

dem Willen der Parteien entspricht (BGE 136 III 186 E. 3.2.1, BGE 137 III 

444 E. 4.2.4; Urteil des BGer 2C_825/2013 vom 24. März 2014 E. 2.2).  

Ausgehend vom Wortlaut des Vertrages ist auch der vorliegend streitige 

Zweck der Dienstbarkeit im Zeitpunkt der Errichtung zu ermitteln. Je ge-

nauer der Wortlaut abgefasst ist, umso enger ist der Raum für die Ausle-

gung aufgrund weiterer Kriterien. Es gilt des Weiteren der Grundsatz der 

Identität der Dienstbarkeit, wonach eine Dienstbarkeit nicht zu einem an-

deren Zweck aufrechterhalten werden darf als demjenigen, zu dem sie er-

richtet worden ist. Daraus ergibt sich auch, dass die Ausübung der Dienst-

barkeit nicht auf einen zusätzlichen, mit dem ursprünglichen nicht identi-

schen Zweck ausgeweitet werden darf (zum Ganzen: BGE 132 III 651 E. 8; 

Urteil des BGer 5A_507/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 6.2). 

4.5  

4.5.1 Das vorliegende Projekt beschränkt sich im Abschnitt 1 auf eine Um-

nutzung der bestehenden EWZ-Freileitung Samstagern – Frohalp, indem 

einer der vorhandenen Leitungsstränge im betroffenen Abschnitt als 132-

kV-Schleife für Bahnstrom der Beschwerdegegnerin verwendet wird. Im 

Übrigen bleibt die Leitung bis zur Realisierung des Neubauprojekts Sams-

tagern – Zürich (Bst. A) unverändert bestehen. Sie wird nur vorübergehend 

für die zur Umnutzung notwendigen Anpassungen ausser Betrieb genom-

men (vgl. Zwischenverfügungen vom 26. November 2020 E. 4.8). 

Im Dienstbarkeitsvertrag vom 17. Dezember 1982 wird der berechtigten 

Partei das Recht auf den Betrieb einer Leitung für die Übertragung «elektri-

scher Energie (Hochspannung)» eingeräumt. Damit wird der Zweck der 

Dienstbarkeit klar umschrieben. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 

vorträgt, lässt sich diesem Begriff nicht nur Haushaltsstrom (150 kV), son-

dern ohne Weiteres auch Bahnstrom (132 KV) zuordnen. Weiterhin wird 

elektrische Hochspannungsenergie durch die Leitung über die Grundstü-

cke transportiert. Der Wortlaut des Vertrags beschränkt das Durchleitungs-

recht weder auf einen bestimmten Herkunfts- oder Bestimmungsort des 

Stroms noch begrenzt er die Dienstbarkeit auf definierte Verwendungszwe-

cke (z.B. Strom nur für die Versorgung der Stadt Zürich). Das Mass der 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 15 

Spannung wird ausserdem nicht in relevanter Weise eingegrenzt. Der Ver-

tragstext legt somit nahe, dass die bestehende Dienstbarkeit mit der ge-

planten Umnutzung nicht auf einen zusätzlichen Zweck ausgeweitet wird.  

4.5.2 Aufgrund der Interessenlage der Parteien und der Gesamtlänge der 

Leitungsstrecke leuchtet ebenfalls nicht ein, weshalb die damalige Grund-

eigentümerin den Dienstbarkeitsvertrag nur zu Gunsten eines bestimmten 

Werks oder Streckenverlaufs des Leitungsnetzes – fernab ihres Landes – 

hätte eingehen wollen und die Leitungseigentümerin sich ebenso für die 

Vertragsdauer von 50 Jahren hätte einschränken sollen. Ein diesbezügli-

ches Interesse der belasteten Grundeigentümerin ist nicht ersichtlich, je-

denfalls solange ihr durch entsprechende Neuerungen keine Nachteile ent-

stehen. Für die betroffenen Grundstücke ist daher von wesentlicher Bedeu-

tung, dass sie durch die geplante Umnutzung keine zusätzliche Belastung 

erfahren:  

Auf beiden Parzellen bleibt die Leitung in der baulichen Ausgestaltung und 

im Erscheinungsbild identisch. Die vorhandenen Leiterseile werden auf 

dem gesamten Abschnitt weiterverwendet. Die nötigen (Montage-)Arbeiten 

beschränken sich, wie aus den Akten der Vorinstanz hervorgeht, auf die 

Leiterseile und Isolatoren bei den Masten Nr. 47 und Nr. 172, während am 

Mast Nr. […] auf der Parzelle Nr. […] des Beschwerdeführers 3 keine bau-

lichen Massnahmen oder technischen Anpassungen erforderlich sind (Ab-

bildungen in den Beilagen 11 - 13 zur Beschwerdeantwort).   

Weiter ist unstreitig, dass die Umnutzung des Leiterstrangs zu keiner Zu-

nahme der nichtionisierenden Strahlung auf den betroffenen Grundstücken 

führt. Im Gegenteil wird durch das Vorhaben, welches eine Änderung einer 

alten Anlage i.S.v. Anhang 1 Ziff. 12 Abs. 7 Bst. f und Ziff. 17 der Verord-

nung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) 

darstellt, eine Verminderung der vorhandenen Strahlenbelastung entlang 

der Freileitung erreicht. Zwar befinden sich in deren Unterabschnitt C 

(Masten Nrn. 158 – 172 ohne Masten Nrn. 159 – 160) elf Orte mit empfind-

licher Nutzung (OMEN), bei denen vor Ausführung des Projekts der Anla-

gegrenzwert (AGW) gemäss der NISV überschritten war. Keines dieser 

OMEN liegt gemäss den Planunterlagen jedoch auf den Grundstücken des 

Beschwerdeführers 3 (Planunterlagen Nrn. 8 S. 17, 8.3.2 und 8.5). Ausser-

dem wurden im Plangenehmigungsverfahren auf Antrag des BAFU zusätz-

liche Massnahmen zur Reduktion der Belastung an den OMEN getroffen 

(vgl. Anhang 1 Ziff. 17 Abs. 2 NISV). Diese umfassen neben der Phasen-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 16 

optimierung u.a. ein Phasensplitting an der SBB-Schleife und eine betrieb-

liche Strombegrenzung im verbleibenden EWZ-Strang (50 Hz) von 530 A 

auf 495 A. Aufgrund der Massnahmen stimmte das BAFU dem Projekt mit 

Stellungnahme vom 10. Februar 2020 schliesslich zu, weil dadurch die Be-

lastung an neun von elf vorbelasteten OMEN teilweise signifikant reduziert 

werde und an den anderen beiden OMEN nicht zunehme. 

Es sind demnach keine zusätzlichen, das bisherige Mass übersteigenden 

Einwirkungen auf die Grundstücke entlang der Freileitung zu befürchten.  

4.5.3 Die Vertragsauslegung ergibt somit, dass die geplante Umnutzung 

(Durchleitung von Bahnstrom) vom Inhalt und Umfang der bestehenden 

Dienstbarkeit erfasst wird und deren Zweck – vereinbar mit dem Grundsatz 

der Identität – gewahrt bleibt. Damit berechtigt die bestehende Dienstbar-

keit dazu, Bahnstrom zu Gunsten des Leitungsnetzes der Beschwerdegeg-

nerin durchzuleiten. 

4.6 Was die Mitbenützung der Leitung durch die Beschwerdegegnerin an-

belangt, erachtet der Beschwerdeführer 3 diese aufgrund der vertraglichen 

Bestimmung zur Übertragbarkeit der Durchleitungsrechte als unzulässig. 

Der Dienstbarkeitsvertrag sieht wie erwähnt vor, dass bei einem allfälligen 

Übergang der Leitungsstrecke der neue Eigentümer ohne weiteres in alle 

Rechte und Pflichten der Stadt Zürich (EWZ) eintritt (Ziff. III.3). 

4.6.1 Die Freileitung mit ihren Stromleitungsmasten und Leiterseilen ver-

bindet als fest verbundene Einheit nach wie vor Werke des EWZ, welches 

einen Strang weiterhin für eigene Zwecke nutzt. Der Bahnstrom wird beim 

Mast Nr. 172 (Kabelabgang) von der Leitung des EWZ weggeleitet und 

führt nicht über diese, sondern über anschliessende Kabelleitungen der 

Beschwerdegegnerin (Abschnitte 2 und 3 sowie weitere Abschnitte) zu de-

ren UW Zürich. Die Beschwerdegegnerin führt explizit aus, dass ihr die 

Leitung nicht übertragen, sondern lediglich das vorübergehende Nutzungs-

recht am Strang eingeräumt werde. Da die Beschwerdegegnerin die Lei-

tung somit nicht erwirbt und diese wie bisher nicht zu ihrem Werk führt, 

gehen die Parteien übereinstimmend davon aus, dass die Stadt Zürich von 

vornherein (alleinige) Eigentümerin der Freileitung bleibt (vgl. Art. 676 

Abs. 1 ZGB und Art. 15a EleG; zum Eigentum an Stromleitungen: MEINRAD 

HUSER, Leitungen zwischen privatem und öffentlichem Sachenrecht, 

ZBGR 2016, S. 221 ff. mit weiteren Hinweisen).  

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 17 

4.6.2 Folglich tritt die Beschwerdegegnerin zwar nicht durch Übertragung 

des Leitungseigentums in die Durchleitungsrechte der Stadt Zürich ein. 

Dennoch schliesst der Dienstbarkeitsvertrag, wie dessen Auslegung ergibt, 

das Nutzungsrecht der Beschwerdegegnerin nicht aus: Stimmte die dama-

lige Grundeigentümerin dem Übergang der Durchleitungsrechte im Um-

fang der gesamten Leitung auf neue Eigentümer zu, ist abzuleiten, dass 

sie erst recht mit der Drittnutzung lediglich eines Strangs der Leitung für 

eine vorübergehende Dauer einverstanden war (argumentum a maiore ad 

minus). Wiederum fällt zudem in Betracht, dass die Zahl der Stränge mit 

der Umnutzung unverändert bleibt und die Belastung der Grundstücke 

durch das Nutzungsrecht der Beschwerdegegnerin an einem Bestandteil 

der Leitung nicht zunimmt.   

Soweit der Beschwerdeführer 3 die geplante Umnutzung der Freileitung 

durch die vereinbarte Regelung zur Übertragbarkeit der Rechte verhindert 

sieht, kann ihm somit ebenfalls nicht gefolgt werden. 

4.7 Aus den vorstehenden Ausführungen resultiert, dass für die geplante 

Umnutzung kein Durchleitungsrecht zu Lasten des Beschwerdeführers 3 

enteignet werden muss. Zu Recht wurde er daher nicht in der Rechtser-

werbstabelle bzw. im Rechtserwerbsplan aufgeführt und es musste ihm 

keine persönliche Anzeige über zu enteignende Rechte zugestellt werden 

(vgl. Art. 18e EBG in der bis 31. Dezember 2020 geltenden Fassung). So-

mit haftet der Plangenehmigung entgegen seiner Rüge kein entsprechen-

der Mangel an. Dies führt zur Abweisung seiner Begehren.  

5.  

Hinsichtlich der unterirdischen Kabelleitung (Abschnitte 2 und 3) ist in ers-

ter Linie streitig, ob deren Streckenverlauf mit der Umweltschutzgesetzge-

bung und den mit ihr verfolgten Interessen vereinbar ist.  

5.1 Die geplante Verkabelung zwischen dem Mast Nr. 172 der Freileitung 

und dem Notausstiegsschacht des Zimmerberg-Basistunnels quert […] un-

ter anderem die Grundstücke Nr. […] (Abschnitt von 14.10 m) und Nr. […] 

(Abschnitt von 3.85 m) des Beschwerdeführers 1 sowie das Grundstück 

Nr. […] der Beschwerdeführerin 2 (Abschnitt von 147.85 m). Die unbe-

wohnte Parzelle der Beschwerdeführerin 2 liegt gemäss der Bau- und Nut-

zungsordnung der Gemeinde […] zu einem Teil in der Erholungszone und 

zu einem (grösseren) Teil in der Landwirtschaftszone. Darauf befindet sich 

ein Waldstück. Ebenfalls liegt das Grundstück teilweise in einer archäolo-

gischen Schutzzone des Kantons Zürich. Die Leitungsstrecke verläuft auf 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 18 

den Parzellen der Beschwerdeführenden in enger Passage zwischen dem 

Waldstück und dem in unmittelbarer Nähe befindlichen B.___-Bach, einem 

öffentlichen Gewässer, hindurch. Dabei führt die Leitung in einem Bogen 

rund um die Waldfläche. Sie verläuft im nördlichen Bereich des Waldes auf 

einer Strecke von 15 m im Abstand von rund 2.5 m zum Wald. An der nörd-

lichsten Spitze des Waldes wird sie auf einer kurzen Strecke bis auf null 

Meter an den Wald verlegt. Entlang des Bachs kommt sie streckenweise in 

dessen Uferbereich, an der engsten Stelle bis auf 5.87 m an den Bach zu 

liegen, ohne ihn zu queren. 

Die zur Sicherstellung der Bahnstromversorgung geplante Leitung tangiert 

daher unstrittig insbesondere die privaten Interessen der Beschwerdefüh-

renden als Grundeigentümer und die öffentlichen Interessen am Wald- und 

Gewässerschutz sowie an der Erhaltung archäologischer Schutzobjekte.  

5.2 Die Plangenehmigung setzt eine umfassende Abwägung der berührten 

Interessen voraus. Die Genehmigungsbehörde hat die im konkreten Fall 

relevanten und rechtlich anerkannten Interessen zu ermitteln, zu beurteilen 

und zu optimieren, sodass sie möglichst umfassend zur Geltung kommen. 

Regelt das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne Aspekte 

konkret, so ist vorweg zu klären, ob das Vorhaben diesen Vorschriften ent-

spricht. Trifft dies zu und belässt das anwendbare Recht Entscheidungs-

spielräume, ist die Abwägung aller zu berücksichtigenden Interessen koor-

diniert durchzuführen (BVGE 2016/35 E. 3.3 f., E. 8; Urteile des BVGer 

A-2700/2018 vom 2. September 2020 E. 17.1 [angefochten]; A-5705/2018 

vom 6. Februar 2020 E. 6.2.3, E. 8.2; vgl. BGE 146 II 347 E. 3.5).  

Die Interessenabwägung schliesst die Prüfung von Alternativen bzw. Vari-

anten der Leitungsführung mit ein. Dabei kann zu prüfen sein, ob es für die 

Natur und Umwelt schonendere Alternativen der Leitungsführung gibt. Die 

Behörde ist allerdings nur verpflichtet, echte Alternativen näher abzuklären. 

Ergibt bereits eine summarische Prüfung, dass eine Alternative mit erheb-

lichen Nachteilen belastet ist, darf sie aus dem Auswahlverfahren ausge-

schieden werden. Kommt die Genehmigungsbehörde ihren Prüfungspflich-

ten nicht nach und zieht sie im Plangenehmigungsverfahren trotz alterna-

tiver Vorschläge keine Alternativen in Betracht, liegt eine fehlerhafte Inte-

ressenabwägung und damit ein Rechtsfehler vor (zum Ganzen: Urteile des 

BVGer A-2700/2018 vom 2. September 2020 E. 17.2, A-5705/2018 vom 

6. Februar 2020 E. 6.2.3, A-702/2017 vom 26. März 2019 E. 4.4, 

A-1351/2017 vom 25. Juli 2017 E. 4.3). 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 19 

Die Verpflichtung zur Interessenabwägung ergibt sich aus der Bundesver-

fassung und der gesetzlichen Verfahrenskonzentration der Entscheidbe-

fugnis bei der Leitbehörde (E. 3), welche das Vorhaben in einem einzigen 

Verfahren umfassend beurteilt (eingehend: BVGE 2016/35 E. 3.2 f. mit 

Hinweisen; BVGE 2019 II/1 E. 4.3.1; Botschaft zu einem Bundesgesetz 

über die Koordination und Vereinfachung der Plangenehmigungsverfah-

ren, BBl 1998 2591, 2596 f., 2601). Das Erfordernis, Alternativen zu prüfen, 

kann sich im konkreten Fall zugleich daraus ergeben, dass das Gesetz 

oder die Verordnung materiell die Standortgebundenheit eines Vorhabens 

verlangt (z.B. Art. 5 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes über den Wald vom 

4. Oktober 1991 [WaG; SR 921.0]; vgl. Urteil des BVGer A-2700/2018 vom 

2. September 2020 E. 14.3 a.E.; ferner Urteile des BGer 1C_556/2013 vom 

21. September 2016 E. 5.2, 1C_528/2018 vom 17. Oktober 2019 E. 4.1). 

6.  

Der Beschwerdeführenden 1 und 2 rügen zunächst eine gesetzeswidrige, 

gesundheitsgefährdende Strahlenbelastung auf ihren Grundstücken.  

6.1 Der Beschwerdeführer 1 betreibt auf seinen Parzellen einen Reitstall 

bzw. einen Dressur- und Pferdepensionsbetrieb. Er macht geltend, dass 

der Abstand der Leitung zum bestehenden Dressurviereck zu gering sei 

und deshalb Reitunterricht nehmende Personen nicht hinreichend vor 

Strahlen geschützt seien, wie es das Gesetz vorschreibe. Er verlangt daher 

sinngemäss, die Leitung weiter vom Rohrblock weg zu verlegen (Begehren 

Nr. 8).  

6.2 Die Beschwerdeführerin 2 bringt ebenfalls vor, von der gesundheitsge-

fährdenden Strahlenbelastung beeinträchtigt zu werden, da sie mit ihrer 

Familie regelmässig Zeit bei der Hütte am Waldrand auf ihrem Grundstück 

verbringe. Sie betreffe zudem die Pächter des Grundstücks und ver-

schiedenste Personengruppen wie Spazierende, Reitende, Joggende und 

Familien, welche das Gebiet als Naherholungsgebiet nutzen würden.  

6.3 Das Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (Um-

weltschutzgesetz, USG, SR 814.01) bezweckt den Schutz der Menschen, 

Tiere und Pflanzen gegen schädliche und lästige Einwirkungen (Art. 1 

Abs. 1 USG). Zu solchen Einwirkungen gehören unter anderem auch nicht-

ionisierende Strahlen, die durch den Bau und Betrieb von Anlagen erzeugt 

werden (Art. 7 Abs. 1 USG). Strahlen werden durch Massnahmen bei der 

Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen; Art. 11 Abs. 1 USG). Unabhän-

gig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 20 

der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich mög-

lich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). 

Die Vorschriften des USG werden für Frei- und Kabelleitungen zur Über-

tragung von elektrischer Energie in der NISV konkretisiert. Demnach hat 

eine neue Leitung die in Anhang 1 Ziffer 1 NISV festgelegten vorsorglichen 

Emissionsbegrenzungen und die Immissionsgrenzwerte (IGW) gemäss 

Anhang 2 NISV einzuhalten. Während der Anlagegrenzwert (AGW) nach 

Anhang 1 Ziffer 15 NISV nur an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) 

gewahrt sein muss, sind die Immissionsgrenzwerte (Anhang 2) an allen 

Orten zu beachten, wo sich Menschen aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 

NISV; zum Ganzen: Urteile des BVGer A-4864/2019 vom 15. September 

2020 E. 4.5 und E. 4.7, A-70/2010 vom 31. August 2010 E. 4.1). Die NISV 

enthält eine abschliessende Regelung. Es bleibt kein Raum, um im kon-

kreten Fall gestützt auf das Gesetz strengere Anforderungen an vorsorgli-

che Emissionsbegrenzungen zu stellen als diejenigen, die in der Verord-

nung festgelegt sind (BGE 126 II 399 E. 3c; BGE 133 II 64 E. 5.2; vgl. Urteil 

des BVGer A-1040/2020 vom 8. Februar 2021 E. 7.4). 

6.4 Wie aus Akten, insbesondere dem Standortdatenblatt und den fachli-

chen Stellungnahmen des BAFU hervorgeht, befinden sich im Untersu-

chungsperimeter entlang der neu zu erstellenden Kabelleitungsabschnitte 

keine OMEN im Sinne von Art. 3 Abs. 3 NISV, insbesondere keine Räume 

in Gebäuden, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit 

aufhalten (Bst. a) oder Kinderspielplätze (Bst. b). Der AGW wird mithin an 

keiner Stelle überschritten. Ebenfalls ist den genannten Dokumenten zu 

entnehmen, dass der IGW im Bereich des gesamten Projektperimeters an 

allen Orten, an denen sich Menschen aufhalten können, eingehalten wird. 

Dies trifft auch auf die Grundstücke der Beschwerdeführenden 1 und 2 zu. 

Sie bringen zwar ihre subjektiven Bedenken betreffend Gesundheit zum 

Ausdruck, vermögen aber keine objektiven Anzeichen für eine unrechtmäs-

sige Strahlenbelastung darzulegen. Solche sind auch nicht ersichtlich. Die 

rechtlichen Vorgaben sind damit hinsichtlich des Dressurvierecks des Be-

schwerdeführers 1 und des Erholungsgebiets beim Grundstück der Be-

schwerdeführerin 2 gewahrt. 

7.  

Die Beschwerdeführerin 2 macht weiter geltend, dass der Leitungsverlauf 

gegen wald- und gewässerschutzrechtliche Bestimmungen und Interessen 

verstosse, weshalb er auch nicht die geeignetste Variante bilde.  

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 21 

7.1 In waldrechtlicher Hinsicht rügt sie zunächst das Fehlen einer Ro-

dungsbewilligung. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin erachten 

diese nicht als erforderlich. 

7.1.1 Das Waldgesetz (WaG, SR 921.0) schreibt vor, dass der Wald in sei-

ner Fläche erhalten bleiben soll (Art. 3). Als Rodung gilt die dauernde oder 

vorübergehende Zweckentfremdung von Waldboden (Art. 4 WaG). Rodun-

gen sind grundsätzlich verboten (Art. 5 Abs. 1 WaG). Eine Ausnahmebe-

willigung für eine Rodung darf nur unter den in Art. 5 Abs. 2 WaG definier-

ten Voraussetzungen erteilt werden (BVGE 2016/35 E. 6.2.2). 

Das WaG unterscheidet, von Ausnahmen abgesehen (vgl. Art. 25), nicht 

zwischen öffentlichem Wald und Wald im privaten Eigentum. Der Gesetz-

geber sah die unterschiedliche Behandlung, wie sie vor Erlass des WaG 

die Forstpolizeiverordnung vorgesehen hatte, angesichts der Bedrohung 

des Waldes als nicht mehr gerechtfertigt an (vgl. Botschaft zu einem Bun-

desgesetz über Walderhaltung und Schutz vor Naturereignissen vom 

29. Juni 1988; BBl 1988 III 173, 204, 221). 

7.1.2 Die geplante Kabelleitung verläuft an keiner Stelle durch das 

Waldareal auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin 2 hindurch. Das 

Fällen von Bäumen ist nicht erforderlich. Die forstliche Nutzung des Waldes 

wird, wie das BAFU in seinem Fachbericht vom 20. Oktober 2020 darlegt, 

trotz des nah am Wald geplanten Leitungsverlaufs nicht beeinträchtigt. Die 

Beschwerdeführerin 2 befürchtet in erster Linie eine Beeinträchtigung des 

Waldes durch die (Zwischen-)Deponie von Aushubmaterial. Die Plange-

nehmigungsverfügung enthält jedoch eine Auflage, wonach es ausdrück-

lich untersagt ist, Aushub im Waldareal zu deponieren (Dispositiv-Ziffer 

3.1). Der Waldboden wird somit nicht dauernd oder vorübergehend 

zweckentfremdet. Demnach ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine 

Rodung geplant ist. Entsprechend ist keine Rodungsbewilligung erforder-

lich. Es erübrigt sich daher, die Bewilligungsvoraussetzungen zu prüfen. 

7.2 Gleichwohl stehen die öffentlichen Interessen am Schutz des Waldes 

und am Gewässerschutz aufgrund des dargelegten Verlaufs der Kabellei-

tung (E. 5.1) in einem Zielkonflikt. Im Abschnitt, in dem die Leitung zwi-

schen dem B.___-Bach und dem beschriebenen Waldstück verläuft, beste-

hen enge Raumverhältnisse. Der Abstand der Linienführung zum Wald und 

derjenige zum Bach beeinflussen sich wechselseitig. Ein Leitungsverlauf, 

der sowohl durchgehend den Waldabstand wahrt als auch vollständig aus-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 22 

serhalb des geschützten Uferstreifens des Bachs verläuft, ist daher unstrit-

tig nicht möglich, soll die Leitung wie geplant zwischen Wald und Gewässer 

hindurch verlegt werden. Für beide Bereiche bestehen mit Art. 17 WaG 

(Ausnahmebewilligung für die Unterschreitung des Waldabstands) und 

Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV (Erstellung von Anlagen im Gewässerraum) 

umweltrechtliche Bestimmungen, die den Bau der Leitung – mit unter-

schiedlicher und hier konkurrierender Schutzrichtung – nur unter besonde-

ren Voraussetzungen zulassen. 

7.3  

7.3.1 Die Vorinstanz hat der Beschwerdegegnerin für die Unterschreitung 

des Waldabstands eine Ausnahmebewilligung nach Art. 17 WaG erteilt, 

weil das Vorhaben die Erhaltung und Nutzung des Waldes nicht beein-

trächtige und der Gewässerraum des B.___-Bachs dadurch so gut wie 

möglich geschont bleibe. Sie folgte zudem der Stellungnahme des Kantons 

Zürich (Baudirektion) vom 11. Juni 2019, wonach die Leitung im Gewäs-

serraum als standortgebunden i.S.v. Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GschV und da-

her als zulässig zu betrachten sei. Nach dessen Beurteilung sei eine 

Längsverlegung der Leitung im Uferstreifen entlang des öffentlichen Ge-

wässers unumgänglich. Aufgrund des Konflikts zwischen Wald- und Ge-

wässerschutz könne die Leitung nicht anders als geplant verlegt werden.  

7.3.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet die Beurteilung der Vorinstanz als 

zutreffend. Das BAFU hat sich im Fachbericht vom 20. Oktober 2020 eben-

falls den Ausführungen der Vorinstanz und des Kantons Zürich ange-

schlossen. 

7.3.3 Die Beschwerdeführerin 2 rügt hingegen, es fehle an besonderen 

Umständen, welche eine waldrechtliche Ausnahmebewilligung erlauben 

würden. In gewässerschutzrechtlicher Hinsicht beeinträchtige die Kabellei-

tung den Gewässerraum des B.___-Bachs, da die Distanz zwischen dem 

Bach und den Rohrblöcken teilweise weniger als 6 m betrage und die Bau-

piste den Gewässerraum beanspruche. Es fehle an einer standortgebun-

denen Anlage. Der Konflikt zwischen Wald- und Gewässerschutz lasse 

sich nur durch einen alternativen, besser geeigneten Standort lösen. 

7.4  

7.4.1 Nach Art. 17 WaG sind Bauten und Anlagen in Waldesnähe nur zu-

lässig, wenn sie die Erhaltung, Pflege und Nutzung des Waldes nicht be-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 23 

einträchtigen (Abs. 1). Die Kantone schreiben einen angemessenen Min-

destabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand vor (Abs. 2). Aus wich-

tigen Gründen können die zuständigen Behörden die Unterschreitung des 

Mindestabstands unter Auflagen und Bedingungen bewilligen (Abs. 3).  

Die Zielsetzung dieser Bestimmungen Iiegt darin, den Wald vor natürlicher 

oder menschlicher Zerstörung zu bewahren. Zudem soll der Waldabstand 

eine zweckmässige Bewirtschaftung und Erschliessung des Walds ermög-

lichen, den Wald vor Feuer schützen, sowie dem hohen ökologischen Wert 

des Waldrands Rechnung tragen. Als angemessen gilt der Mindestabstand 

der Bauten und Anlagen vom Waldrand, wenn er den Schutz dieser im öf-

fentlichen Interesse liegenden Zwecke gewährleistet, welche durch eine zu 

enge Nachbarschaft von Bauten und Anlagen zum Wald beeinträchtigt wür-

den (zum Ganzen: Urteile des BGer 1C_321/2017 vom 7. August 2018 

E. 5.2.1, 1C_139/2017 vom 6. Februar 2018 E. 9.2.1, 1A.93/2005 vom 

23. August 2005 E. 2.3 und 1A.183/2001 vom 18. September 2002 E. 9.1). 

7.4.2 Die zu beurteilende Leitung reicht mit dem dargelegten Verlauf 

(E. 5.1) teilweise nahe und punktuell unmittelbar an den Wald heran. Es ist 

deshalb unstrittig, dass sie innerhalb des kantonal geregelten Waldab-

stands von 15 m eine Ausnahmebewilligung erfordert (vgl. § 3 der kanto-

nalen Waldverordnung [KWaV; LS 921.11]; ferner § 262 Abs. 1 und 2 des 

Planungs- und Baugesetzes [PBG; LS 700.1]).  

Bei der Prüfung, ob wichtige Gründe für deren Erteilung vorliegen (Art. 17 

Abs. 3), ist Folgendes zu berücksichtigen: Der Gesetzgeber hat mit Erlass 

dieser Bestimmung im Zuge der Änderung des WaG vom 18. März 2016 

(AS 2016 3207) klargestellt, dass in Bundesleitverfahren auch für die Un-

terschreitung des kantonal geregelten Waldabstandes im Sinne des Koor-

dinationsgebotes vorzugehen ist, welches dem Koordinationsgesetz 

(AS 1999 3071) zu Grunde liegt. Demnach ist zwar keine kantonale Bewil-

ligung erforderlich, doch ist die kantonale Fachstelle in das Verfahren ein-

zubeziehen. Für die Unterschreitung des Waldabstandes müssen die 

Gründe dargelegt und eine Interessenabwägung durchgeführt werden. 

Das Resultat dieser Überlegungen ist entsprechend festzuhalten (Bot-

schaft zur Änderung des Bundesgesetzes über den Wald vom 21. Mai 

2014, BBl 2014 4909, S. 4924). Die koordinationsgesetzlich gebotene In-

teressenabwägung (E. 5.2) ist hinsichtlich der vorliegend streitigen Aus-

nahmebewilligung somit bereits auf der spezialgesetzlichen Ebene des an-

wendbaren Umweltrechts vorgesehen. Ob die Vorinstanz die Bewilligung 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 24 

zu Recht erteilt hat, ist mithin nicht isoliert von den übrigen Interessen, ins-

besondere nicht vom Aspekt des Gewässerschutzes und der Frage nach 

geeigneten Alternativen der Linienführung zu beantworten. Nach den Wer-

tungen des Gesetzgebers darf jedoch die Erhaltung, Pflege und Nutzung 

des Waldes nicht beeinträchtigt werden (BBl 2014 4909, S. 4924). 

7.5  

7.5.1 Gemäss Art. 36a des Gewässerschutzgesetzes (GSchG; SR 814.20) 

legen die Kantone den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer (Gewäs-

serraum) fest, der zur Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Ge-

wässer, zum Schutz vor Hochwasser und im Interesse der Gewässernut-

zung erforderlich ist. Solange dies – wie vorliegend für den B.___-Bach – 

nicht geschehen ist, gelten die Übergangsbestimmungen vom 4. Mai 2011 

der GSchV (Abs. 2 derselben; BGE 140 II 428 E. 2.3, 139 II 470 E. 4; 

BVGE 2016/35 E. 6.2.3).  

Der übergangsrechtliche Gewässerraum soll gewährleisten, dass bis zur 

definitiven Festlegung des Gewässerraums keine unerwünschten neuen 

Anlagen errichtet werden (BGE 140 II 437 E. 6.2, 139 II 470 E. 4.2; Urteil 

des BVGer A-2700/2018 vom 2. September 2020 E. 24.1). Er gilt insoweit 

auch bei Gewässern, die – wie der B.___-Bach an der betroffenen Stelle – 

eingedolt sind (Urteil des BGer 1C_444/2015 vom 14. März 2016 E. 3.6.5; 

Urteil AN.2012.00001 des VGer ZH vom 26. Juni 2012 E. 4.1, in: BEZ 2012 

Nr. 35; MICHAEL BÜTLER, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr, Fachhand-

buch Öffentliches Baurecht, 2016, Fn. 211 m.H.; zum möglichen Verzicht 

auf die Festlegung des Gewässerraums: Art. 41a Abs. 5 Bst. b GschV).  

Es ist vorliegend unstrittig, dass der Gewässerraum des B.___-Bachs nach 

Abs. 2 Bst. a der Übergangsregelung beidseitig 8 m plus die Breite der Ge-

rinnesohle des Bachs, d.h. plus seinen Dohlendurchmesser von ab-

schnittsweise 0.50 m bzw. 0.60 m beträgt und die Stromleitung auf einer 

Strecke von rund 20 m in den Gewässerraum des Bachs zu liegen kommt. 

7.5.2 Im Gewässerraum dürfen Anlagen erstellt werden, welche standort-

gebunden sind und im öffentlichen Interesse liegen (Art. 41c Abs. 1 Satz 1 

GSchV). Diese Bestimmung ist auch auf eingedolte Gewässer anwendbar 

(Umkehrschluss aus Art. 41c Abs. 6 Bst. b GSchV). 

Als standortgebunden im Sinn der Norm gelten Anlagen, die aufgrund ihres 

Bestimmungszwecks oder aufgrund der standörtlichen Verhältnisse nicht 

ausserhalb des Gewässerraums angelegt werden können. Aufgrund ihres 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 25 

Bestimmungszwecks standortgebunden sind etwa Fuss- und Wander-

wege, während mit standörtlichen Verhältnissen etwa Schluchten oder 

durch Felsen eingeengte Platzverhältnisse gemeint sind. Zu den Anlagen, 

die aufgrund ihres Bestimmungszwecks standortgebunden sind, gehören 

auch Leitungen, die ein Gewässer queren müssen, weil die entspre-

chende, im öffentlichen Interesse liegende Infrastruktur sonst nicht sinnvoll 

bereitgestellt werden kann. In jedem Fall muss der Grund für die Bejahung 

der Standortgebundenheit ein objektiver, sachlicher sein und darf nicht 

leichthin angenommen werden (BVGE 2016/35 E. 6.2.3; Urteil des BVGer 

A-2700/2018 vom 2. September 2020 E. 24.2 mit Hinweisen; vgl. auch Ur-

teil des BVGer A-5641/2016 vom 18. Mai 2017 E. 7.1 und E. 9.3.1).  

7.6 Aufgrund des dargelegten Zielkonflikts zwischen Wald- und Gewässer-

schutz stehen die einschlägigen Rechtsgrundlagen (Art. 17 WaG und 

Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV) in einem inhaltlichen Zusammenhang. Es 

drängt sich somit nachfolgend auf, die Bestimmungen in gesamthafter Be-

trachtung und unter Einbezug der nach Art. 17 Abs. 3 WaG gebotenen In-

teressenabwägung zu prüfen (E. 8 - E. 11). 

8.  

8.1 Was das erforderliche öffentliche Interesse an der Leitung anbelangt 

(Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV), soll das vorliegende Projekt wie erwähnt 

als Übergangslösung die Versorgungssicherheit im Grossraum Zürich mit-

tels einer redundanten Bahnstromversorgung erhöhen (Bst. B). Das für 

den gesamten IC-, S-Bahn- und Güterzugsverkehr im Bahnknoten Zürich 

wichtige UW Zürich wird derzeit lediglich einseitig über die 132-kV-Über-

tragungsleitung Seebach – Zürich in das Netz der Beschwerdegegnerin 

eingebunden (sog. Nordanspeisung). Daher wird angenommen, dass etwa 

bei einem grösseren Zwischenfall im UW Seebach auch das UW Zürich 

ausfallen und damit die Stromversorgung der Bahn im Zürcher Raum zu-

sammenbrechen würde (vgl. Urteil des BGer 1C_550/2012 vom 9. Dezem-

ber 2014 E. 8.4.4). Wie die Beschwerdegegnerin überzeugend darlegt und 

in den Zwischenverfügungen vom 26. November 2020 eingehend ausge-

führt wurde, erhöht sich die Gefahr eines Bahnstromausfalls mit zuneh-

mender Zeitdauer und Belastung des Bahnnetzes. Je länger sich die Süd-

anbindung des UW Zürich verzögert, desto mehr aktualisiert sich die Ge-

fahr eines Bahnstromausfalls. Ein Unterbruch hätte massive Beeinträchti-

gungen des Regionalverkehrs und einschneidende Auswirkungen auf den 

Fernverkehr bis hin zum möglichen Stillstand zur Folge. Es besteht daher 

ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, zeitnah eine redundante 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 26 

Bahnstromversorgung sicherzustellen. Wiewohl das Verfahren betreffend 

Neubauprojekt Samstagern – Zürich inzwischen rechtskräftig erledigt ist 

(Bst. A), kann dessen Realisierung (Ausführungsplanung, Enteignungsbe-

lange, Ausschreibung, Bau) nach plausiblen Angaben der Beschwerde-

gegnerin noch mindestens dreieinhalb bis fünf Jahre dauern. Das vorlie-

gende Projekt weist hingegen aufgrund der blossen Umnutzung der Frei-

leitung eine wesentlich kürzere Realisierungsdauer von bis zu eineinhalb 

Jahren auf, wobei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde bereits ent-

zogen wurde. Des Weiteren fällt ins Gewicht, dass die sog. Nordanspei-

sung (Verbindung zwischen UW Seebach und UW Zürich) durch den 

Wipkingertunnel führt. Im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin ge-

planten Sanierung des Tunnels – d.h. während der vorgesehenen Total-

sperrung in den Jahren 2023 und 2024 – muss sie daher voraussichtlich 

ausgeschaltet werden. Das vorliegende Projekt liegt somit weiterhin im öf-

fentlichen Interesse an der dringlichen, vorübergehenden Abdeckung der 

ununterbrochenen Bahnstromzufuhr. Das verbleibende Risiko eines 

Bahnstromausfalls im Raum Zürich bleibt untragbar. Soweit die Beschwer-

deführerin rügt, dass es am Bedarf bzw. an der Dringlichkeit für eine provi-

sorische Übertragungsleitung fehle, kann ihr somit nicht gefolgt werden. 

8.2 Hinsichtlich der Linienführung der Kabelleitung zwischen der Freilei-

tung des EWZ (Abschnitt 1) und dem Notausstiegsschacht (Zimmerberg-

Basistunnel) hat sich eine Verkabelung ab dem Mast Nr. 172 als geeignets-

ter Verbindungspunkt zwischen Frei- und Kabelleitung erwiesen. Der Be-

schwerdeführer 1 hat im Plangenehmigungsverfahren eine Erdverlegung 

ab dem Mast Nr. 171 über die […]strasse beantragt, verlangt in seiner Be-

schwerde aber explizit keine entsprechende Änderung mehr. Die Be-

schwerdegegnerin hat zwar Abnahmen ab den Masten Nr. 171 und Nr. 173 

ebenfalls geprüft und in ihrer «Projektstudie ewz 150» zusammengefasst. 

Diese stellen jedoch, wie sie überzeugend darlegt und die Beschwerdefüh-

renden nicht in Abrede stellen, keine besseren Alternativen der Linienfüh-

rung dar: Eine Kabelverbindung ab Mast Nr. 173 fällt als geeignete Variante 

ausser Betracht, da dieser mitten im Siedlungsgebiet steht. Bei einer Ab-

nahme ab Mast Nr. 171 stünden einer sinnvollen Linienführung zum Aus-

stiegsschacht die dazwischen liegenden Gewässerschutzzonen (S1 – S3) 

entgegen, welche mit dem Projekt umfassend geschont werden. Würde die 

Leitung daher unterirdisch via Mast Nr. 172 in einem neuen Rohrblock 

(ohne ersichtlichen Vorteil) verlegt, würde die Leitungsstrecke bedeutend 

länger ausfallen und mehr Boden beanspruchen als die geplante Linien-

führung, mit welcher sich zwischen den Masten Nrn. 172 und 173 der Frei-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 27 

leitung eine bestehende Infrastrukturanlage nutzen lässt. Die längere Ver-

kabelung würde laut Vorinstanz zudem die Problematik der Resonanz bzw. 

der stark eingeschränkten Möglichkeiten weiterer Verkabelungen im 

Bahnstromnetz weiter verschärfen (hierzu Urteil des BGer 1C_550/2012 

vom 9. Dezember 2014 E. 8; Urteil des BVGer A-5705/2018 vom 6. Feb-

ruar 2020 E. 7.3 ff.). Aus diesen Gründen hat die Vorinstanz nachvollzieh-

bar erwogen, dass von anderen Masten ausgehende Linienverläufe abzu-

lehnen sind. 

8.3 Nicht ernsthaft in Frage kommen ferner Linienverläufe ab dem Mast 

Nr. 172, welche nicht auf die streitige Passage zwischen dem B.___-Bach 

und dem Wald angewiesen sind, sondern auf einer ausserhalb verlaufen-

den Strecke zum Notausstiegsschacht führen könnten. Die Beschwerde-

führerin 2 verlangt zwar eine Verlegung der Leitung weiter nordwärts, ohne 

die Streckenführung zum Schacht detailliert zu umschreiben. Doch ist we-

der dargelegt noch ersichtlich, wie dadurch ein Verlauf durch den Gewäs-

serraum des B.___-Bachs vermieden würde, zumal die Leitung in diesem 

Fall zwangsläufig über den eingedolten Bach führen müsste. Die Fachbe-

hörden haben dagegen eine Verlegung längs des Uferstreifens als zwin-

gend geboten erachtet. Zudem würde ein weiter nach Norden gezogener 

Streckenverlauf die Grundstücke der Beschwerdeführerin 2 wohl weniger 

beeinträchtigen, offensichtlich aber die unmittelbar angrenzenden Parzel-

len des Beschwerdeführers 1 und dessen Reitbetrieb wesentlich stärker 

belasten, weshalb auf Seiten der privaten Interessen an der Ausübung des 

Grundeigentums kein ersichtlicher Vorteil entstünde. Im Übrigen liesse 

sich, anders als die Beschwerdeführerin 2 rügt, mit einem anderen Verlauf 

ebenso wenig wie mit der geplanten Linienführung verhindern, dass diese 

teilweise durch den Gewässerschutzbereich Au führt, da sich darin ohnehin 

der Notausstiegsschacht des Zimmerberg-Basistunnels als feststehender 

Endpunkt der Leitung und dessen Umgebung befinden. 

Demnach ergibt sich, dass sich der Zielkonflikt zwischen Wald- und Ge-

wässerschutz nicht durch geeignete Alternativen vermeiden lässt.  

8.4 Im Abschnitt zwischen Wald und Bach sind dem Linienverlauf aufgrund 

der Platzverhältnisse enge Grenzen gesetzt. Die vorgesehene Kabellei-

tung wird unmittelbar – punktuell bis auf 0 m – am Waldrand verlegt, um 

den Gewässerraum des Bachs so wenig wie möglich zu tangieren. Würde 

sie noch weiter vom Bach entfernt, müsste die Leitung das Waldgebiet que-

ren. Durch den genehmigten Verlauf wird daher eine Waldrodung vermie-

den (E. 7.1). Soll dieser Schutz des Waldes aufrecht erhalten bleiben, kann 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 28 

der Gewässerraum des B.___-Bachs nicht besser als durch die geplante 

Linienführung geschützt werden.  

Wesentlich zu gewichten ist dabei, dass die Kabelleitungsabschnitte 2 

und 3 einem vorübergehenden Zweck dienen und mit Inbetriebnahme der 

Gemeinschaftsleitung Samstagern – Zürich (Bst. A) zurückzubauen sind 

(Dispositiv-Ziffer 6.2.2 der Plangenehmigung und E. 12). Während die Ro-

dung somit eine teilweise irreversible Beeinträchtigung des Waldes durch 

die übergangsweise zu erstellende Kabelleitung bedeuten würde, ist dies 

für den Gewässerraum des eingedolten B.___-Bachs nicht oder zumindest 

nicht in gleicher Weise der Fall. Nicht dauerhaft vermindert werden insbe-

sondere allfällige Möglichkeiten einer nach Art. 38a GSchG anzustreben-

den Revitalisierung des Gewässers, d.h. die bauliche Wiederherstellung 

seiner natürlichen Funktionen (Art. 4 Bst. m GSchG), die bei eingedolten 

oberirdischen Gewässern in einer Ausdolung bzw. Offenlegung bestehen 

kann (vgl. WERNER GÖGGEL, in BAFU [Hrsg.], Revitalisierung Fliessgewäs-

ser. Ein Modul der Vollzugshilfe Renaturierung der Gewässer, 2012, 

S. 13, 39, zugänglich unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Wasser > 

Publikationen und Studien > Revitalisierung Fliessgewässer – Strategische 

Planung, besucht am 21. Mai 2021).  

8.5 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz zum Schutz des 

Gewässerraums auf Antrag des Kantons Zürich zusätzliche Auflagen an-

geordnet hat (Dispositiv-Ziffern 2.12 und 2.13 sowie S. 16 der Plangeneh-

migung). Demnach hat die Beschwerdegegnerin dafür zu sorgen, dass der 

Uferstreifen zum öffentlichen Gewässer sauber gehalten und nicht mit Bau-

ten, Anlagen, Ausstattungen und Ausrüstungen überstellt oder zur Ablage-

rung von Materialien genutzt wird. Einzuhalten hat sie zudem die allgemei-

nen Nebenbestimmungen für Wasserbauten vom 25. Januar 1993 (Fas-

sung vom 21. Januar 2005). 

8.6  

8.6.1 In Bezug auf die streitige Unterschreitung des Waldabstands fällt wei-

ter in Betracht, dass im betroffenen Bereich keine überirdische Baute, son-

dern ein Kabelrohrblock rund 1.5 m unterhalb der Erdoberfläche erstellt 

wird. Die Verkabelung beeinträchtigt somit – anders als allenfalls ein Ge-

bäude direkt am Waldrand – weder die Erhaltung und Pflege des Waldes 

noch den Zugang zu diesem (vgl. Art. 17 Abs. 1 WaG). Sie hat daher, wie 

das BAFU im Fachbericht überzeugend darlegt, keine oder nur sehr ge-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 29 

ringe Auswirkungen auf die Bestockung bzw. den Baumbestand der Wald-

fläche. Nach Einschätzung des BAFU werde der Wald auch nach dem Bau 

der unterirdischen Kabelleitung in der Lage sein, seine Waldfunktionen 

(Art. 1 WaG) uneingeschränkt zu erfüllen. Der Kanton Zürich (Baudirektion) 

gelangte nach Prüfung der Sachlage ebenfalls zum Schluss, dass das Vor-

haben die Erhaltung, Pflege und Nutzung des Waldes nicht beeinträchtige. 

Die Beschwerdeführerin benennt demgegenüber keine konkreten und 

nachteiligen Auswirkungen auf den Wald, die geeignet wären, die Beurtei-

lung der genannten Behörden in Zweifel zu ziehen. 

8.6.2 Zusätzlich hat die Vorinstanz die Ausnahmebewilligung mit Auflagen 

zum Schutz des Waldes verbunden: Danach hat die Beschwerdegegnerin 

dafür zu sorgen, dass die Arbeiten im Zusammenhang mit der Unterschrei-

tung des Waldabstandes unter Schonung des angrenzenden Waldareals 

erfolgt. Insbesondere ist es verboten, darin Baubaracken zu errichten so-

wie Aushub, Fahrzeuge und Materialien aller Art zu deponieren (Dispositiv-

Ziffer 3.1 der Plangenehmigungsverfügung). 

8.7 Als Zwischenergebnis lässt sich demnach festhalten, dass die 

Vorinstanz im Rahmen des Zielkonflikts zwischen Wald- und Gewässer-

schutz der Vermeidung einer Waldrodung zu Recht höheres Gewicht bei-

gemessen hat als einem umfassenden Schutz des Gewässerraums des 

B.___-Bachs. Aufgrund der weitgehenden Erhaltung der Waldfunktionen 

ist zudem nicht verfehlt, die Bedeutung des Waldabstands der Leitung we-

niger zu gewichten als diejenige der Distanz zum Bach, d.h. die Unter-

schreitung des Waldabstands in höherem Ausmass (bis auf 0 m) zuzulas-

sen als das Eindringen des Verlaufs in den Gewässerraum (bis auf 5.87 m 

an den Bach heran). Das Mass der Beeinträchtigung der beiden umwelt-

rechtlichen Schutzbereiche hält sich sodann aufgrund der Kürze der be-

troffenen Strecke und des provisorischen Charakters des Projekts in Gren-

zen. Insgesamt werden die konkurrierenden Interessen am Wald- und Ge-

wässerschutz durch die optimierte Linienführung und die für beide Berei-

che verfügten Auflagen so umfassend wie möglich verwirklicht.  

Hinzu kommt, dass der Streckenverlauf bei einer grösseren Distanz zum 

B.___-Bach auch die archäologische Schutzzone, welche sich mit dem 

Waldstück weitgehend deckt, stärker tangieren würde (E. 9). 

9.  

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 30 

9.1 Hinsichtlich der archäologischen Schutzzone befürchtet die Beschwer-

deführerin 2, dass diese durch die erforderlichen Aushubarbeiten in Mitlei-

denschaft gezogen werde. Insbesondere seien die erforderlichen Abklä-

rungen und Sondierungen unter Beizug der Kantonsarchäologie unterblie-

ben, um die Beeinträchtigung allfälliger Schutzobjekte zu verhindern. 

9.2 Das Grundstück der Beschwerdeführerin 2 liegt im Umfang einer Teil-

fläche in einer archäologischen Schutzzone des Kantons Zürich. Eine wei-

tere liegt unmittelbar neben der westlichen Grundstücksgrenze […]. Es 

handelt sich dabei um Verdachtsflächen, in denen aufgrund des aktuellen 

Wissensstandes mit archäologischen Bodenfunden zu rechnen ist. 

9.3 Die Erteilung von Bewilligungen von Werken und Anlagen zur Beförde-

rung von Energie stellt gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG eine Bundesauf-

gabe dar. Bei der Erfüllung einer solchen Aufgabe haben die Behörden und 

Anstalten des Bundes dafür zu sorgen, dass das heimatliche Landschafts- 

und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler ge-

schont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, un-

geschmälert erhalten bleiben. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob der 

Eingriff in ein Objekt von nationaler, regionaler oder kommunaler Bedeu-

tung vorgenommen wird (Art. 3 Abs. 1 und 3 NHG). Die Bestimmung von 

Art. 3 NHG verlangt keinen absoluten Schutz der Landschaft. Die Pflicht 

zur ungeschmälerten Erhaltung steht unter dem Vorbehalt einer Interes-

senabwägung; Eingriffe sind gestattet, wenn sie durch ein überwiegendes 

öffentliches Interesse gerechtfertigt sind. Der Grundsatz der Schonung ver-

langt in diesem Sinne zunächst eine Vermeidung, jedenfalls aber eine Min-

derung von (zusätzlichen) Beeinträchtigungen (BGE 137 II 266 E. 4; Urteil 

des BGer 1C_371/2012 vom 30. Mai 2013 E. 5.2; Urteil des BVGer 

A-5705/2018 vom 6. Februar 2020 E. 6.2.2). 

9.4 Gemäss § 203 Abs. 1 Bst. d des kantonalen PBG sind vorgeschichtli-

che und geschichtliche Stätten sowie Gebiete von archäologischer Bedeu-

tung Schutzobjekte. Staat, Gemeinden sowie Körperschaften, Stiftungen 

und selbständige Anstalten des öffentlichen und des privaten Rechts, die 

öffentliche Aufgaben erfüllen, haben in ihrer Tätigkeit dafür zu sorgen, dass 

Schutzobjekte geschont und, wo das öffentliche Interesse an diesen über-

wiegt, ungeschmälert erhalten bleiben (§ 204 Abs. 1 PBG). Nach § 205 

Bst. a PBG erfolgt der Schutz entsprechender Objekte unter anderem 

durch Massnahmen des Planungsrechts. 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 31 

Das kantonale Recht ist bei der Plangenehmigung zu berücksichtigen, so-

weit es das Eisenbahnunternehmen in der Erfüllung seiner Aufgaben nicht 

unverhältnismässig einschränkt (Art. 18 Abs. 4 Satz 2 EBG). Auch diesbe-

züglich ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, welche die durch kan-

tonale oder kommunale Normen erfassten Interessen sowie die eisen-

bahnbetrieblichen und übrigen öffentlichen Interessen berücksichtigt (Urteil 

des BGer 1C_605/2019 vom 24. September 2020 E. 3.1; Urteil des BVGer 

A-1040/2020 vom 8. Februar 2021 E. 6.5.1 mit Hinweisen). Zum kantona-

len Recht gehört auch die kantonale und kommunale Nutzungsplanung 

(Urteil des BVGer A-314/2016 vom 10. August 2016 E. 7.2.3). 

9.5  

9.5.1 Der Kanton Zürich bezog im Plangenehmigungsverfahren dahinge-

hend Stellung, dass sich die Linienführung der Leitung und der Baupiste in 

einer Jahrtausende alten Kulturlandschaft mit grossem archäologischen 

Potential befinde. In der archäologischen Schutzzone Nr. […] in […], deren 

Beeinträchtigung die Beschwerdeführerin 2 rügt, werde eine Richtstätte 

vermutet. Auch in Bereichen ausserhalb der archäologischen Zonen sei mit 

Überresten zu rechnen.  

9.5.2 Die Plangenehmigung enthält daher eine auf Antrag des Kantons ver-

fügte Auflage (Ziffer 2.21 des Dispositivs). Danach hat die Beschwerdegeg-

nerin dafür sorgen, dass vor den Bauarbeiten in all jenen Bereichen, wo 

Bodeneingriffe stattfinden werden, Prospektionen und Sondierungen sowie 

gegebenenfalls Rettungsgrabungen durchgeführt werden. Der Baubeginn 

ist zudem mit der Kantonsarchäologie so früh wie möglich abzusprechen. 

Des Weiteren hat die Beschwerdegegnerin auf Antrag des Kantons Zürich 

zugesichert, allfällige Mehrkosten zu tragen, die aufgrund der archäologi-

schen Schutzzone entstehen, was sie im Beschwerdeverfahren bestätigt. 

9.5.3 Von wesentlicher Bedeutung ist zudem, dass der genehmigte Lei-

tungsverlauf die betreffende Schutzzone (aufgrund einer Anpassung des 

Linienverlaufs im Plangenehmigungsverfahren) nicht (mehr) quert. Die Flä-

che der Zone deckt sich weitgehend mit dem Wald, der wie dargelegt nicht 

von Grabungsarbeiten erfasst werden darf. An der Stelle, an der die Lei-

tung unmittelbar am Waldrand verlegt wird, verläuft die Grenze der Schutz-

zone zudem innerhalb des Waldes einige Meter von dessen Rand und so-

mit auch vom Leitungsverlauf entfernt. Die Leitung und die Baupiste nähern 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 32 

sich der Schutzzone nur auf einer kurzen Strecke in Nähe ihres Randbe-

reichs an und betreffen sie somit höchstens in geringfügiger Weise. Eine 

weitere Entfernung der Leitung von der Zone hätte ausserdem zur Folge, 

dass stärker in den Gewässerraum des Bachs eingegriffen werden müsste. 

9.6 Angesichts dieser Verhältnisse lässt sich einstweilen festhalten, dass 

das öffentliches Interesse an der Erhaltung archäologischer Schutzobjekte 

nur am Rande berührt wird und deren allfällige Beeinträchtigung durch die 

verfügten Auflagen zumindest in geeigneter Weise gemindert wird.  

10.  

Die Beschwerdeführerin 2 rügt weiter, dass sie in ihren Eigentumsrechten 

unverhältnismässig beeinträchtigt werde. 

10.1 Die Vorinstanz gelangte in der Plangenehmigungsverfügung zum 

Schluss, dass die Enteignung eines Durchleitungsrechts von 147.85 m und 

die vorübergehende Landbeanspruchung von gesamthaft 1350 m2 zur Ver-

wirklichung des öffentlichen Interesses an der ununterbrochenen 

Bahnstromzufuhr geeignet, erforderlich und verhältnismässig sei. 

10.2 Die Beschwerdeführerin 2 macht hingegen geltend, das Projekt führe 

zu einem massiven, ungerechtfertigten Eingriff in ihr Grundeigentum und 

aufgrund der baulichen Beeinträchtigung des Terrains zu irreparablen 

Schäden. Hinzu komme, dass das Grundstück durch die Übertragungslei-

tung und die Strahlenbelastung eine hohe Werteinbusse erleide, zumal die 

Leitung nur 1.5 m tief im Boden liege und ein landwirtschaftlicher Pächter 

oder möglicher Käufer künftig bezweifeln werde, ob sich die betroffenen 

Flächen noch als Acker- oder Weideland eigneten. Zudem könne das Land 

während des Baus der Leitung nicht bewirtschaftet werden.  

10.3 Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, das private Interesse 

der Beschwerdeführerin 2 sei angesichts der kurzen Kabelrohrblöcke ge-

ringer zu gewichten als das sehr grosse öffentliche Interesse an der 

schnellstmöglichen Verwirklichung der provisorischen Notverbindung. 

Nach Erstellung der Leitung werde das für diese und die Baupiste bean-

spruchte Land wieder Instand gestellt, sodass keine bleibenden Schäden 

entstünden.   

10.4 Die Einräumung der betroffenen Rechte stellt einen Eingriff in die Ei-

gentumsgarantie nach Art. 26 BV dar, welche den Bestand der konkreten 

Eigentumsrechte des Einzelnen schützt. Steht ein Recht unter dem Schutz 

der Eigentumsgarantie, kann es nur eingeschränkt oder entzogen werden, 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 33 

wenn der Eingriff auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen 

Interesse liegt, verhältnismässig ist und gegen volle Entschädigung erfolgt 

(Art. 26 i.V.m. Art. 36 BV). Das Recht zur Enteignung (vgl. Art. 3 EBG) darf 

nur so weit gehen, als es zur Erreichung des Zwecks notwendig ist (Art. 1 

Abs. 2 EntG). Aus dieser Bestimmung folgt ebenfalls, dass die Frage der 

Enteignung auch davon abhängt, ob alternative, bessere Standorte vor-

handen sind, was wiederum regelmässig in einer Variantenprüfung zu er-

mitteln ist. Diese gibt im Rahmen der Verhältnismässigkeit Antwort auf die 

Frage der Erforderlichkeit der Enteignung (BVGE 2016/13 E. 16.4.1, Ur-

teile des BVGer A-1351/2017 vom 25. Juli 2017 E. 4.4, A-1524/2015 vom 

19. November 2015 E. 4.4 und E. 4.6.1). 

10.5 Dass die Enteignung vorliegend zur Verwirklichung des öffentlichen 

Interesses an der ununterbrochenen Bahnstromversorgung geeignet und 

mangels besserer Alternativen des Leitungsverlaufs erforderlich ist, ergibt 

sich aus den vorstehenden Ausführungen (E. 8). Zu prüfen bleibt, ob der 

Eingriff in die Eigentumsrechte für die Beschwerdeführerin 2 zumutbar ist.  

10.5.1 In dieser Hinsicht trifft zwar zu, dass die Erstellung der Kabelleitung 

zu einem wesentlichen Eingriff in das Grundstück insbesondere während 

der Bauphase führt. Bei der Gegenüberstellung des öffentlichen und des 

privaten Interesses fällt jedoch wiederum massgeblich ins Gewicht, dass 

die als provisorische Übergangslösung vorgesehene Kabelleitung – unter 

Beizug einer bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) – vollumfänglich in 

den Ursprungszustand zurückzubauen ist, wenn die Gemeinschaftsleitung 

Samstagern – Zürich in Betrieb genommen wird (Dispositiv-Ziffer 6.2.2 der 

Plangenehmigung). Zudem wird das Land nach dem Bau der Leitung wie-

der Instand gestellt. Die Beschwerdegegnerin hat auf ihre Kosten dafür zu 

sorgen, dass vor Baubeginn und nach Abschluss der Bauarbeiten ein amt-

licher Befund (Protokoll, Plan und Fotodokumentation) über den Zustand 

des Landes (vor allem der Humusierung) aufgenommen wird (Dispositiv-

Ziffer 6.2.1). 

10.5.2 Spätestens nach dem Rückbau der Leitung wird die Beschwerde-

führerin 2 die Parzelle demnach ohne Einschränkungen wieder zonenkon-

form nutzen können, soweit das Grundstück nicht für die Gemeinschafts-

Leitung (Bst. A) benötigt wird. Abweichend von ihren Befürchtungen ist so-

mit nicht erkennbar, dass ihrem Grundstück irreparable Schäden drohen. 

10.5.3 Soweit die Beschwerdeführerin 2 ihr eigenes Interesse und dasje-

nige vieler anderer Personen an der Aufrechterhaltung der Umgebung als 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 34 

Naherholungsgebiet ins Feld führt, wird dessen Nutzbarkeit ebenfalls ein-

zig während der (auf dem Grundstück weniger als ein Jahr dauernden) 

Bauphase teilweise eingeschränkt. Da die Kabelleitungsabschnitte im Un-

tergrund verlaufen, sind sie zudem während der Betriebsphase der Leitung 

auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin 2 nicht sichtbar.   

10.5.4 Die temporär beeinträchtigten Möglichkeiten zur Bewirtschaftung 

der Parzelle wirken sich ebenfalls nicht entscheidend zu Lasten der Be-

schwerdeführerin 2 aus. Wenn sie für die westlich des Waldstücks gele-

gene Fläche (Erholungszone) vorträgt, ein Pächter betreibe darauf eine 

Weide mit Schafen und züchte Bienen, ist nicht ersichtlich, dass diese Art 

der Nutzung durch das Projekt wesentlich eingeschränkt würde. Auf dieser 

Seite des Waldes quert die Leitung das Grundstück nicht und es wird ge-

mäss dem Rechtserwerbsplan kein Land beansprucht. Was die östlich des 

Waldes befindliche Fläche in der Landwirtschaftszone anbelangt, hat die 

Beschwerdeführerin 2 der Vorinstanz gemäss Plangenehmigungsverfü-

gung (S. 8) am 8. Mai 2020 mitgeteilt, dass das bestehende Pachtverhält-

nis im Oktober 2019 zu Ende gegangen und keine Verlängerung geplant 

sei. Den Ersatz allfälliger Ertragseinbussen aufgrund von Pachtzinsreduk-

tionen zu Gunsten der Pächter hat sie zudem mit ihrer Einsprache als Teil 

ihres Entschädigungsbegehrens beantragt. Diese Frage wird im Verfahren 

betreffend Enteignungsentschädigung vor der Eidgenössischen Schät-

zungskommission zu prüfen sein (vgl. E. 14). 

10.5.5 Unter diesen Umständen ist das öffentliche Interesse an der unun-

terbrochenen Bahnstromversorgung höher zu gewichten als die privaten 

Interessen der Beschwerdeführerin 2. Die Beeinträchtigung ihrer Eigen-

tumsrechte kann als zumutbar und verhältnismässig erachtet werden.  

11.  

Aus den vorstehenden Erwägungen lassen sich gesamthaft betrachtet fol-

gende Schlussfolgerungen ziehen: 

11.1 Die Interessenabwägung der Vorinstanz, wonach dem erheblichen öf-

fentlichen Interesse an der Bahnstromversorgung keine überwiegenden öf-

fentlichen oder privaten Interessen gegenüberstehen, erweist sich im Er-

gebnis als rechtmässig. Das Vorhaben hat zwar gewisse Auswirkungen auf 

die Umwelt, indem der Leitungsverlauf der Verkabelung den Gewässer-

raum des B.___-Bachs tangiert und den Waldabstand unterschreitet. Die 

genehmigte Streckenführung und die verfügten Auflagen lassen jedoch die 

konkurrierenden öffentlichen Interessen am Wald- und Gewässerschutz 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 35 

optimiert zur Geltung kommen. Deren Beeinträchtigung wird insgesamt mi-

nimiert und die örtlichen Gewässerschutzzonen, denen prioritäres Gewicht 

zugemessen wird, finden im Gegenzug umfassenden Schutz. Der Lei-

tungsverlauf führt zugleich zum geringstmöglichen Flächenverbrauch. Die 

Folgen für die Umwelt halten sich insgesamt, ebenso wie die Auswirkungen 

auf die privaten Interessen der betroffenen Grundeigentümer, aufgrund des 

provisorischen Charakters des Projekts und der begrenzten Intensität des 

Eingriffs in Grenzen. Der Leitungsverlauf schont zudem, verbunden mit 

weiteren Auflagen, die geringfügig berührte archäologische Schutzzone 

hinreichend, wodurch auch die kantonalen Bestimmungen über die Ge-

biete von archäologischer Bedeutung angesichts der dringlichen Sicher-

stellung der Bahnstromzufuhr verhältnismässig berücksichtigt sind. Insge-

samt rechtfertigt es sich daher, dem Interesse an der ununterbrochenen 

Bahnstromversorgung Vorrang gegenüber den übrigen öffentlichen Inte-

ressen und den privaten Interessen an der ungeschmälerten Ausübung der 

Eigentumsrechte einzuräumen.  

11.2 Die geplante Verkabelung dient dem Ziel der dringlichen Verhinde-

rung eines folgenreichen Bahnstromausfalls im Raum Zürich. Mangels ge-

eigneter Alternativen der Linienführung und aufgrund des Zielkonflikts von 

Wald- und Gewässerschutz lässt sie sich keinem anderen Streckenverlauf 

zuführen. Es liegen insofern besondere Verhältnisse vor. Eine Beeinträch-

tigung der Funktionen des Waldes wird verhindert und der Gewässerraum 

bestmöglich geschont. Damit bestehen zum einen wichtige Gründe für die 

Erteilung der Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstands 

(Art. 17 Abs. 3 WaG). Zum andern folgt daraus, dass die Leitung aufgrund 

der standörtlichen Verhältnisse nicht ausserhalb des Gewässerraums an-

gelegt werden kann und somit standortgebunden ist (Art. 41c Abs. 1 Satz 1 

GschV).  

Entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin 2 liegt in diesem Zusammen-

hang im Übrigen auch keine Verletzung der Begründungspflicht vor. Die 

Vorinstanz hat sich in der Plangenehmigungsverfügung hinreichend mit 

den relevanten Fragen auseinandergesetzt und sich aus den dargelegten 

Gründen den fachlichen Stellungnahmen des Kantons Zürich und des 

BAFU angeschlossen (vgl. E. 7.3.1). 

11.3 Aus den bisherigen Erwägungen ergibt sich überdies, dass das Vor-

haben nicht unausgereift und mangelhaft ist, wie die Beschwerdeführerin 2 

rügt. Zwar trifft zu, dass im Plangenehmigungsverfahren verschiedene Pro-

jektanpassungen erfolgten und der ursprüngliche Leitungsverlauf zwischen 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 36 

Mast Nr. 172 und dem Zimmerberg-Basistunnel zur Optimierung des Wald- 

und Gewässerschutzes um die erforderlichen Meter korrigiert wurde. Dabei 

wurde jedoch im konzentrierten Entscheidverfahren, unter Einbezug der 

jeweiligen Fachbehörden, die am besten geeignete Variante der Verkabe-

lung (Abschnitte 2 und 3) evaluiert und die Reduktion der Strahlenbelas-

tung (Abschnitt 1) durch Massnahmen verbessert (vgl. E. 4.5.2). Es ist des-

halb nicht ersichtlich, inwieweit das Projekt, so wie es mit der angefochte-

nen Verfügung schliesslich genehmigt wurde, relevante Mängel bzw. eine 

fehlende Planungsreife aufweisen sollte.  

12.  

Des Weiteren rügen die Beschwerdeführenden 1 und 2 eine unklare Be-

fristung des Enteignungsrechts in der Plangenehmigungsverfügung. 

12.1 Im Wesentlichen machen sie geltend, das Vorhaben sei zwar als Pro-

visorium gedacht. Weder dem Dispositiv noch der Begründung der Plan-

genehmigungsverfügung sei jedoch eine Angabe zur Dauer der Beanspru-

chung ihrer Grundstücke zu entnehmen. Ebenso wenig habe die Be-

schwerdegegnerin sich hierzu konkret geäussert. Auch aus den Plangrund-

lagen sei die beanspruchte Dauer nicht erkennbar. Die unklare Befristung 

stelle einen Verstoss gegen das Enteignungsgesetz dar. Es sei davon aus-

zugehen, dass die gesetzlich zulässige Dauer von fünf Jahren gemäss 

Art. 6 Abs. 1 EntG überschritten werde. 

12.2 Die Beschwerdegegnerin führt dagegen aus, aus den Planunterlagen 

und der angefochtenen Verfügung gehe mehrfach hervor, dass es sich 

beim vorliegenden Projekt um eine provisorische Notverbindung zur Über-

brückung der Zeitspanne bis zur Realisierung des Neubauprojekts Sams-

tagern – Zürich handle. 

12.3 Dingliche Rechte an Grundstücken können dauernd oder vorüberge-

hend entzogen oder beschränkt werden (Art. 5 EntG). Zwar trifft zu, dass 

weder aus den Planunterlagen noch aus der Verfügung eine konkret be-

stimmte Zeitdauer des Projekts hervorgeht. Dem Plangenehmigungsge-

such und dem technischen Bericht ist aber deutlich zu entnehmen, dass 

das Vorhaben einem provisorischen Zweck dient, d.h. die Leitung bis zur 

Inbetriebnahme des Neubauprojekts Samstagern – Zürich, deren Zeitpunkt 

noch nicht feststeht, benötigt wird. Wie bereits mehrfach ausgeführt, hält 

die Plangenehmigungsverfügung in der Begründung sowie mittels Auflage 

im Dispositiv unmissverständlich fest, dass die Beschwerdegegnerin die 

Kabelleitungsabschnitte, die mit Inbetriebnahme der Gemeinschaftsleitung 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 37 

Samstagern – Zürich nicht mehr gebraucht werden, in den Ursprungszu-

stand zurückzubauen hat (Dispositiv-Ziffer 6.2.2 und S. 12). Die Beschwer-

degegnerin anerkennt dies zudem ausdrücklich. Die Vorinstanz hat 

dadurch klargestellt, dass keine über die Inbetriebnahme der Gemein-

schaftsleitung und den Rückbau der Kabelleitung hinausgehende Bean-

spruchung des Eigentums der Beschwerdeführenden erfolgt (vgl. auch 

Art. 1 Abs. 2 EntG). Damit hat sie die Dauer der Enteignung in Relation 

zum Zweck des Projekts in verhältnismässiger Weise begrenzt. Hingegen 

würde eine exakt bestimmte Befristung dem Zweck des Vorhabens, die 

Bahnstromversorgung im Sinne eines nahtlosen Übergangs zwischen den 

beiden Projekten zu gewährleisten, offensichtlich nicht gerecht. 

12.4 Die Beschwerdeführenden berufen sich auf Art. 6 Abs. 1 EntG, wo-

nach sich eine vorübergehende Enteignung grundsätzlich höchstens auf 

die Dauer von fünf Jahren erstrecken darf. Die seit 1. Januar 2021 in Kraft 

stehende Neuerung, welche die Frist von fünf auf zehn Jahren verlängert 

(vgl. BBl 2018, 4731), fällt vorliegend noch ausser Betracht (E. 3).  

Bei der vorübergehenden Enteignung im Sinne dieser Bestimmung stehen 

in der Praxis in erster Linie Rechte im Vordergrund, die lediglich während 

des Baus eines auf Dauer angelegten Werks benötigt werden (BGE 99 Ib 

87 E. 3a mit Hinweisen; vgl. HEINZ HESS / HEINRICH WEIBEL, Das Enteig-

nungsrecht des Bundes, Band I, 1986, Art. 6 Rz. 11 f.; FRANZ KESSLER CO-

ENDET, Formelle Enteignung, in: Biaggini/Häner/Saxer/Schott [Hrsg.], 

Fachhandbuch Verwaltungsrecht, 2015, Rz. 26.64; PETER HÄNNI, Pla-

nungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 2016, S. 663 mit Ver-

weis auf BGE 132 II 442 = Pra 96 (2007) Nr. 76 E. 6.2, wonach bei einer 

Baustelle von über 10 Jahren die Zeitdauer für die Annahme einer vorüber-

gehenden Enteignung überschritten war, aufgrund des provisorischen 

Zwecks der Baustelle die Enteignungsentschädigung aber analog zu einer 

vorübergehenden Enteignung bemessen wurde).  

Darauf zugeschnitten endet die Frist für die vorübergehende Enteignung 

gemäss Art. 6 Abs. 1 Satz 2 EntG auf alle Fälle drei Monate «nach Vollen-

dung des Werkes». Dies ergibt jedoch für die vorliegend enteigneten 

Rechte, vorab die Durchleitungsrechte, keinen Sinn. Sie werden über die 

Fertigstellung der Leitung hinaus für deren Betrieb benötigt, dessen Dauer 

sich trotz des provisorischen Charakters nicht genau im Voraus bestimmen 

bzw. befristen lässt, sondern von der Inbetriebnahme eines anderen Vor-

habens (Neubauprojekt Samstagern – Zürich) abhängt. Entsprechend 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 38 

rechtfertigt es sich nicht, in Anwendung von Art. 6 Abs. 1 EntG bereits von 

einer Befristung auf fünf Jahre auszugehen.  

12.5 Es ist deshalb davon abzusehen, korrigierend in die Plangenehmi-

gungsverfügung einzugreifen.  

13.  

Sodann zu prüfen sind die ausstehenden Begehren des Beschwerdefüh-

rers 1, die den Bau von Vorrichtungen für den Pferdebetrieb und Auflagen 

bzw. Einschränkungen betreffend den Bau der Kabelleitung betreffen.  

13.1 Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 1 hat darauf ver-

zichtet, seine Begehren näher zu begründen. Die Beschwerdegegnerin 

bringt zu diesen vor, er stelle zahlreiche Forderungen, die, soweit sie ge-

rechtfertigt und Gegenstand des Plangenehmigungsverfahrens seien, be-

reits als Auflagen in der Plangenehmigung enthalten seien. 

13.2 Zunächst beantragt der Beschwerdeführer 1 den Bau von vier Ersatz-

paddocks für seine Pferde mit bestimmten Vorgaben zur Beschaffenheit 

des Bodens und der Einzäunungen (Begehren Nr. 1).  

Die Plangenehmigungsverfügung enthält Auflagen, wonach die Beschwer-

degegnerin die Kabelgräben möglichst schonend auszuführen hat und das 

Gelände sowie Hecken und Feldgehölze im ursprünglichen Zustand wie-

derherzustellen sind (Dispositiv-Ziffern 2.9 und 2.10). Dies gilt, wie unter 

den Beteiligten unstrittig ist, auch für die bestehenden Paddocks, soweit 

sie durch den Bau des Kabelrohrblocks beeinträchtigt werden. Sie sind, 

wie die Beschwerdegegnerin ausdrücklich einräumt, nach dem Bau auf de-

ren Kosten wieder so zu erstellen, wie sie vorher bestanden haben, sodass 

der Beschwerdeführer 1 sein Gelände gemäss dem bisherigen Zustand 

nutzen kann. Insofern wurde dem Begehren auf Erstellung von Ersatzpad-

docks bereits mit der Plangenehmigungsverfügung entsprochen.  

Soweit der Beschwerdeführer 1 darüber hinaus die neue Anlegung oder 

Verschiebung von Paddocks und weiterer Vorrichtungen vor Baubeginn 

(neuer Depotplatz, Verlegung des Maschinenlagers, neue Zubringerwas-

serleitung für alle Paddocks) verlangt (Begehren Nrn. 1, 2 und 4), legt er 

nicht dar und ist nicht ersichtlich, inwiefern diese mit der streitgegenständ-

lichen Plangenehmigung, d.h. mit dem Bau der Leitung und einer dazu nö-

tigen Beeinträchtigung bestehender Vorrichtungen zusammenhängen. Er 

kann in dieser Hinsicht zudem auf das Verfahren betreffend Enteignungs-

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 39 

entschädigung verwiesen werden (vgl. E. 14). Sollten als Folge der Enteig-

nung (Durchleitungsrecht, Bodenbeanspruchung) während des Baus rele-

vante Nachteile aus einer entzogenen Nutzung von Vorrichtungen des 

Reit- und Pensionsbetriebs entstehen, kann er entsprechende Positionen 

als Entschädigung im Verfahren vor der Schätzungskommission geltend 

machen (vgl. Art. 17 ff. EntG).  

13.3 Wenn der Beschwerdeführer weiter verlangt, dass auf das Fällen von 

Bäumen aufgrund des für ihn vorteilhaften Schattens im Sommer zu ver-

zichten sei (Begehren Nr. 3), so hat sich vorstehend ergeben, dass das 

Projekt keine Rodung erforderlich macht (E. 7.1).  

13.4 Weiter beantragt der Beschwerdeführer eine zeitliche Einschränkung 

der Grabenarbeiten und Maschineneinsätze auf bestimmte Uhrzeiten (Be-

gehren Nr. 6). Hinsichtlich der Begrenzung des Lärms während der Bau-

phase verweist der Umweltbericht (Ziff. 3.12) auf die Baulärm-Richtlinie 

des BAFU (zugänglich unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Thema Lärm 

> Publikationen und Studien > Baulärm-Richtlinie; besucht am 21. Mai 

2021). Die Baulärm-Richtlinie, die das BAFU gestützt auf Art. 6 der Lärm-

schutz-Verordnung vom 15. Dezember 2986 (LSV, SR 814.41) erlassen 

hat, unterscheidet drei Massnahmestufen (A, B und C), nach denen die 

erforderlichen, lärmbegrenzenden Massnahmen bestimmt werden. Die 

Stufen sind anhand der Lärmempfindlichkeit der betroffenen Gebiete, der 

Tageszeiten und der Wochentage der Bauarbeiten, der Dauer der Bauzeit 

sowie des Abstands zwischen der Baustelle und den nächstgelegenen 

Räumen mit lärmempfindlicher Nutzung zu ermitteln (Urteile des BVGer 

A-1625/2018 vom 4. Januar 2019 E. 6.1.2, A-1251/2012 vom 15. Januar 

2014 E. 35). Diesbezüglich hält der Umweltbericht fest, dass die Bauarbei-

ten ausserhalb des Siedlungsgebiets stattfinden, wenige Monate dauern, 

sie tagsüber ausgeführt werden und weder Nacht- noch lärmintensive Ar-

beiten nötig sind. Entsprechend gilt gemäss Umweltbericht die Massnah-

mestufe B.  

Für diese Stufe enthält die Baulärm-Richtlinie (Ziff. 3.1.4) Zeitabläufe für 

die lärmige Bauphase (Arbeitszeit in der Regel von 7 bis 12 Uhr und von 

13 bis 17 Uhr) sowie Zeitbegrenzungen für lärmintensive Bauarbeiten 

(8 Stunden pro Tag; 7 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr). Diese Zeiten stimmen 

mit dem Begehren des Beschwerdeführers 1 (07.15 bis 11.45 und 13.15 

bis 17.00 Uhr) weitgehend überein, insoweit die von ihm gestellten Anfor-

derungen an die Einschränkung des Baulärms bereits erfüllt sind. Soweit 

sie morgens (Beginn der Arbeiten) und mittags (Ende und Wiederbeginn) 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 40 

um je eine Viertelstunde abweichen, gehen sie über die in der Baulärm-

Richtlinie enthaltenen Begrenzungen hinaus und es besteht kein Anlass, 

weitergehende Massnahmen zur Emissionsbegrenzung zu treffen.  

13.5 Überdies verlangt der Beschwerdeführer 1, dass der Bauverkehr, ein-

schliesslich der Zu- und Abtransporte von Baumaterial, über die […]strasse 

und nur im Notfall über die […]strasse, an der seine Grundstücke liegen, 

zu erfolgen habe (Begehren Nr. 5).  

In dieser Hinsicht legt der Beschwerdeführer auf der einen Seite nicht nä-

her dar, aus welchen Gründen die beantragte Anordnung geboten wäre. 

Auf der anderen Seite haben die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin 

ihrerseits darauf verzichtet, zu den Transportwegen Stellung zu beziehen.  

Bautransporte sind umweltrechtlich insbesondere in Bezug auf die Luft und 

den Lärm relevant (vgl. JONAS ALIG, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr, 

Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, Exkurs: Baustellenrecht, 2016, 

Rz. 3.736, 3.746 f.; CHRISTOPH SCHAUB, Systematik des Baustellenrechts, 

URP 2002, S. 283, 307, 311). Wie dem technischen Bericht (S. 17) zu ent-

nehmen ist, wird entlang des Leitungstrassees eine Baupiste erstellt, da 

dessen Erschliessung nicht über bestehende Wege erfolgen kann. Die 

Baulärm-Richtlinie des BAFU sieht als Massnahme zur Begrenzung von 

Baulärm zwar vor, dass je nach Transportwegen und der Lage im Verkehrs-

netz alternative Transportwege zu prüfen sind (Ziff. 3.1.7.1). Aus den Plan-

unterlagen geht jedoch hervor, dass die […]strasse auf der einen Seite des 

Trassees unmittelbar zur Baupiste bzw. zur Leitungsstrecke führt. Es be-

steht daher kein Anlass daran zu zweifeln, dass die Transporte – zumindest 

je nach Zu- und Abfahrtsrouten – auf dem direktesten Weg in das überge-

ordnete Strassennetz führen. Hingegen leuchtet nicht ein, weshalb die Zu- 

und Wegfahrt wie beantragt ausschliesslich über die (je nach Transport-

weg) weiter entfernte […]strasse zu erfolgen hätte.  

Im Übrigen verweist der Umweltbericht hinsichtlich der Bautransporte auf 

die einschlägigen Abschnitte der Baulärm-Richtlinie und der Richtlinie zur 

Luftreinhaltung auf Baustellen (Baurichtlinie Luft, ergänzte Ausgabe 2016; 

zugänglich unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Thema Luft > Publikati-

onen und Studien > Luftreinhaltung auf Baustellen, besucht am 21. Mai 

2021). Letztere konkretisiert die Vorschrift in Anhang 2, Ziffer 88 der Luft-

reinhalte-Verordnung (LRV; SR 814.318.142.1) zur Begrenzung der Emis-

sionen von Baustellen. Dabei fällt in Betracht, dass der Kabelabschnitt re-

lativ kurz ist. Der Umweltbericht hält fest, dass angesichts der erwarteten 

A-3828/2020, A-4016/2020 und A-4145/2020 

Seite 41 

Dauer der Baustelle, der voraussichtlichen Kubaturen (Boden und Aushub) 

und der dadurch beeinflussten Zahl der Bautransporte sowohl nach der 

Baurichtlinie Luft (Ziff. 4.2) als auch nach der Baulärm-Richtlinie (Ziff. 2.3) 

lediglich die Kriterien für die (jeweils tiefste) Massnahmestufe A erfüllt sind 

und die entsprechenden Massnahmen eingehalten werden (S. 6 f. und An-

hänge D, E). Ebenfalls geht aus dem Bericht hervor, dass die BUWAL-Voll-

zugshilfe «Luftreinhaltung bei Bautransporten» zu beachten ist (abrufbar 

ebenfalls unter www.bafu.admin.ch, besucht am 21. Mai 2021). 

Insgesamt fehlt es nach dem Ausgeführten an ersichtlichen Gründen, die 

Baustellenzufahrt über die […]strasse wie beantragt zu untersagen oder 

mittels weiterer Massnahmen zu begrenzen. 

13.6 Gemäss einem weiteren Begehren des Beschwerdeführers sei der 

Durchgang zum Wald als Reitweg stets pferdegerecht zu gewährleisten 

und ebenso der Durchgangsweg zum Fussballplatz […] (Begehren Nr. 7). 

Aufgrund der unterirdischen Verlegung der Leitung zielt das Begehren 

ebenfalls auf die Bauphase ab.  

Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin haben sich zu dieser Thema-

tik nicht geäussert. Aus den Akten geht nicht direkt hervor, inwieweit der 

Bau der Leitung den Zugang zum Wald und zum Weg vorübergehend ein-

schränkt. Der technische Bericht sieht jedoch eine Abschrankung der Bau-

stelle zur Verhinderung der Gefährdung von Privatpersonen vor (S. 19).  

Die Zugänglichkeit des Waldes ist grundsätzlich zwar sowohl in öffentlich- 

als auch in privatrechtlicher Hinsicht im gesetzlichen Rahmen zu gewähr-

leisten (Art. 699 ZGB; Art. 14 Abs. 1 WaG; vgl. BAFU [Hrsg.], Juristische 

Aspekte von Freizeit und Erholung im Wald, S. 17 ff., zugänglich unter: 

www.bafu.admin.ch > Themen > Thema Wald und Holz > Publikationen 

und Studien, besucht am 21. Mai 2021). Indessen sind Einschränkungen 

im öffentlichen Interesse der Sicherheit des Baus der Leitung bzw. zur Ver-

meidung von Gefahren für Personen und Sachen im notwendigen Umfang 

zulässig (Art. 19 Abs. 1 EBG; vgl. auch Art. 42 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. 

Anhang 4 Bst. b Ziff. 4 der Eisenbahnverordnung [EBV, SR 742.141.1] so-

wie Art. 14 Abs. 2 WaG). Werden durch Baua