# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 603ad74e-683f-5b21-9a66-e53366b79eeb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.06.2024 D-3142/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3142-2024_2024-06-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3142/2024 

law/fes 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Markus König; 

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

vertreten durch MLaw Saban Murat Özten, 

Beschwerdeführer,  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 18. April 2024 / N (…). 

 

 

 

D-3142/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2017 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte,  

dass das SEM mit Verfügung vom 3. April 2019 feststellte, der Beschwer-

deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, 

die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug derselben an-

ordnete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die gegen diese Verfügung erhobene 

Beschwerde vom 23. April 2019 mit Urteil D-1914/2019 vom 4. Januar 

2021 abwies, 

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben anschliessend nach 

Belgien und später nach Italien reiste und am 20. Februar 2023 wieder in 

die Schweiz gelangte, wo er am 28. Februar 2023 erneut um Asyl nach-

suchte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 2. Mai 2023 zur 

Begründung seines zweiten Asylgesuches im Wesentlichen geltend 

machte, er sei aufgrund von zwei im Jahr 2019 auf Twitter veröffentlichter 

Beiträge angeklagt worden, wobei ihm in der Anklageschrift der General-

staatsanwaltschaft von B._______ vom 22. Januar 2021 auch die Mithilfe 

an einem Sprengstoffanschlag im Jahr 2020 in der Türkei vorgeworden 

werde, an dem er gar nicht habe beteiligt gewesen sein können, da er sich 

damals in der Schweiz aufgehalten habe, 

dass er gemäss dieser Anklageschrift aufgrund des Art. 220 Abs. 7 des tür-

kischen Strafgesetzbuches (tStGB) und Art. 7 Abs. 2 des türkischen Anti-

Terror-Gesetzes (tATG) verurteilt werden soll, 

dass er entsprechende Justizdokumente zum Verfahren im Jahr 2021 ein-

reichte und ausführte, er habe diese erst nach Ablehnung seines ersten 

Asylgesuches gegen Bezahlung über einen Sachbearbeiter in der Türkei 

beschaffen können, 

dass das SEM die zum Verfahren aus dem Jahr 2021 eingereichten Be-

weismittel einer amtsinternen Überprüfung unterzog, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Juni 2023 

das rechtliche Gehör zur Dokumentenanalyse gewährte, 

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Seite 3 

dass die ihm zugewiesene Rechtsvertretung am 28. August 2023 Stellung 

nahm und neue Beweismittel zu einem gegen den Beschwerdeführer ge-

führten Verfahren aus dem Jahre 2017 einreichte, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der ergänzenden Anhörung vom 

29. Februar 2024 zu den neu eingereichten Dokumenten zum Verfahren 

aus dem Jahr 2017 geltend machte, er sei im Jahr 2017 aufgrund seiner 

Facebook-Mitteilungen aus dem Jahr 2016 gemäss Art. 7 Abs. 2 tATG an-

geklagt und am (…) 2017 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren, sieben 

Monaten und fünfzehn Tagen rechtskräftig verurteilt worden, 

dass die Rechtsvertretung mit Eingabe vom 18. März 2024 einen Screens-

hot des UYAP-Auszugs des Beschwerdeführers einreichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 18. April 2024 – eröffnet am 22. April 

2024 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein zweites Asylgesuch vom 28. Februar 2023 ablehnte, die Weg-

weisung aus der Schweiz verfügte und feststellte, er sei verpflichtet, das 

Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-Raum am Tag nach Eintritt 

der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, dies zur Rückreise in seinen 

Heimatstaat beziehungsweise Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein 

Land, das sich ausserhalb des Schengen-Raumes befinde und in dem er 

aufgenommen werde, verbunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Ver-

pflichtung nicht innert Frist nachkomme, könne die Wegweisung unter 

Zwang vollzogen werden, und den Kanton C._______ mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 

17. Mai 2024 (Datum der Postaufgabe: 20. Mai 2024) gegen diesen Ent-

scheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass darin beantragt wird, die Beschwerde sei gutzuheissen, der ange-

fochtene Asylentscheid sei aufzuheben, der Beschwerdeführer sei als 

Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei 

festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig beziehungs-

weise nicht zumutbar sei und die Vorinstanz sei anzuweisen, die vorläufige 

Aufnahme des Beschwerdeführers zu verfügen, subeventualiter sei die Be-

schwerdesache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wird, dem Beschwerde-

führer sei das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege zu gewähren und 

der Unterzeichner sei ihm als amtlicher Rechtsbeistand zu bestellen, 

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Seite 4 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 28. Mai 2024 fest-

stellte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Rechtsverbeiständung abwies und den Beschwerdefüh-

rer aufforderte, bis zum 12. Juni 2024 einen Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 750.– einzuzahlen mit Hinweis, ansonsten werde auf die Be-

schwerde nicht eingetreten, 

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 7. Juni 2024 ein-

zahlte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der einverlangte Kostenvorschuss am 

7. Juni 2024 fristgerecht eingezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

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Seite 5 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt aufgrund der Akten vollständig und 

richtig festgestellt worden und die Verfügung als hinreichend begründet zu 

erachten ist, weshalb keine Veranlassung besteht, die Sache für weitere 

Abklärungen und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

und der in der Beschwerde erhobene Subeventualantrag abzuweisen ist, 

dass Tatsachen und Beweismittel, die bereits vor Abschluss des ordentli-

chen Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht bestanden haben, ge-

stützt auf Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG im Rahmen eines Revisionsgesuches 

beim Bundesverwaltungsgericht gegen dessen zuvor ergangenes Urteil 

geltend zu machen und von diesem zu prüfen sind (vgl. BVGE 2022 I/3), 

dass es sich bei dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Verfah-

ren, dass im Jahr 2017 wegen des Vorwurfs der Propaganda für eine Ter-

rororganisation im Zusammenhang mit Social-Media-Beiträgen im Jahr 

2016 gegen ihn eingeleitet worden sei, und bei den dazu eingereichten 

Dokumente um Tatsachen beziehungsweise Beweismittel handelt, die be-

reits vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-1914/2019 vom 

4. Januar 2021 bestanden haben, im vorangegangenen Asylverfahren 

aber nicht geltend gemacht wurden, 

dass diese Tatsachen und Beweismittel folglich aufgrund der funktionalen 

Zuständigkeitsordnung in der Rechtspflege des Bundes nicht durch das 

SEM, sondern vom Bundesverwaltungsgericht im Rahmen eines Revisi-

onsverfahrens gegen das Urteil D-1914/2019 vom 4. Januar 2021 zu prü-

fen gewesen wären, 

dass vorliegend jedoch aus prozessökonomischen Gründen auf eine Auf-

splittung des Verfahrens zu verzichten und die flüchtlingsrechtliche Rele-

vanz des Verfahrens aus dem Jahr 2017 und der dazu eingereichten Do-

kumente angesichts des bereits fortgeschrittenen Verfahrensstandes im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren zu prüfen ist, zumal dem Beschwerde-

führer dadurch kein Rechtsnachteil erwächst (vgl. hierzu unter anderem die 

Urteile des BVGer D-2461/2021 vom 29. April 2024 E. 4, D-1471/2023 vom 

18. Januar 2024 E. 3.3.1, D-3394/2021 vom 18. Oktober 2023 E. 9.3,  

D-959/2023 vom 19. Mai 2023 E. 5.3, E-5756/2022 vom 16. Januar 2023 

E. 4.2.3 und D-5055/2022 vom 23. November 2022 E. 4.2.1). 

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Seite 6 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-

kenntnis gelangt, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den An-

forderungen an die Glaubhaftigkeit im Sinne von Art. 7 AsylG nicht genü-

gen, 

dass die Schlussfolgerung des SEM, die geltend gemachte Strafverfolgung 

des Beschwerdeführers im Jahr 2021 aufgrund seiner Twitter-Beiträge sei 

unglaubhaft, weil sie auf gefälschten Dokumenten basiere, überzeugt, und 

für die in diesem Zusammenhang hinsichtlich der an den jeweiligen Doku-

menten festgestellten Fälschungsmerkmalen auf deren Auflistungen in der 

angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass in der Beschwerde den vom SEM erwähnten Fälschungsmerkmalen 

nichts Stichhaltiges entgegengesetzt wird, die substanzlos erscheinenden 

Angaben des Beschwerdeführers zum Inhalt und Stand des Strafverfah-

rens aus dem Jahr 2021 nicht konkretisiert und auch die Twitter-Beiträge, 

aufgrund derer er angeblich strafrechtlich belangt werden soll, nicht belegt 

werden, 

dass in Einklang mit dem SEM auch die Strafverfolgung aus dem 

Jahre 2017 als nicht glaubhaft zu bezeichnen ist, 

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dass der Beschwerdeführer während seines ersten Asylverfahrens weder 

vor dem SEM noch im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (vgl. dazu das Urteil D-1914/2019 vom 4. Januar 2019) von Face-

book-Beiträgen mit politischem Inhalt berichtete, die er gepostet haben 

soll, noch eine Strafverfolgung oder eine Verurteilung zu einer Freiheits-

strafe von mehreren Jahren im Jahr 2017 erwähnte, 

dass all dies vielmehr erstmals in der Stellungnahme vom 28. August 2023 

geltend gemacht wurde (vgl. SEM-act. […]-36/3), 

dass entgegen der (auch) in der Beschwerde vertretenen Auffassung die 

Erklärung hierfür, der Beschwerdeführer habe im ersten Asylverfahren 

keine Beweismittel zum im Jahr 2017 gegen ihn geführten Strafverfahren 

gehabt, als Schutzbehauptung erscheint und schon deshalb nicht zu über-

zeugen vermag, weil er seine im ersten Asylverfahren geltend gemachte 

Fluchtgründe (Verfolgung aufgrund der Mitgliedschaft in einem kurdisch-

alevitischen Verein, der Teilnahme an Demonstrationen und der Nichtleis-

tung des Militärdienstes) ebenfalls nicht mit Beweismittel hat belegen kön-

nen, 

dass das SEM hinsichtlich der zum Verfahren aus dem Jahre 2017 einge-

reichten Dokumente festhält, es hätten in der internen Analyse keine ein-

deutigen Fälschungsmerkmale festgestellt werden können, es erachte al-

lerdings die fünfmonatige Dauer zwischen dem Ermittlungsprotokoll vom 

(…) 2017 und dem Entscheid der zweiten Instanz vom (…) 2017 als zu 

kurz und damit als fälschungsverdächtig, wobei auch der Umstand, dass 

die Referenznummern nicht der üblichen Praxis der türkischen Justizor-

gane entsprechen würden, die Erkenntnis des SEM festige, dass das Ver-

fahren aus dem Jahr 2017 nicht existiere und der Beschwerdeführer infol-

gedessen wegen seiner Aktivität auf sozialen Medien auch keine Konse-

quenzen durch den türkischen Staat befürchten müsse, 

dass aufgrund dieser nachvollziehbaren und überzeugenden Erkenntnis 

für das SEM keine Veranlassung bestand, die eingereichten Kopien der 

Rechtskraftbescheinigung, des Genehmigungsentscheids vom (…) 2017 

und des UYAP-Screenshots – wie in der Beschwerde gefordert – auf Ma-

nipulationen technisch analysieren zu lassen, zumal es sich nicht um Ori-

ginaldokumente, sondern um Kopien handelt, die als solche ohnehin 

«technisch» nicht auf Manipulationen überprüft werden können, 

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Seite 8 

dass das SEM ferner zutreffend festhält, der Beschwerdeführer werde ge-

mäss seinen Angaben wegen der im ersten Asylverfahren im Jahr 2017 

geltend gemachten Mitgliedschaft bei einem kurdisch-alevitischen Verein, 

seiner Teilnahmen an Demonstrationen in der Türkei und des von ihm da-

mals nicht geleisteten Militärdienstes heute nicht mehr gesucht, weshalb 

diesen Vorbringen keine aktuelle flüchtlingsrechtlich relevante Bedrohung 

entfalten würden, 

dass in Einklang mit dem SEM auch die angebliche Verfolgung des Be-

schwerdeführers durch die türkischen Behörden wegen mutmasslicher Un-

terstützungsleistungen für die PKK (Partiya Karkerên Kurdistanê, zu 

Deutsch: Arbeiterpartei Kurdistans) in den Jahren 2013/2014 aufgrund der 

in diesem Zusammenhang eingereichten gefälschten Dokumente als nicht 

glaubhaft zu beurteilen ist, 

dass für die weiteren Einzelheiten in der Begründung auf die ausführlichen 

und überzeugenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu ver-

weisen und gleichzeitig festzuhalten ist, dass in der Beschwerde keine sub-

stanziierten Argumente vorgetragen werden, die geeignet sind, um hin-

sichtlich der Frage der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers zu einer von derjenigen des SEM abweichenden Beurteilung zu ge-

langen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

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Seite 9 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass in der Beschwerde keine Gründe dargelegt werden, die geeignet sind, 

um hinsichtlich der Frage, ob sich der Vollzug der verfügten Wegweisung 

als zulässig, zumutbar und möglich erweise, zu einer von derjenigen des 

SEM abweichenden Einschätzung zu gelangen, 

dass auch diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen in der ange-

fochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

dass in der Beschwerde behauptet wird, der Beschwerdeführer stamme 

aus der stark vom Erdbeben betroffenen Provinz Gaziantep, 

dass der Beschwerdeführer jedoch anlässlich der Personalienaufnahme 

erklärte, er stamme aus D._______ (Provinz Erzincan) und habe vor seiner 

Ausreise dort gelebt (vgl. SEM-act. […]-10/7 Ziff. 1.07 ff.), 

dass er demnach nicht aus einer der elf hauptsächlich von den Erdbeben 

vom 6. Februar 2023 betroffenen Provinzen stammt (vgl. dazu das Refe-

renzurteil des BVGer E-1308/2023 vom 19. März 2024 E. 10 und E. 11), 

dass nach dem Gesagten auch der vom SEM verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist, weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 7. Juni 2024 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur 

Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Sarah Ferreyra 

 

 

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