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**Case Identifier:** f1dd5119-fc12-5c71-b7b8-7f44d08ae289
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2023 200 2023 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-56_2023-06-19.pdf

## Full Text

200 23 56 MV
JAP/FRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2023

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
leistete Militärdienst, als er sich am 4. April 2007 beim Sport am linken Knie 
verletzte (Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [Suva], 
Abteilung Militärversicherung [Militärversicherung bzw. Beschwerdegegne-
rin; Akten der Militärversicherung, act. IID] 2). Die Militärversicherung aner-
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Ak-
ten der Militärversicherung [act. II] 14). Am 10. März 2009 schlossen die 
Parteien einen Vergleich ab (act. IID 95), der mit Verfügung vom 3. April 
2009 (act. IID 96) bestätigt wurde. 

Am 5. Januar 2018 stellte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. B.________, ein Gesuch um Revision, evtl. Wiedererwägung der 
Verfügung vom 3. September (recte: 3. April) 2009 inkl. Vergleich sowie ein 
Gesuch um Beurteilung der Haftung inkl. Integritätsschaden (act. II 10). Mit 
formloser Mitteilung vom 20. Februar 2018 (act. II 16) informierte die Mi-
litärversicherung den Versicherten darüber, dass die Haftung für die Knie-
beschwerden links abgelehnt werde. Dieser verlangte die Durchführung 
des formellen Verfahrens (act. II 17 S. 2). Mit Verfügung vom 11. April 2018 
(act. II 18) lehnte die Militärversicherung die Haftung für die Verschlimme-
rung der Kniebeschwerden links in der Rekrutenschule 2007 spätestens 
per 6. April 2009 ab. Weiter lehnte sie die Haftung für die aktuellen Kniebe-
schwerden links, einen erneuten Anspruch auf Umschulung sowie eine 
Integritätsschadenrente ab. Hiergegen erhob der Versicherte am 14. Mai 
2018 Einsprache (act. II 19, 21), woraufhin die Militärversicherung eine 
kreisärztliche Untersuchung veranlasste (Untersuchung vom 24. Januar 
2019; act. II 46).

In der Folge holte die Militärversicherung – mit Zusatzfragen des Versicher-
ten (Akten der Militärversicherung [act. IIA] 63, 67, 72, 75, 77, 92, 100, 109) 
– bei der MEDAS C.________ ein orthopädisches Gutachten ein (Expertise 
vom 30. April 2021 [Akten der Militärversicherung {act. IIB} 115]; Ergän-
zung vom 8. Juni 2022 [Akten der Militärversicherung {act. IIC} 203]). Mit 

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Entscheid vom 7. Dezember 2022 (act. IIC 217) wies die Militärversiche-
rung die Einsprache vom 14. Mai 2018 (act. II 19, 21) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsan-
wältin Dr. iur. B.________, mit Eingabe vom 24. Januar 2023 Beschwerde.

Am 27. Januar 2023 ging beim Verwaltungsgericht eine Ergän-
zung/Verbesserung der Beschwerde mit Rechtsbegehren und Beilagen ein. 
Der Beschwerdeführer beantragte ein Obergutachten sowie die Aufhebung 
des Einspracheentscheides und die Zusprache der gesetzlichen Leistun-
gen (Taggelder, Integritätsschadenrente, IV-Rente). 

Am 30. Januar 2023 kam dem Verwaltungsgericht eine weitere Eingabe 
des Beschwerdeführers mit Beilagen zu. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 27. Februar 2023 kam dem Verwaltungsgericht eine Eingabe des Be-
schwerdeführers mit Beilagen zu, worin er um Akteneinsicht ersuchte und 
eine Replik in Aussicht stellte.

Mit Replik vom 17. April 2023 bestätigte der Beschwerdeführer seine An-
träge.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 21. April 2023).

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Die rudimentär begründete und am letzten Tag 
der Rechtsmittelfrist der Schweizerischen Post übergebene Rechtsschrift 
vom 24. Januar 2023 genügte den Anforderungen an eine Beschwerde, 
weshalb es nicht schadet, dass die Rechtsvertreterin erst mit Eingabe vom 
26. Januar 2023 (bestätigt mit Replik S. 6 in fine) förmliche Rechtsbegeh-
ren gestellt bzw. diese präzisiert hat; es liegt diesbezüglich kein Rechts-
missbrauch vor (vgl. BGE 134 V 162). Da somit auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. Dezem-
ber 2022 (act. IIC 217). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf die gesetzlichen Militärversicherungsleistungen in 
Form von Taggeld sowie Integritätsschaden- bzw. Invalidenrente im Zu-
sammenhang mit den linksseitigen Kniebeschwerden im Nachgang zum 
dienstlichen Ereignis vom 4. April 2007. 

Nicht Streitgegenstand bildet demgegenüber im vorliegenden Beschwerde-
verfahren die Frage eines allfälligen (erneuten) Umschulungsanspruchs 
i.S.v. Art. 37 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über die Militärversi-

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cherung (MVG; SR 833.1). Der Einspracheentscheid vom 7. Dezember 
2022 erwuchs diesbezüglich unangefochten in Teilrechtskraft (vgl. BGE 
144 V 354 E. 4.3 S. 358). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 4 Abs. 1 MVG haftet die Militärversicherung nach den 
Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten und für die unmit-
telbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen. Gemäss Art. 5 Abs. 
1 MVG erstreckt sich die Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi-
gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder 
sonst wie festgestellt wird.

2.2 Art. 8 MVG listet die Leistungen auf, welche die Militärversicherung 
unter den in Art. 16 ff. MVG umschriebenen Voraussetzungen gewährt. 
Darunter fallen nach Art. 8 MVG u.a. Taggelder (lit. e), Invalidenrenten 
(lit. k) sowie Integritätsschadenrenten (lit. m).

2.3 Kann von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhaf-
te Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet 
werden und hinterlässt die Gesundheitsschädigung nach der zumutbaren 
Eingliederung eine voraussichtlich bleibende oder länger dauernde Beein-
trächtigung der Erwerbsfähigkeit (Invalidität, Art. 8 ATSG), so ist an Stelle 
des Taggeldes eine Invalidenrente auszurichten (Art. 40 Abs. 1 MVG). Bei 
vollständiger Invalidität entspricht die jährliche Invalidenrente 80 % des 
versicherten Jahresverdienstes. Bei teilweiser Invalidität wird die Rente 
entsprechend herabgesetzt (Art. 40 Abs. 2 MVG). Versichert ist der Jah-
resverdienst, der während der Dauer der Invalidität ohne die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 6

Gesundheitsschädigung mutmasslich erzielt worden wäre (Art. 40 Abs. 3 
Satz 1 MVG).

2.4 Der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung stimmt mit 
demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärver-
sicherung grundsätzlich überein, weshalb die Schätzung der Invalidität, 
auch wenn sie für jeden Versicherungszweig grundsätzlich selbstständig 
vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Re-
gelfall zum selben Ergebnis führen muss (BGE 129 V 222 E. 4.2 S. 223, 
127 V 129 E. 4d S. 135).

2.5 Die Militärversicherung geht - wie die anderen Sozialversicherungen 
- von einem erwerblichen Invaliditätsbegriff aus. Versichert und rentenbe-
gründend ist weder die medizinisch-theoretische Invalidität noch die Ar-
beits- oder Berufsunfähigkeit, sondern die Erwerbsunfähigkeit, d.h. die 
durchschnittliche Beeinträchtigung der Erwerbsmöglichkeiten auf dem für 
den Versicherten in Betracht fallenden (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt 
(JÜRG MAESCHI, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversiche-
rung [MVG], 2000, Art. 40 N. 11).  Der Nachweis der Invalidität im Rechts-
sinn setzt eine gesundheitlich bedingte, erhebliche und evidente, dauerhaf-
te sowie objektivierbare Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
voraus. In jedem Fall hat eine sorgfältige Plausibilitätsprüfung der geltend 
gemachten Funktionseinschränkungen zu erfolgen (Entscheid des Bun-
desgerichts vom 19. September 2017, 8C_330/2017, E. 4.3.1). 

2.6 Erleidet der Versicherte eine dauernde erhebliche Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch 
auf eine Integritätsschadenrente (Art. 48 Abs. 1 MVG). Die Integritätsscha-
denrente ist von dem Zeitpunkt an geschuldet, in dem die ärztliche Behand-
lung abgeschlossen ist oder von ihrer Fortsetzung keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden 
kann (Art. 48 Abs. 2 MVG). 

2.7 Die Leistungen der Militärversicherung werden angemessen 
gekürzt, wenn die versicherte Gesundheitsschädigung nur teilweise auf 
Einwirkungen während des Dienstes zurückgeht (Art. 64 MVG). 

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3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und von den Parteien denn auch nicht 
bestritten, dass die Militärversicherung die Haftung im Zusammenhang mit 
dem ursprünglichen Ereignis vom 4. April 2007 (act. IID 2) anerkannt und 
gesetzliche Leistungen erbracht hat.  

Am 10. März 2009 schlossen die Parteien einen Vergleich im Sinne von 
Art. 50 ATSG ab (act. IID 95), der mit Verfügung vom 3. April 2009 
(act. IID 96) bestätigt wurde. Die Beschwerdegegnerin erwog, mit der Aus-
zahlung des Vergleichsbetrages von Fr. 20'000.-- seien alle Leistungen 
beruflicher Art von der Militärversicherung erbracht. Über den 7. April 2009 
hinaus könnten keine Erwerbsausfallleistungen geltend gemacht werden. 
Die Militärversicherung verzichte auf die Einreichung einer Strafanzeige. 
Die Haftung und ein allfälliger Integritätsschaden-Anspruch würden zu ge-
gebener Zeit beurteilt (act. IID 96 S. 2). Der Vergleich umfasste damit ex-
plizit nicht einen Leistungsanspruch im Zusammenhang mit einem allfälli-
gen Integritätsschaden (vgl. E. 5 hiernach). Ob in Bezug auf den Anspruch 
auf Taggeld und Invalidenrente ein Rückkommenstitel bzw. ʺRevisions-
grundʺ vorliegt (act. II 33 S. 1; IIA 56 S. 2), kann letztlich offenbleiben. Denn 
wie aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 3.5 und 4.6 hiernach), besteht so oder 
anders kein diesbezüglicher Leistungsanspruch.

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Radiologie, legte im MRI-
Befundbericht vom 19. April 2006 (act. IIA 86) dar, es bestehe ein deutli-
cher Kniegelenkserguss sowie eine laterale Meniskusläsion im Hinterhorn. 
Überdies liege eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes im mittleren Drittel 
mit begleitenden typischen Spongiosafrakturen am lateralen Femurkondy-
lus und lateralen Tibiaplateau vor. Schliesslich bestehe eine Teilruptur des 
medialen Seitenbandes in der vorderen Hälfte im proximalen Ansatz. 

Im MRI-Befundbericht vom 12. April 2007 (act. IIA 49 S. 47) führte Dr. med. 
D.________ aus, es zeigten sich ein mässiggradiger Kniegelenkserguss 
sowie eine mediale Meniskusläsion. Zudem lägen eine bekannte alte spit-
zennahe Läsion des lateralen Meniskus im Hinterhorn intercondylärnahe 

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sowie ein kleiner Einriss an der Meniskusbasis lateral unter Ausbildung 
eines kleinen Ganglions vor. Es bestehe ein Status nach alter vorderer 
Kreuzbandruptur mit wahrscheinlich sekundärer narbiger partieller Verhei-
lung unter Stufenbildung im mittleren Drittel. Zu sehen seien überdies eine 
kleine osteochondrale Läsion am medialen Femurkondylus sowie alte nar-
bige Veränderungen am proximalen Ansatz des medialen Seitenbandes bei 
Status nach Teilruptur. Der Vergleich erfolge aufgrund der Untersuchung 
vom 19. April 2006. 

3.2.2 Der behandelnde Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht 
vom 2. März 2009 (act. IID 93) aus, fünf Wochen nach Zyklops-entfernung 
und medialer Meniskusnaht gebe der Beschwerdeführer einen deutlichen 
Beschwerderückgang an. Es erfolge der Übergang auf einen Stock für eine 
Woche, dann sei Vollbelastung möglich. Mit einer theoretischen Wieder-
aufnahme der Arbeit sei ab April 2009 zu rechnen. 

Dr. med. E.________ führte am 14. April 2009 aus, der Beschwerdeführer 
werde ab sofort zu 100 % arbeitsfähig geschrieben. Der Fall werde abge-
schlossen (act. IID 98). 

3.2.3 Am 11. Januar 2013 wurde der Beschwerdeführer durch Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, kreisärztlich untersucht. Im gleichentags erstellten 
Bericht (act. II 44 S. 10 ff.) diagnostizierte dieser in Bezug auf das linke 
Knie (wie auch in Bezug auf das rechte Knie, was vorliegend jedoch nicht 
von Interesse ist) im Wesentlichen eine verminderte Belastbarkeit des 
Kniegelenks (S. 18). Hinsichtlich der Kniegelenke seien schwere Arbeiten 
unzumutbar; zumutbar seien leichte körperliche Arbeiten in wechselnder 
Position ohne Tätigkeiten in Zwangsposition der Kniegelenke, ohne Erstei-
gen von Leitern oder Gerüsten, ohne repetitives Treppensteigen und ohne 
Arbeiten in unwegsamem Gelände. Nicht zumutbar seien schliesslich Ar-
beiten im Knien sowie in Zwangspositionen der Beine oder der Kniegelen-
ke. Bei Berücksichtigung dieser Vorgaben sei von einem ganztägigen Ein-
satz auszugehen (S. 20 f.). 

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3.2.4 Im von der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) eingehol-
ten polydisziplinären Gutachten der MEDAS G.________ vom 3. Juni 2019 
(act. II 47) diagnostizierten die Ärzte in Bezug auf das linke Knie eine be-
ginnende medialbetonte Gonarthrose links mit leichter vorderer Instabilität 
im Status nach vorderer Kreuzbandersatzplastik vom 16. November 2007 
und arthroskopisch assistierter Notch-Plastik, medialer Meniskusnaht und 
Schraubenentfernung vom 29. Januar 2009 (S. 17 Ziff. 4.2). Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, legte dar, im linken Knie liege eine leichte vordere 
Instabilität vor. Eine Komplexinstabilität, die eine bi-/multidirektionale Insta-
bilität voraussetze, liege nicht vor. Als ursächlich für die Gonarthrose kom-
me überwiegend wahrscheinlich ein Folgezustand nach Trauma in Frage. 
Eine primäre Arthrose sei im Alter von 34 Jahren wenig wahrscheinlich (S. 
22 Ziff. 6). Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, mit der Entwick-
lung der Zunahme der Kniegelenksbeschwerden habe der Versicherte ab 
etwa 2014 seiner Erwerbstätigkeit als … und … nicht mehr nachgehen 
können (S. 19 Ziff. 4.7). Er sei (auch unter Berücksichtigung der Beschwer-
den am rechten Knie, am rechten Handgelenk sowie an der rechten Schul-
ter) in der Lage, körperlich leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten unter 
Vermeidung von Tätigkeiten in Zwangshaltung (kniend, hockend, kauern, 
ʺin und über Kopfʺ) durchzuführen. Darüber hinaus sollten Tätigkeiten unter 
extremen Temperaturschwankungen wie Hitze, Kälte, Nässe vermieden 
werden. Der Anteil sitzender Tätigkeiten sollte mindestens 50 % betragen. 
Darüber hinaus sollten repetitive belastende Handgelenkstätigkeiten ver-
mieden werden, Vibrationsexpositionen sollten ebenfalls vermieden wer-
den. Eine solche Tätigkeit sei zu 8.5 Stunden pro Tag zumutbar (S. 78 Ziff. 
8).

3.2.5 Im Gutachten der MEDAS C.________ vom 30. April 2021 (act. IIB 
115) stellte PD Dr. med. I.________, Fachärztin für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Praktische Ärztin, 
folgende Diagnosen:

1. Posttraumatische Gonarthrose links mit/bei
- 02/2002: Kniedistorsion links mit Partialruptur des vorderen Kreuz-

bandes (MRI 05/2002)
- 10.04.2006: Kniegelenksdistorsion beim Fussballspielen mit nun 

kompletter Ruptur VKB (MRI 04/2006)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 10

- 04.04.2007: Kniedistorsion linkes Knie beim Unihockey im Militär-
dienst mit neu medialer Meniskusläsion und kleiner osteochon-
draler Läsion am medialen Femurkondylus (MRI 4/2007)

- 02.11.2007: Stolpern und Kniedistorsion links
- 29.01.2009: arthroskopische Notch-Plastik, mediale Meniskusnaht 

und Schraubenentfernung am linken Tibiakopf bei Zyklops über 
dem vorderen Kreuzbandersatz

- 08.12.2010: Verletzung Kniegelenksdistorsion mit neuem Korb-
henkelriss am Innenmeniskus (MRI 12/2010)

- 10.02.2011: Partielle Meniskektomie links

2. Posttraumatische Gonarthrose rechts mit/bei
- 04.05.2000 und 07.05.2000: Kniegelenksdistorsionen beim Fuss-

ballspielen
- 26.05.2001: Kniegelenksdistorsion beim Beachvolleyball mit VKB-

Ruptur (MRI 05/2001)
- 06.11.2001: Vordere Kreuzbandrekonstruktion mit Ligamentum pa-

tellae und mediale Teilmeniskektomie rechts

Nebendiagnosen:
1. Status nach Scaphoidfraktur und Scaphoidpseudarthrose am 

23.05.2009
2. Hintere Schulterinstabilität rechtes Schultergelenk
3. Status nach Autounfall 2015, anamnestisch mit Schädelhirntrauma

Die Gutachterin führte aus, der Beschwerdeführer habe sich am 4. April 
2007 bei einem Unihockeyspiel in der Rekrutenschule das linke Knie ver-
dreht, wobei möglicherweise die vorbestehende Instabilität aufgrund der 
Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) für die dabei erlittene Verletzung 
prädestiniert habe. Als neue Läsion sei es im Rahmen des Militärunfalls zu 
einer medialen Meniskusläsion und einer kleinen osteochondralen Läsion 
am medialen Femurkondylus gekommen. Die restlichen Läsionen, insbe-
sondere die VKB-Ruptur und der laterale Meniskusschaden und die Teil-
ruptur des medialen Seitenbandes in der vorderen Hälfte des proximalen 
Ansatzes seien vorbestehend gewesen. Die vordienstlich geschädigten 
Strukturen (bereits vollständige VKB-Ruptur) seien im Militärdienst nicht 
weiter geschädigt worden. Es seien jedoch zusätzlich weitere Kniebinnen-
läsionen aufgetreten, so dass insgesamt der Zustand des linken Kniege-
lenks durch den neuerlichen Unfall in geringem Ausmass partiell ver-
schlechtert worden sei (S. 19 Ziff. 3 f.). Es bestehe eine sehr kleine Teil-
Kausalität in dem Sinne, dass die mediale Meniskusläsion und der Knor-
pelschaden formal nicht vollständig zur Abheilung hätten gebracht werden 
können. Demzufolge seien sie kleiner Teil einer Masse an mehreren vor-
dienstlichen, einer dienstlichen und mehreren nachdienstlichen Verletzun-

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gen, welche in der Gesamtheit nun zum vorzeitigen Gelenksverschleiss 
geführt hätten. Klar führend sei hier die Rolle der nicht-dienstlichen zweisei-
tigen VKB-Ruptur (S. 20 Ziff. 7). Seitens der Militärversicherung sei nach 
dem Ereignis vom 4. April 2007 die VKB-Plastik links vom 16. November 
2007 übernommen worden, obwohl diese Verletzung mit Sicherheit vorbe-
stehend gewesen und durch das Ereignis vom 4. April 2007 nicht direkt 
verschlimmert worden sei, der Eingriff sei aber sicher zum damaligen Zeit-
punkt indiziert gewesen. Auch der Folgeeingriff vom 29. Januar 2009 sei 
von der Militärversicherung übernommen und die Leistungen dann per 
7. April 2009 abgeschlossen worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die vorüber-
gehende Verschlimmerung des erheblichen Vorzustandes in Form eines 
vorgeschädigten Knies vorerst abgeschlossen gewesen. Die weitere Ent-
wicklung werde weit überwiegend durch die Summe des Vorzustandes und 
der nachdienstlichen Verletzungen des gleichen linken Knies geprägt, wo-
von die dienstliche Verletzung nicht mehr sinnvollerweise abgegrenzt wer-
den könne. Im Sinne einer vorübergehend auf die dienstliche Verletzung 
vom 4. April 2007 zurückzuführende Verschlimmerung könne auch aus 
heutiger Sicht der Fallabschluss per April 2009 als nachvollziehbar beurteilt 
werden (S. 20 f. Ziff. 8). 

3.2.6 In der Ergänzung vom 8. Juni 2022 (act. IIC 203) legte PD Dr. med. 
I.________ nach Studium der neu überlassenen Sanitätsakten sowie weite-
rer Dokumente dar, der Behandler Dr. med. E.________ gehe überein-
stimmend mit der Referentin davon aus, dass die VKB-Läsion Ursache für 
die Folgeschäden sei, jedoch gehe dieser irrtümlich davon aus, dass die 
VKB-Läsion im Militär erlitten worden sei. Die Tatsache, dass gemäss MRI-
Befund vom 19. April 2006 bereits vor dem dienstlichen Unfall eine 
vollständige VKB-Läsion des linke Knies vorgelegen habe und diese im 
MRI-Bericht vom 12. April 2007 als ʺalte vordere Kreuzbandruptur mit 
wahrscheinlich sekundär narbiger partieller Verheilungʺ beschrieben wor-
den sei, widerspreche der Einschätzung einer im Militär erlittenen VKB-
Ruptur klar (S. 2). Die im Militärdienst eingetretene Verschlimmerung sei 
nach den Eingriffen vom 16. November 2007 und 29. Januar 2009 beendet 
gewesen und der Status quo sine sei Mitte April 2009 eingetreten (S. 3). 
Die Hauptursache für die posttraumatische Arthrose sei die vordienstliche 
VKB-Ruptur (S. 4). Die militärbedingte osteochondrale Läsion medial habe 

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lediglich einen Kausalitätsanteil von 10 %. Der Vorzustand berge ein Ar-
throserisiko von bis zu 50 % je nach Studie (S. 4 f.). Die von der Rechtsver-
treterin beigebrachte medizinische Literatur aus dem Internet beinhalte 
sehr allgemein gehaltene Informationen für Patienten, welche keine Grund-
lage für eine fachgutachterliche orthopädische Beurteilung von Einzelfällen 
bilden könne (S. 5). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 7. Dezember 2022 (act. IIC 217) massgeblich auf das 
orthopädische Gutachten von PD Dr. med. I.________ vom 30. April 2021 
(act. IIB 115) samt Ergänzung vom 8. Juni 2022 (act. IIC 203) gestützt. 
Diese erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugen 
grundsätzlich. Insbesondere basieren die Beurteilungen auf umfassenden 
Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wurden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 13

in Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie 
leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Folglich kommt dem Gutach-
ten samt Ergänzung grundsätzlich (vgl. indes E. 3.4.2 hiernach) voller Be-
weiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

3.4.1 PD Dr. med. I.________ ist als Orthopädin und zertifizierte medizi-
nische Gutachterin SIM ohne weiteres hinreichend fachlich qualifiziert, 
selbst wenn sie nicht als ausgesprochene "Kniespezialistin" zu betrachten 
wäre (Beschwerde S. 2 Ziff. 3; Beschwerdeantwort S. 8 Ziff. 6). Sie hatte 
überdies Kenntnis von den massgebenden bildgebenden Befunden des 
linken Knies (Beschwerde S. 2 Ziff. 2) sowohl über den Vorzustand (MRI 
vom 19. April 2006: act. IIA 86 [= act. IlD 57]) als auch über die initiale Si-
tuation nach dem Verdrehen des Knies beim Unihockeyspiel in der Rekru-
tenschule (MRI vom 12. April 2007: act. IIA 49 S. 47 [= act. IIA 85; act. IID 
58]) sowie über den weiteren Verlauf (MRI vom 22. Mai 2008: act. IIA 91 [= 
act. IIB 138 S. 66; act. IID 48, 59], MRI vom 6. Dezember 2010: act. IIA 82 
[= act. IlD 111], MRI vom 23. Dezember 2010: act. ll 44 S. 47 [= act. IIB 125 
S. 20], MRI vom 12. August 2011: act. II 44 S. 40, Rx vom 12. Juni 2012: 
act. ll 44 S. 39, MRI vom 3. Oktober 2012: act. ll 44 S. 22, MRI vom 23. Mai 
2017: act. II 45 S. 12, MRI vom 18. August 2017: act. II 45 S. 8, MRI vom 
31. August 2018: act. ll 25 S. 3 [= act. IIB 125 S. 19], Rx vom 12. März 
2021: act. IIB 115 S. 56 [= act. IIB 132 S. 1], MRI vom 18. März 2031 [rec-
te: 2021]: act. IIB 115 S. 58 [= act. IIB 127 S. 1]; vgl. zur Edition der bildge-
benden Dokumente auch act. IIA 69 f.). Schliesslich standen der Gutachte-
rin zur Beantwortung der Ergänzungsfragen (act. IIC 160) auch die sa-
nitätsdienstlichen Akten (act. IIB 138) zur Verfügung. Die Schlussfolgerung 
der Gutachterin, wonach die VKB-Ruptur vorbestand und anlässlich des 
dienstlichen Ereignisses vom 4. April 2007 als zusätzliche weitere Kniebin-
nenläsionen ein medialer Meniskusriss sowie eine kleine ostechondrale 
Läsion am medialen Femurkondylus hinzutraten, überzeugt (act. IIB 115 S. 
19). Daran ändert die Argumentation des Beschwerdeführers, soweit sie 
aus der medizinischen Laiensphäre heraus sowie unter Hinweis auf Inter-
netliteratur bzw. einen nicht einschlägigen Bundesgerichtsentscheid erfolgt 
(Replik S. 3 ff.; Akten des Beschwerdeführers [act. I] 19), von vornherein 
nichts. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 14

3.4.2 Entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin im angefoch-
tenen Einspracheentscheid (act. IIC 217 S. 18 E. 5 lit. b) überzeugt hinge-
gen die gutachterliche Begründung, wonach der Status quo sine der im 
Militärdienst erlittenen Gesundheitsschädigung Mitte April 2009 eingetreten 
sei, nicht. Vielmehr erscheint die Einschätzung widersprüchlich, wonach 
einerseits per Mitte April 2009 ein Status quo sine eingetreten sein soll (act. 
IIC 203 S. 3) und andererseits die dienstliche Verschlimmerung des Vorzu-
standes weiterhin im Sinne einer (minimalen) Teilkausalität die linksseitigen 
Kniebeschwerden bewirkten (act. IIC 203 S. 4 f.). Ein eingetretener Status 
quo sine vel ante würde den gemeldeten Rückfall/Spätfolge (act. IID 109; 
vgl. Art. 42 MVG sowie MAESCHI, a.a.O., Art. 6 N. 21 ff.) bzw. eine darüber 
hinaus noch bestehende (Teil-)Kausalität ausschliessen. Bei Lichte be-
trachtet postulierte die Gutachterin nicht den Status quo sine, sondern den 
Eintritt des medizinischen Endzustandes i.S.v. Art. 40 Abs. 1 MVG (vgl. 
dazu MAESCHI, a.a.O., Art. 40 N. 17) im April 2009. Sie erklärte gestützt auf 
die echtzeitlichen Akten, dass per April 2009 die bestmögliche Stabilität des 
linken Knies erreicht war, der Beschwerdeführer – wie vom behandelnden 
Dr. med. E.________ prognostiziert (act. IID 93) – seine Arbeit wieder voll-
schichtig aufgenommen habe und ihm ab 14. April 2009 denn auch eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei (act. IID 98). Mithin ging sie 
davon aus, dass damals ex ante betrachtet keine namhafte Verbesserung 
des Gesundheitsschadens mehr zu erwarten war und sie erachtete den 
Fallabschluss per April 2009 (vgl. act. IID 96 S. 2 Ziff. 6) als nachvollzieh-
bar (act. IIB 115 S. 21 Ziff. 8). Dass die Gutachterin den Begriff des Status 
quo sine im versicherungsmedizinischen Kontext missverständlich verwen-
dete, ist dem Beweiswert der Expertise jedoch nicht abträglich, geht aus 
den gutachterlichen Überlegungen doch klar hervor, was damit gemeint 
war. PD Dr. med. I.________ begründete sowohl im Gutachten als auch im 
Rahmen der Beantwortung der Ergänzungsfragen denn auch einleuchtend 
und konsistent, dass die weitere Entwicklung nach dem Fallabschluss zwar 
weit überwiegend durch die Summe des Vorzustandes und der nachdienst-
lichen Verletzungen des linken Knies geprägt worden sei, jedoch die mi-
litärdienstliche Verletzung – wenn auch quantitativ schwierig abgrenzbar – 
weiterhin mitwirkte (act. IIB 115 S. 21 Ziff. 8; act. IIC 203 S. 4 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 15

3.4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass Mitte April 2009 der medizini-
sche Endzustand i.S.v. Art. 40 Abs. 1 MVG vorlag, nicht aber der Status 
quo sine vel ante erreicht war. Damals bestand gemäss dem beweiskräfti-
gen (act. IIA 49 S. 1 ff. [Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. April 2014, 
IV/2014/261, E. 3.4]) Kreisarztbericht der Suva vom 11. Januar 2013 (act. ll 
44 S. 10 ff.) bzw. dem ebenfalls beweiskräftigen MEDAS-Gutachten vom 
3. Juni 2019 (act. II 47 S. 10 ff.) retrospektiv wegen vorab linksseitigen 
Kniebeschwerden zwar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit als …, hingegen keine Arbeitsunfähigkeit in leidensad-
aptierter Tätigkeit. Es bestehen keine Hinweise, dass im weiteren Verlauf 
bis zum den Überprüfungshorizont bildenden Einspracheentscheid vom 7. 
Dezember 2022 (act. IIC 217; BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 
2.1 S. 140) eine relevante Verschlechterung des militärversicherten Ge-
sundheitsschadens eintrat, welcher sich derart auf das funktionelle Leis-
tungsvermögen ausgewirkt hätte, dass die medizinisch-theoretische Ar-
beitsfähigkeit unter Berücksichtigung der von den Dres. med. F.________ 
bzw. H.________ differenziert formulierten Zumutbarkeitsprofilen (act. ll 44 
S. 20 f. bzw. 47 S. 18 Ziff. 4.5, 47 S. 78 Ziff. 8) quantitativ eingeschränkt 
worden wäre.

3.5 Da bei der Einstellung der Taggeldleistungen im April 2009 (act. IID 
95 f.) der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 40 Abs. 1 MVG er-
reicht war, fiel ein Taggeldanspruch – in Analogie zur Rechtsprechung im 
Unfallversicherungszweig (vgl. etwa ALEXIA HÄNE, in: HÜRZELER/KIENER 
[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 2018, 
Art. 10 N. 16) – unabhängig davon weg, ob über diesen Zeitpunkt hinaus 
noch militärversicherte Residuen bestanden. 

Zu prüfen sind in einem weiteren Schritt die Auswirkungen dieser medizini-
schen Ausgangslage auf den Anspruch auf eine Invalidenrente.

4.

4.1 Die Militärversicherung stellt für die Invaliditätsbemessung auf 
Art. 16 ATSG ab (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, 
Art. 16 N. 167; MAESCHI, a.a.O., Art. 40 N. 33 ff.). Danach wird für die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 16

stimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medi-
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 
könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens (vgl. hierzu MAESCHI, 
a.a.O., Art. 40 N. 45 ff.) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. 
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 
der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft. 
Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so konkret wie möglich zu er-
folgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 
UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2).  

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens (vgl. hierzu MAESCHI, 
a.a.O., Art. 40 N. 37 ff.) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 
auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 148 V 
174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden. Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss 
ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann 
von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei 
üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abge-
stellt wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 17

benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher 
Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 
5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen 
Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätz-
lich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu 
einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 
148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die im Zeit-
punkt des angefochtenen Verwaltungsaktes bezogen auf den Zeitpunkt des 
Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten statistischen Daten zu verwen-
den (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; SVR 2022 IV Nr. 23 S. 76 E. 6.2.1 und 
6.2.2).

4.3  Da der medizinische Endzustand im Sinne von Art 40 Abs. 1 MVG 
im April 2009 erreicht war (act. IID 95 f.), ist der Rentenanspruch per 
1. April 2009 zu prüfen.

4.4 Der Beschwerdeführer stand gemäss IK-Auszug seit dem 26. Juni 
2006 (erneut [vgl. act. IIA 48 S. 3 f.]) in einem Temporär-Arbeitsverhältnis 
mit der J.________ AG und wurde im Stundenlohn als … eingesetzt (act. 
IID 2). Auch wenn der Beschwerdeführer in seiner weiteren Berufskarriere 
allenfalls die Stelle gewechselt hätte (wovon die IV-Stelle Bern und das 
Verwaltungsgericht im VGE IV/2014/261 für das Jahr 2012 ausgingen [act. 
IIA 49 S. 36-38 bzw. 49 S. 13 E. 4.2.1]), ist mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit anzunehmen, dass dieses Arbeitsverhältnis im hypothetischen Vali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 18

ditätsfall jedenfalls im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im 
April 2009 noch bestanden hätte. Gemäss den Angaben der 
J.________ AG hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2007 einen Bruttolohn 
von Fr. 57'592.-- erzielt (act. IID 17). Aufindexiert auf das Jahr 2009 resul-
tiert ein Valideneinkommen von Fr. 59'903.50 (Fr. 57'592.-- / 117.1 x 121.8 
[BFS, Tabelle T1.93, Nominallohnindex, NOGA-Wirtschaftszweig Ziff. 45 
{Baugewerbe}, Indices 2007 bzw. 2009]). Ein grösseres Valideneinkommen 
ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, erzielte der Beschwerdeführer 
gemäss IK-Auszug (act. IIA 48 S. 1) doch einzig im Jahr 2008 ein höheres 
Einkommen (Fr. 66'833.--), indem er ein strafrechtlich relevantes Verhalten 
an den Tag legte und anerkanntermassen (act. IID 92) trotz Taggeldbezug 
der Militärversicherung einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit nachging. 

4.5 Zur Bestimmung des Invalideneinkommens ist mangels Aufnahme 
einer angepassten Tätigkeit auf die Tabellenlöhne abzustellen. Mit Blick auf 
das Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.4.3 hiervor; act. ll 44 S. 20 f. bzw. 47 S. 
18 Ziff. 4.5, 47 S. 78 Ziff. 8) ist praxisgemäss von der LSE 2008, TA1, An-
forderungsniveau 4, Total, auszugehen. Aufgerechnet auf das Jahr 2009 
und angepasst an die berufsübliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden 
(BFS, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 2009) 
ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 61'228.40 (Fr. 4'806.-- x 12 / 40 
x 41.6 / 120.0 x 122.5 [Tabelle T1.93, Nominallohnindex, Männer, Total, 
Indices 2007 bzw. 2009]).

Ein Abzug vom Tabellenlohn ist nicht vorzunehmen. Das formulierte Zu-
mutbarkeitsprofil trägt den medizinischen Einschränkungen hinreichend 
Rechnung, sodass diese nicht mittels eines leidensbedingten Abzuges zu 
berücksichtigen sind (vgl. E. 4.2.2 hiervor). 

4.6 Das Valideneinkommen liegt mit Fr. 59'903.50 tiefer als das ermittel-
te Invalideneinkommen von Fr. 61'228.40 (vgl. E. 4.4 f. hiervor). Eine Paral-
lelisierung des effektiv erzielten Valideneinkommens ist nicht angezeigt, da 
sich der Beschwerdeführer offensichtlich freiwillig mit einem tieferen Ein-
kommen begnügte (BGE 148 V 174 E. 6.4 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 33 S. 
115 E. 2.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 19

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 59'903.50 und einem Invalidenein-
kommen von Fr. 61'228.40 resultiert ein IV-Grad von 0 %. Ein Invalidenren-
tenanspruch (welcher im Zweig der Militärversicherung keine Mindestinva-
lidität voraussetzt) fällt damit unabhängig davon ausser Betracht, wie es 
sich mit der Rechtswirkung des abgeschlossenen Vergleichs verhält (vgl. 
E. 3.1 hiervor). 

5.

Zu prüfen ist weiter der Anspruch auf eine Integritätsschadenrente. Wie 
bereits erwähnt (vgl. E. 3.1 hiervor) umfasste der Vergleich vom 10. März 
2009 (act. IID 95) explizit nicht einen Leistungsanspruch im Zusammen-
hang mit einem allfälligen Integritätsschaden. Zwischen den Parteien ist zu 
Recht unbestritten, dass eine Teilkausalität für den Leistungsanspruch 
genügt (Art. 64 MVG; vgl. E. 2.7 hiervor), wobei die Beschwerdegegnerin 
die gutachterliche Schätzung der Kausalität des militärversicherten Ge-
sundheitsschadens auf 10 % (nach dem Gesagten zu Unrecht; vgl. E. 3.4.2 
hiervor; act. IIC 203 S. 4 f.) als nicht beweiskräftig taxierte und ihre Haftung 
für die linksseitigen Kniebeschwerden ab Mitte April 2009 integral verneinte 
(act. IIC 217 S. 20 Ziff. 2). Die Beschwerdegegnerin befasste sich deshalb 
nicht näher mit den Anspruchsvoraussetzungen der Integritätsschadenren-
te (vgl. Art. 48 Abs. 1 MVG; MAESCHI a.a.O., Art. 48 N. 4 ff.) und auch PD 
Dr. med. I.________ setzte sich bisher nicht mit einem allfälligen Inte-
gritätsschaden auseinander. Damit erweist sich der medizinische Sachver-
halt als punktuell ungenügend abgeklärt (Replik S. 2 oben) und die Sache 
ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie das Erforderliche 
(mittels einer kreisärztlichen Beurteilung der Militärversicherung oder einer 
ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme) nachholt und hernach über 
eine allfällige Integritätsschadenrente befindet. Da es um die Erhebung 
einer bisher vollständig ungeklärten Frage geht, ist die Rückweisung im 
Lichte der im Militärversicherungszweig analog geltenden Grundsätze 
zulässig (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.; SVR 
2016 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 20

6. Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen 
und der angefochtene Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2022 inso-
weit aufzuheben, als darin ein Anspruch auf eine Integritätsschadenrente 
verneint wurde und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen 
über den Anspruch auf eine Integritätsschadenrente neu verfüge. Im Übri-
gen wird die Beschwerde abgewiesen. 

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben.

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Nach der Rechtsprechung hat die beschwerde-
führende Partei bei teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine 
reduzierte Parteientschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL 
Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 

Da der Beschwerdeführer insoweit obsiegt, als die Sache zur Prüfung des 
Anspruchs auf eine Integritätsschadenrente zurückgewiesen wird, indessen 
er mit seinem Rechtsbegehren auf Zusprache von Taggeldern und einer 
IV-Rente unterliegt, rechtfertigt es sich, schematisch von einem Obsiegen 
von einem Drittel auszugehen. Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ hat trotz 
Aufforderung (vgl. prozessleitende Verfügung vom 27. Februar 2023) bis 
zum angesetzten Termin keine Kostennote eingereicht. Mit Blick auf ver-
gleichbare Fälle, die Wichtigkeit der Streitsache und den gebotenen Auf-
wand ist ein Honorar von pauschal Fr. 1’100.-- (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) angemessen. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, MV/23/56, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva vom 7. Dezember 2022 insoweit aufgeho-
ben, als darin ein Anspruch auf eine Integritätsschadenrente verneint 
wurde und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – über den Anspruch auf Integritätsschadenrente neu verfüge. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'100.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva, Abteilung Militärversicherung
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.