# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9244d20-6d78-5f59-bdcc-62c82f2fc7cf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.11.2021 725 21 177/297
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-177-297_2021-11-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. November 2021 (725 21 177 / 297) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Teilursächlichkeit des Unfallereignisses: Es besteht ein Defizit bei der Ermittlung des re-

levanten medizinischen Sachverhalts, weshalb eine abschliessende Beurteilung der strei-

tigen Kausalitätsfrage nicht möglich ist. Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Ab-

klärung. 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A1. Der 1979 geborene A.____ war seit dem 1. Februar 2008 als Montageschlosser bei der 
B.____ AG tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 
29. September 2017 stürzte er in der Werkstatt und verdrehte sich dabei das Knie. Auf der Ba-

 

 
 
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gatellunfall-Meldung vom 4. Oktober 2017 wurde als Verletzung eine Prellung am Knie aufge-
führt. In der Folge erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung 
für diesen Unfall. 
 
A2. Nachdem der behandelnde Arzt im Januar 2018 die medizinischen Behandlungen auf-
grund relativer Beschwerdearmut vorläufig abgeschlossen hatte, begab sich A.____ im Okto-
ber 2020 wegen persistierender Schmerzen erneut in ärztliche Behandlung. Mit Schadenmeldung 
vom 10. November 2020 machte er bei der Suva einen Rückfall geltend. Diese lehnte eine Leis-
tungspflicht mit Verfügung vom 2. Februar 2021 ab. Die dagegen erhobene Einsprache wies die 
Suva mit Einspracheentscheid vom 6. Mai 2021 ab. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 3. Juni 2021 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte sinnge-
mäss, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, die gesetzlichen 
Leistungen auszurichten. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Juni 2021 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde. 
 
D. Mit Eingabe vom 13. Juli 2021 legte der Beschwerdeführer einen Arztbericht vom 
7. Juli 2021 ins Recht mit der Bitte, diesen bei der Überprüfung zu berücksichtigen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erho-
bene – Beschwerde des Versicherten vom 3. Juni 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 
für die am 10. November 2020 gemeldeten Beschwerden, die der Beschwerdeführer auf das Un-
fallereignis vom 29. September 2017 zurückführt, zu Recht abgelehnt hat. 
 

 

 
 
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2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). 
 
2.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezem-
ber 1982 werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (BGE 127 V 457 E. 4b, 
118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich 
geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Ar-
beitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Ver-
laufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem andersge-
arteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an 
ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallver-
sicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der 
seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adä-
quater Kausalzusammenhang besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2012, 
8C_714/2011, E. 3.2.1; BGE 118 V 269 f. E. 2c mit Hinweisen). Sind die geltend gemachten 
Beschwerden unter dem Titel Grundfall zu prüfen, obliegt es dem Versicherer darzutun, dass 
diese mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall zurückzuführen sind, da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt. Die blosse Möglichkeit genügt nicht. Demgegenüber 
kann der Unfallversicherer bei der Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung ge-
mäss Art. 11 UVV für Rückfälle und Spätfolgen nicht auf der Anerkennung des natürlichen und 
adäquaten Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder bei früheren Rückfällen behaftet werden, 
weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt dem Leistungs-
ansprecher, das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spät-
folge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfall-
kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht 
des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforde-
rungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2016, 
8C_592/2016, E. 2.2 mit Hinweisen). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versi-
cherten Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2014, 8C_193/2014, E. 2 mit Hin-
weisen). 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ur-
sachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor-
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

 

 
 
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alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi-
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht wer-
den kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4 Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgeben-
den Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt 
also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte 
Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts 
des Schadenseintritts conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur 
Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung 
jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses 
von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Juli 2016, 8C_337/2016, E. 4.1; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwi-
schen Unfall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgren-
zung der wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsu-
rsache, in: SZS 2009 S. 479). Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd 
gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht 
als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine 
Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 
2020, 8C_669/2019, E. 4). 
 
2.5 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 
Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 
(Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine an-
spruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl 

 

 
 
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im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten mas-
sgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). 
 
2.6 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die 
noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, Urteil des Bundesgerichts vom 
21. Mai 2010, 8C_816/2009, E. 4.3 mit Hinweisen). Solange jedoch der Status quo sine vel ante 
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller 
Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt selbst dann, wenn 
sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark 
überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die ver-
sicherte Person Anspruch auf einen operativen Eingriff mit anschliessender zweckmässiger Be-
handlung selbst dann hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Be-
schwerden diente, und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den 
Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig 
geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 6). Art. 36 UVG setzt 
voraus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsa-
men Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen ist. Keine gemeinsame Verursachung 
liegt vor, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht ha-
ben, so etwa wenn der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich 
damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 3). 
Mithin wird mit Art. 36 UVG das Kausalitätsprinzip teilweise durchbrochen; der Unfallversicherer 
hat für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen 
ohne Einschränkung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenver-
ursachung vor, kann deshalb auch keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen er-
folgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 
Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollstän-
dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Untersuchungspflicht dauert 
so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hin-
reichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozial-
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

 

 
 
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prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 
122 V 157 E. 1c). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (ausführliche Zusammenstellung 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen, BGE 135 V 465 E. 4.4 f.). 
So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht 
derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten ex-
terner Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind des-
halb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesge-
richts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
4. Der strittigen Angelegenheit liegen im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten ärzt-
lichen Unterlagen zu Grunde. 
 
4.1 Im Bericht vom 7. November 2017 hielt Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, der Versicherte habe am 29. September 2017 
ein Rotationstrauma des Kniegelenks links erlitten, als er mit dem Fuss zwischen zwei Platten 
eingeklemmt gewesen sei und sich nach links abgedreht habe; es sei auch zu einem Sturz auf 
das Kniegelenk gekommen. Initial habe er starke Schmerzen im gesamten Knie gehabt, die unter 
konservativer Therapie mit Analgesie langsam gebessert, jetzt jedoch wieder zugenommen hät-
ten. Dr. C.____ gab an, es liege differentialdiagnostisch am ehesten eine mediale Meniskusläsion 
am linken Knie vor. 
 
4.2 Nach Durchführung eines MRT des linken Kniegelenks hielt PD Dr. med. D.____, 
FMH Radiologie, in seiner Beurteilung vom 9. November 2017 fest, im medialen Kompartiment 
liege eine horizontale Signalalteration im Hinterhorn des Innenmeniskus vor, welche vor allem die 
Basis erreiche, während die artikularseitigen Oberflächen nur fraglich auf einer Schicht betroffen 
seien. Es finde sich in diesem Bereich eine leichte perimeniscale Weichteilreizung, jedoch kein 
subchondrales Knochenmarködem und kein Knorpelschaden; das Innenband sei intakt. Im late-
ralen Kompartiment seien die Verhältnisse lateral regelrecht, es zeige sich keine Meniskusläsion 

 

 
 
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und kein Knorpelschaden, der Kapselbandapparat sei intakt. Zudem sei der Streckapparat intakt, 
es würden kein wesentlicher Gelenkserguss und keine Baker-Zyste vorliegen. In seiner Beurtei-
lung gab er an, es liege ein Grenzbefund am Innenmeniskus vor, es zeige sich eine lineare Sig-
nalalteration im Hinterhorn vom Innenmeniskus, die die artikularseitige Unterfläche nur auf einer 
Schicht erreiche. Die Risskriterien seien daher nicht erfüllt. Die restlichen Binnenstrukturen seien 
regelrecht und es finde sich kein relevanter Gelenkserguss. 
 
4.3 Dr. C.____ gab im Verlaufsbericht vom 8. Januar 2018 an, der Versicherte sei relativ 
beschwerdearm, er habe Tage, an denen er überhaupt keine Schmerzen habe, je nach Belastung 
träten wieder etwas mehr Beschwerden auf. Zum Procedere hielt er fest, die Behandlung sei 
vorläufig abgeschlossen, sollte sich der Versicherte wieder melden, müsse die Indikation zur 
Kniearthroskopie erneut überprüft werden. 
 
4.4 Mit Bericht vom 6. Oktober 2020 diagnostizierte Dr. C.____ eine bekannte mediale, nicht 
durchgreifende Meniskusläsion links, jetzt wieder deutliche Verschlechterung. Er hielt zudem fest, 
der Versicherte sei seit der letzten Behandlung im Januar 2018 nie ganz beschwerdefrei gewe-
sen, er habe jedoch keine wesentlichen Probleme gehabt. Seit etwa drei Wochen seien die 
Schmerzen medial am Knie links wieder deutlich stärker, es sei zum Teil auch zu Schwellungen 
gekommen. 
 
4.5 Nach einem MRT des linken Kniegelenks am 6. Oktober 2020 stellte Dr. med. E.____, 
FMH Radiologie, einen Horizontalriss im Hinterhorn des medialen Meniskus (kein evidenter Flap, 
keine Extrusion), jedoch keinen Anhalt für einen Knorpel- oder Bänderschaden, eine Fraktur oder 
einen Gelenkerguss fest. 
 
4.6 Die Kreisärztin Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht 
vom 17. November 2020 aus, es seien über den gesamten Verlauf zwei MR-Bildgebungen des 
linken Kniegelenks durchgeführt worden. Aktuell sehe es eher so aus, dass es sich lediglich um 
eine horizontale Separation im Sinne der Anlage und nicht im Sinne eines unfallkausalen Zusam-
menhangs handle, weshalb keine Kostengutsprache für den operativen Eingriff zu gewähren sei. 
Sie habe zudem Dr. E.____ um Beurteilung des MRI vom 6. Oktober 2020 mit Bezugnahme zum 
MRI vom 9. November 2017 gebeten. 
 
4.7 Gemäss Operationsbericht vom 22. Dezember 2020 nahm Dr. C.____ am 10. Dezember 
2020 eine Teilmeniskektomie im Hinterhorn des medialen Meniskus links vor. 
 
4.8 In ihrer kreisärztlichen Stellungnahme vom 26. Januar 2021 hielt Dr. F.____ fest, die 
erst- und echtzeitlich zeitnah durchgeführte Kernspintomographie des linken Kniegelenks zeige, 
wie der Radiologe PD Dr. D.____ in seiner abschliessenden Beurteilung sehr schön beschreibe, 
einen Grenzbefund am Innenmeniskus. Es habe sich eine lineare Signalalteration im Hinterhorn 
des Innenmeniskus, welche jedoch nur auf einer Schichtbildgebung einen Bezug zur artikularsei-
tigen Unterfläche aufweise, gezeigt. Aus radiologischer Sicht seien die Kriterien für eine Zerreis-
sung also nicht erfüllt, das Erreichen der Unterfläche müsste, per international anerkannter radi-
ologischer Definition einer Rissbildung, auf minimal zwei Schichtbildebenen ersichtlich sein. Die 

 

 
 
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Risskriterien als solche seien somit nicht erfüllt und es bestehe hier, radiologisch gesprochen, 
eine horizontale Meniskusseparation im Sinne einer Meniskopathie. Horizontale Meniskussepa-
rationen seien in der Literatur hinlänglich bekannt und auf eine ursprüngliche Intrasubstanzsepa-
ration zurückzuführen. Sie seien Ausdruck eines degenerativen Prozesses, welcher infolge repe-
titiver Mikrotraumata zustande gekommen sei. Des Weiteren würden keine Begleitphänomene 
wie Bone bruise, Hämarthros, Muskelblutungen, Weichteilschwellung etc. vorliegen. Solche zu-
sätzlichen Begleitphänomene würden Anhaltspunkte für eine erhebliche traumatische Ursache 
unterstützen. 
 
Die hier nachgewiesene horizontale Signalvermehrung sei degenerativ bedingt und das Ereignis 
vom 29. September 2017 habe aufgrund der fehlenden radiologischen Rissdefinition lediglich zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt, ohne Hinterlassen von objektivierbaren struk-
turellen Läsionen. Des Weiteren sei das Schadenereignis zu diskutieren, gemäss Behandler habe 
es sich um eine Distorsion gehandelt bei fixiertem Fuss zwischen zwei Platten. Nach Dr. F.____ 
fehle die axiale Stossbelastung, die zusätzlich notwendig sei, um einen Meniskus traumatisch 
zum Zerreissen zu bringen. Das genannte Schadenereignis sei also zusätzlich nicht geeignet, 
eine Meniskusläsion hervorzurufen, wäre sie denn radiologisch auch nachgewiesen. Die vorüber-
gehenden Beschwerden seien am 8. Januar 2018 abgeklungen und der Vorzustand der Menis-
kopathie erreicht worden. Im weiteren Verlauf sei es durch Fortschreiten der Meniskopathie je-
doch zu einer radiologisch nachgewiesenen Rissbildung gekommen, deren Ursprung jedoch im 
Fortschreiten der Meniskopathie und nicht im Fortschreiten eines jemals nachgewiesenen trau-
matisch bedingten Risses liege. Insgesamt könnten die geltend gemachten Beschwerden am 
linken Kniegelenk nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 29. Septem-
ber 2017 zurückgeführt werden. 
 
4.9 Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, nahm mit Schreiben vom 3. März 2021 Stellung zur Unfallkausalität. Er führte aus, der 
Patient habe am 29. September 2017 folgendes Trauma erlitten: Während der Arbeit hätte ein 
Regalgerüst installiert werden sollen. Der Versicherte habe hierbei ein Tablar von ca. 30kg Ge-
wicht getragen, als er über eine Schwelle gestolpert sei. In der Folge sei es zu einer Distorsion 
des linken Kniegelenks mit entsprechend belasteter Flexion und Rotationseinwirkung auf das 
Kniegelenk gekommen. Der Versicherte habe einen sofortigen medialseitigen Schmerz mit einem 
deutlichen Geräusch und anschliessender Schwellung sowie Schmerzen über dem medialen Ge-
lenkspalt verspürt. Der Unfallmechanismus sei klar passend zur Verletzung eines Horizontalris-
ses des medialen Meniskus im Sinne einer Malmbewegung und entsprechender Zerreissung des 
Meniskus. Diese Rissform lasse sich bereits eindeutig im MRI vom 9. November 2017 nachwei-
sen. In dieser MRI-Untersuchung habe sich keinerlei weitere degenerative Veränderung des 
Kniegelenks gezeigt, zumal der Versicherte mit seinen damals 38 Jahren auch keinerlei Vorschä-
digungen oder vorgängigen Verletzungen aufgewiesen habe. Die MRI-Untersuchung sei leider 
erst deutlich verzögert angefertigt worden, da der Versicherte versucht habe, selbständig zurecht-
zukommen. In der Familie seien einige Kniegelenksbehandlungen nicht optimal verlaufen, sodass 
er einen operativen Eingriff habe vermeiden wollen. Dies habe auch die weitere Behandlungszeit 
geprägt. Letztlich sei der Versicherte jedoch bei persistierenden Beschwerden des medialen 
Kniegelenkskompartiments nie beschwerdefrei gewesen, sodass im Oktober 2020 eine erneute 

 

 
 
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MRI-Untersuchung erfolgt sei. Hier habe sich klar erkennbar die gleiche mediale Meniskusläsion, 
wie sie bereits 2017 festgestellt worden sei, gezeigt, nun mit deutlicher Demarkation. Die Be-
schwerden seien durch die Operation vom 10. Dezember 2020 erfolgreich behandelt worden. 
Aufgrund des klaren Verlaufs und der hochgradig vorliegenden Plausibilität des Unfallmechanis-
mus mit dem Verletzungsmuster unter Berücksichtigung des jungen Alters und keinerlei weiteren 
vorliegenden degenerativen Veränderungen sehe er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen 
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 29. September 2017 und den anschliessend 
aufgetretenen Beschwerden des linken Kniegelenks, welche zu den besagten Behandlungen ge-
führt hätten. 
 
5. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die beklagten Beschwerden würden nicht in 
einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 29. September 2017 stehen. Viel-
mehr seien die im Oktober 2020 erhobenen Befunde degenerativer Natur. Der Unfall habe ledig-
lich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestandenen Beschwerden geführt. 
 
5.1 Selbst wenn die beklagten Beschwerden überwiegend auf eine Degeneration zurückzu-
führen wären, müsste berücksichtigt werden, dass es für die Frage der Kostenpflicht bezüglich 
Heilbehandlung und Taggeld-Leistungen genügt, wenn der Unfall eine Teilursache darstellt: 
Art. 36 Abs. 1 UVG bestimmt in diesem Sinn, dass die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 
sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt werden, wenn die Gesundheits-
schädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Art. 36 UVG setzt voraus, dass der Unfall und 
der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung auszuge-
hen ist. Beide Ursachen sind somit für den gleichen Schaden kausal. 
 
5.2 Mit Blick auf diese Vorgaben bezüglich Teilkausalität reicht es zur Begründung des Weg-
falls des Kausalzusammenhangs nicht aus, wenn Dr. F.____ knapp und ohne Begründung auf 
das Vorliegen von unfallfremden Faktoren (degenerative Veränderungen) verweist und in ihrer 
Beurteilung ausführt, im MRT vom 9. November 2017 seien die Risskriterien nicht erfüllt, obschon 
in diesem Bericht ausgeführt wird, dass die Risskriterien lediglich nicht ganz erfüllt seien. Denn 
selbst wenn die beklagten Beschwerden überwiegend auf eine Degeneration zurückzuführen wä-
ren, finden sich in den Akten einige Indizien, die das Unfallereignis vom 29. September 2017 
zumindest teilkausal für die im Oktober 2018 gemeldeten Beschwerden erscheinen lassen. So 
handelt es sich um das gleiche Kniegelenk (links) und beim ersten MRT vom 9. November 2017 
wurden bereits Verletzungen festgestellt. Ferner bestehen keine Hinweise auf degenerative Ver-
änderungen bzw. Ausführungen der untersuchenden Ärzte, dass ein krankhafter Vorzustand be-
standen hätte. Hinzu kommt, dass Dr. F.____ keine Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates ist, die behandelnden Ärzte indes schon. Ihren über-
einstimmenden Einschätzungen ist daher mehr Gewicht zuzumessen. 
 
5.3 Zur Kernfrage, ob der Unfall die behauptete Degeneration aktiviert hat, sodass die Ope-
ration erforderlich wurde, äussert sich die Kreisärztin ebenfalls nicht. Selbst wenn davon auszu-
gehen ist, dass tatsächlich erhebliche degenerative Veränderungen vorliegen, die früher oder 
später auch ohne Unfall einen operativen Eingriff notwendig gemacht hätten, so würde die Beur-
teilung von Dr. F.____ für die Verneinung des Kausalzusammenhangs nicht ausreichen. Denn 

 

 
 
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auch wenn mit dem Unfall lediglich eine vorbestehende Erkrankung aktiviert worden wäre, 
müsste für die Verneinung der Leistungspflicht überwiegend wahrscheinlich feststehen, dass die 
Operation auch ohne Unfall ebenfalls bereits im Dezember 2020 notwendig geworden wäre. Den 
Beurteilungen von Dr. F.____ sind diesbezüglich keine Ausführungen zu entnehmen. Gestützt 
auf die obigen Ausführungen ist der Nachweis, dass die Teilmeniskektomie vom 10. Dezember 
2020 zur gleichen Zeit notwendig geworden wäre, wenn sich der Unfall nicht ereignet hätte, mit 
der Beurteilung von Dr. F.____ nicht erbracht. 
 
5.4 Die Einschätzungen von Dr. F.____ als beratende Ärztin der Beschwerdegegnerin sind 
als versicherungsinterne ärztliche Feststellungen zu qualifizieren. Gestützt auf die obigen Aus-
führungen bestehen berechtigte, zumindest geringe Zweifel an ihrer Beurteilung. Einerseits, weil 
sie von ausschliesslich unfallfremden Faktoren ausgeht, ohne deren Vorliegen im konkreten Fall 
näher zu begründen, und andererseits, weil sie nicht in Betracht gezogen hat, dass auch schon 
eine Teilkausalität für die Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt. Damit kann auf die Be-
urteilung von Dr. F.____ nicht abgestellt werden. Gestützt auf die Unfallmeldung und die sich in 
den Akten befindlichen Arztberichte ist davon auszugehen, dass das Kniegelenk beim Ereignis 
vom 29. September 2017 in Mitleidenschaft gezogen wurde, und es ist somit vertieft abzuklären, 
ob dieses Ereignis (teil)kausal zu den im Oktober 2020 gemeldeten Beschwerden und der an-
schliessenden Operation im Dezember 2020 geführt hat. 
 
5.5 Zusammenfassend besteht ein Defizit bei der Ermittlung des relevanten medizinischen 
Sachverhalts. Eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage ist daher nicht 
möglich. Bei dieser Sachlage hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, im Rahmen der ihr 
obliegenden Untersuchungspflicht ergänzende Abklärungen einzuholen. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid ist somit aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärungen in Bezug 
auf die (Teil-)Ursächlichkeit vorzunehmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann 
das Sozialversicherungsgericht nicht frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung 
zurückweist. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen 
vorzunehmen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt 
überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem 
rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerde-
gegnerin den medizinischen Sachverhalt aber unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Auf-
gabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuho-
len, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten 
Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur wei-
teren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Unfallkausalität und 
insbesondere auch die Teilkausalität der beim Versicherten bestehenden Beschwerden am linken 
Kniegelenk und die dadurch notwendig gewordene Operation durch ein versicherungsexternes 
Gutachten abklären zu lassen haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird 
sie in der Folge über den Leistungsanspruch des Versicherten erneut zu befinden haben. Die 
vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
6. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 

 

 
 
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6.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen 
Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt 
in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der 
Versicherungsträger als unterliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 f., BGE 132 V 235 E. 6.2, je 
mit Hinweisen; SUSANNE BOLLIGER, Basler Kommentar zum ATSG, Rz. 79 zu Art. 61 ATSG). 
 
6.2 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
6.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Darunter sind die Kosten zu verstehen, die einer Beschwerde führenden 
versicherten Person im gerichtlichen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. eines 
Rechtsanwalts entstanden sind. Da der obsiegende Beschwerdeführer nicht anwaltlich vertreten 
ist, sind ihm vorliegend keine Parteikosten entstanden. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) be-
antwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Suva vom 6. Mai 2021 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 
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