# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c240c5a0-43c9-554a-a18d-f2add8bf4627
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2008 D-6961/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6961-2008_2008-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6961/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan ;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Irak, 
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 28. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6961/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  gemäss  eigenen  Angaben  ein  aus 
C._______  (Provinz  D._______)  stammender  Kurde  sunnitischen 
Glaubens,  am  18. September  2008  unter  Umgehung  der  Grenz-
kontrolle in die Schweiz einreiste und erklärte, er habe sein Heimat-
land Irak am 20. August  2008 in  Richtung E._______ verlassen und 
sei  danach mit  einem LKW durch ihm unbekannte Länder und ohne 
kontrolliert zu werden bis in die Schweiz gereist,

dass er am 19. September 2008 im B._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  B._______  vom 
30. September 2008 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentli-
chen geltend machte,  er  habe bis  zu seiner  Ausreise als  F._______ 
gearbeitet,

dass ihm eines Tages eine Person in seinem Geschäft mitgeteilt habe, 
er müsse ins Spital mitkommen, da seine Eltern verletzt worden seien,

dass er im Spital jedoch nur noch deren Tod habe feststellen können 
und  auf  Nachfrage  bei  den  Spitalbehörden  lediglich  erfahren  habe, 
dass am 15. Juli 2008 während einer Autofahrt Unbekannte auf seine 
Eltern geschossen hätten,

dass  zirka  einen Monat  später  Terroristen  zu  ihm gekommen seien, 
welche ihn zur Zusammenarbeit aufgefordert hätten, wobei man ihm in 
Aussicht  gestellt  habe,  als  Gegenleistung dafür  die  Verantwortlichen 
für den Tod seiner Eltern zu nennen,

dass er den Terroristen aus Angst nicht habe sagen können, er wolle 
nicht mit ihnen zusammenarbeiten,

dass er zwei Tage später respektive am 16. August 2008 vom Polizei-
posten  C._______  eine  Vorladung  erhalten  habe,  welcher  er  jedoch 
aus Angst nicht gefolgt sei,  weil  er vermute, die Polizei habe ihn mit 
den Terroristen gesehen,

dass er sich danach bei einem Freund seines Vaters aufgehalten habe, 
bis er schliesslich aus seiner Heimat - auf Empfehlung dieses Freun-
des - ausgereist sei,

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dass das BFM am 3. Oktober 2008 die vom Beschwerdeführer einge-
reichte  Identitätskarte  einer  amtsinternen Dokumentenanalyse unter-
zog und dabei zum Schluss kam, dass das fragliche Dokument objekti-
ve Fälschungsmerkmale aufweise respektive eine Totalfälschung dar-
stelle,

dass dem Beschwerdeführer am 14. Oktober 2008 unter Hinweis auf 
die Nichteintretensbestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b  des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zum wesentlichen Inhalt 
und zum Ergebnis dieser Analyse das rechtliche Gehör in mündlicher 
Form gewährt wurde, wobei er daran festhielt, dass die Identitätskarte 
vom  örtlichen  Zivilstandsamt  ausgestellt  worden  sei  und  keine  Fäl-
schung darstelle,

dass  dem Beschwerdeführer  am 28.  Oktober  2008  im  Rahmen von 
Art. 36 Abs. 2 AsylG das rechtliche Gehör gewährt wurde

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Oktober 2008 - gleichentags er-
öffnet - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylge-
such nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe die Behörden über seine Identität getäuscht, in-
dem er eine Identitätskarte eingereicht habe, bei welcher es sich nach-
weislich um eine Totalfälschung handle,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs zwar 
die Richtigkeit des Resultates bestritten habe, jedoch keine Gründe für 
seine Behauptung habe nennen können,

dass es sich somit erübrige, auf die Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers weiter einzugehen, da feststehe, dass sich diese nicht in der dar-
gestellten Form ereignet haben könnten,

dass der Vollzug der Wegweisung in den Irak zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  geltend  mache,  aus  der  Provinz 
D._______ zu stammen, jedoch aufgrund des Abklärungsergebnisses 
grundsätzliche  Zweifel  bezüglich  der  angegebenen  Herkunft 
bestünden,

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dass weiter die Angabe des Beschwerdeführers zur Topografie und zu 
den Lebensverhältnissen in der Provinz D._______ als lediglich vage 
zu qualifizieren seien, zumal solche Aussagen auf jeden beliebigen Ort 
in der Welt zutreffen könnten und deshalb als unbestimmt zu erachten 
seien,

dass das Vorbringen, er verfüge über keinerlei Verwandte im Irak, ge-
radezu als stereotyp gewertet werden müsse,

dass es wohl der Realität entspreche, dass Personen über keine Fami-
lie mehr verfügten, vorliegend jedoch die Aussagen des Beschwerde-
führers zu seinen Familienangehörigen nur diffus und unsubstanziiert 
ausgefallen seien,

dass  den  Vorbringen  insgesamt  eine  persönliche  Betroffenheit  und 
substanziierte  Angaben  darüber  fehlten,  wie  es  zu  dieser  Situation 
habe kommen können, weshalb Hinweise auf vorgetäuschte Familien-
verhältnisse bestünden,

dass  als  klares  Indiz  für  die  Vortäuschung  einer  Herkunft  aus 
D._______ der Umstand zu werten sei, wonach der Beschwerdeführer 
nur G._______ und kein einziges Wort I._______ spreche,

dass die in diesem Zusammenhang gemachte Aussage des Beschwer-
deführers,  er  habe  in  der  Provinz  D._______  nur  mit  Kurden 
zusammengelebt  und  sei  nie  in  D._______  gewesen,  zudem  als 
realitätsfremd zu erachten sei,

dass daher nicht mehr auf eine Herkunft des Beschwerdeführers aus 
dem Zentralirak zu schliessen sei, sondern vielmehr Hinweise für eine 
Sozialisierung auf dem Gebiet der kurdischen Regionalregierung be-
stünden,

dass ein Vollzug der Wegweisung in eine der drei von der kurdischen 
Regionalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen Dohuk, Er-
bil und Suleymania als zumutbar zu erachten sei,

dass sodann auch bei Verheimlichung der tatsächlichen Identität nicht 
von der  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  ausgegangen wer-
den  könne,  was  auch  ständige  Rechtsprechung  des  Bundesverwal-
tungsgerichtes darstelle,

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dass im Übrigen hinsichtlich der Sachverhaltsdarstellung auf die Akten 
verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. November 2008 gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein-
reichte und beantragte, die Verfügung des BFM vom 28. Oktober 2008 
sei aufzuheben, es sei festzustellen, dass er einen echten Inlandpass 
eingereicht  und  die  Behörden  nicht  über  seine  Identität  getäuscht 
habe, die Vorinstanz sei ferner anzuweisen, das Asylverfahren wieder 
aufzunehmen,  seine Flüchtlingseigenschaft  zu prüfen und eine neue 
Verfügung zu erlassen, eventualiter sei festzustellen, dass der Vollzug 
der  Wegweisung  nicht  zumutbar  beziehungsweise  nicht  möglich  sei, 
und in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung  im Sinne  von  Art.  65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) sowie um Verzicht  auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde,  soweit  entscheidwesent-
lich, in den Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die  Vorinstanz  zurückgehen zu lassen  (vgl. die  weiterhin  massgebli-
chen  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  einzig 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf Asylgesuche nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täu-
schen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der erkennungs-
dienstlichen  Behandlung  oder  anderer  Beweismittel  feststeht,  wobei 
der Begriff  der Identität Namen, Vornamen, Staatsangehörigkeit, Eth-
nie,  Geburtsdatum,  Geburtsort  und  Geschlecht  des  Asylsuchenden 
umfasst (vgl. Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass die Vorinstanz mittels der durchgeführten amtsinternen Analyse 
der eingereichten irakischen Identitätskarte zum Schluss kam, das Do-
kument enthalte objektive Fälschungsmerkmale respektive es handle 
sich bei dieser Identitätskarte um eine Totalfälschung, weshalb festste-
he, dass der Beschwerdeführer die Asylbehörden über seine Identität 
getäuscht habe,

dass nur dann vom Vorliegen einer Identitätstäuschung im Sinne der 
genannten  Nichteintretens-Bestimmung  ausgegangen  werden  kann, 

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wenn dies aufgrund der vorhandenen Beweismittel - wie beispielswei-
se  sichergestellter  Ausweispapiere  (vgl.  EMARK  2003  Nr. 27  E.  4a 
S. 178) - ohne vernünftigen Zweifel feststeht,

dass demnach Dokumentenanalysen grundsätzlich geeignet sind, den 
Nachweis einer Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b 
AsylG zu erbringen,

dass  die  vorliegende  Dokumentenanalyse  einen  nachvollziehbaren, 
überzeugenden und ausgewogenen Eindruck hinterlässt und zu keinen 
Beanstandungen Anlass gibt,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtli-
chen Gehörs zum Ergebnis der Dokumentenanalyse die vorinstanzli-
chen Schlussfolgerungen offensichtlich nicht zu widerlegen vermochte,

dass die in der Beschwerde vorgebrachte pauschale Wiederholung der 
wesentlichen Sachverhaltselemente respektive das blosse Festhalten 
an  der  Herkunft  aus  der  Provinz  D._______  nicht  zu  einer  anderen 
Betrachtungsweise zu führen vermag,

dass  ferner  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  er  habe  einen 
echten Inlandpass eingereicht, nicht den Tatsachen entspricht, zumal 
es sich beim eingereichten Identitätsdokument - wie oben bereits er-
wähnt - um eine Identitätskarte handelt und überdies die Existenz von 
irakischen "Inlandpässen" zu bezweifeln ist,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  im  B._______ 
denn auch ausführte, nie einen Pass besessen zu haben (vgl. A1/10, 
S. 4),

dass  der  Beschwerdeführer  auf  Beschwerdeebene  zum  Beleg  der 
Echtheit  seiner  eingereichten  Identitätskarte  eine  Fax-Kopie  seines 
Nationalitätenausweises einreichte,

dass diesbezüglich zunächst festzuhalten ist, dass solchen Fax-Kopien 
aufgrund deren leichten Manipulierbarkeit nur ein sehr eingeschränkter 
Beweiswert beigemessen werden kann,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe überdies die 
Beschwerdeinstanz im Dunkeln lässt, wie und über welche Kanäle es 
ihm gelungen sei, diese Kopie erhältlich zu machen ("Ich konnte diese 

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Kopie per Fax nur in den letzten Tagen nach vielen Bemühungen be-
kommen..."; vgl. A1/10, S. 5),

dass  der  Beschwerdeführer  im  B._______  noch  anführte,  er  wisse 
nicht, wie er seine Nationalitätenbescheinigung beschaffen könne (vgl. 
A1/10, S. 5),

dass in diesem Zusammenhang erstaunt, dass sich das erwähnte Do-
kument bei einem Nachbar des Beschwerdeführers befinden respekti-
ve befunden haben soll (vgl. A1/10, S. 5),

dass ferner auch das Vorliegen des Originals des Nationalitätenaus-
weises die auf der Identitätskarte festgestellten objektiven Fälschungs-
merkmale - und die damit  einhergehende Identitätstäuschung - nicht 
zu erklären oder in einem anderen, glaubhafteren Licht erscheinen zu 
lassen vermöchte,

dass unter diesen Umständen die Einreichung des - ohne einen greif-
baren Zeitraum zu benennen - vom Beschwerdeführer in Aussicht ge-
stellten  Originals  des  Nationalitätenausweises  nicht  abgewartet  zu 
werden braucht (antizipierte Beweiswürdigung; FRITZ GYGI, Bundesver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 274),

dass ferner in der Beschwerdeschrift  keine weiteren konkret verwert-
baren  Einwände  gegen  die  zum  Nichteintretensentscheid  des  BFM 
führenden Erwägungen zu erkennen sind,

dass aus den in der angefochtenen Verfügung zutreffend erwogenen 
Gründen und nach dem Gesagten von einer mit genügender Sicherheit 
feststehenden Identitätstäuschung auszugehen ist (vgl. EMARK 2003 
Nr. 27),

dass  kein  Anlass  für  weitere  Abklärungen  oder  Beweismassnahmen 
besteht,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 

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einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und zu bestätigen ist (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 83 Abs. 2-4 AuG), diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen 
Herkunftsländern  oder  Teilen  von angegebenen  Herkunftsländern  zu 
forschen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 ff.),

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  der  Verheimlichung seiner  wahren Identität  zu 
tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden 
einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat beziehungsweise 
in die tatsächliche Herkunftsregion des Irak keine landes- oder völker-

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rechtlichen  Vollzugshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2  AsylG 
i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegenstehen, zumal die von ihm gel-
tend gemachten Gründe für das Verlassen seines Heimatlandes auf-
grund der  festgestellten Identitätstäuschung jeglicher  Grundlage ent-
behren und somit  keine stichhaltigen Gründe für  die Annahme einer 
solchen darzustellen vermögen,

dass  im Übrigen  vorliegend auf  die  vollumfänglich  zu  bestätigenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  aufgrund  der  voranstehenden  Erwägungen  die  Beschwerdebe-
gehren als aussichtslos erscheinen, womit es an den materiellen Vor-
aussetzungen  zur  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung 
fehlt,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG somit abzuweisen ist,

dass  mit  dem Urteil  in  der  Hauptsache  das  Gesuch um Erlass  des 
Kostenvorschusses hinfällig geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16  Abs. 1 Bst. a  VGG i.V.m.  Art. 2  und 3  des Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  B._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, B._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N_______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- H._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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