# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 726560cc-bdd2-5e7d-8d86-81adb9b884fc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.07.2018 200 2018 383
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-383_2018-07-25.pdf

## Full Text

200 18 383 IV
SCJ/JAP/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Juli 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juli 2018, IV/18/383, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), … 
Staatsangehörige, reiste im Januar 2003 in die Schweiz ein und meldete 
sich am 25. April 2017 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilagen [AB] 1, 2/6, 
17/2). Diese stellte gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten (AB 37.1) mit 
Vorbescheid vom 14. Februar 2018 (AB 38) mangels eines invalidisieren-
den Gesundheitsschadens die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aus-
sicht. Nach erhobenem Einwand (AB 41) und Rücksprache mit dem Regio-
nalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 46) verneinte die IVB mit Verfügung vom 
17. April 2018 (AB 47) entsprechend dem Vorbescheid einen Anspruch auf 
Leistungen der Invalidenversicherung. 

B.

Mit Eingabe vom 15. Mai 2018 hat die Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwalt B.________, Beschwerde erhoben und beantragt, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2018 hat die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. April 2018 (AB 47). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung und dabei insbesondere, ob der Sachverhalt rechtsgenüglich ab-
geklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 17. April 2018 (AB 47) basiert auf 
der bidisziplinären Expertise der C.________ (MEDAS) vom 26. Januar 
2018 (AB 37.1). Darin konnten weder Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, noch lic. phil. E.________, Fachpsycholo-

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ge für Psychotherapie FSP und Neuropsychologe, eine Diagnose stellen 
(AB 37.1/5 Ziff. 3.3, 37.1/9 Ziff. 4.4, 37.1/11 f. Ziff. 5). Sie erklärten im We-
sentlichen, die Alltagsevaluation zeige, dass die Explorandin ohne weiteres 
alltagstauglich sei und keine Gründe für eine Arbeitsunfähigkeit in Hilfsar-
beitertätigkeiten bestünden. In der neuropsychologischen Untersuchung 
hätten keine Testresultate validiert werden können, welche eine reprodu-
zierbare Einschränkung zu begründen vermöchten. Allerdings habe bei der 
analphabetischen Explorandin, welche zudem kein Deutsch spreche, auch 
keine reguläre Testerhebung durchgeführt werden können. Die Sachver-
ständigen gelangten zusammenfassend zum Schluss, dass keine Befunde 
zu erheben seien, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, angepasst 
an die erschwerte Situation (Analphabetin ohne Kenntnis einer Landes-
sprache), begründen könnten. Dies sei auch in der Vergangenheit nicht 
anders gewesen. Es seien weder medizinische noch berufliche Massnah-
men vorzuschlagen (AB 37.1/12 Ziff. 6). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb 
S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

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3.3 Das bidisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 26. Januar 2018 
(AB 37.1) erfüllt, was das psychiatrische Teilgutachten des Dr. med. 
D.________ anbelangt, die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanfor-
derungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt insoweit vollen Beweis. Der 
Psychiater stützte sich auf die wesentlichen Vorakten (AB 37.1/4 Ziff. 2.1.1) 
sowie die Erkenntnisse aus dem klinischen Explorationsgespräch und der 
labortechnischen Zusatzabklärung (AB 8 Ziff. 4.2.1). Dass er keine psychia-
trische Diagnose stellen konnte und dementsprechend – abgesehen von 
den invaliditätsfremden Aspekten der fehlenden Schul- und Berufsbildung 
(AB 1/5 Ziff. 5, 12/1, 17/2) – auch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
postulierte, überzeugt grundsätzlich. Anlässlich des mittels Dolmetscherin 
unterstützten Untersuchungsgesprächs ergaben sich keine Anhaltspunkte 
für psychopathologische Befunde, insbesondere war die Stimmung ausge-
glichen und heiter, die Psychomotorik lebhaft und der Antrieb nicht vermin-
dert. Der affektive Kontakt zur Dolmetscherin und zum Untersucher war 
gut. Die Explorandin berichtete auch nicht über Ängste, Phobien, einen 
«Lebensverleider» oder Suizidgedanken bzw. -impulse. Es ergaben sich 
ebenso wenig Hinweise auf Veränderungen der Stimmung und des Antrie-
bes im Laufe des Tages (AB 37.1/7 f. Ziff. 4.2). Die Beschwerdeführerin 
nimmt keine psychiatrische Behandlung in Anspruch (AB 37.1/11 
Ziff. 4.10.3), erfährt eine gute Unterstützung durch ihren Ehegatten, hat ein 
gutes Verhältnis zu ihren Kindern, pflegt auch regelmässig Kontakte mit 
zwei Freundinnen (AB 37.1/10 Ziff. 4.10.2) und sieht sich selbst in der La-
ge, einer einfachen beruflichen Tätigkeit nachzugehen (AB 37.1/9 Ziff. 4.6). 
Im Übrigen erachtete es F.________, der die Beschwerdeführerin seit de-
ren Einreise in die Schweiz kennt und sie im Verwaltungsverfahren vertrat 
(AB 15), in seiner Reaktion (AB 39) bzw. dem Einwand (AB 41) auf den 
Vorbescheid (AB 38) als nachvollziehbar, dass keine gesundheitlichen Be-
einträchtigungen oder psychiatrischen Diagnosen vorliegen. Beschwerde-
weise wird denn auch nicht substanziiert dargelegt, inwiefern die psychia-
trische Beurteilung von Dr. med. D.________ nicht schlüssig sein soll, die 
Beschwerdeführerin ortete einen erneuten Abklärungsbedarf allein auf dem 
neuropsychologischen Fachgebiet (Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 9).

Eine Diskrepanz besteht höchstens insoweit, als der psychiatrische Gut-
achter anhand seiner Beobachtungen und Feststellungen von durchschnitt-

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lichen Intelligenzleistungen ausging (AB 37.1/8 Ziff. 4.2) bzw. aufgrund der 
anamnestischen Angaben eine Intelligenzminderung ausschloss 
(AB 37.1/8 f. Ziff. 4.3), während der Hausarzt Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin, eine Minderintelligenz mit Lernbehinde-
rung und Dyslexie seit Kindheit im Sinne einer Verdachtsdiagnose in Be-
tracht zog (AB 18/2 Ziff. 1.1). Für eine entsprechende Diagnosestellung 
genügt der klinische Eindruck und die Anamnese jedoch nicht, vielmehr 
muss auch die psychometrische Leistungsfähigkeit miteinbezogen und der 
Intelligenzquotient (IQ) mittels standardisierten, auf die jeweiligen kulturel-
len Gegebenheiten adaptierten, individuell angewandten Intelligenztests 
bestimmt werden (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 309). Die psychometrischen Ab-
klärungen samt IQ-Test (Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene 
[HAWIE-R; AB 43/2 ff.]) waren indes nicht Gegenstand der psychiatrischen 
Exploration durch Dr. med. D.________, sondern erfolgten im Rahmen der 
neuropsychologischen Untersuchung durch lic. phil. E.________.

3.4 Der neuropsychologische Teil des bidisziplinären Gutachtens der 
MEDAS vom 26. Januar 2018 (AB 37.1) ist mangelbehaftet, worauf der 
RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, in seiner Stellungnahme vom 4. April 2018 (AB 46) zu Recht hinwies. 
Wenngleich die Untersuchung samt den dabei zum Einsatz gelangten 
Testbatterien mittels …. Verdolmetschung durchgeführt wurde (AB 37.1/4 
Ziff. 3.1), konnte lic. phil. E.________ kein eigentliches neuropsychologi-
sches Testprofil erheben (AB 37.1/5 Ziff. 3.2). Er begründete dies haupt-
sächlich damit, dass die Explorandin Analphabetin sei, lediglich über eine 
rudimentäre Bildung verfüge, vor allem den lokalen Dialekt «…» (richtig 
wohl: …) spreche und auf sämtliche gestellten Aufgaben mit einer starken 
Ängstlichkeit reagiert habe (AB 37.1/5 Ziff. 3.4). Die Beschwerdeführerin 
gab das … (Amtssprache in …) – nebst der erwähnten … – als (zweite) 
Muttersprache bzw. «Alltagssprache» an (AB 1/5 Ziff. 5.1, 17/2) und konnte 
sich wenigstens im Rahmen des psychiatrischen Untersuchungsgesprächs 
über die Dolmetscherin differenziert ausdrücken (AB 37.1/8 Ziff. 4.2). Zu-
dem sind zumindest für den Handlungsteil des HAWIE-R keine Lese- bzw. 
Schreibfähigkeiten erforderlich und existieren gemäss Dr. med. 

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H.________ auch Intelligenztests, die bei Analphabeten verwertbare Er-
gebnisse liefern könnten (AB 46/3; zu denken ist etwa an den sprachfreien 
Zahlen-Verbindungs-Test [ZVT; vgl. MICHEL GROSCHEN, Analphabetismus 
und Lese-Rechtschreib-Schwächen, 2012, S. 154 ff.]). Schliesslich kann 
auch aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin auf schulähnliche 
Testsituationen ängstlich reagierte, nicht auf eine Unzumutbarkeit der neu-
ropsychologischen Untersuchung geschlossen werden (AB 37.1/5 Ziff. 3.2 
in fine), zumal sich anlässlich der psychiatrischen Befunderhebung keine 
Anhaltspunkte für eine diesbezügliche Pathologie zeigten. Vor diesem Hin-
tergrund ist mit Dr. med. H.________ (AB 46/3) und der Beschwerdeführe-
rin (Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 9) davon auszugehen, dass unbesehen 
der von lic. phil. E.________ erwähnten Schwierigkeiten ein neuropsycho-
logisches Testprofil durchaus hätte erhoben bzw. die Verdachtsdiagnose 
einer Intelligenzminderung hätte geklärt werden können. Der neurologische 
Teil der gutachterlichen Schlussfolgerungen hält somit einer näheren Prü-
fung hinsichtlich der beweisrechtlichen Anforderungen nicht stand.

3.5 Obwohl nach dem Dargelegten auf den neuropsychologischen Teil 
des bidisziplinären Gutachtens der MEDAS vom 26. Januar 2018 (AB 37.1) 
beweisrechtlich nicht abgestellt werden kann, erübrigen sich weitere Sach-
verhaltserhebungen in Bezug auf die im Raum stehende Intelligenzminde-
rung. Zwar bestehen gewisse Hinweise auf das Vorliegen einer solchen 
Diagnose (ICD-10: F70-79): So sind offenbar die Kinder der Beschwerde-
führerin von einer Lernbehinderung bzw. einer gewissen Minderintelligenz 
betroffen (AB 4/1, 12/3, 14/1, 39), was für eine hereditäre Belastung 
spricht. Hinzu kommt, dass der von Dr. med. G.________ durchgeführte 
Montreal Cognitive Assessment – Basic – Test (MoCA-B) Anhaltspunkte für 
eine entsprechende Intelligenzstörung lieferte (AB 41/2, 41/6), wobei die 
Ergebnisse aus formellen Gründen (der Testbogen ist weder datiert noch 
unterzeichnet) unverwertbar sind (AB 46/3). Die allfällige Intelligenzminde-
rung, welche die Beschwerdeführerin annimmt, erscheint jedoch nicht 
rechtserheblich (vgl. E. 4.2 hiernach) und ist damit auch nicht weiter ab-
klärungsbedürftig (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 
162]).

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4.

4.1 Ausländische Staatsangehörige sind – vorbehältlich des hier nicht 
erfüllten Art. 9 Abs. 3 IVG – nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha-
ben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines 
vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn 
Jahren in der Schweiz aufgehalten haben (Art. 6 Abs. 2 IVG in der seit 1. 
Januar 2003 gültigen Fassung [AS 2002 3408]). 

Für bestimmte ausländische Staatsangehörige können aufgrund des Ab-
kommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedern 
andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; 
SR 0.142.112.681), zwischenstaatlicher Abkommen und für Flüchtlinge 
sowie Staatenlose günstigere versicherungsmässige Voraussetzungen 
bestehen, die bei Eintritt der Invalidität erfüllt sein müssen (vgl. Bundesamt 
für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über Invalidität und Hilflo-
sigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, 
Rz. 1042).

Gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die 
für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat. Das IVG beruht somit auf dem 
Konzept des leistungsspezifischen Invaliditätsfalles (BGE 137 V 417 
E. 2.2.3 S. 422, 126 V 461 E. 1 S. 461). Ein Gesundheitsschaden kann 
somit bezüglich verschiedener Leistungsarten der Invalidenversicherung 
mehrere Invaliditätseintritte auslösen, weshalb der Versicherungsfall im 
Rahmen jeder gesetzlichen Leistungsnorm autonom bestimmt werden 
muss (SVR 2007 IV Nr. 7 S. 24 E. 1.1). 

4.2 Selbst wenn der vom Hausarzt geäusserte Verdacht einer Minderin-
telligenz (AB 18/2 Ziff. 1.1) zuträfe, wäre ohne weiteres davon auszugehen, 
dass diese Beeinträchtigung bei der Einreise der Beschwerdeführerin in die 
Schweiz im Januar 2003 (AB 2/6, 17/2) bereits bestanden hatte, zumal sie 
offensichtlich einen kongenitalen Ursprung hätte bzw. seit der Kindheit 
bestünde (AB 1/6 Ziff. 6.1, 14/1, 18.2/ Ziff. 1.1, 41/1). Es wird denn auch 

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weder geltend gemacht noch bestehen Anhaltpunkte in den amtlichen Ak-
ten dafür, dass seit der Übersiedlung in die Schweiz eine Krankheit (wie 
beispielsweise eine dementielle Entwicklung [ICD-10: F00-03]) aufgetreten 
wäre, welche ursächlich für eine allfällige Intelligenzminderung sein könnte. 
Bei dieser Ausgangslage sind die versicherungsmässigen Voraussetzun-
gen für den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (vgl. E. 4.1 
hiervor) von vornherein nicht erfüllt, besteht mit … doch auch kein Sozial-
versicherungsabkommen (vgl. SR 0.831.2 ff.), welches dem einschlägigen 
Landesrecht vorgehen könnte (vgl. E. 4.1 hiervor). Diesen Aspekt hat die 
Beschwerdeführerin selbst angesprochen (Beschwerde S. 7 Ziff. III Art. 9 in 
fine) und die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort 
(S. 2 f. lit. C Ziff. 7) korrekt beurteilt. Es kann deshalb letztlich offen bleiben, 
ob bei der Beschwerdeführerin ein invalidisierender Gesundheitsschaden 
im Sinne einer Intelligenzstörung (ICD-10: F70-79) vorliegt und es muss 
nicht geprüft werden, ob die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. 
H.________ zutrifft, wonach keine medizinischen Gründe für eine vermin-
derte Arbeitsfähigkeit ersichtlich seien (AB 46/4). Dass die Beschwerde-
gegnerin mit Verfügung vom 17. April 2018 (AB 47) einen Anspruch auf 
Leistungen der Invalidenversicherung verneinte, ist im Ergebnis nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juli 2018, IV/18/383, Seite 11

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.