# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bec06bb7-92e1-5524-9058-596413970929
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.08.2010 UV 2009/63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-63_2010-08-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/63

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 16.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2010
Art. 19 Abs. 1 UVG: Zeitpunkt Fallabschluss. Da keine relevanten IV-
Eingliederungsmassnahmen zur Diskussion standen und keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet 
werden konnte, ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses durch die Suva nicht 
zu beanstanden. Verneinung adäquater Kausalität (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2010, UV 
2009/63).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner 

und Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 16. August 2010

in Sachen

F.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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und

Carena Schweiz, Schulstrasse 5, 8355 Aadorf,

Beigeladene,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   F.___ erlitt am 15. November 2007 einen Verkehrsunfall (UV-act. 7.1 und 7.10; vgl. 

auch die biomechanische Kurzbeurteilung vom 25. März 2008 in UV-act. 7.77). Der 

behandelnde Dr. med. A.___, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im Arztbericht 

vom 25. Januar 2008 einen Status nach Heckauffahrunfall mit HWS-Distorsionstrauma 

mit chronifiziertem cerviko-cephalem Schmerzsyndrom und degenerative cervikale 

Wirbelsäulenveränderungen ohne Radikulopathie bei Status nach lumbaler 

Wirbelsäulenoperation ca. 1990. Die bildgebend nachweisbaren HWS-Veränderungen 

seien degenerativ und nicht unfallbedingt (UV-act. 7.32). Die Suva erbrachte in der 

Folge Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.

A.b   Ab 13. Februar 2008 nahm der Versicherte einen Arbeitsversuch auf (UV-act. 

7.35), der in der Folge scheiterte (UV-act. 7.53). Die Suva teilte dem Versicherten am 

10. April 2008 mit, dass - sofern im Rahmen des am 9. April 2008 begonnenen 

Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon keine Heilung eintreten würde - von einem 

Endzustand ausgegangen und über kurz oder lang der Fallabschluss geprüft werden 

müsse (UV-act. 7.87). Am 15. April 2009 wurde die Suva von der leistungspflichtigen 

Haftpflichtversicherung unterrichtet, dass der Versicherte observiert worden sei (UV-

act. 7.93). Mit Schreiben vom 28. April 2008 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

sie aufgrund neu bekannt gewordener Tatsachen gezwungen sei, die Haftungsfrage zu 

überprüfen. Ab sofort müsse daher die Ausrichtung weiterer Versicherungsleistungen 

unterbrochen werden (UV-act. 7.95).

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A.c   Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon, wo sich der Versicherte vom 9. April bis 6. Mai 

2008 stationär aufhielt, bescheinigten ihm im Austrittsbericht vom 7. Mai 2008 für die 

bisherige Tätigkeit als Metallzuschneider eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Es sei 

davon auszugehen, dass mit der Zeit die bisherige Tätigkeit wieder aufgenommen 

werden könne. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei dem Versicherten ganztags 

zumutbar. Zusammenfassend habe bei fraglicher Kooperation und 

Leistungsbereitschaft des Versicherten keine Zustandsverbesserung erzielt werden 

können. Rein aufgrund der objektivierbaren Befunde seien die Schmerzen und die 

demonstrierte Behinderung nicht zu erklären. Die Beschwerden würden durch die 

psychosozialen Belastungsfaktoren mit unterhalten. Deshalb werde die Weiterführung 

der psychotherapeutischen Unterstützung beim behandelnden Dr. med. B.___, 

Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, empfohlen (UV-act. 7.101).

A.d   Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen verfügte am 11. Juli 2008, dass kein 

Anspruch auf berufliche Massnahmen bestünde. Zur Begründung führte sie aus, es sei 

keine Invalidität ausgewiesen (UV-act. 7.114).

A.e   Gestützt auf die Akten der Suva sowie unter Berücksichtigung der von der 

Haftpflichtversicherung eingeholten Überwachungsberichte nahm Prof. Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Neurologie, Rehaklinik Bellikon, eine neurologische Beurteilung vor. 

In seiner Stellungnahme vom 24. November 2008 hielt der Experte fest, es bestünden 

keinerlei Hinweise auf eine relevante körperliche Beeinträchtigung des Versicherten. 

Die von ihm in der Rehaklinik Bellikon und bei anderen Ärzten geklagte 

Schmerzsymptomatik habe keine Verhaltensrepräsentanz im Alltag. Es ergäben sich 

keinerlei Hinweise darauf, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in relevanter 

Weise beeinträchtigt sein könnte. Behandlungsbedürftige Beschwerden seien nicht 

feststellbar (UV-act. 7.125).

A.f    Am 2. Dezember 2008 hiess der Versicherte Berichte von Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH für Neurologie, (UV-act. 7.129) und von Dr. med. E.___, Facharzt FMH 

für Otorhinolaryngologie, einreichen. Dr. D.___ gab an, dass keine neurologischen 

Ausfälle bestünden. Dr. E.___ führte im audio-neurootologischen Bericht vom 

3. November 2008 aus, dass eine Aggravation und/oder Simulation mit 95%iger 

Sicherheit ausgeschlossen werden könne. Er empfahl weiter die Vornahme einer HWS-

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MRI-Verlaufskontrolle und die Durchführung einer "up-right-dynamic kinetic" 

funktionellen Kernspintomographie (UV-act. 7.129).

A.g   Am 17. Dezember 2008 verfügte die Suva, dass die Versicherungsleistungen 

mangels unfallbedingter Behandlungsbedürftigkeit und mangels Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit per 28. April 2008 eingestellt bleiben würden (UV-act. 7.133).

B.       

B.a   Dagegen erhob der Versicherte am 30. Januar 2009 Einsprache. Er beantragte, 

die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen 

Leistungen rückwirkend per 29. April 2008 weiterhin auszurichten. Eventualiter seien 

weitere Abklärungen vorzunehmen. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass die von der 

Haftpflichtversicherung veranlassten Überwachungsakten nicht verwertet werden 

dürften. Ferner bestehe weiterhin eine unfallbedingte Behandlungsbedürftigkeit. Ein 

Endzustand sei noch nicht erreicht (UV-act. 7.147).

B.b   Mit Entscheid vom 28. April 2009 wies die Suva die Einsprache ab (UV-act. 

7.151).

C.       

C.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 28. April 2009 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 29. Mai 2009. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge dessen Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen 

Leistungen auch für die Zeit nach dem 28. April 2008. Eventualiter seien weitere 

Abklärungen vorzunehmen. Er rügt im Wesentlichen den Zeitpunkt des Fallabschlusses 

und macht geltend, dass die von ihm geklagten Beschwerden natürlich kausal zum 

Unfallereignis vom 15. November 2007 seien. Des Weiteren hätte eine poly-/

interdisziplinäre Begutachtung durchgeführt werden müssen. Die Adäquanzprüfung sei 

zu früh erfolgt. Vorliegend hätte immer noch eine namhafte Besserung der 

gesundheitlichen Beschwerden erwartet werden können. Ferner seien die 

Überwachung sowie die Verwertung der Observationsergebnisse mangels begründeten 

Anfangsverdachts unzulässig (act. G 1).

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C.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 12. Oktober 

2009 die Beschwerdeabweisung sowie die Beiladung des obligatorischen 

Krankenversicherers (Carena Schweiz). Sie macht geltend, dass vorliegend kein Anlass 

für eine poly-/interdisziplinäre Begutachtung bestünde. Was den Zeitpunkt des 

Fallabschlusses anbelange, so habe bereits die Abklärung in der Rehaklinik Bellikon 

ergeben, dass von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden könne. Der Endzustand sei im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung klar erreicht gewesen, weshalb die Adäquanzprüfung zu Recht 

erfolgt sei. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und 

den geltend gemachten Beschwerden sei zu verneinen. Die Überwachung des 

Beschwerdeführers sei zulässig gewesen und deren Ergebnisse seien im 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren verwertbar. Namentlich habe ein begründeter 

Anfangsverdacht bestanden. Ohnehin würde die Unzulässigkeit der Überwachung bzw. 

eine fehlende Verwertbarkeit der Überwachungsergebnisse nichts an der 

Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung ändern (act. G 7).

C.c   Die Beigeladene schloss sich den Ausführungen des Beschwerdeführers an (vgl. 

Stellungnahme vom 28. Oktober 2009, act. G 10).

C.d   In der Replik vom 10. Dezember 2009 hält der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen fest (act. G 15). Die Beschwerdegegnerin hält ihrerseits in der Duplik 

vom 19. Januar 2010 an ihrem Antrag fest (act. G 17).

Erwägungen:

1.        

Zwischen den Parteien ist vorab der Zeitpunkt des Fallabschlusses und - damit 

verbunden - der Adäquanzprüfung streitig.

1.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

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einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).

1.2    Nach bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im 

Zeitpunkt des Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht entnehmen, 

zu welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die 

Heilbehandlungen und Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch 

aus Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. 

Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. 

Nach konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, der Versicherer hat die 

Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 

Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 

werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 

E. 4.1). Eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten 

bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. 

"Namhaft" bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht fallen muss und unbedeutende 

Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse Möglichkeit einer Besserung 

(BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, 

E. 4.1.1 mit Hinweisen).

1.3    Vorliegend standen dem Fallabschluss keine Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung entgegen. Entsprechende Vorkehren, die geeignet wären, den 

einer UVG-Invalidenrente zu Grunde liegenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen, werden 

denn vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht.

1.4    Der Beschwerdeführer bringt vor, dass von einer Fortsetzung der Heilbehandlung 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands hätte erwartet werden können und 

der Fallabschluss per 28. April 2008 unzulässig gewesen sei (act. G 1).

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1.4.1           Der behandelnde Dr. med. G.___ berichtete am 29. Januar 2008, dass 

bisher sowohl Analgetika wie auch Physiotherapie keine Besserung gebracht hätten 

(UV-act. 7.34). Im ambulanten Assessment vom 14. März 2008 hielten die 

medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik Bellikon bezüglich weiterer Behandlung/

Rehabilitation fest, dass es bei der empfohlenen stationären Rehabilitation inhaltlich vor 

allem um Coping sowie um steigernde Aktivierung gehe. Die Erfolgschancen einer 

stationären Rehabilitation bezeichneten sie als "eher fraglich". Dennoch scheine ein 

Behandlungsversuch sinnvoll, um dem Beschwerdeführer "ein intensives Coping-

Programm unterbreiten zu können, und ihm stets vor Augen zu halten, dass sein 

Schmerz ihn nicht einschränken soll" (UV-act. 7.75). Am 23. April 2008 berichtete der 

Beschwerdeführer, der sich seit dem 9. April 2008 in der stationären Rehabilitation 

befand, dass es ihm noch nicht viel besser als zu Beginn der Rehabilitation gehe (UV-

act. 7.95/1).

1.4.2           Aufgrund der genannten Aktenlage muss der Schluss gezogen werden, 

dass die bislang durchgeführten Behandlungen erfolglos waren (UV-act. 7.34) und die 

angeordnete stationäre Rehabilitation bereits von Anfang an wenig 

erfolgsversprechend gewesen ist (UV-act. 7.75), was sich im Verlauf des Reha-

Aufenthalts bereits am 23. April 2008 erhärtete (UV-act. 7.95/1). Vor diesem 

Hintergrund konnte bereits am 28. April 2008 nicht mehr mit Wahrscheinlichkeit davon 

ausgegangen werden, dass im Rahmen weiterer Behandlungen eine wesentliche 

Besserung des Gesundheitszustands erreicht werden könnte. Hinzu kommt, dass der 

Aufenthalt in Bellikon nicht darauf ausgerichtet war, eine ins Gewicht fallende 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Vielmehr beschränkte sich diese 

Massnahme auf Coping und steigernde Aktivierung, mithin auf die Anleitung zur 

Stärkung der Eigenverantwortung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juli 2008, 

8C_141/07, E. 5.2.2). Auch aus der übrigen Aktenlage ergeben sich keine 

Behandlungsvorschläge, von denen eine ins Gewicht fallende Besserung des 

Gesundheitszustands hätte erwartet werden können (vgl. UV-act. 7.32 und 7.34). Damit 

geht einher, dass auch die Experten der Rehaklinik in ihrem Austrittsbericht vom 7. Mai 

2008 den Fallabschluss empfohlen (UV-act. 7.101, S. 2) und kein weiteres im Sinn von 

Art. 19 Abs. 1 UVG massgebendes Behandlungspotenzial mehr benannt haben (UV-

act. 7.101, S. 1). Die Weiterführung der psychotherapeutischen Unterstützung 

befürworteten sie ausschliesslich aus unfallfremden Gründen (psychosoziale 

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Belastungsfaktoren; UV-act. 101, S. 3). Vor diesem Hintergrund kann die Frage offen 

gelassen werden, ob die getroffenen Vorkehren überhaupt die Behandlung von 

unfallbedingten Leiden zum Gegenstand hatten.

1.4.3           An der Rechtmässigkeit des Fallabschlusses vermögen die vom 

Beschwerdeführer eingereichten Berichte von Dr. D.___ vom 22. August 2008 sowie 

von Dr. E.___ vom 3. November 2008 (UV-act. 7.129) nichts zu ändern. Was den 

Bericht von Dr. D.___ anbelangt, so erfolgte dieser nicht in Kenntnis der bisherigen 

Aktenlage und stützte sich im Wesentlichen allein auf die Schmerzangaben des 

Beschwerdeführers. Er vermag daher die bisherigen ärztlichen Stellungnahmen zur 

Heilbehandlung nicht in Zweifel zu ziehen. Ohnehin bestätigte er vielmehr, dass die 

bisherigen Physiotherapien keine anhaltende Besserung zu bewirken vermochten und 

die berufliche Wiedereingliederung "wohl schwierig" sein dürfte. Aus seiner nicht näher 

begründeten Feststellung, dass der Beschwerdeführer weiterhin zur Behandlung 

Physiotherapien und Analgetika benötige, kann vor allem mit Blick auf seine übrigen 

genannten Angaben nicht geschlossen werden, dass noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre. Bezüglich der medizinischen 

Einschätzung von Dr. E.___ ist vorweg auf dessen Bemerkung "Ich bin überzeugt, dass 

der Rechtsvertreter des Patienten, anhand von diesen klaren objektivierbaren Befunden 

gute Ausgangsposition hat, dem Entscheid der Versicherungen entgegen zu wirken." 

hinzuweisen (UV-act. 7.129, S. 14). Die Einschätzung von Dr. E.___ hatte somit 

augenfällig den Zweck, primär den vom Beschwerdeführer gegen die Versicherungen 

vertretenen Standpunkt zu untermauern, was bei der Beweiswürdigung nicht ausser 

Acht gelassen werden kann. Er empfahl, ein diagnostisch-therapeutisches Verfahren 

nach N. Bogduk durchzuführen (UV-act. 7.129, S. 14). Dazu ist in Nachachtung der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung der Hinweis zu machen, dass die Methode nach 

Bogduk (noch) nicht validiert ist (Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2009, 

8C_964/08, E. 3.2.3). Des Weiteren spricht Dr. E.___ lediglich von einer "Möglichkeit", 

den Reizzustand zu reduzieren und/oder auszuschalten (UV-act. 7.129, S. 13), was das 

Erfordernis der zu erwartenden namhaften Besserung des Gesundheitszustandes nicht 

zu erfüllen vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, 

E. 4.1.2).

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1.5    Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Fall daher zu Recht per 

28. April 2008 abgeschlossen. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass - 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - bei der Beschwerdegegnerin die 

Absicht zum baldigen Fallabschluss bereits vor Kenntnis der Überwachung und deren 

Ergebnisse bestand. So stellte sie dem Beschwerdeführer bereits am 10. April 2008 

"über kurz oder lang" die Prüfung des Fallabschlusses in Aussicht (UV-act. 7.87; vgl. 

auch die Telefonnotiz vom 4. Februar 2008, UV-act.

7.33)

2.        

Zu prüfen bleibt damit die Unfallkausalität der über den 28. April 2008 geltend 

gemachten Beschwerden.

2.1    Vorliegend kann die Frage nach der natürlichen Kausalität offen gelassen werden, 

da ohnehin - wie im nachfolgenden ausgeführt wird - die adäquate Unfallkausalität zu 

verneinen ist. Vor diesem Hintergrund ist dem Antrag des Beschwerdeführers auf die 

Einholung eines polydisziplinären Gutachtens im Sinn von BGE 134 V 109 ff. nicht zu 

folgen. Denn wie er selbst anerkennt (vgl. act. G 1, S. 9, Rz 34), ist ein solches 

Gutachten allenfalls zur Klärung der natürlichen Kausalität noch vorhandener 

Beschwerden angezeigt. Kann hingegen schon - wie vorliegend - die adäquate 

Kausalität verneint werden, so lässt sich der Fall in aller Regel ohne beweismässige 

Weiterungen abschliessen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 2010, 

8C_837/09, E. 2.2). Dies gilt vorliegend umso mehr, als sich aus den medizinischen 

Akten kein Anlass für weitere Abklärungen ergibt. So erkannten weder Dr. A.___ (UV-

act. 7.32), noch die Ärzte der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 7.101) oder Dr. D.___ (UV-

act. 7.129) einen weiteren Abklärungsbedarf. Lediglich Dr. E.___ empfahl weitere 

Untersuchungen. Bezüglich der von ihm vorgeschlagenen funktionellen 

Kernspintomographie hat das Bundesgericht in BGE 134 V 233 ff. E. 5.2 bis 5.5 

allerdings festgestellt, dass der Beweiswert eines mittels funktioneller 

Kernspintomographie (auch: funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT, resp. 

functional magnetic resonance imaging, fmri; vgl. BGE 134 V 119 E. 7.2) erhobenen 

Befundes für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach 

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Schleudertrauma der Halswirbelsäule und äquivalenter Unfallmechanismen nach dem 

aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft verneint wird (bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_409/09, E. 3.4.2). Was die von Dr. E.___ 

weiter empfohlene HWS-MRI-Verlaufskontrolle anbelangt (UV-act. 7.129, S. 9), so ist 

angesichts der vorliegenden medizinischen Aktenlage und der bereits durchgeführten 

(u.a. bildgebenden; vgl. UV-act. 7.26) Untersuchungen nicht ersichtlich, inwieweit aus 

der Verlaufskontrolle neue Erkenntnisse zur Frage der Unfallkausalität erwartet werden 

könnten.

2.2    Die Beschwerdegegnerin hat zur Adäquanzprüfung die Schleudertraumapraxis 

(BGE 117 V 359 ff. und 134 V 109 ff.) herangezogen. Ob vorliegend die Schleuder­

trauma- oder Psychopraxis (BGE 115 V 133 ff.) Anwendung findet, kann letztlich 

offenbleiben, da, wie nachstehend ausgeführt wird, auch nach der für den 

Beschwerdeführer günstigeren Schleudertraumapraxis kein adäquater 

Kausalzusammenhang angenommen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

11. März 2010, 8C_963/09, E. 3.1). Im Einspracheentscheid vom 28. April 2009 hat die 

Beschwerdegegnerin ausführlich in Würdigung der Aktenlage dargelegt, dass der 

vorliegende Unfall als leicht zu qualifizieren sei. Selbst wenn zugunsten des 

Beschwerdeführers von einem mittelschweren Unfall an der Grenze zu den leichten 

Unfällen ausgegangen würde, so sei keines der für die Bejahung der adäquaten 

Kausalität erforderlichen Kriterien erfüllt (UV-act. 7.151, S. 8 f.). Aus den Akten ergeben 

sich keine Anhaltspunkte, die gegen die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zur 

adäquaten Kausalität sprechen. Auch der Beschwerdeführer führt dagegen keine 

substanziierten Einwände ins Feld, weshalb auf die überzeugenden Erwägungen im 

Einspracheentscheid (UV-act. 7.151, S. 8 f.) verwiesen werden kann. Der Fallabschluss 

und die Leistungseinstellung per 28. April 2008 erfolgten damit zu Recht.

3.       Mangels Entscheidwesentlichkeit können die Fragen bezüglich der Zulässigkeit 

der vom Haftpflichtversicherer durchgeführten Überwachung und der Verwertbarkeit 

der Überwachungsergebnisse offen gelassen werden.

4.   

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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Bei diesem Prozessausgang hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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