# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d806825-5eee-5bdc-a7b2-9cadb714e021
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.07.2018 810 17 297
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-297_2018-07-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 18. Juli 2018 (810 17 297) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Submission 

 

 

Grundsätze der Angebotsbewertung / Realistische Preiskurve / Transparenzprinzip 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Ivanov, Gerichts-
schreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Jakob Martin, Advo-
kat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner, vertreten durch Bau- und Umweltschutzdirektion des 
Kantons Basel-Landschaft, Rechtsabteilung, Rheinstrasse 29, Post-
fach, 4410 Liestal 
 

 B.____ AG, Beigeladene, vertreten durch David Hug und/oder Markus 
Prazeller, Advokaten 
 

  
 

Betreff Beschaffungsprojekt Bearbeitungsstelle Fördergesuche Baselbieter 
Energiepaket (RRB Nr. 1410 vom 17. Oktober 2017) 

 
  

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A. Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft schrieb im kantona-
len Amtsblatt vom 15. Juni 2017 und gleichentags auf der Internetplattform simap.ch (Mel-
dungs-Nr. 971647) den Dienstleistungsauftrag "Bearbeitungsstelle 'Fördergesuche Baselbieter 
Energiepaket'" im offenen Verfahren aus. Das "Baselbieter Energiepaket" bezeichnet das kan-
tonale Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Gebäudebereich. Der 
ausgeschriebene Auftrag umfasst die Bearbeitung von Gesuchen um Finanzhilfen im Rahmen 
von energetischen Massnahmen im Gebäudebereich anhand von vorgegebenen Richtlinien. Mit 
dieser Aufgabe war seit dem 1. Januar 2012 die heutige B.____ AG (vormals: C.____ AG), 
Liestal, beauftragt gewesen, ohne dass der Auftrag zuvor öffentlich ausgeschrieben worden 
war. Der vorliegend erstmals ausgeschriebene Auftrag gilt für ein Kalenderjahr ab dem 
1. Januar 2018 mit der Möglichkeit, das Vertragsverhältnis jeweils um ein weiteres Kalenderjahr 
zu verlängern. Als Zuschlagskriterien festgelegt wurden die Qualität (Gewichtung 60 %) und der 
Preis (Gewichtung 40 %). Die Bewertung des Kriteriums Qualität ergibt sich aus den Teilkrite-
rien Projektorganisation (interne Gewichtung 35 %), Schlüsselpersonen (35 %) und Services 
(30 %). Der relevante Preis berechnet sich aus zwei zu offerierenden Fallpauschalen (Ge-
suchsprüfung Wärmedämmung und Gesuchsprüfung übrige Förderprojekte) multipliziert mit 
den erwarteten Gesuchszahlen. Innert der Eingabefrist gingen sechs Angebote ein, welche al-
lesamt zur Bewertung zugelassen wurden. 
 
B. Mit Vergabeentscheid vom 17. Oktober 2017 erteilte der Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) den Zuschlag an die B.____ AG, Liestal, zum Preis von 
Fr. 412'350.-- (exkl. MWST). Auf Ersuchen der drittplatzierten A.____ AG, Zürich, begründete 
die Vergabestelle mit Schreiben vom 25. Oktober 2017 ihren Entscheid. Bezüglich des Zu-
schlagskriteriums Preis führte sie aus, die Preiskurve sei nach Vorliegen der Angebote anhand 
einer Skala von 1 bis 5 so festgelegt worden, dass der tiefste Preis (100 %) die maximale und 
das preislich höchste Angebot (166 %) die minimale Punktzahl erhalten habe, wobei die Punkt-
zahl der dazwischen liegenden Angebote interpoliert worden sei. Die A.____ AG habe den tiefs-
ten Preis offeriert und dementsprechend die maximale Punktzahl erhalten, das um rund 27 % 
teurere Angebot der Zuschlagsempfängerin sei der Skala entsprechend tiefer bewertet worden. 
Bezüglich des Kriteriums Qualität sei ausschlaggebend gewesen, dass die Zuschlagsempfän-
gerin im Prozessbeschrieb kürzere Bearbeitungsfristen garantiert habe. Sodann hätten den An-
gebotsunterlagen der A.____ AG keine Angaben zu den Öffnungszeiten respektive zur Erreich-
barkeit der Telefonzentrale entnommen werden können. Unter Würdigung aller Zuschlagskrite-
rien habe die B.____ AG das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht. 
 
C. Am 6. November 2017 hat die A.____ AG, vertreten durch Jakob Martin, Advokat, gegen 
den Vergabeentscheid Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), erhoben. Sie stellt das Begehren, der Vergabeentscheid sei auf-
zuheben und der Zuschlag sei an sie zu erteilen (Ziff. 1). Eventualiter sei der Zuschlagsent-
scheid aufzuheben und die Angelegenheit an den Beschwerdegegner zurückzuweisen, damit 
dieser neu über den Zuschlag im Vergabeverfahren entscheide (Ziff. 2). Subeventualiter sei die 
Rechtswidrigkeit des Zuschlagsentscheids des Beschwerdegegners festzustellen (Ziff. 3); alles 
unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 4). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die A.____ AG unter 
anderem, es sei ihr Einsicht in die Angebotsunterlagen der Zuschlagsempfängerin zu gewähren 

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und es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Beschwerdeführerin 
rügt zusammengefasst eine willkürliche Angebotsbewertung. Die Vergabestelle habe zunächst 
mit der Festlegung einer unerklärlich grossen Preisspanne, welche zu einer flachen Preiskurve 
führe, ihr Ermessen beim Zuschlagskriterium Preis überschritten. Weiter sei es missbräuchlich, 
ihrem Angebot beim Kriterium Qualität derart viele Punkte abzuziehen und eine insgesamt un-
genügende Note zu erteilen. So habe sie in ihrer Offerte die in anderen Kantonen übliche Bear-
beitungsdauer für Gesuche zugesichert, was zu einem bedeutenden Punktabzug geführt habe. 
Aus den Ausschreibungsunterlagen sei jedoch nicht ersichtlich gewesen, dass die Vergabestel-
le noch kürzeren Bearbeitungsfristen einen derart hohen Stellenwert einräume. Sie verfüge 
auch über mehr erfahrene Mitarbeiter als die Zuschlagsempfängerin, so dass ihr schlechteres 
Abschneiden beim Teilkriterium Schlüsselpersonen nicht nachvollziehbar sei. Weiter werde ihr 
vorgeworfen, in der Offerte keine Öffnungszeiten der Telefonzentrale angegeben zu haben, was 
nachweislich nicht stimme. Bei einer ermessenskonformen Angebotsbewertung sei der Zu-
schlag ihr zu erteilen. 
 
D. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. November 2017 wurde der Beschwerde su-
perprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt. Nach dem diesbezüglich durchgeführten 
Schriftenwechsel hiess das Kantonsgericht mit Präsidialverfügung vom 12. Dezember 2017 das 
Gesuch der Beschwerdeführerin gut und erteilte der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 
Gleichzeitig wurde der Antrag der Beschwerdeführerin auf Einsicht in die Angebotsunterlagen 
der Zuschlagsempfängerin abgewiesen. Gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung er-
hoben in der Folge der Beschwerdegegner und die zum Verfahren beigeladene Zuschlagsemp-
fängerin Einsprache bei der Fünferkammer des Kantonsgerichts. In der Einspracheeingabe vom 
18. Dezember 2018 teilte der Beschwerdegegner dem Gericht ausserdem mit, dass er den bis-
herigen Auftrag mit dem bestehenden Vertragspartner B.____ AG für die Zeit nach dem 
1. Januar 2018 bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Einspracheentscheids temporär und 
befristet verlängert habe. Daraufhin untersagte das Kantonsgericht dem Beschwerdegegner mit 
Verfügung vom 19. Dezember 2017 unter Verweis auf die gewährte aufschiebende Wirkung 
und unter Androhung schärferer Massnahmen förmlich, im Rahmen des Vergabegegenstands 
Verträge abzuschliessen. Mit Beschluss vom 24. Januar 2018 bestätigte die Fünferkammer die 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung und wies die dagegen gerichteten Einsprachen ab. 
 
E. In der Vernehmlassung vom 14. Februar 2018 beantragt der Beschwerdegegner, vertre-
ten durch die Bau- und Umweltschutzdirektion, die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten sei. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. Zur Begründung 
führt er im Wesentlichen aus, er habe die Vergabe korrekt durchgeführt. Er habe die Angebote 
anhand der publizierten Kriterien und gemäss seiner langjährigen Praxis einheitlich bewertet. 
Bei der Gestaltung der Preiskurve verfüge die Vergabestelle über einen Ermessensspielraum, 
welcher eingehalten worden sei. Beim vorliegend zu vergebenden Auftrag handle es sich um 
ein komplexes Gesamtpaket von Dienstleistungen und nicht um einen administrativen Stan-
dardauftrag, weshalb die grosse Preisspanne mit der relativ flachen Preiskurve nicht zu einer 
unzulässigen Untergewichtung des Preiskriteriums führe. Bezüglich des Qualitätskriteriums Pro-
jektorganisation habe die Vergabestelle in den Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich festge-
halten, dass möglichst kurze Bearbeitungsfristen für den Auftraggeber prioritär seien. Die von 

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der Beschwerdeführerin garantierten Bearbeitungsfristen seien mindestens doppelt so lang wie 
diejenigen der Beigeladenen, weshalb letztere zu Recht mehr Punkte als die Beschwerdeführe-
rin erhalten habe. Die Beschwerdeführerin habe bei diesem Kriterium im Übrigen auch deswe-
gen schlechter abgeschnitten, weil sie keinen Bezug zur Region Nordwestschweiz aufgezeigt 
habe. Bei der kritisierten Bewertung des Teilkriteriums Schlüsselpersonen verkenne die Be-
schwerdeführerin, dass die Benotung auf den Referenzen der Mandatsleitung und zweier tech-
nisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter basiere, deren Nennung in den Ausschreibungsunterlagen 
verlangt worden sei. In dieser Hinsicht sei die Beigeladene leicht besser benotet worden, weil 
deren Mandatsleiter mehr relevante Erfahrung vorweisen könne. Der Beschwerdegegner räumt 
weiter ein, dass ihm bei der Zuschlagsbegründung hinsichtlich des dritten Teilkriteriums Ser-
vices ein Formulierungsfehler unterlaufen sei. Die Minimalnote sei nicht erteilt worden, weil An-
gaben zur Erreichbarkeit der Telefonzentrale gefehlt hätten, sondern weil der Offerte der Be-
schwerdeführerin keine konkreten Aussagen zu den Büroöffnungszeiten zu entnehmen gewe-
sen seien. Die Bewertung bleibe im Ergebnis korrekt. Da die Beschwerdeführerin zudem nur 
vergleichsweise kurze Telefonzeiten offeriert habe und im Gegensatz zu anderen Anbietern 
über kein Büro in der Nordwestschweiz verfüge, habe bezüglich Erreichbarkeit zwangsläufig 
eine schlechte Note resultiert. Von einem Ermessensmissbrauch bei der Bewertung könne ge-
samthaft nicht die Rede sein. 
 
F. Die Beigeladene, vertreten durch David Hug und Markus Prazeller, Advokaten, schliesst 
in ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2018 ebenfalls auf kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie vertritt zusammenfassend die Ansicht, an der Be-
urteilung des Beschwerdegegners sei nichts auszusetzen. Der Zuschlag sei in einem transpa-
renten Verfahren willkürfrei ihrem Angebot erteilt worden. Sie verweist auf ihre langjährige Er-
fahrung und Fachkompetenz im Bereich der Prüfung und Abwicklung von Fördergesuchen, 
weshalb ihr Angebot auch das beste Preis-/Leistungsverhältnis aufweise. Insbesondere könne 
sie aus eigener Erfahrung bestätigen, dass der enge persönliche Kontakt zu den Gesuchstel-
lern direkt vor Ort unabdingbar für die Gesuchsbearbeitung sei. 
 
G. Mit Verfügungen vom 28. Februar 2018 resp. 5. März 2018 wurde der Beschwerdeführe-
rin und der Beigeladenen antragsgemäss vollumfängliche Einsicht in die vom Beschwerdegeg-
ner eingereichte Bewertungsmatrix gewährt. 
 
H. Die Beschwerdeführerin repliziert am 16. April 2018. Sie verweist bezüglich der Preis-
bewertung auf den Umstand, dass das teuerste Angebot (166 %) massiv vom zweitteuersten 
(128 %) abweiche, weshalb die Berücksichtigung des ersteren bei der Festlegung der Preiskur-
ve zu einer erheblichen Verzerrung führe, zumal es immer noch einen Punkt erhalte. Es handle 
sich vorliegend entgegen der Darstellung des Beschwerdegegners um einen administrativen 
Standardauftrag mit lediglich einzelnen technisch anspruchsvollen Aufgaben. Es sei deshalb 
nicht zu erwarten gewesen, dass die offerierten Preise eine weite Bandbreite aufwiesen, was 
für fünf der sechs Angebote auch zutreffe. Das teuerste Angebot falle jedoch komplett aus dem 
Rahmen. Das zeige sich bezüglich der Fallpauschale für die übrigen Projekte, welche einzig bei 
dieser Offerte höher ausfalle als die Fallpauschale für die Wärmedämmung und die zugleich um 
eklatante 447 % vom tiefsten dafür offerierten Preis abweiche. Das teuerste Angebot habe des-

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halb bei der Festlegung der Preiskurve ausser Betracht zu bleiben. Die Beschwerdeführerin 
rügt nach Einsicht in die Bewertungsmatrix neu, dass die verwendeten Unterkriterien ohne vor-
herige Bekanntgabe unterschiedlich gewichtet worden seien. Bezüglich des Teilkriteriums Ver-
netzung seien in den Ausschreibungsunterlagen sodann keinerlei Hinweise dafür ersichtlich, 
dass eine regionale Vernetzung bevorzugt werde oder dass irgendwelche Ortskenntnisse für 
die Auftragserfüllung notwendig seien. Wenn ausserkantonale Anbieter wegen der fehlenden 
regionalen Vernetzung praktisch keine Chance auf den Zuschlag mehr hätten, werde das 
Gleichbehandlungsgebot verletzt. Bei der Beurteilung des Teilkriteriums Schlüsselpersonen 
werde in ihrem Fall weiter ein Abzug vorgenommen, weil ihr Referenzprojekt in dieser Form erst 
seit 2017 existiere. Völlig unberücksichtigt bleibe, dass sie seit 2006 Gesuchsprüfungen vor-
nehme und ihr vorgesehener Mandatsleiter seit diesem Zeitpunkt die Funktion eines Projektlei-
ters ausübe, worauf sie in ihrer Offerte mehrfach hingewiesen habe. Hinsichtlich der Bewertung 
des Teilkriteriums Services bringt sie vor, sie habe in der Offerte "übliche Büroöffnungszeiten" 
angegeben und dafür die Minimalnote erhalten. Andere Anbieter, die offenbar ebenfalls keine 
genauen Uhrzeiten aufgeführt hätten, seien hingegen deutlich besser bewertet worden. Sie ha-
be darüber hinaus vor der Angebotseinreichung eigens bei der Vergabestelle nachgefragt, ob 
das Fehlen von Büroräumlichkeiten im Kanton zu einem Abzug führe, was von dieser auswei-
chend - jedenfalls nicht bejahend - beantwortet worden sei. Wenn der Beschwerdegegner nun-
mehr den Büroräumlichkeiten vor Ort eine eminente Bedeutung beimesse, verhalte er sich 
treuwidrig. Gesamthaft sei die Bewertung der Angebote bei beiden Zuschlagskriterien Preis wie 
Qualität ermessensmissbräuchlich erfolgt. 
 
I. In seiner Duplik vom 18. Juni 2018 betont der Beschwerdegegner, dass er an seiner 
Preiskurve festhalte, die eine für nicht standardisierte Dienstleistungen realistische Preisspanne 
abbilde. Bezüglich der Qualität seien die Teilkriterien und deren Gewichtung in den Ausschrei-
bungsunterlagen bekanntgegeben worden. Rechtsprechungsgemäss sei es zulässig gewesen, 
auf die vollständige Publikation sämtlicher Aspekte der vorgesehenen Bewertung dieser Teilkri-
terien zu verzichten und den Benotungsschlüssel samt Gewichtungsschema für die einzelnen 
Aspekte erst nach einem Vergleich aller Angebote zu wählen. Aus den Ausschreibungsunterla-
gen sei ebenfalls deutlich hervorgegangen, dass eine effiziente und kundenfreundliche Ge-
suchsabwicklung einen hohen Stellenwert geniesse. Die starke Gewichtung der Bearbeitungs-
frist sowie der Erreichbarkeit der Bearbeitungsstelle per Telefon und vor Ort könne somit nicht 
überraschen. Die rein appellatorische Kritik der Beschwerdeführerin ändere nichts am Umstand, 
dass die Angebotsbewertung transparent und im Rahmen des pflichtgemäss ausgeübten Er-
messens erfolgt sei. 
 
J. Die Beigeladene dupliziert ebenfalls am 18. Juni 2018. Sie unterstreicht, dass sie über 
Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung und über ein weitreichendes Beziehungsnetz in der Regi-
on verfüge. Sie habe zudem die kürzesten Bearbeitungsfristen sowie die beste örtliche und tele-
fonische Erreichbarkeit insbesondere auch über Mittag garantiert. Die gute Qualität rechtfertige 
den nur unwesentlich höheren Preis, weshalb ihr Angebot zu Recht den Zuschlag erhalten ha-
be. 
 

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K. Aufforderungsgemäss reichen die Beschwerdeführerin am 28. Juni 2018 und die Beige-
ladene am 29. Juni 2018 dem Gericht ihre Honorarnoten ein. Die Beschwerdeführerin macht in 
ihrer Eingabe zusätzlich darauf aufmerksam, dass der ausgeschriebene Auftrag eine Vertrags-
dauer bis zum 31. Dezember 2018 umfasse. Angesichts der mittlerweile verstrichenen Zeit ge-
he sie davon aus, dass das Gericht im Falle der Gutheissung ihrer Beschwerde die Vertrags-
dauer anpasse. Der Beschwerdegegner verwahrt sich mit Eingabe vom 9. Juli 2018 unter Beru-
fung auf den Grundsatz der Stabilität der Ausschreibung gegen ein solches Vorgehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 30 Abs. 1 des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen (BeG) vom 3. Juni 
1999 in Verbindung mit § 31 lit. f BeG sowie § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 kann gegen eine Zuschlags-
verfügung innerhalb von 10 Tagen nach Eröffnung der schriftlichen Begründung Beschwerde 
beim Kantonsgericht erhoben werden. Soweit das Beschaffungsgesetz nichts anderes vorsieht, 
richtet sich das Verfahren nach der Verwaltungsprozessordnung (§ 30 Abs. 5 BeG). Nach § 47 
Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den 
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder 
Aufhebung hat. Der beim Vergabeverfahren nicht berücksichtigte Anbieter hat rechtspre-
chungsgemäss dann ein solches schutzwürdiges Interesse an der Beschwerdeführung, wenn er 
bei Gutheissung der Beschwerde eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum 
Zug zu kommen (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 30. Mai 2018 [810 17 310] E. 1.2; KGE VV vom 22. Juni 2016 [810 16 34] 
E. 2.2; KGE VV vom 21. Januar 2015 [810 14 314] E. 2; BGE 141 II 14 E. 4). Entgegen dem 
Dafürhalten des Beschwerdegegners muss mit der Beschwerde nicht zwingend der Ausschluss 
der höherplatzierten Angebote verlangt werden. Für die Bejahung der Legitimation genügt es, 
wenn Rügen vorgetragen werden, die im Falle ihrer Begründetheit - diese wird im Rahmen der 
Legitimationsprüfung als gegeben unterstellt - zur Aufhebung des Zuschlags führen, wobei sich 
die beschwerdeführende Anbieterin zumindest berechtigte Chancen auf den neuerlichen Zu-
schlag ausrechnen darf. Sollte die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall mit ihrer Argumen-
tation Erfolg haben, so wiese ihr Angebot die höchste Punktzahl auf, was zur direkten Zu-
schlagserteilung an sie führen müsste, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die im zweiten Rang 
platzierte Anbieterin mit der Nichtberücksichtigung abgefunden hat. Die Legitimation der Be-
schwerdeführerin ist demzufolge gegeben. Die Beschwerdefrist ist unter Berücksichtigung des 
durch das Wochenende herausgeschobenen Fristablaufs (§ 46 Abs. 2 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001) gewahrt. Auf die im Weiteren formge-
recht (§ 30 Abs. 1 BeG; § 5 VPO) erhobene Beschwerde kann eingetreten werden. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können Rechtsverletzungen einschliess-
lich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 16 Abs. 1 lit. a und b der In-
terkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB] vom 15. März 

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2001; § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO). Unangemessenheit kann nicht geltend gemacht werden 
(Art. 16 Abs. 2 IVöB; § 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet die Bewertung der Angebote durch den Beschwerdegegner. Die 
Beschwerdeführerin erhebt Einwendungen gegen die Bewertung sowohl des Angebotspreises 
wie auch der qualitativen Kriterien. 
 
4.1 Gemäss Art. 1 Abs. 3 lit. d IVöB sowie § 1 lit. c BeG bezweckt die Gesetzgebung im öf-
fentlichen Vergabewesen namentlich die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel. Die 
wichtigste Ausformung dieser Zielsetzung bildet die Vorgabe, wonach das wirtschaftlich güns-
tigste Angebot den Zuschlag erhält (Günstigkeitsprinzip; Art. 13 lit. f IVöB; § 26 Abs. 1 BeG). 
Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist jenes mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis (§ 20 
Abs. 1 der Verordnung zum Beschaffungsgesetz [BeV] vom 25. Januar 2000). Beim "wirtschaft-
lich günstigsten Angebot" handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher in 
jedem Einzelfall und auf der Grundlage der für die Vergabe geltenden Leistungsumschreibung 
wieder neu und anders zu konkretisieren ist. Diese Konkretisierung im Einzelfall erfolgt über die 
Zuschlagskriterien. Darunter sind diejenigen Gesichtspunkte zu verstehen, anhand derer im 
Hinblick auf den Vergabeentscheid das wirtschaftlich günstigste Angebot ermittelt wird. Die Zu-
schlagskriterien sind für jedes Beschaffungsgeschäft unter fachlichen, ökologischen und öko-
nomischen Gesichtspunkten festzulegen (§ 20 Abs. 2 BeV) und in den Ausschreibungsunterla-
gen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und entsprechend ihrer Gewichtung zu publizieren 
(§ 12 Abs. 1 lit. m IVöB; § 22 Abs. 1 BeG). Dabei ist zu beachten, dass sowohl Auswahl als 
auch Gewichtung der Zuschlagskriterien sachlich gerechtfertigt sein müssen, d.h. sich am kon-
kreten Auftrag, an dessen Anforderungen und Bedeutung zu orientieren haben (HANS RUDOLF 
TRÜEB, in: Ösch/Weber/Zäch [Hrsg.], Kommentar Wettbewerbsrecht II, 3. Aufl., Zürich 2011, 
Rz. 12 zu Art. 21 BöB; MATTHIAS HAUSER, Zuschlagskriterien im Submissionsrecht, AJP 2001, 
S. 1405 ff.; VGer AG vom 30. April 2002, in: AGVE 2002, S. 296, E. II.3d/aa). Von absoluten 
Ausnahmefällen abgesehen handelt es sich beim Preis um ein unerlässliches Zuschlagskriteri-
um, welches weder weggelassen noch untergewichtet werden darf. Die vom Gesetz intendierte 
Stärkung des wirksamen Wettbewerbs unter den Anbietern (Art. 1 Abs. 3 lit. a IVöB; § 1 lit. b 
BeG) bedingt, dass dem Preis eine substantielle Bedeutung zukommt, denn der Wettbewerb 
unter den Marktakteuren spielt sich auf vielen Märkten - gerade im privaten Sektor - hauptsäch-
lich über den Preis ab. Zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots müssen (resp. 
können) neben dem Preis auch weitere leistungsbezogene Kriterien berücksichtigt werden, ins-
besondere die Qualität der angebotenen Leistung (vgl. BGE 143 II 553 E. 6.4; BGE 141 II 353 
E. 7.1; BGE 140 I 285 E. 5.2). Für die Zuschlagsentscheidung massgebend ist das Preis-/
Leistungsverhältnis, wie es ausschliesslich anhand der in der Ausschreibung definierten und 
publizierten Zuschlagskriterien und deren Gewichtung zu ermitteln ist. Der Anbieter mit dem in 
diesem Sinne wirtschaftlich günstigsten Angebot erwirbt einen Rechtsanspruch auf die Erteilung 
des Zuschlags (KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] E. 6.3; BLVGE 1998/1999 Nr. 22.1.2 
E. 2.4.2.2). 
 
4.2 Die Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots erfordert einen wertenden Vergleich zwi-
schen den eingereichten Angeboten anhand der bekannt gegebenen Zuschlagskriterien. Nach 

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welcher Methode diese Bewertung im Detail zu geschehen hat, schreibt das Gesetz nicht vor. 
Entscheidend ist, dass sich die Bewertung an den bekanntgegebenen Zuschlagskriterien orien-
tiert, nachvollzogen werden kann und eine Kontrolle erlaubt, ob die Anbietenden nach demsel-
ben Massstab beurteilt wurden (KGE VV vom 30. Mai 2018 [810 17 310] E. 5.2). In der Praxis 
weit verbreitet ist die auch im vorliegenden Fall vorgenommene Rangierung der Angebote mit 
Hilfe eines Punktebewertungssystems und einer Beurteilungsmatrix. Dabei werden für die Zu-
schlagskriterien (resp. die einzelnen Unterkriterien) Punkte vergeben. Für die Wertung des Kri-
teriums Preis wird dem tiefsten Preis die höchste Punktzahl zugesprochen, die übrigen Angebo-
te erfahren anhand einer mathematischen Formel eine in Abhängigkeit zum Preisunterschied 
tiefere Punktebewertung. Für andere leicht quantifizierbare Leistungsindikatoren (z.B. Verfüg-
barkeitszeiten, Lieferfristen etc.) bestehen analoge Kalkulationsmodelle. Die Objektivierung und 
Operationalisierung der nicht messbaren qualitativen Kriterien erfolgt in einem Wertungsent-
scheid anhand einer Benotungsskala, wobei mehr Punkte zugesprochen werden, je besser das 
Kriterium erfüllt ist. Die für das einzelne Kriterium vergebene Punktzahl wird sodann mit dem 
aus dessen Gewichtung hergeleiteten Faktor multipliziert. Die Summe der daraus resultieren-
den Punktzahlen ergibt schliesslich den für den Vergabeentscheid ausschlaggebenden Ge-
samtpunktwert. Das Angebot mit dem höchsten Gesamtpunktwert erhält den Zuschlag. 
 
4.3 Nach ständiger Praxis des Kantonsgerichts steht den Vergabebehörden insbesondere in 
der Phase der Würdigung und des Vergleichs der Angebote im Rahmen der Offertbewertung 
ein grosser Ermessensspielraum zu, in den das Gericht aufgrund seiner auf Sachverhalts- und 
Rechtsfragen beschränkten Kognition (vgl. vorne E. 2) nicht eingreifen darf. Es kann nicht Sa-
che des Kantonsgerichts als Beschwerdeinstanz sein, anstelle der Vergabestelle eine eigene 
Bewertung vorzunehmen (vgl. KGE VV vom 21. Januar 2015 [810 14 319] E. 4; KGE VV vom 
24. April 2013 [810 12 289] E. 4.1; KGE VV vom 14. November 2012 [810 12 170] E. 5.2; 
BLKGE 2006 Nr. 45 E. 5e). Trotz des ihr eingeräumten Spielraums darf die Vergabestelle je-
doch nicht nach Belieben verfahren. Namentlich aus den allgemeinen Grundsätzen der Trans-
parenz (Art. 1 Abs. 3 lit. c IVöB; § 9 lit. a BeG) und der Gleichbehandlung der Anbietenden 
(Art. 11 lit. a IVöB; § 9 lit. b BeG) fliessen Mindestvorgaben. So sind die publizierten massgebli-
chen Zuschlags- und Unterkriterien (samt Gewichtung) für die Vergabestelle verbindlich und 
schränken in diesem Sinne das ihr zustehende Ermessen bei der Bestimmung des auszuwäh-
lenden Angebots ein. Die Rechtmässigkeit der Offertevaluation setzt weiter voraus, dass die 
Vergabestelle die Bewertung der Angebote in sachlich haltbarer Weise gemäss einem generell-
abstrakten Schema vornimmt, welches den bekanntgegebenen Zuschlagskriterien entspricht, 
die Kriterien der Punkteverteilung im Einzelnen umfassend und nachvollziehbar regelt sowie auf 
alle Angebote gleich angewandt wird. Die Überlegungen und Wertungsentscheide ("Benotung"), 
die zur konkreten Bewertung geführt haben, sind offenzulegen und zu dokumentieren (KGE VV 
vom 30. Mai 2018 [810 17 310] E. 4.2; BLKGE 2005 Nr. 34 E. 5e m.w.H.; BGE 130 I 241 E. 5.1; 
PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaf-
fungsrechts, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 979). Hält sich die Vergabebehörde an diese Vorgaben, 
hat das Kantonsgericht nicht näher zu untersuchen, ob die Angebotsbewertung zweckmässi-
gerweise anders hätte ausfallen sollen. Ein Einschreiten ist nur angezeigt, falls die Vergabebe-
hörde den ihr zugestandenen Spielraum überschritten hat. Eine gerichtliche Korrektur der Of-
fertbewertung kommt folglich nur in Betracht, soweit sich diese nicht nur als unangemessen, 

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sondern als qualifiziert falsch und damit rechtsfehlerhaft erweist (KGE VV vom 28. Juni 2017 
[810 17 15] E. 5.2; BLKGE 2005 Nr. 34 E. 5d; BGer 2D_49/2011 vom 25. September 2012 
E. 4.2; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 859). 
 
5. Zunächst beanstandet die Beschwerdeführerin die Angebotsbewertung hinsichtlich des 
Preises. 
 
5.1 Die Vergabestelle verwendete vorliegend für die Wertung des Kriteriums Preis eine In-
terpolationsformel (sog. Preiskurve) zur Umrechnung des Preises in Punkte, bei welcher das 
tiefste eingegangene Angebot fünf Punkte und das preislich höchste Angebot einen Punkt er-
hielten. Anfangs- und Endpunkt wurden mit einer Geraden verbunden (lineare Interpolation), 
woraus sich die Punktzahl der dazwischen liegenden Angebote ergab (weshalb im vorliegenden 
Fall ebenso gut von einer "Preisgeraden" gesprochen werden könnte). Die Bandbreite zwischen 
dem tiefsten (Fr. 325'825.--) und höchsten (Fr. 539'875.--) Angebot betrug Fr. 214'050.--, wo-
raus eine Preisspanne von 66 % resultierte. Die Beschwerdeführerin erhielt für ihr preislich 
tiefstes Angebot nach Multiplikation mit der Gewichtung des Preiskriteriums von 40 % den ma-
ximal erzielbaren Wert von 200 Punkten, die Beigeladene kam mit ihrem preislich viertplatzier-
ten, um 26.6 % teureren Angebot auf 135.3 Punkte. 
 
5.2 Die Beschwerdeführerin wehrt sich nicht gegen die Preisgewichtung von 40 % als sol-
che, was sie gegebenenfalls durch gesonderte Anfechtung der Ausschreibung hätte tun können 
und müssen (vgl. Art. 15 Abs. 1bis lit. a IVöB; KGE VV vom 21. Januar 2015 [810 14 311] E. 2.1 
m.w.H.), sondern gegen die Art und Weise, wie diese Vorgabe in der Folge umgesetzt wurde. 
Sie kritisiert die gewählte Methode vom System her nicht, sie wirft dem Beschwerdegegner je-
doch vor, mit der konkreten Festlegung der Preiskurve seinen Spielraum überschritten zu ha-
ben. Die gewählte Preiskurve verwässere die in den Angebotsunterlagen angegebene Gewich-
tung des Preises in unzulässiger Weise. Die Preisspanne müsse nach der Rechtsprechung die 
realistischerweise zu erwartenden Preise abdecken. Hinzu komme, dass die Benotungsskala 
nicht wie vorgeschrieben bei null Punkten, sondern bei einem Punkt ende, was die Preiskurve 
weiter verflache. Bei einem administrativen Standardauftrag mit lediglich einzelnen technisch 
anspruchsvollen Aufgaben sei nicht zu erwarten, dass die offerierten Preise eine weite Band-
breite aufwiesen. Dies treffe hier bei fünf der sechs Angebote auch zu, lägen diese doch inner-
halb einer Preisspanne von 28 %, welche vorliegend sachgerecht sei. Das teuerste Angebot, 
das preislich vollkommen aus dem Rahmen falle und weit über dem zweitteuersten Angebot 
liege, verzerre die Preiskurve massiv und dürfe deswegen bei der Festlegung der Preiskurve 
nicht berücksichtigt werden. Bei Zugrundelegung einer realistischen Preisspanne müsse die 
Minimalpunktzahl mindestens bereits bei 140 % des tiefsten Preises erreicht werden. 
 
5.3 Der tatsächliche Einfluss des Preises auf den Vergabeentscheid ergibt sich erst aus 
dem Zusammenspiel von Gewichtung und Preiskurve (BERTRAND R. REICH, Le prix, in: Zufferey/
Beyeler/Scherler [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2016, Zürich 2016, S. 429, Rz. 79). Zentrale 
Bedeutung kommt dabei der eingesetzten Preisspanne zu. Diese besagt, ab welchem Preisun-
terschied zum billigsten Angebot ein Angebot nur noch mit der Minimalpunktzahl zu bewerten 
ist. Wird eine enge Preisspanne gewählt, wirken sich Preisunterschiede stark auf die Punkte-

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vergabe aus (steile Preiskurve). Im umgekehrten Fall einer weiten Preisspanne schlagen sich 
Preisdifferenzen nur in vergleichsweise geringem Ausmass in den Punkten nieder (flache 
Preiskurve). Je nach Ausgestaltung der Preiskurve beeinflusst das Zuschlagskriterium Preis 
den Entscheid über den Zuschlag in unterschiedlichem Ausmass (CLAUDIA SCHNEIDER HEUSI, 
Die Bewertung des Preises, in: Zufferey/Beyeler/Scherler [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2018, 
Zürich 2018, S. 327, Rz. 46). Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung genügt deshalb 
bei der Bewertung der Angebote anhand des Zuschlagskriteriums "Preis" die blosse Bekannt-
gabe der Gewichtung noch nicht, um sicherzustellen, dass die Angebotspreise im Verhältnis zu 
den anderen Zuschlagskriterien in vergaberechtskonformer Weise bewertet werden. Die Preis-
kurve ist vielmehr so zu legen, dass sich eine wesentliche Preisdifferenz in einem Benotungs-
unterschied der konkreten Angebote niederschlägt. Im Grundsatz ist die Preiskurve so festzule-
gen, dass sie einen realistischen Preisbereich abdeckt. Die Bewertung oder Benotung des 
Preiskriteriums hat nur marktübliche und konkurrenzfähige Preise, d.h. die tatsächlich in Frage 
kommende Bandbreite möglicher Werte zu berücksichtigen (sog. "realistische Preiskurve"; 
BLKGE 2006 Nr. 45 E. 7c; BEAT DENZLER, Bewertung der Angebotspreise, BR 2004, Sonder-
heft Vergaberecht, S. 22). Damit sind allzu stark gestufte oder zu flache Preiskurven, die je 
nach konkreter Verteilung der einzelnen Angebotspreise zu einer Verzerrung oder einer Nivel-
lierung der Punkteverteilung führen, unzulässig. Je nachdem, wie hoch die Bewertungsabzüge 
für höhere Angebotspreise im Verhältnis zum billigsten erfolgen, kann die gewählte Bewer-
tungsmethode im Ergebnis auch die bekannt gegebene Gewichtung der Zuschlagskriterien ver-
fälschen. Mit anderen Worten kann durch die Preiskurve eine "effektive Gewichtung" resultie-
ren, welche nicht der publizierten Gewichtung des Zuschlagskriteriums Preis entspricht. Eine 
derart sachwidrige Überbewertung bzw. Unterbewertung des Preiskriteriums ist ein gerichtlich 
überprüfbarer Ermessensfehler (KGE VV vom 24. April 2013 [810 12 289] E. 4.2; BLKGE 2006 
Nr. 45 E. 7; BGE 130 I 241 E. 6; BVGE 2018 IV/2 E. 7.3; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 
Rz. 884; TRÜEB, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 21 BöB; HAUSER, a.a.O., S. 1411). 
 
5.4 Die effektive Gewichtung des Preiskriteriums darf eine gewisse Mindestgrenze nicht 
unterschreiten, wenn dem Günstigkeitsprinzip nachgelebt und der Begriff des wirtschaftlich 
günstigsten Angebots nicht seines Gehalts entleert werden soll. Es muss im Rahmen der Be-
wertung sichergestellt werden, dass der Preis im Ergebnis ein wichtiges, die Vergabeentschei-
dung substantiell beeinflussendes Entscheidungskriterium bleibt und nicht lediglich am Rande 
der Wertung steht. Welches Gewicht dem Preis konkret zukommen muss, hängt von der Art der 
Beschaffung ab. Als Faustregel gilt, dass dem Preis eine umso grössere Bedeutung zukommen 
muss, je geringer der Komplexitätsgrad einer Aufgabe ist (SCHNEIDER HEUSI, a.a.O., Rz. 34; 
REICH, a.a.O., Rz. 81, BGer 2P.34/2005 vom 24. Mai 2005 E. 2.3). So besitzt der Preis bei ein-
fachen Bauarbeiten, die jeder seriöse Unternehmer in ausreichender Qualität ausführt, zweifel-
los ein hohes Gewicht, wogegen bei anspruchsvollen Bauwerken wie Brücken oder Untertag-
bauten qualitative Aspekte mehr Raum beanspruchen und das Gewicht des Preises daneben 
geringer ausfällt. Nicht sehr hoch ist die Bedeutung des Preises ferner bei Dienstleistungen, 
deren Resultat nicht im Voraus bestimmt werden kann und bei denen sich der Auftraggeber 
daher auf eine qualifizierte Arbeitsweise verlassen muss (ROBERT WOLF, Preis und Wirtschaft-
lichkeit, BR 2002, S. 16). Demgegenüber kommt den übrigen Zuschlagskriterien bei standardi-
sierten Werken oder Dienstleistungen im Vergleich zu den Kosten wenig Gewicht zu, weil sich 

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bei derartigen Ausschreibungen die einzelnen Angebote ausser bezüglich des Preises von 
Vornherein nur unwesentlich unterscheiden können (BGer 2P.111/2003 vom 21. Januar 2004 
E. 3.3). Bei Standardprodukten ist der Preis stark zu gewichten und ist die Preiskurve steil zu 
legen. Dies entspricht dem Willen des Gesetzgebers, hat dieser doch vorgesehen, dass bei 
weitgehend standardisierten Beschaffungsobjekten der Zuschlag allein aufgrund des niedrigs-
ten Preises erfolgen kann (§ 20 Abs. 3 BeV). Bei administrativen Standardaufträgen wird in der 
Literatur eine Preisgewichtung im Bereich von 60 - 80 % empfohlen. Im Falle von komplexeren 
Werken oder Dienstleistungen ist demgegenüber der Schluss, die billigste Offerte sei auch die 
wirtschaftlich günstigste, weniger zwingend. Je schwieriger und aufwändiger die ausgeschrie-
bene Arbeit ist, desto mehr rücken neben dem Preis auch andere Kriterien wie Qualität, Termi-
ne oder etwa die Verfügbarkeit des Kundendienstes in den Vordergrund. Bei solchen individuel-
len Produkten spielt der Preis eine eher untergeordnete Rolle. Entsprechend ist er tief zu ge-
wichten (empfohlen werden 30 - 50 %) und ist die Preiskurve flach zu legen (vgl. DENZLER, 
a.a.O., S. 22; SCHNEIDER HEUSI, a.a.O., Rz. 35; TRÜEB, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 21 BöB; GALLI/
MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 879 f.). Nach der Rechtsprechung ist allerdings selbst bei 
komplexesten Beschaffungsvorhaben in jedem Fall eine Untergrenze von 20 % einzuhalten. 
Zudem darf ein in der Ausschreibung relativ gering gewichteter Preis durch die verwendete 
Preiskurve nicht weiter abgeschwächt werden (BGE 143 II 553 E. 6.4; BGE 130 I 241 E. 6.1; 
BGE 129 I 313 E. 9.2; KGE VV vom 24. April 2013 [810 12 289] E. 4.2; BLKGE 2007 Nr. 46 
E. 6; BLKGE 2006 Nr. 45 E. 7). 
 
6. Die Vergabebehörde geniesst bezüglich der Festsetzung der Preiskurve grundsätzlich 
eine grosse Gestaltungsfreiheit. Deren Grenzen hängen nach dem soeben Ausgeführten we-
sentlich vom ausgeschriebenen Auftrag und von der bekanntgegebenen Gewichtung des Preis-
kriteriums ab. 
 
6.1 Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, beim vorliegend zu vergebenden 
Auftrag handle es sich um ein komplexes Gesamtpaket von Dienstleistungen und nicht wie von 
der Beschwerdeführerin behauptet um einen administrativen Standardauftrag. Der Auftrag er-
fordere von den Anbietern technisches und fachliches Know-how sowie eine taugliche Infra-
struktur. Es handle sich nicht bloss um ausführende Arbeiten, sondern jedes Fördergesuch 
müsse individuell auf die Einhaltung der Förderkriterien geprüft werden. 
 
6.2 Gemäss den Ausschreibungsunterlagen umfasst die streitgegenständliche Vergabe die 
Prüfung von Fördergesuchen im Rahmen von energetischen Massnahmen im Gebäudebereich. 
Die Programmleitung und Steuerung für das gesamte Förderprogramm hat das Amt für Um-
weltschutz und Energie (AUE) inne. Das Amt bearbeitet spezielle Fördergesuche selbst und 
erlässt sämtliche Beitragsverfügungen. Die "Bearbeitung 'Standard' Fördergesuche" ist an die 
externe Bearbeitungsstelle ausgelagert. Das AUE legt die Richtlinien für die Gesuchsbearbei-
tung fest. Das Amt stellt auch die obligatorisch zu verwendende EDV-Applikation zur Verfü-
gung. Das Pflichtenheft beschreibt den Arbeitsablauf von der Entgegennahme der Gesuche, 
deren Prüfung, dem Verfassen der Beitragsverfügungen bis zur Abwicklung der Auszahlung der 
Beiträge. Die Arbeitsabläufe und die qualitativen Anforderungen an die Leistungserbringung 
werden somit durch die Vergabebehörde detailliert umschrieben. Der Entscheid über die Bei-

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tragsgesuche wird durch die gesetzlichen Bestimmungen und den vom AUE definierten, auf 
dem Harmonisierten Fördermodell der Kantone (HFM) basierenden technischen Rahmenbedin-
gungen vorgegeben. Jeder für geeignet befundene Anbieter wird - eine vertragskonforme Aus-
führung vorausgesetzt - eine praktisch identische Leistung erbringen. Ein allfälliges Mehr an 
Können oder Wissen schlägt sich nicht in einem besseren Resultat nieder. Dieses Merkmal ist 
charakteristisch für standardisierte Dienstleistungen. Es trifft zwar zu, dass einzelne Schritte im 
Bearbeitungsprozess - neben der rein administrativen Abwicklung - eine technische Prüfung 
durch einen entsprechend geschulten Sachbearbeiter erfordern. Aber auch dessen Arbeit ist 
aufgrund der exakten Vorgaben letztlich ausführender Natur. Sie ist für einen geschulten Mitar-
beiter weder technisch besonders anspruchsvoll, noch ist eine wissenschaftliche oder konzepti-
onelle Eigenleistung gefragt. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass das AUE die aus dem 
Rahmen fallenden und somit differenziert und vertieft zu behandelnden Gesuche selber bear-
beitet. Die Ausschreibungsunterlagen enthalten denn auch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass 
die Bearbeitung von Fördergesuchen überdurchschnittliche oder aussergewöhnliche Anforde-
rungen an die Unternehmer stellt, weshalb von Vornherein nicht alle im Bereich von Ingenieur-
leistungen und Energieberatung tätigen Anbietenden, sondern nur speziell qualifizierte und er-
fahrene Unternehmen in Betracht kämen. Wenn der Auftraggeber von den Anbietern zusätzlich 
inhaltliche Unterstützung bei der Behandlung von allfälligen Einsprachen gegen Verfügungen 
verlangt, macht dieser Umstand den ausgeschriebenen Auftrag augenscheinlich noch nicht zum 
komplexen Dienstleistungspaket. Soweit der Beschwerdegegner von einem anderen Beschaf-
fungsgegenstand ausgeht, unterliegt er einem Irrtum (vgl. hinten E. 12.5). 
 
6.3 Die strittige Vergabe weist noch andere Kennzeichen einer weitgehend standardisierten 
Dienstleistung auf. Typisch dafür ist neben der grossen Anzahl der sich immer wieder gleichen-
den Einzelleistungen etwa die Einteilung der Gesuche in Kategorien und die Abrechnung nach 
Fallpauschalen. Die Gesuchsprüfung Wärmedämmung Gebäudehülle (Einzelbauteile) offerier-
ten die Anbieter für durchschnittlich Fr. 290.--. Für die Prüfung der übrigen Förderprojekte (z.B. 
Bonus Gesamtsanierung, Neubauten Minergie P, Holzfeuerungen, Wärmepumpen usw.) ver-
langten sie im Schnitt Fr. 213.-- pro Gesuch. Schon alleine aufgrund der notorischen Lohnkos-
ten für technisch-wissenschaftliche Mitarbeiter zeigt die Höhe dieser Preise, dass es beim vor-
liegenden Auftrag in erster Linie um die Abwicklung einfacher administrativer Arbeitsabläufe 
innerhalb eines hochstrukturierten Prozesses geht. Offenkundig kalkulierten die Offerenten pro 
Gesuch nur wenig Arbeitszeit einer im technischen Bereich qualifizierten Fachperson ein. 
 
6.4 Schliesslich verstrickt sich der Beschwerdegegner auch in offene Widersprüche. Noch in 
der Stellungnahme zum Antrag auf aufschiebende Wirkung hatte er ausgeführt, der ausge-
schriebene Auftrag betreffe die Bearbeitung von Standardgesuchen (Routinegeschäft nach kla-
rer Anweisung), die administrativ sehr aufwändig seien und deshalb extern zur Bearbeitung 
gegeben würden. Die komplexen, fachlich anspruchsvollen Anfragen würden beim AUE belas-
sen (Stellungnahme vom 21. November 2017, Rz. 12). Wenn er nunmehr in der Vernehmlas-
sung zur Hauptsache und in der Duplik - nota bene ohne weitergehende Erläuterungen - von 
einem komplexen Gesamtpaket von Dienstleistungen spricht, so argumentiert er widersprüch-
lich. Seine Auffassung lässt sich zudem schon rein sprachlich schlecht in Einklang bringen mit 
der in den Ausschreibungsunterlagen verwendeten Formulierung, es werde nur die Bearbeitung 

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der Standardfördergesuche ausgeschrieben. Zu verweisen ist weiter auf den Bericht des Be-
schwerdegegners "Halbzeit Baselbieter Energiepaket" zur Wirkung des energiepolitischen För-
derprogramms in den Jahren 2010 bis 2014 vom 24. November 2015. Der Beschwerdegegner 
hält darin ausdrücklich fest, dass eine Triage nach Standardgesuchen und komplexen Gesu-
chen vorgenommen werde. Standardgesuche verursachten einen hohen administrativen Auf-
wand und beinhalteten repetitive Tätigkeiten als Routinegeschäft nach genauer Anweisung. Für 
die Bearbeitung der Standardfördergesuche sei ein externer Auftrag von Vorteil. Die komplexe-
ren Gesuche verlangten dagegen einen höheren zeitlichen Aufwand mit einer grösseren Fach-
kompetenz und sollten weiterhin intern abgewickelt werden (Vorlage des Regierungsrats an den 
Landrat vom 24. November 2015 [2015-409], S. 7 f.). Der Beschwerdegegner zählt im Bericht 
über zwei Seiten Gründe auf, warum die Bearbeitung von einfachen Standardgesuchen, die 
keine besonderen Fachkenntnisse verlangten, aber einen hohen administrativen Aufwand ver-
ursachten, auszulagern sei. Im Lichte dieser Ausführungen ist das Vorbringen des Beschwer-
degegners in der Vernehmlassung vom 14. Februar 2018 und in der Duplik vom 18. Juni 2018, 
es gehe vorliegend eben gerade nicht um ein Standardprodukt, schlechterdings nicht nachvoll-
ziehbar. 
 
6.5 Somit zeigt sich, dass die ausgeschriebene Leistung einen tiefen Komplexitäts- und 
Schwierigkeitsgrad aufweist und als weitgehend standardisierter Dienstleistungsauftrag zu qua-
lifizieren ist. In Rechtsprechung und Lehre wird selbst für Beschaffungen von mittlerem Kom-
plexitätsgrad eine Mindestgewichtung des Preiskriteriums von 50 % postuliert (vgl. VGer AG 
vom 11. Juni 2015, in: AGVE 2015, S. 187, E. 3.2; VGer GR vom 7. November 2002, in: PVG 
2002, S. 131, E. 3a; in diesem Sinne auch das VGer ZH: Gewichtung von 45 % als untere 
Grenze des Vertretbaren im Falle einer nicht mehr einfachen Beschaffung, bei der dem Quali-
tätskriterium erhöhte Bedeutung zukam, VGer ZH vom 18. August 2017 [VB.2017.00351] 
E. 4.3; DENIS ESSEIVA, Les problèmes liés aux prix, BR 2004, Sonderheft Vergaberecht, S. 28 f.; 
WOLF, a.a.O., S. 16). Insofern liegt die vorliegend ausserordentlich tiefe Gewichtung des Zu-
schlagskriteriums Preis von 40 % grundsätzlich ausserhalb des der Vergabebehörde zustehen-
den Ermessensspielraums bei der Festlegung der Zuschlagskriterien. Der Beschwerdegegner 
vermag nicht plausibel aufzuzeigen, weshalb er dem Preis im vorliegenden Fall ausnahmsweise 
eine derart geringe Bedeutung hätte beimessen dürfen. Die Gewichtung mit 40 % liegt dement-
sprechend klar unterhalb der für derartige Aufträge geltenden Mindestgrenze. 
 
6.6 Da die Gewichtung des Preises in den Ausschreibungsunterlagen genannt wurde und 
die Ausschreibung unangefochten blieb, lässt sich die Untergewichtung als solche im Rechts-
mittelverfahren nicht mehr korrigieren. Wird der Preis zu tief gewichtet, dann darf die a priori zu 
geringe Gewichtung allerdings nicht noch mit einer flachen Preiskurve unterlaufen werden (vgl. 
vorne E. 5.4). Der Gestaltungsspielraum der Vergabestelle bei der Festlegung der Preiskurve 
wird dementsprechend eingeschränkt. 
 
7. Nach dem soeben Ausgeführten darf vorliegend keine flache Preiskurve festgesetzt 
werden, welche die Untergewichtung des Preiskriteriums zusätzlich relativiert. Dieser Anforde-
rung vermag die vom Beschwerdegegner gewählte Preiskurve bei Weitem nicht zu genügen. 
 

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7.1 Dies beginnt bei methodischen Mängeln. 
 
7.1.1 Die Preiskurve des Beschwerdegegners endet nicht bei null, sondern bei einem Punkt. 
Eine derartige Ausgestaltung des linearen Bewertungsmodells findet weder in der Lehre noch in 
der Praxis Fürsprecher und steht im Gegensatz zu den gängigen Empfehlungen, so etwa auch 
zum vom Beschwerdegegner ins Recht gelegten Leitfaden der Koordinationskonferenz der 
Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) zur Beschaffung von Werk-
leistungen. Der Verzicht auf einen Nullpunkt entspricht auch nicht der vom Kantonsgericht in 
langjähriger Rechtsprechung als geeignet bezeichneten linearen Preisbewertungsformel (vgl. 
BLKGE 2006 Nr. 45 E. 7b, zuletzt ausdrücklich bestätigt in KGE VV vom 24. April 2013 [810 12 
289] E. 4.2 und KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] E. 6.4.3). Das verwendete Modell führt 
dazu, dass Angebote mit aussergewöhnlich hohen Preisabweichungen generell nie den Null-
punkt erreichen und im vorliegenden Fall das preislich höchste Angebot nicht null Punkte, son-
dern immer noch einen Punkt erhält, was faktisch immer noch 40 Punkten entspricht. Lineare 
Bewertungsmodelle, bei denen massiv teurere Offerten immer noch Punkte erhalten, werden 
grundsätzlich als unzulässig qualifiziert, denn dadurch werden sehr teure Angebote vergleichs-
weise besser beurteilt als diejenigen mit konkurrenzfähigen Preisen (SCHNEIDER HEUSI, a.a.O., 
Rz. 68). Diese Art der Preisbewertung gewährleistet somit nicht, dass der Preis das für die Be-
wertung der Angebote vorgesehene Gewicht erhält. Wird nicht die ganze Bandbreite der erziel-
baren Punkte angewendet, verstösst dies zusätzlich gegen das Transparenzgebot. Unbehelflich 
ist in diesem Zusammenhang der Einwand des Beschwerdegegners, null Punkte seien bei sei-
nem Bewertungssystem für Angebote reserviert, bei denen die Angebotsunterlagen unvollstän-
dig seien. Er übersieht, dass die Unvollständigkeit des Angebots im Falle eines unbestimmten 
Preises nicht zu einer schlechten Benotung führen darf, sondern zwingend den Ausschluss des 
Anbieters zur Folge haben muss (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 467). Vielmehr gilt es 
für eine vergaberechtskonforme Bewertung eine Grenze bei einem äusserst "schlechten" - aber 
nicht unrealistischen - Preis zu definieren, ab dem überhaupt keine Punkte mehr erzielt werden 
können. Je nach Streuung der Angebotspreise wird dieser schlechte Wert im Einzelfall womög-
lich von keinem Angebot erreicht. Andersherum ist mit der Festlegung eines Nullpunktes hinzu-
nehmen, dass allenfalls mehrere Offerten, die viel teurer als die billigste sind, ungeachtet der 
zwischen ihnen bestehenden Preisunterschiede allesamt keine Punkte mehr erhalten und dass 
dadurch bei der Bewertung hinsichtlich des Preises nicht mehr differenziert werden kann (BGer 
2P.111/2003 vom 21. Januar 2004 E. 3.3). 
 
7.1.2 Erfolgt die Gewichtung wie vorliegend in dem Sinne, dass die bei den einzelnen Kriterien 
erreichten Punkte mit einem Faktor entsprechend der Gewichtung des Kriteriums multipliziert 
werden, so ist darauf zu achten, dass bei allen Kriterien die gleiche harmonisierte Punkteskala 
verwendet wird. Andernfalls wird die durch die Faktoren ausgedrückte Gewichtung in Verlet-
zung des Transparenzgebots durch ein mathematisch nicht korrektes Verfahren indirekt ver-
schoben (DANIELA LUTZ, Die fachgerechte Auswertung von Offerten, in: Stöckli/Zufferey [Hrsg.], 
Aktuelles Vergaberecht 2008, Zürich 2008, S. 215, Rz. 64; HAUSER, a.a.O., S. 1420; BLVGE 
2002/2003 Nr. 22.1.1 E. 5e). Für die Qualitätskriterien verwendete die Vergabestelle eine No-
tenskala, die von 0 bis 5 reichte. Wie soeben aufgezeigt wurde, waren mit dem vorliegend ver-
wendeten System beim Preiskriterium de facto nur Noten zwischen 1 und 5 erreichbar. Durch 

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die uneinheitliche Skalierung der Punktevergaben wird die bekannt gegebene Gewichtung der 
Kriterien verschoben. 
 
7.1.3 Um eine Verzerrung der bekanntgegebenen Gewichtung zu verhindern, muss die Be-
wertungsmethodik nicht nur in Bezug auf die Punkteskala, sondern auch in der konkreten An-
wendung eine gewisse Einheitlichkeit aufweisen. Unterschiede zwischen den Angeboten haben 
sich für sämtliche Kriterien ähnlich stark auf deren Benotung auszuwirken. Mit anderen Worten 
dürfen die Bewertungskurven hinsichtlich der verschiedenen Zuschlagskriterien, insbesondere 
beim Kriterium der Qualität, nicht derart unterschiedlich steil sein, dass im Ergebnis die festge-
legte Gewichtung auf den Kopf gestellt wird. Ebenso wenig wie beim Preis sehr teure Angebote 
eine noch relativ hohe Punktzahl erzielen sollen, dürfen beim Qualitätskriterium relativ schlecht 
bewertete Angebote noch relativ hohe Punktzahlen erreichen (vgl. BVGE 2018 IV/2 E. 7.4; 
VGer SG vom 15. August 2017 [B 2017/27] E. 3.1; CHRISTOPH JÄGER, Realistische Spanne der 
Angebote auch bei der Bewertung von Qualitätskriterien, BR 2017, S. 231 ff.). Im vorliegenden 
Fall hat die Vergabestelle bei diversen Qualitätskriterien (z.B. Bearbeitungsfristen, Öffnungszei-
ten) eine grenzwertige Strenge an den Tag gelegt, was sich darin zeigt, dass Angebote mit 
durchaus branchenüblichen Leistungsversprechen namhafte Punkteabzüge zu gewärtigen hat-
ten oder sogar nur einen Punkt erhielten (vgl. hinten E. 12). Die bei den Qualitätskriterien an 
den Tag gelegte Strenge steht in augenfälligem Kontrast zur milden Preisbewertung, wo sich 
relativ signifikante Preisunterschiede viel schwächer auf die Benotung auswirken. Da die Be-
wertungsmethodik zwischen Qualität und Preis derart krass auseinanderdriftet, vermag sie im 
vorliegenden Fall nicht sicherzustellen, dass die Angebotspreise im Verhältnis zu den anderen 
Zuschlagskriterien in vergaberechtskonformer Weise bewertet werden. 
 
7.2 Bezüglich der Preiskurve verfälscht die vom Beschwerdegegner verwendete Skala die 
Grundlage der nachfolgenden Diskussion, weil die Kurve ihren Endpunkt bereits bei einem 
Punkt erreicht. Um die Vergleichbarkeit der Zahlen herbeizuführen, ist sie gedanklich bis zum 
Nullpunkt zu verlängern. Rechnerisch erreicht sie die Nulllinie bei einem Preis von 82 % über 
dem tiefsten Angebot. 
 
7.3 Die vom Beschwerdegegner zur Anwendung gebrachte Preisspanne beträgt somit effek-
tiv 82 %. An diesem Wert ist zu messen, ob vorliegend eine realistische Preiskurve (vgl. vorne 
E. 5.3) festgelegt wurde. Welche Bandbreite bei den Angebotspreisen realistischerweise erwar-
tet werden kann, ist von der infrage stehenden Beschaffung abhängig. So ist bei einfachen Be-
schaffungen in der Regel mit einer geringeren Preisspanne zu rechnen als bei technisch an-
spruchsvollen Konstruktionen bzw. Produkten oder Dienstleistungen. Bei wenig komplexen 
Dienstleistungsaufträgen der ausgeschriebenen Art kann in der Praxis erfahrungsgemäss mit 
einer Preisspanne im Bereich von 25 % bis 50 % gerechnet werden (vgl. DENZLER, a.a.O., 
S. 22; CHRISTOPH JÄGER, Öffentliches Beschaffungsrecht, in: Müller/Felber [Hrsg.], Bernisches 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2013, Rz. 146; Zwischenentscheid des BVGer B-3311/2009 
vom 16. Juli 2009 E. 7.4; VGer BE vom 14. August 2015, in: BVR 2015, S. 564, E. 6.1.1). Die 
tatsächlich offerierten Preise liegen im vorliegenden Fall 4 %, 6 %, 27 %, 28 % und 66 % über 
dem tiefsten Preis. Unter Ausklammerung des teuersten Angebots entspricht die Bandbreite der 
eingegangenen Angebotspreise dem unteren Bereich der genannten Erfahrungswerte. Das 

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teuerste Angebot bewegt sich dagegen nicht nur wegen der absoluten Höhe des Gesamtprei-
ses weit ausserhalb der Norm. Die Beschwerdeführerin weist in der Replik zutreffend darauf 
hin, dass auch die Zusammensetzung dieses Preises Fragezeichen aufwirft. Als einzige Anbie-
terin offeriert sie die Fallpauschale Gesuchsprüfung Wärmedämmung zu einem tieferen (und im 
Übrigen konkurrenzfähigen) Preis als die Fallpauschale für übrige Förderprojekte, die sich auf 
mehr als den vierfachen Preis des günstigsten Angebots beläuft. Diese Preisgestaltung ist un-
erklärlich und deutet stark auf ein unrichtiges Verständnis der Aufgabenstellung oder einen Kal-
kulationsfehler hin. Auf jeden Fall kann unter Berücksichtigung der konkreten Umstände beim 
teuersten Angebot offenkundig nicht mehr von einem konkurrenzfähigen Preis gesprochen wer-
den. Für die Festlegung einer realistischen Preiskurve sind unseriöse Preise (seien sie unge-
wöhnlich hoch oder tief) auszuscheiden (vgl. KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] E. 6.4.3; 
VGer ZH vom 17. April 2014 [VB.2013.00824] E. 6.4.2). Der realistische Preisbereich bewegt 
sich nach dem Gesagten in der Grössenordnung von 30 %. Zumal aufgrund der schwachen 
Gewichtung des Preiskriteriums keine flache Preiskurve gewählt werden durfte, wäre vorliegend 
eine realistische Preiskurve mit einem Nullpunkt bei 30 % über dem tiefsten Preis sachgerecht 
gewesen. Die von der Beschwerdeführerin propagierten Preisspannen auf der Höhe des zweit-
teuersten Angebots (28 %) oder eventualiter von 40 % wären ebenfalls noch innerhalb des der 
Vergabestelle zugestandenen Gestaltungsspielraums zu liegen gekommen. Die vom Be-
schwerdegegner verwendete Preisspanne von rechnerisch 82 % sprengt jedoch klarerweise 
den Rahmen des Zulässigen. 
 
7.4 An diesem Ergebnis ändert der Einwand des Beschwerdegegners nichts, wonach die 
vorliegend angewandte Bewertungsmethode seiner bewährten langjährigen Praxis entspreche. 
 
7.4.1 Das lineare System ist fraglos eine taugliche und zulässige Methode zur Bewertung der 
Angebote. Es gewährleistet grundsätzlich eine nachvollziehbare und faire Beurteilung der An-
gebotspreise. Bei einem Grossteil der Vergaben führt die Methode - selbst wenn sie wie hier 
nicht gänzlich lege artis angewendet wird - zu einem Resultat, das im Ergebnis vergaberechtlich 
zumindest vertretbar ist. Wie der vorliegende Fall exemplarisch zeigt, stösst das Preisbewer-
tungssystem aber in gewissen Konstellationen an seine Grenzen und führt zu Resultaten, die 
der Gewichtung des Kriteriums Preis in keiner Weise entsprechen. Weicht wie hier ein einzel-
nes Angebot preislich von den übrigen stark nach oben oder nach unten ab, entstehen solche 
Verzerrungen. Deutlich zeigt sich die mögliche Problematik auch am Beispiel einer Ausschrei-
bung, in der lediglich zwei Angebote eingereicht wurden, die preislich nahe beieinander liegen. 
Es kann diesfalls nicht richtig sein, dem einen Angebot die volle Punktzahl einzuräumen und 
dem nur leicht teureren Angebot überhaupt keine Punkte (vgl. SCHNEIDER HEUSI, a.a.O., 
Rz. 55). Die lineare Methode besitzt weiter den Nachteil, dass das Ergebnis weitgehend vom 
Preis des jeweils höchsten Angebots abhängt, was der konkreten Preisspanne unweigerlich 
eine gewisse Zufälligkeit anhaften lässt. So erzielt z.B. ein Angebotspreis von Fr. 110'000.--, 
wenn das tiefste Angebot auf Fr. 100'000.-- und das höchste auf Fr. 150'000.-- lautet, 80 % der 
Maximalbewertung. Liegt das höchste Gebot bei Fr. 120'000.--, wird derselbe Angebotspreis 
von Fr. 110'000.-- nur noch mit der Hälfte der Punkte bewertet, und ist das Angebot von 
Fr. 110'000.-- selber das Höchstangebot, erhält es die Note null. Derselbe Preis erhält somit 
völlig unterschiedliche Bewertungen je nachdem, welches Preisniveau die übrigen Angebote 

Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aufweisen (vgl. VGer ZH vom 28. Oktober 2002, in: BEZ 2003, Nr. 14, E. 4c). Anbieter können 
ferner dazu verleitet werden, das Ergebnis mittels Absprachen (Einreichen eines überteuerten 
Angebots durch einen Aussenseiter ohne echten Willen zum Zuschlag) zu manipulieren (VGer 
ZH vom 21. April 2004, in: ZBl 2004, S. 382, E. 2.4). 
 
7.4.2 Die Verwendung eines an sich tauglichen Bewertungssystems entbindet die Vergabe-
stelle nicht davon, dessen Ergebnis im konkreten Fall auf seine Sachgerechtigkeit hin zu prü-
fen. Die Heranziehung der effektiven Preisspanne ist im Normalfall nicht zu beanstanden. Legt 
die Vergabestelle die Preisspanne in Kenntnis der Angebotspreise fest, kann sie dennoch nicht 
unbesehen auf den real eingereichten Höchstpreis - wie hoch oder tief dieser zufälligerweise 
auch gerade ausfällt - abstellen (LUTZ, a.a.O., S. 239; SCHNEIDER HEUSI, a.a.O., Rz. 55). Der 
Auftraggeber ist entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners mitnichten gehalten, bei der 
Bewertung des Preises stets und ausschliesslich dem teuersten Angebot die schlechteste Note 
zu geben. Die von der kantonsgerichtlichen Rechtsprechung geforderte realistische Preiskurve 
bedeutet gerade eine Absage an jeglichen Automatismus. Die Vergabestelle hat vielmehr bei 
der preislichen Auswertung der Offerten die oben genannten systemimmanenten Schwächen 
des linearen Modells im Blickfeld zu behalten. Massgebend ist, dass die Bewertung im Einzelfall 
auf einer realistischen Preisspanne basiert, was gleichzeitig dem Zufallselement einen gewis-
sen Einhalt gebietet. Tauchen unerwartete und unerklärliche Preisunterschiede zwischen den 
Angeboten auf, die sich nicht mit einer Preisspanne decken, wie sie üblicherweise und im 
Durchschnitt bei mehreren Ausschreibungsverfahren zu erwarten wäre, darf die Vergabestelle 
nicht auf ihrem Standardmodell beharren und bei der Festlegung der Preiskurve ohne nähere 
Prüfung auf die eingegangenen Angebotspreise abstellen. Führt die unveränderte Anwendung 
des linearen Systems zu einer verzerrten Preisbewertung, hat die Behörde aktiv einzugreifen. 
Sie trifft in solchen Spezialfällen das Recht und die Pflicht, ein Benotungssystem festzulegen, 
das den besonderen Verhältnissen des konkreten Falles Rechnung trägt und ein sachgerechtes 
Ergebnis zu liefern vermag (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 903; SCHEIDER HEUSI, 
a.a.O., Rz. 55). Dies bedeutet konkret, dass der Nullpunkt der Preiskurve je nach Konstellation 
über oder unter dem höchsten Preis gesetzt wird. Ein derartiges Vorgehen ist gemeint, wenn 
das Kantonsgericht in seiner Rechtsprechung von den Vergabestellen verlangt, dass Mindest- 
und Höchstnoten anhand einer Preisspanne festgelegt werden, die bei einer Vergabe der fragli-
chen Art realistisch erscheint. 
 
7.5 Zusammenfassend stimmt die effektive Gewichtung des Preises nicht mit der publizier-
ten Gewichtung des Zuschlagskriteriums Preis überein. Vor allem aber verletzt die von Vornhe-
rein zu niedrige Gewichtung des Preises in Kombination mit einer flachen Preiskurve den 
Grundsatz der Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots und steht im Widerspruch zur 
Zielsetzung, die öffentlichen Mittel möglichst wirtschaftlich einzusetzen. 
 
8. Auch gegen die Bewertung der Qualitätskriterien erhebt die Beschwerdeführerin Ein-
wände. 
 
8.1 Ziffer 24 der Ausschreibungsunterlagen enthält im Kapitel Vergabeverfahren unter dem 
Titel Zuschlagskriterien folgende Auflistung: 

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"ZK1: Qualität   Gewichtung 60% 
TK 1.1 Projektorganisation (35%) 

- Aufgabenverständnis und Auftragsanalyse (max. 2 A4-Seiten) 
- Ablauf Gesuchbearbeitung mit Angabe der Bearbeitungsfristen, siehe Pflichtenheft 

(Kapitel 5) sowie Webseite Energiepaket-BL / Prozess (max. 1 A4 Seite) 
- Organigramm Anbieter und Organisation "Bearbeitung Fördergesuche" 
- Vernetzung des Anbietenden 

 
TK 1.2 Schlüsselpersonen (35%) 

- Mandatsleitung: Nennung von 2 persönlichen Referenzen mit Aufgaben und Tätigkeit 
sowie Zeitraum der Leistungserbringung. 

- Technisch wissenschaftliche Mitarbeitende, maximal 2 Personen, die im Falle einer 
Beauftragung mit der Bearbeitung der Fördergesuche betraut werden. Nennung von 
je einer (1) persönlichen Referenz mit Aufgaben und Tätigkeit sowie Zeitraum der 
Leistungserbringung. 

 
TK 1.3 Services (30%) 

- Erreichbarkeit der Büroräumlichkeiten für Kunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 
- Erreichbarkeit der Mitarbeitenden für Kunden, Telefon und Sprechzeiten. 

 
ZK 2: Preis    Gewichtung 40%" 
 
8.2 In der Bewertungsmatrix wurden die in den Aufzählungsstrichen aufgeführten Elemente 
einzeln benotet. Die Punktzahl für das jeweilige Teilkriterium errechnete sich aus dem gewichte-
ten Durchschnitt dieser Einzelnoten. Maximal waren mit den Qualitätskriterien 300 Punkte er-
reichbar. Das Angebot der Beigeladenen erzielte in der Bewertung die mit Abstand höchste 
Punktzahl von 266.4 Punkten, die Beschwerdeführerin lag mit 175.5 Punkten an vierter Stelle. 
 
9.1 Die Beschwerdeführerin rügt vorab, dass die Teilkriterien jeweils wiederum in Unterkrite-
rien unterteilt worden seien, wobei deren Gewichtung nicht publiziert worden sei. Diese Unter-
kriterien seien bei der Bewertung ohne vorherige Bekanntgabe unterschiedlich gewichtet wor-
den, was unzulässig sei. Gleichzeitig falle auf, dass immer dort die höchste Gewichtung gewählt 
worden sei, wo die Beigeladene am meisten Punkte erzielt habe. So mache etwa hellhörig, 
dass die Bearbeitungsfristen - bei der sie selber lediglich einen Punkt, die Beigeladene dagegen 
4.2 Punkte erhalten habe - mehr als doppelt so stark gewichtet würden wie die Qualität des Be-
arbeitungsprozesses selbst. 
 
9.2 Dem hält der Beschwerdegegner entgegen, er habe gestützt auf die kantonalen gesetz-
lichen Bestimmungen und unter Beachtung der einschlägigen Rechtsprechung die Zuschlags-
kriterien samt Teilkriterien inklusive deren Gewichtung in den Ausschreibungsunterlagen be-
kanntgegeben. Bei den von der Beschwerdeführerin als Unterkriterien bezeichneten Angaben in 
der Ausschreibung habe es sich in Tat und Wahrheit nicht um Kriterien, sondern um die Be-
kanntgabe derjenigen Aspekte gehandelt, anhand derer die Bewertung der Teilkriterien erfolgen 

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würde. Er sei nicht verpflichtet gewesen, den detaillierten Benotungsschlüssel vorgängig zu 
publizieren. 
 
9.3 In Nachachtung des Transparenzprinzips verlangt § 21 Abs. 2 BeG, dass die publizierte 
Ausschreibung unter anderem mindestens Gegenstand und Umfang des Auftrags inklusive der 
Angaben, die von den Anbietenden verlangt werden, anzugeben hat. In § 22 Abs. 1 BeG wird 
statuiert, dass die Ausschreibungsunterlagen alle wesentlichen Angaben enthalten und die für 
den Zuschlag massgebenden Kriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und entsprechend 
ihrer Gewichtung aufgeführt sein müssen. Es gilt somit der Grundsatz, dass alles Zuschlagsre-
levante zum Voraus mit der Ausschreibung festgelegt und den Offerenten zur Kenntnis ge-
bracht werden soll. Nur so können die Anbieter ihre Offerte gezielt auf die Bedürfnisse des Auf-
traggebers ausrichten. Die Zuschlagskriterien sind unter Einschluss ihrer Gewichtung und allfäl-
liger Subkriterien demzufolge bereits im abstrakten Stadium des Verfahrens in den Ausschrei-
bungsunterlagen präzise zu definieren, wenn die einzelnen Offerten noch nicht bekannt sind. 
Könnte die Vergabestelle die relative Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien nämlich erst 
nachträglich, in Kenntnis der eingegangenen Offerten, festsetzen, so bestünde die Gefahr der 
Manipulation bzw. der Begünstigung eines bestimmten Anbieters (KGE VV vom 27. April 2016 
[810 15 252] E. 4.1; KGE VV vom 12. September 2012 [810 12 190] E. 5.5.2; BGE 141 II 353 
E. 6.4; BGE 125 II 86 E. 7c). Nicht vorgängig zu publizieren sind nach der Rechtsprechung des 
Kantonsgerichts jedoch Unterkriterien, welche lediglich die bekanntgegebenen Zuschlagskrite-
rien konkretisieren, diesen also bereits inhärent sind. Weiter wird nicht verlangt, dass die detail-
lierten Benotungsskalen, die Evaluationsraster oder andere Hilfsmittel im Voraus bekannt ge-
geben werden (BLKGE 2009 Nr. 56 E. 3.1.2; BLKGE 2005 Nr. 34 E. 5d). 
 
9.4 Ob die im konkreten Fall angewandten Kriterien einem publizierten Kriterium inhärent 
sind oder aus einem Evaluationsraster hervorgehen, so dass das Transparenzprinzip nach kan-
tonsgerichtlicher Praxis keine vorgängige Bekanntgabe verlangt, ergibt sich aus der Gesamtheit 
der Umstände, welche die betreffende Vergabe charakterisieren, darunter die Ausschreibungs-
dokumentation, insbesondere das Pflichtenheft und die Vergabebedingungen. Die - mitunter 
heikle - Abgrenzungsthematik braucht indes hier nicht vertieft erörtert zu werden, denn die vom 
Beschwerdegegner herangezogene Rechtsprechung ist nicht einschlägig. Im von ihm angeführ-
ten Urteil ging es um die Frage, ob die Vergabestelle bei Beschaffungen mit offen umschriebe-
nen Elementen der Konzeption sämtliche Aspekte der Bewertung im Voraus festlegen und be-
kanntgeben muss, was das Gericht verneinte (vgl. KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] 
E. 4.3.2). Im vorliegenden Fall geht es zum einen nicht um die Nachfrage nach von den Anbie-
tern zu entwickelnden Lösungen und Vorgehensweisen. Zum anderen hat der Beschwerdegeg-
ner die massgeblichen Bewertungsgesichtspunkte bekanntgegeben, so dass sich die Frage 
nach der Publikationspflicht gar nicht stellt. Der Beschwerdegegner benotete die von ihm in der 
Duplik als "Aspekte" bezeichneten Kriterien in der Bewertungsmatrix und versah sie mit zah-
lenmässigen Gewichtungen. Angesichts dessen können sie nur als eigentliche Zuschlagskrite-
rien (in der Form von Unterkriterien) verstanden werden (vgl. BVGer vom 15. März 2011 [B-
6837/2010] E. 5.2.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 850). Seit jeher hat das Kantons-
gericht eine Liste mit Kriterien nicht genügen lassen und zur Wahrung der Transparenz eine 
numerische Festlegung der Gewichtung in der Ausschreibung verlangt (vgl. insbesondere 

Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

BLVGE 1998/1999 Nr. 22.1.2 E. 7.5, der einen mit dem vorliegenden vergleichbaren Fall be-
traf). Bei den unter den Teilkriterien Projektorganisation, Schlüsselpersonen und Services veröf-
fentlichten "Aspekten" handelt es sich bei Lichte besehen um weitere Subkriterien, deren Ge-
wichtungen nach der oben beschriebenen Praxis bereits im Voraus hätten bekanntgegeben 
werden müssen. Durch das Unterlassen dieser Bekanntgabe verletzte die Vergabestelle das 
Transparenzgebot. Da der Mangel allerdings bereits klar aus den Ausschreibungsunterlagen 
hervorging, hätte er nach Treu und Glauben mittels Anfechtung der Ausschreibung geltend ge-
macht werden müssen. Die erst gegen den Zuschlag erhobene Rüge der Beschwerdeführerin 
erfolgt verspätet und ist damit verwirkt. 
 
9.5 Die fehlende Angabe der Gewichtung bedeutet allerdings keinen Freipass für den Auf-
traggeber, die Kriterien bei der Bewertung nachträglich nach eigenem Gutdünken zu gewichten. 
Gemäss § 22 Abs. 1 BeG müssen die für den Zuschlag massgebenden Kriterien in der Reihen-
folge ihrer Bedeutung und entsprechend ihrer Gewichtung aufgeführt sein (so auch die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung zu Art. 13 lit. f IVöB, vgl. BGE 125 II 86). Erachtet der Auftragge-
ber einen bestimmten Aspekt als besonders wichtig, so hat er dies mit der entsprechenden Be-
stimmtheit im Kriterienkatalog zum Ausdruck zu bringen (BLVGE 2001 Nr. 22.1.1 E. 8b; BLVGE 
1998/1999 Nr. 22.1.2 E. 7.4.1). Im vorliegenden Fall durften die Anbietenden demnach davon 
ausgehen, dass die Unterkriterien in der Ausschreibung entsprechend ihrer Bedeutung in ab-
steigender Folge aufgelistet waren, mangels abweichender Hinweise aber im Wesentlichen 
einheitlich gewichtet würden. 
 
9.6 Diesen Vorgaben entspricht die Bewertung der Teilkriterien Schlüsselpersonen und Ser-
vices (vgl. aber hinten E. 12.3). Bei letzterem waren zwei Kriterien aufgeführt, die in der Bewer-
tungsmatrix beide mit je 50 % gewichtet waren. Beim Teilkriterium Schlüsselpersonen war die 
Angabe einer Mandatsleitung, die intern mit 40 % gewichtet wurde, und zweier technisch-
wissenschaftlicher Mitarbeiter gefragt, die jeweils 30 % der Note ausmachten. Damit entspricht 
die Bewertung nicht ganz den Anforderungen. Angesichts der zahlenmässig geringfügigen Ab-
weichung untereinander sowie dem Umstand, dass die Mandatsleitung in den Ausschreibungs-
unterlagen an erster Stelle genannt wurde und ihr offenkundig grössere Bedeutung zukommt 
als einem einzelnen Sachbearbeiter, war die Art der Bewertung für die Anbieter genügend vor-
hersehbar. Die nicht ganz einheitliche Gewichtung der Kriterien kann demnach toleriert werden. 
 
9.7 Anders verhält es sich dagegen beim Teilkriterium Projektorganisation. Wie die Be-
schwerdeführerin zu Recht moniert, war die vom Beschwerdegegner vorgenommene Gewich-
tung für die Anbieter nicht erkennbar und in dieser Form auch nicht zu erwarten, weshalb in 
dieser Beziehung eine Verletzung des Transparenzgrundsatzes festzustellen ist. So mass die 
Vergabestelle dem erst an zweiter Stelle genannten Kriterium "Ablauf Gesuchbearbeitung mit 
Angabe der Bearbeitungsfristen" das mit Abstand grösste Gewicht von 50 % bei, wobei die Be-
arbeitungsfristen intern für die Note dreimal stärker gewichtet wurden als der im Text vorange-
stellte Prozessbeschrieb. Das an erster Stelle genannte Kriterium "Aufgabenverständnis und 
Auftragsanalyse" zählte demgegenüber nur zu 20 %. Dass die weiteren Kriterien "Organigramm 
Anbieter und Organisation 'Bearbeitung Fördergesuche'" (10 %) und "Vernetzung des Anbie-
tenden" (20 %) ebenfalls unterschiedlich gewichtet wurden, rundet das Bild eines intransparen-

Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten Vorgehens ab. An diesem Ergebnis ändert auch der Hinweis in den Ausschreibungsunterla-
gen nichts, wonach es prioritäres Ziel sei, eine effiziente und kundenfreundliche Gesuchsab-
wicklung sicherzustellen. Die Bewertung des Teilkriteriums Projektorganisation hält schon aus 
den genannten Gründen der gerichtlichen Prüfung nicht stand. 
 
10. Die Beschwerdeführerin beanstandet zusätzlich einzelne im Rahmen des Teilkriteriums 
Projektorganisation vorgenommene Bewertungen. 
 
10.1 Sie bringt vor, bezüglich der Bearbeitungsfristen sei ihre Offerte mit nur einem Punkt 
unhaltbar tief bewertet worden. Nach Auskunft der Vergabestelle betrügen die derzeitigen Re-
aktions- und Bearbeitungszeiten zwei bis vier Wochen, was sie in ihrem Angebot garantiert ha-
be. Die Beigeladene habe mit den angegebenen zwei Wochen nur unwesentlich bessere Kondi-
tionen offeriert und trotzdem 4.2 Punkte erhalten. Wie der Beschwerdegegner aber zu Recht 
herausstreicht, hat er in den Ausschreibungsunterlagen unmissverständlich darauf hingewie-
sen, dass möglichst kurze Fristen einzuhalten seien (Ziff. 2.4 des Pflichtenhefts). Auf Nachfrage 
der Beschwerdeführerin gab er konsequenterweise nicht die erwarteten Bearbeitungsfristen 
bekannt, sondern führte aus, dass er einen Vorschlag der Anbietenden erwarte. Die Anbieter 
mussten demnach damit rechnen, dass das Kriterium umso besser benotet werden würde, je 
kürzer die Bearbeitungsfristen ausfielen. In dieser Hinsicht ist festzuhalten, dass sämtliche übri-
gen Anbieter kürzere Bearbeitungsfristen als die Beschwerdeführerin offerierten. Eine (mehr 
oder weniger) schlechte Bewertung ist grundsätzlich nur folgerichtig. Zugestandenermassen 
bewegt sich die hier ausserordentlich streng anmutende Benotung am Rande des Ermessens-
spielraums, sie kann aber unter den vorliegenden Umständen nicht als geradezu unhaltbar be-
zeichnet werden. Die Rüge verfängt nicht. 
 
10.2.1 Weiter beklagt sich die Beschwerdeführerin über die Bewertung des Kriteriums "Vernet-
zung Anbieter", bei dem sie selber 3 Punkte und die Beigeladene 5 Punkte erhielten. Wie erst 
die Vernehmlassung des Beschwerdegegners gezeigt habe, hätten ihr schwacher Bezug zur 
Nordwestschweiz bzw. die fehlenden Ortskenntnisse zu einem Punktabzug geführt. In den Aus-
schreibungsunterlagen seien jedoch keinerlei Hinweise dafür ersichtlich gewesen, dass eine 
regionale Vernetzung bevorzugt werde oder dass irgendwelche Ortskenntnisse für die Auf-
tragserfüllung notwendig seien. Wenn ausserkantonale Anbieter wegen der fehlenden regiona-
len Vernetzung praktisch keine Chance auf den Zuschlag mehr hätten, dann werde das Gleich-
behandlungsgebot verletzt. 
 
10.2.2 Der Beschwerdegegner erläutert in der Vernehmlassung, die Beschwerdeführerin habe 
in der Offerte ihre Vernetzung zu diversen Vereinen, Stiftungen und Verbänden in der Schweiz 
dargestellt. Allerdings könne sie mit Ausnahme zweier Mitarbeiter, wovon einer in Basel und der 
andere in Aarau wohne, keinerlei Netzwerk und somit Bezug zur Region Nordwestschweiz, ge-
schweige denn zum Kanton Basel-Landschaft, aufzeigen. Sie verkenne dabei das konkrete Be-
dürfnis des Beschwerdegegners nach regionaler Vernetzung. Dies habe sich in einem Punktab-
zug niedergeschlagen. Die besseren "Vernetzungskenntnisse" im Sinne von "Ortskenntnissen" 
der Beigeladenen dürften besser bewertet werden, da sie angesichts der Eigenart des zu ver-

Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gebenden Auftrags als sachgerecht erschienen und schlussendlich den Gesuchstellern zu Gute 
kämen. 
 
10.2.3 Das Gleichbehandlungsgebot und das Verbot der Diskriminierung von Anbietern stehen 
im Zentrum des modernen öffentlichen Beschaffungsrechts und bilden die Grundlage der von 
ihm intendierten Marktöffnung (vgl. KGE VV vom 23. Juli 2003 [810 02 416] E. 6a; BLVGE 
1998/1999 Nr. 22.1.2 E. 5). Neben dem (inter-)kantonalen Recht verankert namentlich auch das 
Bundesrecht im (subsidiär direkt anwendbaren) Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Binnenmarkt (BGBM) vom 6. Oktober 1995 den Grundsatz des diskriminierungsfreien Zugangs 
zu öffentlichen Beschaffungen auf Kantons- und Gemeindeebene. Ortsfremden Anbieterinnen 
und Anbietern darf der freie Zugang zum Beschaffungsmarkt nicht verweigert werden (Art. 3 
Abs. 1 BGBM). Auch an sich zulässige Beschränkungen dürfen gemäss Art. 3 Abs. 3 BGBM in 
keinem Fall verdeckte Handelshemmnisse zu Gunsten einheimischer Wirtschaftsinteressen 
beinhalten. Grundsätzlich verboten sind neben der Anknüpfung an den Wohnsitz oder die Ge-
schäftsniederlassung bei Eignungs- und Zuschlagskriterien auch jede andere Art der offenen 
oder verdeckten Ungleichbehandlung der ortsansässigen Anbieter gegenüber ortsfremden An-
bietenden (MATTHIAS OESCH/THOMAS ZWALD, in: Kommentar Wettbewerbsrecht II, a.a.O., Rz. 2 
zu Art. 5 BGBM; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 920 ff.; OLIVIER RODONDI, Les critères 
d’aptitude et les critères d’adjudication dans les procédures de marchés publics, RDAF I 2001, 
S. 407 ff.; BGE 141 II 113 E. 3.1; BLVGE 1998/1999 Nr. 22.1.2 E. 5). 
 
10.2.4 Das Abstellen auf die lokale Verankerung und Ortskenntnisse eines Bewerbers ist unter 
dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung auswärtiger Anbieter ausgesprochen problematisch, 
denn diesen Anforderungen wohnt die nicht unerhebliche Gefahr inne, dass sie lediglich vorge-
schoben werden, um die einheimischen Anbieter in rechtswidriger Weise zu begünstigen. Orts-
kenntnisse dürfen daher nach Lehre und Rechtsprechung nur verlangt werden und in die Be-
wertung miteinfliessen, wenn sie wegen der Eigenart des zu vergebenden Auftrags für den Auf-
traggeber von besonderem Nutzen sind und damit als sachlich gerechtfertigt erscheinen. Ange-
sichts der mit diesem Kriterium verbundenen Gefahr der Diskriminierung auswärtiger Anbieter 
sind an den Nachweis, dass für den betreffenden Auftrag ein besonderer Bezug zum Erfül-
lungsort erforderlich ist, hohe Anforderungen zu stellen (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 
Rz. 920; OESCH/ZWALD, a.a.O., Rz. 3 zu Art. 5 BGBM; TRÜEB, a.a.O., Rz. 15 zu Art. 21 BöB; 
BGer 2P.46/2005 vom 16. September 2005 E. 5.1; VGer ZH vom 24. November 2004, in: RB 
2004, Nr. 38, E. 5.1; VGer AG vom 28. August 1998, in: AGVE 1998, S. 375, E. 6). 
 
10.2.5 Der Beschwerdegegner macht geltend, er habe der Verbindung der Anbieter zum Raum 
Nordwestschweiz deshalb Gewicht beimessen dürfen, weil er ein konkretes Bedürfnis nach re-
gionaler Vernetzung aufweise. Diese Begründung ist inhaltsleer und beruht auf einem Fehl-
schluss (petitio principii). Woraus er das konkrete Bedürfnis nach regionaler Vernetzung herlei-
tet, zeigt er nämlich nicht auf. Der Beschwerdegegner müsste nach dem soeben Ausgeführten 
vielmehr substantiiert darlegen, inwiefern ein Anbieter mit Ortskenntnissen für ihn als Auftrag-
geber von Vorteil ist und ihm dessen Leistung einen objektiv feststellbaren Mehrwert einbringt. 
Diesen Nachweis bleibt er schuldig. Nachdem feststeht, dass jeder für geeignet befundene An-
bieter eine praktisch identische Leistung erbringen wird (vgl. oben E. 6.2), ist auch nicht ersicht-

Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lich, welcher zusätzliche Nutzen generiert werden kann, wenn die Gesuche durch einen lokal 
verankerten Anbieter mit Ortskenntnissen bearbeitet werden. Die Berücksichtigung von Orts-
kenntnissen ist demnach vorliegend sachlich nicht gerechtfertigt und verletzt das Gleichbehand-
lungsgebot. 
 
10.3 Die Bewertung des Teilkriteriums Projektorganisation erweist sich somit insoweit als 
rechtsfehlerhaft, als der Beschwerdeführerin für die fehlende lokale Vernetzung Punkte abge-
zogen wurden. 
 
11. Hinsichtlich der Bewertung des Teilkriteriums Schlüsselpersonen wehrt sich die Be-
schwerdeführerin gegen die Benotung des Kriteriums Mandatsleitung. 
 
11.1 Die Beschwerdeführerin erhielt in dieser Kategorie 4 Punkte, die Beigeladene die Maxi-
malpunktzahl. Der Beschwerdegegner führt erläuternd aus, er habe unter dem Aspekt der Man-
datsleitung zwei persönliche Referenzen mit Aufgaben und Tätigkeit sowie dem Zeitraum der 
Leistungserbringung verlangt. Auf diese Angaben stütze sich seine Bewertung. Das bessere 
Abschneiden der Beigeladenen komme daher, dass deren Mandatsleiter seit 2009 eine ein-
schlägige Tätigkeit nachweisen könne, währenddem der Mandatsleiter der Beschwerdeführerin 
erst seit 2014 eine entsprechende berufliche Betätigung vorweisen könne. 
 
11.2 Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, sie nehme seit 2006 Gesuchsprüfungen vor 
und ihr vorgesehener Mandatsleiter übe seit diesem Zeitpunkt die Funktion eines Projektleiters 
aus, was sie in ihrer Offerte ausdrücklich erwähnt habe. Ihr diesbezügliches Referenzprojekt 
existiere in der gegenwärtigen Form erst seit dem Jahr 2017, was aber nicht bedeute, dass ihre 
Mandatsperson nicht ältere Förderprogramme geleitet habe. Indem der Beschwerdegegner 
diese Fakten ignoriere und einzig auf die beiden Referenzaufträge neueren Datums abstelle, 
bewerte er ihr Angebot übertrieben formalistisch und in missbräuchlicher Weise. 
 
11.3 Ausschlaggebend für die Bewertung des Kriteriums war nach den Angaben des Be-
schwerdegegners der "längere Ausführungszeitraum". Soweit er damit die Berufserfahrung der 
Mandatsleiter bewerten wollte, verwendete er ein dafür untaugliches Messinstrument. Das Alter 
des Referenzprojekts lässt offenkundig keine zuverlässige Aussage über die einschlägige Be-
rufserfahrung des jeweiligen Projektleiters zu. Unbestrittenermassen bearbeitet die Beschwer-
deführerin seit 2006 Fördergesuche im Energiebereich. Dass ihre Mandatsleitung seit diesem 
Zeitraum diverse Projekte im Bereich von Förderprogrammen, der Energieberatung und der 
energetischen Gebäudeanalyse geleitet hat, kann angesichts der klaren Angaben in der Offerte 
nicht ernsthaft in Zweifel gezogen werden. Demgegenüber vermag die Beigeladene keine Akti-
vitäten in diesem Bereich vor dem Jahr 2009 aufzuzeigen. Soweit der Beschwerdegegner der 
Beschwerdeführerin zum Vorwurf macht, dass sie nicht einen im Jahr 2006 durchgeführten Auf-
trag, sondern zwei neuere Mandate als Referenz angegeben hat, kann ihm nicht gefolgt wer-
den. Wenn der Beschwerdegegner schon einen derart ungewöhnlichen Massstab anzulegen 
gedachte, hätte er zumindest in der Ausschreibung auf diese entscheidende Anforderung hin-
weisen müssen. Hätte die Beschwerdeführerin davon Kenntnis gehabt, hätte sie ihre Offerte 
entsprechend ausrichten können. Dies muss umso mehr gelten, als dass der Beschwerdegeg-

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ner in formalistischer Weise die an anderer Stelle in der Offerte gemachten Angaben bewusst 
ausblendete. Weshalb ältere Referenzen ein Angebot vorteilhafter machen und dieses deshalb 
eine bessere Benotung verdienen sollte, leuchtet schon generell nicht ein. Wird der "längere 
Ausführungszeitraum" zur Messlatte erhoben, kann die Beschwerdeführerin vernünftigerweise 
kein schlechteres Ergebnis erzielen als die Beigeladene. Die vorliegend vorgenommene Bewer-
tung lässt sich demnach nicht mit sachlichen Gründen rechtfertigen. 
 
11.4 Ohne gegenteilige Angaben in der Ausschreibung durfte die Beschwerdeführerin darauf 
vertrauen, dass das Kriterium anhand von gebräuchlichen Gesichtspunkten beurteilt werden 
würde. Wie soeben aufgezeigt schneidet bezüglich einschlägiger Berufserfahrung das Angebot 
der Beschwerdeführerin besser ab. Was die berufliche Qualifikation betrifft, halten sie sich - mit 
leichten Vorteilen zugunsten der Beigeladenen - in etwa die Waage. Bei den die Bearbeitung 
von Fördergesuchen betreffenden Referenzprojekten, denen für die vorliegende Vergabe vor-
rangige Bedeutung zukommen muss, zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied. Der Man-
datsleiter der Beschwerdeführerin betreut die Bearbeitungsstelle der Gebäudeprogramme von 
insgesamt 13 Kantonen. Die Beigeladene vermag in dieser Hinsicht einzig die Gesuchsbearbei-
tung für den Kanton Basel-Landschaft vorzuweisen. Auch beim zweiten Referenzprojekt 
schwingt die Beschwerdeführerin obenaus. Die Konzeption und Umsetzung von Stromeffizienz-
programmen in neun Kantonen kann objektiv nur als wertvollere Referenz bewertet werden als 
das von der Beigeladenen umgesetzte Energieberatungsprogramm im Kanton Basel-Stadt. Bei 
einer Bewertung nach sachlich haltbaren Gesichtspunkten ist das Angebot der Beschwerdefüh-
rerin beim Kriterium Mandatsleitung zwingend besser zu benoten als dasjenige der Beigelade-
nen. 
 
12. Schliesslich erhebt die Beschwerdeführerin Einwände gegen die Beurteilung des Teilkri-
teriums Services. 
 
12.1 Sie trägt zusammengefasst vor, der Beschwerdegegner sei bei der Bewertung in Willkür 
verfallen und habe ihr aus nicht nachvollziehbaren Gründen lediglich die Gesamtnote 1 erteilt. 
Bei der Spalte "Erreichbarkeit Büro für Kunden Ort" in der Bewertungsmatrix fehle eine eigene 
Gewichtung, womit die Bewertung bereits nicht mehr nachvollzogen werden könne. Lediglich 
die "Erreichbarkeit für Kunden Zeit" sowie die "Erreichbarkeit Telefon und Sprechzeiten" würden 
mit je 50 % gewichtet. Sie habe in der Offerte "übliche Büroöffnungszeiten" angegeben und 
dafür lediglich einen Punkt erhalten. Andere Anbieter, die offenbar ebenfalls keine genauen 
Uhrzeiten aufgeführt hätten, seien hingegen deutlich besser bewertet worden. Die örtliche Er-
reichbarkeit werde weiter nirgends benotet, sondern sei offenbar in die zeitliche Erreichbarkeit 
eingeflossen. Wie die örtliche Erreichbarkeit genau berücksichtigt worden sei, ergebe sich aus 
der Aufstellung nicht. Nicht plausibel erklären lasse sich auch, wie die Erreichbarkeit der Anbie-
ter mit dem öffentlichen Verkehr in den Entscheid eingeflossen sei. Andere Anbieter, die mit 
dem Zug schlechter zu erreichen seien, hätten jedenfalls mehr Punkte erhalten als sie, die über 
Räumlichkeiten an zentraler Lage beim Hauptbahnhof Zürich verfüge. Offenbar werde ihr zur 
Last gelegt, dass sie keine Büros im Kanton habe. Dabei habe sie vor der Angebotseinreichung 
eigens bei der Vergabestelle nachgefragt, ob das Fehlen von Büroräumlichkeiten im Kanton zu 
einem Abzug führe, was von dieser ausweichend - jedenfalls nicht bejahend - beantwortet wor-

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den sei. Hätte die Vergabestelle vorgängig angegeben, dass dieser Aspekt entscheidend in die 
Bewertung einfliessen werde, wie das nun offensichtlich der Fall gewesen sei, wäre es ihr und 
allen anderen Anbieterinnen möglich gewesen, entsprechende Räumlichkeiten zu organisieren. 
Wenn der Beschwerdegegner nunmehr den Büroräumlichkeiten vor Ort eine eminente Bedeu-
tung beimesse, verhalte er sich treuwidrig. 
 
12.2 Der Beschwerdegegner bestreitet eine inkorrekte Punktevergabe. Die Beschwerdeführe-
rin habe aufgrund der nachfrageweisen Rückmeldung der Vergabestelle sehr wohl davon aus-
gehen müssen, dass Anbieter mit Standorten in der Nordwestschweiz zwangsläufig besser be-
wertet werden müssten, da die Gesuchsteller sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser 
erreichen könnten. Dass die Erreichbarkeit eine Rolle spielen würde, habe sich auch aus den 
Ausschreibungsunterlagen ergeben. In den Räumlichkeiten der bisherigen Bearbeitungsstelle in 
Liestal hätten zahlreiche Kundenkontakte stattgefunden, diese seien ein wichtiger Bestandteil 
im Aufgabenportfolio der Bearbeitungsstelle. Für die in der Offerte nicht angegebenen Büroöff-
nungszeiten habe er der Beschwerdeführerin wie anderen Anbietern auch 8.5 Stunden pro Tag 
angerechnet. In die Bewertung der Büroöffnungszeiten sei auch die Beurteilung der örtlichen 
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingeflossen, da beide Elemente begriffsnot-
wendig zusammenhingen. Die Beschwerdeführerin habe sodann die mit Abstand kürzesten 
Öffnungszeiten für die telefonische Hotline offeriert, weshalb die Note 1 richtig sei. 
 
12.3 Diese Ausführungen des Beschwerdegegners stehen nicht Einklang mit der in der Be-
wertungsmatrix tatsächlich vorgenommenen Bewertung. Wie sich aus den Einzelnoten heraus-
lesen lässt, erhielt beim Kriterium "Erreichbarkeit Telefon und Sprechzeiten" das Angebot mit 
der höchsten Anzahl wöchentlicher Betriebsstunden die Höchstpunktzahl. Das Angebot der 
Beschwerdeführerin mit den kürzesten Öffnungszeiten wurde mit einem Punkt bedacht. Für die 
dazwischen liegenden Werte wurde linear interpoliert. Ebenso verfuhr der Beschwerdegegner 
bei der Bewertung der Büroöffnungszeiten im Rahmen des Kriteriums "Erreichbarkeit für Kun-
den Zeit". Damit wurden die Öffnungszeiten als Kriterium faktisch doppelt gewichtet. Die Er-
reichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr hatte entgegen der Darstellung des Beschwerdegeg-
ners keinen erkennbaren Einfluss auf die Note. 
 
12.4 Einzige Ausnahme vom beschriebenen Vorgehen bildet die Note der Beschwerdeführe-
rin bei der "Erreichbarkeit für Kunden Zeit", die ohne mathematisch nachvollziehbare Berech-
nungsmethode von nominell 3.11 Punkten auf einen Punkt zurückgesetzt wurde. Der Be-
schwerdegegner legt nicht dar, wie genau diese Bewertung mit nur einem Punkt zustande ge-
kommen ist. Vermutungsweise handelt es sich um einen Abzug, weil die Beschwerdeführerin 
über keine Niederlassung in der Region verfügt. Ein Kriterium, das nur für kantonsfremde An-
bieter Auswirkungen zeitigt, verstösst gegen das Diskriminierungsverbot (vgl. vorne E. 10.2). 
Wenn davon ausgegangen wird, dass die Forderung nach einer lokalen Präsenz unter dem 
Blickwinkel des Diskriminierungsverbots überhaupt zulässig ist, dann müsste aufgrund der rela-
tiven Natur der Zuschlagskriterien je nach Erfüllungsgrad eine unterschiedliche Anzahl Punkte 
vergeben werden (vgl. KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] E. 4.2.2). So ist es nicht nach-
vollziehbar, dass die Beigeladene mit einem Büro in Liestal offenbar gleich abschneidet wie ein 

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dritter Anbieter, der mit Filialen in Liestal, Basel und Laufen für Kunden aus dem ganzen Kanton 
wesentlich besser erreichbar ist als die Beigeladene. 
 
12.5 Die zentrale Problematik der Bewertung ist jedoch woanders zu suchen: Der Beschwer-
degegner beurteilt eine Leistung, die er so gar nicht ausgeschrieben hat. Er behauptet, die per-
sönlichen Kundenkontakte vor Ort bildeten einen wichtigen Bestandteil im Aufgabenportfolio der 
Bearbeitungsstelle. Davon ist im detaillierten Pflichtenheft nichts zu sehen. Der einzige Hinweis 
auf einen direkten Kontakt zwischen den Gesuchstellern und der Bearbeitungsstelle findet sich 
in Ziffer 2.3 des Pflichtenhefts, wo im Unterpunkt 10 ausgeführt wird, der Auftrag beinhalte die 
"Erteilung von Auskünften gegenüber Gesuchstellenden und kantonalen Energiefachstellen 
zum Stand der Gesuchsbearbeitung". Diese simplen Auskünfte können problemlos telefonisch, 
per E-Mail oder allenfalls schriftlich erteilt werden. Dafür ist keine Infrastruktur im Kanton erfor-
derlich. Vereinzelte Gesuchsteller, welche den Stand der Bearbeitung allenfalls dennoch im 
persönlichen Gespräch in Erfahrung bringen wollen, dürfen keinen Einfluss auf die Bewertung 
haben. Aus den Ausführungen des Beschwerdegegners muss geschlossen werden, dass er 
von der Bearbeitungsstelle offenbar einen eigentlichen Schalterbetrieb im Kanton erwartet, wo 
Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Baselbieter Energiepaket erbracht wer-
den. Es dürfte durchaus zutreffen, dass dafür ein Bedürfnis existiert. Nun liegt es aber an der 
Vergabestelle, ihre Bedürfnisse in der Ausschreibung bekanntzugeben und den Beschaffungs-
gegenstand im Leistungsverzeichnis möglichst präzis zu umschreiben. Das Leistungsverzeich-
nis muss klar und vollständig sein (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 383). Im Leistungs-
verzeichnis der vorliegenden Ausschreibung findet sich kein Hinweis auf eine Beratungstätig-
keit. Zwar enthält die Auflistung der angenommenen Fallzahlen in Ziffer 2.7 des Pflichtenhefts 
die Kategorie "Beratung GEAK Plus / Grobanalyse". Einzig daraus kann aber offenkundig nicht 
geschlossen werden, die Ausschreibung umfasse eine Dienstleistung im Bereich der Energie-
beratung, zumal in dieser Hinsicht keinerlei Modalitäten festgelegt werden. So ist etwa kein Ab-
rechnungsmechanismus definiert. Es bleibt unklar, ob die Bearbeitungsstelle ein Beratungsge-
spräch dem Kanton separat verrechnen darf oder ob diese Dienstleistung in die Fallpauschalen 
einzukalkulieren gewesen wäre, wobei es namentlich zu bedenken gilt, dass bei potentiellen 
Gesuchstellern noch gar kein zu bearbeitendes Gesuch existiert. 
 
12.6 Es verwundert angesichts dessen nicht, dass die Ausschreibung hinsichtlich des Teilkri-
teriums Services bei den Anbietern für Unsicherheiten sorgte. Die Beschwerdeführerin fragte 
etwa nach, weshalb das Kriterium der örtlichen Erreichbarkeit der Büroräumlichkeiten über-
haupt gewertet werde, wenn gemäss der ausgeschriebenen Leistung gar kein Kundenkontakt 
im Büro des Auftragnehmers stattfinde. Spezifisch erkundigte sie sich auch danach, ob es einen 
Abzug gebe, wenn die Büroräumlichkeiten nicht im Kanton Basel-Landschaft lägen. Die Verga-
bestelle gab zur Antwort, die Bewertung der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln 
könne erst nach Eingang der Angebote erfolgen. Die Annahme der Fragestellerin, dass kein 
Kundenkontakt vor Ort stattfinde, sei weiter unzutreffend. Es sei davon auszugehen, dass Kun-
denkontakte stattfinden könnten. Wenn der Beschwerdegegner nunmehr in der Vernehmlas-
sung ausführt, kantonsansässige Anbieter hätten bei der Erreichbarkeit zwangsläufig besser 
bewertet werden müssen, gesteht er damit selber zu, dass die Antwort auf die Frage nach allfäl-
ligen Abzügen für kantonsfremde Anbieter nicht von den konkreten Angeboten abhing und die 

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Vergabestelle sie damit bereits in diesem Verfahrensstadium wie in der Vernehmlassung hätte 
beantworten können, wenn sie denn gewollt hätte. Geht die Vergabestelle sodann davon aus, 
dass der persönliche Kundenkontakt vor Ort einen wichtigen Bestandteil im Aufgabenportfolio 
der Bearbeitungsstelle bildet, kann ihre Antwort, wonach Kundenkontakte möglich seien, nur als 
irreführend bezeichnet werden. Die Möglichkeit zur Nachfrage beim Auftraggeber dient insbe-
sondere dazu, Unklarheiten in der Ausschreibung zu präzisieren und allfällige Missverständnis-
se auszuräumen. Das als treuwidrig zu qualifizierende Antwortverhalten der Vergabestelle im 
vorliegenden Fall führt dieses an sich wichtige und sinnvolle Instrument ad absurdum. 
 
12.7 Nach dem Transparenzprinzip sind die Zuschlagskriterien unabänderlich. Es ist unzu-
lässig, beim Zuschlagsentscheid einzelne Kriterien ausser Acht zu lassen, die Bedeutungsrei-
henfolge der Kriterien umzustellen, andere Gewichtungen vorzunehmen oder zusätzliche, nicht 
publizierte Kriterien heranzuziehen. Jeder einzelne dieser Verletzungstatbestände ist beim Teil-
kriterium Services erfüllt. Die Bewertung ist im Übrigen nicht nur in der Methode, sondern auch 
im Ergebnis unhaltbar. Die Beschwerdeführerin hat längere Sprech- und Bürozeiten offeriert, 
als sie etwa die kantonale Steuerverwaltung oder das Bauinspektorat gewähren. Ist ihre Leis-
tung im Quervergleich mit anderen Verwaltungsstellen mit direktem Kundenkontakt als über-
durchschnittlich einzustufen, so ist es unhaltbar, wenn sie dafür mit der Note 1, die für eine 
ausgesprochen schlechte Leistung steht, abgestraft wird. 
 
13. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als begründet. Der angefochtene Zu-
schlagsentscheid ist dementsprechend aufzuheben. Beschliesst das Gericht die Aufhebung des 
Zuschlags, so kann es gemäss Art. 18 Abs. 1 IVöB und § 30 Abs. 4 BeG in der Sache selbst 
entscheiden oder die Sache mit verbindlichen oder ohne verbindliche Anweisungen an die Auf-
traggeberin zurückweisen. Im Rahmen einer Neubeurteilung wäre vorliegend die Preiskurve 
neu anzusetzen. Wie oben unter Erwägung 7.3 ausgeführt wurde, bewegt sich eine sachge-
rechte Preiskurve unter den hier gegebenen Voraussetzungen in der Grössenordnung von 
30 %. Die absolute Maximalgrenze, ab der nicht nur von einer Unangemessenheit, sondern von 
einer Rechtsverletzung in der Form des Ermessensmissbrauchs ausgegangen werden muss, 
ist hier bei 50 % des tiefsten Preises zu ziehen, was als grosszügig zu gelten hat. Wird der 
Nullpunkt der Preiskurve bei diesen 50 % festgelegt, so erzielt die Beschwerdeführerin eine 
höhere Gesamtpunktzahl als die Beigeladene. Wird zusätzlich berücksichtigt, dass die Be-
schwerdeführerin bei der Benotung der Qualitätskriterien bei jedem Teilkriterium zusätzliche 
Punkte erzielen müsste, würde eine willkürfreie neue Angebotsbewertung - unabhängig von der 
konkret zugesprochenen Punktzahl - unweigerlich zum Resultat führen, dass das Angebot der 
Beschwerdeführerin den höchsten Gesamtpunktwert aufwiese. Da der Sachverhalt liquide ist 
und für den Zuschlag nur noch die Beschwerdeführerin in Frage kommt, kann auf eine Rück-
weisung an die Vorinstanz verzichtet und mit reformatorischem Entscheid unmittelbar über den 
Zuschlag neu entschieden werden (vgl. KGE VV vom 9. März 2016 [810 15 295] E. 13.1; BGer 
2C_412/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 1.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1405 ff.). 
Der Zuschlag ist demnach direkt der Beschwerdeführerin zum Preis von Fr. 325'825.-- (exkl. 
MWST) zu erteilen. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 28. Juni 2018 bean-
tragt, die Vertragsdauer der ausgeschriebenen Leistung sei anzupassen, kann diesem Begeh-
ren nicht entsprochen werden. Der Grundsatz der Stabilität der Ausschreibung verbietet es den 

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Vergabebehörden wie auch der Rechtsmittelinstanz, die Parameter des Beschaffungsgegen-
stands nachträglich zu verändern. 
 
14. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
 
14.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'000.-- wären grundsätzlich dem Beschwerdegegner 
und der Beigeladenen je hälftig aufzuerlegen. Den kantonalen Behörden können nach § 20 
Abs. 4 VPO allerdings nur Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn sie das Kantonsgericht in 
Anspruch nehmen. Da dem Beschwerdegegner im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten 
auferlegt werden können, wird der hypothetisch auf ihn entfallende Verfahrenskostenanteil nicht 
erhoben. Der Beigeladenen ist ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 2'000.-- aufzuer-
legen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 3'500.-- zurückzuerstatten. 
 
14.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Gemäss dem Ausgang des Verfahrens ist der anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zu Lasten der Gegenparteien zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin weist in seiner Honorarnote vom 28. Juni 2018 einen 
Aufwand von 63 Stunden und 30 Minuten à Fr. 280.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 262.40 und 
8 % resp. 7.7 % Mehrwertsteuer aus. Dieser Aufwand scheint entgegen der vom Beschwerde-
gegner in der Eingabe vom 9. Juli 2018 vertretenen Auffassung auch angesichts des Umfangs 
der Eingaben der Gegenseite nicht als überhöht. So bewegt sich auch der Aufwand der 
Rechtsvertretung der Beigeladenen in einem vergleichbaren Rahmen. Allerdings wird in der 
Honorarnote der Zeitaufwand für den Besuch der öffentlichen Urteilsberatung vom 24. Januar 
2018 im Einspracheverfahren verrechnet. Dabei handelt es sich um unnötigen und deshalb 
nicht entschädigungspflichtigen Aufwand, weshalb die dafür aufgewendeten 2 Stunden und 15 
Minuten aus der Honorarnote zu streichen sind. Aus demselben Grund ist die Teilnahme an der 
heutigen Urteilsberatung bei der Bemessung der Parteientschädigung ebenfalls nicht zu be-
rücksichtigen. Der Honoraransatz von Fr. 280.-- ist aufgrund des Schwierigkeitsgrads und der 
mit dem Prozess verbundenen Verantwortung tarifkonform. Die Auslagen sind ebenfalls nicht 
zu beanstanden. Demzufolge hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine reduzierte Partei-
entschädigung in der Gesamthöhe von Fr. 18'776.-- (inkl. Auslagen und 8 % resp. 7.7 % 
MWST), wobei sie je zur Hälfte, d.h. im Umfang von Fr. 9'388.--, dem Beschwerdegegner und 
der Beigeladenen aufzuerlegen ist. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Zuschlagsverfügung vom 

17. Oktober 2017 aufgehoben und der Zuschlag zum Preis von 
Fr. 325'825.-- (exkl. MWST, basierend auf dem durchschnittlich zu erwar-
tenden Mengengerüst) der Beschwerdeführerin erteilt. 

   
 2. Der Beigeladenen wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von 

Fr. 2'000.-- auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'500