# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cfaadd4-7fe8-5d34-b0f2-16173fdaa6ad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.11.2016 200 2016 506
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-506_2016-11-24.pdf

## Full Text

200 16 506 IV
KOJ/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. November 2016

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. April 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Februar 2010 infolge Krankheit (ohne 
genauere Angaben) bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Diese veranlasste erwerbliche und medizinische Abklärungen 
(AB 4 ff.), denen zufolge der Versicherte an Impingementsyndromen der 
Schultern leidet (vgl. AB 12/6 ff., 16, 20/3), sowie eine Abklärung 
D.________ in der C.________ vom 11. Oktober bis 5. November 2010 
(Abklärungsbericht D.________ vom 21. Dezember 2010 [AB 39/2 ff.]); 
Arbeitstrainings im Anschluss an die D.________ wurden wegen Schmer-
zen in der linken Schulter (Schlussbericht vom 23. Dezember 2010 [AB 38]; 
vgl. auch AB 42) bzw. wegen ausschliesslich einhändiger Verrichtung der 
Arbeiten (nach erfolgter Operation [AB 44, 50/2]; Schlussbericht vom 
6. Dezember 2011 [AB 56]) abgebrochen. Mit unbestritten gebliebener Mit-
teilung vom 4. Januar 2012 wies die IVB das Leistungsbegehren bezüglich 
beruflicher Massnahmen ab (AB 59). Nach Konsultation des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 67) und Einholung weiterer Arztberichte 
(AB 68 ff.) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 6. November 2013 eine be-
fristete Rente (ganze Rente ab 1. Dezember 2010, halbe Rente ab 1. De-
zember 2011, keine Rente ab 1. August 2012) in Aussicht (AB 74). Auf 
Einwand hin (AB 75, 78) und nach Eingang weiterer Arztberichte (AB 81 ff.) 
liess die IVB den Versicherten auf Empfehlung des RAD (AB 92/5 ff.) bidis-
ziplinär (psychiatrisch und orthopädisch) begutachten (Gutachten vom 
20. November 2014 [AB 118.1]). Mit zweitem Vorbescheid vom 31. De-
zember 2014 stellte die IVB eine befristete ganze Rente vom 1. Dezember 
2010 bis 31. Januar 2012 in Aussicht (AB 122). Auf Einwand (AB 125, 
128 f.) und Empfehlung des RAD (AB 132) hin ersuchte die IVB die Gut-
achterstelle um Stellungnahme und Beantwortung von Zusatzfragen; dem 
kam diese mit Bericht vom 30. Oktober 2015 (AB 139) nach. Nach Ge-
währung des rechtlichen Gehörs (AB 143 f.) verfügte die IVB am 26. April 
2016 wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt (AB 146).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 3

B.

Hiergegen liess der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 21. Mai 2016 Beschwerde erheben und beantragen, die 
angefochtene Verfügung sei bezüglich der Feststellung, dass der Invali-
ditätsgrad ab dem 30. November 2011 35 % betrage, aufzuheben und es 
sei vom Gericht ein medizinisches Gutachten bezüglich der psychiatri-
schen/rheumatologischen Erkrankung und daraus ableitend bezüglich der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit anzuordnen, eventualiter sei der Invali-
ditätsgrad des Beschwerdeführers ab dem 1. Februar 2012 auf mindestens 
40 % anzusetzen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der Begrün-
dung beanstandete der Beschwerdeführer im Wesentlichen, dass das der 
angefochtenen Verfügung zugrundeliegende medizinische Gutachten nicht 
im Sinne eines strukturierten Beweisverfahrens, welches sich nach klar 
definierten Indikatoren zu orientieren habe (nach Massgabe von BGE 141 
V 281), erstellt worden sei (S. 3 Art. 2). Die Beschwerdegegnerin habe sich 
weiter ungenügend mit abweichenden Diagnosen und Beurteilungen der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit auseinandergesetzt (S. 4 ff. Art. 3 ff.). 
Schliesslich müsse der leidensbedingte Abzug bei der Berechnung des 
Invalideneinkommens mindestens 20 % betragen (S. 6 f. Art. 6).

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juni 2016 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 

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die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 26. April 2016 betref-
fend die rückwirkende Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Dezember 
2010 bis 31. Januar 2012 (AB 146). In anfechtungs- und streitgegenständ-
licher Hinsicht liegt ein Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abge-
stufte und/oder befristete IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstu-
fung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die richter-
liche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die 
unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung 
ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich 
ist vorliegend über den Antrag in der Beschwerde hinaus nicht nur der Zeit-
raum ab 30. November 2011 zu prüfen, sondern die ganze hier für eine 
Rentenzusprache in Frage kommende Zeit und damit der Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers an sich.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.1.2 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 

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das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In die-
sem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psy-
chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksich-
tigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin ver-
breiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 
S. 204 E. 4.2).

2.2

2.2.1 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person auszu-
gehen ist (E. 3.7.2). Damit aber das bisherige Regel/Ausnahme-Modell 
überhaupt durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt 
wird, bedarf es zunächst des Nachweises der 
Gesundheitsbeeinträchtigung: Die Sachverständigen sollen die Diagnose 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) so 
begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die 
klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind. Die auf die 
Begrifflichkeit des medizinischen Klassifikationssystems abstellende 
Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung führt im 
Weiteren nur dann zur Feststellung einer invalidenversicherungsrechtlich 
erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, wenn die Diagnose auch unter 
dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält. 
Danach liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, 

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soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen 
Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines 
sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn eine 
erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem 
gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, intensive Schmerzen 
angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt, keine 
medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird, 
demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen 
unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im Alltag behauptet 
werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per 
se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin. Besteht 
im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die Annahme 
einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vornherein 
keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen 
Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl. 
Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden Anzeichen neben 
einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädigung (BGE 127 
V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang 
der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 
S. 287).

2.2.2 Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemäs-
ser Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 entwickelten Grund-
sätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen 
ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen 
und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im 
Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung 
im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Ab-
klärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle 
Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 8

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss Art. 
28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 
sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entneh-
men:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 9

3.1.1 Am 11. September 2009 wurde beim Beschwerdeführer im Spital 
E.________ an der rechten Schulter bei einem Impingementsyndrom Grad 
II (bursalseitig Partialruptur der SS-Sehne) ein SAS, eine RM-Refixation 
und eine Acromioplastik durchgeführt (Operationsbericht des E.________ 
vom 14. September 2009 [AB 12/9 f.]). Die Ärzte des Spitals E.________ 
attestierten ab dem Operationstag für die angestammte Tätigkeit als … 
eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % (AB 12/2 ff., 13/5, 16, 18, 20, 
31) und erachteten den Beschwerdeführer für leichte bis mittelschwere 
körperliche Arbeit (Tragen von Gewichten bis 15 kg am Körper) ohne Be-
anspruchung der Arme Überkopf (mit oder ohne Belastung) und ohne repe-
titive Bewegung auf Brusthöhe ganztags zu 100 % leistungsfähig 
(AB 20/1).

3.1.2 Gemäss Untersuchungsberichten von PD Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates FMH, vom 25. August (AB 21), 12. November, 1. Dezem-
ber und 17. Dezember 2010 (AB 42) liegen nebst dem Zustand nach SAS, 
Acromioplastik und SS-Refixation der rechten Schulter (vgl. E. 3.1.1 hier-
vor) auch an der linken Schulter ein Impingementsyndrom und eine AC-
Arthropathie vor. Nach Ansicht der Ärztin würde sich die Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit mittels Operation steigern lassen (AB 42/3). 
Am 15. Februar 2011 erfolgte eine offene Rotatorenmanschettenrefixation, 
Bicepstenodese und AC-Gelenksresektion (AB 44; vgl. AB 50/2). Ab 7. De-
zember 2010 wurde der Beschwerdeführer zu 100 % und ab 26. August 
2011 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (AB 42/3, 50/2, 51).

3.1.3 Dem eben Ausgeführten entsprechend hatte der Beschwerdeführer 
noch im Rahmen der D.________ vom 11. Oktober bis 5. November 2010 
keine Absenzen aufzuweisen und konnte das ganztägige Pensum, wenn 
auch schmerzbedingt verlangsamt, bewältigen (AB 39/2 ff.). Bei Eintritt in 
die D.________ übernahm der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt 
für Chirurgie, das schon vorgängig formulierte Zumutbarkeitsprofil (AB 67/3 
i.V.m. AB 20/1). Im Abklärungsbericht D.________ vom 21. Dezember 
2010 (AB 39/2 ff.) erachtete er dann die angestammte Tätigkeit als … als 
nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer habe vorwiegend gegen 
Abend über Beschwerden in beiden Schultern mit Ausstrahlung in den Na-

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ckenbereich geklagt. Die durchschnittliche Leistung habe bei 65 % gele-
gen. Diese Leistungsminderung sei medizinisch in diesem Ausmass nicht 
erklärbar; mit der bekannten Schulterproblematik sollte eine Leistung von 
zirka 80 % möglich sein. Im Rahmen einer wechselnd belastenden leichten 
bis mittelschweren Tätigkeit unter Vermeidung von Überkopfarbeiten sei 
immerhin ein volles Pensum möglich, wobei eine Leistungsminderung von 
20 % nachvollziehbar sei (AB 39/8f.).

Ein an die D.________ anschliessendes Arbeitstraining wurde abgebro-
chen, nachdem der Beschwerdeführer nach acht Arbeitstagen eine ärztli-
che Bestätigung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % (AB 37) beigebracht 
hatte (AB 38). Auch ein weiteres Arbeitstraining ab 20. September 2011 
wurde per 6. November 2011 abgebrochen, da der Beschwerdeführer fast 
nur einhändig arbeitete und unter diesen Umständen eine Eingliederungs-
fähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt nicht gegeben war (AB 56).

3.1.4 Mit Bericht vom 11. April 2012 erachtete PD Dr. med. F.________ 
bei den bekannten Diagnosen (AB 68/6 Ziff. 1.1; vgl. E. 3.1.2 hiervor) und 
unter Verneinung von geistigen oder psychischen Einschränkungen 
(AB 68/7 Ziff. 1.7) eine leichte Tätigkeit, bei der das Sitzen, Stehen und 
Gehen abwechslungsweise stattfinden können, ganztags zu 100 % als zu-
mutbar, dies aber infolge Arbeitsdekonditionierung erst nach einer minima-
len sechsmonatigen Einarbeitungsphase (AB 68/8 Ziff. 1.11).

3.1.5 Mit Berichten vom 3. Dezember 2013, 13. Januar und 19. Februar 
2014 diagnostizierten die Ärzte und Psychologen des Psychiatrischen 
Dienstes des E.________ nebst einem Status nach Schulteroperationen 
beidseits eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1), beste-
hend seit ca. zwei Jahren (AB 81/1 Ziff. 1.1, 85/7 Ziff. 1, 85/16). Der Be-
schwerdeführer leide seit dem Arbeitsverlust im Jahr 2011 unter erhöhter 
psychosozialer Belastung und somatischen Beschwerden; in der Folge 
habe sich eine schwere depressive Symptomatik entwickelt (AB 81/1 f. Ziff. 
1.4, 85/7 Ziff. 2, 85/16). Die psychischen Einschränkungen seien schwer-
wiegend. Es bestehe eine depressive Symptomatik mit bedrückter Grund-
stimmung, Gefühlen von Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Aussichtslosigkeit. Es 
bestünden auch Grübelzwang, Schlafstörungen und sozialer Rückzug 
(AB 81/1 f. Ziff. 1.4 und 1.7). Der Beschwerdeführer sei in kargem, bil-

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dungsfernem Umfeld aufgewachsen und sei früh in die Schweiz emigriert, 
wo er sich aufgrund seines Fleisses eine Existenz habe aufbauen können. 
Sein Selbstwertgefühl habe bisher auf seiner offenbar sehr guten Arbeits-
leistung basiert. Durch seine sich seit 2008 hinziehenden somatischen Be-
schwerden sei das gesamte Lebensgefüge und Selbstverständnis erschüt-
tert worden. Die psychische Beeinträchtigung sei ausgeprägt und hartnä-
ckig. Mit einer deutlichen Verbesserung der psychischen Situation sei nur 
zu rechnen, wenn sich auch die Schulterproblematik verbessere. Die Ge-
fahr einer Chronifizierung der psychischen Störung sei gross (AB 81/2 
Ziff. 1.4).

3.1.6 Gemäss Sprechstundenberichten der Klinik H.________ des Spitals 
E.________ von Januar 2014 (AB 82 f., 85/14) lägen bei Status nach re-
konstruierter Rotatorenmanschette auf der betroffenen Seite links (2011) 
offensichtlich rezidivierende Tendinopathien bei Impingement-
Konstellationen vor. Eine operative Behandlungsoption sei hier nicht gege-
ben (AB 82). Angaben des Beschwerdeführers zufolge sei er nach der 
Operation nie beschwerdefrei gewesen, die Beweglichkeit sei weiterhin 
eingeschränkt (AB 85/14 Mitte). Am 30. Januar 2014 sei eine subacromiale 
Infiltration durchgeführt worden (AB 83), doch habe sich kein Therapieer-
folg gezeigt (Verlaufsbericht vom 20. März 2014 [AB 87/2]). Der leitende 
Arzt attestierte zunächst unter Hinweis, dass offensichtlich der Hausarzt 
eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert habe, keine Arbeitsunfähigkeit 
(AB 82/3, 83/1); mit Verlaufsbericht vom 20. März 2014 verneinte er dann 
eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als … (AB 87/3; vgl. auch 
AB 88/4). 

3.1.7 Der Hausarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, übernahm im Bericht vom 27. Februar 2014 die bekannten 
Diagnosen wie folgt: Status nach Rotatorenmanschettenläsion der linken 
Schulter mit diversen Operationen, Status nach Schulteroperation rechts 
und depressive Episoden (AB 85/2 Ziff. 1.1). Aufgrund dessen bestehe seit 
1. August 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit als … (AB 85/3 Ziff. 1.6). 
Wenn die psychosoziale Situation (aufgrund psychosozialer Isolation) stabi-
lisiert sei und die Funktionseinschränkung der linken Schulter noch verbes-
sert werden könne, sei eine leichte Arbeit durchaus möglich (AB 85/4 

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Ziff. 1.8). Das konkretisierte er im Schreiben an den Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers dahingehend, dass eine Arbeit mit keinerlei Belastung 
des linken Arms in wechselnder Position ganztags in einer Leistung von 
25 bis 50 % denkbar wäre, wenn die psychisch-soziale Situation stabilisiert 
werden könne (AB 86/2).

Mit Verlaufsbericht vom 17. Juli 2014 machte der Hausarzt unter Verweis 
auf eine austherapierte Tendinopathie der Rotatorenmanschette links und 
eine zunehmende Depression eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes geltend (AB 96/1 f. Ziff. 1 ff.) und bestätigte die volle Arbeitsun-
fähigkeit (AB 96/2 Ziff. 5).

3.1.8 Der psychiatrische Dienst des Spitals E.________ ging mit Berich-
ten vom 29. Juli und 14. August 2014 von einem stationären Gesundheits-
zustand mit chronifizierendem Verlauf aus (AB 100/1). Als … sei der Be-
schwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig (AB 100/2). Es bestünden körper-
liche Einschränkungen, die indessen vom Somatiker zu beurteilen seien. 
Durch die psychische Symptomatik sei die Leistungsfähigkeit sowie Belast-
barkeit des Beschwerdeführers stark reduziert. Es sei davon auszugehen, 
dass eine den Einschränkungen angepasste Beschäftigung einen positiven 
Effekt auf die Symptomatik haben könnte; aus psychiatrischer Sicht wäre 
eine Beschäftigung in angemessenem Umfang angezeigt. Es stünden aber 
die körperlichen Einschränkungen im Vordergrund (AB 100/3, 107/2).

3.1.9 Dr. med. J.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH am Spital 
E.________, diagnostizierte im undatierten, am 24. September 2014 bei 
der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit den Verdacht auf eine Fibromyalgie mit generalisierter Hy-
peralgesie (ICD-10: M79) sowie eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-
10: F45) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach 
Rotatorenmanschettenrefixation links 2011 und rechts 2009 (AB 113/2 
Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer sei körperlich absolut nicht belastungs-
fähig; die Schulterbeweglichkeit sei beidseits massiv eingeschränkt und 
extrem schmerzhaft. Die Arbeit als … sei nicht mehr ausführbar; es beste-
he seit Behandlungsbeginn (April 2014) und auch in den nächsten Monaten 
eine volle Arbeitsunfähigkeit (AB 113/3 f. Ziff. 1.6 f., 113/6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 13

3.1.10 Im bidisziplinären (psychiatrischen und orthopädischen) Gutachten 
der K.________ GmbH vom 20. November 2014 diagnostizierten die Gut-
achter was folgt (AB 118.1/28):

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
M79.61 Chronische Schulterschmerzen links, anamnestisch weitgehend von äusseren 

Einflüssen unabhängig
- Mögliche residuelle Komponenten einer strukturell bedingten Bewegungsein-

schränkung im Sinne einer chronischen Kapselschrumpfung (M75.0)
- Mögliches subakromiales Rest-Impingement (M75.4)
- Status nach offener Rekonstruktion der Supraspinatussehne und Resektion des 

AC-Gelenks sowie subakromialer Dekompression 2011 (Z98.8)
- Deutliche Zeichen einer nichtorganisch getriggerten Überlagerung mit wahr-

scheinlich unwillkürlicher Symptomausweitung und Selbstlimitation im Rahmen 
von F45.41

F45.41 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und leich-
tem affektivem Begleitsyndrom

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
F33.4 Aktenanamnestische Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegen-

wärtig remittiert
M79.61 Anamnestisch chronisch intermittierende Schulterschmerzen rechts

- Status nach Arthroskopie mit Refixation der Supraspinatussehne und subakro-
mialer Dekompression am 11. September 2009 (Z98.8)

- In abgelenkter Situation aktuell weitestgehend unauffälliger Befund
Z98.8 Anamnestisch Status nach Arthroskopie mit partieller (medialer?) Teilmeniskekto-

mie Knie rechts etwa 2002 ohne nähere diesbezügliche Angaben
- Aktuell unauffälliger Befund bei anamnestisch jahrelanger Beschwerdefreiheit

Z56 Probleme in Verbindung mit Arbeitslosigkeit, ökonomischen Verhältnissen und 
Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung.

Dem orthopädischen Gutachter, Dr. med. L.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
zufolge ergäben sich zwar Hinweise auf gewisse Einschränkungen an der 
linken Schulter, doch erreichten diese bei weitem nicht das Ausmass, wie 
es vom Beschwerdeführer geltend gemacht werde. Eine weitgehende 
Funktionslosigkeit des linken Armes lasse sich jedenfalls durch objektivier-
bare pathologische Befunde am Bewegungsapparat nicht ausreichend be-
gründen. Entsprechend würden hierbei nichtorganische Faktoren sehr 
wahrscheinlich eine wesentliche Rolle spielen. Dabei solle dem Beschwer-
deführer nicht unterstellt werden, dass es sich um eine bewusstseinsnahe 
Täuschung handle. Vielmehr scheine er sich über die Jahre in der Absicht 
einer Schmerzlinderung unphysiologische Bewegungsmuster angewöhnt 
zu haben, die de facto aber zu einer Schmerzzunahme führten. Sobald er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 14

aber die Bewegungen des linken Armes in korrekter Weise durchführe, 
gelängen sie wesentlich besser, ohne dass es dabei zu einer erkennbaren 
Schmerzprovokation komme (AB 118.1/22).

Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. M.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, weist einleitend darauf hin, dass der 
Beschwerdeführer eigenanamnestisch eine klare Besserung des psychi-
schen Befindens seit dem teilstationären Aufenthalt in der Tagesklinik von 
Dezember 2013 bis Februar 2014 angegeben habe (AB 118.1/23). Unter 
Berücksichtigung des aktuellen psychopathologischen Befundes und der 
anamnestischen Angaben lasse sich die Diagnose einer mittelgradigen 
depressiven Episode nicht bestätigen bzw. diese sei remittiert, da die dia-
gnostischen Kriterien der ICD-10 für eine leichte, mittelgradige oder schwe-
re depressive Episode aktuell nicht erfüllt seien. Psychopathologisch hätten 
insgesamt leichte affektive Veränderungen im Sinne einer subdepressiven 
oder dysthymen Befindlichkeit erhoben werden können. Die aktuell leicht-
gradige depressive Befindlichkeitsstörung sei einerseits eng assoziiert mit 
der Schmerzproblematik und andererseits auch mit der veränderten Le-
benssituation nach krankheitsbedingter Kündigung der letzten Arbeitsstelle. 
Differentialdiagnostisch könnte auch eine Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion erwogen werden. Seitens des Schmerztherapeuten 
Dr. med. J.________ sei eine Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer 
somatoformen Schmerzstörung angesprochen worden (vgl. E. 3.1.9 hier-
vor). Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Untersuchung lasse sich 
das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung bestätigen. Es sei da-
von auszugehen, dass es beim Beschwerdeführer seit ca. 2010 oder 2011 
zu einer erheblichen Symptomausweitung mit funktioneller Überlagerung 
des organischen Kerns im Sinne einer psychischen Fehlverarbeitung der 
ursprünglich somatisch bedingten Schulterbeschwerden gekommen sei. 
Dem Beschwerdeführer sei eine adäquate bzw. funktionale Bewältigung 
der veränderten Lebenssituation nicht gelungen. Stattdessen sei es zu der 
psychischen Fehlverarbeitung mit erheblicher Fixierung des Beschwerde-
führers auf seine subjektiven Überzeugungen und auf die Krankenrolle ge-
kommen. Im Rahmen der Abklärung hätten keine Verdachtsmomente dafür 
bestanden, dass es sich bei der Beschwerdepräsentation durch den Be-
schwerdeführer und der gezeigten Fehlhaltung des Rumpfes und der rech-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 15

ten Schulter um ein aggravatorisches Verhalten oder gar um Vortäuschung 
nicht vorhandener Einschränkungen handeln würde, vielmehr sei der Ein-
druck eines zwar bewusstseinsnahen, nicht jedoch eines bloss aufgesetz-
ten Verhaltens entstanden. Insgesamt sei von einer eher leichten Form der 
somatoformen Störung auszugehen, es fehlten Hinweise auf einen wesent-
lichen primären Krankheitsgewinn im Sinne einer missglückten Konfliktlö-
sung eines bewusstseinsfernen innerseelischen Konflikts, es fehlten Hin-
weise auf eine vorbestehende psychische Vulnerabilität und es fehle eine 
schwere psychiatrische Komorbidität und/oder einer schwere körperliche 
Begleiterkrankung. Auf der anderen Seite seien vorwiegend Elemente des 
sekundären Krankheitsgewinns zu erkennen bei einem mehrheitlich be-
wusstseinsnahen oder zumindest dem Bewusstsein gut zugänglichen Cha-
rakter der psychischen Anteile der Schmerzstörung. Diese sprächen zu-
sammen mit guten intellektuellen Ressourcen grundsätzlich für die Fähig-
keit einer willentlichen Überwindbarkeit der nicht förderlichen dysfunktiona-
len Schonverhaltensweisen und auch zur Fähigkeit einer Distanzierung von 
der jetzt eingenommenen Invalidenrolle. Aufgrund der hier diagnostizierten 
chronischen Schmerzstörung mit affektivem Begleitsyndrom liessen sich 
von psychiatrischer Seite keine höhergradigen Einschränkungen der psy-
chischen Funktionen begründen. Wenn qualitative Leistungsminderungen 
bei beruflichen Tätigkeiten zu erwarten seien, dann eher aufgrund anderer 
Einflussfaktoren, nämlich aufgrund von Selbstlimitierung beim Einsatz der 
linken Schulter. Eine Diskrepanz zwischen einem medizinisch-theoretisch 
an sich möglichen/zumutbaren Leistungsprofil und den tatsächlich gezeig-
ten Leistungen lasse sich im Falle des Beschwerdeführers erkennen 
(AB 118.1/23 ff.).

Auf der körperlichen Ebene bestünden aus orthopädischer Sicht derzeit 
Einschränkungen von Seiten der linken Schulter, dass deren Hebe- und 
Traglimite auf 5 kg limitiert sei und lediglich Bewegungen unterhalb von 60° 
Flexion und Abduktion sowie vor der Körperebene durchgeführt werden 
könnten. Auf der psychisch-geistigen Ebene seien im Rahmen der chroni-
schen somatoformen Schmerzstörung nur geringe Einschränkungen zu 
begründen. Die erwähnten Einschränkungen seien mit der zuletzt während 
Jahren ausgeübten Tätigkeit als … kaum kompatibel, sodass hier derzeit 
und wahrscheinlich bleibend aufgrund der Beeinträchtigungen auf orthopä-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 16

dischem Gebiet eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Der Beschwerdefüh-
rer sei am 11. September 2009 an der rechten Schulter operiert worden, 
nachdem er bereits zuvor unter Beschwerden daselbst gelitten habe. Seit 
diesem Zeitpunkt bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als … eine 
stark eingeschränkte, spätestens seit Januar 2011 vollständig aufgehobene 
Arbeitsfähigkeit. Retrospektiv wären dem Beschwerdeführer adaptierte 
Tätigkeiten im Anschluss an die erwähnte Operation der rechten Schulter 
nach Ablauf von spätestens sechs Monaten wieder möglich gewesen. Mit 
dem Eingriff an der linken Schulter im Januar 2011 sei es erneut zu einer 
vollen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten gekommen. Trotz des 
beschriebenen protrahierten Verlaufs sei davon auszugehen, dass dem 
Beschwerdeführer nach spätestens neun Monaten eine Tätigkeit gemäss 
dem beschriebenen Belastungsprofil wieder möglich gewesen wäre. So-
wohl orthopädisch wie auch psychiatrisch könnten medizinische Massnah-
men Verbesserungen bringen, jedoch wäre auch so keine Rückkehr in die 
angestammte Tätigkeit zu erwarten. Medizinische Massnahmen auf psych-
iatrischem/psychologischem Gebiet könnten aber zu einer Verbesserung 
hinsichtlich dysfunktionaler Schon- und Meideverhaltensweisen führen und 
damit auch zu einer Abnahme selbstlimitierender Verhaltensweisen. Für 
Aktivitäten, wo eine Hebe- und Traglimite links von 5 kg nicht überschritten 
werde und lediglich Bewegungen der Schulter unterhalb von 60° Flexi-
on/Abduktion und vor der Körperebene durchgeführt werden müssen, 
bestünden keine wesentlichen Einschränkungen. Dies gelte auch für ent-
sprechend adaptierte berufliche Tätigkeiten. Bei grosszügiger Einschätzung 
könne aus integrativer versicherungsmedizinischer Sicht eine Leistungs-
einbusse von 20 % aufgrund eines schmerzbedingt etwas erhöhten Pau-
senbedarfs zur Erholung sowie aufgrund eines schmerzbedingt und durch 
vermehrte gedanklich-emotionale Fokussierung auf die Schmerzen leicht 
verminderten Rendements (v.a. bezüglich Arbeitstempo) attestiert werden 
(AB 118.1/28 ff.).

3.1.11 Mit Bericht vom 29. Januar 2015 stimmte der leitende Arzt der Klinik 
H.________ des Spitals E.________, Dr. med. N.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, entsprechend der ausführlichen Beurteilung auch im Gesamtkontext 
mit der psychiatrischen Untersuchung der gutachterlichen Einschätzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 17

(vgl. E. 3.1.10 hiervor) zu, doch bezweifelte er, dass in Bezug auf die linke 
Schulter das Heben von Lasten im gutachterlich festgestellten Bewegungs-
ausmass möglich sei (AB 127).

3.1.12 Mit Bericht vom 6. Februar 2015 teilte der psychiatrische Dienst des 
Spitals E.________ die Einschätzung der psychiatrischen Gutachterin (vgl. 
E. 3.1.10 hiervor) mit Ausnahme der depressiven Symptomatik, welche 
sich im Verlauf persistierend gezeigt habe. Im August/September 2014 
habe sich erstmals eine Phase einer leichten Zustandsverbesserung ge-
zeigt, jedoch nicht in dem Masse, dass von einer Remission der depressi-
ven Symptomatik gesprochen werden könne (AB 128/3 f.).

3.1.13 Auf Empfehlung des RAD-Arztes Dr. med. O.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, wurden den Gutach-
tern Verständnisfragen vorgelegt (AB 132/5 ff.), welche hierzu am 30. Ok-
tober 2015 wie folgt Stellung nahmen (AB 139): Bei der Begutachtung sei-
en mit Blick auf die vorbefundliche Verdachtsdiagnose einer Fibromyalgie 
keine Hinweise auf eine weichteilrheumatische Problematik zu finden ge-
wesen. Aus der Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren ergebe sich bei interdisziplinärer Betrach-
tung keine Konstellation, die eine Leistungseinschränkung bedinge. Mit 
dieser Diagnose sei von einer eher leichten Form der somatoformen 
Störung auszugehen, zudem bestehe bei Feststellung einer lediglich leicht-
gradigen depressiven Befindlichkeitsstörung, die eng mit der Schmerzpro-
blematik assoziiert sei, keine schwere psychiatrische Komorbidität. An der 
Herleitung der von den psychiatrischen Diensten des Spitals E.________ 
gestellten Diagnose einer eigenständigen, mittelgradigen depressiven Epi-
sode seien im Rahmen der gutachterlichen Besprechung Zweifel aufge-
kommen, zumal aus dem Bericht des Erstgesprächs (vgl. E. 3.1.5 hiervor) 
weder die typische Symptomkonstellation eines depressiven Syndroms im 
Rahmen einer Major Depression geschildert noch ein psychopathologi-
scher Befund dokumentiert worden sei, der einer mittelgradigen depressi-
ven Episode entsprechen würde. Eine zusätzliche rheumatologische Be-
gutachtung sei weder notwendig noch sinnvoll, da sich im Rahmen der or-
thopädisch-psychiatrischen Begutachtung keine Hinweise auf eine ent-
zündlich-rheumatische Erkrankung ergeben hätten. Die von Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 18

J.________ erhobene Verdachtsdiagnose einer Fibromyalgie mit generali-
sierter Hyperalgesie (vgl. E. 3.1.9 hiervor) entspreche letztlich einer rein 
deskriptiven Diagnose bei Angabe generalisierter, organisch nicht erklärba-
rer Schmerzen und Erhebung von Druckdolenzen an den so genannten 
Fibromyalgie-Punkten in der körperlichen Untersuchung. Die Fibromyalgie 
stelle letztlich kein rheumatisches Leiden dar, sondern sei von psychiatri-
scher Seite zu beurteilen.

3.1.14 Mit Berichten vom 15. Januar und 19. Mai 2016 verneinte der 
psychiatrische Dienst des Spitals E.________ angesichts der anhaltenden 
klinischen Befunde und der nach wie vor vorhandenen Symptomatik eine 
Remission der mittelgradigen depressiven Episoden im Rahmen einer rezi-
divierenden depressiven Störung. Beim Beschwerdeführer liege mit der 
chronifizierten rezidivierenden Störung ein eigenständiges Krankheitsge-
schehen vor im Sinne einer erheblichen leistungslimitierenden psychiatri-
schen Komorbidität. Dieser zufolge könne er das somatisch begründete 
Schmerzsyndrom der linken Schulter nicht durch die erforderliche Willens-
anstrengung überwinden (AB 144/2 ff., 147/20 f.).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 19

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Spezialärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt 
grundsätzlich (voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen 
deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). 

3.3 Das bidisziplinäre Gutachten der K.________ vom 20. November 
2014 (AB 118.1; vgl. E. 3.1.10 hiervor) erfüllt die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2.2 hiervor) und erbringt vollen 
Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin gezogenen 
Schlussfolgerungen sind ohne weiteres mit den übrigen Akten vereinbar, 
wonach neben somatisch begründeten Schulterbeschwerden eine psychi-
sche Problematik betreffend der Schmerzverarbeitung mit depressiver 
Tendenz besteht, welche indessen mit erheblichen psychosozialen Belas-
tungsfaktoren korreliert (vgl. insbesondere AB 39/8, 67/3, 68/8, 81/6). Der 
Orthopäde Dr. med. N.________ kann der gutachterlichen Einschätzung im 
Gesamtkontext mit der psychiatrischen Untersuchung zustimmen (AB 127); 
soweit er das gutachterliche Zumutbarkeitsprofil in Frage stellt, handelt es 
sich um bloss vermutungsweise geäusserte Zweifel seinerseits, die nicht 
genügen, um dem vom Gutachter mit nachvollziehbarer Begründung er-
stellten Zumutbarkeitsprofil die Beweiskraft abzusprechen.

3.4 Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor (Beschwerde, S. 3 
Art. 2), die angefochtene Verfügung vom 26. April 2016 (AB 146) basiere 
auf dem knapp 17 Monate alten medizinischen Gutachten vom 20. Novem-
ber 2014 (AB 118.1). Damit vermag er nichts zu seinen Gunsten abzulei-
ten, beschlägt das Gutachten doch den vorliegend relevanten Zeitraum. 
Zudem macht er seinerseits keine zwischenzeitlich eingetretene Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend, sondern beruft sich le-
diglich auf eine unterschiedliche Beurteilung des an sich unverändert ge-
bliebenen Sachverhalts. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauf-
trag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 20

tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 
lässt es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten 
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurtei-
lung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein sub-
jektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Das trifft vorliegend nicht zu.

3.5 Der Beschwerdeführer weist zurecht darauf hin, dass vorliegend 
das bidisziplinäre Gutachten vom 20. November 2014 (AB 118.1) vor dem 
vom 3. Juni 2015 datierenden BGE 141 V 281 (vgl. E. 2.2 hiervor) erging, 
weshalb die damit einhergehende Präzisierung und Änderung der Recht-
sprechung hinsichtlich psychosomatischer Beschwerden im Rahmen des 
Gutachtensauftrags auch nicht berücksichtigt werden konnte (Beschwerde, 
S. 3 Art. 2). 

In diesem Zusammenhang ist in rechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass im 
Gutachten (AB 118.1) die Diagnose einer chronischen somatoformen 
Schmerzstörung zwar unter denjenigen mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt wird (S. 28), diese jedoch nur geringe Einschränkungen zu 
begründen vermag (S. 29). Das wird in der ergänzenden Stellungnahme 
vom 30. Oktober 2015 ausdrücklich bestätigt mit der Aussage, dass sich 
aus der entsprechenden Diagnose keine Konstellation ergibt, die eine Leis-
tungseinschränkung bedingt (AB 139/2). Weiter stellen die Gutachter auch 
eine Selbstlimitierung des Beschwerdeführers fest, indem vorhandene 
Ressourcen nicht umgesetzt werden und er sein Leistungspotenzial nicht 
so ausschöpft, wie es aufgrund objektiver Befunde zu erwarten und mög-
lich wäre (S. 27, 29). Ein aggravatorisches Verhalten wird zwar verneint, 
doch gehen die Gutachter andererseits von einem "mehrheitlich bewusst-
seinsnahen Geschehen" aus (S. 26). Ob unter diesen Umständen ein Aus-
schlussgrund im Sinne von BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f. (vgl. E. 2.2.1 
hiervor) vorliegt und das psychische Geschehen schon damit als nicht inva-
lidisierend zu qualifizieren ist, kann offen bleiben: Da dessen Auswirkungen 
auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss den Gutachtern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 21

nur sehr gering sind, ist das von ihnen in fachärztlichem Ermessen glaub-
haft definierte, weitestgehend im Hinblick auf die somatisch bedingten Ein-
schränkungen festgesetzte Zumutbarkeitsprofil, das auf den vorgängig for-
mulierten Zumutbarkeitsprofilen (vgl. E. 3.1.1, 3.1.3 und 3.1.4 hiervor) auf-
baut und zusätzlich die Schulterbeschwerden links wie auch die stattgehab-
ten Operationen berücksichtigt, vom Gericht so oder anders – mithin auch 
bei entsprechenden Annahmen zugunsten des Beschwerdeführers – nicht 
zu beanstanden. Damit erübrigt sich eine Prüfung der einzelnen Indikatoren 
im Sinne von BGE 141 V 281. 

3.6 Nach Ansicht der Gutachter ist die vom psychiatrischen Dienst des 
Spitals E.________ diagnostizierte rezidivierende depressive Störung in 
Form mittelgradiger depressiver Episoden (AB 81/1 Ziff. 1.1, 85/7 Ziff. 1, 
85/16, 100/1) – soweit überhaupt je bestehend – remittiert, was der Be-
schwerdeführer unter Verweis auf aktuelle Berichte des psychiatrischen 
Dienstes des Spitals E.________ (AB 128/3 f., 144/2 ff., 147/20 f.) bestrei-
tet (Beschwerde, S. 4 f. Art. 3). Tatsächlich hat aber der Beschwerdeführer 
selber im Rahmen der Begutachtung eine klare Besserung des psychi-
schen Befindens seit dem teilstationären Aufenthalt in der Tagesklinik von 
Dezember 2013 bis Februar 2014 geltend gemacht (AB 118.1/23). Jeden-
falls sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung leicht- bis mittelgra-
dige Episoden einer Depression – auch wenn vor dem Hintergrund einer 
rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert – im Zusammenhang 
mit unklaren syndromalen Beschwerdebildern regelmässig nicht als eine 
von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauern-
de Depression im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens zu 
betrachten (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 12. Juni 2014, 
8C_195/2014, E. 4.4). Selbst eine fortbestehende rezidivierende depressi-
ve Störung mittelschwerer Episode wäre daher mit Blick auf das gesamte 
Beschwerdebild nicht als invalidisierender Gesundheitsschaden zu qualifi-
zieren. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus 
dem depressiven Formenkreis gelten zudem grundsätzlich als 
therapeutisch angehbar (Entscheid des BGer vom 4. März 2014, 
8C_759/2013, E. 3.6.1). Schliesslich wird in den Berichten des psychiatri-
schen Dienstes des Spitals E.________ fachärztlich wie auch von den in-
volvierten Psychologen wiederholt auf die zugrunde liegende psychosoziale 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 22

Belastungssituation hingewiesen (so AB 85/7 und 147/20). Auch der Haus-
arzt Dr. med. I.________ macht das Zumutbarkeitsprofil von der psychisch-
sozialen Situation abhängig (AB 85/4, 86/2). Dabei handelt es sich 
indessen um invaliditätsfremde, vom sozialversicherungsrechtlichen 
Standpunkt aus unbeachtliche Gesichtspunkte (vgl. E. 2.1.2 hiervor).

3.7 Soweit Dr. med. J.________ im September 2014 eine Fibromyalgie 
erwähnte (AB 113/2 Ziff. 1.1), handelt es sich lediglich um eine Verdachts-
diagnose; diese wird durch die übrigen Akten nicht gestützt, weshalb – ent-
gegen der Ansicht in der Beschwerde, S. 5 Art. 4 – nicht darauf abgestellt 
werden kann. Im Übrigen ginge es hierbei lediglich um eine allenfalls ande-
re diagnostische Einordnung des Schmerzgeschehens (vgl. dazu bereits 
E. 3.5 hiervor).

3.8 Zusammenfassend ist vorliegend von dem von den Gutachtern in 
ihrem Gutachten vom 20. November 2014 (AB 118.1) formulierten Zumut-
barkeitsprofil auszugehen. Der Sachverhalt ist somit gestützt auf die vorlie-
genden Arztberichte hinreichend erstellt, weshalb – entgegen dem Antrag 
in der Beschwerde, S. 2 Ziff. I.1 – auf weitere Beweiserhebungen – insbe-
sondere eine weitere Begutachtung – zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Aus dem Dargelegten folgt, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als … 
ab 11. September 2009 eine stark eingeschränkte, spätestens seit Januar 
2011 eine vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit besteht. Eine adaptierte 
Tätigkeit (Hebe- und Traglimite auf 5 kg limitiert und lediglich Bewegungen 
unterhalb von 60° Flexion und Abduktion sowie vor der Körperebene; 
AB 118.1/29 lit. B Ziff. 1) wäre ab Mitte März 2010 wieder möglich gewe-
sen, dies mit einer Leistungseinbusse von 20 %. Mit dem Eingriff an der 
linken Schulter im Januar 2011 kam es erneut zu einer vollen Arbeitsun-
fähigkeit; eine Tätigkeit gemäss dem beschriebenen Belastungsprofil wäre 
ab September 2011 wieder möglich gewesen (AB 118.1/29 f. lit. B Ziff. 6). 
Dabei kann bei grosszügiger Einschätzung aus integrativer versicherungs-
medizinischer Sicht von einer Leistungseinbusse von 20 % ausgegangen 
werden (AB 118.1/31 lit. B Ziff. 14).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 23

Auf dieser Basis ist mittels Einkommensvergleichs (vgl. E. 2.4 hiervor) der 
Invaliditätsgrad zu berechnen, wobei die jeweiligen Änderungen der Ge-
sundheitsschäden resp. die damit verbundene unterschiedliche Arbeits-
fähigkeit Revisionsgründe darstellen.

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nö-
tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 
S. 325).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 24

Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

Die Eröffnung des Wartejahrs im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Sep-
tember 2009 (vgl. AB 10/2, 18/1, 31) und die vollständige Arbeitsunfähigkeit 
ab Dezember 2010 (vgl. AB 42/3) mit der Folge eines Anspruchs auf eine 
ganze Rente sind zu Recht unbestritten. Die Annahme, wonach eine ange-
passte Tätigkeit spätestens im November 2011 zumutbar sei (vgl. AB 122/4 
Mitte) und damit ein Revisionsgrund besteht, erscheint angesichts der gut-
achterlichen Einschätzung, dies sei ab September 2011 möglich 
(AB 118.1/30), eher grosszügig, ist jedoch durchaus vertretbar und vom 
Gericht daher nicht zu beanstanden. Zu prüfen bleibt damit der Invaliditäts-
grad ab November 2011.

4.4 Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Ge-
sundheitsschaden weiterhin am angestammten Arbeitsplatz tätig wäre, so 
dass das Valideneinkommen gestützt auf den letzten Lohn zu bestimmen 
ist. Dieser betrug gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers im Jahr 
2010 Fr. 67'405.-- (Fr. 5'185.-- x 13; AB 13/2 Ziff. 16). Aufindexiert auf das 
Jahr 2011 (Nominallohnindex Männer 2011-2015, Tabelle T1.1.10, Ziff. 41 - 
43 […]; Index Jahr 2010: 100 Punkte, Jahr 2011: 101 Punkte; vgl. 
www.bfs.admin.ch [BFS]) ergibt dies ein massgebendes Valideneinkom-
men von Fr. 68'079.--.

Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist das 
Invalideneinkommen aufgrund der Zahlen der LSE festzulegen. Unter 
Berücksichtigung der im Gutachten attestierten Leistungsminderung von 20 
% ergibt sich ein hypothetischer Bruttojahreslohn von Fr. 49'539.70 
(Fr. 4‘901.-- [BFS, LSE 2010, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4 {einfache 
und repetitive Tätigkeiten}, Männer, Total] x 12 Monate / 40 Wochenar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 25

beitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit [BUA], Total 2011] / 100 x 101 [BFS, Lohnentwicklung 2011, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnentwicklung Männer, Total, Index-Basis 2010 bzw. 
Index 2011] ./. 20 % Leistungseinschränkung). Unter zusätzlicher Berück-
sichtigung eines behinderungsbedingten Abzuges (vgl. E. 4.2 hiervor) von 
10 % (vgl. act. II 56/4), welcher insbesondere aufgrund des eingeschränk-
ten Zumutbarkeitsprofils nicht zu beanstanden und dem entsprechend 
– entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerde, 
S. 6 f. Art. 6 – auch nicht zu erhöhen ist, ergibt dies ein Invalideneinkom-
men von Fr. 44'585.75.

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 68'079.-- und einem Invalidenein-
kommen von Fr. 44'585.75 beträgt die Erwerbseinbusse Fr. 23'493.25. 
Dies entspricht einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von aufge-
rundet 35 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 f. S. 123).

4.5 Damit ist der Einkommensvergleich in der angefochtenen Verfügung 
mit rentenausschliessendem IV-Grad im Ergebnis nicht zu beanstanden, 
ebenso nicht der Zeitpunkt der Rentenaufhebung (Art. 88a Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]). Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens. 
Die Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Verfahrenskos-
ten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 
Der darüber hinausgehende Kostenvorschuss wird dem Beschwerdeführer 
zurückerstattet.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2016, IV/16/506, Seite 26

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1'000.-- entnommen; die Restanz von Fr. 200.-- wird dem Be-
schwerdeführer zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.