# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8a9cd35-fb01-5af5-b17e-0ac57e0daf51
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.06.2017 S 2016 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-148_2017-06-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 148

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Gross 

URTEIL

vom 13. Juni 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ ist bei der Schweizer Schneesportschule X._____ als 

Schneesportlehrer tätig und durch diese bei der B._____ AG obligatorisch 

unfallversichert. Laut Unfallmeldung vom 24. Februar 2016 verspürte 

A._____ am 16. Februar 2016 beim Skiunterricht auf der Piste einen 

Schlag ins linke Knie nach einer extremen Beugebewegung. Die ärztliche 

Erstversorgung erfolgte bei Dr. med. C._____ am 23. Februar 2016 mit 

dem Befund: Druckdolenz dist. Patella, „Tanzen der Patella“, Schwellung, 

regelrechte Darstellung Knie links, und der vorläufigen Diagnose: 

Verdacht auf minime Patellafraktur med./lat. Unterpal Knie links, 

Distension MDL, Kontusion med. Meniskus. Als Therapie verschrieb der 

bezeichnete Arzt eine Kniegelenk-Bandage, Analgesie lokal und 

attestierte A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 23. Februar 2016 

bis vorerst eine Woche. Im Bericht vom 1. Juni 2016 über die Röntgen- 

und Ultraschalluntersuchung vom 23. Februar 2016 hielt Dr. med. 

C._____ unter Beurteilung präzisierend fest: Regelrechte Darstellung des 

Kniegelenks. Erguss suprapatellär und infrapatellär intraartikulär links, 

Patella mit druckdolenter Kontinuitätsunterbrechung dist. Patellapol med 

& lat.

2. Im Fragebogen - Skisport vom 23. Mai 2016 hielt A._____ zum 

Unfallhergang fest, dass er beim demonstrativen Vorfahren einer 

aerodynamischen Position einen heftigen Stich/Zwick im linken Knie 

verspürt habe und nach hinten geschleudert worden sei, einen Sturz aber 

habe vermeiden können, da er wieder eine neutrale Position 

eingenommen habe.

3. Mit Verfügung vom 20. Juli 2016 erkannte die B._____AG, dass weder 

ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege, weshalb 

auch keine Leistungen für das Ereignis vom 16. Februar 2016 entrichtet 

würden. Mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2016 bestätigte die 

Unfallversicherung ihre Verfügung. Zur Begründung brachte sie vor, dass 

das Vorliegen eines Unfalls nicht behauptet werde und somit auch nicht 

- 3 -

strittig sei. Eine unfallähnliche Körperschädigung sei nicht gegeben, weil 

den ärztlichen Unterlagen keine Listenverletzung nach Art. 9 Abs. 2 UVV 

zu entnehmen sei.

4. Dagegen erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführer) am 14. November 

2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den Begehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 

Verpflichtung der B._____AG, ihm die gesetzlichen Leistungen aus UVG 

für das Ereignis vom 16. Februar 2016 zu entrichten; evtl. um 

Rückweisung der Angelegenheit an die Unfallversicherung zur 

Neubeurteilung. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass dem 

Beschwerdeführer während der Abfahrt wegen eines vorhandenen, aber 

nicht sichtbaren Pistenbuckels kurzfristig das Gleichgewicht entglitten sei. 

Als er die stellenweise Erhöhung (Unfallstelle) passiert habe, habe er 

einen heftigen Stich im linken Knie verspürt. Der Beschwerdeführer habe 

eine unkoordinierte Körperbewegung gemacht, da er über den nicht 

sichtbaren Pistenbuckel gefahren sei. Die schädigende äussere 

Einwirkung bestehe hier also in der körperlichen Reflex-Bewegung, indem 

der Beschwerdeführer durch die stellenweise Pistenerhöhung einen 

Rückschlag auf sein Knie erhalten habe. Ein ungewöhnlicher äusserer 

Faktor sei gegeben, damit liege ein Unfall im Rechtssinne vor. Falls das 

Gericht das Ereignis nicht als Unfall taxiere, sei es als unfallähnliche 

Körperschädigung zu werten. Die diagnostizierte Druckdolenz Distorsion 

der linken Patella sei entstanden, weil der Beschwerdeführer aufgrund der 

stellenweise unebenen Piste die Position ruckartig habe ändern müssen. 

Damit sei das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors erfüllt. Die 

Distorsion der Patella links bedeute, dass die Kniescheibe, die ein 

scheibenförmiger bzw. rundlich dreieckiger Knochen sei, durch eine 

äussere Krafteinwirkung eine geschlossene Verletzung erlitten habe. Da 

hier die Kniescheibe verletzt worden sei, handle es sich um eine 

Knochenverletzung. Laut Art. 9 Abs. 2 lit. a UVV zählten die 

Knochenbrüche zu den unfallähnlichen Körperschädigungen. In 

- 4 -

Anwendung der üblichen Auslegungsregeln sei davon auszugehen, dass 

auch die Verletzung der Kniescheibe unter die unfallähnlichen 

Körperschädigungen zu subsumieren sei, zumal es sich bei der 

Kniescheibe per definitionem um Knochen handle. Dieses 

gesetzgeberische Versehen sei durch eine richterliche Lückenfüllung 

dahingehend zu ergänzen, dass auch sog. Verdrehungen von Knochen 

unter Art. 9 Abs. 2 UVV fielen. Neben der Listenverletzung liege hier auch 

eine gesteigerte Gefahrenlage vor.

5. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die B._____AG (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Vorliegend sei 

nicht streitig, ob es sich beim Ereignis vom 16. Februar 2016 um einen 

Unfall handle oder nicht. Mit Verfügung vom 20. Juli 2016 sei das 

Vorliegen eines Unfalls verneint worden, was mit der Einsprache nicht 

angefochten worden sei, weshalb die Verfügung hinsichtlich der 

Nichterfüllung des Unfallbegriffs nun rechtskräftig sei. Der Vollständigkeit 

halber werde aber darauf hingewiesen, dass hier kein ungewöhnlicher 

äusserer Faktor vorliege,  da keine Programmwidrigkeit erkennbar sei. 

Für den Beschwerdeführer als erfahrenen Skilehrer seien solche 

Abfahrten in aerodynamischer Haltung alltäglich und üblich. Das 

Vorhandensein einer Bodenwelle oder eines Buckels sei nicht 

aktenkundig und müsse daher als nachgeschobene Tatsache taxiert 

werden. Die körpereigene Reflex-Bewegung, welche der 

Beschwerdeführer als äussere Einwirkung einstufe, sei eben gerade nicht 

erstellt. Es handle sich dabei um ein rein körperinneres Geschehen; 

ohnehin würde es überdies am Erfordernis der Ungewöhnlichkeit 

mangeln. Laut Abklärungsbericht von Dr. med. C._____ sei keine 

Listenverletzung zu bejahen. Mangels Listenverletzung müsse die 

Gefahrenlage nicht mehr diskutiert werden. Ausserdem seien die 

Umstände des Vorfalls widersprüchlich angegeben worden. Eine 

Distorsion sei nie diagnostiziert worden, auch nicht der linken 

Kniescheibe. Unklar sei, ob der Beschwerdeführer diese behauptete 

- 5 -

Distorsion unter Verrenkungen von Gelenken im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

lit. b UVV subsumieren möchte. Selbst wenn aber eine Verletzung an der 

Kniescheibe diagnostiziert worden wäre, wäre dies kein Knochenbruch 

nach Art. 9 Abs. 2 lit. a UVV. Es liege auch keine sog. Verdrehung von 

Knochen, wie dies der Beschwerdeführer ausdrücke, vor. Es liege weder 

eine Listenverletzung noch eine gesteigerte Gefahrenlage vor, weshalb 

keine Leistungspflicht unter dem Titel unfallähnliche Körperschädigung 

gegeben sei. Dass keine Leistungspflicht unter dem Titel Unfall bestehe, 

sei schon rechtskräftig entschieden worden.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der Erwägungen noch näher eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 12. Oktober 2016. Gegen solche 

Entscheide kann nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in dem die versicherte 

Person zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt in der Bündner Gemeinde X._____, womit das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und 

funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 

2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung dieser Beschwerde zu bejahen. Als formeller und materieller 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

- 6 -

Beschwerdeführer überdies davon berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist daher zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist folglich einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

b) Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht 

für das (Skifahrer-) Ereignis vom 16. Februar 2016 zu Recht verneint hat.

c) Zum anwendbaren Recht ist klarzustellen, dass seit dem 1. Januar 2017 

neu die revidierten Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes 

(Änderung vom 25. September 2015) in Kraft getreten sind; darunter auch 

Art. 6 Abs. 2 UVG sowie der gleichermassen revidierte Art. 9 der 

zugehörigen Verordnung (UVV; SR 832.202). Gemäss Art. 118 Abs. 1 

UVG (Übergangsbestimmungen) werden aber die 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser 

revidierten Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die 

vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht 

gewährt. Da das strittige Ereignis vom 16. Februar 2016 vor dem 

Inkrafttreten der neuen Vorschriften am 1. Januar 2017 eingetreten ist, 

sind hier weiterhin die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Art. 6 UVG 

und Art. 9 Abs. 2 UVV massgebend.

d) In verfahrensrechtlicher Hinsicht gilt es weiter festzuhalten, dass bereits in 

der dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 20. 

Juli 2016 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 14) auf das 

Nichterfüllen des Unfallbegriffs erkannt wurde und diese Beurteilung 

danach unangefochten in Rechtskraft erwuchs, zumal in der Einsprache 

vom 5. Juli 2016 einzig noch mit dem Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV argumentiert wurde (Bg-act. 

15). Der Unfallbegriff laut Art. 4 ATSG i.V.m. Art. 6 UVG war darin kein 

Thema mehr und dieser Bestandteil der Verfügung ist daher rechtkräftig 

- 7 -

und somit für den heutigen Beschwerdeführer bereits verbindlich 

geworden. Auf die Frage, ob das Ereignis vom 16. Februar 2016 den 

Unfallbegriff erfüllt, muss hier deshalb nicht mehr erneut eingegangen 

werden. Falls nicht von einem rechtskräftigen Entscheid ausgegangen 

werden könnte, erscheint es indessen zumindest ergänzend als geboten 

und sinnvoll, auch nochmals darüber materiell zu befinden und 

entsprechend die beantragte Versicherungspflicht umfassend zu prüfen.

2. a) Nach der Legaldefinition gemäss Art. 4 ATSG versteht man unter einem 

Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt, soweit dieses Gesetz nichts anderes 

bestimmt (zum Unfallbegriff: Urteil des Bundesgerichts 8C_783/2013 vom 

10. April 2014 E.4.2). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 

äusseren Faktors, sondern auf diesen selber. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, ob der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zieht. Der äussere Faktor 

ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (BGE 134 V 72 E.4.1; RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E.2b; RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 31). 

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre 

und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 100 E.2d mit Hinweisen) oder ausserordentlichen 

Überanstrengung bestehen. Insbesondere bei einer extremen 

Körperbewegung kann das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors bejaht werden, sofern ein solcher Vorgang nachgewiesen werden 

- 8 -

kann und bei der Beugebewegung ein ganz ausserordentlicher 

Kraftaufwand erfolgt und zu einer sofortigen Schädigung führt. Es ist 

jedoch von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Anstrengung im Hinblick auf die 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der 

betreffenden Person ausserordentlicher Art war (BGE 116 V 136 E.3b; 

RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E.2; vgl. zur Kasuistik: RUMO-JUNGO/ HOLZER, 

a.a.O., Art 6 S. 44 ff.). Allgemein gilt bei Körperbewegungen der 

Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann 

erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges wie z.B. ein 

Ausgleiten, Stolpern oder ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes etc. 

beeinflusst hat. Bei einer derart unkoordinierten Bewegung ist der 

ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – 

Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten 

Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 

E.2.2; sowie BGE 134 V 72 E.3.2, 4.1, 4.1.1, 130 V 117 E.2.1). Ohne ein 

besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen 

(BGE 130 V 117 E.2.2). So wurde das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors bei einem Skifahrer im Sinne eines Grenzfalles bejaht, 

der im buckligen Gelände auf einer vereisten Stelle ausglitt und danach 

(ohne zu stürzen) unkontrolliert auf den Boden aufschlug (RKUV 1999 Nr. 

U 345 S. 420 ff.). Als Programmwidrigkeit wurde dort das Ausgleiten auf 

der vereisten Stelle, das sich daraus ergebene unkontrollierte Anfahren 

des Buckels, das Abgehoben werden bei verdrehter Oberkörperhaltung 

und das harte Aufschlagen gesehen (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 424 f. 

E.4). Mangels Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors wurde der 

Unfallbegriff hingegen nicht als erfüllt betrachtet, wenn es beim Skifahren 

auf der steilen, buckligen Piste und einer Kompression in einer 

Wellenmulde zum Auftreten einer Diskushernie kommt (RKUV 1999 Nr. U 

345 S. 426 E.5).  Sport-unfälle, die durch mechanische Einwirkung eines 

- 9 -

äusseren Faktors auf den Körper (Sturz, Zusammenstoss, usw.) zustande 

kommen, erfüllen jedoch im Grundsatz den Unfallbegriff (SVR 1999 UV 

Nr. 9 S. 28 E.3c/dd). Kein Unfall wird aber angenommen bei einer 

gewöhnlichen, in der betreffenden Sportart üblichen und unter vertrauten 

Umständen ausgeführten Bewegung sowie in Fällen, wo sich nur das 

einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht hat. 

Ebenso wenig wird auf einen Unfall erkannt, wenn die Übung zwar nicht 

ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber noch in der Spannweite 

des Üblichen bewegt (erwähntes Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.3, 4.4; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art 6 S. 40 ff.).

b) Bei unfallähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen 

zur Begründung der Leistungspflicht – mit Ausnahme des Merkmals der 

Ungewöhnlichkeit – alle übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt 

sein. Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung des 

äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, 

objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 

129 V 466 E.2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in einer 

körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E.4.1). Das 

Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) 

Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, 

wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von 

Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 

E.4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden 

Faktors auch, wenn das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer 

blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu 

beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist laut Rechtsprechung für die 

Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend 

einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses 

gesteigertes Gefährdungspotential innewohnt. Das ist zu bejahen, falls 

die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

- 10 -

allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa 

für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit 

erheblichem Schädigungspotential ist sodann auch zu bejahen, wenn die 

in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch 

normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, 

insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen fallen 

einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 

alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass dazu ein davon 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Erfüllt ist das Erfordernis 

des äusseren schädigenden Faktors demgegenüber bei Änderungen der 

Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu 

körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen 

Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei 

einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen 

Positionsänderung (BGE 129 V 466 E.4.2.3). Erforderlich für die 

Bejahung eines äusseren Faktors ist demzufolge ein gesteigertes 

Schädigungspotential, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten 

Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der 

Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Elementes (BGE 

139 V 327 E.3.3.1, 129 V 466 E.4.3; SZS 2014 S. 540; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_147/2014 vom 16. Juli 2014 E.2.4; vgl. im 

Besonderen bei Skiabfahrten: Urteil des Bundesgerichts 8C_ 610/2015 

vom 11. Januar 2016 E.3 sowie beim dynamischen Carving-Fahren: Urteil 

des Bundesgerichts 8C_843/2015 vom 26. Februar 2016 E.3.2).

3. a) Vorliegend ist in sachverhaltlicher Hinsicht unbestritten und anhand der 

bei den Akten liegenden Unterlagen ohne Weiteres verifizierbar, dass die 

Schilderung des Ereignisses vom 16. Februar 2016 durch den 

Beschwerdeführer in der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 24. Februar 

2016 sowie im Fragebogen-Skisport vom 23. Mai 2016 zum Ereignis vom 

16. Februar 2016 von derjenigen in der Einsprache vom 9. September 

- 11 -

2016 und auch in der Beschwerde vom 14. November 2016 abweicht. Im 

Wesentlichen unterscheidet sich die Schilderung hinsichtlich des 

auslösenden Faktors bzw. der Ursache für die eingetretenen Schmerzen 

am linken Knie.

 In der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 24. Februar 2016 gab der 
Beschwerdeführer an, dass er um 11:30 Uhr beim Unterricht einen Schlag ins Knie 
bei extremer Beugebewegung erlitten habe. Er habe sich dabei am linken Knie 
verletzt. Zur Art der Schädigung vermerkte er handschriftlich: Fraktur Kniescheibe 
(Bg-act. 1).

 Im Fragebogen-Skisport vom 23. Mai 2016 zum Ereignis vom 16. Februar 2016 
führte der Beschwerdeführer auf die Frage, wie sich der Unfall im Detail zugetragen 
habe, aus: "Beim demonstrativen Vorfahren einer aerodynamischen Position 
verspürte ich einen heftigen Stich/Zwick im linken Knie, wurde nach hinten 
geschleudert (nach hinten heftig abgesessen). Ich konnte aber einen Sturz 
vermeiden, da ich wieder eine neutrale Position einnahm. Die Schmerzen aber 
blieben." Zur Frage wie die Wetterbedingungen damals gewesen seien, hielt der 
Beschwerdeführer fest: "Gut. Piste perfekt. Sicht gut. Ich aufgewärmt." Ja, ich habe 
mich im Vorfeld über diese Bedingungen informiert (Bg-act. 10).  

 In der Einsprache vom 5. Juli 2016 brachte der Beschwerdeführer vor, dass das 
Skifahren eine Sportart sei, der per se und demnach unabhängig vom gefahrenen 
Stil, ein gewisses Gefährdungspotential innewohne. Dies gelte auch bei 
professionellen Sportlern wie dem als Skilehrer tätigen Beschwerdeführer (Bg-act. 
15). 

 In der Beschwerde vom 14. November 2016 führte der Beschwerdeführer 
hinsichtlich des massgeblichen Geschehensablaufs am 16. Februar 2016 sodann 
aus, dass er auf der X._____ eine Piste bergab gefahren sei. Während der Fahrt 
habe er plötzlich einen heftigen Stich im Knie verspürt, weil er "über einen nicht 
sichtbaren Buckel" auf der Piste gefahren sei (II./B./Materielles Ziff. 1, S. 3 oben). 

b) Bei sich widersprechenden Angaben der Versicherten über den 

Geschehensablauf des zur Diskussion stehenden Ereignisses – was 

vorliegend offenkundig der Fall ist – ist der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zufolge auf die Beweismaxime abzustellen, wonach die 

sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 

und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder 

unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person 

ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie 

kurz nach dem fraglichen Ereignis gemacht hat, meistens grösseres 

Gewicht zu, als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des 

- 12 -

Versicherers getan hat (BGE 121 V 45 E.2a, 115 V 133 E.8c; RKUV 1988 

Nr. U 55 S. 363 E.3b/aa). Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine 

förmliche Beweisregel, sondern lediglich um eine im Rahmen der freien 

Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe. Sie kann 

zudem nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen 

Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1, 

8C_827/2007 vom 22. September 2008 E.5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

Art 6 S. 29 f.).  

c) Im konkreten Fall ist das streitberufene Gericht zur Überzeugung gelangt, 

dass ursächlich vom Sachverhalt bzw. der Schilderung der 

Bewegungsabläufe laut Unfallmeldung vom 24. Februar 2016 (Bg-act. 1) 

und nicht auf die dazu widersprüchlichen Selbstangaben in der 

Beschwerdeschrift vom 14. November 2016 (II./B./Materielles Ziff. 1, S. 3 

oben) abzustellen ist. Während in der Unfallmeldung zum Unfallort und 

Ereignisablauf keine ungewöhnlichen äusseren Umstände/Faktoren 

beschrieben werden, wird in der Beschwerdeschrift neu geltend gemacht, 

dass der Beschwerdeführer bei der Abfahrt über eine "Bodenwelle" bzw, 

einen "nicht sichtbaren Pistenbuckel" gefahren sei. Von einer solchen 

Geländeunebenheit oder Pistenwölbung ist aber weder in der zeitnah 

nach dem Ereignis vom 16. Februar 2016 erstellten Unfallmeldung noch 

in dem erst später erstellten Fragebogen-Skisport vom 23. Mai 2016 (Bg-

act. 10) – die beide vom Beschwerdeführer handschriftlich unterzeichnet 

und somit für korrekt befunden wurden – die Rede. Im besagten 

Fragebogen hielt der Beschwerdeführer im Gegenteil sogar ausdrücklich 

noch fest, dass die Piste "perfekt" gewesen sei (Bg-act. 10, Antwort auf 

Frage 5). Es ist hier daher nicht auf die offensichtlich von 

versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusste 

Sachverhaltsdarstellung in der Beschwerdeschrift, sondern auf jene in der 

Unfallmeldung sowie im Fragebogen-Skisport abzustellen. In Letzterem 

wurde zum Unfallhergang glaubwürdig festgehalten: Beim demonstrativen 

Vorfahren einer aerodynamischen Position einen heftigen Stich/Zwick im 

- 13 -

linken Knie verspürt und nach hinten geschleudert. Einen Sturz habe er 

allerdings vermeiden können, da er wieder eine neutrale Position 

eingenommen habe. Von diesem Geschehensablauf ist somit 

auszugehen.

4. a) Es ist nachfolgend zu prüfen, ob die erlittene Knieverletzung beim 

Skifahren am 16. Februar 2016 als Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG 

i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Dabei ist insbesondere strittig, ob 

ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sinne einer normalen, den 

üblichen Bewegungsablauf störenden "Programmwidrigkeit" auf den 

Körper des Beschwerdeführers eingewirkt hat (vgl. dazu E.2a, hiervor).

b) Vorliegend fehlt es an einem ungewöhnlichen äusseren Faktor bzw. an 

der soeben erwähnten "Programmwidrigkeit". Insbesondere ergeben sich 

aus der Sachverhaltsschilderung des Beschwerdeführers keine äusseren 

Einwirkungen auf den Körper, die im Bereich des Skisports auf 

präparierten Pisten nicht üblich wären. Vielmehr gehört eine bestimmte 

Beugehaltung des Oberkörpers und der Kniegelenke zu den üblichen und 

alltäglichen Verrichtungen beim Skisport. Dass dabei möglicherweise ein 

erhöhter Kraftaufwand aufgrund der aerodynamischen Fahrweise des 

berufserfahrenen Beschwerdeführers erforderlich war, um den 

"Gegendruck" der Skipiste standzuhalten oder die eigenen 

Körperschwankungen wegen des rassigen Abfahrtsstils als 

professioneller Wintersportler auszugleichen, vermag an diesem Ergebnis 

nichts zu ändern. Ein Stolpern, Ausrutschen oder Sturzereignis ist gerade 

nicht dokumentiert, womit von einem Unfall mangels ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch keine Rede sein kann. Die Wetter- und 

Pistenverhältnisse waren damals vielmehr "perfekt" und der 

Beschwerdeführer war über den zu befahrenden Pistenabschnitt bestens 

im Bilde, weil er sich darüber im Vorfeld informiert hatte (Bg-act. 10). 

Auch eine augenfällige Überanstrengung ist angesichts der Tatsache, 

dass es sich beim Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben um einen 

geschulten und berufserfahrenen Skilehrer handelt und er 

- 14 -

dementsprechend mit aerodynamischen Positionen beim Skifahren sehr 

wohl vertraut war, zu verneinen. Der Umstand, dass er einen Sturz aus 

eigener Kraft und dank fahrerischer Geschicklichkeit vermeiden konnte, 

zeigt gerade, dass er seinen Beruf als Skilehrer beherrscht und der zur 

Knieverletzung führende Bewegungsablauf bereits X-fach als alltägliche 

Verrichtung ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen durchgeführt 

wurde. Allein die selbst beschriebene Hocke bei aerodynamischer 

Abfahrtstellung ohne reflexartige Abwehrbewegung führt für gewöhnlich 

aber noch nicht zu einer Körperschädigung, zumal wenn man danach 

sofort wieder in der Lage ist, erneut eine neutrale Position beim Skifahren 

einzunehmen. Infolge Fehlens der verlangten Begriffsmerkmale 

(Ungewöhnlichkeit/Programmwidrigkeit) kann das Ereignis vom 16. 

Februar 2016 deshalb auch nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 

i.V.m. Art. 6 Abs. 1 UVG qualifiziert werden.

5. a) Zu prüfen bleibt, ob die beim Ereignis vom 16. Februar 2016 erlittene 

Gesundheitsschädigung eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne 

von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV darstellt (vgl. vorne Erw. 

2b).

b) Nach Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die 

den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. 

Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch 

gemacht und verschiedene Körperschädigungen, sofern sie nicht 

eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sind, 

auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen 

gleichgestellt. Dazu zählen Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von 

Gelenken (lit. b), Menikusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), 

Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und 

Trommelfellverletzungen (lit. h). Diese Aufzählung der den Unfällen 

gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 123 V 43 

E.2b, 116 V 145 E.2b). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist 

- 15 -

es damit aber unzulässig, die Liste der unfallähnlichen 

Körperschädigungen durch einen Analogieschluss zu erweitern (vgl. BGE 

116 V 145 E.2b, 114 V 298 E.3d-e; Urteil des Bundesgerichts U 26/00 

vom 21. August 2001 E.3b). 

c) Aus den ärztlichen Untersuchungen ergeben sich keine Anhaltspunkte für 

eine Listenverletzung. Im Arztzeugnis vom 6. April 2016 hielt Dr. med. 

C._____ unter Befund (gestützt auf die Erstuntersuchung vom 23. 

Februar 2016) fest: Druckdolenz dist. Patellapol, "Tanzen der Patella", 

Schwellung popliteal. Und als vorläufige Diagnose wurde ein Verdacht auf 

minime Patellafraktur med./lat. Unterpal Knie links, eine Distension MDL 

und eine Kontusion med. Meniskus festgehalten (Bg-act. 7). Im Bericht 

vom 1. Juni 2016 über die am 23. Februar 2016 am linken Knie 

durchgeführte Röntgenuntersuchung (Knie links) und 

Ultraschalluntersuchung (Knie beidseits, bei Indikation Frage nach Erguss 

und Fraktur) hielt Dr. med. C._____ als Beurteilung fest: Regelrechte 

Darstellung des Kniegelenks sowie Erguss suprapatellär und infrapatellär 

intraartikulär links (Patella mit druckdolenter Kontinuitätsunterbrechung 

dist. Patellapol med & lat) (Bg-act. 9). Eine Fraktur bzw. ein 

Knochenbruch wurde aber nicht festgestellt, womit sich der von Dr. med. 

C._____ im Arztzeugnis vom 6. April 2016 (lediglich) vorläufig 

diagnostizierte Verdacht auf eine minime Patellafraktur nicht bestätigt hat. 

In Anbetracht dieser medizinischen Aktenlage ist das Vorliegen einer 

Listenverletzung für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung 

jedoch zu verneinen. Die dagegen erhobenen Einwände des 

Beschwerdeführers sind gänzlich unbegründet und gründen offenbar auf 

einem begrifflichen Missverständnis. Eine Druckdolenz „Distorsion“ der 

linken Patella (Kniescheibe) ist nicht diagnostiziert worden. Dr. med. 

C._____ diagnostizierte vielmehr eine Druckdolenz „dist.“ (=distale [d.h. 

körperentfernte]) Patella, und nicht eine Distorsion/Ver-drehung der 

Patella. Ferner haben die Röntgen- und Ultraschalluntersuchung weder 

Hinweise auf eine Fraktur (Knochenbruch) noch sonstige Verletzungen 

- 16 -

der Kniescheibe ergeben. Damit ist auch auf die Behauptung des 

Beschwerdeführers nicht weiter einzugehen, wonach es sich bei der hier 

erlittenen Läsion der Kniescheibe um eine Knochenverletzung gemäss 

Art. 9 Abs. 2 lit. a UVV handle (s. Beschwerde II/B/Materielles Ziff. 12 S. 

5). Weiter ist unklar geblieben, ob der Beschwerdeführer die behauptete 

Distorsion Patella unter Art. 9 Abs. 2 lit. b UVV (Verrenkungen von 

Gelenken) subsumieren möchte. In dieser Hinsicht weist die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Urteil des Bundesgerichts 

8C_1000/ 2008 vom 27. Februar 2009 (E.2.3) hin, wonach gemäss 

herrschender Rechtsprechung nur eigentliche Gelenksverrenkungen 

(Luxationen), nicht aber auch unvollständige Verrenkungen 

(Subluxationen) oder Torsionen (Verdrehungen) und Distorsionen 

(Verstauchungen oder Quetschungen) als unfallähnliche Körperschäden 

erfasst werden. Eine Luxation liegt hier jedoch nachweislich nicht vor. Das 

Vorliegen einer Listenverletzung wurde von der Beschwerdegegnerin 

folglich zu Recht verneint. Auf die Prüfung des für die Bejahung einer 

unfallähnlichen Körperschädigung nebst der Körperverletzung 

zusätzlichen Erfordernisses des äusseren schädigenden Faktors kann 

demnach vorliegend verzichtet werden. 

d) Es liegt somit im Ergebnis weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vor, weswegen eine Leistungspflicht für das Ereignis 

vom 16. Februar 2016 von der Beschwerdegegnerin zu Recht verneint 

wurde.

6. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2016 ist 

demnach rechtens, was zu seiner Bestätigung und somit zur Abweisung 

der Beschwerde vom 14. November 2016 führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, weil das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Eine 

- 17 -

aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]