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**Case Identifier:** 5e30bfc3-ac7a-5086-a508-06834d8ae6b3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.03.2013 745 2010 67 (745 10 67)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_745-2010-67_2013-03-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. März 2012 (745 10 67) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Ergänzungsleistungen 

 

 

Anrechnung eines hypothetischen Verzichtseinkommens des Ehegatten 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Monica Armesto, Advo-
katin, indemnis, Spalenberg 20, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene X.____, vertreten durch Monica Armesto, Advokatin, indemnis, Spa-
lenberg 20, 4001 Basel 
 
IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen 
 

  
 

Betreff Ergänzungsleistung 
 
 
 
 
 

 
 
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A. Die 1956 geborene A.____ meldete sich am 27. Februar 2008 bei der Ausgleichskasse 
Basel-Landschaft (Kasse) zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer Invalidenrente 
an. Unter Berücksichtigung eines hypothetischen Erwerbseinkommens ihres Ehegatten ermittel-
te die Kasse für das Jahr 2008 einen jährlichen Einnahmenüberschuss von Fr. 3'482.-- und für 
das Jahr 2009 einen solchen in der Höhe von Fr. 2'183.--, weshalb sie mit Verfügungen vom 
10. November 2009 sowie 13. November 2009 einen EL-Anspruch für die Zeit ab Februar 2008 
bis Ende 2009 verneinte. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies die Kasse mit Einsprach-
entscheid vom 11. Februar 2010 ab, wobei sie das massgebende Verzichtseinkommen des 
Ehemannes der Versicherten auf Fr. 34'733.-- korrigierte.  
 
B. Der Ehemann der Versicherten hatte sich erstmals am 16. Februar 2004 unter Hinweis 
unter anderem auf eine Prostata-Inkontinenz bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Februar 2006 das Leistungsbegeh-
ren des Versicherten. Sie stützte sich dabei in psychiatrischer Hinsicht auf ein Gutachten von 
Dr. B.____ vom 14. Januar 2006, wonach keine die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Be-
schwerden vorlägen. Eine gegen diese Verfügung gerichtete Einsprache wies die Kasse mit 
Entscheid vom 7. Mai 2007 ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 1. Feb-
ruar 2008 ab. In Bezug auf den urologischen Gesundheitszustand stützte es sich dabei auf das 
Gutachten von Dr. C.____ vom 5. Juni 2007, wonach aufgrund einer bestehenden Reizblase in 
der angestammten Tätigkeit als Taxifahrer eine Arbeitsfähigkeit von 50% und in einer alternati-
ven Verweistätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit resultiere. 
 
C. Mit Eingabe vom 15. März 2010 erhob die Versicherte, vertreten durch Markus Schmid, 
Advokat, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Kasse vom 11. Februar 2010 und 
beantragte, die Kasse sei zu verpflichten, monatliche Ergänzungsleistungen von mindestens 
Fr. 2'005.-- auszurichten. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, es verbiete 
sich eine Anrechung eines theoretischen Einkommens ihres Ehegatten entsprechend dem im 
Urteil des Kantonsgerichts vom 1. Februar 2008 ermittelten Invalideneinkommen in der Höhe 
von jährlich Fr. 56'743.--, weil dieser seine Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits-
markt nicht mehr verwerten könne. Dies gelte insbesondere seit der dramatischen Veränderung 
seines Gesundheitszustandes seit Anfang des Jahres 2010, aufgrund welcher er auch in einer 
angepassten Tätigkeit nicht mehr in der Lage sei, ein Erwerbseinkommen zu erzielen.  
 
D. Mit Gesuch vom 23. April 2010 meldete sich der Ehemann der Versicherten erneut zum 
Leistungsbezug bei der IV an. Zwecks Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse veranlasste 
die IV-Stelle zwei Verlaufsbegutachtungen bei Dr. C.____ sowie bei Dr. B.____. Gestützt auf 
diese Aktenlage gelangte sie mit Verfügung vom 18. Oktober 2011 zum Schluss, dass kein An-
spruch auf eine IV-Rente bestehe. Dem Versicherten sei aus urologischer Sicht die Ausübung 
der bisherigen Tätigkeit als Taxifahrer zwar nicht mehr zumutbar. Hingegen könne ihm jede 
andere Verweistätigkeit mit kurzen Distanzen zu einer Toilette vollzeitig zugemutet werden. In 
psychiatrischer Hinsicht bestehe aufgrund einer mittelgradigen bis schweren depressiven Stö-
rung in jeder beruflichen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Aus dem Vergleich zwi-

 
 
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schen Validen- und Invalideneinkommen resultiere keine Erwerbseinbusse und deshalb auch 
keinerlei IV-Grad.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Juni 2010 hatte die Kasse im vorstehenden Be-
schwerdeverfahren die Abweisung der Beschwerde beantragt. Zusammenfassend hatte sie 
vorgebracht, dass nicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Eheman-
nes der Beschwerdeführerin ausgegangen werden könne. Gestützt auf die gutachterlichen 
Aussagen von Dr. C.____ sei erstellt, dass der Ehegatte der Beschwerdeführerin in einer Ver-
weistätigkeit voll arbeitsfähig sei, woran die eingereichten Arztzeugnisse nichts zu ändern ver-
mögen, weil sich diese alle auf dessen angestammte Tätigkeit als Taxifahrer beziehen würden.  
 
F. Mit Replik vom 23. August 2010 hatte die Beschwerdeführerin vollumfänglich an ihren 
Rechtsbegehren festgehalten und beantragt, das Beschwerdeverfahren sei bis zum Vorliegen 
eines von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen urologischen Verlaufs-Gutachtens zu sistieren. Mit 
verfahrensleitender Verfügung vom 16. September 2010 wurde das Verfahren im Einverständ-
nis beider Parteien entsprechend sistiert. Nach Eingang des urologischen Gutachtens von 
Dr. C.____ vom 8. November 2010 und Aufhebung der Sistierung des Beschwerdeverfahrens 
hielt die Kasse mit Duplik vom 1. Dezember 2010 an ihrem Abweisungsantrag fest. Die Be-
schwerdeführerin ihrerseits beantragte mit Stellungnahme vom 20. Januar 2011 die Durchfüh-
rung einer Parteiverhandlung sowie die erneute Verfahrenssistierung bis zum Vorliegen des 
Entscheids der IV-Stelle über die Leistungsansprüche ihres Ehegatten, da sich dessen Ge-
sundheitszustand nicht alleine durch das erneute Gutachten von Dr. C.____ vom 8. November 
2010 erfassen lasse. Im Einverständnis der Kasse wurde das Verfahren mit Verfügung vom 
7. Februar 2011 entsprechend erneut sistiert.  
 
G. Nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Oktober 2011 den IV-Rentenanspruch 
des Ehemannes der Versicherten abgelehnt hatte, beantragte die Beschwerdeführerin, mittler-
weile vertreten durch Rechtsanwältin Monica Armesto, mit Eingabe vom 14. Dezember 2011, 
die Sistierung des vorliegenden Verfahrens sei hinsichtlich der Ansprüche auf Ergänzungsleis-
tungen für den Zeitraum bis Ende Dezember 2011 aufzuheben; hinsichtlich der Ansprüche ab 
Januar 2012 sei die Verfahrenssistierung bis zur rechtskräftigen Erledigung des mittlerweile 
anhängig gemachten Beschwerdeverfahrens betreffend den IV-Rentenanspruch ihres Eheman-
nes aufrechtzuerhalten. Die Kasse ihrerseits beantragte mit Stellungnahme vom 28. Dezember 
2011 die Abweisung dieser Verfahrensanträge; die Angelegenheit sei gesamthaft bis zum 
rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens betreffend den IV-Rentenanspruch des 
Ehegatten der Beschwerdeführerin sistiert zu lassen. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 
4. Januar 2012 wurde die Verfahrenssistierung aufgehoben. Der Ehemann der Beschwerdefüh-
rerin wurde zum vorstehenden Beschwerdeverfahren beigeladen und es wurden die IV-Akten 
betreffend ihres Ehemannes im ebenfalls am Kantonsgericht anhängig gemachten Beschwer-
deverfahren gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Oktober 2011 beigezogen. 
 
H. Am 4. Januar 2012 zog die IV-Stelle ihre IV-Verfügung vom 18. Oktober 2011 betreffend 
die Ablehnung des Rentenanspruchs des Ehemannes der Versicherten zwecks ergänzender 
Abklärungen der gesundheitlichen Verhältnisse lite pendente in Wiedererwägung. Nachdem 

 
 
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dieser beantragen liess, diese Wiedererwägungsverfügung sei aufzuheben und das vorliegende 
Beschwerdeverfahren sei nicht als erledigt abzuschreiben, wurde dessen Beschwerde mit Urteil 
des Kantonsgerichts vom 8. März 2012 gutgeheissen, die Verfügung der IV-Stelle Basel-
Landschaft vom 18. Oktober 2011 aufgehoben und die Angelegenheit an diese zurückgewie-
sen, damit sie weitere Abklärungen vornehme und hernach über den Rentenanspruch des Ver-
sicherten erneut verfüge. 
 
I. Mit Eingabe vom 2. Februar 2012 verzichtete die Beschwerdeführerin auf die Durchfüh-
rung einer Parteiverhandlung im vorliegenden Verfahren und nahm zugleich namens und Auf-
trags ihres beigeladenen Ehegatten Stellung zum vorstehenden Beschwerdeverfahren. Nach 
Eingang weiterer Stellungnahmen der Parteien wurde die Angelegenheit erneut dem Gericht 
zur Beurteilung überwiesen. Mit Beschluss vom 5. Juli 2012 gelangte das Gericht zum Schluss, 
dass die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren für eine abschliessende Klä-
rung der medizinischen Sachlage weiterhin nicht ausreichend beweiskräftig seien, weshalb eine 
amtliche Erkundigung bei Dr. C.____ zur Frage der dem Ehemann der Beschwerdeführerin 
verbleibenden Erwerbsfähigkeit einzuholen sei. Die entsprechende Antwort von Dr. C.____ er-
ging am 25. September 2012. Mit Stellungnahme vom 2. Oktober 2012 hielten die Beschwerde-
führerin und der Beigeladene dafür, dass zwischen Februar 2008 und Februar 2010 aufgrund 
der urologischen Probleme grundsätzlich von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Ehe-
mannes, allenfalls von einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von höchstens 35%, auszugehen sei. 
Die Kasse ihrerseits hielt mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2012 an ihrem Abweisungsantrag 
fest. Es sei wie schon im Jahre 2007 im Ergebnis von unveränderten, gesundheitlichen Verhält-
nissen beim Ehemann der Versicherten auszugehen, weshalb bei der Berechnung von dessen 
Invalideneinkommen für die zur Diskussion stehende Periode zwischen Februar 2008 und Feb-
ruar 2010 auf das im Kantonsgerichtsurteil vom 1. Februar 2008 verbindlich erhobene Invali-
deneinkommen abzustellen sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht beim zuständigen Gericht eingereicht. 
Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor, weshalb darauf eingetreten werden 
kann. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf Ergänzungsleistungen der Beschwerdefüh-
rerin lediglich mit Blick auf die Anrechenbarkeit eines hypothetischen Erwerbseinkommens ihres 
Ehemannes. Die übrigen Positionen in der EL-Berechnung des angefochtenen Einspracheent-
scheids bzw. in den vorangehenden Verfügungen der Kasse vom 10. bzw. 13. November 2009 
sind – zu Recht – unbestritten geblieben, weshalb von weiteren Ausführungen hierzu abgese-
hen werden kann (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit 1. Januar 
2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung] vom 17. August 2005, P 19/04, E. 4). 
 
3.1 Vorab ist auf folgende Verfahrensgrundsätze hinzuweisen: Der den Sozialversiche-
rungsprozess beherrschende Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über 

 
 
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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG] in Verbin-
dung mit Art. 1 ELG) schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnot-
wendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Be-
weislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte 
(BGE 107 V 163 E. 3a mit Hinweisen). Im Bereich der Ergänzungsleistungen gilt die Besonder-
heit, dass gerade das Fehlen von anrechenbarem Einkommen den Anspruch auf Ergänzungs-
leistungen zu begründen vermag und die Ergänzungsleistung um so höher ausfällt, je geringer 
das anrechenbare Einkommen ist. Handelt es sich also beim – ganzen oder teilweisen – Fehlen 
von Einkommen um anspruchsbegründende Tatsachen, so trägt dafür grundsätzlich die Leis-
tungsansprechende die Beweislast (BGE 121 V 208 E. 6a mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Im übrigen ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit massgebend. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 
den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 
(BGE 125 V 195 E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vorausset-
zungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006 erfüllen, Zusatzleistungen zur 
Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht 
dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen 
(Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anerkannten Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von Ehe-
gatten werden zusammengerechnet (Art. 9 Abs. 2 ELG).  
 
4.2 Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt. Als anrechenbare Ein-
nahmen werden unter anderem die erwirtschafteten Erwerbseinkünfte der leistungsanspre-
chenden Person berücksichtigt (Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG). Als Einkommen anzurechnen sind 
unter anderem auch Einkünfte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) und damit 
auch ein hypothetisches Einkommen des Ehegatten, sofern dieser auf eine zumutbare Erwerbs-
tätigkeit oder deren zumutbare Ausdehnung verzichtet hat (BGE 117 V 289 E. 3b). Eine Ver-
zichtshandlung liegt vor, wenn die leistungsansprechende Person ohne rechtliche Verpflichtung 
und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat. Diese Voraus-
setzungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein; es reicht aus, wenn alternativ eines der beiden 
Elemente gegeben ist (BGE 131 V 329 E. 4.2 ff. mit Hinweisen). Diese Regelung beruht auf der 
spezifischen Schadensminderungspflicht im Bereich der Ergänzungsleistungen, wonach eine 
versicherte Person ihren Existenzbedarf soweit möglich und zumutbar aus eigener Kraft finan-
zieren muss (vgl. RALPH JÖHL, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Meyer [Hrsg.], Schweize-
risches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel/Genf/München 
2007, Rz. 173).  
 
4.3 Invaliden wird im Grunde genommen jener Betrag als Erwerbseinkommen angerech-
net, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben (Art. 14a Abs. 1 der Ve-

 
 
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rordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
[ELV] vom 15. Januar 1971 i.V.m. Art. 9 Abs. 5 lit. c ELG). Bei Teilinvaliden unter 60 Jahren ist 
jedoch ein vom Invaliditätsgrad abhängender Mindestbetrag als Erwerbseinkommen zu berück-
sichtigen (Art. 14a Abs. 2 ELV). Bei der Festsetzung des Invaliditätsgrades haben sich die EL-
Organe und Sozialversicherungsgerichte in der Regel an die Invaliditätsbemessung durch die 
Invalidenversicherung zu halten (BGE 117 V 202 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 
2012, 9C_120/2012, E. 3.2). Die Regelung von Art. 14a Abs. 2 ELV statuiert bei Nichterreichen 
eines Erwerbseinkommens in der Höhe des Grenzbetrages vermutungsweise einen freiwilligen 
Verzicht im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG. Die Vermutung des freiwilligen Verzichts kann 
jedoch widerlegt werden, wenn invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung 
und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung 
der Resterwerbsfähigkeit erschweren oder verunmöglichen. Massgebend für die Berechnung 
der Ergänzungsleistungen ist daher stets das hypothetische Einkommen, das die versicherte 
Person tatsächlich realisieren könnte (Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2012, 9C 
120/2012, E. 3.2 mit Hinweisen). Bemüht sich der Ehegatte trotz Arbeitsfähigkeit nicht um eine 
Stelle oder um die Ausdehnung seiner bisherigen Tätigkeit, verletzt er dadurch die ihm oblie-
gende Schadenminderungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2007 vom 14. April 2008, 
E. 6.1 f.). 
 
4.4 Bei der Bemessung einer noch zumutbarerweise zu verrichtenden Erwerbstätigkeit und 
des dabei erzielbaren Invalideneinkommens handelt es sich um eine medizinische Frage, die 
gestützt auf ärztliche Berichte, Gutachten und dergleichen zu beantworten ist. Die Ausgleichs-
kasse befasst sich im Rahmen der EL-Berechnung regelmässig gerade nicht mit derartigen 
medizinischen Fragestellungen, sondern stellt auf die Entscheide der IV-Stelle ab. Dieses Vor-
gehen ist sinnvoll, da die Würdigung medizinischer Unterlagen hinsichtlich geltend gemachter 
Rentenansprüche eine eigentliche Kernaufgabe der IV-Stellen darstellt. Zudem hat die Aus-
gleichskasse keine gesetzliche Kompetenz, im Rahmen der EL-Berechnung von den Einschät-
zungen der IV-Stellen und deren Rentenverfügungen abzuweichen und eigene medizinische 
Abklärungen durchzuführen. Der IV-Entscheid ist demnach für die Ausgleichskasse verbindlich 
und ebenso von präjudizieller Bedeutung, was die Höhe eines allfälligen EL-Anspruchs anbe-
langt. Solange demnach über die Höhe eines Rentenanspruchs der IV Unklarheit besteht, da 
sich die Parteien über die medizinische Frage einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit nicht einig 
sind, fehlt es der Ausgleichskasse an einer entsprechenden Rentenverfügung und somit an der 
wesentlichen Grundlage für die Frage der Anspruchsberechtigung betreffend die EL.  
 
4.5 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf 
den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sach-
verhalt ab (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen). Wie bereits in der verfahrensleitenden Verfü-
gung vom 4. Januar 2012 festgehalten worden ist, können bei der Bemessung der dem Ehegat-
ten verbleibenden Restarbeitsfähigkeit und dessen Invalideneinkommens allfällige Veränderun-
gen in den gesundheitlichen Verhältnissen demnach nur bis zum 11. Februar 2010 berücksich-
tigt werden. Mit Blick auf die vorliegend strittigen Ergänzungsleistungen ab Februar 2008 hängt 
die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens des Ehemannes der Beschwerde-
führerin mithin davon ab, ob und in welcher Höhe dieser seine Erwerbsfähigkeit im hier interes-

 
 
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sierenden Zeitraum zwischen Februar 2008 und 11. Februar 2010 tatsächlich noch umzusetzen 
vermochte. Soweit sich die Beschwerdeführerin dabei auf die Erwägungen des Urteils des Kan-
tonsgerichts vom 8. März 2012 stützt (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 
20. März 2012), ist vorab bereits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass eine allfällige Ver-
schlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse ihres Ehemannes ab Sommer 2010 - insbe-
sondere aus psychischen Gründen - im hier interessierenden Zeitraum demnach keine Berück-
sichtigung mehr finden kann. (vgl. ebenso bereits Beschluss des Kantonsgerichts vom 5. Juli 
2012). Nichts anderes geht aus dem psychiatrischen Gutachten von Dr. B.____ vom 16. Mai 
2011 hervor, demzufolge seit der letzten psychiatrischen Begutachtung im Januar 2006 keine 
neuen Berichte mehr vorliegen, die depressive Störung sich aber aufgrund der erstmaligen 
Feststellungen des Urologen erst im November 2010 deutlich verschlechtert habe. Bereits in 
seinem Urteil vom 8. März 2012 hatte das Kantonsgericht festgehalten, dass sich im Übrigen 
auch hinsichtlich der somatischen Verhältnisse nichts anderes ergibt; die erst im zweiten Halb-
jahr 2011 eingetretene Verschlechterung aus kardiologischen Gründen - soweit sie sich vermu-
tungsweise aus dem dort zitierten Bericht von Dr. D.____ vom 24. Oktober 2011 ergibt - vermag 
an der dem Ehegatten der Beschwerdeführerin verbleibenden Arbeitsfähigkeit im hier interes-
sierenden Zeitraum bis Februar 2010 ebenfalls nichts zu ändern.  
 
4.6 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.7 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen). 

 
 
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5.1 Mit Urteil vom 1. Februar 2008 kam das Kantonsgericht im Zusammenhang mit dem IV-
Rentenanspruch des Ehemannes der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass dem Versicherten 
durch sein Blasenleiden auf dem Arbeitsmarkt keine Einschränkungen erwachsen würden, so-
weit er am entsprechenden Arbeitsplatz eine Toilette nach dem von ihm notwendigen Rhythmus 
aufsuchen könne. Ihm stünden - trotz des erhöhten Pausenbedarfs aufgrund des Blasenleidens 
- auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend Tätigkeiten offen, wo er in 
einem seinen Bedürfnissen angepassten Rhythmus eine Toilette aufsuchen könne, so dass 
nicht von realitätsfremden und in diesem Sinne von unmöglichen oder unzumutbaren Einsatz-
möglichkeiten ausgegangen werde (ZAK 1989 S. 322 Erw. 4a). Der Beschwerdeführer verken-
ne, dass das Blasenleiden seine Leistungsfähigkeit nicht massgebend einschränken würde. Es 
sei ihm durchaus zumutbar, zu 100 % einer leidensangepassten Tätigkeit nachzugehen und 
dabei ein an die Teuerung für das Jahr 2005 angepasstes Invalideneinkommen in der Höhe von 
Fr. 56'743.-- zu erzielen.  
 
In medizinischer Hinsicht stützte sich das Gericht bei seiner damaligen Beurteilung unter ande-
rem auf das urologische Gutachten von Dr. C.____, FMH Urologie, vom 5. Juni 2007 und des-
sen ergänzende Stellungnahme vom 13. September 2007. In seinem Gutachten vom 5. Juni 
2007 diagnostizierte Dr. C.____ eine chronische abakterielle Prostatitis. Die geschilderten 
Schmerzzustände und in noch stärkerem Masse die enorme Harndrangsymptomatik mit erheb-
licher Pollakisurie würden die Ausübung sowohl des ursprünglich erlernten Berufes als Kellner  
als auch des aktuell ausgeübten Berufes als selbständiger Taxifahrer in bedeutendem Masse 
erschweren. Immerhin gestatte die aktuelle Erwerbstätigkeit eine grosse Freiheit in der zeitli-
chen Gestaltung, d.h. eine Anpassung an die jeweilige Intensität der Symptome, was z.B. im 
angestammten Beruf nicht möglich wäre. Im ursprünglich erlernten Beruf als Kellner sei der 
Beschwerdeführer zu 100 % und im aktuellen Beruf als selbständiger Taxifahrer zu 50 % ar-
beitsunfähig. Den anamnestischen Angaben und Erkenntnissen aus den zusätzlichen Akten 
zufolge habe der Patient ein grosses Problem mit vermehrtem Harndrang, Pollakisurie und Nyk-
turie, letztere zeitweise bis zu 20 Mal. Der Versicherte habe bestätigt, dass die Symptomatik vor 
rund zehn Jahren begonnen habe. Aktuell habe er starke Schmerzen mit brennenden Sensati-
onen, verbunden mit starkem Harndrang und Pollakisurie mit bis zu drei Miktionen in einer 
Stunde. Die Nykturiefrequenz belaufe sich auf vier- bis fünfmal pro Nacht. Abschliessend hielt 
Dr. C.____ fest, dass die Gültigkeitsdauer seines Gutachtens auf drei Jahre begrenzt sei.  
 
5.2 Auf Anfrage der IV-Stelle hin gab Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 13. September 
2007 darüber Auskunft, ob aus rein urologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in einer leidens-
angepassten Tätigkeit beim Beschwerdeführer vorliege. Dr. C.____ äusserte sich dahingehend, 
dass eine Arbeitsfähigkeit gegeben sei, wenn am entsprechenden Arbeitsplatz eine Toilette 
nach dem vom Patienten notwendigen Rhythmus aufgesucht werden könne. Sofern diese Be-
dingung erfüllt sei, sei eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben. 
 
5.3 Bereits mit Schreiben vom 4. April 2006 hatte Dr. E.____, FMH Innere Medizin, darüber 
berichtet, dass sich der Gesundheitszustand des Beigeladenen seit mindestens Juli 2005 deut-
lich verschlechtert habe. Besonders störend sei eine lästige Pollakisurie mit imperativem Harn-

 
 
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drang und teilweiser Urininkontinenz. Eine intensive urologische und neurologische Abklärung 
habe bisher keine eindeutige Diagnose, insbesondere auch keine Klärung der Ursache erge-
ben. Wahrscheinlich handle es sich um eine Reizblase. Wegen der Blasenstörung müsse prak-
tisch alle 15 bis 20 Minuten eine Toilette aufgesucht werden. Durch diese Beschwerden sei der 
Betroffene im Alltag stark beeinträchtigt und in seiner Tätigkeit als Taxifahrer höchstens zu 
50 % arbeitsfähig. 
 
5.4 Gemäss Bericht des Spitals F.____vom 1. Dezember 2009 sei die vom Patienten be-
schriebene Symptomatik sehr eindrücklich mit unter anderem Pollakisurie, starkem Harndrang, 
schwachem Harnstrahl, starker Pressmiktion und einer fünfmaligen Nykturie. Der Patient sei 
über die verschiedenen Möglichkeiten der transurethralen Prostataoperation aufgeklärt worden. 
Es werde bei der vorliegenden, komplexen Situation vorab aber eine urodynamische Untersu-
chung empfohlen. 
 
5.5 Dem Bericht Spitals F.____ vom 6. Januar 2010 zufolge zeige sich in der durchgeführten 
urodynamischen Untersuchung eine funktionell hypokapazitive Blase. Der Patient sei darüber 
aufgeklärt worden, dass durch die transurethrale Resektion die Blasenentleerungssymptome 
gebessert werden können, es aber zumindest transient zu einer Progredienz der Blasenspei-
chersymptome kommen könne.  
 
5.6 Gemäss Bericht des Spitals F.____vom 1. März 2010 sei am 24. Februar 2010 eine tran-
surethrale Resektion der Prostata (TUR-P) erfolgt. Der peri- und postoperative Verlauf sei un-
kompliziert gewesen. Die Blasenentleerung sei nach der Entfernung des Dauerkatheters am 
zweiten postoperativen Tag kontinent mit deutlich kräftigerem Harnstrahl erfolgt. Der Patient sei 
am 26. Februar 2010 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden.  
 
5.7 Gemäss Bericht des Spitals F.____vom 24. März 2010 beschreibe der Patient einen ho-
hen Leidensdruck. Zwar habe sich der Harnstrahl deutlich gebessert, jedoch liege weiterhin 
eine ausgeprägte Diurie von 25-mal und eine Nykturie von fünf bis sechsmal vor.  
 
5.8 Dem Bericht von Dr. E.____ vom 27. März 2010 zufolge habe der Patient schon im Januar 
2004 unter einer Pollakisurie und Nykturie gelitten. Diese  Blasensymptomatik habe sich über 
die Jahre massiv verschlechtert. Alle fünf bis zehn Minuten habe der Patient das Gefühl, drin-
gendst Wasser lösen zu müssen. Falls dies nicht möglich sei, verspüre er ein starkes Druck- 
und Schmerzgefühl  über der Blase. Für einen Taxifahrer sei diese Symptomatik unmöglich, da 
er nicht alle fünf Minuten auf die Toilette gehen könne. Durch die am 24. Februar 2010 durchge-
führte Operation sei der Urinabfluss nunmehr ungehindert, die Urge-Symptomatik sei aber na-
turgemäss geblieben und habe sich seit der Operation gar leicht verstärkt. Zusammengefasst 
sei der Patient durch die Blasenbeschwerden erheblich belastet und werde auch in seiner be-
ruflichen Tätigkeit als Taxifahrer beeinträchtigt. Längere Taxifahrten könne er nicht durchführen. 
Die dargestellte Einschränkung gelte für alle beruflichen Tätigkeiten. Eine angepasste Verweis-
tätigkeit sei nicht ersichtlich.  
 

 
 
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5.9 Gemäss Bericht von Dr. G.____, FMH Urologie, vom 23. April 2010 leide der Patient auf-
grund einer schweren abakteriellen Prostatitis seit 2006 zunehmend unter Blasenentleerungs-
störungen mit sehr häufigem, teilweise unkontrolliertem Harndrang. Die Beschwerden seien 
zuletzt so stark geworden, dass eine Arbeitsfähigkeit kaum noch gewährleistet sei. Es bestehe 
in zunehmendem Masse eine die Arbeitsfähigkeit massiv reduzierende Blasenentleerungsprob-
lematik. 
 
5.10 Gemäss dem undatierten Arztbericht des Spitals F.____ (Eingang bei der IV-Stelle am 
7. Juni 2010) bestehe aktuell trotz operativer Doebstruktion (TUR-P) eine ausgeprägte Urge-
Symptomatik mit partieller Inkontinenz. Aufgrund des ständigen Harndranges sei eine Tätigkeit 
als Taxifahrer derzeit nicht möglich. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei im Umfang von 
50% möglich, sofern eine Toilette innert Frist von einer Minute unmittelbar erreichbar sei. Diese 
Angabe gelte seit Dezember 2009. 
 
5.11 Gemäss Stellungnahme von Dr. H.____, FMH Allgemeine Medizin, Regional-ärztlicher 
Dienst RAD, vom 10. Juni 2010 habe sich die Symptomatik bezüglich des Blasenfassungsver-
mögens etwas verschlechtert. Diese passagere Verschlechterung habe mittels operativer Pros-
tata-Verkleinerung korrigiert werden können. Im Vergleich zu den beschriebenen Beschwerden 
im Gutachten von Dr. C.____ aus dem Jahre 2007 sei die Symptomatik unverändert. Nach 
Rücksprache mit dem behandelnden Urologen sei der Versicherte dann inkontinent, wenn er 
bei Harndrang nicht innert nützlicher Frist eine Toilette aufsuchen könne. Auch diese Sympto-
matik sei implizit bereits im Gutachten von Dr. C.____ enthalten. Bei der Beurteilung des Spitals 
F.____gemäss dessen bei der IV-Stelle am 7. Juni 2010 eingegangenen Bericht handle es sich 
um eine abweichende Beurteilung des gleichen, objektivierbaren Gesundheitsschadens.  
 
5.12 Gemäss urologischem Verlaufsgutachten von Dr. C.____ vom 8. November 2010 zu Han-
den der IV-Stelle sei es offenbar nicht gelungen, dem Versicherten eine Erwerbstätigkeit zuzu-
weisen, die es ihm erlaubt hätte, am Arbeitsplatz die Toilette in einem seiner Krankheit entspre-
chenden Rhythmus aufzusuchen. Anlässlich der Untersuchungen vom 13. Oktober und 19. Ok-
tober 2010 habe er einen verzweifelten und stark depressiven Eindruck gemacht. Die Blasen-
beschwerden mit dauerndem Harndrang und Schmerzen im unteren Beckenbereich seien seit 
dem operativen Eingriff am 24. Februar 2010 noch stärker geworden. Die objektiven Untersu-
chungsergebnisse würden die frühere Diagnose einer wesentlich eingeschränkten Blasenkapa-
zität bestätigen, wobei die Füllung mit 200ml als stark schmerzhaft empfunden werde. Der Ein-
griff vom 24. Februar 2010 habe subjektiv am Beschwerdebild nichts gebessert. Objektiv könne 
sich die Blase insofern besser entleeren, als das Restharnvolumen auf unbedeutende zehn bis 
15ml reduziert worden sei. Geblieben sei die erheblich reduzierte Blasenkapazität, für die es 
keine direkte Erklärung gebe. Der erwähnte psychosomatische Aspekt sei zweifellos gegeben, 
wie die vorhandenen Beurteilungen des Hausarztes sowie früherer Fachärzte für Psychiatrie 
zeigen würden. Auch ihm sei die erhebliche psychische Überlagerung sowohl bei der ersten 
Beurteilung im Jahre 2007 sowie aktuell aufgefallen. Die Arbeitsfähigkeit als Taxifahrer sei im 
jetzigen Zustand auch in einem Teilzeitpensum nicht mehr gegeben, weil der Versicherte dabei 
dem oft unzeitig, heftig und rasch einsetzenden Harndrang nicht nachgeben könne. Eine Toilet-

 
 
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te sei nicht in einem adäquat kurzen Zeitraum benutzbar. Weshalb eine Umschulung auf eine 
andere Tätigkeit mit adäquatem Toilettenzugang nicht möglich gewesen sei, sei nicht bekannt.  
 
5.13 Gemäss Stellungnahme von Dr. H.____, RAD, vom 12. November 2010 bestehe der ein-
zige Unterschied zwischen der Beurteilung von Dr. C.____ vom 5. Juli 2007 und jener vom 
8. November 2011 in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Taxifahrer. Im Gutachten 2007 sei 
diese noch mit 50% angegeben worden, jetzt sei sie nicht mehr gegeben. Begründet werde 
diese Änderung mit den subjektiven Blasenbeschwerden, die jederzeit und sofort das Aufsu-
chen einer Toilette bedingen würden. Dass die Eingriffe in den Jahren 2009 und 2010 die sub-
jektiven Beschwerden akzentuiert haben könnten, sei nachvollziehbar. Dem Gutachter könne 
gefolgt werden, dass die bisherige Tätigkeit als Taxifahrer nicht mehr zumutbar sei. Hingegen 
sei jede Verweistätigkeit, die auf kurze Distanzen einen Toilettenbesuch erlaube, vollzeitig zu-
mutbar. Aus Sicht des RAD ergäben sich in Bezug auf eine Verweistätigkeit keine Änderungen. 
 
5.14 Gemäss Antwortschreiben von Dr. C.____ vom 25. September 2012 auf die amtliche Er-
kundigung des Gerichts vom 7. August 2012 hin habe die Miktionsfrequenz in der Zeitperiode 
zwischen Februar 2008 und Februar 2010 eine Blasenentleerung tagsüber von zwei bis vier 
Mal pro Stunde und während der Nacht rund ein Mal stündlich bedingt. In dieser Periode wäre 
eine Verweistätigkeit nur möglich gewesen, die es erlaubt hätte, zwei bis viermal pro Stunde die 
Arbeit zu unterbrechen und die Toilette aufzusuchen. Dass dies mit der angestammten Tätigkeit 
als Taxifahrer nicht möglich war, verstehe sich von selbst. Ob es einen Arbeitgeber gegeben 
hätte, der diese Einschränkungen in den Arbeitsabläufen toleriert hätte, sei nicht Aufgabe des 
Arztes zu beurteilen. Die Frage, ob die in der Periode von Februar 2008 bis Februar 2010 durch 
das urologische Leiden bedingte Nykturiefrequenz die Leistungsfähigkeit des Versicherten in 
einer noch zumutbaren Verweistätigkeit zusätzlich beeinträchtigt habe, sei zu bejahen, weil eine 
vernünftige Nachtruhe mit dieser Miktionsfrequenz nicht mehr möglich sei. Immerhin sei die 
Symptomatik aktuell im Vergleich zu Ende Februar 2010 etwas besser, indem die Nykturiefre-
quenz auf vier bis fünf Mal zurück gegangen sei, demgegenüber die Blase tagsüber nach wie 
vor rund einmal stündlich entleert werde. Unverkennbar sei bereits im Herbst 2010 wie auch 
aktuell eine ausgeprägte, reaktive Depression auf die verschiedenen Leiden hinzugekommen, 
wobei bekanntermassen noch chronische Rückenschmerzen sowie eine koronare Herzkrank-
heit dazu gekommen seien.  
 
6.1 Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, dass ihr Ehegatte insbesondere aufgrund der 
urologischen Beschwerden spätestens seit Dezember 2009 nicht mehr in der Lage gewesen 
sei, das im Urteil des Kantonsgerichts vom 1. Februar 2008 festgesetzte Invalideneinkommen 
zu erzielen. Da die gesundheitliche Verschlechterung zu jenem Zeitpunkt bereits eingetreten 
gewesen wäre, sei ihr Ehemann höchstens das in der in Wiedererwägung gezogenen Verfü-
gung der IV-Stelle vom 18. Oktober 2011 genannte Invalideneinkommen zu erzielen in der Lage 
gewesen. Auch unter der Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes sei allerdings äus-
serst fraglich, ob überhaupt eine Tätigkeit denkbar sei, welche es infolge der urologischen Be-
schwerden erlaubt hätte, die Arbeit derart häufig zu unterbrechen.  
 

 
 
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Soweit die Kasse den Standpunkt vertritt, wonach es sich bei dem gemäss Urteil des Kantons-
gerichts vom 1. Februar 2008 festgelegten Invalideneinkommen um eine zwingend zu berück-
sichtigende res iudicata handle, von welcher nicht abgewichen werden dürfe, ist vorab festzu-
halten, dass ihr in dieser Absolutheit nicht gefolgt werden kann. So wie im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren die Entwicklung der gesundheitlichen Verhältnisse bis zum Erlass des vor-
liegend angefochtenen Einspracheentscheids massgebend sind, waren im kantonsgerichtlichen 
Verfahren betreffend den IV-Rentenanspruch des Ehemannes der Beschwerdeführerin jene 
Verhältnisse massgebend, wie sie sich lediglich bis zum Zeitpunkt des dazumal angefochtenen 
Einspracheentscheids der IV-Stelle vom 7. Mai 2007 entwickelt hatten. Fraglich und zu prüfen 
ist deshalb, ob und im welchem Umfang im Vergleich zur jenem Urteil zu Grunde gelegten ge-
sundheitlichen Situation für die hier interessierende Periode zwischen Februar 2008 und Febru-
ar 2010 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer veränderten Situation auszugehen ist, 
so dass per Stichtag des nunmehr angefochtenen Einspracheentscheids von einem allenfalls 
für die Bestimmung des vorliegend strittigen Verzichtseinkommens abweichenden Invalidenein-
kommen ausgegangen werden müsste.  
 
6.2 Eine allfällige Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse des Ehemannes der 
Beschwerdeführerin ab Sommer 2010 - insbesondere aus psychischen Gründen - vermag im 
hier interessierenden Zeitraum demnach keine Berücksichtigung mehr finden (vgl. Erwägung 
4.5 hievor). Wie das Gericht sodann bereits in seinem Beschluss vom 5. Juli 2012 festgehalten 
hat, liegen mit Ausnahme eines kurzen Berichts des Spitals F.____vom 6. Januar 2010 für die 
prozessual fragliche Periode zwischen Februar 2008 und Februar 2010 keine echtzeitlichen 
medizinischen Unterlagen in den Akten, welche zur Frage der in urologischer Hinsicht noch 
zumutbaren Verweistätigkeit Stellung nehmen würden. Zwecks Klärung dieser Frage hat das 
Kantonsgericht eine ergänzende amtliche Erkundigung beim bereits im Jahre 2007 begutach-
tenden Urologen in Auftrag gegeben. Dieser attestiert dem Ehemann der Beschwerdeführerin in 
seinem Schreiben vom 25. September 2012 gestützt auf dessen anlässlich einer erneuten Be-
fragung erhobenen, anamnestischen Angaben letztlich aber weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit 
in einer Verweistätigkeit. Diese Schlussfolgerung ergibt sich unzweifelhaft aus der Formulierung 
von Dr. C.____, dass dem Betroffenen in der fraglichen Periode nur eine Tätigkeit möglich ge-
wesen sei, die es erlaubt hätte, zwei bis vier Mal pro Stunde eine Toilette aufzusuchen. Ob-
schon Dr. C.____ die Tätigkeit als Taxifahrer entgegen seiner im Gutachten 2007 noch hälftig 
attestierten Arbeitsfähigkeit neuerdings vollumfänglich verneint hat, ergibt sich aus dessen Aus-
sagen mit Blick auf eine Verweistätigkeit, bei welcher der Betroffene die Toilette stets rasch 
benutzen kann, demnach jedenfalls keinerlei Einschränkung. Dies gilt umso mehr, als 
Dr. C.____ in seinem Verlaufsgutachten abschliessend auch darauf hinweist, dass ihm nicht 
bekannt sei, weshalb eine Umschulung auf eine Tätigkeit mit adäquatem Toilettenzugang seit 
der erstmaligen Begutachtung im Jahre 2007 nicht möglich gewesen sei. Damit bestätigt der 
urologische Gutachter letztlich seine Einschätzung im Antwortschreiben zu Handen der IV-
Stelle vom 13. September 2007, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit unter 
der Voraussetzung eines adäquaten Toilettenzugangs weiterhin gegeben ist. Gestützt auf diese 
Einschätzungen ist für die hier interessierende Periode deshalb von unveränderten Verhältnis-
sen im Vergleich zu jener Situation auszugehen, wie sie dem kantonsgerichtlichen Urteil vom 
1. Februar 2008 zu Grunde gelegt worden war.  

 
 
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6.3   Das Spital F.____ attestiert dem beigeladenen Ehemann der Beschwerdeführerin in 
seinem undatierten Bericht (Eingang bei der IV-Stelle am 7. Juni 2010; vgl. Erwägung 5.9 hie-
vor) zwar eine seit Dezember 2009 bestehende hälftige Arbeitsunfähigkeit für eine Verweistä-
tigkeit, bei welcher die Toilette unmittelbar erreichbar sei. Indessen ist mit Blick auf die unver-
änderten objektiven Befunde der urologischen Situation nicht ersichtlich, weshalb unter der 
Voraussetzung eines adäquaten Toilettenzugangs eine solche Beeinträchtigung bestehen soll-
te. Zumal dem betreffenden Bericht des Spitals F.____ hierfür jegliche Begründung abgeht, gilt 
diese Einschätzung ohnehin erst ab Dezember 2009 und mithin gerade nicht für den Grossteil 
der in casu fraglichen Periode ab Februar 2008. Dass die gesundheitliche Verfassung in der 
Zeit zwischen Februar 2008 und Februar 2010 mit den im Urteil des Kantonsgerichts vom 
1. Februar 2008 erhobenen Verhältnissen übereinstimmt, ergibt sich vor allem aber aus den 
objektiven Befunden in den übrigen medizinischen Akten. Werden die Angaben zur Miktionsfre-
quenz von Dr. C.____ mit denjenigen verglichen, wie sie bereits anlässlich des dem Beschwer-
deverfahren zu Grunde liegenden Urteils des Kantonsgerichts vom 1. Februar 2008 vorgelegen 
haben, so ist in Übereinstimmung mit der Einschätzung des RAD durch Dr. H.____ vom 
10. Juni 2010 davon auszugehen, dass die Situation hinsichtlich der umstrittenen Blasenprob-
lematik praktisch unverändert geblieben ist. Bereits am 4. April 2006 hatte der behandelnde 
Hausarzt Dr. E.____ berichtet, der Betroffene müsse wegen seiner Blasenstörung praktisch alle 
15 bis 20 Minuten eine Toilette aufsuchen. Im Gutachten von Dr. C.____ vom 5. Juni 2007 fin-
den sich Angaben, wonach eine Pollakisurie mit bis zu drei Miktionen pro Stunde und einer 
Nykturie im Umfang von vier bis fünf Mal pro Nacht besteht. Im Bericht des Spitals F.____ vom 
1. Dezember 2009 wird ebenfalls eine bestehende Pollakisurie sowie eine Nykturie im Umfang 
von fünf Toilettengängen beschrieben und gemäss Antwortschreiben von Dr. C.____ vom 
25. September 2012 hat sich die tägliche Miktionsfrequenz auf zwei bis vier Mal stündlich, die 
nächtliche Frequenz auf ein Mal stündlich belaufen. Diesem Schreiben ist weiter zu entnehmen,  
dass aktuell - mithin im September 2012 - die nächtliche Nykturiefrequenz auf vier bis fünf Mal 
zurückgegangen ist, während die Blase tagsüber nach wie vor rund ein Mal pro Stunde entleert 
wird. Schliesslich besteht gemäss den vom Spital F.____ mit Bericht vom 24. März 2012 erho-
benen Befunden nach der im Februar 2012 durchgeführten Operation tagsüber eine Diurie von 
insgesamt - lediglich - 25 Mal und eine Nykturie von fünf bis sechs Mal. Angesichts dieser letzt-
lich auch auf anamnestischen Angaben beruhenden Befunde aber ist unzweifelhaft davon aus-
zugehen, dass sich mit Blick auf einen adäquaten Toilettenzugang keine Veränderung hinsicht-
lich der für die Blasenentleerung benötigten Frequenz ergeben hat. Diesen Umstand gilt es 
nicht nur für die Verhältnisse tagsüber, sondern insbesondere auch für die nächtlichen Toilet-
tengänge zu berücksichtigen. Damit aber muss es bei der Beurteilung des vorliegend massge-
benden Gesundheitszustandes gemäss den bereits im Urteil des Kantonsgerichts vom 1. Feb-
ruar 2008 erhobenen Erwägungen sein Bewenden haben.  
 
6.4 Daran ändert auch nichts, dass Dr. C.____ in seinem Antwortschreiben vom 25. Sep-
tember 2012 auf die amtliche Erkundigung des Gerichts hin die Frage bejaht hat, dass die Nyk-
turiefrequenz die Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtige, weil eine vernünftige Nachtruhe 
mit dieser Miktionsfrequenz nicht mehr möglich sei und auch mit allfälligen Hilfsmitteln nicht 
verbessert werden könne. Diese die Leistungsfähigkeit beeinflussende Nykturiefrequenz war in 

 
 
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identischem Umfang von vier bis fünf Mal pro Nacht bereits im Gutachten des Urologen vom 
5. Juni 2007 erhoben und gewürdigt worden. Dem Gutachter war somit bereits dazumal be-
wusst, dass entsprechende Aufwachreaktionen bestehen und die Leistungsfähigkeit einschrän-
ken würden. Nichts desto trotz attestierte Dr. C.____ dem Betroffenen dazumal eine volle Ar-
beitsfähigkeit in einer adäquaten Verweistätigkeit ohne zusätzliche Einschränkungen. Zumal der 
Gutachter im Wissen um die Erkenntnisse auch aus den zusätzlichen Akten der behandelnden 
Ärzte die Gültigkeitsdauer und mithin auch seine Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit oh-
ne Einschränkungen in einer entsprechenden Verweistätigkeit explizit auf drei Jahre - mithin bis 
Mitte des Jahres 2010 - begrenzt hat, vermag die Beschwerdeführerin mit Blick auf das in der 
fraglichen Periode erzielbare Invalideneinkommen ihres Ehemannes deshalb nichts zu ihren 
Gunsten abzuleiten. Nichts anderes gilt in Bezug auf die übrigen Unterlagen der behandelnden 
Ärzte. Daraus lässt sich im Gegenteil allenfalls höchstens die Schlussfolgerung ziehen, dass 
sich die urologische Situation des Beigeladenen - wenn überhaupt - erst nach seiner TUR-P-
Operation Ende Februar 2010 verschlechtert haben mag. Zu verweisen ist in diesem Zusam-
menhang insbesondere auf den Bericht von Dr. G.____ vom 23. April 2010, wonach die Be-
schwerden erst zuletzt stärker geworden seien bzw. sich die Urge-Symptomatik erst seit der 
Operation Ende Februar 2010 leicht verstärkt habe (vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 27. März 
2010; ebenso Verlaufsgutachten von Dr. C.____ vom 8. November 2010). Zumal unter dieser 
allenfalls gar verstärkten Urge-Symptomatik auch das Spital F.____ eine angepasste Verweis-
tätigkeit weiterhin als möglich erachtet, falls eine Toilette unmittelbar erreichbar sei, ist den Er-
wägungen des Urteil des Kantonsgerichts vom 1. Februar 2008 zufolge für die in casu massge-
bende Periode von Februar 2008 bis Februar 2010 jedenfalls davon auszugehen, dass die uro-
logischen Leiden des Ehemannes der Beschwerdeführerin dessen Arbeitsfähigkeit in einer an-
gepassten Verweistätigkeit damals noch nicht massgebend eingeschränkt haben. Für diese Zeit 
ist demnach ebenfalls von der dem kantonsgerichtlichen Urteil vom 1. Februar 2008 für das 
Jahr 2005 zu Grunde liegenden Berechnung des entsprechenden Invalideneinkommens in der 
Höhe von Fr. 56'743.-- auszugehen. Auch wenn der Ehemann der Beschwerdeführerin jeweils 
einen unmittelbaren Toilettenzugang haben musste, war ihm die in der fraglichen Periode noch 
zumutbare Tätigkeit nicht in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der allgemeine Ar-
beitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeführt werden konnte (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 
1. Februar 2008, E. 6.4).  
 
6.5 Hinsichtlich der Berechnung ist für die konkrete Gegenüberstellung des anrechenbaren 
Verzichtseinkommens des Ehegatten der Beschwerdeführerin das soweit zu bemessende Inva-
lideneinkommen schliesslich an die Nominallohnentwicklung in den Jahren 2008 und 2009 an-
zupassen. Es kann an dieser Stelle auf die zutreffenden Erwägungen der Kasse in deren Ver-
nehmlassung vom 14. Juni 2010 verwiesen werden. Ob für die konkrete Ermittlung statt auf die 
Tabelle TA1 der Lohnstrukturerhebung auf die Tabelle TA13 der Region Nordwestschweiz ab-
zustellen ist, kann bei diesem Ergebnis offen gelassen werden, da sich für die fragliche Periode 
in den Jahren 2008 und 2009 bei im Übrigen unbestritten gebliebenen Positionen in der EL-
Berechnung so oder anders ein Einnahmenüberschuss ergibt. Zusammenfassend hat die Kas-
se einen EL-Anspruch der Beschwerdeführerin für den hier zur Diskussion stehenden Zeitraum 

 
 
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ab Februar 2008 deshalb zu Recht abgelehnt. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist 
sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.