# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e119651-30d1-52a3-8594-7345e7023c6e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2011 A-7351/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-7351-2010_2011-09-02.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung I
A­7351/2010

U r t e i l   v om   2 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz),
Richter André Moser, Richter Markus Metz,   
Gerichtsschreiberin Yvonne Wampfler Rohrer.

Parteien A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Nico Gächter, 
Rosenbergstrasse 42, 9000 St. Gallen,
Beschwerdeführer, 

gegen

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, 
Bevölkerungsschutz und Sport VBS, 
Generalsekretariat VBS, Maulbeerstrasse 9, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Haftung des Angehörigen der Armee und Rückgriff des 
Bundes.

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Sachverhalt:

A. 
Am 19. Februar 2009 ab 21.30 Uhr  fand  in der Panzerhalle X. ein vom 
höheren Kader  veranstalteter  Apéro  statt,  an welchem auch B._______ 
und A._______  teilnahmen. Während diesem Apéro konsumierten beide 
eine erhebliche Menge Alkohol. Am 20. Februar 2009 zwischen 1.30 und 
2.00 Uhr beschlossen die beiden,  eine Bar aufzusuchen und Zigaretten 
zu  besorgen.  Dazu  entwendeten  sie  den  Puch  ….  Beide  wussten  bei 
Antritt  der  Fahrt  um  den  fremden  Gewahrsam  des  Puch.  B._______ 
lenkte  den  Puch,  ohne  über  die  notwendige  dienstliche  Erlaubnis  noch 
über  einen  entsprechenden  zivilen  oder militärischen  Führerausweis  zu 
verfügen.  A._______  nahm  als  Beifahrer  an  der  Fahrt  teil.  Er  wusste 
nichts über die fehlende Fahrausbildung von B._______.

In  Y._______  verlor  B._______  aufgrund  nicht  angepasster 
Geschwindigkeit in einer leicht abfallenden Kurve die Herrschaft über den 
Puch, kam von der  teils schneebedeckten Strasse ab und kollidierte mit 
dem  auf  einem  Privatgrundstück  parkierten  Fahrzeug  ….  Dabei 
entstanden sowohl am Armeefahrzeug als auch am zivilen Fahrzeug und 
am  Privatgrundstück  beträchtlicher  Sachschaden.  Nach  einer  kurzen 
Besichtigung des Schadens beschlossen B._______ und A._______, mit 
dem  beschädigten  Puch  nach  X._______  zurückzufahren,  ohne  die 
Militärpolizei oder den privaten Fahrzeughalter zu benachrichtigen.

Auf der Rückfahrt kam der Puch wegen der unfallbedingten Schäden auf 
dem Gebiet der Gemeinde Z._______  in der Nähe einer Kreuzung zum 
Stillstand. B._______ und A._______ begaben sich daraufhin, ohne den 
Puch von der Strasse geschoben, ein Pannensignal aufgestellt oder das 
Unfallfahrzeug  auf  eine  andere Weise  gesichert  zu  haben,  in  ein  nahe 
gelegenes  Wirtshaus.  Dort  konsumierten  sie  weiter  alkoholische 
Getränke. Gegen 7.30 Uhr informierte A._______ die Polizei.

Der  bei  A._______  zwischen  8.10  Uhr  und  8.12  Uhr  durchgeführte 
Atemalkoholtest  zeigte  einen  Wert  von  1.51  bzw.  1.53  g/kg.  Die  beim 
Fahrzeugführer B._______ um 10.15 Uhr durchgeführte Blutprobe ergab 
einen  Blutalkoholgehalt  von  mindestens  0.86  g/kg  und  höchstens  1.91 
g/kg.

B. 
Dieser  Vorfall  zog  ein  Militärstrafverfahren  nach  sich,  in  welchem  das 
Militärgericht 4 mit Urteil vom 27. November 2009 (4 09 174) A._______ 

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in  folgenden  Punkten  für  schuldig  erklärte:  Entwendung  zum Gebrauch 
gemäss Ziff. II. 1 der Anklageschrift, pflichtwidriges Verhalten nach Unfall 
gemäss Ziff.  II.  6.  der Anklageschrift  und Vereitelung  von Massnahmen 
zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gemäss Ziff. II. 7. der Anklageschrift. 
Freigesprochen  wurde  A._______  von  der  Anklage  der 
Sachbeschädigung  gemäss  Ziff.  5  der  Anklageschrift,  des  Missbrauchs 
und der Verschleuderung von Material gemäss Ziff. 2 der Anklageschrift, 
des  Fahrens  in  fahrunfähigem  Zustand  gemäss  Ziff.  II.  3  der 
Anklageschrift sowie der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Ziff. II. 4 
der Anklageschrift. A._______ wurde zu einer bedingten Geldstrafe  von 
40  Tagessätzen  zu  Fr. 100.­,  zu  einer  Busse  von  Fr. 1'000.­  sowie  zur 
Tragung  der  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr. 1'200.­  verurteilt. 
Dieses  Urteil  erwuchs  in  Rechtskraft  (vgl.  Rechtskraftvermerk  vom  4. 
April 2010).

C.  
Mit Entscheid  vom 10. September  2010  verfügte  das Schadenszentrum 
des  Eidgenössischen  Departements  für  Verteidigung, 
Bevölkerungsschutz  und  Sport  (VBS),  dass  A._______  dem  Bund  als 
Schadensbeteiligung aus Regress und Haftung eine Entschädigung von 
Fr. 8'500.­ zu bezahlen habe.

D. 
Dagegen  erhebt  A._______  (Beschwerdeführer)  am  13.  Oktober  2010 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  mit  folgenden 
Rechtsbegehren:

"1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, 
dass  der  Beschwerdeführer  von  der  Haftpflicht  befreit  ist  und  keine 
Entschädigung zu leisten hat.

2.  Eventualiter  sei  der  angefochtene  Entscheid  aufzuheben,  die 
Haftpflicht auf maximal 10% des Gesamtschadens festzusetzen und der 
Beschwerdeführer  sei  zu  verpflichten,  eine Entschädigung  in  der Höhe 
von maximal Fr. 2'842.40 zu leisten.

3. Die Gerichtskosten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4. Die Beschwerdegegnerin  sei  zu  verpflichten,  dem Beschwerdeführer 
eine angemessene Parteientschädigung auszurichten."

Zur Begründung bringt er  im Wesentlichen vor, der Unfall und damit der 
eingetretene  Schaden  sei  durch  grobes  Verschulden  von  B._______ 

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verursacht  worden,  ohne  dass  ihn  selber  ein  Verschulden  treffe.  Die 
Voraussetzungen für eine Regressnahme seien nicht erfüllt.

E. 
In  der  Vernehmlassung  vom  22.  November  2010  beantragt  das  VBS 
(Vorinstanz)  die  vollumfängliche  Abweisung  der  Beschwerde.  Zur 
Begründung  führt  die  Vorinstanz  aus,  der  Beschwerdeführer  habe  den 
Schaden  gemeinsam  mit  B._______  verschuldet.  Die  gesetzlichen 
Voraussetzungen für den Regress seien erfüllt.

F. 
In seiner Replik vom 15. Dezember 2010 hält der Beschwerdeführer an 
seinen  in der Beschwerde gestellten Anträgen fest und bekräftigt seinen 
Standpunkt.

G. 
Mit  Eingabe  vom  14.  Januar  2011  bestätigt  auch  die  Vorinstanz  ihre 
Anträge gemäss Vernehmlassung vom 22. November 2010.

H. 
Auf die übrigen Vorbringen wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen 
der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht 
vom  17.  Juni  2005  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR  173.32) 
beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  gegen 
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Weil  keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und das VBS eine Vorinstanz nach 
Art. 33 Bst. d VGG ist, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig.

2. 
Zur  Beschwerde  ist  berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
hat  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Der  Beschwerdeführer  wurde  im 

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vorinstanzlichen Verfahren zur Bezahlung eines Betrages von Fr. 8'500.­ 
verpflichtet.  Er  ist  somit  durch  den  angefochtenen Entscheid  beschwert 
und zur Beschwerde legitimiert.

3. 
Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte Beschwerde  (Art.  50  und 52 
VwVG) ist daher einzutreten.

4. 
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Verletzungen  von  Bundesrecht  –  einschliesslich  der  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung  des Sachverhalts  und Überschreitung  oder 
Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). 
Im Verfahren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  gilt  der Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht  ist 
nicht an die Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

5. 
Der Beschwerdeführer  rügt  zunächst  eine  unrichtige  und  unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes.

5.1.  Korrigierend  in  Bezug  auf  den  von  der  Vorinstanz  festgestellten 
Sachverhalt macht  er  geltend,  dass  er  an  der  Beschlussfassung  –  falls 
ein solcher Beschluss überhaupt von  irgendjemand gefällt worden sei –, 
nach X._______ zurückzufahren, ohne die Militärpolizei oder den privaten 
Fahrzeughalter  über  die  Kollision  zu  benachrichtigen,  nicht  beteiligt 
gewesen  sei.  Er  habe  im  Gegenteil  mehrfach  versucht,  mit  seinem 
iPhone  die  Polizei  zu  benachrichtigen.  Aufgrund  seines  alkoholisierten 
Zustandes sei ihm dies jedoch erst nach mehreren Versuchen gelungen. 
Weder  die  Vorinstanz  noch  das  Militärgericht  habe  scheinbar 
Abklärungen  getätigt,  wann  genau  die  ersten  Anrufversuche 
stattgefunden hätten. Zu seinen Gunsten sei deshalb davon auszugehen, 
dass  er  direkt  im  Anschluss  an  die  Kollision  versuchte,  die  Polizei  zu 
benachrichtigen und den Unfall zu melden.

Ergänzend  zum  festgestellten  Sachverhalt  der  Vorinstanz  bringt  der 
Beschwerdeführer  vor,  B._______  hätte  das  fragliche  Fahrzeug  zum 
Gebrauch  auch  ohne  ihn  entwendet  und  die  Fahrt  auch  ohne  ihn  in 
Angriff  genommen. Sodann  sei  er während  der Autofahrt  eingeschlafen 
und erst zum Zeitpunkt der Kollision wieder aufgewacht. Schliesslich sei 

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er  vom  Militärgericht  unter  anderem  auch  vom  Vorwurf  der 
Sachbeschädigung freigesprochen worden.

In  der  Replik  bringt  der  Beschwerdeführer  überdies  vor,  auch  die 
Annahme  der  Vorinstanz,  B._______  und  der  Beschwerdeführer  hätten 
gemeinsam  beschlossen,  Zigaretten  zu  holen,  sei  rein  spekulativ.  Der 
Entschluss,  Zigaretten  zu  besorgen,  sei  ausserdem  nicht  gleich 
bedeutend  mit  dem  Entschluss,  ein  Fahrzeug  zum  Gebrauch  zu 
entwenden.  Das  Militärgericht  habe  festgehalten,  dass  der 
Beschwerdeführer  an  der  Führung  des  Fahrzeuges  nicht  beteiligt 
gewesen  sei  und  deshalb  mit  dem  Lenker  des  Fahrzeugs  nicht 
gleichgestellt  werden  könne.  Dementsprechend  sei  der 
Beschwerdeführer  von  der  Anklage  des  Fahrens  in  fahrunfähigem 
Zustand freigesprochen worden.

Hätte sich die Vorinstanz auf den vollständigen und richtigen Sachverhalt 
gestützt,  hätte  sie  nach  Ansicht  des  Beschwerdeführers  bei  der 
Würdigung  des  Sachverhalts  demnach  zum  Schluss  kommen  müssen, 
dass  der  Unfall  und  damit  der  eingetretene  Schaden  durch  grobes 
Verschulden  von  B._______  verursacht  worden  sei,  ohne  dass  den 
Beschwerdeführer ein Verschulden treffe.

5.2.  Die  Vorinstanz  bringt  diesbezüglich  im  Wesentlichen  vor, 
Abklärungen  über  die  ersten  Anrufversuche  des  Beschwerdeführers 
würden  ihre  Kompetenzen  übersteigen  und  könnten  nicht  ohne 
Einverständnis  der  betroffenen  Personen  vorgenommen  werden.  Dem 
Beschwerdeführer habe die Möglichkeit offen gestanden, im Rahmen des 
an  ihn  gerichteten  Bescheides  ihr  weitere  Unterlagen  zukommen  zu 
lassen. 

Das  Militärgericht  äussere  sich  zudem  nicht  zur  Frage,  ob  der 
Beschwerdeführer  zusammen  mit  B._______  den  Entschluss  gefasst 
habe,  Zigaretten  zu  besorgen.  B._______  habe  an  der  betreffenden 
Verhandlung  nur  nicht mehr  ausschliessen  können,  dass  er  auch  ohne 
den  Beschwerdeführer  losgefahren  wäre.  Deshalb  dürfe  angenommen 
werden,  dass  B._______  und  der  Beschwerdeführer  den  Entschluss 
gemeinsam getroffen hätten.

In der Duplik hält die Vorinstanz zu diesem Punkt ergänzend fest, dass, 
obwohl  das  Militärgericht  in  Würdigung  der  erhobenen  Beweise  davon 
ausgehe,  B._______  und  der  Beschwerdeführer  hätten  zwischen  1.30 

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Uhr  und  2.00 Uhr  beschlossen,  das  Fahrzeug  Puch …  zu  behändigen, 
um  Zigaretten  zu  besorgen,  der  Beschwerdeführer  dennoch  behaupte, 
der  diesbezügliche  Sachverhalt  sei  spekulativ.  Der  Beschwerdeführer 
verkenne  überdies,  dass  die  rechtliche  Würdigung  von  der 
strafrechtlichen abweichen könne, wenn unterschiedliche Rechtsnormen 
zur Anwendung gelangten.

5.3.  Art. 49  Bst.  b  VwVG  statuiert  den  Beschwerdegrund  der 
unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts (vgl. E. 4).

Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung falsche, 
aktenwidrige  Tatsachen  zugrunde  gelegt  werden,  über 
rechtserhebliche  Umstände  kein  Beweis  geführt  wird  oder  Beweise 
unzutreffend  gewürdigt  werden.  Unvollständig  ist  die 
Sachverhaltsfeststellung,  wenn  nicht  alle  für  den  Entscheid 
rechtswesentlichen  Sachumstände  berücksichtigt  worden  sind  (vgl. 
RENÉ  RHINOW/HEINRICH  KOLLER/CHRISTINA  KISS/DANIELA 
THURNHERR/DENISE BRÜHL­MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., 
Basel 2010, Rz. 1595).

5.4.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  sind  die 
Verwaltungsbehörden und ­gerichte grundsätzlich nicht an strafrechtliche 
Entscheide  gebunden.  Im  Interesse  der  Rechtseinheit  und 
Rechtssicherheit  soll  aber  von  den  sachverhaltlichen  Feststellungen 
eines Strafgerichts nur abgewichen werden, wenn klare Anhaltspunkte für 
die Unrichtigkeit bestehen. Die  rechtliche Würdigung kann dagegen von 
der  strafrechtlichen  abweichen,  wenn  unterschiedliche  Rechtsnormen 
anwendbar sind (Urteil des Bundesgerichts 2A.585/2004 vom 11. Januar 
2005  E.  3.3  und  BGE  119  Ib  158  E.  2c;  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH 
ZIMMERMANN/MARKUS  MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3.  Aufl., 
Bern 2009, § 18 Rz. 18 f.; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
A­8277/2008 vom 19. Juni 2009 E. 7.1).

5.5. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz 
den  Sachverhalt  grundsätzlich  nicht  unrichtig  und  unvollständig 
festgestellt. Wie die Vorinstanz  richtigerweise geltend macht,  ist hiervon 
die  Frage  einer  allfälligen  anderen  rechtlichen  Würdigung  zu 
unterscheiden  (vgl.  insbesondere  E.  10.4).  Für  das 
Bundesverwaltungsgericht besteht denn auch kein Anlass, vom im Urteil 
des Militärgerichts festgestellten Sachverhalt abzuweichen. In Ergänzung 

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zum  unter  Bst.  A  dieses  Urteils  bereits  dargestellten  Sachverhalt  ist 
davon  auszugehen,  dass  B._______  an  der  Verhandlung  vor  dem 
Militärgericht  nicht mehr  ausschliessen  konnte,  dass  er  auch  ohne  den 
Beschwerdeführer losgefahren wäre (Urteil des Militärgerichts E. 3 S. 11). 
Weiter  darf  als  erstellt  gelten,  dass  der  Beschwerdeführer  während  der 
Autofahrt einschlief und erst  im Zeitpunkt der Kollision wieder aufwachte 
(Urteil des Militärgerichts E. F. S. 4). An der Führung des Fahrzeuges war 
er  nicht  beteiligt.  Auf  die  übrigen  vorgebrachten  Sachverhaltselemente 
wird, soweit relevant, in den folgenden Erwägungen weiter eingegangen.

6. 
Der Vorinstanz ist aus dem Ereignis vom 20. Februar 2009 in Y._______ 
ein  Schaden  am  Militärfahrzeug  Puch  …  von  Fr. 17‘540.63  und  ein 
Schaden  am auf  einem Privatgrundstück  parkierten  zivilen Fahrzeug … 
und  Bodenschäden  von  Fr.  10'883.40  entstanden.  Mit  angefochtener 
Verfügung  vom  10.  September  2010  verpflichtete  sie  den 
Beschwerdeführer  aus  Haftung  gestützt  auf  Art.  75  des 
Strassenverkehrsgesetzes  vom  19.  Dezember  1958  (SVG,  SR  741.01) 
und  insbesondere  aus  Regress  gestützt  auf  Art.  138  f.  des 
Bundesgesetzes  vom  3.  Februar  1995  über  die  Armee  und  die 
Militärverwaltung  (Militärgesetz,  MG,  SR 510.10),  eine 
Schadensbeteiligung von Fr. 8'500.­ zu bezahlen. Der Beschwerdeführer 
bringt dagegen vor, er sei gestützt auf Art. 59 SVG von der Haftung zu 
befreien.

7. 
Nach Art. 138 MG steht dem Bund der Rückgriff auf die Angehörigen der 
Armee  zu,  wenn  sie  den  Schaden  vorsätzlich  oder  grobfahrlässig 
verursacht  haben.  Voraussetzung  für  den  Regressanspruch  sind  somit 
eine  Entschädigungszahlung  des  Bundes,  Kausalität  zwischen  dem 
Handeln  des  schadensverursachenden  Armeeangehörigen  und  dem 
Schaden  sowie  vorsätzliches  oder  grobfahrlässiges  Verhalten  des 
Angehörigen  der  Armee.  Weiter  muss  Rechtswidrigkeit  gegeben  sein 
(Entscheid der Rekurskommission VBS, II. Abteilung, vom 25. April 2002 
E. 3.1,  teilweise veröffentlicht  in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden 
[VPB] 67.115). 

Art.  135  Abs.  2  MG  sieht  vor,  dass  sich  bei  Tatbeständen,  die  unter 
andere  Haftungsbestimmungen  fallen,  die  Haftung  des  Bundes  nach 
diesen  Bestimmungen  richtet  (vgl.  auch  JOST GROSS,  Schweizerisches 
Staatshaftungsrecht,  Stand  und  Entwicklungstendenzen,  2.  Aufl.,  Bern 

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2001,  S.  50;  KARL  OFTINGER/EMIL  W. STARK,  Schweizerisches 
Haftpflichtrecht, Band II/3, 4. Aufl., Zürich 1991, § 32 N 125 ff., S: 480 ff., 
N  289,  S.  525).  Nach  Art.  73  SVG  untersteht  der  Bund  als  Halter  von 
Motorfahrzeugen den Haftpflichtbestimmungen des SVG. Die Frage der 
Haftung  (und  damit  auch  des  Regresses)  der  Angehörigen  der  Armee, 
die  durch  den  Betrieb  eines  Motorfahrzeuges  einen  Sachschaden 
verursachen,  richtet  sich  somit  vorab  nach  den  Haftungsbestimmungen 
des  SVG  (RENÉ  SCHAFFHAUSER/JAKOB  ZELLWEGER,  Grundriss  des 
schweizerischen  Strassenverkehrsrechts,  Band  II:  Haftpflicht  und 
Versicherung, Bern 1988, N 1871).

8. 

8.1. Wer  ein  Motorfahrzeug  zum  Gebrauch  entwendet,  haftet  wie  ein 
Halter.  Solidarisch  mit  ihm  haftet  der  Führer,  der  bei  Beginn  der  Fahrt 
wusste  oder  bei  pflichtgemässer  Aufmerksamkeit  wissen  konnte,  dass 
das  Fahrzeug  zum  Gebrauch  entwendet  wurde.  Der  Halter  haftet  mit, 
ausser  gegenüber  Benützern  des  Fahrzeugs,  die  bei  Beginn  der  Fahrt 
von  der  Entwendung  zum  Gebrauch  Kenntnis  hatten  oder  bei 
pflichtgemässer  Aufmerksamkeit  haben  konnten  (Art.  75  Abs.  1  SVG). 
Der  Halter  und  sein  Haftpflichtversicherer  haben  Rückgriff  auf  die 
Personen,  die  das  Motorfahrzeug  entwendeten,  sowie  auf  den  Führer, 
der  bei  Beginn  der  Fahrt  von  der Entwendung  zum Gebrauch Kenntnis 
hatte  oder  bei  pflichtgemässer  Aufmerksamkeit  haben  konnte  (Art.  75 
Abs. 2 SVG).

Die Haftung nach Art. 75 SVG gehört zu den sog. Gefährdungshaftungen 
oder  scharfen  Kausalhaftungen.  Diese  knüpfen  an  bestimmte 
Vorrichtungen,  Zustände  oder  Tätigkeiten  (häufig  die  Nutzung  von 
Energien) an, von denen erfahrungsgemäss eine besondere Gefährdung 
der Umwelt  ausgeht. Die Gefährdung kommt darin  zum Ausdruck, dass 
die  genannten  Tätigkeiten  oder  Einrichtungen  –  und  vorliegend  der 
Betrieb  eines  Fahrzeuges  –  besonders  häufig  zu  Schäden  führen  oder 
besonders schwere Schädigungen verursachen. Der Unterschied zu den 
einfachen  Kausalhaftungen,  welche  ebenfalls  verschuldensunabhängige 
Haftungen  sind,  besteht  darin,  dass  Gefährdungshaftungen  keinerlei 
objektive  Unregelmässigkeit  oder  Ordnungswidrigkeit  voraussetzen. 
Grundsätzlich  begründet  ein  natürlicher  und  adäquater 
Kausalzusammenhang zwischen der vom Gesetz genannten Aktivität und 
dem  eingetretenen  Schaden  volle  Haftung  (HEINZ  REY, 
Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl., Zürich 2008, § 9 N 1243 ff.). 

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Ein Verschulden des Täters ist nicht vorausgesetzt und dementsprechend 
auch  keine  Urteilsfähigkeit  (OFTINGER/STARK,  a.a.O.,  Band  II/2,  § 25  N 
219; HANS GIGER, Strassenverkehrsgesetz, 7. Aufl., Zürich 2008, Art. 75 
SVG N 1; SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, a.a.O., N 888). 

Nach Art. 75 SVG haftet der Entwender („auteur de la soustraction“) bzw. 
der  sog.  Strolch  somit  wie  ein  Halter,  auch  wenn  er  den  Unfall  nicht 
verursacht hat (z.B. das entwendete Fahrzeug durch eine andere Person 
geführt wird). Mit anderen Worten genügt die Tatsache der Entwendung 
eines Motorfahrzeuges, um den Entwender wie ein Halter für die daraus 
folgenden Unfälle  haftbar  zu machen  (ANDRÉ BUSSY/BAPTISTE RUSCONI, 
Code suisse de la circulation routière, commentaire, 3e édition, Lausanne 
1996, Art. 75 SVG, Ziff. 3.1, S. 634). 

8.2. Strolch  ist,  wer  ein Motorfahrzeug  zum Gebrauch  entwendet  (REY, 
a.a.O.,  N  1319;  KARL  OFTINGER/EMIL  W.  STARK,  Schweizerisches 
Haftpflichtrecht, Band II/2, 4. Aufl., Zürich 1989, § 25 N 197 und 206). 

8.2.1.  Entwendung  zum  Gebrauch  eines  Motorfahrzeuges  setzt  einen 
Gewahrsamsbruch  voraus  und  unterscheidet  sich  vom  Diebstahl  durch 
die  fehlende  Aneignungsabsicht.  Der  Normalfall  der  Entwendung  eines 
Motorfahrzeuges  zum  Gebrauch  liegt  vor,  wenn  jemand  sich  an  das 
Steuer eines fremden, parkierten oder garagierten Fahrzeuges setzt und 
damit davonfährt. Irrelevant ist, ob das Fahrzeug abgeschlossen war und 
er  daher  die  Türe  durch  geeignete Massnahmen  öffnen musste  und  ob 
der  Zündungsschlüssel  im Zündschloss  steckte  oder  im Handschuhfach 
lag oder nicht und der Entwender deshalb das Zündschloss überbrücken 
und die Lenkradsperre ausschalten musste. Der entscheidende Kern des 
Verhaltens des Entwenders liegt in der vorübergehenden Wegnahme des 
Fahrzeuges. Wer  ein  ihm  anvertrautes  Fahrzeug  eigenmächtig  (z.B.  zu 
einer  Spritztour)  verwendet,  ist  mangels  Gewahrsamsbruch  nicht 
Strolchenfahrer  (OFTINGER/STARK,  a.a.O.,  Band  II/2,  § 25  N  217;  REY, 
a.a.O.,  N  1319;  GIGER,  a.a.O.,  Art. 75  SVG  N  1  f.; 
SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, a.a.O., N 888).

8.3.  Wie  unter  E.  5.5  ausgeführt,  legt  das  Bundesverwaltungsgericht 
seiner  Beurteilung  vorliegend  die  sachverhaltlichen  Feststellungen  des 
Strafgerichts zu Grunde.

8.3.1. Aus dem Urteil  des Militärgerichts vom 27. November 2009  (4 09 
175, nachfolgend: Urteil des Militärgerichts) wie auch aus der Beschwerde 

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geht  unbestritten  hervor,  dass  B._______  und  der  Beschwerdeführer 
gemeinsam den Puch … zum Gebrauch entwendeten. Beide wurden vom 
Militärgericht  u.a. wegen Entwendung  zum Gebrauch  nach Art.  94 SVG 
schuldig  gesprochen.  Ebenfalls  ist  erstellt,  dass  ausschliesslich 
B._______ den Wagen lenkte sowie dass der Beschwerdeführer während 
der Fahrt einschlief und erst durch den Aufprall aufwachte (vgl. vorne E. 
5.5 und Urteil des Militärgerichts, Bst. F).

8.3.2. Unbestritten  ist  weiter,  dass  B._______  das Militärfahrzeug  unter 
Verwendung  seines  militärischen  Taschenmessers  startete.  Fest  steht 
zudem,  dass  dieser  wie  auch  der  Beschwerdeführer  das  Fahrzeug  nur 
vorübergehend  gebrauchen  wollten,  um  eine  Bar  aufzusuchen  und 
Zigaretten  zu  besorgen.  Im Weiteren  hatten  sie  keinen  Fahrbefehl;  das 
Fahrzeug  war  ihnen  auch  nicht  anvertraut.  Damit  ist  das 
Tatbestandselement  der  Entwendung  zum  Gebrauch  erfüllt,  da  ein 
Gewahrsamsbruch,  aber  keine  Aneignungsabsicht  vorliegt.  Unerheblich 
ist dabei, ob das Fahrzeug allenfalls abgeschlossen war sowie dass das 
Fahrzeug  unter  Verwendung  eines  militärischen  Taschenmessers 
gestartet wurde (vgl. E. 8.3). 

Weil der Tatbestand von Art. 75 SVG weder ein Verschulden noch eine 
Urteilsfähigkeit  voraus  setzt  (vgl.  E.  8.1),  ist  grundsätzlich  nicht 
entscheidend,  dass  B._______  und  der  Beschwerdeführer  alkoholisiert 
waren.

8.4.  Als  Zwischenfazit  kann  festgehalten  werden,  dass  der 
Beschwerdeführer als Strolch bzw. Entwender des Fahrzeuges Puch … 
die  Haftungsvoraussetzungen  nach  Art.  75  Abs.  1  SVG  erfüllt  und  er 
entsprechend grundsätzlich  für den unter E. 6 dargelegten Schaden wie 
ein Halter haftet.

9. 
Für bei  einer Strolchenfahrt  (Art.  75 SVG)  verursachte Schäden von an 
der  Strolchenfahrt  nicht  beteiligten  Dritten  haften  der  Entwender,  der 
bösgläubige  Fahrzeugführer  und  der  Fahrzeughalter,  alle  nach  den 
Regeln der Halterhaftung von Art. 58 ff. SVG. Unter diesen Haftpflichtigen 
besteht  Solidarität.  Diesen  solidarisch  Haftpflichtigen  stehen  aber,  wie 
jedem  nach  Art.  58  ff.  SVG  Haftpflichtigen,  die  Ermässigungs­  und 
Ausschlussgründe nach Art. 59 Abs. 1 und 2 SVG offen  (GIGER, a.a.O., 
Art.  75  SVG  N  3;  SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER,  a.a.O.,  N 892  f.; 

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OFTINGER/STARK, Band II/2, § 25 N 197 und 206; BUSSY/RUSCONI, a.a.O., 
Art. 75 SVG, Ziff. 3.3, S. 634). 

Es  kann  deshalb  der  Vorinstanz  nicht  gefolgt  werden,  wenn  sie  die 
Haftung  bejaht,  ohne  zuvor  eine  allfällige  Haftungsbefreiung  nach 
Art. 59 SVG  geprüft  zu  haben.  Wie  der  Beschwerdeführer  zu  Recht 
geltend  macht,  bedarf  es  vielmehr  der  weiteren  Prüfung,  ob  die 
Voraussetzungen für den Ausschluss der Halterhaftung nach Art. 59 SVG 
gegeben sind. 

10. 
Nach  Art.  59  Abs.  1  SVG  wird  der  Halter  bzw.  Personen,  die  wie 
vorliegend  der  Beschwerdeführer  wie  ein  Halter  haften,  von  der 
Haftpflicht befreit, wenn er beweist, dass der Unfall durch höhere Gewalt 
oder grobes Verschulden des Geschädigten oder eines Dritten verursacht 
wurde, ohne dass ihn selbst oder Personen, für die er verantwortlich  ist, 
ein Verschulden trifft und ohne dass eine fehlerhafte Beschaffenheit des 
Fahrzeuges zum Unfall beigetragen hat.

Dieser  Nachweis  obliegt  dem  Halter  bzw.  der  sonst  haftpflichtigen 
Person.  Im Ergebnis  setzt  die Befreiung des Halters  im Rahmen dieser 
Gefährdungshaftung  (vgl.  E.  8.1)  somit  voraus,  dass  der  geltend 
gemachte  Unterbrechungsgrund  die  einzige  adäquate  Ursache  des 
Unfalls  ist (REY, a.a.O., N 1322; OFTINGER/STARK, Band II/2, § 25 N 427 
ff.; SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER, a.a.O., N 1009 ff.; BUSSY/RUSCONI, a.a.O., 
Art. 59  SVG,  Ziff.  1.3,  S.  544;  GIGER,  a.a.O.,  Art. 59  N  9;  Urteile  des 
Bundesgerichts  4A_499/2009  vom  11.  Januar  2010  E.  2  und 
4A_479/2009 vom 23. Dezember 2009 E. 4 f.). 

In  Frage  kommt  vorliegend  der  Unterbrechungsgrund  des  groben 
Drittverschuldens. 

10.1. Dritter  im Sinn von Art. 59 SVG kann jede Person sein, die ausser 
dem  vom Geschädigten  Belangten  als  Haftpflichtiger  für  den  fraglichen 
Schaden  in  Betracht  kommen  könnte.  Das  grobe  und  ausschliessliche 
Verschulden des einen Halters befreit  den  schuldlosen Halter  von  jeder 
Haftung  (SCHAFFHAUSER/ZELLWEGER,  a.a.O.,  N  1064  ff.;  GIGER,  a.a.O., 
Art.  59  N  8  mit  Verweis  auf  BGE  95  II  350;  BUSSY/RUSCONI,  a.a.O., 
Art. 59 SVG, Ziff. 1.9, S. 546).

Entsprechend  ist  B._______  als  Dritter  im  Sinn  dieser  Bestimmung  zu 
qualifizieren. Somit ist weiter zu prüfen, ob das Verhalten von B._______ 

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die  einzige  natürliche  und  adäquate  Ursache  des  Unfalls  darstellt  und 
damit die Haftung des Beschwerdeführers entfällt.

10.2.  Der  natürliche  Kausalzusammenhang  zwischen  einem  Verhalten 
und  dem  eingetretenen  Schaden  ist  zu  bejahen,  wenn  das  in  Frage 
stehende Ereignis eine notwendige Bedingung für den Schaden darstellt, 
wenn also die Ursache nicht weggedacht werden kann, ohne dass damit 
auch der eingetretene Erfolg entfällt (sog. conditio­sine­qua­non­Formel). 
Ein  natürlicher  Kausalzusammenhang  ist  dann  adäquat,  wenn  die 
betreffende  Ursache  nach  dem  gewöhnlichen  Lauf  der  Dinge  und  der 
allgemeinen  Lebenserfahrung  an  sich  geeignet  war,  den  eingetretenen 
Erfolg  zu  bewirken,  so  dass  der  Eintritt  dieses  Erfolgs  als  durch  die 
fragliche  Tatsache  allgemein  begünstigt  erscheint  (statt  vieler  REY, 
a.a.O.,  N  518  und N 525 mit  Hinweisen;  BGE  123  II  110 E.  3a;  BVGE 
2010/4 E. 4.1).

Zur  Unterbrechung  des  Kausalzusammenhanges  ist  weiter  erforderlich, 
dass  das  Verschulden  des  Dritten  adäquate  Schadensursache  ist  und 
eine  erhebliche  Intensität  aufweist.  Eine  Entlastung  ist  nur  bei  grobem 
Drittverschulden  anzunehmen.  Gewöhnliches  Drittverschulden  bleibt 
hingegen ohne Einfluss auf die Ersatzpflicht des Schädigers, stellt mithin 
auch keinen Reduktionsgrund dar (REY, a.a.O., N 569 f.; BGE 123 II 587 
E. 6). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird der adäquate 
Kausalzusammenhang  unterbrochen,  wenn  zu  einer  an  sich  adäquaten 
Ursache  eine  andere  Ursache  hinzutritt,  welche  einen  derart  hohen 
Wirkungsgrad aufweist, dass erstere nach wertender Betrachtungsweise 
als  rechtlich  nicht  mehr  beachtlich  erscheint.  Entscheidend  ist  die 
Intensität  der  beiden  Ursachen  (Urteil  des  Bundesgerichts  4P.74/2006 
vom  12.  April  2005  E. 3  mit  Verweis  auf  BGE  130  III  182  E.  5.4  und 
BGE 116 II 524 E. 4b). 

10.3.  Hinsichtlich  des  Verhaltens  von  B._______  ist  ein  natürlicher 
Kausalzusammenhang zum unter E. 6 dargelegten Schaden zu bejahen: 
Vorliegend  kann  das  Lenken  des  Puch  durch  B._______  im 
angetrunkenen  Zustand  und  ohne  zivilen  oder  militärischen 
Führerausweis  als Ursache nicht weggedacht werden,  ohne dass damit 
auch der eingetretene Schaden entfallen würde.

Dieser Kausalzusammenhang ist auch adäquat, da das Lenken des Puch 
durch B._______ im angetrunkenen Zustand, ohne im Besitz eines zivilen 
oder  militärischen  Führerausweises  zu  sein  und  mit  einer 

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Geschwindigkeit,  die  nicht  den  gegebenen  Strassenverhältnissen 
angepasst  war,  nach  dem  gewöhnlichen  Lauf  der  Dinge  und  der 
allgemeinen  Lebenserfahrung  offensichtlich  an  sich  geeignet  war,  den 
eingetretenen Schaden  zu  bewirken,  so  dass  der Eintritt  des Schadens 
als durch dieses Verhalten allgemein begünstigt erscheint: Aus den Akten 
ergibt  sich  diesbezüglich,  dass  B._______  die  Herrschaft  über  das 
Fahrzeug  in  einer  nur  leicht  fallenden  Kurve  verlor.  In  Bezug  auf  seine 
Fahrunfähigkeit ergibt sich aus dem Urteil des Militärgerichts weiter, dass 
er  im Zeitpunkt des Unfalls um ca. 4.00 Uhr  in Folge der Tagwache am 
Vortag  um  6.00 Uhr  neben  seinem  alkoholisierten  Zustand  zusätzlich 
noch  übermüdet  war.  Vor  der  Abfahrt  hatte  er  eine  erhebliche  Menge 
Alkohol  konsumiert.  Nach  weiterem  Alkoholkonsum  unterwegs  in 
V._______  bzw.  W._______  wies  B._______  im  Zeitpunkt  des  Unfalls 
aufgrund  der  um  10.15 Uhr  durchgeführten  Blutprobe  eine  minimale 
Blutalkoholkonzentration von 0.86 g/kg bzw. eine maximale von 1.91 g/kg 
auf. 

Dass  das  Verhalten  von  B._______  für  den  Schaden  kausal  ist,  ergibt 
sich  nicht  zuletzt  auch  aus  dem  Urteil  des  Militärgerichts.  Dieses  hat 
B._______  der  Sachbeschädigung  nach  Art. 134  MStG,  der  einfachen 
Verkehrsregelverletzung  nach  Art.  90  Ziff.  1  SVG  und  vorsätzlichem 
Fahren im fahrunfähigen Zustand nach Art. 91 SVG schuldig gesprochen.

10.4.  Aufgrund  der  Akten  weist  das  Verhalten  des  Dritten,  B._______, 
nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  zur  Unterbrechung  des 
Kausalzusammenhanges jedoch nicht die erforderliche Intensität auf und 
stellt mithin auch nicht die einzige adäquate Ursache des Unfalls dar:

Zwar hat das Militärgericht den Beschwerdeführer strafrechtlich von allen 
Anklagen  im  Zusammenhang  mit  dem  Unfall  freigesprochen  und  der 
Beschwerdeführer hat sich auch nicht durch ein aktives Verhalten an der 
Führung  des  Fahrzeugs  durch  B._______  beteiligt.  Aufgrund  der 
gesamten  Umstände  des  Einzelfalls  ist  jedoch  das  für  den  Schaden 
verursachende  Ereignis  bereits  darin  zu  sehen,  dass  der 
Beschwerdeführer in angetrunkenem Zustand gemeinsam mit B._______ 
den Puch entwendete und in das Fahrzeug einstieg, um trotz winterlicher 
Strassenverhältnisse  nachts  eine  Bar  aufzusuchen  und  Zigaretten  zu 
besorgen. In diesem Sinne leistet der Beschwerdeführer gewissermassen 
psychische Gehilfenschaft für die Durchführung dieser Fahrt. Eine derart 
gefährliche  Unternehmung  –  Fahren  in  angetrunkenem  Zustand  und 
äusserst  schlechte  Strassenverhältnisse  –  fällt  gemeinsam  leichter  als 

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alleine. Aus diesem Grund ist auch unerheblich, ob der Beschwerdeführer 
während  der  Fahrt  eingeschlafen  und  erst  im  Zeitpunkt  des  Aufpralls 
wieder  erwacht  ist  und  ob  B._______  die  Fahrt  auch  alleine 
unternommen hätte. 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das Entwenden des Puchs zum 
Gebrauch  habe  nicht  zwingend  das  Ereignen  eines  Unfalls  und  den 
Eintritt  eines Schadens  zur  Folge  und  sei  auch  nicht  generell  geeignet, 
einen  Schaden  infolge  eines  Unfalls  herbeizuführen,  ist  dem  nicht  zu 
folgen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht alleine das 
Entwenden des Fahrzeuges, sondern auch das Mitfahren im Wissen um 
den angetrunkenen Zustand des Fahrers unter Würdigung der gesamten 
Umstände  (winterliche  Witterungsverhältnisse,  nächtliches  Fahren  in 
übermüdetem Zustand) nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 
allgemeinen  Lebenserfahrung  an  sich  geeignet,  den  verursachten 
Schaden  zu  bewirken,  so  dass  der  Eintritt  dieses  Sachschadens  als 
durch sein Verhalten allgemein begünstigt erscheint.

Das Verhalten des Beschwerdeführers ist somit für den durch den Unfall 
verursachten Schaden adäquat kausal und die Voraussetzungen für den 
Unterbruch der Kausalität durch grobes Drittverschulden von B._______ 
sind vorliegend nicht erfüllt.

10.5.  Der  Halter  hat  im  Weiteren  zu  beweisen,  dass  weder  ihn  selbst 
noch Personen, für die er verantwortlich ist, ein Verschulden trifft (Art. 59 
Abs. 1 SVG). 

Aufgrund  des  unter  E.  10.4  Ausgeführten  und  unter  Würdigung  der 
gesamten  Umstände  des  Einzelfalls  trifft  den  Beschwerdeführer  ein 
Mitverschulden  (vgl.  dazu  E.  11.1),  womit  auch  die  Voraussetzung  des 
fehlenden Verschuldens für die Haftungsbefreiung nach Art. 59 SVG nicht 
erfüllt ist. 

10.6.  Hingegen  ergibt  sich  aus  den  Akten  keine  fehlerhafte 
Beschaffenheit  des  Fahrzeuges,  weshalb  vorliegend  keine  fehlerhafte 
Beschaffenheit des Fahrzeuges zum Unfall beigetragen hat  (vgl. Art. 59 
Abs. 1 SVG).

10.7. 
Als Zwischenfazit  kann  festgehalten werden,  dass die Voraussetzungen 
für  eine  Haftungsbefreiung  des  Beschwerdeführers  nach  Art.  59  SVG 
nicht erfüllt sind. Der Beschwerdeführer haftet somit nach Art. 75 SVG.

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Als  nächstes  ist  demnach  zu  prüfen,  ob  die  Voraussetzungen  für  den 
Regress nach Art. 138 f. MG auf den Beschwerdeführer erfüllt sind.

11. 
Gemäss Art. 138 MG steht dem Bund der Rückgriff auf die Angehörigen 
der  Armee  zu,  die  den  Schaden  vorsätzlich  oder  grobfahrlässig 
verursacht haben, wenn der Bund eine Entschädigung geleistet hat. Art. 
139  MG  sieht  vor,  dass  die  Angehörigen  der  Armee  für  den  Schaden 
haften,  den  sie  dem  Bund  durch  vorsätzliche  oder  grobfahrlässige 
Verletzung ihrer Dienstpflicht unmittelbar zufügen.

11.1.  Grobfahrlässig  im  Sinn  von  Art.  138  und  139  MG  handelt,  wer 
elementarste  Vorsichtsgebote  verletzt,  die  jeder  verständige  Mensch  in 
der  gleichen Lage und unter  den gleichen Umständen beachten würde, 
wobei  auch  die  besonderen  Umstände  des  militärischen  Einsatzes  zu 
berücksichtigen sind (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­8277/2008 
vom 19. Juni 2009 E. 7.2.1; Urteil des Bundesgerichts 2A.585/2004 vom 
11. Januar  2005  E.  2.3;  TOBIAS HAAG,  Staats­  und  Beamtenhaftung,  in: 
HEINRICH  KOLLER/GEORG  MÜLLER/RENÉ  RHINOW/ULRICH  ZIMMERMANN 
Schweizerisches  Bundesverwaltungsrecht,  Band  I,  Organisationsrecht, 
Teil  3,  2.  Aufl.,  Basel  2006,  §  18  N  279  f.  mit  Hinweis  auf  zahlreiche 
Rechtsprechung). 

Auch wenn der Begriff der groben Fahrlässigkeit im Haftpflichtrecht weiter 
zu fassen ist als  im Strafrecht, so stellt dennoch nicht  jede pflichtwidrige 
Missachtung  einer  Verkehrsvorschrift  eine  grobe  Fahrlässigkeit  dar, 
ansonsten die Abgrenzung gegenüber der leichten Fahrlässigkeit entfiele. 
Auch  die  Verletzung  einer  elementaren  Verkehrsvorschrift  führt  nicht 
notwendigerweise  zur  Annahme  einer  groben  Fahrlässigkeit,  da  nicht 
allein  auf  den  Tatbestand  der  verletzten  Vorschrift  abzustellen  ist. 
Vielmehr sind die gesamten Umstände des konkreten Falles zu würdigen 
und  ist  zu  prüfen,  ob  subjektiv  oder  objektiv  bedeutsame 
Entlastungsgründe  vorliegen,  die  das  Verschulden  in  einem  milderen 
Licht erscheinen lassen (Entscheid des Bundesgerichts 2A.585/2004 vom 
11. Januar 2005 E. 4.3).

Einfache Fahrlässigkeit liegt vor, wenn ein Verhalten noch einigermassen 
verständlich ist. Eine bekannte Formel für einfach fahrlässiges Verhalten 
lautet:  "Er  het  scho  söle."  Grobe  Fahrlässigkeit  ist  demgegenüber  bei 
einem  schlechthin  unverständlichen  Verhalten  gegeben.  Hier  lautet  die 
Formel:  "Wie  hät  er  au  nur  chönne."  Grobfahrlässigkeit  beinhaltet  in 

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subjektiver  Hinsicht  stets  denn  auch  den  Vorwurf  eines  schweren 
Verschuldens.  Bei  leichtem  und  mittleren  Verschulden  entfällt  die 
Qualifikation  grobfahrlässig  (Entscheid  des  Einzelrichters  der 
Rekurskommission VBS vom 18. November 2000 E. 6, in: VPB 66.40 mit 
Verweis auf VPB 50.76).

Vorliegend  ist  das  schwere  Verschulden  und  damit  das  grobfahrlässige 
Verhalten  des  Beschwerdeführers  unter  Würdigung  der  gesamten 
Umstände  des  konkreten  Falles  darin  zu  sehen,  dass  er  in 
angetrunkenem  Zustand  gemeinsam  mit  B._______  den  Puch 
entwendete  und  in  das  Fahrzeug  einstieg,  um  trotz  winterlicher 
Strassenverhältnisse  nachts  eine  Bar  aufzusuchen  und  Zigaretten  zu 
besorgen.  Durch  dieses  Verhalten  hat  er  elementarste  Vorsichtsgebote 
verletzt, die jeder verständige Mensch in der gleichen Lage und unter den 
gleichen Umständen  beachten würde.  Der  Beschwerdeführer  kann  sich 
nicht damit entlasten, dass er während der Fahrt geschlafen hat und erst 
im Zeitpunkt des Aufpralls aufgewacht ist (vgl. dazu auch E. 10.4).

Der Beschwerdeführer hat folglich grobfahrlässig gehandelt.

11.2.  Die  übrigen  Voraussetzungen  für  den  Regress  des 
Beschwerdeführers  sind  vorliegend  offensichtlich  erfüllt  und  im  Übrigen 
unbestritten.

Es  bleibt  somit  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  die  Höhe  der 
Regressforderung angemessen festgelegt hat.

12. 
Nach  Art.  141  Abs.  1  MG  hat  der  Richter  bei  der  Festsetzung  der 
Haftungssumme die Bestimmungen von Art. 43 Abs. 1 und Art. 44 Abs. 1 
des  Obligationenrechts  vom  30.  März  1911  (OR,  SR  220)  sinngemäss 
anzuwenden. Massgebend sind deshalb neben der Art des Dienstes, der 
militärischen Führung und den  finanziellen Verhältnissen des Haftenden 
(Art. 141 Abs. 2 MG) auch die sonstigen Umstände des Falles sowie das 
Verschulden  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­8277/2008  vom 
19. Juni 2009 E. 9.1 mit Verweis auf BGE 119 Ib 192 E. 5).

12.1. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid richtig festgehalten 
hat,  sind,  was  die  Art  des  Dienstes  betrifft,  keine  ausserordentlichen 
Umstände  wie  beispielsweise  sehr  harter  Dienst,  Stresssituation  oder 
Druck ersichtlich. Weiter wird dem Beschwerdeführer gemäss dem Urteil 
des  Militärgerichts  eine  gute  militärische  Führung  attestiert,  was 

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vorliegend  unbestritten  ist.  Die  Vorinstanz  hat  der  Tatsache,  dass  der 
Beschwerdeführer  nicht  persönlich  gefahren  ist,  insofern  Rechnung 
getragen,  als  sie  eine  Ermässigung  der  Ersatzpflicht  im  Rahmen  der 
Schadensbeteiligung von  rund 50%  im Betrag von Fr. 14'212.­ auf  rund 
30%  im  Betrag  von  Fr.  8'500.­  festgelegt  hat.  Gleichzeitig  trifft  den 
Beschwerdeführer  aber  ein  schweres  Verschulden  (vgl.  E.  11.1). 
Schliesslich  erweist  sich  der  vom  Beschwerdeführer  zu  bezahlende 
Betrag von Fr. 8'500.­ auch im Hinblick auf sein monatliches Einkommen 
von rund Fr. 4'000.­ nicht als unangemessen.

12.2. Zusammenfassend  ist  festzuhalten, dass die  festgelegte Höhe des 
Regressbetrages  unter  Würdigung  aller  Umständen  angemessen 
erscheint. 

Die erhobene Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist im 
Sinne der Erwägungen abzuweisen.

13. 
Bei  diesem  Verfahrensausgang  gilt  der  Beschwerdeführer  als 
unterliegend  und  er  hat  die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'500.­  zu  tragen 
(Art.  63  Abs.  1  VwVG  und  Art.  1  ff.  des  Reglements  vom  21.  Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Diese  sind  mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen.

14. 
Angesichts  seines  Unterliegens  hat  der  Beschwerdeführer  keinen 
Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64  VwVG  i.V.m.  Art.  7 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'500.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss  in der Höhe 
von Fr. 1'500.­ verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 2009.00698; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: i.V. der Gerichtsschreiberin
Yvonne Wampfler Rohrer:

Marianne Ryter Sauvant Beatrix Schibli
Gerichtsschreiberin

Rechtsmittelbelehrung:

Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der 
Staatshaftung  können  beim  Bundesgericht  angefochten  werden,  wenn 
der  Streitwert  mindestens  Fr.  30'000.­  beträgt  oder  wenn  sich  eine 
Rechtsfrage  von  grundsätzlicher Bedeutung  stellt  (Art.  85 Abs.  1 Bst.  a 
und  Abs.  2  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).  Ist  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten 
zulässig,  kann  sie  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  dieses  Entscheides 
beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 
ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen 
und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel 
und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende Partei  in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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