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**Case Identifier:** 47372394-2ce5-5803-a9f1-4cc7d5fcab8f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.02.2013 725 12 278 / 28 (725 2012 278 / 28)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-12-278---28_2013-02-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Februar 2013 (725 12 278 / 28) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückfall, Unfallkausalität 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat, 
Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz 

  
gegen 
 
 

 Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG, 
Rechtsdienst / Schadenmanagement, Wuhrmattstrasse 21, 
4103 Bottmingen, Beschwerdegegnerin 
 

  
Betreff Leistungen 
 
 
A.1 Der 1963 geborene A.____ war seit 1. November 1993 bei der B.____AG als Gärtner 
tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft 
AG (nachfolgend: National) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 
versichert. Am 10. November 2001 prallte A.____ beim Fussballspielen mit einem Mitspieler 
zusammen. Dabei erlitt er laut der im Kantonsspital X.____ am 12. November 2011 gestellten 
Erstdiagnose eine y-förmige suprakondyläre Humerusfraktur (Bruch des Oberarmknochens 
oberhalb des Gelenkkopfs). Die National erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. 
 
A.2 Am 9. November 2011 ging bei der National eine Rückfallmeldung zum Unfall vom 
10. November 2001 ein. Darin wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit von 20. Juli 2011 bis 

 
 
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2. August 2011 bescheinigt. Nach Durchführung weiterer Abklärungen hielt die National mit Ver-
fügung vom 15. Dezember 2011 fest, dass die Schulterbeschwerden rechts und die damit ver-
bundene Behandlung ab Juni 2011 nicht überwiegend wahrscheinlich in einem Zusammenhang 
mit dem Unfall vom 10. November 2001 stehen würden. In der Folge lehnte sie eine Leistungs-
pflicht für die Behandlung in der Klinik C.____ ab 18. Juni 2011 ab. Daran hielt sie auch auf 
Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 17. Juli 2012 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Marco Albrecht, am 11. September 
2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 17. Juli 2012 sei die National je 
nach Ergebnis des einzuholenden unabhängigen Gutachtens zu verpflichten, für die erneute 
Behandlung in der Klinik C.____ ab 18. Juni 2011 aufzukommen. Eventuell sei die Sache 
zwecks weiterer Abklärung an die National zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Zur 
Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass der angefochtene Einspracheentscheid auf 
unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2012 schloss die National auf Abweisung 
der Beschwerde; unter o/e- Kostenfolge. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Übernahme von Versiche-
rungsleistungen im Zusammenhang mit den in der Rückfallmeldung vom 9. November 2011 
geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts zu Recht abgelehnt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-

 
 
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len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Dazu gehören nach lit. a der genannten Bestimmung insbesondere die ambulante 
Behandlung durch den Arzt oder auf dessen Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson 
und nach lit. b die vom Arzt verordneten Arzneimittel und Analysen. Der Unfallversicherer hat 
die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). 
 
3.2 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; 
BGE 127 V 457 E. 4b, 118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederauf-
flackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, mögli-
cherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderun-
gen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spät-
folgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (Kranken- und Unfall-
versicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; 
BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Un-
fallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und 
der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; 
BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). In diesem Zusammenhang gilt es klarzustellen, dass der 
Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden kann, weil die unfallkausa-
len Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
 
3.3 Es obliegt der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungs-
recht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser 
der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträch-
tigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürli-
chen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in fine). Bei Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 328 E. 3b). Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversi-
cherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen 
dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3 mit Hinweis). 
 
4.1 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

 
 
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Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 
Berichtes ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). 
 
4.2 Rechtsprechungsgemäss kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 
S. 95; nicht publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 
S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 
2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Be-
funde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinde-
rung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten 
das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrschein-
lichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (HANS KIND, So entsteht ein 
medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der me-
dizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen 
Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
5. Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt: 
 
5.1 Im Bericht des Kantonsspitals X.____ vom 12. November 2001 wurden eine y-förmige 
suprakondyläre Humerusfraktur und ein Status nach Gelenkdébridement wegen Osteo-
chondromatose im Juni 2000 diagnostiziert. Den weiteren Berichten des Kantonsspitals X.____ 
vom 26. November 2001 und 21. März 2002 ist sodann die Diagnose einer intraartikulären 
suprakondylären Humerusfraktur rechts zu entnehmen. 
 
5.2 Die Klinik C.____ nannte am 18. Juni 2008 als Diagnose eine posttraumatische Panarth-
rose im rechten Ellbogen mit zunehmender Bewegungseinschränkung und intermittierenden 
Blockaden rechts bei Status nach Arthrotomie und Gelenkkörperentfernung bei synovialer 
Chondromatose, nach offener Reposition und Osteosynthese einer suprakonylären, intraariku-
lären Humerusfraktur rechts nach Entfernung der Zuggurtung am Olecranom und am Epicondy-
lus ulnaris unter Belassung der Platte am radialen Pfeiler des distalen Humerus. Im Bericht vom 
21. Juli 2011 wurde an der rechten Schulter ein akutes subacromiales Impingement diagnosti-
ziert. Anamnestisch weise der Versicherte erhebliche Schulterschmerzen auf, welche insbe-
sondere bei Überkopftätigkeiten auftreten und sich seit einigen Wochen hartnäckig halten wür-
den. 

 
 
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5.3 In einem weiteren Bericht der Klinik C.____ vom 7. September 2011 wurde an der rech-
ten Schulter eine ausgedehnte Rotatorenmanschettenruptur mit Retraktion der Supraspinatus-
sehne und Subluxation der langen Bizepssehne (LBS) sowie eine symptomatische AC-
Gelenksarthrose festgestellt. Die aktuelle Sonographie an der rechten Schulter zeige eine 
retrahierte transmurale Ruptur der Supraspinatussehne, kraniale transmurale Partialrupturen 
der Subscapularis- und Infraspinatussehne und eine Subluxation der verdickten LBS. 
 
5.4 Am 14. September 2011 wurde in der Klinik C.____ ein MR-Arthrographie des rechten 
Schultergelenks durchgeführt. Im Bericht vom 15. September 2011 wurde eine ausgedehnte 
Totalruptur der Rotatorenmanschette mit Hochstand des Humeruskopfes und relativ wenig At-
rophie des Supraspinatus festgestellt. Es bestünde eine mediale Subluxation und Tendiopathie 
der LBS. 
 
5.5 Im Bericht der Klinik C.____ vom 22. September 2011 wurde an der rechten Schulter 
eine nicht rekonstruierbare Massenruptur der Rotatorenmanschette und eine symptomatische 
AC-Gelenksarthrose diagnostiziert. 
 
5.6 Die National holte bei Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, eine Stellungnahme ein. Am 
14. November 2011 hielt er fest, dass sich aufgrund der Unterlagen bis zur Konsultation in der 
Klinik C.____ am 21. Juli 2011 keine Angaben über Schulterbeschwerden oder objektivierbare 
pathologische Schulterbefunde finden würden. In eben diesem Bericht sei festgehalten, dass 
der Versicherte seit einigen Wochen bei Überkopfarbeiten Schulterbeschwerden aufweise. Die 
MR-Arthographie vom 14. September 2011 zeige eine Massen-Rotatorenmanschettenruptur mit 
Beteiligung des Supraspinatus, des Infraspinatus und der kranialen Subskapularissehne. Es sei 
davon auszugehen, dass sich die Rotatorenmanschettenrekonstruktion sukzessive über die 
letzten Jahre, bei berufsbedingter grosser Belastung des Schultergürtels, entwickelt habe. Im 
Vordergrund des Beschwerdebildes der letzten Jahre stünde der rechte Ellenbogen mit Ent-
wicklung einer Panarthrose. Aufgrund der Akten, den Angaben des Versicherten und der in der 
Klinik C.____ erhobenen Befunde stünden die Schulterbeschwerden rechts nicht überwiegend 
wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. November 
2001. Ein Kausalzusammenhang sei höchstens möglich. 
 
6.1 Die National stützte sich beim angefochtenen Einspracheentscheid bei der Beurteilung 
der Frage, ob die Schulterbeschwerden rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 
Unfall des Beschwerdeführers vom 10. November 2001 zurückzuführen sind, auf die Ausfüh-
rungen im Aktengutachten von Dr. D.____ vom 14. November 2011. Sie ging demnach davon 
aus, dass die Beschwerden in der rechten Schulter und die damit verbundene Behandlung ab 
18. Juni 2011 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 10. November 2001 stehen. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. 
Dr. D.____ hielt in Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen überzeugend fest, 
dass sich keine echtzeitlichen Hinweise über Schulterbeschwerden oder objektivierbare patho-
logische Schulterbefunde finden würden (vgl. insbes. E. 5.1 hiervor), weshalb diese nicht über-
wiegend wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

 
 
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10. November 2001 stehen. Insgesamt weist der Bericht von Dr. D.____ keine Widersprüche 
auf, die Zweifel an dessen Zuverlässigkeit zu begründen vermöchten. Zudem lassen sich den 
medizinischen Unterlagen weder eindeutige Brückensymptome entnehmen noch bestehen An-
haltspunkte dafür, dass die Beurteilung von Dr. D.____ keine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruches gestattet. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die National 
auf dessen Gutachten abgestellt hat. 
 
6.2 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Wenn er aus-
führt, aufgrund der offensichtlich nicht offenkundig klaren medizinischen Sachlage erweise sich 
eine persönliche Untersuchung als notwendig, ist ihm entgegenzuhalten, dass der medizinische 
Sachverhalt ohne wesentlichen Widerspruch erstellt und einzig die Kausalität der Schulterbe-
schwerden rechts zum Unfallereignis zu beurteilen war. Unter diesen Umständen ist ein reines 
Aktengutachten zulässig und ausreichend (vgl. E. 4.2 hiervor). Weiter ist darauf hinzuweisen, 
dass es dem Beschwerdeführer obliegt, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides über zehn Jahre 
zurückliegenden Unfall und den Schulterbeschwerden rechts mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, was ihm aber mit den von ihm eingereichten medizi-
nischen Unterlagen nicht gelungen ist. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die 
Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt hinreichend abgeklärt 
und seine Rüge, die Beweislast für das bestehen eines leistungsbegründenden Kausalzusam-
menhanges sei unzulässigerweise ihm auferlegt worden, stösst ins Leere. Insgesamt bringt der 
Versicherte in seiner Beschwerde nichts vor, was die ausschlaggebende Beweiskraft des Ak-
tengutachtens von Dr. D.____ in Frage stellen könnte. 
 
6.3 Lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen nach dem Gesagten eine zuver-
lässige Beurteilung des relevanten medizinischen Sachverhaltes zu, so kann auf die vom Be-
schwerdeführer beantragte Einholung eines medizinischen Gutachtens verzichtet werden. Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als 
Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfas-
sungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Ent-
scheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswür-
digung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevan-
ten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein bean-
tragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist 
nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahl-
reichen Hinweisen, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
17. Juli 2012 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als un-
begründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-

 
 
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heben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
9. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung zu be-
willigen. Fehlen einer Partei die nötigen Mittel und erscheint ihr Begehren nicht offensichtlich als 
aussichtslos, so wird ihr gemäss § 22 Abs. 2 VPO der Beizug einer Anwältin bzw. eines Anwal-
tes gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint. Der Beschwerdeführer 
hat am 12. November 2012 das Formular "Gesuch um unentgeltliche Prozessführung", datiert 
vom 8. November 2012, und verschiedene Unterlagen über seine finanziellen Verhältnisse ein-
gereicht. Gestützt auf die darin enthaltenen Angaben ist anhand einer Grundbedarfsberechnung 
zu prüfen, ob der Versicherte prozessual bedürftig ist. Da der Beschwerdeführer weder ein Er-
werbs- noch ein Ersatzeinkommen aufweist, ist ein Ausgabenüberschuss zu bejahen, der zur 
Annahme einer prozessualen Bedürftigkeit führen könnte. Er bleibt aber zu prüfen, ob allenfalls 
bestehendes Vermögen der Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung entgegensteht 
(vgl. BGE 118 Ia 369f.). Dabei ist zu beachten, dass ein gewisser Umfang an Vermögen als 
"Notgroschen" beansprucht werden darf und nicht zur Prozessführung angetastet werden muss. 
Bei ungenügendem Einkommen wird ein Vermögen von circa Fr. 20'000.-- bis maximal 
Fr. 25'000.-- als noch verhältnismässig gering und deshalb einem Kostenerlassbegehren nicht 
entgegenstehend betrachtet (BJM 1987 S. 221). Der Beschwerdeführer deklariert aktuell, d.h. 
per 8. November 2012 ein Vermögen in Form von Sparguthaben in der Höhe Fr. 27'000.--. Die-
se Mittel sind nach dem Gesagten bei der Beurteilung der prozessualen Bedürftigkeit zu be-
rücksichtigen. Unter Anrechnung des maximalen Freibetrages von Fr. 25'000.-- verbleibt dem 
Gesuchsteller somit eine Summe von knapp Fr. 2'000.-- zur Finanzierung der ausserordentli-
chen Kosten. Advokat Albrecht hat in seiner Honorarnote vom 17. Dezember 2012 einen Betrag 
von Fr. 1'288.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) ausgewiesen. Unter diesen Umständen 
kann der Versicherte nicht als bedürftig betrachtet werden, weshalb dem Gesuch um unentgelt-
liche Verbeiständung nicht entsprochen werden kann, zumal der Beschwerdeführer über weite-
res Vermögen verfügt. Gemäss seinen eigenen Angaben hat die in seinem Eigentum stehende 
Liegenschaft einen Wert von circa Fr. 150'000.-- und ist lediglich mit Fr. 105'000.-- belehnt. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 4. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen. 
 
 
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