# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3b5b454-4797-5fae-9103-c332f02a16fe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2011 D-4987/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4987-2011_2011-09-14.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4987/2011

U r t e i l   v om   1 4 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis,
mit Zustimmung von Richter Markus König;  
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

Parteien A._______, geboren am … ,
Eritrea, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 5. September 2011 / N … .

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 31. Mai 2011 – von Italien kommend – in 
der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, 

dass  er  am  20.  Juni  2011  vom  BFM  zu  seiner  Person,  zu  seinem 
Reiseweg und summarisch zu seinen Gesuchsgründen befragt wurde, 

dass  er  dabei  zur Hauptsache  vorbrachte,  er  sei  ein  Staatsangehöriger 
von Eritrea  und  er  sei  im  Juni  2006  nach Abschluss  der Schulzeit  zum 
Militärdienst  eingezogen  worden,  er  sei  jedoch  Ende  November  2007 
während eines Urlaubs aus dem Militärdienst  desertiert  und aus Eritrea 
geflohen (vgl. dazu im Einzelnen die Akten), 

dass  er  zu  seinem Reiseweg  angab,  er  sei  von  Eritrea  nach  Äthiopien 
und über den Sudan nach Libyen gelangt, von wo er schliesslich auf dem 
Seeweg Italien erreicht habe, 

dass  er  diesbezüglich  geltend  machte,  er  habe  sich  fast  drei  Jahre  in 
Libyen aufgehalten und er sei erst am 28. März 2011 nach Italien gelangt, 
wo er nicht  registriert worden sei und auch kein Asylgesuch eingereicht 
habe, sondern von wo er direkt in die Schweiz weitergereist sei, 

dass er sich auf Frage hin gegen eine Rückkehr nach Italien aussprach, 
da er dort keine Unterkunft und keine Arbeit habe (vgl. act. A7 Ziff. 18), 

dass sich das BFM nach der Gesucheinreichung um einen Abgleich der 
Fingerabdrücke  des  Beschwerdeführers  mit  der  Eurodac­Datenbank 
bemühte,  der  Abgleich  jedoch  in  zwei  Anläufen  wegen  beschädigter 
Fingerkuppen des Beschwerdeführers scheiterte, 

dass vom BFM erst nach einem dritten Anlauf festgestellt werden konnte, 
dass  der  Beschwerdeführer  –  gemäss  Verzeichnung  in  der  Eurodac­
Datenbank  –  vor  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  bereits  in  Italien  und 
Norwegen  einen  Asylantrag  gestellt  hatte  (am  16. Januar  2009  in 
Lampedusa und am 3. März 2009 in Bari sowie am 9. Juli 2009 in Oslo), 

dass  dem  Beschwerdeführer  am  4.  Juli  2011  das  rechtliche  Gehör  zu 
seiner Verzeichnung in der Eurodac­Datenbank gewährte wurde, 

dass  er  in  der  Folge  seinen  Aufenthalt  als  Asylsuchender  in  Italien 
bestätigte und diesbezüglich vorbrachte,  ihm sei damals  in Bari eine bis 

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Ende Februar 2012 gültige Aufenthaltsbewilligung sowie ein  italienischer 
Reiseausweis ausgestellt worden, da er in Italien jedoch keine Unterkunft 
erhalten habe, sei er nach Norwegen gegangen, 

dass er damals  in Norwegen korrekte Angaben zum Reiseweg gemacht 
habe,  worauf  er  nach  acht  Monaten  von  Norwegen  nach  Italien 
zurückgeführt  worden  sei,  weshalb  er  in  der  Schweiz  unzutreffende 
Angaben  gemacht  habe,  da  er  einer  erneute  Rückführung  befürchtet 
habe, 

dass er  sich auf Frage hin wiederum gegen eine Rückkehr nach  Italien 
aussprach, da er dort keine Unterkunft habe (vgl. act. A10 S. 2 Mitte),

dass  das  BFM  am  22.  Juli  2011  –  nach  den  Bestimmungen  der 
Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur 
Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  (Dublin­II­VO)  –  ein  Ersuchen  um  Wiederaufnahme  des 
Beschwerdeführers an Italien richtete, welches innert massgeblicher Frist 
von italienischer Seite nicht beantwortet wurde, 

dass  das  BFM  in  der  Folge  mit  Verfügung  vom  5.  September  2011 – 
zugestellt  am  7.  September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2 
Bst. d  des Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG, SR 142.31)  auf  das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  nach 
Italien  anordnete,  wobei  das  Bundesamt  festhielt,  einer  allfälligen 
Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  komme  keine  aufschiebende 
Wirkung zu, 

dass  das  Bundesamt  in  seinem  Entscheid  –  unter  Verweis  auf  die 
Bestimmungen  der  Dublin­II­VO,  den  vorgängigen  Aufenthalt  des 
Beschwerdeführers  als  Asylsuchender  in  Italien  und  das  an  Italien 
gerichtete  Gesuch  um  eine  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers, 
welches  innert  massgeblicher  Frist  von  italienischer  Seite  nicht 
beantwortet wurde – auf die Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des 
Asylgesuches  des  Beschwerdeführers  verwies  und  festhielt,  vom 
Beschwerdeführer  seien  keine  relevanten  Gründe  gegen  eine 
Überstellung vorgebracht worden, 

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dass das Bundesamt  abschliessend den Vollzug der Wegweisung nach 
Italien als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  mit  Eingabe  vom 
9. September 2011 (Poststempel) Beschwerde erhob, wobei er  in seiner 
Eingabe  zur  Hauptsache  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
[1],  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die Gewährung  von 
Asyl [2], eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit 
und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges und die Anordnung einer 
vorläufigen Aufnahme in der Schweiz [3] beantragte, 

dass  er  gleichzeitig  um Erlass  der  Verfahrenskosten  und  um Befreiung 
von  der  Kostenvorschusspflicht  [4]  ersuchte,  wie  auch  um  die 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde [5], 

dass er ausserdem um Anordnungen an das BFM betreffend die Nicht­
Kontaktnahme mit  den  Behörden  seines Heimatstaates  [6],  eventualiter 
eine diesbezügliche Information [7] ersuchte, 

dass er  in seiner Eingabe zur Hauptsache geltend macht, er wolle nicht 
nach Italien zurückkehren, weil er dort um seine Gesundheit zu fürchten 
habe, da er in Italien weder Nahrung und Unterkunft erhalten noch jemals 
eine Arbeit finden werde, 

dass  er  in  Italien  nur  während  der  ersten  zweieinhalb  Monate  versorgt 
worden  sei,  da  man  ihm  danach  eine  auf  drei  Jahre  befristete 
Aufenthaltsbewilligung  ausgehändigt  und  ihn  anschliessend  unter 
Schlägen aus dem Flüchtlingslager gejagt habe, 

dass  dieses  Papier  jedoch  nutzlos  sei,  da  er  in  Italien  keine  Arbeit 
bekomme,  weshalb  er  mangels  Geld  –  und  weil  er  die  Sprache  nicht 
könne und er  in  Italien niemanden kenne –  in Mailand als Obdachloser 
auf der Strasse habe leben müssen, 

dass sie als Obdachlose in Mailand keine Unterstützung erhalten würden, 
auch wenn sie darum ersucht hätten, sondern sie von der Polizei  immer 
wieder  schikaniert  und  vertrieben  würden,  weshalb  er  sich  zu  einer 
Weiterreise  in  die  Schweiz  entschlossen  habe,  auch  wenn  er  bereits 
einmal von Norwegen nach Italien zurückgeführt worden sei, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  12.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser bei 
Vorliegen  eines  Auslieferungsgesuches  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (vgl.  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31  und  33   des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 
das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 AsylG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass  auf  die  frist­  und  formgerechte  Eingabe  des  legitimierten 
Beschwerdeführers  –  unter Vorbehalt  der  nachfolgenden Erwägungen – 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  52  VwVG  sowie  Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  sich  das  vorliegenden  Verfahrens  auf  einen 
Nichteintretensentscheid  gemäss  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  bezieht, 
womit – wie nachfolgen aufgezeigt – weder die Frage nach der allfälligen 
Flüchtlingseigenschaft  noch  die  Frage  nach  einer  allfälligen 
Asylgewährung  Gegenstand  des  Verfahrens  bildet,  sondern  einzig  zu 
prüfen ist, ob das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist 
und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz  nach 
Italien verfügt hat, 

dass  daher  auf  das  Begehren  betreffend  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung [2] nicht einzutreten ist, 

dass  vor  dem  Hintergrund  der  nachfolgenden  Erwägungen  (vgl.  S.  7 
unten) auch auf das Begehren betreffend die Anordnung einer vorläufigen 
Aufnahme in der Schweiz [3] nicht einzutreten ist, 

dass sich die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als 
offensichtlich unbegründet erweist, weshalb darüber  in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),

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dass  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der  Entscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass  aufgrund  der  Akten  zweifelsfrei  erstellt  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  seinen  ersten  Asylantrag  im  europäischen  Raum  in 
Italien eingereicht hat und er von dort kommend in die Schweiz eingereist 
ist, 

dass  bei  dieser  Sachlage  –  entsprechend  den  vom  BFM  angerufenen 
Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren,  auf  welche  anstelle  einer 
Wiederholung zu verweisen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG) –  Italien  für die 
Prüfung  des  Asylantrages  des  Beschwerdeführers  zuständig  ist,  wurde 
doch  von  Italien  das  Ersuchen  des  BFM  um  Wiederaufnahme  des 
Beschwerdeführers  (nach  Art.  16  Abs.  1  Bst.  c  Dublin­II­VO)  innert  der 
vorliegend  massgeblichen  Frist  von  zwei  Wochen  nicht  beantwortet, 
womit  Italien  seine  Zuständigkeit  gemäss  Dubliner  Verfahrensregelung 
aufgrund der sogenannten Verfristung akzeptiert hat (Art. 20 Abs. 1 Bst. b 
und c Dublin­II­VO),

dass  damit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne weiteres gegeben ist, 

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zwar  gegen  eine  Rückkehr  in  sein 
Erstasylland  ausspricht,  aufgrund  der  Akten  jedoch  keine  Gründe 
ersichtlich  sind, welche  in  rechtserheblicher Weise gegen die  vom BFM 
angeordnete Überstellung nach Italien sprechen würden, 

dass  Italien  Signatarstaat  sowohl  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951 
über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (Flüchtlingskonvention,  SR 
0.142.30) als auch der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist und keine 
konkreten  Hinweise  darauf  bestehen,  Italien  würde  sich  im  Falle  des 
Beschwerdeführers  nicht  an  seine  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
halten, 

dass zwar Asylsuchende in Italien bei der Unterkunft, der Arbeit und dem 
Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur  gewissen  Schwierigkeiten 

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ausgesetzt  sein  können,  wobei  sich  bereits  vorbestandene 
Kapazitätsprobleme des italienischen Asylsystems aufgrund der jüngsten 
Entwicklungen, respektive der starken Zunahme von Asylsuchenden aus 
dem nordafrikanischen Raum, akzentuiert haben dürften, 

dass  jedoch  auch  unter  Berücksichtigung  dieser Umstände  kein  Anlass 
zur  Annahme  besteht,  der  Beschwerdeführer  –  ein  junger  und  soweit 
ersichtlich  gesunder  Mann  –  würde  im  Falle  einer  Rückführung  nach 
Italien in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass sich der Beschwerdeführer vor seiner Einreise in die Schweiz schon 
seit  geraumer  Zeit  wieder  in  Italien  aufgehalten  hat,  weshalb  seine 
Vorbringen  betreffend  seine  angeblich  fehlenden  Sprachkenntnisse  und 
seine  angeblich  fehlenden  persönlichen  Anknüpfungspunkte  nicht 
überzeugen können, 

dass  aufgrund  der  vorliegenden  Akten  ein  Selbsteintritt  auf  das 
Asylgesuch  (im  Sinne  von  Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  ausgeschlossen 
bleibt,  womit  der  Nichteintretensentscheid  des  BFM  in  Anwendung  von 
Art. 34 Abs. Bst. d AsylG zu bestätigen ist, 

dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des 
Dublin­Verfahrens  entspricht  und  von  daher  im  Einklang  mit  der 
Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Behandlung  des  Asylgesuches 
zuständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt für die vom 
Beschwerdeführer  beantrage  Ersatzmassnahme  für  den 
Wegweisungsvollzug  (im Sinne  von Art.  44 Abs.  2 AsylG  i.V.m.  Art.  83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20]),  mithin  eine 
entsprechende  Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen 
des  Nichteintretensentscheides  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende 
Erwägungen), 

dass in diesem Sinne das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Italien 
zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte, 

dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  die  angefochtene  Verfügung 
zu  bestätigen  und  die  eingereichte  Beschwerde  –  soweit  darauf 
einzutreten ist – als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, 

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dass mit vorliegendem Endentscheid das Gesuch um ein Aussetzen des 
Wegweisungsvollzuges  (nach  Art.  107a  AsylG)  und  das  Gesuch  um 
Befreiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) 
gegenstandslos werden,

dass  im Rahmen  des Dublin­Verfahrens  Kontakte mit  dem Heimatstaat 
ohnehin  nicht  in  Betracht  fallen,  weshalb  auch  die  diesbezüglichen 
Anträge [6 und 7] gegenstandlos sind,

dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als 
aussichtslos erwiesen hat, 

dass  demnach  die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr.  600.–  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (vgl.  dazu  Art. 63  Abs.  1  VwVG 
sowie  Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Contessina Theis Lorenz Mauerhofer

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