# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ba1f42a-6be5-52b8-aeac-2f55c935bb4e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2008 E-6367/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6367-2008_2008-10-14.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6367/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______,
Sri Lanka,
vertreten durch Hans Peter Roth, Büro Timur,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6367/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  26.  Oktober  1999  ein  erstes 
Asylgesuch  stellte,  welches  das  BFM  (damals  Bundesamt  für 
Flüchtlinge: BFF) mit Verfügung vom 3. Januar 2000 ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  die  Verfügung  des  Bundesamts  unangefochten  in  Rechtskraft 
erwuchs,

dass der  Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben im Anschluss 
nach  A._______  weitergereist  sei,  wo  er  von  den  Behörden  von 
A._______  festgenommen  und  im  Jahre  2001  nach  Sri  Lanka 
zurückgeschafft worden sei,

dass der Beschwerdeführer seinen Angaben gemäss Sri Lanka am 1. 
Juni 2008 auf  dem Luftweg wieder verliess und wahrscheinlich über 
B._______  und  A._______  am  9.  Juni  2008  erneut  illegal  in  die 
Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags  zum  zweiten  Mal  um  Asyl 
nachsuchte,

dass er am 19. Juni 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel 
befragt sowie am 1. Juli 2008 durch das BFM direkt angehört wurde,

dass  er  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  sich  seit  seiner 
Rückschaffung aus A._______ im Jahr 2001 in C._______, Sri Lanka, 
aufgehalten und dort (...) betrieben,

dass  er  am  18.  Dezember  2006  von  der  Armee  gewaltsam 
mitgenommen  und  in  ein  Kommando-Camp  im  Point  Pedro-Distrikt 
gebracht worden sei, weil sein jüngerer Bruder Mitglied der "Liberation 
Tigers of Tamil Eelam" (LTTE) sei,

dass  der  Beschwerdeführer  während  seiner  Haftzeit  immer  wieder 
befragt und auf schwerwiegende Weise misshandelt worden sei,

dass dem Beschwerdeführer zwar gedroht worden sei, sechs Monate 
in  diesem  Camp  festgehalten  zu  werden,  er  jedoch  mit  Hilfe  eines 
Anwalts  gegen  eine  Kaution  von  5'000  Rupien  bereits  am 15. April 
2008 freigelassen worden sei,

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dass er einer wöchentlichen Meldepflicht unterstellt gewesen sei und 
ihm  beim  dritten  Mal,  als  er  zur  Unterschrift  erschienen  sei,  die 
Identitätskarte abgenommen worden sei,

dass er  im Jahre 2006 mit  einem international  gültigen Führer-  und 
Identitätsausweis  der  Armee  nach  Colombo  geflogen  sei,  um seine 
Ausreise dort vorbereiten zu können,

dass er  nach einem zweiwöchigen Aufenthalt  in  Colombo wieder  an 
seinen  Wohnort  im  Norden  Sri  Lankas  zurückgekehrt  sei,  wo  er 
knappe zwei Jahre als (...) gearbeitet habe, 

dass er am 25. April 2008 zusammen mit seiner Mutter, welche ihm die 
Ausreise organisiert habe, wieder nach Colombo gereist sei und am 1. 
Juni 2008 Sri Lanka auf dem Luftweg verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 1. Oktober 2008 in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31)  auf  das  zweite  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, das am 26. 
Oktober  1999  eingeleitete  erste  Asylverfahren  sei  rechtskräftig 
abgeschlossen und die Ereignisse, welche der Beschwerdeführer für 
den Zeitraum nach dem Abschluss dieses Verfahrens geltend gemacht 
habe, seien weder geeignet, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, 
noch für die Gewährung des vorübergehenden Schutzes relevant,

dass  seine  Angaben  zu  seiner  Festnahme  vom  18.  Januar  2006 
ausweichend,  ungereimt  und  trotz  mehrmaliger  Aufforderung  zur 
Konkretisierung  zu  wenig  detailliert  und  realitätsfremd  dargelegt 
worden  seien,  so  dass  der  Eindruck  nicht  erweckt  worden  sei,  der 
Beschwerdeführer stünde im Zentrum des Geschehens,

dass der Wortlaut der Ausführungen des Beschwerdeführers zu der im 
Camp erlittenen  Folter  im  Januar  2006,  stellenweise  mit  jenem  der 
Ausführungen,  die  er  bereits  vor  sieben  Jahren  im  Rahmen  der 
Anhörungen  zum  ersten  Asylgesuch  zu  Protokoll  gegeben  habe, 
identisch sei,

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dass  aufgrund  dieser  erneut  unfundierten  und  unsubstanziierten 
Schilderungen davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe die 
bereits im Jahre 1999zu Protokoll gegebenen Darlegungen erlernt,

dass  der  vom  Beschwerdeführer  gemachte  Hinweis,  wegen  der 
erlittenen  Schläge  sei  sein  Gedächtnis  getrübt,  weshalb  er  erst  im 
zweiten  Asylgesuch  zu  Protokoll  gegeben  habe,  während  fünf 
Monaten in Colombo gelebt und gearbeitet zu haben, ungereimt und 
widersprüchlich ausgefallen seien,

dass zudem nicht nachvollziehbar sei, weshalb der Beschwerdeführer 
im Jahre 2006 wieder nach D._______ zurückgekehrt sei, 

dass  in  Anbetracht  der  jüngsten  militärischen  Eskalation  und  der 
Polarisierung  der  Politik  in  Sri  Lanka  eine  Rückschaffung  in  den 
Norden und Osten dieses Landes nicht zumutbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  gestützt  auf  die  mit  seiner 
Staatsangehörigkeit  verbundenen  Niederlassungsfreiheit  in  einem 
anderen Teil seines Heimatlandes Wohnsitz nehmen könne,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Westen oder Süden des Landes zumutbar sei und keine individuellen 
Gründe dagegen sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Oktober 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  beantragte,  die  vorinstanzliche  Verfügung sei  aufzuheben 
und die Sache sei zur Prüfung des Asylgesuchs zurückzuweisen, es 
sei  von  allfälligen  Vollzugshandlungen  abzusehen,  ihm  sei  die 
unentgeltliche  Rechtspflege  gemäss  Art  65  Abs.  1  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  zu  gewähren,  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschuss sei zu verzichten, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  8.  Oktober  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art.  105 
AsylG  i.V.m. Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. 
Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG 
sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  somit 
darauf  beschränkt  ist,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die 
angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer 
Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzug materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die vorliegende Beschwerde – wie sich aus den nachstehenden 
Erwägungen ergibt – offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen 
Schriftenwechsel  verzichtet  werden  kann  und  der  Beschwerdeent-
scheid lediglich summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 
AsylG; vereinfachtes Verfahren),

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren erfolglos  durchlaufen oder  ihr 
Gesuch  zurückgezogen  haben  oder  während  des  hängigen  Asyl-
verfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

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dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  die 
Anhörung  Hinweise  auf  zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse 
ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder 
die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 
32 Abs. 2 Bst. e AsylG), 

dass dabei ein Beweismassstab zur Anwendung kommt, welcher tiefer 
ist  als  der  für  die  Glaubhaftmachung  im  Sinne  von  Art.  7  AsylG 
geltende,  und auf  Asylgesuche eingetreten werden muss, wenn sich 
Hinweise  auf  eine  relevante  Verfolgung  ergeben,  welche  nicht  von 
vornherein haltlos sind (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f. und EMARK 
1998 Nr. 1 betreffend Art. 16 Abs. 1 Bst. d aAsylG sowie EMARK 2000 
Nr. 14 E. 2.d S. 104 f.),

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen ein erstes Asylver-
fahren erfolglos durchlaufen hat, 

dass hinsichtlich der zur Begründung des zweiten Asylgesuchs geltend 
gemachten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  seine  im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Basel  protokollierten  Aussagen 
sowie  auf  das  Protokoll  der  direkten  Anhörung  durch  das  BFM  zu 
verweisen ist,

dass gemäss Würdigung des BFM nach Abschluss des ersten Asyl-
verfahrens offensichtlich keine Ereignisse eingetreten sind, welche für 
die  Flüchtlingseigenschaft  oder  für  die  Gewährung  des  vorüber-
gehenden Schutzes relevant sein könnten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Ansicht  der  Vorinstanz  teilt 
und auf die diesbezüglich zutreffenden Erwägungen des BFM in der 
angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG),

dass  die  Vorbringen  in  der  Beschwerdeschrift  nicht  zu  einer  verän-
derten Betrachtungsweise zu führen vermögen, 

dass  in  der  Beschwerdeschrift  unter  anderem vorgebracht  wird,  der 
Argumentation  des  BFM,  die  Darlegungen  des  Beschwerdeführers 
seien  wegen  der  angeblichen  Ungereimtheiten  unglaubhaft 
ausgefallen,  könne  nicht  gefolgt  werden,  da  jenes  sein 
Aussageverhalten  nicht  gesamthaft  gewürdigt,  sondern  lediglich 
einzelne  Elemente  aus  den  Protokollen  "herausgepflückt"  habe  und 

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zum  Schluss  gekommen  sei,  aufgrund  der  Duplizität  seiner 
Schilderungen seien seine Ausführungen unglaubhaft, 

dass  sich  gemäss  der  Begründungspflicht  die  verfügende  Behörde 
nicht  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlicher  Behauptung  und jedem 
rechtlichen  Einwand in  seinem Entscheid  auseinander  setzen muss, 
sondern sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken darf, 
um  der  Begründungspflicht  nachzukommen  (vgl.  BGE 129  I  232  E. 
3.2),

dass  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  die  Gründe, 
weshalb  sie  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  teilweise  als 
unglaubhaft  erachtet,  dargelegt  hat,  wodurch  sich  der 
Beschwerdeführer  aufgrund  des  Inhaltes  seiner  Rechtsmitteleingabe 
offensichtlich über die Tragweite der angefochtenen Verfügung ein Bild 
hat machen können,

dass das BFM damit seine Begründungspflicht nicht verletzt  hat und 
auch  den  Akten  nichts  entnommen  werden  kann,  was  darauf 
hindeutet,  die  verfügende  Behörde  habe  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  bei  seiner  Entscheidfindung  zu  wenig 
berücksichtigt,

dass im Weiteren vorgebracht wird, der Beschwerdeführer habe sich 
bezüglich  seiner  Wohnsitznahme  in  Colombo  im  Jahre  1999  nicht 
mehr genau erinnern können, zumal diese bereits lange zurückliege, 
mit der aktuellen Gefährdung wenig zu tun habe und im Übrigen ein 
Detail darstelle,

dass der im Rahmen der Anhörung vom 1. Juli 2008 zum Aufenthalt in 
Colombo  gemachte  Hinweis  auf  die  "reduzierte  Persönlichkeit"  des 
Beschwerdeführers (vgl. B6/13 S. 9) an dieser Einschätzung nichts zu 
ändern  vermag,  zumal  einerseits  den Protokollen keine Hinweise zu 
entnehmen sind,  die  eine solche  Einschätzung stützen könnten und 
andererseits Asylbewerber bei der Schilderung ihrer Erlebnisse keine 
abstrakten  oder  komplizierten  theoretischen  Erörterungen  anstellen 
müssen, sondern lediglich selber Erlebtes wiederzugeben haben,

dass die Vorbringen, zukünftig von den Behörden verfolgt zu werden, 
als  realitätsfremd zu  qualifizieren sind,  zumal  der  Beschwerdeführer 
nach seiner angeblichen Haftentlassung im Jahre 2006 erneut für zwei 

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Jahre nach D._______ zurückgekehrt sei, und während dieser Zeit mit 
den Behörden keine konkreten Probleme gehabt habe,

dass  sich  bezüglich  dieser  Vorbringen  der  Schluss  aufdrängt,  der 
Beschwerdeführer  habe  lediglich  versucht,  seine  Verfolgungs-
geschichte in allgemein bekannte Umstände in Sri Lanka einzubetten, 
ohne  jedoch  im  behaupteten  Ausmass  davon  betroffen  gewesen  zu 
sein, 

dass daran auch sein Hinweis in der Rechtsmittelschrift in Bezug auf 
seinen  Bruder  nichts  zu  ändern  vermag,  insbesondere  sich  daraus 
keine  individuell  konkrete  Gefährdungssituation  für  den 
Beschwerdeführer ableiten lässt,

dass  auch  die  übrigen  Beschwerdevorbringen  in  der  Beschwerde 
sowie die eingereichten Beweismittel insgesamt nicht geeignet sind, zu 
einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu  Recht  auf  das  zweite  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat,  vorliegend  der 
Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 
1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
nach  den  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  zu 
regeln ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 

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sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass die Rückschiebung in sein Heimatland keine Verletzung von Art. 
33  des  Abkommens  vom 28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der 
Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und  Art.  3  der  Konvention  vom  4. 
November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darstellen würde,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  einem  Grundsatzurteil 
entschieden hat, dass ein Wegweisungsvollzug in die Nordprovinz (die 
Distrikte Jaffna, Mannar, Vuvuniya, Mullaitivu und Kilinochchi) und in 
die  Ostprovinz  (Distrikte  Trincomalee,  Batticaloa  und  Ampara) 
angesichts  der  dort  herrschenden  allgemeinen  Lage  unzumutbar  ist 
(BVGE 2008/2),

dass dagegen die Rückkehr in den Grossraum Colombo als zumutbar 
erachtet wird, sofern besonders begünstigende individuelle Umstände, 
wie namentlich ein tragfähiges Familien- oder sonstiges Beziehungs-
netz,  die  konkrete  Möglichkeit  der  Sicherung  des  Existenzminimus 
sowie  eine  gesicherte  Wohnsituation,  vorliegen  würden  (vgl.  a.a.O., 
E. 7 S. 8 ff.),

dass  in  casu  vom  Vorliegen  solcher  begünstigender  Faktoren 
ausgegangen  werden  kann,  zumal  der  Beschwerdeführer  gemäss 
eigenen  Angaben  bereits  im  Jahre  1998  in  Colombo  gelebt  und 
gearbeitet und sich im April 2006 für zwei Wochen sowie vom 25. April 
2008 bis zu seiner Ausreise dort wiederum aufgehalten hat,

dass sich aufgrund der gesamten Aktenlage der Verdacht  aufdrängt, 
der  Beschwerdeführer  habe  sich  vor  seiner  Ausreise  (zu  deren 
Vorbereitung)  länger  als  angegeben  im  Grossraum  Colombo 
aufgehalten,

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen ledigen, jungen 
und – soweit aus den Akten ersichtlich – gesunden Mann handelt, der 
gemäss eigenen Angaben während mehrerer Jahre in der (...) sowie 
als (...)  tätig war und seinen Lebensunterhalt selbst bestritt,  weshalb 
davon  auszugehen  ist,  er  werde  nach  seiner  Rückkehr  in  der  Lage 
sein, sich eine neue Existenz aufbauen zu können,

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dass er in Colombo jeweils bei einer tamilischen Familie gewohnt habe 
(vgl. B6/13 S. 8),

dass  davon  ausgegangen  werden  kann,  die  Gastfamilie  des 
Beschwerdeführers  lebe  immer  noch  in  Colombo,  dieser  könne  bei 
einer  Rückkehr  zumindest  vorübergehend  wieder  bei  der  genannten 
Familie wohnen, und er verfüge aufgrund seiner dortigen Aufenthalte 
über ein Beziehungsnetz, 

dass  sich  aufgrund  der  Akten  schliesslich  keine  Hinweise  auf  das 
Vorliegen  technischer  Vollzugshindernisse  ergeben,  weshalb  der 
Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 ANAG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  mit  vorliegendem  Urteil  ohne  vorgängige 
Instruktion gegenstandslos geworden ist, 

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist,  da – wie sich aus den 
vorstehenden  Erwägungen  ergibt  –  von  der  Aussichtslosigkeit  der 
Begehren ausgegangen werden muss,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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