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**Case Identifier:** 19955e46-a811-5c53-a3c4-ff5bbb7e9ab9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 21.02.2022 ZK2 2021 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2021-4_2022-02-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 21. Februar 2022

Referenz ZK2 21 3 und ZK2 21 4

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Diggelmann, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Kläger, Berufungskläger (ZK2 21 3) und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Robert K. Däppen
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur 

gegen

B._____
Beklagte, Berufungsklägerin (ZK2 21 4) und Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl
Vazerolgasse 2, Postfach 459, 7001 Chur 

Gegenstand Grundbuchsperre / paulianische Anfechtung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Albula vom 29.10.2020, mitgeteilt am 
12.01.2021 (Proz. Nr. 115-2016-7)

Mitteilung 28. Februar 2022

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Sachverhalt

A. Die C._____ war Eigentümerin von drei Grundstücken auf der Alp D._____ 
oberhalb von K._____ in der Gemeinde L._____. Deren eines im Halte von 1'092 
m2 war und ist mit dem "Berghaus M._____" bebaut; die beiden anderen sind 
Kleinstparzellen mit 19 resp. 125 m2 Fläche. Das Berghaus war laut Handelsregis-
ter das Domizil der Gesellschaft. Diese hatte es der B._____ (der heutigen Be-
klagten und Berufungsklägerin) verpachtet. Deren Gesellschafter N._____ und 
O._____ führten den Betrieb. Einziges zeichnungsberechtigtes Organ der C._____ 
war P._____. Dieser nahm nach dem aus finanziellen Gründen erfolgten Verlust 
seines Hauses im nahe gelegenen Q._____ offiziellen Wohnsitz im privaten 
Wohnhaus der Gesellschafter der B._____, der Pächterin des Berghauses, hielt 
sich allerdings nach eigener Darstellung mehrheitlich im Hotel R._____ in K._____ 
auf, welches bis zum Verkauf im Mai 2013 Eigentum der C._____ war.

In einer Betreibung gegen P._____ (dazu RG-act. II/17) ersteigerte A._____ (der 
heutige Kläger und Berufungskläger) am 24. Oktober 2013 zwei Forderungen 
P._____ von zusammen etwas über CHF 711'000.00 gegen die C._____ (RG-act. 
II/5). Am 19. November 2013 beschloss die Generalversammlung der C._____ 
deren Liquidation, und P._____ wurde Liquidator. 

Die C._____ in Liquidation verkaufte die eingangs genannten Grundstücke am 27. 
November 2013 an die B._____ (RG-act. II/13). A._____ betrieb die C._____ am 
3. Januar 2014 in Prosequierung eines (leeren) Arrestes, und am 29. April 2014 
wurde über die Betriebene der Konkurs eröffnet (RG-act. II/4). A._____ wurde mit 
seinen ersteigerten Forderungen im dritten Rang kolloziert, neben einigen anderen 
Gläubigern mit kleinen Forderungen (RG-act. II/14). Am 21. November 2014 trat 
die Konkursverwaltung allfällige Anfechtungsansprüche gegen die B._____ aus 
dem Verkauf der Grundstücke im Sinne von Art. 260 SchKG an A._____ ab (RG-
act. II/2).

Am 23. Dezember 2015 verfügte das damalige Bezirksgericht Albula (heute Regi-
onalgericht Albula) auf Antrag von A._____ im Sinne einer vorsorglichen Mass-
nahme eine Grundbuchsperre über zwei der streitigen Grundstücke (zum Wortlaut 
der Anordnung kann auf das angefochtene Urteil verwiesen werden: S. 3). Die 
Sperre ist nach wie vor in Kraft.

B. Innert Frist prosequierte A._____ die vorsorgliche Massnahme mit Klage 
beim Regionalgericht Albula. Er stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei das Grundbuchamt L._____ anzuweisen, die mit Entscheid des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 23. Dezember 2015 an-

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geordnete umfassende Grundbuchsperre auf den Liegenschaften Pro-
visorisches L-. und S.-Register Grundstück Nr. E._____/Plan 10 Berg-
haus "M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung und 
Wiese "S._____", und Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück 
Nr. F._____/Plan 9 definitiv einzutragen resp. anzumerken. 

2. Es sei die umfassende Grundbuchsperre gemäss Ziff. 1 so lange auf-
recht zu erhalten, bis die Vermögenswerte gemäss rechtskräftigem Ur-
teil im Hauptverfahren der Zwangsvollstreckung zugeführt sind.

3. Es seien die mit dem Grundstückkaufvertrag vom 27. November 2013 
zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ übertragenen Liegen-
schaften Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. 
E._____/Plan 10 Berghaus "M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrund-
fläche, Umschwung und Wiese "S._____", und Provisorisches L.- und 
S.-Register Grundstück Nr. F._____/Plan 9, und Provisorisches L.- 
und S.-Register Grundstück Nr. G._____/Plan 10, zurückzugeben und 
der Zwangsvollstreckung im Konkursverfahren gegen die C._____ in 
Liq. zuzuführen, unter entsprechender Anweisung an das Konkursamt 
Albula/Alvra, die Beschlagnahme zu vollziehen; eventualiter sei die 
Beklagte zur Bezahlung von CHF 530'000 an den Kläger zu verpflich-
ten, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 29. November 2014.

4. Es sei sämtliches mit dem Grundstückkaufvertrag vom 27. November 
2013 zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ mitverkauftes 
Mobiliar und Inventar zurückzugeben und der Zwangsvollstreckung im 
Konkursverfahren gegen die C._____ in Liq. zuzuführen, unter ent-
sprechender Anweisung an das Konkursamt Albula, die Beschlag-
nahme zu vollziehen; eventualiter sei die Beklagte zur Bezahlung von 
CHF 300'000 an den Kläger zu verpflichten, zuzüglich Zins zu 5% seit 
dem 29. November 2014.

5. Es sei die Beklagte zu verpflichten, auf der Liegenschaft Provisori-
sches L.- und S.-Register Grundstück Nr. E._____/Plan 10 Berghaus 
"M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung und Wiese 
"S._____" lastende Schuldbriefe mit einer Maximalbelastung von CHF 
470'000 der Zwangsvollstreckung im Konkursverfahren gegen die 
C._____ in Liq. zuzuführen, unter entsprechender Anweisung an das 
Konkursamt Albula/Alvra, die Beschlagnahme zu vollziehen; eventuali-
ter sei die Beklagte zur Bezahlung von CHF 290'000 an den Kläger zu 
verpflichten, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 29. November 2014.

6. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 140'000, zuzüg-
lich Zins zu 5% seit dem 29. November 2014, für die Bezahlung der 
Forderung aus Investitionskosten zu bezahlen.

7. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger eine Summe entspre-
chend CHF 39'000 p.a. ab dem 27. November 2013 bis zum Zeitpunkt 
der Rückübertragung der Liegenschaft für deren Nutzung zu bezahlen.

8. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 13'000, zuzüglich 
Zins zu 5% seit dem 29. November 2014, für die Rückzahlung der 
Pachtkosten zu bezahlen.

9. Eventualiter bzw. subeventualiter zum Rechtsbegehren gemäss Ziff. 3 
sei festzustellen, dass der Grundstückkaufvertrag vom 27. November 
2013 zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ betr. Liegenschaf-
ten Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. E._____/Plan 

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10 Berghaus "M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrundfläche, Um-
schwung und Wiese "S._____", Provisorisches L.- und S.-Register 
Grundstück Nr. F._____/Plan 9, und Provisorisches L.- und S.-
Register Grundstück Nr. G._____/Plan 10, nichtig ist, und es sei der 
Grundbuchführer anzuweisen, den Grundbucheintrag der Beklagten 
als Eigentümerin der betreffenden Liegenschaften zu löschen, so dass 
die C._____ in Liq. als Eigentümerin wiederaufscheint, und es sei die 
Beklagte zu verpflichten, die auf der Liegenschaft lastenden Schuld-
briefe mit einer Maximalbelastung von CHF 470'000 an das Konkur-
samt Albula/Alvra herauszugeben. Für den Fall, dass der Beklagten 
die Herausgabe der Schuldbriefe nicht möglich ist, sei sie ersatzweise 
zur Zahlung von CHF 760'000 zu verpflichten, nebst Zins zu 5% seit 
dem 29. November 2014.

10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.

Der Verfahrensverlauf in erster Instanz ist im angefochtenen Urteil dargestellt, 
darauf kann hier einstweilen verwiesen werden. Soweit erforderlich, ist darauf 
zurückzukommen.

C. Das Regionalgericht entschied über die Klage am 29. Oktober 2020 wie 
folgt:

1. Die Beklagte wird verpflichtet, die in ihrem Eigentum stehenden 
Grundstücke in der Gemeinde L._____

- Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. H._____ / Plan 10 
(Berghaus M._____)

- Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. I._____ / Plan 9

- Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. J._____/Plan 10

samt den Grundpfandschulden und das mit dem Grundstückkaufver-
trag vom 27. November 2013 mitverkaufte Mobiliar und Inventar 
zurückzugeben und die Zwangsvollstreckung zu dulden.

2. Zu diesem Zweck, bis zur Zuführung der vorgenannten Vermögens-
werte in die Zwangsvollstreckung, wird hiermit die Weitergeltung der 
vom Einzelrichter am Regionalgericht Albula am 23. Dezember 2015 
verfügten vorsorglichen Massnahme (Anmerkung einer umfassenden 
Grundbuchsperre auf den Grundstücken Nr. H._____/Plan 10 und Nr. 
I._____/Plan 9, Grundbuch für die Gemeinde L._____; Proz. Nr. 135-
2014-192) angeordnet.

3. Ferner wird die Beklagte verpflichtet, dem Kläger CHF 13'000.00 nebst 
Zins zu 5% seit dem 29. November 2014 zu bezahlen.

4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 25'400.00 (Entscheidgebühr 
CHF 25'000.00 inkl. Kosten des Grundbuchamtes L._____, Kosten der 
Beweisführung CHF 400.00) gehen im Umfang von 1/4 zu Lasten des 
Klägers (= CHF 6'350.00) und zu 3/4 zu Lasten der Beklagten (= CHF 
19'050.00) und werden mit den geleisteten Vorschüssen verrechnet.

5. Die Gerichtskosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens (Proz. 
Nr. 135-2014-192) in Höhe von CHF 2'500.00 gehen vollumfänglich zu 
Lasten der Beklagten, wobei diese bereits mit dem Vorschuss ver-
rechnet wurden.

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6. Die Beklagte hat den Kläger mit CHF 17'970.85 (inkl. Barauslagen und 
MwSt) für das vorliegende Hauptsacheverfahren und mit pauschal 
CHF 1'800 (inkl. Barauslagen und MwSt) für das vorsorgliche Mass-
nahmeverfahren aussergerichtlich zu entschädigen und ihm die geleis-
teten Vorschüsse im Umfang von insgesamt CHF 21'350.00 (CHF 
18'850.00 für das Hauptsacheverfahren und CHF 2'500.00 für das vor-
sorgliche Massnahme-verfahren) zu ersetzen sowie die im vorsorgli-
chen Massnahmeverfahren (Proz. Nr. 135-2014-192) zugesprochene 
Parteientschädigung von CHF 1'800.00 -soweit bereits erhalten- 
zurückzuerstatten.

Das Urteil wurde den Parteien am 12. Januar 2021 mitgeteilt.

D. Am 12. Februar 2021 wurden dem Kantonsgericht zwei Berufungen einge-
reicht. Die eine stammt von der Beklagten und Berufungsklägerin / Berufungsbe-
klagten (im Folgenden: Beklagte) und wurde unter der Nummer ZK2 21 4 regis-
triert. Sie enthält die nachstehenden Anträge:

1. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Albula vom 
29.10.2020, mitgeteilt am 12.01.2021, in Sachen B._____ gegen 
A._____ sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es seien die Rechtsbegehren 1-10 des Berufungsbeklagten gemäss 
Klageschrift vom 23.03.2016 allesamt abzuweisen.

3. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidfindung im Sinne der 
nachfolgenden Berufungsbegründung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen.

4. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge (diese zzgl. jeweils geltende Mehrwertsteuer) zu Lasten 
des Berufungsbeklagten sowohl für das vorsorgliche Massnahmever-
fahren und das erstinstanzliche Verfahren vor Regionalgericht Albula 
wie auch für das Berufungsverfahren.

Die Berufung des Klägers und Berufungsklägers/Berufungsbeklagten (im Folgen-
den: Kläger), Verfahren ZK2 21 3, enthält nachstehende Anträge:

1. Es seien Dispositiv Ziff. 1, 4 und 6 des Entscheides des Regionalge-
richts Albula vom 29. Oktober 2020 aufzuheben.

2. Es seien die mit dem Grundstückkaufvertrag vom 27. November 2013 
zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ übertragenen Liegen-
schaften Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. 
E._____/Plan 10 Berghaus "M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrund-
fläche, Umschwung und Wiese "S._____", Provisorisches L.- und S.-
Register Grundstück Nr. F._____/Plan 9, und Provisorisches L.- und 
S.-Register Grundstück Nr. G._____/Plan 10, zurückzugeben und der 
Zwangsvollstreckung im Konkursverfahren gegen die C._____ in Liq. 
zuzuführen, unter entsprechender Anweisung an das Konkursamt Al-
bula/Alvra, die Beschlagnahme zu vollziehen; eventualiter sei die Be-
klagte zur Bezahlung von CHF 530'000 an den Kläger zu verpflichten, 
zuzüglich Zins zu 5% seit dem 29. November 2014.

3. Es sei sämtliches mit dem Grundstückkaufvertrag vom 27. November 
2013 zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ mitverkauftes 

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Mobiliar und Inventar zurückzugeben und der Zwangsvollstreckung im 
Konkursverfahren gegen die C._____ in Liq. zuzuführen, unter ent-
sprechender Anweisung an das Konkursamt Albula/Alvra, die Be-
schlagnahme zu vollziehen; eventualiter sei die Beklagte zur Bezah-
lung von CHF 300'000 an den Kläger zu verpflichten, zuzüglich Zins zu 
5% seit dem 29. November 2014.

4. Es sei die Beklagte zu verpflichten, auf der Liegenschaft Provisori-
sches L.- und S.-Register Grundstück Nr. E._____/Plan 10 Berghaus 
"M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung und Wiese 
"S._____" lastende Schuldbriefe mit einer Maximalbelastung von CHF 
470'000 der Zwangsvollstreckung im Konkursverfahren gegen die 
C._____ in Liq. zuzuführen, unter entsprechender Anweisung an das 
Konkursamt Albula/Alvra, die Beschlagnahme zu vollziehen; eventuali-
ter sei die Beklagte zur Bezahlung von CHF 290'000 an den Kläger zu 
verpflichten, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 29. November 2014.

5. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger eine Summe entspre-
chend CHF 39'000 p.a. ab dem 27. November 2013 bis zum Zeitpunkt 
der Rückübertragung der Liegenschaft für deren Nutzung zu bezahlen 
nebst jeweils 5% Zins, erstmals ab dem 27. November 2013.

6. Subeventualiter zu den Rechtsbegehren gemäss Ziff. 2 und 4 sei fest-
zustellen, dass der Grundstückkaufvertrag vom 27. November 2013 
zwischen der C._____ in Liq. und der B._____ betr. Liegenschaften 
Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück Nr. E._____/Plan 10 
Berghaus "M._____" mit 1'092 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung 
und Wiese "S._____", Provisorisches L.- und S.-Register Grundstück 
Nr. F._____/Plan 9, und Provisorisches L.- und S.-Register Grunds-
tück Nr. G._____/Plan 10, nichtig ist, und es sei der Grundbuchführer 
anzuweisen, den Grundbucheintrag der Beklagten als Eigentümerin 
der betreffenden Liegenschaften zu löschen, so dass die C._____ in 
Liq. als Eigentümerin wiederaufscheint, und es sei die Beklagte zu 
verpflichten, die auf der Liegenschaft lastenden Schuldbriefe mit einer 
Maximalbelastung von CHF 470'000 an das Konkursamt Albula/Alvra 
herauszugeben. Für den Fall, dass der Beklagten die Herausgabe der 
Schuldbriefe nicht möglich ist, sei sie ersatzweise zur Zahlung von 
CHF 760'000 zu verpflichten, nebst Zins zu 5% seit dem 29. November 
2014.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Berufungsverfahren 
zulasten der Beklagten und für das vorinstanzliche Hauptverfahren zu 
1/8 zulasten des Klägers und zu 7/8 zulasten der Beklagten.

Im anschliessenden je doppelten Schriftenwechsel waren sich die Parteien zwar 
darin einig, dass das angefochtene Urteil aufzuheben sei, allerdings mit unter-
schiedlichen Folgen: die Beklagte hielt daran fest, die Klage müsse abgewiesen 
werden, während der Kläger eine andere Formulierung zu seinem Hauptbegeh-
ren (Einbezug der Liegenschaften in den Konkurs) und die Verpflichtung der Be-
klagten zu weiteren Leistungen verlangt. 

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Die letzten vom Gericht veranlassten Schriftsätze in den beiden Verfahren wurden 
je der Gegenpartei zugestellt mit dem Hinweis, dass keine weiteren Vorträge vor-
gesehen seien (je act. D.10). Es gingen keine weiteren Äusserungen ein.

Erwägungen

1. Prozessuale Grundlagen

1.1. Die Zuständigkeit von Regional- und Kantonsgericht gibt zu keinen Bemer-
kungen Anlass.

Die Beklagte rügt, das Regionalgericht habe den Streitwert nicht festgestellt (act. 
4/A.1, S. 10; zur Zitierweise vgl. nachfolgend E. 1.6). Der für die Berufung in der 
vorliegenden vermögensrechtlichen Sache erforderliche Streitwert von CHF 
10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) ist allerdings ohne Weiteres erreicht, und die Be-
klagte stellt das nicht in Frage. Auf die Frage des betragsmässigen Obsiegens und 
Unterliegens ist bei den Kostenfolgen zurückzukommen.

Die fristgerecht eingereichten Berufungen enthalten konkrete Anträge und Be-
gründungen. Sie entsprechen somit den Anforderungen von Art. 311 ZPO. 

1.2. Das angefochtene Urteil heisst die Klage nicht vollständig gut. Beim Haupt-
antrag (Ziff. 3 der klägerischen Rechtsbegehren) formuliert es das Begehren des 
Klägers um und integriert teilweise das in Ziff. 4 und 5 der Rechtsbegehren Ver-
langte in sein Dispositiv. In diesem fehlen die Begehren Ziff. 6 und 7 (Verpflichtung 
der Beklagten zur Zahlung von CHF 140'000.00 resp. jährlich CHF 39'000.00). Die 
vom Gericht an sich selbst gerichtete Handlungsanweisung für das Dispositiv, die-
se beiden Begehren "seien abzuweisen" (angefochtenes Urteil E. 6.3 und 6.4, S. 
17), wurde also nicht umgesetzt; es ist aber in der Sache klar, dass das Urteil die-
se Positionen abweist. Das Gericht hat ebenso wie die Parteien Anspruch darauf, 
dass man seine Anordnungen und anderen Äusserungen nach Treu und Glauben 
versteht (Art. 52 ZPO).

Die Position der Beklagten ist klar: sie will die Klage vollständig abgewiesen wis-
sen, soweit das im angefochtenen Urteil nicht bereits erfolgte.

Der Kläger seinerseits verlangt die vollständige Gutheissung seiner in erster In-
stanz gestellten Rechtsbegehren Ziff. 3, 4 und 5, und er hält am Eventualbegehren 
(Ziff. 9) fest. Das Rechtsbegehren Ziff. 6, die separate Verpflichtung der Beklagten 
zur Zahlung von CHF 140'00.00, lässt er fallen. Rechtsbegehren Ziff. 7 (Zahlung 
von jährlich CHF 39'000.00 ab dem 27. November 2013 bis zur Rückführung der 

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Liegenschaft M._____, formuliert er um, indem er neu "jeweils 5% Zins"  verlangt, 
"erstmals ab dem 27. November 2013". 

1.3. In Ziff. 6 seines Dispositivs verpflichtet das Regionalgericht die Beklagte, 
dem Kläger die im Massnahmeverfahren zugesprochene Parteientschädigung von 
CHF 1'800.00 zurückzuzahlen "soweit bereits erhalten". Das ist etwas unglücklich, 
weil ein Urteil vollstreckbar sein muss, und in diesem Fall weiss der Rechtsöff-
nungsrichter nicht, ob die Zahlung vor dem zu vollstreckenden Urteil bereits erfolgt 
ist (Art. 81 SchKG behält nur die Zahlung "seit Erlass des Entscheides" vor); weil 
ein weiteres Erkenntnisverfahren kaum möglich ist (Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO), 
müsste wohl im Streitfall in Abweichung von Art. 335 Abs. 2 ZPO ein Vollstre-
ckungsverfahren durchgeführt werden (nach Art. 338 Abs. 2 ZPO). Die Schwierig-
keiten würden vermieden, wenn bei der Festlegung der Parteientschädigung für 
das Massnahmeverfahren nach der vom Kantonsgericht in PKG 2018 Nr. 7 E. 4.2 
erörterten Praxis vorgegangen würde.

Die Parteien nehmen den Punkt in den Berufungen allerdings nicht auf, und so hat 
es mit der Formulierung des angefochtenen Urteils sein Bewenden (Art. 58 Abs. 1 
und 315 Abs. 1 ZPO).

1.4. Wenn das Verfahren wie hier der Partei- und der Dispositionsmaxime un-
tersteht, stellt die Berufung keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens 
dar. Sie dient vielmehr der Überprüfung des angefochtenen Entscheides und des 
Verfahrens der ersten Instanz (Art. 310 ZPO). Es obliegt den Parteien, geltend 
gemachte Mängel aufzuzeigen. Das hebt den Grundsatz nicht auf, dass die Ge-
richte und damit auch die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen anzu-
wenden haben (Art. 57 ZPO). Einer Partei kann es daher nicht schaden, wenn sie 
sich auf unzutreffende Gesetzesbestimmungen beruft oder solche gar nicht nennt. 
Es obliegt ihr aber, den geltend gemachten Fehler aufzuzeigen, und zwar nicht nur 
allgemein, sondern so präzis, dass es die Berufungsinstanz ohne Mühe verstehen 
kann. Sie darf nicht einfach auf Vorbringen in erster Instanz verweisen, sondern 
muss sowohl die Passagen im angefochtenen Urteil als auch die angerufenen Ak-
tenstücke genau bezeichnen. Das Bundesgericht formuliert es im grundlegenden 
Urteil so: (von der Partei werde verlangt) "de motiver son appel (art. 311 al. 1 
CPC), c'est-à-dire de démontrer le caractère erroné de la motivation attaquée. 
Pour satisfaire à cette exigence, il ne lui suffit cependant pas de renvoyer aux 
moyens soulevés en première instance, ni de se livrer à des critiques toutes 
générales de la décision attaquée. Sa motivation doit être suffisamment explicite 
pour que l'instance d'appel puisse la comprendre aisément, ce qui suppose une 
désignation précise des passages de la décision que le recourant attaque et des 

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pièces du dossier K._____ lesquelles repose sa critique" (BGE 138 III 374 E. 
4.3.1; BGE 141 III 576 E. 2.3.3).

Diese Anforderungen sind immerhin mit Augenmass, nach Treu und Glauben (Art. 
52 ZPO) zu handhaben. Wenn der Berufung bei loyalem Bemühen zu entnehmen 
ist, was warum kritisiert wird, und wenn das angefochtene Urteil den Punkt nicht 
besonders eingehend abhandelt, sodass auch ohne das Bezeichnen einzelner 
Seiten oder Absätze klar wird, was gemeint ist, lässt sich die Kritik häufig ohne 
Schwierigkeiten ("aisément", sagt das Bundesgericht) verstehen und beurteilen. 
Jedenfalls dürfen die formellen Anforderungen nicht überspannt oder überspitzt 
formalistisch angewendet werden. Im Einzelnen lässt sich das freilich nur bei der 
Diskussion konkreter Kritikpunkte beurteilen. 

1.5. In der Berufung sind neue Vorbringen mit wenigen Ausnahmen ausge-
schlossen (Art. 317 ZPO). Die Parteien müssen, um den vorstehend genannten 
Erfordernissen zu genügen, die Voraussetzungen einer der gesetzlichen Ausnah-
men begründen. Wenn sie in der Berufung tatsächliche Behauptungen vortragen, 
die nicht auf den ersten Blick etwas betreffen, wovon schon das erstinstanzliche 
Gericht ausging, werden sie als neu betrachtet, ohne dass die Berufungsinstanz 
die erstinstanzlichen Rechtsschriften und Akten darauf hin zu durchsuchen hätte, 
wo die Behauptung allenfalls schon aufgestellt worden sein könnte.

Auch neue Beweismittel unterliegen der Noven-Beschränkung. Novenrechtlich 
unzulässige Dokumente sind allerdings nicht nach einem häufig verwendeten 
Ausdruck in einem physischen Sinn "aus dem Recht zu weisen". Wohl sind sie wie 
unzulässige neue Behauptungen für die Entscheidfindung nicht zu beachten. Weil 
aber eine obere Instanz ihre Zulässigkeit anders beurteilen mag und nur schon 
aus Gründen der Transparenz und der Vollständigkeit des Dossiers im Sinne einer 
tatsächlichen Chronologie dürfen sie nicht etwa aus den Akten entfernt und dem 
Einleger zurückgeschickt werden. 

1.6. Die beiden Berufungen richten sich gegen das nämliche Urteil, und sie be-
treffen den nämlichen Sachverhalt. Sie sind zu vereinigen (Art. 125 lit. c ZPO ana-
log auf die Berufung angewendet). Den Parteien entsteht dadurch weder ein Vor- 
noch ein Nachteil, weshalb ihre Haltung zur Vereinigung unerheblich ist.

Die ganzen Akten neu zu bezeichnen, damit eine durchgehende Nummerierung 
entsteht, ist nicht nötig und würde eher Verwirrung schaffen. Die Akten der ersten 
Instanz werden wie üblich mit "RG-act. …" zitiert, die der Berufungen unter Voran-

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stellung der Verfahrensnummer, also etwa die Berufungsschrift des Klägers als 
"act. 3/A.1", die Beilagen der Beklagten zu deren Berufung mit "act. 4/B.1-4".

2. Berufung der Beklagten (Verfahren ZK2 21 4)

Da die Beklagte mit ihrer Berufung die Anfechtbarkeit der Veräusserung der 
Grundstücke an sich in Frage stellt, die Berufung des Klägers gegenteils (in die-
sem Punkt dem Regionalgericht folgend) auf der Anfechtbarkeit aufbaut, ist es 
zweckmässig, zuerst (nur) die Berufung der Beklagten zu behandeln.

2.1. Vorfragen 

Die Beklagte beanstandet, dass über die C._____ überhaupt der Konkurs eröffnet 
wurde; wegen der Rangrücktrittserklärung des ursprünglichen Gläubigers P._____ 
sei die vom Kläger erworbene Forderung gar nicht fällig gewesen (act. 4/A.1, S. 
12). Der Kläger äussert sich zum Rangrücktritt und zu dessen Bedeutung und 
weist den Einwand der Beklagten zurück (act. 4/A.2, Rz. 70 ff.). Im weiteren 
Schriftenwechsel halten beide Seiten an ihren Standpunkten fest.

Ob der Rangrücktritt des ursprünglichen Gläubigers die ganze im Konkurs einge-
gebene Forderung betraf oder nur einen Teil (wovon beide Parteien auszugehen 
scheinen), kann offen bleiben. Ebenso ist es für die vorliegend zu entscheidenden 
Fragen unerheblich, ob die Rangrücktrittserklärung (RG-act. II/35) schon einer 
Betreibung gegen die C._____ entgegen stand. Mangelnde Fälligkeit der in Be-
treibung gesetzten Forderung hätte die Schuldnerin mit Rechtsvorschlag (Art. 74 
SchKG) geltend machen müssen, allenfalls hätte sie es mit Beschwerde (Art. 17 
SchKG) rügen müssen, wenn das Betreibungsamt ihr dennoch und zu Unrecht die 
Konkursandrohung zustellte. Im Konkursverfahren war der Einwand nicht mehr 
zulässig (Peter Diggelmann, Rechtsmittel gegen die Konkurseröffnung, ZZZ 
37/2016 S. 101, Abschnitt V/B). Zu welchem Preis der Kläger die Forderung er-
worben hat, ist nicht von Bedeutung, ebenso die Höhe der Schätzung der Forde-
rung durch das Konkursamt. Der Punkt kann und muss daher hier nicht vertieft 
werden. 

Im vorliegenden Verfahren der Anfechtung kommt es sodann nicht darauf an, wie 
hoch die nominelle Forderung des Klägers im Konkurs der C._____ ist. Die Kon-
kursverwaltung hat ihm allfällige Anfechtungsansprüche gegen die Beklagte abge-
treten, damit er sie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung geltend mache. 
Voraussetzung dafür war, dass er im Konkurs Gläubiger war (Art. 260 SchKG). 
Aber in diesem Sinn zum Geltendmachen übertragene Ansprüche bleiben 
"Rechtsansprüche der Masse" (Art. 260 Abs. 1 SchKG; dazu auch Thomas Bauer, 

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in Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar zum SchKG, Ergänzungsband zur 
2. Aufl., Basel 2017, ad N 4 zu Art. 260 SchKG; der Richter hat lediglich die Aktiv-
legitimation der Masse, nicht die Prozessführungsbefugnis des Abtretungsgläubi-
gers zu prüfen: Hansjörg Peter, BlSchK 2013 S. 84 f.). Dass die Höhe der kollo-
zierten Forderung des anstelle der Masse klagenden Abtretungsgläubigers nicht 
massgebend ist, erhellt nur schon daraus, dass er von seinem Netto-Erlös einen 
"Überschuss (...) an die Masse abzuliefern" hat (Art. 260 Abs. 2 zweiter Satz 
SchKG). Die Abtretungsverfügung selbst war innert der Frist von Art. 17 SchKG 
anfechtbar; die Beklagte sagt nicht, sie habe diese Beschwerde mit Erfolg erho-
ben. 

Mit der Konkurseröffnung wurde die Forderung sodann von Gesetzes wegen fällig 
(Art. 208 SchKG). Ob der Rangrücktritt für eine in Zukunft einmal vorzunehmende 
Verteilung (Art. 261 SchKG) im Verhältnis zu den anderen Gläubigern von Bedeu-
tung sein wird, spielt heute keine Rolle. Bei der Anfechtungsklage geht es erst um 
die Zusammensetzung der Masse, und einstweilen weder um die Verwertung 
noch um die Verteilung.

2.2. Beweisanträge

Die Beklagte stellt den Antrag, das Kantonsgericht solle vom Y._____ die Akten im 
Konkursverfahren P._____ beiziehen, und es sei ein Gutachten über die Ange-
messenheit des Kaufpreises bei Veräusserung der streitigen Liegenschaften ein-
zuholen. Sie begründet das damit, sie habe die entsprechenden Anträge schon 
dem Regionalgericht gestellt resp. vorbehalten, aber dieses habe sie abgewiesen 
(act. 4/A.1, S. 3 f.). Der Kläger hält die Anträge für unzulässig (act. 4/A.2, Rz. 7 ff.). 
Die Beklagte gibt darauf ergänzende Hinweise (act. 4/A.3, S. 3 ff.).

Zum Gutachten ergibt sich was folgt: Im erstinstanzlichen Verfahren haben die 
Parteien ihre Beweismittel während des Vorverfahrens zu bezeichnen (Art. 221 – 
226 ZPO). In der Hauptverhandlung sind sie damit nur zugelassen, wenn sie bis-
her nicht zwei Mal Gelegenheit zu einem freien Vortrag hatten (Art. 229 Abs. 2 
ZPO; dass eine Ausnahme gemäss Abs. 1 dieser Bestimmung gegeben sei, 
macht die Beklagte nicht geltend, und es ist nicht zu sehen). Das Regionalgericht 
führte im Vorverfahren einen doppelten Schriftenwechsel durch (RG-act. I/1-4; vgl. 
auch die Verfügung vom 16. Dezember 2019 act. 4/B.2 = RG-act. IV/12). In die-
sem hatte die Beklagte nach eigener Darstellung ausgeführt: "Vorbehalt der Ein-
bringung von Anträgen zur Ermittlung der Angemessenheit des Kaufpreises von 
CHF 1 Mio. im Rahmen einer Expertise" (act. 4/A.1, S. 4 oben). Das war gerade 
kein Beweisantrag, sondern nur der Vorbehalt, einen Beweisantrag noch zu stel-

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len. Falls die Beklagte, was sie behauptet, aber nicht belegt, in einem Vortrag vom 
18. Juni 2020 (gemeint offenbar RG-act. I/8) das Einholen einer Expertise verlang-
te, war das zu spät. Das Regionalgericht hatte schon in der Beweisverfügung vom 
16. Dezember 2019 zu dem "vorbehaltenen" Beweisantrag das Nötige ausgeführt 
(und musste das entgegen der Auffassung der Beklagten im Urteil nicht wiederho-
len). Namentlich hatte das Regionalgericht in der Beweisverfügung zutreffend er-
wogen, dass die Beklagte gar keine konkrete Behauptung aufgestellt hatte, welche 
vom Kläger bestritten gewesen und daher beweismässig abzuklären wäre (Art. 
150 Abs. 1 ZPO). Warum das falsch gewesen sein solle, erläutert die Beklagte 
entgegen den vorstehend dargestellten Anforderungen an ihre Berufung nicht. Sie 
verweist lediglich auf den erwähnten Parteivortrag vor erster Instanz, und das ist 
ungenügend. Zudem hatte die Beklagte auch in jenem Vortrag keinen bestimmten 
Antrag gestellt, sondern sich diesen nach wie vor nur "vorbehalten", unter der neu 
formulierten (nach Novenschluss als Bestandteil des Antrages unzulässigen) Be-
dingung, dass dem Antrag des Klägers auf eine Expertise stattgegeben werden 
sollte (RG-act. I/8, S. 2 und 7 f.) – was nicht der Fall war: das Regionalgericht hat 
keine Expertise eingeholt. Einen Beweisantrag nur "unter Vorbehalt" zu stellen, ist 
zudem nicht zulässig: Anträge müssen konkret und bestimmt sein. 

In zweiter Instanz sind neue Behauptungen und Beweisanträge grundsätzlich un-
zulässig (Art. 317 ZPO); dass eine der gesetzlichen Ausnahmen vorliege, macht 
die Beklagte nicht geltend und ist nicht zu sehen. Nach dem (unzulässigen) Vor-
behalt, den diese selber formulierte, ist der Beweisantrag ohnehin nicht aktuell. 
Der Antrag der Beklagten ist daher (auch) in der Berufung unbegründet.

Zu den Akten des Betreibungsamtes: "Akten im Konkursverfahren P._____", wel-
che die Beklagte beigezogen haben wollte, gibt es nicht. Eine kurze Recherche im 
Handelsregister auch zu den gelöschten Rechtseinheiten gibt für "P._____" keinen 
Treffer, und als Organ einer Gesellschaft unterlag er nicht der Konkursbetreibung. 
Der Kläger verweist darauf, dass es verschiedene Betreibungen auf Pfändung ge-
gen P._____ gab. Der Beizug "sämtlicher einschlägiger Akten" des Betreibungs-
amtes war von da her zu wenig bestimmt. Im mehrfach erwähnten Parteivortrag 
vom 18. Juni 2020 hatte die Beklagte zwar einen Zusammenhang zur Abtretung 
der Forderung ursprünglich P._____ an den Kläger hergestellt, und nach Treu und 
Glauben konnte daraus entnommen werden, welche Betreibung die Beklagte 
meinte. Sie führte aber dort und führt auch in der Berufung nicht aus, was für eine 
bestrittene Behauptung sie mit den Akten des Betreibungsamtes beweisen wollte.

Damit hat das Regionalgericht den Antrag zu Recht abgelehnt (RG-act. IV/12, S. 5 
unten/6 oben), und es ist ihm auch in der Berufung nicht zu entsprechen.

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2.3. Neue Beweismittel

Die Beklagte legt mit der Berufung ein neues Dokument ein: die beglaubigte Kopie 
der ersten drei Seiten einer Klageschrift des Klägers gegen T._____, dem Landge-
richt U._____ eingereicht am 26. Januar 2016 (act. 4/B.3). Sie macht geltend, sie 
habe erst während der Berufungsfrist Kenntnis von der Streitverkündung des Klä-
gers an die Anwälte T._____ und von diesem Dokument erlangt. Es sei wesent-
lich, weil der Kläger damit von T._____ die CHF 500'000.00 verlange, welche sie – 
die Beklagte – aufgrund des angefochtenen Kaufvertrages an T._____ gezahlt 
habe; es sei missbräuchlich vom Kläger, das zweimal zu verlangen (act. 4/A.1, S. 
4 ff.). - Der Kläger bestreitet die Zulässigkeit des neuen Beweismittels. Vorab sei 
es gar kein echtes, sondern ein unechtes Novum. Die Beklagte habe sodann im 
erstinstanzlichen Verfahren andere Dokumente eingereicht, die sie von den Zür-
cher Anwälten T._____ erhalten habe. Das fragliche Papier habe sie offenkundig 
schon früher erhalten, denn sonst hätte sie wissen müssen, dass T._____ am 6. 
Dezember 2020 gestorben sei. Sollte angenommen werden, die Anwälte T._____ 
hätten der Beklagten die Kopien erst kürzlich ausgehändigt, müsste das in Verlet-
zung des Anwaltsgeheimnisses geschehen sein, denn die Erben T._____ seien 
noch nicht bekannt und eine gültige Entbindung vom Geheimnis daher gar nicht 
möglich gewesen. Überdies sei das neue Dokument unwesentlich (act. 4/A.2, S. 4 
ff., Rz. 12 ff.).

Die vom Kläger erläuterte Dogmatik zu neuen Vorbringen (so genannte echte und 
unechte Noven, dazu Art. 229 Abs. 1 lit. a und b ZPO) ist nicht von Bedeutung. 
Auch wenn die Beklagte den unrichtigen Terminus verwendete, ist klar, was sie 
meint (Art. 52 ZPO, Art. 18 OR analog), und hat das Gericht ohnehin das Recht 
von Amtes wegen anzuwenden (Art. 57 ZPO). Abgesehen davon ist die Zulässig-
keit von Noven in der Berufung anders formuliert und nimmt die Unterscheidung in 
echte resp. unechte Noven gar nicht auf (Art. 317 ZPO). Die Beklagte sagt, sie 
habe erst aufgrund des angefochtenen Urteils Kenntnis von der Streitverkündung 
an die Anwälte T._____ erhalten und daher auch erst neuestens von der Klage in 
U._____ erfahren. Der Kläger verweist zutreffend darauf, dass das Regionalge-
richt die Mitteilung der Streitverkündung an die Streitberufene in Kopie auch bei-
den Parteien zustellte (RG-act. IV/6), und die Beklagte bestreitet das in der Replik 
nicht (act. 4/A.3, S. 6). Wenn die Beklagte Anzeichen dafür hatte, dass es eine 
Klage in U._____ gab, welche das Thema der Anfechtung des Kaufvertrages über 
das Berghaus M._____ beschlug, hatte sie Anlass, die Anwälte darauf anzuspre-
chen. Dann hätte sie das neue Dokument mit zumutbarer Sorgfalt (Art. 317 Abs. 1 
ZPO) schon der ersten Instanz einreichen können und ist es in der Berufung un-

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zulässig. Gerade diese Voraussetzung ist aber durchaus nicht klar. Fürs Erste war 
die Beklagte daran interessiert (und musste sie es bei zumutbarer Sorgfalt sein), 
was die Hintergründe der Forderung T._____ waren. Sie musste aber nicht vermu-
ten, der Kläger habe parallel zum heute streitigen Anfechtungsverfahren auch 
T._____ an seinem Wohnort U._____ ins Recht gefasst. Es ist durchaus möglich, 
wie der Kläger glaubt, dass sie das schon vor geraumer Zeit erfuhr. Ausreichende 
Verdachtsmomente dafür gibt es allerdings nicht, geschweige denn belastbare 
Indizien oder Beweismittel. Gegenteils ist anzunehmen, die Beklagte hätte das in 
ihrer Beurteilung relevante Dokument schon dem Regionalgericht eingereicht, 
wenn sie es gekannt hätte. Das Novum ist daher zuzulassen.

Sollte das neue Beweismittel der Beklagten in Verletzung des Anwaltsgeheimnis-
ses zugänglich gemacht worden sein, wäre abzuwägen, ob das Interesse an der 
Wahrheitsfindung das Unrecht beim Beschaffen des Beweismittels überwiege (Art. 
152 Abs. 2 ZPO). Dazu kommt es allerdings nicht. Der Kläger führt aus, die Be-
klagte habe schon in erster Instanz Dokumente eingereicht, welche sie mit grös-
ster Wahrscheinlichkeit von den Anwälten T._____ erhalten habe. Das ist plausi-
bel, und damit ist die Behauptung der Beklagten wenig überzeugend, sie habe erst 
nach dem Erhalt des angefochtenen Urteils Kenntnis von der Streitverkündung an 
die Anwälte T._____ erhalten und mit den Streitberufenen Kontakt aufgenommen. 
Im Punkt der Verletzung des Anwaltsgeheimnisses wendet sich das Argument 
allerdings gegen den Kläger selber: wenn gemäss dessen Behauptung die Anwäl-
te T._____ der Beklagten schon vor Jahren Auskünfte erteilten und Dokumente 
aushändigten, ist wahrscheinlich oder mindestens plausibel, dass sie das im Ein-
verständnis mit ihrem damals noch lebenden Klienten taten – jedenfalls macht der 
Kläger keine belastbaren Indizien für das Gegenteil geltend. Und wenn der Klient 
den Anwälten die Kooperation mit der Beklagten im Zusammenhang mit dem ak-
tuellen Verfahren der paulianischen Anfechtung erlaubte, fiel diese Erlaubnis mit 
seinem Tod nicht dahin. Weiterungen zu diesem Punkt sind nicht erforderlich.

Neu ist ferner die mit der Berufung der Beklagten eingereichte Abrechnung der 
Bank Raiffeisen (act. 4/B.4). Gemäss diesem Dokument wurde am 11. Oktober 
2018 eine Festhypothek auf drei Jahre abgeschlossen. Das konnte die Beklagte 
also nicht erst in der Berufung geltend machen, es ist demnach verspätet und 
nicht zu beachten (Art. 317 ZPO Abs. 1 lit. b ZPO). Konsequenterweise dürfen 
auch die Ende 2020 bezahlten Zinsen und eine jüngste Amortisation von CHF 
4'000.00 nicht berücksichtigt werden: weil das alles Folge des neu abgeschlosse-
nen Kreditvertrages ist. Wie sich das bei der materiellen Beurteilung auswirkt, ist 
nachfolgend zu erörtern.

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2.4. Verfügung über "letzte Aktiven"

Die Beklagte beanstandet die Annahme des Regionalgerichts, die Gemeinschuld-
nerin habe mit dem Verkauf der Liegenschaften über ihre letzten Aktiven verfügt. 
Das sei aktenwidrig, denn auch nach dem Verkauf habe die C._____ noch über 
Aktiven von fast CHF 11'000.00 verfügt (act. 4/A.1, S. 11).

Der Punkt ist unter dem Aspekt zu sehen, dass die für eine erfolgreiche Anfech-
tung vorausgesetzte Schädigung der Gläubiger in der Regel dann nicht vorliegt, 
wenn die angefochtene Rechtshandlung in einem Austausch gleichwertiger Leis-
tungen besteht - es sei denn, der Schuldner habe mit dem Geschäft über seine 
letzten Aktiven verfügt (BGer  5A_95/2019 v. 18.9.2019, mit zahlreichen Verwei-
sen). Veräussern der "letzten Aktiven" ist dabei nicht buchstäblich zu verstehen. 
Es trifft namentlich dann zu, wenn der Schuldner trotz angespannter finanzieller 
Lage die Forderung eines bestimmten Gläubigers vollumfänglich oder grössten-
teils tilgt, während sich die übrigen Gläubiger in der nachfolgenden Zwangsvoll-
streckung mit den noch vorhandenen Aktiven als Haftungssubstrat begnügen 
müssen. In diesem Stadium tritt der Umstand, ob der Schuldner durch die an-
fechtbare Handlung eine gleichwertige Gegenleistung erlangt hat und ob die Ge-
genleistung im Erhalt von Sachwerten oder von Dienstleistungen besteht, in den 
Hintergrund; er ist allenfalls für den Gegenbeweis von Bedeutung, dass die ande-
ren Gläubiger auch bei richtigem Verhalten des Schuldners zu Verlust gekommen 
wären oder dass sie durch die angefochtene Handlung keinen Schaden erlitten 
hätten. Jedenfalls besteht bei der Tilgung von Schulden aus den "letzten Aktiven" 
die schädigende Verminderung der Aktiven in der Bevorzugung eines einzelnen 
Gläubigers durch Bezahlung seiner ganzen Forderung auf Kosten der übrigen 
Gläubiger. Insoweit ist der Schuldner zur Vermeidung der Anfechtbarkeit des Ge-
schäftes in der Regel verpflichtet, in diesem Stadium seine Gläubiger, sofern ih-
nen nicht ein Konkursprivileg oder ein dingliches Vorrecht zusteht, gleichmässig 
zu befriedigen. Unbedenklich ist also die Bezahlung einer privilegierten Lohnforde-
rung, da die Gläubiger der 3. Klasse die Privilegierung der Lohngläubiger auch im 
Konkurs des Schuldners dulden müssten (Adrian Staehelin, in: Staehe-
lin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar zum SchKG, 2. Aufl., Basel 2010, 
N. 9 zu Art. 288 SchKG, mit zahlreichen Hinweisen auf die Praxis des Bundesge-
richts). 

Dass die Lage der C._____ angespannt war, steht fest, und die Beklagte stellt es 
nicht in Abrede. Die Gesellschaft schrieb Verluste, und Ende 2012 war das Akti-
enkapital zum grössten Teil verloren (RG-act. II/19). Wie die Beklagte selbst ein-
räumt, verblieben nach dem Verkauf der mit CHF 1 Mio. bilanzierten Liegenschaf-

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ten nur noch Aktiven im Bilanzwert von CHF 11'000.00: das ist nicht nichts, aber 
angesichts der Bilanzsumme der C._____ doch kaum etwas Substanzielles. Damit 
lag im Sinne der Rechtsprechung eine Verfügung über "letzte Aktiven" vor. Ob die 
Anfechtung aus anderen Gründen ausgeschlossen ist, ist gesondert zu prüfen.

2.5. Kaufpreis / Abgeltung von Investitionen 

Das Regionalgericht geht vom beurkundeten Kaufpreis von CHF 1 Mio. aus, rech-
net dazu aber die Investitionen von CHF 140'000.00 und kommt so zu einer Ge-
genleistung für das Berghaus M._____ von insgesamt CHF 1'140'000.00 (ange-
fochtenes Urteil S. 12). Die Beklagte kritisiert diese Feststellung zum Kaufpreis 
und zu einer Forderung der seinerzeitigen Pächterin für wertvermehrende Investi-
tionen. Die Forderung für Investitionen sei nicht fällig gewesen, aber beim Verkauf 
durch Konfusion (Zusammenfallen von Gläubigerin und Schuldnerin) untergegan-
gen (act. 4/A.1, S. 13 ff.). Der Kläger hält die Annahme des Regionalgerichts für 
richtig: die Forderung für Investitionen sei auf welchem rechtlichen Weg auch im-
mer im Rahmen der Übertragung des Berghauses von der Gemeinschuldnerin auf 
die Beklagte getilgt worden (act. 4/A.2, S. 17 ff.). Die weiteren Parteivorträge wie-
derholen diese Standpunkte, wobei der Kläger ergänzend auf die Einvernahme 
des Zeugen P._____ durch das Regionalgericht verweist und auf eine Vereinba-
rung der Beklagten mit T._____ über dessen allfällige Gewinnbeteiligung beim 
Weiterverkauf des Berghauses (RG-act. II/38). 

Die Grundlagen für diesen Punkt sind der öffentlich beurkundete Kaufvertrag und 
die Vereinbarungen der Parteien des seinerzeitigen Pachtvertrages. Im Kaufver-
trag ist der Kaufpreis mit CHF 1 Mio. beurkundet (RG-act. II/13). Dass etwas an-
deres gemeint gewesen wäre und die Parteien aus Irrtum den beurkundeten Ver-
tragsinhalt unterzeichnet hätten (Art. 18 Abs. 1 erste Variante OR), ist aus dieser 
Urkunde nicht zu entnehmen. Wenn sie übereinstimmend etwas Anderes gewollt 
hätten, ginge das dem Wortlaut vor (Art. 18 Abs. 1 zweite Variante OR). Die Par-
teien behaupten aber nicht, sie hätten das in erster Instanz vorgetragen – sie stel-
len diese Behauptung auch in der Berufung nicht oder jedenfalls nicht eindeutig 
auf, und das wäre auch nicht mehr zulässig (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Im Pachtver-
trag vom 27. Oktober 2011 war in Aussicht genommen worden, die Pächterin 
(heute die Beklagte) werde "grössere Investitionen" tätigen. Ein Ersatzanspruch 
der Pächterin gegenüber der Verpächterin C._____ wurde nicht ausdrücklich ver-
einbart. Er versteht sich in Analogie zu Art. 260a Abs. 3 OR, nach Treu und Glau-
ben und daraus, dass die Investitionen linear mit 10% pro Jahr abgeschrieben 
werden sollten. Die etwas untechnische Formulierung, "Falls ein neuer Besitzer 
das Haus übernehmen sollte, wird dieser angehalten, die (…) Investitionen (…) 

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den Pächtern zu entschädigen", muss wohl so verstanden werden, dass die 
C._____ ihre Pflicht zur Entschädigung bei einem Verkauf dem Erwerber überbin-
den sollte. Die Beklagte hätte Recht mit dem Einwand des Untergangs der Forde-
rung durch Vereinigung (Art. 118 Abs. 1 OR), wenn sie als neue Eigentümerin die 
Verpflichtung der C._____ übernommen hätte. Davon steht im streitigen Vertrag 
allerdings nichts. Untergegangen ist der Pachtvertrag, weil nach dem Verkauf der 
Liegenschaften die Person der Verpächterin und der Pächterin zusammenfielen. 
Das gilt aber nicht für die Ersatzforderung; diese ist ein Anspruch der Beklagten 
als ehemalige Pächterin gegenüber der C._____. Die Höhe dieser Forderung ist 
nicht feststellbar. Im erwähnten Pachtvertrag wurde sie ebenso wenig bestimmt 
wie auch nur annähernd definiert wurde, welcher Art die vorgesehenen Investitio-
nen sein sollten. Es gibt zwei Listen von Aufwendungen aus den Jahren 2010-
2013 und 2014-2016, von unbekannter Hand erstellt und nicht unterzeichnet, die 
kumuliert Aufwendungen von CHF 181'400.00 resp. CHF 172'500.00 zeigen (RG-
act. III/9 und 11). Es ist weder nachvollziehbar, wie davon die vereinbarten Ab-
schreibungen abzuziehen sind, noch was Ausgaben sind, welche über "Mobiliar 
und Inventar" hinausgehen, was im Kaufvertrag als inbegriffen bezeichnet wurde 
(RG-act. II/13, S. 5 oben). Wie dem auch sei: die Parteien sind sich einig, dass die 
Forderung der Beklagten und Pächterin für Investitionen im Zeitpunkt des Verkau-
fes CHF 140'000.00 betrug. Davon ist für das zu fällende Urteil auszugehen.

Der vor Regionalgericht benannte Zeuge P._____, welcher den streitigen Vertrag 
für die C._____ unterzeichnet hatte, wurde zu den CHF 140'000.00 befragt. Er 
glaubte zu wissen, "In dem Moment, wo man einen neuen Käufer hat, geht der 
Wert auf den neuen Käufer über". Er habe die CHF 140'000.00 "jedenfalls nicht 
bezogen". Im Kaufpreis seien "die Investitionen enthalten" gewesen, und "die 
Wasserfassung war als Investition dabei und zentral"; die Beklagte stellte dazu 
keine weiteren Fragen (RG-act. VII/1, S. 5). Die Aussage des Zeugen führt nicht 
weiter. Was es mit einer "Wasserfassung" auf sich hatte, bleibt offen; in den er-
wähnten undatierten und nicht unterzeichneten Listen scheint nichts Solches ent-
halten. Der Zeuge irrte sich auch über die rechtliche Situation, indem er offenkun-
dig meinte, die Verpflichtung zum Ersatz von Investitionen sei dinglich mit den 
Grundstücken verbunden – und das war gerade nicht der Fall. 

Gemäss einem Gewinnbeteiligungsvertrag, der im Hinblick auf den streitigen Kauf 
geschlossen wurde, sollte T._____ am Gewinn beteiligt werden, wenn für den Fall 
eines Verkaufs der Kaufpreis für die Liegenschaft oder für die Stammanteile an 
der B._____ CHF 1'140'000.00 übersteigen sollte (RG-act. II/38). Das deutet dar-
auf hin, dass die Gesellschafter der Beklagten davon ausgingen, die CHF 

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140'000.00 würden ihr von der C._____ nicht ersetzt werden. Dem entspricht, 
dass die Beklagte diese Forderung im Konkurs nicht eingab und also damit auch 
nicht kolloziert wurde (RG-act. II/15 und 14). 

Daraus kann freilich nicht geschlossen werden, die Parteien hätten in Wahrheit 
einen Kaufpreis von CHF 1'140'000.00 vereinbart – was das Geschäft mangels 
gesetzlicher Form nichtig machen würde (Art. 216 Abs. 1 OR). Die Forderung für 
Investitionen war gegenüber der faktisch zahlungsunfähigen Schuldnerin offen-
kundig nicht einbringlich. Sollten die Parteien des Kaufvertrages (was nicht be-
hauptet ist und nicht unterstellt werden darf) auch übereinstimmend gewollt haben, 
die Pächterin und Käuferin verzichte auf den Ersatz ihrer Investitionen, wäre dies 
mangels Bonität der Verkäuferin und Schuldnerin keine geldwerte (Teil-)Gegen-
leistung im Rahmen des Kaufes. 

Damit bleibt es beim Kaufpreis von CHF 1 Mio.

2.6. Benachteiligung resp. Begünstigung

Grundlegend bei der paulianischen Anfechtung ist die Benachteiligung oder Be-
günstigung einzelner Gläubiger (Art. 286 - 288 SchKG). Wie vorstehend erwogen 
(E. 2.4), ist diese Frage durch einen Vergleich der tatsächlichen Situation mit der-
jenigen, welche ohne die angefochtene Handlung bestünde, zu beantworten. Das 
am gegebenen Ort genannte Beispiel der nach Art. 219 Abs. 4 lit. a SchKG privi-
legierten Lohnforderung ist demnach zu ergänzen durch die pfandgesicherten 
Forderungen; sie wären auch bei der Verwertung der veräusserten Sache durch 
das Konkursamt vorweg befriedigt worden (Art. 219 Abs. 1 SchKG). Die unstreitig 
durch einen Schuldbrief im ersten Rang gesicherte Forderung der X._____ stellte 
daher kein Problem dar. 

Die CHF 30'000.00, welche die Beklagte als Käuferin der C._____ zahlte, wären 
bei einem höheren Verwertungspreis entsprechend höher gewesen. Abgesehen 
davon, dass der Betrag sich um die Verwertungskosten reduziert hätte, steht der 
Wert der veräusserten Grundstücke im vorliegenden Verfahren aber fest: keine 
Partei kann mit Erfolg geltend machen, das Regionalgericht habe zu Unrecht zu 
einem CHF 1 Mio. (dem Kaufpreis) übersteigenden Wert keine Beweise erhoben. 
Spekulationen über einen höheren Erlös sind daher müssig.

Zu diskutieren sind die CHF 500'000.00, welche der Zürcher Anwaltskanzlei WWP 
für deren Klienten T._____ bezahlt wurden. Das Regionalgericht zitiert die Position 
des Klägers wie folgt: P._____ habe T._____ CHF 4'560'000.00 geschuldet und 
zur Sicherung dieser Forderung Aktien der C._____ zu Pfand gegeben. Der 

19 / 40

Schuldbrief im zweiten Rang über nominal CHF 1'000'000.00, welchen T._____ 
(oder seine Anwälte) hielten, habe aber nicht zur Sicherung der Forderung ge-
dient, sondern sollte die Werthaltigkeit der verpfändeten Aktien sichern. Das Regi-
onalgericht erwägt, durch die Veräusserung der verpfändeten Liegenschaften sei 
dem Kläger die Möglichkeit genommen worden, das im Rahmen des Konkurses 
vorzutragen – und das sei eine relevante Verschlechterung seiner Position (ange-
fochtenes Urteil S. 13 f.).

Die Beklagte lässt das nicht gelten. Sie wendet ein (unter Verweis auf Akten des 
erstinstanzlichen Verfahrens), der Kläger habe schon früher versucht, den 
Schuldbrief von T._____ zu erwerben, sei also davon ausgegangen, das Pfand-
recht bestehe (act. 4/A.1, S. 19 f.). - Der Kläger entgegnet, im Konkurs hätte er 
das Pfandrecht T._____ bestreiten können, und darin liege seine Schlechterstel-
lung (act. 4/A.2, Rz. 102). Replik (act. 4/A.3) und Duplik (act. 4/A.4) enthalten zu 
diesem Punkt keine neuen Argumente.

Nach unstreitiger Darstellung wurde der Schuldbrief T._____ übergeben im Zu-
sammenhang damit, dass P._____ mit CHF 4,56 Mio. in der Schuld T._____ 
stand. Ob ein Pfandrecht gültig bestellt wurde, ist (auch) eine rechtliche Frage, die 
von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) nach den Art. 884 ff. ZGB zu beurteilen ist. Es ist 
allerdings nicht streitig, dass der Schuldbrief an T._____ (oder zu seinen Handen 
an seine Anwälte) übergeben wurde und als Pfand diente. Eine tatsächliche Frage 
ist es, was die Beteiligten dazu vereinbarten – und das haben die Prozessparteien 
dem Gericht vorzutragen (Art. 55 Abs. 1 ZPO). 

Der Kläger folgt in der Berufung der Überlegung des Regionalgerichts, die verpön-
te Schlechterstellung folge (schon) daraus, dass er das Pfandrecht T._____ nicht 
im Konkursverfahren bestreiten könne. Das muss er allerdings im Verfahren der 
Anfechtung geltend machen, weil davon die erforderliche Benachteiligung abhängt 
– ähnlich wie bei der Feststellungsklage (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO), welche durch 
die Leistungsklage in der Regel ausgeschlossen wird. Er hat vor Regionalgericht 
an der im angefochtenen Urteil bezeichneten Stelle die Behauptung aufgestellt, 
der Schuldbrief sei ausdrücklich nicht zur Sicherung der Forderung T._____ als 
Pfand bestellt worden, sondern einzig zum Schutz dagegen, dass die C._____ 
ihre Liegenschaften ohne Zustimmung T._____ veräussere oder verpfände. Zum 
Beweis dafür berief er sich auf verschiedene Urkunden (RG-act. I/1, S. 11 f.). Die 
Beklagte erklärte dazu, sie kenne den Hintergrund der Pfandbestellung nicht und 
müsse ihn nicht kennen; jedenfalls habe der Kläger den Beweis des Nichtbestan-
des eines Forderungsrechts nicht erbracht (RG-act. I/2, S. 11). Replik (RG-act. I/3) 

20 / 40

und Duplik (RG-act. I/4) enthalten zu dem Punkt nichts Neues, ebenso wenig wie 
die abschliessenden Parteivorträge (RG-act. I/7 und I/8). 

T._____ schrieb am 27. Juni 2001 an die C._____, er habe gegenüber P._____ 
eine fällige Forderung von CHF 4,56 Mio. Dafür habe P._____ ihm (resp. seinem 
damaligen Anwalt Dr. V._____) seine Aktien der Gesellschaft als Pfand überge-
ben. Zur Sicherung der Werthaltigkeit dieses Pfandes und zum Vermeiden einer 
Veräusserung oder Belastung der Grundstücke der Gesellschaft würden Schuld-
briefe errichtet und bis zur Tilgung der Schuld P._____ an Dr. V._____ übergeben. 
Diese Wertpapiere "dienen aber nur den vorgenannten Zwecken, nicht der unmit-
telbaren Sicherung der Hauptforderung" (RG-act. II/22). Wohl hatten die Beteilig-
ten offenbar zunächst in Aussicht genommen, es solle ein Schuldbrief über CHF 3 
Mio. auf den Liegenschaften auf der Alp D._____ und einer über CHF 1 Mio. auf 
dem Hotel R._____ in K._____ errichtet werden. Das scheint in der Folge nicht so 
umgesetzt worden zu sein. Jedenfalls ist im vorliegenden Verfahren nur ein zweit-
rangiger Schuldbrief über CHF 1 Mio. bekannt. Bei einem Vorgang von mindes-
tens CHF 470'000.00 wäre eine zweitrangige Belastung der Liegenschaften auf 
der Alp D._____ mit CHF 3 Mio. wirtschaftlich nicht sinnvoll und unnötig teuer ge-
wesen – ob das Pfandobjekt CHF 1 Mio. oder weniger wert war (dazu die RG-act. 
II/29 und 43). Der Schuldbrief über CHF 1 Mio. wurde dann wie in Aussicht ge-
nommen dem Vertreter T._____ übergeben. Entgegen der Auffassung der Beklag-
ten ist dessen Brief daher ein taugliches Beweismittel dafür, dass der Schuldbrief 
T._____ nicht als Pfand für die Forderung gegenüber P._____ übergeben wurde. 
Im Rahmen des ihr zustehenden Gegenbeweises hätte die Beklagte Behauptun-
gen aufstellen und dafür Beweismittel benennen können, das hat sie aber offenbar 
nicht getan – weil sie glaubte, die Hintergründe der Pfandbestellung gingen sie 
nichts an. 

Damit ist davon auszugehen, dass sich T._____ bei einer Verwertung der Grunds-
tücke im Konkurs der C._____ nicht, wie die Beklagte geltend macht, hätte darauf 
berufen können, die Grundstücke seien ihm im Sinne von Art. 219 Abs. 1 SchKG 
verpfändet und der Erlös stehe nach Befriedigung der Pfandgläubigerin im ersten 
Rang vorweg ihm zu. T._____ hatte eine fällige Forderung gegen P._____, und 
nicht gegen die Gemeinschuldnerin (resp. gegen diese nur im Umfang von gut 
CHF 4'000.00; offenbar hatte er im Dezember 2012 notfallmässig Heizöl bezahlt, 
ohne welches das Berghaus nicht mehr hätte geheizt werden können: Beilagen zu 
RG-act. II/25). Einen anderen Grund, weshalb T._____ aus dem Erlös einer Ver-
steigerung hätte bevorzugt werden können und müssen, macht die Beklagte nicht 
geltend. Ihr Argument, der Kläger habe mit T._____ über die Rückgabe des 

21 / 40

Schuldbriefes verhandelt und damit das Pfandrecht anerkannt, ist nicht schlüssig. 
Da T._____ den Schuldbrief in Händen hatte, war der Kläger an einer Ablösung 
(gegen eine Zahlung, über deren Höhe man freilich nicht einig wurde: RG-act. 
II/28 und 29) interessiert, unabhängig davon, auf welcher Rechtsgrundlage 
T._____ das Papier erhalten hatte. - Es steht demnach fest, dass durch den Voll-
zug des angefochtenen Verkaufsgeschäftes die Gläubiger der Gemeinschuldnerin 
im Sinne von Art. 288 SchKG benachteiligt resp. T._____ begünstigt wurden.

2.7. Schädigungsabsicht und Erkennbarkeit

Das Regionalgericht bejaht die mindestens eventuelle Absicht der Gemeinschuld-
nerin resp. ihres Aktionärs P._____, ihre Gläubiger im Sinne von Art. 288 SchKG 
zu benachteiligen. Es erwägt, unter den gegebenen Umständen, namentlich der 
prekären Finanzlage, sei vorhersehbar gewesen, dass der Verkauf zu einer Gläu-
bigerschädigung führen könne (angefochtenes Urteil E. 5.6, S. 14).

Die Beklagte wendet dagegen ein, der Verkauf habe nichts damit zu tun gehabt, 
dass dem Berghaus die aktuellen Pächter erhalten bleiben sollten, und die Investi-
tionen von CHF 140'000.00 seien für den Verkaufsentscheid unerheblich gewesen 
(act. 4/A.1, S. 24 f.). Der Kläger hält das für unerheblich (act. 4/A.2, S. 24 f.). In 
der Replik hält die Beklagte an ihrem Standpunkt fest (act. 4/A.3, S. 24 ff.).

Die rechtliche Beurteilung der Investitionen von CHF 140'000.00 hat im Zusam-
menhang mit der Schädigungsabsicht keine Bedeutung, ebenso wenig die allfälli-
ge Absicht der Verkäuferin, die Pächterin dem Betrieb zu erhalten.  Der pauschale 
Verweis der Beklagten auf RG-act. I/8, S. 25 erfüllt die Anforderungen an die Be-
gründung der Berufung nicht (vorstehend E. 1.3). Abgesehen davon wird an jener 
Stelle nur ausgeführt, P._____ habe auf eine Liquidation hingearbeitet, nicht auf 
einen Konkurs. Wenn die Gemeinschuldnerin aber so schlecht stand, dass 
P._____ sie liquidieren wollte, stand ein Konkurs als Möglichkeit mindestens im 
Raum, und das genügt für den vom Regionalgericht angenommenen Eventualvor-
satz. Soweit es im Übrigen um die Bevorzugung des Gläubigers T._____ geht, ist 
das Wissen der Gemeinschuldnerin und Verkäuferin durch den vorstehend erör-
terten Brief T._____ vom 27. Juni 2001 (RG-act. II/22) erstellt. Wenn sie T._____ 
aus dem Verkaufserlös gleichwohl CHF 500'000.00 zukommen liess, wie wenn er 
gleich der X._____ ein pfandgesicherter Gläubiger wäre und obwohl T._____ ge-
gen sie nur die unbedeutende Forderung von rund CHF 4'000.00 hatte, muss dar-
aus geschlossen werden, sie habe eine Schädigung der anderen Gläubiger min-
destens in Kauf genommen. Das ist nach der Praxis wesentlich auch für die An-
fechtungsklage gegen die Erwerberin der Grundstücke (BGer 5A_210/2007 v. 

22 / 40

7.2.2008 E. 5.2.1; Staehelin, a.a.O., N 4 zu Art. 290 SchKG). Die Annahme des 
Regionalgerichts ist also im Ergebnis richtig.

Zur erfolgreichen Anfechtung des Geschäftes bedarf es endlich der Erkennbarkeit 
der möglichen Schädigung durch den Vertragspartner resp. durch den Dritten. Das 
Regionalgericht erwägt dazu, die Beklagte sei eine der Gemeinschuldnerin im 
Sinne von Art. 288 Abs. 2 SchKG nahestehende Person, und sie habe den ihr ob-
liegenden Beweis der Nicht-Erkennbarkeit nicht erbracht. Zudem stehe fest, dass 
die Beklagte wiederholt wegen Engpässen bei der C._____ vorzeitige Pachtzins-
zahlungen geleistet habe. Daraus schliesst es, dass die Beklagte um die finanziell 
schlechte Lage der Gemeinschuldnerin wusste oder zumindest wissen musste 
(angefochtenes Urteil S. 15).

Die Beklagte wendet dagegen ein, es habe ihr die Forderung von CHF 140'000.00 
aus Investitionen zugestanden, und die Forderung T._____ gegen P._____ sei 
pfandgesichert gewesen, was beides in E. 2.5 vorstehend besprochen wurde. Das 
Regionalgericht hätte das Zeugnis von P._____ nicht berücksichtigen dürfen, weil 
dieser nur vom Hörensagen berichtet habe. Es sei auch keinesfalls erstellt, dass 
ihre (der Beklagten) Organe P._____ von der Verkäuferin nahegestanden seien; 
insbesondere ergebe sich das nicht aus der Zeugeneinvernahme P._____ (act. 
4/A. 1, S. 22 ff.). In der Replik wiederholt die Beklagte ihren Standpunkt, insbe-
sondere, dass sie einen marktgerechten Kaufpreis bezahlt habe. Sie ergänzt, sie 
habe wohl von "gelegentlichen Liquiditäts-Engpässen" der Verpächterin gewusst, 
die hätten aber "in gemeinsamer Absprache durch vorgezogene Pachtzinszahlun-
gen geregelt werden" können (act. 4/A.3, S. 37 ff.).

Darum, ob der Kaufpreis von CHF 1 Mio. marktgerecht war, geht es hier nicht. 
Auch dass die Beklagte betont, sie habe um die Probleme der C._____ nicht ge-
wusst, ist nicht wesentlich. Es genügt, wenn diese Situation und damit verbunden 
die Schädigungsabsicht der Verkäuferin für sie erkennbar waren (Art. 288 
SchKG), und damit hilft ihr ein guter Glaube nicht (Art. 3 Abs. 2 ZGB). Der Vertrag 
wurde selbstredend vor einem Notar geschlossen und beurkundet (Art. 216 Abs. 1 
OR), das bedeutete aber nur, dass sich der Notar des Willens der Parteien zum 
Vertragsschluss und ihres Wissens zu den einzelnen Vertragsbestimmungen zu 
versichern hatte; die finanzielle Lage der Verkäuferin hatte er so wenig abzuklären 
wie (mögliche) Anfechtungstatbestände in einem (möglichen) späteren Konkurs. 
Darauf, dass die kreditierende Bank den möglichen Anfechtungstatbestand nicht 
erkannte, konnte sich die Beklagten so wenig verlassen, wie darauf, dass die An-
wälte von T._____ keine Einwendungen dagegen erhoben, dass ihrem Mandanten 
CHF 500'000.00 zukamen.

23 / 40

Die Beklagte wusste positiv, dass die Verpächterin und nachmalige Gemein-
schuldnerin C._____ in einer schwierigen finanziellen Lage war – das Vorauszah-
len von Pachtzinsen zum Überbrücken von Liquiditäts-Engpässen bei der Ver-
pächterin ist sehr ungewöhnlich. Zudem war im Dezember 2012 bei strengem 
Frost die Heizung ausgefallen, weil kein Heizöl mehr da war. In Verbindung mit 
den Zins-Vorauszahlungen lag der Gedanke nahe, das habe ebenfalls mit den 
finanziellen Problemen der Verpächterin zu tun – tatsächlich hatte diese kein Hei-
zöl mehr auf Kredit erhalten (dazu vorstehend E. 2.6 am Ende). Auch das war ein 
Alarmzeichen. Unter diesen Umständen hätte sich die Beklagte über die Auswir-
kungen des vorgesehenen Kaufgeschäftes informieren müssen. Was die Zahlung 
an T._____ angeht, durfte sie zwar auf den Grundbucheintrag des Schuldbriefs im 
zweiten Rang vertrauen. Sie macht aber nicht geltend, sie habe vom Besitz 
T._____ an diesem Schuldbrief gewusst. Und selbst wenn dem so gewesen wäre, 
hätten sich Erkundigungen dazu aufgedrängt, ob ein Pfandrecht bestand, und 
wofür. Bei gebotener und zumutbarer Aufmerksamkeit (Art. 3 Abs. 2 ZGB) hätte 
die Beklagte erkannt, dass mit den CHF 500'000.00 ein nicht pfandgesicherter 
Gläubiger befriedigt wurde, und dass das in einem mindestens ernsthaft zu be-
fürchtenden nachfolgenden Konkurs der Verkäuferin eine Benachteiligung der an-
deren Gläubiger resp. eine Bevorzugung T._____ bedeutete. Die Beklagte macht 
in der Berufung nicht geltend, sie habe in diesem Punkt zum Gegenbeweis taugli-
che Beweismittel bezeichnet, welche das Regionalgericht zu Unrecht nicht abge-
nommen habe. Auf die unrichtige Beteuerung des Anwaltes Z._____, sein Klient 
habe eine pfandgesicherte Forderung (RG-act. II/38, S. 2), durfte die Beklagte 
nicht abstellen: angesichts der finanziellen Schieflage der C._____ mussten Be-
hauptungen eines Anwaltes, welcher offenkundig im Interesse seines Klienten ret-
ten sollte, was zu retten war, kritisch hinterfragt werden. Eine Nachfrage bei 
P._____ oder der C._____ hätte ergeben, dass die Behauptung des Anwaltes, die 
Forderung seines Klienten sei durch den Schuldbrief gesichert, unzutreffend war. 
Die Erkennbarkeit im Sinne von Art. 288 Abs. 1 SchKG ist erstellt.

Damit kann offen bleiben, ob die Parteien des angefochtenen Vertrages einander 
im Sinne von Art. 288 Abs. 2 SchKG nahe standen, also die Beklagte die Beweis-
last für die Nicht-Erkennbarkeit trägt, und ob sie diesen Beweis erbracht hat. Der 
Vollständigkeit halber sei der Punkt gleichwohl abgehandelt: 

Das Regionalgericht schliesst aus zwei Elementen auf das "Nahestehen": weil die 
beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Beklagten dem Aktionär P._____ 
der C._____ unentgeltlich ein Zimmer zur Verfügung stellten, als er wegen finan-
zieller Probleme sein Haus in Q._____ aufgeben musste, und weil P._____ als 

24 / 40

Zeuge sagte, er habe zu den betriebsführenden Gesellschaftern der Pächterin ein 
enges, freundschaftliches Verhältnis (angefochtenes Urteil S. 15). 

Die Beklagte macht dazu geltend, sie habe nicht eingestanden, P._____ habe ein 
Zimmer unentgeltlich benützen können, sondern (nur), er habe "im Wohnhaus der 
Gesellschafter der Beklagten ein Zimmer" zur Verfügung gehabt. Die Aussage des 
Zeugen zur Freundschaft sei "subjektiv", und das Verhältnis habe auf der Basis 
der emotionalen Beziehung zum Berghaus und zur Alp D._____ gestanden. Unter 
Verweis auf die Ausführungen darauf, dass weder der Notar noch die Bank und 
die Anwälte T._____ Bedenken geäussert hatten, wiederholt sie, es habe keine 
Anzeichen für Unregelmässigkeiten gegeben (act. 4/A.1, S. 29 in Verbindung mit 
S. 27 unten). In der Replik act. 4/A.3, S. 36 ff. wird dazu nichts Neues vorgetra-
gen; die Beklagte erwähnt zwar, der Kläger habe das Benützen des Zimmers in 
erster Instanz verspätet vorgetragen – das macht ihre entsprechende Zugabe in 
der Berufungsschrift allerdings nicht ungeschehen. Zudem ist nicht einsichtig, 
dass die Behauptung verspätet gewesen sein sollte. Die Rüge der Verspätung mit 
der Behauptung, welche der Kläger "hier" aufgestellt habe, äusserte die Beklagte 
mit ihrem Parteivortrag vom 18. Juni 2020 (RG-act. I/8, S. 27). Die Beweisverfü-
gung vom 16. Dezember 2019 folgte auf die Duplik und nannte die fragliche Be-
hauptung des Klägers als dessen Beweisthema (RG-act. IV/12, S. 3 unten). Die 
Novenschranke, welche mit der Duplik gefallen war (Art. 229 ZPO), spielt also kei-
ne Rolle.

Der Zeuge P._____ wurde zu Beginn seiner Vernehmung unter den üblichen Prä-
liminarien gefragt, was für eine Beziehung er zu W._____ und O._____, den Ge-
sellschaftern der Pächterin habe, und er antwortete: "Wir haben ein enges, 
freundschaftliches Verhältnis. Wir waren direkte Nachbarn in Q._____". In der Fol-
ge sagte er im Rahmen des Beweisthemas auf die erneute Frage nach dem Ver-
hältnis zu W._____ und O._____: "Starke emotionale Beziehung zur Alp D._____ 
und dem Hotel M._____" (RG-act. VII/1, S. 2 unten und 4). Die Beklagte hat 
durchaus Recht mit dem Einwand, dass die zweite Antwort einigermassen erra-
tisch ist. In Verbindung mit dem, was er zuvor gesagt hatte, ist sie allerdings sehr 
wohl verständlich: P._____ und W._____/O._____ waren Nachbarn und pflegten 
"ein enges, freundschaftliches Verhältnis". Und zu diesem engen Verhältnis hatte 
geführt oder beigetragen, dass alle drei die Alp D._____ und das dortige Hotel 
liebten. Jede Zeugenaussage ist "subjektiv", wie die Beklagte negativ anmerkt – 
der Zeuge sagt aber durchaus glaubwürdig und glaubhaft aus, er und 
W._____/O._____ seien befreundet gewesen. Das bedarf fürs Erste keiner weite-
ren Erläuterungen. Wenn es die Beklagte hätte in Frage stellen wollen, wäre sie 

25 / 40

berechtigt gewesen, in diesem Punkt (durchaus kritische) Ergänzungsfragen zu 
stellen. Davon hat sie aber gemäss dem Protokoll der Einvernahme (RG-act. 
VII/1) keinen Gebrauch gemacht. Aus den Akten wird nicht ganz klar, ob das 
Zimmer, welches W._____/O._____ dem Zeugen zur Verfügung stellten, ein Zim-
mer im Hotel auf der Alp war oder eines in einem privaten Wohnhaus im Dorf 
Q._____. So oder so deutet es aber auf ein persönlich enges, eben freundschaftli-
ches Verhältnis, dass die beiden Gesellschafter der Pächterin dem Zeugen aus 
der Verlegenheit halfen, indem sie ihm ein Zimmer überliessen. Dass durch das 
freundschaftliche Verhältnis der massgeblichen natürlichen Personen auch die 
beiden am angefochtenen Kaufvertrag beteiligten Parteien sich im Sinne von Art. 
288 Abs. 2 SchKG nahe standen, ist erstellt. Es kann offen bleiben, ob, wie der 
Zeuge P._____ erklärte, der Kläger selbst der Pächterin, respektive deren Gesell-
schaftern sagte, der Konkurs der C._____ stehe bevor (RG-act. VII/1, S. 4 unten). 
Das wäre durchaus nicht ein von vorneherein unzulässiges Beweismittel, wie die 
Beklagte glaubt. Im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) ist diese 
Aussage vom blossen Hörensagen allerdings nicht von relevanter Beweiskraft. Sie 
hätte überzeugender sein oder werden können, wenn der Kläger oder sein Vertre-
ter nachgefragt hätten (Art. 173 ZPO); das war aber nicht der Fall.

Damit bleibt die Frage, ob die Beklagte den ihr obliegenden und auferlegten Be-
weis (auch dazu die Beweisverfügung RG-act. IV/12) erbracht hat: dass sie die 
Benachteiligungsabsicht nicht erkennen konnte (Art. 288 Abs. 2 SchKG). Gemäss 
der Beweisverfügung hatte sich die Beklagte für diesen Beweis auf die Beilagen 1-
11 zur Klageantwort berufen; dass sie weitere Beweismittel genannt hätte, welche 
vom Regionalgericht zu Unrecht nicht abgenommen worden seien, macht sie in 
der Berufung nicht geltend. Sie setzt sich mit den Urkunden in der Berufung auch 
nicht auseinander, womit es an einer formellen Voraussetzung der Berufung fehlt 
und auf diesen Punkt nicht eingetreten werden kann. Es ist aber auch beim Studi-
um dieser Beilagen nicht erkennbar, wie sie zum Beweis der Beklagten etwas bei-
tragen könnten. Gegenteils wurde vorstehend erwogen, dass auch ohne Umkehr 
der Beweislast die von Art. 288 SchKG verlangte "Erkennbarkeit" erstellt ist.

Damit ist die Klage so weit begründet, als der streitige Kaufvertrag zu Recht im 
Sinne von Art. 285/288 SchKG angefochten wird und die Beklagte die erworbenen 
Grundstücke im Sinne von Art. 291 SchKG "zurückgeben" muss. Das ist keine 
eigentliche Rückgabe in dem Sinn, dass eine Übertragung des Eigentums durch 
Änderung des Grundbucheintrages zu bewerkstelligen wäre, vielmehr muss die 
Beklagte die Verwertung der Grundstücke im Konkurs der C._____ dulden (Brigit-
te Umbach/Stefan Bossart, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar zum SchKG, 2. 

26 / 40

Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 291 SchKG). Zu den dazu streitigen Einzelheiten 
ergibt sich was folgt:

2.8. Konsequenzen und Rückabwicklung

Das Regionalgericht fasst die Grundsätze der Rückleistung/Rückabwicklung 
grundsätzlich zutreffend zusammen (angefochtenes Urteil S. 16 f.), darauf kann 
vorweg verwiesen werden. Das angefochtene Urteil referiert auch richtig die Pra-
xis des Bundesgerichts, dass eine anfechtbar erworbene Liegenschaft mit den 
vom Erwerber übernommenen Grundpfandschulden zu verwerten ist (BGer 
5C.176/2003 v. 5.2.2004 E. 3.3). Zudem verurteilt es die Beklagte zur Zahlung von 
CHF 13'000.00 (angefochtenes Urteil S. 17 und Dispositiv Ziff. 1 und 3).

2.8.1. Die Beklagte rügt neben ihrem Hauptantrag auf gänzliche Abweisung der 
Klage die Erwägungen des angefochtenen Urteils zu den Konsequenzen der er-
folgreichen Anfechtung. Sie beanstandet, dass sie CHF 13'000.00 zurückzahlen 
soll. Infolge Identität der Rechtsnachfolgerin der C._____ in Liq. und ihr (der Be-
klagten) seien die CHF 13'000.00 rechtens zurückbezahlt worden; das angefoch-
tene Urteil stelle denn auch die Anfechtbarkeit dieser Zahlung nicht fest (act. 
4/A.1, S. 17 f. und 33). Der Kläger wendet ein, dieser Standpunkt sei neu und dar-
um unzulässig, zudem sei die Rückzahlung des Pachtzinses ein Teil der Verfü-
gung über die letzten Aktiven der Gemeinschuldnerin (act. 4/A.2, S. 20 f., Rz. 94 
ff.).

Ob der Einwand der Beklagten neu ist, muss nicht geprüft werden, weil er die 
rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes betrifft, welche von Amtes wegen erfolgt 
(Art. 57 ZPO).

Der C._____ wurden am 27. November 2013 (dem Tag der Veräusserung der 
Liegenschaften) auf dem Konto bei der Bank._____ CHF 30'000.00 als Zahlung 
der Beklagten gutgeschrieben (RG-act. II/20a, S. 2), wie vertraglich vereinbart 
(RG-act. II/13, S. 4 unten). Am 3. Dezember 2013 überwies die C._____ der Be-
klagten CHF 13'115.00, unter dem Titel "Rückzahlung Miete" (RG-act. II/20b).

Zum bestehenden Pachtvertrag enthielt der Vertrag nur die offenbar in der ver-
wendeten Vorlage enthaltene und vom Notar übernommene Floskel, das Objekt 
werde "frei von Miet- und Pachtverhältnissen" übertragen (a.a.O., Ziff. 12 der "wei-
teren Vertragsbestimmungen"). Wenn durch den Vertrag auch nicht eine "Identität" 
von Verkäuferin und Käuferin hergestellt wurde, wie die Beklagte offenbar meint, 
fielen doch im bestehenden Pachtvertrag nun Verpächterin und Pächterin in einer 
Person zusammen, und damit ging der Pachtvertrag unter (Art. 118 Abs. 1 OR). 

27 / 40

Die Folge davon war, dass der offenbar vorausbezahlte Pachtzins pro rata keine 
Rechtsgrundlage hatte und zurückzuzahlen war (Art. 62 Abs. 2 letzter Tatbestand 
OR). Dass das CHF 13'115.00 ausmachte, ist nicht streitig.

Wer durch eine anfechtbare Handlung Vermögen des Schuldners erworben hat, 
muss es zurückgeben (Art. 291 SchKG). Das betrifft in erster Linie die Grundstü-
cke. Aber auch der Anspruch der Beklagten auf die pro rata-Rückzahlung des 
Pachtzinses ist eine direkte rechtliche Folge des anfechtbaren Geschäftes. Wie 
vorstehend erwähnt, wurde das im Vertrag wegen der Unaufmerksamkeit der Ur-
kundsperson zwar nicht geregelt. Den Parteien des Geschäfts war allerdings klar, 
dass zwischen ihnen ein Pachtverhältnis bestand und dass dieses als Folge der 
Veräusserung der verpachteten Liegenschaften unterging – darum zahlte ja die 
Veräusserin der Erwerberin umgehend den nicht (mehr) geschuldeten Anteil des 
Pachtzinses zurück. Die Beklagte hat dieses Geld im Sinne des Gesetzes durch 
die angefochtene Handlung des Schuldners (den Verkauf der Liegenschaften) er-
worben und muss es zurückgeben. Eine gesonderte Prüfung der Schädigungsab-
sicht und deren Erkennbarkeit ist nicht notwendig – beide Elemente ergäben sich 
allerdings direkt auch aus den vorstehenden Erwägungen.

Die Beklagte müsste CHF 13'115.00 zurückgeben (das ist dem Kläger auch abge-
treten worden: RG-act. II/2). Über die CHF 13'000.00, welche der Kläger forderte, 
durfte das Regionalgericht allerdings nicht hinausgehen (Art. 58 Abs. 1 ZPO), und 
das tat es auch nicht. Die Berufung ist in diesem Punkt nicht begründet. Der vom 
Regionalgericht zugesprochene Zins ist nicht bestritten.

An sich hätte die Beklagte Anspruch auf Rückgabe der gemäss Kaufvertrag (RG-
act. II/13, S. 4 unten) direkt an die C._____ bezahlten CHF 30'000.00 abzüglich 
die soeben diskutierte Rückzahlung unter dem Titel pro rata-Pachtzins, und dafür 
hätte sie im wieder zu eröffnenden Konkurs eine Masseforderung (Bauer, a.a.O., 
N 34 zu Art. 291 SchKG). Das verlangt sie aber nicht.

2.8.2. Die Beklagte rügt die Anordnungen des angefochtenen Urteils zu den 
grundpfändlichen Belastungen als unklar. Da beim Kauf zwei grundpfandrechtlich 
gesicherte Forderungen bestanden hätten, müsste das Objekt mit diesen Belas-
tungen zurückgegeben werden. Der Schuldbrief im zweiten Rang sei aber neu 
unbelastet in ihrem Besitz. Sie wisse daher nicht, was sie zurückgeben müsse 
(act. 4/A.1, S. 33 f.).

Bei der Verwertung eines anfechtbar erworbenen Grundstückes sind die beste-
henden Belastungen dem Ersteigerer zu überbinden. Das betrifft hier die grund-

28 / 40

pfandrechtlich gesicherte Schuld der X._____, welche auch die Beklagte im ange-
fochtenen Rechtsgeschäft übernahm. Dass sie diesen Kredit neu kontrahiert und 
darauf Abzahlungen geleistet habe, macht sie wie gesehen verspätet geltend und 
kann daher nicht berücksichtigt werden. Im aufzustellenden Lastenverzeichnis und 
im allenfalls nachfolgenden Bereinigungsverfahren (Art. 33 ff. VZG) wird das zu 
klären sein. Sollte die Beklagte den Wert der Sache durch Amortisationen ver-
mehrt haben, kann sie das als Forderung gegen den Schuldner geltend machen 
(Art. 291 Abs. 1, dritter Satz SchKG analog) und wird sie dafür in der dritten Klas-
se zu kollozieren sein. Wie vorzugehen wäre, wenn die Beklagte zwischenzeitlich 
den Schuldbrief im Rahmen des im Grundbuch eingetragenen Maximums höher 
belastet hätte, hat das Bundesgericht in BGer 5C.176/2003 v. 5.2.2004 erläutert. 
Es ist darauf zurückzukommen.

Der Schuldbrief im zweiten Rang war wie vorstehend erwogen (E. 2.5) entgegen 
der Auffassung der Beklagten nicht belastet. Die Beklagte hat den Schuldbrief 
dem Kläger zu Handen der Konkursverwaltung herauszugeben; das ist entspre-
chend dem sinngemässen Antrag der Beklagten im Dispositiv klarzustellen. Die 
Zahlung an T._____ von CHF 500'000.00 wird sie von diesem zurückfordern müs-
sen (Art. 62 Abs. 2 OR).

2.8.3. Die Beklagte beanstandet zudem, dass das Regionalgericht nicht anordne-
te, ein allfälliger Ersteigerer der Liegenschaften werde die Ersatzforderung für In-
vestitionen von CHF 140'000.00 übernehmen müssen. Sie müsse für die getätig-
ten Investitionen in betriebsnotwendige Gerätschaften im Zeitraum 2014 – 2016 
und für die seither und bis heute erbrachten Investitionen entschädigt werden. Und 
sie vermisst Anordnungen des angefochtenen Urteils zu den "Nebenkosten des 
Kaufsgeschäftes wie bspw. Notariats- und Grundbuchgebühren, sowie die Han-
dänderungssteuern etc., alle wertvermehrenden Aufwendungen, der geschaffene 
Mehrwert u. dgl. m." (act. 4/A.1, S. 34 f.).

Auf diese Anträge kann vor vorne herein insoweit nicht eingetreten werden, als sie 
nicht ausreichend spezifiziert und nicht beziffert sind. Der Spur nach brachte sie 
die Beklagte zwar in erster Instanz bereits vor (RG-act. I/2, S. 18). Mit Ausnahme 
der behaupteten Aufwendungen 2014 – 2016, welche sie mit CHF 181'400.00 be-
zifferte, waren die Anträge aber auch dort so vage, dass sie nicht zum Urteil ge-
macht werden konnten. Das Gericht kann den Kläger nicht zur Erstattung be-
stimmter Positionen "etc." resp. eines Mehrwertes "u.dgl.m." verpflichten, ebenso 
wenig "zum Ersatz der Notariatsgebühren" oder "der Handänderungssteuern" (je 
ohne Bezifferung).

29 / 40

Zu beurteilen bleiben die geltend gemachten Aufwendungen vor dem Kaufsge-
schäft (CHF 140'000.00, unstreitig) sowie die behaupteten, aber nicht anerkannten 
Investitionen für die Jahre 2014 – 2016 von CHF 181'400.00. Das Regionalgericht 
hat die Beklagte dazu verurteilt, die Zwangsvollstreckung in die erworbenen 
Grundstücke zu dulden, einschliesslich "das mit dem Grundstückkaufvertrag (…) 
mitverkaufte Mobiliar und Inventar". Dass das letztere ganz oder teilweise nicht 
mehr vorhanden sei (was eine Verurteilung der Beklagten zum Wertersatz nach 
sich gezogen hätte), machte die Beklagte soweit ersichtlich nicht geltend. An der 
Formulierung des Dispositivs ist daher nichts auszusetzen. Soweit die Beklagte 
nicht betriebsnotwendiges Mobiliar oder Inventar angeschafft hat, kann sie für die-
se Stücke im Konkurs Aussonderung verlangen, falls das Konkursamt sie mit Be-
schlag belegt (Art. 242 SchKG). Dabei mögen im Einzelfall Beweis-
Schwierigkeiten bestehen, weil die Beklagte im angefochtenen Vertrag auf eine 
detaillierte Aufzählung der übernommenen Gegenstände verzichtete (RG-act. II/13 
S. 5 oben). Das hat sie sich allerdings selber zuzuschreiben. Für bauliche Wert-
vermehrungen, soweit diese nicht lediglich Unterhalt waren (wie das Streichen der 
Küche und der Fassade, RG-act. III/11), hätte sie Ersatz zugut. Wertvermehrende 
Aufwendungen macht sie allerdings weder in erster Instanz noch vor Kantonsge-
richt spezifiziert geltend: weder in RG-act. I/2, S. 18, worauf sie in der Berufung 
(unzulässig) verweist, noch in dieser. Sie behielt sich zwar vor Regionalgericht 
Anträge zum Ermitteln von wertvermehrenden Investitionen und des dadurch ge-
schaffenen Mehrwertes vor (a.a.O. ganz unten). Das Beweisverfahren dient aber 
nur dem Erstellen konkreter Behauptungen (Art. 150 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 
55 Abs. 1 ZPO), und es ist nicht dafür da, von den Parteien versäumte Behaup-
tungen und Substanzierungen nachzuholen. Wertvermehrenden Investitionen ist 
das Regionalgericht daher zu Recht nicht nachgegangen, und auch das Kantons-
gericht kann darauf nicht näher eingehen.

Die behaupteten Investitionen für die Jahre 2014 – 2016 von CHF 181'400.00 be-
treffen nach Darstellung der Beklagten in erster Instanz "betriebsnotwendige 
Gerätschaften" (RG-act. I/2, S. 18 unter Verweis auf RG-act. III/11; auf diese Stel-
le verweist die Beklagte in der Berufung selbst). Gemäss dem von der Beklagten 
dem Regionalgericht vorgelegten Pachtvertrag (RG-act. III/2) war allerdings sie für 
den Unterhalt der Pachtsache verantwortlich (so auch der Kläger in act. 3/A.1, Rz. 
46), und der Pachtzins von CHF 4'575.00 monatlich wurde unter diesem Titel um 
CHF 1'350.00 reduziert (so der Vertrag a.a.O., §§ 5 und 6). Die Beklagte macht 
nicht geltend, dass man diese Vereinbarung je änderte – was denkbar wäre, da 
die monatlichen CHF 1'350.00 wohl unzureichend waren, wenn die von der Be-
klagten behaupteten Aufwendungen für Unterhalt zutreffen. So lange der Vertrag 

30 / 40

nicht geändert wurde, galt er, und es steht der Beklagten kein Anspruch für Unter-
halt zu. Auf diesen Punkt ist bei der Berufung des Klägers zurückzukommen 
(nachstehend E. 3.3.4).

Es bleibt die Forderung für Investitionen vor dem Kauf, CHF 140'000.00. Wie ge-
sehen (vorstehend, E. 2.5) wurde zu dieser Forderung im angefochtenen Vertrag 
nichts geregelt. Die Beklagte hätte sie im Konkurs der C._____ anmelden können, 
was sie aber nicht getan hat. Die C._____ hatte seinerzeit im Pachtvertrag zuge-
sagt, ihre Verpflichtung zum Ersatz der in Aussicht genommenen (gemeint offen-
bar: wertvermehrenden) Investitionen einem allfälligen Erwerber zu überbinden. 
Nach Darstellung der Beklagten betrifft dies Investitionen vor dem angefochtenen 
Kauf (die ins Recht gelegten Listen von Investitionen und Aufwendungen betreffen 
spätere Jahre), und solche Investitionen sind, wie vorstehend erwogen, weder von 
der Sache her noch betragsmässig feststellbar. Dass sich die Parteien des heuti-
gen Anfechtungs-Verfahrens einig sind, die C._____ hätte der Beklagten unter 
diesem Titel CHF 140'000.00 zahlen müssen, kann einem Ersteigerer im Konkurs 
nicht entgegengehalten werden. Die Überbindung einer weder sachlich noch zah-
lenmässig erklärbaren Schuld gegenüber der Beklagten im Rahmen der Steige-
rungsbedingungen kommt nicht in Frage. Auch in diesem Punkt ist die Berufung 
der Beklagten unbegründet, und die entsprechende Ziffer des angefochtenen Dis-
positivs ist bis hierher zu bestätigen.

3. Berufung des Klägers (ZK2 21 3)

Die Berufung des Klägers ist nicht ganz leicht lesbar, weil sie nicht den gestellten 
Berufungsanträgen folgt und diese nur beiläufig erwähnt (so etwa in den Rz. 42 
ff.). Auch neue Behauptungen sind im Text geradezu versteckt (Rz. 46, S. 19 
oben). So gut als möglich und mit loyalem Bemühen um das richtige Verständnis 
sind die Beanstandungen nachstehend zu behandeln.

3.1. Gutheissung der Anfechtungsklage

Der Kläger verlangt mit seinem Antrag Ziff. 1 die Aufhebung von Dispositiv Ziffer 1 
des angefochtenen Urteils. In dieser Ziffer wird die Beklagte verpflichtet, die er-
worbenen Grundstücke zurückzugeben und die Zwangsvollstreckung zu dulden.

3.1.1. Offenkundig will der Kläger das nicht geändert haben. Er will die Anordnung 
ergänzt wissen durch den Passus "unter entsprechender Anweisung an das Kon-
kursamt Albula/Alvra, die Beschlagnahme zu vollziehen". Abgesehen davon, dass 
das Zivilgericht den Betreibungsbehörden keine konkreten Handlungsanweisun-
gen zu geben hat (Art. 13 und 17 SchKG), übersieht er dabei, dass das Konkur-
samt zur Zeit keine Befugnis zum Handeln hat. Das Konkursverfahren ist ge-

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schlossen, und das Handelsregisteramt hat die Gesellschaft von Amtes wegen 
(Art. 159a Abs. 1 HRV) gelöscht. Das Regionalgericht hat richtig darauf hingewie-
sen, dass der Kläger die Wiedereintragung (Art. 935 OR) werde veranlassen müs-
sen. Falls er das aus welchem Grund auch immer nicht täte, wäre die Beklagte 
von dem Urteil zu Unrecht auf Dauer belastet. Es wäre sinnvoll gewesen, die ge-
richtlichen Anordnungen zur Rückgabe resp. zum Dulden der Verwertung und zum 
Beibehalten der Grundbuchsperre davon abhängig zu machen, dass der Kläger 
innert einer bestimmten Frist die Wiedereintragung verlange resp., dass diese 
dann auch vorgenommen werde. Die Beklagte selber macht das aber nicht gel-
tend, und der Kläger ist dadurch nicht beschwert. Es besteht kein Anlass, in die-
sem Punkt am angefochtenen Urteil etwas zu ändern.

Mit seinem zweiten Berufungsantrag verlangt der Kläger eventuell, dass die Be-
klagte zur Zahlung von CHF 530'000.00 verpflichtet werde. Die Begründung dafür 
erschliesst sich nicht leicht, oder jedenfalls nicht "aisément" nach der Praxis des 
Bundesgerichts. Offenkundig sind die CHF 530'000.00 die Differenz des beurkun-
deten Kaufpreises von CHF 1 Mio. und der im angefochtenen Vertrag genannten 
Belastung zugunsten der X._____. Für welchen Eventualfall die Beklagte zur Zah-
lung verpflichtet werden soll, bleibt aber unklar. Darauf kann nicht eingetreten 
werden.

3.1.2. Ziff. 3 der Berufungsanträge (Mobiliar und Inventar) geht so weit verständ-
lich nicht weiter als was das angefochtene Urteil anordnet – mit Ausnahme der 
Anweisung an das Konkursamt, welche wie soeben gesehen nicht möglich ist. Der 
Eventualantrag dürfte meinen, dass die Beklagte CHF 300'000.00 zahlen solle, 
falls die Rückgabe der Sachen nicht angeordnet würde. Auch darauf ist nicht ein-
zutreten.

3.1.3. Der Kläger verlangt, mit der Rückgabe der Grundstücke sei die Rückgabe 
der Schuldbriefe mit einer Maximalbelastung von CHF 470'000.00 anzuordnen 
(Berufungsantrag Ziff. 4, entsprechend Rechtsbegehren Ziff. 5 in erster Instanz). 
Er begründet das damit, dass die Beklagte andernfalls die bestehenden Schuld-
briefe bis zu deren Maximum von CHF 1,5 Mio. belasten könnte, was eine Verwer-
tung im Konkurs illusorisch machen würde (act. 3/A.1, Rz. 4 und 22). Die Beklagte 
bringt dagegen vor, der Schuldbrief im zweiten Rang laute nominell auf CHF 1 
Mio. (act. 3/A.2, S. 22). Replik und Duplik der Berufung bringen dazu nichts Weite-
res.

Der Einwand des Klägers ist begründet. Es stünde der Beklagten nach der Formu-
lierung des angefochtenen Urteils frei, die bestehenden Schuldbriefe weiter bis zu 

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ihrem Maximalbetrag zu belasten. Dafür brauchte es keine Änderung des Eintra-
ges im Grundbuch, und die angeordnete Grundbuchsperre stünde dem daher 
nicht entgegen. Der Schuldbrief im ersten Rang diente beim angefochtenen Ver-
kauf der Sicherung einer Forderung der X._____ von CHF 470'000.00 (RG-act. 
II/13, S. 4). Es ist darum anzuordnen, dass die Beklagte die Grundstücke mit ma-
ximal dieser Belastung zurück gibt. Sollte die Belastung bei der tatsächlichen Ver-
wertung niedriger sein, kann die Beklagte aus dem Erlös der Grundstücke die Dif-
ferenz für sich beanspruchen.

Der Schuldbrief im zweiten Rang ist nicht belastet (vorstehend E. 2.6). Diesen 
Schuldbrief hat die Beklagte wie gesehen unbelastet herauszugeben.

3.2. Grundbuchsperre

Das Regionalgericht hat angeordnet, dass die vorsorgliche Grundbuchsperre "bis 
zur Zuführung der (…) Vermögenswerte" weiter gelte (Dispositiv Ziff. 2). Das ent-
spricht nicht genau den Rechtsbegehren 1 und 2 des Klägers in erster Instanz, ist 
aber in der Sache nicht missverständlich, und der Kläger ficht es nicht an. In die-
sem Punkt ist das angefochtene Urteil ohne Weiteres zu bestätigen.

 3.3. Nutzungs-Entschädigung

Der Kläger verlangte in erster Instanz, die Beklagte habe für die Nutzung des 
Berghauses vom 27. November 2013 bis zur Rückübertragung der Liegenschaft 
eine Summe entsprechend CHF 39'000.00 pro Jahr zu bezahlen. In der Berufung 
ergänzt er diesen Antrag um Zins "jeweils zu 5%, erstmals ab dem 27. November 
2013" (act. 3/A.1, S. 2 unten und S. 16 ff. Rz. 42 ff.). Die Beklagte widersetzt sich 
dem Antrag, weil sie als zivilrechtliche Eigentümerin den Nutzen aus der Sache 
ziehen durfte, und weil eventuell ihre Investitionen den Nutzen überstiegen (act. 
3/A.2, S. 26 ff.). Der Kläger widerspricht dem in der Replik und "hält fest" (act. 
3/A.3, S. 23 f.), ebenso die Beklagte in der Duplik (act. 3/A.4, S. 30 f.).

3.3.1. Die Erweiterung des Begehrens um den Zins ist eine Klageänderung, wel-
che in der Berufung nicht mehr zulässig ist (Art. 317 Abs. 2 ZPO). Der Kläger ver-
weist in der Berufung darauf, dass er schon in seinem schriftlichen Parteivortrag 
Zins verlangt habe (act. 3/A.1, Rz. 46 am Ende). Dieser Vortrag folgte aber einem 
doppelten Schriftenwechsel (RG-act. I/1-4), und neue Anträge waren nicht mehr 
zulässig (Art. 230 ZPO). Damit kann auch offen bleiben, wie das neue Begehren 
zu verstehen ist: ob der Zins auf der ganzen Nutzungsentschädigung vom Datum 
des Kaufs laufen soll (was der Wortlaut nahe legt), oder ob die Worte "jeweils" und 
"erstmals" andeuten sollen, dass die Entschädigung für ein ganzes Jahr vorschüs-

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sig zu verzinsen sei (was beides unter dem Aspekt der Art. 102 ff. OR nicht leicht 
zu begründen wäre). Auf das Zinsbegehren ist nicht einzutreten.

3.3.2. Neu trägt der Kläger vor, das Berghaus sei seit dem 1. Juni 2020 an die 
AA._____ verpachtet, und er verlangt zur Bezifferung seines Herausgabean-
spruchs von der Beklagten die Edition des entsprechenden Vertrages. Zur Recht-
zeitigkeit der neuen Behauptung führt er aus, er habe bei der Vorbereitung seiner 
Berufung den Handelsregister-Eintrag und den Internet-Auftritt überprüft und sei 
auf die neue Situation gestossen (act. 3/A.1, Rz. 47 ff.). Die Beklagte wendet ein, 
für die Vorträge zur Hauptverhandlung seien die den Parteien angesetzten Fristen 
erst im Juni 2020 abgelaufen, so dass der Kläger sein Novum hätte der ersten 
Instanz vortragen können (act. 3/A.2, S. 28, mit den Daten im Einzelnen offenbar 
irrtümlich). Der Kläger wiederum verweist darauf, dass er seine Eingabe schon am 
27. Mai 2020 einreichte, und dass die Eingabe der Beklagten vom 18. Juni 2020 
keinen Hinweis auf eine Verpachtung enthielt (act. 3/A.3, Rz. 116). Die Duplik 
enthält zu dem Punkt nichts Neues (act. 3/A.4, S. 18).

Neue Behauptungen sind in der Berufung ausnahmsweise zulässig, wenn sie un-
verzüglich vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon ins Ver-
fahren der ersten Instanz eingebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Da-
mit, dass er das Novum in der Berufungsschrift vorträgt, erfüllt der Kläger das Kri-
terium "unverzüglich". Entgegen der Darstellung der Beklagten reichte der Kläger 
seine Stellungnahme im Rahmen der Hauptverhandlung sodann noch im Mai 
2020 ein (RG-act. I/7), wenn auch die Frist wenige Tage länger lief (RG-act. 
IV/19). Darauf kommt es freilich nur bedingt an. Hätte der Kläger bei zumutbarer 
Sorgfalt den Umstand der Verpachtung später erkennen können und müssen, hät-
te er das ins Verfahren einbringen müssen, auch ohne dass ihm die Frist für einen 
Vortrag lief – jedenfalls so lange, als ihm das Regionalgericht nicht anzeigte, die 
Sache gehe in die Beratung (Art. 229 Abs. 3 ZPO, zum spätesten Zeitpunkt für 
zulässige Noven auch analog anzuwenden auf Abs. 1 der Bestimmung). Es würde 
die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht überspannen, wenn man dem Kläger 
zumuten würde, während des Verfahrens ständig zu prüfen, ob das Berghaus 
"M._____" allenfalls verpachtet worden sei. Die Beklagte hatte es durch ihre Or-
gane selber führen lassen, und daran hatte sich nach dem angefochtenen Hand-
wechsel vorerst nichts geändert. Die Beklagte bestreitet nicht, dass sich aus ihren 
Rechtschriften, namentlich der abschliessenden Stellungnahme vom 18. Juni 
2020, keine Hinweise auf die Verpachtung ergaben. Wenn der Kläger (erst) im 
Rahmen der Vorbereitung seiner Berufungsschrift Handelsregister und Internet-
auftritt der Beklagten konsultierte, kann ihm nicht Unsorgfalt vorgeworfen werden. 

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Dass er tatsächlich früher von der Verpachtung erfahren hätte, behauptet die Be-
klagte nicht. Die neue Behauptung ist daher zulässig.

3.3.3. Ob der Kläger von der Beklagten eine Nutzungsentschädigung fordern 
kann, ist umstritten. Das Regionalgericht verwirft es: "eingesparter" Pachtzins (al-
so der Wert der Eigennutzung) entspreche nicht den "Früchten", welche nach der 
Rechtsprechung zurückzugeben seien. Der Kläger argumentiere auf der unrichti-
gen Basis, die Beklagte sei nicht rechtmässige Eigentümerin der Liegenschaften 
(angefochtenes Urteil S. 17 f.). Der Kläger kritisiert das, indem er auf die Praxis 
des Bundesgerichts verweist und auf die sachenrechtliche Behandlung von Früch-
ten und Erträgen (act. 3/A.1, Rz. 42 ff.). Die Beklagte lässt es nicht gelten, weil sie 
sehr wohl im Sinne des Bundesgerichts die Gefahr einer Wertverminderung trage 
– und darum dürfe sie die Erträge behalten (act. 3/A.2, S. 26 f.). Replik und Duplik 
enthalten dazu keine neuen Gesichtspunkte.

Die Anfechtungsklage des SchKG geht auf den römischen Praetor L. Aemilius Le-
pidus Paulus zurück (Götz Grevesmühl, Die Gläubigeranfechtung nach klassi-
schem römischen Recht, Wallstein 2003). Paulus ordnete mit einer actio ex inter-
dictio fraudatorio die Rückgabe von Vermögenswerten an, derer sich der Gemein-
schuldner in der Absicht entäussert hatte, seine Gläubiger zu schädigen. Dabei 
umfasste die Rückgabe insbesondere die Früchte (Grevesmühl, S. 46 und 65). 
Das Bundesgericht entschied im Jahr 1972 in diesem Sinn: der Anfechtungsbe-
klagte habe nämlich mit dem anfechtbar erlangten Vermögenswert gleichsam die 
in diesem enthaltenen Anwartschaften, die sich (zu ergänzen: ohne das angefoch-
tene Geschäft) auch beim Schuldner zu Vermögenswerten verdichtet hätten, mit-
erworben. Es verwies zudem darauf, dass der Anfechtungsbeklagte die Gefahr 
einer zufälligen Wertverminderung nicht trage (jedenfalls so lange er sich nicht im 
Verzug befinde), und daher auch den Nutzen nicht beanspruchen könne. Entge-
gen anders lautenden Meinungen in der Literatur entschied es sich daher für die 
Rückgabe der Früchte (BGE 98 III 44, S. 46 f., unter Verweis auf frühere Urteile). 
Mit BGE 132 III 489 (S. 496) wurde die Rechtsprechung bestätigt. Die Literatur 
stimmt dem zu (Bauer, a.a.O., N 18 zu Art. 291 SchKG; Umbach-Spahn/Bossart, 
a.a.O., N 7 zu Art. 291 SchKG). 

Der Einwand der Beklagten, als zivilrechtliche Eigentümerin trage sie die Gefahr 
einer zuverlässigen Wertverminderung der Sache, und daher gestehe ihr die Pra-
xis des Bundesgerichts auch die Früchte zu, ist in seinem Ansatz durchaus richtig: 
es gilt im modernen wie schon im römischen Recht, dass casum sentit dominus, 
dass der Zufall, also auch die konjunkturelle Wertverminderung, den Eigentümer 
trifft. Das ist vom Bundesgericht allerdings nicht gemeint. In dessen Leitentscheid 

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geht es darum, ob der Anfechtungsbeklagte bei der Rückgabe im Sinne von Art. 
291 SchKG zusätzlich einen von ihm nicht verschuldeten und in diesem Sinn zu-
fälligen Wertverlust in Geld ausgleichen müsse. Das ist nicht der Fall. Und damit 
bleibt es dabei, dass "der" Beklagte im Sinne der Praxis (im vorliegenden Fall also 
die Beklagte) die Früchte mit der Sache herausgeben muss.

Nach einem allgemeinen sachenrechtlichen Grundsatz sind "Früchte" in diesem 
Sinn nicht nur tatsächlich bezogene Pachtzinsen. Das Kantonsgericht rechnet da-
zu anders als das Regionalgericht auch den Wert der Eigennutzung. Diese ist ein 
tatsächlich - wenn auch nicht in Geld - konsumierter Vermögenswert; es kann da-
her offen bleiben, wie es sich verhielte, wenn die Beklagte das Berghaus leer ste-
hen lassen und gar nicht genutzt hätte. Damit wird das zivilrechtliche Eigentum 
des Erwerbers bei der Pauliana nicht übersehen - aber die Berücksichtigung der 
Eigennutzung ist nötig, um den Zustand herzustellen, wie er ohne das angefoch-
tene Geschäft gewesen wäre.

Zur Höhe des vom Kläger beanspruchten Ertrages macht die Beklagte keine Aus-
führungen. Der Kläger beziffert den Pachtzins auf CHF 39'000.00, das entspreche 
dem seinerzeitigen Vertrag der Gemeinschuldnerin mit der Beklagten. Dass er den 
Wert der Eigennutzung auf der Grundlage dieses Vertrages ermittelt, ist richtig – 
keine Partei macht geltend, der Wert der Nutzung habe sich mit dem angefochte-
nen Veräusserungsgeschäft relevant verändert. Allerdings legte der Vertrag vom 
27. Oktober 2011 fest, der Pachtzins betrage monatlich CHF 4'575.00, und für den 
von ihr übernommenen Unterhalt der Sache verrechne die Pächterin der Verpäch-
terin CHF 1'350.00 pro Monat (so das von der Beklagten eingereichte RG-act. 
III/2, §§ 5 und 6). Der Pachtzins betrug also CHF 3'225.00 monatlich oder CHF 
38'700.00 im Jahr. Dass er ab der Verpachtung an die AA._____ ab dem 1. Juni 
2020 tiefer gelegen sei, macht die Beklagte nicht geltend. Auch der Kläger scheint 
nicht davon auszugehen, dass der Pachtzins erheblich erhöht wurde (so ist jeden-
falls seine Bemerkung in act. 4/A.1, Rz. 50 zu verstehen). Das erscheint auch 
plausibel, denn der Betrieb des Gasthauses gibt wohl auch unter neuen Pächtern 
nicht erheblich viel mehr her als vor dem Juni 2020: nach dem vom Kläger vorge-
legten Internet-Auftritt des Hauses erfolgten die wesentlichen Erneuerungen noch 
vor dem Antritt der Pacht durch die Beklagte (act. 3/B.2). Da die Beklagte den 
neuen Vertrag weder mit der Berufungsantwort noch mit der Duplik offenlegte, 
hätte der Kläger von sich aus einen höheren Pachtzins behaupten können (Art. 
164 ZPO) und nicht notwendigerweise auf eine förmliche Editionsverfügung des 
Gerichts warten müssen. In der gegebenen Situation, wo die Sache in allen ande-

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ren Punkten spruchreif ist, scheinen Weiterungen nicht angebracht. Im Umfang 
von CHF 38'700.00 pro Jahr ist der Anspruch des Klägers begründet.

3.3.4. Die Beklagte stellt der Forderung des Klägers eventuell einen Anspruch für 
Aufwendungen zur Verrechnung entgegen. Der notwendige Aufwand für den 
Werterhalt und für wertvermehrende Investitionen ist dem Anfechtungsbeklagten 
grundsätzlich zu erstatten (Bauer, a.a.O., N 18 zu Art. 291 SchKG; ebenso 
Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. 
Aufl., Bern 2013, § 52 N 46). Auch hier ist aber wesentlich, dass die Masse nicht 
schlechter, und auch der Anfechtungsbeklagte nicht bessergestellt werden soll, als 
wenn das erfolgreich angefochtene Geschäft nicht abgeschlossen worden wäre. 
Wie gesehen war die Beklagte als seinerzeitige Pächterin der C._____ für den 
Unterhalt des Objektes verantwortlich, und der Pachtzins wurde unter diesem Titel 
um CHF 1'350.00 reduziert. Die Beklagte kann daher für Unterhalt nichts fordern 
oder verrechnen. Wertvermehrende Investitionen könnte sie geltend machen. Da-
zu führt sie aber in der Berufung an dieser Stelle nichts aus; gegenteils behauptet 
sie, sie habe "den Pachtgegenstand in betriebsbereitem Zustand gehalten und 
auch alle weiteren Leistungen erbracht, die im Pachtverhältnis seitens der Ver-
pächterin zu erbringen wären" – das letztere trifft hinsichtlich der Verantwortung 
der Verpächterin nach dem Vertrag aber eben nicht zu (act. 3/A.2, S. 27 f.). Sie 
verweist in der Berufung auf ihre Vorbringen in erster Instanz (konkret auf RG-act. 
I/4 Rz. 32-85). Das ist nicht zulässig (vorstehend E. 1.3). Es hülfe ihr aber auch 
nicht. Ausser dass sie dort den Antrag des Klägers als trölerisch bezeichnete, wa-
ren ihre Ausführungen im Wesentlichen und stellenweise wörtlich gleich wie in der 
Berufung.

Im Ergebnis bleibt es dabei, dass die Forderung des Klägers für die Nutzung der 
anfechtbar erworbenen Sache zahlenmässig leicht reduziert gutzuheissen ist.

3.4. Nichtigkeit

Im Eventualstandpunkt verlangt der Kläger wie schon vor erster Instanz, es sei die 
Nichtigkeit des angefochtenen Grundstückkaufs mangels Beurkundung des wah-
ren Kaufpreises festzustellen und das Grundbuch entsprechend zu berichtigen. 
Vorstehend wurde die Basis dieses Antrages, dass nämlich ein anderer als der 
beurkundete Kaufpreis, vereinbart worden sei, verworfen (E. 2.5 am Ende). Damit 
kann unerörtert bleiben, für welchen (Eventual-)Fall der Kläger dieses Begehren 

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formulierte, und dass sich das aus der Berufungsschrift nicht oder jedenfalls nicht 
klar ergibt, bleibt im Ergebnis ohne Folgen.

4. Kostenfolgen

Da die Klage vom Kantonsgericht teilweise anders beurteilt wird, sind nebst den 
Kostenfolgen für die Berufungsverfahren vor Kantonsgericht auch jene für das 
Verfahren des Regionalgerichts neu zu beurteilen (Art. 318 Abs. 3 ZPO). 

4.1. Die Anfechtungsklage geht nicht direkt auf Geldzahlung (Art. 91 Abs. 2 
ZPO). Ihr Streitwert entspricht hier dem Verkehrswert der anfechtbar veräusserten 
Sache, und zwar ohne Abzug von grundpfändlichen Belastungen (Peter Diggel-
mann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Dike-Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 67 und 15 zu Art. 
91 ZPO). Das sind CHF 1 Mio. Dazu klagte der Kläger die festen Beträge CHF 
140'000.00 und CHF 13'000.00 ein (Rechtsbegehren Ziff. 6 und 8). Zudem ver-
langte er CHF 39'000.00 jährlich ab dem 27. November 2013 bis zur "Rücküber-
tragung" oder dem Einbezug der anfechtbar veräusserten Sachen ins Konkursver-
fahren. Rechnete man bei Einreichung der Klage am Regionalgericht dafür realis-
tisch für die erste und die zweite Instanz mit sechs Jahren, waren das noch einmal 
CHF 234'000.00. Zusammen ergibt sich ein Streitwert von CHF 1'387'000.00. Da-
mit dringt der Kläger nach dem heutigen Entscheid mit 1'245'000.00 oder ziemlich 
genau 90% durch. Entsprechend zu verlegen sind die Kosten des Regionalge-
richts, welche der Höhe nach (CHF 25'400.00) nicht beanstandet sind. 

Für die volle Parteientschädigung des Prozesses im ordentlichen Verfahren hat 
das Regionalgericht inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer CHF 35'941.65 
festgesetzt. Davon hat der Kläger 9/10 abzüglich 1/10 oder 8/10 = 4/5 zugut. Dies 
ergibt einen Betrag von CHF 28'753.30. 

Die Bestimmungen des vorinstanzlichen Entscheids zum Massnahmeverfahren 
und mutatis mutandis jene zur Verrechnung der Vorschüsse resp. zum Rückgriff 
d