# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4014e1d4-ecf3-5121-9a27-074d629bc256
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.04.2012 UV 2011/40, UV 2011/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-40--UV-2011-_2012-04-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/40, UV 2011/41

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 11.04.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2012
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Leistungsanerkennung in Bezug auf den Rückfall mit 
Diagnose einer Meniskusläsion und anschliessender 1. Operation. 
Leistungseinstellung per 2. Operationstermin unter Anführung einer neuen 
Begründung: Verneinung der Kausalität nicht erst bezüglich der 2. 
Operation, sondern bereits in Bezug auf den Rückfall mit 1. Operation 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 
2012, UV 2011/40+41).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 11. April 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin 1,

und

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin 2,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war durch ihre Tätigkeit bei der Gemeinde B.___ 

bei der Zürich-Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) unfallversichert, 

als sie laut Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 9. Februar 2006 am 14. Januar 2006 

auf einer Treppe stolperte und mit den Knien auf den Asphalt fiel (act. UV 2011/40 G 

5.1/1). Die Zürich anerkannte ihre Leistungspflicht (act. UV 2011/40 G 5.1/2). Mit 

Schreiben vom 29. Mai 2006 informierte sie die Arbeitgeberin, dass sie den Unfall 

abgeschlossen habe (act. UV 2011/40 G 5.1/6).

A.b Im Nachgang zu einer Rückfallmeldung vom 27. August 2007 (act. UV 2011/40 G 

5.1/7) erbrachte die Zürich erneut Leistungen (act. UV 2011/40 G 5.1/13-15). Mit 

Verfügung vom 24. Oktober 2008 eröffnete sie der Versicherten, aufgrund der 

medizinischen Akten und Stellungnahme ihres beratenden Arztes sei davon 

auszugehen, dass die Unfallfolgen abgeklungen und die jetzt noch bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Die Leistungspflicht müsse ab dem 29. 

Oktober 2008 verneint werden (act. UV 2011/40 G 5.1/24). Mit Schreiben vom 11. 

November 2008 erhob die SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend: SWICA) als 

Krankenversicherer der Versicherten gegen diese Verfügung vorsorglich Einsprache 

und bat um Zustellung der vollständigen Akten (act. UV 2011/40 G 5.1/25). Mit 

Schreiben vom 20. November 2008, das am 21. November 2008 der Post übergeben 

wurde, liess ihr die Zürich die Verfügung vom 24. Oktober 2008 zusammen mit den 

Akten eingeschrieben zukommen (act. UV 2011/40 G 5.1/27). Mit Eingabe vom 16. 

Februar 2009 reichte die SWICA der Zürich die Begründung ihrer Einsprache vom 11. 

November 2008 ein (act. UV 2011/40 G 5.1/30). Mit Entscheid vom 16. Juli 2009 trat 

die Zürich auf die Einsprache mit der Begründung nicht ein, dass die Verfügung vom 

24. Oktober 2008 der Beschwerdeführerin am 21. November 2008 per Einschreiben 

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zugestellt und die vom 16. Februar 2009 datierte Einsprache somit verspätet erhoben 

worden sei. Daran ändere nichts, dass die SWICA am 11. November 2008 bereits vor 

Eröffnung der Verfügung vorsorglich Einsprache erhoben und um Zustellung der Akten 

gebeten habe. Die Fristansetzung im Schreiben vom 20. November 2008 sei bindend 

und durch die vor Verfügungseröffnung ausgestellte vorsorgliche Einsprache nicht 

unterbrochen oder erstreckt worden (act. UV 2011/40 G 5.1/36). Gegen diesen 

Einspracheentscheid erhob die SWICA mit Eingabe vom 26. August 2009 Beschwerde 

mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben, und die Zürich sei zu 

verpflichten, für die Kniebeschwerden der Versicherten weiterhin aufzukommen. Die 

zum Verfahren beigeladene Versicherte nahm mit Eingabe vom 30. September 2009 

Stellung (act. UV 2011/40 G 5.1/38). Im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 30. 

Juni 2010, UV 2009/86, wurde die Zürich verpflichtet, auf die am 11. November 2008 

vorsorglich eingereichte und am 16. Februar 2009 ergänzte Einsprache der SWICA 

einzutreten und die Sache materiell zu prüfen (act. G 5.1/42).

B. 

Nach Einholung weiterer medizinischer Unterlagen, insbesondere eines Auszugs aus 

der Krankengeschichte der Versicherten bei deren Hausarzt Dr. med. C.___, 

Allgemeinmedizin FMH, Manuelle Medizin FA, Osteopathie D.O.M.(act. UV 2011/40 G 

5.1/46, 49; UV 2011/40 G 5.2/ZM15/2), sowie nach am 14. März 2011 erfolgter 

Rücksprache mit ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D.___, Leitender Arzt Unfallchirurgie, 

Kantonsspital Winterthur (act. UV 2011/40 G 5.2/17), wies die Zürich die Einsprache 

der SWICA vom 11. November 2008 mit Einspracheentscheid vom 29. April 2011 ab 

(act. UV 2011/40 G 5.1/57).

C.   

C.a Dagegen richten sich die von der Versicherten und der SWICA eingereichten 

Beschwerden vom 26. und 31. Mai 2011, beide mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 29. April 2011 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 

sei zu verpflichten, für die Kosten der Kniebeschwerden weiterhin aufzukommen. 

Zusammen mit ihrer Beschwerde reicht die Beschwerdeführerin 1 eine Stellungnahme 

von Dr. med. E.___, Leitender Arzt Orthopädie, Spital F.___, vom 31. Dezember 2008 

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(act. UV 2011/40 G 1.3), und die Beschwerdeführerin 2 eine Stellungnahme ihres 

beratenden Arztes, PD Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, vom 26. Mai 2011 (act. 

UV 2011/41 G 1.3) ein.

C.b In der Beschwerdeantwort vom 29. August 2011 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerden (act. UV 2011/40 und UV 2011/41 

G 5).

C.c Mit Replik vom 19. und 6. September 2011 (act. UV 2011/40 und UV 2011/41 G 7) 

halten die Beschwerdeführerinnen an ihren Anträgen fest.

C.d Mit Duplik vom 19. Oktober 2011 (act. UV 2011/40 und UV 2011/41 G 9) hält die 

Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem Standpunkt und ihrem Rechtsbegehren fest.

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.

Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin. Es geht um dieselben Rechtsfragen und die Vorbringen der 

beiden Beschwerdeführer sind in beiden Fällen im Wesentlichen gleich. Es rechtfertigt 

sich daher, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. 

BGE 128 V 126 E. 1 und 128 V 194 E. 1, je mit Hinweisen).

2.  

2.1  Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis 

und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die 

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gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich ist, der 

Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während die Beurteilung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs aufgrund der Feststellungen bei den 

medizinischen Untersuchungen erfolgt und Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, 

obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu 

beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174; BGE 123 III 110 und 112 V 30). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt jedoch die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45; BGE 118 V 291 f. E. 3a). Hinzuweisen 

ist schliesslich insbesondere auch auf Art. 6 Abs. 3 UVG, wonach der Unfallversicherer 

für unerwünschte Folgen der von ihm übernommenen Eingriffe einzustehen hat, ohne 

dass die behandlungsbedingte Schadenverursachung den Unfallbegriff, den 

Tatbestand des haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten 

Körperschädigung erfüllen muss (BGE 118 V 286).

2.2  Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände darstellen (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei einem 

Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. 

vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung, 

möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen 

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dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit 

organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten 

Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein in 

der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine 

Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen 

den erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall 

erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 

118 V 296 f. E. 2c).

2.3  Ist die Unfallkausalität einmal mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 

(Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. dazu Th. Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.). Da es sich hierbei um eine 

leistungsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als 

bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese 

Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen) und sind für sämtliche 

Leistungsarten massgebend.

3.  

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3.1  Die Beschwerdeführerin 1 stürzte am 14. Januar 2006 von der letzten Stufe einer 

Treppe auf beide Knie (act. UV 2011/40 G 5.1/47). Der erstbehandelnde Arzt Dr. C.___ 

diagnostizierte im Arztzeugnis vom 10. März 2006 eine Kniekontusion (act. UV 2011/40 

G 5.2/M2). Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht für dieses 

unbestrittenermassen als Unfall geltende Grundereignis anerkannt und ist für die 

notwendigen Heilbehandlungen aufgekommen (act. UV 2011/40 G 5.2/2). Nachdem Dr. 

C.___ festgehalten hatte, dass das vorgenannte Arztzeugnis als Schlusszeugnis gelte, 

teilte die Beschwerdegegnerin der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin 1 - wenn 

auch nicht mit einer förmlichen Verfügung (Art. 49 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), so doch mit 

Schreiben vom 29. Mai 2006 (vgl. dazu Art. 51 ATSG) - mit, dass sie den Unfall 

abgeschlossen habe (act. UV 2011/40 G 5.1/6). Nachdem die Beschwerdeführerin 1 

bzw. ihre Arbeitgeberin daraufhin nie eine anfechtbare Verfügung verlangt haben, 

entfaltete der im formlosen Verfahren ergangene Entscheid Rechtswirkung, wie wenn 

er im durch Art. 49 Abs. 1 ATSG umschriebenen Rahmen erlassen worden wäre (vgl. 

dazu BGE 134 V 145 E. 5.2 mit Hinweisen). Am 27. August 2007 erfolgte eine weitere 

Schadenmeldung bzw. eine Rückfallmeldung durch die Arbeitgeberin der 

Beschwerdeführerin 1 unter Hinweis auf das Unfallereignis vom 14. Januar 2006 (act. 

UV 2011/40 G 5.1/7). Letztere hatte sich am 15. August 2007 wegen Beschwerden am 

linken Kniegelenk bei Dr. C.___ in Behandlung begeben, der die Verdachtsdiagnose 

einer medialen Meniskusläsion stellte (act. UV 2011/40 G 5.2/M4). Dr. E.___ bestätigte 

diese Diagnose bei seiner Untersuchung vom 23. November 2007 (act. UV 2011/40 G 

5.2/M5), worauf er am 2. April 2008 arthroskopisch eine mediale Teilmeniskektomie im 

Hinterhornbereich des linken Kniegelenks durchführte (act. UV 2011/40 G 5.2/M6). Die 

Beschwerdegegnerin anerkannte erneut ihre Leistungspflicht (act. UV 2011/40 G 

5.1/13-15). Nach der Operation vom 2. April 2008 wurde die Beschwerdeführerin 1 nie 

beschwerdefrei. Dr. C.___ diagnostizierte im Arztzeugnis vom 19. August 2008 ein 

Reizknie mit rezidivierender Ergussbildung bei Status nach arthroskopischer 

Teilmeniskektomie medial vom 2. April 2008 und attestierte der Beschwerdeführerin 1 

vom 1. bis 14. April 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. UV 2011/40 G 5.2/

M10). Dr. E.___ diagnostizierte am 17. September 2008 nach einer MRI-Untersuchung 

des Radiologie Instituts im Medizinischen Zentrum Bad Ragaz vom 28. August 2008 

eine komplexe Läsion des Restmeniskus mit Meniskusganglion und empfahl eine 

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erneute Arthroskopie des linken Kniegelenks mit Ausräumung des medialen 

Meniskushinterhorns mit gleichzeitiger Drainage und Ausfräsen des Meniskusganglions 

(act. UV 2011/40 G 5.2/M12, M13). Die Arthroskopie wurde auf den 29. Oktober 2008 

vorgesehen (act. UV 2011/40 G 5.2/M14). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2008 

eröffnete die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 1, dass aufgrund der 

medizinischen Akten und der Stellungnahme ihres beratenden Arztes davon 

auszugehen sei, dass die Unfallfolgen abgeklungen und die jetzt noch bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Die Leistungspflicht müsse ab dem 

29. Oktober 2008 (vorgesehener Operationstermin; letztendlich wurde die 

Meniskusoperation am 24. November 2008 durchgeführt [act. UV 2011/40 G 5.2/

ZM15/5]) verneint werden (act. UV 2011/40 G 5.1/24). Im angefochtenen 

Einspracheentscheid hielt die Beschwerdegegnerin an ihrer Leistungseinstellung fest, 

begründete diese nun aber damit, dass bereits in Bezug auf den Rückfall bzw. die erste 

Operation keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität bestanden habe und die 

diesbezügliche Leistungsanerkennung zu Unrecht erfolgt sei. Die zweite Operation als 

kausale Folgeoperation könne somit unweigerlich auch keinen Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung begründen (vgl. UV 2011/40 act. G 5.1/57).

3.2  Streitig und zu prüfen ist, ob die nach der Teilmeniskektomie vom 2. April 2008 

verbliebenen postoperativen Schmerzen im linken Kniegelenk mit nachfolgender 

zweiter Meniskusoperation mit Ausfräsung eines Meniskusganglions am 24. November 

2008 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Folge des Unfalls 

vom 14. Januar 2006 zu betrachten sind. Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht in Bezug auf den Rückfall vom 27. August 2007 anerkannt und die 

Leistungen ab dem 29. Oktober 2008 eingestellt hat, steht im vorliegenden Fall eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage zur Diskussion, für welche - wie in Erwägung 2.3 

ausgeführt - die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin liegt. Der Umstand, dass die 

Leistungseinstellung im angefochtenen Einspracheentscheid unter Anführung einer 

neuen Begründung - Verneinung der Kausalität nicht erst bezüglich der zweiten 

Arthroskopie, sondern bereits in Bezug auf die Rückfallmeldung vom 27. August 2007 - 

erfolgt ist, vermag an dieser Beweislastverteilung nichts zu ändern. Im vorliegenden 

Verfahren gilt es die Frage nach der Richtigkeit der Leistungseinstellung zu prüfen. Das 

Gericht hat sich dabei grundsätzlich mit allen rechtlich zutreffenden Begründungen 

einer Leistungszusprechung bzw. -abweisung auseinanderzusetzen.

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4.  

4.1  Aus den medizinischen Akten geht hervor und ist von Seiten der 

Verfahrensparteien unbestritten, dass die Teilmeniskektomie am linken Kniegelenk mit 

Ausfräsung eines Meniskusganglions vom 24. November 2008 eine Folgeoperation der 

am selben Kniegelenk durchgeführten Teilmeniskektomie vom 2. April 2008 darstellt. 

So hielt Dr. D.___ anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 14. 

März 2011 fest, dass man bei einer Teilmeniskektomie immer versuche, so wenig wie 

möglich, aber so viel wie nötig zu resezieren. Dabei könne es schon einmal passieren, 

dass vom Meniskus zu wenig weggeschnitten werde und sich die Meniskusläsion 

ausbreite. So wie die Befunde im MRI vom 27. August 2008 und der Operation vom 24. 

November 2008 beschrieben seien, müsse von diesem Mechanismus ausgegangen 

werden (act. UV 2011/40 act. G 5.2/17; vgl. dazu auch Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 1061). Damit 

übereinstimmend führte auch Dr. G.___ in seiner Stellungnahme vom 26. Mai 2011 aus, 

dass die zweite Operation die Folge der ersten arthroskopischen Operation sei. Der 

dabei festgestellte Horizontalriss sei in seiner anatomischen Ausdehnung oftmals 

schwer erkennbar und entsprechend dem Faserverlauf im Meniskusgewebe könne er 

auch weiter reissen, was den Austritt von Gelenksflüssigkeit durch die Rissstelle in die 

Gelenkkapsel und das umgebende Gewebe ermögliche und so zu einem sogenannten 

Meniskusganglion führe (act. UV 2011/41 G 1.3).

4.2  Angesichts der Schlussfolgerung in Erwägung 4.1 kann also von der natürlichen 

Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 14. Januar 2006 und der 

Meniskusoperation vom 24. November 2008 dann ausgegangen werden, wenn 

zwischen dem streitigen Unfallereignis und der am 2. April 2008 durchgeführten 

Meniskusoperation ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.

4.3  In Bezug auf eine Meniskusläsion gilt es zu beachten, dass die 

Kniegelenksmenisken zur Degeneration neigen, Meniskusläsionen aber auch als Folge 

eines Traumas auftreten können, indem die Menisken bei akuten schweren 

Knieverletzungen ein- oder abreissen (vgl. Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 1056 ff; 

Alfred Bühler, die unfallähnliche Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 85 und 88). 

Grundsätzlich sind mithin beide Kausalitäten (Krankheits- und Unfallkausalität) 

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denkbar. Nachfolgend ist damit zu entscheiden, von welcher Kausalität mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.

5.  

5.1  Wie bereits erwähnt, hat die Beschwerdegegnerin ursprünglich ihre 

Leistungspflicht bezüglich der Rückfallmeldung vom 27. August 2007 bzw. der von Dr. 

E.___ am 23. November 2007 diagnostizierten und am 2. April 2008 operativ 

therapierten

Hinterhornläsion des medialen Meniskus anerkannt. Sie stützte sich dabei auf eine 

Besprechung mit ihrem beratenden Arzt, Dr. med. H.___, FMH Chirurgie, Spez. 

Gelenkschirurgie, vom 18. Juni 2008. Dieser schloss eine degenerative Genese des 

medialen Meniskusrisses aufgrund der minimen Knorpelschäden aus und wies darauf 

hin, dass das Gelenk in der Arthroskopie ausgedehntere Knorpelveränderungen 

aufweisen würde, wenn der Meniskusschaden degenerativ bedingt wäre (act. U 

2011/40 G 5.2/M8). Die Folgerung von Dr. H.___ eines überwiegend wahrscheinlich 

traumatischen Prozesses basiert auf einem, für die Bestimmung der Ursächlichkeit 

einer Meniskusläsion massgebenden Beurteilungskriterium, dem Vorliegen von 

degenerativen Vorzuständen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass mit der 

Meniskusläsion eine Körperschädigung vorliegt, die den Folgen eines Unfalls ähnlich 

ist, d.h. ein gleiches oder ähnliches Krankheitsbild aufweist, das man auch nach einem 

Unfall feststellt, und deshalb bereits bei Vorliegen eines unfallähnlichen Ereignisses 

ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

auslöst, sofern die Meniskusläsion nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine 

Degeneration zurückzuführen ist (vgl. Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Tatsächlich brachte die Arthroskopie vom 2. 

April 2008 - abgesehen von fibrillierenden Auffaserungen am Femurkondylus des 

medialen Meniskus Grad I - keinen nachvollziehbaren Verschleissprozess bzw. keinerlei 

massgebenden degenerativen Veränderungen im Bereich des linken Kniegelenks der 

Beschwerdeführerin hervor, welche häufig als Vorzustände oder Begleitpathologien 

einer Meniskusläsion vorkommen bzw. auf eine degenerativ bedingte Meniskusläsion 

hinweisen (act. UV 2011/40 G 5.2/M5; vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 579 ff, 

S. 1068). Für die Annahme einer eindeutig degenerativen Meniskusläsion bestand also 

kein Raum, womit die Kausalitätsbeurteilung von Dr. H.___ als schlüssig und 

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überzeugend zu betrachten ist. Bestätigung findet die Beurteilung von Dr. H.___ auch 

in späteren ärztlichen Stellungnahmen. So hielt Dr. E.___ in seinem Schreiben vom 31. 

Dezember 2008 ausdrücklich fest, dass der Meniskusschaden Folge des Unfalls vom 

14. Januar 2006 sei. Aufgrund des Verlaufs und des vorliegenden Befunds seien die 

Kniegelenksbeschwerden und die erneute Operation im November 2008 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit (>50%) auf den Unfall vom 14. Januar 2006 

zurückzuführen. Krankheitsbedingte Folgen würden in diesem Zusammenhang keine 

Rolle spielen (act. U 2011/40 G 1.3). Der beratende Arzt der Beschwerdeführerin 2, Dr. 

G.___, unterstützte in seiner Stellungnahme vom 26. Mai 2011 ebenfalls die Bejahung 

der Leistungspflicht durch die Beschwerdegegnerin und fügte ausserdem 

zutreffenderweise hinzu, dass in den Akten keine zwischenzeitlichen weiteren 

Unfallereignisse belegt seien (act. UV 2011/41 G 1.3). Dr. C.___ hatte zudem im 

ärztlichen Zeugnis vom 11. September 2007 insofern eine Unfallkausalität bestätigt, als 

er wiederholt den Unfall vom 14. Januar 2006 erwähnte und andere Faktoren mit 

Einfluss auf die Diagnose des Verdachts auf eine mediale Meniskusläsion verneinte 

(act. U 2011/40 G 5.2/;4).

5.2  Angesichts der vorstehenden Erwägungen hat die Beschwerdegegnerin die 

Unfallkausalität in Bezug auf die Meniskusläsion gestützt auf die Beurteilung von 

Dr. H.___ richtigerweise als überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen betrachtet. 

Eine Leistungseinstellung per 29. Oktober 2008 bzw. hinsichtlich der 

Meniskusoperation vom 24. November 2008 als kausale Folgeoperation der 

Meniskusoperation vom 2. April 2008 (vgl. Erwägung 4.1 und 4.2) fällt unter diesen 

Umständen ausser Betracht und ist zu Unrecht erfolgt.

6.  

6.1  Die gegenteilige Meinung von Dr. D.___ und Dr. J.___ vermag diese Beurteilung 

nicht in Frage zu stellen. Laut Dr. D.___ ist die am 2. April 2008 therapierte 

Meniskusläsion nicht auf das Unfallereignis vom 14. Januar 2006 zurückzuführen. Die 

Beschwerdeführerin 1 sei über ein Jahr (18 Monate) nicht in ärztlicher Behandlung 

gewesen. Die von ihr angegebenen Beschwerden nach Abschluss der Behandlung 

Anfang Februar 2006 könnten nicht allzu stark gewesen sein, da nie ein Arzt 

aufgesucht worden sei. Zudem sei das geschilderte Ereignis vom 14. Januar 2006 mit 

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einem direkten Sturz auf beide Knie nicht geeignet, eine Meniskusläsion zu 

verursachen (act. UV 2011/40 G 5.2/17). Wenn Dr. D.___ folgert, es läge offensichtlich 

ein rein degenerativer Prozess vor und dabei die zusätzlich kausale Bedeutung des 

Unfallereignisses vom 14. Januar 2006 ausser Acht lässt, so stützt er sich zwar 

grundsätzlich auch auf Beurteilungskriterien für die Bestimmung der Ursächlichkeit 

einer Meniskusläsion ab. Seine Folgerung bezüglich des Unfallmechanismus sowie des 

zeitlichen Ablaufs zwischen Unfall und Rückfall vermag jedoch nicht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad zu überzeugen.

6.2  Die Folgerung von Dr. D.___ eines offensichtlich rein degenerativen Prozesses 

ohne Erwägung einer zusätzlichen kausalen Bedeutung des Unfallereignisses vom 14. 

Januar 2006 basiert zwar grundsätzlich ebenfalls auf Beurteilungskriterien für die 

Bestimmung der Ursächlichkeit einer Meniskusläsion, d.h. dem Unfallmechanismus, 

wobei auch die ursprünglich gestellten Befunde und Diagnosen miteinzubeziehen sind, 

sowie dem zeitlichen Ablauf zwischen Unfall und Rückfall, vermag jedoch letztlich nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu überzeugen. Laut 

Unfallmeldung vom 9. Februar 2006 stolperte die Beschwerdeführerin am 14. Januar 

2006 auf der Treppe und fiel mit den Knien auf den Asphalt (act. UV 2011/40 G 5.1/1). 

Dr. C.___ erhob im ärztlichen Zeugnis vom 10. März 2006 über die Erstbehandlung vom 

18. Januar 2006 als Befunde eine grossflächige Schürfwunde über der Patella mit 

Randentzündung, ein grosses mediales parapatelläres Hämatom, eine 

Druckempfindlichkeit und Bewegungsschmerzen über dem frontalen Knie - formulierte 

also ohne Nennung des konkret betroffenen Knies in der Einzahl - und diagnostizierte 

eine Kniekontusion. Als Unfallereignis nannte er ein Ausrutschen auf dem Eis und ein 

frontales Fallen auf beide Knie, fügte jedoch hinzu, dass sich die Beschwerdeführerin 

dabei vor allem das rechte Knie verletzt habe (act. UV 2011/40 G 5.2/M2). Auch die 

notfallmässige Behandlung eines Ekzems bzw. einer Rötung bei Dr. med. I.___, 

Facharzt Gastroenterologie FMH, am 21. Januar 2006 erfolgte laut dessen Arztzeugnis 

vom 17. Februar 2006 in Bezug auf das rechte Knie (act. UV 2011/40 G 5.2/M3), wobei 

die diesbezügliche Erklärung der Beschwerdeführerin 1 in der Beschwerde - der 

Notfallarzt habe nur die infolge von Schmerzpflastern aufgetretene Allergie und nicht 

die Unfallverletzungen, deretwegen sie bereits bei ihrem Hausarzt in Therapie gewesen 

sei, behandelt - plausibel erscheint. Laut Krankengeschichte von Dr. C.___ vom 22. 

Januar 2011 betreffend die ärztliche Konsultation vom 18. Januar 2006 war die 

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Beschwerdeführerin auf einem Gehsteig ausgerutscht und frontal auf beide Knie 

gefallen. Sie spüre immer noch Schmerzen vom Schlag auf das rechte Knie. Das linke 

Knie sei mehr verdreht worden. Bewegungsschmerzen wurden angeführt, ohne diese 

dem rechten oder linken Knie zuzuordnen. Die Befunde betreffend das rechte Knie 

stimmen mit denjenigen im Arztzeugnis vom 10. März 2006 überein. Hinsichtlich des 

linken Knies sind - abgesehen von einem leichten Widerstand und Spannungsfühl bei 

Hyperextension und maximaler Flexion - grundsätzlich unauffällige Befunde vermerkt. 

Als Diagnose wurde eine Kontusion und Distorsion beider Kniegelenke durch Sturz 

vom 14. Januar 2006 aufgeführt (act. UV 2011/40 G 5.2/ZM15). Auch wenn die 

vorstehende Aktenlage in Bezug auf die Frage, inwieweit das Unfallereignis vom 14. 

Januar 2006 auf das linke Knie eingewirkt hat, eher unbestimmt ist und Hinweise dafür 

enthält, dass beim Unfall in erster Linie das rechte Knie in Mitleidenschaft gezogen 

wurde, lässt sie eine Unfallbeeinträchtigung des linken Knies nicht ausschliessen. 

Immerhin spricht Dr. C.___ mit der Distorsion bzw. Verdrehung des linken Kniegelenks 

von einem Unfallmechanismus, der grundsätzlich geeignet ist, eine Meniskusläsion zu 

verursachen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 1057). Laut Krankengeschichte 

vom 22. Januar 2011 suchte die Beschwerdeführerin 1 nach der Konsultation von Dr. 

C.___ am 6. Februar 2006 erst wieder rund 18 Monate später, d.h. am 15. August 2007 

ihren Hausarzt auf. Sie gab damals an, dass die Knieschmerzen nach dem Knieunfall 

links nie ganz weg gewesen seien. Aktuell komme es häufiger zu Blockierungsgefühlen 

mit Schmerzen und einer Streckhemmung. Objektiv zeigte sich das linke Kniegelenk 

ergussfrei, hingegen liess sich eine Druckdolenz im Bereich des dorsomedialen 

Gelenkspalts und eine schmerzhafte maximal forcierte passive Streckung mit 

federndem Widerstand feststellen. Dr. C.___ erhob den Verdacht auf eine mediale 

Meniskusläsion (act UV 2011/40 G 5.2/ZM15/2). Definitiv in den medizinischen Akten 

diagnostiziert wurde die Meniskusläsion am 23. November 2007 von Dr. E.___ und 

damit 22 Monate nach dem fraglichen Unfallereignis (vgl. act. UV 2011/40 G 5.2/M5). 

Die vorgenannten, langen Latenzzeiten sprechen zwar gegen eine Unfallkausalität. 

Auch hält die Beschwerdegegnerin zutreffend fest, dass sich die Angabe der 

Beschwerdeführerin 1, sie sei nach dem Unfallereignis mit dem linken Knie nie ganz 

beschwerdefrei geworden, anhand der medizinischen Akten nicht bestätigen lässt. Der 

Hinweis der Beschwerdeführerin 1 auf Brückensymptome überzeugt auch insofern 

nicht ohne Weiteres, als angenommen werden darf, dass sie während der eineinhalb 

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Jahre andauernden Phase mit Schmerzen irgendwann einmal einen Arzt aufgesucht 

hätte. Aus der medizinischen Literatur lässt sich allerdings ableiten, dass Meniskusrisse 

eine unterschiedliche Schmerzsymptomatik aufweisen können und die Symptome einer 

Meniskusläsion nicht von Beginn weg derart schwer oder andauernd einschränkend 

sein müssen, dass eine eingreifendere Therapie notwendig wird. Ein erster 

Meniskuseinriss kann sich mit der Zeit vergrössern, was erst im Entwicklungsverlauf 

eine spezifischere und ausgeprägtere Symptomatik mit sich bringt. Bei Rissen ohne 

Einklemmung von Meniskuslappen im Gelenk sind die Symptome beispielsweise 

weniger spezifisch (vgl. Alfred. M. Debrunner, a.a.O., S. 1057 f.). Im Rahmen des von 

der Beschwerdeführerin mehrheitlich im Sitzen ausgeübten Berufs der Sekretärin ohne 

hohe Belastung der Kniegelenke dürften sich die Symptome einer Meniskusverletzung 

im Übrigen weniger einschränkend ausgewirkt haben, als in einem körperlich 

anstrengenden Beruf. Die von der Beschwerdeführerin 1 geltend gemachten 

Brückensymptome ohne Konsultation eines Arztes während rund 18 Monaten können 

also nicht ohne weiteres in Abrede gestellt werden. So erklärte sie auch gegenüber der 

Beschwerdegegnerin am 11. Oktober 2010, sie habe ihrem Hausarzt immer gesagt, es 

schmerze. Nach ein bis zwei Monaten Ruhe seien dann aber die Probleme wieder 

aufgetreten, worauf der Hausarzt gemeint habe, es brauche alles seine Zeit (act. UV 

2011/40 G 5.1/47). Diese Aussage stimmt mit der Krankengeschichte überein, wonach 

ereignisnah am 18. sowie 27. Januar 2006 ärztliche Konsultationen erfolgt sind und 

dann eine solche wieder am 6. Februar 2006 aktenmässig ausgewiesen ist. Im Übrigen 

ist der medizinischen Literatur zu entnehmen, dass in vielen Fällen die Symptome von 

Meniskusläsionen ohne eingreifendere Therapie, nur mit Schonung verschwinden 

können, d.h. Meniskusläsionen spontan ausheilen, dies jedoch Geduld von Seiten des 

Patienten bzw. der Patientin erfordert (vgl. Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 1058). Die 

angeführte hausärztliche Aussage erscheint damit schlüssig.

6.3  Die Erwägungen 6.2 und 6.3 zeigen mithin auf, dass auch bezüglich des 

Unfallmechanismus und des zeitlichen Ablaufs keine Aktenlage vorliegt, welche mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit für ein eindeutig 

degeneratives Geschehen spricht. Dr. D.___ fügte im Übrigen am 14. März 2011 selber 

einschränkend an, dass aufgrund der im Operationsbericht vom 2. April 2008 

beschriebenen Befunde nicht gesagt werden könne, wann die Meniskusläsion medial 

entstanden sei. Zwar hatte zuvor auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. 

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J.___, die Rückfallkausalität verneint (act. UV 2011/40 G 5.2/M14). Allerdings sprechen 

die von ihm angeführten, weiteren massgebenden Beurteilungskriterien für die 

Ursächlichkeit einer Meniskusläsion - das Vorliegen von Vorzuständen und der Eintritt 

eines erneuten Unfallereignisses - eben gerade für eine traumatische Meniskusläsion.

7.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 29. April 2011 gutzuheissen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerden werden gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 29. April 

2011 wird aufgehoben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.04.2012
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Leistungsanerkennung in Bezug auf den Rückfall mit Diagnose einer Meniskusläsion und anschliessender 1. Operation. Leistungseinstellung per 2. Operationstermin unter Anführung einer neuen Begründung: Verneinung der Kausalität nicht erst bezüglich der 2. Operation, sondern bereits in Bezug auf den Rückfall mit 1. Operation (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. April 2012, UV 2011/40+41).

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