# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b31f7829-0509-5d70-81df-41669f07ac5c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 25.04.2024 3-RV.2022.58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2022-58_2024-04-25.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2022.58       
P 80 
 

 

 

 

Urteil vom 25. April 2024 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Senn  

Richter Lämmli  

Gerichtsschreiberin Schaffner          

 

 
 

   

Rekurrent 1  A._____  

 

Rekurrentin 2  C._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission Q._____ 

vom 29. März 2022 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Mit Verfügung vom 20. April 2021 wurden A._____ und C._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2018 zu einem steuerbaren Ein-

kommen von CHF 5'464'900.00 (satzbestimmendes Einkommen 

CHF 5'477'982.00) und zu einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 5'523'000.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 5'965'000.00) ver-

anlagt. Dabei wurden in Abweichung von der Selbstdeklaration Einkünfte 

aus selbständiger Haupterwerbstätigkeit in Höhe von CHF 5'390'280.00 

aufgerechnet.  

 

2. 

Gegen die Verfügung vom 20. April 2021 liessen A._____ und C._____ mit 

Schreiben vom 12. Mai 2021 Einsprache erheben. Sie liessen dabei 

folgende Begehren stellen: 

 

"1.  Die definitive Steuerveranlagung 2018 der Kantons- und Gemeinde-
steuern sei aufzuheben. 

2. Auf die Erfassung des selbständigen Einkommens von 
CHF 5'390'280 sei im vollen Umfang zu verzichten und das steuer-
bare Einkommen sei stattdessen auf CHF 87'702 festzusetzen. 

3. Eventualiter sei eine Vorladung zur Wahrung des rechtlichen Gehörs 
durchzuführen. 

4.  Eventualiter sei die Besteuerung auf den periodengerecht erzielten 
Kapitalgewinn in der Steuerperiode 2018 auf USD 2 Mio. zu begren-
zen. 

5. Eventualiter seien die im Zusammenhang mit dem Kapitalgewinn ent-
standenen Unkosten als geschäftsmässig begründete Kosten auf-
wandswirksam zu berücksichtigen." 

 

3. 

Am 22. Februar 2022 fand eine Einspracheverhandlung statt. 

 

4. 

Mit Entscheid vom 29. März 2022 wies die Steuerkommission Q._____ die 

Einsprache ab. 

 

5. 

Den Einspracheentscheid vom 29. März 2022 (Zustellung nach den Anga-

ben im Rekurs am 1. April 2022) liessen A._____ und C._____ mit Rekurs 

vom 11. Mai 2022 (Postaufgabe am selben Tag) an das Spezial-

verwaltungsgericht, Abteilung Steuern, weiterziehen mit den folgenden 

 

  

 - 3 - 

 

 

"Rechtsbegehren: 
 
1. Der Einsprache-Entscheid vom 29. März 2022 betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 sei aufzuheben. 
 
2. Es sei das in der Schweiz steuerbare Einkommen der Rekurrenten für 

die Steuerperiode 2018 auf CHF 87'702 festzusetzen. 
 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Rekursgegne-

rin." 

 

Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Er-

wägungen eingegangen. 

 

6. 

Das Gemeindesteueramt Q._____ und das Kantonale Steueramt (KStA) 

beantragen die Abweisung des Rekurses.  

 

7. 

A._____ und C._____ liessen eine Replik erstatten. 

 

8. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat beim Gemeindesteueramt Q._____ 

weitere Unterlagen einverlangt (E-Mail vom 12. April 2024). 

 

 

 

  

 - 4 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1.      

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2018. 

Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG).  

 

2. 

Der Rekurrent war in der Steuerperiode 2018 arbeitslos und bezog Leis-

tungen der Arbeitslosenversicherung in Höhe von CHF 4'029.00. Weiter 

konnte der Rekurrent gemäss eigener Deklaration in der Steuerperiode 

2018 eine Lizenz zum Verkauf von Hepatitis-Impfungen verkaufen und er-

hielt hierfür USD 6'000'000.00.  

 

3. 

3.1. 

Vorliegend ist strittig, ob der Gewinn aus dem Verkauf der Lizenz eine selb-

ständige Erwerbstätigkeit oder einen steuerfreien Kapitalgewinn darstellt.  

 

3.2. 

Die Steuerkommission Q._____ ist gestützt auf die Stellungnahme des 

Rechtsdienstes des Kantonalen Steueramtes (RD KStA) vom 7. Oktober 

2021 der Ansicht, dass der Steuerpflichtige eine selbständige Erwerbstä-

tigkeit ausgeübt hat und das Lizenzrecht als Geschäftsvermögen zu quali-

fizieren gewesen sei. Der mit dem Auflösungsvertrag erzielte Gewinn sei 

daher als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu erfassen. Der 

Steuerpflichtige habe die Absicht aufgezeigt, aus dem Erwerb des Vertra-

ges im Jahr 2012 Gewinn zu erzielen. Dies habe er ab dem Jahr 2015 in 

geschäftsmässiger Hinsicht mit Kontaktaufnahmen, mehreren Prozessen 

und der Gründung eines Vertriebsunternehmens getan. Er habe nicht le-

diglich eine sich zufällig bietende Möglichkeit zur Gewinnerzielung genutzt. 

Ein steuerfreier privater Kapitalgewinn liege nicht vor. 

 

In der Stellungnahme vom 7. Oktober 2021 gelangt der RD KStA zum Fazit, 

dass der Steuerpflichtige, Zeit bzw. Arbeit eingesetzt und im Zeitverlauf 

Fremdkapital aufgenommen habe. Der Steuerpflichtige habe bereits durch 

die Unterzeichnung des Alleinvertriebsvertrags und durch Drittkontakte am 

Wirtschaftsverkehr teilgenommen, insbesondere auch mit Blick auf die 

Gründung einer Vertriebsgesellschaft. Seine Absicht sei von Anfang an auf 

die Gewinnerzielung durch Ausübung seiner Vertriebsrechte ausgerichtet 

gewesen. Erst zuletzt habe er sich, aufgrund von andauernden Rechtsstrei-

tigkeiten zur Veräusserung seiner Unternehmung und seiner Vertriebs-

rechte entschieden.   

 

 - 5 - 

 

 

3.3. 

Der Rekurrent lässt geltend machen, dass es sich beim Veräusserungser-

lös von USD 6'000'000.00 um einen privaten Kapitalgewinn handle, wel-

cher nach § 33 Abs. 1 lit. i StG steuerfrei sei. Ein Lizenzrecht sei der Rea-

lisation durch Verkauf ohne weiteres zugänglich. Der Rekurrent habe das 

Lizenzrecht im Zeitpunkt seines Zuzuges in die Schweiz in seinem Vermö-

gen gehabt. Mit dem Verkauf im Jahr 2018 habe er das Lizenzrecht reali-

siert und gegen Geld eingetauscht. Weiter sei es vom Charakter des Im-

materialgutes her auch möglich, dass dieses dem Privatvermögen zuge-

ordnet sei. Auch wenn die Lizenz im Zusammenhang mit der Möglichkeit 

einer Erwerbstätigkeit stehe, so müsse es ohne Umsetzung dieser Mög-

lichkeit durch Aufnahme eben dieser Tätigkeit im Privatvermögen verblei-

ben. In der Literatur werde dies beim derivaten Erwerb eines Immaterialgu-

tes von einem Dritten explizit vorgesehen (vgl. Richner/Kaufmann/ Meuter, 

Handkommentar DBG, Bern 2016, N 219 zu Art. 20 DBG). 

 

Auch bei einer isolierten Betrachtung des Lizenzrechts ergebe sich, dass 

der Rekurrent keinen Lizenzrechthandel oder einen systematischen Er-

werb von Lizenzrechten mit anschliessender gerichtlicher Durchsetzung 

derselben betrieben habe. Er habe lediglich 2012 eine zufällige Gelegen-

heit wahrgenommen und das erhaltene Recht später aufgrund äusserer 

Umstände zu seinem Vorteil verkaufen können. Entgegen der Ansicht der 

Steuerkommission und des RD KStA sei das Lizenzrecht zu keinem Zeit-

punkt dem Geschäftsvermögen des Rekurrenten zuzuordnen gewesen. 

 

Die kumulativ zu erfüllenden Merkmale einer gewerbsmässigen Tätigkeit 

(Tätigwerden auf eigenes Risiko, Einsatz von Arbeit und Kapital, frei be-

stimmte Arbeitsorganisation, Gewinnerzielungsabsicht sowie planmässige 

und anhaltende, nach aussen sichtbarer Teilnahme am wirtschaftlichen Le-

ben) hätten nie vorgelegen. Der Rekurrent sei vielmehr überhaupt nicht tä-

tig geworden und sei auch keinerlei Risiken eingegangen. Er habe weder 

finanzielle Mittel noch seine Arbeitskraft investiert. Vielmehr habe der Re-

kurrent die Lizenz nach dem Erwerb brachliegen lassen und sich erst da-

rum gekümmert, als es darum gegangen sei, diese der B._____ (Lizenz-

geberin) unter neuer Eigentümerschaft zu verkaufen. Der Rekurrent habe 

nicht einmal die Möglichkeit wahrgenommen, auch nur einen einzigen Tag 

gegen Entschädigung tätig zu werden. Der Rekurrent habe nach dem Er-

werb des Lizenzrechts keinerlei planmässige oder überhaupt relevante An-

strengungen der Gewinnerzielung unternommen, geschweige denn sei er 

am Markt aufgetreten. Er sei auch nie auch nur einen Tag für die im Vertrag 

vorgesehene Entschädigung von USD 500.00 tätig geworden und habe 

auch sonst nie irgendwelche Umsätze generiert. Insgesamt sei festzuhal-

ten, dass der Rekurrent nur dieses eine, sich zufällig ergebende Lizenz-

recht erwerben und später wieder verkaufen konnte. Der zufällige Erwerb 

eines einzigen Lizenzrechtes mit Veräusserung rund sechs Jahre später 

erfülle keines der Kriterien für eine Gewerbsmässigkeit. Der Rekurrent sei 

 - 6 - 

 

 

weder systematisch noch planmässig vorgegangen, noch habe er irgend-

welche Fachkenntnisse. Es habe weder mehrere Transaktionen, noch eine 

kurze Haltedauer oder eine Wiederanlage gegeben und er habe kein 

Fremdkapital aufgenommen. Soweit sich das RD KStA auf den Vertrag mit 

D._____ beziehe, so handle es sich dabei um eine freundschaftliche Hilfe 

zur Bezahlung der Prozesskosten und nicht um eine Fremdfinanzierung 

irgendeiner Erwerbstätigkeit. Weitere offerierte Lizenzrechte habe der 

Rekurrent von Beginn weg zurückgewiesen. Auch dies deute darauf hin, 

dass keine Gewinnerzielungsabsicht und kein planmässiges Vorgehen vor-

lagen.  

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Kapitalgewinne aus der Veräusserung von beweglichem Privatvermögen 

sind der Einkommenssteuer nicht unterworfen (§ 33 Abs. 1 lit. i StG). Im 

Gegenzug sind die im Privatvermögen entstandenen Kapitalverluste steu-

erlich nicht abzugsfähig (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 5. Auf-

lage, Muri-Bern 2023, § 36 StG N 55). Demgegenüber sind alle Einkünfte 

aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Forstwirt-

schaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbstän-

digen Erwerbstätigkeit steuerbar (§ 27 Abs. 1 StG). Zu den Einkünften aus 

selbstständiger Erwerbstätigkeit zählen auch alle Kapitalgewinne aus der 

Veräusserung von Geschäftsvermögen (§ 27 Abs. 2 StG).  

 

4.1.2. 

Unter einer selbständigen Erwerbstätigkeit wird allgemein jede Tätigkeit 

verstanden, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von 

Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und mit der Absicht 

der Gewinnerzielung nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teil-

nimmt (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 StG N 9 ff., 

mit Hinweisen). Die Absicht der Gewinnerzielung besteht aus dem ernst-

haften Streben nach Erzielung eines Einkommens (subjektives Element der 

Gewinnstrebigkeit) und dem objektiven Umstand, dass dieses Streben wirt-

schaftlich Erfolg haben kann (objektives Element: objektive Eignung der 

Tätigkeit, Gewinne zu erzielen). Entscheidend sind die Eignung der einge-

setzten Mittel zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die tatsächliche Be-

wirtschaftung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen (Kommentar zum 

Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 StG N 47, mit Hinweisen; vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2015 [2C_375/2015], 

Erw. 7.1., mit weiteren Hinweisen). 

 

4.1.3. 

Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 17. September 2002 (2A.66/2002; 

vgl. auch Bundesgerichtsurteil vom 6. Juni 2023 [9C_606/2022 = StE 2023 

B 23.1 Nr. 101]) folgendes festgehalten: 

 - 7 - 

 

 

 

"2a). Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit liegt vor, wenn eine 
Tätigkeit entfaltet wird, die in ihrer Gesamtheit auf Erwerb gerichtet ist 
(ASA 69 S. 788, E. 2a). Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Steuer-
pflichtige nicht nur vereinzelte Vermögensdispositionen trifft, sondern da-
mit einen planmässigen, kombinierten Einsatz von Arbeit und Kapital auf 
eigenes Risiko zwecks Gewinnerzielung betreibt. Dieser kann auf haupt- 
oder auf nebenberuflicher Basis erfolgen. Nicht erforderlich ist, dass der 
Steuerpflichtige nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teil-
nimmt oder die Tätigkeit in einem eigentlichen, organisierten Unternehmen 
ausübt (BGE 125 II 113 E. 5d und e S. 122 f. und E.6a S. 124; ASA 69 
S. 788, E. 2a). Schliesslich sind aufgrund der Generalklauseln von Art. 16 
Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 DBG auch Erwerbseinkommen aus selbständiger 
gelegentlicher Beschäftigung steuerbar, wo trotz Gewinnstrebigkeit die 
Planmässigkeit fehlt (vgl. BGE 125 II 113 E. 5f S. 123).  
2.2 Unter dem Gesichtspunkt des selbständigen gelegentlichen Erwerbs-
einkommens hat sich die Praxis vor allem mit dem Liegenschaftenhandel 
einerseits (vgl. etwa BGE 125 II 113) und dem Wertschriftenhandel ande-
rerseits (vgl. etwa ASA 69 S. 788) befasst. Nach der Rechtsprechung ist 
aufgrund der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalles zu beurteilen, ob 
einfache Vermögensverwaltung oder selbständige Erwerbstätigkeit vor-
liegt. Als Indizien für eine selbständige Erwerbstätigkeit können etwa die 
systematische bzw. planmässige Art und Weise des Vorgehens, die Häu-
figkeit der Geschäfte, der enge Zusammenhang eines Geschäftes mit der 
beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen, der Einsatz spezieller Fach-
kenntnisse, die Besitzesdauer, der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur 
Finanzierung der Geschäfte oder die Realisierung im Rahmen einer Per-
sonengesellschaft in Betracht kommen. Jedes dieser Indizien kann zusam-
men mit anderen, im Einzelfall jedoch unter Umständen auch bereits allein 
zur Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ausreichen (BGE 125 
II 113 E. 3c S. 118 f. und E. 6a S. 124; ASA 69 S. 788, E. 2a; Urteil des 
Bundesgerichts 2A.234/2001 vom 15. Februar 2002, E. 3.2).  
2.3 Im vorliegenden Fall geht es weder um Liegenschaften- noch um Wert-
schriftenhandel, sondern um den Verkauf des Teils eines Weinlagers. 
Auch ein solches kann sich als Wertanlage eignen, und der Handel damit 
kann zu einem - unter Umständen lukrativen - Nebenerwerb führen. Die 
Kriterien der zum Liegenschaften- und Wertschriftenhandel entwickelten 
Rechtsprechung können sinngemäss auch auf den Verkauf eines Weinla-
gers angewendet werden. Zu berücksichtigen sind freilich die damit ver-
bundenen Besonderheiten.  
  
Eine solche Besonderheit liegt etwa darin, dass bei Anlagen in Wertpapie-
ren oder in Liegenschaften mit Ausnahme von Bauland nicht nur mit dem 
Wiederverkauf, sondern auch mit Annuitätsgewinnen (Zinsen, Dividenden, 
Mietzinsen usw.) ein Erlös erzielt werden kann, während bei Sammlungen 
in der Regel lediglich ein Wiederverkauf zu einem allfälligen Gewinn führt. 
Eine Sammlung dient sodann eher langfristigen Zwecken und ist mit einem 
gewissen persönlichen Aufwand verbunden. Dass ein Erlös versteuert 
werden muss, wenn die Sammlung auf Gewinn angelegt ist, rechtfertigt 
sich - im Vergleich zu den Wertpapieren oder Liegenschaften ausser Bau-
land - grundsätzlich um so mehr, als keine jährlichen Erlöse versteuert 
werden. Freilich sind dabei gewinnstrebige Tätigkeiten von solchen abzu-
grenzen, die der reinen Liebhaberei zugerechnet werden müssen und als 
blosses Hobby ohne Gewinnabsicht ausgeübt werden (Peter Locher, Kom-
mentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N 22 ff. zu Art. 18). Bei einem 
allfälligen Verkauf der Sammlung ist jedoch nur dann von einem steuer-
freien privaten Kapitalgewinn auszugehen, wenn die Sammlung nachvoll-

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ziehbar ohne Gewinnstrebigkeit aufgebaut worden ist und verkauft wird; 
dies kann etwa zutreffen, wenn Erben fehlen, die bereit wären, sie weiter 
zu führen, oder wenn dafür keine geeigneten Bedingungen (zum Beispiel 
Räumlichkeiten) mehr bestehen. Entscheidend für die Beurteilung der 
Steuerpflicht ist auch in solchen Fällen eine Würdigung der gesamten Um-
stände des Einzelfalles." 

 

4.2. 

4.2.1. 

Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, gilt im Steuerverfahren in ent-

sprechender Anwendung des in Art. 8 ZGB niedergelegten Grundsatzes, 

dass derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei-

sen hat, der aus ihr Rechte ableitet. Die Veranlagungsbehörde trägt dem-

zufolge die Beweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen 

oder mehren, der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche die Steuerschuld 

aufheben oder mindern. Die Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen ist in 

§ 179 StG und § 182 StG explizit festgehalten und überlagert den Grund-

satz der Nachweispflicht (AGVE 1997 S. 201, mit Hinweisen; BGE 140 II 

248, 133 II 153; Bundesgerichtsurteile vom 2. Dezember 2014 [2C_201/ 

2014], vom 15. September 2014 [2C_112/2014] und vom 13. Juni 2012 

[2C_862/2011]; VGE vom 30. März 2011 [WBE.2011.2], unter anderem mit 

Hinweis auf AGVE 2010 S. 111, VGE vom 27. Januar 2010 [WBE.2009. 

268], VGE vom 15. Juli 2009 [WBE.2009.3]; Kommentar zum Aargauer 

Steuergesetz, a.a.O., § 174 StG N 15; N 28 ff.; § 179 StG N 13 ff.; § 182 

N 7 ff.). 

 

Es obliegt dem Steuerpflichtigen, diese Tatsachen rechtsgenüglich darzu-

tun und nachzuweisen. Genügend stubstantiiert ist eine Sachdarstellung, 

welche hinsichtlich Art, Motiv und Rechtsgrund all jene Tatsachenbehaup-

tungen enthält, die ohne weitere Untersuchung, aber unter Vorbehalt der 

Beweiserhebung, die rechtliche Würdigung erlauben (BGE 91 I 393 = ASA 

36 S. 192; ZStP 2014 Nr. 10; AGVE 1997 S. 201; VGE vom 27. Januar 

2010 [WBE.2009.268]; RGE vom 20. September 2007 [3-RV.2007.49], mit 

Hinweis; analog Bundesgerichtsurteil vom 13. Juni 2012 [2C_862/2011]). 

 

4.2.2. 

Nach einer vor allem im Sozialversicherungsrecht begründeten ständigen 

Praxis des Bundesgerichts ist gemäss einem allgemeinen Beweisgrund-

satz den "Aussagen der ersten Stunde" im Zweifelsfall grössere Bedeutung 

beizumessen als späteren abweichenden Äusserungen, weil diese letzte-

ren nicht selten durch das angestrebte Ergebnis geprägt sind (BGE 121 

V 45). Diese Rechtsprechung wendet das aargauische Verwaltungsgericht 

auch im Steuerrecht an (VGE vom 17. März 2003 [BE.2002.00366]; VGE 

vom 17. März 2003 [BE.2002.00058]). 

 

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5. 

5.1. 

Dem Vertrag vom tt.mm.2012 zwischen dem Rekurrenten und der 

E._____ Ltd. (E._____ Ltd.) lässt sich entnehmen, dass der Rekurrent beim 

Kauf daran interessiert war, das Produkt "X" sowie zukünftige Produkte 

ausserhalb von R._____ anzupreisen, zu vermarkten und zu verbreiten. 

Dabei wurde ihm ein Exklusivrecht für das Produkt "X" in allen Dosierungen 

für die Agenturen der P._____ (für alle weltweiten Aktivitäten ohne 

geografische, politische oder andere Eingrenzungen) sowie die Länder 

bzw. Regionen aus Appendix A bzw. Appendix B eingeräumt. In Appendix 

A wurden die S._____ und U._____ aufgeführt. In Appendix B wurde 

T._____ aufgeführt, mit dem Zusatz, dass "X" dort bereits registriert sei und 

verkauft werde, wobei der Rekurrent automatisch der einzige 

Vertriebspartner werde, sobald er eine Geschäftsmöglichkeit präsentiere, 

welche das Produkt "X" erwerben werde. Sollte eine Registrierung der 

Produkte notwendig sein, so wurde vereinbart, dass, der Rekurrent für die 

Registrierung zuständig sei und die Kosten hierfür von der E._____ Ltd. 

getragen werden. Der Rekurrent werde Eigentümer der Registrierungsakte 

sowie der Bewilligung. Weiter wurden die Preise für die einzelnen Dosen 

festgehalten, sowie eine Entschädigung von USD 500.00 zuzüglich 

Steuern und Auslagen für jeden Tag, den der Rekurrent ausserhalb von 

R._____ gemäss einem vorgängig genehmigten Arbeitsplan von 

E._____ Ltd. tätig werde, vereinbart.  

 

Der Vertrag ist aufgrund seines Wortlautes als Alleinvertriebsvertrag zu 

qualifizieren und eindeutig auf ein geschäftliches Tätigwerden des Rekur-

renten ausgelegt. In der Stellungnahme vom 21. Juli 2020 der F._____ AG 

wurde festgehalten, dass der Rekurrent im Rahmen einer privaten Investi-

tion im Jahr 2012 diese Lizenz erworben habe, in der Hoffnung, dass sich 

deren Wert in der Zukunft entwickeln werde. Dass der Rekurrent das 

Alleinvertriebsrecht gekauft hat, hat er zudem auch anlässlich der Verhand-

lung vom 3. März 2021 zu Protokoll gegeben. Erst anlässlich der Verhand-

lung vom 22. Februar 2022 hat der Rekurrent seine Aussage geändert und 

angegeben, dass er nichts bezahlt habe. Der Rekurrent ist jedoch auf der 

Aussage der ersten Stunde zu behaften. Die Absicht der Gewinnerzielung 

ist deshalb zu bejahen. Zudem ist aufgrund obiger Ausführungen davon 

auszugehen, dass der Rekurrent bereits zu Beginn Kapital eingesetzt hat.  

 

Weiter lässt sich den Akten ein Bericht vom 25. Juli 2013 entnehmen, aus 

dem hervorgeht, dass die R._____ Pharmaziefirma "B._____", versuche 

den weltweiten Handel voranzutreiben, indem sie die V._____ Arznei- und 

Lebensmittelbehörde um eine Bewilligung für den Vertrieb in V._____ 

anfragte. Es war somit bereits ein Jahr nach Abschluss des Vertrags 

ersichtlich, dass das Interesse an den Produkten von E._____ Ltd. vor-

handen war und ein Absatzmarkt bestand.  

 

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5.2. 

Dem Urteil des Bezirksgerichts in W._____ vom 17. August 2016 lässt sich 

folgendes entnehmen: 

 

• Der Rekurrent hat nach Vertragsabschluss Zusammenarbeitsmöglich-

keiten mit Geschäftsleuten in S._____, insbesondere mit G._____ 

(Vizepräsident des operativen Geschäfts der I._____, welche 

spezialisiert ist auf Vermittlungstätigkeiten zwischen Gesellschaften 

ausserhalb S._____ und S._____ Gesellschaften), sowie H._____ 

(Vertreterin eines potenziellen Händlers aus S._____), geprüft. 

• Aufgrund des Kontakts mit G._____ stand fest, dass die Regist-

rierungskosten der Impfung in S._____ ungefähr USD 1'500'000.00 

betragen. 

• Der Rekurrent war nie persönlich in S._____, T._____ und U._____. 

• Der Rekurrent unterhielt kein Verteilnetz in S._____. 

• Ende März 2015 fand ein Gespräch zwischen dem Rekurrenten und 

J._____ (Präsident und Direktor der E._____ Ltd. von Februar 2012 bis 

Ende August 2014) statt, dem ein persönliches Treffen am 31. März 

2015 folgte.  

• Am 7. April 2015 hat der Rekurrent den neuen CEO der Beklagten, 

K._____, kontaktiert und die notwendigen Daten verlangt, um den Re-

gistrierungsprozess in den Ländern gemäss Vertrag eröffnen zu können. 

• Im Verlauf der Konversation, stellte sich die Beklagte auf den Stand-

punkt, dass der Vertrag nicht mehr gültig sei, da er auf Verlangen des 

Rekurrenten widerrufen worden sei. 

• Von Beginn 2013 bis April 2015 hat der Rekurrent die Beklagte nie kon-

taktiert, um die notwendigen Dokumente für die Registrierung zu erhal-

ten, geschweige denn Arbeitspläne zurückgesandt oder potenzielle 

Partner vorgestellt. 

• Die Beklagte war finanziell nicht imstande, die notwendigen Kosten für 

die Registrierung zu tragen, weshalb es dem Rekurrenten nicht möglich 

gewesen war, potenzielle Geschäftsbeziehungen in S._____ 

aufzubauen. 

• Der R._____ Richter bezeichnete den Vertrag als Vertriebsvertrag und 

kam zum Schluss, dass dieser gültig sei.  

• Die Beklagte wurde zur Kostenübernahme verpflichtet. 

 

Aufgrund der Feststellungen im Urteil des Bezirksgerichtes in W._____ 

vom 17. August 2016 und der eidesstattlichen Erklärungen des 

Rekurrenten sowie der Beklagten ist davon auszugehen, dass der 

Rekurrent nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teilgenommen hat, 

in dem er Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit Geschäftsleuten in S._____, 

insbesondere mit G._____ und H._____, prüfte. Der Rekurrent behauptete 

im Rekursverfahren, die Kontaktaufnahme mit G._____ sei seitens der 

B._____ erfolgt. Aufgrund der eidesstattlichen Aussagen vor dem Bezirks-

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gericht in W._____, ist der Rekurrent vorliegend wiederum auf die Aussage 

der ersten Stunde zu behaften, und davon auszugehen, dass L._____ im 

Auftrag des Rekurrenten tätig wurde. Es ist folglich ersichtlich, dass der 

Rekurrent geschäftlich tätig sein wollte, weshalb er auch immer wieder die 

Vertreter der E._____ Ltd. kontaktierte. Nur aufgrund des Umstandes, dass 

es der Beklagten finanziell nicht möglich war, die Kosten für die Re-

gistrierung zu tragen, kam keine Zusammenarbeit zustande. 

 

Entgegen der Auffassung des Rekurrenten ist für eine geschäftliche Tätig-

keit jedoch nicht erforderlich, dass der Rekurrent immerwährend im Zusam-

menhang mit der Lizenz tätig wurde. Eine Unterbrechung - zwischen 2013 

bis April 2015 erfolgte keine Kontaktaufnahme und der  Rekurrent war bis 

zur Entlassung im Jahre 2016 bei der M._____ AG in unselbständiger 

Erwerbstätigkeit tätig - schloss insbesondere im Hinblick darauf, dass der 

E._____ Ltd. die finanziellen Mittel für die Registrationskosten fehlten, die 

geschäftliche Tätigkeit keineswegs aus.  

 

Ein systematisches und planmässiges Vorgehen ist insoweit ohne Weite-

res zu bejahen. 

 

5.3. 

Weiter lassen sich den Akten zwei Internetrecherchen zur Übernahme der 

B._____ Ltd. (ehemals E._____ Ltd) durch die N._____ Inc. im Jahre 2015 

entnehmen. Das zeigt, dass der Rekurrent aufgrund der Übernahme der 

B._____ Ltd. davon ausging, dass nun die finanziellen Mittel vorhanden 

waren, um mit der für sein Geschäft essenziellen Registrierung der 

Produkte in S._____ fortzufahren. Genau in diesem Moment nahm er 

zuerst mit J._____ und danach mit K._____ Kontakt auf. Nachdem seine 

Anliegen zurückgewiesen worden waren, leitete der Rekurrent das 

Verfahren am Bezirksgericht in W._____ zur Durchsetzung seiner Ansprü-

che ein. Auch dies spricht klar dafür, dass der Rekurrent den Vertrieb der 

Produkte vorantreiben und geschäftlich tätig sein wollte.  

 

5.4. 

Am 7. Dezember 2016 schloss der Rekurrent mit D._____ einen 

Beteiligungsvertrag ab. Dieser bezahlte dem Rekurrenten 

USD 1'000'000.00, um im Gegenzug eine Entschädigung von 5 % an den 

Rechten des Rekurrenten auf dem Produkt X zu erhalten.  

 

Gestützt darauf ist von einer Fremdfinanzierung auszugehen. Der Rekur-

rent benötigte zweifellos Kapital, um seine Rechte aus dem Vertriebsver-

trag durch- und umsetzen (unter anderem für die Registrierung, da ohne 

diese kein Vertrieb und somit keine geschäftliche Tätigkeit möglich waren) 

zu können. Er war auf Fremdmittel angewiesen und setzte die Fremdfinan-

zierung für seine Zwecke ein. Dass es sich um ein Darlehen handelte, wird 

mit den Bankbelegen der Rückzahlung an D._____ vom tt.mm.2018 und 

 - 12 - 

 

 

tt.mm.2019 bestätigt. Der Rekurrent bezeichnete dort die Rückzahlung als 

"return loan … (loan contract december 7th 2016)". Folglich ging der 

Rekurrent in diesem Zeitpunkt selbst von einem Darlehen aus. Auf die 

Aussage der ersten Stunde ist der Rekurrent zu behaften. 

 

Die Bestätigung von D._____ vom 14. April 2022, wonach die Vereinbarung 

vom 7. Dezember 2016 kein Darlehensvertrag gewesen sei, und er 

keinerlei Zahlung erhalten hätte, wenn die Lizenzrechte nicht verkauft wor-

den wären, wurde erst im Rekursverfahren eingereicht und ist als reine Ge-

fälligkeitsbescheinigung zu werten. Das gilt insbesondere auch vor dem 

Hintergrund, dass D._____ zu diesem Zeitpunkt den Betrag von 

USD 1'000'000.00 bereits wieder vom Rekurrenten zurückerhalten hatte. 

 

Vorliegend nahm der Rekurrent folglich auch Fremdkapital auf, um ge-

schäftlich tätig werden zu können.  

 

5.5. 

Am tt.mm.2018 liess der Rekurrent die O._____ Ltd. in das Handelsregister 

in T._____ eintragen. Mit Meldung vom tt.mm.2019 wurde die genannte 

Gesellschaft wieder ausgetragen. Die Eintragung einer Gesellschaft ist ein 

weiteres Indiz dafür, dass der Rekurrent am Geschäftsverkehr teilnehmen 

wollte und entsprechende Schritte unternahm, um tätig werden zu können.  

 

5.6. 

Am tt.mm.2018 wurde zwischen der B._____ Ltd. und dem Rekurrenten ein 

Beendigungs-, Einigungs- und Freistellungsvertrag unterzeichnet, indem 

sich die B._____ Ltd. verpflichtete, dem Rekurrenten USD 6'000'000.00 zu 

bezahlen. Im Gegenzug wurde der Alleinvertriebsvertrag beendet und es 

bestanden keine Ansprüche jeglicher Art mehr. Zudem verpflichtete sich 

die vom Rekurrenten gegründete O._____ Ltd. mit Sitz in T._____, die 

T._____ Registrierungszertifikate für die Impfung an die B._____ Ltd. zu 

übereignen. 

 

Es ist dem Beendigungs-, Einigungs- und Freistellungsvertrag zu entneh-

men, dass dieser von der B._____ Ltd. vor allem im Hinblick auf ein 

weiteres hängiges Gerichtsverfahren am Bezirksgericht in W._____ und in 

der Absicht, die verschiedenen Vertragsstreitigkeiten betreffend die 

Vertriebsrechte aussergerichtlich zu beenden, angestrebt wurde. Im 

Umstand, dass der Rekurrent ein weiteres Gerichtsverfahren gegen die 

B._____ Ltd. anstrebte, um zu seinem Recht zu kommen, und offensichtlich 

im Besitz der Registrierungszertifikate der Impfung in T._____ war, liegt 

gerade ein weiteres Indiz für eine aussenwirksame Geschäftstätigkeit.  

 

5.7. 

In Würdigung aller Umstände ist davon auszugehen, dass der Rekurrent 

den Vertriebsvertrag in der Absicht unterzeichnete, früher oder später Ge-

 - 13 - 

 

 

winne damit zu erzielen. Der Rekurrent investierte Zeit, um für den Vertrieb 

in S._____ Geschäftspartner zu kontaktieren, auch wenn er dies nebenbei 

und nicht mit einer Regelmässigkeit gemacht haben will und unter Umstän-

den Drittpersonen damit beauftragte. Er investierte nach Angaben der 

F._____ AG (Vertreterin im Veranlagungs- bzw. Einspracheverfahren) bei 

Abschluss des Vertrages auch Kapital. Er informierte sich immer wieder 

über den Geschäftsgang der E._____ Ltd.. Als er vom Zusammenschluss 

Kenntnisse erlangte, nahm er erneut Kontakt auf, um den Vertriebsvertrag 

nutzbar zu machen und damit seine geschäftliche Tätigkeit voranzubrin-

gen. Als die E._____ Ltd. sich auf den Standpunkt stellte, dass der Re-

kurrent den Vertrag widerrufen habe, strengte er ein gerichtliches Verfah-

ren zur Durchsetzung seiner Rechte an.  Er nahm auch Fremdkapital auf, 

um seine Rechte aus dem Vertriebsvertrag umsetzen zu können. Zudem 

gründete er eine Gesellschaft in T._____ und liess die Impfung in T._____ 

registrieren.  

 

Zusammenfassend ist der Rekurrent auf eigenes Risiko tätig geworden und 

hat Kapital investiert. Es liegt eine Gewinnerzielungsabsicht sowie eine 

planmässige, nach aussen sichtbare Teilnahme am Wirtschaftsverkehr vor. 

Das Vorliegen einer selbständigen (Neben)Erwerbstätigkeit ist daher in 

Würdigung aller Umstände zu bejahen. Die Zahlung der B._____ Ltd. von 

USD 6'000'000.00 für die Beendigung des Vertriebsvertrags an den Rekur-

renten ist folglich als Gewinn aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu qualifi-

zieren. Das Gemeindesteueramt Q._____ hat daher die USD 6'000'000.00, 

entsprechend CHF 5'390'280.00, zu Recht der Einkommensbesteuerung 

unterworfen. 

 

6. 

Der Rekurs ist demensprechend abzuweisen. 

 

7. 

Bei diesem Verfahrensausgang haben die Rekurrenten die Verfahrenskos-

ten zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). Es ist keine Parteientschädigung auszu-

richten (§ 189 Abs. 2 StG). 

  

 - 14 - 

 

 

 
    

Das Gericht erkennt: 

 

1.      

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2.  
Die Rekurrenten haben die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus 

einer Staatsgebühr von CHF 12'000.00, der Kanzleigebühr von 

CHF 165.00 und den Auslagen von CHF 100.00, zusammen 

CHF 12'265.00 zu bezahlen. 

 
3. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Steueramt der Q._____ 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

 

  

 - 15 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 25. April 2024 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Schaffner