# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80fdaefa-5c8e-5a45-b73d-9a2c9626c319
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.12.2007 SK.2007.10
**Docket/Reference:** SK.2007.10
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2007-10_2007-12-14

## Full Text

Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, qualifizierte Geldwäscherei;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, qualifizierte Geldwäscherei;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, qualifizierte Geldwäscherei;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, qualifizierte Geldwäscherei

Entscheid vom 14. Dezember 2007 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Peter Popp, Vorsitz, 
Alex Staub und Miriam Forni,  
Gerichtsschreiberin Helen Rüegsegger  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Martin 
Stupf, a.o. Staatsanwalt des Bundes,  

 gegen 

 
 

1. A., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Heinz 
Dornauer,  

2. B., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Felix 
Bangerter,  

3. C., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Fritz 
Tanner,   

Gegenstand 
 

Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz, qualifizierte Geldwäscherei 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2007.10 
 

 

 

- 2 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

I. 

1. B. sei im Sinne der Anklageschrift vom 7. April 2006 schuldig zu erklären der Wi-
derhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 3 und 4, Art. 19 Ziff. 2 lit. a-c und Art. 19 Ziff. 4 BetmG. 

2. B. sei zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten zu verurteilen, unter Anrechnung 
der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft sowie unter Berücksichtigung 
des vorzeitigen Strafantritts. 

II. 

1. A. sei im Sinne der Anklageschrift vom 7. April 2006 schuldig zu erklären der Wi-
derhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 3, 4 und 5, Art. 19 Ziff. 2 lit. a-c und Art. 19 Ziff. 4 BetmG. 

2. A. sei zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu verurteilen, unter Anrechnung 
der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft sowie unter Berücksichtigung 
des vorzeitigen Strafantritts. 

3. A. sei bezüglich des Anklagepunktes wegen Geldwäscherei im Sinne von 
Art. 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b und c StGB freizusprechen. 

III. 

1. C. sei im Sinne der Anklageschrift vom 7. April 2006 schuldig zu erklären der Wi-
derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 4, 19 Ziff. 2 lit. a und 19 Ziff. 4 BetmG sowie der Geldwäscherei im Sinne 
von Art. 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b StGB. 

2. C. sei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter Ansetzung einer 
Probezeit von 3 Jahren, und einer Busse von CHF 2'000.– zu verurteilen. 

- 3 - 

VI. 

1. Die entstandenen Verfahrenskosten seien den Angeklagten anteilsmässig zur 
Bezahlung aufzuerlegen. 

2. Die sichergestellten Banknoten im Betrag von CHF 2'600.– und USD 825.– so-
wie die zwei Natelapparate, Marke Motorola und Panasonic, samt Ladegeräten 
seien einzuziehen. 

3. Die zuständigen Kantone seien mit dem Vollzug der Freiheitsstrafen und der 
Busse zu beauftragen. 

4. Das Honorar der amtlichen Anwälte der Angeklagten sei gerichtlich festzulegen. 

 

Anträge der Verteidigung von A.: 

I. 

1. Soweit den Vorwurf der angeblichen Geldwäscherei gemäss Ziffer V.B. der An-
klageschrift betreffend, sei der Angeklagte freizusprechen, eventualiter sei er von 
der Bestrafung zu befreien. 

2. Die entsprechenden Kosten seien auszuscheiden und der Eidgenossenschaft 
aufzuerlegen. 

II. 

1. Der Angeklagte sei von der Anschuldigung der mehrfachen qualifizierten Wider-
handlung gegen das BetmG, angeblich begangen gemäss Ziffer V.A.2. der An-
klageschrift, freizusprechen. 

2. Die entsprechenden Gerichtskosten seien auszuscheiden und der Eidgenossen-
schaft aufzuerlegen. 

III. 

1. Hingegen sei der Angeklagte schuldig zu sprechen der Widerhandlungen gegen 
das BetmG, mehrfach, mengenmässig, bandenmässig und gewerbsmässig quali-
fiziert begangen gemäss Ziffer V.A.1. der Anklageschrift. 

- 4 - 

2. Der Angeklagte sei deswegen in Anwendung aller massgeblichen Bestimmungen 
des StGB, BetmG und der BStP zu verurteilen zu einer Freiheitsstrafe von 
12 Monaten, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit 
von 2 Jahren, unter Anrechnung der vom 17. November 2003 bis am 13. De-
zember 2004 erstandenen Untersuchungshaft und mit der Feststellung, dass er 
sich vom 14. Dezember 2004 bis am 19. Oktober 2005 im vorzeitigen Strafantritt 
befunden hat, sowie zu den anteiligen Verfahrenskosten. 

VI. 

Dem Angeklagten sei für die Überhaft eine angemessene Entschädigung nach 
richterlichem Ermessen zuzusprechen. 

V.  

Fürsprecher Dornauer sei für die amtliche Verteidigung des Angeklagten gemäss 
der noch einzureichenden Kostennote aus der Kasse des Bundesstrafgerichts zu 
entschädigen. 

VI. 

Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

 

Anträge der Verteidigung von B.: 

I. 

1. B. sei schuldig zu sprechen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz, begangen im Herbst/Winter 2003, durch Einfuhr von circa 
1'880 Gramm Kokaingemisch. 

2. B. sei zu verurteilen zu einer Freiheitsstrafe von maximal 20 Monaten, unter Ge-
währung des bedingten Strafvollzugs, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und un-
ter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft (17.11.2003 bis 
13.10.2004) sowie Berücksichtigung des vorzeitigen Strafantritts vom 14.10.2004 
bis zum 19.10.2005, und zu dem auf ihn entfallenden Anteil an den Verfahrens-
kosten. 

- 5 - 

II. 

Ferner sei zu verfügen: 

1. B. sei für die zuviel ausgestandene Haft eine Entschädigung von CHF 9'500.– zu 
entrichten. 

2. Das Honorar der amtlichen Verteidigung sei gestützt auf die eingereichte Kos-
tennote festzusetzen. 

 

Anträge der Verteidigung von C.: 

I.  

Die Angeklagte sei betreffend allen Vorwürfen vollumfänglich von Schuld und Strafe frei 
zu sprechen. 

II. Eventualiter: 

1. Die Angeklagte sei schuldig zu sprechen betreffend der unqualifizierten Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie der unqualifizierten Geldwä-
scherei gemäss Art. 305bis Abs. 1 StGB. 

2. Die Angeklagte sei hierfür zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 
CHF 30.– zu verurteilen. 

3. Der Angeklagten sei im Sinne von Art. 42 StGB der bedingte Vollzug der Strafe 
zu gewähren. 

4. Die Probezeit sei auf drei Jahre festzusetzen. 

III. 

Der amtliche Anwalt sei aus der Staatskasse zu entschädigen. Auf eine Rückforderung 
gegenüber der Angeklagten sei zu verzichten. 

IV. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge beziehungsweise unter angemessener Kosten-
folge. 

- 6 - 

Prozessgeschichte: 

A. Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 8. September 2003 ein gerichtspolizeili-
ches Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Beteiligung beziehungswei-
se Unterstützung einer kriminellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB 
und qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 
von Art 19 Ziff. 1 und 2 lit. a, b und c BetmG. Die Ermittlungen richteten sich in 
der Folge gegen mehrere Personen. Es bestand der Verdacht, dass sie an einer 
international tätigen Organisation mitwirkten in der Absicht, grössere Mengen 
Kokain aus Mittel- und Südamerika in die Schweiz einzuführen und sich hier am 
Kokainhandel zu beteiligen. 

B. Am 5. Februar 2004 eröffnete das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt die 
Voruntersuchung gegen D., E., F., A., B. und dehnte das Verfahren am 5. März 
2004 auf C. aus. 

C. Das Untersuchungsrichteramt beantragte mit Schlussbericht vom 21. Dezember 
2005 die Anklageerhebung gegen obgenannte Personen wegen mengen-, ge-
werbs- und bandenmässig begangener Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz und Beteiligung an beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen 
Organisation. 

D. Am 3. April 2006 verfügte die Bundesanwaltschaft die Einstellung des Verfah-
rens gegen alle Beteiligte bezüglich des Vorwurfes der Beteiligung an bezie-
hungsweise Unterstützung einer kriminellen Organisation, sowie gegen C. be-
züglich der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz soweit banden- 
und gewerbsmässig im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 lit. b und c BetmG began-
gen.  

E. Am 7. April 2006 erhob die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht Ankla-
ge gegen D., E., F., A., B. und C. wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, ausgehend von einer kriminellen Organisation, sowie 
gegen D., E. und C. zusätzlich wegen qualifiziert begangener Geldwäscherei und 
gegen A. wegen Geldwäscherei. 

F. Die Hauptverhandlung im Verfahren SK.2006.4 dauerte vom 16. bis 18. August 
2006. Die Angeklagten A., B. und C. blieben der Verhandlung unentschuldigt 
fern. 

G. Das Bundesstrafgericht trat mit Entscheid vom 16. und 28. August 2006 mangels 
Zuständigkeit auf die Anklage gegen A., B. und C. nicht ein.  

- 7 - 

H. Auf Nichtigkeitsbeschwerde der Bundesanwaltschaft hob der Kassationshof des 
Bundesgerichts mit Urteil vom 11. Juni 2007 (Geschäftsnummer 6S.528/2006) 
diesen Entscheid auf und wies die Sache an die Strafkammer des Bundesstraf-
gerichts zurück. 

I. Von Amtes wegen wurde von allen drei Angeklagten ein Auszug aus dem 
Schweizerischen Strafregister sowie von der in der Schweiz wohnhaften Ange-
klagten C. ein Leumundsbericht eingeholt. Im weiteren bilden die Akten des Ver-
fahrens SK.2006.4 die Grundlage für den vorliegenden Entscheid. 

J. Die Hauptverhandlung fand am 13. und 14. Dezember 2007 in erneuter Abwe-
senheit aller Angeklagten am Sitze des Bundesstrafgerichts statt. Als Auskunfts-
person wurde G. einvernommen. 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1  Gemäss Art. 132 Abs. 1 BGG ist das Bundesgerichtsgesetz auf die nach seinem 
Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Be-
schwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid 
nach dem Inkrafttreten ergangen ist. Altes Recht muss infolgedessen auch gelten 
für die Wirkungen von Rückweisungsentscheiden, die zwar nach dem Inkrafttre-
ten des Bundesgerichtsgesetzes, aber in Anwendung des bisherigen Verfahrens-
rechts ergangen sind. 

Im vorliegenden Fall betraf das Urteil des Kassationshofs vom 11. Juni 2007 den 
Entscheid der Strafkammer vom 16. und 28. August 2006 und erging daher unter 
der Herrschaft des alten Rechts. Die Wirkungen des Urteils richten sich demge-
mäss nach den durch Ziff. 10 des Anhangs zum BGG aufgehobenen Art. 268 – 
278bis aBStP. 

Das Bundesgericht bejahte mit seinem Urteil vom 11. Juni 2007 die sachliche 
Zuständigkeit der Strafkammer zur Beurteilung der vorliegend zur Anklage ge-
brachten Tatbestände. In Anwendung von Art. 277ter Abs. 2 BStP ist das Bun-
desstrafgericht an diese Feststellung gebunden. 

1.2  Anlässlich der Hauptverhandlung ersuchte der Verteidiger der Angeklagten C. 
um Dispensation der Angeklagten von der Teilnahme an der Hauptverhandlung. 

- 8 - 

Die Angeklagte sei gesundheitlich angeschlagen und daher nicht in der Lage, der 
Gerichtsverhandlung beizuwohnen.  

Gemäss Art. 147 Abs. 2 BStP kann das Gericht den Angeklagten ausnahmswei-
se von der Verpflichtung zum Erscheinen an der Hauptverhandlung befreien und 
ihm gestatten, sich durch einen Verteidiger vertreten zu lassen. Dem vom Vertei-
diger eingereichten Arztzeugnis eines Psychiaters, der die Angeklagte in der 
Dominikanischen Republik behandelt hat, ist zu entnehmen, dass die Angeklagte 
unter schweren Depressionen mit Angstzuständen leidet (cl. 30 pag. 30.253.21). 
Das sehr allgemein gehaltene Arztzeugnis wurde am 24. August 2007 ausge-
stellt. Es enthält daher keine Aussage über den aktuellen Gesundheitszustand 
der Angeklagten und ihre Verhandlungsfähigkeit für die Hauptverhandlung vom 
13. und 14. Dezember 2007. Die gesundheitlichen Gründe, die eine Dispens 
rechtfertigen würden, sind somit nicht erstellt, weshalb das Dispensationsgesuch 
abgelehnt wird. 

1.3  Die Angeklagten A. und B. sind unbekannten Aufenthalts. Sie wurden mittels 
Publikation im Bundesblatt öffentlich vorgeladen (BBl 2007 S. 6821 f. = cl. 30 
pag. 30.831.9 und 30.832.8). Im weiteren wurde das Bundesamt für Polizei be-
auftragt, die beiden Angeklagten zur Aufenthaltsnachforschung im RIPOL auszu-
schreiben (cl. 30 pag. 30.881.1 f.). Die Angeklagte C. wurde am 28. September 
2007 ordnungsgemäss vorgeladen (cl. 30 pag. 30.833.5 f.). Die Angeklagte  
bestätigte den Empfang der Vorladung am 25. Oktober 2007 (cl. 30 
pag. 30.833.10). Alle drei Angeklagten blieben der Hauptverhandlung unent-
schuldigt fern. 

Kann der Angeklagte nicht vor Gericht gestellt werden, so findet die Hauptver-
handlung gleichwohl statt. Der Verteidiger ist zuzulassen (Art. 148 Abs. 1 BStP). 
Das Gericht vertagt die Verhandlung, wenn es das persönliche Erscheinen des 
Angeklagten als notwendig erachtet (Art. 148 Abs. 2 Satz 1 BStP). Vorausset-
zung für die Durchführung eines Abwesenheitsverfahren ist eine rechtsgenügen-
de Unterrichtung der Angeklagten von der Hauptverhandlung (HAU-
SER/SCHWERI/HARTMANNN, Schweizerisches Strafprozessrecht, Basel 2005, 
6. Aufl., § 91 N. 15). Diesem Kriterium wurde mit der Zustellung der Vorladung an 
die Angeklagte C. und mit der Ediktalladung der Angeklagten A. und B. genüge 
getan. Weiter ist erforderlich, dass die Angeklagten im Verlaufe des Verfahrens 
Kenntnis von der Anklage erhalten, so dass sie die Möglichkeit haben, sich da-
gegen zu verteidigen. Dieses Erfordernis ergibt sich aus den verfassungsmässig 
garantierten Rechten, wie dem Anspruch auf rechtliches Gehör und dem Gebot 
des fairen Verfahrens (Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV, ferner Art. 6 EMRK; 
HAUSER/SCHWERI/HARTMANNN, a.a.O., § 91 N. 13). Die Angeklagten wurden – 
abgesehen von zwei Ausnahmen – mehrmals zu den erhobenen Tatvorwürfen 

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befragt. Eine Ausnahme bildet der Vorwurf der Geldwäscherei gegenüber A. (An-
klagepunkt V.B., Seite 30 der Anklageschrift, cl. 29 pag. 29.100.30). Der Ange-
klagte wurde hierzu weder befragt, noch ist bekannt, ob er Kenntnis von diesem 
Vorwurf erlangt hat. Die zweite Ausnahme betrifft die Angeklagte C., welche im 
Vorverfahren zum Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge-
setz (Anklagepunkt VI.A., Seite 31 der Anklageschrift, cl. 29 pag. 29.100.31) nicht 
befragt worden ist. Von diesem Vorwurf hat sie jedoch durch ihren Verteidiger 
Kenntnis erlangt und ihr wurde mittels der Hauptverhandlung vom 16. bis 18. Au-
gust 2006 und jener vom 13. und 14. Dezember 2007 Gelegenheit gegeben, sich 
dazu zu äussern. Von diesem Recht hat sie infolge ihrer Abwesenheit keinen 
Gebrauch gemacht und überliess es ihrem Verteidiger, dazu Stellung zu nehmen. 
Der verfassungsmässige Grundsatz des rechtlichen Gehörs ist somit bezüglich 
der Angeklagten C. nicht verletzt. Eine Verletzung des Grundsatzes liegt aber 
hinsichtlich des erwähnten Teilvorwurfes gegenüber A. vor. Dies führt als solches 
noch nicht zu einer Verunmöglichung der Durchführung eines Abwesenheitsver-
fahrens, die Verletzung dieses verfassungsmässigen Grundsatzes ist jedoch bei 
der materiell-rechtlichen Entscheidung in dem Sinne zu berücksichtigen, dass ein 
Schuldspruch nicht möglich ist (siehe dazu hinten E. 4.2). Der Durchführung ei-
nes Abwesenheitsverfahrens steht demnach hinsichtlich aller drei Angeklagten 
nichts entgegen. 

Anlässlich der Hauptverhandlung stellte der a.o. Staatsanwalt nebst dem Antrag 
auf Durchführung der Hauptverhandlung den Eventualantrag, das Gericht habe 
darüber zu entscheiden, ob der Anklagepunkt V.B., Seite 30 der Anklageschrift 
(cl. 29 pag. 29.100.30) von der Bundesanwaltschaft zurückgezogen werden kön-
ne, da der Angeklagte A. zu diesem konkreten Vorwurf nicht befragt worden sei 
und davon keine Kenntnis habe. Die BStP sieht eine solche Möglichkeit nicht vor. 
Der Angeklagte hat einen Anspruch darauf, dass die gegen ihn erhobenen An-
schuldigungen materiell oder wenigstens formell entschieden werden (HAU-
SER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 50 N. 8 f.). Ein Rückzug des genannten An-
klagepunktes ist folglich nicht möglich, es ist ein richterlicher Entscheid zu fällen.  

1.4  In Anwendung von Art 170 BStP gab das Gericht anlässlich der Hauptverhand-
lung bekannt, dass der Anklagesachverhalt V.A.2. bezüglich A. auch unter dem 
Tatbestand des Anstalten-Treffens gemäss Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG oder der 
Beteiligung dazu gewürdigt werden könne. Ein Vorbehalt nach Art. 170 BStP will 
sicherstellen, dass das Gericht nicht eine Würdigung des Sachverhaltes vor-
nimmt, zu welcher der Angeklagte oder seine Verteidigung nicht hat Stellung 
nehmen können. 

 

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2. Anwendbares materielles Recht 

2.1  Die den Angeklagten vorgeworfenen Straftaten wurden vor dem 1. Januar 2007, 
mithin vor Inkrafttreten des revidierten Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches, 
begangen. Somit würde unter Berücksichtigung des strafrechtlichen Rückwir-
kungsverbots grundsätzlich das alte Recht gelten. Art. 2 Abs. 2 StGB sieht je-
doch vor, dass das neue Recht anwendbar ist, wenn es das mildere ist als das 
zum Zeitpunkt der Tat geltende (sog. lex mitior). Massgebend hierbei ist die kon-
krete Betrachtungsweise, es kommt also darauf an, nach welcher Bestimmung 
der Täter für die zu beurteilende Tat besser wegkommt (BGE 126 IV 5 E. 2c). 
Welche Sanktion milder ist, ergibt sich aus der mit ihr verbundenen Einschrän-
kung in den persönlichen Freiheiten (RIKLIN, Revision des Allgemeinen Teils des 
Strafgesetzbuches: Fragen des Übergangsrechts, AJP 2006, S. 1471 ff., 
S. 1473). Bei den in Frage kommenden Tatbeständen ist – mit Ausnahme des 
qualifizierten Falls der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz – neu 
auch eine Geldstrafe möglich. Es ist ferner die Vollzugsform zu bewerten. Nach 
neuem Recht ist der bedingte Vollzug einer Freiheitsstrafe bis zwei Jahren mög-
lich (Art. 42 StGB) und es besteht die Möglichkeit des teilbedingten Vollzuges bei 
einer Freiheitsstrafe von über zwei, aber nicht mehr als drei Jahren (Art. 43 
StGB). In Bezug auf die Strafbarkeitsvoraussetzungen ergibt sich im vorliegen-
den Fall keine Änderung. Wie nachfolgend noch auszuführen ist, liegen die Vor-
aussetzungen zur Anwendung der günstigeren Vollzugsformen nach neuem 
Recht vor, weshalb in casu das neue Recht für die zu beurteilenden Angeklagten 
A. und B. das mildere und demzufolge anzuwenden ist. Hinsichtlich der Ange-
klagten C. wird sich ergeben, dass erst das neue Recht die obligatorische peku-
niäre Sanktion bei qualifizierter Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB) bedingt 
auszusprechen erlaubt. Das im neuen Recht vorgesehene Maximum von 500 
Tagessätzen à CHF 3'000.– (Art. 305bis Ziff. 2 i.V.m. Art. 34 Abs. 2 StGB) ist zwar 
höher als das altrechtliche, das eine Busse von CHF 1 Mio. vorsah; aber selbst 
dieses liegt weit über dem konkret angemessenen Strafmass. 

3. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

3.1  

3.1.1 Die vorsätzliche Beteiligung am illegalen Verkehr mit Betäubungsmitteln wird im 
Grundtatbestand des Art. 19 Ziff. 1 BetmG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder Geldstrafe bestraft. Strafbar sind – und zwar als eigenständige Delikte – alle 
Formen einer Beteiligung am unbefugten Drogenverkehr, das heisst sowohl die 
Verbreitung wie auch schon der Erwerb von Betäubungsmitteln (ALBRECHT, Die 
Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 2. Aufl., Bern 2007, N. 4 zu 

- 11 - 

Art. 19 BetmG). Das heute geltende Recht umfasst in Art. 19 Ziff. 1 al. 1 – 6 
BetmG nunmehr beinahe alle denkbaren Formen einer Beteiligung am illegalen 
Drogenverkehr, vom Stadium der Herstellung bis hin zur Abgabe des Stoffes an 
die Konsumenten; sogar blosse Vorbereitungshandlungen sind in weitestem Um-
fang pönalisiert (Albrecht, a.a.O., N. 41 zu Art. 19 BetmG, m.w.H.)  

3.1.2  Nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG liegt ein schwerer Fall vor, wenn der Täter weiss 
oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von Betäu-
bungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen 
kann. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beträgt die relevante Grenz-
menge für Kokain 18 g (BGE 109 IV 143 E. 3b). Massgeblich ist stets die Menge 
des reinen Stoffes (BGE 119 IV 180 E. 2d). Art. 19 Ziff. 2 BetmG erwähnt neben 
dem mengenmässig schweren Fall auch die bandenmässige Tatbegehung (lit. b) 
und den gewerbsmässigen Handel (lit. c) als schwere Fälle. Ist ein Qualifikati-
onsgrund gegeben, muss nicht geprüft werden, ob allenfalls noch ein weiterer 
Qualifikationsgrund vorliegt (BGE 124 IV 286 E. 3).  

3.1.3  Die Widerhandlungen nach Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG sind nur bei Vorsatz straf-
bar, wobei Eventualvorsatz genügt. Der auf Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bezogene 
Vorsatz erfordert in erster Linie die Kenntnis des Täters über Art und Menge der 
erworbenen oder weitergegebenen oder in casu beförderten, verkauften und ver-
mittelten Betäubungsmittel. Massgebend dafür ist das Bewusstsein des Täters, 
dass die von ihm verkaufte Drogenmenge geeignet ist, die Gesundheit vieler 
Menschen zu gefährden und zwar in beträchtlichem Ausmasse (BGE 104 IV 211 
E. 2; Albrecht, a.a.O., N. 230 ff. zu Art. 19 BetmG, m.w.H.). 

3.1.4  Wer in eigener Person die Merkmale eines der gesetzlichen Straftatbestände von 
Art. 19 Ziff. 1 BetmG objektiv und subjektiv erfüllt, ist Täter und untersteht als sol-
cher der vollen Strafdrohung (BGE 119 IV 266 E. 3a, 118 IV 397 E. 2c, 106 IV 72 
E. 2b). 

3.2 B. 

3.2.1 Dem Angeklagten B. wird vorgeworfen, vorsätzlich, mehrfach, mengen-, banden- 
und gewerbsmässig wider das BetmG gehandelt zu haben, indem er sich als 
Drogenkurier am Ausführen, Durchführen, Befördern und Einführen einer Liefe-
rung von circa 1'100 g und einer zweiten Lieferung von circa 940 g Kokainge-
misch zusammen mit D., E., F. und dem vorliegend ebenfalls angeklagten A. be-
teiligt haben soll (Anklagepunkt III.1. und 2., Anklageschrift Seite 22 ff. cl 29 
pag. 29.100.22 ff.).  

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3.2.2 Der Angeklagte B. ist geständig. Er gibt an, dass er von einem Kollegen für den 
Transport von Drogen angesprochen worden sei. Mit ihm zusammen sei er zu 
den Gebrüdern H. gegangen. Diese hätten ihm die Päckchen mit dem Kokain 
gebracht, welche er portionenweise geschluckt habe. Daraufhin sei er von Mara-
caibo via Caracas und Madrid am 18. September 2003 als Bodypacker mit 94 
Fingerlingen, gefüllt mit Kokain, in die Schweiz eingereist. Dafür habe er eine 
Entschädigung von USD 7'000.– erhalten. Am Flughafen sei er dann von D. und 
F. empfangen worden (zum Ganzen cl. 12 pag. 12.13.765 Z. 22 ff., 12.13.779 f.). 
Diese Aussagen werden durch die objektiven Beweismittel gestützt: Aus dem 
Reisepass von B. geht hervor, dass er am 18. September 2003 via Spanien in 
die Schweiz eingereist ist (Kriminaltechnischer Untersuchungsbericht, cl. 2 
pag. 2.13). Danach hat er, wie die Videoüberwachung der Wohnung an der  
Z.-strasse ergab, dort die Fingerlinge ausgeschieden (CAM-Journal Flat cl. 2 
pag. 2.247 f.).  

 B. führt weiter aus, dass er am 16. November 2003 auf dem selben Weg erneut 
in die Schweiz eingereist sei, dies wiederum mit geschluckten 94  Fingerlingen, 
gefüllt mit Kokain. Am Flughafen Zürich sei er von einem I. und einer J. abgeholt 
worden. Später sei er zu D. ins Auto gestiegen und mit ihm in die Wohnung ge-
fahren, wo er versucht habe, die Fingerlinge auszuscheiden (cl. 12 
pag. 12.13.754, 12.13.762 Z. 23 ff.). Dafür hätte er USD 7'000.– oder 
USD 6'000.– erhalten (cl. 12 pag. 12.13.755 zu Frage 10, 12.13.763 Z. 5; 
12.13.852 Z. 1). Am 17. November 2003 erfolgte dann die Verhaftung von B. in 
der Wohnung an der Z.-strasse (cl. 3 pag. 251 ff.). Bei der Durchsuchung der 
Wohnung wurden im Badezimmer 70 Fingerlinge sichergestellt (cl. 5 pag. 36 und 
42). Weitere 24 Fingerlinge hat B. im Gefängnis ausgeschieden und der Rest 
wurde bei der Notoperation sichergestellt. 

 Die Aussagen von B. zu den beiden Lieferungen werden von den bereits verur-
teilten D. (cl. 11 pag. 11.13.361 f. Z. 23 ff., 11.13.369 Z. 18 ff., 11.13.427 Z. 8 f.) 
und F. bestätigt (cl. 12 pag. 12.13.965 Z. 2 ff., 12.13.967 Z. 14 ff.). An ihrer Rich-
tigkeit besteht nach alledem kein Zweifel. 

 Die 94 Fingerlinge des zweiten Transports – insgesamt 940 g – wurden zur Un-
tersuchung über die Bundeskriminalpolizei an das Institut de Police Scientifique 
abgegeben (cl. 2 pag. 2.146), wobei ein Reinheitsgrad zwischen 58,2 – 81,5% 
festgestellt worden ist (cl. 2 pag. 2.114 f.). Insgesamt handelte es sich um 698 g 
reines Kokain (cl. 2 pag. 2.147). Das mit der ersten Lieferung eingeführte Kokain 
wurde hingegen nicht sichergestellt. Die Bezugsquellen und die Anzahl der ein-
geführten Fingerlingen waren bei beiden Lieferungen gleich. Zugunsten des An-
geklagten ist daher davon auszugehen, dass mit der ersten Lieferung nicht die 
angeklagte Menge von 1'100 g sondern dieselbe Menge, wie bei der zweiten Lie-

- 13 - 

ferung, also 940 g, eingeführt worden ist. Der bei der zweiten Lieferung festge-
stellte Reinheitsgrad ist aus denselben Gründen auch auf die Menge der ersten 
Lieferung anwendbar. 

3.2.3  B. hat demnach zwei Mal 940 g Kokaingemisch vorsätzlich in die Schweiz einge-
führt. Er wusste, welche Mengen er einführte, und aufgrund seiner Erfahrung aus 
dem Eigenkonsum (cl. 12 pag. 12.13.818 Z. 19 ff.) wusste er, dass diese Mengen 
geeignet waren, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen zu können. 
Das Qualifikationsmerkmal von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG ist daher erfüllt. Ob ein 
weiterer Qualifikationsgrund vorliegt, ist nicht zu prüfen. B. ist somit der mehrfa-
chen qualifizierten Einfuhr von Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 3 
und Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. 

3.3 A. 

3.3.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten A. vor, er habe vorsätzlich, mehr-
fach und in mengen-, banden- und gewerbsmässig qualifizierter Weise gegen die 
Betäubungsmittelgesetzgebung verstossen, indem er gemeinsam mit D., E. und 
F. mindestens 300 g Kokaingemisch abportioniert und verkauft oder verkaufen 
lassen habe. Zudem habe er sich zusammen mit den Genannten und B. mit Ver-
kaufsabsicht am Ausführen, Durchführen, Befördern und Einführen von circa 
940 g Kokaingemisch beteiligt (Anklagepunkt V.A.1. und 2., Anklageschrift Sei-
te 28 ff. cl. 29 pag. 29.100.28 ff.). 

3.3.2 Der Angeklagte A. ist im Oktober 2003 in die Schweiz eingereist. Er gibt an, er 
habe seine Frau, die in der Tschechischen Republik lebe, respektive den ge-
meinsamen Sohn, besuchen wollen und es gäbe keine Direktflüge dorthin. Da es 
ihm in Zürich gefallen habe, sei er geblieben (cl. 12.13.640 Z. 27 ff., 12.13.641 
Z. 4 f.). Er gibt zu, dass er im Auftrag von D. vier- bis fünfmal Drogen verkauft 
hat, insgesamt ungefähr 300 g (cl. 12 pag. 12.13.674 Z. 6 f., 12.13.690 Z. 16 f., 
12.13.695 f. Z. 25 ff. und 17 ff., cl. 11 pag. 11.13.341). D. sagte aus, dass A. bei 
den Bezügen eines Abnehmers namens K. anwesend gewesen sei (cl. 11 
pag. 11.13.537 Z. 21 ff.) und sich entschieden habe, ihm zu helfen (cl. 11 
pag. 11.13.393 Z. 10). G., der bei D. Kokain bezogen hatte, sagte ebenfalls aus, 
dass er das Kokain einmal von A. erhalten habe, als D. nicht anwesend gewesen 
sei (cl. 9 pag. 191 Z. 7 ff.). Aus dem Reisepass von A. ist ersichtlich, dass er am 
12. Oktober 2003 in die Schweiz eingereist ist (Kriminaltechnischer Untersu-
chungsbericht, cl. 2 pag. 2.15). Durch die Observation ist ebenfalls erstellt, dass 
er sich nach seiner Ankunft in die als Drogenumschlagplatz genutzte Wohnung 
begeben hat (CAM-Journal Flat, cl. 2 pag. 2.260). Das Geständnis ist daher 
glaubwürdig. 

- 14 - 

 Der Reinheitsgrad der verkauften Droge ist nicht bekannt. Beim mit der zweiten 
Lieferung eingeführten Kokain wurde ein Reinheitsgrad zwischen 58,2 – 81,5% 
festgestellt. Dieser Reinheitsgrad wurde auch für die Ware der ersten Lieferung 
angenommen (E. 3.2.2). In der Wohnung wurden Gegenstände gefunden, die 
zum Strecken des Kokains dienten. Es ist daher davon auszugehen und ent-
spricht den allgemein bekannten Gegebenheiten, dass das Kokain vor dem Ver-
kauf gestreckt worden ist. Somit ist von einem für den Angeklagten günstigen Er-
fahrungswert von circa 20% Reinheitsgrad auszugehen.  

3.3.3 Bezüglich des zweiten Anklagevorwurfs (V.A.2.) ist festzuhalten, dass das Ge-
richt die von der Anklage geschilderten Handlungen nebst den angeklagten Tat-
beständen auch unter dem Tatbestand des Anstalten-Treffens zum Verkauf 
(Art. 19 Ziff. al. 6 i.V.m. al. 4 BetmG) würdigt. A. ist bezüglich dieses Anklage-
sachverhalts nicht geständig. Er gibt jedoch zu, dass er, als B. zusammen mit D. 
in die Wohnung gekommen sei, ebenfalls anwesend gewesen sei (cl. 12 
pag. 12.13.653 ff. Z. 28 ff., 12.13.692 Z. 1 ff.). B. sei ständig ins Bad gegangen 
und so habe er gedacht, dass jener krank sei (cl. 12 pag. 12.13.653 ff. Z. 28 ff., 
12.13.692 Z. 1 ff.). B. führte dazu aus, dass A. bei seiner Ankunft in der Wohnung 
gewesen sei (cl. 12 pag. 12.13.816 Z. 9, 12.13.839 Z. 11 f.), wo er geblieben sei 
und während der Nacht geschlafen habe (cl. 12 pag. 12.13.839 Z. 25, 12.13.840 
Z. 12 ff.). D. habe ihm Abführmittel gebracht. F., der fünf Minuten nach seiner ei-
genen Ankunft ebenfalls erschienen sei (cl. 12 pag. 12.13.816 Z. 14 f.), und A. 
seien einkaufen gegangen und danach habe ihm A. Suppe gekocht (cl. 12 
pag. 12.13.816 Z. 19 ff.) Am Abend habe F. die Wohnung verlassen und ab dann 
seien nur noch er und A. in der Wohnung gewesen (cl. 12 pag. 12.13.816 
Z. 31 ff.). Als er einmal im Badezimmer gewesen sei, habe er gehört, wie A. ge-
sagt habe, dass er mit Scheisse zu tun habe. Er habe das im Zusammenhang 
damit gesagt, dass er die Fingerlinge auspacken und wieder in Beutel abpacken 
musste. D. habe ihm darauf geantwortet, dass sie von dieser Scheisse leben 
würden. Daraus habe er geschlossen, dass A. die gleiche Funktion habe wie F., 
welcher bei der ersten Lieferung für seine Betreuung zuständig gewesen sei 
(cl. 12 pag. 12.13.829 Z. 1 ff.; 12.13.857 Z. 8 ff.) In einer späteren Einvernahme 
präzisierte B. jedoch, dass A. gesagt habe, dass er sich die Hände nicht mit 
Scheisse schmutzig machen wolle, die Ware demnach nicht berührt habe (cl. 12 
pag. 12.13.856 Z. 21 ff.).  

F. sagte aus, dass D. A. in die Schweiz geholt habe, damit ihm dieser beim Dro-
genverkauf helfe (cl. 12 pag. 12.13.971 Z. 17 ff.). Dieser Aussage fügte er jedoch 
hinzu, dass A. nicht mit den Drogen zu tun haben wollte (cl. 12 pag. 12.13.972 
Z. 11 f.). Die Sachbeweise belegen, dass sich A. am 16. November 2003 bei der 
Ankunft von B. in der Wohnung an der Z.-strasse in Zürich befunden hat (CAM-
Journal Flat, cl. 2 pag. 2.306). An seinen Kleidern wurden Kokainrückstände 

- 15 - 

festgestellt (cl. 2 pag. 2.113) und in der Wohnung wurden diverse zur Drogenver-
arbeitung dienende Gegenstände sichergestellt (cl. 5 pag. 26 f.).  

A. war, wie er selbst zugegeben hat, bei Drogenübergaben/Drogenverkäufen da-
bei und hat auch selbst welche durchgeführt. Dass zum Verkauf bestimmte Dro-
gen zuvor ins Land eingeführt werden müssen, ergibt sich von selbst. Die Beteili-
gung von A. an der Organisation der Einfuhr des Kokains der zweiten Lieferung 
kann jedoch nicht bewiesen werden. Wie eingangs ausgeführt ist, kann der 
Sachverhalt jedoch auch unter dem Tatbestand des Anstalten-Treffens zum Ver-
kauf gewürdigt werden: Als B. in der Wohnung eingetroffen ist, war A. in der 
Wohnung anwesend. Dort blieb er auch – von einem kurzen Einkauf abgesehen 
– die ganze Zeit, während der B. versuchte, die Fingerlinge auszuscheiden. Er 
hat gesehen, dass es B. gesundheitlich nicht gut ging und dass er Medikamente 
zu sich nehmen musste. Dass er unter Berücksichtigung seiner Kenntnisse um 
die Tätigkeit der involvierten Personen nicht wahrgenommen haben will, was in 
der Wohnung vor sich ging, ist daher eine reine Schutzbehauptung. Sein von B. 
geschilderter Wortwechsel mit D. – auch in abgeschwächter Form – lässt viel-
mehr keine Zweifel daran aufkommen, dass A. über das Geschehen in der Woh-
nung im Bilde war. Dass die eingeführten Drogen zum Verkauf bestimmt waren, 
ergibt sich aufgrund der grossen Menge und war auch schon bei der ersten Liefe-
rung, an deren Verkauf sich A. beteiligte, der Fall. A. wusste also, dass diese von 
B. eingeführten Drogen für den Verkauf bestimmt waren. Über den Reinheitsgrad 
konnte A. nicht Bescheid wissen. Er musste jedoch von einem üblichen  
20-prozentigem Reinheitsgrad ausgehen, ansonsten die Droge nicht mehr ver-
käuflich gewesen wäre. 

Die Beweiswürdigung ergibt somit, dass A. für die Betreuung des das Kokain 
bringenden B. zuständig war. Diese in der Anklageschrift umschriebene Tätigkeit 
fällt nicht unter die al. 3 – 5 der Ziff. 1 des Art. 19 BetmG sondern unter al. 6 wo-
nach sich strafbar macht, wer unter anderem zum unbefugten Drogenverkauf 
Anstalten trifft. Damit werden sowohl der Versuch wie auch gewisse qualifizierte 
Vorbereitungshandlungen erfasst und zu selbstständigen Taten mit derselben 
Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen aufgewertet (ALB-
RECHT, a.a.O. N. 115 zu Art. 19 BetmG; BGE 130 IV 131 E. 2 mit Hinweisen). 

3.3.4 A. hat somit vorsätzlich 300 g Kokaingemisch zusammen mit D. verkauft. Der 
Grenzwert für den mengenmässig qualifizierten Fall von 18 g Kokain ist bei der 
Annahme eines Reinheitsgrads von 20% deutlich überschritten. A. ist somit des 
Verkaufs von Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4 und Ziff. 2 lit. a 
BetmG schuldig zu sprechen. 

- 16 - 

 Zudem war er an den Vorbereitungshandlungen zu einem späteren Verkauf von 
940 g Kokaingemisch beteiligt, weshalb er wegen qualifiziertem Anstalten-Treffen 
zum Verkauf von Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 6 i.V.m. al. 4 
und Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen ist. 

3.4 C. 

3.4.1 Der Angeklagten C. wirft die Bundesanwaltschaft vor, sie habe vorsätzlich und 
mengenmässig qualifiziert gegen das BetmG verstossen, indem sie 100 g Ko-
kaingemisch an G. vermittelt habe (Anklagepunkt VI.A., Anklageschrift Seite 31 
cl. 29 pag. 29.100.31). 

3.4.2 C. wurde in der Voruntersuchung zum Anklagepunkt der Widerhandlung gegen 
das BetmG nicht persönlich befragt, sie erlangte jedoch spätestens durch Erhalt 
der Anklageschrift Kenntnis von diesem Vorwurf. Die Angeklagte selbst hat sich 
infolge ihrer Abwesenheit anlässlich der Hauptverhandlung nicht zu diesem Vor-
wurf geäussert. Über die Anklage zu befinden, stellt keine Verletzung ihres An-
spruchs auf rechtliches Gehör dar, da die Angeklagte Kenntnis des Anklagevor-
wurfs hatte, was sich den Vorbringen ihres Verteidigers entnehmen liess, und 
daher auch Gelegenheit hatte, dazu Stellung zu nehmen.  

 G. sagte aus, dass er C. in einer Bar im Kreis 4 angetroffen habe und sie nach 
Fingerlingen gefragt habe. Er habe ihr seine Telefonnummer hinterlassen, worauf 
sie ihn später zurückgerufen und gesagt habe, dass sie ihn zu einer Bekannten 
(E.) bringe, mit welcher er dann verhandeln könne. Darauf seien sie (G. und C.) 
in die Wohnung dieser Bekannten gegangen (zum Ganzen cl. 9 pag. 187 
Z. 20 ff.). L., sein Abnehmer, habe 100 g gewollt (cl. 9 pag. 9.188 Z. 4). Bei die-
sem ersten Treffen habe er keine Drogen gekauft, sei dann aber angerufen wor-
den, als solche erhältlich gewesen seien (cl. 9 pag. 188 Z. 11 ff.). Wann genau 
das Treffen gewesen ist, weiss G. nicht mehr. Er spricht von Herbst 2003 (cl. 9 
pag. 187 Z. 30) und dass die Geschäfte sowohl vor dem 1. September 2003 wie 
auch danach abliefen (cl. 9 pag. 196 Z. 3 ff.). G. identifizierte C. auf dem Foto ih-
rer Identitätskarte (cl. 9 pag. 10 i.V.m. pag. 202). Er bestätigte seine Angaben an-
lässlich der Hauptverhandlung (cl. 30 pag. 30.910.9. Z. 15 ff., 30.910.10 Z. 35 ff.). 
Es liegt kein Grund vor, weshalb G. falsch ausgesagt haben sollte, durch seine 
Aussagen hat er sich selbst stark belastet und er wurde wegen seinen strafbaren 
Handlungen auch verurteilt (cl. 29 pag. 29.400.14 ff.). Gemäss Sachvortrag des 
Verteidigers hat die Angeklagte Krähenbühl in jene Wohnung geführt und den 
Kontakt zu der Verkaufsperson hergestellt. Hierfür habe sie aber kein Entgelt ge-
nommen. Zudem seien bei diesem ersten Treffen keine Drogen verkauft worden. 

- 17 - 

Es ist also grundsätzlich unbestritten, dass C. G. zu den Drogenverkäufern ge-
führt hat.  

3.4.3 Die Vermittlung nach Art. 19 Ziff. 1 al. 4 BetmG weist die Struktur einer typischen 
Gehilfenschaft im Sinne von Art. 25 StGB auf, wird indessen vom Gesetz als 
selbstständige Tat eingestuft. Sie umfasst die Förderung des illegalen Verkehrs 
durch die Herstellung von Kontakten zwischen Personen, die Betäubungsmittel 
veräussern, und solchen, welche diese Stoffe erlangen wollen (BGE 118 IV 200 
E. 2). Der blosse Hinweis auf ein einschlägiges Lokal in der Szene begründet 
deshalb regelmässig noch keine Vermittlung (ALBRECHT, a.a.O., N. 68 zu Art. 19 
BetmG). Für den Vorsatz ist notwendig, dass der Vermittler – jedenfalls in groben 
Zügen – Kenntnis hat über Art und Umfang der Drogengeschäfte, die er fördert.  

Der Verteidiger von C. macht geltend, dass es sich bei der Handlung der Ange-
klagten nicht um eine Vermittlung im Sinne des BetmG handelt, sondern um eine 
straflose Bekanntgabe der Gelegenheit zum Drogenerwerb. Eine Vermittlung er-
fordere nämlich eine Vorteilsgewinnung der Mittelsperson, C. habe für die Be-
kanntgabe der Adresse jedoch keine Vergütung erhalten, für sich also keinen 
Vorteil daraus ziehen können. Zudem sei die Vermittlung ein Zusammenbringen 
von Käufer und Verkäufer, in casu habe die Angeklagte den Käufer nur zu einer 
anderen Person gebracht, denn wie die Auskunftsperson selbst zu Protokoll ge-
geben habe, sei nichts verkauft worden. 

Die Angeklagte hat G. auf dessen Anfrage hin zu der Drogenwohnung von E. ge-
führt und somit den Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer hergestellt. Sie hat 
nicht bloss auf ein Umfeld hingewiesen, in welchem Drogen angeboten werden – 
in diesem haben sie sich nämlich schon befunden –, sondern Krähenbühl konkret 
an die ihr bekannten Verkäufer herangeführt. Dass beim ersten Treffen keine 
Drogen verkauft wurden, spricht nicht gegen eine Vermittlerrolle der Angeklagten. 
Eine solche kann auch darin bestehen, den Interessenten mit einer Person zu-
sammenzubringen, welche ihrerseits den Kontakt zum Verkäufer herstellt. 
Schliesslich werden bei einer grösseren Menge häufig Verkaufsverhandlungen 
geführt. Was die Interessen des Vermittlers betrifft, reicht gemäss oben zitierter 
bundsgerichtlicher Rechtsprechung die Kontaktherstellung für die Erfüllung des 
Tatbestandes der Vermittlung aus. Ob die vermittelnde Person für ihre Vermitt-
lung entschädigt wird, ist für die Erfüllung des Tatbestands nicht von Belang. 
Nicht erwiesen ist, ob G. gegenüber der Angeklagten erwähnt hat, dass er 100 g 
suche. Es ist jedoch offensichtlich, dass es um eine grössere Menge gegangen 
ist, ansonsten hätte G. nicht diesen umständlichen Weg gehen müssen, sondern 
hätte die Drogen auf der Strasse kaufen können. Davon musste auch die Ange-
klagte – in Kenntnis des Hergangs und des Umfelds – ausgehen, weshalb sie 

- 18 - 

bezüglich der Menge, welche bei einem erfahrungsgemässen Reinheitsgrad von 
20% knapp qualifizierend ist, eventualvorsätzlich gehandelt hat.  

C. ist somit der Vermittlung von Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 
al. 4 und Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. 

4.  Geldwäscherei 

4.1  

4.1.1  Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe bestraft, wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung 
der Herkunft, die Auffindung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu verei-
teln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren. In 
schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 
Mit der Freiheitsstrafe wird eine Geldstrafe bis zu 500 Tagessätzen verbunden 
(Ziff. 2). Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn der Täter als Mitglied ei-
ner Verbrechensorganisation handelt (lit. a), als Mitglied einer Bande handelt, die 
sich zur fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammengefunden hat 
(lit. b), oder durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen grossen Umsatz oder 
einen erheblichen Gewinn erzielt (lit. c). 

4.1.2  Ein Schuldspruch wegen Geldwäscherei verlangt neben dem Nachweis der Geld-
wäschereihandlung sowohl den Nachweis der Vortat als auch den Nachweis, 
dass die Vermögenswerte aus eben dieser Vortat herrühren (BGE 126 IV 255 
E. 3a). Durch die Geldwäscherei wird in erster Linie die Einziehung, das heisst 
der Zugriff der Strafbehörden auf  eine Verbrechensbeute, vereitelt. Strafbar ist 
die Vereitelungshandlung als solche, unbesehen eines Vereitelungserfolgs 
(BGE 126 IV 255 E. 3a). Der Transfer von deliktisch erlangten Vermögenswerten 
über die Landesgrenzen ins Ausland gilt als Geldwäschereihandlung (ACKER-
MANN, Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei Band I, 
Zürich 1998, N. 315 zu Art. 305bis StGB). Der Qualifikationsgrund der Banden-
mässigkeit ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gegeben, wenn zwei 
oder mehrere Täter sich mit dem ausdrücklichen oder konkludent geäusserten 
Willen zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer selbstständiger, im 
Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken. Es 
macht hierbei keinen Unterschied, ob zwei oder mehr Täter vorhanden sind; ent-
scheidend ist einzig der ausdrücklich oder konkludent manifestierte Wille, im er-
wähnten Sinn zusammenzuwirken (BGE 124 IV 286 E. 2a, Urteil des Bundesge-
richts 6P.104/2004 vom 24. März 2005, E. 3).  

- 19 - 

4.1.3  In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich. Die Gesetzesformulierung „weiss 
oder annehmen muss“ unterstreicht, dass auch Eventualvorsatz genügt 
(BGE 119 IV 242 E. 2b). Es genügt, wenn der Täter die einzelnen Elemente ent-
sprechend der „Parallelwertung in der Laiensphäre“ verstanden hat (BGE 129 
IV 238 E. 3.2.2). So braucht er nicht zu wissen, dass die Handlung, aus welcher 
die Vermögenswerte stammen, ein Verbrechen im Sinne von Art. 10 StGB ist, 
sondern nur, dass die Vermögenswerte aus einer schwerwiegenden Vortat stam-
men, die erhebliche Sanktionen nach sich zieht (PIETH, Basler Kommentar zum 
Strafrecht II, 2. Auflage, Basel 2007, N. 46 zu Art. 305bis). Vorsatz hinsichtlich der 
Bandenmässigkeit setzt voraus, dass der Wille der Täter auf die gemeinsame 
Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (BGE 124 IV 286 E. 2a). 

4.2  A. 

4.2.1  Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten A. vor, er habe sich der Geldwä-
scherei strafbar gemacht, indem er am 13. August 2003 CHF 885.50 in die Do-
minikanische Republik an seine Schwester, die Ehefrau von D., überwiesen habe 
(Anklagepunkt V.B., Anklageschrift Seite 30 f., cl. 29 pag. 29.100.30 f.). 

4.2.2  Zu diesem Vorwurf wurde der Angeklagte nie befragt und es ist – im Gegensatz 
zu dem gegen die Angeklagte C. gerichteten Vorwurf der Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz – nicht bekannt, ob er überhaupt Kenntnis von die-
sem Vorwurf erlangt hat. Eine Beweisaufnahme durch das Gericht ist infolge sei-
ner Abwesenheit nicht möglich. Die Überweisung als solche geht aus den Akten 
hervor, weitere Anhaltspunkte hinsichtlich des angeklagten Verhaltens lassen 
sich diesen jedoch nicht entnehmen. Die Schuld von A. ist daher nicht zweifels-
frei zu beweisen, weshalb er von diesem Vorwurf freizusprechen ist. 

4.3  C. 

4.3.1  Der Angeklagten C. wird vorsätzlich, mehrfach, bandenmässig qualifiziert began-
gene Geldwäscherei vorgeworfen, indem sie im Wissen um die Herkunft des 
Geldes im Auftrag von E. und D. zwischen 8. August und 4. Oktober 2003 acht 
mal Geld, insgesamt CHF 31'587.–, in die Dominikanische Republik und nach 
Venezuela an verschiedene Personen überwiesen habe, respektive einmal durch 
ihren Mann habe überweisen lassen (Anklagepunkt VI.B., Anklageschrift Sei-
te 31 ff., cl. 29 pag. 29.100.31 ff.). 

4.3.2  Die einzelnen Geldüberweisungen der Angeklagten sind durch die Belege der 
jeweiligen Geldtransferinstitute bewiesen und erfolgten am 8. August, 14. August, 
10. September (ein Mal selbst und einmal durch M., Ehemann der Angeklagten), 

- 20 - 

16. September, 22. September, 27. September und 4. Oktober 2003 (cl. 7 
pag. 188, 222, 199, 190, 150, 84, 183, 174). Die Angeklagte ihrerseits gab zu, für 
E. Geld ins Ausland geschickt zu haben, dies ab circa August 2003 in der Höhe 
zwischen CHF 3'000.– und CHF 4'000.– je Überweisung (cl. 13 pag. 13.13.246 
Z. 23 f., 13.13.247 Z. 24 f.). Für die Geldüberweisungen habe sie von E. manch-
mal CHF 100.– bis 150.– (cl. 13 pag. 13.13.263 Z. 3, 13.13.273 Z. 18) respektive 
CHF 200.– (cl. 13 pag. 13.13.267 Z. 7 ff.) erhalten. C. nahm das Geld jeweils von 
E., welche sich hauptsächlich zusammen mit D. am Drogenhandel beteiligte, 
entgegen (Aussage von E. an der Hauptverhandlung vom 16. August 2006, cl. 29 
pag. 29.600.36 Z. 34 ff.). Die beiden Letztgenannten machten geltend, dass nicht 
das gesamte Geld aus dem Drogenhandel stammte, sondern auch aus Einnah-
men, die E. als Prostituierte erzielt habe, sowie aus Sozialhilfe (cl. 29 
pag. 29.600.26 Z. 13 ff., insbes. Z. 31 f., 29.600.37 Z. 23 ff.). Die Herkunft der 
Gelder wurden im Rahmen des Vorverfahrens nicht aufgeklärt, weshalb aufgrund 
dieser Aussagen davon auszugehen ist, dass die aus anderen Quellen herrüh-
renden Gelder mit dem aus dem Drogenhandel stammenden vermischt und auf 
diese Weise kontaminiert wurden (zu dieser Figur ACKERMANN, a.a.O., N. 232 
und 347 zu Art. 305bis StGB). Aufgrund der Kontamination musste in dem D. und 
E. betreffenden Entscheid vom 22. August 2006 (TPF SK.2006.4, E. 7.2) eruiert 
werden, wie gross der von ihnen aus dem Drogenhandel erzielte Geldanteil war. 
Für die Zeit vor dem 18. September 2003 ergab sich eine Kontamination der 
transferierten Geldern von rund einem Drittel, für die Zeit danach eine solche von 
rund zwei Dritteln. Diese Aufteilung muss auch auf die der Angeklagten C. vor-
geworfenen Überweisungen angewendet werden. Das bedeutet demnach für die 
erste Phase bis zum 18. September 2003 einen Betrag von CHF 5'770.–, für die 
zweite Phase nach dem 18. September 2003 einen solchen von CHF 6'500.–, 
gesamthaft ausmachend CHF 12'270.–. In diesem Umfang ist der objektive Tat-
bestand erfüllt. Hinsichtlich der vom Ehemann der Angeklagten vorgenommenen 
Geldüberweisung von CHF 4'520.– vom 10. September 2003 liegen keine Be-
weise vor, die zweifelsfrei belegen, dass der Ehemann diese Überweisung für die 
Angeklagte mit von E. erhaltenem Geld vorgenommen hat. Weder die Angeklag-
te noch ihr Mann wurden dazu konkret befragt, weshalb die Angeklagte von die-
sem Anklagepunkt freigesprochen werden muss. 

4.4  In subjektiver Hinsicht erklärt die Angeklagte, sie habe nicht gewusst, dass die-
ses Geld aus dem Drogenhandel stamme (cl. 13 pag. 13.13.26 recte 268 Z. 26, 
13.13.269 Z. 5 f.). Sie habe gemeint, dass E. sie um die Vornahme der Überwei-
sungen bitte, weil sie als Prostituierte arbeite und für die Sozialbehörden nicht er-
sichtlich sein dürfe, dass sie einen Verdienst habe und somit eigentlich kein So-
zialhilfegeld beanspruchen könne (cl. 13 pag. 13.13.247 Z. 6 f., 13.13.250 Z. 8 f.). 

- 21 - 

Wie in den vorhergehenden Erwägungen (E. 3.4) ausgeführt, hat die Angeklagte 
an E., in deren Auftrag sie die Geldüberweisungen vornahm, einen Drogenkäufer 
vermittelt. Sie wusste somit über die illegale Tätigkeit von E. Bescheid. Die ge-
naue zeitliche Einordnung der Vermittlung des Drogenkäufers und somit der 
Nachweis des Wissens der Angeklagten um die Herkunft der Gelder, ist jedoch 
nicht mehr möglich. Die Vermittlung ist entweder schon im Sommer 2003 erfolgt 
oder aber erst im September 2003 (siehe dazu E. 3.4.2), also nachdem C. schon 
Überweisungen vorgenommen hatte. Ist die Vermittlung vor der ersten Überwei-
sung erfolgt, so ist offensichtlich, dass die Angeklagte wusste, dass es sich um il-
legal erworbenes Geld handelt, welches sie ins Ausland transferierte. Doch 
selbst wenn die Vermittlung erst im September stattgefunden hat, so musste die 
Angeklagte bei den zuvor erfolgten Transaktionen aus folgenden Gründen zu-
mindest davon ausgehen, dass das Geld illegaler Herkunft war: Sie wusste, dass 
E. erst kürzlich eine langjährige Gefängnisstrafe wegen Drogendelikten verbüs-
sen musste (cl. 13 pag. 13.13.244 Z. 9 ff., 13.13.262 Z. 17 ff.). Sie wusste auch, 
dass E. als Prostituierte arbeitete (cl. 13 pag. 13.13.260 Z. 3). Da sie selbst das 
Milieu kannte, konnte sie etwa abschätzen, wie viel E. dabei verdiente. Die  
Überweisungen erfolgten innert einer kurzen Zeitspanne von drei Monaten und 
machten einen Betrag von über CHF 30'000.– aus. Ihr musste deshalb bewusst 
sein, dass E. aus ihrer Arbeit als Prostituierte und dem Sozialhilfegeld, nebst der 
Deckung des eigenen Lebensunterhaltes und teilweise auch noch desjenigen 
von D., nie Geld in solcher Höhe für Überweisungen ins Ausland übrig gehabt 
hätte. Zusätzlich bezahlte die Angeklagte sie auch noch für die vorgenommenen 
Überweisungen. Die genannte Anzahl und Höhe der Überweisungen, die Regel-
mässigkeit innert kurzer Zeit – die Überweisungen erfolgten in Abständen von 
teilweise nicht einmal einer Woche – und die immer wechselnden Empfänger wa-
ren für die Angeklagte mit dem bei ihr vorhandenem Hintergrundwissen deutliche 
Zeichen dafür, dass es sich nicht um legal erworbenes Geld handeln konnte. Die 
Angeklagte kann sich demnach nicht darauf berufen, in naiver Art, ohne nachzu-
fragen, einen Freundschaftsdienst erledigt haben zu wollen. Die Behauptung der 
Angeklagten, die Überweisungen für E. getätigt zu haben, weil sie davon aus-
ging, dass jene ihr schwarz verdientes Geld nicht selbst überweisen wollte, aus 
Sorge kein Geld mehr vom Sozialdienst zu erhalten, lässt sich nicht vereinbaren 
mit ihrem Wissen davon, dass E. sehr wohl auch selbst Überweisungen vorge-
nommen hat (cl. 13 pag. 13.13.249 Z. 18 ff, 13.13.262 Z. 7 ff.). E. sagte zwar 
aus, dass C. nicht gewusst habe, woher das Geld stamme (cl. 10 pag. 10.13.255 
Z. 8 f.). Ihre Aussagen sind jedoch während des Verfahrens allgemein nicht 
wahrheitsgetreu gewesen, so behauptete sie in der selben Aussage etwa, nie 
Drogentransporte organisiert zu haben, was eindeutig widerlegt worden ist. Die 
Aussage ist unglaubwürdig und kann folglich nicht als entlastend für C. gewertet 
werden. Die Angeklagte hat durch ihr Handeln in Kauf genommen, dass es sich 
um illegal erworbenes Geld handelt, welches sie für E. ins Ausland überwies. 

- 22 - 

4.4.1  Die Angeklagte hat somit sieben Überweisungen mit inkriminiertem Geld ins  
Ausland vorgenommen. Der inkriminierte Teil des überwiesenen Geldes, der 
CHF 12'270.– beträgt, stammt aus dem qualifizierten Drogenhandel und somit 
aus einem Verbrechen. Die Angeklagte hat sich mit E. und D. zusammengefun-
den, um anzahlmässig unbestimmte Überweisungen ins Ausland zu tätigen und 
so die Einziehung des illegal erworbenen Geldes durch dessen Überweisung ins 
Ausland zu vereiteln. Sie wusste oder musste in der ersten Phase zumindest da-
von ausgehen, dass das Geld teilweise aus dem Drogenhandel stammte und hat 
somit eventualvorsätzlich gehandelt. Dass der Drogenhandel eine schwerwie-
gende Vortat ist, die erhebliche Sanktionen nach sich zieht, war der Angeklagten 
aufgrund ihres Wissens um den langjährigen Gefängnisaufenthalt von E. wegen 
Drogendelikten bekannt. Der Wille zum Zusammenschluss mit E. und D. hat sich 
in den vorgenommenen Überweisungen manifestiert.  

C. ist somit der vorsätzlich mehrfach und bandenmässig qualifiziert begangenen 
Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 und Ziff. 2 lit. b StGB schuldig zu 
sprechen. 

5. Strafzumessung 

5.1  

5.1.1  Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; er berücksich-
tigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden be-
stimmt sich nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen 
Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zie-
len des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Tat zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Hat der 
Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 
gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwers-
ten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der an-
gedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das ge-
setzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).  

5.1.2  Nach der Praxis des Bundesgerichts zum alten Allgemeinen Teil des Strafge-
setzbuches (vgl. den Grundsatzentscheid BGE 117 IV 112 E. 1, der zwischen-
zeitlich mehrmals bestätigt wurde [BGE 129 IV 6 E. 6.1; 123 IV 150 E. 2a; 121 IV 
193 E. 2a; 120 IV 136 E. 3a]; siehe auch STRATENWERTH, Schweizerisches Straf-
recht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, Bern 1989, § 7, N. 57) be-
zog sich der Begriff des Verschuldens im Sinne von Art. 63 aStGB auf den ge-

- 23 - 

samten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Im Rahmen der so 
genannten Tatkomponente sind insbesondere folgende Faktoren zu beachten: 
Das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung 
dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und die 
Beweggründe des Schuldigen, die Art. 63 aStGB ausdrücklich erwähnte. Das 
Verschulden hängt wesentlich vom Mass an Entscheidungsfreiheit ab, das dem 
Täter zugeschrieben werden muss: Je leichter es für ihn gewesen wäre, die 
Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie 
(BGE 117 IV 112 E. 1). Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persön-
lichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, bei-
spielsweise Reue oder Einsicht, sowie Strafempfindlichkeit. 

Das neue, auf den 1. Januar 2007 in Kraft gesetzte Recht bringt gegenüber die-
ser Rechtsprechung materiell keine wesentlichen Neuerungen. Es ist davon aus-
zugehen, dass das neue Recht nach dem Willen des Gesetzgebers ausdrücken 
soll, was bisher bereits gemäss Rechtsprechung für die Verschuldensfeststellung 
und die Strafzumessung zu berücksichtigen war. Insoweit nennt Art. 47 Abs. 2 
StGB die Verschuldenskriterien der bisherigen Praxis ausdrücklich und Abs. 1 
bestimmt explizit, dass für die Zumessung der Strafe auch deren Auswirkung auf 
das Leben des Täters (Strafempfindlichkeit und Spezialprävention) zu berück-
sichtigen ist. 

5.1.3  Bei der Ausfällung einer Geldstrafe bestimmt das Gericht die Zahl der Tagessät-
ze nach dem Verschulden des Täters. Die Geldstrafe beträgt höchstens 360 Ta-
gessätze, soweit es das Gesetz nicht anders bestimmt (Art. 34 Abs. 1 StGB). Die 
Höhe des Tagessatzes bestimmt es nach den persönlichen und wirtschaftlichen 
Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen 
und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten 
sowie nach dem Existenzminimum. Ein Tagessatz beträgt höchstens 3’000 Fran-
ken (Art. 34 Abs. 2 StGB). 

5.2  A. 

Der Angeklagte A. hat sich der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG schuldig 
gemacht. Der Strafrahmen umfasst somit eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis 
zu 20 Jahren und eine fakultative Geldstrafe bis 360 Tagessätzen. Die Tatmehr-
heit wirkt strafschärfend, darf aber zu keiner Überschreitung des gesetzlich fest-
gelegten Höchstmasses von 20 Jahren führen (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 40 
StGB). 

- 24 - 

Das Verschulden von A. ist hinsichtlich des Anklagepunktes des Verkaufs gross. 
Kaum in der Schweiz angekommen, hat er sich schon am Betäubungsmittelhan-
del beteiligt und zwar in der tragenden Rolle des Verkäufers einer das qualifizie-
rende Minimum mehrfach übersteigenden Menge. Hinsichtlich des zweiten An-
klagepunktes ist sein Verschulden geringer. Im Gesamtablauf dieses Gesche-
hens spielte er keine grosse Rolle, jedoch ging es um eine erhebliche Menge Be-
täubungsmittel. Er handelte aus Eigennutz, wohl jedoch auch aus persönlicher 
Verbundenheit mit der Hauptfigur, seinem Schwager, D..  

Der 42-jährige Angeklagte ist Staatsangehöriger der Dominikanischen Republik 
und in Santo Domingo zusammen mit sieben Geschwistern aufgewachsen. Zum 
Zeitpunkt der Tat war er mit einer Tschechin verheiratet, die mit dem gemeinsa-
men Sohn in der Tschechischen Republik lebte. In die Schweiz ist er mit einem 
Touristenvisum eingereist. Zuerst wohnte er bei D. respektive bei dessen damali-
ger Partnerin, später dann aber an der Z.-strasse. In der Dominikanischen Repu-
blik führte er damals gemäss eigenen Angaben eine kleine Kleiderboutique, von 
der er angab, mittelmässig gut leben zu können, zuvor habe er in einem Reisebü-
ro gearbeitet (cl. 12 pag. 12.13.639 ff.).  

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft, weder in der Dominikanischen Republik, 
noch in der Schweiz (cl. 1 pag. 111, cl. 30 pag. 30.231.2 ). Während des vorzeiti-
gen Strafvollzugs hat er sich wohl verhalten (cl. 29 pag. 20.423.3 f.), was sich 
strafmindernd auswirkt. Jedoch ist er zweimal unentschuldigt der Hauptverhand-
lung ferngeblieben. Dies ist als negatives Nachtatverhalten straferhöhend zu be-
rücksichtigen. Die persönlichen Verhältnisse sind weder strafmindernd, noch  
-erhöhend zu gewichten. Erheblich strafmindernd wirkt sich die lange Verfah-
rensdauer aus mit einer längeren inaktiven Zeit während der Voruntersuchung.  

In Würdigung aller Umstände erscheint eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren als an-
gemessen. 

Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstra-
fe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, 
wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der 
Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Beim Aufschub des 
Vollzugs der Strafe bestimmt das Gericht dem Verurteilten eine Probezeit von 
zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die materiellen Voraussetzungen für 
die Gewährung des bedingten Strafvollzugs sind in casu erfüllt. Es liegen keine 
Anhaltspunkte dafür vor, der Angeklagte würde sich nicht bewähren. Deshalb ist 
die Freiheitsstrafe bedingt vollziehbar auszusprechen. Die gute Führung im 
Strafvollzug rechtfertigt es, die Probezeit auf das Minimum von zwei Jahren 

- 25 - 

(Art. 44 Abs. 1 StGB) festzusetzen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 
393 Tagen ist in Anwendung von Art. 51 StGB anzurechnen.  

Es besteht keine Veranlassung die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe mit 
einer Busse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB zu verbinden, da dem Verschulden mit 
der ausgesprochenen Strafe schon ausreichend Rechnung getragen wurde. 

5.3  B. 

Der Angeklagte B. hat sich der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG schuldig 
gemacht. Der Strafrahmen umfasst somit eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis 
zu 20 Jahren und eine fakultative Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen. Die Tat-
mehrheit wirkt strafschärfend, darf aber zu keiner Überschreitung des gesetzlich 
festgelegten Höchstmasses von 20 Jahren führen (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 40 
StGB). 

Das Verschulden von B. wiegt recht schwer. Er hat innert kurzer Zeit zweimal ei-
ne grosse, den qualifizierenden Grenzwert weit überschreitende, Menge Kokain-
gemisch in die Schweiz eingeführt. Seine Tätigkeit ist in der Handelskette von 
grosser Bedeutung, da ohne die Einfuhr kein Handel hätte stattfinden können. Er 
hat einzig aus finanziellem Antrieb gehandelt, das Entgelt für eine Lieferung ent-
sprach mehr als seinem üblichen Jahresgehalt.  

Der 33-jährige Angeklagte ist Staatsangehöriger von Venezuela. Er ist in Vene-
zuela zusammen mit acht Geschwistern aufgewachsen. Zum Zeitpunkt der Tat 
arbeitete er als Model und als Angestellter in einem Verkaufshaus. Zudem soll er 
selbstständiger Händler von Parfümerieartikeln sein. Er hat gemäss eigenen An-
gaben circa USD 500 verdient, was er als eher gutes Einkommen bezeichnete 
(cl. 12 pag. 12.13.758 f.). Zu der Schweiz hatte er keine Beziehung. 

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft, weder in Venezuela, noch in der Schweiz 
(cl. 1 pag. 151, cl. 30 pag. 30.232.2), und hat sich im vorzeitigen Strafvollzug 
wohl verhalten (cl. 29 pag. 29.424.2 f.), was sich strafmindernd auswirkt. Auch er 
ist zu beiden Hauptverhandlungen nicht erschienen, wobei er den Willen an der 
ersten Hauptverhandlung teilzunehmen, kundgetan hat, indem er durch seinen 
Verteidiger anfragen liess, ob die Kosten des Flugtickets übernommen werden 
würden (cl. 29 pag. 29.800.55). Beim Ausscheiden der Fingerlinge des zweiten 
Transports traten Schwierigkeiten auf und der Angeklagte konnte nur durch eine 
Operation gerettet werden. Gemäss Art. 54 StGB sieht das Gericht von einer Be-
strafung ab, wenn der Täter durch die unmittelbaren Folgen seiner Tat so schwer 

- 26 - 

betroffen ist, dass eine Strafe unangemessen wäre. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtssprechung (Urteil des Bundesgerichts 6S.39/2002 vom 17. April 2002 
E. 3.c.bb) hat der Richter, falls die Anwendung von Art. 66bis aStGB nicht zum 
vornherein ausscheidet, zunächst die Strafe ohne Berücksichtigung der Auswir-
kungen der Tat für den Täter zuzumessen, um diese Einsatzstrafe sodann gegen 
die eine unmittelbare Folge seiner Tat darstellende Betroffenheit des Täters ab-
zuwägen. Dabei kann sich ergeben, dass der Täter bereits genug bestraft ist, 
weshalb von einer Bestrafung abzusehen ist. Es kann sich auch zeigen, dass ei-
ne gänzliche Strafbefreiung nicht in Frage kommt, angesichts der grossen Betrof-
fenheit des Täters jedoch eine Strafmilderung im Sinne von Art. 66 aStGB 
(Art. 48a StGB) angebracht erscheint. In casu trug B. von seiner Tat keine blei-
benden Schäden davon. Seine persönliche Betroffenheit ist somit nur klein, was 
die Anwendung weder von Art. 54 StGB noch Art. 48a StGB rechtfertigt, aber 
dennoch leicht strafmindernd zu berücksichtigen ist. Der Angeklagte war gestän-
dig und trug so zur Aufklärung der – nicht nur von ihm – begangenen Taten bei. 
Dies ist erheblich strafmindernd zu berücksichtigen, so wie auch die lange Ver-
fahrensdauer während des Vorverfahrens.  

Die im Gefängnis erlittene Misshandlung (cl. 30 pag. 30.522.2 ff.) hat den bishe-
rigen Strafvollzug erschwert. Wie nachfolgend ausgeführt wird, ist in casu eine 
teilbedingte Freiheitsstrafe angemessen. Aufgrund der anrechenbaren Untersu-
chungshaft und des vorzeitigen Strafvollzuges hat B. den unbedingt zu vollzie-
henden Teil schon verbüsst. Das bedeutet, dass selbst bei einem allfälligen Wi-
derruf die Reststrafe zeitlich mehrere Jahre nach der erfolgten Misshandlung 
vollzogen werden würde, weshalb die Strafempfindlichkeit nicht mehr höher als 
üblich wäre und die erlittene Misshandlung deshalb vorliegend keinen strafmin-
dernden Einfluss haben kann.  

In Würdigung aller Umstände erscheint eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 
3 Monaten als angemessen. 

Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr 
und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, 
um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 
StGB).  

Für den teilbedingten Strafvollzug gelten wie für den bedingten Strafvollzug die 
subjektiven Voraussetzungen gemäss Art. 42 Abs. 1 bis 3 StGB (Urteil des Bun-
desgerichts 6B.103/2007 vom 12. November 2007 E. 5.3.1). Sie sind bezüglich 
B. erfüllt: Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, der Angeklagte würde sich 
nicht bewähren. Formell ist der vollständig bedingte Vollzug jedoch nur bis zu ei-
ner Freiheitsstrafe von zwei Jahren möglich, weshalb hier eine teilbedingte Frei-

- 27 - 

heitsstrafe auszusprechen ist. Beim Verhältnis zwischen bedingtem und unbe-
dingtem Anteil ist zu berücksichtigen, dass die persönlichen Verhältnisse des 
Angeklagten und die gute Führung im vorzeitigen Strafvollzug zu einer guten Le-
galprognose führen. Dies rechtfertigt es, den unbedingten Teil auf das Minimum 
von 6 Monaten zu beschränken und eine minimale Probezeit von zwei Jahren 
(Art. 44 Abs. 1 StGB) zu bestimmen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 
442 Tagen ist in Anwendung von Art. 51 StGB anzurechnen. Als Vollzugskanton 
ist der Kanton Zürich zu bestimmen, da die Straftaten dort begangen worden 
sind. 

5.4  C. 

Die Angeklagte C. hat sich der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG und der mehrfachen 
qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b StGB 
schuldig gemacht. Der Strafrahmen umfasst somit eine Freiheitsstrafe von einem 
Jahr bis zu 20 Jahren und eine obligatorische Geldstrafe bis zu 500 Tagessät-
zen. Die Tatmehrheit wirkt strafschärfend (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

Das Verschulden hinsichtlich der Vermittlung von Betäubungsmitteln wiegt nicht 
schwer, der qualifizierende Grenzwert ist nur knapp überschritten und die Tat 
wurde nur einmal begangen. Bezüglich der Geldwäscherei ist festzuhalten, dass 
die ins Ausland transferierten Drogengelder nicht sehr umfangreich waren. Der 
aus den kriminellen Handlungen eingenommene finanzielle Gewinn der Ange-
klagten war gering. Sie hat jedoch jede sich bietende Gelegenheit zur Geldüber-
weisung wahrgenommen und in kurzer Zeit ohne zu zögern wiederholt gehandelt.  

Die 45-jährige Angeklagte ist in der Dominikanischen Republik geboren und bei 
ihrer Grossmutter aufgewachsen. Sie besuchte die Universität und war drei bis 
vier Jahre als Kindergärtnerin tätig (cl. 13 pag. 13.13.237). Sie hat drei Kinder. 
Circa 1988 kam sie in die Schweiz und heiratete einen Schweizer, von dem sie 
sich nach kurzer Zeit wieder scheiden liess. Zurzeit ist sie mit einem Banglades-
her verheiratet. Im Rahmen des für die zweite Hauptverhandlung erstellten Leu-
mundsberichts konnte mit der Angeklagten eine Befragung zur Person durchge-
führt werden (cl. 30 pag. 30.253.17 ff.). Daraus ergab sich Folgendes: Die Ange-
klagte hat in der Schweiz zuerst als Tänzerin gearbeitet, danach und bis heute in 
einem Massagesalon, wo sie zur Zeit auch wohnt. Für eineinhalb Jahre war sie in 
der Dominikanischen Republik und 2007 ist sie wieder in die Schweiz gekom-
men. Gemäss eigenen Aussagen verdient sie zwischen CHF 2'000.– und 3'000.– 
im Monat, besitzt kein Vermögen und hat in der Dominikanischen Republik 
Schulden unbekannter Höhe. Die Angeklagte gab an, in psychiatrischer Behand-

- 28 - 

lung sowohl in der Schweiz wie auch in der Dominikanischen Republik zu sein. 
Sie leide unter Depressionen und müsse dagegen Medikamente einnehmen. Im 
Februar 2007 habe sie einen Herzinfarkt erlitten.  

Die Angeklagte ist nicht vorbestraft (cl. 30 pag. 30.233.2). Dies ist strafmindernd 
zu berücksichtigen. Die Angeklagte hat sich beide Male unentschuldigt der 
Hauptverhandlung entzogen, was sich negativ auf das Gesamtbild auswirkt. Er-
heblich strafmindernd ist wie bei den beiden anderen Angeklagten die lange Ver-
fahrensdauer zu berücksichtigen. 

In Würdigung aller Umstände erscheint eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten als 
angemessen. Das noch nicht schwere Verschulden hinsichtlich der Geldwäsche-
rei rechtfertigt die zwingende Geldstrafe auf 10 Tagessätze festzusetzen. Die 
sehr bescheidenen finanziellen Verhältnisse führen zur Festlegung eines Tages-
satzes von CHF 30.–.  

Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe 
sowie einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 
Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, 
um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. 
Beim Aufschub des Vollzugs der Strafe bestimmt das Gericht dem Verurteilten 
eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die materiellen 
Voraussetzungen nach Art. 42 Abs. 1 bis 3 StGB für die Gewährung des beding-
ten Strafvollzugs sind erfüllt. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, die Ange-
klagte würde sich nicht bewähren. Deshalb sind die Freiheits- und die Geldstrafe 
bedingt vollziehbar auszusprechen. Die persönlichen Verhältnisse der Angeklag-
ten ergeben selbst bei einer minimalen Probezeit von zwei Jahren (Art. 44 Abs. 1 
StGB) kein Indiz für eine erhöhte Rückfallgefahr, weshalb auf dieses Minimum zu 
erkennen ist. 

Es besteht keine Veranlassung die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe mit 
einer Busse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB zu verbinden, da dem Verschulden mit 
der ausgesprochenen Strafe schon ausreichend Rechnung getragen wurde. 

6. Einziehung 

6.1  Über einen Teil der Sicherstellungen wurde bereits im Entscheid vom 22. August 
2006 (TPF SK.2006.4 E. VII) befunden. Zu entscheiden ist an dieser Stelle noch 
über zwei sichergestellte Mobiltelefone sowie schweizerische und amerikanische 
Banknoten. 

- 29 - 

6.2  Das Gericht verfügt ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten Person 
die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient ha-
ben oder bestimmt waren oder die durch eine Straftat hervorgebracht worden 
sind, wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder 
die öffentliche Ordnung gefährden (Art. 69 Abs. 1 StGB). Das Gericht hat demzu-
folge eine Prognose darüber anzustellen, ob es hinreichend wahrscheinlich ist, 
dass der Gegenstand in der Hand des Täters in der Zukunft die Sicherheit von 
Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährdet (BGE 130 IV 
143 E. 3.3.1). 

Bei der am 17. November 2003 durchgeführten Hausdurchsuchung an der  
Z.-strasse in Zürich wurden ein Mobiltelefon der Marke Motorola C210 inklusive 
Ladegerät und ein Mobiltelefon der Marke Panasonic EB-GD95 inklusive Ladege-
rät sichergestellt (cl. 5 pag. 26). Aus den Vorakten geht hervor, dass das Mobilte-
lefon Panasonic D. und das Mobiltelefon Motorola B. gehört (cl. 2 pag. 2.36). 
Sowohl A. und B. wurden nie darüber befragt. An der Hauptverhandlung sagte D. 
aus, dass das eine Mobiltelefon A. gehörte und das andere dem Venezolaner, al-
so B. (cl. 29 pag. 29.600.24 Z. 21 ff.). Mit Entscheid vom 22. August 2006 wurde 
D. und mit vorliegendem Entscheid werden A. und B. wegen mehrfach begange-
ner qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. 
Die Mobiltelefone befanden sich in der als Drogenumschlagplatz dienenden 
Wohnung und waren im Besitz von am Drogenhandel beteiligten Personen. Noto-
rischerweise werden in Drogenkreisen diese Kommunikationsmittel dazu ver-
wendet, Drogengeschäfte zu organisieren und dienen damit der Begehung einer 
Straftat, weshalb deren Einziehung zu verfügen ist. 

6.3  Das Gericht verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat 
erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder 
zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustandes ausgehändigt werden (Art. 70 Abs. 1 StGB).  

Bei der oben erwähnten Hausdurchsuchung wurden Banknoten im Betrag von 
CHF 2'600.– und USD 825.– sichergestellt (cl. 5 pag. 26 f.). D. erklärte hierzu an 
der Hauptverhandlung, dass dieses Bargeld A. oder B. gehören würde (cl. 29 
pag. 29.600.24 Z. 16 ff. und 29 f.). Die Angeklagten A. und B. wurden auch dies-
bezüglich nie befragt. Alle diese Personen hielten sich in der Wohnung an der  
Z.-strasse in Zürich auf und wurden wegen qualifiziertem Drogenhandel verurteilt. 
Dieser stellte in der Schweiz die einzige Einkommensquelle dar. Die Vermö-
genswerte wurden somit durch eine Straftat erlangt oder dienten zu einer sol-
chen, weshalb sie einzuziehen sind. 

- 30 - 

6.4  Sind die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, 
so erkennt das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe. 
Das Gericht kann von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, wenn 
diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des Be-
troffenen ernstlich behindern würde (Art. 71 Abs. 1 und 2 StGB). 

Aus den Akten geht nicht hervor, dass A., abgesehen von der Finanzierung des 
Lebensunterhalts während seines Aufenthalts in der Schweiz, eine finanzielle 
Vergütung für seine Taten erhalten hat, weshalb eine Ersatzforderung zum vorn-
herein ausscheidet. B. hat für die erste Lieferung CHF 7'000.– erhalten, C. für die 
getätigten Geldüberweisungen zwischen CHF 150.– und CHF 200.–. C. hat, wie 
erläutert, ein tiefes Einkommen und besitzt kein Vermögen, so dass eine Ersatz-
forderung voraussichtlich uneinbringlich wäre. Über die aktuellen Lebensumstän-
de von B. ist nichts bekannt, es kann aber davon ausgegangen werden, dass ei-
ne Ersatzforderung uneinbringlich wäre. Es ist somit auch gegenüber den Ange-
klagten B. und C. von einer Ersatzforderung abzusehen. 

7.  Kosten 

7.1  Dem Verurteilten werden in der Regel die Kosten des Strafverfahrens ein-
schliesslich derjenigen des Ermittlungsverfahrens, der Voruntersuchung sowie 
der Anklageerhebung und -vertretung auferlegt. Diese bestehen aus Gebühren 
und Auslagen, die im Verfahren entstehen. Das Gericht kann ihn aus besonderen 
Gründen ganz oder teilweise von der Kostentragung befreien (Art. 172 Abs. 1 
i.V.m. Art. 246 Abs. 1 Satz 2 BStP). 

7.2  Gemäss BGE 133 IV 187 sind besondere Gründe anzunehmen, wenn dem Ver-
urteilten die Entstehung der Kosten nicht mehr adäquat kausal zugerechnet wer-
den kann. Eine Kostenreduktion ist ferner denkbar für den Fall, dass bestimmte 
Gründe vorliegen, die eine ernsthafte Gefährdung der Resozialisierung des Tä-
ters erkennen lassen und eine Reduktion für eine Wiedereingliederung unerläss-
lich ist oder wenn die volle Kostenauflage sowohl im Verhältnis zur Tatschwere 
als auch zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit übermässig wäre (E. 6.3 m.w.H.). 
Die Gefahr für die Resozialisierung ist nach Urteil des Bundesgerichts vom 
28. Juni 2007 (6S.99/2006) nicht abstrakt, sondern in Bezug auf die konkreten 
Verhältnisse des Verurteilten zu würdigen (E. 7.4.1). Im Urteil vom 6. März 2007 
(6S.421/2006) bezeichnete das Bundesgericht dagegen, unter Hinweis auf die 
Botschaft, alternativ ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Kosten und 
Verschulden als Reduktionsgrund und die offensichtliche Bedürftigkeit als Befrei-
ungsgrund, ohne hingegen das Bedürfnis nach Resozialisierung zu erwähnen 
(E. 2.1.2). 

- 31 - 

7.3  Der Ersatz der bei der Bundesanwaltschaft, bei der Bundeskriminalpolizei und 
beim Untersuchungsrichteramt entstandenen Verfahrenskosten (Gebühren und 
Auslagen) bestimmt sich nach der Verordnung des Bundesrats über die Kosten 
der Bundesstrafrechtspflege (SR 312.025). 

Die Bundesanwaltschaft macht für das Ermittlungsverfahren eine Gebühr von 
CHF 20'000.– und für die Voruntersuchung CHF 25'000.– geltend (cl. 18 
pag. 20.2). Diese Gebühren beziehen sich auf den Fall SK.2006.4 mit allen sechs 
Angeklagten. Sie sind daher vorliegend zu reduzieren auf CHF 9'000.– für das 
Ermittlungsverfahren sowie CHF 12'000.– für die Voruntersuchung. Für das An-
klageverfahren ist die Gebühr auf CHF 6'000.– festzusetzen. Die Gebühren sind 
anteilsmässig zu je einem Drittel auf die Verurteilten zu verteilen. 

Von den insgesamt geltend gemachten Auslagen von CHF 116'512.05 für das 
Ermittlungsverfahren und von CHF 657'415.75 für die Voruntersuchung (cl. 18 
pag. 20.1 ff., 20.36 ff.) sind die Auslagen betreffend die mit Entscheid vom 
22. August 2006 Verurteilten abzuziehen. Ebenfalls zu subtrahieren sind die Aus-
lagen, die Beschuldigte aus anderen Verfahren betreffen, die Kosten des vorzei-
tigen Strafvollzugs (BGE 133 V 187 E. 6.4) sowie die Übersetzerkosten 
(BGE 127 I 141 E. 3a und BGE 106 Ia 214 E. 4b).  

Nach Abzug der oben erwähnten Auslagen verbleiben beim Angeklagten A. Aus-
lagen von knapp CHF 60'000.–, beim Angeklagten B. von rund CHF 65'000.– und 
bei der Angeklagten C. von CHF 2'500.–. 

Infolge der langen Verfahrensdauer, die nicht von den Angeklagten verursacht 
worden ist, sind die Auslagen, die sich grösstenteils aus Kosten für die Untersu-
chungshaft der Angeklagten A. und B. zusammensetzen, sehr hoch und ihnen 
daher nur teilweise adäquat zuzurechnen. Ferner ist davon auszugehen, dass die 
Angeklagten in der Zwischenzeit nicht zu Vermögen gekommen sind. Mit einem 
in der Dominikanischen Republik oder Venezuela üblichen Durchschnittsver-
dienst ist es für die Angeklagten unmöglich, diese hohen Beträge zu bezahlen. 
Dies führt zu einer Uneinbringlichkeit der geltend gemachten Kosten. In Anwen-
dung der bundesgerichtlichen Rechtssprechung rechtfertigt es sich deshalb, die 
den Angeklagten A. und B. aufzuerlegenden Auslagen um etwa die Hälfte auf ei-
nen Betrag von je CHF 30'000.– zu reduzieren. Bei der Angeklagten C. spricht 
nichts gegen die Auferlegung der Auslagen von CHF 2'500.–, denn eine solche 
verunmöglicht die Resozialisierung der Angeklagten nicht. 

7.4  Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von Art. 245 Abs. 2 BStP, ferner des Art. 2 
des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht  

- 32 - 

(SR 173.711.32) auf CHF 9'000.– festzusetzen und den Angeklagten je zu einem 
Drittel aufzuerlegen.  

Die Gerichtsauslagen von CHF 331.– für die Auskunftsperson sind, da aus-
schliesslich von ihr verursacht, vollständig der Angeklagten C. aufzuerlegen. 

8. Anwaltskosten 

8.1  Die Entschädigung der amtlichen Verteidiger wird durch das Gericht festgesetzt 
(Art. 38 Abs. 1 BStP). Sie umfasst das Honorar und den Ersatz der notwendigen 
Auslagen (Art. 2 Abs. 1 des Reglements über die Entschädigungen im Verfahren 
vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.31). 

8.2  Fürsprecher Heinz Dornauer, amtlicher Verteidiger von A., macht ein Honorar 
von CHF 9’360.15 (inkl. MWSt) geltend (cl. 30 pag. 30.721.2 f.). Fürsprecher Fe-
lix Bangerter, amtlicher Verteidiger von B., ein solches von CHF 9'142.75 (inkl. 
MWSt) (cl. 30 pag. 30.722.2 f.) und Rechtsanwalt Fritz Tanner, amtlicher Vertei-
diger von C., eines von CHF 14'810.05 (inkl. MWSt) (cl. 30 pag. 30.723.3 f.). Die-
se Kostennoten sind angemessen und die Verteidiger sind im genannten Umfang 
zu entschädigen. Wenn die Verurteilten später dazu imstande sind, haben sie der 
Kasse des Bundesstrafgerichts dafür Ersatz zu leisten. 

- 33 - 

Die Strafkammer erkennt: 

I.  

1. A. wird freigesprochen vom Vorwurf der Geldwäscherei gemäss Anklagepunkt V.B. 

2. A. wird schuldig gesprochen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG 

− durch Verkauf von 300 g Kokaingemisch gemäss Anklagepunkt V.A.1; 

− durch Anstalten-Treffen zum Verkauf von 940 g Kokaingemisch gemäss Ankla-
gepunkt V.A.2. 

3. A. wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren unter Anrechnung von 393 Ta-
gen Untersuchungshaft, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren. 

4. A. werden an Verfahrenskosten auferlegt: 

CHF 3'000.00 Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Ermittlungsverfahren 

CHF 4'000.00 Anteil Gebühr Eidg. Untersuchungsrichteramt 

CHF  30’000.00 Anteil Auslagen Ermittlung und Voruntersuchung 

CHF 2'000.00 Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Anklageverfahren 

CHF 3'000.00 Anteil Gerichtsgebühr  

CHF 42’000.00 Total   

5. Fürsprecher Heinz Dornauer wird für die amtliche Verteidigung mit CHF 9'360.15 
(inkl. MWSt) aus der Kasse des Bundesstrafgerichts entschädigt. Wenn der Verurteil-
te später dazu imstande ist, hat er der Kasse des Bundesstrafgerichts dafür in vollem 
Umfang Ersatz zu leisten. 

II. 

1. B. wird schuldig gesprochen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG 

a. durch Einfuhr von 940 g Kokaingemisch gemäss Anklagepunkt III.1; 

b. durch Einfuhr von 940 g Kokaingemisch gemäss Anklagepunkt III.2. 

2. B. wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten unter Anrech-
nung von 442 Tagen Untersuchungshaft; davon 6 Monate unbedingt, vollziehbar 

- 34 - 

durch den Kanton Zürich, und 21 Monate bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 
2 Jahren. 

3. B. werden an Verfahrenskosten auferlegt: 

CHF 3'000.00  Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Ermittlungsverfahren 

CHF 4'000.00 Anteil Gebühr Eidg. Untersuchungsrichteramt 

CHF 30'000.00 Anteil Auslagen Ermittlung und Voruntersuchung 

CHF 2'000.00 Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Anklageverfahren 

CHF 3’000.00 Anteil Gerichtsgebühr  

CHF 42’000.00 Total 

4. Fürsprecher Felix Bangerter wird für die amtliche Verteidigung mit CHF 9'142.75 
(inkl. MWSt) aus der Kasse des Bundesstrafgerichts entschädigt. Wenn der Verurteil-
te später dazu imstande ist, hat er der Kasse des Bundesstrafgerichts dafür in vollem 
Umfang Ersatz zu leisten. 

III. 

1. C. wird freigesprochen vom Vorwurf der qualifizierten Geldwäscherei gemäss Ankla-
gepunkt VI.B.2.b. 

2. C. wird schuldig gesprochen 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG durch Vermittlung von ungefähr 100 g Kokaingemisch 
gemäss Anklagepunkt VI.A; 

− der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b StGB im 
Umfang von CHF 12’270.–. 

3. C. wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten und zu einer Geldstrafe von 
10 Tagessätzen zu CHF 30.–, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren. 

- 35 - 

4. C. werden an Verfahrenskosten auferlegt: 

CHF 3'000.00 Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Ermittlungsverfahren 

CHF 4'000.00 Anteil Gebühr Eidg. Untersuchungsrichteramt 

CHF 2'500.00 Anteil Auslagen Ermittlung und Voruntersuchung 

CHF 2'000.00 Anteil Gebühr Bundesanwaltschaft für das Anklageverfahren 

CHF 3'000.00 Anteil Gerichtsgebühr 

CHF 331.00 Gerichtsauslagen 

CHF 14'831.00 Total 

5. Rechtsanwalt Fritz Tanner wird für die amtliche Verteidigung mit CHF 14'810.05 
(inkl. MWSt) aus der Kasse des Bundesstrafgerichts entschädigt. Wenn die Verurteil-
te später dazu imstande ist, hat sie der Kasse des Bundesstrafgerichts dafür in vol-
lem Umfang Ersatz zu leisten. 

IV. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1 und Art. 70 Abs. 1 StGB werden folgende Gegenstände und 
Vermögenswerte eingezogen: 

− Banknoten im Betrag von CHF 2'600.– 

− Banknoten im Betrag von USD 825.– 

− Mobiltelefon Motorola C210 

− Mobiltelefon Panasonic EB-GD95. 

V.  

Dieser Entscheid wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch den Vorsitzen-
den mündlich begründet.  
 
Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird zugestellt an 
- Bundesanwaltschaft, z.Hd. von a.o. Staatsanwalt Martin Stupf 
- Fürsprecher Heinz Dornauer als Verteidiger von A. 
- Fürsprecher Felix Bangerter als Verteidiger von B. 
- Rechtsanwalt Fritz Tanner als Verteidiger von C. 
 
 

 

- 36 - 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

Der Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 
- MROS (vollständig) 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be-
schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 

Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 BGG). 
Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf 
einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).