# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ea3e3fe-1451-5098-adc4-a3aea725e51c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.02.2014 200 2013 462
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-462_2014-02-17.pdf

## Full Text

200 13 462 UV und
200 13 463 UV (2)
GRD/REL/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Februar 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Renz

Visana AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

in Sachen
A.________

betreffend zwei Einspracheentscheide vom 2. und 22. Mai 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, UV/13/462, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1952 geborene A.________ (Versicherter) arbeitet seit dem 1. Januar 
1989 beim B.________ als … und ist über seinen Arbeitgeber bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA (SUVA bzw. Beschwer-
degegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-
fällen sowie Berufskrankheiten versichert (vgl. Akten der SUVA [AB] 2).

Am 12. Februar 2012 glitt der Versicherte auf dem Trottoir auf einer Eis-
fläche aus und stürzte dabei auf die linke Körperseite. Der erstbehandelnde 
Arzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FHM, diagnostizierte eine Kontu-
sion/Distorsion der linken Schulter (AB 1). Die SUVA gewährte für diesen 
Nichtberufsunfall Kostengutsprache für die ärztliche und die zahnärztliche 
Behandlung (AB 3 und AB 8). Eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei 
Tagen wurde nicht attestiert, weshalb die SUVA keine Taggeldleistungen 
erbrachte (AB 9).

Nach dem Einholen von Verlaufsberichten und nach Rücksprache mit ih-
rem Kreisarzt (AB 14 und AB 15) teilte die SUVA dem Versicherten mit 
Schreiben vom 19. Juli 2012 (AB 17) formlos mit, dass sie den Fall per 
30. Juli 2012 abschliessen werde und der Versicherte ab diesem Datum 
keinen Anspruch mehr auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung habe. Nachdem der Versicherte eine anfechtbare Verfügung verlangt 
(AB 19) und eine durch Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, er-
stellte ärztliche Beurteilung (AB 24) eingereicht hatte, legte die SUVA die 
Akten erneut ihrem Kreisarzt zur Beurteilung vor (AB 26 und AB 29) und 
verfügte hierauf am 6. Februar 2013 (AB 30) die Einstellung der Versiche-
rungsleistungen per 30. Juli 2012.

Dagegen erhoben sowohl der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
E.________ der F.________, als auch die Visana AG (Visana bzw. Be-
schwerdeführerin) – als zuständige Krankenversicherung des Versicherten 
– Einsprache (AB 31 bzw. AB 34 und AB 34). 

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Diese Einsprachen wies die SUVA – nach Rücksprache mit ihrem Kreisarzt 
(AB 36) – mit Einspracheentscheid vom 1. Mai 2013 (AB 38) ab und 
bestätigte die am 6. Februar 2013 (AB 30) verfügte Einstellung der Versi-
cherungsleistungen per 30. Juli 2012. Am 2. bzw. 22. Mai 2013 wurden 
zwei separate (identische) Einspracheentscheide an verschiedene Organi-
sationseinheiten der Visana zugestellt (AB 41 S. 16 ff. und S. 3 ff.).

B.

Gegen diese beiden Einspracheentscheide erhob die Visana AG am 
31. Mai 2013 Beschwerde. Sie beantragt, die beiden Einspracheentscheide 
vom 2. bzw. 22. Mai 2013 seien aufzuheben und es sei die Beschwerde-
gegnerin zu verurteilen, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 12. Februar 2012 über den 30. Juli 2012 hinaus zu 
erbringen. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, die von ihr 
im Rahmen ihrer Vorleistungspflicht erbrachten Leistungen zurückzuerstat-
ten.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. Juli 2013 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochte-
nen Einspracheentscheide, mit welchen die Verfügung vom 6. Februar 
2013 (AB 30) geschützt worden war.

Erwägungen:

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 22. Mai 
2013 (AB 41 S. 3 ff.). Streitig und zu prüfen ist, ob ab dem 30. Juli 2012 ein 
Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Unfallversicherung besteht 
und dabei insbesondere, ob die über diesen Zeitpunkt hinaus andauernden 
Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis 
vom 12. Februar 2012 stehen, bzw. ob der Fallabschluss auf dieses Datum 
hin zu Recht erfolgt ist.

Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 31. Mai 2013 
auch den Einspracheentscheid vom 2. Mai 2013 (AB 41 S. 16 ff.) anficht 
und dessen Aufhebung beantragt, kann darauf mangels Anfechtungsobjekt 
nicht eingetreten werden: Im Einspracheentscheid vom 2. Mai 2013 (AB 41 
S. 16 ff.) war die Visana Services AG als Adressatin aufgeführt. Dieser Ein-
spracheentscheid konnte der Beschwerdeführerin und Einsprecherin im 
Verwaltungsverfahren, der Visana AG, aber offensichtlich nicht zugestellt 
werden. Die Beschwerdegegnerin hat hiernach der Beschwerdeführerin 
einen neuen, gleichlautenden Einspracheentscheid vom 22. Mai 2013 
(AB 41 S. 3 ff.) zugestellt. Es ist davon auszugehen, dass sie damit 
während der noch laufenden Rechtsmittelfrist auf den Entscheid vom 
2. Mai 2013 (AB 41 S. 16 ff.) zumindest sinngemäss zurückgekommen ist 
und diesen durch denjenigen vom 22. Mai 2013 (AB 41 S. 3 ff.) – diesmal 
mit der richtigen Parteibezeichnung – ersetzt hat. Im Zeitpunkt der Be-
schwerdeerhebung war der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2013 (AB 41 
S. 16 ff.) somit bereits aufgehoben und es liegt diesbezüglich kein gültiges 
Anfechtungsobjekt vor.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, UV/13/462, Seite 6

("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

2.5 Zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen 
gehören sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trauma-
tische Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der be-
treffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später 
wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des 
Schadenseintritts "conditio sine qua non" war. Anders verhält es sich, wenn 
der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwär-
tiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache 
und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 
S. 29 E. 4.2.1).

2.6 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

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scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.7 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 134 V 
109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Versicherte am 
12. Februar 2012 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 vor-
stehend) und nach diesem Ereignis Beschwerden aufgetreten sind. Die 
Beschwerdegegnerin hat denn zunächst auch die natürliche Kausalität an-
erkannt und entsprechende Versicherungsleistungen erbracht (AB 3, AB 8 
und AB 9). 

Umstritten ist hingegen, ob der Versicherte – basierend auf dem besagten 
Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstel-
lung per 30. Juli 2012 (vgl. AB 30) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistun-
gen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die 
anhaltend geklagten gesundheitlichen Einschränkungen in einem an-
spruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 12. Februar 2012 stehen. Die massgeblichen medizini-
schen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte in seinem Bericht vom 15. Fe-
bruar 2012 (AB 1) eine Kontusion/Distorsion der linken Schulter. Beim 
leicht schmerzhaften AC-Gelenk sei der Impingement-Test angedeutet po-
sitiv. Ein Röntgen der linken Schulter sei unauffällig, auf dem Bild seien 
möglicherweise beginnende Arthrosezeichen glenohumeral mit leichter 
Gelenkspaltverschmälerung sichtbar.

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3.1.2 Im Bericht vom 2. Mai 2012 (AB 10) hielt Dr. med. C.________ fest, 
dass der Versicherte nach wie vor Schmerzen im Bereich Trochanter links 
und der Schulter links habe, die Rippenkontusion links sei jedoch nicht 
mehr dolent. Die linke Schulter zeige ein positives Impingement und eine 
Schwäche für Elevation/Abduktion/Aussenrotation, auf dem Röntgenbild sei 
das Becken unauffällig. Weitere Abklärungen der linken Hüfte und der lin-
ken Schulter mit je einem MRT seien notwendig.

3.1.3 Im Bericht zum Arthro-MRT der linken Schulter vom 1. Juni 2012 
(AB 13) diagnostizierte Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie am 
Spital H.________, eine subacromiale Impingementsituation bei aktivierter 
mässiger AC-Arthrose und lateralem acromialem downsloping sowie An-
satzverdickung des Ligamentum coracoacromiale und eine nur geringe 
oberflächliche (bursaseitige) Sehnenaufrauung sowohl des Infra- wie auch 
des Supraspinatus. Sonst zeige sich ein altersentsprechender Befund.

3.1.4 Kreisarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt in seinen bei-
den Stellungnahmen vom 22. Juni (AB 14) und 3. Juli 2012 (AB 15) fest, 
dass eine Kontusion der linken Körperseite vorliege, wobei Hüfte, Thorax, 
Ellbogen und Schulter betroffen seien. Im MRT der Schulter und der Hüfte 
sei keine unfallbedingte strukturelle Läsion nachgewiesen, es fänden sich 
altersentsprechende degenerative Veränderungen. Der Status quo sine sei 
drei Monate nach dem Unfall erreicht.

3.1.5 Dr. med. D.________ fasste in seiner ärztlichen Beurteilung vom 
2. Oktober 2012 (AB 24) zunächst die vorliegenden Akten zusammen und 
führte aus, dass sich beim Arthro-MRT eine Aktivierung der unfallvorbeste-
henden AC-Gelenksarthrose mit geringen subchondralen Ödemzonen der 
benachbarten Knochen als Ausdruck der Stauchung und eine reaktiv ver-
mehrte Gelenkflüssigkeit gezeigt hätten (S. 5). Es hätten eine Ansatzverdi-
ckung des Ligamentum coracoacromiale und ein enger Subakromialraum 
mit Flüssigkeitsvermehrung in der Bursa subacromialis bestanden. Wie der 
Kreisarzt gehe auch er davon aus, dass die beschriebene Auffaserung der 
Supra- und Infraspinatussehne degenerativ und nicht unfallbedingt sei. 
Dass es mit der Direktkontusion der linken Schulter zur Aktivierung des AC-
Gelenks gekommen sei, sei biomechanisch gut begründbar. Die strukturell 

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mit dem MRT nachgewiesenen Unfallfolgen korrelierten eindeutig mit den 
Beschwerden. Die Annahme eines Status quo sine drei Monate nach dem 
Ereignis bzw. nach dem 30. Juli 2012 könne vor dem Hintergrund des Ver-
laufs nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit begründet werden (S. 6). 
Die aktuellen Beschwerden stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 12. Februar 
2012.

3.1.6 Auch der Kreisarzt Dr. med. J.________ fasste in seiner ärztlichen 
Beurteilung vom 19. Oktober 2012 (AB 26) die vorliegenden Akten zusam-
men und kam hiernach in seiner Beurteilung zum Schluss, dass die Be-
hauptung von Dr. med. D.________ (AB 24), wonach die Befunde des sub-
chondralen Ödems, der vermehrten Gelenkflüssigkeit sowie der Ansatzver-
dickung des Ligamentum coracoacromiale als unfallbedingte Läsionen zu 
bezeichnen seien, nicht haltbar sei. Bei einem 60-jährigen Mann mit ähnli-
chen degenerativen Veränderungen an beiden Hüften sei es sogar wahr-
scheinlicher, dass solche Befunde unfallfremd seien. Die Beurteilung von 
Dr. med. D.________ erstaune umso mehr, als er selber an einer Ärzteta-
gung in einem Vortrag ausgeführt hatte, dass Schulterkontusionen in der 
Regel keine unfallbedingten strukturellen Läsionen hinterliessen oder bei 
vorbestehenden Pathologien als vorübergehende aber nicht als richtungs-
gebende Verschlimmerung eines Vorzustandes zu werten seien.

3.1.7 Dr. med. D.________ stellte in seiner erneuten ärztlichen Beurtei-
lung vom 17. November 2012 (AB 28) klar, dass sein Vortrag missverstan-
den worden sei. Beim Versicherten sei es zu einem Direktanprall der linken 
Schulter und damit auch zu einer axialen Stauchung des AC-Gelenkes ge-
kommen. Dieses AC-Gelenk sei bereits arthrotisch verändert gewesen, der 
Versicherte habe aber bis zum Unfall nie Beschwerden von dieser Seite 
gehabt. Aufgrund dieser Krafteinwirkung sei es zu einer Stauchung bzw. 
„Kompromittierung“ des AC-Gelenks gekommen, welches reagiert habe. Im 
MRT vom 1. Juni 2012 seien reaktiv ausgelöste Veränderungen mit Kno-
chenmarködemen und einem Erguss eindeutig. Sie erklärten die Schmer-
zen und könnten nicht vor dem Unfall vorgelegen haben, da sie prinzipiell 
nicht asymptomatisch seien. Die bildgebend nachgewiesenen Veränderun-
gen seien schmerzhaft und durch axiale Krafteinwirkung verursacht wor-

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den. Der Versicherte habe schon unfallvorbestehend AC-Osteopyhten an 
den Gelenksrändern gehabt, ohne dass damit aber eine Symptomatik be-
standen habe. Naturgemäss komme es bei einer massiven Stauchung zur 
Reaktion dieser degenerativ bedingten unfallvorbestehenden Veränderun-
gen.

Die Biomechanik des Ereignisses vom 12. Februar 2012, die bildgebenden 
Befunde und die Beschwerden des Versicherten korrelierten eindeutig 
(S. 4). Die Beschwerdegegnerin habe die initiale Symptomatik und deren 
Behandlung als unfallbedingt akzeptiert, den laufenden Prozess nun nach 
drei Monaten zu stoppen, sei nicht begründbar. Es sei davon auszugehen, 
dass die Beschwerdegegnerin zum jetzigen Zeitpunkt weiter leistungs-
pflichtig für die noch laufende Behandlung sei. Hingegen sei eine Verlet-
zung der Rotatorenmanschette beim vorliegenden Mechanismus ausge-
schlossen, weshalb eine diesbezüglich geplante Operation nicht unfallbe-
dingt sondern krankheitsbedingt wäre.

3.1.8 Kreisarzt Dr. med. J.________ nahm am 28. November 2012 zum 
Bericht von Dr. med. D.________ (AB 29) Stellung und führte aus, dass die 
Unterlagen nichts Neues enthielten und Dr. med. D.________ im Sachver-
halt mit ihm übereinstimme. Die zweite Beurteilung enthalte keine Anga-
ben, die eine Änderung seiner eigenen Beurteilung begründen würden.

3.1.9 Der Versicherungsmediziner Dr. med. K.________, Facharzt für 
Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, fasste in seiner chirurgisch-orthopädischen Beurteilung 
vom 17. Juli 2013 (AB 53) die vorliegenden Akten der Beschwerdegegnerin 
zusammen und hielt zusammenfassend fest, dass beim Versicherten auf-
grund anatomischer Besonderheiten ein subakromiales Engpasssyndrom 
mit einer Impingement-Symptomatik vorliege (S. 11). Unter Berücksichti-
gung der erhobenen Befunde und des zeitlichen Verlaufs der Beschwerde-
entwicklung sei das Impingement-Syndrom weder durch den Unfall sym-
ptomatisch geworden noch sei es verschlimmert worden. Die Bursitis suba-
cromialis/subdeltoidea sei überwiegend wahrscheinlich nicht durch das 
inkriminierte Unfallereignis, sondern durch die Pathologie des Subakromial-
raumes verursacht worden. Sowohl der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin 
als auch Dr. med. D.________ seien sich einig, dass der Gesundheits-

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schaden im Bereich der Sehnen der Rotatorenmanschette an das suba-
kromiale Engpasssyndrom adressiert sei und nicht an den Unfall. Dieser 
Einschätzung stimme er vollumfänglich zu.

Beim Versicherten beständen radiologische Zeichen einer AC-
Gelenksarthrose (S. 15). Diese sei aufgrund der mitgeteilten Befunde für 
die vom Versicherten geklagten Beschwerden nicht verantwortlich, so dass 
die radiologischen Befunde unter Berücksichtigung der mitgeteilten 
Schmerzen und Untersuchungsbefunde nicht im Sinne einer aktivierten 
Arthrose zu interpretieren seien. In Zusammenschau mit der zitierten Lite-
ratur spreche die nur geringgradig ausgeprägte Ödemzone überwiegend 
wahrscheinlich für ein frühes Stadium der Arthrose und gegen eine Unfall-
kausalität. Diese Einschätzung korreliere mit den Beschwerden und den 
Untersuchungsbefunden und zudem verlaufe eine Arthrose schubförmig 
und es brauche für deren Aktivierung kein Trauma.

Unfallabhängig sei eine seitliche Prellung des linken Schultergelenks, unfal-
lunabhängig jedoch das degenerative Verschleissleiden des linken Schul-
tergelenks mit Impingement-Symptomatik bei für ein subakromiales Eng-
passsyndrom prädisponierender anatomischer Normvariante und wenig 
symptomatischer AC-Gelenksarthrose. Strukturelle Schäden seien beim 
Unfall vom 12. Februar 2012 nicht entstanden, es sei kein krankhafter Vor-
zustand verschlimmert oder eine Schadensanlage symptomatisch gewor-
den. Am 1. Juni 2012 sei mittels MRT ausgewiesen worden, dass keine 
strukturellen Verletzungsfolgen vorlägen und spätestens zu diesem Zeit-
punkt sei dokumentiert, dass die Folgen des Unfallereignisses folgenlos 
abgeheilt seien. Der Unfall habe weder zu einer vorübergehenden noch zu 
einer richtunggebenden Verschlimmerung des Vorzustandes geführt 
(S. 16).

Dieser – im Beschwerdeverfahren eingereichte – ärztliche Bericht ist 
grundsätzlich nur soweit den zeitlich massgebenden Sachverhalt bis zum 
Erlass des hier angefochtenen Einspracheentscheids vom 22. Mai 2013 
(AB 41 S. 3 ff.) betreffend zu berücksichtigen (vgl. BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 
121 V 362 E. 1b S. 366, je mit Hinweisen).

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 22. Mai 2013 (AB 41 S. 3 ff.) hauptsächlich auf die ver-
schiedenen Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. J.________ (AB 14, 
AB 15, AB 26 und AB 29) und im Beschwerdeverfahren auf diejenige des 
Versicherungsmediziners Dr. med. K.________ vom 17. Juli 2013 (AB 53) 
gestützt. In allen diesen Berichten gehen die beiden Fachärzte davon aus, 
dass die unbestrittenermassen diagnostizierte AC-Gelenksarthrose dege-
nerativ und vorbestehend und nicht durch das Unfallereignis vom 12. Fe-
bruar 2012 aktiviert worden sei. Hingegen vertreten sowohl der medizini-
sche Experte Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 17. November 
2012 (AB 28), wie auch der Radiologe Dr. med. G.________, welcher am 
1. Juni 2012 das Arthro-MRT erstellt hat (AB 13), die Auffassung, dass die 
mässige AC-Arthrose durch das Unfallgeschehen aktiviert worden sei. Ins-
besondere die beiden ausführliche Berichte von Dr. med. D.________ vom 

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2. Oktober (AB 24) und vom 17. November 2012 (AB 28) erfüllen die an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichtes gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor). Nach der Praxis sind solche Aktengutachten nicht zu 
beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Ver-
lauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. 
Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen und der Experte muss 
sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild 
machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 
E. 5b). Vorliegend geben die Akten ein vollständiges Bild über die medizini-
sche Situation und die entsprechende Beurteilung von Dr. med. 
D.________ ist einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 
Gesundheitszustand des Versicherten werden nachvollziehbar begründet. 
Darauf ist abzustellen und die aus dem Unfallgeschehen vom 12. Februar 
2012 entstandenen Beschwerden sind als unfallbedingt zu betrachten. 

Demgegenüber kann der Auffassung des Versicherungsmediziners 
Dr. med. K.________ nicht gefolgt werden, wenn dieser ausführt, dass die 
nach dem Fallabschluss vom 30. Juli 2012 noch vorliegenden Beschwer-
den unfallunabhängig und lediglich aufgrund von anatomischen Besonder-
heiten wie der Pathologie des Subakromialraumes („subakromiales Eng-
passsyndrom bei prädisponierender anatomischer Normvariante“) verur-
sacht worden seien (vgl. AB 53 S. 15). Dagegen sprechen vorderhand 
auch die Feststellungen des behandelnden orthopädischen Chirurgen 
Dr. med. C.________, welcher bei der Erstkonsultation nach dem Unfall 
beginnende Arthrosezeichen glenohumeral mit leichter Gelenkspaltver-
schmälerung festgestellt hatte (AB 1). Aufgrund der Schilderung des Un-
fallgeschehens durch den Versicherten ist sodann eine lediglich seitliche 
Prellung nicht erstellt, wie dies Dr. med. K.________ annimmt (AB 53 
S. 15). Vielmehr ist der Versicherte „voll auf die linke Köperseite gefallen“ 
und hat einen starken Schlag auf die linke Schulter erlitten einhergehend 
mit starken Schmerzen und eingeschränkten Armbewegungen, Prellungen 
an Ellbogen, Rippen und am Hüftgelenk (AB 2 Ziff. 6 und AB 4) sowie ei-
nem – von der Beschwerdegegnerin anerkannten (AB 8) – Zahnschaden 
(AB 5). Von einer seitlichen Prellung alleine auf das linke Schultergelenk 
kann somit entgegen den Ausführungen des Versicherungsmediziners 
nicht ausgegangen werden. Ebenso kann nicht von einem beträchtlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, UV/13/462, Seite 14

Vorzustand gesprochen werden; vielmehr wurden die Beschwerden an der 
Schulter gesamthaft durch einen sehr unkontrollierten Sturz verursacht und 
es entwickelte sich daraus ein therapierefraktäres Impingement, wie dies 
Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 2. Oktober 2012 ausführlich 
darlegt (AB 24 S. 5 f.). Mit Dr. med. D.________ ist schliesslich nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass im Zeitpunkt der Fallab-
schlusses per 30. Juli 2012 (AB 30) die unfallbedingten Ursachen des Ge-
sundheitsschadens, das heisst der erlittenen Kontusion/Distorsion der lin-
ken Schulter, ihre kausale Bedeutung verloren haben.

Gestützt auf die Einschätzungen von Dr. med. D.________ (AB 24 und 
AB 28) ist somit davon auszugehen, dass auch die über den 30. Juli 2012 
hinaus anhaltenden Beschwerden des Versicherten in einem natürlichen 
Kausalzusammenhang (vgl. E. 2.3 hiervor) mit dem Unfall vom 12. Februar 
2012 stehen. Dass die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin wegen 
Erreichens des Status quo ante bzw. sine erloschen wäre, kann aufgrund 
der medizinischen Akten ausgeschlossen werden. Damit ist nicht erstellt, 
dass die anhaltenden Beschwerden der linken Schulter ausschliesslich auf 
unfallfremden Ursachen beruht, womit die Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin nicht entfällt (vgl. E. 2.4 vorstehend).

3.4 Da es sich beim weiterhin bestehenden subacromialen Impinge-
ment-Syndrom mit AC-Gelenksarthrose um organisch ausgewiesene Un-
fallfolgen handelt (vgl. Arthro-MRT vom 1. Juni 2012 [AB 13]), deckt sich 
die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität (vgl. 
E. 2.7 vorstehend), weshalb vorliegend auch die adäquate Kausalität zu 
bejahen ist.

3.5 Was schliesslich die festgestellten Schäden an der Rotatorenman-
schette betrifft, gehen alle Ärzte übereinstimmend davon aus, dass diese 
nicht unfallbedingt sondern auf das subakromiale Engpasssyndrom zurück-
zuführen seien (vgl. dazu AB 14, AB 15, AB 24 S. 4 und AB 53 S. 11). Eine 
Kausalität bezüglich entsprechender Beschwerden ist damit ebenfalls zu 
verneinen.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, UV/13/462, Seite 15

Zusammenfassend ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hin-
sichtlich des Unfalles vom 12. Februar 2012 auch über den 30. Juli 2012 
hinaus zu bejahen und die Leistungseinstellung auf diesen Zeitpunkt hin 
erweist sich als nicht rechtmässig. Die Beschwerde ist unter Aufhebung 
des Einspracheentscheids vom 22. Mai 2012 (AB 41 S. 3 ff.) gutzuheissen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

5.2 Art. 61 lit. g ATSG schliesst die Zusprechung einer Prozessent-
schädigung an den Sozialversicherungsträger im kantonalen Verfahren 
grundsätzlich aus. Der Wendung "obsiegende Beschwerde führende Per-
son" liegt die gesetzgeberische Absicht zu Grunde, den Sozialversicherern 
keinen Anspruch auf Parteientschädigung einzuräumen. Eine Ausnahme 
von diesem allgemeinen Prozessgrundsatz für sämtliche Sozialversiche-
rungszweige ist für Fälle vorzusehen, in denen Versicherten mutwillige oder 
leichtsinnige Prozessführung vorzuwerfen ist (BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133). Dies ist vorliegend nicht der Fall, weshalb der obsiegenden Be-
schwerdeführerin kein Anspruch auf Parteientschädigung zukommt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der SUVA vom 22. Mai 2013 aufgehoben, soweit darauf 
einzutreten ist. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die gesetzli-
chen Leistungen für die Folgen des Ereignisses vom 12. Februar 2012 
im Sinne der Erwägungen auch über den 30. Juli 2012 hinaus zu er-
bringen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, UV/13/462, Seite 16

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Visana AG (samt Bericht von Dr. med. K.________ vom 17. Juli 2013)
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit

Zur Kenntnisnahme:
- F.________ z.H. des Versicherten

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.