# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb5c7cc4-66ef-5fbd-b2b7-40b45b737db4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.10.2020 720 20 69/240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-69-240_2020-10-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 15. Oktober 2020 (720 20 69 / 240) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
IV-Rente / Rückweisung zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts und der 
Erwerbssituation der Versicherten 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A1. Die 1966 geborene A.____ arbeitet seit 1990 als selbständig erwerbende Treuhänderin. 
2009 erfolgte die Umwandlung ihrer Einzelfirma in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. 
Daneben arbeitet sie seit 1986 als Teilzeiterwerbstätige bei B.____ in einem 30%-Pensum im 
Rechnungswesen und seit 2016 bei der Gemeinde C.____ auf Abruf in der Buchhaltung. Am 
2. Januar 2010 zog sie sich bei einem Treppensturz eine Distorsion der rechten Schulter zu, in-
folge dessen sich zunehmende Beschwerden und ein protrahierter Verlauf nach wiederholten 

 
 
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Arthroskopie-Eingriffen einstellten. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte die Schweizeri-
sche Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatorischer Unfallversicherer die gesetzlichen 
Leistungen für die Folgen dieses Ereignisses in Form von Taggeldern und Heilbehandlung. 
 
A2. Aufgrund persistierender Beschwerden in der rechten Schulter meldete sich die Versi-
cherte am 14. Juli 2011 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an, wobei die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 27. Mai 2014 einen An-
spruch auf eine IV-Rente verneinte. In Nachachtung des darauffolgenden Urteils des Kantonsge-
richts des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), vom 
16. Oktober 2014 bejahte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. März 2015 einen Anspruch auf 
eine befristete Viertelsrente vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012. 
 
B. Nachdem sich die Versicherte im September 2015 infolge einer Verschlimmerung der Be-
schwerden einer Operation unterziehen musste und sie am 27. November 2015 eine Rückfall-
meldung bei der Suva eingereicht hatte, meldete sie sich am 26. April 2016 erneut bei der IV zum 
Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sowie 
nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch mit 
Verfügung vom 30. Januar 2020 ab. 
 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advokatin, am 8. Feb-
ruar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, ihr mindestens eine halbe IV-Rente ab 
Januar 2011 auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. 
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
E. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht die 
das Unfallereignis der Versicherten vom 2. Januar 2010 betreffenden Suva-Akten bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde der Versicherten vom 8. Februar 2020 ist demnach einzutreten. 
 

 
 
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2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 
V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
2.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG (Einkommensvergleich) festgelegt. Waren sie daneben auch im Haushalt tä-
tig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG (Betätigungsvergleich) er-
mittelt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Haushalt 
zu bestimmen und der IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Inva-
liditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 
 
2.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht er-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 

 
 
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V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen 
und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben ge-
genüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli-
chen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisge-
mäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 30. Januar 2020) 
entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 
(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 
 
2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.1 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset-
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise 
ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 
Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditäts-
grades bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-
weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; 
vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). 
 
3.2 Bei der am 26. April 2016 eingereichten Anmeldung zum Leistungsbezug handelt es sich 
zwar nicht um eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern um eine Neuanmeldung, nach-
dem die IV-Stelle einen befristeten Rentenanspruch vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012 
der Versicherten mit Verfügung vom 18. März 2015 rechtskräftig bejaht hatte. Gleichwohl zielt 
auch die Neuanmeldung auf eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund veränderter 
Verhältnisse ab (Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. 
Januar 1961 in Verbindung mit Art. 87 Abs. 3 IVV; zur Prüfung der Eintretensfrage vgl. auch BGE 
117 V 198 E. 3a; BGE 109 V 114 E. 2b, BGE 109 V 264 f. E. 3; für die materiellen Voraussetzun-
gen: BGE 130 V 64). Die Gemeinsamkeiten sowohl bei einer Rentenrevision als auch bei einer 
Neuanmeldung legen es deshalb nahe, die entscheidende Frage nach einer anspruchserhebli-
chen Änderung des Invaliditätsgrades nach denselben Grundsätzen zu prüfen (BGE 133 V 108 
E. 5.2). Die versicherte Person muss sich somit das Ergebnis der letztmaligen materiellen Über-
prüfung des Rentenanspruchs auch im Rahmen eines erneuten Leistungsgesuchs entgegenhal-
ten lassen. 
 
3.3 Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts erfolgte letztmals im Rahmen der ersten IV-Anmeldung vom 14. 
Juli 2011, in deren Verlauf die IV-Stelle ein rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. D.____, 

 
 
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Facharzt für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 31. Januar 2013 ein-
geholt hatte. Gestützt auf dessen Ergebnisse und in Nachachtung des Urteils des Kantonsge-
richts vom 16. Oktober 2014 eröffnete die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 18. März 
2015, dass eine vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012 befristete Viertelsrente zugesprochen 
werde. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend 
angefochtenen Verfügung vom 30. Januar 2020 eine erhebliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die in Analogie zu Art. 17 ATSG eine Leistungszusprache rechtfer-
tigen würde, bildet demnach die Situation, wie sie im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle vom 
18. März 2015 bestanden hatte. 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4, mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 

 
 
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Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 
1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt 
nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2019, 8C_549/2019, E. 3.2 mit 
Hinweis, und vom 8. April 2020, 8C_60/2020, E. 3.2). 
 
4.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis 
IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. 
Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 IVV). RAD-Berichte sind 
versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst wer-
den; die in dieser Norm vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-
Berichten keine Wirkung (vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Septem-
ber 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; zum 
Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2, mit wei-
teren Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 

 
 
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Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6. Rechtsprechungsgemäss können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei ent-
scheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die 
Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie 
einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich ab-
klärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt 
nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein 
in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn 
lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erfor-
derlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). 
 
7. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erwei-
sen. 
 
7.1 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. August 2015 diagnostizierte 
Dr. med. E.____, Facharzt für Chirurgie, einen Status nach Treppensturz mit Schulterkontusion 
rechts am 2. Januar 2010, einen Status nach Schulterarthroskopie rechts und arthroskopischer 
vorderer Schulterstabilisation rechts bei humeraler Avulsionsverletzung glenohumeral rechts am 
18. Mai 2010, einen Status nach Schulterarthroskopie rechts und hydraulischer Schultermobili-
sation bei postoperativer adhäsiver Capsulitis, einen Status nach arthroskopischem Narbendébri-
dement am 15. Februar 2011, einen Status nach Plexusschädigung postoperativ sowie nebendi-
agnostisch einen Status nach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) links am 17. April 
2011. In seiner Beurteilung hielt Dr. E.____ fest, die Schultergelenksfunktion rechts sei aktiv nach 
wie vor eingeschränkt, habe sich aber verglichen zur letzten Untersuchung gebessert. Es bestehe 
ein portrahierter Heilverlauf mit nur langsamer Besserung der Funktion der rechten Schulter und 
mit permanenten Schmerzen im Bereich des Schultergürtels und im rechten Arm; es sei daher 
ein operativer Eingriff am 30. September 2015 geplant. Die Versicherte arbeite allerdings wieder 
zu 100 %. 
 
7.2 Im Konsultationsbericht vom 7. Oktober 2015 gab Dr. med. F.____, FMH Plastische, 
Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, an, es bestehe ein Status nach 
Plexusrevision mit Scalenuslückenerweiterung rechts am 30. September 2015 und ein Verdacht 
auf ein Thoracic Outlet Syndrom rechts. Dr. F.____ diagnostizierte zudem einen neuropathischen 
Schmerzzustand des rechten Armes bei Status nach Schulterarthroskopie rechts mit hydrauli-
scher Schultermobilisation rechts sowie arthroskopischem Narbendébridement am 15. Februar 
2011 unter kontinuierlicher Interscalenus-Blockade bei ausgeprägter postoperativer adhäsiver 
Capsulitis der rechten Schulter bei Status nach arthroskopischer vorderer Schulterstabilisations-

 
 
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Operation rechts am 18. Mai 2010 und einer posttraumatischen Instabilität im Bereich der Hals-
wirbelsäule (HWS) 2004. Daneben bestehe ein lumbosakrales Schmerzsyndrom, ausgelöst nach 
Distorsionstrauma des OSG links vor drei Wochen mit sekundärer Segmentdysfunktion L4/5 und 
L5/S1 links. Dr. F.____ attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem 30. September 2015 bis 
auf Weiteres. 
 
7.3 Der Kreisarzt Dr. E.____ hielt anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 
18. Juli 2016 fest, die Schultergelenksfunktion sei rechts eingeschränkt und die Anteversion sei 
wieder etwas schlechter als bei der letzten Untersuchung. Hand- und Fingerfunktion sowie die 
rohe Kraft beim Faustschluss seien rechts deutlich eingeschränkt. Die Versicherte arbeite 50 % 
gemessen an einem 90%-Pensum. Damit sei sie zurzeit an ihrem Belastungslimit angelangt, 
weshalb er diese Teilarbeitsfähigkeit weiterhin bestätige. 
 
7.4 Lic. phil. G.____, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, diagnostizierte in seinem 
Bericht vom 25. Dezember 2016 eine chronifizierte Schmerzstörung infolge diverser Operationen 
samt Komplikationen nach Treppensturz am 2. Januar 2010 (rechte Schulter). Weiter gab er an, 
die Versicherte leide an kognitiven Einbussen, Schlafstörungen, einer Erschöpfung und einer la-
tenten Suizidalität. Die Prognose sei ungewiss. Seit dem 30. August 2016 fänden alle zwei Wo-
chen Konsultationen bei ihm statt, wobei die Behandlung in einer Verhaltens- und einer Hypno-
setherapie bestünde. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit obliege dem Arzt, weshalb er sich dazu 
nicht äussern könne. 
 
7.5 Im Bericht der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. Mai 2017 führte Dr. E.____ aus, es 
bestehe seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 18. Juli 2016 nach wie vor ein wech-
selhafter Verlauf. Die Schultergelenksfunktion habe sich minim, die HWS-Funktion leichtgradig 
gebessert. Operative Massnahmen zur Verbesserung des Zustandes würden sich nicht ergeben. 
Die Weiterführung der Schmerzbehandlung und der rheumatologischen sowie physiotherapeuti-
schen Behandlung sei zur Beibehaltung des aktuellen Gesundheitszustandes notwendig. Der 
Versicherten sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als kaufmännische Angestellte zumutbar; alternativ 
kämen auch andere, manuell leichte Tätigkeiten unterhalb der Brusthöhe halbtags infrage. 
 
7.6 Mit Schreiben vom 16. Oktober 2017 zuhanden der Suva hielt Dr. med. H.____, FMH 
Neurologie, fest, es liege zusammenfassend eine komplexe Problematik vor. Die neurologische 
Komponente (Plexusläsion) sei sicherlich zu einem grossen Teil für die Beschwerden der Versi-
cherten verantwortlich. Aufgrund des chronischen Schmerzsyndroms und des bisherigen Ver-
laufs (ohne Besserungstendenz trotz mehrmaliger Eingriffe, adäquater Medikation, physikalischer 
Therapien) sei die Stimmungslage gedrückt, jedoch wirke die Versicherte nicht depressiv oder 
psychisch auffällig. Die klinisch und in der Elektromyografie (EMG) objektivierbaren Befunde wür-
den eine Konversionsneurose ausschliessen. Trotz guten Willens scheine eine Erhöhung des 
jetzigen Arbeitspensums von 50 % auch in Zukunft wenig realistisch zu sein. 
 
7.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, 
diagnostizierte im Bericht vom 13. Februar 2018 persistierende neuropathische Residualbe-

 
 
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schwerden im Schulter-Arm-Bereich rechts bei Zustand nach Schulterkontusion rechts mit hume-
raler Avulsionsverletzung, einen Status nach zweimaliger Arthroskopie am 18. Mai 2010 und am 
15. Februar 2011, einen Status nach postoperativer Plexusschädigung bei nachgewiesenen Ver-
narbungen im Bereich der Scalenuslücke anlässlich des Eingriffs vom 15. Februar 2011 sowie 
einen Status nach Plexusneurolyse am 30. September 2015. Sowohl in der angestammten Tä-
tigkeit als kaufmännische Angestellte als auch in einer leidensangepassten Verweistätigkeit, wel-
che der angestammten Tätigkeit bzw. jeder anderen, manuell leichten Tätigkeit unterhalb der 
Brusthöhe entspreche, bestehe seit dem 1. Februar 2016 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeits-
fähigkeit. 
 
7.8 Dr. H.____ gab in seinem Bericht vom 25. September 2019 an, es zeige sich bei der 
klinischen Untersuchung keine wesentliche Änderung der Befunde gegenüber der Untersuchung 
vom 16. Oktober 2017. Es bestehe nach wie vor ein leichter Schulterschiefstand rechts mit dis-
kreter Atrophie der Schultergürtelmuskulatur und des Musculus Trapezius. Die Versicherte habe 
geschildert, sie könne mit der rechten Hand nicht mehr schreiben, am PC gehe es einigermassen 
gut mit spezieller Tastatur und Maus, sie müsse allerdings immer wieder Pausen einlegen. Sie 
arbeite zu ca. 50 % und führe dabei vorwiegend Bürotätigkeiten aus. Aufgrund der Schlafprob-
leme und der Schmerzen sei sie bei der Arbeit oft unkonzentriert und mache viele Fehler, ihr 
Arbeitgeber zeige aber zum Glück viel Verständnis. Haushaltsarbeiten und Einkäufe würden von 
der Familie übernommen; eine Reinigungskraft komme ein Mal pro Woche. In seiner Beurteilung 
hielt Dr. H.____ fest, dass die Versicherte trotz Behandlung mit Antileptika, Opiaten, Antidepres-
siva und CBD-Tropfen über eine tendenzielle Zunahme der Schmerzen berichte und momentan 
die Schlafqualität durch die Schmerzen erheblich beeinträchtigt sei. Er empfehle nebst einer Um-
stellung auf andere Medikamente die Weiterführung der Physiotherapie. In Bezug auf die Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit sei diese unverändert gegenüber seinem Bericht vom 16. Oktober 
2017, zumal die Versicherte bereits mit dem jetzigen Pensum von ca. 50 % bereits an ihren Gren-
zen stosse. 
 
8.1 Die IV-Stelle äusserte sich in ihrer Verfügung vom 30. Januar 2020 zwar nicht zur Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und der zumutbaren Verweistätigkeit. Sie ging aller-
dings gestützt auf die Beurteilungen der RAD-Ärztin Dr. I.____ vom 13. Februar 2018 und die 
Verfügung der Suva vom 30. Oktober 2017 davon aus, dass die Versicherte in ihrer bisherigen 
Tätigkeit als kaufmännische Angestellte und in einer leidensangepassten Verweistätigkeit zu 
50 % arbeitsfähig sei. Wie oben ausgeführt ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Ver-
sicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versicherungsintern 
eingeholt hat. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu 
stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen sind (vgl. E. 4.4 hiervor und die dortigen Hinweise auf die entsprechende bundesge-
richtliche Rechtsprechung). Vorliegend ergeben sich Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt. 
 

 
 
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8.2 Zunächst fällt auf, dass die Beschwerdeführerin letztmals am 31. Januar 2013 gutachter-
lich abgeklärt wurde (vgl. E. 3.3 hiervor). Die der angefochtenen Verfügung zugrundeliegende 
Beurteilung der RAD-Ärztin Dr. I.____ 13. Februar 2018 stützt sich einzig auf sämtliche Berichte 
des Kreisarztes Dr. E.____. Zwar ergeben sich daraus umfassende und differenzierte medizini-
sche Befunde, die eine Aktenbeurteilung durch den RAD grundsätzlich als möglich erscheinen 
lassen. Allerdings hat die IV-Stelle keine neuen medizinischen Abklärungen veranlasst und sich 
einzig auf die medizinischen Abklärungen der Suva gestützt. Insbesondere fällt auf, dass der 
psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in keiner Weise abgeklärt worden ist, 
obschon lic. phil G.____ im Bericht vom 25. Dezember 2016 von kognitiven Einbussen, Schlaf-
störungen, einer Erschöpfung und einer latenten Suizidalität berichtet. Sodann ist nicht nachvoll-
ziehbar, gestützt auf welche Grundlagen die IV-Stelle von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit sowohl 
in der angestammten und als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeht, zumal Dr. 
D.____ in seinem Gutachten vom 31. Januar 2013 ab April 2012 von einer vollen Arbeitsfähigkeit 
in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen ist. Vor diesem Hintergrund bestehen mehr 
als nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der massgebenden Feststellung 
des RAD, wonach die Versicherte in der angestammten und einer angepassten Tätigkeit ab dem 
1. Februar 2016 zu 50 % arbeitsfähig sei. Dies gilt vorliegend umso mehr, als keine fachärztlichen 
Gutachten vorhanden sind und Dr. I.____ die Beschwerdeführerin nie persönlich untersucht hat. 
Da Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingehol-
ten und als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung von Dr. I.____ bestehen, 
kann nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.4 hiervor) bei diesem Beweisergebnis auf ihre Beurtei-
lung nicht abgestellt werden. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizi-
nische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Namentlich 
kann keine verlässliche Aussage bezüglich einer allfälligen Arbeitsfähigkeit der Versicherten ge-
macht werden. Die angefochtene Verfügung vom 30. Januar 2020 ist deshalb aufzuheben und 
es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 
 
8.3 Weiter steht aufgrund der Aktenlage eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situa-
tion seit der Begutachtung durch Dr. D.____ vom 31. Januar 2013 im Raum. Unter den Parteien 
ist unbestritten, dass im Nachgang der Operation vom 30. September 2015 gestützt auf den Be-
richt von Dr. F.____ vom 7. Oktober 2015 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands ein-
getreten ist. Dr. I.____ hielt dazu in ihrer Stellungnahme vom 11. August 2016 fest, aus rein so-
matischer Sicht sei spätestens ab April 2016 davon auszugehen, dass der Gesundheitszustand 
der Versicherten – gemessen an der objektiven Schulterfunktion rechts – demjenigen Status ent-
spreche, wie er bei der Begutachtung durch Dr. D.____ vom 31. Januar 2013 festgestellt worden 
sei, so dass für die Dauer vom 30. September 2015 bis zum 31. März 2016 von einer vorüberge-
henden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen sei. Ab 
April 2016 könne wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Buchhalte-
rin angenommen werden (Dok. 114). Dr. H.____ kommt in seinem Bericht vom 25. September 
2019 ebenfalls zum Schluss, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versi-
cherten eingetreten sei. Trotz dieser klaren Hinweise auf eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustands hat es die IV-Stelle unterlassen, nebst dem somatischen auch den psychischen 
Gesundheitszustand eingehend (gutachterlich) abzuklären. Die IV-Stelle wäre deshalb im Rah-

 
 
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men der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen verpflichtet gewesen, vor Erlass der Verfü-
gung zu prüfen, ob sich der medizinische Sachverhalt hinsichtlich der Rentenfrage – sowohl in 
somatischer als auch in psychischer Hinsicht – massgeblich verändert hat. 
 
8.4 Nach dem Gesagten lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen keine ab-
schliessende Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhalts und somit auch keinen Ent-
scheid über die Frage zu, ob seit der letzten materiellen Rentenüberprüfung eine Verschlechte-
rung des somatischen und psychischen Gesundheitszustandes eingetreten ist. Da es die IV-
Stelle unterliess, die diesbezüglich nötigen Abklärungen zu veranlassen, und es nicht Aufgabe 
des Kantonsgerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzu-
holen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen (vgl. E. 6 hiervor). Die ange-
fochtene Verfügung vom 30. Januar 2020 ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist zur 
weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat den aktuellen medizinischen 
Sachverhalt unter Berücksichtigung der nach der Begutachtung durch Dr. D.____ vom 31. Ja-
nuar 2013 ergangenen medizinischen Berichte und unter besonderer Beachtung der revisions-
rechtlichen Fragestellungen (vgl. E. 3.3 hiervor) sowie der bis Verfügungserlass eingetretenen 
Verschlechterung des somatischen und allenfalls psychischen Gesundheitszustandes nochmals 
– allenfalls durch ein Gutachten – abklären zu lassen. Dabei wird die IV-Stelle auch den Verlauf 
der gesundheitlichen Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der Versicherten ab Januar 2013 
abzuklären haben. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse wird die IV-Stelle anschliessend über 
das Vorliegen eines Revisionsgrundes und damit zusammenhängend über den Rentenanspruch 
der Versicherten neu zu befinden haben. 
 
9. Aufgrund dieses Ergebnisses erübrigt es sich grundsätzlich, auf die Einwände der Ver-
sicherten gegen den von der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 30. Januar 2020 
vorgenommenen Einkommensvergleich näher einzugehen. Allerdings ist an dieser Stelle darauf 
hinzuweisen, dass die IV-Stelle ohne weitere Abklärungen davon ausging, die Methode des Ein-
kommensvergleichs komme vorliegend zur Bemessung der Invalidität zur Anwendung, obschon 
sie in der Verfügung vom 27. Mai 2014 bzw. vom 18. März 2015 die gemischte Methode ange-
wendet hatte. Den Akten ist zwar zu entnehmen, dass die IV-Stelle am 2. Mai 2018 eine Haus-
haltsabklärung bei der Versicherten vorgenommen hatte. Allerdings geht aus dem in der Folge 
erstellten Abklärungsbericht Haushalt vom 17. Mai 2018 nicht hervor, gestützt auf welche Er-
kenntnisse die IV-Stelle annimmt, die Versicherte würde bei guter Gesundheit in einem 100%-
Pensum arbeiten. Dies umso mehr, als die IV-Stelle auf eine detaillierte Haushaltsabklärung ex-
plizit verzichtete. Mithin hat es die IV-Stelle unterlassen, eingehend abzuklären, wie die heutige 
Erwerbssituation der Versicherten ohne die gesundheitlichen Einschränkungen – sowohl im 
Haushalt als auch im Erwerbsbereich – tatsächlich wäre (vgl. E. 2.3 ff. hiervor). 
 
In Bezug auf das Valideneinkommen ist zudem zu bemerken, dass die IV-Stelle dieses sowohl 
gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2016 
als auch auf das effektiv erzielte Einkommen ermittelt hat. Eine derartige Vermischung geht in-
dessen nicht an. Vielmehr hätte die IV-Stelle einzig gestützt auf die LSE das Valideneinkommen 
ermitteln müssen, zumal nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen wer-
den kann, dass die Versicherte ihre Arbeitspensa auf 100 % aufgestockt hätte. Hinzu kommt, 

 
 
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dass Abklärungen bezüglich des genauen Erwerbseinkommen der Versicherten fehlen. Nament-
lich hat die IV-Stelle aktuelle IK-Auszüge zu berücksichtigen und eingehend abzuklären, welches 
Erwerbseinkommen die Versicherte tatsächlich erzielt hat. Nach dem Gesagten hat die IV-Stelle 
die erwerbliche Situation, das tatsächlich erzielte Einkommen sowie das Valideneinkommen er-
neut abzuklären und gestützt darauf den Invaliditätsgrad neu zu ermitteln. 
 
10. Somit ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, 
als die angefochtene Verfügung vom 30. Januar 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 
 
11. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
11.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen 
Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt 
in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der 
Versicherungsträger als unterliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 f., BGE 132 V 235 E. 6.2, je 
mit Hinweisen; SUSANNE BOLLIGER, Basler Kommentar zum ATSG, Rz. 79 zu Art. 61 ATSG). 
 
11.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss 
zurückzuerstatten. 
 
11.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerdefüh-
rerin deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Deren Rechtsvertreterin 
hat in ihrer Honorarnote vom 11. Juni 2020 einen Zeitaufwand von 9,33 Stunden sowie Auslagen 
in der Höhe von Fr. 189.30 geltend gemacht. Dieser Aufwand ist nicht zu beanstanden. Der Be-
schwerdeführerin ist demnach für das vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2'716.90 (9,33 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 189.30 zu-
züglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
12.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 

 
 
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– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
12.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 30. Januar 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'716.90 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.