# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c11b420c-5b99-5cbe-bb3e-eca533055cd2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.04.2014 PQ140004
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ140004_2014-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ140004-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. I. Vourtsis-Müller. 

Urteil vom 8. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Erstellung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Meilen vom 18. Dezember 
2013 i.S. C._____, geb. tt.mm.2004; VO.2013.35 (Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Meilen) 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte / Sachverhalt 

1.1 Die Parteien sind die geschiedenen Eltern der am tt.mm.2004 geborenen 

C._____. Beide Eltern stammen aus China; der Vater ist im Jahre 1980 zusam-

men mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern in die Schweiz eingereist, die 

Mutter kam im Jahre 2001 in die Schweiz. Beide Elternteile sprechen nur wenig 

deutsch. Am 30. September 2005 meldete sich der Vater erstmals bei der Klein-

kindberatung Zürich. Im Zuge der Abklärungen ergab sich, dass die damals be-

reits getrennt lebenden Eltern sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber hatten, 

was für ihre Tochter gut sei; ferner zeigte sich, dass zwischen den Eltern keine 

verbindliche Regelung darüber bestand, wer wann für das Mädchen sorgen sollte. 

Nach Auskunft der damaligen Kinderärztin wurde C._____, welche seit Geburt an 

Neurodermitis leidet, regelmässig zu den üblichen Kontrollen gebracht; eine Ver-

nachlässigung stellte die Kinderärztin nicht fest. Auf Anraten der Kleinkindbetreu-

ung besuchte C._____ eine Kinderkrippe, in der sie sich gut einfügte und sich un-

auffällig verhielt. Nach Einschätzung der beiden Mütterberaterinnen waren die El-

tern nur ungenügend in der Lage, die Bedürfnisse ihres Kindes wahrzunehmen; 

mit der vorgeschlagenen Beistandschaft erklärten sie sich einverstanden (vgl. VB 

Zürich act. 14/1, 14/11). Mit Beschluss vom 21. Juni 2007 errichtete die damals 

zuständige Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich für C._____ eine Beistand-

schaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB, ernannte D._____ zur Beiständin und 

übertrug ihr eine Reihe von Aufgaben (VB act. 14/13). Infolge eines Stellenwech-

sels der bisherigen Beiständin wurde mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde 

der Stadt Zürich vom 13. März 2008 E._____ zur neuen Beiständin bestellt (VB 

act. 14/16).  

1.2. Per Ende Juni 2009 erstattete die Beiständin E._____ den Rechenschafts-

bericht. Aus diesem ist ersichtlich, dass die Mutter mit C._____ im Dezember 

2008 von Zürich nach F._____ umgezogen war, wo sie mit ihrem Freund zusam-

menlebte. Von August 2006 bis August 2008 hatte C._____ in Zürich durch-

schnittlich an fünf Tagen die Woche eine Kinderkrippe besucht; von August 2008 

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bis Ende Dezember 2008 den Kindergarten in Zürich-… und nach dem Umzug in 

F._____. Die Besuchskontakte organisierten die Eltern vorerst selbständig, später 

mit Hilfe der Beiständin. Diese beantragte die Weiterführung und Übertragung der 

Beistandschaft nach F._____ (VB act. 14/17). Mit Beschluss vom 20. April 2010 

übernahm die Sozialbehörde F._____ die Beistandschaft, ernannte G._____ zur 

Beiständin und wies die Eltern an, eine Vereinbarung über eine gerichtliche Tren-

nung/Scheidung abzuschliessen zur Regelung des Besuchsrechts und des Un-

terhalts für C._____ (VB act. 14/26).  

1.3. Rund ein Jahr später wandte sich der Kindsvater an die Beiständin und teilte 

dieser mit, C._____ werde verkauft resp. prostituiert; seine Frau gehöre einem 

kriminellen Kreis an; als sie noch zusammen in Zürich gelebt hätten, seien immer 

wieder Frauen und Männer in der Wohnung erschienen; einmal habe er einen 

Mann in Anzug und Krawatte gesehen, welcher Geld hinterlegt habe; die Kinds-

mutter habe ihm auf seine Frage hin geantwortet, es handle sich um einen "… 

Banker". Der Vater habe auch ausgeführt, dass die chinesischen Medien die Be-

völkerung aufriefen, Kindsmisshandlungen bei entsprechenden Institutionen zu 

melden; solche Täter würden nach chinesischem Gesetz hart bestraft. Gestützt 

auf diese Verdachtsäusserungen empfahl die Beiständin, bei der Staatsanwalt-

schaft Akten betreffend die Mutter einzuverlangen und den Vater zu einem Ge-

spräch einzuladen (KESB Meilen [in act. 7] act. 5/09). Die daraufhin unternomme-

nen Abklärungen erbrachten indes keine Ergebnisse in dem Sinne, dass sich 

konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung von C._____ ergaben. Die Sozialbe-

hörde F._____ sah daher keinen Anlass für Weiterungen (KESB act. 5/11). 

1.4. Mit Urteil vom 16. Juli 2010 wurden die Parteien geschieden. C._____ wurde 

unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen und es wurde die 

bestehende Beistandschaft aufrechterhalten. Für die Kinderkontakte und Betreu-

ungsanteile des Vaters verständigten sich die Eltern auf eine von ihnen festzule-

gende und am Wohl von C._____ orientierende Regelung und legten für den Fall 

fehlender Absprache die Besuchs- und Ferienkontakte konkret fest (KESB 

act. 5/12 Beilage 1). Mit Schreiben vom 5. März 2012 berichtete die Beiständin 

der Vormundschaftsbehörde über die Schwierigkeiten der Eltern beim Einhalten 

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der Kontakt-Regelungen, namentlich bezüglich der Ferien, und regte die Erteilung 

einer Weisung an (KESB act. 5/12 Anhang). Eine solche erliess die Sozialbehör-

de mit Entscheid vom 13. März 2012 (KESB act. 5/12). Am 24. April 2012 erstat-

tete die Beiständin den periodisch fälligen Beistandsbericht. In diesem berichtet 

sie vom anhaltenden Elternkonflikt mit gegenseitig grossem Misstrauen, wobei 

diese Streitigkeiten, insbesondere auch um die Ferienregelung nicht spurlos an 

C._____ vorbeigingen. C._____ gehe es grundsätzlich gut, wobei allerdings ihre 

Unselbständigkeit auffalle wie teilweise auch ihr nicht altersentsprechendes Ver-

halten, was wohl auf den eher kontrollierenden Erziehungsstil der Mutter zurück-

zuführen sei, der der freien und autonomen Entfaltung C._____s wenig Raum 

lasse. Die Beiständin beantragte nebst der Genehmigung ihres Berichtes die Wei-

terführung der Beistandschaft und diese mit dem Auftrag zu ergänzen, die schuli-

sche Entwicklung zu überwachen (KESB act. 5/14 Anhang). Die Sozialbehörde 

fasste in der Folge im angeregten Sinne unterm 22. Mai 2012 Beschluss (KESB 

act. 5/14).  

1.5. Mit Datum vom 9. Juli 2013 erstattete die Beiständin ausserordentlicher-

weise Bericht, in welchem sie die psychiatrische Begutachtung der Mutter bean-

tragte. In ihrem Bericht schilderte die Beiständin die Schwierigkeiten der Eltern im 

Umgang mit der Besuchs- und Ferienregelung, die dabei und auch im Zusam-

menhang mit vereinbarten Gesprächsterminen immer wieder auftretende Unzu-

verlässigkeit der Mutter im Einhalten von Vereinbarungen. Aus dem Bericht ergibt 

sich weiter, dass sich der Vater wegen fehlender eigener räumlicher Möglichkei-

ten seit 2013 fast täglich im Haushalt der Mutter aufhalte und für diese und 

C._____ koche und den Abend bei ihnen verbringe. Unklar sei die persönliche Si-

tuation der Mutter, die nach wie vor mit Herrn A1._____ verheiratet sei, der aber 

seit längerer Zeit nicht mehr angetroffen worden sei und sich angeblich auf Rei-

sen befinde. Anlässlich des Standortgespräches in der Schule im Dezember 2012 

sei über eine stabilisierte Situation berichtet worden: C._____ vermöge den schu-

lischen Anforderungen zu folgen, wenn sie klare Anweisungen erhalte; auch 

komme sie mit dem schulischen Alltag und den Abläufen gut zurecht. Eine Ver-

schlechterung der allgemeinen Situation sei im Frühjahr 2013 eingetreten: die 

Mutter habe mit C._____ vier Wochen Ferien in China verbracht, ohne dass sie 

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hiezu von der Schulleitung ermächtigt gewesen sei; der Vater habe deswegen 

C._____ längere Zeit nicht mehr sehen können; diese sei von der Mutter im Hort 

abgemeldet worden; auch habe die Mutter verschiedene Termine unentschuldigt 

verstreichen lassen und zudem gemeint, C._____ habe für ein Gespräch keine 

Zeit, da sie jeden Tag nach der Schule einen Kurs besuche wie Karate, Klavier-

spiel, Englischunterricht, Singen, chinesische Schule. Ende Mai habe die Lehrerin 

berichtet, C._____ wirke sehr verwirrt und desorientiert, vergesse Hausaufgaben 

zu erledigen oder lasse Unterlagen zu Hause liegen; in den Schulstunden mache 

sie praktisch nichts mehr, obschon sie Schulstoff wegen der verlängerten Ferien 

nachholen sollte. Die Mutter reagiere unvorhersehbar und scheine kein Verständ-

nis für das hiesige Schulsystem zu haben. Mit C._____ selber habe sie Ende Juni 

und anfangs Juli je ein Gespräch geführt. Diese sei sehr schnell gesprächig ge-

worden und habe bereitwillig über ihren Alltag erzählt. So fände sie es schade, 

nicht mehr im Hort zu sein, da sie so weniger Kontakt zu anderen Kindern habe; 

auch habe sie im Hort die Schulaufgaben erledigen können, bei denen ihr die 

Mutter nicht behilflich sein könne. Sie besuche während der Woche mehrere Kur-

se, was sie zeitlich und kräftemässig beanspruche, so dass sie am Abend gerne 

schlafen gehe. Auch habe sie den Eindruck, die Eltern würden vermehrt streiten, 

allerdings sei sie mehr zu Hause, so dass sie mehr davon mitbekomme.  

Die Beiständin beurteilte in ihrem Bericht ganz allgemein die von der Mutter ver-

langten Leistungen und Forderungen an C._____ als überhöht und nicht ange-

messen, C._____s ausserschulische Aktivitäten als übermässig und deren Wohl-

befinden abträglich, die aufgegebenen Hortbetreuung als für C._____s Entwick-

lung ungünstig, da damit eine tragende und wichtige Unterstützung sowie eine 

kindsgerechte Umgebung, in welcher C._____ Kontakte zu anderen Kindern habe 

pflegen können, weggefallen sei. Die Beiständin erachtete den von der Mutter 

ausgeübten Leistungsdruck als nicht kindsgerecht und C._____ überfordernd bei 

gleichzeitiger Unfähigkeit der Mutter, C._____ die nötige Unterstützung zu bieten. 

Weiter stellte die Beiständin die Möglichkeit "unguter Vorfälle" während des Chi-

naaufenthaltes in den Raum, ohne deren konkrete Benennung. Sodann hielt die 

Beiständin dafür, es lägen Vorwürfe im Raum, welche voraussetzen würden, dass 

die Mutter das Mädchen vorsätzlich kindswohlschädigenden Situationen ausset-

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ze. Ob die Mutter dazu in der Lage sei, müsse festgemacht werden; hiezu sei ei-

ne Begutachtung der Mutter unumgänglich. Schliesslich hielt die Beiständin fest, 

die Gespräche mit den Eltern zum Besuchsrecht trügen in keiner Weise zu mehr 

Verbindlichkeit und weniger Konflikten bei. Es gelinge den Eltern nicht, die Be-

dürfnisse des Kindes zu sehen und gemeinsam nach Verbesserungen zu suchen. 

Weiterhin umgesetzt werden könne die Überwachung und Begleitung der schuli-

schen Situation, was aber nicht ausreiche, die evidente Kindswohlgefährdung 

festzumachen oder gar abzuwenden. Wegen der deutlich verschlechterten Situa-

tion und der fehlenden Kooperation der Mutter stehe eine Fremdplatzierung im 

Raum. Da die Faktenlage aber zu dünn sei, sei es unumgänglich, nähere Informa-

tionen zur Erziehungsfähigkeit der Mutter zu gewinnen (vgl. KESB act. 5/14a).  

1.6. Am 30. August 2013 kam es seitens der KESB Bezirk Meilen zu einem Ge-

spräch mit den Eltern (KESB act. 5/19). Thema der Anhörung war das Wohlbefin-

den C._____s. Gestreift wurden dabei mehrere Bereiche, wie z.B. das Besuchs-

recht des Vaters, die (verlängerten) Ferien der Mutter mit C._____ in China, die 

ausserschulischen Kurse C._____s, deren schulische Absenzen, die Tätigkeit der 

Beiständin und endlich die Frage eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens. Anhand 

des Gesprächsprotokolls fanden sich bei den Äusserungen der Eltern wenige 

Übereinstimmungen. Einverstanden erklärten sie sich mit der Erstellung eines Er-

ziehungsfähigkeitsgutachtens. 

1.7. Mit Entscheid vom 9. September 2013 ordnete das zuständige Behörden-

mitglied der KESB Meilen ein Gutachten über die Eltern an und listete eine Reihe 

von Fragen auf (KESB act. 5/20). Einer Beschwerde gegen diesen Entscheid 

wurde die aufschiebende Wirkung entzogen mit der Begründung, dass sich die 

Abklärungen seit anfangs Juli 2013 hinzögen, die Mutter mit dem Kind (während 

der Sommerferien) in Hongkong geweilt habe, ohne dass die Beiständin davon 

gewusst habe, und daher nicht erreichbar gewesen sei. Um eine eventuelle 

Kindswohlgefährdung auszuschliessen, sei es nötig, möglichst schnell Klarheit zu 

verschaffen (KESB act. 5/20). Mit einem weiteren Entscheid vom 19. September 

2013 genehmigte die KESB Meilen den erwähnten ausserordentlichen Rechen-

schaftsbericht, führte die Beistandschaft für C._____ weiter, bestätigte die bishe-

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rige Beiständin in ihrem Amt, schrieb deren Auftrag, auf eine Regelung des Be-

suchsrechts hinzuwirken, ab und nahm Vormerk, dass über die Anpassung der 

Aufgaben der Beiständin nach Vorliegen des Gutachtens entschieden werde 

(KESB act. 5/22).  

2. Gegen den Entscheid der KESB Meilen vom 9. September 2013 liessen die 

Mutter und C._____, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin X._____ beim Be-

zirksrat Meilen Beschwerde erheben mit dem Antrag, von einem Erzieh-

ungsfähigkeitsgutachten abzusehen; in prozessualer Hinsicht beantragte diese 

die Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung (BR act. 7/1 S. 2). Der Präsident 

des Bezirksrates Meilen erteilte mit Verfügung vom 9. Oktober 2013 der Be-

schwerde wiederum die aufschiebende Wirkung; daneben traf er weitere Anord-

nungen (BR act. 7/6 S. 10 Disp. Ziff. V.). Die KESB des Bezirkes Meilen hielt in ih-

rer Vernehmlassung an ihrem Entscheid fest und ersuchte den Bezirksrat Meilen 

um dessen Bestätigung (BR act. 7/7). Die Rechtsvertreterin der Mutter nahm dazu 

mit Eingabe vom 8. November 2013 Stellung (BR act. 5/11). Gemäss einer Ak-

tennotiz vom 11. November 2013 der Bezirksratsschreiberin hatte sich bis dato 

seitens der Schule niemand mehr bei der Beiständin gemeldet bzw. wurden keine 

neuen Informationen mehr geliefert (BR act. 5/12). Mit Entscheid vom 18. De-

zember 2013 wies der Präsident des Bezirksrates Meilen die Beschwerde ab (BR 

act. 5/15). 

3. Dagegen richtet sich die rechtzeitig erhobene Beschwerde (act. 2). Mit die-

ser beantragt die Beschwerdeführerin die Aufhebung des bezirksrätlichen Ent-

scheides und die Nichtbestätigung auf Erstellung eines Erziehungsfähigkeitsgut-

achtens unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegeg-

ners und der KESB des Bezirks Meilen (act. 2). Mit Eingabe vom 10. Februar 

2014 liess die Beschwerdeführerin sodann das Zeugnis für C._____ über das 

1. Semester der 4. Primarklasse einreichen (act. 10/1).  

II. Materielles 

1. Die KESB des Bezirks Meilen ordnete, wie oben unter Ziff. I./1.7. ausgeführt, 

ein Gutachten über beide Eltern zur Frage deren Erziehungsfähigkeit an. Der Va-

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ter hat diese Anordnung nicht angefochten. Im bezirksrätlichen Verfahren, das 

von der Mutter angehoben wurde, wurde der Vater als Beschwerdegegner be-

trachtet und entsprechend ins Verfahren einbezogen. Er hat sich daran jedoch 

nicht beteiligt. In gleicher Weise wurde er nunmehr im obergerichtlichen Verfahren 

als Beschwerdegegner aufgenommen. Dementsprechend wurde ihm Frist ange-

setzt, um die Beschwerde zu beantworten (act. 11 und act. 12/2). Eine Stellung-

nahme ist nicht eingegangen. Das Verfahren ist spruchreif. 

2.1. Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerdeschrift (act. 2 S. 4 ff.) 

zahlreiche Beanstandungen vor, auf welche nachfolgend im entsprechenden Zu-

sammenhang und soweit erforderlich einzugehen sein wird.  

2.2. Der Präsident des Bezirksrates Meilen hat in seinen Erwägungen die Darle-

gungen namentlich des ausserordentlichen Berichtes der Beiständin, auf dem die 

Anordnung des angefochtenen Gutachtens beruht, einlässlich wiedergegeben 

(act. 6 S. 5/6 sowie S. 9-11). Zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen 

kann hierauf verwiesen werden. Gestützt auf diese Angaben erwog er, dass we-

gen der bereits seit Jahren bestehenden Beistandschaft sehr wohl diverse Hin-

weise für eine Gefährdung des Kindeswohls vorlägen (act. 6 S. 11). So habe der 

Scheidungsrichter die Weiterführung der Beistandschaft angeordnet, so dass die-

ser offensichtlich von einer nach wie vor bestehenden Kindswohlgefährdung aus-

gegangen sei, welche wohl im schwierigen Verhältnis der Kindseltern und damit 

zusammenhängend des persönlichen Verkehrs vom Vater zu seiner Tochter ge-

legen haben dürfte. Nicht restlos geklärt worden seien auch die schwerwiegenden 

Vorwürfe des Vaters gegen die Mutter, wonach diese das Kind "verkaufe" resp. 

der Prostitution zuführe. Von Bedeutung erachtete der Bezirksrat sodann den 

Umstand, dass sich die schulische Situation von C._____ nie dauerhaft stabili-

siert, sondern seit dem Frühjahr 2013 massiv verschlechtert habe. Meldungen 

über Schul-Absenzen etc. habe es bereits 2011 gegeben; im März 2012 sei nach 

wie vor auf die Unselbständigkeit von C._____ hingewiesen worden und ab März 

2013 sei eine massive Zunahme von Problemen in der Schule zu beobachten 

(Häufung von Absenzen, verwirrter und desorientierter Zustand, fehlender Kontakt 

zu anderen Kindern wegen der Hortkündigung). Schliesslich habe C._____ selber 

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geäussert, sie habe sehr wenig Zeit für Hausaufgaben, da sie diverse Kurse be-

suche und täglich Klavier üben und für die chinesische Schule lernen müsse. Dies 

deute darauf hin, dass C._____ an der Grenze zur Überforderung stehe. Der Be-

zirksrat hält dafür, es lägen diverse Anhaltspunkte dafür vor, dass das Wohl von 

C._____ gefährdet sein könnte. Der KESB obliege es daher, die Verhältnisse nä-

her abzuklären, wobei die Begutachtung der Beschwerdeführerin zweifellos ge-

eignet sei, um Aufschlüsse über deren Erziehungsfähigkeit zu liefern und damit 

eine bestehende Kindswohlgefährdung abzuklären (act. 6 S. 13 f.). 

2.3. Ist das Wohl eines Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich 

aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde 

die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Zu 

den Prinzipien des Kindesschutzes gehört, mit behördlichen Massnahmen nur 

dann einzugreifen, wenn die Eltern ihren obliegenden Pflichten nicht oder nicht 

ausreichend nachkommen; dabei genügt nicht jede Unzulänglichkeit seitens der 

Eltern für behördliches Handeln. Zu beachten sind der Vorrang privater Verant-

wortung und die Freiheit privater Lebensgestaltung. Allerdings verlangt Kindes-

schutz im Sinne von Prävention auch vorausschauendes Handeln, d.h. es soll 

nicht erst im "Katastrophenfall" eingegriffen werden. Erforderlich ist jedoch stets, 

dass das Kind in seinem körperlichen oder seelisch-geistigen Wohl durch Hand-

lungen oder Unterlassungen der Eltern beeinträchtigt wird oder droht gefährdet zu 

werden. Liegen konkrete Verdachtsmomente vor, sind die näheren Verhältnisse 

durch die Kindesschutzbehörde abzuklären (BSK ZGB I-Breitschmid, Art. 307 

N 4ff.). 

2.4.1 Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Vorinstanz habe die Umstände resp. 

Gründe nicht dargestellt, welche zur Beistandschaft geführt hatten (act. 2 S. 7 f.). 

Diese war  ̶  wie oben ausgeführt  ̶  errichtet worden, weil die damals mit der Ab-

klärung betrauten Mütterberaterinnen den Eindruck gewonnen hatten, dass die 

schon kurze Zeit nach der Geburt von C._____ sehr zerstrittenen Eltern mit ihren 

divergierenden Auffassungen über die Art der Erziehung und Betreuung der da-

mals gut einjährigen C._____s deren Bedürfnisse nur ungenügend wahr nähmen 

und nur unzureichend für eine altersgerechte Umgebung, Betreuung und Förde-

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rung sorgten. Der damaligen Beiständin wurde denn auch die Aufgabe übertra-

gen, die Finanzierung des Lebensunterhaltes für C._____ sicherzustellen und für 

deren kontinuierliche Betreuung zu sorgen (VB act. 14/13). Beizupflichten ist der 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, die darauf hinweist, dass in keinem der 

Rechenschaftsberichte eine nicht dem Wohl von C._____ dienende Betreuung 

durch die Beschwerdeführerin beschrieben werde (act. 2 S. 7). Der Rechen-

schaftsbericht über die Periode vom 21.6.2007 bis 30.06.2009 hält zwar fest, dass 

C._____ unter den elterlichen Streitereien leide und immer wieder mit somati-

schen Symptomen reagiere. Davon, dass C._____ in irgendeiner Weise von ihrer 

Mutter in wenig oder nicht kindsgerechter Weise behandelt werde, ist in diesem 

Bericht nicht die Rede (vgl. VB act. 14/17). Gleiches gilt auch für den Schlussbe-

richt, welcher rund 5 Monate später per Ende November 2009 erstattet wurde. 

Abgesehen von den darin wiederum beschriebenen, C._____ belastenden elterli-

chen Konflikten finden sich in diesem Bericht keine Anhaltspunkte für einen unan-

gemessenen Umgang der Mutter mit dem Kind (VB act. 15/23). Im Bericht der 

Beiständin vom 24. April 2012 werden für das Frühjahr 2011 verschiedene Auffäl-

ligkeiten im schulischen Verhalten von C._____ beschrieben; so wies sie mehr als 

50% Absenzen im Schwimmunterricht auf, verhalte sich manchmal wie ein Baby 

und lasse sich gerne "bemuttern", dann wiederum sei sie eher aggressiv und 

frech gegenüber den Lehrern. Ihre schulischen Leistungen seien schwankend. 

Für den Herbst 2011 werden verbesserte schulische Leistungen und keine Ab-

senzen beschrieben. C._____ erwecke den Eindruck, dass es ihr gut gehe, auch 

absolviere sie den Schulweg nunmehr alleine ohne die Mutter. Die Beiständin hat-

te C._____ selber als fröhliches, teilweise etwas freches Mädchen erlebt, das bei 

ihrem Hausbesuch sofort Kontakt mit ihr aufgenommen und ihr alle Geburtstags-

geschenke und Zeichnungen gezeigt und freudig von ihrem Aufenthalt in China 

berichtet habe (VB act. 14/14 Anhang). Anhaltspunkte für eine nicht den Bedürf-

nissen von C._____ angepasste Betreuung und Erziehung durch die Beschwer-

deführerin lassen sich diesem Bericht nicht entnehmen. Auch im erwähnten aus-

serordentlichen Rechenschaftsbericht vom 9. Juli 2013 führte die Beiständin aus, 

C._____ habe sie zwar anfänglich nicht sofort wiedererkannt, sei aber sehr 

schnell gesprächig geworden und habe bereitwillig über ihren Alltag erzählt. Sie 

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mache einen lebendigen und interessierten Eindruck (VB act. 14a). Zwar schilder-

te die Beiständin (wie erwähnt) den verlängerten Ferienaufenthalt, wobei offen 

bleiben muss, wie es dazu kam bzw. wie es sich mit dem von der Beschwerdefüh-

rerin behaupteten Missverständnis bezüglich Bewilligung durch die Schulverwal-

tung/-leitung verhält; hieraus kann jedoch nicht auf ein nicht kindsgerechtes Ver-

halten der Beschwerdeführerin geschlossen werden, auch wenn schulpflichtige 

Kinder grundsätzlich nur im Rahmen der ordentlicherweise vorgesehenen Schul-

ferien in die Ferien verreisen dürfen und sich Eltern an diese Regeln zu halten 

haben. Die Kündigung des Hortplatzes für C._____ mag für diese selber unter 

verschiedenen Gesichtspunkten (Unterstützung bei den Hausaufgaben, Kontakt 

zu anderen Kindern) unerwünscht und aus Sicht der Schule ungünstig sein; aller-

dings liegen keine Anzeichen dafür vor, dass C._____ wegen des Wegfalls dieser 

Betreuungszeit vermehrt sich selber überlassen (gewesen) wäre oder gar Ver-

wahrlosungstendenzen zu beobachten (gewesen) wären. Die im Bericht be-

schriebene Desorientierung, Unzuverlässigkeit und mangelnde Konzentration 

C._____s kontrastiert sodann mit dem von der Beiständin persönlich gewonnenen 

Eindruck eines lebendigen und interessierten Mädchens. Zu erwähnen ist weiter, 

dass anhand des Berichtes unklar bleibt, seit wann resp. wie lange der Ende Mai 

2013 dargestellte drastische Einbruch in C._____s Zustand angedauert hat; hinzu 

kommt, dass die Frühlingsferien im Jahre 2013 bis anfangs Mai gedauert haben, 

so dass unter Berücksichtigung der eine Woche verspäteten Rückkehr C._____s 

ohnehin nur ein kurzer Beobachtungszeitraum in Frage steht. Für die Zeit ab Juni 

2013 enthält der Bericht keinerlei Hinweise auf auffälliges Verhalten C._____s in 

der Schule. Nimmt man endlich die von der Bezirksratsschreiberin am 11. No-

vember 2013 verfasste Aktennotiz als weitere zeitliche Marke hinzu, so werden 

für die Zeit ab Juni 2013 bis Mitte November 2013 weder von der Schule noch 

von der Beiständin Vorkommnisse dargelegt, die Anlass zur Annahme geben 

könnten, die Betreuung C._____s durch die Beschwerdeführerin sei derart unzu-

reichend, dass Massnahmen zum Schutz des Kindes geprüft und in die Wege ge-

leitet werden müssten. Soweit die Beschwerdeführerin allenfalls aus sprachlichen 

Gründen nicht in der Lage ist, ihrer Tochter bei Hausaufgaben behilflich zu sein, 

lässt sich diese Erschwernis mit dem Besuch von Aufgabenhilfe überwinden. Die-

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se wird von C._____ nach Darstellung in der Beschwerdeschrift regelmässig und 

gerne besucht (act. 2 S. 22). Ob ebenfalls aus sprachlichen Gründen oder wegen 

eines anderen kulturellen Verständnisses ein Missverständnis zu den anschei-

nend nicht ordnungsgemäss verlängerten Frühjahrsferien geführt hat, lässt sich 

im Nachhinein nicht rekonstruieren. Aus diesem aus Sicht der Schule und der 

Beiständin schwerwiegenden Vorfall eine Unfähigkeit der Beschwerdeführerin ab-

leiten zu wollen, diese komme ihrer Erziehungsverantwortung in einer kindsschä-

digenden Weise nicht nach, geht nicht an, auch wenn es dieser möglicherweise 

an der Kenntnis und dem Verständnis für die korrekten Abläufe schulischer Be-

lange fehlen und sie sich damit schwer tun mag. Fehlendes Interesse am bil-

dungsmässigen Fortkommen ihrer Tochter lässt sich der Beschwerdeführerin nur 

schwerlich vorwerfen, wird ihr doch gegenteils vorgeworfen, sie überfordere 

C._____, indem sie diese nebst der Schule verschiedene Kurse besuchen lasse. 

Dass Kindern sogenannt unorganisierte Freizeit zur Verfügung stehen soll, in der 

sie sich z.B. mit anderen Kindern treffen und mit diesen spielen können, steht 

ausser Frage. Daneben ist es durchaus üblich, dass Kinder Sportkurse und/oder 

Musikunterricht besuchen, wobei erfahrungsgemäss das regelmässige Üben ei-

nes Instrumentes oft mehr als Pflicht denn als Vergnügen betrachtet wird. 

Schliesslich ist das Heranführen eines fremdsprachigen Kindes an seine eigenen 

sprachlichen und kulturellen Wurzeln für die Bildung seiner Identität von wesentli-

cher Bedeutung. Solche Kurse, auch für chinesisch-sprachige Kinder, werden 

denn auch im Kanton Zürich von den Schulbehörden seit vielen Jahren angebo-

ten und haben ihre gesetzliche Grundlage im Volksschulgesetz (www.vsa.zh/hsk 

chinesisch). Endlich ist bezüglich der schulischen Leistungen auf das von der Be-

schwerdeführerin nachgereichte Zeugnis C._____s für das 1. Semester der 4. 

Klasse (Schuljahr 2013/2014) zu verweisen, nach welchem sie in allen Fächern 

die Lernziele mehr als erreicht hat (vgl. act. 10/1). Auch das Arbeits-, Lern- und 

Sozialverhalten werden als einwandfrei dargestellt. Kein deutlich anderes Bild 

vermittelt das Zeugnis des 2. Semesters der 3. Klasse (act. 10/2). Offensichtlich 

vermag C._____ die gestellten schulischen Anforderungen zu erfüllen, was auch 

darauf hinweist, dass sie sich im schulischen Umfeld wohl fühlt. Es mag daher 

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dahingestellt bleiben, worauf das für das letzte Quartal der 3. Klasse beschriebe-

ne unkonzentrierte und unzuverlässige Verhalten zurückzuführen ist resp. war. 

2.4.2. Unzweifelhaft ist, dass sich am zerrütteten Paar-Verhältnis von C._____s 

Eltern seit deren vor mehreren Jahren bereits erfolgen Trennung nicht wirklich et-

was verändert hat; beidseits herrscht nach wie vor grosses Misstrauen und wer-

den insbesondere seitens des Vaters und Beschwerdegegners immer wieder teils 

ganz massive Vorwürfe an die Adresse der Mutter und Beschwerdeführerin ge-

richtet; diese Vorwürfe sind jedoch nie konkret untermauert worden und die ent-

sprechenden Abklärungen haben nichts zu Tage gefördert, was ein behördliches 

Eingreifen zum Schutz von C._____ geboten hätte; gleichwohl tauchen sowohl im 

bereits ausführlich dargelegten ausserordentlichen Rechenschaftsbericht der Bei-

ständin vom 9. Juli 2013 als auch in den Erwägungen des Bezirksrates vage 

Vermutungen über ungute Vorfälle auf, resp. wird erwogen, die erhobenen Vor-

würfe hätten nie mit letzter Sicherheit aus der Welt geschafft werden können. Ab-

gesehen davon, dass das Kolportieren von gravierenden Vorwürfen des Be-

schwerdegegners, die auf keinerlei nur annähernd konkretisierten tatsächlichen 

Vorgängen beruhten, und das behördliche Aufbringen nicht näher konkretisierter 

Verdächtigungen möglicher Vorfälle während des Chinaaufenthaltes zumindest 

problematisch wenn nicht gar fragwürdig ist, bleibt festzuhalten, dass das 

schlechte Verhältnis der Eltern seit dem Säuglingsalter von C._____ aktenkundig 

ist und entgegen der bezirksrätlichen Vermutung nicht mit den geäusserten Ver-

dächtigungen in Verbindung gebracht werden kann. Es kann hingegen ohne wei-

teres angenommen werden, dass die andauernden Streitigkeiten der Eltern 

C._____ belasten. Diese soll der Beiständin gegenüber geäussert haben, dass 

sie die Eltern mehr streitend erlebe, seit sie den Hort nicht mehr besuche, wobei 

sie erwähnt haben soll, dass sie davon möglicherweise mehr merke, weil sie nicht 

mehr in den Hort gehe (VB act. 5/14a S. 5). Gegenseitige, verbindliche Abspra-

chen der Eltern waren in den vergangenen Jahren durch die Beiständin, wenn 

überhaupt, nur schwer erzielbar. Dies hat die Tätigkeit der Beiständin, welche ei-

ne klare Regelung der Besuchskontakte herbeiführen sollte, zweifellos erschwert. 

All diesen Widrigkeiten zum Trotz ist festzuhalten und hervorzuheben, dass ins-

besondere die persönliche Beziehung des Beschwerdegegners zu seiner Tochter 

- 14 - 

immer erhalten blieb und regelmässige Kontakte stattfanden (vgl. VB act. 5/01 

S. 3, VB act. 5/14 S. 3, VB act. 5/14a S. 3), bemerkenswerterweise teilweise prak-

tisch täglich im Haushalt und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin, in welchem 

sich der Beschwerdegegner anscheinend wie ein Familienmitglied bewegte und 

verhielt, auch wenn eine hierzulande übliche Regelung nie zustande kam und ge-

troffene Abmachungen immer wieder gebrochen wurden. In dem Sinne vermoch-

ten die Eltern ihren nach wie vor bestehenden Paarkonflikt von der Beziehungs-

ebene zu C._____ zu trennen, auch wenn sich die Beschwerdeführerin - wenn 

man den Vorhaltungen des Beschwerdegegners folgen will (vgl. VB act. 5/14 S. 4) 

- mit der Einhaltung von Ferien für diesen teilweise schwertat.  

2.5. Zusammengefasst ist entgegen der Auffassung der KESB und des Bezirks-

rates Meilen festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte bestehen, die auf ein nicht 

kindsgerechtes Verhalten der Beschwerdeführerin (und des Beschwerdegegners) 

hindeuten, auch wenn ebenso klar festzuhalten ist, dass die ständigen Reibereien 

und Streitereien der Eltern dem Wohlbefinden C._____s abträglich sind; diesen ist 

dringend nahezulegen und zu empfehlen, ihren Paarkonflikt in konstruktiver Wei-

se zu lösen und ihre unterschiedlichen Auffassungen namentlich hinsichtlich Er-

ziehungsfragen nicht immer wieder zum Anlass für Streitereien zu nehmen. Fehlt 

es an konkreten Anhaltspunkten, die auf eine Gefährdung von C._____ hinwei-

sen, sind keine Abklärungen zu treffen, in welcher Weise der Gefährdung zu be-

gegnen wäre. Der Entscheid der Vorinstanz ist daher aufzuheben. 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der KESB und des Bezirks-

rates auf die Staatskasse zu nehmen bzw. diesen Behörden zu belassen. Die 

Kosten für dieses Verfahren fallen ausser Ansatz, da die Beschwerdeführerin ob-

siegt und sich der Beschwerdegegner nicht am Verfahren beteiligt hat. Aus dem 

nämlichen Grund kann dieser nicht zu einer Parteientschädigung an die Be-

schwerdeführerin angehalten werden. Für eine Entschädigung aus der Staatskas-

se fehlt es an der gesetzlichen Grundlage.  

- 15 - 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Bezirksrates Meilen 

vom 18. Dezember 2013 wird aufgehoben. 

2. Für dieses Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 

3. Die Kosten des Verfahrens der KESB und des Bezirksrates Meilen werden 

diesen Behörden belassen. 

4. Für dieses Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung ausgerich-

tet. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Meilen, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des 

Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an 

den Bezirksrat Meilen, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
versandt am: 

	Urteil vom 8. April 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Bezirksrates Meilen vom 18. Dezember 2013 wird aufgehoben.
	2. Für dieses Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Die Kosten des Verfahrens der KESB und des Bezirksrates Meilen werden diesen Behörden belassen.
	4. Für dieses Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Meilen, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Meilen, je gege...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...