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**Case Identifier:** 90525881-ae22-56b1-ab09-6ac1fcd6f98c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 07.05.2025 VBE.2024.457
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-457_2025-05-07.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2024.457 / KB / bs 
Art. 52 

 

Urteil vom 7. Mai 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiberin Biehler          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt Olivier Tschuy, CAP Rechtsschutz-Versi-

cherungsgesellschaft AG, Länggassstrasse 35, 3012 Bern    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
   

Beigeladene   B._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 14. August 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1977 geborene Beschwerdeführer war zuletzt als Bauarbeiter bzw. 

Kranführer tätig. Am 18. Oktober 2017 meldete er sich aufgrund von links-

seitigen Fussbeschwerden infolge eines am 9. Juni 2017 erlittenen Unfalls 

bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche In-

tegration/Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die 

Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin erwerbliche Abklärungen und zog 

die Akten der Unfallversicherung bei. Mit Mitteilung vom 30. Januar 2018 

gewährte sie dem Beschwerdeführer eine Frühinterventionsmassnahme in 

Form von Beratung und Unterstützung bei der beruflichen Integration. Aus-

serdem gewährte sie ihm weitere Frühinterventionsmassnahmen in Form 

eines Ausbildungskurses (Kostenübernahme für den Kurs M1 Kleinmaschi-

nen 2.0t-5.0t) und eines Beitrags an den Arbeitgeber während dieser Aus-

bildung (Mitteilungen vom 22. Februar 2018) sowie in Form eines Pau-

schalbeitrags an den Arbeitgeber für den Support des Beschwerdeführers 

am Arbeitsplatz, nachdem letzterer nach einer anfänglichen unfallbeding-

ten vollständigen Arbeitsunfähigkeit seine angestammte Tätigkeit am 

1. April 2018 wieder in einem 100%-Pensum aufgenommen hatte (Mittei-

lung vom 10. Juli 2018). Mit Mitteilung vom 31. Oktober 2018 hielt die Be-

schwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer rentenausschliessend 

eingegliedert sei, und schloss die Massnahmen zur beruflichen Integration 

ab.  

 

1.2. 

Am 17. September 2019 meldete sich der Beschwerdeführer unter Hinweis 

auf Beschwerden am linken Fuss sowie eine am 21. März 2019 durchge-

führte Fussoperation erneut bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von 

Leistungen (berufliche Integration/Rente) der IV an. Die Beschwerdegeg-

nerin tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, zog die Akten der 

Unfallversicherung bei und nahm Rücksprache mit dem Regionalen Ärztli-

chen Dienst (RAD). Mit Verfügung vom 26. November 2020 lehnte sie eine 

Kostengutsprache für orthopädische Spezialschuhe ab, und mit Mitteilung 

vom 18. Januar 2021 erteilte sie Kostengutsprache für orthopädische Se-

rienschuhe für den Zeitraum vom 25. November 2020 bis 30. November 

2030. Mit Mitteilung vom 22. April 2021 gewährte die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer eine Frühinterventionsmassnahme in Form eines 

Deutschkurses (A1-B1) vom 3. Mai 2021 bis 6. Dezember 2021. Am 3. Mai 

2021 schloss die Beschwerdegegnerin den Eingliederungsprozess ab. 

Nach einer weiteren Rücksprache mit dem RAD sowie durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren, in welchem die Beschwerdegegnerin weitere medi-

zinische Berichte sowie zwei Stellungnahmen des RAD einholte, wies sie 

das Rentenbegehren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom  

14. August 2024 ab. 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. September 

2024 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei die Verfügung der Invalidenversicherung des Kantons Aargau 
vom 14.08.2024 aufzuheben und es seien Herrn A._____ die gesetzli-
chen Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen. 

 
 2. Eventualiter sei der medizinische Sachverhalt erneut abzuklären um 

anschliessend neu zu entscheiden. 
 

  - unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde-
gegnerin -" 

 

Zudem reichte der Beschwerdeführer einen Bericht von med. pract.  

C._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-

wegungsapparates, Reha D._____, vom 9. September 2024 ein. 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 14. Oktober 2024 reichte der Beschwerdeführer zudem 

den Bericht von med. pract. E._____, Universitätsklinik F._____, vom 

25. September 2024 ein. 

 

2.3. 

Die Beschwerdegegnerin holte, nachdem ihr die Beschwerde sowie die 

Beilagen dazu mit Verfügung vom 8. Oktober 2024 und die Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 14. Oktober 2024 mit Verfügung vom 16. Oktober 

2024 zugestellt worden waren, eine weitere Stellungnahme des RAD vom 

17. Oktober 2024 ein und beantragte mit Vernehmlassung vom  

18. Oktober 2024 die Abweisung der Beschwerde.  

 

2.4. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 25. Oktober 2024 wurde die 

G._____, (recte: B._____), als berufliche Vorsorgeeinrichtung des Be-

schwerdeführers, im Verfahren beigeladen und ihr Gelegenheit zur Stel-

lungnahme gegeben.  

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 4. November 2024 verzichtete die Beigeladene auf eine 

Stellungnahme. 

 
 

 - 4 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zustän-

dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung 

– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwer-

deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 

einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvorausset-

zung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 

E. 2.1 S. 164 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2022 vom 

7. April 2022 E. 4.3). 

 

1.2. 

Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer nach dessen 

Anmeldung zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der 

IV vom 17. September 2019 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 27) eine Früh-

interventionsmassnahme in Form eines Deutschkurses (VB 68). In ihrer 

Verfügung vom 14. August 2024 (VB 163) befand sie daraufhin einzig über 

den Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Soweit dieser in seiner Be-

schwerde berufliche Massnahmen, insbesondere Unterstützung bei der 

Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, beantragt (Beschwerde S. 4 f., 10 f.; 

Rechtsbegehren Ziff. 1), fehlt es demnach an einem Anfechtungsgegen-

stand im Sinne von Art. 56 Abs. 1 ATSG. Auf die Beschwerde ist daher in 

diesem Umfang nicht einzutreten. 

 

2. 

2.1. 

Die Ablehnung des Rentenbegehrens des Beschwerdeführers begründete 

die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 14. August 

2024 im Wesentlichen damit, dass gestützt auf die Aktenbeurteilungen des 

RAD von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

angepassten Tätigkeit auszugehen sei. Die Gegenüberstellung der Ver-

gleichseinkommen ergebe per März 2020 einen Invaliditätsgrad von 12 % 

und per 1. Januar 2024, unter Berücksichtigung eines Pauschalabzugs von 

dem nach statistischen Werten bestimmten Invalideneinkommen von 10 %, 

einen Invaliditätsgrad von 21 %, womit der rentenbegründende Invaliditäts-

grad von mindestens 40 % jeweils nicht erreicht werde (VB 163). Der Be-

schwerdeführer stellte sich in Bezug auf einen Anspruch auf eine Invaliden-

rente demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass auf die 

RAD-Aktenbeurteilungen nicht abgestellt werden könne. Tatsächlich sei er 

weitreichender in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt als vom RAD ange-

nommen (Beschwerde S. 4 ff.).  

 

 - 5 - 

 

 

2.2. 

Streitig und zu prüfen ist demnach (einzig), ob die Beschwerdegegnerin 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente mit Verfü-

gung vom 14. August 2024 (VB 163) zu Recht verneint hat. 

 

3. 

Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen des revidierten IVG in Kraft (Wei-

terentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, 

BBI 2017 2535), dies mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht. Die hier 

angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen ist nach der bis 

zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu 

diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist (BGE 150 V 323 E. 4 

S. 327 ff.; in BGE 150 V 410 nicht publizierte E. 4 des Urteils des Bundes-

gerichts 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024).  

 

4. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in 

medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen der 

RAD-Ärztin Dr. med. H._____, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 14. Juli 2020 (VB 53), 

8. Juli 2021 (VB 77), 16. Dezember 2022 (VB 117) und 4. Juli 2024 

(VB 161), welche zuletzt von folgenden Diagnosen ausging (VB 161 S. 2):  

 

"Chronische, lateralbetonte Fussschmerzen links seit 2017 

 Fuss links eingeklemmt 2017 auf der Baustelle 

 St. n. Tenodese Peroneus longus auf brevis, Tenotomie distal der Te-
nodese, Calcaneusosteotomoie lateralisierend mit 7.0er Schraube 
und dorsalextendiere Osteotomie Metatarsale 1 Fuss links am 
21.03.2019 bei 

 Lisfranc-Arthrose Fuss links mit Metatarsalgie MTP II/III bei deutlicher 
Hohlfusskonfiguration 

 postoperative Wundheilungsstörung der lateralen Wunde 

 St. n. OSME Schraube Calcaneus links am 26.08.2019 

 Vd.a. CRPS Fuss links 2021 
2. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom 

 MRI LWS 28.05.2021: Osteochondrose L5/S1 (bei lumbalisiertem 
SWK 1) mit rechts paramedianer Bandscheibenextrusion und Kom-
pression der Nervenwurzel S1 rechts rezessal 

 17.02.2022: Beckentiefstand links bei Beinlängendifferenz links -2-
3cm, myofasziale Befunde lumbal/gluteal rechts, keine radikulären 
Zeichen, Laségue bds negativ 

3. Chronisches cervikospondylogenes Syndrom 

 St. n. Sturz aus 2.5 m Höhe auf den Kopf am 17.07.2014 auf der Bau-
stelle 

 MRI HWS 03.07.2015: Protrusionen C5/6 und C6/7 ohne Nervenwur-
zelkompression, keine spinale oder foraminale Einengung 

 17.02.2022: myofasziale Befunde Nacken rechts und Schultergürtel 
linksbetont, keine radikulären Zeichen 

4.  Fortgesetzter Nikotinabusus mit ca. 1 Päckli/d, kumulativ 30 py" 

 

 - 6 - 

 

 

In ihren Beurteilungen gelangte Dr. med. H._____ zum Schluss, dass der 

Beschwerdeführer seit der am 21. März 2019 erfolgten Fussoperation 

(VB 28 S. 4; 31.30; 31.31 S. 1; 31.36; Beginn der einjährigen Wartezeit 

[Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG]) in seiner angestammten Tätigkeit (als Bauarbeiter 

bzw. Kranführer) vollständig arbeitsunfähig sei (VB 53; 77). In einer ange-

passten leichten (bis 10kg), wechselbelastenden (überwiegend sitzenden, 

wenig stehenden und gehenden) Tätigkeit sei er seit dem 13. Januar 2020 

– zehn Monate nach der Fussoperation vom 21. März 2019 sowie vier Mo-

nate nach der am 26. August 2019 erfolgten zweiten Fussoperation zur 

Entfernung der anlässlich der Calcaneus-Osteotomie links vom 21. März 

2019 eingebrachten Schraube (VB 31.5) – wieder zu 100 % arbeitsfähig 

(VB 161 S. 4 f.; vgl. auch VB 53; 77; 117 S. 4). Nicht zumutbar seien dem 

Beschwerdeführer das Gehen auf unebenem Boden, das Besteigen von 

Leitern und Gerüsten, in der Hocke auszuübende Tätigkeiten und jegliche 

Zwangshaltungen sowie das Tragen von schweren Gewichten (VB 53; 77; 

117 S. 4; vgl. auch VB 161 S. 4 f.).  

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

5.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen 

Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

5.3. 

Auch eine reine Aktenbeurteilung kann voll beweistauglich sein, wenn es 

im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

 - 7 - 

 

 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 

vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

6. 

6.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Aktenbeurteilungen 

der RAD-Ärztin Dr. med. H._____ seien weder schlüssig noch nachvoll-

ziehbar und berücksichtigten zudem nicht alle Beschwerden und gestellten 

Diagnosen. In den Berichten der I._____ Klinik und der Universitätsklinik 

F._____ seien seine neurologischen Schmerzen bestätigt worden. Auch 

wenn keine direkte Nervenschädigung am linken Fuss habe nachgewiesen 

werden können, bestünden objektivierbare neuropathische Schmerzen. 

Ausserdem bestünden aufgrund des Berichts von Dr. med. C._____, Reha 

D._____, vom 9. September 2024 Zweifel an der Arbeitsfähigkeitseinschät-

zung der RAD-Ärztin. Es sei ein anderes Belastungsprofil zu beachten und 

zudem sei er auch in einer angepassten Tätigkeit in seiner Leistungs- bzw. 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (Beschwerde S. 6 ff.). 

 

6.2. 

Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen ist zunächst 

darauf hinzuweisen, dass in Bezug auf Schmerzen mit den sich dabei na-

turgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die subjektiven Schmerzan-

gaben der versicherten Person für die Begründung einer (teilweisen) Ar-

beitsunfähigkeit allein nicht genügen; vielmehr muss im Rahmen der 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass 

die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig fest-

stellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen die Schmerz-

angaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung zu-

gänglich sein (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127 mit Hinweis auf BGE 130 

V 396 E. 5.3.2 S. 398; vgl. auch BGE 139 V 547 E. 5.4 S. 556).  

 

6.3. 

6.3.1. 

Aus den medizinischen Akten geht übereinstimmend hervor, dass der Be-

schwerdeführer an linksseitigen Fuss- und an Wirbelsäulenbeschwerden 

leidet. Den Berichten der I._____ Klinik und der Universitätsklinik F._____ 

lässt sich bezüglich der betreffend die Fussschmerzen getätigten medizini-

schen Abklärungen insbesondere Folgendes entnehmen: 

 

Gemäss dem Bericht von Dr. med. J._____, Facharzt für Neurologie, und 

Dr. med. K._____, Facharzt für Neurologie, I._____ Klinik, Q._____, vom 

20. März 2023 bestehen beim Beschwerdeführer neuropathische Schmer-

zen im Innervationsgebiet des Nervus suralis links. Klinisch hätten sich in 

diesem Bereich eine Allodynie und eine Hyperpathie mit positiven Reizzei-

chen über der Narbe gezeigt. Hinweise für ein sensibles S1-Syndrom 

 - 8 - 

 

 

hätten klinisch nicht bestanden. Die elektrophysiologische Untersuchung 

habe im Seitenvergleich eine Amplitudenverminderung des Nervus suralis 

gezeigt, die jedoch auch technisch verursacht worden sein könne. Im Be-

reich des Nervus peronaeus superficialis hätten sich im Seitenvergleich 

keine signifikanten Differenzen gezeigt. Bei der neurosonografischen Un-

tersuchung habe sich der Nervus suralis links bis auf den Bereich der Narbe 

unauffällig dargestellt. Aufgrund einer dorsalen Schallauslöschung habe 

keine sichere Beurteilung erfolgen können, ein Neurom könne nicht ausge-

schlossen werden (VB 144 S. 12). Gemäss dem Bericht von Dr. med. 

L._____, Fachärztin für Neurologie, und Dr. med. M._____, Facharzt für 

Neurologie, I._____ Klinik, Q._____, vom 5. Mai 2023, hat sich nach der 

am 28. März 2023 und 27. April 2023 mittels ultraschallgesteuerter Infiltra-

tion des Nervus suralis erfolgten Nervenblockade des Nervus suralis links 

(vgl. VB 144 S. 4 f., 8 f.) kein Ansprechen eruieren lassen. Somit seien sie 

hinsichtlich der ursprünglichen Hypothese mit Neuropathie des Nervus su-

ralis links zurückhaltend (VB 144 S. 6 f.; vgl. auch Bericht vom 9. Mai 2023 

[Telefonkonsultation vom 19. April 2023; VB 144 S. 2 f.]).  

 

Gemäss dem Bericht von PD Dr. med. N._____, Facharzt für Orthopädi-

sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und 

med. pract. O._____, Universitätsklinik F._____, vom 17. Oktober 2023 

liessen sich die Schmerzen im linken Fuss gestützt auf die klinische und 

radiologische Untersuchung des linken Fusses (aus orthopädischer Sicht) 

nicht eindeutig zuordnen (VB 151 S. 2 f.). KD Dr. med. P._____, Facharzt 

für Rheumatologie, und Dr. med. AA._____, Facharzt für Physikalische Me-

dizin und Rehabilitation, Universitätsklinik F._____, hielten in ihrem Bericht 

vom 8. November 2023 gestützt auf die klinischen Befunde ihrer Untersu-

chung vom nämlichen Datum fest, unter Berücksichtigung der Anamnese, 

der vorliegenden Dokumentation wie auch der atypischen Frühphase sei 

die Wahrscheinlichkeit eines postoperativ aufgetretenen CRPS im linken 

Fuss sehr gering (VB 153 S. 7, 10). Gemäss dem Bericht von Dr. med. 

AB._____, Fachärztin für Neurologie und Praktische Ärztin, und med. pract. 

AC._____, Universitätsklinik F._____, vom 16. Januar 2024 hat sich kli-

nisch eine Reduktion der Oberflächensensibilität im Versorgungsgebiet des 

Nervus suralis links gezeigt. Die elektrophysiologische Untersuchung habe 

lediglich einen Seitenhinweis zu Ungunsten der linken Seite ergeben 

(VB 155 S. 4 f.). Die daraufhin durchgeführte Nervensonografie ergab so-

dann gemäss dem Bericht von Dr. med. AD._____, Fachärztin für Neuro-

logie, Universitätsklinik Balgrist, vom 19. Februar 2024, dass sich der Ner-

vus suralis zwischen Poplitea und OSG gut habe nachverfolgen lassen, 

sich im Wesentlichen aber unauffällig, ohne eine relevante Vergrösserung 

der Nervenquerschnittsfläche oder sichere Hinweise auf ein Neurom, dar-

gestellt habe (VB 155 S. 2 f.). Gemäss dem Bericht von Prof. Dr. med.  

AE._____, Facharzt für Anästhesiologie, und Dr. med. AF._____, Fachärz-

tin für Anästhesiologie, Universitätsklinik Balgrist, vom 28. Februar 2024, 

welche eine klinische Untersuchung sowie eine diagnostische Nerven-

 - 9 - 

 

 

sonografie durchführten, besteht ein Verdacht auf dominant neuropathi-

sche Schmerzen, welche am ehesten auf eine Affektion des Nervus suralis 

links im Narbenbereich zurückzuführen seien. Sonografisch zeige sich eine 

erhaltene Kontinuität auch über den Narbenbereich hinaus, wobei die struk-

turellen Veränderungen des Nerven dort für eine anhaltende Affektion sprä-

chen. Hinweise auf ein CRPS bestünden keine (VB 157 S. 1 ff.). Dem Be-

richt von Dr. med. AF._____ vom 17. Mai 2024 ist sodann zu entnehmen, 

dass am 25. April 2024 eine ultraschallkontrollierte diagnostische Blockade 

des Nervus suralis links durchgeführt wurde. Es sei zwar sonografisch eine 

strukturelle Veränderung des Nervus suralis links im Narbenbereich fest-

stellbar gewesen (Querschnittszunahme, beginnend im Bereich des proxi-

malen Narbenpols), allerdings könne durch eine gezielte Blockade des Ner-

ven kein Einfluss auf die Schmerzen des Beschwerdeführers genommen 

werden. Entsprechend hielt Dr. med. AF._____ in Bezug auf die in der Di-

agnoseliste festgehaltenen chronischen Schmerzen an der lateralen Fuss-

kante links fest, dass deren Ursache unklar sei. Es bestehe zwar ein Ver-

dacht auf eine Affektion des Nervus suralis links im Nabenbereich, jedoch 

sei aktuell kein Ansprechen auf eine ultraschallgestützte diagnostische Blo-

ckade festgestellt worden (VB 159 S. 2 ff.).  

 

6.3.2. 

In der Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2024 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. 

H._____ gestützt auf die aktenkundigen Ergebnisse der medizinischen Ab-

klärungen fest, dass die I._____ Klinik und die Universitätsklinik F._____ 

identische Abklärungen durchgeführt hätten. Die Schmerztherapeuten bei-

der Kliniken seien zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Es 

sei nicht nachvollziehbar, dass durch sämtliche durchgeführte Therapien 

keine wesentliche Besserung habe erreicht werden können. Medizinisch 

lasse sich dies nicht erklären. Die zusätzlichen Abklärungen bzw. medizi-

nischen Unterlagen beeinflussten ihre (bisherige) Einschätzung – gemäss 

welcher der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % ar-

beitsfähig ist und entsprechend keine schmerzbedingte Beeinträchtigung 

der Leistungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht besteht (vgl. VB 53; 77; 117) 

– nicht (VB 161 S. 4). Diese Beurteilung von Dr. med. H._____ ist nachvoll-

ziehbar und schlüssig, weshalb auf diese, entgegen den Ausführungen des 

Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 7), grundsätzlich abgestellt wer-

den kann. Im Bericht von Dr. med. AF._____ vom 17. Mai 2024 ist aus-

drücklich festgehalten, dass am 25. April 2024 eine diagnostische – und 

somit gerade keine therapeutische – Blockade des Nervus suralis links 

durchgeführt wurde und der Verdacht auf eine Affektion des Nervus suralis 

links auch mittels des angewandten Diagnoseverfahrens (und mangels da-

raus resultierender objektiver Befunde) nicht bestätigt werden konnte. Vor 

dem Hintergrund der vorgängig aufgezeigten Rechtsprechung zur Berück-

sichtigung von Schmerzangaben von versicherten Personen (vgl. E. 6.2) 

sowie unter Berücksichtigung der vorliegenden medizinischen Berichte der 

I._____ Klinik und der Universitätsklinik F._____ (vgl. E. 6.3) sowie der 

 - 10 - 

 

 

weiteren medizinischen Unterlagen (vgl. insbesondere auch den Bericht 

von med. pract. AG._____, Facharzt für Physikalische Medizin und Reha-

bilitation, und Prof. Dr. med. AH._____, Facharzt für Allgemeine Innere Me-

dizin und für Rheumatologie, Reha D._____, vom 8. Juni 2023 [VB 134 

S. 2 f.], gemäss welchem das Röntgen beider Füsse am  

22. Februar 2023 keine richtungsweisenden Auffälligkeiten ergeben habe 

und sich eventuell im Seitenvergleich nur eine minimale Reduktion der Kno-

chendichte linksseitig ergeben habe) ging die RAD-Ärztin Dr. med. 

H._____ betreffend die vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen 

im linken Fuss zu Recht von keiner quantitativen Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus, da sich diese auch nach 

umfassenden fachärztlichen Abklärungen nicht durch objektive Befunde er-

klären liessen und sich aus den Akten und auch aus den Ausführungen des 

Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte für eine (invalidenversicherungs-

rechtlich relevante) psychische Störung als Ursache dafür ergeben 

(vgl. VB 161). 

 

6.4. 

6.4.1. 

Dr. med. C._____, Reha D._____, führte in seinem Bericht vom 9. Septem-

ber 2024 aus, dass die RAD-Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2024 nur in dem 

Sinne schlüssig sei, dass man keine direkte Nervenschädigung im Bereich 

des linken Fusses habe nachweisen können. Nach wie vor bestehe ein 

neuropathischer Schmerz im Bereich des Nervus suralis. Völlig unbeachtet 

seien die Nebendiagnosen wie die Arthrose des unteren Sprunggelenks 

links, die chronische Lumboischialgie rechts bei Bandscheibenprotrusion 

L5/S1, die chronischen zervikospondylogenen Beschwerden bei Zustand 

nach Sturz aus 2,5 m Höhe auf den Kopf am 17. Juli 2024 sowie die nicht 

vollständige Funktion der rechten Hand bei Kontraktur des Kleinfingers. In 

Anbetracht dessen zeige sich eine höhere Arbeitsunfähigkeit bzw. ein an-

deres Belastungsprofil. Dieses entspreche einer leichten bis mittelschwe-

ren (bis 10 kg), wechselbelastenden Tätigkeiten mit einem Pensum von 

täglich 3 bis 6 Stunden. Nicht zumutbar seien dem Beschwerdeführer das 

übermässige Besteigen von Leitern und Treppen und das Gehen auf un-

ebenem Boden sowie Zwangshaltungen wie Armvorhalten und längeres 

Bücken oder Knien. Ausserdem sollte der Beschwerdeführer aufgrund der 

bekannten Probleme des linken Fusses von der Pflicht des Tragens von 

Arbeitsschuhen befreit werden (VB 166 S. 21; Beschwerdebeilage 3).  

 

6.4.2. 

Die RAD-Ärztin Dr. med. H._____ nahm in ihrer Aktenbeurteilung vom  

17. Oktober 2024 Stellung zum Bericht von Dr. med. C._____ vom 9. Sep-

tember 2024. In Bezug auf die von letzterem genannte Diagnose einer Arth-

rose des unteren Sprunggelenks links wies sie darauf hin, dass dem Be-

schwerdeführer aufgrund der bei diesem diagnostizierten Lisfranc-Arthrose 

am linken Fuss bereits orthopädische Serienschuhe zugesprochen worden 

 - 11 - 

 

 

seien (VB 167). Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. H._____ 

die mit den orthopädischen Befunden erklärbaren Fussbeschwerden des 

Beschwerdeführers bereits bei der Definition des Belastungsprofils in ihren 

vorgängigen Aktenbeurteilungen berücksichtigte, indem sie festhielt, dass 

diesem nur leichte (bis 10 kg), wechselbelastende (überwiegend sitzende, 

wenig stehende und gehende) Tätigkeiten ohne das Gehen auf unebenem 

Boden, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, in der Hocke auszu-

übende Tätigkeiten und jegliche Zwangshaltungen sowie das Tragen von 

schweren Gewichten zumutbar seien (vgl. RAD-Aktenbeurteilungen vom 

14. Juli 2020 [VB 53], 8. Juli 2021 [VB 77] und  

16. Dezember 2022 [VB 117 S. 4]). Die Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 

Dr. med. H._____ entspricht hinsichtlich des formulierten Belastungsprofils 

genau derjenigen von Dr. med. C._____ und weicht nur insofern von des-

sen Beurteilung ab, als dieser dem Beschwerdeführer in einer angepassten 

Tätigkeit eine schmerzbedingt reduzierte Leistungsfähigkeit attestierte.  

 

Des Weiteren wies Dr. med. H._____ in ihrer Stellungnahme vom 17. Ok-

tober 2024 darauf hin, dass sie bereits in der Aktenbeurteilung vom 16. De-

zember 2022 zu den Beschwerden der Lendenwirbelsäule (LWS) und am 

Nacken Stellung genommen und darauf hingewiesen habe, dass die klini-

sche Untersuchung durch Dr. med. AI._____, Facharzt für Physikalische 

Medizin und Rehabilitation, für Rheumatologie und für Allgemeine Innere 

Medizin, Kantonsspital AJ._____, vom 17. Februar 2022 (VB 101 S. 2 ff.) 

keine Hinweise auf eine radikuläre Problematik (insbesondere eine Proble-

matik der Nervenwurzel S1; vgl. VB 101 S. 3) ergeben habe, was gemäss 

dem MRI LWS vom 28. Mai 2021 (VB 147 S. 5 f.) hätte erwartet werden 

können (VB 117 S. 3). Der Aktenbeurteilung von Dr. med. H._____ vom 

16. Dezember 2022 ist zudem zu entnehmen, dass das MRI der Halswir-

belsäule (HWS) vom 3. Juli 2015 (VB 113.65) Protrusionen zwischen den 

Halswirbeln C5/6 und C6/7 ohne Nervenwurzelkompression sowie keine 

spinale oder foraminale Einengung gezeigt und die klinische Untersuchung 

durch Dr. med. AI._____ vom 17. Februar 2022 (VB 101 S. 2 ff.) ebenfalls 

keine radikulären Zeichen ergeben habe (VB 117 S. 3).  

 

Bezüglich der im Bericht von Dr. med. C._____ vom 9. September 2024 

erwähnten eingeschränkten Funktionsfähigkeit der rechten Hand bei Kon-

traktur des Kleinfingers (vgl. auch Beschwerde S. 6) wies Dr. med. H._____ 

in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2024 nach Lage der Akten zu 

Recht darauf hin, dass diese bereits seit dem Kindesalter besteht 

(vgl. VB 167), wobei aus den Akten nicht hervorgeht, dass der Beschwer-

deführer dadurch in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre. 

 

Vor diesem Hintergrund leuchtet es folglich ein, dass Dr. med. H._____ in 

ihren Aktenbeurteilungen vom 14. Juli 2020 (VB 53), 8. Juli 2021 (VB 77), 

16. Dezember 2022 (VB 117) und 4. Juli 2024 (VB 161) betreffend eine an-

gepasste Tätigkeit von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausging 

 - 12 - 

 

 

(VB 53, 77, 117; 161; 167). Der Bericht von Dr. med. C._____ vom 9. Sep-

tember 2024, welchem keine mit den angegebenen Schmerzen korrelie-

renden, fachärztlich schlüssig feststellbaren Befunde (vgl. E. 6.2) zu ent-

nehmen sind und aus welchem auch nicht hervorgeht, aufgrund welcher 

funktioneller Defizite dem Beschwerdeführer eine Verweistätigkeit lediglich 

in einem Pensum von drei bis sechs Stunden täglich zumutbar sein soll, 

vermag keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ein-

schätzung von Dr. med. H._____ zu wecken. Dies gilt umso mehr, als be-

handelnde Ärzte – als welcher auch Dr. med. C._____ als Oberarzt der 

Reha D._____, wo sich der Beschwerdeführer in Behandlung befand (vgl. 

VB 134 S. 2 ff.), zu qualifizieren ist – erfahrungsgemäss nicht nur in der 

Funktion als Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 f.; 125 V 351 

E. 3a/cc S. 353 f.), sondern auch als spezialärztlich behandelnde Medizi-

nalpersonen sowie auch behandelnde Therapiekräfte im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu-

gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteile des Bundesgerichts 8C_13/2023 

vom 28. Juni 2023 E. 4.3; 8C_660/2022 vom 25. Mai 2023 E. 5.4 mit Hin-

weis).  

 

6.5. 

Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren den auf entspre-

chende Anfrage seines Rechtsvertreters verfassten Bericht von med. pract. 

E._____, Universitätsklinik F._____, vom 25. September 2024 ein (vgl. Ein-

gabe vom 14. Oktober 2024). Dieser gab unter Verweis auf die in den vor-

gängigen Berichten der Universitätsklinik F._____ gestellten Diagnosen 

von chronischen Schmerzen an der lateralen Fusskante links, am ehesten 

dominant neuropathisch, bei Verdacht auf Affektion des Nervus suralis links 

im Narbenbereich, sowie eines chronischen zerviko- und lumbospondylo-

genen Schmerzsyndroms, eine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers ab. Bei starken Schmerzen, die trotz der Schmerztherapie 

und anderen konservativen Massnahmen bestünden, würden sie (die Ärzte 

der Universitätsklinik F._____) in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeits-

unfähigkeit von 100 % "empfehlen". Der Beschwerdeführer sei aber in einer 

sitzenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, da er nur über bewegungs- und 

belastungsabhängige Schmerzen berichte. Es gebe bei neuropathischen 

Schmerzen jedoch keine Garantie, dass bei leichten Bewegungen oder in 

Ruhe keine Schmerzen zu spüren seien und eine solche sitzende Tätigkeit 

sicher möglich sei (Beilage zur Eingabe vom 14. Oktober 2024). Diesbe-

züglich ist erneut darauf hinzuweisen, dass die von med. pract. E._____ 

erwähnten vom Beschwerdeführer geklagten, indes nicht mit damit korre-

lierenden, fachärztlich schlüssig feststellbaren Befunden erklärbaren neu-

ropathischen Schmerzen in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht zur 

Begründung einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tä-

tigkeit nicht genügen (vgl. E. 6.2 und 6.3.2). Damit bestehen auch aufgrund 

des Berichts von med. pract. E._____ vom 25. September 2024 keine auch 

nur geringen Zweifel an den Aktenbeurteilungen der RAD-Ärztin Dr. med. 

 - 13 - 

 

 

H._____, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer an-

gepassten wechselbelastenden (überwiegend sitzenden, wenig stehenden 

und gehenden) Tätigkeit auf 100 % einschätzte (vgl. VB 117; 161; 167).  

 

6.6. 

Auf die nachvollziehbaren und schlüssigen Aktenbeurteilungen der RAD-

Ärztin Dr. med. H._____ vom 14. Juli 2020 (VB 53), 8. Juli 2021 (VB 77), 

16. Dezember 2022 (VB 117), 4. Juli 2024 (VB 161) und 17. Oktober 2024 

(VB 167), welche auf umfassenden fachärztlichen Abklärungen unter Be-

rücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden beru-

hen, kann somit abgestellt werden. Der medizinische Sachverhalt erweist 

sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere 

Abklärungen (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 2) in antizipierter Beweiswürdigung 

zu verzichten ist, da von diesen betreffend den massgebenden, bis zum 

Verfügungszeitpunkt eingetretenen Sachverhalt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 

S. 220 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_341/2018 vom  

13. August 2018 E. 2.2), keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu erwar-

ten sind (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 mit Hinweisen). 

 

7. 

7.1. 

In der angefochtenen Verfügung ermittelte die Beschwerdegegnerin bei der 

Bemessung des Invaliditätsgrads per 1. März 2020 gestützt auf die Lohn-

angaben der letzten Arbeitgeberin des Beschwerdeführers für das Jahr 

2020 ein Valideneinkommen als Kranführer von Fr. 78'650.00 (VB 44.1 

S. 5). Das Invalideneinkommen legte sie unter Anwendung des Median-

lohns für Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 der Tabelle TA1 der Schwei-

zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 

(BFS) des Jahres 2018 (Total, Männer) sowie unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung (Index 105.1 [2018, Total]; Index 106.8 [2020, 

Total]) auf Fr. 68'863.00 fest. Daraus resultierte eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 9'787.00 und somit ein Invaliditätsgrad von gerundet 12 %. Per  

1. Januar 2024 berücksichtigte die Beschwerdegegnerin gestützt auf 

Art. 26bis Abs. 3 Satz 1 IVV einen Pauschalabzug von 10 % vom ermittelten 

Invalideneinkommen, was bei einem berücksichtigten Valideneinkommen 

von Fr. 78'650.00 eine Erwerbseinbusse von Fr. 16'673.30 und somit einen 

Invaliditätsgrad von gerundet 21 % ergab.  

 

7.2. 

7.2.1. 

Der von der Beschwerdegegnerin per 1. März 2020 vorgenommene Ein-

kommensvergleich zur Ermittlung des Invaliditätsgrads (vgl. Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich nicht umstritten. Zu berücksich-

tigen ist diesbezüglich jedoch, dass zur Ermittlung des für die Festsetzung 

des Invaliditätsgrads zu berücksichtigenden Invalideneinkommens die im 

Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns 

 - 14 - 

 

 

aktuellsten veröffentlichten Daten beizuziehen sind (vgl. BGE 150 V 67 

E. 4.2 S. 70; 143 V 295 E. 2.3 S. 297). Somit wäre in der Verfügung vom 

14. August 2024 zur Ermittlung des Invaliditätsgrads per 1. März 2020 auf 

die am 29. Mai 2024 publizierte LSE-Tabelle TA1 des BFS für das Jahr 

2020 mit nach CH-ISCO-19 neu ermittelten Werten abzustellen gewesen. 

Per 1. März 2020 resultiert unter Anwendung des Medianlohns für Tätig-

keiten des Kompetenzniveaus 1 dieser Tabelle (Total, Männer) von 

Fr. 5'261.00 sowie unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentli-

chen Arbeitszeit von 41,7 Stunden ein Invalideneinkommen von 

Fr. 65'815.00. Dies ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 12'835.00 und so-

mit einen unter 40 % liegenden und damit rentenausschliessenden (vgl. 

Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) Invaliditätsgrad von 16 %, welcher auch nach der 

ab 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage keine relevante Änderung erfuhr 

(vgl. E. 3). 

 

7.2.2. 

Zur Festsetzung des Invaliditätsgrads per 1. Januar 2024 ist das für das 

Jahr 2020 ermittelte Valideneinkommen an die Nominallohnentwicklung 

anzupassen (Index 105.6 [2020, Total]; Index 108.7 [2023, Total]), was ein 

Valideneinkommen von Fr. 80'958.85 ergibt. Das Invalideneinkommen ist 

ebenfalls gestützt auf die aktuellsten statistischen Daten (vgl. vgl. BGE 150 

V 67 E. 4.2 S. 70; 143 V 295 E. 2.3 S. 297), d.h. gestützt auf die am 29. Mai 

2024 publizierte LSE-Tabelle TA1 für das Jahr 2022 zu ermitteln. Unter Be-

rücksichtigung des Medianlohns für Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 

dieser Tabelle (Total, Männer) von Fr. 5'305.00, der Nominallohnentwick-

lung (Index 107.1 [2022, Total]; Index 108.9 [2023, Total]) und der betriebs-

üblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden sowie nach Abzug 

des ab 1. Januar 2024 zu berücksichtigenden Pauschalabzugs von dem 

auf der Grundlage von lohnstatistischen Angaben (Tabellenlohn) ermittel-

ten Invalideneinkommen von 10 % (Art. 26bis Abs. 3 Satz 1 IVV [in der ab 

1. Januar 2024 geltenden Fassung]) ergibt dies einen Betrag von 

Fr. 60'733.00. Per 1. Januar 2024 ergibt sich aus der Gegenüberstellung 

des Validen- und des Invalideneinkommens des Beschwerdeführers eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 20'226.00 und somit ein ebenfalls rentenaus-

schliessender Invaliditätsgrad von 25 % (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG).  

 

7.2.3. 

Die Beschwerdegegnerin hat das Rentenbegehren des Beschwerdeführers 

demnach zu Recht abgewiesen. Vor dem Hintergrund, dass für diesen 

nach eigenen Angaben eine Rente "nicht einmal im Vordergrund" steht und 

er unbedingt wieder einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchte (vgl. Be-

schwerde S. 5), bleibt anzumerken, dass es ihm unbenommen ist, die Be-

schwerdegegnerin erneut um Gewährung beruflicher Massnahmen zu er-

suchen. 

 

 - 15 - 

 

 

8. 

8.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. 

 

8.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

8.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 - 16 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 7. Mai 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Biehler