# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 736fcd83-654e-5219-a2f1-7d791bb7feaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2009 E-4726/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4726-2009_2009-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4726/2009/ame

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

A._______, Nigeria,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4726/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein Angehöriger der Ethnie der (...)  aus 
B._______,  eigenen  Angaben  zufolge  seinen  Heimatstaat  im  März 
2008 verliess und mit dem Schiff  von C._______ in ein unbekanntes 
europäisches Land reiste,

dass ihn ein unbekannter weisser Mann von dort mit dem Auto mitge-
nommen habe,  ohne dass er  ihn  dafür  habe bezahlen müssen,  und 
dass er nach unbekannter Reisedauer am 9. April  2008 illegal in die 
Schweiz eingereist sei, beziehungsweise dass er einmal in einen LKW 
umgestiegen und so in die Schweiz gelangt sei, 

dass der Beschwerdeführer am 9. April  2008 im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum (EVZ) Chiasso um Asyl nachsuchte, wo er am 29. Ap-
ril 2008 zum Reiseweg und zu den Ausreisegründen (act. A17) und am 
1. Juli 2009 vom BFM zu den Asylgründen angehört wurde (act. 19),

dass er angab, er habe nie ein Identitätspapier besessen, da es in Ni-
geria genüge, sich mit der Sprache auszuweisen, und er nicht die Ab-
sicht gehabt habe zu reisen, 

dass er einen Mitgliederausweis der Bewegung MASSOB (Movement 
for the Actualization of the Sovereign State of Biafra), ausgestellt am 
2. April 2006, zu den Akten reichte, 

dass er anlässlich der Bundesanhörung ausführte, seine Mutter besit-
ze möglicherweise einen Taufschein oder eine Geburtsurkunde, er ver-
zichte aber aufgrund der ihm zur Verfügung gestellten kurzen Zeit  auf 
den Versuch einer Beschaffung,

dass er zu seinen Asylgründen angab, er sei seit 2005 beziehungswei-
se 2006 einfaches Mitglied der MASSOB,

dass er im Sommer 2006 in gewalttätige Auseinandersetzungen zwi-
schen der MASSOB und der NARTO (Association of Road Transport 
Owners) in Onitsha verwickelt gewesen sei, 

dass er nicht in besonderer Weise beteiligt gewesen sei, sondern, wie 
alle anderen auch, einfach mitgekämpft habe, wobei er eine Wunde im 
Gesicht davongetragen habe,

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dass die NARTO allerdings behauptet habe, das Benzin, mit dem im 
Verlauf  der  Auseinandersetzungen  Autos  verbrannt  worden  seien, 
habe aus seinem Motorrad gestammt, 

dass die nigerianische Polizei und das Militär eingegriffen hätten, um 
den  Frieden  wieder  herzustellen,  wobei  sie  sowohl  Mitglieder  der 
MASSOB als auch der NARTO und Unbeteiligte erschossen hätten,

dass die Soldaten sich dann verstärkt gegen die MASSOB-Mitglieder 
gewandt  und  diese  verhaftet,  gefoltert  und  umgebracht  hätten,  und 
schliesslich mehrere Personen erschossen und in den Fluss geworfen 
hätten, was der Auslöser der Flucht von allen gewesen sei,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  zunächst  in  D._______  bei 
verschiedenen Leuten versteckt  gehalten habe und Anfang 2007 ins 
Dorf  E._______  geflohen  sei,  wo  er  bis  im  November  desselben 
Jahres geblieben sei,

dass er  Anfang November 2007 in die Kirche gegangen sei  und ihn 
sein Nachbar beziehungsweise seine Nachbarin dort aufgesucht habe, 
um ihm mitzuteilen, dass ihn sechs Personen zu Hause gesucht hätten,

dass er direkt nach C._______ gegangen sei und sich dort bei einem 
Freund  seiner  Schwester  beziehungsweise  einem  seiner  Kunden 
namens N. versteckt gehalten habe,

dass seine Schwester  ihn  angerufen habe um mitzuteilen,  dass  sie, 
vermutlich im März 2008, auf der Strasse angehalten und nach seinem 
Aufenthaltsort gefragt worden sei, und dass diese Personen ihr gesagt 
hätten, sie wüssten, dass er sich in C._______ oder F._______ aufhal-
te, und sie ihn überall in Nigeria finden würden,

dass er nicht wisse, ob es sich bei den Leuten, die ihn suchten, um 
Soldaten  oder  um NARTO-Mitglieder  handle,  und  dass  sein  Freund 
aus C._______ seine Ausreise organisiert habe, 

dass  er  in  D._______  ein  guter  Fussballspieler  und  eine  bekannte 
Person sei  und dort  seine Eltern,  einen Bruder  und eine Schwester 
zurückgelassen habe, 

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dass  er  hinsichtlich  seiner  beruflichen  Tätigkeit  angab,  er  habe  in 
D._______  seit  dem  Jahre  2001  und  bis  zu  seiner  Abreise  nach 
C._______ im Jahre 2007 ein Geschäft für Motorradersatzteile geführt,

dass  der  Beschwerdeführer  vom  Strafbefehlsrichter  des  Kantons 
Y._______  am  10.  Oktober  2008  der  mehrfachen  Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz für schuldig befunden und zu einer 
bedingten  Geldstrafe  von  60  Tagessätzen  à  Fr.  30.–  bei  einer 
Probezeit  von  zwei  Jahren  und  einer  Busse  von Fr. 300.– verurteilt 
wurde, nachdem bei ihm 10,8 g Kokain und Fr. 40.– aus Drogenerlös 
beschlagnahmt worden waren,

dass das BFM auf  das Asylgesuch mit  Verfügung vom 15. Juli  2009 
nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
verfügte und den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  ausführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 
und es lägen dafür keine entschuldbaren Gründe vor,

dass er im Zusammenhang mit seinen Papieren und den Umständen 
seiner Reise in die Schweiz unglaubhafte Angaben gemacht habe,

dass  seine  Vorbringen  zu  den  Asylgründen  unsubstanziiert,  wider-
sprüchlich  und  unlogisch  ausgefallen  seien,  weshalb  er  die  Flücht-
lingseigenschaft  nicht  erfülle,  und dass keine zusätzlichen Abklärun-
gen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegwei-
sungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass namentlich seine Aussagen zur behaupteten MASSOB-Mitglied-
schaft und der daraus abgeleiteten Verfolgung nicht geglaubt würden, 
zumal  seine Angaben zur MASSOB und zu seiner Beziehung zu ihr 
äusserst vage ausgefallen seien, er sich hinsichtlich der Mitteilung sei-
ner Schwester und der Ausreise in den Daten widersprochen habe und 
nicht nachvollziehbar sei, wie seine Verfolger von seinem Aufenthalt in 
C._______ erfahren und wieso sie ihre diesbezüglichen Vermutungen 
gegenüber der Schwester geäussert haben sollen,

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erweise, 

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, die BFM-Verfügung vom 15. Juli 2009 sei aufzuheben und 
sein Asylgesuch sei gutzuheissen, eventuell sei die Wegweisungsver-
fügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er in formeller Hinsicht um Kostenbefreiung ersuchte,

dass er sich zur Begründung im Wesentlichen auf eine Wiederholung 
seiner Vorbringen beschränkte, wobei er nun angab, in C._______ seit 
November  2007  und  bis  zur  Ausreise  gearbeitet  zu  haben,  und  er-
gänzend ausführte, die Leute, die seine Schwester auf offener Strasse 
angesprochen hätten, hätten auch sie bedroht,

dass er zur MASSOB bemerkte, bei so einem komplizierten Namen sei 
es nicht verwunderlich, wenn es ab und zu Schwierigkeiten gäbe,

dass er Flüchtling im Sinne  des Abkommens vom 28. Juli  1951 über 
die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30)  und  bei  einer 
Rückkehr nach Nigeria im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) gefährdet sei,

dass die Akten des BFM am 28. Juli 2009 beim Bundesverwaltungsge-
richt eingingen (Art. 109 Abs. 2 des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher  zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch 
begründet wird (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG getroffen 
hat, die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts nicht 
auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist, sondern auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  wobei  über  deren  Bestehen  beziehungs-
weise Nichtbestehen abschliessend materiell  zu entscheiden ist,  so-
weit  dies  im  Rahmen einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5 mit Hinweisen),

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet und auf das entsprechende Begehren dem-
zufolge nicht einzutreten ist,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht  in  der Lage, oder  wenn aufgrund der Anhörung sowie ge-
stützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt 
wird oder sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 

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Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. a-c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu BVGE 2007/7) abgegeben hat,

dass das BFM zu Recht zum Schluss gekommen ist, es lägen dafür 
keine entschuldbaren Gründe vor, 

dass namentlich die Angaben des Beschwerdeführers zu den Reiseum-
ständen unglaubhaft sind und, um Wiederholungen zu vermeiden, zur 
Begründung auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen in der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass er sich im Zusammenhang mit der Beschaffbarkeit von Identitäts-
papieren aber auch deutlich widersprach, indem er anlässlich der Befra-
gung im EVZ angab, er wisse, dass die MASSOB-Karte kein rechtsge-
nügliches Papier sei, und er habe nichts unternommen, um ein solches 
erhältlich zu machen, weil er nichts tun könne (A17 S. 3), und demge-
genüber im Rahmen der Bundesanhörung aussagte, im EVZ habe man 
behauptet,  die  MASSOB-Karte  sei  ausreichend,  was  der  Grund  sei, 
dass er sich nicht um andere Papiere gekümmert habe (A19 S. 3),

dass er  im Übrigen -  unabhängig vom Umstand,  dass die  MASSOB-
Karte kein rechtsgenügliches Reise- oder Identitätspapier im Sinne der 
massgeblichen Bestimmung ist  -  seinen offensichtlichen Unwillen,  bei 
der Papierbeschaffung mitzuwirken, dadurch kundtat, dass er sich wei-
gerte, seine Geburtsurkunde, welche er im Übrigen erst im Rahmen der 
Bundesanhörung überhaupt erwähnte, zu beschaffen (A19 S. 19), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nichts dage-
gen vorbringt, 

dass das BFM zu Recht auch die übrigen Vorbringen des Beschwerde-
führers als unglaubhaft erachtete,

dass die vom BFM ausführlich dargelegten und stichhaltigen Argumen-
te nicht wiederholt werden müssen, wobei hervorzuheben ist, dass ge-
rade der rund zweijährige Verbleib des Beschwerdeführers in Nigeria 
nach den geltend gemachten Ereignissen gegen eine flüchtlingsrecht-
lich relevante Gefährdung spricht,

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dass dies umso mehr gilt, als er selbst angegeben hatte, er habe sei-
nen  Laden  in  D._______  bis  Ende  des  Jahres  2007,  als  er  nach 
C._______ gegangen sei, weitergeführt, weshalb es seinen Verfolgern 
ohne Weiteres möglich gewesen wäre, ihn zu finden, zumal er eine in 
D._______ bekannte Person gewesen sein will,

dass er in der Beschwerde zudem ausführt, er habe auch in Port Hart-
court gearbeitet,

dass diese Aussagen zudem seinen Äusserungen, er habe sich stets 
versteckt, widersprechen (A19 S. 5, 8 f.) und seine Unglaubwürdigkeit 
unterstreichen, was auch für das auf Beschwerdestufe nachgeschobe-
ne Vorbringen, auch seine Schwester sei bedroht worden, gilt,

dass sein Einwand in der Beschwerde, angesichts des komplizierten 
Namens der Bewegung MASSOB sei ihm dessen ungenaue Wiederga-
be nicht entgegenzuhalten, bezüglich seiner Unglaubwürdigkeit nichts 
zu seinen Gunsten bewirkt,

dass der Schluss des BFM, die geltend gemachten Verfolgungsgründe 
vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  im Sinne von 
Art.  7  AsylG  nicht  zu  genügen,  weshalb  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  zu  bestätigen  ist,  wobei  diese 
Feststellung  bereits  aufgrund  einer  summarischen  Prüfung  der  Vor-
bringen des Beschwerdeführers getroffen werden konnte,

dass sich aus den nachfolgenden Erwägungen zur Frage des Wegwei-
sungsvollzugs ergeben wird,  dass offensichtlich keine Wegweisungs-
vollzugshindernisse  vorliegen  und  entsprechend  diesbezüglich  keine 
zusätzlichen Abklärungen nötig waren,

dass das BFM mithin zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-
steht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der  Vollzug der  Wegweisung unter  dem Aspekt  der  flüchtlings-
rechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft darzutun, wes-
halb das in Art. 5  AsylG und Art. 33 Ziff. 1 FK verankerte Prinzip des 
flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet,

dass ein Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria  sich  unter  dem Blickwinkel  der  menschenrechtlichen Bestimmun-
gen nur dann als unzulässig erweisen würde, wenn er dort mit beacht-
licher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grau-
same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 
SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre, wobei 
er gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrech-
te (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses eine konkrete 
Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen müsste  (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 16 S. 22, mit weiteren Hinweisen),

dass die Präsidentschaftswahlen in Nigeria im Sommer 2007, aus wel-
chen Umaru Musa Yara'Adua als Sieger hervorging, von massiven Ma-
nipulationen und Gewaltakten begleitet waren, und eine Lösung im be-
waffneten Konflikt im Nigerdelta sich noch nicht abzeichnet, wenn auch 
der neue Präsident  eine solche zur vorrangigen Priorität  erklärt  hat, 
und dass auch der muslimisch geprägte Norden Nigerias zur Zeit von 
Unruhen erschüttert wird,

dass die allgemeine Menschenrechtslage in Nigeria in verschiedenen 
Bereichen Defizite aufweist, der Beschwerdeführer aber nicht darzutun 
vermag, inwiefern ihm ernsthafte Gefahr vor einer menschenrechtswid-

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rigen Behandlung droht,  zumal seine Vorbringen nicht glaubhaft  sind 
und sich keine entsprechenden Hinweise aus den Akten ergeben,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer nicht aus einer von Unruhen betroffenen 
Region Nigerias stammt und nicht  erkennbar  ist,  inwiefern  das BFM 
seinen individuellen Umständen nicht  Rechnung getragen hätte,  zu-
mal er - auch auf Beschwerdestufe - nicht vorbringt, diese würden eine 
konkrete Gefährdung für den Fall einer Rückkehr nach Nigeria bewirken,

dass er jung und aktenkundig gesund ist, im Heimatstaat laut eigenen 
Angaben über ein soziales Netz verfügt und ein eigenes Geschäft ge-
führt sowie bis zur Ausreise in C._______ gearbeitet hat, weshalb ihm 
ohne Weiteres möglich sein dürfte, nach der  Rückkehr in sozialer und 
wirtschaftlicher Hinsicht wieder Fuss zu fassen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass  demnach  nicht  dargetan  ist,  inwiefern  die  angefochtene  Verfü-
gung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  grundsätzlich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass sein Gesuch um Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten, 
unabhängig  von der  nicht  belegten Bedürftigkeit,  abzuweisen ist,  da 
sich die Beschwerde als aussichtslos im Sinne des Gesetzes erweist, 
und die Verfahrenskosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) ihm aufzuerlegen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

2.
Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

Versand: 

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Zustellung erfolgt an:   

- den Beschwerdeführer  (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein, 
angefochtene Verfügung im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N  (...)  (in 
Kopie)

- die kantonale Migrationsbehörde (in Kopie)

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