# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f89ae87-deb5-5ff2-889f-9e9182e44b9e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 04.05.2021 S 2020 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-21_2021-05-04.pdf

## Full Text

§

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 21

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 4. Mai 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lucien W. Valloni,

Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1987, wohnhaft in Q._____, war in der Saison 

2018/2019 als Eishockey-Spieler beim Hockey Club E._____ AG 

(nachfolgend P._____) angestellt und dadurch obligatorisch gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen bei der B._____ AG 

(nachfolgend C._____) versichert, als er am 21. August 2018 anlässlich 

eines Eishockey-Spiels in R._____ nach einem Kontakt mit einem Spieler 

plötzlich Schmerzen im rechten Kniegelenk verspürte. Die Erstbehandlung 

erfolgte am 22. August 2018 in R._____, wo am rechten Knie eine 

ausgedehnte osteochondrale Läsion an der zentralen femoralen Trochlea 

mit bis auf den Knochen reichendem, z.T. unterminiertem Knorpelschaden 

und angrenzendem Knochenmarködem – DD bone bruise – sowie ein 

grösseres, disloziertes Knorpel-Flake diagnostiziert wurden.

2. Nach diversen Abklärungen lehnte die C._____ mit Verfügung vom 

27. Mai 2019 ihre Leistungspflicht ab und verneinte das Vorliegen eines 

Unfalls wie auch einer unfallähnlichen Körperschädigung. Dagegen erhob 

A._____ mit Schreiben vom 25. Juni 2019 Einsprache, die mit 

Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2019 abgewiesen wurde. 

Begründend führte die C._____ im Wesentlichen an, dass der Vorfall 

keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor darstelle und damit kein Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG vorliege.

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Februar 

2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit den Anträgen, die Verfügung der C._____ vom 19. Dezember 2019 sei 

aufzuheben und sie sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die volle 

Versicherungsleistung im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

21. August 2018 zu erbringen; eventualiter sei die Sache zur erneuten 

Überprüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer 

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machte im Wesentlichen geltend, der Unfall habe sich ereignet, als sein 

rechtes Knie vom Knie des Gegners getroffen worden sei, was 

gravierende Folgen gehabt und einen langwierigen Heilungsprozess nach 

sich gezogen habe. Das Kantonsspital D._____ und das Spital E._____ 

hätten einen St. n. KAS rechts mit Narbenlösung lateraler Recessus sowie 

AMIC-Plastik zentral trochleär augmentiert mit minced Procedure 

(Chondroguide) über mediale Arthrotomie rechts am 11. Januar 2019 

mit/bei chondraler Läsion zentral in der Trochlea infolge eines 

Distorsionstraumas vom August 2018 Knie rechts und St. n. VKB-Plastik 

(BTB) 2016, fecit in S._____, diagnostiziert. Der Zusammenstoss, bei dem 

das Knie des Gegners sein Knie getroffen habe, stelle klar einen in der 

Aussenwelt begründeten Umstand, der seinen Bewegungsablauf gestört 

habe, dar. Damit liege eine "Programmwidrigkeit" bzw. ein unkoordinierter 

Bewegungsablauf vor, womit der ungewöhnliche äussere Faktor und 

damit der Unfallbegriff erfüllt sei.

4. In der Beschwerdeantwort vom 18. Februar 2020 schloss die C._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den 

Einspracheentscheid auf die Abweisung der Beschwerde. Sie machte im 

Wesentlichen geltend, dass am Einspracheentscheid vom 19. Dezember 

2019 festgehalten werde. Bestritten werde, dass das Knie des 

Beschwerdeführers vom Knie des Gegenspielers getroffen worden sei; im 

vom Beschwerdeführer eingereichten Video sei nicht ersichtlich, dass sich 

die Knie der Spieler berührten. Bestritten werde auch das Vorliegen einer 

Ungewöhnlichkeit, da bei Sportverletzungen das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit nur dann gegeben sei, wenn ein besonderes 

Vorkommnis vorliege, welches objektiv gesehen nicht mehr im Rahmen 

dessen liege, was für die jeweilige Sportart alltäglich und üblich sei. Liege 

hingegen ein Geschehen in der gewöhnlichen Bandbreite der 

Bewegungsmuster der betreffenden Sportart, liege kein ungewöhnliches 

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äusseres Ereignis und damit kein Unfall gemäss Art. 4 ATSG vor. Auch 

liessen Folgen eines Ereignisses keine Rückschlüsse über dessen 

Ungewöhnlichkeit zu.

5. Mit Replik vom 2. März 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Rechtsbegehren fest und vertiefte seine bisherigen Ausführungen. Er 

reichte zudem die (undatierte) Expertenmeinung von M.D., Ph.D. F._____ 

(engl. Originalversion/dt. Übersetzung) ein, wonach zwischen dem im 

Video sichtbaren Stoss auf das Knie des Beschwerdeführers und der nach 

dem Unfall entwickelten Symptome (Schmerzen, Schwellung und 

Blockierung des Knies), die den Beschwerdeführer schliesslich zum 

Rückzug aus dem Spiel veranlassten, klar ein Zusammenhang bestehe. 

Dieser Zusammenprall habe zum Knorpelschaden der 

Oberschenkeltrochlea geführt. Darüber hinaus zeige auch das im 

Nachhinein erstellte MRI eindeutig eine akute und traumatische 

Knorpelverletzung der Femoraltrochlea, die durch eine grosse 

Knochenkontusion unter dem Knorpelschaden und einen Erguss im 

Kniegelenk (Hydrops) angezeigt würde. Eine alte/degenerative 

Knorpelerkrankung könne ausgeschlossen werden, da bei einer solchen 

die Knochenkontusion/das Knochenödem fehlen würden. Ausserdem 

zeige ein früheres, vor weniger als einem Jahr vor dem Vorfall 

angefertigtes MRI des gleichen rechten Knies keinen Knorpelschaden 

oder eine Degeneration/Ostheoarthrose der Femurtrochlea. Somit sei 

unbestreitbar festzustellen, dass der Beschwerdeführer beim 

Eishockeyspiel vom 21. August 2018 eine akute traumatische Verletzung 

des rechten Knies erlitten habe und der Verletzungsmechanismus auf dem 

Video, ein direkter Schlag auf das rechte Knie, deutlich zu erkennen sei.

6. In der Duplik vom 15. April 2020 vertiefte die Beschwerdegegnerin bei 

unveränderten Rechtsbegehren ihre bisherigen Ausführungen 

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insbesondere unter Berufung auf das eingereichte Video (CD über die 

fragliche Spielszene in der Spielminute 13:58).

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2019 (Beschwerdeführer-

ische Akten [Bf-act.] 2; Beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 63). 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen 

Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde 

an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in 

welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung 

ihren Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im 

Ausland, ist gemäss Art. 58 Abs. 2 ATSG das Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer 

Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber 

Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer ist in S._____ wohnhaft, er war im 

Kanton Graubünden nie zum Wohnsitz angemeldet. Da jedoch sein letzter 

Arbeitgeber seinen Sitz in der bündnerischen Gemeinde E._____ hat, ist 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig. Dessen sachliche 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

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Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist damit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht 

für das Ereignis vom 21. August 2018 bzw. das Vorliegen eines 

Unfallereignisses im Sinne von Art. 4 ATSG zu Recht verneint hat.

3.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen 

Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Faktor ist das 

zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist das 

Gegenstück zur – den Krankheits-

begriff konstituierenden – inneren Ursache (vgl. BGE 134 V 72 E.4.1; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). Die Bezeichnung 

der massgebenden Genese wird aber erst durch die weiter erforderliche 

Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ermöglicht. Die meisten 

Krankheiten beruhen auf einer Wechselwirkung von inneren und äusseren 

Faktoren; oft ist die letztlich pathogene innere Ursache ihrerseits ohne 

Umwelteinflüsse nicht denkbar. Das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit wurde entwickelt, um die "tausendfältigen kleinen und 

kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche gänzlich 

unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas 

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Besonderem Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff 

auszuscheiden. Das Merkmal des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen 

Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkungen, die aus alltäglichen 

Vorgängen resultieren, taugen in der Regel nicht als Ursache einer 

Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im Innern des 

Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslösung des 

Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktors nichts; Unfall setzt 

vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhnlich 

ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (vgl. BGE 134 

V 72 E.4.1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_842/2018 vom 

6. Mai 2019 E.3.3.1, 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E.3.4).

Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im 

jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob 

dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die 

objektiven Umstände in Betracht fallen. Definitionsgemäss bezieht sich 

das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 

äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (vgl. BGE 142 V 219 

E.4.3.1 und 134 V 72 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_368/2020 vom 

17. September 2020 E.4.2, 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). Ohne 

Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äussere Faktor 

allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat 

(vgl. BGE 142 V 219 E.4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_368/2020 

vom 17. September 2020 E.4.2, 8C_545/2019 vom 14. November 2019 

E.9.1, 8C_842/2018 vom 6. Mai 2019 E.3.3.1). Ausschlaggebend ist, dass 

sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 

menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein 

begründen keine Ungewöhnlichkeit (vgl. BGE 142 V 219 E.4.3.1, BGE 134 

V 72 E.4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_842/2018 vom 6. Mai 2019 

E.3.3.1, 8C_282/2017 vom 17. August 2017 E.3.1.1). Bei Schädigungen, 

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die sich auf das Körperinnere beschränken (wie etwa bei Muskel- und 

Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder Hernien), unterliegt der Nachweis 

der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors besonders strengen 

Anforderungen. Regelmässig bedarf es – neben den üblichen, dem 

täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden Kräften 

– eines schadensspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall 

angenommen werden kann (vgl. BGE 134 V 72 E.4.3.2.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_225/2019 vom 20. August 2019 E.3.2, 8C_268/2019 

vom 2. Juli 2019 E.3).

3.2. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das für den Unfallbegriff 

wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei 

der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich 

dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 

beeinflusst hat (vgl. BGE 130 V 117 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 

8C_395/2020 vom 28. September 2020 E.2.2, 8C_671/2019 vom 11. März 

2020 E.2.3). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte 

Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder 

wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige 

Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (vgl. NABOLD, in: 

HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 Rz. 32). Bei gewissen typischen 

Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von 

Krankheit, namentlich von vorbestehenden degenerativen Veränderungen 

eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablaufs eintreten 

können, muss das Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit besonders 

deutlich erfüllt bzw. die Schädigung unter besonders sinnfälligen 

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Umständen gesetzt worden sein. Dasselbe gilt für körpereigene Traumen, 

d.h. für Schädigungen infolge einer im Körperinnern vor sich gehenden 

Krafteinwirkung. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen 

Fällen entweder die Folge einer bestimmten sinnfälligen Überanstrengung 

sein oder unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein 

(vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 40; vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 28. September 2020 E.4.2, 

8C_783/2013 vom 10. April 2014 E.4.2 f.).

4. Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 ATSG). Das Gericht hat den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative 

und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 

abzuklären und festzustellen (vgl. BGE 144 V 427 E.3.2). Aus der 

Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip der freien Beweiswürdigung, 

wonach das Gericht an keine förmlichen Beweisregeln gebunden ist 

(Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen 

und sorgfältig nach dessen Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (BGE 144 V 427 

E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 8C_745/2020 vom 

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29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 2020 E.1.3). Gemäss 

Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall 

gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung 

müssen aber über das konkrete Geschehen genaue und möglichst 

detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund derer der 

Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares 

Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 

V 298 E.5b; Urteil des Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3). 

Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum 

Geschehensablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der 

Unfallversicherung zur Folge haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_338/2018 vom 17. Dezember 2018 E.4.2). Im Streitfall hat das 

Versicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des 

Unfallbegriffs, speziell die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, 

gegeben sind (vgl. BGE 112 V 201 E.1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_358/2016 vom 28. September 2019 E.3.4).

5.1. Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Hergang des Vorfalls als Unfallereignis 

im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Zum Ereignis vom 

21. August 2018 und dem Beschwerde-/Behandlungsverlauf ist den Akten 

Folgendes zu entnehmen: Gemäss Schadenmeldung vom 29. August 

2018 hat der Beschwerdeführer nach einem Gegnerkontakt während 

eines Eishockey-Spiels in R._____ einen plötzlichen Schmerz im rechten 

Kniegelenk verspürt (Bg-act. 1). Die Erstbehandlung mit MRI erfolgte am 

22. August 2018 in R._____ (Bg-act. 13). Dr. med. G._____, Fachärztin 

Radiologie, Radiologie Südost/MRI-Institut Spital E._____, befand 

gestützt auf den MRI-Bericht vom 4. Oktober 2018 einen im Vergleich zur 

Voruntersuchung grössenregredienten, jedoch noch deutlichen 

Kniegelenkserguss; trochleär eine bis zum subchondralen Knochen 

reichende Knorpelschädigung sowie eine im Vergleich zur 

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Voruntersuchung deutliche, fast vollständige Rückbildung des 

Knochenmarködems im Bereich der Trochlea angrenzend an 

beschriebenen Knorpelschaden (Bg-act. 14). Am 5. Oktober 2018 erfolgte 

die Zweitbeurteilung/Befundung der Fremdaufnahmen R._____ 

(Untersuchung extern am 22. August 2018/Verdrehtrauma vom 21. August 

2018) durch Dr. med. H._____, Facharzt Radiologie FMH, Radiologie 

Südost/MRI-Institut Spital E._____. Er befand einen ausgeprägten Erguss 

im rechten Kniegelenk; an zentraler femoraler Trochlea scharf begrenzten, 

bis auf den Knochen reichenden Knorpeldefekt mit Unterminierung des 

angrenzenden Knorpels mit Ausdehnung des Defekts von 10x18 mm; den 

Nachweis eines Knorpel-Flakes von ca. 18 mm Länge. Er beurteilte eine 

ausgedehnte osteochondrale Läsion an der zentralen femoralen Trochlea 

mit bis auf den Knochen reichendem, z.T. unterminiertem Knorpelschaden 

und angrenzendem Knochenmarködem – DD bone bruise. Zudem ein 

grösseres, disloziertes Knorpel-Flake und einen ausgeprägten 

Kniegelenkserguss (Bg-act. 13).

Der Beschwerdeführer gab im Fragebogen Unfallhergang vom 25. 

Oktober 2018 an, dass in seinem Bewegungsablauf sein Kniegelenk 

blockiert habe, was ungewöhnlich gewesen sei; er habe eine 

unkontrollierte Bewegung im Sinne einer reflexartigen Abwehrbewegung 

beim Drehen auf dem Eis gemacht (Bg-act. 19 S. 1).

Am 29. Oktober 2018 bat der behandelnde Dr. med. I._____, Chefarzt 

Innere Medizin Spital E._____, die Beschwerdegegnerin unter Beilage 

eines Kostengutsprachegesuchs von Dr. J._____, Consultant Orthopedic 

and Trauma Surgeon, Knee and Sports-Medicine Specialist, vom 

23. Oktober 2018, welcher auf die am 22. August 2018 im MRI 

festgestellten Verletzungen verwies, ohne jedoch einen Zusammenstoss 

mit einem Gegenspieler zu erwähnen (vgl. Bg-act. 22), um Übernahme der 

Operationskosten in S._____ (Bg-act. 21). Dr. med. I._____ attestierte 

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dem Beschwerdeführer ab dem 21. August 2018 eine 100 % 

Arbeitsunfähigkeit, ab dem 3. September 2018 eine volle Arbeitsfähigkeit, 

ab dem 5. September 2018 aber wiederum eine 50 % und ab dem 

5. Oktober 2018 erneut eine 100 % Arbeitsunfähigkeit (vgl. Unfallschein 

vom 22. November 2018, Bg-act. 25).

Im Arztbericht vom 3. Januar 2019 über die Untersuchung vom 2. Januar 

2019 diagnostizierten die Dres. med. K._____ und L._____, Kantonsspital 

D._____ eine chondrale Läsion zentral in der Trochlea infolge eines 

Distorsionstraumas vom August 2018 Knie rechts mit/bei St.n. VKB-Plastik 

(BTB) 2016, fecit in S._____. Aufgrund der Anamnese, des Befunds und 

des MRI vom 5. Januar 2018 (extern), welches einen zentralen 

trochleären Defekt chondral zeigte, empfahlen sie bei hartnäckiger 

Beschwerdepersistenz die operative Sanierung (Bg-act. 30 S. 1). Die 

Dres. med. K._____ und L._____ baten die Beschwerdegegnerin um 

Leistungsübernahme, da in Zusammenschau der Befunde – offenbar 

lagen ihnen MRI aus dem Jahre 2017, vom 5. Januar 2018 und vom 

August 2018 vor – der gegebene Knorpelschaden aus orthopädisch-

chirurgischer Sicht als unfallkausal einzustufen sei (Bg-act. 30 S. 2). 

Mit Austrittsbericht des KSGR vom 13. Januar 2019 stellten die Dres. med. 

K._____ und L._____ mit Dipl. med. M._____ die Diagnose einer 

chondralen Läsion zentral in der Trochlea infolge eines Distorsionstrauma 

vom August 2018 Knie rechts und St.n. VKB-Plastik (BTB) 2016, fecit in 

S._____, und bescheinigten dem Beschwerdeführer eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 11. Januar 2019 bis zum 

24. Februar 2019 (Bg-act. 40). 

Gemäss Operationsbericht vom 14. Januar 2019 über die Operation am 

11. Januar 2019 durch Dr. med. L._____, Oberarzt, Klinik für Orthopädie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, erfolgte eine 

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Kniegelenksarthroskopie rechts mit Narbenlösung lateraler Recessus 

sowie AMIC-Plastik zentral trochleär augmentiert mit minced Procedure 

(Chondroguide) über mediale Arthrotomie rechts (Bg-act. 39).

Mit formlosem Schreiben vom 14. Januar 2019 teilte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass keine Leistungen 

übernommen würden, da bezüglich des Ereignisses vom 21. August 2018 

kein Unfall und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorlägen (Bg-

act. 34).

Am 11. April 2019 beurteilte Dr. med. L._____ postoperativ einen 

regelrechten Verlauf, an einen return to sport sei frühestens in weiteren 

drei Monaten zu denken, die weitere Nachbehandlung erfolge in S._____ 

(Bg-act. 47).

Am 26. April 2019 hielt Dr. med. I._____ anamnestisch fest, das Leiden 

habe sich erstmals am 21. August 2018 nach einem Verdrehtrauma beim 

Eishockeyspielen in R._____ manifestiert (Bf-act. 7 S. 1). Er bescheinigte 

dem Beschwerdeführer eine 100 % Arbeitsunfähigkeit seit dem 21. August 

2018 und eine Arbeitsaufnahme frühestens in drei Monaten. Die weitere 

Therapie sah er, wie bis anhin, in einer konservativen 

physiotherapeutischen Behandlung, welche in Zukunft in S._____ 

durchgeführt würde (Bf-act. 7 S. 2).

5.2. Der Beschwerdeführer führt aus, dass der ungewöhnliche äussere Faktor, 

der dem Unfallbegriff inhärent sei, darin bestehen könne, dass eine 

Körperbewegung "programmwidrig" beeinflusst worden sei, d.h. dass auf 

diese Weise ein unkoordinierter Bewegungsablauf aufgetreten sei. Bei 

Körperbewegungen könne die Programmwidrigkeit beispielsweise durch 

andere Mitspieler (Schubsen, Anrempeln, Bodycheck, usw.) oder durch 

andere äussere Umstände (Ausrutschen auf glitschigem Grund, Stolpern 

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über einen Absatz, Abheben auf einem Buckel beim Skifahren, usw.) 

verursacht sein. Für die Ungewöhnlichkeit reiche es aus, dass die 

natürliche Körperbewegung "programmwidrig" beeinflusst worden sei 

(Hinweis auf KIESER/GEHRING/BOLLINGER, in: KVG/UVG Kommentar, 

Bundesgesetze über die Krankenversicherung, die Unfallversicherung 

und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) mit 

weiteren Erlassen, Zürich 2018, Art. 4 Unfall Rz. 78 f.; BGE 130 V 117). In 

casu sei nicht von einer Berührung auszugehen (wie die 

Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 

8C_835/2013 vom 28. Januar 2014 behaupte), sondern es müsse von 

einem Zusammenstoss bzw. Angriff gesprochen werden (vgl. Foto des 

Unfallereignisses, Bf-act. 8). Zudem sei die Vergleichbarkeit der beiden 

Sportarten nicht gegeben. Basketball sei statisch, während im Eishockey 

grosse Kräfte und eine erhebliche Geschwindigkeit wirkten, weshalb die 

Eishockey-Spieler aufgrund der involvierten Kräfte umfassende 

Schutzkleidung tragen würden, welche leichte Stösse abwehre. Der 

Zusammenstoss des Knies des Gegners mit dem Knie des 

Beschwerdeführers stelle klar einen in der Aussenwelt begründeten 

Umstand dar, der den Bewegungsablauf des Beschwerdeführers 

"programmwidrig" gestört habe. Dieser Zusammenstoss habe für das Knie 

des Beschwerdeführers gravierende Folgen gezeitigt. Es liege eine 

unvorhersehbare, unkoordinierte Bewegung vor und der ungewöhnliche 

äussere Faktor sei zu bejahen. Der Beschwerdeführer untermauerte 

seinen Standpunkt mit der undatierten Stellungnahme von M.D., Ph.D. 

F._____, (Bf-act. 11 und 13).

5.3. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dagegen, dass das Knie des 

Beschwerdeführers vom Knie des Gegenspielers getroffen wurde und 

überdies die Ungewöhnlichkeit des Vorgangs. Bei Sportverletzungen sei 

das Merkmal der Ungewöhnlichkeit nur dann gegeben, wenn ein 

- 15 -

besonderes Vorkommnis vorliege, welches objektiv gesehen nicht mehr 

im Rahmen dessen liege, was für die jeweilige Sportart alltäglich und 

üblich sei. Liege hingegen ein Geschehen in der gewöhnlichen Bandbreite 

der Bewegungsmuster der betreffenden Sportart, liege kein 

ungewöhnliches äusseres Ereignis und damit kein Unfall gemäss Art. 4 

ATSG vor. Zudem liessen die Folgen eines Ereignisses keinen 

Rückschluss auf dessen Ungewöhnlichkeit gemäss Art. 4 ATSG zu. Die 

Ungewöhnlichkeit beziehe sich allein auf den äusseren Faktor selbst, nicht 

auf dessen Wirkung. Für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit sei ohne 

Belang, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete 

Folgen nach sich gezogen habe.

5.4.1. Das streitberufene Gericht erwägt in Prüfung der Akten wie auch des 

eingereichten Videoclip über die relevante Spielszene wie folgt. M.D., 

Ph.D. F._____ stellte in seinem undatierten Schreiben nach Einsicht in das 

MRI vom 22. August 2018 und den Videoclip fest, in der Sekunde 36 

(26 Sekunden vor dem Ende des Clip) gebe es einen deutlich sichtbaren 

Kontakt mit dem Knie eines anderen Spielers am Valgus und dem 

gebeugten rechten Knie des Beschwerdeführers. Angesichts dieses 

Vorfalls und der Symptome, die sich vor (recte: nach) dem Vorfall 

entwickelt hätten (Schmerzen, Schwellung und Blockierung des Knies) 

und die den Beschwerdeführer schliesslich veranlasst hätten, sich aus 

dem Spiel zurückzuziehen, sei es sehr klar und unbestreitbar, dass der 

zuvor erwähnte direkte Treffer durch das Knie eines anderen Spielers zu 

einem Knorpelschaden der Oberschenkeltrochlea zu diesem bestimmten 

Zeitpunkt geführt habe. Darüber hinaus zeige das nach der Verletzung 

durchgeführte MRI eindeutig und unbestreitbar eine akute und 

traumatische Knorpelverletzung der Femoraltrochlea, die sich durch eine 

grosse Knochenkontusion unter dem Knorpelschaden und einen Erguss 

im Kniegelenk (Hydrops) gezeigt habe und nicht durch eine 

- 16 -

alte/degenerative Knorpelerkrankung, bei der eine Knochenkontusion/ein 

Knochenödem fehlen würde. Diese Art von MRI-Befundung weise klar auf 

einen direkten Treffer/Kontakt auf das rechte Knie des Beschwerdeführers 

hin; ohne einen solchen direkten Treffer/Kontakt wäre ein solcher MRI-

Befund gar nicht möglich. Ausserdem zeige ein früheres, weniger als ein 

Jahr vor dem Vorfall erstelltes MRI des gleichen Knies keinen 

Knorpelschaden oder eine Degeneration/Ostheoarthrose der 

Femurtrochlea. Abschliessend stellte M.D., Ph.D. F._____ fest, der 

Verletzungsmechanismus mit direktem Schlag auf das rechte Knie des 

Beschwerdeführers und der im MRI feststellbare Knorpelschaden der 

Oberschenkeltrochlea sowie die akute/frische Knochenkontusion unter 

dem Knorpelschaden sowie dem Erguss im Kniegelenk wiesen beide stark 

auf die traumatische Natur des Befundes hin ("both highly indicate 

traumatic nature of the finding", Bf-act. 11 und 13).

5.4.2. Hierzu ist festzuhalten, dass die anlässlich des besagten Spiels vom 

21. August 2018 in R._____ erlittenen Verletzungen an sich nicht 

bestritten sind. Die Herleitung von M.D., Ph.D. F._____ allerdings, dass 

diese Verletzungen durch einen Schlag "von Knie zu Knie" erfolgt sei, ist 

aufgrund des Szenenfotos (vgl. Bf-act. 8) ebensowenig wie aufgrund der 

Videoaufzeichnungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. 

Selbst M.D., Ph.D. F._____ spricht lediglich von einem "starken Hinweis" 

und nicht von überwiegender Wahrscheinlichkeit. Das von M.D., Ph.D. 

F._____ (mutmasslich) angesprochene MRI vom 5. Januar 2018 (siehe 

Arztbericht Dres. med. K._____ und L._____ vom 3. Januar 2019; Bg-act. 

30 S. 1) zeigt bereits einen zentralen trochleären Defekt chondral mit 

einem Querdurchmesser von 8 mm und einer Längsausdehnung von gut 

12 mm, womit M.D., Ph.D. F._____ Darstellung, dass die Verletzungen 

nur auf einen Schlag/Zusammenstoss zwischen dem Knie des 

Beschwerdeführers und dem Knie des gegnerischen Spielers 

- 17 -

zurückgehen könnten, zumindest betreffend den Knorpelschaden 

zweifelhaft ist. Zuvor erwähnen Dr. N._____ am 23. Oktober 2018 wie 

auch Dr. med. I._____ am 29. Oktober 2018 zwar einen traumatischen 

Knorpelschaden im Bereich der femoralen Trochlea, circa 18x10 mm im 

Durchmesser, aber keinen Kontakt/Zusammenstoss mit einem 

Gegenspieler (Bg-act. 21 und 22). Dr. med. I._____ erwähnt hingegen, 

dass der Beschwerdeführer bereits mehrere Eingriffe an diesem Knie 

erlitten habe (Bg-act. 21). Der Beschwerdeführer selbst erwähnt auch 

keinen Gegnerkontakt im Fragebogen zum Unfallhergang vom 25. 

Oktober 2018 (Bg-act. 19). Bei der ärztlichen Stellungnahme von M.D., 

Ph.D. F._____ (O._____,), handelt es sich um ein Parteigutachten eines 

behandelnden Arztes, dessen Beweiswert beschränkt ist, da der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass behandelnde Ärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 

E.3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 

E.5.1). Im Weiteren deckt sich der medizinische Begriff des Traumas, wie 

ihn die involvierten Ärzte verwenden, nicht mit dem Unfallbegriff im Sinne 

von Art. 4 ATSG (vgl. BGE 134 V 72 E.4.3.2.2; Urteile des Bundesgerichts 

8C_270/2020 vom 1. September 2020 E.5.2., 8C_241/2020 vom 29. Mai 

2020 E.3).

5.4.3. Gemäss BGE 130 V 117 E.2.2 ist bei einer Sportverletzung ohne 

besonderes Vorkommnis das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit 

das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (vgl. so auch Urteile des 

Bundesgerichts 8C_570/2019 vom 8. November 2019 E.3.2, 

8C_835/2013 vom 28. Januar 2014 E.5.1). In E.3 von BGE 130 V 117 wird 

ferner erwogen: „Streitig und zu prüfen ist, ob einer beim Eishockeyspiel 

durch einen Bandencheck verursachten Verletzung ein ungewöhnlicher 

äusserer Faktor zu Grunde liegt. Umstritten ist insbesondere das Element 

- 18 -

der Ungewöhnlichkeit. Das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors ist im vorliegenden Fall zu bejahen. Zwar trifft es zu, dass 

Eishockey eine schnelle und mit viel Einsatz geführte Kampfsportart ist. 

Mit harten Körperkontakten und Körperangriffen ist zu rechnen. Diese sind 

in reglementarisch umschriebenen Grenzen erlaubt. Es ist unbestritten, 

dass der Körper hierbei grossen Kräften ausgesetzt ist. Die 

Körperattacken und das Fallen gehören somit zu den üblichen Umständen 

dieser Sportart und es mag zutreffen, dass sie auch trainiert werden. 

Indessen kann der ungewöhnliche äussere Faktor, der dem Unfallbegriff 

inhärent ist, auch darin bestehen, dass eine Körperbewegung 

"programmwidrig" beeinflusst worden ist. Der auf diese Weise 
unkoordinierte Bewegungsablauf stellt dann den ungewöhnlichen 

äusseren Faktor dar. Der Versicherte hat sich beim Check gegen eine 

Bande verletzt. Durch diesen Vorgang ist der natürliche Ablauf der 

Körperbewegung programmwidrig beeinflusst worden. Darin liegt die 

Ungewöhnlichkeit des Geschehens. Es mag zwar zutreffen, dass derartige 

Körperattacken im Eishockey häufig vorkommen. Das ändert indessen 

nichts daran, dass sie zu einer unvorhersehbaren Beeinträchtigung des 

Bewegungsablaufs führen, welcher der betroffene Spieler gleichsam 

ausgesetzt ist. Der vom Spieler vorgesehene Ablauf wird durch die 

äussere Einwirkung des Gegenspielers gestört. Jeder Spieler muss zwar 

damit rechnen, dass er gefoult wird, er kann indessen nicht voraussehen, 

wie sich die Körperattacke auf den natürlichen Bewegungsablauf – und 

nicht etwa auf den Körper, was unwesentlich ist (vgl. BGE 122 V 232 E.1) 

– auswirken wird. Darin liegt die Ungewöhnlichkeit dieser Einwirkung (vgl. 

auch RKUV 1993 Nr. U 165 S. 59 E.3b; BÜHLER, a.a.O., S. 244).ˮ

5.4.4. Das streitberufene Gericht erachtet das vorliegend relevante Vorkommnis 

vom 21. August 2018 – nach den Schilderungen des Beschwerdeführers, 

nach Ansicht des Szenenfotos (Bf-act. 8) sowie des Videos (insbesondere 

- 19 -

zu Spielminute 13:58) und aufgrund der gesamten Aktenlage – als nicht 

vergleichbar mit einem "in-die-Beine-Grätschen" beim Fussball oder mit 

einem harten Aufschlagen auf der Buckelpiste beim Skifahren, wo jeweils 

der Unfall bejaht wurde (vgl. BGE 130 V 117 E.2 mit weiteren Beispielen). 

Bezogen auf den Eishockey-Sport spricht vorliegendenfalls gegen die 

Ungewöhnlichkeit des Vorfalls im Sinne obiger Rechtsprechung zudem 

das Folgende: Es fand kein harter Körperkontakt bzw. frontaler 

Zusammenprall und auch kein Bandencheck oder ein "in-die Beine-

Grätschen" statt, sondern eine Berührung zwischen zwei Spielern, die im 

Rahmen eines Eishockeyspiels gewöhnlich und alltäglich erscheint. Die 

Spieler waren beide in Bewegung und dies mehrheitlich in dieselbe 

Richtung. In der fraglichen Szene "steht" der Beschwerdeführer auch nicht 

(wie in der Replik Rz. 1 angeführt), er ist vielmehr in Bewegung und hat 

Körperkontakt mit dem gegnerischen Spieler, wobei er sich dreht – nicht 

unkoordiniert – dem Puckverlauf folgend. Im Weiteren stürzte der 

Beschwerdeführer nach dem Kontakt mit dem Gegenspieler auch nicht, 

sondern spielte weiter. Zudem ist auf dem Video die (angebliche) 

Spielaufgabe nicht dokumentiert, vielmehr beteiligte sich der 

Beschwerdeführer nach dem (angeblichen) Zusammenprall massgeblich 

am weiteren Spielgeschehen. Es sind weitere markante Tempo- und 

Richtungswechsel des Beschwerdeführers bei Spielminute 13:42 und 

13:40 ersichtlich, bevor er (in der Videosequenz nicht dargestellt) 

angeblich das Eis verlassen hat. Gemäss Video fand kein (sanktioniertes) 

Foul statt. Die Bewegungen des Beschwerdeführers stellen allesamt 

alltägliche, übliche Bewegungen eines Eishockey-Spielers dar. Im 

Rahmen des Spielflusses ist keine unvorhersehbare Beeinträchtigung des 

Bewegungsablaufs feststellbar bzw. kein Vorgang ersichtlich, mit dem der 

natürliche Ablauf der Körperbewegung programmwidrig beeinflusst 

worden wäre, womit eine "Unkoordiniertheit" des Bewegungsablaufs zu 

verneinen ist. Selbst wenn das Knie des gegnerischen Spielers das Knie 

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des Beschwerdeführers berührt hätte, was auf dem Szenenfoto und auf 

dem Video nicht eindeutig erstellt ist, handelt es sich um eine alltägliche, 

übliche Berührung des Knies. Die Ungewöhnlichkeit wäre nur zu bejahen, 

wenn der äussere Faktor – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr 

im Rahmen dessen läge, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich 

und üblich ist, nicht aber wenn ein Geschehen – wie aufgezeigt – in die 

gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports 

fällt. Zusammenfassend wurde der vom Beschwerdeführer als Spieler 

vorgesehene Ablauf somit nicht feststellbar durch die äussere Einwirkung 

des Gegenspielers gestört; der Beschwerdeführer zeigte denn auch keine 

Reaktion, wie sie zu erwarten gewesen wäre, wenn sein Knie stärker als 

gewöhnlich getroffen worden wäre.

5.4.5. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist die Ungewöhnlichkeit des 

äusseren Faktors betreffend den Vorfall vom 21. August 2018 anlässlich 

des Eishockeyspiels in R._____ zu verneinen, womit das besondere 

Vorkommnis als Merkmal der Ungewöhnlichkeit, welches es für die 

Bejahung eines Unfalls bräuchte, nicht vorliegt und die 

Beschwerdegegnerin somit das Vorliegen eines Unfallereignisses im 

Sinne von Art. 4 ATSG zu Recht verneint hat.

5.5. Der Beschwerdeführer beruft sich im Weiteren sinngemäss auf die 

Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (siehe Replik Rz. 7), wonach erst 

nach dem Unfall Beschwerden aufgetreten und diese mangels 

degenerativer Ursachen auf den Zusammenstoss zurückzuführen seien. 

Eine solche Beweisregel, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach 

diesem aufgetreten ist, ist unzulässig und beweisrechtlich nicht zu 

verwerten (vgl. BGE 119 V 335 E.2b/bb, Urteil des Bundesgerichts 

8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E.3).

- 21 -

5.6. Der Vollständigkeit halber ist zudem festzuhalten, dass auch keine 

unfallähnliche Körperschädigung vorliegt (Art. 6 Abs. 2 UVG; vgl. BGE 146 

V 51 E.6.4.2). Bei den nach Art. 6 Abs. 2 UVG bezeichneten 

Körperverletzungen (sog. Listenverletzungen) liegt eine unfallähnliche 

Körperschädigung vor, die vom Unfallversicherer übernommen werden 

muss, solange er sich nicht mit dem Nachweis, wonach die 

Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen ist, von seiner Leistungspflicht zu befreien vermag. Beim 

Beschwerdeführer wurde durch die behandelnden Ärzte keine der 

abschliessend aufgeführten Listenverletzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 

UVG diagnostiziert. Zudem trat – wie oben ausgeführt – kein äusserer 

schädigender Faktor, d.h. ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv 

feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall (vgl. BGE 143 V 285 

E.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_835/2017 vom 1. März 2018 E.3) auf. 

Eine unfallähnliche Körperschädigung war nicht Gegenstand des 

Einspracheentscheids und wurde auch vom Beschwerdeführer weder 

einsprache- noch beschwerdeweise geltend gemacht.

6. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin ein Unfallereignis 

gemäss Art. 4 ATSG zu Recht verneint, so dass sich der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2019 als rechtens erweist, was 

zur Abweisung der Beschwerde vom 3. Februar 2020 führt.

7. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 ATSG ist das Verfahren – 

vorbehältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für 

die Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. 

Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

- 22 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]