# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d9b1904-1e27-5aa6-b1ca-c7526100785f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.11.2010 C-5591/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5591-2009_2010-11-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5591/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

A._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5591/2009

Sachverhalt:

A.
Der  1949  geborene  schweizerisch-slowenische  Doppelbürger 
A._______ leistete während 22 Jahren und 7 Monaten obligatorische 
Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
versicherung (AHV/IV; act. 12, 34, 66 und 75). Zuletzt arbeitete er von 
1999  bis  2003  als  CNC-Maschinist  für  eine  Maschinenfabrik  in 
X._______ (act. 12 und 17). Am 30. März 2004 stellte  er  bei der IV-
Stelle Aargau ein Gesuch um Gewährung einer Rente der schweize-
rischen  Invalidenversicherung  mit  der  Begründung,  dass  er  seit 
längerer Zeit an Bänderrissen der rechten Schulter leide (act. 12).

Mit Schreiben vom 14. Juli 2006 teilte A._______ der IV-Stelle Aargau 
mit,  dass  er  zwischenzeitlich  an  Darmkrebs  erkrankt  und  seit  dem 
26. Mai 2006 arbeitsunfähig sei (act. 45).

B.
Der IV-Stelle  Aargau lagen bei  der Prüfung des Leistungsbegehrens 
diverse Berichte von behandelnden Ärzten aus den Jahren 1997 und 
2001  bis  2006  vor,  welche  A._______  im  Wesentlichen  einen 
knöchernen  Ausriss  claviculär  im  Akromioclaviculargelenk  links, 
chronische Kniegelenksbeschwerden links bei Status nach Distorsion 
am 4. März 2003, eine mediofemoral betonte Gonarthrose links,  eine 
chronische  Periarthritis  humero-scapularis  (PHS;  [Neben-]  Gelenks-
entzündung  im  Schultergelenk)  calcarea  rechts, einen  Status  nach 
Schulterarthroskopie  und  offener  Rotatorenmanschettennaht  rechts 
bei  Supraspinatus-  und  Rotatorenmanschettenläsion,  eine  Allergie 
gegen  Epoxidharze  und  Kühlschmiermittel,  einen  Status  nach 
Resektion eines Sigmakarzinom am 26. Mai 2006 sowie einen Status 
nach Port-a-Cath Implantation am 5. Juli  2006 attestierten (act. 1 bis 
11, 13 bis 15, 19 bis 22, 32, 33, 41, 42, 44, 46, 47 und SUVA-Akten). 
In seinem Bericht vom 3. März 2005 führte Dr. med. B._______, Fach-
arzt  für  Allgemeinmedizin,  aus, dass A._______ in seiner bisherigen 
Tätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig  sei,  während  er  Verweisungstätig-
keiten noch zu 100% ausüben könne (act. 22). Am 22. Mai 2006 kam 
Dr. med.  B._______  aufgrund  des  neu  diagnostizierten  Sigmakarzi-
noms zum Schluss, dass die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätig-
keit  als CNC-Maschinist  dauerhaft  sei  (act. 41). Dr. med. C._______, 
Facharzt  für  Onkologie,  Hämatologie  und Innere  Medizin,  attestierte 
A._______  in  seinem  Arbeitsunfähigkeitszeugnis  vom  11. Juli  2006 

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seit der Operation des Sigmakarzinoms am 26. Mai 2006 eine Arbeits-
unfähigkeit  von  100%. Am  10. Juli  2006  habe  A._______  mit  einer 
adjuvanten  Chemotherapie  begonnen,  welche sechs  Monate  dauern 
werde. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit  werde somit  mindestens bis 
Februar oder März 2007 andauern (act. 44). Gemäss Verlaufsbericht 
von  Dr. med. B._______  vom 20. Juli  2006  sei  A._______  aufgrund 
des Sigmakarzinoms seit dem 25. Mai 2006 in sämtlichen Tätigkeiten 
zu  100%  arbeitsunfähig.  Die  Wirkung  bzw.  der  Erfolg  der  Chemo-
therapie sei abzuwarten (act. 46 und 47).

Gestützt darauf führte Dr. med. D._______ des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) in seiner Stellungnahme vom 1. November 2006 aus, 
dass A._______ von August 2003 bis Mai 2006 in seiner bisherigen 
Tätigkeit als CNC-Maschinist nicht mehr arbeitsfähig sei, während er 
angepasste  Tätigkeiten noch  vollschichtig  verrichten  könne. Seit  der 
Diagnose  des  Sigmakarzinoms  im  Mai  2006  bestehe  eine  Arbeits-
unfähigkeit  von  100%.  Während  der  Dauer  der  Chemotherapie  sei 
ebenfalls von einer Arbeitsunfähigkeit von 100% auszugehen. Je nach 
Verträglichkeit der Chemotherapie und den danach erhobenen Befun-
den  könne  frühestens  ab  Februar/März  2007  von  einer  (teilweisen) 
Arbeitsfähigkeit  ausgegangen werden. Er  empfehle im Februar  2007 
beim behandelnden Onkologen einen Arztbericht mit  Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit einzuholen (act. 50).

C.
Mit  Verfügungen vom 28. März 2007 und 4. Mai  2007 sprach die IV-
Stelle  Aargau  A._______ vom  1. August  2006  bis  zum  31. August 
2006 eine Viertelsrente, vom 1. September 2006 bis zum 31. Oktober 
2006  eine  halbe  Rente  und  ab  dem 1. November  2006  eine  ganze 
Invalidenrente inklusive Kinderrente zu (act. 58, 59, 61 und 65). Auf-
grund des gerichtlich aufgehobenen gemeinsamen Haushaltes wurde 
die Rente inklusive Kinderrente mit Verfügungen vom 6. August 2007 
neu  festgesetzt  (act. 63  und  64).  Diese  Verfügungen  blieben  unan-
gefochten und erwuchsen in Rechtskraft.

D.
Vom 1. April  2008  bis  zum 31. Oktober  2010  wohnte  A._______  in 
Slowenien (act. 82).  Infolge des Wegzugs ins Ausland und der damit 
einhergehenden Zuständigkeit  der  Schweizerischen Ausgleichskasse 
zur  Rentenauszahlung  verfügte  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im Aus-
land  (nachfolgend:  IVSTA)  am  15. April  2008  die  Gewährung  einer 

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ganzen  Invalidenrente  inklusive  Kinderrente  mit  Wirkung  ab  dem 
1. Mai  2008  (act. 75  und  76).  Diese  Verfügungen  blieben  unange-
fochten und erwuchsen in Rechtskraft.

E.
Im  Rahmen  eines  von  Amtes  wegen  durchgeführten  Revisions-
verfahrens  lag  der  IVSTA  ein  Bericht  von  Dr. med.  E._______, 
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, vom 5. März 2008 
vor. Dieser  führte  darin  aus,  dass er  bei  A._______ eine Abdomen-
Sonographie  und  eine  Ileo-Colonoskopie  bei  Status  nach  Sigma-
resektion  und  adjuvanter  Chemotherapie  durchgeführt  habe.  Das 
flache  Colonadenom  im  Ascendens  1  Segment  unterhalb  der  Ileo-
zoekalklappe  werde  mit  der  Schlinge  entfernt.  Nebst  einer  Steatose 
der  Leber  und einer  reizlosen  Anastomose  liege  keine anderweitige 
Pathologie  vor  (act. 71).  Mit  (sich  nicht  vollständig  in  den  Akten 
befindendem)  Bericht  von  Dr. med.  C._______  vom  27. Mai  2008 
attestierte  dieser  A._______  im  Wesentlichen  ein  distales  Sigma-
karzinom,  rezidivierende  Colonschleimhautadenome  mit  leichten 
Epitheldysplasien, eine abdominale Narbenhernie sowie einen Status 
nach Ulcus duodeni (act. 78).

Gestützt darauf kam Dr. med. F._______ des IV-ärztlichen Dienstes in 
seiner  Stellungnahme  vom  6. November  2008  zum  Schluss,  dass 
A._______  ohne  Rezidiv  sei.  Die  postoperative  Chemotherapie  sei 
abgeschlossen und es werde eine Tumornachsorge durchgeführt. Für 
die Rentenrevision sei ein Arztbericht ausreichend (act. 87).

In  seinem  Schreiben  vom 20. September  2008  (Eingangsdatum bei 
der IVSTA: 11. November 2008) führte Dr. med. C._______ aus, dass 
während der vom 10. Juli 2006 bis zum 5. Januar 2007 durchgeführten 
Chemotherapie  die  üblichen Nebenwirkungen aufgetreten seien,  von 
welchen sich der Patient in den Monaten nach Therapieende wieder 
langsam erholt habe. Am 29. März 2007 sei noch eine Sanierung einer 
Bauchwandhernie durchgeführt worden. Bis zur letzten Kontrolle vom 
6. März  2008  seien  keine  Hinweise  auf  ein  Rezidiv  aufgetreten 
(act. 95). Dr. med. G._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, kam in 
seinem  Bericht  vom  22. Dezember  2008  zum  Schluss,  dass 
A._______  zu  100%  dauerhaft  arbeitsunfähig  sei  (act. 96  und  98). 
Zudem  lagen  zwei  Berichten  von  Dr. med.  H._______  vom  9. De-
zember 2008 betreffend Abdomen-Ultrasonographie und Radiographie 
der lumbosacralen Wirbelsäulenabschnitte vor (act. 99 und 100). 

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In  seiner  Stellungnahme  vom 22. Februar  2009  attestierte  Dr. med. 
F._______  des  IV-ärztlichen  Dienstes  A._______  einen  Status  nach 
Entfernung des Sigmoidkarzinoms, ohne Rezidiv, sowie eine mediale 
Gonarthrose links  und  kam zum Schluss,  dass  A._______ aufgrund 
des  gebesserten  Gesundheitszustandes  nach  Abheilung  des  Colon-
karzinoms  eine  Verweisungstätigkeit  seit  dem  20. September  2008 
(Datum der  Beurteilung durch Dr. med. C._______)  wieder  zu 100% 
ausüben könne (act. 103).

F.
Mit  Vorbescheid  vom 22. April  2009 teilte  die  IVSTA A._______ mit, 
dass  sie  aufgrund  der  neu  erhaltenen  Unterlagen  festgestellt  habe, 
dass ab dem 20. September  2008 eine leichtere,  dem Gesundheits-
zustand  angepasste  Tätigkeit  wie  z.B.  nicht  qualifizierter  Arbeiter, 
Hilfsarbeiter  in  einem(r)  Werk/Fabrik/Produktionsstätte,  Magaziner, 
Lagerist,  allgemeine  Verkäufertätigkeiten  (Geschäft,  Einkaufscenter, 
Kiosk,  Tankstellen-Shop),  Reparatur  von  Kleingeräten/Haushaltsarti-
keln zu 100% ausgeübt werden könnte. Dabei könnte mehr als 60% 
des  Erwerbseinkommens  erzielt  werden,  das  heute  erreicht  würde, 
wenn keine Invalidität vorläge. Es bestünde daher kein Anspruch mehr 
auf eine Rente (act. 105).

G.
In  seinem Einwand vom 19. Mai  2009 führte  A._______ im Wesent-
lichen aus, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Er 
leide an einer unregelmässigen Verdauung, an Hämorrhoiden, an einer 
Allergie sowie an einer Nervenerkrankung und habe Schmerzen "an 
der  Wirbelsäule",  im  linken  Kniegelenk  und  an  anderen  Gelenken 
(act. 107). Als Beweismittel reichte er diverse medizinische Unterlagen 
neueren Datums zu den Akten (act. 108 bis 112). In seinem Bericht 
vom  18. Mai  2009  kam  Dr. med.  G._______  zum  Schluss,  dass 
A._______ aufgrund der gesundheitlichen Probleme mit dem Magen-
Darm-Trakt und dem Bewegungsapparat  sowie aufgrund seines psy-
chischen Zustands arbeitsunfähig sei (act. 109).

Auf entsprechende Anfrage der IVSTA hielt Dr. med. F._______ des IV-
ärztlichen  Dienstes  in  seiner  Stellungnahme vom 19. Juli  2009  fest, 
dass die neu eingereichten medizinischen Unterlagen seine Beurtei-
lung vom 22. Februar 2009 und den Vorbescheid vom 22. April  2009 
nicht in Frage zu stellen vermöchten (act. 114).

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H.
Mit  Verfügung  vom  6. August  2009  teilte  die  IVSTA  A._______  im 
Wesentlichen mit  der  bereits  im Vorbescheid  vorgebrachten Begrün-
dung mit, dass ab dem 1. Oktober 2009 kein Anspruch mehr auf eine 
Rente der Invalidenversicherung bestehe (act. 116).

I.
Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führer)  mit  Eingabe  vom  3. September  2009  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung 
der  angefochtenen  Verfügung  und  die  Weitergewährung  der  ganzen 
Invalidenrente. Zur Begründung führte er insbesondere aus, dass sich 
sein  Gesundheitszustand  in  letzter  Zeit  verschlechtert  habe.  Als 
Beweismittel reichte er diverse, bereits aktenkundige Arztberichte ein.

J.
Mit  Zwischenverfügung  vom  16. September  2009  forderte  der  zu-
ständige Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kosten-
vorschuss  von  Fr. 400.-  in  der  Höhe  der  mutmasslichen  Verfahrens-
kosten  zu  leisten.  Der  einverlangte  Kostenvorschuss  ging  am 
12. Oktober 2009 bei der Gerichtskasse ein.

K.
Mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2010 beantragte die IVSTA die 
Abweisung  der  Beschwerde und  die  Bestätigung  der  angefochtenen 
Verfügung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass eine 
Arbeitsfähigkeit  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  CNC-Maschinist  auf -
grund  der  Wirbelsäulen-  sowie  Kniebeschwerden  seit  August  2003 
nicht mehr in Frage komme. Dies schliesse jedoch leichtere bis mittel -
schwere, leidensangepasste Arbeiten nicht aus, insbesondere weil es 
sich  dabei  um  altersentsprechend,  degenerative  Veränderungen  der 
Wirbelsäule  handle,  wobei  auch  in  Anbetracht  der  erfolgreichen 
Karzinombehandlung ohne Rezidive keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit  seit  dem  20. September  2008  bestehe.  aufgrund  der 
wesentlichen  Verbesserung  der  Erwerbsfähigkeit  sei  die  Aufhebung 
der Rente zu Recht erfolgt.

L.
In seiner Replik vom 17. März 2010 wiederholte der Beschwerdeführer 
seine bisher  gestellten Anträge sinngemäss. Sobald es ihm gesund-
heitlich  besser  gehe,  werde  er  einen  Untersuchungstermin  bei 
Dr. med. B._______ und Dr. med. C._______ vereinbaren. Gleichzeitig 

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reichte er den bereits aktenkundigen Bericht von Dr. med. G._______ 
vom 18. Mai 2009 zu den Akten.

M.
Mit Faxeingabe vom 22. März 2010 reichte Dr. med. B._______ seinen 
Bericht vom 20. März 2010 ein, welcher im Wesentlichen den bereits 
bekannten Krankheitsverlauf bestätigt.

N.
Am  10. Juli  2010  stellte  Dr. med.  B._______  neue  medizinische 
Berichte  in  Aussicht,  welche  am  9. August  2010  beim  Bundes-
verwaltungsgericht  eingingen  (Befundbericht  von  Dr. med. I._______ 
vom 29. Juni 2010, Bericht von Dr. med. J._______ vom 29. Juni 2010 
betreffend CT Thorax / Abdomen, Bericht von Dr. med. E._______ vom 
2. Juli  2010 betreffend Ileo-Colonoskopie sowie Bericht  von Dr. med. 
B._______  vom  28. Juli  2010).  Gemäss  dem  Bericht  von  Dr.  med. 
B._______ vom 28. Juli 2010 sei der Beschwerdeführer aufgrund der 
persistierenden  Durchfälle  (zehn  Mal  pro  Tag)  "völlig  arbeits-  und 
gesellschaftsunfähig". 

O.
In  seiner  Stellungnahme  vom  3. September  2010  kam  Dr. med. 
F._______  des  IV-ärztlichen  Dienstes  zum  Schluss,  dass  der 
Beschwerdeführer vier Jahre nach der Tumoroperation weiterhin ohne 
Rezidiv sei und objektiv kein relevantes Darmleiden mehr vorliege. Die 
bisherigen Beurteilungen müssten daher nicht geändert werden.

P.
Mit  Stellungnahme  vom  13. September  2010  hielt  die  IVSTA  ihre 
bisher gestellten Anträge aufrecht.

Q.
Mit  Eingabe  vom  9. November  2010  stellte  der  Beschwerdeführer 
einen  weiteren  Arztbericht  in  Aussicht,  da  er  sich  nochmals  in  der 
Schweiz untersuchen lassen werde.

R.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter -
lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  Bst. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfü-
gungen der  IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne  von Art. 32  VGG liegt 
nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt  (vgl. 
Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversiche-
rungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss 
Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundes-
gesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn  und 
soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze es  vorsehen. Nach 
Art. 1  des  Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959  über  die  Invaliden-
versicherung (IVG, SR 831.20) sind die Bestimmungen des ATSG auf 
die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das 
IVG nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom ATSG vorsieht.  Dabei 
finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  in 
formellrechtlicher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangs-
bestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass er  im Sinne  von Art. 59  ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
ATSG und Art. 52 VwVG) eingereicht  und der  Kostenvorschuss frist-
gerecht geleistet wurde, ist darauf einzutreten.

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2.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  schweizerisch-slowenischer  Doppel-
bürger  mit  Wohnsitz  in  Slowenien,  einem  Mitgliedstaat  der  Europä-
ischen  Union,  weshalb  das  am  1. Juni  2002  in  Kraft  getretene 
Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und 
ihrer  Mitgliedsstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA, 
SR 0.142.112.681)  zu  beachten  ist.  Nach  Art. 1  Abs. 1  des  auf  der 
Grundlage  des  Art. 8  FZA  ausgearbeiteten  und  Bestandteil  des 
Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II  ("Koordinierung der 
Systeme  der  sozialen  Sicherheit")  des  FZA  in  Verbindung  mit 
Abschnitt A  dieses  Anhangs  wenden  die  Vertragsparteien  unter-
einander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbstständige  sowie  deren  Familien-
angehörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1;  nachfolgend: Verordnung  Nr. 1408/71),  und  die 
Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die 
Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung 
der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbst-
ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-
schaft  zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11) oder gleichwertige 
Vorschriften an. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als 
"Mitgliedstaat"  im  Sinne  dieser  Koordinierungsverordnungen  zu 
betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

Nach  Art. 40  Abs. 4  der  Verordnung  Nr. 1408/71  ist  die  vom Träger 
eines  Staates  getroffene  Entscheidung  über  die  Invalidität  eines 
Antragstellers  für  den Träger  eines  anderen  betroffenen  Staates  nur 
dann verbindlich,  wenn die in  den Rechtsvorschriften dieser  Staaten 
festgelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser 
Verordnung  als  übereinstimmend  anerkannt  sind.  Eine  solche 
anerkannte  Übereinstimmung  besteht  für  das  Verhältnis  zwischen 
einzelnen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz nicht. Der Invaliditäts-
grad  bestimmt  sich  daher  auch  im  Geltungsbereich  des  FZA  nach 
schweizerischen  Rechtsvorschriften  resp.  des  IVG,  der  Verordnung 
über  die  Invalidenversicherung  vom  17. Januar  1961  (IVV, 
SR 832.201),  des  ATSG  sowie  der  Verordnung  vom  11. September 
2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 
SR 830.11; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4).

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2.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts  Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel 
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit -
punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 6. August 2009) ein-
getretenen Sachverhalt  ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit  Hinweisen). Tat-
sachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Nor-
malfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 
V 362 E. 1b). 

Nachfolgend zu würdigen sind im vorliegenden Verfahren jedoch nebst 
den ärztlichen  Berichten,  welche bis  zum Erlass  der  angefochtenen 
Verfügung  vom  6. August  2009  verfasst  wurden,  auch  die  im  vor-
liegenden Verfahren eingereichten medizinischen Unterlagen neueren 
Datums,  da  diese  mit  dem Streitgegenstand  in  engem Sachzusam-
menhang stehen  und  geeignet  sind,  die  Beurteilung im Verfügungs-
zeitpunkt zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 
E. 3b mit Hinweisen).

2.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist auf die 
Fassung  gemäss  den  am 1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Ände-
rungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837) abzustellen. Soweit ein Renten-
anspruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 
5. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzes- und 
Verordnungsänderungen  zu  beachten  (AS 2007  5129  und  AS 2007 
5155).

3.

3.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Inva-
lidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall.

Art. 7  ATSG definiert  die  Erwerbsunfähigkeit  als  durch  Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

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benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). 

3.2 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht bei einem IV-Grad 
von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60%, 
auf eine halbe Rente bei mindestens 50% sowie auf eine Viertelsrente 
bei  mindestens 40% (Art. 28  Abs. 1 IVG [4. IV-Revision]  und Art. 28 
Abs. 2 IVG [5. IV-Revision]).

Gemäss  Art. 28  Abs. 1ter IVG  (in  den  seit  1. Januar  2003  bis  zum 
31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassungen)  beziehungsweise 
Art. 29 Abs. 4 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung [5. IV-
Revision]) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 
50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben. 
Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  stellt  Art. 28  Abs. 1ter 

IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere 
Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme 
von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und 
Staatsangehörige der  Europäischen Gemeinschaft. Diesen Personen 
wird bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet, wenn 
sie  in  einem Mitgliedstaat  der  Europäischen Gemeinschaft  Wohnsitz 
haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), was vorliegend der Fall ist. Die 
einschlägige  Bestimmung  der  seit  1. Januar  2008  gültigen  Fassung 
(Art. 29  Abs. 4  IVG [5. IV-Revision])  wurde  zwar  neu  formuliert,  hat 
aber  inhaltlich  keine  Änderung  erfahren,  weshalb  die  hierzu  entwi-
ckelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann.

3.3 Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invaliden-
einkommen),  in  Beziehung gesetzt  zum Erwerbseinkommen, das sie 

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erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes 
Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zuge-
mutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglich-
keiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verwei-
sungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit 
Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c).

Nicht  als  Folgen  eines  Gesundheitsschadens  und  damit  invaliden-
versicherungsrechtlich nicht  als  relevant  gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit,  welche die versicherte Person bei  Aufbietung allen 
guten Willens,  die  verbleibende Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  ab-
wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im 
gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Scha-
denminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeitsbereich 
dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist 
Arbeit  in  einem anderen Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu suchen  und 
anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 
28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a).

Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-
Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-
bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 
sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen 
zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986 
S. 204 f.).

3.4 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 

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würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c). 

3.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von 
Invalidenrenten wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entspre-
chenden  bisherigen  Regelungen  in  Art. 17  Abs. 1  ATSG aufgenom-
men. Die zu altArt. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) entwickelte 
Rechtsprechung  ist  daher  grundsätzlich  weiterhin  anwendbar  (BGE 
130 V  343  E. 3.5.4,  in  BGE 133  V  108  nicht  publizierte  E. 2  [Urteil 
EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

Anlass  zur  Rentenrevision  gibt  jede  wesentliche  Änderung  in  den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und 
damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen.  Eine  Invalidenrente  ist 
demgemäss  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des 
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE  130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung  die  bloss  unterschiedliche  Beurteilung  der  Auswir-
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheits-

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zustandes  auf  die  Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen  keinen 
Revisionsgrund  im  Sinne  von  Art. 17  Abs. 1  ATSG dar  (Urteil  BGer 
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 
E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Ände-
rung eingetreten ist,  beurteilt  sich durch den Vergleich des Sachver-
haltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröff -
neten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur Zeit  der strei -
tigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides; vor-
behalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozes-
sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist 
die  anspruchsbeeinflussende  Änderung  im Falle  einer  Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem 
angenommen  werden  kann,  dass  sie  voraussichtlich  längere  Zeit 
dauern  wird.  Sie  ist  in  jedem Fall  zu  berücksichtigen,  nachdem sie 
ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate  gedauert  hat  und 
voraussichtlich weiterhin andauern wird. In derartigen Konstel lationen 
ist  Art. 29  Abs. 1  IVG nicht  anwendbar  (BGE 109  V  125  E. 4a; vgl. 
auch BGE 133 V 108). Führt die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu 
einer derartigen Verminderung des Invaliditätsgrades, dass die Rente 
herabgesetzt  werden  muss,  so  erfolgt  die  Anpassung  der  Rente 
gemäss  Art. 88bis Abs. 2  Bst. a  IVV  frühestens  vom ersten  Tag des 
zweiten der Zustellung der Revisionsverfügung folgenden Monats an. 

4.
Aufgrund der soeben dargelegten Grundsätze ist im vorliegenden Ver-
fahren  zu  prüfen,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  und  die  Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers seit der rentenzusprechenden Verfü-
gung vom 28. März 2007 bzw. 4. Mai 2007 – Zeitpunkt der letzten auf 
umfassender  Abklärung  beruhenden  Verfügung  –  bis  zum 6. August 
2009  –  Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  –  massgeblich  ver-
ändert haben.

4.1 Mit  rechtskräftigen  Verfügungen  vom 28. März  2007  und  4. Mai 
2007  sprach  die  IV-Stelle  Aargau  dem  Beschwerdeführer  vom 

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1. August  2006  bis  zum  31. August  2006  eine  Viertelsrente,  vom 
1. September 2006 bis zum 31. Oktober 2006 eine halbe Rente und ab 
dem  1. November  2006  eine  ganze  Invalidenrente  inklusive  Kinder-
rente zu, da seit dem 25. Mai 2006 eine vollständige Erwerbsunfähig-
keit bestehe (act. 58, 59, 61 und 65). Die IV-Stelle stützte sich dabei 
auf  die  medizinische  Beurteilung  von  Dr. med. D._______  des  RAD 
vom 1. November 2006. Dieser kam gestützt auf die ihm vorliegenden 
medizinischen  Unterlagen  zum Schluss,  dass  der  Beschwerdeführer 
aufgrund der  diagnostizierten Schulter-  und Kniebeschwerden sowie 
Allergie  gegen  Epoxidharze und  Kühlschmiermittel  von August  2003 
bis Mai 2006 in seiner bisherigen Tätigkeit  als CNC-Maschinist nicht 
mehr  arbeitsfähig  sei,  während  er  angepasste  Tätigkeiten  noch 
vollschichtig verrichten könne. Seit der Diagnose des Sigmakarzinoms 
im  Mai  2006  bestehe  die  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  auch  in 
Verweisungstätigkeiten.  Während  der  Dauer  der  Chemotherapie  sei 
ebenfalls  von  einer  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  auszugehen.  Die 
Prognose sei bei dem fortgeschrittenen Tumorstadium unklar. Je nach 
Verträglichkeit der Chemotherapie und den danach erhobenen Befun-
den  könne  frühestens  ab  Februar/März  2007  von  einer  (teilweisen) 
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (act. 50).

Die  Beurteilung  von  Dr. med.  D._______  erfolgte  im  Wesentlichen 
gestützt  auf  die Berichte von Dr. med. B._______ vom 3. März 2005 
(act. 22),  22. Mai  2006  (act. 41)  und  20. Juli  2006  (act. 46  und  47) 
sowie auf das Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. med. C._______ vom 
11. Juli 2006 (act. 44).

4.2 In  seinem  Bericht  vom  20. September  2008  führte  Dr. med. 
C._______  aus,  dass  während  der  Chemotherapie  die  üblichen 
Nebenwirkungen,  insbesondere  eine  verminderte  Leistungsfähigkeit, 
die  für  Eloxatin  typische  Kälteempfindlichkeit  sowie  Parästhesien  an 
den  Fingern  (Neurotoxizität),  aufgetreten  seien.  Von  diesen  Neben-
wirkungen  habe  sich  der  Beschwerdeführer  in  den  Monaten  nach 
Therapieende wieder langsam erholt. Am 29. März 2007 sei noch eine 
Sanierung  einer  Bauchwandhernie  durchgeführt  worden.  Bis  zur 
letzten  Kontrolle  vom  6. März  2008  seien  keine  Hinweise  auf  ein 
Rezidiv aufgetreten (act. 95).

Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 6. August 2009 stützt sich 
auf  die  Stellungnahmen  von  Dr. med.  F._______  des  IV-ärztlichen 
Dienstes vom 22. Februar 2009 und 19. Juli 2009. Dieser kam gestützt 

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auf  den  Bericht  vom Dr. med.  C._______  vom 20. September  2008 
zum  Schluss,  dass  die  Nebenwirkungen  der  Chemotherapie 
abgeklungen  seien.  Die  Sonographien  des  Abdomens  hätten  keine 
Hinweise auf ein Tumorrezidiv gezeigt und die Colonoskopie im März 
2008  habe  nebst  einem  banalen  Adenom  keine  anderweitige 
Pathologie  ergeben. Somit  sei  die  subjektive Angabe von gehäuften 
täglichen Stuhlgängen nicht nachvollziehbar, zumal dem Versicherten 
nur  ein  kurzes  Stück  des  Dickdarms  entfernt  werden  musste,  was 
keine  Durchfälle  zu  begründen  vermöge.  Aufgrund  des 
diagnostizierten  Status  nach  berufsbedingtem  Kontaktekzem  der 
Hände sei die angestammte Arbeit seit August 2003 nicht mehr zumut-
bar. Die leichte Gonarthrose links und die üblichen altersentsprechen-
den  degenerativen  Veränderungen  der  Wirbelsäule  schlössen  eine 
angepasste  Arbeit  hingegen  nicht  aus.  Aufgrund  des  gebesserten 
Gesundheitszustandes nach Abheilung des Colonkarzinoms könne der 
Beschwerdeführer  eine Verweisungstätigkeit  seit  dem 20. September 
2008  (Datum der  Beurteilung  durch  Dr. med. C._______)  wieder  zu 
100% ausüben (act. 103 und 114).

In  seiner  Stellungnahme  vom  3. September  2010  führte  Dr. med. 
F._______ des IV-ärztlichen Dienstes nach Einsicht in die während des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens neu eingereichten medizinischen 
Unterlagen zudem aus, dass die angebliche Durchfallproblematik nicht 
dokumentiert  sei.  Vielmehr  neige  der  Beschwerdeführer  aktuell  zu 
Obstipation (Verstopfung) und habe daher ein entsprechendes medizi-
nisches  Rezept  erhalten.  Gemäss  der  Colonoskopie  sei  der  ganze 
Dickdarm intakt und zeige keinerlei Entzündungszeichen oder andere 
Befunde, welche die angebliche Durchfallproblematik erklären würden. 
Ein relevantes Ekzemleiden der Hände sei nicht dokumentiert. 

4.3 Die  Stellungnahmen  von  Dr. med.  F._______  erfolgten  in 
Würdigung  aller  vorliegenden  medizinischen  Unterlagen  und  stützen 
sich  insbesondere  auf  die  Berichte  des  behandelnden  Onkologen 
Dr. med. C._______ vom 27. Mai 2008 und 20. September 2008. 

4.4 Die beurteilenden Ärzte begründen die Verbesserung des Gesund-
heitszustandes  des  Beschwerdeführer  nachvollziehbar  mit  den  bis 
dato fehlenden Hinweisen auf ein Rezidiv bei Status nach Resektion 
des Sigmakarzinoms am 26. Mai  2006. Im Zeitpunkt  der Beurteilung 
durch Dr. med. D._______ vom 1. November 2006 – auf welche sich 
die rentenzusprechenden Verfügungen vom 28. März 2007 bzw. 4. Mai 

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2007  stützten  –  unterzog  sich  der  Beschwerdeführer  einer  Chemo-
therapie. Sowohl die behandelnden Ärzte als auch Dr. med. D._______ 
attestierten dem Beschwerdeführer für die Dauer der Chemotherapie 
übereinstimmend  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  für  sämtliche 
Tätigkeiten.  Deren  Wirkung  bzw.  deren  Erfolg  bleibe  abzuwarten 
(act. 44,  46 und  50). Die  Chemotherapie  dauerte  bis  zum 5. Januar 
2007.  Von  deren  Nebenwirkungen  hat  sich  der  Beschwerdeführer 
zwischenzeitlich  unbestrittenermassen  erholt.  Zudem fehlen  bis  dato 
Hinweise auf ein Rezidiv (vgl. insbesondere act. 95). Dies spricht klar 
für  eine  Verbesserung  des  Gesundheitszustandes  des  Beschwerde-
führers im Sinne der Beurteilung von Dr. med. F._______.

4.5 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  dass  sich  sein  Gesund-
heitszustand in letzter Zeit verschlechtert habe. Diesbezüglich reichte 
er  den  Bericht  von  Dr. med.  G._______,  Facharzt  für  Allgemein-
medizin,  vom 18. Mai  2009  zu  den  Akten,  welcher  ihm im  Wesent-
lichen Verdauungsprobleme, Hämorrhoiden, degenerative Veränderun-
gen im Bereich der Wirbelsäule und in beiden Kniegelenken, eine ver-
grösserte Prostata, eine Überempfindlichkeit  gegen chemische Mittel 
und  Schmiermittel,  eine  psychische  Labilität  sowie  eine  Arbeitsun-
fähigkeit attestierte (act. 109). 

4.6 Für  die  Beurteilung  des  aktuellen  Gesundheitszustandes  aus 
rheumatologischer  Sicht  liegen  insbesondere  die  folgenden  medi-
zinischen  Unterlagen  vor:  Bericht  betreffend  Distorsion  des  linken 
Knies vom 6. Mai 2008 (act. 101), Bericht betreffend Kniebeschwerden 
vom 16. Mai 2008 (act. 110), Radiographie der lumbosacralen Wirbel-
säulenabschnitte  vom  9. Dezember  2008  (act. 100)  und  Knochen-
szintigrafie vom 23. Januar 2009 (act. 111). 

In seiner Beurteilung kam Dr. med. F._______ zum Schluss, dass die 
leichte  Gonarthrose  links  und  die  üblichen  altersentsprechenden 
degenerativen  Veränderungen  der  Wirbelsäule  eine  angepassten 
Tätigkeit  keineswegs  ausschlössen  (act. 103  und  114).  Diese  Beur-
teilung erfolgte in Würdigung aller vorliegenden medizinischen Unter-
lagen  und  leuchtet  in  der  Beurteilung  der  medizinischen  Diagnosen 
und deren Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit  ein. Hinzu kommt, 
dass  aus  den  zuvor  erwähnten  medizinischen  Unter lagen  neueren 
Datums auch keine gegenteilige Beurteilung der  Restarbeitsfähigkeit 
ersichtlich ist.

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4.7 Hinsichtlich  der  von Dr. med. G._______ in  seinem Bericht  vom 
18. Mai  2009  diagnostizierten  vergrösserten  Prostata  sowie  der 
attestieren "psychischen Labilität" gilt anzumerken, dass diesbezüglich 
nicht  nachvollziehbar  begründet  wurde,  inwiefern  diese  Diagnosen 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers haben 
sollen,  zumal  der  behandelnde  Urologe  einzig  eine  Kontrollunter-
suchung nach einem Jahr empfohlen hat (vgl. act. 112) und aus den 
vorliegenden medizinischen Unterlagen auch keine weiteren Berichte 
ersichtlich  sind,  die  ein  psychisches  Leiden  und/oder  eine  entspre-
chende Therapie des Beschwerdeführers bestätigten. 

4.8 Auch  die  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  eingereichten 
medizinischen  Unterlagen  neueren  Datums  (Befundbericht  von 
Dr. med. I._______ vom 29. Juni 2010, Bericht von Dr. med. J._______ 
vom  29. Juni  2010  betreffend  CT  Thorax  /  Abdomen,  Bericht  von 
Dr. med.  E._______  vom  2. Juli  2010  sowie  Bericht  von  Dr. med. 
B._______ vom 28. Juli 2010) sind nicht geeignet, die Beurteilung von 
Dr. med. F._______ in  Frage zu stellen. Dr. med. B._______ machte 
zwar  geltend,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
persistierenden  Durchfälle  (zehn  Mal  pro  Tag)  völlig  "arbeits-  und 
gesellschaftsunfähig" sei. Dabei verkennt Dr. med. B._______ jedoch, 
dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  Bericht  betreffend  Ileo-
Colonoskopie  aktuell  nicht  an  Durchfall,  sondern  an  einer 
tendenziellen  Obstipation  (Verstopfung)  leidet  (vgl.  Bericht  von 
Dr. med.  E._______  vom  2. Juli  2010).  Diesbezüglich  wurde  von 
Dr. med. F._______ denn auch glaubhaft dargestellt, dass für die vom 
Beschwerdeführer  subjektiv  geäusserte  Durchfallproblematik  keine 
objektiven Elemente vorliegen. 

4.9 Daran  vermag  auch  der  nicht  nachvollziehbare  Hinweis  von 
Dr. med. F._______, ein relevantes Ekzemleiden der Hände sei nicht 
dokumentiert  (vgl.  Stellungnahme  vom  3. September  2010  und 
act. 103),  nichts  zu  ändern,  zumal  dieses  Leiden  unbestrittener-
massen  keine  Arbeitsunfähigkeit  in  einer  Verweisungstätigkeit  zu 
begründen vermag (vgl. act. 22, 50 und 109).

4.10 Zusammenfassend  ist  folglich  festzuhalten,  dass  keine  Gründe 
ersichtlich  sind,  von  der  Beurteilung  von  Dr. med.  F._______  abzu-
weichen.  Aufgrund  der  vorliegenden  Arztberichte,  welche  ein 
komplettes  Bild  über  die  gesundheitlichen  Leiden  des  Beschwerde-
führers  geben  und  eine  zuverlässige  Beurteilung  dessen  Erwerbs-

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fähigkeit gestatten, kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
ausgegangen  werden,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des 
Beschwerdeführers  im  Beurteilungszeitraum insofern  verbessert  hat, 
als dieser seit dem 20. September 2008 Verweisungstätigkeiten wieder 
zu 100% ausüben kann, während er in der bisherigen Tätigkeit nach 
wie vor zu 100% arbeitsunfähig ist. Die IVSTA hat somit zu Recht eine 
Verbesserung  des  Gesundheitszustandes  mit  Auswirkung  auf  die 
Arbeitsfähigkeit seit der letzten rechtskräftigen Verfügung bejaht. Unter 
diesen  Umständen  ist  auf  die  vom  Beschwerdeführer  in  Aussicht 
gestellte  weitere  medizinische  Abklärung  in  antizipierter  Beweis-
würdigung zu verzichten (vgl. BGE 122 II 469 E. 4a, BGE 120 1b 229 
E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen).

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicher-
te Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbs-
einkommen gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person  nach 
Eintritt  des  Gesundheitsschadens keine  oder  jedenfalls  keine ihr  an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach 
der Rechtsprechung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabel-
lenlöhne gemäss den vom Bundesamt für  Statistik  (BFS) periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. 
das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006), allen-
falls die Zahlen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 
129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3.b).

Zu  berücksichtigen  ist  dabei,  dass  sich  die  für  die  Invaliditätsbe-
messung  massgebenden  Vergleichseinkommen  eines  im  Ausland 
wohnenden  Versicherten  auf  den  gleichen  Arbeitsmarkt  beziehen 
müssen,  weil  es  die  Unterschiede  in  den  Lohnniveaus  und  den 
Lebenshaltungskosten  zwischen  den  Ländern  nicht  gestatten,  einen 
objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen vorzunehmen 
(BGE 110 V 277 Erw. 4b; Urteil  des Bundesgericht  I  817/05 vom 5. 
Februar 2007 Erw. 8.1; Urteil des Bundesgericht U 262/02 vom 8. April 
2003 Erw. 4.4).

Der  von  der  IVSTA vorgenommene  Einkommensvergleich  (act.  104) 
wird vom Beschwerdeführer nicht beanstandet. Verglichen wurde dabei 
das  zumutbare  Einkommen  ohne  Invalidität  von  Fr. 6'197.51  (dabei 
wurde  auf  dessen  zuletzt  erzieltes  Einkommen  [inkl.  Quartalsbonus, 

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Schicht- und Nachtzulage; vgl. act. 17 und 83] abgestellt, welches auf 
das  Jahr  2006  indexiert  wurde)  und  das  zumutbare  Erwerbsein-
kommen mit Invalidität von Fr. 3'946.49, ausgehend vom Durchschnitt 
der  gemäss  LSE  2006  in  Frage  stehenden  Tabellenlöhne  (vgl.  LSE 
2006, TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, Zentralwert von Fr. 4'732.-, 
angepasst  an  die  durchschnittliche  Wochenarbeitszeit  von  41.7 
Stunden) und einem leidensbedingten Abzug von 20%. Dabei resultiert  
ein  Invaliditätsgrad  von  (abgerundet)  36%. Das  Bundesverwaltungs-
gericht  sieht  keine  Anhaltspunkte,  dass  der  Einkommensvergleich 
nicht  bundesrechtskonform  erstellt  worden  sein  könnte.  Der  Voll-
ständigkeit halber bleibt anzumerken, dass selbst eine Indexierung auf 
das  Jahr  2009  nichts  am  Resultat  des  vorliegenden  Urteils  ändern 
würde.

5.2 Es besteht somit kein Anspruch auf Invalidenrente. Die IVSTA hat 
die  bisher  gewährte  ganze  Invalidenrente  folglich  zu  Recht  per 
1. Oktober 2009 (Art. 88a Abs. 1 IVV i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV; 
vgl. E. 3.6 hiervor) aufgehoben. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Die Verfahrenskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem geleisteten Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- zu verrechnen.

6.2 Dem Beschwerdeführer  ist  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens 
keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64  VwVG  und  Art. 7 
Abs. 1  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2] e contrario). Die IVSTA hat keinen Anspruch auf Parteient-
schädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Seite 20

C-5591/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Beilage: Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers 

vom 9. November 2010)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

Seite 21

C-5591/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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