# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0307eee5-ef19-5ea9-b7c8-632854c98d92
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.01.2024 200 2023 540
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-540_2024-01-16.pdf

## Full Text

200 23 540 IV
JAP/LUB/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Januar 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. Juni 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1972 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 2022 unter Hinweis auf Depressionen, eine Angst-
störung, eine Isolation und ein Trauma seit Februar 2011 bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV 
[act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte er-
werbliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere veranlasste sie auf 
Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 21 f.) ein 
polydisziplinäres Gutachten der MEDAS C.________, das am 25. April 
2023 erstattet wurde (act. II 43.1). Nach durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren (act. II 45) verneinte die IVB mit Verfügung vom 8. Juni 2023 bei 
einem in Anwendung der gemischten Methode (85 % Erwerb und 15 % 
Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 26 % einen Rentenanspruch 
(act. II 46).

B.

Mit Eingabe vom 14. Juli 2023 erhob die Versicherte Beschwerde und be-
antragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Neuberechnung 
des Invaliditätsgrades sowie die Zusprache einer Rente der IV. Zugleich 
ersuchte sie um unentgeltliche Rechtspflege.

Am 18. Juli 2023 leitete die Beschwerdegegnerin eine Eingabe der 
D.________ AG vom 14. Juli 2023, in welcher sie die Interessenvertretung 
der Beschwerdeführerin anzeigte und vorsorglich "Einsprache" gegen die 
Verfügung vom 8. Juni 2023 erhob sowie um Fristerstreckung zur Begrün-
dung des Rechtsmittels ersuchte, zuständigkeitshalber an das Verwal-
tungsgericht weiter.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Juli 2023 nahm der Instruktions-
richter die D.________ AG als Vertretung der Beschwerdeführerin auf. Zu-
gleich verfügte er unter Verweis, wonach die Beschwerdefrist nicht er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 3

streckbar sei und die Beschwerdeführerin bereits eine den Anforderungen 
genügende Beschwerde erhoben habe, dass es der Beschwerdeführerin 
bzw. ihrer Vertretung nach dem ersten Schriftenwechsel freistehen werde, 
die Beschwerdebegründung zu ergänzen bzw. im Rahmen einer Replik zur 
Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen.

Mit Eingabe vom 14. August 2023 notifizierte Rechtsanwalt B.________ 
gegenüber dem Verwaltungsgericht die Interessenvertretung der Be-
schwerdeführerin, zog gleichzeitig das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege zurück und beantragte die Durchführung eines zweiten Schriften-
wechsels nach Eingang der Beschwerdeantwort.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. August 2023 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 23. August 2023 wurde das Verfahren betreffend das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben und der Beschwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt, eine 
Replik einzureichen.

In der Replik vom 22. September 2023 hielt die Beschwerdeführerin am 
bisherigen Antrag der Aufhebung der angefochtenen Verfügung fest und 
stellte zusätzlich das Begehren, die Angelegenheit sei an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen mit der Anordnung, über die Ansprüche der Be-
schwerdeführerin nach erreichtem stabilem Gesundheitszustand, gestützt 
auf ein neu einzuholendes, verwaltungsexternes psychiatrisches Gutachten 
neu zu entscheiden. 

Mit Duplik vom 20. Oktober 2023 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 8. Juni 2023 
(act. II 46). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 5

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 
2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prü-
fung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 
7.2 S. 429).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 6

reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten das Folgende zu entneh-
men:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 1. November 2021 
über die stationäre Behandlung vom 26. August bis 7. Oktober 2021 wur-
den als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2), und eine 
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) gestellt (act. II 11/12). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 7

Bescheinigt wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 26. August bis 
31. Oktober 2021 (act. II 3/2).

3.1.2 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 
9. August 2022 über die teilstationäre Behandlung vom 2. Mai bis 12. Au-
gust 2022 wurden als Diagnosen eine posttraumatische Belastungsstörung 
(ICD-10 F43.1), eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere 
Episode (ICD-10 F33.2), und ein Status nach langjährigem Alkoholabusus, 
gegenwärtig abstinent, genannt (act. II 6/1). Im Verlauf der teilstationären 
Behandlung habe sowohl objektiv wie subjektiv keine Abnahme der hohen 
psychovegetativen Erregung (Hyperarousal) sowie der Durchschlafstörun-
gen beobachtet werden können. Die Beschwerdeführerin habe jedoch an-
gegeben, dass ihr die Behandlung grundsätzlich gut getan habe, auch 
wenn es ihr jeden Tag sehr schwer gefallen sei, am Programm teilzuneh-
men und sie keine merkliche Verbesserung der Symptome wahrgenommen 
habe (act. II 6/3).

3.1.3 Dr. phil. G.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, 
diagnostizierte im Bericht vom 7. Oktober 2022 mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine posttraumatische Belastungsstörung, bestehend seit 
dem … des Ehemannes (ICD-10 F43.1) und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome 
(ICD-10 F33.20; act. II 18/4 Ziff. 2.5). Es bestehe seit dem 14. April 2021 
bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. II 18/2 Ziff. 1.3). 
Eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei nicht möglich 
(act. II 18/4 Ziff. 2.7).

3.1.4 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste E.________ vom 
28. Februar 2023 über die stationäre Behandlung vom 11. Januar bis 
13. Februar 2023 (act. II 41/5) wurden als Diagnosen eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), 
eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), ein Diabetes 
mellitus Typ 2, mit nicht näher bezeichneten Komplikationen: als entgleist 
bezeichnet (ICD-10 E11.81), und eine Lumboischialgie erwähnt 
(act. II 41/5). Zusammengefasst habe eine Teilremission der depressiven 
Symptomatik und der diffusen Ängste erreicht werden können, sodass die 
Beschwerdeführerin im gegenseitigen Einvernehmen sowie frei von akuter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 8

Selbst- und Fremdgefährdung ins ambulante Setting habe austreten kön-
nen (act. II 41/8). Attestiert wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 
11. Januar bis 26. Februar 2023 (act. II 41/9).

3.1.5 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS H.________ vom 
25. April 2023 (act. II 43.1) wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine gemischt ängstlich-depressive Störung (ICD-10 F41.2) diagnostiziert. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine Alkoholabhängigkeit 
(ICD-10 F10.2), gegenwärtig abstinent, ein Diabetes mellitus Typ 2, tablet-
tenpflichtig (ED Februar 2021; ICD-10 E11.90), eine gastroösophageale 
Refluxkrankheit (ICD-10 K21.0), ein Zustand nach Gastritis Typ B (ICD-10 
K29.9), der Verdacht auf Schlafapnoesyndrom (ICD-10 G47.31), ein Zu-
stand nach Operation eines Tuboovarialabszess links September 2016 
(ICD-10 N70.9), ein Nikotinabusus (ICD-10 Z72.0), eine Adipositas, BMI 
38.2 kg/m2 (ICD-10 E66.09), und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom 
mit rezidivierenden Lumboischialgien (pseudoradikulär; ICD-10 M54.4; 
act. II 43.1/5 f. Ziff. 4.3).

Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 
Neurologie, führte im psychiatrischen Teilgutachten aus, die Beschwerde-
führerin habe jahrelang einen Äthylismus betrieben, sei aber seit mehreren 
Jahren glaubhaft abstinent. Weiter habe sich eine gemischt ängstlich-
depressive Störung entwickelt, welche zeitweilig wohl auch das Ausmass 
einer zumindest mittelschweren depressiven Episode angenommen habe. 
Ferner sei die Angstsymptomatik in der Vergangenheit als mögliche post-
traumatische Belastungsstörung interpretiert worden. Nach den aktuell er-
hobenen Befunden könne aber weder das Bild einer schweren depressiven 
Episode, noch das Bild einer posttraumatischen Belastungsstörung 
bestätigt werden (act. II 43.3/15 Ziff. 7.1). Die Beschwerdeführerin be-
schreibe sich als leistungsunfähig. Sie sei aber auf der Basis des erhobe-
nen psychopathologischen Befundes durchaus in der Lage, sich an Regeln 
und Routinen anzupassen, weise eine ausreichende Umstellungsfähigkeit 
auf und sei auch in der Lage, erworbenes Wissen anzuwenden. Die Pla-
nung und Strukturierung von Aufgaben falle ihr allerdings schwer, wobei 
indes auch die fehlende Schulbildung zu berücksichtigen sei. Sie sei zu 
Spontanaktivitäten in der Lage. Die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 9

seien reduziert, ebenso die Selbstbehauptungsfähigkeit. In der Interaktions- 
und Kontaktfähigkeit mit Dritten bestünden aber durchaus, trotz der von ihr 
geschilderten Ängste, Ressourcen. Dies gelte auch für die Gruppenfähig-
keit. Die Fähigkeit zu engen dyadischen Beziehungen erscheine nach den 
langjährigen, traumatischen Erlebnissen in einer früheren Ehe einge-
schränkt. In den Bereichen Selbstpflege und -versorgung, Mobilität und 
Verkehrsfähigkeit bestünden ausreichende Ressourcen. Sie sei daher in 
der Lage, mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen einfache Tätig-
keiten mit geringer Verantwortung, möglichst gut vorstrukturiert und ohne 
besondere Anforderungen an die Team- und Konfliktfähigkeit auf dem all-
gemeinen Arbeitsmarkt auszuüben (act. II 43.3/15 Ziff. 7.2). Retrospektiv 
betrachtet, sei sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten 
Tätigkeit – abgesehen von den Zeiten stationärer bzw. teilstationärer 
psychiatrischer Behandlung – eine Arbeitsfähigkeit von 70 % seit Novem-
ber 2020 ausgewiesen (act. 43.3/16 f. Ziff. 8).

Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, erwähnte im 
internistischen Teilgutachten, internistische Erkrankungen, die versiche-
rungsmedizinisch relevant seien, lägen nicht vor (act. II 43.4/6 Ziff. 6.1).

Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, hielt im orthopädisch-traumatologischen 
Teilgutachten fest, es bestehe eine tieflumbale Schmerzhaftigkeit mit einer 
Einschränkung der körperlichen Arbeitsschwere. Die Beschwerdeführerin 
sei in der Lage körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben 
und Tragen von Lasten bis 15 kg unter Vermeidung von Zwangshaltungen 
(Vorbeuge) und von Tätigkeiten unter extremen Temperaturschwankungen 
wie Kälte, Hitze, Nässe und Zugluft durchzuführen. Die Arbeitsfähigkeit 
betrage sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit 
100 %. Es ergäben sich aktuell und retrospektiv keine Anhaltspunkte für 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. II 43.5/10 Ziff. 7 und 8).

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, es 
hätten sich insbesondere aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht 
Inkonsistenzen in der Beschwerdeschilderung und den erhobenen Befun-
den ergeben. Insoweit seien die geschilderten Einschränkungen im Akti-
vitätsniveau des Alltags und der vorgetragenen Beschwerden nicht vollum-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 10

fänglich nachvollziehbar und plausibel. Auch stehe der Nachweis der Medi-
kation, lediglich in Spuren und zum Teil unter der Nachweisbarkeitsgrenze, 
im Kontrast zu der angegebenen aussergewöhnlichen Schmerzempfin-
dung, auch wenn der nachgewiesene Spiegel bei dem von der Beschwer-
deführerin eingeräumten Intervall die niedrigen Spiegel nicht gänzlich un-
plausibel erscheinen lasse. Es wäre zu erwarten gewesen, dass bei dem 
angegebenen hohen Schmerzniveau doch Analgetika in engmaschigerem 
Rhythmus eingenommen worden wären, zumal die Beschwerdeführerin 
angegeben habe, auf die Analgetika-Medikation angewiesen zu sein, um 
ihr Leben erträglich zu machen (act. II 43.1/6 Ziff. 4.3). Die Beschwerdefüh-
rerin sei in der Lage körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Lasten bis maximal 15 kg unter Vermeidung von 
körperlicher Zwangshaltung und von Tätigkeiten unter extremen Tempera-
turschwankungen wie Kälte, Hitze, Nässe und Zugluft durchzuführen. Sie 
könne nur Tätigkeiten einfacher geistiger Natur verrichten, welche ihrem 
Ausbildungs- und Kenntnisstand entsprächen. Die Tätigkeiten sollten mög-
lichst gut vorstrukturiert sein und keine besonderen Anforderungen an die 
Team- und Konfliktfähigkeit stellen. Die Teilarbeitsunfähigkeit ergebe sich 
lediglich aus der psychischen Störung (act. II 43.1/7 Ziff. 4.5). In der zuletzt 
ausgeübten (angegebene Arbeit als …/…) sowie in einer angepassten 
Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 70 % bzw. Arbeitsunfähigkeit 30 % 
bezogen auf ein Vollpensum. Retrospektiv sei abgesehen von Zeiten stati-
onärer bzw. teilstationärer psychiatrischer Behandlung eine Arbeitsfähigkeit 
in dieser Grössenordnung seit November 2020 (erstmalig erwähnte De-
pression) ausgewiesen (act. II 43.1/7 f. Ziff. 4.6 f.). 

3.1.6 In dem als Beschwerde gegen die IV-Verfügung vom 8. Juni 2023 
bezeichneten Bericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 10. Juli 
2023 stellte Dr. med. L.________, stellvertretender Oberarzt, als Hauptdia-
gnosen nach ICD-10 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 
F43.1), eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere Episode 
ohne Symptome einer Psychose (ICD-10 F33.2), und eine psychische- und 
Verhaltensstörung durch Alkohol, Abhängigkeitserkrankung, aktuell Vollre-
mission, im Rahmen einer fehlgeleiteten Selbstmedikation mit/bei Trauma-
folgestörung (ICD-10 F10.2) bzw. nach ICD-11 eine komplexe posttrauma-
tische Belastungsstörung (ICD-11 6B41), eine rezidivierende Depression, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 11

aktuell schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-11 6A71.3), 
und eine Alkoholabhängigkeit, frühe Vollremission (ICD-11 6C40.22), als 
Bestandteil der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. I] 1/3). Aus unerklärlichen Gründen seien die 
Diagnosen, welche im Rahmen des teilstationären Settings der psychiatri-
schen Dienste F.________ sowie zweier stationärer Aufenthalte in der Kli-
nik E.________ gestellt und von den psychiatrischen Diensten F.________ 
im Austrittsbericht bestätigt worden seien, im Gutachten nicht beachtet 
worden. Der Symptomkomplex um die Beschwerdeführerin sei mehrfach 
durch die Fachkliniken im Rahmen der posttraumatischen Belastungs-
störung sowie der rezidivierenden Depression interpretiert worden. Es sei 
klar ersichtlich, dass nach dem Austritt aus dem tagesstationären Setting 
die Ängste, Ein- und Durchschlaf- sowie Konzentrationsstörungen, An-
triebsschwierigkeiten sowie Freud- und Interessenverlust erneut progre-
dient gewesen seien, um im Rahmen der rezidivierend auftretenden De-
pression verstanden zu werden. Hinzu komme, dass im Rahmen des … am 
Ex-Ehemann im Jahre … durch dessen früheren …, welchen die Be-
schwerdeführerin ebenfalls gut gekannt habe, es zur Traumatisierung mit 
Chronifizierung gekommen sei. Dieser sei mit der Diagnose der posttrau-
matischen Belastungsstörung Rechnung getragen worden. Aufgrund des 
im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung auftretenden stark 
ausgeprägten Vermeidungsverhaltens, verlasse die Beschwerdeführerin 
seit vielen Jahren die Wohnung nur in Begleitung eines ihrer Kinder oder 
Angehörigen von Therapieeinrichtungen. Vor dem Hintergrund der langjäh-
rigen, anhaltenden Traumatisierung (sexuelle, physische sowie psychische 
Gewalt) könne nach dem ICD-11 die Diagnose einer komplexen Trauma-
folgestörung (ICD-11 6B41) gestellt werden. Da das MRI des Schädels 
keine Hinweise für eine Hirnatrophie, keine strukturellen Auffälligkeiten, 
Entzündungen oder Läsionen gezeigt habe, seien die Gedächtnisstörungen 
im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung zu interpretieren. 
Der aktuellen Hospitalisation gehe die Information des … des … des Ehe-
mannes voraus, wobei die Beschwerdeführerin eine massive Krise mit klar 
depressiven Symptomen erlebt habe. Im Beisein von Fachpersonen oder 
der Kinder sei die Beschwerdeführerin rasch "beruhigbar", offen und 
freundlich und könne gut über ihre Ängste sprechen. Dieser Umstand habe 
den Gutachter vermutlich fälschlicherweise zum Stellen der im Gutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 12

festgehaltenen Diagnosen veranlasst und nicht im Rahmen der posttrau-
matischen Belastungsstörung (act. I 1/2).

3.1.7 In dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Austrittsbericht der 
psychiatrischen Dienste F.________ vom 6. Oktober 2023 über die statio-
näre Behandlung vom 15. Mai bis 27. Juli 2023 bestätigte Dr. med. 
L.________ die im als Beschwerde bezeichneten Bericht der psychiatri-
schen Dienste F.________ vom 10. Juli 2023 genannten Diagnosen (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. IA] 2/1). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.3 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS H.________ vom 
25. April 2023 (act. II 43.1) – basierend auf einer psychiatrischen 
(act. II 43.3), allgemein-internistischen (act. II 43.4) und orthopädisch-
traumatologischen Untersuchung (act. II 43.5) – erfüllt die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert einer medizinischen 
Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor). Die darin enthalte-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 13

nen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, umfassend und einläss-
lich begründet. Die Beurteilung des Gesundheitszustandes erfolgte unter 
Einbezug sämtlicher hier relevanten medizinischen Fachdisziplinen und 
beruht auf kongruenten Einschätzungen anlässlich der interdisziplinären 
Gesamtbeurteilung (vgl. act. II 43.1). Dem Gutachten (inkl. Teilgutachten) 
kommt damit voller Beweiswert zu, so dass darauf abzustellen ist. Daran 
vermögen die beschwerdeführerischen Vorbringen nichts zu ändern.

3.3.1 Dass sich die attestierte Gesamtarbeitsunfähigkeit allein aus der 
psychischen Störung ergibt (act. II 43.1/7 Ziff. 4.5) und die körperbezoge-
nen Beschwerden nicht invalidisierend wirken, ist mit Blick auf die überzeu-
genden Schlussfolgerungen in den internistischen und orthopädischen 
Teilgutachten (act. II 43.4 f.) zwischen den Parteien zu Recht unbestritten. 

3.3.2 In der psychiatrischen Expertise (act. II 43.3) leitete Dr. med. 
I.________ die Diagnose einer gemischt ängstlich-depressiven Störung 
(ICD-10 F41.2; act. II 43.3/14 Ziff. 6.3) anhand der erhobenen Anamnese 
und klinischen Befunde nachvollziehbar und überzeugend her 
(act. II 43.3/13 f. Ziff. 6.2). Die in der Stellungnahme der psychiatrischen 
Dienste F.________ vom 10. Juli 2023 (act. I I) daran geäusserte Kritik 
verfängt nicht.

Vorab ist der stellvertretende Oberarzt Dr. med. L.________ im Medizinal-
beruferegister ohne Facharzttitel verzeichnet (act. I 1/4; vgl. 
<www.medregom. admin.ch>) und er hat einen eigentlichen Rollenwechsel 
vom behandelnden Arzt zum Parteivertreter vollzogen (vgl. auch Be-
schwerdeantwort S. 3 lit. C Ziff. 7). Die Stellungnahme wurde als "Be-
schwerde" betitelt und beantragt, die angefochtene Verfügung sei zu reeva-
luieren (act. I 1/1 f.). Damit ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 
dass behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen, was sich beweiskraftmindernd auf die Ausführungen des Ober-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 14

arztes auswirkt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 18. De-
zember 2019, 8C_695/2019, E. 4.3).

Sodann sind dessen Ausführungen auch inhaltlich nicht geeignet, den Be-
weiswert des psychiatrischen Teilgutachtens zu erschüttern (Replik S. 2 
Ziff. 2.2). Der Sachverständige orientierte sich sehr wohl an den massge-
benden diagnostischen Kriterien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], 
Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 
Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 199 f.), setzte sich ein-
gehend mit den divergierenden Diagnosen der behandelnden Ärzte aus-
einander und zeigte im Rahmen seiner differentialdiagnostischen Überle-
gungen schlüssig auf, dass – nebst der posttraumatischen Belastungs-
störung – insbesondere auch weder eine eigentliche depressive Störung 
noch eine Angststörung vorlagen (act. II 43.3/13 f.). So führte Dr. med. 
I.________ betreffend die Diagnose einer posttraumatischen Belastungs-
störung nachvollziehbar aus, dass kein traumatisches Ereignis vorliege, 
weil die Beschwerdeführerin weder dem Ereignis direkt ausgesetzt gewe-
sen sei noch als Augenzeugin beigewohnt habe; sie habe über ein Tele-
fonat vom … erfahren und sei zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren 
Jahren von ihrem Ex-Ehemann getrennt bzw. geschieden gewesen. Auch 
das weitere Kriterium des wiederkehrenden Wiedererlebens des traumati-
schen Ereignisses mit entsprechenden dissoziativen Reaktionen oder 
traumatischen Albträumen, deren Inhalt in engem Kontext mit dem trauma-
tischen Ereignis stehe, könne nicht bestätigt werden und es mangle auch 
an anerkannten physiologischen Reaktionen der Beschwerdeführerin, 
wenn sie mit dem … des Ex-Ehemannes und den damaligen Umständen 
konfrontiert werde. Auch ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten trau-
maassoziierter externer Reize, Gedanken und Gefühle könne nicht 
bestätigt werden und die Angabe der Beschwerdeführerin, sie schaue in 
ihrer Freizeit gerne Horrorfilme, stehe ebenfalls in einem Kontrast zu etwai-
gem Vermeidungsverhalten (act. II 43.3/13 Ziff. 6.2; vgl. auch a.a.O. DIL-
LING et al., S. 207 f.). Diese Einschätzung korreliert denn auch mit der ein-
schlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Eine posttraumatische 
Belastungsstörung gemäss ICD-10 F43.1 (auch in der 2022 geltenden 
Fassung) setzt voraus, dass sie mit einer Latenz von wenigen Wochen bis 
Monaten nach einem Ereignis mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 15

katastrophenartigem Ausmass auftritt, das bei fast jedem eine tiefe Ver-
zweiflung hervorrufen würde. Prädisponierende Faktoren können die 
Schwelle zur Entwicklung dieses Syndroms zwar senken und den Verlauf 
erschweren, sind aber weder notwendig noch ausreichend, um dessen 
Auftreten erklären zu können (Entscheid des BGer vom 26. Juni 2013, 
9C_228/2013, E. 4.1.2). Eine weniger einschränkende Formulierung des 
Belastungskriteriums und damit die Berücksichtigung von Ereignissen, die 
weder eine aussergewöhnliche Bedrohung noch eine Katastrophe darstel-
len, dennoch aber im Erleben einer versicherten Person eine "Traumatisie-
rung" auslösen können, mag therapeutisch Sinn machen. Hingegen ver-
langt die Leistungsberechtigung in der Invalidenversicherung zwangsläufig 
eine gewisse Objektivierung, weshalb solche Konstellationen ausser Be-
tracht bleiben müssen (Entscheide des BGer vom 19. Mai 2014, 
9C_39/2014, E. 4.3, und 9C_228/2013, E. 4.1.3). Zum Ausschluss einer 
schweren depressiven Störung legte der psychiatrische Experte dar, dass 
die Beschwerdeführerin zwar eine depressive Stimmungslage zeige, sie 
aber darin nicht vollständig gefangen sei. Ein vollständiger Interesse- und 
Freudverlust sowie ein dokumentierter, verminderter Antrieb konnte er nicht 
feststellen (act. II 43.3/9 Ziff. 4.3 und /13 Ziff. 6.2), womit der Ausschluss 
überzeugt (vgl. a.a.O. DILLING et al., S. 169 ff.). Ebenso überzeugt, dass die 
von der Beschwerdeführerin geschilderten Ängste, welche mit nur mässiger 
vegetativer Stigmatisierung vorgetragen wurden, gutachterlich im Rahmen 
der gemischt ängstlich-depressiven Störung eingeordnet wurden 
(act. II 43.3/13 Ziff. 6.2; vgl. a.a.O. DILLING et al., S. 199). Unter diesen Um-
ständen kann von einer "Fehldiagnose" somit keine Rede sein (Replik S. 1 
Ziff. 2.1). Dies auch vor dem Hintergrund, dass es bei der Beweiswürdi-
gung zu beachten gilt, dass die psychiatrische Exploration von der Natur 
der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begut-
achtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 
innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen 
möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte – wie vorlie-
gend der Fall – lege artis vorgegangen ist (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 S. 365).

Des Weiteren stellt die Begutachtung auch keine Momentaufnahme dar 
(Replik S. 2 Ziff. 2.3), stützte sich der Sachverständige doch nicht allein auf 
die Erkenntnisse aus dem klinischen Explorationsgespräch, er bezog viel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 16

mehr auch die medizinischen Vorakten sowie die erhobene Anamnese mit 
ein (act. II 43.3/2 ff. Ziff. 3 f., /12 ff Ziff. 6.2.). 

Ebenso wenig vermag der ins Recht gelegte Austrittsbericht der psychiatri-
schen Dienste F.________ vom 6. Oktober 2023 (act. IA 2) etwas zu än-
dern. Mit den nunmehr nach ICD-11 statt ICD-10 gestellten Diagnosen 
(6B41 ≈ F43.1; 6A71.3 ≈ F33.2) setzte sich Dr. med. I.________ bereits 
auseinander (act. II 43.3/12 ff. Ziff. 6.2). Zudem musste die bevorstehende 
… des … des … am Ex-Ehegatten der Beschwerdeführerin aus dem … für 
die Beschwerdeführerin bereits während der Begutachtung voraussehbar 
sein und ihre Furcht vor etwaigen diesbezüglichen Bedrohungen wurden im 
Gutachten ebenfalls bereits berücksichtigt (act. II 43.3/8 f. Ziff. 4.3). Selbst 
wenn eine nach der Begutachtung Anfang Mai 2023 (Information eine Wo-
che vor Eintritt in die psychiatrischen Dienste F.________; act. IA 2/1) ein-
getretene Gesundheitsverschlechterung ausgewiesen wäre (Replik S. 3 
Ziff. 3), könnte sie erst nach drei Monaten berücksichtigt werden (vgl. 
Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]), womit sie ausserhalb des bis zum 8. Juni 
2023 (act. II 46) reichenden gerichtlichen Überprüfungshorizonts läge (vgl. 
BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). 

3.4 Der medizinische Sachverhalt erweist sich damit als rechtsgenüg-
lich abgeklärt. Weitere Sachverhaltserhebungen erübrigen sich in antizi-
pierter Beweiswürdigung (Replik S. 3 Ziff. 4; vgl. hierzu BGE 144 V 361 E. 
6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 
50 S. 163 E. 4).

Gestützt auf das beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten der MEDAS 
H.________ vom 25. April 2023 (Interdisziplinäre Gesamtbeurteilung 
[act. II 43.1] inkl. Teilgutachten [act. II 43.3-5]) steht damit fest, dass in der 
zuletzt ausgeübten sowie einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 % bzw. Arbeitsunfähigkeit von 30 % seit November 2020 (ausge-
nommen der Zeiten der stationären bzw. teilstationären Aufenthalte) be-
steht. Angesichts dieser ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit erübrigt sich vor-
liegend die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach 
Massgabe von BGE 141 V 281 und 143 V 209 trotz Hinweisen auf Aggra-
vation und Inkonsistenzen, insbesondere auch dem überzeugenden Hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 17

weis der Gutachter auf die passive Entpflichtungs- und Versorgungswün-
sche der Beschwerdeführerin (act. II 43.1/5 Ziff. 4.2, 4.8). Denn unabhängig 
davon, ob auch aus rechtlicher Sicht von einem invalidenversicherungs-
rechtlich relevanten Gesundheitsschaden mit Krankheitswert auszugehen 
und folglich auf die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % abzu-
stellen ist, resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 4 
hiernach).

4.

4.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so 
wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festge-
legt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltli-
chen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in 
beiden Bereichen zu bemessen.

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 18

messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.2.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung).

4.2.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV).

4.3 Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVV werden für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrades von Teilerwerbstätigen die Invaliditätsgrade in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit (lit. a) und in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbe-
reich (lit. b) zusammengezählt. Für die Berechnung des Invaliditätsgrades 
in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss Art. 27bis Abs. 2 IVV das 
Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % entspricht, hochgerechnet (lit. a), das Einkommen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 19

mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % entspricht, berechnet und entsprechend an die 
massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst (lit. b) und die pro-
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. c). Für 
die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Auf-
gabenbereich wird nach Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermit-
telt (lit. a) und der Anteil nach lit. a anhand der Differenz zwischen dem 
Beschäftigungsgrad nach Abs. 2 lit. c und einer Vollerwerbstätigkeit ge-
wichtet (Abs. 3 lit. b).

4.4 Die Beschwerdegegnerin hat die Invaliditätsbemessung dergestalt 
vorgenommen, als sie in Anwendung der gemischten Methode – ausge-
hend von einem Status von 85 % Erwerb und 15 % Haushalt – im Bereich 
Erwerb beim Einkommensvergleich das Validen- und das Invalidenein-
kommen auf der Grundlage des gleichen Tabellenlohns gemäss Tabelle 
TA1 der LSE 2020, Totalwert, Kompetenzniveau 1, Frauen, unter Berück-
sichtigung der Nominallohnentwicklung bestimmte, und daraus einen Inva-
liditätsgrad von 30 % bzw. gewichtet 25.5 % (30 % x 0.85) ermittelte, sowie 
im Bereich Haushalt von keiner (zusätzlich) rentenbegründenden Ein-
schränkung ausging (act. II 46/1 f.). 

Dieser Invaliditätsbemessung wird seitens der Beschwerdeführerin nicht 
widersprochen und gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Die Beschwer-
deführerin gab anlässlich des Erstgesprächs gegenüber der Verwaltung an, 
dass sie im Gesundheitsfall im Umfang von 80 bis 90 % eine Erwerbstätig-
keit ausüben würde (act. 12/2 Bst. b). Der festgelegte Status mit einem 
Anteil von 85 % Erwerb (Mittelwert; und 15 % Haushalt) ist damit nicht zu 
beanstanden. Dies zumal auch einerseits die Beschwerdeführerin gemäss 
ihrer Angabe, bestätigt durch den Auszug aus dem individuellen Konto 
(act. II 2), vor Eintritt des Gesundheitsschadens nicht bzw. höchstens sehr 
niederschwellig erwerbstätig war (act. II 12/2 Bst. a) und andererseits die 
Kinder seit Jahren nur noch einer geringen Betreuung bedürfen und inzwi-
schen volljährig sind (act. II 1/4 Ziff. 3). Der Invaliditätsgrad ist folglich an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 20

hand der gemischten Methode zu berechnen. Ebenso wenig ist beim Ein-
kommensvergleich das Abstellen auf denselben Tabellenlohn von Tabelle 
TA1 bei Validen- und Invalideneinkommen zu beanstanden, da die Be-
schwerdeführerin über keine berufliche Ausbildung verfügt und ihre letzte 
Anstellung schon etliche Jahre zurückliegt (act. II 1/7 f. Ziff. 5.3 f., 2/4, 
12/1), während sie ihre zumutbare medizinisch-theoretische Arbeitsfähig-
keit nicht verwertet. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend 
vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Er-
mittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad (im Erwerbsbereich) dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit (in BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Ent-
scheids des BGer vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021), vorliegend somit 
30 % bzw. gewichtet 25.5 % (vgl. E. 3.4 hiervor). In Anbetracht des gutach-
terlich formulierten Leistungsprofils, der freien Zeiteinteilung sowie unter 
Berücksichtigung der Schadenminderung in Form der Mithilfe der in der 
gleichen Wohnung lebenden (jüngsten) Tochter (act. II 43.3/6; vgl. Rz. 
3613 f des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 
224 E. 4.4.2 S. 228), welche weitergeht als die ohne Gesundheitsschädi-
gung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 
509), bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die diagnostizierten 
Leiden im Haushalt rentenrelevant auswirken, was beschwerdeweise auch 
nicht moniert wird. Bei einer gewichteten Einschränkung von 25.5 % im 
erwerblichen Bereich und 0 % im Haushaltsbereich besteht bei einem Ge-
samtinvaliditätsgrad von gerundet 26 % (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 
E. 3.2 S. 123) demnach kein Rentenanspruch (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 8. Juni 2023 
(act. II 46) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 21

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt …-Austrittsbericht vom 6. Oktober 2023

[act. IA 2])
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2024, IV/23/540, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.