# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60c2ad22-2ca9-5712-ab4f-fb98a0567f32
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 27.10.2014 ZK2 2014 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2014-1_2014-10-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 14 1          3. November 2014

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
RichterInnen Pritzi und Schnyder
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

In der zivilrechtlichen Berufung

der X ._____GmbH, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch ihren Ge-
schäftsführer B._____,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 11. September 2013, mitgeteilt am 
12. Dezember 2013, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen die 
Y ._____AG, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. Marc E. Wieser, Chesa Wieser, 7524 Zuoz,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 2. April 2010 liess die X._____GmbH der Y._____AG eine Offerte für 
Schalungsarbeiten auf zwei Baustellen in O.1_____ zugehen. Die Y._____AG be-
kundete am 30. April 2010 ihr Interesse am Angebot und übermittelte der 
X._____GmbH das gesamte Ausmass der Schalungsarbeiten. Am 1. Mai 2010 
antwortete die X._____GmbH, das Material sei "ok", jedoch müsse sie noch ab-
klären, ob sie genügend Arbeiter habe, die im A._____ arbeiten möchten. Gleich-
zeitig brachte sie auf dem Ausmass gewisse Vorbehalte und Bemerkungen an. 
Am 6. Mai 2010 unterzeichnete die Y._____AG die Offerte vom 2. April 2010. 

B. Die X._____GmbH nahm die Arbeiten am 9. Juni 2010 auf. Schnell kam es 
zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien über die Qualität und die 
Quantität der Arbeitsleistung. Schliesslich übermittelte die Y._____AG der 
X._____AG am 8. Juli 2010 eine „Kündigung des Schalauftrages“, mit welcher sie 
die Zusammenarbeit per Ende der nächsten Betonetappe für beendet erklärte. In 
der Folge konnten sich die Parteien über die Modalitäten der Vertragsauflösung 
nicht einigen. 

C. Nachdem eine gütliche Einigung zwischen den Parteien ausblieb, stellte die 
X._____GmbH am 11. Februar 2011 bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks 
Maloja ein Schlichtungsgesuch. Gemäss Protokoll der Schlichtungsverhandlung 
vom 14. April 2011 stellten die Parteien die folgenden Anträge:

„Rechtsbegehren der klagenden Partei gemäss Gesuch vom 11. Fe-
bruar 2011

1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin den Betrag von Fr. 
64‘601.10 nebst Zins zu 5% seit wann rechtens sowie Betreibungskos-
ten zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsam-
tes Oberengadin, Chesa Rupanner, 7503 Samedan gegen die Beklagte 
sei für den in Ziff. 1 genannten Betrag inkl. Verzugszins und Betrei-
bungskosten aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Rechtsbegehren der beklagten Partei vom 14. April 2011

1. Abweisung der Klage, soweit überhaupt darauf eingetreten werden 
kann.

2. Widerklage
Die X._____GmbH sei zu verpflichten, der Firma Y._____AG den Be-
trag von CHF 8‘127.20 nebst Zins zu 5% seit 18.08.2010 zu bezahlen.

3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge nebst 8% MWSt zulasten der 
X._____GmbH.“

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D. Nach erfolglos verlaufener Schlichtungsverhandlung wurde der 
X._____GmbH die Klagebewilligung erteilt (mitgeteilt am 15. April 2011). Mit Ein-
gabe vom 14. Juli 2011 unterbreitete die X._____GmbH die Streitsache mit unver-
ändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Maloja. Am 26. September 2011 
reichte die Y._____AG ihre Klageantwort und Widerklage ein. Auch sie liess dabei 
ihr Rechtsbegehren unverändert. Schliesslich übermittelte die X._____GmbH am 
9. November 2011 dem Gericht ihre Widerklageantwort. 

E. Am 16. Dezember 2011, mitgeteilt am 19. Dezember 2011, erliess der Be-
zirksgerichtspräsident Maloja die Beweisverfügung, in welcher er unter anderem 
die von der Y._____AG anbegehrten Zeugen für relevant erklärte (die 
X._____GmbH hatte keine Zeugen benannt) und eine Parteibefragung von 
B._____, Geschäftsführer der X._____GmbH, vorsah. Weiter hielt er fest, dass 
über die Einholung einer Expertise nach Vorliegen der Zeugeneinvernahmen ent-
schieden werde. Die Beweisverfügung blieb unangefochten. Mit Eingabe vom 27. 
Februar 2012 beantragte die X._____GmbH die Einvernahme von drei namentlich 
genannten Zeugen, welche für sie als Schaler auf der Baustelle in O.1_____ ge-
arbeitet hätten. Des Weiteren stellte sie den Antrag, es sei durch einen gerichtlich 
bestimmten Experten ein Gutachten zur Qualität der Schalung zu erstellen. Mit 
Verfügung vom 15. Dezember 2012, mitgeteilt am 19. Dezember 2012, lehnte das 
Bezirksgerichtspräsidium Maloja sämtliche Beweisanträge ab. Die Verfügung blieb 
unangefochten.

F. Am 11. September 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht 
Maloja statt, welches mit Entscheid vom 11. September 2013, mitgeteilt am 12. 
Dezember 2013, wie folgt erkannte:

„1. Die Klage wird infolge Anerkennung im Betrag von CHF 12‘722.20 zu-
züglich 5% Zins seit 5. Oktober 2010 teilweise gutgeheissen.

2. Die Widerklage wird im Umfang von CHF 9‘798.40 zuzüglich 5% Zins 
seit 14. April 2011 gutgeheissen.

3. Der Klägerin wird in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes 
Oberengadin/Bergell über den Betrag von Fr. 2‘923.80 nebst Zins zu 
5% seit dem 5. Oktober 2010 die definitive Rechtsöffnung erteilt.

4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8‘000.- gehen zu drei Vierteln zu 
Lasten der Klägerin und zu einem Viertel zu Lasten der Beklagten. 
Diese werden mit dem klägerischerseits geleisteten Vorschuss ver-
rechnet, unter Erteilung des Regressrechts an die Klägerin im Umfang 
von einem Viertel der Gerichtskosten.

5. (Rechtsmittelbelehrung.)

6. (Mitteilung.)“

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G. Gegen diesen Entscheid führt die X._____GmbH, vertreten durch ihren Ge-
schäftsführer B._____, mit Eingabe vom 15. Januar 2014 Berufung beim Kantons-
gericht von Graubünden. Sie beantragt:

„Der Entscheid vom 11. September 2013 des Bezirksgerichts Maloja im 
Prozess Nr. _____ sei aufzuheben, die Klage vom 14. Juli 2011 sei vollum-
fänglich gutzuheissen und die Widerklage vom 26. September 2011 sei 
vollumfänglich abzuweisen.

unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

H. Mit Berufungsantwort vom 19. Februar 2014 beantragt die Y._____AG die 
kostenfällige Abweisung der Berufung, soweit darauf überhaupt eingetreten wer-
den könne.

I. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1. Beim angefochtenen Entscheid, welcher offensichtlich eine vermögens-
rechtliche Angelegenheit mit einem Streitwert von über Fr. 10‘000.-- zum Gegen-
stand hat, handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit 
Berufung angefochten werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZ-
PO. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen Ent-
scheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungs-
weise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und 
begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Maloja 
vom 11. September 2013 wurde den Parteien am 12. Dezember 2013 begründet 
mitgeteilt (angefochtenes Urteil, act. II/1) und vom damaligen Rechtsvertreter der 
Berufungsklägerin am 16. Dezember 2013 entgegengenommen (Akten der Vorin-
stanz, act. I/13). Die Berufung der X._____GmbH erfolgte mit Eingabe vom 15. 
Januar 2014 fristgerecht. Da die Rechtsschrift zudem den übrigen Formerforder-
nissen entspricht, ist auf die Berufung insoweit einzutreten. 

2. a) Wie bereits ausgeführt, ist die Berufung gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO 
schriftlich und begründet einzureichen. Obwohl im Gesetz nicht verankert, muss 
die Berufung auch einen Antrag mit Rechtsbegehren enthalten. Der Antrag ist ge-
nau zu substantiieren und es muss klar ersichtlich sein, welche Ziffern des vorin-
stanzlichen Dispositivs und inwiefern diese zu ändern sind. Bei Forderungsklagen 

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ist der Geldbetrag ziffernmässig anzugeben (vgl. BGE 137 III 617). Zudem trifft 
den Berufungskläger eine Begründungslast. Es ist in der Berufungsschrift vorzu-
tragen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid unrichtig sei und war-
um er geändert werden müsse. Die Berufungsinstanz muss bei ungenügender 
Begründung nicht Frist zur Behebung des Mangels ansetzen. Ist die Begründung 
zwar nicht gerade ungenügend, aber in der Substanz mangelhaft, lässt dies zwar 
das Eintreten auf sie unberührt, kann sich aber in der materiellen Beurteilung zum 
Nachteil des Berufungsklägers auswirken (vgl. den Entscheid des Obergerichts 
des Kantons Zürich LB 120045-O/U vom 27. Juni 2012). Gemäss der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts muss die Begründung hinreichend genau und eindeutig 
sein und zudem von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden können. 
Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen 
Erwägungen bezeichnet, die er bestreitet, und die Aktenstücke nennt, auf denen 
seine Kritik beruht (vgl. BGE 138 III 374, E. 4.3.1). Bei Laieneingaben sollten ge-
ringere Anforderungen an die Formalitäten gestellt werden, insbesondere an die 
Substantiierungslast und die Formulierung der Berufungsanträge (vgl. zum Gan-
zen Spühler, Basler Kommentar, 2. Auflage, Basel 2013, N. 12 ff. zu Art. 311 ZPO, 
und Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N. 33 ff. zu Art. 311 ZPO). Jedoch 
bedarf es auch im Falle einer Laieneingabe einer Auseinandersetzung mit dem 
angefochtenen Entscheid und einer erkennbaren Kritik an dessen Erwägungen.

b) Die Berufungsklägerin wird im vorliegenden Verfahren nicht von einem An-
walt vertreten; sie hat die Berufung, die offenbar von ihrem Geschäftsführer ver-
fasst wurde, selbst eingereicht. Es handelt sich damit um eine Laieneingabe, an 
die mit Bezug auf die Substantiierung – wie bereits festgestellt – weniger strenge 
Anforderungen gestellt werden. Trotzdem muss auch eine Berufung, die von ei-
nem Laien verfasst wird, eine Begründung enthalten; diese ist gesetzlich zwingend 
vorgesehen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Soweit die Berufungsklägerin es in ihrer Beru-
fungsschrift unterlässt, ihre Anträge (wenigstens dem Sinne nach) zu begründen, 
das heisst aufzuzeigen, inwieweit den vorinstanzlichen Erwägungen aus welchen 
Gründen nicht gefolgt werden kann und welches neue Ergebnis daraus resultiert, 
kann auf ihr Rechtsmittel folglich nicht eingetreten werden.

3. Die Berufungsklägerin rügt in der Berufung, die Einvernahme der Schaler, 
die für sie auf der Baustelle in O.1_____ gearbeitet hätten, als Zeugen sei verwei-
gert worden. Zudem seien ihrem Geschäftsführer B._____ anlässlich der vor-
instanzlichen Hauptverhandlung lediglich einige wenige Fragen gestellt worden; zu 

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den „bisherigen Geschehnissen“ sei auch ihm jegliche Aussage verweigert wor-
den. 

a) Gemäss Art. 55 ZPO ist es Sache der Parteien, dem Gericht die Tatsachen, 
auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben. Es 
war daher Aufgabe der Berufungsklägerin, Antrag auf Einvernahme bestimmter 
Personen als Zeugen zu stellen. In den Rechtsschriften, die die Berufungsklägerin 
im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht hat (Akten der Vorinstanz, act. I/1, act. 
I/3), fehlt ein Antrag auf Einvernahme der drei Schaler als Zeugen. Demzufolge 
wurden diese auch nicht als Zeugen in die Beweisverfügung vom 16. Dezember 
2011 aufgenommen. Am 27. Februar 2012 hat die Berufungsklägerin erstmals ein 
Begehren auf Einvernahme der drei Schaler gestellt. Dieses Begehren wurde mit 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 15. Dezember 2012 mit 
ausführlicher Begründung abgewiesen (Akten der Vorinstanz, act. V/19). Diese 
Verfügung blieb unangefochten. Gemäss Protokoll der Hauptverhandlung vor Vor-
instanz wiederholte die Klägerin und Berufungsklägerin den Antrag auf Einver-
nahme der drei Schaler anlässlich der Hauptverhandlung nicht (Akten der Vorin-
stanz, act. I/11). Ebenso wenig erwähnen die Plädoyernotizen des Rechtsvertre-
ters der Berufungsklägerin einen entsprechenden Antrag (Akten der Vorinstanz, 
act. I/7). Und schliesslich macht die Berufungsklägerin auch nicht geltend, dass 
ein entsprechender Antrag an der Hauptverhandlung gestellt worden sei. Damit ist 
aber fraglich, ob die Abweisung der Zeugeneinvernahmen im Berufungsverfahren 
überhaupt noch thematisiert werden kann, oder ob die Berufungsklägerin nicht 
implizite auf die Einvernahmen verzichtet hat. Jedenfalls aber fehlt es in der Beru-
fungsschrift an einem konkreten Antrag mit Bezug auf die drei Schaler. Selbst 
wenn man aus der Rüge, die Einvernahme der Schaler als Zeugen sei bis anhin 
verweigert worden, einen Antrag herauslesen wollte, so mangelt es an einer sub-
stantiierten Begründung dieses Antrags. Die Berufung ist, wie bereits dargelegt, zu 
begründen. Soweit keine Begründung vorliegt, ist darauf nicht einzutreten. Der 
Bezirksgerichtspräsident Maloja hat in seiner Verfügung vom 15. Dezember 2012 
die Abweisung des fraglichen Beweisantrags detailliert begründet (Akten der Vor-
instanz, act. V/19). U.a. führte er aus, es sei davon auszugehen, dass die bean-
tragten Zeugen die Tatsachen, zu denen sie befragt werden sollten, nicht unmit-
telbar selbst wahrgenommen hätten (Art. 169 ZPO). Die Berufungsklägerin setzt 
sich mit dieser Begründung nicht auseinander und sie legt auch sonst weder dar 
noch ist ersichtlich, inwieweit die Einvernahme erforderlich sein soll. Auf die Rüge, 
die Schaler seien nicht einvernommen worden, kann somit nicht eingetreten wer-
den. 

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b) Der Geschäftsführer der Berufungsklägerin wiederum wurde anlässlich der 
Hauptverhandlung vor der Vorinstanz einvernommen. Die Berufungsklägerin hatte 
sowohl in der Klage als auch in der Widerklageantwort den Antrag auf Parteiver-
hör gestellt, weshalb der Bezirksgerichtspräsident in der Beweisverfügung die Par-
teibefragung von B._____, Geschäftsführer der Berufungsklägerin, vorsah (Akten 
der Vorinstanz, act. I/4, S. 3 lit. F). Die Berufungsklägerin bestätigt in ihrer Beru-
fung die Einvernahme ihres Geschäftsführers B._____ durch die Vorinstanz. Sie 
macht jedoch geltend, dass die Befragung nicht genügt hätte und ihr Geschäfts-
führer sich nicht zu allen Punkten beziehungsweise nicht zu den „bisherigen Ge-
schehnissen“ habe äussern können. Sie unterlässt es allerdings, ihre Rüge weiter 
auszuführen. Insbesondere äussert sie sich nicht substantiiert dazu, weshalb die 
Befragung nicht genügt haben sollte, welche konkreten Punkte noch hätten ange-
sprochen werden müssen, inwiefern es ihrem Geschäftsführer verweigert worden 
sei, zu allen Punkten Stellung zu nehmen, die er anzusprechen wünschte, etc.. 
Auf die Rüge kann daher ebenfalls aufgrund der fehlenden Begründung nicht ein-
getreten werden.

4. Die Berufungsklägerin moniert, sie habe nie eine "Kündigung" erhalten und 
ihre Arbeiter seien fristlos von der Baustelle geschickt worden. Diese Ausführun-
gen sind aktenwidrig; die Berufungsklägerin hat vor der Vorinstanz selbst ein 
Schreiben ihres Geschäftsführers vom 10. Juli 2010 eingelegt, in welchem er auf 
das "Kündigungsschreiben" der Berufungsbeklagten vom 8. Juli 2010 Bezug 
nimmt (vgl. Akten der Vorinstanz, act. III/8 und 9). Die "Kündigung" ist der Beru-
fungsklägerin daher nachgewiesenermassen zugegangen. Daneben würde die 
Behauptung der Berufungsklägerin auch den Ausführungen ihres Rechtsvertreters 
im Rahmen der vorinstanzlichen Hauptverhandlung widersprechen, in welchen 
dieser den Zugang der "Kündigung" klar und ohne Vorbehalt bestätigt hat (vgl. 
Klage, Akten der Vorinstanz, act, I/1, S. 4 Art. 4; Plädoyer, Akten der Vorinstanz, 
act. I/7, S. 2 Mitte und S. 4 zweiter Absatz).

Rechtlich gesehen handelt es sich allerdings um einen Rücktritt vom Vertrag und 
nicht um eine Kündigung, was die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat. Es kann in 
diesem Zusammenhang auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im an-
gefochtenen Entscheid verwiesen werden. Diese rechtliche Qualifikation des 
Sachverhalts ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die „Kündigung“, die als 
Anzeige des Rücktritts vom Vertrag zu werten ist, der Berufungsklägerin zugegan-
gen ist. 

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Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge der Berufungsklägerin, ihre Arbei-
ter seien fristlos von der Baustelle weggeschickt worden, ist ebenfalls unbegrün-
det. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass ein Rücktritt vom Vertrag bei Vorliegen 
der Voraussetzungen von Art. 366 i.V.m. Art. 108 OR nicht mit einer Nachfristan-
setzung versehen werden muss. Die Vorinstanz hat mit zutreffender Begründung 
ausgeführt, dass die Berufungsbeklagte den Vertrag ex nunc aufgelöst hat (vgl. 
dazu angefochtener Entscheid E. 5). Die Zusammenarbeit wurde gemäss „Kündi-
gung des Schalauftrags“ „per Ende der nächsten Betonetappe“ beendet; ferner 
wurde im selben Schreiben festgehalten, dass die Arbeiter der Berufungsklägerin 
angehalten seien, „diese letzte Etappe so gut wie möglich auszuführen. Danach 
können sie die begonnene Deckenschalung (Garage) beenden“ (Akten der Vorin-
stanz, act. II/9). Dies widerspricht der Darstellung, es sei eine fristlose Wegwei-
sung (das heisst eine Wegweisung per sofort) von der Baustelle erfolgt.

Die weitere im Zusammenhang mit der Vertragsauflösung erhobene Rüge der Be-
rufungsklägerin, die Berufungsbeklagte habe Transporte ohne Wissen der Beru-
fungsklägerin organisiert, womit die Berufungsbeklagte den Werkvertrag einseitig 
nicht eingehalten habe, findet in den Akten keine Bestätigung. Neben dem Um-
stand, dass aus der Berufung in keiner Weise klar wird, um was für Transporte es 
sich gehandelt haben soll, fehlen auch jedwelche Belege, dass Transporte, die die 
Berufungsbeklagte gemäss Werkvertrag mit der Berufungsklägerin hätte abspre-
chen müssen, ohne das Wissen der Berufungsklägerin durchgeführt worden sind. 
In der Berufungsantwort bezeichnet die Berufungsbeklagte diese Ausführungen 
der Berufungsklägerin zudem als tatsachenwidrig (act. I.2, S. 5 Ziff. 4), womit sie 
sie bestreitet. Es kann folglich nicht davon ausgegangen werden, dass die Beru-
fungsbeklagte Transporte, die sie gemäss Werkvertrag mit der Berufungsklägerin 
hätte absprechen müssen, ohne das Wissen der Berufungsklägerin organisiert 
und damit den Werkvertrag verletzt hätte.

5. In ihrer Berufung bemängelt die Berufungsklägerin, dass die SIA-Normen 
von der Vorinstanz nicht beachtet worden seien. Sie beantragt im Weiteren, dass 
die SIA-Normen im vorliegenden Verfahren „angeschaut und eingehalten“ werden 
müssten. Es trifft zu, dass sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid nicht mit den 
SIA-Normen auseinandersetzte. Die SIA-Normen sind ein Regelwerk, das von 
einer nichtstaatlichen Organisation aufgestellt worden ist. Es handelt sich nicht um 
Gesetzesrecht. Die SIA-Normen erlangen mit Bezug auf konkrete Vertragsverhält-
nisse erst Geltung, wenn ihre Anwendung zwischen den Vertragsparteien verein-
bart wurde. Im vorinstanzlichen Verfahren wurde weder behauptet noch bewiesen, 
dass die Anwendung von SIA-Normen zwischen der Berufungsklägerin und der 

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Berufungsbeklagten vereinbart worden wäre. Eine Vereinbarung der entsprechen-
den Normen ergibt sich auch nicht aus den Akten. So ist insbesondere in der un-
terzeichneten Offerte/im Werkvertrag kein Hinweis auf die SIA-Normen zu finden 
(Akten der Vorinstanz, act. II/6). Im Weitern hat die Berufungsklägerin zwar in ihrer 
Korrespondenz mit der Berufungsbeklagten nach dem Rücktritt derselben vom 
Vertrag darauf hingewiesen, dass ihre Arbeit im Rahmen der SIA-Norm Typ 2 lie-
ge (Akten der Vorinstanz, act. II/17), beziehungsweise dass die Schalung von neu-
traler Stelle nach SIA geprüft werden könne (Akten der Vorinstanz, act. II/10). 
Daraus kann jedoch offensichtlich keinesfalls abgeleitet werden, die Parteien hät-
ten die Anwendung der SIA-Normen vereinbart. Vielmehr hat die Berufungskläge-
rin damit zweifellos einzig auf den Qualitätsstandard hingewiesen, den die Scha-
lungen nach ihrer Auffassung erfüllt haben. Welchen SIA-Normen die Schalung 
entsprechen würde, hat die Berufungsklägerin aber nicht ausgeführt. Da eine Ver-
einbarung der SIA-Normen nicht nachgewiesen ist, hat die Vorinstanz zu Recht 
darauf verzichtet, SIA-Normen in ihre Entscheidung miteinzubeziehen. Aufgrund 
der fehlenden Vereinbarung sind die SIA-Normen zudem ebenso wenig für das 
vorliegende Berufungsverfahren relevant.

Neben dem fehlenden Nachweis, dass die Parteien die SIA-Normen für anwend-
bar erklärt haben, unterlässt es die Berufungsklägerin im Übrigen auch, Aus-
führungen dazu zu machen, was sie konkret aus welcher SIA-Norm ableiten will 
respektive inwieweit der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung welcher 
SIA-Norm rechtswidrig sein soll. Damit kommt sie ihrer Begründungspflicht nicht 
nach. Auch aus diesem Grund hat sich die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
nicht weiter mit der Frage der Anwendung von SIA-Normen zu befassen.

6. Die Berufungsklägerin macht geltend, sie habe nie eine Schadenersatzfor-
derung für entgangenen Gewinn gestellt. Die geltend gemachten Fr. 50‘000.-- ent-
sprächen vielmehr dem Betrag für Löhne und für Umtriebe, die durch die Ver-
tragsauflösung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist durch die Berufungsbeklag-
te entstanden seien. Dem ist entgegen zu halten, dass in der Klage im Zusam-
menhang mit der Berechnung der Fr. 50‘000.-- ausdrücklich von entgangenem 
Gewinn gesprochen wird (Akten der Vorinstanz, act. I/1, S. 5, Art. 5). Die Behaup-
tung der Berufungsklägerin, sie habe nie eine Schadenersatzforderung für ent-
gangenen Gewinn gestellt, ist damit aktenwidrig. Der entsprechende Antrag wurde 
von der Vorinstanz abgewiesen. Damit setzt sich die Berufungsklägerin nicht aus-
einander. Die Abweisung erfolgte denn auch zu Recht, nachdem der gültig erfolgte 
Rücktritt vom Vertrag von der Berufungsklägerin zu vertreten war (siehe auch 
diesbezüglich die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil). 

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Der Betrag von Fr. 50‘000.-- hätte im Übrigen im vorinstanzlichen Verfahren auch 
dann nicht zugesprochen werden können, wenn die Berufungsklägerin schon da-
mals geltend gemacht hätte, es handle sich um Löhne und Ersatz für Umtriebe. 
Ein solcher Schaden wäre nämlich unbesehen der Frage, ob die übrigen Voraus-
setzungen vorgelegen hätten, nicht nachgewiesen gewesen. In den Akten finden 
sich keinerlei Belege dafür, dass die Schaler tatsächlich nicht anderweitig einge-
setzt werden konnten und trotzdem bezahlt werden mussten und welche Umtriebe 
mit der vorzeitigen Vertragsauflösung angefallen sein sollen, die bei gänzlicher 
Erfüllung des Vertrages nicht angefallen wären. 

7. Die Berufungsklägerin weist in der Berufung darauf hin, dass die Transport-
kosten im Werkvertrag ganz genau geregelt worden seien. Weil die Berufungsbe-
klagte den Vertrag nicht eingehalten habe, habe diese Schalungen mieten müs-
sen, was zu zusätzlichem Transportaufwand geführt habe. Dieser könne nicht der 
Berufungsklägerin auferlegt werden. – Mit ihrer Widerklage im vorinstanzlichen 
Verfahren hat die Berufungsbeklagte eine Forderung gegen die Berufungsklägerin 
geltend gemacht. Diese Forderung umfasste unter anderem auch Kosten für den 
Transport von Schalelementen, welche die Berufungsbeklagte nach dem Rücktritt 
vom Vertrag gemietet hatte, um die noch fehlende Schalung auf der Baustelle in 
O.1_____ selbst aufzustellen. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, erfolgte der 
Rücktritt vom Vertrag durch die Berufungsbeklagte rechtsgültig. Die Vorinstanz hat 
diesbezüglich erwogen, dass die Berufungsklägerin durch ihr Verhalten einerseits 
die Werkausführung vertragswidrig verzögert und andererseits einen derart erheb-
lichen Rückstand verursacht habe, dass die rechtzeitige Vollendung des Werkes 
nicht mehr vorauszusehen gewesen sei, so dass sowohl der zweite als auch der 
dritte Verzugstatbestand von Art. 366 Abs. 1 OR erfüllt seien. Dieser Auffassung, 
die von der Berufungsklägerin nicht substantiiert bestritten wird, ist zuzustimmen 
und es kann insoweit auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. 
Damit steht fest, dass das Verhalten der Berufungsklägerin für den Rücktritt vom 
Vertrag ursächlich war. Hat aber die Berufungsklägerin durch ihr Verhalten den 
Rücktritt vom Vertrag verursacht, so hat sie das Dahinfallen des Vertrages zu ver-
antworten. Sie muss folglich für Kosten aufkommen, die der Berufungsbeklagten 
deshalb entstanden sind, weil der Vertrag frühzeitig aufgelöst worden ist. Zu die-
sen Kosten gehören augenscheinlich Auslagen für den Transport von Schalungs-
elementen, die für die Fertigstellung der Schalung notwendig waren und wegen 
des Dahinfallens des Vertrages anderweitig organisiert werden mussten. Entge-
gen der Auffassung der Berufungsklägerin hat sie daher der Berufungsbeklagten 

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die Kosten für den Transport der gemieteten Schalelemente zu ersetzen. Nichts 
anderes hat die Vorinstanz entschieden. 

Die Berufungsklägerin unterlässt es im Übrigen auch in diesem Punkt, sich mit der 
Begründung der Vorinstanz (angefochtener Entscheid E.6.d) auseinanderzuset-
zen. Mit keinem Wort geht sie auf die Erwägungen der Vorinstanz ein. Sie begnügt 
sich vielmehr damit, geltend zu machen, die Berufungsbeklagte habe den Werk-
vertrag nicht eingehalten, weshalb diese die Schalungen habe mieten müssen und 
zusätzliche Transportkosten entstanden seien. Worin eine Vertragsverletzung 
durch die Berufungsbeklagte zu sehen und weshalb diese kausal für die Trans-
portkosten der gemieteten Schalelemente wäre, darüber schweigt sich die Beru-
fungsklägerin jedoch aus. Insgesamt gesehen genügt die Berufung auch in die-
sem Punkt dem Begründungserfordernis nicht. 

8. Die Berufungsklägerin macht weiter geltend, es sei im Werkvertrag klar 
festgehalten, dass sie ohne Zustimmung und ohne Unterschrift jegliche geltend 
gemachte Regiestunde nicht anerkennen werde. Ebenso stehe im Werkvertrag, 
dass sämtliche Kranarbeiten durch die Berufungsbeklagte ausgeführt würden und 
zwar zusätzlich zu den offerierten Preisen. – Die Berufungsbeklagte hat in ihrer 
Widerklage Regiearbeiten des Bauführers geltend gemacht. Diese sind von der 
Vorinstanz jedoch als nicht ausgewiesen beurteilt und daher nicht zugesprochen 
worden. Der von der Vorinstanz gutgeheissene Forderungsbetrag, welcher der 
Berufungsbeklagten gegen die Berufungsklägerin zusteht, umfasst folglich keine 
Regiearbeiten. Die sinngemässe Feststellung der Berufungsklägerin, Regiearbei-
ten seien von ihr gemäss Werkvertrag nur zu übernehmen, wenn sie die Regiear-
beit schriftlich anerkannt habe, stösst damit ins Leere. 

Des Weiteren trifft es zu, dass im Werkvertrag festgehalten wird, sämtliche Krana-
rbeiten gingen zu Lasten der Berufungsbeklagten (Akten der Vorinstanz, act. II/6, 
S. 2, Ziff. 12 zweiter Absatz). Die Vorinstanz hat der Berufungsbeklagten jedoch 
keine Forderung aus Kranarbeiten zugesprochen. Vielmehr hat sie es als ausge-
wiesen erachtet, dass der Kranführer und andere Arbeiter der Berufungsbeklagten 
die Schaler der Berufungsklägerin beim Schalen unterstützt und gewissermassen 
als Schaler gearbeitet haben. Es ist offensichtlich und bedarf keiner weiteren Be-
gründung, dass Arbeiten des Kranführers nur unter Kranarbeiten fallen, wenn er 
tatsächlich als Kranführer arbeitet. Arbeitet er jedoch als Schaler, so ist sein Auf-
wand von der von der Berufungsklägerin angesprochenen Klausel im Werkvertrag 
nicht erfasst. Für diesen Einsatz verschiedener Arbeiter der Berufungsbeklagten 
als Schaler hat die Vorinstanz der Berufungsbeklagten einen Betrag zu Lasten der 

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Berufungsklägerin zugesprochen und nicht für Kranarbeiten (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6.f). Auch die Argumentation der Berufungsklägerin, Kranarbeiten 
gingen zu Lasten der Berufungsbeklagten, geht somit ins Leere. 

Ausserdem genügt die Berufung auch in diesen Punkten den Begründungsanfor-
derungen nicht. Die Berufungsklägerin setzt sich mit den Ausführungen der Vorin-
stanz überhaupt nicht auseinander. Sie bestreitet zudem nicht, dass mehrere Ar-
beiter der Berufungsbeklagten beim Schalen geholfen haben, dass diese Arbeiten 
vertragsgemäss von ihr, der Berufungsklägerin, hätten erbracht werden müssen, 
dass die von der Vorinstanz akzeptierte Anzahl Stunden zutrifft und dass der von 
der Berufungsbeklagten verwendete Stundenansatz korrekt ist. Sie äussert sich zu 
diesen Fragen gar nicht. Ebenso wenig aber bestreitet sie, dass die Berufungsbe-
klagte Anspruch auf einen Ausgleich für diesen Einsatz hat, den die Arbeiter der 
Berufungsbeklagten zu Gunsten der Berufungsklägerin geleistet haben. Die von 
der Vorinstanz zugesprochene Forderung ist in diesem Punkt folglich zu bestäti-
gen. 

9. Des Weiteren macht die Berufungsklägerin geltend, sie und ihre Arbeiter 
seien im A._____ so behandelt worden, dass es von ihnen als Diskriminierung 
aufgenommen worden sei. Auch würde sie nicht akzeptieren, dass ihre Leute von 
der Berufungsbeklagten und ihren Mitarbeitern als „schnuderig“ bezeichnet wor-
den seien. Schalen sei eine Arbeit, bei der man auch mit Ölen arbeite, weshalb 
sicher nicht in Anzügen und Krawatte gearbeitet werde. Diese Vorbringen sind 
nicht prozessrelevant. Es erübrigt sich daher, weiter darauf einzugehen.

10. Schliesslich führt die Berufungsklägerin aus, sie habe bereits der Vorin-
stanz erklärt, dass im Akkord nicht nach Stunden, sondern nach Quadratmetern 
abgerechnet werde. In der Regel würden zwei Mann im Monat im Schnitt 1‘500 m2 
schalen. Im Zeitpunkt, als sie von der Baustelle fortgejagt worden seien, sei dieses 
Soll mehr als erreicht gewesen, sie seien sogar im Vorsprung gewesen. – Die Be-
rufungsbeklagte hat vor der Vorinstanz geltend gemacht, die Arbeiter der Beru-
fungsklägerin hätten in der Zeit vom 9. Juni 2010 bis zum 14. Juli 2010 rund 1‘100 
m2 geschalt (Klageantwort, Akten der Vorinstanz, act. I/2, S. 3, 7. Absatz). Diese 
Feststellung ist im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben (eine allge-
meine Bestreitung all dessen, was nicht ausdrücklich zugestanden sei oder was 
nicht mit den eigenen Ausführungen übereinstimme, in der Widerklageantwort 
genügt den Anforderungen von Art. 222 Abs. 2 ZPO nicht). Davon ist auch die 
Vorinstand ausgegangen. Nachdem die Berufungsklägerin somit im vorinstanzli-
chen Verfahren zugestanden hat, dass vom 9. Juni 2010 bis zum 14. Juli 2010 

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1‘100 m2 geschalt worden sind, handelt es sich bei der nun vorgebrachten Be-
hauptung, zwei Mann würden im Monat im Schnitt 1‘500 m2 schalen und dieses 
Soll sei mehr als erreicht worden, um eine neue Behauptung. Diese ist nicht zu 
hören. Die zugestandene geschalte Fläche von 1‘100 m2 spricht im Weiteren deut-
lich dagegen, dass die Schalarbeiten im Zeitpunkt der Auflösung des Vertrags 
schon weiter gediehen waren, als sie es gemäss Zeitplan eigentlich hätten sein 
müssen. Und schliesslich lässt sich aus der anerkannten geschalten Fläche im 
Verhältnis zu der von der Berufungsklägerin selbst genannten durchschnittlichen 
monatlichen Leistung von zwei Schalern leicht ablesen, dass die anerkannte 
Fläche auch aus Sicht der Berufungsklägerin einer ungenügenden Arbeitsleistung 
entspricht. Im Übrigen legt die Berufungsklägerin nicht substantiiert dar, inwieweit 
die Feststellungen der Vorinstanz nicht zutreffend sein sollen. Auch in diesem 
Punkt setzt sie sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander. 

Die weiteren Ausführungen der Berufungsklägerin, nämlich dass es nicht der 
Wahrheit entspreche, dass die Schaler eingemietet gewesen seien, sondern dass 
diese teilweise schon mehrere Jahre bei ihr gearbeitet hätten, sind vorliegend 
nicht relevant. Ob die Schaler erst für diesen Auftrag angestellt worden sind oder 
schon lange bei der Berufungsklägerin gearbeitet haben, ändert offenkundig nichts 
daran, dass die Berufungsklägerin für die Arbeit, die die Schaler geleistet oder 
eben nicht geleistet haben, einzustehen hat. 

Lediglich der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Behauptung der 
Berufungsklägerin, es seien bei der Vertragsunterzeichnung zwar Pläne vorhan-
den gewesen, jedoch habe auf allen „ungültig“ darauf gestanden, in den Akten 
keine Stütze findet. Die Berufungsbeklagte hat zudem ein von der Berufungsklä-
gerin erstelltes Dokument bezüglich des Ausmasses der Wandschalung einge-
reicht, in welchem ausdrücklich festgestellt wird, die Masse seien „von Plan ge-
nommen“ worden (Akten der Vorinstanz, act. II/21). Der Berufungsklägerin stand 
daher offenbar sehr wohl ein verbindlicher Plan zur Verfügung, da sie sonst wohl 
kaum dessen Masse für die Erstellung des Ausmasses und damit schlussendlich 
für die Abrechnung verwendet hätte. 

11. Gemäss Rechtsbegehren ficht die Berufungsklägerin auch die Verlegung 
der Verfahrenskosten durch die Vorinstanz sowie die im vorinstanzlichen Verfah-
ren zugesprochene aussergerichtliche Entschädigung an. In der Begründung der 
Berufung unterlässt sie es jedoch, sich zu diesen Punkten zu äussern. Insbeson-
dere fehlt es in der Berufung an konkreten und substantiierten Rügen. Die Beru-
fungsklägerin setzt sich ein weiteres Mal nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz 

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auseinander. Die Berufung vermag daher in diesen Punkten dem Begründungser-
fordernis nicht zu genügen und es ist nicht weiter darauf einzugehen. Selbst wenn 
aber die im vorinstanzlichen Verfahren vorgenommene Verteilung der Prozesskos-
ten (Gerichtskosten und Parteientschädigung; Art. 95 Abs. 1 ZPO) zu überprüfen 
wäre, so würden sich keine Änderungen aufdrängen, da die Vorinstanz bei ihrem 
diesbezüglichen Entscheid durchaus im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (Art. 
106 Abs. 2 ZPO) geblieben ist.

12. Abschliessend sind die Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu verle-
gen. Es hat sich vorliegend gezeigt, dass die Berufung abgewiesen werden muss, 
soweit darauf einzutreten ist. Damit aber unterliegt die Berufungsklägerin mit ih-
rem Rechtsmittel vollständig, weshalb die Prozesskosten (Gerichtskosten und Par-
teientschädigung) zu ihren Lasten gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Berufungs-
klägerin hat folglich die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 5‘000.-- gänzlich zu tragen. 
Sie werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Bezüglich der Parteientschädigung für das Berufungsverfahren ist festzustellen, 
dass die Berufungsbeklagte keine Honorarnote eingereicht hat. Die II. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts hat die ausseramtliche Entschädigung somit nach pflicht-
gemässem Ermessen festzusetzen. Angesichts der sich stellenden Sach- und 
Rechtsfragen sowie unter Berücksichtigung der eingereichten Rechtsschrift er-
scheint der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts für die Berufungsbeklagte ein 
Aufwand von pauschal Fr. 3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 
angemessen. Auch diese Kosten hat die Berufungsklägerin aufgrund ihres Unter-
liegens vollständig zu übernehmen. Die Berufungsklägerin wird daher verpflichtet, 
die Berufungsbeklagte für das Berufungsverfahren mit Fr. 3‘000.-- ausseramtlich 
zu entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5‘000.-- gehen zu Lasten der 
X._____GmbH und werden mit dem von dieser geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3. Die X._____GmbH hat die Y._____AG für das Berufungsverfahren mit Fr. 
3‘000.-- aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindesten 30‘000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entschei-
dung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. 
Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vorausset-
zungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: