# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb29f689-fd3f-562f-934b-582501dc82b9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.10.2017 UV 2016/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-9_2017-10-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 24.10.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 24.10.2017
Art. 6 UVG. Das Dahinfallen der natürlichen Kausalität zwischen Unfall und 
Schulterbeschwerden sechs Wochen nach dem Ereignis ist mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. 
Oktober 2017, UV 2016/9).

Entscheid vom 24. Oktober 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin

Annina Janett            

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2016/9          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Severin Gabathuler, Obergasse 28, Postfach 133, 

8730 Uznach,

gegen           

SWICA Gesundheitsorganisation,

Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit Oktober 2012 als Alterskrankenpflegerin beim Alters- und 

Pflegeheim B.___ angestellt und dadurch bei der SWICA Versicherungen AG 

(nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie 

laut Bagatellunfallmeldung vom 17. März 2015 am 12. März 2015 „beim Transfer einer 

Bewohnerin“ einen akuten Schmerz im Schulterbereich verspürte (UV-act. 1). Die 

Versicherte wurde gleichentags bei Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere 

Medizin, vorstellig, welche eine Schmerzsynkope nach Verhebetrauma diagnostizierte 

(UV-act. 7, 20).

A.b  Am 20. März 2015 wurde eine Röntgenuntersuchung durchgeführt, welche eine 

leichte Höhenminderung im Segment C5/6 links bei ansonsten harmonischer Entfaltung 

der Halswirbelsäule (HWS) ergab. Eindeutige Defizite konnten nicht festgestellt werden 

(UV-act. 8). Die MRT-Untersuchung der HWS vom 23. März 2015 zeigte eine 

breitbasige mediolaterale rechtsakzentuierte Diskusprotrusion im Segment C4/5, eine 

im Segment C5/6 mediolateral rechtsgelegene Diskushernie mit begleitender 

Spondylosis sowie eine foraminale Irritation der Nervenwurzel C6 rechts. Dr. med. 

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D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, stellte gestützt auf diese bildgebenden Abklärungen die 

Diagnose Cervicobrachialgie links bei foraminaler Irritation der Nervenwurzel C6 rechts 

(UV-act. 9, 10). Die zur weiteren Abklärung veranlasste MRT Arthrographie des linken 

Schultergelenkes vom 18. Mai 2015 ergab eine mässige aktivierte AC-Gelenksarthrose 

mit leichter Bursitis subacromialis. Es fand sich kein Nachweis einer 

Rotatorenmanschettenrissbildung (UV-act. 15). Im Bericht vom 12. Juni 2015 hielt 

E.___, dipl. Osteopath GDK, fest, die schmerzbedingte starke Schonhaltung der HWS 

und Schulter habe weitgehend behoben werden können. Es fänden sich nach wie vor 

Dysfunktionen in der Schulter, ein schmerzhaftes Ligamentum conoideum, 

schmerzhafte Verspannungen der Musculi subclavius und pectoralis minor sowie 

Dysfunktionen der HWS C4/5 und C5/6 (UV-act. 22).

A.c  In der Folge veranlasste die SWICA eine Begutachtung der Versicherten durch ihre 

Vertrauensärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates. Diese hielt in der medizinischen Beurteilung 

vom 23. Juni 2015 fest, unfallbedingt ergäben sich keine Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Alterskrankenpflegerin im 70%-Pensum. Die 

Versicherte sei jedoch aufgrund ihres Habitus sowie der degenerativen Veränderungen 

auf Dauer nur für körperlich leichte Tätigkeiten geeignet (UV-act. 25).

A.d  Am 3. Juli 2015 bestätigte die SWICA einen Leistungsanspruch der Versicherten 

und teilte ihr gleichentags die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen 

per 30. April 2015 mit (UV-act. 26, 28). Nachdem sich die Versicherte damit nicht 

einverstanden erklärt hatte (vgl. UV-act. 29), verfügte die SWICA am 16. Juli 2015 die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. April 2015 (UV-act. 31).

B.   

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 20. Juli 2015 Einsprache und reichte 

mit Einspracheergänzung vom 1. September 2015 die ärztliche Beurteilung von Dr. 

med. G.___, Facharzt für Chirurgie, vom 17. August 2015 ein (UV-act. 34). Die SWICA 

holte daraufhin bei Dr. F.___ eine ergänzende Stellungnahme ein, welche diese am 30. 

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September 2015 erstattete (UV-act. 39). Mit Einspracheentscheid vom 15. Januar 2016 

wies die SWICA die Einsprache der Versicherten ab (UV-act. 43).

C.  

C.a Dagegen liess die Versicherte am 16. Februar 2016 Beschwerde erheben und 

beantragen, der Einspracheentscheid vom 15. Januar 2016 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch über den 30. April 2015 hinaus die 

gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 12. März 2015 zu erbringen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 24. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 2. Mai 2016 und Duplik vom 26. Mai 2016 hielten die Parteien an 

ihren jeweiligen Anträgen fest (act. G 5, G 7).

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.   

1.1  Zwischen den Parteien ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin die 

Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (vgl. UV-act. 26) zu Recht per 30. April 2015 

einstellte.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Die Übergangsbestimmungen 

zur Änderung vom 25. September 2015 sehen vor, dass Versicherungsleistungen für 

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Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015, d.h. vor 

dem 1. Januar 2017, ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt werden. Das 

vorliegend relevante Ereignis hat sich am 12. März 2015 ereignet, weshalb auf die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen abzustellen ist.

1.3  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig 

auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt 

indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs muss mit dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein bzw. 

verneint werden können. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).

1.4  Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache der fortdauernd geklagten 

Beschwerden darstellt, d.h., wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des 

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fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche 

gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; 

LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst 

manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, 

E. 3.3).

1.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

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gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 465 E. 4 und BGE 

125 V 351 E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

2.   

2.1  Vorab ist festzuhalten, dass es mit Blick auf die vorliegende Aktenlage und 

insbesondere die Vorfallsschilderung der Beschwerdeführerin vom 18. Mai 2015 (UV-

act. 14) zumindest fraglich erscheint, ob das für die erlittene Gesundheitsschädigung 

verantwortlich gemachte Ereignis vom 12. März 2015 die Kriterien des Unfallbegriffs 

nach Art. 4 ATSG erfüllt, mithin vorliegend überhaupt von einem Unfall im Sinne des 

Gesetzes auszugehen wäre. Dabei ist insbesondere auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung hinzuweisen, gemäss welcher das Auffangen eines Patienten bei 

einem drohenden Sturz selbst dann nicht als ungewöhnlich gilt, wenn die Bewegung 

reflexartig ausgeführt wurde (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2010, 

8C_444/2009, E. 4.3, mit einer Zusammenfassung der Kasuistik). Auch mit Blick auf die 

berufliche Gewöhnung sowie die Konstitution der Beschwerdeführerin (163 cm, 56 kg) 

im Vergleich zur Bewohnerin, welche nach Angaben der Beschwerdeführerin ca. 83-84 

kg wog (vgl. UV-act. 14), erscheint das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors – sei es in Form einer unkoordinierten Bewegung oder aber einer 

Überanstrengung – nicht zweifelsfrei erstellt. Wie es sich damit genau verhält, kann 

indessen offen bleiben, denn ein (weiterer) Leistungsanspruch ist, wie sich zeigen wird, 

auch aus anderen Gründen zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin anerkannte 

jedenfalls ihre Leistungspflicht am 3. Juli 2015 formlos und bejahte entsprechend die 

Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden (vgl. E. 1.2). Entsprechend ist 

vorliegend von einer rechtskräftigen Anerkennung auszugehen. Diese ist jedenfalls 

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nicht zweifellos unrichtig. Damit bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin auch über 

den 30. April 2015 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat, 

mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden (noch) in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 12. März 2015 

stehen.

3.   

3.1  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen respektive bildgebenden Abklärungen 

bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 

E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Nach der Rechtsprechung können Schmerzangaben 

der versicherten Person für die Annahme struktureller Unfallrestfolgen für sich alleine 

nicht genügen; entsprechend ist bei einem Fortbestehen von Schmerzen nicht ohne 

Weiteres von anhaltenden Unfallrestfolgen auszugehen. Vielmehr muss im Rahmen der 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, schlüssig feststellbare Befunde 

hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der 

Leistungsansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil des EVG vom 9. Oktober 2001, I 

382/2000, E. 2b, vgl. auch Urteil des EVG vom 12. März 2004, I 683/2003, E. 2.2.2).

3.2  Vorliegend bestehen bei der Beschwerdeführerin seit dem Ereignis vom März 2015 

anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen, die nach eigenen Angaben 

erst im Verlauf des Sommers 2016 unter Anwendung von Akupunktur, Osteopathie und 

Physiotherapie zurückgingen (vgl. act. G 1 S. 6). Die Beschwerdeführerin gab zum 

Beschwerdeverlauf im Wesentlichen an, beim Transfer eine Bewohnerin am 12. März 

2015 einen akuten Schmerz im linken Schulterbereich verspürt zu haben (vgl. UV-act. 

1, 7, vgl. auch UV-act. 25 S. 5). Sie habe danach etwa zwei Wochen mit 

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Schmerzmitteln weitergearbeitet, wobei die Beschwerden nicht abgenommen hätten. 

Eine klare Diagnose sei nicht gestellt worden. Die Ärzte gingen davon aus, dass die 

Beschwerden „vom Rücken her“ kämen. Sie habe jedoch auf der rechten Seite des 

Rückens Probleme. Vorher habe sie nie Probleme mit der linken Schulter gehabt (vgl. 

den Bericht Kundenberater vom 18. Mai 2015, UV-act. 14).

3.3  Dr. C.___ diagnostizierte am 12. März 2015 eine Schmerzsynkope nach 

Verhebetrauma sowie einen Verdacht auf Nervenkompression bei HWS-Reklination. Es 

bestand abgesehen von den der Beschwerdeführerin bekannten Myogelosen keine 

Druckdolenz im Jugulum bzw. der Schulterpartie. Bei Kopfreklination und Rotation 

nach links war ein Schmerz auslösbar (UV-act. 7, 20). Auch Dr. D.___ konnte anlässlich 

der Untersuchung vom 20. März 2015 klinisch keinen Druck- oder Bewegungsschmerz 

im Bereich der Clavicula feststellen. Das Schultergelenk war frei beweglich und 

radiologisch zeigte sich ein unauffälliger Befund. Im Bereich der HWS zeigten sich eine 

deutliche Einschränkung der Links-Seitneigung, Linksrotation und Reklination sowie 

paravertebrale Myalgien im Bereich der oberen und mittleren HWS (UV-act. 8). Die zur 

weiteren Abklärung durchgeführte MRT-Untersuchung der HWS vom 23. März 2015 

ergab neben einer rechtsakzentuierten Diskusprotrusion im Segment C4/5 sowie einer 

rechtsgelegenen Diskushernie im Segment C5/6 mit begleitender Spondylosis eine 

foraminale Irritation der Nervenwurzel C6 rechts. Dr. D.___ hielt hinsichtlich der 

Untersuchungsbefunde fest, dass, weil sich die Cervicobrachialgie auf der linken Seite 

befinde, nicht sicher sei, ob ein Zusammenhang bestehe. Neurologische Defizite oder 

eindeutige Foraminalstenosen konnten keine festgestellt werden (UV-act. 9, 10). Der 

Hausarzt der Versicherten, Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, erachtete im 

Bericht vom 27. April 2015 die Beschwerden betreffend Diskushernie als im 

Vordergrund stehend (UV-act. 11). Die am 18. Mai 2015 zur weiteren Abklärung der 

persistierenden Beschwerden (vgl. E. 3.2) durchgeführte MRT Arthrographie des linken 

Schultergelenkes ergab schliesslich eine mässige aktivierte AC-Gelenksarthrose mit 

leichter Bursitis subacromialis. Eine Rotatorenmanschettenrissbildung bzw. SLAP-

Läsion konnte nicht festgestellt werden (UV-act. 15).

3.4  Dr. F.___ stellte in ihrer medizinischen Beurteilung vom 23. Juni 2015 zuhanden der 

Beschwerdegegnerin die Diagnose Verhebetrauma am 12. März 2015 mit 

vernommenem Knackgeräusch im Bereich HWS bzw. BWS (Brustwirbelsäule) und 

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Schmerzen im Verlauf des Musculus supraspinatus bei radiologischem Ausschluss 

struktureller Verletzungen. Dr. F.___ führte aus, die aktuelle Untersuchung habe freie 

Funktionen der linken Schulter und der HWS ergeben. Es bestehe eine Fehlstatik der 

Wirbelsäule, eine Haltungsinsuffizienz sowie eine völlig verschmächtigte 

Rumpfmuskulatur, vornehmlich thorakal. Ein nervenwurzelbezogenes neurologisches 

Defizit bestehe nicht. Es bestünden altersentsprechende Normalbefunde im Bereich 

der HWS und LWS (Lendenwirbelsäule) sowie der grossen und kleinen Gelenke der 

oberen und unteren Extremitäten. Bei völlig verschmächtigter Rumpfmuskulatur seien 

rezidivierende Beschwerden nuchal und lumbal möglich. Anamnestisch und 

radiologisch sei davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin am 12. März 

2015 eine schmerzhafte Gelenkblockade im Übergang HWS/BWS zugezogen habe. 

Dabei handle es sich um eine funktionelle Störung. Das Ereignis vom März 2015 sei 

bloss mögliche Mitursache der Gesundheitsstörung. Bei den vorliegenden muskulären 

Dysbalancen sei davon auszugehen, dass die zeitweise im Jahr 2015 bestehenden 

Beschwerden auch ohne das Ereignis vom März 2015 aufgetreten wären. Der Status 

quo sine sei nach vier bis sechs Wochen nach dem Ereignis erreicht gewesen. Dr. 

F.___ hielt zusammenfassend fest, unfallbedingt ergäben sich keine Einschränkungen 

der Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Alterskrankenpflegerin. Jedoch sei die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihres Habitus sowie der altersbedingten degenerativen 

Veränderungen auf Dauer nur für körperlich leichte Tätigkeiten geeignet (UV-act. 25).

4.   

4.1  Die medizinische Beurteilung von Dr. F.___ erfüllt die rechtsprechungsgemäss 

erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 

1.4). Sie beruht auf einer fachärztlichen orthopädischen Untersuchung, wurde in 

Kenntnis der Vorakten abgegeben und ist für die vorliegend zu beantwortende Frage 

der Unfallkausalität der Schulterbeschwerden umfassend. Die medizinischen 

Zusammenhänge wurden einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen 

nachvollziehbar begründet. Dr. F.___ legte überzeugend und – entgegen dem Einwand 

der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 8, act. G 3 S. 3) – im Einklang mit den 

bildgebenden und klinischen Befunden (vgl. E. 3.3) dar, dass bei dieser 19__ 

geborenen Frau bei fehlenden strukturellen Verletzungen altersbedingt degenerative 

Veränderungen im HWS-Bereich sowie muskuläre Dysbalancen im Vordergrund stehen 

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und zwischen den Beschwerden und dem Ereignis vom 12. März 2015 kein 

ursächlicher Kausalzusammenhang (mehr) besteht.

4.2  Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 8, act. G 5 S. 2 f.) 

sind die nachvollziehbaren Ausführungen von Dr. F.___ wegen der ärztlichen 

Beurteilung von Dr. G.___ nicht in Zweifel zu ziehen. Dessen Aussage, eine segmentale 

Dysfunktion im zerviko-thorakalen Übergang sei nicht echtzeitlich dokumentiert (act. G 

5 S. 3; UV-act. 34 S. 5 f. der Beurteilung), widerspricht, wie Dr. F.___ in ihrer 

Stellungnahme vom 30. September 2015 überzeugend darlegte, der vorliegenden 

Aktenlage, wonach sich bereits anlässlich der zeitnah zum Ereignis vom 12. März 2015 

durchgeführten Abklärungen Funktionseinschränkungen der HWS zeigten (vgl. UV-act. 

39 S. 2 f. der Stellungnahme; vgl. auch E. 3.3 sowie UV-act. 22). Insofern Dr. G.___ im 

Weiteren festhielt, es sei beim Ereignis vom 12. März 2015 aufgrund eines 

unkontrollierten Halteherganges zu einer Zerrung des linken AC-Gelenks gekommen, 

was im Analogieschluss schon in der Unfallmeldung dokumentiert worden sei (UV-act. 

34 S. 6 der Beurteilung), kann ihm nicht gefolgt werden. So konnte weder die 

erstbehandelnde Ärztin Dr. C.___ noch der nachbehandelnde Orthopäde Dr. D.___ 

Druck- oder Bewegungsschmerzen im Bereich des Schultergelenkes feststellen (vgl. E. 

3.3). Vielmehr ergab die klinische Untersuchung ein frei bewegliches Schultergelenk, 

und im Bereich der Clavicula zeigte sich - wie Dr. D.___ ausdrücklich festhielt - ein 

unauffälliger radiologischer Befund. Damit erscheint ein Zusammenhang zwischen dem 

Ereignis und der zwei Monate später festgestellten AC-Gelenksarthrose mit leichter 

Bursitis subacromialis nicht überwiegend wahrscheinlich. Dass diese Diagnose die 

Beschwerden der Beschwerdeführerin erklären könnte, wird vorliegend denn auch 

nicht in Abrede gestellt. Eine Kausalität zum Ereignis vom 12. März 2015 ist damit 

jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich dargetan, zumal es sich bei einer solchen 

AC-Gelenksarthrose um eine häufig im Alter und nach Überbeanspruchung auftretende 

degenerative Veränderung handelt (vgl. auch PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 

266. Aufl. Berlin 2014, S. 175; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 579 ff.). Dass die Arthrose bis zum Ereignis vom 12. 

März 2015 asymptomatisch geblieben und durch das Ereignis aktiviert worden wäre, 

mag – wie Dr. F.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 30. September 2015 

einzuräumen scheint (vgl. UV-act. 39 S. 4) – medizinisch zwar möglich sein, lässt sich 

aber auch mit der in diese Richtung zielenden ärztlichen Beurteilung von Dr. G.___ vom 

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17. August 2015 (UV-act. 34) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beweisen. 

Dasselbe hat für die Schleimbeutelentzündung zu gelten.

4.3  Es ist im Weiteren darauf hinzuweisen, dass medizinische Erfahrungstatsachen im 

Rahmen des im Sozialversicherungsrecht zur Anwendung gelangenden 

Wahrscheinlichkeitsbeweises (LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58) durchaus 

berücksichtigt werden dürfen. Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status quo 

sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, welcher sich 

häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 

2002, U 60/02, E. 2.2). Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, 

d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich in konkreten Fällen gleich dargestellt 

haben. Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch 

muss sie sich als solche präsentieren. Eine solche Ausnahme ist mit Blick auf die 

vorliegenden Akten und die insgesamt nicht eindeutig objektivierbare Schmerzsituation 

der Beschwerdeführerin nicht gegeben.

4.4  Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend machte, dass vor dem Ereignis 

vom 12. März 2015 keine Schulterbeschwerden bestanden hätten (act. G 1 S. 8; act. G 

5 S. 1 f.), ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 7) darauf hinzuweisen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch einen Unfall verursacht 

gelten kann, weil sie nach diesem aufgetreten ist (post hoc ergo propter hoc; BGE 119 

V 335 E. 2b/bb mit Hinweis, Urteil des Bundesgerichts 8C_636/2016 vom 16. 

November 2016 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).

4.5  Dass Dr. F.___ im Ereignis vom 12. März 2015 nur, aber immerhin eine mögliche 

Mitursache des Beschwerdebildes sah, stand einer späteren Leistungseinstellung der 

Beschwerdegegnerin entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 7) 

grundsätzlich nicht entgegen. Denn selbst wenn in Bezug auf die geklagten 

Beschwerden – wie von der Beschwerdegegnerin rechtskräftig bestätigt (vgl. 

vorstehend E. 2.2) – für die Zeit direkt nach dem Ereignis vom 12. März 2015 von einer 

natürlichen Kausalität ausgegangen wurde, muss in Würdigung der vorliegenden Akten 

geschlossen werden, dass ein solcher Kausalzusammenhang im Sinne des Vorliegens 

von organischen Unfallrestfolgen über das Datum der Leistungseinstellung hinaus mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr bestand.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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5.   

Zusammenfassend ist gestützt auf die vorliegende Aktenlage überwiegend 

wahrscheinlich erstellt, dass die geltend gemachten Beschwerden – spätestens – im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 30. April 2015 keine natürlich kausale 

Unfallfolgen mehr darstellten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die fortdauernden 

Schulterbeschwerden auf unfallfremde, insbesondere degenerative Veränderungen 

zurückzuführen sind. Die Einstellung der Leistungen erweist sich damit als 

gerechtfertigt. Da von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse 

zu erwarten sind, ist entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin (act. G. 1 

S. 2) darauf zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 122 V 162 E. 1d).

6.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 15. Januar 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.10.2017
	Art. 6 UVG. Das Dahinfallen der natürlichen Kausalität zwischen Unfall und Schulterbeschwerden sechs Wochen nach dem Ereignis ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Oktober 2017, UV 2016/9).

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