# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4313ee18-5ac1-5c58-89ba-16cf090e0fc4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.03.2007 D-399/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-399-2007_2007-03-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-399/2007
{T 0/2}

Urteil vom 26. März 2007

Mitwirkung: Richter Galliker, Wespi, Schmid
Gerichtsschreiber Maeder

G._______, Türkei,
vertreten durch D._______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 19. Dezember 2006 i.S. Asyl und Wegweisung

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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wird festgestellt und in Erwägung gezogen,

dass  der  Beschwerdeführer,  gemäss  eigenen  Angaben  ein  aus  E._______  (Provinz 
F._______)  stammender  Kurde,  am 29.  Oktober  2006 in  der Schweiz  um Asyl  nach-
suchte,

dass er anlässlich der summarischen Befragung vom 2. November 2006 und der Direkt-
anhörung vom 14. November 2006 im Empfangszentrum Vallorbe zur Begründung sei-
nes Asylgesuchs geltend machte, er habe das ihm im Jahre 1992 aufgezwungene Amt 
als Dorfschützer im Jahre 2000 ohne Ermächtigung niedergelegt und das Dorf verlas-
sen, weswegen er Repressionen vonseiten der Behörden befürchte,

dass er konkretisierend festhielt,  er habe seit dem Jahre 1987/1988 Kämpfer der PKK 
(Arbeiterpartei  Kurdistans) mit Lebensmitteln unterstützt gehabt,  als man ihn im Jahre 
1992 gezwungen habe, das Amt des Dorfschützers zu übernehmen,

dass es insbesondere seine Aufgabe gewesen sei, die Soldaten bei ihren Operationen 
gegen die Aufständischen in den Bergen zu begleiten,

dass zu Beginn des Jahres 2000 Soldaten einen bewaffneten Angriff auf sein Haus ver-
übt hätten, wobei seine Mutter getötet und seine Ehefrau durch mehrere Schüsse ver-
letzt worden sei,

dass er als Reaktion darauf seinen Vorgesetzten umgehend mitgeteilt habe, er sei nicht 
bereit, das Amt des Dorfschützers weiter auszuüben,

dass die Vorgesetzten aber seine Entlassung aus dem Amt abgelehnt hätten, worauf er 
seine  Waffe  dem Dorfvorsteher  übergeben  und  das  Dorf  im Juni/Juli  2002  verlassen 
habe,

dass er in der Folge an verschiedenen Orten in der Türkei, insbesondere in J._______, 
K._______ und L._______, gearbeitet habe, ehe er am 26. Oktober 2006 ausgereist sei 
und mit Hilfe von Schleppern auf dem Landweg in die Schweiz habe gelangen können,

dass das BFM mit Verfügung vom 19. Dezember 2006 – eröffnet am selben Tag – in Be-
zug auf den Beschwerdeführer das Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft  feststellte, 
das Asylgesuch ablehnte  und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 
unter Ansetzung einer bis zum 13. Februar 2007 laufenden Ausreisefrist anordnete,

dass das BFM als Grund für die Nichtzuerkennung anführte, die vom Beschwerdeführer 
geltend gemachte Verfolgungssituation könne nicht als glaubhaft erachtet werden,

dass  der  Beschwerdeführer  diesen  Entscheid  mit  Beschwerde  vom  16.  Januar  2007 
(Poststempel) durch seine Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht anfechten 
und die Aufhebung der  angefochtenen Verfügung,  die Zuerkennung der Flüchtlingsei-
genschaft und die Gewährung von Asyl sowie – im Eventualpunkt – die Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme sowie zusätzlich die unverzügliche Aushändigung seiner Auswei-
se beantragen liess,

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Verbeiständung,  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und  um Beizug 
der  Akten  des  Asylverfahrens  betreffend  seine  Ehefrau,  A._______,  und  die  beiden 
Kinder B._______ und C._______ ersuchte,

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dass die am 24. Februar 2003 eingereichten Asylgesuche der Ehefrau und der beiden 
Kinder  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  des damaligen  Bundesamts  für  Flücht-
linge (BFF; seit  dem 1.  Januar  2005:  BFM) vom 5. November  2004 bei gleichzeitiger 
Wegweisung und Anordnung deren Vollzugs abgelehnt wurden und die dagegen erho-
bene  Beschwerde  mit  Urteil  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  vom 
27. Oktober 2006 vollumfänglich abgewiesen wurde,

dass die Ehefrau und die beiden Kinder des Beschwerdeführers – ebenfalls handelnd 
durch die rubrizierte Rechtsvertreterin  – mit  Eingabe vom 16. Januar 2007 beim Bun-
desverwaltungsgericht ein Revisionsgesuch gegen das Beschwerdeurteil  der ARK vom 
27. Oktober 2006 einreichten, mit dem hauptsächlichen Begehren um Zuerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl,

dass  der  zuständige Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwischen-
verfügung vom 14. Februar 2007 das vorliegende Beschwerdeverfahren mit dem Revi-
sionsverfahren  betreffend  die  Ehefrau  und die  Kinder  des  Beschwerdeführers  koordi-
nierte und die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses  abwies  und  den Beschwerdeführer  unter  Androhung  des Nichteintretens 
auf die Beschwerde zur Leistung eines Kostenvorschusses im Betrag von Fr. 600.- bis 
zum 1. März 2007 aufforderte,

dass er als Begründung für die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege zusam-
menfassend anführte, die Beschwerdebegehren seien gestützt auf die derzeitige Akten-
lage als aussichtslos zu bezeichnen,

dass der Beschwerdeführer  am 28. Februar 2007 einen Betrag von Fr.  600.-  auf  das 
Konto des Bundesverwaltungsgerichts überwies,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art. 5 VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 Abs. 1 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes 
vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz, 
VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen hat,  durch die 
angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  er  sodann  auch  den  einverlangten  Kostenvorschuss  innert  angesetzter  Frist  in 
vollem Umfang geleistet hat,

dass  somit  auf  seine  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi-
ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einem vereinfachten Verfahren 
entschieden wird und die vorliegende Beschwerde, wie nachfolgend aufgezeigt,  offen-
sichtlich unbegründet  ist,  weshalb  auf  einen Schriftenwechsel  verzichtet  werden kann 
und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 
AsylG),

dass die Schweiz  Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen auf Gesuch hin 
Asyl gewährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht wer-
den muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und jenen Personen zukommt, welche in ihrem Heimat-
staat oder im Land, wo sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, 
Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten sozialen Gruppe oder  wegen ihrer  politischen An-
schauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, sol-
chen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG).

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung die Nichtzuerkennung der Flüchtlingei-
genschaft  mit  der misslungenen Glaubhaftmachung der Gesuchsvorbringen durch den 
Beschwerdeführer begründet,

dass es zur näheren Begründung der Unglaubhaftigkeit ausführt, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers seien in wesentlichen Punkten erfahrungswidrig, unlogisch und inhalt-
lich nicht  nachvollziehbar  ausgefallen  oder erschöpften sich in  blossen Allgemeinplät-
zen,

dass es bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit  um eine Gesamtbeurteilung aller  für  und 
gegen den Gesuchsteller sprechenden Elemente geht und glaubhaft eine Sachverhalts-
darstellung nur dann ist, wenn bei einer objektivierten Sichtweise die positiven Elemente 
überwiegen und die Behörde somit  das Vorhandensein  der  Flüchtlingseigenschaft  mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält  (vgl.  Art.  7  Abs.  2  und  3  AsylG; 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2005 Nr. 7 E. 6 S. 64 ff., Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f., 1996 Nr. 27 E. 3c.aa S. 263 f., Nr. 28 
E. 3a S. 270),

dass in der Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 14. Februar 2007 festgehal-
ten wurde,  bei  einer ersten Aktenprüfung bestätigten sich die vom BFM aufgezeigten 
Unglaubhaftigkeitselemente in allen Punkten,

dass nach einer nochmaligen Prüfung der massgeblichen Akten an dieser Einschätzung 
festzuhalten ist,

dass der Beschwerdeführer den Zeitpunkt der Konfrontation mit Regierungssoldaten, in 
deren Verlauf gemäss seinen Angaben seine Mutter durch Schüsse getötet und seine 
Ehefrau  verletzt  wurden,  in  den  beiden  Befragungen  bald  ins  Jahr  2000  oder  2001 
(A1/9, S. 5), bald ins Jahr 2002 (A7/9, S. 4 Frage 25 und S. 6 Fragen 55 und 56) und 
bald ins Jahr 1996/1997 legte (A7/9, S. 7 Frage 57),

dass  Bildungsdefizite,  eine  Unkonzentriertheit  oder  Verständigungsprobleme  mit  dem 
Befrager oder Übersetzer als Erklärungen für dermassen deutliche Abweichungen nicht 
in Betracht fallen, gerade auch deshalb nicht, weil der Beschwerdeführer den Zwischen-

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fall mit den auf seine Familie abgegebenen Schüssen wiederholt als Ausschlag geben-
den Beweggrund anführte, sein Amt als Dorfschützer zu quittieren und seine Waffe beim 
Dorfvorsteher abzugeben (A1/9, S. 5; A7/9, S. 4 Frage 25),

dass sich aber mit der solchermassen geschilderten Kausalität zwischen den Schüssen 
auf Mutter, Ehefrau und Kinder und der Abgabe des Dorfschützamtes die gegen Ende 
der Anhörung vom 14. November 2006 (A7/9, S. 7 Fragen 57 ff.) und wiederum in der 
Beschwerdeschrift  vertretene Version, wonach die Soldaten im Jahre 1996/1997 einen 
Übergriff  mit  Schüssen  auf  die  Familie  verübt  hätten  und  der  Beschwerdeführer  zwi-
schen  1992  und  2002  als  Dorfschützer  in  E._______  gewaltet  habe,  schlechterdings 
nicht in Einklang bringen lässt,

dass sich sodann auch der vom BFM gewonnene Eindruck bestätigt,  wonach der Be-
schwerdeführer nicht in der Lage gewesen sei, seine angeblich zehnjährige Tätigkeit als 
Dorfschützer und namentlich die Teilnahme an Operationen der Sicherheitskräfte gegen 
die PKK anhand konkreter Tagesabläufe zu veranschaulichen,

dass in der Tat die diesbezüglichen Aussagen des Beschwerdeführers (A7/9, S. 3 Fra-
gen 13 ff.) improvisiert anmuten und zu keiner Zeit den Eindruck vermitteln, es berichte 
die im Zentrum stehende Person aus ihrer subjektiven Optik heraus über nicht alltäg-
liche Erlebnisse,

dass  der  Beschwerdeführer  vor  allem aber  nicht  mit  konkreten  Beispielen  begreiflich 
machen konnte, inwiefern er nach dem angeblichen Verlassen des Dorfes im Juni oder 
Juli 2002 gezwungen war, beständig vor dem Militär zu fliehen (A7/9, S. 4 Frage 32 und 
S. 5 Frage 35),

dass schliesslich erhebliche Zweifel an der Aussage des Beschwerdeführers in der Erst-
befragung im Empfangszentrum angebracht sind, wonach ihm die Anwesenheit  seiner 
Ehefrau und Kinder als Asylantragsteller in der Schweiz nicht bekannt sei (A1/9, S. 2),

dass es hierbei insbesondere zu berücksichtigen gilt, dass der Beschwerdeführer in der 
Anhörung vom 14. November 2006 für sich konkret die Erteilung des "Ausweises F" for-
derte (B7/9, S. 7 f.) und überdies in der Erstbefragung erklärte, er habe L._______ und 
seine dortige Arbeitsstelle nur deshalb verlassen, weil er keine Familie gehabt habe und 
ihm seine Kinder sehr gefehlt hätten (A1/9, S. 6),

dass angesichts dieser Fülle von gewichtigen Unglaubhaftigkeitsindizien weder der mit 
Eingabe  vom 18.  Dezember  2006  beim BFM (Eingangsstempel:  19. Dezember  2006) 
eingereichte "Ausweis als Dorfschützer", die der Beschwerde beigelegten Beweismittel 
(Arztbericht 22. Dezember 2006 betreffend die Tochter C._______; undatierte Bestäti-
gung von H.A.) noch die am 17. Januar 2007 nachgereichte Bestätigung von A.G. vom 
9. November  2006  geeignet  sind,  den  Parteiaussagen  des  Beschwerdeführers  ein 
stärkeres  Profil  zu  verleihen,  so  dass  im Rahmen  einer  Gesamtwürdigung  von  einer 
überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  ausgegangen  werden  könnte,  dieser  habe  seinem 
Heimatland tatsächlich unter den behaupteten Umständen entfliehen müssen,

dass die Erklärungsversuche in der Beschwerde nicht geeignet sind, die vom BFM erho-
benen  Wahrheitszweifel  zu  zerstreuen  und  insgesamt  das  Bild  eines  authentischen 
Sachverhalts zu zeichnen,

dass der Standpunkt, wonach die Ausführungen des BFM sehr gesucht beziehungswei-
se gar an den Haaren herbeigezogen seien, in den Akten keinerlei Stütze findet,

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dass nach  dem Gesagten  in  Bezug  auf  eine  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  im 
Zeitraum vor der Ausreise die auf Unglaubhaftigkeit hindeutenden Anzeichen gegenüber 
den für die Richtigkeit sprechenden Gründen klar überwiegen,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  mit  seinen  hauptsächlichen  Asylvorbringen  den 
reduzierten Beweisanforderungen von Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermag,

dass demnach das BFM sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichtein-
treten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat, 
vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  hat (Art. 32 Bst. a der Asyl-
verordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich der Beschwerdefüh-
rer  auch  nicht  auf  einen  dahingehenden  Anspruch  berufen  kann  (vgl.  EMARK 2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmun-
gen steht und zu bestätigen ist,

dass das BFM, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, das An-
wesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnah-
me von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimatland unter Berück-
sichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische 
Menschenrechtskonvention,  EMRK,  SR 0.101],  Art. 33  Abs.  1  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [Flüchtlingskonvention,  FK, 
SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5  Abs.  1  AsylG  sowie  Art.  25  Abs. 2 
und 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April 
1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da keine Menschenrechtsverletzungen drohen und die 
Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

dass in Berücksichtigung der in dieser Hinsicht unglaubhaften Gesuchsbegründung ins-
besondere das Bestehen einer tatsächlichen Gefahr, auf den Beschwerdeführer könnte 
durch  Repräsentanten  des  offiziellen  türkischen  Staates  oder  durch  Zivilpersonen  in 
Art. 3  EMRK  zuwiderlaufender  Weise  psychischer  oder  physischer  Zwang  ausgeübt 
werden, zu verneinen ist,

dass sich alleine aus der allgemeinen Menschenrechtssituation in der Türkei kein reales 
Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung her-
leiten lässt,

dass das Bundesverwaltungsgericht das am 16. Januar 2007 von der Ehefrau des Be-
schwerdeführers und den beiden Kindern eingereichte Revisionsgesuch mit separatem 
Urteil vom heutigen Tage abweist,

dass die Ehefrau und die beiden Kinder  des Beschwerdeführers  am 17. Januar 2007 
beim  BFM ein  Wiedererwägungsgesuch  gegen  das  Urteil  der  ARK vom 27.  Oktober 
2006 (recte: gegen die Verfügung des BFF vom 5. November 2004) eingereicht haben, 
worin sie die wiedererwägungsweise Aufhebung des angefochtenen Entscheids im Weg-
weisungspunkt  und  die  Gewährung  der  vorläufigen  Aufnahme  gestützt  auf  Art.  14a 
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer (ANAG, SR 142.20) beantragen,

dass es nach Ausfällung des vorliegenden Urteils Sache des BFM sein wird, über jenes 

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Wiedererwägungsgesuch und den Erlass allfälliger vorsorglicher Massnahmen zu befin-
den,

dass  im  gegenwärtigen  Zeitpunkt  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Ehefrau  und  der 
beiden Kinder des Beschwerdeführers rechtskräftig angeordnet ist, weshalb der Grund-
satz  der  Einheit  der  Familie  gemäss  Art.  44  Abs.  1  AsylG  einem  Vollzug  der  Weg-
weisung des Beschwerdeführers  nicht  entgegensteht  (vgl.  EMARK 1995 Nr.  24 E. 10 
und 11 S. 230 f.),

dass in den Akten auch kein Anhalt dafür besteht, der Beschwerdeführer würde im Falle 
einer Rückführung als Folge der in der Türkei herrschenden allgemeinen Sicherheits-
lage einer konkreten Gefährdung ausgesetzt,

dass ebenso wenig darauf schliessen lässt, der Beschwerdeführer geriete im Falle der 
Rückkehr  in  die  Heimat  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  ge-
sundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation,

dass er gemäss eigenen Angaben in den Jahren vor der Ausreise in verschiedenen Lan-
desteilen erwerbstätig war, weshalb davon auszugehen ist, er bringe alle Voraussetzun-
gen mit, um in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Aus-
kommen zu finden,

dass vor diesem Hintergrund der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nicht 
als unzumutbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 ANAG zu bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Türkei auch möglich 
ist, da keine praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegenste-
hen könnten,

dass somit die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers in 
der Schweiz nicht  erfüllt  sind und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu 
bestätigen ist,

dass  die angefochtene Verfügung, da diese weder Bundesrecht verletzt  noch unange-
messen  ist  und der  rechtserhebliche  Sachverhalt  von der  Vorinstanz  richtig  und voll-
ständig festgestellt wurde (vgl. Art. 106 AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde da-
her abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a 
VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem  Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass die Kosten mit dem am 28. Februar 2007 in dieser Höhe geleisteten Vorschuss zu 
verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr.  600.--,  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem in dieser Höhe geleisteten Vorschuss verrechnet.

3. Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (eingeschrieben; 2 Expl.)

- die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, zu den Akten

- die I._______ des Kantons H._______

Der Richter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

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