# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2daad261-bffe-5009-ad6f-d059b5d54755
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.08.2014 D-1366/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1366-2014_2014-08-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1366/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  A u g u s t  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 

Richter Walter Stöckli, Richterin Claudia Cotting-Schalch,    

Gerichtsschreiber Patrick Weber. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

B._______, geboren (…), 

C._______, geboren (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Urs Jehle, Caritas Schweiz, 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl; 

Verfügung des BFM vom 17. Februar 2014 / N (…). 

 

 

D-1366/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden ihren 

Heimatstaat Afghanistan im Jahr 1997 Richtung Iran. Von dort aus ge-

langten sie ungefähr im Dezember 2009 in die Türkei und weiter nach 

Griechenland. Am 9. Februar 2010 reisten sie in die Schweiz ein, wo sie 

am gleichen Tag Asylgesuche stellten. Am 12. Februar 2010 führte das 

BFM Summarbefragungen durch.  

A.b Der Beschwerdeführer legte dar, aus D._______ zu stammen und 

tadschickischer Ethnie schiitischer Glaubenszugehörigkeit zu sein. We-

gen des Taliban-Einmarsches habe die Familie Afghanistan verlassen 

müssen. In E._______ im Iran habe er im November 2007 religiös gehei-

ratet. Seine Frau sei Sunnitin. Deren Eltern hätten von der anderen religi-

ösen Zugehörigkeit ihres Schwiegersohnes erfahren und die Ehe annul-

lieren wollen. Er habe sich jedoch geweigert, worauf sein Schwager ihn 

im Juni 2008 mit dem Auto angefahren und erheblich verletzt habe. Nach 

dem Spitalaufenthalt sei er zwei Monate lang arbeitsunfähig zuhause 

geblieben. Wegen der geschilderten Situation habe er sich zusammen mit 

der Beschwerdeführerin im März 2009 nach F._______ und Ende 2009 in 

die Türkei begeben. Eine Rückkehr nach Afghanistan komme für ihn nicht 

in Betracht, da die Taliban seinerzeit einen Onkel an Stelle seines ge-

flüchteten Vaters getötet hätten und ihm Rache seitens der Verwandt-

schaft des Onkels drohe.  

A.c Die Beschwerdeführerin machte geltend, aus D._______ zu stammen 

und tadschickischer Ethnie zu sein. Sie gehöre der sunnitischen Glau-

bensgemeinschaft an. Wegen des Krieges habe die Familie Afghanistan 

verlassen müssen. In E._______ im Iran habe sie im November 2007 re-

ligiös geheiratet. Ihr Mann sei Schiite. Nachdem ihr Vater dies erfahren 

habe, sei sie von ihm verprügelt und zuhause festgehalten worden. Ihr 

Bruder habe beabsichtigt, ihren Mann umzubringen, und ihm mit dem Au-

to gravierende Verletzungen zugefügt. Der Versuch der Schwiegereltern, 

ihren Vater umzustimmen, sei fehlgeschlagen. In der Folge habe ihr Vater 

sie mit einem anderen Mann verheiraten wollen. Es sei ihr aber gelungen, 

mit dem Beschwerdeführer Kontakt aufzunehmen. Zusammen seien sie 

nach F._______ und später ausser Landes geflohen. Eine Rückkehr nach 

Afghanistan komme in Anbetracht der dortigen unsicheren Lage nicht in 

Betracht. Überdies müsste sie wegen ihres Verhaltens mit Behelligungen 

seitens der dort lebenden Verwandtschaft rechnen.  

D-1366/2014 

Seite 3 

A.d Anlässlich der Summarbefragungen wurde den Beschwerdeführen-

den das rechtliche Gehör im Hinblick auf die allfällige Zuständigkeit Grie-

chenlands für die Asylverfahren gewährt.  

A.e Das BFM trat mit Verfügungen vom 12. August 2010 in Anwendung 

von Art. 34 Abs. 2 Bst. d altAsylG (SR 142.31) auf die Asylgesuche der 

Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete die Wegweisung nach Griechen-

land sowie den sofortigen Vollzug an und stellte fest, eine allfällige Be-

schwerde habe keine aufschiebende Wirkung. Die dagegen erhobenen 

Beschwerden vom 16. August 2010 schrieb das Bundesverwaltungsge-

richt mit Entscheid vom 8. März 2011 als gegenstandslos geworden ab, 

nachdem das BFM seine Verfügungen am 2. März 2011 wieder-

erwägungsweise aufgehoben und angeordnet hatte, in Bezug auf die Be-

schwerdeführenden sei das nationale Asylverfahren wieder aufzu-

nehmen. 

B.  

Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 8. April 2011 gaben die Be-

schwerdeführenden Beweismittel (medizinische Unterlagen aus dem Iran) 

zu den Akten und ersuchten um Akteneinsicht vor Entscheidfällung. 

C.  

Am 4. April 2012 gaben die Beschwerdeführenden einen Arztbericht vom 

20. März 2012 des kantonalen sozialpsychiatrischen Dienstes zu den Ak-

ten. Ferner ersuchten sie um einen baldigen Entscheid.  

D.  

Am 3. Juni 2012 gebar die Beschwerdeführerin ihre Tochter C._______.  

E.  

Mit Eingabe vom 24. August 2012 teilten die Beschwerdeführendem dem 

BFM mit, ihre Tochter leide an gravierenden gesundheitlichen Beschwer-

den, was sich auch auf die Gesundheit der Eltern auswirke. Es sei ein 

baldiger Entscheid zu fällen. Der Eingabe lagen entsprechende medizini-

sche Unterlagen – darunter ein Arztbericht vom 16. August 2012 des kan-

tonalen sozialpsychiatrischen Dienstes – bei. Das Ersuchen um Ab-

schluss des Verfahrens beantwortete das BFM am 5. September 2012.  

F.  

Am 25. Januar 2013 gaben die Beschwerdeführenden ihre Tochter betref-

fende Arztberichte zu den Akten und ersuchten erneut um einen baldigen 

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Seite 4 

Entscheid. Das Ersuchen um Abschluss des Verfahrens beantwortete das 

BFM am 5. Februar 2013.  

G.  

Ein erneutes Ersuchen um baldige Entscheidfällung vom 12. Juli 2013 

beantwortete das BFM am 5. August 2013.  

H.  

Mit Eingabe vom 19. November 2013 gaben die Beschwerdeführenden 

einen Arztbericht vom 11. November 2013 des kantonalen sozialpsychiat-

rischen Dienstes zu den Akten. Gleichzeitig erneuerten sie ihr Ersuchen 

um einen baldigen Entscheid. Die Vorinstanz antwortete am 21. Novem-

ber 2013.  

I.  

Am 8. Januar 2014 führte das BFM die Anhörungen durch.  

I.a Der Beschwerdeführer machte geltend, es habe Probleme wegen der 

geplanten Ehe gegeben. Seine Schwiegermutter sei über seine religiöse 

Zugehörigkeit informiert gewesen und habe der Ehe zugestimmt. Es sei 

zu einer religiösen Trauung gekommen. Nachdem auch der Schwiegerva-

ter und seine beiden Schwager erfahren hätten, dass er Schiite sei, hät-

ten sie sich gegen ein Hochzeitsfest gewehrt, weshalb es ihm nicht mög-

lich gewesen sei, mit seiner Gattin zusammenzuleben. Überre-

dungsversuche seiner Eltern bei den Schwiegereltern hätten nicht ge-

fruchtet. In der Folge sei er durch einen Schwager vorsätzlich mit dem 

Auto angefahren und verletzt worden. Seither leide er unter epileptischen 

Anfällen. Er und seine Eltern hätten erneut bei den Schwiegereltern vor-

gesprochen und seien brüsk behandelt worden. In der Folge sei er mit 

seiner Partnerin nach F._______ geflohen. Dort seien sie schliesslich von 

deren Familie aufgespürt worden. Man habe einen Killer mit seiner Er-

mordung beauftragen wollten beziehungsweise bereits während ihres 

Aufenthalts in E._______ mit der Aussetzung eines Kopfgeldes auf ihn 

gedroht. Demzufolge seien sie ins Ausland weitergeflohen. In Afghanistan 

sei er durch die eigene und die Verwandtschaft seiner Partnerin gefähr-

det.  

I.b Die Beschwerdeführerin legte dar, wegen der Probleme mit ihrer Fa-

milie im Zusammenhang mit der Beziehung zu ihrem Partner den Iran 

verlassen zu haben. Zwei oder drei Wochen nach der Trauung habe ihr 

Vater vom schiitischen Glauben seines Schwiegersohnes erfahren und ih-

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Seite 5 

re Trennung verlangt. Vermittlungsversuche der Schwiegereltern und ih-

res Partners seien erfolglos geblieben. Sie sei von ihrem Vater verprügelt 

worden. Schon vor ihrer Trauung habe sie wiederholt Schläge erlitten. Ihr 

Vater habe sie mit einem seiner Freunde zwangsverheiraten wollen. Des-

sen Name kenne sie nicht. In Anbetracht dieser Sachlage sei sie mit ih-

rem Partner nach F._______ geflohen. Dort habe sie erfahren, dass ihr 

Vater ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt habe. Aufgrund dieser Situation 

seien sie ausser Landes geflohen. Im Falle einer Rückkehr nach Afgha-

nistan habe sie Repressalien seitens ihrer dort lebenden Verwandtschaft 

zu befürchten. Aktuell leide sie an gesundheitlichen Beschwerden.  

J.  

J.a Mit Verfügung vom 17. Februar 2014 – eröffnet am 18. Februar 2014 

– stellte das BFM fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flücht-

lingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. Gleichzeitig ver-

fügte es die Wegweisung aus der Schweiz. Die Vorinstanz begründete ih-

ren Entscheid mit der fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen. Es sei 

nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführenden die angebliche 

Aussetzung eines Kopfgeldes nicht bereits anlässlich der Erstbefragung 

erwähnt hätten. Der Beschwerdeführer habe bei der Anhörung vorerst 

angegeben, in F._______ vom ausgesetzten Kopfgeld erfahren zu haben 

und deswegen geflohen zu sein. Später habe er indes angegeben, er sei 

ausgereist, weil sich der Schwager bei einem Freund erkundigt habe. Zu-

dem habe er betreffend vom Schwager erlittener Prügel ungereimte Aus-

sagen gemacht. Auch den Zeitpunkt, in welchem er vom Kopfgeld erfah-

ren habe, sei nicht übereinstimmend angegeben worden. Die einge-

reichten ärztlichen Unterlagen seien nicht geeignet, die Ursache des me-

dizinischen Leidens beziehungsweise die Täterschaft des Schwagers zu 

belegen. Schliesslich sei nicht nachvollziehbar, dass sich die Cousins im 

Falle seiner Rückkehr nach Afghanistan an ihm rächen sollten, zumal 

sein Vater und der Onkel Geschäftspartner und somit gleichermassen 

durch die Taliban gefährdet gewesen seien. Überdies habe er erklärt, es 

bestünden keinerlei Kontakte mehr zu den Cousins. 

J.b Wegen der vom BFM gleichzeitig festgestellten Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs wurden die Beschwerdeführenden in der Schweiz 

vorläufig aufgenommen. 

K.  

K.a Mit Eingabe vom 14. März 2014 (Datum der Postaufgabe) beantrag-

ten die Beschwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhe-

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Seite 6 

bung des vorinstanzlichen Entscheids in den Dispositivpunkten 1 bis 3, 

die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung bezie-

hungsweise die vorläufige Aufnahme als Flüchtlinge sowie eventualiter 

die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen 

und erneuter Entscheidfindung. In formeller Hinsicht ersuchten sie um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 

1 VwVG sowie um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses. Fer-

ner sei ihre Rechtsvertretung als amtlicher Rechtsbeistand gemäss Art. 

110a Abs. 1 AsylG zu ernennen.  

K.b Zur Begründung brachten sie vor, in Anbetracht des Summarcharak-

ters der Erstbefragungen seien sie nicht gehalten gewesen, die Ausset-

zung eines Kopfgeldes explizit anzuführen, zumal sie die zentralen 

Fluchtgründe als solche bereits erwähnt hätten. Der dem Beschwerdefüh-

rer vom BFM angelastete Widerspruch bei der Darlegung des Fluchtgrun-

des sei nicht wesentlicher Natur beziehungsweise bestehe bei einer Ge-

samtsicht der Vorbringen gar nicht. Die ihm ferner vorgehaltene Unstim-

migkeit bei der Schilderung des Vorfalls mit dem Schwager sei auf einen 

Übersetzungsfehler zurückzuführen. Im Weiteren habe er den Zeitpunkt, 

in welchem er über das ausgesetzte Kopfgeld informiert worden sei, zwar 

nicht übereinstimmend dargelegt. Diese Unstimmigkeit könne aber nicht 

als entscheidwesentlich qualifiziert werden, zumal sein Aussageverhalten 

durch psychischen Stress beeinträchtigt sei. Beide Beschwerdeführende 

litten an einer hochgradigen depressiven Symptomatik. Für die Glaubhaf-

tigkeit der Vorbringen sprächen ferner die Realkennzeichen in den Vor-

bringen. Zu berücksichtigen sei ausserdem, dass Zwangsheiraten, Blut-

rache und die Unterdrückung von Frauen in der afghanischen Kultur weit 

verbreitet seien. Die von der Beschwerdeführerin glaubhaft gemachte 

diesbezügliche Situation sei als asylrelevant zu qualifizieren. In Afghanis-

tan drohe ihr Blutrache. Der afghanische Staat sei weder schutzfähig 

noch schutzwillig. Hinzu komme, dass die Familie des Beschwerdefüh-

rers wegen drohender Blutrache aus diesem Land habe fliehen müssen. 

Entgegen der vorinstanzlichen Sichtweise dauerten solche Fehden oft-

mals jahrelang an und endeten nicht mit der Flucht der Betroffenen.  

K.c Der Eingabe lagen Unterlagen der anlässlich der Anhörungen prä-

senten Hilfswerkvertretung, ein Arztbericht vom 11. März 2014 sowie eine 

Bestätigung für die Fürsorgeabhängigkeit der Beschwerdeführenden bei. 

L.  

Mit Zwischenverfügung vom 19. März 2014 hiess das Bundesverwal-

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Seite 7 

tungsgericht das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut und ver-

zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Betreffend amtlicher 

Verbeiständung wurde dem Rechtsvertreter Frist zur Einreichung von Un-

terlagen im Hinblick auf die in Art. 110a Abs. 3 AsylG erwähnten Voraus-

setzungen eingeräumt.  

M.  

Mit Vernehmlassung vom 25. März 2014 beantragte das BFM die Abwei-

sung der Beschwerde. Die vorinstanzliche Stellungnahme wurde den Be-

schwerdeführenden am 26. März 2014 zur Kenntnis gebracht.  

N.  

Am 22. April 2014 reichte der Rechtsvertreter Unterlagen im Zusammen-

hang mit den in Art. 110a Abs. 3 AsylG erwähnten Voraussetzungen ein.  

O.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Mai 2014 hiess das Gericht das Gesuch 

im Sinne von Art. 110a AsylG gut.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 

den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen ei-

nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerde-

führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 

BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind 

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Seite 8 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspe-

zifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 und 2 AsylG). Vorbringen 

sind dann glaubhaft, wenn sie genügend substantiiert, in sich schlüssig 

und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöp-

fen oder den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen 

und sie dürfen nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbeh-

ren. Darüber hinaus muss die asylsuchende Person persönlich glaubwür-

dig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre 

Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt (Art. 7 

Abs. 3 AsylG), wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch dar-

stellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt oder unbegründet 

nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige 

Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet – im Gegensatz zum 

strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum 

für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Beschwerde-

führers. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft gemacht, wenn das 

Gericht von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber überwiegend 

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für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaft-

machung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbrin-

gen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte wesentli-

che und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhalts-

darstellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne einer Gesamtwürdigung, 

ob die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung spre-

chen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise 

abzustellen. 

3.3 Wesentlich ist vorliegend, dass die Flüchtlingseigenschaft von Asylsu-

chenden praxisgemäss einzig in Bezug auf ihren Heimatstaat, vorliegend 

Afghanistan, geprüft werden kann. Die Erwägungen des BFM bezüglich 

der Frage der Glaubhaftigkeit der Verfolgung sind damit insofern zu rela-

tivieren, als die Ereignisse im Iran ohnehin nur insoweit relevant sein 

können, als sie zur Glaubhaftigkeit einer Verfolgungssituation in Afghanis-

tan zu führen vermöchten. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe den Iran wegen erlitte-

ner und befürchteter Nachstellungen der Familie seiner Partnerin verlas-

sen. Eine Rückkehr nach Afghanistan komme wegen der dort lebenden 

eigenen und der Verwandtschaft seiner Partnerin nicht in Betracht.  

4.2 Die Epilepsie-Erkrankung des Beschwerdeführers und die vor-

gebrachten psychischen Leiden sind nicht zu bezweifeln. Dass es deswe-

gen anlässlich der Summarbefragung und der Anhörung zu relevanten 

Verständigungsproblemen gekommen wäre, kann den Akten indes nicht 

entnommen werden. So gab er jeweils an, die dolmetschende Person gut 

verstanden zu haben. Am Schluss der Anhörung bestätigte er unter-

schriftlich, dass das ihm rückübersetzte Protokoll vollständig sei und sei-

nen freien Äusserungen entspreche. Die anwesende Hilfswerkvertretung 

formulierte keine Einwände (A 1/10 S. 8; A 47/15 Antwort 1 und S. 14 f.). 

Selbst in Berücksichtigung des Summarcharakters der Erstbefragung und 

der erst im Jahr 2014 erfolgten Anhörung muss er sich bei seinen Äus-

serungen entgegen den Beschwerdevorbringen mithin behaften lassen. 

Die eingereichten Unterlagen der Hilfswerkvertretung rechtfertigen keine 

andere Einschätzung. 

4.3 Zwar erscheint glaubhaft, dass es bei der erfolgten beziehungsweise 

geplanten Eheschliessung zu gewissen Problemen gekommen ist, wel-

che möglicherweise auf die geltend gemachten unterschiedlichen Glau-

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Seite 10 

benszugehörigkeiten der Beschwerdeführenden zurückzuführen waren. 

In der geschilderten Intensität wirken sie jedoch nicht glaubhaft. So er-

wägt das BFM zurecht, dass die angebliche Aussetzung eines Kopfgel-

des durch die Familie der Partnerin des Beschwerdeführers erst anläss-

lich der Anhörung geltend gemacht wurde. Entgegen den Beschwerdear-

gumenten kann das verspätete Vorbringen einer derartig massiven Ver-

folgungssituation nicht mit dem Summarcharakter der Erstbefragung er-

klärt werden. Zudem wirken die entsprechenden Aussagen des Be-

schwerdeführers in keiner Weise substanziiert, entbehren als mutmass-

lich blosses Konstrukt entgegen den Beschwerdevorbringen weitgehend 

der Realkennzeichen und sind im Sinne der zutreffenden vorinstanzlichen 

Einwände überdies teilweise ungereimt ausgefallen (A 47/15 Antworten 

92 ff.). Stichhaltige Beschwerdeargumente für eine andere Sichtweise 

fehlen wiederum. Hinzu kommt, dass auch die Schilderungen der Schwie-

rigkeiten bei der geplanten Verehelichung gewisse Zweifel aufkommen 

lassen. Insbesondere erscheint nicht recht nachvollziehbar, dass die Mut-

ter der Beschwerdeführerin trotz Kenntnis der Religion des Beschwerde-

führers ihr Einverständnis gab, wenn sie hätte befürchten müssen, dass 

der Vater und die Brüder diesem Umstand ein derart grosses Gewicht 

zumessen würden. Zwar erscheint glaubhaft, dass der Beschwerdeführer 

Opfer eines Vorfalls im Strassenverkehr wurde, ob dies jedoch tatsächlich 

mit Tötungsabsicht des Schwagers geschah, überzeugt nicht vollends. 

Schliesslich fällt auf, dass der Beschwerdeführer zu einem Zeitpunkt, wo 

sein Schwiegervater von seiner Glaubenszugehörigkeit offenbar bereits 

Kenntnis gehabt haben soll, zusammen mit seinen Eltern bei ihm vorge-

sprochen und lediglich "respektlos aus dem Haus geworfen" worden sei 

(A 47/15 Antworten 69 ff.). Diese Schilderung der Verhaltensweise der 

Familie seiner Partnerin lässt jedenfalls nicht auf die geltend gemachte 

akute Tötungsabsicht schliessen. Auch die Darlegungen zur erfolgten 

Flucht nach F._______ und zur dort nach fast einjährigem Aufenthalt ent-

standenen Bedrohungslage sind als äusserst stereotyp zu bezeichnen   

(A 47/15 Antworten 37 ff. und 87 ff.).   

 

Nachdem diesen Erwägungen gemäss die Intensität der Verfolgung durch 

die Familie der Beschwerdeführerin bereits für den Iran zu relativieren ist, 

ist auch nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Bezie-

hung zur Beschwerdeführerin in Afghanistan ernsthafte Nachteile seitens 

ihrer Verwandtschaft zu gewärtigen hätte. Seine nicht substanziierten 

Aussagen, dort wegen eines getöteten Onkels durch dessen Familie atta-

ckiert zu werden, lassen entgegen den nicht stringenten Beschwerdevor-

bringen ebenfalls nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit auf eine ent-

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Seite 11 

sprechende Gefahr schliessen. Im Ergebnis ist es dem Beschwerdeführer 

damit nicht gelungen, eine asylrechtlich relevante Verfolgung in Afghanis-

tan glaubhaft zu machen.  

4.4 Die vorgebrachten medizinischen Leiden der Beschwerdeführerin 

sind ebenfalls nicht zu bezweifeln. Dass es deswegen anlässlich der 

Summarbefragung und der Anhörung zu relevanten Verständigungsprob-

lemen gekommen wäre, kann den Akten indes nicht entnommen werden. 

Auch sie gab jeweils an, die dolmetschende Person gut verstanden zu 

haben. Am Schluss der Anhörung bestätigte sie unterschriftlich, dass das 

ihr rückübersetzte Protokoll vollständig sei und ihren freien Äusserungen 

entspreche. Die anwesende Hilfswerkvertretung formulierte keine Ein-

wände (A 1/11 S. 8; A 33/13 Antwort 1 und S. 12 f.). Selbst in Berücksich-

tigung des Summarcharakters der Erstbefragung und der erst im Jahr 

2014 erfolgten Anhörung muss sie sich bei ihren Äusserungen entgegen 

den Beschwerdevorbringen mithin behaften lassen. Die eingereichten Un-

terlagen der Hilfswerkvertretung rechtfertigen keine andere Einschätzung.  

4.5 Gewisse Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin wegen der erfolg-

ten beziehungsweise geplanten Eheschliessung sind – wie bereits er-

wähnt nicht auszuschliessen und möglicherweise auf die geltend ge-

machten unterschiedlichen Glaubenszugehörigkeiten der Beschwerde-

führenden zurückzuführen. Zudem gab sie an, durch ihre Eltern schon vor 

dieser Zeit geschlagen worden zu sein, was in der Tat auf ein autoritäres 

Familienklima hindeuten würde. Im Sinne der Beschwerdevorbringen sind 

dem Anhörungsportokoll gewisse Realkennzeichen – so auch bei der 

Schilderung der gesundheitlichen Situation der Tochter – zu entnehmen. 

Die geltend gemachte Intensität der Bedrohungslage wirkt in der präsen-

tierten Form indes nicht glaubhaft. So erwägt das BFM zurecht, dass die 

angebliche Aussetzung eines Kopfgeldes durch ihren Vater erst anlässlich 

der Anhörung geltend gemacht wurde. Entgegen den Beschwerdeargu-

menten kann das verspätete Vorbringen einer derartig massiven Verfol-

gungssituation nicht mit dem Summarcharakter der Erstbefragung erklärt 

werden. Zudem wirken ihre Aussagen wie diejenigen des Beschwerde-

führers in keiner Weise substanziiert und entbehren als mutmasslich 

blosses Konstrukt jeglicher Realkennzeichen (A 33/13 Antworten 97 ff). 

Stichhaltige Beschwerdeargumente für eine andere Sichtweise fehlen. 

Die vorgängige Flucht aus E._______ nach F._______ mit ihrem Partner 

schilderte sie ausgesprochen stereotyp und die Angaben zu dessen Un-

fall sind als sehr einsilbig zu bezeichnen (A 33/13 Antworten 69 ff. und 86 

ff.). Hinzu kommt, dass bereits die Darlegungen, wie ihr Vater von der re-

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ligiösen Zugehörigkeit ihres Partners erfahren habe, kaum Substanz auf-

weisen (A 33/13 Antworten 37 ff.). Im Weiteren wäre eine ihr drohende 

Zwangsheirat in Anbetracht des geltend gemachten autoritären Umfelds 

zwar nicht auszuschliessen. Da sie aber nicht in der Lage war, diesbe-

züglich fundierte Angaben zu machen, kann auch dieses Vorbringen nicht 

geglaubt werden (A 33/13 Antworten 55 ff. und 81 ff.).   

 

Diesen Erwägungen gemäss ist nicht nachvollziehbar, dass die Be-

schwerdeführerin wegen ihrer Beziehung zum Partner in Afghanistan 

ernsthafte Nachteile seitens ihrer Verwandtschaft zu gewärtigen hätte, 

zumal diesen eher vagen Vorbringen keine Anhaltspunkte für eine kon-

krete Gefahr zu entnehmen sind (A 33/13 Antworten 106 ff.). Im Ergebnis 

ist somit nicht glaubhaft, dass sich ihre Situation wegen der Beziehung zu 

ihrem Partner in der geltend gemachten Form zugespitzt hat. 

4.6 Den Beschwerdeführenden ist es demnach nicht gelungen, nachzu-

weisen oder glaubhaft zu machen, dass sie in Afghanistan aktuell begrün-

dete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG 

haben müssen. Auch die Verfolgungslage im Iran ist in der geltend ge-

machten Intensität nicht glaubhaft. Die Erwägungen des BFM sind ent-

gegen den Beschwerdevorbringen nicht zu beanstanden und die bean-

tragte Rückweisung der Sache an die Vorinstanz kommt nicht in Betracht. 

Es erübrigt sich, auf weitere Beschwerdevorbringen und Beweismittel de-

taillierter einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Das 

BFM hat die Asylgesuche zu Recht abgelehnt. 

5.  

5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der 

Familie (Art. 44 AsylG). 

5.2 Die Beschwerdeführerenden verfügen weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 

(Art. 44 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 

5.3 Die Beschwerdeführenden wurden vom BFM in der angefochtenen 

Verfügung wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in 

der Schweiz aufgenommen, weshalb sich weitere Erörterungen erübri-

gen. 

D-1366/2014 

Seite 13 

6.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihr Ge-

such im Sinne von Art. 65 Abs. 1 mit Zwischenverfügung vom 19. März 

2014 gutgeheissen wurde und sich ihre finanzielle Situation seither nicht 

entscheidwesentlich verändert hat, erfolgt keine Kostenauflage.  

8.  

Mit Zwischenverfügung vom 22. Mai 2014 wurde ausserdem das Gesuch 

um amtliche Verbeiständung gutgeheissen (Art. 110a Abs. 1 VwVG) und 

den Beschwerdeführenden ihr Rechtsvertreter als Rechtsbeistand zuge-

ordnet. Demnach ist diesem ein amtliches Honorar für seine notwendigen 

Aufwendungen im Beschwerdeverfahren auszurichten. Der Rechtsvertre-

ter hat in der Eingabe vom 12. März 2014 bisherige Kosten in der Höhe 

von Fr. 1022.– (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) geltend gemacht, 

was als angemessen erscheint (Art. 10 Abs. 2 und Art. 14 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im Zusammen-

hang mit der vorinstanzlichen Vernehmlassung erfolgte keine weitere 

Eingabe. Demnach ist dem unentgeltlichen Rechtsbeistand zulasten der 

Gerichtskasse ein Honorar von insgesamt Fr. 1022.– (inkl. Auslagen und 

MWSt) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1366/2014 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

3.  

Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand wird zu Lasten der Gerichtskasse 

eine Entschädigung von Fr. 1'022.– zugesprochen 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber 

 

 

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