# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ac071d1-9e20-5eeb-9ef3-62c652bc74a3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.05.2010 E-1874/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1874-2010_2010-05-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1874/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe.

A._______ geboren (...),
Russland,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung nach 
Tschechien (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 
15. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1874/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am  2. August  2009  verliess,  um  mit  einem  Schengen-Visum, 
welches  von  der  Botschaft  der  Tschechischen  Republik  in  Moskau 
ausgestellt wurde, in Tschechien einzureisen,

dass  er  nach ein  paar  Tagen in  Prag  nach  B._______ weitergereist 
und am 5. August 2009 in die Schweiz eingereist sei, wo er am 7. Au-
gust 2009 um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  Basel  vom  7. September  2009  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  dass  er  in  seiner  Heimat  angesteckt  worden sei  –  wie  bei-
spielsweise mit  Tuberkulose – und nun von einer internationalen Or-
ganisation verfolgt werde, welche Bioterror betreibe,

dass das Bundesamt dem Beschwerdeführer an dieser Befragung das 
rechtliche Gehör  im Hinblick auf  einen Nichteintretensentscheid  und 
den Wegweisungsvollzug nach Tschechien gewährte,

dass er dabei ausführte, er habe nichts dagegen; indes habe er fest-
gestellt,  dass  der  Einfluss  der  russischen  Sicherheits-  und  Geheim-
dienste dort sehr gross sei,

dass das BFM am 21. September 2010 – gestützt auf zwei Schengen 
Visa  von  der  Botschaft  der  Tschechischen  Republik  in  Moskau  aus 
dem Jahr 2009 (A13/7, S. 6) sowie auf Art. 9 Abs. 4 der Verordnung 
(EG)  Nr. 343/2003 des  Rates  vom 18. Februar  2003 zur  Festlegung 
von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für 
die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist,  den ein Staatsangehöri-
ger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin-II-Ver-
ordnung)  –  die  zuständigen  tschechischen  Behörden  um  Aufnahme 
des Beschwerdeführers ersuchte,

dass die  Tschechische Republik  am 12. November  2010 diesem Er-
suchen gestützt auf Art. 9 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung zustimmte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  15. März  2010  –  eröffnet  am 
19. März 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 lit. d des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch nicht 

Seite 2

E-1874/2010

eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Tschechien sowie den 
Vollzug anordnete  und festhielt,  einer  allfälligen Beschwerde komme 
keine aufschiebende Wirkung zu,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte,  dass auf-
grund der einschlägigen Staatsverträge (insbesondere das Abkommen 
vom 26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags 
[Dublin-Assoziierungsabkommen, SR 0.142392.68]) Tschechien für die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass  ferner  keine Hinweise  vorliegen  würden,  in  der  Tschechischen 
Republik bestehe kein effektiver Schutz vor Rückführung im Sinne von 
Art. 5  AsylG; zudem habe dieses Land  das Abkommen vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und 
die Konvention vom 4. November  1950 zum Schutze der  Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ratifiziert  und  wende 
diese Praxis an,

dass  der  Beschwerdeführer mit  einer  fremdsprachigen  Eingabe  (in 
kyrillischer  Handschrift)  vom  23. März 2010  (Poststempel:  24. März 
2010)  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde  erhob,  wobei  er  zwei  beziehungsweise drei  –  ebenfalls 
fremdsprachige – Schreiben als Beweismittel einreichte, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Telefax  vom  25. März  2010 
den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers im Sinne einer 
vorsorglichen Massnahme nach Art. 56 VwVG aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 31. März 2010 
– eröffnet am 1. April 2010 – vom Beschwerdeführer eine Übersetzung 
der Beschwerde in eine der Amtssprachen verlangt hat und dafür eine 
Frist von 7 Tagen ab Erhalt der Verfügung ansetzte,

dass diese Frist unbenutzt abgelaufen ist,

Seite 3

E-1874/2010

dass das Bundesverwaltungsgericht daraufhin auf internem Weg eine 
Übersetzung der Beschwerde veranlasste,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  bezüglich  der  verlangten  Über-
setzung ein Gesuch des Beschwerdeführers um Fristerstreckung vom 
15. April 2010 mit Verfügung vom 16. April 2010 ablehnte,

dass die vom Bundesverwaltungsgericht  eingeholte Übersetzung der 
Beschwerde ergeben hat, dass der Beschwerdeführer beantragte, die 
Verfügung des BFM vom 31. März 2010 sei vollumfänglich aufzuheben 
und das Asylgesuch gutzuheissen; dass ferner ein Wegweisungsvoll-
zugshindernis festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen 
sei,

dass er in prozessrechtlicher Hinsicht um unentgeltliche Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  sowie um 
rechtzeitige Benachrichtigung der  zuständigen Behörden,  keine Kon-
taktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimatlandes  oder  irgendeine 
Übermittlung  persönlicher  Daten  an  diese  zuzulassen,  ersuchte; bei 
bereits erfolgter Übermittlung persönlicher Daten sei der Beschwerde-
führer zu informieren,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  lit.  d  Ziff.  1  des  Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

Seite 4

E-1874/2010

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter nachfolgendem Vorbehalt – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG 
und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111  lit. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, Asylgesuche auf ihre Begründetheit hin zu überprü-
fen (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerde-
instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist,  ob die Vorinstanz 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. die diesbezüg-
lich weiterhin zutreffende Rechtsprechung der ehemaligen Schweizeri-
schen Asylrekurskommission  [ARK] in Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 2.1),

dass  demgegenüber  auf  den  Antrag  in  der  Beschwerdeschrift,  die 
Flüchtlingseigenschaft  des Beschwerdeführers sei  anzuerkennen und 
ihm Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs je-
doch  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass der Antrag, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, 

die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- bzw. Herkunfts-

staates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, 

abzuweisen ist, zumal dieses nicht weiter begründet wird,

Seite 5

E-1874/2010

dass zur Vollständigkeit  festgestellt  werden kann, dass sich aus den 

dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten auch keine Hinwei-

se auf eine bereits erfolgte Kontaktaufnahme mit den heimatlichen Be-

hörden ergeben,

dass  im  Rahmen  von  sogenannten  Dublin-Verfahren  übrigens  auch 

kein  Anlass  für  die  Schweizer  Behörden  besteht,  mit  Behörden  im 

Heimatland des Beschwerdeführers Kontakt auf zunehmen, 

dass  im  Rahmen  dieser  Verfahren  hingegen  der  Kontakt  mit  dem 

vermutlich zuständigen Mitgliedstaat des Dublinraums unerlässlich ist 

(vgl.  Dublin-II-Verordnung),  um  die  Zustimmung  dieses  Staates, 

vorliegend  Tschechien,  zur  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers 

zu erhalten,

dass folglich auf die Anordnung vorsorglicher Massnahmen hinsichtlich 

der  Kontaktaufnahme  der  zuständigen  Behörden  mit  dem  Heimat- 

bzw.  Herkunftsstaat  sowie  einer  eventuellen  Datenweitergabe 

verzichtet werden kann,

dass  angesichts  einer  nicht  ersichtlichen  Gefährdung  des 

Beschwerdeführers bei Bekanntgabe seiner Personendaten auch der 

Antrag,  ihm  eine  eventuell  erfolgte  Datenweitergabe  mitzuteilen, 

abzuweisen ist,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende  in  einem  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 lit. d AsylG),

dass angesichts des zuvor festgestellten Sachverhalts, der erwähnten 
staatsvertraglichen  Rechtslage  und  der  diesbezüglich  zutreffenden 
Ausführungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  die  Republik  Tsche-
chien als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig zu erach-
ten ist,

dass der Beschwerdeführer diese Zuständigkeit nicht bestreitet, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe im Wesentlichen geltend 
machte, dass ihm in Tschechien gemäss Gesetz 6 Monate Haft drohen 
würden; ferner  würden nach  einem negativen  Entscheid  die  Asylsu-

Seite 6

E-1874/2010

chenden nicht  aus  dem Gefängnis  entlassen,  sondern  direkt  in  den 
Heimatstaat deportiert werden,

dass es in der Tschechischen Republik die für seine Behandlung er-
forderlichen Medikamente nicht gebe,

dass er darüber hinaus sinngemäss auch die Befürchtung einer Ket-
tenabschiebung  von  der  Schweiz  nach  Tschechien  und  weiter  nach 
Russland zum Ausdruck brachte,

dass er sich folglich implizit auf den Standpunkt stellte, es würden be-
gründete Anhaltspunkte für eine Verletzung der durch die EMRK ga-
rantierten  Rechte  durch  die  Tschechische  Republik  vorliegen 
(Art. 107a AsylG), und die Schweiz müsse überdies ihr Selbsteintritts-
recht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung ausüben,

dass demgegenüber der Vorinstanz zuzustimmen ist, dass die Tsche-
chische Republik sowohl Signatarstaat der FK wie auch der EMRK ist 
und keine Anhaltspunkte vorliegen, die daraus resultierenden völker-
rechtlichen Verpflichtungen würden durch die tschechischen Behörden 
in genereller Weise missachtet,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  seine  Anliegen  nicht  zu  substan-
ziieren vermag, sondern sich lediglich auf Behauptungen beschränkt, 
dass russische Spezialisten grossen Einfluss auf  Tschechien hätten, 
ohne diese zu belegen,

dass darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdeführer mit allfälligen 
asylrelevanten Vorbringen an die zuständigen Stellen Tschechiens he-
ranzutreten hat, welche dort im Rahmen eines Asylverfahrens geprüft 
werden können,

dass bei  vorliegender Sachlage kein Anlass zur Prüfung eines Asyl-
gesuchs durch die Schweiz (Selbsteintritt nach Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-
Verordnung) besteht,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 lit. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 

Seite 7

E-1874/2010

Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 lit. d AsylG die Frage nach der Zuläs-
sigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig bereits 
Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensent-
scheides ist, und hier nicht mehr zu prüfen ist,

dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in  Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 lit. d AsylG nicht  unter  dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  stellen, 
sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass darüber hinaus das Gesuch um aufschiebende Wirkung im Sinne 
von Art. 107a AsylG mit vorliegendem Direktentscheid gegenstandslos 
geworden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Bedürftigkeit 
des Beschwerdeführenden abzuweisen ist, da die Beschwerdebegeh-
ren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

E-1874/2010

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  gemäss  Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Patricia Petermann Loewe

Seite 9