# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 050f2231-4f61-5106-9cfd-26f9fd51bcbe
**Source:** Solothurn (SO)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1989-11-23
**Language:** de
**Title:** Solothurn Obergericht Jugendgerichtskammer 23.11.1989 ZZ.1989.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SO_Omni/SO_OG_003_ZZ-1989-6_1989-11-23.html

## Full Text

SOG 1989 Nr. 6

 

 

§ 300 ZPO; Art. 17 SchKG - Ein Rekurs nach § 300
ZPO kann nicht mit einer Beschwerde nach Art. 17 SchKG verbunden werden.

 

 

Eine Rekurrentin verlangte in ihrer an die Zivilkammer des
Obergerichtes gerichteten Eingabe, diese sei zugleich als Rekurs gemäss § 300
ZPO und als Beschwerde nach Art. 17 SchKG zu behandeln. Das Obergericht trat
auf den Rekurs, nicht aber auf die Beschwerde ein: Die Aufsichtsbehörde für
Schuldbetreibung und Konkurs ist ebenso wie die Zivilkammer eine Kammer des Obergerichtes
(vgl. § 24 Abs. 2 GO).Es ist indessen nicht zulässig, in den ans Obergericht
gerichteten Eingaben beliebig Rechtsmittel, die von verschiedenen - im übrigen
personell unterschiedlich besetzten - Kammern zu behandeln sind, zu vermischen.
Da vor den verschiedenen Kammern je eigene Verfahren durchgeführt werden, sind
getrennte Eingaben erforderlich. Eine Beschwerde nach Art. 17 SchKG kann schon
deshalb nicht mit einem zivilprozessualen Rekurs verbunden werden, weil sich in
diesen beiden Verfahren nicht dieselben Parteien gegenüber stehen: Im
Beschwerdeverfahren nach SchKG ist in erster Linie das Amt, welches die
angefochtene Verfügung erlassen hat, Gegenpartei.

 

Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 23. November 1989