# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60cf39b2-4bd0-5a1b-9c02-aba6a8eb559a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2014 D-62/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-62-2014_2014-01-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-62/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  J a n u a r  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, 

(…) 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 3. Dezember 2013 / N (…). 

 

 

D-62/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Kurde mit letztem Aufenthaltsort in 

B._______, die Türkei eigenen Angaben zufolge am 9. August 2013 ver-

liess und am 13. August 2013 in die Schweiz gelangte, wo er am 15. Au-

gust 2013 um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum Basel vom 28. August 2013 sowie der Anhörung zu 

den Asylgründen vom 12. September 2013 zur Begründung des Asylge-

suchs im Wesentlichen geltend machte, er stamme aus dem in der Pro-

vinz (…) gelegenen C._______ und sei im Jahr 2009 politisch aktiv ge-

worden, 

dass er zusammen mit Freunden für die Koma Civakên Kurdistan (KCK) 

Propaganda gemacht und an Kundgebungen teilgenommen habe, 

dass er am 15. Februar 2012 in D._______ an einer Kundgebung teilge-

nommen habe, an der Videoaufnahmen gemacht worden seien, 

dass er am 7. März 2012 von der Gendarmerie nach D._______ gebracht 

worden sei, wo er von einem Staatsanwalt einvernommen worden sei, 

dass am 12. April 2012 drei Kameraden, die mit ihm an der Kundgebung 

vom 15. Februar 2012 teilgenommen hätten, festgenommen worden sei-

en,  

dass die Behörden bei der Festnahme Druckerzeugnisse sichergestellt 

hätten, 

dass am 6. Dezember 2012 weitere Kameraden festgenommen worden 

seien, die den Behörden gegenüber seinen Namen preisgegeben hätten, 

dass er sich deshalb nach B._______ begeben habe, wo er bei seiner 

Schwester gewohnt habe,  

dass er in einer Zeitung gelesen habe, dass die drei Kameraden zu lang-

jährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden seien, 

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen die Kopie ei-

nes Einvernahmeprotokolls der Staatsanwaltschaft D._______ vom 

7. März 2012 einreichte, 

D-62/2014 

Seite 3 

dass das BFM mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 – eröffnet am 

6. Dezember 2013 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht-

lingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer habe erst bei der Anhörung nachgeschoben, dass er befürchte, 

wie seine Kameraden festgenommen und zu einer langjährigen Freiheits-

strafe verurteilt zu werden, 

dass seine Erklärung, man habe ihn (bei der BzP, Anmerkung des Ge-

richts) nicht danach gefragt, nicht überzeuge, da er zu diesem Zeitpunkt 

von den Verurteilungen Kenntnis gehabt habe,  

dass der Beschwerdeführer nach kurzer Zeit freigelassen und kein Ge-

richtsverfahren eingeleitet worden sei, was dafür spreche, dass die türki-

schen Behörden kein Interesse an seiner Person hätten, 

dass dies auch dadurch bestätigt werde, dass er sich nach der Festnah-

me der Kameraden am 12. April 2012 weiterhin in C._______ aufgehalten 

habe, ohne dass er mit den Behörden Schwierigkeiten gehabt habe, 

dass er auch in seinem Herkunftsdorf und in B._______ keine Probleme 

mit den Behörden gehabt habe,  

dass es sich bei der kurzzeitigen Festnahme von zwei Stunden und der 

Einvernahme nicht um einen ernsthaften Nachteil im Sinne des Asylge-

setzes handle, da er ohne Weiteres freigelassen worden sei und keine 

weiteren Nachteile erlitten habe, 

dass die Festhaltung vom März 2012 sowohl in zeitlicher, als auch in 

sachlicher Hinsicht nicht kausal für die im August 2013 erfolgte Ausreise 

des Beschwerdeführers sein könne, 

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 6. Januar 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfü-

gung sei aufzuheben, es sei festzustellen, dass er die Flüchtlingseigen-

schaft erfülle, und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässig-

keit, allenfalls die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und als 

Folge davon die vorläufige Aufnahme zu gewähren, und es sei auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, 

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Seite 4 

dass für die Begründung der Eingabe auf die Akten zu verweisen und, 

soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, 

dass der Instruktionsrichter das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses mit Zwischenverfügung vom 9. Januar 2014 ab-

wies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 24. Januar 2014 ei-

nen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten, unter der Androhung, bei 

ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht eingetreten, 

dass der Kostenvorschuss am 23. Januar 2014 geleistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), zumal der erhobene 

Kostenvorschuss fristgerecht eingezahlt wurde, 

D-62/2014 

Seite 5 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bzw. einer zweiten 

Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben 

hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Befragungen einräumte, ge-

gen ihn sei in der Türkei bisher kein Strafverfahren eingeleitet worden 

(vgl. act. A4/12 S. 9, A7/12 S. 8), 

dass er seine Gefährdung indessen darauf zurückführt, seine politischen 

Weggefährten, die seinen Namen preisgegeben hätten, seien festge-

nommen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, 

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Seite 6 

dass er am 15. Februar 2012 zusammen mit E._______, F._______ und 

G._______ in D._______ an einer Kundgebung teilgenommen habe, 

dass er am 7. März 2012 von der Polizei festgenommen und zur Staats-

anwaltschaft von D._______ gebracht worden sei, wo er von einem 

Staatsanwalt befragt und nach zwei Stunden freigelassen worden sei, 

dass die drei von ihm genannten Kameraden am 12. April 2012 in 

H._______ festgenommen worden seien,  

dass am 6. Dezember 2012 die übrigen Kameraden festgenommen wor-

den seien, die seinen Namen preisgegeben hätten (vgl. act. 4/12 S. 8 und 

A7/12 S. 2 f.), 

dass die drei Kameraden am 7. März 2012 nicht festgenommen worden 

seien (vgl. act. A7/12 S. 2), 

dass seine Kameraden am 31. Mai 2012 zu langjährigen Freiheitsstrafen 

verurteilt worden seien (vgl. act. A7/12 S. 5), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung berechtigterweise daran 

gezweifelt hat, dass politische Weggefährten des Beschwerdeführers zu 

langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden seien, da der Beschwerde-

führer dieses für die geäusserte Furcht vor ihm persönlich drohender Ver-

folgung wichtige Element bei der Erstbefragung unerwähnt liess, was 

durch seine Erklärung auf entsprechenden Vorhalt hin, er sei nicht da-

nach gefragt worden, nicht hinreichend plausibel erscheint, 

dass der Beschwerdeführer bei beiden Befragungen angab, es sei gegen 

ihn bisher kein Verfahren eingeleitet worden,  

dass angesichts des Umstandes, dass er einen türkischen Anwalt mit der 

Wahrung seiner Interessen beauftragt habe, davon auszugehen ist, die 

Einleitung eines Ermittlungs- bzw. Strafverfahrens wäre ihm bekannt ge-

worden, 

dass gegen den Beschwerdeführer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet 

worden wäre, falls politische Weggefährten, die festgenommen und verur-

teilt wurden, seinen Namen preisgegeben und ihn belastet hätten, zumal 

über ein Jahr seit den angeblichen Festnahmen und der Verurteilung ver-

strichen ist, 

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Seite 7 

dass der Beschwerdeführer sich auch nach der Festnahme seiner drei 

Weggefährten in C._______, in I._______ und B._______ aufhielt, ohne 

dass er von den heimatlichen Behörden behelligt worden wäre (vgl. act. 

A7/12 S. 3 f.), woraus zu schliessen ist, dass er von diesen nicht gesucht 

wurde, 

dass der kurzzeitigen Festnahme vom März 2012 demnach keine asyl-

rechtliche Relevanz zukommt, da sie von verhältnismässig geringer In-

tensität war und objektiv gesehen nicht geeignet erscheint, eine begrün-

dete Furcht vor Verfolgung entstehen zu lassen, 

dass es dem Beschwerdeführer mit den eingereichten Internetauszügen 

nicht gelingt, eine andere Würdigung des Sachverhalts als die durch das 

BFM vorgenommene zu erwirken, da dem Auszug aus (…) vom 4. Mai 

2012 zu entnehmen ist, die Antiterroreinheiten hätten bei einer Razzia 

drei Studenten namens J._______, K._______ und L._______ festge-

nommen, jedoch nur eine dieser Initialen (J._______) mit den von ihm 

genannten Personen in Übereinstimmung gebracht werden kann, 

dass dem Auszug aus M._______ vom 9. April 2012 gemäss an diesem 

Tag insgesamt zehn Personen festgenommen worden seien, der Be-

schwerdeführer indessen unmissverständlich erklärte, seine Weggefähr-

ten seien am 12. April 2012 festgenommen worden (vgl. act. A4/12 S. 8 

und A7/12 S. 2 und 8), 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton 

keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Er-

teilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb 

die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmun-

gen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 

2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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Seite 8 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das 

in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der 

Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe 

auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen, 

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Seite 9 

dass der Beschwerdeführer die Grundschule abschloss, Berufserfahrung 

als Chauffeur hat und in der Türkei über ein familiäres Beziehungsnetz 

verfügt, weshalb er sich rasch in seiner Heimat wieder zurechtfinden wird, 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger 

Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und nicht unan-

gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass sie durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt 

und mit diesem zu verrechnen sind. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Hans Schürch Christoph Basler 

 

 

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