# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a3815d9-8999-5354-bf44-b926f86d5a92
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2024 725 23 168 / 132 (725 2023 168 / 132)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-168---132_2024-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 13. Juni 2024 (725 23 168 / 132) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Rentenanspruch: Aufgrund der berufsspezifischen Fachkenntnisse, Führungserfahrung 
und administrativen Fähigkeiten rechtfertigt es sich, beim Valideneinkommen nach LSE 
trotz fehlender schweizerischen Ausbildung das Kompetenzniveau 2 heranzuziehen. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Martin Kaiser, Advo-
kat, Advokatur am Dreispitz, Bordeaux-Strasse 5, 4053 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Luca Eigensatz, Rechtsanwalt, Kaufmann 
Rüedi Rechtsanwälte AG, Alpenquai 28a, 6005 Luzern 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1972 geborene A.____ war vom 1. Februar 2021 bis zum Konkurs der Arbeitgeber-
firma am 13. September 2022 bei der B.____ GmbH als Polier angestellt und in dieser Eigen-
schaft bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 25. Juni 
2021 erlitt der Versicherte einen Unfall, als er sich bei der Arbeit auf einer Baustelle eine Holz-
splitterverletzung an der linken Hohlhand zuzog. Am 21. Oktober 2021 rutschte er auf einer 

 

 
 
Seite 2  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Treppe aus und erlitt eine Radiusköpfchenfraktur am linken Ellbogen. Die Suva anerkannte in 
beiden Fällen ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Tag-
geld, Kosten der Heilbehandlung). Mit Schreiben vom 21. September 2022 teilte die Suva A.____ 
mit, dass sie die Leistungen per 30. November 2022 einstelle. Mit Verfügung vom 9. Januar 2023 
verneinte sie überdies den Anspruch auf eine Rente sowie auf eine Integritätsentschädigung. 
Eine dagegen vom Versicherten, vertreten durch Advokat Martin Kaiser, erhobene Einsprache 
wurde mit Entscheid vom 10. Mai 2023 abgewiesen.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat 
Kaiser, am 12. Juni 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 10. Mai 
2023 eine Rente zuzusprechen inklusive einer angemessenen Integritätsentschädigung von nicht 
unter 25%, eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren (schulter-) 
orthopädischen und neurologischen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter 
o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass auf die versicherungs-
interne Beurteilung der Leistungsfähigkeit nicht abgestellt werden könne. Zu prüfen sei ausser-
dem das Vorliegen einer Berufskrankheit. Ferner sei bei der Bemessung des Invaliditätsgrades 
das Valideneinkommen zu tief angesetzt worden. Beim Invalideneinkommen sei nach Abklärung 
der tatsächlichen Leistungsfähigkeit ein zusätzlicher Abzug betreffend persönliche Eigenschaften 
des Beschwerdeführers vorzunehmen. Aufgrund der festgestellten Beschwerden, namentlich der 
«Frozen Shoulder» stehe ihm ausserdem gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine In-
tegritätsentschädigung zu.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Luca Eigensatz, beantragte in 
ihrer Vernehmlassung vom 27. Juli 2023, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit 
darauf eingetreten werden könne.  
 
D. Mit Eingabe vom 11. September 2023 ergänzte der Beschwerdeführer die gestellten 
Rechtsbegehren unter Hinweis auf einen aktuellen Arztbericht dahingehend, dass die Einstellung 
der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. November 2022 aufzuheben sei und ihm ab 1. De-
zember 2022 bis auf Weiteres (wieder) vorübergehende Versicherungsleistungen auszurichten 
seien. Eventualiter sei die Angelegenheit zwecks weiterer (schulter-)orthopädischer und neurolo-
gischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. Gemäss 
dem aktuellen Arztbericht leide der Beschwerdeführer offenbar an einer unfallkausalen Supraspi-
natussehnen-Partialruptur. Eine entsprechende Operation könne zu einer Verbesserung des Ge-
sundheitszustandes führen, womit der Endzustand aktuell nicht erreicht sei.  
 
E. Am 11. September 2023 nahm die Beschwerdegegnerin zu den vom Kantonsgericht bei-
gezogenen Akten der Invalidenversicherung (IV) Stellung. In ihrer Stellungnahme zur Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 26. September 2023 hielt sie an ihrem Abweisungsantrag fest. Ein 
kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 21. Oktober 2021 und der Partial-
ruptur der Supraspinatussehne sei nicht erstellt.  
 

 

 
 
Seite 3  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

F. Der Beschwerdeführer führte mit Eingabe vom 12. Dezember 2023 aus, dass nach 
Rücksprache mit dem behandelnden Facharzt überwiegend wahrscheinlich von einem Unfallge-
schehen bzw. von einem medizinischen Trauma der Schulter auszugehen sei. Es handle sich 
zudem um eine Listenverletzung. Verneinendenfalls müsse ein unabhängiges Gutachten Klarheit 
bringen, zumal es sich aufgrund der körperlichen Belastungen, denen der Beschwerdeführer in 
seiner beruflichen Tätigkeit ausgesetzt war, auch um eine Berufskrankheit handeln könne. Mit 
Eingabe vom 8. Januar 2024 zeigte der Beschwerdeführer an, dass er zwischenzeitlich keine 
weiteren Berichte des behandelnden Facharztes habe erhältlich machen können.  
 
G. In ihrer Stellungnahme vom 9. Februar 2024 bestritt die Beschwerdegegnerin die Vor-
bringen des Beschwerdeführers vollumfänglich unter Verweis auf die eigenen Anträge und Aus-
führungen.  
 
H. Mit Verfügung vom 15. Februar 2024 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beur-
teilung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1, Art. 57 und 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer über Versicherungsleistungen beim zuständigen kantonalen Versi-
cherungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 
1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die betroffene versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hatte. Befindet sich der Wohnsitz der versi-
cherten Person oder des beschwerdeführenden Dritten im Ausland, so ist das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder 
in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber (Wohn-)Sitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG, 1. Satzteil). 
Gemäss § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherer. Zur Zeit der Beschwerde-
erhebung wohnte der Versicherte in C.____. Der letzte Arbeitgeber des Beschwerdeführers hatte 
seinen Sitz indessen in D.____ im Kanton Basel-Landschaft. Demnach ist das Kantonsgericht 
sachlich und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übri-
gen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 12. Juni 2023 ist folglich einzutreten. 
 
2.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit Verfügung vom 9. Januar 2023 und Einspracheent-
scheid vom 10. Mai 2023 den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie 
auf eine Integritätsentschädigung verneint. Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 12. Juni 
2023. Mit Eingabe vom 11. September 2023 «ergänzte» der Beschwerdeführer die gestellten 
Rechtsbegehren unter Hinweis auf eine Partialruptur der Supraspinatussehne indes dahinge-
hend, dass er die Wiederausrichtung der eingestellten vorübergehenden Leistungen (Heilbe-
handlungskosten, Taggelder) beantragte.  
 

 

 
 
Seite 4  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.2 Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und Heilbehandlung, hat der Unfallver-
sicherer so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu 
und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsent-
schädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Einstellung der vorübergehenden Leistun-
gen und der Fallabschluss hängen mit der Prüfung der Rentenfrage und der Integritätsentschä-
digung derart eng zusammen, dass von einem einheitlichen Streitgegenstand auszugehen ist 
(BGE 144 V 354 E. 4.2). Praxisgemäss ist jedoch eine Verfügung hinsichtlich des Entscheids 
über die Integritätsentschädigung einerseits und des Entscheids über die Invalidenrente anderer-
seits der Teilrechtskraft zugänglich (BGE 144 V 354 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 
2017, 8C_43/2017, E. 2.3.1, publ. in: SVR 2017 UV Nr. 40 S. 138). 
 
2.3 Nach dem Ausgeführten ist in Bezug auf die streitigen Fragen des Fallabschlusses ei-
nerseits sowie der Rentenzusprache andererseits von einem einheitlichen Streitgegenstand aus-
zugehen. Die «Ergänzung» der Rechtsbegehren erweist sich damit als formell zulässig.  
 

3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt 
die Versicherung ihre Leistungen auch bei den folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: a. Knochenbrüche; b. Verren-
kungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; 
g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen.  
 
3.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll 
oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt 
mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem 
Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf 
eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenan-
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein-
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Renten-
beginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet 
die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 
kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 
Abs. 2 UVG).  
 

 

 
 
Seite 5  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines 
Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streit-
fall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 

4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-
wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsge-
richt alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

 

 
 
Seite 6  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
wiedergegeben werden, die sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen.  
 
5.1 Gemäss Austrittsbericht der interdisziplinären Notfallstation des Spitals E.____ vom 
21. Oktober 2021 habe sich der Patient bei Alkoholkonsum gleichentags notfallmässig vorgestellt. 
Er sei in einem Club gewesen und auf den linken Ellbogen gestürzt. Er erinnere sich nicht genau, 
was geschehen sei. Laut dem anwesenden Sohn des Patienten sei er auf der Treppe gestürzt; 
es sei indes nicht zu einem Kopfanprall gekommen. Der Patient berichte, lediglich im Ellbogen 
Schmerzen zu verspüren. Er habe sonst keine Beschwerden. Im weiteren Verlauf habe der An-
gehörige des Patienten berichtet, dass es wohl zu einem Kopfanprall gekommen sei. Diagnosti-
ziert werde nach Durchführung von bildgebenden und klinischen Untersuchungen am Kopf und 
am linken Ellbogen ein Kopfanprall und eine Mason Typ II Fraktur am Ellbogen links. Weitere 
Verletzungsfolgen fänden sich nicht. Die linke Schulter sei frei beweglich ohne Druckdolenzen, 
das Handgelenk sei unauffällig.  
 
5.2 Dr. med. F.____, FMH Neurologie, diagnostizierte am 15. Februar 2022 (1) regredient 
nächtliche und bewegungsabhängige Schmerzen an der linken Schulter und am linken Oberarm, 
anfänglich neuropathisch anmutend, nach Trauma am 25. Juni 2021, nach Operation der Diag-
nose 2 mit Plexus axillaris Anästhesie und Blutsperre während 28 Minuten, neurographisch einer 
sensomotorischen Affektion des Nervus medianus links, differenzialdiagnostisch proximal axonal, 
differenzialdiagnostisch demyelisierend im Rahmen eines zusätzlichen untypischen Karpaltun-
nelsyndroms bei unauffälliger Darstellung des Plexus cervicalis und des Nervus axillaris, ohne 
Nachweis einer Neuropathie oder eines Weichteilhämatoms; (2) eine mässige Frozen Shoulder 
und Partialläsion der Supraspinatussehne links bei Status nach Infiltration und aktuell hochfre-
quenter Physiotherapie sowie (3) ein Fremdkörper Palma manus links nach Arbeitsunfall vom 

 

 
 
Seite 7  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

25. Juni 2021; (4) eine Unterarmfraktur links ca. Mitte Oktober 2021 und (5) ein Status nach Mes-
serverletzung ulnares Handgelenk vor Jahren.  
 
5.3 Mit Sprechstundenbericht vom 18. Februar 2022 stellte Dr. med. G.____, FMH Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, folgende Diagnosen: (1) eine re-
grediente Frozen Shoulder links nach Infiltration intraartikulär am 19. Januar 2022; (2) eine Par-
tialläsion der Supraspinatussehne links; (3) ein Status nach neuropathischen Schmerzen bei neu-
rographisch unauffälligem Nervus medianus links nach Plexusanästhesie am 1. Juli 2021; (4) 
eine aktuell unauffällige Neurographie; (5) ein Status nach Messerverletzung Ulnaris Handgelenk 
links vor Jahren und (6) ein Status nach Fremdkörperexzision palmar am 1. Juli 2021. Nach In-
filtration hätten die Schulterbeschwerden deutlich gebessert, die Mobilität habe mit Physiothera-
pie und regelmässigen Eigenübungen verbessert werden können. Belastungsabhängig jedoch 
gebe es noch Schmerzen in der linken Schulter und die Funktionalität sei bei Weitem noch nicht 
wieder voll hergestellt. Trotz Einschränkung sei der Patient weiterhin als Polier arbeiten gegan-
gen. Der Patient bitte um eine Bestätigung für die SUVA, dass die Schulterbeschwerden unfall-
bedingt, beziehungsweise durch die unfallbedingte Operation, respektive durch die Anästhesie 
begründbar seien, was er bestätigen könne. 
 
5.4 Am 14. April 2022 fand zur Beurteilung der Unfallfolgen, des weiteren medizinischen 
Prozederes und der Arbeitsunfähigkeit eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten statt. 
Der Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, hielt in seinem entsprechenden Bericht vom 21. April 2022 fest, dass der Versi-
cherte bei der Untersuchung insbesondere über belastungsabhängige Schmerzen sowie ein 
deutliches Funktionsdefizit im Bereich der linken Schulter klage. Aktuell bestehe eine 80%ige 
Arbeitsfähigkeit, die auf der Baustelle jedoch kaum umgesetzt werden könne. Noch werde dies 
vom Arbeitgeber so akzeptiert. Bei der klinischen Untersuchung zeige sich eine noch deutlich 
ausgeprägte Frozen Shoulder links. Durch ein deutliches Schonhaltungsmuster und dem erfolg-
ten Stopp der Physiotherapie sei es eher zu einer Verschlechterung der Situation gekommen. 
Andere Beschwerden, ausser gelegentlichen Rückenschmerzen, würden vom Versicherten nicht 
angegeben. Bezüglich des Unfallereignisses vom 25. Juni 2021 seien keine Unfallfolgen mehr 
nachweisbar: Die Wunde an der linken Hohlhand sei vollständig und reizlos abgeheilt. Die in der 
postoperativen Phase aufgetretenen neuropathischen, elektrisierenden Schmerzen am linken 
Oberarm hätten sich zurückgebildet und seien heute nicht mehr vorhanden oder würden von den 
jetzt im Vordergrund stehenden Schulterschmerzen links vollkommen überlagert. Dementspre-
chend könne hier der versicherungsmedizinische Fallabschluss erfolgen. Ein Integritätsschaden 
sei nicht entstanden. Hingegen bestünden Folgen des Unfallereignisses vom 21. Oktober 2021, 
bei dem die Zuständigkeit der Suva zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt sei. Für den Fall, 
dass dieses Unfallereignis von der Suva übernommen werde, könne davon ausgegangen wer-
den, dass die aufgrund der längeren Immobilisation des linken Ellbogens konsekutiv aufgetretene 
Frozen Shoulder ebenfalls unfallkausal sei. Hinzuweisen sei ferner auf die festgestellten partiellen 
Sehnenläsionen, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jedoch nicht mit den Unfallereig-
nissen vom 25. Juni 2021 und 21. Oktober 2021 in Verbindung gebracht werden könnten. Weder 
die Holzsplitter-Verletzung der linken Hohlhand noch das Anschlagen des linken Ellbogens, bei 
dem die schädigende Energie hauptsächlich auf das Radiusköpfchen eingewirkt habe, seien für 

 

 
 
Seite 8  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die Partialruptur der Supraspinatussehne und die Längsruptur der langen Bizepssehne als Aus-
löser anzusehen. Vielmehr kämen neben degenerativen Strukturveränderungen vor allem durch 
die physisch fordernde Arbeit auf dem Bau entstandene Abnutzungserscheinungen in Frage. 
 
5.5 Mit Bericht vom 19. Juli 2022 stellte Dr. G.____ fest, dass sich im Vergleich zu den Vor-
berichten eine Verbesserung der aktiven und passiven Mobilität der Schulter feststellen liesse. 
Aktuell würden eher die Beschwerden, die auf den Supraspinatussehnendefekt zurückzuführen 
seien, überwiegen. Der Patient sei zu 100% arbeitsunfähig. 
 
5.6 In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 28. Juli 2022 führte Dr. H.____ aus, dass be-
züglich des Ereignisses vom 25. Juni 2021 keine Folgen mehr nachweisbar seien. Die Wunde an 
der linken Hohlhand sei vollständig und reizlos abgeheilt. Die in der postoperativen Phase aufge-
tretenen neuropathischen, elektrisierenden Schmerzen am linken Oberarm hätten sich zurückge-
bildet und seien heute nicht mehr vorhanden bzw. würden von den jetzt im Vordergrund stehen-
den Schulterschmerzen links vollkommen überlagert. Diesbezüglich könne der versicherungsme-
dizinische Fallabschluss erfolgen. Ein Integritätsschaden sei nicht entstanden. Demgegenüber 
würden die Folgen der am 21. Oktober 2021 aufgetretenen Fraktur des linken Radiusköpfchens 
noch bis heute nachwirken. Zum einen sei die Beweglichkeit des linken Ellenbogens leicht redu-
ziert. Dies werde so verbleiben, generiere jedoch aufgrund der moderaten Einschränkung keinen 
entschädigungspflichtigen Integritätsschaden. Die deutliche Atrophie der linken Oberarmmusku-
latur erkläre den geklagten Kraftverlust. Ferner bestehe eine inzwischen abklingende Frozen 
Shoulder links, welche aktuell noch zu einer Einschränkung der Schultermobilität führe. Die feh-
lende Muskulatur sowie die eingeschränkte Mobilität könnten jedoch schrittweise wieder auftrai-
niert und zurückerlangt werden. Das Fortführen einer Physiotherapie in Kombination mit einem 
täglichen, selbstständigen Krafttraining sei weiterhin erforderlich und eine namhafte weitere Ver-
besserung könne erzielt werden. Ein verbleibender, die Erheblichkeitsgrenze überschreitender 
Integritätsschaden sei nicht zu erwarten. Was schliesslich die Beschwerden angehe, welche auf 
die am 12. Januar 2022 festgestellten Binnenläsionen an der linken Schulter zurückgeführt wer-
den könnten (partielle Supraspinatus- und Bizepssehnen-Läsion und SLAP-Läsion) bestehe kein 
kausaler Zusammenhang zu den Ereignissen vom 25. Juni 2021 oder 21. Oktober 2021.  
 
5.7 Am 13. September 2022 nahm Dr. H.____ erneut aus versicherungsmedizinischer Sicht 
zum Sachverhalt Stellung. Er stellte fest, dass die durchgeführte Physiotherapie bereits zu einer 
deutlichen Verbesserung der Frozen Shoulder geführt habe und eine Fortführung der medizini-
schen Behandlung für weitere zwei Monate indiziert sei, um die zurückgewonnene Schultermo-
bilität zu konsolidieren. Der unfallbedingte medizinische Endzustand sei erreicht. Zum unfallbe-
dingten Belastbarkeitsprofil führte Dr. H.____ aus, dass leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Gewichten beidhändig von 10 kg bis Hüfthöhe und 5 kg bis Brusthöhe 
zumutbar seien. Nicht zumutbar seien belastende Tätigkeiten mit der linken Hand über Schul-
terniveau, Tätigkeiten mit Einwirkung von starken Vibrationen, Schlägen oder abrupten Bewe-
gungen auf die linke obere Extremität sowie forcierte Aussenrotationen oder körperferne belas-
tete Tätigkeiten mit langem Armhebel links. Im Rahmen dieser Kriterien sei eine ganztägige Ar-
beitsplatzpräsenz zumutbar. Ein Integritätsschaden sei weder aus dem Unfall vom 25. Juni 2021 

 

 
 
Seite 9  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

noch aus jenem vom 21. Oktober 2021 entstanden. Die von den behandelnden Ärzten in Erwä-
gung gezogene Revision der Supraspinatus- und Bizepssehne links betreffe unfallfremde Läsio-
nen. 
 
5.8 Dr. G.____ diagnostizierte mit Bericht vom 26. September 2022 chronische Schulterbe-
schwerden links bei Partialdefekt der Supraspinatussehne, Bursitis und regredienter Schulter-
steife. Die initial aktive Mobilität sei massiv eingeschränkt mit Abduktion und Flexion 30°, mit 
leichter Assistenz sei schliesslich eine allseitige freie Mobilität nachvollziehbar. Eine Kraftprüfung 
sei aufgrund der Compliance oder Schmerzsituation nicht wirklich möglich. 
 
5.9 Mit Bericht vom 4. November 2022 diagnostizierte Dr. G.____ (1) einen Partialdefekt der 
Supraspinatussehne links; (2) einen Status nach neuropathischen Beschwerden am linken Arm 
nach Plexusanästhesie am 1. Juli 2021 bei unauffälliger Neurographie; (3) chronisch-rezidivie-
rende Lendenwirbelsäulenbeschwerden bei Status nach zwei Operationen sowie als Nebendiag-
nose (4) einen Status nach Frozen Shoulder und Infiltration intraartikulär am 19. Januar 2022 
links. In Ruhe berichte der Patient spontan nicht über Schmerzen. Die aktive Flexion und Abduk-
tion betrage bloss 30°, die Innenrotation nicht bis zum Schürzengriff reichend. Mit leichter Assis-
tenz ergebe sich dann doch eine freie Mobilität. Eine Kraftprüfung sei aufgrund der Compliance 
nicht möglich. Die Sensomotorik des linken Armes sei intakt. Der assistiert flektierte Arm könne 
im Widerspruch zur anfänglich demonstrierten Mobilität kontrolliert gehalten und gesenkt werden. 
 
5.10 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichten die Parteien folgende me-
dizinischen Unterlagen ein: 
 
5.11 Prof. Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, berichtete am 16. August 2023 über die ambulante Konsultation des Beschwer-
deführers. Er diagnostizierte eine Partialruptur der Supraspinatussehne der linken Schulter bei 
abgeklungener Frozen Shoulder links, ein Status nach axialem Stauchungstrauma der linken 
Schulter am 21. Oktober 2021 sowie ein Status nach neuropathischem Schmerzsyndrom im Be-
reich des Nervus medianus links nach Plexusanästhesie, aktuell oligosymptomatisch, bei Status 
nach Fremdkörperexzision palmar. Der Patient habe sich selbst in die Sprechstunde zugewiesen. 
Er berichte von zwei Unfällen. Am 1. Juli 2021 habe er eine Verletzung an der linken Hand erlitten, 
wobei ein Fremdkörper unter Plexusanästhesie habe entfernt werden müssen. Im Rahmen dieser 
Anästhesie sei es zu einer Schädigung des Nervus medianus mit ausgeprägtem neuropathischen 
Schmerzsyndrom gekommen, die in der Folge abgeklungen sei. Am 21. Oktober 2021 habe der 
Patient bei einem Fehltritt ein Trauma im Bereich des linken Ellbogens erlitten. Anamnestisch sei 
es zu einer axialen Stauchung gekommen, welche die rechte (recte: linke) Schulter mit einbezo-
gen habe. Es sei eine Radiusköpfchenfraktur diagnostiziert worden. Sofort nach dem Ereignis 
habe er auch Schulterschmerzen gehabt. Leider sei die Unfallmeldung durch den Arbeitgeber 
erst vier Monate später erfolgt. In der Folge sei eine Frozen Shoulder diagnostiziert und behandelt 
worden, wobei sich im Verlauf zunehmend das Bild einer Impingement-Symptomatik ergeben 
habe. Diese stehe nun im Vordergrund und es sei eine Operationsindikation gestellt worden. Der 
Patient wünsche eine Beurteilung der Unfallkausalität sowie eine Beratung bezüglich der weiteren 
medizinischen Behandlung. Prof. Dr. I.____ führte aus, dass die aktuellen klinischen Befunde mit 

 

 
 
Seite 10  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der im Arthro-MRI sichtbaren Supraspinatus-Partialruptur korrelieren würden. Die initial vorhan-
dene Frozen Shoulder lasse sich nicht fassen. Die operative Versorgung der Partialruptur sei 
angezeigt. Zur Unfallkausalität könne er bei aktuell hängigem Verfahren keine offizielle Stellung 
nehmen. Aufgrund der vom Patienten geschilderten axialen Stauchung sei eine traumatische 
Schädigung durchaus denkbar. Eine zeitnahe Dokumentation durch einen ärztlichen Kollegen, 
der die schmerzhafte Bewegungseinschränkung unmittelbar nach dem Unfall dokumentiert hätte, 
sei aber von Nöten. Sicherlich werde ein unabhängiges Gutachten notwendig sein.  
 
5.12 In einer weiteren ärztlichen Beurteilung vom 21. September 2023 führte der Kreisarzt 
Dr. H.____ aus, dass die aktuell verbleibende Problematik in bewegungsabhängigen Schmerzen 
der linken Schulter bestehe. Das Fehlen von Beschwerden an der linken Schulter in zeitlicher 
Nähe zu einem der beiden Unfallereignisse lasse eine traumatische Entstehung der Partialruptur 
der Supraspinatussehne sehr fraglich erscheinen, da grundsätzlich zu erwarten wäre, dass sich 
eine frische strukturelle Sehnenläsion unmittelbar in Form von Schmerzen und/oder Bewegungs-
einschränkungen bemerkbar machen würde. Solche seien echtzeitlich jedoch nicht dokumentiert. 
Vielmehr sei aufgrund der bildgebenden Befunde von einem degenerativen Geschehen auszu-
gehen. Zum Unfallmechanismus liessen sich aufgrund der wechselnden Angaben des Versicher-
ten keine genauen Angaben machen. Zur Untermauerung der Unfallkausalität seien sie jedenfalls 
nicht geeignet. Ein kausaler Zusammenhang der Sehnenläsion mit einem der beiden Unfallereig-
nisse sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Der unfallbedingte medizinische Endzustand sei viel-
mehr in beiden Fällen erreicht. Am bereits definierten Zumutbarkeitsprofil könne festgehalten 
werden. Im Rahmen dieses Verweisprofils bestehe eine ganztägige, uneingeschränkte Arbeits-
fähigkeit. Eine Integritätsentschädigung sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht geschuldet. Eine spä-
tere arthrotische Entwicklung am linken Ellbogen nach Radiusköpfchenfraktur sei hingegen nicht 
ausgeschlossen, weshalb bei einer diesbezüglichen Rückfallmeldung das Recht auf eine Integri-
tätsentschädigung erneut zu beurteilen sei. 
 
6.1 Der Beschwerdeführer brachte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor, dass der 
medizinische Endzustand betreffend die linke Schulter noch nicht erreicht sei und die Einstellung 
der vorübergehenden Leistungen (Taggelder, Heilbehandlungskosten) verfrüht erfolgt sei. In die-
sem Zusammenhang ist zunächst zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Be-
schwerden an der linken Schulter und namentlich die Partialruptur der Supraspinatussehne leis-
tungspflichtig ist.  
 
6.2.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Schaden 
und dem versicherten Ereignis ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (E. 3.3 hiervor). Die 
Beschwerdegegnerin verneint dies unter Hinweis auf die Aktenbeurteilungen ihres Kreisarztes 
Dr. H.____ vom 21. April 2022, 28. Juli 2022, 13. September 2022 und 21. September 2023, wo-
rin dieser wiederholt ausgeführt hat, dass die diagnostizierte Partialruptur der Supraspinatus-
sehne in keinem ursächlichen Zusammenhang zu den Unfällen vom 25. Juni 2021 oder 21. Ok-
tober 2021 stehe.  
 
6.2.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens 

 

 
 
Seite 11  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

entschieden werden soll. So sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen Beurteilungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche 
Zweifel liegen vorliegend indessen nicht vor. Vielmehr hat Dr. H.____ unter Berücksichtigung 
sämtlicher Vorakten, der bildgebenden Dokumentation und der geklagten Beschwerden eine 
schlüssige, begründete Beurteilung der Kausalität abgegeben. Er führt nachvollziehbar aus, wes-
halb ein kausaler Zusammenhang zwischen den erlittenen Unfällen und der Partialruptur der Sup-
raspinatussehne nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Die Sehnenruptur wurde erst rund vier 
Monate nach dem Unfallereignis vom 21. Oktober 2021 diagnostiziert. Entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers kann aufgrund des Unfallmechanismus nicht auf eine Verletzung der 
Supraspinatussehne geschlossen werden. Zwar sind die echtzeitlichen Angaben des Unfallher-
gangs als äusserst knapp zu bezeichnen. Auch in der Unfallmeldung vom 13. April 2022 lassen 
sich keine genauen Angaben zum Unfallhergang entnehmen. Indessen ist mit dem Kreisarzt fest-
zustellen, dass der Bericht der erstbehandelnden Notfallstation vom 21. Oktober 2021 ausdrück-
lich festhält, dass die Schulter nach dem Unfall frei beweglich und schmerzfrei war. Dr. H.____ 
führte diesbezüglich schlüssig aus, dass bei einer traumatischen Verletzung der Supraspinatus-
sehne unmittelbar mit entsprechenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu rechnen 
gewesen wäre. Sofern sich der Beschwerdeführer bei der Beurteilung der natürlichen Kausalität 
der Supraspinatussehnenruptur auf die Ausführungen von Prof. I.____ vom 16. August 2023 
stützt, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. So führt Prof. I.____ explizit aus, dass er aufgrund 
des laufenden Verfahrens zur Unfallkausalität keine Stellung nehmen kann. Insbesondere aber 
geht Prof. I.____ bei der Aussage, dass eine traumatische Schädigung «durchaus denkbar» wäre 
– womit eine überwiegend wahrscheinliche Kausalität jedoch noch nicht erstellt ist – , davon aus, 
dass der Beschwerdeführer entsprechend seinen Angaben ein axiales Stauchungstrauma der 
Schulter mit sofortigen Schmerzen erlitten habe. Von einem solchen Unfallhergang ist in den 
Akten jedoch vor der Untersuchung bei Prof. I.____ nichts bekannt. In diesem Zusammenhang 
muss auf die Beweismaxime hingewiesen werden, wonach die spontanen sogenannten "Aussa-
gen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellun-
gen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher o-
der anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe 
der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens 
grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers 
(BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2017, 
8C_325/2017, in: SVR 2018 UV Nr. 16, E. 4.2.1). Die Aussage des beigezogenen Facharztes, wo-
nach eine unabhängige Begutachtung notwendig sei, ist ebenfalls vor dem Hintergrund der An-
gaben des Beschwerdeführers und insbesondere der augenscheinlich fehlenden Aktenkenntnis 
von Prof. I.____ zu sehen. Nach dem Ausgeführten hat die Beschwerdeführerin einen natürlichen 
Kausalzusammenhang zwischen der Partialruptur der Supraspinatussehne und dem Unfall vom 
21. Oktober 2021 zu Recht verneint. Ein kausaler Zusammenhang der Schulterbeschwerden mit 
dem Unfallereignis vom 25. Juni 2021 wird vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und 
geht auch aus den Akten nicht hervor. Diesbezüglich kann auf die Ausführungen des Kreisarztes 
Dr. H.____ verwiesen werden.  
 
6.3.1 Zu prüfen ist indessen, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Vorliegens einer Lis-
tenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG leistungspflichtig ist.  

 

 
 
Seite 12  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6.3.2 Das Institut der unfallähnlichen Körperschädigung wurde mit der UVG-Revision vom 25. 
September 2015 (in Kraft seit 1. Januar 2017) neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG ver-
ankert. Die Gesetzessystematik legt nahe, dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) 
unabhängig voneinander sind und grundsätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen ist (BGE 
146 V 51 E. 8.5). Liegt eine Listenverletzung vor, so hat der Unfallversicherer nach deren Mel-
dung die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im 
Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, so ist der Unfallversicherer nach Art. 6 Abs. 1 UVG leis-
tungspflichtig. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt, 
so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG grundsätzlich leis-
tungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1). 
 
6.3.3 Mit Art. 6 Abs. 2 UVG wird die gesetzliche (Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der 
Unfallversicherer bei erfüllter Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von sei-
ner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 2008, BBl 
2008 S. 5411, und Zusatzbotschaft vom 19. September 2014, BBl 2014 S. 7922; SZS 2017 S. 
33). Auf das Kriterium des äusseren Faktors wird explizit verzichtet (BBl 2014 S. 7922). Dies 
heisst allerdings nicht, dass die Unfallkriterien überhaupt keine Relevanz mehr hätten. So ist nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rahmen des Entlastungsbeweises auch einem allfälli-
gen schädigenden Geschehen Rechnung zu tragen (BGE 146 V 51 E. 8.2.1).  
 
6.3.4 Liegen sowohl ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG als auch eine Listenverlet-
zung vor, ist zu differenzieren. Ist die Listenverletzung auf das Unfallereignis zurückzuführen, ist 
der Unfallversicherer so lange leistungspflichtig, bis der Unfall nicht mehr die natürliche und adä-
quate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und ausschliesslich auf unfall-
fremden Ursachen beruht. Hat der Unfallversicherer demgegenüber den Nachweis erbracht, dass 
das Unfallereignis keine auch nur geringe Teilursache der Listenverletzung bildet, so erübrigt sich 
eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, solange kein anderes initiales Ereignis 
als Verletzungsursache in Frage kommt (BGE 146 V 51 E. 9.2). Grund dafür ist, dass ein initial 
erinnerliches und benennbares Ereignis – nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung des zeitlichen 
Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant ist. Fehlt es an einem solchen Er-
eignis, besteht keine Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG. 
 
6.3.5 Bei der vorliegenden Partialruptur der Supraspinatussehne handelt es sich klarerweise 
um eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG. Der Beschwerdeführer bringt diese 
Verletzung in Verbindung mit dem Unfallereignis vom 21. Oktober 2021. Wie in Erwägung 6.2 
hiervor ausgeführt, ist jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 
kein (auch bloss teilweiser) Kausalzusammenhang zwischen dem Treppensturz mit Ellbogenan-
prall am 21. Oktober 2021 und der im Februar 2022 diagnostizierten Partialruptur der Supraspi-
natussehne besteht. Da der Beschwerdeführer indessen kein anderes initiales Ereignis nennt und 
sich für ein solches aus den Akten auch keinerlei Hinweise ergeben, erübrigt sich eine weitere 
Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG. Die Beschwerdegegnerin ist folglich auch 

 

 
 
Seite 13  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nicht aufgrund des Vorliegens einer Listenverletzung für die Partialruptur der Supraspinatussehne 
leistungspflichtig.  
 

6.4 Der Beschwerdeführer verweist in seiner Beschwerde ferner auf die Ausführungen des 
Kreisarztes, wonach die Supraspinatussehnenpartialruptur unter anderem auf Abnutzungser-
scheinungen im Rahmen der physisch fordernden Arbeit zurückzuführen sei, und macht in die-
sem Zusammenhang das Vorliegen einer Berufskrankheit geltend. Als Berufskrankheiten gelten 
Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende 
Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 1 Satz 1 UVG). Der Bundes-
rat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 
Abs. 1 Satz 2 UVG). Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 der Verordnung über die 
Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 hat er in Anhang 1 zur UVV eine Liste der 
schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Sehnenrisse sind im An-
hang 1 zur UVV nicht als arbeitsbedingte Erkrankung genannt. Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten 
als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie aus-
schliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Nach der 
Rechtsprechung ist die Voraussetzung des "stark überwiegenden" Zusammenhangs erfüllt, wenn 
die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Da-
bei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Verlangt 
wird, dass der Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. 
Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, ge-
nügt nicht (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). Die kurze Ausführung des Kreisarztes, dass 
neben degenerativen Strukturen vor allem auch die durch die physisch fordernde Arbeit auf dem 
Bau entstandenen Abnutzungserscheinungen als Ursache für die Partialruptur der Supraspi-
natussehne in Frage kämen, genügt für die Annahme einer Berufskrankheit nicht. Den übrigen 
medizinischen Akten lässt sich keinerlei Hinweis für eine berufsspezifische Entstehung entneh-
men. Der Beschwerdeführer bringt denn auch nicht substantiiert vor, weshalb eine Berufskrank-
heit vorliegen sollte und macht namentlich auch keine Angaben zu einem typischen Berufsrisiko. 
Unter diesen Voraussetzungen besteht keine Grundlage für eine Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin im Rahmen einer Berufskrankheit.  
 
6.5 Zusammenfassend ist im Sinne eines Zwischenfazits festzustellen, dass die Partial-
ruptur der Supraspinatussehne in keinem überwiegend wahrscheinlichen ursächlichen Kausalzu-
sammenhang mit den gemeldeten Unfällen vom 25. Juni 2021 und 21. Oktober 2021 steht. Eine 
diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ergibt sich überdies auch nicht aus 
Art. 6 Abs. 2 UVG oder Art. 9 UVG. Damit erübrigt sich mangels ursprünglicher Leistungspflicht 
des Unfallversicherers die Frage, ob der medizinische Endzustand betreffend die Beschwerden 
an der linken Schulter zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung erreicht war. In Bezug auf die un-
fallkausalen Beschwerden an der linken Hand aus dem Unfall vom 25. Juni 2021 und dem linken 
Ellbogen aus dem Unfall vom 21. Oktober 2021 ist der medizinische Endzustand unbestrittener-
massen eingetreten. Die Beschwerdegegnerin hat folglich die vorübergehenden Leistungen zu 
Recht eingestellt.  
 

 

 
 
Seite 14  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.1 Bei der Beurteilung des dem Versicherten noch zumutbaren Tätigkeitsprofils stellte die 
Beschwerdegegnerin wiederum auf die Ausführungen ihres Kreisarztes Dr. H.____ ab. Der Be-
schwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass das von der Beschwerdegegnerin definierte Ver-
weisprofil die verbleibenden Einschränkungen ungenügend berücksichtigte.  
 
7.2 In seinen versicherungsmedizinischen Beurteilungen führte Dr. H.____ aus, dass die 
Verletzung der linken Hohlhand vom 25. Juni 2021 folgenlos abgeheilt sei. Ebenfalls seien die in 
der postoperativen Phase aufgetretenen neuropathischen Schmerzen am linken Oberarm abge-
klungen. Als verbleibende unfallkausale Beschwerden wird namentlich die eingeschränkte Ellbo-
genbeweglichkeit genannt. Das unfallbedingte zumutbare Belastungsprofil wurde von Dr. H.____ 
am 13. September 2022 folgendermassen definiert: Zumutbar seien leichte bis mittelschwere Tä-
tigkeiten mit Heben und Tragen von gewichten beidhändig von maximal 10 kg bis Hüfthöhe und 
maximal 5 kg bis Brusthöhe. Nicht zumutbar seien belastende Tätigkeiten mit der linken Hand 
über Schulterniveau sowie Tätigkeiten mit Einwirkung von starken Vibrationen, Schlägen oder 
abrupten Bewegungen auf die linke obere Extremität. Ferner seien forcierte Aussenrotationen 
oder körperferne belastende Tätigkeiten mit langem Armhebel links nicht zumutbar. Im Rahmen 
dieser Kriterien sei eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Im Rahmen seiner Stellung-
nahme vom 21. September 2023 präzisierte Dr. H.____, dass im Rahmen des Verweisprofils eine 
ganztägige, uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe.  
 
7.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind keine Gründe ersichtlich, um an 
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr. H.____ zu zweifeln. Insbesondere findet sich zwi-
schen den kreisärztlichen Beurteilungen vom 14. April 2022 und 13. September 2022 in Bezug 
auf die Frozen Shoulder kein Widerspruch. Vielmehr ergibt sich die Verbesserung des Gesund-
heitszustandes ohne Weiteres aus den Berichten der behandelnden Ärzte, welche ab Juli 2022 
eine Verbesserung und spätestens ab November 2022 keine aktive Frozen Shoulder mehr diag-
nostizieren (vgl. Berichte von Dr. G.____ vom 19. Juli 2022 und 4. November 2022, E. 5.5 und 
5.9 hiervor). Die unterschiedliche Beurteilung der unfallkausalen Schulterbeschwerden entspricht 
damit dem aktenkundlichen Heilverlauf. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Rahmen des de-
finierten Verweisprofils ist spätestens seit der Präzisierung durch Dr. H.____ am 21. September 
2023 klar. Sofern der Beschwerdeführer auf die Berichte der behandelnden Ärzte verweist, ist 
ihm entgegenzuhalten, dass diese aufgrund ihres Behandlungsauftrags keine Unterscheidung 
zwischen unfallkausalen und unfallfremden Beschwerden machen. Lediglich der Vollständigkeit 
halber ist darauf hinzuweisen, dass sich in den Akten keine anderslautenden Einschätzungen zur 
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit finden. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht 
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Einschätzung ihres Kreisarztes abgestellt.  
 
8.1 Zu prüfen sind damit die erwerblichen Auswirkungen der unfallkausalen gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174), 
welcher vorliegend unstreitig auf den 1. Dezember 2022 zu liegen kommt. 
 

 

 
 
Seite 15  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi-
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1). 
 
8.3.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Mai 2023 und der zugrundeliegenden 
Verfügung vom 9. Januar 2023 ermittelte die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen an-
hand der vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebun-
gen (LSE) 2020, wobei sie auf das Kompetenzniveau 1 (LSE 2020, Tabelle TA_1, Baugewerbe, 
Kompetenzniveau 1, Männer) abstellte. Zur Begründung führte sie aus, dass das zuletzt erzielte 
Einkommen unangemessen hoch gewesen sei. Ferner wäre der Versicherte ohnehin nicht mehr 
beim letzten Arbeitgeber tätig, nachdem sich die Gesellschaft in Liquidation befinde. Der Be-
schwerdeführer bringt demgegenüber vor, dass auf den zuletzt im Jahr 2022 erzielten Lohn ab-
zustellen sei.  
 
8.3.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person 
im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände 
als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bishe-
rige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist grundsätzlich vom letzten vor 
Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielten, der Teuerung sowie der realen Einkom-
mensentwicklung angepassten Verdienst auszugehen. Ausnahmen müssen mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit Hinweis). Weist das zuletzt er-
zielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankun-
gen auf, ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzu-
stellen. Ist der zuletzt bezogene Lohn überdurchschnittlich hoch, ist er nur dann als Validenein-
kommen heranzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass er weiterhin 
erzielt worden wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2021, 8C_581/2020, E. 6.1 mit 
Hinweisen). Ist es nicht möglich, zur Bestimmung des Valideneinkommens vom zuletzt vor Inva-
liditätseintritt erzielten Lohn auszugehen, so ist es angezeigt, das Valideneinkommen anhand von 
Durchschnittswerten – namentlich gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik – zu ermitteln. Eine solche Konstellation 
liegt etwa vor, wenn ein konkreter Lohn nicht eruierbar ist, weil keine aussagekräftigen, verwert-
baren Lohnangaben zu früheren Tätigkeiten vorliegen, wenn die versicherte Person seit längerem 
keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat, wenn sie zur Zeit des Invaliditätseintritts arbeitslos 
gewesen ist oder wenn sie die bisherige Stelle bis zum Rentenbeginn – beispielsweise aus wirt-
schaftlichen Gründen – ohnehin, d.h. auch im Gesundheitsfall, verloren hätte. 
 
8.3.3 Gemäss Handelsregisterauszug wurde mit Urteil vom 29. November 2022 über die 
B.____ GmbH der Konkurs eröffnet. Die Gesellschaft war ab diesem Zeitpunkt aufgelöst. Damit 

 

 
 
Seite 16  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

steht fest, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des frühstmöglichen Rentenbeginns am 
1. Dezember 2022 auch im Falle, dass er gesund geblieben wäre, mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht mehr beim letzten Arbeitgeber tätig gewesen wäre. Ein Abstellen auf den 
zuletzt im Jahr 2022 erzielte Lohn ist überdies aufgrund der starken Schwankungen im Einkom-
men der letzten Jahre sowie aufgrund der Saisonalität der Anstellung (vgl. hierzu: Auszug aus 
dem individuellen Konto, UV-Dok. Nr. 86) nicht gerechtfertigt. Aus diesen Gründen sind für die 
Ermittlung des Valideneinkommens die statistischen Werte gemäss LSE heranzuziehen.  
 
8.3.4 Die Beschwerdegegnerin hat bei der Ermittlung des Valideneinkommens zu Recht auf 
die LSE 2020 abgestellt, da es sich dabei um die im Verfügungszeitpunkt – bezogen auf den 
Zeitpunkt des Rentenbeginns – aktuellsten veröffentlichten Daten handelte (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 6. März 2024, 8C_166/2023, E. 4.2 mit Hinweisen). Auch die Wahl der 
Tabelle TA_1 (Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Ge-
schlecht, Privater Sektor) sowie die Wahl des Wirtschaftszweigs «Baugewerbe» gibt zu kei-
nen Weiterungen Anlass. Indessen ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht das 
Kompetenzniveau 1 als einschlägig erachtete. Sie begründete dies mit der fehlenden schwei-
zerischen Ausbildung des Versicherten und der mangelnden Berufserfahrung als Polier. Das 
Kompetenzniveau 1 umfasst gemäss LSE 2020 einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art. Demgegenüber werden praktische Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenver-
arbeitung, Administration, das Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten sowie 
Sicherheits- und Fahrdienste dem Kompetenzniveau 2 zugeordnet. Das Kompetenzniveau 3 
wiederum beinhaltet komplexe Tätigkeiten, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 
voraussetzen. Aus dem Lebenslauf, der den beigezogenen IV-Akten entnommen werden 
kann (IV-Dok. Nr. 3), wird deutlich, dass der Beschwerdeführer über ein kroatisches Diplom 
als Bautechniker verfügt. Überdies war er während mehrerer Jahre in Bosnien-Herzegowina 
und Kroatien als Geschäftsführer einer Baufirma tätig und arbeitete seit dem Jahr 2002 wie-
derholt als Polier. Angesichts dieser Erwerbsbiografie ist davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer auch ohne anerkannte schweizerische Ausbildung im Baugewerbe über ge-
wisse berufsspezifische Fachkenntnisse, Führungserfahrung sowie administrative Fähigkei-
ten verfügt, denen im Rahmen des Kompetenzniveaus 1 nicht genügend Rechnung getragen 
wird. Angemessen erscheint unter Berücksichtigung der genannten Umstände vielmehr die 
Zuordnung in das Kompetenzniveau 2, womit das Einkommen gemäss LSE 2020 monatlich 
Fr. 6'069.-- beträgt. Hochgerechnet auf zwölf Monate und angepasst an die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit sowie an die Teuerung ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 76'022.-
-.  
 
8.4.1 Da der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit ausübt, ist auch das hypothetische In-
valideneinkommen anhand der LSE 2020 zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin hat hier zu 
Recht auf den Totalwert für Männer, Kompetenzniveau 1 abgestellt, was denn auch vom Be-
schwerdeführer nicht in Frage gestellt wird. Er macht jedoch geltend, dass aufgrund persönlicher 
Eigenschaften, namentlich die fehlende Berufsausbildung in der Schweiz und dem Alter, ein Ab-
zug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist. 
 

 

 
 
Seite 17  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.4.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage der LSE ermittelt, ist der entspre-
chende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal 
separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalidenein-
kommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-kategorie 
und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen. (BGE 135 V 297 E. 5.2, 
134 V 322 E. 5.2). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im 
Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer 
der genannten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemei-
nen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. 
 
8.4.3 Dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind, ist nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal der 
Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten 
und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 15. Dezember 
2022, 8C_128/2022, E. 6.2.3, vom 19. September 2019, 8C_82/2019, E. 6.3.2, vom 17. Juli 2018, 
9C_284/2018, E. 2.2.1 und vom 6. Oktober 2017, 8C_ 439/2017, E. 5.5 mit Hinweisen). Die wei-
teren qualitativen Einschränkungen sind im Belastungsprofil bereits berücksichtigt und rechtferti-
gen grundsätzlich ebenfalls keinen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hin-
weis). Im Rahmen des Kompetenzniveaus 1 wirken sich überdies weder das Alter (vgl. Bundes-
gerichts vom 2. September 2019, 9C_323/2019, E. 4.2 mit Hinweis) noch eine fehlende Ausbil-
dung (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2022, 8C_617/2021, E. 4.1.3) lohnmindernd aus. 
Weitere Gegebenheiten, die rechtsprechungsgemäss einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti-
gen würden, sind nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht.  
 
8.5 Setzt man im Einkommensvergleich das korrekt ermittelte Invalideneinkommen von 
Fr. 66'073.-- (LSE 2020, Tabelle TA_1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, hochgerechnet auf 
zwölf Monate und die betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie angepasst an die Teuerung) dem 
Valideneinkommen von Fr. 76'022.-- gegenüber, resultiert ein Invaliditätsgrad von 13%. Da 
damit die Erheblichkeitsgrenze von 10% (Art. 18 Abs. 1 UVG) überschritten ist, hat der Be-
schwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente in der Höhe von 13%.  
 
9. Es bleibt zu prüfen, ob die Suva zu Recht einen Anspruch auf eine Integritätsentschädi-
gung ablehnte.  
 
9.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung 
über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dau-
ernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang be-
steht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab-
hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Die Beurtei-
lung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachverständigen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 6. März 2012, 8C_659/2012, E. 3.3 mit Hinweisen). 

 

 
 
Seite 18  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
9.2 In der kreisärztlichen Beurteilung vom 28. Juli 2022 hielt Dr. H.____ fest, dass sich aus 
der Radiusköpfchenfraktur zwar eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit des linken Armes 
ableiten lasse, die Erheblichkeitsgrenze jedoch nicht erreicht werde. Die Atrophie des linken 
Oberarmes sowie die Einschränkung der Schultermobilität aufgrund der noch abklingenden Fro-
zen Shoulder könnten auftrainiert werden. Ein verbleibender, die Erheblichkeitsgrenze über-
schreitender Integritätsschaden sei nicht zu erwarten. An dieser Einschätzung hielt Dr. H.____ in 
den folgenden versicherungsmedizinischen Stellungnahmen vom 13. September 2022 und 
21. September 2023 fest, wobei er in letzterer ausdrücklich das Rückfallrecht in Bezug auf eine 
allfällige arthrotische Entwicklung nach Radiusköpfchenfraktur bestätigte.  
 
9.3 Die Beurteilung von Dr. H.____ ist einleuchtend und es liegen auch keine anderslauten-
den ärztlichen Beurteilungen vor, die einen abweichenden Schluss nahelegen würden. Sie ent-
spricht überdies auch den Tabellen der Suva (vgl. Suva, Integritätsentschädigung gemäss UVG, 
Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen der oberen Extremitäten) Sofern der Be-
schwerdeführer aufgrund der Rechtsprechung einen Integritätsschaden aufgrund der Frozen 
Shoulder geltend macht, ist ihm entgegenzuhalten, dass diese ab spätestens November 2022 
(vgl. Bericht von Dr. G.____ vom 4. November 2022, E. 5.9 hiervor) vollständig abgeklungen war, 
womit kein dauernder Integritätsschaden vorliegt. Damit ist die Ablehnung des Anspruchs auf 
eine Integritätsentschädigung durch die Beschwerdegegnerin rechtmässig. 
 
10. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die vorübergehen-
den Leistungen zu Recht per 30. November 2022 eingestellt hat. Bezüglich der unfallkausalen 
Beschwerden war in diesem Zeitpunkt der medizinische Endzustand eingetreten. Die Partial-
ruptur der Supraspinatussehne ist weder auf ein Unfallereignis zurückzuführen noch besteht auf-
grund einer Listenverletzung oder einer Berufskrankheit eine Leistungspflicht der Beschwerde-
gegnerin. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens durch den Kreisarzt 
Dr. H.____ ist nachvollziehbar und beweistauglich, weshalb die Beschwerdegegnerin darauf ab-
stützen durfte. Bei der Invaliditätsbemessung hat sie überdies zu Recht auf die statistischen 
Werte der LSE abgestellt und das Invalideneinkommen korrekt ermittelt. Indessen ist für das Va-
lideneinkommen das Kompetenzniveau 2 anzuwenden, weshalb der Beschwerdeführer An-
spruch auf eine Invalidenrente in der Höhe von 13% hat. Die Beschwerde ist in diesem Punkt 
gutzuheissen. 
 
11.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
11.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer 
deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Da die Be-
schwerde jedoch bloss teilweise gutgeheissen wurde, ist dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung auszurichten (vgl. § 21 Abs. 1 VPO, wonach der ganz oder teilweise obsie-

 

 
 
Seite 19  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

genden Partei eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden kann). Der Rechts-
vertreter des Versicherten ist mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. Februar 2024 aufge-
fordert worden, innert unerstreckbarer 14-tägiger Frist seine detaillierte Honorarnote nach Zeit-
aufwand einzureichen. Gleichzeitig ist er darauf hingewiesen worden, dass das Honorar nach 
Ermessen festgesetzt werde, falls bis zum genannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. 
In der Folge hat der Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht, sodass das Honorar ankündi-
gungsgemäss nach richterlichem Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen, der vom Rechtsvertreter erbrachten Bemühungen und dem 
bloss teilweisen Obsiegen des Beschwerdeführers, erscheint es angemessen, dem Beschwer-
deführer zulasten der Beschwerdegegnerin eine reduzierte Parteientschädigung von pauschal 
Fr. 1'200.-- zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
Seite 20  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 10. Mai 2023 wird in dem Sinne abgeändert, als 
dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2022 eine Invalidenrente in der 
Höhe von 13% zugesprochen wird. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von pauschal Fr. 1'200.--  zu bezahlen. 

 
 
Gegen dieses Urteil wurde am 1. Oktober 2024 Beschwerde an das Bundesgericht erhoben 
(siehe nach Vorliegen des Urteils des Bundesgerichts 8C_575/2024).  
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht