# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0486833-5faf-5f5c-8997-6aa17a161628
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 F-7536/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7536-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7536/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Susanne Genner (Vorsitz),  

Richter Sebastian Kempe,  

Richter Basil Cupa, 

Gerichtsschreiberin Margerita Socha. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

geboren am (…) (Geburtsdatum bestritten), 

Somalia, 

vertreten durch Mag. iur. Fernando Arévalo Menchaca, 

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren Ostschweiz, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 23. September 2025 / N (…). 

 

 

 

F-7536/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (somalischer Staatsangehöriger) ersuchte am 

23. Mai 2025 in der Schweiz um Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke 

mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er 

am 29. Oktober 2024 in Belgien um Asyl ersucht hatte. 

B.  

Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 19. Juni 2025 im Rah-

men einer Erstbefragung für unbegleitete Minderjährige das rechtliche Ge-

hör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit der 

Überstellung nach Belgien, dessen Zuständigkeit für die Behandlung des 

Asylgesuchs grundsätzlich in Frage komme.  

C.  

Das von der Vorinstanz am 23. Juni 2025 in Auftrag gegebene Gutachten 

zur Altersschätzung wurde vom Institut für Rechtsmedizin (IRM) St. Gallen 

am 1. Juli 2025 erstattet.  

D.  

Am 2. Juli 2025 ersuchte die Vorinstanz die belgischen Behörden um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedsstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Die belgischen Behörden hiessen das Wiederaufnahmeersuchen am 

14. Juli 2025 gut. 

E.  

Mit Schreiben vom 14. August 2025 gewährte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines 

Geburtsdatums auf den (…). Dieser nahm mit Schreiben vom 21. August 

2025 Stellung.  

F.  

Am 19. September 2025 passte die Vorinstanz das Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf 

den (…) an und versah es mit einem Bestreitungsvermerk. 

F-7536/2025 

Seite 3 

G.  

Mit Verfügung vom 23. September 2025 – eröffnet am 24. September 

2025 – trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht ein, ordnete seine Überstellung nach Belgien an und forderte ihn auf, 

die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (Dispo-

sitivziffern 1–3). Gleichzeitig setzte sie das Geburtsdatum des Beschwer-

deführers im ZEMIS mit Bestreitungsvermerk auf den (…) (Dispositivziffer 

6) fest. 

H.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 1. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei vollständig aufzuheben und die Vorinstanz anzu-

weisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) abzuändern, auf sein 

Asylgesuch sei einzutreten und in der Schweiz sei ein materielles Asylver-

fahren durchzuführen. Eventualiter sei die Verfügung vollständig aufzuhe-

ben und die Sache zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts sowie zur rechtsgenüglichen Begründung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wir-

kung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien unverzüglich im Sinne 

einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme anzuweisen, von ei-

ner Überstellung nach Belgien abzusehen, bis das Bundesverwaltungsge-

richt über die vorliegende Beschwerde entschieden habe. Es sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten.  

I.  

Am 2. Oktober 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG 

[SR 142.31]). 

1.2 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichteintretens- und 

Wegweisungsentscheid als auch gegen die ZEMIS-Eintragung betreffend 

das Geburtsdatum des Beschwerdeführers. Das Beschwerdeverfahren 

F-7536/2025 

Seite 4 

betreffend ZEMIS-Datenbereinigung wird separat vom vorliegenden Asyl-

verfahren unter der Nummer F-7665/2025 geführt und es werden zwei ge-

trennte Urteile gefällt. Die Beschwerdebegehren betreffend Ziffer 6 der an-

gefochtenen Verfügung sind somit nicht im Rahmen des vorliegenden Ver-

fahrens zu behandeln. 

1.3 Die Beschwerde gegen den Nichteintretens- und Wegweisungsent-

scheid ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übrigen Sachur-

teilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist [Art. 108 

Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind erfüllt. Auf die Be-

schwerde ist einzutreten.  

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde verzichtet 

(Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens 

(Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich keine (erneute) Zuständig-

keitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr statt (vgl. zum Ganzen 

BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). Der Mitgliedstaat, bei dem der erste 

Antrag auf internationalen Schutz gestellt wurde, ist gehalten, einen Dritt-

staatsangehörigen, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-

deren Mitgliedstaat einen neuen Antrag gestellt hat, gemäss den Modalitä-

ten der Dublin-III-VO wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-

VO). 

F-7536/2025 

Seite 5 

3.3 Im Falle einer minderjährigen Person ohne familiäre Anknüpfungs-

punkte zu einem anderen Mitgliedstaat ist gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-

VO der Staat zuständig, in welchem jene einen Antrag auf internationalen 

Schutz gestellt hat, sofern es dem Wohl des Minderjährigen dient. Der Ge-

richtshof der Europäischen Union (EuGH) hat die Vorgängerbestimmung 

(Art. 6 Abs. 2 der Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 

2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in 

einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrages zuständig ist [Dublin-II-VO]) 

dahingehend ausgelegt, dass bei unbegleiteten Minderjährigen ohne fami-

liäre Anknüpfungspunkte, die in mehr als einem Mitgliedstaat einen Asyl-

antrag gestellt haben, derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, in dem sich der 

Minderjährige aufhält, nachdem er dort einen Asylantrag gestellt hat (Urteil 

des EuGH vom 6. Juni 2013 in der Rechtssache C-648/11, M.A., B.T. und 

D.A. vs. Vereinigtes Königreich, Rn. 66). Der Stichtag, an dem Minderjäh-

rigkeit gegeben sein muss, ist dabei der Zeitpunkt der Einreichung des 

Asylgesuchs. Sollte der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Asylantrags in 

der Schweiz minderjährig gewesen sein, wäre die Schweiz zuständig für 

die Behandlung des Asylgesuchs (vgl. statt vieler Urteil des BVGer F-

2948/2024 vom 3. Dezember 2024 E. 4.2).  

3.4 Im Dublin-Verfahren geht es nur um die Frage der Minder- respektive 

Volljährigkeit einer gesuchstellenden Person im Zeitpunkt der Einreichung 

des Asylgesuchs, nicht aber um das genaue Geburtsdatum. Die Beweislast 

für die Minderjährigkeit liegt im Asylverfahren bei der gesuchstellenden 

Person und diese ist zumindest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2018 VI/3 

E. 4.2.3). Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist eine Abwägung sämtli-

cher Anhaltspunkte, die für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Al-

tersangaben sprechen, vorzunehmen. Wesentlich sind dabei als für echt 

befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person 

zum Alter, zu Identitätspapieren respektive den Gründen für deren Nicht-

einreichung, zu den familiären Umständen, zum Schulbesuch oder zur be-

ruflichen Bildung (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5). Dabei kommt es umso we-

niger auf eine Gesamtwürdigung der Beweise an, je stärker die medizini-

schen Abklärungen ein Indiz für das Vorliegen der Minder- respektive Voll-

jährigkeit einer Person darstellen (BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2). 

4.  

Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer die behaup-

tete Minderjährigkeit glaubhaft machen konnte. 

F-7536/2025 

Seite 6 

4.1 Gemäss dem Altersgutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) 

St. Gallen vom 1. Juli 2025 ergab sich für den Beschwerdeführer zum Zeit-

punkt der am 27. Juni 2025 durchgeführten Untersuchung ein durchschnitt-

liches Lebensalter von 18 bis 21 Jahren und ein Mindestalter von 16.4 Jah-

ren; das angegebene Geburtsdatum von (…) Jahren und (…) Monaten 

könne zutreffen. Dieser Einschätzung liegen insbesondere die Resultate 

einer Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und einer zahnärztli-

chen Untersuchung zugrunde, welche rechtsprechungsgemäss zum Be-

weis einer Minder- oder Volljährigkeit geeignet sind (BVGE 2018 VI/3 

E. 4.2.1). Vorliegend lässt sich anhand der medizinischen Altersabklärung 

keine Aussage zur Minder- beziehungsweise Volljährigkeit des Beschwer-

deführers machen, da das aufgrund der Schlüsselbeinanalyse festgestellte 

Mindestalter unter 18 Jahren liegt. Weiter liess sich ein Mindestalter bei der 

zahnärztlichen Untersuchung nicht ermitteln. Bei einer derartigen Konstel-

lation ist sowohl eine Voll- als auch eine Minderjährigkeit möglich, ohne 

dass sich eine verlässliche Aussage darüber machen lässt, was wahr-

scheinlicher ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.).  

4.2 Die Aussagen des Beschwerdeführers in Bezug auf seine angebliche 

Minderjährigkeit fallen jedoch äusserst vage aus und vermögen nicht zu 

überzeugen. So konnte er kaum Angaben zum Alter seiner Einschulung 

und zum Alter seiner Eltern und Geschwister machen; sein eigenes Ge-

burtsdatum kann er jedoch auf den Tag genau angeben. Sodann wider-

sprechen sich die von ihm angeführten Geburtsdaten: Den belgischen Be-

hörden gab er an, am (…) geboren zu sein; in der Schweiz hingegen gab 

er sowohl auf dem Personalienblatt als auch im Rahmen der Erstbefragung 

vom 19. Juni 2025 an, am (…) geboren zu sein. Es gelingt dem Beschwer-

deführer nicht, die (grosse) Diskrepanz zwischen dem in Belgien erfassten 

und dem vom ihm behaupteten Geburtsdatum schlüssig zu erklären. Hinzu 

kommt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Erstbefragung vom 

19. Juni 2025 die Einreichung von heimatlichen Dokumenten bei den bel-

gischen Behörden explizit verneinte, anlässlich der Stellungnahme zum 

rechtlichen Gehör vom 21. August 2025 hingegen angab, den belgischen 

Behörden habe eine Fotokopie seiner Geburtsurkunde vorgelegen. Bei 

Belgien handelt es sich um einen Rechtsstaat, weshalb es unwahrschein-

lich erscheint, dass die belgischen Beamten – trotz angeblich vorgelegter 

Fotokopie seiner Geburtsurkunde – ein falsches Geburtsdatum erfasst ha-

ben. Das in Belgien registrierte Geburtsdatum spricht damit für seine Voll-

jährigkeit zum Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuchs in der Schweiz.  

F-7536/2025 

Seite 7 

4.3 Für das Vorliegen der Volljährigkeit spricht auch, dass die belgischen 

Behörden dem Gesuch um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers zu-

gestimmt haben, im Wissen darum, dass dieser vorbringt, minderjährig zu 

sein. 

4.4 Der Beschwerdeführer hat keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere 

abgegeben, welche sein geltend gemachtes Alter beweisen könnten. Die 

am 3. Juli 2025 in Kopie zu den Akten gereichte Geburtsurkunde, ausge-

stellt am 5. September 2008, sowie das am 21. August 2025 ebenfalls in 

Kopie eingereichte «Certificate of Identity Confirmation», ausgestellt am 

4. Oktober 2024, wurden erst nach Abschluss des Altersgutachtens vorge-

legt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer das Vor-

handensein dieser Dokumente zuvor nicht erwähnt hat. Zudem lässt sich 

den Akten nicht entnehmen, auf welchem Weg und zu welchem Zeitpunkt 

er in den Besitz dieser Dokumente gelangt ist. Ferner handelt es sich bei 

den vorgelegten Dokumenten nicht um fälschungssichere Urkunden, wes-

halb ihnen nur ein geringer Beweiswert zukommt.  

4.5 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz sehe es als Indiz 

für seine Volljährigkeit, dass er als mutmasslich volljährige Person per Flug 

nach Belgien zu reisen vermochte, zumal er für die Einreise nach Belgien 

auch ein Visum benötigt hätte. Diesem Argument ist jedoch entgegenzu-

halten und dem Beschwerdeführer insofern zuzustimmen, dass solche Rei-

sen oft durch Schlepper organisiert werden. In solchen Fällen werden den 

Betroffenen oft gefälschte Reisedokumente ausgehändigt. Der Umstand 

der Flugreise kann daher nicht als verlässlicher Hinweis für die Volljährig-

keit des Beschwerdeführers gewertet werden.  

4.6 Insgesamt gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, die von ihm geltend 

gemachte Minderjährigkeit zum Zeitpunkt der Einreichung des Asylge-

suchs in der Schweiz glaubhaft zu machen. Vielmehr überwiegen die Indi-

zien, die für seine Volljährigkeit sprechen. Die Folgen der von ihm zu ver-

antwortenden Beweislosigkeit hat er zu tragen (vgl. E. 3.4). Eine Verlet-

zung des Untersuchungsgrundsatzes ist nicht ersichtlich. Damit besteht 

keine Veranlassung, die Sache im Sinne des Eventualantrags an die Vor-

instanz zurückzuweisen. Diese durfte von seiner Volljährigkeit zum Zeit-

punkt der Stellung seines Asylantrags in der Schweiz ausgehen. Folglich 

ist er nicht vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen (vgl. E. 3.3). 

  

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Seite 8 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO grundsätzlich Belgien für die Behandlung des Asylgesuchs 

des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das belgische Asylsystem 

rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund 

derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz 

überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshinder-

nisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie namentlich 

die Vorbringen des Beschwerdeführers im Hinblick auf seine Rückkehr 

nach Belgien (schlechte bzw. menschenunwürdige Unterbringungssitua-

tion, fehlender Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, Diskriminierungen 

und Übergriffe durch Privatpersonen), seine familiäre Beziehung zu seiner 

in der Schweiz lebenden Tante sowie seine gesundheitlichen Beeinträchti-

gungen (Nervenproblem im Finger, Allergieanfälle, Bauch- und Knie-

schmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Scabies, Schlafstörungen und Alb-

träume) berücksichtigt und rechtsprechungskonform gewürdigt. Darüber 

hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zukommenden Er-

messens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen.  

5.2 Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Das von 

ihm wiedergegebene Urteil des niederländischen Staatsrats (welches das 

Bundesverwaltungsgericht ohnehin nicht bindet) und der Bericht von Am-

nesty International zur allgemeinen Asyl- und Aufnahmesituation in Belgien 

sowie die geltend gemachten Erlebnisse vermögen keine systemischen 

Mängel beziehungsweise eine Gefährdungslage im Sinne von Art. 3 Abs. 

2 Dublin-III-VO zu belegen. Für eine Änderung der Rechtsprechung (zu 

den Voraussetzungen vgl. BGE 147 V 342 E. 5.5.1) besteht in Würdigung 

der vom Beschwerdeführer gemachten Äusserungen keine Veranlassung. 

Es ist demnach davon auszugehen, dass Gesuchstellende, welche ge-

stützt auf die Dublin-III-VO nach Belgien überstellt werden, Zugang zum 

dortigen Asylverfahren erhalten und Belgien die Sicherheit gestützt auf die 

Dublin-III-VO überstellter Personen garantiert und deren Rechte gemäss 

dem internationalen Recht einhält (siehe E. 5.1 hiervor). Was den Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers angeht, sind diese Leiden selbst in 

ihrer Gesamtbetrachtung nicht derart gravierend, dass gestützt auf Art. 3 

EMRK von einer Überstellung nach Belgien abgesehen werden müsste. 

Nichtsdestotrotz ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass Belgien über eine 

ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt. 

F-7536/2025 

Seite 9 

6.  

Die Vorinstanz ist zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten und hat die Wegweisung nach Belgien angeordnet. 

7.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit vorliegendem Urteil fällt der am 2. Ok-

tober 2025 angeordnete Vollzugsstopp dahin und der Antrag auf Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung wird gegenstandslos. 

8.  

Bei diesem Verfahrensausgang wären die Verfahrenskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das mit Beschwerde-

einreichung gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ist jedoch 

gutzuheissen, da die Begehren nicht geradezu aussichtslos erscheinen 

und die prozessuale Bedürftigkeit des Beschwerdeführers hinreichend 

ausgewiesen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

9.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-7536/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend Datenbereinigung im ZEMIS (Dispo-

sitivziffer 6 der angefochtenen Verfügung vom 23. September 2025) wird 

vom vorliegenden Dublin-Verfahren getrennt und unter der Verfahrens-

nummer F-7665/2025 geführt. 

2.  

Die Beschwerde gegen den Nichteintretens- und Wegweisungsentscheid 

wird abgewiesen. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Margerita Socha 

 

 

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