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**Case Identifier:** c4b70f83-3133-53c6-82d5-bd766630c3b0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 25.06.2013 S 2012 129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2012-129_2013-06-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 129

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Gross

URTEIL
vom 25. Juni 2013 

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war im Unfallzeitpunkt (T._____) im Gesundheitszentrum 

C._____ in O._____ als Physiotherapeut tätig und über den Arbeitgeber 

bei der B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG obligatorisch 

gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle unfallversichert. Am 18. April 2007 

wurde er Opfer eines Verkehrsunfalls und erlitt dabei eine 

Luxationsfraktur im Lisfranc-Gelenk rechts, eine Trümmerfraktur des Os 

metatasale II rechts sowie eine Thoraxkontusion. Am 25. April 2007 

wurde bei A._____ operativ eine Osteosynthese und Arthrodese im 

Lisfrancgelenk mittels Kirschnerdrähten vorgenommen. Die 

Drahtentfernung erfolgte am 24. Juli 2007. Nach dem Unfall war A._____ 

in seiner bisherigen Tätigkeit vorerst vollständig (zu 100 %), danach noch 

zu 50 % arbeitsunfähig. Am 10. August 2008 verfügte die Invalidenstelle 

des Kantons Graubünden (IV-Stelle), dass sie die Kosten für die 

berufliche Umschulung von A._____ vom Physiotherapeuten zum 

Sozialpädagogen übernehme.

2. Am 11. März 2010 diagnostizierte Dr. med. D._____, Klinik E._____, bei 

A._____ eine Lisfranc-Arthrodese I-III rechts bei posttraumatischer 

Arthrose. Die Nachkontrolle vom 16. März 2011 ergab, dass A._____ 

aufgrund des operativen Eingriffs und dank angepassten Schuhen seine 

angestammte Tätigkeit als Physiotherapeut wieder aufnehmen könne. Mit 

Verfügung vom 16. Juni 2011 schloss die IV-Stelle daher die gewährten 

Massnahmen betreffend beruflicher Umschulung ab. Gestützt auf die 

ärztliche Bescheinigung hatte die B._____ die Kosten für die angepassten 

Schuhe bis zum Fallabschluss per Ende 2011 stets übernommen.

3. Mit Verfügung vom 6. Juli 2012 teilte die B._____ A._____ mit, dass sie 

ab 1. Januar 2012 keine Unfallversicherungsleistungen mehr erbringen 

werde. Sinngemäss begründete sie diese Leistungseinstellung damit, 

dass die ärztlichen Behandlungen abgeschlossen seien und nicht mehr 

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mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer namhaften Besserung 

des Gesundheitszustands bei A._____ gerechnet werden könne. Die 

dagegen von A._____ erhobene Einsprache wies die B._____ mit 

Entscheid vom 31. Oktober 2012 ab. 

4. Die vom Krankenversicherer F._____ ebenfalls gegen die Verfügung vom 

6. Juli 2012 erhobene Einsprache, wurde in der Folge wieder 

zurückgezogen.

5. Gegen den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2012 erhob A._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer) am 19. November 2012 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den Begehren um 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Verpflichtung der B._____ 

(hiernach Beschwerdegegnerin), ab 1. Januar 2012 weiterhin die Kosten 

für die Heilbehandlung nach UVG zu übernehmen. Eventualiter sei noch 

ein gerichtliches Gutachten zur medizinischen Notwendigkeit der 

Heilbehandlung für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit einzuholen. Umstritten 

sei die Leistungspflicht nach Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wobei auf das 

Bundesgerichtsurteil 8C_191/2011 verwiesen wurde. Der 

Beschwerdeführer benötige orthopädische Schuhzurichtungen und 

Spezialschuhe um volle Erwerbstätigkeit auszuüben. Das erwähnte 

Bundesgerichtsurteil führe dazu, dass die Beschwerdegegnerin für 

orthotechnische Hilfsmittel nicht mehr aufkommen müsse, da diese dem 

Beschwerdeführer eine volle Erwerbstätigkeit ermöglichten. 

Orthopädische Massnahmen würden von der obligatorischen 

Krankenversicherung nicht bezahlt, da dafür keine Leistungspflicht 

gemäss Krankenpflege-Leistungsverordnung bestünde. Wenn das zitierte 

Bundesgerichtsurteil richtig wäre, müsste der Beschwerdeführer die 

Kosten selber tragen. Dieses Ergebnis könne nicht rechtens sein. Der 

Hinweis des Bundesgerichts auf Art. 11 UVV in Verbindung mit Art. 10 

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UVG führe ebenfalls nicht zum gewünschten Resultat. Es könne nicht 

sein, dass erst wieder ein Leistungsanspruch entstünde, wenn der 

Beschwerdeführer wegen fehlender orthotechnischer Hilfsmittel 

Spätfolgen wie Arthrosen oder Belastungsschäden erleide. Im Urteil 

8C_191/2011 beschränke sich das Bundesgericht auf den Wortlaut von 

Art. 21 UVG. Konsequenterweise müsste das Bundesgericht dann aber 

auch Art. 19 UVG nach dessen Wortlaut auslegen, da beide 

Bestimmungen inhaltlich und systematisch miteinander verknüpft seien. 

Eine wörtliche Auslegung von Art. 19 Abs. 2 UVG würde dazu führen, 

dass die Heilbehandlung nur dahinfalle, wenn eine Rente zugesprochen 

werde. Da der Beschwerdeführer keine Rente beziehe, könne sein 

Anspruch auf Heilbehandlung nicht untergehen. Diese Interpretation 

ergebe sich sowohl aus der französischen wie auch der italienischen 

Fassung des Gesetzes. Die wörtliche Auslegung von Art. 19 UVG führe 

ebenfalls nicht zum vom Gesetzgeber gewünschten Erfolg. Die beiden 

Art. 19 und Art. 21 UVG seien somit teleologisch auszulegen. Das 

Bundesgericht lege Art. 19 UVG in konstanter Rechtsprechung danach 

aus (8C_403/2011). Art. 19 UVG lege die Grundlage, Leistungen nach 

Art. 10 UVG zeitlich zu beschränken und um den Fall von der 

Behandlungs- in die Rentenphase zu überführen. Dazwischen stehe die 

Rentenprüfung. Der Gesetzgeber habe dabei erkannt, dass auch nach 

der Rentenprüfung Heilbehandlungen notwendig werden könnten. Laut 

Botschaft zum Unfallversicherungsgesetz von 1976 sei mit Art. 21 UVG 

diese Möglichkeit erweitert worden. Der Gesetzgeber habe diesen 

Anspruch aber auf Berufskrankheiten, Rückfälle und Spätfolgen, die 

Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit und der Verhinderung 

von weiteren Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes 

beschränken wollen. Der Sinn und Zweck von Art. 21 UVG sei demnach, 

Heilungskosten nach dem Behandlungsabschluss nur noch zu gewähren, 

wenn damit eine Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit 

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erzielt werden könne. Diese Voraussetzung sei im konkreten Fall 

gegeben, da der Beschwerdeführer auf orthopädische Hilfsmittel zur 

Erhaltung der Erwerbsfähigkeit angewiesen sei. Selbst ein zu 100 % 

Erwerbsunfähiger habe Anspruch auf Hilfsmittel laut Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG, wenn es seinen Gesundheitszustand vor wesentlicher 

Beeinträchtigung bewahren könne. Es sei deshalb nicht einzusehen, 

wieso derjenige, der mit einer Heilbehandlung seine volle 

Erwerbsfähigkeit erhalten könne, die Kosten dafür selber tragen sollte. 

Art. 21 UVG beziehe sich nach Wortlaut und Sinn auf die Rentenphase. In 

dieser Phase gälten für die Übernahme von Heilbehandlungskosten 

andere Regeln. Art. 21 UVG beziehe sich also nicht auf die 

Behandlungsphase. Dieser Begriff diene im Sinne einer Zeitangabe 

lediglich dazu, die einschränkende Übernahme von Heilungskosten 

gegenüber der Behandlungsphase abzugrenzen. Die Behandlungsphase 

sei „nach Festsetzung einer Rente“ somit nicht materielle Voraussetzung, 

damit überhaupt ein Anspruch auf Heilbehandlung entstehe. Auch eine 

historische Auslegung führe zu keinem anderen Schluss. In der Botschaft 

bestünden auch keine Hinweise, dass eine andere Versicherung für die 

Unfallfolgen aufkommen müsste, sofern kein Rentenanspruch entstehe.

6. In ihrer Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Laut Dr. med. D._____ seien die 

orthopädische Schuhzurichtung und die Spezialschuhe durch 

Schuheinlagen ersetzbar. Aus dem Titel zu Art. 21 UVG wie auch aus Art. 

21 Abs. 1 Satz 1 UVG ergebe sich, dass der Anspruch auf 

Heilbehandlung eine Rente voraussetze. Art. 21 UVG sei auch nicht mehr 

anwendbar, sobald die Rente eingestellt werde. Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 

erfordere mindestens eine teilweise Arbeitsunfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer sei wieder voll arbeitsfähig und es sei ihm keine Rente 

zugesprochen worden. Die notwendige Heilbehandlung gehe somit 

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zulasten der obligatorischen Krankenversicherung (Art. 32 KVG). 

Vorbehalten bleibe einzig ein allfälliger Anspruch auf Heilbehandlung 

aufgrund von Art. 11 UVV in Verbindung mit Art. 10 UVG. Im konkreten 

Fall liege aber weder ein Rückfall noch lägen Spätfolgen vor. Es sei nicht 

belegt, dass überhaupt kein Sozialversicherer Leistungen erbringe. Zwar 

erbringe die obligatorische Krankenversicherung keine Leistungen für 

Schuheinlagen, unter Umständen aber für Therapieschuhe. Allenfalls 

bestehe ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Die 

Klärung dieser Frage sei hier nicht entscheidend. Der Wortlaut von Art. 21 

UVG sei klar. Der französische Wortlaut verwende den Begriff „lorsque“ 

(wenn) und bringe damit zum Ausdruck, dass eine Rente die Bedingung 

für Pflegeleistungen und eine Kostenvergütung sei. Die wörtliche 

Auslegung von Art. 21 UVG führe nicht dazu, dass die Heilbehandlung 

nur dahinfalle, wenn eine Rente ausgesprochen werde. Laut Wortlaut 

fielen Heilbehandlung und Taggeld bei der Rentenfestsetzung dahin. Dies 

schliesse nicht aus, dass vorübergehende Leistungen auch ohne 

Rentenzuspruch eingestellt werden könnten. Massgeblicher Zeitpunkt sei 

die Prüfung des Anspruchs auf Integritätsentschädigung und eine Rente 

(BGE 134 V 109 E.4.1). Die vom Beschwerdeführer dargelegte 

teleologische Auslegung widerspreche dem Gesetzeswortlaut. Der 

italienische Wortlaut von Art. 21 UVG stehe mit der konstanten 

Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht im Einklang. Auch die vom 

Beschwerdeführer dargelegte historische Auslegung finde in den 

Materialien keine Stütze. Die Auslegung des Unfallversicherungsrechts 

dürfe nicht so sein, dass alle Aufwendungen, welche im Zusammenhang 

mit einem Unfall stünden, zwingend durch die Unfallversicherung zu 

decken wären. 

7. In der Replik äusserte sich der Beschwerdeführer noch zur Darstellung 

der Beschwerdegegnerin, wonach die orthopädische Schuhzurichtung 

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und die Spezialschuhe – laut Beurteilung von Dr. med. D._____ - durch 

Schuheinlagen ersetzt werden könnten. Laut Dr. med. D._____ müsse ein 

Orthopädieschuhmacher die technische Umsetzung beurteilen. Gemäss 

Auskunft des Orthotechnikers G._____ vom 25. Oktober 2012 sei es aber 

nicht möglich, die unfallbedingten Einschränkungen nur mit 

Schuheinlagen zu korrigieren. G._____ werde zum Zeugenbeweis 

offeriert. Orthesen würden von der obligatorischen Krankenversicherung 

lediglich zur vor-übergehenden Anwendung übernommen. Schuheinlagen 

würden keine Pflichtleistungen darstellen. Die Voraussetzungen nach der 

Krankenpflege-Leistungsverordnung seien nicht erfüllt, da der 

Beschwerdeführer ständig auf Hilfsmittel angewiesen sei. Die Abwälzung 

der Kosten auf die Invalidenversicherung sei nicht opportun und vom 

Gesetzgeber auch nicht beabsichtigt. Aus Sicht des Gesetzgebers sei es 

nicht sinnvoll, denjenigen, der aufgrund medizinischer Hilfsmittel eine 

volle Erwerbsfähigkeit erlangen könne, bezüglich der Kosten anders zu 

behandeln als denjenigen, der trotz Hilfsmittel nur 90 % der 

Erwerbsfähigkeit erreichen könne. Das Bundesgericht lege Art. 21 UVG 

nur nach dessen Wortlaut aus. Der Wortlaut führe aber zu einem derart 

stossenden Ergebnis, dass der Sinn von Art. 21 UVG im Zusammenhang 

mit Art. 19 UVG zu ergründen sei. Entgegen der Behauptung der 

Beschwerdegegnerin fielen die Heilbehandlungen nicht mit der 

Rentenfestsetzung dahin, sondern mit dem Rentenbeginn. Wenn keine 

Rente fliesse, dürften nach dem Wortlaut auch die Heilbehandlungen 

nicht dahin fallen. 

8. In der Duplik hielt die Beschwerdegegnerin noch fest, dass auf die 

Einvernahme des Orthotechnikers G._____ zu verzichten sei, zumal 

dessen Auffassung bereits aktenkundig sei. Der Beschwerdeführer habe 

nur eine unvollständige Wiedergabe des Inhalts von Ziff. 23 der 

kommentierten Mittel- und Gegenständeliste angeführt. Es sei nicht 

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massgeblich, was dem Beschwerdeführer opportun erscheine oder was 

nach seiner Ansicht vom Gesetzgeber beabsichtigt werde. Massgeblich 

sei vielmehr nur, dass laut Art. 21 Abs. 1 IVG im Rahmen einer vom 

Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel bestehe, 

die unter anderem für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder für die 

Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit benötigt würden. Orthesen, Schuhwerk und 

orthopädische Schuheinlagen seien auf der Hilfsmittelliste aufgeführt. Die 

Praxis des Bundesgerichts sei klar und in der Lehre unwidersprochen. 

Art. 21 UVG nenne als Voraussetzung der Heilbehandlung die 

Rentenfestsetzung. Nach Lehre und Rechtsprechung setze der Anspruch 

auf Heilbehandlung somit eindeutig eine Rente vor-aus.

9. Mit Eingabe vom 18. Februar 2013 reichte der Beschwerdeführer dem 

Gericht alsdann noch diverse Rechnungen von G._____ Orthopädie-

Schuhtechnik vom 30. Dezember 2012 nach. Daraus ergebe sich, dass 

die Schuhe des Beschwerdeführers Sonderanfertigungen seien und das 

Produkt nur für den Beschwerdeführer hergestellt werde. Für zwei paar 

Halbschuhe müsse der Beschwerdeführer über Fr. 2‘000.-- selber 

bezahlen, obwohl er gegen die Unfallfolgen obligatorisch unfallversichert 

sei.

10. Die Beschwerdegegnerin nahm zur nachgereichten Eingabe des 

Beschwerdeführers keine Stellung mehr.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Einspracheentscheid vom 31. 

Oktober 2012, worin die Beschwerdegegnerin ihre frühere Verfügung vom 

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6. Juli 2012 betreffend Einstellung von Unfallversicherungsleistungen ab 

dem 1. Januar 2012 bestätigt und somit weitere Leistungen (inkl. 

Kostenübernahme für Heilbehandlungen) aus dem 

Unfallversicherungsgesetz (UVG; SR 832.20) abgelehnt hat.

2. a) Nach Art. 10 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung seiner Unfallfolgen. Bis zu welchem Zeitpunkt eine 

Heilbehandlung durch den Unfallversicherer zu gewähren ist, kann Art. 10 

UVG nicht entnommen werden. Dieser Zeitpunkt ergibt sich indessen aus 

Art. 19 UVG des zweiten Kapitels über Beginn und Ende der 

Invalidenrente, die, sofern die Voraussetzungen für deren Ausrichtung 

erfüllt sind, den vorübergehenden Leistungen folgt. Danach entsteht der 

Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten 

mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Abs. 1 erster Satz). Mit dem 

Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 

(Abs. 1 zweiter Satz). Nach konstanter Rechtsprechung heisst dies, der 

Versicherer hat – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung (und das 

Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der ärztlichen Behandlung 

noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 

werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

auf eine Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung abzuschliessen 

(BGE 134 V 109 E.4.1; Urteil des Bundesgerichtes 8C_403/ 2011 vom 11. 

Oktober 2011 E.3.1.1). Das Unfallversicherungsgesetz unterscheidet 

somit laut Art. 19 Abs. 1 UVG zwischen einer Behandlungs- und einer 

Rentenphase. Auch nach der Festsetzung einer Rente kann aber noch 

eine Heilbehandlung notwendig werden. Pflegeleistungen können 

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während des Rentenlaufs indessen nur gewährt werden, wenn die in Art. 

21 UVG genannten Vor-aussetzungen erfüllt sind (ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 277, 

373 und 382 ff.; Urteil des Bundesgerichtes 8C_1011/2010 vom 19. Mai 

2011 E.5.1). 

b) Strittig und zu klären ist hier einzig, ob sich ein weiterer Anspruch auf 

Heilbehandlung auf Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG stützen kann, da der 

Beschwerdeführer unzweifelhaft weder an einer Berufskrankheit (lit. a) 

oder an einem Rückfall bzw. an Spätfolgen (lit. b) des Unfallereignisses 

vom T._____ leidet, noch vollständig erwerbsunfähig ist (lit. d; vgl. Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_1011/2010 vom 19. Mai 2011 E.3.2). Nach dem 

Wortlaut des Art. 21 Abs. 1 UVG wird vorausgesetzt, dass die 

entsprechenden Leistungen nach der Festsetzung der Rente einem 

Bezüger ausgerichtet werden. Die Bestimmung gemäss lit. c bezieht sich 

demnach eindeutig auf Personen, die bereits eine Rente beziehen, aber 

noch erwerbsfähig sind, also einen Invaliditätsgrad zwischen 10 % und 

weniger als 100 %  aufweisen (bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit käme 

lit. d zur Anwendung). Diese Interpretation ergibt sich auch bei 

Konsultation der französischen und der italienischen Fassung von Art. 21 

Abs. 1 UVG (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_191/2011 vom 16. 

September 2011 E.5.2). Es ist jeweils – überall – von einer Situation nach 

der Rentenfestsetzung die Rede. Andere Interpretationsmöglichkeiten 

bestehen nicht. Zum gleichen Ergebnis ist auch die herrschende Lehre 

gelangt. Nach MAURER (a.a.O. S. 387) ist Art. 21 UVG nicht mehr 

anwendbar, sobald eine Rente eingestellt wird, weil sie z.B. 

revisionsweise aufgehoben wurde. Umso weniger besteht ein Anspruch 

einer versicherten Person, der gar nie eine Rente zugesprochen wurde, 

weil sie keine (oder nur eine sehr geringe von weniger als 10 %) 

Erwerbsunfähigkeit ausweist. In der Literatur wird gar noch präzisiert, 

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dass eine Rentenverfügung in Rechtskraft erwachsen sein müsse, um 

allenfalls Leistungen nach Art. 21 Abs. 1 UVG beanspruchen zu können 

(vgl. JEAN-MAURICE FRÉSARD/MARGRIT MOSER-SZELESS, in ULRICH MEYER 

[Hrsg.], Soziale Sicherheit, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht 

[SBVR], Bd. XIV, 2. Aufl., Basel 2007, N. 211 ff. S. 910 Fn. 373). Auch 

das ehemalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hatte schon 

mit Urteil U 368/01 vom 9. April 2002 E.7b/bb ausgeführt, dass 

Leistungen aufgrund von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG nicht in Frage kämen, 

weil dem Versicherten bis anhin gar keine Invalidenrente ausgerichtet 

werde. Ebenso bekräftigte das EVG im Urteil U 12/04 vom 28. Juli 2004 in 

E.3.2, ein Anspruch auf Heilbehandlungsmassnahmen nach Art. 21 Abs. 

1 lit. c UVG stehe nicht zur Diskussion, da dem Versicherten kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG zustehe. Damit bleibt für eine 

(teleologische) Interpretation des Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wonach eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers für den status quo erhaltende 

Heilbehandlung auch über den rentenausschliessenden Fallabschluss 

hinaus bestehe (wie vom Beschwerdeführer gefordert), kein Raum, was 

eine extensive Gesetzesinterpretation verbietet. Eine wirksame, 

zweckmässige und wirtschaftliche Heilbehandlung hat vielmehr die 

obligatorische Krankenpflegeversicherung gemäss Art. 32 des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) zu 

gewähren (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichtes 8C_191/2011 vom 16. 

September 2011 E.5.1 und E.5.3 in fine; sowie BGE 134 V 109 E.4.2).  

3. a) Im konkreten Fall gilt es zunächst in tatsächlicher Hinsicht festzuhalten, 

dass die ärztlichen/operativen Behandlungen nach dem Autounfall vom 

T._____ und der dabei zugezogenen Fussverletzung unbestritten sind 

und die darauf gewährten orthopädischen Massnahmen 

(Schuhzurichtungen, Spezialschuhe, Einlagen) medizinisch indiziert 

waren. Ebenfalls unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seit März 

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2011 wieder vollständig im angestammten Beruf als Physiotherapeut 

arbeitsfähig ist und ihm keine Invalidenrente gemäss UVG zugesprochen 

wurde.

b) Was den Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. Dezember 2011 gestützt 

auf Art. 19 Abs. 1 UVG betrifft und damit die angefochtene 

Leistungseinstellung per 1. Januar 2012 angeht, so gibt es an dieser 

Vorgehensweise – die zu Recht auch vom Beschwerdeführer nicht 

kritisiert wird - nichts auszusetzen, nachdem doch aktenkundig erstellt ist, 

dass der Spezialist Dr. med. D._____, Zentrum für Fusschirurgie an der 

Klinik E._____, die ärztliche Heilbehandlung mit Nachkontrolle vom 16. 

März 2011 für abgeschlossen bzw. beendet erklärte und festhielt, dass für 

den angestammten Beruf als Physiotherapeut keine Einschränkungen 

mehr bestünden (vgl. Bg/act. 108). Aus demselben Grunde schloss die 

IV-Stelle drei Monate später die bis dahin gewährten Massnahmen 

betreffend beruflicher Umschulung mit Verfügung vom 16. Juni 2011 ab. 

Zur Begründung wurde dabei klargestellt, dass der Beschwerdeführer die 

vor dem Unfall vom T._____ ausgeübte Tätigkeit als Physiotherapeut 

wieder ohne Einschränkungen, d.h. zu 100 % ausüben könne (vgl. Bg/act. 

109). Aufgrund dieser eindeutigen Ausführungen durfte die 

Beschwerdegegnerin aber auch ohne Weiteres davon ausgehen, dass 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten 

sei und deshalb der Fall aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht per 

Ende Jahr (2011) abgeschlossen werden könne. Damit ist auch der 

Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Heilbehandlungen nach Art. 

10 UVG dahingefallen (vgl. dazu auch vorne Erwägung 2a). 

c) Der Auffassung des Beschwerdeführers zur Auslegung von Art. 21 Abs. 1 

lit. c UVG – wie auch Art. 19 UVG – kann sich das Gericht nicht 

anschliessen. Der Wortlaut von Art. 21 UVG und die dazu entwickelte 

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Rechtsprechung des Bundesgerichts sind dazu eindeutig (vgl. vorne 

Erwägung 2b). Nach dieser konstanten Rechtsprechung setzt ein 

Anspruch auf Heilbehandlung im Sinne von Art. 21 UVG immer eine 

Rente voraus; eine solche wurde dem Beschwerdeführer vorliegend 

indessen unbestrittenermassen nicht zugesprochen. In beiden zitierten 

Bundesgerichtsurteilen (8C_191/2011 vom 16. September 2011 E.5 und 

8C_403/2011 vom 11. Oktober 2011 E.3) lag eine analoge Ausgangslage 

vor, da auch dort keine der versicherten Personen einen Anspruch auf 

eine Rente hatte. An dieser gefestigten Gerichtspraxis ändert auch der 

Hinweis des Beschwerdeführers auf die gesetzlichen Materialien (vgl. 

dazu Botschaft zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. 

August 1976, S. 191 f.) nichts, da sich daraus nichts ergibt, was die 

Auffassung des Beschwerdeführers tatsächlich stützen könnte. Ferner 

widerspricht die vom Beschwerdeführer dargelegte (teleologische) 

Auslegung auch dem klaren Wortlaut von Art. 21 UVG, und zwar 

unabhängig von der jeweils gewählten Landessprache (zu den 

Auslegungsmethoden: vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_35/2011 vom 

6. September 2011 E.5.1).

d) Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin somit den 

geltend gemachten Anspruch auf Übernahme der Heilbehandlungskosten 

über das Datum vom 1. Januar 2012 hinaus gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. 

c UVG zu Recht abgelehnt hat.

e) Die weitere Frage, ob die orthopädischen Schuhzurichtungen und 

Spezialschuhe durch Einlagen ersetzt werden können, ist damit nicht 

mehr fallrelevant. Die entsprechenden Stellungnahmen von Dr. med. 

D._____ vom 3. November 2011 (Bg/act. 118) und 29. Februar 2012 

(Bg/act. 121) sind deshalb für die Beurteilung der unfallbedingten 

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Heilungskostenübernahme ebenso wenig von Bedeutung, wie der Bericht 

der G._____ Orthotechnik vom 25. Oktober 2012 (Bg/act. 130). 

f) Dasselbe gibt auch hinsichtlich der Frage, ob und in welchem Umfang 

allenfalls ein anderer Versicherungsträger leistungspflichtig sein könnte. 

Zutreffend ist aber, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung 

keine Leistungen für Schuheinlagen erbringt. Unter Umständen wäre 

indes eine Kostenübernahme oder Kostenbeteiligung für Therapieschuhe 

durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung denkbar (vgl. Mittel- 

und Gegenstände-Liste [MiGeL] in Anhang 2 zur Verordnung über die 

Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung [KLV; SR 

832.112.31], Ziff. 23.01.04.00.1: Therapieschuh zur Stabilisation oder 

Stellungskorrektur/Vergütung siehe Pos. 23). Inwiefern allenfalls ein 

Anspruch gegenüber der Invalidenversicherung nach Art. 21 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und 

der Hilfsmittelliste (Anhang zur Verordnung über die Abgabe von 

Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [HVI; SR 831.232.51]) 

gemäss Ziff. 4 [Schuhwerk und orthopädische Schuheinlagen] besteht, 

kann ebenfalls nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens sein. 

Jedenfalls wird vom Beschwerdeführer nicht belegt, dass kein anderer 

Sozialversicherungsträger Leistungen für die orthopädischen 

Massnahmen erbringt.

g) Als nicht erforderlich erweist sich hier auch die Zeugeneinvernahme von 

G._____, weil er seine Auffassung bereits schriftlich im Bericht vom 25. 

Oktober 2012 (Bg/act. 130) kundtat und somit keine gegenteilige 

mündliche Zeugenaussage zu erwarten ist. Im Übrigen könnte seine 

persönliche Einvernahme vor Gericht nichts am Schlussergebnis (vgl. 

vorne E. 3d) ändern. Gleiches gilt auch für das eventualiter beantragte 

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Gutachten zur medizinischen Notwendigkeit der Heilbehandlung für den 

Erhalt der Arbeitsfähigkeit.

4. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2012 ist 

demnach rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde vom 19. 

November 2012 führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht überdies kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).   

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 29. 

Oktober 2013 abgewiesen (8C_591/2013).