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**Case Identifier:** 3e2d9631-ae66-56eb-a038-4de4ecd84d6d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-10
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 10.11.2025 WBE.2024.305
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2024-305_2025-11-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2024.305 / sr / wm 
(2024-000801)  

Art. 97 

 

 

Urteil vom 10. November 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang  

Verwaltungsrichterin Schöb  

Gerichtsschreiberin Ruchti      

 

 
   

Beschwerde-

führerin 1.1 

 A._____,   

 

Beschwerde-

führer 1.2 

 B._____,  

 

beide vertreten durch MLaw Nina Menzi, Rechtsanwältin, 

Laurenzenvorstadt 21, Postfach, 5001 Aarau 1   

 

gegen 

 
   

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____,    

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

(Bienenhäuser/Gebühren) 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 26. Juni 2024 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Am 6. März 1973 erteilte der Gemeinderat R._____ C._____ ohne die dafür 

erforderliche Zustimmung der kantonalen Fachstelle für Gewässerschutz 

die Baubewilligung für den Neubau von zwei "Bienenhäusern" (ein Haus 

für Bienen und ein Haus für Gerätschaften) auf der ausserhalb der Bauzone 

gelegenen damaligen Parzelle Nr. aaa (zwischenzeitlich Parzelle Nr. bbb; 

heute, nach der Fusion der Gemeinden R._____ und Q._____ per 

1. Januar 2022, Parzelle Nr. ccc). Die kommunal bewilligten Bauten 

wurden im Jahr 1973 erstellt. 

 

2. 

Mit Mail vom 1. Juli 2019 bat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt 

(BVU), Abteilung für Baubewilligungen, den Gemeinderat R._____, bei den 

heutigen Eigentümern der Parzelle Nr. ccc (vormals Nr. bbb), A._____ und 

B._____, ein nachträgliches Baugesuch unter anderem für die beiden 

Bienenhäuser einzufordern. Nach diversen Korrespondenzen fand am 

4. November 2021 ein Augenschein vor Ort statt, in dessen Folge ver-

einbart wurde, dass für die beiden Bienenhäuser einerseits und die beim 

Augenschein begutachteten bewilligungspflichtigen Umgebungsgestal-

tungselemente andererseits zwei separate Baugesuche eingereicht wer-

den dürfen. Das Baugesuch für die ersteren reichten A._____ und B._____ 

am 10. Januar 2023 bei der Bauverwaltung der Gemeinde Q._____ ein, die 

es am 30. Januar 2023 an die Abteilung für Baubewilligungen weiterleitete. 

 

3. 

Am 23. Februar 2023 verfügte die Abteilung für Baubewilligungen in Bezug 

auf die beiden Bienenhäuser: 

 

Dem Bauvorhaben wird bezüglich der kantonalen Prüfbelange unter fol-
genden Auflagen zugestimmt: 
 
1. 
Wird die Bienenhaltung nicht innert zwei Jahren wieder aufgenommen 
bzw. später wieder aufgegeben, sind die Bauten zu beseitigen, wenn bis 
zu diesem Zeitpunkt keine rechtskräftige Baubewilligung für eine neue Nut-
zung vorliegt. Nutzungsänderungen sind baubewilligungspflichtig. 
 
2. 
Die vorstehende Eigentumsbeschränkung gemäss Ziffer 1 ist im Grund-
buch der Parzelle Nr. ccc anzumerken. Die Abteilung für Baubewilligungen 
veranlasst die Anmerkung nach Rechtskraft der Baubewilligung auf Kosten 
der Gesuchsteller. 

 

 - 3 - 

 

 

Gleichentags erliess die Abteilung für Baubewilligungen eine Gebührenver-

fügung über Fr. 565.00 (Behandlungsgebühr Fr. 400.00; Grundbuchan-

merkung Kosten Grundbuchamt Fr. 150.00; Unkostenpauschale 

Fr. 15.00). 

 

4. 

Diese Verfügung wurde zum integrierenden Bestandteil des Bauentscheids 

(Protokollauszug) des Gemeinderats Q._____ vom 16. März 2023 erklärt 

und A._____ und B._____ zusammen mit diesem eröffnet.  

 

B. 

1. 

Gegen beide Entscheide erhoben A._____ und B._____ am 14. April 2023 

Beschwerde beim Regierungsrat und stellten in der Sache die folgenden 

Anträge: 

 

1. 
Die Auflagen in Ziffern 1. und 2. des Entscheids des Departements Bau, 
Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baubewilligungen) vom 23. Februar 
2023 betreffend das Baugesuch BVUAFB.23.269 seien aufzuheben. 
 
2. 
Demzufolge seien die Ziffern 1. und 2. des Entscheids des Gemeinderates 
Q._____ vom 16. März 2023 betreffend das Baugesuch 2023-0002 anzu-
passen, sodass der Verweis auf die aufzuhebenden Auflagen im kantona-
len Entscheid entfällt. 
 
3. 
Demzufolge sei Ziffer 3. des Entscheids des Gemeinderates Q._____ vom 
16. März 2023 betreffend das Baugesuch 2023-0002 aufzuheben. 
 
4. 
Demzufolge sei die Position "Grundbuchanmerkung Kosten Grundbuch-
amt", ausmachend CHF 150.00, in der Gebührenverfügung des Departe-
ments Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baubewilligungen) vom 
23. Februar 2023 aufzuheben. 
 
5. 
Es sei die Position "Unkostenpauschale AFB", ausmachend CHF 15.00, in 
der Gebührenverfügung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (Ab-
teilung für Baubewilligungen) vom 23. Februar 2023 aufzuheben. 
 
6. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

2. 

An der Sitzung vom 26. Juni 2024 beschloss der Regierungsrat (RRB 

Nr. 2024-000801): 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 

 - 4 - 

 

 

2. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Staatsge-
bühr von Fr. 2'000.– sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen von 
Fr. 228.90, total Fr. 2'228.90, werden den Beschwerdeführenden A._____ 
und B._____ unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Unter Be-
rücksichtigung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– haben 
sie noch Fr. 228.90 zu bezahlen. 
 
3. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

C. 

1. 

Diesen Regierungsratsbeschluss liessen A._____ und B._____ mit 

Beschwerde vom 29. August 2024 beim Verwaltungsgericht anfechten, mit 

den Anträgen in der Sache: 

 

1. 
Es sei der Regierungsratsbeschluss Nr. 2024-000801 aufzuheben und wie 
folgt neu zu entscheiden: 
 
1.1. 
Es seien die Auflagen in Ziffern 1. und 2. des Entscheids des Departe-
ments Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baubewilligungen) vom 
23. Februar 2023 betreffend das Baugesuch BVUAFB.23.269/2023-0002 
aufzuheben. Demzufolge … 
 
1.1.1. 
seien Ziffern 1. und 2. des Entscheids des Gemeinderates Q._____ vom 
16. März 2023 betreffend das Baugesuch 2023-0002 anzupassen, sodass 
der Verweis auf die aufzuhebenden Auflagen im kantonalen Entscheid ent-
fällt; 
 
1.1.2. 
sei Ziffer 3. des Entscheids des Gemeinderates Q._____ vom 16. März 
2023 betreffend das Baugesuch 2023-0002 aufzuheben; 
 
1.1.3. 
sei die Position "Grundbuchanmerkung Kosten Grundbuchamt", ausma-
chend CHF 150.00, in der Gebührenverfügung des Departements Bau, 
Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baubewilligungen) vom 23. Februar 
2023 aufzuheben. 
 
Im Übrigen sei die nachträglich erteilte Baubewilligung zu bestätigen. 
 
1.2. 
Vorinstanzlicher Kostenentscheid: 
 
1.2.1. 
Es seien die regierungsrätlichen Verfahrenskosten von CHF 2'228.90 den 
Vorinstanzen aufzuerlegen bzw. auf die Staatskasse zu nehmen. 
 
1.2.2. 
Es seien die Vorinstanzen zu verpflichten, den Beschwerdeführern für die 
im regierungsrätlichen Verfahren entstandenen Parteikosten eine ange-

 - 5 - 

 

 

messene Parteientschädigung zu bezahlen bzw. es sei eine solche aus 
der Staatskasse zu bezahlen. 
 
2. 
Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 
 
3. 
Alles unter ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

In prozessualer Hinsicht stellten die Beschwerdeführer unter anderem An-

trag auf Sistierung des vorliegenden Verfahrens bis zum Inkrafttreten des 

revidierten Raumplanungsgesetzes und seiner Ausführungsbestimmun-

gen, mit welchen eine Verjährung bzw. Verwirkung der Pflicht zur Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustands ausserhalb der Bauzonen einge-

führt wird, eventualiter vorerst bis zum 1. Juli 2025. 

 

2. 

Mit Eingabe vom 11. Oktober 2024 (Protokollauszug der Sitzung vom 

10. Oktober 2024) verzichtete der Gemeinderat Q._____ auf eine Be-

schwerdeantwort. 

 

Der Rechtsdienst des Regierungsrats beantragte mit Beschwerdeantwort 

vom 15. Oktober 2024 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (inklu-

sive des Sistierungsantrags). 

 

3. 

Mit Verfügung vom 11. Dezember 2024 wies der instruierende Verwal-

tungsrichter das Sistierungsgesuch der Beschwerdeführer ab. 

 

4. 

Auf die dagegen von den Beschwerdeführern eingereichte Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 14. Januar 2025 trat das Bun-

desgericht, I. öffentlich-rechtliche Abteilung, mit Urteil 1C_16/2025 vom 

2. Mai 2025 nicht ein. 

 

5. 

Im weiteren Schriftenwechsel (Replik vom 30. Juli 2025; Duplik vom 

5. September 2025; Triplik vom 31. Oktober 2025) hielten die Beschwerde-

führer und der Rechtsdienst des Regierungsrats an ihren Anträgen fest.  

 

D. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (§ 7 

des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; SAR 

155.200]). 

 

 - 6 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (§ 61 Abs. 3 

der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Der ange-

fochtene Entscheid des Regierungsrat ist verwaltungsintern letztinstanz-

lich. Das Verwaltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten. 

 

3. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen gerügt 

werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessenskontrolle ist dagegen ausge-

schlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1. 

Die Beschwerdeführer sind Eigentümer der Parzelle Nr. ccc Q._____ mit 

einer Fläche von 3'144 m2. Diese liegt in der Landwirtschaftszone (Grund-

nutzungszone) und wird im Umfang von 99% (= 3'113 m2) von der Land-

schaftsschutzzone gemäss § 13 der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der 

Gemeinde R._____ vom tt.mm.jjjj überlagert. Ein Anteil von 94,8% bzw. 

2'981 m2 der Parzelle ist als Naturschutzzone Kulturland bzw. Magerwiese 

gemäss § 11 BNO ausgeschieden. In diesen Bereichen (Land-

schaftsschutzzone und Naturschutzzone Kulturland) befinden sich die Ge-

bäude Nrn. fff und hhh (sog. "Bienenhäuser"). 

 

In den erwähnten Zonen gilt ein grundsätzliches Verbot für Bauten, Anla-

gen und Terrainveränderungen (vgl. §§ 11 Abs. 2 und 13 Abs. 1 BNO). Da-

von ausgenommen sind in der Landschaftsschutzzone namentlich kleinere 

Terrainveränderungen bis 80 cm, Bienenhäuschen und betriebsnotwendi-

ge Installationen, wenn sie auf den Standort angewiesen sind und keine 

überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen (vgl. § 13 Abs. 3 

BNO). Für die Naturschutzzone Kulturland regelt die BNO keine Ausnah-

men vom Bauverbot. Allerdings gehen kommunale und kantonale Bauver-

bote den bundesrechtlichen Bestimmungen zur Bewilligung von (nicht land-

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wirtschaftlichen) Bauten ausserhalb der Bauzone nach den Art. 24 ff. des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumpla-

nungsgesetz, RPG; SR 700) nicht zwingend vor, sind aber jedenfalls im 

Rahmen der darin vorgeschriebenen Interessenabwägungen (vgl. Art. 24 

lit. b, Art. 24c Abs. 5, Art. 24d Abs. 3 lit. e, Art. 24e Abs. 5 RPG) als einem 

Bauvorhaben entgegenstehendes öffentliches Interesse zu berücksichti-

gen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_485/2022 vom 21. April 2023, 

Erw. 4.3.1 f.). 

 

Für die beiden Bienenhäuser liegt bereits eine kommunale Baubewilligung 

vom 6. März 1973 (Vorakten, act. 8 und act. 20, Beilage 5) vor, deren Gül-

tigkeit allerdings wegen fehlender vorgängiger Zustimmung einer kantona-

len Behörde für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone umstritten 

ist. 

 

2. 

2.1. 

Die Beschwerdeführer rügen eine fehlerhafte Rechtsanwendung von Bau- 

und Raumplanungsvorschriften durch die Vorinstanzen, mit denen die 

nachträgliche Bewilligungspflicht und die Bewilligungsfähigkeit der Bienen-

häuser nur unter der Bedingung der Wiederaufnahme der Bienenhaltung 

sowie die bedingt angeordnete Beseitigung der Bienenhäuser für den Fall 

der Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung und der Nichtbewilligung 

einer anderweitigen Nutzung (innerhalb von zwei Jahren) begründet wurde. 

Obendrein soll die Vorinstanz den Sachverhalt falsch bzw. unvollständig 

festgestellt sowie den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Ge-

hör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]) verletzt haben, insbesondere 

durch eine angebliche Verletzung der daraus fliessenden behördlichen Be-

gründungspflicht. Auf diese formellen Rügen ist vorab einzugehen. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Verschiedentlich bemängeln die Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz 

Äusserungen oder Belege ihrerseits in den Erwägungen des angefochte-

nen Entscheids nicht oder nur ungenügend berücksichtigt und gewürdigt 

habe (Beschwerde, S. 15 Rz. 31; S. 19 Rz. 39–39.2, S. 22 Rz. 45 f.).  

 

2.2.2. 

Die aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende behördliche Begründungspflicht ver-

langt indessen nicht, dass sich eine Behörde mit allen von einer Partei vor-

gebrachten Argumenten auseinandersetzt. Um den Vorgaben von Art. 29 

Abs. 2 BV zu genügen, muss die Begründung so abgefasst sein, dass sich 

die betroffenen Personen über die Tragweite des angefochtenen Ent-

scheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 

höhere Instanz weiterziehen können. Dabei kann sich die Behörde auf die 

 - 8 - 

 

 

für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken und muss sich nicht 

mit allen Parteistandpunkten explizit und einlässlich befassen (statt vieler: 

BGE 150 III 1, Erw. 4.5; 146 II 335, Erw. 5.1; 138 I 232, Erw. 5.1; je mit Hin-

weisen; Urteil des Bundesgerichts 1C_229/2024 vom 11. April 2025, 

Erw. 4.1). 

 

Diesen Begründungsanforderungen genügt der vorinstanzliche Entscheid 

allemal. Einer Auseinandersetzung mit der (unqualifizierten) Behauptung 

der Beschwerdeführer, der von der Vorinstanz zitierte, aus dem Jahr 1978 

stammende BGE 104 Ib 374 entspreche hinsichtlich des kantonalen Zu-

stimmungserfordernisses für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone 

nicht der Rechtslage im Jahr 1973 bedurfte es dafür nicht, zumal das Zitat 

der Vorinstanz als Belegstelle dafür diente, dass Art. 20 aGSchG, der 

schon seit dem 1. Juli 1972 in Kraft und wirksam war (auch wenn die zu-

ständige kantonale Fachstelle für Gewässerschutz erst in später in Kraft 

getretenen kantonalen Ausführungsbestimmungen bestimmt wurde), auch 

für Bauten und Anlagen ohne (nennenswerten) Abwasseranfall gilt; dies 

zur Entkräftung der Stichhaltigkeit der Argumentation der Beschwerdefüh-

rer, wonach in den Bienenhäuser nur wenig Abwasser angefallen sei. Auch 

brauchte die Vorinstanz nicht näher auf die Fehleinschätzung der Be-

schwerdeführer und die dazu gegebene Begründung einzugehen, dass die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ausserhalb der Bauzone 

keine Verwirkungsfrist für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands gilt (BGE 147 II 309), auf den vorliegenden Fall wegen einer nicht 

vergleichbaren Ausgangslage nicht anwendbar sei. Es ergibt sich aus den 

vorinstanzlichen Erwägungen ohne weiteres, dass diese Argumentation 

nicht für stichhaltig erachtet wurde. Ebenso ist daraus ableitbar, dass die 

Vorinstanz im über 50-jährigen Bestand der Bienenhäuser keinen Vertrau-

enstatbestand erkannte, der zumindest eine längere Wiederherstellungs-

frist oder eine Entschädigung für gutgläubig getätigte und nutzlos gewor-

dene Investitionen hätte nach sich ziehen müssen. Die angeblich unzutref-

fende vorinstanzliche Sichtweise, dass Baubewilligungen mit Nebenbe-

stimmungen bereits nach dem Baugesetz vom 2. Februar 1971 (aBauG; 

AGS Band 8, S. 125 ff.) möglich gewesen seien, bildet, selbst wenn die 

Aussage als zu unspezifisch gerügt wird, keinen Gehörsmangel, sondern 

betrifft die Begründetheit der vorliegenden Beschwerde. Weshalb die Vor-

instanz die Kann-Vorschrift in § 44 Abs. 1 BauG (und Art. 16b Abs. 2 RPG) 

anwandte, hat sie in Erw. 2.4 des angefochtenen Entscheids sehr wohl be-

gründet (vgl. dazu auch Erw. 4.3.1 hinten). Eine sachgerechte Anfechtung 

des vorinstanzlichen Entscheids war den Beschwerdeführern demnach 

trotz ihrer Beanstandungen bestens gewährleistet. Mit ihrer gegenteiligen 

Haltung überspannen sie die Anforderungen an die behördliche Begrün-

dungspflicht. 

 

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2.3. 

Als Zwischenfazit ist festzuhalten, dass die Vorinstanz keine Gehörsverlet-

zungen begangen hat. 

 

3. 

3.1. 

In der Sache werfen die Beschwerdeführer der Vorinstanz zunächst eine 

unrichtige und unvollständige bzw. lückenhafte Feststellung des Sachver-

halts vor, die Folgen für die Beurteilung des Falles und den Verfahrensaus-

gang haben soll. 

 

So soll die Vorinstanz das Prozedere, welches zur Bewilligung der Bienen-

häuser am 6. März 1973 geführt habe, unvollständig und dadurch verzer-

rend wiedergegeben haben. Sie lasse folgende Begebenheiten unerwähnt: 

(1) eine Begehung der streitbetroffenen Parzelle vom 20. Dezember 1972 

mit Vertretern der kantonalen Landwirtschaftsdirektion zwecks Beurteilung 

der Zulässigkeit der Abparzellierung im Hinblick auf den projektierten Bau 

der Bienenhäuser und die entsprechende Gestaltung der Umgebung; (2) 

die Einreichung eines Baugesuchs bei der zuständigen Stelle für die zwei 

Bienenhäuser durch C._____ sel. (Voreigentümer und Rechtsvorgänger 

der Beschwerdeführer) am 4. Januar 1973, im guten Vertrauen auf eine 

ordnungsgemässe behördliche Behandlung; (3) die öffentliche Auflage des 

Baugesuchs vom 12. Januar 1973 bis 31. Januar 1973; (4) das Ausbleiben 

von Einsprachen gegen das Bauvorhaben, auch seitens des darüber 

informierten Kantons; (5) die ordnungsgemäss durchgeführte Bauab-

nahme; (6) die amtliche Vermessung der Gebäude mitsamt ihrer Umge-

bung durch kantonale Stellen und die Eintragung im Grundbuch sowie in 

sämtlichen Kataster- und Zonenplänen; (7) die Prüfung und Gutheissung 

dieser Unterlagen im Rahmen der Güterregulierung und Grundbuchberei-

nigung im Jahr 1989 durch den Regierungsrat; (8) die Auflistung der Bie-

nenhäuser im Güterbogen des Jahres 1996; (9) die Durchführung von Im-

kereikursen in den Bienenhäusern im Auftrag des Kantons seit 1976 und 

die Bewilligung der Nutzung der Bienenhäuser als Belegstation. 

 

Die Beschwerdeführer stören sich ferner daran, dass im angefochtenen 

Entscheid auch die beim Augenschein vom 4. November 2021 besichtigten 

Umgebungsgestaltungselemente erwähnt werden, die Gegenstand des 

Parallelverfahrens (vor Verwaltungsgericht WBE.2024.306) bildeten und 

somit ausserhalb des Streitgegenstands des vorliegenden Verfahrens lä-

gen. 

 

Unzutreffend sei sodann die vorinstanzliche Feststellung, dass in den Bie-

nenhäusern jemals 100 Bienenvölker gehalten worden seien, was an die-

sem Ort technisch unmöglich wäre. Es seien nie mehr als 30 Bienenvölker 

gehalten worden. Diesbezüglich habe sich ein Fehler in das Protokoll des 

Augenscheins vom 4. November 2021 (Vorakten WBE.2024.306, act. 22, 

 - 10 - 

 

 

Beilage 4) eingeschlichen. Auch spreche die Vorinstanz zu Unrecht von 

einer ungewöhnlichen Dimension des grösseren Bienenhauses. Im glei-

chen Inspektoratskreis fänden sich noch grössere Bienenstände. Exempla-

risch dafür werde auf den Stand AGhhh auf der Parzelle Nr. ddd Q._____ 

und AGiii auf der Parzelle Nr. eee S._____ verwiesen. Die Dimen-

sionierung habe dem Standard im Errichtungszeitpunkt entsprochen. Kurse 

seien in den streitgegenständlichen Bienenhäuser erst ab 1976 durchge-

führt worden. Diese Tätigkeit sei somit für die Dimensionierung der Bienen-

häuser nicht ausschlaggebend gewesen. Vielmehr sei die Anlagengrösse 

den praktischen Erfordernissen im Zusammenhang mit der Bienenhaltung 

und Honigproduktion geschuldet.  

 

Aktenwidrig und falsch sei schliesslich die Feststellung der Vorinstanz, wo-

nach es bereits im Jahr 1973 üblich gewesen sei, die Bewilligung von Bie-

nenständen an Nebenbestimmungen betreffend die Aufnahme und Fort-

führung der Bienenhaltung zu knüpfen. Für eine derartige Praxis gebe es 

keinen Nachweis. Dagegen spreche, dass das Gewässerschutzgesetz 

vom 8. Oktober 1971 (altes Gewässerschutzgesetz, aGSchG; AS 1972 

950) erst am 1. Juli 1972 in Kraft getreten sei. In diesem kurzen Zeitraum 

hätte sich noch keine entsprechende Praxis ausbilden können. Der vorma-

lige Eigentümer der streitbetroffenen Parzelle Nr. ccc, C._____ sel., habe 

mehrere Bienenstände betrieben. Auf keinem davon habe ein Beseiti-

gungsvorbehalt gelastet. Auch den Notaren, die mit der Abparzellierung 

und später mit der Übertragung der Parzelle Nr. ccc auf die Beschwerde-

führer befasst gewesen seien, seien Beseitigungsvorbehalte aus der dama-

ligen Zeit unbekannt, was Dr. iur. D._____ an einer (Zeugen-)Befragung 

bestätigen könnte. Auch andere angefragte Imker wüssten nichts von 

angeblichen Beseitigungsvorbehalten, die auf ihren Bienenständen laste-

ten. Es gebe im Kanton Aargau zahlreiche unbesetzte Bienenstände, was 

schon ein Blick in die Fachkarte "Bienenstandorte" auf dem Geoportal des 

Aargauischen Geografischen Informationssystems (AGIS) zeige. Dies las-

se sich durch einen hiermit beantragten Augenschein überprüfen. Daraus 

ergebe sich unzweideutig, dass diesbezüglich ebenfalls keine Beseiti-

gungsvorbehalte bestünden. 

 

3.2. 

Inwiefern diese Umstände für die Beurteilung des vorliegenden Falles 

rechtserheblich sein sollen, ist nicht ersichtlich. 

 

Für die Beurteilung der Gültigkeit der Baubewilligung vom 6. März 1973 

spielen die von den Beschwerdeführern geschilderten Begleitumstände im 

Vorfeld, anlässlich und im Nachgang der Bewilligungserteilung von vornhe-

rein keine Rolle. Ein allfälliges berechtigtes Vertrauen des vormaligen Ei-

gentümers der Parzelle Nr. ccc in die Gültigkeit der Baubewilligung (auch 

gestützt auf die Bauabnahme oder die spätere jahrzehntelange behördliche 

Duldung des Bauwerks) könnte unter Umständen einer unbedingten Besei-

 - 11 - 

 

 

tigungsanordnung der Bienenhäuser erfolgreich entgegengehalten wer-

den, die aber hier nicht zur Beurteilung steht. Vielmehr wurde die Beseiti-

gung nur bedingt für den Fall der Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung 

und der Nichtbewilligung einer anderweitigen Nutzung der Bienenhäuser 

innert der vorgesehenen Frist von zwei Jahren angeordnet. Ein berechtig-

tes Vertrauen der Eigentümerschaft in den Fortbestand der Bienenhäuser 

auch noch nach Aufgabe der Bienenhaltung und Aufnahme einer ander-

weitigen (nicht bewilligungsfähigen) Nutzung besteht indessen nicht und 

kann weder durch die Baubewilligung vom 6. März 1973 selbst noch die 

geschilderten Begleitumstände der Bewilligungserteilung belegt werden. 

 

Gänzlich irrelevant für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache sind die 

Anlagengrösse im Vergleich mit anderen Bienenständen und das Ausmass 

der früheren Bienenhaltung (Anzahl Bienenvölker).  

 

Es tut schliesslich auch nichts zur Sache, ob bereits im Zeitpunkt der Ertei-

lung der Baubewilligung vom 6. März 1973 eine Praxis der (kantonalen) 

Behörden bestand, Bienenstände nur mit einem an die Fortführung der Bie-

nenhaltung geknüpften Beseitigungsvorbehalt zu bewilligen. Wie noch zu 

zeigen sein wird (siehe Erw. 4.3.3.3 hinten), bestand auf jeden Fall schon 

nach damaligem und erst recht nach heute geltendem Recht die Möglich-

keit, einen solchen Beseitigungsvorbehalt auch noch im Nachgang zu einer 

allenfalls bereits erteilten gültigen Baubewilligung vorzusehen, was für die 

Beurteilung der vorliegenden Streitsache allein ausschlaggebend ist.  

 

3.3. 

Insgesamt hat die Vorinstanz den für die Beurteilung des vorliegenden Fal-

les rechtserheblichen Sachverhalt zutreffend festgestellt und zusammen-

gefasst. Eine Erwähnung weiterer Einzelheiten im Zusammenhang mit dem 

Baubewilligungsverfahren für die Bienenhäuser im Jahr 1973 sowie die da-

zugehörige Einordnung des jeweiligen Kenntnisstands der Behörden wa-

ren und sind für die Zwecke des vorliegenden Verfahrens erlässlich. Damit 

erweist sich die Sachverhaltsrüge als unbegründet. 

 

4. 

4.1. 

Die rechtlichen Einschätzungen der Vorinstanz beanstanden die Be-

schwerdeführer zum einen bezüglich der Bewilligungspflicht der Bienen-

häuser, mit der Begründung, diese seien bereits am 6. März 1973 gültig 

bewilligt worden. Zum anderen halten die Beschwerdeführer die Bienen-

häuser für nachträglich bewilligungsfähig. Zumindest dürfe dafür kein Be-

seitigungsvorbehalt (nachträglich) angebracht werden; der Anspruch der 

kantonalen Behörden auf Durchführung eines nachträglichen Baubewilli-

gungsverfahrens (und Erlass einer bedingten Restitutionsanordnung) sei 

nach über 50-jährigem Bestand der Bienenhäuser und ebenso langer Dul-

dung durch die kantonalen Behörden verwirkt, schon infolge Zeitablaufs, 

 - 12 - 

 

 

aber auch aus Gründen des Vertrauensschutzes (Art. 5 Abs. 3 und 9 BV; 

§ 2 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Aargau vom 25. Juni 1980 [Kan-

tonsverfassung, KV; SAR 110.000]; § 4 Abs. 1 VRPG).  

 

4.2. 

4.2.1. 

Zur Begründung der Bewilligungspflicht der Bienenhäuser führte die Vorin-

stanz in Erw. 1 des angefochtenen Entscheids aus, gemäss § 129 Abs. 1 

aBauG seien in den Land- und Forstwirtschaftsgebieten Bauten zulässig 

gewesen, die der ordentlichen Bewirtschaftung von Feld und Wald, der Auf-

zucht von Tieren und Pflanzen sowie der Futterproduktion dienten. Bauten 

zu anderen Zwecken hätten nur ausnahmsweise und aus wichtigen Grün-

den bewilligt werden dürfen, soweit es die öffentlichen Interessen gestattet 

hätten (§ 129 Abs. 2 Satz 1 aBauG). Ein Bauvorhaben sei den öffentlichen 

Interessen namentlich zuwidergelaufen, wenn es unter anderem die natür-

liche Eigenart der Landschaft beeinträchtigt oder die ober- oder unterirdi-

schen Gewässer gefährdet habe (§ 129 Abs. 2 lit. a und c aBauG).  

 

Die Anwendung dieser Bestimmungen habe dem Gemeinderat oblegen, 

der aber Baubewilligungen ausserhalb des Baugebiets nur mit Zustimmung 

des damaligen Baudepartements (heute: BVU) habe erteilen dürfen (ERICH 

ZIMMERLIN, Baugesetz des Kantons Aargau vom 2. Februar 1971, 2. Aufla-

ge, Aarau 1985, N. 4c zu § 129). § 152 aBauG, auf welchen der Gemein-

derat R._____ die Baubewilligung vom 6. März 1973 abgestützt habe, habe 

in Abs. 2 und 3 die Zustimmung kantonaler und eidgenössischer Behörden 

explizit vorbehalten. Dieser Zustimmungsvorbehalt habe Baugesuche mit 

Auswirkungen auf Landschaft, Verkehr und Gewässer, einschliesslich 

Grundwasser betroffen (§ 152 Abs. 2 lit. a–c aBauG; ZIMMERLIN, a.a.O., 

N. 7a zu § 152). Insbesondere für sämtliche Bauten und Anlagen ausser-

halb des Baugebiets sowie deren Zweckänderung sei die Zustimmung des 

Baudepartements erforderlich gewesen (ZIMMERLIN, a.a.O., N 7b zu 

§ 152). Bienenhäuser seien entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-

rer schon damals bewilligungspflichtige Bauten gewesen (vgl. § 10 Abs. 1 

aBauG).  

 

Die Notwendigkeit einer kantonalen Zustimmung für Bauten im Nichtbau-

gebiet habe sich seit dem Inkrafttreten des aGSchG am 1. Juli 1972 auch 

aus dessen Art. 20 ergeben. Danach hätten Baubewilligungen für Gebäude 

ausserhalb des im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenzten Gebiets 

nur mit einem Bedürfnisnachweis, Festlegung der Ableitung und Reinigung 

des Abwassers oder einer anderen zweckmässigen Abwasserbeseitigung 

und Zustimmung der kantonalen Fachstelle für Gewässerschutz erteilt wer-

den dürfen. Dies habe auch für Bauten gegolten, in denen kein Abwasser 

angefallen sei (vgl. BGE 104 Ib 374, insbesondere Erw. 1b S. 376). 

 

 - 13 - 

 

 

Da die erforderliche Zustimmung des kantonalen Baudepartements für die 

Baubewilligung vom 6. März 1973 betreffend die Bienenhäuser nicht vor-

gelegen habe, leide diese Baubewilligung an einem schwerwiegenden 

Mangel, der gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung deren Nichtig-

keit zur Folge habe (vgl. BGE 111 Ib 213, Erw. 5; Urteil des Bundesgerichts 

1C_655/2015, 1C_17/2106, 1C_27/2016 vom 16. November 2016). Ent-

sprechend sei in einem nachträglichen Baubewilligungsverfahren zu klä-

ren, ob die kantonale Zustimmung wenigstens nachträglich erteilt werden 

könne. Die Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens 

sei entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer aufgrund des 50-jähri-

gen Bestands der ausserhalb der Bauzone gelegenen Bienenhäuser nicht 

verwirkt. Dies habe das Bundesgericht im amtlich publizierten Leitentscheid 

BGE 147 II 309 geklärt. Demnach sei es auch heute, nach Ablauf von über 

30 Jahren seit Errichtung der Bauten noch möglich, die kantonale Zustim-

mung zu verweigern und die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands anzuordnen oder Bedingungen und Auflagen zu formulieren, unter 

denen dem Bauvorhaben zugestimmt und auf einen Rückbau verzichtet 

werden könne. Sei die Bauherrschaft gutgläubig gewesen und habe die 

Baubehörde durch ihr langjähriges Nichteinschreiten (ausnahmsweise) ei-

nen Vertrauenstatbestand geschaffen, sei dem durch die Ansetzung einer 

längeren Wiederherstellungsfrist oder eine Entschädigung für gutgläubig 

getätigte Investitionen Rechnung zu tragen. 

 

Aus der noch nicht in Kraft getretenen RPG-Revision vom 29. September 

2023 (BBl 2023 2488), wonach der Anspruch auf Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands auch für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bau-

zone nach Ablauf von 30 Jahren verwirke, könnten die Beschwerdeführer 

nicht profitieren, da dieses Regelung keine (negative) Vorwirkung entfalte 

und somit weiterhin das geltende Recht anzuwenden sei, das für Bauten 

ausserhalb der Bauzone keine Verwirkungsfrist für die Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands statuiere. 

 

4.2.2. 

Die Beschwerdeführer widersetzen sich der vorinstanzlichen Auffassung, 

wonach die Baubewilligung vom 6. März 1973 nichtig sei. Im Bewilligungs-

zeitpunkt habe kein kantonaler Zustimmungsvorbehalt bestanden. Gegen-

teiliges ergebe sich auch nicht aus dem von der Vorinstanz zitierten 

BGE 104 Ib 374, der erst im Jahr 1978 ergangen sei und daher ohnehin 

keine Aussagekraft für die Rechtslage im Jahr 1973 besitze. Darauf sei der 

Regierungsrat nicht eingegangen. Die fehlende Auseinandersetzung mit 

dem entsprechenden Einwand der Beschwerdeführer stelle eine Verlet-

zung des Gehörsanspruchs durch Missachtung der behördlichen Begrün-

dungspflicht dar. Wenn überhaupt habe sich der kantonale Zustimmungs-

vorbehalt im Jahr 1973 ausschliesslich auf die Belange des Gewässer-

schutzes bezogen, was der Regierungsrat mit seinen Ausführungen zu 

Art. 20 aGSchG gleich selbst bestätigt habe. Die Bienenhäuser hätten – 

 - 14 - 

 

 

wie schon im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt – nur wenig Abwasser 

produziert, das ordnungsgemäss in einem Tank gesammelt worden sei, 

den man regelmässig entleert habe. Aus gewässerschutzrechtlicher Sicht 

seien die Bienenhäuser somit vorbehaltlos zustimmungsfähig und -pflichtig 

gewesen. Nichtigkeit sei sodann auch gemäss vorinstanzlicher Sichtweise 

nur anzunehmen, wenn die kantonale Zustimmung auch nachträglich nicht 

erteilt werden könne. Selbst wenn man also von einem bereits im Jahr 1973 

bestehenden kantonalen Zustimmungsvorbehalt ausginge, wäre dieser 

Mangel durch die nachträgliche Zustimmung der Abteilung für Baubewilli-

gungen zu den Bienenhäusern geheilt worden. 

 

Die Annahme der Vorinstanz, wonach das Recht auf Durchführung eines 

nachträglichen Baubewilligungsverfahrens auch nach über 30-jährigem 

Bestand der Bienenhäuser nicht verwirkt sei, unter Verweis auf 

BGE 147 II 309, sei mit Blick auf die Spezialitäten des vorliegenden Falles 

und die absehbare Rechtsentwicklung falsch und unhaltbar. Der Vertrau-

ensschutz und das Verbot widersprüchlichen Verhaltens, die beide Aus-

fluss des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV; 

§ 2 Abs. 1 KV; § 4 Abs. 1 VRPG) seien, erforderten das Zubilligen einer 

Verwirkung. Denn vorliegend sei gleich in zweifacher Hinsicht ein Vertrau-

enstatbestand geschaffen worden; einerseits durch die Baubewilligung 

vom 6. März 1973, andererseits durch die über 50-jährige Duldung des Zu-

stands durch kantonale Behörden in voller Kenntnis der Sachlage. Der 

Sachverhalt, der dem BGE 147 II 309 zugrunde gelegen habe, sei mit dem 

vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt nicht vergleichbar. In jenem Fall 

sei es um einen Werkhof gegangen, dessen Betriebsgebäude und -anlagen 

ohne jede Bewilligung bösgläubig erstellt worden seien. Für die Bienenhäu-

ser sei aktenkundig eine Baubewilligung erteilt worden, von der gutgläubig 

Gebrauch gemacht worden sei. Mit dem absehbaren Inkrafttreten des revi-

dierten RPG werde die 30-jährige Verwirkungsfrist sodann auch für Bauten 

und Anlagen ausserhalb der Bauzone gelten. Die Berufung auf die fehlende 

Vorwirkung dieses Erlasses schaffe keinerlei Rechtssicherheit, sondern lie-

fere Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer der Beliebigkeit von 

kantonalen Behörden aus, was willkürlich und wider Treu und Glauben sei. 

Wäre das nachträgliche Baugesuch von den Behörden beförderlich behan-

delt worden, hätte die Verwirkungsfrist auch noch gegriffen. Indem sich die 

Vorinstanz nicht mit dieser Argumentation auseinandergesetzt habe, habe 

sie erneut ihre Begründungspflicht verletzt.  

 

4.2.3. 

4.2.3.1. 

Der am 1. Juli 1972 in Kraft getretene Art. 20 aGSchG hielt unmissver-

ständlich fest, dass Baubewilligungen für Gebäude und Anlagen ausser-

halb des im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenzten Gebietes 

(= Baugebietes) erst erteilt werden dürfen, wenn unter anderem die Zustim-

mung der kantonalen Fachstelle für Gewässerschutz vorliegt. In 

 - 15 - 

 

 

BGE 104 Ib 374 hat das Bundesgericht erstmals in einem amtlich publizier-

ten Leitentscheid klargestellt, dass sich Art. 20 aGSchG auf Bauten und 

Anlagen aller Art bezog, also auch auf solche, in denen kein Abwasser an-

fällt, und damit ein unveröffentlichtes Urteil vom 11. Oktober 1974 bestätigt 

(a.a.O., Erw. 1a). Folglich war Art. 20 aGSchG seit dessen Inkrafttreten am 

1. Juli 1972, mithin auch im Zeitpunkt der Bewilligung der streitgegenständ-

lichen Bienenhäuser am 6. März 1973 unabhängig vom (geringen) Abwas-

seranfall auch auf solche Bauten anwendbar. Daran ändert der Umstand, 

dass die Anwendbarkeit der Norm vom Bundesgericht erst zu einem spä-

teren Zeitpunkt klargestellt wurde, selbstverständlich nichts. Ebenso wenig 

trifft zu, dass Art. 20 aGSchG erst mit dem Erlass der kantonalen Ausfüh-

rungsbestimmungen zur Festlegung der kantonalen Fachstelle für Gewäs-

serschutz wirksam geworden wäre. Dergleichen ergibt sich aus Art. 5 

Abs. 2 aGSchG nicht. Indem der Gemeinderat R._____ als kommunale 

Baubehörde die Baubewilligung vom 6. März 1973 ohne die nach Art. 20 

aGSchG erforderliche Zustimmung der kantonalen Fachstelle für Gewäs-

serschutz erteilte, haftet dieser Baubewilligung somit zumindest ein formel-

ler Mangel an.  

 

Ob dieser formelle Mangel die Nichtigkeit der Baubewilligung zur Folge hat, 

analog der Rechtsprechung zu Art. 25 Abs. 2 RPG, die in der fehlenden 

Zustimmung der kantonalen Behörde zu einem Baugesuch für Bauten und 

Anlagen ausserhalb der Bauzone einen schwerwiegenden formellen Man-

gel mit Nichtigkeitsfolge erblickt (vgl. statt vieler BGE 111 Ib 213, Erw. 5; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_645/2023 vom 10. Dezember 2024, 

Erw. 3.2, und 1C_15/2022 vom 7. August 2023, Erw. 5.3 mit Hinweisen), 

liess das Bundesgericht im Urteil 1C_655/2015, 1C_17/2106, 1C_27/2016 

vom 16. November 2016, Erw. 2.3, zwar offen. Auf Nichtigkeit wird gemein-

hin geschlossen, wenn der einer Verfügung anhaftende Mangel besonders 

schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und zudem 

die Rechtssicherheit dadurch nicht ernsthaft gefährdet wird. Massgeblich 

ist dabei das Erkenntnisvermögen eines Laien. Um die Rechtssicherheit 

nicht zu gefährden, ist eine Abwägung zwischen dem Vertrauen in die Be-

ständigkeit einer Verfügung und der richtigen Rechtsanwendung erforder-

lich (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 8. Auflage 2020, Rz. 1098). 

 

Der Gemeinderat R._____ referenzierte in der Baubewilligung vom 6. März 

1973 (Vorakten, act. 8 und act. 20, Beilage 5) auf § 152 aBauG. Nach 

dessen Abs. 3 durfte der Gemeinderat als allgemeine Baubewilli-

gungsbehörde ein Baugesuch, das der Bewilligung oder Zustimmung kan-

tonaler Behörden bedurfte, nur gutheissen, wenn diese Bewilligung bzw. 

Zustimmung vorlag. Es wäre somit zumindest für den Gemeinderat, dem 

Art. 20 aGSchG wegen der Wichtigkeit der darin geregelten Materie mit der 

dadurch bereits damals, vor Inkrafttreten des RPG bewirkten Trennung zwi-

schen Baugebiet ("im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenztes Ge-

 - 16 - 

 

 

biet") und Nichtbaugebiet hätte bekannt sein müssen, erkennbar gewesen, 

dass er die Baubewilligung für die Bienenhäuser nicht ohne die Zustim-

mung der kantonalen Gewässerschutzfachstelle erteilen durfte. Eine ande-

re Frage ist, ob der formelle Mangel auch für den Baugesuchsteller und 

vormaligen Eigentümer der Parzelle Nr. ccc leicht erkennbar war. Art. 20 

aGSchG war bei Erteilung der Baubewilligung erst seit rund einem dreivier-

tel Jahr in Kraft und damit dessen Inhalt und vor allem Tragweite einer brei-

teren Allgemeinheit allenfalls noch nicht geläufig. Unmittelbar aus § 129 

oder § 152 aBauG ergab sich vor Inkrafttreten von Art. 25 Abs. 2 RPG am 

1. Januar 1980 kein (allgemeiner) Zustimmungsvorbehalt der kantonalen 

Behörden für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone. Die von der 

Vorinstanz zitierten Stellen im Kommentar zum aBauG von ZIMMERLIN 

(N. 4c zu § 129; N. 7b zu § 152) beziehen sich auf die Rechtslage ab 1980, 

was aus der dortigen Bezugnahme auf Art. 25 RPG erhellt. Gleich wie im 

Urteil des Bundesgerichts 1C_655/2015, 1C_17/2106, 1C_27/2016 vom 

16. November 2016, Erw. 2.3, braucht jedoch die Frage, ob die Baubewil-

ligung vom 6. März 1973 (ohne nachträgliche Zustimmung einer kantona-

len Behörde, die hier ohnehin nur unter der von den Beschwerdeführern 

angefochtenen Bedingung erteilt wurde) nichtig ist oder nicht, auch hier 

nicht entschieden zu werden. Selbst wenn sie (ohne weiteres) gültig wäre, 

stünde dies einer nachträglichen Ergänzung mit einer Nebenbestimmung 

nicht zum Vornherein entgegen (zu den Voraussetzungen dafür siehe 

Erw. 4.3.3.1 hinten). Namentlich gibt es keine Verwirkungsfrist, die über 

den Schutz bestehender Bausubstanz hinaus für die Unabänderlichkeit von 

formell und/oder materiell fehlerhaften Baubewilligungen sorgen würde. 

Und auch der Vertrauensschutz steht der Ergänzung einer Baubewilligung 

mit einem Beseitigungsvorbehalt für den Fall der Aufgabe der bewilligten 

Nutzung nicht grundsätzlich entgegen. 

 

4.2.3.2. 

Im Urteil WBE.2023.127 vom 2. Mai 2024, Erw. II/9.4, erachtete das Ver-

waltungsgericht eine negative Vorwirkung der weiterhin noch nicht in Kraft 

getretenen RPG-Revision vom 29. September 2023 (BBl 2023 2488) 

(durch Sistierung jenes Verfahrens bis zum Inkrafttreten der Revision) für 

unzulässig, weil eine solche Vorwirkung gesetzlich vorgesehen werden 

müsse, was bezüglich der erwähnten RPG-Revision nicht der Fall sei. Ei-

nem Erlass eine negative Vorwirkung zu verleihen bedeutet, das geltende 

Recht bis zu dessen Inkrafttreten nicht mehr anzuwenden respektive aus-

zusetzen (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 298 ff.). Die Be-

schwerdeführer verlangen indessen zumindest sinngemäss mehr als eine 

Nichtanwendung des geltenden Rechts. Sie berufen sich auf die Regelung 

in Art. 24f Abs. 5 nRPG, wonach der Anspruch auf Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands nach 30 Jahren verjährt. Bei der Anwendung von 

zukünftigem Recht auf Fälle, die sich vor dessen Inkrafttreten ereignet ha-

ben, spricht man von positiver Vorwirkung, die grundsätzlich unzulässig ist 

(vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 299). Davon abzugrenzen ist 

 - 17 - 

 

 

die Berücksichtigung einer laufenden Gesetzesrevision bei der Auslegung 

von geltendem Recht, die aber ohnehin nur zulässig ist, wenn sie das gel-

tende Recht nicht ändert, sondern verdeutlicht, konkretisiert oder eine be-

stehende Lücke füllt (BGE 141 II 297, Erw. 5.5.3; HÄFELIN/MÜLLER/ 

UHLMANN, a.a.O., Rz. 307). Aufgrund der Erwägungen in BGE 147 II 309 

lässt sich ausschliessen, dass Art. 24f Abs. 5 nRPG die geltende Rechts-

lage lediglich verdeutlicht oder konkretisiert. Die bestehende Gesetzeslü-

cke hat das Bundesgericht im besagten Entscheid mit Richterrecht gefüllt, 

wohingegen der Erlass von Art. 24f Abs. 5 nRPG als gesetzgeberisches 

Korrektiv auf diese richterliche Lückenfüllung erfolgte. Entsprechend ist da-

von auszugehen, dass mit Art. 24f Abs. 5 nRPG die geltende Rechtslage 

geändert wird, und zwar in grundlegender Weise. 

 

In BGE 147 II 309 betonte das Bundesgericht zudem einmal mehr die fun-

damentale Bedeutung des Trennungsgrundsatzes zwischen Bau- und 

Nichtbaugebiet, der auch durch eine grosszügige Duldung von kleineren, 

für sich genommen unbedeutenden und schon länger existierenden Bauten 

und Anlagen unterlaufen werden kann. Insofern verfängt die Argumentation 

der Beschwerdeführer nicht, die bei der Beurteilung einer allfälligen Verwir-

kung der Rückbauverpflichtung für illegale Bauten und Anlagen ausserhalb 

der Bauzone offenbar nach der Grösse, Bedeutung und der Dauer des Be-

stands unterscheiden wollen. Eine solche Unterscheidung wäre wegen 

schwieriger Grenzziehung im Einzelfall auch nicht praktikabel. Vielmehr ist 

darauf abzustellen, dass das geltende Recht generell keine Verwirkung für 

die Beseitigung von illegalen Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone 

kennt, wobei sich die Rückbauverpflichtung gemäss § 159 Abs. 1 BauG 

nicht nur auf Bauten ohne (gültige) Baubewilligung bezieht, sondern gene-

rell die Beseitigung von rechtswidrigen Zuständen vorsieht. 

 

Im Übrigen unterläge der Verwirkung (untechnisch: Verjährung) nach dem 

Wortlaut von Art. 24f Abs. 5 nRPG ohnehin nur der Anspruch auf Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustands, nicht etwa derjenige auf Einlei-

tung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens mit dem Zweck der 

Anpassung einer fehlerhaften Baubewilligung an die Rechtslage. Mit der 

ohne die erforderliche Zustimmung der kantonalen Behörde erteilten Bau-

bewilligung vom 6. März 1973 wurde dem Baugesuchsteller das Recht auf 

Erstellung der projektierten Bienenhäuser und deren Nutzung für die Bie-

nenhaltung eingeräumt. Eine anderweitige Nutzung als die Bienenhaltung 

wird davon nicht erfasst. Eine solche bedürfte einer Umnutzungsbewilli-

gung (wiederum mit Zustimmung der kantonalen Behörde). Der unrecht-

mässige Zustand, auf dessen Beseitigung die streitgegenständliche Verfü-

gung der Abteilung für Baubewilligungen vom 23. Februar 2023 mit der 

nachträglichen Zustimmung zu den Bienenhäusern unter dem Beseiti-

gungsvorbehalt für den Fall der Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung 

oder einer anderweitigen bewilligten Nutzung innert vorgesehener Frist ab-

zielt, wurde frühestens mit der Aufgabe der bewilligten Bienenhaltung im 

 - 18 - 

 

 

Jahr 2013 (vgl. dazu das Protokoll des Augenscheins vom 4. November 

2021 [Vorakten WBE.2024.306, act. 22, Beilage 4], S. 2 und 4 unten) ge-

schaffen. Zuvor kann die Frist für die Verwirkung des Anspruchs auf Besei-

tigung von Bauten, die aktuell und auf absehbare Zeit nicht mehr der Bie-

nenhaltung dienen und allenfalls bewilligungswidrig genutzt werden, nicht 

zu laufen begonnen haben. Deshalb wäre eine 30-jährige Verwirkungsfrist 

nach Massgabe von Art. 24f Abs. 5 nRPG im Verfügungszeitpunkt am 

23. Februar 2023 noch längst nicht abgelaufen gewesen.  

 

Unter den oben geschilderten Umständen kann auch nicht davon ausge-

gangen werden, dass der von der Abteilung für Baubewilligungen nachträg-

lich verfügte Beseitigungsvorbehalt für den Fall der Nichtwiederaufnahme 

der Bienenhaltung oder einer anderweitigen bewilligten Nutzung aus 

Rechtssicherheits- und Vertrauensschutzgründen (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 

BV) unzulässig wäre. Ein sich auf die Baubewilligung vom 6. März 1973 

und die jahrzehntelange Duldung der Bienenhäuser angeblich auch durch 

die zuständige kantonale Behörde stützendes Vertrauen beschränkt sich 

auf den Fortbestand der Bienenhäuser und die Ausübung der bewilligten 

Nutzung (Bienenhaltung), die gesichert sind, nicht hingegen auf den Fort-

bestand der Gebäude für jede beliebige nicht bewilligte anderweitige Nut-

zung der Bienenhäuser oder einen längerfristigen Leerstand derselben. 

Dies gilt umso mehr, als sich die 1973 getätigten Investitionen nach über 

50-jährigem Bestand der Bienenhäuser längst amortisiert haben dürften. 

Infolgedessen verstösst die Anordnung, wonach innert vorgesehener Frist 

die Bienenhaltung wieder aufzunehmen oder eine anderweitige bewilligte 

Nutzung auszuüben und ansonsten die für die Bienenhaltung errichteten 

Bauten und Anlagen zu beseitigen seien, auch nicht gegen den Vertrau-

ensschutz (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV). 

 

4.3. 

4.3.1. 

Im Zusammenhang mit der nachträglichen Bewilligungsfähigkeit der Bie-

nenhäuser unter Nebenbestimmungen (Beseitigung der Gebäude für den 

Fall der Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung oder der Ausübung einer 

anderweitigen bewilligten Nutzung) erwog die Vorinstanz, dass diese nach 

geltendem Recht unter Einbezug der seit 30. Juni 1998 in Kraft stehenden 

§§ 11 und 13 BNO zu beurteilen sei. Zwar sei in intertemporalrechtlicher 

Hinsicht nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich der 

Rechtszustand im Zeitpunkt der Errichtung oder Änderung der ohne oder 

ohne gültige Baubewilligung erstellten oder geänderten Bauten massgeb-

lich (BGE 123 II 248, Erw. 3a/bb; 102 Ib 64, Erw. 4; Urteile des Bundesge-

richts 1C_28/2021 vom 30. Juni 2021, Erw. 3.3.1, 1C_22/2019, 

1C_476/2019 vom 6. April 2020, Erw. 8.1). Diese Grundregel erfahre aber 

dort eine Ausnahme, wo erhebliche öffentliche Interessen eine sofortige 

Anwendung von neuem Recht gebieten würden, das im Zeitpunkt der Er-

richtung des Bauwerks noch nicht gegolten habe (BGE 135 II 384, 

 - 19 - 

 

 

Erw. 2.3; 125 II 591, Erw. 5e/aa; Urteil des Bundesgerichts 1C_476/2019 

vom 6. April 2020, Erw. 8.1). Solche erheblichen öffentlichen Interessen 

verfolgten namentlich die §§ 11 und 13 BNO mit den darin verankerten 

Landschafts- und Naturschutzvorschriften (angefochtener Entscheid, 

Erw. 2.1). 

 

Obwohl die Imkerei und landwirtschaftliche Nutzungen eng aneinander ge-

koppelt und voneinander abhängig seien, weil Kulturpflanzen der Bestäu-

bung durch Bienen bedürften, handle es sich bei der von den Beschwerde-

führern für das Pensionsalter angestrebten Haltung von einigen Bienenvöl-

kern nicht um eine in der Landwirtschaftszone zonenkonforme Nutzung im 

Sinne von Art. 16a RPG respektive um eine bodenabhängige Haltung land-

wirtschaftlicher Nutztiere, sondern um eine freizeitlandwirtschaftliche Tier-

haltung. Entsprechend seien die Bienenhäuser keiner ordentlichen Baube-

willigung gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG zugänglich und bedürften einer 

Ausnahmebewilligung nach den Art. 24 ff. RPG (angefochtener Entscheid, 

Erw.2.2).  

 

Da Bienen landwirtschaftliche Kulturpflanzen als Nahrung nutzten und die 

Landwirtschaft wiederum auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen 

sei, würden Bienenhäuser in der Landwirtschaftszone als standortgebun-

den gemäss Art. 24 lit. a RPG eingestuft. Zudem lasse § 13 Abs. 3 BNO 

betreffend Ausnahmen vom grundsätzlichen Bauverbot in Landschafts-

schutzzonen "Bienenhäuschen" explizit zu. Sie dürften aber nur bewilligt 

werden, wenn sie gemessen an der gehaltenen Anzahl Bienenvölker nicht 

überdimensioniert seien und ihnen am vorgesehenen Standort keine über-

wiegenden Interessen entgegenstünden (Art. 24 RPG und Art. 34 Abs. 4 

lit. a und b der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 

700.1]). Die für die Bewilligungsfähigkeit der Bienenhäuser vorausgesetzte 

Standortgebundenheit werde nur erreicht und bestehe fort, solange darin 

Bienen gehalten würden. Entsprechend bedürfe es des von der Abteilung 

für Baubewilligungen verfügten Beseitigungsvorbehalts für den Fall der 

Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung. Streng genommen würde für die 

beabsichtigte Haltung von nur einigen Bienenvölkern ein Bienenhaus aus-

reichen. Beide zusammen seien überdimensioniert und seinerzeit wohl nur 

im Hinblick auf die Durchführung von Imkereikursen in dieser Grösse be-

willigt worden. In der streitgegenständlichen Verfügung vom 23. Februar 

2023 werde die Anzahl Bienenvölker der wiederaufzunehmenden Bienen-

haltung nicht definiert. Sollten die Beschwerdeführer die von ihnen beab-

sichtigte Imkereitätigkeit mit wesentlich weniger als 30 Bienenvölker betrei-

ben, müsste die Abteilung für Baubewilligungen prüfen, ob eines der beiden 

Bienenhäuser dennoch zu beseitigen wäre, was auch im Interesse des 

Landschaftsschutzes angezeigt wäre (angefochtener Entscheid, 

Erw. 2.3 f.). 

 

 - 20 - 

 

 

Nicht mehr zonenkonform verwendete und einer Ausnahmebewilligung 

nach den Art. 24 ff. RPG nicht zugängliche Bauten und Anlagen dürften 

gemäss Art. 16b Abs. 1 RPG nicht mehr benutzt werden. In einer beson-

ders empfindlichen Natur- und Landschaftsschutzzone, die von Bauten 

möglichst freizuhalten sei, genüge ein blosses Benutzungsverbot bei ein-

gestellter Bienenhaltung und die Duldung von nicht mehr für eine zulässige 

Nutzung benötigten Bauten indessen nicht. Es sei vielmehr erforderlich und 

verhältnismässig, in Anwendung von Art. 16b Abs. 2 RPG und § 44 Abs. 1 

BauG den von der Abteilung für Baubewilligungen verfügten Beseitigungs-

vorbehalt anzubringen. Gemäss § 163 Abs. 1 lit. a BauG müsse der Besei-

tigungsvorbehalt ferner im Grundbuch angemerkt werden, weshalb auch 

die diesbezügliche Anordnung der Abteilung für Baubewilligungen recht-

mässig sei. Die Möglichkeit einer solchen Anmerkung habe im Übrigen 

auch schon auf der Grundlage von § 222 Abs. 2 lit. a und m aBauG bestan-

den. Für die Beschwerdeführer sei die Anmerkung nicht nachteilig, weil ihr 

rein deklaratorischer und informativer Charakter für Dritterwerber zu-

komme. Der Beseitigungsvorbehalt würde auch ohne diese Anmerkung 

gelten. Nur am Rande sei vermerkt, dass Nebenbestimmungen auch unter 

Geltung des aBauG zulässig gewesen seien. Ausserdem habe bereits im 

Jahr 1973 die Praxis bestanden, Bienenhäuser nur mit einem Beseitigungs-

vorbehalt zu bewilligen, um die Aufnahme und Fortführung der Bienenhal-

tung sicherzustellen. Besonders angezeigt sei ein Beseitigungsvorbehalt, 

wenn Zweifel an der Dauerhaftigkeit der bewilligten Nutzung bestünden 

(angefochtener Entscheid, Erw. 2.4). 

 

4.3.2. 

Die Beschwerdeführer kritisieren die Anwendung falschen Rechts. Weder 

die §§ 11 und 13 BNO noch Art. 16b RPG seien auf den vorliegenden Fall 

anwendbar, sondern ausschliesslich das im Zeitpunkt der Errichtung der 

Bienenhäuser im Jahr 1973 geltende Recht. Das statuiere auch die von der 

Vorinstanz zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 135 II 384, 

Erw. 2.3, 125 II 591, Erw. 5e/aa; Urteil 1C_22/2019, 1C_476/2019, 

Erw. 8.2). Diese Grundregel des intertemporalen Rechts habe die Vorin-

stanz zwar erwähnt, dann aber übergangen. Es lägen auch keine "zwin-

genden Gründe für die sofortige Anwendung von neuem Recht" vor. Die 

von der Vorinstanz diesbezüglich angeführten §§ 11 und 13 BNO schränk-

ten die zulässigen Bauten und Nutzungen im Interesse von Natur-, Heimat- 

und insbesondere Landschaftsschutz zwar ein, aufgrund der zu gewähr-

leistenden Eigentumsgarantie bzw. der sich daraus ableitenden Besitz-

standsgarantie (Art. 26 BV; § 21 KV) jedoch ausschliesslich im Hinblick auf 

neue bzw. zusätzliche Bauten und Anlagen sowie Nutzungen. Sie zielten 

auf eine Erhaltung des Status quo, nicht auf eine rückwärtsgerichtete Ver-

änderung desselben ab. Die als erhaltungswürdig bezeichnete Umgebung 

auf der Bauparzelle sei überhaupt erst durch die Bearbeitung und Anpflan-

zungen durch den vormaligen Eigentümer der Parzelle Nr. ccc entstanden. 

 

 - 21 - 

 

 

Der von der Abteilung für Baubewilligungen verfügte Beseitigungsvorbehalt 

sei mangels einer gesetzlichen Grundlage auf jeden Fall nicht rechtens. Die 

Anwendung von § 44 Abs. 1 BauG beinhalte eine unzulässige Rückwir-

kung. Zudem handle es sich dabei um eine Kann-Vorschrift, die nicht ohne 

Weiteres zur Folge habe, dass Baubewilligungen ausserhalb der Bauzone 

nur noch mit einer entsprechenden Entfernungsauflage erteilt würden. Eine 

nachvollziehbare Begründung für die Anwendung dieser Kann-Vorschrift 

fehle im vorliegenden Fall, was erneut die behördliche Begründungspflicht 

und damit den Gehörsanspruch der Beschwerdeführer verletze. Es sei fer-

ner nicht stichhaltig, dass bereits nach dem aBauG Baubewilligungen mit 

Nebenbestimmungen der in Frage stehenden Art möglich gewesen seien. 

Eine spezifische Norm werde dafür in Verletzung der behördlichen Begrün-

dungspflicht nicht angerufen. Mit dem verfügten Beseitigungsvorbehalt ha-

be die Abteilung für Baubewilligungen auch die der kantonalen Behörde in 

§ 152 Abs. 2 aBauG eingeräumten Kompetenzen überschritten. Ein Zu-

stimmungsvorbehalt der kantonalen Behörde habe lediglich hinsichtlich 

des Gewässerschutzes bestanden. Die Bienenhaltung habe mit dem Ge-

wässerschutz offenkundig nichts zu tun. Ohne ausdrückliche gesetzliche 

Grundlage dürfe eine Baubewilligung nur dann mit einer Nebenbestimmung 

versehen werden, wenn sie im Lichte der gesetzlichen Bestimmungen ver-

weigert werden könnte, was hier nicht der Fall sei. Die Bienenhäuser seien 

auch aus Sicht der Abteilung für Baubewilligungen bewilligungsfähig gewe-

sen. Der Beseitigungsvorbehalt lasse sich auch nicht auf eine entsprechen-

de im Jahr 1973 existente Praxis abstützen. 

 

4.3.3. 

4.3.3.1. 

Der Vorwurf der angeblichen Verletzung der Begründungspflicht wurde be-

reits in Erw. 2.2.2 vorne entkräftet. Vorauszuschicken gilt es sodann, dass 

auch formell rechtskräftige und damit rechtsbeständige Verfügungen (unter 

den Voraussetzungen von § 37 VRPG) nicht nur widerrufen bzw. aufgeho-

ben, sondern auch abgeändert, also mit einer Nebenbestimmung ergänzt 

werden können. Entgegen verbreiteter anderslautender Ansicht sind auch 

Baubewilligungen nicht in jedem Fall unabänderlich (Entscheid des Verwal-

tungsgerichts WBE.2023.299 vom 2. Mai 2024, Erw. II/2.3.4; bestätigt mit 

Urteil des Bundesgerichts 1C_355/2024 vom 14. Mai 2025; vgl. ferner auch 

das Urteil des Bundesgerichts 1C_260/2021 vom 1. Dezember 2022; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1232). Selbst wenn also die Baube-

willigung des Gemeinderats R._____ vom 6. März 1973 (auch ohne nach-

trägliche Zustimmung der Abteilung für Baubewilligungen als zuständige 

kantonale Behörde, die ohnehin nur unter dem angefochtenen Beseiti-

gungsvorbehalt erteilt wurde) gültig wäre (siehe dazu Erw. 4.2.3.1 vorne), 

dürfte sie mit der Nebenbestimmung ergänzt werden, dass die Bienenhäu-

ser beseitigt werden müssen, falls und sobald sie nicht mehr für die Bie-

nenhaltung oder eine anderweitige bewilligte Nutzung benötigt werden, so-

fern das Interesse an der richtigen Rechtsanwendung den Vertrauens-

 - 22 - 

 

 

schutz (in die Beständigkeit einer Baubewilligung ohne derartigen Beseiti-

gungsvorbehalt) überwiegt. 

 

4.3.3.2. 

Das für die Beurteilung der richtigen Rechtsanwendung massgebliche 

Recht ist dabei grundsätzlich das im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung 

am 6. März 1973 geltende Recht, wobei – wie von der Vorinstanz richtig 

festgestellt – eine Ausnahme für Rechtsvorschriften zu machen ist, die der 

Durchsetzung erheblicher öffentlicher Interessen dienen. Zwingende Grün-

de für eine sofortige Anwendung des neuen Rechts hat das Bundesgericht 

im Bereich des Gewässer-, Natur-, Heimat- und Umweltschutzrechts als 

gegeben erachtet (vgl. BGE 139 II 470, Erw. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 

1C_519/2020 vom 28. Oktober 2021, Erw. 5.2). Dazu gehören auch die 

Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen in den §§ 11 und 13 BNO, 

weshalb diese bei der Beurteilung der Bewilligungsfähigkeit der Bienenhäu-

ser (gestützt auf die Art. 24 ff. RPG oder § 129 Abs. 2 aBauG) auf jeden 

Fall (als der Baute entgegenstehende öffentliche Interessen) beachtlich 

sind, auch wenn sie im Jahr 1973 noch nicht gegolten haben. Daran ändert 

auch die Bestandesgarantie nach Art. 26 BV nichts, die nicht über die Wah-

rung und Erneuerung der bestehenden baulichen Substanz und die Ermög-

lichung der Fortführung der ursprünglich bewilligten und nach früherem 

Recht zulässigen Nutzung hinausgeht (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 

1C_332/2020 vom 22. April 2021, Erw. 5.1, und 1C_336/2019 vom 3. Juni 

2020, Erw. 6 mit Hinweis). Anderweitigen Nutzungen oder einem länger-

fristigen Leerstand von Bauten und Anlagen ohne jeden verbleibenden öko-

nomischen oder ideellen Nutzen können natur- und landschaftsschutzbe-

dingte Interessen wie dasjenige an einer möglichst weitgehenden Freihal-

tung von natürlichen Landschaften sehr wohl entgegengehalten werden. 

Ob die erhaltungswürdige Umgebung der Bienenhäuser erst durch 

menschliche Eingriffe (seitens des vormaligen Eigentümers der Parzelle 

Nr. ccc) entstanden ist, ist dabei irrelevant, zumal der Beseitigungsvorbe-

halt für die Bienenhäuser nicht auf eine Veränderung der Umgebung abzielt 

und deren Pflege keiner Bauten und Anlagen vor Ort bedarf. 

 

4.3.3.3. 

Die §§ 129 und 152 aBauG schrieben zwar nicht vor, dass Bauten ausser-

halb des Baugebiets zu anderen als forst- oder landwirtschaftlichen Zwe-

cken, die nur ausnahmsweise und aus wichtigen Gründen bewilligt werden 

durften, mit einer Nebenbestimmung zu versehen sind, die deren Beseiti-

gung anordnet, falls die ausnahmsweise bewilligte Nutzung eingestellt wird. 

Umgekehrt ist dem damaligen Recht eine derartige Nebenbestimmung kei-

neswegs fremd, weshalb dahingestellt bleiben kann, ob es sich bei Art. 16b 

Abs. 2 RPG und § 44 Abs. 1 BauG um Recht handelt, das aufgrund erheb-

licher öffentlicher Interessen auch auf Rechtsverhältnisse angewandt sein 

will, die grundsätzlich nach früher geltendem Recht im Errichtungszeitpunkt 

einer Baute zu beurteilen sind. Zwar haben Beseitigungsvorbehalte (oder 

 - 23 - 

 

 

Entfernungsauflagen) erst durch die Art. 16b Abs. 2 RPG und § 44 Abs. 1 

BauG eine explizite Grundlage im Gesetz erfahren. An der Rechtslage än-

dert dies allerdings nichts, weil es – wie erwähnt – auch nach früherem 

Recht zulässig war, eine Baubewilligung (auflösend) bedingt bzw. mit einer 

entsprechenden Nebenbestimmung zu erteilen, wenn sich dies aus dem 

Sinn des Rechtssatzes ergab, auf den sich die Baubewilligung stützte (vgl. 

ZIMMERLIN, a.a.O., N. 6 zu § 3; N. 5a zu § 152). Lassen Bestimmungen – 

wie Art. 24 RPG oder § 129 aBauG – in der Landwirtschaftszone zonen-

fremde Bauten und Anlagen nur ausnahmsweise zu, weil eine konkrete 

Nutzung einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert bzw. aus wichti-

gen Gründen nur oder wesentlich besser dort stattfinden kann, ist nicht ein-

zusehen, weshalb die Bewilligung für die Baute oder Anlage nicht untrenn-

bar mit dieser Nutzung verknüpft und mittels Nebenbestimmung sicherge-

stellt werden soll, dass die Baute nur solange bestehen darf, als die Nut-

zung aufrechterhalten wird. Übertragen auf den vorliegenden Fall bedeutet 

dies, die Bienenhäuser sollten nur solange bestehen bleiben dürfen, als 

darin Bienen gehalten werden. Wird die Haltung aufgeben und durch keine 

andere (als Ausnahme) bewilligungsfähige Nutzung ersetzt, soll die Baute 

oder Anlage abgebrochen werden. Damit wird lediglich dem Ausnahme-

charakter der Bewilligung nach Art. 24 RPG oder § 129 Abs. 2 aBauG zum 

Durchbruch verholfen. Die Bienenhäuser waren und sind nur aufgrund der 

Bienenhaltung bewilligungsfähig, was die Beschwerdeführer zu übersehen 

scheinen. Auch das geltende Recht (Art. 16b Abs. 2 RPG) schreibt einen 

Beseitigungsvorbehalt (für den Fall der Einstellung der ausnahmsweise be-

willigten Nutzung) in einer Ausnahmebewilligung nach den Art. 24 ff. RPG 

nicht zwingend und in allgemeiner Weise vor. Die Berechtigung eines sol-

chen wird vielmehr auch heute noch davon abhängig gemacht, dass be-

sondere Umstände und öffentliche Interessen wie die Rücksichtnahme auf 

die Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet dies im konkreten Fall er-

fordern. Eine Beseitigung von Bauten und Anlagen fällt aufgrund des Ver-

hältnismässigkeitsgrundsatzes (Art. 5 Abs. 2 BV) sodann nur in Betracht, 

wenn Bauten nicht zu einem anderen als dem ursprünglichen Zweck bewil-

ligt werden können und deshalb die Nachnutzung zu einem anderen Zweck 

explizit ausgeschlossen werden soll (ALEXANDER RUCH/RUDOLF MUGGLI, in: 

Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich/ 

Basel/Genf 2017, N. 9 ff. zu Art. 16b).  

 

Auch wenn die strikte Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet im Jahr 1973 

noch nicht so tief im allgemeinen Bewusstsein der Bevölkerung verankert 

gewesen sein sollte wie heute, dürfte eine Nachnutzung der Bienenhäuser, 

beispielsweise als Wochenendwohnsitz, schon zum damaligen Zeitpunkt 

kaum im Sinne der nicht um ihre Zustimmung zu den Bienenhäusern er-

suchten kantonalen Behörde oder auch des Gemeinderats R._____ ge-

wesen sein. Aus dem Umstand, dass Beseitigungsvorbehalte für den Fall 

der Einstellung der bewilligten Nutzung auch bei Bienenständen kaum je 

explizit angeordnet wurden, lassen sich keine gegenteiligen Schlüsse zie-

 - 24 - 

 

 

hen. Solche Beseitigungsvorbehalte waren lange Zeit generell nicht weit 

verbreitet, die Beseitigung von nicht mehr für die (ausnahmsweise) bewil-

ligte Nutzung benötigten Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone 

aber nichtsdestotrotz (immer schon) erwünscht, speziell wenn – wie bei 

Bienenständen – eine sinnvolle und bewilligungsfähige Nachnutzung von 

vornherein ausser Betracht fällt. Somit ist darauf abzustellen, dass nicht nur 

das heute, sondern auch schon das im Jahr 1973 geltende Recht die Zu-

lässigkeit von Bienenständen ausserhalb der Bauzone an eine standortge-

bundene fortgesetzte Bienenhaltung knüpfte und längerfristig unbesetzte 

Bienenstände, gleichgültig, wie viele es davon im Kanton Aargau gibt (wo-

bei längst nicht alle gleich intensive nachteilige Auswirkungen auf den Na-

tur- und Landschaftsschutz haben dürften wie die streitgegenständlichen 

Bienenhäuser), nicht dem Rechtszustand entsprachen und entsprechen; 

dies gilt erst recht in einer besonders geschützten Natur und Landschaft, 

wie sie hier zur Diskussion steht. Nicht beigepflichtet werden kann den Be-

schwerdeführern ferner darin, dass sich das Zustimmungserfordernis (der 

kantonalen Behörde) nach § 152 Abs. 2 aBauG (eher § 152 Abs. 3 aBauG 

i.V.m. Art. 20 aGSchG) nur auf Belange des Gewässerschutzes bezogen 

habe. Es ging schon damals im Wesentlichen auch um die Sicherstellung 

der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet bzw. die Eingrenzung der Bau-

tätigkeit, ansonsten das Zustimmungserfordernis entgegen bundesgericht-

licher Rechtsprechung (BGE 104 Ib 374) tatsächlich nicht für Bauten und 

Anlagen ohne Abwasseranfall gegolten hätte. Mit anderen Worten sollte die 

Zustimmung der kantonalen Behörde gewährleisten, dass das Nichtbauge-

biet nicht mit zonenfremden und keiner Ausnahmebewilligung zugängli-

chen Bauten und Anlagen überbaut wird. Dem dient auch der streitgegen-

ständliche Beseitigungsvorbehalt, der für eine Beseitigung von Bauten und 

Anlagen sorgt, die schon seit über zehn Jahren nicht länger für die Bienen-

haltung oder eine anderweitige ausserhalb der Bauzone bewilligungsfähige 

Nutzung benötigt werden. 

 

4.3.3.4. 

In Anbetracht der Gewichtigkeit des Interesses an einer möglichst naturna-

hen und unverbauten Landschaft überwiegt hier das Interesse an einer 

richtigen Rechtsanwendung das Interesse an Rechtssicherheit und Ver-

trauensschutz klar, zumal das berechtigte Vertrauen in die Beständigkeit 

der Baubewilligung vom 6. März 1973 von Beginn weg nicht auf eine an-

derweitige Nutzung der Bienenhäuser als die damals bewilligte Bienenhal-

tung oder auf einen längerfristigen Leerstand der Gebäude ohne jeden Nut-

zen für die Eigentümerschaft gerichtet war (denn für eine leerstehende, un-

genutzte Baute hätte es schlicht keine wichtigen Gründe im Sinne von 

§ 129 Abs. 2 aBauG gegeben). Entsprechend wird der Vertrauensschutz 

durch den im hohen öffentlichen Interesse des Natur- und Landschafts-

schutzes und der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet liegenden Besei-

tigungsvorbehalt für den Fall der Nichtwiederaufnahme der Bienenhaltung 

oder einer anderweitigen bewilligten Nutzung nicht oder höchstens margi-

 - 25 - 

 

 

nal tangiert. Damit fällt die Interessenabwägung eindeutig zugunsten der 

richtigen Rechtsanwendung aus und die Baubewilligung vom 6. März 1973 

darf, soweit sie gültig sein sollte, von der für die (nachträgliche) Zustim-

mung zu den Bienenhäusern zuständigen kantonalen Behörde (Abteilung 

für Baubewilligungen) mit dem streitgegenständlichen Beseitigungsvorbe-

halt ergänzt werden, auch ohne diesbezügliche Praxis im Jahr 1973. Wenn 

die Darstellung der Beschwerdeführer zuträfe, wonach ihre Parzelle unter 

den Gesichtspunkten des Natur- und Landschaftsschutzes nicht in erhöh-

tem Masse schutzbedürftig sei, wäre das Gebiet wohl kaum mit einer Natur- 

und Landschaftsschutzzone überlagert. Ihre diesbezügliche Haltung ent-

springt einer rein subjektiven, nicht objektiv begründeten Sichtweise; 

ebenso wie ihr Eindruck, dass die Bienenhäuser die Natur und Landschaft 

nicht störten.  

 

4.4. 

Was die Anmerkung des Beseitigungsvorbehalts im Grundbuch anbelangt, 

ist auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen. Was 

die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, vermag nicht zu überzeugen. 

Gemäss § 222 Abs. 2 lit. m aBauG durften jegliche Baubeschränkungen, 

Bau- und andere Verbote aus Gründen des Landschaftsschutzes im 

Grundbuch angemerkt werden. Darunter fallen auch (bedingten) Baube-

schränkungen oder -verboten wirkungsgleiche Beseitigungsvorbehalte 

oder Entfernungsauflagen. Es schadet somit nicht, dass § 222 Abs. 2 lit. m 

aBauG Reverse bei den Baubeschränkungen und -verboten nicht explizit 

erwähnte, sondern nur in Bezug auf § 139 Abs. 2 aBauG (in § 222 Abs. 2 

lit. l aBauG). Im Übrigen wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass An-

merkungen im Grundbuch rein deklaratorischen Charakter haben und der 

Beseitigungsvorbehalt auch ohne diese Anmerkung gilt (vgl. das Urteil des 

Bundesgerichts 1C_381/2020 vom 27. Juli 2021, Erw. 3.4.2). Sie soll ledig-

lich allfällige Erwerber des Grundstücks über den Beseitigungsvorbehalt in-

formieren. Weshalb sich die Beschwerdeführer dagegen wehren, ist in der 

Tat nicht nachvollziehbar. 

 

5. 

Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegrün-

det und ist abzuweisen. Dass die Bienenhäuser nur fortbestehen dürfen, 

wenn sie der Bienenhaltung oder einer anderweitigen ausserhalb der Bau-

zone bewilligungsfähigen Nutzung dienen, entspricht der seit 1972 gelten-

den und insoweit unveränderten Rechtslage und darf mit dem streitgegen-

ständlichen Beseitigungsvorbehalt für den Fall der Nichtwiederaufnahme 

der Bienenhaltung oder der Bewilligung einer anderweitigen Nutzung inner-

halb von zwei Jahren (ab Rechtskraft der Anordnung) sichergestellt und zu 

deklaratorischen Zwecken (als Information für allfällige Erwerber des streit-

betroffenen Grundstücks) im Grundbuch angemerkt werden. Ein Erlass der 

(nicht als übersetzt gerügten) Gebühren der Abteilung für Baubewilligungen 

scheidet bei diesem Ergebnis aus. 

 - 26 - 

 

 

 

Für die Abnahme weiterer Beweise (Augenschein, Zeugenbefragung) be-

steht kein Anlass. Der hier zu beurteilende rechtserhebliche Sachverhalt 

geht hinreichend aus den Akten und den öffentlich zugänglichen Fachkar-

ten und Luftbildern auf dem Geoportal des Aargauischen Geografischen 

Informationssystems (AGIS) hervor. Demzufolge darf in zulässiger antizi-

pierter Beweiswürdigung auf die Durchführung eines Augenscheins ver-

zichtet werden, zumal bereits die Abteilung für Baubewilligungen einen sol-

chen durchgeführt und dazu ein Protokoll (Vorakten, act. 22, Beilage 4) er-

stellt hat. Darin wurden die für die Beurteilung der vorliegenden Angelegen-

heit wesentlichen Fakten festgehalten. Dass sich durch einen erneuten be-

hördlichen Augenschein relevante Zusatzerkenntnisse ergeben würden, ist 

aufgrund der gesamten Umstände nicht anzunehmen. Die Befragung von 

Dr. iur. D._____ (als Zeuge) ist aus den bereits in Erw. 3.2 vorne 

dargelegten Gründen (mangels Relevanz des von ihm zu bezeugenden 

Sachverhalts) erlässlich. 

 

Dem Anspruch auf rechtliches Gehör lässt sich keine allgemeine Pflicht der 

Behörde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur Würdigung 

sämtlicher Argumente entnehmen. Die Abweisung eines Beweisantrags er-

weist sich namentlich als zulässig, falls die Verwaltungs- oder Gerichtsbe-

hörde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden 

konnte und sie ohne Willkür in vorweggenommener, antizipierter Beweis-

würdigung annehmen darf, die gewonnene Überzeugung werde durch wei-

tere Beweiserhebungen nicht erschüttert (statt vieler: BGE 144 II 427, 

Erw. 3.1.3; 141 I 60, Erw. 3.3; 136 I 229, Erw. 5.3; Urteil des Bundesge-

richts 1C_306/2024 vom 19. Juni 2025, Erw. 4.3). Der Entscheid über die 

Durchführung eines Augenscheins (oder die Abnahme anderer Beweise) 

steht im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Eine dahingehende 

Pflicht besteht nur, wenn die (rechtserheblichen) tatsächlichen Verhältnisse 

auf andere Weise überhaupt nicht abgeklärt werden können (Urteile des 

Bundesgerichts 1C_306/2024 vom 19. Juni 2025, Erw. 4.3, und 

1C_157/2016 vom 6. September 2016, Erw. 2.2 mit Hinweis). 

 

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (§ 31 Abs. 2 VRPG), wobei sie für die Kosten des verwaltungsge-

richtlichen Verfahrens solidarisch haften (vgl. § 33 Abs. 3 VRPG). In der 

Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.00 sind dabei auch die verwaltungsgerichtli-

chen Kosten für den Zwischenentscheid vom 11. Dezember 2024 (act. 49–

56, Dispositiv-Ziffer 2) enthalten. Parteikosten sind keine zu ersetzen, auch 

nicht an die obsiegende, aber nicht anwaltlich vertretene Vorinstanz (§ 32 

Abs. 2 und § 29 VRPG). 

 

 - 27 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 3'000.00, sind von den Beschwerdeführern in solidari-

scher Haftbarkeit zu bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführer (Vertreterin) 

den Regierungsrat (samt Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 

31. Oktober 2025) 

den Gemeinderat Q._____ (samt Stellungnahme der Beschwerdeführer 

vom 31. Oktober 2025) 

das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 

das Bundesamt für Umwelt (BAFU) 

 

Mitteilung an. 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligun-

gen (samt Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 31. Oktober 2025) 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichts-

gesetz, BGG; SR 173.110]). 

 
 

 - 28 - 

 

 

   

Aarau, 10. November 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Ruchti