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**Case Identifier:** 92d77218-6815-5524-b887-7166d05ed4e8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.04.2016 200 2015 825
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-825_2016-04-20.pdf

## Full Text

200 15 825 IV
KNB/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. April 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Dr. med. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. August 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 17. Februar 2014 mit Hinweis auf ein zu 
einer Arbeitsunfähigkeit führendes, krankheitsbedingtes Leiden bei der IV 
Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IVB, Antwortbeilag [AB] 1). Daraufhin tätigte diese beruf-
liche und medizinische Abklärungen. Insbesondere liess sie den Versicher-
ten durch die Dres. med. C.________, Facharzt für Neurologie FMH, und 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, untersu-
chen. Gestützt auf deren bidisziplinäres Gutachten vom 11. Juni 2015 (AB 
36.1) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Juni 2015 
(AB 38) bei einem Invaliditätsgrad von 0% die Ablehnung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht, wogegen sein behandelnder Arzt, Dr. med. 
B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, am 4. Juli 2015 
(AB 39) Einwände erhob. Nach Einholung einer Stellungnahme bei Dr. 
med. E.________, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 6. August 2015 (AB 44), 
entschied die IVB mit Verfügung vom 18. August 2015 (AB 46) wie im Vor-
bescheid angekündigt.

B.

Mit Eingabe vom 14. September 2015 erhob der Versicherte hiergegen 
Beschwerde und forderte sinngemäss die Zusprechung einer Invalidenren-
te. Am 26. September 2015 liess er, nun vertreten durch Dr. med. 
B.________, eine Beschwerdeergänzung einreichen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 
2015 auf Abweisung der Beschwerde.

Weitere Eingaben liess der Beschwerdeführer dem Gericht am 11. Novem-
ber 2015 und 26. Januar 2016 zukommen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 18. August 2015 
(AB 46). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand betrifft, ist den Akten im Wesentli-
chen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Gemäss dem Bericht des Spitals F.________ vom 11. Oktober 
2013 (AB 17/7) sei eine spontane Dissektion der Arteria carotis interna 
rechts intrakraniell mit initial hochgradiger Stenose, ohne relevante Perfusi-
onsasymmetrie ursächlich für die akut aufgetretenen Symptome mit Hor-
nersyndrom rechts und ipsilateralen starken Kopfschmerzen. An vas-
kulären Risikofaktoren bestehe eine arterielle Hypertonie; laborchemisch 
seien eine Leukozytose, eine Polyglobulie sowie eine Thrombozytose, bei 
vorbekannter Polycythaemia vera aufgefallen. Die Verlaufsbildgebung habe 
einen kurzzeitigen Verschluss der Arteria carotis interna rechts dargestellt. 
Unter den durchgeführten therapeutischen Massnahmen habe sich eine 
Verbesserung des Blutbildes gezeigt. In der Monitorüberwachung sei im 
weiteren Verlauf bis auf intermittierende nächtliche Sauerstoffentsättigun-
gen keine relevante Pathologie aufgefallen. Hinweise auf eine kardiale Em-
boliequelle hätten sich keine gefunden. Während der Hospitalisation vom 
23. September bis 3. Oktober 2013 sei während weniger Minuten eine Epi-
sode mit linksseitigen Thoraxschmerzen aufgetreten. Die Herzenzyme sei-
en wiederholt negativ geblieben. Im EKG sei eine T-Abflachung aufgefal-
len, die gemäss Kardiologie am ehesten hypertensiv bedingt sein könnte. 
Hinweise auf ein akutes Koronarsyndrom sowie die Indikation für eine zeit-
nahe Koronarangiographie hätten sich nicht ergeben. Bei Austritt am 3. 
Oktober 2013 habe ein inzwischen rückläufiges Hornersnydrom rechts be-
standen (S. 7 f.). 

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Laut Bericht des Spitals F.________ vom 17. Januar 2014 (AB 21/2) be-
standen beim Beschwerdeführer eine verminderte Sensibilität der gesam-
ten Körperhälfte, ein Hornersyndrom rechts mit verschmälerter Lidspalte 
sowie eine Anisokorie mit Myosis, ohne Auswirkung auf die Arbeitstätigkeit. 
Die bisherige Arbeitstätigkeit sie ihm in reduziertem Umfang weiterhin zu-
mutbar (S. 3 Ziff. 1.7).

3.1.2 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. B.________ diagnostizierte im 
Bericht vom 2. April 2014 (AB 17/2) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Polycythaemia vera, eine chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) mit syn-
kopalem Bewusstseinsverlust sowie eine Sehstörung bei Verschluss der 
Arteria carotis interna. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe 
eine arterielle Hypertonie (S. 2 Ziff. 1.1). Es bestünden ein Leistungsabfall, 
eine Müdigkeit, Depression, Kopfweh sowie Gliederschmerzen (S.4 Ziff. 
1.7). Unter Litalir und Aderlässen sei der Gesundheitszustand stabil (S. 3 
Ziff. 1.4). Vom 22. September bis 24. Oktober 2013 habe eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit dem 28. Oktober 2013 und bis auf weite-
res bestehe eine solche von 50% (Ziff. 1.6). 

Im Verlaufsbericht vom 20. August 2014 (AB 22) beschrieb Dr. med. 
B.________ den Gesundheitszustand als stationär (S. 1 Ziff. 1). Seit dem 
28. Oktober 2013 sei der Beschwerdeführer als ... ausserhalb der Spitzen-
belastungszeiten zu 50% arbeitsfähig (Ziff. 5 i.V.m. S. 3 Ziff. 2). Eine Stei-
gerung der Erwerbsfähigkeit mit beruflichen Massnahmen sei nicht möglich 
(Ziff. 4). 

Am 2. Dezember 2014 (AB 26) führte Dr. med. B.________ aus, die 50%-
ige Arbeitsunfähigkeit sei durch die Polycythaemie, den Status nach Hirn-
schlag sowie die Hypertonie begründet.

3.1.3 Gemäss dem Bericht von RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 16. Februar 2015 (AB 28) sei eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Polycythaemia vera nicht 
überwiegend wahrscheinlich. Diese Erkrankung bestehe seit vielen Jahren 
und habe die Erwerbsfähigkeit nicht dauerhaft beeinträchtigt. Dies sei auch 
nicht zu erwarten, solange die Krankheit unter Medikation und Aderlässen 
kompensiert sei. Die transiente ischämische Attacke (TIA) sei ein vorüber-

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gehender Zustand gewesen. Dieser sei eingetreten, nachdem versuchs-
weise das die Blutgerinnung hemmende Medikament ausgelassen worden 
sei, weswegen es vermutlich zu kleinen Thromboemboli ins Gehirn ge-
kommen sei. Eine TIA hinterlasse in der Regel keine bleibenden Ein-
schränkungen. Die arterielle Hypertonie sei medikamentös behandelbar 
und stelle per se keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden dar. Se-
kundäre hypertensiv bedingte Organschäden von Relevanz seien nicht 
ausgewiesen. Das EKG habe im September 2013 normale Herzbefunde 
ergeben, insbesondere auch eine normale Herzfunktion. Eine Dissektion 
der Arteria carotis interna könne am Gehirn zwar einen relevanten Dauer-
schaden hinterlassen, vorliegend sei indes nicht ausgewiesen, dass dies 
der Fall wäre. Im Januar 2014 hätten neurologisch noch eine verminderte 
Sensibilität der gesamten rechten Körperhälfte, ein Horner-Syndrom rechts 
mit verschmälerter Lidspalte und eine Anisokorie mit Miosis bestanden. 
Solche Veränderungen würden in der Regel keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit bewirken und könnten sich im Verlauf noch bessern (S. 4). 

3.1.4 Dr. med. C.________ hielt im neurologisch-psychiatrischen Gutach-
ten vom 11. Juni 2015 (AB 36.1) fest, beim Beschwerdeführer bestehe aus 
neurologischer Sicht ein Zustand nach cerebrovaskulärem Ereignis am 22. 
September 2013 bei Dissektion der Arteria carotis interna und vorüberge-
hendem Verschluss derselben mit initial Sehstörung des rechten Auges 
und Horner-Syndrom sowie Hemihypästhesie und innert weniger Tage ra-
scher Besserung. Eine gewisse Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bei 
vermehrter Ermüdbarkeit sei nachvollziehbar. Diese sei aber maximal auf 
30% in der angestammten Tätigkeit als ... einzuschätzen. In einer anderen 
Tätigkeit, welche körperlich nicht so belastend sei und nicht die Notwendig-
keit mitbeinhalte, häufig erhebliche Gewichte zu bewältigen, wäre von einer 
Arbeitsfähigkeit von 80% auszugehen. Der Beginn der 70%-igen bzw. 80%-
igen Arbeitsfähigkeit sei auf den 1. Juni 2014 anzusetzen, vorher gelte die 
vom Hausarzt attestierte Beeinträchtigung von 50% (S. 8 Ziff. 6). 

Dr. med. D.________ stellte keine psychiatrische Diagnose (S. 11 Ziff. 5). 
Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht gesund (S. 12 Ziff. 6) 
und voll arbeitsfähig (Ziff. 7). 

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3.1.5 Dr. med. B.________ führte im Schreiben vom 4. Juli 2015 (AB 39) 
aus, der Beschwerdeführer leide an einer high risk Polycythaemia vera und 
einem Status nach akutem Carotis interna Verschluss mit Synkope und 
invalidisierendem Kopfweh. Kurz nach Absetzen des Blutverdünnungsme-
dikaments sei es im Mai 2014 zu einem erneuten TIA mit starkem Kopfweh 
flush und Hornersyndrom rechts als Ausdruck einer Hirnstammischiämie 
gekommen. Seither sei er wieder unter Medikamenten und zu 50% arbeits-
unfähig geschrieben. Ziel sei es, dass er während der weitaus weniger 
stressbelasteten Abendschicht arbeite und dank Unterstützung durch eine 
Teilrente seine Stelle behalten könne. Eine Mehrbelastung im 70%-
Pensum sei nicht zumutbar und bringe ein beträchtliches Zusatzrisiko für 
ihn. Dabei handle es sich um ein „stroke Risiko“.

3.1.6 Gemäss dem internen Zuweisungsschreiben von Dr. med. 
G.________ an Dr. med. E.________ vom 5. August 2015 (AB 43) könne 
eine quantitative Leistungseinschränkung bei völlig normalen objektiven 
neurologischen und psychiatrischen Befunden und abgeheilter Dissektion 
der Arteria carotis nicht angenommen werden (S. 1). Eine qualitative Leis-
tungseinschränkung könne für ständig körperlich schwere Tätigkeiten an-
genommen werden, d.h. dass der Beschwerdeführer aufgrund der durch-
gemachten Arteriendissektion und der arteriellen Hypertonie nicht ständig 
schwere (> 25 kg) Lasten ohne mechanische Hilfsmittel heben und tragen 
sollte. Auch sollte er keine Arbeiten ausführen, die häufig eine externe 
Streckung oder Rotation der Halswirbelsäule erforderten. Das Ausmass der 
Leistungseinschränkung hänge vom Anforderungsprofil am Arbeitsplatz ab, 
wobei anzunehmen sei, dass die angestammte Tätigkeit als ... nur gele-
gentlich das Heben und Tragen von schweren Lasten erfordere bzw. dass 
für den Lastentransport Hilfsmittel zur Verfügung stünden. Somit dürfte die 
qualitative Leistungseinschränkung eher gering ausfallen (6-33%, unter 
Bezug auf die Beschreibung der individuellen Tätigkeit durch den Arbeitge-
ber vom 13. März 2014 [AB 32]; S. 2). 

3.1.7 Gemäss der RAD-Beurteilung von Dr. med. E.________ vom 6. 
August 2015 (AB 44) bestehe nach spontaner intrakranieller Carotis-
Dissektion rechts im September 2013 kein Residualsyndrom. Die distal-
beinbetont leichtgradig herabgesetzte Tiefensensibilität auf 6-7/8 beidseits 

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unklarer Ursache könnte eventuell Hinweis auf einen Vitamin B12- 
und/oder Folsäure-Mangel sein, habe aber keine negativen Auswirkungen 
auf Koordination, Gleichgewicht und Zielmotorik, ebenso nicht die subjektiv 
angegebene Sensibilitätsminderung am rechten Arm und am rechten Bein. 
Der im psychiatrischen Gutachten (vgl. E. 3.1.4 hiervor) dokumentierte Ta-
gesablauf und das komplexe Aktivitätsniveau würden ebenso wie der un-
auffällige Psychostatus und das normale EEG gegen das Vorliegen einer 
leistungsrelevanten Fatigue sprechen. Ausschliesslich unter Berücksichti-
gung des neurologisch-psychiatrischen Fachgebietes sei der Beschwerde-
führer noch fähig, Arbeiten leichter und mittlerer körperlicher Arbeitsschwe-
re, ohne Heben und Tragen von dauernd schweren Lasten ohne mechani-
sche Hilfsmittel, ohne ständige Überkopfarbeiten bzw. ohne extreme Stre-
ckung oder Rotationen der Halswirbelsäule, mit den betrieblichen Pausen, 
vollschichtig, d.h. mit einem Pensum von 100% zu verrichten. In Bezug auf 
seine zuletzt ausgeübte ...-Tätigkeit könne er somit unter Berücksichtigung 
der genannten qualitativen Leistungseinschränkungen sämtliche Arbeiten 
verrichten (S. 3).

3.1.8 Dr. med. H.________, Facharzt für Medizinische Onkologie und 
Allgemeine Innere Medizin FMH, führte im Bericht vom 24. September 
2015 (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 3) aus, der 
Beschwerdeführer habe mit der Polycythaemia vera auch heute noch eine 
höhere Gesamtmortalitätsrate als die Normalbevölkerung. Patienten mit 
Polycythaemia vera würden am häufigsten an kardiovaskulären Ereignis-
sen, soliden Tumoren und hämatologischer Transformation in aggressivere 
Erkrankungen sterben (S. 1). Es sei bereits zu einem solchen Ereignis ge-
kommen, das zu einem neurologischen Defektzustand (Halbseitensensibi-
litätsstörung und intermittierende Sehstörung) geführt und das - ohne ag-
gressive Antikoagulation - erneut zu rheologischen Störungen mit neurolo-
gischer Symptomatik geführt habe. Wegen des aktuellen Pseudoaneurys-
mas und unvermeidbarer Antikagulation bestehe ein erhöhtes Blutungsrisi-
ko (u.a. beim Lastenheben als ...). Er (Dr. med. H.________) unterstütze 
die Beurteilung von Dr. med. B.________ bezüglich einer Arbeitsunfähig-
keit von 50% (S. 2).

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von 
anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beur-
teilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es 
gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem 
Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung 
abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist 
eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage 
der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

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3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 18. August 2015 (AB 46) im Wesentlichen auf das bidisziplinäre 
Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ vom 11. Juni 2015 
(AB 36.1). Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2. hiervor), weshalb ihm uneingeschränkte Beweiskraft zukommt. 
Die Fachärzte haben sich in ihren Beurteilungen sorgfältig mit den gesund-
heitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt sowie ihre Schlussfolge-
rungen und Einschätzungen gestützt auf ihre Untersuchung sowie die Ak-
ten in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dargelegt. Sie hatten 
Kenntnis von allen Vorakten und würdigten in ihrer Beurteilung sämtliche 
ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, insbesondere und entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerdeergänzung S. 2 Ziff. 
4.2) auch die Grunderkrankung sowie die medikamentösen Nebenwirkun-
gen. Von einer medizinischen Neubeurteilung (Ziff. 4) kann daher abgese-
hen werden, zumal hiervon keine neuen wesentlichen Erkenntnisse zu er-
warten sind. Die Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend sowie die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand überzeugend begründet. Damit ist erstellt, 
dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als ... zu 
30% eingeschränkt ist, in einer leidensangepassten Tätigkeit, welche kör-
perlich nicht so belastend ist und nicht die Notwendigkeit mitbeinhaltet, 
häufig erhebliche Gewichte zu bewältigen, zu 80%. Daran vermögen die 
weiteren Unterlagen sowie die Einwendungen des Beschwerdeführers 
gemäss den nachfolgenden Ausführungen nichts zu ändern.

Bezüglich der Grunderkrankung, d.h. der Polycythaemia vera, ist aufgrund 
der Akten (vgl. u.a. AB 28/3) erstellt, dass diese im massgebenden Verfü-
gungszeitpunkt unter Medikamenten kompensiert und die Erwerbsfähigkeit 
nicht dauerhaft eingeschränkt ist bzw. war (AB 43/1). Dies wird denn auch 
durch den Bericht des Spitals F.________ vom 17. Januar 2014 (AB 21) 
bestätigt (S. 2 Ziff. 1.1). Zwar bestehen wegen der Grunderkrankung eine 
reduzierte Lebenserwartung und erhöhte Risiken, doch schränkt dies die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten leichten 
Tätigkeit nicht so stark ein, wie dies von Dr. med. B.________ geltend ge-
macht wird. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer wegen einer 

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„schwer einzustellenden“ arteriellen Hypertonie in Behandlung war und ihm 
sein behandelnder Arzt geraten hat, das Pensum zu reduzieren 
(vgl. Beschwerdeergänzung S. 1 Ziff. 3), hat nicht zur Folge, dass von der 
Einschätzung der Gutachter abzuweichen ist. So hat denn bereits im Be-
richt vom 16. Februar 2015 (AB 28) RAD-Arzt Dr. med. G.________ darauf 
hingewiesen, dass die arterielle Hypertonie medikamentös behandelbar ist, 
per se keine invalidisierende Gesundheitsschädigung darstellt, sekundäre 
hypertensiv bedingte Organschäden von Relevanz nicht ausgewiesen sind 
und dass das EKG vom September 2013 normale Herzbefunde ergeben 
hat, insbesondere auch eine normale Herzfunktion (S. 4). So ging selbst 
Dr. med. B.________ noch im Bericht vom 2. April 2014 (AB 17/2) davon 
aus, die arterielle Hypertonie hätte keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit (S. 2 Ziff. 1.1). Dass der Hausarzt den Beschwerdeführer vom 12. bis 
18. August 2015 wegen eines gastroenteritischen Krankheitsbildes zu 
100% hat krankschreiben müssen (Beschwerdeergänzung S. 2 Ziff. 5), 
ändert an der Beurteilung der Dres. C.________ und D.________ nichts, 
zumal die diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit nur kurz, d.h. nur sieben Tage 
angedauert hat, was sich für die sich hier stellende Problematik als nicht 
relevant erweist. Die Beurteilungen der RAD-Ärzte Dres. med. G.________ 
vom 5. August 2015 (AB 43) und E.________ vom 6. August 2015 (AB 44) 
verletzen entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde-
ergänzung S. 2 Ziff. 4.1 und 6) weder die Sorgfaltspflicht noch ist ein Inter-
essenskonflikt zu erblicken. Die RAD-Ärzte haben aufgrund sämtlicher Ak-
ten eine Beurteilung des von den Dres. med. D.________ und C.________ 
postulierten Zumutbarkeitsprofils vorgenommen. Einer persönlichen Unter-
suchung des Beschwerdeführers bedurfte es hierfür nicht, nachdem es 
lediglich um eine Würdigung eines bereits erstellten medizinischen Sach-
verhalts ging. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegeg-
nerin in ihrer Verfügung vom 18. August 2015 insoweit von den RAD-
Beurteilungen abwich, als sie die im bidisziplinären Gutachten aufgrund der 
Ermüdbarkeit und geringen Belastbarkeit angegebene Leistungsminderung 
von 20% bei der Berechnung des Invaliditätsgrades berücksichtigte und 
nicht auf die gegenteilige Einschätzung der RAD-Ärzte abstellte. 

Was die in der Stellungnahme vom 11. November 2015 (in den Gerichtsak-
ten) erwähnte erneute Progredienz der Grunderkrankung bzw. das in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 13

Eingabe vom 26. Januar 2016 (in den Gerichtsakten) erwähnte Stressulcus 
mit schwerer Blutungsanämie vom 22. Januar 2016 betrifft, so sind diese 
Ausführungen im vorliegenden Fall nicht relevant, da die geschilderten „ak-
tuellen“ Gegebenheiten den Sachverhalt nach Erlass der hier angefochte-
nen Verfügungen vom 18. August 2015 (AB 46) betreffen und vorliegend 
unberücksichtigt zu bleiben haben, da sich der zeitliche Überprüfungshori-
zont des angerufenen Gerichts grundsätzlich nur bis zu den angefochtenen 
Verfügungen erstreckt (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140, SVR 2008 IV Nr. 
8 S. 25 E. 3.4). Das gleiche gilt für den Bericht von Dr. med. H.________ 
vom 24. September 2015 (BB 3). Den neu eingereichten Arztbericht bzw. 
eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes wird die Be-
schwerdegegnerin im Rahmen der Prüfung einer Neuanmeldung zu beur-
teilen haben.

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 
593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Für die Bestimmung des Invali-
deneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach 
Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 14

nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom 
durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen 
bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4; bis und 
mit LSE 2010) bzw. bei einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerkli-
cher Art (Kompetenzniveau 1; ab LSE 2012) auszugehen. Dabei sind in 
erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 
2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesund-
heitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätig-
keiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entspre-
chend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und des-
halb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müs-
sen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu 
tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Fra-
ge, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt 
von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten 
Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Natio-
nalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtli-
cher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 
5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.3 Die IV-Anmeldung datiert vom 17. Februar 2014 (AB 2). Ein Ren-
tenanspruch kann unter Berücksichtigung der Karenzfrist von sechs Mona-
ten (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) frühestens ab August 2014 bestehen. Die Ar-
beitsunfähigkeit trat am 22. September 2013 (AB 17/3 Ziff. 1.6) ein. Unter 
Berücksichtigung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG besteht 
damit frühestens ab September 2014 Anspruch auf eine Rente. Somit ist 
der Einkommensvergleich auf das Jahr 2014 hin vorzunehmen.

4.4 Der Beschwerdeführer erzielte im Jahr 2013 bei seinem 100%-
Pensum als ... ein Jahreseinkommen von Fr. 44‘200.-- (Fr. 3‘400.-- x 13 
Monate; AB 11/2). Angepasst an die Nominallohnentwicklung 2014 von 
1.1% (vgl. Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011-2014, Ziff. 55/56 [Gast-
gewerbe und Beherbergung] des BfS) ergibt sich ein massgebendes Vali-
deneinkommen von Fr. 44‘686.20 (Fr. 44‘200.-- + 1.1%). Die bis 2010 im 

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Nebenerwerb erzielten Einkommen sind dagegen entgegen der Ansicht 
des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerdeergänzung S. 1 Ziff. 2) nicht zu 
berücksichtigen, da sich die gesundheitliche Einschränkung erst ab dem 
22. September 2013 und damit Jahre nach den innegehabten Nebentätig-
keiten auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte. 

4.5 Mit der Begründung, er sei aktuell ohne Anstellung, berechnete die 
Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen gestützt auf die Zahlen der 
LSE 2012. Aufgrund der Akten ist jedoch ersichtlich, dass der Beschwerde-
führer seit dem 28. Oktober 2013 (AB 10/2 Ziff. 2.10) seine ehemalige 
Tätigkeit zu 50% ausübt. Die Beschwerdegegnerin führte sodann zu Recht 
in ihrer Beschwerdeantwort aus, dass es sich bei ihrer Formulierung in der 
Verfügung um einen Fehler handelt, der jedoch keine Auswirkung auf die 
Invaliditätsgradberechnung hat. Da der Beschwerdeführer seine Restar-
beitsfähigkeit nicht optimal umsetzt, ist das Invalideneinkommen nicht auf-
grund des bei der trotz Behinderung beibehaltenen Arbeitsstelle erzielten 
Lohnes zu berechnen, sondern anhand der Zahlen der LSE 2012. Gestützt 
auf deren Totalwert im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperli-
cher oder handwerklicher Art) könnte er ein monatliches Einkommen von 
Fr. 5‘210.-- erzielen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Ar-
beitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Totalwert der Tabelle „Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche“ des BfS), die 
Nominallohnentwicklung 2013 von 0.8% bzw. 2014 von 0.7% (vgl. Total-
wert der Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011-2014 des BfS) 
und der gutachterlich bestätigten Einschränkung von 20% in einer leidens-
bedingten Verweistätigkeit, ergibt sich ein Invalideneinkommen von 
Fr. 52‘926.70 ([Fr. 5‘210.-- x 12 Monate / 40 Stunden x 41.7 Stunden + 
0.8% + 0.7%] x 80%). Berücksichtigt man noch den von der Beschwerde-
gegnerin gewährten Tabellenlohnabzug von 15%, welcher sämtliche in 
Frage kommenden Reduktionsgründe genügend berücksichtigt, beträgt das 
massgebende Invalideneikommen Fr. 44‘987.70 (Fr. 52‘926.70 x 0.85%).

4.6 In der Folge resultiert keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse 
(Fr. 44‘686.20 - Fr. 44‘987.70), weshalb kein Anspruch auf eine Invaliden-
rente besteht. Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 16

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Die Eingaben des Beschwerdeführers vom 11. November 2015 sowie 
26. Januar 2016 inkl. Arztbericht vom 24. September 2015 werden an 
die Beschwerdegegnerin zur Prüfung einer Neuanmeldung weitergelei-
tet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/825, Seite 17

Zu eröffnen (R):

- Dr. med. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.