# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc0b0d07-0ce9-5eea-806e-4ff41fb1d45f
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 24.11.2014 605 2013 257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2013-257_2014-11-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2013 257

Urteil vom 24. November 2014

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud
Richter: Josef Hayoz, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno 
Kaufmann 

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung

Beschwerde vom 4. Dezember 2013 gegen die Zwischenverfügung vom 
29. Oktober 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1962, wohnhaft in B.________, arbeitete ab dem 31. März 2002 als 
Flight-Attendant bei der C.________ AG. Am 13. Oktober 2003 fuhr in Los Angeles ein Auto auf 
den Crew-Bus auf, wobei A.________ ein Schleudertrauma erlitt.

Am 16. März 2005 meldete sie sich aufgrund eines kraniozervikalen Beschleunigungstraumas mit 
HWS-Distorsion für den Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Zürich 
(nachfolgend: IVZ), Zürich, an und beantragte eine Umschulung bzw. Wiedereingliederung in ihre 
frühere Tätigkeit. Mit Verfügung vom 28. März 2006 gewährte ihr die IVZ Kostengutsprache für ein 
Arbeitstraining sowie eine Umschulung.

Ab dem 1. November 2007 arbeitete sie zu 60% bei der D.________ AG und konnte ab dem 
1. September 2008 ihr Pensum auf 80% erhöhen. Am 17. Oktober 2008 wurde ihr ab dem 16. Juli 
2007 eine halbe Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 59%) sowie ab dem 1. Dezember 2008 eine 
Viertelsrente (Invaliditätsgrad: 46%) zugesprochen. Am 13. August 2009 bestätigte die 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, die 
Viertelsrente.

Am 9. Februar 2011 erlitt A.________ ein axiales Beschleunigungstrauma der HWS, als ein 
Personenaufzug auf der Arbeitsstelle ungebremst ein Stockwerk abstürzte. Nachdem sie deshalb 
vom 14. Februar bis 23. Mai 2011 vollständig arbeitsunfähig war, nahm sie die Arbeit ab dem 
24. Mai 2011 zu 40% wieder auf und erhöhte ihr Pensum ab dem 26. März 2012 auf 50% und ab 
dem 1. Juni 2012 auf 60%. Dieses Pensum war bereits vor dem zweiten Unfall mit dem Arbeit-
geber vereinbart worden.

Im Juli 2011 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision ein. Nachdem das Dossier vervollständigt 
worden war, schlug der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (nach-
folgend: RAD) am 29. November 2012 die Einholung eines neurologischen Gutachtens vor.

Am 31. Januar 2013 ordnete die IV-Stelle eine neurologische Untersuchung bei der E.________ 
an, stellte A.________ den Fragenkatalog zu und setzte ihr eine Frist von 10 Tagen für eine 
Stellungnahme. Diese Untersuchung annullierte die IV-Stelle am 6. Februar 2013. Dafür ordnete 
sie gleichentags eine umfassende polydisziplinäre Abklärung (Rheumatologie, Psychiatrie und 
Neurologie) an, wiederum inklusive Zustellung des Fragenkatalogs an A.________, verbunden mit 
der Möglichkeit zur Stellungnahme innert 10 Tagen.

Am 1. März 2013 erklärte A.________, vertreten durch die TCS Assista Rechtsschutz AG 
(nachfolgend: Assista), sie habe gegen die vorgesehene polydisziplinäre Begutachtung und der 
Wahl des Instituts nach Zufallsprinzip keine Einwendungen.

Am 9. Oktober 2013 wurde sie von der IV-Stelle darüber informiert, dass die Begutachtung durch 
das F.________ durchgeführt werde und ihr wurden die Namen der Experten genannt, mit der 
Möglichkeit zur Stellungnahme innert 10 Tagen. Zu den bereits vorgesehen Fachdisziplinen kam 
noch der Fachbereich der Allgemeinen Inneren Medizin dazu.

Am 23. Oktober 2013 bestätigte die Assista, A.________ sei grundsätzlich mit der Durchführung 
eines polydisziplinären Gutachtens einverstanden, übte aber allgemeine Kritik an der gewählten 
Gutachterstelle und machte zwei Gegenvorschläge.

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Mit Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2013 hielt die IV-Stelle an der Abklärungsstelle fest.

B. Dagegen erhebt A.________, nun vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Kaufmann, Freiburg, 
am 4. Dezember 2013 Beschwerde am Kantonsgericht Freiburg und beantragt, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen, die Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2013 sei aufzuheben und ein 
Gutachten mit nur zwei spezialärztlichen Disziplinen einzuholen, subsidiär sei auf eine zusätzliche 
Abklärung zu verzichten und ihr weiterhin eine Viertelsrente und ab dem Unfall mit dem 
Personenlift eine halbe IV-Rente auszurichten. Ferner stellt sie den Antrag auf Durchführung einer 
öffentlichen Verhandlung mit Parteivortrag und Parteiverhör.

Fristgerecht begleicht die Beschwerdeführerin den verlangten Kostenvorschuss von 800 Franken.

In ihren Bemerkungen vom 27. Februar 2014 teilt die IV-Stelle mit, eine öffentliche Verhandlung 
sei für das vorliegende Zwischenverfahren nicht angezeigt. Im Übrigen beantragt sie die Ab-
weisung der Beschwerde. Die Bemerkungen werden der Beschwerdeführerin am 5. März 2014 zur 
Information zugestellt.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

Am 12. November 2014 wird eine öffentliche Verhandlung durchgeführt, während derer der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seinen Parteivortrag hält. Die Beschwerdeführerin ver-
zichtet auf die Möglichkeit, sich zum Fall zu äussern.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massge-
bend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 4. Dezember 2013 gegen die Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 
29. Oktober 2013 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz ein-
gereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsge-
richt, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die IV-Stelle zu Recht an der Abklärungsstelle 
festgehalten hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder 
eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er gemäss Art. 44 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), 
welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, der Partei deren oder dessen Namen 
bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge 
machen.

In Bezug auf die Einholung von Gutachten hat das Bundesgericht in BGE 137 V 210 erkannt, dass 
in der bisherigen Gutachtenspraxis, namentlich bei Gutachten von Medizinischen Abklärungsstel-
len (MEDAS), eine latent vorhandene Gefährdung der Verfahrensfairness bestand (Erw. 2.4), wes-
halb es diverse Praxisänderungen vorgenommen hat. So hat die Vergabe von polydisziplinären 
Gutachten nun per Zufallsprinzip zu erfolgen (Erw. 3.1.1).

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Zudem sei das Bestreben um eine einvernehmliche Gutachtenseinholung in den Vordergrund zu 
stellen. So liege es in der beiderseitigen Verantwortung von Invalidenversicherungsstelle und ver-
sicherter Person, vermeidbare Verfahrensweiterungen abzuwenden. Komme es aber hinsichtlich 
der Wahl eines Gutachters nicht zu einem Konsens, so sei die Anordnung, eine Expertise ein-
zuholen, in die Form einer Zwischenverfügung zu kleiden, welche beim kantonalen Versicherungs-
gericht angefochten werden kann, wobei sowohl materielle Einwendungen (z. B. Einwand gegen 
die Begutachtung an sich im Sinne, es handle sich um eine unnötige "second opinion" oder be-
treffend die fehlende Fachkompetenz eines Gutachters) als auch personenbezogene Ausstands-
gründe gerügt werden können. Nicht gehört werden kann indessen das Vorbringen, die Abgeltung 
aus Mitteln der Invalidenversicherung führe zu einer Befangenheit (BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.6 f.).

Ferner ist dem Versicherten – in Abweichung zur bisherigen Rechtsprechung – ein Anspruch ein-
zuräumen, sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu äussern. So haben die IV-Stellen künftig 
dem Versicherten zusammen mit der verfügungsmässigen Anordnung einer Begutachtung, den 
vorgesehen Fragenkatalog zur Stellungnahme zu unterbreiten (BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.9).

Der Versicherte hat damit auch weiterhin keinen Anspruch auf einen Gutachter seiner Wahl (BGE 
132 V 93 Erw. 6.5, bestätigt in den Urteilen des Bundesgerichts [nachfolgend: BGer] 9C_908/2012 
vom 22. Februar 2013 Erw. 5.3.2 sowie 8C_678/2014 vom 23. Oktober 2014 Erw. 3.3.1).

Bei polydisziplinären Begutachtungen erfolgt die Gutachterwahl immer nach dem Zufallsprinzip 
(Art. 72bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201]) und daher besteht grundsätzlich kein Raum für eine einvernehmliche Benennung. 
Die Zufallszuweisung ist aber im Falle stichhaltiger Einwendungen gegen bezeichnete Sachver-
ständige allenfalls zu wiederholen bzw. zu modifizieren, indem die Beteiligten z. B. übereinkom-
men, an der ausgelosten MEDAS festzuhalten, dabei aber eine Arztperson nicht mitwirken zu las-
sen. Bei erneuter Nichteinigkeit wird letztlich eine Zwischenverfügung erlassen (BGE 139 V 349 
Erw. 5.2.1, bestätigt in den Urteilen des BGer 9C_475/2013 vom 6. August 2013 Erw. 2.1, 
8C_771/2013 vom 10. Dezember 2013 Erw. 2.2 sowie 9C_708/2013 vom 28. Oktober 2014 
Erw. 3.)

b) Im Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung, Version 12, gültig ab 
1. Januar 2010, Stand 1. Februar 2013 (nachfolgend: KSVI) wird in den Rz. 2080 ff. im Detail das 
Verfahren der Gutachtenseinholung dargestellt. So teilt die IV-Stelle der versicherten Person in 
einem ersten Schritt mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der 
vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie die vorgesehenen Fach-
disziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem Stadium kann die versicherte Person erst ein-
mal (nicht personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder 
gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen. In einem zweiten Verfahrensschritt teilt die 
IV-Stelle der versicherten Person die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle und die 
Namen der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachver-
ständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener Einwendungen 
hinzu (BGE 139 V 349 Erw. 5.2.2.2; bestätigt im vorerwähnten Urteil 9C_708/2013 Erw. 3). Ferner 
schreibt der im August 2012 eingefügte Rz. 2082.2 KSVI vor, das Bestätigungsmail der Plattform 
SwissMED@P über die erfolgreiche Vergabe des Gutachtensauftrages sei im Versichertendossier 
zu erfassen.

c) Ein Ausstandsbegehren kann sich grundsätzlich ausschliesslich gegen Personen und 
nicht gegen Behörden richten. Befangen sein können – allenfalls unter Vorbehalt ganz ausser-

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ordentlicher Fälle – nur die für eine Behörde tätigen Personen, nicht die Behörde als solche (Urteil 
des BGer 8C_978/2012 vom 20. Juni 2013 Erw. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 210).

3. Als Vorbemerkung ist festzuhalten, dass auf die Einvernahme der Beschwerdeführerin – wie 
von dieser beantragt – verzichtet wird, da davon – namentlich in Bezug auf die sich hier stellende 
Frage der Wahl einer Abklärungsstelle – keine weiteren erheblichen Erkenntnisse zu erwarten 
sind. Vielmehr führen die vorhandenen Unterlagen das Gericht zur Überzeugung, dass der Sach-
verhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist und weitere Beweismassnahmen an 
diesem feststehenden Ergebnis nichts zu ändern vermögen (antizipierte Beweiswürdigung; 
U. KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; vgl. 
auch BGE 134 I 140 Erw. 5.3). Ferner hatte die Beschwerdeführerin anlässlich der durchgeführten 
öffentlichen Verhandlung vom 12. November 2014 die Gelegenheit, sich persönlich zum Fall 
gegenüber dem Gericht zu äussern, worauf sie verzichtete.

a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, ihre Gegenvorschläge seien von der IV-Stelle nicht 
einmal diskutiert worden. Zudem datiere die Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2013, sie selbst 
sei aber bereits im Juni 2013 von der Gutachterstelle kontaktiert worden. Ferner sei die Begut-
achtung weder zumutbar noch erforderlich. Der Invaliditätsgrad habe bereits vor dem zweiten Un-
fall nur knapp unter 50% gelegen, weshalb ihr ohne weitere Abklärungen wieder eine halbe Rente 
gewährt werden könne. Weiter übt sie Kritik genereller Natur gegenüber dem Auswahlverfahren 
nach dem Zufallsprinzip. Konkret bringt sie diesbezüglich vor, die gesamte Akte des Auswahlver-
fahrens sei ins Recht zu legen und ihr zur Stellungnahme zu unterbreiten. Sie habe den Anspruch 
zu wissen, welche Qualifikationen der Gutachterstelle durch das Auswahlgremium zuerkannt 
wurden. Es sei auch zu prüfen, ob das Auswahlverfahren allgemein durch mögliche Versprechun-
gen der akkreditierten Abklärungsstellen zur Dauer der Begutachtung oder durch den Einwand von 
Kapazitätsengpässen beeinflusst werden könne. Auch werde die gewählte Gutachterstelle seit 
Langem kritisiert.

Die IV-Stelle ist der Ansicht, bei der Beauftragung einer Gutachterstelle nach dem Zufallsprinzip 
bleibe kein Raum für eine einvernehmliche Lösung. Die frühere Rechtsvertretung Assista habe 
keine Bedenken gegenüber dem Begutachtungsumfang geäussert. Sie habe zwar Kritik am 
F.________, nicht aber betreffend die namentlich genannten Gutachter erhoben. Es mute beinahe 
grotesk an, dass lediglich aufgrund eines Wechsels der Rechtsvertretung das Verfahren wieder 
von vorne beginnen soll. Hinsichtlich der am Auswahlverfahren geübten Kritik äussere sie sich 
nicht. Dieses sei vom Gesetzgeber entworfen und von ihrer Aufsichtsbehörde konkretisiert worden. 

b) Was die Einsicht in die Akten des Auswahlverfahrens betrifft, hatte die Beschwerde-
führerin die Möglichkeit, das IV-Dossier zu konsultieren. Sie hat anschliessend am 29. Juli 2014 
einzig einen Zeitungsartikel, das F.________ betreffend, eingereicht.

In Bezug auf den Umfang der von der IV-Stelle vorgesehenen Begutachtung erscheint das Vor-
gehen der Beschwerdeführerin zumindest als widersprüchlich. Zunächst erklärte sie sich zweimal, 
nachdem sie von der IV-Stelle mit Schreiben vom 6. Februar 2013 (IV-Akten, S. 493 f.) über die 
Notwendigkeit einer polydisziplinären Abklärung unter konkreter Angabe der vorgesehen Fach-
richtungen informiert worden war, am 1. März 2013 (IV-Akten, S. 511) sowie 23. Oktober 2013 (IV-
Akten, S. 522), damals noch vertreten durch die Assista, damit einverstanden. Erst in ihrer Be-
schwerde, nun vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Kaufmann, wird zum ersten Mal Kritik am Um-
fang der Begutachtung geübt und jene ohne umfassende Begründung als nicht zumutbar und nicht 
notwendig eingestuft. Allein aufgrund der Tatsache, dass sie bereits vor dem zweiten Unfall eine 
Rente bezog, kann die vorgesehene Begutachtung nicht als unzumutbar angesehen werden. Es 

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ist zwar richtig, dass sich auf den ersten Blick aus den Unterlagen vor allem die Notwendigkeit 
einer psychiatrischen und neurologischen Begutachtung ergibt. So schlägt der RAD-Arzt am 
29. November 2012 (IV-Akten, S. 479 f.) eine neurologische Abklärung vor, erklärt aber gleich-
zeitig, die psychische Seite sei nicht vollständig klar.

Dennoch gibt es an der Vorgehensweise der IV-Stelle nichts auszusetzen. So ist es gemäss 
Art. 43 Abs. 1 ATSG in erster Linie Sache der IV-Stelle, darüber zu entscheiden, welche Ab-
klärungen vorgenommen werden müssen. Dabei steht ihr ein Ermessensspielraum zu, in welchen 
das Gericht ohne triftigen Grund nicht eingreift (vgl. Urteil des BGer 9C_235/2013 vom 10. Sep-
tember 2013 Erw. 2 mit Hinweisen). Ein solcher ist nicht ersichtlich. So steht es der IV-Stelle frei, 
im Rahmen einer Rentenrevision den Fall erneut gründlich abzuklären. Zudem gibt es nichts daran 
zu bemängeln, dass die IV-Stelle unter Berücksichtigung der hier zur Anwendung kommenden 
Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision, gemäss welchen die IV die Pflicht hat, Renten zu 
prüfen, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nach-
weisbare organische Grundlage gesprochen wurden, wozu auch das Schleudertrauma gehört 
(vgl. BGE 136 V 279), den Begutachtungsumfang erweitert hat. Der Einbezug eines Neuropsycho-
logen, wie es die Beschwerdeführerin vorbringt, war offenbar aufgrund der Akten weder für die IV-
Stelle noch für die Abklärungsstelle notwendig, welche die vollständigen Akten am 12. März 2013 
(IV-Akten, S. 512) erhielt. Vom behandelnden Arzt, Dr. med. G.________, Praktischer Arzt FMH, 
werden zwar auch Konzentrationsschwierigkeiten erwähnt (Bericht vom 24. August 2011; IV-
Akten, S. 368 f.). Im Vordergrund stehen aber gemäss den Unterlagen vor allem Müdigkeit und Er-
schöpfung aufgrund der Schmerzen, dies vor allem nach einem Arbeitstag.

Weiter sind die allgemein formulierten Einwände gegenüber dem durch das Bundesgericht gefor-
derten und in Art. 72bis IVV vom Bundesrat vorgesehenen zufälligen Auswahlverfahren bei polydis-
ziplinären Gutachten für den vorliegenden konkreten Fall nicht von Bedeutung. So kann der Ein-
wand der Beschwerdeführerin, die von ihr am 23. Oktober 2013 gemachten Gegenvorschläge 
seien nicht einmal diskutiert worden, nicht gehört werden. Wie dargestellt, erfolgt die Gutachter-
auswahl bei polydisziplinären Gutachten immer nach dem Zufallsprinzip und für eine einvernehm-
liche Benennung der Experten besteht kein Raum. So ist Gegenstand der in BGE 137 V 210 vor-
gesehen Einigungsbemühungen im Rahmen der Vergabe eines polydisziplinären Gutachtens nicht 
die Mitsprache im Sinne eines aktiven Vorschlagsrechts bei der Wahl der Gutachterstelle, sondern 
vielmehr die Bereinigung von Einwänden, welche der Versicherte allenfalls gegen die namentlich 
genannten Gutachter vorbringt. Bei berechtigen Einwänden kann die Zufallsvergabe wiederholt 
werden oder aber die Parteien können übereinkommen, dass zwar an der gewählten Gutachter-
stelle festgehalten wird, aber andere Ärzte zum Zug kommen. Die von der Beschwerdeführerin 
allgemein gegen das F.________ vorgebrachte Kritik ist deshalb nicht von Relevanz, da die 
Experten einer Gutachterstelle, nicht aber die Gutachterstelle als solche befangen sein kann. Die 
IV-Stelle war deshalb nicht gehalten, auf die von der Beschwerdeführerin gemachten 
Gegenvorschläge weiter einzugehen.

Zudem hat sich die IV-Stelle an das in Rz. 2080 ff. KSVI vorgeschriebene Verfahren gehalten, auf 
welches auch das Bundesgericht verweist (vgl. BGE 139 V 349 Erw. 5.2.2). So wurde die Be-
schwerdeführerin am 6. Februar 2013 über die Notwendigkeit einer umfassenden polydisziplinären 
Untersuchung mit Angabe der vorgesehenen Disziplinen unterrichtet, ihr der Fragenkatalog zuge-
stellt und die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Daraufhin erklärte sie am 1. März 2013, sie 
habe keine Einwendungen gegen die vorgesehene polydisziplinäre Begutachtung und der Wahl 
des Instituts nach Zufallsprinzip. Am 9. Oktober 2013 wurde sie von der IV-Stelle über die Wahl 
des F.________ sowie der vorgesehenen Gutachter informiert, wiederum mit der Möglichkeit zur 
Stellungnahme. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2013 wiederholt die 

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Beschwerdeführerin, sie sei mit der Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung grundsätzlich 
einverstanden. Sie machte einzig die Bemerkung, angesichts der geltenden Bundesgerichtspraxis 
habe sie eine konsensorientierte Gutachtensanordnung erwartet, anstelle der blossen Mitteilung, 
das F.________ sei ausgewählt worden. Konkrete Ausstandsgründe gegen einen oder mehrere 
der genannten Gutachter wurden aber nicht vorgebracht, weshalb die IV-Stelle zu Recht am 
F.________ festgehalten hat. Daran ändern auch die im Rahmen der öffentlichen Verhandlung 
vom 12. November 2014 erstmals gegen Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, erhobenen Einwände nichts, da diese wiederum allgemeiner Art waren und auch 
nicht glaubhaft gemacht wurden.

Es muss der Hinweis gemacht werden, dass es eher merkwürdig anmutet, dass die Beschwerde-
führerin bereits im Sommer 2013 mehrmals von der Gutachterstelle kontaktiert worden war, ob-
wohl die IV-Stelle die Beschwerdeführerin erst mit Schreiben vom 9. Oktober 2013 über die ge-
wählte Abklärungsstelle sowie die vorgesehenen Experten unterrichtete. Auch wenn diesbezüglich 
die Angaben im Anhang V zur KSVI (Handbuch für Gutachter- und IV-Stellen), Version 12, Stand 
1. Februar 2013, nicht vollständig klar sind, so wäre es wünschenswert, wenn die Gutachterstelle 
die versicherte Person erst kontaktieren würde, wenn diese sich mit der Wahl einverstanden erklärt 
hat. Dies ändert aber nichts an der Richtigkeit der Zwischenverfügung der IV-Stelle.

Schliesslich kann auch nicht die Rede von einer Verletzung von Art. 21 Abs. 4 ATSG sein. Wie ge-
sehen, kann die vorgesehene Begutachtung weder als unzumutbar noch als unnötig angesehen 
werden. Ferner wurden – wie schon erwähnt – auch keine relevanten Gründe gegen die nament-
lich genannten Gutachter vorgebracht. Die Beschwerdeführerin hat sich deshalb gemäss Art. 43 
Abs. 2 ATSG der Begutachtung zu unterziehen. Anderenfalls können ihr im Rahmen von Art. 21 
Abs. 4 ATSG die Leistungen gekürzt werden. Es gibt nichts daran auszusetzen, dass die Be-
schwerdeführerin durch IV-Stelle in der hier streitigen Zwischenverfügung auf diese Tatsache auf-
merksam gemacht wurde.

4. Zusammenfassend bringt die Beschwerdeführerin keine triftigen Gründe gegen die Gutach-
ter vor, weshalb die Beschwerde abzuweisen und die Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2013 
zu bestätigen ist.

Die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin werden auf 800 Franken 
festgesetzt und sind mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der gleichen Höhe zu ver-
rechnen.

Da die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen unterliegt, hat sie keinen Anspruch auf Parteient-
schädigung.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von 800 Franken zu Lasten von A.________ 
erhoben, was mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 24. November 2014/bsc

Präsidentin Gerichtsschreiber-Berichterstatter