# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 378b0a42-386a-519e-baa4-cc7080b2df8c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-04-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.04.2012 D-1860/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1860-2012_2012-04-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1860/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  A p r i l  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Martin Zoller, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;   

Gerichtsschreiber Daniel Widmer. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Serbien,   

vertreten durch lic. iur. Othman Bouslimi, 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 3. April 2012 / N (…). 

 

 

D-1860/2012 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimat-

staat am 22. Februar 2012 verliess und gleichentags von B._______ 

auf dem Luftweg nach C._______ reiste, 

dass sie am 4. März 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

D._______ um Asyl nachsuchte, wo sie am 8. März 2012 zur Person 

befragt und am 21. März 2012 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des 

Asyl-gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das 

Bundesamt zu den Asylgründen angehört wurde, 

dass sie anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 

sie sei serbische Staatsangehörige albanischer Ethnie mit letztem 

Wohnsitz in E._______, wo sie seit zirka (…) Jahren alleine – ihre 

Eltern und ihre Geschwister würden sich in der Schweiz aufhalten – 

gelebt habe, und dort schlecht behandelt und gar mit dem Tod bedroht 

worden sei, weil sie lesbisch sei, 

dass sie zirka im Jahr (…) eine Freundin kennengelernt habe, mit der 

sie in der Folge ständig zusammen gewesen sei, 

dass sie in der Öffentlichkeit immer wieder als Lesbe beschimpft wor-

den sei und sich vor Angst kaum mehr aus dem Haus gewagt habe, 

dass einmal während ihrer Ferienabwesenheit (…) in ihr Haus 

eingebrochen worden sei, wobei nichts gestohlen worden sei, weshalb 

sie vermute, dass sie gesucht worden sei, 

dass ihr Haus (…) worden sei und sie sich aufgrund dieser Ereignisse 

in einer Krise befinde, weshalb sie einen Psychiater in F._______ 

(Kosovo) aufgesucht habe, zu dem sie sich seither regelmässig in 

Behandlung begeben habe, 

dass ihre Eltern nichts von ihrer sexuellen Neigung wüssten und 

wichtig sei, dass dies auch so bleibe, 

dass sie die Situation im Heimatstaat nicht mehr ertragen und deshalb 

in der Schweiz um Asyl nachgesucht habe, 

D-1860/2012 

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dass sie nebst ihrem Reisepass einen Arztbericht vom 28. November 

2011 zu den Akten reichte, demzufolge sie an einer Angststörung und 

einer depressiven Störung leidet, 

dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 3. April 

2012 gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch der Be-

schwerdeführerin nicht eintrat und deren Wegweisung aus der Schweiz 

anordnete, wobei sie diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu ver-

lassen habe, 

dass das BFM im Wesentlichen ausführte, der Bundesrat habe mit Be-

schluss vom 6. März 2009 Serbien als verfolgungssicheren Staat im 

Sinne von Art. 6 Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet, 

dass die Aussagen der Beschwerdeführerin zu ihren Verfolgern 

unsubstanziiert, nicht nachvollziehbar und stereotyp ausgefallen seien, 

wobei sie auch nicht plausibel zu erklären vermocht habe, weshalb sie 

ihren Heimatstaat erst im März 2012 verlassen habe, obwohl sie an-

geblich bereits zirka (…) Jahre zuvor massiv bedroht worden sei, 

dass sie nicht in der Lage gewesen sei, ihre Freundin, mit welcher sie 

eine langjährige intime Beziehung gepflegt habe, anschaulich zu be-

schreiben, und nicht nachvollziehbar sei, weshalb ihre lesbische 

Beziehung in G._______ allgemein bekannt gewesen sei, indes weder 

ihre beiden im selben Dorf wohnhaften (…) noch ihre Eltern davon 

wüssten, obwohl sich gemäss den Aussagen der Be-schwerdeführerin 

Nachrichten in der Heimat sehr schnell verbreiten würden, 

dass sich somit aus den Akten keine Hinweise ergeben würden, 

welche die widerlegbare Vermutung des Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 

umstossen könnten, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 

verweisen ist, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. April 2012 (Datum 

des Poststempels) durch ihren Rechtsvertreter beim Bundesverwal-

tungsgericht gegen diesen Entscheid Beschwerde erheben und bean-

tragen liess, es sei die Beschwerde formgetreu anzunehmen und die 

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vorläufige Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs anzuordnen, 

dass in prozessualer Hinsicht der Beschwerde die aufschiebende Wir-

kung zu gewähren sei respektive vorsorgliche Massnahmen anzuord-

nen seien und die Vollzugsbehörden anzuweisen seien, bis zum Ent-

scheid keine Vollzugsmassnahmen zu ergreifen, 

dass zudem der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu erlassen 

seien und eine angemessene Frist zur Übersetzung des Arztberichts 

anzusetzen sei, 

dass indes gleichzeitig eine deutsche Übersetzung des Arztberichts 

vom 28. Oktober 2011 eingereicht wurde, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. April 2012 vollständig beim Bun-

desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung: 

dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 

172.021] des BFM entscheidet, ausser – was in casu nicht zutrifft – bei 

Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die 

beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teil-

genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-

weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-

miert ist, weshalb – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 

(Art. 108 Abs.2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG), 

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dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 

oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 

AsylG), 

dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 

zukommt (Art. 42 AsylG) und die angefochtene Verfügung keine an-

derslautende Anordnung enthält, weshalb mangels Rechtsschutzinter-

esses auf das entsprechende Begehren nicht einzutreten ist,  

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32-35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entschei-

dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Ziffern 1 und 2 des Dispositivs der vorinstanzlichen Verfügung 

in Rechtskraft erwachsen sind, da sich die Beschwerde gemäss den 

Anträgen des seit Jahren im Asylbereich professionell tätigen 

Rechtsvertreters ausdrücklich und allein gegen den Vollzug der 

Wegweisung richtet, 

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz zur Folge hat, und die Beschwerdeführerin 

vorliegend weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen An-

spruch auf die Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu 

bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. BVGE 

2009/50 E. 9 S. 733, EMARK 2001 Nr. 21), 

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumut-

baren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach 

Art. 83 Abs. 1-4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) zu regeln ist 

(Art. 44 Abs. 2 AsylG), 

dass in der Beschwerde im Rahmen der Zulässigkeitsfrage (Art. 83 

Abs. 3 AuG) eingewendet wird, die Beschwerdeführerin habe anläss-

lich der Befragungen sehr wohl konkrete Hinweise zu ihren Verfolgern 

geben können, zumal sie diesbezüglich erklärt habe, sie sei auf der 

Strasse von ihr unbekannten jugendlichen Personen albanischer Eth-

nie aus ihrer Umgebung angegriffen und bedroht worden und habe zu-

dem anonyme Briefe erhalten, 

dass sie aus Angst, ihre Freundin könnte aufgrund präziser Angaben aus-

findig gemacht werden, diesbezüglich im erstinstanzlichen Verfahren kei-

ne solchen gemacht habe, 

dass ihr Gefahr für Leib und Leben aus ihrem dörflichen oder familiären 

Umfeld drohen könnte, und gemäss einer in der Rechtsmitteleingabe zi-

tierten Pressemitteilung (…) von den serbischen Behörden aus Sicher-

heitsgründen verboten worden sei, woraus die Beschwerdeführerin eine 

lebensbedrohliche Situation für gleichgeschlechtliche Paare in Serbien 

ableitet (vgl. Beschwerde S. 4-5), 

dass sich diese Ausführungen in der Beschwerde zur angeblichen Ver-

folgung der Beschwerdeführerin als unbehelflich erweisen, 

dass sie in keiner Weise geeignet sind, an ihren diesbezüglich un-

glaubhaften Aussagen etwas zu ändern, 

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dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, auf die weiteren 

Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe einzugehen, da diese daran 

ebenfalls nichts zu ändern vermögen, 

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nach dem Gesagten 

mithin zulässig ist, da es der Beschwerdeführerin einerseits zufolge 

des unangefochten gebliebenen Entscheides bezüglich des Nichtein-

tretens nicht gelungen ist, Hinweise auf eine Verfolgung vorzubringen, 

und anderseits keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige 

Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 

1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101) ersichtlich sind, die der Beschwerdeführerin in ihrem 

Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass sodann weder die im Heimatstaat herrschende politische Situa-

tion geschweige denn andere Gründe gegen die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs (Art. 83 Abs. 4 AuG) dorthin sprechen, 

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 

der Vollzug der Wegweisung für die Beschwerdeführerin in den 

Heimatstaat unzumutbar wäre, 

dass die Vorinstanz diesbezüglich in der angefochtenen Verfügung 

ausführte, namentlich habe sich die Beschwerdeführerin bereits 

während der letzten (…) Jahre alleine in ihrer Heimat aufgehalten, sei 

dabei von ihrer Familie finanziell unterstützt worden und habe eine 

rege Reisetätigkeit zwischen der Schweiz, Serbien und Kosovo ent-

wickelt, was auf genügende finanzielle Mittel schliessen liesse, 

dass (…) im selben Dorf wie sie wohnhaft seien, weshalb sie nicht auf 

sich allein gestellt sei, und auch keine medizinischen 

Wegweisungshindernisse bestün-den, zumal die Grundversorgung 

diesbezüglich für die gesamte Bevölkerung gewährleistet sei, private 

Apotheken und Strukturen grundsätzlich alle Medikamente aus dem 

westlichen Ausland be-schaffen könnten und die Betreuung psychisch 

kranker Personen ebenfalls sichergestellt sei, umso mehr als sich die 

Beschwerde-führerin ihren Angaben zufolge seit dem Jahr (…) 

regelmässig in psychiatrische Behandlung nach Kosovo (aus 

sprachlichen Gründen) begeben habe, wobei praktische 

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flächendeckend alle gängigen Be-handlungen, auch unter Anwendung 

moderner Behandlungsmethoden, angeboten würden, 

dass sich diese vorinstanzlichen Erwägungen nach einer Überprüfung 

der Akten als zutreffend erweisen und ihnen in der Rechtsmittel-

eingabe nichts entgegengehalten wird, 

dass der in der Beschwerde gestellte Antrag auf Ansetzung einer 

angemessenen Frist zur Einreichung einer Übersetzung des Arzt-

berichts durch das gleichzeitige Einreichen einer solchen (zusammen 

mit der Rechtsmitteleingabe) gegenstandlos geworden ist, weshalb 

darüber nicht mehr zu befinden ist, 

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, 

die Beschwerdeführerin würde bei einer Rückkehr in eine existenz-

bedrohende Situation geraten, die als konkrete Gefährdung im Sinne 

der zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 

AuG), 

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich 

möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht der Beschwerde-

führerin – diese besitzt bereits einen gültigen Reisepass – ist, sich um 

die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen Reisepapiere zu 

bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 

S. 513 ff.), 

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den 

rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle 

oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG – ungeachtet der von der 

Beschwerdeführerin nicht nachgewiesenen prozessualen Bedürftigkeit 

– abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren, wie sich aus den 

vorstehenden Erwägungen ergibt, als aussichtslos zu bezeichnen 

waren, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung 

der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Seite 9 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.   

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Martin Zoller Daniel Widmer 

 

 

Versand: