# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee2202d4-256a-5f92-a3c7-a25ed8dbd638
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.06.2023 C-3028/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3028-2023_2023-06-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3028/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J u n i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Marktüberwachung, Einziehung und Vernichtung von  

Dopingmitteln; (Verfügung vom 17. Mai 2023). 

 

 

 

C-3028/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Stiftung Swiss Sport Integrity anlässlich einer Mitteilung des Zoll-

inspektorats Zürich vom 13. Oktober 2022 über eine durchgeführte Post-

kontrolle nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens mit Verfügung 

vom 17. Mai 2023 die Einziehung und Vernichtung von 250 Tabletten DHEA 

Puritan’s Pride à 25 mg (Wirkstoff: Prasteron [Dehydro-epiandrosteron, 

DHEA]) anordnete und A._______ eine Gebühr von Fr. 400.– auferlegte 

(Beilage 1 zu BVGer-act. 1),  

dass sich A._______ mit Schreiben vom 25. Mai 2023 (Datum Poststem-

pel) an das Bundesverwaltungsgericht wandte und im Wesentlichen um 

Prüfung der Angelegenheit sowie um Erlass der Busse von Fr. 400.– bat, 

da sie unwissentlich in diese Situation geraten sei (BVGer-act. 1), 

dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach 

Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) beur-

teilt, sofern – wie hier – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,  

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass die Stiftung Swiss Sport Integrity gemäss Art. 33 Bst. h VGG eine 

solche Behörde darstellt und ihre Verfügungen betreffend die Einziehung 

und Vernichtung von Dopingmitteln (vgl. Art. 20 Abs. 4 des Sportförde-

rungsgesetzes [SpoFöG, SR 415.0]) vor Bundesverwaltungsgericht an-

fechtbar sind (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6302/2013 vom 

14. September 2015 [in BVGE 2015/46 nicht publizierte] E. 1.2), 

dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift der Beschwerdeführerin oder deren 

Vertreter zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz der Beschwerdeführerin eine kurze Nachfrist 

zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder 

Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach 

ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52 

Abs. 2 und 3 VwVG), 

C-3028/2023 

Seite 3 

dass hieraus implizit folgt, dass sich in der Beschwerde auch der Be-

schwerdewille manifestieren und die Beschwerde bedingungs- und vorbe-

haltlos erhoben werden muss (vgl. FRANK SEETHALER/FABIA BOCHSLER, in: 

Praxiskommentar VwVG, 2. Auflage 2016, N. 37 zu Art. 52 VwVG), 

dass A._______ in ihrem Schreiben vom 25. Mai 2023 die Bestellung der 

250 Tabletten DHEA Puritan’s Pride prima facie nicht bestreitet,  

dass sie weiter auch die Gebühr von Fr. 400.– nicht zu bestreiten scheint, 

sondern ausführt, sie sei «erstaunt» gewesen und sie lebe von einer Pen-

sion, ohne Vermögen, weshalb sie bitte, «die Angelegenheit zu prüfen und 

mir die Busse zu erlassen»,  

dass damit im vorliegenden Fall aus der Eingabe vom 25. Mai 2023 nicht 

eindeutig hervorgeht, ob sie tatsächlich Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht führen wollte oder ob es sich vielmehr um ein Erlassgesuch 

handelt, 

dass A._______ folglich mit Zwischenverfügung vom 31. Mai 2023 aufge-

fordert wurde, innert zehn Tagen nach Erhalt der Zwischenverfügung mit-

zuteilen, ob sie Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht führen 

wolle, und unter der Voraussetzung ihres Beschwerdewillens, in ihrer Be-

schwerdeschrift klare Rechtsbegehren zu stellen, diese zu begründen und 

mit ihrer eigenhändigen Unterschrift zu versehen, ansonsten auf das 

Rechtsmittel nicht eingetreten werde (BVGer-act. 3 Dispositiv-Ziffern 1 und 

2), 

dass A._______ die per Einschreiben versandte Zwischenverfügung vom 

31. Mai 2023 gemäss elektronischem Rückschein (eAR) der Schweizeri-

schen Post am 2. Juni 2023 zugestellt wurde (BVGer-act. 3; Sendungs-

nummer: […]) und demnach die Frist zur Einreichung einer Beschwerde-

verbesserung am 12. Juni 2023 abgelaufen ist,  

dass A._______ innert der mit Zwischenverfügung vom 31. Mai 2023 an-

gesetzten Frist bis zum 12. Juni 2023 weder ihren Beschwerdewillen erklärt 

noch ihre Beschwerde verbessert hat,  

dass damit keine rechtsgültige Beschwerde eingereicht wurde und somit 

androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Be-

schwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

C-3028/2023 

Seite 4 

dass die Eingabe vom 25. Mai 2023 zuständigkeitshalber an die Vorinstanz 

zur Prüfung als allfälliges Erlassgesuch zu überweisen ist (Art. 8 VwVG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich der Be-

schwerdeführerin als unterliegender Partei aufzuerlegen wären (Art. 63 

Abs. 1 VwVG),  

dass indes in der vorliegenden Konstellation auf die Erhebung von Verfah-

renskosten zu verzichten ist (Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]),  

dass nach dem Verfahrensausgang weder die unterliegende Beschwerde-

führerin (Art. 64 Abs. 1 VwVG) noch die obsiegende Vorinstanz (Art. 7 

Abs. 1 und 3 VGKE) Anspruch auf eine Parteientschädigung haben. 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe von A._______ vom 25. Mai 2023 wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Eingabe vom 25. Mai 2023 samt Beilage wird zuständigkeitshalber an 

die Vorinstanz überwiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das De-

partement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport.  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

 

  

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Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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