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**Case Identifier:** 58c9344f-bf94-553a-ba3c-5653b20801df
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.12.2014 100 2014 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-113_2014-12-10.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 6.03.2015 nicht eingetreten 
(1C_44/2015).

100.2014.113/127U
KEP/GEU/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Kocher   

100.2014.113
A.________
Beschwerdeführer 1

100.2014.127
B.________
Beschwerdeführer 2

gegen

Einwohnergemeinde Kirchlindach
handelnd durch den Gemeinderat, Lindachstrasse 17, 3038 Kirchlindach
Beschwerdegegnerin 

und

Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern
Münstergasse 2, 3011 Bern

betreffend Revision der Ortsplanung (Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und 
Kirchendirektion des Kantons Bern vom 24. März 2014; 32.14-12.45/49)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
127U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde (EG) Kirchlindach beschloss am 
29. März 2010 eine Revision der Ortsplanung, bestehend aus Zonenplan 1, 
Schutzzonenplan, Baureglement, Waldfeststellungsplan und Naturgefahrenkarte. Die 
Revision umfasste namentlich die Umzonungen der Parzellen Kirchlindach Gbbl. 
Nrn. 1___ und 2___ von der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) in die Wohn- und 
Gewerbezone 2 (WG2) sowie die Einzonung der Parzelle Kirchlindach Gbbl. Nr. 3___ 
(Zone mit Planungspflicht [ZPP] Nr. 4). A.________ erhob u.a. gegen diese Um- und 
Einzonung Einsprache, B.________ beanstandete einzig die Umzonungen. Das Amt 
für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) genehmigte am 12. Juni 
2012 die Ortsplanungsrevision und wies die beiden Einsprachen ab, diejenige von 
A.________ soweit es darauf eintrat. 

B.

Dagegen erhob A.________ soweit die Einzonung der Parzelle Nr. 3___ in eine ZPP 
und die Umzonungen in eine WG2 betreffend am 10. Juli 2012 Beschwerde bei der 
Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK). B.________ erhob 
am 20. Juli 2012 Beschwerde bei der JGK und beanstandete die genannten 
Umzonungen. Die JGK vereinigte die Verfahren und wies die Beschwerden am 
24. März 2014 ab, soweit sie darauf eintrat. 

C.

Gegen den Entscheid der JGK hat A.________ am 25. April 2014 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben und die folgenden Rechtsbegehren gestellt 
(Verfahren 100.2014.113):

«1. Der Beschluss der Gemeindeversammlung Kirchlindach in Sachen Umzonung 
Zone für öffentliche Nutzung beim Kindergarten, Parzellen Nr. 1___ und Nr. 2___, 
in eine WG2 sei aufzuheben. 

2. Der Beschluss der Gemeindeversammlung Kirchlindach in Sachen Neueinzonung 
der Parzelle Nr. 3___ sei aufzuheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
127U, Seite 3

3. Der Beschwerdeentscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion vom 
24. März 2014 sei aufzuheben.»

B.________ hat den Entscheid vom 24. März 2014 mit Verwaltungsge-
richtsbeschwerde vom 5. Mai 2014 angefochten (Verfahren 100.2014.127). Er 
beantragt, der Beschwerdeentscheid der JGK sei aufzuheben. Ausserdem sei der 
Beschluss der Gemeindeversammlung «in Sachen Umzonung öffentliche Nutzung 
beim Kindergarten, Parzellen Nr. 1___ und Nr. 2___, in eine WG2 aufzuheben». Weiter 
stellt er Beweis- und Verfahrensanträge. 

Die EG Kirchlindach beantragt mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2014, beide 
Beschwerden seien abzuweisen und den Umzonungen sei die Genehmigung zu 
erteilen. Mit Vernehmlassungen vom 16. Juni 2014 beantragt die JGK in beiden 
Verfahren, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. 
A.________ und B.________ haben je am 9. Juli 2014 Bemerkungen zur 
Beschwerdeantwort und zu den Vernehmlassungen eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. 

1.2 Die Beschwerdeführer haben an den (vereinigten) vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und haben 
als Eigentümer der Parzelle Kirchlindach Nr. 4___ (Beschwerdeführer 2) bzw. Mieter 
der Liegenschaft (Beschwerdeführer 1) ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 61a Abs. 2 Bst. a des 
Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). 

1.3 Nach Art. 81 Abs. 1 VRPG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 
Tagen seit Eröffnung des Entscheids zu erheben. Zur Wahrung einer Frist muss die 
betreffende Handlung vor deren Ablauf vorgenommen werden. Eingaben müssen vor 

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127U, Seite 4

Ablauf der Frist der Behörde, der schweizerischen Post oder einer schweizerischen 
diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 42 Abs. 1 und 
2 VRPG). Für die Fristwahrung genügt der Einwurf in einen Briefkasten der Behörde, 
der Post oder der schweizerischen Vertretung bis Mitternacht des letzten Tags der 
Frist. Die Absenderin bzw. der Absender trägt dafür die Beweislast 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 42 N. 5; 
BGE 127 I 133 E. 7b S. 139 a.E., 109 Ia 183 E. 3a, 109 Ib 343 E. 2b; BGer 
5A_201/2014 vom 26.6.2014, E. 3.2, H 131/06 vom 12.3.2007, E. 3.2, 
5P.113/2005/5P.114/2005 vom 13.9.2006, E. 3.1). Es ist unbestritten, dass der 
angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer 2 am 3. April 2014 zugestellt wurde 
(vgl. Zustellinformation der Post, Track & Trace). Die Beschwerdefrist ist demnach 
unter Berücksichtigung der Regelung von Art. 41 Abs. 2 VRPG über den Fristenlauf an 
Samstagen am Montag, dem 5. Mai 2014 abgelaufen. Der Umschlag der im 
Briefkasten des Verwaltungsgerichts eingeworfenen Eingabe, die am 6. Mai 2014 
eingegangen ist, trägt den Vermerk «Einwurf vor Mitternacht, 5. Mai 2014, beglaubigt 
durch C.________» und die Unterschrift von C.________. Auf Verfügung des 
Abteilungspräsidenten hin hat der Beschwerdeführer 2 mit Eingabe vom 18. Mai 2014 
die Wohnadresse von C.________ bekanntgegeben sowie weitere Angaben zu dessen 
Person und zu den genauen Umständen der Beschwerdeeinreichung gemacht. Es 
besteht kein Anlass, die Aussage in Zweifel zu ziehen, wonach der Briefeinwurf noch 
am 5. Mai 2014 erfolgt ist. Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist 
– unter Vorbehalt der E. 1.4, 1.5, 2.2 und 5.7 – einzutreten. 

1.4 Anfechtungsgegenstand in den vorliegenden Verfahren ist der Entscheid der 
JGK über die vorne in Bst. B genannten planerischen Anordnungen. In diesem Umfang 
ist der Entscheid an die Stelle der Genehmigungsverfügung des AGR getreten; diese 
gilt als inhaltlich mitangefochten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. BGE 134 II 
142 E. 1.4; BVR 2010 S. 411 E. 1.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 60 N. 7). 
Der Beschluss der Gemeindeversammlung, der mit Verfügung des AGR soweit hier 
interessierend genehmigt wurde, bildet nicht Verfahrensgegenstand. Soweit die 
Beschwerdeführer auch die (teilweise) Aufhebung des Gemeinde-
versammlungsbeschlusses beantragen, ist auf die Beschwerden nicht einzutreten. 

1.5 Soweit der Beschwerdeführer 1 zur Begründung seiner Beschwerde auf die 
vom Beschwerdeführer 2 später eingereichte Beschwerde verweist (vgl. Beschwerde 
im Verfahren 100.2014.113 [nachfolgend: Beschwerde 1], Ziff. II Ingress), ist auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
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Beschwerde nicht einzutreten. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss unter 
anderem einen Antrag und eine Begründung enthalten, wobei diese Teile der 
Rechtsschrift innert der Beschwerdefrist eingereicht sein müssen (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 Abs. 2 sowie Art. 33 Abs. 3 VRPG). Hinzu kommt, dass die Parteien in 
vereinigten Verfahren nicht zu Streitgenossinnen bzw. Streitgenossen werden 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 17 N. 4). Die beiden Beschwerden betreffen 
zwar teilweise den gleichen Gegenstand, weshalb die Verfahren aus 
prozessökonomischen Gründen auch vor Verwaltungsgericht zu vereinigen sind 
(Art. 17 Abs. 1 VRPG). Die Begründung der einen Beschwerde kann jedoch nicht zur 
Begründung der anderen Beschwerde herangezogen werden; trotz Vereinigung 
wahren die Beschwerdeführer ihre Rechte selber und für sich allein 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 17 N. 4). Folglich ist auch auf die Beschwerde 
des Beschwerdeführers 2 nicht einzutreten, soweit er zur Begründung auf die 
Beschwerde des Beschwerdeführers 1 verweist. 

1.6 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Es auferlegt sich eine gewisse Zurückhaltung, 
soweit für die Beurteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über 
die es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten 
und -stellen (BVR 2014 S. 451 E. 1.3, 2013 S. 5 E. 5.6; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 80 N. 9).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, die Vorinstanz sei im Zusammenhang 
mit seiner Rüge betreffend die Abstimmungsbotschaft zu Unrecht auf die Beschwerde 
nicht eingetreten. Es könne ihm nicht entgegengehalten werden, dass er insoweit 
Abstimmungsbeschwerde beim Regierungsstatthalter erhoben habe. Wegen der 
unvollständigen Rechtsmittelbelehrung in der Abstimmungsbotschaft habe er diese 
Möglichkeit verpasst (vgl. Beschwerde 1, Ziff. III/1.1). Es treffe sodann nicht zu, dass 
die unvollständige Darstellung der Pläne in der Abstimmungsbotschaft die 
Willensbildung der Stimmberechtigten nicht beeinflusst habe (Beschwerde 1, 
Ziff. III/1.2). – Die JGK hat ausgeführt, die Beschwerdeführer hätten gegen den 
Beschluss der Gemeindeversammlung vom 29. März 2010 Beschwerde beim 
Regierungsstatthalteramt (RSA) Bern-Mittelland erhoben mit der Begründung, die 

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Abstimmungsbotschaft sei irreführend gewesen. Der Regierungsstatthalter sei wegen 
der verpassten Beschwerdefrist nicht auf die Beschwerde eingetreten. Soweit sie 
wieder Rügen gegen die Abstimmungsbotschaft vorbrächten, könne auf die 
Beschwerden nicht eingetreten werden, da hiefür die Beschwerde an das RSA Bern-
Mittelland offen gestanden habe (angefochtener Entscheid, E. 3). 

2.2 Einsprachen im Planungsverfahren können auch Verfahrensfehler der 
Gemeindeorgane bei der Vorbereitung und Beschlussfassung der Vorlagen zum 
Gegenstand haben (BVR 2013 S. 343 E. 3.2 mit Hinweis auf Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band II, 3. Aufl. 2010, Art. 60 N. 4). Soweit sie 
wegen Ablaufs der Einsprachefrist nicht mehr mit Einsprache geltend gemacht werden 
können (z.B. Abstimmungsmängel an der Gemeindeversammlung), sind sie mit 
Beschwerde gemäss Art. 60 Abs. 1 Bst. b Ziff. 2 VRPG zu rügen (Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 60 N. 4). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist gestützt 
auf die klare gesetzliche Grundlage von Art. 63 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 60 Abs. 1 
Bst. b Ziff. 2 VRPG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Beschlüsse und Ver-
fügungen in kommunalen Abstimmungssachen, die Pläne betreffen, die 
Regierungsstatthalterin oder der Regierungsstatthalter zuständig (BVR 2013 S. 343 
E. 3.3). Die Rüge, die Botschaft zuhanden der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sei 
irreführend gewesen, betrifft die in Art. 34 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 
verankerte Abstimmungsfreiheit (vgl. statt vieler BGE 139 I 2 E. 6.2 mit Hinweisen) und 
zielt folglich darauf, die Unrechtmässigkeit einer Abstimmung zu begründen. Dass der 
Plan in der Abstimmungsbotschaft falsch dargestellt wurde, betrifft somit die 
Rechtmässigkeit des Plangenehmigungsverfahrens nicht; in diesem Verfahren kann 
insoweit nur geltend gemacht werden, die Pläne, die dem AGR zur Genehmigung 
vorgelegt bzw. genehmigt wurden, entsprächen nicht den tatsächlichen Gegebenheiten 
oder den planungsrechtlichen Vorschriften (vgl. dazu nachfolgend E. 2.3). Die Rüge 
des Beschwerdeführers 1, die Willensbildung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 
sei durch die falsche Plandarstellung in der Botschaft in unzulässiger Weise beeinflusst 
worden, konnte folglich nicht Thema des vorinstanzlichen Verfahrens sein. Ob eine 
solche Beeinflussung vorgelegen hat, musste und muss folglich nicht beantwortet 
werden. Schliesslich ist die Frage, ob der Beschwerdeführer 1 seine Beschwerde in 
kommunalen Abstimmungssachen an das RSA Bern-Mittelland rechtzeitig erhoben hat 
bzw. ob es wegen Fristversäumnis zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist, 
nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens; diese Rügen hätte er mit einem 
Rechtsmittel gegen den Entscheid des RSA Bern-Mittelland vorbringen müssen (vgl. 

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auch Eingabe des Beschwerdeführers 1 vom 9.7.2014, S. 1). Soweit der 
Beschwerdeführer 1 dies zum Thema vor Verwaltungsgericht machen will, ist auf seine 
Beschwerde nicht einzutreten. 

2.3 Aus dem Zonenplan, den die Gemeinde dem AGR zur Genehmigung vorgelegt 
hat (Fassung Genehmigung vom 21.6.2010 [Vorakten AGR, act. 4B2]), ist ersichtlich, 
dass das westlich an die zur Umzonung vorgesehenen Parzellen Nrn. 1___ und 2___ 
grenzende Gebiet (Überbauungsordnung [ÜO] D.___weg) überbaut ist. Dem Anliegen 
der Beschwerdeführer nach vollständiger Darstellung der Pläne wurde demnach im 
Planungsverfahren Rechnung getragen. 

3.

3.1 Weiter ist der Beschwerdeführer 1 der Ansicht, er sei auch betreffend die 
Einzonung der Parzelle Nr. 3___ einspracheberechtigt gewesen (Beschwerde 1, 
Ziff. III/5). – Das AGR ist insoweit nicht auf die Einsprache des Beschwerdeführers 1 
eingetreten. Der Beschwerdeführer 1 wohne ca. 200 m vom Planungsperimeter 
entfernt und habe keinen Sichtkontakt; es seien auch keine Immissionen zu erwarten 
(Genehmigungsverfügung vom 12.6.2012, S. 15). Die Vorinstanz hat festgehalten, der 
Beschwerdeführer 1 bestreite diese Ausführungen nicht. Vielmehr mache er geltend, 
als Einwohner von Kirchlindach sei er berechtigt, Einwände betreffend den Orts- und 
Landschaftsschutz vorzubringen. Für die Einsprachebefugnis genüge es nicht, 
allgemeine öffentliche Interessen wahren zu wollen, weshalb das AGR zu Recht nicht 
auf die Einsprache eingetreten sei (angefochtener Entscheid, E. 8). 

3.2 Die Einsprachebefugnis nach Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG 
setzt voraus, dass die Einsprecherin oder der Einsprecher über eine spezifische 
Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus der 
Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids zieht. Ein schutzwürdiges 
Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation der betroffenen 
Person durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann, so dass von der 
Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils gesprochen werden kann. Der 
Nachteil muss persönlich und unmittelbar sein. Diese Anforderungen grenzen die 
Beschwerde betroffener Drittpersonen von der unzulässigen Popularbeschwerde ab. 
Einsprachegründe Privater, mit denen ein bloss allgemeines öffentliches Interesse an 

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der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird, ohne dass der einsprechenden 
Person im Fall des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht, sind unzulässig. In 
einer besonders nahen Beziehung zum Streitgegenstand stehen die Nachbarinnen und 
Nachbarn. Wer als Nachbarin oder Nachbar gelten kann, hängt von der konkreten 
Situation ab, und es kann der Kreis der Nachbarschaft nicht für alle Einwände gleich 
eingegrenzt werden. Gemäss Praxis des Bundes- und Verwaltungsgerichts ist die 
Einsprache- bzw. Beschwerdebefugnis der Nachbarin oder des Nachbarn in der Regel 
zu bejahen, wenn deren bzw. dessen Liegenschaft unmittelbar an das umstrittene 
Plangebiet angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon getrennt 
wird; weiter wird die erforderliche räumliche Nähe bis zu einem Abstand von 100 m 
bejaht. Allerdings ergibt sich die Legitimation nicht schon allein aus der räumlichen 
Nähe, sondern erst aus einer daraus herrührenden besonderen Betroffenheit. Eine 
solche wird vor allem in Fällen bejaht, in welchen mit Sicherheit oder grosser 
Wahrscheinlichkeit Beeinträchtigungen des Nachbargrundstücks zu erwarten sind 
(zum Ganzen BVR 2013 S. 343 E. 4.1, 2011 S. 498 E. 2.4; BGE 140 II 214 E. 2.3, 137 
II 30 E. 2.2.2 f., 136 II 281 E. 2.2, je mit Hinweisen). 

3.3 Der Beschwerdeführer 1 macht auch vor Verwaltungsgericht nicht geltend, er 
sei Nachbar der Parzelle Nr. 3___ im vorgenannten Sinn und deshalb 
einspracheberechtigt. Vielmehr leitet er seine besondere Betroffenheit daraus ab, dass 
er sich im Allgemeinen für den Erhalt einer intakten Landschaft und von Kulturland 
einsetzt. Eingriffe in die Landschaft hätten weitreichendere Folgen als negative 
Auswirkungen auf die Nachbarschaft. – Der Beschwerdeführer 1 ist Mieter der 
Liegenschaft auf der Parzelle Nr. 4___. Die Distanz zu dem zur Einzonung 
vorgesehenen Teil der Parzelle Nr. 3___ beträgt zwischen den Grundstücksgrenzen 
mindestens 145 m. Ausserdem besteht kein direkter Sichtkontakt, da sich die 
Schulanlage zwischen dem Grundstück Nr. 4___ und der umstrittenen ZPP Nr. 4 auf 
Parzelle Nr. 3___ befindet. Die geforderte räumliche Nähe ist demnach nicht gegeben; 
es ist sodann weder dargetan noch ersichtlich, dass Beeinträchtigungen des 
Grundstücks Nr. 4___ zu erwarten sind. Der Beschwerdeführer 1 macht nur geltend, 
eine intakte Landschaft und Kulturland gingen verloren. Dies begründet keine 
besondere Betroffenheit im dargelegten Sinn. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt 
hat, ist der Beschwerdeführer 1 durch die umstrittene Einzonung nicht stärker betroffen 
als die Allgemeinheit. Dies genügt nach dem Gesagten nicht, um die Einsprache-
berechtigung zu begründen. Die JGK hat demnach den Nichteintretensentscheid des 

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127U, Seite 9

AGR zu Recht bestätigt. Der angefochtene Entscheid hält insoweit der Rechtskontrolle 
stand. 

4.

4.1 Der Beschwerdeführer 1 macht sodann geltend, die ZöN auf den Parzellen Nrn. 
1___ und 2___ werde für eine allfällige Erweiterung der Schulanlage nach wie vor 
benötigt. Die Gemeinde habe die Schulentwicklung nicht umfassend abgeklärt 
(Beschwerde 1, Ziff. III/2). – Die JGK hat dazu ausgeführt, die Gemeinde habe im 
Vorfeld der Ortsplanungsrevision eine Standortbestimmung vorgenommen und die 
sozioökologische Struktur der Gemeinde untersucht und im Erläuterungsbericht vom 
21. Juni 2010 überzeugend dargestellt, dass die Schülerzahlen seit 2005 kontinuierlich 
abnähmen, sich aufgrund der Bautätigkeit in den nächsten Jahren aber eine 
Stabilisierung abzeichne. Weitere Abklärungen seien nicht nötig gewesen. Bei den 
Umzonungen handle es sich um einen Entscheid, der aus planungsrechtlicher Sicht 
und im Hinblick auf die der Gemeinde zukommende Autonomie nicht zu beanstanden 
sei (angefochtener Entscheid, E. 4.3).

4.2 Die Gemeinden sind im Rahmen des übergeordneten Rechts in der 
Ortsplanung autonom (Art. 109 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; 
Art. 55 Abs. 1 und Art. 65 Abs. 1 BauG). Das AGR als Genehmigungsbehörde und die 
JGK als kantonale Beschwerdeinstanz im Sinn von Art. 33 Abs. 3 Bst. b des 
Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, 
RPG; SR 700) haben zu prüfen, ob die Gemeinde das ihr zustehende 
Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt hat. Diese Überprüfung hat sich 
sachlich in dem Umfang zurückzuhalten, als es um lokale Anliegen geht, bei deren 
Wahrnehmung Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie sowie die Gemeinde-
autonomie von Bedeutung sein sollen. Mit der Pflicht zur vollen Überprüfung wird 
mithin nicht ausgeschlossen, dass sich die Rechtsmittelinstanz eine gewisse 
Zurückhaltung auferlegt, wenn der unteren Instanz mit der Anwendung unbestimmter 
Planungsbegriffe oder bei der Handhabung des Planungsermessens ein 
Beurteilungsspielraum oder Ermessensbereich zusteht. Im Rahmen der ihm 
zustehenden Rechtskontrolle hat das Verwaltungsgericht lediglich zu prüfen, ob die 
Vorinstanz ihre Überprüfungsbefugnis frei von Rechtsfehlern ausgeübt hat. Daraus 
ergibt sich, dass das Verwaltungsgericht einen Beschwerdeentscheid in Planungssa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
127U, Seite 10

chen nicht schon dann aufhebt, wenn ein anderes Vorgehen ebenfalls denkbar ge-
wesen wäre, sondern nur dann, wenn sich die beschlossene und genehmigte Planung 
als rechtswidrig erweist (BVR 2007 S. 321 E. 3.2 mit Hinweisen). 

4.3 Wie die JGK zutreffend ausführt, kommt der Gemeinde aufgrund der Sachnähe 
und Ortskenntnis in Planungsangelegenheiten ein erheblicher Beurteilungs- und 
Ermessensspielraum zu. Die Schulentwicklung hat sie abgeklärt (vgl. 
Erläuterungsbericht vom 21.6.2010 [Vorakten AGR, act. 4B4; nachfolgend: 
Erläuterungsbericht], Standortbestimmung Schulen, S. 9). Der Beschwerdeführer 1 
führt weder näher aus, inwieweit die Gemeinde die Entwicklung der Schülerzahlen 
ungenügend oder unrichtig abgeklärt habe noch inwieweit sie ihr Planungsermessen 
unrichtig oder unangemessen ausgeübt haben soll. Unter diesen Umständen ist ohne 
weiteres von den nachvollziehbaren Abklärungen betreffend Schulentwicklung der mit 
den örtlichen Gegebenheiten vertrauten Gemeinde auszugehen. Daran ändert die vom 
Beschwerdeführer 1 als Beweismittel eingereichte undatierte E-Mail nichts, worin sich 
eine Privatperson zur Schulentwicklung äussert (vgl. Beilage zur Beschwerde 1, 
act. 1D). Die JGK hat demnach zu Recht entschieden, dass die Gemeinde ihr 
Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt hat. 

4.4 Soweit der Beschwerdeführer 1 eine Verletzung des Grundsatzes der 
Planbeständigkeit geltend machen will, ist ihm Folgendes entgegen zu halten: 
Nutzungspläne sind nach Art. 21 Abs. 2 RPG zu überprüfen und nötigenfalls 
anzupassen, wenn sich die Verhältnisse erheblich geändert haben. Diese Bestimmung 
verleiht der Nutzungsplanung einerseits eine gewisse Beständigkeit und sichert damit 
die der Planung vom Gesetzgeber zugedachte Funktion, ermöglicht indessen 
andererseits auch, Planung und Wirklichkeit bei Bedarf in Übereinstimmung zu 
bringen. In dem Sinn hat der Grundsatz der Planbeständigkeit keine absolute 
Bedeutung: Je neuer ein Plan ist und je einschneidender sich die beabsichtige 
Änderung auswirkt, desto stärkeres Gewicht hat der Grundsatz der Planbeständigkeit 
und umso gewichtiger müssen die Gründe sein, welche für die Planänderung 
sprechen. Es bedarf einer umfassenden Abwägung der entgegenstehenden 
Interessen; das Gewicht der erheblich veränderten Umstände muss den 
entgegenstehenden privaten und öffentlichen Interessen an der Rechtsbeständigkeit 
des Plans gegenübergestellt werden (zum Ganzen BVR 2006 S. 13 E. 3.2; BGE 140 II 
25 E. 3). Eine generelle Überprüfung des Zonenplans hat in der Regel alle fünfzehn 
Jahre zu erfolgen (sog. Planungshorizont; Art. 15 Abs. 1 RPG). Wie gesehen hat die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
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Gemeinde eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse festgestellt (vgl. 
Erläuterungsbericht, sozioökonomische Entwicklung und Standortbestimmung 
Schulen, S. 5 f. und 9). Sie war damit berechtigt, eine Planänderung ohne Verletzung 
des Grundsatzes der Planbeständigkeit vorzunehmen, zumal die alte Ortsplanung im 
Jahr 1993 erlassen wurde und sich damit eine Anpassung auch mit Blick auf den 
Planungshorizont rechtfertigt (vgl. auch Erläuterungsbericht, S. 3). 

5.

5.1 Beide Beschwerdeführer sind der Ansicht, die Umzonungen der Parzellen Nrn. 
1___ und 2___ von einer ZöN in eine WG2 ermögliche eine Überbauung, die im 
Widerspruch zu den Anliegen des Denkmal- und Ortsbildschutzes stehe. In diesem 
Zusammenhang machen sie wie bereits vor der JGK geltend, die Denkmalpflege des 
Kantons Bern (KDP) sei befangen. Sie habe ihren Standpunkt bereits früher 
dargestellt, weshalb sie im vorinstanzlichen Verfahren keinen weiteren Fachbericht 
mehr hätte abgeben dürfen (vgl. Beschwerde 1, Ziff. III/3 und 4; Beschwerde im 
Verfahren 100.2013.127 [nachfolgend: Beschwerde 2], Ziff. 4.2). – Gemäss Art. 10c 
Abs. 1 BauG ist die zuständige kantonale Fachstelle in jedem Fall in das Verfahren 
einzubeziehen, wenn Planungen schützenswerte Baudenkmäler betreffen, die in einem 
Ortsbildschutzperimeter liegen oder Bestandteil einer im Bauinventar aufgenommenen 
Baugruppe sind. Die KDP hat sich auf Ersuchen des AGR im Vorprüfungsverfahren 
allgemein zur Ortsplanungsrevision geäussert. Dabei hat sie Vorbehalte angebracht, 
sich jedoch nicht zu den hier umstrittenen Umzonungen geäussert (vgl. Stellungnahme 
vom 30.6.2009, Vorakten AGR, act. 4J; angefochtener Entscheid, E. 5.3). Die JGK hat 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens einen Fachbericht der KDP zu den 
Umzonungen eingeholt (vgl. Fachbericht Denkmalpflege vom 18.10.2012, Vorakten 
JGK, pag. 19 f.). Dabei handelt es sich um eine zulässige Beweismassnahme (vgl. 
Art. 19 Bst. b VRPG). Wie bereits die JGK festgehalten hat, besteht kein Grund, die 
Fachmeinung wegen angeblicher «Befangenheit» in Frage zu stellen. Insbesondere 
sind «Versäumnisse im Zusammenhang mit der ersten Bauetappe am D.___weg» für 
das vorliegende Verfahren nicht von Bedeutung (vgl. Beschwerde 1, Ziff. III/4; vgl. auch 
hinten E. 5.7). Es ist sodann nicht ersichtlich, inwiefern die Anhörung der KDP im 
Vorprüfungsverfahren zu einer «Befangenheit» führen könnte. Die diesbezüglichen 
Ausführungen der Beschwerdeführer sind nicht nachvollziehbar. Zusammenfassend ist 
festzuhalten, dass sich die JGK bei ihrem Entscheid ohne weiteres auf den Fachbericht 

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der KDP stützen durfte. Ebenso wenig sind «sämtliche edierten Dokumente 
offenzulegen, welche sich auf die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, AGR und 
KDP beziehen, soweit sie das Doktorhaus oder seine Umgebung als Bestandteil der 
ISOS-Baugruppe IA betreffen» (vgl. Beschwerde 2, Rechtsbegehren 1a-1c; vgl. auch 
hinten E. 5.7). 

5.2 In der Sache machen die Beschwerdeführer geltend, das Doktorhaus sei im 
Bauinventar der Gemeinde als schützenswert eingestuft. Das Doktorhaus sowie die für 
die Umzonungen vorgesehenen Parzellen befänden sich zudem in einem im 
Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichneten 
Gebiet. Die Umzonungen seien mit den Schutzzielen nicht vereinbar. – Kirchlindach ist 
nicht als Ortsbild von nationaler Bedeutung im ISOS verzeichnet. Das Dorf wurde aber 
im Rahmen der Erstellung dieses Bundesinventars als Ortsbild von regionaler 
Bedeutung bewertet und ist als solches im Verzeichnis der besuchten Orte im 
Kantonsteil Bern Land aufgeführt (ISOS, Kanton Bern, Bd. 4 Bern Land, S. 419). Die 
entsprechende Dokumentation ist nicht Teil des ISOS, das nur schützenswerte 
Ortsbilder von nationaler Bedeutung umfasst (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 
1966 über den Natur- und Heimatschutz [NHG; SR 451]; Art. 1 i.V.m. Anhang der 
Verordnung vom 9. September 1981 über das Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz [VISOS; SR 451.12]). Sie bietet daher nur einen Hinweis auf ein 
schutzwürdiges Ortsbild und ist bei der Erfüllung von Bundesaufgaben im Rahmen der 
Interessenabwägung nach Art. 3 NHG von Bedeutung (vgl. BGE 124 II 146 E. 6b a.E.). 
Im Übrigen ist die Gemeinde nicht verpflichtet, die seit ihrer Aufnahme im Jahr 1984 
nicht mehr aktualisierte Dokumentation in ihrer Ortsplanung zu berücksichtigen (zum 
Ganzen VGE 2011/412 vom 14.1.2013, E. 4.1 [nicht rechtskräftig; zur Publ. bestimmt]). 
Nutzungsplanung ist im Grundsatz keine Bundesaufgabe im Sinn von Art. 2 NHG 
(Heinz Aemisegger, in Kommentar RPG, 2010, Art. 34 N. 118), weshalb vorliegend nur 
die kantonalen bzw. kommunalen Vorschriften zum Ortsbild- und Denkmalschutz zur 
Anwendung gelangen (BGE 135 II 209 E. 2.1). 

5.3 Gemäss Art. 86 Abs. 1 BauG bezeichnen die Gemeinden als Schutzgebiete 
Landschaften oder Landschaftsteile und Siedlungen oder Siedlungsteile von 
besonderer Schönheit, Eigenart, geschichtlichem oder kulturellem Wert sowie von 
ökologischer oder gesundheitlicher Bedeutung, wie See-, Fluss- und Bachufer, 
Baumbestände, Hecken, Aussichtslagen, Orts- und Strassenbilder sowie einzelne 
schützenswerte Objekte mit ihrer Umgebung. Die Gemeinden legen die dem 

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Schutzzweck dienenden Bau- und Nutzungsbeschränkungen fest (Art. 86 Abs. 2 
BauG). In Anwendung dieser Grundsätze bestimmte die Gemeinde für Teile des 
Dorfes Kirchlindach ein Ortsbilderhaltungsgebiet (vgl. Zonenplan Fassung 
Genehmigung vom 21.6.2010 [Vorakten AGR, act. 4B2]). Gemäss Art. 511 des 
Baureglements vom 29. März 2010 (GBR) bezweckt das Ortsbilderhaltungsgebiet die 
Erhaltung, die Gestaltung und die behutsame Erneuerung der für das Ortsbild 
prägenden Elemente und Merkmale. Als Hinweis zu Art. 511 ist im GBR vermerkt, dass 
wichtige Grundlagen für die Analyse des Ortsbilds das Bauinventar der Gemeinde und 
ein Auszug des ISOS bilden. Die für die Umzonungen vorgesehenen Parzellen sowie 
das Doktorhaus liegen im Ortsbilderhaltungsgebiet. Ausserdem ist das Doktorhaus im 
Zonenplan als schützenswertes Baudenkmal bezeichnet und im kantonalen 
Bauinventar (einsehbar unter: <http://www.erz.be.ch>, Rubriken 
«Kultur/Denkmalpflege/Bauinventar/Bauinventar online») als Bestandteil der 
Baugruppe A aufgeführt (vgl. auch Anhang II zum GBR).  

5.4 Die JGK hat gestützt auf den Fachbericht der KDP vom 18. Oktober 2012 eine 
Beeinträchtigung des denkmalgeschützten Doktorhauses und des 
Ortsbildschutzperimeters verneint. Das für die Umzonungen vorgesehene Gebiet sei 
bereits heute für eine Überbauung bestimmt und die Bauvorschriften der ZöN liessen 
sogar höhere Gebäude und grössere Bauvolumen zu als diejenigen der WG2. Wie 
bereits das AGR zutreffend ausgeführt habe, sei die KDP nicht nur bei den 
Umzonungen, sondern auch bei einer späteren Überbauung beizuziehen. Die 
Umzonungen seien folglich mit dem Denkmal- und dem Ortsbildschutz vereinbar 
(angefochtener Entscheid, E. 6.2). 

5.5 Die KDP kommt in ihrem Fachbericht zum Schluss, dass die geplanten 
Umzonungen das Doktorhaus geringfügig beeinträchtigen können, diese allfälligen 
Beeinträchtigungen den Umzonungen aus Sicht der Denkmalpflege jedoch nicht 
entgegenstehen. Der Schutzwürdigkeit des Gebäudes mit seinem Aussenraum könne 
im späteren Baubewilligungsverfahren hinreichend Rechnung getragen werden (vgl. 
Zusammenfassung und Beantwortung der Fragen, S. 2). Zur Begründung führt sie 
Folgendes aus: Das Doktorhaus trete im Strassenbild «von Westen her kommend als 
strassenparalleles Volumen mit prägnantem Teilwalmdach und von Osten gesehen als 
Riegbau unter geknicktem Dach mit einer Freibundkonstruktion» in Erscheinung. Die 
Sicht auf die Riegfronten werde durch das Nachbarhaus massiv verstellt. Nach wie vor 
setzten Lücken in der lockeren Strassenbebauung interessante Akzente. So sei 

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insbesondere die gegenüberliegende Strassenseite des Doktorhauses nicht bebaut. 
Das Doktorhaus gehöre gemäss ISOS-Dokumentation «zur Baugruppe 1.1 ʺAlte 
Strassenbebauungʺ mit dem Erhaltungsziel B (ʺErhalten der Strukturʺ) und die 
nordseitig angrenzende Umgebung (und damit die Parzellen 1___ und 2___) zur 
Umgebungsrichtung I, für welche das maximale Erhaltungsziel a (ʺErhalten der 
Beschaffenheit als Kulturland oder Freiflächeʺ) formuliert worden» sei. Generell sei zu 
vermerken, dass «das Ortsbild durch verschiedene Faktoren – so z.B. durch das 
ʺdazwischengesetzte strukturfremde Wohnhaus mit der Postʺ (…strasse 5) 
beeinträchtigt» werde. Das Ortsbild habe sich im 20. und 21. Jahrhundert verändert. 
Altbauten seien umgebaut und Lücken in der lockeren Strassenbebauung gefüllt wor-
den. Vom leicht erhöhten ehemaligen Landsitz D.________ integriere sich das 
Doktorhaus mit einem Streifen Wiesland zwischen Schulbauten und Neubausiedlung 
ins Bild. Eine wichtige Rolle im Ortsbild spielten die Bäume, die einzeln und zu 
Gruppen zusammengefasst auftreten und die Nahumgebung des Doktorhauses 
prägten. Die Neubauten der ÜO D.___weg hätten den Ortsrand sowie die Nordansicht 
seit den ISOS-Aufnahmen im Jahr 1984 stark verändert. Als Folge könne ein 
Freihalten des verbleibenden unbebauten Bereichs zwischen den Neubauten und der 
Schulanlage nicht mehr mit dem Ortsbildschutz begründet werden. Wichtig sei eine 
klare nördliche Bebauungsgrenze des Dorfes und eine deutliche Abgrenzung zum 
etwas höher gelegenen ehemaligen Landsitz D.________ (vgl. Beschrieb der heutigen 
Situation, S. 1 f.). Das Doktorhaus und seine Umgebung würden ihre Rolle im Ortsbild 
auch nach einer allfälligen zonenkonformen Bebauung der Parzellen Nrn. 1___ und 
2___ weiterhin wahrnehmen können, da diese kaum Einfluss auf die prägenden 
Riegfassaden (Ost und Süd) haben könne. Auch von Westen gesehen könne das Bild 
des Doktorhauses als prägnantes Volumen am Übergang zum älteren Ortskern von 
Kirchlindach erhalten bleiben. Die Neubauten würden voraussichtlich von der Strasse 
gesehen im Hintergrund des Doktorhauses wenig in Erscheinung treten. Die 
Umzonungen in eine WG2 seien vertretbar, da die Nordansicht des Hauses im Ortsbild 
bereits heute eine klar untergeordnete Rolle spiele und durch die Bebauung der ÜO 
D.___weg je nach Standort ohnehin bereits verdeckt werde (vgl. Beurteilung, S. 2). 

5.6 Die Beschwerdeführer entgegnen, die Sicht auf das Doktorhaus bestehe 
nahezu uneingeschränkt. Die lockere Strassenbebauung sei praktisch unverändert 
geblieben. Das intakte Ortsbild sei erst durch die ÜO D.___weg massiv verändert und 
zerstört worden. Der Beschwerdeführer 1 weist in diesem Zusammenhang auf 
angebliche Versäumnisse im Verfahren der ÜO D.___weg hin. Der 

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Beschwerdeführer 2 beanstandet zudem, dass der Fachbericht sich nicht zu der für 
eine Überbauung nötigen Infrastruktur äussert. Sodann ziehe die KDP die üblichen 
Kriterien zur Erfassung von Baudenkmälern nicht heran: So sei sie nicht auf die 
Stellung und Wirkung im dörflichen Raum und im Ortsbild, die Stellung in der Bau-
gruppe sowie die Nahumgebung eingegangen. 

5.7 Für die Bewertung von Beweisen gilt der Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung, wonach die Behörde den Beweisen nach ihrer eigenen, freien 
Überzeugung ein bestimmtes Gewicht beimisst (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 
Art. 19 N. 8). Gutachten von Sachverständigen und gutachtensmässige Ausführungen 
in Amtsberichten können erhöhte Beweiskraft beanspruchen. Von ihnen sollte die 
entscheidende Behörde nur aus triftigen Gründen abweichen (BVR 2009 S. 481 E. 2.1 
mit Hinweisen; vgl. betreffend Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimat-
schutzkommision [ENHK] auch BGE 136 II 214 E. 5; BGer 1C_893/895/2013 vom 
1.10.2014, E. 5.3.3). – Zunächst ist festzuhalten, dass die ÜO D.___weg nicht Thema 
des vorliegenden Verfahrens ist. Soweit die Beschwerdeführer insoweit 
Beanstandungen vorbringen, ist darauf nicht einzugehen. Die Überbauung D.___weg 
ist von der KDP als Bestandteil des Ortsbilds zu Recht in die Beurteilung der Wirkung 
der Umzonungen auf das denkmalgeschützte Doktorhaus und das Ortsbild einbezogen 
worden. Weiter hat die KDP in ihrem Fachbericht der regionalen Bedeutung des 
Ortsbilds von Kirchlindach entsprechend der ISOS-Dokumentation Rechnung getragen 
(vgl. dazu vorne E. 5.2 f.). Sie ist sodann – anders als es der Beschwerdeführer 2 
darstellt – eingehend auf die Wirkung des Doktorhauses im Ortsbild aus verschiedenen 
Blickwinkeln eingegangen und hat auch die Umgebung gewürdigt. Nicht zu 
beanstanden ist weiter, dass sich die KDP nicht zur Erschliessung des für die 
Umzonungen vorgesehenen Gebiets geäussert hat. Wie die JGK zutreffend ausführt 
und die KDP in ihrem Fachbericht fordert, wird Letztere im Baubewilligungsverfahren 
zur Überbauung der Parzellen erneut anzuhören sein. In diesem Verfahren werden 
auch die Auswirkungen der konkreten Infrastrukturanlagen auf das Ortsbild bzw. das 
Denkmalschutzobjekt zu klären sein. Die KDP führt überzeugend aus, dass die 
prägenden Elemente des Denkmalschutzobjekts von den Umzonungen nicht 
wesentlich beeinträchtigt werden, da die mögliche Überbauung im Norden realisiert 
wird und damit nur die für das Ortsbild weniger wichtige Nordansicht allenfalls betroffen 
sein könnte. Dies wird auch aus dem Kurzbeschrieb im kantonalen Bauinventar 
ersichtlich, der im Wesentlichen auf die Süd-, Ost- und Westseite des Gebäudes 
eingeht. Die Beschwerdeführer bringen keine Argumente vor, welche an der 

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Beurteilung der Fachbehörde betreffend die Auswirkungen der Umzonungen auf das 
Denkmalschutzobjekt und den Ortsbildschutz ernsthafte Zweifel entstehen liessen. Die 
Schlussfolgerung der KDP, dass die allenfalls geringfügige Beeinträchtigung des 
Doktorhauses den Umzonungen nicht entgegenstehe und der Schutzwürdigkeit des 
Gebäudes und seinem Aussenraum im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren 
Rechnung zu tragen sei, ist demnach nicht zu beanstanden. 

5.8 Die JGK hat zutreffend darauf hingewiesen, dass sich das umstrittene Gebiet 
bereits heute in der Bauzone befinde. In der ZöN gemäss alter Zonenordnung seien 
höhere Gebäude und grössere Bauvolumen zulässig und der Grenzabstand sei kleiner 
als in der neu vorgesehenen WG2 (angefochtener Entscheid, E. 6.3). Auch diese 
Ausführungen sind nicht zu beanstanden (vgl. auch Art. 22 Bst. B und Art. 215 Abs. 1 
GBR). Ob auch eine spätere Überbauung mit dem Ortsbilderhaltungsgebiet und dem 
Denkmalschutz vereinbar ist, wird im Baubewilligungsverfahren zu prüfen sein (vgl. 
auch Beschwerde 2, Rechtsbegehren 3). Die Beschwerdeführer machen keine 
Ausführungen, inwieweit bereits die Umzonungen eine Gefährdung des 
Ortsbilderhaltungsgebiet bzw. des Denkmalschutzobjekts bedeuten und setzen sich 
diesbezüglich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander. Sie legen 
insbesondere nicht dar, weshalb sich eine Überbauung nach den Vorschriften der WG2 
nachteiliger auf das Ortsbild bzw. das denkmalgeschützte Doktorhaus auswirken sollte, 
als eine Überbauung nach den Vorschriften der ZöN. Unter diesen Umständen und in 
Würdigung des überzeugenden Fachberichts der KDP ist auch ein Gutachten durch 
eine «unabhängige Instanz» entbehrlich. Der entsprechende Beweisantrag wird 
abgewiesen (Beschwerde 2, Rechtsbegehren 1a). Zusammenfassend ist festzuhalten, 
dass weder der Denkmal- noch der Ortsbildschutz den Umzonungen entgegenstehen. 
Der angefochtene Entscheid hält somit auch unter diesen Aspekten der 
Rechtskontrolle stand. 

6.

6.1 Die Beschwerden erweisen sich demnach als unbegründet und sind 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Den Antrag, «es seien alle weiteren 
allfälligen Vorbereitungshandlungen zur vorgesehenen Umzonung sofort abzubrechen, 
und dabei Massnahmen zu treffen, allfällige vollendete Tatsachen, z.B. Vorverträge mit 
finanziellen Folgen, zu verhindern und vorhandene zu annullieren», begründet der 

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Beschwerdeführer 2 nicht bzw. nur mit einem Hinweis auf angebliche Vorkommnisse 
im Zusammenhang mit der ÜO D.___weg, welche hier wie gesehen nicht Thema ist 
(vgl. Beschwerde 2, Rechtsbegehren 4 mit Fussnote). Zudem erübrigt es sich beim 
vorliegenden Ergebnis, diesen Antrag betreffend einstweiligen Rechtsschutz zu 
behandeln (vgl. BVR 2012 S. 314 E. 5.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 28 
N. 5). 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer 
kostenpflichtig. Auch bei vereinigten Verfahren sind die Kosten so zu verlegen, wie 
wenn die verschiedenen Eingaben getrennt behandelt worden wären 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 17 N. 4 und Art. 106 N. 3). Da der 
Beschwerdeführer 1 mehr Aufwand verursacht hat, ist ihm eine höhere 
Pauschalgebühr aufzuerlegen als dem Beschwerdeführer 2. Bei der Festlegung von 
deren Höhe ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich der 
Bearbeitungsaufwand durch die gemeinsame Behandlung der Beschwerden verringert 
hat (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 17 N. 7, Art. 103 N. 4). Parteikosten sind 
in beiden Verfahren keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Verfahren 100.2014.113 und 100.2014.127 werden vereinigt. 

2. Die Beschwerde im Verfahren 100.2014.113 wird abgewiesen, soweit darauf 
eingetreten wird. 

3. Die Beschwerde im Verfahren 100.2014.127 wird abgewiesen, soweit darauf 
eingetreten wird. 

4. Die Kosten des Verfahrens 100.2014.113 vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ400.--, werden dem Beschwerdeführer 1 auferlegt. 
Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.12.2014, Nrn. 100.2014.113/
127U, Seite 18

5. Die Kosten des Verfahrens 100.2014.127 vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1ʹ600.--, werden dem Beschwerdeführer 2 auferlegt. 
Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

6. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer im Verfahren 100.2014.113
- dem Beschwerdeführer im Verfahren 100.2014.127
- der Beschwerdegegnerin
- der Justiz-, Gemeinde und Kirchendirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Raumentwicklung 

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.