# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51a68560-9310-5fb9-8a50-9fc7f6046a3b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.05.2013 RT130060
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT130060_2013-05-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT130060-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaf-

fitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

S. Subotic 

Urteil vom 22. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdeführer 

 

1, 2 vertreten durch X._____ 

 

gegen 

 

C._____ GmbH,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Bülach vom 11. März 2013 (EB130048-C) 

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Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit Urteil vom 11. März 2013 wies die Vorinstanz das Rechtsöffnungsbegeh-

ren der Gesuchsteller und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsteller) ab. Die Ge-

suchsteller hatten ihr Begehren mit ausstehenden Mietzinsen aus zwei Mietver-

trägen begründet. Die Vorinstanz befand, die Gesuchsteller seien nicht identisch 

mit dem aus den Mietverträgen berechtigten Gläubiger D._____ und für einen 

Rechtsübergang auf die Gesuchsteller ergäben sich keine Hinweise (Urk. 17). 

1.2. Hiergegen erhoben die Gesuchsteller mit Eingabe vom 30. März 2013 frist-

gerecht (vgl. Urk. 14) Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren (Urk. 16 

S. 2): 

" 1. Es sei in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Bülach 
(Zahlungsbefehl vom 28.12.2012) provisorische Rechtsöffnung zu 
erteilen für CHF 24'576.00 nebst Zinsen zu 5% seit 1. Oktober 
2012, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
klagten. 

 2. Es seien die Kosten für das Urteil vom 11.03.2013 betreffend 
Rechtsöffnungsbegehren der Beklagten aufzuerlegen. 

 Eventualantrag: 
 2. Es seien die Kosten für das Urteil vom 11.03.2013 betreffend 

Rechtsöffnungsbegehren den Klägern aufzuerlegen, jedoch alle 
weiteren Gerichtskosten der Beklagten aufzuerlegen." 

1.3. Da sich die Beschwerde sogleich als unbegründet erweist, erübrigt sich das 

Einholen einer Beschwerdeantwort. 

2. Prozessuales 

2.1. Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, 

neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Dies wird 

mit dem Charakter der Beschwerde begründet, die sich als ausserordentliches 

Rechtsmittel im Wesentlichen auf die Rechtskontrolle beschränkt und nicht das 

erstinstanzliche Verfahren fortsetzen soll. Das Novenverbot ist umfassend und gilt 

sowohl für echte wie auch für unechte Noven (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-

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Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-

ordnung (ZPO), Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 326 N 3 f.).  

2.2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Frei-

burghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., Art. 321 

ZPO N 15), d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an 

welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Was nicht gerügt wird, hat Bestand. Werden keine oder ungenügende Rügen er-

hoben, stellt dies einen nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist 

nicht eine Nachfrist zur ergänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die 

Beschwerde abzuweisen. 

3. Materielles 

3.1. Die Gesuchsteller bringen in ihrer Beschwerde im Wesentlichen vor, der Ei-

gentümerwechsel sei der Gesuchsgegnerin mit einem Schreiben vom 11. Mai 

2012 sowie mündlich eröffnet worden, weshalb ihre Ausführungen hierzu rechts-

missbräuchlich seien. Ebenso habe man den Mietern die Kontoverbindung der 

neuen Eigentümer mitgeteilt. Das Gericht dürfe entsprechend davon ausgehen, 

dass der Eigentümerwechsel spätestens mit der Mitteilung der neuen Kontover-

bindung mitgeteilt und/oder offensichtlich sei. Aus Sicht der Gesuchsteller wäre zu 

erwarten gewesen, dass sie seitens des Gerichts anlässlich ihrer Rückfrage nach 

Zustellung von Urk. 10 darauf hingewiesen worden wären, dass ein Nachweis der 

Eigentümerschaft zur Erteilung der Rechtsöffnung nötig sei (Urk. 16 S. 2 ff.). 

3.2.1. Beim Vorbringen der Gesuchsteller, wonach der Eigentümerwechsel 

der Gesuchsgegnerin angezeigt und ihr eine neue Kontonummer, auf welche die 

Mietzinse zu überweisen gewesen wären, mitgeteilt worden sei, und bei den im 

Beschwerdeverfahren erstmals eingereichten Unterlagen (Urk. 18/1+2) handelt es 

sich um unzulässige Noven. Diese neuen Behauptungen und Beweismittel kön-

nen daher im Beschwerdeverfahren nicht berücksichtigt werden. 

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3.2.2. Das Vorbringen der Gesuchsteller, wonach die Vorinstanz sie auf die 

Notwendigkeit eines Nachweises über die Eigentümerschaft hätte hinweisen 

müssen, kann sinngemäss als Rüge verstanden werden, dass die Vorinstanz ih-

rer gerichtlichen Fragepflicht nicht nachgekommen sei. Dem ist das Folgende 

entgegenzuhalten: Gemäss Art. 56 ZPO gibt das Gericht einer Partei, deren Vor-

bringen unklar, widersprüchlich, unbestimmt oder offensichtlich unvollständig ist, 

durch entsprechende Fragen Gelegenheit zur Klarstellung und Ergänzung. Offen-

sichtlich unvollständig ist ein lückenhaftes Vorbringen, wobei sich die Lücke auf 

die gerichtliche Beurteilung auswirken muss. Ein Vorbringen kann auch dann of-

fensichtlich unvollständig oder unklar sein, wenn eine Partei die Rechtserheblich-

keit einer Tatsache unverschuldetermassen nicht erkennt und diese deshalb nicht 

ins Prozessgeschehen einbringt. Erkennt das Gericht, dass diese Lücke Konse-

quenzen für die rechtliche Beurteilung des Streitgegenstandes haben könnte, so 

muss es - insbesondere, wenn die entsprechende Partei nicht anwaltlich vertreten 

ist - nachfragen. Die richterliche Fragepflicht steht jedoch auch immer in einem 

Spannungsverhältnis zum Gebot der gerichtlichen Unparteilichkeit bzw. Neutrali-

tät. Eine zu extensive Ausübung der Fragepflicht zu Gunsten einer Partei kann 

bewirken, dass die andere Partei etwaige prozessuale Vorteile, die sie aus dem 

mangelhaften Vorbringen der Gegenpartei hätte ziehen können, verliert. Aus die-

sem Grund dürfen gerichtliche Hinweise auf Unklarheiten im Sachverhalt oder 

Beweislücken jedenfalls nicht so weit gehen, dass dadurch das Gebot der gericht-

lichen Unparteilichkeit bzw. Neutralität verletzt wird (Sutter-Somm/von Arx in: Sut-

ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N 15 und 25 ff. zu Art. 56 ZPO). Vor-

liegend waren die Gesuchsteller darüber informiert, dass die Gesuchsgegnerin ih-

re Aktivlegitimation in Zweifel zog. Schliesslich war ihnen die Stellungnahme der 

Gesuchsgegnerin (Urk. 10) zugestellt und ihnen damit die Gelegenheit gegeben 

worden, sich zu dieser Frage zu erklären und entsprechende Belege nachzu-

reichen. Ausserdem wurde ihnen durch die Vorinstanz nicht etwa untersagt, dazu 

Stellung zu nehmen. Es wäre somit in der Verantwortung der Gesuchsteller ge-

wesen, zu diesem offensichtlich strittigen Punkt Stellung zu nehmen und die ent-

sprechenden Unterlagen nachzureichen. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, die 

Parteien rechtlich zu beraten. Ausserdem handelt es sich beim Vertreter der Ge-

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suchsteller nicht um einen völligen Laien, sondern um einen Treuhänder, welcher 

sich offenbar bereit erklärt hat, diese in der Betreibung und im Rechtsöffnungsver-

fahren zu vertreten. Die Vorinstanz stellte somit gestützt auf die sich ihr präsentie-

rende Rechtslage richtigerweise fest, dass der Gläubiger gemäss Rechtsöff-

nungstitel (Mietvertrag) nicht mit den Betreibenden übereinstimmt. Diese Rüge 

verfängt daher nicht. 

3.3. Aus den genannten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1. Das vorinstanzliche Kostendispositiv (Urk. 17, S. 4, Dispositiv-Ziff. 2-4) ist zu 

bestätigen. Entgegen der Ansicht der Gesuchsteller ist im Verhalten der Ge-

suchsgegnerin keine Rechtsmissbräuchlichkeit zu erkennen, weshalb eine Kos-

tenauflage an sie nicht in Betracht kommt. 

4.2. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 48 

GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen und gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO 

den Gesuchstellern aufzuerlegen. Der Gesuchsgegnerin ist mangels wesentlicher 

Umtriebe für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen. 

 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts im 

summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 11. März 2013 wird 

bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Gesuchstellern 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

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5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge eines Doppels von Urk. 16, sowie an das Bezirksgericht Bülach, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 24'576.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 22. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic.iur. S. Subotic 
 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 22. Mai 2013
	Erwägungen:
	2.2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhl...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 11. März 2013 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Gesuchstellern auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 16, sowie an das Bezirksgericht Bülach, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...