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**Case Identifier:** 267019f5-9bba-5d71-a461-eed4c0cfb720
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2014 200 2014 670
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-670_2014-10-06.pdf

## Full Text

200 14 670 IV publiziert in BVR 2015 S. 295
MAW/GET/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) leidet seit seiner Geburt an einer (prothetisch versorgten) 
Aplasie (Nichtausbildung) des linken Oberschenkels mit fehlgebildeter Hüf-
te, einem Fuss mit Fehlbildung und Verwachsung der Zehen sowie an einer 
Aplasie des linken Unterarms, welche zwecks Schaffung einer vierfingrigen 
Hohlhand mittels einer Humerussynthese mit Vorfusstransplantation be-
handelt wurde (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwer-
degegnerin], [act. II], 147 S. 2); zudem wurde später eine (in der Folge kor-
rigierte) Sehstörung festgestellt (Akten der IVB [act. IIA] 260.1 S. 114 f.). 
Aufgrund dieser Behinderungen gewährte die Eidgenössische Invaliden-
versicherung (IV) diverse Leistungen. 

Nachdem die IVB einen Abklärungsbericht Hilflosigkeit veranlasst hatte 
(act. II 63), sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 12. Februar 
2003 (act. II 66) sodann eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit 
leichten Grades zu, welche in der Folge wiederholt (revisionsweise) 
bestätigt wurde (act. II 92; 119; act. IIA 248). Einen Anspruch auf lebens-
praktische Begleitung wies die IVB mit Verfügung vom 30. Dezember 2004 
(act. II 114) ab. 

Schliesslich bezieht der Versicherte, welcher seit Mai 2011 beim 
C.________ eine Stelle bei einem Pensum von 100% und einer nach 
Massgabe der Leistungsfähigkeit erfolgten Entlöhnung von 60% besetzt 
(Akten der IVB [act. IIB] 317; 371), seit dem 1. Juli 2006 eine auf einem 
Invaliditätsgrad von 40 bzw. 47% basierende und im Februar 2014 (bei 
einem Invaliditätsgrad von 41%) bestätigte Viertelsrente (Urteil des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Oktober 2012, IV/2011/1027 [act. 
IIB 347]; 373; 378). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 3

B.

Anlässlich einer am 18. Januar 2014 von Amtes eingeleiteten Revision gab 
der Versicherte an, dass sein Gesundheitszustand gleich geblieben sei, 
machte aber gegenüber früher abweichende Angaben betreffend Hilflosig-
keit in den alltäglichen Lebensverrichtungen (vgl. act. II 63 S. 3 f. und act. 
IIB 369 S. 5). Die Frage zur Notwendigkeit lebenspraktischer Begleitung 
verneinte er. Die IVB tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen und holte insbesondere einen Abklärungsbericht Hilflosenent-
schädigung ein (act. IIB 380). Mit Vorbescheid vom 14. April 2014 (act. IIB 
381) stellte die IVB dem Versicherten die Einstellung der Hilflosenentschä-
digung auf Ende des dem Datum der Verfügung folgenden Monats mit der 
Begründung in Aussicht, dass die Anspruchsvoraussetzungen gemäss den 
Ergebnissen im Abklärungsbericht nicht mehr erfüllt seien. Dagegen liess 
der Versicherte Einwand erheben (act. IIB 382), woraufhin die IVB eine 
Stellungnahme des Abklärungsdienstes einholte (act. IIB 385). Mit Verfü-
gung vom 12. Juni 2014 (act. IIB 386) bestätigte die IVB die im Vorbe-
scheid in Aussicht gestellte Leistungseinstellung. 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, mit Eingabe 
vom 10. Juli 2014 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung 
vom 12. Juni 2014 sei aufzuheben und die Hilflosenentschädigung für eine 
Hilflosigkeit leichten Grades sei weiter auszurichten. 

In der Begründung macht der Beschwerdeführer hauptsächlich geltend, es 
sei zwar tatsächlich so, dass er auf der einen Seite seit seiner Kindheit 
durch grosse Willensanstrengungen und Training in praktisch allen alltägli-
chen Lebensverrichtungen an Selbständigkeit gewonnen habe. Trotzdem 
sei er auf der anderen Seite ohne die Unterstützung insbesondere durch 
seine Mutter, nicht in der Lage selbständig zu wohnen. Dass er auf Grund 
seiner bestehenden körperlichen Einschränkungen nicht in der Lage sei, 
100% Leistung im Rahmen eines Pensums von 100% zu erbringen, zeige 
seine Anstellungssituation beim C.________, wo er mit einem Pensum von 
100% angestellt sei, aber auf Grund seiner körperlichen Einschränkungen 

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und der damit verbundenen Leistungseinbussen einen um 40% reduzierten 
Lohn erziele. Diese Leistungseinbusse lasse sich ohne weiteres in sein 
Privatleben bzw. auf seine Leistungsfähigkeit im Haushalt übertragen. Oh-
ne die Unterstützung und Begleitung seiner Eltern im Bereich der lebens-
praktischen Begleitung müsste er in einer stationären oder halbstätionären 
Institution, ähnlich einem Heim leben. Bei der Begleitung handle es sich in 
erster Linie um eine direkte Unterstützung im Haushaltbereich, im Bereich 
der Administration und beim Kontakt zu amtlichen und ähnlichen Stellen. 
Der zeitliche Umfang der elterlichen Unterstützung und Begleitung betrage 
vier bis sechs Stunden in der Woche. Damit eine Verwahrlosung und un-
haltbare hygienische Zustände durch seine körperlichen Einschränkungen 
vermieden werden könnten, werde er aller Voraussicht nach sein ganzes 
Leben lang auf Assistenz angewiesen sein.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. August 2014 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. In der Begründung verweist sie 
„vollumfänglich auf die Verfügung und den integrierten Abklärungsbericht 
sowie die gesamten Akten“. Ergänzend bringt sie vor, die (revisionsrelevan-
te) Veränderung bestehe vorliegend nicht in einer Änderung des Gesund-
heitszustandes, sondern in einer Zunahme der Selbständigkeit durch An-
passung an den Gesundheitsschaden.    

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. Juni 2014 (act. IIB 
386). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der per Ende Juli 2014 
verfügten Aufhebung der Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit leich-
ten Grades. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG). Als hilflos gilt eine Per-
son, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-
bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-
chung bedarf (Art. 9 ATSG).

Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der 
Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begleitung 
angewiesen ist. Ist nur die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss 

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für die Annahme einer Hilflosigkeit mindestens ein Anspruch auf eine Vier-
telsrente gegeben sein. Ist eine Person lediglich dauernd auf lebensprakti-
sche Begleitung angewiesen, so liegt immer eine leichte Hilflosigkeit vor 
(Art. 42 Abs. 3 IVG).

2.1.2 Es ist zu unterscheiden zwischen schwerer, mittelschwerer und 
leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). 

Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe 
von Hilfsmitteln

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in er-
heblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;

c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwän-
digen Pflege bedarf;

d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperli-
chen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen 
Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder

e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 
831.201]) angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 IVV).

2.1.3 Nach der herrschenden Praxis (BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463) sind 
die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen relevant:

- Ankleiden, Auskleiden;
- Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
- Essen;
- Körperpflege;
- Verrichtung der Notdurft;
- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist 
nach der Rechtsprechung nicht verlangt, dass die versicherte Person bei 
der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss 

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erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 
88 E. 3c S. 91).

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer 
Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige ver-
sicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung 
der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbstständig woh-
nen kann (lit. a), für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung 
auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft ge-
fährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). 

2.2.2 Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist es, den Eintritt einer versi-
cherten Person in ein Heim nach Möglichkeit hinauszuschieben oder zu 
verhindern. Das Wohnen einer versicherten Person bei den Eltern schliesst 
den Anspruch auf lebenspraktische Begleitung nicht aus. Massgebend ist 
einzig, dass sich die versicherte Person nicht in einem Heim aufhält (BGE 
133 V 450 E. 5 S. 461; SVR 2008 IV Nr. 17 S. 52 E. 4.2.1) bzw. ob die 
versicherte Person – wäre sie auf sich allein gestellt – erhebliche Dritthilfe 
benötigen würde. Demgegenüber ist die tatsächlich erbrachte Mithilfe von 
Familienmitgliedern eine Frage der Schadenminderungspflicht, die erst in 
einem zweiten Schritt zu prüfen ist (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 10. März 2011, 9C_782/2010, E. 2.2).

Ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht, ist für den 
Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht bedeutsam (BGE 133 V 472 
E. 5.3.2 S. 476). Der Anspruch auf lebenspraktische Begleitung ist nicht auf 
Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit 
beschränkt. Auch andere Behinderte können einen Bedarf an lebensprakti-
scher Begleitung geltend machen (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 S. 455; SVR 
2008 IV Nr. 17 S. 50 E. 2.2.2 und Nr. 26 S. 81 E. 4.3). 

2.2.3 Im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung gemäss Art. 38 Abs. 
1 lit. a IVV ist die direkte und indirekte Dritthilfe zu berücksichtigen. Dem-
nach kann die Begleitperson die notwendigerweise anfallenden Tätigkeiten 
auch selber ausführen, wenn die versicherte Person dazu gesundheitsbe-

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dingt trotz Anleitung oder Überwachung bzw. Kontrolle nicht in der Lage ist 
(BGE 133 V 450 E. 10.2 S. 467; SVR 2008 IV Nr. 17 S. 52 E. 4.2.1).

2.2.4 Nach Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV ist nur diejenige lebenspraktische 
Begleitung zu berücksichtigen, die regelmässig und im Zusammenhang mit 
den in Abs. 1 erwähnten Situationen erforderlich ist. Nach Randziffer 8053 
des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi-
cherung (KSIH) ist die lebenspraktische Begleitung regelmässig im Sinne 
von Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV, wenn sie über eine Periode von drei Mona-
ten gerechnet im Durchschnitt mindestens zwei Stunden pro Woche 
benötigt wird. Diese Verwaltungsweisung ist gesetzes- und verordnungs-
konform (BGE 133 V 450 E. 6.2 S. 462 f.). 

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG wird – nebst der Rente – auch jede 
andere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung von Amtes we-
gen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich 
der ihr zugrunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. 
Für die Bestimmung der massgeblichen Vergleichszeitpunkte gelten die zur 
Rentenanpassung entwickelten Grundsätze analog (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 17 N. 44). Als zeitliche Vergleichsbasis ist 
einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der ursprünglichen Leistungsverfü-
gung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung 
zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, 
SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde die Rente bzw. die Hilflosenent-
schädigung zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114). 

2.3.2 Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Hilflosenent-
schädigung gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ATSG setzt einen Revisionsgrund 
voraus. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen, u.a. Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 9

den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beein-
flussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 S. 428).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der An-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 
200 betreffend Rente). 

3.

3.1 Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 12. Februar 2003 
(act. II 66) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 
1. Januar 2003 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades zu. Der revisi-
onsrechtlich massgebende Vergleichszeitraum erstreckt sich demnach vom 
12. Februar 2003 bis zum Zeitpunkt der mit Verfügung vom 12. Juni 2014 
(act. IIB 386) erfolgten revisionsweisen Aufhebung der Hilflosenentschädi-
gung, nachdem weder der Verfügung vom 30. Dezember 2004 (betreffend 
die lebenspraktische Begleitung [act. II 114]) und vom 3. Mai 2005 (act. II 
119) noch jener vom 10. Februar 2010 (act. IIA 248) eine materielle Prü-
fung des Leistungsanspruchs vorausgegangen ist (vgl. E. 2.3.1 vorne). 

3.2 Bezüglich des Gesundheitszustandes und der Hilfsbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der leistungszusprechenden Verfügung 
vom 12. Februar 2003 ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen: 

3.2.1 Im Bericht des Z.________ vom 2. Dezember 2002 (act. II 65) wur-
den die folgenden Diagnosen festgehalten: 

• PFFD (proximal femoral focal deficiency) links mit Aplasie des Fe-
murs bis auf das Kniegelenk, prothetisch versorgt seit 1987

• Komplexe Missbildung der linken oberen Extremität mit partieller 
Aplasie eines Unterarmknochens, Ellenbogenankylose und Status 
nach Schaffung einer vierfingrigen Hohlhand durch Vorfusstrans-
plantation 

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• Dysproportionierter Kleinwuchs mit relativ langem Rumpf
• Rechtsseitige Dysplasie des Kniegelenks mit Patella alta, abge-

flachtem Patellagleitlager und Verdacht auf Aplasie der Kreuzbän-
der

3.2.2 Im Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 7. Januar 2003 (act. II 63) 
bejahte der Abklärungsdienst in den zwei alltäglichen Lebensverrichtungen 
Körperpflege und Verrichten der Notdurft eine Hilflosigkeit. Ferner bejahte 
er den Bedarf dauernder Pflege (durch die Eltern) in Form regelmässiger 
Arztkontrollen (S. 2) und verneinte demgegenüber die Notwendigkeit dau-
ernder persönlicher Überwachung (S. 3).

Zu den einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen (vgl. E. 2.1.3 vorne) 
wurde im Abklärungsbericht gestützt auf die Angaben des Beschwerdefüh-
rers Folgendes festgehalten (S. 3 f.):

Ankleiden/Auskleiden: Der Beschwerdeführer kleide sich selber an und 
aus. Er benötige dazu sehr viel Zeit. Er könne den linken Arm nur begrenzt 
als Hilfe einsetzen und habe deshalb teilweise Mühe, einen Reissver-
schluss einzufädeln und Jeans zu knöpfen. Die Orthese könne er selber 
anlegen. Gelegentlich benötige er Hilfe beim Abziehen der Orthese, da 
diese festklebe. Er trage Schuhe, welche nicht gebunden werden müssten.

Das Aufstehen, Absitzen und Abliegen gehe selbständig.

Essen: Mit dem Spezialmesser sei der Beschwerdeführer in der Regel 
selbständig. Gelegentlich benötige er noch Hilfe beim Zerkleinern.

Körperpflege: Der Beschwerdeführer benötige beim Einsteigen und Verlas-
sen der Badewanne Stützhilfe. Die linke Körperseite könne er sich wa-
schen, rechts sei er auf Dritthilfe angewiesen. Die Nagelpflege könne er 
nicht selber vornehmen.

Verrichten der Notdurft: Der Beschwerdeführer nehme die Körperreinigung 
soweit es gehe selber vor. Er verschmiere sich jedoch. Da die Haut rund 
ums Gesäss sehr empfindlich und wegen der Orthese schlecht zugänglich 
sei, werde das Gesäss drei- bis viermal pro Tag von den Eltern gereinigt, 
damit keine Hautreizungen bzw. ein Ekzem entständen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 11

Fortbewegung/Kontaktaufnahme: Der Beschwerdeführer bewege sich mit 
dem Spezialfahrrad oder dem Bus selbständig fort. Bei Glatteis fahre ihn 
die Mutter zur Schule. 

3.3 Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügung am 12. Februar 
2003 und der hier angefochtenen Verfügung vom 12. Juni 2014 präsentiert 
sich die Aktenlage – soweit die Frage der Hilfsbedürftigkeit betreffend – im 
Wesentlichen wie folgt:

3.3.1 Im Gutachten vom 12. Juli 2007 (act. IIA 186 S. 1 ff.) hielt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, unter Dia-
gnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen Anzei-
chen für eine suboptimale Angst- und Stressverarbeitung sowie Hinweise 
auf gewisse rigide und aggressionsgehemmte Persönlichkeits-
eigenschaften fest. Das Vorliegen einer Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit verneinte er. Eine krankheitswertige oder gar invaliditätsre-
levante psychische Hintergrund- und Aktualpathologie könne nicht nach-
gewiesen werden (S. 17). 

3.3.2 Im Gutachten vom 30. Juni 2009 (act. IIA 233) hielt Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, die folgenden gesundheit-
lichen Einschränkungen fest (S. 13): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

• Thorakolumbales Schmerzsyndrom, belastungsabhängig auftretend 
mit/bei

- S-förmiger Torsionsskoliose BWS/LWS bei Beckentiefstand 
rechts

- Beinlängendifferenz bei Aplasie Femur links und Beinprothese 
links

• Knie-, Fussgelenk- und Halluxschmerzen rechts rezidivierend auftre-
tend bei

- Überlastung rechtes Bein infolge Beinprothese links
- Dysplasie rechtes Kniegelenk mit fehlenden Kreuzbändern

• Missbildung linke obere und untere Extremität mit 
- Einschränkung sämtlicher körperlicher Verrichtungen

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Adipositas
• Migräneanfälle (nur noch selten)
• Tinnitus

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 12

• Status nach distaler Radiusfraktur links, Hyperventilationsanfall April 
2007

Beim Beschwerdeführer liege ein Geburtsgebrechen mit Missbildung der 
linken oberen und unteren Extremität vor. Die Aplasie des linken Femurs 
verunmögliche ein Fortbewegen ohne Prothese, welche wiederholt Haut-
reizungen verursache und ein kurzes Verschieben der Prothese während 
dem Tagesablauf notwendig mache. Wegen der Aplasie des linken Unter-
armes sei im Kleinkindesalter mittels Vorfusstransplantation eine vierfingri-
ge Hohlhand geschaffen worden, welche dem Beschwerdeführer einen 
Einsatz dieser linken Hand für viele Tätigkeiten ermögliche, wie z.B. Essen 
mit Spezialbesteck, Schuhbinden, etc. Die seit Jahren aufgeführten 
Schmerzen beträfen v.a. den Rücken, dann auch die Gelenke der rechten 
unteren Extremität. Die thorakolumbalen Schmerzen beruhten auf den sehr 
ungünstigen statischen Veränderungen der Wirbelsäule mit torsionsskolio-
tischer Fehlhaltung infolge des Beckentiefstandes rechts wegen der "Bein-
längendifferenz" zu Ungunsten der rechten Seite. Zudem finde eine un-
günstige Wirbelsäulenbelastung durch die prothesenbedingte Gehstörung 
statt (S. 14). Die Gelenksschmerzen der rechten unteren Extremität fänden 
einen ursächlichen Faktor ebenfalls in der Überlastung des rechten Beines. 
Degenerative Veränderungen im Sinne einer beginnenden Gonarthose 
oder Coxarthrose liessen sich zurzeit nicht nachweisen (S. 15). Prognos-
tisch sei im weiteren Verlauf mit einer möglichen Zunahme v.a. der degene-
rativen Veränderungen, eventuell auch der Fehlhaltung, zu rechnen (S. 16).

Was die Fortbewegung anbelange, könne der Beschwerdeführer ohne Pro-
these nur auf dem Boden kriechen; mit der Prothese sei es ihm auch mög-
lich, einen Bus oder das Tram zu benützen, wobei es mühsam sei, wenn 
ein hoher Einstieg vorliege (S. 3). 

3.3.3 Im Gutachten vom 14. Oktober 2009 (act. IIA 240) nannte Dr. med. 
D.________ wiederum keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit. Unter Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er 
fest: „Idem wie Voruntersuchung; Verdacht auf Entstehung einer Persön-
lichkeit mit akzentuierten paranoiden, rigid-anankastischen und leicht 
histrionischen Zügen auf neurotisch-konflikthafter Emotionalitätsentwick-
lung“ (S. 11). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 13

Der Beschwerdeführer gebe an, es sei ihm wichtig, die sozialen Kontakte 
zu behalten (S. 7). Er könne gut auf Menschen zugehen (S. 8). 

Ferner hielt Dr. med. D.________ fest, es sei nach wie vor unwahrschein-
lich, dass der tangierten Angst- und Spannungsverarbeitung isoliert iv-
relevanter Gehalt zukomme. Die Persönlichkeitsentwicklung sei noch nicht 
abgeschlossen und er – Dr. med. D.________ – habe keine Anhaltspunkte 
für eine pathologische Entwicklung in Richtung einer eigentlichen Persön-
lichkeitsstörung (S. 13). 

3.3.4 Im Abklärungsbericht F.________ vom 27. September 2010 (act. IIB 
284) gab der Beschwerdeführer an, er sei recht selbständig; nur die 
Körperreinigung (Duschen) sei manchmal schwierig (S. 4). 

In medizinischer Hinsicht wurde festgehalten, im Vergleich zu den Gutach-
ten von 2009 (neurochirurgisch, psychiatrisch) ergebe sich aus Anamnese, 
körperlicher Untersuchung und Beobachtung während der arbeitsmarktli-
chen Abklärung gesundheitlich keine wesentliche Änderung. Die körperli-
che Behinderung aufgrund der weiter nicht mehr behandelbaren Dys- und 
Aplasien bestehe naturgemäss weiter.

Aufgrund der Aplasie der linken oberen Extremität bestehe auf dieser Seite 
praktisch keine Greiffunktion und keine feinmotorische Fähigkeit. Die linke 
"Hand" könne stark eingeschränkt als Hilfshalteorgan eingesetzt werden, 
ein eigentliches bimanuelles Arbeiten sei nicht möglich.

Aufgrund der Oberschenkelprothese links bei Hypoplasie des linken Be-
ckens mit Dysplasie des Hüftgelenks und Hypoplasie des linken Femur, der 
Dysplasie des rechten Kniegelenks (mit Instabilität) und des konsekutiven 
thorakolumbalen Schmerzsyndroms beständen namhafte funktionelle Ein-
schränkungen in Bezug auf die Steh- und Gehfunktion und Tätigkeiten mit 
Rumpfbeugung aus dem Stehen. Tätigkeiten in Bodennähe (Knien, Kauern 
etc.) seien nicht möglich. Es sollten (mit der rechten Hand und nicht mono-
ton-repetitiv) nur leichte Lasten gehoben und getragen werden. Bei Lasten-
transfers sei die Gehstrecke zusätzlich limitiert.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 14

Das chronisch-rezidivierende thorakolumbale Schmerzsyndrom bewirke 
zudem eine Einschränkung in Bezug auf langes ununterbrochenes Verhar-
ren im Sitzen.

An der AuflagesteIle der Oberschenkelprothese könne es durch Reibung 
und Druck der Prothese zu Hautreizungen und unter Umständen zu Dru-
ckulcera kommen (Störung der Schutzfunktion der Haut).

Die rigid-anankastischen Persönlichkeitszüge wirkten sich, wie sich 
während der F.________ gezeigt habe, negativ auf die Flexibilität und auf 
die Arbeitseffizienz aus und störten zum Teil die Übersicht über die gestell-
ten Aufgaben sowie die Handlungsplanung und die speditive Aufgabener-
ledigung. Andererseits habe sich der Beschwerdeführer in der Abklärung 
als motiviert und recht willensstark erwiesen. Das im psychiatrischen Gut-
achten (2009) erwähnte, eher bedächtige formale Denken sei auch 
während der F.________ aufgefallen. Zu erwähnen sei hierbei, dass die 
neuropsychologische Abklärung (2006) eine normale Intelligenz und keine 
neuropsychologischen Defizite ergeben habe (S. 10).

Histrionische Persönlichkeitszüge seien während der F.________ nicht 
festgestellt worden. Der Antrieb und die spezifischen psychosozialen Funk-
tionen (zwischenmenschliche Interaktionen, Verträglichkeit, Kooperation 
mit den Mitarbeitenden und den Vorgesetzten) hätten intakt erschienen. 
Während der F.________ habe auch keinerlei Anhalt auf eine depressive 
Störung bestanden (S. 11).

Es wurde das folgende Zumutbarkeitsprofil festgehalten: „Vorwiegend sit-
zende Tätigkeit, mit regelmässigem stündlichem Positionswechsel mit kur-
zem Stehen und/oder Gehen. Möglichst kein Treppengang. Keine Leitern, 
keine Gerüste. Bei längerem Arbeitsweg allenfalls elektrischer Rollstuhl zu 
erwägen. Keine mittelschweren oder schweren Lasten. Leichte Last nur mit 
der rechten Hand, nur über kurze Strecke. Bei Hautreizung unter der Ober-
schenkelprothese mehrmals kurze Pause pro Tag zur Prothesenlocke-
rung.“ Bei überlastungsbedingter Exacerbation des thorakolumbalen 
Schmerzsyndroms oder bei Oberschenkelprothesenproblemen (schlechte 
Anpassung, Druckulcus, defekte Prothese) könne es zu Arbeitsausfällen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 15

kommen. Wichtig sei eine gute ergonomische Anpassung der Sitzgelegen-
heit (S. 11).

3.3.5 Per 1. Mai 2011 trat der Beschwerdeführer beim C.________ eine 
Stelle an. Dabei wurde im Arbeitsvertrag festgehalten, dass er zu 100% 
eingesetzt werde, die Entlöhnung indes entsprechend der Leistungsfähig-
keit von 60% erfolge (act. IIB 317 S. 4). 

Im Urteil IV/2011/1027 vom 24. Oktober 2012 (act. IIB 347) legte das Ver-
waltungsgericht im Hinblick auf die Rentenberechnung der Ermittlung des 
Invaliditätsgrades eine Leistungsfähigkeit von 60% zugrunde (vgl. E. 3.2.2 
und 5.3.2; S. 13 und 16). 

3.3.6 Mit Bericht vom 4. Februar 2014 (act. IIB 370) hielt Dr. med. 
G.________, Facharzt für Innere Medizin FMH fest, der Gesundheitszu-
stand sei stationär und eine Änderung in der Diagnosestellung habe sich 
nicht ergeben (S. 2). Der Beschwerdeführer sei bei den alltäglichen Le-
bensverrichtungen nicht (mehr) regelmässig auf Dritthilfe angewiesen 
(S. 3); der Verlauf sei stabil (S. 4). 

3.3.7 Im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 9. April 2014 
(act. IIB 380) verneinte der Abklärungsdienst eine Hilflosigkeit in den sechs 
alltäglichen Lebensverrichtungen. Ebenso verneinte er einen Bedarf an 
dauernder Pflege, Überwachung sowie lebenspraktischer Begleitung. Zu 
den einzelnen Lebensverrichtungen hielt er gestützt auf die Angaben des 
Beschwerdeführers Folgendes fest (S. 4 f.): 

Ankleiden/Auskleiden: Der Beschwerdeführer sei selbständig. Wenn sich 
etwas verklemme, dann benötige er Dritthilfe. Er habe eine Schachtel, da-
mit er das Uhrenarmband selber öffnen könne. Wenn er sich an einem an-
deren Ort aufhalte, fehle ihm das Hilfsmittel, um die Uhr auszuziehen. Ei-
nen Pullover oder eine Jacke anzuziehen sei manchmal auch schwierig. 
Bei einigen Jacken habe die Mutter Klettverschlüsse angenäht. Um Schuh-
bändel neu einzufädeln, frage er jemanden um Hilfe.

Das Aufstehen, Absitzen und Abliegen erfolge selbständig.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 16

Essen: Der Beschwerdeführer könne weiche Speisen selber zerkleinern. 
Harte Speisen vermöge er nicht zu zerkleinern. Mit der linken Hand könne 
er eine Gabel nur halten, aber nicht führen. 

Der Abklärungsdienst hielt fest, da harte Speisen nicht täglich auf dem 
Speiseplan stünden, erfolge die Hilfe nicht regelmässig. 

Körperpflege: Der Beschwerdeführer sei selbständig, wenn er nicht an Rü-
ckenschmerzen leide. Er könne auf dem rechten aber nicht auf dem linken 
Bein stehen. Er habe jetzt eine Dusche, in welche er ohne Prothese ein-
steigen könne. Die Fingernägel könne er selber schneiden.

Verrichten der Notdurft: Der Beschwerdeführer sei selbständig, wenn er 
sich mit einer Hand irgendwo halten könne. Wenn möglich benütze er ein 
IV-WC. Beim Toilettengang ziehe er die Prothese aus. Für den Stuhlgang 
müsse er sie ausziehen. Urinieren könne er mit der Prothese.

Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte: Ohne Prothese könne 
der Beschwerdeführer nicht aufrecht gehen. Ohne Prothese krieche er 
durch die Wohnung, weshalb diese auch sauber sein müsse, damit er sich 
nicht verletzen könne. Aktuell sei das rechte Fussgelenk überlastet, was 
Auswirkungen auf den Rücken zur Folge habe. Sitzen könne er etwa eine 
Stunde, Gehen etwa 20 Minuten; Treppensteigen sei schwierig für ihn.

Mit Bezug auf die lebenspraktische Begleitung verneinte der Abklärungs-
dienst einen Anspruch. Im Einzelnen hielt er Folgendes fest (S. 5 ff.): 

Hilfeleistungen, ohne die das selbständige Wohnen nicht möglich wäre 
(S. 5 f.): Hinsichtlich des Tagesprogramms (Aufstehen, ins Bett gehen) sei 
der Beschwerdeführer selbständig. Die Körperpflege gehe am Morgen et-
was länger. Er habe einen Duschstuhl, worauf er sich setzen und eine 
Waschbürste, damit er alle Stellen am Körper erreichen könne. Bezüglich 
der Ernährung sei es für den Beschwerdeführer schwierig, selber ein Menü 
zu kochen. Er könne die linke Hand nur als Hilfshand einsetzen. Wenn er 
einhändig Karotten schälen möchte, müsste er sich ein Hilfsmittel anschaf-
fen. Der Beschwerdeführer könne Fertigprodukte im Mikrowellen-Ofen er-
wärmen. Es sei aber eine gewisse Vorsicht geboten, damit er sich nicht 
verbrenne. Beim Tragen heisser Sachen laufe er Gefahr zu stolpern. Das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 17

Kochen sei für ihn schwierig; er könne nicht so lange stehen. Der Be-
schwerdeführer gehe meistens am Mittag ins Personalrestaurant etwas 
essen. Er könne mit der rechten Hand ein Tablar halten und auch nach 
dem Essen wegräumen; er müsse alles mit der rechten Hand machen. 

Hinsichtlich einfacher administrativer Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer 
selbständig. Zahlungen mache er selber. Es sei immer davon abhängig, ob 
er noch genug Energie habe. Er könne schreiben, lesen und sei kognitiv 
nicht eingeschränkt. Bezüglich der Reinigung benötige der Beschwerdefüh-
rer keine Anleitung; er könne die Tätigkeiten nur mit grossem Aufwand aus-
führen. Das Badezimmer reinige er nicht selber, weil es für ihn einfach zu 
mühsam sei. Die Wäsche- und Kleiderpflege könnte er selber machen, 
wenn er eine Waschmaschine in der Wohnung hätte. 

Begleitung durch Dritte bei ausserhäuslichen Verrichtungen und Kontakten 
(S. 6 f.): Termine vereinbaren und einhalten könne der Beschwerdeführer 
selber. Mit Bezug auf das Einkaufen sei der Beschwerdeführer insofern 
selbständig, als er die kleineren Waren selber besorgen könne. Grossein-
käufe könne er nicht selber machen. Er müsse in einem Einkaufszentrum 
einkaufen, damit er mit dem Einkaufswagen bis zum Auto fahren könne, 
um die Lebensmittel einzuladen. Er könne nicht schwere Lasten tragen. 
Vom Auto in das Haus könne er die Waren nur transportieren, wenn er ei-
nen Wagen oder einen Lift zur Verfügung habe. Der Abklärungsdienst stell-
te fest, wenn der Beschwerdeführer etwas einkaufen möchte, könne er das 
Auto nehmen oder er frage einen Kollegen. Hinsichtlich der Kontakte mit 
Amtsstellen sei er selbständig. 

Öffentliche Verkehrsmittel könne er benützen; er müsse aber beim Fahren 
sitzen können. Wenn der Beschwerdeführer in die Stadt fahren müsse, wo 
er nicht parkieren könne, dann chauffiere ihn sein Vater. Der Vater habe 
ein Velo entwickelt, mit welchem man mit einem gestreckten Bein treten 
könne. 

Regelmässige Anwesenheit einer Drittperson zur Verhinderung einer dau-
ernden Isolation von der Aussenwelt (S. 7): Der Abklärungsdienst stellte 
fest, der Beschwerdeführer isoliere sich nicht. Er wohne bei seinen Eltern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 18

und habe seine Kollegen, welche er regelmässig treffe. Er gehe auch mit 
ihnen in den Ausgang. 

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 
351 E. 3a S. 352). 

3.4.3 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der 
Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt 
und Verwaltung erforderlich. Ersterer hat anzugeben, inwiefern die 
versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 
das Leiden eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und 
Stelle weitere Abklärungen vornehmen. Bei Unklarheiten über physische 
oder psychische bzw. geistige Störungen oder deren Auswirkungen auf 
alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen 
Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die 
Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 19

divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der 
Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich 
der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den 
tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden persönlichen 
Überwachung und der Pflege sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung 
mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht 
greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im 
eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung 
tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen 
vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich 
kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht. 

Diese Rechtsprechung gilt entsprechend auch für die Abklärung der Hilflo-
sigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 
133 V 450 E. 11.1.1 S. 468).

3.5 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 9. April 2014 
(act. IIB 380) erfüllt – soweit die tatsächlichen Feststellungen die alltägli-
chen Lebensverrichtungen sowie den Bedarf dauernder Pflege und persön-
licher Überwachung betreffend – die von der Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines solchen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4.3 
hiervor). Er wurde gestützt auf einen Hausbesuch vom 4. April 2014 sowie 
einem persönlichen Gespräch mit dem Beschwerdeführer durch eine Ab-
klärungsfachperson verfasst, berücksichtigt sowohl dessen Angaben als 
auch die medizinische Situation und ist diesbezüglich nachvollziehbar be-
gründet und überzeugt. Somit ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig 
und es besteht insoweit kein Anlass, in das Ermessen der Abklärungsper-
son einzugreifen. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände 
betreffen denn auch den Anspruch auf lebenspraktische Begleitung (vgl. 
E. 3.8 ff. hinten).  

3.6

3.6.1 Mit Bezug auf den Revisionsgrund ist zunächst festzustellen, dass 
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somatischer Hin-
sicht seit der Zusprechung der Hilflosenentschädigung am 12. Februar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 20

2003 nicht wesentlich verändert hat und sich (aktuell) insoweit als stabil 
erweist (vgl. act. IIB 369 S. 1; 370 S. 2). Sodann ist weder ersichtlich noch 
wird geltend gemacht, dass die von Dr. med. D.________ festgestellten 
rigid-anankastischen Persönlichkeitszüge einen Einfluss auf die alltäglichen 
Lebensverrichtungen (vgl. E. 2.1.3 vorne) haben könnten, abgesehen da-
von, dass Dr. med. D.________ keine Anhaltspunkte in Richtung einer pa-
thologischen Persönlichkeitsstörung ausmachen konnte (act. IIA 240 
S. 13), weshalb insofern keine invalidisierende Gesundheitsstörung vor-
liegt. 

In dem der leistungszusprechenden Verfügung vom 12. Februar 2003 zu-
grundeliegenden Abklärungsbericht wurde eine Hilflosigkeit in den alltägli-
chen Lebensverrichtungen Körperpflege und Verrichten der Notdurft bejaht 
(act. II 63 S. 3 f.), wohingegen der Beschwerdeführer im Revisionsfragebo-
gen angab, in den alltäglichen Lebensverrichtungen Körperpflege und Fort-
bewegung auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein (act. IIB 369 S. 5), was 
für sich genommen indes nicht geeignet wäre, den Grad der Hilflosigkeit zu 
beeinflussen. Indessen kann ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 
1 ATSG auch gegeben sein, wenn sich – bei mehr oder weniger identischer 
Diagnose – der Schweregrad des Gesundheitsschadens verringert hat oder 
wenn es der versicherten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden 
anzupassen (vgl. u.a. Entscheid des BGer vom 23. Juli 2014, 
9C_330/2014, E. 5.2). Es ist kein Grund ersichtlich, diese im Bereich der 
Erwerbsfähigkeit entwickelte Rechtsprechung nicht auch auf die 
Hilflosigkeit anzuwenden. 

3.6.2 Vorab ist unbestritten, dass sich ein allfälliger Anspruch auf 
Hilflosenentschädigung vorliegend einzig nach Art. 37 Abs. 3 IVV 
(Hilflosigkeit leichten Grades) richtet bzw. eine allfällige mittelschwere oder 
gar schwere Hilflosigkeit nicht zur Diskussion steht. 

Diesbezüglich räumt der Beschwerdeführer alsdann ein, dass er seit der 
ursprünglichen Leistungszusprechung „in praktisch allen alltäglichen 
Lebensverrichtungen an Selbständigkeit“ gewonnen hat (vgl. Beschwerde 
vom 10. Juli 2014). Dies deckt sich mit seinen Angaben im Rahmen der 
F.________, wo er erklärt hat, er sei recht selbständig; nur die 
Körperreinigung (Duschen) sei manchmal schwierig (act. IIB 284 S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 21

Entsprechend verneinte der behandelnde Arzt, Dr. med. G.________, die 
Frage, ob der Beschwerdeführer bei den alltäglichen Lebensverrichtungen 
regelmässig auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen sei (act. IIB 370 S. 
3). Soweit deshalb im Abklärungsbericht vom 9. April 2014 (act. IIB 380) – 
mit Blick auf die im Laufe der Jahre allmählich erworbene Selbständigkeit – 
hinsichtlich sämtlicher alltäglicher Lebensverrichtungen das Erfordernis 
regelmässiger und erheblicher Dritthilfe verneint wurde, erweist sich dies 
als schlüssig, wobei der Beschwerdeführer insoweit keine substantiellen 
Einwände gegen das Abklärungsergebnis vorbringt, sondern in seiner 
Beschwerde vielmehr auf die seines Erachtens notwendige 
lebenspraktische Begleitung fokussiert (vgl. E. 3.8 ff. hinten). Namentlich 
ergeben sich aus den Akten keine Hinweise, wonach der 
Beschwerdeführer auch nur in einer der mehrere Teilfunktionen 
umfassenden Lebensverrichtungen Körperpflege – er verfügt über einen 
Duschstuhl (act. IIB 380 S. 5) – und Verrichten der Notdurft auch weiterhin 
in anspruchsbegründender Weise eingeschränkt wäre. Ebenso wenig ist 
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im Bereich der Fortbewegung trotz 
prothetischer Versorgung hilflos wäre. 

3.6.3 Demnach hat sich der Beschwerdeführer zumindest bis zum 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung insoweit an seine Behinderung 
angepasst, als ihm die alltäglichen Lebensverrichtungen nunmehr ohne 
regelmässige und erhebliche, direkte oder indirekte Hilfe, möglich sind. 

Aus dem Gesagten folgt einerseits, dass ein Revisionsgrund gegeben und 
der Anspruch auf Hilflosenentschädigung folglich umfassend zu prüfen ist 
(vgl. E. 2.3.3 vorne), was auch die Prüfung unter dem Aspekt der 
lebenspraktischen Begleitung mit einschliesst. Andererseits ist die 
angefochtene Verfügung insofern nicht zu beanstanden, als ein über den 
Einstellungszeitpunkt hinausgehender Anspruch auf Weiterausrichtung der 
Hilflosenentschädigung gestützt auf Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV verneint wurde. 

3.7 Ferner macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend, er 
benötige dauernde Pflege oder persönliche Überwachung (Art. 37 Abs. 3 
lit. b und c IVV). Ein entsprechender Bedarf wurde denn auch im 
Abklärungsbericht Hilflosigkeit in nachvollziehbarer Weise verneint (act. IIB 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 22

380 S. 3) und ergibt sich auch nicht aus den übrigen Akten, weshalb ein 
Anspruch auf Hilflosenentschädigung unter diesen Titeln zu verneinen ist. 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, er bedürfe „im 
Haushaltbereich, im Bereich der Administration sowie beim Kontakt zu 
amtlichen und ähnlichen Stellen“ der lebenspraktischen Begleitung. 

3.8 Der Anspruch auf lebenspraktische Begleitung im Rahmen einer 
Hilflosigkeit leichten Grades richtet sich nach den alternativ zu erfüllenden 
Kriterien gemäss Art. 38 Abs. 1 lit. a – c IVV (vgl. E. 2.2.1 vorne). 

Zunächst erweist sich ein Bedarf für eine Begleitung durch eine Drittperson 
für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung (Art. 38 Abs. 1 lit. 
b IVV) nicht als überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen: Zwar macht 
dies der Beschwerdeführer – wenn auch ohne nähere Substanziierung – in 
seiner Beschwerde geltend; aus dem Abklärungsbericht Hilflosigkeit vom 
9. April 2014 (act. IIB 380) geht jedoch mit hinreichender Klarheit hervor, 
dass der Beschwerdeführer die anfallenden organisatorischen und adminis-
trativen Tätigkeiten ohne grössere Probleme selbständig zu bewältigen 
vermag (S. 6). Gleiches gilt mit Bezug auf die ausserhäuslichen Kontakte: 
Wohl kann der Beschwerdeführer keine schweren Lasten tragen, weshalb 
ihm auch Grosseinkäufe schwer fallen (vgl. S. 6). Insofern ist aber darauf 
hinzuweisen, dass Grosseinkäufe – lebte der Beschwerdeführer alleine – in 
einem Einpersonenhaushalt nicht allzu häufig anfielen und es ihm im Übri-
gen zuzumuten ist, in Einkaufszentren einzukaufen, welche über einen Lift 
und Einkaufswagen sowie über geeignete Parkmöglichkeiten verfügen. 
Schliesslich bestehen – auch mit Blick auf die Angaben in der Begutach-
tung bei Dr. med. D.________ sowie bei Dr. med. E.________ (act. IIA 240 
S. 7; 233 S. 3) – keine Hinweise dahingehend, wonach der Beschwerde-
führer, welcher selbständig Auto und Fahrrad fahren kann (act. IIB 380 S. 
2; IIA S. 7), ohne Dritthilfe ernsthaft gefährdet wäre, sich dauernd von der 
Aussenwelt zu isolieren (Art. 38 Abs. 1 lit. c IVV), zumal er sich auch mit 
Kollegen trifft und demnach über soziale Kontakte ausserhalb der eigenen 
Familie verfügt (act. IIB 380 S. 6). 

3.9 Zu prüfen bleibt somit, ob der Beschwerdeführer ohne Begleitung 
einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann (Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 23

3.9.1 Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch auf lebenspraktische 
Begleitung auch unter diesem Aspekt verneint. In der Stellungnahme vom 
6. Juni 2014 (act. IIB 385) hielt der Abklärungsdienst hierzu fest, es sei 
unbestritten, dass die Arbeiten im Haushalt für den Beschwerdeführer ei-
nen grösseren Zeitaufwand benötigten und sie ihm Energie abverlangten. 
Er gehe am Mittag meistens ins Personalrestaurant essen. Somit sei er 
nicht darauf angewiesen, sich am Abend nochmals selber ein Menu zu 
kochen. Nach allgemeiner Lebenserfahrung sei es nicht unüblich, dass sich 
Arbeitnehmende am Arbeitsplatz in der Kantine – meist zu kostengünstigen 
Preisen – ausgewogen verpflegten. Einfache Speisen (kalte Küche, Fertig-
produkte in der Mikrowelle) könne sich der Beschwerdeführer selber zube-
reiten.

Im Sinne der Schadenminderung sei es zumutbar, dass sich der bei den 
Eltern lebende Beschwerdeführer nicht an der Wohnungspflege beteilige. 
Die Wohnung werde von der Mutter sowieso geputzt. Würde er alleine le-
ben, fielen in einer kleinen Wohnung wenige schwere Arbeiten an, um die 
Wohnung sauber zu halten. Auch hier wäre es im Sinne der Schadenmin-
derung zumutbar, die Wohnung in Etappen zu putzen oder am Wochenen-
de, wenn die Energie nicht am Arbeitsplatz aufgebraucht werde. 

Ebenso sei es zumutbar, dass die Mutter die Wäsche gleichzeitig in die 
Maschine einfülle. Das Zusammenlegen der Wäschestücke und das Weg-
räumen erfordere nicht einen sehr grossen Zeit- und Kraftaufwand. Der 
Umstand, dass die Wäsche nicht gebügelt werden könne, führe nicht zu 
einem Heimeintritt (S. 3).

3.9.2 Rechtsprechungsgemäss schliesst der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer bei den Eltern wohnt, einen Anspruch auf lebenspraktische 
Begleitung nicht aus (vgl. E. 2.2.2 vorne). Insofern kann der Beschwerde-
gegnerin nicht gefolgt werden, soweit sie sich mit Blick auf die konkreten 
Wohnverhältnisse auf die Schadenminderungspflicht durch Mithilfe der El-
tern – vorliegend namentlich jene der Mutter – beruft, zumal ein 30jähriger 
Mann nach allgemeiner Lebenserfahrung nicht mehr bei den Eltern wohnt. 
Entscheidend ist vielmehr, ob der Beschwerdeführer – wäre er auf sich 
allein gestellt – für die Besorgung des Haushalts erhebliche Dritthilfe 
benötigen würde (vgl. E. 2.2.2 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 24

3.9.3 Ferner kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er 
die im Erwerb festgestellte Einschränkung integral auf den Bereich der le-
benspraktischen Begleitung übertragen haben will, ist unter dem Aspekt 
der lebenspraktischen Begleitung nach Massgabe von Art. 38 Abs. 1 lit. a 
IVV doch einzig massgebend, ob die versicherte Person die Arbeiten im 
Haushalt selbständig zu verrichten in der Lage ist bzw. ob es für deren Er-
ledigung der Dritthilfe in rechtlich massgebendem Umfang bedarf; eine pro-
zentuale Bewertung der Einschränkung oder eine Gewichtung einzelner 
Aufgaben analog der Tätigkeiten im Aufgabenbereich Haushalt im Rahmen 
der gemischten Invaliditätsbemessungsmethode findet bei der lebensprak-
tischen Begleitung nicht statt, ebenso wenig ein Tätigkeitsvergleich. Zudem 
besteht bei der Besorgung des Haushalts in der Regel mehr Spielraum für 
die Einteilung der Arbeit und auch wie sie ausgeführt wird, weshalb sich 
bestehende Einschränkungen im Erwerb nicht oder nicht in gleichem Aus-
mass bei den täglichen Verrichtungen im Haushalt auszuwirken brauchen. 

3.10 Der Beschwerdeführer weist indessen zu Recht darauf hin, dass die 
für ihn mit der Haushaltführung verbundene Anstrengung zu berücksichti-
gen ist. 

3.10.1 Ein Anspruch gemäss Art. 38 IVV setzt nach dessen Wortlaut not-
wendig einen Kausalzusammenhang zwischen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung und dem Bedarf an lebenspraktischer Begleitung voraus. 
Hierüber bzw. zur Frage, ob und wenn ja inwieweit die Beschwerden die 
Alltagsbewältigung einschränken, haben zunächst die medizinischen Akten 
Auskunft zu geben (vgl. E. 3.4.3 vorne).

3.10.2 Dem Abklärungsbericht F.________ vom 27. September 2010 (act. 
IIB 284) lässt sich lediglich und in grundsätzlicher Hinsicht entnehmen, 
dass dem Beschwerdeführer behinderungsbedingt ein bimanuelles Arbei-
ten nicht möglich ist; ebenso sind das Gehen, Stehen, Knien und Kauern 
wesentlich bis vollständig eingeschränkt. Schliesslich kann es an der Auf-
lagestelle der Oberschenkelprothese durch Reibung und Druck der Prothe-
se zu Hautreizungen kommen (S. 10).  

Unbestritten ist die körperliche Behinderung aufgrund der weiter nicht mehr 
behandelbaren Dys- und Aplasien. Inwieweit sich die dadurch bedingten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 25

Einschränkungen bei der Besorgung des Haushalts (Art. 38 Abs. 1 lit. a 
IVV) qualitativ und quantitativ auswirken, lässt sich indes weder dem Ab-
klärungsbericht F.________ noch den übrigen medizinischen Akten ent-
nehmen. Abgesehen davon, dass seit der letzten umfassenden medizini-
schen Abklärung im Rahmen der F.________ vier Jahre vergangen sind 
und damit die Aktenlage im Lichte eines allfälligen weiteren Anpassungs- 
und Angewöhnungseffekts nicht mehr aktuell erscheint, lässt sich gestützt 
auf den nämlichen Abklärungsbericht insbesondere nicht beurteilen, ob die 
Besorgung des Haushalts bei gleichzeitig vollem erwerblichem Pensum 
(bei 60%iger Leistungsfähigkeit) in gesundheitlicher Hinsicht noch zumut-
bar ist (vgl. auch E. 3.11 hinten). 

3.10.3 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung (act. IIB 380) seiner-
seits genügt nicht, die bereits aus medizinischer Sicht offenen Fragen zu 
klären, zumal auch gestützt auf die Abklärungsergebnisse des Abklärungs-
dienstes ein Anspruch gemäss Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV ebenso wenig ohne 
weiteres verneint werden kann: 

Zwar wäre – mit der Beschwerdegegnerin – dem Beschwerdeführer das 
selbständige Waschen und die Kleiderpflege grundsätzlich zumutbar, so-
fern Waschmaschine und Tumbler in der Wohnung und in geeigneter räum-
licher Anordnung installiert würden. Hieran änderte auch nichts, wenn da-
mit ein (nicht unverhältnismässig) erhöhter Zeitaufwand verbunden wäre 
(vgl. hinsichtlich der allgemeinen Lebensverrichtungen Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 31. Januar 
2001, I 462/99, E. 2b). 

Indessen folgt aus dem Abklärungsbericht, dass der Beschwerdeführer 
zwar selbständig kochen kann, dies für ihn aber „schwierig“ sei (S. 6). Frag-
lich ist aber namentlich, ob der Beschwerdeführer – lebte er alleine – auch 
die Reinigungsarbeiten in der Wohnung selber zu bewältigen vermöchte: 
Aus dem Abklärungsbericht geht diesbezüglich hervor, dass der Be-
schwerdeführer das Abstauben und Staubsaugen nur mit grossem Auf-
wand ausführen könne, wobei er das Badezimmer nicht selber reinige, weil 
es „zu mühsam“ sei (S. 6). Diesbezüglich ist auch auf das im Abklärungs-
bericht F.________ erstellte Zumutbarkeitsprofil zu verweisen, wonach 
dem Beschwerdeführer Stehen und/oder Gehen lediglich „kurz“ zugemutet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, IV/14/670, Seite 26

werden können. Ob die insofern potentiell in Anspruch genommene Dritthil-
fe bzw. Unterstützung der Mutter wöchentlich mindestens zwei Stunden 
beträgt (vgl. E. 2.2.4 vorne), lässt sich dem Bericht freilich nicht entneh-
men. 

3.11 Aus dem Dargelegten folgt, dass sich die vorliegenden 
medizinischen Berichte über die Auswirkungen der behinderungsbedingten 
Einschränkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen im Sinne von Art. 38 
Abs. 1 lit. a IVV wie auch die Abklärungen des Abklärungsdienstes als nicht 
beweiskräftig erweisen. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb den 
medizinischen Sachverhalt – allenfalls mittels einer Evaluation der 
funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) – weiter abzuklären. Dabei ist 
namentlich von Interesse, über welche Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführer für die Bewältigung des Haushalts noch verfügt, wenn er 
nach der Arbeit nach Hause kommt. Weiter ist in Erfahrung zu bringen, ob 
es dem Beschwerdeführer, welcher gemäss eigenen Angaben die Prothese 
abends nach dem Arbeitstag auszieht (act. IIB 380 S. 2), zumutbar ist, die 
Prothese während der Haushaltführung zu tragen und wenn ja, welche 
Auswirkungen insoweit für die Besorgung des Haushalts bzw. für die 
einzelnen Verrichtungen resultieren. Schliesslich ist auch abzuklären, 
wieviel zusätzliche Zeit er im Vergleich zu einer gesunden Person für die 
einzelnen haushältlichen Verrichtungen aufzubringen hat. Je nach Ergebnis 
wird die Beschwerdegegnerin sodann einen weiteren Abklärungsbericht 
Hilflosigkeit zu veranlassen haben, wobei sie die (potentiell erforderliche) 
Dritthilfe auch noch quantitativ zu erfassen haben wird. Hernach wird die 
Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch – unter Berücksichtigung der 
Schadenminderungspflicht des Beschwerdeführers – neu zu prüfen haben. 

3.12 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfü-
gung vom 12. Juni 2014 aufzuheben und die Sache an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

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4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-
cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-
meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozialver-
sicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle der Vertretung durch eine 
gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstelle im Sinne der Rechtsprechung 
(BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der Stundenansatz bei einer fachlich quali-
fizierten Vertretung auf Fr. 130.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 80.-- festgelegt.

Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführer durch H.________, Sozia-
larbeiter, von B.________ vertreten. Dessen Kostennote vom 20. August 
2014 weist einen Aufwand von 11,2 Stunden auf, was mit Blick auf die 

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bloss zwei Seiten umfassende Beschwerde gerade noch knapp als verhält-
nismässig erscheint. Zudem bezeichnet sich der Vertreter des Beschwer-
deführers als Sozialarbeiter und gilt demnach nicht als juristisch bzw. sozia-
lversicherungsrechtlich qualifiziert im Sinne der hiervor genannten Recht-
sprechung. Der Stundenansatz beläuft sich somit auf Fr. 80.--. 

Entsprechend wird die Parteientschädigung auf Fr. 896.-- (11,2 x Fr. 80.--) 
festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-
führer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 12. Juni 2014 aufgehoben und die Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 896.--, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.