# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d1f880e-5b95-550d-b29e-2a5d77acf022
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.11.2011 SB110430
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110430_2011-11-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr. SB110430-O/U/eh  

 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Baumgartner 

 

Urteil vom 7. November 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

einfache Körperverletzung und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, Einzelgericht, vom  
4. April 2011 (GG100500) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 9. Dezember 2010 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 18). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 29) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

2. Die mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 ausgefällte  

bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.– wird widerrufen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit 6 Monaten  

Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe bestraft. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der B._____ Krankenkasse, vertreten durch  

C._____ AG, anstelle des Privatklägers D._____ Fr. 2'208.– zu bezahlen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 2'000.- als  

Genugtuung zu bezahlen. 

 

 

 

7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

-   3   - 

Fr. 1'800.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr.         Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 263.80   Auslagen Untersuchung 

8. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.  

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ eine Prozessentschä-

digung von Fr. 4'100.– (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Prot. II S. 3): 

1. Das vorinstanzliche Urteil sei mit Ausnahme der Ziffern 3 und 4 zu be-

stätigen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Gesamtstrafe von drei Monaten bzw.  

120 Tagen [recte 90 Tagen, vgl. unten S. 5] gemeinnütziger Arbeit zu  

bestrafen, 

3. unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolgeregelung. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich, Urk. 35) 

Verzicht auf Anträge. 

 

-   4   - 

Das Gericht erwägt: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1.  Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil des Bezirks-

gerichtes Zürich, Einzelgericht, vom 4. April 2011 wurde der Beschuldigte 

A._____ der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

schuldig gesprochen. Der Vorderrichter widerrief die mit Strafbefehl des  

Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 ausgefällte bedingte Geldstrafe von  

30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- und bestrafte den Beschuldigten unter Einbezug  

dieser widerrufenen Sanktion mit 6 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe. Der 

Vollzug der Strafe wurde nicht aufgeschoben. Weiter verpflichtete der Vorder-

richter den Beschuldigten, der B._____ Krankenkasse, vertreten durch C._____ 

AG, anstelle des Privatklägers D._____ Fr. 2'208.-- als Schadenersatz sowie dem 

Privatkläger D._____ Fr. 2'000.-- als Genugtuung zu bezahlen  

(Urk. 29 S. 30 f.).  

2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte durch seinen Verteidiger mit 

Schreiben vom 26. Mai 2011 rechtzeitig bei der Vorinstanz Berufung anmelden 

(Urk. 25; Art. 399 Abs. 1 StPO). Die vom gleichen Tag datierte Berufungs-

erklärung der Verteidigung ging innerhalb der gesetzlichen Frist bei der  

Berufungsinstanz ein (Urk. 30; Art. 399 Abs. 3 StPO). Fristgerecht mit Eingabe 

vom 14. Juli 2011 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie auf Anschluss-

berufung und die Stellung eines Antrages verzichte und sich am weiteren Ver-

fahren nicht aktiv beteiligen werde (Urk. 35; Art. 400 Abs. 3 StPO; Art. 389  

Abs. 3 StPO).  

3. Umfang der Berufung 

3.1. In der Berufungserklärung vom 26. Mai 2011 liess der Beschuldigte einen 

Freispruch beantragen (Urk. 30). Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 

7. November 2011 erklärte der Verteidiger, die Berufung werde auf die Ziffern 3 

und 4 des vorinstanzlichen Urteils eingeschränkt. Das übrige Urteil werde vom 

-   5   - 

Beschuldigten akzeptiert (Prot. II S. 3 u. 4). Gestützt auf diese Erklärung haben 

somit die Strafzumessung (Ziff. 3), die Vollzugsregelung (Ziff. 4) sowie aufgrund 

des Vorliegens einer inneren Konnexität auch der Entscheid über den Widerruf, 

als angefochten zu gelten. Dies führt dazu, dass Ziff. 2, Ziff. 3 und Ziff. 4 des  

vorinstanzlichen Urteils zu überprüfen sind. Hingegen sind gestützt auf Art. 402 

StPO die übrigen Ziffern des vorinstanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen, 

was festzustellen ist. 

3.2. Im Anschluss an seine klare Erklärung, wonach der Beschuldigte geständig 

sei und im Berufungsverfahren lediglich die Strafzumessung angefochten werde, 

führte der Verteidiger zusätzlich aus, es gehe in diesem Verfahren um gewisse 

Korrekturen des Sachverhalts. Konkret führte der Verteidiger aus, der Beschuldig-

te habe dem Geschädigten zwei Ohrfeigen verpasst, nachdem er von diesem 

übel beschimpft worden sei. Der Beschuldigte habe den Geschädigten mit der  

flachen Hand und nicht mit den Fäusten geschlagen, wie dies die Anklageschrift 

beschreibe (Prot. II S. 4-5). 

3.3. Der Beschuldigte führte anlässlich der Einvernahme im Rahmen der  

Berufungsverhandlung aus, er anerkenne den Sachverhalt und den Schuldspruch 

(Urk. 43 S. 3 u. 4). Jedoch wurden auch seitens des Beschuldigten Vorbehalte 

gegenüber dem Anklagesachverhalt ausgesprochen. So führte er aus, direkter 

Auslöser für die Schläge sei die schwere Beleidigung gewesen, welche der  

Geschädigte gegen ihn ausgesprochen habe. Er habe den Geschädigten deshalb 

zweimal mit der flachen Hand geschlagen. Dieser habe daraufhin auf dem Boden 

gelegen. Er glaube nicht, dass der Nasenbeinbruch direkt durch seine Schläge 

verursacht worden sei. Ganz ausschliessen könne er es aber nicht. Unzutreffend 

sei die Darstellung in der Anklageschrift, wonach er insgesamt fünf Mal mit der 

Faust zugeschlagen haben soll. 

3.4. Bei dieser Ausgangslage steht die Erklärung des Verteidigers, wonach ledig-

lich die Strafzumessung angefochten werde mit den weiteren Ausführungen,  

wonach auch am Sachverhalt gewisse Änderungen vorzunehmen seien sowie mit 

den Angaben des Beschuldigten selber, welcher insbesondere die in der  

Anklageschrift genannten Faustschläge dementierte, in Widerspruch. Nachdem 

-   6   - 

der Verteidiger jedoch ausdrücklich erklärte, die Berufung würde sich lediglich auf 

die Ziffern 3 und 4 des vorinstanzlichen Urteils beschränken - also die Strafzu-

messung und den Vollzug - liegt eine eindeutige Erklärung vor. Entsprechendes 

hat im Übrigen auch der Beschuldigte selber in seiner Einvernahme anlässlich der 

Berufungsverhandlung erklärt (Urk. 43 S. 3). Ebenfalls ausdrücklich anerkannte 

der Beschuldigte den Schuldspruch (Urk. 43 S. 4). Durch diese Erklärungen  

wurde die Berufung im Sinne von Art. 399 Abs. 4 StPO auf die Bemessung der 

Strafe eingeschränkt, weshalb das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 

auch lediglich in diesem Umfang zu überprüfen hat (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

4. Der Klarheit halber sei kurz erwähnt, dass die Anklage von einem dislozier-

ten Nasenbein- und Nasenseptumbruch ausgeht. Gemäss den Arztakten erlitt der 

Geschädigte jedoch eine nicht dislozierte Nasenbein- und Nasenseptumfraktur 

(vgl. die Diagnose in der Krankengeschichte der Klinik für Unfallchirurgie des  

Universitätsspitals Zürich, Urk. 13/1 S. 1 und im ärztlichen Befund derselben,  

Urk. 13/4 S. 1). Es handelt sich offensichtlich um einen Verschrieb bzw. eine  

Unvollständigkeit in der Anklage. Die Vorinstanz legte ihrem Urteil korrekterweise 

eine nicht dislozierte Nasenbein- und Nasenseptumfraktur zugrunde (Urk. 29  

S. 12). Das entspricht nicht nur der Tatsache, sondern ist zugleich zu Gunsten 

des Beschuldigten und daher nicht zu beanstanden, denn eine dislozierte Nasen-

bein- und Nasenseptumfraktur würde eine etwas gravierendere Verletzung  

darstellen. 

5. Die Vorinstanz hat richtig festgestellt, dass sich der Geschädigte D._____ 

mit der Einreichung seines Strafantrages als Privatkläger konstituiert hat (Urk. 2; 

Art. 118 Abs. 2 StPO). In der Urteilsbegründung der Vorinstanz wird der Privat-

kläger D._____ weiterhin als Geschädigter bezeichnet. Das ist insoweit zu über-

nehmen.  

-   7   - 

II. Widerruf und Sanktion 

1. Widerruf 

1.1. Wie die Vorinstanz richtig gesehen hat, wurde gegen den Beschuldigten mit 

Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 wegen Beschimpfung 

sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte eine Geldstrafe von  

30 Tagessätzen zu je Fr. 70.– ausgefällt und der Vollzug dieser Strafe bei einer 

Probezeit von 4 Jahren aufgeschoben (vgl. Beizugsakten Bezirksamt Baden, 

ST.2007.3984). Gestützt auf Art. 46 StGB ist deshalb mit dem neuen Urteil 

gleichzeitig zu prüfen, ob die mit genanntem Strafbefehl ausgefällte bedingte 

Geldstrafe zu widerrufen ist. Gemäss dieser Bestimmung hat das Gericht bedingt 

ausgefällte Strafen zu widerrufen, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein 

Verbrechen oder Vergehen begangen hat und deshalb zu erwarten ist, dass er 

weitere Straftaten verüben wird. Ein Verbrechen oder Vergehen während der 

Probezeit führt daher noch nicht zwingend zum Widerruf. Entscheidend ist das 

Fehlen einer ungünstigen Prognose. Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist 

mit anderen Worten eine bedingte Strafe nur dann zu widerrufen, wenn von einer 

negativen Einschätzung der Bewährungsaussichten auszugehen ist, das heisst 

aufgrund der erneuten Straffälligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht 

(Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, Art. 46 N 5 mit Hinweis auf BGE 134 IV 140 

E. 4.3 S. 143). Zudem fällt die Prognose beim Entscheid betreffend einen Wider-

ruf umso eher negativ aus, je schwerer die während der Probezeit begangenen 

neuen Delikte wiegen (BGE 134 IV 140 E. 4.5 S. 145). 

Es ist jedoch nicht nur auf die neue Tat bzw. die Tatumstände abzustellen,  

sondern eine Gesamtwürdigung vorzunehmen. Dem allfälligen Vollzug der Vor-

strafe kann gemäss Bundesgericht eine "Schock- und Warnwirkung" zukommen, 

welche bei der Prognosebildung zu berücksichtigen ist. Umgekehrt kann sich der 

Vollzug der neuen Strafe aufdrängen, damit sich der Verzicht auf den Widerruf 

gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB rechtfertigen lässt (Donatsch/Flachsmann/ 

Hug/Weder, Art. 42 N 10 und Art. 46 N 6, je mit Hinweisen auf die Judikatur). Vom 

-   8   - 

Widerruf kann abgesehen werden, wenn nicht zu erwarten ist, der Täter werde 

weitere Straftaten begehen. 

1.2. Der Beschuldigte beging die heute zu beurteilende Tat nach Erlass des 

Strafbefehls des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 und damit innerhalb der 

ihm im März 2008 angesetzten vierjährigen Probezeit. Er hat sich nach Ausfällung 

des erwähnten Strafbefehls nun der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 

StGB schuldig gemacht, welcher Straftatbestand ein Vergehen darstellt (Art. 10 

Abs. 3 StGB), womit diese Voraussetzung ebenfalls erfüllt ist. Wie nachfolgend 

noch auszuführen sein wird (vgl. die nachfolgende Erwägung IV.), ist dem  

Beschuldigten aufgrund einer Gesamtbetrachtung heute eine ungünstige Progno-

se hinsichtlich künftigen Wohlverhaltens zu stellen. 

Dass der Vollzug der Vorstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 70.– eine "Schock- 

und Warnwirkung" entfalten und die Prognosebildung positiv beeinflussen könnte, 

ist äusserst zweifelhaft. So liess die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat vom 23. Februar 2010 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln aus-

gesprochene unbedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 50.-- (vgl. Beizu-

gsakten Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 2009/6292, Urk. 16; auch Urk. 32) 

den Beschuldigten offenbar unbeeindruckt, kam es doch keine drei Monate später 

zur heute zu beurteilenden Tat. Dabei handelte es sich nicht um das erste Mal, 

dass der Vollzug einer Strafe angeordnet wurde: Bereits mit Urteil des Bezirks-

gerichts Zürich vom 26. März 2003 war der Beschuldigte wegen Drohung,  

Vereitelung einer Blutprobe, geringfügigen Vermögensdelikts (Sachbeschädi-

gung), Tätlichkeiten und mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt und 

mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 3 Monaten belegt worden. Gleichzeitig 

hatte das Gericht eine im Jahre 2001 ausgesprochene bedingte Freiheitsstrafe 

von 7 Tagen für vollziehbar erklärt (siehe Beizugsakten Bezirksgericht Zürich, 

Proz.-Nr. GG020907, Urk. 25; auch Urk. 32). Der Vollzug dieser Strafen fand im 

Jahre 2004 statt, wobei der Beschuldigte am 25. Juli 2004 bedingt entlassen  

wurde (Urk. 32; Art. 38 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB). Damit hat der Beschuldigte auch die 

Erfahrung eines mehr als nur kurzzeitigen Freiheitsentzuges hinter sich, was ohne 

nachhaltige Wirkung geblieben scheint. 

-   9   - 

Der Verzicht auf einen Widerruf lässt sich im Rahmen der Gesamtwürdigung (inkl. 

nachstehende Erwägung IV.) auch nicht rechtfertigen durch einen Vollzug der 

neuen Strafe. Auch diese Situation stand schon einmal zur Debatte und der Ent-

scheid fiel zu Gunsten des Beschuldigten aus: Im jüngsten Verfahren betreffend 

die Vorstrafe vom 23. Februar 2010 wurde die damals neue Strafe, die Geldstrafe 

von 20 Tagessätzen zu Fr. 50.--, unbedingt ausgesprochen, während hinsichtlich 

der Vorstrafe des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008, mithin der Geldstrafe 

von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.--, die vierjährige Probezeit um ein Jahr verlängert 

wurde, beginnend ab 14. März 2012 (vgl. Beizugsakten Staatsanwaltschaft  

Zürich-Limmat, 2009/6292, Urk. 16 und 17). 

1.3. Unter all diesen Umständen ist die mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden 

vom 14. März 2008 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 70.-- gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB zu widerrufen.  

2. Sanktion 

2.1. Vorbemerkung 

2.1.1. An der Berufungsverhandlung rügte der Verteidiger, die von der Vorinstanz 

ausgesprochene Strafe stehe in einem Missverhältnis zum Verschulden des  

Beschuldigten. Der Beschuldigte sei heute geständig. Es sei zutreffend, dass er 

dem Geschädigten zwei Ohrfeigen verpasst habe, jedoch sei er von diesem zuvor 

übel beschimpft worden. Weiter habe der Beschuldigte den Geschädigten mit der 

flachen Hand und nicht mit den Fäusten geschlagen. Dies lasse sich einfach 

nachweisen. Hätte der Beschuldigte nämlich mit der Faust zugeschlagen, so der 

Verteidiger, wäre das Verletzungsbild gravierender ausgefallen. Die Aussagen 

des Geschädigten seien im Übrigen nicht über alle Zweifel erhaben. Er blähe die 

Sache auf. Zudem habe der Geschädigte durch seine verbale Provokation den 

Anlass zur Tat gesetzt. Zu berücksichtigen sei zudem, dass der Beschuldigte 

zwar Vorstrafen aufweise, aber nie wegen Gewalttätigkeiten verurteilt worden sei. 

Zu bemerken bleibe weiter, dass das Verhältnis der E._____ zur Justiz sehr be-

lastet sei, weshalb sie sich gegenüber staatlichen Institutionen sehr zurückhaltend 

verhielten. Dies sei selbstverständlich kein Strafschärfungsgrund (Prot. II S. 4-6). 

-   10   - 

2.1.2. Entsprechend den Angaben der Verteidigung führte auch der Beschuldigte 

anlässlich der Berufungsverhandlung aus, die Auseinandersetzung mit dem  

Geschädigten sei als Affektreaktion zu sehen. Er sei aufgrund der gegen ihn aus-

gesprochenen Beleidigungen ausgerastet und habe den Geschädigten zweimal 

mit der flachen Hand getroffen. Auf die Frage, ob es ihm leid tue, dem Geschädig-

ten die Nase gebrochen zu haben, antwortete der Beschuldigte, dies sei einfach 

passiert, der Beschuldigte habe sich bei ihm auch nicht entschuldigt, dass er ihn 

mit "Dreck-…" beschimpft habe (Urk. 43 S. 3 u. 4). 

2.1.3. Die im Zusammenhang mit den Rügen betreffend die Strafzumessung  

gemachten Ausführungen beinhalten seitens der Verteidigung und entsprechend 

des Beschuldigten Darstellungen des Geschehensablaufs, welche vom anklage-

bildenen und von der Vorinstanz erstellten Sachverhalt abweichen. Mitunter  

stützte sich der Verteidiger für die Begründung der geforderten Strafreduktion auf 

einen den Beschuldigten entlastenden Sachverhalt. So legte er insbesondere dar, 

der Beschuldigte habe nur zweimal zugeschlagen und dies nicht mit den Fäusten, 

sondern mit der flachen Hand. Die Verteidigung verkennt dabei, dass der dem 

Beschuldigten vorgeworfene Sachverhalt nach detaillierter Beweisführung durch 

die Vorinstanz als erwiesen erachtet wurde (Urk. 29 S. 4-16). Der Schuldpunkt, 

welcher auf dem von der Vorinstanz in allen Teilen erstellten Anklagesachverhalt 

beruht und seitens des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung aus-

drücklich akzeptiert wurde, steht folglich in diesem Verfahren aufgrund der einge-

tretenen Rechtskraft nicht mehr zur Disposition. Im Rahmen der Strafzumessung 

besteht somit kein Raum, bereits bewiesene und in Rechtskraft erwachsene  

Umstände in Wiedererwägung zu ziehen (vgl. oben Ziff. I. 3.). Es ist festzuhalten, 

dass der Strafzumessung der in der Anklageschrift vom 9. Dezember 2010  

beschriebene und im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens erstellte Sach-

verhalt zu Grunde zu legen ist. Die Einwände der Verteidigung betreffend den von 

der Vorinstanz erstellten Anklagesachverhalts sind somit nicht zu hören. 

2.2. Strafzumessung 

Hinsichtlich der Strafzumessung kann weitgehend auf die zutreffenden, sorg-

fältigen und nachvollziehbaren Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen 

-   11   - 

werden (Urk. 29 S. 19 ff; Art. 82 Abs. 4 StPO), mit den nachfolgenden Ergänzun-

gen: 

2.2.1. Bei der objektiven Tatschwere (Urk. 29 S. 20 Ziffer 3.3.1.) ist anzufügen, 

dass der Beschuldigte den Geschädigten nicht nur einmal attackierte, sondern 

mehrfach schlug, insbesondere auch mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug. 

Auch wenn der Nasenbeinbruch erst der letzten Attacke zuzuschreiben ist, so 

spricht dieses mehrstufige Vorgehen mit einer Mehrzahl von Faustschlägen für 

eine ziemliche Brutalität, was sich erschwerend auswirkt. Auch die Verletzungs-

folgen zeigen, dass der Beschuldigte offenbar hart zugeschlagen hat. Insgesamt 

offenbarte der Beschuldigte durch die Tat und die Tatausführung einige kriminelle 

Energie. 

2.2.2. Mit der Vorinstanz ist bezüglich der subjektiven Tatschwere hervorzuheben, 

dass es zwar zutreffend ist, dass sich der Geschädigte nicht gerade vorbildlich 

verhielt, als er den Beschuldigten mit "Scheissausländer" betitelte, was als eine 

höchst unschöne Beschimpfung zu bezeichnen ist. Jedoch ist dieser verbale  

Angriff im Kontext des gesamten Geschehensablaufs zu beurteilen. Dabei wird 

gestützt auf die Anklageschrift ohne Weiteres klar, dass der Geschädigte dem 

Beschuldigten erst dann Schimpfworte zugerufen hat, als er von diesem bereits 

mehrfach ins Gesicht geschlagen worden war. Mitunter steht fest, dass die ver-

balen Entgleisungen gegen den Beschuldigten nicht aus heiterem Himmel  

erfolgten, sondern diese eben gerade im gewalttätigen Verhalten des Beschuldig-

ten gegen den Geschädigten gründeten. Der Ausdruck "Scheissausländer" war 

somit eine hilflose Reaktion des Geschädigten auf die Angriffe des Beschuldigten. 

Die vom Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung vorgebrachte Sicht-

weise, wonach die verbale Provokation des Geschädigten tatauslösend gewesen 

sein soll, widerspricht dem Anklagesachverhalt. Die Provokation kann somit 

höchstens für die dritte Attacke ein Thema sein. Aufgrund der doch erheblichen 

Beschimpfung ist dem Beschuldigten - in Abweichung von der Vorinstanz - eine 

Strafreduktion zu gewähren. Nachdem jedoch der Beschuldigte selber den Grund 

für die Beschimpfung setzte, handelt es sich um eine lediglich minimale Straf-

reduktion. Denn es bleibt hervorzuheben, dass der Beschuldigte diese inadäquate 

-   12   - 

Vergeltungsaktion ganz bewusst vorgenommen hatte. Sein Ziel war es, den  

Geschädigten mit dem Faustschlag ins Gesicht endlich zum Schweigen bringen. 

Mit der Vorinstanz verbleibt als Fazit, dass der Beschuldigte durch sein Handeln 

einen intensiven deliktischen Willen offenbarte. 

2.2.3. Zu den von der Vorinstanz im Rahmen der Erwägungen zur Täterkompo-

nente erwähnten fünf Vorstrafen (Urk. 29 S. 23 Ziffer 3.3.4) ist anzumerken, dass 

im aktuellen Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 21. Oktober 

2011 (Urk. 42) nur noch vier Vorstrafen verzeichnet sind (zum Vergleich: 

Urk. 16/1 und Urk. 32). Das ändert aber nichts an der Gewichtung der Vorstrafen 

als erheblich straferhöhend. An dieser Beurteilung ist auch unter Beachtung der 

vom Verteidiger vorgebrachten Tatsache, die Vorstrafen seien durch keinerlei 

Gewaltdelikte begründet, nichts zu ändern (vgl. Prot. II S. 5). In diesem Zusam-

menhang bleibt zu ergänzen, dass die vorliegend zu beurteilende Tat als Delikt 

gegen Leib und Leben keineswegs als der Persönlichkeit des Beschuldigten 

fremd erscheint. So betraf die Verurteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 

26. März 2003 unter anderem eine Tätlichkeit sowie eine Drohung, letztere mit 

Hilfe eines behändigten Baseballschlägers (siehe Beizugsakten Bezirksgericht 

Zürich, Proz.-Nr. GG020907, Urk. 25 S. 13. ff, 17 f. und 26; auch Urk. 32). Auch 

die mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 geahndete  

Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte deutet in diese Richtung. Zwar 

kam es zu keiner physischen Einwirkung auf den Amtsträger, aber doch zu einer 

telefonischen Beschimpfung gegenüber dem Personalberater des Regionalen  

Arbeitsvermittlungszentrums F._____ unter anderem mit den Worten "du Sau, ich 

mache dich fertig, ich mache dich kaputt" (vgl. Beizugsakten Bezirksamt Baden, 

ST.2007.3984). Damit stellte der Beschuldigte zumindest physische Einwirkungen 

auf den Betroffenen in Aussicht. 

2.2.4. Neben den bereits vorne in Erwägung III. 1.2 genannten drei Vorstrafen ist 

der Vollständigkeit halber das Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 14. Januar 

2005 wegen Veruntreuung anzuführen, womit dem Beschuldigten eine bedingte 

Gefängnisstrafe von 30 Tagen bei drei Jahren Probezeit auferlegt wurde, als  

Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 26. März 2003 (vgl. Bei-

-   13   - 

zugsakten Bezirksgericht Baden, ST.2004.50473, Dossier Nr. 3, zur Sache und 

Gerichtsakten; Urk. 32). 

2.2.5. Bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens hat die Vorinstanz festgehalten, 

dass sich der Beschuldigte im Laufe des Verfahrens wenig kooperativ verhalten 

und fast durchwegs von seinem Aussage- resp. Mitwirkungsverweigerungsrecht 

Gebrauch gemacht hat (vgl. Art. 113 Abs. 1 StPO). Dabei hat sie korrekt festge-

halten, dass sich dieses Verhalten weder straferhöhend noch strafmindernd aus-

wirkt. Die vom Verteidiger mehrfach geäusserte Befürchtung, wonach sich die 

Tatsache, dass der Beschuldigte Mitglied im Club der E._____ ist, bei der Straf-

zumessung nachteilig auswirken könnte, ist somit nicht begründet (vgl.  

Prot. II S. 5 u. 6). Neu ist im Berufungsverfahren das Geständnis des Beschuldig-

ten zu berücksichtigen (Prot. II S. 3. u. 4, Urk. 43 S. 3 ff.). Die Aussagen des  

Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung liessen das Geständnis  

jedoch etwas halbherzig erscheinen, wirkte der Beschuldigte doch darauf hin, den 

Sachverhalt in reduzierter Form darzustellen. Insoweit und auch unter Berück-

sichtigung des doch sehr fortgeschrittenen Verfahrenszeitpunkts, in welchem sich 

der Beschuldigte geständig zeigte, ist das Geständnis lediglich in bescheidenem 

Masse strafmindernd zu berücksichtigen. Unter dem Titel Einsicht und Reue kann 

dem Beschuldigten auch im Rahmen des zweitinstanzlichen Verfahrens nichts 

zugute gehalten werden, fand er doch betreffend den Vorfall auch anlässlich der  

Berufungsverhandlung keine Worte des Bedauerns (Urk. 43 S. 4, Prot. II S. 7). 

2.2.6. Wenn die Vorinstanz in Würdigung aller massgebenden Faktoren der Tat- 

und Täterkomponente einschliesslich der erneuten Delinquenz während laufender 

Probezeit sowie unter Einbezug der widerrufenen Strafe und auch in Berück-

sichtigung des Asperationsprinzips eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten als  

Gesamtstrafe aussprach (Urk. 29 S. 20 ff., insbesondere S. 23 f.), ist das in keiner 

Weise zu beanstanden. Dieses Strafmass erweist sich als eher wohlwollend mild. 

Nachdem im Berufungsverfahren für die Festlegung des Strafmasses die erfolgte  

Provokation durch den Geschädigten und das Geständnis des Beschuldigten  

zusammen als leicht strafmindernd zu berücksichtigen sind, ist das Strafmass der 

Vorinstanz von 6 Monaten auf 4 ½ Monate zu reduzieren. 

-   14   - 

2.3. Bei dieser Strafhöhe und unter der Voraussetzung, dass aufgrund der 

schlechten Prognose die Strafe zu vollziehen sein wird (vgl. dazu oben Ziff. II. 1. 

u. nachfolgend Ziff. III.) ist die Strafart zu diskutieren. Das Gesetz sagt nichts dar-

über aus, auf welche Sanktion zu erkennen ist, wenn mehrere Strafarten in Frage 

kommen. Die massgeblichen Kriterien bei der Wahl einer Sanktionsart sind deren 

Zweckmässigkeit, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld  

sowie ihre präventive Effizienz (Hug, in: Donatsch, Flachsmann, Hug, Weder, 

Kommentar StGB, 18. Auflage 2010, S. 98 N 13). Nach dem Prinzip der Ver-

hältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des 

Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, 

die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn 

am wenigsten hart trifft (vgl. BGE 134 IV 82). Geldstrafe und gemeinnützige Arbeit 

sind gegenüber der Freiheitsstrafe weniger eingriffsintensive Sanktionen und  

gelten somit als mildere Strafen.  

2.3.1. Eine kurze unbedingte Freiheitsstrafe kann nur dann ausgefällt werden, 

wenn zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit nicht voll-

zogen werden kann (Art. 41 Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte ist erwerbstätig und 

erzielt monatlich ein Einkommen zwischen Fr. 4'000.-- und Fr. 5'000.-- (Urk. 43 

S. 2). Er ist verheiratet und hat zwei Töchter, welche 19 Jahre alt und bereits von 

zu Hause ausgezogen sind. Bei diesen Voraussetzungen und nachdem keine 

Angaben vorliegen, welche zur Überzeugung führen müssten, dass die Geldstrafe 

nicht vollzogen werden könnte, scheidet die Anordnung einer Freiheitsstrafe aus. 

Vielmehr ist der Beschuldigte zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Gestützt auf die 

Einkommenssituation des Beschuldigten erscheint eine Tagessatzhöhe von 

Fr. 70.-- als angemessen. Somit ist eine Geldstrafe im Umfang von 135 Tagess-

ätzen zu Fr. 70.-- auszusprechen.  

2.3.2. Nach der gesetzlichen Rangordnung kann anstelle einer Geldstrafe bis zu 

180 Tagessätzen mit Zustimmung des Täters auch gemeinnützige Arbeit ange-

ordnet werden (Art. 37 Abs. 1 StGB). Die beiden Sanktionen sind von ihrer Inten-

sität her somit vergleichbar. Die gemeinnützige Arbeit ist zu Gunsten sozialer  

Einrichtungen, Werken in öffentlichem Interesse oder hilfsbedürftiger Personen zu 

-   15   - 

leisten (Art. 37 Abs. 2 StGB). Sie stellt somit eine sozial konstruktive und individu-

alpräventive Sanktion dar, deren Zweck in der Beschränkung der Freizeit liegt und 

die dem Tatausgleich und der Wiedergutmachung Rechnung trägt (vgl. BGE 134 

IV 97). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aus, mit der 

Leistung von gemeinnütziger Arbeit einverstanden zu sein. Er könne sich vor-

stellen z.B. Fahrten für das Tixi-Taxi auszuführen (Prot. II S. 6). Der Beschuldigte 

legte sein Einverständnis zur Leistung von gemeinnütziger Arbeit überzeugend 

dar. Nachdem die Bereitschaft des Beschuldigten vorhanden und er überdies  

arbeitsfähig ist sowie zu einer Arbeitsleistung im Bereich der gemeinnützigen  

Arbeit auch geeignet erscheint, ist anstelle der Geldstrafe von 135 Tagessätzen, 

gemeinnützige Arbeit anzuordnen. 

2.3.3. Die Umrechnung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit hat gestützt auf 

Art. 39 Abs. 2 StGB zu erfolgen. Danach entsprechen vier Stunden gemein-

nütziger Arbeit einem Tagessatz Geldstrafe. Anstelle der Geldstrafe von  

135 Tagessätzen à Fr. 70.-- ist der Beschuldigte somit zur Leistung von gemein-

nütziger Arbeit im Umfang von 540 Stunden zu verurteilen. 

III. Vollzug 

1. Zu den Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 

hat sich die Vorinstanz korrekt und vollständig geäussert. Darauf kann verwiesen 

werden (Urk. 29 S. 24 f.).  

2. Vorliegend ist eine Geldstrafe auszufällen. In objektiver Hinsicht knüpft das 

Gesetz bei der Geldstrafe sowie der gemeinnützigen Arbeit die Gewährung des 

bedingten Strafvollzugs an keine weiteren Voraussetzungen (Art. 42 Abs. 1 

StGB). 

3. Was die subjektive Voraussetzung - das Fehlen einer ungünstigen Prognose 

- betrifft, so ist mit der Vorinstanz auszuführen, dass sich der Beschuldigte in der 

Vergangenheit weder von mehreren gegen ihn ausgefällten bedingten und unbe-

dingten Strafen, noch von dem damit im Zusammenhang stehenden Freiheitsent-

-   16   - 

zug und auch nicht von der Aussicht im Falle erneuter Delinquenz, die bedingt 

ausgesprochene Srafe noch verbüssen bzw. die Geldstrafe verbüssen zu  

müssen, beeindrucken liess. Heute ist demzufolge nicht davon auszugehen, dass 

vorliegend eine bedingt auszufällende Strafe genügen würde, um den Beschuldig-

ten in Zukunft nachhaltig von deliktischem Verhalten abhalten zu können. Es kann 

deshalb nicht vom Fehlen einer ungünstigen Prognose ausgegangen werden (vgl. 

auch oben Ziff. II. 1. zum Widerruf). Die heutige Verurteilung zur gemeinnützigen 

Arbeit von 540 Stunden ist somit zu vollziehen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Im Berufungsverfahren erfolgt die Kostenauflage im Verhältnis von  

Obsiegen und Unterliegen der Verfahrensbeteiligten (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der 

Beschuldigte obsiegt mit seinem Antrag auf Verurteilung zu einer Strafe von  

90 Tagen gemeinnütziger Arbeit teilweise, indem die von der Vorinstanz ausge-

sprochene Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf 135 Tage gemeinnützige Arbeit 

reduziert wird. Nachdem der Beschuldigte jedoch zu Beginn des Berufungsver-

fahrens noch einen Antrag auf Freispruch stellen liess und erst zu Beginn der  

Berufungsverhandlung seine Rügen auf den eingangs erwähnten Antrag reduzier-

te, rechtfertigt es sich, die Kosten für das Berufungsverfahren dem Angeklagten 

zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 und 2 lit. a StPO). Die übrigen Kosten  

für das Berufungsverfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Dem  

Beschuldigten ist aufgrund seines teilweisen Obsiegens im Berufungsverfahren 

eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse zu-

zusprechen (Art. 436 Abs. 2 StPO). 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'800.-- festzu-

setzen. 

-   17   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzel-

gericht, vom 4. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB. 

2. (…) 

3. (…) 

4. (…) 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der B._____ Krankenkasse, vertreten 

durch  

C._____ AG, anstelle des Privatklägers D._____ Fr. 2'208.– zu bezahlen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 2'000.- als  

Genugtuung zu bezahlen. 

7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

 1'800.–     die weiteren Kosten betragen: 

           Kosten Kantonspolizei 

          Gebühr Anklagebehörde 

       Kanzleikosten 

 263.80    Unterlagen Untersuchung 

8. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ eine  

Prozessentschädigung von Fr. 4'100.– (inkl. Barauslagen und MWSt) 

zu bezahlen. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

-   18   - 

Sodann wird erkannt: 

1. Der mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 gewährte 

bedingte Vollzug der Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- wird wider-

rufen.  

2. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit  

135 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 70.-- als Gesamtstrafe bestraft. 

3. Anstelle der Geldstrafe wird der Beschuldigte zur Leistung von 540 Stunden 

gemeinnütziger Arbeit verurteilt. 

4. Der Vollzug der gemeinnützigen Arbeit wird nicht aufgeschoben. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'800.--.  

6. Die Kosten für das Berufungsverfahren werden zur Hälfte dem Beschuldig-

ten auferlegt. Die übrigen Kosten für das Berufungsverfahren werden auf die 

Gerichtskasse genommen. 

7. Für das Berufungsverfahren wird dem Beschuldigten eine reduzierte  

Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse zuge-

sprochen. 

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den erbetenen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten  

− den Vertreter des Privatklägers D._____, RA lic. iur. Y._____,  
[Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers D._____ 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den erbetenen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− den Vertreter des Privatklägers D._____, RA lic. iur. Y._____,  

[Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers D._____ 

-   19   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 
− die C._____ AG, [Adresse]  

(hinsichtlich des Beschlusses im Dispositiv) 
− das Bezirksamt Baden betr. Aktenz.: ST.2007.3948 (im Dispositiv) 
 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

I. Strafkammer 

 Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger lic. iur. C. Baumgartner  
 

	Urteil vom 7. November 2011
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 29)
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

	2. Die mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 ausgefällte  bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.– wird widerrufen.
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit 6 Monaten  Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe bestraft.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der B._____ Krankenkasse, vertreten durch  C._____ AG, anstelle des Privatklägers D._____ Fr. 2'208.– zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 2'000.- als  Genugtuung zu bezahlen.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	8. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ eine Prozessentschädigung von Fr. 4'100.– (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
	Berufungsanträge:
	1. Das vorinstanzliche Urteil sei mit Ausnahme der Ziffern 3 und 4 zu bestätigen.
	2. Der Beschuldigte sei mit einer Gesamtstrafe von drei Monaten bzw.  120 Tagen [recte 90 Tagen, vgl. unten S. 5] gemeinnütziger Arbeit zu  bestrafen,
	3. unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolgeregelung.
	Das Gericht erwägt:
	3. Umfang der Berufung
	3.1. In der Berufungserklärung vom 26. Mai 2011 liess der Beschuldigte einen Freispruch beantragen (Urk. 30). Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 7. November 2011 erklärte der Verteidiger, die Berufung werde auf die Ziffern 3 und 4 des vorinstanzl...
	3.2. Im Anschluss an seine klare Erklärung, wonach der Beschuldigte geständig sei und im Berufungsverfahren lediglich die Strafzumessung angefochten werde, führte der Verteidiger zusätzlich aus, es gehe in diesem Verfahren um gewisse Korrekturen des S...
	3.3. Der Beschuldigte führte anlässlich der Einvernahme im Rahmen der  Berufungsverhandlung aus, er anerkenne den Sachverhalt und den Schuldspruch (Urk. 43 S. 3 u. 4). Jedoch wurden auch seitens des Beschuldigten Vorbehalte gegenüber dem Anklagesachve...
	3.4. Bei dieser Ausgangslage steht die Erklärung des Verteidigers, wonach lediglich die Strafzumessung angefochten werde mit den weiteren Ausführungen,  wonach auch am Sachverhalt gewisse Änderungen vorzunehmen seien sowie mit den Angaben des Beschuld...
	4. Der Klarheit halber sei kurz erwähnt, dass die Anklage von einem dislozierten Nasenbein- und Nasenseptumbruch ausgeht. Gemäss den Arztakten erlitt der Geschädigte jedoch eine nicht dislozierte Nasenbein- und Nasenseptumfraktur (vgl. die Diagnose in...
	5. Die Vorinstanz hat richtig festgestellt, dass sich der Geschädigte D._____ mit der Einreichung seines Strafantrages als Privatkläger konstituiert hat (Urk. 2; Art. 118 Abs. 2 StPO). In der Urteilsbegründung der Vorinstanz wird der Privatkläger D.__...
	II. Widerruf und Sanktion
	1. Widerruf
	1.1. Wie die Vorinstanz richtig gesehen hat, wurde gegen den Beschuldigten mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 wegen Beschimpfung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte eine Geldstrafe von  30 Tagessätzen zu je Fr. 70....
	Es ist jedoch nicht nur auf die neue Tat bzw. die Tatumstände abzustellen,  sondern eine Gesamtwürdigung vorzunehmen. Dem allfälligen Vollzug der Vorstrafe kann gemäss Bundesgericht eine "Schock- und Warnwirkung" zukommen, welche bei der Prognosebildu...
	1.2. Der Beschuldigte beging die heute zu beurteilende Tat nach Erlass des Strafbefehls des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 und damit innerhalb der ihm im März 2008 angesetzten vierjährigen Probezeit. Er hat sich nach Ausfällung des erwähnten Str...
	Dass der Vollzug der Vorstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 70.– eine "Schock- und Warnwirkung" entfalten und die Prognosebildung positiv beeinflussen könnte, ist äusserst zweifelhaft. So liess die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ...
	Der Verzicht auf einen Widerruf lässt sich im Rahmen der Gesamtwürdigung (inkl. nachstehende Erwägung IV.) auch nicht rechtfertigen durch einen Vollzug der neuen Strafe. Auch diese Situation stand schon einmal zur Debatte und der Entscheid fiel zu Gun...
	1.3. Unter all diesen Umständen ist die mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB zu widerrufen.

	2. Sanktion
	2.1. Vorbemerkung
	2.1.1. An der Berufungsverhandlung rügte der Verteidiger, die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe stehe in einem Missverhältnis zum Verschulden des  Beschuldigten. Der Beschuldigte sei heute geständig. Es sei zutreffend, dass er dem Geschädigten ...
	2.1.2. Entsprechend den Angaben der Verteidigung führte auch der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, die Auseinandersetzung mit dem  Geschädigten sei als Affektreaktion zu sehen. Er sei aufgrund der gegen ihn ausgesprochenen Beleidig...
	2.1.3. Die im Zusammenhang mit den Rügen betreffend die Strafzumessung  gemachten Ausführungen beinhalten seitens der Verteidigung und entsprechend des Beschuldigten Darstellungen des Geschehensablaufs, welche vom anklagebildenen und von der Vorinstan...
	2.2. Strafzumessung Hinsichtlich der Strafzumessung kann weitgehend auf die zutreffenden, sorgfältigen und nachvollziehbaren Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 29 S. 19 ff; Art. 82 Abs. 4 StPO), mit den nachfolgenden Ergän...
	2.2.1. Bei der objektiven Tatschwere (Urk. 29 S. 20 Ziffer 3.3.1.) ist anzufügen, dass der Beschuldigte den Geschädigten nicht nur einmal attackierte, sondern mehrfach schlug, insbesondere auch mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug. Auch wenn der ...
	2.2.2. Mit der Vorinstanz ist bezüglich der subjektiven Tatschwere hervorzuheben, dass es zwar zutreffend ist, dass sich der Geschädigte nicht gerade vorbildlich verhielt, als er den Beschuldigten mit "Scheissausländer" betitelte, was als eine höchst ...
	2.2.3. Zu den von der Vorinstanz im Rahmen der Erwägungen zur Täterkomponente erwähnten fünf Vorstrafen (Urk. 29 S. 23 Ziffer 3.3.4) ist anzumerken, dass im aktuellen Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 21. Oktober 2011 (Urk. 42) nur noch...
	2.2.4. Neben den bereits vorne in Erwägung III. 1.2 genannten drei Vorstrafen ist der Vollständigkeit halber das Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 14. Januar 2005 wegen Veruntreuung anzuführen, womit dem Beschuldigten eine bedingte Gefängnisstrafe ...
	2.2.5. Bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens hat die Vorinstanz festgehalten, dass sich der Beschuldigte im Laufe des Verfahrens wenig kooperativ verhalten und fast durchwegs von seinem Aussage- resp. Mitwirkungsverweigerungsrecht Gebrauch gemacht...
	2.2.6. Wenn die Vorinstanz in Würdigung aller massgebenden Faktoren der Tat- und Täterkomponente einschliesslich der erneuten Delinquenz während laufender Probezeit sowie unter Einbezug der widerrufenen Strafe und auch in Berücksichtigung des Asperat...
	2.3. Bei dieser Strafhöhe und unter der Voraussetzung, dass aufgrund der schlechten Prognose die Strafe zu vollziehen sein wird (vgl. dazu oben Ziff. II. 1. u. nachfolgend Ziff. III.) ist die Strafart zu diskutieren. Das Gesetz sagt nichts darüber aus...
	2.3.1. Eine kurze unbedingte Freiheitsstrafe kann nur dann ausgefällt werden, wenn zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit nicht vollzogen werden kann (Art. 41 Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte ist erwerbstätig und erzielt monatli...
	2.3.2. Nach der gesetzlichen Rangordnung kann anstelle einer Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen mit Zustimmung des Täters auch gemeinnützige Arbeit angeordnet werden (Art. 37 Abs. 1 StGB). Die beiden Sanktionen sind von ihrer Intensität her somit vergl...
	2.3.3. Die Umrechnung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit hat gestützt auf Art. 39 Abs. 2 StGB zu erfolgen. Danach entsprechen vier Stunden gemeinnütziger Arbeit einem Tagessatz Geldstrafe. Anstelle der Geldstrafe von  135 Tagessätzen à Fr. 70.-- ...

	III. Vollzug
	V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 4. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

	2. (…)
	3. (…)
	4. (…)
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der B._____ Krankenkasse, vertreten durch  C._____ AG, anstelle des Privatklägers D._____ Fr. 2'208.– zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 2'000.- als  Genugtuung zu bezahlen.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	8. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ eine  Prozessentschädigung von Fr. 4'100.– (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Sodann wird erkannt:
	1. Der mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 14. März 2008 gewährte bedingte Vollzug der Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 70.-- wird widerrufen.
	2. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit  135 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 70.-- als Gesamtstrafe bestraft.
	3. Anstelle der Geldstrafe wird der Beschuldigte zur Leistung von 540 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
	4. Der Vollzug der gemeinnützigen Arbeit wird nicht aufgeschoben.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'800.--.
	6. Die Kosten für das Berufungsverfahren werden zur Hälfte dem Beschuldigten auferlegt. Die übrigen Kosten für das Berufungsverfahren werden auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Für das Berufungsverfahren wird dem Beschuldigten eine reduzierte  Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den erbetenen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 den Vertreter des Privatklägers D._____, RA lic. iur. Y._____,  [Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers D._____
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den erbetenen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Vertreter des Privatklägers D._____, RA lic. iur. Y._____,  [Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers D._____
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die C._____ AG, [Adresse]  (hinsichtlich des Beschlusses im Dispositiv)
	 das Bezirksamt Baden betr. Aktenz.: ST.2007.3948 (im Dispositiv)

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.