# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9ac6d09-a6b2-56b5-83d3-310759e67194
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.12.2022 ZK1 2019 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-48_2022-12-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 2. Dezember 2022

Referenz ZK1 19 48

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg
Fryberg Augustin Schmid Partner, Quaderstrasse 8, 7000 Chur 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta
Gürtelstrasse 24, Postfach 536, 7001 Chur 

Gegenstand Nebenfolgen der Ehescheidung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 15. Februar 2018, 
mitgeteilt am 14. Februar 2019 (Proz. Nr. 115-2013-18)

Mitteilung 06. Dezember 2022

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Sachverhalt

A. B._____, geboren am _____ 1968, und A._____, geboren am _____ 1962, 
haben am _____ 2005 geheiratet. Sie sind Eltern der Kinder C._____, geboren am 
_____ 1998, D._____, geboren am _____ 2001, und E._____, geboren am _____ 
2006. Seit Mitte 2011 leben die Ehegatten getrennt, wobei die Kinder in der Obhut 
der Mutter verblieben.

B. Dem vorliegenden Verfahren gingen ein Eheschutzverfahren (Proz. 
Nr. 135-2012-33) sowie ein Berufungsverfahren betreffend Eheschutz voraus, das 
durch einen gerichtlich genehmigten Vergleich abgeschlossen wurde (ZK1 12 64 
und ZK1 12 65). Dieser wiederum wurde mit Bezug auf den vereinbarten Kindes- 
und Ehegattenunterhalt in einem Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen 
im Scheidungsverfahren (Proz. Nr. 135-2015-240) bzw. dem darauffolgenden Be-
rufungsverfahren (ZK1 16 62) ein erstes Mal abgeändert. Im Rahmen eines weite-
ren Massnahmeverfahrens (Proz. Nr. 135-2017-172) wurde der Kindes- und Ehe-
gattenunterhalt mit Wirkung ab 1. Oktober 2017 nochmals angepasst, wobei der 
betreffende Entscheid noch vor Abschluss des ersten Abänderungsverfahrens vor 
Berufungsinstanz (ZK1 16 62) rechtskräftig geworden ist.

C. In dem von A._____ vor den erwähnten Abänderungsverfahren mittels 
Scheidungsklage eingeleiteten Scheidungsverfahren erkannte das Regionalgericht 
Viamala mit Entscheid vom 15. Februar 2018 (Proz. Nr. 115-2013-18) wie folgt:

1. [Scheidungspunkt]

2. [Elterliche Sorge]

3.a.aa Der Sohn D._____ steht unter der alternierenden Obhut von Vater 
und Mutter. Er lebt unter der Woche von Montag-Mittwoch beim 
Vater, Donnerstag-Freitag bei der Mutter und an den Wochenen-
den (Samstag/Sonntag) je abwechselnd beim Vater und bei der 
Mutter. Eine andere, unter den Eltern einvernehmliche oder unter 
Beizug der Beistandsperson angeordnete Strukturierung der alter-
nierenden Obhut bleibt vorbehalten.

     bb. D._____ hat seinen Wohnsitz am Wohnsitz der Mutter.

     cc. Die Eltern sind, nach vorheriger Absprache unter sich und mit 
D._____, berechtigt, die D._____ zur Verfügung stehende Ferien-
zeit je hälftig mit ihm zu verbringen, sofern und soweit D._____ 
dies wünscht.

  b.aa. Die Tochter E._____ steht unter der alleinigen Obhut der Mutter, 
bei welcher sie auch ihren Wohnsitz hat.

     bb. A._____ hat in Bezug auf E._____ ein Besuchsrecht an einem 
Wochentag mit Übernachtung bei ihm sowie jedes 2. Wochenende 
von Samstagmorgen bis Montagmorgen und ein Ferienrecht von 3 
Wochen pro Jahr während der Schulferien.

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  c. Jeder Elternteil übernimmt die Kosten, die während der Ausübung 
seines Besuchs- und Ferienrechts anfallen, selber.

4. Die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde wird an-
gewiesen, für D._____ und für E._____ eine Beistandschaft mit 
besonderen Befugnissen im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB unter 
hälftiger Kostenteilung der Eltern und mit folgenden Aufgaben der 
Beistandsperson zu errichten:

 die Eltern bei der Umsetzung der alternierenden Obhut 
(D._____), des Besuchsrechts (E._____) und des Ferienrechts 
(D._____ und E._____) angemessen zu beraten, zu unterstüt-
zen und zu begleiten;

 den Kindern als Ansprechperson hinsichtlich Durchführung der 
alternierenden Obhut (D._____), Besuchsrecht (E._____) und 
Ferienrecht (D._____ und E._____) zur Verfügung zu stehen, 
sie zu beraten sowie allenfalls zwischen ihnen und den Eltern 
zu vermitteln;

 im Konfliktfall im Rahmen der bestehenden Regelung über die 
alternierende Obhut (D._____) und den persönlichen Verkehr 
(väterliches Besuchs- und Ferienrecht betreffend E._____; müt-
terliches Ferienrecht betreffend D._____) konkrete Lösungen 
und Modalitäten zu vermitteln und festzulegen;

 bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen in den Le-
bensumständen der Kinder und/oder der Eltern die KESB mit 
Berichten zu informieren und dieser geeignete Anpassun-
gen/Aufhebungen von Massnahmen zu beantragen.

5.a. Der wirtschaftliche Unterhalt von D._____ von CHF 2'057.00 pro 
Monat (Bedarf CHF 1'680.00 [Grundbetrag CHF 600.00, Wohn-
kostenanteil CHF 868.00, Krankenkasse CHF 110.00, BüGA 
CHF 102.00]; Anteil am elterlichen Einkommensüberschuss 
CHF 377.00) bis zum Lehrabschluss (voraussichtlich 30.06.2020) 
wird von den Parteien wie folgt getragen:

 Vater und Mutter kommen in der Zeit ihrer Obhut auf eigene 
Kosten für die durch den Kindergrundbetrag zu deckenden Be-
dürfnisse (Nahrung, Kleidung/Wäsche, Körperpflege, Kulturel-
les etc.) auf und leisten die Wohnung in natura;

 Der Vater bezahlt das BüGA (CHF 102.00/Mt. (bei Jahresabon-
nement));

 Die Mutter bezahlt die Krankenkassenprämie (CHF 110.00/Mt.);

 Der Vater zahlt der Mutter an den Barunterhalt von D._____ 
CHF 329.00/Mt. zuzüglich die Ausbildungszulage von 
CHF 270.00;

 Im Übrigen steht diese Verteilung der Unterhaltslast für 
D._____ auf der Grundlage, dass D._____ aus seinem Lehr-
lingslohn CHF 500.00/Mt. an die Mutter leistet.

  b. A._____ ist verpflichtet, an den Unterhalt von E._____ folgende 
Unterhaltsbeiträge (zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche 
Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, soweit er sie bezieht) zu 
bezahlen:

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(pro Monat in CHF auf
ganze Franken gerundet)

Barunterhalt Betreuungs-
unterhalt

Total

ab Vollstreckbarkeit Schei-
dungsurteil bis 30.06.2020 
(Abschluss Lehre D._____)

1
1'367

1
1'223

2
2'590

01.07.2020 bis 31.07.2022 
(Abschluss Lehre D._____ 
bis E._____ 16 Jahre 
alt/Lehranfang)

1
1'625

1
1'596

3
3'221

01.08.2022 bis Lehrab-
schluss E._____ (bei 4 Jah-
ren Lehre bis 30.06.2026)

1
1'600

0
0

1
1'600

  c. Weitere Ansprüche der Kinder über ihre Volljährigkeit hinaus ge-
gen die Eltern gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB bleiben Vorbehalten.

  d. Das beklagtische Leistungsbegehren auf Übernahme aufgelaufe-
ner, hälftiger Skisportkosten von E._____ über CHF 1'853.00 
durch den Kläger wird abgewiesen.

  e. Das beklagtische Feststellungsbegehren, es seien sämtliche durch 
den Skisport von E._____ künftig entstehenden ausserordentli-
chen Kosten von den Parteien hälftig zu tragen, wird abgewiesen. 
Die Geltendmachung von Ansprüchen auf Deckung ausserordent-
licher Bedürfnisse der Kinder im Sinne von Art. 286 Abs. 3 ZGB 
bleibt vorbehalten.

  f. Die Kinderunterhaltsbeiträge sind jeweils monatlich vorschüssig 
auf den ersten Arbeitstag eines jeden Monats an die Mutter zu be-
zahlen. Diese Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit 
des Kindes hinaus, solange es im Haushalt der Mutter lebt und 
keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellt bezie-
hungsweise selbst keinen anderen Zahlungsempfänger bezeich-
net.

  g. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-
Renten für E._____ fallen vollumfänglich der Mutter zu. Es ist Sa-
che der Parteien, die betroffenen Ausgleichskassen über diese 
Regelung zu informieren.

  6. A._____ ist verpflichtet, B._____ folgenden nachehelichen Unter-
halt gemäss Art. 125 ZGB, zahlbar monatlich vorschüssig je auf 
den ersten Arbeitstag eines jeden Monats, zu leisten:

 ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis 30.06.2020 (vor-
aussichtlicher Abschluss Lehre D._____) CHF 1'823.00;

 ab 01.07.2020 bis 31.07.2022 (Abschluss Lehre D._____ bis 
E._____ 16 Jahre alt/Lehranfang) CHF 2'196.00;

 ab 01.08.2022 bis Lehrabschluss E._____ (bei 4 Jahren Lehre 
bis 30.06.2026) CHF 1'883.00;

 ab Lehrabschluss E._____ (bei 4 Jahren Lehre ab 01.07.2026) 
bis _____2027 (Eintritt von A._____ ins ordentliche AHV- Pen-
sionsalter) CHF 2'026.00.

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7. [Indexklausel]

8. Die Kinderunterhaltsbeiträge und der nacheheliche Unterhalt ba-
sieren auf folgenden Einkommens-, Bedarfs-, Vermögens- und Un-
terhaltsdeckungsverhältnissen (netto pro Monat in CHF, auf ganze 
Franken gerundet):

  a. bis 30.06.2020

Einkommen 
(netto, inkl. 13. 
Monatslohn)

Bedarf (ohne Betreuungsunterhalt) Manko

A._____ Pensum 100%
10'500

Grundbetrag 1350, Hypothekarzinsen 
504, Wohnnebenkosten 600, abzüglich 
Wohnanteil D._____ -368, Krankenkasse 
273, Arbeitsweg 540, auswärtige Verpfle-
gung 200, Hausratversicherung 50, Steu-
ern 896 [Einkommen (EK) roh 143846, EK 
steuerbar 60576, Vermögen steuerbar 
227000, Tarif alleinstehend]

Überschussanteil 755

0

B._____ Pensum 60% 
1'800

Grundbetrag 1350, Wohnung 1850, 
Wohnnebenkosten 150 abzüglich 
Wohnanteil D._____/E._____ -1000, 
Krankenkasse 332, Arbeitsweg 520, aus-
wärtige Verpflegung 50, Hausratversiche-
rung 50, Steuern 191 [EK roh 84576, EK 
steuerbar 45789, Vermögen steuerbar 0; 
Elterntarif], Aufbau Altersvorsorge 600

Überschussanteil 755

0

D._____ AZ 270

Lehrlingslohn 
1'095/1'500/
2'185; abzu-
gebender 
Lehrlingslohn-
anteil 500

Grundbetrag 600, je zur Hälfte bei Vater 
und Mutter, Wohnanteil bei Vater 368, 
Wohnanteil bei Mutter 500, Krankenkasse 
110, BüGA 102 

Überschussanteil 377, je 189 bei Vater 
und Mutter

0

E._____ KiZ 220 Grundbetrag 600, Wohnanteil bei Mutter 
500, Krankenkasse 110

Überschussanteil 377 bei Mutter

0

  

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b. ab 01.07.2020 bis 31.07.2022

Einkommen 
(netto, inkl. 13. 
Monatslohn)

Bedarf (ohne Betreuungsunterhalt) Manko

A._____ Pensum 100%
10'500

Grundbetrag 1200, Hypothekarzinsen 
504, Wohnnebenkosten 600, Kranken-
kasse 273, Arbeitsweg 540, auswärtige 
Verpflegung 200, Hausratversicherung 50, 
Steuern 781 [EK roh 140606, EK steuer-
bar 52704, Vermögen steuerbar 227000; 
Tarif alleinstehend];

Überschussanteil 937

0

B._____ Pensum 60%
1'800

Grundbetrag 1350, Wohnung 1850, 
Wohnnebenkosten 150, abzüglich 
Wohnanteil E._____ –667, Krankenkasse 
332, Arbeitsweg 520, auswärtige Verpfle-
gung 50, Hausratversicherung 50, Steu-
ern 419 [EK roh 89208, EK steuerbar 
59421, Vermögen steuerbar 0; Elterntarif], 
Aufbau Altersvorsorge 600

Überschussanteil 937

0

E._____ KiZ 220 Grundbetrag 600, Wohnanteil bei Mutter 
667, Krankenkasse 110

Überschussanteil 468 bei der Mutter

0

  c. ab 01.08.2022 bis Lehrabschluss E._____

Einkommen 
(netto, inkl. 13. 
Monatslohn)

Bedarf (ohne Betreuungsunterhalt) Manko

A._____ Pensum 100%
10'500

Grundbetrag 1200, Hypothekarzinsen 
504, Wohnnebenkosten 600, Kranken-
kasse 273, Arbeitsweg 540, auswärtige 
Verpflegung 200, Hausratversicherung 50, 
Steuern 1217 [EK roh 141206, EK steuer-
bar 76524, Vermögen steuerbar 227000; 
Tarif alleinstehend]

Überschussanteil rechnerisch 1784, er-
höht auf 2433

0

B._____ Pensum 100%
3'400

Grundbetrag 1350, Wohnung 1850, 
Wohnnebenkosten 150 abzüglich 
Wohnanteil E._____ -667, Krankenkasse 
332, Arbeitsweg 520, auswärtige Verpfle-
gung 50, Hausratversicherung 50, Steu-
ern 515 [EK roh 85188, EK steuerbar 

0

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64182, Vermögen steuerbar 0; Elterntarif]

Überschussanteil rechnerisch 1784, pla-
foniert auf den zuletzt gelebten Standard 
von 1133

E._____ AZ 270, abzu-
gebender 
Lehrlingslohn-
anteil 500

Grundbetrag 600, Wohnanteil bei Mutter 
667, Krankenkasse 110, BüGA 102

Überschussanteil 891 bei Mutter

0

  d. ab Lehrabschluss E._____ bis _____ 2027

Einkommen 
(netto, inkl. 13. 
Monatslohn)

Bedarf (ohne Betreuungsunterhalt) Manko

A._____ Pensum 100%
10'500

Grundbetrag 1200, Hypothekarzinsen 
504, Wohnnebenkosten 600, Kranken-
kasse 273, Arbeitsweg 540, auswärtige 
Verpflegung 200, Hausratversicherung 50, 
Steuern 1806 [EK roh 141206, EK steuer-
bar 97176, Vermögen steuerbar 227000; 
Tarif alleinstehend]

Überschussanteil rechnerisch 2217, er-
höht auf 3299

0

B._____ Pensum 100%
3'400

Grundbetrag 1200, Wohnung 1200, 
Wohnnebenkosten 100, Krankenkasse 
332, Arbeitsweg 520, auswärtige Verpfle-
gung 200, Hausratversicherung 50, Steu-
ern 671 [EK roh 64563, EK steuerbar 
52530, Vermögen steuerbar 0; Tarif al-
leinstehend]

Überschussanteil rechnerisch 2217, pla-
foniert auf den zuletzt gelebten Standard 
von 1133

0

  e. Vermögen:

 A._____: CHF 288'000 (Reinvermögen Steuererklärung 2016 
CHF 353'000, abzüglich güterrechtlicher Ausgleichsanspruch 
der Beklagten gemäss Dispositivziffer 11.c);

 B._____: CHF 118'000 (Reinvermögen Steuerveranlagung 
2016 CHF 54'000, zuzüglich güterrechtlicher Ausgleichsan-
spruch gemäss Dispositivziffer 11.c);

 D._____: CHF 0;

 E._____: CHF 0.

9. Das beklagtische Begehren betreffend Nachzahlung von ausste-
henden Unterhaltsbeiträgen wird abgewiesen.

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10. [Vorsorgeausgleich]

11.a. Die Parteien behalten die derzeit auf sie lautenden Guthaben und 
Konten.

  b. Die Liegenschaften Grundbuch F._____, G._____ "N._____, Plan 
H._____, Parz. I._____, 134 m2 Grundstückfläche, Einfamilien-
haus Vers.-Nr. J._____ und Plan H._____, Parz. K._____, 165 m2 
Grundstückfläche, Holzschopf Vers. Nr. L._____, verbleiben im Al-
leineigentum von A._____.

  c. A._____ ist verpflichtet, B._____ eine güterrechtliche Ausgleichs-
zahlung von CHF 64'591.00 (CHF 55'035.85 Anteil Investition und 
Amortisation in die Liegenschaft in G._____ abzüglich Minder-
wertanteil; CHF 9'555.05 Ausgleich Kontenguthaben) zu leisten.

  d. Das hälftige Miteigentum der Parteien an der Liegenschaft Grund-
buch M._____, Plan 11, Parzelle O._____, "P._____", 739 m2 
Grundstücksfläche mit Gebäude Nr. Q._____, wird aufgelöst. Das 
Grundstück ist als Ganzes durch das Betreibungsamt Albula nach 
den Vorschriften des SchKG und der Verordnung des Bundesge-
richts über die Zwangsverwertung von Grundstücken (Art. 651 
Abs. 2 ZGB; Art. 78a VZG), öffentlich zu versteigern. Art. 73e 
Abs. 3 VZG ist nicht anwendbar; einigen sich die Parteien vor der 
öffentlichen Versteigerung auf eine andere Verwertungsart (Zu-
weisung an einen Miteigentümer unter Auskauf des anderen, Frei-
handverkauf, Versteigerung unter den Parteien) geht Letztere vor. 
Vom Nettoerlös einer Versteigerung (Bruttoerlös abzüglich Ver-
steigerungskosten, Hypothekarschulden, Grundstückgewinnsteu-
ern, andere Kosten und Lasten gemäss Art. 649 ZGB) ist A._____ 
vorab der Betrag von CHF 63'000.00 auszuzahlen. Ein Rest ist 
hälftig unter A._____ und B._____ zu teilen. Insoweit der Nettoer-
lös den Vorabanspruch von A._____ von CHF 63'000.00 nicht 
deckt, geht dies güterrechtlich zu seinen Lasten.

  e. Aus dem ehelichen Mobiliar übernimmt A._____ das Arvenmöbel 
aus dem Ferienhaus in M._____ sowie, nach freier Wahl von 
B._____, eines der beiden Alejandro-Bilder zu Alleineigentum. Im 
Übrigen behalten die Parteien an Fahrnis/Mobiliar, was sich der-
zeit in ihrem Besitz befindet.

12.a. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 17'430.60 (Entscheidgebühr 
Hauptverfahren CHF 10'000.00; Entscheidgebühr vorsorgliches 
Massnahmeverfahren Proz. Nr. 135-2015-240 CHF 3’000.00; Kos-
ten Kindesvertretung CHF 4'430.60) gehen je zur Hälfte zu Lasten 
der Parteien. Der auf B._____ entfallende Teil von CHF 8'715.30 
wird gestützt auf die ihr gewährte unentgeltliche Rechtspflege 
(Proz. Nr. 135-2015-241) zu Lasten des Kantons Graubünden auf 
die Gerichtskasse genommen. Die Pflicht von B._____ zur Nach-
zahlung im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. Der auf 
A._____ entfallende Teil von CHF 8'715.30 wird aus seinen Kos-
tenvorschüssen von CHF 5'000.00 bezogen und wird im Rest 
(CHF 3'715.30) von ihm nachgefordert.

  b. Die Parteientschädigungen des Hauptverfahrens und des vorsorg-
lichen Massnahmeverfahrens Proz. Nr. 135-2015-240 werden 
wettgeschlagen.

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  c. Rechtsanwältin lic. iur Susanna Mazzetta, Chur, wird gestützt auf 
die B._____ gewährte unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-
2015-241) zu Lasten des Kantons mit CHF 14'552.40 (inklusive 
Barauslagen und MWST) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die 
Pflicht von B._____ zur Nachzahlung bleibt vorbehalten (Art. 122 
Abs. 3 ZPO, Art. 123 ZPO).

13. [Rechtsmittelbelehrungen]

14. [Mitteilungen]

D. A._____ (nachfolgend: Ehemann) erhob gegen diesen Entscheid mit Ein-
gabe vom 18. März 2019 Berufung (ZK1 19 48) und stellte folgende Rechtsbegeh-
ren:

1. Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei dahingehend ab-
zuändern, dass die Kosten der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde für die Beistandschaft einzig und allein von der Mutter zu tra-
gen sind.

2. Ziff. 5 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei dahingehend 
abzuändern, dass sich der Vater bereit erklärt, an den Unterhalt von 
D._____ die Ausbildungszulage von CHF 270.00 an die Mutter zu be-
zahlen.

Weitere Zahlungen des Vaters an die Mutter seien nicht festzulegen.

Die Verpflichtung des Klägers und Berufungsklägers, an den Unterhalt 
von D._____ mehr als die Ausbildungszulage von CHF 270.00 an die 
Mutter zu überweisen, sei mit Wirkung ab 15. Februar 2018, somit 
rückwirkend, aufzuheben.

3. Ziff. 5 lit. b des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei in der Weise 
abzuändern, dass der Vater verpflichtet wird, an den Unterhalt von 
E._____ lediglich einen Barunterhalt von CHF 1'500.00, zzgl. allfälliger 
gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

Die Verpflichtung des Klägers und Berufungsklägers, an die Tochter 
E._____ einen Betreuungsunterhalt zu bezahlen, sei mit Wirkung 
ab August 2019 aufzuheben.

4. Ziff. 6 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei vollumfänglich 
aufzuheben.

Die Verpflichtung von A._____, B._____ Unterhalt zu bezahlen, sei mit 
Wirkung ab 01. August 2019, somit rückwirkend, aufzuheben.

5. Ziff. 8 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben.

6. Ziff. 11 lit. c des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben. 
A._____ sei zu verpflichten, B._____ aus Güterrecht einen Betrag in 
Höhe von CHF 9'555.05 zu leisten.

Er sei zu ermächtigen, zu viel bezahlte Unterhaltsbeiträge zur Ver-
rechnung zu bringen.

7. In Abänderung von Ziff. 12 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
seien die Gerichtskosten zu 3/4 der Ehefrau und zu 1/4 dem Ehemann 
aufzuerlegen.

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B._____ sei zu verpflichten, A._____ eine aussergerichtliche Entschä-
digung in Höhe von CHF 8'000.00, allenfalls einen Betrag nach richter-
lichem Ermessen, zu bezahlen.

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten der Berufungsbeklagten.

E. Mit Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 6. Mai 2019 schloss 
B._____ (nachfolgend: Ehefrau) auf Abweisung der Berufung unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zulasten des Ehemannes und stellte folgendes 
Rechtsbegehren:

Das hälftige Miteigentum der Parteien an der Liegenschaft Grundbuch 
M._____, Plan 11, Parzelle O._____, "P._____", 739 m" Grundstücksfläche 
mit Gebäude Nr. Q._____, wird aufgelöst. Das Grundstück ist nach 
Rechtskraft der Ehescheidung samt Nebenfolgen als Ganzes durch das 
Betreibungsamt Albula nach den Vorschriften des SchKG und der Verord-
nung des Bundesgerichtes über die Zwangsverwertung von Grundstücken 
(Art 651 Abs. 2 ZGB; Art. 78a VZG) öffentlich zu versteigern. Einigen sich 
die Parteien vor der öffentlichen Versteigerung auf eine andere Verwer-
tungsart (Zuweisung an einen Miteigentümer unter Auskauf des anderen, 
Freihandverkauf, Versteigerung unter den Parteien) geht Letzteres vor.

F. Mit Mitteilungen vom 16. Mai 2019 wurde in Bezug auf den Scheidungs-
punkt, die elterliche Sorge, den Vorsorgepunkt, die Obhut und das Kontaktrecht 
sowie die Beistandschaft (abgesehen von der Kostentragung) die Vollstreckbarkeit 
per 7. Mai 2019 festgestellt. In der Folge lehnte die Ehefrau eine Errichtung der 
Beistandschaft vor Klärung der Kostenfrage ab, weshalb die Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde Mittelbünden/Moesa am 7. Juni 2019 um vorzeitige Bewilli-
gung der Vollstreckbarkeit in diesem Punkt ersuchte. Beide Parteien beantragten 
sinngemäss die Abweisung des Gesuchs; die Ehefrau mit Eingabe vom 20. Juni 
2019, der Ehemann mit Eingabe vom 24. Juni 2019. 

G. Mit Replik und Anschlussberufungsantwort vom 24. Juni 2019 behielt der 
Ehemann seine Rechtsbegehren unverändert bei.

H. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2021 (Ehemann) und vom 17. Januar 
2022 (Ehefrau) erklärten die Parteien formell ihren Verzicht auf die Errichtung ei-
ner Beistandschaft. Ebenfalls mit Schreiben vom 17. Januar 2022 verzichtete die 
Ehefrau auf die Einreichung einer Duplik. 

I. Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens (Proz. Nr. 115-2013-18), der 
Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen (Proz. Nr. 135-2015-240 und 135-
2017-172) sowie des Berufungsverfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen 
(ZK1 16 62) wurden beigezogen.

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Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen 
Endentscheid, der mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO). Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden die Kosten der angeordneten 
Beistandschaft, der Kindes- und der nacheheliche Unterhalt (inkl. der Feststellung 
der Berechnungsgrundlagen) sowie die güterrechtliche Auseinandersetzung, wo-
mit eine rein vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt (vgl. BGE 116 II 493; 
act. A.1, I und III.B.1). In vermögensrechtlichen Streitigkeiten ist eine Berufung nur 
zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren min-
destens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Vorinstanzlich verlangte die 
Ehefrau zuletzt eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 92'210.00 
während der Ehemann beantragte, er sei zu einer Zahlung von CHF 4'965.00 zu 
verpflichten. Allein aufgrund dieser im Punkt Güterrecht im Streit liegenden Sum-
me ist die massgebliche Streitwertgrenze offenkundig erreicht und die Berufung 
zulässig.

1.2. Die Frist zur Einreichung der Berufung beträgt 30 Tage (Art. 311 Abs. 1 
ZPO). Der begründete Entscheid wurde dem Ehemann am 15. Februar 2019 
(act. A.1, III.A.2) zugestellt und die Berufung am 18. März 2019 zuhanden des 
Kantonsgerichts der Post übergeben. Die Berufungsfrist ist damit gewahrt 
(Art. 142 Abs. 3 ZPO und Art. 143 Abs. 1 ZPO).

1.3.  Gemäss Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100) ist das Kantonsgericht für die 
Beurteilung von zivilrechtlichen Berufungen und Beschwerden zuständig. Die ge-
richtsinterne Zuständigkeit der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ergibt sich aus 
Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV (BR 173.100). Auf die Berufung ist einzutreten.

2.1. Die Frist zur Einreichung der Berufungsantwort und einer allfälligen An-
schlussberufung beträgt 30 Tage ab Zustellung der Berufung (Art. 312 Abs. 2 
i.V.m. Art. 313 Abs. 1 ZPO). Die Berufung wurde der Ehefrau am 21. März 2019 
zugestellt (act. C.1) und die Berufungsantwort sowie die Anschlussberufung am 
6. Mai 2019 zuhanden des Kantonsgerichts der Post übergeben. Beides erfolgte 
innert Frist (Art. 142 Abs. 3, Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO). Auf die Anschlussberufung 
ist einzutreten. 

2.2. Die Vorinstanz ordnete die Auflösung des hälftigen Miteigentums am 
Grundstück in M._____ durch öffentliche Versteigerung an, wobei eine vorgängige 
Einigung der Parteien auf eine andere Verwertungsart vorbehalten blieb. Die Ehe-
frau verlangt die Ergänzung der Anordnung der öffentlichen Versteigerung dahin-
gehend, dass diese mit der Rechtskraft der Ehescheidung samt Nebenfolgen zu 

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verbinden sei. Sinngemäss macht sie geltend, dass sie die Möglichkeit einer 
Übernahme des Grundstücks in M._____ erst bewerten könne, wenn die güter-
rechtliche Ausgleichszahlung und die Höhe der Unterhaltszahlungen feststünden. 
Die Vorinstanz habe durch die Unterlassung der erwähnten Ergänzung die Einheit 
des Entscheides verletzt (Art. 283 ZPO; act. A.2, II.B.A). Der Ehemann konstatiert, 
dass er sich der Anschlussberufung nicht mit Erfolg entgegensetzen könne, da 
dieser ebenfalls aufschiebende Wirkung zukomme (act. A.5, II.A.3).

2.3. Insofern als die angestrebte aufschiebende Wirkung vorliegend bereits 
durch die Anhebung der Anschlussberufung erzielt worden ist (Art. 315 Abs. 1 
ZPO), erübrigt sich die Beurteilung des Anschlussberufungsantrags. Da die Ehe-
frau die Weglassung des Einschubs "Art. 73e Abs. 3 VZG ist nicht anwendbar;" in 
der beantragten Fassung von Dispositiv-Ziffer 11d nicht begründet, ist diesbezüg-
lich auf die Anschlussberufung nicht einzutreten (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Mit Eröff-
nung des Berufungsurteils wird Dispositiv-Ziffer 11d daher in seiner ursprünglichen 
Fassung rechtskräftig.

3.1. Der Ehemann beantragt, Dispositiv-Ziffer 4 sei aufzuheben und dahinge-
hend abzuändern, dass die Kosten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
für die Beistandschaft allein von der Ehefrau zu tragen seien. Ihm zufolge habe die 
Ehefrau die Errichtung der Beistandschaft zu vertreten, u.a. da sie ihre negativen 
Auswirkungen auf die Ausübung der Kontaktrechte nicht einsehe. Dem Verursa-
cherprinzip entsprechend müsse sie deshalb alleine für die Kosten der Beistand-
schaft aufkommen, oder zumindest für den grössten Teil dieser Kosten (act. A.1, 
III.B.2). Die Ehefrau entgegnet, dass der Ehemann jede Kommunikation mit ihr 
ablehne, sie als hauptbetreuender Elternteil aber immer mehr auf eine Zusamme-
narbeit angewiesen sei. Ferner sei die hälftige Kostentragung üblich (act. A.2, 
II.B.B.2). Die Vorinstanz begründete die hälftige Kostentragung nicht weiter 
(act. B.0, 3.5.b. Abs. 2).

3.2. Gemäss Art. 276 Abs. 2 ZGB haben die Eltern den Kindesunterhalt ge-
meinsam, ein jeder nach seinen Kräften zu tragen. In gleicher Weise haben sie 
auch für Kosten von Kindesschutzmassnahmen aufzukommen (vgl. für Pflege-
platzkosten: BGE 141 III 401 E. 4). Die Frage der konkreten Aufteilung der Kosten 
stellt sich aber erst, wenn die von der Vorinstanz angeordnete, bis anhin aber 
nicht vollzogene Beistandschaft zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch zu errich-
ten ist. Bereits in ihren Stellungnahmen zur vorzeitigen Vollstreckbarkeit der An-
ordnung (act. A.3, act. A.4) haben beide Parteien die Notwendigkeit einer Bei-
standschaft in Zweifel gezogen. In seiner Replik hat der Ehemann diese Auffas-
sung wiederholt (act. A.5, II.B.ad 2). Zwischenzeitlich ist D._____ volljährig. 

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E._____ ist bald 16-jährig und besucht tagsüber die Talentschule in R._____, wo 
nach Angaben des Ehemannes ein Koordinator für die Verbindung zu Trainer, 
Schule und Eltern zuständig ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verhältnisse 
haben die Parteien schliesslich übereinstimmend ihren Verzicht auf eine Beistand-
schaft erklärt. Unter diesen Umständen erscheint die Errichtung einer solchen zur 
Wahrung des Kindeswohls nicht mehr erforderlich. Die Dispositiv-Ziffer 4 des an-
gefochtenen Entscheids ist entsprechend von Amtes wegen aufzuheben. Das 
Rechtsbegehren des Ehemannes betreffend die Kosten der Beistandschaft wird 
damit gegenstandslos. Dasselbe gilt für das Gesuch der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde Mittelbünden/Moesa um Bewilligung der vorzeitigen Vollstreck-
barkeit vom 7. Juni 2019 (act. D.10), dessen Beurteilung mit Erlass des Endent-
scheides ohnehin hinfällig geworden ist. Letzteres ist folglich abzuschreiben 
(Art. 242 ZPO).

4.1. Gegenstand der Berufung sind sowohl der Kindes- als auch der nacheheli-
che Unterhalt. Die Rügen des Ehemannes beschränken sich auf die einzelnen 
Bedarfspositionen sowie das Einkommen der Ehefrau, die Anwendbarkeit der be-
reits vorinstanzlich zugrunde gelegten zweistufigen Berechnungsmethode wird 
hingegen nicht in Frage gestellt (act. B.0, E. 3.6b). Von dieser ist auch vorliegend 
auszugehen; es liegen keine ausserordentlich guten Verhältnisse vor, die eine 
Abweichung rechtfertigen würden (BGE 147 III 265 E. 6.1 ff.; vgl. auch BGE 147 III 
293 E. 4.5 und 147 III 301 E. 4.3). Was das methodische Vorgehen beim Betreu-
ungsunterhalt anbelangt, wird auf die Ausführungen in E. 14 verwiesen.

4.2. Die angefochtenen Unterhaltsbeiträge für die Ehefrau und die Kinder lassen 
sich nicht vollständig voneinander losgelöst festsetzen, da unter verschiedensten 
Aspekten ihrer Berechnung (Ausscheidung der Wohn- und Steueranteile, Leis-
tungsfähigkeit bzw. Höhe des Überschusses, Überschussverteilung etc.) Abhän-
gigkeiten bestehen und für den Kindes- sowie den nachehelichen Unterhalt teil-
weise dieselben Tatsachen festzustellen bzw. diesbezügliche Annahmen zu tref-
fen sind. Im Folgenden werden daher die Grundlagen zur Unterhaltsberechnung 
(Einkommen und Bedarf der Eltern und Kinder) systematisch abgehandelt und die 
teils den Kindes- und teils den nachehelichen Unterhalt betreffenden Rügen des 
Ehemannes jeweils im betreffenden Sachzusammenhang geprüft. 

4.3. An dieser Stelle ist ausserdem auf die verfahrensrechtlichen Auswirkungen 
der Interdependenz von Kindes- und Ehegattenunterhalt hinzuweisen. So gilt für 
den im Scheidungsurteil festzusetzenden nachehelichen Unterhalt zwar 
grundsätzlich die Verhandlungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 ZPO), während in Bezug 
auf den Kindesunterhalt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime zur Anwen-

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dung gelangt (Art. 296 Abs.1 ZPO). Damit einhergehend unterliegt der nacheheli-
che Unterhalt an sich dem Novenregime von Art. 317 Abs. 1 ZPO, welches hinge-
gen in Verfahren, die der strengen Untersuchungsmaxime unterstehen, nicht zum 
Tragen kommt (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). Namentlich bei Anwendung der zwei-
stufigen Methode basieren Kindes- und Ehegattenunterhalt jedoch weitgehend auf 
denselben Tatsachen, ist diesfalls doch das Gesamteinkommen der Ehegatten 
bzw. Eltern zu ermitteln und dem jeweiligen Bedarf aller Familienmitglieder ge-
genüberzustellen, welcher nach einem bestimmten Schlüssel aus der Verteilung 
der vorhandenen Mittel gedeckt wird (siehe dazu im Einzelnen BGE 147 III 265 
E. 7). Die kraft der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime für den Kindesun-
terhalt gewonnenen Erkenntnisse können daher auch für den im gleichen Ent-
scheid beurteilten Ehegattenunterhalt relevant sein und dürfen bei dessen Bemes-
sung nicht einfach ausgeblendet werden. In novenrechtlicher Hinsicht hat dies zur 
Folge, dass in Bezug auf den Kindesunterhalt zugelassene neue Tatsachen und 
Beweismittel bei der Bestimmung des Ehegattenunterhalts ebenfalls zu berück-
sichtigen sind, sofern letzterer in zweiter Instanz noch streitig ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 147 III 301 E. 2.2 m.w.H.; BGer 5A_67/2020 v. 10.8.2020 E. 3.3.2). Die be-
sagte Interdependenz von Kindes- und Ehegattenunterhalt ändert aber nichts dar-
an, dass es sich dabei um selbständige Ansprüche mit je eigenem rechtlichem 
Schicksal handelt. Der Anspruch auf Kindesunterhalt wird vom Offizialgrundsatz 
beherrscht (Art. 296 Abs. 3 ZPO). Das Gericht entscheidet darüber mit anderen 
Worten – auch in zweiter Instanz – ohne Bindung an die Parteianträge, so dass es 
den angefochtenen Entscheid gegebenenfalls auch zum Nachteil der rechtsmittel-
führenden Partei abändern darf. Der Unterhaltsanspruch des Ehegatten unterliegt 
hingegen dem Dispositionsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO), weshalb im Rechtsmit-
telverfahren hierfür das sog. Verschlechterungsverbot gilt (vgl. BGE 129 III 417 
E. 2.1; BGer 5A_582/2018 v.1.7.2021 E. 9.2 [nicht publ. in BGE 147 III 393]; die 
Anwendung der Dispositionsmaxime nun allerdings für gewisse Konstellationen 
relativierend BGer 5A_112/2020 v. 28.3.2022 E. 2.2).

5.1. Die Vorinstanz stellte ein Einkommen des Ehemannes von CHF 10'500.00 
(netto, inkl. 13. Monatslohn, abzgl. Kinder- und Ausbildungszulagen) fest, beste-
hend aus dem Lohn der S._____, der Gewerbeschule T._____ und des Amts 
Z._____ sowie – dem Standpunkt der Ehefrau folgend – aus dem zum Einkom-
men gerechneten zurückbehaltenen Anteil am Gewinn der S._____ von 
CHF 1'000.00 (act. B.0, E. 3.6b.aa Abs. 1).

5.2. Der Ehemann rügt die Feststellung seines Einkommens als tatsachenwid-
rig. Eine Gewinnausschüttung von CHF 1'000.00 monatlich sei nicht realistisch 

15 / 59

und entspreche auch nicht den Tatsachen. Er sei lediglich zu 40% an der S._____ 
beteiligt, womit nicht er, sondern die zu 60% beteiligte AA._____ bestimmen kön-
ne, welche Gewinnausschüttungen vorgenommen würden. In den letzten Jahren 
seien keine Gewinnausschüttungen getätigt worden, was auch von der Gegensei-
te nicht behauptet werde. Die Gewinne seien dazu da, erlittene Verluste der 
S._____ zu decken. Es sei ihm ein Einkommen von CHF 9'500.00 anzurechnen, 
dies sei realistisch (act. A.1, III.B.8). 

5.3. Die Vorinstanz stützte den zum Einkommen gerechnete Betrag auf dreierlei 
Herleitung: einerseits ausgehend von den zuletzt (2013/2014) vorgetragenen Ge-
winnen unter Berücksichtigung der zu äufnenden Reserven und der effektiven Be-
teiligung des Ehemannes an der Gesellschaft zu 40%, andererseits ausgehend 
von den gemäss Steuererklärungen für die Geschäftsjahre 2008/2009 effektiv an 
den Ehemann ausgeschütteten Gewinnen und schliesslich gestützt auf die Sub-
stanzzunahme des Unternehmens, wobei sie von den daraus abgeleiteten durch-
schnittlichen Gewinnen noch einen Abzug unter Verweis auf Investitionen, Schul-
denabbau und Sicherheit für schlechtere Zeiten vornahm (act. B.0, E. 3.6b.aa 
Abs. 3).

5.5. Der Ehemann setzt sich nicht ansatzweise mit dieser fundierten Begrün-
dung auseinander. Insbesondere übergeht er bereits den Umstand, dass die Vor-
instanz nicht ausgeschüttete, sondern im Unternehmen thesaurierte Gewinne zum 
Einkommen gerechnet hat. Auch die behaupteten Verluste substantiiert er weder 
in der Höhe noch hinsichtlich der Jahre, in denen diese angefallen sein sollten. 
Zudem trug die Vorinstanz mit dem erwähnten Abzug diesem Einwand bereits 
Rechnung. Weshalb die Rückstellungen und Reserven höher ausfallen sollten, 
substantiiert der Ehemann nicht (vgl. zu den auch im Anwendungsbereich der un-
beschränkten Untersuchungsmaxime geltenden Anforderungen an die Begrün-
dung einer Berufung Art. 311 Abs. 1 ZPO; KGer GR ZK1 20 119 v. 6.8.2021 
E. 3.1). Es findet sich ferner kein einziger Aktenverweis zur Abstützung des beru-
fungsklägerischen Standpunktes. Allein mit dem Hinweis auf die Beteiligungsver-
hältnisse vermag der Ehemann die vorinstanzliche Begründung nicht erfolgreich in 
Frage zu stellen, besteht einerseits eine Vereinbarung unter den Gesellschaftern, 
nicht benötigte Mittel soweit möglich als Gewinne auszuschütten (act. B.120, 
Ziff. 7) und hat die Vorinstanz den Gewinnanteil proportional zum effektiven Betei-
ligungsverhältnis berechnet (act. B.0, E. 3.6b.aa Abs. 3). Die Berufung ist in die-
sem Punkt abzuweisen, soweit auf sie im Lichte der Begründungsanforderungen 
einzutreten ist. 

16 / 59

6.1.1. Mit Bezug auf das Einkommen der Ehefrau moniert der Ehemann das ihr 
vorinstanzlich unterstellte Erwerbspensum bzw. den Zeitpunkt, ab dem die Vor-
instanz der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen ausgehend von einem Voll-
zeitpensum angerechnet hat. Zudem rügt er die Höhe des angerechneten hypo-
thetischen Einkommens (act. A.1, III.B.6 und 9).

6.1.2. Die Vorinstanz führte unter Verweis auf die im Entscheidzeitpunkt geltende 
10/16er-Regel aus, es sei spätestens ab dem 16. Altersjahr bzw. dem Lehrbeginn 
von E._____ zu unterstellen, dass die Ehefrau einer Vollzeitbeschäftigung nach-
gehe. Die Ehefrau wisse spätestens seit September 2013, dass sie ihre Eigenver-
sorgungskapazität ausbauen müsse; es blieben ihr weitere viereinhalb Jahre bis 
zum Beginn der Lehre von E._____, um sich definitiv auf eine Vollzeiterwerbs-
tätigkeit einzurichten (act. B.0, E. 3.6b.bb). 

6.1.3. Der Ehemann beruft sich auf die neuere Rechtsprechung. Gemäss dieser 
sei einer Ehefrau in der gleichen Situation zuzumuten, einer Arbeitsbeschäftigung 
im 100%-Pensum nachzugehen. Auch der Ehefrau sei dies ab sofort (August 
2019) zuzumuten, da sie keine Betreuungsaufgaben mehr zu erfüllen habe, die sie 
daran hindern würden: C._____ sei volljährig, D._____ in der Lehre und lediglich 
an zweieinhalb Tagen sowie jedem zweiten Wochenende und während der Ferien 
bei der Ehefrau und E._____ ab August 2019 in der Talentschule in R._____ 
(act. A.1, III.B.6 Abs. 1).

6.1.4. Zur Beurteilung der Frage, ab welchem Zeitpunkt von einem betreuenden 
Elternteil die Wiederaufnahme oder Ausdehnung einer (teilzeitlichen) Erwerbs-
tätigkeit verlangt werden kann ist nach neuerer bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung im Sinne einer Richtlinie – für den Kindes- sowie den (nach-)ehelichen Un-
terhalt gleichermassen – das sogenannte Schulstufenmodell anwendbar. Dem-
nach soll der hauptbetreuende Elternteil ab der obligatorischen Einschulung des 
jüngsten Kindes grundsätzlich zu 50% einer Erwerbsarbeit nachgehen, ab seinem 
Eintritt in die Sekundarstufe zu 80% und ab vollendetem 16. Lebensjahr zu 100% 
(vgl. dazu eingehend BGE 144 III 481 E. 4.7 und 4.8.1; PKG 2020 Nr. 2 E. 4.2.2). 
Bisher galt die praxisgemässe Regel, wonach dem betreuenden Elternteil die 
(Wieder-)Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50% zugemutet werden 
kann, sobald das jüngste Kind das 10. Altersjahr erreicht, und im Umfang von 
100%, sobald es das 16. Altersjahr erreicht (BGE 115 II 6 E. 3c; 137 II 103 
E. 4.2.2.2). Von den neuen Richtlinien kann aufgrund pflichtgemässer richterlicher 
Ermessensausübung im Einzelfall abgewichen werden. Das Bundesgericht führt in 
diesem Zusammenhang als Beispiel die bei vier Kindern verbleibende ausser-
schulische Betreuungslast (Aufgabenhilfe, Vorkehrungen im Krankheitsfall, Kin-

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dergeburtstage, Hilfestellung bei der Ausübung von Hobbies etc.) an (BGE 144 III 
481 E. 4.7.9).

6.1.5. Vorliegend trat das jüngste Kind, E._____, im August 2019 in die Oberstufe 
über. In Anwendung des Schulstufenmodells ist der Ehefrau bereits ab diesem 
Zeitpunkt eine 80%ige Erwerbstätigkeit bzw. ein entsprechendes hypothetisches 
Einkommen anzurechnen. Die Ehefrau führt Mehraufwand an, der ihre Erwerbs-
möglichkeit einschränke. Sie sei es, die E._____ bisher zu den Trainings und an 
den Wochenenden zu den Rennen gebracht habe, auch an den Besuchswochen-
enden des Ehemannes. Die gegnerische Annahme, dieser Mehraufwand werde 
sich mit dem Besuch der Talentschule erübrigen, bestreitet die Ehefrau unter Be-
rufung auf ein Schreiben der Talentschule U._____ vom 10. April 2019 (act. C.6), 
woraus hervorgehe, dass vor allem während der Wintermonate und der Skitrai-
ningslager mit einem Mehraufwand zu rechnen sei, Fahrten zu Trainings vor allem 
von den Eltern abgedeckt würden und der Aufwand mit dem geplanten Schritt ins 
Bündner Kader noch zunehmen werde. Die Ehefrau strebt die Bestätigung des 
auch nach Übertritt von E._____ in die Oberstufe angenommenen Pensums von 
60% und der Erhöhung auf 100% ab Erreichen ihres 16. Altersjahres an (act. A.2, 
II.B.B.5).

6.1.6. Der Aufnahmeentscheid von E._____ in die Talentschule (act. B.1) sowie 
das Schreiben der Talentschule (act. C.6) sind aufgrund der in Kindesangelegen-
heiten geltenden Untersuchungsmaxime (Art. 296 ZPO) sowie als echte Noven 
auch im Rahmen der für den Ehegattenunterhalt geltenden Verhandlungsmaxime 
(Art. 317 ZPO) zulässig. Die Stellungnahme der Talentschule U._____ betrifft eine 
Anfrage zum vermehrtem Aufwand in der Talentschule gegenüber eine Regel-
schule. Aus ihr geht nicht hervor, ob der mit dem Eintritt in die Talentschule ver-
bundene Mehraufwand primär bei den Eltern oder bei der Tochter anfällt. Gemäss 
Schreiben besteht der zeitliche Mehraufwand für die Eltern in den auch unter der 
Woche – im ersten Schuljahr dreimal wöchentlich – stattfindenden Fahrten zu den 
Trainings oder von dort zur Schule, wobei versucht werde, den Aufwand für die 
Eltern tief zu halten (TSS-Bus, Fahrgemeinschaften). Die angegebenen Skitrai-
ningslager vom August-Oktober/November in V._____ und W._____ bedeuten 
wohl eher einen Mehraufwand für die Tochter. Es ist davon auszugehen, dass 
E._____ dort ganztags betreut wird und übernachtet, was die Ehefrau zumindest 
während dieser Monate von ihren Betreuungspflichten vorübergehend befreit. Zu-
dem handelt es sich bei der Talentschule U._____ gemäss Internetauftritt um eine 
Tagesschule, da unterschiedliche Betreuungsangebote von 07:30 Uhr bis nach 
Schulschluss angeboten werden und mittags ein betreuter Mittagstisch offensteht. 

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E._____ wird somit ab 7:30 Uhr bis Schulschluss betreut und mittags verpflegt, 
was die Ehefrau in höherem Masse von der Betreuungspflicht entlastet, als dies 
beim Besuch einer regulären Sekundarschule der Fall wäre. Dies lässt einer er-
höhten Erwerbstätigkeit zeitlich Raum und gleicht den Umstand aus, dass 
E._____ je nach Organisation der Fahrgemeinschaften und –busse auch von der 
Ehefrau an Trainings gefahren wird. Vorgreifend auf die ermessensweise Über-
schussverteilung ist zu berücksichtigen, dass die von E._____ angetretene Ski-
sportausbildung von beiden Elternteilen eine erhöhte Anstrengung erfordert; ei-
nerseits mit dem verbleibenden zeitlichen Mehraufwand der hauptbetreuenden 
Ehefrau, etwa für die Vorbereitung der Skisportausrüstung, andererseits mit dem 
finanziellen Mehraufwand des Ehemannes, durch Leistung eines höheren Über-
schussanteils für E._____ (siehe E. 13.2). Ein Abweichen von der bundesgerichtli-
chen Richtlinie ist in Erwägung des Gesagten nicht angezeigt und der Ehefrau 
grundsätzlich ab Eintritt E._____ in die Oberstufe eine Tätigkeit im 80%-Pensum 
zu unterstellen.

6.1.7. Da dieser Zeitpunkt in der Vergangenheit liegt, stellt sich die Frage der 
Zulässigkeit einer rückwirkenden Anrechnung eines hypothetischen Einkommens. 
Eine solche ist grundsätzlich nicht zulässig, da die reale Möglichkeit einer rückwir-
kenden Einkommenssteigerung fehlt, diese aber neben der Zumutbarkeit für die 
Annahme eines hypothetischen Einkommens gegeben sein muss. Von diesem 
Grundsatz kann unter Umständen im Einzelfall abgewichen werden, wenn die ge-
forderte Umstellung in den Lebensverhältnissen des betreffenden Ehegatten und 
das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Einsatzes für ihn vorhersehbar ge-
wesen ist (BGer 5P.79/2004 v. 10.6.2004, E. 4.3; BGE 117 II 16 E. 1b; 128 III 4 
E. 4a; BGer 5P.388/2003 v. 7.1.2004 E. 1.2; für den nachehelichen Unterhalt: 
BGE 127 III 136 E. 2c). In jedem Fall ist eine solche Abweichung vom Grundsatz 
näher zu begründen (BGer 5A_549/2017 v. 11.9.2017 E. 4; BGE 111 II 103 E. 4). 

6.1.8. Dem Ehemann zufolge weiss die Ehefrau seit 2011, andernorts spätestens 
seit September 2013, dass sie früher oder später einer Vollzeitbeschäftigung 
nachgehen muss (act. A.1, II.3, III.B.6 Abs. 2 und 9). Die Ehefrau ist der Ansicht, 
sie habe bis vor Kurzem ohne Weiteres von der 10/16er-Regel ausgehen dürfen 
und dürfe dies aufgrund des gewählten Leistungssportweges der Tochter weiter-
hin (act. A.2, II.B.B.6).

6.1.9. Die Änderung der Rechtsprechung von der 10/16er-Regel hin zum Schul-
stufenmodell erfolgte im September 2018 und mithin nach Ausfällung des vorin-
stanzlichen Entscheids, der den Parteien Ende Juni 2018 im Dispositiv eröffnet 
worden war. Mit der Berufung im März 2019 berief sich der Ehemann auf die neue 

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Rechtsprechung und machte für den damaligen Zeitpunkt geltend, die Ehefrau 
habe bereits heute einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen, nachdem E._____ 
die Aufnahmeprüfung für die Talentschule in R._____ bestanden habe (act. A.1, 
III.B.9, act. B.1). Die Möglichkeit, dass infolgedessen von der Ehefrau schon vor 
dem 16. Altersjahr von E._____ ein erhöhter beruflicher Einsatz gefordert werden 
könnte, aktualisierte sich somit mit der Berufung des Ehemannes. Die Ehefrau 
musste bereits damals damit rechnen, dass ihr zumindest nach August 2019 – 
dem Übertritt von E._____ in die Oberstufe – je nach Verfahrensdauer, ein hypo-
thetisches Einkommen im Umfang der fehlenden 20% angerechnet würde.

6.1.10. Wird die Pflicht zur Aufnahme oder Ausweitung der Erwerbstätigkeit bejaht 
und von der betreffenden Partei durch die Anrechnung eines hypothetischen Ein-
kommens eine Umstellung ihrer Lebensverhältnisse verlangt, ist der verpflichteten 
Partei hinreichend Zeit zu lassen, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen. 
Die Dauer dieser Übergangsfrist bestimmt sich nach den Umständen des Einzel-
falls (BGer 5A_184/2015 v. 22.1.16 E. 3.2 ff.; BGE 129 III 417 E. 2.2; 114 II 13 
E. 5). Eine Anrechnung ab "sofort" bzw. ab August 2019 fällt daher trotz Vorher-
sehbarkeit ausser Betracht. Es erscheint angemessen, erst ein Jahr später, nach 
Abschluss des ersten Oberstufenjahrs (Sommer 2020) von E._____, der Ehefrau 
ein hypothetisches Einkommen entsprechend einem 80%-Pensum anzurechnen. 
Damit wird ihr rückwirkend ein Jahr Übergangsfrist zugestanden. Deren Ende läuft 
im Übrigen ungefähr gleich mit dem Abschluss der Lehre und Erreichen der Voll-
jährigkeit D._____, wodurch eine weitere Entlastung der alternierend betreuenden 
Ehefrau eingetreten sein dürfte. 

6.2.1. Was die Höhe des hypothetischen Einkommens betrifft, moniert der Ehe-
mann die vorinstanzliche Annahme von CHF 3'400.00 für ein 100% Pensum als zu 
tief. Er ist der Ansicht, die Ehefrau sei in der Lage, ein Einkommen von 
CHF 4'000.00 zu verdienen. Sie habe eine kaufmännische Ausbildung mit Erfolg 
absolviert. Ferner habe sie im Zusammenhang mit der Abklärung ihrer finanziellen 
Übernahmemöglichkeiten betreffend das Ferienhaus in M._____ eine Nettoer-
werbskraft von CHF 4'360.00 angegeben (act. A.1, III.B.6 letzter Absatz; RG 
act. IV.71). Die Ehefrau wendet ein, diese Angabe umfasse auch den erwarteten 
und geschätzten Unterhalt. Zudem sei ein Anschluss an die Ausbildung bzw. die 
seit über 20 Jahren nicht mehr ausgeübte Tätigkeit nicht mehr möglich (act. A.2, 
II.B.B.6).

6.2.2. Die Vorinstanz rechnete der Ehefrau gestützt auf Zahlen des Statistischem 
Lohnrechners des Bundesamts für Statistik (Salarium, vgl. https://www.gate.bfs
.admin.ch/salarium/public/index.html) für eine Tätigkeit im 100%-Pensum einen 

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Lohn von netto CHF 3'400.00 an (act. B.0, E. 3.6b.bb). Die vorgebrachte hand-
schriftliche Angabe der Ehefrau betreffend ihre Erwerbskraft (RG act. IV.71) hat 
die Vorinstanz nicht ausser Acht gelassen, sondern erwähnt und ist von ihr mit der 
Begründung abgewichen, dass zurückhaltend von dem tieferen Einkommen 
gemäss Salarium auszugehen sei, da die Erwirtschaftung eines solchen der Ehe-
frau auch längerfristig möglich und zumutbar sei (act. B.0, E. 3.6b.bb).

6.2.3. Gestützt auf das bisherige Einkommen der Ehefrau lässt sich schwerlich 
eine Annahme über das erzielbare Einkommen bei einem 100% Pensum treffen, 
lassen sich die in den wechselnden Anstellungen der Ehefrau in verschiedenen 
Branchen erzielten Einkommen nicht einfach hochrechnen, da es sich meist um 
befristete oder saisonale Arbeitsverhältnisse handelte, zudem mit unterschiedlich 
hohen Teilzeitpensen bzw. fluktuierendem Einsatz der Ehefrau im Stundenlohn 
(RG act. IV.13 ff., 24 f., 27 f., 72 f., 77, 115, 119, 125). Auch die kaufmännische 
Ausbildung kann nur beschränkt eine Grundlage bilden, da die Ehefrau über Jahre 
keine Stelle mit entsprechender Funktion ausgeübt hat. Angesichts dessen ist das 
Abstellen auf den Lohnrechner des Bundesamts für Statistik als Entscheidhilfe 
nicht zu beanstanden. Der basierend darauf mit Blick auf die erschwerte Erhöhung 
des nachehelichen Unterhalts praxisgemäss zurückhaltend angenommene Lohn 
erscheint angemessen, liegt auch der Mindestlohn im Gastgewerbe für Personen 
ohne Berufsausbildung bei CHF 3'470.00/CHF 3'477.00 bzw. minimal 
CHF 3'200.00 in den ersten drei bis zwölf Monaten (allgemeinverbindlich erklärter 
Art. 10 Abs. 1 Ziff. 1 lit. a und Ziff. 4 L-GAV, Bundesratsbeschluss über die Allge-
meinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes, 
Wiederinkraftsetzung und Änderung vom 15.2.2021, BBl 2021 264). Der Ehemann 
legt nicht dar, weshalb von einem höheren Einkommen auszugehen wäre. Aus der 
erwähnten Angabe zur Nettoerwerbskraft kann jedenfalls kein Zugeständnis sei-
tens der Ehefrau hinsichtlich des Einkommens konstruiert werden.

6.2.4. Die Vorinstanz bildete vier Phasen, wobei der Lehrabschluss von D._____ 
und der Beginn sowie der voraussichtliche Abschluss der Lehre von E._____ je-
weils das Ende einer Phase markiert, die vierte, nur für den nachehelichen Unter-
halt vorgesehene Phase endet mit dem Erreichen des ordentlichen AHV-Alters 
durch den Ehemann (act. B.0, E. 3.6b). Hinsichtlich des Einkommens der Ehefrau 
ist der Unterhaltsberechnung in der ersten Phase unverändert das vorinstanzlich 
ermittelte Einkommen von CHF 1'800.00 zugrunde zu legen. Für die zweite Phase 
(ab Lehrabschluss von D._____) ist nach dem Gesagten von einem hypotheti-
schen Einkommen von CHF 2'700.00, entsprechend einem 80%-Pensum auszu-

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gehen. Ab der dritten Phase ist schliesslich das vorinstanzlich für ein 100%-
Pensum eingesetzte hypothetische Einkommen von CHF 3'400.00 zu bestätigen. 

7.1. Das D._____ und E._____ angerechnete Einkommen, bestehend aus den 
jeweiligen Kinder- bzw. Ausbildungszulagen sowie einem Anteil des Lehrlingsloh-
nes von je CHF 500.00 für D._____ in der ersten Phase und für E._____ in der 
dritten Phase, blieb unbeanstandet. In Bezug auf das E._____ in der dritten Phase 
angerechnete Lehrlingseinkommen von CHF 500.00 erscheint das Vorgehen der 
Vorinstanz jedoch nicht sachgerecht. Die Vorinstanz begründete, es sei für 
E._____ vom Regelfall einer Lehrausbildung auszugehen. Bewahrheite sich diese 
Veränderungshypothese nicht, sei gegebenenfalls der Abänderungsweg zu be-
schreiten (act. B.0, E. 3.6b.dd). Art. 286 Abs. 1 ZGB lässt eine Anpassung der Un-
terhaltsbeiträge im Voraus für den Fall künftiger Änderungen in den massgebli-
chen Verhältnissen unter der Voraussetzung zu, dass ein relevanter Anpassungs-
bedarf konkret oder zumindest mit gewisser Wahrscheinlichkeit absehbar ist (Bru-
no Roelli, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privat-
recht, Personen- und Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 1 zu Art. 286 ZGB). Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides war völlig 
ungewiss, ob E._____, die damals noch die Primarschule besuchte, eine Lehre 
absolvieren oder eine weiterführende Schule besuchen wird. Es ist E._____ in der 
dritten Phase daher kein hypothetisches Einkommen anzurechnen (vgl. dazu auch 
Roelli, a.a.O., N 6 zu Art. 276 ZGB sowie BGer 5A_727/2018 v. 22.8.2019 
E. 5.3.2). Will man einem möglichen Lehrlingseinkommen Rechnung tragen, ist 
vielmehr in Form einer Bedingung vorzusehen, dass sich der in dieser Phase ge-
schuldete Barunterhalt um einen gewissen Anteil des Lehrlingseinkommens redu-
ziert, sobald E._____ ein solches erzielt. 

7.2. Gemäss Art. 285 Abs. 1 ZGB sind bei der Festsetzung des Unterhaltsbei-
trages das Vermögen und die Einkünfte des Kindes zu berücksichtigen (so auch 
BGE 147 III 265 E. 7.1 in fine). In welchem Umfang dies geschehen soll, beurteilt 
sich nach Art. 276 Abs. 3 ZGB: Demnach sind die Eltern in dem Mass von der Un-
terhaltspflicht befreit, als dem Kind zugemutet werden kann, den Unterhalt aus 
seinem Arbeitserwerb oder andern Mitteln zu bestreiten. Diese Regelung betont 
die der Unterhaltspflicht vorgehende Eigenverantwortung des Kindes. Die Zumut-
barkeit i.S.v. Art. 276 Abs. 3 ZGB bestimmt sich einerseits aus dem Vergleich der 
Leistungsfähigkeit von Eltern und Kind und andererseits nach der Höhe ihrer Leis-
tungen und dem Bedarf des Kindes. Mit anderen Worten hängt der Umfang der 
Berücksichtigung des Kindeseinkommens von den Verhältnissen des Einzelfalls 
ab. Die kantonalen Gerichte verfügen bei dieser Beurteilung über Ermessen. Die-

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se Grundsätze gelten nicht nur für den Unterhalt minderjähriger, sondern auch für 
denjenigen volljähriger Kinder, wobei ein allfälliger Arbeitserwerb des Kindes hier 
gegebenenfalls ohnehin bereits mit Blick auf Art. 277 Abs. 2 ZGB zu berücksichti-
gen ist (BGer 5A_513/2020 v. 14.5.2021 E. 4.3 m.w.H). Die Lehre spricht sich für 
eine restriktive Anwendung von Art. 276 Abs. 3 ZGB aus: vor allem während der 
Minderjährigkeit des Kindes soll sie nur greifen, wenn seine wirtschaftliche Lage 
deutlich besser ist als diejenige der Eltern. Dabei soll der Beitrag des Kindes in der 
Regel 60% seines Einkommens nicht übersteigen (Christiana Fountoulakis/Peter 
Breitschmid, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
Art. 1 - 456 ZGB, 6. Aufl., Basel 2018, N 34 f. zu Art. 276 ZGB m.w.H.; Jonas 
Schweighauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band 
I: ZGB, 4. Aufl., Bern 2022, N 34 zu Art. 285 ZGB). Häufig wird er – in Anlehnung 
an den bei einer Lohnpfändung zu berücksichtigenden Anteil des minderjährigen 
Kindes an die Kosten des gemeinsamen Haushaltes (Art. 323 Abs. 2 ZGB; BGE 
104 III 77) – auf einen Drittel des Erwerbseinkommens festgesetzt (vgl. dazu KGer 
GR KSK 09 39 v.18.8.2009 E. 2.IV; KGer GR ZK1 15 69 v. 30.5.2016 E. 6c/bb 
m.w.H.). Von einem volljährigen Kind darf hingegen ein höheres Mass an Eigen-
verantwortung – und mithin auch ein höherer Beitrag aus dem eigenen Arbeitser-
werb – erwartet werden. Nach Vollendung des 20. Lebensjahres ist sein Verdienst 
daher grundsätzlich voll in die Berechnung einzubeziehen, wobei es auch in dieser 
Phase gilt, nach Massgabe ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit einen gerechten 
Ausgleich zwischen der Belastung der Eltern und der zumutbaren Eigenleistung 
des Kindes zu finden (vgl. Schweighauser, a.a.O., N 35 zu Art. 285 ZGB). Im Lich-
te dieser Grundsätze und mit Blick auf die hohe Leistungsfähigkeit des Eheman-
nes rechtfertigt es sich, den anrechenbaren Teil eines allfälligen Lehrlingsein-
kommens von E._____ bis zu ihrer Volljährigkeit bei einem Drittel zu belassen. 
Dies entspricht denn auch ungefähr der bei D._____ berücksichtigten Eigenver-
sorgungsquote (Anrechnung von CHF 500.00 bei einem Bruttolohn von 
CHF 1'500.00 im zweiten Lehrjahr). Ab Erreichen der Volljährigkeit ist die Bei-
tragsquote beider Kinder auf zwei Drittel ihres effektiven Erwerbseinkommens zu 
erhöhen. 

8.1. Mit Bezug auf den Bedarf der Ehefrau verlangt der Ehemann die Reduktion 
ihres Grundbetrags auf den hälftigen Ehegattengrundbetrag von CHF 850.00 so-
wie die Anrechnung der hälftigen Wohnkosten (act. A.1, III.B.10). Andernorts ge-
steht er der Ehefrau einen Grundbetrag von CHF 1'200.00 sowie Wohnkosten von 
CHF 1'300.00 zu. Bei Letzteren sei zu berücksichtigen, dass im anerkannten Un-
terhaltsbeitrag an E._____ bereits ein Betrag von CHF 500.00 (implizit für die 
Wohnkosten) enthalten sei. In der Folge reduziert er den Bedarf der Ehefrau um 

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CHF 500.00, wodurch er letztlich – für die Dauer der Wohngemeinschaft mit 
E._____ (Phasen 1-3) – Wohnkosten von CHF 800.00 für die Ehefrau geltend 
macht (act. A.1, III.B.7 Abs. 5 f.). Er begründet diese Anpassungen damit, dass 
C._____ bei der Ehefrau lebe und ihr vom Lohn einen Anteil von mindestens 
CHF 1'000.00 abzugeben habe. Dies sei zu vertreten, da C._____ mindestens 
CHF 4'000.00 netto pro Monat verdiene und auch D._____ einen Teil von seinem 
Lehrlingslohn abgeben müsse. C._____ habe eine KV-Lehre mit Erfolg abge-
schlossen, sei wirtschaftlich selbständig und arbeite im Restaurant X._____ in 
Y._____ (act. A.1, III.B.3). Er beantragt die Edition des Arbeitsvertrages und der 
Lohnausweise von C._____ (act. A.1, III.A.4.b). Die Ehefrau hält dagegen, 
C._____ sei nicht wirtschaftlich selbständig und zu einer Leistung an sie nicht in 
der Lage. C._____ werde ihre Ausbildung mit der Berufsmaturität Typ Wirtschaft 
berufsbegleitend ab August 2019 für zwei Jahr fortsetzen. Berufsbegleitend des-
halb, weil sie zumindest versuchen werde, diesen Ausbildungsteil selbst mitzufi-
nanzieren. Der Ehemann wisse um diese Pläne der Tochter und habe auch den 
für die Berufsmaturität erforderlichen Sprachkurs mitfinanziert. Die Ehefrau spezi-
fiziert, dass C._____ in der Woche zwei Tage Schule habe und bei einem bis zwei 
weiteren Tagen zum Lernen oder für den Besuch von Lernhilfestunden maximal 
zwei Tage pro Woche für einen Zuverdienst offenständen (act. A.2, II.B.B.3).

8.2. Die Vorinstanz stellte fest, dass der Mietzinsaufwand der Ehefrau von 
CHF 2'000.00 (Mietzins CHF 1'850.00, Nebenkosten CHF 150.00) anerkannt sei 
(act. B.0, E. 3.6b.gg). In der ersten Phase wies sie D._____ und E._____ einen 
Viertel der Wohnkosten der Ehefrau zu, in der zweiten und dritten Phase E._____ 
einen Drittel (act. B.0, E. 4 S. 48 ff.). Der Umstand, dass C._____ nun entgegen 
der vorinstanzlichen Annahme (act. B.0, E. 3.1) den gemeinsamen Haushalt mit 
der Ehefrau nicht verlassen hat, sondern noch bei ihr wohnt, ist unstrittig und als 
echtes Novum in seinen Auswirkungen auf die Berechnung des Kindes- sowie des 
nachehelichen Unterhalts zu berücksichtigen (Art. 296 ZPO, Art. 317 ZPO; 
act. B.0, E. 3.1). Gemäss Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtli-
chen Existenzminimums vom 1. Juli 2009 (vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2) sind bei 
einer Wohngemeinschaft, wozu auch Haushalte mit volljährigen Kindern gehören, 
die ein eigenes Erwerbseinkommen erzielen, die Wohnkosten in der Regel an-
teilsmässig zu berücksichtigen. Der Grundbetrag und das Einkommen bleiben 
durch eine Wohngemeinschaft mit einem volljährigen Kind hingegen unbeeinflusst 
(BGE 132 III 483 E. 4.2). C._____ hat sich somit an den Wohnkosten der Ehefrau 
zu beteiligen. Was die Höhe der anteilsmässigen Beteiligung anbelangt, kann 
nicht per se auf eine hälftige Kostenübernahme geschlossen werden, da C._____ 
noch in Ausbildung und offensichtlich nicht wirtschaftlich selbständig ist. Es be-

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steht jedoch aufgrund der drei freien Tage pro Woche die Möglichkeit, neben der 
Ausbildung im 50%-Pensum erwerbstätig zu sein. In Abwägung dieser Umstände 
erscheint es C._____ zumutbar, sich an den Wohnkosten zumindest mit einem 
Betrag von CHF 200.00 monatlich zu beteiligen, solange sie bei der Ehefrau 
wohnt. Dieser Betrag ist von den Wohnkosten der Ehefrau in Abzug zu bringen 
und wirkt sich auch auf den Wohnkostenanteil von D._____ und E._____ aus 
(E. 8.4).

8.3. Grundsätzlich ist von den am betreibungsrechtlichen Existenzminimum ori-
entierten Wohnkosten auszugehen. Dabei handelt es sich um den effektiven Miet-
zins ohne Auslagen für die Beleuchtung, Kochstrom und/oder Gas, weil diese be-
reits im Grundbetrag inbegriffen sind. Ein den wirtschaftlichen Verhältnissen und 
persönlichen Bedürfnissen nicht angemessener Mietzins ist jedoch nach Ablauf 
des nächstens Kündigungstermins auf ein ortsübliches Normalmass herabzuset-
zen. Soweit es die finanziellen Mittel zulassen, können in Erweiterung des Bedarfs 
auf das familienrechtliche Existenzminimum auch diesen entsprechende Wohn-
kosten berücksichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.2). Für die Zeit bis zum Aus-
zug von D._____ und C._____ liegen die effektiven Wohnkosten im Rahmen. 
Nach deren Auszug können allein für E._____ und die Ehefrau keine Wohnkosten 
in der Höhe von CHF 2'000.00 berücksichtigt werden, wie das die Vorinstanz bis 
zum voraussichtlichen Lehrabschluss von E._____ getan hat. Auf der anderen 
Seite muss die Ehefrau auch nach dem Auszug eines oder mehrerer Kinder noch 
in der Lage sein, angemessene Wohnkosten zu tragen. Die ihr vom Ehemann in 
Anlehnung an die Vorinstanz (act. B.0, Tabelle S. 54) für die letzte Phase zuge-
standenen Wohnkosten von CHF 1'300.00 (act. A.1, III.B.7) erscheinen für eine 
alleinstehende Person angemessen. Auf diesen Betrag ist ihr Wohnkostenanteil 
der Einfachheit halber auch in den vorangehenden Phasen herabzusetzen.

8.4. Für die Zeit, in der die Kinder bei der Ehefrau wohnen, sind entsprechende 
Wohnkostenanteile auszuscheiden. Es bestehen verschiedene Ansätze in der 
Praxis, wie vorzugehen ist: Verteilung nach grossen und kleinen Köpfen, nach 
Prozentansätzen oder Pauschalbeträgen (Philipp Maier/Andrea Waldner-Vontobel, 
Gedanken zur neuen Praxis des Bundesgerichtes zum Unterhaltsrecht aus der 
Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra.ch 2021, S. 880 f. m.w.H.). 
Das Bundesgericht hat sich dazu noch nicht geäussert, Wohnkostenanteile der 
Kinder die zusammen beinahe die Hälfte der Wohnkosten der Familie umfassen, 
jedoch als zu hoch bezeichnet (BGer 5A_743/2017 v 22.5.2019 E. 5.2.5). Vorlie-
gend gilt es unter Berücksichtigung der Beteiligung von C._____ noch den Betrag 
von CHF 500.00 auf D._____ und E._____ aufzuteilen. Da D._____ der alternie-

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renden Obhut untersteht und ihm auch beim Ehemann ein Wohnkostenanteil an-
gerechnet wird, erscheint es angemessen, ihm den etwas tieferen gleichen Anteil 
wie C._____ von CHF 200.00 und E._____ die restlichen CHF 300.00 anzurech-
nen. Nach dem voraussichtlichen Auszug von D._____ nach Abschluss seiner 
Lehre (Beginn zweite Phase) ist der Wohnkostenanteil von E._____ auf die vom 
Ehemann zugestandenen CHF 500.00 zu erhöhen. 

9.1. Die Vorinstanz berücksichtigte in den ersten beiden Phasen einen Vorsor-
geunterhalt der Ehefrau von CHF 600.00 (act. B.0, S. 48 und 50). Ab der dritten 
Phase – ungefähr mit Erreichen des 16. Altersjahres durch E._____ und der An-
rechnung eines Vollzeitpensums – sprach sie der Ehefrau trotz dahingehendem 
Antrag (RG act. II.4, II.C.7 und RG act. VIII.3 S. 8 Abs. 2) keinen Vorsorgeunter-
halt mehr zu (act. B.0, S. 52 und 54). Der Ehemann äussert sich in seiner Beru-
fung nicht zu diesem Punkt. Soweit er sich überhaupt mit dem Bedarf der Ehefrau 
befasst (act. A.1, III.B.7), scheint er stillschweigend davon auszugehen, dass bei 
sofortiger Anrechnung des Einkommens aus einem Vollzeitpensum der Vorsorge-
unterhalt schon in den ersten beiden Phasen entfallen muss. Dem ist insofern zu-
zustimmen, als sich mit einem höheren Einkommen die Beitragslücke in der 1. und 
2. Säule häufig verringert, was sich grundsätzlich auch auf den Vorsorgeunterhalt 
auswirkt. Wie vorstehend dargelegt (E. 6), wird der Ehefrau indessen erst ab der 
zweiten Phase (Juli 2020) ein höheres Einkommen angerechnet und auch dies nur 
im Umfang eines 80%-Pensums (CHF 2'700.00). Bis zum Ende der zweiten Phase 
kann die Ehefrau aufgrund der betreuungsbedingten Einschränkung der Erwerbs-
tätigkeit ihre Altersvorsorge nur in geringem Masse ausbauen, weshalb ihr – als 
Teil des gebührenden Unterhalts im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB – weiterhin ein 
Anspruch auf Vorsorgeunterhalt zusteht (BGE 135 III 158 E. 4.1). Dieser ist für die 
zweite Phase an das höhere Einkommen anzupassen.

9.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Vorsorgeunterhalt auf 
Grund der für die Ehegatten massgebenden Lebenshaltung zu bemessen, d.h. die 
Lebenshaltung, auf deren Fortführung der unterhaltsberechtigte Ehegatte 
grundsätzlich Anspruch hat, ist in ein fiktives Bruttoeinkommen umzurechnen und 
darauf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu berechnen, von welchen da-
nach die auf dem effektiven Einkommen zu leistenden Beiträge in Abzug zu brin-
gen sind (vgl. BGer 5A_210/2008 v. 14.11.2008 E. 4.4 und E. 7, teilweise publi-
ziert als BGE 135 III 158). Der gebührende Unterhalt – im Sinne des sog. Ver-
brauchsunterhalts (vgl. zu diesem Begriff BGE 145 III 169 E. 3.6) – setzt sich da-
bei aus dem Grundbedarf und dem Überschussanteil gemäss den aktuell bzw. 
nachehelich zur Verfügung stehenden Mitteln zusammen (BGE 147 III 293 E. 4.1 

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mit Verweis auf BGE 147 III 265 E. 7). Die Vorinstanz berechnete den Vorsorge-
unterhalt dementsprechend auf der Grundlage eines gebührenden Unterhalts von 
CHF 4'248.00 (act. B.0, S. 41), zusammengesetzt aus dem Grundbedarf der Ehe-
frau und ihrem Überschussanteil von CHF 755.00, gemäss den in der ersten Pha-
se zur Verfügung stehenden Mitteln. Mit dem höheren Einkommen der Ehefrau 
resultiert in der zweiten Phase ein höherer Überschussanteil (reduziert auf den 
ehelichen Standard von CHF 1'133.00), was zu einem höheren Verbrauchsunter-
halt, einem höheren fiktiven Einkommen und folglich auch zu höheren fiktiven Bei-
trägen führt. Diese werden durch die auf dem "effektiven" hypothetischen Ein-
kommen von CHF 2'700.00 geleisteten höheren Beiträge nur teilweise kompen-
siert. Bei analoger Berechnung wie derjenigen der Vorinstanz (siehe act. B.0, 
E. 3.6b.pp) unter Berücksichtigung des dem Alter der Ehefrau (Jahrgang 1968) 
entsprechenden Beitragssatzes für die berufliche Vorsorge von 15% (Art. 16 
BVG), des im Jahr 2020 geltenden Koordinationsabzuges (CHF 24'885.00) sowie 
des damaligen AHV-Beitragssatzes von 8.7% (Art. 6 AHVG) würde sich ein Betrag 
von gerundet CHF 640.00 (statt CHF 600.00) ergeben. Bei ihrer Berechnung hat 
die Vorinstanz allerdings übersehen, dass die Ehefrau im Bereich der AHV bis 
zum vollendeten 16. Altersjahr der Tochter von Erziehungsgutschriften in Höhe 
der dreifachen minimalen jährlichen Altersrente (im Jahr 2020 CHF 42'660.00 bzw. 
monatlich CHF 3'555.00) profitiert (Art. 29sexies AHVG). Dadurch entfällt eine Bei-
tragslücke in der ersten Säule, weshalb über den Vorsorgeunterhalt lediglich die-
jenige in der beruflichen Vorsorge auszugleichen ist. Die Ehefrau hat im vorin-
stanzlichen Verfahren denn auch selber nur die entgangene "BVG-Ersparnis" als 
Vorsorgeunterhalt geltend gemacht (RG act. VIII.3 S. 6). Dieser offenkundige Feh-
ler der Vorinstanz ist im Berufungsverfahren im Rahmen der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) zu korrigieren, und zwar nicht bloss für die zweite, 
sondern bereits für die erste Phase. Mit den vorgenannten BVG-Parametern resul-
tiert – ausgehend von den nachstehend ermittelten Beträgen für den erweiterten 
Bedarf (E. 11) und den jeweiligen Überschussanteilen (E. 15.2) – eine Beitragslü-
cke von rund CHF 460.00 für die erste Phase, welche sich in der zweiten Phase 
auf monatlich ca. CHF 400.00 verringert.

9.3. Ab der dritten Phase hat die Vorinstanz der Ehefrau keinen Vorsorgeunter-
halt mehr zugestanden, obwohl nach ihren eigenen Berechnungen auch das bei 
einem 100%-Pensum erzielbare Einkommen (CHF 3'400.00) nicht reicht, um den 
als massgeblich erachteten Bedarf der Ehefrau zu decken. Diesbezüglich sei er-
wähnt, dass die mit dem Wegfall der Betreuungspflichten einhergehende Aufnah-
me einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit keineswegs zwingend zur Folge hat, dass 
auch kein Vorsorgeunterhalt mehr geschuldet wäre. Nicht selten kann ein Ehegat-

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te nach längerem Unterbruch nicht mehr an die voreheliche Berufstätigkeit an-
knüpfen und erreicht daher selbst mit einem Vollpensum kein Einkommen, wel-
ches die Weiterführung der ehelichen Lebenshaltung ermöglicht. Weist er somit 
als Folge der ehelichen Rollenteilung weiterhin eine ungenügende Eigenversor-
gungskapazität auf, umfasst sein nachehelicher Unterhaltsanspruch – nebst dem 
Verbrauchsunterhalt – auch weiterhin einen diesem entsprechenden Vorsorgeun-
terhalt (vgl. etwa KGer GR ZK1 12 67/69 v. 22.5.2014 E. 6b). Vorliegend blieb das 
Vorgehen der Vorinstanz seitens der Ehefrau indessen ungerügt, weshalb darauf 
im Berufungsverfahren nicht mehr zurückzukommen ist. Hat sich die Ehefrau in 
diesem Punkt mit dem vorinstanzlichen Entscheid abgefunden und für die Zeit ab 
August 2022 keinen Vorsorgeunterhalt mehr geltend gemacht, steht die Verhand-
lungsmaxime der Berücksichtigung eines solchen entgegen (vgl. KGer GR ZK1 18 
126 v. 24.8.2022 E. 5.4.).

10.1. Die Steuerlast ist im Rahmen der Untersuchungsmaxime gerichtlich zu er-
mitteln, unter Berücksichtigung ihrer (notorischen) wechselseitigen Abhängigkeit 
von den Unterhaltsbeiträgen und der Einkommenshöhe. Gelangt die Berufungsin-
stanz – wie dies vorliegend der Fall ist – hinsichtlich der Einkommen der Beteilig-
ten oder des gebührenden Unterhalts zu anderen Erkenntnissen als die Vor-
instanz, wirkt sich dies regelmässig auf die im Bedarf anzurechnenden Beträge für 
die Steuern aus. Dabei können geringfügige Veränderungen vernachlässigbar 
sein, sofern die Vorinstanz die Steuerlast nur annäherungsweise bestimmt hat. 
Vorliegend basieren die erstinstanzlichen Werte indessen auf einer detaillierten 
Berechnung der steuerbaren Einkommen, weshalb sie in sämtlichen Phasen an 
die neuen Erkenntnisse anzupassen sind. Gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung sind die Steuern sodann auf den Elternteil und das Kind aufzuteilen 
(BGE 147 III 265 E. 7.2; BGE 147 III 457 E. 4.2). Beim Elternteil ist zudem ein An-
teil Lebenshaltungskosten (Betreuungsunterhalt) und Anteil Bedarf (nachehelicher 
Unterhalt) auszuscheiden. Für den Betreuungsunterhalt ist dabei praxisgemäss 
eine Steuerpauschale von CHF 100.00 zu berücksichtigen (KGer GR ZK1 20 121 
v. 24.11.2021 E. 4.8.7).

10.2. Die Vorinstanz hat ihrer Steuerberechnung für die erste Phase Unterhalts-
beiträge (inkl. Kinder- und Ausbildungszulagen) von gesamthaft CHF 62'979.00 
(monatlich CHF 5'248.00) zugrunde gelegt (act. B.0, S. 38). Dabei hat sie überse-
hen, dass D._____ bereits im Juli 2019 volljährig wird und der für ihn bestimmte 
Unterhalt nicht mehr von der Ehefrau zu versteuern ist (vgl. Art. 10 Abs. 5 und 
Art. 29 Abs. 1 lit. h StG [BR 720.100]). Anderseits entfällt aufgrund der Höhe sei-
nes Lehrlingseinkommens auch der für ihn berücksichtigte Kinderabzug (Weglei-

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tung zur Steuererklärung 2020 der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, 
Ziff. 24.3-5; Praxisfestlegung 039-01 der Steuerverwaltung Graubünden, Tarife: 
Alleinstehenden- und Verheiratetentarif, Elterntarif, Ziff. 3). Wie noch zu zeigen 
sein wird, resultieren in der ersten Phase – als Folge des höheren Bar- und Be-
treuungsunterhalts für E._____ (E. 13.5 und E. 14.5) und der etwas tieferen Un-
terhaltsbeiträge für die Ehefrau (E. 15.2) – jährliche Unterhaltsbeiträge von 
CHF 59'280.00 (monatlich CHF 4'940.00 pro Jahr), unter Einschluss der Kinderzu-
lagen (CHF 2'640.00) somit CHF 61'920.00. Mit ihrem eigenen Einkommen 
(CHF 21'600.00) belaufen sich die steuerbaren Einkünfte der Ehefrau folglich auf 
rund CHF 83'700.00, so dass bei sachlichen Abzügen ca. CHF 20'000.00 (analog 
der vorinstanzlichen Berechnung) und einem Kinderabzug von CHF 9'300.00 
(Kanton) bzw. CHF 6'500.00 (Bund) ein steuerbares Einkommen von rund 
CHF 54'200.00 (Kanton) bzw. CHF 57'000.00 (Bund) verbleibt. Dies führt zu einer 
monatlichen Steuerlast von gerundet CHF 320.00. Im Verhältnis der Einkünfte der 
Ehefrau und von E._____ aufgeteilt (E._____ CHF 1'750.00, Ehefrau 
CHF 5'210.00, total CHF 6'960.00), ergibt dies für E._____ einen Anteil von 
CHF 80.00 und für die Ehefrau einen von CHF 240.00. Von Letzterem ist praxis-
gemäss eine Steuerpauschale von CHF 100.00 den Lebenshaltungskosten zur 
Berechnung des Betreuungsunterhalts und der Rest (CHF 140.00) dem Bedarf zur 
Berechnung des nachehelichen Unterhalts zuzuweisen.

10.3. In der zweiten Phase führt das höhere Einkommen der Ehefrau (jährlich 
CHF 32'400.00; E. 6.2.4) zu gesamthaft tieferen Unterhaltsbeiträgen (inkl. Kinder-
zulagen jährlich CHF 58'860.00; siehe wiederum E. 13.5, 15.5 und 15.2). Mit den 
gleichbleibenden Abzügen resultiert ein steuerbares Einkommen von ca. 
CHF 62'000.00 (Kanton) bzw. CHF 64'800.00 (Bund), womit die monatliche Steu-
erbelastung auf CHF 450.00 steigt. Sie ist auch hier auf den Bedarf der Ehefrau 
und denjenigen von E._____ aufzuteilen, im Verhältnis ihrer Einkünfte (Ehefrau 
CHF 5'460.00, E._____ CHF 2'145.00, total CHF 7'605.00). Es resultiert für 
E._____ ein Anteil von CHF 125.00 und für die Ehefrau einer von CHF 325.00, mit 
analoger Ausscheidung Betreuungsunterhalt (CHF 100.00) und nachehelicher Un-
terhalt (CHF 225.00).

10.4.1. In der dritten Phase ergibt sich bei einem Erwerbseinkommen der Ehefrau 
von jährlich CHF 40'800.00 und Unterhaltsbeiträgen (inkl. Ausbildungszulage) von 
CHF 45'960.00 (E. 13.5 und 15.2) sowie Abzügen von CHF 22'300.00 (Kanton) 
bzw. CHF 16'500.00 (Bund) ein steuerbares Einkommen von ca. CHF 64'500.00 
(Kanton) bzw. CHF 70'300.00 (Bund), was zu monatlichen Steuern von 
CHF 505.00 führt. Aufgeteilt im Verhältnis der Einkünfte (Ehefrau CHF 5'090.00, 

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E._____ CHF 2'140.00, total CHF 7'230.00) ergibt dies für E._____ einen Steuer-
anteil von CHF 150.00 und für die Ehefrau einen von CHF 255.00. Ein allfälliges 
Lehrlingseinkommen von E._____ wäre – anders als die für sie bestimmten Un-
terhaltsbeiträge – von der Ehefrau nicht zu versteuern (vgl. Art. 10 Abs. 5 StG; 
Praxisfestlegung 010-01 der Steuerverwaltung Graubünden, Familien-/Ehegatten-
besteuerung: Faktorenaddition/Steuerfaktoren des Kindes Ziff. 2.2) und bleibt so-
mit ohne Einfluss auf die Steuerlast. Der bisher berücksichtigte Abzug für die Ein-
zahlung in die 3. Säule muss zudem entfallen, wenn der Ehefrau kein Vorsorgeun-
terhalt mehr zugesprochen wird, darf doch bei der Ermittlung der Steuerbelastung 
nicht vorausgesetzt werden, dass die Ehefrau trotzdem entsprechende Einlagen in 
ihre Altersvorsorge tätigt.

10.4.2. Von der Vorinstanz ausser Acht gelassen wurde, dass E._____ während 
der dritten Phase volljährig wird und sich dieser Umstand nicht nur unterhaltsrecht-
lich (vgl. dazu nachstehend E. 13.6), sondern auch steuerrechtlich erheblich aus-
wirkt. Wie bereits erwähnt (E. 10.2), werden die für die Tochter bestimmten Unter-
haltsbeiträge ab ihrer Volljährigkeit nämlich nicht mehr dem von der Ehefrau zu 
versteuernden Einkommen hinzugerechnet (Art. 10 Abs. 5 StG) und sind für 
E._____ selber steuerfrei (Art. 30 Abs. 1 lit. g). Ihr Erwerbseinkommen wird sich 
(unter Berücksichtigung der möglichen Abzüge) voraussichtlich ebenfalls noch im 
steuerfreien Bereich bewegen (vgl. Art. 39 Abs. 1 StG). Die vorstehend ermittelte 
Steuerlast gilt dementsprechend nur bis zum Eintritt der Volljährigkeit. Für die Zeit 
danach – also für die vierte Phase, welche aus nachfolgend dargelegten Gründen 
(E. 15.4) bereits mit der Volljährigkeit der Tochter und nicht erst mit deren Ausbil-
dungsende beginnt – sind die Steuern nur noch in Zusammenhang mit dem nach-
ehelichen Unterhalt von Relevanz.  

10.5. Für die vierte Phase hat die Vorinstanz – basierend auf einem steuerbaren 
Einkommen von CHF 52'530.00 (Kanton) bzw. CHF 56'331.00 (Bund) – eine mo-
natliche Steuerlast von CHF 671.00 errechnet (act. B.0, S. 39). Wie der Ehemann 
zu Recht einwendet (act. A.1, III.B.7), fällt ein derart hoher Betrag nur an, wenn 
der erstinstanzlich zugesprochene Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 2'026.00 
bestätigt würde. Dies ist – wie nachfolgend aufgezeigt wird (E. 15.4) – nicht der 
Fall, weshalb die Steuern von Amtes wegen an den tieferen Unterhaltsbeitrag an-
zupassen sind (vgl. KGer ZK1 12 10 v. 8.7.2013 E. 4.eb). Dabei ist zu berücksich-
tigen, dass die Ehefrau bis zum Ausbildungsende weiterhin vom Verheiratetentarif 
profitiert (Praxisfestlegung 039-01 der Steuerverwaltung Graubünden, Tarife: Al-
leinstehenden- und Verheiratetentarif, Elterntarif, Ziff. 3), nach Eintritt der Volljäh-
rigkeit von E._____ aber nur noch einen hälftigen Kinderabzug im Kanton und kei-

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nen im Bund vornehmen kann (Praxisfestlegung 038-01 der Steuerverwaltung 
Graubünden, Sozialabzüge Ziff. 2.2.5). Mit ansonsten unveränderten sachlichen 
Abzügen resultiert bei Erwerbseinkünften der Ehefrau von jährlich CHF 40'800.00 
und den reduzierten Unterhaltsbeiträgen von CHF 12'000.00 noch ein steuerbares 
Einkommen von CHF 36'200.00 (Kanton) bzw. CHF 43'400.00 (Bund). Daraus 
ergibt sich bei Anwendung des Verheiratetentarif eine monatliche Steuerlast von 
CHF 56.00. Mit dem Ausbildungsende von E._____ entfällt der Kinderabzug im 
Kanton, weshalb sich das steuerbare Einkommen auf CHF 40'800.00 erhöht; auf 
Ebene Bund bleibt das steuerbare Einkommen unverändert bei CHF 43'400.00. 
Da nunmehr der Alleinstehendentarif zur Anwendung gelangt, wird sich die Steu-
erlast ab diesem Zeitpunkt wieder auf CHF 390.00 pro Monat erhöhen. Um eine 
weitere Phasenbildung zu vermeiden, rechtfertigt es sich, für die gesamte vierte 
Phase den durchschnittlichen Betrag von CHF 223.00 einzusetzen. 

11. Im Ergebnis präsentiert sich der erweiterte Bedarf der Ehefrau (inklusive 
Steuern) wie folgt (in CHF):

Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4

Grundbetrag 1'350.00 1'350.00 1'350.00 1'200.00

Wohnkostenanteil 1'300.00 1'300.00 1'300.00 1'133.00

Krankenkasse 332.00 332.00 332.00 332.00

Kommunikation/Versicher. 50.00 50.00 50.00 -0.00

Arbeitsweg 520.00 520.00 520.00 520.00

Auswärtige Verpflegung 50.00 50.00 50.00 50.00

Steuern 240.00 325.00 355.00 223.00

Total 3'842.00 3'927.00 3'957.00 3'825.00

In den ersten beiden Phasen kommt ein Vorsorgeunterhalt von CHF 460.00 bzw. 
CHF 400.00 hinzu, womit sich der Bedarf auf CHF 4'302.00 in der ersten und 
CHF 4'327.00 in der zweiten Phase erhöht.

12.1. Der Ehemann verlangt, den über die Ausbildungszulage hinaus festgeleg-
ten Unterhalt von D._____ rückwirkend per Datum des erstinstanzlichen Urteils 
vom 15. Februar 2018 aufzuheben (act. A.1, I.2). Er errechnet, welche für D._____ 
anfallende Kosten der Ehefrau verbleiben, unter der Annahme einer hälftigen Auf-
teilung der D._____ zugewiesenen Wohnkosten (gemäss "Ausgangsrechnung" 

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der Vorinstanz CHF 868.00, act. B.0, E. 3.6b S. 29) und erklärt, die verbleibenden 
Kosten (CHF 74.00) könne die Ehefrau selbst tragen (act. A.1, III.B.4).

12.2. Weshalb D._____ bei beiden Parteien ein anderer, bei der Ehefrau mithin 
ein tieferer Wohnkostenanteil anzurechnen sein sollte, legt der Ehemann nicht dar. 
Wie vorstehend dargelegt wurde (E. 8.4), ergibt sich eine Reduktion des Wohn-
kostenanteils von D._____ allerdings aus der Tatsache, dass auch die älteste 
Tochter (wieder) in der Wohnung der Ehefrau lebt. D._____ Einkommen von 
CHF 770.00 (Anteil Lehrlingslohn CHF 500.00, Ausbildungszulage von 
CHF 270.00) deckt somit seinen bei der Ehefrau anfallenden Bedarf von 
CHF 610.00 (hälftiger Grundbetrag CHF 300.00, Wohnkostenanteil CHF 200.00, 
Krankenkasse CHF 110.00) und es bleibt ihm ein Überschuss von CHF 160.00. 

12.3. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bildet für volljährige Kinder 
das familienrechtliche Existenzminimum (einschliesslich Ausbildungskosten) die 
Obergrenze des Unterhalts (BGE 147 II 265 E. 7.2 in fine). Damit ist eine Beteili-
gung am Überschuss nach Erreichen der Volljährigkeit grundsätzlich ausge-
schlossen. Da D._____ wie dargelegt seinen Bedarf offensichtlich selbst decken 
konnte, ist ab Erreichen der Volljährigkeit für ihn kein Unterhalt mehr geschuldet. 
Selbst wenn ihm ab diesem Zeitpunkt ein etwas höherer Grundbedarf anzurech-
nen wäre (vgl. zu den möglichen Veränderungen E. 13.6.2), war er mit dem anre-
chenbaren Teil (2/3) seines im 3. Lehrjahr erzielten Einkommens (monatlich brutto 
CHF 2'185.00 zuzüglich Anteil 13. Monatslohn) und den ihm zustehenden Ausbil-
dungszulagen ohne Weiteres in der Lage, selbst für seinen Unterhalt aufzukom-
men. Dispositiv-Ziffer 5a ist entsprechend aufzuheben. Der Ehemann ist antrags-
gemäss zu verpflichten, D._____ die Ausbildungszulage von CHF 270.00 zu 
überweisen, solange er diese bezieht bzw. bezogen hat.

12.4. Der Ehemann beantragt, die Verpflichtung, der Ehefrau an den Unterhalt 
von D._____ mehr als die Ausbildungszulage von CHF 270.00 zu überweisen, sei 
mit Wirkung ab 15. Februar 2018 (erstinstanzliche Hauptverhandlung) aufzuheben 
(act. A.1, I.2). Er macht geltend, dass bereits in diesem Zeitpunkt festgestanden 
habe, dass D._____ CHF 500.00 seines Lehrlingslohnes an die Ehefrau abzuge-
ben habe und die alternierende Obhut über ihn angeordnet werde (act. A.1, III.B.4 
Abs. 6).

12.5. Am 15. Februar 2018 galt der vorsorgliche Massnahmeentscheid vom 
11. Dezember 2017 (Proz. Nr. 135-2017-172), mit dem D._____ ein vorsorglicher 
Unterhalt von CHF 560.00 ab 1. Oktober 2017 zugesprochen worden war. Dieser 
vorsorgliche Unterhalt war auch nach Eintritt der Teilrechtskraft im Scheidungs-

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punkt am 7. Mai 2019 in unveränderter Höhe zu entrichten und dies grundsätzlich 
bis zum Eintritt der Rechtskraft des Berufungsurteils bzw. der Rechtskraft im ange-
fochtenen Unterhaltspunkt. Die Unterhaltspflicht dauert bis zur Volljährigkeit des 
Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Das Gericht kann den Unterhaltsbeitrag über den 
Eintritt der Volljährigkeit hinaus festlegen (Art. 133 Abs. 3 ZGB), wenn die materi-
ell-rechtlichen Voraussetzungen von Art. 277 Abs. 2 ZGB erfüllt sind. Vorliegend 
wurde im vorsorglichen Massnahmeentscheid kein Unterhalt über die Volljährigkeit 
hinaus angeordnet (vgl. zu den Anforderungen an die Bestimmtheit der Unter-
haltsentscheidung BGE 144 III 193 E. 2). Die Pflicht zur Leistung vorsorglichen 
Unterhalts von CHF 560.00 endete somit am _____ 2019, mit Erreichen der Voll-
jährigkeit D._____.

12.6. Bis zu diesem Datum kann im Hauptverfahren auf den rechtskräftig festge-
setzten (und definitiv erworbenen) vorsorglichen Unterhalt von CHF 560.00 nicht 
mehr zurückgekommen werden (BGE 142 III 193 = Pra 2018 Nr. 18 E. 5.3; spezi-
fisch zum Kindesunterhalt: BGE 137 III 586 E. 1.2; KGer GR ZK1 20 119 v. 
6.8.2021 E. 7.3). Dass der Unterhaltsbeitrag für D._____ selbst unter Einbezug 
des ihm bis zum Erreichen der Volljährigkeit zustehenden Überschussanteils er-
heblich unter dem vorsorglich zugesprochenen Betrag zu liegen käme (siehe 
E. 15.2: vom Familienüberschuss entfiele 1/6 auf D._____, wovon wiederum die 
Hälfte [CHF 188.00] bei dessen Bedarf im Haushalt der Ehefrau anzurechnen wä-
re, sodass sich ein Unterhaltsbeitrag von gerade einmal CHF 28.00 ergäbe), än-
dert daran nichts. Der im Hauptverfahren gestellte Antrag auf rückwirkende Auf-
hebung ab dem 15. Februar 2018 ist deshalb zumindest im Umfang bis zum 
_____ 2019 abzuweisen. Zu dessen Durchsetzung hätte ein Abänderungsbegeh-
ren nach Art. 179 ZGB i.V.m. Art. 276 Abs. 2 ZPO erhoben werden müssen. Nach 
Eintritt der Volljährigkeit steht der vorsorgliche Massnahmeentscheid einer Anord-
nung eines tieferen Unterhalts oder der Verneinung der Unterhaltspflicht hingegen 
nicht mehr im Wege und es ist dem Antrag des Ehemannes für die Zeit nach dem 
_____ 2019 zu folgen bzw. der Unterhaltsanspruch von D._____ ab diesem Zeit-
punkt zu verneinen.

12.7. Der Ehemann beantragt im Zusammenhang mit der güterrechtlichen Aus-
gleichsforderung, er sei zu ermächtigen, zu viel bezahlte Unterhaltsbeiträge zur 
Verrechnung zu bringen (act. A.1, I.6 Abs. 2). Eine Verrechnung der an D._____ 
gezahlten Unterhaltsbeiträge mit dem güterrechtlichen Anspruch der Ehefrau fällt 
mangels Gegenseitigkeit der Forderungen ausser Betracht (Art. 124 OR). Eine 
Verrechnung der für D._____ nach Erreichen der Volljährigkeit allenfalls zu viel 
bezahlten vorsorglichen Unterhaltsbeiträge mit den geschuldeten Ausbildungszu-

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lagen ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch nur insoweit, als der zu verrechnende 
Betrag für den Unterhalt von D._____ nicht unbedingt erforderlich ist (Art. 125 Ziff. 
2 OR; BGer 5A_661/2015 v. 2.12.2015 E. 1.2). Ob bezüglich allfälliger restlicher, 
nicht durch Verrechnung ausgleichbaren Unterhaltsbeiträge ein Rückerstattungs-
anspruch besteht, kann mangels Angaben des Ehemannes zum Umfang der ge-
leisteten vorsorglichen Unterhaltsbeiträge nicht beurteilt werden.

13.1.1. Die Vorinstanz hat E._____ einen Barunterhalt von CHF 1'367.00 für die 
erste, CHF 1'625.00 für die zweite und CHF 1'600.00 für die dritte Phase zuge-
sprochen, basierend auf einem Bedarf, der sich aus folgenden Positionen zusam-
mensetzt: dem Grundbetrag von CHF 600.00, einem Wohnkostenanteil von 
CHF 500.00 (¼ der Wohnkosten der Ehefrau) in der ersten und jeweils 
CHF 667.00 (⅓ der Wohnkosten der Ehefrau) in der zweiten und dritten Phase, 
Krankenkassenprämien von CHF 110.00, dem BüGA von CHF 102.00 in der drit-
ten Phase sowie einem Überschussanteil, berechnet nach grossen und kleinen 
Köpfen, in der ersten Phase unter Einbezug von D._____ (act. B.0, S. 48 ff.). 

13.1.2. Der Ehemann möchte den Barunterhalt von E._____ in jeder Phase abge-
ändert wissen. Er erklärt sich bereit, ihr einen solchen von CHF 1'500.00 zuzüglich 
Kinderzulage zu bezahlen, wobei damit auch ein allfälliger Überschuss abgegolten 
sei. Zur Begründung führt er den Bedarf von E._____ an, den er auf CHF 1'492.00 
beziffert (Grundbetrag CHF 600.00, Wohnkostenanteil CHF 500.00, Krankenkas-
senprämien CHF 110.00, BüGA CHF 102.00, Verpflegung in der Schule in 
R._____ CHF 180.00; act. A.1, III.B.5 Abs. 4 f.). 

13.2.1. Die vom Ehemann sinngemäss geltend gemachte Beschränkung der 
Überschussbeteiligung auf den Betrag von CHF 220.00/CHF 270.00 (Kinder-
/Ausbildungszulage) widerspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. 
Grundsätzlich soll auch das Kind von einer überdurchschnittlichen Leistungsfähig-
keit der Eltern profitieren und an einer gehobenen Lebensstellung der Eltern teil-
haben (BGE 147 III 265 E. 5.4). Ein Anspruch auf eine Lebensführung, welche 
diejenige der Eltern bzw. den angestammten Standard vor der Trennung der El-
tern übersteigt, besteht jedoch nur bei zwischenzeitlich eingetretener Verbesse-
rung der Leistungsfähigkeit (BGer 5A_44/2020 v. 8.6.2021 E. 5.2.1; 5A_491/2020 
v. 19.5.2021 E. 4.4). Hat sich die Leistungsfähigkeit beider Elternteile derart ver-
bessert, dass beide für sich einen Überschuss erzielen, ist differenziert zu betrach-
ten, wer in welchem Ausmass zum höheren Gesamtüberschuss der Familie bei-
trägt. Die Steigerung des Überschusses, die auf ein höheres Einkommen des Ob-
hutsinhabers zurückzuführen ist, ist nicht zu berücksichtigen. Der Unterhalts-
schuldner soll nicht einen höheren Überschuss als bei Getrenntleben finanzieren 

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müssen, den er selbst gar nicht hat, nur weil die Leistungsfähigkeit des Obhutsin-
habers und dadurch der Gesamtüberschuss der Familie gestiegen ist (vgl. dazu 
Karin Meyer, Unterhaltsberechnung: Ist jetzt alles klar?, in: FamPra.ch 2021 
S. 904). Ist die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners seit der Trennung un-
verändert geblieben, steht es daher im Einklang mit dem Bundesrecht, wenn der 
Überschussanteil auf die vor dem Getrenntleben gelebte Lebenshaltung gekürzt 
wird (BGE 147 III 457 E. 5.2). Der Unterhaltsbeitrag kann schliesslich namentlich 
bei weit überdurchschnittlich guten finanziellen Verhältnissen unabhängig vom 
konkret gelebten Standard der Eltern aus erzieherischen und aus konkreten Be-
darfsgründen limitiert werden (BGE 147 III 265 E. 7.3 mit Hinweisen). Schliesslich 
ist allen Besonderheiten des Einzelfalles, im Sinne einer Bündelung der Ermes-
sensbetätigung, bei der Überschussverteilung Rechnung zu tragen (BGE 147 III 
265 E. 7.4).

13.2.2. In der ersten Phase kommt der Überschuss (E. 15.2), im Sinne der Grund-
regel nach grossen und kleinen Köpfen (BGer_491/2020 v. 19. Mai 2021 E. 4.3.1.) 
unter den Eltern und E._____ verteilt, für E._____ mit CHF 452.00 unter dem 
Überschussanteil von CHF 566.00 zu liegen, der ihr zuletzt während der gemein-
sam gelebten Ehe der Eltern zustand (vgl. act. B.0, E. 4b in fine, sogenannte "ehe-
liche Freiquote"). Es besteht somit kein Grund, den Überschussanteil in dieser 
Phase zu kürzen. In der zweiten und dritten Phase resultieren mit Beträgen von 
CHF 800.00 bzw. CHF 938.00 Überschussanteile, welche die eheliche Freiquote 
übersteigen. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf das höhere Einkommen der 
Ehefrau zurückzuführen, wobei aufgrund ihres zwar reduzierten, aber fortbeste-
hendem Mankos noch keine Begrenzung im dargelegten Sinne (vgl. E. 13.3) zu 
berücksichtigen ist. Das Einkommen des Ehemannes bleibt unverändert, seine 
Leistungsfähigkeit verbessert sich jedoch wegen des Wegfalls des Unterhalts für 
die beiden älteren Kinder C._____ und D._____ und der mit dem höheren Er-
werbseinkommen der Ehefrau einhergehenden Reduktion des nachehelichen Un-
terhalts (E. 15.2). Unter diesem Aspekt erscheint die Zuweisung eines 
Überschussanteils über dem ehelichen Standard als möglich. Es ist jedoch zu 
berücksichtigen, dass der Ehemann E._____ an einem Tag (Abend mit Übernach-
tung) pro Woche betreut und drei Wochen Ferien mit ihr verbringt, wofür ihm 
ebenfalls ein Teil des Überschusses zur Verfügung stehen muss. Auch der 
Grundsatz der finanziellen Gleichbehandlung der Kinder spricht für eine Limitie-
rung (BGE 137 III 59 E. 4.2.1). Gestützt auf diese Erwägungen ist der Über-
schussanteil von E._____ in der zweiten und dritten Phase ermessensweise auf 
CHF 600.00 zu beschränken.

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13.2.3. Den Kosten für den Skisport von E._____ ist aufgrund des bisherigen Pro-
zessverhaltens – die Ehefrau machte diese nicht als Unterhaltsposition geltend, 
sondern als ausserordentliche Kosten, die von den Eltern je hälftig zu tragen seien 
– nicht bei der Überschussverteilung Rechnung zu tragen. Sie sind als ausseror-
dentliche Kosten nach Massgabe der Leistungsfähigkeit der Eltern zu überneh-
men.

13.3. Mit Bezug auf den implizit gerügten Wohnkostenanteil von E._____ kann 
auf E. 8.4 verwiesen werden. E._____ ist für die erste Phase ein Wohnkostenan-
teil von CHF 300.00, für die zweite und dritte Phase einer von CHF 500.00 anzu-
rechnen.

13.4. Die Kosten für ein BüGA anerkennt der Ehemann zwar, solche sind jedoch 
nicht zu berücksichtigen, da gemäss Angaben auf der Internetseite der Talent-
schule U._____ die Kosten für den Transport vom Wohnort zur Schule vom Kan-
ton übernommen werden (<_____>, besucht am 27.1.2022). Die übrigen Schul-
kosten sowie die Kosten für die auswärtige Verpflegung von E._____ sind hinge-
gen anzurechnen. Der Ehemann anerkennt einen Betrag von CHF 180.00 für die 
Verpflegung. Daneben fallen gemäss Angaben auf der erwähnten Internetseite 
jährlich CHF 400.00 für Infrastrukturkosten (SmartBoard, persönliches MacBoo-
kAir, digitale Lernplattform, Skiraum, VW-Bus etc.) an, womit E._____ insgesamt 
ein Betrag von CHF 210.00 für auswärtige Verpflegung und Schulkosten anzu-
rechnen ist. Es ist davon auszugehen, dass auch nach Abschluss des 9. Schuljah-
res, unabhängig davon, ob E._____ eine weiterführende Schule besuchen oder 
eine Lehre antreten wird, Kosten für auswärtige Verpflegung und Transport ent-
stehen werden. In welcher Höhe ist noch ungewiss, weshalb die Kosten in der drit-
ten Phase hilfsweise in bisher anerkannter Höhe von CHF 180.00 berücksichtigt 
werden. 

13.5. Nach dem Gesagten ergeben sich für E._____ folgende Barunterhaltsbei-
träge (in CHF): 

Phase 1 Phase 2 Phase 3

Grundbetrag 600.00 600.00 600.00

Wohnkostenanteil 300.00  500.00 500.00

Krankenkasse 110.00 110.00 110.00

Schulkosten/auswärtige Verpflegung 210.00 210.00 180.00

Steuern 80.00 125.00 150.00

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Erweiterter Grundbedarf 1'300.00 1'545.00 1'540.00

Überschussanteil 452.00 600.00 600.00

Gebührender  Bedarf 1'752.00 2'145.00 2'140.00

./. Kinderzulagen 220.00 220.00 270.00

Unterhaltsbeitrag (gerundet) 1'530.00 1'925.00 1'870.00

Absolviert E._____ eine Berufslehre, reduziert sich der Unterhaltsbeitrag für die 
Phase 3 um einen Drittel ihres Nettoeinkommens (E. 7.2).

Der geschuldete Unterhalt liegt in allen drei Phasen über den Beträgen, welche 
die Vorinstanz ermittelt hat, was einerseits auf den Einbezug der auf die Tochter 
entfallenden Steuern, anderseits aber auch auf die erst im Berufungsverfahren 
bekanntgewordenen Kosten in Zusammenhang mit dem Besuch der Talentschule 
zurückzuführen ist. Ohnehin steht das Verschlechterungsverbot (Verbot der refor-
matio in peius) der Zusprechung höherer Kinderunterhaltsbeiträge nicht im Wege 
(BGE 137 III 617 E. 4.5.3; vgl. auch vorstehend E. 4.3). 

13.6.1. Die Vorinstanz sprach E._____ Barunterhalt bis zum Lehrabschluss zu, 
wobei sie annahm, dass E._____ die Lehre je nach deren Dauer im Juni 2025 
oder 2026, d.h. allenfalls nach Erreichen der Volljährigkeit abschliessen wird 
(act. B.0, Dispositiv-Ziffer 5b). Grundsätzlich dauert die Unterhaltspflicht der Eltern 
bis zur Volljährigkeit des Kindes. Hat es dann noch keine angemessene Ausbil-
dung abgeschlossen, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten 
Umständen zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine 
entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann 
(Art. 277 Abs. 2 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag kann vom Scheidungsgericht über 
die Volljährigkeit hinaus festgelegt werden, sofern das Kind bei dessen Einleitung 
noch minderjährig war (Art. 133 Abs. 3 ZGB). Nach neuster Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist der Volljährigenunterhalt auf das familienrechtliche Existenzmi-
nimum (einschliesslich der Ausbildungskosten) zu begrenzen, ein Anspruch auf 
Überschussbeteiligung besteht ab diesem Zeitpunkt nicht mehr (BGE 147 III 265 
E. 7.2). Mit Erreichen der Volljährigkeit verändert sich auch der Bedarf. Der Unter-
haltsanspruch von E._____ ist daher für die Zeit nach Erreichen der Volljährigkeit 
neu festzusetzen. 

13.6.2. Der Grundbetrag von E._____ kann einerseits nicht mehr wie vor 
Volljährigkeit mit CHF 600.00 veranschlagt werden, andererseits erscheint die An-
rechnung des vollen Erwachsenengrundbetrages von CHF 1'200.00 vorliegend 

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nicht angemessen (Maier/Waldner-Vontobel, a.a.O., Ziffer 8, S. 894), da davon 
auszugehen ist, dass E._____ auch nach Erreichen der Volljährigkeit nicht alleine, 
sondern in einer Wohngemeinschaft, sei es mit ihrer Mutter oder anderen jungen 
Erwachsenen wohnen wird. Diese Situation lässt sich am ehesten mit der kosten-
senkenden Wohngemeinschaft gemäss den Richtlinien für die Berechnung des 
betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 1. Juli 2009 vergleichen (KGer SG 
FO 2020.3 v. 23.2.2021 E. 10e.dd), weshalb E._____ der halbe Ehegattengrund-
betrag von CHF 850.00 anzurechnen ist. Auch die Krankenkassenprämien von 
E._____ werden sich nach Erreichen der Volljährigkeit auf den Betrag für junge 
Erwachsene erhöhen (Art. 61 Abs. 3 KVG). Dieser beträgt gemäss Prämienrech-
ner des Bundesamts für Gesundheit (priminfo.admin.ch) ca. CHF 200.00. Der be-
reits eher hoch angesetzte Wohnkostenanteil von E._____ wird der Situation wei-
terhin gerecht, kann sie damit auch ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft finan-
zieren. Die Kosten für auswärtige Verpflegung und Ausbildung werden in unver-
änderter Höhe berücksichtigt (siehe E. 13.4). Der bisher angerechnete Steueran-
teil entfällt hingegen, da E._____ keine oder wie erwähnt unter dem steuerpflichti-
gen Bereich liegende Einkünfte (E. 10.4.2) erzielen dürfte. Für die volljährige 
E._____ ergibt sich ein Bedarf CHF 1'730.00. Abzüglich der Ausbildungszulage 
von CHF 270.00 resultiert ein Unterhaltsanspruch in der Höhe von CHF 1'460.00. 
Gerundet entspricht dies dem vom Ehemann anerkannten Betrag (act. A.1, I.3).

13.6.3. Da mit Erreichen der Volljährigkeit sämtliche Erziehungs- und Be-
treuungspflichten der Eltern entfallen, ist der Unterhalt für das volljährige Kind 
(Art. 277 Abs. 2 ZGB) von beiden Elternteilen entsprechend ihrer in jenem Zeit-
punkt gegebenen Leistungsfähigkeit in Geld zu erbringen (BGE 147 III 265 E. 7.3). 
Vorliegend ist die Leistungsfähigkeit der Ehefrau auch nach Erreichen der Volljäh-
rigkeit von E._____ und dem damit einhergehenden Wegfall der Betreuungspflich-
ten nicht bloss geringer als diejenige des Ehemannes, sondern angesichts ihres 
anhaltenden Mankos überhaupt nicht gegeben. Der Ehemann erreicht jedoch ei-
nen hohen Überschuss, von dem ihm ab Erreichen der Volljährigkeit von E._____ 
zudem mehr verbleiben wird, da sich ab diesem Zeitpunkt der nacheheliche Un-
terhalt der Ehefrau, wie im Folgenden dargelegt, reduziert (E. 15.4.5). Angesichts 
dessen ist der Unterhalt von E._____ auch nach Erreichen der Volljährigkeit ge-
samthaft dem Ehemann aufzuerlegen. Er ist zu verpflichten, ab dem 1. Januar 
2025, an E._____ (Art. 289 Abs. 1 ZGB e contrario) einen Unterhalt von 
CHF 1'500.00 zuzüglich Ausbildungszulage zu bezahlen, wovon ein allfällig von 
E._____ erzielter Lehrlingslohn im Umfang von zwei Dritteln in Abzug zu bringen 
ist (E. 7.2).

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14.1. Die Vorinstanz sprach E._____ bis zum voraussichtlichen Beginn ihrer Leh-
re bzw. Erreichen des 16. Altersjahres einen Betreuungsunterhalt zu. Diesen be-
rechnete sie entsprechend der Betreuungsquote der Ehefrau von 50%, wobei sie 
Letztere nicht auf die Lebenshaltungskosten der Ehefrau anwandte, sondern auf 
ihren wirtschaftlichen Anspruch (Bedarf inklusive Überschussanteil abzüglich Vor-
sorgeunterhalt und eigenes Einkommen). Begründend verwies sie auf die Tabel-
len gemäss Unterhaltsrechner Bähler/Spycher (act. B.0, E. 3.6d-e).

14.2. Der Ehemann verlangt die rückwirkende Aufhebung des Betreuungsunter-
halts ab August 2019, dem Eintritt von E._____ in die Talentschule in R._____. 
E._____ müsse von der Ehefrau nicht mehr betreut werden, da sie tagsüber nicht 
Zuhause sei und Dienstagabend bis Mittwochmorgen bei ihm verbringe, ebenso 
jedes zweite Wochenende von Samstagmoren bis Montagmorgen sowie drei Wo-
chen Ferien pro Jahr. Deshalb sei kein Betreuungsunterhalt mehr geschuldet 
(act. A.1, III.B.5).

14.3. Mit Bezug auf das Arbeitspensum der Ehefrau wird auf E. 6.1.10 verwiesen. 
Auch wenn sich nach Übertritt von E._____ in die Talentschule der Betreuungs-
aufwand für die Ehefrau verringern wird, so wird er nicht vollständig aufgehoben. 
E._____ ist zumindest bis zu ihrem 16. Altersjahr weiterhin betreuungsbedürftig. 
Da die Ehefrau auch bei Erhöhung ihres Pensums auf 80% nicht in der Lage sein 
wird, ihre Lebenshaltungskosten selbst zu decken, besteht weiterhin ein Anspruch 
auf Betreuungsunterhalt.

14.4. Für die Bemessung des Betreuungsunterhalts gelangt nach bundesgericht-
licher Rechtsprechung die sogenannte Lebenshaltungskostenmethode zur An-
wendung. Diese besteht darin, die Differenz zwischen den Lebenshaltungskosten 
des betreuenden Elternteils und dessen (allenfalls hypothetischen) Einkommens 
auszugleichen. Der Betreuungsunterhalt entspricht somit dem Betrag, welcher 
einem betreuenden Elternteil fehlt, um seinen eigenen Bedarf zu decken, soweit 
das Manko darauf zurückzuführen ist, dass er aufgrund der Kinderbetreuung seine 
Erwerbstätigkeit nicht voll ausschöpfen kann. Als Ausgangspunkt gilt das betrei-
bungsrechtliche Existenzminimum, das, falls die vorhandenen Mittel ausreichen, 
um weitere Bedarfspositionen auf das familienrechtliche Existenzminimum zu er-
weitern ist (vgl. BGE 144 III 377 E. 7.1 = Pra 2018 Nr. 104 m.w.H.).

14.5. Die Lebenshaltungskosten der Ehefrau betragen CHF 3'700.00 (vgl. E. 11; 
erweiterter Grundbedarf, jeweils mit Steuerpauschale von CHF 100.00 statt den 
errechneten Steueranteilen). Abzüglich ihres eigenen Einkommens von 
CHF 1'800.00 bzw. CHF 2'700.00 resultiert ein Betreuungsunterhalt für E._____ 

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von CHF 1'900.00 in der ersten und CHF 1'000.00 in der zweiten Phase. Auch 
abzüglich des Einkommens von CHF 3'400.00 in der dritten Phase bzw. nach Er-
reichen des 16. Altersjahres von E._____ resultiert noch ein Manko der Ehefrau 
von CHF 300.00. Dieses ist jedoch nicht mehr betreuungsbedingt, sondern Folge 
des tiefen Einkommens und hoher Berufsauslagen, weshalb ab der dritten Phase 
kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist. Mit Bezug auf den Umstand, dass in der 
ersten Phase der Betreuungsunterhalt gegenüber dem vorinstanzlich Zugespro-
chenen erhöht wird, ist wiederum darauf hinzuweisen, dass das Verschlechte-
rungsverbot im Bereich des Kindesunterhalts nicht zum Tragen kommt.

14.6. Der Bar- und Betreuungsunterhalt von E._____ ist gleichlaufend mit dem 
nachehelichen Unterhalt rückwirkend auf den 1. August 2019 zuzusprechen (vgl. 
E. 15.3). 

15.1. Im Zusammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt macht der Ehemann 
einen tieferen ehelichen Lebensstandard geltend. Unter Verweis auf den Ent-
scheid des Kantonsgerichts betreffend Genehmigung der Trennungsvereinbarung 
(KGer GR ZK1 12 64 und ZK1 12 65 v. 13.11.2012) beruft er sich auf ein eheli-
ches Familieneinkommen von CHF 9'220.00 (exklusive Kinderzulagen) sowie eine 
Sparquote von monatlich CHF 950.00 (act. A.1, III.B.7). Da der Ehemann diese 
Behauptungen zum ersten Mal mit der Berufung aufstellt und nicht begründet, 
weshalb ihr verspätetes Vorbringen zulässig sein sollte (Art. 317 ZPO), ist auf sie 
nicht weiter einzugehen. Zum vorin