# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a3cbb33-fbf1-55ee-a081-2c40eef1e6fe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 19.11.2021 UV 2021/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2021-1_2021-11-19.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.04.2022

Entscheiddatum: 19.11.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2021
Art. 18 f., 24 f. UVG. Kein verfrühter Fallabschluss bei Verneinung der 
Adäquanz der nicht somatischen Problematik. Rentenanspruch bei 
Annahme einer 100%-igen Restarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 
abgelehnt. Keine Erhöhung der Integritätsentschädigung. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 19. November 2021, UV 2021/1).

Entscheid vom 19. November 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Miriam Lendfers und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/1

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Oskar Gysler, Advokatur Thöni Gysler, 

Schweizergasse 8, Postfach, 8021 Zürich 1,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 2. April 2007 als Gartenarbeiter bei der 

B.___ AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten 

versichert. Am 23. Februar 2019 erlitt der Versicherte einen Unfall, als der Vorarbeiter 

auf einer Baustelle in C.___ die Schaufel an einem Bagger ummontierte, um den 

Versicherten darin hochzuheben. Nach ca. zehn Minuten löste sich die Halterung der 

Schaufel, woraufhin der Versicherte aus mehreren Metern Höhe mit dem Gesäss und 

dem rechten Ellenbogen auf dem Asphalt aufschlug (Suva-act. 1, 16-1). Auch schlug er 

sich den Hinterkopf an (Suva-act. 8-1).

A.a. 

Eine am 23. Februar 2019 im Spital D.___ durchgeführte Computertomograpie 

(CT) des Neurocraniums sowie des Gesichtsschädels hatte keine intrakranielle Blutung 

und keine frische Fraktur des Neuro- und des Viscerocraniums ergeben. Die 

gleichentags erfolgte CT des Halses, des Thorax, des Abdomens, der Wirbelsäule und 

des Beckens hatte keinen Hinweis auf traumatische Organ- oder Weichteilläsionen, 

jedoch eine Fraktur der anterioren Deckplatte des ersten Lendenwirbelkörpers (LWK1) 

mit Höhenminderung der Vorderkante, ansonsten aber keine frischen traumatischen 

Läsionen der ossären Strukturen hervorgebracht (Suva-act. 12). Mit 

Kernspintomographie (MRI) der Lendenwirbelsäule (LWS) nativ vom 25. Februar 2019 

war die Deckplattenimpressionsfraktur von LWK1 mit Beteiligung der Vorderkante 

bestätigt worden. Hinweise auf eine Beteiligung der Hinterkante oder eine 

diskoligamentäre Verletzung hatten sich nicht gezeigt (Suva-act. 13). Am 26. Februar 

A.b. 

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2019 wurde der Versicherte sodann wegen der beim Sturz vom 23. Februar 2019 

ebenfalls erlittenen (traumatisch) eröffneten Bursa olecrani rechts am rechten 

Ellenbogen operiert (Wundexzision, Bursektomie, Redoneinlage und Wundverschluss 

Ellenbogen rechts; Suva-act. 4). Eine Röntgenuntersuchung im thoraco-lumbalen 

Übergang vom 27. Februar 2019 ergab keinen Nachweis einer sekundären Dislokation, 

keine neu höhengeminderten Wirbelkörper sowie ein ansonsten erhaltenes ventrales 

und dorsales Alignment (Suva-act. 24). Mit Austrittsbericht vom 28. Februar 2019 (bei 

Hospitalisation seit dem Unfalltag) diagnostizierten die verantwortlichen Ärzte des 

D.___ eine Deckplattenimpressionsfraktur LWK1 Typ A1 nach AOSpine, eine 

traumatisch eröffnete Bursa olecrani rechts, ein leichtes Schädelhirntrauma mit 

Rissquetschwunde occipital, eine posttraumatische Belastungsstörung und 

anamnestisch eine konservativ behandelte Diskushernie im LWS-Bereich. Der 

Versicherte habe im Rahmen des Traumas über Einschlafstörungen geklagt, weswegen 

nach Beurteilung durch die Kollegen der Psychiatrie eine medikamentöse Therapie 

installiert worden sei (Suva-act. 8).

Bei anhaltender Schmerzproblematik im Rücken erfolgten am 13. März, 10. April 

und 29. Mai 2019 Röntgenuntersuchungen im thoraco-lumbalen Übergang. Diese 

zeigten im Verlauf eine leichte Sinterung der Vorderkante, differentialdiagnostisch 

projektionsbedingt, bei erhaltenem Alignment sowie, soweit radiologisch beurteilbar, 

keine Beteiligung der Hinterkante (Suva-act. 20 f., 30-2). Die verantwortlichen Ärzte des 

D.___ sahen mit Bericht vom 17. Juni 2019 die leichte Sinterung als für die 

Beschwerden ursächlich an und klärten den Versicherten über die Möglichkeit einer 

operativen Versorgung auf, welche dieser ablehnte. Die Ärzte empfahlen die 

Weiterführung der Physiotherapie in intensivierter Form, besonders zur Stärkung der 

Rückenmuskulatur (Suva-act. 30-2).

A.c. 

Eine weitere Röntgenuntersuchung im thoraco-lumbalen Übergang vom 18. 

September 2019 ergab kein Nachsintern der Fraktur, jedoch eine minimale 

Retrolisthese von LWK1 gegenüber LWK2 mit ventral vermehrt klaffendem 

Bandscheibenfach (Suva-act. 62-2, 69). Zur Beurteilung frischer Frakturanteile erfolgte 

am 23. September 2019 ein weiteres MRI der LWS nativ. Dieses zeigte eine 

Nachsinterung der bekannten Deckplattenimpression LWK1 mit nun 

Keilwirbelkonfiguration und neu aufgetretenem Schmorl'-Knoten in der Deckplatte, ein 

A.d. 

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leicht zunehmendes Knochenmarködem, keine Neurokompression, einen deutlichen 

Facettengelenkserguss LWK1/2 beidseits, eine zunehmende Bandscheibenextrusion 

LWK5/SWK1 paramedian rechts mit rezessalem Kontakt zur Nervenwurzel S1 rechts 

sowie eine progrediente osteoligamentäre Enge des Neuroforamens LWK5/SWK1 

beidseits mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 beidseits, rechts mehr als links (Suva-

act. 65-2, 72). Die verantwortlichen Ärzte des D.___ führten mit Bericht vom 16. 

Oktober 2019 aus, dass acht Monate nach dem Unfall keine Heilungstendenz der 

LWK1 Fraktur unter konservativer Therapie mehr bestehe. Die Schmerzen seien 

bildmorphologisch gut nachvollziehbar im Sinne einer nicht ausgeheilten 

Wirbelsäulenverletzung. Durch eine operative Stabilisierung der Fraktur könnten 

gemäss ihrer Meinung die Schmerzen deutlich gebessert werden (Suva-act. 65-2). 

Dieser Beurteilung schloss sich Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, an (Suva-act. 70).

Dr. med. F.___, Oberarzt an der Klinik G.___, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie 

und Neurochirurgie, welchen der Versicherte für eine Zweitmeinung aufsuchte, 

veranlasste weitere Bildgebungen der LWS (Röntgen am 11. und CT am 13. November 

2019). Dr. F.___ stellte mit Bericht vom 3. Dezember 2019 eine verheilte 

Kompressionsfraktur L1 mit einer segmentalen Kyphosierung von 13°, eine 

progrediente posttraumatische Diskusdegeneration Th12/L1 und eine 

Kompressionsfraktur von L1 mit kreisrundem Defekt der Deckplatte L1, ohne weitere 

Sinterung, jedoch mit einer beginnenden ventralen Überbauungsreaktion, fest. Es 

könne über eine operative Versorgung mittels dorsaler Spondylodese sowie 

intersomatischer Abstützung in TLIF-Technik diskutiert werden. Es handle sich um eine 

relative Operationsindikation, wobei sich der Versicherte noch nicht entschieden habe, 

ob er einem operativen Vorgehen zustimmen werde. Es werde zwischenzeitlich ein 

Wiederbeginn der Physiotherapie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur und eine 

Steigerung der körperlichen Aktivität mit Velofahren und Schwimmen empfohlen (Suva-

act. 78).

A.e. 

In der Röntgenuntersuchung vom 12. März 2020 zeigte sich unverändert eine 

segmentale Kyphosierung von 13° im Bereich von L1. Mit Bericht vom 12. März 2020 

führte Dr. F.___ aus, dass sich der Versicherte nach wie vor nicht für eine Operation 

entscheiden könne. Er gehe davon aus, dass ein Grossteil der Beschwerden aber auch 

A.f. 

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muskulärer Genese sei und könne somit nur eingeschränkt voraussagen, inwieweit der 

Versicherte von einer Operation profitieren würde. Eine Facettengelenksinfiltration 

lehne der Versicherte ab. Er sei im Beruf als Bauarbeiter mit Sicherheit 100 % 

arbeitsunfähig. Aus diesem Grund empfehle er eine berufliche Tätigkeit mit reduzierter 

körperlicher Aktivität, wo es dem Versicherten möglich sei, zwischen Sitzen, Stehen 

und Gehen zu wechseln (Suva-act. 106).

Mit Bericht vom 15. April 2020 diagnostizierte Kreisarzt Dr. E.___ gestützt auf die 

Akten einen Status nach Kompressionsfraktur LWK1 am 23. Februar 2019 (gemäss 

Kontrolle vom 12. März 2020 eine verheilte Kompressionsfraktur L1 mit segmentaler 

Kyphosierung 13° und Diskusschädigung Th12/L1 bei erhaltener Lendenlordose und 

weitestgehend erhaltener Höhe der lumbalen Bandscheibenfächer). Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht würden stabile Verhältnisse vorliegen, auch wenn die 

Klinik G.___ noch eine weitergehende physiotherapeutische Betreuung empfohlen 

habe. Diese zusätzliche Behandlung werde die Situation höchstens graduell 

verbessern, eine Änderung der Arbeitsfähigkeit – und damit eine erhebliche 

Verbesserung des Zustands – sei dabei nicht zu erwarten. Die Tätigkeit als 

Gartenarbeiter sei andauernd nicht mehr möglich. Vollzeitig und vollschichtig zumutbar 

sei eine rückenschonende, leichte bis höchstens mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeit. Dabei seien Tätigkeiten in ungünstiger Körperhaltung (vornübergebeugt, 

seitwärts geneigt oder rekliniert) nicht zumutbar. Möglich sei das Heben von Lasten 

von zehn bis 15 Kilogramm und ein länger dauerndes Tragen von fünf bis zehn 

Kilogramm. Den Integritätsschaden schätzte Dr. E.___ auf 20 % (Suva-act. 112).

A.g. 

Am 17. April 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die 

Taggeldleistungen per Juli 2020 eingestellt würden (Suva-act 117). Mit Verfügung vom 

15. Mai 2020 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von Fr. 

29'640.-- (Integritätsschaden 20 %) zu und lehnte einen Rentenanspruch ab (Suva-act. 

131). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Oskar Gysler, 

Zürich, am 12. Juni 2020 Einsprache (Suva-act. 136).

A.h. 

Mit Schreiben vom 26. Juni 2020 nahm die Suva die Verfügung vom 15. Mai 2020 

vollumfänglich zurück und ordnete eine kreisärztliche Untersuchung an (Suva-act. 141). 

Diese wurde am 8. Juli 2020 durch Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische 

A.i. 

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B.  

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, durchgeführt. Dr. H.___ 

diagnostizierte anhaltende nicht-radikuläre Restbeschwerden rechtsbetont bei 

überwiegend muskulärer Dysbalance paravertebral nach Kompressionsfraktur L1, 

einen Status nach leichtem Schädelhirntrauma mit folgenloser Ausheilung und einen 

Status nach Bursektomie und Wundverschluss Ellenbogen rechts mit leichten nicht-

radikulären sensorischen passageren Störungen ohne Funktionsdefizit der rechten 

oberen Extremität. Die Beschwerden am thoraco-lumbalen Übergang seien 

überwiegend muskulärer Natur. Eine erhebliche Verbesserung der Schmerzsituation sei 

nach knapp eineinhalb Jahren konservativer Frakturbehandlung nicht mehr zu 

erwarten. Eine Operationsindikation bestehe nicht. Dr. H.___ bestätigte vollumfänglich 

die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und die Schätzung des Integritätsschadens durch Dr. 

E.___ vom 15. April 2020 (Suva-act. 145).

Am 22. Juli 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die Taggeldleistungen 

per 31. August 2020 eingestellt würden (Suva-act 146). Mit Verfügung vom 4. August 

2020 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von Fr. 

29'640.-- (Integritätsschaden 20 %) zu und lehnte einen Rentenanspruch ab (Suva-act. 

149).

A.j. 

Gegen die Verfügung vom 4. August 2020 erhob der Versicherte, weiterhin 

vertreten durch Rechtsanwalt Gysler, am 14. September 2020 Einsprache. Der 

Fallabschluss sei verfrüht erfolgt, nachdem in psychischer Hinsicht, bei Bejahung der 

Adäquanz, noch nicht von einem Endzustand ausgegangen werden könne. Im Weiteren 

bestehe infolge der Schmerzen auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 

Arbeitsunfähigkeit von 60 %. Es habe eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 

zu erfolgen und die Integritätsentschädigung sei angemessen zu erhöhen (Suva-act. 

154).

B.a. 

Am 3. November 2020 reichte Rechtsanwalt Gysler Berichte des Zentrums K.___ 

vom 20. Oktober 2020 sowie der Klinik L.___ des D.___ vom 4. Juni 2020 ein (Suva-act. 

161 ff.). Am 17. November 2020 legte er zudem einen Bericht von Dr. med. I.___, FMH 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. November 2020, vor (Suva-act. 167 f.).

B.b. 

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C.  

Mit Entscheid vom 17. November 2020 wies die Suva die Einsprache bei 

Verneinung der Adäquanz der psychischen Beschwerden und bei Abstellen auf die 

kreisärztlichen Beurteilungen bezüglich der somatischen Problematik ab (Suva-act. 

164).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 17. November 2020 erhob Rechtsanwalt 

Gysler für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 4. Januar 2021 

Beschwerde. Der Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben. Es sei 

festzustellen, dass der Fallabschluss verfrüht erfolgt sei und es seien dem 

Beschwerdeführer weiterhin das Taggeld sowie Heilungskosten auszurichten. Es sei 

eine polydisziplinäre Begutachtung (Orthopädie, Psychiatrie und Neuropsychologie) 

vorzunehmen. Über die Integritätsentschädigung sowie Invalidenrente sei erst nach 

Fallabschluss zu verfügen. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung von mindestens 50 % zuzusprechen. Eventualiter sei dem 

Beschwerdeführer eine Invalidenrente von mindestens 60 % zuzusprechen. Es sei dem 

Beschwerdeführer ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in der Person des 

Unterzeichnenden beizugeben. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 

Mehrwertsteuer; act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2021 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde sowie die 

Bestätigung des Einspracheentscheids (act. G 4).

C.b. 

Am 18. März 2021 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Gysler entsprochen (act. G 10).

C.c. 

Mit Replik vom 26. März 2021 liess der Beschwerdeführer durch seinen 

Rechtsvertreter unverändert an seinen Anträgen und deren Begründungen festhalten 

(act. G 12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik, erneuerte 

den Antrag auf Abweisung und verwies zur Begründung auf die Beschwerdeantwort 

(act. G 14).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt vorab die Feststellung, dass der 

Fallabschluss auf den 31. August 2020 verfrüht erfolgt sei. Entsprechend seien dem 

Beschwerdeführer weiterhin Taggelder und Heilbehandlungskosten auszurichten.

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter Ein­

stellung der vorübergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie mit 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung) 

abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der (unfallbedingten) ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 

erwartet werden kann (sogenannter medizinischer Endzustand) und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 134 V 

113 ff. E. 4). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 

unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende 

Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht. 

Diese Frage ist prospektiv zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 

8C_285/2016, E. 7.1).

1.1. 

Es ist unbestritten (act. G 1 S. 6) und medizinisch ausgewiesen (Suva-act. 112, 

145), dass in somatischer Hinsicht der medizinische Endzustand per 31. August 2020 

erreicht bzw. diesbezüglich durch ärztliche Behandlungen keine namhafte Besserung 

mehr zu erwarten war. Entsprechend erfolgte der Fallabschluss in Bezug auf die 

somatische Problematik nicht verfrüht. Ebenfalls ausgewiesen ist, dass zu diesem 

Zeitpunkt weiterhin somatische Unfallfolgen in Form von nicht-radikulären 

Restbeschwerden rechtsbetont nach konservativ versorgter Kompressionsfraktur L1 

vorlagen, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen und in die Leistungsbeurteilung 

miteinzubeziehen sind.

1.2. 

Umstritten und zu prüfen ist hingegen, ob auch die psychischen Beschwerden, 

namentlich die diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung, das depressive 

1.3. 

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2.  

Leiden (vgl. Suva-act. 163) sowie die neurokognitive Funktionsstörung ohne 

organisches Korrelat (Suva-act. 162), welche ebenfalls den psychischen Beschwerden 

zugeordnet wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2007, U 321/06, E. 4.1), 

dem Unfall vom .___ Februar 2019 anzulasten und in die Leistungsbeurteilung (in 

Bezug auf die vorübergehenden Leistungen [Heilbehandlung und Taggeld], aber auch 

bezüglich der Dauerleistungen [Rente und Integritätsentschädigung]) einzubeziehen 

sind. Je nachdem bedarf es auch bezüglich dieser Beschwerden eines ausgewiesenen 

medizinischen Endzustands für den Fallabschluss (vgl. dazu die Entscheide des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. März 2020, UV 2018/10, E. 2.1, 

mit Hinweisen, sowie vom 29. März 2021, UV 2019/80, E. 1.2).

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Die Adäquanz 

spielt im Sozialversicherungsrecht als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im 

Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich 

hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 358 E. 

3.2). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist. Zunächst ist festzustellen, ob der Versicherte beim Unfall ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) oder einen äquivalenten 

Verletzungsmechanismus oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat, dessen Folgen sich 

mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen, oder ob es sich um einen Unfall 

mit anderen somatischen Verletzungen und gesundheitlichen Folgen handelt. Im 

letzteren Fall erfolgt die Adäquanzbeurteilung psychischer Unfallfolgen nach den in 

BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (sogenannte Psycho-Praxis). Bei Unfällen mit 

Schleudertrauma, mit einer diesem gleichgestellten Verletzung der HWS oder einem 

2.1. 

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Schädelhirntrauma ist hingegen die Adäquanz gemäss BGE 117 V 359 ff., präzisiert in 

BGE 134 V 126 ff. E. 10, zu beurteilen (sogenannte Schleudertrauma-Praxis). Der 

Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS, einer 

äquivalenten Verletzung oder einem Schädelhirntrauma auf eine Differenzierung 

zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird, während bei den 

übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen 

lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen 

Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (vgl. u.a. Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 7. November 2002, U 377/01, 

E. 4.3).

Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem 

Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden 

gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 116 E. 6.1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Juli 2017, 8C_184/2017, E. 2.2). Bei der Schleudertrauma-

Praxis ist dies der Zeitpunkt, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-

Beschwerdebild – dessen psychische und physische Komponenten nicht leicht zu 

differenzieren sind – gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 

mehr zu erwarten ist (BGE 134 V 115 ff. E. 4.3, 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. 

August 2018, 8C_114/2018, E. 4).

2.2. 

Im vorliegenden Fall hat die Adäquanzbeurteilung der psychischen Problematik 

nach der Psycho-Praxis zu erfolgen. Ein Schleudertrauma der HWS oder ein 

äquivalenter Verletzungsmechanismus sind nicht aktenkundig. Auch das erlittene 

leichte Schädelhirntrauma bei unauffälligem Befund (GCS 15, keine intrakranielle 

Blutung, keine frische Fraktur; vgl. Suva-act. 8) führt rechtsprechungsgemäss nicht 

dazu, dass die Schleudertrauma-Praxis zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. April 2016, 8C_75/2016, E. 4.2; vgl. ferner Urteil des EVG vom 

13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1 f.). Dies leuchtet auch für den vorliegenden Fall ein, 

nachdem das erlittene leichte Schädelhirntrauma ohne organische Folgen blieb bzw. 

der aktenkundige Verletzungsmechanismus die anhaltenden neurokognitiven Defizite 

nicht zu erklären vermag und diese überwiegend wahrscheinlich anderen Ursprungs 

sind (Suva-act. 162-1 f.). Entsprechend erfolgte die Prüfung der Adäquanz nicht 

verfrüht, nachdem bereits dargelegt wurde (vgl. vorstehende E. 1.2), dass von der 

Fortsetzung der auf die somatischen Unfallfolgen gerichteten ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war.

2.3. 

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Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, wenn dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der nicht (hinreichend) objektivierbaren bzw. 

psychischen Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die 

Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu 

bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle 

andererseits und in einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei 

banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 

psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass 

ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei einem schweren Unfall, welcher 

rechtsprechungsgemäss indes nur selten angenommen wird (vgl. dazu Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 62), ist der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel zu bejahen, 

denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die 

Frage, ob zwischen dem Unfall und der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig 

beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind 

dabei besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 138 ff. E. 6 f.). Um die adäquate Kausalität 

bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. Bei einem 

mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen genügt ein 

Kriterium. Ansonsten müssen mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können, 

falls keinem Kriterium besonderes Gewicht zukommt (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 

62 ff.). Bei mittelschweren Unfällen im engeren Sinn genügen drei Adäquanzkriterien, 

bei Unfällen im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen 

vier Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 

2010, 8C_897/2009, E. 4.5, und vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit 

Hinweis). Bei der Prüfung der Adäquanzkriterien sind, wie erwähnt, die Folgen der 

2.4. 

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organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen 

(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 8C_903/2009, E. 4.6).

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers führt aus, dass es sich beim Sturz 

vom 23. Februar 2019 um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den 

schweren Ereignissen handelte (act. G 1 S. 7 f.). Die Beschwerdegegnerin qualifiziert 

das Ereignis als mittelschwer im mittleren Bereich bzw. engeren Sinn. Der 

Beschwerdeführer stürzte unbestrittenermassen aus einer Schaufel eines Baggers, als 

er eine Tafel bzw. eine Höhenbegrenzungslatte, welche die Parkhaushöhe anzeigen 

sollte, anbringen wollte. Dabei fiel er aus mehreren Metern auf den Asphalt, wo er mit 

dem Hintern sowie dem rechten Ellenbogen aufschlug (Suva-act. 16-1). Im Weiteren 

stiess er sich den Hinterkopf an (Suva-act. 8-1). Praxisgemäss werden Stürze aus einer 

Höhe von zwei bis vier Metern in die Tiefe noch als im engeren Sinne mittelschwere 

Unfälle qualifiziert (Urteil des Bundesgerichts vom 19. April 2017, 8C_44/2017, E. 5.2 

mit Hinweisen). Die Sturzhöhe bemisst sich nicht nach dem Abstand des Kopfes, 

sondern nach demjenigen der Füsse des Beschwerdeführers bzw. der ihn tragenden 

Fläche vom Boden (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 8.3). 

Aus einem Bericht des Forensischen Instituts Zürich vom 24. März 2019 geht hervor, 

dass die maximale Höhe für das Parkhaus mit 3.95 Metern beschildert ist (Suva-act. 

134-3), wobei eine Sturzhöhe von zweieinhalb bis drei Metern vermutet werde (Suva-

act. 134-10). Dies leuchtet ein, nachdem eine Höhenbegrenzungslatte auf rund vier 

Metern angebracht werden sollte. Die Qualifizierung des Unfalls als mittelschweres 

Ereignis im engeren Sinn ist damit in Beachtung der Rechtsprechung gerechtfertigt. 

Daran vermag der Umstand, dass der Beschwerdeführer zusammen mit der Schaufel 

zu Boden gegangen ist, nichts zu ändern, zumal nicht geltend gemacht wird, die 

Schaufel hätte den Beschwerdeführer beim Sturz oder nach dem Aufprall in irgendeiner 

Weise tangiert. Aufgrund der objektiviert betrachteten Schwere des Unfalls bedarf es 

zur Bejahung der Adäquanz der psychischen Beschwerden demnach der Erfüllung von 

drei Adäquanzkriterien in einfacher Form oder eines, wenn ihm besonderes Gewicht 

zufällt.

2.5. 

 2.6. 

Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven 

Empfindens bzw. des Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist auch, 

dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, 

welche somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (Rumo-

2.6.1. 

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Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69, mit Verweis auf die Rechtsprechung). Besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit sind nicht 

ersichtlich. Es bestand keine akute Lebensgefahr. Aus den Akten ergeben sich im 

Weiteren keine Anhaltspunkte dafür, dass Gefahr bestand, dass die Schaufel nach dem 

Aufprall auf den Beschwerdeführer hätte fallen oder rollen können. Ein solches 

Geschehen wurde während des Verwaltungsverfahrens auch nicht geltend gemacht 

(vgl. insbesondere Suva-act. 16-1). Die vorgetragene, aus objektiver Sicht 

unberechtigte Todesangst bezog sich sodann nicht auf das Unfallereignis an sich, 

sondern auf die dabei erlittenen Verletzungen (Suva-act. 163-3).

Beim Unfall vom 23. Februar 2019 erlitt der Beschwerdeführer eine 

Deckplattenimpressionsfraktur LWK1, eine Verletzung am rechten Ellenbogen sowie 

ein leichtes Schädelhirntrauma mit Rissquetschwunde (Suva-act. 8-1). Diese 

Verletzungen können weder aufgrund der medizinischen Unterlagen noch der 

Vorbringen des Beschwerdeführers als schwer oder von besonderer Art qualifiziert 

werden. Insbesondere handelte es sich bei der Deckplattenimpressionsfraktur um 

keine instabile Fraktur (anders als im Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 

8C_116/2009, E. 4.3). Die Hinterkante war nicht beteiligt (vgl. u.a. Suva-act. 13) und es 

bestand somit keine Gefahr, dass das Rückenmark durch verschobene 

Knochenbruchstücke verletzt wird. Dieses Kriterium ist damit nicht erfüllt.

2.6.2. 

Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung 

somatischer Beschwerden ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. 

Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der 

Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. 

Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche 

Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein (Urteil des Bundesgerichts 

vom 10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 10.1). Der Beschwerdeführer wurde in Bezug auf 

die relevante Rückenproblematik konservativ behandelt. Es wurden lediglich 

regelmässig Physiotherapien verordnet und Schmerzmittel verabreicht. Die 

Abklärungen der Schmerzursachen mittels Röntgen- und MRI-Untersuchungen 

erfolgten ambulant. Eine stationäre Behandlung/Rehabilitation wurde nicht 

durchgeführt. Damit ist im Sinne der Rechtsprechung das Kriterium der ungewöhnlich 

langen Dauer der seit dem Unfall auf die somatischen Leiden zielenden ärztlichen 

Behandlung nicht nur aufgrund der zeitlichen Komponente, sondern auch mangels 

Vorliegens ausserordentlich belastender Eingriffe nicht erfüllt.

2.6.3. 

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Das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen ist in einfacher Form erfüllt. Der 

Beschwerdeführer leidet seit dem Unfall und über den Fallabschluss hinaus an 

geringen Dauerschmerzen, welche gemäss kreisärztlicher Einschätzung über mässige 

Beanspruchungsschmerzen gemäss Suva-Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbel­

säulenaffektionen; https://www.suva.ch/de-CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-

integritaetsschaden-bei-wirbelsaeulenaffektionen, eingesehen am 19. November 2021) 

hinausgehen (Suva-act. 112-2).

2.6.4. 

Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert 

hat, ist nicht erkennbar (vgl. dazu Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 72, mit Verweis auf 

die Rechtsprechung) und dieses Kriterium damit nicht erfüllt.

2.6.5. 

Dass keine durchgehende Beschwerdefreiheit erreicht wurde, genügt nicht für 

das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und/oder erheblicher Komplikationen. 

Es bedürfte besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 27. Mai 2010, 8C_29/2010, E. 5.3.2). Solche Gründe liegen 

hier nicht vor. Das Kriterium ist daher nicht gegeben.

2.6.6. 

Dem Beschwerdeführer ist aufgrund der somatischen Unfallfolgen die 

angestammte Tätigkeit als Gartenarbeiter seit dem Unfallereignis nicht mehr zumutbar. 

Er bleibt diesbezüglich zu 100 % arbeitsunfähig. In angepassten Tätigkeiten wird ihm 

zwar nach 14 Monaten eine vollzeitige und vollschichtige Arbeitsfähigkeit attestiert 

(Suva-act. 112-2, 145-10). Aufgrund der vollständigen Arbeitsunfähigkeit von über 

einem Jahr und der bleibenden Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, 

was letztlich zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führte (Suva-act. 105-2), ist das 

Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit in 

einfacher Form erfüllt (vgl. dazu die Beispiele im Urteil des EVG vom 30. August 2001, 

U 56/00, E. 3d/aa).

2.6.7. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers lediglich die Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen und des 

Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit in nicht besonders 

ausgeprägter Form erfüllt sind. Mangels Erfüllens genügender Adäquanzkriterien ist 

damit der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 23. 

Februar 2019 und den psychischen Beschwerden zu verneinen. Anders gesagt kommt 

dem Unfall keine massgebende Bedeutung für die Entstehung der psychischen bzw. 

nicht somatisch objektivierbaren Beschwerden zu. Aufgrund dieser Beurteilung kann 

praxisgemäss die Frage nach einer natürlichen Kausalität der entsprechenden 

Beschwerden zum versicherten Unfallereignis offenbleiben (BGE 135 V 472 E. 5.1). 

2.7. 

https://www.suva.ch/de-CH/material/Dokumentationen/tabelle-07-integritaetsschaden-bei-wirbelsaeulenaffektionen

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3.

Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende E. 2) sind einzig die Auswirkungen der 

unfallkausalen somatischen Problematik am Rücken (vgl. vorstehende E. 1.2) in die 

Rentenbeurteilung bzw. die Ermittlung des Invaliditätsgrads einzubeziehen. 

Diesbezüglich besteht Uneinigkeit in Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der Einschränkungen. Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

kreisärztlichen Beurteilungen trotz Unfallfolgen von einer vollen Leistungsfähigkeit in 

angepassten Tätigkeiten ausgeht, erachtet der Beschwerdeführer die kreisärztliche 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für nicht beweiskräftig.

Diesbezüglich bedarf es somit keines medizinischen Endzustands für die Berechtigung 

des Fallabschlusses. Der Fallabschluss mit Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen erfolgte damit nicht verfrüht und die Beschwerde ist in diesem Punkt 

abzuweisen. Die psychischen Beschwerden sind mangels Adäquanz auch nicht in die 

Beurteilung der Dauerleistungen (Rentenanspruch, Integritätsentschädigung) 

miteinzubeziehen.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt 

der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, 

den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist 

(BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

3.1. 

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Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen. Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug 

versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 135 V 465, BGE 122 V 157).

Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. H.___ vom 9. Juli 2020 beruht auf einer 

eigenhändigen und umfassenden Untersuchung vom 8. Juli 2020 mit entsprechender 

Befunderhebung (Suva-act. 145-7 f.). Sie wurde in Kenntnis und Würdigung der 

Vorakten (inklusive der bildgebenden Befunde) erstellt (Suva-act. 145-1 ff., 8), wobei 

die beklagten Beschwerden Berücksichtigung fanden (Suva-act. 145-6 f.). Insgesamt 

sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass bis zum Untersuchungszeitpunkt objektiv 

wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden sind. Gestützt auf die festgestellten 

Beeinträchtigungen (nicht-radikuläre Restbeschwerden rechtsbetont bei überwiegend 

muskulärer Dysbalance paravertebral nach konservativ versorgter Kompressionsfraktur 

L1, leichte nicht-radikuläre sensorische passagere Störungen ohne Funktionsdefizit der 

rechten oberen Extremität; Suva-act. 145-9) ist es schlüssig und nachvollziehbar, dass 

die Tätigkeit als Gartenarbeiter, welche schwer ist und Zwangshaltungen des Rückens 

bedingt, nicht mehr ausführbar ist, in leidensadaptierter Tätigkeit aber ein 

vollschichtiges Pensum zumutbar bleibt. Das beschriebene Belastungsprofil (leichte bis 

maximal mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne ungünstige 

Wirbelsäulenkörperhaltungen [mit zumutbarem kurzzeitigem Heben von Lasten von 

zehn bis 15 Kilogramm bei guter Rückenhygiene und länger dauerndem Tragen von 

fünf bis zehn Kilogramm]; Suva-act. 145-10) erscheint zur Vermeidung von erheblichen 

Belastungsschmerzen am Rücken schlüssig. Auch den Störungen der rechten oberen 

3.2. 

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4.

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Extremität ist genügend Rechnung getragen. Insgesamt vermag die kreisärztliche 

Beurteilung den Anforderungen, welche die Rechtsprechung an den Beweiswert eines 

ärztlichen Berichts stellt (vgl. dazu vorstehende E. 3.1), ohne weiteres zu genügen. 

Geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. H.___ 

ergeben sich auch nicht durch die Berichte der behandelnden Ärzte. Dr. F.___ empfahl 

mit Bericht vom 12. März 2020 eine berufliche Tätigkeit mit reduzierter körperlicher 

Aktivität, welche es dem Beschwerdeführer ermögliche, zwischen Sitzen, Stehen und 

Gehen zu wechseln (Suva-act. 106-3). Diese Anforderung an eine angepasste Tätigkeit 

wird auch vom Kreisarzt gestellt. Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. J.___, 

Allgemeinmedizin FMH, spricht sich mit Bericht vom 6. September 2020 zwar lediglich 

für eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster Tätigkeit bei erhöhtem Pausenbedarf 

aus. Auch erachtet er die veranschlagten Gewichte als zu hoch (Suva-act. 155-2 f.). Dr. 

J.___ gewichtet bei seiner Beurteilung indes einzig die Schmerzproblematik stärker, 

benennt dabei aber keine Aspekte, welche im Rahmen der kreisärztlichen Beurteilung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Entsprechend vermag er keine auch nur 

geringen Zweifel an der Beurteilung von Dr. H.___ zu wecken, zumal es schlüssig 

erscheint, dass mit dem rückenentlastenden Zumutbarkeitsprofil der objektivierbaren 

Schmerzproblematik auch ohne zusätzliche Pausen während der Arbeitszeit genügend 

Rechnung getragen wird. Bezüglich der Einschätzung von Dr. J.___ ist zudem der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc) bzw. geklagte Schmerzen zu deren Gunsten 

auslegen. Gestützt auf das Gesagte ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Fallabschlusses in 

adaptierter Tätigkeit ein Vollpensum zumutbar war. Der Sachverhalt wurde in Bezug auf 

die unfallkausale quantitative und qualitative Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

spruchreif abgeklärt, womit sich diesbezügliche Weiterungen erübrigen. Bereits an 

dieser Stelle sei erwähnt, dass dem Beschwerdeführer bei diesem Zumutbarkeitsprofil 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offensichtlich noch ein genügend weites Feld an 

Beschäftigungsmöglichkeiten offensteht bzw. die Arbeitsfähigkeit verwertbar ist. Ihm 

sind beispielsweise noch Stellen als Hilfsarbeiter im Bereich von Überwachungs-, 

Administrativ-, und Kontrolltätigkeiten wie auch leichtere Verpackungs-, 

Maschinenbedienungs- und Sortierarbeiten zumutbar (vgl. dazu auch Urteil des EVG 

vom 30. Juli 2004, U 337/03, E. 3.3).

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Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. dazu 

vorstehende E. 3.1).

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist grundsätzlich entscheidend, was die versicherte Person im 

massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen könnte bzw. 

verdient hätte (vgl. Art. 16 Abs. 1 ATSG). Bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Bei seiner letzten Tätigkeit als 

Gartenarbeiter hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2020 ein Einkommen von jährlich 

Fr. 55'392.-- erzielt (Suva-act. 120-3).

4.1. 

 4.2. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 135 V 301 E. 5.2 

mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat nach dem Unfall vom 23. Februar 2019 bis 

zum Fallabschluss am 31. August 2020 – soweit ersichtlich – kein Erwerbseinkommen 

mehr erzielt. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur 

Festsetzung des Invalideneinkommens die LSE-Tabellenlöhne beigezogen hat.

4.2.1. 

Gestützt auf das Belastungsprofil (leichte bis maximal mittelschwere 

wechselbelastende Tätigkeiten ohne ungünstige Wirbelsäulenkörperhaltungen [mit 

zumutbarem kurzzeitigem Heben von Lasten von zehn bis 15 Kilogramm bei guter 

Rückenhygiene und länger dauerndem Tragen von fünf bis zehn Kilogramm]) sind dem 

Beschwerdeführer als Verweistätigkeiten leidensangepasste Hilfsarbeitertätigkeiten 

zuzumuten. Der LSE-Hilfsarbeiterlohn hat im Jahr 2016 Fr. 66'803.-- betragen (vgl. 

Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). 

Nominallohnindexiert bis 2020 resultiert ein Lohn von Fr. 68'556.-- (Fr. 66'803.-- x 

1.004 x 1.005 x 1.009 x 1.008). Bei den LSE-Daten handelt es sich lediglich um 

statistische Durchschnittswerte, was sich daran zeigt, dass der Beschwerdeführer im 

vorliegenden Fall als Gesunder in einem Pensum von 100 % ein unter dem LSE-Wert 

4.2.2. 

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liegendes Einkommen erzielt hätte (vgl. vorstehende E. 4.1). Da die Akten keinerlei 

Anhaltspunkte dafür liefern, dass der Beschwerdeführer freiwillig auf ein höheres 

Einkommen verzichtet hat, ist anzunehmen, dass die Unterdurchschnittlichkeit seines 

Validenlohns auf die für die Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigenden Zwänge 

des realen Arbeitsmarktes zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist das 

Valideneinkommen auf den LSE-Lohn anzuheben. Da demnach im vorliegenden Fall 

sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch bezüglich des 

Invalideneinkommens derselbe Lohn für ein Pensum von 100 % zugrunde zu legen ist, 

kann der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs 

vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar, 9C_734/2016, E. 4.1, mit Hinweis). 

Damit erübrigt sich auch der Einwand bezüglich Einkommensparallelisierung.

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten beschränkt 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 

301 E. 5.2). Wie ausgeführt, hat der Beschwerdeführer gewisse qualitative 

Einschränkungen, welche einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen. Diese 

Einschränkungen sind indes nicht derart, dass der von der Beschwerdegegnerin 

gewährte Abzug von 5 % nicht angemessen erschiene. Vorausgesetzte triftige Gründe 

(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2018, 8C_744/2017, E. 3.3), vom 

gewährten Abzug von 5 % abzuweichen, liegen auf jeden Fall nicht vor. Hinzuweisen 

ist darauf, dass vorliegend das Alter und die Dienstjahre (vgl. dazu unter anderem die 

Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.3.4, und vom 14. 

August 2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2), aber auch mangelnde Sprachkenntnisse (vgl. 

dazu die Urteile des Bundesgerichts vom 12. Mai 2016, 9C_777/2015, E. 5.3, und vom 

18. August 2014, 9C_826/2014, E. 4.2), bei niedrigem Anforderungsprofil in Beachtung 

der Rechtsprechung keinen höheren Abzug als zwingend erscheinen lassen. Ebenfalls 

ist nicht erkennbar, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Nationalität auf dem 

4.2.3. 

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5.  

Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen müsste (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 24. August 2018, 9C_857/2017, E. 4.3.2).

Gestützt auf das Gesagte resultiert ein Invaliditätsgrad von 5 % (0 % + 5 %). 

Dieser begründet keinen Anspruch auf eine Rente (vgl. vorstehende E. 3.1), womit die 

Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.

4.3. 

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztlichen 

Beurteilungen vom 15. April 2020 (Suva-act. 112-2) und 9. Juli 2020 (Suva-act. 145-10) 

eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 20 % zu. Der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers beantragt deren Erhöhung.

5.1. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG). Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. 

Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt. Die 

Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische 

Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei 

subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 

vom 14. Januar 2021, 8C_658/2020, E. 2.2, und vom 23. April 2014, 8C_49/2014, E. 

4.3, je mit Hinweisen). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des 

Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht 

abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in 

Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten 

Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 

soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

5.2. 

Kreisarzt Dr. E.___ führte aus, dass sich gemäss Suva-Tabelle 7 

(Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) bei einer keilförmigen Deformation von 

5.3. 

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6.  

Entscheid

13° und einer Schmerzintensität von ++ ein Integritätsschaden von 20 % rechtfertige 

(Suva-act. 112-2). Dr. H.___ bestätigte diese Einschätzung (Suva-act. 145-10). Die 

Darlegungen bzw. Einschätzungen der Kreisärzte leuchten sowohl bezüglich Herleitung 

als auch Höhe des Integritätsschadens vollumfänglich ein, zumal sie auch auf 

persönlicher Befunderhebung beruhen, die Funktionseinschränkungen berücksichtigen 

und anderslautende medizinische Einschätzungen nicht im Recht liegen. Triftige 

Gründe, nicht auf deren Beurteilungen abzustellen, sind auf jeden Fall nicht ersichtlich, 

nachdem die nicht somatische Problematik mangels Kausalzusammenhangs auch bei 

der Bemessung der Integritätsentschädigung nicht zu berücksichtigen ist (vgl. dazu 

vorstehende E. 2.7). Weitere Abklärungen erübrigen sich damit und eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung steht nicht zur Diskussion. Die Beschwerde ist auch in diesem 

Punkt abzuweisen.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. November 

2020 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.--, wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, angemessen. Die Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- ist 

um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). 

Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit 

Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie 

dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] 

in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1]).

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/22

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St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2021
	Art. 18 f., 24 f. UVG. Kein verfrühter Fallabschluss bei Verneinung der Adäquanz der nicht somatischen Problematik. Rentenanspruch bei Annahme einer 100%-igen Restarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit abgelehnt. Keine Erhöhung der Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2021, UV 2021/1).

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