# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce93711-78f9-5dd2-b807-cf604b1e8b95
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-06
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 06.01.2021 S 2019 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-113_2021-01-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 6. Januar 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

AXA Versicherungen AG, Operations Unfall & Krankentaggeld, General-Guisan-
Strasse 40, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2019 113

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Urteil S 2019 113

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Urteil S 2019 113

A. Der 1953 geborene A.________ war mit einem Beschäftigungsgrad von 25 % bei 
der C.________ AG als Vermögensverwalter tätig und dadurch bei der AXA 
Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) für die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als er am 7. März 2018 einen Skiunfall erlitt und sich eine 
Schulterprellung rechts zuzog. Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilkosten; BF-act. 4). In der Folge wurde eine 
Rotatorenmanschetten-Ruptur an der betroffenen Schulter festgestellt. Am 13. März 2019 
wurde die Rotatorenmanschette operativ rekonstruiert. Mit Verfügung vom 15. März 2019 
und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2019 stellte die AXA ihre Leistungen per 27. Februar 
2019 ein und verneinte einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den noch 
vorhandenen Beschwerden (UV-act. A23 und A16).

B. Dagegen erhob A.________ am 11. September 2019 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und 
Verpflichtung der AXA, ihm auch über den 27. Februar 2019 hinaus die versicherten 
Leistungen zu erbringen, insbesondere die Operationskosten zu übernehmen und die 
damit verbundenen Taggeldleistungen zu erbringen. Weiter beantragte er eine 
umfassende Abklärung des medizinischen Sachverhaltes, eventuell durch Rückweisung 
der Sache an die Verwaltung zur versicherungsexternen Begutachtung und neuem 
Entscheid über den weiteren Leistungsanspruch. Schliesslich beantragte der 
Beschwerdeführer die Verpflichtung der AXA zur Erstattung der Kosten des Berichts des 
Operateurs in Höhe von Fr. 200.– (act. 1 S. 2 f.).

C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2020 schloss die Versicherung unter 
Verweis auf die Einschätzungen ihrer beratenden Ärzte auf Abweisung der Beschwerde. 
Sie begründete dies damit, dass von einer temporären Aktivierung eines vor dem Ereignis 
vom 7. März 2018 stummen Vorzustandes durch eine starke direkte Schulterkontusion 
und einem erreichten Status quo sine nach sechs Monaten auszugehen sei (act. 6).

D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den gestellten 
Anträgen fest (act. 15 und 18). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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Urteil S 2019 113

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 9. Juli 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No-
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 7. März 
2018 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln –
die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht 
Art. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 
2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die 
hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 11. September 2019 der Post übergeben, 
weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person oder des 
Beschwerde führenden Dritten zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung – gegeben, lebt 
der Beschwerdeführer doch in D.________/ZG. Der angefochtene Einspracheentscheid 
datiert vom 9. Juli 2019 (BF-act. 1) und ist am 12. Juli 2019 im Herrschaftsbereich des 

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Beschwerdeführers eingetroffen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 
11. September 2019, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am 
darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss 
Art. 60 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes zwischen dem 15. Juli 
und dem 15. August 2019 (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) als gewahrt. Der Beschwerdeführer 
ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist 
den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die 
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 
gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei folgenden 
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), 
Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), 
Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Ausserdem erbringt die 
Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der 
Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).

3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 
entfiele. 

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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 
beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 
V 177 E. 3.1 und 402 E. 4.3.1).

3.3 Die vom Unfallversicherer einmal anerkannte Leistungspflicht entfällt erst, wenn 
dieser nachweist, dass der Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine). Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus 
ärztlicher Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder 
erreicht werden können, so bezeichnet die Rechtsprechung dies als richtunggebende 
Verschlimmerung (BGer 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.1.2), womit die 
natürliche Kausalität als weiterhin gegeben betrachtet wird.

Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es 
sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 
Beweislast indessen – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (BGer 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Dabei 
hat der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen; 
entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 
kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, 
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 
Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 
Gesundheit sei (BGer 8C_523/2018 vom 5. November 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).

Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht 
wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel 

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neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (BGer 8C_637/2013 
vom 11. März 2014 E. 2.3.2).

3.4 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Ärztliche Auskünfte, 
die allein auf der Argumentation beruhen, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien 
erst nach dem Unfall aufgetreten, sind beweisrechtlich nicht zu verwerten (vgl. zur 
Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" u.a. BGE 119 V 335 
E. 2b/bb; zum Ganzen BGer 8C_523/2018 vom 5. November 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). 

3.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt 
von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).

3.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Beurteilungen der beratenden Ärzte 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Trotz 
dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt ihnen indessen praxisgemäss nicht 
dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

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geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von 
beratenden Ärzten, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Auf Aktenberichte 
kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht 
(BGer 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 137 V 210 E. 1.4; 
135 V 465 E. 4.4).

4. In der Sache ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für die 
Folgen des Ereignisses vom 7. März 2018 zu Recht verneint hat. Dabei ist zu klären, ob 
das Ereignis die Voraussetzungen eines Unfalles oder einer unfallähnlichen 
Körperschädigung erfüllt und ob zwischen den geklagten Beschwerden und dem Ereignis 
ein natürlicher Kausalzusammenhang als erstellt gelten kann. Es ist zunächst 
festzustellen, wie sich das Ereignis vom 7. März 2018 genau zugetragen hat.

5.
5.1 In der Unfallmeldung vom 9. März 2018 wurde angegeben, der Beschwerdeführer 
sei auf das Gesicht und die rechte Schulter gefallen. Die Brille sei kaputt gegangen und 
die Schulter habe nicht mehr aufgehört zu schmerzen. Als Verletzung wurde eine Prellung 
der rechten Schulter angegeben (UV-act. A1).

5.2 Der vom Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeinmedizin, 
handschriftlich geführten Krankengeschichte lässt sich entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer am 12. März 2018 vorstellig wurde. In den Skiferien habe er einer 
Skifahrerin ausweichen müssen, sei hängen geblieben und nach vorne gestürzt. Danach 
habe er noch fahren können. Die Untersuchung habe einen deutlichen Painful Arc mit 
Elevations- und Abduktionsschmerzen ergeben. Eine Schmerzausstrahlung, 
Rückwärtsschmerzen und Dysästhesien hätten dagegen nicht bestanden. Bei Verdacht 
auf eine Zerrung der Supraspinatussehne verordnete Dr. E.________ Physiotherapie (UV-
act. M9).

Im Bericht vom 30. November 2018 gab der Hausarzt zum Unfallhergang an, ein Ski sei 
ausgeschert und hängen geblieben. Dabei sei der Beschwerdeführer nach vorne gestürzt 
und habe seither Schulterschmerzen rechts. Wegen des Verdachts auf eine Zerrung der 
Supraspinatussehne überwies der Hausarzt den Beschwerdeführer an die Klinik 
F.________ (UV-act. M1).

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5.3 Oberarzt Dr. med. G.________, Abteilung Orthopädie Obere Extremitäten der 
Klinik F.________, berichtete am 10. Dezember 2018 nach einer Untersuchung des 
Beschwerdeführers, dieser habe sich beim Sturz auf die rechte Schulter eine Distorsion 
zugezogen. Bei Verdacht auf eine Rotatorenmanschetten-Ruptur veranlasste er eine 
Arthro-Magnetresonaztomographie (nachfolgend: Arthro-MRT; UV-act. M2).

Diese ergab gemäss den Berichten des Spitals H.________ vom 18. Dezember 2018 und 
von Dr. G.________ vom 4. Februar 2019 eine transmurale [d.h. vollständige] Ruptur der 
Supraspinatussehne mit erstgradiger Retraktion um etwa 15 mm auf einer Breite von 
20 mm und ohne Atrophie sowie einen Verdacht auf eine dadurch destabilisierte lange 
Bizepssehne bei Mitbeteiligung des Pulleys (UV-act. M3 und M5/3).

5.4 Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. I.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, führte in seiner Stellungnahme vom 7. März 
2019 aus, die mit Arthro-MRT festgestellten morphologischen Veränderungen stünden nur 
möglicherweise in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 7. März 2018. 
Einerseits sei vom Unfallmechanismus her von einer direkten Kontusion der Schulter 
auszugehen, die nicht geeignet sei, eine völlig gesunde Sehne transmural zu rupturieren. 
Andererseits führe ein akuter transmuraler kompletter Sehnenriss zu einem sofortigen 
Funktionsausfall, was beim Beschwerdeführer offensichtlich nicht der Fall gewesen sei. 
Ausser einer hausärztlichen Beurteilung fünf Tage nach dem Unfallereignis seien bis im 
Dezember 2018 keine weiteren ärztlichen Konsultationen in Anspruch genommen worden 
und der Beschwerdeführer sei mit Physiotherapie offensichtlich kompensiert worden. Es 
sei vielmehr davon auszugehen, dass ein degenerativ bedingter stummer Vorzustand 
bestanden habe, der durch das Unfallereignis vorübergehend aktiviert worden sei (UV-
act. M10).

5.5 Der Operateur Dr. med. J.________, Senior Consultant an der Abteilung 
Orthopädie Obere Extremitäten der Klinik F.________, gab im Operationsbericht vom 
13. März 2019 an, aufgrund des Rupturmusters sowie der voll erhaltenen muskulären 
Qualität passe der Befund zum Unfallereignis ein Jahr zuvor (UV-act. M11).

5.6 In seiner Aktenwürdigung vom 25. Juni 2019 (UV-act. M12) kam der beratende 
Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. K.________, Facharzt für Chirurgie, zum Schluss, 
dass die geltend gemachte Symptomatik und die erhobenen Befunde lediglich mit dem 
Beweisgrad der Möglichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 

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7. März 2018 stünden. Einerseits handle es sich beim Unfallablauf um eine direkte 
Schulterkontusion, die per se aus biomechanischen Gründen nicht geeignet sei, eine 
Supraspinatussehnen-Ruptur zu verursachen. Zudem sprächen die anlässlich der initialen 
ärztlichen Beurteilung vom 12. März 2018 erhobenen Befunde bei einer schmerzfreien 
Beweglichkeit der rechten Schulter in allen Richtungen gegen eine frische, traumatisch 
verursachte Supraspinatussehnen-Ruptur. Vier Tage nach dem Ereignis wäre eine 
massive Schmerzhaftigkeit bis hin zur Pseudoparalyse zu erwarten gewesen. Auch die 
Tatsache, dass sich die transmurale Rissbildung direkt am Ansatz des Tuberculum majus 
befinde, spreche gegen eine traumatisch verursachte Ruptur. Es treffe jedoch zu, dass ab 
Unfalltag ein chronischer, tolerierbarer Schmerzzustand bestehe und verschiedene 
Konsultationen beim Hausarzt stattgefunden hätten, womit eine Brückensymptomatik seit 
7. März 2018 bestehe. 

Weiter führte Dr. K.________ aus, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass es sich um eine chronische Supraspinatussehnen-Ruptur handle, wie 
sie sich in der Altersgruppe des Beschwerdeführers ohne besondere Symptomatik 
entwickeln könne und erst nach einer ungewöhnlichen Bewegung, Belastung oder einer 
Kontusion erstmals symptomatisch werde. Dafür spreche die nicht dramatische initiale 
Schmerzsituation ohne Pseudoparalyse bei voller und schmerzfreier Beweglichkeit in alle 
Richtungen. Das Ereignis vom 7. März 2018 habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
einen bisher stummen Vorzustand temporär aktiviert. Nach direkter Kontusion sei ein 
Status quo sine ca. sechs Monate nach dem Ereignis anzunehmen.

Abschliessend stellte Dr. K.________ fest, dass auch die Teilruptur der langen 
Bizepssehne und die Läsion des Pulleys nur mit dem Beweisgrad der Möglichkeit in einem 
natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 7. März 2018 stünden. Die 
genannten Strukturen würden bei einer direkten Schulterkontusion keiner besonderen 
Belastung ausgesetzt.

5.7 In seiner Einsprache vom 1. April 2019 gab der Beschwerdeführer eine 
detailliertere Umschreibung des Unfallhergangs ab. Demnach habe er mit seiner 
Körperlänge von 190 cm und seinem Körpergewicht von brutto 115 kg bei einer Abfahrt in 
steilem Gelände überraschend einer unvermittelt seitlich in seiner Fahrbahn 
auftauchenden Skifahrerin ausweichen müssen und dabei die Skier verkantet so, dass er 
den Sturz nicht mehr habe vermeiden können. Durch die Wucht des Aufpralls seien sein 
Stock verbogen und die Brillenfassung zerbrochen (UV-act. A18).

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5.8 Am 18. August 2019 nahm Dr. J.________ erneut zur Unfallkausalität Stellung 
und führte aus, dass sich anlässlich der arthroskopischen Operation vom 13. März 2019 
das Bild einer typischen Pulley-Läsion gezeigt habe. Die Supraspinatussehne habe 
sowohl ventral im Bereich des Intervalls wie auch dorsal am Übergang zum Infraspinatus 
einen tangentialen Einriss im Sinne einer kombinierten L-förmigen und umgekehrt L-
förmigen Ruptur gezeigt. Die Pulley-Läsion mit Instabilität der langen Bizepssehne sowie 
das vorgefundene Rupturmuster der Supraspinatussehne seien per se sehr untypisch für 
eine rein degenerative Läsion. Sowohl die Synovia im Bereich des Intervalls sowie an der 
Basis der langen Bizepssehne sowie auch die Bursa im Bereich der Ruptur hätten eine 
deutlich vermehrte Gefässinjektion gezeigt, was ebenfalls gegen eine rein degenerative 
Läsion spreche. Auch habe sich intraoperativ eine voll erhaltene muskuläre Elastizität 
gefunden. Dies seien alles intraoperativ vorgefundene Befunde, die doch deutlich für eine 
traumatisch ausgelöste Rissverletzung sprächen. In Anbetracht der klar dokumentierten 
Brückensymptome stehe somit die vorgelegene Verletzung in zumindest überwiegender 
Wahrscheinlichkeit [in natürlicher Kausalität] mit dem Unfallereignis vom 7. März 2018 
(BF-act. 9).

5.9 Zu Dr. J.________s Ausführungen nahm der beratende Arzt Dr. K.________ am 
10. Dezember 2019 Stellung (UV-act. M14). Mit Bezug auf den intraoperativen Befund gab 
er an, dass ein Jahr nach dem Unfallereignis nicht mehr verlässlich beurteilbar sei, ob eine 
Substanzunterbrechung der Supraspinatussehne degenerativ oder unfallkausal 
entstanden sei. Das Gleiche gelte für die Pulley-Läsion und die damit vergesellschaftete 
Schädigung der langen Bizepssehne. Weiter werde im Operationsbericht vom 13. März 
2019 (UV-act. M11) eine vermehrte Gefässinjektion der Synovia im Bereich des Intervalls 
sowie an der Basis der langen Bizepssehne nicht erwähnt. Bei Betrachtung der 
intraoperativen Bildgebung könne er lediglich eine vermehrte Gefässinjektion im Bereich 
der Bursa acromialis erkennen, was auf eine chronische Reizung hindeute. Sodann 
liessen sich Defekte der deutlich retrahierten Supraspinatussehne erkennen. Auffallend sei 
eine starke Ausfaserung im Defektbereich, was ein Jahr nach dem Ereignis weder für eine 
degenerative Veränderung noch für eine posttraumatische Veränderung beweisend sei. 
Allerdings stimmte er Dr. J.________ zu, dass angesichts der gut erhaltenen Muskulatur 
ohne fettige Degeneration eine chronische, über lange Zeit entstandene 
Supraspinatussehnen-Ruptur unwahrscheinlich sei.

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Laut Dr. K.________ spricht vieles für ein krankhaft degeneratives Geschehen, das durch 
das Ereignis vom 7. März 2018 aktiviert wurde. Die initialen Befunde mit Schmerzen bei 
Abduktion und Painful arc seien nicht beweisend für eine frische transmurale 
Rotatorenmanschetten-Ruptur. Würde eine solche vorliegen, wäre mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von einer initialen Pseudoparalyse auszugehen, was offensichtlich 
nicht der Fall gewesen sei. Erstaunlich wäre auch die lange Latenz bis zur 
Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung am 10. Dezember 2018, wenn man von einer 
initialen Supraspinatussehnen-Ruptur am 7. März 2018 ausgehe. Eine solche Ruptur führe 
mindestens temporär zu einer recht ausgeprägten Invalidisierung mit praktisch obligater 
Behandlungsbedürftigkeit innerhalb kurzer Zeit. Zudem liessen sich die verschiedenen 
Veränderungen mit Substanzdefekt der Supraspinatussehne kombiniert mit Pulley-Läsion 
und darauf zurückzuführenden Veränderungen der langen Bizepssehne aus 
biomechanischer Sicht nicht unter einen Hut bringen. Dasselbe gelte für das stattgehabte 
Ereignis mit direkter Kontusion der Schulter, was eine dadurch bedingte Verletzung der 
Rotatorenmanschette und des Pulleys aus biomechanischer Sicht äusserst 
unwahrscheinlich mache.

Schliesslich räumte Dr. K.________ ein, im früheren Bericht irrtümlich von einer vollen und 
schmerzfreien Beweglichkeit bei der Erstbehandlung am 12. März 2018 ausgegangen zu 
sein, was jedoch nichts an seiner Beurteilung ändere.

6. Aufgrund dieser Aktenlage wirft der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 
vor, den Unfallhergang ungenügend abgeklärt zu haben (act. 15 S. 6).

6.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. 
Die behördliche Abklärungspflicht bezieht sie sich auf den im Rahmen des streitigen 
Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich 
sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und 
Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hiezu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a; 110 V 48 E. 4a).

6.2 Gemäss den ersten Angaben zum Unfallablauf (E. 5.1–2) musste der 
Beschwerdeführer einer Skifahrerin ausweichen, dabei scherte ein Ski aus und blieb 

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hängen. Das Verkanten eines Skis führt gewöhnlich dazu, dass man diesen Ski nicht mehr 
steuern kann. Dies führte zum Sturz des Beschwerdeführers nach vorne. Dabei schlug 
dieser die rechte Schulter und das Gesicht an. Selbst wenn man die vom 
Beschwerdeführer in der Einsprache vom 1. April 2019 (E. 5.7) vorgebrachten 
Ergänzungen hinzufügen würde, würde daraus kein wesentlich anderer Ablauf resultieren. 
Denn danach habe er mit seiner Körperlänge von 190 cm und seinem Körpergewicht von 
brutto 115 kg bei einer Abfahrt in steilem Gelände überraschend einer unvermittelt seitlich 
in seiner Fahrbahn auftauchenden Skifahrerin ausweichen müssen. Dabei habe er die 
Skier verkantet, sodass er den Sturz nicht mehr habe vermeiden können.

6.3 Es stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin nach Eingang der 
Unfallmeldung den Unfallhergang hätte genauer abklären müssen. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass in den ersten neun Monate nach dem Unfall sämtliche involvierten 
Personen lediglich von einer Zerrung der Supraspinatussehne ausgegangen waren. Ein 
Verdacht auf Ruptur der Rotatorenmanschette stellte sich erst im Rahmen der 
Abklärungen in der Klinik F.________ im Dezember 2018 ein und wurde in der Folge im 
Februar 2019 ärztlich bestätigt (vgl. E. 5.3). Für die Beschwerdegegnerin bestand somit 
bis zum Gesuch um Kostengutsprache für die Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion 
keinerlei Anlass, den in der Unfallmeldung rudimentär beschriebenen, auf eine 
Schulterkontusion hindeutenden Unfallhergang genauer abzuklären. Auch der 
Beschwerdeführer sah sich im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht bei der Feststellung des 
Sachverhaltes nicht veranlasst, den Unfall von sich aus detaillierter zu beschreiben und 
damit der Beschwerdegegnerin einen Anlass zu weiteren Abklärungen zu liefern. Daran 
änderte auch die Ergänzung des Beschwerdeführers nichts, dass ein Skistock beim Sturz 
stark verbogen worden sei (E. 5.7). Denn bei einem Sturz auf die Schulter ist 
anzunehmen, dass der Stock unter den Körper des Beschwerdeführers geriet und durch 
dessen Gewicht verbogen wurde. Unter diesen Umständen kann der Beschwerdegegnerin 
keine Verletzung der Abklärungspflicht vorgeworfen werden.

6.4 In der Replik vom 17. April 2020 ergänzte der Beschwerdeführer die bisherige 
Unfallschilderung mit einem weiteren Detail. Demnach soll er versucht haben, den Sturz 
durch reflexartiges Abstützen auf den dabei verbogenen Stock zu vermeiden oder 
zumindest zu dämpfen (act. 15 S. 6). Dass ein Skistock beim Abstützen verbogen wird, 
erscheint weniger wahrscheinlich, als dass er beim Sturz unter den Körper des Skifahrers 
gerät und durch dessen Gewicht verbogen wird. Bei diesem neu angegebenen 
Sachverhaltselement liegt vielmehr der Schluss nahe, dass dadurch die Berücksichtigung 

14

Urteil S 2019 113

einer bislang nicht in Betracht gezogenen Krafteinwirkung auf die verletzte Schulter 
bezweckt werden soll. Diese mit Bezug auf die Rolle des rechten Armes detaillierteren 
Angaben zum Unfallablauf scheinen somit von Überlegungen versicherungsrechtlicher Art 
geprägt zu sein. Dies gilt umso mehr, als die Ergänzung durch den im 
Sozialversicherungsrecht versierten Rechtsvertreter vorgebracht wurde. Diese erst im 
Verwaltungsrechtspflegeverfahren gemachten Angaben zum Sachverhalt vermögen den 
Anforderungen gemäss der Rechtsprechung zur "Aussage der ersten Stunde" (BGE 121 V 
45 E. 2a; 115 V 133 E. 8c mit Hinweis) nicht zu genügen und können daher nicht 
berücksichtigt werden.

7.
7.1 Unbestrittenermassen stellt das Ereignis vom 7. März 2018 ein Unfall im 
Rechtssinne dar. Dementsprechend erbrachte die Beschwerdegegnerin bis Ende Februar 
2019 die gesetzlichen Leistungen. Der Umfang der Leistungspflicht beziehungsweise die 
Frage, bis zu welchem Zeitpunkt die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig ist, beurteilt 
sich danach, ob die beim Beschwerdeführer erstmals am 18. Dezember 2018 
diagnostizierte Rotatorenmanschetten-Ruptur (vgl. E. 5.3) auf den erlittenen Skiunfall 
zurückzuführen ist. 

7.2 Die Beschwerdegegnerin macht gestützt auf die Beurteilungen der Dres. 
I.________ und K.________ (E. 5.4, 5.6 und 5.9) geltend, die Rotatorenmanschetten-
Ruptur sei überwiegend wahrscheinlich nicht unfallbedingt (UV-act. A23 S. 4 f.). Die 
Ausführungen dieser zwei Ärzte sind überzeugend und nachvollziehbar. Sie setzen sich 
eingehend mit den dokumentierten klinischen Befunden auseinander und setzen sie in 
Relation zum aktenkundigen Unfallhergang. Insbesondere halten die beiden 
Versicherungsmediziner fest, dass zeitnah zum Unfall nach Lage der Akten weder 
erhebliche Funktionseinschränkungen noch besonders starke Schmerzen bestanden 
hätten. Tatsächlich wäre zu erwarten gewesen, dass sich der Beschwerdeführer bei einer 
akuten Rotatorenmanschetten-Läsion, wenn nicht schon am selben Abend, spätestens am 
folgenden Tag, Donnerstag, 8. März 2018, notfallmässig in ärztliche Behandlung begeben 
hätte. Er wartete aber bis zum darauffolgenden Montag, den 12. März 2018, um seinen 
Hausarzt zu konsultieren. Dabei gab er an, dass er nach dem Unfall noch habe fahren 
können, was ebenfalls gegen das Vorliegen der bei einer Rotatorenmanschetten-Ruptur 
sofort nach dem Skiunfall üblichen starken Schmerzen spricht. Weiter stellte der 
erstbehandelnde Hausarzt Dr. E.________ nach klinischer Untersuchung der verletzten 
Schulter keine Funktionseinschränkungen fest. Auch der von ihm beschriebene Painful 

15

Urteil S 2019 113

Arc weist nicht auf eine akute Rotatorenmanschetten-Verletzung hin (vgl. Felix Bonnaire, 
Begutachtung der Rotatorenmanschettenläsionen, Trauma und Berufskrankheiten, 
Supplement 1, 2008, S. 20). Es bestanden somit bereits im Anschluss an das 
Unfallereignis gewichtige Hinweise gegen eine akute Rotatorenmanschetten-Ruptur. 

Aufgrund dieser Umstände ist es nachvollziehbar, dass eine Ruptur beim vorliegenden 
Sturz mit direkter Kontusion der Schulter und Ausbleiben weiterer Verletzungen, wie z.B. 
einer Schulterluxation, angesichts des Alters des bei der Diagnose bereits 65-jährigen 
Beschwerdeführers weniger wahrscheinlich erscheint als eine degenerative Genese. 
Diesbezüglich überzeugen auch die von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid 
vom 9. Juli 2019 wiedergegebenen Literaturstellen (UV-act. A23 S. 6).

7.3 Der Operateur Dr. J.________ begründete die Unfallkausalität mit den 
intraoperativen Befunden, insbesondere dem Rupturmuster und der erhaltenen 
muskulären Elastizität (E. 5.5 und 5.8). Er unterliess es jedoch, diese Befunde anhand des 
konkreten Unfallhergangs und der von Dr. E.________ bei der Erstbehandlung am 
12. März 2018 erhobenen klinischen Befunde zu diskutieren. Somit argumentiert 
Dr. J.________ mehr mit allgemein-medizinischen Ausführungen als mit konkret auf den 
vorliegenden Fall des Beschwerdeführers bezogenen klinischen Hinweisen. 

Auch Dr. K.________ hat die aktenkundigen intraoperativen Befunde unter die Lupe 
genommen. Darunter zeigt er solche auf, die auf eine chronische Reizung und damit auf 
eine degenerative Veränderung hinwiesen, so die vermehrte Gefässinjektion im Bereich 
der Bursa acromialis (E. 5.9) und die transmurale Rissbildung direkt am Ansatz des 
Tuberculum majus (E. 5.6). Als auffallend bezeichnete er sodann die starke Ausfaserung 
im Bereich der Ruptur der Supraspinatussehne, räumte aber ein, dass dies weder eine 
degenerative noch eine posttraumatische Veränderung beweise. Schliesslich 
berücksichtigte er auch Befunde, die gegen einen längerdauernden degenerativen 
Prozess sprächen, so die gut erhaltene Muskulatur ohne fettige Degeneration. Insgesamt 
kam er zum Schluss, dass ein Jahr nach dem Unfallereignis nicht mehr verlässlich 
beurteilbar sei, ob die Schädigungen an der Rotatorenmanschette degenerativ oder 
unfallkausal entstanden seien (E. 5.9). Durch die Berücksichtigung der sowohl für als auch 
gegen eine traumatische Genese sprechenden Befunde überzeugt Dr. K.________s 
ausgewogene Abwägung mehr als die eher einseitige Beurteilung von Dr. J.________.

16

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7.4 Die Tatsache, dass weder Dr. K.________ noch Dr. I.________ den 
Beschwerdeführer persönlich untersucht haben, vermag – entgegen der Meinung des 
Beschwerdeführers (act. 15 S. 4) – den Beweiswert ihrer Stellungnahmen nicht zu 
schmälern, geht es doch vorliegend um die fachärztliche Würdigung einer klar 
dokumentierten und unbestrittenen Befundslage. Von einer persönlichen Untersuchung 
wären keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten gewesen, weshalb darauf verzichtet 
werden durfte (vgl. E. 3.6). 

Weiter rügt der Beschwerdeführer Ungereimtheiten in den Beurteilungen der 
Dres. I.________ und K.________ (act. 15 S. 4). Dem ist zu entgegnen, dass 
Dr. K.________ diese Irrtümer in der letzten Stellungnahme (E. 5.9) berichtigt hatte, was 
an seinen Schlussfolgerungen nichts änderte. Ausserdem lassen sich diese 
Fehlinterpretationen mit der schlechten Lesbarkeit der vom Hausarzt Dr. E.________ 
handschriftlich und stichwortartig geführten Krankengeschichte (UV-act. M9) erklären. Ein 
zielgerichtetes Vorgehen der Versicherungsmediziner kann in diesen Ungereimtheiten 
nicht erblickt werden. Sie sind auch nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen zu erwecken. 

Bei dieser Sachlage erübrigen sich auch weitere medizinische Abklärung und 
insbesondere die Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens (vgl. BGE 135 V 
465 E. 4.4 und 4.7; 134 V 231 E. 5.1; ferner act. 1 S. 12 und act. 15 S. 5).

7.5 Für eine Unfallkausalität spricht somit hauptsächlich die voll erhaltene muskuläre 
Elastizität, was auch Dr. K.________ einräumte (E. 5.9). Dabei ist indessen zu 
berücksichtigen, dass Dr. E.________ dem Beschwerdeführer ab der Erstbehandlung vom 
12. März 2018 verschiedene Physiotherapie-Serien verordnet hatte (vgl. UV-act. M9), was 
wohl einen positiven Einfluss auf die Erhaltung der Schultermuskulatur zur Folge hatte. 
Mangels eines adäquaten Unfallmechanismus und angesichts der Befunde bei der 
Erstbehandlung und des Alters des Beschwerdeführers ist vielmehr von einem 
schleichenden Voranschreiten der Abnutzung der Rotatorenmanschette auszugehen. 

Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer am 
7. März 2018 auf die rechte Schulter stürzte und davor diesbezüglich keinerlei 
Beschwerden bekannt waren (vgl. u.a. act. 15 S. 6). Denn diese Argumentation greift auf 
die beweisrechtlich unzulässige Formel «post hoc ergo propter hoc» zurück, nach deren 
Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht 

17

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gälte, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher 
Kausalzusammenhänge nicht zu genügen. Nicht jede nach einem Unfall aufgetretene 
gesundheitliche Störung muss zwingend in einem kausalen Zusammenhang mit diesem 
stehen (BGer 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1). Vielmehr ist ein 
Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und danach aufgetretenen gesundheitlichen 
Beschwerden mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, was vorliegend mit Bezug auf die 
Rotatorenmanschetten-Läsionen nicht möglich ist. 

7.6 Ist damit ein kausaler Zusammenhang der Rotatorenmanschetten-Läsionen mit 
dem Unfallereignis vom 7. März 2018 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen, 
kann aufgrund der Angaben der Dres. I.________ und K.________ von einer 
vorübergehenden Aktivierung eines bis zum 7. März 2018 stummen Vorzustandes durch 
Unfallereignis ausgegangen werden (E. 5.4 und 5.6). Angesichts der direkten 
Schulterkontusion ging Dr. K.________ davon aus, dass sechs Monate nach dem Unfall 
der Gesundheitszustand erreicht war, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 
des krankhaften Vorzustandes auch ohne das Ereignis vom 7. März 2018 eingestellt hätte 
(Status quo sine; E. 3.3). Offenbar erwartete auch der Hausarzt Dr. E.________ eine 
relevante Besserung ein halbes Jahr nach dem Unfall. Als diese bis zum 
Behandlungstermin vom 27. September 2018 immer noch nicht eingetreten war, sich 
vielmehr eine cervikoradikuläre Symptomatik links entwickelt hatte, überwies er den 
Beschwerdeführer am 30. November 2018 an die Klinik F.________ zur weiteren 
Abklärung (UV-act. M1 und M9). Es ist somit davon auszugehen, dass der Status quo sine 
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 27. Februar 2019 bereits eingetreten war.

7.7 Zusammenfassend ist die Voraussetzung der natürlichen Kausalität nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit rechtsgenügend erstellt, weshalb die 
Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit den 
Rotatorenmanschetten-Läsionen zu Recht verneint hat. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 9. Juli 2019 erweist sich demzufolge als rechtens, was zur 
Abweisung der Beschwerde führt.

8.
8.1 Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung).

18

Urteil S 2019 113

8.2 Unter dem Titel Parteientschädigung sind nach der Rechtsprechung auch die 
Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Parteiexpertise für die 
Entscheidfindung unerlässlich war (BGE 115 V 62 E. 5c; EVG I 591/06 vom 15. Dezember 
2006 E. 5.1). Für das Verwaltungsverfahren ist dieser Grundsatz ausdrücklich in Art. 45 
Abs. 1 ATSG festgehalten.

Dem Antrag des Beschwerdeführers auf Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur 
Übernahme der Kosten des von ihm eingeholten Berichts von Dr. J.________ (act. 1 S. 3) 
kann nicht entsprochen werden. Die Ausführungen von Dr. J.________ im Bericht vom 
18. August 2019 (UV-act. M13) erweisen sich nach Dargelegten für die Entscheidfindung 
nicht als unerlässlich. Dementsprechend besteht kein Anspruch auf die Vergütung der 
dafür angefallenen Kosten (vgl. dazu BGer 8C_546/2017 vom 27. Februar 2018 E. 5).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 6. Januar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am