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**Case Identifier:** 07484997-ca49-5121-b977-c3b0a16fabc5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2023 C-2947/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2947-2021_2023-09-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2947/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer, Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiberin Julia Pandey. 
 

 
 

Parteien 
 Praxisklinik Rennbahn AG,  

vertreten durch Dr. iur. Thomas Eichenberger, Rechtsanwalt, 

und Dr. Claudio Helmle, Rechtsanwalt, Kellerhals Carrard 

Bern KIG,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

1. Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt,  

Staatskanzlei,  

handelnd durch das Gesundheitsdepartement des Kantons 

Basel-Stadt, 

Vorinstanz,  

 

2. Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft,  

Landeskanzlei,  

handelnd durch Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion 

des Kantons Basel-Landschaft,  

Vorinstanz,  

 

beide vertreten durch lic. iur. Andrea Gysin, Advokatin, und 

MLaw Alexander Schwab, Advokat, gysin rechtsanwälte.  
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Spitallisten Akutsomatik der Kantone 

Basel-Stadt und Basel-Landschaft per 1. Juli 2021 (Be-

schluss vom 25. Mai 2021). 

 

 

 

C-2947/2021 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Die Praxisklinik Rennbahn AG (nachfolgend: Praxisklinik Rennbahn) war 

auf der Spitalliste 2018 des Kantons Basel-Landschaft mit einem Leis-

tungsauftrag für 13 Leistungsgruppen in diversen Leistungsbereichen auf-

geführt. Im Leistungsbereich Basispaket verfügte sie über einen Leistungs-

auftrag für die Leistungsgruppe BPE (Basispaket für elektive Leistungser-

bringer). Im Bereich Bewegungsapparat hatte sie einen Leistungsauftrag 

für die Leistungsgruppen BEW1 (Chirurgie Bewegungsapparat), BEW2 

(Orthopädie), BEW3 (Handchirurgie), BEW4 (Arthroskopie der Schulter 

und des Ellbogens), BEW5 (Arthroskopie des Knies), BEW6 (Rekonstruk-

tion obere Extremität), BEW7 (Rekonstruktion untere Extremität) und 

BEW10 (Plexuschirurgie) zugesprochen erhalten. Für die Gruppen 

BEW7.1 (Erstprothese Hüfte), BEW7.2 (Erstprothese Knie) und BEW7.3 

(Wechseloperationen Hüft- und Knieprothesen) hatte sie einen bis am 

31. Dezember 2020 befristeten Leistungsauftrag. Weiter umfasste ihr Leis-

tungsauftrag im Bereich der Rheumatologie die Gruppe RHE1 (Rheuma-

tologie).  

Die Spitalliste Akutsomatik 2018–2020 des Kantons Basel-Stadt verwies 

mit Bezug auf die Praxisklinik Rennbahn auf den Leistungsauftrag der da-

mals geltenden Spitalliste 2018 des Kantons Basel-Landschaft.  

B.  

B.a Die Spitallisten 2021 der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt 

sind aufgrund des Staatsvertrags zwischen den beiden Kantonen betref-

fend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung vom 

6. Februar 2018 (vgl. Systematische Gesetzessammlung der Kantone Ba-

sel-Stadt SG 333.200 und Basel-Landschaft SGS 930.001) gleichlautend. 

B.b Am 4. September 2019 wurde das Bewerbungsverfahren für die 

gleichlautenden Spitallisten 2021 der Kantone Basel-Stadt und Basel-

Landschaft eröffnet. Mit Formular vom 30. Oktober 2019 bewarb sich die 

Praxisklinik Rennbahn um einen Leistungsauftrag für die 13 bisherigen 

Leistungsgruppen sowie neu für die Gruppe KINB (Basis-Kinderchirurgie; 

Vorakten 12.002).  

B.c Mit Schreiben vom 9. März 2020 stellten das Gesundheitsdepartement 

des Kantons Basel-Stadt (GD BS) und die Volkswirtschafts- und Gesund-

heitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft (VGD BL) der Praxisklinik 

C-2947/2021 

Seite 4 

Rennbahn eine Übersicht der provisorisch erstellten Leistungsaufträge zu 

(Vorakten 11.001). Mit Schreiben vom 5. Juni 2020 ersuchte die Praxiskli-

nik Rennbahn um vollumfängliche Akteneinsicht (Vorakten 9.001). Am 

11. August 2020 fand eine Anhörung der Praxisklinik Rennbahn beim GD 

BS und bei der VGD BL statt (Vorakten 8.001). In der Folge stellten diese 

der Praxisklinik Rennbahn am 4. Dezember 2020 einen überarbeiteten 

Entwurf der provisorisch erstellten Spitalliste zu (Vorakten 7.001). Mit 

Schreiben vom 16. Dezember 2020 ersuchte die Praxisklinik Rennbahn 

das GD BS um vollständige Akteneinsicht (Vorakten 7.006). Daraufhin 

stellten ihr das GD BS und die VGD BL mehrere Unterlagen zu und es 

folgte ein schriftlicher Austausch zwischen den Parteien (Vorakten 13.001, 

13.002, 6.001, 6.002 und 6.003).  

B.d Die Regierungsräte der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt 

(nachfolgend: Vorinstanzen) genehmigten an ihren Sitzungen vom 25. Mai 

2021 mit Regierungsratsbeschlüssen Nr. 2021-737 resp. Nr. 21/16/21 die 

gleichlautenden Spitallisten 2021 für die Kantone Basel-Landschaft und 

Basel-Stadt in den Bereichen Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation 

(Vorakten 2.003 und 3.001; nachfolgend: gleichlautende Spitallisten 2021 

BL und BS). Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Basel-Land-

schaft wurde am 27. Mai 2021 in der kantonalen Gesetzessammlung pu-

bliziert; dessen Ziff. IV sieht vor, dass die Spitalliste in Form einer Verord-

nung am 1. Juli 2021 in Kraft treten werde (GS 2021.047, nachfolgend: 

Spitallistenbeschluss BL). Am 3. Juni 2021 wurde die Spitalliste 2021 unter 

dem Titel «Erlass der Spitalliste für den Kanton Basel-Landschaft (gleich-

lautend wie die Spitalliste für den Kanton Basel-Stadt)» im Amtsblatt Nr. 22 

des Kantons Basel-Landschaft publiziert (BVGer-act. 1, Beilage 6). Der 

Beschluss des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt (nachfolgend: Spi-

tallistenbeschluss BS) wurde im Amtsblatt Nr. 42 vom 29. Mai 2021 publi-

ziert (BVGer-act 1, Beilage 5). Der Anhang zum Beschluss enthält die neue 

Spitalliste 2021 für den Kanton Basel-Stadt. Der Geltungsbeginn wurde 

ebenfalls auf den 1. Juli 2021 festgesetzt. Zudem wurde der Spitallistenbe-

schluss BS der Praxisklinik Rennbahn am 31. Mai 2021 per Post zugestellt; 

der Spitallistenbeschluss BL wurde ihr am 27. Mai 2021 per E-Mail zuge-

stellt (BVGer-act. 1, Rz. 6 f.). 

B.e Die neue Spitalplanung stützte sich auf den Versorgungsplanungsbe-

richt 2019 als Grundlage (Vorakten 15.002; nachfolgend: Versorgungspla-

nungsbericht). Für den vorliegend relevanten Bereich der Akutsomatik wur-

den die Leistungsaufträge gemäss der Leistungsgruppensystematik der 

Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich erteilt.  

C-2947/2021 

Seite 5 

C. Die Praxisklinik Rennbahn hatte sich für alle 13 bisherigen 

Leistungsaufträge beworben. Jedoch erteilten ihr die Vorinstanzen keinen 

Leistungsauftrag für folgende sechs Leistungsgruppen: BEW3, BEW7.1, 

BEW7.1.1 BEW7.2.1, BEW10 und RHE1. Zudem hatte sich die Praxisklinik 

Rennbahn für einen Leistungsauftrag in der Gruppe KINB neu beworben. 

Die Vorinstanzen lehnten diese Neubewerbung ab. Für die Gruppen BPE 

(Basispaket für elektive Leistungserbringer), BEW1 (Chirurgie 

Bewegungsapparat), BEW2 (Orthopädie), BEW5 (Arthroskopie des Knies), 

BEW6 (Rekonstruktion obere Extremität), BEW7 (Rekonstruktion untere 

Extremität) und BEW7.2 (Erstprothese Knie) wurde der Praxisklinik 

Rennbahn zwar ein Leistungsauftrag erteilt, jedoch eine Mengensteuerung 

vorgesehen.  

D. Die Praxisklinik Rennbahn (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhob 

am 24. Juni 2021 durch ihre Rechtsvertreter Beschwerde gegen die Spital-

listenbeschlüsse der Vorinstanzen. Sie stellt folgende Rechtsbegehren:  

1. Ziff. 1, 2 und 4 (inkl. sämtliche integrierte Bestandteile) des Beschlusses des 

Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt vom 25. Mai 2021, sowie die Ziff. 1 

und 2 (inkl. sämtliche integrierte Bestandteile) des Beschlusses des Regie-

rungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 25. Mai 2021 seien insoweit auf-

zuheben, als der Beschwerdeführerin kein Leistungsauftrag für die Leistungs-

gruppen BEW3 Handchirurgie, BEW7.1 Erstprothese Hüfte, BEW7.2.1 Wech-

seloperationen Knie-Prothese und KINB Basis-Kinderchirurgie erteilt wurde 

sowie insoweit als für die erteilten Leistungsaufträge (BPE Basispaket elektiv 

Chirurgie und Innere Medizin, BEW1 Chirurgie Bewegungsapparat, BEW2 Or-

thopädie, BEW4 Arthroskopie der Schulter und des Ellbogens, BEW5 Arthro-

skopie des Knies, BEW6 Rekonstruktion obere Extremität, BEW7 Rekonstruk-

tion untere Extremität und BEW7.2 Erstprothese Knie) eine Mengensteuerung 

vorgesehen wurde. 

2. Der Beschwerdeführerin seien auf der gleichlautenden Spitalliste Akutsomatik 

der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft die folgenden Leistungsauf-

träge zu erteilen: 

a. BEW3 Handchirurgie, 

b. BEW7.1 Erstprothese Hüfte 

c. BEW7.2.1 Wechseloperationen Knie-Prothese 

d. KINB Basis-Kinderchirurgie. 

 

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Seite 6 

3.  

a. Eventualiter zu Ziff. 2.a–c: Der Beschwerdeführerin sei in den Leis-

tungsgruppen BEW3 Handchirurgie, BEW7.1 Erstprothese Hüfte und 

BEW7.2.1 Wechseloperationen Knie-Prothese ein befristeter Leis-

tungsauftrag bis ein Jahr nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu 

erteilen, damit vor Fristablauf überprüft werden kann, ob die erforder-

lichen Fallzahlen eingehalten werden und somit ein Leistungsauftrag 

bis 31. Dezember 2025 erteilt werden kann. 

 

b. Eventualiter zu Ziff. 2.d: In der Spitalliste und dem Leistungsauftrag 

sei explizit aufzuführen, dass die Beschwerdeführerin Kinder ab 12 

Jahren stationär innerhalb ihrer Leistungsaufträge behandeln darf. 

 

4. Subeventualantrag zu 3.a: Die Beschwerdeführerin sei mit der Leistungs-

gruppe BEW3 Handchirurgie in die Spitallisten der Kantone Basel-Stadt und 

Basel-Landschaft aufzunehmen bzw. es sei in der Spitalliste aufzuführen, 

dass die Abrechnung vereinzelter stationärer Fälle via Leistungsauftragscon-

trolling ermöglicht wird. 

5. Subsubeventualantrag zu 2, 3 und 4: Die Streitsache sei im Sinne der Erwä-

gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

6. Verfahrensanträge: 

a. Es sei betreffend die Spitalliste des Kantons Basel-Landschaf festzu-

stellen, dass die Beschwerdeführerin für die Dauer des laufenden Be-

schwerdeverfahrens für die Leistungsgruppe BEW7.1 Erstprothese 

Hüfte, BEW7.2 Erstprothese Knie und BEW7.3 Wechseloperationen 

Hüft- und Knieprothesen (gemeint ist damit ein Leistungsauftrag in der 

neuen Leistungsgruppe BEW7.2.1 Wechseloperation Knieprothesen) 

über einen Leistungsauftrag gemäss der alten Spitalliste des Kantons 

Basel-Landschaft verfügt. 

b. Eventualiter zu 6.a: Der Beschwerdeführerin seien vorsorglich für die 

Dauer des Beschwerdeverfahrens betreffend die Spitalliste des Kan-

tons Basel-Landschaft Leistungsaufträge in den Leistungsgruppen 

BEW7.1 Erstprothese Hüfte, BEW7.2 Erstprothese Knie sowie 

BEW7.2.1 Wechseloperation Knieprothesen zu erteilen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

 

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Seite 7 

E. Der mit Zwischenverfügung vom 29. Juni 2021 bei der Beschwerdefüh-

rerin eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.– (BVGer-

act. 2) wurde am 9. Juli 2021 geleistet (BVGer-act. 7).  

F. Mit Zwischenverfügung vom 10. August 2021 wurde der Antrag der Be-

schwerdeführerin auf vorsorgliche Massnahmen (Antrag 6) infolge Aner-

kennung als gegenstandslos abgeschrieben (BVGer-act. 12).  

G. Die Vorinstanzen beantragen in ihrer Vernehmlassung vom 10. Septem-

ber 2021 die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 16). 

H. Auf entsprechende Einladung des Instruktionsrichters vom 16. Septem-

ber 2021 (BVGer-act. 17) nahm das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 

13. Oktober 2021 als Fachbehörde Stellung (BVGer-act. 19).  

I. Die Beschwerdeführerin und die Vorinstanzen reichten am 25. November 

2021 resp. 29. November 2021 ihre Schlussbemerkungen ein (BVGer-

act. 23 und 24).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und entsprechend auf eine 

Beschwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Am-

tes wegen und mit freier Kognition (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt. Das Vorliegen einer Verfügung ist Sachurteils-

voraussetzung für ein Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (ANDRÉ MOSER ET AL., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 3. Aufl. 2022, S. 34 Rz 2.6).  

1.3 Als Verfügung zu qualifizieren ist eine hoheitliche, individuell-konkrete, 

auf Rechtswirkungen ausgerichtete und verbindliche Anordnung einer Be-

hörde, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützt, oder eine autori-

tative und individuell-konkrete Feststellung bestehender Rechte oder 

Pflichten (Art. 5 Abs. 1 VwVG; vgl. auch HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allge-

meines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 855 ff.; 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2007/6

C-2947/2021 

Seite 8 

TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 

2014, § 28 Rz. 17). Die Qualifikation eines Hoheitsakts hängt vom Inhalt 

der Anordnung und nicht von der gewählten Form ab (sog. «materieller 

Verfügungsbegriff»). Selbst wenn eine einzelfallbezogene Anordnung 

(fälschlicherweise) in die Form eines generell-abstrakten Erlasses geklei-

det und im entsprechenden Verfahren erlassen wurde, geht ihr Verfü-

gungscharakter dadurch nicht verloren (vgl. BGE 143 II 268 

E. 4.2.1; BVGE 2016/28 E. 1.4.1; FELIX UHLMANN, in: Praxiskommentar 

VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 5 N 132 ff.; MARKUS MÜLLER, in: VwVG-Kom-

mentar, 2. Aufl. 2019, Art. 5 N 15). 

1.4 Als zulässige Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behör-

den, wobei insbesondere Instanzen des Bundes aufgeführt werden. Verfü-

gungen kantonaler Instanzen sind gemäss Art. 33 Bst. i VGG nur dann 

beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar, wenn dies in einem Bundes-

gesetz vorgesehen ist. 

1.5 Nach Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die 

Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) kann gegen Beschlüsse der Kan-

tonsregierungen nach Art. 39 KVG unabhängig von ihrer Rechtsnatur beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden (Urteil des BVGer 

C-245/2012 vom 3. Oktober 2012 E. 3). Auch wenn die in Art. 53 Abs. 1 

KVG aufgeführten Beschlüsse «unabhängig ihrer Rechtsnatur» beim Bun-

desverwaltungsgericht angefochten werden können, schliesst dies keine 

Ausweitung der Anfechtbarkeit auf Erlasse vor Bundesverwaltungsgericht 

mit ein (Urteil des BVGer C-135/2020 vom 31. Juli 2020 E. 3.4).  

1.6 Nach der Rechtsprechung ist die Spitalliste als Rechtsinstitut sui gene-

ris zu qualifizieren. Für die Bestimmung des Anfechtungsgegenstandes ist 

wesentlich, dass die Spitalliste aus einem Bündel von Individualverfügun-

gen besteht (BVGE 2013/45 E. 1.1.1; 2012/9 E. 3.2.6). 

1.7 Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212; THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 48 zu Art. 62).  

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/49999115-d4ce-46c6-b495-f22ff800704b/citeddoc/c3448c21-92b3-47d8-b44b-7dadb13591b1/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/49999115-d4ce-46c6-b495-f22ff800704b/citeddoc/c3448c21-92b3-47d8-b44b-7dadb13591b1/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/ee575240-0667-41da-bde8-2a155df9acfa/citeddoc/9af2cc65-5960-452f-b0c6-fb8c8be7aede/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/lawdoc/b39d7a93-8f19-443a-88f6-1d06ac129b33/source/document-link

C-2947/2021 

Seite 9 

1.8  

1.8.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich unter anderem gegen den 

in der chronologischen Gesetzessammlung des Kantons Basel-Landschaft 

publizierten Spitallistenbeschluss BL vom 25. Mai 2021, der das Inkrafttre-

ten der neuen Spitalliste in Form einer Verordnung am 1. Juli 2021 regelt. 

Der angefochtene Spitallistenbeschluss BL verweist in § 1 auf die neue 

gemeinsame Spitalliste 2021, deren Leistungsaufträge im Anhang zum Be-

schluss aufgeführt sind. Zu prüfen ist, ob dieser ein zulässiges Anfech-

tungsobjekt darstellt (vgl. E.1.1 und 1.2). 

1.8.2 Sowohl der angefochtene Spitallistenbeschluss BL als auch der an-

gefochtene Spitallistenbeschluss BS stützen sich auf Art. 39 KVG und 

ergingen durch die Regierungsräte der Kantone Basel-Landschaft resp. 

Basel-Stadt. Gemäss Art. 53 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsre-

gierungen nach Artikel 39 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

geführt werden. Allerdings ist mit Bezug auf den angefochtenen Spitallis-

tenbeschluss BL zu beachten, dass dieser die Inkraftsetzung der Spitalliste 

in Form einer Verordnung zum Gegenstand hat. Es stellt sich die Frage 

nach dessen Rechtsnatur, da das Bundesverwaltungsgericht wie erwähnt 

für abstrakte Normenkontrollen nicht zuständig ist (vgl. E. 1.5.; vgl. auch 

das Urteil des BGer vom 25. April 2012 2C_285/2011 E. 1.2.4, in welchem 

die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im Fall einer abstrakten 

Normenkontrolle im Bereich der Spitalplanung verneint wurde). Inkraftset-

zungsbeschlüsse unterscheiden sich in ihrer Natur nicht von den in Kraft 

zu setzenden Erlassen selber (so auch Urteil des VGer des Kantons Zürich 

VB 2011.00722 E. 1.2). Da ein materieller Verfügungsbegriff massgebend 

ist (vgl. E. 1.3), ist die Spitalliste in Verordnungsform und dementsprechend 

auch der angefochtene Spitallistenbeschluss BL als ein «Bündel von Ein-

zelverfügungen» zu qualifizieren. Darüber hinaus ist die Rechtsprechung 

des Bundesverwaltungsgerichts zur Praxis im Kanton Tessin zu beachten, 

der die Spitalliste ebenfalls in Form einer Verordnung, nämlich eines als 

Legislativverordnung qualifizierenden Dekrets (vgl. zum Begriff der Legis-

lativverordnung ANDREAS AUER, Staatsrecht der schweizerischen Kantone, 

2016, S. 279 f.), erlässt. Das Bundesverwaltungsgericht ist auf entspre-

chende Inkraftsetzungsbeschlüsse betreffend die Spitalliste, welche im 

kantonalen Amtsblatt publiziert wurden, jeweils eingetreten (BVGE 2019 

V/7 und Urteil des BVGer C-425/2016 vom 29. Februar 2016 E. 3 und 4). 

1.9 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer am Ver-

fahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 

C-2947/2021 

Seite 10 

Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beson-

ders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung hat (Bst. c). Ein schutzwürdiges Interesse gemäss 

Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG setzt grundsätzlich voraus, dass der Beschwer-

deführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Ände-

rung der angefochtenen Verfügung hat.  

Die Beschwerdeführerin rügt unter anderem die vorgesehene Mengen-

steuerung für die Leistungsgruppe BEW4. Aus den Akten geht indes her-

vor, dass die Vorinstanzen der Beschwerdeführerin den Leistungsauftrag 

für diese Gruppe erteilt haben, ohne eine Mengensteuerung vorzusehen 

(Vorakten 3.002 und 5.001). Folglich ist das Rechtsschutzinteresse zu ver-

neinen. 

1.10 Die weiteren Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt, weshalb auf die 

Beschwerde einzutreten ist, soweit sie nicht die Leistungsgruppe BEW4 

betrifft. 

1.11 Schliesslich ist der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerde-

verfahrens zu bestimmen. Streitgegenstand im System der nachträglichen 

Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen 

des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes – den auf 

Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsge-

genstand bildet. Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsge-

genstand und Streitgegenstand identisch, wenn die Verfügung insgesamt 

angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf ei-

nen Teil des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses, gehö-

ren die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festgelegten 

Rechtsverhältnisses zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streit-

gegenstand (BGE 125 V 413 E. 1b). Die Beschwerdeführerin beantragt die 

Aufhebung der Spitallistenbeschlüsse BL und BS nur insoweit, als ihr für 

vier Leistungsgruppen kein Leistungsauftrag erteilt sowie für gewisse er-

teilte Leistungsaufträge eine Mengensteuerung vorgesehen wurde. Dem-

nach ist die verweigerte Zuteilung eines Leistungsauftrags in den Gruppen 

BEW3, BEW7.1, BEW7.2.1 und KINB sowie die Mengenbeschränkung hin-

sichtlich der Gruppen BPE, BEW1, BEW2, BEW5, BEW6, BEW7 und 

BEW7.2 strittig. Der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens beschränkt sich somit auf diese Leistungsgruppen. 

 

C-2947/2021 

Seite 11 

2.  

2.1 Mit Beschwerde gegen einen Spitallistenentscheid im Sinne von Art. 39 

Abs. 1 KVG kann die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des 

Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens und die unrichtige 

oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden. Nicht zulässig ist hingegen die Rüge der Unangemessenheit 

(Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG i.V.m. Art. 49 VwVG). Bei der Spitalplanung und 

beim Erlass der Spitalliste verfügt der Kanton über einen erheblichen Er-

messensspielraum (BVGE 2018 V/3 E. 4.1 mit Hinweisen). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212; THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 48 zu Art. 62). 

3.  

3.1 In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 1 Abs. 3 

i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG, § 12 Abs. 1 lit. b der Verfassung des Kantons 

Basel-Stadt (SG 111.100), § 38 Abs. 2 des Gesetzes betreffend die Orga-

nisation des Regierungsrates und der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt 

vom 22. April (Organisationsgesetz, OG BS; SG 153.100) sowie § 13 f. des 

Verwaltungsverfahrensgesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 

13. Juni 1988 (VwVG BL; SGS 175).  

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb seine 

Verletzung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur 

Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids führt (BGE 137 I 195 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2 mit Hinweisen; WALD-

MANN/BICKEL, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 

2016, N 28 f. zu Art. 29). Diese Rüge ist deshalb vorweg zu behandeln. 

3.3 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits 

stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 

Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. 

Zum Gehörsanspruch gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, 

C-2947/2021 

Seite 12 

sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebli-

che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erhebli-

chen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis 

zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der 

Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befug-

nisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ih-

ren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 I 279 E. 2.3; 

135 II 286 E. 5.1; 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen).  

3.4 Die interessierten Spitäler müssen hinreichend darüber informiert sein, 

welche Anforderungen für einzelne Leistungsgruppen zu erfüllen sind (Ur-

teil des BVGer C-3413/2014 vom 11. Mai 2017 E. 3.4.1). Soweit auf (Min-

dest-)Fallzahlen abgestellt werden soll, hat die Behörde vor ihrem Be-

schluss über die Spitalliste bekannt zu geben, wie die massgebenden Fall-

zahlen ermittelt werden; sie hat dazu aber keine (separate) Anhörung 

durchzuführen. Ebenso wenig hat sie die Leistungserbringer vor dem An-

hörungsverfahren, welches zu der in Aussicht genommenen Spitalliste 

(und damit auch zur gesamten Spitalplanung) erfolgt, dazu anzuhören, auf 

welche Grundlagen (Daten, Studien oder Gutachten etc.) sie ihre Versor-

gungsplanung abstützen will. Grundsätzlich genügt es, wenn die Parteien 

vor dem Beschluss der Spitalliste einmal – zu allen relevanten Fragen – 

angehört werden (Urteil des BVGer C-4358/2017 vom 5. März 2018 E. 2.4; 

WALDMANN/BICKEL, a.a.O., Art. 30 Rz. 37).  

3.5 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vor-

bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tat-

sächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt 

die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es 

nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich 

auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. 

Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte be-

schränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Be-

troffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in 

voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In die-

sem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 

stützt (BGE 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). An die Begründungsdichte 

von Verfügungen im Zusammenhang mit Spitallisten sind aufgrund des den 

Behörden zustehenden Ermessenspielraums und der Komplexität der Ma-

terie jedoch erhöhte Anforderungen zu stellen (Urteil BVGer C-5576/2011 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=11-05-2017-C-3413-2014

C-2947/2021 

Seite 13 

E. 6.3). Die verfügende Behörde muss im Rahmen ihrer Begründung nach-

vollziehbar darlegen, welche Gründe für sie ausschlaggebend waren und 

insbesondere, ob die massgebenden Kriterien erfüllt oder inwieweit sie ver-

fehlt wurden (NADJA LÜTHI, Spitalplanung im wettbewerbsorientierten Um-

feld – Bestandesaufnahme und Analyse, Basel 2022, S. 167 mit Hinweis. 

auf Urteil des BVGer C-5576/2011 vom 2. Juni 2014 E. 6.3). Es ist insbe-

sondere nicht Sache der Verfügungsadressatin, den tatsächlichen Gehalt 

beziehungsweise die für die verfügende Behörde ausschlaggebenden 

Gründe für den Entscheid zu antizipieren (Urteil des BVGer C-5576/2011 

vom 2. Juni 2014 E. 6.3).   

3.6 Leistungsaufträge können mit Auflagen wie Mengenbeschränkungen 

verbunden werden (NADJA LÜTHI, Spitalplanung im wettbewerbsorientier-

ten Umfeld, 2022, S. 170 ff.), die ebenfalls der Begründungspflicht unter-

liegen.  

3.7 Stützen sich die Spitalplanungsbehörden bei der Erteilung von Leis-

tungsaufträgen auf Berechnungen, so obliegt es ihnen, die Berechnungs-

grundlagen in nachvollziehbarer Weise darzulegen und offenzulegen, auf 

welche Zahlen aus welchen (Daten-)Quellen konkret abgestellt wird.  

4.  

4.1 Im Folgenden ist die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanzen 

hätten die Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör verletzt, zu prüfen.  

4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Begründung der Nichtertei-

lung der Leistungsaufträge im Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021 für 

die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft in den Bereichen Akutsom-

atik, Psychiatrie und Rehabilitation» (nachfolgend: Bericht «Gleichlautende 

Spitallisten 2021») stelle einzig auf angeblich nicht erfüllte Fallzahlen ab. 

Die Gewichtung der über- und untergeordneten Ziele, der Effizienzindex 

und der effizienzgewichtete Patienten- und Systemnutzen (nachfolgend: e-

PUS-Wert) pro Spitalleistungsgruppe (nachfolgend: SPLG) seien hingegen 

nicht nachvollziehbar begründet. Auch sei unklar, auf welche konkreten 

Zahlen (Case Mix Index [CMI], Patient Clinical Complexity Level [PCCL] 

und Baserate) sich die Berechnungen stützen würden.   

4.3 Die Vorinstanz bestreitet, dass sie ihre Begründungspflicht verletzt 

habe. Sie vertritt die Ansicht, die Gewichtung der über- und untergeordne-

ten Ziele, der Effizienzindex sowie der ePuS-Wert pro SPLG seien 

C-2947/2021 

Seite 14 

hinreichend begründet. Die Gewichtung der über- und untergeordneten 

Ziele und der ePUS-Wert der Beschwerdeführerin seien den Akten zu ent-

nehmen. Die Ermittlung der Nutzwerte im Rahmen der Nutzwertanalyse 

werde im Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021» klar erläutert. Die 

Nutzwertanalyse beruhe im Übrigen auf Daten, welche die Beschwerde-

führerin im Rahmen ihrer Bewerbung angegeben habe sowie auf Daten 

der medizinischen Statistik. Die Zahlen (CMI, PCCL und Baserate), die für 

die Berechnungen herangezogen worden seien, würden auf Daten der me-

dizinischen Statistik der Krankenhäuser des Bundesamts für Statistik 

(BFS) stammen. Mit Bezug auf den Effizienzindex enthalte das Schreiben 

vom 1. Februar 2021 ein Berechnungsbeispiel, dem die konkrete Berech-

nung des Index entnommen werden könne.  

4.4  

4.4.1 Zur Begründung der Zielgewichtung, der Berechnung des Effizienzin-

dex und des ePuS-Werts pro SPLG und der Nutzwertanalyse ergibt sich 

aus den Akten Folgendes: Der Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021» 

hält in Ziffer 7.2 («Das Planungs- und Wirkungsmodell») fest, dass das GD 

BS und die VGD BL ein Planungsmodell zur Verteilung der bedarfsgerech-

ten Leistungsmengen auf die Bewerberspitäler erstellt hätten (Vorakten 

2.006). Das grundlegende Kriterium zur Verteilung der bedarfsgerechten 

Leistungsmenge sei der ePuS-Wert. Die Bedarfsmengen seien zunächst 

durch diejenigen Spitäler zu decken, die in der jeweiligen SPLG den höchs-

ten ePuS-Wert aufweisen würden. Die Verteilung der Bedarfsmengen 

werde durch verschiedene Nebenbedingungen limitiert, namentlich die Ka-

pazitäten der Spitäler, Mindestfallzahlen, die verknüpften Leistungen sowie 

Mindestmarktanteile.  

4.4.2 Unter Ziffer 7.2.1 («Die Ermittlung des Nutzenbeitrags») des Berichts 

wird ausgeführt, dass der Nutzenbeitrag der Spitäler zur Leistungserbrin-

gung pro SPLG in einem gestuften Verfahren ermittelt werde. Auf der ers-

ten Stufe würden die drei übergeordneten politischen Ziele operationalisiert 

und der Nutzenbeitrag der bewerbenden Spitäler pro übergeordnetes Ziel 

ermittelt. Es würden Unterziele definiert, deren Zielerreichung messbar sei. 

Unter Ziffer 5.2.1 des Versorgungsplanungsberichts ist eine Tabelle mit 

dem Titel «Zielsystem der Nutzenbewertung im Bewerbungsverfahren 

GGR» aufgeführt (Vorakten 15.002, S. 83). Das Zielsystem definiert fol-

gende drei übergeordnete Ziele: Beitrag zur optimierten Gesundheitsver-

sorgung, Beitrag zur Dämpfung des Kostenwachstums und Beitrag zur Si-

cherung der Hochschulmedizin. Die übergeordneten Ziele sind in weitere 

C-2947/2021 

Seite 15 

in der Tabelle aufgeführte Unterziele unterteilt. Auf der zweiten Stufe wür-

den die SPLG der Grundversorgung, der erweiterten Grundversorgung 

oder der spezialisierten Versorgung zugeordnet. Je nach Versorgungs-

ebene seien die Ziele unterschiedlich zu gewichten. Auf der dritten Stufe 

werde der Nutzen eines Spitals pro SPLG einer Effizienzgewichtung unter-

zogen. Spitäler, die Behandlungen für komplexere multimorbide Patienten 

kostengünstig durchführten, würden einen Effizienzaufschlag und vice 

versa einen Effizienzabschlag erhalten. Der Effizienzaufschlag werde 

durch die den Kantonen zur Verfügung stehenden Kostendaten (CMI, 

PCCL und Baserate) der Spitäler pro SPLG ermittelt. Im Ergebnis würde 

jedes Spital einen individuellen ePuS-Wert pro SPLG erzielen, der die Ver-

teilung der bedarfsgerechten Leistungsmenge mitbestimmen würde.  

4.4.3  

4.4.3.1 Hinsichtlich der ersten Stufe – die Ermittlung des Nutzenbeitrags 

der einzelnen Spitäler für die festgelegten Ziele – findet sich in den Akten 

eine Tabelle mit den drei links angeordneten Spalten «Zielsystem», «Merk-

mals-Ausprägung» und «maximaler Nutzwert» (Vorakten 22.001; nachfol-

gend: Dokument «Patienten- und Systemnutzen»). In der Spalte «Zielsys-

tem» sind die drei übergeordneten Ziele «Beitrag zur optimierten Gesund-

heitsversorgung», «Beitrag zur Dämpfung des Kostenwachstums» und 

«Beitrag zur Sicherung der Hochschulmedizin» sowie für jedes Ziel weitere 

Unterziele aufgeführt. Für jedes Unterziel sind in der Spalte «Merkmals-

Ausprägung» Kriterien aufgeführt, für die eine gewisse Anzahl Punkte er-

zielt werden kann. Die Spalte «maximaler Nutzwert» hält die maximal er-

reichbare Punktzahl pro Unterziel fest. Rechts von diesen drei Spalten sind 

mehrere Spalten mit den erzielten Punkten der einzelnen Spitalstandorte 

aufgeführt, wobei deren Namen mit Ausnahme desjenigen der Beschwer-

deführerin geschwärzt sind. Das Total der für die einzelnen Unterziele er-

zielten Punkte ergibt für jeden Spitalstandort den Patienten- und System-

nutzen.  

4.4.3.2 Es sticht hervor, dass diverse Ziele und «Merkmals-Ausprägun-

gen» nicht hinreichend klar definiert sind. Auch wird nicht durchgängig dar-

gelegt, anhand welcher Zahlen, Daten und Fakten die Punktevergabe er-

folgt und welche Schwellenwerte und Zeiträume für die konkrete Punkte-

vergabe einschlägig sind. Für einzelne Unterziele enthält der Versorgungs-

planungsbericht 2019 eingehendere und klärende Ausführungen, für an-

dere hingegen nicht. So wird beispielsweise im Rahmen der «Sicherstel-

lung der regionalen Grundversorgung GGR» (Unterziel des 

C-2947/2021 

Seite 16 

übergeordneten Ziels 1) gemäss der Spalte «Merkmals-Ausprägung» auf 

Marktanteile < 15%, > 15% und > 30% abgestellt. Es fehlt jedoch eine klare 

und eindeutige Definition des relevanten (Spital-)Marktes in den Akten; 

ebensowenig wird dargelegt, anhand welcher Grundlage der Marktanteil 

ermittelt wird. Zur Erreichung der «Sicherstellung der peripheren Grund-

versorgung» (Unterziel des übergeordneten Ziels 1) wird auf die «Fähigkeit 

des Spitals, damit die Bevölkerung der peripheren Gemeinden ein Spital 

der Grundversorgung innerhalb von 20 Minuten» erreicht, abgestellt. Die 

peripheren Gemeinden resp. Bezirke sind im Versorgungsplanungsbericht 

2019 aufgelistet. Hingegen ist unklar, welche Definition für die Bevölke-

rungszahlen herangezogen wird und anhand welcher Instrumente die Er-

reichbarkeit berechnet wird. Aus dem Versorgungsplanungsbericht 2019 

geht zudem hervor, dass die «Sicherstellung der Erreichbarkeit von Listen-

spitälern mit einer Notfallpermanence (24/7) ohne Chirurgie» zur Bewer-

tung des Unterziels «Sicherstellung der peripheren Grundversorgung» be-

rücksichtigt wird. Im Dokument «Patienten- und Systemnutzen» wurde die-

ses Kriterium indes nicht berücksichtigt. Damit ist klärungsbedürftig, ob und 

wenn ja, in welchem Ausmass dieses Kriterium mitberücksichtigt wurde. 

Für die Punkteverteilung im Rahmen der «Sicherstellung einer hohen Ver-

sorgungsqualität (Gesamtbeurteilung)» (Unterziel zum übergeordneten 

Ziel 1) wird auf die «BAG Qualitätsindikatoren (Fallzahlen und Mortalität) 

sowie Austrittsmanagement und KVP» abgestellt. Unklar ist, welches 

Messprogramm zum Austrittsmanagement herangezogen wird und wel-

ches Gewicht den einzelnen in der Tabelle aufgeführten Faktoren (Quali-

tätsindikatoren, Austrittsmanagement und KVP) im Rahmen der Gesamt-

beurteilung zu diesem Unterziel zukommt. Gemäss der Spalte «Merkmals-

Ausprägung» erfolgt die Punktevergabe für dieses Unterziel anhand einer 

Einstufung in die Bereiche «hoch, mittel, gering» und «keine Angaben». Es 

wird jedoch nicht dargelegt, ab welchem Schwellenwert eine entspre-

chende Einordnung erfolgt. Dies führt dazu, dass die Punktevergabe letzt-

lich nicht nachvollziehbar ist. Die Punktevergabe im Rahmen des Ziels 

«preisgünstige/wirtschaftliche Leistungserbringung» (Unterziel zum über-

geordneten Ziel 2) erfolgt anhand der Einteilung in Quartile, d.h. einer sta-

tistischen Methode. Vorliegend wird die Einteilung in Quartile und eine ent-

sprechende Punktevergabe zum einen gestützt auf die Baserate des aktu-

ellen Jahres und zum anderen anhand der schweregradbereinigten Fall-

kosten der letzten drei Jahre vorgenommen. Lediglich bei einer Einteilung 

eines Spitals in das erste oder zweite Quartil erfolgt eine Punktevergabe. 

Die konkrete Zuordnung der Spitalstandorte zu den einzelnen Quartilen ist 

klärungsbedürftig. Vorliegend resultiert bei der Division des einschlägigen 

Datensatzes – die 22 sich bewerbenden Spitalstandorte – durch vier eine 

C-2947/2021 

Seite 17 

Bruchzahl, nämlich 5.5, weshalb eine Einteilung einer gleich hohen Anzahl 

Spitäler in vier Quartile nicht möglich ist. Aus der Tabelle ist ersichtlich, 

dass die Vorinstanzen sieben Standorte dem ersten Quartil und fünf Stand-

orte dem zweiten Quartil zugeordnet haben. Sie hätten die Gründe für die-

ses Vorgehen darlegen müssen, da sich dieses nicht zwingend aus der 

Anwendung der statistischen Methode selbst ergibt. Ferner ist anzumer-

ken, dass gemäss der Tabelle mehrfach auf relative Kriterien – beispiels-

weise bei der Zuordnung zu Marktanteilen oder Quartilen – abgestellt wird. 

Damit die Beschwerdeführerin ihre Zuordnung nachvollziehen kann, muss 

sie auch die Zuteilungen der übrigen sich bewerbenden Spitälern und die 

Gründe für die erzielte Punktzahl nachvollziehen können, da Erstere von 

Letzteren abhängt. Zu beachten ist indes, dass Geheimhaltungsinteressen 

von konkurrierenden Drittspitälern betroffen sein könnten. Die Frage der 

Nachvollziehbarkeit der (Nicht-)Erteilung von Leistungsaufträgen steht so-

mit in einem engen Zusammenhang mit derjenigen des Akteneinsichts-

rechts (vgl. E. 4.6). Zur Beurteilung des «Beitrags zu Innovationen in der 

Medizin» (Unterziel zum übergeordneten Ziel 3) wird einerseits auf «For-

schungsmittel», andererseits auf «wissenschaftliche Beiträge» abgestellt. 

Werden diese als «hoch» qualifiziert, erfolgt eine Punktevergabe. Aller-

dings bestehen keinerlei Anhaltspunkte, ab welchen Schwellenwerten 

«Forschungsmittel» und «wissenschaftliche Beiträge» als hoch einzustu-

fen sind. Ebenso wenig ist klar, wann eine «nachgewiesene geübte Praxis» 

als Beurteilungskriterium innerhalb des Ziels «Bestandteil eines abgestuf-

ten Versorgungssystems der universitären Medizin» (Unterziel zum über-

geordneten Ziel 3) vorliegt. Damit ist festzuhalten, dass bereits die erste 

Stufe des Bewertungssystems der Vorinstanzen – die Ermittlung des Nut-

zenbeitrags der einzelnen Spitäler für die festgelegten Ziele – nicht vollum-

fänglich nachvollziehbar ist.  

4.4.4  

4.4.4.1 Mit Bezug auf die zweite Stufe, nämlich die Einteilung der einzelnen 

SPLG in die Versorgungsbereiche Grundversorgung, erweiterte Grundver-

sorgung oder spezialisierte Versorgung, enthält das Schreiben der kanto-

nalen Behörden vom 1. Februar 2021 nähere Ausführungen. Darin heisst 

es, dass alle SPLG in die drei Kategorien Grundversorgung, erweiterte 

Grundversorgung und spezialisierte Versorgung unterteilt würden, wobei 

die Gewichtung der einzelnen übergeordneten Ziele je nach Kategorie un-

terschiedlich sei. Für die zur Grundversorgung zählenden SPLG werde das 

übergeordnete Ziel 1 mit 45%, das übergeordnete Ziel 2 ebenfalls mit 45% 

und das übergeordnete Ziel 3 mit 10% gewichtet. Für diejenigen SPLG, die 

C-2947/2021 

Seite 18 

dem Bereich der erweiterten Grundversorgung angehören, werde das 

übergeordnete Ziel 1 mit 40%, das übergeordnete Ziel 2 ebenfalls mit 40% 

und das übergeordnete Ziel 3 mit 20% gewichtet. Für die zur spezialisierten 

Versorgung zählenden SPLG sei das übergeordnete Ziel 1 mit 10%, das 

übergeordnete Ziel 2 mit 20% und das übergeordnete Ziel 3 zu gewichten.  

4.4.4.2 Je nach Zuteilung einer SPLG zu einem der drei Versorgungsbe-

reiche und einer damit einhergehenden unterschiedlichen Gewichtung der 

übergeordneten Ziele fällt der ePuS-Wert unterschiedlich hoch aus. Wie 

aufgezeigt, ist der ePuS-Wert für die Erteilung von Leistungsaufträgen für 

mengengesteuerte SPLG massgebend (vgl. E. 4.4.1). Somit oblag es der 

Vorinstanz, die Zuteilung der einzelnen SPLG zu einem der drei Versor-

gungsbereiche in verständlicher Weise aufzuzeigen. Aus den Akten geht 

hervor, dass die Vorinstanzen die Leistungsgruppen BEW1, BEW2, BEW3, 

BEW4, BEW5, BEW6, BEW7, BEW7.1 und BEW7.2 der erweiterten 

Grundversorgung zugeordnet haben (Vorakten 22.001). Die Zuteilung der 

Gruppe KINB zu einem der drei Versorgungsbereiche ist hingegen nicht 

aus den Akten ersichtlich. Darüber hinaus finden sich in den Akten keine 

Hinweise darauf, anhand welcher Kriterien die einzelnen SPLG einem der 

drei Versorgungsbereiche zugeordnet werden. Fraglich ist, ob eine Konsul-

tation der rechtlichen Grundlagen Schlüsse über die angewandten Zutei-

lungskriterien ermöglicht. Bei Bejahung dieser Frage würde eine man-

gelnde Erläuterung seitens der Vorinstanzen diesen nicht schaden.  

4.4.4.3 Die Verfassungsbestimmung von Art. 117a BV verwendet den Be-

griff der «medizinischen Grundversorgung». Allerdings handelt sich dabei 

um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Er umfasst nur grundlegende Leis-

tungen der Gesundheitsversorgung; unklar ist indes, ob der Begriff auf die 

Leistungen selber, die Leistungserbringer oder den mit der Leistung ver-

folgten Zweck fokussiert (GÄCHTER/RENOLD-BURCH, in: Basler Kommentar 

Bundesverfassung, 2020, N 6 und 8 zu Art. 117a BV). Infolgedessen eignet 

sich Art. 117a BV nicht zur Konkretisierung des Begriffs der «Grundversor-

gung» und liefert insbesondere keine Anhaltspunkte dafür, wo im vorlie-

genden Fall die Grenze zwischen der «Grundversorgung» und der «erwei-

terten Grundversorgung» gezogen wurde. Die Begriffe «Grundversor-

gung», «erweiterte Grundversorgung» und «spezialisierte Versorgung» 

werden auch im Recht der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt 

nicht näher definiert. Daraus erhellt, dass auch die zweite Stufe zur Ermitt-

lung des Nutzenbeitrags nicht vollumfänglich nachvollziehbar ist. 

  

C-2947/2021 

Seite 19 

4.4.5  

4.4.5.1 Hinsichtlich des Effizienzwerts und der Effizienzgewichtung des 

Nutzens eines Spitals pro SPLG (dritte Stufe) enthält das Schreiben der 

kantonalen Behörden vom 1. Februar 2021 ein Anschauungsbeispiel. Aus 

diesem geht hervor, dass der ePuS-Wert aus einer Multiplikation des Effi-

zienzfaktors «e» mit den für die drei übergeordneten Zielen gewichteten 

und sodann addierten Punktzahlen resultiert. Zur Berechnung des Effi-

zienzfaktors wurde auf folgende Formel abgestellt:  

𝑒 =
1′000 x (PCCL+10)

(CMI+1) x Baserate
  

4.4.5.2 Fraglich ist, ob die in dieser Formel verwendeten Akronyme und 

Begriffe (PCCL, CMI und Baserate) nachvollziehbar sind. 

Spitalplanungsbehörden haben Akronyme, die Bestandteile von im 

Spitalplanungsverfahren angewendeten Formeln bilden, in den 

Spitalplanungsgrundlagen näher zu definieren, es sei denn, deren 

Bedeutungsgehalt ist Spitälern im Allgemeinen bekannt. Im Übrigen haben 

die Spitalplanungsbehörden die massgebenden Datenquellen und 

Datenjahre klar zu bezeichnen.  

4.4.5.3 Das Akronym PCCL (Patient Clinical Complexity Level) findet sich 

im Definitionshandbuch SwissDRG 10.0 (Abrechnungsversion 

(2021/2021), Band 5, Anhänge; abrufbar unter 

<www.swissdrg.org/application/files/9616/0672/2945/DefHB_SwissDRG_

10.0_AV_2021_2021_ Band5.pdf, besucht am 12. Juni 2023), welches das 

Zuordnungsverfahren von Falldaten zu einer Diagnosis Related Group 

(DRG) im Rahmen des Tarifystems für stationäre akutsomatische 

Spitalleistungen beschreibt. Darin heisst es, dass der patientenbezogene 

Gesamtschweregrad (PCCL) die Masszahl für den kumulativen Effekt der 

CCs (Komplikationen und/oder Komorbiditäten) je Behandlungsepisode 

sei. Die Ermittlung erfolge in einem komplexen Verfahren anhand eines 

Algorithmus. Je nach Schweregrad der CC resultiere ein PCCL-Wert 

zwischen 1 und 6. Sowohl die Formel zur Berechnung des PCCL, deren 

Parameter, Beschreibung und Ausprägung als auch mehrere 

Berechnungsbeispiele sind im Definitionshandbuch enthalten. Die 

Kenntnis der allgemeinen Bedeutung des Akronyms PCCL muss den 

Spitälern aufgrund dessen Verwendung im Tarifrecht bekannt sein. 

Problematisch ist hingegen, dass sich der im Tarifrecht verwendete PCCL-

Wert entweder auf einzelne Fälle oder DRG bezieht, die Vorinstanzen 

jedoch den Effizienzfaktor pro SPLG berechnet haben. In den Akten wird 

C-2947/2021 

Seite 20 

indes nicht weiter erläutert, welche DRG die Vorinstanzen einer 

bestimmten SPLG zugeordnet haben. Ferner lässt sich der PCCL der 

einzelnen Spitäler entgegen den Behauptungen der Vorinstanzen nicht der 

medizinischen Statistik entnehmen. Zudem haben sie es unterlassen, die 

massgebenden Datenjahre zu definieren.  

4.4.5.4 Die Akronyme Case Mix (CM) und Case Mix Index (CMI) werden 

auf der Webseite der SwissDRG AG erläutert (vgl. 

<https://www.swissdrg.org/de/ueber-uns/kommunikation-1/wichtige-

begriffe>, besucht am 12. Juni 2023). Der Case Mix beschreibt den 

gesamten Schweregrad der abgerechneten Behandlungsfälle eines 

Spitals. Er ergibt sich aus der Summe der Kostengewichte der Fälle eines 

Spitals. Dividiert man den Case Mix durch die Anzahl Fälle, erhält man den 

Case Mix Index, d.h. den durchschnittlichen Schweregrad eines Spitals. 

Darüber hinaus erwähnt die Verordnung über die Krankenversicherung 

vom 27. Juni 1995 (KVV; SR 832.102) den CMI in Absatz 2bis und 2ter 

ihrer Schlussbestimmungen der Änderung vom 22. Oktober 2008. Im 

Tarifrecht wird einerseits auf den zwischen den Tarifpartner vereinbarten 

CMI und andererseits auf den effektiven CMI abgestellt (Absatz 2ter der 

Schlussbestimmungen der Änderung vom 22. Oktober 2008 zur KVV). Im 

Übrigen stellt der CMI eine der Kennzahlen der Schweizer Spitäler dar, die 

durch das BAG auf der Grundlage von Art. 59a KVG i.V.m. Art. 31 KVV 

jährlich publiziert werden (vgl. 

<https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-

fakten-zu-spitaelern/kennzahlen-der-schweizer-spitaeler.html>, abgerufen 

am 12. Juni 2023). Es unterscheidet dabei zwischen dem CMIb (CMI 

brutto) und dem CMIn (CMI netto) (vgl. die näheren Ausführungen zum CMI 

brutto und CMI netto in der Publikation des BAG «Kennzahlen der 

Schweizer Spitäler 2018», abrufbar unter 

<https://spitalstatistik.bagapps.ch/data/download/kzp18_publication.pdf?v

=1592291836>, S. 7 und 13). Die in den jährlichen Publikationen 

«Kennzahlen der Schweizer Spitäler» dargestellten CMI werden vom BFS 

aufgrund der verfügbaren Informationen durch Fallgruppierung berechnet. 

Diese Informationen sind nicht so vollständig wie die Daten, welche die 

Spitäler der SwissDRG AG zur Berechnung der CMI zur Spitalabrechnung 

abgeben (vgl. Publikation des BAG «Kennzahlen der Schweizer Spitäler, 

a.a.O., S. 2). Vorliegend ist unklar, auf welchen CMI für welche Jahre die 

Vorinstanzen konkret abstellten, da die Akten hierzu keine Angaben 

enthalten.  

C-2947/2021 

Seite 21 

4.4.5.5 Die Baserate ist eine Art Durchschnittswert für stationäre Behand-

lungen in einem bestimmten Spital. Sie kann je nach Spital unterschiedlich 

sein. Die Baserate wird durch die Tarifpartner (Versicherer und Leistungs-

erbringer) vereinbart und vom zuständigen Kanton genehmigt. Können 

sich die Tarifpartner nicht auf eine Baserate einigen, so setzt der Kanton 

den Basispreis fest (vgl. <https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versi-

cherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-leistungen-ta-

rife/Spitalbehandlung.html>, abgerufen am 12. Juni 2023). Die Baserates 

der einzelnen Spitäler sind auf den Webseiten der Kantone Basel-Land-

schaft und Basel-Stadt ersichtlich. Aus den Tarifübersichten der letzten 

Jahre geht hervor, dass für die Tarifpartner tarifsuisse, Einkaufsgemein-

schaft HSK und CSS Versicherung jeweils unterschiedliche Baserates fest-

gelegt wurden (vgl. <https://www.gesundheitsversorgung.bs.ch/spitaeler/fi-

nanzierung/Tarife.html>, abgerufen am 12. Juni 2023; <https://www.basel-

land.ch/politik-und-behorden/direktionen/volkswirtschafts-und-gesund-

heitsdirektion/amt-fur-gesundheit/spitaler-und-therapieeinrichtungen/spi-

talversorgung/tarif uebersicht>, abgerufen am 12. Juni 2023). Die Vo-

rinstanzen haben es jedoch unterlassen zu spezifizieren, auf welche Base-

rate sie im Falle der Beschwerdeführerin abstellten.  

4.4.5.6 Mit Blick auf die Formel als Ganzes ist zu beachten, dass die Fach-

kommission Gemeinsame Gesundheitsregion der Kantone Basel-Stadt 

und Basel-Landschaft (FK GGR) in ihrer Stellungnahme zuhanden der kan-

tonalen Behörden vom 26. April 2021 (nachfolgend: Stellungnahme FK 

GGR) die Auffassung vertritt, dass die einzelnen Zuweisungen aufgrund 

der zahlreichen vom Algorithmus verwendeten Rahmenbedingungen nicht 

exakt nachvollziehbar und die Zuweisungen der mengengesteuerten Kon-

tingente für das Jahr 2021 nicht ohne weiteres rechnerisch überprüfbar 

seien (Vorakten 2.007, S. 19).  

4.4.6 Gemäss Schreiben der kantonalen Behörden vom 1. Februar 2021 

erfolgte die Verteilung der Fälle bei mengengesteuerten Leistungsgruppen 

anhand einer Rangfolge. Die gemäss der Versorgungsplanung vorgesehe-

nen Höchstmengen seien absteigend nach der Rangfolge der ePuS-Werte 

an die einzelnen Spitäler vergeben worden, wobei die potenzielle Gesamt-

kapazität (IST 2018 + 10%) der Spitäler berücksichtigt worden sei (Vorak-

ten 6.003). Das Schreiben hält fest, dass es sich konkret um einen kom-

plexeren Mechanismus handle, der methodisch einer linearen Optimierung 

unter (linearen) Nebenbedingungen entspreche, ohne diesen näher zu er-

läutern. Damit die Beschwerdeführerin die Nichterteilung eines Leistungs-

auftrags für mengengesteuerte SPLG resp. die Erteilung eines 

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Leistungsauftrags unter der Auflage einer Mengenbegrenzung nachvollzie-

hen kann, ist ihr das vorangehend beschriebene Vorgehen für die einzel-

nen SPLG aufzuzeigen. Anhand der Übersicht der ePuS-Werte der einzel-

nen Spitäler ist es der Beschwerdeführerin lediglich möglich, die Rangfolge 

der sich bewerbenden Spitäler zu verstehen. Jedoch sind in den Akten 

keine Angaben zur konkreten Verteilung der Höchstmengen innerhalb der 

SPLG auf die einzelnen Spitäler unter Berücksichtigung ihrer Kapazitäten 

ersichtlich, was eine Gehörsverletzung darstellt.  

4.4.7 Zuletzt ist festzuhalten, dass aus den Akten nicht restlos klar hervor-

geht, welche Auswahlkriterien und -verfahren – alleine oder in Kombination 

– auf die einzelnen Leistungsgruppen Anwendung fanden. Einerseits 

wurde gemäss Bewerbungsformular auf die leistungsspezifischen Anforde-

rungen der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich in der Version 2019.1 

(leistungsspezifische Anforderungen GDK ZH 2019.1) abgestellt (Vorak-

ten 12.002). Andererseits wurde auf den ePuS-Wert als Kriterium zur Ver-

teilung von Leistungsaufträgen abgestellt, wobei nicht eindeutig feststeht, 

ob dieser als Auswahlkriterium lediglich auf mengengesteuerte Leistungs-

gruppen oder sämtliche Leistungsgruppen Anwendung fand. Zudem geht 

aus der Stellungnahme FK GGR hervor, dass das Projektteam von der al-

gorithmischen Zuteilung von Leistungsaufträgen abweichende postalgo-

rithmische Entscheidungen getroffen habe (Vorakten S. 16 f.).  

4.5  

4.5.1 Sodann ist fraglich, ob der massgebliche Marktanteil im Rahmen des 

Kriteriums der Versorgungsrelevanz und die für die einzelnen SPLG erfor-

derlichen Mindestfallzahlen nachvollziehbar aus den Spitalplanungsgrund-

lagen oder der Begründung des Spitallistenbeschlusses hervorgehen. Füh-

ren Kantone Mindestfallzahlen ein, so müssen sowohl die massgebliche 

Höhe wie auch deren Geltung pro Spital und/oder Operateurin/Operateur 

klar ersichtlich sein.  

4.5.2 Die Vorinstanzen bringen vor, dass Fallzahlen <10 Fälle pro Spital 

pro Jahr kritisch hinterfragt worden seien. Sie hätten eine Mindestfallzahl 

von 10 Fällen pro Spital für jede SPLG festgesetzt. Zudem müssten sich 

bewerbende Spitäler in der entsprechenden Leistungsgruppe versor-

gungsrelevant sein, wobei ein Mindestanteil aller Fälle von 2% pro SPLG 

im GGR vorausgesetzt gewesen sei. 

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Seite 23 

4.5.3 Die Beschwerdeführerin hält entgegen, dass ein Mindestfallzahlerfor-

dernis von 10 Fällen pro SPLG nicht in der SPLG-Systematik Version 

2019.1 oder dem Bewerbungsformular aufgeführt gewesen sei. Auch hät-

ten die Vorinstanzen das Kriterium der Versorgungsrelevanz erstmals im 

Rahmen der Vernehmlassung genannt.  

4.5.4 Aus dem Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021» ergibt sich, dass 

die Nichterteilung eines Leistungsauftrags für die Gruppe BEW3 damit be-

gründet wird, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 2016–2018 im 

Durchschnitt lediglich drei Fälle behandelt habe. Im Jahre 2018 habe sie 

fünf Fälle behandelt, davon jedoch nur einen von insgesamt 736 Fällen im 

GGR. Den Leistungsauftrag für die Gruppe BEW7.1 habe die Beschwer-

deführerin nicht erhalten, da sie im 2018 lediglich 14 Fälle behandelt habe, 

davon 3 von insgesamt 1'244 Fällen im GGR. Für die Gruppe BEW7.2.1 

habe sie keinen Leistungsauftrag erhalten, da sie im Jahr 2019 keinen von 

insgesamt 133 Fällen im GGR behandelt habe. Die Gegenüberstellung der 

Fallzahlen der Beschwerdeführerin mit den Gesamtfallzahlen im GGR für 

die Gruppen BEW3, BEW7.1 und BEW7.2.1 deutet darauf hin, dass die 

Vorinstanz für diese eine Angebotskonzentration beabsichtigte und sich auf 

das Kriterium der Versorgungsrelevanz stützte. Sie hat jedoch weder in den 

Planungsgrundlagen noch im Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021» 

eine kritische Menge an Fallzahlen oder Marktanteilen klar definiert. Im 

Spitalplanungsbericht wird einzig festgehalten, dass Fallzahlen ˂ 10 pro 

Jahr kritisch zu hinterfragen seien, wobei die Gesamtzahl im GGR pro Jahr 

und der Marktanteil mitberücksichtigt würden. Es könne auch bei Fallzah-

len ˃ 10 Fällen pro Jahr und analog einem grösseren Marktanteil aus Qua-

litätsgründen zu einer Konzentration kommen. Wie die Beschwerdeführerin 

zu Recht geltend macht, bringen die Vorinstanzen erstmals in ihrer Ver-

nehmlassung vor, dass Spitäler ab einem Marktanteil von 2% der Fälle pro 

SPLG im GGR als versorgungsrelevant zu betrachten seien, was eine Ge-

hörsverletzung darstellt. 

4.5.5 Hinsichtlich der einschlägigen Mindestfallzahlen ergibt sich aus den 

Akten Folgendes: Der Versorgungsplanungsbericht enthält keinerlei Aus-

führungen zu Mindestfallzahlen. Der Bericht «Gleichlautende Spitallisten 

2021» führt nicht erreichte Mindestfallzahlen einzig bei den Leistungsgrup-

pen BEW7.1 und BEW7.2.1 als Grund für die Nichterteilung eines Leis-

tungsauftrags an. Er führt an, dass für die Gruppe BEW7.1 die Mindestfall-

zahl von 50 und im für die Gruppe 7.2.1 die Mindestfallzahl von 50 in der 

Gruppe BEW7.2 nicht erfüllt sei. Die leistungsspezifischen Anforderungen 

GDK ZH 2019.1 legen für die Gruppen BEW7.1 und BEW7.2.1 

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Seite 24 

Mindestfallzahlen von 15 pro Operateurin/Operateur resp. 50 pro Opera-

teurin/Operateur in der Gruppe BEW7.2 fest. Der Bericht «Gleichlautende 

Spitallisten 2021» nimmt einzig in Kap. 9.2 («Grundsätze zur Vergabe von 

Leistungsaufträgen») unter dem Stichwort «Konzentration von Leistun-

gen» auf Mindestfallzahlen Bezug. Er hält auf S. 28 fest, dass Fallzahlen ˂ 

10 pro Jahr kritisch zu hinterfragen seien, sofern keine zwingenden Ver-

knüpfungen und Abhängigkeiten zu anderen Leistungsgruppen bestünden, 

wobei die Gesamtzahl im GGR pro Jahr und der Marktanteil mitberücksich-

tigt würden. Im Anschluss daran hält der Spitalplanungsbericht fest, dass 

es auch bei Fallzahlen ˃ 10 Fällen pro Jahr zu einer Konzentration kom-

men könne. Aus dieser vagen Formulierung geht weder hervor, welches 

Fallminimum letztlich entscheidend ist, noch, ob für die Ermittlung der Min-

destfallzahlen die Zahlen pro Operateurin/Operateur oder pro Spital mas-

sgebend sind. Das massgebende Fallzahlenminimum und dessen Ermitt-

lung sind damit weder aus den Spitalplanungsgrundlagen (Versorgungs-

planungsbericht) noch aus der Begründung des Spitallistenbeschlusses 

(Bericht «Gleichlautende Spitallisten 2021») klar ersichtlich. 

4.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanzen ihre Begrün-

dungspflicht bezüglich der Auswahlkriterien der Versorgungsrelevanz, der 

Mindestfallzahlen und der Berechnung des ePuS-Wertes, die entscheid-

wesentliche Grundlagen darstellen, verletzt haben. Die mangelnde Nach-

vollziehbarkeit dieser Kriterien betrifft sowohl die nicht erteilten Leistungs-

aufträge als auch diejenigen Leistungsaufträge, die der Beschwerdeführe-

rin unter der Auflage einer Mengenbeschränkung erteilt wurden. Auch ist 

nicht hinreichend klar, wie die angewandten Kriterien – die leistungsspezi-

fischen Anforderungen GDK ZH 2019.1 und die ePuS-Werte – zusammen-

spielen und welche Abweichungen von der algorithmischen Zuteilung von 

Leistungsaufträgen vorgenommen wurden. 

4.7  

4.7.1 Als nächstes ist auf die Rüge der Beschwerdeführerin, die 

Vorinstanzen hätten das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführerin 

verletzt, einzugehen. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, sie habe 

im vorinstanzlichen Verfahren keine vollumfängliche Einsicht in sämtliche 

Verfahrensakten erhalten, obwohl sie mehrfach um eine solche ersucht 

habe. Sie rügt insbesondere, dass bei der Nutzwertanalyse die Namen der 

einzelnen Standorte geschwärzt seien, wodurch ihr ein Vergleich mit 

konkurrierenden Spitälern und die Prüfung einer rechtsgleichen 

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Seite 25 

Behandlung verunmöglicht worden sei. Der Bekanntgabe dieser Daten 

stünden keine Geheimhaltungsinteressen entgegen.  

4.7.2 Die Vorinstanzen halten hingegen dafür, dass die im Rahmen der 

Nutzwertanalyse vergebenen Punkte auf internen Kennzahlen der Spitäler 

beruhen würden, die Rückschlüsse auf wettbewerbsrelevante Informatio-

nen zulassen und an denen infolgedessen Geheimhaltungsinteressen be-

stehen würden.  

4.7.3 Aus den Akten ergibt sich Folgendes: Nachdem die Vorinstanzen der 

Beschwerdeführerin einen Entwurf der provisorisch erstellten gleichlauten-

den Spitallisten 2021 zugestellt hatten (Vorakten 7.001), ersuchte diese mit 

Schreiben vom 16. Dezember 2020 um vollständige Akteneinsicht (Vorak-

ten 7.006). Sie bat die Vorinstanzen unter anderem um eine Übersicht der 

Zahlen der Jahre 2018 und 2019 der sich bewerbenden Spitäler. Am 

23. Dezember 2020 liessen die kantonalen Behörden der Beschwerdefüh-

rerin mehrere mit einem Aktenverzeichnis versehene Unterlagen zukom-

men (Vorakten 13.001 und 13.002). Mit Schreiben vom 5. Januar 2021 be-

anstandete die Beschwerdeführerin, dass sie nach wie vor nicht vollständig 

dokumentiert sei (Vorakten 6.001). So seien ihr die Berechnungsgrundla-

gen nicht zur Verfügung gestellt worden, obwohl diese vom Akteneinsichts-

recht umfasst seien. Mit Schreiben vom 1. Februar 2021 stellten die kan-

tonalen Behörden der Beschwerdeführerin ein Anschauungsbeispiel zur 

Berechnung des ePuS-Werts, das Dokument «Patienten- und Systemnut-

zen» und das «Mastersheet Leistungsaufträge» zu (Vorakten 6.003). Mit 

Schreiben vom 22. Februar 2021 nahm die Beschwerdeführerin schliess-

lich Stellung zur überarbeiteten provisorisch erstellten gleichlautenden Spi-

tallisten 2021 BL und BS und rügte, dass beim Dokument «Patienten- und 

Systemnutzen» zwar die Werte aller Bewerber erkennbar seien, jedoch die 

Namen der einzelnen Standorte geschwärzt seien (Vorakten 4.001). In ih-

ren Schlussbemerkungen bringt sie vor, das Recht auf Akteneinsicht könne 

sich nicht nur auf Informationen betreffend die Beschwerdeführerin be-

schränken, da für die Nutzwertanalyse ein Vergleich sämtlicher teilneh-

mender Spitäler untereinander vorgenommen werde. Daher müsse ihr die 

Möglichkeit eingeräumt werden, zumindest in die Gewichtungen der ande-

ren Spitäler Einsicht zu nehmen (BVGer-act. 23). 

4.7.4 Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf alle verfahrensbezogenen 

Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden, auch wenn 

die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht 

zu beeinflussen vermag (vgl. BGE 132 V 387 E. 4.2; Urteil 1C_159/2014 

C-2947/2021 

Seite 26 

E. 4.3 mit Hinweisen; GEROLD STEINMANN, Kommentar des Urteils 

1C_159/2014, ZBl 116/2015, S. 323 ff., 327 f.; so auch ausdrücklich § 1 

Abs. 2 der Verordnung zum Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Land-

schaft vom 30. November 2004 [SGS 175.11; Vo VwVG BL]). Das Recht 

auf Akteneinsicht beschränkt sich grundsätzlich auf die Verfahrensakten 

des betreffenden Spitals (BVGer C-4358/2017 vom 5. März 2018 E. 2.4).  

4.7.5 Die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts setzt voraus, dass die 

Behörden alles in den Akten festhalten, was zur Sache gehört und ent-

scheidwesentlich sein kann (WALDMANN/OESCHGER, in: Praxiskommentar 

VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 26 N 35). Die Behörde ist verpflichtet, ein voll-

ständiges Aktendossier über das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls 

ordnungsgemäss Akteneinsicht gewähren und bei einem Weiterzug diese 

Unterlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu können. In den Akten 

hat sie alles festzuhalten, was zur Sache gehört (BGE 124 V 372 E. 3b; 

115 Ia 97 E. 4c).  

4.7.6 Die Parteien haben Anspruch auf Einsicht in die Verfahrensakten, so-

weit nicht überwiegende öffentliche oder private Interessen ihre Geheim-

haltung erfordern (§ 14 Abs. 1 VwVG BL; § 75 Abs. 2 der Verfassung des 

Kantons Basel-Stadt). Als wesentliche private Interessen, die eine Geheim-

haltung erfordern, gelten Geschäftsgeheimnisse von Dritten, mitunter Kon-

kurrenten (WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 27 N 37). Der Inhalt eines 

Aktenstücks, in welches die Einsicht verweigert wird, muss jedoch soweit 

bekanntgegeben werden, als dies ohne Verletzung der zu schützenden In-

teressen möglich ist (§14 Abs. 2 VwVG BL). Ob und wie weit einer betroffe-

nen Partei im Einzelfall Akteneinsicht gewährt wird, ist das Ergebnis ei-

ner Abwägung zwischen deren Einsichtsinteressen und den entgegenste-

henden öffentlichen und privaten Geheimhaltungsinteressen, für die das 

Verhältnismässigkeitsprinzip wegleitend ist (Waldmann/Oeschger, a.a.O., 

Art. 27 N 3 f.). Eine Verweigerung des Akteneinsichtsrechts hat sich auf 

das Erforderliche zu beschränken (WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., Art. 27 

N 40).  

4.7.7 Die Vorinstanzen haben die interessierten Spitäler zur Verteilung der 

Höchstmengen für mengengesteuerte Leistungsgruppen anhand der 

ePuS-Werte in eine Rangfolge gebracht. Sie haben die Höchstmengen 

absteigend nach der Rangfolge der ePuS-Bewertung an die einzelnen 

Spitäler vergeben, wobei die potenzielle Gesamtkapazität (IST 2018 + 

10%) der Spitäler berücksichtigt wurde (Vorakten 6.003). Für die 

Beschwerdeführerin sind in diesem Zusammenhang einerseits die ePuS-

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Seite 27 

Werte aller sich bewerbender Spitäler und andererseits die konkrete 

Verteilung der Höchstmengen pro SPLG auf die einzelnen Spitäler 

entscheidwesentlich. Auch die durch die Vorinstanzen vorgenommene 

Punkteverteilung für die einzelnen Unterziele innerhalb der Patienten- und 

Systemnutzenbewertung (vgl. E. 4.4.2 und 4.4.3) ist entscheidwesentlich, 

da diese die ePuS-Werte der Spitäler beeinflussen. Hinsichtlich all dieser 

Informationen obliegt den Vorinstanzen eine Pflicht zur Aktenführung.  

Betreffend das Akteneinsichtsrecht ist zum einen zu prüfen, ob die ePuS-

Werte anderer Spitäler – das heisst einzig das Resultat des dreistufigen 

Berechnungsverfahrens – geheimhaltungsbedürftig ist. Zum anderen ist zu 

prüfen, ob an den Berechnungsgrundlagen des ePuS-Werts anderer 

Spitäler, wozu auch die Punkteverteilung innerhalb der Patienten- und Sy-

stemnutzenbewertung zählt, schützenswerte Geheimhaltungsinteressen 

bestehen. Bei der Abwägung zwischen den Einsichtsinteressen der 

Beschwerdeführerin und den entgegenstehenden privaten 

Geheimhaltungsinteressen von Drittspitälern ist mitzuberücksichtigen, 

dass die Gewährung des Akteneinsichtsrechts zur Ermöglichung einer 

substantiierten materiellen Rüge hinsichtlich einer Ungleichbehandlung 

resp. einer nicht angemessenen Berücksichtigung von Privatspitälern 

erforderlich sein kann. Das Vorbringen von konkreten Anhaltspunkten für 

eine Ungleichbehandlung resp. eine nicht angemessene Berücksichtigung 

spricht für eine Gewährung der Akteneinsicht in Daten anderer Spitäler. 

Anzumerken bleibt, dass bei Bejahung eines entsprechenden 

Akteneinsichtsrechts im vorliegenden Fall die Bekanntgabe der Namen 

konkurrierender Drittspitäler für die Ermöglichung einer substantiierten 

materiellen Rüge nicht erforderlich und damit auch nicht verhältnismässig 

wäre. Als mildere Massnahme käme demgegenüber die Bekanntgabe des 

Umstandes, ob es sich um ein öffentliches oder ein privates Spital handelt, 

in Betracht. Da eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bereits aufgrund 

der mangelhaften Begründung der Zuteilung von mengengesteuerten 

Leistungsaufträgen bejaht wurde, kann offenbleiben, ob die Vorinstanzen 

ihre Aktenführungspflicht und das Akteneinsichtsrecht der 

Beschwerdeführerin verletzt haben.  

4.8 Zusammengefasst haben die Vorinstanzen den Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 1 

Abs. 3 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG, § 13 f. VwVG BL, § 12 Abs. 1 lit. b der 

Verfassung des Kantons Basel-Stadt und § 38 Abs. 2 OG BS verletzt, da 

der die Spitallistenbeschlüsse BL und BS, soweit diese deren 

Rechtsverhältnis betreffen, mangelhaft begründet sind. Eine Heilung der 

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Seite 28 

Gehörsverletzung fällt grundsätzlich ausser Betracht, da das 

Bundesverwaltungsgericht einzige Beschwerdeinstanz ist und im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren nur über eine eingeschränkte 

Überprüfungsbefugnis verfügt (vgl. E. 2.1). Folglich ist der Antrag 5 

gutzuheissen. Die angefochtenen Spitallistenbeschlüsse BL und BS sind 

insoweit aufzuheben, als sie die Nichterteilung eines Leistungsauftrags in 

den Gruppen KINB, BEW3, BEW7.1, BEW7.2.1 resp. die Erteilung einer 

Mengenbeschränkung in den Leistungsgruppen BPE, BEW1, BEW2, 

BEW5, BEW6, BEW7 und BEW7.2 betreffen. Die Sache ist zur neuen 

Verfügung unter Wahrung des rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.  

5.  

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden 

die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Den Vorinstanzen 

werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Da die 

Rückweisung aufgrund eines Verfahrensfehlers der Vorinstanz erfolgt, hat 

die Beschwerdeführerin als vollständig obsiegend zu gelten (vgl. MOSER ET 

AL., a.a.O., S. 295, Fn. 143 zu Rz. 4.43). Es sind daher keine Verfahrens-

kosten zu erheben und der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kosten-

vorschuss zurückzuerstatten. 

5.2 Als obsiegende Partei hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnis-

mässig hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung ist von der 

Vorinstanz zu leisten (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG). Mangels Kostennote ist 

die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen Aufwandes erscheint eine 

Entschädigung von CHF 6'000.– (inkl. Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne 

von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) angemessen. 

6.  

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die 

das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin-

dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG 

C-2947/2021 

Seite 29 

unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig (vgl. auch BGE 141 

V 361). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten, soweit sie die Leistungsgruppe 

BEW4 betrifft. 

2.  

Die Beschwerde wird im Antrag 5 gutgeheissen, und die angefochtenen 

Spitallistenbeschlüsse BL und BS werden insoweit aufgehoben, als sie die 

Nichterteilung eines Leistungsauftrags an die Beschwerdeführerin in den 

Leistungsgruppen KINB, BEW3, BEW7.1, BEW7.2.1 resp. eine Mengen-

beschränkung in den Gruppen BPE, BEW1, BEW2, BEW5, BEW6, BEW7, 

BEW7.2 betreffen. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zur Gewäh-

rung des rechtlichen Gehörs und anschliessendem Erlass einer neuen Ver-

fügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von CHF 5‘000.– zurückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine pauschale Par-

teientschädigung von Fr. 6'000.– zugesprochen.  

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanzen und das 

Bundesamt für Gesundheit.  

  

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Seite 30 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Julia Pandey 

 

 

 

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