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**Case Identifier:** 34ac9480-4244-5a49-a93e-45e0cced3d78
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.05.2025 720 23 24 (720 2023 24)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-24_2025-05-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Mai 2025 (720 23 24) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf abgestufte Invalidenrente gestützt auf Ergebnisse im Gerichtsgutachten; 

Anwendung von LSE-Tabelle 2022 (BGE 150 V 67) 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Natalie Matiaska, Advo-
katin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Die 1966 geborene A.____ arbeitete ab 1. Juli 2009 in einem 60 % Pensum als Pflege-
helferin bei der B.____. Unter Hinweis auf Weichteilrheuma, Polyarthritis, Depressionen, Asthma 
und Blutarmut meldete sie sich am 9. August 2011 zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (lV) an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte den rechtserheb-
lichen Sachverhalt ab und holte bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 

 

 
 
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bei Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, ein bidisziplinäres 
Gutachten ein, welches am 23. Februar 2012 erstattet wurde. Gestützt auf die Abklärungsergeb-
nisse lehnte sie das Leistungsbegehren – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – bei ei-
nem in Anwendung der gemischten Methode berechneten rentenausschliessenden Invaliditäts-
grad von 5 % mit Verfügung vom 26. September 2012 ab. 
 
A.2 Die Versicherte beantragte am 4. Oktober 2013 erneut Leistungen der IV. Die IV-Stelle 
trat auf dieses Gesuch mangels Glaubhaftmachung einer relevanten Sachverhaltsveränderung 
nicht ein. 
 
A.3 A.____ reichte am 25. Mai 2021 unter Hinweis auf eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustands (Depressionen, Schlafprobleme, Asthma, Diskushernie, chronische Polyarthritis, 
Weichteilrheuma und Harnprobleme) ein weiteres Leistungsgesuch bei der IV-Stelle ein. Diese 
untersuchte den rechtserheblichen Sachverhalt und liess die Versicherte bei der Medizinischen 
Abklärungsstelle Bern ZVMB GmbH (MEDAS Bern) interdisziplinär begutachten (Gutachten vom 
4. Juli 2022). Gestützt auf die Ergebnisse der gutachterlichen Abklärungen lehnte sie das Leis-
tungsbegehren der Versicherten – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – mit Verfügung 
vom 8. Dezember 2022 ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Natalie Matiaska, mit Schreiben vom 
30. Januar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung vom 8. Dezember 2022 sei auf-
zuheben und es sei ihr ab 1. Januar 2022 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50 % auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
zu weiteren Sachverhaltsabklärungen zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung 
brachte sie im Wesentlichen vor, dass die IV-Stelle ihren Entscheid auf unzureichende medizini-
sche Berichte stütze. So weise das Gutachten der MEDAS Bern vom 4. Juli 2022 zahlreiche 
Mängel auf, welche ernsthafte Zweifel an dessen Beweistauglichkeit aufkommen liessen. In ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Bewilligung der unentgeltli-
chen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung mit Advokatin Natalie Matiaska 
als Rechtsvertreterin. Zudem seien Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. med. F.____, Physikalische Medizin und Rehabilitation, als Sachverständige zu befragen, und 
es sei ein polydisziplinäres Obergutachten einzuholen.  
 
C. Das Kantonsgericht bewilligte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. Februar 
2023 für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche 
Verbeiständung mit Advokatin Natalie Matiaska. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 9. März 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei 
abzuweisen.  
 
E. Am 17. März 2023 wurde der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. In Ziffer 3 
der Verfügung wurde festgehalten, dass auf die Befragung von Dr. E.____ und Dr. F.____ unter 
Vorbehalt eines anderslautenden Beschlusses des Dreiergerichts vorerst verzichtet werde. 

 

 
 
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F. Mit Schreiben vom 23. März 2023 reichte die Beschwerdeführerin verschiedene Berichte 
der behandelnden Ärzte ein. Die IV-Stelle hielt dazu am 3. April 2023 fest, dass diese keinen 
Einfluss auf den Abweisungsantrag hätten und sie deshalb weiterhin daran festhalte.  
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 13. Juli 2023 kam das Kantonsgericht zum Schluss, 
dass dem Gutachten der MEDAS Bern vom 4. Juli 2022 keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zukomme. Dabei beanstandete es unter anderem die Herleitung der erhobenen Diagnosen und 
die vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, weshalb 
aktuell nicht die zuletzt attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % (gemäss Gutachten der Dres. C.____ 
und D.____ vom 23. Februar 2012), sondern neu eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit als Pflegehelferin bei der B.____ und in einer Verweistätigkeit unter Berück-
sichtigung verschiedener qualitativer Einschränkungen möglich sein sollte. Diese Beurteilung sei 
widersprüchlich und nicht plausibel begründet. Zudem erweise sich das Gutachten als oberfläch-
lich. So habe sich die Ärzteschaft nicht mit den Berichten der behandelnden Ärzteschaft der 
G.____ AG und von Dr.  E.____ befasst. Im psychiatrischen Teilgutachten fände sich weder eine 
Einschätzung der fibromyalgischen Beschwerden noch eine Stellungnahme zur abweichenden 
Beurteilung des behandelnden Arztes. Zudem habe der Gutachter der Fachrichtung Psychiatrie 
auch auf eine Auseinandersetzung mit dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ ver-
zichtet und damit zum Verlauf der psychischen Erkrankung keine Stellung genommen. Der Be-
weiswert des psychiatrischen Teilgutachtens werde im Weiteren dadurch vermindert, dass sich 
dieses nicht nur als oberflächlich, sondern auch als aktenwidrig erweist. Es werde festgehalten, 
dass betreffend die psychiatrischen Beschwerden keine Akten vorliegen würden, was aber nicht 
zutreffe (vgl. Gutachten Seite 17 ff.). Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen 
Berichte nicht genügend beweiskräftig seien, erachtete das Kantonsgericht eine abschliessende 
Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage als nicht 
möglich. Es stellte deshalb den Fall aus und ordnete eine Begutachtung in den Fachrichtungen 
Rheumatologie und Psychiatrie bei der asim Begutachtung (asim), Basel, als Gutachterstelle an. 
Das Gutachten wurde am 25. April 2024 erstattet. 
 
H. Das Kantonsgericht räumte den Parteien mit Verfügung vom 30. April 2024 Gelegenheit 
ein, sich zum Gutachten der asim zu äussern. Am 28. Mai 2024 teilte die IV-Stelle mit, dass sie 
auf eine Stellungnahme zum Gerichtsgutachten und zu den allfälligen Auswirkungen der medizi-
nischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch verzichte. Die Beschwerdeführerin, weiterhin ver-
treten durch Advokatin Natalie Matiaska, hielt in ihrer Eingabe vom 30. Mai 2024 fest, dass gegen 
die Beweiskraft des Gutachtens der asim vom 25. April 2024 nichts einzuwenden sei und deshalb 
für die Beurteilung des Leistungsanspruchs darauf abzustellen sei.  
 
I. Mit Verfügung vom 4. Juni 2024 wurde die Angelegenheit dem Gericht erneut zur Beur-
teilung überwiesen. 
 
J.1 Anlässlich der Urteilsberatung vom 5. Dezember 2024 stellte das Gericht den Fall erneut 
aus. Im gleichentags erlassenen Beschluss gelangte es nach Würdigung der medizinischen Ak-
tenlage zur Auffassung, dass das Gutachten der asim vom 25. April 2024 die bundesgerichtlichen 

 

 
 
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Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten vollumfänglich erfülle, weshalb darauf abge-
stellt werden könne. Unklar und abklärungsbedürftig sei hingegen die Frage, welche Auswirkun-
gen die medizinische Beurteilung auf den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin habe. Die 
IV-Stelle habe verzichtet, sich dazu zu äussern. Die Beschwerdeführerin, vertreten durch Advo-
katin Natalie Matiaska, beantrage hingegen, es sei ihr mit Wirkung ab 1. Januar 2022 eine ganze 
Rente und mit Wirkung ab 1. Oktober 2022 eine halbe Rente auszurichten. Dabei habe sie sich 
auf einen Prozentvergleich als Variante des Einkommensvergleichs gestützt. Diese Auffassung 
der Beschwerdeführerin erachtete das Gericht als nicht belegt. Mit Blick auf den Rentenbeginn 
hielt es fest, dass dieser entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht auf den 1. Ja-
nuar 2022 zu datieren sei. Die Beschwerdeführerin habe ihr Gesuch vom 25. Mai 2021 am 31. 
Mai 2021 (Postaufgabe) bei der IV-Stelle eingereicht. Die sechsmonatige Frist für das Entstehen 
des Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung (IVG) vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 29 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 habe somit Ende 
November 2021 geendet, weshalb der Rentenanspruch am 1. Dezember 2021 entstanden und 
die Angelegenheit nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen sei. 
 
Weiter erachtete das Kantonsgericht die Bemessungsmethode für die Bestimmung des Invalidi-
tätsgrads als abklärungsbedürftig. So sei mit Blick auf die Akten fraglich, ob vorliegend ein Pro-
zentvergleich als Variante des Einkommensvergleichs oder die gemischte Methode zur Anwen-
dung käme. Die Beschwerdeführerin habe am 6. Dezember 2021 unterschriftlich bestätigt, dass 
sie im Gesundheitsfall weiterhin zu 92,5 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 7,5 % 
im Haushalt tätig wäre. Unter diesen Umständen sei der Invaliditätsgrad entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin nicht im Rahmen eines reinen Prozentvergleichs als Variante des Ein-
kommensvergleichs, sondern unter Berücksichtigung der gemischten Methode zu ermitteln. Für 
die Bestimmung der Einschränkung im Haushaltsbereich sei auf den unbestrittenen Haushalts-
bericht vom 25. November 2021 abzustellen und davon auszugehen, dass in diesem Bereich 
keine Einschränkung bestehe. Hingegen würden in den Akten genaue Angaben über die Einkom-
mensverhältnisse der Beschwerdeführerin ab Oktober 2022 fehlen; ab diesem Zeitpunkt sei sie 
in einem 50%igen Arbeitspensum beim Kantonsspital H.____ angestellt gewesen. Da diese An-
gaben für die Durchführung des Einkommensvergleichs unabdingbar seien, wurde die Beschwer-
deführerin aufgefordert, den ab Oktober 2022 geltenden Arbeitsvertrag mit dem Kantonsspital 
H.____ samt sämtlichen Lohnabrechnungen und Lohnausweisen einzureichen. 
 
J.2 Am 4. Februar 2025 stellte die Beschwerdeführerin durch ihre Rechtsvertreterin die ge-
forderten Unterlagen zu. Sie bestritt die Beweiskraft des Haushaltsberichts vom 25. November 
2021. Insbesondere sei mit Blick auf die darin festgestellte Erwerbstätigkeitsquote von 92,5 % 
festzuhalten, dass diese aus dem Haushaltsbericht vom 20. Juni 2012 stamme, als sie sich noch 
um einen 6-Personenhaushalt gekümmert habe. Am 25. November 2021 habe sich die Situation 
anders dargestellt, lebe sie nunmehr doch alleine mit ihrem Ehemann, weshalb die Frage, ob seit 
der letztmaligen Haushaltsabklärung im Jahr 2012 eine wesentliche Veränderung eingetreten sei, 
durch sie hätte bejaht (und nicht verneint) werden sollen.  
 

 

 
 
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J.3 In ihrer Eingabe vom 21. Februar 2025 hielt die IV-Stelle fest, dass im vorliegenden Ver-
fahren die gemischte Methode für die Berechnung des Invaliditätsgrads anzuwenden sei. Es be-
stehe kein Anlass, an der klaren Aussage der Beschwerdeführerin zu zweifeln, wonach sie im 
Gesundheitsfall zu 92,5 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen und im Umfang von 7,5 % den 
Haushalt erledigen würde. 
 
K. Mit Verfügung vom 25. Februar 2025 wurde der Fall erneut dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 
vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des 
vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtli-
che Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
1.2.1 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der lV revidierte Bestimmun-
gen des lVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (lVV) vom 17. Januar 1961 und des 
ATSG in Kraft. Dabei ist zu beachten, dass unter dem Vorbehalt besonderer übergangsrechtlicher 
Regelungen in intertemporalrechtlicher Hinsicht für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei 
einer Änderung der Rechtsgrundlagen Anwendung findet, der Grundsatz gilt, dass diejenigen 
Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-
folgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. zum 
zeitlich massgebenden Sachverhalt auch BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen).  
 
1.2.2 Im vorliegenden Fall erging die Verfügung nach dem 1. Januar 2022. Im Rahmen der 
Urteilberatung vom 5. Dezember 2024 kam das Gericht zum Schluss, dass der Rentenbeginn 
entgegen der Auffassung der Versicherten nicht erst am 1. Januar 2022, sondern bereits am 
1. Dezember 2021 entstanden ist (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 5. Dezember 2024, 
E. 4.2.1). An dieser Auffassung ist festzuhalten, zumal sie auch von der Beschwerdeführerin nicht 
mehr bestritten wird. Demnach beurteilt sich die vorliegende Streitigkeit nach der bis zum 31. De-
zember 2021 geltenden Rechtslage. Da die Beschwerdeführerin überdies am 1. Januar 2022 be-
reits das 55. Altersjahr vollendet hatte, gilt auch für die seitherige Zeit das frühere Recht (vgl. lit. 
c der Übergangsbestimmungen zur WEIV [AS 2021 705]). Da die Bestimmungen des IVG, der 
IVV und des ATSG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar sind, werden sie 
im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente 
ab 1. Dezember 2021. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 8. Dezember 2022 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet recht-
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 
1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfä-
hig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind 
(lit. c 
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).  
 
4. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % 
invalid ist. 
 
5. Zu berücksichtigen ist, dass es sich vorliegend nicht um eine erstmalige Anmeldung zum 
Leistungsbezug handelt, sondern um eine Neuanmeldung nach Ablehnung des Leistungsan-
spruchs. Wenn die Beschwerdegegnerin auf eine Neuanmeldung eintritt, so steht die Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen noch nicht fest, sondern ist erst einmal glaubhaft gemacht. Die 
Beschwerdegegnerin, und im Beschwerdefall das Gericht, haben danach in Anwendung von Art. 
87 Abs. 3 IVV in Verbindung mit Abs. 2 IVV und Art. 17 Abs. 1 ATSG analog zu einer Rentenre-
vision zu prüfen, ob sich seit der letzten Verfügung eine tatsächliche Veränderung in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise effektiv nachweisen lässt. Massgebend ist damit vorliegend, ob in 
der Zeit zwischen der Verfügung vom 26. September 2012 und der Verfügung vom 8. Dezember 
2022 eine erhebliche Änderung des Sachverhalts eingetreten ist. 
 
6.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit der Ablehnung des Rentenanspruchs im 
September 2012 in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, ist die rechts-
anwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur 
Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber 

 

 
 
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hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufs-
arbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persön-
lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden 
können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René 
Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze 
finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf 
Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa-
che Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Ab-
schätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen 
allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. 
Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner oder von der 

 

 
 
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behandelnden Medizinerin stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich 
einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behan-
delnde Ärzte und Ärztinnen bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt 
es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Admi-
nistrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
wenn die behandelnden Ärzte und Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wich-
tige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 
im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesge-
richts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
7. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
8.1 In der Verfügung vom 26. September 2012 stützte sich die IV-Stelle auf die Ergebnisse, 
zu denen die Dres. C.____ und D.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 23. Februar 2012 
gekommen waren. Diese diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 
thoracolumbovertebrales Schmerzsyndrom mit rechtsseitiger lumbospondylogener Schmerz-
komponente und eine chronische seropositive rheumatoide Arthritis (Erstdiagnose 2007). In ihrer 
Zumutbarkeitsbeurteilung hielten die Gutachter fest, dass sich diese alleine aufgrund der soma-
tischen Problematik begründen lasse. Die Beschwerdeführerin sei seit Januar 2011 in ihrer bis-
herigen Tätigkeit als Hilfspflegerin bei der B.____ zu 60 % arbeitsunfähig. Aus gutachterlicher 
Sicht seien ihr schwere wie auch repetitiv mittelschwere, wirbelsäulen- und manuell-belastende 
Tätigkeiten nicht mehr möglich. ln der angestammten Tätigkeit als Hilfspflegerin bestehe eine 
Restarbeitsfähigkeit von 50 %. Leichte Tätigkeiten, welche die Wirbelsäule nicht belasten würden, 
mit Heben und Ziehen von Lasten bis maximal 10 kg, durchgeführt in Wechselbelastung, könne 
sie vollumfänglich ausüben.  
 
8.2 Im Rahmen der Neuanmeldung vom 25. Mai 2021 holte die IV-Stelle ein polydisziplinäres 
Gutachten bei der MEDAS Bern ein, welches am 4. Juli 2022 erstattet wurde. Die Fachärzteschaft 
der Fächer Neurologie, Rheumatologie, Allgemeine lnnere Medizin und Psychiatrie diagnosti-
zierte in ihrer Konsensbeurteilung eine Dysthymia (ICD-10 F34.1), anamnestisch eine rheumato-
ide Arthritis (nicht hinreichend gesichert), ccP-negativ, aktuell unter immunsuppressiver Therapie 

 

 
 
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mit Adalimumab (Humira), einen Zustand nach Basistherapie mit Methotrexat über einige Jahre, 
wegen Nebenwirkungen abgesetzt, klinisch beschwerdefrei, ohne nachweisbare funktionelle 
oder radiologische Veränderungen, ein langjähriges, chronifiziertes, generalisiertes Schmerzsyn-
drom vom fibromyalgischen Charakter bei psychosozial und gesundheitlich belasteter Situation, 
mit geringen degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, erhöhtem Muskeltonus mit myofaszia-
len Beschwerden und leichtem muskulärem Thoracic Outlet Syndrom rechts mehr als links, eine 
primäre episodische Migräne mit Aura (nur noch in geringer Frequenz), einen gelegentlich mig-
räneassoziierten Schwindel, ein leichtes Asthma bronchiale, eine Adipositas I (BMl 33.2kg/m2) 
mit Status nach Sleeve Gastrektomie 2016, einen Status nach Pankreatitis im September 2019, 
remittiert, einen Zustand nach eosinophiler lleitis Terminalis im Juni 2021, eine Schwerhörigkeit 
beidseits, eine Hyperlipidämie, medikamentös behandelt, und einen Vitamin B12- sowie einen 
Vitamin D-Mangel, jeweils supplementiert. ln der Gesamtschau seien aus internistisch-rheuma-
tologischer Sicht bezüglich der beschriebenen rheumatoiden Arthritis (deren Bestehen zwar mög-
lich, aber derzeit nicht gesichert sei) weder klinisch noch laborchemisch eine entzündliche Aktivi-
tät noch destruktive Veränderungen noch Funktionsbehinderungen im Laufe der Erkrankung auf-
getreten. Auch die nachweisbaren degenerativen Veränderungen seien nur geringfügig; die funk-
tionell-muskulären, erhöhten Spannungszustände und die leichte Fehlhaltung seien behandelbar. 
Die episodisch auftretende Migräne sei nur noch geringfügig und selten vorhanden. Die internis-
tischen Diagnosen hätten in der Vergangenheit nicht zu einer längerdauernden Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit geführt und seien auch aktuell nicht arbeitsrelevant. Insbesondere sei in psy-
chiatrischer Hinsicht nur vom Bestehen einer Dysthymie auszugehen, nicht aber von darüberhin-
ausgehenden höhergradigen depressiven Episoden. Somit könne in einer Gesamtschau keine 
höhergradige Einschränkung des Fähigkeitsprofils attestiert werden. Mindestens zumutbar seien 
wechselbelastende, körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten, sodass die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit als Pflegeassistentin oder eine vergleichbare Verweistätigkeit weiterhin zu 100 % mög-
lich sei. Gleichermassen sei die Fähigkeit zur Haushaltsführung nicht eingeschränkt. Diese Be-
urteilung gelte unter Einbezug der Aktenlage retrospektiv. Diesem Gutachten konnte das Kan-
tonsgericht hinsichtlich der psychiatrischen und der rheumatologischen Beurteilungen keine volle 
Beweiskraft beimessen. Aus diesem Grund beauftragte es mit Beschluss vom 13. Juli 2023 die 
asim mit einer psychiatrischen und einer rheumatologischen Begutachtung der Versicherten.  
 
8.3 In ihrer polydisziplinären Gesamtbeurteilung vom 25. April 2024 hielt die begutachtende 
Ärzteschaft der asim als relevante Diagnosen ein thoracolumbales Schmerzsyndrom (lCD-10 
M54.5; ED 2012), ein zervikolumbales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2; ED 2018), eine bilate-
rales lmpingement-Syndrom der Schulter (lCD-10 M54.4; ED 2023) und eine rezidivierende de-
pressive Störung, Zustand nach mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1, gegenwärtig remittiert 
ICD-10 F33.4) fest. Als Diagnosen mit vorübergehendem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden 
eine rheumatoide Arthritis (lCD-10 M06.09; ED 2007) aktuell unter Humira 40 mg subkutan in 
Remission und ein Status nach traumatischer anteroinferiorer Schulterluxation rechts mit Abriss 
des Tuberculum majus am 22. Februar 2016 (lCD-10 S43.00) genannt. Ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit wurden symptomatische Senk-Spreizfüsse, ein multilokuläres Schmerzsyndrom 
(Fibromyalgie; ED 2011), ein Übergewicht (BMl 29,3 kg/m2), ein leichtes Asthma bronchiale, ein 
Status nach biliärer Pankreatitis (Cholezystektomie), aktenamnestisch eine Dyslipidämie, ein 
supplementierter Vitamin B12- und Vitamin D-Mangel sowie eine arterielle Hypertonie attestiert. 

 

 
 
Seite 10    

Die Funktionseinschränkungen bestünden aus rheumatologischer Sicht aufgrund degenerativer 
Veränderungen der Lenden- und Halswirbelsäule, die zu einer schlechten Stabilisierung des 
Rumpfs führen und eine muskuläre Dysbalance der Schultergürtelmuskulatur unterhalten sowie 
zusätzlich ein funktionelles lmpingement beider Schultergelenke bewirken würden. Deshalb seien 
der Beschwerdeführerin folgende schweren körperlichen Tätigkeiten nicht mehr zumutbar: Tra-
gen oder Stossen von Lasten über 10 kg, Überkopfarbeiten und das Besteigen von Leitern, Trep-
pen oder Gerüsten. Aus psychiatrischer Perspektive sei die Beschwerdeführerin wegen den Kon-
zentrationsstörungen und der Ablenkung durch die Schmerzen in den Fähigkeiten, sich an Re-
geln und Routinen anzupassen und fachliche Kompetenzen anzuwenden, leichtgradig einge-
schränkt. ln der psychischen, einschliesslich emotionalen Durchhaltefähigkeit, bestünden leichte 
bis mittelgradige Einschränkungen bei der Affektlabilität und der Ablenkung durch Schmerzen 
sowie ein erhöhter Pausenbedarf für den Umgang mit der Schmerzsymptomatik. lm Bereich der 
familiären Beziehungen lägen Einschränkungen im Rahmen einer hohen Belastung durch den an 
Schizophrenie erkrankten Ehepartner vor. In der Beurteilung der Gesamtarbeitsfähigkeit wurde 
unter Berücksichtigung der psychiatrischen und der rheumatologischen Einschränkungen festge-
halten, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin nicht mehr 
arbeitsfähig sei. Hierbei handle es sich um eine körperlich mittelschwere bis schwere Tätigkeit, 
mit der Notwendigkeit, zeitweise Patienten und Patientinnen von durchschnittlich 70 – 80 kg zu 
mobilisieren, zu transferieren, zu waschen und zu pflegen. Diese und auch andere körperlich 
mittelschwere bis schwere Tätigkeiten seien aufgrund degenerativer Veränderungen des axialen 
Skeletts sowie des lmpingements beider Schultern nicht mehr zumutbar. Deshalb sei die Arbeits-
fähigkeit in der körperlich belastenden Tätigkeit als Pflegehelferin primär aus rheumatologischer 
Sicht vollumfänglich, dauernd und bleibend aufgehoben. Im Vergleich zum Referenzzeitpunkt 
vom 26. September 2012 habe sich der Gesundheitszustand klar verschlechtert, weshalb der 
Beurteilung im Gutachten der MEDAS Bern nicht gefolgt werden könne. Hingegen leuchte die 
von Dr. C.____ im Jahr 2012 attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % als Pflegehelferin retrospektiv 
ein. Die Beschwerdeführerin habe diese Tätigkeit im April 2018 definitiv aufgegeben, da sich der 
klinische Zustand verschlimmert habe. Ab März 2018 habe sich auch der psychische Zustand der 
Beschwerdeführerin mit Entwicklung von depressiven Symptomen verschlechtert, sodass durch 
den behandelnden Psychiater, Dr. E.____, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. 
Rückblickend sei daher konsensual seit März 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit als Pflegehelferin anzunehmen. 
 
Betreffend die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ist der Konsensbeurteilung zu ent-
nehmen, dass für die Beschwerdeführerin eine leichte bis nur gelegentlich maximal mittelschwere 
Tätigkeit, ohne die Notwendigkeit Lasten über 10 kg zu heben, zu tragen oder zu stossen, ohne 
Überkopfarbeiten und ohne das Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten sowie ohne Käl-
teexposition optimal wäre. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit im privaten Servicebereich eines Spi-
tals sei, wenn auch nicht ganz optimal, jedoch muskuloskelettal grösstenteils als angepasst an-
zusehen. Das Stossen voller Essenswagen dürfte aber den funktionellen Einschränkungen, mit 
einem Gewichtslimit für Tragen oder Stossen von Lasten von maximal 10 kg, nicht ganz gerecht 
werden und sollte angepasst werden. Um die Restarbeitsfähigkeit stabil erhalten zu können, 
sollte bei erhöhtem Rückfallrisiko in die Depression die psychische Belastung möglichst gering-
gehalten werden. Überbelastungen sollten vermieden und ausreichende Erholungspausen 

 

 
 
Seite 11    

sollten am Arbeitsplatz eingebaut werden. Empfehlenswert sei eine gut strukturierte Tätigkeit 
ohne Zeitdruck und ohne Nachtdienst mit der Möglichkeit zur flexiblen Pausengestaltung. Unter 
Berücksichtigung dieser Vorgaben erachtete die begutachtenden Fachärzteschaft die Beschwer-
deführerin in einer angepassten Verweistätigkeit als 50 % arbeitsfähig.  
 
Zum zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, dass die Be-
schwerdeführerin ab 2016 zusätzlich zu den vorbestehenden thoracolumbovertebralen Schmer-
zen zunehmend auch ein lmpingement-Syndrom zunächst an der rechten Schulter mit einer Pro-
gression der muskulären Dekonditionierung mit haltungsbedingten myofaszialen Verspannungen 
der Nacken- und der Schultergürtelmuskulatur entwickelt habe. Dadurch seien ihre Belastbarkeit 
und Leistungsfähigkeit für körperliche Tätigkeiten erheblich reduziert worden. Ab April 2018 habe 
sich ihr somatisch-gesundheitlicher Zustand soweit verschlechtert, dass sie ihre Tätigkeit in der 
Pflege leidensbedingt nicht mehr habe ausüben können. Seither habe sich die muskuloskelettale 
klinische Situation weiter verschlimmert. Fast zeitgleich habe sich auch ihr psychischer Zustand 
verschlechtert, weshalb sie sich ab März 2018 in psychiatrische Behandlung begeben habe. Dr. 
E.____ habe eine zunehmende depressive Entwicklung festgehalten und bis Ende 2021 eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit attestiert. Aktuell bestünden Restsymptome ei-
ner affektiven Erkrankung. Die rückblickende Einschätzung der angepassten Arbeitsfähigkeit sei 
seit Mitte 2022 anzunehmen. Die Versicherte habe seit Oktober 2022 ohne Ausfälle zu 50 % an 
der neuen Stelle gearbeitet und habe inzwischen eine Festanstellung erhalten. Daraus sei zu 
folgern, dass die attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit seit Mitte 2022 
bestehe.  
 
Zusammenfassend wurde festgestellt, dass seit anfangs 2011 die angestammte Arbeitsfähigkeit 
mindestens um 50 % reduziert und spätestens ab März 2018 komplett aufgehoben gewesen sei. 
Die Ausübung einer angepassten Tätigkeit sei retrospektiv in der Zeit zwischen 2011 und Februar 
2018 nicht eingeschränkt gewesen. Ab März 2018 bis etwa Mitte 2022 sei die Arbeitsfähigkeit in 
einer adaptierten Tätigkeit rückblickend (vorwiegend aus psychiatrischen Gründen) aufgehoben 
gewesen. Danach bestünde für eine angepasste Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %.  
 
9.1 Wie alle Beweismittel unterliegen Gerichtsgutachten der freien richterlichen Beweiswürdi-
gung. Kriterien der Beweiswürdigung bilden die Vollständigkeit, die Nachvollziehbarkeit und die 
Schlüssigkeit des Gutachtens. Das Gericht hat zu prüfen, ob das Gutachten alle Fragen beant-
wortet, sich auf den zutreffenden Sachverhalt stützt und den Befund ausreichend begründet. In 
Sachfragen weicht das Gericht jedoch "nicht ohne zwingende Gründe" von einer gerichtlichen 
Expertise ab. Aufgabe der medizinischen Expertin bzw. des medizinischen Experten ist es, ihre 
bzw. seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch erfassen zu können (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Ein Grund zum Abwei-
chen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 
eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. 
Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungs-
äusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit 
des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Ober-
experten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des 

 

 
 
Seite 12    

Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 118 V 286 E. 1b, 112 V 30 
E. 1a mit Hinweisen).  
 
9.2 Das Kantonsgericht kam bereits in seinem Beschluss von 5. Dezember 2024 nach Wür-
digung der medizinischen Aktenlage zum Schluss, dass dem Gutachten der asim vom 25. April 
2024 volle Beweiskraft beizumessen ist. Daran ist festzuhalten. Das Gutachten ist sorgfältig er-
stellt worden. Es beruht auf einer umfassenden persönlichen Exploration, berücksichtigt die 
ganze Krankheitsgeschichte und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Die begutach-
tende Ärzteschaft erhob in allen Bereichen eine Anamnese (Familie, Kindheit, Schule, Beruf, Ge-
sundheit) und begründeten überzeugend die Herleitung ihrer Diagnosen und ihre Schlussfolge-
rungen leuchten ein. Zudem setzte sie sich eingehend mit den abweichenden medizinischen Be-
urteilungen auseinander. Insbesondere begründete sie nachvollziehbar, weshalb der Beurteilung 
und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten der MEDAS Bern vom 4. Juli 2022 nicht 
gefolgt werden kann (vgl. Gutachten S. 27 f.). Die gutachterlichen Schlussfolgerungen, wonach 
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit anfangs 2011 mindestens um 50 % redu-
ziert und spätestens ab März 2018 komplett aufgehoben gewesen sei, leuchten ein. Auch die 
Einschätzung, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit retrospektiv in der 
Zeit zwischen 2011 und Februar 2018 nicht, aber von März 2018 bis etwa Mitte 2022 zu 100 % 
eingeschränkt gewesen sei, erweist sich ebenso plausibel, als wie die Feststellung, dass ihr ab 
Juli 2022 eine angepasste Verweistätigkeit zu 50 % zumutbar sei.  
 
9.3 Wird der Gesundheitszustand der Versicherten zum Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 8. Dezember 2022 mit demjenigen der Verfügung der IV-Stelle vom 26. September 
2012 verglichen, wird deutlich, dass sich dieser seither verschlechtert hat. Die Dres. C.___ und 
D.____ attestierten der Beschwerdeführerin in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 23. Februar 
2012 in der angestammten Tätigkeit als Hilfspflegerin noch eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % 
und erachteten eine adaptierte Tätigkeit als vollumfänglich zumutbar. Gemäss Beurteilung im 
Gutachten der asim vom 25. April 2024 ist die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
spätestens ab März 2018 nunmehr komplett aufgehoben. Retrospektiv wurde ihr bei der Aus-
übung einer angepassten Arbeit in der Zeit zwischen 2011 und Februar 2018 keine Einschrän-
kung attestiert. Von März 2018 bis etwa Mitte 2022 attestierte das Expertenteam der asim der 
Beschwerdeführerin auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab Juli 
2022 sei ihr eine angepasste Verweistätigkeit zu 50 % zumutbar. Aufgrund dieser Sachlage ist 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustands und damit ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 
17 Abs. 1 ATSG hinreichend nachgewiesen. 
 
9.4 Gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens der asim vom 24. April 2024 bringen weder die 
Versicherte noch die IV-Stelle Einwände hervor. Es besteht daher Einigkeit, dass die Versicherte 
ab März 2018 bis Mitte 2022 sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit 
über keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verfügte. Ab Juli 2022 ist 
der Beschwerdeführerin eine angepasste Beschäftigung zu 50 % zumutbar.  
 

10.1 In einem nächsten Schritt sind die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Ein-
schränkungen zu prüfen. 

 

 
 
Seite 13    

 
10.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der IV-Grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135 E. 2a und b). 
 
10.3.1 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung 
in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen 
Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Ge-
sundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich 
nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis IVV).  
 
10.3.2 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018, wurde für Teilerwerbstätige, die sich auch 
im Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert (Art. 27

bis 
Abs. 2-4 IVV). Dieses 

sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das 
Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus einem Teilzeitpensum abgestellt, sondern 
das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird 
(Art. 27bis

 
Abs. 3 lit. a IVV). Die so berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann anhand 

des Beschäftigungsgrads gewichtet, welchen die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (lit. b). 
 
10.3.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 141 
V 15 E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiä-
ren, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs-
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie 
die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Im Übrigen beurteilt sich die 
Statusfrage nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 8. Dezember 

 

 
 
Seite 14    

2022) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge-
übten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (Urteil vom 15. März 2022, 8_669/2021, E. 5.3.2 mit 
Hinweisen).  
 
10.4.1 Das Kantonsgericht hat mit Beschluss vom 5. Dezember 2024 festgestellt, dass im vor-
liegenden Fall die gemischte Methode mit einer Aufteilung von 92,5 % Erwerbs- und 7,5 % Haus-
haltstätigkeit anzuwenden sei. Daran ist entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 
festzuhalten. Sie macht in ihrer Eingabe vom 4. Februar 2025 im Wesentlichen geltend, dass sie 
im Gesundheitsfall zu 100 % arbeiten würde. Die Bemessung des Invaliditätsgrads habe deshalb 
unter Berücksichtigung eines Einkommensvergleichs bzw. durch einen Prozentvergleich zu erfol-
gen. 
 
10.4.2 Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Frage, ob vorliegend die gemischte Methode 
zur Anwendung gelangt, ist zunächst festzustellen, dass auch in Bezug auf die Haushaltsabklä-
rungsberichte nicht ohne Grund von den Angaben der versicherten Person abgewichen werden 
darf und in der Regel auf die sogenannte spontane "Aussage der ersten Stunde" abzustellen ist 
(BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin bestreitet denn auch die Erhebun-
gen im Abklärungsbericht vom 25. November 2021, wonach sie bei der Ausübung der Hausarbeit 
nicht eingeschränkt sei, zu Recht nicht. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass sie im 
Gesundheitsfall nicht nur zu 92,5 %, sondern voll erwerbstätig wäre. Im Rahmen der Abklärung 
vor Ort vom 8. November 2021 musste die Beschwerdeführerin sich zur Frage, in welchem Um-
fang sie ohne Gesundheitsschaden arbeiten würde, äussern. Dabei gab sie an, zu 92,5 % er-
werbstätig zu sein und zu 7,5 % den Haushalt zu erledigen. Diese Angaben wurden im Formular 
zur Ermittlung der Erwerbsfähigkeit am 6. Dezember 2021 konkret erläutert und von der Be-
schwerdeführerin unterschriftlich anerkannt. Aus dem Formular geht entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin klar hervor, dass sie nach der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitsfall 
gefragt wurde und angab, im Gesundheitsfall zu 92,5 % zu arbeiten. Ihre spontane Aussage der 
ersten Stunde macht deutlich, dass sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch ohne Ge-
sundheitsschaden keiner 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Ihre Angaben vom 6. 
Dezember 2021 erwecken den Eindruck, dass sie auch nach Auszug der Kinder eine Teilzeitar-
beit im Erwerbsbereich ausüben würde. Insbesondere werden keine konkreten Gründe vorge-
bracht, dass sie ohne die Kinderbetreuung tatsächlich in einem 100%igen Pensum arbeiten 
würde. Dies erscheint im Übrigen auch mit Blick darauf fraglich, als sie (auch gemäss Angaben 
im Gutachten der asim) weiterhin mit ihrem kranken Ehemann zusammenlebt und sie sich um ihn 
kümmert, was eine hohe Belastung für sie darstellt. Unter diesen Umständen stehen die im Rah-
men des Beschwerdeverfahrens vor dem Kantonsgericht von der Beschwerdeführerin gemach-
ten Aussagen, wonach sie voll erwerbstätig wäre, im Widerspruch zur unterschriftlich bestätigten 
"Aussage der ersten Stunde" im Jahr 2021, weshalb sie diese nicht in Zweifel zu ziehen vermag. 
Daran ändert auch der Appell der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 4. Februar 2025 an 
den gesunden Menschenverstand des Gerichts nichts. 
 
10.5 Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Erwägungen mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

 

 
 
Seite 15    

dass die Beschwerdeführerin selbst bei guter Gesundheit keiner 100%igen Erwerbstätigkeit 
nachgehen würde. Dies hat zur Folge, dass für die Bemessung des Invaliditätsgrads die ge-
mischte Methode (92,5 % Erwerb, 7,5 % Haushalt) heranzuziehen ist. 
 

11.1 Im Erwerbsbereich ist ein Einkommensvergleich im Sinne von Art. 16 ATSG vorzuneh-
men (vgl. oben E. 10.2). Bei der Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person 
ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des 
Rentenbeginns (hier: 1. Dezember 2021) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst ange-
knüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheits-
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt sein (BGE 134 V 322 f. E. 4.1, 129 V 224 E. 4.3.1 je mit weiteren Hinweisen). Ist ein 
konkreter Lohn nicht eruierbar, so können die Zahlen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des 
Bundesamts für Statistik (BFS) herangezogen werden (Urteile des Bundesgerichts vom 21. De-
zember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1 und vom 9.  Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4).  
 
11.2 Vorliegend rechtfertigt es sich, das Valideneinkommen aufgrund der LSE zu ermitteln. 
Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin gemäss den Angaben im 
Auszug aus dem Individuellen Konto während Jahren nicht erwerbstätig war und sich ein konkre-
ter Lohn nicht eruieren lässt. Betreffend die anwendbare Tabelle ist zu berücksichtigen, dass das 
Bundesgericht in BGE 150 V 67 E. 5.2 festgestellt hat, dass bei Einholung eines Gerichtsgutach-
tens mit anschliessender Aufhebung der rentenabweisenden Verfügung und rückwirkender Zu-
sprechung einer abgestuften Rente die Revisionsregeln analog zur Anwendung kommen. Beur-
teilt das Gericht dabei den Rentenanspruch in zeitlicher Ausdehnung des Anfechtungsgegen-
stands über den Verfügungszeitpunkt hinaus, so ist die im Zeitpunkt des Gerichtsurteils bezogen 
auf die Rentenabstufung aktuellste veröffentlichte LSE-Tabelle massgeblich. Dies hat zur Folge, 
dass im vorliegenden Fall die Tabelle 2022, welche am 29. Mai 2024 publiziert wurde, anzuwen-
den ist. Gemäss LSE 2022, TA1_tirage_skill_level privater Sektor, Gesundheit und Sozialwesen, 
Frauen, Kompetenzniveau 1, resultiert bei einem Tabellenlohn von Fr. 4'739.-- pro Monat und 
nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ein Jahres-
lohn von Fr. 59'284.90 (Fr. 4'739.-- x 12 / 40 x 41,7). Diesen könnte die Beschwerdeführerin auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einer zumutbaren Stelle erzielen. 
 
11.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen 
Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der 
Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der –  kumulativ –  besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als ange-
messen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invali-
denlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können insbesondere Tabellenlöhne 

 

 
 
Seite 16    

gemäss LSE herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundes-
gerichts vom 13. Juni 2016, 8C_898/2015, E. 3.2).  
 
11.4 Die Beschwerdeführerin arbeitet seit Mitte Oktober 2022 in einem 50%igen Pensum im 
Kantonsspital H.____ als Servicemitarbeiterin und erzielt dabei ab Oktober 2022 ein monatliches 
Einkommen von Fr. 2'372.50 (x 13). Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass das beim 
Kantonsspital H.____ erzielte Einkommen die Voraussetzungen (stabile Arbeitsverhältnisse, 
Ausschöpfung der vollen Arbeitsfähigkeit, kein Soziallohn) an einen Invalidenlohn im Sinne der 
Rechtsprechung nicht erfüllen würde (BGE 143 V 295 E. 2.2). Es ist deshalb von einem massge-
benden Invalideneinkommen von Fr. 30'842.50 (13 x Fr. 2'372.50) auszugehen.  
 
11.5 Gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung im Gutachten der asim vom 25. April 2024 ist 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich in der Zeit von Dezember 
2021 (Zeitpunkt des Rentenbeginns) bis Juni 2022 zu 100 % arbeitsunfähig war; danach wurde 
ihr in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert. Die Gegen-
überstellung des massgebenden Valideneinkommens in Höhe von Fr. 59'284.90 und dem Invali-
deneinkommen von Fr. 30'842.50 ergibt unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab Ok-
tober 2022 eine Erwerbseinbusse von Fr. 28'442.40.--, woraus ein Invaliditätsgrad im Erwerbs-
bereich von (gerundet) 48 % resultiert.  
 
12. In Anwendung der gemischten Bemessungsmethode sind die Invaliditätsgrade im Er-
werbs- und im Haushaltbereich zu gewichten. Von Dezember 2021 bis September 2022 beträgt 
der gewichtete Invaliditätsgrad bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich und feh-
lender Einschränkung im Haushalt gesamthaft 92,5 % (92,5 % x 100% plus 0 % x 7,5 %), weshalb 
die Beschwerdeführerin während dieser Zeit Anspruch auf eine ganze Rente hat. Ab Oktober 
2022 ergibt sich im Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von gerundet 44 % (92,5 x 48 %). Der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Haushaltsbereich beträgt – unter Berücksichtigung der Erhebun-
gen im Haushaltsbericht vom 25. November 2021 – auch ab diesem Zeitpunkt 0 %. Insgesamt 
beläuft sich der Invaliditätsgrad ab Oktober 2022 auf 44 % (44 % + 0 %). Der Beschwerdeführerin 
steht daher ab Oktober 2022 eine unbefristete Viertelsrente zu.  
 
13. Zusammenfassend ist die vorliegende Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als die 
angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 8. Dezember 2022 aufzuheben und der 
Beschwerdeführerin ab Dezember 2021 bis September 2022 eine befristete ganze Invalidenrente 
und ab Oktober 2022 eine unbefristete Viertelsrente zuzusprechen ist.  
 
14.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da es vorliegend um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG). Bei Durchführung einer zweiten Urteilsberatung werden praxisgemäss Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- erhoben. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind sie von 
der Beschwerdegegnerin zu tragen.  
 

 

 
 
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14.2 Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 13. Juli 2023 (vgl. oben E. 8.2.2) ausführlich 
dargelegt, lag der angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 8. Dezember 2022 
ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Deshalb sind die 
Kosten für das Gerichtsgutachten der asim vom 25. April 2024 in der Höhe von insgesamt 
Fr. 14'559.10 gemäss Rechnung vom 14. Juli 2024 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 
(BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4). 
 
14.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Versicherten hat in ihrer Hono-
rarnote vom 27. Februar 2025 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 
30,09 Stunden geltend gemacht, welcher sehr hoch, jedoch mit Blick auf den bis zum Ausstel-
lungsbeschluss erfolgten doppelten Schriftenwechsel und die nach Vorliegen des Gerichtsgut-
achtens noch zu klärenden Fragen noch vertretbar ist. Dieser ist zum in Sozialversicherungspro-
zessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu 
entschädigen. Die geltend gemachten Spesen von insgesamt Fr. 270.60 sind ebenfalls angemes-
sen. Der Beschwerdeführerin ist deshalb entsprechend den Angaben in der Honorarnote eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 8'402.75 ([Aufwand bis Ende Dezember 2023: 
19,17 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 162.85 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer = 
Fr. 5'336.90 plus Aufwand ab Januar 2024: 10,92 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 107.75 
zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer = Fr. 3'067.60]) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die an-
gefochtene Verfügung vom 8. Dezember 2022 aufgehoben und festge-
stellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab Dezember 2021 
bis September 2022 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und mit 
Wirkung ab Oktober 2022 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'000.-- werden der IV-Stelle auf-
erlegt. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 14'559.10 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 8'402.75 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.