# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2738c2ce-68b6-55e6-b081-1949d887eb43
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.12.2017 715 17 207 / 335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-17-207---335_2017-12-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 21. Dezember 2017 (715 17 207 / 335) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit / 
Herabsetzung der Einstellungsdauer 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin i.V. Andrea 

Scheidegger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Die 1985 geborene A.____ war vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2016 für die B.____ AG 
tätig. Am 1. August 2016 trat sie eine befristete Praktikumsstelle bei C.____ an, welche sie zwei 
Monate später auf den 31. Dezember 2016 kündigte. Daraufhin meldete sie sich am 
28. Oktober 2016 beim zuständigen regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeits-
vermittlung an und erhob am 4. November 2016 bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Basel-
land (Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Januar 2017. Mit 
Verfügung Nr. 342/2017 vom 15. Februar 2017 stellte sie die Arbeitslosenkasse ab dem 

 

 
 
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1. Januar 2017 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 36 Tage in der Anspruchsberech-
tigung ein. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Schreiben vom 25. Februar 2017 Einspra-
che, die vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland, Einspracheinstanz, mit 
Entscheid vom 7. Juni 2017 teilweise gutgeheissen wurde. Die Verfügung vom 15. Februar 
2017 wurde in dem Sinne aufgehoben, als die Einstelldauer auf 24 Tage herabgesetzt wurde. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 26. Juni 2017 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte 
– unter Berücksichtigung ihrer konkreten Umstände – die Reduzierung der Einstelldauer der 
festgesetzten 24 Tage bei mittelschwerem Verschulden. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 16. August 2017 die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend kam die Beschwerdeführerin ihren Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz 
des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss 
Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf 
die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin zu Recht für die Dauer von 24 Tagen in der Anspruchsberechtigung einge-
stellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 238.90 beläuft sich der Streitwert somit auf Fr. 8‘600.40. 
Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 

 
 
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verfügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versi-
cherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschul-
densprinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schind-
ler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicher-
heit, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Selbstver-
schuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht 
objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen 
und den persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt 
(ARV 1982 Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das 
Arbeitsverhältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 
Abs. 1 lit. b AVIV). Dabei ist eine Auflösung im gegenseitigen Einvernehmen als Selbstkündi-
gung zu qualifizieren (vgl. AVIG-Praxis ALE vom Januar 2016, D23). 
 
2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die 
Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeits-
gedanken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und 
ortsüblichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen ent-
spricht, den Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist 
und die Wiederbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat 
in konstanter Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit 
des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist (BGE 124 V 234 E. 4; 
ARV 1986 Nr. 23 mit Hinweisen; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht besondere Um-
stände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens so lange am 
Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; GERHARD 
GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). Die Zumutbarkeit zum Verblei-
ben an der bisherigen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt 
einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens Nr. 
168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei 
einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anfor-
derungen an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere 
sind bei der Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu 
berücksichtigen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu 
nennen, kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Überein-

 

 
 
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kommens gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 
2.2 mit Hinweisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die 
die Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 
nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr oblie-
genden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 
234 E. 4b/bb). 
 
2.6 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des 
Arbeitsverhältnisses zu begründen (SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 323, C128/96). Bei Schwierigkei-
ten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Per-
son grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle 
aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am Arbeitsplatz 
eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können aber allen-
falls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG, seit 2007 Schweizerisches Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, E. 3.2 
mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Be-
triebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). Zur freiwilligen Stellenaufgabe 
können deshalb nur zwingende Gründe führen, so etwa medizinische oder gesundheitsgefähr-
dende Gründe. Diese müssen durch ein eindeutiges Arztzeugnis oder Gutachten belegt sein. 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 125 V 193 E. 2; 122 V 157 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hin-
reichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 
mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein 
Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Die Mitwirkungspflicht kommt als allgemeiner 
Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdeverfahren zur Anwendung und bedeutet 
das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts (vgl. THOMAS 
LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 
Rz. 3 und 20 ff.; FRITZ  GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 284 f.). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 

 

 
 
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ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 
136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b; 125 V 193; 
121 V 45 E. 2a; 204 E. 6b mit Hinweis). 
 
4.1 Es steht unbestritten fest, dass die Beschwerdeführerin am 26. Oktober 2016 im ge-
genseitigen Einverständnis mit C.____ das bestehende Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezem-
ber 2016 auflöste, ohne dass ihr im Kündigungszeitpunkt von anderer Seite verbindlich eine 
neue Arbeitsstelle zugesichert gewesen wäre. Die Frage der Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung beurteilt sich demgemäss danach, ob ihr ein Verbleiben an der bisherigen Arbeits-
stelle bis zum Auffinden einer neuen zumutbar gewesen wäre (vgl. E. 2.3 hiervor). 
 
4.2 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, dass es ihr aufgrund des für 
ihren Lebensunterhalt nicht ausreichenden Lohnes einerseits und der fehlenden Bildungsmög-
lichkeiten andererseits nicht zumutbar gewesen sei, das Praktikum bis Ende Juli 2017 weiterzu-
führen. Aus den Akten geht hervor, dass sie sich Anfang 2016 entschieden habe, von der 
Pharmabranche in die Tourismusbranche zu wechseln. Aus diesem Grund habe sie ihre Fest-
anstellung bei der B.____ AG auf den 30. Juni 2016 gekündigt und das auf ein Jahr befristete 
Praktikum bei C.____ begonnen. Angesichts des geplanten Branchenwechsels sei sie bereit 
gewesen, während des Praktikums einen geringen Lohn in Kauf zu nehmen, unter der Voraus-
setzung, sich viel branchenspezifisches Wissen anzueignen; „nach dem Motto: eine hohe Aus-
bildungskomponente rechtfertigt einen tieferen Lohn und umgekehrt“. Im Laufe des Praktikums 
habe sich jedoch gezeigt, dass ihr nicht so viel beigebracht werden könne, wie ihr das zu Be-
ginn mitgeteilt worden sei und sie sich gewünscht hätte. Auch sei ihr keine Festanstellung nach 
Beendigung der Praktikumszeit in Aussicht gestellt worden. Eine Kündigung des befristeten 
Praktikumsvertrages sei ausschliesslich während der Probezeit von drei Monaten möglich ge-
wesen. Da für sie die Situation nicht mehr zumutbar gewesen sei, habe einzig die Möglichkeit 
bestanden auf Ende Oktober 2016 ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen. Die Option, zuerst eine 
andere Anstellung zu finden, habe für sie nicht bestanden. Da Anfang Dezember 2016 ein für 
C.____ sehr wichtiger internationaler Workshop in X.____ stattgefunden habe, habe der Arbeit-
geber darauf bestanden, dass sie bis Ende Dezember 2016 weiter arbeite. 
 
4.3. Wie unter E. 2.3 ff. dargelegt, hat die versicherte Person legitime, d.h. medizinische 
oder gesundheitsgefährdende Gründe zu nennen, dass von einer Unzumutbarkeit des Verblei-
bens an der bisherigen Arbeitsstelle gesprochen werden kann. Vorliegend stellen weder der 
tiefe Lohn, noch der Wunsch, so viel wie möglich in kurzer Zeit zu lernen, als auch der Einwand, 
es sei ihr keine Festanstellung nach Beendigung des Praktikums in Aussicht gestellt worden, 
legitime Gründe für die vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses dar. Auch wenn aus Sicht 
der Beschwerdeführerin das Verlassen der Praktikumsstelle wegen dieser Umstände nachvoll-

 

 
 
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ziehbar erscheint, vermögen diese keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnis-
ses zu begründen. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis nicht 
bereits per Ende der Kündigungsfrist am 4. November 2016, sondern im Einverständnis mit 
C.____ erst auf den 31. Dezember 2016 auflöste. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
ist demnach im Grundsatz nicht zu beanstanden. 
 
5.1 Die Beschwerdeführerin bringt einzig vor, dass die Einstellungsdauer zu reduzieren 
sei, da ihre konkrete Ausgangslage im Einspracheentscheid vom 7. Juni 2017 nicht berücksich-
tigt worden sei. Zu prüfen bleibt demzufolge, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt 
worden ist. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 
Abs. 3 AVIG). Sie beträgt nach Art. 45 Abs. 2 AVIV 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 
bis 30 Tage bei mittelschwerem Verschulden und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden. 
Innerhalb dieses Rahmens entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermes-
sen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts 
bzw. deren präsidierende Person bei Präsidialentscheiden die angefochtene Verfügung auch 
auf deren Angemessenheit zu überprüfen, sie greift jedoch bei der Beurteilung der durch die 
Vorinstanz angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in dessen 
Ermessensspielraum ein. 
 
5.2 Gemäss Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV liegt ein schweres Verschulden vor, wenn die versi-
cherte Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung ei-
ner neuen Arbeitsstelle aufgegeben hat. Insofern ging die Arbeitslosenkasse zunächst von ei-
nem schweren Verschulden aus und verfügte eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
von 36 Tagen. In ihrem Einspracheentscheid vom 7. Juni 2017 korrigierte sie ihren Entscheid 
jedoch dahingehend, als sie die Einstelldauer auf 24 Tage herabsetzte. Dabei unterschritt sie 
den grundsätzlichen Sanktionsrahmen für ein schweres Verschulden. Dies kann gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung dann angezeigt sein, wenn zwar kein entschuldbarer Grund 
für die Stellenaufgabe, wohl aber besondere Umstände im Einzelfall vorliegen (vgl. BGE 130 V 
125 E. 3.2). Diese können sich auf die subjektive Situation der betroffenen Person oder auf eine 
objektive Begebenheit beziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2009, 
8C_829/2009, E. 3.1). Bei der Reduzierung der Dauer der Einstellung auf 24 Tage ist zu Guns-
ten der Beschwerdeführerin zu Recht berücksichtigt worden, dass es sich um eine befristete 
Stelle handelte. 
 
5.3 Entgegen der von der Arbeitslosenkasse vertretenen Auffassung liegen jedoch weitere 
Umstände vor, die das Verschulden der Versicherten mildern. Zu ihren Gunsten ist zu berück-
sichtigen, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses während der Probezeit erfolgte (vgl. 
CHOPARD, a.a.O., S. 170). Dabei ist nicht nur die Tatsache zu beachten, dass die Kündigung – 
wie die Arbeitslosenkasse in ihrem Einspracheentscheid vom 7. Juni 2017 ausführt – lediglich 
während der Probezeit möglich war, sondern, dass das Verschulden bei einer während der 
Probezeit durch die versicherte Person erfolgten Kündigung im Allgemeinen weniger streng zu 
beurteilen ist, als wenn sie das Arbeitsverhältnis zu einem späteren Zeitpunkt auflöst. Dies 
ergibt sich aus dem Zweck der Probezeit, welche den arbeitsvertraglichen Parteien nicht nur 
ermöglicht, das Vertragsverhältnis unter erleichterten Bedingungen aufzulösen, sondern ihnen 

 

 
 
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in erster Linie eine Bedenkzeit einräumt, während welcher sie Gelegenheit haben, sich gegen-
seitig kennenzulernen und zu prüfen, ob das Anstellungsverhältnis den gegenseitigen Erwar-
tungen entspreche (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005, C 296/05, E. 3.3 
mit Hinweis). Vorliegend ist festzuhalten, dass die befristete Praktikumsstelle ohne vorgängige 
Kündigung bis Ende Juli 2017 gedauert hätte und die Beschwerdegegnerin somit nicht berück-
sichtigte, dass die Versicherte noch während weiterer sieben Monate bei C.____ zu den ver-
traglich festgelegten Konditionen angestellt gewesen wäre. Hierbei ist hervorzuheben, dass der 
Beschwerdeführerin monatlich lediglich ein Bruttolohn von Fr. 2‘050.-- ausgerichtet wurde, wel-
cher angesichts der fehlenden Bildungsmöglichkeiten als nicht befriedigend einzustufen ist, 
weshalb sich auch dieser Aspekt zu Gunsten der Beschwerdeführerin auswirkt (vgl. BARBARA 
KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundes-
gesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 
4. Auflage, Zürich 2013, S. 187). Unter Berücksichtigung dieser verschuldensmindernden 
Gründe ist das Vorgehen der Vorinstanz, welche die Versicherte während 24 Tagen in der An-
spruchsberechtigung einstellte, zu streng. Es rechtfertigt sich daher, vom mittleren Bereich des 
mittelschweren Verschuldens abzuweichen und das Verschulden der Beschwerdeführerin im 
unteren Bereich des mittelschweren Verschuldens festzulegen. Die Einstellungsdauer ist daher 
auf 18 Einstelltage zu reduzieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar 2003, 
C 139/02; Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2017, 8C_205/2017). 
 
6. Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
7. Juni 2017 insofern abzuändern ist, als die Einstelldauer von 24 Tagen auf 18 Tage herabzu-
setzen ist. Die Beschwerde erweist sich folglich als begründet und ist gutzuheissen. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind beim nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer 
wettzuschlagen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als in Abänderung des 
Einspracheentscheids der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland vom 
7. Juni 2017 die Einstellungsdauer von 24 Tagen auf 18 Tage herabge-
setzt wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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