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**Case Identifier:** 8c84e6ab-a8eb-59a9-a482-7663a943f689
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.01.2024 200 2023 755
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-755_2024-01-30.pdf

## Full Text

200 23 755 IV
FUE/ISD/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Januar 2024

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/755, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1983 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
Mutter eines eigenen Kindes (geb. 2008) respektive von zwei Stiefkindern 
(geb. 1995, 1998), war zuletzt als ungelernte Mitarbeiterin befristet in einem 
… der C.________ AG beschäftigt sowie Hausfrau. Sie meldete sich im 
April 2018 unter Hinweis auf psychische Beschwerden, Asthma, eine Zyste 
an der Hand und starkes Schwitzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 3, 43/3, 49/4). Nach entsprechenden Abklärungen 
verneinte die IVB mit Verfügung vom 15. Oktober 2019 (AB 46) gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich (vgl. AB 43/6-9) bei einem Invaliditätsgrad von 
6 % einen Rentenanspruch. Diese Verfügung blieb unangefochten.

Im Oktober 2022 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug 
an (AB 49). Die IVB holte in der Folge insbesondere ein vom 26. Juni 2023 
datierendes polydisziplinäres Gutachten ein (AB 72.1 [interdisziplinäre Ge-
samtbeurteilung]) und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 
10. August 2023 (AB 76) – nunmehr in Anwendung der allgemeinen Be-
rechnungsmethode des Einkommensvergleichs – bei einem Invaliditätsgrad 
von 10 % die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht. Mit Verfügung 
vom 26. September 2023 (AB 81) entschied die IVB wie vorbeschieden.

B.

Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 27. Oktober 2023 Beschwerde und bean-
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es seien die notwendi-
gen ergänzenden medizinischen Abklärungen zu treffen, die Sache sei 
durch die Beschwerdegegnerin erneut zu beurteilen und es seien der Be-
schwerdeführerin die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten.

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Mit Beschwerdeantwort vom 28. November 2023 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2023 
(AB 81). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). 

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Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invaliditäts-
grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Für die Be-
stimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-
dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 
könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]). Die Behandlung der Eintretensfrage durch die 
Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten 
streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision bzw. zur Anspruchsprüfung im Rahmen 
der Neuanmeldung gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten-
anspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann 
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswir-
kungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich 
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Dazu 
gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung 
oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter 
Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der 
Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

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2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung von Oktober 
2022 (AB 49) eingetreten und hat mit der angefochtenen Verfügung vom 
26. September 2023 (AB 81) materiell über den Rentenanspruch befunden, 
weshalb die Eintretensfrage (vgl. Art. 87 Abs. 2 f. IVV; siehe auch BGE 130 
V 343 E. 3.5.3 S. 351) durch das Gericht praxisgemäss nicht zu überprüfen 
ist (vgl. vorne E. 2.3).

Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisions- bzw. Neuanmeldungsgrund, das 
heisst eine zwischenzeitlich eingetretene für den Leistungsanspruch poten-
tiell relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse mit Auswirkung 
auf den Invaliditätsgrad (vgl. vorne E. 2.3.1), besteht. Die hierfür massge-
benden Vergleichszeitpunkte (vgl. E. 2.3.3 hiervor) bilden die Verfügung 
vom 15. Oktober 2019 (AB 46) und die hier angefochtene Verfügung vom 
26. September 2023 (AB 81). 

Hierzu ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin vormals 
– gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und ihres zwischenzeit-
lich verstorbenen (vgl. AB 69) Ehegatten sel. anlässlich der Abklärung 
Haushalt/Erwerb am 12. August 2019 (vgl. dazu AB 43/4 f.) – davon aus-

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ging, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall keiner ausserhäusli-
chen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, sondern vollumfänglich als Haus-
frau tätig wäre. Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgte mit der Verfü-
gung vom 15. Oktober 2019 (AB 46) daher in Anwendung des Betätigungs-
vergleichs (vgl. aArt. 28a Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültigen 
Fassung [AS 2007 5129]). Der Ehegatte sel. der Beschwerdeführerin ist 
Anfang 2023 verstorben (vgl. AB 69) und der 2008 geborene leibliche Sohn 
der Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-
ginns gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. vorne E. 2.2) bereits knapp 15 Jahre 
alt (vgl. AB 50/2). Gestützt auf diese veränderten Rahmenbedingungen ist 
mit der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 76/2) davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall nunmehr einer voll-
zeitlichen ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Die Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades (vgl. dazu hinten E. 4) hat daher neu unbestrit-
ten anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu erfol-
gen (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG; vgl. vorne E. 2.2). Aufgrund der geänderten 
Invaliditätsbemessungsmethode besteht ein Neuanmeldungsgrund (vgl. 
vorne E. 2.3.1). Der Rentenanspruch ist daher nachfolgend umfassend zu 
prüfen (vgl. vorne E. 2.3.2). 

3.2 Die angefochtene Verfügung vom 26. September 2023 (AB 81) ba-
siert in medizinischer Hinsichtlich im Wesentlichen auf dem polydiszi-
plinären Gutachten der D.________ (nachfolgend: Medas) vom 26. Juni 
2023 (AB 72.1 [interdisziplinäre Gesamtbeurteilung], AB 72.2-72.8). Im 
Gutachten wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
somatische Belastungsstörung (DSM-5 300.82) festgehalten. Als Diagno-
sen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter ein 
komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ 1 linke Hand (ICD-10 G90.50) 
bei Status nach Stichverletzung Handinnenfläche links am 20. November 
2016 mit Wundrevision am 28. November 2016, ein Asthma bronchiale 
(ICD-10 J45.9), einen Vitamin D-Mangel (ICD-10 E55.9; unter Substitution), 
eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) und Klaustrophobie (ICD-10 F40.2; 
AB 72.1/5). 

Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, bei der Beschwerdeführerin 
sei keine angestammte Tätigkeit definiert. Unter Berücksichtigung dieses 

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Umstandes und unter Beachtung des aufgrund verschiedener Diagnosen 
resultierenden Belastungsprofils bestehe nur auf dem psychiatrischen Ge-
biet eine (quantitative) Arbeitsunfähigkeit. Im Zusammenhang mit der dia-
gnostizierten somatischen Belastungsstörung seien eine schnelle Erschöp-
fung und ein erhöhter Pausenbedarf anzunehmen, was eine Einschränkung 
der erwerbsmässigen Leistungsfähigkeit von 10 % begründe, entsprechend 
einer Arbeitsfähigkeit von 90 % aus interdisziplinärer Sicht. Bimanuelle 
Tätigkeiten seien dabei nicht möglich. Der dominante rechte Arm sei voll 
funktionsfähig. Es sollten lufthygienisch problemlose Bedingungen beachtet 
werden. Aufgrund der noch als physiologisch anzusehenden Trauerreakti-
on wären kognitiv nicht überfordernde, also eher repetitive Tätigkeiten mit 
der Möglichkeit zu flexiblen Pausen und Arbeitszeiten sinnvoll 
(AB 72.1/6 f.). 

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

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3.4

3.4.1 Das Medas-Gutachten vom 26. Juni 2023 (AB 72.1) einschliesslich 
der Teilgutachten (AB 72.3-72.6) erfüllt die vorerwähnten Anforderungen 
der Rechtsprechung an eine beweiskräftige versicherungsexterne medizi-
nische Expertise und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.3 hiervor). Die gut-
achterlichen Feststellungen und Ausführungen beruhen auf umfassenden 
fachärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis bzw. Würdigung der Vor-
akten sowie der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Gestützt 
darauf sowie die durchgeführte bildgebende Zusatzdiagnostik (vgl. dazu 
AB 72.1/3, 75) legten die Gutachter die medizinischen Zusammenhänge 
einleuchtend dar und begründeten die daraus gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand sowie zur medizinisch-theoretisch zumutba-
ren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar (vgl. auch AB 73). Dabei fanden die 
Ergebnisse der einzelnen fachärztlichen Untersuchungen Eingang in die 
umfassende interdisziplinäre Konsensbeurteilung (vgl. BGE 143 V 124 
E. 2.2.4 S. 128; 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224). Das Gutachten ist im Übrigen 
in sich widerspruchsfrei, schlüssig sowie überzeugend.

3.4.2 Was die Beschwerdeführerin – im Wesentlichen unter Verweis auf 
die Berichte von Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin, und Fachpsychologe F.________ vom 8. Dezember 2022 (AB 56/1 f.) 
bzw. von Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
und für Nephrologie sowie für Rheumatologie, vom 5. Juli 2022 (AB 58/18-
20) – dagegen vorbringt (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 3 f.), vermag keine 
Zweifel an der Vollständigkeit und Schlüssigkeit des Medas-Gutachtens zu 
wecken. Denn den besagten Berichten sowie den übrigen medizinischen 
Berichten dieser Ärzte, welche den Gutachtern allesamt vorlagen (vgl. ins-
besondere AB 72.2/7 ff. Ziff. 22-24 und 29 f.), sind keine wesentlichen As-
pekte zu entnehmen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 
UV Nr. 31 S. 117 E. 3). Weiter verfügen Dr. med. E.________ und Fach-
psychologe F.________ nicht über die erforderliche fachärztliche Qualifika-
tion im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1 
S. 221), welche grundsätzlich für die Entkräftung der fachärztlich-
psychiatrischen gutachterlichen Beurteilung (AB 72.6) vorausgesetzt wird 

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(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. November 2021, 
9C_458/2021, E. 3.3 mit Hinweis). Ihre Beurteilung basiert sodann primär 
auf den subjektiven Schmerzangaben, was für die Begründung einer Ar-
beitsunfähigkeit nicht genügt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127). Die Be-
handler orientierten sich überdies ausdrücklich an dem für die Belange der 
Rechtsanwendung im Sozialversicherungsrecht nicht massgebenden bio-
psycho-sozialen Krankheitsmodell (AB 56/2; BGE 143 V 418 E. 6 S. 426, 
127 V 294 E. 5a S. 299), weshalb ihre Aussagen zur Arbeitsfähigkeit auch 
insoweit das Medas-Gutachten nicht in Frage zu stellen vermögen. Auch 
waren den Gutachtern die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 
vegetative Symptomatik (vgl. AB 56/1; Beschwerde S. 3 Ziff. 3) sowie das 
subjektive Schmerzerleben der Beschwerdeführerin bekannt (vgl. 
AB 72.3/3, 72.6/3 und 5 ff.) und sie setzten sich hiermit – entgegen den 
Ausführungen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 3 f.) – einläss-
lich und differenziert auseinander (vgl. AB 72.3/8 f., 72.6/9 ff.).

In somatischer Hinsichtlich legte der orthopädisch-traumatologische Gut-
achter, gestützt auf eine umfassende klinische Untersuchung der Be-
schwerdeführerin (vgl. AB 72.4/3 ff.; zur Bedeutung der klinischen Untersu-
chung vgl. Entscheid des BGer vom 7. Juni 2021, 8C_138/2021, E. 4.2) 
sowie insbesondere in Auseinandersetzung mit der abweichenden Beurtei-
lung von Dr. med. G.________, wonach aufgrund der somatischen Be-
schwerden der linken Hand bzw. des linken Armes auf dem ersten Ar-
beitsmarkt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe (vgl. AB 58/19), 
überzeugend begründet dar, dass die vom behandelnden Arzt pauschal 
angenommene vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzogen werden 
könne, da keine dies begründende Funktionseinschränkungen dokumen-
tiert worden seien (AB 72.4/8). Dabei berücksichtigte der orthopädisch-
traumatologische Gutachter die praktische Funktionslosigkeit der linken 
Hand bzw. des linken Armes in qualitativer Hinsicht im Rahmen des or-
thopädischen Belastungsprofils (kein Heben und Tragen von Lasten mit 
dem linken Arm, keine Tätigkeiten, die den Einsatz der linken Hand oder 
des linken Armes erfordern [vgl. AB 72.4/10 Ziff. 7.2). Eine darüber hinaus-
gehende quantitative Reduktion der Arbeitsfähigkeit attestierte er demge-
genüber nicht (vgl. AB 72.4/8 ff.). 

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3.4.3 Der psychiatrische Gutachter leitete die von ihm vertretene Diagno-
se sowie die aufgrund der vorrangig massgebenden klinischen Untersu-
chungsbefunde (AB 72.6/3 ff.; vgl. dazu auch E. 3.4.2 hiervor) attestierte 
Verminderung der Arbeitsfähigkeit (vgl. AB 72.6/12) nachvollziehbar be-
gründet her. Zusätzlich zur klinischen Untersuchung erhob er ein soge-
nanntes "Mini-ICF APP" (vgl. dazu Anhang 5 der Qualitätsleitlinien für ver-
sicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für 
Psychiatrie und Psychotherapie SGPP vom 16. Juni 2016 [einsehbar unter 
www.psychiatrie.ch/sgpp > Fachleute und Kommissionen > Leitlinien]), zu 
welchem er festhielt, es liege in drei der dreizehn bewerteten Fähigkeiten 
eine relevante Beeinträchtigung vor. Eine versicherungsmedizinisch rele-
vante Teilhabebeeinträchtigung bestehe im Hinblick auf die Tragweise der 
Einzelitems im zu betrachtenden Kontext aus rein psychiatrischer Sicht 
eher in mittelgradigem Ausmass, da die Einschränkungen auch somati-
scher Genese seien (AB 72.6/8). Mit Blick auf die psychiatrische Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und den klinischen Untersuchungs-
befund ist – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (vgl. Be-
schwerde S. 4) – kein Widerspruch zwischen Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit und der Würdigung der Testergebnisse ersichtlich. Vielmehr berück-
sichtigte der psychiatrische Gutachter die klinisch und testpsychologisch 
beschriebene, zumindest teilweise somatisch begründete erhöhte Er-
schöpfbarkeit angemessen. Im Übrigen ist zu betonen, dass den Testver-
fahren im Rahmen einer psychiatrischen Abklärung neben der klinischen 
Untersuchung höchstens eine ergänzende Funktion zukommt (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 18. November 2021, 8C_534/2021, E. 4.1). 

Zum Einwand der fehlenden Durchführung einer Evaluation der funktionel-
len Leistungsfähigkeit (EFL; vgl. Beschwerde S. 4) bleibt festzuhalten, dass 
bei zuverlässiger ärztlicher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Regel 
keine Notwendigkeit besteht, die Arbeitsfähigkeit durch eine EFL zu über-
prüfen. Ausnahmsweise kann eine EFL erforderlich sein, wenn mehrere 
involvierte Ärzte eine solche angesichts eines multiplen und schwierig ein-
zuschätzenden Krankheitsbildes ausdrücklich befürworten (statt vieler: Ent-
scheid des BGer vom 11. Januar 2023, 9C_290/2022, E. 4.3). Letzteres ist 
vorliegend nicht der Fall, weshalb kein Anlass für die Durchführung des 
Testverfahrens besteht (vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3).

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3.5 Dem Voranstehenden zufolge bildet das Medas-Gutachten vom 
26. Juni 2023 (AB 72.1) eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung 
des anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhaltes. Von weiteren me-
dizinischen Abklärungen sind dagegen keine entscheidwesentlichen neuen 
Erkenntnisse mehr zu erwarten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipier-
te Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

Gestützt auf die medizinischen Abklärungen der Beschwerdegegnerin ist 
erstellt, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des somati-
schen Zumutbarkeitsprofils aus psychiatrischer Sicht noch im Umfang von 
90 % arbeitsfähig ist (vgl. AB 72.1/6 f.). Angesichts dieser aus psychiatri-
scher Sicht ausgewiesenen hohen Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten 
erübrigt sich die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach 
Massgabe von BGE 141 V 281 und 143 V 209. Denn unabhängig davon, 
ob aus rechtlicher Sicht von einem invalidenversicherungsrechtlich relevan-
ten Gesundheitsschaden mit Krankheitswert auszugehen und folglich auf 
die im Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit von 90 % abzustellen ist, be-
steht kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 4 hiernach). Abge-
sehen davon kann aus einer Indikatorenprüfung keine höhere Arbeitsun-
fähigkeit resultieren als die medizinisch attestierte (vgl. Entscheid des BGer 
vom 29. Oktober 2020, 9C_507/2020, E. 3.2.1).

4.

4.1 Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsscha-
dens ist vorab darauf hinzuweisen, dass nach konstanter Rechtsprechung 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt selbst für Personen, die funktionell 
als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit ver-
richten können, genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten bestehen 
(vgl. Entscheid des BGer vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.4.1 mit Hin-
weisen). An der möglichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem 
hier massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ändert 
sodann auch der Umstand nichts, dass es für die Beschwerdeführerin im 
Einzelfall schwierig oder gar unmöglich sein mag, auf dem tatsächlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/755, Seite 13

Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (vgl. Entscheid des BGer 
vom 1. Juni 2022, 8C_239/2022, E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin ging 
daher unter Berücksichtigung der eingeschränkten Einsetzbarkeit der lin-
ken Hand bzw. des linken Armes (vgl. AB 72.1/6, 72.4/9) zu Recht von der 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit aus. Dies wurde von der rechtskun-
dig vertretenen Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten.

4.2 Für den Einkommensvergleich stellte die Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2023 (AB 81) für beide 
Vergleichseinkommen auf den geschlechtsspezifischen Totalwert der Ta-
bellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ab und er-
mittelte per 2022 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 10 % 
(vgl. AB 81/1 f.; vgl. vorne E. 2.2). Die von der Beschwerdegegnerin heran-
gezogenen LSE-Tabellenlöhne sind angesichts des Umstandes, dass die 
Beschwerdeführerin vormals – abgesehen vom kurzen Einsatz bei der 
C.________ AG (AB 7/2, 14/2) – keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit 
nachging, sondern als Hausfrau tätig war (vgl. AB 43/4 f.), die gutachterlich 
attestierte Arbeitsfähigkeit für sämtliche der Beschwerdeführerin nach Eig-
nung und Neigung möglichen Berufe oder Betätigungen gilt (vgl. 
AB 72.1/6), die Beschwerdeführerin über keine Berufsausbildung verfügt 
(vgl. AB 49/7 Ziff. 5.3; vgl. dazu BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2019 
UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3) und die ihr zumutbare Resterwerbsfähigkeit 
nicht ausschöpft (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2021 Nr. 51 
S. 168 E. 3.2), im Grundsatz nicht zu beanstanden.

Es ist aber darauf hinzuweisen, dass rechtsprechungsgemäss immer die in 
Bezug auf den Rentenbeginn aktuellsten veröffentlichten statistischen Da-
ten zu verwenden sind (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; SVR 2022 IV Nr. 
23 S. 76 E. 6.2.1 und 6.2.2). Im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 
26. September 2023 (AB 81) lag die LSE 2022 bereits vor (vgl. 
www.bfs.admin.ch > Statistik finden > Kataloge und Datenbanken > Tabel-
len > Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau 
und Geschlecht - Privater Sektor [TA1_skill-level]; LSE 2022 publ. am 
28. August 2023) und wären entsprechend anstelle der LSE 2020 anzu-
wenden gewesen (vgl. Entscheid des BGer vom 14. November 2023, 
8C_235/2023, E. 5.2). Diesem Umstand kommt indes hier keine Bedeutung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/755, Seite 14

zu, da Validen- Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen-
lohn zu berechnen sind, sodass sich deren genaue Bezifferung erübrigt. 
Denn diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähig-
keit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (in 
BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27. Juni 
2022, 8C_104/2021).

Einen Abzug vom lohnstatistisch ermittelten Invalideneinkommen gewährte 
die Beschwerdegegnerin schliesslich aufgrund der attestierten Arbeits-
fähigkeit von 90 % gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV in der vom 1. Januar 2022 
bis 31. Dezember 2023 in Kraft gewesenen (Umkehrschluss; AS 2021 706, 
2023 635) und hier massgebenden Fassung (vgl. BGE 148 V 162 E. 3.2.1 
S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 432) zu 
Recht nicht. Im Übrigen würde auch die Vornahme eines Pauschalabzugs 
von 10 % beim Invalideneinkommen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der ab 1. Ja-
nuar 2024 gültigen, jedoch hier nicht anwendbaren Fassung) nicht zu ei-
nem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen. Anderweitige Gründe für 
die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn wurden vom Gesetz- bzw. 
Verordnungsgeber nicht vorgesehen (vgl. zum Ganzen BVR 2023 S. 554 ff. 
E. 5.1.2 und 5.3.4). 

4.3 Ausgehend von einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit im Gesund-
heitsfall und einer medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 
mindestens 90 % (vgl. vorne E. 3.5) resultiert ein Invaliditätsgrad von 
höchstens 10 % (100 % ./. 90 %; vgl. auch AB 81/2). Die Beschwerdeführe-
rin hat folglich keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. vorne E. 2.2).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 26. September 
2023 (AB 81) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/755, Seite 15

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung aufzuerlegen und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss zu entnehmen.

6.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. 
Ebenso besteht kein Anspruch auf Erstattung der von Rechtsanwalt 
B.________ mit Kostennote vom 14. Dezember 2023 (in den Gerichtsak-
ten) geltend gemachten Auslagen für ein – nicht ins Recht gelegtes – versi-
cherungsmedizinisches Kurzgutachten vom 26. Oktober 2023 in der Höhe 
von Fr. 600.--. Diese Aufwendungen waren mit Blick auf das für die medizi-
nischen Belange umfassende und beweiskräftige Medas-Gutachten vom 
26. Juni 2023 (AB 72.1; vgl. dazu vorne E. 3.5) nicht erforderlich und sind 
daher nicht von der Beschwerdegegnerin zu tragen (vgl. Art. 45 Abs. 1 
ATSG [Umkehrschluss]; vgl. SVR 2018 IV Nr. 77 S. 257 E. 8). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Jan. 2024, IV/23/755, Seite 16

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.