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**Case Identifier:** 8e48a646-4a0c-5681-92df-7bef928d43ee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 11.01.2022 R 2020 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2020-96_2022-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 20 96

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuar Ott

URTEIL

vom 11. Januar 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.________ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B.________, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger,

Beschwerdegegnerin 1

und

Amt für Raumentwicklung Graubünden,

Beschwerdegegner 2

- 2 -

und

C.________ und D.________,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Nievergelt Giston und 

Rechtsanwalt MLaw Andrea-Franco Stöhr,

Nievergelt & Stoehr, 

Beschwerdegegner 3

und

E.________, 

F.________ und G.________, 

H.________, 

alle vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Gian Luca Peng,

Caviezel Partner AG, 

Beschwerdegegner 4

betreffend Baugesuch (BAB)

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I. Sachverhalt:

1. Am 26. Januar 2012 beschloss der (damalige) Kreisrat des Kreises 

I.________ das am 18. Dezember 2012 von der Regierung des Kantons 

Graubünden genehmigte und heute gültige Kapitel 7.2 "Pferdesport" des 

Regionalen Richtplanes I.________ (RRIP OE). Dabei wurde als Standort 

für eine regionale Pferdesporteinrichtung der Standort 11.PS.01 im Be-

reich der Parzelle 347 in der Gemeinde B.________ zwischen dem Sied-

lungsgebiet von K.________ sowie der Umfahrungs-/Kantonsstrasse fest-

gesetzt. Am 9. März 2016 beschlossen die Stimmberechtigten der Ge-

meinde B.________ in Anlehnung an die Festlegung im regionalen Richt-

plan eine Teilrevision der Ortsplanung betreffend Pferdesportbetriebe 

K.________. Dabei wurde unter anderem dem Zonenplan 1:2000 Pferde-

betriebe K.________ (ZP 2016) und dem Generellen Gestaltungsplan 

1:2000 Pferdebetriebe K.________ (GGP 2016) zugestimmt. Im beschlos-

senen ZP 2016 wurde die in der Landwirtschaftszone gelegene Par-

zelle 347 auf dem Gemeindegebiet von B.________ der Zone für Pferde-

sport (Bauzone gemäss Art. 26ter des Baugesetzes B.________ [BG]) zu-

gewiesen. Gleichzeitig sollte die Landschafts- und Uferschutzzone betref-

fend die Parzelle 347 aufgehoben werden. Gegen diesen kommunalen, 

am 17. März 2016 publizierten Beschluss wurde keine Planungsbe-

schwerde im Sinne von Art. 101 KRG erhoben. Anlässlich der Vernehm-

lassung bei den kantonalen Amtsstellen im Rahmen des regierungsrätli-

chen Genehmigungsverfahrens wurden, wie bereits anlässlich des Vor-

prüfungsverfahrens, Vorbehalte gegen die beschlossene Projektvaria-

nte 3 gemäss Planungs- und Mitwirkungsbericht vom 1. Februar 2016 so-

wie der Machbarkeitsstudie vom 18. September 2015 bzw. der Positionie-

rung der Bauten gemäss GGP erhoben. Dies führte schliesslich dazu, 

dass ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkom-

mission (ENHK) eingeholt wurde, welches diese nach Durchführung eines 

Augenscheins am 16. Juni 2017 erstattete. Gestützt darauf gelangte das 

Amt für Raumentwicklung des Kantons Graubünden (ARE GR) an die Ge-

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meinde B.________ und stellte (immerhin) eine Teilgenehmigung der 

Ortsplanung in Aussicht, sofern der Nachweis erbracht werde, dass das 

Vorhaben auf einen Standort im Raum K.________ und innerhalb des 

BLN-Objektes Nr. 1908 angewiesen sei sowie die Bereitschaft zur Projek-

tredimensionierung bestehe bzw. eine solche vorstellbar sei. Diesem Vor-

gehen stimmte die Gemeinde B.________ am 22. August 2017 grundsätz-

lich zu. Mit Beschluss vom 24. Oktober 2017 genehmigte die Regierung 

des Kantons Graubünden den GGP 2016 nicht und betreffend den 

ZP 2016 wurde das Genehmigungsverfahren bezüglich des südwestli-

chen Teils der von der Gemeinde beschlossenen Zone für Pferdesport im 

Umfang von ca. 1.02 ha auf der Parzelle 347 sistiert, bis ein überarbeiteter 

Genereller Gestaltungsplan vorliege. Im Bereich der sistierten Genehmi-

gung der Zone für Pferdesport wurde auch die von der Gemeinde be-

schlossene Aufhebung der dortigen Landschafts- und Uferschutzzonen 

sistiert. Der Generelle Erschliessungsplan (Verkehr) 1:2000 Pferdebe-

triebe K.________ (GEP 2016) wurde hingegen ohne besondere Bemer-

kungen genehmigt. Ebenfalls wurde die beschlossene Teilrevision des 

BG, nämlich die Ergänzung mit Art. 26ter BG (Zone für Pferdesport) und 

Art. 33bis BG, genehmigt. Der ZP 2016 wurde also nur insoweit genehmigt, 

als dass die Anordnung von Hochbauten gemäss Auflagen der ENHK die 

nordöstliche Fläche der Parzelle 347 im Umfang von ca. 1.18 ha benötige. 

Auf Basis eines neuen, in Nachachtung der landschaftlichen Schutzanlie-

gen sowie der Auflagen der ENHK erarbeiteten Generellen Gestaltungs-

planes könne die Sistierung für die südwestliche Fläche der Parzelle 347 

insoweit aufgehoben werden, soweit ein genehmigungsfähiger Genereller 

Gestaltungsplan diese Flächen (für Aussenanlagen) in Anspruch nehme. 

Für den nicht sistierten, nordöstlichen Teilbereich der Parzelle 347 sowie 

den entsprechenden Bereich der Kantonsstrassenparzelle 350 wurde 

auch die beschlossene Aufhebung der Landschafts- und Uferschutzzone 

gemäss Art. 33 BG genehmigt. Am 2. November 2017 wurde der regie-

rungsrätliche Genehmigungsentscheid öffentlich bekannt gegeben. Der 

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ENHK war der Genehmigungsentscheid vom 24. Oktober 2017 über das 

durch das Bundesamt für Umwelt geführte Kommissionssekretariat direkt 

mitgeteilt worden (Adressierung: "Eidgenössische Natur- und Heimat-

schutzkommission ENHK, c/o Bundesamt für Umwelt, 3003 Bern"). Der 

Genehmigungsentscheid vom 24. Oktober 2017 blieb unangefochten.

2. Am 7. Dezember 2017 beschlossen die Stimmberechtigten der Gemeinde 

B.________ – nach Durchführung des Vorprüfungs- und des Mitwirkungs-

verfahrens gemäss Art. 12 f. KRVO i.V.m. Art. 47 Abs. 3 KRG – die über-

arbeitete Teilrevision der Ortsplanung, umfassend einen Generellen Ge-

staltungsplan 1:2000 Pferdebetriebe K.________ (Stand: 5. Dezember 

2017; GGP 2017). Am 12. Dezember 2017 erfolgte die Beschwerdeauf-

lage. Am 11. Januar 2018 erhoben verschiedene Anwohner bzw. benach-

barte Grundeigentümer dagegen Planungsbeschwerde an die Regierung. 

Sie beantragten, den Beschluss der Gemeindeversammlung vom 7. De-

zember 2017 aufzuheben, der sistierte ZP 2016 wie auch die Aufhebung 

der Landschafts- und Uferschutzzone sei nicht zu genehmigen und von 

der Genehmigung der Teilrevision der Ortsplanung der Gemeinde 

B.________ (Pferdebetrieb K.________ Phase II [GGP 2017]) sei abzu-

sehen. Mit Stellungnahme vom 29. Januar 2018 wurde seitens von drei 

Natur- und Heimatschutzorganisationen im Rahmen des Verfahrens nach 

Art. 104 KRG im Wesentlichen dasselbe beantragt. Am 7., mitgeteilt am 8. 

August 2018, wies die Regierung des Kantons Graubünden die Planungs-

beschwerde ab (Prot. Nr. 596) und genehmigte den GGP 2017 im Sinne 

der Erwägungen und unter Auflagen und Hinweisen (Prot. Nr. 595). Ferner 

genehmigte sie auch den im ZP 2016 sistierten Abschnitt der Zone für 

Pferdesport im Umfang von 0.58 ha im Sinne der Erwägungen. Im ent-

sprechenden Umfang wurde als Konsequenz auch die Landschafts- und 

Uferschutzzone (inkl. die parallele Fortführung über die betroffene Fläche 

der Umfahrungsstrasse auf der Parzelle 350) aufgehoben. Der restliche 

Teil der im ZP 2016 sistierten Zone für Pferdesport (ca. 0.44 ha) wurde 

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nicht genehmigt und (wieder) der Landwirtschaftszone zugeordnet. Im ent-

sprechenden Umfang bleibe auch die Landschafts- und Uferschutzzone 

bestehen. Die dagegen am 14. September 2018 beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden erhobene Beschwerde wies dieses mit Urteil 

R 18 60 vom 2. Dezember 2019 ab. Mit Urteil 1C_86/2020 vom 22. April 

2021, mitgeteilt am 1. Juni 2021, hob das Bundesgericht das Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 18 60 vom 2. Dezember 

2019 in teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 

10. Februar 2020 auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung im Sinne 

der Erwägungen an das Verwaltungsgericht zurück. Im Übrigen wies es 

die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Das Bundesgericht hielt in 

der Erwägung 7 fest, dass die Abgrenzung des Streitgegenstandes durch 

die Vorinstanz im Wesentlichen bundesrechtskonform gewesen sei. Diese 

habe in der vorliegend betroffenen Phase II eine Anfechtungsmöglichkeit 

der Beschwerdeführer hinsichtlich der in der Phase I genehmigten Be-

standteile der Nutzungsplanung ablehnen dürfen. Soweit die Beschwerde 

ans Bundesgericht diesen Streitgegenstand sprenge, sei darauf nicht ein-

zutreten. Auch gingen die Rügen der Beschwerdeführer zum Mitwirkungs-

verfahren bei der strittigen Planung fehl. Jedoch genüge die vorinstanzli-

che Beurteilung der Einzonung von rund 0.58 ha (in die Zone für Pferde-

sport) in der Phase II den Anforderungen des Bundesrechts über den Na-

tur- und Heimatschutz nicht. Ausserdem sei (durch die Vorinstanz) der 

Sachverhalt zum Bereich für die Zufahrtsstrasse gemäss dem GGP 2017 

unzureichend abgeklärt worden. Schliesslich wurde noch festgehalten, 

dass das angefochtene Urteil (des Verwaltungsgerichts) zu Unrecht nicht 

dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) für sich selbst eröffnet worden sei. 

Demzufolge sei (gestützt auf Art. 107 Abs. 2 BGG) das angefochtene Ur-

teil aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts 

und zur Neubeurteilung im Sinne der vorstehenden Erwägungen zurück-

zuweisen. Je nach Ergebnis der Abklärungen zu Alternativstandorten im 

Rahmen des Streitgegenstandes und zur Notwendigkeit der Erschlies-

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sungslösung gemäss GGP 2017 werde die Vorinstanz (oder die Kantons-

regierung) zu prüfen haben, ob ein Gutachten oder eine Stellungnahme 

der ENHK einzuholen sei. Der diesbezügliche Verfahrensantrag der Be-

schwerdeführer müsse daher nicht im bundesgerichtlichen Verfahren be-

urteilt werden. Genauso wenig müsse im jetzigen Zeitpunkt auf den Antrag 

der Gemeinde betreffend Einholung eines Gutachtens oder Amtsberichts 

des Schweizerischen Nationalgestüts eingegangen werden. Angesichts 

der Aufhebung des angefochtenen Urteils erübrige es sich, die weiteren 

Rügen der Beschwerdeführer zu behandeln. Mit Urteil vom R 21 51 vom 

26. Oktober 2021 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

die Beschwerde vom 14. September 2018 teilweise gut. Es hob die Pla-

nungsbeschwerdeentscheide J._____ vom 7. August 2018 (Prot. Nr. 596) 

und den Genehmigungsentscheid vom selben Datum (Prot. Nr. 595) be-

treffend die Ortsplanungsrevision "Pferdebetriebe K.________ – 

Phase II", umfassend den am 7. Dezember 2017 von der Gemeindever-

sammlung B.________ beschlossenen Generellen Gestaltungsplan 

1:2000 Pferdebetriebe K.________ sowie die zusätzliche Genehmigung 

von 0.58 ha des sistierten südwestlichen Abschnittes der Zone für Pferde-

sport gemäss Zonenplan 1:2000 Pferdebetriebe K.________ vom 9. März 

2016, auf und wies die Angelegenheit zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen an die Gemeinde B.________ 

zurück. Dort ist die entsprechende Teilrevision der Ortsplanung wieder 

hängig.

3. Die Eigentümerin der vom Pferdebetrieb A.________ AG (vormalig) ge-

nutzten Stallräume auf der Parzelle N.________ (Grundbuch der Ge-

meinde B.________) hatte diese schon seit längerer Zeit einer anderen 

Nutzung zuführen wollen. Dementsprechend erhielt erstere diesbezüglich 

die Baubewilligung für Mehrfamilienhäuser und im Frühling 2019 wurde 

der bestehende (Pferde-)Stall abgebrochen. Die Überbauung der Par-

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zelle N.________ mit den (Zweitwohnungs-)Wohnbauten erfolgte in den 

Jahren 2019/2020.

4. Die A.________ AG musste demnach für die Unterbringung der Pferde 

eine Lösung suchen, zumal sich die Realisierung des neuen Betriebszen-

trums durch die vorstehend erwähnte Rechtsmittelverfahren betreffend die 

Teilrevision der Ortsplanung verzögerte. Die Ersatzstandortwahl fiel auf 

die ebenfalls im K.________ gelegene Parzelle O.________. Diese Par-

zelle liegt in der Landwirtschaftszone und ist mit einer Landschafts- und 

Uferschutzzone im Sinne von Art. 33 des kommunalen Baugesetzes (BG) 

überlagert. Ausserdem befindet sie sich im Randbereich des Bundesin-

ventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung 

(BLN) Nr. 1908. Unter Berufung auf Art. 40 Abs. 1 KRVO und nach vor-

gängiger Anzeige am 5. März 2019 an die Gemeinde B.________ erstellte 

die A.________ AG im Mai 2019 nach Einbringen einer Deckfläche ein 

Stallzelt mit 29 Pferdeboxen, einen WC-Container sowie verschiedene 

Aussenanlagen auf der Parzelle O.________. Dies erfolgte in Erwartung 

auf den noch ausstehenden Rechtsmittelentscheid betreffend die vorste-

hend erwähnte Nutzungsplanung auf der Parzelle 347.

5. Nachdem die vorstehend erwähnte Nutzungsplanung für den projektierten 

Pferdesportbetrieb nicht innert dem sechsmonatigen Zeitraum von Art. 40 

Abs. 1 Ziffer 6 KRVO rechtskräftig wurde bzw. auf der Parzelle 347 noch 

kein neuer Betriebsstandort zu Verfügung stand, stellte die A.________ 

AG am 12. Oktober 2019 ein Baugesuch für Bauten und Anlagen ausser-

halb der Bauzone (BAB) für die bereits errichteten Bauten und Anlagen 

bei der Gemeinde B.________. Sie beantragten die befristete Bewilligung 

dieses Stallprovisoriums für mindestens drei Jahre. Das weisse Rundbo-

genstallzelt mit 29 Pferdeboxen weist gemäss den Planunterlagen eine 

Fläche von rund 500 m2 und eine Höhe von gut 6 m auf. Ferner wurde ein 

asphaltierter Vorplatz (135 m2), ein mit Hackschnitzel befestigter Weg 

(347 m2), ein mobiler (Klein-)Stall (18 m2), ein mit einem Holzzaun abge-

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sperrter Gruppenauslauf (2'757 m2) und ein WC-Container (1.2 m2 auf der 

Parzelle R.________) erstellt. Unter dem Stallzelt wurde eine Kofferung 

von ca. 20 cm sowie eine Asphaltschicht von ca. 7 cm eingebracht. Das 

Vorhaben wurde damit begründet, dass der Stall am alten Standort (in der 

Bauzone auf der Parzelle N.________) wegen der Überbauung mit 

(Zweit-)Wohnungen habe aufgegeben werden müssen und der Neubau 

auf der Parzelle 347 aufgrund des hängigen Rechtsmittelverfahrens noch 

nicht habe realisiert werden können. Das BAB-Gesuch wurde vom 24. Ok-

tober 2019 bis zum 13. November 2019 öffentlich aufgelegt und im kanto-

nalen sowie regionalen Amtsblatt, jeweils vom 24. Oktober 2019, publi-

ziert. 

6. Während der Auflagefrist gingen zwei Einsprachen von Anwohnern bzw. 

benachbarten Grundstückseigentümern bei der Gemeinde B.________ 

ein. Am 12. November 2019 hatten C.________ und D.________, als Ei-

gentümer der in einer Distanz von deutlich weniger als 100 m gelegenen 

Parzelle S.________, beantragt, die Bewilligung auf zwei Jahre zu befris-

ten. Am 13. November 2019 erhoben die anwaltlich vertretenen 

T.________, E.________, F.________ und G.________ sowie 

H.________ als (Mit-)Eigentümer der an die Parzelle O.________ angren-

zenden Parzelle U.________ ebenfalls Einsprache. In der Hauptsache 

verlangten sie die Abweisung des Baugesuchs betreffend die Fahrnisbau-

ten auf der Parzelle und die Verweigerung der Baubewilligung. Ausserdem 

verlangten sie von der Gemeinde B.________, dass diese die A.________ 

AG umgehend und unter Hinweis auf die Strafandrohung gemäss Art. 292 

StGB sowie einer behördlichen Ersatzvornahme zur Entfernung der Fahr-

nisbauten und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes auf 

der Parzelle O.________ aufzufordern habe. Die A.________ AG liess 

sich zu den Einsprachen am 16. Dezember 2019 vernehmen und bean-

tragte die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Einspra-

chen, soweit darauf eingetreten werden könne. Am 7. Januar 2020 repli-

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zierten T.________, E.________, F.________ und G.________ sowie 

H.________. Die A.________ AG duplizierte wiederum am 19. Februar 

2020. Am 14. April 2020 ersuchte die Gemeinde B.________ das Amt für 

Raumentwicklung Graubünden (nachfolgend ARE GR) um Bewilligung 

des Baugesuchs und Abweisung der Einsprachen. Gestützt auf die Ergeb-

nisse der verwaltungsinternen Vernehmlassung teilte am 25. Juni 2020 

das ARE GR der A.________ AG seine vorläufige Beurteilung der Ange-

legenheit mit. Das ARE GR stellte der A.________ AG in Aussicht, dass 

keine Bewilligung für die bereits errichteten Bauten und Anlagen erteilt 

werden könne und räumte der A.________ AG dazu die Gelegenheit zur 

Stellungnahme ein. Eine solche erfolgte dann in der Eingabe vom 14. Au-

gust 2020, wobei seitens der A.________ AG eine Bewilligungserteilung 

unter dem Blickwinkel von Art. 82 KRG als durchaus möglich betrachtet 

wurde. Im Unterschied zu anderen Bauvorhaben fehle es ihr in Anbetracht 

der vielfältigen Anforderungen betreffend Weidezugang und Ausrittmög-

lichkeiten an Ausweichmöglichkeiten für die Unterbringung der Pferde und 

die Verweigerung einer temporären Bewilligung stelle eine vom Gesetzge-

ber nicht gewollte Härte dar. Bereits am 2. Juli 2020 hatten sich die Ein-

sprecher T.________, E.________, F.________ und G.________ sowie 

H.________ zum Schreiben des ARE GR vom 25. Juni 2020 geäussert 

und den im erwähnten Schreiben des ARE GR der A.________ AG auf-

gezeigten freiwilligen Rückbau bis Ende 2020 unter Rückzug des Bauge-

suches kritisiert.

7. In der BAB-Verfügung mit Einspracheentscheid vom 3. September 2020 

verweigerte das ARE GR die Bewilligung für das Bauvorhaben (Disposi-

tivziffer 1). Gleichzeitig hiess es die Einsprache vom 12. November 2019 

von C.________ und D.________ gut (Dispositivziffer 2). Die Einsprache 

vom 13. November 2019 von T.________, E.________, F.________ und 

G.________ sowie H.________ hiess es im Hauptantrag betreffend Ab-

weisung des Baugesuchs bzw. Verweigerung der (BAB-)Bewilligung gut 

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und wies sie im Übrigen ab (Dispositivziffer 3). Ausserdem wies es die Ge-

meinde an, nach Rechtskraft des Entscheides das Verfahren auf Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustandes im Sinne von Art. 94 KRG ein-

zuleiten, wobei das ARE GR über das Verfahren auf dem Laufenden zu 

halten und die Verfügung zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

standes dem ARE GR zur Kenntnisnahme vorzulegen sei (Dispositivzif-

fer 4). Die Verfahrenskosten von CHF 2'170.-- für das BAB-Bewilligungs-

verfahren auferlegte es der A.________ AG (Dispositivziffer 5). In den Er-

wägungen hielt das ARE GR namentlich gestützt auf die Vernehmlassung 

des kantonalen Amtes für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) vom 

7. Januar 2020 fest, dass die Grundvoraussetzungen für die Annahme ei-

nes landwirtschaftlichen Gewerbes respektive die Bewilligung des Vorha-

bens als zonenkonforme Bauten und Anlagen nach Art. 16a und Art. 16abis 

RPG i.V.m. Art. 34b RPV nicht gegeben seien. Daran vermöge die Beru-

fung auf Art. 82 Abs. 1 KRG nichts zu ändern. Ebensowenig komme eine 

Bewilligung gestützt auf Art. 24 RPG in Betracht. Erwiesen sich die bereits 

errichteten Bauten und Anlagen als nicht bewilligungsfähig, habe die Ge-

meinde B.________ nach Rechtskraft des BAB-Entscheides das Verfah-

ren auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes gemäss Art. 94 

Abs. 2 KRG und Art. 61 Abs. 3 KRVO einzuleiten.

8. Gegen den Entscheid des ARE GR vom 3. September 2020 erhob die 

A.________ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 2. Oktober 2020 

Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und bean-

tragte dessen Aufhebung und die Erteilung der nachgesuchten (BAB-)Be-

willigung für das Stallzelt mit Infrastrukturanlagen bis zur Bezugsbereit-

schaft des neuen Betriebszentrums, mindestens aber für drei Jahre. Even-

tualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Bewilli-

gungserteilung mit einer Befristung nach richterlichem Ermessen an das 

ARE GR bzw. die Gemeinde B.________ zurückzuweisen. Dies unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des ARE GR. Zur Begrün-

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dung wurde im Wesentlichen auf das Erfordernis eines öffentlichen Inter-

esses sowie Verhältnismässigkeitsgesichtspunkte bei staatlichem Han-

deln hingewiesen.

9. Am 26. Oktober 2020 beantragten die nunmehr anwaltlich vertretenen 

C.________ und D.________ (nachfolgend Beschwerdegegner 3) in der 

Hauptsache die Abweisung der Beschwerde. Eventualiter sei die Angele-

genheit zur Fällung eines neuen Entscheides im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz bzw. die Gemeinde B.________ zurückzuweisen. Dies 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MWST) zu-

lasten der Beschwerdeführerin. Ausserdem stellte sie eine Vielzahl von 

(eventual- und subeventualen) Verfahrensanträgen bzw. Anträge auf den 

Erlass von Anweisungen gegenüber dem ARE GR bzw. der Gemeinde 

B.________, die im Wesentlichen auf eine rasche Wiederherstellung des 

ursprünglichen Zustandes auf der Parzelle O.________ abzielen. In der 

Begründung thematisierten die Beschwerdegegner 3 insbesondere Lärm-, 

Geruchs- und Staubimmissionen, Verunreinigung und die Nichteinhaltung 

von weiteren Vorschriften des kommunalen Polizeirechts. Sie erachteten 

ein Bewilligungsverfahren aufgrund einer offensichtlich nicht gegebenen 

Bewilligungsfähigkeit als entbehrlich und rügten den im Widerspruch zu 

Art. 40 Abs. 4 KRVO stehenden Weiterbestand der bereits errichteten 

Bauten und Anlagen während dem hängigen Bewilligungsverfahren. Aus-

serdem verneinten sie eine Zonenkonformität gemäss Art. 16abis RPG so-

wie eine Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG. Ebensowenig 

komme Art. 82 Abs. 1 KRG in Betracht. Schliesslich thematisierten sie 

auch noch die Wiederherstellung des ursprünglichen bzw. gesetzmässi-

gen Zustandes.

10. Während die Gemeinde B.________ (nachfolgend Beschwerdegegne-

rin 1) auf eine Vernehmlassung verzichtete, liess sich das ARE GR (nach-

folgend Beschwerdegegner 2) innert erstreckter Frist am 6. November 

2020 zur Beschwerde vom 2. Oktober 2020 vernehmen. Dabei beantragte 

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er die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Zu Begründung wurde 

im Wesentlichen auf den angefochtenen BAB-Entscheid vom 3. Septem-

ber 2020 verwiesen und die Argumentation punktuell ergänzt.

11. Am 9. November 2020 liessen sich innert erstreckter Frist auch noch 

E.________, F.________ und G.________ sowie H.________ (nachfol-

gend Beschwerdegegner 4) zur Beschwerde vom 2. Oktober 2020 ver-

nehmen, wobei sie die Abweisung der Beschwerde beantragten, soweit 

darauf einzutreten sei. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Beschwerdeführerin. Ausserdem beantragten sie in formeller 

Hinsicht noch Vorkehrungen zur raschen Verfahrenserledigung und 

schnellen Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. In diesem Zu-

sammenhang wurde auch die Androhung einer reformatio in peius betref-

fend Ziffer 4 des BAB-Entscheides vom 3. September 2020 thematisiert. 

In der Begründung stellten sich die Beschwerdegegner 4 auf den Stand-

punkt, dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet und rechtsmiss-

bräuchlich zur weiteren Verschleppung des Verfahrens erhoben worden 

sei. Sie verneinten die Bewilligungsmöglichkeit unter dem Titel der Zonen-

konformität und der Standortgebundenheit nach Art. 24 RPG, wobei auch 

Art. 82 Abs. 1 KRG keine Grundlage für eine (BAB-)Bewilligung darstellen 

könne. Darüber hinaus machten sie noch eine Verletzung der Bestimmun-

gen der überlagernden Landschafts- und Uferschutzzone, der Immissions-

schutz-, Abstands- und Gewässerschutzvorschriften durch die strittigen 

Bauten und Anlagen geltend.

12. Am 12. November 2020 hiess der Instruktionsrichter die Anträge auf 

Dringlicherklärung gut, wies aber den Antrag betreffend Verzicht auf 

Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels ab.

13. Die Beschwerdeführerin replizierte innert erstreckter First am 24. Dezem-

ber 2020. Das Rechtsbegehren lautete nun dahingehend, dass die Zif-

fern 1, 2 und 3 des angefochtenen Entscheides aufzuheben und die nach-

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gesuchte, bis zur Bezugsbereitschaft des neuen Betriebszentrums auf der 

Parzelle 347, mindestens aber auf drei Jahre, befristete Baubewilligung 

für das Stallzelt mit Infrastrukturanlagen zu erteilen sei. Eventualiter seien 

die Ziffern 1, 2 und 3 des angefochtenen Entscheides aufzuheben und die 

Angelegenheit zur Bewilligungserteilung mit einer Befristung nach richter-

lichem Ermessen an den Beschwerdegegner 2 bzw. die Beschwerdegeg-

nerin 1 zurückzuweisen. In formeller Hinsicht sei auf das Begehren drei 

der Beschwerdegegner 4, wonach ihr eine reformatio in peius betreffend 

Dispositivziffer 4 des BAB-Entscheides anzudrohen sei, kostenfällig nicht 

einzutreten. Ebenso sei auf die Verfahrensanträge vier bis neun der Be-

schwerdegegner 3 kostenfällig nicht einzutreten. Ausserdem vertiefte sie 

insbesondere ihre Ausführungen betreffend eine Verpflichtung der Behör-

den zur Berücksichtigung des verfassungsmässigen Verhältnismässig-

keitsprinzips sowohl im Gesetzgebungsverfahrens als auch im konkreten 

Anwendungsfall.

14. Während der Beschwerdegegner 2 am 6. Januar 2021 auf eine Duplik ver-

zichtete, duplizierten die Beschwerdegegner 3 am 12. Januar 2021, wobei 

sie an ihren Anträgen vom 26. Oktober 2020 unverändert festhielten. Die 

Beschwerdegegner 4 duplizierten ebenfalls am 12. Januar 2021. Am 

29. Januar 2021 äusserte sich die Beschwerdeführerin sodann noch zu 

den eingegangenen Honorarnoten der Beschwerdegegner 3 und 4 vom 

20. bzw. 21. Januar 2021.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

angefochtenen BAB-Entscheid vom 3. September 2020 sowie die weite-

ren Akten, wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

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1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der BAB-Entscheid vom 3. September 

2020, worin der Beschwerdegegner 2 der Beschwerdeführerin namentlich 

die nachgesuchte BAB-Bewilligung für das bereits im Mai 2019 erstellte 

Stallzelt sowie der weiteren (Pferdehaltungs-)Infrastruktur verweigert 

hatte. Dabei handelt es sich um einen Entscheid einer kantonalen Dienst-

stelle nach Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100), wofür das kantonale Recht den direkten Wei-

terzug an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vorsieht 

(siehe Art. 103 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden [KRG; BR 801.100]). Gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG ist insbe-

sondere zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Ent-

scheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung 

oder Änderung hat. Dies kann bei der Beschwerdeführerin als formeller 

Verfügungsadressatin und Baugesuchstellerin ohne weiteres bejaht wer-

den. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit ein-

zutreten (siehe Art. 38 und Art. 52 Abs. 1 VRG).

2.1. Die Beschwerdeführerin hielt in ihrer Replik vom 24. Dezember 2020 ex-

plizit fest, dass sie die Ausführungen des Beschwerdegegner 2 betreffend 

Zonenkonformität und Standortgebundenheit nicht in Frage stelle bzw. 

diese nicht als rechtswidrig angefochten habe. Immerhin bewirtschafte sie 

aber, wie ein konventioneller Landwirtschaftsbetrieb, rund 20 ha Boden in 

der näheren und weiteren Umgebung von K.________. Der Vorwurf eines 

mangelnden Betriebszentrums sei zynisch, seien doch seit über 10 Jahren 

Bemühungen im Gange, einen Ersatzstandort für das 2019 abgebrochene 

Betriebszentrum zu finden. Durch das Rechtsmittelverfahren gegen die 

Ortsplanungsrevision werde ihr gerade verunmöglicht, zeitnah über ein 

Betriebszentrum zu verfügen. Erhalte sie dereinst die Bewilligung dafür, 

werde sie über bestehende Kaufrechtsvereinbarungen auch die rund 

2.5 ha Boden rund um den Hof zu Eigentum erwerben. Ihr fehlten damit 

nur noch geringfügige Landflächen im Eigentum, um nebst dem Betriebs-

- 16 -

zentrum über genügend Eigentum an bewirtschaftetem Land zu verfügen. 

Würde sie sich auch noch der Rindviehhaltung widmen, erfüllte sie die Kri-

terien für einen traditionellen Landwirtschaftsbetrieb, welcher ohne Zonen-

planänderung ausserhalb der Bauzone realisiert werden dürfte. Dies zeige 

zumindest auf, dass für die Zonenkonformität nicht mehr viel fehle. Sie 

leite die Rechtswidrigkeit des BAB-Entscheides vom 3. September 2020 

betreffend die befristete Bewilligung für ein mobiles Stallzelt hingegen aus 

dem verfassungsmässigen Anspruch auf Verhältnismässigkeit aller staat-

lichen Tätigkeiten ab (siehe Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Diese gelte sowohl im 

Gesetzgebungsverfahren als auch bei der konkreten Anwendung des Ge-

setzes, zumal das Gesetzgebungsverfahren nicht sämtliche Sachverhalte 

und Ausnahmetatbestände zu regeln vermöge. Betreffend Art. 82 KRG sei 

in der Beschwerde vom 2. Oktober 2020 ausgeführt worden, dass ein sol-

ches, in verschiedenen kantonalen Baugesetzgebungen übliches, Institut 

der Ausnahmebewilligung Ausfluss des verfassungsrechtlichen Verhält-

nismässigkeitsprinzips sei. Das Verhältnismässigkeitsprinzip sei ausser-

dem auch etwa bei der Anwendung von Art. 24 des Bundesgesetzes über 

die Raumplanung (RPG; SR 700) zu berücksichtigen. Die Beschwerde-

führerin erachtet es in der Beschwerde sowie der Replik zudem als ent-

scheidend, dass es sich beim Stallzelt sowie der weiteren (Pferdehal-

tungs-)Infrastruktur auf der Parzelle O.________ nur um eine auf einige 

Jahre befristete Gesetzesdispens, namentlich von der Durchbrechung des 

raumplanungsrechtlichen Trennungsgrundsatzes (vgl. zum verfassungs-

mässigen Grundsatz der Trennung des Bau- vom Nichtbaugebiet: Art. 75 

Abs. 1 BV und Art. 1 Abs. 1 Satz 1 in fine RPG sowie BGE 147 II 309 

E.5.5), handle. Es handle sich beim Vorhaben auch nicht um eine massive 

Baute in der Landschaft, sondern um ein Stallzelt mit bescheidenen Infra-

strukturanlagen. Auch der Eingriff in das Siedlungs- und Landschaftsbild 

sei nur zeitlich begrenzt und aufgrund der Materalisierungen und der Kon-

struktion für jedermann ersichtlich, dass es sich um ein (zeitlich befriste-

- 17 -

tes) Provisorium handle. In I.________ seien solche Zelte und Einrichtun-

gen bei grösseren öffentlichen und privaten Veranstaltungen üblich und 

beinahe landschaftsprägend. Die grundwasserschutz- und umweltschutz-

rechtlichen Vorgaben, etwa betreffend Geruchsemissionen, werde Rech-

nung getragen bzw. seien diese gegenüber der Nachbarschaft eingehal-

ten. Die Umstände die zu einer befristeten Ausnahme führten, seien ein-

malig und kaum wiederholbar. Insofern könnten weitere Rechtsunterwor-

fene nicht auf eine Gleichbehandlung pochen. Die Verweigerung einer be-

fristeten (BAB-)Bewilligung sei weder unter dem Gesichtspunkt des Lega-

litätsprinzips, des öffentlichen Interesses, dem Interesse Privater noch 

dem Gleichbehandlungsprinzip geboten. Der rote Turm auf dem Julier-

pass oder auch Betonanlagen für Strassenbaustellen seien Beispiele für 

befristete (BAB-)Bewilligungen. Namentlich die Bemühungen der öffentli-

chen Hand bei der Standortfestlegung für Pferdesportbetriebe in 

I.________ auf Richtplanebene manifestierten das grosse öffentliche, 

überregionale touristische Interesse an der Aufrechterhaltung ihres Pfer-

desportbetriebes. Bis zur Realisierung des neuen Betriebszentrums auf 

der Parzelle 347 fehlten Standorte für eine zwischenzeitliche Pferdehal-

tung und entsprechende Dienstleistungen könnten nicht mehr erbracht 

werden. Die Verweigerung der befristeten (BAB-)Bewilligung stelle für sie 

zudem mangels alternativer Möglichkeiten für die Pferdehaltung infolge 

des Abrisses des ursprünglichen Pferdestalles eine übermässige Härte 

dar. Sie müsste ihren Betrieb einstellen und eine Wiederaufnahme des 

Pferdesportbetriebes nach Realisierung des neuen Betriebszentrums in 

einige Jahren sei fraglich. Damit erweise sich die Verweigerung einer be-

fristeten (BAB-)Bewilligung als nicht notwendig, um den gesetzmässigen 

Zustand mittel- und langfristig beizubehalten, weil sie nicht die einzige ge-

eignete Massnahme zur Zweckerreichung darstelle. Der Beschwerdegeg-

ner 2 habe zudem in rechtsverweigernder Haltung die gebotene Interes-

senabwägung unterlassen, weil er im Rahmen der Anwendung des RPG 

keinen Spielraum für die Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips 

- 18 -

gesehen habe. Gegen die Erteilung einer befristeten (BAB-)Bewilligung 

sprächen auch keine überwiegenden öffentlichen Interessen.

2.2. Der Beschwerdegegner 2 hielt zu Art. 82 KRG insbesondere fest, dass 

diese "Härtefallklausel" gemäss Botschaft zum KRG nur auf Bauten und 

Anlagen innerhalb der Bauzone Anwendung finden könne. Dies sei sach-

gerecht, weil der Bund (gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung) die 

Baubewilligungstatbestände ausserhalb der Bauzone (in der Regel) ab-

schliessend regle und für kantonales (oder kommunales) Ausführungs- 

und Ergänzungsrecht, welches die bundesrechtliche Vorgaben lockere, 

kein Raum verbleibe (vgl. BGE 145 I 156 E.4.3 und 6.3 sowie 139 II 271 

E.10.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_109/2014 vom 4. März 2015 E.6.3 

ff. und 1C_318/2011 vom 8. November 2011 E.6).

2.3. Die Beschwerdegegner 3 und 4 erachten im Gegensatz zur Beschwerde-

führerin eine befristete (BAB-)Bewilligung als ausgeschlossen. Das Vor-

haben sei weder zonenkonform noch standortgebunden. Art. 82 KRG sei 

nur auf Bauvorhaben innerhalb der Bauzone anwendbar. Die bereits er-

stellte Pferdehaltungsinfrastruktur sei offensichtlich materiell rechtswidrig 

und nicht bewilligungsfähig. Durch die Duldung dieser Bauten und Anla-

gen auf unabsehbare Zeit werde der Grundsatz der Trennung des Bau- 

und Nichtbaugebietes in Frage gestellt, wobei auch überwiegende (öffent-

liche) Interessen für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes 

sprächen, zumal sich das Bauvorhaben im Bundesinventar der Landschaf-

ten und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) befände. Aus-

serdem wurde insbesondere argumentiert, der Weiterbestand dieser Pfer-

dehaltungsinfrastruktur verstosse gegen verschiedene Normen des Bau-, 

Umweltschutz-, Gewässerschutz- sowie kommunalen Polizeirechts.

2.4. Der Beschwerdegegner 2 kam im angefochtenen BAB-Entscheid vom 

3. September 2020 (siehe dazu Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 1) 

insbesondere gestützt auf die verwaltungsinterne Vernehmlassung des 

- 19 -

kantonalen Amtes für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) vom 

7. Januar 2020 (siehe Akten des Beschwerdegegners 2 [Bg2-act.] 

20)  zum Schluss, dass die Grundvoraussetzungen für die Annahme eines 

landwirtschaftlichen Gewerbes respektive die Bewilligung des Vorhabens 

als zonenkonforme Bauten und Anlagen nach Art. 16a und Art. 16abis RPG 

i.V.m. Art. 34b der eidgenössischen Raumplanungsverordnung (RPV; 

SR 700.1) nicht gegeben seien. Daran vermöge die Berufung auf Art. 82 

Abs. 1 KRG nichts zu ändern. Ebensowenig komme eine Bewilligung ge-

stützt auf Art. 24 RPG in Betracht, da nach bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung der Begriff der Zonenkonformität nach Art. 16a Abs. 1 RPG bei 

landwirtschaftlichen Ökonomiegebäuden im Wesentlichen mit demjenigen 

der Standortgebundenheit nach Art. 24 lit a RPG übereinstimme. Die feh-

lende Standortgebundenheit ergebe sich auch aus dem Umstand, dass 

das Vorhaben einzig der gewerblichen Pferdehaltung diene und keinen 

Zusammenhang mit der bodenabhängigen Pferdehaltung aufweise, womit 

das Provisorium nicht auf einen bestimmten Standort ausserhalb der Bau-

zone angewiesen sei (siehe Bundesamt für Raumentwicklung, Wegleitung 

"Pferd und Raumplanung", aktualisierte Version 2015, S. 21). Der bloss 

temporäre Charakter vermöge daran nichts zu ändern, weil Gründe der 

persönlichen Zweckmässigkeit oder andere rein subjektive Interessen für 

die Beurteilung der Standortgebundenheit nicht massgebend seien.

2.5. Die Ausführungen des Beschwerdegegners 2 zur Zonenkonformität im 

Sinne von Art. 16a Abs. 1 bzw. Art. 16abis Abs. 1 RPG und Art. 34b RPV 

i.V.m. Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG werden von der Beschwerdeführerin nicht 

substantiiert beanstandet und das Erfüllen der Voraussetzungen für die 

Anerkennung der Zonenkonformität des Vorhabens der Beschwerdefüh-

rerin sowie der weiteren Bewilligungsvoraussetzungen (vgl. auch Art. 34b 

Abs. 6 i.V.m. Art. 34 Abs. 4 RPV) ist nicht ersichtlich. Ebensowenig zu be-

anstanden – und von der Beschwerdeführerin im Grundsatz auch nicht 

bestritten – sind die Ausführungen des Beschwerdegegners 2 zur Paralle-

- 20 -

lität des Begriffs der Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG 

zu demjenigen der Zonenkonformität bei landwirtschaftlichen Betrieben 

bzw. Bauten (siehe BGE 125 II 278 E.3a sowie Urteile des Bundesgerichts 

1C_240/2020 vom 26. Februar 2021 E.3.3, 1C_204/2019 vom 8. April 

2020 E.3.3 und 1C_561/2012 vom 4. Oktober 2013 E.3.1). Betreffend 

Art. 82 Abs. 1 KRG ist mit den Beschwerdegegnern festzuhalten, dass de-

ren Anwendungsbereich auf (Bau-)Vorhaben innerhalb der Bauzone be-

schränkt ist (vgl. Botschaft der Regierung des Kantons Graubünden an 

den Grossen Rat vom 11. Mai 2004 zur Revision des Raumplanungsge-

setzes für den Kanton Graubünden [KRG-Revision], Heft Nr. 3/2004-2005, 

S. 355 ff.; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

[VGU] R 05 97 vom 1. September 2006 E.1c, R 06 26 vom 28. Juni 2006 

E.2a sowie R 99 155 vom 25. Januar 2000 E.4a und R 99 111 vom 26. Ok-

tober 1999 zu Art. 9 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubün-

den vom 20. Mai 1973 [aKRG]; vgl. auch BGE 145 I 156 E.4.3 und 6.3 

sowie 139 II 271 E.10.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_109/2014 vom 

4. März 2015 E.6.3 ff. und 1C_318/2011 vom 8. November 2011 E.6).

2.6.1. Wie in der vorstehenden Erwägung 2.1 dargelegt, beruft sich die Be-

schwerdeführerin im Kern auf das verfassungsmässige Verhältnismässig-

keitsprinzip gemäss Art. 5 Abs. 2 BV. Daraus ergebe sich, dass – trotz 

Bewilligungsvorbehalt und fehlendem Bewilligungstatbestand in den 

massgebenden Rechtssätzen – der Verhältnismässigkeitsgrundsatz die 

Erteilung einer (auf einen Zeitraum von einigen Jahren) befristeten Bewil-

ligung der provisorischen Pferdehaltungsinfrastruktur bedinge, weil sich 

der Eingriff in ihre verfassungsrechtlich garantierte Eigentums- und Wirt-

schaftsfreiheit als unverhältnismässig bzw. nicht notwendig und nicht im 

(überwiegenden) öffentlichen Interesse liegend erweise. Ausgangslage 

bildet Art. 22 Abs. 1 RPG sowie Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 Abs. 1 KRG, 

wonach Bauten und Anlagen grundsätzlich nur mit Bewilligung der zustän-

digen Behörden errichtet, geändert oder in ihrem Zweck geändert werden 

- 21 -

dürfen und der Begriff der baubewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen 

von den Kantonen im Vergleich zu Art. 22 Abs. 1 RPG nur erweitert, nicht 

aber eingeschränkt werden kann, wobei als Bauten auch Fahrnisbauten 

gelten, welche über nicht unerhebliche Zeiträume ortsfest verwendet wer-

den (vgl. BGE 139 II 134 E.5.2; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 

1C_161/2017 vom 4. September 2017 E.3.3.1 f., 1C_325/2016 vom 

25. November 2016 E.2.1 und 1C_514/2011 vom 6. Juni 2012 E.5.1). Da-

mit soll eine vorgängige behördliche Kontrolle der beabsichtigten Nutzun-

gen in Bezug auf deren räumliche Folgen anhand der raumplanerischen 

Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung erfolgen 

können (siehe BGE 139 II 134 E.5.2 und Urteil des Bundesgerichts 

1C_272/2019 vom 28. Januar 2020 E.5.4). Die Eigentumsgarantie 

gemäss Art. 26 BV schützt aber nur die rechtmässige Ausübung des Pri-

vateigentums. Sie ist nur innerhalb der Schranken gewährleistet, welche 

ihm im öffentlichen Interesse durch die Rechtsordnung, namentlich auf-

grund der Anforderungen der Raumplanung (vgl. dazu BGE 144 II 367 

E.3.2, 117 Ib 243 E.3a und 105 Ia 336 E.3c), gezogen worden sind (siehe 

BGE 146 I 70 E.6.1 und 145 II 140 E.4.1; siehe Urteile des Bundesgerichts 

1C_118/2020 vom 17. März 2021 E.3.2, 1C_578/2019 vom 25. Mai 2020 

E.5 und 1C_364/2017 vom 21. September 2018 E.4.2). Insoweit wird die 

aus der Eigentumsgarantie fliessende Baufreiheit (siehe dazu BGE 145 I 

156 E.4.1), bereits in formeller Hinsicht eingeschränkt. Gestützt auf Art. 86 

Abs. 2 KRG zählt Art. 40 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung für den 

Kanton Graubünden [KRVO; BR 801.110] verschiedene Bauvorhaben 

auf, welche – bei Einhaltung der Vorschriften des materiellen Rechts (vgl. 

auch Art. 40 Abs. 3 KRVO) und unter Vorbehalt von Art. 40 Abs. 2 KRVO 

– von der (Bau-)Bewilligungspflicht von Art. 86 Abs. 1 KRG und Art. 87 

Abs. 1 KRG ausgenommen sind. Insofern wird unter einem formellen Ge-

sichtspunkt dem Verhältnismässigkeitsprinzip in gewisser Weise bereits 

Rechnung getragen. Auf eine solche Ausnahmemöglichkeit, namentlich 

für Fahrnisbauten, welche nicht länger als sechs Monate bestehen, berief 

- 22 -

sich die Beschwerdeführerin im Frühling 2019 gemäss dem Schreiben 

vom 4. April 2019 der Gemeinde B.________ denn bereits auch (siehe Bf-

act. 2). Der vorliegend strittige BAB-Entscheid resultiert dann aber aus 

dem Umstand, dass die Pferdehaltungsinfrastrukturen für einen längeren 

Zeitraum als die maximale Frist von sechs Monaten gemäss Art. 40 Abs. 1 

Ziffer 6 KRVO benötigt werden. Vorwiegend im raumplanerischen Inter-

esse erlassene Vorschriften, welche zugleich zu einer Einschränkung der 

Wirtschaftsfreiheit führen, stehen grundsätzlich nicht im Widerspruch zur 

Wirtschaftsfreiheit gemäss Art. 27 BV (siehe BGE 142 I 162 E.3.3, 111 Ia 

93 E.3 und 109 Ia 264 E.4; Urteil des Bundesgerichts 1C_191/2017 vom 

23. Juni 2017 E.5.5). Einschränkungen der Eigentumsgarantie und der 

Wirtschaftsfreiheit bedürfen aber gemäss Art. 36 BV einer genügenden 

gesetzlichen Grundlage, müssen im öffentlichen Interesse liegen oder 

durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnis-

mässig sein. Art. 22 Abs. 3 RPG behält die übrigen Voraussetzungen des 

Bundesrechts und des kantonalen Rechts – neben der Zonenkonformität 

eines Vorhabens sowie der hinreichenden Erschliessung (Abs. 2) – als ge-

setzlich normierte Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung 

vor (siehe BGE 145 I 156 E.4.3). Auch gemäss Art. 89 Abs. 1 KRG müs-

sen für die Erteilung einer nachgesuchten Bewilligung nach Art. 86 ff. KRG 

alle Vorschiften des kommunalen, kantonalen und eidgenössischen 

Rechts eingehalten sein (siehe VGU R 20 3 vom 9. Februar 2021 E.5.7; 

vgl. auch R 19 12 vom 28. April 2020 E.3.3). Bewilligungen ausserhalb der 

Bauzone setzen nun aber insbesondere voraus, dass die (Bau-)Vorhaben 

dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG) 

oder die Voraussetzungen nach Art. 24 ff., Art. 37a RPG oder Art. 39 ff. 

RPV für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung erfüllen (siehe Urteile 

des Bundesgerichts 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E.2.1, 

1C_480/2019 vom 16. Juli 2020 E.3.1, 1C_9/2019 vom 4. Oktober 2019 

E.2.1 und 4.1 sowie 1C_460/2018 vom 14. März 2019 E.4.1, vgl. für die 

Zuständigkeit zur Beurteilung der Zonenkonformität bzw. der Möglichkeit 

- 23 -

zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung [von der Zonenkonformität] 

gemäss Art. 24 ff. oder 37a RPG ausserhalb der Bauzone: Art. 25 Abs. 2 

RPG und Art. 87 Abs. 2 KRG i.V.m. Art. 49 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 

KRVO). Dies ist vorliegend – wie in der vorstehenden Erwägung 2.5 be-

reits dargelegt – aber gerade nicht der Fall. Dass die Beschwerdeführerin 

sich nun aber auf den allgemeinen Verhältnismässigkeitsgrundsatz bei der 

Gesetzgebung und der Rechtsanwendung beruft, vermag vorliegend 

nichts daran zu ändern, dass der Beschwerdeführerin keine (auf einige 

Jahre) befristete (BAB-)Bewilligung für die provisorische Pferdehaltungs-

infrastruktur erteilt werden kann. Das Bundesrecht regelt die Ausnahmen 

(von der Zonenkonformität) für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bau-

zone, wo sich die fragliche Parzelle O.________ befindet, grundsätzlich 

abschliessend (vgl. BGE 145 I 156 E.4.3 und 6.3 sowie 139 II 271 E.10.1; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_109/2014 vom 4. März 2015 E.6.3 ff. und 

1C_318/2011 vom 8. November 2011 E.6) und bietet vorliegend keine 

spezifische Rechtsgrundlage für eine – wenn auch befristete – Bewilli-

gungserteilung mit einer derart langen Laufzeit. Es kennt etwa im Gegen-

satz zu Art. 82 KRG für Gebiete innerhalb der Bauzone keine entspre-

chende "Härtefallklausel". Auch wenn es dem Grundsatz nach zutrifft, 

dass das Verhältnismässigkeitsprinzip (in jeweils angepasster Form) für 

jedes behördliche Handeln gilt (vgl. dazu etwa BGE 136 I 87 E.3.2; Urteile 

des Bundesgerichts 2C_158/2021 vom 3. Dezember 2021 E.4.5 und 

2C_90/2019 vom 22. August 2019 E.6; SCHINDLER, in: Ehrenzeller/Schind-

ler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur schweizeri-

schen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2014, Art. 5 Rz. 49 ff.; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 520) vermag dieser Grundsatz einen gesetz-

lich vorgesehenen Anknüpfungspunkt für die Bewilligungserteilung im 

Sinne von Art. 22 ff. RPG nicht zu ersetzen. 

- 24 -

2.6.2. Denn wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bewilligungsertei-

lung nicht gegeben sind, kann dies etwa nicht einfach mittels einer Befris-

tung substituiert werden. So stützte das Bundesgericht im Urteil 

1C_375/2019 vom 26. März 2021 etwa den vorinstanzlichen Entscheid 

III 2018 161 vom 27. Mai 2019 des Verwaltungsgerichts Schwyz, welches 

eine (weitere) befristete Bau- und Betriebsbewilligung für einen Modellflug-

platz (ohne bauliche Veränderungen) in einer Moorlandschaft von beson-

derer Schönheit und nationaler Bedeutung, welche zudem weitere Flach- 

und Hoch- bzw. Übergangsmoorobjekte von nationaler Bedeutung tan-

gierte, verweigerte. Auf die Rüge, der dortigen Beschwerdeführer, dass 

die Vorinstanz willkürlich einen in Rechtskraft erwachsenen Rückwei-

sungsentscheid der Regierung des Kantons Schwyz vom 6. September 

2016 (siehe dazu Entscheid des Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 

vom 27. Mai 2019 E.3.1) betreffend eine damit angeblich einhergehende 

einjährige Betriebsbewilligung (hinsichtlich einer ornithologischen Beurtei-

lung der Auswirkungen des Modelflugbetriebs namentlich auf Brutvögel 

bzw. einer angestrebten Klärung der Beeinträchtigung der Avifauna durch 

den Modelflugbetrieb) übergangen habe, trat das Bundesgericht mangels 

hinreichender Begründung dazu nicht ein. Das Bundesgericht hielt weiter 

fest, dass für die Vorinstanz die angestrebte Klärung der Beeinträchtigung 

der Avifauna (während eines befristeten Testbetriebes) durch den Modell-

flugbetrieb nichts daran ändere, dass die angestrebte Nutzungserweite-

rung (im Vergleich zu einer früheren Nutzung als Hundeausbildungsplatz) 

mangels nationaler Bedeutung und fehlender unmittelbarer Standortge-

bundenheit von vornherein nicht bewilligt werden könne. Selbst wenn ein 

ornithologisches Fachgutachten die Schutzzielverträglichkeit nachwiese, 

sei die beabsichtigte Nutzung in der Moorlandschaft Rothenthurm man-

gels nationaler Bedeutung und unmittelbaren Standortgebundenheit un-

zulässig (siehe Urteil des Bundesgerichts 1C_375/2019 vom 26. März 

2021 E.3.2). Das Bundesgericht erkannte, dass der Betrieb eines Modell-

flugplatzes auf der fraglichen Parzelle gegenüber der Nutzung der Liegen-

- 25 -

schaft als Hundeausbildungsplatz neue Auswirkungen auf die Umwelt, wie 

Lärm, Motorengeräusche, Abgase und Mehrverkehr zeitige. Im Rahmen 

von Art. 24 lit. b RPG sei eine umfassende Interessenabwägung vorzu-

nehmen. Soweit aber das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht ein-

zelne Aspekte der allgemeinen Interessenabwägung konkret regle und auf 

diese Weise die Entscheidungsspielräume eingrenze oder ausschliesse, 

sei zuerst die Vereinbarkeit des Vorhabens mit diesen Vorschriften zu prü-

fen. Im Anschluss daran prüfte das Bundesgericht den beabsichtigten Be-

trieb eines Modellflugplatzes in der Moorlandschaft von nationaler Bedeu-

tung anhand der gesetzlichen Bestimmung von Art. 23d des Bundesge-

setzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) im Lichte der 

Verfassungsbestimmung von Art. 78 Abs. 5 BV. Es gelangte zum Schluss, 

dass es sich dabei offensichtlich nicht um eine Nutzungsänderung handle, 

welche im Einklang mit Art. 23d NHG stehe. Das Bundesgericht erachtet 

also wie auch das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz eine solche – 

selbst befristete – Nutzung im fraglichen Gebiet, wo die allgemeine, um-

fassende Interessenabwägung durch die gesetzliche Regelung von 

Art. 23d NHG weitgehend vorweggenommen ist, als unzulässig. Die vor-

liegend zu beurteilende Konstellation unterscheidet sich betreffend die Ab-

weichungsmöglichkeit im Rahmen einer umfassenden Interessenabwä-

gung bzw. der Berücksichtigung eines allgemeinen Verhältnismässigkeits-

grundsatzes von den im Bundesrecht (weitgehend abschliessend) gere-

gelten Ausnahmen (vom Erfordernis der Zonenkonformität) für Bauten 

ausserhalb des Baugebietes nicht wesentlich. Diesem Schluss liegt – wie 

vom Bundesgericht im Urteil 1C_375/2019 vom 26. März 2021 ebenfalls 

erwähnt – auch zu Grunde, dass das spezifische Verfassungs- und Ge-

setzesrecht einzelne Aspekte der allgemeinen, umfassenden Interessen-

abwägung (im Sinne von Art. 24 lit. b RPG bzw. Art. 3 Abs. 1 RPV) bereits 

in einem gewissen Umfang vorwegnehmen kann (vgl. BGE 146 II 347 

E.3.5, 134 II 97 E.3.1, 129 II 63 E.3.1 und 115 Ib 472 E.2e/aa; Urteile des 

Bundesgerichts 1C_86/2020 vom 22. April 2021 E.4.2 und 1C_375/2019 

- 26 -

vom 26. März 2021 E.3.4.2; MUGGLI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschan-

nen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 

Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 24 Rz. 21 f.; TSCHANNEN, in: Aemiseg-

ger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Richt- und 

Sachplanung, Interessenabwägung, Zürich/Basel/Genf 2019, Art. 3 

Rz. 22 ff.). Jedenfalls kann namentlich der allgemeine Verhältnismässig-

keitsgrundsatz für staatliches Handeln gemäss Art. 5 Abs. 2 BV nicht dazu 

führen, dass unter diesem Titel über längere Zeit andauernde, weder zo-

nenkonforme noch unter eine bundesrechtliche Ausnahmebestimmung 

subsumierbare Nutzungen von Nichtbauland einzig infolge dessen provi-

sorischen Charakters und zeitlichen Befristung auf einige Jahre bzw. bis 

zum Eintritt einer Resolutivbedingung zu bewilligen wären. Dies zumal es 

sich bei solchen (Bau-)Bewilligungen prinzipiell um eine Polizeierlaubnis 

handelt, worauf bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen zwar ein 

Anspruch besteht, diese grundsätzlich aber einzig die vorgängige Prüfung 

und Feststellung der Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem massgeben-

den Recht bezwecken bzw. bei gegebenen Voraussetzungen ein allfälli-

ges gesetzliches Verbot im konkreten Fall beseitigt würde (vgl. dazu Ur-

teile des Bundesgerichts 1C_628/2020 vom 21. Juli 2021 E.2.4, 

1C_33/2021 vom 16. April 2021 E.5.2, 1C_116/2013 vom 11. Oktober 

2013 E.5.2, 1C_560/2010 vom 14. Juli 2011 E.7, 1C_169/2008 vom 5. De-

zember 2008 E.12 und 1C_76/2008 vom 5. September 2008 E.4.1; HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz 2652 ff. und 2661). 

2.6.3. Die Rüge der Unverhältnismässigkeit bewahrt auch nicht vor der Verwei-

gerung einer beantragten Baubewilligung, wenn damit die erzwungene 

Aufgabe einer nicht zonenkonformen wirtschaftlichen Tätigkeit einhergeht. 

Das gilt namentlich dann, wenn die durch die Bewilligungsverweigerung 

befürchteten Konsequenzen – wie namentlich die Aufgabe der wirtschaft-

lichen Tätigkeit und des damit verbundenen Einkommensverlustes – 

selbstverschuldet sind, weil insbesondere ohne vorgängige Bewilligung ei-

- 27 -

nes Vorhabens vollendete Tatsachen geschaffen wurden und das Fehlen 

anderweitiger Alternativstandorte nicht eindeutig ausgewiesen ist. Immer-

hin kann zur Abmilderung der mit der Nichterteilung der nachgesuchten 

Bewilligung verbundenen Härten im Rahmen der Umsetzungsfrist für die 

Wiederherstellung des rechtmässigen bzw. vormaligen Zustandes durch-

aus Rechnung getragen werden (siehe Urteil des Bundesgerichts 

1C_191/2017 vom 23. Juni 2017 E.5.5). Auch wenn die aktuelle, ausser-

ordentlich schwierige Situation der Beschwerdeführerin nicht einzig in ihrer 

Einflusssphäre lag, ist der vorzeitige Verlust der vormaligen Unterbrin-

gungsmöglichkeit für die Pferde und das Ausweichen ins Nichtbaugebiet 

mit einem Provisorium auch nicht den kommunalen bzw. kantonalen 

Behörden anzulasten. Diese Umstände sind vielmehr der Verantwortungs-

sphäre der Beschwerdeführerin zuzurechnen, auch wenn gemäss regio-

nalem Richtplan an einem Pferdesportzentrum (in einer spezifischen, 

dafür konzipierten Nutzungszone) ein gewichtiges öffentliches Interesse 

besteht. Trotz des Fehlens einer ausgewiesenen, direkten Verantwortlich-

keit der Beschwerdeführerin für ihre Zwangslage ist eine Bewilligungser-

teilung entgegen der gesetzlichen, bundesrechtlichen Regelungen über 

die Raumplanung betreffend das Nichtbaugebiet und eine damit einherge-

hende, über mehrere Jahre andauernde Gesetzesdispens – namentlich 

vom elementaren, raumplanungs- und verfassungsrechtlichen Trennungs-

grundsatz – unter dem Titel des Verhältnismässigkeitsprinzips in der 

Rechtsanwendung nicht möglich. Dies zumal das Bundesgericht dem sich 

aus der BV ergebenden, für die Raumplanung fundamentalen Trennungs-

grundsatz regelmässig eine gewichtige Bedeutung zuerkennt (siehe 

BGE 147 II 309 E.5.5, 145 II 83 E.6.2.1 und 136 II 359 E.6; Urteile des 

Bundesgerichts 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E.10.1, 10.7 und 

12.4 sowie 1C_283/2017 vom 23. August 2017 E.4). 

2.7. Ausserdem besteht entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin durch-

aus eine nicht unerhebliche Gefahr für ein aus raumplanerischer Sicht un-

- 28 -

erwünschtes Präjudiz infolge der Durchbrechung des Trennungsgrundsat-

zes einzig aufgrund von Verhältnismässigkeitsüberlegungen bzw. einer In-

teressenabwägung ohne Anknüpfungspunkt an einen gesetzlichen Bewil-

ligungstatbestand. Dies auch wenn ihre Situation nicht gerade alltäglich 

ist. Aber dass einem in der Richtplanung vorgesehenen Vorhaben mittels 

Rechtsmitteln auf den verschiedenen Umsetzungsstufen (Nutzungspla-

nung und Baubewilligung) opponiert wird und dies zu langwierigen Verzö-

gerungen führen kann, ist nicht auch derart aussergewöhnlich, dass eine 

solche Konstellation sich fast nicht wiederholen könnte.

2.8. Soweit die Beschwerdeführerin auf andere, befristet zugelassene bzw. 

zulässige Vorhaben ausserhalb der Bauzone, wie etwa den roten Turm 

auf dem Julier oder Betonanlagen für den Strassenbau verweist, bestehen 

dazu doch gewichtige Unterschiede. Im vorliegenden Fall stellt sich die 

Situation etwa so dar, dass Pferdehaltungsanlagen ausserhalb der Bau-

zone insbesondere gemäss Art. 16abis RPG unter gewissen Bedingungen 

seit der RPG-Revision von 22. März 2013, in Kraft seit 1. Mai 2014 (siehe 

AS 2014 905), gesetzlich grundsätzlich zulässig sind. Die Beschwerdefüh-

rerin erfüllt diese vom Bundesgesetzgeber aufgestellten Voraussetzungen 

unbestrittenermassen aber nicht vollständig. Dass dies gemäss ihrer eige-

nen Darstellung nur knapp der Fall sein soll und sie mit der Realisierung 

des Pferdesportzentrums auf der Parzelle 347 (in einer spezifisch dafür 

einzuzonenden Zone für Pferdesport) die nötigen Eigenflächen erwerben 

werde, kann dabei für das vorliegend zu beurteilende Vorhaben nicht ent-

scheidend sein. Die von der Beschwerdeführerin auf der Par-

zelle O.________ – für eine Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Pfer-

desportzentrums in einer spezifisch dafür geschaffenen (Bau-)Zone auf 

der Parzelle 347– neu geschaffene Pferdehaltungsinfrastruktur ist ausser-

halb der Bauzone im Rahmen von Art. 16abis RPG und Art. 34b RPV ge-

rade nicht per se zonenwidrig (siehe BGE 145 II 182 E.5.4 und Urteil des 

Bundesgerichts 1C_347/2017 vom 23. März 2018 E.3.2.4 und Bundesamt 

- 29 -

für Raumentwicklung, Wegleitung "Pferd und Raumplanung", aktualisierte 

Version 2015, S. 5 ff.). Dem Vorhaben der Beschwerdeführerin fehlt es 

aber an der Erfüllung der Voraussetzung eines bestehenden landwirt-

schaftlichen Gewerbes (siehe Art. 16abis Abs. 1 RPG und Art. 34b Abs. 1 

RPV) für die Erstellung neuer Bauten für die Pferdehaltung und somit an 

einer mit der Bauherrschaft bzw. der Betreiberschaft verknüpften Eigen-

schaft für die Zonenkonformität ihres Vorhabens. Insofern unterscheidet 

sich die vorliegend zu Beurteilung stehende Situation entscheidend von 

der Beurteilung der Standortgebundenheit einer befristeten Beton-

mischanlage für eine (Gross-)Baustelle oder des seitens der Beschwerde-

führerin erwähnte Kulturprojektes auf einer Passhöhe, wofür – ausserhalb 

einer nutzungsspezifischen Sondernutzungszone – keine zonenkonfor-

men Bewilligungsmöglichkeiten ersichtlich sind.

2.9. Somit ist dem Beschwerdegegner 2 weder eine in rechtsverweigernder 

Haltung unterlassene, gesamthafte Interessenabwägung vorzuwerfen 

noch die Verweigerung der BAB-Bewilligung an sich zu beanstanden. 

Dem Beschwerdegegner 2 war es infolge der bundesgesetzlichen Rege-

lungen über das Nichtbaugebiet verwehrt, der Beschwerdeführerin die 

nachgesuchte Bewilligung für ihre (provisorische) Pferdehaltungsinfra-

struktur für mehrere Jahre bzw. sogar bis zum noch unklaren Zeitpunktes 

des Eintritts einer resolutiven Bedingung zu erteilen. Er wies das 

(BAB-)Gesuch somit zu Recht in Anwendung von Art. 87 Abs. 5 KRG ab.

3.1. Die Beschwerdegegner 4 beantragen in ihrer Vernehmlassung vom 9. No-

vember 2020 die Androhung einer reformatio in peius betreffend Disposi-

tivziffer 4 des BAB-Entscheides vom 3. September 2020 bzw. erachten 

diese gar als nichtig. Dazu ist zuerst zu bemerken, dass die Beschwerde-

gegner 4 als Teil der vormaligen Einsprecher selber Adressaten des an-

gefochtenen BAB-Entscheides vom 3. September 2020 waren und ihnen 

dieser auch eröffnet wurde (siehe Dispositivziffer 3 und 7 des angefochte-

nen Entscheides [Bf-act. 1]). In Dispositivziffer 3 wurde die Einsprache im 

- 30 -

Hauptpunkt, nämlich betreffend die Abweisung des Baugesuches, gutge-

heissen und im Übrigen abgewiesen. In der Einsprache vom 13. Novem-

ber 2019 (siehe Bg2-act. 12) hatten sie auch noch beantragt, dass die Be-

schwerdegegnerin 1 die Beschwerdeführerin infolge der Verletzung des 

KRG bzw. der KRVO unter Strafandrohung gemäss Art. 292 des Schwei-

zerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) sowie Androhung einer 

behördlich angeordneten Ersatzvornahme zur "umgehenden" Entfernung 

der Fahrnisbauten auf der Parzelle O.________ sowie der Versetzung des 

beanspruchten Geländes in den ursprünglichen Zustand zu verpflichten 

habe. Unter Hinweis auf die verwaltungs- und bundesgerichtlichen Recht-

sprechung betreffend das (rechtskräftige) Feststehen einer materiellen 

Baurechtswidrigkeit im Sinne von Art. 94 Abs. 1 KRG, wies der Beschwer-

degegner 2 den im Einspracheverfahren gegenüber der Beschwerdegeg-

nerin 1 gestellten Antrag ab (vgl. für die Kompetenz des Beschwerdegeg-

ners 2 zur Beurteilung der eingegangenen Einsprachen: Art. 49 Abs. 1 

und Art. 1 Abs. 2 KRVO i.V.m. Art. 87 Abs. 2 und Art. 92 Abs. 3 KRG).

3.2. Die Beschwerdeführerin "präzisierte bzw. reduzierte" replicando ihr in der 

Beschwerde vom 2. Oktober 2020 gestelltes Rechtsbegehren dahinge-

hend, dass sie "nunmehr" nur noch die Aufhebung der Dispositivziffern 1 

bis 3 des BAB-Entscheides vom 3. September 2020 beantrage. In der Be-

gründung der Beschwerde habe sie sich denn auch nur zu diesen Dispo-

sitivziffern und nicht auch zur Aufforderung des Beschwerdegegners 2 an 

die Beschwerdegegnerin 1 auf Einleitung eines Wiederherstellungsverfah-

ren gemäss Art. 94 KRG geäussert. Sie als Beschwerdeführerin bestimme 

infolge der Dispositionsmaxime über den Gegenstand der gerichtlichen 

Überprüfung und Dispositivziffer 4 sei mangels Anfechtung ihrerseits so-

wie selbständiger Anfechtung seitens der Beschwerdegegner 4 in Rechts-

kraft erwachsen und einer gerichtlichen Überprüfung entzogen.

3.3.1. Mit Dispositivziffer 4 des BAB-Entscheides vom 3. September 2020 wies 

der Beschwerdegegner 2 die Beschwerdegegnerin 1 gestützt auf die Er-

- 31 -

wägung A.II.4 des angefochtenen Entscheides an, nach Rechtskraft des 

(abweisenden) BAB-Entscheides das Verfahren auf Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustandes (siehe Art. 94 Abs. 2 KRG i.V.m. Art. 61 

Abs. 3 KRVO) einzuleiten und den Beschwerdegegner 2 über das Verfah-

ren auf dem Laufenden zu halten. Ebenso sei ihm die Verfügung zur Wie-

derherstellung des rechtmässigen Zustandes zur Kenntnisnahme vorzule-

gen. Der weitergehende Antrag der Beschwerdegegner 4 in deren Ein-

sprache vom 13. November 2019 betreffend eine umgehende Verpflich-

tung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verbunden mit 

Androhung der Ersatzvornahme sowie der Strafandrohung gemäss 

Art. 292 StGB wurde hingegen abgewiesen. Zu Begründung verwies der 

Beschwerdegegner 2 insbesondere auf die verwaltungs- und bundesge-

richtliche Rechtsprechung betreffend die grundsätzliche Voraussetzung 

des (rechtskräftigen) Feststehens einer materiellen Baurechtswidrigkeit im 

Sinne von Art. 94 Abs. 1 KRG für den Erlass einer Wiederherstellungsan-

ordnung. Die Beschwerdegegner 4 opponierten dem erst in ihrer (innert 

erstreckter Frist eingereichten) Vernehmlassung vom 9. November 2020, 

obwohl ihnen der BAB-Entscheid vom 3. September 2020 gemäss Dispo-

sitivziffer 7 selbst eröffnet worden war und die Rechtsmittelbelehrung in 

Dispositivziffer 6 – gestützt auf Art. 103 Abs. 1 KRG sowie Art. 52 Abs. 1 

und Art. 22 Abs. 1 VRG – auf dessen Anfechtbarkeit beim Verwaltungsge-

richt innert 30 Tagen verwies. Im Urteil VGU R 19 73, R 19 74, R 19 75, 

R 19 76 vom 28. September 2021 hielt das Verwaltungsgericht betreffend 

die beigeladenen Verfahrensbeteiligten im Sinne von Art. 40 VRG, welche 

im vorinstanzlichen Einspracheverfahren betreffend den Erlass einen 

Quartierplan selbst beteiligt waren, aber keine eigene Beschwerde erho-

ben hatten, fest, dass der konkret gestellte Antrag auf Abänderung einer 

bestimmten Quartierplanbestimmung (erst) weit nach Ablauf der im dorti-

gen Einspracheentscheid aufgeführten Rechtsmittelfrist gestellt worden 

sei. Das Institut der Beiladung im Sinne von Art. 40 VRG diene aber nicht 

dazu, einem am vorinstanzlichen Verfahren Beteiligten das erstmalige 

- 32 -

Stellen von Anträgen, welche sich gegen den im zur Beiladung führenden 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren angefochtenen Entscheid richten bzw. 

diesen in ihrem Sinne abändern wollen, nach Ablauf der (ordentlichen) 

Rechtsmittelfrist zu ermöglichen und trat darauf nicht ein (siehe VGU R 19 

73, R 19 74, R 19 75, R 19 76 vom 28. September 2021 E.1.4 sowie Dis-

positivziffer 2). Die am Verfahren teilnehmenden Beigeladenen haben 

gemäss Art. 40 Abs. 2 VRG die gleichen Rechte wie die Hauptparteien. 

Insofern bestehen zwischen diesen Konstellationen durchaus Parallelen. 

Andererseits erscheint auch die seitens der Beschwerdeführerin repli-

cando geäusserte Beschränkung des Streitgegenstandes auf die Disposi-

tivziffern 1 bis 3 sowie die – gemäss deren Ausführungen – damit einher-

gehende Rechtskraft der Dispositivziffer 4 betreffend die Durchführung ei-

nes Wiederherstellungsverfahrens durch die Beschwerdegegnerin 1 nur 

vom Wortlaut her als nicht besonders kohärent. Denn wären die Disposi-

tivziffern 1 bis 3 antragsgemäss aufzuheben und die nachgesuchte BAB-

Bewilligung für einen beschränkten Zeitraum zu erteilen, erübrigte sich 

mangels eines materiell vorschriftswidrigen Zustandes auch die Durch-

führung eines Wiederherstellungsverfahrens (vgl. Art. 94 Abs. 1 Satz 1 

KRG). Die streitgegenständliche Position der Beschwerdeführerin ist auf-

grund deren Begründung in den Rechtsschriften (vgl. dazu VGU R 17 101 

vom 19. Juni 2018 E.1.3 m.H.a. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsver-

fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Ba-

sel/Genf 2013, S. 243 und Urteil des Bundesgerichts 1C_860/2013, 

1C_864/2013 vom 18. September 2014 E.5) vielmehr dahingehend zu 

verstehen, dass sie im Unterliegensfall und nach Rechtskraft des negati-

ven BAB-Entscheides der (formellen) Durchführung eines Wiederherstel-

lungsverfahrens an sich nicht (mehr) opponiert haben und auch Disposi-

tivziffer 5 betreffend die Verfahrenskosten des BAB-Entscheides nicht 

mehr strittig ist. 

- 33 -

3.3.2. Die Beschwerdegegner 4 gehen aber mit dem erstmals in der Vernehm-

lassung gestellten Antrag auf eine Androhung einer reformatio in peius be-

treffend Dispositivziffer 4 darüber hinaus. Die Rechtswidrigkeit bzw. sogar 

eine Nichtigkeit von Dispositivziffer 4 sehen die Beschwerdegegner 4 vor-

nehmlich in der Unzuständigkeit des Beschwerdegegners 2 bzw. der Ent-

behrlichkeit eines solchen Verfahrens gemäss Art. 94 KRG, weil gemäss 

Art. 40 Abs. 4 KRVO die Beschwerdegegnerin 1 ohnehin für die Rückver-

setzung des beanspruchten Geländes in den ursprünglichen Zustand zu-

ständig sei. Es dürfe – angesichts der klaren Nichtbewilligungsfähigkeit 

des Vorhabens und den durch den Weiterbestand resultierenden Belas-

tungen in der Nachbarschaft – mit der Einleitung und (wohl auch) soforti-

gen Entfernung der Pferdehaltungsinfrastruktur – nicht bis zur Rechtskraft 

des (negativen) BAB-Entscheids zugewartet werden. Unabhängig von der 

formellen Zulässigkeit dieses Antrages kann dem nicht gefolgt werden.

3.4.1. Gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG obliegt der Entscheid über die Zonenkonfor-

mität eines Bauvorhabens ausserhalb der Bauzone bzw. die Erteilung ei-

ner Ausnahmebewilligung von Bundesrechts wegen einer kantonalen 

Behörde (siehe dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_709/2020 vom 24. Au-

gust 2021 E.4.2.2; RUCH, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], 

Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 25 Rz. 25 ff.). Nach Art. 94 Abs. 1 KRG sind 

materiell vorschriftswidrige Zustände auf Anordnung der zuständigen 

Behörde – unabhängig von der Durchführung eines Bussverfahrens nach 

Art. 95 KRG – grundsätzlich zu beseitigen. Gemäss Art. 94 Abs. 2 KRG 

sind für den Erlass und die Durchsetzung von Wiederherstellungsverfü-

gungen in erster Linie die kommunalen Baubehörden zuständig. Ausser-

halb der Bauzone trifft die BAB-Behörde (vgl. dazu Art. 87 Abs. 2 KRG) 

subsidiär die erforderlichen Massnahmen, sofern die kommunale Bau-

behörde trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt. In Nachach-

tung der kantonalen Regelung hat der Beschwerdegegner 2, welche als 

- 34 -

kantonale Fachstelle für die Raumplanung gemäss Art. 1 Abs. 2 KRVO 

gestützt auf Art. 49 Abs. 1 KRVO i.V.m. Art. 87 Abs. 2 KRG auch über das 

BAB-Gesuch sowie allfällige Einsprachen zu entscheiden hatte, die zu-

ständige kommunale Behörde im Sinne von Art. 94 Abs. 1 KRG dazu an-

gehalten, nach Rechtskraft des negativen BAB-Entscheides, welcher das 

Vorliegen von materiell vorschriftswidrigen Zuständen beurteilt, ein Ver-

fahren nach Art. 94 KRG einzuleiten. Zudem sei die Fachstelle über das 

Verfahren auf dem Laufenden zu Halten und die Verfügung betreffend das 

Verfahren auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes gemäss 

Art. 94 KRG sei der Fachstelle zur Kenntnisnahme vorzulegen. Insofern 

erfolgte eine Aufforderung durch den Kanton, dass die primär zuständige 

kommunale (Bau-)Behörde bei rechtskräftigem Feststehen eines materiell 

vorschriftswidrigen Zustandes ein Verfahren nach Art. 94 KRG einzuleiten 

und abzuschliessen hat, wobei die Fachstelle über den Fortschritt und 

auch den Abschluss zu orientieren ist. Dies steht weder im Widerspruch 

zu Art. 94 KRG noch ist erkennbar, weshalb diese Dispositivziffer 4 (etwa 

infolge offensichtlicher Unzuständig; vgl. dazu BGE 132 II 342 E.2.1 und 

Urteil des Bundesgerichts 1C_423/2012 vom 15. März 2013 E.2.5 f.) nich-

tig sein soll. Denn grundsätzlich ist für den Erlass einer Wiederherstel-

lungsverfügung das Feststehen eines materiell vorschriftswidrigen Zu-

standes vorausgesetzt (siehe Art. 94 Abs. 1 KRG). Dies ist in der Regel 

im Rahmen eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens zu prüfen. 

Von einem separaten Sachentscheid über die nachträgliche Bewilligungs-

verweigerung kann aus prozessökonomischen Gründen jedoch dann ab-

gesehen werden, wenn die Sach- und Rechtslage klar und die Verletzung 

von materiellen Vorschriften offensichtlich ist und von vorneherein fest-

steht, dass eine nachträgliche Baubewilligung nicht erteilt werden kann 

(siehe zum Ganzen BGE 136 II 359 E.6 und 123 II 248 E. 3a/bb; Urteile 

des Bundesgerichts 1C_709/2020 vom 24. August 2021 E.4.1, 

1C_10/2019 vom 15. April 2020 E.5.4, 1C_262/2018 vom 3. Dezember 

2018 E.4.1, 1A.17/2004 vom 19. Mai 2004 E.2.2.5 und 1P.672/2000 vom 

- 35 -

22. Februar 2001 E.3a; PVG 2007 Nr. 30 E.3a; VGU R 19 82 vom 1. De-

zember 2021 E.3.1 und R 19 24 vom 12. Mai 2020 E.2.2; siehe auch Amt 

für Raumentwicklung Graubünden, Umgang mit Missbräuchen im Bauwe-

sen, Dezember 2021, S. 3 ff.). Insofern erscheint es durchaus sachge-

recht, wenn grundsätzlich auch mit den eigentlichen Verfahrenshandlun-

gen, namentlich der Gewährleistung des Anspruches auf rechtliches 

Gehör, im Hinblick auf den Erlass auf eine Verfügung gestützt auf Art. 94 

KRG bis zum (rechtskräftigen) Feststehen einer materiellen Rechtswidrig-

keit zugewartet wird. Dies auch um unnötigen Aufwand bei den zuständi-

gen Behörden zu vermeiden. Inwiefern nun in solchen Konstellationen 

eine frühere (formale) Verfahrenseröffnung (vgl. dazu Art. 61 Abs. 3 

KRVO) durch die Beschwerdegegnerin 1 die von den Beschwerdegeg-

nern 3 und 4 angestrebte Beschleunigung der Wiederherstellung des ur-

sprünglichen Zustandes bewirken soll, ist nicht ersichtlich.

3.4.2. Die Beschwerdegegner 3 und 4 können auch nichts aus Art. 40 Abs. 4 

KRVO zu ihren Gunsten ableiten. Damit wird nämlich einzig klargestellt 

(vgl. etwa auch Art. 91 Abs. 3 KRG), dass insbesondere Bauten und An-

lagen gemäss Art. 40 Absatz 1 Ziffer 6 nach Ablauf der zulässigen Dauer 

zu entfernen sind. Das beanspruchte Gelände ist in den ursprünglichen 

Zustand zurückzuversetzen und die entfernten Bau- oder Anlageteile zu 

entsorgen oder an zulässiger Stelle zu lagern. Wird dem – ohne hängiges, 

ordentliches oder vereinfachtes Baubewilligungsverfahren bzw. (weiterer) 

Bestätigung der Befreiung von der Baubewilligungspflicht im Sinne von 

Art. 40a Abs. 2 KRVO oder daran anschliessenden Rechtsmittelverfahren 

– nicht nachgekommen, bildet Art. 40 Abs. 4 KRVO den expliziten An-

knüpfungspunkt, damit im Verfahren nach Art. 94 KRG die Wiederherstel-

lung des ursprünglichen Zustands bei einem bestehenden, materiell vor-

schriftswidrigen Zustandes angeordnet und gestützt auf eine rechtskräf-

tige Wiederherstellungsverfügung dann auch (ersatzweise) vollstreckt 

werden könnte (siehe Art. 94 Abs. 3 KRG). Zur Frage, wie mit unter Beru-

- 36 -

fung auf Art. 40 Abs. 1 Ziffer 6 KRVO erstellten Fahrnisbauten während 

einem hängigen Bewilligungs- bzw. Rechtsmittelverfahren betreffend eine 

beantragte Verlängerung dieser Nutzung umzugehen ist, besagt Art. 40 

Abs. 4 KRVO hingegen nichts Spezifisches. Diese Frage ist namentlich 

anhand der Regelung von Art. 5 VRG zur Verfahrensleitung zu beurteilen, 

wobei aber auch der in Art. 94 KRG stipulierte Grundsatz des Erfordernis-

ses eines (rechtskräftig) festgestellten materiell rechtswidrigen Zustandes 

für eine Beseitigung einer Baute oder Anlage bzw. allgemeine Verhältnis-

mässigkeits- und Vertrauensschutzüberlegungen (vgl. dazu BGE 136 II 

359 E.6, 132 II 21 E.6 und 123 II 248 E.4b; Urteile des Bundesgerichts 

1C_572/2020 vom 30. November 2021 E.10.1, 1C_709/2020 vom 24. Au-

gust 2021 E.4.1 und 1C_344/2017 vom 17. April 2018 E.5.1) miteinzube-

ziehen sind. Bei einer eine nachgesuchte Bewilligung verweigernden, also 

negativen, Verfügung zeitigt eine aufschiebende Wirkung in einem 

Rechtsmittelverfahren keine Folgen (siehe BGE 117 V 185 und Urteil des 

Bundesgerichts 2C_1130/2013 vom 23. Januar 2015 E.2.1). Vorsorgliche 

Massnahmen sind wiederum verfahrensrechtliche Institutionen des vor-

läufigen Rechtsschutzes mit dem Zweck, den tatsächlichen oder rechtli-

chen Zustand während der Hängigkeit des Verfahrens oder Prozesses 

einstweilen zu regeln. Dabei können sie etwa eine Sicherungsfunktion ha-

ben, indem sie verhindern, dass der Streitgegenstand während des Pro-

zesses dem späteren Zugriff entzogen wird, eine Regelungsfunktion, in-

dem sie Rechte und Pflichten während der Prozessdauer im Dauerrechts-

verhältnis regeln oder sie haben eine Leistungsfunktion, indem sie sicher-

stellen, dass das Prozessziel nicht durch Zeitablauf ganz oder teilweise 

obsolet gemacht wird (vgl. BGE 131 I 113 E.3.6, 130 II 149 E.2.2 und 127 

II 132 E.3). Diese dürfen den Entscheid in der Hauptsache aber nicht 

präjudizieren oder verunmöglichen und basieren auf einer summarischen 

Prüfung der Sach- und Rechtslage, wobei bei tatsächlichen oder rechtli-

chen Unklarheiten Zurückhaltung angezeigt ist, weil in einem solchen Fall 

die entsprechenden Entscheidgrundlagen ja erst im Hauptverfahren ermit-

- 37 -

telt bzw. festgelegt werden (vgl. BGE 130 II 149 E.2.2 und 127 II 132 E.3). 

Für die Frage, ob während einem hängigen Verfahren vor dem (rechts-

kräftigem) Feststehen der materiellen Vorschriftswidrigkeit von einem Ge-

suchsteller die Entfernung der strittigen Bauten und Anlagen verlangt wer-

den kann oder nicht, kann – analog zur Frage der Erteilung oder den Ent-

zug einer aufschiebenden Wirkung (vgl. Art. 34 und 53 VRG) bzw. des 

Erlasses von prozessleitenden Anordnungen sowie vorsorglichen Mass-

nahmen (siehe Art. 5 VRG) in einem Rechtsmittelverfahren – unter Um-

ständen auch ein Blick auf den mutmasslichen Verfahrensausgang gewor-

fen werden, sofern dieser eindeutig erscheint (vgl. BGE 130 II 149 E.2.2 

und 129 II 286 E.3; Urteile des Bundesgerichts 1C_378/2018 vom 

18. September 2018 E.1.2 und 8C_1015/2010 vom 20. Juni 2011 E.3.1).

3.4.3. Wie aus vorstehenden Erwägungen 2.6.1 ff. ersichtlich wird, ist die Recht-

mässigkeit der Abweisung des BAB-Gesuches der Beschwerdeführerin 

vom Oktober 2019 (siehe Bf-act. 3) aufgrund ihrer durchaus nicht alltägli-

chen Ausgangslage nicht geradezu eindeutig bzw. besteht keine von vorn-

herein absolut klare Sach- und Rechtslage. Vor der Stellungnahme des 

ALG vom 7. Januar 2020 (siehe Bg2-act. 20) und der entsprechenden vor-

läufigen Beurteilung des Beschwerdegegners 2 vom 25. Juni 2020 (Siehe 

Bg2-act. 17) schien es zudem für die Beschwerdegegnerin 1 klar, dass es 

sich bei der Beschwerdeführerin um ein landwirtschaftliches Gewerbe und 

bei der provisorischen Pferdehaltungsinfrastruktur auf der Par-

zelle O.________ um ein zonenkonformes Vorhaben gemäss Art. 16abis 

RPG handle (siehe Eingabe der Beschwerdegegnerin 1 vom 14. April 

2020 mit (erneuertem) positiven Antrag auf Bewilligung des Vorhabens 

[Bg2-act. 16, S. 2]). Dies vermag wohl insbesondere auch ihr Schreiben 

vom 4. April 2019 (siehe Bf-act. 2) zu erklären, worin sie von der Erstellung 

einer provisorischen Fahrnisbaute "Pferdestallzelt" für einen Zeitraum von 

sechs Monaten Kenntnis nahm und einzig für eine Verlängerung ein or-

dentliches Baubewilligungs- und BAB-Verfahren verlangte. Von ihrer Ei-

- 38 -

genschaft als landwirtschaftliches Gewerbe ging die Beschwerdeführerin 

zuerst auch selbst aus (Vernehmlassung der Beschwerdeführerin zur Ein-

sprache der heutigen Beschwerdegegner 4 vom 16. Dezember 2019 

[Bg2-act. 13, S. 5 f.]). Eine umgehende Entfernung der für die Unterbrin-

gung der Pferde benötigten provisorischen Pferdehaltungsinfrastruktur 

(spätestens) direkt im Anschluss an den negativen BAB-Entscheid vom 

3. September 2020 und somit noch vor dem rechtskräftigen Feststehen 

einer materiellen Vorschriftswidrigkeit, hätte wohl auch das anschlies-

sende Rechtsmittelverfahren insoweit präjudiziert, als dass der Betrieb der 

Beschwerdeführerin eingestellt hätte werden müssen und die Möglichkeit 

einer Wiederaufnahme des Betriebes nach einem anders lautenden 

(Rechtsmittel-)Entscheid durchaus fraglich erscheint. Insofern erweist sich 

im Rahmen einer summarischen Prüfung, namentlich unter Verhältnis-

mässigkeitsgesichtspunkten und Präjudizierungsaspekten, die vorläufige 

Bewahrung des Status quo als angezeigt. Dem stehen angesichts der ak-

tenkundigen Beurteilung des Amtes für Natur und Umwelt (ANU) vom 

19. November 2019 (siehe Bg2-act. 19) im Rahmen des BAB-Verfahrens 

auch die von den Beschwerdegegnern 3 und 4 vorgebrachten Rügen be-

treffend Geruchsimmissionen, Landschafts- und Gewässerschutz nicht 

entgegen. Zu den insbesondere von den Beschwerdegegnern 3 und 4 the-

matisierten Lärmimmissionen macht die Beschwerdeführerin zudem im 

Ergebnis zutreffend geltend, dass die eingereichte Lärmmessung vom 

30. April 2020 (siehe Akten der Beschwerdegegner 3 [Bg3-act.] 6) wenig 

aussagekräftig ist. Denn sie stellt ohne weiteres auf Maximalpegel in ei-

nem sehr kurzen Zeitfenster ab und erachtet diese als massgebend. Für 

landwirtschaftlichen Industrie- und Gewerbelärm gilt aber grundsätzlich 

der Beurteilungspegel Lr gemäss Anhang 6 Ziffer 3 der eidgenössischen 

Lärmschutzverordnung (LSV; SR 814.41) bzw. basiert die lärmrechtliche 

Beurteilung auf einer Einzelfallbeurteilung nach Art. 40 Abs. 3 LSV in An-

wendung von Art. 15 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; 

SR 814.01) und unter Mitberücksichtigung von Art. 19 und 23 USG (vgl. 

- 39 -

dazu Bundesamt für Umwelt, Ermittlung und Beurteilung von Industrie- 

und Gewerbelärm, Vollzugshilfe für Industrie- und Gewerbeanlagen, 

Bern 2016 S. 17 ff. und 33 sowie Urteil des Bundesgerichts 1C_299/2009 

vom 12. Januar 2010 E.2.2 ff.). Dabei ist noch zu bemerken, dass gemäss 

nachvollziehbarer Darstellung der Beschwerdeführerin der Abstand der 

Parzelle S.________ (Beschwerdegegner 3) zum Stallzelt gut 40 m und 

zum Wohnhaus gut 50 m beträgt und somit dort der Mindestabstand von 

Tierhaltungsanlagen (FAT-Abstand) betreffend Geruchsemissionen, wel-

cher ebenfalls umweltschutzrechtlich begründet ist, um mehr als das Dop-

pelte eingehalten ist. Der FAT-Abstand ist auch zur Parzelle U.________ 

(Beschwerdegegner 4) bzw. dem dortigen Wohnhaus mit einer Distanz 

von gut 20 m bzw. ca. 35 m noch klar eingehalten. Zudem hätte das ANU 

eine allfällige Unterschreitung des berechneten FAT-Abstandes zu weite-

ren Parzellen infolge eines Geruchsbelastungswertes von weniger als 4 

sowie der Zustimmung dieser Grundeigentümer für einen befristeten Zeit-

raum akzeptiert (siehe Bg2-act. 19, S. 3; vgl. auch Bf-act. 7).

3.5. Soweit die Beschwerdegegner 4 – gestützt auf das Schreiben der Be-

schwerdegegnerin 1 vom 5. November 2020 (siehe Akten der Beschwer-

degegner 4 [Bg4-act.] 2) – einen Verstoss gegen Art. 40 Abs. 4 KRVO 

(seitens der Beschwerdegegnerin 1) infolge deren (vorläufigen) Verzichts 

auf die (sofortige) Aufforderung auf bzw. Anordnung der Entfernung der 

provisorischen Fahrnisbauten und Wiederherstellung des ursprünglichen 

Zustandes (während dem hängigen Bewilligungs- und Rechtsmittelverfah-

ren) bemängeln, ist auf die Überlegungen in den vorstehenden Erwägun-

gen 3.4.1 ff. zu verweisen. Im Schreiben von 5. November 2020 zeigt sich 

die Beschwerdegegnerin 1 zudem durchaus bereit, nach rechtskräftig fest-

gestellter materieller Vorschriftswidrigkeit ein Wiederherstellungsverfah-

ren sofort im gesetzmässigen Verfahren an die Hand zu nehmen.

3.6. Insofern ist im vorliegenden Verfahren auch auf die Anordnung der von 

den Beschwerdegegnern 3 und 4 beantragten, im Ergebnis auf ein vorzei-

- 40 -

tiges Benutzungsverbot der provisorischen Pferdehaltungsinfrastruktur 

auf der Parzelle O.________ bzw. eine faktische Verunmöglichung des-

sen Betriebes gerichteten vorsorglichen Massnahmen zu verzichten. So-

weit namentlich die Beschwerdegegner 3 Anweisungen des Gerichts an 

die zuständige Behörde betreffend die Beschleunigung des Wiederherstel-

lungsverfahrens verlangen, rechtfertigen sich solche im jetzigen Verfah-

rensstadium ebenfalls nicht. Zuständig für das Wiederherstellungsverfah-

ren ist – wie vorstehend dargelegt – in erster Linie die kommunale Bau-

behörde (siehe Art. 94 Abs. 2 Satz 1 KRG). Bleibt diese (zu Unrecht und 

trotz Aufforderung durch den Kanton) untätig, trifft die BAB-Behörde (vgl. 

dazu Art. 87 Abs. 2 KRG) die erforderlichen Massnahmen (siehe Art. 94 

Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 und 4 KRG). In Anbetracht der vorstehenden Erwä-

gungen und der gesetzlichen Kompetenzordnung, erachtet es das Gericht 

jedenfalls nicht als angezeigt, den zuständigen Behörden für jegliche 

Eventualitäten die bereits gesetzlich vorgegebene Vorgehensweise aufzu-

zeigen und bereits im jetzigen Zeitpunkt diesen verbindliche Fristen anzu-

setzen. Dies insbesondere auch aufgrund des Umstandes, dass die in ers-

ter Linie für ein Wiederherstellungsverfahren nach Art. 94 KRG zuständige 

kommunale (Bau-)Behörde – welche mit VGU R 21 51 vom 26. Oktober 

2021 ausserdem mit den ergänzenden Abklärungen im Sinne der bundes-

gerichtlichen Erwägungen betreffend die vorgesehene Pferdesportzone 

sowie des GGP auf der Parzelle 347 betraut wurde – die spezifischen Um-

stände im Hinblick auf eine (allfällige) Wiederherstellung des rechtmässi-

gen bzw. ursprünglichen Zustandes besser kennt und sich gemäss Schrei-

ben vom 5. November 2020 durchaus bereit erklärt hat nach rechtskräfti-

ger Feststellung eines materiell vorschriftswidrigen Zustandes das Wie-

derherstellungsverfahren nach Art. 94 KRG umgehend an die Hand zu 

nehmen.

4.1. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass der Aufwand betreffend die 

unzulässigen Verfahrensanträge der Beschwerdegegner 3 und 4 bei Ver-

- 41 -

legung der Gerichtskosten zu deren Lasten und zu ihren Gunsten zu 

berücksichtigen sei. Vorliegend rechtfertigt sich aufgrund des Ausgang 

des Verfahrens in der Hauptsache und unter Mitberücksichtigung des sei-

tens der Beschwerdeführerin replicando eingeschränkten Streitgegen-

standes hingegen weiterhin die volle Kostentragung durch die Beschwer-

deführerin. Die Gerichtskosten, bestehend aus einer Staatsgebühr und 

den Kanzleiauslagen (Art. 75 Abs. 1 lit. a und b VRG), gehen gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG somit zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Staats-

gebühr ist in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 2'000.-- festzu-

setzen.

4.2.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich infolge der als unzulässig beurteilten 

Verfahrensanträge der Beschwerdegegner 3 und 4 auf den Standpunkt, 

dass sie für diesen unnötigen Aufwand Anspruch auf eine Parteientschä-

digung nach Art. 78 VRG habe. Aufgrund der Überlegungen der vorste-

henden Erwägung 4.1 rechtfertigt sich keine separate Zusprache einer 

Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin zu Lasten der Beschwer-

degegner 3 und 4. Das Nichtdurchdringen der Beschwerdegegner 3 und 

4 betreffend formeller Anträge bzw. die beantragte Androhung einer refor-

matio in peius wird aber immerhin im Rahmen der ermessenweisen Fest-

setzung von deren Parteientschädigung berücksichtigt.

4.2.2. Die Beschwerdegegner 3 reichten am 21. Januar 2021 eine Honorarnote 

für den Zeitraum vom 1. August 2020 bis zum 19. Januar 2021 über 

CHF 12'923.85 ein. Der angefochtene BAB-Entscheid datiert auf den 

3. September 2020, womit die Honorarnote bereits in zeitlicher Hinsicht 

Aufwendungen enthält, die nicht dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren 

zuzuordnen sind. Ausserdem kommt hinzu, dass eine unterzeichnete Ho-

norarvereinbarung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über die Be-

messung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Ho-

norarverordnung, HV; BR 310.250) über einen Stundenansatz von 

CHF 270.-- nur von D.________ in den Akten liegt, nicht aber vom in der 

- 42 -

Vernehmlassung ebenfalls aufgeführten Klienten C.________. Ausser-

dem werden Pauschalspesen von 5 % geltend gemacht. Praxisgemäss 

wird aber lediglich eine Spesenpauschale von 3 % auf dem Honorar aner-

kannt (siehe etwa VGU R 18 60 vom 2. Dezember 2019 E.7.3, A 18 23 

vom 10. September 2019 E.7, R 16 67 vom 22. Juni 2017 E.13b und S 16 

22 vom 13. Juni 2017 E.8b). Gemäss Art. 2 Abs. 1 und 2 HV setzt die ur-

teilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach Er-

messen fest, wobei sie grundsätzlich von dem der entschädigungsberech-

tigen Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellten Betrag 

ausgeht. Gemäss Art. 2 Abs. 2 Ziffer 2 HV und Art. 16a Abs. 2 des An-

waltsgesetzes (BR 310.100) muss der geltend gemachte Aufwand ange-

messen und für die Prozessführung erforderlich sein. Die Beschwerdegeg-

ner 3 haben in ihrer Vernehmlassung vom 26. Oktober 2020 selber fest-

gehalten, dass die Beschwerdeführerin weder die von der Vorinstanz ver-

neinte Zonenkonformität noch die verneinte Standortgebundenheit rügten. 

Angesichts der von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 

2. Oktober 2020 aufgeworfenen Fragestellungen, erweist sich der von den 

Beschwerdegegnern 3 für ihre Vernehmlassung vom 26. Oktober 2020 

betriebene Aufwand als nicht mehr angemessen und erforderlich, da na-

mentlich auch bereits ausführlich zum noch ausstehenden Wiederherstel-

lungsverfahren Stellung genommen wurde und auch betreffend Sachver-

haltsdarlegung ein – mit Blick auf die Beschwerde vom 2. Oktober 2020 – 

nicht nachvollziehbarer Aufwand betrieben wurde. Ausserdem resultierte 

alleine für die Erarbeitung der Vernehmlassung ein Honoraraufwand von 

26 h à CHF 270.-- (Ansatz für Anwalt/Anwältin) sowie 6.25 h à CHF 200.-- 

(Ansatz für Jurist) und somit von über CHF 8'000.--. Dies erscheint auch 

im Vergleich zur Honorarnote der Beschwerdegegner 4 hinsichtlich deren 

Aufwand für die Vernehmlassung als ausserordentlich hoch. Insofern sind 

die Einwände der Beschwerdeführerin in ihrer Replik und im Schreiben 

vom 29. Januar 2021 betreffend die Parteientschädigungen der privaten 

Beschwerdegegner nicht ganz von der Hand zu weisen. Damit kann auf 

- 43 -

die Honorarnote der Beschwerdegegner 3 vom 21. Januar 2021 nicht ab-

gestellt werden. Hinsichtlich der Honorarnote der Beschwerdegegner 4 

vom 20. Januar 2021 im Betrag von CHF 7'637.59 (25.5 h à CHF 270.-- 

zzgl. 3 % Spesenpauschale und 7.7 % MWST) ist zu bemerken, dass 

auch diese erkannt haben, dass die Beschwerdeführerin die von der Vor-

instanz verneinte Zonenkonformität und die verneinte Standortgebunden-

heit nicht als rechtswidrig rügte. Trotzdem machten sie umfangreiche Aus-

führungen dazu und thematisierten zudem auch noch eine mögliche refor-

matio in peius betreffend Dispositivziffer 4 des BAB-Entscheides vom 

3. September 2020, welche als rechtswidrig bzw. nichtig erachtet wurde. 

Dem kann gemäss der vorstehenden Erwägungen 3.3.1 ff. aber nicht ge-

folgt werden, soweit ein entsprechender Antrag überhaupt noch zulässig 

ist. Im Ergebnis hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegner 3 mit 

ermessensweise festgelegten CHF 3'500.-- inkl. Spesen und 7.7 % 

MWST und die Beschwerdegegner 4 ebenfalls mit CHF 3'500.-- inkl. Spe-

sen und 7.7 % MWST (reduziert) zu entschädigen. Die Beschwerdegeg-

nerin 1 und der Beschwerdegegner 2 obsiegen in ihrem amtlichen Wir-

kungskreis und haben in der Regel keinen Anspruch auf eine Parteien-

tschädigung (Art. 78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend 

kein Anlass.

- 44 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos gewor-

den ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 1'147.--

zusammen CHF 3'147.--

gehen zulasten der A.________ AG.

3.1. Die A.________ AG entschädigt C.________ und D.________ ausserge-

richtlich mit insgesamt CHF 3'500.-- (inkl. Spesen und MWST).

3.2. Die A.________ AG entschädigt E.________, F.________ und 

G.________ sowie H.________ aussergerichtlich mit insgesamt 

CHF 3'500.-- (inkl. Spesen und MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]