# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c91db3e3-c7a6-50b8-b51c-57a5a93cd620
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 06.10.2011 ZK2 2011 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2011-41_2011-10-06.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 06. Oktober 2011 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 11 41          23. November 2011

Urteil 
II. Zivilkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Hubert und Michael-Dürst
Aktuarin Mosca

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des A., Beklagter und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Markus Bischoff, Schifflände 22, 8024 Zürich, 

gegen

das Beiurteil des Bezirksgerichts Albula vom 12. April 2011, mitgeteilt am 9. Juni 
2011, in Sachen der B., Klägerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stolkin, Schaffhauserstrasse 345, 8050 Zürich, gegen 
den Kläger und Beschwerdeführer, mit Streitverkündung des Beklagten an die C . , 
Eingerufene, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Casanova, Arcas 22, 
7002 Chur, und mit Streitverkündung des Beklagten an die C . , Eingerufene, ver-
treten durch Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, Bahnhofstrasse 7, 7001 Chur, 

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. Die Burgruine C. wurde in 6 Etappen in den Jahren 2002 bis 2006 renoviert. 
Die Eigentümerin der Ruine, die C., liess im Jahr 2002 durch die Firma D. in E. 
einen Warentransportlift erstellen und erwarb diesen zu Eigentum. A. war im Jahr 
2003 und im Jahr 2005 als Polier der Bauunternehmung C. auf der Baustelle der 
Burgruine C. tätig. F. arbeitete über das Temporärbüro G. seit 2004 bei der Bau-
unternehmung C.. Sein Einsatz auf der Baustelle C. begann am 7. April 2005. Am 
3. Oktober 2005 ereignete sich auf der Baustelle ein schwerer Unfall. Drei Arbei-
ter, darunter auch F., sowie der Polier A. bestiegen die Plattform des Warenaufzu-
ges um zur Kantonsstrasse hinunter zu fahren. A. stieg unmittelbar nach Aufnah-
me der Fahrt des Liftes von diesem zurück auf die Plattform ab. Da die drei Arbei-
ter den Eindruck hatten, dass der Warenaufzug zu schnell fuhr, sprangen diese in 
der Folge in das steil abfallende Gelände. Dabei erlitt F. unter anderem ein schwe-
res Schädelhirntrauma, eine Schädelfraktur rechts und Kontusionsblutungen am 
Stammhirn. Seither liegt er im Wachkoma.

B. B., die Ehefrau des Verunglückten, meldete am 13. November 2007 beim 
Kreispräsidenten C. eine Genugtuungsklage gegen A. zur Vermittlung an. Nach 
erfolgloser Vermittlungsverhandlung vom 23. Januar 2008  wurde am 6. Februar 
2008 der Leitschein ausgestellt. Am 26. Februar 2008 prosequierte B. die Klage 
an das Bezirksgericht Albula.

Mit Schreiben vom 11. April 2008 beziehungsweise 14. April 2008 verzichteten die 
C. und die D. auf die Annahme der Streitverkündung durch die Klägerin B..

Am 7. Mai 2008 liess A. die Prozessantwort einreichen.

Mit Schreiben vom 16. Mai 2008 verzichtete die U. auf die Annahme der Streitver-
kündung durch A..

Der Bauunternehmung C. wurde ebenfalls durch A. der Streit verkündet. Erstere 
verzichtete mit Schreiben vom 18. Juni 2008 auf eine Vernehmlassung, zumal 
beim Bezirksgericht Albula in derselben Angelegenheit bereits ein Verfahren ge-
gen die Bauunternehmung C. als Beklagte hängig war. Aus Gründen der Transpa-
renz liess die Bauunternehmung C. die ebenfalls am 18. Juni 2008 eingereichte 
Duplik im Verfahren zwischen B. und die Bauunternehmung C. dem Bezirksgericht 
Albula zukommen.

Die ebenfalls durch A. einberufene C. nahm mit Schreiben vom 25. Juni 2008 Stel-
lung.

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In der Folge replizierte B. am 18. August 2008 und A. reichte am 17. November 
2008 seine Duplik ein. Die einberufene C. und die einberufene Bauunternehmung 
C. duplizierten mit Schreiben vom 28. Oktober 2008 beziehungsweise 17. Novem-
ber 2008.

Zur Stellungnahme der Klägerin B. im Sinne von Art. 87 Abs. 2 ZPO vom 22. Ja-
nuar 2009 liessen sich A. am 11. Februar 2009, die einberufene C. am 19. Febru-
ar 2009 und die Bauunternehmung C. am 16. März 2009 vernehmen.

C. Nach durchgeführtem Schriftenwechsel erliess der Bezirksgerichtspräsident 
Albula am 16. Juni 2010 eine Beweisverfügung, mit der er zahlreiche Beweismittel 
als erheblich erklärte.

D. Gegen diese Beweisverfügung erhob A. am 2. Juli 2010 Beschwerde an 
den Bezirksgerichtsausschuss Albula mit dem Ersuchen, zehn namentlich ge-
nannte Personen als Zeugen einzuvernehmen.

E. Mit Beiurteil vom 12. April 2011, mitgeteilt am 9. Juni 2011, wies der Be-
zirksgerichtsausschuss Albula die Beschwerde ab und überband die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.-- A.. Eine Rechtsmittelbelehrung wurde nicht 
angeführt.

F. Dagegen liess A. am 30. Juni 2011 Beschwerde an das Kantonsgericht von 
Graubünden erklären. Er stellte folgende Anträge:

„1. In Aufhebung des Beiurteils vom 12. April 2011 seien in Abänderung 
von Ziff. 2.1 B. des Beweisbeschlusses des Bezirksgerichtspräsiden-
ten des Bezirksgerichtes Albula vom 16. Juni 2010 folgende Personen 
zusätzlich als Zeugen einzuvernehmen:

1. Herr H., I., J.

      K., L., M.

2. N., c/o O., P., J.

Q., c/o O., P., J.

R., c/o O., P., J.

S., c/o O., P., J.

V., c/o T., Unterkunft C., W.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwer-
degegnerin für beide Instanzen.“

G. Am 13. Juli 2011 liess B. beantragen, auf die Beschwerde vom 30. Juni 
2011 sei nicht einzutreten, eventuell sei die Beschwerde kostenfällig abzuweisen. 

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Zudem liess sie den Verfahrensantrag stellen, ihr sei die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und Rechtanwalt lic. iur. Philip Stolkin sei ihr unentgeltlich als 
Rechtsvertreter für das kantonsgerichtliche Verfahren beizuordnen. 

Mit Schreiben vom 2. September 2011 wies der Vorsitzende der II. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts Graubünden Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stolkin darauf hin, 
dass die Zuständigkeit für die Behandlung von Gesuchen um unentgeltliche 
Rechtspflege beim Kammervorsitzenden als Einzelrichter liege. Es werde ein ei-
genständiges Verfahren geführt, weshalb auch ein separates Gesuch mit aktuellen 
Unterlagen über die finanzielle Situation der Gesuchstellerin einzureichen sei. In 
der Folge reichte Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stolkin kein separates Gesuch ein.

H. Die Bauunternehmung C., welche durch A. der Streit verkündet wurde, liess 
mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2011 folgendes beantragen: 

„1. Die Beschwerde vom 30. Juni 2011 sei gutzuheissen.

2. Eventuell sei die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Zeugen 
H. und K. seien einzuvernehmen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

I. Die durch A. einberufene C. verzichtete mit Schreiben vom 12. Juli 2011 auf 
eine Stellungnahme.

II. Erwägungen

1. Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO; SR 
272) in Kraft getreten. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet das 
Beiurteil des Bezirksgerichtsausschusses Albula vom 12. April 2011, mitgeteilt am 
9. Juni 2011. Beim angefochtenen Beiurteil handelt es sich um eine prozessleiten-
de Verfügung. Es stellt sich daher zunächst die Frage, ob eine - wie vorliegend - 
nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung eröffnete prozesslei-
tende Anordnung in einem dem bisherigen Recht unterstellten Hauptverfahren der 
neuen Rechtsmittelordnung der ZPO/CH unterliegt (vgl. Art. 405 ZPO) oder ob 
diese mit den altrechtlichen Rechtsmitteln des kantonalen Rechts anfechtbar ist. 
Diese Frage wurde in den Kantonen kontrovers diskutiert. Nach der einen Ansicht 
darf Art. 405 ZPO/CH nicht isoliert betrachtet, sondern muss als logische Fortset-
zung von Art. 404 Abs. 1 ZPO/CH gelesen werden. Danach geht aus diesen bei-
den Vorschriften hervor, dass der Wechsel zum neuen Verfahrensrecht zwischen 

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den Instanzen stattfindet. Gemäss dem in letztgenannter Vorschrift statuierten 
übergangsrechtlichen Grundsatz setze ein Rechtswechsel aber voraus, dass das 
Verfahren vor der betroffenen Instanz „zum Abschluss“ gebracht wurde; bis zu 
diesem Zeitpunkt gelte das bisherige Verfahrensrecht weiter. Da ein prozesslei-
tender Entscheid der betroffenen Instanz nicht verfahrensabschliessend wirke, 
sondern vor dem Abschluss des Verfahrens ergehe, werde ein solcher von Art. 
405 Abs. 1 ZPO/CH nicht erfasst (vgl. Verfügung der I. Zivilkammer des Kantons-
gerichts  ZK1 11 1 vom 26. Januar 2011). Das Bundesgericht hat nun die Frage 
höchstrichterlich geklärt und sich in zwei neueren Entscheiden der anderen An-
sicht angeschlossen, wonach auch für Zwischenentscheide und prozessleitende 
Verfügungen, die im Rahmen eines nach bisherigem kantonalem Verfahrensrecht 
durchzuführenden Verfahrens ergangen und nach dem 31. Dezember 2010 eröff-
net worden sind, die Rechtsmittelordnung der ZPO/CH bereits zur Anwendung 
kommt. Der Wortlaut von Art. 405 Abs. 1 ZPO/CH differenziere nicht nach der Art 
des Entscheides und beschränke den Anwendungsbereich dieser Norm insbeson-
dere nicht auf Endentscheide (Urteil des Bundesgerichts 4A_116/2011 vom 6. Mai 
2011 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 5A_320/2011 vom 8. August 2011 E. 2.3.2). 
Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, zumal das Beiurteil nach dem 31. De-
zember 2010 eröffnet worden ist und im Rahmen eines nach bisherigem kantona-
lem Verfahrensrecht durchzuführenden Hauptverfahrens ergangen ist, dass die 
Rechtsmittelordnung der ZPO/CH (nachfolgend ZPO) zur Anwendung kommt.

2. Kommt nach dem Gesagten die Rechtsmittelordnung der ZPO zur Anwen-
dung, so ist - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - gegen das Beiurteil 
des Bezirksgerichtsausschusses Albula nicht die Beschwerde im Sinne von Art. 
232 ZPO/GR zu ergreifen. Vielmehr sind prozessleitende Verfügungen gemäss 
Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO mit Beschwerde anfechtbar, wenn durch sie ein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Somit ist als nächstes zu prüfen, ob 
durch die prozessleitende Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nach-
teil droht.

a) Bei der Voraussetzung eines drohenden, nicht leicht wiedergutzumachen-
den Nachteils handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der vom Ge-
richt unter Berücksichtigung der konkreten Umstände und in pflichtgemässer Aus-
übung des Ermessens konkretisiert werden muss. Klar ist, dass in Fällen, in denen 
der geltend gemachte Nachteil auch durch einen für den Ansprecher günstigen 
Zwischen- oder Endentscheid nicht mehr beseitigt werden kann, die Vorausset-
zung von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO erfüllt ist. Darüber hinaus ist eine Anfechtung 
aber auch dann möglich, wenn die Lage der betroffenen Partei durch den ange-

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fochtenen Entscheid erheblich erschwert wird. Geltend gemacht werden können 
im Weiteren nicht nur rechtliche, sondern auch tatsächliche Nachteile (Freiburg-
haus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, N 13 ff. zu Art. 319 ZPO). Die unzutreffen-
de Abweisung eines Beweisantrages kann zum Beispiel dann einen schwer wie-
der gutzumachenden Nachteil zur Folge haben, wenn der Beweis später nicht 
mehr abgenommen werden könnte (zum Beispiel Zeuge liegt im Sterben) oder 
wenn eine wesentliche Beweiserschwerung droht (zum Beispiel Vernichtung von 
Unterlagen). Grundsätzlich ist die Nichtabnahme eines Zeugen jedoch mit der An-
fechtung des End- oder Zwischenentscheids zu rügen (vgl. Leu, in: Brunner, Gas-
ser, Schwander, DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, N 
176 zu Art. 154 ZPO mit weiteren Hinweisen).

b) Die Vorinstanz hat verschiedene angebotene Zeugen nicht einvernommen. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, im Strafverfahren seien sämt-
liche Leute, welche wichtige Informationen zu liefern hatten, einvernommen wor-
den. Zudem sei zu beachten, dass der Unfall sich vor fünf Jahren ereignet habe, 
weshalb das Erinnerungsvermögen stark abgenommen habe. Weil die tatnächste 
Aussage die glaubwürdigste sei, könne auf angebotene Zeugeneinvernahmen 
verzichtet werden (vgl. Erw. 2.c).

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Herren K. und H., welche als Ver-
treter der Stiftung Burgruine C. für den Unterhalt des Liftes verantwortlich gewe-
sen seien, seien im Laufe des Strafverfahrens lediglich als Auskunftspersonen und 
in Abwesenheit des Beschwerdeführers einvernommen worden. Eine Auskunfts-
person müsse im Gegensatz zu einem Zeugen nicht unter Wahrheitspflicht aussa-
gen. Die Aussagen bei der Polizei könnten dementsprechend nicht unbesehen in 
den Zivilprozess übernommen werden. Zudem habe der Beschwerdeführer, man-
gels Teilnahmemöglichkeit, keine Ergänzungsfragen stellen können. Schliesslich 
könne erst mit der tatsächlichen Befragung festgestellt werden, ob sich das Erin-
nerungsvermögen tatsächlich zurückgebildet habe. Viele Leute könnten sich sehr 
genau an Begebenheiten in ihrem Leben erinnern. Der lange Zeitablauf, welcher 
vor allem durch das Gericht verschuldet worden sei, könne dem Beschwerdefüh-
rer nicht als Vorwand für eine Beweisverweigerung entgegengehalten werden. 

Die Bauunternehmung C. liess in ihrer Vernehmlassung vom 18. Juli 2011 eben-
falls ausführen, die Einvernahme der Zeugen K. und H. sei für den weiteren Ver-
lauf des Verfahrens entscheidend. Es könne davon ausgegangen werden, dass 

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diese auch nach Verstreichung einer Zeitspanne wüssten, wie sich der Betrieb des 
Liftes gestaltete, wer befördert wurde und wann. 

d) Vorliegend kommt die Zivilkammer des Kantonsgerichts – wie noch zu zei-
gen sein wird –  zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer durch das Beiurteil der 
Vorinstanz kein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 319 
lit. b Ziff. 2 ZPO droht. Es gilt zu beachten, dass der Beschwerdeführer den fragli-
chen Beweisantrag im Laufe des Verfahrens erneut stellen kann. So steht es A. 
offen, anlässlich der Hauptverhandlung in der Hauptsache vor Bezirksgericht Albu-
la, die Einvernahme der besagten Zeugen erneut zu beantragen (vgl. PKG 2006 
Nr. 10 E. 3.a S. 66). Wie bereits ausgeführt, ist das Hauptverfahren vor Vorinstanz 
dem bisherigen Recht unterstellt (E. 1). Selbst aber wenn die neue ZPO/CH zur 
Anwendung käme, wäre es zulässig, die Einvernahme der bereits angebotenen 
Zeugen erneut zu beantragen, da es sich nicht um neue Beweisanträge im Sinne 
von Art. 229 ZPO/CH handelt. Schliesslich besteht auch anlässlich eines allfälligen 
Weiterzugs in der Hauptsache an das Kantonsgericht von Graubünden die Mög-
lichkeit, den Antrag zu stellen, die bereits vor Vorinstanz angebotenen (aber nicht 
abgenommenen) Zeugen einzuvernehmen, zumal die Wiederholung oder Ergän-
zung des Beweisverfahrens durch die Berufungsinstanz von Amtes wegen oder 
auf Antrag einer Partei erfolgen kann (vgl. Reetz/Hilber, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N 48 zu Art. 316 ZPO). Besteht für den 
Beschwerdeführer die Möglichkeit, im Laufe des Verfahrens den fraglichen Bewei-
santrag erneut zu stellen, so kann nicht behauptet werden, durch die fragliche 
prozessleitende Verfügung erleide der Beschwerdeführer einen nicht leicht wie-
dergutzumachenden Nachteil. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist 
ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil auch nicht im Zeitablauf zu erbli-
cken. Der Unfall hat sich zwar bereits im Oktober 2005, somit vor rund sechs Jah-
ren, ereignet. Es macht nun aber keinen Unterschied, ob die besagten Zeugen 
allenfalls in naher Zukunft oder etwas später einvernommen werden. In beiden 
Fällen handelt es sich nicht mehr um tatnahe Aussagen. Das Erinnerungsvermö-
gen der Zeugen wird in beiden Fällen in etwa identisch sein. Dem Beschwerdefüh-
rer erwächst nach dem Gesagten auch in Bezug auf den Zeitablauf kein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil. Entsteht dem Beschwerdeführer kein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil, so kann auf die Beschwerde gemäss Art. 
319 lit. b Ziff. 2 ZPO nicht eingetreten werden. Die Frage, ob der Beschwerdefüh-
rer die 10-tägige Frist im Sinne von Art. 321 Abs. 2 ZPO eingehalten hat bezie-
hungsweise ob der Vertrauensschutz in der vorliegenden Situation greift, kann 

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unter diesen Umständen offen gelassen werden, zumal auf die Beschwerde ohne-
hin nicht eingetreten wird.

3. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden 
Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die klagende Partei, 
bei Anerkennung der Klage die beklagte Partei als unterliegend. Sind am Prozess 
mehrere Personen als Haupt- oder Nebenparteien beteiligt, so bestimmt das Ge-
richt ihren Anteil an den Prozesskosten. Es kann auf solidarische Haftung erken-
nen (Art. 106 Abs. 3 ZPO). In allen Fällen bestimmt das Gericht den auf die ver-
schiedenen Personen entfallenden Anteil an den Prozesskosten nach Ermessen. 
Ob einer Nebenpartei Kosten aufzuerlegen sind oder eine Parteientschädigung 
zuzusprechen ist, entscheidet das Gericht ebenfalls nach Ermessen. Unterliegt die 
unterstütze Partei, so können diejenigen Kosten, die auf Anträge der Nebenpartei 
zurückgehen, dieser auferlegt werden (Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 9 zu Art. 106 ZPO).

a) Vorliegend ist A. – da auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden konn-
te – vollständig unterlegen. Der Bauunternehmung C. wurde durch A. der Streit 
verkündet. Sie haben sich am Prozess beteiligt und mit Vernehmlassung von 18. 
Juli 2011 beantragt, die Beschwerde vom 30. Juni 2011 sei gutzuheissen. Eventu-
ell sei die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Zeugen H. und K. seien 
einzuvernehmen. Die Bauunternehmung C. ist somit im vorliegenden Verfahren 
ebenfalls unterlegen. Da sie jedoch lediglich als Nebenpartei im Prozess auftritt, 
deren Aufgabe darin besteht, die Hauptpartei zu unterstützen, rechtfertigt es sich, 
die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu 2/3 A. und zu 1/3 der Bauunternehmung 
C. aufzuerlegen. Die durch A. ebenfalls einberufene C. verzichtete mit Schreiben 
vom 12. Juli 2011 auf eine Stellungnahme. Da die C. damit keinen Aufwand verur-
sacht hat, werden ihr keine Kosten auferlegt.

b) Nach den gleichen Grundsätzen ist bezüglich der ausseramtlichen Ent-
schädigung zu verfahren. Art. 106 ZPO handelt von den Prozesskosten, worunter 
sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung fallen (Urwyler, in: 
Brunner/Gasser/Schwander, DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, N 2 zu Art. 104 ZPO). Somit rechtfertigt es sich, A. 2/3 der ausseramtli-
chen Entschädigung und der Bauunternehmung C. 1/3 der ausseramtlichen Ent-
schädigung aufzuerlegen. 

Da der Rechtsvertreter der in diesem Verfahren obsiegenden B. keine Abrech-
nung vorgelegt hat, ist die Entschädigung nach den Tarifen festzusetzen (Art. 105 

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Abs. 2 ZPO). Bei einem normalen Stundenansatz von Fr. 240.00 (Art. 3 der Ver-
ordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechts-
anwälte [Honorarverordnung, HV, BR 310.250]) erscheint in Berücksichtigung der 
mutmasslichen notwendigen Bemühungen ein Betrag von Fr. 2'100.00 angezeigt, 
allfällige Spesen und die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

c) Bleibt anzumerken, dass B. in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2011 
den Verfahrensantrag gestellt hat, es sei ihr für das Beschwerdeverfahren vor 
Kantonsgericht von Graubünden die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Mit 
Schreiben vom 2. September 2011 wies der Vorsitzende der II. Zivilkammer den 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Zuständigkeit für die 
Behandlung derartiger Gesuche beim Kammervorsitzenden als Einzelrichter liege. 
Da ein eigenständiges Verfahren geführt werde, müsse auch ein separates Ge-
such eingereicht werden. In der Folge liess B. kein entsprechendes Gesuch ein-
reichen, weshalb kein Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege eröffnet wird.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'800.-- gehen zu 2/3, das 
heisst im Umfang von Fr. 1’200.--, zu Lasten von A. und zu 1/3, das heisst 
im Umfang von Fr. 600.--, zu Lasten der Bauunternehmung C..

3. B. ist ausseramtlich mit insgesamt Fr. 2'100.-- inkl. MwSt. zu entschädigen, 
und zwar im Umfang von Fr. 1'400.-- zu Lasten von A. und im Umfang von 
Fr. 700.-- zu Lasten von der Bauunternehmung C..

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Ta-
gen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. 
BGG.

5. Mitteilung an: