# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e143715-12c1-59a6-b1bc-b15e5a9bf88a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.01.2019 720 18 277/07
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-277-07_2019-01-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Januar 2019 (720 18 277 / 07) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Abstellen auf das bidisziplinäre Gutachten; 

Rechtsprechung bezüglich Drogensucht; Abgrenzung primäre/sekundäre Suchterkran-

kung 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Anna Arquint, Rechts-
dienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1961 geborene A.____ ist gelernter Maler und war viele Jahre in seinem ange-
stammten Beruf tätig. Seit seinem 25. Lebensjahr leidet er an einer Opiatabhängigkeit. Ausser-
dem konsumiert er auch übermässig Alkohol. Ab 2006 hat der Versicherte nur noch unregel-
mässig gearbeitet und in den letzten Jahren von der Sozialhilfe gelebt. Seit 2005 leidet der Ver-

 

 
 
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sicherte zudem an einer Polyarthritis mit Schmerzen in allen Gelenken, was ihm die Tätigkeit in 
seinem angestammten Beruf verunmöglicht. Am 7. November 2011 meldete sich A.____ erst-
mals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle 
des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) plante berufliche Eingliederungsmassnahmen im Sin-
ne einer Arbeitsvermittlung. Der Versicherte kam jedoch seiner Mitwirkungspflicht nicht nach, 
indem er den vereinbarten Gesprächsterminen unentschuldigt fernblieb und sich nicht um Be-
werbungen kümmerte. Deswegen hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. Dezember 2012 fest, 
dass eine Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich sei. Die Arbeitsvermittlung wurde daher ab-
geschlossen. 
 
Mit Gesuch vom 10. März 2016 (Eingang) meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine rheu-
matoide Polyarthritis, ein Methadonprogramm sowie Hepatitis C erneut bei der IV an. Wiederum 
versuchte die IV-Stelle, eine Arbeitsvermittlung durchzuführen. Die Eingliederungsmassnahmen 
wurden schliesslich wiederum mangels Mitwirkung des Versicherten beendet. Im Rahmen der 
Rentenprüfung wurde eine bidisziplinäre Begutachtung (Psychiatrie und Rheumatologie) durch-
geführt. Nach durchgeführten Abklärungen sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad 
von 26% mit Verfügung vom 27. Juni 2018 ab. 
 
B. Gegen die Verfügung vom 27. Juni 2018 erhob A.____, vertreten durch Anna Arquint, 
Rechtsdienst Behindertenforum, am 22. August 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Ver-
fügung vom 27. Juni 2018 sei aufzuheben (1.). Unter Berücksichtigung der dem Gutachten wi-
dersprechenden fachärztlichen Bericht sowie eines leidensbedingten Abzugs sei ihm gerichtlich 
mindestens eine Viertelsrente der IV zuzusprechen (2.). Für den eine Viertelsrente eventuell 
übersteigenden Rentenanspruch seien die Ergebnisse der Eingliederungsbemühungen der IV-
Stelle, Abteilung Eingliederung, abzuwarten, und es sei der Fall zur umfassenden Beurteilung 
der Rentenfrage an die IV-Stelle zurückzuweisen (3.). In verfahrensrechtlicher Hinsicht bean-
tragte der Versicherte, es sei ihm infolge Bedürftigkeit die unentgeltliche Prozessführung zu 
gewähren. Eine Bestätigung über die Anhängigkeit bei der Sozialhilfe werde nachgereicht (4.); 
alles unter o/e-Kostenfolge (5.). Ausserdem sei das vorliegende Verfahren bis zum Vorliegen 
der Ergebnisse der notwendigen Eingliederungsbemühungen zu sistieren (6.). Zur Begründung 
wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im bidiszipli-
nären Gutachten nicht abgestellt werden könne und dass ein leidensbedingter Abzug von min-
destens 20% berücksichtigt werden müsse.  
 
C. Mit Verfügung vom 13. September 2018 wies das Kantonsgericht den Sistierungsantrag 
des Beschwerdeführers ab, wonach das vorliegende Verfahren bis zum Vorliegen der Ergeb-
nisse der Eingliederungsmassnahmen zu sistieren sei.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 24. September 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 

 

 
 
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E. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2018 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdefüh-
rer die unentgeltliche Prozessführung für das vorliegende Verfahren.  
 
F. Am 11. Oktober 2018 reichte der Beschwerdeführer eine Replik, am 2. November 2018 
die Beschwerdegegnerin eine Duplik ein. Beide Parteien hielten an ihren Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 kann gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton 
bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle innerhalb von 30 Tagen Beschwerde 
erhoben werden. Das Kantonsgericht ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 örtlich und 
sachlich zuständig. 
 
1.2 Aus nachfolgenden Gründen kann auf das Rechtsbegehren in Ziff. 3 der Beschwerde-
schrift („Für den eine Viertelsrente eventuell übersteigenden Rentenanspruch seien die Ergeb-
nisse der Eingliederungsbemühungen der IV-Stelle, Abteilung Eingliederung, abzuwarten, und 
es sei der Fall zur umfassenden Beurteilung der Rentenfrage an die IV-Stelle zurückzuweisen.“) 
nicht eingetreten werden: Mit Verfügung vom 13. September 2018 wurde der Sistierungsantrag 
des Beschwerdeführers – zu Recht – abgewiesen. Falls nach durchgeführten Eingliederungs-
massnahmen ein wesentlich veränderter Sachverhalt vorliegen sollte, wäre ohnehin eine Revi-
sion durchzuführen. Von Gesetzes wegen besteht ein Anspruch auf eine Rentenrevision, wenn 
sich die Sachlage erheblich verändert. Unter diesen Umständen besteht im vorliegenden Ver-
fahren kein Interesse daran, eine vor und nach der Eingliederung abgestufte Rente zu begeh-
ren. Abgesehen vom Rechtsbegehren in Ziff. 3 ist auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2018 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

 

 
 
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durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 
(Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2).  
 
2.3  Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 
 
2.4 Gemäss Art. 28 Abs.  2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
3.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit 
überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa 
BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies-
bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heu-
te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] bleibt folglich weitestgehend anwendbar 
(BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 
 
3.2 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung die Verwaltung und die Gerichte ebenso 
wie für die Feststellung der medizinischen Verhältnisse generell auf Unterlagen angewiesen 
sind, die von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit 
zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle 
anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-

 

 
 
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weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, 
ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Ex-
perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe-
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 
122 V 160 E. 1c). Nichts desto trotz ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2; 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte 
Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternati-
ve Voraussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch 
BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 
 
4.1 Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medikamen-
tenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im 
Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt 
hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Ge-
sundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 268 E. 3c). Aus letzterem 

 

 
 
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Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen eines Substanzmissbrauchs, der seinerseits auf ei-
nen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbegründend sind. Die zitierte Praxis 
setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkungen nur anspruchsbegrün-
dend sein können, wenn sie sich als Folgen selbstständiger Gesundheitsschädigungen darstel-
len. Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder soziokultu-
rellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert 
(vgl. BGE 127 V  299 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche 
in der Drogensucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein 
invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszu-
gehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) 
positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Problematik wesentlich verbessern 
(und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend ver-
ringern) würde (Urteile des Bundesgerichts vom 19. August 2013, 9C_856/2012, E. 2.2.1 und 
vom 11. März 2015, 8C_ 580/2014, E. 2.2.1). 
 
4.2 Angesichts der finalen Natur der Invalidenversicherung (vgl. BGE 120 V 102 f E. 4c; 
ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 51 zu 
Art. 4) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Ge-
sundheitsschadens ist oder ob der Substanzmissbrauch ausserhalb eines Kausalzusammen-
hangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine 
Suchtfolgen invalidenversicherungsrechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungs-
mindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen invalidenversicherungsrechtlich relevant, 
soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden 
stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Sucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesund-
heitsschadens bildet (BGE 99 V 30 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die 
unmittelbaren Folgen des Konsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber 
zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn 
daneben ein Gesundheitsschaden besteht, welcher die Abhängigkeit aufrecht erhält oder deren 
Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen des Konsums (unabhängig 
von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, 
wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen 
(Urteile des Bundesgerichts vom 19. August 2013, 9C_856/2012, E. 2.2.2 mit Hinweisen und 
vom 11. März 2015, 8C_580/2014, E. 2.2.2). 
 
5. Die Verwaltung als verfügende Instanz – und im Beschwerdefall das Gericht – dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozial-
versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-
richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 S. 189 f. 

 

 
 
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E. 2c). Ein Anspruch auf Leistungen besteht demnach nur, wenn auch dessen Voraussetzun-
gen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
6.1 Im Rahmen der medizinischen Abklärungen gab die Beschwerdegegnerin eine bidiszip-
linäre Begutachtung des Versicherten in Auftrag: 
 
Das rheumatologische Teilgutachten von Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, datiert vom 28. August 2017. Als rheumatologische Diagnose mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.____ im Wesentlichen eine seropositive erosive rheumatoi-
de Polyarthritis (ICD-10 M05) auf. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stell-
te Dr. B.____ ein intermittierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), bilatera-
le Senk- und Spreizfüsse (ICD-10 M21.6), einen Status nach Behandlung einer chronischen 
floriden Osteomyelitis des rechten Ellbogens sowie einen Status nach Abszessabdeckelung am 
linken Ellbogen bei Status nach Rheumaknoten-Entfernung im August 2016 und einen Status 
nach Phlegmone des linken Ellbogens im September 2016 fest. Des Weiteren erwähnte 
Dr. B.____ wichtige internistische Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Eine arteri-
elle Hypertonie (ICD-10 I10.90) sowie einen Status nach Hepatitis C. Dr. B.____ führte in seiner 
Beurteilung aus, dass der Versicherte anlässlich der aktuellen rheumatologischen Begutach-
tung Schmerzen im Bereich der Hände im Rahmen einer rheumatoiden Polyarthritis, die seit 
2005 bestehe, beklage. Betroffen seien insbesondere die Handgelenke sowie die Metacar-
pophalangealgelenke beider Hände mit einer morgendlichen Steifigkeit, welche zwischen einer 
halben Stunde und zwei Stunden, je nach entzündlichem Zustand schwanken würde, sowie mit 
einer Kraftlosigkeit der Hände. Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit hielt der 
Rheumatologe fest, dass sich als Maler, nämlich in einer körperlichen mittelschweren bis 
schweren Tätigkeit mit der Notwendigkeit repetitiv mit Kraftanwendung der Hände in monotoner 
bzw. ungünstiger körperlicher Haltung, auf Leitern und Treppen, Lasten über 10kg repetitiv zu 
heben, tragen oder zu stossen, aus rheumatologischer Sicht eine volle Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit begründen lasse. Dabei würden vorwiegend die postentzündlichen sekundären 
Veränderungen der Metacarpophalangealgelenke beider Daumen mit Bildung einer Neigung 
zur Subluxation beidseits sowie die beginnenden Einschränkungen der Beweglichkeit beider 
Radiocarpalgelenke interferieren. Diese sämtlichen Veränderungen würden die Funktion und 
Leistungsfähigkeit der Hände für Arbeiten einschränken, welche die Anwendung der Feinmoto-
rik oder der Kraft der Hände über 10kg, das feste und treffsichere Heben eines Pinsels bzw. die 
Anwendung der Feinmotorik der Hände erfordern würden. Aus diesem Grund sei das Tragen 
von Lasten über 10kg nicht mehr möglich bzw. nicht mehr zumutbar. Das Besteigen von Leitern 
sei ebenfalls nicht mehr möglich. Für die restlichen Beschwerden der Lendenwirbelsäule mit 
funktioneller Einschränkung der Belastbarkeit des Rückens wegen der muskulären Dekonditio-
nierung sowie für das leichte Streckdefizit beider Ellbogengelenke um 10° würden sich die ent-
sprechenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeiten mit der Limitierung, die bereits in die-
sem oben erwähnten negativen Belastungsprofil ermittelt worden seien, decken. Zur Arbeitsfä-
higkeit in einer Verweistätigkeit hielt Dr. B.____ fest, dass das gleiche für jegliche körperliche 
schwere bis mittelschwere Tätigkeit mit der Notwendigkeit der Kraftanwendung der Hände über 
10kg, der Anwendung der Feinmotorik der Hände sowie mit der Notwendigkeit auf Leitern zu 
arbeiten, Lasten über 10kg zu heben, tragen oder zu stossen, gelte. Dagegen lasse sich in ei-

 

 
 
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ner körperlich leichten Tätigkeit, welche ohne Notwendigkeit der Kraftanwendung der Hände 
über 10kg, ohne die Anwendung der Feinmotorik der Hände, ohne das Tragen, Heben oder 
Stossen von Lasten über 10kg, im Stehen, Gehen und Sitzen alternierend, eine restliche Ar-
beitsfähigkeit von 80% bei 20%iger Verminderung der Leistungsfähigkeit ermitteln. Dabei werde 
die Notwendigkeit vermehrter Pausen und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit beim 
aktuellen Ausmass der entzündlichen Erkrankung mit dieser Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
um 20% mitberücksichtigt. 
 
Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
datiert vom 15. Juni 2017. Dr. C.____ konnte keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit feststellen. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er eine Opia-
tabhängigkeit, bei gegenwärtiger Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenpro-
gramm (ICD-10 F11.22), sowie eine Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.25) fest. Unter dem Ab-
schnitt „Alltagsaktivitäten“ führte Dr. C.____ aus, dass der Versicherte um 22.00 Uhr ins Bett 
gehe und um 06.00 Uhr aufstehe. In der Regel könne er relativ gut schlafen. Das Aufstehen 
bereite ihm keine Probleme. Nach dem Frühstück erledige er die Morgentoilette. Tagsüber halte 
er sich oft im Haus E.____ auf, helfe dort bei Gartenarbeiten, bei Malerarbeiten oder bei der 
Renovation von Zimmern. Gerne gehe er auch an die G.____ und mache Spaziergänge. Er 
habe drei bis vier Kollegen, mit denen er sich regelmässig treffe. Sie würden sich gegenseitig 
besuchen, sich draussen aufhalten, ein Bier zusammen trinken. Den Haushalt führe er selb-
ständig. Er koche auch regelmässig. Abends sei er meistens zu Hause und sehe TV. Immer 
wieder werde er von seinen Kindern besucht. Dr. C.____ stellte fest, dass der altersentspre-
chend aussehende Versicherte einen gepflegten Eindruck mache. Die Zähne seien allerdings 
ungepflegt, kariös, gewesen. Er habe einen leichten Foetor aethylicus aufgewiesen. Der Explo-
rand sei seit 1986 opiatabhängig, habe bis 2006 regelmässig Heroin konsumiert, stehe in einem 
Ersatzdrogenprogramm und konsumiere seit einem Jahr kein Heroin mehr. Er rauche regel-
mässig, rauche gelegentlich einen Joint und trinke täglich etwa zwei Liter Bier. Dr. C.____ führ-
te aus, dass keinerlei Hinweise auf eine vorbestehende psychiatrische Störung bestünden, zu 
deren Behandlung er die Drogen eingesetzt hätte. Es handle sich um eine primäre Abhängig-
keitserkrankung. Der Explorand zeige keinerlei Zeichen irreversibler geistiger oder psychischer 
Einschränkungen nach langjährigem Drogenkonsum. Bei der Untersuchung hätten keine kogni-
tiven Einschränkungen festgestellt werden können. Der Versicherte lebe alleine, besorge sei-
nen Haushalt selbständig. Er übe Gelegenheitsarbeiten aus, pflege rege soziale Kontakte. Aus-
ser der Alkohol- und Drogenabhängigkeit könne keine weitere psychiatrische Diagnose gestellt 
werden. Der Beschwerdeführer leide unter einer Polyarthritis mit Schmerzen in allen Gelenken. 
Dazu müsse aus somatischer Sicht Stellung genommen werden. Es lägen keine Hinweise auf 
eine wesentliche psychische Überlagerung der geklagten somatischen Beschwerden vor. 
Dr. C.____ nahm weiter Stellung zu früheren ärztlichen Einschätzungen und hielt insbesondere 
fest, dass der in grossen Abständen behandelnde Psychologe lic. phil. D.____ einen multiplen 
Substanzgebrauch diagnostiziert habe. Er habe aufgrund der somatischen Einschränkungen 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bescheinigt. Ausserdem habe er eine deutliche suchtbedingte 
Wesensveränderung attestiert. Der Versicherte sei aber abgesehen von seinen ungepflegten 
Zähnen nicht verwahrlost gewesen. Er habe von regen sozialen Kontakten berichtet. Es beste-
he keine verminderte psychische Belastbarkeit, der Beschwerdeführer habe nicht an einer 

 

 
 
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schweren psychiatrischen Störung gelitten, es seien auch keine besonders belastenden Leben-
sereignisse bekannt. Die vom behandelnden Psychologen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
50% könne nicht bestätigt werden. In der bisherigen Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer 
Sicht, Abstinenz vorausgesetzt, eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Auch in jeder anderen berufli-
chen Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100%.  
 
Bei der Konsensbesprechung hielten die beiden Gutachter fest, dass aus bidisziplinärer Sicht 
eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maler seit August 2013 bestehe. 
In einer Verweistätigkeit bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (bei 20%iger Leistungsminde-
rung). Diese restliche Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit aus bidisziplinärer Sicht bestehe 
ab dem Zeitpunkt des rheumatologischen Gutachtens, da keine weitere genauere Spezifizie-
rung in der Aktenlage vorliege.  
 
6.2 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens berichtete der behandelnde Psychologe des 
Beschwerdeführers, D.____, am 3. Januar 2018 von seiner ambulanten Behandlung in der 
Psychiatrie X.____. Er habe bereits am 16. Dezember 2011 eine entsprechende fachliche Beur-
teilung zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten abgegeben. Dort werde auf der Grundlage einer 
Suchterkrankung (F19.22) und einer damit einhergehenden suchtbedingten Wesensänderung 
die dauerhafte Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 50% eingeschätzt. Die darin beschriebene 
Problematik habe sich in der Folgezeit in ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit überhaupt 
nicht verbessert, sondern im Gegenteil, sie sei chronifiziert und habe einen längerfristig ange-
legten stationären Aufenthalt notwendig gemacht. Dr. C.____ zeichne ein sehr harmonisches 
Bild des Versicherten, welches durch die relativ kurze Gesprächssituation erklärt werden könne, 
die tatsächliche Sachlage jedoch nicht beschreibe. Seit 1986, also seit über 30 Jahren, sei der 
Beschwerdeführer schwer drogenabhängig mit allen psychosozialen Konsequenzen. Die We-
sensänderung des Versicherten habe aufgrund der langjährigen Chronifizierung schon seit der 
Erstberichterstattung Krankheitswert gehabt. Der Krankheitswert äussere sich vor allem im af-
fektiven Bereich sowie in anderen psychischen Bereichen. Die Störung habe den Rang einer 
Persönlichkeitsstörung (F60.8), nicht jedoch den Rang einer reinen Anpassungsstörung 
(F43.2). Der Krankheitswert werde mittlerweile auch im Falle einer Abstinenz als dauerhaft wei-
terbestehend eingeschätzt. Dementsprechend sei auch die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit 
dauerhaft herabgesetzt und mit einer Einschränkung von 50% milde beurteilt. Des Weiteren 
gebe es in der Krankenakte deutliche Hinweise darauf, dass die beiden Krankheitsbilder mitei-
nander interagieren würden. Sowohl die schmerzlindernden Eigenschaften der Opiate als auch 
die Veränderungen durch die suchtbedingte Wesensänderung hätten sicher die Copingstrate-
gien im Umgang mit der Erkrankung geprägt. Nicht umsonst sei der Versicherte zeitweise ganz 
aus der Behandlung seiner rheumatologischen Erkrankung ausgestiegen. Der Abbruch der Be-
handlung habe eindeutig Krankheitswert. Ausserdem führte Herr D.____ aus, es sei unwahr-
scheinlich, dass der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt eine dem Gesundheitsschaden 
adäquate Arbeit finden könne. Ein Patient, der in seinen Alltagsangelegenheiten täglich persön-
liche Unterstützung benötige, habe wahrscheinlich auf dem ersten Arbeitsmarkt erhebliche 
Probleme einen Arbeitsplatz zu finden. 
 

 

 
 
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6.3 Am 22. März 2018 reichte Dr. C.____ eine Stellungnahme zum Schreiben des Behinder-
tenforums vom 9. Februar 2018 sowie zum Bericht von Herrn D.____ vom 3. Januar 2018 ein. 
Dr. C.____ hielt fest, dass der Beschwerdeführer Ende 2016 von seiner Mutter aus dem Haus 
gewiesen worden sei. Er habe dann keine Wohnung gefunden, dies hänge sicherlich vor allem 
damit zusammen, dass er hohe Schulden habe, seit Jahren vom Sozialamt unterstützt werde. 
Der Versicherte habe zum Zeitpunkt der Untersuchung seit drei Monaten in einer 1-
Zimmerwohnung gelebt. Er habe berichtet, dass er seinen Haushalt selbständig führe. Es sei 
also nicht einer Wesensveränderung geschuldet, dass der Beschwerdeführer keine Wohnungen 
gefunden habe, sondern seiner sozialen Situation mit hohen Schulden und Sozialhilfeabhängig-
keit. Der Versicherte habe während 20 Jahren trotz seiner ausgeprägten Drogenabhängigkeit 
auf seinem Beruf als Maler gearbeitet. Es sei also während 20 Jahren nicht zu einer Wesens-
veränderung gekommen, obwohl der Versicherte in hohem Masse Drogen konsumiert habe. 
Die Arbeit habe er wegen seiner Schmerzen aufgegeben. Es sei also nicht so, dass eine We-
sensveränderung dazu geführt habe, dass er die Arbeit aufgegeben habe. Des Weiteren hielt 
Dr. C.____ fest, dass eine Persönlichkeitsstörung nicht als Folge eines langjährigen Drogen-
konsums entstehe. Der Versicherte zeige auch keinen ausgeprägten sozialen Rückzug, pflege 
nach wie vor Kontakt zu den Kindern und Bekannten. Es seien keine Hinweise auf depressive 
Verstimmungen feststellbar. Bei der psychiatrischen Untersuchung hätten sich keinerlei Zeichen 
von Verwahrlosung gezeigt. Es sei völlig hypothetisch, dass allfällige Wesensveränderungen, 
die allerdings nicht hätten objektiviert werden können, bei Suchtmittelfreiheit sich nicht zurück-
bilden würden. Regelmässiger Konsum von Heroin führe nicht zu irreversiblen geistigen oder 
psychischen Schäden. Es treffe zwar zu, dass der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt 
wohl Schwierigkeiten habe, eine Arbeitsstelle zu finden. Diese Schwierigkeiten seien aber inva-
liditätsfremd, seien nicht einer psychiatrischen Erkrankung geschuldet. Der Explorand habe 
während Jahren trotz des hohen Opiatkonsums gearbeitet. Die Arbeitsfähigkeit sei also auf-
grund der Abhängigkeit nicht beeinträchtigt. Wenn eine Entzugsbehandlung gescheitert sei, 
könne daraus nicht geschlossen werden, dass prinzipiell ein Verzicht auf Opiate unzumutbar 
wäre. 
 
6.4 Am 27. August 2018 berichtete die Rheumatologie des Universitätsspitals Y.____, dass 
beim Versicherten eine Entzündung der Hand- und Fingergelenke, welche zu einer einge-
schränkten Beweglichkeit sowie Unmöglichkeit des Faustschlusses führen und daher das siche-
re Greifen von Gegenständen sowohl schmerzhaft als auch unsicher machen würden, bestün-
de. Sie hätten daher eine Änderung in der Medikation vorgenommen, eine Verbesserung der 
Situation könne aktuell noch nicht vorausgesagt werden. Daher könnten momentan schwere 
Arbeiten, insbesondere mit Belastungen der Hände, nicht zugemutet werden. Auch bei leichte-
ren Tätigkeiten seien Pausen notwendig, aufgrund der entzündlichen Aktivität sei nach den 
Pausen eine verstärkte Steifigkeit zunächst wieder zu überwinden, sodass es auch zur Ver-
langsamung in der Tätigkeit komme. Die Arbeitsunfähigkeit werde 20% sicher überschreiten, für 
eine genauere Einschätzung müssten sie den Patienten erneut evaluieren. 
 
7.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten vollumfänglich auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. B.____ und C.____ 
abgestellt. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner angestamm-

 

 
 
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ten Tätigkeit als Maler zu 100% arbeitsunfähig sei. Hingegen bestehe in einer leidensangepass-
ten Verweistätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht 
in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier nicht vor. 
Mit der IV-Stelle ist festzuhalten, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. B.____ und 
C.____ weder formale noch inhaltliche Mängel aufweist und dass es – wie dies vom Bundesge-
richt verlangt wird (vgl. E.  3.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurtei-
lung der aktuellen medizinischen Situation einleuchtet, sich mit den vorhandenen abweichen-
den ärztlichen Einschätzungen auseinandersetzt und in den Schlussfolgerungen überzeugend 
ist. 
 
7.2 Nachfolgend wird aufgezeigt, aus welchen Gründen auch die Vorbringen des Beschwer-
deführers die Beweiskraft des bidisziplinären Gutachtens nicht zu entkräften vermögen. 
 
Zunächst ist die für den vorliegenden Fall zentrale Frage zu klären, ob es sich bei der Erkran-
kung des Beschwerdeführers um eine primäre oder um eine sekundäre Suchterkrankung han-
delt. Sofern eine Suchterkrankung ohne weitere psychische Störungen bzw. psychiatrische Er-
krankungen vorliegt, handelt es sich um ein reines (primäres) Suchtgeschehen und es besteht 
grundsätzlich kein Anspruch auf Leistungen der IV. Liegt hingegen eine Suchterkrankung vor 
und ist diese Folge einer anderen psychischen Störung bzw. psychiatrischen Erkrankung, han-
delt es sich um eine sekundäre Sucht. Wenn eine Suchterkrankung besteht und diese einen 
(geistigen oder körperlichen) Folgeschaden verursacht hat, handelt es sich um eine primäre 
Suchterkrankung mit invalidisierenden Folgeschäden. Bei den letzten beiden Formen einer 
Suchterkrankung wird nur der Gesundheitsschaden unter Ausblendung der Sucht beurteilt und 
bei der Festlegung des IV-Grades berücksichtigt (vgl. Dr. med. Arno Bindl, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, FOSUMOS Regio Sargans – Chur, Sucht und Invalidenversicherung). 
 
7.3 Beim Beschwerdeführer liegt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine primäre 
Suchterkrankung vor. Eine vor der Opiatabhängigkeit bestehende Erkrankung ist den medizini-
schen Akten nicht zu entnehmen. Ein sekundäres Suchtgeschehen kann deswegen ausge-
schlossen werden. Umstritten ist zwischen den Parteien, ob sich aufgrund der Suchtproblematik 
ein invalidisierender Folgeschaden ergeben hat. Der behandelnde Psychologe D.____ geht 
davon aus, dass die Drogensucht beim Versicherten eine Wesensveränderung mit Krankheits-
wert sowie eine Verwahrlosung herbeigeführt habe. Die Arbeitsfähigkeit sei um 50% reduziert. 
Hingegen konnte der psychiatrische Gutachter Dr. C.____ neben der Opiat- und Alkoholabhän-
gigkeit keine weitere Diagnose feststellen. Er habe abgesehen von den ungepflegten Zähnen 
auch keine Verwahrlosung erkennen können. 
 

 

 
 
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7.4 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit 1986 opiatabhängig ist. 
Dass er zu einem früheren Zeitpunkt an einer anderen Erkrankung gelitten hätte, ist nicht be-
kannt. Im Jahr 2005 kam dann eine rheumatoide Polyarthritis hinzu. Es bestehen keine Hinwei-
se dafür, dass diese eine Folge der Opiatabhängigkeit wäre. Der Versicherte hat zwar wohl 
aufgrund seiner chronischen Suchterkrankung die Behandlung der Arthritis zeitweise vernach-
lässigt bzw. unterbrochen, die beiden Krankheiten stehen aber ansonsten in keinem Zusam-
menhang. Zurzeit befindet sich der Beschwerdeführer in einem Methadon- bzw. Drogenersatz-
programm, daneben konsumiert er seit 2016 keine Drogen mehr. Allerdings trinkt er täglich et-
wa zwei Liter Bier.  
 
Eine Sucht hat natürlicherweise gewisse Auswirkungen. Diese sind aber grundsätzlich nicht IV-
relevant. Es erscheint auch durchaus nachvollziehbar, dass es einem drogenabhängigen Men-
schen beispielweise an der Motivation sowie an den finanziellen Mitteln fehlt, um seine Zähne 
ordentlich zu pflegen. Bei ungepflegten Zähnen handelt es sich aber nicht um etwas Unabän-
derliches. Sofern sich der Versicherte sowohl in Bezug auf seine Sucht als auch in finanzieller 
Hinsicht erholt, könnte er seine Zähne wieder in Ordnung bringen lassen. Durch die Sucht be-
dingte Wesensmerkmale und Äusserlichkeiten würden sich bei Suchtmittelfreiheit mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit wieder zurückbilden. 
 
Der behandelnde Psychologe D.____ macht zwar in seinem Bericht vom 3. Januar 2018 eine 
ausführliche Abhandlung der Krankengeschichte des Versicherten. Im Gegensatz zu 
Dr. C.____ hat Herr D.____ aber keine aktuellen objektivierten Befunde erhoben. Mit 
Dr. C.____ ist festzuhalten, dass langjähriger Drogenkonsum keine irreversiblen Schäden her-
vorruft. Dafür, dass der Beschwerdeführer über 30 Jahre lang heroinabhängig war, scheint er 
ausserdem in relativ guter körperlicher Verfassung zu sein. Dr. C.____ begründet denn auch 
nachvollziehbar, weshalb er der vom behandelnden Psychologen gestellten Diagnose einer 
Wesensveränderung mit Krankheitswert nicht zuzustimmen vermag. Der Versicherte habe wäh-
rend 20 Jahren trotz seiner ausgeprägten Drogenabhängigkeit als Maler gearbeitet. Es sei also 
während 20 Jahren nicht zu einer Wesensveränderung gekommen, obwohl der Versicherte in 
hohem Masse Drogen konsumiert habe. Die Arbeit habe er wegen seiner Schmerzen aufgege-
ben. Es sei also nicht so, dass eine Wesensveränderung dazu geführt habe, dass er die Arbeit 
aufgegeben habe. 
 
7.5 Der Beschwerdeführer macht unter anderem geltend, dass er nicht einmal in der Lage 
sei, alltägliche Dinge selber zu erledigen. Er sei täglich auf Hilfe angewiesen. Aus der Aktenlage 
ergibt sich allerdings, dass der Versicherte seit April 2017 alleine in einer dem Haus E.____ 
angeschlossenen 1-Zimmerwohnung lebt, selbständig seinen Haushalt führt, spazieren geht 
und sich mit Kollegen und seinen Kindern trifft. Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung hat 
der Versicherte sogar selber angegeben, dass die Wohnbegleitung des E.____ einmal im Mo-
nat vorbeikomme. Er erhalte immer wieder Komplimente, wie sauber er seine Wohnung halte 
(vgl. S. 8 des psychiatrischen Gutachtens). Es mag zwar sein, dass er im Jahr 2011 nicht ein-
mal im Stande gewesen ist, das damalige IV-Verfahren durchzuziehen. Im aktuellen Verfahren 
ist er aber immerhin zu den beiden Begutachtungsterminen im Juni bzw. im August 2017 er-
schienen und kümmert sich um seine IV-rechtliche Angelegenheit.  

 

 
 
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Insgesamt vermögen die Schilderungen von Psychologe D.____ das Gutachten von Dr. C.____ 
nicht zu entkräften. Eine Wesensveränderung mit Krankheitswert ist nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.  
 
7.6 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass in rheumatologischer Hinsicht seit Mitte 
2017 keinerlei Berichte der behandelnden Fachärzte mehr berücksichtigt worden seien. Für 
eine leistungsablehnende Entscheidung, welche erst Mitte 2018 getroffen werde, scheine dies 
unter rechtlichen Gesichtspunkten nicht korrekt. So habe in den Unterlagen, welche im Rahmen 
der Begutachtung zur Verfügung gestanden seien, insbesondere die aktuelle Einschätzung des 
Universitätsspitals Y.____, Abteilung Rheumatologie, gefehlt. Dem ist entgegenzuhalten, dass 
das rheumatologische Gutachten vom 28. August 2017 datiert und es somit nicht zu beanstan-
den ist, dass der letzte von Dr. B.____ gewürdigte Bericht aus dem Jahre 2017 stammt. Die 
zeitlich neuesten Berichte, welche der Gutachter im aktenmässigen Verlauf festhält, wurden 
sogar von ihm angefordert (vgl. S. 11 und 12 des rheumatologischen Gutachtens). 
 
Zwischen Ende 2013 und Anfang 2017 war der Versicherte nicht in rheumatologischer Behand-
lung. Nach Dr. B.____ ist die rheumatologische Erkrankung des Beschwerdeführers nicht heil-
bar, sondern adäquat behandelbar. Dafür brauche es aber eine konstante Compliance. Sofern 
sich also der Versicherte im Rahmen der Therapie kooperativ verhält, sollte eine gewisse Ver-
besserung und Stabilisierung eintreten (vgl. S. 28 des rheumatologischen Gutachtens).  
 
Anlässlich der Replik hat der Beschwerdeführer einen Bericht des Universitätsspitals Y.____, 
Rheumatologie, vom 27. August 2018 eingereicht. In diesem Bericht wird in Bezug auf die Ar-
beitsfähigkeit lediglich angegeben, dass die Arbeitsunfähigkeit 20% sicher überschreiten werde, 
sie den Versicherten für eine genauere Einschätzung aber erneut evaluieren müssten. Wenn 
der Beschwerdeführer tatsächlich seit 2017 wieder in regelmässiger Behandlung ist, müsste 
wohl eine genauere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit möglich sein. Diese noch vage Einschät-
zung vermag die Auffassung vom rheumatologischen Gutachter Dr. B.____ jedenfalls nicht in 
Zweifel zu ziehen. Schliesslich werden im Bericht des Universitätsspitals auch keine neuen me-
dizinischen Befunde vorgebracht. Die darin beschriebenen Beschwerden waren Gutachter 
Dr. B.____ hinlänglich bekannt. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der von den Gutachtern festgestellten 
gesundheitlichen Einschränkungen. Der Beschwerdeführer bemängelt den Einkommensver-
gleich insofern, als die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalideneinkommens 
keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen hat. Der Versicherte macht geltend, dass ein 
leidensbedingter Abzug in der Höhe von 20% bis 25% hätte berücksichtigt werden sollen.  
 
8.2 Vom ermittelten statistischen Wert sind praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im 
Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) seine 
Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat 
es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 
sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (lei-

 

 
 
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densbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationali-
tät/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichti-
gung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% 
zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Zu beachten ist ferner, dass allfällige bereits in der Beur-
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppel-
ten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2 mit Hinweis).  
 
8.3 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 
2018 keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt, was nicht zu beanstanden ist. Den gesundheitli-
chen Einschränkungen wurde mit der veranschlagten Arbeitsunfähigkeit von 20% bereits voll-
umfänglich Rechnung getragen. Die Frage nach einem allfälligen leidensbedingten Abzug muss 
aber vorliegend ohnehin nicht abschliessend beantwortet werden. Mit der Beschwerdegegnerin 
ist nämlich festzuhalten, dass selbst bei einem äusserst grosszügigen Abzug in der Höhe von 
15% ein Invaliditätsgrad von unter 40% resultiert. 
 
8.4 Auch im Übrigen ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensver-
gleich in der angefochtenen Verfügung nicht zu bemängeln. Jedenfalls bleibt es dabei bei ei-
nem IV-Grad unter 40%. Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des Versicherten im Ergebnis 
somit zu Recht verneint, weshalb die hiergegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 
 
9.1 Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilli-
gung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Da ihm mit Verfügung vom 4. Oktober 
2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, gehen die Verfahrenskosten vorläufig 
zu Lasten der Gerichtskasse. 
 
9.2 Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. Da § 22 Abs. 2 VPO den Kreis 
der Personen, die als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt werden können, auf Anwälte und 
Anwältinnen beschränkt, kann die unentgeltliche Rechtspflege nicht in Bezug auf die Verbei-
ständung durch die Vertreterin des Beschwerdeführers gewährt werden. 
 
9.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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