# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1198587b-8044-5222-adca-baa191827ec2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.07.2010 C-4528/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4528-2008_2010-07-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4528/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, Richterin Elena Avenati-
Carpani, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Advokat lic. iur. Pascal Eisner, St. Alban-
Vorstadt 21, 4052 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4528/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1964 geborene,  ursprünglich  aus  Italien  stammende X._______ 
(im  Folgenden: Versicherter  oder  Beschwerdeführer)  besitzt  seit 
Februar  2004  das  Schweizer  Bürgerrecht.  Er  absolvierte  nach  der 
obligatorischen Schulzeit  in der Schweiz eine Ausbildung zum Maler 
und  übte  diesen  Beruf  seit  1985  bei  der  damaligen  Unternehmung 
Y._______ aus. Nachdem er sich per 30. Juni 2003 nach Frankreich 
ab- und am 30. Januar 2005 (Eingangsstempel: 2. Februar 2005) bei 
der  IV-Stelle  des  Kantons  Basel-Stadt  (im  Folgenden: IV-Stelle  BS) 
wegen einer Arthrose in  der rechten Hüfte erstmals zum Bezug von 
Leistungen  der  Schweizerischen  Invalidenversicherung  (IV)  in  Form 
einer Umschulung auf eine neue Tätigkeit und einer Rente angemeldet 
hatte,  leistete  er  –  als  Grenzgänger  –  am 18. Februar  2005  seinen 
letzten  Arbeitstag  (Vorakten  [im  Folgenden: act.]  der  IV-Stelle  für 
Versicherte im Ausland [im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz) 1 bis 3, 
8, 11 und 12).

B.
Nach Vorliegen diverser medizinischer Dokumente (act. 18, 20, 21, 23 
und 26) sowie der Akten des Krankentaggeldversicherers (act. 27 bis 
29, 34, 35, 39, 40) erteilte die IVSTA – gestützt auf den Beschluss der 
IV-Stelle BS vom 30. November 2005 (act. 42) – mit einer undatierten 
Verfügung  Kostengutsprache  für  eine  vom  14.  November  bis 
13. Dezember  2005  dauernde  Abklärung  der  Eingliederungs-  und 
Arbeitsfähigkeit in der beruflichen Abklärungsstelle des Z._______ ( im 
Folgenden: BEFAS; act. 43); der diesbezügliche Bericht datiert vom 30. 
Januar 2005 (act. 54). Nachdem Dr. med. W._______ vom Regionalen 
Ärztlichen  Dienst  (im  Folgenden: RAD)  am  14.  März  2006  dafür 
gehalten  hatte,  dass  der  Versicherte  für  eine  mehrheitlich  sitzende, 
wechselbelastende  Tätigkeit  mit  einer  Leistungseinschränkung  von 
zirka  30 %  ganztags  arbeitsfähig  sei  (act.  56),  erfolgte  vom  18. 
September  bis  15. Dezember  2006  eine  weitere  BEFAS-Abklärung 
(act. 67). Nach Kenntnis des entsprechenden Berichts vom 16. Januar 
2007 (act. 81) nahm die RAD-Ärztin Dr. med. W._______ am 16.  April 
2007 erneut  Stellung (act. 85)  und es  wurde vom V._______  am 8. 
August 2007 ein ärztlicher Bericht verfasst (act. 91). Daraufhin gab Dr. 
med. W._______ am 30. August 2007 eine weitere Stellungnahme ab 
resp. berichtete, man habe den Versicherten gestützt auf die BEFAS-
Abklärung  in  leidensadaptierten  Tätigkeiten  als  voll  arbeitsfähig  mit 

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einer  30%igen  Leistungseinschränkung  erachtet,  was  weiterhin 
Gültigkeit habe (act. 96).

C.
Insbesondere  gestützt  auf  die  Berichte  der  RAD-Ärztin  Dr.  med. 
W._______ stellte die IV-Stelle BS dem Versicherten mit Vorbescheid 
vom  20. Dezember  2007  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  43 %  mit 
Wirkung  ab  1.  Februar  2006  die  Ausrichtung  einer  Viertelsrente  in 
Aussicht  (act. 107). Hiergegen  liess  der  Versicherte,  vertreten  durch 
Advokat  Pascal  Eisner,  am  1.  Februar  2008  seine  Einwendung 
vorbringen resp. zusammengefasst ausführen, es sei eine neuerliche 
gesamtheitlich  beurteilende  Stellungnahme  mit  ausführlicher 
Befragung  und  Untersuchung  des  Versicherten  erforderlich,  um  die 
Frage  der  Invalidisierung  beurteilen  zu  können.  Zudem  sei  im 
Gegensatz  zum  Vorbescheid  der  leidensbedingte  Abzug  zu 
kalkulieren, da sich die Reduktion der Leistungsfähigkeit nicht auf das 
Arbeitspensum,  sondern  auf  die  Leistung  während  des  möglichen 
Arbeitspensums  beziehe  (act.  110).  Nach  einer  weiteren 
Stellungnahme von  Dr. med. W._______  vom 8.  Februar  2008  (act. 
111) erliess die IV-Stelle BS am 4. April 2008 den – dem Vorbescheid 
vom 20.  Dezember  2007  im  Ergebnis  entsprechenden  –  Beschluss 
(act. 112); die entsprechende Verfügung der IVSTA datiert vom 3. Juni 
2008 (act. 117).

D.
Hiergegen  liess  der  Versicherte  beim  Bundesverwaltungsgericht  mit 
Eingabe vom 7. Juli  2008 Beschwerde erheben und beantragen, die 
vorinstanzliche Verfügung vom 3. Juni 2008 sei aufzuheben und es sei 
ihm  ab  1.  Februar  2006  eine  ganze  Rente,  eventualiter  eine 
Dreiviertelsrente,  zuzusprechen.  Weiter  sei  die  Vorinstanz  zu  ver-
urteilen, die nachzuzahlenden Renten ab 1. Februar 2008 mit 5 % zu 
verzinsen (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1).

Zur  Begründung  wurde  im  Wesentlichen  ausgeführt,  gemäss  der 
jüngsten  Einschätzung  des  Z._______  sei  der  Versicherte  nicht 
vermittelbar. Daraus folge ohne Weiteres, dass er Anspruch auf eine 
ganze  Rente  habe.  Sollte  das  Gericht  wider  Erwarten  davon  aus-
gehen,  dass  beim  Versicherten  noch  eine  verwertbare  Restarbeits-
fähigkeit  für  leichte,  wechselbelastende  Tätigkeiten  mit  Sitzen  und 
Stehen  vorhanden  sei,  so  wäre  diesbezüglich  entsprechend  dem 
BEFAS-Bericht  vom 16.  Januar  2007  von  einer  Arbeitsfähigkeit  von 

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50 %  für  leichte  Arbeiten  auszugehen.  Unter  diesen  Umständen 
resultiere  aus  der  Gegenüberstellung  eines  Valideneinkommens  von 
Fr.  72'390.-  und  eines  Invalideneinkommens  von  Fr.  25'098.40  bei 
einer Erwerbseinbusse von 47'261.60 ein Invaliditätsgrad von 65.3 %, 
was Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ergebe. Die Vorinstanz stütze 
sich bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf den 
BEFAS-Bericht vom 30. Januar 2006. Dabei gehe sie ohne schlüssige 
Begründung  von einer  Leistungsfähigkeit  von 70 % aus,  obwohl  ge-
mäss dem fraglichen Bericht von einer Leistungsfähigkeit von lediglich 
28 % bis 68 % bei einer "durchschnittlichen Leistung" von 42 % auszu-
gehen  sei.  Die  Vorinstanz  verkenne,  dass  auch  die  festgestellte  un-
strukturierte  Arbeitsweise  Ausfluss  der  krankheitsbedingten  Über-
forderung des Versicherten und somit ebenfalls medizinisch begründet 
sei.  Unrechtmässig  sei  weiter,  dass  die  Vorinstanz  den  zweiten 
BEFAS-Bericht vom 16. Januar 2007 nicht angemessen gewürdigt und 
dass dieser bei der Entscheidfindung nicht berücksichtigt worden sei.

E.
Mit  Zwischenverfügung  vom 10.  Juli  2008  forderte  der  Instruktions-
richter  den  Beschwerdeführer  auf,  einen  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.-- zu leisten (B-act. 2); dieser Aufforderung wurde in der Folge 
nachgekommen (B-act. 4).

F.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  26.  August  2008  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde (B-act. 6).

Zur  Begründung verwies sie auf  die Stellungnahme der IV-Stelle  BS 
vom 22. August  2008. Darin  wurde im Wesentlichen ausgeführt,  der 
Versicherte  habe  laut  dem BEFAS-Bericht  effektiv  eine  Leistung  bis 
68 % erbringen können. Es sei aufgrund des Leidens medizinisch nicht 
erklärbar,  wieso die  Leistung darunter  liegen sollte. Dies  sei  im Juli  
2007  auch  vom  V._______  bestätigt  worden.  Wie  sich  aus  den 
medizinischen  Unterlagen  ergäbe,  seien  ihm  grundsätzlich  leichte, 
mehrheitlich sitzende Tätigkeiten ganztags zuzumuten. Beim Sitzen sei 
dabei  der  verminderten  Flexion  des  rechten  Hüftgelenkes  mit  ent-
sprechender Einstellung der Sitzfläche Rechnung zu tragen. In Bezug 
auf die oberen Extremitäten und den Rumpf seien mittelschwere Be-
lastungen aus sitzender Position heraus über den Tag verteilt  zumut-
bar,  wobei  aufgrund  der  notwendigen  Pausen  von  einer  um  30 % 
reduzierten  Arbeitsleistung  bei  vollem  Pensum  auszugehen  sei. 

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Vorliegend  werde  von  einer  vollständigen  Arbeitsfähigkeit  bei 
reduziertem Pensum ausgegangen.

G.
In seiner Replik vom 31. Oktober 2008 liess der Beschwerdeführer an 
den beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest-
halten und weitere Ausführungen machen (B-act. 10).

H.
Duplicando beantragte die Vorinstanz am 24. November 2008 weiter-
hin  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  verwies  dabei  auf  die  er -
gänzenden  Ausführungen  der  IV-Stelle  BS  vom 18. November  2008 
(B-act. 12).

I.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021).  Zu  den  anfechtbaren  Verfügungen  –  auch  betreffend 
Leistungsansprüche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern – ge-
hören  jene  der  IVSTA,  die  zu  den  Vorinstanzen  des  Bundesver-
waltungsgerichts gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2, 3. Satz und Art.  40 
Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenvers-
icherung [IVV, SR 831.201]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

Der Beschwerdeführer war nach seiner Wohnsitznahme in Frankreich 
ab  Juli  2003  Grenzgänger.  Wie  in  der  Zuständigkeitsregelung  des 
Art. 40 Abs. 2 IVV hiefür  vorgesehen, hat  die IV-Stelle  BS, in  deren 

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Tätigkeitsgebiet der Versicherte in seiner Eigenschaft als Grenzgänger 
eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, in korrekter Weise die Anmeldung 
für  Leistungen der IV entgegengenommen und geprüft,  während die 
Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2008 (act. 117) er-
lassen hat.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach dem Bundesgesetz VwVG, soweit  das VGG nichts anderes be-
stimmt  (vgl.  Art. 37  VGG). Gemäss  Art.  3  Bst.  dbis VwVG bleiben  in 
sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Be-
stimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts  vom  6.  Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1) 
vorbehalten.  Gemäss  Art.  2  ATSG  sind  die  Bestimmungen  dieses 
Gesetzes  auf  die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen 
anwendbar,  wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungs-
gesetze  es  vorsehen. Nach  Art.  1  IVG sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG auf  die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung  vom ATSG vor-
sieht.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen 
Regeln in formell-rechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Über-
gangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  An-
wendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen 
Verfügung vom 3. Juni 2008 ist der Beschwerdeführer berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung 
(vgl. Art. 59 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgemäss 
geleistet  wurde,  ergibt  sich  zusammenfassend,  dass  sämtliche 
Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind,  weshalb  auf  die  Beschwerde 
einzutreten ist.

1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 3. Juni 
2008, mit welcher dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2006 
eine Viertelsrente (zuzüglich Kinderrenten) zugesprochen worden war. 
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Rente  hat  und  in  diesem  Zusammenhang,  ob  der  Sachverhalt  ins-
besondere  in  medizinischer  Hinsicht  rechtsgenüglich  abgeklärt  und 
gewürdigt worden war.

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1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.

2.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälliger 
Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund 
der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 
prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren 
finden  demnach grundsätzlich  jene  Vorschriften  Anwendung,  die  bei 
Eintritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Ver-
fügung vom 3. Juni 2008 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vor-
schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 
die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Ren-
tenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der 
Fassung vom 21. März  2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision]  und ab 
dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 
5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 
4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 
Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im 
weiteren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der 
Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

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Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253 E. 2.3 und 3.1). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht) stellt  
diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine 
besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

Meldet  sich  ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach  der  Ent-
stehung  eines  Leistungsanspruchs  an,  so  werden  IV-Leistungen 
gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung) lediglich für die der Anmeldung vorangehenden 
12 Monate ausgerichtet  – abgesehen von einer  Ausnahme,  die vor-
liegend ohne Belang ist.

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2.4 Nach  den  Vorschriften  der  4.  IV-Revision  entsteht  der  Renten-
anspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig  gewesenen  Fassung).  Gemäss  Art.  28  Abs. 1  IVG  in  der  ab 
1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit  oder die Fähigkeit,  sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen  wieder  herstellen,  erhalten  oder  verbessern  können 
(lit. a),  und  die  zusätzlich  während  eines  Jahres  ohne  wesent lichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40 %  arbeitsunfähig  (Art.  6 
ATSG)  gewesen  sind  und  auch  nach  Ablauf  dieses  Jahres  zu  min-
destens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
251 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen des Experten begründet  sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-

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gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen eines RAD kann indessen nur abgestellt werden, 
wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen 
ärztlichen  Bericht  genügen  (Urteil  des  EVG  I  694/05  vom  15. 
Dezember  2006  E.  2).  Die  RAD-Ärzte  müssen  sodann  über  die  im 
Einzelfall  erforderlichen  persönlichen  und  fachlichen  Qualifikationen 
verfügen  (Urteile  des  Bundesgerichts  9C_736/2009  vom 26.  Januar 
2009 E. 2.1,  I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 
vom 10. April 2007 E. 3.2.1).

3.
Vorab  ist  darzustellen,  welche  medizinischer  Akten  beim Erlass  der 
angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2008 aktenkundig waren resp. der 
Vorinstanz als Entscheidbasis gedient hatten. Diese Dokumente sind 
nachfolgend  teilweise  zusammengefasst  wiederzugeben  und  einer 
Würdigung zu unterziehen.

3.1 Im  Bericht  des  V._______  vom  10.  März  2005  wurde  eine 
Coxarthrose  beidseits  (rechts  stärker  ausgeprägt  als  links) 
diagnostiziert  (act. 18). Diese Diagnose verkörpert  ein degeneratives 
Leiden und stellt als solches ein labiles pathologisches Geschehen – 
d.h. ein Leiden, das sich verschlimmern oder verbessern kann – dar. 
Vorliegend gelangt demnach Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (ab 1. Januar 
2008: Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG) zur Anwendung, wonach der Renten-
anspruch frühestens in  dem Zeitpunkt  entsteht,  in  welchem die ver-
sicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war. 

Hinsichtlich  des  Einflusses  der  Coxarthrose  auf  die  Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  liegen  folgende  Be-
urteilungen vor:

3.2 Das Z._______ attestierte dem Beschwerdeführer im Bericht vom 
10.  März  2005  eine  100%ige  Arbeitsunfähigkeit  (act.  18).  In  einem 
weiteren Bericht dieses Spitals vom 14. März 2005 wurde erwähnt, seit  

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Anfang  Januar  sei  der  Versicherte  zwei  Wochen  krank  geschrieben 
gewesen und habe danach versucht, eine Woche zu arbeiten; seit dem 
24. Februar 2005 sei er wieder zu 100 % arbeitsunfähig (act. 20; vgl. 
auch act. 29). Am 23. Mai 2005 wurde überdies ausgeführt, es sei eine 
Arbeit  mit  geringer  körperlicher  Belastung  und  wechselnd  sitzender 
Tätigkeit  anzustreben.  Selbst  nach  einer  endoprothetischen 
Versorgung,  welche  noch  nicht  geplant  sei,  werde  eine  Arbeit  als 
Maler  im  traditionellen  Sinn  nicht  mehr  möglich  sein.  In  welchem 
zeitlichen Umfang der Versicherte einer alternativen Arbeit nachgehen 
könne, sei sehr schwierig zu sagen; die Krankheit verlaufe schubweise 
und  längerfristig  sei  grundsätzlich  mit  einer  Verschlechterung  zu 
rechnen  (act. 26).  In  einem weiteren Bericht  des  V._______  vom 9. 
Dezember 2005 wurde erneut darüber informiert, dass eine Arbeit mit 
geringer körperlicher Belastung mit wechselndem Sitzen und Stehen 
anzustreben  sei  und  mit  einer  adäquaten  Umschulung  mit  geringer 
körperlicher  Belastung  und  wechselnd  sitzender  Tätigkeit  der 
Zeitpunkt  der  sicher  irgendwann  nötigen  Operation  hinausgezögert 
werden könne (act. 48 resp. 54).

3.3 Im BEFAS-Bericht vom 30. Januar 2005, welcher vom Konsiliararzt 
Dr. med. U._______ mitunterzeichnet worden war, gelangte man zum 
Schluss, dass dem Versicherten mehrheitlich sitzende, wechselbelas-
tende leichte Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Beim Sitzen sei der 
verminderten  Flexion  des  rechten  Hüftgelenks  mit  entsprechender 
Einstellung  der  Sitzfläche  Rechnung  zu  tragen.  In  Bezug  auf  die 
oberen Extremitäten und den Rumpf seien mittelschwere Belastungen 
aus  sitzender  Position  heraus  über  den  Tag  verteilt  zumutbar.  Die 
Leistungsmessungen hätten Werte zwischen 28 % und 68 % ("Durch-
schnittswert": 42 %) ergeben. Die Reduktion erkläre man anhand der 
zusätzlichen  Pausen  und  der  verlangsamten  sowie  teilweisen  un-
strukturierten Arbeitsweise (act. 54).

Nach Würdigung dieses BEFAS-Berichts hielt die RAD-Ärztin Dr. med. 
W._______  am  14.  März  2006  dafür,  dass  die  darin  enthaltende 
Beurteilung  betreffend  die  noch  zumutbaren  Tätigkeiten 
nachvollziehbar  sei.  Schlecht  nachvollziehbar  sei  jedoch,  dass  der 
Durchschnittswert bei 42 % liegen soll, denn der Versicherte habe eine 
Leistung bis zu 68 % erbringen können. Aufgrund seines Leidens sei 
medizinisch nicht  erklärbar, weshalb die Leistung unter diesem Wert 
liegen  sollte.  Gestützt  auf  die  Untersuchungsergebnisse  und  die 
BEFAS-Abklärung sei der Versicherte in einer mehrheitlich sitzenden, 

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wechselbelastenden  Tätigkeit  ganztags  arbeitsfähig;  die  vermehrten 
Pausen  würden  zu  einer  Leistungseinschränkung  von  zirka  30 % 
führen (act. 56).

3.4 Betreffend  das  Leistungsvermögen  des  Versicherten  führte  der 
Diplom-Psychologe T._______ im BEFAS-Bericht vom 16. Januar 2007 
– welcher im Anschluss an die vom 18. September bis 15. Dezember 
2006 dauernde berufliche Abklärung verfasst  wurde –  aus,  der  Ver-
sicherte habe durchgängig mit geringem Arbeitstempo gearbeitet und 
schmerzbedingt  laufend  die  Arbeitshaltung  wechseln  müssen. 
Dauerhaft  habe er auch bei  leichten wechselbelastenden Tätigkeiten 
Probleme bekommen. Im  Bereich  der  Produktion  der  mechanischen 
Werkstatt  sei seine Arbeitsleistung nicht messbar gewesen, da diese 
häufig  eine  stehende  Arbeitshaltung  erfordert  habe,  die  der  Ver-
sicherte  für  maximal  zwei  bis  drei  Stunden habe aushalten können. 
Beim Einsatz in der Montagegruppe innerhalb der Werkstatt (Arbeiten 
im Sitzen oder Stehen möglich) habe seine Arbeitsleistung bei  etwa 
80 % gelegen. Bezogen auf seine Präsenz von 60 % habe dies eine 
Arbeitsleistung von etwa 50 % für leichte Arbeiten ergeben (act. 81).

Nach Kenntnis dieser Ausführungen äusserte sich Dr. med. W._______ 
vom  RAD  am  16.  April  2007  dahingehend,  dass  sie  aus  dem  ent -
sprechenden Bericht keine Verschlechterung entnehmen könne. Weiter 
empfahl  sie,  beim  V._______  eine  aktuelle  Einschätzung  zur 
Arbeitsfähigkeit  einzuholen. Es sei  zu erfragen, ob dem Versicherten 
weiterhin die in der BEFAS ermittelte Arbeitsfähigkeit (gemäss Bericht 
vom 30. Januar 2005) zugemutet werden könne, und wenn nein, seit 
wann und in welchem Ausmass eine Verschlechterung eingetreten sei 
(act. 85).

3.5 Im daraufhin vom V._______ erstellten Bericht vom 8. August 2007 
hielt der untersuchende Assistenzarzt Dr. med. S._______ dafür, dass 
aufgrund der Coxarthrose (beidseits, betont rechts) die Ausübung der 
bisherigen  Tätigkeit  (bei  einer  verminderten  Leistungsfähigkeit  von 
mindestens  50 %)  unmöglich  sei,  eine  sitzende  Bürotätigkeit  jedoch 
noch  während  acht  Stunden  pro  Tag  ohne  Leistungseinschränkung 
zumutbar wäre (act. 91).

Nach Würdigung auch dieses Berichts stellte die RAD-Ärztin Dr. med. 
W._______  am  30.  August  2007  fest,  dass  darin  die  in  der 
Stellungnahme  vom  April  2007  formulierten  Fragen  nicht  wirklich 
beantwortet  worden  seien.  Der  Versicherte  werde  für  eine  sitzende 

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Tätigkeit  ohne Leistungseinschränkung  als  voll  arbeitsfähig  erachtet. 
Die bisherige Einschätzung habe daher weiterhin Gültigkeit (act. 96). 

Am 8. Februar 2008 war die RAD-Ärztin nach Kenntnis des Schreibens 
des Rechtsvertreters vom 1. Februar 2008 (act. 110) der Auffassung, 
dass die Qualität einer medizinischen Beurteilung nicht in der Länge 
der  Untersuchung  liege.  Weiter  sei  der  Fall  intern  mit  einem  Fach-
spezialisten besprochen worden. Der Versicherte habe zufolge seiner 
teilweise  unstrukturierten  Arbeitsweise  und  nicht  aus  medizinischen 
Gründen in der BEFAS eine durchschnittliche Leistung von 40 % er-
reicht. Er sei als fähig erachtet worden, eine 70%ige Leistung zu er-
bringen (act. 111).

4.

4.1 Mit Blick auf die vorstehend zusammengefasst wiedergegebenen 
Berichte  bestehen  hinsichtlich  der  Beurteilung  der  zumutbaren 
Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  in  einer  leidensadaptierten  Tätigkeit 
Unklarheiten.  Gemäss  den  nachfolgenden  Erwägungen  beruht  die 
angefochtene  Verfügung  vom  3.  Juni  2008  auf  einem  unvollständig 
bzw. unkorrektem Sachverhalt in medizinischer Hinsicht, weshalb nicht 
beurteilt werden kann, ob ein Rentenanspruch besteht.

4.2 Auf  die  Berichte  des  V._______  vom 23.  Mai  und  9. Dezember 
2005  (act.  26  und  48  resp.  54)  kann  alleine  schon  deshalb  nicht 
vorbehaltlos  abgestellt  werden,  weil  den  Aussagen  der  mit  dem 
Beschwerdeführer  befassten  Ärzte  kein  rechtsgenügliches  Zu-
mutbarkeitsprofil  entnommen  werden  kann.  Denn  diese  erwähnten 
bloss,  dass  eine  Arbeit  mit  geringer  körperlicher  Belastung  in 
Wechselhaltung  (Sitzen/Stehen)  anzustreben sei.  Auch  vermochten 
die beteiligten Ärzte bezüglich des zeitlichen Umfangs einer leidens-
adaptierten Tätigkeit keine verlässlichen Angaben zu machen. 

4.3 Mit Blick auf die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit im 
BEFAS-Bericht  vom  30.  Januar  2008  (act.  54)  ergeben  sich  weiter 
gewisse Widersprüche. Zwar wurde erwähnt,  dass dem Versicherten 
mehrheitlich sitzende, wechselbelastende leichte Tätigkeiten zumutbar 
seien und die Leistungsfähigkeit zwischen 28 % und 68 % bzw. durch-
schnittlich bei 42 % gelegen habe. Eine rechtsgenügliche Begründung 
dafür, ob, und wenn ja, in welchem Ausmass die – durch zusätzliche 
Pausen und verlangsamte sowie teilweise unstrukturierte Arbeitsweise 
hervorgerufene – Leistungsreduktion auf gesundheitliche, IV-rechtlich 

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relevante  Beeinträchtigungen  zurückzuführen  ist,  fehlt  jedoch. 
Ergänzend ist  darauf  hinzuweisen,  dass sich aus dem Minimumwert 
von  28 %  und  dem  Maximalwert  von  68 %  rein  rechnerisch  ein 
Durchschnittswert von 48 % und nicht 42 % ergibt. Eine nachvollzieh-
bare  Begründung für  diese Differenz findet  sich  jedoch nicht  in  den 
Akten.  Dass  die  Vorinstanz  unter  diesen  Umständen  davon  aus-
gegangen  war,  dass  die  Leistungsreduktion  (teilweise)  nicht  auf 
medizinische  Gründe  zurückzuführen  ist,  ist  nach  dem  Dargelegten 
nicht rechtsgenüglich erstellt. Aufgrund dieser Aspekte ist  auch nicht 
schlüssig nachvollziehbar, dass der Versicherte gemäss der Stellung-
nahme der RAD-Ärztin Dr. med. W._______ vom 14. März 2006 (act.  
56) in leidensadaptierten Tätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit 
mit  einer  30%igen  Leistungseinschränkung  aufweisen  soll.  Darüber 
hinaus scheint  auch nicht  ganz klar,  aus welchen Gründen Dr. med. 
W._______  im  Zusammenhang  mit  der  Beurteilung  der 
Leistungsfähigkeit  den Höchstwert  und nicht  – wie in  vergleichbaren 
Fällen  praxisgemäss  üblich  –  den  Durchschnittswert  herangezogen 
hat.

4.4 Dem BEFAS-Bericht vom 16. Januar 2007 kann vorliegend schon 
aus  dem  Grund  keine  (volle)  Beweiskraft  zukommen,  weil  die  Be-
urteilung  der  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  durch  einen  Diplom-
psychologen  vorgenommen  worden  war,  denn  es  ist  Aufgabe  eines 
Arztes oder einer  Ärztin,  den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. E. 2.5 1. Ab-
satz  hiervor).  Hinzu  kommt,  dass  die  Beurteilung  der  Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit  im  Vergleich  zum ersten  Bericht  der  BEFAS vom 
30. Januar  2005  um einiges  schlechter  ausgefallen  war. Obwohl  die 
Gründe hierfür nicht rechtsgenüglich nachvollziehbar dargelegt worden 
waren, kann nicht  mit  dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  ausgeschlossen 
werden, dass tatsächlich eine Verschlechterung eingetreten war. Dies 
entgegen  der  in  der  Stellungnahme vom 16.  April  2007  vertretenen 
Ansicht  der  RAD-Ärztin  Dr.  med.  W._______,  wonach  sich  der 
Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe (act. 85).

4.5 Obwohl  Dr.  med.  W._______  im  April  2007  von  einem 
unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen war, regte sie eine 
Aktualisierung  der  Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  sowie  die  Be-
antwortung der damit im Zusammenhang stehenden Fragen durch das 

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V._______ an. Wie sie jedoch selbst am 30. August 2007 berichtete, 
wurden die von ihr formulierten Fragen nicht beantwortet. Dieser Um-
stand  fällt  deshalb  nicht  weiter  ins  Gewicht,  weil  auf  den  ent-
sprechenden  Bericht  des  V._______  vom  8.  August  2007  (act.  91) 
ebenfalls nicht abgestellt werden kann. Einerseits kann nicht schlüssig 
und überzeugend nachvollzogen werden, dass dem Beschwerdeführer 
die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sein und er gleichzeitig im 
Beruf  als  Maler  eine verminderte  Leistungsfähigkeit  von mindestens 
50 % aufweisen  soll.  Zum anderen  erweisen  sich  die  Ausführungen 
zum  Leistungsprofil  als  zu  knapp  und  somit  nicht  rechtsgenüglich. 
Überdies ist ergänzend festzuhalten, dass die von Dr. med. S._______ 
abgegebene  Beurteilung  insbesondere  betreffend  die  verminderte 
Leistungsfähigkeit  wesentlich  von  derjenigen  der  BEFAS  vom 
30. Januar  2005,  welche  von  Dr.  med.  U._______  mitunterzeichnet 
worden  war,  abweicht  und  eine  diesbezügliche  Auseinandersetzung 
fehlt. Betreffend die Untersuchungsdauer  im Zusammenhang mit  der 
Berichterstattung  des  V._______  vom  8. August  2007  ist  aber 
immerhin  darauf  hinzuweisen,  dass  es  für  den Aussagegehalt  eines 
Arztberichts  nicht  auf  die  Dauer  der  Untersuchung  ankommt 
(Entscheid I 719/05 des EVG vom 17. November 2006, E. 3).

4.6 Hinsichtlich  des  Umstands,  dass  die  RAD-Ärztin  Dr.  med. 
W._______  den  Fall  intern  mit  dem  Fachspezialisten  "R._______" 
besprochen habe (act. 111 und 120 S. 16),  ist  abschliessend darauf 
hinzuweisen,  dass  es  für  das  Bundesverwaltungsgericht  mangels 
Vorliegens eines schriftlichen Berichts des erwähnten Facharztes nicht 
möglich  ist,  die  entsprechenden  Angaben  einer  Würdigung  zu 
unterziehen.

5.

Nach  dem  vorstehend  Dargelegten  hat  die  Vorinstanz  weitere  er-
gänzende  medizinische  Abklärungen  durchzuführen.  Die  Be-
antwortung  der  ungeklärten  Fragen  resp.  die  Klärung  der  Wider-
sprüche  hat  vorzugsweise  durch  eine  Expertin  oder  einen  Experten 
auf  den  Fachgebieten  der  Rheumatologie  und/oder  Orthopädie  zu 
erfolgen. Dabei hat sich die Fachärztin bzw. der Facharzt insbesondere 
zur Frage der Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
auf  die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  zu 
äussern. Die entsprechenden Ergebnisse sind von der Vorinstanz im 

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Rahmen  der  Bemessung  der  Invalidität  nach  der  sogenannten  all-
gemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu berücksichtigen.

6.

6.1 Hinsichtlich  der  dem  Beschwerdeführer  zustehenden  Renten-
betreffnisse (inkl. Kinderrenten) ist weiter zu beachten, dass für fällige 
Beitragsforderungen  und  Beitragsrückerstattungsansprüche  Verzugs- 
und Vergütungszinsen zu leisten sind, wobei der Bundesrat für geringe 
Beträge  und  kurzfristige  Ausstände  Ausnahmen  vorsehen  kann 
(vgl. Art. 26  Abs.  1  ATSG).  Sofern  die  versicherte  Person  ihrer  Mit-
wirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist,  werden die Sozial-
versicherungen für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach 
der  Entstehung  des  Anspruchs,  frühestens  aber  12  Monate  nach 
dessen Geltendmachung, verzugszinspflichtig (Art. 26 Abs. 2 ATSG). 
Dabei  beginnt  die  Verzugszinspflicht  zwei  Jahre  nach  Beginn  der 
Rentenberechtigung als solcher und nicht erst zwei Jahre nach Fällig-
keit jeder einzelnen Monatsrente (BGE 133 V 9 Erw. 3.6).

6.2 Nach  dem oben  Dargelegten  sind  die  auszurichtenden  Renten-
leistungen (samt Kinderrenten) in Anwendung von Art. 26 Abs. 2 ATSG 
nach Ablauf von 24 Monaten nach Entstehung des Anspruchs – das 
heisst ab dem 1. Februar 2008 – verzugszinspflichtig.

7.

Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend  fest-
zustellen,  dass  die  angefochtene  Verfügung  vom  3.  Juni  2008  auf 
einem  unvollständig  ermittelten  Sachverhalt  beruht  (Art.  49  Bst.  b 
VwVG und Art. 49 ATSG), weshalb die Beschwerde vom 7. Juli 2008 in 
dem Sinne gutzuheissen ist,  als  die  angefochtene Verfügung  aufzu-
heben und die Sache mit der Anweisung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen  ist,  ergänzende  spezialärztliche  Begutachtungen  in  ortho-
pädisch/rheumatologischer  Hinsicht  durchführen  zu  lassen  und  an-
schliessend in der Sache neu zu verfügen.

8.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

8.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art.  63  Abs.  1 
VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 

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eine Rückweisung praxisgemäss als  Obsiegen der  Beschwerde füh-
renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer 
keine  Kosten  aufzuerlegen.  Der  bereits  geleistete  Kostenvorschuss 
von Fr. 400.--  ist  dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Der  Vor-
instanz  werden  ebenfalls  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  (Art.  63 
Abs. 2 VwVG).

8.2 Der Beschwerdeführer  hat  gemäss Art. 64  Abs. 1 VwVG in Ver-
bindung  mit  Art.  7  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE,  SR  173.320.2)  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  zu 
Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die 
Entschädigung auf Grund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 
2 VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 
Aufwandes erscheint eine Parteientschädigung für Advokat Eisner von 
Fr. 1'500.-- gerechtfertigt.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde vom 7. Juli 2008 wird in dem Sinn gutgeheissen, als 
dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2008 aufgehoben wird 
und die Sache im Sinne der Erwägungen zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 400.--  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ______________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Peterli Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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