# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64970291-6e32-53b3-a59c-167fb5fad1cd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-02-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.02.2016 D-1053/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1053-2016_2016-02-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1053/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  F e b r u a r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 8. Februar 2016 / N (…). 

 

 

D-1053/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland im 

Herbst 2015 verliess und am 25. Dezember 2015 via B._______, 

C._______, D._______, E._______, F._______, G._______, H._______ 

und Deutschland illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags im 

Empfangs- und Verfahrenszentrum I._______ um Asyl nachsuchte, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs anlässlich 

der Befragung zur Person am 14. Januar 2016 erklärte, er könne weder 

nach Deutschland noch in die anderen Länder gehen, 

dass er in Deutschland gesagt habe, er wolle in die Schweiz, woraufhin sie 

erwidert hätten, das sei kein Problem, die Fingerabdrücke würden aus Si-

cherheitsgründen abgenommen, 

dass sein Vater und zwei Brüder in der Schweiz seien, 

dass das SEM mit Verfügung vom 8. Februar 2016 – eröffnet am 17. Feb-

ruar 2016 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 25. Dezember 2015 nicht 

eintrat, die Wegweisung nach Deutschland verfügte, den Beschwerdefüh-

rer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – auffor-

derte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

den Kanton J._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, dem 

Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis 

aushändigte und feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen die Verfü-

gung habe keine aufschiebende Wirkung, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Februar 2016 gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, der Entscheid des SEM vom 8. Februar 2016 sei aufzu-

heben und das Asylgesuch in der Schweiz zu behandeln, 

dass das Dublin-Verfahren aufzuheben und die Zuständigkeit der Schweiz 

für die Durchführung des Asylverfahrens festzuhalten sei, 

dass die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, 

dass mit Eingabe vom 20. Februar 2016 (Poststempel vom 23. Februar 

2016) ein weiteres Beschwerdeexemplar eingereicht wurde, 

D-1053/2016 

Seite 3 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Februar 2016 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG 

und Art. 6 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

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Seite 4 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO), zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-

raleinheit Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 22. Dezember 

2015 in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht hat, 

dass die deutschen Behörden am 8. Februar 2016 das im Sinne von Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO gestellte Übernahmeersuchen des SEM vom 

1. Februar 2016 guthiessen, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands zur Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens somit gegeben ist, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

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Seite 5 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

geltend macht, das SEM sei mit seiner Beurteilung falsch gelegen, weil er 

sich in Deutschland nicht aufgehalten und dort kein Asyl beantragt habe, 

dass Deutschland nicht sein Reiseziel, sondern lediglich eine Zwischen-

station der Durchreise gewesen sei, 

dass er, seine Mutter und sein Bruder (…) zum Vater und zu den beiden 

anderen Brüdern in die Schweiz hätten kommen und hier Asyl hätten be-

antragen wollen, 

dass sie durch die Flucht getrennt worden seien, 

dass seine ganze Familie, Eltern und Geschwister, nun in der Schweiz 

lebe, 

dass man in Deutschland seine Fingerabdrücke zwangsmässig registriert 

habe, diese laut der Polizei jedoch nicht für Asyl, sondern aus Gründen der 

Sicherheit abgenommen worden seien, 

dass seine Eltern im fortgeschrittenen Alter seien und auf Hilfe, Betreuung 

und Beistand angewiesen seien, 

dass die beiden in der Schweiz lebenden Brüder (…) und (…) verheiratet 

seien, eigene Familien hätten und kaum Zeit hätten, sich um die Eltern zu 

kümmern, 

dass die Situation extrem schwierig sei, da die Familie durch den Krieg 

getrennt worden sei und nun vor einer erneuten Trennung stehe, 

dass sie alle sehr darunter leiden würden, die Eltern kaum ein normales 

Alltagsleben führen könnten und eine Rückschaffung nach Deutschland 

sich kontraproduktiv auf deren Gesundheitszustand auswirken könne, 

dass er ausserdem in Deutschland niemanden habe, 

dass ein schwerwiegender humanitärer Grund gegen eine Rückschaffung 

spreche, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen implizit die Anwendung 

von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, 

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dass bereits das faktische Betreten des Hoheitsgebiets eines Mitglied-

staats Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens bildet (vgl. Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO), wes-

halb der Beschwerdeführer aus seinen Vorbringen, er habe sich in 

Deutschland nicht aufgehalten, dort kein Asyl beantragt und sei lediglich 

aus Sicherheitsgründen daktyloskopiert worden, nichts für sich ableiten 

kann, 

dass sich die deutschen Behörden im Übrigen mit seiner Übernahme ein-

verstanden erklärten, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wür-

den systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 

Dublin-III-VO aufweisen, 

dass Deutschland Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die deutschen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen 

und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln 

der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Deutschland werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

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gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die ihn bei einer 

Rückführung erwartenden Bedingungen in Deutschland seien derart 

schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK 

führen könnten, 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Deutschland würde ihm dauerhaft 

die ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedin-

gungen vorenthalten, 

dass es ihm bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung offen-

steht, sich an die zuständigen deutschen Behörden zu wenden und die ihm 

zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einzufordern 

(vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unter-

bringung von den deutschen Behörden bevorzugt behandelt werden und 

sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsorgani-

sationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Rückkehr nach Deutschland wegen der dor-

tigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers sodann zu 

prüfen ist, ob die Anwesenheit seiner Eltern und Geschwister in der 

Schweiz einer Überstellung im Rahmen des vorliegenden Dublin-Verfah-

rens entgegensteht beziehungsweise ob eine Rückführung des Beschwer-

deführers nach Deutschland gegen Art. 8 EMRK verstossen würde, 

dass sich auf den Schutz von Art. 8 EMRK die Mitglieder der Kernfamilie 

berufen können, mithin die Ehegatten und ihre minderjährigen Kinder, 

dass Eltern und Geschwister nicht unter den Schutzbereich dieser Bestim-

mung fallen, weshalb der volljährige Beschwerdeführer daraus nichts zu 

seinem Vorteil ableiten kann, 

dass vorliegend auch ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne 

von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO (wegen Schwangerschaft, eines neugebo-

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renen Kindes, schwerer Krankheit, ernsthafter Behinderung oder hohen Al-

ters) – ungeachtet dessen, dass die Eltern auf Hilfe, Betreuung und Bei-

stand angewiesen sein sollen – nicht belegt ist, 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Deutschland würde gegen 

Art. 3 EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz 

oder Landesrecht verstossen, 

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

aus seinem Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz bei seiner Familie 

nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, 

dass mit der Kognitionsbeschränkung anlässlich der Asylgesetzrevision 

vom 1. Februar 2014 die Angemessenheitskontrolle des Bundesverwal-

tungsgerichts gemäss Art. 106 Abs. 1 aBst. c AsylG gestrichen wurde und 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 eine Kann-Bestimmung darstellt, womit das SEM 

bei der Ausübung dieses Rechts über einen gewissen Ermessensspiel-

raum verfügt (vgl. BVGE 2015/9 E. 5.6 und 7), 

dass das Bundesverwaltungsgericht demnach nicht mehr überprüfen kann, 

ob der Entscheid des SEM, von der Souveränitätsklausel keinen Gebrauch 

zu machen, im Lichte von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 als unangemessen zu 

erachten ist, sondern die Prüfung hat sich darauf zu beschränken, ob das 

SEM seinen Ermessensspielraum korrekt ausgeübt hat, vorausgesetzt es 

hat von seinem Ermessensspielraum Gebrauch gemacht und dazu den 

Sachverhalt vollständig erhoben und allen wesentlichen Umständen Rech-

nung getragen (vgl. BVGE 2015/9 E. 8), 

dass den Akten keine Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensaus-

übung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entneh-

men sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

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dass das SEM nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder 

Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG seine 

Überstellung nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass die Beschwerde in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen abzu-

weisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Ver-

zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos gewor-

den ist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen 

waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.‒ 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

Versand: