# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cacc9a19-22f0-5175-89fb-01f28dd2674a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.03.2022 810 21 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-81_2022-03-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 16. März 2022 (810 21 81) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben  

 

 

Staatssteuer 2016 / Mitwirkungspflicht der steuerpflichtigen Person  

 

 
 

Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clau-
sen, Claude Jeanneret, Kantonsrichterin Susanne Afheldt,  
Gerichtsschreiber Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, 
Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
A.____, Beschwerdegegner, vertreten durch JP Steuer AG,  
 

 Einwohnergemeinde B.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Staatssteuer 2016  
(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-Land-
schaft, Abteilung Steuergericht, vom 12. Februar 2021) 

 

  

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A. A.____ war Präsident des Verwaltungsrates und anschliessend Liquidator der mit Be-

schluss der Generalversammlung vom 28. Oktober 2020 aufgelösten und am 26. Januar 2022 im 

Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft gelöschten C.____ AG. Mit Veranlagungsverfü-

gung der Staatssteuer 2016 vom 6. Dezember 2018 rechnete die Steuerverwaltung des Kantons 

Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) A.____ nichtdeklarierte Darlehenszinsen der C.____ AG in 

der Höhe von Fr. 103'278.50 auf das Einkommen auf.  

 

B. Mit Einspracheentscheid vom 5. August 2020 wies die Steuerverwaltung die dagegen 

erhobene Einsprache ab.  

 

C. Den gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen Rekurs vom 1. September 2020 

hiess das Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuerge-

richt), mit Entscheid Nr. 510 20 106 vom 12. Februar 2021 gut. Zur Begründung führte es zusam-

menfassend aus, dass es sich nicht als überwiegend wahrscheinlich erweise, dass A.____ der 

eigentliche Anspruchsberechtigte der zweiten Zinstranche von Fr. 51'639.25 gewesen sein soll. 

Unter Verweisung auf das Massgeblichkeitsprinzip der Buchhaltung sei es A.____ vielmehr ge-

lungen, den Gegenbeweis erfolgreich zu erbringen. Entsprechend der im Steuerrecht geltenden 

Beweislastverteilung trage deshalb die Steuerverwaltung die Folgen der Beweislosigkeit dieser 

steuererhöhenden Tatsache.  

 

D. Gegen diesen Entscheid erhob die Steuerverwaltung mit Eingabe vom 30. März 2021 

beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Be-

schwerde mit den unter Kosten- und Entschädigungsfolge gestellten Anträgen: (1) Es seien die 

hiermit angefochtenen Urteile des Steuergerichts Basel-Landschaft vom 12. Februar 2021 

Nr. 510 20 106 (Staatssteuer 2016) und Nr. 530 20 36 (Direkte Bundessteuer 2016) aufzuheben. 

(2) Es seien die in der gleichen Sache ergangenen Einspracheentscheide vom 5. August 2020 

der kantonalen Steuerverwaltung zu bestätigen. (3) Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz 

zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Die Beschwerdeführerin zeigte in der Beschwerde auf, wie 

sie die Darlehenszinsen herleitete. Unter Erläuterung des geltenden Beweismasses und der an-

wendbaren Beweislastverteilung nahm die Steuerverwaltung eine konkrete Beweiswürdigung vor 

und kam dabei zusammenfassend zum Schluss, dass A.____ als Darlehensgeber zweifellos An-

spruchsberechtigter der gesamten Darlehenszinszahlungen von Fr. 103'278.-- gewesen sei, wes-

halb die entsprechende Aufrechnung auf seinem Einkommen als Privatperson zu Recht erfolgt 

sei. Schliesslich liege in den Umständen, dass das Steuergericht allein auf die Buchhaltung der 

C.____ AG abstelle und die Beschwerdeführerin auf einen alten Revisionsbericht betreffend eine 

Grundstückgewinnsteuer der C.____ AG behafte, eine willkürliche Beweiswürdigung. 

 

E. Mit Eingabe vom 23. April 2021 liess sich das Steuergericht unter Verweisung auf den 

angefochtenen Entscheid vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde.  

  

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F. Mit Eingabe vom 30. April 2021 liess sich der Beschwerdegegner, vertreten durch die 

JP Steuer AG mit Sitz in Basel, vernehmen und stellte unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

die Rechtsbegehren: (1) Die Beschwerde der Beschwerdeführerin sei vollumfänglich abzuwei-

sen. (2) Die angefochtenen Urteile des Steuergerichts Basel-Landschaft vom 12. Februar 2021 

Nr. 510 20 106 (Staatssteuer 2016) und vom 12. Februar 2021 Nr. 530 20 36 (Direkte Bundes-

steuer 2016) seien zu bestätigen. (3) Es sei in der Sache zu entscheiden und keine Zurückwei-

sung an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung vorzunehmen. Auf die weiteren Ausführungen 

des Beschwerdegegners wird sofern erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-

gen.  

 

G. Mit Verfügung vom 10. Mai 2021 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet.  

 

H. Mit Eingabe vom 8. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin ihre Replik ein, in welcher 

sie vollumfänglich an ihren Rechtsbegehren und deren Begründung festhielt. Auf die weiteren 

Ausführungen wird sofern erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

I. Mit Eingabe vom 23. Juni 2021 teilte das Steuergericht mit, dass es auf die Einreichung 

einer Duplik verzichte. 

 

J. Am 14. Juli 2021 reichte der private Beschwerdegegner, nach wie vor vertreten durch 

die JP Steuer AG, seine Duplik ein und hielt darin vollumfänglich an seinen Rechtsbegehren und 

deren Begründung fest. Auf die weiteren Ausführungen wird soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.  

 

K. Weil der massgebliche Sachverhalt auch nach dem zweiten Schriftenwechsel noch nicht 

ausreichend erstellt war, verlangte das Kantonsgericht vom privaten Beschwerdegegner mit Ver-

fügung vom 16. August 2021 eine schriftliche Auskunft und die Einreichung zusätzlicher Belege.  

 

L. Mit Eingaben vom 8. September 2021 und 21. September 2021 liess sich der private 

Beschwerdegegner, vertreten durch die JP Steuer AG, zu der gerichtlich nachgefragten schriftli-

chen Auskunft vernehmen, ohne gleichzeitig weitere Belege einzureichen. Auf die weiteren Aus-

führungen wird soweit erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

M. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-

wiesen und verfügt, dass die Beschwerdeverfahren Nr. 810 21 81 und Nr. 810 21 82 zusammen 

behandelt werden.  

 

N. Mit Schreiben vom 17. Januar 2022 reichte die JP Steuer AG ihre Honorarnote für die 

Beschwerdeverfahren Nr. 810 21 81 und Nr. 810 21 82 ein.  

 

  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1.1 Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 

7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit verwaltungsgerichtlicher Beschwerde 

beim Kantonsgericht angefochten werden. Da sämtliche formellen Voraussetzungen gemäss § 

131 StG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 

(VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten 

werden.  

 

1.2 Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Mängel des angefochtenen Entscheids 

und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). Dem Kantonsgericht 

kommt im vorliegenden Fall somit volle Kognition zu. Zulässig sind auch neue Anträge, Behaup-

tungen und Beweismittel (§ 6 Abs. 3 VPO; vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfas-

sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. August 2016 [810 16 9] E. 7.2). 

 

2. Im Rahmen der Veranlagung des Beschwerdegegners ist vorliegend strittig, ob ihm die 

Steuerverwaltung zu Recht Darlehenszinsen im Umfang von Fr. 51'639.25 auf seinem privaten 

Einkommen als natürliche Person aufgerechnet hatte. Dagegen sind weder die Veranlagung noch 

die Revision der C.____ AG Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Mass-

geblich in Bezug auf das Einkommen des privaten Beschwerdegegners sind damit einzig die 

steuerrelevanten Faktoren auf der Ebene natürliche Person.  

 

3.1 Die Beschwerdeführerin führte aus, dass eine Revision der C.____ AG für das Jahr 2016 

ergeben habe, dass an den Beschwerdegegner ein Darlehenszins in der Höhe von Fr. 103'278.50 

ausgerichtet worden sei. Das Darlehen sei zwar bereits im Jahr 2014 zurückbezahlt worden, die 

Zinsen seien dagegen als transitorische Passiven geführt und damit erst im Jahr 2016 ausbezahlt 

worden. Zur Begründung führte sie weiter aus, dass die rund zehnjährige Bau- und Planungs-

phase des Bauprojektes D.____ unbeabsichtigte Verzögerungen verursacht habe. Deshalb hät-

ten die Aktionäre der C.____ AG (und damit auch der Beschwerdegegner) zusätzliche Darlehen 

gewähren müssen, damit das Gesamtprojekt beziehungsweise die Aktiengesellschaft nicht 

ʺSchiffbruch erleiden würdenʺ. Hintergrund für die beim Beschwerdegegner vorgenommene Auf-

rechnung von Fr. 51'639.25 bilde die durch das Revisorat vorgenommene Buchprüfung bei der 

C.____ AG betreffend die Ermittlung der Grundstückgewinnsteuer im Zusammenhang mit der 

Überbauung D.____ gemäss dem Revisionsbericht vom 21. Juni 2017. Dabei habe sich gezeigt, 

dass die Aktionäre der C.____ AG von 2006 bis 2014 Darlehen gewährt hätten, welche zu 3.75% 

verzinst worden seien. Weil der Beschwerdegegner im Gegensatz zu den übrigen Aktionären die 

erhaltenen Zinszahlungen nicht deklariert habe, habe die Steuerverwaltung im Rahmen des Ver-

anlagungsverfahrens 2016 eine Aufrechnung in der Höhe von Fr. 103'278.-- vorgenommen. Ge-

mäss einem aktenkundigen Buchungsbeleg zeige sich nämlich klar, dass (mit einer begründeten 

Ausnahme) allen Darlehensgebern jeweils der gleiche Zinsbetrag in Höhe von Fr. 103'278.50 

vergütet worden sei. Trotz mehrfachen Aufforderungen seien der Beschwerdeführerin keine Dar-

lehensverträge der Aktionäre eingereicht worden, weshalb diese die effektiven Darlehenszinsen 

für die Jahre 2006 bis 2014 gestützt auf vorhandene, einzelne Unterlagen und Buchungsbelege 

habe herleiten müssen. Im Rahmen dieser Plausibilisierung errechnete die Steuerverwaltung für 

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die gesamte Laufzeit einen Darlehenszinsanspruch des Beschwerdegegners gegenüber der 

C.____ AG von einem gerundeten Gesamtbetrag in der Höhe von Fr. 103'278.--.  

 

3.2 In beweisrechtlicher Hinsicht hielt die Beschwerdeführerin weiter fest, dass die steuer-

pflichtige Person gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung insbesondere bei Zahlungen ins 

Ausland eine umfassende Mitwirkungspflicht treffe, da sich die Verhältnisse des ausländischen 

Zahlungsempfängers der Kontrolle der inländischen Steuerverwaltung entziehen würden. Zudem 

könne vorliegend nicht auf das Prinzip der Massgeblichkeit der Buchhaltung abgestellt werden, 

da die Buchhaltung der C.____ AG mangels transparenter Verbuchungen der gewährten Darle-

hen nicht aussagekräftig sei und es überhaupt an Vertragsgrundlagen zu den gewährten Darle-

hen fehle. Darlehen an die Aktionäre sowie periodenfremd ausbezahlte Darlehenszinse seien 

aber insbesondere im Anhang zur Bilanz bzw. im Einlageblatt zur Steuererklärung transparent 

auszuweisen. Unter diesen Umständen erweise sich die Buchhaltung als blosse Parteibehaup-

tung und ohne Beweiskraft und stelle keinen Gegenbeweis dar, der die von der Steuerverwaltung 

vorgenommene Aufrechnung zu entkräften vermöge. Zudem zeige sich, dass sich die damalige 

Buchprüfung der C.____ AG nur auf die Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer beschränkt 

habe, weshalb die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Buchhaltung der C.____ AG in 

grundsätzlicher Hinsicht bereits einmal Gegenstand einer Revision gewesen sei, offensichtlich 

falsch sei. Die Darlehensbeträge seien vielmehr alle auf ein einziges Konto gebucht worden und 

könnten daher nicht (mehr) den einzelnen Darlehensgebern zugeordnet werden. Zudem würden 

die vertraglichen Grundlagen für die Darlehen-Zinszahlungen gänzlich fehlen beziehungsweise 

seien diese auch nie vorgelegt worden. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, wie 

das Steuergericht im angefochtenen Urteil sinngemäss zum Schluss kommt, dass die Buchhal-

tung formell und materiell korrekt sei.  

 

4.1 Das Steuergericht führte dagegen aus, dass der Beweis für steuerbegründende oder 

steuererhöhende Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für steuermindernde Tatsachen 

grundsätzlich dem Steuerpflichtigen obliege. Letzterer habe steuermindernde Tatsachen nicht 

nur zu behaupten, sondern auch zu belegen. Im direktsteuerlichen Veranlagungsverfahren be-

dürfe es dafür keiner absoluten Gewissheit. Es genüge, wenn aufgrund objektiver Gesichtspunkte 

die Veranlagungsbehörde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen eines 

rechtserheblichen Sachverhalts überzeugt sei, wobei die erforderliche Überzeugung auch allein 

auf Indizien beruhen könne. Gelinge der Beweis, stehe es der nicht beweisbelasteten Partei frei, 

den Gegenbeweis zu erbringen. Das Ergebnis des Hauptbeweises müsse dabei so erschüttert 

werden, dass es nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich erscheine. Eine formell ordnungs-

gemäss geführte Buchhaltung spreche regelmässig für die natürliche Vermutung ihrer materiellen 

Richtigkeit. Die Vermutung der materiellen Richtigkeit einer Buchhaltung könne aber etwa durch 

den Nachweis, dass die Geschäftsbücher unrichtig oder unvollständig geführt worden seien, um-

gestossen werden. Durch den im Veranlagungsverfahren herrschenden Untersuchungsgrund-

satz sei die Steuerverwaltung verpflichtet, die Steuererklärung zu prüfen und die erforderlichen 

Untersuchungen vorzunehmen.  

 

4.2 Vorliegend gehe aus den Buchhaltungsunterlagen und Banküberweisungsbelegen her-

vor, dass der Beschwerdegegner von der C.____ AG im Jahr 2016 Darlehenszinsen in der Höhe 

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von Fr. 51'639.25 erhalten habe. Die von der Beschwerdeführerin zusätzlich eingereichten Un-

terlagen würden im Übrigen nur beweisen, dass die Darlehensverhältnisse von nicht leicht nach-

vollziehbarer Natur seien. Das Steuergericht verneinte demgegenüber die Anspruchsberechti-

gung des Beschwerdegegners für die zweite Tranche der Darlehenszinsauszahlung ebenfalls in 

der Höhe von Fr. 51'639.25, welche direkt an E.____ überwiesen worden sei. Aus den vom Be-

schwerdegegner eingereichten Unterlagen ergebe sich, dass E.____ bereits seit 2005 über meh-

rere Jahre hinweg als Darlehensgeber und damit Darlehenszinsberechtigter der C.____ AG auf-

getreten sei. Dies lasse den Standpunkt der Steuerverwaltung, dass E.____ nur vorgeschoben 

worden sei, erheblich erschüttern. Daher erweise es sich nicht als überwiegend wahrscheinlich, 

dass der Beschwerdegegner der eigentliche Anspruchsberechtigte der zweiten Zinstranche von 

Fr. 51'639.25 gewesen sei. Die von der Steuerverwaltung vorgebrachten Indizien würden nicht 

ausreichen, um mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu überzeugen, dass die strittige 

Überweisung der zweiten Darlehenszinstranche an E.____ eine blosse für die Einkommens-

steuer unerhebliche Einkommensverwendung des Beschwerdegegners gewesen sein solle. Un-

ter Verweisung auf die im Steuerrecht geltende Beweislastverteilung für steuerbegründende Tat-

sachen und in Abstellung auf das Massgeblichkeitsprinzip der Buchhaltung sei vielmehr der Ge-

genbeweis durch den Beschwerdegegner als erfüllt zu betrachten. Deshalb habe die Beschwer-

deführerin die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und es sei die steuerliche Aufrechnung des 

an E.____ überwiesenen Betrages in der Höhe von Fr. 51'639.25 beim Einkommen des Be-

schwerdegegners nicht vorzunehmen.  

 

5. Der private Beschwerdegegner hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin ver-

schweige, dass die C.____ AG in der Steuerperiode 2016 gegenüber verschiedenen Darlehens-

gebern (und so auch gegenüber E.____) aufgelaufene Darlehenszinsen ausgerichtet habe. Die 

Beschwerdeführerin editiere nur selektiv und ihrer Meinung dienende Belege. Sie habe zudem 

fälschlicherweise und ohne entsprechenden Nachweis eine vollständige Übertragung der Darle-

hen von E.____ auf F.____ abgeleitet sowie gestützt darauf zu Unrecht behauptet, E.____ habe 

im Jahr 2016 keinen Zinsanspruch mehr gehabt. Damit unterschlage die Beschwerdeführerin die 

vorhandenen Buchhaltungsunterlagen, welche belegen würden, dass E.____ bis zu sämtlichen 

Darlehensrückzahlungen an alle Darlehensnehmer weiterhin investiert gewesen sei. Die Rüge 

der mangelhaften Buchhaltung gehe ins Leere, da es vorliegend um die Einkommenssteuer des 

Beschwerdegegners gehe, welche davon grundsätzlich unabhängig sei. Unter Verweisung auf 

die im vorinstanzlichen Verfahren bereits eingereichten Belege hielt der Beschwerdegegner zu-

dem fest, dass die Verbuchungen der C.____ AG sowie die nachweislich getätigten Zahlungs-

flüsse an den Beschwerdegegner und an E.____ vollkommen übereinstimmen würden. Diese 

Belege würden weiter offensichtlich zeigen, dass sowohl der Beschwerdegegner als auch E.____ 

bis ins Jahr 2014 Darlehensgeber der C.____ AG gewesen seien. Im Juli 2014 seien sämtliche 

Restdarlehen zurückbezahlt worden, während die aufgelaufenen Darlehenszinsen im Jahr 2016 

sowohl an den Beschwerdegegner als auch an E.____ zurückbezahlt worden seien. Sofern die 

Beschwerdeführerin aufgrund eines von ihr behaupteten Rechtsverhältnisses zwischen dem Be-

schwerdegegner und E.____ eine Art ʺZahlungs-stattʺ unterstelle, sei ausschliesslich sie dafür 

beweispflichtig. Es könne deshalb nicht sein, dass die Beschwerdeführerin durch selektive und 

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unvollständig selektionierte Belege versuche, die Beweislast umzukehren. Auf die weiteren Aus-

führungen des Beschwerdegegners wird soweit erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.  

 

6. Streitgegenstand bildet vorliegend ausschliesslich die Frage, ob die Steuerverwaltung 

dem Beschwerdegegner zu Recht Darlehenszinse im Umfang von Fr. 51'639.25 auf seinem pri-

vaten Einkommen als natürliche Person aufgerechnet hatte (vgl. E. 2 hiervor). Akzeptiert hatte 

der Beschwerdegegner dagegen die Aufrechnung der ersten unbestrittenen Darlehenszinstran-

che in der Höhe von ebenfalls Fr. 51'639.25 auf seinem Einkommen, welche ihm die C.____ AG 

auch im Jahr 2016 ausbezahlt hatte. Dieser Umstand ändert aber nichts daran, dass der Be-

schwerdegegner als Advokat und damit qualifiziert rechtskundige Person in seiner ursprünglichen 

Steuerdeklaration 2016 von sich aus gar keine Darlehenszinsen der C.____ AG – und damit auch 

die unbestrittene erste Zinstranche über Fr. 51'639.25 nicht – deklariert hatte. Auch wenn diese 

Tatsache nicht Bestandteil des vorliegenden Streitgegenstandes bildet, ist an dieser Stelle fest-

zuhalten, dass die rechtmässige Besteuerung des Beschwerdegegners hinsichtlich der unbestrit-

tenen Darlehenszinse nur aufgrund der nachträglichen Aufrechnung durch die Steuerverwaltung 

und nicht basierend auf einer vollständigen und wahrheitsgemässen Selbstdeklaration des Be-

schwerdegegners möglich war.  

 

7.1 Die Argumentation des Steuergerichts und des privaten Beschwerdegegners basiert im 

Wesentlichen auf dem Argument, dass die Verbuchungen der C.____ AG mit den nachweislich 

getätigten Zahlungsflüssen zwischen der C.____ AG einerseits und dem Beschwerdegegner so-

wie E.____ andererseits vollkommen übereinstimmen würden. Zur Begründung verwiesen beide 

entsprechend auf das Prinzip der Massgeblichkeit der Buchhaltung (sog. Grundsatz der Massge-

blichkeit der Handelsbilanz für das Steuerrecht). Dieses besagt, dass die Handelsbilanz für das 

Steuerrecht massgebend ist, sofern sie den Anforderungen entspricht, die das Handelsrecht ver-

langt (BGE 137 II 353 E. 6.2; Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt VD.2015.149 und 150 

vom 10. April 2017 E. 3.1.2). Eine formell ordnungsgemäss geführte Buchhaltung liegt vor, wenn 

diese materiell richtig, inhaltlich vollständig und nachvollziehbar erscheint. Bei einer derart ge-

führten Buchhaltung spricht regelmässig die natürliche Vermutung für ihre materielle Richtigkeit. 

Diese Vermutung kann aber etwa durch den Nachweis, dass die Geschäftsbücher unrichtig oder 

unvollständig geführt worden sind, umgestossen werden (Urteil des Bundesgerichts 

2C_554/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.1).  

 

7.2 Es wird zu Recht nicht geltend gemacht, dass sich die Massgeblichkeit der Buchhaltung 

aus deren materieller Richtigkeit ergeben soll. Vielmehr äusserte das Steuergericht selber erheb-

liche Zweifel an deren Richtigkeit (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Urteils vom 12. Februar 2021). 

Dagegen wird die Verbindlichkeit der Buchhaltung der C.____ AG damit begründet, dass diese 

bereits einmal Gegenstand einer Revision gewesen sei (und damit ʺkeine neue Tatsacheʺ mehr 

im Raum stehe), weshalb die Beschwerdeführerin darauf zu behaften sei. Dieser Ansicht kann 

nicht gefolgt werden. Eine Bindungswirkung der fraglichen Buchhaltung scheidet vorliegend be-

reits deshalb aus, weil die Revision einerseits inhaltlich im Hinblick auf eine Grundstückgewinn-

steuer der C.____ AG erfolgte und andererseits nicht den Beschwerdegegner als natürliche Per-

son, sondern die juristische Peron betraf, welche vorliegend nicht Partei des Verfahrens ist (vgl. 

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E. 2. hiervor sowie den Revisionsbericht vom 21. Juni 2017). Unabhängig davon ist auf die Recht-

sprechung des Kantonsgerichts zu verweisen, wonach für die Veranlagungsbehörde nur dann 

eine Pflicht zur Vornahme ergänzender Abklärungen besteht, wenn die Steuererklärung Fehler 

enthält, die klar ersichtlich beziehungsweise offensichtlich sind. Nur solche augenfälligen Mängel 

begründen eine Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht und bewirken, dass keine 

"neuen Tatsachen" vorliegen (KGE VV vom 11. Dezember 2019 [810 19 42] E. 3.1.2). Davon 

kann vorliegend nicht die Rede sein, zumal das Revisorat die hier strittige Frage der ʺAnrechnung 

von Darlehenszinsen auf das Einkommen einer natürlichen Personʺ im Rahmen der Revision 

einer Grundstückgewinnsteuerveranlagung betreffend eine juristische Person mangels identi-

scher Steuersubjekte und Steuerobjekte weder beantworten musste noch konnte.  

 

7.3 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzustellen, dass die Voraussetzungen zur 

Anwendung des Prinzips der Massgeblichkeit der Buchhaltung nicht erfüllt sind, womit die Buch-

haltung der C.____ AG vorliegend weder eine Bindungswirkung  

irgendeiner Art noch eine erhöhte Glaubwürdigkeit zu entfalten vermag. Unter Berücksichtigung 

des hiervor Gesagten ist nachfolgend die beweisrechtliche Ausgangslage darzustellen und ge-

stützt darauf die konkrete Beweiswürdigung vorzunehmen.  

 

8.1.1 Art. 46 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG) vom 14. Dezember 1990 veran-

kert den das Veranlagungsverfahren beherrschenden Untersuchungsgrundsatz, indem er der 

Veranlagungsbehörde die Prüfung der Steuererklärung überträgt und sie anhält, die erforderli-

chen Untersuchungen vorzunehmen. Dieser Grundsatz, welcher aus dem Legalitätsprinzip folgt, 

verpflichtet und berechtigt die Steuerbehörde, den massgeblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären (sog. Beweisführungslast) und der Veranlagung des Steuerpflichtigen nur solche Tat-

sachen zugrunde zu legen, von deren Vorhandensein sie sich selber überzeugt hat (MARTIN 

ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Aufl., Basel 2017, N 3 zu 

Art. 46). Im Ermittlungsstadium geht es hauptsächlich um die Prüfung und Auswertung des durch 

die steuerpflichtige Person beigebrachten Tatsachenmaterials. Aufgrund dieser Prüfung erfolgt 

eine Triage zwischen unproblematischen und Problemfällen. Nur bei Letzteren setzt die eigentli-

che Untersuchungspflicht ein (PETER LOCHER, in: Locher [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, III. Teil, Art. 102-222 DBG, Basel 2015, N 8 zu Einführung zu Art. 

122 ff.).  

 

8.1.2 Dieser Vorgang der Sachverhaltsfeststellung aufgrund der Untersuchungspflicht ist ein 

komplexer, arbeitsteiliger Prozess. Im Veranlagungsverfahren muss die steuerpflichtige Person 

deshalb alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen und muss auf 

Verlangen der Veranlagungsbehörde die von ihr verlangten Belege und Beweise zur Überprüfung 

der selbstdeklarierten Angaben vorlegen (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 3 und 38 zu Art. 42; § 101 

ff. StG). Insbesondere muss sie das Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und voll-

ständig ausfüllen (Art. 42 StHG). Die Steuerpflichtigen tragen dabei die Verantwortung für die 

Richtigkeit und Vollständigkeit der Steuererklärung (vgl. KRISTIAN A. MEIER, in: Nefzger/Simo-

nek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, 

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https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pxg5dim5pxax3boj2f6nbw
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Rz. 10 zu § 101 StG). Umgekehrt kann die Steuerbehörde der steuerpflichtigen Person ihrerseits 

Vertrauen entgegenbringen. Sie darf grundsätzlich von einer korrekten und richtigen Deklaration 

und von wahrheitsgetreuen Auskünften ausgehen. Die steuerpflichtige Person verfügt somit im 

Veranlagungsverfahren über einen erheblichen Vertrauenskredit (LOCHER, a.a.O., N 14 zu Ein-

führung zu Art. 122 ff.). Unabhängig davon ist die Steuerbehörde immer – auch ohne Zweifel an 

der richtigen oder vollständigen Sachverhaltsdarstellung durch die steuerpflichtige Person – be-

rechtigt, Kontrollen (z.B. Stichproben) vorzunehmen, um die gesetzmässige Besteuerung sicher-

zustellen (BGE 133 II 114 E. 4.3; LOCHER, a.a.O., N 16 zu Einführung zu Art. 122 ff.). 

 

8.2.1 Um eine rechtmässige Veranlagung zu ermöglichen, ist die Steuerbehörde insbeson-

dere infolge des auf die Massenverwaltung angelegten und hiervor beschriebenen Veranlagungs-

verfahrens und der beschränkten Untersuchungsmittel auf die Mitwirkung der steuerpflichtigen 

Person an der behördlichen Sachverhaltsermittlung angewiesen (Urteil des Bundesgerichts 

2C_554/2013, 2C_555/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.2). Die Mitwirkung der steuerpflichtigen 

Person an der Sachverhaltsermittlung (sog. Kooperationsgrundsatz) bildet denn auch einen tra-

genden Pfeiler des ordentlichen gemischten Veranlagungssystems. Denn die Mitwirkungspflicht 

ist Ausdruck des Selbstveranlagungselements dieses Systems und besteht in einer umfassenden 

Pflicht zur vollständigen und wahrheitsgemässen Offenlegung aller für die Steuerveranlagung 

massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse, die in ihrer Gesamtheit nur dem Steuerpflichtigen 

selbst bekannt sind (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 2 zu Art. 42; Urteil des Verwaltungsgerichts 

Basel-Stadt VD.2015.149 und 150 vom 10. April 2017 E. 4.2.2.1 und 4.3.1.1 m.w.H.). Im Ergebnis 

wird die Untersuchungspflicht durch die Mitwirkungspflicht der steuerpflichtigen Person einerseits 

unterstützt und andererseits begrenzt. Untersuchungs- und Mitwirkungspflicht stehen somit in ei-

ner wechselseitigen Beziehung (LOCHER, a.a.O., N 20 zu Einführung zu Art. 120 ff.). Dies ist 

entsprechend der gesetzlichen Konzeption des ordentlichen gemischten Veranlagungsverfah-

rens, das in gleicher Weise vom Untersuchungs- wie vom Mitwirkungsgrundsatz geprägt ist, sys-

temimmanent (MARKUS BERGER, Voraussetzungen und Anfechtung der Ermessensveranlagung, 

Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA], 75 S. 187).  

 

8.2.2 Von einer ʺbesonders qualifiziertenʺ Mitwirkungspflicht geht die Praxis bei grenzüber-

schreitenden Rechtsbeziehungen aus. Dies beruht auf der Überlegung, dass sich ʺdie Verhält-

nisse des ausländischen Leistungsempfängers der Kontrolle durch die inländischen Steuerbe-

hörden entziehenʺ (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 5a zu Art. 42). Leitet die steuerpflichtige Person 

aus dem internationalen Verhältnis etwas zu ihren Gunsten ab, treffen sie deshalb erhöhte Be-

weisanforderungen und Auskunftspflichten (LOCHER, a.a.O., N 33 zu Einführung zu Art. 122 ff.). 

In besonderem Masse gilt dies, falls der Vertragspartner in einem Staat ansässig ist, dessen 

Recht die Bildung fiktiver Sitze juristischer Personen erfahrungsgemäss begünstigt. In diese Län-

dergruppe fällt gemäss bisheriger Praxis auch das Fürstentum Liechtenstein (Urteil des Bundes-

gerichts 2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.2). 

 

8.3.1 Vom Untersuchungs- und vom Mitwirkungsgrundsatz losgelöst ist die Frage zu beant-

worten, wem die objektive Beweislast zukommt. Nach den Regeln über die objektive Beweislast 

ist zu bestimmen, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, wenn das erforderliche Be-

weismass nicht erreicht wurde, d.h. der Beweis für eine rechtserhebliche Tatsache misslungen 

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ist (LOCHER, a.a.O., N 35 zu Einführung zu Art. 122 ff.). Die Beweislastregeln folgen dem sog. 

ʺAlles-oder-Nichts-Prinzipʺ. Entsprechend wird bei Beweislosigkeit zulasten der beweisbelaste-

ten Person angenommen, der fragliche Sachverhalt habe sich nicht verwirklicht. Gemäss herr-

schender Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt nach der im Abgaberecht gel-

tenden Normentheorie in sinngemässer Anwendung von Art. 8 ZGB der steuerpflichtigen Person 

für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen die objektive Beweislast zu, während die Steu-

erbehörde jene für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen trifft (vgl. statt vieler BGE 140 

II 248 E. 3.5; LOCHER, a.a.O., N 36 zu Einführung zu Art. 122 ff. m.w.H.). Im Rahmen von Art. 8 

ZGB kommt weiter derjenigen Partei, welche nicht mit dem Beweis belastet ist, das Recht zum 

Gegenbeweis zu. So wird sie versuchen, die Umstände zu beweisen, welche geeignet sind, beim 

Richter ernsthaft Zweifel am Wahrheitsgehalt der Behauptungen hervorzurufen, welche Gegen-

stand des Hauptbeweises sind.  

 

8.3.2 Das Beweismass sagt dagegen generell-abstrakt aus, welchen Grad an Überzeugung 

es braucht, damit ein Beweis gelungen ist und damit ein Sachverhalt einer Rechtsnorm zugrunde 

gelegt werden darf. Demgegenüber bezeichnet die Beweiswürdigung die tatsächliche Wertung 

im konkreten Einzelfall. Im Normalfall ist im Rahmen der freien Beweiswürdigung das Regelbe-

weismass ʺmit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeitʺ erforderlich. Das heisst die Veran-

lagungsbehörde hat aufgrund des vorhandenen Informationsmaterials den ʺwirklichen Sachver-

haltʺ festzustellen (LOCHER, a.a.O., N 29 zu Einführung zu Art. 122 ff.). Für den Erfolg des Ge-

genbeweises genügt es schliesslich, dass der Hauptbeweis erschüttert und die in ihm enthaltenen 

Tatsachen nicht mehr als ʺüberwiegend wahrscheinlichʺ beziehungsweise nicht mehr als ʺmit ho-

her Wahrscheinlichkeitʺ (vgl. zu Letzterem E. 8.8 hiernach) erscheinen (BGE 130 III 321 III E. 

3.4).  

 

8.4 Wirkt die steuerpflichtige Person an der Sachverhaltsermittlung nicht oder nicht gehörig 

mit, indem sie den Aufforderungen der Veranlagungsbehörde nicht nachkommt, ist die Behörde 

meist ausserstande, ihrer Untersuchungspflicht weiterhin nachzukommen und den in Frage ste-

henden Sachverhalt abzuklären. Sie gerät dadurch gleichsam in einen Untersuchungsnotstand. 

Auch wenn die behördliche Pflicht, die materielle Wahrheit festzustellen, aus faktischen Gründen 

nicht mehr aufrechterhalten werden kann, bleibt die Steuerbehörde dennoch zur Aufklärung des 

für die Veranlagung erforderlichen Sachverhalts verpflichtet, indem sie insbesondere den Steu-

erpflichtigen aufzufordern hat, dessen Behauptungen zu substantiieren und jene Beweismittel 

beizubringen, die eine vollständige und richtige Veranlagung ermöglichen (MARTIN ZWEIFEL, Die 

Verfahrenspflichten des Steuerpflichtigen im Steuereinschätzungsverfahren unter besonderer 

Berücksichtigung des zürcherischen Rechts, Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA], 49 

S. 518; URS R. BEHNISCH, Die Verfahrensmaximen und ihre Auswirkungen auf das Beweisrecht 

im Steuerrecht, Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA], 56 S. 626; BERGER, a.a.O., S. 

185, 190; LOCHER, a.a.O., Einführung zu Art. 122 ff. N 37). Können die Ungewissheiten danach 

immer noch nicht beseitigt werden, sind diese über die Regeln der objektiven Beweislast bezie-

hungsweise durch Vornahme einer Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen zu lösen. Die 

Untersuchungspflicht muss dagegen in einer solchen Konstellation angesichts der fundamenta-

len Bedeutung der Mitwirkung des Steuerpflichtigen an der Sachverhaltsermittlung zwangsläufig 

erlöschen (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 12 und N 38c zu Art. 46).  

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8.5 Nach Art. 46 Abs. 3 StHG (vgl. auch Art. 130 Abs. 2 DBG) hat die Veranlagungsbehörde 

die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vorzunehmen, wenn der Steuerpflichtige trotz 

Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfüllt oder die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger 

Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden können. Die Ermessensveranlagung wegen Nicht-

erfüllung von Verfahrenspflichten setzt voraus, dass der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine in 

Art. 42 StHG umschriebenen Mitwirkungspflichten nicht erfüllt hat. Anlass zu einer solchen Ver-

anlagung bietet nämlich jeder behördliche Untersuchungsnotstand, das heisst jede nicht zu be-

seitigende Ungewissheit im Sachverhalt, welche es der Veranlagungsbehörde verunmöglicht, die 

Steuerfaktoren oder Teile hiervon ʺeinwandfreiʺ zu ermitteln, und zwar aufgrund ʺzuverlässiger 

Unterlagenʺ, d.h. gestützt auf eine beweismässige Abklärung des Sachverhalts 

(ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 29 zu Art. 46 m.w.H.). Ein Verschulden des Steuerpflichtigen ist 

dagegen nicht vorausgesetzt, weil es für die Ermessensveranlagung einzig darauf ankommt, ob 

der Sachverhalt objektiv unabklärbar und ungewiss ist (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 32 zu 

Art. 46). 

 

8.6 Bevor jedoch eine Ermessensveranlagung vorgenommen wird, ist im Untersuchungs- 

und Beweisverfahren zu prüfen, ob eine steuerbegründende/steuererhöhende oder eine steuer-

aufhebende/steuermindernde Tatsache zu beweisen ist. Die Ermessensveranlagung kommt nur 

zur Anwendung, wenn die Unsicherheit nicht über die Regeln der Beweislast gelöst werden kann. 

Insofern ist die Ermessensveranlagung als ʺultima ratioʺ der Sachverhaltsfeststellung zu betrach-

ten (Urteil des Bundesgerichts 2C_554/2013, 2C_555/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.4; BERGER, 

a.a.O., S. 196; ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 38 und 38b zu Art. 46). Zudem weist die Ermessens-

veranlagung je nach Natur der zu beweisenden Tatsache einen anderen Anwendungsbereich 

auf, womit sie sich nicht als streng ʺsymmetrischʺ erweist: Mangelhafte Mitwirkung in der Ermitt-

lung steuerbegründender bzw. -erhöhender Tatsachen (für welche die Veranlagungsbehörden 

die Beweislast tragen) mündet bei Erreichen der erforderlichen Mindestwahrscheinlichkeit stets 

in eine Ermessensveranlagung aus, d.h. sowohl hinsichtlich des Grundsachverhalts als auch mit 

Bezug auf dessen quantitative Festlegung. Dagegen führt bei steueraufhebenden bzw. -mindern-

den Umständen nur die Unsicherheit hinsichtlich des Quantitativen zur Ermessensveranlagung 

und zur Schätzung eines entsprechenden Betrags, während die Steuerbehörde bei einem ʺnon 

liquetʺ hinsichtlich des Grundsachverhalts nach der Beweislastregel zu Lasten des Steuerpflich-

tigen entscheidet (BERGER, a.a.O., S. 203).  

 

8.7 Weiter ist zwischen der vollständigen und der partiellen Ermessensveranlagung zu un-

terscheiden. Ungeachtet des Wortlauts von Art. 46 Abs. 3 StHG, wonach die Veranlagungsbe-

hörde ʺdie Veranlagungʺ nach pflichtgemässem Ermessen vornimmt, beschränkt sich die Ermes-

sensveranlagung auf jene Teile der Steuerfaktoren, die von den ungewissen tatsächlichen Ver-

hältnissen betroffen sind (Urteil des Bundesgerichts 2C_554/2013, 2C_555/2013 vom 30. Januar 

2014 E. 2.3). Es bleibt also nur Raum für eine Schätzung beziehungsweise Plausibilisierung, 

soweit die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Danach richtet sich der Umfang der Ermessens-

veranlagung. Demzufolge erstreckt sich die Schätzung je nach dem Ausmass der Ungewissheit 

im Sachverhalt auf die Steuerfaktoren als Ganzes oder lediglich auf einzelne Teile (sog. partielle 

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Ermessensveranlagung). Eine solche partielle Ermessensveranlagung kann auch dann vorge-

nommen werden, wenn die Steuerfaktoren nur mangels (einzelner) zuverlässiger Unterlagen 

nicht einwandfrei ermittelt werden können (BERGER, a.a.O., S. 199 f.). Es handelt sich somit bei 

der partiellen Ermessensveranlagung auch um eine Art ʺAuffangtatbestandʺ der allgemeinen Er-

messensveranlagung (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N 38 zu Art. 46).  

 

8.8 Die auf einer unzureichenden Mitwirkung beruhende (partielle) Ermessensveranlagung 

wirkt sich zudem auf die im Steuerrecht geltenden Regeln über das Beweismass und die Beweis-

würdigung bei der Veranlagung aus, wenn die Steuerbehörde die objektive Beweislast trägt. 

Denn diesfalls kann die Steuerbehörde den vollen Beweis der Richtigkeit der von ihr vorgebrach-

ten Tatsachen im Sinne des Regelbeweismasses ʺmit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich-

keitʺ nicht mehr erbringen; sie befindet sich mithin in Beweisnot (BEHNISCH, a.a.O., S. 626 f.). Bei 

dieser Ausgangslage sind an den von der Steuerbehörde zu erbringenden Beweis herabgesetzte 

Anforderungen zu stellen, indem anstatt des Regelbeweises ein Beweis zu erbringen ist, welcher 

dem Beweismass der ʺhohen Wahrscheinlichkeitʺ entspricht (BEHNISCH, a.a.O., S. 626 f.; vgl. 

LOCHER, a.a.O., Einführung zu Art. 122 ff. N 20 und 31 f.; BERGER, a.a.O., S. 192 und 195). Mit 

anderen Worten wird im Rahmen der (partiellen) Ermessensveranlagung dem beweisrechtlichen 

Risiko mittels einer Senkung des Beweismasses vom Regelbeweis zu jenem der hohen Wahr-

scheinlichkeit entgegengewirkt, wenn die steuerpflichtige Person aufgrund eines ihr vorwerfbaren 

Verhaltens nicht oder nur unzureichend bei der Veranlagung mitgewirkt hat und die Steuerbe-

hörde selbst gleichzeitig alle geeigneten und ihr zumutbaren Untersuchungsmöglichkeiten in vol-

lem Umfang ausgeschöpft hat (Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt VD.2015.149 und 150 

vom 10. April 2017 E. 4.3.2.1 m.w.H.). Die beschriebene Ausgangslage führt grundsätzlich dazu, 

dass die Beweislastregeln für steueraufhebende bzw. -mindernde Umstände zuungunsten der 

steuerpflichtigen Person früher zum Tragen kommen. Andererseits werden steuerbegründende 

bzw. -erhöhende Tatsachen eher angenommen und ermessensweise festgesetzt (LOCHER, 

a.a.O., Einführung zu Art. 122 ff. N 45).  

 

9.1 Vorliegend ist unstreitig, dass die Steuerverwaltung für die steuerbegründende Tatsache 

der Darlehensrückzahlung beweispflichtig ist. Weiter nicht bestritten ist die Höhe der Zinszahlun-

gen von insgesamt Fr. 103'278.50. Uneinigkeit besteht dagegen über die Frage, wem der An-

spruch auf die zweite Darlehenszinstranche über Fr. 51'639.25 zusteht. Es ist vorab festzuhalten, 

dass diese Frage materiell aufgrund der vorhandenen Aktenlage nicht abschliessend beantwortet 

werden kann. Ausgangspunkt bildet die vorinstanzliche Feststellung, dass den Darlehensgebern 

im Jahr 2016 auf den Rappen genau derselbe Betrag ausbezahlt worden sei, obwohl die Über-

weisungen der Darlehen an die C.____ AG zu unterschiedlichen Zeiten und auch in unterschied-

lichen Beträgen vorgenommen worden seien. Statistisch gesehen sei die Richtigkeit dieser An-

gaben höchst unwahrscheinlich. Diese Vorgehensweise lege vielmehr die Vermutung der ver-

deckten Gewinnausschüttung nahe (vgl. bereits E. 7.2 hiervor). Daraus resultieren in grundsätz-

licher Hinsicht erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der vom privaten Beschwerdegegner behaup-

teten Umstände. Es ist deshalb festzuhalten, dass der genaue wirtschaftliche Hintergrund im Zu-

sammenhang mit den vom Beschwerdegegner und anderen Aktionären der C.____ AG gewähr-

ten Darlehen nicht aufklärbar ist.  

 

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9.2 Die Beschwerdeführerin konnte deshalb nicht auf die Deklaration des Beschwerdegeg-

ners abstellen, sondern war für eine rechtmässige Veranlagung auf seine nachträgliche Mitwir-

kung respektive aufgrund deren Unterlassung auf eine partielle Ermessensveranlagung angewie-

sen.  

 

9.3.1 Zur vorgenommenen partiellen Ermessensveranlagung führte die Beschwerdeführerin 

im Wesentlichen aus, dass sich aus den aktenkundigen Buchungsunterlagen der C.____ AG der 

Gesamtbetragt der aufgelaufenen Darlehenszinsen an die einzelnen Aktionäre klar ergebe. Diese 

Beträge würden zudem exakt den im Jahr 2016 tatsächlich ausbezahlten Zinsen entsprechen 

und seien im Jahr 2016 in zwei Tranchen an die gleichen Berechtigten ausbezahlt worden, denen 

die Darlehenszinsen in den erwähnten Buchhaltungsunterlagen gutgeschrieben worden seien. 

Einzig im Falle des Beschwerdegegners sei die zweite Tranche der Darlehenszinsrückzahlung 

im Umfang von Fr. 51'639.25 nicht an diesen selbst, sondern an E.____ erfolgt. Der Beschwer-

degegner komme seiner Mitwirkungspflicht nicht nach, obwohl er in seiner Funktion als (damali-

ger) Präsident des Verwaltungsrates beziehungsweise anschliessender Liquidator der C.____ 

AG ohne Weiteres in der Lage gewesen wäre, den Zinsanspruch von E.____ zu belegen. Der 

alleinige Verweis auf die vermeintliche Massgeblichkeit der Handelsbilanz reiche dazu auf jeden 

Fall nicht aus. Damit stehe fest, dass für die strittige Zinszahlung entgegen einem aktenkundigen 

Buchungsbeleg eine andere Auszahlungsmodalität beziehungsweise ein anderer Zahlungsemp-

fänger gewählt worden sei.  

 

9.3.2 Der Anspruch des Beschwerdegegners auf den strittigen Darlehenszins ergebe sich zu-

dem aus dem Kaufvertrag zwischen E.____ und F.____ betreffend Aktien der C.____ AG vom 

15. September 2011. Denn F.____, der selber zuvor nie Geld in die C.____ AG investiert habe, 

habe ausschliesslich aufgrund des Vollzuges des Kaufvertrages Darlehensrückzahlungen und 

Darlehenszinsen von der C.____ AG erhalten. Somit könne E.____ nach Abschluss und Erfüllung 

dieses Kaufvertrages in Bezug auf die strittigen Darlehenszinsen gar nicht mehr anspruchsbe-

rechtigt gewesen sein. Weshalb die zweite Darlehenszinstranche nicht an den Beschwerdegeg-

ner selbst, sondern direkt an E.____ nach G.____ überwiesen worden sei, könne offenbleiben, 

da es sich dabei um eine bei der Einkommenssteuer zu berücksichtigende Einkommensverwen-

dung des Beschwerdegegners handle. Somit sei mit dem erforderlichen Beweismass nachgewie-

sen, dass der Rechtsanspruch auf den gesamten Darlehenszins in der Höhe von Fr. 103'278.-- 

immer dem Beschwerdegegner zugestanden habe.  

 

9.4 Vorliegend trifft den privaten Beschwerdegegner aus doppelter Sicht eine verstärkte Mit-

wirkungspflicht, weil die strittige Überweisung einerseits eine Auslandzahlung darstellt und diese 

andererseits von einer Aktiengesellschaft vorgenommen wurde, deren Präsident und anschlies-

sender Liquidator der Beschwerdegegner war. Aufgrund dieser Funktionen wäre es dem Be-

schwerdegegner (insbesondere durch Einreichung der entsprechenden Verträge) ohne Weiteres 

möglich gewesen, die behauptete Anspruchsberechtigung von E.____ zumindest ansatzweise 

aufzuzeigen. Er beschränkte sich aber darauf, sich in der Sache selbst darauf zu berufen, dass 

die nachgewiesene Zahlung an E.____ mit der Buchhaltung der C.____ AG übereinstimme. Da-

raus und gestützt auf das Massgeblichkeitsprinzip der Buchhaltung resultiere die nachgewiesene 

Anspruchsberechtigung von E.____, weshalb die beweispflichtige Steuerverwaltung die Folgen 

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der Beweislosigkeit zu tragen habe. Damit ist der Beschwerdegegner seinen Verfahrenspflichten 

trotz mehrfacher Aufforderung durch die Beschwerdeführerin nicht nachgekommen und hat seine 

vorliegend verstärkte Mitwirkungspflicht verletzt.  

 

9.5 Neben der Verletzung seiner Mitwirkungspflicht gelingt es dem Beschwerdegegner mit 

seiner pauschalen Argumentation der Massgeblichkeit der Buchhaltung auch nicht, den von der 

Steuerverwaltung durch die partielle Ermessensveranlagung erbrachten Hauptbeweis zu er-

schüttern respektive die in ihm enthaltenen Tatsachen nicht mehr als mit ʺhoher Wahrscheinlich-

keitʺ richtig erscheinen zu lassen (vgl. E. 8.3.2 hiervor). Auch in diesem Zusammenhang muss 

sich der Beschwerdegegner vielmehr darauf behaften lassen, dass er anstatt die einfache Frage 

nach der Anspruchsberechtigung eines Dritten für eine Darlehenszinszahlung nachvollziehbar zu 

beantworten, in seinen zahlreichen Eingaben mehr Verwirrung stiftet anstatt Klarheit zu schaffen. 

Dieses ʺMusterʺ zog sich durch das gesamte Instruktionsverfahren vor Kantonsgericht. Als der 

Sachverhalt nach Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels noch nicht hinreichend er-

stellt schien, gewährte das Kantonsgericht dem privaten Beschwerdegegner im Rahmen einer 

schriftlichen Auskunft nochmals die Möglichkeit, die unklaren Umstände rund um die Darlehens-

gewährungen an die von ihm präsidierte und liquidierte AG aufzuzeigen. Er wurde vorgängig 

zudem ausdrücklich auf seine umfassende gesetzliche Mitwirkungspflicht sowie auf die Folgen 

im Falle deren Unterlassung hingewiesen. Inhaltlich wurde er insbesondere um Einreichung einer  

 

- Darstellung sämtlicher von ihm der C.____ AG gewährten Darlehen mit den jeweiligen 

Zinsabreden sowie den entsprechenden Verträgen,  

- Aufstellung der erhaltenen Zinszahlungen mit den entsprechenden Zahlungsbelegen, so-

wie  

- (gegebenenfalls) weiterführenden Erklärung, welche die Zahlungsflüsse plausibel in den 

Gesamtkontext der Geschäftsbeziehung einbettet oder sonstige für das wirtschaftliche 

Verständnis der Transaktionen notwendige Sachverhaltshintergründe erläutert,  

 

ersucht. Auch diese Gelegenheit zur Mitwirkung hatte der Beschwerdegegner nicht wahrgenom-

men. Er beschränkte sich unter Verweisung auf die Beweisregeln auf eine Wiederholung seiner 

Ansicht, dass die beweispflichtige Beschwerdeführerin den Sachverhalt nicht korrekt nachgewie-

sen habe. Von den nachgefragten Dokumenten wurde kein einziges eingereicht.  

 

9.6 Unter Verweisung auf das hiervor Gesagte ist festzustellen, dass die Beschwerdeführe-

rin im Rahmen einer partiellen Ermessensveranlagung in nachvollziehbarer Weise einerseits die 

Höhe der Darlehenszinsen hergeleitet/plausibilisiert hatte und andererseits mit dem vorliegend 

anwendbaren Beweismass ʺmit hoher Wahrscheinlichkeitʺ aufzeigen konnte, dass der Anspruch 

auf die zweite Darlehenszinstranche ebenfalls dem Beschwerdegegner zusteht. Damit ist zusam-

menfassend festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin der ihr obliegende Beweis für die An-

spruchsberechtigung des Beschwerdegegners für die strittige Darlehenszinszahlung gelingt und 

dem Beschwerdegegner der ihm obliegende Gegenbeweis misslingt. Die Folgen dieser Beweis-

losigkeit hat der Beschwerdegegner zu tragen, weshalb die Beschwerde gutzuheissen ist.  

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10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 

die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 

auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Steuergericht sind praxisgemäss keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Verfahrenskosten in der 

Höhe von insgesamt Fr. 2'500.-- dem unterliegenden privaten Beschwerdegegner auferlegt. Der 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin zurücker-

stattet. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 2 VPO). Zur Neuverlegung der Kosten 

des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Angelegenheit an das Steuergericht zurückzuweisen.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Steuer- und 

Enteignungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuer-

gericht, Nr. 510 20 106 vom 12. Februar 2021 aufgehoben und der Ein-

spracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft 

betreffend Staatssteuer 2016 vom 5. August 2020 bestätigt. 

   

 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an das Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons 

Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht, zurückgewiesen. 

   

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden dem privaten 

Beschwerdegegner auferlegt.  

Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 1'500. -- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

 

 

 

 

Vizepräsident 

 

 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 14. Juli 2022 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-

nummer 2C_583/2022) erhoben.  

 

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