# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de9375a7-7819-579a-80eb-c07def73314e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.07.2021 120 2021 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2021-35_2021-07-05.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2021/35

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 5. Juli 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemerswil, Dorfstrasse 26, 3053 Diemerswil

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemerswil vom 18. März 2021 
(Geruchsimmissionen Schweinehaltung)

I. Sachverhalt

1. Mit Schreiben vom 4. August 2015 bat unter anderem der Beschwerdeführer die 
Gemeinde Diemerswil um Abklärungen im Zusammenhang mit Geruchsimmissionen, die bei ihm 
durch die Schweinezucht des Beschwerdegegners verursacht würden. In der Folge wurde 
insbesondere ein Bericht "Geruchsemissionen ausgehend vom Schweinezuchtbetrieb 
D.________" vom 30. August 2018 der Firma A.________ eingeholt. Am 23. April 2019 reichte 
unter anderem der Beschwerdeführer bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons 
Bern (BVE; heute Bau- und Verkehrsdirektion, BVD) eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein. 
Mit Verfügung vom 13. Juni 2019 verpflichtete die Gemeinde Diemerswil den Beschwerdegegner 
zur Umsetzung verschiedener Massnahmen bei seinem Landwirtschaftsbetrieb mit 
Schweinezucht und Schweinemast. In Ziffer 3 der Verfügung behielt sich die Baupolizeibehörde 
Diemerswil «weitere Verfügungen (auf Basis eines primär durch die Beschwerdeführer 
beizubringenden Nachweises über das Vorhandensein von, durch die Tierhaltungsanlage des 
Beschwerdegegners verursachten, übermässigen Immissionen bei der Liegenschaft B.________ 
11)» vor. Gemäss Ziffer 7 der Verfügung wurden keine Parteikosten gesprochen. Als Folge 
dieser Verfügung vom 13. Juni 2019 schrieb das Rechtsamt der BVE das Beschwerdeverfahren 
RA Nr. 120/2019/34 betreffend Rechtsverzögerungsbeschwerde mit Verfügung vom 19. Juli 
2019 als erledigt vom Geschäftsverzeichnis ab.

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2. Gegen die Verfügung vom 13. Juni 2019 reichte unter anderem der Beschwerdeführer am 
12. Juli 2019 Beschwerde bei der BVE ein. Er beantragte, Ziffer 3 der Verfügung vom 13. Juni 
2019 sei wie folgt anzupassen: «Die Baupolizeibehörde Diemerswil behält sich weitere 
Verfügungen vor». Weiter beantragte er, Ziffer 7 der Verfügung vom 13. Juni 2019 sei 
aufzuheben und es sei ihm für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung 
zuzusprechen. Die BVE hiess die Beschwerde mit Entscheid RA Nr. 120/2019/54 vom 
5. November 2019 hinsichtlich Ziffer 3 gut, hinsichtlich Ziffer 7 wies sie die Beschwerde ab.

3. Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 reichte unter anderem der Beschwerdeführer erneut 
eine baupolizeiliche Anzeige bei der Gemeinde Diemerswil betreffend Geruchsemissionen des 
Schweinezuchtbetriebs des Beschwerdegegners ein. Gemäss «Absatz 2d-g» des Entscheids 
der BVE vom 5. November 2019 sei die Gemeinde verpflichtet, weitere Abklärungen 
vorzunehmen. Gerne werde der Bericht erwartet, wann und bei wem das betreffende Gutachten 
in Auftrag gegeben worden sei. Am 18. März 2021 erliess die Gemeinde folgende Verfügung:
C Verfügungen
01. Es wird ein neues Baupolizei-Verfahren eröffnet.
02. Auf die Anzeige von Beschwerdeführer (…) wird eingetreten.
03. (…)
04. Beschwerdeführer (…) wird angewiesen, von einer Person, die unter den Geruchseinwirkungen 

beim Wohnstock B.________ 11 in Diemerswil leidet, für den Zeitraum vom 1. April 2021 bis zum 
30. Juni 2021 ein Geruchsprotokoll mit folgenden Angaben erstellen zu lassen:
a) Name und Adresse der protokollierenden Person
b) Wann treten die Geruchsbelästigungen auf (Datum/Zeit)
c) Wie lange dauern die Geruchsbelästigungen an (Zeitdauer)
d) Unterschrift der protokollierenden Person
Aufzuzeichnen sind ausschliesslich Immissionen, die eindeutig aus der Schweinehaltungsanlage 
des Beschwerdegegners stammen.

05. Das Geruchsprotokoll ist der Baupolizeibehörde Diemerswil bis spätestens am 15. Juli 2021 
einzureichen.

06. Die Baupolizeibehörde Diemerswil behält sich weitere Verfügungen vor.

4. Gegen die Verfügung vom 18. März 2021 reichte der Beschwerdeführer am 14. April 2021 
Beschwerde bei der BVD ein. Er beantragt mit Ausnahme von Ziffer 3 die Aufhebung der 
Verfügung vom 18. März 2021. Es sei kein neues Verfahren zu eröffnen. Die Gemeinde sei 
anzuweisen, ein von ihr gewünschtes Gutachten innert kürzester Frist in Auftrag zu geben und 
gegebenenfalls Massnahmen umzusetzen. Gemäss FAT-Bericht 476/1995 basierten 
Geruchsemissionen bei Schweinen auf Berechnungen und nicht auf einem Geruchsprotokoll. 
Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich von der Gemeinde zu übernehmen.

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde Diemerswil hat mit Schreiben 
vom 3. Mai 2021 lediglich die Vorakten eingereicht, sich aber nicht zur Beschwerde geäussert und 
keinen Antrag gestellt. Der Beschwerdegegner teilte mit Schreiben vom 17. Mai 2021 mit, mit der 
Umsetzung der baulichen Massnahmen von 2020 seine die Vorgaben zur Reduktion der 
Geruchssituation seines Erachtens erfüllt.

Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 warf das Rechtsamt der BVD die Frage der selbständigen 
Anfechtbarkeit der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2021 auf. Der Beschwerdeführer 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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äusserte sich mit Schreiben vom 6. Juni 2021 zu dieser Frage, die übrigen Verfahrensbeteiligten 
haben sich nicht geäussert.

6. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Angefochten ist eine Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemerswil in einem 
Baupolizeiverfahren.2 Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG3 können baupolizeiliche Verfügungen nach 
Art. 45 bis 48 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten 
werden. Die BVD ist somit zur Behandlung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch 
den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des Entscheids hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG4). Der Beschwerdeführer hat 
das Baupolizeiverfahren durch seine Anzeige ausgelöst. Er wohnt selber in Habkern, ist aber 
Alleineigentümer des Baurechts Diemerswil Grundbuchblatt Nr. F.________ mit dem Wohnhaus 
B.________ 11. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schweinezuchtbetrieb 
des Beschwerdegegners auf den Parzellen Diemerswil Grundbuchblatt Nrn. E.________ und 
G.________. Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung insofern beschwert, 
als er mit der Verfügung zu einem Tun aufgefordert wird. Er ist daher grundsätzlich zur 
Beschwerde befugt.5

c) Mit der Aufforderung des Beschwerdeführers, von einer Person, die unter den 
Geruchseinwirkungen leidet, ein Geruchsprotokoll erstellen zu lassen, wird das 
Baupolizeiverfahren weder ganz noch teilweise abgeschlossen. Auch mit den übrigen 
umstrittenen Ziffern der angefochtenen Verfügung wird das Verfahren noch nicht abgeschlossen. 
Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich somit um eine Zwischenverfügung (vgl. Art. 61 
Abs. 1 VRPG). Dass die Gemeinde die Verfügung nicht als Zwischenverfügung deklariert hat, wie 
der Beschwerdeführer in seinem Schreiben vom 6. Juni 2021 zu Recht geltend macht, ändert 
daran nichts.

Als Zwischenverfügung, die nicht in Art. 61 Abs. 2 VRPG genannte wird, ist sie nur dann 
selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 61 Abs. 3 VRPG). Die zweite der beiden genannten Konstellationen kommt hier nicht 
in Frage, die Gutheissung der Beschwerde würde nicht sofort einen Endentscheid herbeiführen. 
Somit ist die angefochtene Zwischenverfügung dann selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht 
wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann.

2 Vgl. Ziff. C.01 der angefochtenen Verfügung und Erwägung 1.b des Entscheids der BVE vom 5. November 2019 (RA 
Nr. 120/2019/54)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
5 Vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 49 N. 3

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Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil wird praxisgemäss bejaht, wenn die anfechtende 
Person ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Aufhebung oder Abänderung des 
Zwischenentscheids hat, wobei kein irreparabler Schaden erforderlich ist. Ein hinreichendes 
Rechtsschutzinteresse an der sofortigen Anfechtung der Zwischenverfügung ist bereits dann 
gegeben, wenn ein günstiger Endentscheid für die betroffene Person nicht jeden Nachteil zu 
beseitigen vermag. Dabei genügt auch ein tatsächliches – etwa bloss wirtschaftliches – Interesse, 
soweit es für die betroffene Person nicht nur darum geht, eine Verteuerung oder eine aus 
wirtschaftlicher Sicht ungünstige Verlängerung des Verfahrens zu verhindern. Der nicht wieder 
gutzumachende Nachteil muss in jedem Fall dargetan sein, wobei das Glaubhaftmachen genügt.6

d) Der Beschwerdeführer äussert sich in seiner Beschwerde nicht zum nicht wieder 
gutzumachenden Nachteil. Allerdings wurde in der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen 
Verfügung auch nicht auf dieses Erfordernis aufmerksam gemacht. In seinem Schreiben vom 
6. Juni 2021 macht er geltend, im Entscheid RA Nr. 120/2019/54 sei explizit festgehalten worden, 
dass er als Hauseigentümer besonders berührt und damit auch materiell beschwert sei. Sein Haus 
weise bei einem Verkauf einen bedeutenden Minderertrag auf, wenn Fremdgerüche von 
Schweinen vorhanden seien. Dies wirke sich auch in einem reduzierten Mietertrag aus. Diese 
finanziellen Einbussen liessen sich nicht wieder gutmachen. Die Gutheissung seiner Beschwerde, 
das heisse die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Hinweis an die Gemeinde auf 
Art. 18 Abs. 1 VRPG, bewirke für alle Beteiligten, dass Zeit und Kosten für weitere 
Beweisverfahren erspart würden. Die Firma A.________ habe das Gutachten bereits erstellt und 
die Massnahmen aufgezeigt.

e) Diese Argumentation zielt primär auf die allgemeine Legitimation des Beschwerdeführers 
zur Beschwerdeführung in dieser Sache. Diese ist unbestritten (siehe oben Bst. b). Seine 
Eigenschaft als Hauseigentümer vermag jedoch keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil in 
Bezug auf die angefochtene Zwischenverfügung zu begründen. Zwar ist es nachvollziehbar, dass 
entgangene Mieterträge sich im Nachhinein grundsätzlich nicht wieder rückgängig machen lassen. 
Es ist jedoch nicht erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, inwiefern die 
Aufhebung der angefochtenen Zwischenverfügung einen Einfluss auf die Immissionssituation bei 
seinem Wohnhaus und letztlich auf seine Mieterträge hätte. Auch würde eine Gutheissung der 
Beschwerde keine Zeit und Kosten für weitere Beweisverfahren ersparen. Zwar hat die Firma 
A.________ 2018 bereits einen Bericht erstellt. Ob nach der Umsetzung der mit Verfügung vom 
13. Juni 2019 angeordneten Massnahmen der Schweinzuchtbetrieb in der Nachbarschaft 
übermässige Immissionen verursacht, lässt sich diesem Bericht aus dem Jahr 2018 jedoch nicht 
entnehmen. Der Beschwerdeführer fordert in seiner Beschwerde denn auch selber, dass die 
Gemeinde anzuweisen sei, ein von ihr gewünschtes Gutachten innert kürzester Frist in Auftrag zu 
geben. Zudem verlangte er auch schon in seiner Anzeige vom 4. Januar 2021, er sei über den 
Auftrag für das Gutachten in Kenntnis zu setzen. Damit geht der Beschwerdeführer selber davon 
aus, dass weitere Abklärungen in Form eines Gutachtens erforderlich sind.

Die Verpflichtung des Beschwerdeführers in Ziff. C.04 der angefochtenen Verfügung könnte für 
den Beschwerdeführer dann einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil haben, wenn die 
Erfüllung dieser Verpflichtung für ihn mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden wäre. 
Daraus liesse sich allenfalls ein hinreichendes wirtschaftliches Interesse an der sofortigen 
Anfechtung der Zwischenverfügung ableiten, sofern mit einem günstigen Endentscheid dieser 
Nachteil nicht mehr korrigiert werden könnte. Dem ist hier aber nicht so. Die Verpflichtung des 
Beschwerdeführers, von einer Person, die unter den Geruchseinwirkungen leidet, ein 
Geruchsprotokoll erstellen zu lassen, ist für ihn weder mit nennenswertem Aufwand noch mit 
Kosten verbunden. Zudem steht ihm mit seinem Mieter oder seiner Mieterin des Wohnhauses 

6 BVR 2017 S. 221 E. 2.2

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B.________ 11 auch eine geeignete Ansprechperson zur Verfügung. Mit einem gewissen 
Aufwand verbunden ist dies nur für die Person, die unter den Geruchseinwirkungen leidet und das 
Protokoll erstellen muss (also wohl primär der Mieter oder die Mieterin des Beschwerdeführers). 
Auch dieser Aufwand bei der Drittperson ist jedoch relativ bescheiden und ohne Kostenfolgen. 
Somit lässt sich damit kein nicht wieder gutzumachender Nachteil für den Beschwerdeführer 
begründen. Die Rüge des Beschwerdeführers, die Gemeinde könne von ihm nicht verlangen, dass 
er von einer Drittperson ein Geruchsprotokoll erstellen lasse, die erforderlichen Abklärungen habe 
die Gemeinde aufgrund von Art. 18 Abs. 1 VRPG selber zu veranlassen, kann er ohne nicht wieder 
gutzumachenden Nachteil auch noch im Rahmen der Anfechtung des verfahrensabschliessenden 
Endentscheids vorbringen, soweit sich die Rüge auf den Inhalt des Endentscheids auswirkt (vgl. 
Art. 61 Abs. 4 VRPG). Insofern könnte im Übrigen die Ziff. C.06 der angefochtenen Verfügung, 
wonach sich die Gemeinde weitere Verfügungen vorbehält, missverstanden werden. Die 
Gemeinde hat mit der angefochtenen Verfügung ein Baupolizeiverfahren eröffnet. Dieses wird sie 
auf jeden Fall mit einem Endentscheid abschliessen müssen. Somit ist zumindest der Erlass einer 
weiteren Verfügung gewiss.

Aus den übrigen angefochtenen Ziffern der Verfügung vom 18. März 2021 lässt sich von 
vornherein kein nicht wieder gutzumachender Nachteil ableiten. Soweit der Beschwerdeführer in 
seiner Beschwerde mit Blick auf Ziff. C.01 der angefochtenen Verfügung fordert, es sei kein neues 
Verfahren zu eröffnen, kann im Übrigen auf Erwägung 2.c des Entscheids der BVE vom 
5. November 2019 (RA Nr. 120/2019/54) verwiesen werden. Daraus ergibt sich explizit, dass die 
Gemeinde 
Diemerswil das Baupolizeiverfahren mit der damals angefochtenen Verfügung abgeschlossen 
hatte. Damit liegt es auf der Hand, dass die Gemeinde nun ein neues Baupolizeiverfahren eröffnet 
hat.

f) Nach dem Gesagten können die angefochtenen Ziffern der Verfügung vom 18. März 2021 
beim Beschwerdeführer keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken. Auf die 
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung kann daher nicht eingetreten werden.

Allerdings sind die in den Ziff. C.04 und C.05 der angefochtenen Verfügung angesetzten Fristen 
unterdessen abgelaufen. Diese werden daher neu angesetzt. Das Geruchsprotokoll ist neu für 
den Zeitraum vom 1. August 2021 bis zum 31. Oktober 2021 erstellen zu lassen (Ziff. C.04) und 
das Protokoll ist der Baupolizeibehörde Diemerswil neu bis spätestens am 15. November 2021 
einzureichen (Ziff. C.05).

2. Inhaltliche Prüfung

Die Beschwerde wäre im Übrigen auch unbegründet, wenn auf sie eingetreten werden könnte. 
Der Beschwerdeführer bezieht sich in seiner Anzeige vom 4. Januar 2021 auf die Erwägungen 
2.d-g des Entscheids der BVE vom 5. November 2019 (RA Nr. 120/2019/54) und leitet daraus ab, 
die Gemeinde sei verpflichtet, weitere Abklärungen betreffend Geruchsimmissionen 
vorzunehmen. Der Erwägung 2.e dieses Entscheids lässt sich entnehmen, dass damals 
übermässige Immissionen als Voraussetzung für verschärfte Emissionsbegrenzungen zur 
Diskussion standen (vgl. Art. 11 Abs. 3 USG7 und Art. 5 bzw. Art. 9 Abs. 1 und 2 LRV8). Weiter 
wurde in dieser Erwägung zwar ausgeführt, die Gemeinde sei aufgrund des 
Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die 
nötigen Abklärungen vorzunehmen. Damit dieser Untersuchungsgrundsatz aus Art. 18 Abs. 1 

7 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
8 Luftreinhalte-Verordnung des Bundesrats vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1)

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VRPG greift und die Immissionen durch die zuständigen Behörden näher zu prüfen sind, bedarf 
es jedoch eines begründeten «Anfangverdachts», dass übermässige Immissionen bestehen 
könnten (vgl. Art. 36 Abs. 1 LSV9 für den Lärmschutz). Ohne solchen Verdacht fehlt es dem 
Beschwerdeführer an einem schutzwürdigen Interesse an der Behandlung seiner Anzeige (vgl. 
Art. 50 Abs. 2 VRPG). Der Beschwerdeführer wohnt rund 45 km vom umstrittenen 
Schweinezuchtbetrieb entfernt. Aus dieser Entfernung ist die Wahrnehmung von durch den 
Schweinezuchtbetrieb verursachten Immissionen ausgeschlossen. Seine Anzeige alleine mit 
Bezug auf den Entscheid der BVE vom 5. November 2019 und ohne weitere Begründung vermag 
daher keinen begründeten Verdacht für übermässige Immissionen in der Nachbarschaft des 
Schweinezuchtbetriebs zu begründen. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die Gemeinde vom 
Anzeiger im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 20 VRPG) eine Substantiierung seiner 
Anzeige verlangt. Das von der Gemeinde verlangte Geruchsprotokoll einer betroffenen Person ist 
zur Substantiierung der Anzeige geeignet. Die angefochtene Verfügung und insbesondere 
Ziff. C.04 als zentrales Element dieser Verfügung ist somit nicht zu beanstanden (zu den Ziff. C.01 
und C.06 siehe bereits oben Erwägung 1.e).

3. Kosten

a) Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 
Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine Pauschalgebühr von 
CHF 200.– bis CHF 4000.– erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV10). Wird auf eine 
Beschwerde nicht eingetreten, so kann die Gebühr angemessen reduziert oder es kann ganz auf 
sie verzichtet werden (Art. 21 Abs. 1 GebV). In Anwendung dieser Bestimmung wird die Pauschale 
auf CHF 600.– festgelegt.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat daher die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der Umstand, dass in der 
Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung nicht auf die besonderen 
Eintretensvoraussetzungen für eine Zwischenverfügung aufmerksam gemacht wurde, ändert 
daran nichts. Auch in Kenntnis dieser Voraussetzungen aufgrund der Verfügung vom 26. Mai 2021 
hielt der Beschwerdeführer mit seinem Schreiben vom 6. Juni 2021 an seiner Beschwerde fest.

b) Keine der Parteien war anwaltlich vertreten. Somit sind keine Parteikosten im Sinne des 
Gesetzes entstanden (Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG). Parteikosten werde daher keine gesprochen.

III. Entscheid

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die in den Ziff. C.04 und C.05 der angefochtenen Verfügung angesetzten Fristen werden 
neu angesetzt. Das Geruchsprotokoll ist neu für den Zeitraum vom 1. August 2021 bis zum 
31. Oktober 2021 erstellen zu lassen (Ziff. C.04) und das Protokoll ist der Baupolizeibehörde 
Diemerswil neu bis spätestens am 15. November 2021 einzureichen (Ziff. C.05). Im Übrigen 
wird die Verfügung der Gemeinde Diemerswil vom 18. März 2021 bestätigt.

9 Lärmschutz-Verordnung des Bundesrats vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41)
10 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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3. Die Verfahrenskosten von CHF 600.– werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Herrn D.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Diemerswil, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.