# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e19cd885-c00a-5653-800e-32c5fd61e6c0
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.11.2024 BB.2024.136
**Docket/Reference:** BB.2024.136
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2024-136_2024-11-19

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)
;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)
;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)
;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)

Verfügung vom 19. November 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Patrick Robert-Nicoud als Einzelrichter 

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A. AG,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung  

(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2024.136 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt und Erwägungen: 

 

1. Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») nahm die Strafanzeige der A. 

AG vom 27. März 2024, unterschrieben von B. und C., mit Verfügung vom 

14. Oktober 2024 nicht an die Hand (act. 1.1). Die Strafanzeige richtete sich 

gegen Behördenmitglieder, Rechtsvertreter und Privatpersonen und wurde 

in der Folge mit weiteren Eingaben ergänzt, wobei die Anzeigeerstatter be-

reits am 31. Dezember 2023, 3. März 2024 und 16. Mai 2024 bei der BA 

Strafanzeigen erstattet hatten. Die Eingaben präsentierten sich der BA als 

Sammelschriften, gespiesen aus zahlreichen straf- und zivilrechtlichen Ver-

fahren. Die Anzeigeerstatter würden bei Urteilen und Entscheiden, mit denen 

sie nicht zufrieden seien, jeweils gegen sämtliche befassten Personen Straf-

anzeige erstatten. Die Ausführungen in den Eingaben erschienen der BA 

wirr, diffus, zusammenhangslos und nicht substantiiert. Soweit die Strafan-

zeige vom 27. März 2024 in die Kompetenz der BA fiel, fand diese keine 

belegbaren Ausführungen auf einen hinreichenden Tatverdacht. Die BA 

nahm daher die Strafanzeige nicht an die Hand.  

 

Dagegen gelangte die A. AG, vertreten durch B., am 26. Oktober 2024 an 

die Beschwerdekammer. Sie verlangt sinngemäss die Durchführung eines 

Strafverfahrens und die Bestrafung der angezeigten Personen. Das Gericht 

holte bei der BA die Akten ein (act. 5).   

 

 

2. Über die Beschwerde ist durch den verfahrensleitenden Einzelrichter 

(vgl. Art. 388 Abs. 2 StPO) ohne Schriftenwechsel (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO 

im Umkehrschluss) zu entscheiden. Die Beschwerdekammer kann in den 

Ausführungen und Eingaben an die BA keinen hinreichenden Tatverdacht 

erkennen (vgl. Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Die Beschwerde zeigt auch nicht 

auf, inwieweit die Nichtanhandnahmeverfügung der BA sachlich unbegrün-

det wäre. Sie erlaubt nicht einmal die zuverlässige Beurteilung der Be-

schwerdelegitimation. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten ist. Zur Begründung kann ergänzend auf die zutreffenden Darlegun-

gen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden.  

 

 

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-

pflichtig (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'000.-- 

festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR; 

[SR 173.713.162]), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses 

von Fr.  1'000.-- (vgl. act. 4), und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

- 3 - 

 

 

Demnach verfügt der Einzelrichter: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses im gleichen Betrag.  

 

 

Bellinzona, 19. November 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. AG, B. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 79 BGG; SR 173.110).