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**Case Identifier:** 67c9e982-fcc6-5ec8-a0b4-d2dd3b37f58d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.08.2023 720 2023 62 / 188 (720 23 62 / 188)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-62---188_2023-08-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. August 2023 (720 23 62 / 188) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf Hilfsmittel (Fussbettungen, Beinlängenausgleich) 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Margit Campell 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Hilfsmittel 

 
 
 

A.1 Die 1960 geborene A.____ ist seit Geburt geistig sowie körperlich schwer beeinträchtigt 
und bezieht Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV). Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) sprach ihr in der Vergangenheit verschiedene Leistungen (Invalidenrente 
und Hilflosenentschädigung mittleren Grads [zuletzt bestätigt am 2. August 2022) zu.  
 
A.2 Am 21. November 2022 bzw. 9. Dezember 2022 reichte die C.____ AG im Auftrag der 
Versicherten bei der IV-Stelle ein Kostenübernahmegesuch für ein Paar Fussbettungen nach Ab-

 

 
 
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druck und eine Fusserhöhung links von 10 mm ein. Die IV-Stelle lehnte das Gesuch am 7. Feb-
ruar 2023 – nach Untersuchung des rechtserheblichen Sachverhalts und durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren – ab.  
 
B. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch ihren Beistand, am 24. Februar 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht), und beantragte unter o/e-Kostenfolge deren Aufhebung sowie die Gewährung der 
Kostenübernahme für die nachgesuchten Leistungen. Im Wesentlichen wurde vorgebracht, dass 
die Begründung in der angefochtenen Verfügung nicht nachvollziehbar sei. Es sei aus den zwei 
Elementen der ärztlichen Verordnung (Fussbettung und Erhöhung des Schuhs) lediglich die Ver-
kürzung des Beins thematisiert und empfohlen worden, diese mittels Einlage auszugleichen. Da-
bei sei die Fussbettung gänzlich ausgeblendet worden.  
 
C. Gestützt auf das am 3. März 2023 eingereichte Gesuchformular bewilligte das Kantons-
gericht der Versicherten mit Verfügung vom 17. März 2023 die unentgeltliche Prozessführung. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 4. April 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfü-
gungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
24. Februar 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.--. Streitig ist, ob die Be-
schwerdeführerin Anspruch auf die Kostenübernahme für ein Paar Schuheinlagen nach Abdruck 
und eine Schuherhöhung links von 10 mm hat. Die Kosten dafür belaufen sich gemäss dem kor-
rigierten Gesuch um Kostenübernahme der C.____ AG vom 9. Dezember 2022 auf insgesamt 
Fr. 956.45. Damit liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die Angelegenheit präsidial zu 
entscheiden ist. 
 
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte 
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu 

 

 
 
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erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen 
Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Zu diesen Massnahmen gehören nach Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG in 
Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 und 2 IVG im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste 
die Hilfsmittel, derer eine versicherte Person für die Ausübung der Erwerbstätigkeit, für die Schu-
lung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Fer-
ner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewe-
gung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger 
Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die 
Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben. 
 
2.2 Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschrif-
ten im Sinne von Art. 21 Abs. 2 und 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 an das Eidgenössische Departement des In-
nern (EDI) übertragen. Dieses hat gestützt auf die Subdelegation die Verordnung über die Ab-
gabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) vom 29. November 1976 mit an-
hangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im An-
hang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstel-
lung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1); Anspruch 
auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung 
eine Erwerbsfähigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, 
die funktionelle Angewöhnung oder für die bei einzelnen Hilfsmitteln ausdrücklich genannte Tä-
tigkeit notwendig sind (Abs. 2). 
 
2.3 Nach der Rechtsprechung unterliegt die Hilfsmittelversorgung den allgemeinen An-
spruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Eingliederungswirk-
samkeit; BGE 122 V 212 E. 2c). Leistungen, die im Anhang zur HVI aufgeführt sind, werden nicht 
ohne weiteres, sondern nur soweit erforderlich und lediglich in einfacher und zweckmässiger Aus-
führung erbracht (Art. 21 Abs. 3 IVG; Art. 2 Abs. 4 HVI). Die IV ist auch im Bereich der Hilfsmittel 
keine umfassende Versicherung, welche sämtliche durch die Invalidität verursachten Kosten ab-
decken will; das Gesetz will die Eingliederung lediglich soweit sicherstellen als diese im Einzelfall 
notwendig, aber auch genügend ist und zudem der voraussichtliche Erfolg der Eingliederungs-
massnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten steht (Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. August 2014, 9C_886/2013, E. 2.3 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bezieht sich 
die Notwendigkeit des Hilfsmittels auf die konkrete Situation, in welcher die versicherte Person 
lebt (BGE 135 I 161 E. 5.1). 
 
3.1 Ziff. 4 des Anhangs zur HVI regelt die Kategorie Schuhwerk und orthopädische Fussein-
lagen und führt folgende Hilfsmittel auf: 4.01: Orthopädische Massschuhe und orthopädische Se-
rienschuhe einschliesslich Fertigungskosten, sofern eine Versorgung gemäss den Ziff. 4.02-4.04 
nicht möglich ist; 4.02: Orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen an Konfektionsschu-
hen oder orthopädischen Spezialschuhen; 4.03: Orthopädische Spezialschuhe; 4.04: Invaliditäts-
bedingter Mehrverbrauch von Konfektionsschuhen; 4.05*: Orthopädische Schuheinlagen, sofern 
sie eine notwendige Ergänzung einer medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellen. Die 
IV-Stelle überprüft die Hilfsmittelversorgungen auf deren Einfachheit und Zweckmässigkeit hin 

 

 
 
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(Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI], gültig 
ab 1. Januar 2013, Stand 1. Januar 2023, Rz. 3009). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall muss – wie bereits in Erwägung 1.2 dargelegt – geprüft werden, ob 
die Beschwerdegegnerin die Kosten für ein Paar Schuheinlagen nach Abdruck und für die 10 mm 
Schuherhöhung links zu übernehmen hat. Dabei ist bereits an dieser Stelle mit der Beschwerde-
gegnerin festzustellen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der vorstehend gemachten Aus-
führungen keinen Anspruch auf orthopädische Schuheinlagen hat. Bei der 1960 geborenen Be-
schwerdeführerin besteht nachweislich kein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne 
von Art. 12 Abs. 1 bzw. Art. 13 Abs. 1 IVG, weshalb sie die Voraussetzungen von Ziffer 4.05* HVI 
nicht erfüllt. Das Gesuch um Kostenübernahme für ein Paar Schuheinlagen nach Abdruck wurde 
daher zu Recht abgelehnt. 
 
4.1 Strittig und zu prüfen ist jedoch die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten für 
die Schuherhöhung von 10 mm links zu übernehmen hat. Ob es sich dabei um eine notwendige 
Massnahme handelt, ist unter Würdigung der ins Recht gelegten Unterlagen zu entscheiden, wel-
che das Gericht nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung 
an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen hat. Dies bedeutet, 
dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, ob-
jektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-
material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a; 122 V 160 E. 1c). 
 
4.2 Der Beweiswert von Berichten des regionalen ärztlichen Diensts nach Art. 49 Abs. 2 IVV 
ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den 
praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen 
und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 
1.2.1). Allerdings ist hinsichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene 
Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die 
RAD-Berichte gehören – , sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In 
solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 
465 E. 4.4 und E. 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 
9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage sind im Wesentlichen nachfolgende Unterlagen 
massgebend: 
 
6.2 Die behandelnde Ärztin, Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnosti-
zierte am 18. Oktober 2022 bei der Beschwerdeführerin eine residuelle spastische motorische 
Hemisymptomatik links mit Watschelgang und fraglichem Impingment. Sie verordnete ein Paar 
Fussbettungen nach Abdruck und eine Fusserhöhung links um 10 mm. 
 
6.3 Gestützt auf die ärztliche Verordnung von Dr. D.____ erstellte die C.____ AG am 21. No-
vember 2022 das Kostenübernahmegesuch für die Versicherte zuhanden der IV-Stelle. Sie be-
antragte gestützt auf den Tarifvertrag mit dem Verband Fuss und Schuh (OSM-Tarif) in Bezug 
auf die Fussbettung die Vergütung der Positionen Nr. 31.170.12 (Erst- oder Neuversorgung, An-
messen mit Abformtechnik, plantares Modell, beidseitig) und Nr. 12.293.22 (Orthopädische Fuss-
bettung, durchgehende Fussbettung, schwerer Fall) in Höhe von Fr. 576.20 sowie betreffend die 
Fusserhöhung die Übernahme der Kosten der Positionen Nr. 21.424.21 (recte: 21.242.21; Bein-
verkürzungsausgleich, Absatz und Sohlenerhöhung, durchgehend, einseitig), Nr. 21.301.31 (Ba-
sisarbeiten, Neubesohlung, Gummisohle durchgehend, einseitig), Nr. 21.210.11 (Abrollhilfen Bal-
len-, Mittelfuss-, Zehen-, Richtungsrollen, einseitig) und Nr. 21.282.12 (Anpassen im Schaftbe-
reich, Anpassen mit Geh- und Zwischenprobe, schwieriger Fall) von Fr. 284.40.  
 
6.4 Am 9. Dezember 2022 reichte die C.____ AG ein korrigiertes Kostenübernahmegesuch 
ein. Nunmehr ersuchte sie betreffend die Einlagen neben der Position Nr. 31.170.12 (Erst- oder 
Neuversorgung, Anmessen mit Abformtechnik, plantares Modell, beidseitig), um Vergütung der 
Position Nr. 31.413.22 (Orthopädische Schuheinlagen mit durchgehender Basis, beidseitig, 
schwieriger Fall) in Höhe von insgesamt Fr. 672.05. Die Position Nr. 12.293.22 wurde im Gesuch 
nicht mehr aufgeführt. 
 
6.5 Zur Verordnung der behandelnden Ärztin vom 18. Oktober 2022 und zum Kostenüber-
nahmegesuch der C.____ AG vom 9. Dezember 2022 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. 
E.____, Facharzt für Orthopädie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin, am 14. Dezem-
ber 2022. Unter Bezugnahme auf die Ausführungen im Bericht Hilflosenentschädigung vom 29. 
Juli 2022 wies er darauf hin, dass sich dort bereits deutliche Einschränkungen hinsichtlich der 
Fortbewegung und des eigenständigen Gehens sowie eine vermehrte Sturzgefahr fänden. So 

 

 
 
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werde aufgeführt, dass die Versicherte nur kurze Strecken zu Fuss und immer nur in Begleitung 
(Handführung) einer Drittperson gehen könne. Für längere Strecken nutze sie einen Rollstuhl, 
welcher jedoch durch eine Drittperson geschoben werden müsse. Bezüglich der Verordnung 
fände sich keine Diagnose, die von sich aus eine Hilfsmittelversorgung begründen würde; somit 
sei es an Hand der Unterlagen nicht möglich, die Indikation für den Beinlängenausgleich nachzu-
vollziehen. Diesbezüglich sei bei der 62-jährigen Versicherten jedoch grundsätzlich und unter 
Berücksichtigung der eingeschränkten Mobilität zur Vorsicht zu raten, um nicht durch den Bein-
längenausgleich das Gangbild zusätzlich zu verschlechtern. Zusammenfassend hielt Dr. E.____ 
fest, dass die Erhöhung von 10 mm links an einer vorhandenen Einlage und im Schuh angebracht 
werden könne. Zudem sei bei der Versicherten diese Indikation kritisch zu hinterfragen. Sollte 
sich mit dem Beinlängenausgleich das Gangbild verschlechtern bzw. die Sturzgefahr erhöhen, 
könne eine an der Einlage angebrachte Erhöhung wieder problemlos abgeschliffen werden. So-
mit bestehe bei der Versicherten keine Indikation für einen Beinlängenausgleich an den Schuhen. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 7. Februar 2023 in erster 
Linie auf die Ausführungen von RAD-Arzt Dr. E.____ vom 14. Dezember 2022 und lehnte das 
Kostenübernahmegesuch der Versicherten mit der Begründung ab, dass ein Beinlängenaus-
gleich bis zu 10 mm an einer Schuheinlage angebracht und im Schuh getragen werden könnten. 
 
7.2 In Bezug auf das Gesuch um Kostengutsprache für den noch zu prüfenden Beinlängen-
ausgleich von 10 mm links ist zunächst darauf hinzuweisen, dass es grundsätzlich nicht zu be-
anstanden ist, wenn ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen 
stützt, die versicherungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforde-
rungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen 
Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 4. 2 hiervor und die dortigen Hin-
weise auf die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Solche Zweifel sind vorlie-
gend gegeben. Dr. E.____ Einschätzung der medizinischen Situation beruht in erster Linie auf 
die Angaben im Bericht Hilflosenentschädigung vom 29. Juli 2022. Dieser wurde aber nicht von 
einer Ärztin oder einem Arzt verfasst, weshalb er nicht als Grundlage für die Frage dienen kann, 
ob die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht Anspruch auf den nachgesuchten Beinlän-
genausgleich hat oder nicht. Der Bericht von Dr. E.____ überzeugt weiter auch deshalb nicht, 
weil er sehr oberflächlich ist. So weist der RAD-Arzt darauf hin, dass der Verordnung von 
Dr. D.____ vom 18. Oktober 2022 keine Diagnose zu entnehmen sei, welche eine Hilfsmittelver-
sorgung begründen würde. Es sei deshalb gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nicht mög-
lich, die Indikation nachzuvollziehen. Dabei ist die Beschwerdegegnerin an ihre gesetzliche Un-
tersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu erinnern, die solange dauert, bis über die für die 
Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2023, 8C_109/2023, E. 4.1 mit Hinweisen). Unter diesen 
Umständen wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die nötigen Abklärungen zu tä-
tigen, um festzustellen, ob die Beschwerdeführerin einen Beinlägenausgleich benötigt. Indem sie 
sich einzig auf den Bericht von RAD-Arzt Dr. E.____ stützte, kam sie ihrer Untersuchungspflicht 
nur ungenügend nach. Unklar ist auch der Hinweis von Dr. E.____, wonach in Bezug auf den 

 

 
 
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Beinlängenausgleich bei der 62-jährigen Versicherten mit ihrer eingeschränkten Mobilität zur Vor-
sicht zu raten sei, weil sich dadurch das Gangbild zusätzlich verschlechtern könnte, fehlt es dabei 
doch an einer nachvollziehbaren medizinischen Begründung. Auch der Vorschlag, die Erhöhung 
des Beinlängenausgleichs von 10 mm links könne an einer vorhandenen Einlage im Schuh an-
gebracht werde, ist nicht schlüssig, nachdem der Beschwerdeführerin (zu Recht) ein Anspruch 
für Einlagen verweigert wurde. Ob die Beschwerdeführerin bereits über Einlagen verfügt, kann 
den vorliegenden Akten nicht entnommen werden.  
 
7.4 Nach dem Gesagten bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Stellungnahme des 
RAD. Zudem ist die Beschwerdegegnerin ihrer Untersuchungspflicht im Administrativverfahren 
nicht genügend nachgekommen. Insgesamt fehlt es an einer überzeugenden medizinischen Ab-
klärung betreffend den Anspruch auf einen Beinlängenausgleich links. Da auch aufgrund der üb-
rigen Unterlagen diese Frage nicht rechtsgenügend beantwortet werden kann, bedarf der rele-
vante medizinische Sachverhalt weiterer Abklärung.  
 
8. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Das Bundesgericht hat erkannt, dass die Beschwerdeinstanz im Regelfall 
ein Gerichtsgutachten einzuholen hat und eine Rückweisung an die IV-Stelle nur noch in Aus-
nahmefällen erfolgen soll. Da es jedoch Aufgabe der Verwaltung und nicht der Beschwer-
deinstanz ist, für eine vollständige Erhebung des massgebenden Sachverhaltes besorgt zu sein, 
liegt ein solcher Ausnahmefall vor, wenn ein relevanter 
Aspekt des medizinischen Sachverhaltes durch die Verwaltung nicht rechtsgenügend abgeklärt 
worden ist. Gleiches gilt, wenn sich die Verwaltung auf Unterlagen stützt, welche die medizinische 
Situation der versicherten Person nur unzureichend wiedergeben (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Hin-
sichtlich der Erforderlichkeit eines Beinlängenausgleichs steht nach dem Gesagten fest, dass die 
IV-Stelle den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt hat. Demnach 
ist die angefochtene Verfügung vom 7. Februar 2023 aufzuheben und die Angelegenheit an die 
IV-Stelle zurückzuweisen. Diese wird die strittige Frage durch das Einholen eines externen ortho-
pädischen Berichts klären zu haben. Nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen hat sie 
über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf einen Beinlängenausgleich unter Berücksichti-
gung der gesetzlichen Vorgaben im Sinne von Art. 21 Abs. 3 IVG neu zu verfügen haben. Die 
vorliegende Beschwerde ist diesbezüglich gutzuheissen. 
 

9. Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr aufzuerlegen sind. Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei der 
nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin nicht Art. 61 lit. g ATSG e contratrio).  

 

 
 
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10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstands-begehren 
(Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) 
beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es 
sich um solch einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 
93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bun-
desgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbe-
halt. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 
7. Februar 2023 wird betreffend die Ablehnung der Kostengutsprache 
für einen Beinlängenausgleich links von 10 mm aufgehoben und die An-
gelegenheit wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der IV-Stelle 
auferlegt. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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