# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9efcc7a2-d29d-5071-ac17-e3709e88317b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.08.2015 PS150041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS150041_2015-08-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  

 

 

Geschäfts-Nr.: PS150041-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. M. Isler 

Beschluss und Urteil vom 20. August 2015 

in Sachen 

 

A._____, 

Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  

Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Obergericht des Kantons Zürich 

 

betreffend 
Abrechnung der Einkommenspfändung Nr. ... usw. 

(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 10) 
 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 7. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 3. März 2015 (CB140218) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2014 rechnete das Betreibungsamt Zürich 10 

die Einkommenspfändung Nr. ... ab. Der Kanton Zürich als (einziger) Betrei-

bungsgläubiger erhält demnach einen Betrag von Fr. 703.– ( = Reinerlös der 

Pfändung von Fr. 801.50 abzüglich Verfahrenskosten) und einen Verlustschein 

über Fr. 1'332.– (act. 2). 

Gegen diese Abrechnung erhob der Betreibungsschuldner, A._____, beim Be-

zirksgericht Zürich als unterer Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter mit 

Eingabe vom 18. Dezember 2014 Beschwerde (act. 1). Er machte geltend, dass 

sein Einkommen seit seiner "Erstanmeldung" beim Betreibungsamt Zürich 10 

nach den "Abzügen" des Betreibungsamtes insgesamt unter dem Existenzmini-

mum gelegen habe und dies mutmasslich auch in den kommenden Monaten der 

Fall sein werde. Er beantragte: 

"Auszahlung des Reinerlöses zum rückwirkenden Ausgleich oder 

Auszahlung in den kommenden Monaten zum Ausgleich der zu erwartenden 

Existenzminimums-Minderbeträge." 

Er verwies auf die beim Betreibungsamt verfügbaren Unterlagen und machte mit 

Nachtrag vom 29. Dezember 2014 geltend, dass das Einkommensmanko im De-

zember 2014 Fr. 472.55 betrage (act. 3). Dazu legte er die Dezember-

Abrechnung der Arbeitslosenkasse vom 17. Dezember 2014 und eine das Manko 

nennende Abrechnung des Betreibungsamtes vom 22. Dezember 2014 bei 

(act. 4/1–2). 

2. Mit Beschluss vom 3. März 2015 trat das Bezirksgericht auf die Beschwerde 
nicht ein und auferlegte dem Beschwerdeführer eine Gerichtsgebühr von 

Fr. 300.– (act. 14).  

- 3 - 

3. Mit der vorliegenden, beim Obergericht rechtzeitig erhobenen Beschwerde 

(Postaufgabe: 15. März 2015) beantragt der Beschwerdeführer (act. 15; berichtig-

te Fassung: act. 17): 

1. Befreiung von der mir auferlegten Gerichtsgebühr. 

2. Rüge/Amtsenthebung des Chefs des Betreibungsamtes Zürich 10 we-

gen wiederholt verzögerter Auszahlungen von Taggeldern sowie wie-

derholter Verweigerung bzw. Verzögerung des Existenzminimums-

ausgleichs sowie wegen Irreführung der Aufsichtsbehörde und des Ge-

richts. 

3. Rüge/Amtsenthebung des Chefs der Aufsichtsbehörde über Betrei-

bungsämter, die ausserstande scheint, ihre namensgebende Funktion 

tatsächlich auszuüben. 

Die erstinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–12). 

II.  

1. Die Vorinstanz begründete ihren Nichteintretensentscheid im Wesentlichen 
damit, dass die Beschwerde weder einen konkreten Antrag – "d.h. welcher (Diffe-

renz-) Betrag zahlenmässig ausbezahlt werden soll" – noch eine hinreichende 

Begründung – wie sich der Betrag zusammensetze – enthalte. Der blosse Ver-

weis auf die beim Betreibungsamt verfügbaren Unterlagen genüge der Antrags- 

und Begründungspflicht nicht (act. 14 Erw. 4.2). Eventualiter wäre die Beschwer-

de abzuweisen. Aus den eingereichten Unterlagen des Betreibungsamtes sowie 

dessen Vernehmlassung sei ersichtlich, dass das Betreibungsamt Monat für Mo-

nat eine Berechnung des aktuellen Existenzminimums vorgenommen, anschlies-

send dem Beschwerdeführer das Existenzminimum (aus den von der Arbeitslo-

senkasse direkt dem Betreibungsamt ausbezahlten Taggeldern) überwiesen und 

zusätzlich, sofern Guthaben vorhanden gewesen seien, die Negativsaldi der vor-

angegangenen Monate ausgeglichen habe (act. 14 Erw. 4.3).  

Die Kostenauflage – die dem Beschwerdeführer in einem anderen Verfahren mit 

Beschluss vom 27. November 2014 angedroht worden sei – begründete die Vor-

- 4 - 

instanz damit, dass der Beschwerdeführer die völlig haltlose Beschwerde offen-

sichtlich mutwillig eingereicht habe, sei er doch bereits anlässlich früherer Be-

schwerdeverfahren wiederholt auf die Anforderungen betreffend Antrags- und Be-

gründungspflicht hingewiesen worden (act. 14 Erw. 5). 

2. Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG sind die Verfahren vor den kantonalen 
(betreibungsrechtlichen) Aufsichtsbehörden kostenlos. Bei böswilliger oder mut-

williger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Vertreter Bussen bis zu 

Fr. 1'500.– sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden. 

Als bös- oder mutwillige Beschwerdeführung gelten zunächst reine Verschlep-

pungsmanöver, Handeln wider Treu und Glauben oder Rechtsmissbrauch, indem 

eine Partei unbekümmert um ein konkretes Rechtsschutzinteresse alle Rechtsbe-

helfe unnütz ausschöpft. Bös- oder mutwillige Beschwerdeführung kann auch vor-

liegen, wenn eine Partei Tatsachen wider besseres Wissen als wahr behauptet 

oder ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie bei der ihr 

zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist. Mutwillig ist ferner das 

Festhalten an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung und gegebenenfalls 

auch die Verletzung von Mitwirkungspflichten. Hingegen lässt das Merkmal der 

Aussichtslosigkeit für sich allein die Beschwerdeführung noch nicht als bös- oder 

mutwillig erscheinen; vielmehr bedarf es zusätzlich des subjektiven, tadelnswer-

ten Elementes, dass die Partei die Aussichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren ver-

nunftgemässen Überlegung ohne Weiteres erkennen konnte (BSK SchKG I-Co-

metta/Möckli, 2. Aufl., Art. 20a N 26, mit Hinweisen). 

3. Die pfändbare Quote des Einkommens eines mit dem Ehepartner in gemein-

samem Haushalt lebenden Ehegatten hängt von den Einkommen und dem ge-

meinsamen Existenzminimum beider Ehegatten ab. Das gemeinsame Existenz-

minimum wird im Verhältnis der Nettoeinkommen auf die Ehegatten aufgeteilt. 

Der Überschuss des Einkommens des Schuldners über seinen Anteil am gemein-

samen Existenzminimum unterliegt der Pfändung. Variieren einzelne Grössen 

während des Pfändungsjahres, sind periodische Abrechnungen erforderlich. Mit 

der Auszahlung gepfändeter Einkommensüberschüsse an den Gläubiger muss 

dann bis zum Ende des Pfändungsjahres gewartet werden, damit bis dahin allen-

- 5 - 

falls auftretende Einkommensfehlbeträge ausgeglichen werden können. Das Exis-

tenzminimum soll dem Schuldner und seinem Ehegatten nach Möglichkeit wäh-

rend des ganzen Pfändungsjahres ungeschmälert zur Verfügung stehen (BSK 

SchKG- Vonder Mühll, Art. 93 N 34, 50). 

Der Beschwerdeführer äusserte in seiner Beschwerde an die Vorinstanz die Er-

wartung, dass sein Einkommen in den bevorstehenden Monaten seinen Anteil am 

ehelichen Existenzminimum nicht decken würde, und stellte deshalb den ("Alter-

nativ-") Antrag, den Pfändungserlös in den kommenden Monaten zum Ausgleich 

der zu erwartenden Einkommensfehlbeträge zu verwenden, statt ihn dem Betrei-

bungsgläubiger auszuzahlen. Dieser Antrag ist formell nicht unhaltbar. Die vom 

Beschwerdeführer geäusserte Erwartung, sein Einkommen werde in den Monaten 

nach der Beschwerdeerhebung ungenügend sein, erscheint auch nicht als haltlos. 

Dass er verkannte, dass der Schutz des Existenzminimums und damit sein An-

spruch auf Ausgleichszahlungen grundsätzlich auf das Pfändungsjahr beschränkt 

ist, kann ihm als Laien nicht ohne Weiteres zum Vorwurf gemacht werden.  

Der im angefochtenen Entscheid gegenüber dem Beschwerdeführer erhobene 

Vorwurf der mutwilligen Prozessführung erscheint aufgrund der vorliegenden Ak-

ten nicht als begründet. Ob auch so zu urteilen wäre, wenn der Beschwerdeführer 

sich auf den Antrag auf rückwirkenden Ausgleich von Einkommensdefiziten be-

schränkt hätte, kann dahingestellt bleiben. 

Die Beschwerde ist deshalb, soweit damit die Aufhebung der vorinstanzlichen 

Kostenauflage beantragt wird, gutzuheissen. Für das erstinstanzliche Verfahren 

sind keine Kosten zu erheben. 

III. 

Soweit sich der Beschwerdeführer über den Betreibungsbeamten und den Vorsit-

zenden der unteren Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter beschwert, ist 

darauf nicht einzutreten (Beschwerdeanträge 2 und 3): 

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Die Beschwerde über den Vorsitzenden der unteren Aufsichtsbehörde (Be-

schwerdeantrag 3) fällt in die Zuständigkeit der Verwaltungskommission des 

Obergerichtes. Da sie jeglicher Substanzierung ermangelt, ist von einer Weiterlei-

tung abzusehen. Die Beschwerde über den Betreibungsbeamten (Beschwerdean-

trag 2) war nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und kann deshalb 

nicht zum Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens gemacht werden. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird, soweit sie sich gegen den Betreibungsbeamten 

des Betreibungskreises Zürich 10 und den Vorsitzenden der unteren Auf-

sichtsbehörde über die Betreibungsämter richtet (Beschwerdeanträge 2 

und 3), nicht eingetreten. 

2. Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachstehendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 3 des ange-

fochtenen Beschlusses vom 3. März 2015 aufgehoben und die vorinstanzli-

che Gerichtsgebühr auf die Gerichtskasse genommen.  

2. Für das obergerichtliche Verfahren werden keine Kosten erhoben und keine 

Entschädigungen zugesprochen.  

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage der Doppel von act. 15 und 17, an das Betreibungsamt Zürich 10 so-

wie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

- 7 - 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in 
Schuldbetreibungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
versandt am: 
21. August 2015 
 

	Beschluss und Urteil vom 20. August 2015
	Erwägungen:
	I.
	1. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2014 rechnete das Betreibungsamt Zürich 10 die Einkommenspfändung Nr. ... ab. Der Kanton Zürich als (einziger) Betreibungsgläubiger erhält demnach einen Betrag von Fr. 703.– ( = Reinerlös der Pfändung von Fr. 801.50 ab...
	2. Mit Beschluss vom 3. März 2015 trat das Bezirksgericht auf die Beschwerde nicht ein und auferlegte dem Beschwerdeführer eine Gerichtsgebühr von Fr. 300.– (act. 14).
	3. Mit der vorliegenden, beim Obergericht rechtzeitig erhobenen Beschwerde (Postaufgabe: 15. März 2015) beantragt der Beschwerdeführer (act. 15; berichtigte Fassung: act. 17):
	II.
	1. Die Vorinstanz begründete ihren Nichteintretensentscheid im Wesentlichen damit, dass die Beschwerde weder einen konkreten Antrag – "d.h. welcher (Differenz-) Betrag zahlenmässig ausbezahlt werden soll" – noch eine hinreichende Begründung – wie sich...
	2. Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG sind die Verfahren vor den kantonalen (betreibungsrechtlichen) Aufsichtsbehörden kostenlos. Bei böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Vertreter Bussen bis zu Fr. 1'500.– sowi...
	3. Die pfändbare Quote des Einkommens eines mit dem Ehepartner in gemeinsamem Haushalt lebenden Ehegatten hängt von den Einkommen und dem gemeinsamen Existenzminimum beider Ehegatten ab. Das gemeinsame Existenzminimum wird im Verhältnis der Nettoeinko...
	III.

	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird, soweit sie sich gegen den Betreibungsbeamten des Betreibungskreises Zürich 10 und den Vorsitzenden der unteren Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter richtet (Beschwerdeanträge 2 und 3), nicht eingetreten.
	2. Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachstehendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Beschlusses vom 3. März 2015 aufgehoben und die vorinstanzliche Gerichtsgebühr auf die Gerichtskasse genommen.
	2. Für das obergerichtliche Verfahren werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage der Doppel von act. 15 und 17, an das Betreibungsamt Zürich 10 sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	4.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...