# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2dd4d2e-2257-5e12-8411-715f2f0fd792
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 06.10.2020 460 20 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-20-81_2020-10-06.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, 

vom 6. Oktober 2020 (460 20 81) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht 

 

 

Einfache Körperverletzung 

 

 

Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richterin Helena Hess (Ref.), Richter 

Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Dominik Haffter 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Anklagebehörde und Berufungsklägerin 

 

A.____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Christian Stöbi,  

Marktplatz 18, 4001 Basel,  

Privatkläger und Berufungskläger 

  
 
gegen 
 

 

 B.____,  

vertreten durch Rechtsanwältin Remigia Larissa Ianieri,  

Badstrasse 17, Postfach 245, 5400 Baden,  

Beschuldigter 

 

 

Gegenstand Einfache Körperverletzung 

Berufung gegen das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin  

Basel-Landschaft vom 11. Februar 2020 

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A. Mit Urteil vom 11. Februar 2020 sprach die Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Land-

schaft B.____ in Aufhebung des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 

13. November 2018 von der Anklage der einfachen Körperverletzung frei (Ziffer 1 des vorinstanz-

lichen Urteilsdispositivs) und wies die Schadenersatz- und Genugtuungsforderung von A.____ in 

der Höhe von Fr. 73'680.30, zuzüglich Zins von 5% seit dem 14. Dezember 2016, ab (Ziffer 2 des 

vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Ferner auferlegte die Vorderrichterin die Verfahrenskosten in 

der Höhe von insgesamt Fr. 2'697.-- der Staatskasse (Ziffer 3 des vorinstanzlichen Urteilsdispo-

sitivs). Hinsichtlich der Entschädigung der Wahlverteidigerin des Beschuldigten wird auf Ziffer 4 

des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwiesen. 

 

Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheids sowie der nachfolgenden Eingaben der 

Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils einge-

gangen. 

 

B. Gegen das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 11. Februar 

2020 meldeten die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Eingabe vom 13. Februar 2020 so-

wie der Privatkläger, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Stöbi, mit Eingabe vom 17. Februar 

2020 Berufung an.  

 

C. Mit Berufungserklärung vom 6. Mai 2020 begehrte die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft, der Beschuldigte sei der einfachen Körperverletzung schuldig zu sprechen und zu einer 

bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 80.--, bei einer Probezeit von 2 

Jahren, sowie zu einer Busse in der Höhe von Fr. 1'400.-- resp. zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 

14 Tagen zu verurteilen. Ferner seien dem Beschuldigten die Kosten des Vorverfahrens aufzu-

erlegen.  

 

D. Der Privatkläger beantragte mit Berufungserklärung vom 7. Mai 2020, es sei der Be-

schuldigte der einfachen Körperverletzung schuldig zu sprechen und zu einer angemessenen 

Strafe zu verurteilen. Ferner sei der Beschuldigte zu verurteilen, ihm − unter Vorbehalt allfälliger 

Mehrforderungen − Fr. 73'680.30, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 14. Dezember 2016, zu bezah-

len; dies alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Beschuldigten. Ferner stellte der Privatkläger 

die Beweisbegehren, es seien seine neuen Fotos vom 14. Dezember 2016 sowie der Arztbericht 

von Dr. med. C.____ vom 7. Mai 2020 zu den Akten zu nehmen und durch die Berufungsinstanz 

zu berücksichtigen. Ausserdem seien sowohl Dr. med. C.____ als auch der Privatkläger anläss-

lich der Berufungsverhandlung zu befragen. 

 

E. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft teilte mit Eingabe vom 15. Mai 2020 mit, dass 

sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch die Anschlussberufung erkläre.  

 

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F. Mit Eingabe vom 2. Juni 2020 teilte der Beschuldigte, vertreten durch Rechtsanwältin 

Remigia Larissa Ianieri, mit, dass er auf eine Anschlussberufung verzichte und keinen Antrag auf 

Nichteintreten stelle. Hingegen begehrte der Beschuldigte, es sei das ärztliche Zeugnis von Dr. 

med. D.____ vom 27. Mai 2020 zu den Akten zu nehmen und durch das Berufungsgericht zu 

berücksichtigen.  

 

G. Der Präsident der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 

stellte mit Verfügung vom 3. Juni 2020 fest, dass der Beschuldigte weder Berufung noch An-

schlussberufung erhoben hat.  

 

H. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzichtete mit Eingabe vom 9. Juni 2020 auf 

eine ergänzende Begründung der Berufung.  

 

I. Mit Berufungsbegründung vom 6. Juli 2020 wiederholte der Privatkläger seine mit Beru-

fungserklärung vom 7. Mai 2020 gestellten Rechtsbegehren.  

 

J. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzichtete mit Eingabe vom 13. Juli 2020 auf 

eine Stellungnahme hinsichtlich der Berufung des Privatklägers.  

 

K. Mit Berufungsantwort vom 7. August 2020 begehrte der Beschuldigte die Abweisung der 

Berufungen unter ordentlicher und ausserordentlicher Kostenfolge zu Lasten des Staates.  

 

L. Der Privatkläger teilte mit Eingabe vom 10. August 2020 mit, dass er auf eine Stellung-

nahme hinsichtlich der Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzichte.  

 

M. Mit Verfügung vom 17. August 2020 nahm der Präsident der Abteilung Strafrecht des 

Kantonsgerichts Basel-Landschaft in Gutheissung der Beweisanträge 1 und 2 des Privatklägers 

die neu eingereichten Fotos vom 14. Dezember 2016 sowie den Arztbericht von Dr. med. C.____ 

vom 7. Mai 2020 zu den Akten. Hingegen wies er die Beweisanträge des Privatklägers betreffend 

die Befragung von Dr. med. C.____ sowie des Privatklägers anlässlich der Berufungsverhandlung 

ab. Schliesslich hiess der Präsident des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, 

das Beweisbegehren des Beschuldigten gemäss dessen Eingabe vom 2. Juni 2020 gut und nahm 

das ärztliche Zeugnis von Dr. med. D.____ vom 27. Mai 2020 zu den Akten.  

 

N. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung erschienen der Beschuldigte 

B.____ mit seiner Verteidigerin, Rechtsanwältin Remigia Larissa Ianieri, der Privatkläger A.____ 

mit seinem Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Christian Stöbi, sowie die Vertreterin der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft. Der Privatkläger beantragte in Abänderung der Rechtsbegehren ge-

mäss seiner Berufungserklärung vom 7. Mai 2020 in Bezug auf die Zivilforderung, es sei der Be-

schuldigte zur Bezahlung von Fr. 65'699.30, zuzüglich 5% Zins seit dem 14. Dezember 2016, zu 

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verurteilen. Im Übrigen wiederholten die Parteien ihre Anträge gemäss den eingereichten Rechts-

schriften. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.  

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 

(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 

ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-

dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-

bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 

(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 

Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 

mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 

begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Die Anschlussberufung 

richtet sich gemäss Art. 401 Abs. 1 StPO sinngemäss nach Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO. Somit ist 

die schriftliche Anschlussberufung innert 20 Tagen seit Zustellung der Berufungserklärung der 

Gegenpartei bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen.  

 

2. Vorliegend wird das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 

11. Februar 2020 angefochten, welches ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben 

vom 13. Februar 2020 (Berufungsanmeldung) resp. vom 6. Mai 2020 (Berufungserklärung) hat 

die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft die Rechtsmittelfrist gewahrt und ist ihrer Erklärungs-

pflicht nachgekommen. Ebenso hat der Privatkläger mit Berufungsanmeldung vom 17. Februar 

2020 bzw. Berufungserklärung vom 7. Mai 2020 die Rechtsmittelfrist gewahrt und seine Erklä-

rungspflicht erfüllt. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Straf-

recht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Berufung sowie der Anschlussberu-

fung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a des kantonalen Einfüh-

rungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250). Sowohl die Be-

rufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft als auch jene des Privatklägers erfüllen somit 

sämtliche Formalien, weshalb auf diese einzutreten ist.  

 

 

II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urtei-

lende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewon-

nenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob 

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es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der Anzahl der 

Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht auf die Art des 

Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist allein deren Stich-

haltigkeit (CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL ALEXANDER NIGGLI, Strafprozessrecht, 

2011, Rz. 234; THOMAS HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 41 ff.). Nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist gemäss der aus Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 der 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) veranker-

ten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der 

wegen einer strafbaren Handlung Beschuldigte unschuldig ist. Als Beweiswürdigungsregel be-

sagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten 

ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel be-

stehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn 

der Strafrichter an der Schuld des Beschuldigten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abs-

trakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute 

Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende 

Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 

(BGE 124 IV 87, E. 2a; mit Verweis auf BGE 120 Ia 31). Eine Verurteilung darf nur ergehen, wenn 

das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass sämtliche Strafbarkeits-

voraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 

reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit gefordert. Demnach 

hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung Anklagesachverhalt und 

Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt sind (ESTHER 

TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 83 und Fn 268 zu N 83; 

BGer 6B_850/2018 vom 1. November 2018, E. 1.1.2 und 1.3.1). Dem Sachgericht steht im Be-

reich der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; 

BGE 129 IV 6, E. 6.1).  

 

1.2 Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. 

Lügensignale hin zu analysieren. Aussagen sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Real-

kennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individuali-

tät, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfrei-

heit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden 

wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahr-

scheinlichkeit über erlebnisfundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskrite-

rium für sich allein betrachtet meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren 

kann jedoch einen wesentlich höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wo-

bei sie in der Regel in solchen mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter 

vorkommen als in solchen ohne (MARTIN HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 

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der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; 

ANDREAS DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 162 N 15). 

 

 

2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

2.1 Die Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft erwägt in ihrem Urteil vom 11. Feb-

ruar 2020, dass der Beschuldigte das Gerangel zwischen ihm und dem Privatkläger nicht be-

streite, allerdings mache er geltend, er habe den Privatkläger weder zu Boden geworfen noch 

geschlagen. In Beachtung der Aussagen des Beschuldigten, des Privatklägers sowie der Zeugen 

sei nicht nachgewiesen, wie es zum Sturz der beiden Männer gekommen sei und wie die Verlet-

zungen des Privatklägers entstanden seien. Es sei somit davon auszugehen, dass es nach einer 

verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Privatkläger und dem Beschuldigten zu einem 

Handgemenge um das Handy des Privatklägers gekommen sei, wodurch beide das Gleichge-

wicht verloren hätten und zu Boden gegangen seien. Dem Beschuldigten könne folglich kein 

(eventual-)vorsätzliches Schädigen eines anderen Menschen an Körper oder Gesundheit nach-

gewiesen werden. Der Sachverhalt sei daher als nicht erstellt zu erachten und der Beschuldigte 

vom Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung freizusprechen.  

 

2.2 Demgegenüber bringt die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Berufungserklärung 

vom 6. Mai 2020 vor, der Beschuldigte habe selbst ausgesagt, dass er dem Privatkläger das 

Mobiltelefon habe wegnehmen wollen, da dieser jedoch grösser als er sei, habe er springen müs-

sen, um an das Mobiltelefon zu gelangen. Nur ein schräges Anspringen könne für den Beschul-

digten zielführend gewesen sein, um an das Mobiltelefon des Privatklägers zu gelangen, was 

auch erkläre, weshalb der Beschuldigte auf den Privatkläger gefallen sei. Ferner seien beim Pri-

vatkläger der Verdacht einer Fraktur des Gelenkkopfs des linken Oberarms sowie eine Schädel-

prellung mit Hämatomen diagnostiziert worden. Aufgrund der Aktenlage seien keine anderen Ein-

flüsse ersichtlich, welche die erlittenen Verletzungen hervorgerufen haben könnten, als die tätli-

chen Übergriffe des Beschuldigten. Schliesslich seien die Depositionen der beiden Zeugen 

E.____ und F.____ zurückhaltend zu würdigen, zumal diese offensichtlich in einer Verbindung 

zum Beschuldigten stehen würden und zwischen dem Vorfall und der Aussage der beiden Zeu-

gen rund zwei Jahre vergangen seien.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung legt die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft ergänzend dar, dass entgegen der Vorinstanz der Sachverhalt als erstellt zu erachten sei. 

Es sei nicht glaubhaft, dass der Beschuldigte und der Privatkläger anlässlich eines Gerangels zu 

Boden gegangen seien. Vielmehr sei von einer körperlichen Einwirkung des Beschuldigten aus-

zugehen. Da keine anderweitigen Gründe für die Verletzungen des Privatklägers den Akten zu 

entnehmen seien, sei daraus zu schliessen, dass das vom Beschuldigten herbeigeführte Sturz-

geschehen die Verletzungen verursacht habe.  

 

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2.3 Der Privatkläger seinerseits macht mit Berufungserklärung vom 7. Mai 2020 geltend, er 

sei am 14. Dezember 2016 gesund und ohne körperliche Beeinträchtigung auf der Baustelle in 

Binningen eingetroffen. Wenig später habe er den Tatort erheblich verletzt verlassen. Bei einer 

korrekten Beweiswürdigung zeige sich, dass vom Beschuldigten das aggressive Verhalten aus-

gegangen sei und dieser durch sein Hochspringen die körperliche Auseinandersetzung in Gang 

gesetzt habe. Dabei habe er den Privatkläger zu Boden geworfen und diesem die Gelenkkopf-

verletzung zumindest eventualvorsätzlich zugefügt. Der Privatkläger habe durchwegs zu Proto-

koll gegeben, dass der Beschuldigte ihm mit der Faust auf das rechte Auge geschlagen habe. 

Ebenso habe der behandelnde Arzt ausgeführt, dass die Verletzungen des Privatklägers durch 

stumpfe Schläge entstanden seien. Entgegen der Vorinstanz sie daher eine schuldhafte, zumin-

dest eventualvorsätzliche Verletzung des Privatklägers nachgewiesen.  

 

Mit Berufungsbegründung vom 6. Juli 2020 bringt der Privatkläger sodann vor, die Schlussfolge-

rungen der Vorinstanz, wonach der Sachverhalt nicht erstellt sei, sei nicht haltbar und basiere auf 

einer willkürlichen Beweiswürdigung. Der Beschuldigte habe zugestanden, dass er gesprungen 

sei, um an das Mobiltelefon des Privatklägers zu gelangen. Angesichts des Grössenunterschieds 

müsse der Sprung notwendigerweise schräg erfolgt sein, wobei der Beschuldigte mit seinem Ge-

wicht auf den Privatkläger derart eingewirkt habe, dass dieser zu Boden und auf die Schulter 

gefallen sei.  

 

Vor den Schranken des Berufungsgerichts führt der Privatkläger ergänzend aus, dass der von 

ihm beschriebene Tathergang von Dr. med. C.____ als mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ur-

sächlich für die diagnostizierte Fraktur des Gelenkkopfs beschrieben worden sei. Im Übrigen 

könne nicht auf die Zeugenaussagen abgestellt werden, zumal die Zeugen in einem engen Ver-

hältnis mit dem Beschuldigten stünden. Hinzu komme, dass die Depositionen der Zeugen teil-

weise unzutreffend seien. So hätten beide Zeugen ausgesagt, dass der Beschuldigte beim inkri-

minierten Vorfall nicht gesprungen sei, was im Widerspruch zu den Ausführungen des Beschul-

digten stehe.  

 

2.4 Der Beschuldigte legt mit Berufungsantwort vom 7. August 2020 dar, dass es für die vom 

Privatkläger vorgeworfene freundschaftliche Beziehung zwischen ihm und den beiden Zeugen 

keine Hinweise gebe. Ebenso wenig könne einzig aufgrund des Umstands, dass die Aussagen 

der Zeugen mit seinen Depositionen nicht exakt übereinstimmen würden, deren Glaubwürdigkeit 

in Frage gestellt werden. Im Gegenteil untermauere diese Gegebenheit die Glaubhaftigkeit der 

Depositionen, da diese offenkundig nicht mit dem Beschuldigten abgesprochen seien. Des Wei-

teren sei darauf hinzuweisen, dass der vorgeworfene Ablauf der Geschehnisse nicht plausibel 

sei und auch nicht mit den Darlegungen des Privatklägers übereinstimme. Ohnehin würden auf-

grund der immer wieder ändernden Sachverhaltsdarstellungen des Privatklägers erhebliche 

Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit bestehen. Ferner sei anzumerken, dass der Privatkläger an-

lässlich der Konfrontationseinvernahme vom 9. November 2017 angegeben habe, dass er sein 

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Mobiltelefon auf Schulterhöhe gehalten habe. Folglich habe der Beschuldigte nach dem Mobilte-

lefon greifen können, ohne hochzuspringen. Im Übrigen habe keine der in dieser Sache befragten 

Personen angegeben, dass der Beschuldigte den Privatkläger angesprungen und auf den Boden 

geworfen habe. Gestützt darauf seien die Darlegungen der Vorinstanz, wonach es zwischen dem 

Beschuldigten und dem Privatkläger zu einem Handgemenge um das Mobiltelefon des Privatklä-

gers gekommen sei, als korrekt zu werten. Wie es zum Sturz gekommen sei, könne nicht mehr 

ermittelt werden, zumal es keinerlei Anhaltspunkte gebe, welche für den vom Privatkläger ge-

schilderten Sachverhalt sprechen würden. Folgerichtig sei das erstinstanzliche Urteil zu bestäti-

gen.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung macht der Beschuldigte ergänzend gel-

tend, den widersprüchlichen Aussagen des Privatklägers würden alle anderen erhobenen Be-

weismittel entgegenstehen. Es seien keine Gründe für die Glaubwürdigkeit des Privatklägers er-

sichtlich. Folglich sei der vom Privatkläger geschilderte und in der Anklageschrift wiedergegebene 

Sachverhalt als nicht erstellt zu erachten.  

 

 

3. Sachverhaltsfeststellung 

3.1 In tatsächlicher Hinsicht ist vorliegend unbestritten und aufgrund der Akten ohne Weite-

res erstellt, dass es am 14. Dezember 2016, um etwa 12.00 Uhr, auf einer Baustelle an der 

Hauptstrasse 4 in Binningen zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem 

Privatkläger gekommen ist. Hingegen strittig und in casu zu prüfen ist der konkrete Ablauf dieser 

Auseinandersetzung.  

 

3.2 Die Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft hat die Darlegungen der Parteien 

ausführlich zusammengefasst, weshalb grundsätzlich auf die diesbezüglichen Ausführungen ver-

wiesen werden kann (S. 2 ff. des angefochtenen Urteils). Entsprechend soll nachfolgend lediglich 

auf die wichtigsten Depositionen der Parteien eingegangen werden. Im Sinne einer Vorbemer-

kung ist in Bezug auf die im Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 4. Januar 2017 (act. 235 

ff.) wiedergegebenen Aussagen des Privatklägers, von G.____ sowie von H.____ darauf hinzu-

weisen, dass es sich bei diesen Ausführungen um bloss informelle Gespräche ohne förmliche 

Protokollierung handelt, mit welchen geklärt werden soll, ob es sich um einen allenfalls deliktsre-

levanten Sachverhalt handelt, was passiert ist, wer sachdienliche Aussagen machen kann und 

wer als potenziell beschuldigte Person in Frage kommt. Derartige informelle Befragungen sind 

nicht wörtlich zu protokollieren, sondern allenfalls im Polizeirapport zu erwähnen, und es kann 

auf die Präliminarien nach Art. 143 Abs. 1 StPO verzichtet werden (DANIEL HÄRING, Basler Kom-

mentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 142 N 6; NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Praxiskommentar 

StPO, 3. Aufl. 2018, Art. 142 N 7; FRANZ RIKLIN, Orell Füssli Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, 

Art. 142 N 2). Dementsprechend wird im Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 4. Januar 

2017 ausdrücklich festgehalten, dass es sich bei den im Rapport zusammengefassten Aussagen 

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des Privatklägers, von G.____ und von H.____ bloss um die "sinngemässe" Wiedergabe der 

erfolgten Äusserungen handelt (act. 239 f.). Hinzu kommt, dass die Parteien die Richtigkeit der 

wiedergegebenen Darlegungen in keiner Weise, namentlich nicht schriftlich mittels Unterzeich-

nung, bestätigt haben. Der qualifizierte Beweiswert kommt dem Protokoll aber gerade nur dann 

zu, wenn Gewähr dafür besteht, dass das Protokoll auch wirklich den Angaben der einvernom-

menen Person entspricht. Mangels (nachgewiesener) Kenntnisnahme der Ausführungen im Po-

lizeirapport und Bestätigung durch Unterzeichnung seitens der Parteien ist in casu gerade keine 

Gewähr für die Richtigkeit der Angaben gegeben. Folglich erscheint der Umstand, dass die Ge-

spräche nicht protokolliert wurden, als problematisch und die nur sinngemäss festgehaltenen 

Aussagen vermögen – insbesondere in Beachtung der grundsätzlich streng zu handhabenden 

Protokollführungspflicht – keine Grundlage für die Wahrheitssuche darzustellen (BGer 

1P.399/2005 vom 8. Mai 2006, E. 3.1; DANIELA BRÜSCHWEILER/RETO NADIG/REBECCA 

SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 78 N 2; PHILIPP NÄPFLI, Basler Kom-

mentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 78 N 19). 

 

3.3 Vorliegend stützt sich der Vorwurf der einfachen Körperverletzung im Wesentlichen auf 

die Depositionen des Privatklägers. Dieser hat anlässlich der Konfrontationseinvernahme zwi-

schen dem Beschuldigten und ihm, beide einvernommen als beschuldigte Person, vom 9. No-

vember 2017 ausgeführt, er habe dem Beschuldigten eröffnet, dass er das vorangehende Ge-

spräch mit seinem Mobiltelefon aufgenommen habe, und sodann dem Beschuldigten den Rücken 

zugedreht. In der Folge sei der Beschuldigte von hinten auf ihn zu gerannt, habe ihn zu Boden 

geworfen, ihm zwei Faustschläge erteilt und die Hand auf sein Gesicht gelegt. Sodann habe der 

Beschuldigte ihn zweimal am Arm gepackt und ihn erneut zu Boden geschleudert. Dabei habe er 

sich die Schulterverletzung zugezogen. Mehrere Arbeiter seien vor Ort gewesen und hätten sich 

nicht getraut, einzuschreiten. Sein Freund G.____ habe ihn und den Beschuldigten schliesslich 

getrennt (act. 369 ff., 373). In Bezug auf sein Mobiltelefon hat der Privatkläger ferner ausgeführt, 

dass er dieses auf Schulterhöhe gehalten habe, als der Beschuldige ihm dieses habe wegneh-

men wollen (act. 375).  

 

3.4 Der Beschuldigte seinerseits hat in seiner Befragung vom 23. Dezember 2016 zu Proto-

koll gegeben, er und der Privatkläger hätten eine verbale Diskussion gehabt. Anschliessend habe 

der Privatkläger ihm mitgeteilt, dass er das Gespräch mit seinem Mobiltelefon aufgenommen 

habe, weshalb er diesem das Mobiltelefon habe wegnehmen und die Polizei rufen wollen. Dabei 

seien sie beide zu Boden gefallen, wobei er ein Stechen im Knie verspürt habe. Der Privatkläger 

seinerseits habe angefangen zu schreien, obwohl er diesen nicht angefasst und auch nicht ge-

schlagen habe. Im Weiteren habe der Privatkläger ihn am verletzten Finger gehalten, weshalb er 

den Oberkörper des Privatklägers auf den Boden gedrückt habe, damit dieser den verletzten 

Finger loslasse. Die vom Privatkläger vorgebrachten Verletzungen, mithin eine Fraktur des linken 

Schlüsselbeins sowie Schürfungen an Auge und Nase, würden nicht von ihm stammen, zumal er 

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mit seinem verletzten Finger gar nicht die Möglichkeit gehabt hätte, dem Privatkläger derartige 

Verletzungen zuzufügen (act. 359 ff.). 

 

Anlässlich der Konfrontationseinvernahme zwischen ihm und dem Privatkläger, beide einvernom-

men als beschuldigte Person, vom 9. November 2017 hat der Beschuldigte ferner ausgeführt, er 

habe sich rund zwei Monate vor dem Vorfall die Rippen angebrochen. Ausserdem sei einige Tage 

vor dem fraglichen Ereignis, nämlichem am 7. Dezember 2016, eine Operation an seinem Finger 

durchgeführt worden und am 9. Dezember 2016 habe er ein Auffahrunfall erlebt und deshalb 

unter einem "halben Schleudertrauma" gelitten. Er frage sich daher, wie er die vom Privatkläger 

vorgeworfenen Taten überhaupt hätte ausführen sollen (act. 369). Er habe jedenfalls dem Privat-

kläger das Mobiltelefon wegnehmen wollen. Da dieser das Telefon in die Höhe gestreckt habe, 

habe er springen müssen. Dabei seien sie aneinander gekommen und umgefallen. Anschlies-

send habe der Privatkläger ihn am Finger gehalten und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. 

Dies sei im Rahmen des Gerangels geschehen, weshalb er nicht mehr wisse, wie oft der Privat-

kläger zugeschlagen habe (act. 375).  

 

Vor den Schranken der Strafgerichtsvizepräsidentin hat der Beschuldigte erneut geltend ge-

macht, er habe bloss das Mobiltelefon des Privatklägers nehmen wollen. Dabei habe er diesen 

weder angerannt noch geschlagen. Sie seien beide getorkelt und dabei gleichzeitig zu Boden 

gegangen. Da der Privatkläger anschliessend seinen Finger gehalten und nicht losgelassen 

habe, habe er diesen auf den Boden gedrückt, damit er ihn loslasse (act. 733 ff.).  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung hat der Beschuldigte wiederum zu Proto-

koll gegeben, dass es zwischen ihm und dem Privatkläger zu einem Gerangel gekommen sei, in 

dessen Verlauf sie beide ausgerutscht und zu Boden gegangen seien. Der Privatkläger habe 

sodann seinen rechten Finger, welcher aufgrund einer Verletzung mit einem Fingerhut geschützt 

gewesen sei, zusammengedrückt. Damit der Privatkläger seinen Finger loslasse, habe er ihn zu 

Boden gedrückt. Geschlagen habe er ihn allerdings nicht (Protokoll der kantonsgerichtlichen 

Hauptverhandlung [Protokoll KGer], S. 3 ff.).  

 

3.5 Der Zeuge F.____ hat anlässlich seiner Befragung vom 18. Januar 2019 zu Protokoll 

gegeben, er habe im Tatzeitpunkt ebenfalls auf der Baustelle in Binningen gearbeitet. Als er Lärm 

gehört habe, sei er vor die Tür getreten, wo er den Privatkläger und den Beschuldigten habe 

stehen sehen. Der Beschuldigte habe versucht, dem Privatkläger das Mobiltelefon wegzuneh-

men, wobei beide zu Boden gefallen seien. Sodann habe der Privatkläger den Zeigefinger des 

Beschuldigten festgehalten, worauf der Beschuldigte wiederum den Privatkläger auf den Boden 

gedrückt habe, damit dieser seinen Finger loslasse. Danach hätten sich die beiden getrennt. Im 

Weiteren hat der Zeuge auf die entsprechende Frage der Staatsanwaltschaft hin vorgebracht, 

dass er keinen Schlagabtausch zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger gesehen 

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habe. Ferner habe er weder gesehen, dass der Privatkläger verletzt gewesen sei, noch habe er 

diesen um Hilfe rufen hören (act. 471 ff.).  

 

3.6 Des Weiteren hat E.____ in seiner Einvernahme als Zeuge vom 18. Januar 2019 darge-

legt, dass er gesehen habe, wie der Privatkläger und der Beschuldigte aus der Baracke gekom-

men seien und laut diskutiert hätten. Der Beschuldigte habe dem Privatkläger das Mobiltelefon 

wegnehmen wollen, als beide unvermittelt seitlich zu Boden gegangen seien. Die beiden seien 

vermutlich ausgerutscht und hingefallen, jedenfalls habe keiner der beiden den anderen geschla-

gen. In der Folge habe der Beschuldigte laut geschrien, da der Privatkläger auf den verletzten 

und mit einem Verband eingebundenen Finger des Beschuldigten gedrückt habe. Daraufhin habe 

der Beschuldigte auf den Brustkorb des Privatklägers gedrückt, worauf dieser den Finger losge-

lassen habe. Danach seien beide aufgestanden (act. 483 ff.). Auf die Frage hin, wie es dazu 

gekommen sei, dass er als Zeuge genannt worden sei, hat E.____ ergänzend ausgeführt, dass 

der Beschuldigte F.____ angefragt habe, ob sie beide Aussagen zum damaligen Geschehen ma-

chen könnten. Er selbst habe weder mit dem Beschuldigten noch der Verteidigung des Beschul-

digten hinsichtlich der Zeugenaussage gesprochen (act. 485).  

 

3.7 Sodann ist aufgrund der Akten ersichtlich, dass laut dem Austrittsbericht von Dr. med. 

I.____ und med. prakt. J.____ vom Spital Limmattal vom 14. Dezember 2016 beim Privatkläger 

eine nicht-dislozierte Tuberculum majus Fraktur links sowie eine Contusio Capitis mit Hämatom 

infraorbital rechts diagnostiziert worden ist (act. 269). Dem ärztlichen Zeugnis des Spitals 

Limmattal vom 14. Dezember 2016 ist zudem zu entnehmen, dass der Privatkläger vom 14. De-

zember 2016 bis zum 25. Januar 2016 zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist (act. 271). Mit Stel-

lungnahme an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 26. Juli 2017 hat Dr. med. I.____ 

vom Spital Limmattal ergänzend ausgeführt, dass die Verletzungen durch stumpfe Schläge ent-

standen seien (act. 291 ff.). Mit Schreiben an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 

4. April 2018 hat Dr. med. C.____ vom Spital Limmattal ferner erläutert, dass die Verletzung der 

nicht verschobenen Fraktur des Tuberculum majus grundsätzlich mit dem vom Privatkläger ge-

schilderten Tathergang vereinbar sei (act. 303). Schliesslich hat Dr. med. C.____ vom Spital 

Limmattal mit Bericht vom 7. Mai 2020 erneut dargelegt, dass sowohl die gering dislozierte Tu-

berculum majus Fraktur als auch die Contusio Capitis mit Hämatom infraorbital rechts mit dem 

vom Privatkläger geschilderten Tathergang vereinbar seien.  

 

3.8 In Anbetracht der vorstehenden Depositionen ist zu konstatieren, dass der Beschuldigte 

das Kerngeschehen des Anklagevorwurfs, nämlich das Anspringen des Privatklägers von hinten, 

wodurch er diesen zu Boden geworfen haben soll, sowie das Schlagen des Privatklägers, be-

streitet. Dieser angeklagte Sachverhalt stützt sich im Wesentlichen auf die Ausführungen des 

Privatklägers. Hinsichtlich dessen Depositionen ist zunächst auffallend, dass dieser in seinen 

Ausführungen das Geschehen wiederholt überdramatisiert, beispielsweise indem er die Ausei-

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nandersetzung als "die längsten 10 Minuten meines Lebens" bezeichnet (act. 369) und den Be-

schuldigten als Wrestling-Kämpfer darstellt (act. 369). Gleichwohl erweisen sich die Darlegungen 

des Privatklägers über weite Strecken als detailliert und in sich schlüssig. Dessen ungeachtet 

sind den Akten keine Indizien zu entnehmen, welche die Depositionen des Privatklägers unter-

mauernden würden. Vielmehr ist zu konstatieren, dass den sich in den Akten befindenden ärztli-

chen Berichten im Wesentlichen bloss zu entnehmen ist, dass das vom Privatkläger geschilderte 

Tatgeschehen mit seinen Verletzungen vereinbar sei. Daraus kann jedoch keinesfalls geschlos-

sen werden, dass der vom Beschuldigten dargelegte Geschehensablauf nicht genauso wahr-

scheinlich ist. Im Gegenteil kann aus den ärztlichen Ausführungen einzig geschlossen werden, 

dass der vom Privatkläger geltend gemachte Tathergang zumindest aus medizinischer Sicht nicht 

ausgeschlossen ist. Somit favorisieren die ärztlichen Berichte die Darlegungen des Privatklägers, 

auf welche sich der angeklagte Sachverhalt im Wesentlichen stützt, gerade nicht.  

 

3.9 Den Aussagen des Privatklägers stehen sodann die Depositionen des Beschuldigten 

gegenüber, wonach es zwar zu einem Handgemenge bezüglich des Mobiltelefons des Privatklä-

gers gekommen sei, in dessen Verlauf der Beschuldigte und der Privatkläger das Gleichgewicht 

verloren bzw. ausgerutscht und zu Boden gefallen seien. Allerdings will der Beschuldigte den 

Privatkläger weder (von hinten) angesprungen noch geschlagen haben. Hinsichtlich der Deposi-

tionen des Beschuldigten ist festzustellen, dass sich diese als detailreich, in sich schlüssig und 

nachvollziehbar erweisen. Namentlich fällt dabei auf, dass seine Ausführungen im Wesentlichen 

frei von inneren Ungereimtheiten sind. Soweit der Privatkläger vorbringt, dass der Beschuldigte 

ihn, wenn er das hochgestreckte Mobiltelefon habe erreichen wollen, aufgrund des Grössenun-

terschieds zwangsläufig derart habe anspringen müssen, dass sie beide zu Boden gefallen seien, 

kann ihm nicht gefolgt werden. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass der Privatkläger selbst zu 

Protokoll gegeben hat, dass er das Mobiltelefon auf Schulterhöhe gehalten habe (act. 375), womit 

ein seitliches Anspringen, wie es der Privatkläger in seiner Berufungsbegründung vom 6. Juli 

2020 umschreibt, offenkundig nicht notwendig gewesen ist. Hinzu kommt, dass der Beschuldigte 

anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung wiederum explizit zu Protokoll gegeben 

hat, dass er den Privatkläger nicht angesprungen haben, sondern bloss hochgesprungen sei, um 

an das Mobiltelefon zu kommen, worauf sie beide ausgerutscht und zu Boden gegangen seien 

(Protokoll KGer, S. 3 f.).  

 

3.10 Des Weiteren zeigt sich, dass die Depositionen des Beschuldigten durch die Zeugen 

F.____ und E.____ untermauert werden. Diese führen in Übereinstimmung mit dem Beschuldig-

ten aus, dass der Privatkläger und der Beschuldigte im Rahmen des Handgemenges unvermittelt 

zu Boden gegangen seien, wobei E.____ ausgeführt hat, dass die beiden vermutlich ausgerutscht 

seien. Zudem haben beide Zeugen zu Protokoll gegeben, dass sie ein Anspringen des Privatklä-

gers durch den Beschuldigten nicht gesehen hätten. Schliesslich haben beide Zeugen explizit zu 

Protokoll gegeben, keinen Schlagabtausch festgestellt zu haben. Soweit seitens der Staatsan-

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waltschaft sowie des Privatklägers der Verdacht geäussert wird, die Zeugen seien vom Beschul-

digten instruiert worden, ist zu konstatieren, dass dieses Vorbringen weder von der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft noch vom Privatkläger konkret substantiiert wird. Im Übrigen ist anzu-

merken, dass der Umstand, wonach die beiden Zeugen den Beschuldigten von der Baustelle in 

Binningen kennen, offenkundig nicht von Relevanz ist, zumal diese auf derselben Baustelle auch 

den Privatkläger kennengelernt haben (act. 473, 485).  

 

In Beachtung der Depositionen von F.____ sowie von E.____ erhellt, dass deren Aussagen im 

Kerngeschehen zwar übereinstimmen, gleichwohl differieren ihre Schilderungen in Bezug auf das 

Nebengeschehen deutlich. Auch kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass beide eine Viel-

zahl von Details nennen, welche keine andere involvierte Person dargelegt hat. Diese grosse 

Anzahl an Abweichungen in den jeweiligen Erzählungen des Zeugen F.____, des Zeugen E.____ 

sowie des Beschuldigten weisen darauf hin, dass diese sich gerade nicht abgesprochen haben. 

So hat der Zeuge F.____ beispielsweise zwar zu Protokoll gegeben, dass der Privatkläger den 

Finger des Beschuldigten festgehalten habe, gleichwohl ist ihm nicht bekannt gewesen, dass sich 

der Beschuldigte vor dem Vorfall seine Hand verletzt hatte (act. 475). Demgegenüber hat der 

Zeuge E.____ in freier Erzählung dargelegt, dass der Beschuldigte eine Woche vor dem Vorfall 

eine Operation am Finger gehabt habe, weshalb er einen Verband am Finger getragen habe 

(act. 483). Des Weiteren zeigt sich, dass weder F.____ noch E.____ eine der beiden Parteien 

übermässig be- oder entlasten. Vielmehr haben beide explizit zu Protokoll gegeben, dass keiner 

der beiden den anderen geschlagen habe (act. 475, 485). Folgerichtig erweisen sich die Ausfüh-

rungen der beiden Zeugen im Wesentlichen als glaubhaft.  

 

3.11 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erhellt, dass gestützt auf die Ausführungen der 

Parteien sowie die ärztlichen Berichte der angeklagte Sachverhalt nicht als erstellt zu erachten 

ist. Mithin widersprechen sich die Depositionen des Privatklägers sowie des Beschuldigten in 

Bezug auf das Kerngeschehen diametral, wobei die Darlegungen des Beschuldigten durch die 

Aussagen der Zeugen F.____ und E.____ untermauert werden, welche beide weder ein Ansprin-

gen und zu Boden-Schleudern des Privatklägers durch den Beschuldigten noch einen Schlagab-

tausch festgestellt haben. Sodann sind keine anderweitigen objektivierbaren Beweismittel gege-

ben, welche die Aussagen des Privatklägers, auf welche sich der angeklagte Sachverhalt im We-

sentlichen stützt, untermauern. Namentlich ist aufgrund der Akten auch nicht nachvollziehbar, wie 

die diagnostizierten Verletzungen des Privatklägers entstanden sind. Bei diesem Beweisergebnis 

ist daher festzustellen, dass der vom Privatkläger dargelegte Ereignisablauf nicht erstellt ist.  

 

3.12 Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen 

der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sach-

lage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Mithin hat das Gericht seinem Urteil die für die beschuldigte Per-

son günstigste Sachverhaltsalternative zugrunde zu legen, wenn Zweifel daran bestehen, welche 

von mehreren in Betracht kommenden Sachverhaltsmöglichkeiten der Wahrheit entspricht 

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(WOLFGANG WOHLERS, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 10 N 11). Folglich erhellt, 

dass in Bezug auf den konkreten Hergang der Auseinandersetzung zwischen dem Privatkläger 

und dem Beschuldigten auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschuldigten − sowie der 

mit diesen Darlegungen übereinstimmenden Depositionen der beiden Zeugen − abzustellen ist. 

Folgerichtig ist − in Übereinstimmung mit der Vorinstanz − als erstellt zu erachten, dass es nach 

einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Privatkläger und dem Beschuldigten zu einem 

Handgemenge um das Mobiltelefon des Privatklägers gekommen ist, in dessen Verlauf beide das 

Gleichgewicht verloren haben resp. ausgerutscht und zu Boden gegangen sind. Angesichts die-

ses als erstellt zu erachtenden Sachverhalts erhellt, dass es an einer vorsätzlich begangenen 

Schädigung des Privatklägers durch den Beschuldigten fehlt, weshalb der angeklagte Sachver-

halt nicht erstellt ist und der Beschuldigte somit − in Bestätigung des Urteils der Strafgerichtsvi-

zepräsidentin Basel-Landschaft vom 11. Februar 2020 − vom Vorwurf der einfachen Körperver-

letzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB freizusprechen ist. 

 

 

4. Soweit die Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft die Auferlegung der Kos-

ten des Vorverfahrens bzw. die Berufung des Privatklägers seine Schadenersatz- und Genugtu-

ungsforderung sowie seine Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren betreffen, ist 

darauf hinzuweisen, dass diese Rügen einzig auf den Fall der Verurteilung des Beschuldigten 

beschränkt sind. Im vorliegenden Berufungsverfahren wurde das Urteil der Strafgerichtsvizeprä-

sidentin Basel-Landschaft jedoch hinsichtlich des Freispruchs des Beschuldigten bestätigt, wes-

halb sich Ausführungen betreffend die Zivilforderung, die erstinstanzlichen Entschädigungsfolgen 

sowie die Verlegung der Kosten des Vorverfahrens erübrigen. In Beachtung der vorstehenden 

Erwägungen erhellt somit, dass sowohl die Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

als auch die Berufung des Privatklägers vollumfänglich abzuweisen sind. 

 

 

III. Kosten 

1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, 

auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht. Entspre-

chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens, mithin der Abweisung der Berufung der 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft sowie der Abweisung der Berufung des Privatklägers, ge-

hen die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts von Fr. 5'350.--, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 5'250.-- (§ 12 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte, GebT, 

SGS 170.31) sowie Auslagen von Fr. 100.-- (§ 3 Abs. 6 GebT), je zur Hälfte zu Lasten des Staa-

tes (Fr. 2675.--) sowie zu Lasten des Privatklägers (Fr. 2'675.--).  

 

2. Ferner ist zu prüfen, ob der Beschuldigte sowie der Privatkläger Anspruch auf eine Par-

teientschädigung für das Berufungsverfahren haben. Gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO richten sich 

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Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittelverfahren nach den Art. 429 ff. 

StPO. Diesen Bestimmungen ist zwar keine Regelung im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO zu 

entnehmen, dessen ungeachtet hat sich indes auch der Anspruch auf Entschädigung im Rechts-

mittelverfahren nach Massgabe des Obsiegens oder Unterliegens zu richten (PATRICK GUIDON, 

Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, Rz. 578; NIKLAUS 

SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2018, Art. 436 N 1; STEFAN 

WEHRENBERG/FRIEDRICH FRANK, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 436 N 4). Ange-

sichts des vorliegenden Verfahrensausgangs kommt dem Privatkläger kein Anspruch auf Ent-

schädigung im Rechtsmittelverfahren zu, weshalb er seine eigenen Parteikosten selbst zu tragen 

hat. Hingegen ist bei diesem Verfahrensausgang dem Beschuldigten eine Parteientschädigung 

aus der Gerichtskasse zu entrichten. Mit Honorarnote vom 6. Oktober 2020 weist die Verteidigerin 

des Beschuldigten, Rechtsanwältin Remigia Larissa Ianieri, einen Aufwand für das Berufungs-

verfahren von 14.4 Stunden à Fr. 220.-- aus. Für die Berufungsverhandlung sind ausserdem 4 ½ 

Stunden (inklusive Weg) einzusetzen, weshalb Rechtsanwältin Remigia Larissa Ianieri für ihre 

Bemühungen im Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4'198.40 (inklusive Aus-

lagen von Fr. 40.40) zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 323.30, somit insgesamt 

Fr. 4'521.70, aus der Gerichtskasse zu entrichten ist.   

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Demnach wird erkannt: 

 

://: I.  Das Urteil der Strafgerichtsvizepräsidentin Basel-Landschaft vom 

11. Februar 2020, auszugsweise lautend: 

 

"1.  B.____ wird in Aufhebung des Strafbefehls der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft vom 13. November 2018 von der 

Anklage der einfachen Körperverletzung freigesprochen. 

 

 2. Die Schadenersatz- und Genugtuungsforderung von A.____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Christian Stöbi, in Höhe von 

CHF 73'680.30, zzgl. Zins von 5% seit 14. Dezember 2016, 

wird in Anwendung von Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO abgewie-

sen. 

 

 3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vor-

verfahrens von CHF 1'697.00 sowie der Gerichtsgebühr von 

CHF 1'000.00, gehen zu Lasten des Staates. 

 

 4. Die Kosten der Wahlverteidigerin von B.____, Rechtsanwäl-

tin Remigia Ianieri, in Höhe von CHF 7'608.15 (inklusive Aus-

lagen und Mehrwertsteuer) gehen in Anwendung von Art. 

429 Abs. 1 lit. a StPO zu Lasten des Staates." 

 

wird in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft sowie in Abweisung der Berufung des Privatklägers 

vollumfänglich bestätigt.  

 

 II.  Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5'350.--, beinhaltend 

eine Gebühr von Fr. 5'250.-- sowie Auslagen von Fr. 100.--, gehen je 

zur Hälfte zu Lasten des Staates (Fr. 2'675.--) sowie zu Lasten des 

Privatklägers (Fr. 2'675.--). 

 

 III.  Der Verteidigerin des Beschuldigten, Rechtsanwältin Remigia Larissa 

Ianieri, wird für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 4'198.40 (inklusive Auslagen) zuzüglich 7.7% Mehr-

wertsteuer von Fr. 323.30, somit insgesamt Fr. 4'521.70, aus der Ge-

richtskasse entrichtet 

 

 IV.  Dem Privatkläger wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

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Vizepräsident 
 
 
 
 
Stephan Gass 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Dominik Haffter 

 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig.  

 

 

 

 

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