# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 863cc991-f7b4-5709-b275-87ecc403d4e9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.11.2008 E-6538/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6538-2008_2008-11-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6538/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, und deren Kind
B._______, Nigeria,
z.Zt. im Transitbereich des Flughafens Zürich,
Beschwerdeführende

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 11. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6538/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimat-
staat zusammen mit ihrem Kind am 22. September 2008 verliess und 
von Holland her  kommend am 23. September  2008  versuchte,  über 
den Flughafen Zürich-Kloten in die Schweiz einzureisen,

dass  die  Beschwerdeführenden  beim  Versuch  der  Einreise  in  die 
Schweiz von der Flughafenpolizei angehalten und einer Personenkont-
rolle  unterzogen  wurden,  anlässlich  welcher  die  Beschwerdeführerin 
ein Asylgesuch für sich und ihren Sohn stellte,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. September 2008 den Beschwer-
deführenden die Einreise in die Schweiz verweigerte und ihnen gleich-
zeitig den Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zu-
wies,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung am Flughafen Zürich vom  27. 
September  2008  sowie  der  direkten Anhörung  vom  30.  September 
2008  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, sie sei  nigerianische Staatsangehörige mit  letztem Wohnsitz 
in Lagos,

dass sie ihre  Mutter  und die  gemeinsame Wohnung verlassen habe 
und  zum  Kindsvater,  C._______,  gezogen  sei,  nachdem  sie  von 
diesem schwanger geworden sei,

dass dieser ihr verboten habe, das Haus zu verlassen und sie nicht 
einmal ihre Mutter habe besuchen dürfen,

dass er sie die ganze Zeit über geschlagen habe und sie keine Hilfe 
von den Nachbarn erhalten habe,  da diese sich vor dem Kindsvater 
gefürchtet hätten,

dass  ihre  Mutter  ihr  geraten  habe,  keine  Kinder  mehr  mit  der 
Kindsvater zu zeugen, nachdem sie von den Problemen in der Bezie-
hung erfahren hatte,

dass der Kindsvater  sie nicht  habe heiraten wollen und ihr  verboten 
habe, Mittel zur Empfängnisverhütung zu benützen, worauf sie kurze 
Zeit später wieder schwanger geworden sei,

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dass der Kindsvater sich anfänglich über die erneute Schwangerschaft 
gefreut, sein Verhalten jedoch plötzlich geändert habe,

dass  sie  ihr  Kind  verloren  habe,  nachdem  sie  vom  Kindsvater  ge-
schlagen worden sei,

dass  sie  im  Jahre  2008  erneut  schwanger  geworden  sei,  worauf  er 
erneut begonnen habe, sie zu schlagen,

dass  sie  mit  ihrem  Sohn  zu  ihrer  Schwester  geflüchtet  sei,  der 
Kindsvater sie jedoch aufgespürt und nach einem Handgemenge mit 
ihrer Schwester wieder nach Hause gebracht habe,

dass sie damals sehr krank geworden sei, der Kindsvater sich jedoch 
zunächst geweigert habe, sie in ein Spital zu bringen,

dass er sie – nachdem sie zuvor Blut verloren hätte – schliesslich in 
ein Spital gebracht habe, wo sie das Kind wegen Komplikationen habe 
abtreiben lassen müssen,

dass der Kindsvater ihr daraufhin vorgeworfen habe, sie sei nutzlos, da 
sie keine Kinder gebären könne,

dass ein Kollege des Kindsvaters,  „Onkel  B.K.“,  ihr  anvertraut  habe, 
der Kindsvater habe ihn angeheuert, um sie zu töten und ihr das Kind 
wegzunehmen,

dass Onkel B.K. sie jedoch habe laufen lassen, nachdem sie eingewil-
ligt habe, mit ihm zu schlafen,

dass sie schnell  ein paar Kleider für ihren Sohn eingepackt und das 
Haus verlassen habe,

dass sie die erste Nacht unter einer Brücke verbracht hätten, bevor sie 
sich  am  folgenden  Tag  nach  D._______  begeben  und  dort  in  der 
Kirche Unterschlupf gefunden hätten,

dass sie in  der Kirche eine feste, grosse Frau – E._______ –  ken-
nengelernt und ihr ihre Geschichte erzählt habe, 

dass E._______ versprochen habe, ihr bei der Ausreise aus Nigeria zu 

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helfen und diese sie mit Kleidern und Geld versorgt und ihre Ausreise 
organisiert und finanziert habe,

dass E._______ mit ihnen bis in die Schweiz gereist sei, sie diese am 
Flughafen Zürich aber aus den Augen verloren habe,

dass sie sich in ihrem Heimatstaat weder an die Polizei noch an eine 
Frauenorganisation gewandt habe, da diese keinen Einfluss hätten,

dass sie sämtliche Identitätspapiere und -Dokumente bei ihrer Mutter 
deponiert  habe, diese jedoch seit  deren Tod im Dezember 2007 und 
der  darauffolgenden  Wohnungsräumung  durch  den  Vermieter  unauf-
findbar seien,

dass es für sie keinen Weg gebe sich in ihrem Heimatstaat Papiere zu 
beschaffen,

dass sie selbst nie Probleme mit  den heimatlichen Behörden gehabt 
und sie sich nie politisch betätigt habe,

dass sie nicht in ihren Heimatstaat zurückkehren wolle,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 11. Oktober 2008 – eröffnet am 12. Oktober 2008 – ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei den von 
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Übergriffen handle es sich 
um eine Verfolgung durch Drittpersonen,

dass solche Übergriffe oder  die Befürchtung,  künftig  solchen ausge-
setzt  zu  sein,  nur  dann  asylrelevant  seien,  wenn  der  Staat  seiner 
Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu 
gewähren,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrem  Heimatstaat  weder  um  den 
Schutz der Polizei nachgesucht noch sich mit ihren Problemen an eine 
der zahlreichen Nichtregierungsorganisationen (NGO) gewandt habe, 
weshalb  den  Behörden  nicht  vorgeworfen  werden  könne,  sie  seien 
nicht schutzfähig oder -willig,

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dass die Beschwerdeführerin nicht mit dem Kindsvater verheiratet sei 
und sie sich somit jederzeit von diesem hätte trennen können,

dass es sich bei der Beschwerdeführerin nicht um eine landesweit be-
kannte Persönlichkeit handle, weshalb ihre Verfolger wohl kaum in der 
Lage seien, sie an einem beliebigen Ort  in Nigeria ausfindig zu ma-
chen,

dass  aus  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  nicht  hervorgehe, 
diese habe von der Alternative einer innerstaatlichen Wohnsitzalterna-
tive bereits erfolglos Gebrauch gemacht,

dass  die  Beschwerdeführerin  Nachteile  geltend  mache,  welche  sich 
aus lokal  oder regional  beschränkten Verfolgungsmassnahmen ablei-
ten würden, welchen sie sich durch den Wegzug in einen anderen Teil 
des  Heimatstaates  entziehen  könne  und  sie  folglich  nicht  auf  den 
Schutz der Schweiz angewiesen sei,

dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  den  Anforderungen  an 
die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalte,

dass weder die im Heimatstaat  der Beschwerdeführerin  herrschende 
politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs sprechen würden,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  16. Oktober 2008 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, 
ihr  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu 
gewähren,  es  sei  die  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 
Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  festzustellen  und  die 
vorläufige  Aufnahme  anzuordnen,  ferner  sei  ihr  die  unentgeltliche 
Prozessführung zu gewähren, ein Rechtsbeistand beizugeben und auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, eventualiter sei 
die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  wiederherzustellen  und 
die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die Kontaktnahme mit 
den  heimatlichen  Behörden  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an 
dieselben  zu  unterlassen,  eventualiter  sei  die  Beschwerdeführerin  – 
bei erfolgter Datenweitergabe – in einer separaten Verfügung darüber 
zu orientieren,

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dass auf die Begründung – soweit  für den Entscheid wesentlich – in 
den Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  zuständige  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsge-
richts  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom 22. Oktober  2008 
Gelegenheit  bot,  sich  bis  zum 28. Oktober  2008  zu  einer  allfälligen 
Motivsubstitution und den aufgezeigten Widersprüchen zu äussern,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom  22.  Oktober  2008 
(Eingang beim Bundesverwaltungsgericht am 27. Oktober 2008) frist-
gerecht eine Stellungnahme zu den Akten reichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung  nicht  entzogen  hat,  weshalb  auf  den  entsprechenden 
Eventualantrag nicht einzutreten ist,

dass  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-

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hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend  aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  oder  der  allgemeinen  Erfahrung  widersprechen 
oder der inneren Logik entbehren,

dass die asylsuchende Person darüber hinaus persönlich glaubwürdig 
erscheinen muss, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie 
ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt, 
aber  auch  dann,  wenn  sie  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder  be-
wusst  falsch darstellt,  im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswech-
selt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am 
Verfahren zeigt  oder die nötige Mitwirkung verweigert  (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2004 Nr. 1 E. 5a S. 4 f.).

dass die  Beschwerdeführerin  – in  Verletzung ihrer  Mitwirkungspflicht 
gemäss Art. 8 AsylG – bis heute keine Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht hat und damit  weder ihre eigene Identität  noch die ihres 
Kindes zweifelsfrei feststeht,

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dass sie sodann keine erkennbaren Anstrengungen unternommen hat, 
sich  entsprechende  Papiere  zu  beschaffen,  obschon  sie  sowohl  an-
lässlich der Erstbefragung vom 27. September 2008 als auch im Rah-
men der direkten Anhörung auf ihre diesbezügliche Mitwirkungspflicht 
aufmerksam gemacht wurde (vgl. E7/ S. 7 und E8/ S. 3),

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge im Heimatstaat 
einen Geburtsschein sowie einen Reisepass besass und demzufolge 
bei den Behörden registriert ist (vgl. E7/ S. 7),

dass es ihr auf Beschwerdeebene sodann möglich war, sich bei den 
heimatlichen Behörden – beim Social Welfare Office, Ministry of Youth, 
Sports and Social  Development,  Lagos State Government – Beweis-
mittel zu beschaffen, sie somit offensichtlich über Kontakte im Heimat-
staat verfügt,

dass es ihr unter diesen Umständen möglich und zumutbar gewesen 
wäre, sich bei den Behörden zumindest ein Duplikat ihrer Geburtsur-
kunde zu beschaffen, was sie jedoch nicht getan hat,

dass dieses Verhalten bereits gewisse Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit 
aufkommen lässt, 

dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  sodann  in  zentralen 
Punkten unauflösbare Widersprüche enthalten,

dass  sie  anlässlich  der  Erstbefragung  keine  Vorbringen  machte,  sie 
selbst oder Dritte hätten die Behörden im Heimatstaat um Schutz er-
sucht,

dass sie im Rahmen der direkten Anhörung aussagte, Mitte des Jah-
res 2008 sei es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kindsva-
ter und ihrer Schwester gekommen, nachdem sie bei dieser Zuflucht 
gesucht habe (vgl. E8/ S. 5 f.),

dass die Beschwerdeführerin auf die Frage, ob ihre Schwester die Po-
lizei gerufen habe, antwortete, diese habe keine Wirkung und zudem 
habe der Kindsvater Freunde bei der Polizei (vgl. E8/ S. 5 f.),

dass sie ebenfalls zu Protokoll gab, sie habe weder in Lagos noch in 
D._______ jemals eine Frauenorganisation um Hilfe ersucht (vgl. E8/ 
S. 7),

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dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde abweichend davon 
ausführt, ihre Schwester habe bei der Polizei Beschwerde eingereicht, 
doch habe diese nichts unternommen,

dass sie im achten Schwangerschaftsmonat auf Geheiss des Kindsva-
ters zu ihrer Mutter gezogen sei, wo dieser sie später aufgesucht und 
mit Gewalt nach Hause habe holen wollen,

dass es dabei zu einer Auseinandersetzung zwischen ihr, ihrer Mutter 
sowie ihrer Schwester und dem Kindsvater gekommen sei,

dass  ihre  Schwester  die  Polizei  alarmiert  habe,  die  Beamten  sich 
jedoch geweigert  hätten,  sie  zum Ort  des Geschehens zu begleiten 
(vgl. dazu E10/ S. 9 f.),

dass sie zu Beginn des Jahres zusammen mit  ihrer Schwester beim 
„Welfare local government“ Beschwerde gegen den Kindsvater einge-
reicht  habe,  und  dieser  zu  einem  Gespräch  vorgeladen  worden  sei 
(vgl. E10/ S. 13),

dass  sie  zur  Untermauerung  ihrer  Vorbringen  die  Faxkopie  eines 
Schreibens des Social Welfare Office vom 7. Mai 2008 zu den Akten 
reichte,

dass diese Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe jedoch als nachge-
schoben und damit als unglaubhaft zu bezeichnen sind,

dass es sich beim eingereichten Beweismittel sodann um ein Gefällig-
keitsschreiben handeln dürfte, welchem kein Beweiswert zukommt,

dass schliesslich auch die Schilderungen betreffend die Umstände der 
Ausreise zahlreiche Ungereimtheiten enthalten,

dass  die  Beschwerdeführerin  diesbezüglich  ausführte,  E._______ 
habe für  sie  und ihren Sohn nigerianische Pässe besorgt  und habe 
diese jeweils bei den Passkontrollen vorgewiesen, ohne die Dokumen-
te aus der Hand zu geben (vgl. E7/ S. 13),

dass  der  Beschwerdeführerin  nicht  geglaubt  werden kann,  sie  habe 
keine Reisepapiere auf  sich getragen und sei  von Nigeria  bis  in  die 
Schweiz gereist, ohne jemals – insbesondere an den Flughäfen – sel-
ber kontrolliert worden zu sein, 

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dass Abklärungen ergeben haben, dass die Beschwerdeführerin  das 
Flugticket mit einem auf ihren Namen lautenden Ausweisdokument ge-
kauft  hat  und  damit  offensichtlich  mit  auf  ihren  Namen  lautenden 
Reisepapieren aus ihrem Heimatstaat ausgereist ist (vgl. E7/ S. 14),

dass die Beschwerdeführerin vorbrachte, der Kindsvater habe Freunde 
bei der Polizei und dieser könne sie überall  in Nigeria ausfindig ma-
chen (vgl. E8/ S. 6 sowie E10/ S. 16),

dass angesichts dieser Vorbringen nicht nachvollzogen werden kann, 
weshalb die Beschwerdeführerin ihren Heimatstaat  mit  auf ihren Na-
men lautenden  Reisepapieren  über  den  gut  kontrollierten  Flughafen 
von Lagos verlassen hat,  zumal  sie sich dadurch einem erheblichen 
Risiko ausgesetzt hat, von der Polizei angehalten und ihrem „Peiniger“ 
ausgeliefert zu werden,

dass es sich bei den Vorbringen betreffend Finanzierung und Organi-
sation der Ausreise durch eine reiche, unbekannte Person sodann um 
stereotype  Standardvorbrigen  von  Asylsuchenden  handelt,  welche 
versuchen, die wahren Umstände ihrer Ausreise zu verschleiern,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass  die  Beschwerdeführerin  nach  dem Gesagten  keine  Vorbringen 
geltend macht, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu be-
gründen, weshalb es sich erübrigt, auf die übrigen Vorbringen in der 
Beschwerde einzugehen,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  der  Rechtsmitteleingabe  weiter 
beantragte,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich  anzuweisen,  die 
Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat-  oder 
Herkunftsstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu 
unterlassen,  eventuell  sei  sie  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe 
darüber in einer separaten Verfügung zu informieren,

dass angesichts  des offensichtlichen Fehlens  einer  Gefährdung kein 
Anlass für eine vorsorgliche Anweisung an das BFM bestand und im 
jetzigen Zeitpunkt der Antrag hinfällig geworden ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
abzuweisen ist,

dass mit der Fällung des vorliegenden Urteils das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hinfällig wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 600.--  werden der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  via  Vermittlung  der  Flughafenpolizei, 
Grenzpolizeiliche  Massnahmen  Asyl,  8058  Zürich  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Dienst  Flughafenverfahren  (per  Telefax;  Ref-Nr. 
N_______; zur Kenntnis)

- die  Flughafenpolizei,  Grenzpolizeiliche  Massnahmen  Asyl,  8058 
Zürich,  (Ref-Nr.  N_______,  mit  der  Bitte,  dieses  Urteil  dem 
Beschwerdeführer  gegen  beigelegte  Empfangsbestätigung 
auszuhändigen  und  diese  dem  Bundesverwaltungsgericht 
umgehend zuzustellen (vorab per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

Versand: 

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