# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0f3a94e-34ab-5bfd-81bd-9282c58a5b71
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 02.08.2018 B 2016/240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-240_2018-08-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/240

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 06.02.2020

Entscheiddatum: 02.08.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 02.08.2018
Ausländerrecht, Art. 63 Abs. 2, Art. 62 Abs. 1 lit. b, Art. 96 Abs. 1 und Abs. 2 
AuG Der aus Mazedonien stammende Beschwerdeführer reiste 1991 im Alter 
von zwei Jahren im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei den 
Eltern in die Schweiz ein. Seit September 2004 trat der Beschwerdeführer 
wiederholt strafrechtlich in Erscheinung. Dabei stechen insbesondere der 
Raub vom Mai 2010 und die qualifizierte Körperverletzung mit gefährlichem 
Gegenstand und der Raufhandel vom Mai 2008 hervor. Der zeitlich letzte 
strafrechtlich relevante Vorfall datiert vom April 2011. Im Juli 2014 wurde er 
zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon 6 vollziehbar, 
verurteilt. Das Migrationsamt widerrief im Dezember 2014 die 
Niederlassungsbewilligung. Der dagegen erhobene Rekurs wurde im 
November 2016 abgewiesen. Das Verwaltungsgericht heisst die Beschwerde 
teilweise gut und hebt den Entscheid der Vorinstanz auf. Der 
Beschwerdeführer lebt seit 27 Jahren in der Schweiz und ist sowohl 
sprachlich als auch beruflich integriert. Ihm ist zugute zu halten, dass er seit 
April 2011 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten ist und ihm mit 
Blick auf die Verübung weiterer Straftaten eine günstige Prognose gestellt 
werden kann. Zudem wäre aufgrund der fehlenden familiären und sozialen 
Beziehungen im Herkunftsland die Ausweisung mit einer grossen Härte 
verbunden. Der Beschwerdeführer ist ausländerrechtlich zu verwarnen 
(Verwaltungsgericht, B 2016/240).

Entscheid vom 2. August 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

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A.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Widerruf der Niederlassungsbewilligung

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.__, geb. 1989, Mazedonischer Staatsangehöriger, reiste am 15. August 1991 im 

Rahmen des Familiennachzugs (Verbleib bei den Eltern) in die Schweiz ein. Er ist der 

jüngste Sohn von B.__ (geb. 1958) und von C.__ (geb. 1958). Seine Geschwister D.__ 

(geb. 1982), E.__ (geb. 1985) und F.__ (geb. 1987) leben ebenfalls in der Schweiz (s. 

Vorakten Migrationsamt [fortan: Dossier], S. 10 ff.). A.__ verfügt über die 

Niederlassungsbewilligung C, deren Kontrollfrist letztmals bis zum 5. März 2015 

verlängert wurde (Dossier, S. 355).

A.__ trat in der Schweiz strafrechtlich folgendermassen in Erscheinung:

- Mit Urteil der Jugendanwaltschaft St. Gallen vom 29. September 2004 wurde er 

wegen einem geringfügigen Vermögensdelikt (Hehlerei und Anstiftung zu Diebstahl) 

schuldig erklärt und zu 2 Halbtagen Arbeitsleistung verurteilt (Dossier, S. 43 f.);

- mit Strafverfügung der Jugendanwaltschaft Thurgau vom 6. April 2006 wurde er 

wegen Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt und mit einem Verweis bestraft 

(Dossier, S. 45 f.);

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- mit Urteil der Jugendanwaltschaft St. Gallen vom 12. April 2006 wurde er wegen 

einfacher Körperverletzung und Tätlichkeiten schuldig erklärt und zu 10 Tagen 

Arbeitsleistung verpflichtet (Dossier, S. 50 ff.);

- mit Urteil der Jugendanwaltschaft St. Gallen vom 5. März 2007 wurde er wegen 

Nötigung, einfacher Körperverletzung und Übertretung des Bundesgesetzes über die 

Betäubungsmittel schuldig erklärt und zu einem bedingten Freiheitsentzug von 30 

Tagen bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie zu einer Busse von CHF 300 verurteilt. 

Für die Dauer der Probezeit wurde eine Bewährungsbegleitung angeordnet (Dossier, S. 

119 f.);

- mit Strafverfügung der Jugendanwaltschaft Thurgau vom 10. Juli 2007 wurde er 

wegen einer Widerhandlung gegen das Transportgesetz verurteilt und mit einem 

Verweis bestraft (Dossier, S. 124 ff.);

- mit Strafverfügung des Bezirksamts Bischofszell vom 17. August 2007 wurde er 

wegen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz (Führen eines 

Personenwagens in angetrunkenem Zustand) zu einer Busse von CHF 500 

(Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen bei Nichtbezahlung) verurteilt (Dossier, S. 127);

- mit Zusatzurteil vom 11. Dezember 2007 wurde er von der Jugendanwaltschaft St. 

Gallen wegen Angriffs schuldig erklärt und in Zusatz zum Urteil vom 1. März 2007 mit 

einem bedingten Freiheitsentzug von 30 Tagen bei einer Probezeit von 1½ Jahren und 

einer Busse von CHF 500 bestraft. Für die Dauer der Probezeit wurde die 

Bewährungsbegleitung angeordnet (Dossier, S. 128 f.);

- mit Bussenverfügung vom 28. Januar 2008 wurde er von der Staatsanwaltschaft St. 

Gallen wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges schuldig erklärt und mit 

einer Busse von CHF 450 (bei schuldhaftem Nichtbezahlen einer Ersatzfreiheitsstrafe 

von 5 Tagen) bestraft (Dossier, S. 130);

- mit Strafbescheid der Staatsanwaltschaft St. Gallen, Untersuchungsamt Altstätten, 

vom 21. Juli 2009 wurde er wegen Angriffs und mehrfach versuchter Nötigung schuldig 

gesprochen und in teilweisem Zusatz zum Strafbescheid vom 8. Juni 2009 zu einer 

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Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 30 verurteilt. Anstelle der Geldstrafe wurden 

240 Stunden gemeinnützige Arbeit angeordnet (Dossier, S. 343 ff.);

- mit Strafmandat des Kreispräsidenten Alvaschein vom 4. Dezember 2009 wurde er 

wegen Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Busse von CHF 250 (bei schuldhafter 

Nichtbezahlung 3 Tage Ersatzfreiheitsstrafe) verurteilt (Dossier, S. 346 f.);

- mit Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 24. Mai 2013 wurde er wegen 

Raubes, Nötigung, Hausfriedensbruchs, Vergehens gegen das Waffengesetz, 

Raufhandels, einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, 

Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz (mehrfach), Beschimpfung (mehrfach), 

falscher Anschuldigung, einfacher und grober Verletzung der Verkehrsregeln, Fahrens 

in fahrunfähigem Zustand, Fahrens trotz Entzugs (mehrfach) und Nichtabgabe des 

Führerausweises trotz behördlicher Aufforderung schuldig gesprochen. In teilweisem 

Zusatz zum Strafbescheid des Untersuchungsamts Altstätten vom 21. Juli 2009 wurde 

er hierfür zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt. 9 

Monate wurden für vollziehbar erklärt, für 18 Monate wurde der Vollzug bei einer 

Probezeit von 4 Jahren aufgeschoben. Weiter wurde er zu einer Geldstrafe von 10 

Tagessätzen zu je CHF 100 bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie zu einer Busse von 

CHF 250 (bei schuldhaftem Nichtbezahlen Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen) verurteilt 

(Dossier, S 434 ff.).

Das Kantonsgericht St. Gallen bestätigte mit Entscheid vom 3. Juli 2014 die 

Schuldsprüche sowie Geldstrafe und Busse des Entscheids des Kreisgerichts St. 

Gallen vom 24. Mai 2013. Die vom Kreisgericht St. Gallen ausgesprochene 

Freiheitsstrafe wurde aufgehoben und der Beschwerdeführer zu einer teilbedingten 

Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon 6 Monate vollziehbar, verurteilt. Bei 21 Monaten 

wurde der Vollzug aufgeschoben mit einer Probezeit von 3 Jahren (Dossier, S. 439 ff.).

B. Mit Mitteilung des Migrationsamts vom 12. Juni 2007 wurde A.__ verwarnt, da sein 

Verhalten zu strafrechtlichen Klagen geführt habe. Er wurde angehalten, sich inskünftig 

in jeder Beziehung klaglos zu verhalten, ansonsten fremdenpolizeiliche Massnahmen 

verfügt werden müssten (Dossier, S. 122 f.).

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Mit Verfügung vom 15. Dezember 2014 widerrief das Migrationsamt die 

Niederlassungsbewilligung von A.__ und ordnete dessen Wegweisung unter Ansetzung 

einer Ausreisefrist bis zum 24. Februar 2015 an (Dossier, S. 644 ff.). Dagegen 

rekurrierte A.__ durch seinen Rechtsvertreter am 21. Januar 2015 beim Sicherheits- 

und Justizdepartement. In der Hauptsache wurde die Aufhebung der Verfügung des 

Migrationsamts vom 15. Dezember 2014, das heisst das Absehen von einem Widerruf 

der Niederlassungsbewilligung, beantragt. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde 

zudem ein Fristwiederherstellungsgesuch gestellt und beantragt, dass innert einer 

angemessenen Frist eine Rekursergänzung erfolgen könne (act. 13/1). Mit Verfügung 

vom 9. Februar 2015 wurde das Gesuch um Wiederherstellung der Rekursfrist 

gutgeheissen und A.__ eingeladen, die Rekurseingabe bis zum 6. März 2015 zu 

ergänzen (act. 13/4). Mit Eingabe vom 2. März 2015 erfolgte die Rekursergänzung, 

wobei an den Anträgen in der Hauptsache festgehalten wurde (act. 13/5). Mit Entscheid 

vom 17. November 2016 wies das Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs ab 

und lud das Migrationsamt ein, A.__ eine neue Ausreisefrist anzusetzen.

C. A.__ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 21. November 2016 versandten 

Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) durch seinen 

Rechtsvertreter am 30. November 2016 Beschwerde ans Verwaltungsgericht mit den 

Rechtsbegehren, es seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge der Entscheid des 

Sicherheits- und Justizdepartements vom 17. November 2016 beziehungsweise die 

Verfügung des Migrationsamts vom 15. Dezember 2014 vollumfänglich aufzuheben 

und es sei festzustellen, dass die Voraussetzungen für den Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung nicht gegeben seien beziehungsweise dass von einem 

Widerruf der Niederlassung abzusehen und diese ordentlich zu verlängern sei. 

Eventualiter wurde beantragt, gegenüber dem Beschwerdeführer lediglich eine 

Verwarnung auszusprechen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde verlangt, dass eine 

angemessene Nachfrist zur Beschwerdeergänzung ab Erhalt der Akten angesetzt 

werde. Am 23. Dezember 2016 erfolgte die Beschwerdeergänzung, wobei an den 

Anträgen in der Hauptsache festgehalten wurde.

Mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2017 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 

Beschwerde. Sie verzichtete auf ergänzende Bemerkungen und verwies auf die 

Erwägungen im Entscheid vom 17. November 2016. Mit Schreiben vom 8. August 2017 

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stellte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Verwaltungsgericht einen 

Auszug aus dem Betreibungsregister des Betreibungsamts S.__ vom 7. August 2017 

und am 5. Februar 2018 ein Zwischenzeugnis der T. AG zu.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den am 21. November 

2016 versandten Rekursentscheid der Vorinstanz wurde mit Eingabe vom 

30. November 2016 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der ergänzenden 

Begründung vom 23. Dezember 2016 formal und inhaltlich die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist darauf, soweit der Beschwerdeführer beantragt, die Verfügung des 

Migrationsamts vom 15. Dezember 2014 sei aufzuheben. Denn diese erstinstanzliche 

Verfügung ist durch den angefochtenen Entscheid ersetzt worden beziehungsweise gilt 

inhaltlich als mitangefochten (Devolutiveffekt, BGer 2C_249/2014 vom 27. März 2015 

E. 1.3 mit Hinweis auf BGE 138 II 169 E. 3.3).

2. Die Niederlassungsbewilligung kann bei Ausländern wie dem Beschwerdeführer, die 

sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz 

aufhalten, nur widerrufen werden, wenn sie in schwerwiegender Weise gegen die 

öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder 

diese gefährden (Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. b Bundesgesetz 

über die Ausländerinnen und Ausländer; Ausländergesetz, SR 142.20, AuG) oder wenn 

sie zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt werden (Art. 63 Abs. 2 in Verbindung 

mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG). Eine längerfristige Freiheitsstrafe wird bejaht, wenn diese, 

bis

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bedingt oder unbedingt ausgefällt, mehr als ein Jahr beträgt (vgl. BGE 135 II 377 

E. 4.2).

Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 3. Juli 

2014 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon 6 Monate 

vollziehbar, verurteilt. Damit ist der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit 

Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG (Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe) gemäss 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung offensichtlich erfüllt.

3.

3.1. Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit der Massnahme im Sinn von Art. 96 

Abs. 1 AuG, wonach die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse 

sowie der Grad der Integration zu berücksichtigen sind.

Die Vorinstanz hält in diesem Zusammenhang fest, dass das ausländerrechtliche 

Verschulden, welches in der Verurteilung des Kantonsgerichts St. Gallen vom 3. Juli 

2014 zum Ausdruck komme, schwer wiege. Indem der Beschwerdeführer zusammen 

mit drei Kollegen maskiert und unter Verwendung einer echt scheinenden 

Pistolenattrappe am 4. Mai 2010 in die Wohnung von G.__ eindrang, die Attrappe 

gegen ihren Kopf hielt und die Herausgabe von Geld und Drogen forderte, habe er 

diese in Todesangst versetzt und deren psychische Unversehrtheit in massiver Art und 

Weise beeinträchtigt. Dabei sei das Vorgehen unter den Kollegen geplant und gut 

organisiert gewesen, weshalb dieses rücksichtslose Tatvorgehen von einer erheblichen 

kriminellen Energie des Beschwerdeführers als Anführer der Gruppe zeuge. Weiter 

habe er anlässlich des Vorfalls vom 30. Mai 2008 mit einer Eisenstange gegen den 

Kopf von H.__ geschlagen, worauf sich dieser mehrere Gesichtsfrakturen und eine 

schwere Kontusion des rechten Augapfels zugezogen habe. Aus diesen Delikten sowie 

den weiteren Vorstrafen manifestiere sich der Hang des Beschwerdeführers, seit seiner 

Jugendzeit intensive Gewalttaten zu begehen. Aus ausländerrechtlicher Sicht stehe das 

Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund. Dabei sei das Risiko 

eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiege, welche die 

ausländische Person begangen habe. Der Beschwerdeführer habe seit seinem 

Jugendalter während mehrerer Jahre schwerwiegende Straftaten begangen – neben 

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Betäubungsmitteldelikten vorwiegend Gewaltdelikte. Dabei erscheine er uneinsichtig 

und unbelehrbar. Unter diesen Umständen könne aus generalpräventiven 

Gesichtspunkten selbst ein relativ geringes Restrisiko eines Rückfalls nicht 

hingenommen werden. Es bestehe somit ein erhebliches öffentliches Interesse am 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und an der Wegweisung des 

Beschwerdeführers.

Bei den privaten Interessen sei zwar zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer im 

Jahr 1991 als Zweijähriger in die Schweiz gekommen sei und seither rund 25 Jahre hier 

lebe. Die Vielzahl der Verurteilungen spreche allerdings gegen eine gelungene 

Integration. Auch seine berufliche und finanzielle Situation vermöge nicht restlos zu 

überzeugen. Der Beschwerdeführer habe sodann Ferien in Mazedonien verbracht und 

die heimatliche Sprache und Kultur dürfte ihm vom Elternhaus her vertraut sein. Den 

Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden in der Schweiz könne er durch Besuche 

und moderne Kommunikationsmittel aufrechterhalten. Insgesamt sei ihm daher eine 

Rückkehr ins Heimatland zuzumuten. Damit überwiege das öffentliche Interesse am 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung die privaten Interessen des 

Beschwerdeführers, in der Schweiz bleiben zu dürfen. Da bereits am 12. Juni 2007 eine 

Verwarnung erfolgt sei, rechtfertige es sich auch nicht mehr, ihn lediglich erneut zu 

verwarnen.

Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, dass aufgrund der Tatsache, dass beim 

Vorfall vom 4. Mai 2010 lediglich eine Pistolenattrappe verwendet worden sei, zu 

keinem Zeitpunkt die Gefahr bestanden habe, dass die Situation ausser Kontrolle 

gerate, was sich in Bezug auf diesen Vorfall verschuldensmindernd auswirken müsse. 

Weiter sei unberücksichtigt geblieben, dass der Beschwerdeführer ein Geständnis 

abgelegt, im Strafverfahren kooperiert und eine offene, ehrlich bekundete Reue gezeigt 

habe. Zu beachten sei weiter, dass die vom Kantonsgericht im Urteil vom 3. Juli 2014 

beurteilte schwerste Tat bereits am 4. Mai 2010 begangen worden sei und somit 

mehrere Jahre zurückliege. Seit April 2011 sei der Beschwerdeführer vollkommen 

straffrei und lebe in stabilen sozialen Verhältnissen. Entsprechend wiege das 

Verschulden nicht derart schwer, wie dies im Entscheid der Vorinstanz dargetan werde, 

was umso mehr gelte, wenn die vom Kantonsgericht festgestellte günstige Prognose 

berücksichtigt werde. Somit stehe gestützt auf die Akten fest, dass der 

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Beschwerdeführer geläutert sei und von ihm gegenwärtig überhaupt keine Gefährdung 

der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgehe. Aufgrund des lang andauernden 

Wohlverhaltens (mehr als ein halbes Jahrzehnt) könne von einer inneren Umkehr des 

Beschwerdeführers ausgegangen werden. Die anderweitigen Feststellungen der 

Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei uneinsichtig und unbelehrbar, würden so für den 

heutigen Zeitpunkt nicht mehr zutreffen. Beim Beschwerdeführer müsse vielmehr von 

einer nun bereits Jahre anhaltenden Stabilisierung des Lebenswandels ausgegangen 

werden. Zudem sei zu berücksichtigen, dass er sämtliche Delikte entweder während 

seiner Jugendzeit oder zu Beginn seines Erwachsenenlebens begangen habe.

Mit Blick auf seine privaten Interessen sei – trotz seiner Delinquenz ab dem 16. bis zum 

20. Altersjahr – von einer gelungenen Integration auszugehen. Dies gelte einerseits für 

seine berufliche Situation, andererseits aber auch für seine soziale Integration. Zuletzt 

habe er auch seine finanzielle Situation in den Griff bekommen und im Rahmen seiner 

Möglichkeiten seine Schulden stetig abgetragen. Der Lebensmittelpunkt des 

Beschwerdeführers befinde sich klarerweise in der Schweiz, wo auch seine engste 

Familie (das heisst seine Geschwister und die Mutter) lebten. Dagegen bestünden 

kaum Berührungspunkte mehr mit seinem Herkunftsstaat Mazedonien. Insgesamt 

würden daher die privaten Interessen des Beschwerdeführers am weiteren Verbleib in 

der Schweiz das öffentliche Interesse an der Wegweisung deutlich überwiegen.

3.2. Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung rechtfertigt sich selbst bei Vorliegen 

eines Widerrufsgrundes nur, wenn die im Einzelfall vorzunehmende 

Interessenabwägung den Widerruf auch als verhältnismässig erscheinen lässt (Art. 5 

Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV; 

Art. 96 Abs. 1 AuG). Der Widerruf setzt also voraus, dass das öffentliche Interesse an 

der Wegweisung die privaten Interessen der betroffenen Person an deren Verbleib in 

der Schweiz übersteigt. Bei dieser Interessenabwägung zu berücksichtigen sind laut 

konstanter Praxis des Bundesgerichts insbesondere die Schwere des Verschuldens 

des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und seine Integration 

sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile. Der Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung hat zu unterbleiben, wenn der verfolgte Zweck mit einer 

weniger einschneidenden Massnahme, z.B. mit einer Androhung des Widerrufs der 

Bewilligung, erreicht werden kann (BGE 135 II 377 E. 4.3; Weisungen des 

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Staatssekretariates für Migration, I. Ausländerbereich, Version 25.10.2013 Stand: 

18. Juli 2016, Ziff. 8.3, www.bfm.admin.ch).

Ausgangspunkt und Massstab der Überprüfung ist das Verschulden des 

Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den von ihm begangenen Straftaten und 

damit die verhängten Strafen beziehungsweise das in den entsprechenden Strafurteilen 

zum Ausdruck kommende Verschulden. Dabei hat sich das Verwaltungsgericht mit den 

Erwägungen der entscheidenden Strafbehörden auseinanderzusetzen, um zu einem 

eigenen Schluss betreffend die Schwere des Verschuldens und die Gefahrenprognose 

zu gelangen (VerwGE B 2011/58 vom 11. August 2011 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch). 

Denn beim Entscheid über den Widerruf der Niederlassungsbewilligung stehen weniger 

der Resozialisierungsgedanke oder die Prognose über das künftige Wohlverhalten als 

vielmehr das allgemeine Interesse an der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit 

und Ordnung im Vordergrund. Der Beurteilungsmassstab ist damit vorliegend im 

Vergleich zu den Strafbehörden strenger. Zu beachten ist dabei jedoch, dass laut 

Bundesgericht umso strengere Anforderungen an eine fremdenpolizeiliche Massnahme 

zu stellen sind, je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war. Die 

Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier 

aufhält, soll zwar nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen werden, doch ist dies 

bei wiederholter beziehungsweise schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht 

ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land 

verbracht hat (BGE 139 I 16 E. 2.2.1; BGE 130 II 176 E. 4.4.2).

3.3. Der Beschwerdeführer wurde vom Kantonsgericht St. Gallen mit Urteil vom 3. Juli 

2014 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon sechs Monate 

vollziehbar, verurteilt. Bei 21 Monaten wurde der Vollzug aufgeschoben mit einer 

Probezeit von drei Jahren. Im Rahmen dieser Verurteilung fallen insbesondere der 

Raub vom 4. Mai 2010 und die Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung mit 

gefährlichem Gegenstand und Raufhandel (das heisst der Vorfall auf dem Parkplatz des 

Seerestaurants in X.__ vom 30. Mai 2008) ins Gewicht. Dabei ist mit der Vorinstanz und 

dem Kantonsgericht festzuhalten, dass das Verschulden des Beschwerdeführers in 

Bezug auf den unternommenen Raub schwer wiegt. Gemäss den Ausführungen des 

Kantonsgerichts drang der Beschwerdeführer mit seinen Kollegen völlig überraschend 

und unerwartet in die Wohnung von G.__ ein. Dabei seien alle vier maskiert gewesen 

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und der Beschwerdeführer habe eine Softgun mitgeführt, welche echt aussah 

beziehungsweise für das Opfer nicht als Attrappe erkennbar gewesen sei. Er selbst 

habe die echt scheinende Pistolenattrappe gegen die Frau gerichtet und er sei es auch 

gewesen, der in der Folge von ihr die Herausgabe von Geld und Drogen verlangt habe. 

Somit sei dem Beschwerdeführer bei dieser Unternehmung eine führende Rolle 

zugekommen. Der ganze Vorfall versetzte die allein anwesende G.__ nachvollziehbar in 

grosse Angst. Daran ändern auch die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts, 

dass es sich lediglich um eine Pistolenattrappe gehandelt habe. Entscheidend ist 

vielmehr, dass die mitgeführte Softgun für das Opfer als echte Handfeuerwaffe 

wahrgenommen wurde und es deshalb in Angst und Schrecken versetzt wurde. 

Insgesamt ist daher, wie vom Kantonsgericht ausgeführt, von einem rücksichtslosen 

Tatvorgehen auszugehen, das von einer erheblichen kriminellen Energie des 

Beschwerdeführers zeugt. Auch beim Vorfall in X.__ vom 30. Mai 2008, bei welchem 

der Beschwerdeführer im Rahmen eines Raufhandels einem Kontrahenten mit einer 

Eisenstange gegen den Kopf schlug (und dieser dabei mehrere Frakturen im Gesicht 

und eine Kontusion des Augapfels erlitt), ist von einem erheblichen Verschulden des 

Beschwerdeführers auszugehen. So ist ihm, im Zeitpunkt der genannten Vorfälle, eine 

erhebliche kriminelle Energie zu attestieren. Anders lassen sich auch die verschiedenen 

weiteren Verurteilungen seit dem Jahr 2004 nicht deuten.

Bei der vorzunehmenden Interessenabwägung ist das Alter im Zeitpunkt der 

Tatbegehung sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten der 

Person während dieser zu berücksichtigen (BGer 2C_94/2016 vom 2. November 2016 

E. 3.1). In diesem Zusammenhang macht der Beschwerdeführer geltend, er sei im 

Zeitpunkt der Tatbegehung (im Mai 2008 beziehungsweise Mai 2010) ein junger 

Erwachsener gewesen und beim überwiegenden Teil der Vorstrafen handle es sich um 

jugendstrafrechtliche Verurteilungen. Daraus kann der Beschwerdeführer jedoch wenig 

zu seinen Gunsten ableiten. Die Rechtsprechung, dass für im Aufnahmestaat 

sozialisierte junge Erwachsene nur wenig Raum für eine Aufenthaltsbeendigung 

bestehe, greift nach der bundesgerichtlichen Praxis nur in Fällen mit überwiegend nicht 

gewalttätigen Delikten (BGer 2C_34/2016 vom 7. Juni 2016 E. 2.4 mit Hinweisen). Dies 

ist beim Beschwerdeführer, der unter anderem wegen Raub, Raufhandel und einfacher 

Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand verurteilt wurde, nicht der Fall.

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Demgegenüber ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass die Verurteilung 

wegen Raub auf das Jahr 2010 und die Verurteilung wegen des Vorfalls in X.__ 

(Raufhandel, qualifizierte einfache Körperverletzung mit einem gefährlichen 

Gegenstand) auf das Jahr 2008 zurückgeht. Der zeitlich letzte strafrechtlich relevante 

Vorfall datiert vom April 2011. Seither ist der Beschwerdeführer nicht mehr 

strafrechtlich in Erscheinung getreten. Ein entsprechendes Wohlverhalten darf zwar 

ausländerrechtlich erwartet werden. Aufgrund der nun doch bereits über sieben Jahre 

anhaltenden Straffreiheit, die zeitlich vor die Verurteilung des Kantonsgerichts und 

Verbüssung seiner sechsmonatigen Freiheitsstrafe in Halbgefangenschaft zurückgeht, 

kann von einer charakterlichen Reifung des Beschwerdeführers ausgegangen werden. 

Dies ist im Rahmen des öffentlichen Interesses insofern zu berücksichtigen, als dass 

beim Beschwerdeführer eine günstige Prognose mit Blick auf die Verübung weiterer 

Straftaten gestellt werden kann. Dies wurde so bereits im Entscheid des 

Kantonsgerichts St. Gallen vom 3. Juli 2014 festgestellt, weshalb der zu vollziehende 

Teil der Freiheitsstrafe auf das Minimum von sechs Monaten festgelegt wurde. Auch 

wenn aus ausländerrechtlicher Sicht generalpräventive Gesichtspunkte zu 

berücksichtigen sind (VerwGE B 2013/40 vom 27. August 2013 E. 2.2.1 mit weiteren 

Hinweisen, www.gerichte.sg.ch), ist die derzeit gute Legalprognose des 

Beschwerdeführers im Rahmen der Interessenabwägung positiv zu würdigen. Der 

Vorinstanz ist jedoch beizupflichten, dass aus generalpräventiven Überlegungen ein 

öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des 

Beschwerdeführers besteht. Festzuhalten ist aber auch, dass der Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung keinen Strafcharakter hat, sondern als 

verwaltungsrechtliche Massnahme vor künftigen Gefährdungen wichtiger Rechtsgüter 

schützen soll (M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka (Hrsg.), Kommentar 

Migrationsrecht 4. Aufl. 2015, Rz. 3 zu Art. 63 AuG).

Dem genannten öffentlichen Interesse gegenüberzustellen sind die privaten Interessen 

des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Der Beschwerdeführer lebt seit 

rund 27 Jahren in der Schweiz (Einreisedatum 15. August 1991). Die Einreise erfolgte 

als Familiennachzug im Alter von gut zwei Jahren. Er verbrachte somit die prägende 

Kinder- und Jugendzeit in der Schweiz und hat hier die obligatorische Schulzeit 

absolviert. Nach der Sekundarschule hat er eine dreijährige Lehre als Logistiker EFZ 

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abgeschlossen. Mit Blick auf seine Ausbildung und Sprachkenntnisse ist der 

Beschwerdeführer integriert.

Die Vorinstanz führte insbesondere gestützt auf die Verurteilungen des 

Beschwerdeführers aus, dass dennoch nicht von einer gelungenen Integration 

gesprochen werden könne. Zudem sei aufgrund der Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer lediglich Temporärstellen belege, nicht von einer vollständigen 

beruflichen Integration auszugehen. Der Beschwerdeführer hält dazu in einem 

persönlich verfassten Schreiben fest, dass er 16 Jahre alt gewesen sei, als sein Vater 

verstorben sei. Damals sei er jung und dumm gewesen und schnell auf die falsche 

Bahn geraten. Er habe Alkohol getrunken, Marihuana geraucht und härtere Drogen 

konsumiert. Er habe viele Probleme verursacht und bereue seine Taten seit mehreren 

Jahren zutiefst. Seit mehr als fünf Jahren sei er jedoch clean, trinke keinen Alkohol und 

konsumiere keine Drogen. Nach seiner dreijährigen Lehre als Logistiker EFZ sei er stets 

einer Arbeit nachgegangen (act. 13/11 Beilage 1). In den eingereichten 

Arbeitszeugnissen der V. AG (Dossier S. 569), der W. GmbH (act. 13/11 Beilage 3) und 

der T. AG (act. 18) werden dem Beschwerdeführer stets gute Arbeitsleistungen und ein 

freundliches und korrektes Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten 

attestiert. Gestützt auf diese Bestätigungen kann beim Beschwerdeführer ohne 

weiteres von einer beruflichen Integration ausgegangen werden. Auch sozial scheint 

der Beschwerdeführer integriert zu sein. Nach seinen Angaben treibe er in seiner 

Freizeit Sport, fahre viel Fahrrad, gehe regelmässig ins Fitnessstudio und spiele 

Fussball in einem Firmenverein. Zusammenfassend kann daher im heutigen Zeitpunkt – 

trotz seiner Delinquenz im Jugend- und jungen Erwachsenenalter – von einer 

einigermassen gefestigten Integration in der Schweiz gesprochen werden.

In finanzieller Hinsicht hat der Beschwerdeführer zwischenzeitlich seine Schulden 

konstant abgebaut und sämtliche Verlustscheine abgelöst, was sich aus dem Auszug 

aus dem Betreibungsregister vom 7. August 2017 ergibt (act. 16). Somit kann auch 

diesbezüglich davon gesprochen werden, dass er sein Leben – wie es der 

Beschwerdeführer ausführt – „in den Griff bekommen“ und die Altlasten aus seiner Zeit 

als junger Erwachsener erledigt hat. Zuletzt ist bei den privaten Interessen zu 

berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer sein Herkunftsland lediglich von 

Ferienaufenthalten kennt, wobei nach seinen Angaben nach dem Tod seines Vaters 

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kaum noch Reisen nach Mazedonien erfolgt seien. Zu berücksichtigen ist in diesem 

Zusammenhang auch, dass sich die nächsten Verwandten (das heisst seine 

Geschwister und seine Mutter) sowie sein Freundeskreis in der Schweiz befinden. Auch 

wenn sich der volljährige Beschwerdeführer gestützt auf seine Beziehung zu seiner 

Mutter und den Geschwistern grundsätzlich nicht auf den Schutzbereich von Art. 8 

Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 

0.101, EMRK) berufen kann, ist davon auszugehen, dass aufgrund der fehlenden 

familiären und sozialen Beziehungen im Herkunftsland die Ausweisung mit einer 

grossen Härte verbunden wäre.

Zusammenfassend überwiegen die genannten privaten Interessen des 

Beschwerdeführers die öffentlichen Interessen an der generalpräventiven Wirkung 

eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung. Um der ausländerrechtlichen 

Bedeutung des strafbaren Verhaltens des Beschwerdeführers dennoch Nachdruck zu 

verleihen, ist er im Sinne einer milderen Massnahme gestützt auf Art. 96 Abs. 2 AuG 

unter Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu verwarnen. Eine 

solche (nochmalige) Verwarnung erscheint unter den erwähnten Gegebenheiten 

(insbesondere des nunmehr über sieben Jahre anhaltenden Wohlverhaltens) als mildere 

Massnahme geeignet zu sein, den Beschwerdeführer von künftigen Straftaten 

abzuhalten und das Rückfallrisiko – soweit ein solches heute noch besteht – auf ein 

Minimum zu reduzieren. Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen und der 

angefochtene Entscheid der Vorinstanz aufzuheben.

4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des Rekurs- und 

des Beschwerdeverfahrens zu drei Vierteln vom Staat zu tragen; ein Viertel der Kosten 

ist dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die von der Vorinstanz 

festgesetzte Entscheidgebühr von CHF 1‘000 ist unbestritten und nicht zu 

beanstanden. Für den Beschwerdeentscheid ist eine Gebühr von CHF 2‘000 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die dem 

Beschwerdeführer für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren auferlegten Anteile 

sind mit den von ihm in diesen Verfahren geleisteten Kostenvorschüssen von 

CHF 1‘000 und von CHF 2‘000 zu verrechnen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, dem 

Beschwerdeführer CHF 750 zurückzuerstatten. Im Beschwerdeverfahren sind ihm 

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CHF 1‘500 zurückzuerstatten. Auf die Erhebung der vom Staat zu tragenden Anteile ist 

zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Der Beschwerdeführer ist für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Sein Rechtsvertreter hat keine 

Kostennote eingereicht. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar pauschal 

CHF 500 bis CHF 6‘000 vor Verwaltungsbehörden und CHF 1‘000 bis CHF 12‘000 vor 

Verwaltungsgericht, Verwaltungsrekurskommission und Versicherungsgericht (Art. 22 

Abs. 1 lit. a und b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 

963.75, HonO). Innerhalb dieses Rahmens wird das Grundhonorar nach den 

besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der 

Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten 

bemessen (Art. 19 HonO). Die Pauschale in ausländerrechtlichen Verfahren, in denen 

über das Anwesenheitsrecht zu befinden ist, bewegt sich in der Regel für das 

Rekursverfahren in der Grössenordnung von CHF 1‘000 bis CHF 2‘500 und für das 

Beschwerdeverfahren in der Grössenordnung von CHF 2‘000.00. Mit diesen 

Pauschalansätzen wird der Art und dem Umfang der üblicherweise erforderlichen 

Bemühungen Rechnung getragen. Gründe, um vorliegend von diesen 

Pauschalansätzen abzuweichen, sind nicht ersichtlich. Entsprechend wären sowohl für 

das Rekursverfahren vor der Vorinstanz als auch im Beschwerdeverfahren vor 

Verwaltungsgericht je eine Pauschalentschädigung von CHF 2‘000 zuzüglich CHF 80 

Pauschale Barauslagen (4 Prozent von CHF 2‘000) und Mehrwertsteuer angemessen. 

Entsprechend dem Verfahrensausgang sind dem Beschwerdeführer die 

ausseramtlichen Kosten einzig zur Hälfte zu entschädigen. Der Staat (Migrationsamt) 

hat den Beschwerdeführer dementsprechend für das Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren mit CHF 2‘000 zuzüglich CHF 80 Barauslagen und 8 Prozent – 

die anwaltlichen Leistungen wurden im Wesentlichen noch vor dem 1. Januar 2018 

erbracht (vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, 

www.estv.admin.ch) – Mehrwertsteuer zu entschädigen.

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid vom 

17. November 2016 aufgehoben.

bis

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2. Der Beschwerdeführer wird ausländerrechtlich verwarnt.

3. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1‘000 und des 

Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘000 trägt der Staat zu drei Vierteln; auf die Erhebung 

wird verzichtet. Einen Viertel der amtlichen Kosten bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung mit den von ihm für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren 

geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 1‘000 und CHF 2‘000. Die Vorinstanz wird 

angewiesen, dem Beschwerdeführer CHF 750 zurückzuerstatten. Im 

Beschwerdeverfahren werden ihm CHF 1‘500 zurückerstattet.

4. Der Staat (Migrationsamt) entschädigt den Beschwerdeführer für das Rekurs- und 

das Beschwerdeverfahren mit CHF 2‘080 zuzüglich 8 Prozent Mehrwertsteuer.

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Scherrer

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 02.08.2018
	Ausländerrecht, Art. 63 Abs. 2, Art. 62 Abs. 1 lit. b, Art. 96 Abs. 1 und Abs. 2 AuG Der aus Mazedonien stammende Beschwerdeführer reiste 1991 im Alter von zwei Jahren im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei den Eltern in die Schweiz ein. Seit September 2004 trat der Beschwerdeführer wiederholt strafrechtlich in Erscheinung. Dabei stechen insbesondere der Raub vom Mai 2010 und die qualifizierte Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand und der Raufhandel vom Mai 2008 hervor. Der zeitlich letzte strafrechtlich relevante Vorfall datiert vom April 2011. Im Juli 2014 wurde er zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon 6 vollziehbar, verurteilt. Das Migrationsamt widerrief im Dezember 2014 die Niederlassungsbewilligung. Der dagegen erhobene Rekurs wurde im November 2016 abgewiesen. Das Verwaltungsgericht heisst die Beschwerde teilweise gut und hebt den Entscheid der Vorinstanz auf. Der Beschwerdeführer lebt seit 27 Jahren in der Schweiz und ist sowohl sprachlich als auch beruflich integriert. Ihm ist zugute zu halten, dass er seit April 2011 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten ist und ihm mit Blick auf die Verübung weiterer Straftaten eine günstige Prognose gestellt werden kann. Zudem wäre aufgrund der fehlenden familiären und sozialen Beziehungen im Herkunftsland die Ausweisung mit einer grossen Härte verbunden. Der Beschwerdeführer ist ausländerrechtlich zu verwarnen (Verwaltungsgericht, B 2016/240).

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