# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b8c2835-41c2-520b-9899-f86b0500ba6c
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-25
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 25.11.2021 VG.2021.00025 (VG.2021.1097)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2021-00025_2021-11-25.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 25. November 2021

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2021.00025

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    AA.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    BA.______

    

  

  
	
   

  
	
  	
    beide vertreten durch Rechtsanwalt
    B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    C.______AG

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt
    D.______

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Gemeinde Glarus

    

  

  
	
   

  
	
  	
    3.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons
    Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Baubewilligung

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  Der Gemeinderat der
  ehemaligen Gemeinde […] erliess am 25. Juni 2009 den Überbauungsplan
  E.______, welcher die Baufelder "A-K" umfasste. Nach der Umsetzung
  von Hochwasserschutzmassnahmen am […] wurden die Baufelder "A-J"
  sukzessive überbaut. 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Am 7. Juli 2017 reichte
  die C.______AG als neue Grundeigentümerin der Parz.-Nr. 01, Grundbuch
  […], ein Baugesuch für die Erstellung eines Mehrfamilienhauses auf dem
  Baufeld "K" ein. Nachdem die Baukommission der Gemeinde Glarus am
  14. November 2017 die Baubewilligung erteilt und die erhobenen
  Einsprachen abgewiesen hatte, hiess das Departement Bau und Umwelt des
  Kantons Glarus (DBU) die dagegen von AA.______ und BA.______ erhobene
  Beschwerde gut und stellte die Teilnichtigkeit des Überbauungsplans E.______
  fest. Die C.______AG gelangte mit Beschwerde vom 6. Dezember 2018 ans
  Verwaltungsgericht, welches diese am 25. April 2019 abwies (Verfahren
  VG.2018.00124). Es führte insbesondere aus, dass der Überbauungsplan E.______
  für das Baufeld "K" mit Ausnahme der darin festgesetzten Höhenkoten
  keine Wirkung entfalte und demnach eine Überbauung des Baufeldes
  "K" nach der Regelbauweise zu erfolgen habe. Dieser Entscheid
  erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Am 6. Dezember 2018
  reichte die C.______AG ein Baugesuch für die Erstellung eines Carports auf
  der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaft Parz.-Nr. 02, Grundbuch
  […], ein. Die Baukommission der Gemeinde Glarus wies am 26. Februar 2019
  die erhobene Einsprache ab und erteilte gleichzeitig die Baubewilligung.
  Nachdem das DBU am 18. November 2019 die Nichtigkeit der Baubewilligung
  festgestellt hatte und auf die Beschwerde nicht eingetreten war, gelangte die
  Gemeinde Glarus am 11. Dezember 2019 ans Verwaltungsgericht. Dieses wies
  die Beschwerde am 24. Juli 2020 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren
  VG.2019.00147). Es hielt unter anderem fest, dass der Überbauungsplan
  E.______ auch für die Überbauung der Parz.-Nr. 02 keine Wirkung entfalte
  und daher die Erstellung des geplanten Carports nach der Regelbauweise zu
  erfolgen habe. Auch dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 In der Folge reichte die C.______AG am 4. Oktober
  2019 ein Baugesuch für die Neuerstellung eines Mehrfamilienhauses auf dem
  Baufeld "K" ein. Gegen die Umsetzung dieses Bauvorhabens erhoben
  u.a. AA.______ und BA.______ am 5. November 2019 Einsprache. Die
  Baukommission der Gemeinde Glarus wies am 28. Januar 2020 alle erhobenen
  Einsprachen ab und erteilte der C.______AG gleichzeitig die Baubewilligung.
  Dagegen gelangten AA.______ und BA.______ mit Beschwerde vom 6. März
  2020 ans DBU. Dieses wies mit Zwischenentscheid vom 4. Mai 2020 den von
  AA.______ und BA.______ gestellten Antrag um Sistierung des Verfahrens ab und
  forderte die Fachstelle Denkmalpflege und Ortsbildschutz des Kantons Glarus
  (DP/OS) wie auch die Abteilung Umweltschutz und Energie des Kantons Glarus
  (AUE) auf, eine Stellungnahme einzureichen. Die entsprechenden Berichte
  gingen am 26. Mai 2020 bzw. am 4. Juni 2020 beim DBU ein. In der
  Folge wies Letzteres am 24. Februar 2021 die Beschwerde ab, soweit es
  darauf eintrat.

  
	
   

  
	
  4.2

  
	
  4.2.1 Dagegen gelangten AA.______ und BA.______ mit
  Beschwerde vom 26. März 2021 ans Verwaltungsgericht. Sie beantragten die
  Aufhebung des Entscheids des DBU vom 24. Februar 2021, eventualiter das
  Versehen dieses Entscheids mit den Auflagen gemäss der Stellungnahme der
  F.______AG vom 5. März 2020, subeventualiter das Versehen dieses Entscheids
  mit den Auflagen gemäss der Stellungnahme der AUE vom 4. Juni 2020,
  subsubeventualiter die Rückweisung der Sache an die Gemeinde Glarus zur
  Neubeurteilung; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
  C.______AG sowie des DBU. Die C.______AG ersuchte am 3. Mai 2021 um
  Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten von AA.______ und BA.______. Ebenso schloss
  das DBU am 7. Mai 2021 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf
  einzutreten sei; unter Kostenfolge zu Lasten von AA.______ und BA.______. Am
  5. Mai 2021 beantragte die Gemeinde Glarus die Abweisung der Beschwerde,
  soweit darauf einzutreten sei.

  
	
   

  
	
  4.2.2 Mit Replik vom 31. Mai 2021 hielten AA.______ und
  BA.______ an den bereits gestellten Begehren fest. Während das DBU am 7. Juni
  2021 an seinen Anträgen ebenfalls festhielt, verzichteten die Gemeinde Glarus
  und die C.______AG am 9. Juni 2021 respektive 14. Juni 2021 auf weitere
  Ausführungen.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 79 Abs. 1
  des Raumentwicklungs- und Baugesetzes vom 2. Mai 2010 (RBG) i.V.m. Art. 105 Abs. 1
  lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986
  (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

  
	
   

  
	
  1.2

  
	
  1.2.1 Nach Art. 70 Abs. 1 RBG ist für
  bewilligungspflichtige Bauten und Anlagen bei der zuständigen Gemeindebehörde
  ein Baugesuch einzureichen. Das Baugesuch muss alle für eine umfassende
  Gesuchprüfung notwendigen Unterlagen enthalten. Einzelheiten regelt der
  Regierungsrat in der Verordnung (Art. 70 Abs. 3 RBG). Gemäss
  Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über den Vollzug der
  Raumentwicklungs- und Baugesetzgebung vom 7. Juni 2011 (RBGVV) sind für
  alle Baugesuche die vom Departement genehmigten Formulare zu verwenden. Die
  mit dem Baugesuch einzureichenden Pläne werden in Art. 6 RBGVV
  umschrieben, wobei diese jeweils zu datieren und vom Bauherrn,
  Grundeigentümer sowie vom Architekten oder Ingenieur zu unterzeichnen sind
  (Art. 9 Abs. 3 RBGVV).

  
	
   

  
	
  Mangelhafte
  Baugesuchunterlagen können vom Nachbarn dann gerügt werden, wenn sie sich auf
  dessen Rechts- und Interessenwahrung nachteilig auswirken. Hat die
  Fehlerhaftigkeit die materielle Rechtswidrigkeit des Bauvorhabens zur Folge
  oder können dadurch Verstösse gegen öffentlich-rechtliche Bauvorschriften
  entstehen, ist ein Anfechtungsinteresse des Nachbarn gegeben (Christoph
  Fritzsche et al., Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. 1, Planungsrecht,
  Verfahren und Rechtsschutz, 6. A., Wädenswil 2019, S. 380).

  
	
   

  
	
  1.2.2 Die Beschwerdeführer bringen vor, die dem Baugesuch
  beigelegten Pläne seien nicht allesamt von der Beschwerdegegnerin 1
  unterzeichnet und überdies seien im Plan "Fassade und Schnitte" die
  Fassaden unrichtig benannt worden, was grobe Verfahrensfehler darstelle.

  
	
   

  
	
  Aus den Akten ergibt sich,
  dass die G.______AG als Projektverfasserin und die Beschwerdegegnerin 1
  als Grundeigentümerin das Baugesuchformular unterzeichneten. Weiter setzte
  die Beschwerdegegnerin 1 die G.______AG als Bevollmächtigte im
  Baugesuchverfahren ein. Damit erhielt Letztere die Kompetenz, in allen
  Belangen des Baubewilligungsverfahrens gegenüber den zuständigen Amtsstellen
  im Namen der Beschwerdegegnerin 1 aufzutreten sowie damit
  zusammenhängende Mitteilungen und Entscheide zu empfangen. Ferner
  unterzeichnete die G.______AG als Projektverfasserin alle dem
  Baugesuchformular beigelegten Pläne. Die Unterschrift der Beschwerdegegnerin 1
  als Bauherrin fehlt auf dem Staudrucknachweis sowie den Plänen "Schnitte
  und Ansichten", "Werkleitungen/Kanalisation" und
  "Brandschutz/Fluchtwege". Sodann sind die Fassadenbezeichnungen im
  Plan "Schnitte und Ansichten" unrichtig, denn es wurden die Ost-
  und Westfassade bzw. die Nord- und Südfassade verwechselt.

  
	
   

  
	
  1.2.3 Somit halten die Beschwerdeführer grundsätzlich zu
  Recht fest, dass die Fassadenbezeichnungen in den Planunterlagen falsch
  waren. Dies haben sie jedoch bereits im Einspracheverfahren bemängelt. Daraus
  muss ohne Weiteres folgen, dass sich die Beschwerdeführer trotz falscher
  Benennung der Fassaden bereits von Anfang an ein sachrichtiges Bild vom
  konkreten Bauprojekt machen konnten, ansonsten ihnen dieser Fehler nicht aufgefallen
  wäre. In der Folge wurden die Falschbezeichnungen im Baubewilligungsverfahren
  umgehend korrigiert, sodass zur Zeit der Prüfung des Bauvorhabens durch die
  Beschwerdegegnerin 2 vollständige und inhaltlich richtige Planunterlagen
  vorlagen. Daher fällte diese ihren Baubewilligungsentscheid in fehlerfreier
  Kenntnis des geplanten Bauvorhabens, sodass nicht ersichtlich ist, inwiefern
  den Beschwerdeführern aus der ursprünglichen Falschbezeichnung ein
  Rechtsnachteil erwachsen wäre. Folglich ist der Beschwerdegegner 3 im
  vorinstanzlichen Entscheid auf die entsprechenden Vorbringen der
  Beschwerdeführer zu Recht nicht eingetreten, weshalb seine diesbezügliche
  Rüge abzuweisen ist (vgl. zur Anfechtung eines
  Nichteintretensentscheids Martin Bertschi, in Alain Griffel [Hrsg.],
  Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2014, Vorbem. zu § 19a N. 14).

  
	
   

  
	
  1.2.4 Sodann sind die vorhandenen Baupläne allesamt
  zumindest vom Projektverantwortlichen und damit auch vom im Baubewilligungsverfahren
  Bevollmächtigten der Beschwerdegegnerin 1 unterzeichnet. Auch daraus
  lässt sich kein für die Beschwerdeführer entstandener Rechtsnachteil
  ableiten, womit ihnen an den diesbezüglichen Vorbringen kein rechtlich
  geschütztes Interesse an der Beschwerdeerhebung zukommt. Insoweit ist auf die
  Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten (vgl. Art. 70
  Abs. 1 lit. e VRG). Im Übrigen ist aufgrund des Vorliegens der
  weiteren Prozessvoraussetzungen auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.3 Gemäss Art. 107 Abs. 1 VRG können mit der
  Verwaltungsgerichtsbeschwerde die unrichtige oder unvollständige Feststellung
  des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. a) und die unrichtige
  Rechtsanwendung einschliesslich eines Missbrauchs des Ermessens (lit. b)
  gerügt werden. Die Unangemessenheit des Entscheids kann gemäss
  abschliessender Aufzählung in Art. 107 Abs. 2 VRG nur ausnahmsweise
  geltend gemacht werden, wobei ein solcher Ausnahmefall nicht vorliegt.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, das geplante
  Bauvorhaben würde keine gute Gesamtwirkung aufweisen, was von den
  Beschwerdegegnern zu Unrecht nicht geprüft worden sei. Zwar habe das
  Verwaltungsgericht im Verfahren VG.2018.00124 trotz Nichtigkeit des
  Überbauungsplans E.______ die darin festgesetzten Höhenkoten als verbindlich
  eingestuft, doch entbinde dies nicht davon, das nun vorliegende Bauvorhaben
  auf seine gute Gesamtwirkung hin zu überprüfen. Insbesondere aufgrund der auf
  ihrem Grundstück wachsenden schützenswerten Bäume bestünden besondere
  Einordnungsfragen, weshalb das Bauvorhaben der Gestaltungskommission hätte
  vorgelegt werden müssen. Aus den korrigierten Planunterlagen ergebe sich,
  dass ein Ast ihrer alten, ehrwürdigen Bäume auf die Terrasse des geplanten
  Attikageschosses hineinrage, womit eben keine gute Wechselwirkung erzielt
  werden könne. Sodann handle es sich bei ihrem Garten gemäss dem Natur- und
  Landschaftsverzeichnis um einen historischen Garten, worauf sie sich
  verlassen dürften. Soweit die Stellungnahme der DP/OS dem widerspreche, sei
  darauf nicht abzustellen, zumal darin noch weitere Widersprüche zu finden
  seien. Solche seien auch in den Ausführungen der AUE und der H.______GmbH
  vorhanden, gehe Letztere doch einerseits davon aus, dass bei der Umsetzung
  des Bauvorhabens keine Gefährdung der Bäume bestünde, andererseits empfehle
  sie aber dennoch Schutzmassnahmen. Im Gegensatz dazu sei das Gutachten der
  F.______AG nachvollziehbar begründet und - im Unterschied zu den von den
  Beschwerdegegnern eingeholten Stellungnahmen - von Baumpflegern und damit Sachverständigen
  erstellt worden, weshalb deren Empfehlungen zum Schutz der Bäume umzusetzen
  und dazu als Auflage in die Baubewilligung aufzunehmen seien.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerdegegnerin 1 hält hingegen fest,
  insbesondere der Beschwerdegegner 3 habe die gute Gesamtwirkung
  nachvollziehbar geprüft, was sich ausdrücklich aus dem vorinstanzlichen
  Entscheid und den von den Beschwerdegegnern eingeholten Stellungnahmen
  ergebe. Ferner sei der Garten der Beschwerdeführer nicht in der Natur- und
  Landschaftsschutzkarte enthalten, womit es sich eben nicht um einen
  historischen Garten handle. Einzig die […] im südlichen Parzellenbereich
  werde als Einzelbaum als Naturobjekt eingestuft. Diese werde vom Bauvorhaben
  jedoch nicht tangiert. Sodann würden sich die H.______GmbH, die DP/OS und die
  AUE nachvollziehbar und in begründeter Weise zum Bauvorhaben und dessen
  Auswirkungen äussern und zum Schluss kommen, dass keine Gefährdung der Bäume
  der Beschwerdeführer bestünde, worauf abzustellen sei. Diesbezüglich sei in
  Erinnerung zu rufen, dass ihr sogar ein Kapprecht zustehe, sollten die Bäume
  der Beschwerdeführer auf ihr Grundstück reichen.

  
	
   

  
	
  2.3 Der Beschwerdegegner 3 weist darauf hin, dass die
  Beschwerdeführer die fehlende gute Gesamtwirkung des Bauvorhabens einzig mit
  der Nähe zu ihrem Grundstück und den darauf befindlichen Bäumen begründen
  würden. Damit habe er sich ausdrücklich auseinandergesetzt, womit weder eine
  Verletzung der Begründungspflicht noch ein Ermessensmissbrauch vorliegen
  würden. Weiter habe er Stellungnahmen der kantonalen Fachstellen sowie ein
  externes Fachgutachten zur Frage der Beeinträchtigung des Ortsbilds durch das
  Bauvorhaben eingeholt. Daraus ergebe sich, dass die Beschwerdeführer nicht
  über einen historischen Garten verfügen würden. Demnach seien beim vorliegend
  in Frage stehenden Bauvorhaben keine besonderen Einordnungsfragen zu klären,
  weshalb die Gestaltungskommission nicht habe einbezogen werden müssen. Sodann
  könnten die Beschwerdeführer aus dem kommunalen Natur- und
  Landschaftsschutzverzeichnis nichts zu ihren Gunsten ableiten, sei dieses
  doch von der Beschwerdegegnerin 2 als Grundlage für deren
  Nutzungsplanung ausgearbeitet worden. Schützenswerte oder geschützte Gärten
  seien in den Nutzungsplan aufgenommen worden, der Garten der Beschwerdeführer
  sei davon aber - mit Ausnahme der als Einzelobjekt aufgenommenen […] - nicht
  betroffen. Sogar wenn der Garten in den Nutzungsplan aufgenommen worden wäre,
  sei ein Bauvorhaben ausserhalb des Gartenbereichs aus denkmalpflegerischer
  Sicht unbedenklich, bestehe doch beim streitbetroffenen Garten gemäss dem
  Fachgutachten der DP/OS eine klare Abgrenzung nach aussen. Zwar seien die
  Bäume am südlichen Rand der Liegenschaft der Beschwerdeführer gemäss
  Stellungnahme der AUE als schützenswertes Feldgehölz im Sinne der Natur- und
  Heimatschutzgesetzgebung einzustufen. Dies stehe jedoch einer Umsetzung des
  Bauvorhabens durch die Beschwerdegegnerin 1 nicht entgegen, zumal
  Schutzmassnahmen als Auflagen in die Baubewilligung aufgenommen worden seien.
  Widersprüche seien in den eingeholten Stellungnahmen keine vorhanden, weshalb
  darauf abzustellen sei.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Bauten und Anlagen sind so in ihre bauliche und
  landschaftliche Umgebung einzufügen, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht
  (Art. 47 Abs. 1 RBG). Bauten und Anlagen in der Umgebung von
  geschützten, schützenswerten und erhaltenswerten Objekten haben bezüglich
  Gestaltung und Einordnung erhöhten Anforderungen zu genügen (Art. 47 Abs. 2
  RBG). Gemäss Art. 67 Abs. 1 der Bauverordnung vom 23. Februar 2011
  (BauV) wird eine gute Gesamtwirkung insbesondere dann erreicht, wenn
  Stellung, Form, Abmessungen, Proportionen, Materialisierung, Farbgebung,
  Funktionen und Konstruktion gut aufeinander abgestimmt sind (lit. a) und
  die Bauten, Freiräume und Anlagen eine gute Beziehung zur Umgebung aufweisen
  bzw. herstellen durch Formgebung, Farbgestaltung, Materialwahl sowie
  Sichtbezügen, Raumabfolgen und Wegführungen (lit. b). Die in Abs. 1
  definierten Anforderungen haben sich bei Bauten und Anlagen im Umfeld von
  geschützten, schützenswerten und erhaltenswerten Objekten an diesen Bauweisen
  messen zu lassen. Insbesondere die Fassaden-, Fenster- und Dachgestaltung
  haben den Charakter der geschützten, schützenswerten und erhaltenswerten
  Objekte zu berücksichtigen (Art. 67 Abs. 2 BauV). Zur Beurteilung von
  besonderen Einordnungsfragen nach Art. 47 Abs. 1 RBG hat die zuständige
  Gemeinde eine Gestaltungskommission zu bestellen (Art. 68 Abs. 1 BauV). Die
  Kommission unterbreitet ihre Beurteilungen der für das
  Baubewilligungsverfahren zuständigen Gemeindebehörde (Art. 68
  Abs. 2 BauV).

  
	
   

  
	
  3.2 Zuständig für die Erteilung einer Baubewilligung
  ist gemäss Art. 67 Abs. 1 RBG die Gemeinde. Dabei ist zu beachten,
  dass der Gemeindeautonomie im Bau- und Raumplanungsrecht eine herausragende
  Bedeutung zukommt. Gemeinden sind in einem Sachbereich autonom, wenn das
  kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder
  teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ
  erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der geschützte Autonomiebereich
  kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler
  Vorschriften beziehen oder den Spielraum bei der Anwendung kantonalen oder
  eidgenössischen Rechts betreffen. Im Einzelnen ergibt sich der Umfang der
  kommunalen Autonomie aus dem für den entsprechenden Bereich anwendbaren
  kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht (BGE 146 I 36
  E. 3.1, 136 I 265 E. 2.1, je mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  Gemäss Art. 115 Abs. 2 der
  Verfassung des Kantons Glarus vom 1. Mai 1988 (KV) sind den Gemeinden in
  den Schranken von Verfassung und Gesetz ihr Bestand und das Recht, ihre
  Angelegenheiten selbständig zu regeln, gewährleistet. Sie besorgen alle
  örtlichen Angelegenheiten, für die weder der Bund noch der Kanton
  ausschliesslich zuständig sind (Art. 119 Abs. 1 KV). Die Ortsplanung ist
  gemäss Art. 15 Abs. 1 RBG Aufgabe der Gemeinde und umfasst nach
  Art. 15 Abs. 2 RBG das kommunale Entwicklungskonzept, den
  kommunalen Richtplan, den Zonenplan und das Baureglement.

  
	
   

  
	
  Bei der Anwendung der
  nutzungsplanerischen Vorschriften kommt der kommunalen Baubehörde ein
  besonderer Ermessensspielraum zu, der im Rechtsmittelverfahren zu beachten
  ist. Die Autonomie der Gemeindebehörde hat aber dort ihre Grenzen, wo sich
  eine Auslegung mit dem Wortlaut sowie mit dem Sinn und Zweck der Bestimmung
  nicht mehr vereinbaren lässt (Christian Häuptli, in Andreas Baumann et
  al. [Hrsg.], Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013,
  § 13 N. 23; VGer-Urteil VG.2014.00122 vom 5. Februar 2015
  E. II/2.2).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Gemeinde scheidet im Zonenplan Bau- und
  Nichtbaugebiet aus. Diesen können verschiedene Nutzungszonen mit
  unterschiedlicher Nutzungsart und Nutzungsintensität zugeordnet werden (Art.
  19 Abs. 1 RBG). Mögliche Nutzungszonen werden in Art. 19 Abs. 2 RBG
  umschrieben. Sodann weist Art. 20 RBG mögliche überlagernde Zonenarten wie
  Schutz- und Gefahrenzonen aus. Schutzzonen können insbesondere bedeutende
  Ortsbilder, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler umfassen
  (Art. 17 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom
  22. Juni 1979 [RPG]). Der Nutzungsplan (vgl. Art. 21 Abs. 1 RPG)
  bzw. der Zonenplan (vgl. Art. 30 RBG) ist für jedermann
  verbindlich.

  
	
   

  
	
  4.2 Nach Art. 9 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über den
  Natur- und Heimatschutz vom 2. Mai 1971 (kNHG) beschliesst der Regierungsrat
  Inventare der im Interesse der Allgemeinheit besonders erhaltenswerten
  Landschaften sowie der erhaltenswerten Lebensräume (Biotope), Naturdenkmäler,
  Geotope, historischen Stätten, Ortsbilder, Kultur und Baudenkmäler. Diese
  Inventare sind für die Behörden von Kanton und Gemeinden verbindlich (Art. 10
  Abs. 1 kNHG). Beim Inventareintrag handelt es sich jedoch nicht um eine
  Schutzmassnahme, sondern lediglich um eine Zusammenstellung von schutzfähigen
  Objekten. Erst durch die Umsetzung des Inventareintrags mittels
  Nutzungsplanung oder Unterschutzstellung durch den Regierungsrat
  (vgl. Art. 11 kNHG) kommt diesem für den einzelnen Grundeigentümer
  Verbindlichkeit zu (vgl. VGer-Urteil VG.2016.00111 vom 29. Juni 2017
  E. II/3.5.3).

  
	
   

  
	
  4.3

  
	
  4.3.1 Die Beschwerdeführer stellen sich auf den
  Standpunkt, ihr Garten sei durch die Aufnahme im kommunalen Natur- und
  Landschaftsverzeichnis ein historischer Garten und als solcher zu schützen.

  
	
   

  
	
  Aus dem Planungsbericht
  zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung der Beschwerdegegnerin 2 vom
  September 2016 ergibt sich, dass im Rahmen der Erarbeitung der Grundlagen für
  die Gesamtrevision der Nutzungsplanung erstmals für das gesamte
  Gemeindegebiet nach einheitlichen Kriterien ein Natur- und
  Landschaftsverzeichnis ausgearbeitet worden war. Dieses neue Verzeichnis fand
  seine Umsetzung im Zonenplan in den verschiedenen Schutzzonen und der
  Festlegung von Natur- und Landschaftsschutzobjekten (S. 7 des
  Planungsberichts zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung der Beschwerdegegnerin 2,
  abrufbar unter www.glarus.ch, zuletzt besucht am 25. November 2021).

  
	
   

  
	
  4.3.2 In das Natur- und Landschaftsverzeichnis der
  Beschwerdegegnerin 2 wurde unter der Nummerierung […] und unter der
  Bezeichnung "Einzelbaum […]" eine […] auf der im Eigentum der Beschwerdeführer
  stehenden Liegenschaft Parz.-Nr. 03 aufgenommen. Diese hat in der Folge
  unbestrittenermassen auch als Einzelobjekt in den Zonenplan der
  Beschwerdegegnerin 2 Eingang gefunden und ist folglich als Naturobjekt
  grundeigentümerverbindlich geschützt. Zwar findet sich im genannten
  Registereintrag unter ergänzenden Bemerkungen der Vermerk "historischer
  Garten". Allerdings bezieht sich der Registereintrag wie auch die
  Aufnahme in den Nutzungsplan der Beschwerdegegnerin 2 ausdrücklich nur
  auf die […] als Einzelbaum, sodass entgegen den Ausführungen der
  Beschwerdeführer nicht deren gesamte Gartenanlage als Naturobjekt davon
  erfasst wird. Einzig aus einer Erwähnung im Rahmen von ergänzenden
  Bestimmungen in einem kommunalen Natur- und Landschaftsverzeichnis zu einem
  spezifischen Einzelobjekt kann jedenfalls nicht geschlossen werden, dass es
  sich beim Garten der Beschwerdeführer um einen als Naturobjekt geschützten
  historischen Garten handeln würde. Denn für eine entsprechende
  Unterschutzstellung wäre insbesondere eine Umsetzung in der Nutzungsplanung
  notwendig, da diese Schutzmassnahme nur damit gegenüber dem einzelnen
  Grundeigentümer verbindlich würde. Da für den Erlass des Zonenplans sodann
  die Gemeindeversammlung (Art. 27 Abs. 1 RBG) zuständig ist bzw. für eine
  Unterschutzstellung nach Art. 11 kNHG der Regierungsrat tätig werden
  müsste, können die Beschwerdeführer auch aus dem von ihnen angerufenen
  Vertrauensschutz nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn das Natur- und
  Landschaftsverzeichnis wurde vom Gemeinderat der Beschwerdegegnerin 2 im
  Rahmen der Gesamtrevision der Nutzungsplanung ausgearbeitet, wobei
  ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass dieses einer Umsetzung im
  Zonenplan bedürfe. Eine entsprechende Anordnung wurde jedoch unbestrittenermassen
  nicht getroffen, womit es bereits an einer Vertrauensgrundlage mangelt
  (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,
  8. A., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 627).

  
	
   

  
	
  Demgemäss ist
  festzuhalten, dass der Garten der Beschwerdeführer weder im Zonenplan der
  Beschwerdegegnerin 2 als Naturobjekt geschützt noch durch den
  Regierungsrat unter Schutz gestellt worden ist.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1

  
	
  5.1.1 Die Beschwerdeführer sind sodann der Ansicht, auf
  die von den Beschwerdegegnern eingeholten Stellungnahmen könne nicht
  abgestellt werden.

  
	
   

  
	
  Nach Art. 38 Abs. 1 VRG
  kann die Behörde zur Feststellung des Sachverhalts folgende Beweismittel
  verwenden: amtliche und private Urkunden (lit. a); Befragung der Parteien
  (lit. b); Auskünfte anderer Behörden (lit. c); Auskünfte von Drittpersonen
  (lit. d); Zeugeneinvernahmen (lit. e); Augenschein (lit. f) sowie
  Gutachten von Sachverständigen (lit. g). Art. 50 VRG konkretisiert Art. 38
  Abs. 1 lit. c VRG, wonach die Behörde von anderen Behörden, die aufgrund
  ihrer amtlichen Tätigkeit Auskunft geben können, einen schriftlichen Bericht
  zum Nachweis von Tatsachen einholen kann.

  
	
   

  
	
  Im Unterschied zum Zeugen
  oder zur Auskunftsperson, die über ausserhalb des Verfahrens gemachte
  Wahrnehmungen berichten, gibt der Sachverständige ein Gutachten über
  Tatsachen ab, die er im Laufe und zum Zwecke des Verfahrens wahrnimmt und mit
  einer besonderen Sachkunde würdigt. Er wird allein um seiner Fachkenntnis
  willen zur Abklärung des Sachverhalts beigezogen. Amtsberichte können nun
  Äusserungen einer Amtsstelle zu ausserhalb eines Verfahrens gemachten
  Wahrnehmungen sein. Sie können aber auch amtliche Sachkunde vermitteln, die
  der entscheidenden Behörde abgeht. Inhaltlich können sie also sowohl einer
  Auskunft als auch einem Gutachten gleichkommen (vgl. BGE 99 Ib 51
  E. 3, BGer-Urteil 2A.315/2001 vom 26. November 2001 E. 2c/aa;
  Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 1987, in VPB 1988 Nr. 9
  E. 1a).

  
	
   

  
	
  5.1.2 Behördlich angeordneten Gutachten kommt in der
  Regel ein erhöhter Beweiswert zu. Die Behörde darf sich im Rahmen der
  Beweiswürdigung auf die Prüfung beschränken, ob die Expertise vollständig,
  klar, gehörig begründet und frei von Lücken und Widersprüchen ist, ob sie auf
  zutreffenden tatsächlichen Feststellungen beruht und ob der Gutachter über
  hinreichende Sachkenntnis sowie die erforderliche Unbefangenheit verfügt
  (Kaspar Plüss, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
  Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2014, § 7 N. 146).

  
	
   

  
	
  5.1.3 Gutachten, die von Parteien eingereicht werden,
  kommt lediglich der Beweiswert von Parteivorbringen zu. Expertisen, die von
  einer Partei eingeholt und in das Verfahren als Beweis eingebracht werden,
  darf der Beweiswert indessen nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil
  sie von einer Partei stammen (Plüss, § 7 N. 148).

  
	
   

  
	
  5.2

  
	
  5.2.1 In den Akten finden sich eine Stellungnahme der
  H.______GmbH sowie eine solche der F.______AG zur Frage der Gefährdung der
  Bäume der Beschwerdeführer bei Umsetzung des geplanten Bauvorhabens auf dem
  Baufeld "K". Ebenso liegen eine Stellungnahme der DP/OS zur
  Einordnung und Gestaltung des Bauvorhabens sowie eine solche der AUE zu den
  naturschutzrechtlichen Aspekten in Bezug auf die Bäume der Beschwerdeführer
  im Recht.

  
	
   

  
	
  5.2.2 Unbestrittenermassen holten die Beschwerdeführer
  die Stellungnahme der F.______AG ein. Folglich kommt dieser der Beweiswert
  von Parteivorbringen zu, was entsprechend zu würdigen ist.

  
	
   

  
	
  5.2.3 Die Stellungnahme der H.______GmbH gab die
  Beschwerdegegnerin 2 als für die Beurteilung von Baubewilligungen
  zuständige Gemeindebehörde in Auftrag. Damit ersuchte sie einen externen
  Sachverständigen, die Frage der Gefährdung der Bäume der Beschwerdeführer bei
  der Umsetzung des geplanten Bauvorhabens gestützt auf deren Fachwissen zu
  beantworten. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer fällt dabei nicht
  negativ ins Gewicht, dass es sich bei der H.______GmbH bzw. beim
  berichterstattenden Gutachter um keinen Baumpfleger, sondern um einen
  Landschaftsarchitekten und Raumplaner handelt. Zum einen besteht keine
  Vorgabe, dass sich einzig Baumpfleger zur Gefährdung von Bäumen durch
  Bauvorhaben im Rahmen eines Sachverständigengutachtens äussern dürften. Zum
  anderen sind keine Anhaltspunkte erkennbar, welche darauf hinweisen würden,
  dass die H.______GmbH nicht über ausreichendes Fachwissen verfügen würde, um
  die sich stellende Frage der Gefährdung der Bäume beantworten zu können.
  Soweit die Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 Parteilichkeit
  vorwerfen, sind sie darauf hinzuweisen, dass Letztere als zuständige
  Baubewilligungsbehörde verpflichtet ist, die eingehenden Baugesuche auf deren
  Bewilligungsfähigkeit hin zu überprüfen und bei Vorliegen der Voraussetzungen
  diese auch zu erteilen. Jedenfalls klärte die Beschwerdegegnerin 2 mit
  Einholung des Sachverständigengutachtens den Sachverhalt ab und entschied
  gestützt darauf über die Frage der Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens,
  sodass die Beschwerdeführer aus der Bewilligungserteilung an sich nichts zu
  ihren Gunsten ableiten können. Ebenso wenig ist hierbei auf bereits gefällte
  Baubewilligungsentscheide der Beschwerdegegnerin 2 in anderen Verfahren
  zwischen denselben Parteien abzustellen, wurden doch die jeweils im Anschluss
  daran geführten Rechtsmittelverfahren allesamt rechtskräftig abgeschlossen. Folglich
  kommt der Stellungnahme der H.______GmbH der Beweiswert eines
  Sachverständigengutachtens zu. 

  
	
   

  
	
  5.2.4 Sodann wurden die Stellungnahmen der DP/OS und der
  AUE aufgrund des bei ihnen vorhandenen Fachwissens eingeholt. Damit kommt
  ihnen ebenfalls ein den Sachverständigengutachten vergleichbarer Beweiswert
  zu (vgl. Christoph Auer/Anja Martina Binder, in Christoph Auer/Markus
  Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], VwVG-Kommentar,
  Zürich/St. Gallen 2019, Art. 12 N. 46; Plüss, § 7 N. 146;
  VGer-Urteil VG.2018.00082/83 vom 24. Januar 2019 E. II/4.2.2).

  
	
   

  
	
  5.3

  
	
  5.3.1 Soweit die Beschwerdeführer in den eingeholten
  Fachgutachten und Stellungnahmen Widersprüche sehen wollen, ist ihnen sodann nicht zu folgen.

  
	
   

  
	
  So nimmt die DP/OS
  gestützt auf eine Besichtigung vor Ort in ihrer Stellungnahme vom 26. Mai
  2020 in einem ersten Schritt Stellung zur Lage der beiden im Eigentum der
  Beschwerdeführer stehenden Liegenschaften Parz.-Nrn. 04 und 03,
  Grundbuch […], und zu deren Einordnung im Rahmen des Zonenplans der
  Beschwerdegegnerin 2. Dabei weist sie insbesondere auf die Nähe der
  beiden Liegenschaften zur auf der gegenüberliegenden Seite des […]
  vorhandenen Ortsbildschutzzone hin und würdigt dies entsprechend. Sodann
  äussert sie sich ausführlich zur Entstehungsgeschichte des Gartens der
  Beschwerdeführer - soweit diese überhaupt noch eruierbar ist. Dazu stützt sie
  sich in nachvollziehbarer Weise auf Luftbildaufnahmen der beiden
  Liegenschaften der Beschwerdeführer, zeigen diese doch unzweifelhaft den
  Zustand des Gartens zur Zeit der jeweiligen Aufnahme des Bildes auf. Diese
  Luftbildaufnahmen sind sodann entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer
  im Internet auffindbar (www.swisstopo.admin.ch, zuletzt besucht am
  25. November 2021), sodass nicht ersichtlich ist, weshalb die DP/OS
  nicht darauf hätte abstellen dürfen. Weiter stimmen die von der DP/OS
  gemachten Ausführungen jeweils mit den sich auf den Bildern befindlichen
  Zuständen der beiden Liegenschaften überein. Inwiefern die Beschwerdeführer
  darin Widersprüche erkennen wollen, ist nicht ersichtlich. Ferner ist es zwar
  richtig, dass die DP/OS sich bei der Zuweisung des Gartens zum
  Landschaftsarchitekten I.______ verschiedener Vermutungen bedient. Dies ist
  jedoch darin begründet, dass gestützt auf verschiedene, ältere Unterlagen
  vergangene Verhältnisse bestmöglich rekonstruiert werden müssen, was
  unweigerlich in gewissen Annahmen und Vermutungen gründet. Dies liegt in der
  Natur der Sache und ist nicht weiter zu beanstanden. Schliesslich kommt die
  DP/OS zum nachvollziehbaren Schluss, dass der Garten der Beschwerdeführer
  keinen Bezug zur Aussenwelt aufweise. Aus dieser Feststellung kann weder ein
  Widerspruch noch das Vorhandensein besonderer Einordnungsfragen abgeleitet
  werden. Stattdessen legt die DP/OS umfassend und einleuchtend dar, dass selbst
  die Annahme einer Schutzwürdigkeit - wovon die DP/OS nicht ausgeht - der
  Umsetzung des vorliegend geplanten Bauvorhabens nicht entgegenstehen würde.

  
	
   

  
	
  5.3.2 Auch die AUE besichtigte den vorliegend in Frage
  stehenden Rand der Parz.-Nr. 03 und erstattete gestützt darauf ihre
  Stellungnahme. Darin äussert sie sich zur Ausgangslage vor Ort und zieht
  daraus in Anwendung der gesetzlichen Grundlagen in verständlicher Weise den
  Schluss, dass die Bäume an der Südseite der Parz.-Nr. 03 ein Feldgehölz
  darstellten. In der Folge setzt sie sich mit dem Bauvorhaben und dessen
  rechtlicher Einordnung auseinander. Dabei bezieht sie sich insbesondere auch
  auf das Gutachten der H.______GmbH, dessen Schlussfolgerungen sie in
  begründeter und nachvollziehbarer Weise zustimmt. Soweit die AUE ausführt,
  dass auch in einem geschützten Lebensraum wie einem Feldgehölz kein Schaden
  entstehe, wenn ein Baum absterbe, ist darin entgegen den Ausführungen der
  Beschwerdeführer kein Widerspruch zu sehen. Die AUE weist nämlich ausdrücklich
  darauf hin, dass nicht jeder einzelne Baum, sondern das Feldgehölz als Ganzes
  geschützt sei, weshalb eben der Rückschnitt und der Ersatz von Bäumen sowie
  Sträuchern zulässig und auch zweckmässig seien. Auch entbehrt der Schluss der
  Beschwerdeführer, die AUE gehe davon aus, dass durch das Bauvorhaben Bäume
  absterben würden, jeglicher Grundlage. Zwar hält sie fest, dass dadurch
  zusätzlicher Schatten generiert werden könne, was sich nachteilig auf gewisse
  Baumarten auswirken könne. Dies stellt jedoch lediglich eine mögliche
  Auswirkung des Bauvorhabens dar, welche nicht zwingend einzutreten hat.
  Sollte dies aber der Fall sein, würde die entstehende Lücke gemäss den
  nachvollziehbaren Ausführungen der AUE mit anderen, ebenfalls vor Ort
  vorhandenen Baumarten kompensiert, was auf den Bestand des Feldgehölzes keine
  negativen Auswirkungen hätte.

  
	
   

  
	
  5.3.3 Das Gutachten der H.______GmbH umschreibt zunächst
  die sich stellenden Fragen, macht dann allgemeine Ausführungen zu möglichen
  Beeinträchtigungen von Bäumen und geht anschliessend auf die konkreten
  möglichen Gefährdungen der Baumhecke, des Ortsbilds sowie der […] als
  Einzelbaum ein. Dabei legt sie die Grundlagen sachrichtig dar und zieht
  daraus in nachvollziehbarer und ausführlich begründeter Weise die jeweiligen
  Schlüsse. Sodann stimmt sie den Ausführungen der DP/OS und jener der AUE zu,
  kommt jedoch zusätzlich zum Schluss, dass insbesondere die Hecke durch das
  Bauvorhaben nicht gefährdet sei. In sorgfältiger Darlegung aller möglicher
  Auswirkungen des Bauvorhabens weist sie überdies daraufhin, dass allfällige
  Schäden an Einzelbäumen möglich seien, zu dessen Vermeidung sie, nicht
  zuletzt im Interesse der Beschwerdeführer, Schutzmassnahmen empfehle. Darin
  ist entgegen den Beschwerdeführern aber kein Widerspruch zu sehen.

  
	
   

  
	
  5.3.4 Sodann stimmen die Empfehlungen in der von den
  Beschwerdeführern eingeholte Stellungnahme der F.______AG in weiten Teilen
  mit den empfohlenen Schutzmassnahmen der H.______GmbH überein. So führen
  beispielsweise beide aus, dass der Grünstreifen zwischen Kiesweg und
  Baumhecke gar nicht und der Kiesweg nicht mit schweren Fahrzeugen befahren
  werden solle, andernfalls Schutzmassnahmen wie Schutzmatten nötig seien.
  Weiter fällt auf, dass die F.______AG nirgends Bezug auf das konkrete
  Bauvorhaben und dessen Verträglichkeit mit den am Südrand der
  Parz.-Nr. 03 vorhandenen Bäumen nimmt. Sie hält lediglich in allgemeiner
  Weise fest, wodurch bestimmte Baumarten bei Bauvorhaben tangiert werden
  könnten. Inwiefern diese Ausführungen vorliegend einschlägig sind, legt sie
  nicht dar. Eine konkrete Gefährdung der Hecke durch das vorliegende
  Bauvorhaben wird jedenfalls nicht ausgewiesen. Zwar hat die F.______AG ihre
  Einschätzung auch gestützt auf eine Besichtigung vor Ort erstellt. Indessen
  fällt deren Beurteilung mit vier Seiten sehr knapp und weniger ausführlich
  begründet als die von den Beschwerdegegnern eingeholten, allesamt
  nachvollziehbaren Stellungnahmen aus. Daher können die Ausführungen der
  F.______AG die von den Beschwerdegegnern eingeholten, übereinstimmenden Stellungnahmen
  sowie die darin formulierten Schutzmassnahmen nicht entkräften, zumal es sich
  dabei im Gegensatz zu den von den Beschwerdegegnern eingeholten Berichten um
  ein Parteigutachten handelt.

  
	
   

  
	
  Als Zwischenfazit kann
  festgehalten werden, dass auf die von den Beschwerdegegnern eingeholten
  Stellungnahmen abgestellt werden darf.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Die für die Erteilung der Baubewilligung zuständige
  Gemeindebehörde prüft, ob das geplante Bauvorhaben über eine gute
  Gesamtwirkung verfügt (vgl. Art. 47 Abs. 1 RBG). Bei der Prüfung
  der guten Gesamtwirkung ist nicht nur auf die unmittelbare Umgebung
  abzustellen. Vielmehr ist eine umfassende Würdigung aller massgeblichen
  Gesichtspunkte unter Einbezug der weiteren Umgebung und der optischen
  Fernwirkung vorzunehmen (vgl. Fritzsche, Bd. 2, Bau- und
  Umweltrecht, S. 814. f.).

  
	
   

  
	
  6.2

  
	
  6.2.1 Unbestrittenermassen äusserte sich das
  Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom 25. April 2019 im Verfahren
  VG.2018.00124 zur guten Gesamtwirkung der auf dem Baufeld "K" zu
  erstellenden Baute in grundsätzlicher Hinsicht. So hielt es unter anderem
  fest, dass auch unter der Geltung der Bauordnung der Gemeinde Glarus vom
  23. September 2016 (BO Glarus) die Erstellung eines Mehrfamilienhauses
  mit einem Flachdach möglich sei, was auch im Rahmen der unter der Geltung der
  BO Glarus zu erzielenden guten Gesamtwirkung einer Baute (Art. 61
  Abs. 1 BO Glarus i.V.m. Art. 47 Abs. 1 RBG) wünschenswert
  erscheine (vgl. E. II/6.6.3.1). Sodann führte es weiter aus, dass
  das leicht abfallende Gelände im Gebiet E.______ eine stimmige
  Gesamtüberbauung und zudem einen harmonischen Übergang zu den benachbarten
  Grundstücken im Norden wie auch im Osten des Überbauungsplangebietes
  sicherstelle. Dazu würden auch die Weitergeltung der im Überbauungsplan
  festgelegten Höhenkoten für das Baufeld "K" beitragen, würde doch
  eine Tiefersetzung der Höhenkoten beim Baufeld "K" die Erstellung
  einer nicht in die Gesamtüberbauung und auch nicht in die Nachbarschaft
  passenden Baute zur Folge haben, womit mit dem zu erstellenden Bauvorhaben
  keine gute Gesamtwirkung erzielt werden könnte
  (vgl. E. II/6.6.3.3).

  
	
   

  
	
  6.2.2

  
	
  6.2.2.1 Die streitbetroffene Parz.-Nr. 01 liegt in der
  Wohnzone 2. Diese ist gemäss Art. 17 Abs.1 BO Glarus für
  Einfamilienhäuser, Reiheneinfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser bestimmt.
  Es gilt die Lärmempfindlichkeitsstufe II, eine traufseitige Fassadenhöhe
  von 7,5 m, eine Gesamthöhe von 11,5 m und eine maximale
  Gebäudelänge von 35 m. Sodann sind zwei Vollgeschosse zulässig
  (vgl. Art. 12 Abs. 1 BO Glarus) und es können Flachdächer
  erstellt werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 BO Glarus).

  
	
   

  
	
  6.2.2.2 Aus den im Recht liegenden Akten ergibt sich, dass
  das geplante Bauvorhaben hinsichtlich Gebäude-, Firsthöhe und Gebäudelänge
  die einschlägigen kantonal- und kommunalrechtlichen Vorschriften einhält.
  Sodann sind Mehrfamilienhäuser mit Flachdächer in der Wohnzone 2
  zulässig. Damit entspricht das strittige Bauvorhaben ohne Weiteres dem
  Zonenzweck von Art. 17 Abs. 1 BO Glarus, was auch die Beschwerdeführer nicht
  in Abrede stellen.

  
	
   

  
	
  6.2.2.3 Sodann wird das strittige Bauvorhaben im
  ursprünglichen Überbauungsplangebiet E.______ erstellt, welches mit Reihen-
  und Mehrfamilienhäusern bereits überbaut ist und über eine gemeinsame
  Tiefgarage sowie einen Carport verfügt. Während sich im Norden der streitbetroffenen
  Parz.-Nr. 01 die unüberbaute, im Eigentum der Beschwerdeführer stehende
  Parz.-Nr. 03 befindet, grenzt sie im Westen an den […]. Auf […] befindet
  sich ein Einfamilienhausquartier, welches von einer Ortsbildschutzzone
  überlagert wird.

  
	
   

  
	
  Das geplante Bauvorhaben
  als Mehrfamilienhaus mit Flachdach entspricht dem Baustil, wie er bei der
  Überbauung E.______ bereits umgesetzt worden ist. Damit wird es, trotz
  Teilnichtigkeit des Überbauungsplans, möglichst harmonisch in die bereits
  erstellte Überbauung integriert, womit es auch an den gemeinschaftlich
  erstellten Anlagen wie der Tiefgarage, der Wasser-, Abwasser- und Heizanlagen
  partizipieren kann. Mit diesem Vorgehen wird der im Überbauungsplan E.______
  definierte Zweck der zusammenhängend gestalteten Wohnsiedlung mit dem
  vorliegend zu beurteilenden Bauvorhaben erreicht, trotz dessen Umsetzung
  unter Geltung der Regelbauweise. Zwar befindet sich das Bauvorhaben in
  räumlicher Nähe zu einer Ortsbildschutzzone. Wie die DP/OS in nachvollziehbar
  begründeter Weise aber festhält, widerspricht dies dem geschützten Ortsbild
  auf […]seite nicht, da der […] als lineares Element die beiden Gebiete klar
  voneinander trennt. Sodann besteht gemäss der genannten Stellungnahme auch
  kein Widerspruch zur unüberbauten Parz.-Nr. 03 der Beschwerdeführer, da
  das geplante Bauvorhaben ausserhalb des durch den Baumbestand abgegrenzten
  Gartens zu stehen kommt und weniger hoch als die bereits vorhandenen Bäume
  ausfallen wird. Darauf kann verwiesen werden, ist doch auf die von der zuständigen
  Fachstelle verfasste, einleuchtende Stellungnahme abzustellen, wogegen auch
  die Beschwerdegegnerin 2 als zuständige Baubewilligungsbehörde keine
  Einwände erhebt. Darüber hinaus hat sich auch der Beschwerdegegner 3 im
  vorinstanzlichen Entscheid dahingehend geäussert.

  
	
   

  
	
  6.2.2.4 Ferner können die Beschwerdeführer aus der
  Tatsache, dass die Äste der auf ihrer Parz.-Nr. 03 stehenden Bäume auf
  die Bauparzelle ragen, nicht auf eine fehlende gute Gesamtwirkung schliessen.
  Diesbezüglich weist die Beschwerdegegnerin 1 richtigerweise daraufhin,
  dass ihr das Recht zukommt, auf ihr
  Grundstück überragende Äste und eindringende Wurzeln einer benachbarten
  Liegenschaft gestützt auf Art. 687 Abs. 1 des Schweizerischen
  Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB) zu kappen, wenn dadurch
  ihr Eigentum beschädigt wird und diese auf ihre Beschwerde hin binnen
  angemessener Frist vom benachbarten Grundeigentümer nicht beseitigt werden.
  Dieses Kapprecht steht der Beschwerdegegnerin 1 sogar unabhängig von der
  Realisierung des streitbetroffenen Bauvorhabens zu, sodass diese bei
  Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen auch berechtigt ist, überragende
  Äste und Wurzeln zu kappen.

  
	
   

  
	
  6.2.2.5 Soweit die Beschwerdeführer schliesslich der
  Ansicht sind, es würden aufgrund ihres historischen Gartens besondere
  Einordnungsfragen bestehen, was eine Vorlage des Bauvorhabens bei der
  Gestaltungskommission bedingt hätte, ist ihnen nicht zu folgen. So sind im
  Rahmen des Baubewilligungsverfahrens im Zonenplan oder durch entsprechende
  Anordnung des Regierungsrats grundeigentümerverbindlich ausgewiesene
  Unterschutzstellungen zu beachten. Die im Süden der Parz.-Nr. 03
  vorhandenen Bäume der Beschwerdeführer bilden jedoch nicht Teil eines
  historischen Gartens mit entsprechender Unterschutzstellung
  (vgl. E. II/4.3 vorne), sodass daraus keine besonderen
  Einordnungsfragen abgeleitet werden können. Folglich hat die
  Beschwerdegegnerin 2 zu Recht auf einen Beizug der Gestaltungskommission
  verzichtet, zumal auch keine anderen Anhaltspunkte des Bauvorhabens für deren
  Vorlage sprechen.

  
	
   

  
	
  6.3 Schliesslich erheben die Beschwerdeführer
  Einwendungen gegen die im Baubewilligungsentscheid als Auflagen formulierten
  Schutzmassnahmen. Der Beschwerdegegner 3 setzte sich im vorliegend
  angefochtenen Entscheid mit den im Gutachten der H.______ GmbH empfohlenen
  Schutzmassnahmen, welche allesamt in die Baubewilligung als Auflagen
  aufgenommen worden waren, und jenen der AUE ausführlich auseinander. Dabei
  kam er zum Schluss, dass eine Korrektur der Auflagen, wie sie von der
  Beschwerdegegnerin 2 verfügt worden seien, nicht angebracht sei. Die von
  der Beschwerdegegnerin 2 gewählte Formulierung entspreche dem Zweck, die
  Bäume der Beschwerdeführer auf der Parz.-Nr. 03 bei Umsetzung des
  Bauvorhabens bestmöglich zu schützen. Die dagegen von den Beschwerdeführern
  erhobenen, pauschalen Ausführungen vermögen daran keine Zweifel zu begründen.
  Folglich ist darauf nicht weiter einzugehen.

  
	
   

  
	
  6.4 Zusammenfassend erweist sich die erfolgte Prüfung
  der guten Gesamtwirkung im Sinne von Art. 47 Abs. 1 RBG und Art. 61 Abs. 1 BO
  Glarus nicht als willkürlich. Da die Beschwerdegegnerin 2 den
  Baubewilligungsentscheid im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens gefällt hat,
  ist kein Eingriff durch das Verwaltungsgericht angezeigt und der Schluss auf
  eine genügende Einordnung des Bauprojekts im Ergebnis nicht zu beanstanden.

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Abweisung
  der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  1.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Die Gerichtskosten von pauschal
  Fr. 2'000.- sind demnach den unterliegenden Beschwerdeführern
  aufzuerlegen und mit dem von ihnen bereits geleisteten Kostenvorschuss in
  gleicher Höhe zu verrechnen.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Soweit an einem
  Beschwerdeverfahren Parteien mit gegensätzlichen Interessen beteiligt sind,
  kann gemäss Art. 138 Abs. 2 VRG der obsiegenden Partei zu Lasten jener, die
  unterliegt, eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden
  (vgl. Art. 138 Abs. 1 VRG). Ausgangsgemäss steht den
  Beschwerdeführern keine Parteientschädigung zu. Hingegen sind sie zu
  verpflichten, der Beschwerdegegnerin 1 eine solche von Fr. 2'000.-
  (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 2'000.- werden den Beschwerdeführern auferlegt und
    mit dem von ihnen bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdeführer werden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 1 innert
    30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung
    von Fr. 2'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]