# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e00d0068-9a73-51df-9b2e-8b8692096bd8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ240064-O4
**Docket/Reference:** PQ240064-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ240064-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ240064-O/U
damit vereinigt Geschäfts-Nr. PQ240065

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Kappeler

Beschluss und Urteil vom 13. Januar 2025

in Sachen

1.

2.

A._____, 

B._____,  

Beschwerdeführer

1 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____

2 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X2._____

sowie

C._____, 

Verfahrensbeteiligte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

betreffend Kindesschutzmassnahme nach Art. 307 Abs. 1 ZGB: Entzug des 

Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern (Art. 310 Abs. 1 ZGB, definitive 

Anordnung) 

Beschwerde gegen einen Entscheid des Bezirksrates Uster vom 22. August 

2024; VO.2024.3 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf)

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.  

1.1.   C._____,  geboren  tt.mm.2015,  ist  die  Tochter  der  Beschwerdeführer.  Sie 

lebte bis im Juli 2023 zusammen mit den Eltern und dem älteren Bruder D._____ 

in E._____. Die Beschwerdeführer tragen die elterliche Sorge gemeinsam. 

1.2.   Im Herbst 2017 zeigte sich, dass die Eltern mit einer kindergerechten Erzie-

hung überfordert waren. Nach einer Gefährdungsmeldung der heilpädagogischen 

Früherzieherin von C._____ im Oktober 2017 (KESB act. 2) errichtete die Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf (KESB) im Februar 2018 für C._____ 

eine  Beistandschaft  nach  Art. 308  Abs. 1  und  2  ZGB  sowie  gestützt  auf  Art. 307 

Abs. 1 ZGB eine sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF). C._____ wies da-

mals verschiedene Entwicklungsrückstände auf. Mit den Massnahmen sollten die 

Beschwerdeführer in der Betreuung und Sorge um C._____ unterstützt, ihre Erzie-

hungskompetenzen gestärkt und das Mädchen gefördert werden (KESB act. 14). 

Auch  für  D._____  ordnete  die  KESB  am  gleichen  Tag  mit  separatem  Beschluss 

eine  Beistandschaft  sowie  eine  SPF  an  (KESB  act. 15).  Nach  Abklärungen  von 

C._____ im Kinderspital wurde die SPF im August 2018 erstmals (KESB act. 27) 

und  im  Februar  2019  erneut  verlängert  (KESB  act. 34 f.).  Die  KESB  befürchtete 

eine Gefährdung des Wohls von C._____, würden die Schutzmassnahmen been-

det. Es bestünden bei ihr noch immer deutliche Defizite und ein erheblicher Förder-

bedarf. Im Juni 2020 hob die KESB die SPF mit der Begründung auf, der Beschwer-

deführerin gelinge es nun gut, auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen; die fa-

miliäre Situation zeige sich stabiler (KESB act. 59). 

1.3.   Im Juni 2023 meldete die Beiständin, C._____ habe in der Schule vermehrt 

Verhaltensauffälligkeiten  gezeigt  und  sei  aus  dem  Hort  ausgeschlossen  worden. 

C._____ habe in der Schule erzählt, dass sie zuhause geschlagen werde. Die Be-

schwerdeführerin habe wieder zu arbeiten begonnen, was zu grossem Stress und 

Druck  in  der  Familie  geführt  habe  (KESB  act. 74  ff.).  Nach  den  Vorwürfen  über 

häusliche Gewalt und da sich C._____ weigerte, von der Schule nach Hause zu 

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gehen, entzog die KESB mit Entscheid vom 10. Juli 2023 den Beschwerdeführern 

superprovisorisch  das  Aufenthaltsbestimmungsrecht  über  C._____,  brachte  das 

Mädchen im Kinderheim F._____ unter, passte die Aufgaben der Beiständin an und 

ernannte  eine  Kindesvertreterin  (KESB  act. 85).  Diesen  Entscheid  bestätigte  die 

KESB am 28. Juli 2023 vorsorglich (KESB act. 113). 

1.4.   Aufgrund von Aussagen des Kindes über körperliche und sexuelle Übergriffe 

sowie angesichts seines sexualisierten Verhaltens wurde im August 2023 ein Straf-

verfahren gegen die Beschwerdeführer wegen Verdachts auf Köperverletzung, se-

xuelle Handlungen mit Kindern etc. angehoben (KESB act. 118, 128a, 152 S. 3 und 

act. 159). Zudem wurde im September 2023 das Besuchsrecht den Beschwerde-

führern (weiterhin) nur mit Begleitung eingeräumt (KESB act. 152). Auf Wunsch von 

C._____ und nachdem das Mädchen die Vorwürfe in der Strafuntersuchung nicht 

bestätigt hatte, räumte die KESB im November 2023 den Beschwerdeführern vor-

sorglich ein stufenweise zunehmendes (später unbegleitetes) Betreuungsrecht ein 

und bestätigte im Übrigen die Unterbringung von C._____ im Kinderheim F._____ 

(KESB act. 184). Mit Entscheid vom 11. Januar 2024 entzog die KESB den Eltern 

definitiv  das  Aufenthaltsbestimmungsrecht,  stimmte  der  Umplatzierung  von 

C._____  ins  Sonderschulheim  G._____  in  H._____  zu  (Dispositiv-Ziff. 1)  und  re-

gelte  das  Besuchsrecht  der  Beschwerdeführer  vorsorglich  bis  zum  Eingang  des 

Berichts  der  Beiständin  (Dispositiv-Ziff. 2;  KESB  act. 225  =  BR  act. 3/2).  Mit  Be-

schluss vom 16. Februar 2024 sah die KESB wiedererwägungsweise ein Betreu-

ungsrecht alle zwei Wochen von Freitagnachmittag bis Sonntagabend vor (Dispo-

sitiv-Ziff. 1; KESB act. 256 = BR act. 35/2).

2.  

2.1.   Die  Beschwerdeführer  und  die  Kindesvertreterin  ergriffen  gegen  den  Ent-

scheid der KESB vom 16. Februar 2024 betreffend wiedererwägungsweise Rege-

lung der Betreuung je einzeln Beschwerde beim Bezirksrat Uster (nachfolgend Be-

zirksrat),  welche  Beschwerdeverfahren  der  Bezirksrat  vereinigte  (Geschäfts-Nr. 

VO.2024.10/3.02.02; BR act. 35/5). Mit Urteil vom 17. April 2024 erweiterte der Be-

zirksrat  das  Besuchsrecht  der  Beschwerdeführer  in  teilweisser  Gutheissung  der 

Beschwerden auf jedes Wochenende von Freitagnachmittag 16.30 Uhr bis Sonn-

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tagabend  18.00  Uhr  (VO.2024.10/3.02.02,  BR  act. 35/20).  Dieser  Entscheid  er-

wuchs in Rechtskraft.

2.2.   Auch gegen den Entscheid der KESB vom 11. Januar 2024 erhoben C._____ 

und die Beschwerdeführer beim Bezirksrat Beschwerde (Geschäfts-Nr. VO.2024.3/

3.02.02).  Sie  beantragten  die  Aufhebung  des  Entzugs  des  Aufenthaltsbestim-

mungsrechts und die Rückplatzierung des Kindes in den elterlichen Haushalt. Die 

Kindesvertreterin ersuchte überdies um Anordnung einer SPF (BR act. 1, 21/1 und 

22/1). Der Bezirksrat gab der KESB, den Beschwerdeführern und der Kindesver-

treterin Gelegenheit, zu den Beschwerden Stellung zu nehmen (BR act. 11, 14, 18 

und  28 f.).  Nach  Eingang  der  Stellungnahmen  wies  er  mit  Urteil  vom  22. August 

2024 die Beschwerde(n) ab (Dispositiv-Ziff. I), auferlegte die Verfahrenskosten un-

ter solidarischer Haftung den beiden Beschwerde führenden Eltern je zur Hälfte, 

nahm die Kosten zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf 

die  Staatskasse  (Dispositiv-Ziff. II)  und  sprach  keine  Parteientschädigungen  zu 

(Dispositiv-Ziff. III; BR act. 36 = act. 10, Aktenexemplar). Für Einzelheiten des erst-

instanzlichen  Beschwerdeverfahrens  wird  auf  die  Darstellung  im  angefochtenen 

Entscheid und die Akten des Bezirksrats verwiesen.

3.  

3.1.  Gegen dieses Urteil gelangten die Beschwerdeführer mit separaten Eingaben 

vom 27. September 2024 an die Kammer (act. 2, 4/2 und 17/2). Beide beantragen 

übereinstimmend, Dispositiv-Ziff. I des Urteils des Bezirksrats bzw. die Fremdplat-

zierung der Tochter sei aufzuheben, C._____ sei zu erlauben, bei den Eltern zu 

Hause zu wohnen und es sei ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht wiederzuer-

teilen. Der Beschwerdeführer ersuchte ferner darum, Dispositiv-Ziff. II und III des 

Urteils des Bezirksrats aufzuheben und die Kosten auf die Staatskasse zu nehmen 

(act. 17/2 S. 2). Zudem begehrten die Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechts-

pflege im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren (act. 2 S. 2 und act. 17/2 S. 2). 

3.2.  Am  3.  Oktober  2024  beantragte  die  Beschwerdeführerin,  die  Fremdplatzie-

rung superprovisorisch aufzuheben und die Beiständin zu beauftragen, die Beschu-

lung  von  C._____  am  früheren  Wohnort  in  E._____  sicherzustellen  (act. 7).  Die 

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Kammer wies dieses Begehren mit Beschluss vom 16. Oktober 2024 ab (act. 18; 

1. Beschluss: Dispositiv-Ziff. 1) und setzte dem Beschwerdeführer und der Kindes-

vertreterin Frist zur Stellungnahme zu den beantragten vorsorglichen Massnahmen 

an (1. Beschluss: Dispositiv-Ziff. 2). Gleichzeitig bewilligte sie beiden Beschwerde-

führern die unentgeltliche Prozessführung, bestellte ihre Rechtsvertreter als unent-

geltliche Rechtsbeistände (act. 18; 2. Beschluss: Dispositiv-Ziff. 1 und 2) und ver-

einigte die beiden Beschwerdeverfahren (2. Beschluss: Dispositiv-Ziff. 3). Zudem 

ersuchte die Kammer die Beiständin und die Sonderschule G._____, aktuelle Be-

richte über die Entwicklung von C._____ und den Verlauf des Aufenthalts im Schul-

heim einzureichen (2. Beschluss: Dispositiv-Ziff. 4 und 5). Auch wurde die persön-

liche Anhörung von C._____ angeordnet und die Prozessleitung an die Referentin 

delegiert (2. Beschluss, Dispositiv-Ziff. 6 und 7). In der Folge gingen der Bericht der 

Beiständin (act. 24), die Stellungnahmen des Beschwerdeführers und der Kindes-

vertreterin zu den beantragten vorsorglichen Massnahmen (act. 25 und 34) sowie 

der Bericht der Sonderschule G._____ ein (act. 27). 

Mit Eingabe vom 1. November 2024 übermittelte die KESB einen Antrag der 

Beiständin auf vorsorgliche Rückplatzierung des Kindes bzw. auf vorsorgliche Auf-

hebung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts (act. 29). Am 5. Novem-

ber  2024  informierte  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers,  dass  C._____ 

seit  dem  4.  November  2024  nicht  mehr  im  Schulheim,  sondern  zu  Hause  über-

nachte (act. 32). Am nächsten Tag hörte eine Delegation der Kammer C._____ per-

sönlich an und sprach im Anschluss mit der Beschwerdeführerin sowie dem Ver-

treter des Schulheims (act. 36). Nach dem Gespräch kehrte C._____ mit dem Grup-

penleiter ins Schulheim zurück. Mit Verfügung vom 12. November 2024 wurde den 

Beschwerdeführern sowie der Kindesvertreterin eine nicht erstreckbare 30-tägige 

Frist angesetzt, um zu den eingegangenen Berichten, den Anträgen der Beiständin 

sowie zum Protokoll der Kindesanhörung Stellung zu nehmen. Der Kindesvertrete-

rin wurden zudem die beiden Beschwerdeschriften zur Vernehmlassung innert glei-

cher Frist zugestellt (act. 38). 

Am 27. November 2024 unterrichtete der Rechtsvertreter des Beschwerde-

führers darüber, dass die Schule G._____ den Heimplatz von C._____ gekündigt 

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habe  und  das  Mädchen  nun  die  Tagesschule  des  G._____s  besuche  (act. 40). 

Schliesslich reichten die Beschwerdeführer sowie die Kindesverfahrensvertreterin 

ihre Stellungnahmen zu den zugesandten Akten ein (act. 44, 45, 46). Sie beantra-

gen übereinstimmend, den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts aufzuheben 

und den Beschwerdeführern das Aufenthaltsbestimmungsrecht wieder zu erteilen.

3.3.  Die Akten des Bezirksrats (act. 11/1-36, zitiert als BR act.) sowie der KESB 

(act. 11/17/1-255,  13/269-337  und  30/339-441  und  30/345,  zitiert  als  KESB  act.) 

wurden von Amtes wegen beigezogen. Die Sache ist spruchreif. Mit dem definitiven 

Entscheid  in  der  Sache  ist  das  Verfahren  betreffend  vorsorgliche  Massnahmen 

(vorsorgliche  Aufhebung  des  Entzugs  des  Aufenthaltsbestimmungsrechts  sowie 

der Unterbringung) als gegenstandslos abzuschreiben.

1.  

II.

1.1.   Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB und 

den  ergänzenden  kantonalen  Bestimmungen  des  Einführungsgesetzes  zum  Kin-

des- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine Be-

stimmungen, gelten für die Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen 

die Regelungen des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) und, sofern auch hier 

keine  Regelung  getroffen  wird,  die  Bestimmungen  der  Schweizerischen  Zivilpro-

zessordnung (ZPO) subsidiär (Art. 450f ZGB und § 40 EG KESR). Beschwerden 

gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in zweiter 

Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i.V.m. §§ 40 und 63 f. EG KESR 

und § 50 GOG). Gegenstand im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren können 

nur Entscheide des Bezirksrats sein. 

1.2.   Mit der Beschwerde gemäss §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. Art. 450 ff. ZGB kön-

nen  neben  Rechtsverweigerung  und  Rechtsverzögerung  eine  Rechtsverletzung, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhal-

tes  oder  Unangemessenheit  des  Entscheides  gerügt  werden  (Art. 450a  Abs. 1 

ZGB). Die Beschwerde ist schriftlich, begründet und mit Anträgen versehen einzu-

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reichen (vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB). Von der Beschwerde führenden Partei ist jedoch 

darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft 

erachtet  wird.  Sie  muss  sich  sachbezogen  mit  den  Entscheidgründen  des  ange-

fochtenen Entscheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz 

das Recht falsch angewendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll 

(Art.  446  ZGB,  §  65  EG  KESR;  BGE  141  III  569  E. 2.3.3  und  BGE  138  III  374 

E. 4.3.1). Sowohl für das Verfahren vor der KESB wie auch vor den Beschwerde-

instanzen gilt in Kinderbelangen die umfassende Untersuchungsmaxime und das 

Gericht ist nicht an die Anträge der am Verfahren beteiligten Personen gebunden 

(Offizialmaxime; Art. 446 Abs. 1 ZGB und § 65 EG KESR; § 40 Abs. 3 EG KESR 

i.V.m. Art. 296 Abs. 3 ZPO; BGer 5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 3.2). Die Be-

schwerdeinstanz kann den angefochtenen Entscheid in rechtlicher und tatsächli-

cher Hinsicht umfassend überprüfen. Sie darf sich aber primär auf die geltend ge-

machten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE, Art. 450a N 5). 

Neue Vorbringen (sog. Noven) können bis zum Beginn der Beratungsphase unbe-

schränkt eingebracht werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.6).

1.3.   Gegen das Urteil der Vorinstanz kann gemäss Art. 450 ZGB i.V.m. Art. 450b 

Abs. 1 ZGB innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdeführer 

reichten die mit Anträgen und einer Begründung versehenen Beschwerden grund-

sätzlich form- und fristgerecht bei der zuständigen II. Zivilkammer des Obergerichts 

ein (act. 2, 4/2, 17/2 und BR act. 36 Anhang). Sie sind als am Verfahren vor Vorin-

stanz  unterlegene  Parteien  und  Eltern  von  C._____  zur  Beschwerde  legitimiert 

(Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 und 2 ZGB). Auf ihre Beschwerde ist somit einzutreten.

2.  

2.1.   Die KESB begründete im Zirkularentscheid vom 10. Juli 2023 den superpro-

visorischen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Unterbringung von 

C._____ im Kinderheim F._____ damit, C._____ habe gegenüber mehreren Fach-

personen geäussert, zuhause täglich physischer Gewalt ausgesetzt zu sein, und 

habe fremd- sowie selbstgefährdendes Verhalten gezeigt (Wutausbrüche, auf an-

dere Kinder losgehen, auf Strasse rennen). Die Betreuungssituation von C._____ 

sei zu Hause ungeklärt und die familiären Verhältnisse seien angespannt. Das psy-

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chische  Wohlbefinden  und  die  körperliche  Integrität  des  Kindes  seien  zu  Hause 

nicht mehr gewährleistet (KESB act. 85). 

2.2.   Im Entscheid vom 28. Juli 2023 betreffend vorsorglicher Entzug des Aufent-

haltsbestimmungsrechts konstatierte die KESB, C._____ gehe es gemäss den An-

gaben  der  Kindesvertreterin  im  Kinderheim  gut;  sie  habe  sich  beruhigt.  C._____ 

vermisse  jedoch  ihre  Eltern  und  habe  sich  über  deren  Besuch  sehr  gefreut.  Sie 

glaube, dass die Eltern nun verstanden hätten, dass sie ihr nichts antun dürften. 

Sie möchte daher auf Probe bei ihnen übernachten. Die Beschwerdeführer seien 

mit der Unterbringung von C._____ im Kinderheim nicht einverstanden. Sie hätten 

die Vorwürfe allesamt bestritten und behauptet, C._____ habe eine blühende Fan-

tasie. Trotz der Distanzierung der Beschwerdeführer von den Vorwürfen stünden 

noch  immer  schwerwiegende  Behauptungen  über  häusliche  Gewalt  im  Raume. 

Ohne  eingehende  Abklärung  der  familiären  Situation  sei  eine  Rückkehr  mit  dem 

Wohl von C._____ nicht zu vereinbaren. Um sie zu schützen und weiter zu stabili-

sieren, sei der Aufenthalt im Kinderheim fortzuführen (KESB act. 113).

2.3.   Zur Begründung des definitiven Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

führte die KESB in ihrem Entscheid vom 11. Januar 2024 aus, mittlerweile sei eine 

Intensivabklärung durch die Stiftung I._____ durchgeführt worden. Die Abklärenden 

hätten eine Weiterführung der Unterbringung empfohlen. Trotz divergierenden Be-

hauptungen der Involvierten zu den häuslichen Vorwürfen und Verhältnissen seien 

sich die Fachpersonen einig, dass C._____ unter anderem aufgrund ihres Entwick-

lungsrückstands  und  ihrer  deutlichen  Verhaltensauffälligkeiten  vor  der  Unterbrin-

gung im Kinderheim, die situationsbedingt noch heute aufträten, einen ausgepräg-

ten Förderbedarf aufweise und die gesunde Entwicklung bei einer Rückkehr zu den 

Beschwerdeführern erheblich gefährdet wäre. Die Aussagen des Kindes über kör-

perliche Tätlichkeiten seien ernst zu nehmen, auch wenn C._____ diese in der Kon-

frontationseinvernahme im Strafverfahren  nicht wiederholt habe. Vor dem Eintritt 

ins Kinderheim habe C._____ gar suizidales Verhalten gezeigt. Die Beschwerde-

führer würden dieses Verhalten noch immer bagatellisieren und die Schuld bei an-

deren suchen. Es sei zweifelhaft, ob die Eltern die nötige Empathie aufbringen und 

die Bedürfnisse des Kindes erkennen lernen könnten. C._____ benötige einen sehr 

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eng strukturierten Alltag. Auch sei es mit den früheren ambulanten Unterstützungs-

massnahmen nicht gelungen, die Erziehungskompetenzen der Beschwerdeführer 

nachhaltig zu verbessern. Das Verhalten von C._____ habe sich während des Auf-

enthalts im Kinderheim positiv verändert. Bereits nach der ersten Übernachtung zu 

Hause habe sie jedoch wieder frühere Verhaltensauffälligkeiten gezeigt. Diese in 

Kombination  mit  den  unzureichenden  Erziehungskompetenzen  der  Eltern  sowie 

den besonderen Bedürfnissen von C._____ liessen eine Rückplatzierung nicht ver-

antworten. Die nötigen engmaschigen Strukturen könnten mit ambulanten Unter-

stützungsmassnahmen nicht erbracht werden. Deshalb drohe bei einer Rückkehr 

in  den  Haushalt  der  Beschwerdeführer  eine  neuerliche  Notfallplatzierung  (KESB 

act. 225 = BR act. 2).

2.4.   Der Bezirksrat folgte der Argumentation der KESB. Es sei ausgewiesen, dass 

C._____  besondere  Bedürfnisse  und  einen  spezifischen  Förderbedarf  habe.  Die 

früheren Massnahmen zur Unterstützung (heilpädagogische Frühförderung, SPF, 

Tagessonderschule J._____) seien nicht nachhaltig gewesen und die Beschwerde-

führerin, die hauptsächlich die Betreuungs- und Erziehungsaufgaben alleine bewäl-

tigen  müsse,  sei  zur  kindergerechten  Erziehung  nicht  hinreichend  befähigt. 

C._____ habe im Kinderheim trotz auffälligen Restanzen Fortschritte im Verhalten 

erzielt, es gelinge ihr besser, ihre Emotionen zu regulieren. Sie habe sich nach dem 

Übertritt ins Sonderschulheim schnell gut eingelebt. C._____ sei trotz Fortschritten 

noch immer schulisch und sozial auf sehr enge Strukturen angewiesen. Die nötige 

enge Begleitung sei nur stationär zu erbringen. Eine stundenweise tätige SPF ver-

möge die nötige Unterstützung nicht zu leisten. Die Beschwerdeführerin könne sich 

noch immer nur schwer in C._____ hineinversetzen und setze ihre eigenen Bedürf-

nisse mit denjenigen des Kindes gleich (act. 10 E. 5.2 f.). Auch D._____ weise hoch 

problematische  Verhaltensweisen  auf,  was  sich  wiederum  negativ  auf  C._____ 

auswirke. Es sei daher für D._____ eine SPF sowie ein Jugendcoaching eingerich-

tet worden. Die Eltern seien bereits mit der Erziehung von D._____ stark gefordert. 

Es sei ausgeschlossen, dass die Beschwerdeführerin mit Unterstützung durch eine 

auf C._____ erweiterte SPF die nötigen Ressourcen für eine kindeswohlgerechte 

Erziehung  aufbringen  könne  (act. 10  E. 5.4).  Der  von  C._____  geäusserte  Wille, 

bei den Eltern zu leben, sei nicht massgeblich, weil ihr die nötige Reife zur unbe-

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einflussten Willensbildung fehle. Es bestehe  diesbezüglich ein erheblicher Druck 

von Seiten der Beschwerdeführer. Das Mädchen befinde sich aufgrund der Ableh-

nung der Unterbringung durch die Eltern in einem erheblichen Loyalitätskonflikt, es 

habe Angst- und Schuldgefühle. C._____ fühle sich im Schulheim wohl und lebe 

sich nach den Besuchswochenenden im Heim gut ein (act. 10 E. 5.5).

3.  

3.1.   Die Beschwerdeführerin wendet ein, der Bezirksrat habe sich auf alte Berichte 

gestützt und keine Abklärung der aktuellen Situation vorgenommen. C._____ gehe 

es im Schulheim nicht gut, sie habe mit dem Unterrichtsstoff noch immer grosse 

Mühe und lenke andere Kinder ab. Von rascher Stabilisierung und guter Führbarkeit 

könne nicht die Rede sein. C._____ habe viele Konflikte mit anderen Kindern und 

sei regelmässig Gewalt ausgesetzt. Die Fremdplatzierung sei so belastend für das 

Mädchen, dass es schon mehrmals wegerannt sei. Solche Entweichungen seien 

gefährlich. Das Schulheim sei überfordert und könne das Wohl von C._____ nicht 

ausreichend schützen. Dass C._____ nach den Wochenenden und Ferien aufge-

stellt  in  die  Schule  zurückkehre,  belege,  dass  sie  zu  Hause  einen  Rückzugsort 

habe. Die SPF und das Jugendcoaching für D._____ seien ausserdem sehr positiv 

verlaufen  und  die  Beschwerdeführerin  erhalte  grosses  Lob  für  ihr  Engagement 

(act. 2 Rz 6 ff.). Die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör verletzt, weil sie C._____ 

nicht angehört habe. Auch sonst werde die Stimme von C._____ zu wenig einge-

bracht  oder  beachtet.  Es  bestehe  kein  Loyalitätskonflikt,  auf  C._____  werde  zu 

Hause kein Druck ausgeübt (act. 2 Rz 15 ff.). Weiter beklagt die Beschwerdeführe-

rin, die Unterbringung sei unverhältnismässig und verstosse gegen das Subsidiari-

tätsprinzip. C._____ leide im Heim und ihre Verhaltensauffälligkeiten würden je län-

ger desto ausgeprägter. Ihr Wohl werde zu Hause besser gewahrt. Die Vorinstanz 

habe die Aspekte der Stabilität und Kontinuität zu wenig beachtet sowie die Alter-

native der Rückkehr ins Elternhaus mit ambulanten Massnahmen nicht genügend 

geprüft (act. 2 Rz 18 ff.).

3.2.   Der  Beschwerdeführer  rügt  ebenfalls,  die  Heimunterbringung  sei  nicht  not-

wendig und unverhältnismässig. C._____ halte es im Schulheim schon länger nicht 

mehr aus. Sie habe sich dort nie zurecht gefunden. Zu Hause werde ihr Wohl bes-

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ser gewahrt, insbesondere wenn eine SPF und eine Sonderbeschulung eingerich-

tet würden. Die Beschwerdeführerin gehe keiner Arbeit mehr nach, sie könne sich 

voll und ganz auf die Erziehung der Kinder konzentrieren. Sie sei gesund, kompe-

tent  und  zur  Kooperation  mit  den  Behörden  bereit.  Die  Beschwerdeführer  seien 

dankbar für ambulante Unterstützung und würden zuverlässig mit der SPF zusam-

menarbeiten.  Eine  weitere  Unterbringung  sei  für  C._____  traumatisierend.  Im 

Schulheim komme es zu massiven Zwischenfällen (heftige Konflikte mit anderen 

Kindern, Unfall von C._____). Bei einem weiteren Aufenthalt sei das Wohl des Kin-

des  gefährdet.  C._____  sei  wiederholt  aus  dem  Schulheim  geflüchtet  und  nach 

Hause gegangen. Von Seiten der Eltern würde kein Druck auf C._____ ausgeübt, 

aus dem Heim zu entweichen. Sie seien zu den Kindern liebevoll und würden ihnen 

gute Werte vermitteln. Das Heimpersonal sei überfordert. Die Vorwürfe gegen die 

Eltern,  die  zur  Platzierung  geführt  hätten,  seien  ungerechtfertigt  gewesen.  Das 

Strafverfahren gegen die Eltern sei mittlerweile eingestellt worden (act. 17/2). Auch 

in der Stellungnahme vom 13. Dezember 2024 hielt der Beschwerdeführer daran 

fest, C._____ vermisse die Eltern schmerzlich, die Fremdplatzierung sei kindswohl-

gefährdend  und  verletze  das  Verhältnismässigkeitsprinzip  krass.  Um  das  Kinds-

wohl  zu  Hause  zu  wahren,  seien  eine  Tagesschule,  Einzelgespräche  mit  einer 

Fachperson sowie eine SPF anzuordnen (act. 45 S. 2 f.).

3.3.   Die  Kindesvertreterin  beantragt  in  ihren  Stellungnahmen  vom  6.  November 

2024 und 12. Dezember 2024 ebenfalls, die Unterbringung sei zu beenden und den 

Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht wieder zu erteilen. Allerdings gab sie in 

ihrer  ersten  Stellungnahme  an,  C._____  habe  zunehmend  das  Gespräch  mit  ihr 

verweigert, weshalb sie nur rudimentär instruiert sei. C._____ habe jedoch deutlich 

zum Ausdruck gebracht, dass sie umgehend nach Hause zurückkehren wolle. Sie 

habe teilweise erhebliche Konflikte im Heim und könne die Platzierung im G._____ 

nicht akzeptieren. Auch die Eltern würden sich deutlich gegen die Unterbringung 

aussprechen, was die Situation für C._____ unerträglich mache. Sie sei wiederholt 

aus  dem  Heim  entwichen.  So  könne  es  nicht  weitergehen.  Ein  weiterer  Verbleib 

gefährde das Kindeswohl (act. 34 Rz 4). In ihrer Stellungnahme vom 12. Dezember 

2024 hielt die Kindesvertreterin an ihren bisherigen Ausführungen fest und bean-

tragte ergänzend, es sei ein Familienrat einzuberufen, um allfällig notwendige Kin-

- 12 -

desschutzmassnahmen zu eruieren. Weiter sei bis zur definitiven Aufhebung des 

Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts eine Vertrauensperson für C._____ zu 

bestellen (act. 44 S. 2 Anträge 2 und 4). Die Schwierigkeiten bei der Zusammena-

rbeit mit C._____ hätten gezeigt, dass sich C._____ dringend eine Ansprechperson 

wünsche, um Fragen und Themen im Zusammenhang mit dem Platzierungsalltag 

besprechen zu können (act. 44 Rz 7). Die Kindesvertreterin vermutet, dass die Ur-

sache  für  die  Ablehnung  der  Heimweinweisung  durch  die  Beschwerdeführerin in 

der ausserordentlichen Frühgeburt von C._____ und ihrer Angst um das Kind liegen 

könnte (act. 44 Rz 5).

4.   Die Vorinstanz hat die rechtlichen Voraussetzungen des Entzugs des Aufent-

haltsbestimmungsrechts der Eltern sowie die Grundsätze der Subsidiarität und Pro-

portionalität  bzw.  Verhältnismässigkeit  zutreffend  dargestellt  (act. 10  E. 5.1).  Die 

rechtlichen Ausführungen werden grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Demnach 

gilt Folgendes: Die Eltern haben im Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und 

Erziehung zu leiten und treffen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit 

die nötigen Entscheide (Art. 301 Abs. 1 ZGB). Sie haben das Kind ihren Verhältnis-

sen entsprechend zu erziehen und seine körperliche, geistige und sittliche Entfal-

tung  zu  fördern  und  zu  schützen  (Art.  302  Abs.  1  ZGB).  Die  elterliche  Sorge 

schliesst das Recht ein, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen (Art. 301a 

Abs. 1 ZGB). Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von 

sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbe-

hörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). 

Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Kin-

desschutzbehörde  es  den  Eltern  oder,  wenn  es  sich  bei  Dritten  befindet,  diesen 

wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). 

Die Gefährdung des Kindes, die Anlass zu einem (fortdauernden) Entzug des Auf-

enthaltsbestimmungsrechts gibt, muss darin liegen, dass das Kind im Umfeld der 

Eltern nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige 

und sittliche Entfaltung nötig wäre. Auf welche Ursachen die Gefährdung des Kin-

deswohls zurückzuführen ist, spielt keine Rolle. Ebenso wenig kommt es darauf an, 

ob die Eltern an der Gefährdung ihres Kindes ein Verschulden trifft. An die Würdi-

gung  der  konkreten  Umstände  ist  ein  strenger  Massstab  zu  legen.  Alle  Kindes-

- 13 -

schutzmassnahmen müssen erforderlich sein und es ist immer die mildeste erfolg-

versprechende  Massnahme  anzuordnen  (Grundsätze  der  Verhältnismässigkeit 

und der Subsidiarität; BGer 5A_318/2021 vom 19. Juni 2021, E. 3.1).

5.  

5.1.   Seit  der  superprovisorischen  Unterbringung  von  C._____  im  Kinderheim 

F._____ am 10. Juli 2023 sind eineinhalb Jahre verstrichen. Anfangs 2024 wech-

selte C._____ ins Sonderschulheim G._____. Nachfolgend ist nicht mehr zu prüfen, 

ob  die  damalige  Unterbringung  und  der  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung  im 

Nachhinein gerechtfertigt waren. Vielmehr ist zu beurteilen, ob diese Massnahmen 

aufgrund der heutigen Verhältnisse mit Blick auf das Wohl von C._____ notwendig 

und  geeignet  sind.  Die  beigezogenen  Berichte,  die  Anhörung  von  C._____,  die 

nachgereichten Noven und Stellungnahmen der Parteien sowie der Kindesvertre-

terin ermöglichen eine Entscheidung  unter  Berücksichtigung der aktuellsten Ver-

hältnisse  und  Geschehnisse.  Nachdem  die  Kammer  insbesondere  Berichte  der 

Beiständin und des Schulheims eingeholt und C._____ durch eine Delegation an-

gehört hat, sind die Einwände, die Vorinstanz habe diese Untersuchungshandlun-

gen  versäumt  und  ihren  Entscheid  aufgrund  unzutreffender  oder  überholter  Um-

stände getroffen, nicht mehr zu vertiefen.

5.2.   Grundsätzlich stellt keine Partei in Abrede, dass C._____ nach wie vor Ent-

wicklungsrückstände und besondere Bedürfnisse sowie einen speziellen Förderbe-

darf aufweist. Sie benötigt klare Führung und enge Strukturen (vgl. KESB act. 70, 

91, 174 S. 6 ff. und KESB act. 305). Die Beiständin bestätigt in ihrem aktuellen Be-

richt,  es  hätten  keine  substantiellen  Veränderungen  gegenüber  dem  im  Abklä-

rungsbericht der Stiftung I._____ und in ihrem Rechenschaftsbericht vom 25. Juni 

2024 dargestellten Zustand stattgefunden. Demnach weist C._____ nach wie vor 

insbesondere  eine  nicht  altersentsprechende  nonverbale  kognitive  Entwicklung, 

eine  fein-  und  grobmotorische  Entwicklung  im  unteren  Normbereich  sowie  eine 

emotionale Unreife auf. Gemäss den Angaben im Bericht der Beiständin stünden 

die Eltern der Beschulung von C._____ im Schulinternat G._____ ablehnend ge-

genüber. Auch C._____ habe geäussert, nicht mehr bleiben zu wollen. Nach den 

Herbstferien habe die Beschwerdeführerin C._____ zwar wieder in die Schule ge-

- 14 -

bracht. Sie habe aber mitgeteilt, C._____ habe die Nacht zuvor kaum schlafen kön-

nen. Das Kind sei schon am selben Tag mit einer anderen Schülerin aus dem Heim 

weggelaufen. Obwohl das Schulheim grundsätzlich geeignet wäre, C._____ ange-

messen  zu  fördern,  erscheine  die  Platzierung  unter  den  aktuellen  Verhältnissen 

nicht  zielführend.  Eine  entwicklungsfördernde  Arbeit  mit  C._____  im  Schul-  und 

Wohnbereich sei für die Schule aufgrund der ablehnenden Haltung der Eltern und 

den Absenzen des Kindes zunehmend schwieriger. C._____ befinde sich in einem 

ungünstigen Loyalitätskonflikt, so dass es ihr nicht mehr gelinge, sich auf den Alltag 

im Schulheim einzulassen (act. 24; vgl. act. 305 S. 7 ff.). 

Das Schulheim berichtet, C._____ habe rasch Kontakt zu Erwachsenen und 

Kindern gefunden. Es habe sich jedoch nach kurzer Zeit ein grosses Konfliktpoten-

tial zwischen ihr und anderen Kindern gezeigt. In der Freizeit und den Pausen sei 

C._____ sehr eng, teilweise 1:1, betreut worden, um die Konfliktspitzen brechen zu 

können. Bis zu den Sommerferien 2024 habe C._____ sichtbare Fortschritte ge-

macht.  Seither  falle  es  ihr  jedoch  schwer,  Abmachungen  einzuhalten.  Sie  über-

schreite  vermehrt  Grenzen  (kleinere  Sachbeschädigungen,  Fehlzeiten  in  der 

Schule, Kurvengänge und Diebstähle in K._____ und L._____). Bei der Aufarbei-

tung versuche sie, die Schuld/Verantwortung auf andere abzuschieben. C._____ 

benötige auch im schulischen Bereich viel Unterstützung, vor allem in der Mathe-

matik. Da sie viel abwesend sei, sei eine Vertiefung kaum möglich. Sie verfüge über 

grosse  kommunikative  Fähigkeiten  und  grosses  Einfühlvermögen,  setze  beides 

aber positiv wie auch negativ ein. Eine klare und verbindliche Beziehungsgestal-

tung durch die Erwachsenen würde C._____ voraussichtlich im sozialen Bereich 

unterstützen. Die Eltern seien jedoch einerseits gegen die Platzierung und hätten 

anderseits  sehr  grosse  Angst  um  die  Tochter.  Auch  wenn  sie  sich  teilweise  ver-

bindlich  zeigten  und  C._____  zurückbrächten,  sei  eine  gemeinsame  Haltung  mit 

der  Schule  und  ein  gemeinsames  Vorgehen,  um  C._____  in  ihrer  Förderung  zu 

unterstützen, fast nicht möglich. C._____ befinde sich in einem grossen Loyalitäts-

konflikt, der sich seit den Sommerferien zugespitzt habe (act. 27). 

5.3.   Die Berichte der Beiständin und der Schule zeigen, dass eine Aufarbeitung 

der bestehenden Defizite trotz grossen Bemühungen der Schule nicht erreicht wer-

- 15 -

den konnte. Nach den Sommerferien spitzte sich die Lage zu: Die Verhaltensauf-

fälligkeiten nahmen zu, die Bereitschaft zu schulischem Engagement von C._____ 

verschlechterte  sich  und  sie  konnte  sich  auf  den  Alltag  im  Schulheim  sowie  den 

Schulstoff  kaum  mehr  konzentrieren.  C._____  entwich  häufig  aus  dem  Heim, 

machte sich alleine auf den Heimweg nach E._____ und übernachtete zu Hause. 

Aufgrund der zahlreichen Absenzen und ihrer Auflehnung mit Grenzüberschreitun-

gen drohten weitere Entwicklungsrückstände. Auch eine die Kindesentwicklung för-

dernde  Zusammenarbeit  zwischen  Schule  und  Beschwerdeführern  gelang  nicht. 

Eine Verbesserung des Zusammenwirkens und eine Entspannung der verfahrenen 

Situation schien in absehbarer Zeit nicht in Reichweite zu sein. Das Verhalten von 

C._____ liess erkennen, dass sie sich in einem unerträglichen Spannungsfeld zwi-

schen  den  Eltern  und  dem  Schulheim  befand.  Den  Loyalitätskonflikt  glaubte  sie 

durch das Ausreissen aus dem Schulheim lösen zu können. Es war zudem nicht 

zu übersehen, dass die unbegleiteten Heimreisen das neunjährige Mädchen erheb-

lichen  Gefahren  aussetzten.  Auch  das  Zurückbringen  durch  die  Polizei  oder  die 

Eltern waren für C._____ zweifellos äusserst belastend. 

5.4.   In  der  persönlichen  Befragung  bestätigte  C._____,  dass  sie  in  der  Schule 

immer wieder in Konflikt mit anderen Kindern gerät. Sie führte aus, sie habe Pro-

bleme mit anderen Kindern, ein Kind sei mit dem Messer auf sie losgegangen und 

habe  ihr  das  Messer  angeworfen.  Auch  werde  sie  von  einem  anderen  Kind  ge-

mobbt, es habe sie nass gespritzt und ihr Sachen weggenommen. Sie habe Heim-

weh  und  möchte  einfach  nur  bei  ihren  Eltern  zuhause  leben.  Anderseits  erklärte 

sie, die Lehrerin helfe ihr, wenn sie etwas nicht könne, sie finde die Lehrerinnen 

gut. Sie habe zwei Freunde im Schulheim gefunden, mit denen sie gerne zusam-

men spiele oder plaudere (act. 36). Auch wenn C._____ mit neun Jahren noch nicht 

über die Reife verfügt, um autonom zu beurteilen, ob die Unterbringung im G._____ 

ihrem Wohl entspricht, hat sich an der persönlichen Anhörung der Eindruck bestä-

tigt, dass sich C._____ hin- und hergerissen fühlt zwischen dem Druck auf Einhal-

tung der Heimeinweisung und dem Verlangen, nach Hause zu gehen. Sie liess aber 

unmissverständlich erkennen, dass sie ehrlich an ihren Eltern hängt, sie diese sehr 

vermisst und deshalb persönlich den Aufenthalt zu Hause gegenüber dem Heim-

- 16 -

aufenthalt deutlich favorisiert. Auch wurde erkennbar, dass sie schwer zu bewegen 

war, sich auf den Wohn- und Schulalltag im G._____ einzulassen.

5.5.   Am 27. November 2024 informierte der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-

rers, dass das Schulheim den Heimpflegeplatz per 25. November 2024 gekündigt 

habe (act. 40 und 41/1). Die Schule begründete diesen Schritt damit, C._____ habe 

sich im sozialpädagogischen und schulischen Alltag in einer zunehmend destrukti-

ven  Dynamik  von  Auflehnung,  Schulabsentismus,  Gewalt,  Abhängigkeiten  und 

Selbstgefährdung befunden. Die Eltern hätten klar signalisiert, mit der Heimplatzie-

rung nicht einverstanden zu sein und sich nur aufgrund des behördlichen Drucks 

daran zu halten. Die Schule sah sich in dieser Situation ausserstande, ihrer Ver-

antwortung  weiter  nachzukommen.  Seither  übernachtet  C._____  zuhause  in 

E._____ und besucht die Tagesschule im Schulheim.

5.6.   Mit der Kündigung des Pflegeheimplatzes im Schulheim G._____ bestehen 

neue  Tatsachen,  die  ein  Festhalten  an  der  dortigen  Unterbringung  von  C._____ 

weitestgehend verunmöglichen. Die Kündigung erscheint aufgrund der vorstehend 

geschilderten negativen Dynamik verständlich. C._____ litt unter der behördlich an-

geordneten Fremdplatzierung und der gleichzeitigen Ablehnung der Unterbringung 

durch die Beschwerdeführer. Sie war mit dieser Situation offensichtlich überfordert 

und konnte die ursprünglichen Gründe für die Heimplatzierung nicht mehr nachvoll-

ziehen. Ebenso wenig vermochte sie die Vorteile der besonderen schulischen und 

sozialpädagogischen Unterstützung im Schulheim zu erkennen, sondern fokussier-

te sich mehr und mehr darauf, den Heimaufenthalt zu sabotieren. Die Schule bringt 

es auf den Punkt, wenn sie ausführt, C._____ sei nicht in der Lage gewesen, die 

rechtlichen Rahmenbedingungen einzuordnen, und habe mit allen Mitteln versucht, 

eine Rückkehr nach Hause zu erwirken (act. 41/1). Angesichts der Ablehnung der 

Unterbringung durch die Beschwerdeführer und des sich daraus ergebenden un-

lösbaren Loyalitätskonflikts von C._____ ist nicht anzunehmen, dass eine Platzie-

rung des Kindes in einem anderen Schulheim besseren Erfolg zeitigte und C._____ 

dort von der besonderen Unterstützung profitieren würde. Vielmehr wäre anzuneh-

men, dass C._____ erneut einem unerträglichen Dilemma ausgesetzt wäre, sich 

die  Schwierigkeiten,  wie  sie  im  Schulheim  G._____  vorfielen  (Absenzen,  Aufleh-

- 17 -

nung),  wiederholten  und  sie  sich  durch  Heimreisen  nicht  vertretbaren  Gefahren 

aussetzen würde. Es ist heute daher zum Wohl von C._____ definitiv auf eine Un-

terbringung zu verzichten. Ist auf Unterbringung definitiv zu verzichten, erscheint 

auch  der  Entzug  des  Aufenthaltsbestimmungsrechts  der  Beschwerdeführer  nicht 

mehr  gerechtfertigt.  Dies  führt  dazu,  dass  der  Antrag  der  Kindesvertreterin, 

C._____ bis zum definitiven Entscheid eine Vertrauensperson zu bestellen (act. 44 

S. 2 Antrag 4), abzuschreiben ist. 

5.7.   Für die gesunde Entwicklung zu Hause braucht C._____ im schulischen und 

privaten Bereich dringend einen Rahmen, der ihr klare Regeln aufzeigt und die nö-

tige Unterstützung bietet. Dies setzt einerseits voraus, dass die Beschwerdeführer 

in ihren Erziehungskompetenzen weiter gefördert und gestärkt werden. Anderseits 

muss  die  Schule  über  genügend  Ressourcen  und  heilpädagogische  Fähigkeiten 

verfügen,  um  den  besonderen  Förderbedarf  von  C._____  abzudecken.  Eine  Be-

schulung in der Normklasse am Wohnort von C._____ fällt zum Vornherein ausser 

Betracht. Um eine kindsgerechte Förderung zu Hause und in der Schule sicherzu-

stellen und den besonderen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, ist für C._____ ge-

stützt auf Art. 307 Abs. 1 ZGB eine SPF im Umfang von sechs Stunden wöchentlich 

sowie ein Sonderschulsetting, vorzugsweise eine Tagesschule, anzuordnen. Das 

Institut der SPF ist den Beschwerdeführern bereits von früher sowie aktuell zur Un-

terstützung bei der Erziehung von D._____ bekannt. Die konkreten Modalitäten der 

SPF sind der Beiständin zu überlassen, um diese flexibel und optimal den konkre-

ten Bedürfnissen von C._____ anpassen zu können. Allenfalls ist eine albanisch 

sprechende Person damit zu beauftragen. Auch ist es der Familienbegleitung un-

benommen, bei Bedarf mit C._____ alleine Gespräche durchzuführen (vgl. act. 45 

S. 2, unten). Die Aufgaben der Beiständin sind daher zu erweitern und sie ist mit 

den  Aufgaben  zu  betrauen,  a)  die  SPF  in  Berücksichtigung  der  Interessen  von 

C._____ zu organisieren und wenn notwendig bei der KESB eine zeitliche Anpas-

sung zu beantragen, b) insbesondere eine geeignete Person mit der Durchführung 

der SPF zu betrauen und c) umgehend eine angemessene Sonderbeschulung von 

C._____ zu organisieren und für die Finanzierung besorgt zu sein. Zusätzlich zur 

bestehenden Beistandschaft, welche auch die Überwachung der persönlichen und 

gesundheitlichen  Entwicklung  von  C._____  umfasst  (KESB  act. 14,  Dispositiv-

- 18 -

Ziff. 1 lit. b), der SPF sowie der Tagesschule ist einstweilen keine Notwendigkeit für 

einen Familienrat, wie von der Kindesvertreterin beantragt (act. 44 S. 2 Antrag 2 

sowie Rz 6), dargetan. Es wird aber von der Beiständin und der mit der SPF be-

trauten Person genau im Auge zu behalten sein, ob die ambulanten Massnahmen 

zum Schutz der gesunden Entwicklung von C._____ ausreichen oder ob allenfalls 

andere Massnahmen in Betracht zu ziehen sind. 

6.   Aus den vorstehenden Gründen sind die beiden Beschwerden im Wesentli-

chen  gutzuheissen.  Die  Dispositiv-Ziff. I  des  Urteils  des  Bezirksrats  Uster  vom 

22. August  2024  ist  aufzuheben.  Den  Beschwerdeführern  ist  das  Aufenthaltsbe-

stimmungsrecht über C._____ wiederzuerteilen und die Unterbringung ist aufzuhe-

ben. Für C._____ ist im Sinne unterstützender ambulanter Massnahmen eine SPF 

sowie eine Sonderbeschulung anzuordnen.

III.

1.   Ausgangsgemäss sind Kosten für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfah-

ren, einschliesslich der Kosten der Kindesvertreterin, definitiv auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. Die unentgeltlichen Rechtsbeistände sowie die Kindesvertreterin sind 

für ihre Aufwände im vorliegenden Beschwerdeverfahren nach Eintritt der Rechts-

kraft unter Beachtung der Erwägungen im Beschluss vom 16. Oktober 2024 (act. 18 

E. 4.6) mit separaten Entscheiden zu entschädigen. Mangels gesetzlicher Grund-

lagen sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen.

2.   Die  Gutheissung  der  Beschwerden  resultiert  aus  der  Entwicklung  seit  den 

Sommerferien 2024 sowie den aktuellsten Ereignissen (Kündigung des Heimplat-

zes). Hingegen erwies sich die Abweisung der Beschwerde durch die Vorinstanz 

im August 2024 aufgrund der Erziehungsdefizite der Beschwerdeführer, der Ent-

wicklungsrückstände,  den  teilweise  verbliebenen  Verhaltensauffälligkeiten  sowie 

den besonderen Bedürfnissen von C._____ prima facie als angemessen. Der Be-

zirksrat  hat  seine  Entscheidung  einlässlich  und  nachvollziehbar  begründet.  Die 

Höhe der vorinstanzlichen Entscheidgebühr von Fr. 1'500.– blieb unbeanstandet. 

Es besteht daher kein Anlass, die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsre-

gelung gemäss Dispositiv-Ziff. II und III abzuändern. Zu erwähnen bleibt, dass die 

- 19 -

Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführer für die Aufwände ihrer unentgeltlichen 

Rechtsbeistände im Beschwerdeverfahren beim Bezirksrat gemäss Art. 123 Abs. 1 

ZPO vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1.

Die  Anträge  betreffend  vorsorgliche  Massnahmen,  einschliesslich  des  An-

trags  der  Kindesvertreterin  auf  Bestellung  einer  Vertrauensperson  für 

C._____, werden abgeschrieben.

2.

Der Antrag der Kindesvertreterin auf Einsetzung eines Familienrats wird ab-

gewiesen.

3.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel gemäss beiliegendem Erkenntnis.

Es wird erkannt: 

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerden wird Dispositiv-Ziff. I des Urteils 

des Bezirksrats Uster vom 22. August 2024 aufgehoben. Den Beschwerde-

führern 1 und 2 wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C._____, gebo-

ren tt.mm.2015, wieder erteilt. Die Unterbringung von C._____ wird aufgeho-

ben.

2.

Es wird für C._____ eine sozialpädagogische Familienbegleitung im Umfang 

von sechs Stunden wöchentlich sowie eine Sonderbeschulung angeordnet.

3.

Die Beiständin wird (zusätzlich) mit den Aufgaben betraut, 

a) 

eine  sozialpädagogische  Familienbegleitung  in  Berücksichtigung 
der Interessen von C._____ zu organisieren und wenn notwendig 
eine zeitliche Anpassung bei der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde Dübendorf zu beantragen, 

b) 

insbesondere eine geeignete Person mit der Durchführung der so-
zialpädagogischen Familienbegleitung zu betrauen,

- 20 -

c) 

umgehend  eine  angemessene  Sonderbeschulung  für  C._____  zu 
organisieren und für die Finanzierung besorgt zu sein.

4.

Die Dispositiv-Ziff. II und III. des Urteils des Bezirksrats Uster vom 22. August 

2024 werden bestätigt.

5.

Die Kosten des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens, einschliesslich der 

Kosten der Kindesvertreterin, werden definitiv auf die Gerichtskasse genom-

men.

6.

Es  wird  im  zweitinstanzlichen  Beschwerdeverfahren  keine  Parteientschädi-

gung zugesprochen.

7.

Über die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeistände sowie der Kin-

desvertreterin im zweitinstanzlichen Verfahren wird in separaten Beschlüssen 

entschieden.

8.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Bei-

lage der Doppel von act. 44 und 45, an den Beschwerdeführer unter Beilage 

der Doppel von act. 44 und 46, an die Kindesvertreterin unter Beilage eines 

Doppels von act. 45 und 46, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dü-

bendorf sowie an den Bezirksrat Uster, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

9.

Eine  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  an  das  Bundesgericht  ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw L. Kappeler

versandt am: