# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ee7fd7f-8728-5230-a324-1363e0ff7723
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-08
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 08.01.2019 OG.2018.00036 (OGS.2019.45)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2018-00036_2019-01-08.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Beschluss
  vom 8. Januar 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2018.00036

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  A.______

  Beschwerdeführer

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch C.______ 

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
  1. Staats- und Jugendanwaltschaft des
  Kantons Glarus

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
   

  
	
  2. B.______

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch D.______

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Akteneinsicht
  in einer Strafuntersuchung

  
	
   

  
	
  über
  die Anträge

  
	
  des
  Beschwerdeführers (gemäss Eingabe vom 11. Juni 2018,
  act. 2):

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Es sei die Verfügung der
    Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus vom 20. September 2016
    [recte: 30. Mai 2018] in Sachen SA.2015.00540 aufzu­heben.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Es seien die Pläne für den
    "Multi-Drop Tower Berlin Dungeon" gemäss Beilagen 1 bis 16 zum
    Schreiben vom 12. Januar 2016 an die Staats- und Jugendanwalt­schaft der
    Beschwerdegegnerin 2 nicht zur Akteneinsicht zugänglich zu machen
    oder auszuhändigen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Eventuell sei ausschliesslich
    dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2, […], die Einsicht in die
    Beilagen 1 bis 16 zum Schreiben vom 12. Januar 2016 unter der Auflage zu
    gewähren, dass die Ein­sichtnahme unter behördlicher Aufsicht in den
    Räumlichkeiten der Staats- und Jugendanwalt­schaft des Kantons Glarus an
    der Postgasse 29 in 8750 Gla­rus erfolgen muss und keine Kopien angefertigt
    werden dürfen.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzlichen Mehrwert­steuer zu Lasten des
    Staates bzw. der Beschwerdegegnerin 2.

    

  

  
	
  der
  Beschwerdegegnerin 2 (gemäss Eingabe vom 6. Juli 2018, act. 7)

  
	
   

  
	
  Abweisung
  der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
   

  
	
  Das
  Gericht zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  A.______ (nachfolgend
  Beschwerdeführer) arbeitete bis Ende Januar 2015 als Geschäftsführer bei der
  B.______ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin), einem auf die Entwicklung und
  Konstruktion von Freizeitanlagen (Vergnügungsbah­nen) spezialisierten
  Unternehmen mit Sitz damals in […]/SG (U-act. 2.3/2 und 2.3/7).

  
	
   

  
	
  Ende Mai 2015 gründete der
  Beschwerdeführer die X-GmbH und war mit die­ser in […] (Glarus Nord)
  domizilierten Firma im gleichen Geschäftsfeld tätig wie die
  Beschwerdegegnerin (U-act. 2.3/3).

  
	
   

  
	
  Für den vorliegenden Rechtsfall
  bleibt unbeachtlich und ist lediglich der Vollständig­keit halber anzumerken,
  dass die X-GmbH später umfirmiert wurde ([…]) und ihren Sitz nach […]/SZ
  verlegt hat (act. 17).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Am 12. November 2015
  erstattete die B.______ AG gegen A.______ und zwei weitere Personen
  Strafanzeige bzw. Strafantrag wegen unlauteren Wettbe­werbs im Sinne von
  Art. 23 in Verbindung mit Art. 3-5 des Bundesgesetzes über den
  unlauteren Wettbewerb (UWG, SR 241) sowie Verletzung eines Fabrikations-
  oder Geschäftsgeheimnisses im Sinne von Art. 162 StGB (U-act. 2.2).

  
	
   

  
	
  Hintergrund der Strafanzeige ist
  dabei insbesondere folgender Umstand:

  
	
   

  
	
  Im August/September 2015 erteilte
  die Y.______ (Betreiberin von Ver­gnügungsparks) der X.______ GmbH den
  Auftrag zur Errichtung eines Freifallturmes (nachfolgend "Multi Drop
  Tower") in einer Freizeitanlage in Berlin, was vorliegend unbestritten
  ist (U-act. 17.18 S. 2 Ziff. 1). Nach Angaben der
  Beschwerdegegnerin habe indes die Y.______ bis dahin Aufträge für diesen
  Anlagetyp jeweils ihr [der Beschwerdegegnerin] erteilt. Die
  Beschwerdegegnerin mutmasst daher in ihrer Anzeige, die X.______ GmbH habe
  den fraglichen Auftrag in Berlin mit einem Kostenvolumen von knapp 600'000
  Euro nur dadurch erlangt, dass sie bzw. der Beschwerdeführer als deren
  Gesellschafter eine Konstruktion offeriert habe, welche auf
  "Zeichnungen, Plänen und Berechnungen der Geschädigten [Beschwer­degegnerin]"
  basiere. Anders nämlich wäre die X.______ GmbH allein schon aus zeitlichen
  Gründen überhaupt nicht in der Lage gewesen, nach ihrer Gründung im Mai 2015
  innert "ein bis zwei Monaten Pläne und Know How auf Papier [zu] bringen
  […], um ein solches komplexes Projekt offerieren zu können", zumal noch
  hinzu komme, dass der Beschwerdeführer "nicht über die fachliche
  Kompetenz verfüg[e], die für ein solches Projekt notwendigen Zeichnungen zu
  erstellen und die notwendi­gen Berechnungen (betreffend Statistik [recte
  wohl: Statik] etc.) durchzuführen" (siehe zum Ganzen U-act. 2.2.
  S. 4 ff. Ziff. 2).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Die Staatsanwaltschaft
  forderte am 5. Januar 2016 den Beschwerdeführer schriftlich auf, ihr die
  Pläne zum Freifallturm "Multi Drop Tower" einzureichen
  (U-act. 11/1). Am 12. Januar 2016 (U-act. 11/2) stellte der
  Beschwerdeführer der Staatsanwaltschaft Detailpläne, Fotografien und weitere
  Unterlagen zu (U-act. 11/3 Beilagen 1-16); der Beschwerdeführer machte
  dabei allerdings zur Bedingung, dass diese Unterlagen auf keinen Fall an
  Dritte, insbesondere nicht an die Beschwerde­gegnerin zur Einsicht überlassen
  werden dürfen (U-act. 11/2 S. 2); siehe ferner auch
  U-act. 11/10).

  
	
   

  
	
  Auch die Beschwerdegegnerin
  ihrerseits reichte der Staatsanwaltschaft spezifische Unterlagen ein. Diese
  sollen das von ihr entwickelte Free-Fall-Tower-Konzept sowie von ihr an
  diversen Orten bereits installierte Anlagen dokumentieren (U-act. 11.5
  und U-act. 2.3/9; siehe zum Ganzen Schreiben der Beschwerdegegnerin vom
  20. Januar 2016 bei U-act. 11.4; siehe ferner auch die später
  eingereichten Doku­mentationen bei U-act. 17.23 Beilagen 19 und 20).

  
	
   

  
	
  3.2 Mit Gesuch vom
  4. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin Einsicht in die bei der
  Staatsanwaltschaft verfügbaren Akten (U-act. 11/6), was die Staatsan­waltschaft
  am 20. September 2016 bewilligte (U-act. 11/22). Eine dagegen vom
  Beschwerdeführer erhobene Beschwerde hiess das Obergericht am 28. April
  2017 gut (U-act. 17.13). Den Ausschlag für die vom Obergericht gegenüber
  der Beschwerdegegnerin (einstweilen) abgelehnte Akteneinsicht gab, dass zum
  damali­gen Zeitpunkt lediglich erst polizeiliche Ermitt­lungen erfolgt waren
  und die Staats­anwaltschaft noch keine Strafuntersuchung eröffnet hatte. Wenn
  daher, so das Obergericht, noch nicht einmal feststehe, ob überhaupt eine
  Untersuchung eröffnet würde, falle vorliegend eine Abwägung der gegenläufigen
  Interessen zugunsten des Beschwerdeführers aus, indem dessen
  Geheimhaltungsinteresse an den von ihm eingereichten Unterlagen höher zu
  gewichten sei als das Interesse der Beschwer­degegnerin, zwecks Wahrung ihrer
  Verfahrensrechte in die Akten Einsicht nehmen zu können (U-act. 17.13
  S. 8 f. E. 6.).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  Die Staatsanwaltschaft vernahm in
  der Folge den Beschwerdeführer als Beschuldig­ten und eröffnete eine
  Strafuntersuchung (U-act. 17.18 und U‑act. 17.25).

  
	
   

  
	
  Mit Eingabe vom 26. Oktober 2017
  an die Staatsanwaltschaft beantragte die Beschwerdegegnerin erneut, die vom
  Beschwerdeführer eingereichten Akten einse­hen zu können (U-act. 17.23).

  
	
   

  
	
  Mit Verfügung vom 30. Mai 2018
  (act. 1) entschied die Staatsanwaltschaft, der Beschwerdegegnerin die
  betreffenden Akten (konkret die vom Beschwerdeführer am 12. Januar 2016
  eingereichten Beilagen 1-16 [U-act. 11.3]) zugänglich zu ma­chen.

  
	
   

  
	
  Hiergegen erhob der
  Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Juni 2018 (act. 2) innert
  Frist beim Obergericht Beschwerde, welches Rechtsmittel in der vorliegenden
  Konstellation gegeben ist (Art. 393 Abs. 1 lit. a und
  Art. 396 Abs. 1 StPO sowie Art. 16 Abs. 1 lit. a
  GOG/GL).

  
	
   

  
	
  Der Beschwerde ist aufschiebende
  Wirkung erteilt worden (act. 5).

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  Mit Beschwerde an das Obergericht
  können in Bezug auf den angefochtenen Ent­scheid Rechtsverletzungen und eine
  unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie
  Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO).

  
	
   

  
	
  1.

  
	
  1.1 Der Beschwerdeführer
  stellt sich in der laufenden Strafuntersuchung auf den Standpunkt, dass sich
  der von ihm entwickelte und hier streitgegenständliche "Multi Drop Tower"
  wesentlich unterscheide von den Freifalltürmen, wie sie von der
  Beschwerdegegnerin konzipiert würden. Er hat denn auch selber beantragt,
  hierzu eine Expertise einzuholen (U-act. 17.20). Die Beschwerdegegnerin
  hat sich mit der Anordnung einer Expertise "zum Vergleich der
  Baupläne" umgehend einverstanden erklärt. Indes besteht die
  Beschwerdegegnerin darauf, dass ihr vorgängig Einsicht in die vom
  Beschwerdeführer eingereichten Engineering-Unterlagen zu gewähren sei,
  andernfalls nämlich für sie die Ergebnisse und Konformität der Expertise
  überhaupt nicht überprüfbar wären (U-act. 17.23 S. 3 f.
  Ziff. 5 ff. sowie S. 3 Ziff. 4 i.V.m. U‑act. 17.11
  S. 2 oben).

  
	
   

  
	
  1.2 Die Staatsanwaltschaft
  hat ihren vorliegend angefochtenen Entscheid, der Beschwerdegegnerin vorab
  Einsicht in die vom Beschwerdeführer eingereichten Akten zu gewähren, im
  Wesentlichen wie folgt begründet (siehe act. 1):

  
	
   

  
	
  Sie [die Staatsanwaltschaft] sei
  selber nicht in der Lage, anhand der von den Par­teien ins Recht gelegten
  technischen Unterlagen zu beurteilen, ob es sich bei dem vom Beschwerdeführer
  entwickelten "Multi Drop Tower" um eine Neukonstruktion oder um
  eine blosse Nachahmung einer von der Beschwerdegegnerin konzipierten Anlage
  handle; zur Klärung dieser Frage sei sie [die Staatsanwaltschaft] auf eine
  Expertise angewiesen. Damit aber die Beschwerdegegnerin im Nachhinein das
  Gutachten auf seine Stichhaltigkeit hin überprüfen könne, könnten die
  massgebli­chen technischen Dokumente nicht dem Gutachter überlassen werden,
  ohne diese zuvor auch der Beschwerdegegnerin offen zu legen. Einem
  solchermassen transpa­renten Vorgehen stünden keine schützenswerten
  Interessen des Beschwerdefüh­rers ent­gegen. Für sie [die Staatsanwaltschaft]
  sei jedenfalls nicht nachvollziehbar, inwie­fern die vom Beschwerdeführer
  eingereichten Pläne nach wie vor ein Geheim­nis darstellten, sei doch der
  betreffende Freifallturm ("Multi Drop Tower") inzwischen
  vollständig konstruiert und gebaut. Des Beschwerdeführers Befürchtung, die
  Beschwerdegegnerin könnte seine "Neukonstruktion" weiterverwenden,
  sei rein theoretischer Natur. Der Beschwerdeführer habe nämlich anlässlich
  seiner untersu­chungsrichterlichen Befragung selber erwähnt, die Chancen, den
  gleichen "Multi Drop Tower" noch einmal bauen zu können, stünden
  bei 1 zu 99; es wäre dies fast wie ein Lottosechser. Insofern, so folgerte
  die Staatsanwaltschaft daraus, bestehe nur eine sehr geringe
  Wahrscheinlichkeit, dass die vom Beschwerdeführer für den "Multi Drop
  Tower" entworfenen Pläne nun von der Beschwerdegegnerin miss­bräuchlich
  verwendet und zu Geld gemacht werden könnten. Die vom Beschwerde­führer
  vorgebrachten Geheimhaltungsinteressen müssten daher "als redundant an­gesehen
  werden" und vermöchten eine Beschränkung des rechtlichen Gehörs der
  Beschwerdegegnerin im laufenden Strafverfahren nicht zu rechtfertigen.

  
	
   

  
	
  1.3 Der Rechtsvertreter
  des Beschwerdeführers wendet sich in seiner Beschwerde­eingabe (act. 2)
  dezidiert dagegen, dass die von seinem Mandanten eingereichten
  "Multi-Drop-Tower"-Planunterlagen der Beschwerdegegnerin zugänglich
  gemacht werden. Explizit verweist er dabei auf die in Art. 108
  Abs. 1 StPO statuierte Möglich­keit, das rechtliche Gehör und dabei
  konkret das Akteneinsichtsrecht einer Verfah­renspartei einzuschränken, wenn
  der Akteneinsicht berechtigte Geheimhal­tungsinteressen einer anderen
  beteiligten Partei entgegenstehen (a.a.O., Rz. 13). Diese Voraussetzung
  sei vorliegend gegeben. Namentlich handle es sich beim "Multi Drop
  Tower" um eine Neukonstruktion, eine vom Beschwerdeführer stam­mende
  "genuine Erfindung", welche sich in zentralen
  Konstruktionsmerkmalen von den Anlagen der Beschwerdegegnerin unterscheide;
  der "Multi Drop Tower" sei ein Alleinstellungsmerkmal des
  Beschwerdeführers gegenüber der Kundschaft. Erhalte die Beschwerdegegnerin
  Einblick in die detaillierten Pläne, könnte sie dessen Inno­vationen ohne
  weitere Eigenleistung kopieren und diese für ihre eigenen Geschäfts­aktivitäten
  ausbeuten, und dies selbst dann, wenn sich "erwartungsgemäss die
  strafrechtlichen Vorwürfe gegenüber dem Beschwerdeführer als haltlos
  erweisen" (a.a.O., Rz. 3 Bst. e und f sowie
  Rz. 32 f.). Die Argumentation der Staatsanwalt­schaft, wonach die
  Erfindung des Beschwerdeführers nur an einem einzigen Ort einsetzbar sei,
  verfange nicht. Wohl könne ein "ganzer Multi Drop Tower" nicht in
  Serie gebaut werden, da ein entsprechender Freifallturm je nach
  Einsatzbedingun­gen, Umgebung, Budget und Anforderungen unterschiedliche
  Parameter aufweise. Indes sei das Schützenswerte an der Erfindung des
  Beschwerdeführers "nicht das Customizing eines Multi Drop Towers für die
  Anforderungen vor Ort, sondern die Konstruktion dieses Turms an sich und das
  spezielle Dropsystem". Der Beschwer­deführer sei daher in seinen
  Geheimhaltungsinteressen zu schützen, da das Kon­struktionsprinzip als Blaupause
  selbstverständlich in angepasster Form noch mehr­fach Verwendung finden werde
  (a.a.O., Rz. 26 f.).

  
	
   

  
	
  Mit den eben dargelegten
  Ausführungen rügt der Beschwerdeführer im Ergebnis eine unzutreffende
  Rechtsanwendung durch die Staatsanwaltschaft, indem sie die Offenlegung der
  Akten gegenüber der Beschwerdegegnerin verfügt hat. Aus Sicht des
  Beschwerdeführers würden nämlich vorliegend die konkreten Umstände erhei­schen,
  dass die Staatsanwaltschaft der Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 108
  Abs. 1 StPO das Akteneinsichtsrecht verweigere. 

  
	
   

  
	
  1.4 Dagegen bringt der
  Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin in seiner Stellung­nahme (act. 7)
  im Wesentlichen vor, der Beschwerdeführer selber habe in der Untersuchung die
  Wahrscheinlichkeit der Wiederverwertung der Pläne mit 1 zu 99 angegeben.
  Seine Mandantin und der Beschwerdeführer seien zwar in einem globa­len Markt
  tätig, doch sei dieser überschaubar. Jeder Mitbewerber wisse, wer wo welche
  Anlage gebaut bzw. verkauft habe. Folglich sei es nicht willkürlich, wenn die
  Staatsanwaltschaft in ihrer Verfügung festhalte, es bestehe eine sehr geringe
  Wahr­scheinlichkeit, dass die Unterlagen missbräuchlich verwendet und zu Geld
  gemacht würden (a.a.O., Rz. 4). Ohnehin habe die Staatsanwaltschaft mit
  der Aufnahme der hier interessierenden Pläne in die Strafakten bereits
  entschieden, dass das Strafver­folgungsinteresse dem Berufungsgeheimnis bzw.
  Geheimhaltungsinteresse vorgehe (a.a.O., Rz. 5). Im Übrigen sei bis
  anhin die Begutachtung der Pläne daran geschei­tert, dass der
  Beschwerdeführer die Gewährung der Akteneinsicht blockiert habe. Wenn der
  Beschwerdegegnerin die Einsicht in die fraglichen Akten verwehrt würde, käme
  dies nicht nur einer fundamentalen Einschränkung des rechtlichen Gehörs
  gleich, sondern im Ergebnis einer umfassenden Aussetzung der Parteirechte,
  was offen­sichtlich die Kerngehaltsgarantie des grundrechtlich geschützten
  Rechtsan­spruches der Beschwerdegegnerin als Privatklägerin beträfe und eine
  Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 6 EMRK darstellte.
  So wäre es der Beschwerde­gegnerin überhaupt nicht möglich, die einem
  Begutachtungsauftrag zu Grunde gelegten Vorakten zu prüfen, was einherginge
  mit einem beschnittenen Fragerecht an den unabhängigen Experten; ebenso wenig
  wäre es der Privatklägerin möglich, die Erkenntnisse der unabhängigen
  Expertise zu validieren und die rechtsrelevanten Rückschlüsse der
  Staatsanwaltschaft einzuord­nen. Insbesondere könnte die Privat­klägerin auch
  zu den Ergebnissen einer derarti­gen Begutachtung keine Stellung nehmen, da
  ihr verborgen bliebe, gestützt auf wel­che Grundlagen der Experte zu diesen
  Schlüssen gekommen ist. Letztlich würde die Privatklägerin in eine Position
  versetzt, in der sie letztlich nur hoffen oder glauben könne, dass schon
  alles ord­nungsgemäss ablaufe (a.a.O., Rz. 6).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Wie bereits einleitend
  erwähnt, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Beschwerdeführer wegen
  möglicher Verletzung eines Fabrikations- oder Geschäfts­geheimnisses im Sinne
  von Art. 162 StGB sowie Zuwiderhandlungen gegen das UWG. Bei den
  inkriminierten Delikten handelt es sich durchwegs um Tat­bestände, die nur
  auf Antrag strafbar sind (vgl. Art. 162 StGB sowie Art. 23
  Abs. 1 UWG).

  
	
   

  
	
  Die Beschwerdegegnerin hat die
  erwähnten Tatvorwürfe, welche unmittelbar ihre eigene wirtschaftliche
  Interessensphäre beschlagen, zur Anzeige gebracht und da­bei zugleich
  Strafantrag gestellt (U-act. 2.2). Sie hat somit im Strafverfahren gegen
  den Beschwerdeführer die Stellung einer Privatklägerin inne (Art. 118
  Abs. 1 und 2 StPO) und ist als solche Verfahrenspartei (Art. 104
  Abs. 1 lit. b StPO).

  
	
   

  
	
  2.2 Die Parteien eines
  Strafverfahrens können spätestens nach der ersten Einver­nahme der
  beschuldigten Partei und der Erhebung der übrigen wichtigsten Beweise durch
  die Staatsanwaltschaft die Akten des Strafverfahrens einsehen (Art. 101
  Abs. 1 StPO; siehe auch Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Das
  Akteneinsichtsrecht ist Teilgehalt des grundrechtlich geschützten rechtlichen
  Gehörs vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen (Art. 29 Abs. 2 BV).
  Das Akteneinsichtsrecht gilt indes nicht vorbehaltlos, verweist nämlich
  bereits die Grundsatzregel von Art. 101 Abs. 1 StPO explizit auf
  Art. 108 StPO, worin Einschränkungen normiert sind.

  
	
   

  
	
  Gemäss Art. 108 Abs. 1
  StPO können die Strafbehörden (so auch die Staatsanwalt­schaft; vgl. Art. 12
  lit. b StPO) das rechtliche Gehör einschränken, wenn der begründete
  Verdacht besteht, dass eine Partei ihre Rechte missbraucht (lit. a) oder
  dies für die Sicherheit von Personen oder zur Wahrung öffentlicher oder
  privater Geheimhaltungsinteressen erforderlich ist (lit. b).

  
	
   

  
	
  Art. 108 Abs. 1 StPO
  ist als Kann-Bestimmung formuliert, womit es entsprechend dieser inhaltlichen
  Ausgestaltung der Norm anscheinend im Ermessen allein der zuständigen Behörde
  steht, ob und inwieweit sie das Akteneinsichtsrecht beschrän­ken will. Es
  stellt sich daher die Frage, ob in einer Konstellation wie der vorliegen­den,
  wo die Staatsanwaltschaft entschieden hat, das Akteneinsichtsrecht nicht
  ein­zuschränken, eine Verfahrenspartei (hier der Beschuldigte) gleichwohl
  einen klagba­ren bzw. beschwerdeweise geltend zu machenden Anspruch darauf
  hat, dass einer anderen Verfahrenspartei (hier der Beschwerdegegnerin als
  Privatklägerin) die Ein­sichtnahme in die Akten verwehrt wird. Diese Frage
  ist zu bejahen. Art. 108 Abs. 1 lit. b StPO sieht als mög­lichen
  Grund zur Einschränkung der Akteneinsicht die Wah­rung privater Geheimhal­tungsinteressen
  vor. Darunter fallen namentlich Fabrikati­ons- und Geschäftsge­heimnisse
  (BSK-Vest/Horber, N 6 zu
  Art. 108 StPO). Im hier zu beurteilenden Fall beruft sich der
  Beschwerdeführer im Ergebnis darauf, dass eigene Fabrikations- und
  Geschäftsgeheimnisse betroffen wären, wenn die Beschwerdegegnerin Einblick in
  die von ihm eingereichten Dokumente über den "Multi Drop Tower"
  erhielte. Diese Befürchtung des Beschwerdeführers ist aus der Aussensicht
  betrachtet nahelie­gend, macht doch der Beschwerdeführer geltend, der
  "Multi Drop Tower" sei eine eigenentwickelte Anlage und wird just
  dieser Punkt überhaupt erst in der Strafunter­suchung zu klären sein. Unter
  diesen Umständen aber ist dem Beschwer­deführer ein rechtlich schützenswertes
  Interesse insoweit zu attestieren, als dass er legitimiert ist, eine von der
  Staatsanwaltschaft selber nicht veranlasste Einschrän­kung des
  Akteneinsichtsrechts beschwerdeweise einzufor­dern (Art. 382 Abs. 1
  StPO; siehe hierzu auch Lieber,
  in: Donatsch/Hansjakob/ Lieber, Kommentar zur Schweizerischen
  Strafprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2014, N 6c zu Art. 108
  StPO).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Das den Parteien eines
  Strafverfahrens grundsätzlich zustehende rechtliche Gehör und dabei
  insbesondere das Akteneinsichtsrecht (vgl. Art. 101 Abs. 1 StPO)
  kann eingeschränkt werden, wenn dies namentlich zur Wahrung privater Geheim­haltungsinteressen
  erforderlich ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b StPO).

  
	
   

  
	
  3.2 Der Beschwerdeführer
  behauptet, bei dem von ihm entwickelten "Multi Drop Tower" handle
  es sich um eine "genuine" Eigenerfindung. Im Hinblick auf die hier
  interessierende Streitfrage, ob der Beschwerdegegnerin Einsicht in die
  betreffenden Konstruktionspläne gewährt werden kann, ist die eben dargelegte
  Behauptung des Beschwerdeführers als wahr zu unterstellen (der gegenteilige
  Standpunkt der Beschwerdegegnerin, wonach es sich beim "Multi Drop
  Tower" um eine "kopierte" Anlage handle, lässt sich überhaupt
  erst mit der Strafuntersuchung klären).

  
	
   

  
	
  Wird somit davon ausgegangen, der
  "Multi Drop Tower" sei eine originäre Erfindung des
  Beschwerdeführers, so hat dieser ein zentrales Interesse daran, dass die
  betreffenden Planunterlagen nicht der Beschwerdegegnerin als seiner
  Konkurrentin im Markt offengelegt werden. Demgegenüber hat die
  Beschwerdegegnerin ein vor­dringliches Interesse an einer effektiven
  Untersuchung der von ihr behaupte­ten Vorwürfe, wonach der Beschwerdeführer
  mit dem "Multi Drop Tower" in straf­rechtlich relevanter Weise
  einen Anlagetyp von ihr [der Beschwerdegegnerin] kopiert bzw. hierzu von ihr
  entworfene Pläne verwendet habe.

  
	
   

  
	
  3.3 Ob die dem
  Beschwerdeführer angelasteten Tat­vorwürfe zutreffen, wird im Rahmen einer
  Expertise zu klären sein, da die Staats­anwaltschaft selber nicht über das
  hierfür erforderliche fachspezifische Wissen ver­fügt. In einem nächsten
  Schritt wird daher die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer Untersuchung einen
  entspre­chenden Gutachterauftrag zu erteilen haben.

  
	
   

  
	
  Vorliegend weiss die
  Beschwerdegegnerin als branchenkundige Partei und langjäh­rige Erbauerin von
  Freifalltürmen (siehe dazu auch act. 9/1 S. 5 lit. d) selber
  am besten, worauf ein Experte konkret das Augenmerk zu richten hat, um die
  von ihr erhobenen Plagiatsvorwürfe zu verifizieren. Sie selber erwähnt in der
  Strafanzeige beispielsweise, der Beschwerdeführer verfüge nicht über die
  fachliche Kompetenz, die für ein solches Projekt ["Multi Drop
  Tower"] notwendigen Zeichnungen zu erstel­len und die notwendigen
  Berechnungen (betreffend Statik etc.) durchzuführen. Es könne also nur eine
  Offerte abgegeben worden sein, die auf Zeichnungen, Plänen und Berechnungen
  von ihr [der Beschwerdegegnerin] beruhten (U-act. 2.2 S. 5). Bei
  dieser Sachlage aber, genügt es in Hinsicht auf die Expertise, wenn die
  Beschwer­degegnerin dem Experten sämtliche eigenen technischen Unterlagen zu
  Freifalltür­men zugänglich macht. Aufgabe des Experten wird es hierauf sein,
  diese Dokumen­te den Planunterlagen des Beschwerdeführers gegenüberzustellen
  und letztere auf mögliche Plagiate zu untersuchen. Bei dieser Ausgangslage
  ist daher nicht ersicht­lich, inwiefern eine Notwendigkeit dafür besteht,
  dass die Beschwerdegegnerin, noch ehe die Expertise veranlasst worden ist,
  bereits Einblick in die vom Beschwer­deführer eingereichten technischen
  Unterlagen nehmen kann.

  
	
   

  
	
  3.4 Ebenfalls nicht
  gefolgt werden kann der Beschwerdegegnerin darin, dass ihr ohne vorherige
  Einsicht in die Akten das Fragerecht an den Experten beschnitten würde (act. 7
  Rz. 6). 

  
	
   

  
	
  Aufgrund der von der
  Beschwerdegegnerin eingereichten Strafanzeige (U-act. 2.2) steht der
  Vorwurf im Raum, der Beschwerdeführer habe mit "seiner" X.______
  GmbH den Auftrag zur Errichtung des "Multi Drop Towers" in Berlin
  nur deshalb erlangt, weil er einen Anlagetyp offeriert habe, der massgeblich
  auf Plänen und Berechnun­gen der Beschwerdegegnerin basiere. Es geht mit
  anderen Worten um die Frage, ob der Beschwerdeführer sich unerlaubterweise
  Arbeitsergebnisse und/oder Fabri­kations- oder Geschäftsgeheimnisse der
  Beschwerdegegnerin zu eigen gemacht hat. In Hinsicht darauf aber ist die
  Beschwerdegegnerin ohne weiteres in der Lage, die eigenen Arbeitsergebnisse
  und/oder Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse, deren Kopie durch den
  Beschwerdeführer sie befürchtet, zu beschreiben und zu dokumentieren und
  dabei auch die aus ihrer Sicht massgeblichen Fragen an den Experten zu
  formulieren. Hierfür ist sie nicht darauf angewiesen, dass sie vorgängig in
  die vom Beschwerdeführer zuhanden der Staatsanwaltschaft eingereichten Unter­lagen
  Einsicht nehmen kann. Dies wird denn auch von der Staatsanwaltschaft über­sehen,
  soweit sie in der angefochtenen Verfügung davon ausgeht, die Unterlagen
  müssten noch vor deren Überlassung an den Experten der Beschwerdegegnerin
  eröffnet werden.

  
	
   

  
	
  3.5 Die Beschwerdegegnerin
  hält dafür, dass die Staatsanwaltschaft die vom Beschwerdeführer
  eingereichten Unterlagen in die Strafakten aufgenommen habe und durch diesen
  Vorgang somit bereits entschieden sei, dass "das Strafverfol­gungsinteresse
  dem Berufungsgeheimnis bzw. Geheimhaltungsinteresse vorgehe"
  (act. 7 Rz. 5). Die Beschwerdegegnerin begründet mit dieser
  Argumentation einen eigenen unmittelbaren Anspruch auf Akteneinsicht, worin
  ihr aber nicht beigepflich­tet werden kann. Festzuhalten ist vorab, dass die
  Strafverfolgung in erster Linie der Staatsanwaltschaft und nicht der
  Privatklägerschaft obliegt, da der Strafanspruch allein dem Staat zusteht
  (BGE 136 IV 29 E. 7.1.2 S. 39). Hinzu kommt sodann, dass
  unmittelbar mit der Aufnahme von Dokumenten in die Strafuntersuchungsakten
  nicht gleichzeitig berechtigte Geheimhaltungsinteressen einer involvierten
  Partei (hier des Beschwerdeführers) ohne weiteres untergehen. Die Offenlegung
  der Akten ist durchgängig im Lichte von Art. 108 Abs.1 StPO zu
  beurteilen. Vorliegend sind, wie zuvor dargelegt, die
  Geheimhaltungsinteressen des Beschwerdeführers berech­tigt und schützenswert
  und tritt demgegenüber das Interesse der Beschwerdegeg­nerin, in die Akten
  Einblick nehmen zu können, jedenfalls im jetzigen Verfahrens­stadium in den
  Hintergrund. Mit Vorliegen der Expertise, welche die Staatsanwalt­schaft
  einzuholen beabsichtigt, wird dann, falls die Beschwerdegegnerin wiederum ein
  Akteneinsichtsgesuch stellt, die Interessenabwägung von neuem vorzunehmen
  sein, dabei auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Gutachtens. Es
  wird sich dabei auch erst zu diesem Zeitpunkt weisen, ob und inwieweit die
  Beschwer­degegnerin Anspruch darauf hat, die Ergebnisse der Expertise zu
  validieren und hierfür in die Akten Einsicht nehmen zu können.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  Gegenüber Rechtsbeiständen kann
  die Akteneinsicht nur eingeschränkt werden, wenn der Rechtsbeistand selbst
  Anlass für die Beschränkung gibt (Art. 108 Abs. 3 StPO). Für eine
  Verweigerung der Akteneinsicht gegenüber dem Rechtsvertreter der
  Beschwerdegegnerin besteht vorliegend keine Veranlassung. Ihm ist daher Ein­sicht
  in die vom Beschwerdeführer eingereichten Belege zu gewähren. Hierbei dür­fen
  allerdings durch den Rechtsvertreter keine Kopien oder Aufnahmen angefertigt
  werden, was be­deutet, dass die Akteneinsicht unter Aufsicht der
  Staatsanwaltschaft zu erfolgen hat.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  Aus alldem ergibt sich, dass die
  Staatsanwaltschaft im Lichte von Art. 108 Abs. 1 lit. b StPO
  der Beschwerdegegnerin zu Unrecht ein Akteneinsichtsrecht eingeräumt hat.
  Vielmehr ist der Beschwerdegegnerin diese Befugnis bei Abwägung der gegen­läufigen
  Interessen der Verfahrensparteien jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt zu
  verwehren. Ausgenommen bleibt lediglich das Einsichtsrecht des Rechtsvertreters
  der Beschwerdegegnerin. In diesem Sinne ist die Beschwerde des Beschwerdefüh­rers
  gutzuheissen und die angefochtene Verfügung der Staatsanwaltschaft vom
  30. Mai 2018 (act. 1) aufzuheben bzw. insofern abzuändern
  (Art. 397 Abs. 2 StPO), dass einzig der Rechtsvertreter der
  Beschwerdegegnerin berechtigt ist, die vom Beschwerdeführer am 12. Januar
  2016 der Staatsanwaltschaft eingereichten Beila­gen 1 bis 16 einzusehen,
  wobei er aber keine Kopien anfertigen darf.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  1.

  
	
  Bei diesem Ausgang sind die
  Kosten des obergerichtlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen
  (Art. 428 Abs. 1 StPO). Sodann ist dem obsiegenden Beschwerdeführer
  für das Beschwerdeverfahren aus der Staatskasse eine Partei­entschädigung von
  CHF 1‘500.– zuzusprechen (Art. 436 Abs. 2 StPO sinngemäss).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Beim vorliegenden Entscheid
  handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG
  (BGer, Urteil vom 18.1.2016, 1B_227/2015, E. 2.1; BSK-Vest/Horber, N 4 zu Art. 108 StPO; Schmid/Jositsch, Schweizerische
  Strafpro­zess­ordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018,
  N 3 zu Art. 108 StPO).

  
	
   

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
   

  
	
  Das Gericht   beschliesst:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    In Gutheissung der Beschwerde
    wird die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 30. Mai
    2018 im Verfahren SA.2015.00540 aufgehoben bzw. wie folgt modifiziert:

    
	
     

    	
    Die Beschwerdegegnerin erhält
    im derzeitigen Verfahrensstadium keine Ein­sicht in die vom Rechtsvertreter
    des Beschwerdeführers der Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 12. Januar
    2016 eingereichten Beilagen 1 bis 16. Zur Akten­einsicht ist einzig der
    Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin berechtigt; es dürfen dabei keine
    Kopien oder Aufnahmen angefertigt werden, weshalb die Einsichtnahme in die
    Akten unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft zu erfolgen hat.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Kosten des
    Beschwerdeverfahrens werden auf die Staatskasse genommen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Dem Beschwerdeführer wird für
    das Beschwerdeverfahren aus der Staatskasse eine Parteientschädigung von
    CHF 1‘500.– zugesprochen.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    […]