# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ee90178-3833-5229-95cb-1ec27651c7b5
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.09.2025 715 25 91 (715 2025 91)
**Docket/Reference:** 715 25 91
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-25-91_2025-09-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 25. September 2025 (715 25 91) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Verlängerung der Rahmenfrist für die Beitragszeit; die Beschwerdeführerin hat innerhalb 
der Rahmenfrist weder eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt noch kann sie 
von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden. 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Die 1972 geborene A.____ war ab dem 1. Januar 2022 bei der B.____ in X.____ als 
Senior Director angestellt. Das Arbeitsverhältnis wurde gestützt auf einen Aufhebungsvertrag 
vom 12. Mai 2022 per 30. Juni 2022 einvernehmlich beendet. Am 3. September 2024 meldete 
sich A.____ beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermitt-
lung an und stellte am 20. September 2024 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung. Mit Verfü-

 

 
 
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gung Nr. XXXX/2024 vom 26. November 2024 verneinte die Öffentliche Arbeitslosenkasse (Ar-
beitslosenkasse) die Anspruchsberechtigung von A.____ auf Arbeitslosenentschädigung, da sie 
weder die Beitragszeit gemäss Art. 13 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 erfüllt habe noch 
ein Befreiungstatbestand im Sinne von Art. 14 AVIG vorliege. Daran hielt sie auf Einsprache der 
Versicherten hin mit Entscheid vom 28. Januar 2025 fest, wobei sie feststellte, dass auch die 
Voraussetzungen für eine Verlängerung der Rahmenfrist für die Beitragszeit gemäss Art. 9a 
AVIG nicht erfüllt seien. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 24. Januar 2025 (rec-
te: 24. Februar 2025) bei der Arbeitslosenkasse Beschwerde. Sie beantragte eine Überprüfung 
ihrer Anspruchsberechtigung und ersuchte um Unterstützung bei der beruflichen Wiedereinglie-
derung. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, sie sei im massgeblichen Zeit-
raum infolge eines Burnouts arbeitsunfähig gewesen und habe deshalb die gesetzlich geforder-
te Beitragszeit nicht erfüllen können. Sollte eine finanzielle Unterstützung nicht möglich sein, 
beantrage sie Outplacement-Massnahmen oder den Zugang zu spezialisierten Dienstleistun-
gen, die ihr helfen könnten, den Lebenslauf zu optimieren und sich besser in den Rekrutie-
rungsprozess einzubringen. Mit Eingabe vom 27. Februar 2025 überwies die Arbeitslosenkasse 
die Beschwerde zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 16. April 2025 beantragte die Arbeitslosenkasse die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 22. April 2025 wurde der Fall dem urteilenden Dreiergericht zur Be-
urteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann 
gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim 
kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 
AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die ob-
ligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 
1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit des 
Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend erfüllt die Beschwerdeführerin die Kon-
trollpflicht im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. 

 

 
 
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1.2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur jene Rechts-
verhältnisse zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich 
– in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech-
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Ver-
fügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a mit Hinweisen). 
 
1.2.2 Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids vom 28. Januar 2025 bildet 
ausschliesslich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung. Fraglich 
ist insbesondere, ob sie die gesetzlich geforderte Beitragszeit erfüllt hat, oder ob ein Befrei-
ungstatbestand gemäss Art. 14 AVIG vorliegt. Diesbezüglich ist auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten. Soweit die Beschwerdeführerin darüber hinaus um Un-
terstützung bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ersucht und damit sinngemäss 
arbeitsmarktliche Massnahmen im Sinne von Art. 59 AVIG beantragt, fehlt es an den prozessu-
alen Voraussetzungen für ein Sachurteil, weshalb darauf im Rahmen des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens nicht eingetreten werden kann. 
 
2. Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Arbeitslosenentschädigung ab dem 3. September 2024 zu Recht verneint hat. 
 
3. Vorab ist auf folgende verfahrensrechtliche Grundsätze hinzuweisen: Im Sozialversi-
cherungsprozess gilt der Untersuchungsgrundsatz, weshalb die Parteien in der Regel eine Be-
weislast nur insofern tragen, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 
Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, 
der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass dem Kantons-
gericht in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zukommt. Es ist 
in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c 
ATSG). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinwei-
sen). 
 
4.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, 
dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 AVIG), einen anrechenba-
ren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG), in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG), die obligato-
rische Schulzeit zurückgelegt und das Referenzalter nach Art. 21 Absatz 1 des Bundesgesetzes 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 noch nicht 
erreicht hat, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 

 

 
 
Seite 4    

und 14 AVIG), vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 
AVIG). 
 
4.2 Für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit gelten, sofern dieses Gesetz nichts 
anderes vorsieht, zweijährige Rahmenfristen (Art. 9 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für den Leis-
tungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt 
sind (Abs. 2). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Abs. 3). 
Die Rahmenfrist für die Beitragszeit von Versicherten, die den Wechsel zu einer selbstständi-
gen Erwerbstätigkeit ohne Bezug von Leistungen vollzogen haben, wird um die Dauer der 
selbstständigen Erwerbstätigkeit, höchstens jedoch um zwei Jahre verlängert (Art. 9a Abs. 2 
AVIG). Gemäss Randziffer B57 der AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft (se-
co), Stand 1. Januar 2025, erfolgt eine solche Verlängerung unter bestimmten kumulativen Vo-
raussetzungen. So darf im Zeitpunkt der Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit keine 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug laufen. Zudem darf während des Wechsels zur selbststän-
digen Erwerbstätigkeit und für die Dauer dieser Tätigkeit kein Bezug von Leistungen der Ar-
beitslosenversicherung erfolgt sein. Weiter muss die selbstständige Erwerbstätigkeit innerhalb 
der ordentlichen Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgegeben worden sein, wobei die versicher-
te Person die Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit mittels einer Bestätigung der AHV-
Ausgleichskasse sowie einem Handelsregisterauszug nachweisen muss (Rz. B64 AVIG Praxis 
ALE). 
 
4.3 Zu prüfen ist zunächst, ob im vorliegenden Fall eine Verlängerung der Rahmenfrist für 
die Beitragszeit in Betracht kommt. Mit E-Mail vom 5. November 2024 bestätigte die Beschwer-
deführerin, im Zeitraum vom 12. Januar 2023 bis zum 31. März 2024 Gründerin und Managerin 
eines erfolgreichen Unternehmens für Studentenunterkünfte in Spanien gewesen zu sein. Sie 
führte aus, das Unternehmen sei von Grund auf aufgebaut worden und werde aktuell von der 
Schweiz aus geführt (act. 84). Zudem gab sie am 11. November 2024 an, das Appartement in 
Spanien für die Unterbringung von fünf Studenten vorbereitet zu haben. Aufgrund dieser Anga-
ben kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Be-
schwerdeführerin einer selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgeht. Für die Verlängerung der 
Rahmenfrist für die Beitragszeit gemäss Art. 9a Abs. 2 AVIG ist jedoch – wie die Arbeitslosen-
kasse zutreffend festgehalten hat – erforderlich, dass die selbstständige Erwerbstätigkeit auf-
gegeben worden ist. Dass die Beschwerdeführerin ihre selbstständige Erwerbstätigkeit im hier 
zu beurteilenden Zeitraum aufgegeben hätte, wird von ihr weder behauptet noch durch entspre-
chende Unterlagen belegt. Unter diesen Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass die selbstständige Erwerbstätigkeit fortbesteht. Eine Verlängerung der 
Rahmenfrist für die Beitragszeit fällt somit ausser Betracht. 
 
5.1.1 Nach Art. 13 Abs. 1 AVIG hat die Beitragszeit erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgese-
henen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflich-
tige Beschäftigung ausgeübt hat. An die Beitragszeit angerechnet werden unter anderem Zei-
ten, in denen die versicherte Person zwar in einem Arbeitsverhältnis steht, aber wegen Krank-
heit (Art. 3 ATSG) oder Unfall (Art. 4 ATSG) keinen Lohn erhält und daher keine Beiträge be-
zahlt (Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG). 

 

 
 
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5.1.2 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin innerhalb der Rahmenfrist für die Bei-
tragszeit vom 3. September 2022 bis zum 2. September 2024 die gesetzlich geforderte Min-
destbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt hat. So bestätigte sie mit E-Mail vom 
25. Oktober 2025 ausdrücklich, im Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 2. September 
2024 keiner beruflichen Tätigkeit nachgegangen zu sein (act. 66). 
 
5.2.1 Zu prüfen ist, ob der Befreiungstatbestand gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG gegeben 
ist. Die weiteren in Art. 14 AVIG vorgesehenen Befreiungsgründe sind nach Lage der Akten 
offensichtlich nicht einschlägig, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Nach Art. 14 Abs. 1 
lit. b AVIG sind Versicherte von der Erfüllung der Beitragszeit befreit, wenn sie innerhalb der 
Rahmenfrist während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis stan-
den und die Beitragszeit infolge Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft 
(Art. 5 ATSG) nicht erfüllen konnten, sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz 
hatten. Nach dem klaren Wortlaut der Bestimmung muss die versicherte Person durch einen 
der genannten Gründe daran gehindert worden sein, eine beitragspflichtige Beschäftigung aus-
zuüben. Zwischen dem Befreiungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kau-
salzusammenhang bestehen. Das Hindernis muss dabei während mehr als zwölf Monaten in-
nerhalb der Rahmenfrist bestanden haben (vgl. BGE 131 V 279 E. 1.2; BGE 126 V 384 E. 2b), 
denn bei einer kürzeren Verhinderung verbleibt der versicherten Person während der zweijähri-
gen Rahmenfrist grundsätzlich genügend Zeit, um die erforderliche Beitragszeit zu erfüllen. Da 
eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäfti-
gung gleichgestellt ist, liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten 
Person auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen 
(BGE 126 V 384 E. 2b; vgl. auch BGE 130 V 229 E. 1.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 
29. Mai 2017, 8C_116/2017, E. 4.2). 
 
5.2.2 Gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen ist erstellt, dass die Be-
schwerdeführerin über einen längeren Zeitraum hinweg gesundheitlich beeinträchtigt war. Der 
behandelnde Arzt, Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, bescheinigte mit ärztli-
chem Zeugnis vom 24. August 2022 für den Zeitraum vom 13. April 2022 bis zum 6. September 
2022 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (act. 47). Mit einem weiteren Zeugnis vom 4. Oktober 
2022 attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % für die Zeit vom 7. September 2022 bis 
zum 23. Oktober 2022 (act. 50). Für den Zeitraum vom 24. Oktober 2022 bis zum 
27. November 2022 bestätigte er mit Zeugnis vom 11. November 2022 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 70 % (act. 61). Schliesslich bescheinigte Dr. C.____ mit Zeugnis vom 21. Dezember 2022 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die Zeit vom 28. November 2022 bis zum 11. Januar 2023 
(act. 56). Weiter wird im ärztlichen Zeugnis der Klinik D.____ vom 3. Dezember 2024 ein Spital-
aufenthalt der Beschwerdeführerin am 18. August 2023 sowie eine ab dem 12. September 2023 
bis auf Weiteres fortgesetzte ambulante Behandlung dokumentiert. Sodann bestätigte die Psy-
chologin E.____ mit Stellungnahme vom 2. Januar 2025, dass sich die Beschwerdeführerin 
zwischen April 2022 und Juli 2023 aufgrund eines Burnouts in psychologischer Behandlung 
befunden habe. 
 

 

 
 
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5.2.3 In Würdigung der vorliegenden medizinischen Unterlagen ist festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin im hier relevanten Zeitraum vom 3. September 2022 bis zum 2. September 
2024 während insgesamt vier Monaten und neun Tagen (teilweise) arbeitsunfähig war. Die er-
forderliche Mindestdauer von zwölf Monaten für eine Befreiung von der Erfüllung der Beitrags-
zeit gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG (vgl. E. 5.2.1 hiervor) ist damit bei weitem nicht erreicht. 
An diesem Ergebnis vermögen auch die Bestätigungen der Klinik D.____ vom 3. Dezember 
2024 sowie der Psychologin E.____vom 2. Januar 2025 betreffend die erfolgten und fortdau-
ernden ambulanten psychotherapeutischen Behandlungen nichts zu ändern, da diese keine 
Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin enthalten. Vor dem Hintergrund dieser 
Sachlage und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mit E-Mail 
vom 26. Oktober 2024 selbst bestätigte, bis zum 11. Januar 2023 arbeitsunfähig gewesen zu 
sein (act. 66), ist zwar erstellt, dass sie auch über diesen Zeitpunkt hinaus in ambulanter psy-
chologischer bzw. psychiatrischer Behandlung stand. Es ist jedoch nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie über den 11. Januar 2023 hinaus weiterhin 
arbeitsunfähig war. Damit sind die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Erfüllung der 
Beitragszeit gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG nicht erfüllt, wie die Beschwerdegegnerin zutref-
fend festgestellt hat. 
 
6. Nach dem Gesagten steht zusammenfassend fest, dass die Voraussetzungen für eine 
Verlängerung der Rahmenfrist für die Beitragszeit gemäss Art. 9a Abs. 2 AVIG nicht erfüllt sind 
und die Beschwerdeführerin innerhalb der massgeblichen Rahmenfrist weder eine beitrags-
pflichtige Beschäftigung ausgeübt hat noch von der Erfüllung der Beitragszeit gemäss Art. 14 
Abs. 1 lit. b AVIG befreit werden kann. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslo-
senentschädigung wurde daher von der Arbeitslosenkasse zu Recht verneint. Die gegen den 
Einspracheentscheid vom 28. Januar 2025 erhobene Beschwerde ist demnach abzuweisen, 
soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
7. Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG sieht keine 
Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.