# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af88ca54-0a01-56c3-90bd-c058534e5121
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.08.2020 UV 2020/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-14_2020-08-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.03.2021

Entscheiddatum: 31.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 31.08.2020
Art. 18 UVG. Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 20 UVG. Art. 24 UVG. Festlegung des 
Zeitpunktes des Fallabschlusses. Prozentvergleich. Kein Anspruch auf eine 
Rente und auf eine höhere Integritätsentschädigung als zugesprochen. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 31. August 2020, UV 2020/14).

Entscheid vom 31. August 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2020/14

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ stand über die B.___ Personal AG in einem Arbeitseinsatz als Trockenbauer 

für eine Bauunternehmung und war dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

obligatorisch versichert, als er sich am 7. November 2014 bei der Arbeit das rechte 

Knie verdrehte (Suva-act. I/1-2; I/3). Dipl.-Med. C.___, Facharzt für Chirurgie, berichtete 

am 17. November 2014 über ein Distorsionstrauma des rechten Knies mit einer 

Innenbandläsion (Suva-act. I/15). Er attestierte dem Versicherten ab dem 7. November 

2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. I/12, I/18, I/20). Die Suva kam für die 

Folgen des Unfalls auf (Suva-act. I/35, vgl. Suva-act. I/5, I/8).

A.a. 

Am 1. Dezember 2014 hielt Dr. med. D.___ fest, laut MRT-Befund vom 25. 

November 2014 (vgl. Suva-act. I/38) liege eine Kreuzbandruptur vor. Es sei eine 

Arthroskopie geplant und der Versicherte sei weiterhin arbeitsunfähig (Suva-act. I/

21-16). Dr. C.___ berichtete am 11. Dezember 2014, die Arthroskopie sei am Tag davor 

durchgeführt worden. Der Versicherte werde nun physiotherapeutisch behandelt (Suva-

act. I/32). Am 10. Februar 2015 hielt Dr. D.___ fest, klinisch bestehe eine Instabilität des 

Kniegelenks bei einem noch deutlichen muskulären Defizit im Seitenvergleich. Der 

Versicherte sei weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. I/59).

A.b. 

Zwecks einer Zweitmeinung liess sich der Versicherte am 12. März 2015 von Dr. 

med. E.___, Facharzt für Orthopädie, Praxisklinik Orthopädie des Spitals F.___, 

untersuchen. Dieser berichtete gleichentags, aufgrund des Kreuzbandrisses liege eine 

deutliche vordere Instabilität vor (Suva-act. I/76). Am 9. April 2015 unterzog sich der 

Versicherte im Spital F.___ einer Arthroskopie und einer Kreuzbandplastik mit 

autogener Semitendinosussehne rechts (Suva-act. I/98-2 f.). Dr. E.___ attestierte dem 

A.c. 

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Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. I/101). Die Arbeitgeberin 

bzw. der Einsatzbetrieb des Versicherten löste das Arbeitsverhältnis per 22. Mai 2015 

auf (Suva-act. I/115).

Am 30. Juli 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, aufgrund der medizinischen 

Unterlagen sei ihm ab 3. August 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 75% zumutbar. Sie 

stelle die Taggeldleistungen per dieses Datum ein. Für die Kosten der noch 

notwendigen Behandlung komme sie weiterhin auf (Suva-act. I/133). Obwohl sich der 

Versicherte dagegen gewehrt hatte (Suva-act. I/135), hielt die Suva am 4. August 2015 

formlos an ihrem Entscheid fest (Suva-act. I/137). Dr. med. G.___, befand am 22. 

September 2015, der Versicherte sei seit 19. September 2015 arbeitsfähig und eine 

ärztliche Behandlung nicht mehr notwendig (Suva-act. I/144).

A.d. 

Am 14. März 2017 meldete die Kantonale Arbeitslosenkasse Appenzell 

Ausserrhoden, der Versicherte sei am 2. März 2017 auf einer Treppe ausgerutscht, mit 

dem rechten Bein umgeknickt und habe sich das rechte Kniegelenk verdreht (Suva-act. 

II/1). Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, hatte eine Distorsion des rechten 

Kniegelenks ohne Anhaltspunkte für eine Knie-Binnenläsion diagnostiziert und dem 

Versicherten ab 3. März 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert (Suva-act. II/

10, II/13). Eine am 9. März 2017 durchgeführte MR-Untersuchung des Knies rechts 

hatte unter anderem einen geringfügigen Reizerguss und eine geringgradige 

Chondropathie des lateralen Kniekompartiments Grad II zur Darstellung gebracht 

(Suva-act. II/6). Die Suva kam für die Unfallfolgen auf (Suva-act. II/2).

A.e. 

Kreisärztin med. pract. I.___, Fachärztin für Chirurgie, befand am 22. Mai 2017, auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei sicher schon länger, spätestens aber ab sofort von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Suva-act. II/25). Die Suva teilte dem 

Versicherten mit Schreiben vom 22. Mai 2017 mit, sie stelle die Taggeldleistungen per 

29. Mai 2017 ein (Suva-act. II/26). Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie, attestierte dem Versicherten bis zum 31. Mai 2017 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100%, ab dem 1. Juni 2017 eine solche von 0% (Suva-act. II/28 

f.).

A.f. 

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Die K.___ AG, über welche der Versicherte seit 3. Juli 2017 temporär im Einsatz 

stand, meldete der Suva am 3. August 2017, der Versicherte sei am 28. Juli 2017 beim 

Treppen hinuntergehen ausgerutscht und habe sich dabei das rechte Knie verdreht 

(Suva-act. III/1). Dipl. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 

attestierte dem Versicherten vom 29. Juli bis 6. August 2017 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100%, ab 7. August 2017 eine solche von 0% (Suva-act. III/4, III/9). Die Suva 

übernahm die Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalles (Suva-act. III/6).

A.g. 

Am 27. Oktober 2017 meldete die K.___ AG der Suva, der Versicherte sei am 22. 

Oktober 2017 auf nassem Laub ausgerutscht und habe sich verletzt (Suva-act. IV/2). 

Dr. med. M.___, Praktischer Arzt, attestierte dem Versicherten ab 23. Oktober 2017 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. IV/5, IV/11, IV/23-5 f., IV/27). Am 2. 

November 2017 reichte Dr. M.___ das Arztzeugnis über die Erstbehandlung vom 23. 

Oktober 2017 ein und hielt als objektiven Befund eine Streckhemmung des rechten 

Knies fest (Suva-act. IV/12). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (Suva-act. IV/

7).

A.h. 

Ab 1. Februar 2018 attestierte Dr. M.___ dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50% (Suva-act. IV/31, IV/36). Bei einer am 12. März 2018 durchgeführten MR-

Untersuchung des Kniegelenks rechts zeigten sich unter anderem progrediente 

Zeichen einer Ansatztendinopathie der Quadrizepssehne mit Aktivierungszeichen bzw. 

einem zunehmenden Knochenmarködem, eine leichtgradige Mukoiddegeneration des 

Hinterhornes des Innenmeniskus, ein leichtgradiger Gelenkerguss und eine kleine 

Bakerzyste (Suva-act. IV/35). Ab 13. März 2018 attestierte Dr. M.___ dem Versicherten 

wieder eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. IV/39). Suva-Kreisarzt Dr. med. 

N.___, Facharzt für Chirurgie, hielt am 19. April 2018 fest, es handle sich um einen 

Rückfall zum Unfall vom 7. November 2014 (Suva-act. IV/46).

A.i. 

Am 29. Mai 2018 wurde der Versicherte von Dr. N.___ untersucht. Dieser berichtete 

am 4. Juni 2018, aktuell bestehe noch eine schmerzhafte Minderbelastbarkeit des 

rechten Kniegelenks und eine Kraftminderung. Das Muskel- und somit das 

Belastungsdefizit könnten überwiegend wahrscheinlich durch eine gezielte 

Physiotherapie und ein Muskelaufbautraining gebessert werden. Aus medizinischer 

Sicht sei eine dauerhafte und volle Arbeitsfähigkeit als Trockenbauer nicht zumutbar. 

A.j. 

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Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Eine 

Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet (Suva-act. I/152).

Am 5. Juni 2018 führte die Suva in einem Schreiben an den Versicherten aus, 

faktisch sei sein letztes temporäres Arbeitsverhältnis per 20. Oktober 2017 gekündigt 

worden. Ab dem 1. Juni 2018 sei ihm eine adaptierte Tätigkeit zu 100% zumutbar. Da 

ihm die angestammte Tätigkeit als Trockenbauer nicht zumutbar sei, gewähre sie ihm 

eine Übergangs- und Anpassungsfrist von drei Monaten. Vom 1. Juni bis 31. August 

2018 erhalte er weiterhin Taggelder der Suva. Im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht habe er aber die aufgelisteten Auflagen, insbesondere die 

Durchführung einer intensiven Physiotherapie, zu beachten (Suva-act. IV/81).

A.k. 

Die Suva teilte dem Versicherten am 5. Dezember 2018 mit, weitere Kontrollen und 

Abklärungen seien nicht mehr notwendig. Sie schliesse den Fall per sofort ab (Suva-

act. IV/123). Der Versicherte informierte die Suva am 17. Dezember 2018 über eine am 

4. Dezember 2018 angetretene Temporärstelle in O.___ Er sei (nach Zuweisung von Dr. 

M.___; vgl. Suva-act. IV/122 f.) von Dr. med. P.___, Orthopädie Q.___, für eine 

Untersuchung aufgeboten worden (Suva-act. IV/127). Dr. P.___ hielt am 20. Dezember 

2018 fest, da es zu einem neuen Unfall (am 7. Dezember 2018, nicht bei der Suva 

versichert; vgl. Suva-act. I/160, I/176 ff., I/304) gekommen sei, mache es Sinn, eine 

weitere MR-Untersuchung durchzuführen (Suva-act. IV/129). Der Einsatz in O.___ war 

Mitte Januar 2019 bereits wieder abgeschlossen (vgl. Suva-act. IV/128). Am 15. Januar 

2019 hielt Dr. P.___ fest, eine schwerwiegende Verletzung sei bildgebend nicht 

erkennbar. Schlussendlich bleibe ein etwas laxes VKB-Transplantat. Er empfehle dem 

Versicherten dies primär konservativ anzugehen und mit einer Physiotherapie zu 

beginnen (Suva-act. IV/130; MR-Bericht vgl. Suva-act. IV/138).

A.l. 

Am 26. Februar 2019 meldete die neue temporäre Arbeitgeberin des Versicherten, 

die R.___ Personal AG, der Versicherte habe sich am 20. Februar 2019 beim Anheben 

von Brandschutzplatten das Kniegelenk verdreht und den Rücken verletzt (Suva-act. I/

154). Med. pract. S.___, hatte ihm ab 21. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100% attestiert (Suva-act. I/156, I/160, I/172, I/178-3). Die Suva entrichtete im Sinne 

eines Rückfalls zum Unfall vom 7. November 2014 Taggelder und kam für die Kosten 

der Heilbehandlung auf (Suva-act. I/162 f.).

A.m. 

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B.  

Dr. N.___ befand am 12. April 2019 gestützt auf die Akten, der 

Gesundheitszustand des rechten Knies könne durch eine weitere Behandlung und/oder 

Therapien nicht mehr wesentlich verbessert werden. Die Zumutbarkeitsbeurteilung vom 

5. Juni 2018 bleibe weiterhin gültig und unverändert. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit sei 

nicht mehr ausgewiesen und eine Physiotherapie nicht mehr nötig (Suva-act. I/179). Die 

Suva teilte dem Versicherten gleichentags mit, sie stelle die Versicherungsleistungen 

mit dem 17. April 2019 ein und gehe ab 18. April 2019 von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

in einer adaptierten Tätigkeit aus (Suva-act. I/180).

A.n. 

Nachdem der Versicherte insbesondere gegen die Festsetzung der 

Arbeitsfähigkeit protestiert hatte (Suva-act. I/186, I/189), nahm die Suva weitere 

Abklärungen vor. Am 6. Juni 2019 wurde der Versicherte durch Dr. N.___ kreisärztlich 

untersucht. Dieser hielt in seinem Bericht vom 17. Juni 2019 fest, aktuell bestehe eine 

schmerzhafte Minderbelastbarkeit des rechten Kniegelenks bei beginnender, mässiger 

Femorotibialarthrose. Seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Mai 2018 habe der 

Versicherte entgegen der medizinischen Empfehlung seine kniebelastende Tätigkeit als 

Trockenbauer bis zum Februar 2019 fortgeführt. Seither sei der Versicherte in dieser 

Tätigkeit schmerzbedingt andauernd arbeitsunfähig. Es handle sich um einen stabilen 

medizinischen Dauerzustand. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 100% (Suva-act. I/206). Dr. N.___ schätzte den Integritätsschaden 

auf 10% (Suva-act. I/205).

A.o. 

Die Suva teilte dem Versicherten am 18. Juni 2019 mit, sie stelle die 

Heilkostenleistungen per sofort ein. Das Taggeld sei ihm bis am 17. April 2019 vergütet 

worden und bleibe seither eingestellt (Suva-act. I/207).

A.p. 

Mit Verfügung vom 1. Juli 2019 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10% zu und 

verneinte einen Rentenanspruch (Suva-act. I/218).

A.q. 

Gegen die Verfügung vom 1. Juli 2019 erhob der Versicherte am 29. Juli 2019 

Einsprache (Suva-act. I/221, vgl. auch Suva-act. I/226, I/312-3).

B.a. 

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Am 20. September 2019 meldete die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen der 

Suva, der Versicherte sei am 19. September 2019 mit dem rechten Knie umgeknickt 

(Suva-act. I/229). Dr. S.___ attestierte ihm ab 20. September 2019 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. I/234, I/241). Kreisarzt Dr. N.___ befand am 28. 

Oktober 2019, die Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit seien seit seinem Untersuch vom 

6. Juni 2019 unverändert (Suva-act. I/242). Die Suva teilte dem Versicherten am 28. 

Oktober 2019 mit, am 19. September 2019 habe sich kein Unfall zugetragen und auch 

die Voraussetzungen zur Übernahme des Schadenfalls als unfallähnliche 

Körperschädigung oder Rückfall seien nicht erfüllt (Suva-act. I/243; zum Protest des 

Versicherten vom 2. November 2019 vgl. Suva-act. I/246-1).

B.b. 

Nach Durchführung einer MR-Untersuchung (Suva-act. I/250) befand Dr. P.___ am 

25. November 2019, es sei möglich, dass die mediale Meniskusläsion für die 

Symptome verantwortlich sei (Suva-act. I/251). Kreisarzt Dr. med. T.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie, beurteilte am 27. November 2019, es sei während sechs 

Wochen von einer Aktivierung des Vorzustands mit operativer Versorgung des 

Kniegelenks auszugehen. Danach seien die Beschwerden als Rückfall zum Unfall vom 

7. November 2014 anzusehen (Suva-act. I/252). Am 28. November 2019 hielt Dr. T.___ 

fest, der Versicherte sei in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Durch das 

zuletzt gemeldete Ereignis habe sich keine relevante Veränderung ergeben (Suva-act. I/

254). Mit Schreiben vom 28. November 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie 

werde ab dem 19. September 2019 die Behandlungskosten als Rückfall zum Ereignis 

vom 14. November 2014 übernehmen. Sie gehe spätestens ab dem 2. Dezember 2019 

von einer vollen Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus (Suva-act. I/

255).

B.c. 

Dr. P.___ berichtete am 4. Februar 2020, bei einem nicht ganz eindeutigen MRI-

Befund seien eine Kniearthroskopie und eine Teilmeniskektomie geplant (Suva-act. I/

274). Kreisarzt Dr. med. U.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, befand am 5. Februar 2020, eine objektivierbare Verschlimmerung sei 

auch mittels MRI nicht sicher feststellbar gewesen und das vom Versicherten 

beschriebene Ereignis vom 19. September 2019 sei nicht geeignet, um eine weitere 

frische Innenmeniskus-Läsion hervorzurufen. Die diagnostische Arthroskopie sei im 

Sinne des Rückfalls auf 2014 als unfallkausal zu übernehmen (Suva-act. I/275). Mit E-

B.d. 

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C.  

Mail vom 6. Februar 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie werde für die 

geplante Operation vom 14. Februar 2020 ihre Versicherungsleistungen ausrichten 

(Suva-act. I/277). Die Operation wurde zuerst aufgrund einer beim Versicherten 

aufgetretenen Anämie und später infolge der "Corona-Risikosituation" auf einen nicht 

aktenkundigen Zeitpunkt verschoben (vgl. Suva-act. I/290, I/308).

Mit Entscheid vom 20. Januar 2020 hatte die Suva die Einsprache abgewiesen 

(Suva-act. I/264).

B.e. 

Am 20. Februar 2020 hatte der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 20. Januar 2020 erhoben und eine 

Fristerstreckung für eine Beschwerdebegründung beantragt (act. G1). Nachdem die 

Verfahrensleitung ihm eine Nachfrist gewährt hatte (vgl. act. G2), reichte der 

Beschwerdeführer am 17. März 2020 eine Begründung ein. In dieser beantragte er 

sinngemäss, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien ihm die 

gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Er führte aus, er sei immer noch in Behandlung 

und eine weitere Operation sei geplant. Es sei sehr schwierig, eine adaptierte Tätigkeit 

zu finden, er habe eine Lohneinbusse von ca. 60%. Auch mit der 

Integritätsentschädigung von 10% sei er nicht einverstanden (act. G3).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2020 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Eventualiter sei die 

Beschwerde abzuweisen. Sie machte geltend, die eingereichte Beschwerdeschrift 

genüge den Anforderungen nicht. Das Gericht hätte dem Beschwerdeführer infolge 

Rechtsmissbrauchs keine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde einräumen 

dürfen, weshalb auf diese nicht einzutreten sei. Eventualiter sei der Fallabschluss nicht 

zu beanstanden und der Beschwerdeführer habe keinen Anspruch auf eine Rente 

sowie eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen (act. G6).

C.b. 

Die Verfahrensleitung teilte dem Beschwerdeführer bezugnehmend auf sein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (vgl. act. G4) am 30. April 2020 mit, das 

Gerichtsverfahren sei kostenlos. Falls er sich anwaltlich vertreten lassen wolle, müsse 

C.c. 

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Erwägungen

1.

In formeller Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob auf die Beschwerde einzutreten ist.

sich die Vertretung gegenüber dem Gericht zur Mandatsführung ausweisen und ein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung einreichen (act. G7).

Mit Replik vom 1. Juni 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest 

(act. G8).

C.d. 

Die Beschwerdegegnerin liess die Frist zur Einreichung einer Duplik unbenützt 

ablaufen (act. G10).

C.e. 

Gemäss Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) muss die Beschwerde eine gedrängte 

Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung 

enthalten. Genügt sie diesen Anforderungen nicht, so setzt das Versicherungsgericht 

der Beschwerde führenden Person eine angemessene Frist zur Verbesserung und 

verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 

Nach dem Wortlaut von Art. 61 lit. b ATSG und der Rechtsprechung ist grundsätzlich in 

jedem Fall einer ungenügenden Begründung eine Nachfrist anzusetzen, sofern der 

Beschwerdewille rechtzeitig und in prozessual gehöriger Form klar bekundet worden 

ist. Die Einräumung einer solchen Frist steht nicht im Belieben des 

Versicherungsgerichts. Vorbehalten ist der Fall eines offensichtlichen 

Rechtsmissbrauchs (BGE 134 V 162, E. 2 mit Hinweisen). Einen solchen bejahte das 

Bundesgericht insbesondere in Fällen, in denen es dem anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer zumutbar gewesen wäre, innert der Rechtsmittelfrist eine 

mindestens summarisch begründete Beschwerde zu verfassen. Davon ging das 

Bundesgericht aus, wenn eine Beschwerde durch einen Rechtsanwalt erhoben wurde, 

welcher Aktenkenntnis hatte bzw. die Akten rechtzeitig hätte edieren lassen können 

oder sonstwie genügend mit dem Fall vertraut war. Die Einreichung einer Beschwerde 

ohne Begründung kurz vor Ablauf der Beschwerdefrist sei unter solchen Umständen 

rechtsmissbräuchlich und verdiene keinen Rechtsschutz in Form der Gewährung einer 

Nachfrist für die Beschwerdebegründung (vgl. BGE 134 V 162, E. 4.2 mit Hinweisen). 

Rechtskundigkeit für sich allein genommen lässt nicht den Schluss auf 

Rechtsmissbrauch zu (BGE 134 V 162, E. 4.2). Bei rechtskundigen oder rechtskundig 

1.1. 

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vertretenen Personen ist Rechtsmissbrauch jedoch eher anzunehmen, weil ihnen das 

korrekte Vorgehen bekannt sein muss (BGE 134 V 162, E. 5.1).

Vorliegend reichte der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer innert der 

Rechtsmittelfrist am 20. Februar 2020 eine Beschwerde ein. In dieser hielt er lediglich 

fest, dass er gegen den beiliegenden Einspracheentscheid vom 20. Januar 2020 

Beschwerde erhebe und eine Fristerstreckung für die Begründung beantrage (act. G1). 

Die Verfahrensleitung führte am 27. Februar 2020 unter Verweis auf die einschlägige 

Rechtsprechung aus, eine Nachfrist für die Beschwerdebegründung werde nur mit 

Zurückhaltung gewährt. Da er anwaltlich nicht vertreten sei, werde seinem Gesuch 

ausnahmsweise entsprochen (act. G2). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend 

machte (vgl. act. G6), hatte der Beschwerdeführer Kenntnis von den relevanten Akten, 

zumal er bereits im Verwaltungsverfahren sämtliche Eingaben selbst verfasst hatte. Es 

wäre ihm damit grundsätzlich möglich gewesen, seine Beschwerde innert der 

Rechtsmittelfrist mindestens summarisch zu begründen, den Sachverhalt darzustellen 

und ein Rechtsbegehren zu formulieren. Er nannte in seiner Eingabe vom 20. Februar 

2020 keinen Grund für sein Fristerstreckungsgesuch (vgl. act. G1). Die 

Verfahrensleitung gewährte die Nachfrist, ohne den Beschwerdeführer aufzufordern, 

seinen Antrag zu begründen (vgl. act. G2). Obwohl also nicht aktenkundig ist, weshalb 

der Beschwerdeführer sich nicht in der Lage sah, innert der Rechtsmittelfrist eine den 

gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerde einzureichen, ist nicht von einem 

rechtsmissbräuchlichen Verhalten auszugehen. Dies, zumal anzunehmen ist, dass der 

erst seit wenigen Jahren in der Schweiz wohnhafte Beschwerdeführer als juristischer 

Laie nur beschränkte rechtliche Kenntnisse hat. Er wurde mit der 

Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Einspracheentscheids zwar darauf 

hingewiesen, dass eine Beschwerde innerhalb einer nicht verlängerbaren Frist von 30 

Tagen einzureichen sei. Weiter war der Rechtsmittelbelehrung zu entnehmen, dass die 

Beschwerde eine knappe Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine 

kurze Begründung zu enthalten habe (Suva-act. I/264). Die Bedingungen für eine 

Nachfrist zur Begründung der Beschwerde waren in der Rechtsmittelbelehrung - wie 

üblich - jedoch nicht aufgeführt. Es ist nicht davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer bewusst eine mangelhafte Rechtsschrift eingereicht hat, nur um 

damit eine Nachfrist für eine Begründung zu erwirken. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin (act. G6) liegt vorliegend trotz grundsätzlicher Kenntnis der 

formellen Anforderungen einer Beschwerdeschrift damit kein offensichtlicher 

Rechtsmissbrauch vor. Die innerhalb der Nachfrist eingereichte Beschwerde genügt 

unbestrittenermassen den gesetzlichen Anforderungen. Damit ist auf die Beschwerde 

einzutreten.

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

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2.

In materieller Hinsicht sind der Zeitpunkt der Leistungseinstellung, der Rentenanspruch 

sowie der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung umstritten.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person 

infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich 

zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der 

Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung 

wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 

Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Das Erreichen 

des medizinischen Endzustands bildet demgemäss in Nachachtung des 

Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage und der 

Integritätsentschädigung.

2.1. 

Angesichts der in Erwägung 2.1 ausgeführten gesetzlichen Bestimmungen besteht 

ausserdem eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181, E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 

S. 53 ff.; André Nabold, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser (Hrsg.), Kommentar zum 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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3.

Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, der rechtmässige Zeitpunkt des 

Fallabschlusses sei noch nicht erreicht, da er noch immer in Behandlung sei und 

aufgrund eines Rückfalls eine Operation des rechten Knies bevorstehe (vgl. act. G3).

Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

N 48 ff. zu Art. 6).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

2.3. 

Nach dem Unfall vom 7. November 2014 erbrachte die Beschwerdegegnerin bis 

zum 2. August 2015 vorübergehende Leistungen (Suva-act. I/3, I/35, I/133). Danach 

erlitt der Beschwerdeführer mehrere weitere Unfälle bzw. Rückfälle, für welche die 

Beschwerdegegnerin jeweils vorübergehend Taggelder entrichtete und für die Kosten 

der Heilbehandlungen aufkam (Suva-act. II/1 f., II/26, III/1, III/6, IV/2, IV/7, IV/123). Am 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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26. Februar 2019 liess der Beschwerdeführer sodann melden, er habe sich am 20. 

Februar 2019 beim Anheben von Brandschutzplatten das rechte Kniegelenk verdreht 

(Suva-act. I/154; für die in der Unfallmeldung ebenfalls erwähnte Rückenverletzung 

finden sich in den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte). Die Beschwerdegegnerin 

ging von einem Rückfall aus, entrichtete Taggelder und kam für die Kosten der 

Heilbehandlung auf (Suva-act. I/162 f.). Gestützt auf eine Beurteilung von Kreisarzt Dr. 

N.___ vom 12. April 2019 (vgl. Suva-act. I/179) stellte die Beschwerdegegnerin die 

Taggeldleistungen mit einem Schreiben vom 12. April 2019 per 17. April 2019 ein 

(Suva-act. I/180). Der Beschwerdeführer teilte am 18. April 2019 telefonisch bzw. am 

23. April 2019 schriftlich mit, er akzeptiere den Entscheid nicht und erachte sich noch 

bis zum 30. April 2019 als arbeitsunfähig (Suva-act. I/186, I/189). Dr. N.___ hielt jedoch 

am 25. April 2019 weiterhin an seiner Beurteilung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit fest (vgl. Suva-act. I/190). Dies ist nachvollziehbar und 

überzeugend, da Dr. N.___ die noch vorhandenen Kniebeschwerden berücksichtigte 

und die Adaptionskriterien für eine knieschonende Tätigkeit umschrieb (vgl. dazu unten 

E. 4). Am 6. Juni 2019 beurteilte Dr. N.___, es liege ein stabiler medizinischer 

Endzustand vor, durch weitere Behandlungsmassnahmen sei keine Besserung 

erreichbar. Entgegen dem noch ein Jahr zuvor festgestellten Muskeldefizit rechts sei 

nun eine seitengleich identische, regelrechte Kniemuskulatur mit seitengleich 

identischen Muskelumfangsmesswerten feststellbar (Suva-act. I/206). In der Folge 

stellte die Suva auch die Heilkostenleistungen per 18. Juni 2019 ein (Suva-act. I/207). 

Der Beschwerdeführer brachte dagegen lediglich vor, sein gesundheitlicher Zustand 

habe sich seit dem Ereignis im Februar 2019 verschlechtert (Suva-act. I/215). Eine 

solche Verschlechterung ist aufgrund der medizinischen Akten nicht belegt. Auch 

führte der Beschwerdeführer nicht aus, inwiefern eine weitere Behandlung seinen 

Gesundheitszustand noch in relevantem Ausmass verbessern könnte. Die Berichte der 

behandelnden Ärzte stellen den damaligen Fallabschluss ebenfalls nicht in Frage. 

Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin am 1. Juli 2019 über 

den Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung verfügte (Suva-act. I/

218).

Während des Einspracheverfahrens meldete die Kantonale Arbeitslosenkasse St. 

Gallen, der Beschwerdeführer sei am 19. September 2019 mit dem rechten Knie 

umgeknickt (Suva-act. I/229). Die Beschwerdegegnerin übernahm die 

Behandlungskosten im Sinne eines Rückfalls zum Ereignis vom 14. November 2014. 

Ab 2. Dezember 2019 ging sie jedoch wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt aus (Suva-act. I/255). Nach Durchführung einer MR-

Untersuchung hielt Dr. P.___ eine Kniearthroskopie sowie eine Teilmeniskektomie für 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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4.

Weiter umstritten ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

indiziert (vgl. Suva-act. I/274). Gestützt auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr. U.___ (vgl. 

Suva-act. I/275) sicherte die Beschwerdegegnerin am 6. Februar 2020, mithin nach 

Erlass des Einspracheentscheids vom 20. Januar 2020, die Übernahme der Kosten für 

die geplante Operation zu (Suva-act. I/277). Ob und wann die Operation inzwischen 

stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Dies ist jedoch insofern nicht von Belang, als die 

Frage, ob die Beschwerdegegnerin für allfällige Folgen der Operation wie eine 

Arbeitsunfähigkeit, Nachbehandlungen oder Komplikationen aufzukommen hat, nicht 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist.

Zusammengefasst ist der Fallabschluss per 17. April 2019 (Taggelder) bzw. 18. 

Juni 2019 (Heilbehandlung) bezüglich des Rückfalls vom 20. Februar 2019 nicht zu 

beanstanden. Die spätere Ausrichtung von vorübergehenden Leistungen vom 19. 

September bis 2. Dezember 2019 ändert daran nichts. Der Beschwerdeführer macht 

denn im Beschwerdeverfahren auch nicht geltend, er habe nach dem genannten 

Fallabschluss bis zum 18. September 2019 einen durchgehenden Leistungsanspruch 

gehabt.

3.3. 

Dabei ist vorerst die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses festzulegen. Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich in 

medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. N.___ 

vom 17. Juni 2019. Dieser hielt fest, es bestehe eine schmerzhafte Minderbelastbarkeit 

des rechten Kniegelenks bei beginnender, mässiger Femorotibialarthrose (Suva-act. I/

206). Der Beschwerdeführer hatte damit im Zeitpunkt des Fallabschlusses unbestritten 

noch gewisse unfallkausale Beschwerden. Die aktenkundig bestehende Instabilität des 

rechten Knies (vgl. Suva-act. I/59, I/76) war gemäss den überzeugenden Feststellungen 

von Dr. N.___ nicht mehr vorhanden. Er führte am 17. Juni 2019 aus, es liege eine 

seitengleich identische, regelrechte Kniemuskulatur mit seitengleich identischen 

Muskelumfangsmesswerten vor (Suva-act. I/207). Dem Beschwerdeführer war 

unbestritten bereits mindestens seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Mai 

2018 seine angestammte Tätigkeit als Trockenbauer nicht mehr zumutbar (vgl. Suva-

act. I/152, vgl. Suva-act. I/206). Für eine adaptierte Tätigkeit erachtete Dr. N.___ den 

Beschwerdeführer am 17. Juni 2019 - wie bereits am 5. Juni 2018 und 12. April 2019 - 

als zu 100% arbeitsfähig (Suva-act. I/206, vgl. Suva-act. I/152, I/179). Er hielt fest, eine 

solche adaptierte Tätigkeit sollte leicht und wechselbelastend, nicht kniend, hockend 

oder kauernd, nicht auf unebenem Untergrund, nicht auf ungesicherten Baustellen, 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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abschüssigem Gelände, Leitern oder Gerüsten erfolgen (Suva-act. I/206). Die 

Beurteilung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer solchen knieschonenden Tätigkeit ist 

überzeugend. Einschätzungen von behandelnden Ärzten, welche dies in Frage stellen 

würden, sind nicht aktenkundig. Dr. S.___ attestierte dem Beschwerdeführer zwar bis 

zum 22. August 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. I/232). Soweit aus 

den Akten ersichtlich, bezog sich dies aber auf die Tätigkeit auf dem Bau (vgl. Suva-

act. I/178-3).

Der Beschwerdeführer bringt weiter sinngemäss vor, seine Restarbeitsfähigkeit sei auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar (act. G3).

4.2. 

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 

nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere 

kann von einer Arbeitsgelegenheit (vgl. sinngemäss Art. 16 ATSG) dort nicht 

gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie 

nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot an und 

der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von 

seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als 

auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt 

sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 

Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu 

erzielen vermag oder nicht. Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch 

im Rahmen der den versicherten Personen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

offenstehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von 

ihnen Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven 

und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls nicht zumutbar sind (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit 

Hinweisen). 

4.2.1. 

Anders als in der Invalidenversicherung wird in der Unfallversicherung das Alter, 

respektive die altersbedingte (praktische) Unmöglichkeit, die Restarbeitsfähigkeit zu 

verwerten, ausgeblendet. Einem fortgeschrittenen Alter ab rund 60 Jahren im Zeitpunkt 

4.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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5.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100% ist 

nachfolgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

des Fallabschlusses bzw. Rentenbeginns wird unter Berücksichtigung der 

berufsspezifischen Gewohnheiten und allfälliger Besonderheiten im Einzelfall 

stattdessen durch die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach der Sonderregel von 

Art. 28 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

Rechnung getragen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 27. September 

2016, UV 2015/23, E. 4.1.2). Vorliegend war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses jedoch erst 58 Jahre alt und es bestanden auch sonst keine Gründe 

für die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV. Demnach ist die Verwertbarkeit unter 

Ausschluss des Kriteriums des Alters zu prüfen. Dem Beschwerdeführer stehen 

grundsätzlich den obgenannten Adaptionskriterien (vgl. E. 4.1; Suva-act. I/206) 

entsprechende Tätigkeiten offen. Ihm sind damit insbesondere noch Stellen als 

Hilfsarbeiter im Bereich von Überwachungs-, Administrativ-, und Kontrolltätigkeiten wie 

auch leichtere Verpackungs-, Maschinenbedienungs- und Sortierarbeiten zumutbar. 

Die fehlende Ausbildung ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. act. G3) 

für eine Stelle als Hilfsarbeiter nicht relevant.

Die kreisärztlich attestierte Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 

100% ist damit als auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar zu betrachten. 

Dies trotz der angeblich bislang zahlreichen erfolglosen Bewerbungsbemühungen. 

Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist die vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Trockenbauer nicht bestritten 

(vgl. act. G3, G6). Wie bereits ausgeführt, ist für die Beurteilung der Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit und für die Bemessung des Invaliditätsgrades jedoch die 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt massgebend.

4.2.3. 

Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird 

grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 

E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Der 

Beschwerdeführer war vor seinem Unfall vom 7. November 2014 für eine 

Bauunternehmung tätig (Suva-act. I/1-2, I/3). Gemäss den Angaben der B.___ Personal 

AG hätte er dort im Jahr 2019 einen Stundenlohn von Fr. 27.15 zuzüglich Fr. 2.62 

(Anteil 13. Monatslohn), total also Fr. 29.77, erzielt. Bei einer Jahresarbeitszeit von 

2'164 Stunden ergibt sich ein Jahreslohn von rund Fr. 64'422.-- bzw. ein Monatslohn 

von Fr. 5'368.50 (vgl. Suva-act. I/195). Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die 

Angaben des Beschwerdeführers davon aus, dass dieser in seinem Heimatland den 

Beruf des Trockenbauers erlernt habe (Suva-act. I/217, IV/24). Es liegt jedoch kein 

Ausbildungsnachweis im Recht. Auf weitere diesbezügliche Abklärungen kann insofern 

verzichtet werden, als keine Hinweise darauf bestehen, dass er als ausgebildeter 

Trockenbauer einen höheren Lohn hätte generieren können als die genannten Fr. 

5'368.50 pro Monat (vgl. zu statistischen Angaben https://www.lohncheck.ch/de/lohn/ 

bau/trockenbauer, zuletzt abgerufen am 19. August 2020). Es kann folglich auf das vor 

dem Unfall zuletzt erzielte Einkommen abgestellt werden.

Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen. 

Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht für dessen 

Ermittlung der Beizug von Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund 

(Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, Art. 16 N 66 f.). Da dem 

Beschwerdeführer nur noch Hilfsarbeitertätigkeiten zumutbar sind, rechtfertigt es sich, 

das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, 

Kompetenzniveau 1, Männer, zu bestimmen. Der entsprechende Lohn belief sich im 

Jahr 2016 auf Fr. 5'340.-- pro Monat bzw. Fr. 64'080.-- jährlich. Aufgerechnet auf die 

betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (2019, total) und angepasst 

an die Nominallohnentwicklung bis 2019 (Index 2016: 2'239, 2019: 2'279) ergibt sich 

ein massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 67'997.--. Das Valideneinkommen von Fr. 

64'422.-- ist damit um rund 5% unterdurchschnittlich. Praxisgemäss erübrigt sich 

damit eine Parallelisierung (zum Erheblichkeitsgrenzwert von 5% vgl. BGE 135 V 297 

E. 6.2).

5.2. 

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Tätigkeiten behindert sind, im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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6.

Weiter ist die Höhe des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm eine 

solche basierend auf einem Integritätsschaden von 10% zu (Suva-act. I/264).

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Wie Dr. N.___ festhielt, hat der 

Beschwerdeführer qualitative Einschränkungen (vgl. E. 4.1, Suva-act. I/206) und es ist 

damit von der Notwendigkeit einer gewissen erhöhten Rücksichtnahme seitens des 

Arbeitgebers auszugehen. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern 

lohnmässig benachteiligt und muss mit leicht unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen (vgl. zum Ganzen Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/

Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Vorliegend kann die 

konkrete Festsetzung des Tabellenlohnabzugs offenbleiben, da selbst bei einem 

solchen von 10% kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Ein noch höherer 

Abzug ist nicht gerechtfertigt und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht.

Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 64'422.-- und einem 

Invalideneinkommen von 61'197.-- (bei einem Tabellenlohnabzug von 10%) ergibt sich 

ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 5%.

5.4. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

Kreisarzt Dr. N.___ schätzte den Integritätsschaden auf 10%. Er verwies dabei auf 

die Suva-Tabelle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen" gemäss welcher eine mässige 

Femorotibialarthrose einen Integritätsschaden zwischen 5 und 15% begründe. Beim 

Beschwerdeführer liege bildgebend eine isolierte mässige Femorotibialarthrose des 

medialen Kniegelenks rechts bei intaktem lateralem Femorotibialgelenk vor (Suva-act. 

I/205). Er schätzte den Integritätsschaden daher nachvollziehbar auf 10%, was dem 

Durchschnitt von 5-15% entspricht. Weiter führte Dr. N.___ überzeugend aus, die 

Suva-Tabelle 6 "Integritätsschaden bei Gelenkinstabilitäten" gelange nicht zur 

Anwendung, da keine Instabilität des rechten Kniegelenks vorliege und selbst eine 

mässige Instabilität von einem oder beiden Kreuzbändern am Kniegelenk mit 0% und 

eine mittelschwere Instabilität mit 5% bemessen würde, weshalb weiterhin der höhere 

Wert der Suva-Tabelle 5 zur Anwendung gelangen würde (vgl. Einleitung zur Tabelle 5, 

Suva-act. I/205). Selbst wenn - wie der Beschwerdeführer entgegen der Einschätzung 

von Dr. N.___ sinngemäss geltend macht (vgl. act. G8, Suva-act. I/206) - im Zeitpunkt 

des Fallabschlusses eine Instabilität vorgelegen hätte, würde also kein höherer 

Integritätsschaden als bereits anerkannt, resultieren. Schliesslich hielt Dr. N.___ fest, 

eine weitergehende Verschlimmerung sei nicht berücksichtigt, da deren Entwicklung 

nicht vorausgesagt werden könne und aus medizinischer Sicht eher unwahrscheinlich 

sei (Suva-act. I/205).

6.2. 

Die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 10% ist damit nicht zu beanstanden. Der 

Beschwerdeführer bringt keine konkreten Einwände gegen die Berechnung vor, 

sondern kritisiert die Festlegung nur allgemein (vgl. act. G3).

6.3. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. Januar 

2020 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).7.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.08.2020
	Art. 18 UVG. Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 20 UVG. Art. 24 UVG. Festlegung des Zeitpunktes des Fallabschlusses. Prozentvergleich. Kein Anspruch auf eine Rente und auf eine höhere Integritätsentschädigung als zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. August 2020, UV 2020/14).

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