# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c1fd97b-513e-5c9c-bbca-cbaeec905c43
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 03.10.2025 ZR2 2024 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZR2-2024-1_2025-10-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 3. Oktober 2025
mitgeteilt am 3. Oktober 2025

Referenz ZR2 24 1

Instanz Zweite zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Richter-Baldassarre und Aebli
Theus Simoni, Aktuarin

Parteien A.________
Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Lörli

gegen

B.________
Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Castelberg

Gegenstand Forderung aus Auftrag

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur vom 10. Oktober 2023, 
mitgeteilt am 5. Dezember 2023 (Proz. Nr. 115-2021-62)

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Sachverhalt

A.a. Die A.________ bezweckt gemäss Handelsregistereintrag die Beratung im 
Gesundheitswesen, insbesondere Schulung und Consulting, sowie den Kauf und 
Verkauf medizinischer Produkte. Alleiniger Gesellschafter und 
einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer ist C.________.

Die B.________ bezweckt die medizinische Grund- und Zentrumsversorgung der 
Spitalregion O.1.________, des übrigen Kantonsgebietes sowie des weiteren 
Einzugsgebietes und betreibt die dafür nötige Spitalinfrastruktur oder beauftragt 
Dritte damit.

A.b. Ab März 2019 bis Oktober 2019 erbrachte die A.________ bzw. C.________ 
im Herzkatheterlabor des Spital B.________ während insgesamt neun einzelnen 
Tagen gewisse Dienstleistungen. Hierfür stellte die A.________ am 28. April 2019, 
am 27. Juli 2019 sowie am 30. Oktober 2019 Rechnung über jeweils CHF 5'880.42 
(je 30 Stunden à CHF 157.50, je dreimal eine Reisespesenpauschale à CHF 250.00 
sowie 7.7 % MWST). Die erwähnten Rechnungen wurden vom Spital B.________ 
bezahlt.

A.c. Ab März 2020 bis Dezember 2020 leistete C.________ weitere Einsätze im 
Spital B.________ im Umfang von total 1'470.84 Arbeitsstunden. Dabei wurde er 
zunächst im Herzkatheterlabor zwecks Abbau von Überstunden eingesetzt. Ende 
Juni 2020 wurde er aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls des ursprünglichen 
Stelleninhabers interimistisch Teamleiter Pflege. Im Laufe der Zeit kamen ferner 
noch gewisse Projektarbeiten hinzu. Ein schriftlicher Vertrag wurde zwischen den 
Parteien nicht abgeschlossen. Am 11. Oktober 2020 und am 4. Dezember 2020 
stellte die A.________ je eine Akontorechnung über CHF 50'000.00. Diese wurden 
durch das Spital B.________ bezahlt. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2020 stellte 
die A.________ der B.________ die einzelnen Abrechnungen für die Monate März 
bis November 2020 zu und verlangte für diesen Zeitraum eine Entschädigung von 
CHF 306'397.07 bzw. unter Berücksichtigung der zwei Akontozahlungen (von je 
CHF 50'000.00) CHF 206'397.07. Zudem beendete C.________ per 31. Dezember 
2020 seine Dienstleistungen für das Spital B.________. Die B.________ weigerte 
sich, den von der A.________ geforderten Betrag zu bezahlen.

B. Die A.________ reichte gegen die B.________ am 26. Mai 2021 ein 
Schlichtungsgesuch beim Vermittleramt Plessur ein. Weil die 
Schlichtungsverhandlung vom 24. August 2021 erfolglos geblieben war, stellte das 
Vermittleramt Plessur am gleichen Tag die Klagebewilligung aus.

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C. Die A.________ reichte am 23. November 2021 Klage beim Regionalgericht 
Plessur mit folgendem Rechtsbegehren ein:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 175'845.30 zzgl. 7.7% MWSt nebst Zinsen zu 5% auf dem Betrag 
von CHF 141'997.05 seit 20. Januar 2021 sowie 5% auf dem Betrag von 
CHF 33'848.25 seit 26. Mai 2021 zu bezahlen;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten;

Die B.________ stellte in ihrer Klageantwort vom 31. Januar 2022 folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. MWST zulasten der 
Klägerin.

D. Nach Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels, bei welchem die 
Parteien an ihren gestellten Rechtsbegehren unverändert festhielten, erliess das 
Regionalgericht Plessur am 21. Dezember 2022 eine Beweisverfügung. Gestützt 
darauf wurden in der Folge der Dienstplan von C.________ des Jahres 2020 ediert, 
Prof. Dr. med. D.________ (Chefarzt Kardiologie), E.________ (Pflegeleiterin 
ambulante Fachbereiche), F.________ (Teamleiter Kardiologie) und G.________ 
(Klinikmanager) als Zeugen einvernommen sowie C.________ und Prof. Dr. med. 
H.________ (Departementsleiter und Geschäftsleitungsmitglied) als Parteien 
befragt. Am 13. Juni 2023 führte das Regionalgericht Plessur eine 
Instruktionsverhandlung durch. Am 4. Oktober 2023 fand die Hauptverhandlung 
statt. 

E. Das Regionalgericht Plessur fällte am 10. Oktober 2023 folgenden 
Entscheid:

1. Die B.________ wird verpflichtet, der A.________ CHF 60'639.15 nebst 
Zins zu 5% seit 21. Januar 2021 auf den Betrag von CHF 49'129.55 
sowie Zins zu 5% seit 26. Mai 2021 auf den Betrag von 11'509.60 zu 
bezahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

2.a) Die Gerichtskosten betragen CHF 11'030.00. Sie gehen im Umfang von 
CHF 6'618.00 (3/5) zu Lasten der A.________ und im Umfang von 
CHF 4'412.00 (2/5) zu Lasten der B.________.

b) Die Gerichtskosten werden mit den von der A.________ geleisteten 
Vorschüssen von CHF 11'175.00 sowie denjenigen der B.________ 
von CHF 225.00 verrechnet.

Die Differenz von CHF 370.00 wird der A.________ durch den Kanton 
Graubünden erstattet.

c) Die B.________ hat der A.________ die geleisteten Vorschüsse von 
CHF 4'187.00 zu ersetzen.

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d) Die A.________ hat der B.________ eine Parteientschädigung von 
CHF 7'210.25 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrungen]

4. [Mitteilungen]

F. Dagegen reichte die A.________ am 22. Januar 2024 Berufung beim 
(damaligen) Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Rechtsbegehren ein:

1. Ziff. 1 des Entscheids vom 10. Oktober 2023 sei aufzuheben. Die 
B.________ sei zu verpflichten, der A.________ [recte: A.________] 
den Betrag von CHF 175'845.30 zzgl. 7.7 % MwSt. nebst Zins zu 5 % 
auf dem Betrag von CHF 141'997.05 seit 20. Januar 2021 sowie 5 % 
auf dem Betrag von CHF 33'848.25 seit 26. Mai 2021 zu bezahlen.

Eventualiter

2. Ziff. 1 des Entscheids vom 10. Oktober 2023 sei aufzuheben. Die 
B.________ sei zu verpflichten, der A.________ [recte: A.________] für 
die geleisteten 1'470.84 Arbeitsstunden bis und mit November 2020 eine 
Entschädigung von mehr als CHF 96 pro Stunde nach Ermessen des 
Gerichts zu bezahlen. Weiter sei die B.________ zu verpflichten, für 
Spesen eine Entschädigung von CHF 40'250 und für Pikett eine solche 
CHF 4'404.30 zu leisten. Die Entschädigung sei zuzüglich 7.7 % MWST 
zu entrichten. Die Entschädigung für 1'355.74 Arbeitsstunden bis und mit 
November 2020 sowie für die 776.65 Pikettstunden sei seit 21. Januar 
2021 mit 5 % zu verzinsen. Die 115.1 Arbeitsstunden zuzüglich 92 
Pikettstunden bis und mit November 2020 sowie die Spesen von 
CHF 40'250 seien seit 26. Mai 2021 zu 5 % zu verzinsen.

3. Ziff. 2 des Entscheids vom 10. Oktober 2023 sei aufzuheben und die 
Kosten seien der Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zu Lasten der 
Berufungsbeklagten.

Die B.________ stellte in ihrer Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 
23. Februar 2024 folgende Rechtsbegehren:

1. Die Berufung vom 22.1.2024 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. MWST 
zulasten der Berufungsklägerin.

3. Anschlussberufung

a) Es sei der Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 
10.10./5.12.2023 in Ziff. 1 des Urteils auf einen Betrag von Fr. 41'200.65 
zu reduzieren, nebst Zins, welchen die B.________ der A.________ zu 
bezahlen habe.

b) In Ziff. 2 des Urteils seien die Kosten und Entschädigungen 
entsprechend vom Gericht neu zu verteilen.

G. In ihrer Replik und Anschlussberufungsantwort vom 10. April 2024 hielt die 
A.________ (nachfolgend: Berufungsklägerin, Anschlussberufungsbeklagte) an 

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ihren Berufungsanträgen fest und verlangte zusätzlich die vollumfängliche 
Abweisung der Anschlussberufung.

Die B.________ (nachfolgend: Berufungsbeklagte, Anschlussberufungsklägerin) 
hielt in ihrer Duplik und Anschlussberufungsreplik vom 3. Juni 2024 an ihren 
Rechtsbegehren gemäss Berufungsantwort vom 23. Februar 2024 unverändert 
fest.

Das Kantonsgericht stellte die Duplik und Anschlussberufungsreplik am 5. Juni 
2024 der Berufungsklägerin zu und hielt zuhanden beider Parteien fest, dass ein 
weiterer Schriftenwechsel nicht vorgesehen sei.

H. Die Berufungsklägerin bezahlte den von ihr eingeforderten Kostenvorschuss 
von CHF 7'000.00 innert Frist. Die Anschlussberufungsklägerin bezahlte ihren 
Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 ebenfalls fristgerecht.

I. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden das 
Gerichtsorganisationsgesetz vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) in Kraft 
getreten. Auf diesen Zeitpunkt hin sind das Kantons- und das Verwaltungsgericht 
zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt worden. Die hängigen 
Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf das Obergericht 
übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Dabei haben die Nummer des 
vorliegenden Verfahrens von ZK2 24 1 auf ZR2 24 1, der Vorsitz sowie die 
Zusammensetzung des Spruchkörpers geändert.

J. Die vorinstanzlichen Akten wurden eingeholt. Die Sache ist spruchreif.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Erstinstanzliche Endentscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten 
sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 ZPO). Zuletzt 
aufrechterhalten sind diejenigen Rechtsbegehren, welche eine logische Sekunde 
vor der Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheides (in ihrer Summe) noch im Streit 
standen (REETZ, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 308 N. 39). Die 
Anschlussberufung ist an keine Streitwertgrenze gebunden (HILBER/REETZ, in: 
Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 313 N. 32; 

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SPÜHLER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 313 N. 10).

Vorliegend richtet sich die Berufung gegen einen Endentscheid des 
Regionalgerichts Plessur, das erstinstanzlich entschieden hat. Der Streitwert der 
zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren beträgt bei Weitem mehr als 
CHF 10'000.00.

1.2. Die Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der 
Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet sowie unter Beilage 
des angefochtenen Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 311 
ZPO).

Im vorliegenden Fall wurde der vorinstanzliche Entscheid vom 10. Oktober 2023 in 
vollständiger Ausfertigung der Berufungsklägerin am 13. Dezember 2023 zugestellt. 
Die am 22. Januar 2024 der Post übergebene Berufungsschrift ist in Anbetracht des 
vom 18. Dezember 2023 bis und mit dem 2. Januar 2024 geltenden 
Fristenstillstands (Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO) rechtzeitig eingereicht worden.

1.3. Die Anschlussberufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung der Hauptberufung 
zur schriftlichen Stellungnahme zu erheben (BGE 143 III 153 E. 4.4).

Die Berufungsschrift wurde der Berufungsbeklagten am 25. Januar 2024 zugestellt. 
Ihre Berufungsantwort und zugleich Anschlussberufung trägt den Poststempel vom 
23. Februar 2024, sie ist daher rechtzeitig erfolgt.

1.4. Auf die im Übrigen auch formgerecht eingereichte Berufung (und demzufolge 
auch auf die Anschlussberufung) ist einzutreten.

2. Rügen

Mit Berufung kann die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes und/oder die 
unrichtige Rechtsanwendung geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

3. Qualifikation des Vertrages

Im vorinstanzlichen Verfahren war zwischen den Parteien umstritten, auf welcher 
vertraglichen Grundlage (Personalverleih, Arbeitsvertrag oder Auftrag) die 
streitgegenständliche Entschädigungsforderung beruht. Die Vorinstanz hat das 
Vorliegen eines Arbeitsvertrages oder eines Personalverleihs verneint und ist von 

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einem Auftragsverhältnis ausgegangen (act. B.1, E. 3). Die Parteien fechten diese 
Vertragsqualifikation im Berufungs- und Anschlussberufungsverfahren nicht an. Es 
ist im Folgenden somit von der Anwendbarkeit der Bestimmungen über den 
einfachen Auftrag (Art. 394 ff. OR) auszugehen.

4. Vereinbarung über die Höhe der Stundenentschädigung

4.1.1. Die Berufungsklägerin rügt die Rechtsanwendung der Vorinstanz, die von 
einem Dissens der beiden Parteien hinsichtlich der Höhe der 
Stundenentschädigung ausgegangen sei (s. act. B.1, E. 4.1.4.5). Vielmehr hätten 
sich die Parteien auf eine Stundenentschädigung in Höhe von CHF 157.50 geeinigt 
(act. A.1, Rz. 6–12; act. A.3, Rz. 10), und zwar nach einer "probeweisen" Evaluation 
der Situation im Jahre 2019 auch für den Einsatz im 2020. Es seien nicht zwei 
unabhängige Aufträge gewesen (act. A.3, Rz. 5). Der Arbeitsbereich von 
C.________ habe die "Reorganisation Pflegebereich" und "Prozessanalyse" im 
Herzkatheterlabor betroffen (act. A.3, Rz. 4; act. A.3, Rz. 16). Mit der Erkrankung 
von F.________ habe C.________ auch die Teamleitung übernommen. Dabei habe 
er davon ausgehen dürfen, dass der gleiche Stundenansatz wie im Jahre 2019 
gelten würde (act. A.3, Rz. 16). Prof. Dr. med. D.________ sei dieser 
Stundenansatz bekannt gewesen (act. A.3, Rz. 16–18) und die Berufungsklägerin 
habe darauf vertrauen dürfen, dass Prof. Dr. med. D.________ zur 
Auftragserteilung befugt gewesen sei (act. A.3, Rz. 19). Zudem habe die 
Berufungsklägerin am 6. Januar 2020 Prof. Dr. med. D.________ zusätzliche, 
niederqualifizierte Mitarbeiter zum Stundenansatz von CHF 96.00 angeboten, 
woraus die Berufungsbeklagte hätte schliessen müssen, dass für C.________ ein 
höherer Ansatz gelten würde (act. A.3, Rz. 21).

4.1.2. Dem widerspricht die Berufungsbeklagte (act. A.2, Rz. 21–22). Die Einsätze 
im Jahre 2019 seien im Zeitraum von März 2019 bis Oktober 2019 einzeltageweise 
während insgesamt neun Tagen erfolgt und zwar zur Unterstützung der 
Teamleitung Pflege. Erst ab März 2020 habe die Berufungsklägerin C.________ 
praktisch vollzeitlich zur Verfügung gestellt und zwar in einem absolut 
weisungsgebundenen Umfeld (act. A.4, Rz. 6; act. A.4, Rz. 21). Nach den 
Einsätzen im 2019 sei ungewiss gewesen, ob im 2020 weitere Einsätze erfolgen 
würden (act. A.4, Rz. 7). Prof. Dr. med. D.________ habe mit der Berufungsklägerin 
nie über deren Entschädigung gesprochen (act. A.4, Rz. 7). Der Vertragsentwurf 
vom 6. Januar 2020 (RG-act. II/1/5) sei nur ein Beispielvertrag gewesen, die 
Berufungsbeklagte habe nicht davon ausgehen müssen, die Entschädigung würde 
höher sein als der sonst bei Adecco und Careanesth übliche Stundenlohn eines 
dipl. Pflegeexperten mit Nachdiplomstudium (act. A.4, Rz. 24).

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4.1.3. Die Vorinstanz hat erwogen, dass die Tätigkeit von C.________ im Jahr 2019 
(total 9 Tage, verteilt zwischen März und Oktober) umfangmässig nicht vergleichbar 
sei mit seiner Tätigkeit im Jahr 2020 (durchschnittlich 147 Stunden pro Monat 
zwischen März und Dezember) (act. B.1, E. 4.1.4.1). Es sei ferner nicht erstellt, 
dass seitens der Berufungsklägerin mit E-Mail vom 6. Januar 2020 ein 
Vertragsentwurf an Prof. Dr. med. D.________ geschickt worden sei, welcher im 
Übrigen gar nicht zuständig gewesen wäre, über die Anstellungsbedingungen zu 
befinden (act. B.1, E. 4.1.4.2). Auch anderen Angestellten der Berufungsbeklagten 
(E.________, F.________, Prof. Dr. med. H.________, G.________) sei der 
Stundenansatz der Berufungsklägerin nicht bekannt gewesen. Die Vorinstanz ist 
deshalb zum Schluss gekommen, dass über die Entschädigung der 
Berufungsklägerin keine Vereinbarung vorgelegen habe (act. B.1, E. 4.1.4.3–
4.1.4.5).

4.2.1. Durch die Annahme eines Auftrages verpflichtet sich der Beauftragte, die ihm 
übertragenen Geschäfte oder Dienste vertragsgemäss zu besorgen (Art. 394 Abs. 1 
OR). Verträge über Arbeitsleistung, die keiner besonderen Vertragsart dieses 
Gesetzes unterstellt sind, stehen unter den Vorschriften über den Auftrag (Art. 394 
Abs. 2 OR). Eine Vergütung ist zu leisten, wenn sie verabredet oder üblich ist 
(Art. 394 Abs. 3 OR). Geschuldet ist das vereinbarte Honorar. Wurde dieses nicht 
konkret bestimmt, ist eine übliche und angemessene Vergütung geschuldet 
(Art. 394 Abs. 3 OR). Der Beauftragte ist beweispflichtig hinsichtlich der Existenz 
der Honorarabsprache sowie der Art und Angemessenheit der Honorierung (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 4A_60/2023 vom 19. April 2023 E. 5.2; 4A_278/2014 
vom 18. September 2014 E. 4.1; 4A_100/2008 vom 29. Mai 2008 E. 4.1; 
OSER/WEBER, in: Widmer/Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar 
Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, Art. 394 N. 41).

4.2.2. Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden 
wirklichen Willen der Parteien festzustellen (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Diese 
subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweiswürdigung (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_278/2014 vom 18. September 2014 E. 4.1). Kann ein 
tatsächlich übereinstimmender Wille der Parteien dagegen nicht festgestellt 
werden, so ist der Vertrag nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, d.h. der 
mutmassliche Parteiwille ist danach zu ermitteln, wie der jeweilige 
Erklärungsempfänger die Willensäusserung der anderen Vertragspartei nach den 
gesamten Umständen nach Treu und Glauben verstehen durfte und musste. Diese 
objektivierte Auslegung ist als Rechtsfrage frei zu prüfen und erfolgt unter 
Berücksichtigung nicht nur des Wortlautes der Vereinbarung, sondern der 

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Umstände, welche dem Vertragsschluss vorausgegangen sind oder ihn begleitet 
haben, unter Ausschluss späterer Ereignisse (BGE 144 III 43 E. 3.3 m.w.H.; Urteil 
des Bundesgerichts 4A_70/2018 vom 20. August 2018 E. 4.3 m.w.H.).

4.3.1. Vorliegend besteht zwischen den Parteien Einigkeit darüber, dass für die 
Tätigkeit von C.________ bei der Berufungsbeklagten weder für das Jahr 2019 
noch für das Jahr 2020 ein schriftlicher Vertrag bestand (act. A.2, Rz. 6 f.; RG-
act. VII/2, Ziff. 4). Nicht strittig ist zudem, dass zwischen der Berufungsklägerin und 
der Berufungsbeklagten für das Jahr 2020 ein schriftlicher Vertrag betreffend den 
Einsatz von C.________ bei der Berufungsbeklagten hätte abgeschlossen werden 
sollen, also keine direkte Anstellung von C.________ durch die Berufungsbeklagte 
erfolgen sollte (act. A.2, Rz. 7; RG-act. II/1/18; RG-act. II/1/19). Die Parteien sind 
sich ferner einig darüber, dass die Berufungsbeklagte die von der Berufungsklägerin 
ausgestellten Rechnungen für die neun Tage, an welchen C.________ im Jahre 
2019 für die Berufungsbeklagte gearbeitet hatte, bezahlt hat. Diesen drei 
Rechnungen hatte die Berufungsklägerin einen Stundenansatz von CHF 157.50, 
eine Reisespesenpauschale von CHF 250.00 pro Arbeitstag sowie 7.7 % MWST 
zugrunde gelegt (act. A.2, Rz. 5; RG-act. II/1/3). Davon ist auch die Vorinstanz 
ausgegangen (act. B.1, E. 4.1.4.1).

4.3.2. Aus dem Umstand, dass die Berufungsklägerin bereits im Jahre 2019 für die 
Berufungsbeklagte gearbeitet hat, lässt sich nicht schliessen, dass die Tätigkeit von 
C.________ bei der Berufungsbeklagten im Jahre 2020 eine Fortsetzung des 
Auftrages von 2019 gewesen wäre und deshalb der Schluss gezogen werden 
könnte, es sei stillschweigend für das Jahr 2020 auch dieselbe Entschädigung 
vereinbart worden.

Denn aus den Rechnungen für das Jahr 2019 geht hervor, dass C.________ nur 
neun einzelne Tage (à durchschnittlich zehn Stunden) für die Berufungsbeklagte 
gearbeitet hatte (25. und 28. März 2019; 17. April 2019; 1. und 3. Mai 2019; 3. Juli 
2019; 2., 3. und 16. Oktober 2019; RG-act. II/1/3). C.________ gab an, die 
Entschädigung sei für seine Mitarbeit im Herzkatheterlabor bezahlt worden (RG-
act. VII/2). Nach den Zeugenaussagen von Prof. Dr. med. D.________ (Chefarzt 
Kardiologie von August 2018 bis November/Dezember 2020) wollte man 
C.________ im Jahre 2019 als Berater beiziehen, um das Pflegeteam zu 
unterstützen und die Prozesse im Spital B.________ zu optimieren. Denn in der 
Pflegeteamleitung sei ein Führungswechsel infolge Pensionierung angestanden 
(RG-act. VII/4, Ziff. 7 und Ziff. 30). Es seien Tageseinsätze gewesen (RG-act. VII/4, 
Ziff. 8; RG-act. VII/4, Ziff. 25).

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Nach diesen Einzeleinsätzen im Jahre 2019 folgte ein zeitlicher Unterbruch, bis 
C.________ im März 2020 wieder angefangen hatte, bei der Berufungsbeklagten 
zu arbeiten (RG-act. VII/7, Ziff. 11). Dabei ging es um den Abbau von Überstunden 
und die interne Weiterbildung (RG-act. III/1/4; RG-act. III/1/6; RG-act. VII/1, Ziff. 7). 
Der Zeuge F.________ (Pflegefachmann, Teamleiter Kardiologie) gab an, 
C.________ habe geholfen, Überstunden abzubauen und habe ihn, F.________, in 
der Führung geschult, weil er nicht grosse Führungserfahrung gehabt habe (RG-
act. VII/6, Ziff. 11). E.________ (Pflegefachfrau, Pflegeleitung ambulante 
Fachbereiche) sagte aus, der Auftrag an C.________ sei im 2019 ein anderer 
gewesen als im 2020 (RG-act. VII/5, Ziff. 10). Im 2019 habe Prof. Dr. med. 
D.________ versucht, neue Behandlungsmethoden einzubringen und dazu Leute 
benötigt, die das bereits konnten. Darum sei C.________ geholt worden (RG-
act. VII/5, Ziff. 10). Im 2020 seien als Haupttätigkeiten der Abbau von Überstunden 
und die Prozessoptimierung (z.B. Plan der Installierung eines "Fast-Track") 
vorgesehen gewesen und ab Mitte Juni 2020 habe C.________ die interimistische 
Teamleitung übernommen, nachdem F.________ ausgefallen sei. C.________ 
habe die Dienstpläne gemacht und im Tagesgeschäft mitgearbeitet (RG-act. VII/5, 
Ziff. 11–13). Die operative Leitung im Tagesgeschäft (interimistische Teamleitung) 
erfolgte ab Juni 2020 bis Dezember 2020 (RG-act. I/1, Rz. 15 und Rz. 19; RG-
act. II/1/11; RG-act. II/1/16, Ziff. 3). Als interimistischer Teamleiter hatte 
C.________ diejenigen Aufgaben zu erfüllen, die vorher F.________ hatte: Führung 
des invasiven Bereichs (Herzkatheterlabor) und des nicht invasiven Bereichs 
(Ambulatorium), das Auswählen von Personal, die Erstellung von Dienstplänen, die 
Materialbewirtschaftung, Stellenbeschreibungen, Mitarbeitergespräche etc. (RG-
act. VII/6, Ziff. 6 f.). Ausserdem leistete C.________ im Jahre 2020 Notfall-
Bereitschaftsdienst (RG-act. I/1, Rz. 17; s. E. 6).

Der geplante Inhalt des Arbeitseinsatzes von C.________ geht auch aus dem 
Protokoll der Kadersitzung Kardiologie vom 20. April 2020 hervor (RG-act. II/1/12; 
s. auch RG-act. II/1/13; RG-act. VII/5, Ziff. 33):

• Abbau von Überzeiten des Pflegeteams mit Einsatz als Travel Nurse

• Teaching des Pflegeteams nach Identifizierung der Bedürfnisse und 
Notwendigkeiten

• Erarbeitung eines Curriculums zur gezielten Einführung neuer MA und 
Weiterentwicklung der erfahrenen MA in Zusammenarbeit mit den 
Vorgesetzten

• Unterstützung, Beratung und Begleitung in der Rollenfindung 
Teamleitung

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• Einbezug in die Optimierungs- und Organisationsprozesse bzgl. 
personeller Ressourcen invasive und nicht-invasive Kardiologie, 
Software, Patientenpfade und Raumplanung

Zudem wird in diesem Protokoll erwähnt, dass C.________ die Thematik 
Patientenpfad ("Fast Track") zusammen mit dem Lean Manager I.________ 
aufarbeiten sollte (RG-act. II/1/12; s. auch RG-act. I/2, Rz. 15). Der Testlauf des 
Projekts "Fast Track" erfolgte dann vom 22. bis 24. September 2020 während dreier 
Tage (RG-act. III/2/24; RG-act. III/2/25; RG-act. VII/5 Ziff. 16 f. und 28; RG-act. VII/7, 
Ziff. 26 f.). Neben dem Projekt "Fast Track" erscheint C.________ in der To-do-Liste 
2020/2021 (Stand per 31. Dezember 2020) der Beratungsprojekte noch in weiteren 
elf Projekten als Projektbeteiligter (RG-act. III/1/14). Von diesen (zusammen mit 
dem Projekt "Fast Track") insgesamt zwölf Projekten waren zwei Projekte 
("Optimierung Dienst- und Pikettplanung"; "Fortbildungen nach 
Weiterbildungsagenda") "in Bearbeitung" durch C.________ (RG-act. III/1/14). 
Eines dieser zwölf Beratungsprojekte von C.________ fürs Jahr 2020 war gemäss 
der To-do-Liste aufgrund der Krankheit und Kündigung von F.________ sistiert 
worden (Projekt "Teamumfrage Pflegeteam"). Die Umsetzung des Projekts 
"Raum/Bau" war pendent. Das Projekt "Skill-Grade-Mix-Konzept für den 
Fachbereich Kardiologie" war in Bearbeitung durch E.________. Die übrigen 
Projekte unter Mitwirkung von C.________ waren offen (RG-act. III/1/14). Erst per 
5. November 2020 wurde C.________ mit dem Auftrag "Umbau Infrastruktur 
Kardiologie" als Projektleiter betraut (RG-act. II/1/14). Gesamthaft betrachtet war 
der Anteil an von C.________ im Jahre 2020 geleisteten Projektarbeitsstunden im 
Verhältnis zu seinen übrigen Tätigkeiten gering.

Während also im Jahre 2019 die Beratungstätigkeit von C.________ im 
Vordergrund stand, beinhaltete die im Jahre 2020 erst nach einem Unterbruch ab 
März 2020 aufgenommene Tätigkeit von C.________ vor allem die Mitarbeit im 
Tagesgeschäft (Abbau von Überstunden, Pikettdienst, interimistische Teamleitung). 
Seine Beratungstätigkeit war eng begrenzt und beschränkte sich vor allem auf das 
Projekt "Fast Track", deren Probelauf auf drei Tage im September 2020 beschränkt 
gewesen war (RG-act. III/2/24; RG-act. III/2/25). Dass die Tätigkeit von C.________ 
im Jahre 2020 eine Fortsetzung der Tätigkeit von 2019 gewesen und daher von 
beiden Parteien stillschweigend von einem gleichen Entschädigungsansatz wie im 
Jahr 2019 ausgegangen worden wäre, kann nicht angenommen werden.

4.3.3. Aus den Akontorechnungen der Berufungsklägerin vom 11. Oktober 2020 
und vom 4. Dezember 2020 an die Berufungsbeklagte über je CHF 50'000.00 für 
die Tätigkeit im Jahre 2020 lässt sich für die vorliegend strittigen 
Entschädigungsfragen nichts ableiten, weil daraus keine näheren Angaben wie in 

12 / 35

Rechnung gestellte Stundenansätze hervorgehen (RG-act. III./1/10; RG-
act. III/1/12). Beide Akontorechnungen wurden von der Berufungsbeklagten zwar 
bezahlt (act. A.1, Rz. 8). Aber eine Einigung über die Höhe der Entschädigung an 
die Berufungsklägerin lässt sich daraus nicht ableiten, weil zu diesem Zeitpunkt 
noch keine Einigung darüber erfolgt war, wie nachfolgend aufgezeigt wird. Denn 
laut Zeugenaussage von E.________ soll erst im Dezember 2020 eine 
Besprechung zwischen ihr, C.________ und G.________ (Klinikmanager, 
Betriebswirtschafter, Departement Innere Medizin) stattgefunden haben, nachdem 
C.________ im September 2020 einen Vertrag vorgelegt habe. Anlässlich dieser 
Besprechung vom Dezember 2020 habe man C.________ eine Monatspauschale 
als Entschädigung angeboten, etwa in der Grössenordnung von CHF 13'000.00 
(RG-act. VII/5, Ziff. 50 f.). Dies hätte C.________ laut Zeugenaussage von 
E.________ als Entschädigung fürs 2021 akzeptiert, jedoch nicht fürs 2020 (RG-
act. VII/5, Ziff. 54). Auch G.________ sagte aus, C.________ habe erst nach sieben 
Monaten einen "korrekten" Vertrag geschickt (RG-act. VII/7, Ziff. 18).

Diese Aussagen werden durch die Darstellung der Berufungsklägerin bestätigt, 
wonach C.________ der Berufungsbeklagten mit E-Mail vom 13. September 2020 
einen Vertragsentwurf habe zukommen lassen (RG-act. II/1/17; RG-act. II/1/18). 
Darin waren als Grundvergütung ein Stundenansatz von CHF 185.00 zuzüglich 
MWST von 7.7 % vorgesehen, ein zweiter Stundenansatz von CHF 157.50 
zuzüglich MWST für reine Tätigkeiten im Herzkatheterlabor mit Assistenz bei 
Untersuchungen sowie ein dritter Stundenansatz von CHF 115.00 für reine 
Tätigkeiten im Herzkatheterlabor, daneben eine Pikettentschädigung sowie eine 
Spesenentschädigung (RG-act. II/1/18, Ziff. 7.1–7.4 und Ziff. 8.1 f.). Unter 
Zugrundelegung der 1'470.84 im Jahre 2020 (März bis Dezember) erbrachten 
Arbeitsstunden hätte sich basierend auf einem Stundenansatz von CHF 157.50 
allein daraus für die Berufungsklägerin eine Forderung von CHF 231'657.30 bzw. 
ein monatliches Honorar von CHF 23'165.73 ergeben (RG-act. I/1, Rz. 30).

Demgegenüber sah der Vertragsentwurf, den die Berufungsbeklagte C.________ 
am 15. Dezember 2020 nach der Überarbeitung durch ihren Rechtsdienst zustellte, 
für die von C.________ im Jahre 2020 ab dem 1. März 2020 erbrachten Leistungen 
– abweichend von den Entschädigungsvorstellungen der Berufungsklägerin – bloss 
eine Monatspauschale von CHF 15'000.00 plus MWST, aber ohne eine 
Spesenentschädigung, vor (RG-act. II/1/19, Ziffn. 7.1, 7.3 und 8).

Damit war bis Ende Dezember 2020 zwischen den beiden Parteien keine Einigung 
über die Entschädigung für die Tätigkeit von C.________ im Jahre 2020 erfolgt, was 
auch die E-Mail von C.________ vom 2. Dezember 2020 zeigt (RG-act. III/1/11). 

13 / 35

Das Auftragsverhältnis zwischen den beiden Parteien wurde von der 
Berufungsklägerin per 31. Dezember 2020 beendet (RG-act. II/1/20).

4.3.4. Dieser Schluss einer fehlenden Einigung über die Entschädigungshöhe von 
C.________ für das Jahr 2020 wird durch weitere Umstände erhärtet.

Gemäss Aussage von Prof. Dr. med. D.________ gab es im März 2020 einen 
Auftrag der Spitalleitung an C.________, wonach letzterer den internen Lean 
Manager hätte unterstützen sollen, um die Prozesse in der Kardiologie zu 
optimieren (RG-act. VII/4, Ziff. 9 und Ziff. 14). Später habe C.________ für zwei bis 
drei Monate die Pflegeleitung interimsmässig übernommen (RG-act. VII/4, Ziff. 15). 
In den Anstellungsprozess von C.________ für das Jahr 2020 war Prof. Dr. med. 
D.________ gemäss seiner Zeugenaussage nicht involviert gewesen, über die 
Abgeltung für die Tätigkeit im 2020 könne er daher nichts sagen (RG-act. VII/4, 
Ziff. 9 f. und Ziff. 16). Er sei für diese Vertragsverhandlungen nicht zuständig 
gewesen und könne sich nicht mehr daran erinnern, von C.________ einen 
Vertragsentwurf erhalten zu haben (RG-act. VII/4, Ziff. 16 f.). Prof. Dr. med. 
D.________ gab zudem an, mit C.________ nie konkret besprochen zu haben, ob 
die Entschädigungsansätze für die Einsätze im Jahr 2019 auch für das Jahr 2020 
gelten sollten (RG-act. VII/4, Ziff. 18). Prof. Dr. med. D.________ gab anlässlich 
seiner Zeugeneinvernahme ausserdem an, in der Pflege nur eine Fachführung 
gehabt zu haben und keine Personalführung, er habe für die Pflege keine 
Arbeitsverträge unterzeichnet (RG-act. VII/4, Ziff. 6). Diese Aussage wird dadurch 
bestätigt, dass der Vertragsentwurf der Berufungsbeklagten, welcher der 
Berufungsklägerin am 15. Dezember 2020 zugestellt worden war, in der 
Unterschriftenzeile neben Prof. Dr. med. D.________ auch die Unterschriften von 
Dr. oec. J.________, Prof. Dr. med. H.________ und G.________ vorsah (RG-
act. II/1/19). Auch gemäss Handelsregistereintrag hatte Prof. Dr. med. D.________ 
keine Zeichnungsberechtigung für die Berufungsbeklagte.

Beim Vertragsentwurf, den C.________ mit E-Mail vom 6. Januar 2020 an Prof. Dr. 
med. D.________ geschickt haben will, handelt es sich gemäss C.________ um 
einen "Vertrag als Beispiel der natürlich um den genauen Auftrag ergänzt werden 
müsste" (RG-act. II/1/4). Dass es sich nur um ein Beispiel handelte, zeigt auch der 
Wortlaut von Ziff. 6.1, wonach die Leistungserbringung am Sitz der Auftraggeberin 
in "O.2.________" erfolgen sollte (RG-act. II/1/5). Auch die in Ziff. 8.1 dieses 
Vertragsbeispiels enthaltene Spesenpauschale von CHF 1'500.00 pro 
Kalendermonat, welche gemäss Vertragswortlaut die Reise und 
Übernachtungskosten am Beratungsort abdecken sollte, entspricht nicht dem 
Auslagenersatz, wie er im vorliegenden Fall von der Berufungsklägerin als 

14 / 35

vereinbart behauptet worden ist (RG-act. II/1/5; s. E. 7: CHF 250.00 pro Tag). Ein 
Pikettdienst, wie er in casu von C.________ erbracht worden ist (s. E. 6), war in 
diesem Beispielvertrag gemäss Ziff. 1 ausgeschlossen bzw. nicht vorgesehen (RG-
act. II/1/5). Der Beispielvertrag sah zudem vor, dass seitens der 
Berufungsbeklagten Prof. Dr. med. D.________ den Vertrag unterzeichnen sollte 
(RG-act. II/1/5). Ausserdem geht aus dem E-Mail von C.________ vom 8. Januar 
2020 an Prof. Dr. med. D.________ hervor, dass sich C.________ als alleiniger 
Gesellschafter und Geschäftsführer der Berufungsklägerin (und tatsächlicher 
Erbringer der Arbeitsleistungen im Betrieb der Berufungsbeklagten) bewusst war, 
dass die einzelnen vertraglichen Bedingungen zwischen der Berufungsklägerin und 
der Berufungsbeklagten hinsichtlich des Einsatzes von C.________ noch 
auszuhandeln waren. Denn C.________ hatte in seinem E-Mail vom 8. Januar 2020 
geschrieben, er komme gerne zum Besprechen (RG-act. II/1/6). C.________ hatte, 
wie er im E-Mail vom 8. Januar 2020 anführt, "im N.________" "ohne Vertrag", nur 
mit einer Vereinbarung "per Handschlag" anscheinend bereits schlechte 
Erfahrungen gemacht ("ziemlich angebrannt bin") (RG-act. II/1/6). Im gleichen E-
Mail gibt er deshalb an, er müsse etwas Schriftliches haben, es würden Kosten 
auflaufen, das Hotel usw. müsse er ja zahlen (RG-act. II/1/6). Obwohl Prof. Dr. med. 
D.________ C.________ per E-Mail vom 8. Januar 2020 bestätigte, dass dieser an 
sein Geld kommen werde, musste es C.________ bewusst sein, dass Prof. Dr. med. 
D.________ nicht allein darüber entscheiden würde (RG-act. II/1/6). So hatte 
C.________ Prof. Dr. med. D.________ vorgängig im seinem E-Mail vom 8. Januar 
2020 geschrieben: "Sorry ich vertraue dir aber ich sehe wenn viele verschiedene 
Mitspieler dabei sind wie PDL, Verwaltung, Departements Leitung usw. wird es für 
mich schwierig an mein Geld zu kommen" (RG-act. II/1/6). Ein weiterer Umstand 
weist darauf hin, dass es der Berufungsklägerin bewusst gewesen sein musste, 
dass Prof. Dr. med. D.________ nicht allein über ihre Entschädigung entscheiden 
konnte: So adressierte die Berufungsklägerin ihre beiden Akontorechnungen vom 
11. Oktober 2020 und vom 4. Dezember 2020 sowohl an Prof. Dr. med. D.________ 
als auch an G.________, d.h. nicht an Prof. Dr. med. D.________ allein (RG-
act. III/1/10; RG-act. III/1/12). Ferner sah die Berufungsklägerin in ihrem 
Vertragsentwurf vom September 2020 auf Seiten der Berufungsbeklagten als 
Vertragsunterzeichnende neben Prof. Dr. med. D.________ zudem Prof. Dr. med. 
H.________ sowie G.________ vor (RG-act. II/1/18). Auch dies ist als Indiz dafür 
zu werten, dass es der Berufungsklägerin bewusst war, dass nicht allein Prof. Dr. 
med. D.________ für den Vertragsabschluss zuständig war.

Dass zwischen den beiden Parteien eine Einigung über alle Vertragspunkte, 
insbesondere aber über die Entschädigungshöhe, erzielt worden wäre, wird auch 

15 / 35

durch weitere Umstände widerlegt. Aus der Zeugenaussage von E.________ geht 
hervor, dass man am 20. Februar 2020 mit C.________ nicht über das Finanzielle 
gesprochen habe (RG-act. VII/5, Ziff. 31). Dies wird durch die E-Mails von 
E.________ vom 20. Februar 2020 bestätigt, worin sie einerseits nachfragt, ob 
bezüglich der Kosten von C.________ bereits etwas geregelt sei, und andererseits 
"Mögliche Zielsetzungen zum Vertrag mit C.________" auflistet, d.h. die möglichen 
Tätigkeiten von C.________ bei der Berufungsbeklagten zusammengestellt hat 
(RG-act. II./1/7). Gemäss Zeugenaussage von E.________ war C.________ 
offensichtlich selbst davon ausgegangen, dass er der Berufungsbeklagten einen 
Vertrag zustellen müsse (RG-act. VII/5, Ziff. 36). Auf die Frage von E.________ in 
ihrem E-Mail vom 9. März 2020, ob C.________ seinen Vertrag am Donnerstag 
mitbringen könne, antwortete C.________, dass sich der Vertrag noch bei seinem 
Anwalt befinde (RG-act. III/1/4). Am Donnerstag, 12. März 2020, kündigte 
C.________ E.________ an, der Vertrag komme bis nächsten Montag (RG-
act. III/1/5). E.________ gab in ihrer Zeugenaussage an, sie habe mehrmals nach 
dem Vertrag gefragt (RG-act. VII/5, Ziff. 21 und Ziff. 35). Laut dem Protokoll der 
Kadersitzung Kardiologie vom 20. April 2020 hätte der Personalaufwand von 
C.________ in Absprache mit Prof. Dr. med. H.________ über Beratungskosten 
finanziert und zeitlich begrenzt werden sollen (RG-act. II/1/12). Zu diesem Zeitpunkt 
war jedoch noch nichts geregelt worden. An der Kadersitzung vom April 2020 seien 
sie davon ausgegangen, wie G.________ aussagte, dass sich der Ansatz der 
Berufungsklägerin im Rahmen von CHF 85.00 pro Stunde bewegen würde, wie er 
bei der Anstellung von Adecco-Leuten zur Anwendung komme (RG-act. VII/7, 
Ziff. 9). Aus der E-Mail von Prof. Dr. med. H.________ vom 22. Juni 2020 an Prof. 
Dr. med. D.________ geht hervor, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine 
Vereinbarung mit der Berufungsklägerin erfolgt war (RG-act. II/1/11). Gemäss 
Aussage von G.________ wurde am 23. Juni 2020 das erste Mal über die 
Beschäftigung von C.________ gesprochen, und zwar an einem Treffen, an 
welchem neben ihm noch Prof. Dr. med. D.________ und C.________ anwesend 
gewesen seien (RG-act. VII/7, Ziff. 7). Zu diesem Zeitpunkt sei seitens von 
C.________ noch kein Vertragsentwurf vorgelegen, obwohl diverse Male nach dem 
Vertragsentwurf gefragt worden sei (RG-act. VII/7, Ziff. 7 und Ziff. 10). Im August 
2020 sei immer noch keine Vereinbarung unterzeichnet gewesen (RG-act. III/1/7).

4.3.5. Damit ist die vorinstanzliche Beurteilung zu bestätigen, wonach zwischen 
den Parteien keine Vereinbarung über die Entschädigungshöhe der 
Berufungsklägerin zustande gekommen ist (act. B.1, E. 4.1.4–4.1.4.5).

5. Festlegung der Höhe der Stundenentschädigung

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5.1.1. Die Berufungsklägerin macht geltend, der von der Vorinstanz ihrem 
Entscheid nach Ermessen zugrunde gelegte Stundenansatz von CHF 96.00 sei 
willkürlich festgelegt worden (act. A.1, Rz. 13–25). Denn sie müsse mit ihrer 
Stundenpauschale Lohnnebenkosten, den 13. Monatslohn, Ferien- und 
Feiertagsentschädigungen, Weiterbildung, Krankentaggeldversicherung, 
Administrationskosten sowie Auslastungsschwankungen decken (act. A.1, Rz. 6; 
act. A.3, Rz. 28). Dipl. Experten in der Intensivpflege NDS HF und der Notfallpflege 
NDS HF hätten zwar ebenfalls Leistungen im Herzkatheterlabor erbringen können. 
Die Reorganisation des Pflegebereichs, eine Prozessanalyse und die Unterstützung 
des Pflegeteams habe aber nur der erfahrene und vernetzte C.________ erbringen 
können (act. A.3, Rz. 24). Auch die Schulungen betreffend die 
Spezialuntersuchungen hätten dipl. Pflegeexperten der Adecco oder Careanesth 
nicht machen können (act. A.3, Rz. 25). Sein Aufgabenbereich habe nicht nur die 
Abarbeitung von Überstunden betroffen, sondern auch das Projekt Umbau 
Infrastruktur Kardiologie (act. A.3, Rz. 26).

5.1.2. Nach Ansicht der Vorinstanz ist für die Festlegung des Stundenansatzes die 
von C.________ bei der Beklagten ausgeführte Tätigkeit relevant (Tätigkeit im 
Herzkatheterlabor zwecks Überstundenabbau von Mitarbeitenden; Aufgaben als 
Teamleiter Pflege Kardiologie beinhaltend Tätigkeit im Herzkatheterlabor und im 
Ambulatorium, inklusive Anstellung von Personal, Erstellung von Dienstplänen, 
Materialbewirtschaftung, Ausarbeitung von Stellenbeschreibungen, Führen von 
Mitarbeitergesprächen etc.). Sodann sei zu berücksichtigen, was andere für 
ähnliche Leistungen erhalten würden. F.________, dessen Funktion C.________ 
ab Ende Juni 2020 übernommen habe, habe zwischen CHF 8'500.00 und 
CHF 8'700.00 im Monat verdient. Die Tätigkeit im Herzkatheterlabor habe keine 
Teamleitung beinhaltet. Adecco verlange für Fachpersonal CHF 96.00 pro Stunde. 
Das Risiko einer jederzeitigen Kündigung als weiteres Abgeltungskriterium 
gewichtete die Vorinstanz als praktisch nicht bestehend. In Würdigung all dieser 
Umstände erachtete die Vorinstanz einen Stundenansatz von CHF 96.00 für die 
Tätigkeiten von C.________ im Jahre 2020 als angemessen (act. B.1, E. 4.1.5).

5.1.3. Die Berufungsbeklagte erachtet den von der Vorinstanz angewendeten 
Stundenansatz von CHF 96.00, welcher sich auf die Stundenansätze von Adecco 
(Health Care-Bereich) abstütze, als korrekt und nachvollziehbar (act. A.2, Rz. 13, 
Rz. 24 und Rz. 28 f.). Die Berufungsbeklagte hat als Tätigkeiten von C.________ 
ebenfalls Einsätze in der Pflege der Kardiologie aufgezählt (zwecks Abbau von 
Überstunden), als Teamleiter Pflege Kardiologie (ab Ende Juni 2020 infolge des 
krankheitsbedingten Ausfalls von F.________ bis zum Eintritt der neuen 

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Teamleitung in der Kardiologie) und ab November 2020 auch 
Projektmanagementaufgaben (act. A.2, Rz. 7). Die Schulungsaufgaben von 
C.________ seien dabei nicht über diejenigen eines normalen Teamleiters 
Kardiologie hinausgegangen (act. A.2, Rz. 27). Zudem habe er keine 
Mitarbeiterbeurteilungen durchgeführt und die Stellenbeschreibungen seien nicht 
immer zufriedenstellend gemacht worden (act. A.2, Rz. 29). Erst ab November 2020 
habe C.________ eine Projektleitung übernommen (act. A.2, Rz. 28). Das Risiko 
einer Kündigung habe nicht bestanden, sondern im Gegenteil habe die 
Berufungsklägerin gekündigt (act. A.4, Rz. 8).

5.2. Beim Auftrag ist das vereinbarte Honorar geschuldet. Wurde dieses nicht 
konkret bestimmt, ist eine übliche und angemessene Vergütung geschuldet 
(Art. 394 Abs. 3 OR). Fehlt eine Vereinbarung über die Höhe der Vergütung, hat 
das Gericht diese nach allgemeinen Grundsätzen festzulegen. Als 
Beurteilungsfaktoren kommen dabei der Zeitaufwand, die Schwierigkeit der 
Tätigkeit, die zu tragenden Risiken, die Verantwortung des Beauftragten, die 
Erfolgsabhängigkeit, Tarife für ähnliche Leistungen sowie die Deckung der effektiv 
anfallenden Generalunkosten in Betracht (BGE 135 III 259 E. 2.2, in: Pra 2009 
Nr. 87; 117 II 282 E. 4c; Urteil des Bundesgerichts 4A_353/2012 und 4A_355/2012 
vom 25. Januar 2013 E. 4.2.3; OSER/WEBER, a.a.O., Art. 394 N. 39). Unter den 
Begriff der Generalunkosten fallen Löhne, Büromiete, Anschaffungen, Mobiliar, 
Apparate, Amortisationen usw. (OSER/WEBER, a.a.O., Art. 402 N. 5).

5.3.1. Auszugehen ist von den Tätigkeiten, welche C.________ im Jahre 2020 bei 
der Berufungsbeklagten ausgeübt hat. Wie bereits ausgeführt, beinhaltete diese 
Tätigkeit hauptsächlich die Mitarbeit im Tagesgeschäft (Abbau von Überstunden, 
Pikettdienst, interimistische Teamleitung), daneben vor allem die Führungsschulung 
von F.________ sowie die Prozessoptimierung in Form der Entwicklung eines 
"Fast-Track" (s. E. 4.3.2; RG-act. II/1/12; RG-act. II/1/13; RG-act. III/1/4; RG-
act. III/1/6; RG-act. III/2/24; RG-act. III/2/25; RG-act. VII/1, Ziff. 7; RG-act. VII/5, 
Ziffn. 11 – 13 und Ziff. 33; RG-act. VII/6, Ziff. 11). Dabei soll C.________ die 
Mitarbeiterbeurteilungen, welche zur Funktion Teamleitung gehörten, nicht 
durchgeführt haben (RG-act. I/2, Rz. 22; RG-act. III/1/8; RG-act. VII/5, Ziff. 28; RG-
act. VII/7, Ziff. 28) und der dreitägige Testlauf des Projekts "Fast Track" diverse 
Mängel gezeigt haben (RG-act. II/2/24; RG-act. II/2/25; RG-act. VII/5, Ziff. 16 f. und 
Ziff. 28; RG-act. VII/7, Ziff. 26 f.). Es handelte sich folglich bei den von C.________ 
im Jahre 2020 ausgeübten Tätigkeiten hauptsächlich um die Aufgaben einer 
Teamleitung Kardiologie. Deshalb können die für eine Teamleitung Kardiologie 
bezahlten Entschädigungen als Vergleich herangezogen werden, zumal die 

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Aufgaben als Teamleiterin Kardiologie ab 1. Januar 2021 O.________, eine dipl. 
Pflegefachfrau HF Kardiologie, übernahm (RG-act. VII/5, Ziff. 12) und C.________ 
ebenfalls eine Grundausbildung als Krankenpfleger hat und in der Folge im 
Pflegebereich sowie im Bereich Führung Weiterbildungen absolvierte (RG-
act. II/1/18, Lebenslauf).

F.________, der frühere Teamleiter Kardiologie, gab an, er habe bei der 
Berufungsbeklagten einen monatlichen Bruttolohn zwischen CHF 8'500.00 und 
CHF 8'700.00 für eine 40-Stunden-Arbeitswoche gehabt, dazu einen 
13. Monatslohn und fünf Wochen Ferien (RG-act. VII/6, Ziff. 26). Dies würde 
umgerechnet einen Jahresbruttolohn von CHF 110'500.00 bis CHF 113'100.00 
ergeben. Dies deckt sich mit der Aussage von Prof. Dr. med. H.________ 
(Departementsleiter und Geschäftsleitungsmitglied der Berufungsbeklagten), 
wonach die Entschädigung eines Teamleiters Pflege bei CHF 110'000.00 bis 
CHF 120'000.00 pro Jahr liege (RG-act. VII/3, Ziff. 8). G.________ (Klinikmanager 
und Betriebswirtschafter) gab an, sie hätten C.________ angeboten, für das Jahr 
2020 (März bis Dezember) total CHF 115'000.00 zu bezahlen (RG-act. VII/7, 
Ziff. 15). Das hätte einen Monatslohn von CHF 11'500.00 ergeben. Für das Jahr 
2021 sei für eine bloss konzeptionelle Tätigkeit ein Stundenansatz von CHF 90.00 
angeboten worden, was C.________ akzeptiert habe (RG-act. VII/7, Ziff. 16 f.).

Die Berufungsklägerin hatte ihren Rechnungen für das Jahr 2020 demgegenüber 
einen Stundenansatz von CHF 175.00 zugrunde gelegt (RG-act. III/1/13). 
C.________ gab als Vergleichswert einen Bruttojahreslohn von CHF 151'000.00 an, 
den er als Angestellter des Spital P.________ verdient haben will (inklusive Zulagen 
von zirka CHF 5'000.00 und eines Bonus von CHF 5'000.00) und unter 
Berücksichtigung der von der damaligen Arbeitgeberin zusätzlich bezahlten 
Arbeitgeberbeiträge (RG-act. I/3, Rz. 16; RG-act. II/2/36; RG-act. III/1/11). 
Ausgangspunkt war damals (im Jahre 2015) gemäss der von der Berufungsklägerin 
eingereichten Lohnabrechnung ein Jahresgrundlohn von CHF 113'430.00 gewesen 
(RG-act. II/2/36). Damit hätte sich der von der Berufungsklägerin vergleichsweise 
angerufene Grundjahreslohn im Bereich eines Teamleiters Pflege am Spital 
B.________ bewegt. Unter Berücksichtigung der Einstufungskorrektur von 
CHF 550.60 pro Monat (CHF 6'607.20 pro Jahr) und von Sozialbeiträgen von 
CHF 1'727.65 pro Monat (CHF 20'731.80 pro Jahr) (s. RG-act. II/2/36) sowie der 
von der Berufungsklägerin behaupteten zusätzlichen Zulagen in Höhe von 
CHF 5'000.00 sowie eines behaupteten Bonus von CHF 5'000.00 wäre der von der 
Berufungsklägerin behauptete Jahreslohn in Höhe von CHF 151'000.00 
nachvollziehbar. Als Stundenansatz für temporäre Mitarbeiter nannte C.________ 

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CHF 96.00 (RG-act. II/1/4). Gemäss seinen Angaben wäre der niedrigste 
Stundenlohn bei der Personalvermittlerin Adecco CHF 95.00 (ohne 
Versicherungskosten und Übernachtung), bei einem Mitarbeiter mit 
Spezialausbildung oder äquivalenter Berufserfahrung in einem Spezialbereich (so 
wie er) CHF 115.00 bis CHF 125.00 (plus Versicherungskosten) (RG-act. III/1/11).

E.________ gab an, der Stundenansatz für die Teamleitung im Spital sei CHF 50.00 
pro Stunde (RG-act. VII/5, Ziff. 53). Laut der Lohnvergleichstabelle, welche die 
Berufungsbeklagte vor Vorinstanz eingereicht hatte, beträgt der Stundenlohn einer 
dipl. Pflegefachfrau CHF 50.56 und der Stundenlohn für die Tätigkeit Teamleitung 
CHF 56.56 (RG-act. III/1/16). Temporäre Mitarbeiter würden gemäss der 
Zeugenaussage von E.________ zwischen CHF 80.00 und CHF 96.00 pro Stunde 
erhalten. CHF 175.00 pro Stunde wäre die Abgeltung eines Oberarztes mbF. Wenn 
man die CHF 175.00 hochrechnen würde, käme man bei einem 100 %-Pensum auf 
über CHF 30'000.00 monatlich, was weit über dem liege, was eine Projektleitung 
oder eine Teamleitung verdienen würde (RG-act. VII/5, Ziff. 53).

G.________ gab in seiner Parteibefragung an, er nehme jeweils als 
Betriebswirtschafter intern zu den Mandatsverträgen der Berufungsbeklagten 
Stellung und prüfe, ob die Entschädigung marktkonform sei. CHF 85.00 sei bei den 
grossen Firmen Usus und wäre auch für die Tätigkeit von C.________ im Jahre 
2020 angemessen (RG-act. VII/7, Ziff. 19 und Ziff. 30). Vergleichbare 
Beraterverträge von Q.________ oder R..________ (z.B. für MWST- oder Tarmed-
Beratungen) würden CHF 100.00 und CHF 125.00 pro Stunde betragen (RG-
act. VII/7, Ziff. 29 und Ziff. 31). Weiter hat Prof. Dr. med. H.________ angegeben, 
die Berufungsbeklagte habe mit dem Spital S.________ einen Mandatsarztvertrag 
abgeschlossen und leihe gestützt darauf leitende, habilitierte Ärzte für einen 
Stundenansatz von CHF 160.00 aus (RG-act. VII/3, S. 5).

Careanesth (Verleiherin von medizinischem Fachpersonal in der Schweiz) verlangt 
gemäss der bei den Akten der Vorinstanz liegenden Broschüre für dipl. Experten 
Intensivpflege bzw. Notfallpflege mit Nachdiplomstudium Höhere Fachschule 
CHF 94.50 pro Stunde (inkl. Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen, aber ohne 
Überzeitzulagen) und für Fachärzte CHF 200.00 pro Stunde (RG-act. III/1/18).

Weil C.________ seine Dienste via die Berufungsklägerin angeboten hat und er bei 
der Berufungsbeklagten nicht als Arbeitnehmer angestellt war, ist im vorliegenden 
Fall grundsätzlich von den Stundenansätzen auszugehen, die Personalvermittler für 
ähnliche Leistungen der von ihnen vermittelten Personen anwenden, weil auch die 
Personalvermittler ihre Generalunkosten (Löhne, Ferienzuschläge, Sozialabgaben, 

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Versicherungen etc.) in die Stundenansätze, welche sie den Einsatzbetrieben 
verrechnen, inkludieren müssen (vgl. Art. 19 Abs. 2 und Art. 22 Abs. 1 AVG). Denn 
C.________ hat sich über seine eigene GmbH selbst "vermittelt" und muss mit 
seinen Ansätzen bzw. Einkünften die anfallenden Sozialversicherungs- und 
Versicherungsbeiträge (AHV, Unfallversicherung, Altersvorsorge etc.) sowie die 
MWST bezahlen. Zudem sind die Risiken zu berücksichtigen, welche C.________ 
zu tragen hatte, wie beispielsweise längere Auftragslosigkeit. Hier ist zu 
berücksichtigen, dass er bzw. die Berufungsklägerin gemäss den Angaben von 
C.________ keine eigene Homepage haben. Im Bereich Kardiologie würden sich 
die Leute kennen. Es gehe für ihn, C.________, von einem Auftrag zum anderen 
(RG-act. VII/2, Ziff. 4). Dies impliziert, dass beispielsweise das Risiko einer längeren 
Arbeitslosigkeit eher als klein erscheint. Die oben erwähnten Ansätze von Adecco 
und Careanesth für einen dipl. Experten Intensivpflege bzw. Notfallpflege NDS HF 
von CHF 96.00 bzw. CHF 94.50 erscheinen angesichts der Ausbildung, der 
Weiterbildung, der beruflichen Erfahrung, der Schwierigkeit der Tätigkeit, der zu 
tragenden Risiken, der Verantwortung von C.________ sowie der Deckung der 
effektiv anfallenden Generalunkosten der Berufungsklägerin als angemessen.

Der Auffassung der Vorinstanz, welche von einem Stundenansatz von CHF 96.00 
ausgegangen ist, ist daher beizupflichten (act. B.1, E. 4.1.5). Eine unangemessene 
oder gar willkürliche Festlegung des Stundenansatzes, wie es die 
Berufungsklägerin geltend macht, ist nicht ersichtlich.

5.3.2. Zwischen den Parteien ist nicht strittig, dass die Berufungsklägerin 1'470.84 
Arbeitsstunden im Betrieb der Berufungsbeklagten gearbeitet hat (act. A.2, Rz. 10 
und Rz. 16; RG-act. I/1, Rz. 30; RG-act. I/2, Rz. 36). Folglich würde sich die 
Entschädigung von C.________ für das Jahr 2020 auf total CHF 141'200.65 
belaufen. Würde man die CHF 141'200.65, welche für März bis Dezember 2020 
geschuldet sind, auf zwölf Monate extrapolieren, käme man auf einen Jahreslohn 
von CHF 169'440.75. Damit würde sogar der von C.________ zum Vergleich 
herangezogene Jahreslohn (samt behaupteter Zulagen und Bonus) von 
CHF 151'000.00 übertroffen werden. Auch bei dieser Betrachtungsweise ist keine 
Unangemessenheit erkennbar.

5.3.3. Zu der von der Berufungsbeklagten geschuldeten Abgeltung von 
CHF 141'200.65 kommt noch die MWST von 7.7 % dazu (s. E. 8).

6. Pikettentschädigung 

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6.1.1. Die Berufungsbeklagte bestreitet, dass die Berufungsklägerin einen 
Anspruch auf Pikettentschädigung von CHF 5.00 pro Stunde habe (act. A.2, 
Rz. 17). In Bezug auf die von der Vorinstanz zugesprochenen Pikettentschädigung 
von CHF 4'404.30 erklärt sie deshalb die Anschlussberufung (act. A.2, Rz. 45). Eine 
separate Pikettentschädigung sei nie vereinbart worden (act. A.2, Rz. 45 f.). Das 
Personalreglement der Berufungsbeklagten sei auf Auftragsverhältnisse nicht 
anwendbar (act. A.2, Rz. 46).

6.1.2. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass C.________ zwischen April und 
Dezember 2020 insgesamt 880.86 Stunden Pikett geleistet habe, es unüblich sei, 
dass die Pikettstunden bereits im Honorar enthalten seien, und auch das 
Personalreglement des Spital B.________ eine Entschädigung von CHF 5.00 für 
Pikettleistungen ausserhalb des Betriebs mit Interventionszeit von weniger als 30 
Minuten vorsehe. Demzufolge schulde die Berufungsbeklagte der 
Berufungsklägerin eine Pikettentschädigung von CHF 4'404.30 (= 880.86 Std. à 
CHF 5.00) (act. B.1, E. 4.3.3).

6.1.3. Nach Ansicht der Berufungsklägerin ist eine Pikettentschädigung von 
CHF 5.00 pro Stunde geschuldet (act. A.3, Rz. 37). Denn anfänglich seien keine 
Pikettstunden geleistet worden. Die Berufungsbeklagte habe nicht davon ausgehen 
können, die Pikettentschädigung sei im Stundenansatz enthalten gewesen 
(act. A.3, Rz. 37).

6.2. Wie bereits in E. 4.2.1 festgehalten, ist beim Auftrag das vereinbarte Honorar 
geschuldet. Wurde dieses nicht konkret bestimmt, ist eine übliche und 
angemessene Vergütung geschuldet (Art. 394 Abs. 3 OR). Der Beauftragte ist 
beweispflichtig hinsichtlich der Existenz der Honorarabsprache sowie der Art und 
Angemessenheit der Honorierung (s. E. 4.2.1 m.w.H.).

Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche 
einzelnen Behauptungen des Klägers damit bestritten werden. Die Bestreitung 
muss ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegenpartei weiss, 
welche einzelne Tatsachenbehauptung sie beweisen muss (vgl. Art. 222 Abs. 2 
ZPO). Der Grad der Substantiierung einer Behauptung beeinflusst insofern den 
erforderlichen Grad an Substantiierung einer Bestreitung; je detaillierter einzelne 
Tatsachen eines gesamten Sachverhalts behauptet werden, desto konkreter muss 
die Gegenpartei erklären, welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je 
detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, desto höher sind die Anforderungen an eine 
substantiierte Bestreitung. Diese sind zwar tiefer als die Anforderungen an die 
Substantiierung einer Behauptung; pauschale Bestreitungen reichen indessen nicht 

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aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass der Wahrheitsgehalt einer 
bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung infrage gestellt wird 
(BGE 141 III 433 E. 2.6 mit Hinweisen). Wenn der Kläger in seinen Schriften einen 
geschuldeten Betrag behauptet, indem er eine Rechnung oder eine detaillierte 
Abrechnung vorlegt, welche die notwendigen Informationen explizit enthält, kann 
vom Beklagten verlangt werden, dass er präzise die Positionen der Rechnung oder 
die Artikel der Abrechnung bezeichnet, die er bestreitet, andernfalls sollte die 
Rechnung oder die Abrechnung zugelassen werden und muss nicht nachgewiesen 
werden (BGE 144 III 519 E. 5.2.2.3, in: Pra 2019 Nr. 87).

Das Gericht kann von Amtes wegen Beweis erheben, wenn an der Richtigkeit einer 
nicht streitigen Tatsache erhebliche Zweifel bestehen (Art. 153 Abs. 2 ZPO).

Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts Anderes zusprechen, als sie 
verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO).

6.3.1. Die Berufungsklägerin willigte ein, dass C.________ ab April 2020 Notfall-
Bereitschaftsdienst leistete (RG-act. I/1, Rz. 14; RG-act. VII/5, Ziff. 19). Er selbst 
gibt ebenfalls an, dass es anfänglich nicht angedacht gewesen sei, dass er 
Pikettdienst leiste (RG-act. VII/2, Ziff. 26). Auch der Zeuge F.________ sagte aus, 
anfänglich habe C.________ geholfen, Überstunden abzubauen, dann aber noch 
Pikettdienst geleistet (RG-act. VII/6, Ziff. 12 und Ziff. 20).

Gemäss den Angaben des Zeugen Prof. Dr. med. D.________ hat C.________ 
Notfall- und Bereitschaftsdienst geleistet (RG-act. VII/4, Ziff. 19). Allerdings konnte 
Prof. Dr. med. D.________ betreffend die Entschädigung des Notfall- und 
Bereitschaftsdienstes keine Auskunft geben, weil er nicht in die 
Vertragsverhandlungen involviert gewesen sei (RG-act. VII/4, Ziff. 20). Die Zeugin 
E.________ konnte sich nicht erinnern, dass C.________ für den 
Bereitschaftsdienst eine Extraentschädigung verlangt habe. Wenn die 
Berufungsbeklagte Externe anstelle, sei dies teilweise in der Entschädigung 
inkludiert gewesen (RG-act. VII/5, Ziff. 44).

6.3.2. Sowohl das Personalreglement der Berufungsbeklagten als auch das Preise- 
und Rabattsystem von Careanesth sehen eine separate Entschädigung für 
Pikettdienste vor. Im Personalreglement der Berufungsbeklagten ist für 
Pikettdienstleistungen ausserhalb des Betriebs mit einer Interventionszeit von 
weniger als 30 Minuten eine Vergütung von CHF 5.00 für eine Pikettstunde 
vorgesehen (RG-act. III/2/19, Anhang 4, Art. 4 Abs. 3). Careanesth verlangt für 
Pikettdienstleistungen mit einer Interventionszeit von unter 30 Minuten CHF 15.00 

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pro Stunde (RG-act. III/1/18). Eine separate Entschädigung für den Pikettdienst ist 
daher üblich. Die Berufungsklägerin hat sich in ihrer Replik und 
Anschlussberufungsantwort mit einem Stundenansatz von CHF 5.00 einverstanden 
erklärt (act. A.3, Rz. 13 und Rz. 36). Deshalb ist von diesem Stundenansatz 
auszugehen, obwohl beispielsweise der von Careanesth verwendete 
Pikettstundenansatz für die von ihr vermittelten Arbeitnehmenden höher wäre. In 
diesem Punkt ist die Anschlussberufung somit abzuweisen.

6.3.3. Die Berufungsklägerin hatte in ihrer Klageschrift total 880.86 Pikettstunden 
geltend gemacht (RG-act. I/1, Rz. 30). Diese Anzahl Pikettstunden hat auch die Vor-
instanz ihrem Entscheid zugrunde gelegt (act. B.1, E. 4.3.3). Die Berufungsbeklagte 
hat sich in ihrer Berufungsantwort nicht substantiiert zur Anzahl der geltend 
gemachten Pikettstunden geäussert, sondern nur generell den Anspruch auf eine 
Pikettentschädigung an sich bestritten. Folglich wäre an sich von den 880.86 
Pikettstunden auszugehen. Allerdings stimmen die Angaben zu den geleisteten 
Pikettstunden in den ins Recht gelegten Beweismitteln (RG-act. I/1, Rz. 30; RG-
act. II/1/24; RG-act. II/1/28; RG-act. III/1/13) nicht in allen Punkten mit den von der 
Berufungsklägerin für die Monate März bis Dezember 2020 geltend gemachten 
Pikettstunden überein, insbesondere was die Monate März, Juli und September 
2020 anbelangt. Dazu kommt, dass die Berufungsklägerin in ihrer Berufungsschrift 
in ihrem Eventualbegehren nur von insgesamt 868.65 (= 776.65 + 92) Pikettstunden 
ausgeht (act. A.1). Folglich ist diese Anzahl Pikettstunden der Berechnung 
zugrunde zu legen. Die Berufungsbeklagte schuldet der Berufungsklägerin daher 
für die Pikettdienste insgesamt CHF 4'343.25 (868.65 x CHF 5.00). Dazu kommt 
noch die MWST von 7.7 % (s. E. 8).

7. Auslagenvergütung

7.1.1. Ferner moniert die Berufungsklägerin, dass die Vorinstanz die 
Auslagenpauschale von CHF 250.00 pro Arbeitstag nicht anerkannt habe und nur 
die durch Urkunden bewiesenen Übernachtungs- und Verpflegungsspesen in Höhe 
von CHF 15'034.20 zugesprochen habe (act. A.1, Rz. 26–28). Gestützt auf den 
Einsatz und die Abrechnung aus dem Jahre 2019 sei es der Berufungsbeklagten 
klar gewesen, dass pro Arbeitstag eine Pauschalentschädigung für Spesen von 
CHF 250.00 geschuldet gewesen sei (act. A.3, Rz. 14). Aufgrund des Prof. Dr. med. 
D.________ am 6. Januar 2020 zugestellten Vertragsentwurfs, welcher die 
Pauschale von CHF 250.00 enthalten habe, und der E-Mail von Prof. Dr. med. 
D.________ vom 8. Januar 2020 mit der Zusicherung, sie werde ihr Geld 
bekommen, habe die Berufungsklägerin davon ausgehen dürfen, dass auch die 
Auslagenpauschale von CHF 250.00 vergütet werden würde (act. A.3, Rz. 30). 

24 / 35

Denn weil die Dauer seines Auftrages ungewiss gewesen sei und sein Auftrag 
jederzeit hätte gekündigt werden können, habe C.________ seinen Wohnsitz nicht 
vom Kanton O.3.________ nach O.4.________ verlegen müssen (act. A.3, Rz. 31 
und Rz. 35). Auch habe er nur vor Ort in O.4.________ für den Pikettdienst zur 
Verfügung stehen können (act. A.3, Rz. 32). Sie, die Berufungsklägerin, habe sich 
nicht mit der Übernachtung im Personalzimmer und der Verpflegung im 
Spitalrestaurant begnügen müssen, zumal das Bett zu kurz und zu wenig breit 
gewesen sei und sich WC und Dusche auf dem Gang befunden hätten (act. A.3, 
Rz. 33). Das Hotel M.________ sei im Übrigen das einzige Hotel gewesen, dass 
aufgrund der Coronasituation noch für Gäste geöffnet gewesen sei (act. A.3, 
Rz. 32). Bei der Auslagenpauschale sei nicht nur das Mittagessen, sondern auch 
das Morgen- und Abendessen zu berücksichtigen (act. A.3, Rz. 33).

7.1.2. Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, gestützt auf Art. 402 Abs. 1 OR 
schulde die Berufungsbeklagte eine Auslagenentschädigung. Es seien 
Übernachtungs- und Verpflegungsspesen von CHF 15'034.20 nachgewiesen 
worden. Folglich habe die Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin diese Summe 
zu bezahlen (act. B.1, E. 4.4.3).

7.1.3. Die Berufungsbeklagte erachtet die Anerkennung von CHF 15'034.20 als 
Spesenentschädigung als nicht nachvollziehbar, weil über die 
Spesenentschädigung keine Vereinbarung existiert habe (act. A.2, Rz. 15 und 
Rz. 39; act. A.4, Rz. 26). Der einzeltageweise Beratungsauftrag im Jahre 2019 sei 
nicht vergleichbar mit der Tätigkeit von C.________ im Jahre 2020 gewesen, die 
mindestens einem 80 %-Pensum vor Ort entsprochen habe. Sie, die 
Berufungsbeklagte, habe ihm zudem ein Personalzimmer unentgeltlich zur 
Verfügung gestellt, was er abgelehnt habe, und die Verpflegung im Spitalrestaurant 
wäre sehr günstig gewesen (act. A.2, Rz. 37–39; act. A.4, Rz. 28). Es hätten im 
Corona-Jahr 2020 in O.4.________ auch günstigere Hotels (Hotel K.________; 
Hotel L.________) als das Hotel M.________ offen gehabt (act. A.4, Rz. 27). Eine 
tägliche Reisespesenpauschale von CHF 250.00 sei deshalb nicht gerechtfertigt 
und für die korrekte Auftragserfüllung nicht nötig gewesen (act. A.2, Rz. 37–39). 
Dies ergebe sich auch aus dem Vertragsentwurf vom 6. Januar 2020, wo nur eine 
Monatspauschale von CHF 1'500.00 vorgesehen gewesen sei (act. A.4, Rz. 25 
i.V.m. RG-act. II/1/5) Angemessen wäre höchstens eine Entschädigung für die 
Mittagsverpflegung in Höhe von CHF 2'460.00 für die ganze Vertragsdauer 
gewesen (act. A.2, Rz. 40 und Rz. 44). Im Umfang der von der Vorinstanz 
zugesprochenen Spesenentschädigung von CHF 15'034.20 hat die 
Berufungsbeklagte deshalb Anschlussberufung erhoben (act. A.2, Rz. 41).

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7.2. Der Auftraggeber ist schuldig, dem Beauftragten die Auslagen und 
Verwendungen, die dieser in richtiger Ausführung des Auftrages gemacht hat, samt 
Zinsen zu ersetzen und ihn von den eingegangenen Verbindlichkeiten zu befreien 
(Art. 402 Abs. 1 OR). Ein Ersatzanspruch i.S.v. Art. 402 Abs. 1 OR besteht jedoch 
nur für Auslagen, die in richtiger Erfüllung des Auftrags entstanden sind. Der 
Auftragnehmer muss mit anderen Worten den Auftrag sorgfältig erfüllen. Objektiv 
nicht sinnvoller Aufwand und unnötige Kosten sind nicht ersatzfähig. Art. 402 Abs. 1 
OR ist dispositiver Natur; die Ansprüche des Beauftragten dürfen eingeschränkt 
oder erweitert werden. Entsprechend sind allfällige einzelvertragliche Regelungen 
zu beachten (Urteil des Bundesgerichts 2C_143/2023 vom 18. März 2025 E. 5.5.1 
m.w.H.; 4A_128/2011 vom 1. Juli 2011 E. 3.2). Auslagen und Verwendungen 
müssen zur Ausführung des Auftrages erforderlich sein. Der Beauftragte hat 
sorgfältig darauf bedacht zu sein, dass nicht unzweckmässige Auslagen auf Kosten 
des Auftraggebers anfallen. Massstab ist das Urteil eines verständigen und redlich 
handelnden Beauftragten (FELLMANN, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Der 
einfache Auftrag, 1992, Art. 402 N. 40 f.). Der Beauftragte hat keinen Anspruch auf 
Ersatz offensichtlich überhöhter Auslagen. Treibt er unnötigen Aufwand, hat er ihn 
selbst zu berappen (FELLMANN, a.a.O., Art. 402 N. 43).

7.3.1. Wie bereits oben ausgeführt, haben die Parteien über die Entschädigung der 
Berufungsklägerin keine Vereinbarung getroffen. Auch über den Ersatz allfälliger 
Auslagen fehlt eine Einigung. Entscheidend ist deshalb, ob für die Auftragserfüllung 
(Leistung von Pikettdiensten) die auswärtigen Übernachtungen sowie die 
auswärtige Verpflegung nötig waren.

7.3.2. Die Berufungsklägerin hat vor Vorinstanz angeführt, C.________ habe ab 
März 2020 Notfall-Bereitschaftsdienst mit Arbeitsbeginn innert einer Rufzeit von 
unter 30 Minuten geleistet, weshalb C.________ in O.4.________ ein Hotelzimmer 
habe mieten müssen (RG-act. I/1, Rz. 14). Gemäss Zeugenaussage von 
E.________ würden Externen (wie Projektleitern, Assistenzärzten etc.) 
Personalzimmer zur Verfügung gestellt (RG-act. VII/5, Ziff. 47). C.________ gab 
an, zuerst habe er im Personalzimmer im Altbau übernachtet. Allerdings sei ihm das 
90cm-Bett zu klein gewesen und Dusche sowie WC hätten sich auf dem Gang 
befunden. In seinem Alter (über 50 Jahre) könne man sich so nicht mehr erholen, 
weshalb er im Hotel übernachtet habe (RG-act. VII/2, Ziff. 27). Ergänzend gab er in 
der Parteibefragung an, dass man sich über die Höhe dieser Zusatzkosten nicht 
unterhalten habe und ihm bewusst gewesen sei, einen Teil davon mit seiner 
Anstellung decken zu müssen (RG-act. VII/2, Ziff. 28 f.).

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Mit der Zurverfügungstellung eines Personalzimmers hat es die Berufungsbeklagte 
C.________ ermöglicht, seinen Pikettdienst ohne Zusatzkosten zu erfüllen. Deshalb 
hat er, weil eine diesbezügliche vertragliche Abmachung fehlt, keinen 
weitergehenden Anspruch auf eine Übernachtungsentschädigung. Falls er das ihm 
angebotene Personalzimmer als unzumutbar empfunden hätte, hätte er mit der 
Berufungsbeklagten eine zusätzliche Abgeltung aushandeln müssen, welche es 
ihm ermöglicht hätte, unter Kostenbeteiligung der Berufungsbeklagten auswärts im 
Hotel zu übernachten. Falls die Berufungsbeklagte eine Kostenbeteiligung 
abgelehnt hätte, hätte C.________ die Ausführung von Pikettdiensten ablehnen 
können, war er doch mittels seiner GmbH im Auftragsverhältnis für die 
Berufungsbeklagte tätig. Die Berufungsbeklagte schuldet der Berufungsklägerin 
folglich keine Entschädigung für die auswärtigen Übernachtungen im Hotel.

7.3.3. Beim Pikettdienst halten sich die Mitarbeitenden neben der normalen 
Arbeitszeit für allfällige Arbeitseinsätze bereit (Personalreglement der 
Berufungsbeklagten, Anhang 4, Art. 3 Abs. 1 [RG-act. III/2/18]). Gemäss 
Personalreglement der Berufungsbeklagten erfolgt bei Pikettdiensten neben der 
finanziellen Abgeltung keine zusätzliche Abgeltung (in Geld oder in natura) für 
Mahlzeiten (RG-act. III/2/19, Anhang 4). Auch die Ansätze von Careanesth sehen 
neben der Stundenentschädigung von CHF 15.00 für Pikettdienstleistungen keine 
weitere Abgeltung in Form bezahlter Mahlzeiten vor (RG-act. III/1/18). Es erscheint 
daher für eine sorgfältige Erfüllung von Pikettdiensten nicht erforderlich, eine 
Verpflegungsentschädigung auszurichten, zumal diejenigen, die 
Bereitschaftsdienst haben, sich auch ohne Bereitschaftsdienst verpflegen müssen. 
Die Berufungsklägerin hätte es zudem in ihrer Hand gehabt, rechtzeitig eine klare 
Abmachung über eine allfällige Abgeltung von Verpflegungskosten zu treffen. 
Andernfalls hätte C.________ auch erklären können, keine Pikettstunden zu 
übernehmen, was er nicht getan hat. Die von der Berufungsklägerin verlangte 
Entschädigung für die auswärtige Verpflegung im Hotelrestaurant (samt teilweise 
Wein und unter Vergabe von Trinkgeldern) entbehrt daher der rechtlichen 
Grundlage.

7.4. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Berufungsbeklagte der 
Berufungsklägerin unter dem Titel Auslagenersatz nichts schuldet. In diesem Punkt 
ist die Anschlussberufung gutzuheissen.

8. Mehrwertsteuer

8.1.1. Zudem rügt die Berufungsklägerin, dass die Vorinstanz ihr keine MWST 
zugesprochen habe (act. A.1, Rz. 29–32), obwohl sowohl in den Rechnungen für 

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das Jahr 2019 als auch im Vertragsentwurf vom 6. Januar 2020 für das Jahr 2020 
der MWST-Zuschlag enthalten gewesen sei (act. A.3, Rz. 34). Bereits vor 
Vorinstanz hatte die Berufungsklägerin einen MWST-Zuschlag in Höhe von 7.7 % 
verlangt (RG-act. I/1, Rz. 31).

8.1.2. Die Vorinstanz hat die Nichtzusprechung der MWST damit begründet, dass 
die Berufungsklägerin nicht nachgewiesen habe, dass ihr die MWST geschuldet sei, 
obwohl die Berufungsbeklagte den Anspruch auf MWST bestritten habe (act. B.1, 
E. 4.6). Die Berufungsbeklagte macht dazu in ihrer Berufungsantwort keine 
weitergehenden Äusserungen (act. A.2, Rz. 42).

8.2. Offenkundige und gerichtsnotorische Tatsachen sowie allgemein anerkannte 
Erfahrungssätze bedürfen keines Beweises (Art. 151 ZPO). Offenkundige 
(allgemein notorische) Tatsachen sind allgemein bekannte bzw. durch jedermann 
mit allgemein zugänglichen Mitteln feststellbare Tatsachen. Sie müssen weder 
behauptet noch bewiesen werden und können vom Gericht auch bei Geltung der 
Verhandlungsmaxime von Amtes wegen berücksichtigt werden. Insbesondere 
bejaht das Bundesgericht die Notorietät von öffentlich zugänglichen Eintragungen 
im Schweizerischen Handelsregister (BGE 150 III 209 E. 2.1 f.).

Mehrwertsteuerpflichtig ist, wer unabhängig von Rechtsform, Zweck und 
Gewinnabsicht ein Unternehmen i.S.v. Art. 10 Abs. 1bis MWSTG betreibt und mit 
diesem Unternehmen Leistungen im Inland erbringt oder Sitz, Wohnsitz oder 
Betriebsstätte im Inland hat (Art. 10 MWSTG).

Personen, die nach Art. 10 MWSTG steuerpflichtig werden, haben sich 
unaufgefordert innert 30 Tagen nach Beginn ihrer Steuerpflicht bei der ESTV 
schriftlich anzumelden. Diese teilt ihnen eine nicht übertragbare Nummer nach den 
Vorgaben des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2010 über die Unternehmens-
Identifikationsnummer zu, die registriert wird (Art. 66 Abs. 1 MWSTG). Endet die 
Steuerpflicht nach Art. 14 Abs. 2 MWSTG, so hat sich die steuerpflichtige Person 
innert 30 Tagen nach der Beendigung der unternehmerischen Tätigkeit, spätestens 
aber mit dem Abschluss des Liquidationsverfahrens bei der ESTV schriftlich 
abzumelden (Art. 66 Abs. 2 MWSTG). Wer einzig aufgrund der Bezugsteuer 
steuerpflichtig wird (Art. 45 Abs. 2 MWSTG), hat sich innert 60 Tagen nach Ablauf 
des Kalenderjahres, für das er steuerpflichtig ist, schriftlich bei der ESTV 
anzumelden und gleichzeitig die bezogenen Leistungen zu deklarieren (Art. 66 
Abs. 3 MWSTG).

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Von der Steuerpflicht ist befreit, wer innerhalb eines Jahres im In- und Ausland 
weniger als CHF 100'000.00 Umsatz aus Leistungen erzielt, die nicht nach Art. 21 
Abs. 2 MWSTG von der Steuer ausgenommen sind (Art. 10 Abs. 2 lit. a MWSTG). 
Eine Leistung liegt vor, wenn ein verbrauchsfähiger wirtschaftlicher Wert an eine 
Drittperson in Erwartung eines Entgelts eingeräumt wird (Art. 3 lit. c MWSTG). Die 
Leistung ist ein Oberbegriff und umfasst einerseits die Lieferungen (Art. 3 lit. d 
MWSTG) und andererseits die Dienstleistungen (Art. 3 lit. e MWSTG). Folgende, 
vorliegend einzig grob umschriebenen Leistungen sind nach Art. 21 Abs. 2 MWSTG 
von der Mehrwertsteuer ausgenommen (vgl. dazu ESTV, MWST-Info 04, Ziff. 6): 
Heilbehandlungen durch Angehörige von Heil- und Pflegeberufen, wie bspw. Ärzte, 
Zahnärzte, Psychotherapeuten, Chiropraktiker, Physiotherapeuten, Naturärzte, 
Hebammen, Pflegefachleute, vorausgesetzt, diese verfügen über eine 
Berufsausübungsbewilligung (Ziff. 3 und Art. 35 MWSTV betr. Bewilligungen und 
Art. 34 MWSTV zum Begriff der Heilbehandlung).

Durch Eintrag im Handelsregister und im Mehrwertsteuerregister wird automatisch 
eine UID vergeben. Es erhält zudem eine UID, wer im MedReg des Bundesamts für 
Gesundheit mit einer Berufsausübungsbewilligung eingetragen ist und dem 
MedReg von den kantonalen Gesundheitsbehörden als selbständig erwerbend ge-
meldet wurde 
(<https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/register/unternehmensregister/unternehm
ens-identifikationsnummer/informationen-unternehmen.html> [zuletzt besucht am 
1. Oktober 2025]).

Von der klagenden Partei behauptete Tatsachen müssen von der beklagten Partei 
in der Klageantwort bestritten werden (Art. 222 Abs. 2 Satz 2 ZPO) und die 
Tatsachenbehauptungen der beklagten Partei sind grundsätzlich in der Replik zu 
bestreiten, da nur die bestrittenen Tatsachen bewiesen werden müssen (Art. 150 
Abs. 1 ZPO). Eine pauschale Bestreitung (contestation en bloc) genügt nicht. Die 
Gegenpartei kann sich grundsätzlich damit begnügen, die behaupteten Tatsachen 
zu bestreiten, da sie nicht die Beweislast (fardeau de la preuve) trägt und somit 
grundsätzlich nicht die Pflicht hat, bei der Beweisführung mitzuwirken. Unter 
bestimmten aussergewöhnlichen Umständen ist es indessen möglich, von ihr zu 
verlangen, dass sie ihre Bestreitung konkretisiert (charge de la motivation de la 
contestation; Substantiierung der Bestreitungen; onere di sostanziare la 
contestazione), so dass die klagende Partei wissen kann, welche genauen 
Behauptungen bestritten werden, und davon ausgehend, die klagende Partei, der 
die Beweislast obliegt, die Beweisführung vornehmen kann; je detaillierter die 
Behauptungen der klagenden Partei begründet sind, desto höher sind die 

29 / 35

Anforderungen an ihre Bestreitung durch die Gegenpartei. Folglich, wenn die 
klagende Partei in ihren Schriften einen geschuldeten Betrag behauptet, indem sie 
eine Rechnung oder eine detaillierte Abrechnung vorlegt, welche die notwendigen 
Informationen explizit enthält, kann von der beklagten Partei verlangt werden, dass 
sie präzise die Positionen der Rechnung oder die Artikel der Abrechnung 
bezeichnet, die sie bestreitet, andernfalls sollte die Rechnung oder die Abrechnung 
zugelassen werden und muss nicht nachgewiesen werden (BGE 144 III 519 
E. 5.2.2 m.w.H., in: Pra 2019 Nr. 87; vgl. auch vorstehend E. 6.2).

8.3. Aus dem UID-Register geht hervor, dass die Berufungsklägerin MWST-
pflichtig ist. Sie hat auch für ihre im Jahre 2019 erbrachten Leistungen von der 
Berufungsbeklagten die MWST verlangt und bezahlt erhalten. Die 
Berufungsklägerin hat vor Vorinstanz für ihre im Jahre 2020 erbrachten Leistungen 
die MWST geltend gemacht und dabei auch auf ihre Rechnungen für das Jahr 2019 
Bezug genommen (RG-act. I/1, Rz. 29–31). Auf welchen Positionen ihrer im Jahre 
2020 erbrachten Leistungen die Berufungsklägerin die MWST verlangt hatte, ergibt 
sich aus ihren Rechnungen für die Zeit vom März bis Dezember 2020 (RG-
act. II/1/26). Diese Rechnungen unterschieden die Positionen "Arbeitsstunden im 
HKL", "Arbeitsstunden Beratung/Organisation/Sitzung", "Arbeitsstunden Büro 
(Home Office)", "Pikettstunden", "Piketteinsatzstunden", "Reisespesenpauschale 
Pauschale Übernachtung", "Fahrtkosten" (RG-act. II/1/26). Wenn die 
Berufungsbeklagte folglich hätte bestreiten wollen, dass sie – entgegen ihrer 
Haltung im Jahre 2019, als es hauptsächlich um die Abgeltung von Projektarbeiten 
gegangen war – für die im Jahre 2020 erbrachten Leistungen die MWST bezahlen 
müsse, hätte sie im Detail angeben müssen, auf welche der in Rechnung gestellten 
Positionen sie keine MWST schuldet (z.B. nicht auf den erbrachten 
Pflegedienstleistungen). Es wäre dann an der Berufungsklägerin gewesen zu 
behaupten und nachzuweisen, warum die MWST auf diesen Rechnungspositionen 
trotzdem geschuldet ist. Dazu kommt, dass im Vertragsentwurf, den die 
Berufungsbeklagte C.________ mit E-Mail vom 15. Dezember 2020 zustellte, die 
Bezahlung der MWST vorgesehen war (RG-act. II/1/19, Ziff. 7.3). Es ist deshalb 
davon auszugehen, dass auch die Berufungsbeklagte davon ausging, es sei der 
Berufungsklägerin die MWST zu entschädigen.

Die Berufungsbeklagte hatte in ihrer Klageantwort die in den von der 
Berufungsklägerin gestellten Rechnungen erwähnten Stundenzahlen und 
Honoraransätze generell bestritten (RG-act. I/2, Rz. 36). Weil die 
Berufungsbeklagte aber nicht detailliert bestritten hat, auf welchen Positionen der 
von der Berufungsklägerin ins Recht gelegten Rechnungen keine MWST 

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geschuldet ist, hätte auch die Vorinstanz davon ausgehen müssen, dass die MWST 
grundsätzlich auf allen Positionen geschuldet ist, wie sie von der Berufungsklägerin 
in Rechnung gestellt wurden. Der vorinstanzliche Entscheid (act. B.2, E. 4.6) ist 
daher insoweit aufzuheben bzw. die Berufung in diesem Punkt gutzuheissen.

8.4. Demzufolge schuldet die Berufungsbeklagte auf dem von ihr zu 
entrichtenden Betrag von CHF 145'543.90 (CHF 141'200.65 + CHF 4'343.25) noch 
die Mehrwertsteuer von 7.7 %. Dies ergibt einen Gesamtanspruch der 
Berufungsklägerin von CHF 156'750.80. Von diesem Betrag hat die 
Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin CHF 100'000.00 bereits bezahlt, sodass 
eine Restforderung von CHF 56'750.80 zugunsten der Berufungsklägerin verbleibt.

9. Verzugszinsen

9.1. Die Vorinstanz sprach der Berufungsklägerin auf die 
Entschädigungsforderung einen Verzugszins von 5 % zu, wobei sie für den Beginn 
des Zinsenlaufes zwischen zwei Beträgen unterschied: Für den Betrag, welcher die 
im Monat Dezember 2020 geleisteten 115.1 Arbeitsstunden sowie die 92 
Pikettstunden entschädigt, legte sie den Beginn des Zinsenlaufes auf den 26. Mai 
2021 fest, während sie für den restlichen Betrag, der die von März bis November 
2020 geleisteten Arbeits- und Pikettstunden abdeckt, als Beginn des Zinsenlaufes 
den 21. Januar 2021 bestimmte (act. B.1, E. 4.5). Höhe und Beginn des 
Verzugszinses werden von den Parteien im Berufungsverfahren nicht in Frage 
gestellt – in der Berufung wird im Hauptbegehren zwar der 20. Januar und nicht der 
21. Januar 2021 als Beginn des Zinsenlaufes genannt, in der Begründung finden 
sich dazu aber keine Ausführungen – und sind folglich zu übernehmen. 

9.2. Die von März bis November 2020 geleisteten 1'355.74 Arbeitsstunden 
ergeben zu einem Stundenansatz von CHF 96.00 einen Betrag von 
CHF 130'151.05. Die in diesem Zeitraum erbrachten 776.65 Pikettstunden ergeben 
zu einem Stundenansatz von CHF 5.00 einen Betrag von CHF 3'883.25. Total ergibt 
dies für den Zeitraum von März bis November 2020 einen Betrag von 
CHF 134'034.30. Samt der MWST von 7.7 % ergibt dies total CHF 144'354.95. 
Davon hat die Berufungsbeklagte CHF 100'000 bereits vor der Mahnung durch die 
Berufungsklägerin bezahlt. Es bleiben daher CHF 44'354.95 offen, die ab dem 
21. Januar 2021 zu 5 % zu verzinsen sind. 

9.3. Für die im Dezember 2020 geleisteten 115.1 Arbeitsstunden à CHF 96.00 ist 
ein Betrag von CHF 11'049.60 geschuldet. Für die in diesem Zeitraum erbrachten 
92 Pikettstunden à CHF 5.00 sind insgesamt CHF 460.00 geschuldet. Zusammen 

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ergibt dies CHF 11'509.60. Dazu kommt die MWST von 7,7 %. Dies ergibt einen 
Totalbetrag von CHF 12'395'85. Die Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin 
daher auf CHF 12'395.85 einen Verzugszins von 5 % ab dem 26. Mai 2021 zu 
bezahlen.

10. Fazit

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zutreffend von einer 
Entschädigungshöhe von CHF 96.00 pro Arbeitsstunde ausgegangen ist. Die 
Berufung erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. Ebenfalls korrekt hat die 
Vorinstanz der Berufungsklägerin eine Pikettentschädigung von CHF 5.00 pro 
Stunde zugesprochen. Diesbezüglich erweist sich die Anschlussberufung als 
unbegründet. Was die Spesen angeht, hat die Vorinstanz zu Recht die geltend 
gemachte Pauschale von CHF 250.00 pro Arbeitstag verneint, während sie zu 
Unrecht Ersatz für effektive Auslagen zugesprochen hat. Diesbezüglich wird die 
Berufung abgewiesen und die Anschlussberufung gutgeheissen. Schliesslich ist der 
angefochtene Entscheid insoweit zu korrigieren, als er einen Anspruch auf 
Mehrwertsteuer verneint. In dieser Hinsicht wird die Berufung gutgeheissen.

11. Prozesskosten

11.1. Die Prozesskosten (Gerichtskosten und Parteientschädigung) werden der 
unterliegenden Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die 
klagende Partei, bei Anerkennung der Klage die beklagte Partei als unterliegend 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die 
Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). 
Das Gericht kann aus Billigkeitsgründen von den Verteilungsgrundsätzen 
abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 ZPO).

Was die Liquidation der Prozesskosten anbelangt, gilt bei Verfahren, die vor dem 
1. Januar 2025 hängig wurden, der bisherige Art. 111 ZPO (s. Art. 407f ZPO): Die 
Gerichtskosten werden mit den geleisteten Vorschüssen der Parteien verrechnet. 
Ein Fehlbetrag wird von der kostenpflichtigen Person nachgefordert (aArt. 111 
Abs. 1 ZPO). Die kostenpflichtige Partei hat der anderen Partei die geleisteten 
Vorschüsse zu ersetzen sowie die zugesprochene Parteientschädigung zu 
bezahlen (aArt. 111 Abs. 2 ZPO).

11.2. Die Berufungsklägerin hat mit ihrer Klage und mit ihrer Berufung die 
Zusprechung von CHF 175'845.30 zuzüglich 7.7 % MWST (= CHF 189'385.40) 
nebst Zinsen verlangt. Es werden ihr schliesslich aber nur CHF 56'750.80 nebst 
Zinsen zugesprochen. Sie hat daher nur zu 3/10 obsiegt. Folglich muss sie 7/10 der 

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Gerichtskosten tragen, während 3/10 der Berufungsbeklagten aufzuerlegen sind. 
Die Vorinstanz hat die Gerichtskosten auf CHF 11'030.00 festgesetzt, wovon 
demnach CHF 7'721.00 (= 7/10 von CHF 11'030.00) zulasten der 
Berufungsklägerin und CHF 3'309.00 (= 3/10 von CHF 11'030.00) zulasten der 
Berufungsbeklagten gehen. Für das Berufungs- und das 
Anschlussberufungsverfahren werden die Gerichtskosten angesichts des 
Streitwerts und des verursachten Aufwands auf total CHF 8'000.00 festgelegt 
(Art. 15 Abs. 2 EGzZPO i.V.m. Art. 11 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Nach dem 
genannten Schlüssel hat davon die Berufungsklägerin CHF 5'600.00 (= 7/10 von 
CHF 8'000.00) und die Berufungsbeklagte CHF 2'400.00 (= 3/10 von CHF 8'000.00) 
zu übernehmen.

11.3. Die Berechnung der Parteientschädigung erfolgt nach der sog. Quoten- bzw. 
Bruchteilsverrechnungsmethode. Nach besagter Methode wird zunächst das 
anteilsmässige Unterliegen und Obsiegen ermittelt. Die Bruchteile bzw. Quoten des 
jeweiligen Obsiegens beider Parteien werden sodann gegenseitig verrechnet. Die 
mehrheitlich obsiegende Partei erhält als Parteientschädigung schliesslich die mit 
der Differenz der verrechneten Bruchteile bzw. Quoten multiplizierte 
Honorarforderung (Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 19 14/16 vom 
29. Juni 2020 E. 4.3 und ZK1 14 115 vom 17. September 2015 E. 15b).

Die urteilende Instanz setzt die Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach 
Ermessen fest (Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]). Sie geht vom Betrag aus, welcher 
der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung 
gestellt wird, soweit 1.) der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig 
vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge enthält; 
2.) der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung 
erforderlich ist; 3.) die geforderte Entschädigung nicht eine von der Sache 
beziehungsweise von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht 
gerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Art. 2 Abs. 2 HV). 
Als üblich gilt ein Stundenansatz zwischen CHF 210.00 und CHF 270.00 (Art. 3 
Abs. 1 HV). In Art. 3 Abs. 2 und 3 HV sind zudem die zulässigen 
Interessenwertzuschläge und deren Berechnungsgrundlage aufgeführt.

11.4. Wie erwähnt, ist die Berufungsklägerin mit 3/10 ihrer Rechtsbegehren 
erfolgreich gewesen. Die Berufungsbeklagte hat zu 7/10 obsiegt. Folglich hat die 
Berufungsklägerin der Berufungsbeklagten 4/10 der Kosten ihrer Rechtsvertretung 
zu ersetzen (= 7/10 – 3/10).

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11.5. Die Berufungsbeklagte hat eine Honorarvereinbarung eingereicht, die einen 
vereinbarten Stundenansatz von CHF 250.00 sowie einen vereinbarten 
Interessenwertzuschlag bei einem Streitwert zwischen CHF 100'000.00 und 
CHF 500'000.00 von 4 % ausweist. Zudem hat sie vor der Vorinstanz eine 
Honorarnote ins Recht gelegt und darin einen Aufwand von 102.00 Stunden à 
CHF 250.00, eine Kleinspesenpauschale von 3 %, einen Streitwertzuschlag von 
4 % auf CHF 175'000.00 sowie 7.7 % MWST, total CHF 36'051.38, geltend 
gemacht (RG-act. VI/3; RG-act. VI/6). Von der Zusprechung der MWST ist 
abzusehen, weil die Berufungsbeklagte selber mehrwertsteuerpflichtig ist und die 
MWST, welche sie ihrer Rechtsvertretung zu zahlen hat, als Vorsteuer von ihrer 
eigenen MWST-Schuld abziehen kann (vgl. Art. 28 MWSTG). Abzüglich der MWST 
beträgt das Honorar CHF 33'490.00. Die Berufungsklägerin hat daher die 
Berufungsbeklagte für das vorinstanzliche Verfahren mit CHF 13'396.00 (= 4/10 von 
CHF 33'490.00) zu entschädigen. Für das Verfahren vor Obergericht hat die 
Berufungsbeklagte keine Honorarnote eingereicht. Eine Gesamtentschädigung im 
Umfang von CHF 4'000.00 erscheint als angemessen, weil im Wesentlichen nur die 
bereits vor Vorinstanz vorgebrachten Argumente wiederholt wurden. Die 
Berufungsklägerin hat daher der Berufungsbeklagten für das Berufungs- und das 
Anschlussberufungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 1'600.00 (= 4/10 
von CHF 4'000.00) zu bezahlen.

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Es wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung und der Anschlussberufung wird der 
Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 10. Oktober 2023 aufgehoben.

2. Die B.________ wird verpflichtet, der A.________ CHF 56'750.80 nebst Zins 
zu 5 % seit dem 21. Januar 2021 auf den Betrag von CHF 44'354.95 und seit 
dem 26. Mai 2021 auf den Betrag von CHF 12'395.85 zu bezahlen.

3. Im Übrigen werden die Berufung und die Anschlussberufung abgewiesen.

4. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten in Höhe von CHF 11'030.00 gehen im 
Umfang von CHF 7'721.00 zulasten der A.________ und im Umfang von 
CHF 3'309.00 zulasten der B.________.

Sie werden mit den von der A.________ (CHF 11'175.00) und der 
B.________ (CHF 225.00) geleisteten Vorschüssen verrechnet. Der 
Restbetrag von CHF 370.00 wird der A.________ durch den Kanton 
Graubünden (Regionalgericht Plessur) erstattet. Die B.________ hat der 
A.________ den geleisteten Vorschuss in der Höhe von CHF 3'084.00 direkt 
zu ersetzen.

5. Die A.________ hat der B.________ für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung in Höhe von CHF 13'396.00 (inkl. Spesen) zu bezahlen.

6. Die Gerichtskosten des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens in 
Höhe von CHF 8'000.00 gehen im Umfang von CHF 5'600.00.00 zulasten 
der A.________ und im Umfang von CHF 2'400.00 zulasten der B.________.

Sie werden mit den von der A.________ (CHF 7'000.00) und der B.________ 
(CHF 4'000.00) geleisteten Vorschüssen verrechnet. Der Restbetrag von 
CHF 3'000.00 wird im Umfang von CHF 1'400.00 der A.________ und im 
Umfang von CHF 1'600.00 der B.________ durch den Kanton Graubünden 
(Obergericht) erstattet.

7. Die A.________ hat der B.________ für das Berufungs- und 
Anschlussberufungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 1'600.00 
(inkl. Spesen) zu bezahlen.

8. [Rechtsmittelbelehrung]

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9. [Mitteilungen]