# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1ce2bdb-c9e6-5438-8aea-16b428177fd3
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht I. öffentlich-rechtliche Abteilung 30.08.2010 1B 278/2010 (1B_278/2010)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_001_1B-278-2010_2010-08-30.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

{T 0/2} 

1B_278/2010 

 

Urteil vom 30. August 2010 

I. öffentlich-rechtliche Abteilung 

 

Besetzung 

Bundesrichter Féraud, Präsident, 

Gerichtsschreiber Bopp. 

 

Verfahrensbeteiligte 

X.________, Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

Y.________, Beschwerdegegner. 

 

Gegenstand 

Ehrverletzungsprozess, 

 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. August 2010 des Gerichtspräsidiums Zofingen. 

In Erwägung, 

dass das Gerichtspräsidium Zofingen in einem gegen X.________ hängigen Privatstrafverfahren betreffend Ehrverletzung mit Verfügung vom 7. August 2010 vom Beklagten eingereichte Dokumente zu den Akten genommen und weitere Beweisanträge abgewiesen hat, wobei er das Untersuchungsverfahren geschlossen und die Sache zur Vorbereitung bzw. Durchführung der Hauptverhandlung an den Einzelrichter überwiesen hat; 

dass X.________ hiergegen Beschwerde ans Bundesgericht führt und den Ausstand des von ihm als befangen bezeichneten Gerichtspräsidenten Christian Sigg verlangt, der die betreffende Verfügung erlassen hat; 

dass laut § 43 Abs. 3 Ziff. 2 StPO/AG über die Frage der Ausstandspflicht bzw. im Falle eines von einer Partei gestellten Ablehnungsbegehrens eine Kommission des Obergerichts - die Inspektionskommission - zu entscheiden hat (s. dazu auch Urteil 1P.180/2004 vom 7. Mai 2004); 

dass somit auf die Beschwerde wegen fehlender Letztinstanzlichkeit (Art. 80 BGG) nicht einzutreten und die Sache zur weiteren Behandlung an das Obergericht des Kantons Aargau zu überweisen ist; 

dass der genannte Grund der Unzulässigkeit der vorliegenden Beschwerde ans Bundesgericht offensichtlich ist, weshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG entschieden werden kann; 

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG); 

wird erkannt: 

 

1. 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. 

Die Sache wird zur weiteren Behandlung ans Obergericht des Kantons Aargau überwiesen. 

 

3. 

Es werden keine Kosten erhoben. 

 

4. 

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gerichtspräsidium Zofingen und dem Obergericht des Kantons Aargau, Inspektionskommission, schriftlich mitgeteilt. 

 

Lausanne, 30. August 2010 

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: 

 

Féraud  Bopp