# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e10adf9-0f6f-5b59-9dd1-5e2371be77b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.04.2008 E-8582/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8582-2007_2008-04-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8582/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Bruno Huber (Vorsitz),
Richterin Christa Luterbacher,
Richter François Badoud,
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

A._______, Irak,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 12. Dezember 2007
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-8582/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 29. April 2007 verliess und über die Türkei, Griechenland und Ita-
lien am 22. Mai 2007 illegal in die Schweiz einreiste, wo er am gleich-
en Tag um Asyl nachsuchte,

dass die Befragung zur Person am 24. Mai 2007 im A._______ und die 
Anhörung  zu  den  Asylgründen  durch  die  zuständige  Behörde  des 
B._______ am 10. Juli 2007 erfolgte,

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Asylgesuch  im Wesentlichen  damit 
begründete, er sei irakischer Staatsangehöriger, ebenso wie sein Vater 
Kurde,  die  Mutter  sei  Araberin,  mit  letztem  Wohnsitz  in  C._______ 
(Provinz Dohuk) und islamischen Glaubens,

dass er seit 1992 zusammen mit seiner Familie in C._______ gewohnt, 
die Schule besucht und danach in _______ gearbeitet habe,

dass er mit den Behörden oder mit Organisationen nie Probleme ge-
habt habe,

dass er vor einigen Jahren wegen Tätlichkeiten zu einer kurzen Ge-
fängnisstrafe verurteilt worden sei,

dass er in eine Frau verliebt gewesen sei,  deren Familie eine Heirat 
ablehnte,

dass die Frau von ihrem Vater, nachdem er von ihrer Entjungferung er-
fahren habe, angeschossen worden und in der Folge an den Verletzun-
gen gestorben sei,

dass deshalb  der  Vater  der  Verstorbenen festgenommen worden sei 
und ihn gegenüber den Behörden bezichtigt habe, der Verursacher des 
Konflikts gewesen zu sein,

dass er deshalb behördlich gesucht worden und aus dem Irak ausge-
reist sei,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

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dass der  Beschwerdeführer  im  erstinstanzlichen  Verfahren  trotz  ent-
sprechender  Aufforderungen  keine  Identitätspapiere  zu  den  Akten 
reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Dezember 2007 - eröffnet am 
14. Dezember 2007 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der Beschwerde-
führer  habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist 
von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass  er  trotz  wiederholter  Aufforderungen  keine  rechtsgenüglichen 
Identitäts- oder Reisepapiere eingereicht habe, obwohl er eigenen An-
gaben zufolge zwecks Beschaffung seiner zu Hause zurück gelasse-
nen  Dokumente  (Identitätskarte  und  Nationalitätenausweis)  telefoni-
schen Kontakt mit seiner Familie gepflegt habe und zu den drei nörd-
lichen  Provinzen  des  Irak  gut  ausgebaute  Kommunikationswege be-
stünden, welche rege benutzt würden,

dass angesichts dieser Sachlage keine entschuldbaren Gründe vorlä-
gen, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht haben könnten, in-
nert Frist gültige Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung so-
wie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festge-
stellt werden könne oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig seien,

dass  der  Beschwerdeführer  widersprüchliche  Aussagen  zu  wesentli-
chen Punkten gemacht habe,

dass er beispielsweise bei der Befragung zur Person vorgebracht ha-
be, er habe um die Hand seiner Freundin angehalten, wogegen er an-
lässlich der kantonalen Anhörung ausgesagt habe, er habe nie um ihre 
Hand angehalten,

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dass er sodann bei der Befragung zur Person ausgesagt habe, seine 
Freundin sei nach einer Woche gemeinsamen Aufenthalts in der Um-
gebung von D._______ mit der Bemerkung zu ihrer Familie zurückge-
kehrt, sie werde versuchen, ihre Eltern von der Beziehung zu überzeu-
gen,

dass er im Gegensatz dazu anlässlich der Anhörung zu den Asylgrün-
den ausgeführt habe, der Vater seiner Freundin habe sie, nachdem er 
vom Geschlechtsverkehr zwischen ihnen erfahren habe, in D._______ 
angerufen und ihr befohlen, nach Hause zurückzukehren,

dass er zudem im Empfangs- und Verfahrenszentrum vorgebracht ha-
be, er habe in der Türkei erfahren, dass seine Freundin am 15. oder 
16. April 2007 gestorben sei, im Unterschied dazu bei der kantonalen 
Anhörung indessen geltend gemacht habe, er könne sich nicht mehr 
erinnern, wann sie gestorben sei,

dass er des Weiteren anlässlich der Befragung zur Person zunächst 
ausgesagt  habe,  es  habe  seit  Anfang  April  2007,  als  er  D._______ 
verlassen habe, einen Haftbefehl gegen ihn gegeben, um dann später 
bei  der  kantonale  Anhörung vorzubringen,  er  habe bis  ungefähr  am 
27. April 2007 in _______ gearbeitet und glaube, der gegen ihn ange-
ordnete Haftbefehl bestehe seit seiner Ausreise am 29. April 2007,

dass  schliesslich  das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  er  werde 
von den Behörden gesucht, weil er die Ursache für die Tötung seiner 
Freundin durch ihren Vater sei, weltfremd sei und der allgemeinen Er-
fahrung und Logik des Handelns widerspreche,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit  gemäss Art. 7  AsylG nicht  standzuhalten ver-
möchten,  ihre Asylrelevanz deshalb nicht  geprüft  werden müsse und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Akten 
nicht erforderlich seien,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 18. Dezem-
ber 2007 (Poststempel) die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

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und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung 
des  Asylgesuchs,  eventualiter  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft  und die Gewährung von Asyl,  subeventualiter die Feststellung 
der Unzumutbarkeit beantragt,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  um unentgeltliche Rechtspflege er-
sucht,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfü-
gung  vom  20.  Dezember  2007  mitteilte,  er dürfe  den  Ausgang  des 
Rechtsmittelverfahrens in der Schweiz abwarten, auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses verzichtete und den Entscheid über das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt ver-
legte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Dezember 2007 die 
Kopie einer Identitätskarte einreichte und die Beschaffung des Haftbe-
fehls "in der nächsten Zeit" in Aussicht stellte,

dass er am 13. Februar 2008 eine Identitätskarte im Original zu den 
Akten reichte,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen und Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE  2007/8  insbes. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  deshalb  auf  das  Eventualbegehren  in  der  Rechtsmitteleingabe 
(Ziff. 2 der Rechtsbegehren), es sei Asyl zu gewähren, nicht einzutre-
ten ist,

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. a.E.),

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  der  gesetzlichen  Frist  von 
48 Stunden nach Gesuchseinreichung keine Dokumente zur einwand-
freien  Feststellung  seiner  Identität  zu  den  Akten  reichte,  womit  die 
Grundvoraussetzung für ein Nichteintreten auf das Asylgesuch wegen 
fehlender Papiere erfüllt ist (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  an  dieser  Feststellung  die  erst  auf  Beschwerdeebene  einge-
reichte  Identitätskarte,  welche  der  Beschwerdeführer  eigenen  Anga-
ben zufolge bei seinen Eltern gelassen und von der Schweiz aus be-
schafft habe, nichts zu ändern vermag, zumal es bei der 48-Stunden-
Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer 
Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Rei-
se in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 
E. 5c.aa S. 109 f.), 

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dass zu prüfen bleibt, ob für das Nichteinreichen von Reise- oder Iden-
titätspapieren entschuldbare Gründe vorliegen (Art. 32 Abs. 3  Bst. a 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer als entschuldbare Gründe für  das Nicht-
einreichen eines Reise- oder Identitätspapieres innerhalb von 48 Stun-
den  vorbrachte,  er  habe  die  Telefonnummer  vergessen  (Akten  BFM 
A1/10 S. 4) respektive bei der Anhörung zu den Asylgründen auf die 
Frage nach seinen bisher erfolgten Bemühungen antwortete, ein Ira-
ker,  den  er  in  der  Schweiz  kennengelernt  habe,  habe  ihm  verspro-
chen, seine Identitätskarte aus dem Irak mitzubringen (A14/20 S. 5),

dass er weiter auf die Frage, weshalb er seine Identitätskarte nicht mit 
in die Schweiz gebracht habe, antwortete, er habe nicht daran gedacht 
(A14/20 S. 5),

dass diese Erklärungen als Schutzbehauptungen zu qualifizieren sind, 
zumal es ihm ohne weiteres zumutbar und auch möglich gewesen wä-
re, bereits nach der erstmaligen Aufforderung zur Papierbeschaffung 
vom 24. Mai  2007 aktiv  zu werden und an der  Anhörung zu seinen 
Asylgründen am 10. Juli 2007 wenigstens seine erfolglos gebliebenen 
Bemühungen zur Beschaffung seiner Identitätskarte offenzulegen,

dass seine Erklärung, er habe bei der Ausreise aus dem Irak nicht an 
seine Identitätskarte gedacht,  realitätsfremd und deshalb nicht nach-
vollziehbar ist,

dass  zudem sein  Vorbringen in  der  Beschwerde vom 18. Dezember 
2007, es sei ihm bis heute trotz wiederholter Versuche nicht möglich 
gewesen,  eine  geeignete Person für  den Transport  seiner  Identitäts-
karte zu finden, im Widerspruch zu seinen diesbezüglichen Ausführun-
gen anlässlich der kantonalen Anhörung steht (vgl. A14/20 S. 5),

dass  der  Beschwerdeführer  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für 
das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innert 48 Stun-
den glaubhaft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) entgegen den diesbezüglichen Vorbringen in der Rechts-
mitteleingabe der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flücht-

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lingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch zur direk-
ten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als unglaubhaft zu bezeichnen sind und sich die Aus-
führungen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen darin erschöp-
fen,  die Authentizität  der mündlichen Aussagen zur Begründung des 
Asylgesuchs zu wiederholen, ohne indessen in substanziierter und de-
taillierter  Weise zu den Erwägungen der Vorinstanz Stellung zu neh-
men,

dass deshalb an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen auf 
die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Ver-
fügung verwiesen werden kann und es sich angesichts dieser Sachla-
ge erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde einzu-
gehen,

dass  der  Beschwerdeführer  bezeichnenderweise  die  in  der  Eingabe 
vom 20. Dezember 2007 in Aussicht gestellte Beschaffung des Haftbe-
fehls schuldig geblieben ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilte und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 
besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung 
im Einklang mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach 
vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art.  5  Abs. 1  AsylG; vgl. auch Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatstaat droht,

dass  die  allgemeine  Sicherheits-  und  Menschenrechtslage im  kurdi-
schen  Nordirak,  die  im  zur  Publikation  vorgesehenen  Urteil  BVGE 
E-6982/2006  vom  22. Januar  2008  Gegenstand  einer  umfassenden 
Beurteilung  bildet,  den  Wegweisungsvollzug  zum heutigen  Zeitpunkt 
nicht als unzulässig erscheinen lässt (a.a.O. E. 6.2 ff. und 6.6),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das Bundesverwaltungsgericht im zur Publikation vorgesehenen 
Urteil BVGE E-4243/2007 vom 14. März 2008 aufgrund einer Beurtei-
lung der  aktuellen Situation in  den nordirakischen Provinzen Dohuk, 
Sulaymaniya und Erbil zum Schluss gekommen ist, in diesen drei kur-
dischen  Provinzen  herrsche  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  und 
die dortige politische Lage sei nicht dermassen angespannt, als dass 
eine Rückführung dorthin als generell  unzumutbar betrachtet werden 
müsste,

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dass  zudem  die  Region  mit  Direktflügen  aus  Europa  und  aus  den 
Nachbarstaaten erreichbar ist und damit das Element der unzumutba-
ren Rückreise via Bagdad und anschliessend auf dem Landweg durch 
den von Gewalt heimgesuchten Zentralirak entfällt,

dass zusammenfassend im erwähnten Entscheid festgehalten wurde, 
die Anordnung des Wegweisungsvollzugs sei in der Regel für alleinste-
hende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus ei-
ner der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein sozia-
les Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar,

dass  der  Beschwerdeführer  aus  C._______  stammt,  wo  er  eigenen 
Angaben zufolge bis zu seiner Ausreise gelebt hat,

dass er in C._______ mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern 
über ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfügt und angesichts 
seines Alters (geb. _______) und seiner Berufserfahrung davon auszu-
gehen ist, er werde sich in seiner Heimat mit Hilfe seiner Familie wie-
der in den Arbeitsmarkt integrieren können,

dass ihm des Weiteren die Rückkehrhilfe der Schweiz den Aufbau ei-
ner neuen Existenzgrundlage erleichtern kann,

dass somit weder die allgemeine Lage in der Heimatprovinz (Dohuk) 
des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle einer  Rückkehr  schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) wären,

dass die  Beschwerde nicht  von vornherein  aussichtslos ist  und sich 
die Bedürftigkeit aus den Akten ergibt, weshalb das Gesuch um unent-
geltliche  Rechtspflege  (Art.  65  Abs. 1  VwVG)  gutzuheissen  und  der 
Beschwerdeführer davon zu befreien ist, die Verfahrenskosten zu tra-
gen,

dass das vorliegende Verfahren weder in tatsächlicher noch in rechtli-
cher Hinsicht besonders komplex erscheint, weshalb das Gesuch um 
unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  2 
VwVG abzuweisen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird  gutgeheissen. Der 
Beschwerdeführer wird davon befreit, die Verfahrenskosten zu tragen.

3.
Das Gesuch  um unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  wird  abgewie-
sen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- E._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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