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**Case Identifier:** d5aff53b-2b8f-5eb5-9926-216674e1d641
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.04.2015 200 2014 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-119_2015-04-30.pdf

## Full Text

200 14 119 AHV
GRD/WSA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 30. April 2015

Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Winz

A.________

Beschwerdeführer 1

B.________

Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Fürsprecher C.________

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2015, AHV/14/119, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 17. bzw. 23. Juli 2013 bei der Aus-
gleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) als Selbständigerwerbender an. Er gab an, Audits nach … durchzu-
führen, wobei er sich an die Vorgaben der B.________ (nachfolgend 
B.________ bzw. Beschwerdeführerin) halten müsse. Mit der B.________ 
bestünden Durchführungsvereinbarungen (Antwortbeilagen [AB] 1, 3).

Mit Schreiben vom 20. August 2013 (AB 5a, 5b) teilte die AKB dem Versi-
cherten und der B.________ mit, dass die Tätigkeit des Versicherten als 
Auditor eine unselbständige Erwerbstätigkeit darstelle, weshalb seine Sozi-
alversicherungsbeiträge von der B.________ abzurechnen seien.

Am 22. August 2013 führte der Versicherte gegenüber der AKB aus, die 
Audits, die er durchführe, würden von der B.________ nur vermittelt. Er sei 
nicht bei ihr angestellt und sie zahle ihm kein Honorar. Er stelle den Institu-
tionen Rechnung, für die er die Audits durchführe. Für die Audits werde er 
voraussichtlich seinen Anstellungsgrad bei seinem Arbeitgeber reduzieren 
und trage somit dann auch ein gewisses Unternehmerrisiko, weil er auf das 
Einkommen aus den Audits angewiesen sei (AB 6).

Mit Verfügung vom 5. September 2013 (AB 8) - welche auch der 
B.________ zur Kenntnisnahme zugestellt wurde - kam die AKB zum 
Schluss, es würden zwar Merkmale sowohl für eine selbständige wie auch 
für eine unselbständige Erwerbstätigkeit bestehen, letztere würden aber 
überwiegen. So gebe es nur einen Auftraggeber (B.________), die Durch-
führung der Audits erfolge nach den Vorgaben der B.________ und in de-
ren Namen und das Programm … stamme von Dritten und nicht vom Ver-
sicherten selber.

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B.

Nachdem der Versicherte gegen die Verfügung vom 5. September 2013 
Einsprache erhoben hatte (AB 9), forderte ihn die AKB mit Schreiben vom 
5. November 2013 (AB 11) auf, weitere Unterlagen einzureichen. Gleichen-
tags gab sie der B.________ Gelegenheit, sich zur sozialversicherungs-
rechtlichen Stellung des Versicherten zu äussern (AB 12).

Während sich die B.________ nicht vernehmen liess, gingen die einver-
langten Unterlagen des Versicherten am 13. November 2013 bei der AKB 
ein (AB 13).

Mit Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2013 (AB 14) wies die AKB 
die Einsprache des Versicherten ab. Die Voraussetzungen für die Annah-
me einer selbständigen Tätigkeit seien nicht erfüllt, so dass er als Unselb-
ständigerwerbender einzustufen sei. Der Einspracheentscheid wurde auch 
der B.________ eröffnet (AB 15).

C.

Hiergegen erhoben der Versicherte und die B.________, beide vertreten 
durch Fürsprecher C.________, am 3. Februar 2014 Beschwerde mit dem 
Antrag, der Beschwerdeführer sei als Selbständigerwerbender anzuerken-
nen. Eventuell sei die Sache zu neuer Abklärung an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen. In formeller Hinsicht lassen die Beschwerdeführenden 
geltend machen, die Beschwerdeführerin habe sich zwar am Einsprache-
verfahren nicht beteiligt, sie sei aber vom angefochtenen Entscheid mehr 
als jedermann betroffen und sei deshalb beschwerdelegitimiert. Sollte das 
angerufene Gericht dem widersprechen, sei die Beschwerdeführerin zum 
Verfahren beizuladen. In materieller Hinsicht führen die Beschwerde-
führenden zunächst aus, dass die Beschwerdeführerin dem Beschwerde-
führer keinerlei Entgelt für dessen Audittätigkeit ausrichte. Dies wäre je-
doch erste Voraussetzung jeden Beitrags, der sich in Prozenten auf dem 
ausgerichteten Lohn errechne. Weiter bestehe weder in betriebswirtschaft-
licher noch arbeitsorganisatorischer Hinsicht eine Abhängigkeit zwischen 
den Beschwerdeführenden, weil der Beschwerdeführer seine Arbeit unab-

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hängig von der Infrastruktur und der personellen Besetzung der Beschwer-
deführerin verrichte. Sodann bestehe das Unternehmerrisiko des Be-
schwerdeführers in der Uneinbringlichkeit seines Honorars, falls die audi-
tierte Einrichtung insolvent werde. Die Beschwerdeführerin trage kein Un-
ternehmerrisiko. Auch sei im Umstand, dass die Beschwerdeführerin eine 
Liste der ihr genehmen Auditoren führe, keine Akquisitionstätigkeit zu erbli-
cken. Gleiches gelte beispielsweise für die Hausarztlisten der Krankenkas-
sen. Der Beschwerdeführer akquiriere seine Aufträge selber. Schliesslich 
stehe der Beschwerdeführer entgegen der Auffassung der Beschwerde-
gegnerin auch in keiner wesentlichen Abhängigkeit zur Beschwerdeführe-
rin.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die Akquisition der 
Kunden beschränke sich darauf, dass der Beschwerdeführer auf der Liste 
der Auditoren der Beschwerdeführerin aufgeführt sei. Weiter würden 
Selbständigerwerbende die Höhe ihrer Honorare grundsätzlich frei festle-
gen. Im vorliegenden Fall lege hingegen die Beschwerdeführerin den Ho-
norarrahmen fest und leite darüber hinaus die von den Auditoren gestellten 
Rechnungen an die auditierten Institutionen weiter. Dies deute auf ein Un-
terordnungsverhältnis hin. Die geschilderten Verbindungen zur Beschwer-
deführerin gingen damit weiter als bei anderen Formen der informellen Zu-
sammenarbeit und führten deshalb zu einer Nähe, die bei typischen 
Selbständigerwerbenden in dieser Form nicht bestehe.

Mit Replik vom 9. Mai 2014 und Duplik vom 5. Juni 2014 hielten die Partei-
en an ihren Anträgen fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsan-
waltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die Beschwerdefüh-
rerin ist auch durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (der Entscheid würde zu 
einer Beitragspflicht ihrerseits als Arbeitgeberin führen) und ist deshalb 
ebenfalls zur Beschwerde befugt (Art. 59 ATSG), auch wenn sie sich am 
vorangehenden Verfahren nicht beteiligt hatte (RKUV 1998 U 293 S. 227 
E. 3c). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 
[AHVG; SR 831.10]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) 
sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 18. Dezember 2013 (AB 1). Umstritten ist, ob die Tätigkeit des Be-
schwerdeführers für die Beschwerdeführerin zu Recht nicht als selbständi-
ge Erwerbstätigkeit anerkannt worden ist. Aufgrund des dargelegten erwar-
teten Jahreseinkommen von Fr. 6‘000.-- – Fr. 10‘000.-- (Beilage zu AB 3 
lit. B) und der dadurch geschuldeten AHV-Beiträge liegt der Streitwert unter 
Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterli-
che Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

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1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger 
richtet sich u.a. danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Er-
werbseinkommen als solches aus selbständiger oder aus unselbständiger 
Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. der 
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Ok-
tober 1947 [AHVV; SR 831.101]). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als mass-
gebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte 
oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Einkommen, das nicht 
Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt.

Zum massgebenden Lohn gehören begrifflich sämtliche Bezüge des Ar-
beitnehmers und der Arbeitnehmerin, die wirtschaftlich mit dem Arbeitsver-
hältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbesteht 
oder aufgelöst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden oder 
freiwillig erfolgen. Als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbstständiger 
Erwerbstätigkeit gilt somit nicht nur unmittelbares Entgelt für geleistete Ar-
beit, sondern grundsätzlich jede Entschädigung oder Zuwendung, die aus 
dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht kraft ausdrücklicher 
gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenommen ist (BGE 139 
V 50 E. 2.1 S. 52). Dabei ist unbeachtlich, ob der Lohn vom Arbeitgeber 
oder von einem Dritten ausbezahlt wird (ARV 2003 S. 116 E. 4.1).

2.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund 
der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Ent-
scheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrecht-
lichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für 
die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend 
zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, 

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wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisa-
torischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko 
trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine ein-
heitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der 
im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die 
beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Wür-
digung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei 
vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Ent-
scheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall über-
wiegen (BGE 123 V 161 E. 1 S. 163; SVR 2012 AHV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

2.3 Selbständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall vor, wenn die bei-
tragspflichtige Person durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei bestimm-
ter Selbstorganisation und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Ver-
kehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen oder Produkte 
zu schaffen, deren Inanspruchnahme oder Erwerb durch finanzielle oder 
geldwerte Gegenleistungen abgegolten werden (BGE 125 V 383 E. 2a 
S. 385; AHI 2003 S. 417 E. 3.2.2). Charakteristische Merkmale einer 
selbständigen Erwerbstätigkeit sind die Tätigung erheblicher Investitionen, 
die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung 
von eigenem Personal. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei 
darin, dass die versicherte Person unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten 
des Betriebs zu tragen hat, wie namentlich Unkosten, Verluste, Inkasso- 
und Delkredererisiko (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172; SVR 2009 AHV Nr. 9 
S. 34 E. 4.3; AHI 2003 S. 370 E. 3.3).

2.4 Von unselbständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die für 
den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn die versicherte 
Person Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitgeber" ab-
hängig ist und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb eingeordnet 
ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. Indizien 
dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die Notwendigkeit, 
über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das Angewiesen-
sein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche Risiko der versi-
cherten Person erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) Abhängigkeit vom 
persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig ausgeübten Tätig-

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keit, darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses eine ähnliche 
Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers der Fall 
ist (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172). 

3.

Streitig und zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer nach den Vorga-
ben der Beschwerdeführerin durchgeführten Audits in … mehr Merkmale 
einer selbständigen oder unselbständigen Tätigkeit aufweisen.

3.1 Die Beschwerdeführerin ist eine … . Sie zertifiziert … (http://...). 
Zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdeführerin besteht ein 
Kooperationsvertrag (Beilage zu AB 13), welcher die Rahmenbedingungen 
und Formen regelt, innert derer „die Vertragspartner den Auditimpuls der 
B.________ auf der Grundlage von … pflegen und weiterentwickeln.“ Der 
Vertrag sieht vor, dass die Auditperson die Ausbildung und Lizenzierung 
der Beschwerdeführerin abgeschlossen hat. Die Auditperson verpflichtet 
sich, Audits im Einklang mit den jeweils geltenden konzeptionellen, rechtli-
chen und finanziellen Rahmenbedingungen der Beschwerdeführerin 
selbständig, unparteilich und gemäss dem state of the art durchzuführen. 
Die Beschwerdeführerin ist nicht verpflichtet, eine Auditperson mit der 
Durchführung eines Audits zu beauftragen. Die Auditperson ist nicht ver-
pflichtet, eine Anfrage für ein Audit anzunehmen. Die Auditperson verpflich-
tet sich zu der im Konzept der Beschwerdeführerin umschriebenen Qua-
litätsentwicklung und zu den entsprechenden Massnahmen. Sie erklärt sich 
insbesondere bereit, an der gemeinsamen Grundlagen- und Intervisionsar-
beit teilzunehmen, gegenüber der Intervisionsgruppe periodisch Rückblick 
und Rechenschaft zu leisten sowie die Weiterbildungsveranstaltungen für 
Auditorinnen und Auditoren zu besuchen. Dies im Umfang von mindestens 
vier Halbtagen pro Jahr. Die interne Weiterbildung ist für die tätigen Audit-
person der Beschwerdeführerin kostenlos zugänglich. Der Vertrag kann 
beidseitig jederzeit gekündigt werden. Die Auditperson verpflichtet sich, im 
Falle einer Kündigung der Beschwerdeführerin sämtliche Unterlagen über 
die von ihr auditierten Einrichtungen sowie ihr Auditorenhandbuch innert 
einer Woche zurückzugeben.

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3.2 Den einzelnen Verträgen mit den zu auditierenden Einrichtungen - 
Durchführungsaufträge genannt (Beilage zu AB 13) - ist zu entnehmen, 
dass die Beschwerdeführerin als bevollmächtigte Generalunternehmerin 
die Auditperson beauftragt, die erforderlichen Audits nach den Rahmen-
richtlinien der Beschwerdeführerin durchzuführen. Nach Vorliegen des Au-
ditprogramms schickt die Geschäftsstelle der Beschwerdeführerin der Ein-
richtung und dem Auditteam jeweils eine Kostenzusammenstellung mit 
dem je nach Art des Audits und Grösse der Einrichtung pauschalierten 
Zeitaufwand und Tagessatz (gemäss geltender Tarifordnung). Die Audit-
personen verpflichten sich, jeweils nach Abschluss des Auditverfahrens auf 
der Basis der erfolgten Kostenzusammenstellung der Einrichtung Rech-
nung zu stellen mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen. Sie schicken diese 
Rechnungen der Geschäftsstelle der Beschwerdeführerin zur Weiterleitung 
an die Einrichtung.

3.3

3.3.1 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden spricht die 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer den auditierten Einrichtungen direkt 
Rechnung stellt und damit seinen Lohn nicht von der Beschwerdeführerin 
erhält, nicht gegen die Annahme, sie sei seine Arbeitgeberin. Die auf den 
wirtschaftlichen Vorgang abstellende Betrachtungsweise (E. 2.1 hiervor) 
legt eine objektbezogene Definition des massgebenden Lohnes nahe, 
zumal Art. 5 Abs. 2 AHVG die Rechtssubjekte Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer nicht erwähnt. Seit Einführung der Alters- und 
Hinterlassenenversicherung im Jahr 1948 kam es für die Bestimmung des 
Beitragssubstrates nicht darauf an, wer das Entgelt bezahlt, sondern allein 
darauf, ob die Ausrichtung der geldwerten Leistung im Arbeitsverhältnis 
wirtschaftlich hinreichend begründet ist (BGE 137 V 321 S. 326 E. 2.2.1). 
Dies ist hier der Fall, zumal die Rechnungsstellung zwar im Namen des 
Beschwerdeführers erfolgt, aber über die Beschwerdeführerin läuft.

3.3.2 Ein Kriterium für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist, dass der 
Unselbständigerwerbende in den Betrieb des Arbeitgebers eingegliedert ist. 
Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die 
Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das 
Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort (BGE 122 V 169 S. 172 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2015, AHV/14/119, Seite 10

E. 3c). Der Beschwerdeführer ist gemäss Wortlaut der Durchführungsauf-
träge verpflichtet, die erforderlichen Audits nach den Rahmenrichtlinien der 
Beschwerdeführerin durchzuführen. Die Beschwerdeführerin schickt dem 
Beschwerdeführer nach Vorliegen des Auditprogramms jeweils eine Kos-
tenzusammenstellung mit dem je nach Art des Audits und Grösse der Ein-
richtung pauschalierten Zeitaufwand und Tagessatz und der Beschwerde-
führer muss nach Abschluss des Auditverfahrens auf der Basis der erfolg-
ten Kostenzusammenstellung der Einrichtung Rechnung stellen mit einer 
Zahlungsfrist von 30 Tagen. Weiter erklärte sich der Beschwerdeführer mit 
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages bereit, an gemeinsamen 
Grundlagen- und Intervisionsarbeiten teilzunehmen, gegenüber der Intervi-
sionsgruppe periodisch Rückblick und Rechenschaft zu leisten sowie die 
Weiterbildungsveranstaltungen für Auditorinnen und Auditoren zu besu-
chen. Dies im Umfang von mindestens vier Halbtagen pro Jahr. Damit ist er 
nicht nur in die Betriebsabläufe der Beschwerdeführerin eingebunden, 
sondern auch in deren Arbeitsstätte eingegliedert, was ebenfalls dafür 
spricht, dass er als Unselbständigerwerbender zu betrachten ist.

3.3.3 Ein weiteres Indiz für eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist, dass 
der Unselbständigerwerbende nach Zeitaufwand und nicht für die erbrachte 
Arbeit als solche entschädigt wird (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 27. März 2013, 9C_1029/2012, E. 4.2). Gemäss Angaben des 
Beschwerdeführers (AB 1 Ziff. 6) wird er nach Zeitaufwand auf Tagesbasis 
entschädigt und nicht für die erbrachte Arbeit als solche, das heisst nicht 
für einzelne Projekte entschädigt. Dies deutet ebenfalls auf eine 
unselbständige Erwerbstätigkeit hin.

3.4

3.4.1 Selbständigerwerbende zeichnen sich in der Regel dadurch aus, 
dass sie ihre Leistungen einer Vielzahl von Kunden anbieten, selber 
Kunden akquirieren und sich so Aufträge beschaffen (AHI 1996 S. 123 f.). 
Der Beschwerdeführer akquiriert(e bisher) selber keine Kunden (vgl. 
Durchführungsauftrag mit der D.________, mit dem Verein E.________, 
mit der Stiftung F.________, mit der Stiftung G.________ und mit dem 
H.________ [Beilagen zu AB 13]), sondern wird jeweils von der 
Beschwerdeführerin als Generalunternehmerin mit einem Audit beauftragt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2015, AHV/14/119, Seite 11

(vgl. Durchführungsaufträge lit. A [Beilagen zu AB 13]). Dass der 
Beschwerdeführer nicht verpflichtet ist, den Auditauftrag anzunehmen, 
ändert nichts daran, dass er sich seine Aufträge nicht selber beschafft. 

3.4.2 Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit spricht sodann die 
gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem Namen, ohne 
indessen von diesen abhängig zu sein. Massgebend ist dabei nicht die 
rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftraggebern anzunehmen, 
sondern die tatsächliche Auftragslage (BGE 122 V 169 S. 172 E. 3c). Der 
Beschwerdeführer gibt an (Schreiben vom 12. November 2013 [AB 13]), 
seine Auditaufträge „in der Regel“ von der Beschwerdeführerin zu erhalten. 
Auch wenn er, wie er ausführt, bereit wäre, andere Auditaufträge 
anzunehmen, ändert das nichts daran, dass dies bisher nicht der Fall war 
und er sich letztlich - wenn die Beschwerdeführerin ihm keine Arbeit mehr 
zuteilen würde -, in der gleichen Situation befände wie ein Arbeitnehmer, 
der seinen Lohn nicht mehr erhält und seine Stelle verliert. Diese 
Abhängigkeit von der Arbeitgeberin spricht ebenfalls gegen die Annahme 
einer selbständigen Erwerbstätigkeit.

3.4.3 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, das 
Unternehmerrisiko, welches einerseits in der Uneinbringlichkeit des 
Honorars (Beschwerdeschrift S. 5 E. 4.3) und andererseits in den Kosten 
für Büro, EDV, Telekommunikation, Auto, etc. (Replik S. 3 E. 2.3) bestehe, 
trage der Beschwerdeführer alleine, ist darauf hinzuweisen, dass das 
Unternehmerrisiko nach der Rechtsprechung des BGer nicht allein 
entscheidend dafür ist, ob von unselbständiger oder selbständiger 
Erwerbstätigkeit auszugehen ist. Vielmehr kommt bei Tätigkeiten im 
Bereich der Dienstleistungen, die ihrer Natur nach nicht notwendigerweise 
bedeutende Investitionen erfordern, der arbeitsorganisatorischen 
Abhängigkeit gegenüber dem Investitionsrisiko erhöhtes Gewicht zu 
(Entscheid des BGer vom 6. Juni 2013, 9C_930/2012, E. 6.2). Was die 
Gefahr der Uneinbringlichkeit seines Honorars betrifft, verhält es sich 
ähnlich wie bei einem Arbeitnehmer und dessen Lohnforderungen.

3.5 Nach dem Dargelegten ist zusammenfassend festzuhalten, dass 
aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten vorliegend diejenigen Merkma-
le, die auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit schliessen lassen, über-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2015, AHV/14/119, Seite 12

wiegen. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 18. De-
zember 2013 (AB 14) ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen er-
hobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

4.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführenden kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Aufgrund von Art. 61 lit. a ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher C.________ z.H. der Beschwerdeführerenden
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.