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**Case Identifier:** 01068107-8a1c-5871-920f-7689c7a79774
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2025 A-358/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-358-2024_2025-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-358/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Keita Mutombo (Vorsitz), 

Richterin Iris Widmer, Richter Pierre-Emmanuel Ruedin,    

Gerichtsschreiberin Susanne Raas. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, …, 

vertreten durch  

Patrick Loosli, LL.M., und  

Pierre Scheuner, Fürsprecher, …, 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer; Spenden (Steuerperioden 2017 bis 2018). 

 

 

 

A-358/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die X._______ (nachfolgend: Stiftung) ist eine privatrechtliche Stiftung. Sie 

bezweckt gemäss Handelsregistereintrag die Förderung der Erforschung 

und der Bekämpfung [bestimmter Krankheiten]. Weiter betreibt sie gemäss 

ihrer Zweckbestimmung Aufklärungs- und Präventionsarbeit in der Bevöl-

kerung auf diesen Gebieten und berät und betreut Betroffene und ihre An-

gehörige. Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinerlei 

Erwerbs- oder Selbsthilfezwecke. Die Mehrwertsteuer rechnet sie nach der 

effektiven Methode und nach vereinbarten Entgelten ab. 

B.  

B.a Per 1. Januar 2017 wurde die Stiftung – nach einem Unterbruch – wie-

der ins Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen bei der Eidgenös-

sischen Steuerverwaltung (ESTV) eingetragen. 

B.b Mit Schreiben vom 21. Juni 2018 bat die Stiftung um Bestätigung, dass 

bei ihr kein nicht-unternehmerischer Bereich vorliege und dass sie die Vor-

steuerkorrektur nach dem Umsatzverhältnis und die Vorsteuerkürzung im 

Verhältnis der Subventionen zum Gesamtumsatz vornehmen könne. 

B.c Die ESTV antwortete am 10. Juli 2018, die Stiftung verfüge über einen 

unternehmerischen und einen nicht-unternehmerischen Bereich. Die Vor-

steuerkorrektur solle nach der 3-Topf-Methode vorgenommen werden. Die 

Berechnung der Vorsteuerkürzung durch die Stiftung sei falsch, da nach 

der (damals gültigen) Verwaltungspraxis die Spenden nicht in den Umsatz-

schlüssel einzubeziehen seien. 

B.d Am 18. April 2019 erklärte die Stiftung, an ihren Ausführungen im 

Schreiben vom 21. Juni 2018 festzuhalten. 

B.e Die ESTV kündigte mit Schreiben vom 23. Oktober 2019 eine Kontrolle 

der Steuerperioden 2017 bis 2018 bei der Stiftung an. Die Kontrolle wurde 

am 5. und 8. November 2019 durchgeführt. Das Ergebnis wurde in der Ein-

schätzungsmitteilung (EM) Nr. ***1 vom 24. August 2020 festgehalten. Da-

mit legte die ESTV die Steuerforderung für die Periode 2017 auf 

Fr. 29'507.-- und jene für die Periode 2018 auf Fr. 32'463.-- fest und machte 

eine Steuerkorrektur zu ihren Gunsten von insgesamt Fr. 283'285.-- gel-

tend. Die Festsetzung basierte auf der Korrektur der Vorsteuer aufgrund 

gemischter Verwendung, der eine Unterteilung in einen unternehmerischen 

sowie einen nicht-unternehmerischen Bereich zugrunde lag. 

A-358/2024 

Seite 3 

B.f Nachdem die Stiftung die Korrektur mit Eingabe vom 24. September 

2020 bestritten hatte, erliess die ESTV am 22. August 2022 eine Verfü-

gung. Neu qualifizierte sie die «Gönnerbeiträge» als Entgelt für eine steu-

erbare Leistung, weshalb die Stiftung nur über einen unternehmerischen 

Bereich verfüge. Die Steuerforderung wurde neu auf Fr. 426'613.-- festge-

setzt, was zu einer Steuerkorrektur zugunsten der ESTV von Fr. 647'928.-- 

führte. 

B.g Diese Verfügung focht die Stiftung bei der ESTV am 21. September 

2022 mit Einsprache an. Sie beantragte, die angefochtene Verfügung vom 

22. August 2022 aufzuheben und festzustellen, dass sie ein einheitliches 

Unternehmen ohne nicht-unternehmerischen Bereich sei. Die Steuerforde-

rung sei zu ihren Gunsten auf minus Fr. 111'108.-- für die Steuerperiode 

2017 und auf minus Fr. 110'207.-- für die Steuerperiode 2018 festzusetzen. 

Die ESTV habe den Sachverhalt in Bezug auf die Spenden und einen all-

fälligen zusätzlichen Vorsteuerabzug nicht richtig abgeklärt. Zudem halte 

sie (die Stiftung) daran fest, dass es sich bei den Zuwendungen der Gön-

nerinnen und Gönner um Spenden handle. 

B.h Mit Einspracheentscheid vom 30. November 2023 hiess die ESTV die 

Einsprache teilweise gut, soweit sie darauf eintrat. Sie setzte die Steuer-

nachforderung nunmehr auf Fr. 323'426 fest, was zu einer Korrektur zu ih-

ren Gunsten von Fr. 544'741.-- zuzüglich Verzugszins führe. Die Anpas-

sung betraf einen fälschlicherweise doppelt rückgängig gemachten Vor-

steuerabzug sowie Anpassungen der Vorsteuerabzugsberechtigung auf-

grund von Korrekturen der Umsatzsteuer. 

C.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Stiftung (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) am 15. Januar 2024 Beschwerde an das Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragt, den angefochtenen Einspracheentscheid vom 

30. November 2023 aufzuheben und die Steuerforderung für die Steuerpe-

riode 2017 auf Fr. 29'507.-- und jene für die Steuerperiode 2018 auf 

Fr. 32'463.-- festzusetzen. Eventualiter sei die Steuerforderung für die 

Steuerperiode 2017 auf Fr. 24'344.-- und jene für die Steuerperiode 2018 

auf Fr. 29'063.-- festzusetzen, subeventualiter jene für die Steuerperiode 

2017 auf Fr. 111'018.-- und jene für die Steuerperiode 2018 auf 

Fr. 109'900.--; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Die Beschwerdeführerin hält zum Hauptantrag fest, die freiwilligen Beiträge 

der Gönnerinnen und Gönner seien als Spenden zu qualifizieren. Im Lichte 

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Seite 4 

der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei vom Vorliegen eines 

nicht-unternehmerischen Bereichs auszugehen und die Steuerforderung 

gemäss der EM Nr. ***1 vom 24. August 2020 festzusetzen (Bst. B.e). Bei 

den von ihr ausgegebenen Gutscheinen für einen «[Gesundheitscheck]», 

den jeder Gönner und jede Gönnerin erhalte, der oder die mindestens 

Fr. 60.-- spende, handle es sich jeweils um einen Leistungsgutschein, nicht 

einen Wertgutschein. Der Leistungsgutschein stelle eine Vorauszahlung 

auf eine konkret umschriebene Leistung dar. Werde ein Leistungsgut-

schein nicht innert der Gültigkeitsfrist eingelöst, so fehle es an einer Leis-

tung und die Zahlung für den nicht eingelösten Gutschein stelle ein Nicht-

entgelt dar. Es spiele also eine Rolle, ob der Gutschein eingelöst werde 

oder nicht. Selbst wenn die Abgabe von Gutscheinen für einen «[Gesund-

heitscheck]» als steuerbare Leistung zu qualifizieren sei, liege nur «im Um-

fang der eingelösten Gutscheine ein Leistungsaustausch vor». Werde der 

Gutschein nicht eingelöst, bleibe die Zahlung des Gönners bzw. der Gön-

nerin ein mehrwertsteuerlich nicht relevantes Nichtentgelt. Die blosse Ab-

gabe des Gutscheins sei für sie – die Beschwerdeführerin – mit praktisch 

keinen Kosten verbunden. Erst wenn die Spenderin oder der Spender den 

Gutschein einlöse, fielen bei ihr Kosten an. Insgesamt seien für sie die 

Kosten nicht höher, als wenn sie dem Spendenaufruf Karten oder etwas 

Ähnliches beilegen würde. 

Ihren Eventualantrag begründet die Beschwerdeführerin damit, dass das 

Entgelt (also die Spende) aufzuteilen wäre, wenn mit der ESTV (nachfol-

gend auch: Vorinstanz) davon ausgegangen werde, dass es sich bei der 

Abgabe des Gutscheins um eine steuerbare und bei der Online- und Tele-

fonberatung, die jedem Gönner bzw. jeder Gönnerin zur Verfügung stehen, 

um eine von der Steuer ausgenommene Leistung handle. Zahle der Gön-

ner oder die Gönnerin mindestens Fr. 60.-- sei das Entgelt in einen steuer-

baren und einen von der Steuer ausgenommenen Anteil aufzuteilen. Bei 

Einlösung des Gutscheins müsse sie – die Beschwerdeführerin – Fr. 36.-- 

bezahlen. Dementsprechend sei das Entgelt im Verhältnis von Fr. 36.-- zu 

Fr. 24.-- oder von 60 % [Anmerkung des BVGer: Entgelt für steuerbare 

Leistung] zu 40 % [Anmerkung des BVGer: Entgelt für von der Steuer aus-

genommene Leistung] aufzuteilen. Was Fr. 60.-- übersteige, sei als 

Spende zu qualifizieren. Bei Zahlungen unter Fr. 60.-- sei auch nicht der 

ganze Betrag als ausgenommen zu betrachten. Was Fr. 24.-- [Anmerkung 

des BVGer: Entgelt für von der Steuer ausgenommene Leistung] über-

steige, sei als Spende zu qualifizieren. 

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Seite 5 

Der Subeventualantrag wird so begründet, dass, wenn die gesamten Zah-

lungen der Spenderinnen und Spender ein Entgelt für eine Leistung dar-

stellten, die Zahlungen unter Fr. 60.-- als von der Steuer ausgenommener 

Umsatz zu behandeln seien. Ab einem Betrag von Fr. 60.-- sei das Entgelt 

auf einen steuerbaren und einen von der Steuer ausgenommenen Teil auf-

zuteilen. Bei Fr. 60.-- erhalte die Spenderin oder der Spender einen Gut-

schein, für welchen sie – die Beschwerdeführerin – bei dessen Einlösung 

Fr. 36.-- bezahlen müsse. Dementsprechend sei das Entgelt im Verhältnis 

von Fr. 36.-- zu Fr. 24.-- oder von 60 % zu 40 % aufzuteilen. 

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom 14. März 2024 beantragt die Vorinstanz die 

kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Sie hält fest, die Beschwer-

deführerin vertrete in ihrer Beschwerde einen neuen Standpunkt, indem sie 

vorbringe, gestützt auf die neuste Rechtsprechung neben dem unterneh-

merischen auch über einen nicht-unternehmerischen Bereich zu verfügen. 

Die Vorinstanz begründet ihren Antrag damit, nur Gönnerinnen und Gön-

ner, die mindestens Fr. 60.-- geben würden, erhielten einen Gutschein für 

einen «[Gesundheitscheck]», welcher Fr. 49.-- koste. Auch stünden die 

kostenfreie telefonische Beratung und die Online-Beratung zur Verfügung. 

Dass ihr durch die Abgabe des Gutscheins nur geringe Kosten anfielen, sei 

eine Parteibehauptung der Beschwerdeführerin. Werde eine «Spende» 

von mindestens Fr. 60.-- gegeben, erhalte die Person im nächsten Jahr 

einen Gutschein für einen «[Gesundheitscheck]». Alle Spenderinnen und 

Spender würden Gönnerinnen und Gönner. Diese erhielten viermal jährlich 

das Gönnermagazin. Sie würden zu Vorsorgeaktionen und Vorträgen ein-

geladen, könnten auf die Online-Beratung und (solange [sie] betrieben 

wurde) [die telefonische Beratung] zugreifen und erhielten eine Spenden-

bestätigung. Wer mehr als Fr. 60.-- gebe, erhalte zudem einen Gutschein 

für einen «[Gesundheitscheck]». Bei der Online-Beratung und [der telefo-

nischen Beratung handle es sich um von der Mehrwertsteuer ausgenom-

mene Leistungen, die Ausgabe des Gutscheins sei eine steuerbare Leis-

tung. 

Der Gutschein könne nicht bei der Beschwerdeführerin, sondern in zertifi-

zierten Apotheken eingelöst werden. Die Leistung der Beschwerdeführerin 

bestehe also nicht in der Durchführung des «[Gesundheitschecks]», son-

dern im Versprechen der Kostenübernahme. Es handle sich demnach we-

der um einen Leistungs- noch um einen Wertgutschein. 

A-358/2024 

Seite 6 

Der Gutschein werde erst nach Erhalt von mindestens Fr. 60.-- zugestellt. 

Es handle sich also auch nicht um einen Spendenaufruf unter Beilage ei-

nes Gegenstandes, selbst wenn dem Gutschein ein weiterer Einzahlungs-

schein beigelegt werde. 

Die Beschwerdeführerin weise nur einen Bereich auf. Die im Zusammen-

hang mit dem «[Gesundheitscheck]» stehenden Einnahmen seien ein zum 

Normalsatz steuerbares Entgelt. Selbst wenn ein separater Bereich ange-

nommen werde, bewirke die betreffende Unternehmenseinheit entweder 

überhaupt keine Einnahmen aus Leistungen oder tue dies zumindest nicht 

in nachhaltiger Art. Die Beschwerdeführerin erziele aber dauerhaft wesent-

liche Einnahmen aus von der Steuer ausgenommenen und steuerbaren 

Leistungen. Es liege kein nicht-unternehmerischer Bereich vor. Eine 

Grundlage für die Aufteilung des Entgelts liege nicht vor, denn es werde 

kein Spendenanteil offen ausgewiesen. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird – 

sofern dies für den Entscheid wesentlich ist – in den folgenden Erwägun-

gen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt hier nicht vor. Die Vorinstanz ist 

eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Die Beschwerde richtet sich ge-

gen einen Einspracheentscheid der Vorinstanz und somit eine Verfügung 

im Sinne von Art. 5 VwVG. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für 

die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde sachlich und funktionell zu-

ständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG oder das Mehrwertsteuergesetz vom 12. Juni 

2009 (MWSTG, SR 641.20) nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; 

Art. 81 Abs. 1 MWSTG). 

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Seite 7 

1.3 Der angefochtene Einspracheentscheid ist an die Beschwerdeführerin 

adressiert, welche von diesem in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht be-

troffen ist und am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat. Sie ist da-

her zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 

i.V.m. Art. 22a Abs. 1 Bst. c und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Einsprache-

entscheid in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann ne-

ben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrich-

tigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 

Bst. c VwVG). 

Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf den unter 

Mitwirkung der Verfahrensbeteiligen festgestellten Sachverhalt die richti-

gen Rechtsnormen und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als 

den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es 

überzeugt ist (vgl. BGE 119 V 347 E. 1a; ferner Urteil des BGer 

1C_16/2022 vom 13. Dezember 2022 E. 3.6). Aus der Rechtsanwendung 

von Amtes wegen folgt, dass das Bundesverwaltungsgericht als Beschwer-

deinstanz nicht an die rechtliche Begründung der Begehren gebunden ist 

(Art. 62 Abs. 4 VwVG) und eine Beschwerde auch aus anderen als den 

geltend gemachten Gründen (teilweise) gutheissen oder den angefochte-

nen Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz abweichenden Be-

gründung bestätigen kann (sog. Motivsubstitution; vgl. BGE 150 II 346 

E. 2.5.2, 148 II 73 E. 8.3.1; BVGE 2024 IV/2 E. 2.2, 2007/41 E. 2; Urteil 

des BVGer A-4978/2022 vom 4. Juli 2024 E. 1.3; MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

3. Aufl. 2022, Rz. 1.54; MOOR/POLTIER, Droit administratif, Bd. II, 3. Aufl. 

2011, S. 300 f., 820 f., Ziff. 2.2.6.5 und 5.8.3.5). 

1.6 Verwaltungsverordnungen (wie MWST-Infos, MWST-Branchen-Infos, 

Merkblätter, Richtlinien, Kreisschreiben etc.) sind für die Justizbehörden 

nicht verbindlich (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., 

Rz. 2.173). Die Gerichte sollen Verwaltungsverordnungen bei ihrem Ent-

scheid allerdings mitberücksichtigen, sofern diese eine dem Einzelfall an-

gepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 

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Seite 8 

Bestimmungen zulassen (BGE 141 III 401 E. 4.2.2, 123 II 16 E. 7; BVGE 

2010/33 E. 3.3.1). 

2.  

2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Nettoallphasensteuer (auch als Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug 

bzw. Mehrwertsteuer bezeichnet; Art. 1 Abs. 1 MWSTG; Art. 130 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [SR 101]). Die Steuer bezweckt die Besteuerung des nicht unterneh-

merischen Endverbrauchs im Inland (Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Sie wird auf 

den im Inland von steuerpflichtigen Personen gegen Entgelt erbrachten 

Leistungen (Inlandsteuer), auf dem Bezug von Leistungen von Unterneh-

men mit Sitz im Ausland durch Empfänger und Empfängerinnen im Inland 

(Bezugssteuer) und auf Einfuhren von Gegenständen (Einfuhrsteuer) er-

hoben (Art. 1 Abs. 2 MWSTG in seiner hier anwendbaren, bis 31. Dezem-

ber 2024 geltenden Fassung [AS 2009 5203]). 

Soweit nicht anders erwähnt, beziehen sich die folgenden Ausführungen 

jeweils auf die heute geltende Fassung des MWSTG, bzw. ist im vorliegen-

den Zusammenhang nicht relevant, dass zwischenzeitlich Änderungen ein-

getreten sind. Die Rechtsprechung zu älterem Recht wird zitiert, soweit sie 

für den vorliegenden Fall noch von Bedeutung ist. 

2.2 Steuerobjekt der Inlandsteuer sind die durch die steuerpflichtige Per-

son gegen Entgelt erbrachten Leistungen; sie sind steuerbar, soweit das 

Gesetz keine Ausnahme vorsieht (Art. 18 Abs. 1 MWSTG). 

2.3  

2.3.1 Als Leistung gilt gemäss Art. 3 Bst. c MWSTG die Einräumung eines 

verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wertes an eine Drittperson in Erwar-

tung eines Entgelts. Das Entgelt ist der Vermögenswert, den der Empfän-

ger oder die Empfängerin oder an seiner oder ihrer Stelle eine Drittperson 

für den Erhalt der Leistung aufwendet (Art. 3 Bst. f MWSTG). Damit ein 

Vorgang mehrwertsteuerrechtlich relevant ist, muss ein Leistungsverhält-

nis zwischen Leistung und Entgelt, also eine innere wirtschaftliche Ver-

knüpfung, vorliegen (Urteile des BVGer A-1426/2024 vom 2. September 

2025 E. 2.4.3, A-4980/2022 vom 11. Juni 2024 [bestätigt durch Urteil des 

BGer 2C_433/2024 vom 16. Dezember 2024] E. 3.2.1.4; PIERRE-MARIE 

GLAUSER, Subventions, dons et sponsoring, in: Archiv für Schweizerisches 

Abgaberecht [ASA] 79, S. 1 ff., S. 6 f., s.a. S. 10). Das Vorliegen einer Leis-

tung ist grundsätzlich aus der Sicht des Leistungserbringers zu beurteilen 

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Seite 9 

(Urteile des BVGer A-620/2024 vom 13. August 2025 E. 2.3.2, 

A-5831/2024 vom 4. Juni 2025 E. 2.2.3, A-4980/2022 vom 11. Juni 2024 

[bestätigt durch Urteil des BGer 2C_433/2024 vom 16. Dezember 2024] 

E. 3.2.1.4; DIEGO CLAVADETSCHER, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz 

über die Mehrwertsteuer, 2. Aufl. 2025 [nachfolgend: Kommentar 

MWSTG], Art. 18 N 45). Die Frage, ob einer Gegenleistung der Charakter 

eines Entgelts zukommt, ist aus Sicht des Leistungsempfängers zu beur-

teilen (BGE 140 I 153 E. 2.5.2 und 3.3.5; Urteil des BGer 2C_928/2010 

vom 28. Juni 2011 E. 3; Urteil des BVGer A-620/2024 vom 13. August 2025 

E. 2.3.3; zum Ganzen auch: CLAVADETSCHER, Kommentar MWSTG, Art. 18 

N 78 ff.; HONAUER/PROBST/ROHNER/FREY, Handbuch zum Mehrwertsteu-

ergesetz, 4. Aufl. 2024, N 699). 

2.3.2 Wenn ein Unternehmensträger im Sinne von Art. 10 MWSTG Leis-

tungen im mehrwertsteuerlichen Sinn erbringt bzw. zu erbringen beabsich-

tigt, liegt eine unternehmerische Tätigkeit vor, welche für die subjektive 

Steuerpflicht qualifiziert. Werden Einnahmen aus derartigen Leistungen er-

zielt, ist die Unternehmenseigenschaft grundsätzlich gegeben. Das Erzie-

len von Einnahmen aus Nicht-Entgelten nach Art. 18 Abs. 2 MWSTG 

schliesst das Vorliegen einer ordentlichen unternehmerischen Tätigkeit 

nicht aus und kann insofern durchaus Bestandteil einer solchen sein. Zu-

dem kann auch das ausschliessliche Erzielen von Einnahmen aus von der 

Steuer ausgenommenen Leistungen gemäss Art. 21 MWSTG ein Unter-

nehmen begründen (vgl. REGINE SCHLUCKEBIER, in: Geiger/Schluckebier 

[Hrsg.], MWSTG Kommentar, 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: MWSTG Kom-

mentar], Art. 10 MWSTG N 49 f.; siehe aber auch: Urteil des BGer 

2C_1002/2014 vom 28. Mai 2015 E. 7 und 9.2). Ist eine Tätigkeit hingegen 

einzig auf die Erzielung von Nicht-Entgelten ausgerichtet, ist gemäss Wort-

laut des Gesetzes (Art. 10 Abs. 1 MWSTG in der bis 31. Dezember 2017 

geltenden Fassung [AS 2009 5203: nachfolgend: MWSTG 2009] und 

Art. 10 Abs. 1 und 1bis MWSTG in der ab 1. Januar 2018 geltenden Fas-

sung [AS 2017 3575; nachfolgend: MWSTG 2016] i.V.m. Art. 3 Bst. c 

MWSTG) klar, dass eine solche Tätigkeit die Steuerpflicht nicht auslösen 

kann, da kein Unternehmen betrieben wird (Urteile des BVGer 

A-5711/2022 vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des BGer 

9C_158/2024 vom 25. Juli 2024] E. 2.6.2.1, A-1382/2015 vom 11. August 

2015 E. 4.2; vgl. BAUMGARTNER/CLAVADETSCHER/KOCHER, Vom alten zum 

neuen Mehrwertsteuergesetz, 2010, § 3 N 23; vgl. HONAUER/PROBST/ROH-

NER/FREY, a.a.O., N 525). Gleiches gilt, wenn durch die Tätigkeit gar keine 

Einnahmen erzielt und zudem auch keine solchen angestrebt werden 

A-358/2024 

Seite 10 

(Urteile des BVGer A-5711/2022 vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Ur-

teil des BGer 9C_158/2024 vom 25. Juli 2024] E. 2.6.2.1, A-4946/2022 

vom 28. September 2023 E. 2.6.2.1, A-5017/2013 vom 15. Juli 2014 

E. 2.6.2.1). 

Eine Gewinnabsicht verlangt das Gesetz ausdrücklich nicht. Ebensowenig 

muss die Einkommenserzielung die primäre Motivation der Tätigkeit sein. 

Entscheidend ist somit (nur) die Ausrichtung des Unternehmens auf die Er-

zielung von Einnahmen (vgl. HONAUER/PROBST/ROHNER/FREY, a.a.O., 

N 521). Es genügt dabei bereits eine (teilweise) Kostenerstattung (vgl. so 

schon PETER SPINNLER, Die subjektive Steuerpflicht im neuen schweizeri-

schen Mehrwertsteuerrecht, in: ASA 63, S. 393 ff., S. 399). So können 

auch ideelle, karitative und gemeinnützige Tätigkeiten zur nachhaltigen 

Einnahmeerzielung erfolgen, wobei ein gewisses wirtschaftliches Kalkül 

bzw. ein eigenwirtschaftliches Interesse vorhanden sein muss (Urteil des 

BVGer A-5711/2022 vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des BGer 

9C_158/2024 vom 25. Juli 2024] E. 2.6.2.1; SCHLUCKEBIER, MWSTG Kom-

mentar, Art. 10 MWSTG N 52). 

2.4  

2.4.1 Die Beurteilung, ob ein Leistungsverhältnis besteht (E. 2.3.1), hat in 

erster Linie nach wirtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu erfolgen (sog. 

«wirtschaftliche Betrachtungsweise»). Die zivil- bzw. vertragsrechtliche 

Sicht ist nicht entscheidend, hat aber immerhin Indizwirkung (Urteil des 

BVGer A-1426/2024 vom 2. September 2025 E. 2.4.3; CLAVADETSCHER, 

Kommentar MWSTG, Art. 18 N 14 f.). 

2.4.2 Mangels Leistung – bzw. weil diesen Mittelflüssen die innere wirt-

schaftliche Verknüpfung mit einer mehrwertsteuerlichen Leistung fehlt (vgl. 

E. 2.3.1) – gelten namentlich die in Art. 18 Abs. 2 Bst. a-l MWSTG genann-

ten Mittelflüsse nicht als Entgelt (sog. Nicht-Entgelte; vgl. Urteile des 

BVGer A-1426/2024 vom 2. September 2025 E. 2.4.7, A-6558/2020 vom 

13. April 2022 [bestätigt durch BGE 149 II 255] E. 4.1 m.w.H., A-2566/2020 

vom 11. November 2021 [bestätigt durch BGE 149 II 43] E. 2.5). 

2.4.3 Zu den sog. Nicht-Entgelten nach Art. 18 Abs. 2 MWSTG zählen un-

ter anderem Spenden (Art. 18 Abs. 2 Bst. d MWSTG). 

A-358/2024 

Seite 11 

2.4.4 Eine Spende gemäss Art. 3 Bst. i MWSTG ist eine freiwillige Zuwen-

dung in der Absicht, den Empfänger oder die Empfängerin zu bereichern 

ohne Erwartung einer Gegenleistung im mehrwertsteuerlichen Sinne (vgl. 

BGE 149 II 255 E. 2.4.1, 141 II 182 E. 3.3). 

Die Spende erscheint nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als 

eine Zuwendung, wobei es sich auch dabei um eine Geld-, Sach- oder 

Dienstleistung handeln kann, welche die spendende Person erbringt oder 

veranlasst. Von der «Freiwilligkeit» der Zuwendung ist auszugehen, wenn 

die spendende Person keiner gesetzlichen oder (vertrags-)rechtlichen Ver-

pflichtung unterliegt, die empfangende Person zu begünstigen. Sodann 

setzt Art. 3 Bst. i MWSTG einerseits eine Begünstigungsabsicht voraus, 

die sich im Willen äussert, die empfangende Person zu bereichern. Der 

tatsächlichen Entreicherung auf Ebene der spendenden Person steht die 

beabsichtigte Bereicherung auf Ebene der empfangenden Person gegen-

über. Anderseits ergeht die Spende frei von der Erwartung einer rechtser-

heblichen Gegenleistung. Die Spende erfolgt mithin nicht, um auf diese 

Weise eine von der begünstigten Person erbrachte individuell-konkrete 

(Haupt-)Leistung abzugelten (BGE 149 II 255 E. 2.4.2.1 m.w.H.). Die spen-

denempfangende Person kann weitgehend nach Gutdünken über die er-

langten Mittel verfügen, was nicht ausschliesst, dass Spenden im Hinblick 

auf ein bestimmtes Projekt getätigt werden. Grundsätzlich unterliegt die 

begünstigte Person keinerlei rechtlich normierter Verhaltensbindung, ab-

gesehen davon, dass sie etwa die Zuwendung in einer Publikation in neut-

raler Form einmalig oder mehrmalig erwähnt (vgl. Art. 3 Bst. i Ziff. 1 

MWSTG 2016, Art. 3 Bst. i MWSTG 2009; sogleich: E. 2.4.5). Mit dieser 

geringfügigen Einschränkung erlangt die begünstigte Person die Mittel zur 

freien Verfügung (BGE 149 II 255 E. 2.4.2.2; Urteil des BVGer A-1426/2024 

vom 2. September 2025 E. 2.5.1 m.w.H.). 

2.4.5 Eine Zuwendung gilt gemäss Art. 3 Bst. i Ziff. 2 MWSTG 2016 auch 

dann als Spende, wenn es sich um Beiträge von Passivmitgliedern sowie 

von Gönnern und Gönnerinnen an Vereine oder an gemeinnützige Organi-

sationen handelt. Beiträge von Gönnern und Gönnerinnen an gemeinnüt-

zige Organisationen gelten auch dann als Spende, wenn die gemeinnüt-

zige Organisation ihren Gönnern und Gönnerinnen freiwillig Vorteile im 

Rahmen des statutarischen Zwecks gewährt, sofern sie dem Gönner oder 

der Gönnerin mitteilt, dass kein Anspruch auf die Vorteile besteht. Gemäss 

Art. 3 Bst. i letzter Teilsatz MWSTG 2009 wurden Beiträge von Passivmit-

gliedern sowie von Gönnern und Gönnerinnen an Vereine oder an gemein-

A-358/2024 

Seite 12 

nützige Organisationen den Spenden gleichgestellt (zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-1426/2024 vom 2. September 2025 E. 2.5.1). 

2.4.6 Als Gönner und Gönnerinnen gelten Personen, deren Beiträge 

hauptsächlich die Unterstützung des Begünstigten und nicht den Erhalt ei-

ner Gegenleistung bezwecken. Nicht als Gegenleistung gelten Vergünsti-

gungen, welche üblicherweise Passivmitgliedern sowie Gönnern und Gön-

nerinnen als Dank gewährt werden. Macht die gemeinnützige Organisation 

darüber hinaus ihren Gönnern und Gönnerinnen davon Mitteilung, dass sie 

ihnen im Rahmen des statutarischen Zwecks freiwillig Vorteile gewähren 

kann, muss sie die Gönner und Gönnerinnen gleichzeitig darauf hinweisen, 

dass kein Anspruch auf die Vorteile besteht, damit die Gönnerbeiträge im-

mer noch als Spende qualifiziert werden (MWST-Info 05 «Subventionen 

und Spenden», Ziff. 2.3.1). Die Verdankung des Mitglieder- oder Gönner-

beitrages im Rahmen des sozial Üblichen ist somit keine Leistung im mehr-

wertsteuerlichen Sinne. Dies gilt auch dann, wenn Passivmitglieder sowie 

Gönner und Gönnerinnen zwecks Verdankung ihres Beitrages an bestimm-

ten Veranstaltungen der Einrichtung (z.B. Gratiseintritt zu einem Festan-

lass) teilnehmen können (MWST-Info 04 «Steuerobjekt», Ziff. 6.14; Urteil 

des BVGer A-1426/2024 vom 2. September 2025 E. 2.5.1). 

2.5  

2.5.1 Die Steuer wird vom tatsächlich empfangenen Entgelt berechnet 

(Art. 24 Abs. 1 MWSTG). Das Entgelt stellt nicht nur Tatbestandselement 

des Steuerobjekts dar (E. 2.3.1), sondern bildet auch die Bemessungs-

grundlage der Mehrwertsteuer (vgl. BGE 149 II 290 E. 2.2.2; BVGE 

2011/44 E. 3.1; Urteile des BVGer A-1426/2024 vom 2. September 2025 

E. 2.7.1, A-2430/2019 vom 29. Dezember 2020 E. 2.4.1). 

2.5.2 In Bezug auf Sponsoring hat die Rechtsprechung konstant festgehal-

ten, dass für die Bemessung der Steuer darauf abzustellen ist, was die 

Leistungsempfängerin (der Sponsor) oder an ihrer Stelle eine dritte Person 

bereit oder verpflichtet ist, als Gegenleistung für die erhaltene Werbe- bzw. 

Bekanntmachungsleistung aufzuwenden (zum Mehrwertsteuergesetz vom 

2. September 1999 [AS 2000 1300; nachfolgend: aMWSTG]: Urteile des 

BGer 2C_442/2009 vom 5. Februar 2010 E. 2.3.2, 2A.175/2002 vom 

23. Dezember 2002 E. 2). Unbeachtlich ist, ob Leistung und Gegenleistung 

wertmässig in einem vernünftigen Verhältnis stehen oder ob darin noch 

Goodwill-Leistungen, Sympathiezuwendungen und dergleichen enthalten 

sind. Das oben definierte Entgelt ist entsprechend nicht in ein Leistungs-

entgelt (für die Werbe- oder Bekanntmachungsleistung) einerseits und in 

A-358/2024 

Seite 13 

einen unentgeltlichen Spendenanteil (im Sinne eines Nichtentgelts bzw. 

Nichtumsatzes) andererseits aufzuteilen (vgl. [noch zum aMWSTG] statt 

vieler: Urteile des BGer 2C_967/2013 vom 19. Mai 2014 E. 4.5, 

2A.175/2002 vom 23. Dezember 2002 E. 3.3, 2A.150/2001 vom 13. Febru-

ar 2002 E. 6b; zum Ganzen: Urteile des BVGer A-4786/2012 vom 12. Sep-

tember 2013 E. 2.4.2, A-5274/2011 vom 19. März 2013 E. 3.2, 

A-1218/2011 vom 24. Januar 2012 E. 2.4). 

2.6  

2.6.1  

2.6.1.1 Bei steuerpflichtigen Unternehmensträgern, die ausschliesslich un-

ternehmerisch tätig sind, ist die subjektive Steuerpflicht umfassend. Sämt-

liche der Steuer unterliegenden Tätigkeiten sind von der subjektiven Steu-

erpflicht miterfasst (BAUMGARTNER/CLAVADETSCHER/KOCHER, a.a.O., § 3 

N 49). In solchen Fällen gelten alle Vorsteuern als im Rahmen der unter-

nehmerischen Tätigkeit angefallen und können gemäss Art. 28 ff. MWSTG 

abgezogen werden (HONAUER/PROBST/ROHNER/FREY, a.a.O., N 1814 f.). 

Auch das Erzielen von Nicht-Entgelten wird im unternehmerischen Bereich 

als Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit beurteilt und schränkt das 

Recht auf Vorsteuerabzug der steuerpflichtigen Person – abgesehen von 

Ausnahmen (Art. 33 Abs. 2 MWSTG; dazu E. 2.6.4) – nicht ein (Art. 33 

Abs. 1 MWSTG; SCHLUCKEBIER, MWSTG Kommentar, Art. 10 MWSTG 

N 89). 

2.6.1.2 Die Rechtsprechung hat die in der Lehre kontrovers diskutierte 

Frage, ob auch juristische Personen neben einem unternehmerischen über 

einen nicht-unternehmerischen Bereich verfügen können, bejaht (Urteil 

des BGer 2C_781/2014 vom 19. April 2015 [in BGE 141 II 199 nicht publi-

zierte] E. 6.2 mit Wiedergabe der Lehre; Urteile des BVGer A-5711/2022 

vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des BGer 9C_158/2024 vom 

25. Juli 2024] E. 2.8.2.2, A-4946/2022 vom 28. September 2023 E. 2.8.2.2, 

A-623/2021 vom 4. Februar 2022 [bestätigt durch Urteil des BGer 

9C_612/2022 vom 18. August 2023] E. 2.8.2.2, A-1382/2015 vom 11. Au-

gust 2015 E. 5.3; BEAT KÖNIG, Die unternehmerische Tätigkeit als Voraus-

setzung des Vorsteuerabzuges, 2016, S. 28 f., 40 und 54 f.; SCHLUCKEBIER, 

MWSTG Kommentar, Art. 10 MWSTG N 86; BEATRICE BLUM, MWSTG 

Kommentar, Art. 28 MWSTG N 4 f.; vgl. DIEGO CLAVADETSCHER, Die Stel-

lung des Unternehmens im neuen Mehrwertsteuerrecht, in: Der Schweizer 

Treuhänder 2010, S. 240 ff., S. 242; BAUMGARTNER/CLAVADETSCHER/KO-

CHER, a.a.O., § 7 N 46; HONAUER/PROBST/ROHNER/FREY, a.a.O., 

N 1826 ff.). 

A-358/2024 

Seite 14 

Eine Aufteilung in die beiden Bereiche bei sämtlichen Unternehmensträ-

gern drängt sich schon aus dem Ziel der Besteuerung des nicht unterneh-

merischen Endverbrauchs auf (E. 2.1). Könnten Unternehmensträger, so-

bald sie die Schwelle zur Steuerpflicht überschritten haben, für sämtliche 

Aufwendungen Vorsteuern geltend machen, auch wenn die entsprechende 

Aufwendung in keinem Zusammenhang mit der unternehmerischen Tätig-

keit und den dabei zur Einnahmeerzielung angebotenen Leistungen steht, 

würde es zwangsläufig zu einem unerwünschten Resultat kommen, da 

diese Aufwendungen bzw. die entsprechenden Leistungen aus der unter-

nehmerischen Sphäre des Vorleistenden nie einer Besteuerung zugeführt 

würden. Es hat ein (End-)Konsum beim Unternehmensträger stattgefun-

den, welcher nach dem System des Mehrwertsteuergesetzes nicht unbe-

rücksichtigt bleiben darf, sondern vielmehr besteuert werden muss. Alt-

rechtlich ausgedrückt ([statt aller] Urteil des BVGer A-3696/2012 vom 

14. Juni 2013 E. 2.3.2), handelt es sich in solchen Konstellationen um ei-

nen Endverbrauch in der Unternehmenssphäre. Auch wenn aufgrund des 

im MWSTG neu geregelten Vorsteuerabzugsrechts eine Übernahme der 

Grundsätze vom aMWSTG nicht uneingeschränkt möglich ist (vgl. Urteil 

des BGer 2C_781/2014 vom 19. April 2015 [in BGE 141 II 199 nicht publi-

zierte] E. 6.2), darf ein Endkonsum auf der Stufe des Unternehmens auch 

nach dem (neuen) MWSTG nicht ausgeschlossen werden, unabhängig der 

Rechtsform des Unternehmensträgers. Solche Aufwendungen im nicht-un-

ternehmerischen Bereich können bei sämtlichen Unternehmensträgern 

vorliegen (Urteile des BVGer A-5711/2022 vom 1. Februar 2024 [bestätigt 

durch Urteil des BGer 9C_158/2024 vom 25. Juli 2024] E. 2.8.2.2, 

A-4946/2022 vom 28. September 2023 E. 2.8.2.2; KÖNIG, a.a.O., S. 55 f.). 

2.6.2 Ein Unternehmensträger kann also – neben seiner unternehmeri-

schen Tätigkeit – auch in Bereichen tätig sein, welche, isoliert betrachtet, 

nicht «unternehmerisch» im Sinne des Mehrwertsteuergesetzes sind. Die 

Bereiche müssen eine gewisse Eigenständigkeit aufweisen (Urteil des 

BVGer A-5017/2013 vom 15. Juli 2014 E. 2.8.3). Nicht notwendig ist je-

doch, dass die Bereiche tatsächlich getrennt sind. Die Trennbarkeit genügt 

(KÖNIG, a.a.O., S. 74 m.H.a. das Urteil des BGer 2C_781/2014 vom 

19. April 2015 [in BGE 141 II 199 nicht publizierte] E. 6.2; die von KÖNIG 

auf S. 82 m.H. auf BGE 142 II 488 E. 3.3.3 aufgeworfene Frage, ob das 

BGer doch eine Trennung und nicht nur die Trennbarkeit als Voraussetzung 

sieht, hat das BGer in seinem Urteil 9C_612/2022 vom 18. August 2023 

E. 7.4.2 insofern beantwortet, als eine klare Zweckbestimmung, die von je-

ner der unternehmerischen Tätigkeit abweiche, genüge). Von einer sol-

chen Trennbarkeit ist auszugehen, wenn ein Tätigkeitsbereich des 

A-358/2024 

Seite 15 

Unternehmensträgers besteht, welcher sachlich, räumlich und zeitlich bzw. 

aus wirtschaftlicher, tatsächlicher oder funktionaler Sicht sinnvollerweise 

autonom existieren könnte und dieser Tätigkeitsbereich nicht auf die nach-

haltige Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichtet ist und er 

auch nicht indirekt einer unternehmerischen bzw. einer auf die nachhaltige 

Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichteten Tätigkeit dient 

(Urteil des BVGer A-1382/2015 vom 11. August 2015 E. 6.3). Von einer von 

der unternehmerischen Tätigkeit zu unterscheidenden nicht-unternehmeri-

schen Unternehmenseinheit darf auch dann ausgegangen werden, wenn 

die Trennung aufgrund einer klaren Zweckbestimmung, die von jener der 

unternehmerischen Tätigkeit abweicht, klar vollzogen werden kann. Fehlt 

es daran, bleibt es nach dem Grundsatz der «Einheit des Unternehmens» 

bei einem einzigen, und zwar unternehmerischen Bereich (BGE 142 II 488 

E. 3.3.3; Urteil des BGer 9C_612/2022 vom 18. August 2023 E. 7.2.4; 

BAUMGARTNER/CLAVADETSCHER/KOCHER, a.a.O., § 7 N 46 ff.). Im nicht-un-

ternehmerischen Bereich besteht kein Recht auf Vorsteuerabzug (Urteile 

des BGer A-5711/2022 vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des 

BGer 9C_158/2024 vom 25. Juli 2024] E. 2.8.3, A-4946/2022 vom 28. Sep-

tember 2023 E. 2.8.3; vgl. PASCAL MOLLARD, Histoire de la TVA suisse: 

Neutralité et apport du juge fiscal, seconde partie, in: ExpertFocus 2020, 

S. 430 ff., S. 431). 

2.6.3 Bei Verwendung von vorsteuerbelasteten Aufwendungen «im Rah-

men» einer unternehmerischen Tätigkeit besteht ein Anspruch auf Abzug 

der Vorsteuern. Der Wortlaut «im Rahmen» (Art. 28 Abs. 1 MWSTG) gibt 

vor, dass die Aufwendung in einem objektiven Zusammenhang mit der un-

ternehmerischen Tätigkeit zu stehen hat (vgl. BLUM, MWSTG Kommentar, 

Art. 28 MWSTG N 3). Entsprechend können für sämtliche Aufwendungen, 

welche im Rahmen dieser unternehmerischen Tätigkeiten erfolgt sind, ge-

mäss Art. 28 ff. MWSTG die Vorsteuern abgezogen werden. 

2.6.4 Die Vorsteuer kann im unternehmerischen Bereich auch dann voll-

ständig geltend gemacht werden, wenn die entsprechende Tätigkeit teil-

weise durch Spenden finanziert wird (Art. 33 Abs. 1 i.V.m. Art. 18 Abs. 2 

Bst. d MWSTG). Eine Finanzierung durch Subventionen führt hingegen zu 

einer Kürzung des Vorsteuerabzugs (Art. 33 Abs. 2 i.V.m. Art. 18 Abs. 2 

Bst. a MWSTG und Art. 29 der Mehrwertsteuerverordnung vom 27. No-

vember 2009 [MWSTV, SR 641.201]). 

A-358/2024 

Seite 16 

2.6.5 Art. 28 Abs. 1 MWSTG beschränkt den Vorsteuerabzug auf den 

«Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit». Dementsprechend hat die 

steuerpflichtige Person nach dem Wortlaut von Art. 30 Abs. 1 MWSTG den 

Vorsteuerabzug (entsprechend dem Verhältnis der Verwendung) zu korri-

gieren, wenn sie Gegenstände, Teile davon oder Dienstleistungen «auch 

ausserhalb ihrer unternehmerischen Tätigkeit» verwendet (funktionale Be-

trachtung; so genannte gemischte Verwendung). Massgebend ist somit die 

unternehmerische Tätigkeit. Daraus erhellt, dass für die Frage, ob zwi-

schen Unternehmens- und Nicht-Unternehmensbereich im hier massge-

benden Sinne klar und eindeutig unterschieden werden kann, nicht auf die 

Finanzierung der von der steuerpflichtigen Person verwendeten Vorleistun-

gen abgestellt werden kann. Allein die Tatsache, dass einem Steuerpflich-

tigen ein geldwerter Vorteil in Form eines Nicht-Entgelts zufliesst, lässt des-

halb nicht auf das Vorliegen eines klar sowie eindeutig ausscheidbaren 

Nicht-Unternehmensbereiches schliessen (Urteile des BVGer A-5711/2022 

vom 1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des BGer 9C_158/2024 vom 

25. Juli 2024] E. 2.8.6, A-4946/2022 vom 28. September 2023 E. 2.8.6, 

A-1909/2021 vom 31. August 2022 E. 2.8.6; vgl. CLAVADETSCHER, Kom-

mentar MWSTG, Art. 30 N 18). 

2.6.6 Zu fragen ist stattdessen danach, ob die Aktivitäten der steuerpflich-

tigen Person bzw. des Unternehmensträgers als solche in klar sowie ein-

deutig unterscheidbare Teile mit unternehmerischen und solche ohne un-

ternehmerischen Charakter aufgetrennt werden können. Klar und eindeutig 

voneinander trennbare Unternehmens- und Nicht-Unternehmensbereiche 

sind vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Begriff des Unterneh-

mens von Art. 10 Abs. 1 MWSTG 2009 und Art. 10 Abs. 1bis MWSTG 2016 

(vgl. E. 2.3.2) insbesondere dann gegeben, wenn ein Tätigkeitsbereich auf 

die nachhaltige Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichtet ist 

und daneben ein anderer Tätigkeitsbereich des Steuerpflichtigen mit einer 

gewissen Eigenständigkeit besteht, bei welchem es an einer solchen Aus-

richtung fehlt. Ob Letzteres der Fall ist, ist gestützt auf die Umstände des 

konkreten Einzelfalles zu beurteilen (Urteile des BVGer A-5711/2022 vom 

1. Februar 2024 [bestätigt durch Urteil des BGer 9C_158/2024 vom 25. Juli 

2024] E. 2.8.7, A-4946/2022 vom 28. September 2023 E. 2.8.7, 

A-1382/2015 vom 11. August 2015 E. 6.1; vgl. RALF IMSTEPF, Kommentar 

MWSTG, Art. 10 N 81). 

2.6.7 Bei Leistungen, die für die Erbringung von Leistungen, die von der 

Steuer ausgenommen sind und für deren Versteuerung nicht optiert wurde, 

verwendet werden, besteht kein Anspruch auf Vorsteuerabzug (Art. 29 

A-358/2024 

Seite 17 

Abs. 1 MWSTG; vgl. BGE 140 II 495 E. 2.2.2 und 3.4; statt vieler: Urteile 

des BVGer A-654/2024 vom 12. September 2025 E. 2.6.3, A-4946/2022 

vom 28. September 2023 E. 2.10.1, A-2953/2020 vom 27. September 2021 

E. 3, A-1223/2019 vom 29. April 2020 E. 3.6, 4.3 und 4.5). 

Unter anderem sind die von Ärzten und Ärztinnen und weiteren Angehöri-

gen von Medizinalberufen erbrachten Heilbehandlungen im Bereich der 

Humanmedizin von der Steuer ausgenommen, soweit die Personen über 

eine Berufsausübungsbewilligung verfügen (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 3 MWSTG 

i.V.m. Art. 34 Abs. 1 MWSTV). 

3.  

3.1 Im vorliegenden Fall ist zunächst zu bestimmen, ob die Beschwerde-

führerin über einen unternehmerischen und einen nicht-unternehmeri-

schen Bereich verfügt, oder ob sie ausschliesslich unternehmerisch tätig 

ist (E. 3.2). Diesbezüglich haben beide Parteien ihre Argumentation im Ver-

fahren vor der Vorinstanz und im Beschwerdeverfahren geändert, was zu-

lässig ist. Daran anschliessend ist zu prüfen, ob und allenfalls in welchem 

Umfang die «Gönnerbeiträge» als Spenden anzusehen sind (E. 3.3 und 

3.4). Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass auf nicht bestrittene 

und sich aus den Akten ergebende Umstände (z.B. die Tatsache, dass die 

Beschwerdeführerin auch Subventionen erhielt) nicht eingegangen wird. 

3.2  

3.2.1 Um zu bestimmen, ob die Beschwerdeführerin sowohl über einen un-

ternehmerischen als auch einen nicht-unternehmerischen Bereich verfügt 

oder ob sie ausschliesslich unternehmerisch tätig ist, ist festzustellen, wo-

rin ihre Tätigkeit besteht. Ist die in eigenem Namen ausgerichtete Tätigkeit 

auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen gerichtet, liegen grundsätz-

lich Leistungen im mehrwertsteuerlichen Sinn vor (vgl. E. 2.3.1 f.) und die 

Beschwerdeführerin verfügt über einen unternehmerischen Bereich. Dass 

dies der Fall ist, ist nicht bestritten und wird im Folgenden kurz aufgezeigt 

(E. 3.2.3). Über einen daneben bestehenden nicht-unternehmerischen Be-

reich verfügt sie nur, wenn sie auch Tätigkeiten ausübt, die nicht auf die 

Erzielung von Einnahmen gerichtet sind und die nicht in den Geltungsbe-

reich der Mehrwertsteuer fallen. Darauf ist ein besonderes Augenmerk zu 

richten, weil die Beschwerdeführerin dies geltend macht, die Vorinstanz 

dies aber bestreitet. 

A-358/2024 

Seite 18 

3.2.2 Es ist festzuhalten, dass dabei im Grunde – mit Ausnahme einer aus-

schliesslichen Finanzierung über Nicht-Entgelte – nicht relevant ist, wie die 

Tätigkeit finanziert wird, auch wenn die Art der Finanzierung Hinweise da-

rauf liefern kann, ob eine unternehmerische oder eine nicht-unternehmeri-

sche Tätigkeit vorliegt (E. 2.3.1). Daher wird nachfolgend – soweit mög-

lich – unabhängig von der Art der Finanzierung geprüft, ob die Beschwer-

deführerin ausschliesslich unternehmerisch oder aber auch nicht-unter-

nehmerisch tätig ist. 

3.2.3 Im vorliegenden Verfahren wird nur ein Teil der Tätigkeiten der Be-

schwerdeführerin thematisiert. Nur auf diesen ist einzugehen. Es darf mit 

den Verfahrensbeteiligten davon ausgegangen werden, dass der nicht strit-

tige Teil der Tätigkeiten der Beschwerdeführerin in deren unternehmeri-

schen Bereich fällt. Genannt werden hier explizit der Betrieb eines Web-

shops und die Vermietung von Räumlichkeiten in der eigenen Liegenschaft 

(angefochtener Einspracheentscheid vom 30. November 2023 Ziff. II/3.2). 

3.2.4 Die Beschwerdeführerin nennt keine konkreten Tätigkeiten, die in ei-

nen nicht-unternehmerischen Bereich fallen würden. Sie erwähnt die Fi-

nanzierung durch Spenden, die allerdings für sich genommen nicht dazu 

führt, dass ein nicht-unternehmerischer Bereich vorliegen würde (E. 3.2.2). 

Allenfalls könnten die Herausgabe des Gönnermagazins, welches entge-

gen dem Namen von allen interessierten Personen gratis abonniert werden 

kann, das Zurverfügungstellen von Informationen auf der Website sowie 

die Durchführung von Informationsveranstaltungen als nicht-unternehme-

risch betrachtet werden. Allerdings ist nicht aktenkundig, in welchem Um-

fang diese Angebote bestehen. Insbesondere in der Zusendung des Gön-

nermagazins kann zudem auch eine Werbemassnahme oder die Pflege 

der Beziehung mit Kunden oder Geldgebern gesehen werden. Diesbezüg-

lich ist demnach nicht ersichtlich, dass ein nicht-unternehmerischer Be-

reich vorliegen würde. 

3.2.5 Es bleibt noch auf die Abgabe von Gutscheinen für «[Gesundheit-

schecks]» einzugehen. Hier geht es zunächst nur um die Gratisabgabe sol-

cher Gutscheine, die laut Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich ih-

res Jubiläums erfolgte (auf die Abgabe an Gönnerinnen und Gönner, wel-

che mindestens Fr. 60.-- einbezahlt haben, wird in E. 3.3.2 eingegangen). 

Es seien – so die Beschwerdeführerin – 721 solcher Gutscheine abgege-

ben worden (Beschwerde Rz. 31). Abgesehen davon, dass diese Zahl 

nicht in den Akten belegt ist, handelt es sich hierbei um eine besondere 

A-358/2024 

Seite 19 

Aktion, so dass nicht von einem eigentlichen, ständig bestehenden nicht-

unternehmerischen Bereich ausgegangen werden kann. 

3.2.6 Dass die Beschwerdeführerin gemäss ihrem Zweck gemeinnützig tä-

tig ist, ist zwar ein Indiz dafür, dass sie (auch) über einen nicht-unterneh-

merischen Bereich verfügt, reicht für sich genommen aber nicht aus. Sie 

muss auch tatsächlich Tätigkeiten ausüben, die nicht auf die nachhaltige 

Erzielung von Einnahmen ausgerichtet sind. Dies ist vorliegend – soweit 

ersichtlich (E. 3.2.4 f.) – nicht der Fall. 

3.2.7 Die Beschwerdeführerin begründet das Vorliegen eines nicht-unter-

nehmerischen Bereichs damit, dass Zahlungen der Gönnerinnen und Gön-

ner als Spenden zu qualifizieren seien. Dann stelle sich die Frage nach 

dem Vorliegen eines nicht-unternehmerischen Bereichs (Beschwerde 

Rz. 37). Auch ein unternehmerischer Bereich kann aber (teilweise) durch 

Spenden finanziert werden (E. 2.3.2). Auch wenn darauf und insbesondere 

die Frage, inwiefern es sich bei den Gönnerbeiträgen um Spenden handelt, 

noch einzugehen sein wird (E. 3.3.2 f.), kann hier bereits festgehalten wer-

den, dass die Beschwerdeführerin unternehmerisch tätig ist. 

3.3  

3.3.1 Wie gerade erwähnt schliesst eine unternehmerische Tätigkeit nicht 

aus, dass diese auch durch Spenden finanziert wird. Daher ist im Folgen-

den darauf einzugehen, inwiefern die Gönnerbeiträge mehrwertsteuer-

rechtlich als Spenden und inwiefern sie als Entgelt für steuerbare oder 

steuerausgenommene Leistungen zu qualifizieren sind. 

Dafür wird zunächst auf den Gutschein für den «[Gesundheitscheck]» 

(nachfolgend auch nur als «Gutschein» bezeichnet; E. 3.3.2) und an-

schliessend auf die Online-Beratung und [die telefonische Beratung] ein-

gegangen (E. 3.3.3). Daran anschliessend wird geprüft, in welchem Um-

fang die «Spenden» Entgelt sind (E. 3.4). 

Der Gutschein wird Gönnerinnen und Gönnern abgegeben, die der Be-

schwerdeführerin einen Beitrag von mindestens Fr. 60.-- entrichten, was 

die Beschwerdeführerin auch entsprechend bewirbt (Vernehmlassungsbei-

lagen 17 und 20). Anspruch auf die Online-Beratung und [die telefonische 

Beratung] haben sämtliche Gönnerinnen und Gönner, unabhängig vom 

«gespendeten» Betrag (s. Sachverhalt Bst. C und D). 

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Seite 20 

Vorab kann festgehalten werden, dass über die Kosten für den «[Gesund-

heitscheck]» Unklarheiten bestehen. Die Vorinstanz spricht von einem 

Wert von Fr. 49.--, die Beschwerdeführerin von Fr. 36.--. Beide Zahlen fin-

den sich in den Akten: in Beschwerdebeilage 14, mit der der «[Gesundheit-

scheck]» beworben wird, ist von Fr. 49.-- die Rede; aus den Abrechnungen 

von verschiedenen Apotheken, die in Beschwerdebeilage 15 abgelegt 

sind, werden jeweils Fr. 36.-- in Rechnung gestellt. Wie zu zeigen sein wird 

(E. 3.4.2), muss auf diese Differenz aber nicht eingegangen werden. 

3.3.2 Damit ein Vorgang mehrwertsteuerrechtlich relevant ist, müssen ver-

schiedene Voraussetzungen erfüllt sein (E. 2.3.1). Der Vorinstanz ist inso-

fern zuzustimmen, als der Gutschein für den «[Gesundheitscheck]» eine 

Leistung im mehrwertsteuerlichen Sinn darstellt. Bei ihm handelt es sich 

um einen verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wert, denn der Gutschein 

kann bei Apotheken eingelöst werden. Er wird zudem in Erwartung eines 

Entgelts abgebeben, wobei das Entgelt hier bereits im Voraus bezahlt 

wurde, denn von wenigen Ausnahmen abgesehen (E. 3.2.5) erhalten nur 

Personen einen solchen Gutschein, wenn sie im Vorjahr mindestens 

Fr. 60.-- «gespendet» haben. Damit sind die Voraussetzungen für das Vor-

liegen einer Leistung erfüllt (E. 2.3.1). Ob ein Entgelt (E. 2.3.1) vorliegt, ist 

demgegenüber schon schwieriger festzustellen (anders war dies in ande-

ren Verfahren, wo die Spenderinnen und Spender entscheiden konnten, ob 

sie auch Gönnerinnen und Gönner werden wollten [Urteil des BGer 

2C_202/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 4.3] bzw. ob sie eine «carte de sau-

vetage» erhalten wollten [Urteil des BGer 2C_506/2007 vom 13. Februar 

2008 Sachverhalt Bst. A]). Die Gönnerinnen und Gönner wenden im vor-

liegenden Fall einen Betrag auf. Nicht klar ist aber, ob sie dafür den Erhalt 

einer Leistung, hier den Erhalt des Gutscheins, erwarten oder ob sie der 

Beschwerdeführerin eine Spende zukommen lassen möchten und am Gut-

schein eigentlich gar kein Interesse haben. Hier ist zu berücksichtigen, 

dass nicht jede Person einen Gutschein erhält, sondern nur solche, die 

Fr. 60.-- oder mehr aufbringen. Daher kann davon ausgegangen werden, 

dass zumindest die grosse Mehrheit dieser Personen die Zustellung des 

Gutscheins erwartet, also die Zahlung für den Erhalt des Gutscheins auf-

wendet. Dass damit auch der Zweck der Beschwerdeführerin unterstützt 

wird, dürfte für viele ebenfalls willkommen sein, was sich daran zeigt, 

dass – gemäss Aufstellung der Beschwerdeführerin – viele Personen mehr 

als Fr. 60.-- spenden. Demgegenüber nicht entscheidend ist, dass wohl re-

lativ wenige Personen den Gutschein tatsächlich einlösen (gemäss Be-

schwerdeführerin unter 5 %). Es gibt, wie die Vorinstanz unwidersprochen 

ausführt, kein Ablaufdatum für den Gutschein, so dass er auch noch Jahre 

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Seite 21 

später eingelöst werden könnte. Zudem bietet der Gutschein diesen Gön-

nerinnen und Gönnern eine gewisse Sicherheit, dass sie den «[Gesund-

heitscheck]» – ohne allfällig zwischenzeitlich eingetretene Preiserhöhun-

gen – durchführen lassen können, wenn sie das wollen. Das Leistungsver-

hältnis zwischen der Leistung und dem Entgelt ist dann offensichtlich: Der 

Gutschein wird ausgegeben, weil die Gönnerin oder der Gönner mindes-

tens (dazu E. 3.4.2 f.) Fr. 60.-- einbezahlt hat, und diese oder dieser be-

zahlt mindestens Fr. 60.--, um den Gutschein zu erhalten. 

Somit handelt es sich bei der Ausgabe des Gutscheins um eine Leistung, 

die unter das Mehrwertsteuergesetz fällt. Die Verfahrensbeteiligten sind 

sich zudem einig, dass es sich, wenn eine Leistung vorliegt, um eine zum 

Normalsatz steuerbare handelt. 

Die Leistung besteht im Versprechen der Kostenübernahme, denn die Be-

schwerdeführerin führt den «[Gesundheitscheck]» nicht selbst durch. Die-

ser wird – unbestrittenermassen und aktenkundig – in Apotheken vorge-

nommen, welche der Beschwerdeführerin darüber Rechnung stellen. Die 

Leistung «[Gesundheitscheck]» wird also von der jeweiligen Apotheke ge-

genüber der Gönnerin oder dem Gönner erbracht. Wie in den Urteilen des 

BGer 2C_202/2011 vom 24. Oktober 2011 (noch zum aMWSTG) und 

2C_506/2007 vom 13. Februar 2008 (noch zur Verordnung vom 22. Juni 

1994 über die Mehrwertsteuer [aMWSTV; AS 1994 1464]), wird auch hier 

den Gönnerinnen und Gönnern dadurch ein wirtschaftlicher Vorteil ver-

schafft, dass sie vom Risiko der Kostentragung befreit werden (genannte 

Urteile des BGer jeweils E. 4.2). Ob sie davon Gebrauch machten, ist nicht 

relevant. Damit erübrigt sich auch eine Unterscheidung in Leistungs- oder 

Wertgutschein. Mit der Ausgabe des Gutscheins ist die Leistung der Be-

schwerdeführerin gegenüber ihren Gönnerinnen und Gönnern, nämlich die 

Zusicherung der Kostenübernahme, bereits erbracht. Der Unterschied zu 

den Sachverhalten, die den bundesgerichtlichen Urteilen 2C_202/2011 

und 2C_506/2007 zugrunde lagen, besteht darin, dass es die Gönnerinnen 

und Gönner vorliegend selbst in der Hand haben, ob sie den Gutschein 

einlösen oder nicht, wogegen jene in den Urteilen des Bundesgerichts es 

nicht oder zumindest weniger in der Hand hatten, ob sich das Risiko (näm-

lich eine Rettung bzw. die dafür anfallenden Kosten) verwirklichen würde. 

Aus Sicht der Beschwerdeführerin ändert sich aber nichts, weil es nicht in 

ihrer Macht liegt zu entscheiden, ob sie zahlungspflichtig werden wird oder 

nicht. 

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Seite 22 

3.3.3 Bei Beiträgen unter Fr. 60.-- erhielten die Gönnerinnen und Gönner 

zwar keinen Gutschein für einen «[Gesundheitscheck]», konnten aber un-

entgeltlich eine Online-Beratung und – solange [sie] betrieben wurde – [die 

telefonische Beratung] in Anspruch nehmen. Damit kamen auch ihnen 

Leistungen der Beschwerdeführerin zugute, die anderen Personen, welche 

keinen Beitrag geleistet hatten, nicht oder nur entgeltlich zur Verfügung ge-

stellt wurden. Dass wegen geringer Nachfrage auch Anfragen von Perso-

nen beantwortet worden seien, die nichts gespendet haben (Beschwerde 

Rz. 29), ist eine Parteibehauptung. Selbst wenn dies zuträfe, liesse sich 

dies der Bekanntmachung auf der Website der Beschwerdeführerin nicht 

entnehmen (vgl. Beschwerde Rz. 26). Wiederum ist nicht entscheidend, ob 

die Gönnerinnen und Gönner die Leistungen in Anspruch nahmen oder 

nicht. Auch hierin ist mithin ein Leistungsverhältnis zwischen der Leistung 

der Beschwerdeführerin und dem Beitrag der Gönnerinnen und Gönner zu 

sehen. 

3.3.4 Ebenfalls nicht erheblich ist, dass die Beschwerdeführerin keine Ka-

tegorie von reinen Spenderinnen und Spendern kennt, sondern jede Per-

son, die spendet, automatisch zur Gönnerin wird. Dieses Modell mag dem 

Stiftungszweck der Beschwerdeführerin dienen. Im vorliegenden Kontext 

hat sie es sich aber entgegenhalten zu lassen: Dadurch, dass jede spen-

dende Person automatisch Anspruch auf Leistungen erhält, werden die 

Beiträge grundsätzlich zu Entgelten für steuerbare oder von der Steuer 

ausgenommene Leistungen. Dabei gehen die Leistungen von der Be-

schwerdeführerin nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts für den 

vorliegend zu beurteilenden Fall deutlich über einen üblichen Dank gegen-

über den Gönnerinnen und Gönnern hinaus (vgl. E. 2.4.6; vgl. Vernehm-

lassungsbeilage 15, aus der ein durchschnittlicher Spendenbetrag von 

rund Fr. 80.-- berechnet werden kann). 

3.4 Es ist noch auf die Höhe des Entgelts einzugehen. 

3.4.1 Was die Zuwendungen unter Fr. 60.-- anbelangt, ist es – anders als 

die Beschwerdeführerin geltend macht – nicht möglich, den Betrag in einen 

Spendenanteil und einen Entgeltsanteil aufzuteilen. Auch wenn die Be-

rechnungen der Beschwerdeführerin auf den ersten Blick nachvollziehbar 

erscheinen, kann nicht eruiert werden, welcher Teil des Betrags für die 

Möglichkeit, eine Beratung zu erhalten, aufgewendet wird und welcher Teil 

eine Spende darstellen soll. Da kein Mindestbeitrag geleistet werden muss, 

damit eine Person Gönnerin wird und zumindest von den Gratis-Beratungs-

leistungen profitieren kann, basieren die Berechnungen der Beschwerde-

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Seite 23 

führerin auf nicht nachweisbaren Annahmen. Den Gönnerinnen und Gön-

nern ist es ohnehin nicht möglich nachzuvollziehen, wieviel die Beratungs-

leistung Wert wäre. Es wird kein Spendenanteil ausgeschieden. 

Da der einbezahlte Betrag mehrwertsteuerrechtlich als Entgelt für eine 

Leistung zu gelten hat, wäre es nun an der Beschwerdeführerin, als steu-

ermindernde Tatsache zu beweisen, dass ein Spendenanteil vorliegt. Dies 

gelingt ihr mit ihrer auf Annahmen beruhenden Berechnung nicht. Somit ist 

der ganze Betrag als Entgelt zu betrachten (vgl. auch [noch zur aMWSTV] 

das Urteil des BGer 2C_506/2007 vom 13. Februar 2008 E. 4.2, wo davon 

die Rede ist, dass der subjektive Wert der Leistung entscheidend sei). 

Allerdings wird dieses Entgelt – wie die Verfahrensbeteiligten übereinstim-

mend ausführen – für die Beratung durch medizinisches Fachpersonal ge-

geben, welche die Beschwerdeführerin selbst anbietet. Die Verfahrensbe-

teiligten gehen übereinstimmend davon aus, dass es sich diesbezüglich 

um von der Steuer ausgenommene Leistungen handelt (vgl. E. 2.6.7), wes-

halb darauf nicht weiter eingegangen wird. Auf den Zuwendungen von 

Gönnerinnen und Gönnern an die Beschwerdeführerin unter Fr. 60.-- ist 

demnach keine Mehrwertsteuer zu erheben. Allerdings ist eine Vorsteuer-

korrektur vorzunehmen (E. 2.6.5). 

3.4.2 Für Zuwendungen von (genau) Fr. 60.-- gilt, dass sie vollständig Ent-

gelt für eine steuerbare Leistung, nämlich das Versprechen der Kosten-

übernahme für den «[Gesundheitscheck]», darstellen. Bei Zahlungen unter 

Fr. 60.-- wird nämlich kein Gutschein ausgestellt. Auch wird der «[Gesund-

heitscheck]»-Gutschein damit beworben, dass ein Gönnerbeitrag von 

Fr. 60.-- oder mehr einbezahlt werden solle, worauf der Gutschein für den 

persönlichen «[Gesundheitscheck]» zugestellt werde; dieser könne in einer 

zertifizierten Apotheke eingelöst werden (Vernehmlassungsbeilage 20). 

Damit erübrigt es sich, an dieser Stelle überhaupt auf die Berechnung der 

Beschwerdeführerin einzugehen. Wieviel die Beschwerdeführerin den 

Apotheken bezahlt, ist hier nämlich unerheblich. Entscheidend ist, dass für 

den Gutschein ein Entgelt von (mindestens, dazu auch E. 3.4.3) Fr. 60.-- 

zu entrichten ist. Auf den Einwand der Beschwerdeführerin, dass in diesem 

Entgelt zu einem bestimmten prozentualen Anteil auch von der Steuer aus-

genommene Beratungsleistungen enthalten seien (vgl. Sachverhalt 

Bst. C), ist hier nicht weiter einzugehen. Da den Gönnerinnen und Gönnern 

bekannt ist, dass sie einen Gutschein nur ab einem Betrag von Fr. 60.-- 

erhalten, entspricht dieser Betrag dem subjektiven Wert, den sie durch Zu-

sicherung der Kostenübernahme durch die Beschwerdeführerin zumessen 

A-358/2024 

Seite 24 

(vgl.  E. 3.4.1). Der Gutschein wird dementsprechend zugestellt, nachdem 

(und nicht bevor) mindestens Fr. 60.-- an die Beschwerdeführerin gezahlt 

wurden. Es geht bei der Zustellung des Gutscheins folglich nicht (jedenfalls 

nicht in erster Linie) darum, (weitere) Spenden zu akquirieren. 

Beim Versprechen der Kostenübernahme für den «[Gesundheitscheck]» 

handelt es sich um eine zum Normalsatz steuerbare Leistung. Folglich sind 

alle Zuwendungen von Gönnerinnen und Gönnern an die Beschwerdefüh-

rerin von Fr. 60.-- zum Normalsatz steuerbar. 

3.4.3 Es bleibt, auf die Zuwendungen einzugehen, die mehr als Fr. 60.-- 

betragen. Es ist davon auszugehen, dass den Gönnerinnen und Gönnern 

aufgrund der Bekanntmachungen der Beschwerdeführerin bewusst ist, 

dass sie ab einem Beitrag von Fr. 60.-- einen Gutschein erhalten. Daraus 

ergibt sich, dass darüberhinausgehende Beträge den Gönnerinnen und 

Gönnern keinen zusätzlichen unmittelbaren Nutzen bringen, also kein Ent-

gelt für eine Leistung darstellen. Zwar könnte auch hier angenommen wer-

den, dass es sich bei darüber hinausgehenden Beträgen um den subjekti-

ven Wert handelt, dem die Gönnerinnen und Gönner dem Gutschein bei-

messen (vgl. E. 3.4.1, 2. Abschnitt a.E.). Auch hat die Rechtsprechung, al-

lerdings – soweit ersichtlich – immer in Bezug auf Sponsoringleistungen, 

verschiedentlich festgehalten, dass eine Gegenleistung nicht in einen Ent-

gelts- und einen Spendenanteil aufzuteilen sei (E. 2.5.2). Dem steht aber 

vorliegend – abgesehen davon, dass es nicht um Sponsoring geht – der 

Umstand entgegen, dass der zu zahlende Betrag hier genau (eben mit 

Fr. 60.--) beziffert ist (anders bspw. als im Urteil des BGer 2C_576/2013 

vom 20. Dezember 2013, wo aber in E. 2.2.7 auch ausgeführt wird: «Bis 

zum Beweis des Gegenteils schliesst die Vermutung einen in der Sponso-

ringleistung enthaltenen Spendenanteil aus.»). Bei Beträgen von über 

Fr. 60.-- hat somit der Betrag von Fr. 60.-- als Entgelt für eine steuerbare 

Leistung zu gelten, darüber hinausgehende Beträge aber als Spenden. Auf 

diesen ist keine Mehrwertsteuer zu erheben und auf den Vorsteuerabzug 

haben sie keinen Einfluss (E. 2.6.1.1 und 2.6.4). 

3.4.4 Festzuhalten bleibt noch, dass gemäss Art. 3 Bst. i Ziff. 2 MWSTG 

2016 eine Spende auch dann vorliegt, wenn die gemeinnützige Organisa-

tion ihren Gönnerinnen und Gönnern freiwillige Vorteile im Rahmen des 

statutarischen Zwecks gewährt, sofern sie den Gönnerinnen und Gönnern 

mitteilt, dass kein Anspruch auf die Vorteile besteht. Im hier zu beurteilen-

den Fall macht die Beschwerdeführerin die Gönnerinnen und Gönner ins-

besondere im Zusammenhang mit dem «[Gesundheitscheck]» darauf 

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Seite 25 

aufmerksam, dass kein Anspruch bestehe (Vernehmlassungsbeilage 20; 

auf dem Inserat für die «[Gesundheitscheck]»-Aktion findet sich keine sol-

che Einschränkung [Beschwerdebeilage 14]). Allerdings besteht, wie aus-

geführt (E. 3.3.2 i.f.), die Leistung der Beschwerdeführerin nicht in der 

Durchführung des «[Gesundheitschecks]», sondern in der Zusicherung der 

Kostenübernahme. Für diese besteht keine Einschränkung. Ausserdem ist 

schwer vorstellbar, dass es den (zahlreichen) beteiligten Apotheken nicht 

möglich sein sollte, innert angemessener Frist den «[Gesundheitscheck]» 

anzubieten. Es handelt sich beim «[Gesundheitscheck]» nicht um eine Not-

fallbehandlung, sondern eine Vorsorgeleistung, die in aller Regel nicht zeit-

kritisch ist. Es liegen somit auch gestützt auf Art. 3 Bst. i Ziff. 2 MWSTG 

2016 keine Spenden vor. 

3.4.5 Zu erwähnen bleibt, dass die Vorinstanz die von der Beschwerdefüh-

rerin angegebenen Ereignisspenden, bei denen kein Gutschein ausgege-

ben worden sei, als reine Spenden akzeptiert hat. Auch hat sie die Aufstel-

lung der Beschwerdeführerin darüber, wie viele Beiträge unter Fr. 60.--, wie 

viele genau Fr. 60.-- und wie viele über Fr. 60.-- betrugen übernommen. 

Darin ist weniger eine Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen ge-

mäss nach Art. 79 MWSTG zu sehen, als vielmehr eine Beweiswürdigung 

nachträglich eingereichter Unterlagen. Auf diese Unterscheidung muss hier 

aber nicht weiter eingegangen werden, denn so oder anders ist das Vorge-

hen der Vorinstanz diesbezüglich nicht zu beanstanden. 

3.5 Insgesamt ist die Beschwerde nur insofern gutzuheissen, als Beiträge 

der Gönnerinnen und Gönner, die mehr als Fr. 60.-- betragen, nur im Um-

fang von Fr. 60.-- Entgelt für eine zum Normalsatz steuerbare Leistung dar-

stellen. Der Fr. 60.-- übersteigende Betrag stellt demgegenüber eine 

Spende dar. Auf diesem ist keine Mehrwertsteuer zu erheben und auf den 

Vorsteuerabzug hat dieser Betrag keinen Einfluss. Demnach ist die Sache 

zur Neuberechnung der von der Beschwerdeführerin geschuldeten Mehr-

wertsteuer (inkl. Vorsteuerabzug) sowie der Verzugszinsen an die Vor-

instanz zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt sie nur teilweise, werden die 

Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Obsiegen und Unter-

liegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechtsbegehren der Be-

schwerde führenden Partei, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des 

vorinstanzlichen Entscheids, zu beurteilen (BGE 123 V 156 E. 3c, 123 V 

A-358/2024 

Seite 26 

159 E. 4b). In der Verwaltungsrechtspflege des Bundes gilt die Rückwei-

sung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen und neuem 

Entscheid (mit noch offenem Ausgang) praxisgemäss als volles Obsiegen 

der Beschwerde führenden Partei (BGE 137 V 210 E. 7.1; Urteil des BVGer 

A-1151/2024 vom 17. September 2025 E. 4.1). 

In der vorliegenden Sache erfolgt eine Rückweisung zur Neuberechnung 

der Mehrwertsteuerforderung und der Verzugszinsen. Der Verfahrensaus-

gang ist indes nicht mehr offen, weil die Berechnungsgrundlagen vorgege-

ben sind. Bei einer überschlagsmässigen Neuberechnung der Mehrwert-

steuer auf den Gönnerbeiträgen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin 

weniger als die Hälfte der darauf von der Vorinstanz festgesetzten Mehr-

wertsteuern zu tragen haben wird. Da es sich aber nicht um eine genaue 

Berechnung handelt, die Vorsteuern noch zu berechnen sein werden und 

die Beschwerdeführerin selbst einen gewissen Betrag an Mehrwertsteuern 

akzeptiert, ist von einem rund hälftigen Obsiegen der Beschwerdeführerin 

auszugehen. Bei dieser Sachlage sind die Verfahrenskosten in Höhe von 

Fr. 8'500.-- im Umfang von Fr. 4’250.-- der Beschwerdeführerin aufzuerle-

gen. Dieser Betrag ist dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 8'500.-- zu entnehmen. Der Überschuss von Fr. 4’250.-- ist ihr nach Ein-

tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. Der unterliegenden 

Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 

VwVG). 

4.2 Im Rahmen ihres Obsiegens hat die vertretene Beschwerdeführerin 

gemäss Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine 

reduzierte Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz. Diese ist aufgrund 

des teilweisen Obsiegens der Beschwerdeführerin praxisgemäss auf 

Fr. 6'375.-- festzusetzen. 

Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen Anspruch auf Parteientschä-

digung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-358/2024 

Seite 27 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen (insb. E. 3.5) insofern gut-

geheissen, als die Fr. 60.-- übersteigenden Beiträge der Gönnerinnen und 

Gönner Spenden darstellen. Die Sache wird zur Neuberechnung der von 

der Beschwerdeführerin geschuldeten Mehrwertsteuer (inkl. Vorsteuerab-

zug) und der Verzugszinsen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen 

wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden in Höhe von Fr. 4'250.-- der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. Dieser Betrag wird dem von ihr einbezahlten Kostenvor-

schuss von Fr. 8'500.-- entnommen. Der Rechtsbetrag von Fr. 4'250.-- wird 

ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteient-

schädigung von Fr. 6'375.-- zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Keita Mutombo Susanne Raas 

 

  

A-358/2024 

Seite 28 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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