# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbacdd65-139a-5a6d-9f6c-145e46ae1b3d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.10.2014 SB140165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140165_2014-10-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140165-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, und lic. iur. M. Langmeier, 

Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie der Gerichtsschreiber  

lic. iur. M. Hauser 
 

Urteil vom 9. Oktober 2014 

 
in Sachen 

 
A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____  
 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Stammbach,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 
 

sowie 
 
B._____,  

Privatklägerin sowie Anschlussberufungsklägerin 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____  
 

betreffend  
Gefährdung des Lebens etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom  
9. Januar 2014 (DG130154) 

 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. Mai 

2013 (Urk. 19) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 68) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB, 

− der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB (Zwang zur Äusserung auf dem 

Bett, den Beschuldigten nicht zu verlassen). 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der Nötigung, soweit sich dieser 

auf die Suiziddrohung bezieht. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 33 Tage 

durch Haft erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

5. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte der Privatklägerin B._____ aus dem 

Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatze nach zur Leistung von Schadener-

satz verpflichtet ist. Zur Bestimmung des Umfangs der Ersatzpflicht wird die Privat-

klägerin auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.   

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin aus dem genannten Ereignis 

eine Genugtuung von Fr. 2'500.– plus 5% Zins seit 31. August 2012 zu bezahlen. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 2'822.90   Auslagen Untersuchung 

Fr. 15'648.65   amtliche Verteidigung 

Fr. 8'258.25   unentgeltlichen Privatklägervertretung  

 

 

-   3   - 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden einstweilen auf die  

Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung beim Beschuldigten erfolgt, 

sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Die Kosten der  

unentgeltlichen Privatklägervertretung werden definitiv auf die Gerichtskasse 

genommen. 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittelbelehrung)" 
 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 96 S. 2 f.) 

1. 

1.1 Dispensationsgesuch 

1.2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Gefährdung des Lebens im  

Sinne von Art. 129 StGB sowie vom Vorwurf der Nötigung bzgl.  

des Zwangs zur Äusserung auf dem Bett, den Beschuldigten nicht zu 

verlassen, im Sinne von Art. 181 StGB von Schuld und Strafe freizu-

sprechen. 

1.3 Eventualiter sei der Beschuldigte im Sinne des vorinstanzlichen Urteils 

schuldig zu sprechen und sei mit einer Geldstrafe von 200 Tages-

sätzen à Fr. 30.– zu bestrafen. Zudem sei er mit einer Busse von 

Fr. 500.– im Sinne von Art. 42 Abs. 4 i.V.m. Art. 106 StGB zu bestra-

fen. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse sei eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen anzuordnen. 

1.3.1 Diesfalls sei die ausgestandene Untersuchungshaft vom 31. August 

2012 bis am 3. Oktober 2012, somit insgesamt 33 Tage, nach Art. 51 

StGB an die Geldstrafe anzurechnen. Somit seien die 200 Tagessätze 

Geldstrafe um 33 Tagessätze zu reduzieren, d.h. auf 167 Tagessätze. 

-   4   - 

1.3.2 Diesfalls sei der Vollzug der Geldstrafe gestützt auf Art. 42 Abs. 1 

StGB aufzuschieben und ihm sei eine Probezeit von 2 Jahren i.S. von 

Art. 44 Abs. 1 StGB anzusetzen. 

2. 

2.1 Aufgrund des Freispruchs des Beschuldigten sei von der Zusprechung 

einer Zivilforderung (Entschädigung und Genugtuung) an die Privat-

klägerin vollständig abzusehen. 

2.2 Eventualiter sei die Entschädigungs- und Genugtuungsforderung auf 

den Zivilweg zu verweisen. Von der Feststellung einer grundsätzlichen 

Schadenersatzpflicht des Beschuldigten sei abzusehen. 

2.3 Subeventualiter sei die Entschädigungsforderung auf den Zivilweg  

zu verweisen und von der Feststellung einer grundsätzlichen Schaden-

ersatzpflicht sei abzusehen.  

3. 

3.1 Die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des erst- und zweit-

instanzlichen Gerichtsverfahrens sowie die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. Dem Beschuldigten 

sei eine Entschädigung von Fr 10'600.– zuzusprechen. 

3.2 Eventualiter seien die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des 

erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens dem Beschuldigten 

gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO aufzuerlegen; die Kosten der amtlichen 

Verteidigung seien zumindest einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 
 

b) Der Privatklägerin B._____: 

(Urk. 98 S. 1) 

1. Die Berufung des Beschuldigten sei vollumfänglich abzuweisen. 

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2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin eine Genug-

tuung von Fr. 10'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 31. August 2012 

zu bezahlen. 

3. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens seien dem Beschuldigten  

aufzuerlegen. 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 9. Januar 2014 wurde der  

Beschuldigte der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB und der 

Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig gesprochen. Von einem weiteren 

Nötigungsvorwurf (Suiziddrohung) wurde er freigesprochen. Der Beschuldigte 

wurde bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 33 Tage durch Haft erstan-

den sind. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit 

auf 2 Jahre festgesetzt. Weiter hielt die Vorinstanz fest, dass der Beschuldigte  

der Privatklägerin aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatz nach 

zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet ist, und sie sprach der Privatklägerin 

aus dem genannten Ereignis zulasten des Beschuldigten eine Genugtuung von 

Fr. 2'500.– plus Zins zu. Schliesslich wurden die Kosten der Untersuchung und 

des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidi-

gung, einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, unter Vorbehalt der Nach-

forderung beim Beschuldigten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse  

erlauben. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin nahm die 

Vorinstanz definitiv auf die Gerichtskasse (Urk. 68 S. 27 f.). 

1.2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte seine amtliche 

Verteidigerin am 17. Januar 2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 64) und  

– nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 67/1-3) – dem Obergericht am 

14. April 2014 ebenfalls innert Frist die Berufungserklärung einreichen (Urk. 71). 

Mit Präsidialverfügung vom 16. April 2014 wurde die Berufungserklärung in  

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Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft und der  

Privatklägerin zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben  

oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde dem  

Beschuldigten Frist angesetzt, um zu seinen finanziellen Verhältnissen Auskünfte 

zu erteilen und zu belegen (Urk. 73). 

1.3. Mit Eingaben vom 23. April 2014 bzw. 28. April 2014 erklärten die Staats-

anwaltschaft und die Privatklägerin je Anschlussberufung (Urk. 75 und 79).  

1.4. Unterm 24. April 2014 reichte der Beschuldigte das von ihm ausgefüllte  

"Datenerfassungsblatt" ein (Urk. 77). Da indessen dazugehörige Belege fehlten, 

wurde er am 30. April 2014 zur entsprechenden Nachreichung aufgefordert  

(Urk. 81). Am 7. Mai 2014 teilte die Verteidigerin mit, es sei ihr nicht möglich  

gewesen, die Unterlagen beim Beschuldigten erhältlich zu machen. Sämtliche ihr 

bekannten Handynummern des Beschuldigten funktionierten nicht mehr, und  

auf schriftliche Aufforderungen habe er nicht reagiert. Das Gericht werde deshalb 

ersucht, allfällig noch benötigte Unterlagen auf Kosten des Beschuldigten bei den 

zuständigen Behörden einzuverlangen (Urk. 83; vgl. auch Urk. 85).  

1.5. Die Staatsanwaltschaft zog mit Eingabe vom 7. Oktober 2014 ihre  

Anschlussberufung vollumfänglich zurück (Urk. 94). Davon ist vorab Vormerk zu 

nehmen. 

1.6. Zur heutigen Berufungsverhandlung sind die amtliche Verteidigerin sowie 

die unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin erschienen (Prot. II S. 5).  

Nachdem der Beschuldigte – trotz ordnungsgemässer Vorladungen (vgl. Urk. 77, 

87 - 89, siehe auch Urteile des Bundesgerichts 1B_64/2013 vom 21.2.2013 und 

6B_652/2013 vom 26.11.2013, E.1.4.3) unentschuldigt nicht erschien, wurde ihm 

gestützt auf Art. 336 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 379 StPO auf entsprechendes 

Gesuch der amtlichen Verteidigerin das persönliche Erscheinen für die heutige 

Berufungsverhandlung erlassen (Prot. II S. 8). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II 

S. 7 und S. 10). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungs-

verhandlung (Prot. II S. 13 ff.). 

-   7   - 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil nahezu vollumfänglich an-

fechten. Von seiner Berufung ausgenommen sind lediglich die Dispositivziffern 2 

(Freispruch) und 6 (Kostenfestsetzung) (Urk. 71 S. 2). Die Privatklägerin  

beschränkt ihre Berufung auf die Höhe der Genugtuung (Urk. 79).  

2.2. In diesem Sinne ist das vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen 

Dispositivziffern 2 und 6 in Rechtskraft erwachsen, was vorab vorzumerken ist 

(Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO, Art. 404 StPO; 

vgl. Prot. II S. 8 ff.). 

3. Sachverhalt 

3.1. Es ist unbestritten, dass es am 31. August 2012 im Verlaufe des späteren 

Abends in der gemeinsamen Wohnung des Beschuldigten und der Privatklägerin 

zu einer auch körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen 

ist. Während nach Darstellung der Staatsanwaltschaft, welche sich auf die  

Aussagen der Privatklägerin stützt, der Beschuldigte die Privatklägerin mit von 

hinten um deren Hals gelegtem Arm auf das Bett gestossen und dort während ca. 

30 bis 60 Sekunden gewürgt haben soll, schildert der Beschuldigte, wie er einen 

Angriff der Privatklägerin habe abwehren müssen, die mit einem Messer auf ihn 

losgekommen sei. Nach Auffassung des Beschuldigten habe seine Einwirkung 

auf die Privatklägerin jedenfalls nicht eine Intensität erreicht, welche zu einer  

tatbestandsmässigen unmittelbaren Lebensgefahr geführt habe, und eine allfällige 

überschiessende Intensität wäre von einer Notwehrsituation gedeckt. 

3.2. Die Vorinstanz hat die Regeln richtig zusammengefasst, nach denen Aus-

sagen zu analysieren und Beweismittel zu würdigen sind (Urk. 68 S. 8 ff.). Darauf 

kann verwiesen werden. Ebenso hat sie die wesentlichen Aussagen der Beteilig-

ten korrekt wiedergegeben (Urk. 68 S. 10 ff.). 

3.3. Aussagen der Privatklägerin 

3.3.1. Wie erwähnt, stützt sich der Anklagevorwurf im Wesentlichen auf die Aus-

sagen der Privatklägerin. Diese wurde am 1. September 2012 um 2:29 Uhr, also 

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nur ganz kurz nach dem strittigen Vorfall, polizeilich einvernommen (Urk. 5/1). Auf 

entsprechende Aufforderung hin schilderte sie frei und vorerst durch keine Frage 

unterbrochen, wie sich das Ganze an jenem Abend aus ihrer Sicht abgespielt  

habe. Auslöser sei gewesen, dass sie dem Beschuldigten eröffnet habe, nicht 

mehr mit ihm zusammen sein zu wollen. Bereits am Tag hätten sie "ein lautes 

Gespräch" gehabt, nach welchem der Beschuldigte weggegangen und mehrere 

Stunden ausser Haus geblieben sei. Offenbar in entsprechender Vorahnung 

sprach die Privatklägerin dann um ca. 20.30 Uhr beim Nachbarn, C._____, vor 

und ersuchte diesen, die Polizei zu rufen, wenn es später "laut werden würde" 

(das wird von C._____ bestätigt: Urk. 6). Der Beschuldigte habe dann angerufen 

und wissen wollen, ob die Privatklägerin zuhause sei. Sie habe das bejaht und ihn 

zudem gebeten, Zigaretten mitzubringen. Wenig später, zwischen 20 und 21 Uhr, 

sei der Beschuldigte dann eingetroffen und habe neben den Zigaretten noch von 

sich aus Blumen mitgebracht. Danach ergab dann offensichtlich das Eine das  

Andere: Sie habe ihn gefragt, ob er mit den Blumen alles gut machen wolle. Er 

habe erwidert, er wolle damit beweisen, dass er sie liebe. Sie habe daraufhin ge-

sagt, es sei nichts gut; er halte sie für dumm und nichts und habe keinen Respekt 

vor ihr. Immer wieder habe sie dann gesagt, sie wolle nicht mehr mit ihm zusam-

men sein. Er habe sehr laut gesprochen, und auch sie sei laut gewesen. Der Be-

schuldigte habe sodann befunden, er habe unter diesen Umständen keinen 

Grund mehr zum Leben. Zuerst habe er aus dem Fenster springen wollen, worauf 

die Privatklägerin dasselbe geschlossen habe. Sodann habe er ein Messer ge-

nommen und dieses an sein Handgelenk gehalten mit der Aussage: "Damit bringe 

ich mich um". Nach dem Empfinden der Privatklägerin habe der Beschuldigte ihr 

so Schuldgefühle vermitteln wollen. Sie habe das Handy hervorgenommen, um 

die Polizei zu rufen. Der Beschuldigte habe ihr das Gerät aus der Hand nehmen 

wollen, sie habe es aber festgehalten. Er habe sie daraufhin abgedreht und auf 

das Bett geschubst. Dabei habe er seinen Arm bereits um ihren Hals gehalten. So 

sei sein Gewicht auf ihrem Rücken gelegen, und er habe mit dem Arm zuge-

drückt, immer wieder. Immer wieder habe er gesagt, sie solle sich beruhigen. 

Wenn sie daraufhin ja gesagt habe, habe er gleich mehr zugedrückt. Sie habe 

fast keine Luft bekommen, um ihm zu antworten. Das habe sich drei bis viermal 

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wiederholt. Dann habe er sie gefragt, ob sie ihm für die Beziehung noch einen 

Monat Zeit gebe. Weil sie gedacht habe, dass es sonst mit ihr "vorbei gewesen" 

wäre, habe sie das bejaht. Darauf habe er losgelassen. Anschliessend hätten sie 

beide am Telefon mit ihrem gemeinsamen Sohn gesprochen (welcher bei den El-

tern des Beschuldigten in Griechenland lebt). Und schliesslich sei die vom Nach-

barn alarmierte Polizei erschienen (Urk. 5/1 S. 2/3). Auf Nachfrage des Polizeibe-

amten schilderte die Privatklägerin, dass sie sich aufgrund eines Vorfalls vor eini-

gen Wochen, wo sie der Beschuldigte auch "fest gepackt" habe, veranlasst gese-

hen habe, den Nachbarn zu bitten, die Polizei zu rufen, wenn sie schreie. Der  

Beschuldigte raste sehr schnell aus, beruhige sich allerdings auch wieder rasch 

(Urk. 5/1 S. 4). Nochmals schilderte sie detailliert den Ablauf des tätlichen  

Übergriffs: Er habe mit der einen Hand nach dem Telefon gegriffen und mit dem 

anderen Arm versucht, sie zu blockieren, damit sie nicht wegkomme. Er habe sie 

dann umgedreht, dass sie frontal zum Bett gestanden habe. Dabei habe er einen 

Arm bereits um ihren Hals gelegt. Er habe sie so auf das Bett geschubst. Als sie 

auf dem Bett gelegen habe, habe er mit seinem Gewicht auf ihren Rücken  

gedrückt und ihr den Hals zugedrückt, indem er mit dem Unterarm und dem 

Oberarm eines Armes links und rechts auf ihren Hals gedrückt habe. Der  

Ellbogen habe sich unterhalb ihres Kinns in der Front ihres Gesichts befunden. 

Mit dem zweiten Arm habe er den ersten Arm unterstützt. Er habe ihr den Hals 

zugedrückt und sie gefragt, ob sie sich beruhigen und nicht mehr schreien werde. 

Sie habe dann ja gesagt, und er habe schon wieder zugedrückt. Sie habe kaum 

antworten können. Ihr sei schwindlig geworden. Das habe sich ca. drei bis viermal 

wiederholt und insgesamt vielleicht eine halbe Minute oder so gedauert. Sie habe 

gedacht, "es ist vorbei"; sie habe Todesangst gehabt. Aufgehört habe er erst, 

nachdem sie seine Frage bejaht habe, ob sie ihm noch einen Monat geben wür-

de. Die Frage, ob es ihr schwarz geworden sei vor den Augen, beantwortete die 

Privatklägerin mit "ich habe nichts mehr klar gesehen". Spontanen Urinabgang 

habe sie nicht gehabt. Schluckbeschwerden allerdings schon (Urk. 5/1 S. 5/6). 

3.3.2. In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 26. September 2012,  

einen knappen Monat später, bestätigte die Privatklägerin zunächst – auch  

nach dem Hinweis, dass der Beschuldigte teilweise anders aussage –, in der  

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polizeilichen Einvernahme die Wahrheit gesagt zu haben. Es sei noch alles frisch; 

sie habe die Bilder noch vor sich. Das könne man nicht so schnell vergessen 

(Urk. 5/2 S. 4). Auf detailliertes Befragen des Staatsanwaltes erzählte dann die 

Privatklägerin nochmals Hintergrund, Entwicklung und Hergang der Auseinander-

setzung. Zum Kerngeschehen beschrieb sie erneut, wie sie ihr Handy zur Hand 

genommen habe, als der Beschuldigte Anstalten getroffen habe, sich mit einem 

Küchenmesser zu schneiden. Sie habe die Nummer 117 wählen wollen, in Panik 

aber eine falsche Nummer eingegeben. Da sei der Beschuldigte auf sie zuge-

kommen und habe ihr das Telefon wegnehmen wollen. Sie habe aus Angst ge-

schrien und gedacht, er wolle ihr etwas antun. Das Messer habe er allerdings zu-

rückgelegt, als er gesehen habe, dass sie der Polizei telefonieren wolle (Urk. 5/2 

S. 8). Von Angesicht zu Angesicht vor dem Bett stehend, habe er ihr dann die 

Hand vor den Mund gehalten, damit sie nicht mehr habe schreien können. Dann 

habe er sie auf das Bett geschubst, wo sie auf dem Rücken gelandet sei. Er habe 

ihr gesagt, sie solle ruhig sein und nicht schreien, und habe ihr weiterhin mit der 

Hand den Mund zugehalten. Sie habe sich versucht zu befreien. Er habe sie dann 

hochgezogen und von hinten gepackt sowie ihr von hinten den Arm über die 

Schultern gelegt und sie in den Schwitzkasten genommen. So habe er sie dann 

auf das Bett geschubst, wo sie auf dem Bauch, Gesicht gegen unten, zu liegen 

gekommen sei. Dann habe er zugedrückt, "ganz fest"; Unterarm und Oberarm in 

einem entsprechenden Winkel. Sie habe nicht mehr atmen können, keine Luft 

mehr gehabt. Sein Gewicht sei auf ihrem Rücken gewesen, und sie habe nicht 

nach links und nicht nach rechts gekonnt. So habe er gesagt, sie solle sich beru-

higen. Sie habe ihm nicht einmal richtig antworten können, da er sie so fest gehal-

ten habe. Diese Frage habe er mehrere Male wiederholt, wobei er jedes Mal  

zugedrückt habe. Sie habe nicht richtig antworten können; es sei ihr schwarz  

geworden vor den Augen. Dann habe er noch gefragt, sie solle ihm noch einen 

Monat geben. Sie habe gewusst, dass er nicht loslassen würde, wenn sie nein 

sage. Sie habe wirklich das Gefühl gehabt, dass er "etwas machen" werde, sie 

umbringen werde. Nur damit er sie loslasse, habe sie deshalb unter grossen 

Schwierigkeiten ja gesagt (Urk. 5/2 S. 9/10). Konkret zum Würgevorgang befragt, 

bejahte die Privatklägerin, dass er zwischendurch den Druck auf dem Hals gelöst 

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habe. Der Arm sei allerdings immer am Hals gewesen und sie habe nicht richtig 

atmen können. Die Privatklägerin vermutete, dass es wohl nicht mehr viel  

gebraucht hätte, damit sie ohnmächtig geworden wäre. Betreffend die Zeitdauer 

habe sie bei der Polizei "plus minus" eine Minute geschätzt. Jetzt wolle sie aber 

lieber keine Zeitschätzung mehr abgeben. Man habe in einer solchen Situation 

kein Zeitgefühl, man habe Angst um sein Leben (Urk. 5/2 S. 10). Nachdem er  

sie dann losgelassen habe, sei sie sofort aufgestanden, habe aber nicht normal 

stehen können. Es sei ihr schwindlig gewesen, sie habe gewackelt und versucht, 

wieder Luft zu kriegen. Im Sinne seiner Anweisung habe sie sich dann gesetzt. Er 

habe ihr klar zu verstehen gegeben, dass sie den Raum nicht verlassen solle. Er 

habe dann mit dem gemeinsamen Kind in Griechenland sprechen wollen und sie 

nach ihrem Handy gefragt, wo die Nummer gespeichert sei. Sie habe dieses dann 

genommen und ihm die Nummer vorlesen wollen. Er habe aber gesagt, er habe 

kein Guthaben mehr. Sie habe ihm deshalb ihr Telefon gegeben. Beide hätten 

dann mit dem Sohn gesprochen, wobei sie schon die ganze Kraft habe  

zusammennehmen müssen, damit das Kind nicht gemerkt habe, dass etwas nicht 

in Ordnung sei (Urk. 5/2 S. 10/11). Auf Vorhalt der Darstellung des Beschuldigten, 

er habe in Notwehr gehandelt, da sie – die Privatklägerin – ihn mit einem Messer 

angegriffen habe, erwiderte die Privatklägerin, das sei nicht wahr. Er lüge und 

wolle sich wohl beschützen (Urk. 5/2 S. 11). Ihr Hals sei danach auf beiden Seiten 

geschwollen gewesen. Sie habe überall Schmerzen gehabt; Schluckweh und am 

Nacken und am Rücken. Sie habe keine blauen Flecken gehabt, aber Kratzer im 

Décolleté-Bereich. Die blauen Flecken seien erst später gekommen; sehr grosse 

am Bein. Diese seien wohl entstanden, als er sie gepackt und auf das Bett gewor-

fen habe. Psychisch gehe es ihr schliesslich "nicht gut in dieser Sache" (Urk. 5/2 

S. 12). Auf Ergänzungsfragen der Verteidigung und des Beschuldigten bejahte die 

Privatklägerin weiter, dass sie eine empfindliche Haut habe, und sie räumte ein, 

dass sie den Beschuldigten "vielleicht mal geschubst oder so" habe, aber nur "als 

Schutz", wenn er auf sie losgegangen sei. Ohne dass er etwas gemacht habe, 

habe es Solches nicht gegeben. Die Frage, ob es zutreffe, dass sie ihn einmal 

derart fest und häufig auf den Kopf geschlagen habe, dass danach ihre Hand ver-

letzt oder gar gebrochen gewesen sei, wollte die Privatklägerin nicht beantworten, 

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"da es nichts mit der Schweiz zu tun hat". Im Ausland sei einmal etwas gesche-

hen. Ebenfalls nicht beantworten wollte sie die Frage des Beschuldigten, ob sie 

"seit ihrer Kindheit psychische Probleme" habe. Das sei ihre Privatsache (Urk. 5/2 

S. 13). 

3.3.3. Die Aussagen der Privatklägerin erwecken den Eindruck, als gebe sie frei 

und spontan die Ereignisse so wieder, wie sie diese erlebt hat. Insbesondere  

wie sie die Sache bei der Polizei von sich aus schilderte, wirkt ausgeprägt wie  

eine erzählende Wiedergabe von tatsächlich Wahrgenommenen. Es fällt auf, wie 

sich die Privatklägerin nicht etwa auf den Kernbereich oder auf Handlungen  

beschränkt, welche sie dem Beschuldigten vorwirft, sondern auch viele an sich 

unbedeutende Details des Randgeschehens erwähnt. Ihr Erleben der eigentlichen 

körperlichen Einwirkung durch den Beschuldigten schildert sie ausgesprochen  

lebendig, nicht nur sachlich-beschreibend, sondern stimmig begleitet von ihren 

jeweiligen Gefühlsempfindungen. Es sind auch keinerlei Anhaltspunkte dafür zu 

erkennen, dass die Privatklägerin den Beschuldigten zu Unrecht und damit über-

mässig belasten wollte: Durchaus erwähnt sie auch Umstände zugunsten des Be-

schuldigten und räumt eher einmal ein, sich nicht allzu weit vorwagen zu wollen, 

als diesen mit einer möglicherweise unzutreffenden Aussage zu stark zu beschul-

digen. Im Weiteren sind die Aussagen der Privatklägerin trotz der Detailfülle so-

wohl innerhalb der einzelnen Befragungen als auch im Verhältnis der beiden Ein-

vernahmen zueinander widerspruchsfrei und gleichbleibend, ohne dass sie aber 

als stereotyp erschienen, was auf ein Wiederholen von Gelerntem hindeutete. 

Dass sie sich schliesslich auf die suggestiven Ergänzungsfragen des Beschuldig-

ten in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme verschloss (Schläge auf den 

Kopf, psychische Probleme: Urk. 5/2 S. 13), ist nachvollziehbar und durchaus 

menschlich, nachdem die Fragen eben gerade von Seiten des Beschuldigten ge-

stellt worden sind und offensichtlich darauf abzielten, die Glaubwürdigkeit der Pri-

vatklägerin anzugreifen. Entsprechend kann – entgegen der Verteidigung (Urk. 96 

S. 7 f.) – aus dem Umstand, dass die Privatklägerin auf diese Ergänzungsfragen 

des Beschuldigten nicht antwortete, gerade nicht geschlossen werden, dass sie 

nicht die ganze Wahrheit habe sagen wollen bzw. dass ihre Aussagen unvollstän-

dig und damit nicht durchgehend als glaubhaft zu bewerten seien. Als einzige  

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Inkohärenz in deren Schilderungen bleibt, dass die Privatklägerin in der polizeili-

chen Befragung aussagte, vom Beschuldigten direkt mit dessen Arm um den Hals 

bäuchlings auf das Bett geschubst worden zu sein, während gemäss ihrer  

Darstellung in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme der Beschuldigte zu-

nächst frontal auf sie zugetreten sei, ihr den Mund zugehalten und sie sodann so 

rücklings auf das Bett geschubst habe. Danach habe er sie wieder hochgezogen 

und bäuchlings – in der bereits bei der Polizei beschriebenen Art und Weise – mit 

dem Arm um den Hals erneut auf das Bett gestossen.  

Es ist durchaus möglich, dass die Privatklägerin die Sequenz des rücklings erfolg-

ten ersten Sturzes auf das Bett in ihrer spontanen, nicht von polizeilichen Fragen 

unterbrochenen ersten Aussage am 1. September 2012 vergessen hat. Immerhin 

erfolgte jene Einvernahme spätnachts (ab 2:29 Uhr) und nur kurz nach dem Vor-

fall, unter welchem Eindruck die Privatklägerin demnach noch ganz offensichtlich 

stand. Es kann ihr in der Aufregung nicht verargt werden, wenn sie eine kurze 

Phase des Geschehens nicht von sich aus schilderte. Insbesondere wäre aber  

offenkundig sowohl sinnlos gewesen, jene Handlungssequenz in der ersten  

Befragung zu verschweigen, als auch diese in der Einvernahme vor Staats-

anwaltschaft nachträglich zu "erfinden": In der letztlichen Würdigung des Ganzen 

ändert es nämlich jedenfalls nichts Wesentliches, ob nun der Beschuldigte die 

Privatklägerin zunächst einmal rücklings auf das Bett geschubst hat oder nicht, 

bevor es zum zur Anklage erhobenen Verhalten gekommen ist. 

Zusammengefasst erscheinen die Aussagen der Privatklägerin lebendig,  

authentisch, kohärent und plausibel. Es sind weder Fantasiesignale zu erkennen 

noch Anhaltspunkte ersichtlich, dass sie den Beschuldigten falsch oder über-

mässig belasten würde. Ihre Schilderungen sind vielmehr so, dass davon auszu-

gehen ist, sie habe ehrlich und nicht ergebnisgesteuert das zur Diskussion  

stehende Geschehen geschildert, wie sie es wahrgenommen hat. Ihre Aussagen 

sind deshalb glaubhaft, und es kann grundsätzlich auf sie abgestellt werden. 

 

 

-   14   - 

3.4. Aussagen des Beschuldigten 

3.4.1. Ganz im Gegensatz zu jenen der Privatklägerin weisen die Aussagen  

des Beschuldigten schon nahezu exemplarisch eine Grosszahl von typischen 

Warn- bzw. Lügensignalen auf. So springt schon einmal ins Auge, dass er in  

seiner ersten Einvernahme am Morgen des 1. September 2012 noch vor auch nur 

rudimentärsten sachverhaltlichen Aussagen quasi zu einem grossangelegten, 

pauschalen "Gegenangriff" schritt: "… wenn die Frau einem in den Rücken fällt…" 

(Urk. 4/1 S. 3), "Die Frau ist verrückt, sie hat psychische Probleme…", "Sie hat 

mich angegriffen", "Es ist ihre Lieblingsbeschäftigung respektive ihre Angriffs-

methode" (Urk. 4/1 S. 7). Seine Sachverhaltsdarstellung erschöpfte sich dann  

völlig pauschal in Folgendem: "Sie griff mich mit einem Messer an. Und ich habe 

mich mit meinem Arm verteidigt. Und ihr mit meinem Arm an den Halsbereich  

gestossen" (Urk. 4/1 S. 7/8). Die nächste Frage des einvernehmenden Beamten 

quittierte der Beschuldigte dann mit: "Ich glaube, ich sagte schon alles. Ich habe 

nichts mehr hinzuzufügen. … Ich weiss alles, was geschehen ist" (Urk. 4/1 S. 8) – 

um dann in einer schon nahezu philosophischen Anwandlung darüber zu  

sinnieren, dass das gemeinsame Kind von ihm und der Privatklägerin "morgen 

unser Richter" sein werde (ebd.).  

Diese eigentliche Verweigerungshaltung – praktisch keine Ausführungen zur  

Sache, aber allgemeine Vorwürfe an die Privatklägerin und Abschweifen vom 

Thema – fand dann ihre Fortsetzung in weiteren Klagen über die Privatklägerin, 

getragen einerseits von Selbstmitleid und andererseits der Haltung, dass die  

Privatklägerin froh und dankbar sein müsse, dank des Beschuldigten überhaupt in 

der Schweiz sein zu können: "Sie ist interessiert an Weinbergen, an Boutiquen, 

um schöne Kleider zu kaufen … das Kind lebt bei meinen Eltern und trägt ein 

Paar Schuhe, die ich ihm gekauft habe" (Urk. 4/1 S. 8); "Ich erklärte ihr alles. Ich 

sagte, warum sie in der Schweiz leben darf. Es ist mein Verdienst, dass ich sie 

hierher gebracht habe. Wenn man sie zuvor gefragt hätte, wo die Schweiz wäre, 

hätte sie das nicht gewusst. Das ist auch mein Verdienst, dass sie wegen mir eine 

Aufenthaltsbewilligung bekommen hat. Ich bin auch derjenige, welcher herumge-

gangen ist, um zu schauen, dass sie die Aufenthaltsbewilligung erhalten hatte" 

-   15   - 

(Urk. 4/1 S. 9); "Sie ist sehr, sehr schlau. Sie will ein gutes Einkommen haben  

– sie will vom Sozialamt leben" (Urk. 4/1 S. 11). Im Bemühen, doch noch etwas 

Sachverhaltliches zu erfahren, musste der befragende Polizeibeamte dem  

Beschuldigten richtiggehend "die Würmer zur Nase herausziehen": Er gab aber 

jeweils nur ganz kurze, karge Antworten bloss weniger Worte Länge und  

pauschalen, verkürzten Inhalts. Insbesondere auch zum Kerngeschehen zeichne-

ten sich seine Aussagen durch eine auffallende Detailarmut aus: "Sie nahm ein 

Messer von diesem Schrank. Und sie kam los auf mich. Wir standen in diesem 

Moment. In diesem Moment ging ich auf sie zu und packte sie mit dem Arm. Und 

nahm ich ihr das Messer weg. Sie hat mich mehrmals an den Brustbereich  

geschlagen. Sie wurde immer lauter. Sie beruhigte sich, als ich ihr das Messer 

wegnahm. Danach haben wir nach Griechenland telefoniert und sprachen mit 

dem Kind" (Urk. 4/1 S. 10). Diesen Aussagen fehlt nicht nur die Lebendigkeit, 

sondern sie sind auch wenig konsistent und werfen mehr Fragen auf, als sie  

beantworten (etwa: hat die Privatklägerin mit dem Messer in der Hand den Be-

schuldigten "mehrmals an den Brustbereich geschlagen"?). Typisch schliesslich 

auch die Reaktion des Beschuldigten auf die Konfrontation mit den anderslauten-

den Aussagen der Privatklägerin: "Sie kann sagen, was sie will" (Urk. 4/1 S. 12). 

Das ist keine Auseinandersetzung mit den vorgehaltenen Widersprüchen, son-

dern eine für nicht wahrheitsbasierende Aussagen exemplarische Einschränkung 

der eigenen Darstellung auf eine blosse Gegenbehauptung. 

Der Beschuldigte stritt konsequent ab, die Privatklägerin geschlagen zu haben; 

"vielleicht" habe er sie gestossen (Urk. 4/1 S. 10) – allerdings jedenfalls als Ab-

wehr deren Angriffs mit einem Messer. Weiter bestritt er jegliche Suiziddrohungen 

(Urk. 4/1 S. 12) oder auch Drohungen anderer Art (Urk. 4/1 S. 18) und räumte  

ein, sie mit dem Arm um den Hals "gepackt" zu haben, um sie zu entwaffnen. 

"Gewürgt" habe er sie jedoch nicht (Urk. 4/1 S. 13). Mit würgen könne man schon 

jemanden töten; er habe das aber nicht gewollt (Urk. 4/1 S. 16). Umgefallen seien 

sie sodann nie. Die Privatklägerin habe ihn geschlagen und versucht, mit den  

Nägeln zu kratzen. Noch als er sie freigelassen habe, habe sie ihn heftig weiter 

geschlagen (Urk. 4/1 S. 14).  

-   16   - 

Die von der IRM-Ärztin bei der Privatklägerin unter anderem festgestellten  

geröteten Augen könnten vom Weinen herrühren. Der Arzt – so der Beschuldigte 

weiter – könne sich sodann auch geirrt haben (Urk. 4/1 S. 15). Die Hämatome 

habe nicht er verursacht; die Privatklägerin habe eine empfindliche Haut (Urk. 4/1 

S. 16/17). 

Auf Vorhalt der Darstellung der Privatklägerin, wonach sich der Beschuldigte ein 

Messer an das Handgelenk gehalten habe, räumte dieser das ein. Er habe ihr  

gesagt, wenn es ihr Wunsch sei, ihn zu töten, dann könne er sich auch selber 

umbringen. Mit einem "vielleicht" stellte er sodann die Aussage der Privatklägerin 

zumindest nicht in Abrede, so gehandelt zu haben, um der Privatklägerin Schuld-

gefühle einzujagen (Urk. 4/1 S. 15). 

3.4.2. In der staatsanwaltschaftlichen Hafteinvernahme vom 2. September 2012 

gestand der Beschuldigte dann zu, die Privatklägerin von vorne in den  

"Schwitzkasten" genommen zu haben beim Versuch, sie zu entwaffnen (Urk. 4/2 

S. 2, 3). Während des "Schwitzkastens" habe die Privatklägerin aber frei atmen 

und reden können. Sie habe beispielsweise gesagt: "lass mich, ich bin jetzt ruhig" 

(Urk. 4/2 S. 3).  

3.4.3. In der Einvernahme vom 26. September 2012 drehte sich die Befragung 

dann zunächst wieder um das dem Beschuldigten als Würgen vorgeworfene  

Verhalten. Er stellte weiterhin in Abrede, die Privatklägerin gewürgt zu haben. Er 

habe sie "mit der Hand am Hals gehalten", aber nicht die Absicht gehabt, sie zu 

würgen. Er sei in einer Notwehrsituation gewesen (Urk. 4/3 S. 2). Ebenso wider-

sprüchlich dann die Antwort des Beschuldigten auf Vorhalt des Umstands, dass er 

in der Verhandlung vom 13. September 2012 betreffend Gewaltschutz bestätigt 

habe, die Privatklägerin gewürgt zu haben, sich aber verteidigen gewollt zu  

haben: "Das ist genau so. Aber ich habe sie nicht gewürgt. Ich habe sie nicht  

gewürgt, um sie zu ersticken" (Urk. 4/3 S. 2). Er sei in diesem Augenblick in Panik 

gewesen und habe sich gefürchtet, nachdem er mit einem Messer angegriffen 

worden sei (Urk. 4/3 S. 2/3). 

-   17   - 

Auf verschiedene Vorhalte der anderslautenden Aussagen der Privatklägerin ver-

fiel der Beschuldigte dann wieder in eine Art fatalistische Rückzugshaltung: Leider 

sei er keine Frau, "der man alles glaubt" (Urk. 4/3 S. 2), jeder Mensch sei frei zu 

sagen, was er wolle (Urk. 4/3 S. 3). Zudem habe die Privatklägerin 15 Minuten vor 

dem Vorfall eine Krise gehabt und Atemnot erlitten, was Folge von einer Krankheit 

sei, derentwegen sie einmal im Triemlispital gewesen seien (Urk. 4/3 S. 3). 

3.4.4. In der Einvernahme vom 3. Oktober 2012 blieb der Beschuldigte bei seiner 

Haltung; er habe sich lediglich verteidigt. Hier räumte er dann aber ein, dass sie 

gegen das Ende der Auseinandersetzung zusammen auf das Bett gefallen seien. 

Die Privatklägerin habe das Gleichgewicht verloren und sei gefallen; er sei dann 

auf sie gefallen. Vorgängig habe er sie mit der linken Hand an sich gezogen,  

sodass sie mit dem Rücken zu ihm gestanden sei. Mit dem linken Arm habe er sie 

um den Hals gehalten und die rechte Hand sei an ihrer rechten Hand mit dem 

Messer gewesen. Sodann habe er mit dem linken Arm nicht zugedrückt, sondern 

es sei immer der gleiche Druck gewesen. Die Privatklägerin habe sich bewegt 

und habe auch ihre andere Hand zwischen seinen Arm und ihren Hals gehalten 

(Urk. 4/4 S. 3). Er habe ihr dabei gesagt, sie solle sich beruhigen und das Messer 

loslassen. Dass er ihr gegen Schluss der Auseinandersetzung gesagt habe,  

sie solle ihm nochmals eine Chance geben, stimme nicht: das sei am Anfang  

gewesen. Er habe ihr gesagt, sie könne jetzt nicht "so eine grosse Entscheidung 

treffen" [gemeint wohl: die Trennung]; es gehe um zwei Personen und ein Kind. 

Sie solle noch einen Monat warten (Urk. 4/4 S. 4).  

Dass er die Würgemale an der Privatklägerin verursacht habe, stellte der  

Beschuldigte hier nun nicht mehr in Abrede: "Ich sagte ja, meine Hand sei am 

Hals gewesen. Das war auch eine Reflexsituation. Ich hatte ja auch Angst vor ihr" 

(Urk. 4/4 S. 4). Dass die Privatklägerin aber wegen des Arms des Beschuldigten 

Atemnot gehabt habe, bestritt er wiederum mit dem Verweis darauf, dass die  

Privatkläger vor dem Vorfall hyperventiliert und nicht mehr atmen gekonnt habe  

– nun sollten es aber nur gerade noch 5 Minuten vor dem Vorfall gewesen sein 

(Urk. 4/4 S. 5). 

-   18   - 

3.4.5. In der Schlusseinvernahme vom 13. Mai 2013 erklärte der Beschuldigte 

dann wieder, er habe sie Privatklägerin nicht von hinten zu würgen versucht, son-

dern versucht, sie von vorne zu halten (Urk. 4/5 S. 2). Er habe ihr von vorne den 

Arm um den Hals gehalten, und dann seien beide auf das Bett gefallen. Ganz am 

Schluss habe er sie an den Händen gehalten. Losgelassen habe er sie, als sie ih-

rerseits das Messer losgelassen habe. Dass der Privatklägerin eine tödliche Hirn-

schädigung gedroht hätte, könne er nicht wissen. Er sei kein Arzt. Abschliessend 

unterstrich der Beschuldigte nochmals, dass er nichts anderes getan habe, als 

sich zu verteidigen. Wenn "Selbstverteidigung ein Verbrechen" sei, dann sei er 

schuldig (Urk. 4/5 S. 7). 

3.4.6. In der vorinstanzlichen Hauptverhandlung versuchte das Gericht dann 

abermals, etwas Licht in die nicht gerade kohärenten Schilderungen des Beschul-

digten zu bringen. Hier sagte er aus, die Beschuldigte habe ständig geschrien und 

sei hysterisch gewesen. Er habe daraufhin versucht, mit ihr logisch zu reden und 

sie zu umarmen. Sie habe gesagt, dass sie Angst habe und eine Atemkrise  

bekommen. Schliesslich habe sie ein Messer aus dem Schrank genommen und 

sei auf ihn losgegangen. Aus Instinkt habe er reagiert, weil sie bereits in der Ver-

gangenheit solche Attacken auf ihn verübt habe. Er habe sie mit dem linken Arm 

um den Hals gefasst, um sie zu entwaffnen und ruhig zu stellen. Danach habe sie 

das Messer losgelassen und auch er habe losgelassen. Dann hätte sie ihren 

Sohn angerufen und anschliessend sei die Polizei gekommen. Auf die Frage, wie 

er sich denn gegen das Messer habe schützen können, wenn er der Privatkläge-

rin von vorn den Arm um den Hals habe legen wollen, erklärte der Beschuldigte, 

er habe sie mit dem linken Arm gedreht und mit der rechten Hand ihre Hand mit 

dem Messer gehalten (Urk. 51 S. 6). Die Frage, ob er der Privatklägerin nach dem 

Drehen auch noch um den Hals gefasst habe, liess der Beschuldigte zunächst 

unbeantwortet ("Als ich sie gedreht habe, haben wir unser Gleichgewicht verloren 

und fielen auf das Bett. Ich lag oben und sie unten und so liess sie das Messer 

los": Urk. 51 S. 7). Dann räumte er ein, dass er im Stehen seinen Arm um ihren 

Hals gehabt habe. Weil sie das Gleichgewicht verloren hätten, seien sie auf das 

Bett gefallen und habe er seinen Arm noch immer um ihren Hals gehabt. Das sei 

aber nur gewesen, weil sie so gefallen seien (Urk. 51 S. 7). Dass er ihr von hinten 

-   19   - 

den Hals zugedrückt, zwischendurch den Druck gelöst und verlangt habe, dass 

sie der Beziehung noch einen Monat Zeit gebe, entspringe der Fantasie der Pri-

vatklägerin. Die Erkenntnisse des medizinischen Gutachtens über die Privatkläge-

rin kommentierte der Beschuldigte wiederum damit, dass diese vorgängig eine 

Atemkrise gehabt habe und nicht habe atmen können. Sodann habe sie während 

der Auseinandersetzung immer geweint und ihre Augen gerieben. Deshalb habe 

sie diese Verletzung (Urk. 51 S. 8). Im Schlusswort attackierte er dann nochmals 

die Privatklägerin: Er wolle sich übergeben, "wegen all der Lügen". Alles, was die 

Privatklägerin gemacht habe, habe sie wegen des Geldes gemacht. Sie beziehe 

Geld vom Sozialamt, aber sie arbeite (Prot. I S. 18). 

3.4.7. Die Aussagen des Beschuldigten erscheinen vorab als eine Art wildes  

"Um-sich-schlagen". Wer sich zur Hauptsache bemüht, die belastende Person 

schlecht zu machen, anstatt sich wenigstens einigermassen substanziell mit  

deren Aussagen auseinanderzusetzen, hat typischerweise sachverhaltlich etwas 

zu verbergen. So erscheint denn auch die Version des Beschuldigten, wonach ihn 

die Privatklägerin mit einem Messer angegriffen und er in Notwehr gehandelt  

habe, als unglaubhafte Schutzbehauptung. Es fällt – insbesondere auch im  

Gegensatz zu den lebendigen, detailreichen Schilderungen der Privatklägerin – 

auf, wie pauschal, unklar, schon nahezu ausweichend und auch widersprüchlich 

die entsprechenden Aussagen des Beschuldigten ausgefallen sind: Letztlich  

beschrieb er nie, wie denn die Privatklägerin bei ihrer angeblichen Attacke vorge-

gangen sein soll, sondern er beliess es jeweils bei einem blossen "sie kam auf 

mich los" o.ä. Auf Nachfragen wich der Beschuldigte aus und verstrickte sich  

in Widersprüche. Dass die Privatklägerin den Beschuldigten mit einem Messer 

angegriffen habe, erscheint damit als nicht realitätsbasierte Konstruktion des  

Beschuldigten. Ebenso exemplarisch widersprüchlich und wirr sind dessen  

Aussagen zum eigentlichen Kerngeschehen: Explizit stritt der Beschuldigte immer 

ab, die Privatklägerin gewürgt zu haben – allerdings nur, um dies dann jeweils 

praktisch im nächsten Satz implizit zu anerkennen. Es ist daher offensichtlich, 

dass es der Beschuldigte – wohl auch angesichts der medizinischen Befunde 

über die Privatklägerin – offenbar als unabstreitbar angesehen hat, gegen den 

Hals der Privatklägerin vorgegangen zu sein. Er versuchte dann aber, sein Han-

-   20   - 

deln in verschiedenen – wieder widersprüchlichen – Varianten zu verharmlosen 

und herab zu tempieren, bis hin zur Darstellung, wonach der Druck auf den Hals 

der Privatklägerin letztlich Folge des Sturzes auf das Bett und somit unbeabsich-

tigt gewesen sei. Auch das ist unglaubhaft und muss als Schutzbehauptung  

angesehen werden. Im Gesamtkontext erscheint schliesslich auch nicht glaubhaft, 

wenn der Beschuldigte bestreitet, der Privatklägerin im "Schwitzkasten" die Zu-

sicherung abgenötigt zu haben, der Beziehung noch einen Monat Zeit zu geben. 

Immerhin räumt der Beschuldigte ja ein, dass er eine solche Frist thematisiert ha-

be, und es kann auch durchaus sein, dass er das – im Sinne seiner Aussagen – 

bereits in einem früheren Stadium der Auseinandersetzung einmal vorgebracht 

hat. Währenddem aber die Aussagen der Privatklägerin auch hier überzeugen 

(der Beschuldigte habe zu würgen aufgehört, nachdem sie ihre Einwilligung  

gegeben habe, die Trennung noch nicht zu vollziehen), erscheint die Darstellung 

des Beschuldigten abermals als Schutzbehauptung: Dass er die Privatklägerin 

losgelassen haben will, nachdem diese das Messer losgelassen habe, kann 

schon darum nicht sein, weil der angebliche Messerangriff durch die Privat-

klägerin eben gar nicht stattgefunden hat. 

3.5. Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin vom 10. November 2012 

3.5.1. Die Privatklägerin wurde am 1. und am 3. September 2012 im Universitäts-

spital untersucht. Die festgestellten Befunde (Urk. 8/3; Urk. 68 S. 15) erscheinen 

als eine plausible Folge der dem Beschuldigten vorgeworfenen Handlungen. Mit 

der Vorinstanz (Urk. 68 S. 16) ist auch festzuhalten, dass die Gutachter in ihre 

Überlegungen durchaus haben einfliessen lassen, dass die Privatklägerin im  

Verlaufe der verbalen Auseinandersetzung das ihr verschriebene Medikament 

Symbicort eingenommen hat. Auf die Befunde im Gutachten ist damit abzustellen. 

3.5.2. Hinsichtlich der möglichen Folgen halten die Gutachter zunächst fest,  

dass eine Gewalteinwirkung auf den Hals neben mechanischen Verletzungen  

der Atemöffnungen und/oder der Kompression der Luftwege auch zu einer  

Kompression der Blutgefässe des Halses führen könnte. Dadurch könne es  

zur lebensgefährlichen vollständigen oder vorübergehenden Minderdurchblutung 

des Gehirns kommen. Bei der Privatklägerin hätten dezente punktförmige  

-   21   - 

Einblutungen der Haut des linken Oberlides vorgelegen, was als Stauungszeichen  

zu interpretieren sei. Man könne deshalb von einer Durchblutungsstörung des 

Gehirns während des "Schwitzkastens" ausgehen. Zusammen mit den weiteren 

Befunden am Hals sei deshalb aus rechtsmedizinischer Sicht von einer konkreten 

Lebensgefahr auszugehen (Urk. 8/3 S. 5). Auch hier besteht kein Grund, von den 

Einschätzungen der Gutachter abzuweichen. 

3.5.3. Die Verteidigung macht – wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 56 S. 10 f.) –  

geltend, dass im medizinischen Gutachten die möglichen Nebenwirkungen, die 

durch die Einnahme des Medikaments Symbicort auftreten können, nicht erwähnt 

worden seien. Zu diesen Nebenwirkungen würden interessanter Weise dieselben 

Symptome gehören, welche auch die Privatklägerin im Rahmen der medizini-

schen Untersuchung erwähnt habe. Es könne folglich nicht ausgeschlossen wer-

den, dass die im Gutachten festgestellten Symptome in Wahrheit bloss Nebenwir-

kungen des zuvor eingenommenen Medikamentes sein könnten (Urk. 96 S. 9). 

Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Wie bereits dargelegt, war den 

Gutachtern im Zeitpunkt der Begutachtung bekannt, dass die Privatklägerin  

vor dem fraglichen Vorfall das Medikament Symbicort eingenommen hatte.  

Entsprechend wurde die Einnahme dieses Medikaments und folglich auch die 

entsprechenden Nebenwirkungen, welche bei der Einnahme dieses Medikaments 

auftreten können, bei der Erstellung des Gutachtens mitberücksichtigt. Trotz der 

Kenntnisse über diese Medikation und den möglichen Nebenwirkungen sahen 

sich die Gutachter aber nicht veranlasst, die bei der Privatklägerin festgestellten 

Symptome auf die Einnahme dieses Medikamentes zurückzuführen. Zu berück-

sichtigen ist sodann, dass sich der Anklagesachverhalt nicht hauptsächlich oder 

gar ausschliesslich auf das medizinische Gutachten stützt. Massgeblich bei der 

Erstellung des Sachverhalts sind vielmehr die Aussagen der Privatklägerin. Diese 

sind – wie erwähnt – plausibel, in sich schlüssig und glaubhaft, weshalb darauf  

abzustellen ist. Ihre Schilderungen werden schliesslich durch die Erkenntnisse  

im medizinischen Gutachten gestützt, mithin werden ihre Angaben durch die  

gutachterlichen Befunde plausiblisiert bzw. objektiviert. Der Anklagesachverhalt 

ist damit im Sinne der Schilderungen der Privatklägerin erstellt. Diesen Schluss 

vermögen weder die – wie erwähnt – weitgehend unglaubhaften Aussagen des 

-   22   - 

Beschuldigten noch die Möglichkeit, dass die Nebenwirkungen des Medikaments 

Symbicort allenfalls den bei der Privatklägerin festgestellten Symptomen entspre-

chen, in Zweifel zu ziehen. 

3.6. Gesamthaft und unter ergänzendem Verweis auf die vorinstanzlichen  

Erwägungen (Urk. 68 S. 10-17) erscheint damit der Sachverhalt im Sinne der An-

klageschrift als erstellt, mit der leichten, schon von der Vorinstanz angebrachten 

Korrektur, dass die punktförmige Einblutungen nur das linke Augenlid betreffen 

(Urk. 68 S. 16/17). 

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Die Vorinstanz hat in objektiver Hinsicht aus der rechtsmedizinisch fest-

gestellten konkreten Lebensgefahr ohne Weiteres auf eine unmittelbare Lebens-

gefahr im Sinne von Art. 129 StGB geschlossen (Urk. 68 S. 17). Das ist etwas 

kurz geraten: Zwar ist richtig, dass der Begriff der unmittelbaren Lebensgefahr  

einerseits das Vorliegen einer konkreten Gefahr erfordert, in dem Sinne, als in  

der gegebenen Situation nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine gewisse 

Wahrscheinlichkeit bestehen muss, dass das geschützte Rechtsgut verletzt wer-

den könnte. Das ist vorliegend sicher gegeben, zumal nach der Rechtsprechung 

die Gefahr zwar akut sein muss, die Wahrscheinlichkeit nicht aber etwa 50 % 

übersteigen müsste. Damit von einer unmittelbaren Lebensgefahr gesprochen 

werden kann, ist dann aber zusätzlich erforderlich, dass die Gefahr direkt mit dem 

Verhalten des Täters zusammenhängt und nicht auch noch von den Handlungen 

Dritter oder sonstigen äusseren Umstände mitentscheidend beeinflusst werden 

könnte (BGE 106 IV 12 E. 2a m.w.H.). Auch das ist vorliegend gegeben: Ob die 

konkrete Lebensgefahr den Tod der Privatklägerin nach sich zog oder nicht, war 

nicht von äusseren Einflüssen abhängig, sondern ganz entscheidend und zentral 

vom Verhalten des Beschuldigten: Die Privatklägerin lag wehrlos bäuchlings auf 

dem Bett und der körperlich überlegene Beschuldigte (170 cm/66 Kg - 164 cm/ 

48 kg: Urk. 4/1 S. 14) hielt sie auf ihr liegend und den einen Arm um ihren Hals 

geschlungen im "Schwitzkasten" fest. Dass dies für die Privatklägerin nicht tödlich 

geendet hat, lag nur darin begründet, dass der Beschuldigte von ihr abliess, 

-   23   - 

nachdem sie ihm zugesichert hatte, der Beziehung nochmals eine Chance  

einzuräumen. 

Die Einwendungen der Verteidigung greifen daher nicht: Ob es stimmt, "dass eine 

Würgedauer von weniger als 30 Sekunden infolge genügender Sauerstoff-

reserven nicht als unmittelbar lebensgefährlich erachtet werden" kann (Urk. 56  

S. 16/17; Urk. 96 S. 13), ist insoweit nicht relevant, als die konkrete Lebensgefahr 

für die Privatklägerin vorab in der durch das Würgen verursachten Minder-

durchblutung des Hirns bestand. Ebenso ist nicht entscheidend, dass nicht erstellt 

sei, ob der Privatklägerin beim Würgen die Augen hervorgequollen wären,  

sowie dass im IRM-Gutachten ein Befund über Stauungsblutungen in den  

Augenschleimhäuten fehlt und es bei der Privatklägerin zu keinem Urinabgang 

gekommen ist (Urk. 56 S. 18/19): Die Gutachter schlossen aus den gegebenen 

Befunden eben gleichwohl auf eine konkrete Lebensgefahr. 

4.2. In subjektiver Hinsicht ist sodann zunächst erforderlich, dass die Gefährdung 

wissentlich herbeigeführt worden ist. Das ist dann gegeben, wenn der Täter  

die Lebensgefahr sicher kennt und trotzdem handelt (BGE 106 IV 12 E. 2b). Der 

Tatbestand erfordert mithin einen direkten Vorsatz in Bezug auf die Herbeiführung 

der unmittelbaren Lebensgefahr. Ein Solcher ist nach der Rechtsprechung gege-

ben, wenn der Täter den deliktischen Erfolg, mag ihm dieser auch gleichgültig  

oder sogar unerwünscht sein, als notwendige Folge oder als Mittel zur Erreichung 

des verfolgten Zwecks in seinen Entschluss miteinbezogen hat. Er braucht nicht 

das vom Täter erstrebte Ziel zu sein; es genügt, dass er mitgewollt ist (BGE 119 

IV 193 E. 2b cc). Demgegenüber läge Eventualvorsatz vor, wenn der Täter den 

Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber  

dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt 

(BGE 125 IV 242 E. 3c mit Hinweisen). Grundsätzlich kann bei fehlendem  

Geständnis in Fällen, in welchen die objektiven Umstände angesichts der  

allgemeinen Lebenserfahrung das Vorliegen eines direkten Vorsatzes nahelegen, 

auch eine indirekte Beweisführung für eine Verurteilung genügen (Urteil des  

Bundesgerichts 6S.127/2007 vom 6. Juli 2007 E. 2.6 m.w.H.). 

-   24   - 

Der Gefährdungsvorsatz im genannten Sinne unterscheidet sich vom Eventual-

vorsatz auf Tötung dadurch, dass der Täter bei der Lebensgefährdung darauf  

vertraut, der Tod des Opfers werde nicht eintreten. Dies setzt voraus, dass er  

davon ausgeht, die Gefahr könne durch sein eigenes Verhalten oder dasjenige 

der gefährdeten Person abgewendet werden. Bleibt dem Zufall überlassen, ob die 

Gefahr sich verwirklicht oder nicht, liegt (versuchte) eventualvorsätzliche Tötung 

vor (Entscheid des Bundesgerichts 6B_617/2013 vom 4. April 2014, E. 2.4, mit 

Hinweisen).  

Mit den Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 68 S. 17/18) kann das Handeln des  

Beschuldigten nicht anders denn als direkt vorsätzlich in Bezug auf die Herbei-

führung einer Lebensgefahr bezeichnet werden. Dem Beschuldigten ist abzu-

nehmen, dass er die Privatklägerin nicht umbringen wollte. Wäre dies der Fall, 

müsste dies zu einer Verurteilung wegen (eventual-)vorsätzlicher Tötung führen. 

Der Beschuldigte hat aber im Bewusstsein, dass Würgen tödliche Folgen haben 

kann, die Privatklägerin gleichwohl während ca. 30 Sekunden in einer Art und 

Weise strangulierte, dass die von der Privatklägerin glaubhaft geschilderten  

und vom Institut für Rechtsmedizin festgestellten Folgen eingetreten sind. Der  

Beschuldigte hat die Privatklägerin damit bewusst in Lebensgefahr gebracht. 

4.3. Zweites subjektives Tatbestandsmerkmal ist die Skrupellosigkeit. Skrupellos 

ist eine Handlung dann, wenn sie allgemein vom Standpunkt der Ethik aus  

missbilligt werden muss, mit dem öffentlichen Gewissen nicht zu vereinbaren ist 

und den anerkannten Grundsätzen von Sitte und Moral zuwiderläuft (BGE 114 IV 

103 E. 2a mit Hinweisen). Je grösser die Gefahr ist, die der Täter verursacht, je 

weniger seine Beweggründe Beachtung verdienen, umso eher wird man auf 

Skrupellosigkeit schliessen (BGE 107 IV 163 E. 3).  

Offensichtlich ist auch das vorliegend gegeben: Die vom Beschuldigten  

verursachte Gefahr war gross. Indem er die Privatklägerin alleine darum würgte, 

weil er deren Entscheid nicht akzeptierte, die Beziehung zu beenden, ging er in 

höchstem Masse egoistisch vor und stellte seine eigene Befindlichkeit in einer 

Weise vor – letztlich – das Leben der Privatklägerin, die mit den Grundsätzen von 

Sitte und Moral klarerweise nicht zu vereinbaren ist. 

-   25   - 

4.4. Soweit der Beschuldigte geltend macht, er habe in Notwehr und damit 

rechtmässig gehandelt (Urk. 96 S. 14 f.), widerspricht das dem beweismässig  

erstellten Sachverhalt. Es trifft nicht zu, dass die Privatklägerin den Beschuldigten 

mit einem Messer angegriffen hätte. Vielmehr ging der Angriff vom Beschuldigten 

aus. Eine Notwehrsituation fällt damit seinerseits ausser Betracht. 

4.5. Der Beschuldigte hat sich deshalb anklagegemäss der Gefährdung des  

Lebens im Sinne von Art. 129 StGB schuldig gemacht. 

4.6. Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist sodann 

auch der Schuldspruch wegen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB zu bestäti-

gen. Indem der Beschuldigte die Privatklägerin unter Anwendung von körperlicher 

Gewalt dazu brachte, entgegen ihrem Willen zu bestätigen, sie werde den  

Beschuldigten nicht verlassen und der Beziehung noch eine Chance geben, hat 

er den Tatbestand von Art. 181 StGB objektiv und subjektiv erfüllt (Urk. 68 S. 19; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

5. Strafzumessung 

5.1. Die Vorinstanz hat die wesentlichsten Grundsätze, nach welchen eine Strafe 

zuzumessen ist, richtig zusammengefasst (Urk. 68 S. 20). Darauf und auf die  

aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 IV 55 

E. 5.4 ff.; BGE 135 IV 130 E. 5.3.1; BGE 132 IV 102 E. 8.1, je mit Hinweisen; 

Bundesgerichtsentscheide 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013, E. 2.1, und 

6B_274/2013 vom 5. September 2013, E. 1.2.2) kann vorab verwiesen werden. 

5.2. Auszugehen ist von der Strafe für das schwerste Delikt (Art. 49 Abs. 1 

StGB). Vorliegend sieht Art. 129 StGB einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren 

Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor. 

5.2.1. In objektiver Hinsicht ist sicher einmal zu berücksichtigen, dass der  

Beschuldigte hemmungslos seine körperliche Überlegenheit ausgenützt und die 

Privatklägerin so im Wortsinn "unterworfen" hat. Die von ihm sodann verursachte 

Lebensgefahr liegt aber im Vergleich zu allen andern denkbaren tatbestands-

mässigen Handlungen im Sinne von Art. 129 StGB eher am untern Rand der  

-   26   - 

Skala: Sowohl die zeitliche Dauer des Würgevorgangs als auch dessen Intensität 

waren – relativ gesehen – nicht sehr gross. 

5.2.2. Subjektiv ist zu gewichten, dass die Tat – mit der Vorinstanz (Urk. 68  

S. 21) – als "gewisse Kurzschlussreaktion" erscheint und jedenfalls nicht von  

langer Hand geplant gewesen ist. Zweifelsohne war der Beschuldigte auch  

aufgewühlt aufgrund der Ankündigung der Privatklägerin, die Beziehung beenden 

zu wollen. Gleichermassen hat die Privatklägerin in dem Sinne ihren Teil zur  

Auseinandersetzung beigetragen, als sie anerkennt, ebenfalls "laut geworden" zu 

sein. Jedenfalls erhöht die subjektive Seite das objektive Tatverschulden nicht. 

5.2.3. Wenn die Staatsanwaltschaft objektiv ein "schweres Tatverschulden" sieht, 

welches nach einer Freiheitsstrafe im oberen Bereich des ordentlichen gesetzli-

chen Strafrahmens von fünf Jahren rufe, und das subjektive Tatverschulden  

nur "leicht geringer" werten will (Urk. 52 S. 7/8), so übermarcht sie nach dem  

Gesagten erheblich. Demgegenüber erscheint die von der Vorinstanz festgesetzte 

Einsatzstrafe von 14 Monaten (Urk. 68 S. 21) – zwischen einem Fünftel und  

einem Viertel der höchstmöglichen Strafe – als angemessen und ist zu über-

nehmen. 

5.3. Wegen der zusätzlich begangenen Nötigung ist diese Einsatzstrafe in An-

wendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) angemessen zu erhöhen. 

Art. 181 StGB sieht für sich alleine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geld-

strafe vor. Hier ist objektiv einmal dahingehend von einer durchaus erheblichen 

Tatschwere auszugehen, als das Nötigungsmittel von erheblicher krimineller 

Energie zeugt: Durch körperliche Gewalt und Zufügung von Todesangst machte 

der Beschuldigte die Privatklägerin in brachialer Art und Weise widerstandsunfä-

hig. Allerdings ist zu beachten, dass das mit der Erfüllung des Tatbestands  

der Gefährdung des Lebens bereits Abgegoltene hier nicht nochmals gewichtet 

werden darf. Ungeachtet der mit roher Gewalt erfolgten Nötigungshandlung kann 

darum hier keine allzu grosse Straferhöhung vorgenommen werden. Der Nöti-

gungszweck war sodann von eher geringem Unrechtsgehalt: Die Privatklägerin 

hat zwar die Erklärung, den Beschuldigten nun doch (noch) nicht zu verlassen, 

ohne ihren Willen bzw. nur deshalb abgegeben, um vom Beschuldigten losge-

-   27   - 

lassen zu werden. Darin erschöpfte sich der Nötigungserfolg aber auch bereits, 

und es erwuchsen der Privatklägerin daraus keine weiteren Nachteile. Namentlich 

ist die Erklärung selbstredend weder verpflichtend noch durchsetzbar. Aus der 

Nötigung resultiert damit nur eine leichte Straferhöhung.  

5.4. Aus der Biographie des Beschuldigten ergeben sich zunächst keine  

strafzumessungsrelevanten Umstände (vgl. dazu schon die Vorinstanz in Urk. 68 

S. 22). Er weist aber zwei Vorstrafen auf: Am 7. Dezember 2009 wurde er  

vom Ministero pubblico des Kantons Tessin in Lugano wegen Fahrens ohne  

Führerausweis oder trotz Entzugs und Fälschung von Ausweisen zu einer beding-

ten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit 

von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 200.– verurteilt. Mit Strafbefehl  

der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 5. August 2010 wurde der Be-

schuldigte sodann wegen rechtswidriger Einreise mit einer bedingten Geldstrafe 

von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.– unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jah-

ren sowie einer Busse von Fr. 300.– bestraft. Gleichzeitig wurde eine Verwarnung 

betreffend die Strafe vom 7. Dezember 2009 ausgesprochen. Diese beiden nicht 

einschlägigen Vorstrafen sind ganz leicht straferhöhend zu gewichten. Ebenso 

ganz geringfügig straferhöhend fällt – im Sinne der Vorinstanz (Urk. 68 S. 23) – 

ins Gewicht, dass der Beschuldigte am 5. November 2012 gegen das in  

einem Gewaltschutzverfahren ihm gegenüber ausgesprochene Kontaktverbot 

verstossen hat, indem er jenentags der Privatklägerin eine SMS gesandt hatte 

(Urk. 12/5). Ein Geständnis, das eine substanzielle Strafreduktion rechtfertigte,  

ist nicht ersichtlich. Es ist daher wohlwollend, wenn die Vorinstanz von einem 

"teilweisen" Geständnis spricht (Urk. 68 S. 23). Wenn sie dafür aber – nur – eine 

sehr leichte Strafminderung vornimmt (ebd.), kann dies stehen gelassen werden. 

Entgegen der Verteidigung besteht sodann kein Anlass, die vom Beschuldigten 

erlittene Untersuchungshaft als strafmindernd zu berücksichtigen (Urk. 96 S. 20).  

5.5. Gesamthaft erscheinen jedenfalls die von der Vorinstanz ausgesprochenen 

16 Monate Freiheitsstrafe als dem Verschulden des Beschuldigten und dessen 

persönlichen Verhältnissen angemessen und sind zu übernehmen. Daran  

-   28   - 

anzurechnen sind die 33 Tage Haft, die der Beschuldigte zu gewärtigen hatte  

(Art. 51 StGB). 

6. Strafvollzug 

Unter Verweis auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen ist der Vollzug 

der Freiheitsstrafe aufzuschieben und eine Probezeit von zwei Jahren anzusetzen 

(Urk. 68 S. 24; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

7. Zivilansprüche 

7.1. Die Vorinstanz hat zunächst festgestellt, dass der Beschuldigte der Privat-

klägerin gegenüber aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatz nach 

zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet ist. Zur Bestimmung des Umfangs 

der Ersatzpflicht wurde die Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses verwie-

sen (Urk. 68 S. 27, Dispositivziffer 5 1. Abschnitt). Nachdem nun der Beschuldigte 

im Sinne des bereits so von der Vorinstanz gefällten Urteils schuldig gesprochen 

wird, ist folgerichtig und unter Verweis auf die zutreffenden vorinstanzlichen  

Erwägungen auch der Entscheid zum Schadenersatz zu bestätigen (Urk. 68  

S. 24/25). 

7.2. Weiter hat die Vorinstanz den Beschuldigten verpflichtet, der Privatklägerin 

eine Genugtuung von Fr. 2'500.– zuzüglich 5 % Zins seit 31. August 2012 zu  

bezahlen (Urk. 68 S. 27/28, Dispositivziffer 5 2. Abschnitt). Hiergegen hat die  

Privatklägerin Anschlussberufung erhoben, mit dem Antrag, es sei der Betrag der 

Genugtuung auf Fr. 10'000.– zu erhöhen (Urk. 79). 

7.2.1. Hinsichtlich der Voraussetzungen für eine Genugtuung kann auf die Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 68 S. 25). Sie hat dazu erwogen, 

die Privatklägerin sei durch das Verhalten des Beschuldigten einer starken  

seelischen Belastung ausgesetzt gewesen, indem sie kurzzeitig unter Todesangst 

gelitten habe. Das verwerfliche Vorgehen des Beschuldigten stelle eine  

Verletzung der Persönlichkeitsrechte sowie der physischen und psychischen  

Integrität der Privatklägerin dar. Nicht in die Bemessung der Genugtuung  

einfliessen dürfe aber mangels Kausalität zur Tat die Kontaktaufnahme des  

-   29   - 

Beschuldigten im Nachgang des Vorfalls und die damit verbundenen psychischen 

Probleme der Privatklägerin. In Anbetracht der gesamten Umstände erscheine  

eine Genugtuung von Fr. 2'500.– als angemessen (Urk. 68 S. 26). 

7.2.2. Die Privatklägerin lässt einräumen, dass der Übergriff "nicht besonders 

starke Beeinträchtigungen physischer Natur" nach sich gezogen habe. Hingegen 

habe das Verhalten des Beschuldigten massive Auswirkungen auf das Leben der 

Privatklägerin in psychischer Hinsicht gehabt. So befinde sie sich seit dem Vorfall 

bei D._____ in intensiver psychologischer Behandlung und gehe regelmässig alle 

ein bis zwei Wochen zur Therapie. Die Privatklägerin werde auch noch weiter 

über Jahre hinweg auf psychiatrische Begleitung angewiesen sein. Die posttrau-

matische Belastungsstörung habe sodann zur Folge, dass die Privatklägerin bis 

heute krank geschrieben und nicht arbeitsfähig sei. Sie lebe von Fürsorgegeldern 

(Urk. 53 S. 6 ff.; Urk. 98 S. 4 ff.). Die Vertreterin der Privatklägerin reichte dazu im 

Hauptverfahren einen Therapiebericht von D._____, ein Arbeitsunfähigkeitszeug-

nis von Dr. med. E._____ sowie eine Unterstützungsbestätigung des Sozialzent-

rums … ein (Urk. 55/1-3). Anlässlich der Berufungsverhandlung reichte sie so-

dann einen aktuellen Therapiebericht von D._____ ins Recht (Urk. 99). 

7.2.3. Es fällt auf, dass die Privatklägerin ihre psychischen Beeinträchtigungen 

zwar schon hauptsächlich als Folge der Tat des Beschuldigten vom 31. August 

2012 darstellen lässt (vgl. Urk. 98 S. 3 ff.). Argumentiert wird dann aber zusätzlich 

mit sehr Vielem, was vor und nach diesem Tag gewesen sein soll: So sei die Be-

ziehung von Anfang an konfliktbeladen gewesen, und insbesondere der Umstand, 

dass der gemeinsame Sohn F._____ schon seit mehreren Jahren bei den Eltern 

des Beschuldigten in Griechenland lebe, habe die Beziehung massiv belastet. 

Zwar sei die Privatklägerin anfänglich schon mit der Betreuung von F._____ durch 

dessen Grossmutter einverstanden gewesen. Später habe sie jedoch wiederholt 

den Wunsch geäussert, ihn zu sich zu nehmen. Der Beschuldigte habe sich dem 

aber klar widersetzt. Er habe F._____ auch regelmässig als Druckmittel einge-

setzt und so die Privatklägerin dazu gebracht, wieder zu ihm, dem Beschuldigten, 

zurückzukehren, Strafanträge zurückzuziehen bzw. keine Strafanzeigen zu erstat-

ten. Nach mehreren vorübergehenden Trennungen habe die Privatklägerin dann 

-   30   - 

im Sommer 2011 den Entschluss gefasst, sich effektiv vom Beschuldigten zu 

trennen. Diesen Entscheid habe der Beschuldigte aber nicht akzeptiert, ihr nach-

gestellt, sie mit SMS und Anrufen bombardiert. Im Januar 2012 habe gar ein 

Strafverfahren u.a. wegen Drohung/häuslicher Gewalt gegen ihn eingeleitet und 

ein Kontaktverbot erlassen werden müssen. Das Strafverfahren sei dann schliess-

lich eingestellt worden, nachdem die Privatklägerin der Beziehung zum Beschul-

digten wegen F._____ nochmals eine Chance habe geben wollen (Urk. 53 S. 3 

ff.). 

Nach dem Vorfall vom 31. August 2012 habe die Privatklägerin an Panikattacken 

gelitten und sich vom Beschuldigten verfolgt gefühlt. Das hänge wohl auch damit 

zusammen, dass sich der Beschuldigte nach der Haftentlassung nicht an das 

Kontaktverbot gehalten habe. Nach wie vor sei auch die Situation mit F._____ 

ungelöst. Die Privatklägerin habe ihren Sohn seit über zwei Jahren nicht mehr ge-

sehen, weil sie ihn faktisch nur mit "Bewilligung" des Beschuldigten sehen könne. 

Seit dem laufenden Strafverfahren komme hinzu, dass die Mutter des Beschuldig-

ten sogar verhindere, dass die Privatklägerin mit ihrem Sohn telefonieren könne. 

Die Mutter des Beschuldigten verlange nun gar die Abgabe einer Desinteresse-

Erklärung im Strafverfahren gegen den Beschuldigten und Geld (Urk. 53 S. 7 ff.). 

Auch die Therapieberichte von D._____ (Urk. 55/1; Urk. 99) setzen bei den Ursa-

chen zeitlich vor dem vorliegend zu beurteilenden Vorfall an und nehmen nach 

demselben die verbotene Kontaktnahme durch den Beschuldigten sowie die Situ-

ation mit F._____ auf. So ist zwar nicht anzuzweifeln, dass die Therapeutin bei 

der Privatklägerin eine schwere posttraumatische Symptomatik festgestellt hat. Es 

ist jedoch ganz sicher so, dass diese Situation nicht alleine aufgrund des Vorfalls 

vom 31. August 2012 eingetreten ist, sondern derjenige war – bildlich gesprochen 

– dafür verantwortlich, dass das Fass zum überlaufen gebracht worden ist. Die 

psychischen Beeinträchtigungen der Privatklägerin wurden sodann perpetuiert 

bzw. gar aggraviert durch das Verhalten des Beschuldigten nach der Tat und die 

sich zuspitzende Konstellation mit dem Sohn der Parteien bei der Mutter des Be-

schuldigten in Griechenland. 

-   31   - 

7.2.4. Eine Genugtuung kann nur für Persönlichkeitsverletzungen zugesprochen 

werden, die kausal zur vorgeworfenen Tat sind. Vor diesem Hintergrund, ange-

sichts des Umstands, dass dem Gericht bei der Festsetzung von Genugtuungen 

ein grosses Ermessen zukommt, und unter Berücksichtigung der in ähnlich  

gelagerten Fällen ausgesprochenen Genugtuungen (vgl. Entscheid des  

Obergerichts des Kantons Zürich SB110628 vom 29. März 2012; Hütte/Landolt, 

Genugtuungsrecht, Zürich 2013, Fälle Nr. 82, Nr. 298, Nr. 326 und Nr. 738)  

erscheinen – entgegen der Verteidigung (Urk. 103 S. 1 ff.) – die von der  

Vorinstanz festgelegten Fr. 2'500.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 31. August 2012 

als angemessen. Die von der Privatklägerin geforderte Summe – vor Vorinstanz 

gar noch Fr. 14'000.– (Urk. 53 S. 1) – muss demgegenüber, auch im Vergleich mit 

anderen Fällen, in welchen solche Summen zugesprochen worden sind, als klar 

übersetzt bezeichnet werden. 

8. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

8.1. Ausgangsgemäss – es bleibt beim vorinstanzlichen Urteil – ist die Kosten-

verlegung der Vorinstanz zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositivziffer 7). 

8.2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend bleiben alle  

Parteien mit ihren Rechtsmittelanträgen erfolglos und werden darum zu einem 

gewissen Teil kostenpflichtig. Dabei muss der Anteil des Beschuldigten am  

grössten sein, wollte er doch vollumfänglich freigesprochen werden und bleibt die 

Verurteilung und Bestrafung gemäss Vorinstanz bestehen. Demgegenüber wirkt 

sich das Unterliegen der Staatsanwaltschaft (wollte 34 Monate erreichen, es bleibt 

bei 16 Monaten) und der Privatklägerin (wollte eine Genugtuung von Fr. 10'000.– 

zugesprochen erhalten, es bleibt bei Fr. 2'500.–) weniger gewichtig aus. Es  

rechtfertigt sich deshalb, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme  

derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der  

Privatklägerin, zu zwei Dritteln dem Beschuldigten aufzuerlegen und zu je einem 

Sechstel auf die Gerichtskasse zu nehmen und der Privatklägerin zu überbinden. 

Der Anteil der Privatklägerin ist aber zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Urk. 14/2) einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

-   32   - 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung (vgl. Urk. 97) und der unentgeltlichen  

Vertretung der Privatklägerin (vgl. Urk. 102) sind zu einem Sechstel definitiv (für 

das Unterliegen der Staatsanwaltschaft) und zu fünf Sechsteln einstweilen auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Diesbezüglich bleibt im Sinne von Art. 135 Abs. 4 so-

wie Art. 138 Abs. 1 StPO im Umfang von zwei Dritteln die Nachforderung gegen-

über dem Beschuldigten und im Umfang von einem Sechstel die Nachforderung 

gegenüber der Privatklägerin vorbehalten. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Vom Rückzug der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft wird Vormerk 

genommen. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, 

vom 9. Januar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

" 1. … 

  2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der Nötigung, soweit sich 
dieser auf die Suiziddrohung bezieht. 

  3. … 

  4. … 

  5. … 

  6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde 
Fr. 2'822.90   Auslagen Untersuchung 

Fr. 15'648.65   amtliche Verteidigung 

Fr. 8'258.25   unentgeltlichen Privatklägervertretung  

  7. …" 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

-   33   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB, 

- der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB (Zwang zur Äusserung auf 

dem Bett, den Beschuldigten nicht zu verlassen). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

33 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe  wird aufgeschoben und die Probezeit auf  

2 Jahre festgesetzt. 

4. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin 

B._____ aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatze nach voll-

umfänglich schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Scha-

denersatzanspruches wird die Privatklägerin auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ aus dem ge-

nannten Ereignis eine Genugtuung von Fr. 2'500.– plus 5% Zins seit 

31. August 2012 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungs-

begehren abgewiesen. 

6. Die erstinstanzliche Kostenverlegung (Ziff. 7) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'535.85   amtliche Verteidigung 

Fr. 3'200.–   unentgeltliche Verbeiständung  

   

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

-   34   - 

klägerin, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten und zu einem Sechstel 

der Privatklägerin auferlegt sowie zu einem Sechstel auf die Gerichtskasse 

genommen. Der Anteil der Privatklägerin wird zufolge Gewährung der  

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerin werden zu einem Sechstel definitiv und zu fünf Sechsteln 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Diesbezüglich bleibt im  

Umfang von zwei Dritteln die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten und  

im Umfang von einem Sechstel die Rückzahlungspflicht der Privatklägerin 

vorbehalten.  

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die unentgeltliche Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____ im Doppel für 
sich und zuhanden der Privatklägerin B._____ (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung 
− den Beschuldigten durch Publikation im Amtsblatt   

(im Dispositivauszug) 
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die unentgeltliche Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____ im Doppel für 
sich und zuhanden der Privatklägerin B._____ 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 

-   35   - 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 9. Oktober 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 
 
 

	Urteil vom 9. Oktober 2014
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 68)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB,
	 der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB (Zwang zur Äusserung auf dem Bett, den Beschuldigten nicht zu verlassen).

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der Nötigung, soweit sich dieser auf die Suiziddrohung bezieht.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 33 Tage durch Haft erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte der Privatklägerin B._____ aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatze nach zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet ist. Zur Bestimmung des Umfangs der Ersatzpflicht wird die Privatklägerin au...
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden einstweilen auf die  Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung beim Beschuldigten erfolgt, sobald es seine wirtschaftlichen...
	8. (Mitteilungen)
	9. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	1.
	1.1 Dispensationsgesuch
	1.2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Gefährdung des Lebens im  Sinne von Art. 129 StGB sowie vom Vorwurf der Nötigung bzgl.  des Zwangs zur Äusserung auf dem Bett, den Beschuldigten nicht zu verlassen, im Sinne von Art. 181 StGB von Schuld und St...
	1.3 Eventualiter sei der Beschuldigte im Sinne des vorinstanzlichen Urteils schuldig zu sprechen und sei mit einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen à Fr. 30.– zu bestrafen. Zudem sei er mit einer Busse von Fr. 500.– im Sinne von Art. 42 Abs. 4 i.V.m. A...
	1.3.1 Diesfalls sei die ausgestandene Untersuchungshaft vom 31. August 2012 bis am 3. Oktober 2012, somit insgesamt 33 Tage, nach Art. 51 StGB an die Geldstrafe anzurechnen. Somit seien die 200 Tagessätze Geldstrafe um 33 Tagessätze zu reduzieren, d.h...
	1.3.2 Diesfalls sei der Vollzug der Geldstrafe gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB aufzuschieben und ihm sei eine Probezeit von 2 Jahren i.S. von Art. 44 Abs. 1 StGB anzusetzen.
	2.
	2.1 Aufgrund des Freispruchs des Beschuldigten sei von der Zusprechung einer Zivilforderung (Entschädigung und Genugtuung) an die Privatklägerin vollständig abzusehen.
	2.2 Eventualiter sei die Entschädigungs- und Genugtuungsforderung auf den Zivilweg zu verweisen. Von der Feststellung einer grundsätzlichen Schadenersatzpflicht des Beschuldigten sei abzusehen.
	2.3 Subeventualiter sei die Entschädigungsforderung auf den Zivilweg  zu verweisen und von der Feststellung einer grundsätzlichen Schadenersatzpflicht sei abzusehen.
	3.
	3.1 Die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung von Fr 10'600.– zuzusprechen.
	3.2 Eventualiter seien die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens dem Beschuldigten gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO aufzuerlegen; die Kosten der amtlichen Verteidigung seien zumindest einstweilen auf die...
	1. Die Berufung des Beschuldigten sei vollumfänglich abzuweisen.
	2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin eine Genugtuung von Fr. 10'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 31. August 2012 zu bezahlen.
	3. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens seien dem Beschuldigten  aufzuerlegen.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 9. Januar 2014 wurde der  Beschuldigte der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB und der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig gesprochen. Von einem weiteren Nötigungsvorwurf (Suiziddroh...
	1.2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte seine amtliche Verteidigerin am 17. Januar 2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 64) und  – nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 67/1-3) – dem Obergericht am 14. April 201...
	1.3. Mit Eingaben vom 23. April 2014 bzw. 28. April 2014 erklärten die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerin je Anschlussberufung (Urk. 75 und 79).
	1.4. Unterm 24. April 2014 reichte der Beschuldigte das von ihm ausgefüllte  "Datenerfassungsblatt" ein (Urk. 77). Da indessen dazugehörige Belege fehlten, wurde er am 30. April 2014 zur entsprechenden Nachreichung aufgefordert  (Urk. 81). Am 7. Mai 2...
	1.5. Die Staatsanwaltschaft zog mit Eingabe vom 7. Oktober 2014 ihre  Anschlussberufung vollumfänglich zurück (Urk. 94). Davon ist vorab Vormerk zu nehmen.
	1.6. Zur heutigen Berufungsverhandlung sind die amtliche Verteidigerin sowie die unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin erschienen (Prot. II S. 5).  Nachdem der Beschuldigte – trotz ordnungsgemässer Vorladungen (vgl. Urk. 77, 87 - 89, siehe auc...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil nahezu vollumfänglich anfechten. Von seiner Berufung ausgenommen sind lediglich die Dispositivziffern 2 (Freispruch) und 6 (Kostenfestsetzung) (Urk. 71 S. 2). Die Privatklägerin  beschränkt ihre B...
	2.2. In diesem Sinne ist das vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen Dispositivziffern 2 und 6 in Rechtskraft erwachsen, was vorab vorzumerken ist (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO, Art. 404 StPO; vgl. Prot. II S....

	3. Sachverhalt
	3.1. Es ist unbestritten, dass es am 31. August 2012 im Verlaufe des späteren Abends in der gemeinsamen Wohnung des Beschuldigten und der Privatklägerin zu einer auch körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen ist. Während nach Darst...
	3.2. Die Vorinstanz hat die Regeln richtig zusammengefasst, nach denen Aussagen zu analysieren und Beweismittel zu würdigen sind (Urk. 68 S. 8 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Ebenso hat sie die wesentlichen Aussagen der Beteiligten korrekt wieder...
	3.3. Aussagen der Privatklägerin
	3.3.1. Wie erwähnt, stützt sich der Anklagevorwurf im Wesentlichen auf die Aussagen der Privatklägerin. Diese wurde am 1. September 2012 um 2:29 Uhr, also nur ganz kurz nach dem strittigen Vorfall, polizeilich einvernommen (Urk. 5/1). Auf entsprechend...
	3.3.2. In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 26. September 2012,  einen knappen Monat später, bestätigte die Privatklägerin zunächst – auch  nach dem Hinweis, dass der Beschuldigte teilweise anders aussage –, in der  polizeilichen Einvernahm...
	3.3.3. Die Aussagen der Privatklägerin erwecken den Eindruck, als gebe sie frei und spontan die Ereignisse so wieder, wie sie diese erlebt hat. Insbesondere  wie sie die Sache bei der Polizei von sich aus schilderte, wirkt ausgeprägt wie  eine erzähle...
	3.4. Aussagen des Beschuldigten
	3.4.1. Ganz im Gegensatz zu jenen der Privatklägerin weisen die Aussagen  des Beschuldigten schon nahezu exemplarisch eine Grosszahl von typischen Warn- bzw. Lügensignalen auf. So springt schon einmal ins Auge, dass er in  seiner ersten Einvernahme am...
	3.4.2. In der staatsanwaltschaftlichen Hafteinvernahme vom 2. September 2012 gestand der Beschuldigte dann zu, die Privatklägerin von vorne in den  "Schwitzkasten" genommen zu haben beim Versuch, sie zu entwaffnen (Urk. 4/2 S. 2, 3). Während des "Schw...
	3.4.3. In der Einvernahme vom 26. September 2012 drehte sich die Befragung dann zunächst wieder um das dem Beschuldigten als Würgen vorgeworfene  Verhalten. Er stellte weiterhin in Abrede, die Privatklägerin gewürgt zu haben. Er habe sie "mit der Hand...
	3.4.4. In der Einvernahme vom 3. Oktober 2012 blieb der Beschuldigte bei seiner Haltung; er habe sich lediglich verteidigt. Hier räumte er dann aber ein, dass sie gegen das Ende der Auseinandersetzung zusammen auf das Bett gefallen seien. Die Privatkl...
	3.4.5. In der Schlusseinvernahme vom 13. Mai 2013 erklärte der Beschuldigte dann wieder, er habe sie Privatklägerin nicht von hinten zu würgen versucht, sondern versucht, sie von vorne zu halten (Urk. 4/5 S. 2). Er habe ihr von vorne den Arm um den Ha...
	3.4.6. In der vorinstanzlichen Hauptverhandlung versuchte das Gericht dann abermals, etwas Licht in die nicht gerade kohärenten Schilderungen des Beschuldigten zu bringen. Hier sagte er aus, die Beschuldigte habe ständig geschrien und sei hysterisch g...
	3.4.7. Die Aussagen des Beschuldigten erscheinen vorab als eine Art wildes  "Um-sich-schlagen". Wer sich zur Hauptsache bemüht, die belastende Person schlecht zu machen, anstatt sich wenigstens einigermassen substanziell mit  deren Aussagen auseinande...
	3.5. Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin vom 10. November 2012
	3.5.1. Die Privatklägerin wurde am 1. und am 3. September 2012 im Universitätsspital untersucht. Die festgestellten Befunde (Urk. 8/3; Urk. 68 S. 15) erscheinen als eine plausible Folge der dem Beschuldigten vorgeworfenen Handlungen. Mit der Vorinstan...
	3.5.2. Hinsichtlich der möglichen Folgen halten die Gutachter zunächst fest,  dass eine Gewalteinwirkung auf den Hals neben mechanischen Verletzungen  der Atemöffnungen und/oder der Kompression der Luftwege auch zu einer  Kompression der Blutgefässe d...
	3.5.3. Die Verteidigung macht – wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 56 S. 10 f.) –  geltend, dass im medizinischen Gutachten die möglichen Nebenwirkungen, die durch die Einnahme des Medikaments Symbicort auftreten können, nicht erwähnt worden seien. Zu d...
	3.6. Gesamthaft und unter ergänzendem Verweis auf die vorinstanzlichen  Erwägungen (Urk. 68 S. 10-17) erscheint damit der Sachverhalt im Sinne der Anklageschrift als erstellt, mit der leichten, schon von der Vorinstanz angebrachten Korrektur, dass die...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Die Vorinstanz hat in objektiver Hinsicht aus der rechtsmedizinisch festgestellten konkreten Lebensgefahr ohne Weiteres auf eine unmittelbare Lebensgefahr im Sinne von Art. 129 StGB geschlossen (Urk. 68 S. 17). Das ist etwas kurz geraten: Zwar i...
	4.2. In subjektiver Hinsicht ist sodann zunächst erforderlich, dass die Gefährdung wissentlich herbeigeführt worden ist. Das ist dann gegeben, wenn der Täter  die Lebensgefahr sicher kennt und trotzdem handelt (BGE 106 IV 12 E. 2b). Der Tatbestand erf...
	4.3. Zweites subjektives Tatbestandsmerkmal ist die Skrupellosigkeit. Skrupellos ist eine Handlung dann, wenn sie allgemein vom Standpunkt der Ethik aus  missbilligt werden muss, mit dem öffentlichen Gewissen nicht zu vereinbaren ist und den anerkannt...
	4.4. Soweit der Beschuldigte geltend macht, er habe in Notwehr und damit rechtmässig gehandelt (Urk. 96 S. 14 f.), widerspricht das dem beweismässig  erstellten Sachverhalt. Es trifft nicht zu, dass die Privatklägerin den Beschuldigten mit einem Messe...
	4.5. Der Beschuldigte hat sich deshalb anklagegemäss der Gefährdung des  Lebens im Sinne von Art. 129 StGB schuldig gemacht.
	4.6. Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist sodann auch der Schuldspruch wegen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB zu bestätigen. Indem der Beschuldigte die Privatklägerin unter Anwendung von körperlicher Gewalt dazu brachte,...

	5. Strafzumessung
	5.1. Die Vorinstanz hat die wesentlichsten Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzumessen ist, richtig zusammengefasst (Urk. 68 S. 20). Darauf und auf die  aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; BGE 135 ...
	5.2. Auszugehen ist von der Strafe für das schwerste Delikt (Art. 49 Abs. 1 StGB). Vorliegend sieht Art. 129 StGB einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor.
	5.2.1. In objektiver Hinsicht ist sicher einmal zu berücksichtigen, dass der  Beschuldigte hemmungslos seine körperliche Überlegenheit ausgenützt und die Privatklägerin so im Wortsinn "unterworfen" hat. Die von ihm sodann verursachte Lebensgefahr lieg...
	5.2.2. Subjektiv ist zu gewichten, dass die Tat – mit der Vorinstanz (Urk. 68  S. 21) – als "gewisse Kurzschlussreaktion" erscheint und jedenfalls nicht von  langer Hand geplant gewesen ist. Zweifelsohne war der Beschuldigte auch  aufgewühlt aufgrund ...
	5.2.3. Wenn die Staatsanwaltschaft objektiv ein "schweres Tatverschulden" sieht, welches nach einer Freiheitsstrafe im oberen Bereich des ordentlichen gesetzlichen Strafrahmens von fünf Jahren rufe, und das subjektive Tatverschulden  nur "leicht gerin...
	5.3. Wegen der zusätzlich begangenen Nötigung ist diese Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) angemessen zu erhöhen. Art. 181 StGB sieht für sich alleine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Hier i...
	5.4. Aus der Biographie des Beschuldigten ergeben sich zunächst keine  strafzumessungsrelevanten Umstände (vgl. dazu schon die Vorinstanz in Urk. 68 S. 22). Er weist aber zwei Vorstrafen auf: Am 7. Dezember 2009 wurde er  vom Ministero pubblico des Ka...
	5.5. Gesamthaft erscheinen jedenfalls die von der Vorinstanz ausgesprochenen 16 Monate Freiheitsstrafe als dem Verschulden des Beschuldigten und dessen persönlichen Verhältnissen angemessen und sind zu übernehmen. Daran  anzurechnen sind die 33 Tage H...

	6. Strafvollzug
	7. Zivilansprüche
	7.1. Die Vorinstanz hat zunächst festgestellt, dass der Beschuldigte der Privatklägerin gegenüber aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatz nach zur Leistung von Schadenersatz verpflichtet ist. Zur Bestimmung des Umfangs der Ersatzpflicht wur...
	7.2. Weiter hat die Vorinstanz den Beschuldigten verpflichtet, der Privatklägerin eine Genugtuung von Fr. 2'500.– zuzüglich 5 % Zins seit 31. August 2012 zu  bezahlen (Urk. 68 S. 27/28, Dispositivziffer 5 2. Abschnitt). Hiergegen hat die  Privatkläger...
	7.2.1. Hinsichtlich der Voraussetzungen für eine Genugtuung kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 68 S. 25). Sie hat dazu erwogen, die Privatklägerin sei durch das Verhalten des Beschuldigten einer starken  seelischen Belastung...
	7.2.2. Die Privatklägerin lässt einräumen, dass der Übergriff "nicht besonders starke Beeinträchtigungen physischer Natur" nach sich gezogen habe. Hingegen habe das Verhalten des Beschuldigten massive Auswirkungen auf das Leben der Privatklägerin in p...
	7.2.3. Es fällt auf, dass die Privatklägerin ihre psychischen Beeinträchtigungen zwar schon hauptsächlich als Folge der Tat des Beschuldigten vom 31. August 2012 darstellen lässt (vgl. Urk. 98 S. 3 ff.). Argumentiert wird dann aber zusätzlich mit sehr...
	7.2.4. Eine Genugtuung kann nur für Persönlichkeitsverletzungen zugesprochen werden, die kausal zur vorgeworfenen Tat sind. Vor diesem Hintergrund, angesichts des Umstands, dass dem Gericht bei der Festsetzung von Genugtuungen ein grosses Ermessen zuk...

	8. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	8.1. Ausgangsgemäss – es bleibt beim vorinstanzlichen Urteil – ist die Kostenverlegung der Vorinstanz zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositivziffer 7).
	8.2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend bleiben alle  Parteien mit ihren Rechtsmittelanträgen erfolglos und werden darum zu einem gewissen Teil kostenp...

	Es wird beschlossen:
	1. Vom Rückzug der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft wird Vormerk genommen.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 9. Januar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 16 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  33 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe  wird aufgeschoben und die Probezeit auf  2 Jahre festgesetzt.
	4. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin B._____ aus dem Ereignis vom 31. August 2012 dem Grundsatze nach vollumfänglich schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Schadenersatzanspruches wird die Priva...
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ aus dem genannten Ereignis eine Genugtuung von Fr. 2'500.– plus 5% Zins seit 31. August 2012 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	6. Die erstinstanzliche Kostenverlegung (Ziff. 7) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten und zu einem Sechstel der Privatklägerin auferlegt sowie zu ein...
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die unentgeltliche Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____ (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung
	 den Beschuldigten durch Publikation im Amtsblatt   (im Dispositivauszug)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die unentgeltliche Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.