# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5137498-d01d-550f-9b4c-e98fc1385dd5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 06.05.2025 ZVE.2024.34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZVE-2024-34_2025-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

ZVE.2024.34  
(VZ.2021.20)  

 

 

Entscheid vom 6. Mai 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichterin Vasvary  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin Albert 

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Hannes Streif,  

[…]  

 

 
    

Beklagte   B._ S.A._____  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Benjamin Kamber,  

[…]  

 

 
 

Gegenstand  Forderung aus Arbeitsrecht; örtliche Zuständigkeit 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der Kläger erbrachte als «Senior Consultant ICOS Content» Arbeits-

leistungen für die Beklagte bzw. für deren Vorgängerin, die C._S.A._____ 

 

1.2. 

Mit Teilklage vom 10. Juni 2021 beantragte der Kläger: 

 

1. 
Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 25'191.20 zuzüglich Zins 
zu 5 % auf folgenden Teilbeträgen zu bezahlen: 
 

- auf CHF 13'108.20 seit 26.10.2020 (Nettolohn Okt. 2020) 
 

- auf CHF 10'241.00 seit 25.12.2018 (Überzeitentschädigung 2018) 
 

- auf CHF 1'277.50 seit 27.03.2017 (Kilometerentschädigung 1. Quartal 2017) 
 

- auf CHF 212.50 seit 27.03.2017 (Parkgebühren 1. Quartal 2017) 
 

- auf CHF 352.00 seit 27.01.2020 (Lohnabzug Geschäftsfahrzeug Jan. 2020) 
 
2. 
Der Rechtsvorschlag in der Betreibung-Nr. aaa des Betreibungsamtes B._____ 
(Zahlungsbefehl vom 07.12.2020) sei im Umfang von CHF 13'108.20 nebst Zins 5 % seit 
26.10.2020 aufzuheben. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten (zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer). 

 

1.3. 

Mit Klageantwort vom 15. September 2021 beantragte die Beklagte die Ab-

weisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen bzw. auf die 

Klage sei mangels örtlicher Zuständigkeit nicht einzutreten, weshalb das 

Verfahren eventualiter auf diese Frage zu beschränken sei. 

 

1.4. 

Mit Verfügung vom 4. November 2021 beschränkte der Präsident des 

Bezirksgerichts Bremgarten, Arbeitsgericht, das Prozessthema auf die 

Frage der örtlichen Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. 

 

1.5. 

Der Kläger beantragte mit Replik vom 30. November 2021 (Posteingang), 

auf die Klage sei einzutreten. 

 

 - 3 - 

 

 

1.6. 

Die Beklagte hielt mit Duplik vom 3. März 2022 an ihrem 

Nichteintretensantrag fest. 

 

1.7. 

Mit Eingabe vom 17. März 2022 reichte der Kläger unaufgefordert eine 

Novenstellungnahme ein. 

 

1.8. 

Am 6. September 2023 fand die Hauptverhandlung mit Befragung der 

Parteien als auch diverser Zeugen statt. 

 

1.9. 

Mit Entscheid vom 10. Juni 2024 trat das Bezirksgericht Bremgarten, 

Arbeitsgericht, auf die Klage nicht ein. 

 

2. 

2.1. 

Der Kläger erhob am 5. September 2024 Berufung gegen den ihm am 

6. August 2024 zugestellten begründeten Entscheid und beantragte: 

 

1. 
Der Entscheid des Arbeitsgerichts Bremgarten vom 10.06.2024 (VZ.2021.20) sei aufzuhe-
ben und das Arbeitsgericht Bremgarten für örtlich zuständig zu erklären und anzuweisen, 
auf die Klage vom 14.06.2021 einzutreten. 
 
2. 
Eventualiter sei der Entscheid des Arbeitsgerichts Bremgarten vom 10.06.2024 
(VZ.2021.20) aufzuheben und das Arbeitsgericht Bremgarten anzuweisen, die vom Kläger 
beantragten Beweismittel (Login-Daten des Remotezugangs des Klägers und Informatio-
nen des Badge-Systems [Türöffnung] Standort Q._____) bei der Beklagten 
einzuverlangen, abzunehmen, und hernach neu zu entscheiden. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten (zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer). 

 

2.2. 

Die Akten wurden beigezogen, jedoch keine Berufungsantwort der Beklag-

ten eingeholt. 

  

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Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Gegen den angefochtenen Nichteintretensentscheid ist die Berufung 

gegeben, nachdem der Streitwert des Verfahrens Fr. 25'191.20 beträgt 

(Art. 308 ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Strittig ist einzig die örtliche Zuständigkeit der Vorinstanz. 

 

2.2. 

Die Vorinstanz ist auf die Teilklage des Klägers vom 10. Juni 2021 betref-

fend Forderung aus Arbeitsrecht mangels örtlicher Zuständigkeit nicht 

eingetreten. Dies daher, weil im Arbeitsvertrag zwischen dem Kläger und 

der Beklagten kein Arbeitsort definiert sei und die Beweismittel sowie Par-

teiaussagen keinen gewöhnlichen Arbeitsort im Sinne von Art. 34 ZPO an 

seinem damaligen Wohnort in R._____ zu begründen vermöchten. Dem 

Kläger sei der Nachweis nicht gelungen, dass sich der tatsächliche 

Mittelpunkt seiner Arbeitstätigkeit an seinem damaligen Wohnort befunden 

habe, auch wenn er nachgewiesenermassen teilweise im Homeoffice 

gearbeitet habe.  

 

2.3. 

Mit Berufung vom 5. September 2024 beantragt der Kläger, die Vorinstanz 

sei für örtlich zuständig zu erklären und anzuweisen, auf die Klage vom 

10. Juni 2021 einzutreten.  

 

2.4. 

Gemäss Art. 34 Abs. 1 ZPO ist für Klagen aus dem Arbeitsrecht das 

Gericht am Wohnsitz oder Sitz des Beklagten oder am Ort der gewöhn-

lichen Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers zuständig. 

 

Der Ort, an dem der Arbeitnehmer gewöhnlich seine berufliche Tätigkeit 

ausübt, ist der Ort, an dem sich das Zentrum der betreffenden Tätigkeit 

tatsächlich befindet. Nicht in Betracht kommt der Ort, der theoretisch als 

Arbeitsort bezeichnet wurde, wenn die von den Parteien geäusserte 

Absicht nicht verwirklicht wurde und dort keine Aktivitäten unternommen 

worden sind. Entscheidend sind die konkreten Umstände. Dabei sind 

sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte zu berücksichtigen. Wenn 

der Arbeitnehmer gleichzeitig an mehreren Orten beschäftigt ist, gilt der 

Ort, der sich im Hinblick auf die geleistete Tätigkeit als eindeutig zentral 

erweist. Handelsreisende oder andere Arbeitnehmer, die im Aussendienst 

eines Unternehmens tätig sind, haben manchmal keinen eindeutigen 

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geografischen Anknüpfungspunkt. Ein solcher Bezug kann jedoch zu dem 

Ort angenommen werden, an dem der Arbeitnehmer seine Reisen plant 

und organisiert und seine Verwaltungsaufgaben erledigt. Dabei kann es 

sich um seinen persönlichen Wohnsitz handeln. Der Gerichtsstand kann 

sich also dort befinden, wo der Arbeitgeber keine Niederlassung oder feste 

Einrichtung hat. Dass kein Gerichtsstand am gewöhnlichen Arbeitsort 

verfügbar ist, ist aber nur mit Zurückhaltung anzunehmen (BGE 145 III 14 

E. 8 und 9; Urteil des Bundesgerichts 4A_548/2021 vom 22. März 2022 E. 

2.2 mit weiteren Hinweisen). 

 

2.5. 

Der Kläger erachtet seinen damaligen Wohnsitz in R._____ als Ort, an dem 

er gewöhnlich seine Arbeit verrichtet hat, woraus er einen Anspruch auf 

den Wahlgerichtsstand i.S.v. Art. 34 ZPO ableitet. Folglich obliegt es ihm, 

da vorliegend keine zu Art. 8 ZGB gegenteilige Beweislastverteilungsregel 

greift, den hauptsächlichen Ort seiner erbrachten Arbeit zu beweisen (vgl. 

KAISER JOB, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 

4. Aufl. 2024, N. 30 zu Art. 34 ZPO mit Hinweisen). Wenn dem Kläger 

dieser Beweis nicht gelingt, steht ihm der Wahlgerichtsstand des Ortes, an 

dem gewöhnlich die Arbeit verrichtet wurde, nicht zur Verfügung.  

 

2.6. 

2.6.1. 

Für die Beurteilung, ob der Kläger gewöhnlich seine Arbeit an seinem 

Wohnsitz verrichtet hat, ist die gesamte Zeitdauer der Anstellung, d.h. vom 

1. Juni 2025 bis Sommer 2020 bzw. bis zum 28. Februar 2021 (Berufung 

Rz. 5) zu betrachten, wobei das genaue Enddatum offenbleiben kann, da 

das letzte halbe Jahr mit Blick auf die Gesamtdauer von rund fünf Jahren 

und die zeitweise Arbeitsunfähigkeit des Klägers während des letzten 

halben Jahres (vgl. Berufungsbeilage 7: 50 % Arbeitsunfähigkeit ab 

28. April 2020 und 100 % Arbeitsunfähigkeit vom 19. Oktober bis 

30. November 2020) nicht repräsentativ ist. 

 

2.6.2. 

Unbestritten verrichtete der Kläger seine Arbeit an verschiedenen Arbeits-

orten, insbesondere am Hauptsitz der Beklagten bzw. von deren Vorgän-

gerin in Q._____, an den weiteren Standorten in S._____ und E._____ 

sowie im Homeoffice in R._____. Mit der Vorinstanz erachtet das 

Obergericht den Beweis dafür, dass sich das Zentrum der Arbeitstätigkeit 

des Klägers und damit sein gewöhnlicher Arbeitsort in R._____ befand, als 

nicht erbracht (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3.4). Insbesondere ergibt sich 

ein solcher gewöhnlicher Arbeitsort nicht aus der E-Mail des ehemaligen 

Vorgesetzten des Klägers. Vielmehr führte der ehemalige Vorgesetzte mit 

E-Mail vom 25. November 2021 aus, der Kläger habe 25 % seiner Arbeit 

im Homeoffice geleistet, 50 % bei Kunden, 20 % in S._____ und 5 % in 

Q._____ (Berufungsbeilage 9). Daraus erhellt, dass der Kläger seine 

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Tätigkeit an mehreren – im Laufe der gesamten Anstellungsdauer 

wechselnden – Orten verrichtet hat. Hinzu kommt, dass der Kläger 

anlässlich der Scheidungsverhandlung vom 21. März 2019 ausgesagt hat, 

er sei zwei- bis dreimal pro Woche in Q._____ und abwechslungsweise ein- 

bis zweimal in S._____ oder in V._____. Ein- bis zweimal pro Woche 

arbeite er von zu Hause aus. Die Tage seien dabei immer unterschiedlich. 

Seine Auslandaufenthalte variierten und seien projektbedingt. Die 

ausbezahlte Spesenvergütung von pauschal Fr. 1'000.00 würde nicht 

reichen, um seine tatsächlichen Ausgaben zu decken. Es würden damit 

nicht einmal die Kilometer nach Q._____ gedeckt werden. Er könne bloss 

zusätzlich etwas verrechnen, wenn er von Q._____ weiterreise. Nach 

S._____ könne er auch nichts verrechnen. Auf die Frage, ob der Kläger 

einmal pro Woche die Mittagsverpflegung der Kinder sicherstellen könnte, 

sagte seine Ex-Frau, dass seine Arbeit projekt- und kundenbedingt sei und 

er drei Arbeitsstandorte habe (S._____, V._____ und Q._____). Er mache 

auch Homeoffice, aber unregelmässig. Er könne oftmals nicht selbst 

entscheiden, wo er arbeite (vgl. beigezogener Protokollauszug aus dem 

Verfahren OF.2016.142). Damit ergibt sich, dass der Kläger seine Arbeit 

vom 1. Juni 2015 bis zum 21. März 2019, d.h. für dreieinhalb Jahre seiner 

insgesamt rund fünf Jahre dauernden Anstellung, an verschiedenen Orten 

verrichtet hat, wobei sich sein damaliger Wohnsitz mit Blick auf die 

geleistete Tätigkeit als nicht eindeutig zentral erweist. Das ausgedehnte 

Homeoffice aufgrund der Covid-19-Pandemie vermag daran nichts zu 

ändern, da ein lediglich vorübergehender – und in erster Linie der 

damaligen Situation geschuldeter – flüchtiger Arbeitsort keinen 

Gerichtsstand nach Art. 34 ZPO begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

4A_236/2016 vom 23. August 2016 E. 2). Gleiches gilt für die Restdauer 

des Anstellungsverhältnisses, denn der Kläger war ab März 2020 nach dem 

mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Homeoffice (vgl. Klage-

antwort Rz. 379; Replik Rz. 5) bis zum Ende seiner Anstellung während 

Monaten mindestens zu 50 % arbeitsunfähig (vgl. oben). 

 

2.6.3. 

Hinsichtlich der vom Kläger vorgebrachten Ausschlussmethode, mit der er 

anhand von Spesenabrechnungen und Zeugenaussagen aufzuzeigen 

versucht, dass sein gewöhnlicher Ort der Arbeit in R._____ lag, ergibt sich 

Folgendes: 

 

Die Bezeichnung von Spesenzahlungen als «Lunch Q._____» oder «Lunch 

S._____» ist kein Indiz dafür, dass der Kläger seinen Arbeitsort nicht am 

jeweiligen Standort der Beklagten hatte, da die Bezeichnung der Spesen 

nicht zwischen Einsatz- und Arbeitsort unterscheidet. Es bestehen diverse 

Möglichkeiten für diese Spesenzahlungen, z.B. dass der Kläger in der 

jeweiligen Stadt bei einem Kunden vor Ort arbeiten und deshalb ausserhalb 

seines effektiven Arbeitsorts essen musste. Diese Annahme ist – entgegen 

der Auffassung des Klägers – nicht bereits aufgrund eines geringen Spe-

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senbetrags ausgeschlossen, zumal ein Mittagessen – auch ohne Einla-

dung eines Geschäftspartners – rückvergütet werden kann (vgl. Ziff. 11.4 

des C._____ Handbook der Beklagten; Klagebeilage 9, S. 28). Weiter ist 

die Spesenabrechnung generell nicht geeignet, den Nachweis der 

Häufigkeit der Präsenz des Klägers an den jeweiligen Standorten zu 

erbringen, da nicht nachgewiesen ist, ob – unter der Annahme des Klägers, 

dass sämtliche Standorte der Beklagten keine Arbeitsorte darstellen – bei 

sämtlichen Arbeitstagen an den jeweiligen Standorten solche Spesen aus-

gerichtet worden sind. Am Standort S._____ hätte der Kläger – der selbst 

geltend macht, 252-mal an diesem Standort gewesen zu sein (Replik 

Rz. 30) – andernfalls Spesen für eine ähnlich hohe Anzahl Mittagessen 

erhalten müssen, was bei Weitem nicht der Fall war. Dasselbe gilt für 

Spesenzahlungen bezüglich der Parkgebühren, aus welchen mehrheitlich 

nicht hervorgeht, ob diese für das Parkieren bei einem Standort der 

Beklagten oder für das Parkieren bei einem auswärtigen Termin in 

derselben Stadt stammen. Auch die Parkgebühren sind generell nicht 

geeignet, den Beweis zu erbringen, dass der Kläger an Tagen, an denen 

er keine Spesen für Parkgebühren vergütet erhielt, nicht am jeweiligen 

Standort gearbeitet hat, da hinsichtlich des Standorts S._____ ansonsten 

ähnlich häufige Auszahlungen wie für die geltend gemachten 

252 Arbeitstage vorliegen müssten, was nicht der Fall ist. Aus derselben 

Spesenabrechnung geht hervor, dass der Kläger gewisse Termine mit 

öffentlichen Verkehrsmitteln wahrnahm und über ein von der Beklagten 

bezahltes Halbtax-Abo verfügte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der 

Kläger die jeweiligen Standorte mit dem Zug erreicht haben könnte, woraus 

sich trotz seiner Anwesenheit nicht zwingend Spesen ergeben hätten, da 

eine Fahrt zum gewöhnlichen Arbeitsort nicht zur Spesenrückerstattung 

berechtigt. Somit taugen auch die Parkgebühren in der Spesenabrechnung 

nicht als Nachweis für die Anwesenheit des Klägers an den jeweiligen 

Standorten. Soweit der Kläger geltend macht, die Spesenentschädigung 

für auswärtige Termine sei ab R._____ berechnet worden, womit bewiesen 

sei, dass dies sein Arbeitsort gewesen sei, verkennt er, dass Ziff. 11.2 des 

C._____ Handbook der Beklagten Spesenzahlungen für Reisen jeweils auf 

dem kürzesten Weg zwischen dem Arbeitsort oder dem Wohnsitz eines 

Arbeitnehmers und dem Zielort vergütet (Klagebeilage 9, S. 28). Mit den 

genannten Spesenzahlungen ist somit lediglich nachgewiesen, dass der 

damalige Wohnort des Klägers näher am Einsatzort lag als ein Standort der 

Beklagten, nicht jedoch, dass sein Wohnort auch sein gewöhnlicher 

Arbeitsort war. 

 

2.6.4. 

Auch die vom Kläger vorgebrachten Aussagen von Zeugen anlässlich der 

der vorinstanzlichen Hauptverhandlung und die Bestätigungen weiterer 

Drittpersonen betreffend seine Anwesenheit an einzelnen Standorten sind 

nicht zum Nachweis seines gewöhnlichen Arbeitsorts in R._____ geeignet. 

Die Zeugen sagen lediglich aus – teils für einen bloss beschränkten 

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Zeitraum, in dem sie, teilweise in beschränktem Pensum oder mit eigener 

Arbeit aus dem Homeoffice, mit dem Kläger bei der Beklagten gearbeitet 

hatten –, dass sie den Kläger an den Standorten gesehen oder nicht gese-

hen hätten. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die genannten 

Personen den Kläger an jedem Arbeitstag am jeweiligen Standort gesehen 

haben. Aufgrund der vom Kläger selbst geltend gemachten wechselnden 

Präsenz an den verschiedenen Standorten und der nicht belegten Anzahl 

an Besuchen bei Kunden (vgl. hiernach), können diese Aussagen jeweils 

nicht für die gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses des Klägers gelten. 

Ebenso wenig kann daraus gefolgert werden, dass er somit die übrige 

Arbeitszeit aus R._____ erbracht haben müsse. 

 

2.6.5. 

Hinsichtlich der Agenda-Auszüge des Klägers (Replikbeilage 3) ist mit der 

Vorinstanz nicht davon auszugehen, dass der Kläger an sämtlichen Tagen, 

an denen er seine Arbeit an einem der Standorte der Beklagten verrichtete, 

einen Termin mit entsprechendem Ort im Kalender eingetragen hatte und 

er im Umkehrschluss an sämtlichen Tagen, an denen kein Ort eingetragen 

war, im Homeoffice in R._____ gearbeitet hat. Dies ergibt sich bereits 

daraus, dass der Kläger selbst eingesteht, dass die Korrelation zwischen 

den aufgeführten Spesenbelegen und den Terminen in seiner Agenda nur 

hinsichtlich eines Teils der Daten bestehe (vgl. Replik Rz. 31). Auch hier 

findet sich beispielsweise wiederum bloss ein Bruchteil der gemäss dem 

Kläger genannten 252 Arbeitstage am Standort S._____ in der Agenda 

wieder (Replik Rz. 30). 

 

2.6.6. 

Der Kläger bringt weiter vor, die jeweiligen Einsätze bei Kunden, auch jene 

im Ausland, im Homeoffice vor- bzw. nachbereitet zu haben (Replik Rz. 60 

und 62). Diese Behauptung wurde seitens der Beklagten bestritten (vgl. 

Duplik Rz. 404) und anschliessend durch den Kläger weder substanziert 

noch belegt. Damit ist auch hinsichtlich der Planung und Organisation der 

Arbeit nicht nachgewiesen, dass R._____ einen überwiegenden Bezugs-

punkt zu seinem Arbeitsverhältnis aufgewiesen hat. 

 

Auch die Behauptung, dass zwischen 25-40 % seiner Arbeitszeit, welche 

er nicht an einem Standort der Beklagten verbracht habe, auf 

Kundenbesuche falle (vgl. Replik Rz. 65, act. 356), wurde seitens der 

Beklagten bestritten (vgl. Duplik Rz. 402) und seitens des Klägers weder 

hinreichend substanziert noch nachgewiesen. Darüber hinaus lässt sich 

daraus – aufgrund der vorstehenden Ausführungen zur Ausschluss-

methode des Klägers – nicht indirekt der Umfang seiner Arbeitstätigkeit im 

Homeoffice erschliessen (vgl. oben). Daran ändert auch nichts, wenn der 

Kläger mit Flugtickets sowie Passkopien belegt, dass er sich aus geschäft-

lichen Gründen während mindestens drei Monaten in W._____ aufgehalten 

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hat, da dies nur einen Bruchteil der behaupteten 560 Tage betrifft, an 

denen er Kundenbesuche vorgenommen habe. 

 

2.6.7. 

Zusammengefasst gelingt es dem Kläger nicht, nachzuweisen, dass er 

seine Arbeit gewöhnlich in R._____ verrichtet hat.  

 

2.7. 

Bei dieser Ausgangslage ist auch der Antrag des Klägers auf Edition der 

«Remote Login-Daten» abzuweisen, da damit keine Änderung der 

Beweislage herbeigeführt werden könnte. Die Standorte, von welchen sich 

die Mitarbeiter ins System eingewählt haben, wurden nach Aussage der 

Beklagten erst ab Frühling 2020 erfasst, was seitens des Klägers 

unbestritten geblieben ist. Damit ist der vom Kläger angestrebte Nachweis 

für die davorliegende Zeitdauer, was den Grossteil des Arbeits-

verhältnisses ausmacht, ohnehin nicht möglich. Darüber hinaus ist wie 

vorstehend ausgeführt im Wesentlichen gestützt auf die Aussagen des 

Klägers im Scheidungsverfahren erstellt, dass dieser zumindest bis zur 

Scheidungsverhandlung am 21. März 2019 und damit während des 

überwiegenden Teils seines Arbeitsverhältnisses in einem Umfang von 

rund 20-25 % im Homeoffice gearbeitet hat und die danach folgende 

Zeitspanne mit Blick auf die ganze Beschäftigungsdauer nicht 

ausschlaggebend ist, weshalb sich selbst bei einem höheren Umfang an 

Homeoffice ab diesem Zeitpunkt nichts mehr ändern würde (vgl. oben). 

 

Gleichsam ist auch der Antrag des Klägers auf Edition der Zutrittsdaten 

seines Badges am Standort Q._____ abzuweisen. Mit diesen Daten könnte 

lediglich bewiesen werden, wann der Kläger den Badge in Q._____ benutzt 

hat und nicht, dass der Kläger ansonsten seine Arbeit gewöhnlich an 

seinem Wohnsitz verrichtet hätte. 

 

2.8. 

Die Berufung des Klägers erweist sich nach dem Dargelegten als 

offensichtlich unbegründet, weshalb sie – in Anwendung von Art. 312 

Abs. 1 ZPO) ohne Zustellung zur Berufungsantwort an die Gegenpartei – 

abzuweisen ist. 

 

3. 

Bei einem arbeitsrechtlichen Verfahren mit einem Streitwert bis 

Fr. 30'000.00 – wie dem vorliegenden – werden keine Verfahrenskosten 

erhoben (Art. 114 lit. c ZPO) und keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen (Art. 116 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 25 EG ZPO). 

  

 - 10 - 

 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung des Klägers wird abgewiesen. 

 

2. 

Es wird keine obergerichtliche Entscheidgebühr erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 25'191.20 . 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG)  

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden, soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72 - 89 BGG zulässig ist (Art. 44 Abs. 1, 

Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1, Art. 113, Art. 117 BGG). 

 - 11 - 

 

 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte (Art. 116 BGG) verletzt. 

Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die 

Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 

BGG). Wird gegen einen Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungs-

beschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen 

(Art. 119 Abs. 1 BGG). 

 

 
   

Aarau, 6. Mai 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Albert