# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba3d566d-2681-5ced-a482-fcd4acb32f11
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.06.2024 D-3254/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3254-2024_2024-06-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3254/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Segessenmann, 

Gerichtsschreiber Jonas Perrin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Thierry Büttiker,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 13. Mai 2024 / N (…). 

 

 

 

D-3254/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsangehöriger und eth-

nischer Hazara – eigenen Angaben zufolge im Anschluss an die faktische 

Machtübernahme der Taliban im Sommer 2021 seinen Heimatstaat ver-

liess und am 29. Februar 2024 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) vom 1. März 2024 ergab, dass der Beschwerdeführer am 23. März 

2022 in Schweden und am 20. Oktober 2023 in Norwegen bereits Asylge-

suche gestellt hatte, 

dass er auf dem am 29. Februar 2024 selbstständig ausgefüllten Persona-

lienblatt angab, sein Geburtsdatum laute auf den (…) Juli 2007, 

dass das SEM am 4. März 2024 ein Gesuch um Informationsaustausch 

gemäss Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Par-

laments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO) an die norwegischen Dublin-Behörden richtete und 

diese um Information betreffend das in Norwegen registrierte Geburtsda-

tum des Beschwerdeführers, den Stand des Asylverfahrens, eine allfällige 

Durchführung einer forensischen Altersschätzung und eine Abklärung ei-

ner möglichen Zuständigkeit Schwedens ersuchte, 

dass das SEM ebenfalls am 4. März 2024 ein gleichlautendes Gesuch um 

Informationsaustausch an die schwedischen Dublin-Behörden richtete, al-

lerdings betreffend ein allfälliges Wiederaufnahmegesuch seitens der nor-

wegischen Behörden, 

dass die schwedischen Behörden am 6. März 2024 das Informationsersu-

chen vom 4. März 2024 beantworteten und dem SEM mitteilten, das in 

Schweden registrierte Geburtsdatum des Beschwerdeführers laute auf den 

(…) Juli 2007; die in Schweden durchgeführte forensische Altersschätzung 

stütze seine vorgebrachte Minderjährigkeit, 

dass die schwedischen Behörden dem SEM weiter mitteilten, das Asylge-

such des Beschwerdeführers sei materiell geprüft und abgelehnt worden; 

die dagegen geführte Beschwerde sei von der höchsten Instanz abgewie-

sen worden, 

D-3254/2024 

Seite 3 

dass sie das am 9. November 2023 seitens der norwegischen Behörden 

gestellte Wiederaufnahmegesuch am 13. November 2023 gutgeheissen 

hätten und der Beschwerdeführer am 17. Januar 2024 nach Schweden 

überstellt worden sei, 

dass das SEM angesichts der in Schweden festgestellten Minderjährigkeit 

des Beschwerdeführers die schwedischen Behörden am 8. März 2024 um 

Information betreffend die Rechtsgrundlage für die Zustimmung zum Wie-

deraufnahmegesuch ersuchte, 

dass das SEM am 14. März 2024 eine Erstbefragung unbegleiteter min-

derjähriger Asylsuchender (EB UMA) durchführte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der EB UMA angab, sein Geburts-

datum laute auf den (…) Juli 2007 beziehungsweise den (…) Tag des 

4. Monats des Jahres 1386 nach afghanischem Kalender, und er entspre-

chend 16 Jahre alt sei, 

dass er sein Geburtsdatum wisse, weil er sieben Jahre lang die Schule 

besucht, einen Zwillingsbruder habe und 14 Jahre alt gewesen sei, als er 

seinen Heimatstaat verlassen habe, 

dass er vor der Machtübernahme der Taliban seinen Geburtstag gefeiert 

habe und ihm sein Vater anlässlich der Feier ein Motorrad geschenkt habe, 

dass er ausserdem eine Tazkera besessen habe, diese aber in Afghanistan 

gelassen habe, und auch keine Kopie davon besitze, 

dass er mit sieben Jahren eingeschult worden sei, sich aber nicht mehr an 

die Jahreszahl erinnern könne, 

dass er die Schule abgebrochen habe, als die Taliban im Jahr 2021 ge-

kommen seien und er damals 14 Jahre alt gewesen sei, 

dass er den schwedischen und auch den norwegischen Behörden gegen-

über ebenfalls den (…) Juli 2007 als sein Geburtsdatum angegeben habe,  

dass in Schweden eine forensische Altersschätzung durchgeführt worden 

sei, und die schwedischen Behörden sein angegebenes Geburtsdatum 

aufgrund der Untersuchung geglaubt hätten, 

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Seite 4 

dass in Norwegen hingegen keine erneute forensische Altersschätzung 

durchgeführt worden sei, zumal sich die norwegischen Behörden auf die 

Ergebnisse der in Schweden durchgeführten Untersuchungen gestützt hät-

ten, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich der EB UMA das rechtli-

che Gehör zu einer allfälligen Zuständigkeit Schwedens und einer mögli-

chen Überstellung dorthin sowie zum medizinischen Sachverhalt ge-

währte, 

dass es den Beschwerdeführer ferner über die Möglichkeit der Durchfüh-

rung einer forensischen Altersschätzung aufklärte, 

dass das SEM am 15. März 2024 an die schwedischen Dublin-Behörden 

ein weiteres Gesuch um Informationsaustausch gemäss Art. 34 Dublin-III-

VO richtete und diese um Informationen betreffend allfällige in Schweden 

wohnhafte Familienangehörige des Beschwerdeführers sowie um Angabe 

der Rechtsgrundlage, gestützt auf welcher die Zustimmung der norwegi-

schen Behörden zum Wiederaufnahmegesuch erfolgt sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. März 2024 eine Kopie 

seines schwedischen Ausweises für Asylsuchende sowie eine elektroni-

sche Korrespondenz seiner damaligen Lehrerin an die schwedischen Mig-

rationsbehörden zu den Akten reichte, 

dass die schwedischen Behörden am 18. März 2024 das Begehren um In-

formationsaustausch vom 15. März 2024 beantworteten und dem SEM mit-

teilten, die Zustimmung zum Wiederaufnahmegesuch seitens der norwegi-

schen Dublin-Behörden sei gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO 

erfolgt, zumal das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Schweden abge-

lehnt und der Instanzenzug ausgeschöpft worden sei, und die schwedi-

schen Behörden über keine Informationen betreffend Familienangehörige 

des Beschwerdeführers in Schweden verfügten, 

dass die norwegischen Behörden am 2. April 2024 das Begehren um In-

formationsersuchen vom 4. April 2024 beantworteten und dem SEM mit-

teilten, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers sei in Norwegen auf den 

(…) Juli 2007 lautend registriert, die Zuständigkeit Schwedens ergebe sich 

aus der Dublin-III-VO und der Beschwerdeführer habe die Durchführung 

einer forensischen Altersschätzung abgelehnt, das registrierte Alter des 

Beschwerdeführers erscheine aber aufgrund seiner Entwicklung und sei-

nes allgemeinen Erscheinungsbildes als wahrscheinlichstes Alter, 

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Seite 5 

dass ein im Auftrag des SEM erstelltes Gutachten zur forensischen Alters-

schätzung des Instituts für Rechtsmedizin der Universität B._______ vom 

15. April 2024 anhand der radiologischen Untersuchungen der medialen 

Anteile der Schlüsselbeine und der dritten Molaren ein durchschnittliches 

Alter von 20.5 bis 20.6 Jahren sowie ein Mindestalter von 17.6 Jahren für 

die medialen Anteile der Schlüsselbeine ergab, womit die Minderjährigkeit 

nicht ausgeschlossen werden könne, das angegebene Alter von 16 Jahren 

und circa (…) Monaten aber nicht möglich erscheine, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. April 2024 

mitteilte, seine geltend gemachte Minderjährigkeit sei nicht glaubhaft, wes-

wegen es ihn für das weitere Verfahren als volljährig betrachte und es be-

absichtige, sein Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS) auf den (…) Januar 2006 anzupassen, und es ihm gleichzeitig das 

rechtliche Gehör zur beabsichtigten Altersanpassung im ZEMIS gewährte, 

dass das SEM die schwedischen Behörden unter Verweis auf das erstellte 

Gutachten zur forensischen Altersschätzung am 25. April 2024 um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-

III-VO ersuchte, 

dass die schwedischen Behörden dem Wiederaufnahmegesuch am 

26. April 2024 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO zustimmten, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 

1. Mai 2024 erklärte, er sei mit der beabsichtigten Altersanpassung nicht 

einverstanden, zumal er in Schweden und Norwegen als minderjährig ge-

golten habe und deswegen stets in die Strukturen für UMA integriert gewe-

sen sei und die forensische Altersschätzung ein höchstes Mindestalter von 

17.6 Jahren ergeben habe, 

dass ausserdem schleierhaft sei, weshalb er trotz seiner in Norwegen an-

erkannten Minderjährigkeit nach Schweden überstellt worden sei, und es 

eine Obliegenheit des SEM darstelle, sich diesbezüglich erneut mit den 

norwegischen Behörden auszutauschen, 

dass somit von der beabsichtigten Altersanpassung abzusehen, eventuali-

ter sein Geburtsdatum auf den (…) Januar 2007 anzupassen sei, 

dass ferner darauf hinzuweisen sei, dass die Änderung von ZEMIS-Daten 

Verfügungscharakter aufweise, weshalb diese in Form einer anfechtbaren 

Verfügung zu ergehen habe, 

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Seite 6 

dass das SEM am 1. Mai 2024 mittels Mutationsformular für Personenda-

ten im ZEMIS das Geburtsdatum des Beschwerdeführers auf den (…) Ja-

nuar 2006 unter Anbringung eines Bestreitungsvermerks änderte, und dies 

gleichentags seiner Rechtsvertretung mitteilte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Mai 2024 einen Bericht der 

Kinderpsychiatrie des C._______-Universitätsspitals (Schweden) vom 

30. Mai 2023, eine Bescheinigung der Kinderpsychiatrie des C._______-

Universitätsspitals vom 29. Juni 2023, eine Verfügung der Migrationsbe-

hörden Göteborg (Schweden) vom 10. Februar 2023 und ein Foto von sich 

einreichte, 

dass der Beschwerdeführer im Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens di-

verse medizinische Unterlagen zu den Akten legte sowie – mit Eingabe 

vom 10. Mai 2024 – zwei elektronische Korrespondenzen einer Betreuerin 

der Asylaufnahme für unbegleitete Minderjährige in Schweden vom 8. Mai 

2024 und vom 10. Mai 2024 einschliesslich deutscher Übersetzungen so-

wie einen Bericht der schwedischen Gemeinde D._______ betreffend 

Sprachunterricht einreichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 13. Mai 2024 – eröffnet am 15. Mai 

2024 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Schweden anordnete und den Beschwerdeführer auffor-

derte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu 

verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, sein Geburtsdatum laute auf den (…) Ja-

nuar 2006 (mit Bestreitungsvermerk) und einer allfälligen Beschwerde ge-

gen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 

23. Mai 2024 gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch ein-

zutreten; eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und zur 

vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er weiter beantragte, die Dispositionsziffer 6 der angefochtenen Ver-

fügung sei aufzuheben und sein Geburtstag im ZEMIS auf den (…) Juli 

2007 anzupassen; eventualiter sei die Dispositionsziffer 6 der 

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Seite 7 

angefochtenen Verfügung aufzuheben und sein Geburtsdatum im ZEMIS 

auf den (…) Januar 2007 anzupassen; sub-eventualiter sei die Dispositi-

onsziffer 6 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Sache zur 

vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Erlass eines superprovisorischen Voll-

zugsstopps und Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 

sowie der unentgeltlichen Prozessführung einschliesslich des Verzichts auf 

Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

24. Mai 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

und die Instruktionsrichterin gleichentags einen superprovisorischen Voll-

zugsstopp anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Juni 2024 einen Bericht 

der schwedischen Schulleiterin zu den Akten reichte, 

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Ver-

fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Beschwerde einerseits gegen den Nichteintretensentscheid 

gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG und die Wegweisung aus der Schweiz 

nach Schweden sowie den Vollzug (Dispositionsziffern 1–5) wie auch 

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Seite 8 

andererseits gegen die Anpassung seiner Personendaten im ZEMIS (Dis-

positionsziffer 6) richtet, 

dass über das Begehren auf Anpassung der Personendaten im ZEMIS pra-

xisgemäss in einem getrennten Verfahren zu entscheiden und dazu ein se-

parates Verfahren unter der Geschäftsnummer D-3394/2024 bezüglich der 

beantragten Datenänderung zu führen ist (vgl. etwa Urteil des BVGer 

E-4231/2021 vom 8. Oktober 2021 E. 2.3), 

dass eine Koordination insofern erfolgt, als dass in beiden Verfahren der-

selbe Spruchkörper eingesetzt wird, 

dass demnach die Frage, ob das SEM die Personenänderung im ZEMIS 

zu Recht vorgenommen hat, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-

rens bildet, 

dass – mit Blick auf die weiteren Begehren – auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin entschieden wird (Art.111 Bst. e AsylG) und es sich, wie 

nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

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(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall einer unbegleiteten minderjährigen Person ohne familiäre An-

knüpfungspunkte zu einem anderen Mitgliedstaat gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO stets derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, in welchem die be-

treffende Person ihren (aktuellen) Antrag auf internationalen Schutz ge-

stellt hat, und solche Minderjährige mithin vom Aufnahme- oder Wiederauf-

nahmeverfahren ausgenommen sind (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA 

SPRUNG, Dublin-III-Verordnung, Das europäische Asylzuständigkeitssys-

tem, 2014, K15 f. zu Art. 8 Dublin-III-VO, m.w.H.), 

dass als minderjährig Drittstaatsangehörige unter 18 Jahren gelten (Art. 2 

Bst. i Dublin-III-VO; Art. 1a Bst. d der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass – sofern es sich gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO als unmöglich er-

weist, eine antragstellende Person in den eigentlich zuständigen Mitglied-

staat zu überstellen, weil es wesentliche Gründe für die Annahme gibt, 

dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für antragstellende 

Personen in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufweisen, 

die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung 

im Sinne von Art. 4 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union 

(EU-Grundrechtecharta [GRC]; ABl. C 364/1 vom 18. Dezember 2000) mit 

sich bringen – zu prüfen ist, ob aufgrund dieser Kriterien ein anderer Mit-

gliedstaat als zuständig bestimmt werden kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einer drittstaatsangehörigen oder staatenlosen Person 

gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss 

dieser Bestimmung «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln 

kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass das SEM seinen Nichteintretensentscheid mit der Zuständigkeit 

Schwedens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des 

Beschwerdeführers begründete, 

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dass es hierzu ausführte, es sei dem Beschwerdeführer nicht gelungen, 

seine vorgebrachte Minderjährigkeit zumindest glaubhaft zu machen, wes-

halb sich keine Zuständigkeit der Schweiz nach Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO 

ergebe, 

dass insbesondere seine Angaben anlässlich der EB UMA zur geltend ge-

machten Minderjährigkeit nicht überzeugten, 

dass das Gutachten zur forensischen Altersschätzung des Instituts für 

Rechtsmedizin der Universität B._______ vom 15. April 2024 aufgrund der 

radiologischen Untersuchungen der Schlüsselbeine und der dritten Mola-

ren ein durchschnittliches Alter von 20.5 bis 20.6 Jahren bei einem zu be-

rücksichtigenden Mindestalter von 17.6 Jahren ergeben habe, 

dass somit eine Minderjährigkeit des Beschwerdeführers nicht ausge-

schlossen werden könne, das von ihm angegebene Lebensalter von 16 

Jahren und ungefähr acht Monaten jedoch nicht möglich erscheine, 

dass die Untersuchung der dritten Molaren das Mineralisationsstadium 

«H» ergeben habe, was auf eine abgeschlossene Zahnentwicklung und mit 

sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf die Volljährigkeit des Beschwerdefüh-

rers hindeute, wenn auch eine Minderjährigkeit nicht mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne, 

dass das SEM die Ergebnisse der forensischen Altersschätzung somit als 

Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers werte, 

dass auch die anlässlich der Stellungnahme der Rechtsvertretung des Be-

schwerdeführers vom 1. Mai 2024 vorgebrachten Argumente zu keiner an-

deren Einschätzung führen würden,  

dass die Ergebnisse des Gutachtens zudem gegen die Glaubwürdigkeit 

des Beschwerdeführers sprechen würde, was die Zweifel des SEM an der 

geltend gemachten Minderjährigkeit bestätige, 

dass unter Würdigung aller Indizien daher von der Volljährigkeit des Be-

schwerdeführers auszugehen sei, 

dass daran auch die Registrierung als Minderjähriger in Schweden nichts 

zu ändern vermöge, zumal Schweden dem Wiederaufnahmegesuch ge-

stützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO zugestimmt habe, 

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dass ferner auch seine weiteren Vorbringen und geltend gemachten ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen nichts an der Zuständigkeit Schwedens 

zu ändern vermöchten, zumal keine wesentlichen Gründe für die Annahme 

bestünden, dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in 

Schweden systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO aufweisen würden, und auch davon auszugehen sei, Schweden 

komme seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nach, 

dass im Übrigen kein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne von Art. 16 Abs.1 

Dublin-III-VO ersichtlich sei, 

dass gemäss Aktenlage und den vom Beschwerdeführer geäusserten Um-

ständen auch keine Gründe für eine Anwendung der Souveränitätsklausel 

im Sinn von Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO i.V.m. Art. 29a Abs. 3 

AsylV 1 ersichtlich seien, 

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde demgegenüber auf 

Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO berief und geltend machte, angesichts seiner 

kohärenten Aussagen anlässlich der EB UMA, der Ergebnisse der forensi-

schen Altersschätzung des Instituts für Rechtsmedizin der Universität 

B._______ vom 15. April 2024 sowie der weiteren Indizien – etwa dem 

schwedischen Altersgutachten, den am 10. Mai 2024 eingereichten elekt-

ronischen Korrespondenzen einer UMA-Betreuerin in Schweden und der 

sozialpädagogischen Stellungnahme der ORS AG – sei es ihm gelungen, 

seine Minderjährigkeit zumindest glaubhaft zu machen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten feststellt, 

dass der vorinstanzlichen Einschätzung nicht gefolgt werden kann, 

dass bei der Beurteilung der Frage, ob das angegebene Alter einer asylsu-

chenden Person glaubhaft erscheint, im Rahmen einer Gesamtwürdigung 

eine Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die Rich-

tigkeit der betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen ist, wobei 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gilt (vgl. BVGE 2009/54 E. 4.1; 

Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-

sion [EMARK] 2004 Nr. 30 5.3.4 m.w.H.), 

dass im Asylverfahren, und insbesondere im Dublin-Zuständigkeitsverfah-

ren, nicht über das exakte chronologische Lebensalter Beweis geführt wer-

den muss, sondern darüber, ob die gesuchstellende Person tatsächlich 

minderjährig ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3), 

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dass die gesuchstellende Person die geltend gemachte Minderjährigkeit 

dabei zumindest glaubhaft zu machen hat und hierfür die Beweislast trägt 

(vgl. BVGE 2021 VI/3 E. 5.2), 

dass für die Beurteilung der Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer 

asylsuchenden Person in erster Linie von dieser Person selbst vorgelegte 

oder von den Behörden auf andere Weise erlangte und für echt befundene 

Identitätspapiere in Betracht fallen,  

dass allein aus dem Umstand, dass eine asylsuchende Person keine Iden-

titätspapiere einreicht, welche die Behauptung der Minderjährigkeit stüt-

zen, nicht der Schluss gezogen werden darf, dieser Person sei es nicht 

gelungen, ihre Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, sondern zuvor die 

angegebenen Gründe für dieses Versäumnis auf deren Plausibilität zu prü-

fen sind (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1 m.w.H.), 

dass – wenn keine schlüssigen Identitätsdokumente vorliegen – mit Blick 

auf die Altersfeststellung als Beweismittel sodann wissenschaftliche Abklä-

rungsergebnisse in Betracht fallen (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1), 

dass gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts medi-

zinische Altersabklärungen – je nach Ergebnis – unterschiedlich zu gewich-

tende Indizien für das Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit einer 

Person darstellen (BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2), 

dass von den vier für die forensische Altersdiagnostik verwendeten Metho-

den nur die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die zahn-

ärztliche Untersuchung zum Beweis der Minder- respektive Volljährigkeit 

einer Person geeignet sind (BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1), wobei auf das 

höchste Mindestalter abzustützen ist (Schweizerische Gesellschaft für 

Rechtsmedizin [SGRM], Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement in der Fo-

rensischen Medizin, Forensische Altersdiagnostik, Methodendokument 

Version 02, Stand Juni 2022, S.  5 und 13, < https://sgrm.ch/inhalte/Foren-

sische-Medizin/AG_QM_FAD_MD_V02_08-06-2022.pdf >, abgerufen am 

05.06.2024),  

dass vorliegend festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer zwar keine 

rechtsgenüglichen Identitätspapiere einreichte, aber die deutlich überwie-

genden Indizien auf seine Minderjährigkeit hindeuten, 

dass er einerseits den schweizerischen, den norwegischen und den 

schwedischen Asylbehörden gegenüber einheitliche und kohärente 

https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Medizin/AG_QM_-FAD_MD_V02_08-06-2022.pdf
https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Medizin/AG_QM_-FAD_MD_V02_08-06-2022.pdf

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Angaben sein Geburtsdatum und sein Alter betreffend machte (vgl. SEM-

Akten (…)-6/2; (…)-14/1 [nachfolgend A14/1]; (…)-18/11 [nachfolgend 

A18/11] 2.06, 9.01; (…)-25/1; (…)-28/2 [nachfolgend A28/2]), 

dass auch die schwedischen Behörden aufgrund einer in Schweden durch-

geführten forensischen Altersschätzung von der Minderjährigkeit des Be-

schwerdeführers ausgegangen sind (vgl. A14/1), 

dass seine Registrierung als Minderjähriger in Schweden auch durch die 

eingereichte Kopie seines schwedischen Flüchtlingsausweises gestützt 

wird, und das darauf erfasste Geburtsdatum seinen Angaben gegenüber 

dem SEM entspricht (vgl. BM 001), 

dass ferner auch die norwegischen Behörden zum Schluss gekommen 

sind, dass das registrierte Alter des Beschwerdeführers aufgrund seiner 

Entwicklung und seines allgemeinen Erscheinungsbildes als sein wahr-

scheinlichstes Alter erscheine (A28/2: «Designated authorities concluded 

that his given age is the most probable one based on his development and 

overall appearance.»), 

dass aus dem Gutachten zur forensischen Altersschätzung des Instituts für 

Rechtsmedizin der Universität B._______ vom 15. April 2024 hervorgeht, 

dass der Schichtröntgenscan (CT) der medialen Anteile der Schlüsselbeine 

des Beschwerdeführers gemäss Kellinghaus et al. (2010) beidseits dem 

Stadium 3b, was gemäss Wittschieber et al. (2014) einem Mindestalter von 

17.6 Jahren bei einem Median von 20.6 Jahren und einem Maximum von 

35.5 Jahren entspricht, 

dass das höchste Mindestalter des Beschwerdeführers gemäss dem Gut-

achten zur forensischen Altersschätzung demnach 17.6 Jahre beträgt, zu-

mal sich aufgrund der Studienlage kein Mindestalter anhand der odontolo-

gischen Untersuchung bestimmen lässt, 

dass demnach – wie vom Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend 

gemacht – die radiologische Untersuchung der Schlüsselbeine als Indiz für 

seine Minderjährigkeit zu werten ist, 

dass im Übrigen auch seine weiteren Aussagen anlässlich der EB UMA 

betreffend sein Geburtsdatum (A18/11 F1.06), seinen Schulbesuch 

(A18/11 F1.17.04) und seinen Reiseweg (A18/11 F5.01) zwar eher knapp, 

aber grundsätzlich kohärent und einheitlich ausgefallen sind, 

D-3254/2024 

Seite 14 

dass der Umstand, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, de-

taillierte Angaben zu den vorgenannten Themenbereichen zu machen, 

nicht notwendigerweise ein Indiz gegen seine Minderjährigkeit darstellt, 

sondern dem Umstand seines jungen Alters geschuldet sein könnte, 

dass ferner auch die Einschätzung des Sozialpädagogen der ORS AG auf-

grund der Verhaltensweisen des Beschwerdeführers für dessen Minderjäh-

rigkeit sprechen dürfte (vgl. Beschwerdebeilage 4), 

dass dem Beschwerdeführer indes nicht angelastet werden kann, dass er 

eine erneute Durchführung einer forensischen Altersschätzung in Norwe-

gen ablehnte, zumal sowohl in Schweden wie auch in der Schweiz die Er-

gebnisse der forensischen Altersschätzungen Indizien für seine Minderjäh-

rigkeit darstellen, 

dass das SEM lediglich gestützt auf die Erwägung, das Mineralisationssta-

dium «H» der dritten Molaren, welches auf eine abgeschlossene Zahn-

entwicklung schliessen lasse, deute auf eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit 

hin, dass der Beschwerdeführer die Volljährigkeit erreicht habe, 

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass für die Interpretation von Gutach-

ten zu forensischen Altersschätzungen gemäss der SGRM das Mindestal-

terprinzip zu beachten ist und Weisheitszähne als alleiniges Kriterium für 

die forensische Altersdiagnostik nicht geeignet sind (vgl. SGRM, Arbeits-

gruppe Qualitätsmanagement in der Forensischen Medizin, a.a.O., 

Ziff. 3.1, 3.4 und 9.2), 

dass nach dem Gesagten festzustellen ist, dass die Indizien, welche für die 

Minderjährigkeit des Beschwerdeführers sprechen, deutlich überwiegen, 

und es dem Beschwerdeführer somit gelungen ist, seine Minderjährigkeit 

zumindest glaubhaft im Sinn von Art. 7 AsylG zu machen, 

dass somit von der Minderjährigkeit des Beschwerdeführers auszugehen 

ist, mit der Folge, dass die Schweiz für die Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO zuständig ist, 

dass die Beschwerde infolgedessen gutzuheissen, die angefochtene Ver-

fügung betreffend die Dispositivziffern 1–5 aufzuheben und die Vorinstanz 

anzuweisen ist, auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzutreten, 

D-3254/2024 

Seite 15 

dass die Dispositivziffer 6 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 

D-4317/2022 bildet und Ziffer 7 des Dispositivs gegenstandslos geworden 

ist, 

dass sich angesichts dieses Verfahrensausgangs die weitere Auseinander-

setzung mit den formellen Rügen und den weiteren materiellen Vorbringen 

erübrigt, 

dass angesichts des direkten Entscheids in der Sache der Antrag um Ge-

währung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos 

geworden ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten zu erheben sind 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), 

dass dem vertretenen Beschwerdeführer keine Parteientschädigung aus-

zurichten ist, da es sich vorliegend um eine zugewiesene unentgeltliche 

Rechtsvertretung im Sinne von Art. 102h AsylG handelt, deren Leistungen 

vom Bund nach Massgabe von Art. 102k AsylG entschädigt werden (vgl. 

auch Art. 111ater AsylG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-3254/2024 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Verfügung des SEM vom 13. Mai 2024 wird betreffend die Ziffern 1–5 

aufgehoben. 

3.  

Ziffer 6 der angefochtenen Verfügung des SEM vom 13. Mai 2024 bildet 

Gegenstand des Beschwerdeverfahrens D-3394/2022. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, sich für das Asylverfahren des Beschwerde-

führers für zuständig zu erklären und das Asylgesuch zu behandeln. 

5.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

6.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

7.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Bolz-Reimann Jonas Perrin 

 

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