# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb74ab94-816f-56da-89aa-5b81e0e1b232
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.10.2017 200 2017 324
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-324_2017-10-12.pdf

## Full Text

200 17 324 IV
SCP/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Februar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 12. März 2012 – nach vorhergehender Anmeldung im Jahr 
2006 bzw. 2007 – unter Hinweis auf drei Unfälle von 2002, 2007 und 2011 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (vgl. Akten der IV, Antwortbeilagen [AB] 1, 17 S. 1, 30). Im Rahmen der 
erwerblichen und medizinischen Abklärungen zog die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) insbesondere die Akten der C.________ bei 
und führte vom 4. Februar bis 3. Mai 2013 eine berufliche Abklärung durch 
(AB 87, 92). Weiter liess sie den Versicherten durch die medizinische Ab-
klärungsstelle D.________ (MEDAS) interdisziplinär begutachten (Gutach-
ten vom 24. Februar 2016; AB 132.1). Auf gegen den leistungsabweisen-
den Vorbescheid vom 11. März 2016 (AB 135) erhobenen Einwand 
(AB 140) hin holte die IVB eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 144, 147) ein und veranlasste in der Folge zusätzlich 
eine bidisziplinäre Expertise durch die Dres. med. E.________, Facharzt 
für Neurologie, und F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie (Gutachten vom 24. September 2016; AB 159.1). Nach weiterer 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 162, 165) sowie unter 
Berücksichtigung der neuerlichen Stellungnahme des RAD (AB 169) wies 
die IVB das Rentenbegehren mit Verfügung vom 21. Februar 2017 
(AB 172) bei einem Invaliditätsgrad von 12 % bzw. 25 % ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 24. März 2017 Beschwerde. Er lässt beantragen, die an-
gefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzu-
weisen, das verbleibende Leistungsvermögen des Beschwerdeführers 
rechtsgenüglich abzuklären und auf dieser Basis erneut über den Renten-
anspruch zu verfügen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2017 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 28. September 2017 nahm der Beschwerdeführer die Gelegenheit zur 
Einreichung von Schlussbemerkungen wahr. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. Februar 2017 
(AB 172). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbe-
sondere, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt wur-
de.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 
gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

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scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

2.3 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2) und die materielle Beweislast für Invalidität bei ihr liegt 
(BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch einen strukturierten, 
normativen Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikato-
ren erfolgt eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Stan-
dardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funk-
tioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). 
Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines ren-
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-
derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-

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wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie 
vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E.6).

2.4 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person 
leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-
stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-
recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-
tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (vgl. 
BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2017 IV Nr. 63 E. 5.3, 2012 IV Nr. 52 
S. 189 E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Fak-
toren einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhal-
ten oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen beste-
henden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbe-
gründend auswirken (BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 
S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich 
körperlich und psychisch manifestierenden Störungen und der sozialen 
Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem 
in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 
2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 21. Februar 2017 (AB 172) ba-
siert in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem MEDAS-Gutachten 
vom 24. Februar 2016 (AB 132.1) sowie dem Ergänzungsgutachten der 
Dres. med. E.________ und F.________ vom 24. September 2016 
(AB 159.1).

3.1.1 Im November 2015 wurde der Beschwerdeführer von den Ärzten 
der MEDAS in den Fachgebieten Kardiologie, Innere Medizin, Orthopädie 
sowie Psychiatrie untersucht. Im dazugehörigen Gutachten vom 24. Febru-
ar 2016 (AB 132.1) führten die Experten im interdisziplinären Konsens die 
folgenden Diagnosen auf (S. 44):

Mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (angestammte Tätigkeit):

• Knöchern konsolidierte subtalare Arthrodese am 19.08.2013 nach einer Calcaneus-
fraktur rechts vom 6.06.2002 mit nachfolgender Osteosynthese und Funktions-
störung des rechten Sprunggelenks

• Knöchern konsolidierte Arthrodese des linken Handgelenks nach einer Kahnbeinfra-
ktur vom 6.06.2002 mit nachfolgender Kahnbeinnekrose sowie einer Handgelenksre-
vision und Resektion des Scaphoids mit Arthrodese des verbleibenden ulnarseitigen 
Karpus am 6.09.2005 und einer erneuten radiokarpalen Arthrodese am 13.03.2006 
mit gleichzeitiger Exzision eines Dupuytren'schen Knotens der Hohlhand links

• Knöchern konsolidierte Unterschenkelfraktur links und offene Patellafraktur links am 
17.04.2007 mit nachfolgender Zuggurtungsosteosynthese der Patella und Plattenos-
teosynthese Tibia und Fibula links sowie nachfolgende, beginnende Gon- und Retro-
patellararthrose

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• Knöchern konsolidierte intraartikuläre Metacarpale Ill-Fraktur rechts und subkapitale, 
nicht dislozierte Metacarpale V-Fraktur links nach einem erheblichen Sturz am 
15.09.2011

Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit:

• Fehlhaltung der Wirbelsäule mit muskulärer Dysbalance bei einer Diskopathie C6/C7 
mit einer links paramedianen und foraminalen Diskushernie sowie degenerative Ver-
änderungen der Lendenwirbelsäule mit Aufbaustörungen

• Zustand nach einem alten Morbus Scheuermann

• Leichter Knick-Spreizfuss

• KHK mit St.n. Non STEMI am 18.06.2010 und St.n. 3-fach ACB-Operation am 
19.06.2010

• Diabetes mellitus, medikamentös therapiert

• Arterielle Hypertonie, medikamentös therapiert

• Hyperlipidämie

• Adipositas stammbetont, BMI 31,9 kg/m2

• Steatosis hepatis

• Schlafapnoe-Syndrom, therapiert mit CPAP-Maske

Aus dem diskutierten objektivierbaren medizinischen Sachverhalt gelang-
ten die Gutachter zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in der Lage, 
leichte bis mittelschwere Arbeiten mit Heben und Tragen von Gewichten 
bis zu 15 kg in temperierten Räumen, rückenschulgerecht, im Wechsel 
zwischen Stehen, Gehen und Sitzen mit leichten Erholungsphasen ohne 
Zwangshaltungen zu verrichten. Vermieden werden sollten mittelschwere 
bis schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg, 
ständige Tätigkeiten ausserhalb des Körperlotes, ruckartige Bewegungen, 
Vibrationen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie Arbeiten in 
schrägen und unwegsamen Geländen, Tätigkeiten, die eine besondere 
Geschicklichkeit der linken Hand erforderten, wie repetitives Hämmern und 
Klopfen, kniende und hockende Tätigkeiten, Kälte- und Nässeexposition 
sowie Zugluft. Weder von kardiologischer noch von internistischer Seite 
würden Einschränkungen des Fähigkeitsprofils vorliegen. Aus psychiatri-
scher Sicht sei der Beschwerdeführer in der Lage, sämtliche seinem kör-
perlichen Belastungsprofil angepassten Tätigkeiten zu verrichten (S. 44). 

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In der angestammten Tätigkeit als … bestehe seit Dezember 2007 eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit (50 % Leistungsfähigkeit, Präsenzzeit von 8.5 
Stunden pro Tag mit Einschluss ausreichender Erholungs- und Gymnastik-
phasen). In einer dem obengenannten Zumutbarkeitsprofil entsprechenden 
Tätigkeit bestehe ebenfalls seit Dezember 2007 eine 100%ige Arbeits-
fähigkeit (100 % Leistung, Präsenzzeit von 8.5 Stunden pro Tag mit Einbau 
kleinerer Erholungs- und Gymnastikphasen), wobei von dieser Einschät-
zung ab 2007 die postoperativen Behandlungsphasen nach Metallentfer-
nung sowie Versteifung des rechten Sprunggelenks und die Behandlungs-
phasen der Unfallfolgen von 2011 auszunehmen seien. Die Bewertung 
gelte retrospektiv mindestens seit Juni 2012, wahrscheinlich schon eher, 
abgesehen von Zeiten kurzer vorübergehender Arbeitsunfähigkeit das in-
ternistische Fachgebiet betreffend (S. 45).

3.1.2 Am 14. September 2016 wurde der Beschwerdeführer von den 
Dres. med. E.________ und F.________ neurologisch-psychiatrisch unter-
sucht (AB 159.1 S. 1). 

Dr. med. F.________ hielt aus psychiatrischer Sicht mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem 
Schmerzsyndrom (ICD-10 F62.8) sowie eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit somatischen und psychischen Anteilen 
fest (S. 31), wobei  die Symptomatik grundsätzlich als leicht einzustufen sei 
(S. 38). Die anamnestisch rezidivierenden depressiven Episoden, zurzeit 
remittiert (ICD-10 F33.4), wurden als Diagnose ohne Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit bewertet (S. 31). Unter Berücksichtigung der zumutbaren 
Willensanstrengung, der vorliegenden Befunde, des Verlaufs im Längs-
schnitt gemäss Aktenlage, der funktionellen Beeinträchtigung, der leicht 
verminderten innerpsychischen Ressourcen und der etwas vermindert gu-
ten sozialen Ressourcen müsse in einer körperlich angepassten Tätigkeit 
aufgrund der Persönlichkeitsänderung eine 20%ige Beeinträchtigung der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit festgestellt werden. Wiedereingliederungs-
massnahmen seien zumutbar (S. 38). Eine psychotherapeutische Behand-
lung sei zwar grundsätzlich im Rahmen der Schadenminderungspflicht in-
diziert respektive wünschbar, aber die Persönlichkeitsstruktur des Explo-
randen erlaube wenig lntrospektionsfähigkeit, sodass es sich mehrheitlich 

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um eine Begleitung im Rahmen der kommenden Wiedereingliederungs-
schritte handle. Eine psychopharmakologische Behandlung sei nicht indi-
ziert. Es liege keine durchgehende depressive Symptomatik vor (S. 38 f.).

Aus neurologischer Sicht liege mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die 
Diagnose eines aktuell leicht bis mässig ausgeprägten leicht rechtsbeton-
ten Cervicalsyndroms bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen sowie 
Diskopathie auf der Etage C6/7 ohne aktuelle radikuläre Reiz- oder Aus-
fallssymptomatik und ein leicht ausgeprägtes Lumbovertebralsyndrom vor 
(S. 23 f. und 39). Weiter bestünden diverse Diagnosen ohne Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit (S. 24) sowie ein Zustand nach mehreren Unfällen mit 
dabei jeweils relevanter Verletzung des Skeletts; ferner sei ein Zustand 
nach Bypass-Operation sowie eine mit CPAP-Maske behandelte Schlafap-
noe vorliegend. Als Folge des Cervicalsyndroms sowie des Lumboverte-
bralsyndroms sei eine Tätigkeit mit hoher Belastung der Körperachse und 
des Schultergürtels nicht geeignet. In anderen Tätigkeiten mit nur leichter 
bis mittelstarker Belastung der Körperachse und des Schultergürtels sei 
von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die vom orthopädischen 
Gutachter anlässlich der letzten Untersuchung definierten Beeinträchtigun-
gen und Einschränkungen seien auch aus Sicht des neurologischen Refe-
renten nachvollziehbar. Die anhand der verhaltensneurologischen Untersu-
chung festgestellten Defizite seien vom psychiatrischen Referenten im Hin-
blick auf die dadurch verursachte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu 
werten, zumal diese neurologisch nicht erklärt werden könnten (S. 26 und 
39). 

Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Gutachter nach einge-
hender Diskussion zum Schluss, dass der Explorand in einer Tätigkeit mit 
nur leichter bis mittelstarker Belastung der Körperachse und des Schulter-
gürtels auf Grund der massgebenden psychiatrischen Beurteilung zu 20 % 
beeinträchtigt sei (S. 39).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die MEDAS-Gutachter sowie die Dres. med. E.________ und 
F.________ haben sich in ihren ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis der 
medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkun-
gen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerun-
gen insbesondere gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand grundsätzlich nachvollziehbar begründet. Somit erfüllen sowohl das 
MEDAS-Gutachten vom 24. Februar 2016 (AB 132.1) wie auch das Ergän-
zungsgutachten der Dres. med. E.________ und F.________ vom 24. Sep-
tember 2016 (AB 159.1) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihnen grundsätzlich volle Beweiskraft zu-
kommt. Daran vermögen die Einwendungen des Beschwerdeführers nichts 
zu ändern.

3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren unter ande-
rem das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS (AB 132.1 S. 57 ff.) 
bemängelte (AB 140 S. 3 f.), hielt der RAD-Arzt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 10. Mai 2016 fest, auf die 

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Beurteilung der MEDAS könne insbesondere aus formalen Gründen nicht 
abgestellt werden (AB 144 S. 7). Die vom RAD-Arzt beanstandeten Unge-
nauigkeiten betreffen jedoch nicht die pathologischen und sonstigen klini-
schen Befunde, sondern einzig die berufs-anamnestischen Angaben des 
Beschwerdeführers (vgl. AB 132.1 S. 58, 144 S. 4) und den Verzicht des 
Gutachters hinsichtlich der geltend gemachten Persönlichkeitsveränderung 
die Ehefrau des Beschwerdeführers zu befragen (AB 132.1 S. 40 und 63, 
144 S. 5). Zu Letzterem ist vorab festzuhalten, dass der Gutachter hinsicht-
lich der Wahl der von ihm für erforderlich gehaltenen Untersuchungen frei 
ist, namentlich ist nicht zwingend notwendig, dass er fremdanamnestische 
Angaben einholt oder Zusatzuntersuchungen durchführt (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts vom 24. Januar 2013, 8C_768/2012, E. 3). Zu ergänzen 
ist, dass bereits Dr. med. L.________, Fachärztin für Neurologie, darauf 
hinwies, dass sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit bzw. der Beschwerden 
Diskrepanzen unter anderem zwischen den anamnestischen Angaben der 
Ehefrau und den der Ärztin vorliegenden Akten zeigten (AB 111.4 S. 24). 
Diesbezüglich ist nachvollziehbar, wenn der psychiatrische MEDAS-
Gutachter in Betracht zog, dass die Ehefrau vor dem Hintergrund ihrer ei-
genen Krankheit und den vermuteten Paarkonflikten eine eigene Sichtwei-
se der Gegebenheiten habe (AB 132.1 S. 40 und 63). Der Zweitgutachter 
Dr. med. F.________ hielt denn auch eine gewisse Diskrepanz zwischen 
den ihm geschilderten Symptomen und dem gezeigten Verhalten fest, fiel 
die von der Ehefrau beschriebene Dysphorie ihres Gatten anlässlich der 
Untersuchung vom 14. September 2016 doch nicht wesentlich ins Gewicht 
(AB 159.1 S. 33 und 36). Weiter ist darauf hinzuweisen, dass im psychiatri-
schen Teilgutachten der MEDAS sowohl eine organische Wesensverände-
rung wie auch die von den Neurologen des Spitals M.________ für möglich 
gehaltene Wesensveränderung aufgrund einer posttraumatischen Belas-
tungsstörung (AB 111.4 S. 4 f. und 13) mit überzeugender Begründung 
ausgeschlossen wurde (AB 132.1 S. 40 und 63 f.). Dem stimmte auch der 
RAD-Arzt zu, indem er festhielt, das MEDAS-Gutachten sei diesbezüglich 
umfassend bzw. schlüssig und klar ausgefallen (AB 144 S. 5). Schliesslich 
konnte auch der neurologische Folgegutachter die geschilderte Wesens-
veränderung organisch nicht zuordnen, sondern sah diese am ehesten im 
Rahmen seelischer Interferenzen (AB 159.1 S. 26).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 13

Dr. med. F.________ begründet die von ihm diagnostizierte andauernde 
Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 
F62.8) denn auch nicht mit posttraumatischen Erlebnissen, sondern mit der 
auch vom MEDAS-Gutachter erkannten (AB 132.1 S. 62) narzisstischen 
Problematik und der grossen Schwierigkeit, mit veränderten Lebensbedin-
gungen und Verlusten, insbesondere der körperlichen Integrität, zurecht zu 
kommen. Der Beschwerdeführer könne mit seinen Veränderungen, Verlus-
ten, Hoffnungen, seiner Enttäuschung und den veränderten Lebensum-
ständen nicht adäquat umgehen. Dr. med. F.________ stufte die Persön-
lichkeitsänderung zudem als leicht ein (AB 159.1 S. 31). Ob er schliesslich 
die differentialdiagnostisch diskutierte Entwicklung körperlicher Symptome 
aus psychischen Gründen mit Blick auf das Fehlen einer durchgehenden 
Niedergeschlagenheit, Dysphorie, Anspruchshaltung (vgl. auch AB 159.1 
S. 33) oder Klagsamkeit, bei gleichzeitig in der Zukunftsperspektive durch-
aus möglicher Angabe einer Beschäftigung und eines Beschäftigungsgra-
des sowie fehlenden Hinweisen einer Begehrlichkeit oder einer allein auf 
Enttäuschung basierenden Psychopathologie, zu Recht verneint hat 
(AB 159.1 S. 32), kann offen bleiben. So oder anders können Verstim-
mungszustände, welche auf dem Boden einer als Kränkung empfundenen 
Kündigung eines langjährigen Arbeitsverhältnisses gewachsen sind (vgl. 
AB 114 S. 4 Ziff. 1.4, 159.1 S. 31 f.), aus sozialversicherungsrechtlicher 
Sicht nicht als invalidisierend gelten (vgl. hierzu E. 2.4 hiervor). Denn vor-
liegend ist aus fachpsychiatrischer Sicht unbestritten, dass die narzissti-
schen Züge nicht das Ausmass einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung 
haben (AB 132.1 S. 62, 159.1 S. 32). Der Beschwerdeführer befand sich 
denn auch noch nie in einer entsprechenden Therapie (vgl. auch AB 159.1 
S. 35). Insoweit vermag die gutachterlich und unter Hinweis auf eine Per-
sönlichkeitsänderung attestierte 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(AB 159.1 S. 38 bzw. E. 3.1.2 hiervor) nicht zu überzeugen.

3.3.2 Weiter verweist der Beschwerdeführer auf die im Jahr 2013 durch-
geführte berufliche Abklärung (AB 92) mit einer lediglich eingeschränkten 
Leistungsfähigkeit sowie die fehlende gutachterliche Auseinandersetzung 
damit (vgl. Beschwerde S. 6 sowie Schlussbemerkungen S. 3). Bei dieser 
bereits mehrere Jahre zurückliegenden Massnahme handelte es sich je-
doch allein um eine berufliche Abklärung, welche die medizinische Beurtei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 14

lung nicht zu präjudizieren vermag und insoweit nicht entscheidwesentlich 
ist. Schliesslich enthalten auch die Berichte des behandelnden Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. April 
2015 (AB 109) und 25. August 2015 (AB 114) keine Befunde, welche von 
den Gutachtern nicht bereits berücksichtigt worden wären, weshalb seine 
anderslautende Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht überzeugt.

3.3.3 Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass der Beschwerdefüh-
rer – trotz aktenmässig nicht ausgewiesener emotionaler innerer Konflikte – 
an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leidet 
(vgl. AB 159.1 S. 31), erreichte diese kein invalidisierendes Ausmass, wie 
die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 
dargelegte Prüfung der Standardindikatoren (vgl. Beschwerdeantwort 
S. 4 f. Ziff. 9 sowie E. 2.3 hiervor) ergibt:

Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist betreffend den Komplex „Gesundheitsschädigung“ festzu-
halten, dass die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Sym-
ptome (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) nicht sehr stark ausgeprägt ist. 
Dem psychiatrischen Folgegutachten vom 24. September 2016 ist zu ent-
nehmen, dass keine durchgehende Gereiztheit und Niedergeschlagenheit 
vorliegt, wie zum Beispiel bei einer depressiven Symptomatik. Die An-
spruchshaltung, die Überzeugung durch die Unfälle stigmatisiert und ver-
ändert worden zu sein, eine gewisse Passivität und ein Interessenverlust, 
ein ständiges Klagen über die Krankheit und die labile dysphorische Be-
stimmtheit, scheinen zwar vorhanden zu sein, sind in ihrer Ausprägung 
aber leicht (AB 159.1 S. 33). Der Beschwerdeführer beschreibt denn auch 
einen geregelten Tagesablauf unter anderem mit täglich mehreren Spa-
ziergängen mit dem Hund sowie regelmässigen Gartenarbeiten (vgl. 
AB 132.1 S. 27, 33, 38, 47, 58 f. und 61, 159.1 S. 27 f.). Hinsichtlich Be-
handlungserfolg oder -resistenz (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) gab 
der Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern an, zurzeit (November 
2015 bzw. September 2016) keine Therapien zu absolvieren (vgl. AB 132.1 
S. 27, 159.1 S. 19, 34 und 36). Zwar hielt Dr. med. F.________ eine nega-
tive Wechselwirkung zwischen der Persönlichkeitsänderung und der anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung fest (AB 159.1 S. 31), jedoch ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 15

mag diese insbesondere aufgrund der von den Gutachtern festgestellten 
Diskrepanzen zwischen den geschilderten Symptomen und dem gezeigten 
Verhalten (AB 132.1 S. 64, 159.1 S. 36) nicht hinreichend zu überzeugen. 
Mit Blick auf die Persönlichkeit des Beschwerdeführers (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302) ist festzuhalten, dass der psychiatrische Zweitgutachter 
zwar ausführte, dass Veränderungen, Verluste, Hoffnungen, Enttäuschun-
gen und veränderte Lebensumstände zu einer Veränderung der Persön-
lichkeit, der Anspruchshaltung, der Aktivität und der Stimmung des Be-
schwerdeführers, auch zu einer Verschlechterung in der aktiven Gestaltung 
von Beziehungen und im Kontakt mit sich selbst geführt habe, jedoch stufte 
er die vorliegende Symptomatik und Befundlage als leicht ein (AB 159.1 
S. 31). In diesem Sinn hielten zuvor die MEDAS-Gutachter bereits fest, aus 
psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in der Lage, sämtliche sei-
nem körperlichen Belastungsprofil angepassten Tätigkeiten zu verrichten 
(AB 132.1 S. 47). Bezüglich des Komplexes „Sozialer Kontext“ (BGE 
141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) sind die geschilderten sehr guten familiären 
Verhältnisse (AB 159.1 S. 28; er lebt mit der Ehegattin zusammen), die 
Besuche und Gespräche mit dem im selben Haus anwesenden Schwieger-
vater und den (ehemaligen) Arbeitskollegen nach deren Feierabend 
(AB 132.1 S. 47 und 61) sowie die regelmässigen Spaziergänge mit dem 
Hund zu erwähnen (AB 132.1 S. 27, 47, 53, 59 und 61). Zudem liegt hin-
sichtlich der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) keine gleich-
mässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Le-
bensbereichen vor. Der Beschwerdeführer übt die Gartenarbeit mit Freude 
und Regelmässigkeit aus und geht mehrmals täglich mit dem Hund spazie-
ren (AB 132.1 S. 27, 33, 38, 47, 52 f., 58 f. und 61, 159.1 S. 27 f.). Als wei-
teres Hobby nannte er das Beschriften von Holz mit einem Lötkolben und 
das Verzieren von Holzgegenständen (AB 132.1 S. 47 und 58). In der Fol-
ge stellten denn auch die Zweitgutachter eine gewisse Diskrepanz zwi-
schen den geschilderten Symptomen und dem gezeigten Verhalten fest 
(AB 159.1 S. 36) bzw. es führten jene der MEDAS aus, der Untersu-
chungsablauf habe anhand der Anamnese Hinweise auf eine Verdeutli-
chung ergeben, bei der Untersuchung hätten sich dagegen geringe Aggra-
vationstendenzen gezeigt. Es bestünden deutliche Widersprüche in den 
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und dem objektiven orthopä-
dischen Befund (AB 132.1 S. 50). In diesem Sinne ist auch nochmals zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 16

erwähnen, dass der Beschwerdeführer abgesehen von der hausärztlichen 
Behandlung sowie eines abgebrochenen Versuchs von Psychotherapie 
keine weiteren Therapien in Anspruch nimmt (AB 159.1 S. 28). Zusammen-
fassend wäre selbst bei Annahme der Diagnose einer anhaltenden somato-
formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) nicht von einem invalidisierenden 
Gesundheitsschaden auszugehen.

3.3.4 Im Gegensatz zur psychiatrischen Beurteilung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit besteht in den übrigen Fachgebieten (Orthopädie, Kardiolo-
gie, Allgemeine Innere Medizin) Einigkeit über die Auswirkungen der multi-
plen somatischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. So führten die 
MEDAS-Gutachter überzeugend aus, dass sich die Minderung der Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit einzig aus den orthopädischen 
Einschränkungen ergebe und aus den internistischen und kardiologischen 
Fachgebieten keine Beeinträchtigung mehr bestehe (AB 132.1 S. 45). Auch 
Dr. med. E.________ bewertete die vom orthopädischen MEDAS-
Gutachter definierten Beeinträchtigungen als nachvollziehbar und sah eine 
Tätigkeit mit hoher Belastung der Körperachse und des Schultergürtels als 
nicht geeignet an (AB 159.1 S. 26). In kardiologischer Hinsicht macht der 
Beschwerdeführer in seinen Schlussbemerkungen (S. 5) zwar geltend, 
nach einem ersten Myokardinfarkt im Jahr 2010 sei am 4. Februar 2017 ein 
erneutes akutes Koronarsyndrom aufgetreten. Die dabei erwähnten Berich-
te von Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 
13. Februar 2017 (AB 171 S. 2 f.) und Dr. med. J.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin sowie Kardiologie, vom 21. Februar 2017 
(AB 173) enthalten jedoch keine Hinweise dafür, dass der neuerliche Infarkt 
– entgegen demjenigen aus dem Jahr 2010 (vgl. AB 132.1 S. 44 und 56) – 
nunmehr eine dauerhafte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit im Sinne 
einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes zur Folge hät-
te. Denn selbst wenn eine solche Einschränkung vorläge, müsste diese 
ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert haben, um Berück-
sichtigung finden zu können (vgl. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Damit 
steht fest, dass im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung, 
welcher in zeitlicher Hinsicht die Grenze der gerichtlichen Überprüfung bil-
det, keine Hinweise für eine wesentliche Veränderung des medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 17

Sachverhalts vorlagen, weshalb die Beschwerdegegnerin auch keine weite-
ren Abklärungen vorzunehmen hatte. Zudem hat der Beschwerdeführer mit 
den Schlussbemerkungen keine aktuelleren kardiologischen Berichte ein-
gereicht, als sie der Beschwerdegegnerin bereits vorgelegen haben (vor-
erwähnte Berichte der Dres. med. I.________ und J.________). Insoweit 
erübrigt sich auch eine Überweisung der Akten an die Beschwerdegegnerin 
zwecks Prüfung eins allfälligen Neuanmeldungsgrundes. 

3.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist in Abweichung der Ein-
schätzung von Dr. med. F.________ – 20%ige Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit aufgrund einer Persönlichkeitsänderung (AB 159.1 S. 38) – für die 
Invaliditätsbemessung ausschliesslich auf das aus orthopädischer Sicht 
formulierte Zumutbarkeitsprofil abzustellen (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Demnach 
ist in der angestammten Tätigkeit als … eine Leistungsfähigkeit von 50 % 
(Präsenzzeit von 8.5 Stunden pro Tag mit Einschluss ausreichender Erho-
lungs- und Gymnastikphasen) seit Dezember 2007 erstellt. In einer ange-
passten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit (Heben und Tra-
gen von Gewichten bis zu 15 kg in temperierten Räumen, rückenschulge-
recht, im Wechsel zwischen Stehen, Gehen und Sitzen mit leichten Erho-
lungsphasen ohne Zwangshaltungen, unter Vermeidung von mittelschwe-
ren bis schweren Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über 
15 kg sowie ständigen Tätigkeiten ausserhalb des Körperlotes, ruckartigen 
Bewegungen, Vibrationen, Besteigen von Leitern und Gerüsten, Arbeiten in 
schrägen und unwegsamen Geländen, Tätigkeiten, die eine besondere 
Geschicklichkeit der linken Hand erfordern wie repetitives Hämmern und 
Klopfen, ohne kniende und hockende Tätigkeiten, Kälte- und Nässeexposi-
tion sowie ohne Zugluft) besteht dagegen spätestens seit Juni 2012 eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit (100 % Leistung, Präsenzzeit von 8.5 Stunden 
pro Tag mit Einbau kleinerer Erholungs- und Gymnastikphasen). Diese 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen wurden durch die Behandlungsphasen nach 
dem Unfallereignis vom 15. September 2011 (vgl. AB 32.2, 46 S. 3, 49 
S. 4, 132.1 S. 36), postoperativ nach Metallentfernung (vgl. AB 97 S. 4 
[29. August 2013], 111.4 S. 65 [21. Mai 2012]) sowie nach dem operativen 
Eingriff am rechten Sprunggelenk mit Versteifung im Jahr 2013 (vgl. 
AB 132.1 S. 43), welche allerdings zu bloss vorübergehenden Arbeitsun-
fähigkeiten führten, unterbrochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 18

4.

Aufgrund des für die vorliegenden Belange massgeblichen Zumutbar-
keitsprofils (E. 3.4 hiervor) ist nachstehend der Invaliditätsgrad zu bemes-
sen.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 
E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 
E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 19

nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 
E. 2.2).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn fällt unter Berücksichtigung der 
Anmeldung zum Leistungsbezug vom 12. März 2012 (AB 30) sowie der 
gutachterlich seit Dezember 2007 attestierten Leistungseinschränkung (vgl. 
E. 3.4 hiervor) auf den 1. September 2012 (Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 
Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich vorzu-
nehmen.

4.3

4.3.1 Der Beschwerdeführer arbeitete zuletzt vom Juli 1997 bis 31. Janu-
ar 2013 bei der K.________ AG im ... (AB 47, 132.1 S. 3, IV-Protokoll per 
28. April 2017 [IV-Protokoll], Einträge vom 15. November 2012 [S. 4] und 
5. Dezember 2012 [S. 5]). Diese Stelle wurde ihm aus gesundheitlichen 
Gründen gekündigt, da er nur noch sehr reduziert im Betrieb eingesetzt 
werden konnte (vgl. IV-Protokoll, Eintrag vom 15. November 2012 [S. 4]). 
Demnach wäre der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden überwie-
gend wahrscheinlich nach wie vor bei der gleichen Unternehmung tätig. In 
der Folge ist das von der Beschwerdegegnerin herangezogene und zwi-
schen den Parteien unbestrittene Valideneinkommen von Fr. 66‘924.-- für 
das Jahr 2012 (AB 172 S. 2) nicht zu beanstanden, entspricht dieser Be-
trag doch annähernd dem im individuellen Konto des Beschwerdeführers 
(AB 136 S. 3) maximal ausgewiesenen und auf das Jahr 2012 indexierten 
Einkommen aus dem Jahr 2009 (Fr. 65‘108.-- / 2136 x 2188 = Fr. 66‘693.-- 
[BFS, Tabelle T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise 
und der Reallöhne, 1976-2015]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 20

4.3.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit aufgenommen hat, 
ist das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen gemäss LSE zu 
bestimmen. Gestützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Totalwert, Männer, 
Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 
Art), resultiert angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit ein hypotheti-
sches Einkommen von Fr. 65‘177.10 (Fr. 5‘210.-- x 12 / 40 x 41.7 [BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total]). Dabei hat 
die Beschwerdegegnerin aufgrund der gutachterlich festgehaltenen ver-
mehrten Erholungs- und Gymnastikphasen (AB 132.1 S. 45) einen nicht zu 
beanstandenden behinderungsbedingten Abzug von 10 % gewährt (AB 172 
S. 2). Damit ist für das Invalideneinkommen ein Betrag von Fr. 58‘659.40 
(Fr. 65‘177.10 x 0.9) heranzuziehen.

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt 
sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 8‘264.60 (Fr. 66‘924.-- ./. Fr. 58‘659.40), 
was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet 12 % 
entspricht (vgl. E. 2.4 hiervor bzw. zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123). 

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers im Ergebnis zu Recht abgelehnt, womit die gegen 
die Verfügung vom 21. Februar 2017 (AB 172) erhobene Beschwerde ab-
zuweisen ist.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 21

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer (Umkehrschluss aus 
Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) noch die in ihrer Eigenschaft als 
öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Bern (Art. 104 Abs. 3 VRPG) ob-
siegende Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch auf Parteikostenersatz 
(vgl. auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. Sep-

tember 2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2017, IV/17/324, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.