# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d87c99c0-a666-5e3e-9530-e3c2019d1f36
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.09.2010 BG.2010.12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2010-12_2010-09-08.pdf

## Full Text

Entscheid vom 8. September 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
KANTON ST. GALLEN, Staatsanwaltschaft des Kan-
tons St. Gallen,  

 
Gesuchsteller 

 
 gegen 
   

1. KANTON ZÜRICH, Oberstaatsanwaltschaft des 
Kantons Zürich, 

 
2. KANTON ZUG, Staatsanwaltschaft des Kantons 

Zug,  
 

Gesuchsgegner 
  
 

Gegenstand  Örtliche Zuständigkeit 
(Art. 279 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 345 StGB) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BG.2010.12 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Das Kantonale Untersuchungsamt des Kantons St. Gallen führt gegen A. 
und gegen B. eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts des banden- 
und gewerbsmässigen Fahrzeugdiebstahls. Weiter in diesem Zusammen-
hang im Visier verschiedener Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland 
stehen C., D., E., F., G., H., I. sowie weitere, derzeit noch unbekannte Per-
sonen. Die bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen im Rahmen der 
Aktion „J.“ hätten gemäss den Ausführungen der Staatsanwaltschaft des 
Kantons St. Gallen ergeben, dass zwischen dem 2./3. August 2009 und 
dem 25./26. April 2010 in der Schweiz bzw. in insgesamt zehn Kantonen 
durch mutmasslich dieselbe Täterschaft insgesamt 51 hochwertige Fahr-
zeuge nach derselben Methode gestohlen wurden (act. 1, S. 3; vgl. auch 
die entsprechenden Deliktstabellen act. 1.1 und 1.2).  
 
 

B. Am 2. Juli 2010 gelangte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen 
zwecks Bestimmung eines einheitlichen Gerichtsstandes an die Ober-
staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, nachdem aus ihrer Sicht der Kan-
ton Zürich für die Beurteilung der durch die eingangs erwähnte Tätergruppe 
in der Schweiz begangenen Delikte zuständig sei (ST.2010.3519, act. G/1). 
Am 15. Juli 2010 gelangte der Procureur général des Kantons Genf (nach-
folgend „Procureur général“), welcher die Untersuchung gegen C. und D. 
führt, in derselben Sache an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zü-
rich und die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (ST.2010.3519, 
act. G/3). Die mit der Verfolgung von E. betraute Staatsanwaltschaft Win-
terthur/Unterland verneinte am 22. Juli 2010 gegenüber der Staatsanwalt-
schaft des Kantons St. Gallen und gegenüber dem Procureur général ihre 
Zuständigkeit (ST.2010.3519, act. G/5). Auf Grund dieses negativen Be-
scheides ersuchte der Procureur général daraufhin die Staatsanwaltschaft 
des Kantons St. Gallen um Übernahme der gegen C. und D. geführten 
Strafverfahren (ST.2010.3519, act. G/7). Diese ersuchte ihrerseits am 
28. Juli 2010 die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug um Übernahme der 
Strafsache (ST.2010.3519, act. G/8) und wies das Ersuchen des Procureur 
général ab (ST.2010.3519, act. G/9). Sowohl die Staatsanwaltschaft des 
Kantons Zug als auch die erneut angegangene Oberstaatsanwaltschaft des 
Kantons Zürich verneinten am 2. August 2010 bzw. am 13. August 2010 
gegenüber der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen ihre Zuständig-
keit (ST.2010.3519, act. G/10 und G/14). 

 
 

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C. Mit Gesuch vom 17. August 2010 gelangte die Staatsanwaltschaft des Kan-
tons St. Gallen an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und 
beantragt, es seien die Behörden des Kantons Zürich bzw. (nach Zürcher 
Interpretation) des Kantons Zug für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 
die Verdächtigten der Aktion „J.“ zu verfolgen und zu beurteilen (act. 1). Die 
Staatsanwaltschaft des Kantons Zug befürwortet in ihrer Gesuchsantwort 
vom 20. August 2010 die Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden des 
Kantons Zürich (act. 3). Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
beantragt ihrerseits am 27. August 2010, es seien die Behörden des Kan-
tons Zug für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Verdächtigten der 
Aktion „J.“ zu verfolgen und zu beurteilen (act. 4). Die beiden Gesuchsant-
worten wurden den Parteien am 1. September 2010 wechselseitig zur 
Kenntnis gebracht (act. 5, 6 und 7). 

 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Zuständigkeit der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum 

Entscheid über Gerichtsstandsstreitigkeiten ergibt sich aus Art. 345 StGB 
i.V.m. Art. 279 Abs. 1 BStP, Art. 28 Abs. 1 lit. g SGG und Art. 9 Abs. 2 des 
Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht (SR 173.710). 
Voraussetzung für die Anrufung der I. Beschwerdekammer ist allerdings, 
dass ein Streit über einen interkantonalen Gerichtsstand vorliegt und dass 
die Kantone über diesen Streit einen Meinungsaustausch durchgeführt ha-
ben (SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in 
Strafsachen, 2. Aufl., Bern 2004, N. 599). Die Behörden, welche berechtigt 
sind, ihren Kanton im Meinungsaustausch und im Verfahren vor der I. Be-
schwerdekammer zu vertreten, bestimmen sich nach dem jeweiligen kan-
tonalen Recht (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 564; GUIDON/BÄNZIGER, Die 
aktuelle Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts zum interkantonalen Ge-
richtsstand in Strafsachen, Jusletter 21. Mai 2007, [Rz 12] in fine). Eine 
Frist für die Anrufung der I. Beschwerdekammer besteht für die Kantone 
grundsätzlich nicht (vgl. aber GUIDON/BÄNZIGER, a.a.O., [Rz 15] m.w.H. so-
wie beispielsweise den Entscheid des Bundesstrafgerichts BG.2009.19 
vom 21. September 2009, E. 1.2 und 1.4). 

 

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1.2 Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen ist berechtigt, den Ge-
suchsteller bei interkantonalen Gerichtsstandskonflikten vor der I. Be-
schwerdekammer zu vertreten (Art. 31 Abs. 2 des Strafprozessgesetzes 
des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 1999 [sGS 962.1]). Gleiches gilt bezüg-
lich der Gesuchsgegner für die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
(§ 6 lit. m der Verordnung über die Organisation der Oberstaatsanwalt-
schaft und der Staatsanwaltschaften des Kantons Zürich vom 27. Okto-
ber 2004 [LS 213.21]) und für die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 
(§ 22bis Abs. 4 Ziff. 2 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbe-
hörden des Kantons Zug vom 3. Oktober 1940 [BGS 161.1]). Der Ge-
suchsteller hat mit den beiden Gesuchsgegnern vor Einreichung des Ge-
suchs einen Meinungsaustausch durchgeführt. Auch die übrigen Eintre-
tensvoraussetzungen geben vorliegend zu keinen weiteren Bemerkungen 
Anlass, weshalb auf das Gesuch einzutreten ist. 

 
 
2.  
2.1 Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen 

mehrere Delikte, so sind die Art. 343 und 344 Abs. 1 Satz 2 StGB so mit-
einander zu kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte 
verfolgt werden, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe be-
drohte Tat verübt worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt 
sich der Gerichtsstand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo die Untersu-
chung zuerst angehoben wurde (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 309 
m.w.H.). 

 
2.2 Bei der Beurteilung der Gerichtsstandsfrage muss von der aktuellen Ver-

dachtslage ausgegangen werden. Massgeblich ist nicht, was dem Beschul-
digten nachgewiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der Gegen-
stand der Untersuchung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von vorn-
herein als haltlos oder sei sicher ausgeschlossen. Der Gerichtsstand be-
stimmt sich also nicht nach dem, was der Täter begangen hat, sondern 
nach dem, was ihm vorgeworfen wird, das heisst, was aufgrund der Akten-
lage überhaupt in Frage kommt. Dabei stützt sich die I. Beschwerdekam-
mer auf Fakten, nicht auf Hypothesen (vgl. zum Ganzen GUIDON/BÄNZIGER, 
a.a.O., [Rz 25] m.w.H.; vgl. auch die Entscheide des Bundesstrafgerichts 
BG.2009.8 vom 27. April 2009, E. 2.2; BG.2008.18 vom 6. April 2009, 
E. 2.1). 

 
2.3 Unter den Parteien nicht bestritten wird die Qualifikation sämtlicher Ge-

genstand der Untersuchung bildenden Diebstähle als gewerbs- und ban-
denmässiger Diebstahl. Für die Gerichtsstandsbestimmung massgebend 

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erweist sich daher auf Grund der grösseren Mindeststrafdrohung der ban-
denmässige Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 3 StGB. Der Gesuchsgegner 1 
bestreitet jedoch mit Nachdruck die Auffassung der beiden anderen Partei-
en, wonach die beiden Fahrzeugdiebstähle vom 2./3. August 2009 bei der-
selben Garage in Zürich der Bande um A. zugerechnet werden könnten. 
Aus den Akten ergäbe sich kein Hinweis auf eine entsprechende Täter-
schaft. Weder lägen Videoaufnahmen vor, noch ergäben sich auf Grund 
der überprüften Flugbewegungen der Beschuldigten, der rückwirkenden 
Teilnehmeridentifikationen oder den Einvernahmen irgendwelche Indizien, 
dass diese Tat von der fraglichen Bande ausgeführt worden sei. Es sei seit 
Jahren eine gängige Vorgehensweise von mehreren, weitgehend unab-
hängig voneinander operierenden Banden aus Ost- und Südosteuropa, mit-
tels „Schlüssel-Fischen“ hochwertige Fahrzeuge zu entwenden und mit Hil-
fe von Kurieren nach Osteuropa zu bringen. Für die beiden Diebstähle vom 
2./3. August 2009 kämen daher auch andere, noch unbekannte Täter oder 
Banden in Frage. Die blosse polizeiliche Vermutung, alle entsprechenden 
Diebstähle gehörten zusammen, habe sich bereits einmal als falsch her-
ausgestellt (vgl. hierzu im Detail act. 4, S. 2 m.w.H.). Es gebe keine Hin-
weise, wonach die Vermutung hinsichtlich der Diebstähle vom 2./3. August 
2009 zutreffe. Im fraglichen Zeitraum habe im Raum Zürich nachgewiese-
nermassen eine weitere Bande mit vergleichbarem modus operandi delin-
quiert. Die erste klar A. zuschreibbare Tat sei der Diebstahl eines Porsche 
Panamera am 23. August 2009 in Z. (Kanton Zug). Hier werde A. durch 
Aussagen von E. sowie durch die Videoüberwachung am Tatort schwer be-
lastet. Aus diesen Gründen hält der Gesuchsgegner 1 die Zuständigkeit der 
Strafverfolgungsbehörden des Gesuchsgegners 2 für gegeben.  

 
2.4 Hinsichtlich der beiden Fahrzeugdiebstähle vom 2./3. August 2009 bei der-

selben Garage in Zürich kann den Akten entnommen werden, dass die 
noch unbekannte Täterschaft die Fahrzeuge gestohlen habe, nachdem sie 
vorher aus dem Schlüsseltresor der Garage die Fahrzeugschlüssel ent-
wendet habe. Der Schlüsseltresor sei dabei nicht aufgebrochen oder be-
schädigt worden, weshalb anzunehmen sei, dass die Schlüsselcouverts, in 
welchen die Fahrzeugschlüssel deponiert waren, herausgefischt wurden 
(vgl. die Rapporte der Stadtpolizei Zürich vom 7. bzw. vom 8. August 2009; 
ST.2010.3519, Dossier S/1 und S/2). Diese Art von „Schlüssel-Fishing“ 
wurde gemäss dem Zwischenbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 
28. Juni 2010 bei allen Gegenstand der Operation „J.“ bildenden Diebstäh-
len zur Anwendung gebracht (ST.2010.3519, Dossier A, act. A/12, S. 4). 
Diesbezüglich ergibt sich insbesondere eine Abweichung zum vom Ge-
suchsgegner 1 angeführten Diebstahl vom 16./17. August 2009, der offen-
bar erst ebenfalls der Bande um A. zur Last gelegt worden ist. Dem ent-

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sprechenden Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 18. Mai 2010 kann 
entnommen werden, dass der geständige Beschuldigte, den Schlüsselkas-
ten mit einem Flachwerkzeug aufgebrochen, sich also nicht der ansonsten 
typischen Fishing-Methode bedient hat (act. 4.1, S. 4 und 6). Eines der bei-
den am 2./3. August 2009 gestohlenen Fahrzeuge konnte in der Folge in 
Bulgarien angehalten und sichergestellt werden. Gelenkt wurde das Fahr-
zeug zu jenem Zeitpunkt von einem ukrainischen Staatsangehörigen in Be-
gleitung einer jüngeren polnischen Staatsangehörigen. Am Fahrzeug sei 
ein gefälschtes ukrainisches Kontrollschild angebracht gewesen. Ebenso 
sei die Fahrzeugidentifikationsnummer am Fahrgestell bereits verfälscht 
worden. Bei den vom Lenker mitgeführten Fahrzeugscheinen habe es sich 
ebenso um Fälschungen gehandelt (vgl. hierzu ST.2010.3519, Dossier 
S/2). Die Umstände bei der Anhaltung dieses Fahrzeuges in Bulgarien ent-
sprechen gemäss dem bereits erwähnten Zwischenbericht der Kantonspo-
lizei St. Gallen ebenfalls der besonderen Vorgehensweise der Tätergrup-
pierung um A. (vgl. ST.2010.3519, Dossier A, act. A/12, S. 5 und der dort 
beschriebene Umbau in „Doubletten-Fahrzeuge“, welche anschliessend 
durch ukrainische Staatsangehörige in weiblicher Begleitung in verschiede-
ne Staaten im Nahen und Mittleren Osten ausgeführt werden). Die ein-
gangs erwähnte Garage in Zürich wurde zudem zum Tatort von weiteren 
drei Fahrzeugdiebstählen, wobei einer dieser Diebstähle offenbar auf 
Grund der Randdatenerhebung des Mobiltelefons von D. der Gruppierung 
um A. zugerechnet werden kann (act. 1.1). 

 
2.5 Den Akten sind somit einige Tatsachen zu entnehmen (insbesondere der 

identische und nicht bloss ähnliche modus operandi; wiederholte Diebstäh-
le bei derselben Garage), welche den Verdacht zu begründen vermögen, 
dass auch die beiden Fahrzeugdiebstähle vom 2./3. August 2009 der 
Gruppierung um A. zuzurechnen sind. Massgebend ist nicht, wie dies der 
Gesuchsgegner 1 geltend zu machen scheint, dass diese Diebstähle der 
Tätergruppierung nachgewiesen werden können. Es genügt, dass der ent-
sprechende Tatbestand Gegenstand der Untersuchung bildet, ohne dass 
dieser von vorneherein als haltlos oder sicher ausgeschlossen erscheint. 
Solches trifft vorliegend bloss auf den Diebstahl vom 16./17. August 2009 
zu, welcher dem entsprechenden Geständnis zufolge von einem Täter, der 
nicht der hier interessierenden Gruppe angehört, verübt worden ist. Hin-
sichtlich der beiden Diebstähle vom 2./3. August 2009 lassen sich den Ak-
ten keine Tatsachen entnehmen, dass ebenfalls eine andere Urheberschaft 
für die Delikte verantwortlich ist. Der entsprechende Einwand des Ge-
suchsgegners 1 erweist sich diesbezüglich als rein hypothetischer Natur. 

 
 

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3. Nach dem Gesagten ist das Gesuch gutzuheissen und es sind die Strafver-
folgungsbehörden des Gesuchsgegners 1 für berechtigt und verpflichtet zu 
erklären, die eingangs erwähnten Verdächtigten der Operation „J.“ zu ver-
folgen und zu beurteilen. 

 
 
4. Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. 

Art. 66 Abs. 4 BGG). 
 

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Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Zürich sind berechtigt und ver-

pflichtet, die A., B., C., D., E., F., G., H., I. und weiteren, derzeit noch unbe-
kannten Personen im Rahmen der Operation „J.“ zur Last gelegten Strafta-
ten zu verfolgen und zu beurteilen. 

 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 8. September 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen  
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich (mitsamt Akten)  
- Staatsanwaltschaft des Kantons Zug  
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.