# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f30cc306-9f74-576c-9d31-73a57edfcb37
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.04.2024 720 23 57 / 91 (720 2023 57 / 91)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-57---91_2024-04-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. April 2024 (720 23 57 / 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beurteilung der funktionellen Einschätzung gestützt auf die Einschätzungen des RAD 

schlüssig. Verwertbarkeit trotz fortgeschrittenen Alters bejaht. Notwendigkeit für die Vor-

nahme allfälliger Eingliederungsmassnahmen verneint.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1959 geborene A.____ meldete sich am 19. September 2017 unter Hinweis auf Rü-
ckenschmerzen sowie ein Taubheitsgefühl im linken Bein bei der eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse, namentlich nach Einholung der Berichte seiner behandelnden Ärzte, stellte die zu-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbescheid vom 28. Februar 2019 eine Ab-
weisung des Leistungsbegehrens mit der Begründung in Aussicht, dass im Zeitpunkt des frühst-
möglichen Rentenbeginns noch eine leistungsausschliessende Restarbeitsfähigkeit von 75% ver-
blieben sei. In der Folge hat die IV-Stelle im Einwandverfahren ergänzende medizinische Abklä-
rungen vorgenommen und dem Versicherten mit einem neuen Vorbescheid vom 10. September 
2021 die Zusprache einer Viertelrente ab März 2018, einer ganzen Rente ab Mai 2019, einer 
Dreiviertelrente ab Februar 2021 sowie einer Viertelrente der IV ab Juni 2021 in Aussicht gestellt. 
Auch hiergegen hat der Versicherte Einwand erhoben und die IV-Stelle hat erneut ergänzende 
Abklärungen durchgeführt. Nach wiederum durchgeführtem Vorbescheidverfahren hat sie dem 
Versicherten schliesslich mit Verfügung vom 20. Januar 2023 ab 1. März 2018 eine Viertelrente, 
ab 1. Mai 2019 eine ganze Rente, ab 1. Februar 2021 eine Dreiviertelrente, ab 1. Juni 2021 eine 
Viertelrente, ab Oktober 2021 eine ganze Rente und ab Juni 2022 wieder eine Viertelrente der IV 
zugesprochen.  
 
B. Hiergegen hat der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Hermann, am 20. Feb-
ruar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht) erhoben. Er beantragte, die IV-Stelle sei zu verpflichten, auf 
der Basis eines IV-Grads von 100% mit Wirkung ab März 2018 bis auf weiteres eine ganze Rente 
der IV auszurichten. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass die IV-Stelle den 
medizinischen Sachverhalt mittels orthopädischer Aktenbeurteilungen ihres regional-ärztlichen 
Dienstes (RAD) nur ungenügend abgeklärt habe. Bis Sommer 2022 habe noch ein instabiler Ge-
sundheitszustand vorgelegen. Für eine gesetzeskonforme Abklärung wäre die Einholung eines 
externen polydisziplinären medizinischen Gutachtens bei einer neutralen Begutachtungsstelle 
notwendig gewesen. In Anbetracht der medizinischen Probleme sei die Restarbeitsfähigkeit mit 
Blick auf das vorgerückte Alter nach einer Absenz vom Arbeitsmarkt mittlerweile von sechsein-
halb Jahren ausserdem nicht mehr verwertbar. Eventualiter sei ein leidensbedingter Abzug beim 
Invalideneinkommen im Umfang von mindestens 25% vorzunehmen, subeventualiter sei die An-
gelegenheit zur Prüfung des Selbsteingliederungspotentials an die Vorinstanz zurückzuweisen.  
 
C. Unter Hinweis auf zwei RAD-Stellungnahmen vom 1. bzw. vom 2. März 2023 schloss 
die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 16. März 2023 auf Abweisung der Beschwerde.  

 
D. Mit Replik vom 18. April 2023 hielt der Beschwerdeführer unter Verweis auf ergänzende 
Berichte seiner behandelnden Ärzteschaft an seinen Rechtsbegehren fest. 

 
E. Die IV-Stelle hielt mit Duplik vom 10. Mai 2023 unter Hinweis auf eine weitere Stellung-
nahme ihres RAD vom 21. April 2023 an ihrem Abweisungsantrag fest. 

 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts vom 12. Mai 
2023 wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. Zusammen mit der Ein-
reichung seiner Honorarnote hat der Beschwerdeführer mit Triplik vom 30. Mai 2023 an der Be-
gründung seiner Beschwerde festgehalten und an der bereits in seiner Beschwerde beantragten 
Durchführung einer Parteiverhandlung festgehalten. Mit Eingabe vom 1. Juni 2023 hat die IV-

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Stelle auf eine weitere Stellungnahme verzichtet. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 12. De-
zember 2023 ordnete das Kantonsgericht in Nachachtung des Verfahrensantrags des Beschwer-
deführers die Durchführung einer Parteiverhandlung an. 

 
G. Mit Eingabe vom 13. Dezember 2023 hat der Beschwerdeführer unter Hinweis auf drei 
weitere Berichte seiner behandelnden Ärzte an seinen Rechtsbegehren festgehalten und mit ei-
nem weiteren Schreiben gleichen Datums den Verzicht auf Durchführung einer öffentlichen Par-
teiverhandlung erklärt. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 19. Dezember 2023 hat das Kan-
tonsgericht von der Durchführung einer Parteiverhandlung abgesehen.  

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 20. Feb-
ruar 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrecht-
lichen Grundsätzen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden 
Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft 
dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der 
Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen 
des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Inva-
lidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf grundsätzlich jedoch das seit diesem 
Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen, vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil 
des Bundesgerichts vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Weil in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 466 E. 1), sind im vorliegen-
den Fall für die Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten im Nachgang zu dessen Leis-
tungsgesuch vom 9. September 2017 (IV-Dok 1) die Bestimmungen des IVG in der noch bis Ende 
2021 geltenden Fassung anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweis). Sie werden im Fol-
genden jeweils in dieser Version wiedergegeben und angewendet.  
 
2.1 Ein Rentenanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente 
sodann nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu min-
destens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, 
wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen 
gilt hingegen wie erwähnt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu 
in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird (oben, Erwägung 1.2). Dabei 
besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente ebenfalls erst bei einem IV-Grad 
ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-
Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung). 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 141 V 15 E. 3.2). 
 
4.1  Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

versicherte Person arbeitsfähig oder arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 
105 V 156 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche andere  Erwerbstätigkeit 
als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausge-
glichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-
barerweise noch verrichtet werden kann (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden soll, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen 
(BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 
8C_879/2014, E. 5.3). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 a. E., mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 
2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
4.3  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
5.1 Zu prüfen sind Bestand und Höhe des Anspruchs auf die mit Verfügung der IV-Stelle vom 
20. Januar 2023 zugesprochene Invalidenrente. In medizinischer Hinsicht stützte sich die IV-
Stelle in der angefochtenen Verfügung auf diverse Berichte ihres RAD, namentlich von Dr. med. 
B.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, der sich 
seinerseits detailliert mit den medizinischen Berichten der behandelnden Ärzte auseinanderge-
setzt hat. Entgegen der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung liegen keine ge-
sundheitlichen Probleme vor, welche nicht von einem Orthopäden alleine hätte beurteilt werden 
können (Beschwerdebegründung, Ziffer 16). So wurden der Diabetes mellitus Typ II von der 
Hausärztin des Versicherten bereits im Oktober 2017 als Nebendiagnose ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (IV-Dok 19). Diese ohnehin medikamentös behandelbare Erkran-
kung vermag mit Blick auf eine dem Versicherten weiterhin zumutbare administrative Tätigkeit 
(IV-Dok 119) auch keine funktionellen Einschränkungen nach sich zu ziehen. Das Gleiche gilt 
hinsichtlich der durchgestandenen Tumorerkrankungen. Dabei handelt es sich um gutartige Ge-
schwülste im Magenbereich bzw. um ein Karzinom des Kolons, welche beide vor mittlerweile 14 
bzw. 25 Jahren operativ entfernt bzw. ohne Rezidiv oder sonstige Veränderungen komplikations-
los behandelt werden konnten (IV-Dok 122). Gleiches gilt für die Gichtschübe, die Nierensteine 
sowie auch das erlittene Schädel-Hirn-Trauma im Jahre 2016, in dessen Verlauf eine MRI-
Bildgebung im September 2017 unauffällige Befunde ergeben hatte. Alle diese durchgemachten 
Erkrankungen und Unfälle haben zu keinen dauerhaften Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
geführt (IV-Dok 19, S. 1; 78). Auch der Einwand des Beschwerdeführers, wonach der gesund-
heitlichen Situation in psychiatrischer Hinsicht zu wenig Rechnung getragen worden sei, vermag 
nicht zu überzeugen. Im medizinischen Dossier findet sich in diesem Zusammenhang lediglich 
ein echtzeitlicher Bericht vom 18. Juni 2020, demzufolge der Versicherte am 16. Juni 2020 ein 
ambulantes Notfallgespräch in Anspruch genommen hatte (IV-Dok 82). Aus der entsprechenden 
Beurteilung geht hervor, dass er im Rahmen multipler somatoformer-psychosozialer Belastungs-
faktoren zunehmend in einen Erschöpfungszustand mit im Vordergrund stehender depressiver 
sowie ängstlicher Symptomatik geraten sei. Die aktuelle Symptomatik sei am ehesten als Anpas-
sungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bzw. differentialdiagnostisch als leichtgradige 
depressive Episode einzuordnen. Zumal eine entsprechende Therapie nach drei Sitzungen an-
fangs Juli 2020 abgebrochen worden ist, lässt sich aus einem vereinzelten, länger zurückliegen-
den, notfallmässigen Erstkontakt keine valide versicherungsmedizinische Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit ableiten (vgl. auch psychiatrische RAD-Stellungnahme vom 2. März 2023, Beilage 
zur Vernehmlassung der IV-Stelle). Mangels anderweitiger Hinweise in den Akten bestand bei 
dieser Ausgangslage deshalb auch keine Veranlassung, den Versicherten auch psychiatrisch zu 
explorieren. 
 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.2.1 Die gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten beschränken sich vielmehr auf funk-
tionelle Einschränkungen an der Lendenwirbelsäule und der Hüfte. Die IV-Stelle stützte sich bei 
deren Beurteilung im Wesentlichen auf die Einschätzung ihres RAD vom 8. Februar 2019, vom 
5. März 2021, vom 10. Dezember 2021, vom 25. März 2022, vom 13. September 2022, vom 29. 
September 2022 sowie vom 5. Oktober 2022 (IV-Dok 45, 91, 110, 116, 140, 146). Aus diesen 
Beurteilungen geht hervor, dass mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine eingeschränkte Be-
lastbarkeit des lumbalen Achsenorgans nach Nukleotomie auf Höhe LKW 4/5 und Implantation 
nach Uniwallis auf Höhe LWK 4/5 mit protrahiertem Schmerzverlauf zu diagnostizieren sei. Die 
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf belaufe sich auf 30%. Analog zum Verlauf der Arbeits-
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, welche als weitgehend angepasst gelten könne, be-
trage die Restarbeitsfähigkeit auch in einer leidensangepassten Verweistätigkeit 70%. Berück-
sichtige man, dass die angestammte Tätigkeit schwerpunktmässig sitzend ausfalle und zwischen-
zeitlich durch ein Stehpult verändert worden sei, erscheine schliesslich auch der Verlauf der Ar-
beitsfähigkeit schlüssig, weil der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit wieder in einem 
Pensum von 75% tätig sei. Dieser Umstand untermauere die Plausibilität seiner residuellen Be-
schwerden. In den medizinischen Berichten sei zuletzt ausserdem eine anhaltende Besserung 
dokumentiert worden (IV-Dok 45).  
 
5.2.2 Gemäss Beurteilung vom 5. März 2021 persistiere ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom 
mit pseudoradikulären Schmerzen nach einem Status nach Nukleotomie auf Höhe LWK4/5 und 
Implantation im Juni 2017 ohne Nachweis einer akuten Denervation. Hinzu trete eine im Januar 
2021 fachärztlich erhobene Coxarthrose links. Es liege eine massgebende Einschränkung der 
Funktionen der Lendenwirbelsäule nach wiederholten operativen Eingriffen vor. Zu erheben seien 
neu ein Status nach dorsoventraler Spondylodese L4 bis S1 im Juli 2020 sowie eine aktivierte 
Coxarthrose. Behandlungsbedingt seien deshalb verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen 
Arbeitsunfähigkeiten zu berücksichtigen. Eine zeitweise aktivierte Coxarthrose des linken Hüft-
gelenks sei mit Infiltrationen behandelt worden. Eine administrative Tätigkeit wie die zuletzt aus-
geübte Arbeit als Netzwerk-Administrator sei weiterhin als weitgehend angepasst zu bezeichnen. 
Wegen eines vermehrten Pausenbedarfs erscheine unverändert eine Pensenreduktion von 30% 
vertretbar, wie dies bereits in der RAD-Stellungnahme vom 8. Februar 2019 festgehalten worden 
sei. Ab 8. Februar 2019 bis 19. Juli 2020 ergebe sich eine Restarbeitsfähigkeit von 30% und ab 
20. Juli 2020 für die Dauer von drei Monaten infolge operationsbedingter Rekonvaleszenz eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab 21. Oktober bis 8. Februar 2021 habe in der Folge noch eine 
hälftige Restarbeitsfähigkeit und ab 9. Februar 2021 im Zeitpunkt der Untersuchung durch die 
Orthopädie am C.____ infolge eines ausdrücklich guten Operations-Resultats bis auf weiteres 
wieder eine 70%-ige Restarbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit bestanden. Sowohl die bishe-
rige als auch eine angepasste Tätigkeit sei zu 70% zumutbar, allfällige berufliche Massnahmen 
würden somit entfallen. Der Fall erscheine medizinisch umfassend dokumentiert, so dass eine 
versicherungsmedizinisch valide Beurteilung gemäss Aktenlage vertretbar erscheine (IV-Dok 91). 
 
5.2.3 Der nachfolgenden RAD-Beurteilung vom 10. Dezember 2021 von Dr. B.____ ist zu ent-
nehmen, dass der Versicherte seit der letzten Beurteilung erneut an der Lendenwirbelsäule ope-
riert worden sei. Dokumentiert würden anamnestisch nach initialer Besserung seit dem Voreingriff 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

am 20. Juli 2020 nunmehr wieder zunehmend lumbale Rückenschmerzen, weshalb am 15. Ok-
tober 2021 nochmals ein operativer Eingriff erfolgt sei. Dabei seien erneut versteifende Massnah-
men auf Höhe L4/S1 durchgeführt worden. Postoperativ habe der Versicherte zunächst eine kom-
plette, jedoch schmerzfreie und hochgradige Lähmung des gesamten linken Beins gezeigt, die 
sich am Folgetag aber bereits wieder vollständig zurückgebildet habe. Er habe während des vier-
tägigen Aufenthalts selbst über eine gute Rückläufigkeit ausstrahlender Schmerzen ins linke Bein 
berichtet und habe in ausdrücklich gutem Allgemeinzustand entlassen werden können. Eine 
präoperative neurologische Abklärung dieser bereits seit 2016 vorbekannten Fussheberschwä-
che sei vom Versicherten als nicht beeinträchtigend eingestuft worden. Stimmig dazu habe neu-
rologisch ein unauffälliges Gangbild festgestellt werden können, so dass sich aus diesem Um-
stand keine weitreichenden Einschränkungen aufdrängen würden. Mit Ausnahme der behand-
lungsbedingten Arbeitsunfähigkeitsintervalle könne vorbehältlich eines voraussichtlich komplika-
tionslosen Verlaufs weiterhin von der bisherigen Zumutbarkeitsbeurteilung bezüglich einer ver-
wertbaren Restarbeitsfähigkeit von 70% in der angestammten Tätigkeit ausgegangen werden. 
Diese sei zugleich als weitgehend angepasst zu bewerten. Ab 9. Februar 2021 bis zirka Mitte 
2021 habe damit eine Restarbeitsfähigkeit von 70%, ab 1. Juli 2021 voraussichtlich bis Ende 
Februar 2022 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und ab 1. März 2022 –  
einen postoperativ unkomplizierten Verlauf vorausgesetzt – wieder eine 70%-ige Restarbeitsfä-
higkeit bestanden (IV-Dok 110). 
 
5.2.4 Der RAD-Beurteilung vom 25. März 2022 zufolge habe die postoperative Verlaufskontrolle 
keine auffällige Pathologie gezeigt. In der klinischen Verlaufskontrolle der behandelnden Spinal-
chirurgen werde anamnestisch zwar ein Brennen im lumbosakralen Übergang angegeben, wel-
ches sich auch gluetal ausgebreitet, jedoch nicht in die Beine ausgestrahlt habe. Dieses Brennen 
werden bei radiologisch ausgeheilter Spondylodese allerdings am ehesten auf eine muskuläre 
Insuffizienz zurückgeführt, wobei die Belastbarkeit der Wirbelsäule von den Behandlern in Bezug 
auf die Stabilität wieder als gut eingestuft worden sei, sofern rückengerechte Bedingungen ein-
gehalten würden. Eine solche Belastung wäre dem Versicherten versicherungsmedizinisch in sei-
ner Referenztätigkeit als Netzwerk-Administrator zumutbar, wobei ein erhöhter Pausenbedarf von 
30% berücksichtigt worden sei. Letztlich würden die nachgereichten medizinischen Unterlagen 
die bisherige Beurteilung des RAD bestätigen, wonach spätestens seit 1. März 2022 wieder eine 
70%-ige Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zumutbar sei. Die angestammte Tä-
tigkeit gelte zugleich als medizinisch-theoretische Verweistätigkeit (IV-Dok 116).  
 
5.2.5 Gemäss RAD-Beurteilung vom 13. September 2022 sei eine belastungsabhängige 
Schmerzzunahme am rechten Hüftgelenk dokumentiert worden, weshalb am 24. Februar 2022 
bei Verdacht auf eine aktivierte Coxarthrose eine schmerztherapeutische Gelenksinfiltration vor-
genommen worden sei. Diese habe gemäss Verlaufskontrolle drei Monate später im Bericht vom 
18. Mai 2022 einen sehr positiven Verlauf gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt habe der Versicherte 
allerdings über eine belastungsabhängige Zunahme der Schmerzen auch am linken Hüftgelenk 
bis in die Leisten berichtet, worauf am 13. Juni 2022 eine Infiltration auch des linken Hüftgelenks 
erfolgt sei. Tieflumbal links lokalisierte Schmerzen nach einem Sturz auf das Gesäss seien spi-
nalchirurgisch abgeklärt und bei intakter Implantat-Lage im Bereich der Lendenwirbelsäule ohne 
neue sensomotorische Ausfälle und bei negativen Nervenwurzelreiztests am ehesten im Rahmen 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der dekompensierten Coxarthrose bewertet worden. Eine wegweisende Veränderung der medi-
zinischen Situation sei nicht ausgewiesen, denn die Beschwerden im Bereich der degenerativ 
veränderten Hüftgelenke seien seit Jahren bekannt und bei der Würdigung der Gesamtsituation 
durch ein entsprechendes Schonprofil sowie durch eine zusätzliche Leistungseinschränkung von 
30% bereits gebührend berücksichtigt worden. Ebenfalls schon länger bekannt sei auch die damit 
verbundene Indikation zum endoprothetischen Gelenkersatz, durch den der Versicherte erfah-
rungsgemäss profitieren könnte. Lumbal lokalisierte Beschwerden seien von spinalchirurgischer 
Seite dem linken Hüftgelenk zugeordnet worden. Eine behandlungsbedürftige Situation im Be-
reich des Achsenorgans liege trotz relevanter Voreingriffe bei radiologisch intakter Implantat-Lage 
und einer klinisch nur geringen Muskelschwäche nicht vor. Der Fall sei medizinisch umfangreich 
dokumentiert (IV-Dok 140).  
 
5.2.6 Der RAD-Beurteilung vom 29. September 2022 ist im Zusammenhang mit einem erneut 
vorgelegten Bericht der behandelnden Ärzte vom 14. September 2022 zu entnehmen, dass die 
beidseitigen Beschwerden bei vordiagnostizierter Coxarthrose bekannt seien. Nun werde nach 
Rückgang der mit Infiltrationen behandelten Hüftbeschwerden eine Schmerzsituation im Bereich 
der mittleren und oberen Lendenwirbelsäule festgehalten, die man ebenfalls mit Infiltrationen be-
handle. Radiologisch sei ausdrücklich eine nur geringe Progredienz einer Anschlussdegeneration 
auf Höhe LWK 3/4 beschrieben worden. Eine wegweisende Verschlechterung der medizinischen 
Situation sei damit nicht ausgewiesen. Es handle sich um auffallend wechselhafte Beschwerden, 
die jedoch immer wieder behandelbar seien und deren Intensität mit den objektivierbaren Subs-
traten letztlich nicht hinlänglich korrelieren würde. An der bisherigen Beurteilung sei deshalb wei-
ter festzuhalten (IV-Dok 146).  
 
5.3 Nachdem der Versicherte namentlich in spinalchirurgischer Hinsicht sowie auch auf 
schmerz-therapeutischem und auf neurologischem Fachgebiet abgeklärt worden ist, dürfen die 
medizinischen Abklärungen in Bezug auf seine Rückenbeschwerden als umfassend bezeichnet 
werden. Vorliegend hat sich der RAD mit den entsprechenden Berichten der behandelnden Ärz-
teschaft auseinandergesetzt und mit Blick auf die versicherungsmedizinischen Kriterien eine de-
taillierte Analyse dieser mithin interdisziplinär erfolgten Untersuchungen vorgenommen. In seiner 
darauf beruhenden Beurteilung hat er insbesondere auch den operativ bedingt fluktuierenden 
Verlauf der geklagten Beschwerden des Versicherten mitsamt der bis zum massgebenden Refe-
renzzeitpunkt der am 20. Januar 2023 erlassenen Verfügung eingetretenen Entwicklung berück-
sichtigt und dabei zu Recht darauf verwiesen, dass sich mit Blick auf die angestammte, vorwie-
gend sitzende Tätigkeit unter Vorbehalt der wiederholt operativ bedingten Rekonvaleszenzen 
keine wegweisende Verschlechterung der medizinischen Situation nachweisen lässt. So weist 
der RAD-Arzt bezüglich der unstrittig eingeschränkten Belastbarkeit des Achsenorgans auf lum-
baler Höhe in seiner letzten Beurteilung vom 29. September 2022 zu Recht darauf hin, dass im 
letzten Bericht des D.____ vom 14. September 2022 eine nur geringe Progredienz einer An-
schlussdegeneration auf Höhe LWK 3/4 und eine nur leichte Zunahme der vorbestehenden Spon-
dylarthrose beschrieben worden ist (IV-Dok 143). Auf der Basis der in diesem Zusammenhang 
angefertigten Bildgebung in Form eines aktuellen CT der LWS und eines neuen Röntgenbilds 
konnten sodann keine Lockerungszeichen an den Implantaten festgestellt werden (a.a.O.). Für 
die gluteale Beschwerdesymptomatik konnten keine objektivierbaren Korrelate gefunden werden, 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nachdem von der behandelnden Fachärzteschaft bereits vor der zuletzt am 15. Oktober 2021 
durchgeführten Operation weder eine grobe Stellungsänderung noch ein verengter Spinalkanal 
erhoben werden konnten (IV-Dok 108). Auch die postoperativ geklagte Zunahme paravertebraler 
Beschwerden tieflumbal links ergab keine radiologischen Korrelate. Neue sensomotorische Aus-
fälle, eine Lockerung oder gar ein Bruch der Implantate konnten vielmehr ausgeschlossen werden 
(IV-Dok 137, S. 2). Nachdem bereits zuvor eine normale Belastbarkeit der Wirbelsäule unter rü-
ckengerechten Bedingungen attestiert worden war (IV-Dok 114), vermag es mithin zu überzeu-
gen, wenn der RAD in orthopädischer Hinsicht davon ausgeht, dass dem Versicherten ab 1. März 
2022 wieder jene 70%-ige Restarbeitsfähigkeit zumutbar war, wie sie bereits ab Februar 2021 im 
Anschluss an die Untersuchung durch die Orthopädie am C.____ attestiert worden war (IV-Dok 
90, 91). Betreffend die Coxarthrose verweist der RAD ausserdem zu Recht darauf hin, dass diese 
bereits aus früheren Berichten bekannt war und den damit zusammenhängenden belastungsab-
hängigen Beschwerden durch das formulierte Schonprofil mitsamt zusätzlichen Pausen ebenfalls 
bereits Rechnung getragen worden ist (oben, Erwägung 5.2.2; IV-Dok 137). Vor dem Hintergrund 
der unverändert vorbestehenden Taubheit im lateralen Ober- und Unterschenkel vermag an die-
sem Ergebnis auch die neuerdings erhobene Verdachtsdiagnose einer Meralgia parästhetica 
nichts zu ändern. Objektive Hinweise für eine radikuläre Ursache der brennenden Schmerzen im 
linken lateralen Oberschenkel bestehen mangels entsprechender Kompressionssymptomatik je-
denfalls keine (IV-Dok 152; Bericht des D.____ vom 9. November 2022, Beilage 1 zur Replik vom 
18. April 2023)  
 
5.4 Mit Blick auf die bis zur angefochtenen Verfügung massgebenden medizinischen Berichte 
kann demnach entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung von einem stabilen Ge-
sundheitszustand ausgegangen werden. In zeitlicher Hinsicht ist nämlich zu beachten, dass das 
Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen rechtsprechungs-
gemäss regelmässig nach dem Sachverhalt zu beurteilen hat, wie er im Zeitpunkt des Verfü-
gungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Daraus 
folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich der medizinische 
Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ver-
fügung der IV-Stelle vom 20. Januar 2023 verwirklicht hat. Da sich die replicando bzw. mit Ein-
gabe vom 13. Dezember 2023 aufgelegten Berichte des D.____ vom 14. Februar 2023, vom 14. 
November 2023, vom 24. September 2023 sowie vom 8. Juni 2023 auf eine teils gar deutlich 
nach Verfügungserlass eingetretene gesundheitliche Situation beziehen, können sie im vorlie-
genden Verfahren demnach nicht mehr berücksichtigt werden. 
 
5.5 In Anbetracht der fachärztlich allseitig erfolgten Untersuchungen, auf welche der RAD de-
tailliert referenziert hat, drängen sich weitere medizinische Abklärungen, wie sie der Beschwer-
deführer verlangt, nicht auf und es kann von der von ihm beantragten Anordnung einer polydis-
ziplinären Begutachtung abgesehen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar 
das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisab-
nahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über 
jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt 
das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Un-

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

terlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinrei-
chend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist hier aber 
der Fall und die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesge-
richtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). Mit Blick auf die an-
gestammte Tätigkeit des Versicherten, welche zugleich einer mehrheitlich sitzenden Verweistä-
tigkeit gleichzusetzen ist, vermag die Analyse der mit den Beschwerden einhergehenden Funkti-
onsstörungen durch den RAD durchaus zu überzeugen. Vor diesem Hintergrund können die Vo-
raussetzungen für eine Aktenbeurteilung des RAD als gegeben erachtet werden, weil den fach-
ärztlichen Untersuchungen der interdisziplinär beteiligten Behandler zufolge letztlich von einem 
lückenlosen Befund auszugehen ist. Als Zwischenergebnis ist demnach festzustellen, dass die 
IV-Stelle der Rentenbemessung die Einschätzung ihres RAD zu Grund legen durfte, wonach im 
Anschluss an die zunächst noch effektive Ausübung der angestammten Tätigkeit im Umfang von 
75% und mit Ausnahme der anschliessend behandlungsbedingten Arbeitsunfähigkeitsintervalle 
ab 8. Februar 2019 grundsätzlich von einer noch 70%-igen Restarbeitsfähigkeit auszugehen ist. 
Für die nach Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG; IV-Dok 1) massgeben-
den Verhältnisse resultiert demnach ab 1. März 2018 bis 7. Februar 2019 eine Restarbeitsfähig-
keit von 75% und vom 8. Februar 2019 bis 19. Juli 2020 eine solche von 70%. Operationsbedingt 
bestand ab 20. Juli 2020 für die Dauer von drei Monaten keine Arbeitsfähigkeit mehr und ab 21. 
Oktober 2020 bis 8. Februar 2021 eine solche noch von 50%. Ab 9. Februar 2021 bis hin zur 
erneuten operativen Intervention Ende Juni 2021 bestand sodann eine Arbeitsfähigkeit von 70% 
und ab 1. Juli 2021 bis Ende Februar 2022 wieder eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab März 
2022 ist dem Gesagten zufolge schliesslich wieder von einer Restarbeitsfähigkeit von 70% aus-
zugehen (IV-Dok 91, S. 6; IV-Dok 110).  
 
6. Uneinigkeit besteht sodann in der rechtlichen Würdigung dieser Restarbeitsfähigkeit, so-
weit sich der Beschwerdeführer mit Blick auf sein mittlerweile fortgeschrittenes Alter auf den 
Standpunkt stellt, dass seine Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. 
 
6.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die 
Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 
Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persön-
lichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person ver-
bliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise 
nicht mehr nachgefragt wird und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteinglie-
derungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Insgesamt ist zu konstatieren, dass «die Nichtverwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund fortgeschrittenen Alters in der Rechtsprechung in der Regel 
eine Ausnahme bleibt» (Marco Weiss, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund vorge-
rückten Alters - Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018, S. 630 ff., S. 640). Der Einfluss des Le-
bensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich allerdings nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sondern hängt von den Umständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstä-
tigkeiten massgebend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit 
des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs-
aufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Be-
gabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufs-
erfahrung aus dem angestammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts 9C_124/2010 vom 21. 
September 2010, E. 5.1).  
 
6.2 Die Möglichkeit, die verbleibende Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits-
markt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person 
für eine berufliche Tätigkeit und vor allem für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung 
steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungs-
pflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts 9C_916/2010 vom 20. Juni 2011, E. 2.2) gebieten grundsätzlich, die 
Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Das Bun-
desgericht hat in seinem Leitentscheid BGE 138 V 457 ff. entschieden, dass dabei auf das Fest-
stehen der medizinischen Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit abzustellen ist. Als ausgewiesen gilt 
die medizinische Zumutbarkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver-
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457, E. 3.4; vgl. auch Urteil des Bundes-
gerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013, E. 3.1).  Dieser Zeitpunkt fällt vorliegend auf das Datum 
der RAD-Beurteilung vom 10. Dezember 2021, als der Beschwerdeführer 62 und zwei Monate 
Jahre alt war (IV-Dok 110). Diese Einschätzung des RAD erfolgte namentlich sowohl unter Be-
rücksichtigung der anfangs Februar 2021 erfolgten Untersuchung durch die behandelnden Or-
thopäden im Kantonsspital Baselland, anlässlich welcher ausdrücklich ein gutes Resultat der 
sechs Monate zuvor im Juli 2020 vorgenommenen Spondylodese festgehalten worden war (IV-
Dok 90, S. 18), als auch unter Berücksichtigung der im weiteren Verlauf an der linken Hüfte vor-
genommenen Infiltration (IV-Dok 137, S. 3) sowie der Mitte Oktober 2021 erneut vorgenommenen 
Re-Spondylodese, in deren Nachgang keine Hinweise auf eine Lockerung der eingebrachten Im-
plantate mehr erhoben werden konnten (IV-Dok 137, S. 6). Spätestens seit 10. Dezember 2021 
hat die Einschätzung der dem Versicherten noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit deshalb fest-
gestanden und sich seither auch nicht mehr verändert. Die verbleibende Aktivitätsdauer des Ver-
sicherten bis zum Eintritt ins AHV-Alter hat in diesem Zeitpunkt noch knapp drei Jahre betragen. 
Diese altersbedingten Umstände alleine schliessen die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit 
nicht per se aus.  
 
6.3 Die im Detail hierzu ergangene Rechtsprechung ist vielfältig. Stehen die Art und die Be-
schaffenheit des Gesundheitsschadens im Vordergrund, so tendiert die Rechtsprechung dazu, 
eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen. So erachtete das Bundesgericht die 
Chancen eines 60 Jahre alten Versicherten, der für körperlich leichte Arbeiten, die noch abwechs-
lungsweise sitzend oder stehend ausgeführt werden konnten, ohne regelmässiges Heben oder 
Tragen von Gewichten über 10 kg, ohne häufige Arbeiten über der Horizontalen und ohne regel-
mässige Kraftanwendung des linken Arms bei voller Stundenpräsenz im Umfang von 80 % ar-
beitsfähig war, auf eine Anstellung noch immer als intakt (Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 
vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Auch bejahte es die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

60-jährigen Versicherten mit einer 70%-Leistungsfähigkeit, die auf rheumatologischen und kardi-
alen Problemen beruhte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 
2008, Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen] I 304/06 vom 22. Januar 2007, E. 4.1. f.), 
ebenso bei einem Versicherten, der eine 80%-Arbeitsfähigkeit auswies, auch wenn diese durch 
sein qualitatives Fähigkeitsprofil deutlich eingeschränkt war (Urteil des Bundesgerichts 
9C_918/2008 vom 28. Mai 2009, E. 4.3). Demgegenüber hat das Bundesgericht in seinem Urteil 
vom 30. Oktober 2017 (9C_183/2017) festgehalten, dass eine Versicherte, die im massgeblichen 
Zeitpunkt 59 Jahre alt war, sehr lange nicht mehr gearbeitet hatte  und mehrere Einschränkungen 
hinsichtlich des Belastungsprofils zu beachten hatte, über keine Berufsausbildung verfügte und 
deren Berufserfahrung sich auf ihre bei der zuletzt innegehabten Stellung beschränkte, ihre Rest-
arbeitsfähigkeit von 70% mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr verwerten könne, da 
auch bei einer leichten Hilfstätigkeit von einem maximalen Umstellungs- und Einarbeitungsauf-
wand für einen zukünftigen Arbeitgeber auszugehen sei (a.a.O., E. 5.2.1 f.). 
 
6.4 Ausgehend von diesen Grundsätzen kann im hier vorliegenden Fall kein fehlender Zu-
gang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG begründet werden. 
Berücksichtigt man die Eckwerte seines medizinischen Zumutbarkeitsprofils, ergibt sich, dass der 
Versicherte zwar auf leichte Tätigkeiten angewiesen ist. Indessen entspricht die zumutbare Ver-
weistätigkeit zugleich seiner angestammten Tätigkeit als IT-Systemadministrator (IV-Dok 110). 
Damit ist der Versicherte in seiner Funktionsfähigkeit bei Tätigkeiten administrativer Natur nur 
bedingt eingeschränkt. Auch vermag er bei dieser Ausgangslage sein über Jahre bereits erwor-
benes Wissen weiterhin anzuwenden, ohne dass mit Blick auf einen theoretisch ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt die Notwendigkeit einer allfälligen Umschulung ersichtlich wäre. Bis zu seiner Früh-
pensionierung Ende September 2020 (IV-Dok 75) hatte der Versicherte sodann beim gleichen 
Arbeitgeber im Vollzeitpensum gearbeitet (IV-Dok 20). Nach dem Auftreten seiner Rücken-Prob-
leme im Oktober 2016 verblieb er mithin an seinem angestammten Arbeitsplatz integriert und 
konnte sein Pensum trotz gesundheitlicher Beschwerden ab Januar 2018 zunächst gar auf 75% 
steigern (IV-Dok 25). Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegründung hatte er mit Blick 
auf den Referenzzeitpunkt, in welchem die medizinischen Unterlagen anfangs Dezember 2021 
eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlaubt haben (oben, Erwägung 6.2), somit gerade 
keine längere Absenz vom Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Die Auswirkungen seines Gesundheits-
schadens werden dem Versicherten bei dieser Sachlage eine Aufnahme der ihm attestierten Ver-
weistätigkeit nicht verunmöglichen. Daran ändert auch nichts, dass mit Blick auf eine künftige 
Verweistätigkeit gemäss medizinischer Einschätzung des RAD ein um 30% vermindertes Ren-
dement einzuhalten ist, mit welchem die Schmerzsituation durch einen erhöhten Pausenbedarf 
abschliessend berücksichtigt worden ist (IV-Dok 91). Da dem Versicherten mithin lediglich ein 
erhöhter Pausenbedarf attestiert worden ist und er in einer leidensadaptierten Tätigkeit demnach 
grundsätzlich noch ganztags arbeitsfähig ist (IV-Dok 91, S. 5; 116, S. 3), spricht für die Verwert-
barkeit seiner Arbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber auch das vergleichs-
weise weite Spektrum der in der heutigen Zeit nachgefragten IT-Fachkräfte. Dass bei diesen be-
ruflichen Gegebenheiten eine verbleibende Aktivitätsdauer von rund drei Jahren einen durch-
schnittlichen Arbeitgeber generell davon abhalten würde, die mit einer Beschäftigung verbunde-
nen Risiken des Versicherten wie krankheitsbedingte Ausfälle einzugehen, kann deshalb nicht 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gesagt werden. Mit Blick auf die einer Verweistätigkeit idealerweise gleichgesetzten angestamm-
ten Tätigkeit wird insbesondere auch eine allfällige Einarbeitungszeit kaum in Betracht fallen. Die 
medizinisch bedingten Limitierungen schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Rest-
arbeitsfähigkeit im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen. Im 
Lichte der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit gerade einer 
vollzeitlichen Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist deshalb von der Verwert-
barkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.  
 
7.1. Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor, der Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen sei in Verletzung des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» nicht geprüft worden, wes-
halb die Angelegenheit zur Prüfung des Selbsteingliederungspotentials an die Vorinstanz zurück-
zuweisen sei. Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden 
soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zu-
rückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durch-
zuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungs-
potenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Diese Recht-
sprechung findet gleichermassen Anwendung, wenn zeitgleich mit der Rentenzusprache über 
deren Befristung oder Abstufung befunden wird (BGE 148 V 321 E. 7.1.2 mit Hinweis auf BGE 
145 V 209 E. 5.4). Ausnahmen von der grundsätzlich anzunehmenden Unzumutbarkeit einer 
Selbsteingliederung liegen allerdings dann vor, wenn beispielsweise eine langjährige Absenz 
vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, die versicherte Person be-
sonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist, oder wenn sie über eine 
besonders breite Ausbildung und Berufserfahrung verfügt (BGE 145 V 209 E. 5.1 mit Hinweisen). 
Verlangt sind in diesem Zusammenhang stets konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, 
die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Ren-
tenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das 
Erwerbsleben integrieren (SVR 2015 IV Nr. 41 S. 139, 9C_183/2015 E. 5). Die IV-Stelle trägt die 
Beweislast dafür, dass die versicherte Person in der Lage ist, ihr medizinisch-theoretisch ausge-
wiesenes Leistungspotenzial auf dem Wege der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 8. August 2017, 8C_394/2017, E. 4.2).  
 
7.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass die dem Beschwerdeführer trotz seiner 
Leiden weiterhin zumutbare Verweistätigkeit seiner angestammten Tätigkeit als Systemadminist-
rator entspricht (oben, Erwägungen 6.1 ff.), welche er bis zu seiner Frühpensionierung Ende Sep-
tember 2020 (IV-Dok 75) seit September 1998 offenbar stets im Vollzeitpensum ausgeübt hatte 
(IV-Dok 20). Mithin sind ihm nicht nur angepasste Verweistätigkeiten in Form administrativer Ar-
beiten, sondern ist ihm insbesondere auch die bisher ausgeübte Tätigkeit weiterhin zumutbar. Es 
tritt hinzu, dass der Versicherte nach dem Auftreten seiner Rücken-Probleme im Oktober 2016 
weiterhin an seinem angestammten Arbeitsplatz integriert geblieben ist und sein Pensum trotz 
gesundheitlicher Beschwerden ab Januar 2018 vorübergehend gar wieder auf 75% steigern 
konnte (IV-Dok 25). Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegründung hatte der Versi-
cherte mithin keine längere Absenz vom Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Es tritt hinzu, dass ihm 
grundsätzlich auch weiterhin ein Vollzeitpensum zumutbar ist. Dieses wird zwar infolge eines 
medizinisch ausgewiesenen Pausenbedarfs um 30% eingeschränkt (IV-Dok 91). Dieser Umstand 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

alleine lässt aber nicht den Schluss zu, dass der Versicherte trotz seines fortgeschrittenen Alters 
nur mit entsprechender Hilfestellung auf einem theoretisch-ausgeglichenen Arbeitsmarkt wieder 
in das Erwerbsleben integriert werden kann. Seine mit Blick auf eine potentielle Verweistätigkeit 
als ideal bezeichnete, langjährige Tätigkeit beim gleichen Arbeitgeber bedingt nämlich weder eine 
berufliche Umorientierung noch eine ausserordentliche Weiterbildung, angesichts welcher davon 
auszugehen wäre, dass er nicht in der Lage wäre, sein medizinisch-theoretisch weiterhin ausge-
wiesenes Leistungspotential auf dem Wege der Selbsteingliederung entsprechend abzurufen und 
erwerblich zu verwerten (IV-Dok 91, S. 6, ad Berufliche Massnahmen). Unter diesen Umständen 
war die IV-Stelle nicht gehalten, vor Erlass der angefochtenen Verfügung ein weiteres Mal (IV-
Dok 25) allfällige Eingliederungsmassnahmen einzuleiten.  
 
8.1 Zu prüfen bleiben somit die erwerblichen Auswirkungen der dem Versicherten noch ver-
bleibenden Restarbeitsfähigkeit. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditäts-
grades einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-
zielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nachdem sich der 
Versicherte am 9. September 2017 (IV-Dok 1) zum Leistungsbezug angemeldet hat und der Ren-
tenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten seit dessen Geltendmachung entstehen 
kann (Art. 29 Abs. 1 IVG), ist für die Vornahme des Einkommensvergleichs unbesehen des zuvor 
abgelaufenen Wartejahrs auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühstmöglichen Rentenbe-
ginns per März 2018 abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).  
 
8.2. Vorliegend ermittelte die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad des Versicherten an-
hand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs. Hinsichtlich des Valideneinkommens 
ging sie zutreffend davon aus, dass der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit als Sys-
temadministrator im Gesundheitsfall weiterhin ausgeübt und dabei gestützt auf die Angaben sei-
nes früheren Arbeitgebers ein für den Einkommensvergleich per 2018 massgebendes Salär im 
Umfang von Fr. 134'825.— erzielt hätte (IV-Dok 20, S. 7; Fr 132'964.—, zuzüglich 1,4% Nominal-
lohnentwicklung per Rentenbeginn im Jahre 2018). Ebenfalls grundsätzlich zu Recht unbestritten 
geblieben ist die Bemessung des Invalideneinkommens. Grundlage hierfür bildet die LSE 2018, 
Tabelle T17, Informations- und Kommunikationstechniker, Alter über 50, Männer, (Fr. 8'086.— 
x 12 / 40 x 41 Wochenstunden).  
 
8.3 Rechtsprechungsgemäss kann über die ärztliche Bezeichnung der massgebenden Zu-
mutbarkeitsbeurteilung hinaus zusätzlichen Einschränkungen mit einem leidensbedingten Abzug 
bis maximal 25% Rechnung getragen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2). Nach 
ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen bei 
der Beurteilung des Tabellenlohnabzuges nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der 
Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei-
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 
126 V 75 E. 6). Dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versicherte Person gesundheit-

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lich bedingt lediglich reduziert leistungsfähig ist, rechtfertigt an sich noch keinen Abzug vom Ta-
bellenlohn (Urteil 9C_728/2009 vom 21. September 2010 E. 4.3.2, in: SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90 
mit Hinweisen). Bestehen jedoch über das ärztlich beschriebene Beschäftigungspensum hinaus 
zusätzliche Einschränkungen, wie beispielsweise ein vermindertes Rendement pro Zeiteinheit 
wegen verlangsamter Arbeitsweise, oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer besonderen Na-
tur nach nicht ohne weiteres mit den Anforderungen vereinbar, wie sie sich aus den gewöhnlichen 
betrieblichen Abläufen ergeben, kann dies bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs vom 
statistischen Tabellenlohn berücksichtigt werden (Urteil 8C_163/2015 vom 16. Juni 2015 E. 3.2.2 
mit Hinweisen). Solche zusätzlichen, leidensbedingten Beeinträchtigungen sind vorliegend nicht 
gegeben. So hat die IV-Stelle dem fortgeschrittenen Alter des Versicherten bereits durch das 
Heranziehen der statistischen Werte der Tabelle T17 für Männer im Alter von über 50 Jahren 
angemessen Rechnung getragen. Eine allfällige, auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
zurückzuführende Lohneinbusse ist mit der pausenbedingten Reduktion der noch zumutbaren 
Restarbeitsfähigkeit im Umfang von 70% ebenfalls bereits abgedeckt, andernfalls die invaliditäts-
bedingte Behinderung des Versicherten in unzulässiger Weise doppelt berücksichtigt würde (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 7. März 2014, 9C_841/2013, E. 4.6). Hinzu tritt, dass die ange-
stammte Tätigkeit des Versicherte einer idealen Verweistätigkeit entspricht, wonach auf einem 
theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Einarbeitung bei der Aufnahme einer neuen Tä-
tigkeit zu erwarten ist. Ein Abzug vom statistisch zu erwartenden Durchschnittslohn ist bei dieser 
Ausgangslage nicht gerechtfertigt.  
 
8.4 Unter Berücksichtigung der dem Versicherten jeweils noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
(oben, Erwägung 5.5) ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens in der 
Höhe von Fr. 134'825.— für die Zeit ab 1. März 2018 bis 7. Februar 2019 eine Erwerbseinbusse 
von Fr. 60'232.— und damit ein IV-Grad von 45% sowie vom 8. Februar 2019 bis 19. Juli 2020 
eine solche von Fr. 104'988.— und damit ein IV-Grad von 78%. Operationsbedingt bestand ab 
20. Juli 2020 für die Dauer von drei Monaten keine Arbeitsfähigkeit mehr und ab 21. Oktober 
2020 bis 8. Februar 2021 eine solche noch von 50%. Dies führt für die Zeit vom 20. Juli 2020 bis 
20. Oktober 2020 zu einem IV-Grad von 100% und ab 21. Oktober 2020 zu einem solchen von 
63%. Ab 9. Februar 2021 bis hin zur erneuten operativen Intervention Ende Juni 2021 bestand 
sodann eine Arbeitsfähigkeit von 70%, was in dieser Periode zu einem IV-Grad von 48% und ab 
1. Juli 2021 bis Ende Februar 2022 infolge wieder einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit zu einem 
solchen von 100% führt. Ab März 2022 ist bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70% wieder von 
einer Erwerbseinbusse Fr. 65'205.— und damit von einem IV-Grad von 48% auszugehen. Unter 
Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) 
vom 17. Januar 1961 führt dies ab 1. März 2018 bis Ende April 2019 zu einem Anspruch auf eine 
Viertelrente und ab 1. Mai 2019 bis Ende Januar 2021 zu einem solchen auf eine ganze IV-Rente. 
Ab 1. Februar 2021 besteht für die Dauer von drei Monaten Anspruch auf eine Dreiviertelrente 
und ab 1. Juni 2021 für weitere drei Monate ein solcher wieder auf eine Viertelrente. Ab 1. Oktober 
2021 besteht sodann bis Ende Mai 2022 Anspruch auf eine ganze IV-Rente und ab 1. Juni 2022 
schliesslich ein Anspruch erneut auf eine Viertelrente der IV. Die Beschwerde ist bei diesem Er-
gebnis abzuweisen.  
 

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. 
Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden 
ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kosten-
rahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in 
der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen und mit dem von ihm in gleicher Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.  
 
9.2 Eine Parteientschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht ausgerichtet.  

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kos-
tenvorschuss verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 9. September 2024 Beschwerde beim Bundesgericht 
(vgl. nach Vorliegen des Urteils: Verfahrens-Nr. 8C_499/2024) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht