# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45578e88-1b12-5f85-8ad0-ef2146b2fd09
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2009 C-6489/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6489-2008_2009-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6489/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

C._______ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 
Vorinstanz,

Zwangsanschluss, Verfügung vom 10. Oktober 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6489/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Stiftung  Auffangeinrichtung  BVG  (nachfolgend:  Vorinstanz) 
die  C._______  GmbH  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  mit  Verfü-
gung vom 10. Oktober 2008 rückwirkend per 1. September 2006 ange-
schlossen und zur Bezahlung von Fr. 450.00 Verfügungskosten zuzüg-
lich Fr. 375.00 Gebühren für die Durchführung des Zwangsanschlus-
ses verpflichtet hat,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
13.  Oktober  2008,  der  Post  übergeben  am 14. Oktober  2008,  beim 
Bundesverwaltungsgericht angefochten und sinngemäss deren Aufhe-
bung beantragt hat,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 12. November 2008 auf 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde geschlossen hat, 

dass die Vorinstanz auf entsprechende Nachfrage des Bundesverwal-
tungsgerichts mit Eingabe vom 3. März 2009 eine Abrechnung mit An-
meldeunterlagen (Beilage 1) sowie die im erstinstanzlichen Verfahren 
ergangene Korrespondenz seitens der Beschwerdeführerin (Beilagen 
2 bis 5) eingereicht hat,

dass die Beschwerdeführerin von der Gelegenheit, eine Replik einzu-
reichen, keinen Gebrauch gemacht und den einverlangten Kostenvor-
schuss fristgerecht bezahlt hat,

dass der Schriftenwechsel am 10. März 2009 geschlossen worden ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 33 Bst. h VGG und Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 
25. Juni 1982 über die berufliche Alters-,  Hinterlassenen- und Invali-
denvorsorge (BVG, SR 831.40) für  die Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig ist, 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse hat 
und  demzufolge  gemäss  Art.  48  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 

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20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) zur Beschwerdeführung legitimiert ist,

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist,

dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe keine Vorsorge-
einrichtung gefunden, welche bereit gewesen sei, sie für die Dauer ei-
nes Jahres anzuschliessen, und sie habe diesen Sachverhalt der Vor-
instanz in diversen Schreiben mitgeteilt, worauf letztere sich nicht ge-
meldet habe,

dass die Beschwerdeführerin weiter geltend macht, in der angefochte-
nen Verfügung werde nicht berücksichtigt, dass sie seit dem 30. Juni 
2007 keine Löhne mehr auszahle,

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 10. Oktober 2008 zur Be-
gründung des Zwangsanschlusses anführt,  aus den am 24. Oktober 
2007 eingereichten Unterlagen ergebe sich, dass die Beschwerdefüh-
rerin seit dem 1. September 2006 dem Obligatorium unterstellten Ar-
beitnehmenden Löhne ausgerichtet  habe, wobei ein Ausnahmetatbe-
stand im Sinn von Art. 1 (recte: Art. 1j) der Verordnung vom 18. April 
1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsor-
ge (BVV 2, SR 831.441.1) nicht ersichtlich sei,

dass  die  Vorinstanz  in  ihrer  Verfügung  vom 10.  Oktober  2008  dafür 
hält, der geschilderte Sachverhalt sei gemäss der Lohnbescheinigung 
der Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber (Vernehmlassungsbeilage 6) 
richtig und den Anmeldeunterlagen könne entnommen werden,  dass 
mit den Dienstaustritten mehrerer Arbeitnehmender die Voraussetzun-
gen für den Anschluss an die Vorinstanz nach Art. 12 BVG erfüllt sei-
en,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 12. November 2008 
an  dieser  Auffassung  festhält  und  ergänzend  darauf  hinweist,  mit 
Schreiben vom 10. August 2007 (Vernehmlassungsbeilage 2) und vom 
25. Oktober 2007 (Vernehmlassungsbeilage 3) habe sie der Beschwer-
deführerin  mitgeteilt,  eine freiwillige Anmeldung sei  nicht  mehr mög- 
lich,  da  die  Arbeitnehmenden bereits  per  30. Juni  2007 ausgetreten 
seien,  so  dass  die  Freizügigkeitsleistungen  vor  der  am  24. Oktober 
2007 eingegangenen freiwilligen Anmeldung der  Beschwerdeführerin 

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vom 20. Oktober 2007 (Vernehmlassungsbeilagen 4 und 5) geschuldet 
gewesen seien,

dass gemäss Art. 7 Abs. 1 BVG Arbeitnehmende, die bei einem Arbeit-
geber einen Jahreslohn von mehr als 19'350 Franken (in der Fassung 
gemäss  Ziff.  I  der  Verordnung  vom 27.  Oktober  2004,  in  Kraft  vom 
1. Januar  2005  bis  zum  31.  Dezember  2006  [AS  2004  4643])  bzw. 
19'890 Franken (in der Fassung gemäss Ziff. I der Verordnung vom 22. 
September 2006, in Kraft vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 
2008 [AS 2006 4159]) beziehen, ab 1. Januar nach Vollendung des 17. 
Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität, ab 1. Januar nach Voll-
endung des 24. Alterjahres auch für das Alter der obligatorischen Ver-
sicherung unterstehen,

dass gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG der Arbeitgeber, der obligatorisch zu 
versichernde Arbeitnehmende beschäftigt, eine in das Register für die 
berufliche  Vorsorge  eingetragene  Vorsorgeeinrichtung  errichten  oder 
sich einer solchen anschliessen muss,

dass die Beschwerdeführerin gemäss AHV-Abrechnung 2006 der Aus-
gleichskasse  Zürcher  Arbeitgeber  vom 19.  März  2008  (Vernehmlas-
sungsbeilage 6 S. 1) zwischen September 2006 und Dezember 2006 
sechs Arbeitnehmende beschäftigt hat, wobei in zwei Fällen ein Jah-
reslohn von Fr. 108'000.- in einem Fall ein solcher von Fr. 66'056.- an-
gegeben wird,

dass aufgrund dieser Sachlage in Anwendung der zitierten Gesetzes-
bestimmungen  die  Anschlusspflicht  der  Beschwerdeführerin  ab  dem 
1. September 2006 feststeht, 

dass  drei  von  der  Beschwerdeführerin  beschäftigte  Arbeitnehmende 
am 30. Juni 2007 aus dem Arbeitsverhältnis ausgetreten sind und so-
mit gemäss Art. 2 Abs. 1 des Freizügigkeitsgesetzes vom 17. Dezem-
ber 1993 (FZG, SR 831.42) Anspruch auf eine Austrittsleistung erwor-
ben haben, welche gemäss Art. 2 Abs. 3 FZG am 30. Juni 2007 fällig 
geworden ist,

dass gemäss Art. 12 Abs. 1 BVG Arbeitnehmende oder ihre Hinterlas-
senen Anspruch auf  die  gesetzlichen Leistungen haben,  auch wenn 
sich der Arbeitgeber noch nicht einer Vorsorgeeinrichtung angeschlos-
sen  hat,  und  dass  diese  Leistungen  von  der  Auffangeinrichtung  er-
bracht werden,

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dass gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 1985 über 
die  Ansprüche  der  Auffangeinrichtung  der  beruflichen  Vorsorge  (SR 
831.434) der Arbeitgeber von Gesetzes wegen für alle dem Obligatori-
um unterstellten Arbeitnehmenden der Auffangeinrichtung angeschlos-
sen wird, wenn der gesetzliche Anspruch eines Arbeitnehmers auf Ver-
sicherungs- oder Freizügigkeitsleistung zu einem Zeitpunkt entsteht, in 
dem sein Arbeitgeber noch keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen 
ist,

dass  nach  dieser  Konzeption  des  Gesetzgebers  ein  freiwilliger  An-
schluss nur solange möglich ist, als kein Versicherungsfall eintritt (vgl. 
auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2473/2006 vom 24. April 
2008 E. 2.2 und E. 5.3),

dass der  Versicherungsfall  vorliegend am 30. Juni  2007 eingetreten, 
die Anmeldung der Beschwerdeführerin jedoch am 24. Oktober 2007 
bei der Vorinstanz eingegangen ist,

dass somit der Zwangsanschluss mit Wirkung ab 1. September 2006 
gestützt auf Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG und Art. 11 Abs. 3 BVG in Ver-
bindung mit Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 1985 über 
die  Ansprüche  der  Auffangeinrichtung  der  beruflichen  Vorsorge  (SR 
831.434) zu Recht verfügt worden ist,

dass die Vorinstanz gestützt auf Art. 11 Abs. 7 BVG in Verbindung mit 
Art. 3 Abs. 4 der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche 
der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434) befugt 
war,  der  Beschwerdeführerin  den  von  dieser  verursachten  Verwal-
tungsaufwand  in  Form  von  Verfügungskosten  sowie  Kosten  für  die 
Durchführung des Zwangsanschlusses in Rechnung zu stellen,

dass  auch  die  Höhe  der  einverlangten  Kosten  von  insgesamt 
Fr. 825.00 nicht zu beanstanden ist, da diese den durch den Zwangs-
anschluss entstandenen Aufwand der Vorinstanz decken sollen,

dass folglich die in der angefochtenen Verfügung angeordnete Kosten-
auflage zu Recht erfolgt ist,

dass sich die Beschwerde somit  als  unbegründet  erweist  und daher 
abzuweisen ist,

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dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  der  unterliegenden  Be-
schwerdeführerin  die  Verfahrenskosten  gestützt  auf  Art.  63  Abs.  1 
VwVG zu auferlegen sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 800.- verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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