# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd9c4141-b4a4-5807-906e-e5106a2c6974
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.02.2023 810 22 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-137_2023-02-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 1. Februar 2023 (810 22 137) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Gesundheit 
 
 
Zulassung zur Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber 
Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dominique Erhart, Advo-
kat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Erteilung einer Bewilligung zur Tätigkeit als Ärztin mit Zulassung zur 

Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 
(RRB Nr. 1005 vom 21. Juni 2022) 

 
 
 
A. Dr. med. A.____ (geb. 1986) erwarb im Jahr 2011 nach dem Studium der Humanmedi-
zin an der Eberhard Karls Universität Tübingen vom Bundesland Baden-Württemberg die Ap-
probation als Ärztin. Anschliessend begann sie als Assistenzärztin an der Universitäts-Haut-

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klinik Tübingen eine Weiterbildung im Fach Dermatologie und Venerologie, die sie zufolge Mut-
terschaft zweimal für je zwölf Monate unterbrach. Ab dem November 2018 setzte sie ihre Wei-
terbildung als Assistenzärztin in der als Weiterbildungsstätte anerkannten Praxis B.____ in 
C.____ (BL) mit einem Teilzeitpensum von 60 % fort. Im Februar 2020 erlangte sie die Aner-
kennung als Fachärztin für Dermatologie und Venerologie durch die Bezirksärztekammer Süd-
württemberg. 
 
B. Die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft (VGD) 
hatte dem Leiter der Weiterbildungsstätte Dermatologie der Praxis B.____, Dr. med. D.____, 
mit Verfügung vom 13. September 2018 die ursprünglich bis 31. Oktober 2020 befristete Bewil-
ligung erteilt, Dr. A.____ für die Vervollständigung der Facharzt-Weiterbildung als Assistentin 
anzustellen. Am 29. April 2020 und am 9. Dezember 2021 wurde die entsprechende Bewilli-
gung jeweils verlängert, zuletzt bis zum 28. Februar 2022. 
 
C. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2021 beantragte Dr. D.____ bei der VGD für Dr. A.____ 
die Erteilung einer Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung (sog. 
Praxisbewilligung). Die Behörde teilte daraufhin mit, dass Dr. A.____ mangels dreijähriger Tä-
tigkeit in der Schweiz keine Praxisbewilligung erteilt werden könne und die aktuelle Assistenz-
bewilligung auch nicht mehr weiter verlängert werden könne. Dr. D.____ und Dr. A.____, beide 
nunmehr vertreten durch Dominique Erhart, Rechtsanwalt und Notar, verlangten in der Folge 
mit Eingabe vom 21. Dezember 2021 den Erlass einer anfechtbaren Verfügung. 
 
D. Nach weiterer Korrespondenz erliess die VGD, handelnd durch den Kantonsarzt, am 
21. Februar 2022 folgende Verfügung: 
 
"1. Das Gesuch von Dr. A.____ um Erteilung einer Bewilligung als Assistenzärztin von Dr. 
D.____ ab dem 1. März 2022 wird abgewiesen. 
2. Das Gesuch von Dr. A.____ um Erteilung einer Bewilligung zur Tätigkeit als Ärztin in eigener 
fachlicher Verantwortung mit Zulassung zur Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Kranken-
pflegeversicherung wird abgewiesen. 
3. Auf das Gesuch von Dr. A.____ um Zusicherung der Erteilung einer Zulassung zur Tätigkeit 
zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach Absolvierung einer dreijährigen 
Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte wird nicht eingetreten." 
 
Zur Begründung wurde zusammengefasst ausgeführt, es sei bundesrechtlich nicht mehr zuläs-
sig, eine Bewilligung zur unbefristeten Tätigkeit als Assistenzärztin auszustellen. Dr. A.____ 
habe ihre Weiterbildung bereits abgeschlossen, weshalb davon auszugehen sei, dass sie de 
facto fachlich eigenverantwortlich als Ärztin tätig sei und keiner fachlichen Aufsicht durch den 
Praxisinhaber mehr unterstehe. Das revidierte Bundesgesetz über die Krankenversicherung 
(KVG) vom 18. März 1994 schreibe für Ärztinnen und Ärzte vor, dass sie während mindestens 
drei Jahren an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte im beantragten Fach-
bereich gearbeitet haben müssen, um ihre Leistungen über die obligatorische Krankenpflege-
versicherung (OKP) abrechnen können. Da sie nur in einem Teilzeitpensum gearbeitet habe, 
erfülle Dr. A.____ diese Voraussetzung noch nicht. Es sei ihr möglich, die verlangte dreijährige 

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Tätigkeit in der Schweiz als Assistenzärztin an einem Spital zu absolvieren. Auf das Gesuch um 
Zusicherung, dass ihr nach Absolvierung der dreijährigen Tätigkeit eine Zulassung zur Abrech-
nung zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erteilt werde, könne sodann 
nicht eingetreten werden, da sich der Sachverhalt noch nicht hinreichend konkretisiert habe und 
sich die Rechtslage in der Zwischenzeit ändern könne. 
 
E. Die von Dr. A.____ dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kan-
tons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss Nr. 1005 vom 21. Juni 2022 ab. Er erwog 
im Wesentlichen, Dr. A.____ könne als ausgebildeter Fachärztin zwar eine Praxisbewilligung 
erteilt werden. Da sie jedoch die in ihrem Fall aufgrund ihres reduzierten Arbeitspensums erfor-
derlichen fünf Jahre Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte nicht 
vorweisen könne, bleibe ihr aber das Abrechnen über die obligatorische Krankenpflegeversi-
cherung verwehrt, was eine eigenständige Berufsausübung faktisch verunmögliche. Nach dem 
aktuellen Gesetzeswortlaut könne sie zwar unbefristet in der Praxis B.____ als Assistenzärztin 
angestellt werden (und so über die OKP abrechnen). Diese kantonalgesetzliche Bestimmung 
sei aber mittlerweile bundesrechtswidrig, weshalb ihr die Anwendung versagt werden müsse. 
Eine Gesetzesrevision sei bereits in die Wege geleitet. Weiter könne Dr. A.____ als fertig aus-
gebildete Fachärztin - entgegen der Meinungsäusserung des Bundesamtes für Gesundheit 
(BAG) - nicht bis zum Erreichen der geforderten Berufserfahrung in der Schweiz mit Personen 
in Weiterbildung gleichgesetzt werden, weshalb auch eine befristete Bewilligung als Assistenz-
ärztin ausscheide. 
 
F. In der Folge erteilte die VGD Dr. A.____ mit Verfügung vom 30. Juni 2022 die Bewilli-
gung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung als Ärztin im Kanton Basel-
Landschaft mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Bewilligung nicht zur Abrechnung zu Las-
ten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung berechtige. 
 
G. Mit verwaltungsgerichtlicher Beschwerde vom 1. Juli 2022 stellt Dr. A.____, nach wie vor 
vertreten durch Dominique Erhart, Rechtsanwalt und Notar, beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), die Rechtsbegehren, es 
sei der Regierungsratsbeschluss Nr. 1005 vom 21. Juni 2022 vollumfänglich aufzuheben und es 
sei ihr eine Bewilligung als Assistenzärztin von Dr. D.____, Praxis B.____, zu erteilen. Eventua-
liter sei die Verfügung der VGD vom 21. Februar 2022 vollumfänglich aufzuheben, ihr sei eine 
Praxisbewilligung als Ärztin zu erteilen und sie sei zur Abrechnung ihrer Leistungen über die 
obligatorische Krankenpflegeversicherung zuzulassen. Subeventualiter sei der angefochtene 
Entscheid vollumfänglich aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Dies alles habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. Ein zusätzlich gestelltes Feststel-
lungsbegehren zog sie später in der Beschwerdebegründung vom 31. August 2022 zurück. Zu-
sammengefasst rügt sie, der angefochtene Entscheid verletze Bundesrecht, indem sich der 
Regierungsrat über die Meinung der fachlich zuständigen Bundesbehörde hinwegsetze und das 
KVG in einer nicht dessen Sinn und Zweck entsprechenden Weise auslege. Diese Rechtsauf-
fassung belege ausländische Fachärztinnen und -ärzte faktisch mit einem Berufsverbot in der 
Schweiz, weil sie von der Abrechnung über die OKP ausgeschlossen würden. Primäres Ziel der 
gesetzlich geforderten dreijährigen Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbil-

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dungsstätte sei aber die qualifizierte Einführung in das schweizerische Gesundheitssystem. 
Diese Erkenntnis führe bei korrekter Gesetzesauslegung dazu, dass die dreijährige Tätigkeit an 
einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte im entsprechenden Fachbereich auch 
nach abgeschlossener Facharzt-Weiterbildung ohne zusätzliche Einschränkungen möglich sein 
müsse. Personen in ihrer Situation - eine abgeschlossene Weiterbildung zur Fachärztin, aller-
dings noch keine Arbeitstätigkeit während dreier Jahre - müsse eine rechtliche Sonderqualifika-
tion zukommen, da sie weiterhin geschult und überwacht werden müssten. Dies sei nur mög-
lich, wenn sie ihre Leistungen über die Weiterbildungsstätte zu Lasten der OKP abrechnen 
könnten. Als Konsequenz sei der Beschwerdeführerin eine befristete Bewilligung als Assistentin 
zur Vervollständigung ihrer Weiterbildung zu erteilen. Darin sei keine Gesetzesumgehung und 
keine Umgehung des Zulassungsstopps für Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich zu er-
blicken, wie die Vorinstanz fälschlicherweise annehme. Dies habe insbesondere auch in Anbe-
tracht des freizügigkeitsrechtlichen Diskriminierungsverbotes zu gelten. Die Verweigerung der 
nachgesuchten Bewilligung sei sodann rechtsungleich und stehe im Widerspruch zur bisherigen 
Bewilligungspraxis. 
 
H. Der Regierungsrat trägt in der Vernehmlassung vom 2. November 2022 auf kostenfällige 
Beschwerdeabweisung an. Er unterstreicht, dass in Einrichtungen der ambulanten Kranken-
pflege nur Ärztinnen und Ärzte arbeiten (und ihre Leistungen auch abrechnen) dürften, welche 
zuvor bereits drei Jahre in der Schweiz tätig gewesen seien. Eine Ausnahme rechtfertige sich 
lediglich für Personen, die sich tatsächlich in Weiterbildung befänden, d.h. noch keinen Fach-
arzttitel erlangt haben. Diese Personen müssten durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte fachlich 
angeleitet und beaufsichtigt werden, was Zeit beanspruche und somit die quantitativen Möglich-
keiten zur Abrechnung von Leistungen schmälere. Personen mit Facharzttitel könnten dagegen 
ihre volle Arbeitskraft dafür aufwenden, abrechenbare Leistungen zu generieren. Die Argumen-
tation der Beschwerdeführerin laufe dem Gesetzeszweck zuwider. Wenn nämlich ausländische 
Fachärztinnen und -ärzte die dreijährige Tätigkeit als Assistentinnen und Assistenten in Arzt-
praxen, welche als Weiterbildungsstätte anerkannt sind, absolvieren könnten, dürften sie vom 
ersten Tag ihrer Tätigkeit in der Schweiz ihre Leistungen zu Lasten der obligatorischen Kran-
kenpflegeversicherung abrechnen. Somit würde das Erfordernis der dreijährigen Tätigkeit an 
einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte jegliche Bedeutung verlieren. Dieses 
bezwecke eine Erschwerung des Zustroms ausländischer Fachärztinnen und -ärzte ins schwei-
zerische Sozialversicherungssystem, was eine kostendämpfende Wirkung nach sich ziehe. Es 
bestehe kein bundesrechtlicher Anspruch in dem Sinne, dass die Kantone die Absolvierung der 
verlangten dreijährigen Tätigkeit durch eine grosszügige Regelung der Tätigkeit unter der fach-
lichen Verantwortung einer anderen Person ermöglichen müssten. Eine Verletzung des Freizü-
gigkeitsabkommens mit der Europäischen Union werde des Weiteren bestritten. 
 
I. Die Beschwerdeführerin reichte am 8. Dezember 2022 die Honorarnote ihres Rechtsver-
treters zu den Akten. Die Vorinstanz hat sich mit Eingabe vom 14. Dezember 2022 dazu geäus-
sert. 
  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Angefochten ist ein Entscheid des Regierungsrates auf dem Gebiet des Gesundheits-
wesens. Dagegen steht die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht offen; ein 
gesetzlicher Ausschlussgrund liegt nicht vor (§ 43 Abs. 1 und § 44 des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 
 
1.2 Die Beschwerdeführerin ist zwar nicht direkte Adressatin der nachgesuchten Assistenz-
bewilligung - die Bewilligung wäre auf den Inhaber der Bewilligung zur selbständigen Berufs-
ausübung, vorliegend Dr. D.____, auszustellen (vgl. § 3 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die 
Berufe im Gesundheitswesen vom 17. März 2009) -, sie steht aber als unmittelbar davon be-
troffene Assistenzärztin in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsa-
che und ihre Situation könnte durch den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beein-
flusst werden. Sie ist deswegen als Drittbetroffene zur Beschwerde legitimiert (§ 47 Abs. 1 lit. a 
VPO; vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], 
vom 14. November 2018 [810 17 94] E. 5.3; BLKGE 2005 Nr. 28 E. 2). Soweit sie eventualiter 
die Zulassung zur Abrechnung ihrer Leistungen über die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung als selbständige Ärztin verlangt, ist sie als Adressatin von der Gesuchsabweisung direkt 
betroffen und ebenfalls zur Beschwerde befugt. 
 
1.3 Die am 30. Juni 2022 erteilte Praxisbewilligung kreuzte sich mit der Beschwerdeerhe-
bung. Diesbezüglich ist die vorliegende Beschwerde gegenstandslos geworden. Dasselbe gilt 
auch für das in der Beschwerdeeingabe vom 1. Juli 2022 gestellte Feststellungsbegehren, das 
im Laufe des Verfahrens zurückgezogen wurde. 
 
1.4 Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde kann somit eingetreten werden, 
soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist. 
 
2. Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei eine öffentliche Parteiverhandlung durchzu-
führen und Dr. D.____ sei als Zeuge einzuvernehmen, damit sie ihre Verfahrensrechte vollum-
fänglich wahrnehmen könne. Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich indessen mit genü-
gender Klarheit aus den Akten. Auf die beantragte Zeugeneinvernahme kann dementsprechend 
verzichtet werden. Andere Gründe, welche für die Gutheissung des Antrags auf eine öffentliche 
Parteiverhandlung sprechen würden, bringt die Beschwerdeführerin nicht vor. Der Verfahrens-
antrag auf Durchführung einer (öffentlichen) Parteiverhandlung ist daher abzuweisen. 
 
3. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde Rechts-
verletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (lit. a) und die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Die Beurtei-
lung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von hier nicht vorlie-
genden Ausnahmefällen - untersagt (lit. c). 
 

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4. Der Streit dreht sich um die Frage, ob die VGD zu Recht die Ausstellung einer Bewilli-
gung verweigerte, welche es der Beschwerdeführerin erlauben würde, zu Lasten der obligatori-
schen Krankenpflegeversicherung tätig zu sein. 
 
4.1 Die selbständige Tätigkeit als Arzt oder Ärztin bedarf einer Bewilligung des Kantons, auf 
dessen Gebiet sie ausgeübt wird (Art. 34 des Bundesgesetzes über die universitären Medizi-
nalberufe [Medizinalberufegesetz, MedBG] vom 23. Juni 2006). Die Bewilligung zur Berufsaus-
übung in eigener fachlicher Verantwortung wird erteilt, wenn die Medizinalperson ein entspre-
chendes eidgenössisches - oder anerkanntes ausländisches - Diplom besitzt, vertrauenswürdig 
ist, physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet sowie über die 
notwendigen Kenntnisse einer Amtssprache des Kantons, für welchen die Bewilligung beantragt 
wird, verfügt (Art. 36 Abs. 1 MedBG). Diese gesundheitspolizeiliche Zulassung zur ärztlichen 
Tätigkeit ist von der Zulassung zur Abrechnung über die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung zu unterscheiden. Nicht alle polizeilich zugelassenen Medizinalpersonen dürfen zugleich 
zu Lasten der Sozialversicherung behandeln. In seiner am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen 
Fassung statuiert das Bundesgesetz über die Krankenversicherung für Ärzte und Ärztinnen im 
ambulanten Bereich besondere Voraussetzungen, damit sie als Leistungserbringer anerkannt 
werden und die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für die von ihnen erbrach-
ten Leistungen übernimmt. Neben der notwendigen Sprachkompetenz verlangt Art. 37 Abs. 1 
KVG für die Zulassung insbesondere, dass Ärzte und Ärztinnen mindestens drei Jahre im bean-
tragten Fachgebiet an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte gearbeitet ha-
ben. Über die Zulassung als Leistungserbringer entscheidet der Kanton (Art. 36 KVG). Eine 
Nichtzulassung bedeutet für die betroffene Person, dass sie keine Pflichtleistungen nach KVG 
zu Lasten der OKP abrechnen darf, und verhindert dadurch faktisch die selbständige Ausübung 
des Arztberufs. 
 
4.2 Das Medizinalberufegesetz regelt nur die ärztliche Tätigkeit in eigener fachlicher Ver-
antwortung. Die Zulassung zur Ausübung des Medizinalberufs unter der Verantwortung eines 
Dritten fällt in die gesundheitspolizeiliche Kompetenz der Kantone. Deshalb ist zwischen der 
Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung und jener unter fachlicher Aufsicht zu un-
terscheiden. In letzterem Bereich der unselbständigen Tätigkeit sind die Kantone zuständig und 
nur durch das übergeordnete Recht eingeschränkt (vgl. YVES DONZALLAZ, Traité de droit médi-
cal - Vol. II, Bern 2021, Rz. 2897; Urteil des BGer 2C_531/2021 vom 28. April 2022 E. 5.1.2). 
§ 11 des kantonalen Gesundheitsgesetzes (GesG) vom 21. Februar 2008 sieht die polizeiliche 
Zulassung zur Assistenztätigkeit von Personen in ärztlicher Weiterbildung für Inhaber von Pra-
xisbewilligungen vor. Solchermassen zugelassene Personen in Weiterbildung sind keine eigen-
ständigen Leistungserbringer gemäss KVG. Ihre ärztlichen Leistungen werden dem für sie ver-
antwortlichen Arzt zugerechnet und der OKP in dessen Namen - oder gegebenenfalls von des-
sen Arbeitgeberin - in Rechnung gestellt. 
 
5. Die Beschwerdeführerin verfügt mittlerweile über eine Bewilligung zur Berufsausübung 
in eigener fachlicher Verantwortung als Ärztin im Kanton Basel-Landschaft. Sie bestreitet je-
doch nicht, dass sie (pensumsbereinigt) keine drei Jahre im beantragten Fachgebiet an einer 
anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte gearbeitet hat, weshalb sie die Zulassungs-

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voraussetzungen als Leistungserbringerin nach KVG (noch) nicht vollständig erfüllt. Sie bean-
tragt denn auch im Hauptbegehren die Erteilung einer befristeten Bewilligung als Assistenzärz-
tin, bis sie die gesetzlich geforderte dreijährige Tätigkeit vorweisen kann. 
 
5.1 Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sind Nachwuchsmediziner mit einem abge-
schlossenen Studium der Humanmedizin und Arztdiplom, die zur Erlangung des ersten Fach-
arzttitels eine Weiterbildung absolvieren. Die berufliche Weiterbildung dient der Erhöhung der 
Kompetenz und der Spezialisierung im entsprechenden Fachgebiet (vgl. Art. 3 Abs. 3 MedBG). 
Die Weiterbildung soll die in der universitären Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten, 
Fähigkeiten und Haltungen im Hinblick auf eine selbständige Berufsausübung vertiefen und 
erweitern (vgl. Art. 17 Abs. 1 MedBG; Botschaft vom 3. Dezember 2004 zum Bundesgesetz 
über die universitären Medizinalberufe, BBl 2004 173, S. 203). Assistenzärzte übernehmen die 
Behandlung von Patienten unter der Aufsicht und Verantwortung einer Chefärztin oder eines 
anderen dafür bestimmten Kaderarztes der Weiterbildungsstätte. Innerhalb der theoretischen 
und praktischen Weiterbildung in anerkannten Spitälern und Arztpraxen werden die notwendi-
gen Fähigkeiten und Kompetenzen für die Ausübung des Arztberufs in eigener fachlicher Ver-
antwortung erlangt (vgl. MERCEDES NOVIER, Le droit du travail du médecin-assistant et du chef 
de clinique, Genf 2016, S. 87 ff.). 
 
5.2 Die Spitäler sind von Gesetzes wegen berechtigt, Assistenzärzte zu beschäftigen (vgl. 
§ 36 GesG). Im ambulanten Bereich bedürfen Ärztinnen und Ärzte mit Praxisbewilligung dem-
gegenüber für die Beschäftigung von Assistentinnen und Assistenten einer Bewilligung der 
VGD (§ 11 Abs. 1 lit. a GesG). Diese Assistentinnen und Assistenten üben die Tätigkeit für eine 
befristete Zeit zur Vervollständigung ihrer Weiterbildung aus (§ 11 Abs. 3 Satz 1 GesG in der 
per 1. Januar 2023 geänderten Fassung [vgl. GS 2023.007]). Die Tätigkeit erfolgt unter der per-
sönlichen Verantwortung und fachlichen Aufsicht der Bewilligungsinhaberin oder des Bewilli-
gungsinhabers (§ 11 Abs. 3 Satz 2 GesG). Gemäss § 16 Abs. 1 lit. b der Verordnung über die 
Berufe im Gesundheitswesen wird die Bewilligung zur Beschäftigung einer Assistentin oder ei-
nes Assistenten befristet auf höchstens zwei Jahre, bei Tätigkeit in Teilzeit entsprechend län-
ger, erteilt, wenn die Assistentin oder der Assistent über ein eidgenössisches oder eidgenös-
sisch anerkanntes Diplom verfügt und die Tätigkeit der Erlangung eines Weiterbildungstitels 
dient. 
 
5.3 Die VGD - und mit ihr die Vorinstanz - stellt sich auf den Standpunkt, dass die Be-
schwerdeführerin ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Dermatologie und Venerologie mit dem 
Erwerb des Facharzttitels im Februar 2020 abgeschlossen habe. Als Fachärztin befinde sie sich 
nicht mehr in Weiterbildung, weshalb eine befristete Beschäftigung als Assistentin nicht bewilligt 
werden könne. 
 
5.4 Diese Auffassung überzeugt nicht. Auch wenn es sich beim Erfordernis einer mindes-
tens dreijährigen Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte nicht um 
einen klassischen Weiterbildungsgang handelt, der zu einem eidgenössischen Weiterbildungsti-
tel führt (vgl. dazu Art. 17 ff. MedBG), so spricht dennoch wenig dagegen und viel dafür, diese 
Arbeit unter fachlicher Aufsicht auch bei bereits erlangtem Weiterbildungsdiplom als Weiterbil-

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dung im Sinne von § 11 Abs. 3 GesG zu qualifizieren. Dafür lässt sich in erster Linie die mit der 
Zulassungsvoraussetzung verknüpfte Intention anführen: Mit Art. 37 Abs. 1 KVG soll unter an-
derem sichergestellt werden, dass Ärztinnen und Ärzte, die Leistungen zu Lasten der OKP im 
ambulanten Bereich erbringen, über die für die Qualität der Leistungserbringung notwendigen 
Kenntnisse des schweizerischen Gesundheitssystems verfügen und sich darin im praktischen 
Alltag zurechtfinden. Zum Wissen über das Gesundheitssystem der Schweiz gehören etwa die 
Themenfelder Gesundheitsrecht, Gesundheitspolitik und innovative Versorgungsformen (vgl. 
Botschaft vom 9. Mai 2018 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung 
[Zulassung von Leistungserbringern], BBl 2018 3125, S. 3137). Das dreijährige Tätigkeitserfor-
dernis dient damit dem Erwerb von Kenntnissen, die für eine spätere eigenverantwortliche Be-
rufsausübung in der Schweiz unabdingbar sind. Dass diese praxisspezifischen Kompetenzen 
nur an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte erworben werden können, un-
terstreicht den Weiterbildungscharakter der geforderten Tätigkeit zusätzlich. Die ursprüngliche 
Konzeption des Bundesrates sah denn auch vor, dass diese Kenntnisse mit einem Prüfungsver-
fahren kontrolliert werden (vgl. Gesetzesentwurf, BBl 2018 3169), einem für den Abschluss von 
Weiterbildungen typischen Merkmal. Bei Ärztinnen und Ärzten, die mindestens drei Jahre lang 
an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte gearbeitet haben, wurde davon 
ausgegangen, dass sie über die erforderlichen Kenntnisse des schweizerischen Gesundheits-
systems verfügen. Sie wären von der Prüfung dispensiert worden. Im Rahmen der parlamenta-
rischen Beratungen strich der Gesetzgeber das Prüfungsverfahren und verlangte damit zwin-
gend die dreijährige praktische Erfahrung (vgl. Votum Nationalrätin Humbel, AB 2018 N 2162). 
Da sie die Erweiterung der Fähigkeiten im Hinblick auf eine selbständige Berufsausübung im 
betreffenden Fachgebiet bezweckt und damit mit einem klassischen Weiterbildungsgang ver-
gleichbar ist, kann die unter fachlicher Aufsicht erfolgende Tätigkeit an einer anerkannten 
schweizerischen Weiterbildungsstätte somit unabhängig davon, ob der Facharzttitel bereits er-
worben wurde, unter den Begriff der Weiterbildung gemäss § 11 Abs. 3 GesG subsumiert wer-
den. Eine Vervollständigung der Weiterbildung im Sinne dieser Bestimmung liegt zumindest 
dann vor, wenn die Tätigkeit an der Weiterbildungsstätte vor dem Erwerb des Weiterbildungsti-
tels aufgenommen wurde. 
 
5.5 Dieses Auslegungsresultat widerspricht entgegen dem Dafürhalten der Vorinstanzen 
weder dem Willen des Gesetzgebers noch dem Sinn und Zweck des Gesundheitsgesetzes. Die 
vom Gesetz angeblich beabsichtigte "gewisse mengenmässige Begrenzung des Zustroms aus-
ländischer Fachärztinnen und -ärzte" findet im Gesetzestext und in den Materialien (vgl. insbe-
sondere Landratsvorlage vom 19. Juni 2007 zur Totalrevision des Gesundheitsgesetzes [2007/
151], zuletzt Landratsvorlage vom 14. Juni 2022 zur Teilrevision des Gesundheitsgesetzes 
[2022/360]) keine Grundlage. Die Kosteneindämmung im Bereich der sozialen Krankenversi-
cherung mittels Zulassungsbeschränkung ist nicht Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung, 
wie nachfolgend in E. 6.2 noch detaillierter ausgeführt wird. Erst recht kann es auch nicht der 
Sinn des Gesetzes sein, Medizinalpersonen mitten aus der gesetzlich geforderten dreijährigen 
Tätigkeit an einer Weiterbildungsstätte zu reissen, wenn sie die Facharztprüfung schon vorher 
bestehen. Dass Ärztinnen und Ärzte, die ihren Weiterbildungstitel bereits erlangt haben, zur 
fachlich eigenverantwortlichen Tätigkeit qualifiziert sind, schliesst nicht per se aus, dass sie un-

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ter Aufsicht einer Fachperson arbeiten, solange sie mit den Eigenheiten des schweizerischen 
Gesundheitssystems noch ungenügend vertraut sind. 
 
5.6 Gegen die vorstehend vorgenommene Auslegung liesse sich anführen, dass die Ver-
ordnung über die Berufe im Gesundheitswesen in § 16 Abs. 1 lit. b ausdrücklich verlangt, dass 
die Tätigkeit der Erlangung eines Weiterbildungstitels dienen muss. In § 11 Abs. 4 GesG er-
mächtigt das Gesetz den Regierungsrat zwar zum Erlass von Ausführungsbestimmungen. Da-
bei gilt es jedoch zu beachten, dass eine solche unselbständige gesetzesvertretende Verord-
nung das Gesetz durch Detailvorschriften ergänzen soll, aber inhaltlich nicht verändern darf. 
Die vom Regierungsrat erlassenen Verordnungen müssen sich an den vom Gesetz vorgegebe-
nen Rahmen halten (vgl. § 74 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft [KV] vom 
17. Mai 1984). Die Regierung darf namentlich Ansprüche, die das Gesetz schafft, nicht auf dem 
Verordnungsweg wieder beseitigen. Soweit die Verordnung über die Berufe im Gesundheitswe-
sen somit im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für die Erteilung von Assistenzbewilligun-
gen enger umschreibt als das Gesetz, ist sie unbeachtlich. 
 
5.7 Die vorliegend nachgesuchte befristete Assistenzbewilligung dient nach dem Gesagten 
der Vervollständigung der Weiterbildung. Daran ändert auch der Einwand der Vorinstanz nichts, 
wonach die Einführung ins schweizerische Gesundheitssystem verglichen mit der Facharztaus-
bildung zeitlich weniger aufwendig sei und dementsprechend mehr abrechenbare Leistungen 
erbracht werden könnten. Soweit die VGD sodann in Zweifel zieht, dass der Inhaber der Pra-
xisbewilligung die Beschwerdeführerin korrekt beaufsichtigen werde, unterstellt sie diesem vo-
rauseilend und ohne konkreten Anhaltspunkt, seine Berufspflichten zu missachten und seine 
persönliche Aufsichtsverantwortung nicht wahrzunehmen. Darauf ist nicht weiter einzugehen. 
Da sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, besteht gemäss § 11 Abs. 3 GesG ein 
kantonalgesetzlicher Anspruch auf Erteilung einer befristeten Assistenzbewilligung, bis die Be-
schwerdeführerin die von Art. 37 KVG geforderten drei Jahre Arbeitserfahrung in ihrem Fach-
gebiet vorweisen kann. 
 
6. Nach Ansicht der Vorinstanzen widerspricht dieses Auslegungsresultat dem Bundes-
recht und ist die Erteilung der Assistenzbewilligung deswegen ausgeschlossen. Die verschie-
denen Argumentationslinien basieren hauptsächlich auf dem gemeinsamen Nenner, wonach 
mit einer solchen Bewilligung die Bemühungen des Bundesgesetzgebers um eine effektive Kos-
tenkontrolle der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im ambulanten Bereich unterlaufen 
würden. 
 
6.1 Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung steht der Erteilung einer befristeten 
Assistenzbewilligung nach § 11 GesG jedoch nicht im Weg. Wie die Beschwerdeführerin zutref-
fend bemerkt, schreibt Art. 37 KVG nicht vor, dass die dreijährige Tätigkeit während der Weiter-
bildung zur Fachärztin oder zum Facharzt erfolgen muss. So hält auch das BAG dafür, dass 
Ärztinnen und Ärzte, die bereits über ein (anerkanntes) Weiterbildungsdiplom verfügen, aber 
noch eine dreijährige Tätigkeit an einer schweizerischen Weiterbildungsstätte absolvieren müs-
sen, den Personen in Weiterbildung gleichgesetzt werden können. Nach Abschluss der dreijäh-
rigen Tätigkeit bleiben für solche Ärztinnen und Ärzte, die selbständig zu Lasten der OKP tätig 

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sein wollen und alle anderen Voraussetzungen erfüllen, die kantonalen Höchstzahlen betreffend 
Zulassungsbeschränkung vorbehalten (vgl. die FAQ zur Umsetzung der KVG-Änderung "Zulas-
sung von Leistungserbringern", Version vom 21. Juni 2022, S. 4). Die Vorinstanz widerspricht 
dem BAG unter Hinweis darauf, dass das Bundesamt für den Vollzug des kantonalen Gesund-
heitsrechts nicht zuständig sei, weshalb es den Kantonen diesbezüglich keine verbindlichen 
Weisungen erteilen könne. Dies trifft augenscheinlich zu; das Argument übergeht aber, dass die 
Vorinstanzen die vorliegend nachgesuchte Bewilligung gerade deswegen verweigerten, weil 
deren Erteilung gegen Bundesrecht verstossen würde. In diesem Licht gesehen kommt der ge-
genteiligen Meinungsäusserung des für die einheitliche Umsetzung dieses Bundesrechts ver-
antwortlichen Bundesamtes (vgl. Art. 56 des Bundesgesetzes betreffend die Aufsicht über die 
soziale Krankenversicherung [KVAG] vom 26. September 2014) durchaus Gewicht zu. Das Do-
kument mit den häufig gestellten Fragen ist Ausdruck des Wissens und der Erfahrung der 
Fachbehörde und dient insbesondere einer gewissen Vereinheitlichung der kantonalen Praxis 
beim Vollzug des KVG. Von der Rechtsauffassung der für die Anwendung des betreffenden 
Bundesgesetzes zuständigen Bundesbehörde ist nicht ohne Not abzuweichen, zumal die Vor-
instanzen diesbezüglich im Allgemeinen verharren und gar nicht konkret zu benennen vermö-
gen, gegen welche Bestimmung des KVG die Erteilung einer Bewilligung vorliegend verstossen 
soll. 
 
6.2 Der Vorwurf der Unzuständigkeit fällt in gewisser Weise auf die Vorinstanzen zurück. Sie 
bringen - zum Teil etwas verklausuliert - zum Ausdruck, dass § 11 GesG gemäss ihrer Ausle-
gung (auch) der Zulassungsbeschränkung und damit der Kontrolle des Leistungsangebots die-
ne, um die Kostenentwicklung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im ambulanten 
Bereich zu dämpfen. Deswegen solle der Zustrom ausländischer Fachärztinnen und -ärzte ins 
schweizerische Sozialversicherungssystem erschwert werden. Dieses volkswirtschaftliche Motiv 
ist indessen vom gesundheitspolizeilichen Gesetzeszweck des Schutzes, der Förderung und 
der Wiederherstellung der Gesundheit der Bevölkerung (vgl. § 1 Abs. 1 GesG) nicht abgedeckt. 
Das Gesundheitsgesetz soll zwar gemäss § 1 Abs. 3 GesG auch das Kostenbewusstsein der 
im Gesundheitswesen tätigen Fachpersonen und der Bevölkerung fördern, daraus lässt sich 
aber kein Mandat für die Zulassungssteuerung von Leistungserbringern herauslesen. Das Ge-
sundheitsgesetz ist kein Instrument zur Regulierung des Zugangs zu Kassenleistungen. Da der 
Bund die in Art. 117 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 eingeräumte nachträglich derogatorische Gesetzgebungskompetenz in Anspruch 
genommen hat (vgl. Art. 55a KVG; TOMAS POLEDNA, in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. 
Galler Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 6 zu 
Art. 117 BV), liegt die Legiferierung zum Zwecke der Versorgungssteuerung im ambulanten 
Arztbereich in der Zuständigkeit des Bundes. Dass der Bund den Kanton bezogen auf die vor-
liegende Konstellation zur Regulierung des Versorgungsangebots ermächtigt und der Kanton 
davon Gebrauch gemacht hat, zeigen die Vorinstanzen nicht auf. 
 
6.3 Des Weiteren vertreten die Vorinstanzen den Standpunkt, dass die Erteilung von befris-
teten Assistenzbewilligungen an fertig ausgebildete Fachärzte einer Umgehung des KVG 
gleichkomme. Dies würde - so der angefochtene Entscheid - dazu führen, dass sämtliche aus-
ländischen Ärztinnen und Ärzte mit anerkanntem Weiterbildungstitel von allen als Weiterbil-

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dungsstätte anerkannten ambulanten Leistungserbringern für drei Jahre (oder länger) angestellt 
werden und über die ambulante Einrichtung Leistungen abrechnen könnten. Eine erhebliche 
Mengenausweitung der ärztlichen Leistungen und damit der Kosten zu Lasten der OKP wäre 
die Folge. Das Erfordernis der dreijährigen Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen 
Weiterbildungsstätte würde jegliche Bedeutung verlieren. So müssten beispielsweise auch aus-
ländische Personen mit Facharzttitel, die bereits über jahrzehntelange Erfahrung im Ausland 
verfügen, als Personen in Weiterbildung betrachtet werden. Mit dieser Argumentation verken-
nen die Vorinstanzen, dass eine Bewilligung nicht wegen einer bloss theoretischen Möglichkeit 
einer allfälligen künftigen Gesetzesumgehung durch Dritte verweigert werden kann. Eine Ge-
setzesumgehung besteht darin, dass ein scheinbar legitimes Mittel verwendet wird, um die 
Rechtsordnung um die von ihr beabsichtigte Wirkung ihrer Vorschriften zu bringen (vgl. BGE 
141 III 328 E. 6.4; BGE 132 III 212 E. 4.1). Das Institut der Gesetzesumgehung hat Berüh-
rungspunkte zum Rechtsmissbrauchsverbot: Der Wortlaut einer Verbotsnorm wird beachtet, ihr 
Sinn aber missachtet (BGE 140 II 233 E. 5.1; BGE 114 Ib 11 E. 3a). Die Behörde, die die um-
gangene Norm durchsetzen will, muss im Einzelfall nachweisen, dass ein Rechtsmissbrauch 
vorliegt, oder zumindest einen ernsthaften Verdacht in diese Richtung aufzeigen (BGE 144 II 49 
E. 2.2). Im vorliegenden Fall befand sich die Beschwerdeführerin noch mitten in der Weiterbil-
dung zur Fachärztin, als die Assistenzbewilligung erstmals ausgestellt wurde. Damit wurde die 
Bewilligung im vom Gesetz gedachten Sinne in Anspruch genommen. Dass die Beschwerde-
führerin die Facharztprüfung bestand, bevor sie drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte in der 
Schweiz tätig gewesen war, ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass sie als Mutter zweier 
kleiner Kinder in einem Teilzeitpensum erwerbstätig war. Die Teilzeiterwerbstätigkeit ist offen-
sichtlich nicht vorwerfbar und dient ebenso offenkundig nicht dazu, die Rechtsordnung um ihre 
beabsichtigte Wirkung zu bringen. Von einer versuchten Gesetzesumgehung kann hier nicht die 
Rede sein. 
 
7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass ein kantonalrechtlicher Anspruch auf Erteilung einer 
Assistenzbewilligung zur Beschäftigung der Beschwerdeführerin besteht und das Bundesrecht 
dem nicht entgegensteht. Die Beschwerde erweist sich im Hauptbegehren als begründet. Der 
angefochtene Entscheid ist antragsgemäss aufzuheben und die Angelegenheit ist zur Ausstel-
lung einer befristeten Assistenzbewilligung an die VGD zurückzuweisen. Bei diesem Verfah-
rensausgang erübrigt es sich, auf das Eventualbegehren und die weiteren Rügen der Be-
schwerdeführerin einzugehen. 
 
8. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel 
in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Be-
schwerdeführerin hat vorliegend als vollumfänglich obsiegend zu gelten. Der frühzeitig erklärte 
Rückzug des Feststellungsbegehrens hat in dieser Hinsicht keinen Einfluss auf die Kostenfol-
gen. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- der Vorinstanz 
aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 
Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer 
Anwältin eine angemessene Entschädigung zugesprochen werden. Der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin weist in seiner Honorarnote vom 8. Dezember 2022 einen Aufwand von 

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31.65 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- aus. Wird der in der detaillierten Leis-
tungsaufstellung ausgewiesene Aufwand allerdings zusammengerechnet, ergibt sich daraus ein 
Zeitaufwand von lediglich 25.65 Stunden. Die Entschädigung ist auf dieser Basis zu berechnen, 
wobei der Stundenansatz und die Auslagen von Fr. 76.60 zu keinen Bemerkungen Anlass ge-
ben. Gestützt darauf hat die Vorinstanz der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem 
Kantonsgericht eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'988.75 (inkl. Ausla-
gen und 7.7 % MWST) auszurichten. Weiter ist die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und 
Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit sie nicht gegenstandslos ist. 

Der Regierungsratsbeschluss Nr. 1005 vom 21. Juni 2022 wird aufgeho-
ben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur Ausstellung 
einer befristeten Assistenzbewilligung an die Volkswirtschafts- und Ge-
sundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat der Beschwerde-

führerin eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 6'988.75 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber