# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c003bd8b-7965-5be5-aa49-93165fc0ff49
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-17
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 17.02.2021 S 2020 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-81_2021-02-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 17. Februar 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 81

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Urteil S 2020 81

A. Nachdem sich der 1956 geborene A.________ im März 1987 sowie April 1988 
bereits zweimal bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug angemeldet hatte (IV-act. 5 S. 1 
ff. und S. 16 ff.), erfolgte eine weitere Anmeldung im Januar 2006 unter Hinweis auf 
Rücken-, Schulter-, Bein- und Fussschmerzen (IV-act. 1). In der Folge veranlasste die IV-
Stelle ein interdisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Orthopädie) beim Institut für 
forensische Psychiatrie und Psychotherapie (IFPP), welches am 23. Oktober 2007 
erstattet wurde (IV-act. 34). Mit Verfügung vom 30. Januar 2008 gewährte die IV-Stelle 
dem Versicherten Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 41). Das 
Rentenbegehren wies sie hingegen gestützt auf das IFPP-Gutachten mit Verfügung vom 
21. August 2008 ab (IV-act. 54). Im darauffolgenden Verwaltungsgerichtsverfahren holte 
das Verwaltungsgericht ein Gerichtsgutachten bei der MEDAS Zentralschweiz ein (IV-
act. 64) und wies die Beschwerde des Versicherten schliesslich mit Urteil S 2008 164 vom 
15. April 2010 ab (IV-act. 67). 

Die bis dato letzte Neuanmeldung – unter Hinweis auf seit Ende November 2017 
bestehende Knieschmerzen – datiert vom 21. November 2019 (IV-act. 74). Die IV-Stelle 
holte daraufhin im Rahmen ihrer Abklärungen bei den behandelnden Ärzten aktuelle 
Berichte ein und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Gestützt 
auf die Beurteilung des RAD-Arztes vom 9. März 2020 (IV-act. 89) und nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (IV-act. 90) wurde das Leistungsbegehren des 
Versicherten mit Verfügung vom 28. Mai 2020 ein weiteres Mal abgewiesen (IV-act. 93).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. Juli 2020 liess A.________ 
beantragen, die angefochtene Verfügung vom 28. Mai 2020 sei aufzuheben und die 
Angelegenheit zu weiteren Abklärungen (insbesondere Gutachten) an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zuzüglich MWST zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegnerin berufe sich in der angefochtenen 
Verfügung auf veraltete Berichte und dabei insbesondere auf die RAD-Beurteilung, 
wonach aber bloss die Kniebeschwerden berücksichtigt worden seien. Neben den 
mittlerweile eingetretenen Kniebeschwerden sei er aber auch zusätzlich durch die 
weiteren somatischen Beschwerden eingeschränkt. Nachdem seit dem letzten IV-Gesuch 
einige Jahre vergangen seien, wäre die Beschwerdegegnerin auf jeden Fall auch gehalten 
gewesen, den Hausarzt anzuschreiben und den Verlauf der weiteren Beschwerden 
nachzufragen, was sie aber unterlassen habe. Damit habe sie den 
Untersuchungsgrundsatz verletzt. 

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Urteil S 2020 81

C. Der mit Verfügung vom 6. Juli 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt.

D. Mit Vernehmlassung vom 8. September 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, 
es treffe nicht zu, dass sie den Gesundheitszustand nicht ausreichend geprüft habe. In 
Anbetracht der spezifischen Problematik des linken Knies sei nicht erkennbar, welche 
relevanten zusätzlichen Informationen vom Hausarzt hätten beigetragen werden können. 
Dass die vorbestehenden Rücken- und Schulterbeschwerden persistierten, sei nicht 
bestritten worden. Dafür, dass sich diese verschlechtert haben sollten, würden sich indes 
keine Hinweise finden. So sei die Wiederanmeldung offensichtlich nur aufgrund der neu 
aufgetretenen Knieproblematik erfolgt und von einer Verschlechterung der 
Rückenproblematik oder anderen Gesundheitsproblemen sei nicht die Rede gewesen. 
Wenn sich in dieser Hinsicht eine Verschlechterung eingestellt hätte, wäre es am 
Beschwerdeführer gewesen, entsprechende Arztberichte aufzulegen. In einem 
Revisionsverfahren auf Begehren der versicherten Person sei es nicht Pflicht der IV-Stelle, 
nach (neuen) gesundheitlichen Problemen zu suchen, die vom Versicherten gar nicht 
angegeben worden seien. Die somatische Problematik, die heute vorliege, sei im 
Wesentlichen – mit Ausnahme der Kniegelenksproblematik links – bereits zum Zeitpunkt 
des Gerichtsurteils von 2010 bekannt gewesen. Dass sich diese Probleme weiterhin auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirkten würden, habe der RAD nie in Abrede gestellt. Ebenfalls 
werde nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer unter einer Kniegelenksproblematik 
links leide. Indes könne kein Zweifel daran bestehen, dass auch mit einem Knie, dass nur 
wenig belastet werden könne, eine leidensangepasste, knieschonende Tätigkeit im 
Vollzeitpensum möglich sei. 

E. Mit Schreiben vom 10. September 2020 stellte das Gericht dem Beschwerdeführer 
die Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zu. In der Folge gingen bei Gericht keine 
weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der Schriftenwechsel per Mitte September 2020 als 
abgeschlossen gilt. 

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Urteil S 2020 81

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
28. Mai 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 2. Juli 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 31. Dezember 
2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in 
dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 28. Mai 2020 und verschickte 
diese am 2. Juni 2020. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 2. Juli 2020 der Post übergeben und ging am 6. Juli 2020 beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, 
weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11). 

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Urteil S 2020 81

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 
S. 70 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens 
kommt es entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 

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Urteil S 2020 81

4.
4.1 Wurde eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit verweigert, so wird nach Art. 87 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) eine neue 
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist in der Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der 
Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten 
Betreuungsaufwandes der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat. 

4.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung demnach zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; 
verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch 
Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die vom Versicherten glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach 
in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. 
dazu BGE 130 V 71 E. 3.1). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtkräftigen Ablehnungsverfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 
sie das neue Gesuch ab. Anderenfalls hat sie zusätzlich zu prüfen, ob nunmehr ein 
anspruchsbegründender oder ein anspruchserhöhender Invaliditätsgrad zu bejahen ist. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht dem Gericht 
(Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 30–
31 N 120).

4.3 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, 
herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Dies beurteilt sich stets durch Vergleich der Sachlagen 
in zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (revisionsrechtlicher Vergleichszeitraum). Zeitliche 
Vergleichsbasis bilden dabei die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte 
rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung 
des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 
Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Am Ende des revisionsrechtlichen 
Vergleichszeitraums steht immer die angefochtene Revisionsverfügung (BGE 133 V 108 

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Urteil S 2020 81

E. 5.4; Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 30–31 N 39 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 
4. Aufl. 2020, Art. 17 N 26 ff.).

5. Fest steht vorliegend, dass sich der Beschwerdeführer nach zwei Anmeldungen in 
den Jahren 1987 und 1988 im Januar 2006 ein weiteres Mal bei der IV-Stelle zum 
Leistungsbezug anmeldete, dass der Rentenanspruch in der Folge abgewiesen wurde und 
dass die bis dato letzte und vorliegend zu prüfende Neuanmeldung vom 21. November 
2019 datiert. Als erstellt gilt weiter, dass die IV-Stelle das Leistungsbegehren im 
Wesentlichen gestützt auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. C.________ mit 
Verfügung vom 28. Mai 2020 erneut abwies. Somit gilt es nachfolgend zu prüfen, ob sich 
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Zeitpunkt der Verfügung vom 
21. August 2008 bis zum Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 28. Mai 
2020 in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Zum Gesundheitszustand 
und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bzw. zu deren Entwicklung lässt sich den 
Akten Folgendes entnehmen:

5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 21. August 2008 im 
Wesentlichen auf das IFPP-Gutachten vom 23. Oktober 2007, welchem sich folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen lassen: Lumbales 
Pseudoradikulärsyndrom bei Segmentdegeneration L3 bis S1 mit Bandscheibenherniation 
S1 links, Cervikobrachialsyndrom bei Spondylose HWK 4 bis 6, Belastungsschmerz 
rechter Rückfuss bei Zustand nach Fersenbeinfraktur, Versteifung des unteren 
Sprunggelenkes, einsetzende Anschlussarthrose sowie Impingementsyndrom beider 
Schultern bei Arthrose des Schultereckgelenkes. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit wurden eine Hypertonie, ein metabolisches Syndrom und eine depressive 
Reaktion F43.2, aktuell remittiert, genannt. Beurteilend kamen die Gutachter zum Schluss, 
die zuletzt ausgeführte Tätigkeit eines Mechanikers sei auf Grund der bewegungs- und 
belastungsabhängigen Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates nicht mehr 
ausführbar. Dagegen seien dem Versicherten medizinisch-theoretisch Arbeiten an einem 
dem Leistungsprofil angepassten Arbeitsplatz zumutbar, das bedeute, leichte Tätigkeiten, 
Arbeiten in wechselnder Arbeitshaltung, vorwiegend sitzend, bei Vermeiden von 
Überkopfarbeiten und Arbeiten in Zwangshaltungen und Vermeiden des Hebens und 
Tragens grosser Lasten über 15 kg (IV-act. 34). 

5.2 Aus den nach der Neuanmeldung vom 21. November 2019 eingereichten bzw. 
von der IV-Stelle eingeholten medizinischen Berichten ergibt sich Folgendes:

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Urteil S 2020 81

5.2.1 Seit Mitte November 2017 litt der Versicherte an zunehmenden Kniebeschwerden 
links. Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, attestierte ihm 
deshalb eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 30. November 2017 und überwies ihn an 
den Orthopäden Dr. E.________ (IV-act. 81 S. 2 f.). 

5.2.2 Doktor med. E.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte eine stark beschwerdehafte, 
fortgeschrittene, ausgeprägte Bakerzyste bei ausgedehnter medialer Meniskusläsion Knie 
links, sodass sich der Versicherte am 17. Januar 2018 einer Kniearthroskopie links, einer 
dosierten medialen Meniskushinterhorn- bis Korpusteilresektion und Plicaresektion und 
einer anschliessenden offenen Bakerzystenresektion Knie links unterziehen musste (IV-
act. 85 S. 13 f.). Doktor E.________ attestierte dem Versicherten eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bis 8. März 2018. Ab dem 9. März 2018 ging er wieder von einer 
vollständigen Arbeitsfähigkeit aus. Die Behandlung bei Dr. E.________ wurde schliesslich 
am 17. Oktober 2018 abgeschlossen (IV-act. 85 S. 2 ff.). 

5.2.3 Da sich die Kniebeschwerden in der Folge nicht wirklich besserten, wurde der 
Versicherte neu fachärztlich durch Dr. med. F.________, Facharzt FMH für orthopädische 
Chirurgie, behandelt. Dieser stellte bei seinen Konsultationen im Februar und März 2019 
eine aktivierte mediale femorotibiale sowie femoropatelläre Arthrose links fest. In der Folge 
wurden mit dem Patienten die verschiedenen konservativen bzw. operativen 
Therapiemöglichkeiten besprochen, woraufhin er eine konservative Behandlung (u.a. 
Physiotherapie) wünschte und deshalb am 5. März 2019 eine intraartikuläre Infiltration des 
linken Kniegelenkes erfolgte (IV-act. 87 S. 2 ff.). Diese brachte dem Versicherten eine 
deutliche Schmerzlinderung, sodass der Versicherte mit der konservativen Therapie 
zufrieden war und im Rahmen der Sprechstunde vom 12. April 2019 von einer 70%igen 
Beschwerdebesserung berichtete (IV-act. 87 S. 6 f.). Die nächste Verlaufskontrolle erfolgte 
fünf Monate später am 2. September 2019. Dabei berichtete der Versicherte von 
Knieschmerzen insbesondere beim Bergabgehen. Die konservativen 
Behandlungsmassnahmen wurden fortgeführt und eine weitere intraartikuläre Infiltration 
des linken Knies in die Wege geleitet (IV-act. 87 S. 8 f.). 

5.2.4 Hausarzt Dr. D.________ attestierte dem Versicherten eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit vom 19. Februar bis 31. März 2019 (IV-act. 81 S. 23) und vom 25. Juni 
bis 31. Dezember 2019 (IV-act. 77 S. 1). 

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Urteil S 2020 81

5.2.5 Mit Stellungnahme vom 9. März 2020 kam RAD-Arzt Dr. med. C.________, 
Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, zum Schluss, dass für die vom Versicherten 
beklagten Knieschmerzen links eine aktivierte degenerative (Arthrose) 
Kniegelenksproblematik v.a. medial und femoropatellär verantwortlich zeichne. Die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit als Allrounder bei der Getränkeauslieferung entspreche in 
wesentlichen Anteilen nicht dem ergonomischen Profil, das zum Zeitpunkt der letzten 
Verfügung im August 2008 formuliert worden sei und werde auch der zuletzt 
vordergründigen Knieproblematik nicht gerecht. Die Knieproblematik bedinge eine 
dauerhafte Minderbelastbarkeit. Die seit dem 25. Juni 2019 attestierte Arbeitsunfähigkeit 
bezogen auf die angestammte, nicht als angepasst zu beurteilende Tätigkeit sei 
nachvollziehbar. Unter Ausschöpfung der Behandlungsmassnahmen sei in einer 
angepassten Tätigkeit (körperlich leicht, wechselbelastend mit hohem Sitzanteil, ohne 
Zwangshaltungen, ohne Schläge/Vibration auf den Rücken/die Knie-/Fuss- und 
Schultergelenke) mit keiner relevanten Einschränkung zu rechnen (IV-act. 89). 

5.3 Im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens reichte der Beschwerdeführer 
einen Bericht seines Hausarztes vom 26. Mai 2020 zu den Akten. Darin führte 
Dr. D.________ aus, der Versicherte könne sein linkes Knie nicht belasten. Er könne 
weder Tätigkeiten mit Beugen und Zwangshaltung ausführen noch Treppen und Leitern 
besteigen. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 25. Juni 2019 bis auf 
Weiteres. Die aktuelle Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Aktuell seien 
ihm keine Tätigkeiten zumutbar (Bf-act. 3).

6. Wie sich aus den Akten ergibt, stellte die Beschwerdegegnerin in der Beurteilung 
des erneuten Leistungsgesuchs auf die Stellungnahme ihres RAD-Arztes Dr. C.________ 
vom 9. März 2020 (IV-act. 89) ab, wonach in einer angepassten Tätigkeit, d.h. in einer 
körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit hohem Sitzanteil und ohne 
Zwangshaltungen, keine relevante Einschränkung vorliege. Entsprechend der Beurteilung 
von Dr. C.________ ging die Beschwerdegegnerin weiterhin von einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Der Beschwerdeführer 
bestreitet dies und stellt sich auf den Standpunkt, auf die RAD-Beurteilung könne nicht 
abgestellt werden, da dem RAD-Arzt bloss veraltete Berichte bezüglich der 
Knieproblematik zur Verfügung gestanden hätten und die weiteren somatischen 
Beschwerden gar nicht berücksichtigt worden seien. Die IV-Stelle habe den Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt und damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Wie nachfolgend 

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Urteil S 2020 81

aufzuzeigen sein wird, kann dieser Ansicht des Beschwerdeführers indes nicht gefolgt 
werden. 

6.1 Grundsätzlich ist es zulässig, im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt 
auf intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. Wie der Beschwerdeführer 
diesbezüglich zu Recht festgestellt hat, sind in solchen Fällen jedoch strenge 
Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 
E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). Vorliegend bestehen für das Gericht jedoch 
gerade keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von RAD-
Arzt Dr. C.________. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass die RAD-Stellungnahme 
vom 9. März 2020 die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der gesamten medizinischen Vorakten erging und schliesslich in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der medizinischen Situation einleuchtet und die 
Schlussfolgerungen für das Gericht nachvollziehbar begründet sind.

Fest steht, dass der Beschwerdeführer bereits zum Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen 
Verfügung vom 21. August 2008 an Rücken- und Schulterbeschwerden litt und sich diese 
Gesundheitsproblematik auf seine Arbeitsfähigkeit auswirkte. Entsprechend anerkannte 
die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. August 2008, dass für die angestammte Tätigkeit 
keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. In einer leidensangepassten Tätigkeit, d.h. in einer 
leichten (Gewichtslimite 15 kg), wechselbelastenden Tätigkeit mit hohem Sitzanteil und 
ohne Überkopfarbeiten und Zwangshaltungen des Bewegungsapparates, ging die IV-
Stelle hingegen von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 54). Dass die 
vorbestehenden Rücken- und Schulterbeschwerden persistieren, wurde von der 
Beschwerdegegnerin nicht bestritten. Dementsprechend haben sowohl RAD-Arzt 
Dr. C.________ als auch die IV-Stelle anerkannt, dass sich die somatische Problematik, 
die bereits mit Urteil des Verwaltungsgerichts S 2008 164 vom 15. April 2010 (IV-act. 67) 
rechtskräftig bestätigt wurde, weiterhin auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
auswirkt. Darüber hinaus anerkannte die IV-Stelle, dass seit der letzten Verfügung noch 
Knieprobleme links hinzugekommen sind. Gemäss RAD-Arzt Dr. C.________ führen diese 
degenerativen Kniegelenksprobleme links denn auch zu einer dauernden 
Minderbelastbarkeit. Den Kniebeschwerden hat Dr. C.________ im Rahmen des von ihm 
formulierten ergonomischen Profils mit der Tragbelastung, dem Sitzanteil sowie dem 
Verbot von Zwangshaltungen und von Schlägen und Vibrationen auf die Knie-

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/Fussgelenke Rechnung getragen. Inwiefern dem Beschwerdeführer aber selbst eine 
knieschonende Tätigkeit nicht zumutbar sein sollte, ist nicht ersichtlich. Daran ändert auch 
der Bericht von Dr. D.________ vom 26. Mai 2020 (Bf-act. 3) nichts. Soweit der 
Beschwerdeführer die Ausführungen von Dr. D.________ dahingehend interpretieren will, 
dass ihm alle Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien, kann ihm nicht gefolgt werden. 
Vielmehr ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass sich die Angabe von 
Dr. D.________, wonach dem Beschwerdeführer aktuell keine Tätigkeiten zumutbar seien, 
auf die angestammte bzw. eine ähnliche Tätigkeit beziehen muss. Eine medizinisch 
objektivierbare Grundlage, sämtliche Tätigkeiten auszuschliessen, ist jedenfalls nicht 
erkennbar. In diesem Zusammenhang ist sodann darauf hinzuweisen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu 
würdigen sind. Die nicht weiter begründeten Ausführungen von Dr. D.________ sind somit 
nicht geeignet, die RAD-Beurteilung in Zweifel zu ziehen, zumal ja auch Dr. C.________ 
die seit dem 25. Juni 2019 behandlerseits attestierte Arbeitsunfähigkeit bezogen auf die 
angestammte Tätigkeit als nachvollziehbar erachtet. Nach dem soeben Ausgeführten 
erscheint es jedenfalls nachvollziehbar und schlüssig, dass die neu bekannten 
Knieprobleme keine von der bisherigen abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu 
begründen vermögen. 

Darüber hinaus trifft es insbesondere gerade nicht zu, dass dem RAD-Arzt lediglich 
veraltete Berichte betreffend die Knieproblematik zur Verfügung gestanden hätten. Der 
RAD-Beurteilung vom 9. März 2020 lagen nicht nur mehrere Berichte von Dr. E.________ 
inkl. einem Krankengeschichtenverlaufsblatt (IV-act. 85), sondern eben gerade auch die 
Berichte des neu behandelnden Dr. F.________ aus dem Jahre 2019 (IV-act. 87) zu 
Grunde. Daraus geht hervor, dass die letzte Sprechstunde bei Dr. F.________ am 
2. September 2019 stattgefunden hat. Weitere Verlaufskontrollen waren offenbar nicht 
geplant, zumal die Kniegelenksinfiltration eine gute, schmerzreduzierende Wirkung zeigte 
und Schmerzen vor allem noch beim Bergabgehen bestanden. Dass seit dem letzten 
aktenkundigen Bericht von Dr. F.________ vom 2. September 2019 eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten wäre, ist schliesslich nicht 
ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer auch im Rahmen des Einwandverfahrens keine 
diesbezüglichen Berichte aufgelegt hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
kann somit nicht gesagt werden, die RAD-Beurteilung beruhe auf veralteten Berichten. 
Sodann ist der Beschwerdegegnerin Recht zu geben, dass Hausarzt Dr. D.________ in 
Anbetracht der spezifischen Problematik des linken Knies wohl keine relevanten 

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zusätzlichen Informationen hätte liefern können. Diesbezüglich ist überdies zu 
berücksichtigen, dass Dr. D.________ bereits mit Bericht vom 9. Februar 2018 darauf 
hingewiesen hat, die Arbeitsaufnahme erfolge gemäss dem Orthopäden (vgl. IV-act. 81 
S. 2 f.) und dass Dr. F.________ seine Berichte durchwegs an den Hausarzt sandte. 

Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich auf den Standpunkt stellt, seit der letzten 
rechtskräftigen Verfügung aus dem Jahre 2008 seien nicht nur Kniebeschwerden links 
hinzugekommen, sondern er sei auch durch die weiteren somatischen Beschwerden 
eingeschränkt, ist er noch einmal darauf hinzuweisen, dass dies seitens der IV-Stelle nie 
in Abrede gestellt wurde. Wie bereits festgestellt, gilt es als unbestritten, dass sich die 
Rücken- und Schulterbeschwerden weiterhin auf die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers auswirken. Dementsprechend hielt Dr. C.________ ja auch 
ausdrücklich fest, dass in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
nachvollziehbar sei. Die persistierenden Rücken- und Schulterbeschwerden 
berücksichtigte der RAD-Arzt in dem von ihm formulierten Zumutbarkeitsprofil mit dem 
Erfordernis der Wechsel- und Tragbelastung, dem Vermeiden von Zwangshaltungen 
Überkopf und von Schlägen/Vibrationen auf den Rücken sowie die Schultergelenke. Dafür, 
dass sich diese Beschwerden seit der Verfügung aus dem Jahre 2008 verschlechtert 
hätten, finden sich in den Akten hingegen keine Anhaltspunkte. Zwar trifft den Versicherer 
im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich eine Untersuchungspflicht. Diese hat ihre 
Grenzen indes in der Rügepflicht des resp. der betroffenen Versicherten. Dies impliziert, 
dass ein Gesundheitsschaden – so er nicht ohnehin bereits im Rahmen der 
Leistungsanmeldung geltend gemacht wurde – mindestens durch einen Arztbericht belegt 
sein muss, damit der Sozialversicherer gestützt auf Art. 43 ATSG gehalten ist, weitere 
Abklärungen einzuleiten. Überdies entspricht es auch der konstanten höchstrichterlichen 
Praxis, dass die IV-Stelle nicht von sich aus nach allfälligen, bislang ärztlich nicht 
festgehaltenen oder anderweitig glaubhaft gemachten Leiden forschen muss (VGer ZG S 
2015 58 vom 26. November 2015 E. 7.3). Vorliegend gibt es in den IV-Akten bis zum 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses (und im Übrigen auch danach) keine Hinweise darauf, 
dass sich die Rücken- und Schulterbeschwerden seit der letzten rechtskräftigen Verfügung 
aus dem Jahr 2008 verschlechtert hätten, war doch sowohl im Anmeldeformular vom 
21. November 2019 (IV-act. 74) als auch im Rahmen des Einwandes (IV-act. 91) von einer 
diesbezüglichen Verschlechterung keine Rede. Vielmehr gab der Beschwerdeführer als 
Grund für seine Wiederanmeldung ausschliesslich seit Ende November 2017 bestehende 
Knieschmerzen an. Des Weiteren wurden im Rahmen der Wiederanmeldung auch keine 
ärztlichen Berichte aufgelegt, die eine Verschlechterung der vorbestehenden Rücken- und 

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Schulterbeschwerden belegt hätten. Solche Berichte fehlen bis zum heutigen Zeitpunkt. 
Der Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass sie keine Veranlassung hatte, von 
einer Verschlechterung des übrigen Gesundheitszustandes (abgesehen von der 
Knieproblematik) auszugehen. Wenn die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage im 
Vorverfahren keine weiteren Abklärungen betreffend Rücken- und Schulterbeschwerden 
lancierte, sie mithin diesbezüglich auch keinen Bericht des Hausarztes einholte, ist ihr dies 
nach dem soeben Dargelegten jedenfalls nicht vorzuhalten und es liegt keine Verletzung 
der Abklärungspflicht i.S.v. Art. 43 Abs. 1 ATSG vor.

6.2 Das soeben Ausgeführte zeigt, dass RAD-Arzt Dr. C.________ bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit und der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils nicht nur die neu 
hinzugekommenen Kniebeschwerden, sondern auch die bereits seit der letzten 
rechtskräftigen Verfügung bestehenden und seither persistierenden Rücken- und 
Schulterbeschwerden berücksichtigt hat. Inwiefern Zweifel an der Beurteilung von 
Dr. C.________ bestehen sollen, ist nicht ersichtlich, zumal keiner der behandelnden 
Ärzte die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den RAD-Arzt bzw. sein formuliertes 
Zumutbarkeitsprofil kritisierte. Schliesslich trifft es zwar zu, dass grundsätzlich die 
Situation im Verfügungszeitpunkt massgebend ist. Der Beschwerdegegnerin ist jedoch 
zuzustimmen, dass es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass sich der Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers zwischen der RAD-Stellungnahme vom 9. März 2020 und der 
vorliegend angefochtenen Verfügung vom 28. Mai 2020 verschlechtert hätte. Nach dem 
soeben Dargelegten ist es somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Stellungnahme von Dr. C.________ abgestellt hat. Für die Beschwerdegegnerin 
bestand jedenfalls keine Veranlassung, an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser 
Stellungnahme zu zweifeln und weitere Abklärungen durchzuführen. Dementsprechend ist 
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten 
Tätigkeit auszugehen. 

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den 
Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint, sich die angefochtene 
Verfügung vom 28. Mai 2020 mithin als rechtmässig erwiesen hat. Die Beschwerde 
erweist sich somit als unbegründet, weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist.

8. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 

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könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d). 

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
ausreichend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Schon für die IV-Stelle gab es keinen Grund, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
Stellungnahme ihres RAD-Arztes abstellen, weshalb es keiner weiteren Abklärungen oder 
einer Begutachtung bedarf und der Beschwerdegegnerin keine Verletzung der 
Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG vorzuwerfen ist. Dem Antrag auf 
medizinische Begutachtung ist somit in zulässiger Anwendung der antizipierten 
Beweiswürdigung nicht stattzugeben. 

9. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 17. Februar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am