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**Case Identifier:** 5804b761-9a8e-5583-89ec-b169a5e83d5a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.04.2025 200 2023 860
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-860_2025-04-16.pdf

## Full Text

IV 200 2023 860
WIS/FRN/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. April 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Februar 2014 unter Hinweis auf "nicht mehr belastbar nerv-
lech psychisch" bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) führte medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen durch. Sie gewährte unter anderem ein Belastbarkeitstraining 
(act. II 24), ein Aufbautraining (act. II 32), ein Arbeitstraining (act. II 40) so-
wie Arbeitsvermittlung (act. II 53). Mit Verfügung vom 13. Januar 2017 
(act. II 61) verneinte sie einen Rentenanspruch mangels eines invalidisie-
renden Gesundheitsschadens. 

Am 8. Juli 2021 ersuchte der Versicherte unter Hinweis auf "Befunde nach 
18. Januar 2021 infolge Verkehrsunfall" erneut um Leistungen der IV 
(act. II 62). Die IVB nahm wiederum medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen vor und holte beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine 
Stellungnahme (act. II 85) ein. Mit Mitteilung vom 29. Dezember 2021 
(act. II 86) verneinte sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf Einglie-
derungsmassnahmen. Mit Vorbescheid vom 4. Januar 2022 (act. II 88) 
stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens bei einem IV-Grad von 
20 % in Aussicht. Hiergegen erhob der Versicherte am 17. Februar 2022 
Einwand (act. II 91). Auf Empfehlung des RAD (act. II 104) holte die IVB ein 
polydisziplinäres Gutachten bei der C.________ ein (Expertisen und inter-
disziplinäre Gesamtbeurteilung vom 25. Mai 2023 [act. II 119.1-6]). Mit 
Vorbescheid vom 12. Juni 2023 (act. II 121) stellte sie dem Versicherten 
bei einem IV-Grad von 40 % die Zusprache einer Rente von 25 % einer 
ganzen Rente ab 1. Januar 2022 in Aussicht. Damit zeigte sich der Versi-
cherte nicht einverstanden (act. II 126). Am 30. Oktober 2023 verfügte die 
IVB dem Vorbescheid entsprechend (act. II 129). 

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 4. Dezember 2023 Beschwerde mit den fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung der IV-Stelle Kanton Bern vom 30. Oktober 2023 
aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer die volle gesetzliche IV-Rente ab dem 
1. Januar 2022 zuzusprechen.

3. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, weitere Ab-
klärungen vorzunehmen, namentlich indem eine Fremdanamnese an-
geordnet werde.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Februar 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin unter Hinweis auf zwei Stellungnahmen des RAD vom 31. Januar 
2024 (in den Gerichtsakten) auf Abweisung der Beschwerde. 

Die Parteien hielten daraufhin mit Replik vom 12. März 2024 bzw. mit Du-
plik vom 19. April 2024 an den bisherigen Anträgen fest. 

Am 2. Mai 2024 liess der Beschwerdeführer dem Gericht unaufgefordert 
eine Triplik mit Arztberichten (Akten des Beschwerdeführers [act. 1] 26-30) 
zukommen. Er stellte die folgenden Begehren:

1. Es seien die ärztlichen Berichte über die koronaren Herzerkrankungen 
in den Akten aufzunehmen und diese dem Entscheid zugrunde zu le-
gen.

2. Im Übrigen wird an den bereits gestellten Rechtsbegehren weiterhin 
festgehalten.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin. 

Mit Quadruplik vom 5. Juli 2024 schloss die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Stellungnahme des RAD vom 3. Juni 2024 (in den Ge-
richtsakten) auf Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. Oktober 2023 
(act. II 129). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwer-
deführers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 147 V 
156 E. 7.2.1 S. 159, 146 V 364 E. 7.1 S. 371). Die angefochtene Verfügung 
datiert vom 30. Oktober 2023 (act. II 129), womit sie nach dem Inkrafttreten 
der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Der frühestmögliche Zeit-
punkt der potenziellen Entstehung des Rentenanspruchs liegt (mit Blick auf 
die Neuanmeldung vom 8. Juli 2021 [act. II 62] und die halbjährige Karenz-
frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG) nach dem 31. Dezember 2021 (vgl. E. 5.2 
hiernach). Damit gelangen die ab 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen 
des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung (IVV; SR 831.201) zur Anwendung. 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 

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arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass 
sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be-
gründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Renten-
gesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112; Urteil des Bun-
desgerichts [BGer] 8C_661/2022 vom 26. Juni 2023 E. 3.6.2, nicht publ. in: 
BGE 149 V 177, aber in: SVR 2023 IV Nr. 52 S. 177). 

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-

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ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs ein getreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

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2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie er zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 8. Juli 
2021 (act. II 62) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell ge-
prüft. Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das Gericht daher nicht 
zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Seit der letzten rechtskräftigen 
Verneinung des Rentenanspruchs (Verfügung vom 13. Januar 2017 
[act. II 61]) ist eine wesentliche Änderung des medizinischen Sachverhalts 
eingetreten in Form eines Rückenleidens im Zeitraum 2020/2021 sowie 
eines Verkehrsunfalls im Januar 2021 mit anschliessender Rückenoperati-
on. Zudem relevant sind rezidivierende Muskelkrämpfe bei zwischenzeitlich 
belegter Myopathie unklarer Ätiologie sowie nachgewiesener Small-Fiber-
Neuropathie (act. II 119.4 S. 16 Ziff. 8.3). Deshalb ist der Leistungsan-
spruch vorliegend in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prü-
fen (vgl. E. 2.4.4 hiervor).

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3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit finden sich in den 
Akten insbesondere folgende Angaben:

3.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie, und E.________, 
Assistenzärztin, diagnostizierten im Bericht des Spitals F.________ vom 8. 
Februar 2022 (act. II 91 S. 6 ff.) Myalgien und Muskelkrämpfe, eine Small-
Fiber-Neuropathie, Erstdiagnose (ED) Mai 2021 sowie eine bilaterale Mer-
algia paraesthetica. Anamnestisch berichte der Beschwerdeführer über 
einen unveränderten Verlauf mit belastungsabhängigen muskelkaterartigen 
Schmerzen in den Waden und Oberschenkeln beidseits, Kribbelparästhe-
sien in den Händen, Feinmotorikstörung und brennenden Dysästhesien an 
beiden lateralen Oberschenkeln. Klinisch bestehe weiterhin eine Hypästhe-
sie für Berührung an beiden lateralen Oberschenkeln bei fehlenden Pare-
sen und unauffälligem Reflexstatus (S. 6). Es liege ein chronisches 
Schmerzsyndrom mit somatischem Kern im Rahmen der Small-Fiber-
Neuropathie sowie psychischem Anteil bei depressiver Symptomatik vor. 
Als Ursache der brennenden Dysästhesien vermuteten sie eine Meralgia 
paraesthetica nocturna beidseits, welche im Rahmen des Übergewichts 
bedingt sei. Die Ätiologie der Myalgien bzw. Muskelkrämpfe müsse weiter-
hin offengelassen werden (S. 7). 

Im Bericht vom 16. Februar 2022 (act. II 91 S. 11) führten Dr. med. ……und 
E.________ aus, der Beschwerdeführer berichte seit Jahren über teils 
neuropathisch anmutende, im Verlauf zunehmende Schmerzen in den Bei-
nen mit deutlicher Exazerbation seit ca. August 2020, welche zum Teil im 
Rahmen einer Small-Fiber-Neuropathie zu werten seien. Seit der Be-
schwerdeführer bei ihnen in Behandlung sei, ergebe sich anamnestisch 
und klinisch im Wesentlichen ein stabiler Verlauf, sodass retrospektiv be-
reits ab Februar 2021 aus neurologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in 
ähnlichem Ausmass (ca. 40 %) im Rahmen der Small-Fiber-Neuropathie 
anzunehmen sei. 

3.2.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 29. Mai 2022 (act. II 101) insbesondere eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: 
F33.1). Der Beschwerdeführer fühle sich deprimiert, die Gedanken drehten 
sich um seine Schmerzen und um seine verzweifelte Lage bei ständigem 

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Leiden und Resignation, er klage über eine Antriebsstörung und 
Schlafstörungen (S. 1). Die Stimmung sei niedergeschlagen depressiv, der 
Antrieb sei herabgesetzt, es bestehe eine latente Suizidalität. Die Psycho-
motorik sei unruhig, Mimik und Gestik eher spärlich. Anamnestisch bestehe 
ein sozialer Rückzug, affektiv mit teilweise parathymem, aber vorallem 
auch gequältem Lächeln. Er habe multiple Ängste (Prognose der Schmer-
zerkrankung, Existenzängste etc.). Im ersten Arbeitsmarkt sei die Prognose 
zur Arbeitsfähigkeit desolat. Gegenwärtig sei der Beschwerdeführer nicht 
erwerbstätig, er helfe … ab und zu wenige Stunden aus. Anschliessend sei 
er erschöpft und habe vermehrte Schmerzen bzw. Muskelkrämpfe (S. 2). In 
den letzten Jahren und Monaten habe sich der Gesundheitszustand massiv 
verschlechtert. Der Beschwerdeführer habe keine aktivierbaren Ressour-
cen, er habe Erfahrung als … (S. 3). 

3.2.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 25. Mai 2023 
(act. II 119.1-6) basiert auf Untersuchungen in den Fachbereichen Psychia-
trie, Neurologie, Orthopädie sowie Allgemeine Innere Medizin. Im interdis-
ziplinären Konsens stellten die Gutachter folgende Diagnosen (act. II 119.1 
S. 6 Ziff. 4.3):

- Myopathie unklarer Ätiologie mit rezidivierenden Muskelkrämpfen
- Small-Fiber-Neuropathie
- Wahrscheinliches Restless-legs-Syndrom
- Leichtes chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom

o ohne Hinweis für radikuläre Symptomatik
o mit Status nach Dekompression-OP L5/S1 02/2021
o radiologisch bei leichter kombinierter Segmentdegeneration 

L4/5 und L5/S1 sowie ISG-Arthrosen
o Status nach Verkehrsunfall 01/2021

- Fehlhaltung der Wirbelsäule bei Rundrücken und Hohlkreuz, deutliche 
muskuläre Dysbalance

- Deutliche Adipositas
- Knick-Senk-Spreizfusssymptomatik
- Schlafapnoe-Syndrom, mit assistierter nächtlicher Beatmung stabil be-

handelt
- Parästhesie Oberschenkel seitlich beidseits

o Differentialdiagnostisch wahrscheinlich Meralgia paraesthetica
- Diabetes mellitus ohne signifikante neurologische Folgeschädigungs-

zeichen
- Adipositas permagna WHO III
- Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung 

(ICD-10: Z73)
- Arterielle Hypertonie, effektiv behandelt (ED 2008/2009)

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- Metabolisches Syndrom mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ IIb, 
Adipositas permagna (Grad 2), sowie Fettstoffwechselstörung. Ver-
dacht auf NAFDL mit leicht erhöhten Leberenzymen

- Nikotinabusus
- Unklare CRP-Erhöhung ohne klinisch fassbares Korrelat, kontrollbe-

dürftig

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 17. Februar 2023 (act. II 119.3) führ-
te Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie so-
wie Neurologie, aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Schmer-
zen und Schlafstörungen depressiv verstimmt sei, entspreche einer norma-
len Reaktion und keiner Krankheit. Wie der behandelnde Psychiater von 
einer Antriebs- und Schlafstörung sprechen könne, wenn der Beschwerde-
führer morgens um vier Uhr aufstehe, sein Tagwerk beginne und ab sechs 
Uhr zahlreiche Telefonate führe, sei kaum nachvollziehbar (act. II 119.3 
S. 9 Ziff. 6.1). Bereits 2014 sei die Diagnose einer mittelgradig depressiven 
Episode nach Unfall 1988 gestellt worden. Diese Diagnose könne heute 
nicht mehr verifiziert werden. Aufgrund des heutigen psychiatrischen Ein-
drucks bestünden Zweifel an einer früher bestehenden Depression. Heute 
jedenfalls seien die psychischen Reaktionen des Beschwerdeführers alle-
samt völlig nachvollziehbar und entsprächen keiner psychischen Krankheit 
(act. II 119.3 S. 9 Ziff. 6.3). In der bisherigen wie auch in einer angepassten 
Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. II 119.3 S. 10 
Ziff. 8.1 f.). 

Im neurologischen Teilgutachten vom 18. Mai 2023 (act. II 119.4) legte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, dar, der Beschwerdeführer 
mache massive häufig wiederkehrende Muskelkrämpfe geltend an Armen 
und Beinen, insgesamt aber schon seit der Jugend bestehend. Angesichts 
der auffälligen CK-Werte als auch der leichten EMG-Pathologie sei aber 
durchaus davon auszugehen, dass hier eine Myopathie unklarer Zuord-
nung bestehe. Zwar sei zusätzlich gemäss Hautbiopsie vom Mai 2021 eine 
Small-Fiber-Neuropathie festgestellt worden, wobei im klinischen Befund 
keine Hinweise zumindest für eine Makroneuropathie bestünden ange-
sichts normaler Reflexe, normalem Vibrationsverhalten und normalem La-
gesinn. Ein Zusammenhang mit den Muskelkrämpfen erscheine diesbezüg-
lich eher nicht vorzuliegen, es sei eher von unabhängigen Erkrankungsbil-
dern auszugehen. Denkbar sei vielmehr, dass die anamnestisch nachts in 

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Ruhe auftretenden Beschwerden einem Restless-legs-Syndrom zuzuord-
nen seien (act. II 119.4 S. 11 Ziff. 6.1). In Interaktion seien nicht nur die 
Brennparästhesien bei Small-Fiber-Neuropathie, sondern auch die rezidi-
vierenden Muskelkrämpfe bei leichter Myopathie unklarer Ätiologie, aber 
auch die erhebliche Adipositas mit Erschwernis für die degenerativen mus-
kuloskelettalen Befunde zu beachten (act. II 119.4 S. 12 Ziff. 6.2). Zur Ar-
beitsfähigkeit legte der Gutachter dar, in der bisherigen wie auch in einer 
angepassten Tätigkeit bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer 
Leistungsminderung von 40 % bzw. eine 60%ige Arbeitsfähigkeit. Möglich 
seien rückengerechte, körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten. Im Fal-
le von auftretenden Muskelkrämpfen sollten Pausenmöglichkeiten gewährt 
werden (act. II 119.4 S. 15 Ziff. 8.1 f.).  

Im orthopädischen Teilgutachten vom 7. Mai 2023 (act. II 119.5) führte 
Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates sowie Chirurgie, aus, orthopädische Pro-
bleme seien 2016 aufgetreten mit einer Meniskusoperation, welche jedoch 
folgenlos ausgeheilt sei. Ab 2020 seien dann Wirbelsäulenbeschwerden 
dazugekommen, welche im Januar 2021 in einer Bandscheibenoperation 
gemündet hätten. Die beschriebenen Beschwerden, welche postoperativ 
aufgetreten seien, würden so beschrieben, wie damals in der Jugend und 
dann im Militär, wo er immer wieder Krämpfe bekommen habe. Ein Zu-
sammenhang mit der Operation erscheine hier eher fraglich. Funktionell 
zeige sich ein altersentsprechender guter Befund im Bereich der Extre-
mitäten und der Wirbelsäule bei deutlicher Fehlhaltung und muskulärer 
Insuffizienz. Die Bewegungseinschränkungen würden lediglich durch die 
erhebliche Adipositas endgradig begrenzt. Die orthopädischen Befunde 
stünden hier nicht zwingend im Vordergrund (act. II 119.5 S. 8 Ziff. 6.3). Zur 
Arbeitsfähigkeit legte der Gutachter dar, in der angestammten Tätigkeit sei 
der Beschwerdeführer zu 80 % arbeitsfähig mit einer um 20 % verminder-
ten Leistungsfähigkeit bei ganztägiger Präsenz. Zur angepassten Tätigkeit 
führte er aus, der Beschwerdeführer sei in der Lage, leichte Tätigkeiten bis 
teilweise mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten 
bis zu 15 kg in rückenschulgerechter Haltung im Wechsel zwischen Gehen, 
Stehen und Sitzen in temperierten Räumen zu verrichten. Vermieden wer-
den sollten mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

-13-

und Tragen von Gewichten oberhalb von 15 kg ausserhalb des Körperlots, 
ruckartige Bewegungen und Erschütterungen der Lendenwirbelsäule. Er 
sollte keiner Nässe, Kälte und Zugluftexposition ausgesetzt werden. Es 
werde eine weiche Fussbettung mit flachem Schuhwerk empfohlen. In ei-
ner solchen Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
(act. II 119.5 S. 10 Ziff. 8.1 f.). 

Im allgemeinmedizinischen Teilgutachten vom 1. April 2024 (act. II 119.6) 
wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 
(act. II 119.6 S. 11 Ziff. 8.1 f.). 

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, in 
der bisherigen Tätigkeit bzw. in einer angepassten Tätigkeit bestehe seit 
Januar 2021 eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung 
von 40 % bzw. eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. Der Beschwerdeführer sei in 
der Lage, leichte Tätigkeiten bis teilweise mittelschwere Tätigkeiten mit 
Heben und Tragen von Gewichten bis zu 15 kg in rückenschulgerechter 
Haltung im Wechsel zwischen Gehen, Stehen und Sitzen in temperierten 
Räumen zu verrichten. Vermieden werden sollten mittelschwere und 
schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten 
oberhalb von 15 kg ausserhalb des Körperlots, ruckartige Bewegungen und 
Erschütterungen der Lendenwirbelsäule. Er sollte keiner Nässe, Kälte und 
Zugluftexposition ausgesetzt werden. Es werde eine weiche Fussbettung 
mit flachem Schuhwerk empfohlen. Vermieden werden sollten sehr mono-
tone Arbeiten (hier könne es zu Ermüdung kommen). Zudem sollte mehr 
Zeit zur Verfügung gestellt werden für die Pausengestaltung, ggf. auch im 
Falle von auftretenden Muskelkrämpfen, als auch für ein etwas reduziertes 
Arbeitstempo (act. II 119.1 S. 8 f. Ziff. 4.6 f.).

3.2.4 Die Ärzte des Spitals F.________ diagnostizierten im Austrittsbe-
richt vom 22. September 2023 (act. I 30) insbesondere eine Koronare 
Herzkrankheit (ED am 21. September 2023) mit teils typischen, überwie-
gend atypischen Thoraxschmerzen. Die Ergometrie vom 30. Mai 2023 ha-
be eine mittelschwer eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, klinisch 
und elektrisch negativ ergeben (S. 1). In der Koronarangiographie habe 
sich die vertikale right coronary artery (RCA) subtotal verschlossen darge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

-14-

stellt. Es sei eine unmittelbare Rekanalisation der Läsion mittels eines me-
dikamentös-beschichteten Stents mit gutem Resultat erfolgt (S. 2). 

3.2.5 Die RAD-Ärzte Dres. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie sowie Praktischer Arzt und L.________, Praktischer 
Arzt, führten in der Stellungnahme vom 31. Januar 2024 (in den Gerichts-
akten) aus, den nachfolgend eingegangen Akten seien keine neuen psych-
iatrischen Tatsachen zu entnehmen, zumal die ärztlichen Berichte, voral-
lem der Bericht von Dr. med. G.________ vom 29. Mai 2022 zum Zeitpunkt 
der Begutachtung bekannt gewesen sei und dazu gutachterlich Stellung 
genommen worden sei. Es könne weiterhin auf die interdisziplinären Aus-
führungen der C.________ vom 23. Mai 2023 abgestellt werden. Aus RAD-
psychiatrischer Sicht bestehe kein weiterer Abklärungsbedarf. 

3.2.6 Dr. med. G.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. März 2024 
(act. I 25) insbesondere eine rezidivierende depressive Störung, aktuell 
medikamentös kompensiert (ICD-10: F33). Der Beschwerdeführer habe 
häufigste Muskelkrämpfe. Die körperliche Arbeit sei stark behindert. Häufig 
sei eine starke Müdigkeit und eine Erschöpfungstendenz vorhanden. Des 
Weiteren gebe es Skelettschmerzen, vor allem im lumbalen Rückenbe-
reich. Psychisch stehe die depressive Symptomatik bei depressiven Episo-
den mit Antriebsstörung, Schlafstörung, Stimmungsschwankungen, Ängs-
ten, Zukunfts- und Existenzängsten im Vordergrund. Auch die neu hinzu-
gekommene koronare Herzkrankheit wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. 
Die Prognose für die Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht. Sie liege nicht über 
20 %. Als … seien nur leichte Arbeiten ca. zwei Stunden pro Tag mit Pau-
sen während des Arbeitens zumutbar. 

3.2.7 Der RAD-Arzt Dr. med. L.________ führte in der Stellungnahme 
vom 3. Juni 2024 (in den Gerichtsakten) aus, mit der Koronaren Herz-
krankheit sei zwar eine neue Diagnose hinzugekommen. Die leichten bis 
maximal mittelschweren kardialen Leistungseinbussen hierdurch seien 
aber bereits im bisherigen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt. 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
wider sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 30. Oktober 2023 (act. II 129) massgeblich auf das polydisziplinäre 
MEDAS-Gutachten vom 25. Mai 2023 samt Teilgutachten (act. II 119.1-6) 
gestützt. Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugt. 
Insbesondere basieren die Beurteilungen auf umfassenden Untersuchun-
gen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchten in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation ein. Folglich kommt dem Gutachten voller Be-
weiswert zu (vgl. E. 3.3 hiervor). 

3.4.2 Die RAD-Ärzte Dres. med. L.________ und K.________ setzten 
sich im Bericht vom 31. Januar 2024 (in den Gerichtsakten) mit den bezüg-
lich des psychiatrischen Teilgutachtens bereits im Vorbescheidverfahren 
vorgebrachten Rügen (act. II 126 S. 1 ff.) schlüssig auseinander. 

Der psychiatrische Gutachter, Dr. med. H.________, erhob eine ausführli-
che Anamnese inklusive Tagesablauf, welchem zahlreiche, gut strukturierte 
Aktivitäten nach dem frühen Aufstehen zu entnehmen sind (act. II 119.3 
S. 3 Ziff. 3.1 ff., S. 6). So führte er aus, der Beschwerdeführer stehe mor-
gens sehr früh auf, kümmere sich im Sommer um …, ansonsten erledige er 
vormittags viele Telefonate, Physiotherapie, Mittagessen bei der Schwester 
und nachmittags gebe es Beschäftigung auf dem …, je nachdem, was an-
falle (act. II 119.3 S. 9 Ziff. 6.1, S. 6 Ziff. 3.2). In diesem Zusammenhang 
verwiesen die Gutachter in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung denn 
auch zutreffend darauf, dass das Aktivitätsprofil im Alltag nicht so tief sei, 
wie es gemäss der psychiatrischen Einschätzung von Dr. med. 
G.________ vom 29. Mai 2022 zu erwarten wäre (act. II 119.1 S. 6 
Ziff. 4.2). Im Anschluss an die Anamnese erhob der psychiatrische Gutach-
ter den Befund mit deutlichen Unterschieden zu den entsprechenden An-
gaben des behandelnden Dr. med. G.________ vom 29. Mai 2022 (act. II 
101 S. 1 f.). Eine (eigenständige) psychiatrische Erkrankung konnte der 
Gutachter nicht feststellen. Er setzte sich auch mit den Diagnosen aus dem 
Jahre 2014 auseinander und legte nachvollziehbar und überzeugend dar, 
dass diese heute nicht mehr verifiziert werden können (act. II 119.3 S. 9 
Ziff. 6.3). 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es sei durchaus möglich und wäre 
weitergehend abzuklären, ob eine somatoforme Schmerzstörung vorliegt 
(Beschwerde, S. 16 Rz. 39 ff.), kann dem nicht gefolgt werden. Dem psych-
iatrischen Gutachter waren die Schmerzen des Beschwerdeführers be-
kannt und er legte denn auch dar, dass diese ihn bei der Arbeit behindern 
und er aufgrund dieser auch depressiv verstimmt sei (act. II 119.3 S. 8 f. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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Ziff. 6.1). Doch fand der Gutachter offenbar keinen Hinweis für das Vorlie-
gen einer somatoformen Schmerzstörung. Der behandelnde Psychiater 
hatte die Schmerzen in seinem Bericht vom 29. Mai 2022 zwar als Problem 
erwähnt, aber ebenfalls keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert 
(act. II 101 S. 1 f.). Die Einschätzung des Gutachters, wonach die psychi-
schen Reaktionen des Beschwerdeführers im Begutachtungszeitpunkt völ-
lig nachvollziehbar waren und keiner psychischen Krankheit entsprachen, 
überzeugt (act. II 119.3 S. 9 Ziff. 6.3). Dass der psychiatrische Gutachter 
vor diesem Hintergrund die vom behandelnden Dr. med. G.________ er-
wähnte latente Suizidalität nicht thematisiert hat (Beschwerde, S. 21 Rz. 
53), ist nicht zu beanstanden, lag doch gemäss Einschätzung des Gutach-
ters kein psychischer Gesundheitsschaden und dementsprechend auch 
keine latente Suizidalität vor.

Es liegen auch keine nach dem MEDAS-Gutachten erstellten ärztlichen 
Berichte vor, die das psychiatrische Teilgutachten zu entkräften vermögen. 
Der behandelnde Psychiater führte in seinem zweiten Bericht, datierend 
vom 5. März 2024 (act. I 25), explizit aus, dass er zum Gutachten nicht 
Stellung nehmen möchte. Er hielt lediglich fest, dass er mit der genannten 
Arbeitsfähigkeit nicht einverstanden sei. Diese betrage höchstens 20 %. 
Dabei unterliess er es allerdings, die Arbeitsfähigkeit aus rein psychiatri-
scher Sicht zu beurteilen. Vielmehr bezog er die somatischen Beschwerden 
bzw. Diagnosen – wie bereits im ersten Bericht vom 29. Mai 2022 
(act. II 101) – wieder in seine gesamte Beurteilung mit ein. Zudem berichte-
te er von einer gegenwärtig euthymen Stimmung und diagnostizierte eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell medikamentös kompensiert. 
Damit bestanden auch am 5. März 2024 keine Hinweise auf einen allfälli-
gen invalidisierenden Gesundheitsschaden. 

Die Kritik des Beschwerdeführers, der Gutachter beschreibe ihn als 
"Schweizer Urgestein", was den fehlenden Respekt des Gutachters ver-
sinnbildliche (Beschwerde S. 22 Ziff. 58, Replik S. 8 Rz. 14), geht fehl. Ent-
scheidend ist, dass diese Bezeichnung im Kontext mit den darauffolgenden 
Sätzen und dem gesamten Teilgutachten keineswegs als respektlos zu 
verstehen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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3.4.3 In somatischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer unbestrittener-
massen aufgrund neurologischer sowie orthopädischer Gesundheitsschä-
den (vgl. Diagnoseliste E. 3.2.3 hiervor, act. II 119.1 S. 6 Ziff. 4.3) in seiner 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 
beurteilten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit und das Zumutbarkeitsprofil 
unter Berücksichtigung sämtlicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen 
nachvollziehbar und schlüssig und attestierten – in Übereinstimmung mit 
dem behandelnden Neurologen (act. II 91 S. 11) – eine 40%ige Arbeitsun-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (act. II 119.1 S. 8 f. Ziff. 4.5 f.). Der 
Beschwerdeführer bringt vor, er leide nicht nur an einer psychischen Er-
krankung, sondern auch an zahlreichen somatischen Komorbiditäten. Die-
se seien durch die Beschwerdegegnerin nicht bzw. zu wenig berücksichtigt 
worden. Aufgrund der Multimorbiditäten, welche zeit- und ressourcenauf-
wendiger seien, bestehe eine vollständige Invalidität (Beschwerde, S. 9 f. 
Rz. 17 ff., S. 14 Rz. 33). Diese Ansicht findet in den Akten indessen keinen 
Rückhalt. Einzig der behandelnde Psychiater geht von einer vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit bzw. von einer höchstens 20%igen Arbeitsfähigkeit aus 
(act. II 101 S. 1 f., act. I 25). Auf dessen Beurteilung kann jedoch – wie be-
reits dargelegt – nicht abgestellt werden, da er auch ausserhalb seines 
Fachbereichs liegende somatische Beschwerden beurteilte (act. II 101, 
act. I 25). 

3.4.4 Die mit Eingabe vom 2. Mai 2024 eingereichten Berichte vermögen 
das MEDAS-Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen. Diesbezüglich hat der 
RAD-Arzt Dr. med. L.________ in der Stellungnahme vom 3. Juni 2024 (in 
den Gerichtsakten) nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass die 
durch die neu diagnostizierte koronare Herzkrankheit bedingten leichten bis 
maximal mittelschweren kardialen Leistungseinbussen bereits im bisheri-
gen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt sind. 

3.4.5 Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die neurologische 
Begutachtung sei am 30. Januar 2023 erfolgt, das entsprechende Teilgut-
achten sei erst am 18. Mai 2023 knapp vier Monate nach der Exploration 
fertiggestellt worden. Es sei notorisch, dass nach einem so langen Zeitin-
tervall keine verlässliche Diagnosestellung mehr möglich sei. Der Zeitraum 
zwischen der Untersuchung und dem Eingang des Gutachtens bei der zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

-19-

ständigen IV-Stelle sollte gemäss der Kommission für Qualitätssicherung in 
der medizinischen Begutachtung (EKQMB) nicht mehr als 100 Tage betra-
gen (Beschwerde, S. 18 Ziff. 44 ff., Replik, S. 6 Ziff. 8). Dieser Einwand 
verfängt nicht. Bei den von der EKQMB in ihren Qualitätsindikatoren er-
wähnten 100 Tagen handelt es sich nicht um einen fixen Wert und lediglich 
um eine Empfehlung (<https://www.ekqmb.admin.ch/ekqmb/de/home/
empfehlungen/indikatoren.html>). Anzeichen dafür, dass diese Umstände 
zu Qualitätsproblemen in der gutachterlichen Beurteilung geführt hätten, 
bestehen nicht. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer 
denn auch nicht dargelegt, inwiefern aufgrund der rund dreieinhalb Monate 
zwischen der Exploration und der Fertigstellung des Gutachtens dieses 
nicht schlüssig und nachvollziehbar sein soll. 

3.4.6 Soweit der Beschwerdeführer die fehlende Fremdanamnese (Aus-
kunft der Behandler) bemängelt (Beschwerde, S. 19 Rz. 47, Replik, S. 10 
Rz. 18 und S. 14 Rz. 32), verkennt er, dass im Verwaltungsverfahren Be-
richte der Behandler eingeholt wurden, diese den Gutachtern vorlagen 
(act. II 119.2 S. 1 ff., 119.3 S. 3) und die Gutachter sich mit den divergie-
renden medizinischen Beurteilungen der behandelnden Ärzte – insbeson-
dere derjenigen von Dr. med. G.________ – auseinandersetzten (act. II 
119.3 S. 8 f. Ziff. 6.1 und 6.3). Im Übrigen ist im Rahmen einer psychiatri-
schen Begutachtung grundsätzlich nicht eine Fremdanamnese entschei-
dend, sondern die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese. Die 
Notwendigkeit der Einholung einer Fremdanamnese ist in erster Linie eine 
Frage des medizinischen Ermessens. Auch aus den Qualitätsleitlinien für 
versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft 
für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser Hinsicht nichts an-
deres (SVR 2019 IV Nr. 41 S. 132, 9C_292/2018 E. 5.2.2.1). Gestützt auf 
die vorliegenden Akten und die vorgenommene Exploration konnten sich 
die Gutachter genügend Einblick in die Persönlichkeitsstruktur des Be-
schwerdeführers verschaffen. Vorliegend finden sich keine Hinweise dafür, 
dass das Ermessen nicht korrekt ausgeübt worden wäre.  

3.4.7 Was die vom Beschwerdeführer bemängelte, auf knapp 1.5 Stun-
den veranschlagte Untersuchungsdauer der psychiatrischen Exploration 
angeht (vgl. Beschwerde, S. 19 Rz. 49 f.), so wird auf die Rechtsprechung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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verwiesen, wonach es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutach-
tens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Mass-
gebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Er-
gebnis schlüssig ist. Dass dies der Fall ist, wurde oben ausgeführt; hinzu-
weisen ist zudem darauf, dass dem psychiatrischen Gutachter die Vorakten 
zur Verfügung standen und er sich auf die Untersuchung entsprechend 
vorbereiten konnte. Wie hoch der zeitliche Aufwand im Einzelfall zu veran-
schlagen ist, unterliegt letztlich der Fachkenntnis und dem Ermessensspiel-
raum des damit befassten Experten. Es ist denn auch weder ersichtlich 
noch geht aus den Ausführungen des Beschwerdeführers hervor, inwiefern 
die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung 
und Verhaltensbeobachtung ungenügend sein soll. Es finden sich keine 
Hinweise, dass der psychiatrische Gutachter nicht lege artis vorgegangen 
und sein Ermessen nicht korrekt ausgeübt hätte (SVR 2023 IV Nr. 55 
S. 191, 8C_130/2023 E. 4.4.4, 2017 IV Nr. 75 S. 230, 9C_44/2017 E. 4.3).

3.4.8 Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt mit dem poly-
disziplinären MEDAS-Gutachten vom 25. Mai 2023 samt Teilgutachten 
(act. II 119.1-6) rechtsgenüglich abgeklärt. Von weiteren Abklärungen (na-
mentlich der Einholung von Fremdanamnesen [Beschwerde, S. 25 Rz. 67]) 
sind nach dem Dargelegten keine entscheidwesentlichen neuen Erkennt-
nisse zu erwarten, weshalb auf solche in antizipierter Beweiswürdigung zu 
verzichten ist (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 
E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Demnach ist festzuhalten, dass in der bisherigen 
Tätigkeit bzw. in einer angepassten leichten bis teilweise mittelschweren 
Tätigkeit seit Januar 2021 eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Leis-
tungsminderung von 40 % bzw. eine Arbeitsfähigkeit von 60 % besteht 
(act. II 119.1 S. 8 f. Ziff. 4.6 f.). 

Auf dieser medizinischen Grundlage ist nachfolgend die Invaliditätsbemes-
sung vorzunehmen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

-21-

4.

4.1 Vorab zu prüfen ist die Verwertbarkeit der medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer macht geltend, 
dass diese im angestammten Bereich als … oder als … nicht gegeben sei 
(Beschwerde, S. 22 ff. Rz. 61 ff., Replik, S. 14 Rz. 33). 

4.1.1 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 148 V 
174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 65, 
8C_458/2018 E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Ein-
zelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-
fähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen 
zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 
320 E. 3b). 

Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen 
ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene 
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (SVR 2016 
IV Nr. 2 S. 5, 8C_340/2015 E. 4.4).

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-22-

4.1.2 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher 
Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem 
auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Mass-
geblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in wel-
chem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. 
Dies ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine 
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 146 V 16 E. 7.1 
S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 19, 
8C_759/2018 E. 7.1 und Nr. 44 S. 155, 9C_644/2019 E. 4.2).

4.2 Anhand des gutachterlich erstellten Zumutbarkeitsprofils mit einer 
60%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit mit leichten 
bis teilweise mittelschweren Tätigkeiten sind die dem Beschwerdeführer 
zumutbaren Tätigkeiten nicht bloss noch in so eingeschränkter Form mög-
lich, dass sie der hypothetische Arbeitsmarkt (vgl. dazu E. 4.1.1 hiervor) 
praktisch nicht kennen würde oder sie nur unter nicht realistischem Entge-
genkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wären. Insbe-
sondere weist der ausgeglichene Arbeitsmarkt verschiedenste Tätigkeiten 
auf, womit dem Beschwerdeführer nicht nur Tätigkeiten als … oder … of-
fenstehen. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der Umstand, dass ihm 
gemäss dem MEDAS-Gutachten genügend Zeit für Pausengestaltung wie 
auch für ein reduziertes Arbeitstempo zu schaffen seien, schmälere die 
Chancen einer möglichen Anstellung massgeblich, kann ihm nicht gefolgt 
werden (Beschwerde, S. 24 Rz. 66). Denn der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
bietet Stellen, bei denen der Erwerbstätige bei Bedarf jederzeit eine Pause 
einlegen kann. Überdies ändert an der möglichen Verwertbarkeit der Ar-
beitsfähigkeit auf dem hier massgebenden hypothetischen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt auch nichts, dass es allenfalls schwierig sein mag (Beschwer-
de, S. 24 Rz. 66), auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende 
Stelle zu finden (vgl. Entscheid des BGer 8C_239/2022 vom 1. Juni 2022 
E. 4.2). Auch das Alter steht einer Verwertung der Arbeitsfähigkeit nicht 
entgegen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Der Beschwerdeführer mit Jahrgang 1965 
war im Gutachtenszeitpunkt 57 Jahre alt, somit blieb ihm bis zum Erreichen 
des ordentlichen Pensionsalters noch eine Aktivitätsdauer von mehr als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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sieben Jahren. Zudem ist die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 
fehlende Berufserfahrung in anderen Berufsbereichen (Beschwerde, S. 24 
Rz. 66) nicht bei der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, sondern bei 
der Bestimmung des Anforderungsniveaus des herangezogenen Tabellen-
lohnes zu berücksichtigen. Dem wurde hier Rechnung getragen, indem die 
Tabellenlöhne auf dem niedrigsten Kompetenzniveau 1, welches keine 
Berufsausbildung erfordert, verwendet wurden (vgl. E. 5.3.1 f. hiernach).

Zusammenfassend ist bei einer Gesamtbetrachtung der konkreten Um-
stände sowie unter Berücksichtigung der weitreichenden Schadenminde-
rungspflicht des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in einer im Sinne des Zumutbar-
keitsprofils angepassten Tätigkeit zu bejahen. 

5.

Schliesslich sind die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsscha-
dens zu prüfen.

5.1

5.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls verdienen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

-24-

könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV 
Nr. 29 S. 91, 9C_472/2020 E. 2.2).

5.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit best mög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung).

Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26 bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärzt-
lich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergän-
zend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (Ur-
teil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorge-
sehen).

5.1.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). Wird im Rahmen der Invaliditätsbemes-
sung auf Tabellenlöhne abgestellt, so sind die aktuellsten statistischen Da-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2023 860

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ten beizuziehen. Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezogen 
auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten 
(BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Bezüglich der Anpassung an die Lohnent-
wicklung ist nach Geschlechtern zu differenzieren, d.h. es ist auf den 
Lohnindex für Frauen oder Männer abzustellen (BGE 129 V 408; SVR 2019 
IV Nr. 88 S. 296, 8C_72/2019 E. 4.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurtei-
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1).

5.1.4 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Dies-
falls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 
321 nicht publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 
2022).

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5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). 
Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der Neuanmeldung vom 
8. Juli 2021 (act. II 62) ist der frühestmögliche Rentenbeginn in Anwendung 
von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf den 1. Januar 2022 festzu-
legen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzu-
führen.

5.3

5.3.1 Hinsichtlich des Valideneinkommens ist festzuhalten, dass das letz-
te Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers als … bei der M.________ AG 
aus betrieblichen Gründen im Jahr 2011 gekündigt worden war (act. II 7 S. 
4, 119.6 S. 5 Ziff. 3.2), weshalb nicht an das zuletzt erzielte Erwerbsein-
kommen angeknüpft werden kann. Damit ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin für das Valideneinkommen auf den Totalwert der 
LSE-Tabelle 2020 TA1_tirage_skill_level Kompetenzniveau 1, Männer, 
abgestellt hat (act. II 129 S. 5, vgl. E. 5.1.1 hiervor). 

5.3.2 Da der Beschwerdeführer die medizinisch-theoretisch zumutbare 
Restarbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit nicht verwer-
tet, sind für die Ermittlung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der 
LSE heranzuziehen. Dabei ist mit Blick auf das medizinische Zumutbar-
keitsprofil (act. II 119.1 S. 8 f. Ziff. 4.6 f.) ebenfalls auf den geschlechter-
spezifischen Totalwert der LSE-Tabelle TA1_tirage_skill_level abzustellen 
(vgl. E. 5.1.3 hiervor; act. II 129 S. 5). Nachdem beide Vergleichseinkom-
men ausgehend vom gleichen Tabellenlohn der LSE zu berechnen sind, 
erübrigt sich deren genaue Bezifferung (vgl. E. 5.1.4 hiervor).

Einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug hat die Beschwerdegegnerin 
zu Recht nicht vorgenommen. Die gesundheitlichen Einschränkungen fan-
den bereits im medizinischen Zumutbarkeitsprofil Eingang und sind damit 
nicht bei der Bemessung eines leidensbedingten Abzugs zu berücksichti-

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gen, da ansonsten eine unzulässige doppelte Anrechnung desselben Ge-
sichtspunktes resultieren würde (vgl. E. 5.1.3 hiervor). 

5.3.3 Somit entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit von 40 % und es besteht damit ab dem 1. Ja-
nuar 2022 Anspruch auf eine Rente von 25 % einer ganzen Rente (vgl. E. 
2.3 hiervor). 

5.4 Der Pauschalabzug von 10 % im Sinne von Art. 26bis Abs. 3 IVV in 
der seit dem 1. Januar 2024 gültigen Fassung kommt intertemporalrechtlich 
vorliegend nicht zur Anwendung, bzw. wird Gegenstand eines von der Be-
schwerdegegnerin vorzunehmenden Revisionsverfahrens sein (vgl. IV-
Rundschreiben Nr. 432 des BSV vom 9. November 2023 S. 2 Ziff. 4 lit. a). 

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 
2023 nicht zu beanstanden und die hiergegen erhobene Beschwerde ab-
zuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

7.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.