# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ad88c13-fb69-5a4a-9279-cd2e7b98fa15
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.04.2007 IV 2006/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-99_2007-04-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/99

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 12.04.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 12.04.2007
Art. 28 Abs. 2ter IVG: Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte 
Person als ganztägig oder teilzeitig Erwerbstätige oder als 
Nichterwerbstätige einzustufen ist - was je zu einer anderen Methode der 
Invaliditätsbemessung führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was die 
versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn 
keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Annahme einer vollen 
Berufstätigkeit bei einer bisher nicht nennenswert erwerbstätigen Hausfrau 
wegen engen finanziellen Verhältnissen [Invalidität des Ehemannes und 
renovationsbedürftigem Eigenheim] (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 12. April 2007, IV 2006/99). Teilweise aufgehoben 
durch Urteil des Bundesgerichts 9C_304/2007.

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 12. April 2007

In Sachen

M.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber Hofer, procap, Schweizerischer 

Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Die 1950 geborene M.___ meldete sich am 29. Oktober 2004 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie gab unter anderem an, sie leide an 

Rückenbeschwerden, die durch Stress und Aufregungen, denen sie nicht mehr 

gewachsen sei, verstärkt würden. Die A.___ AG teilte am 2. Dezember 2004 mit, die 

Versicherte reinige seit 2001 während 2 bis 2,5 Stunden wöchentlich ihre Büros. 

Hausarzt Dr. med. B.___ diagnostizierte im Arztbericht vom 6. Juli 2005 mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein seit zwei bis drei Jahren bestehendes 

chronisches panvertebrales Syndrom vor allem cervikothorakal links und lumbal bei 

Fehlstatik und degenerativen Veränderungen. Die Versicherte leide an 

belastungsabhängigen Rückenbeschwerden bei der Arbeit im Haushalt, die wegen der 

Abnützungserscheinungen im Lauf der Zeit eher zunehmen dürften. Die 

Arbeitsunfähigkeit sei schwierig zu beurteilen, da sie in den letzten Jahren nur teilweise 

im Reinigungsdienst erwerbstätig gewesen sei. Diese Arbeit führe sie seit zwei Jahren 

nicht mehr aus. Trotz der Rückenbeschwerden habe sie sich in der Vergangenheit nicht 

krankschreiben lassen. Am 25. Mai 2005 habe eine rheumatologische Abklärung bei Dr. 

med. C.___ stattgefunden. Im Arztbericht vom 6. Juli 2005 attestierte Dr. D.___ bei dem 

Rückenleiden angepassten Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Am 12. 

Dezember 2005 führte die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt der Versicherten durch. 

Laut dem Abklärungsbericht gab die Versicherte an, sie sei während Jahrzehnten 

lediglich mit einem Pensum von 5 bis 15% erwerbstätig gewesen. Von 1994 bis 1998 

überhaupt nicht und ab 1999 mit einem Pensum von 6%. Es werde kein höheres 

Pensum geltend gemacht, obwohl ein zusätzliches Einkommen angenehm wäre, 

nachdem der Ehemann nach einer längeren Phase mit einer Invalidität von 50%, aktuell 

einen IV-Grad von 79% erreiche und momentan noch einen kleinen Nebenverdienst 

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erziele. Bei der Berechnung eines allfälligen Ergänzungsleistungsanspruchs ihres 

Ehemannes habe sich ein kleiner Überschuss ergeben, weil ein zumutbares 

Einkommen von ihr als Ehefrau angerechnet worden sei. Für den Haushalt, der mit 

einem Pensum von 94% gewichtet wurde, ergab sich unter Einbezug der 

Unterstützung durch die Familie ein Behinderungsgrad von 11,3%. Unter 

Berücksichtigung der Erwerbstätigkeit als Reinigungsfrau mit einem Pensum von 6%, 

die ihr gemäss der Beurteilung von Dr. C.___ nicht mehr zumutbar sei, ergab sich eine 

Gesamteinschränkung von 17,3%.

B.- Mit Verfügung vom 16. Januar 2006 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der 

Versicherten ab. Sie begründete dies mit einem Invaliditätsgrad von 17%. Die 

Versicherte liess am 15. Februar 2006 Einsprache erheben und beantragen, es sei ihr 

eine Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung liess sie geltend machen, der 

ermittelte IV-Grad von 17% gehe von einer Haushalttätigkeit von 94% und einer 

Erwerbstätigkeit von 6% aus. Nachdem das Gesuch um Ergänzungsleistungen von der 

Ausgleichskasse unter Anrechnung eines hypothetischen Einkommens der 

Versicherten abgelehnt worden sei, müsste sie zur Sicherung des Lebensunterhalts im 

Gesundheitsfall heute voll erwerbstätig sein. Es sei daher von einer vollzeitlichen 

Erwerbstätigkeit der Versicherten auszugehen. Zwar sei es fraglich, ob sie eine 50%ige 

Leistung in einer adaptierten Tätigkeit erbringen könne. Mangels einer anderen 

ärztlichen Einschätzung werde sie dies aber versuchen. Da sie lediglich leichte 

Hilfsarbeiten ausführen könne, sei ein Abzug von 20% vom statistischen Einkommen 

vorzunehmen.

C.- Die IV-Stelle wies die Einsprache mit Entscheid vom 21. April 2006 ab. Die 

Versicherte habe keinen Beruf erlernt und bisher überwiegend als Hausfrau gearbeitet. 

Als Hausfrau habe sie sich denn auch in der Anmeldung bei der Invalidenversicherung 

bezeichnet. Seit 2001 arbeite sie wöchentlich 2 bis 2,5 Stunden im Reinigungsdienst. 

Obwohl die beiden Kinder der Versicherten bereits seit Jahren volljährig seien, sei sie 

immer nur in sehr bescheidenem Rahmen erwerbstätig gewesen. Die Einteilung mit 

94% Hausfrau und 6% Erwerbstätigkeit sei somit nicht zu beanstanden. Die 

finanziellen Verhältnisse seien nur relevant, wenn andere Gesichtspunkte für eine 

Ausweitung der Erwerbstätigkeit sprechen würden. Dies sei hier nicht der Fall. Im 

Übrigen beziehe ihr Ehegatte bereits seit Oktober 1995 eine halbe IV-Rente, dennoch 

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habe sich die Versicherte nicht um eine Steigerung der Erwerbstätigkeit bemüht. Bei 

der Berechnung eines allfälligen Anspruchs auf Ergänzungsleistungen sei ein 

hypothetisches Einkommen von Fr. 7'634.-- angerechnet worden. Dass diese 

Anrechnung bei der Qualifikation als Erwerbstätige im Rahmen der 

Invalidenversicherung zu berücksichtigen sei, gehe fehl. Bei den beiden hier fraglichen 

Sozialversicherungen handle es sich um völlig verschiedene Einrichtungen, die sowohl 

von der Finanzierungsbasis her als auch hinsichtlich der Anspruchsvoraussetzungen 

von ganz andern Grundlagen und Fragestellungen ausgehen würden. Auch wenn mit 

Dr. D.___ von einer Arbeitsfähigkeit von 50% in einer angepassten Tätigkeit 

ausgegangen werde, ergebe sich bei einem Pensum von 6% offensichtlich kein 

Erwerbsausfall. Im Haushalt betrage die Arbeitsunfähigkeit 12%. Weil die Versicherte 

dort als Gesunde zu 94% tätig wäre, resultiere ein Invaliditätsgrad von 11%, was 

keinen Anspruch auf eine Invalidenrente bedeute.

D.- Die Versicherte lässt am 24. Mai 2006 Beschwerde gegen diesen Einsprache-

Entscheid erheben und beantragen, es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle 

zurückzuweisen. Zur Begründung führt sie aus, es treffe zu, dass sie seit Jahren nur in 

einem kleinen Ausmass erwerbstätig und vor allem im Haushalt tätig sei. Ohne die 

Invalidität ihres Ehemannes würde sie sich auch weiterhin vornehmlich um den 

Haushalt kümmern. Seit Januar 2005 habe sich ihre Situation jedoch verändert. Ihr 

Ehemann beziehe seit diesem Zeitpunkt eine ganze Rente der Invalidenversicherung. 

Während der Jahre, in denen er eine halbe Rente erhalten habe, seien die finanziellen 

Auswirkungen seiner Behinderung kleiner gewesen und hätten sich durch eine 

Anpassung des Lebensstils ausgleichen lassen. Die Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes des Ehemannes und die Veränderungen beim Arbeitgeber 

würden nun dazu führen, dass das letzte, bescheidene Erwerbseinkommen des 

Ehemannes wegfalle und die Einnahmen nicht mehr ausreichen würden. Durch diese 

Änderung sei sie gezwungen, eine volle Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Auch weil die 

Ausgleichskasse bei der Berechnung von allfälligen Ergänzungsleistungen ein 

hypothetisches Einkommen der Ehefrau anrechne, wäre sie heute gezwungen, voll 

erwerbstätig zu sein. Dazu käme, dass das von den Schwiegereltern übernommene 

und vor rund 20 Jahren letztmals wenig renovierte Haus nun einer grösseren 

Renovation bedürfe, was den Finanzbedarf erhöhe. Das Einkommen des Ehemannes 

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aus der Invalidenrente reiche dazu nicht aus. Sie wäre also auch aus diesem Grund 

gezwungen, eine 100%-Stelle im ausserhäuslichen Bereich zu suchen, wenn sie dazu 

aus gesundheitlichen Gründen in der Lage wäre. Es sei ihr unter diesen Umständen 

nicht nur zumutbar eine Vollzeiterwerbstätigkeit aufzunehmen, sie sei dazu aufgrund 

der ökonomischen Situation geradezu gezwungen. Da sie keine Betreuungsaufgaben 

habe, die sie zeitlich binden würden, würden die persönlichen, beruflichen und sozialen 

Umstände eine Vollzeiterwerbstätigkeit zulassen. Die IV-Stelle gehe von einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% in einer angepassten Tätigkeit aus. Ob sie dieses Pensum auf 

dem Arbeitsmarkt leisten könne, sei fraglich, denn bisher habe sie die Hausarbeit auf 

den ganzen Tag verteilen können und jeweils Pausen benötigt. Die IV-Stelle habe den 

Invaliditätsgrad berechnet, ohne ein Validen- oder Invalideneinkommen festzusetzen. 

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei zu berücksichtigen, dass sie lediglich 

leichte Hilfsarbeiten ausführen dürfe, was mit einem Abzug von 20% abzugelten sei.

E.- Die Beschwerdegegnerin beantragt am 30. Mai 2006 die Abweisung der 

Beschwerde.

II.

1.- a) Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Bei nichterwerbstätigen Versicherten 

im Sinn von Art. 5 Abs. 1 IVG – so namentlich bei im Haushalt tätigen Personen – wird 

für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass eine Behinderung 

besteht, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28 Abs. 2bis IVG i. V. m. 

Art. 27 IVV). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen versicherten Personen gilt 

unter anderem die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder (Art. 27 

IVV). Bei einer versicherten Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, wird die Invalidität 

für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. Ist sie daneben in einem Aufgabenbereich 

tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2bis IVG festgelegt. In 

diesem Fall sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im anderen 

Aufgabenbereich festzustellen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28 Abs. 2ter IVG). Diese Art der 

Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss als gemischte Methode bezeichnet. Ist bei 

Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt 

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der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig 

wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für 

Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis IVV). Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis 

zur gemischten Methode ergibt sich einerseits der Anteil der Erwerbstätigkeit am 

gesamten Aufgabenbereich aus dem Vergleich der im betreffenden Beruf üblichen 

(Normal-) Arbeitszeit und der von der versicherten Person ohne gesundheitliche 

Beeinträchtigung geleisteten Arbeitszeit und anderseits der Anteil der Hausarbeit aus 

deren Differenz (vgl. BGE 125 V 146).

b) In ständiger Praxis prüft das Eidgenössische Versicherungsgericht die Frage, ob und 

gegebenenfalls in welchem Ausmass eine versicherte Person auch ohne den 

Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich tätig wäre, anhand der hypothetischen 

Verhaltensweise der versicherten Person. Nach Ansicht des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts ist abzuklären, ob die versicherte Person ohne den 

Gesundheitsschaden mit Rücksicht auf die gesamten Umstände (persönlicher, 

familiärer, beruflicher, sozialer und ökonomischer Art) erwerbstätig oder im 

Aufgabenbereich tätig wäre, wobei keinem dieser Kriterien von vornherein vorrangige 

Bedeutung zukomme (BGE 117 V 197 Erw. 4b in fine). Dabei sollen die finanzielle 

Notwendigkeit der Aufnahme oder der Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit, allfällige 

Erziehungs- und Betreuungsaufgaben, das Alter der versicherten Person, deren 

berufliche Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen massgebend sein. Abzustellen sei 

auf die hypothetischen Verhältnisse in tatsächlicher Hinsicht, wie sie sich bis zum 

Erlass der Verfügung bzw. des Einsprache-Entscheids entwickelt hätten, wobei für die 

hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit 

der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erforderlich sei (vgl. BGE 125 V 150 mit Hinweisen).

2.- a) Die Beschwerdegegnerin ging bei der Abklärung der Anspruchsberechtigung 

davon aus, dass die Beschwerdeführerin seit vielen Jahren fast ausschliesslich als 

Hausfrau tätig war und ab 2001 einer Teilzeitbeschäftigung von wöchentlich 2 bis 2,5 

Stunden nachging. In diesem Sinn hat sie die Tätigkeit der Beschwerdeführerin im 

Haushalt mit 94% gewichtet und im ausserhäuslichen Bereich ein Pensum von 6% 

angerechnet. Sie hat im Rahmen eines eigentlichen Prozentvergleichs, ohne die 

Ermittlung von erwerblich erzielbaren Vergleichseinkommen, einen Invaliditätsgrad von 

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17% (in der Verfügung), respektive 11% (im Einsprache-Entscheid) errechnet. Die 

Beschwerdeführerin bestreitet die Richtigkeit der von der Verwaltung vorgenommenen 

Aufteilung von Erwerb und Haushalt. Sie stellt sich auf den Standpunkt, ohne 

Gesundheitsschaden einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Angesichts der 

realen Gegebenheiten und der Aussagen der Beschwerdeführerin, sie sehe sich 

angesichts der schwierigen finanziellen Situation gezwungen, einer vollzeitlichen 

Erwerbstätigkeit nachzugehen, obwohl sie sich bisher hauptsächlich um den Haushalt 

gekümmert habe und dies ohne das invaliditätsbedingt geringe Einkommen des 

Ehemannes wohl auch weiter getan hätte, liegen gewichtige Gründe für die Annahme 

einer ohne Gesundheitsschaden zu 100% ausgeübten Erwerbstätigkeit vor. Für dieses 

Ergebnis spricht auch die Tatsache, dass keine Betreuungspflichten gegenüber 

Kindern bestehen und der zwei Personen umfassende Haushalt der 

Beschwerdeführerin unter allenfalls vermehrter Unterstützung durch den Ehemann 

auch abends und an den Wochenenden zu besorgen ist, was in Anbetracht der anhand 

der Akten (Berechnungsblatt für die Ergänzungsleistungen vom 26. Mai 2005) 

ausgewiesenen schwierigen finanziellen Situation auch angezeigt erscheint. Hieran 

vermag der Umstand, dass die Beschwerdeführerin keinen Beruf erlernt und bisher 

kaum in den Arbeitsmarkt eingegliedert war, nichts zu ändern. Diese Aspekte mögen 

zwar das Finden einer Stelle erschweren, sie vermögen aber nicht auszuschliessen, 

dass die Beschwerdeführerin, die zwar ohne wirtschaftliche Notwendigkeit ihren 

Vorstellungen und Plänen gemäss weiterhin den Haushalt geführt hätte, aufgrund der 

eng gewordenen finanziellen Verhältnisse ohne das Rückenleiden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Dabei ist zu 

beachten, dass der bisher vorhandene Nebenverdienst des Ehemannes der 

Beschwerdeführerin einerseits durch die Erhöhung des IV-Grads und anderseits wegen 

beim Arbeitgeber anfallenden Gründen offenbar weggefallen ist (IV act. 24). Auch wäre, 

wie glaubhaft dargetan wird, eine Einkommenssteigerung wegen der 

Renovationsbedürftigkeit des eigenen Wohnhauses notwendig geworden. Substanziell 

hätte bei der mutmasslich bescheidenen Entlöhnung nur ein Vollpensum erlaubt, für 

diese Zwecke Reserven zu bilden.

b) Mit Bezug auf die Statusfrage kann auch nicht ohne weiteres auf die Angaben der 

Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärungen der Verhältnisse im Haushalt abgestellt 

werden. Obgleich derartige Aussagen praxisgemäss stärker zu gewichten sind als 

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spätere, anderslautende Erklärungen, welche von Überlegungen 

sozialversicherungsrechtlicher Natur beeinflusst sein können (AHI 2000 S. 197 Erw. 2d; 

vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen), gilt dennoch grundsätzlich zu 

beachten, dass der Bedeutungsgehalt der Frage nach der hypothetischen 

Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall innerhalb des ganzen Rentengefüges für Laien 

nicht einfach zu erkennen ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, i.S. 

S., vom 26. September 2006, Erw. 6.2.2, [I 385/06] mit Hinweis). So hat die 

Beschwerdeführerin angegeben, sie wäre in erster Linie für den Haushalt zuständig 

geblieben. Sie könne sich wegen der gesundheitlichen Einschränkungen kein höheres 

ausserhäusliches Arbeitspensum vorstellen. Damit beschreibt sie die Lebenssituation, 

wie sie seit Beginn des Leidens vor drei bis vier Jahren besteht und nicht ihr Verhalten 

ohne Gesundheitsschaden bei zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen 

Verhältnissen.

c) Auch im Sinn der ständigen Praxis des Versicherungsgerichts, wonach das sich aus 

dem klaren Wortlaut des Art. 8 Abs. 3 ATSG ergebende Zumutbarkeitskriterium ernst 

zu nehmen ist (vgl. etwa das im Internet (www.gerichte.sg.ch) veröffentlichte Urteil vom 

22. Januar 2007, IV 2006/60, mit Hinweisen auf die Praxis des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen und auf die Lehre) und eine Invaliditätsbemessung anhand der 

behinderungsbedingten Einschränkung im Haushalt nur zulässig ist, wenn und soweit 

der betreffenden Person die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar ist, wäre 

es der Beschwerdeführerin aufgrund der persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Umstände zumutbar, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In dieser 

Situation besteht auch nach dem klaren Wortlaut und nach dem Sinn und Zweck des 

Art. 8 Abs. 3 ATSG keine Veranlassung, die Beschwerdeführerin nicht als 

Vollerwerbstätige zu qualifizieren. Dies bedeutet, dass die Invalidität der 

Beschwerdeführerin ab Antragsstellung nach der Methode des Einkommensvergleichs 

zu ermitteln ist, und es kann offen bleiben, ob die Haushaltabklärung sachgerecht 

durchgeführt wurde.

3.- a) Gemäss Art. 16 ATSG wird bei als vollerwerbstätig zu qualifizierenden Personen 

der für den Rentenanspruch massgebende Invaliditätsgrad ermittelt, indem das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung von Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

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bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Um die Arbeitsunfähigkeit und danach den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche oder gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, 

den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht 

hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und zu prüfen, ob die vorliegenden 

Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Schmerzen berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).

b) Dr. C.___, der die Beschwerdeführerin am 25. Mai 2005 rheumatologisch 

untersuchte und eine chronisches panvertebrales Syndrom vor allem cervicothorakal 

links und lumbal diagnostizierte, ging von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit im Reinigungsdienst aus und 

war der Ansicht, dass sie die Arbeiten im eigenen Haushalt noch knapp bewältigen 

könne. Ob die Beschwerdeführerin in einer ihrem Leiden angepassten Tätigkeit eine 

ökonomisch verwertbare Arbeitsleistungen erbringen könnte, hat Dr. C.___ nicht 

angegeben. Dr. D.___, der die Beschwerdeführerin in den letzten Jahren vorwiegend 

wegen anderer Erkrankungen behandelte, schätzte die Arbeitsfähigkeit wegen des 

Rückenleidens in einer leichten, wechselbelastenden Hilfsarbeit ohne Rückenbelastung 

und ohne witterungsbedingte Belastungen auf etwa 50%. Anhand welcher konkreten 

Anhaltspunkte er diese Einschätzung vorgenommen hat, geht aus dem Arztbericht 

nicht hervor. Bei der Invaliditätsbemessung ist die Beschwerdeführerin zuerst von einer 

Arbeitsunfähigkeit im ausserhäuslichen Bereich von 100% ausgegangen, wobei sie 

offenbar die Tätigkeit im Reinigungsdienst zugrunde legte. Im Einsprache-Entscheid 

errechnete sie bei einer gemäss der Beurteilung des Hausarztes zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit von 50% in dem Leiden angepassten Tätigkeiten bei einer 

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Erwerbstätigkeit im Pensum von 6% keinen Erwerbsausfall und im Haushaltbereich bei 

einer Einschränkung von 12% und einem Pensum von 94% einen IV-Grad von 11%. 

Aufgrund der vorhandenen Akten fehlt es an schlüssigen ärztlichen Stellungnahmen im 

Sinn der oben (Erw. 3a) erwähnten Rechtsprechung, aufgrund welcher die verbleibende 

Restarbeitsfähigkeit in einer zumutbaren erwerblichen Tätigkeit zuverlässig beurteilt 

werden könnte. Die Sache ist deshalb zur weiteren medizinischen Beurteilung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird spezialärztliche orthopädische und 

rheumatologische Abklärungen zum Ausmass der in einer der Behinderung 

angepassten Erwerbstätigkeit noch bestehenden Arbeitsfähigkeit vornehmen. Allenfalls 

wird es sich als notwendig erweisen, auch eine ergonomische Abklärung, 

beispielsweise eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu 

veranlassen, um zu einer zuverlässigen Beurteilung der noch ausführbaren 

erwerblichen Tätigkeiten zu kommen. Wenn über die zumutbare Leistungsfähigkeit 

Klarheit herrscht, wird die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad der 

Beschwerdeführerin anhand eines reinen Einkommensvergleichs ermitteln.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einsprache-Entscheids vom 21. April 2006 teilweise gutzuheissen und die Streitsache 

ist zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen über den Umfang der 

Leistungseinbusse und zur Neuberechnung des Invaliditätsgrades an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dieser Ausgang des Verfahrens stellt 

praxisgemäss (vgl. ZAK 1987 S. 266 Erw. 5a) in Bezug auf den Anspruch auf eine 

Parteientschädigung ein vollumfängliches Obsiegen dar. Die Beschwerdeführerin hat 

deshalb Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Die Entschädigung bemisst sich 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 

lit. g ATSG). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist eine Entschädigung von Fr. 

3'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen zu betrachten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einsprache-Entscheid vom 21. 

April 2006 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

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medizinischer Abklärungen sowie anschliessender neuer Entscheidung im Sinn der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'000.-- zu bezahlen.

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