# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9410bbdf-6d2b-5af6-952d-5ce15ded32e0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2010 D-3733/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3733-2010_2010-05-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3733/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid; 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Algerien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Mai 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3733/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Algerien  auf 
dem Landweg am 15. Oktober 2009 verliess und nach Aufenthalten in 
Tunesien (4-5 Wochen), Italien (ca. 3 Monate), Frankreich (ca. 2 Wo-
chen)  sowie  Griechenland  (ca. 20-25 Tage)  am 8. April  2010  in  die 
Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag, ohne Ausweispapiere vorzu-
legen, um Asyl nachsuchte,

dass er  gleichentags mit  einem Informationsblatt  zur  Abgabe sämtli-
cher verfügbarer Identitätsdokumente innerhalb von 48 Stunden aufge-
fordert wurde (vgl. Vorakten A 3/1),

dass der  Beschwerdeführer  am 23. April  2010 [...]  summarisch zum 
Reiseweg und zu den Gründen für  das Verlassen des Heimatlandes 
befragt wurde,

dass er  anlässlich  der  Anhörung unter  anderem die  Möglichkeit  der 
Beschaffung von gültigen Papieren bejahte und weiter ausführte, die 
notwendigen Schritte in diesem Zusammenhang bereits eingeleitet zu 
haben,

dass der Beschwerdeführer in der Folge eine Faxkopie seines angeb-
lich bei einem Kollegen in Tunesien zurückgelassenen Passes zu den 
Akten reichte (vgl. A11/14 S. 2),

dass das BFM den Beschwerdeführer am 7. Mai 2010 direkt zu den 
Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen geltend 
machte, in seiner Wohngegend Z._______ ein Imbiss-Restaurant ge-
leitet zu haben,

dass "polizeibekannte" Familienmitglieder der [...]-Sippe in dieser Ge-
gend Drogen verkauft hätten, und er deswegen den Verlust von Kun-
den befürchtet habe,

dass er sie darauf angesprochen habe, worauf es Mitte Juni 2008 bis 
Ende Juli 2008 zu insgesamt vier bis fünf tätlichen Auseinandersetzun-
gen gekommen sei,

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dass er anlässlich der ersten dieser Auseinandersetzungen mit einem 
Messer und einer Flasche verletzt worden sei und sich im Spital habe 
verarzten lassen müssen, 

dass ihm Nachbarn von einer Anzeigeerstattung gegen die Täter abge-
raten hätten,  weil  diese im Rahmen eines früheren Vorfalls  von den 
Behörden nicht belangt worden seien,

dass die Polizei ihm erklärt  habe, gegenüber dem Übeltäter nur auf -
grund eines Haftbefehls  vorgehen zu können,  wozu sie  (die  Polizei) 
seine (des Beschwerdeführers) Aussage benötigen würde,

dass er nach Ende Juli  2008 bis zur Ausreise Mitte Oktober 2009 in 
seinem Imbiss-Restaurant  täglich  provoziert  und  beschimpft  worden 
sei, 

dass er vor diesem Hintergrund Algerien verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Mai 2010 – eröffnet am gleichen 
Tag –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur  Begründung des Nichteintretens auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer am 25. Mai 2010 (Poststempel) beim Bun-
desverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichte  und  sinngemäss  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. Mai 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-34 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches [...]  bzw. in den 48 Stunden nach der diesbezügli-
chen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Dokument 
zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

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dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab, den Pass bei einem Kollegen in Tunesien und die Identitätskar-
te zu Hause zurückgelassen zu haben,

dass das BFM ihn anlässlich der Erstbefragung aufforderte, gültige Pa-
piere  ("amtliche  Ausweisdokumente  mit  Foto  im  Original")  einzurei-
chen,  und  er  die  Möglichkeit  von deren  Beschaffung  nicht  nur  aus-
drücklich  bejahte  sondern auch aufzeigte,  über  wen und wie,  insbe-
sondere innert  welcher Zeitspanne, er  solche beibringen werde (vgl. 
A1/12 S. 5),

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge bei seinen Auf-
enthalten  in  verschiedenen  Ländern  Europas  im  Besitze  eines  ge-
fälschten ägyptischen und eines französischen Reisepasses gewesen 
ist (vgl. A1/12 S. 7 und 8), 

dass ihm die Familie immer wieder Geld geschickt habe, wenn ihm das 
Geld ausgegangen sei (vgl. A1/12 S. 8),

dass das Bundesamt dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit 
der  Papierbeschaffung  (widersprüchliche  Angaben,  offensichtliche 
Ausflüchte)  zutreffend fehlende  Bemühungen hinsichtlich  der  Zustel-
lung von originalen Ausweispapieren vorwirft und seine Reiseschilde-
rungen als der allgemeinen Erfahrung widersprechend bezeichnet und 
daraus zu Recht den Schluss gezogen hat, es lägen keine entschuld-
baren Gründe für die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren 
vor,

dass die Beschwerde hinsichtlich der Frage der Identitätspapiere kei -
nerlei substanziierte Ausführungen enthält,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass – ungeachtet der dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz vor-
geworfenen Unglaubhaftigkeitselemente, zu denen er in der Beschwer-
de ausserdem keine Stellung nimmt – festzuhalten ist, dass der vorge-
tragene Sachverhalt asylrechtlich unbeachtlich ist,

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dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Übergriffe seitens 
"polizeibekannter" Dritter keine Benachteiligungen im Sinne von Art. 3 
AsylG darstellen und diese Einschätzung im Einklang mit der Recht-
sprechung steht (vgl. EMARK 2006 Nr. 18),

dass dem Beschwerdeführer staatliche Hilfe nicht verweigert wurde, 

dass der Beschwerdeführer – im Gegenteil – vom Polizeiinspektor aus-
drücklich zur Anzeigeerstattung gegenüber den Fehlbaren aufgefordert 
wurde (vgl. A11/14 S. 7), 

dass  die  Nichtanzeigeerstattung  durch  den  Beschwerdeführer  daher 
nicht dem Staat als unterlassene Hilfeleistung respektive mangelnder 
Schutzwille angelastet werden kann,

dass sich der Beschwerdeführer zudem durch Verlegung des Wohnsit-
zes oder Arbeitsplatzes den behaupteten täglichen Provokationen und 
Beschimpfungen hätte entziehen können,

dass der mehr als einjährige Verbleib des Beschwerdeführers an sei-
nem Herkunftsort darüber hinaus gegen die Annahme spricht, ihm wä-
re  darob  ein  menschenwürdiges  Leben  unzumutbar  erschwert  oder 
gar verunmöglicht worden,

dass  in  das  Erscheinungsbild  einer  nicht  (asyl-)relevanten  Gefähr-
dungssituation  des  Beschwerdeführers  unter  anderem  auch  dessen 
aufschlussreiche Antworten anlässlich  der  Bundesbefragung passen, 
wonach er sich erst am 8. oder 9. April 2010 zum Stellen eines Asylge-
suchs  entschlossen  habe  respektive  beim Verlassen  Algeriens  nicht 
die Absicht gehabt habe, Asyl zu beantragen (vgl. A11/14 S. 3),

dass zum Gesamten hierzu ebenfalls auf die nicht zu beanstandenden 
Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
werden kann (vgl. I/Ziff. 2, S. 4 und 5), 

dass die in  der  Beschwerde angeführte  Version,  Familienangehörige 
der "polizeibekannten" Dritten wollten sich an ihm rächen und ihn bei 
einer Rückkehr nach Algerien töten, weil einer von ihnen bei einer der 
stattgefundenen Auseinandersetzung gestorben sei, in den Akten kei-
ne Stütze findet, 

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dass letztlich festzuhalten ist,  dass der Beschwerdeführer irgendwel-
che Probleme mit den heimatlichen Behörden oder Organisationen so-
wie anderen privaten Drittpersonen ausdrücklich verneinte (vgl. A1/12 
S. 6),

dass sich angesichts dieser eindeutigen Sachlage weitere Erörterun-
gen erübrigen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts  der gleiche 
Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie 
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls 
wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel, 
Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

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einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass  der  junge,  – soweit  aktenkundig  –  gesunde  Beschwerdeführer 
über eine solide Schulbildung (Primar-, Sekundarschule, Gymnasium) 
verfügt und vor seiner Ausreise während Jahren einer Erwerbstätigkeit 
nachging, weshalb nicht davon auszugehen ist, er würde im Falle der 
Rückkehr in eine existenzielle Notlage geraten (vgl. A1/12 S. 2),

dass aus den Akten ausserdem hervorgeht, dass der Beschwerdefüh-
rer in Algerien nicht bloss an seinem Herkunftsort  auf ein umfangrei-
ches familiäres und verwandtschaftliches Beziehungsnetz zurückgrei-
fen  kann,  was  die  Reintegration  zusätzlich  erleichtern  dürfte  (vgl.  
A1/12 S. 3),

dass unter all  diesen Umständen der Vollzug der Wegweisung somit 
nicht unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

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hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung [...]  (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, [...] (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N 539 590, mit der 
Bitte  um Eröffnung des Urteils  an den Beschwerdeführer  und um 
Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundes-
verwaltungsgericht)

- [die zuständige kantonale Behörde] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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