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**Case Identifier:** e4d8424a-a401-5a72-b855-43d3ae4848f0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 04.01.2006 BZ.2004.40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BZ-2004-40_2006-01-04.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BZ.2004.40

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 19.02.2020

Entscheiddatum: 04.01.2006

Entscheid Kantonsgericht, 04.01.2006
Art. 58 ff. SVG (SR 741.01) Beurteilung der Ansprüche des Geschädigten 
gegenüber dem Motorfahrzeughaftpflichtversicherer. Insbesondere 
Festlegung des Valideneinkommens des Klägers (Erw. III/1), des Umfangs 
der Erwerbsunfähigkeit (Erw. III/2), des Rentenschadens (Erw. III/3) und des 
Haushaltschadens (Erw. III/4). Voraussetzungen, unter welchen 
vorprozessuale Anwaltskosten einen Schadenersatzanspruch begründen 
(Erw. III/6) und Bestimmung der Haftungsquote (Erw. III/7.c) (Kantonsgericht 
St. Gallen, III. Zivilkammer, 4. Januar 2006, BZ.2004.40).

Erwägungen

I.

1. a) Am 12. Februar 1988 erlitt der damals 42-jährige Kläger mit seinem 

Personenwagen einen Verkehrsunfall. Der am Unfall beteiligte Lastwagen gehörte der 

Firma K und war bei der Beklagten haftpflichtversichert (Klage, 7). Bei der Kollision 

wurde der Kläger gegen die Wagendecke geschleudert und erlitt dabei Kopf- und 

Halswirbelverletzungen. Er war vortrittsberechtigt und trug keine Sicherheitsgurten.

b) Am 10. Juli 2000 reichte der Kläger beim Bezirksgericht Klage ein mit dem 

erwähnten Begehren. Dieses führte vorerst ein Beweisverfahren durch und befragte 

Zeuge L zur Frage, ob das von der Fachklinik M (Deutschland) durchgeführte 

Gutachten vom 18. Oktober 1995 von den Parteien als verbindliches Schiedsgutachten 

verstanden wurde (vi-act. 28). Sodann beauftragte das Gericht den von beiden Parteien 

vorgeschlagenen Experten A, einen Bericht über die Verdienstmöglichkeiten ab 1988 in 

der Versicherungsbranche zu erstellen, in welcher der Kläger tätig war (vi-act. 38 und 

42). Mit Entscheid vom 23. Januar 2004 wies das Kreisgericht die Klage sodann ab. Die 

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Gerichtskosten von Fr. 82'049.05, bestehend aus den Expertenkosten von Fr. 

9'864.90, Arztberichtskosten von Fr. 84.15 und Zeugengeld von Fr. 100.- sowie einer 

Gerichtsgebühr von Fr. 72'000.-, wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, dem 

Kläger unter Anrechnung seiner Vorschüsse von Fr. 8'700.-. Zudem wurde der Kläger 

verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 50'000.- zu bezahlen. Die 

Vorinstanz stellte den Parteien am 26. Januar 2004 das Dispositiv und am 8. April 2004 

das begründete Urteil zu.

Der Kläger hatte geltend gemacht, er habe vor dem Unfall als Selbständigerwerbender 

Fr. 406'000.- verdient. Er beantragte hierzu die Einvernahme verschiedener Zeugen, 

eine Expertise zur Prüfung seiner damaligen Buchhaltung und die Edition der 

Buchhaltungen der damaligen Versicherungen. Die Vorinstanz ging gestützt auf die 

Angaben der AHV-Ausgleichskasse demgegenüber für diesen Zeitraum von einem 

durchschnittlichen Einkommen von Fr. 146'360.- aus. In Bezug auf das mutmassliche 

Einkommen nach dem Unfall machte der Kläger geltend, es sei davon auszugehen, 

dass er etwa zur Hälfte als Spezialagent und zur Hälfte als Generalagent gearbeitet 

hätte. Demzufolge sei von einem mutmasslichen Einkommen ohne Unfall von Fr. 

285'000.- auszugehen (Mittelwert zwischen Fr. 220'000.- für Spezial- und Fr. 350'000.- 

für Generalagenten). Der Gerichtsexperte bezifferte die Einkommen eines 

Generalagenten in den Jahren 1988-1993 auf Fr. 225'000.- bis Fr. 275'000.-, 

1993-1998 auf Fr. 200'000.- bis Fr. 250'000.-, 2003-2005 seien die Löhne tendenziell 

10-20% tiefer gewesen. Spezialagenten erzielten nach ihm zwischen 1988 und 2003 

Fr. 80'000.- bis Fr. 140'000.-. Doppelfunktionen, z.B. Generalagent/Spezialagent seien 

bis vor zehn Jahren möglich gewesen, heute aber nicht mehr (vi-act. 38). Die 

Vorinstanz ging davon aus, dass das Einkommen nach dem Unfall, selbst wenn der 

Kläger eine Doppelfunktion hätte ausüben können, in etwa dem Einkommen vor dem 

Unfall entsprochen hätte. Der Kläger ging sodann von einer unfallbedingten 

Erwerbsunfähigkeit von 75% aus, demgegenüber nahm die Vorinstanz lediglich eine 

solche von 35% an und demzufolge einen unfallbedingten Erwerbsausfall von Fr. 

51'226.00 (35% von Fr. 146'360.-). Die Vorinstanz verneinte schliesslich sowohl einen 

Renten- wie einen Haushaltschaden. Hieraus resultierte nach Abzug der 

Sozialversicherungsregresse ein Schaden von Fr. 68'032.86. Nachdem die Beklagte 

bereits Akontozahlungen von Fr. 470'000.- geleistet hatte, ging die Vorinstanz davon 

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aus, dass dadurch auch die Genugtuungsforderung von Fr. 60'000.- gedeckt wäre und 

sich auch eine Schadenersatzbemessung erübrige. Vielmehr wies sie die Klage ab.

2. Gegen diesen Entscheid reichte der Kläger am 18. Mai 2004 Berufung mit den 

eingangs erwähnten Begehren ein. Mit Berufungsantwort vom 28. Juni 2004 beantragte 

die Beklagte deren Abweisung. Der Kläger reichte am 13. August 2004 gestützt auf Art. 

164 Abs. 1 lit. b ZPO eine nachträgliche Eingabe ein, die Beklagte nahm dazu mit 

Eingabe vom 18. August 2004 Stellung. Anstelle einer mündlichen Verhandlung 

reichten die Parteien am 11. Juli beziehungsweise 22. Juli 2005 je eine Eingabe zum 

Rechtlichen ein.

3. Bereits während laufender Berufungsfrist hatte der Kläger ein Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung für das anstehende 

Berufungsverfahren ersucht. Das Gesuch wurde mit Entscheid vom 26. April 2004 

abgewiesen.

II.

Der Kläger hat am 13. August 2004 eine nachträgliche Eingabe eingereicht. Soweit er 

unter Ziffer 1 einen Augenschein beantragt, ist die Beklagte damit ausdrücklich 

einverstanden (B/21, Ad 1). Neu war zudem die Behauptung in der Berufungsantwort, 

der Kläger hätte ausweichen können. Soweit der Kläger dazu Stellung nimmt, sind die 

Ausführungen unter Ziffer 1 zulässig.

Nachdem die Beklagte in der Berufungsantwort neu die bekl. act. 86 und 87 einreichte 

um darzulegen, dass eine Erwerbstätigkeit über das Pensionierungsalter 

unwahrscheinlich sei, sind auch die Ausführungen unter Ziffer 2 der nachträglichen 

Eingabe des Klägers zuzulassen.

Unter Ziffer 3 macht der Kläger zusätzliche Ausführungen zu den Anwaltskosten. Er 

begründet nicht, welche Ausführungen in der Berufungsantwort neu gewesen sein 

sollen, die ihn zu einer nachträglichen Eingabe berechtigen würden. Er erwähnt 

einleitend einzig, die Beklagte werfe ihm leicht kaschiert trölerisches Verhalten 

gegenüber den Sozialversicherern vor, wenn behauptet werde, dass Kosten nicht 

durch diese, sondern durch das klägerische Verhalten verursacht worden seien. Falls er 

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damit sagen will, die Beklagte hätte neu in der Berufungsantwort behauptet, 

ausserprozessuale Kosten seien nicht durch die Sozialversicherer, sondern durch den 

Kläger entstanden, so träfe das nicht zu. Die Beklagte hatte schon in der Duplik (Rz 42) 

ausgeführt, jene Kosten, welche nicht auf das Verhalten der Sozialversicherer, sondern 

des Klägers zurückzuführen seien, seien nicht zu ersetzen. Genau die gleiche 

Formulierung verwendete sie auch in der Berufungsantwort (Rz 102). Die Ausführungen 

unter Ziffer 3 der nachträglichen Eingabe sind daher nicht zuzulassen.

III.

1. Eine zentrale Frage dieser Streitsache betrifft das Einkommen, das der Kläger ohne 

Unfall verdient hätte.

a) Der Kläger geht in der Berufung (wie bereits erstinstanzlich, vgl. Urteil Erw. 5.a) von 

einem Valideneinkommen von Fr. 285'000.- aus (B/1, 17). In den relevanten Jahren vor 

dem Unfall (1986/7) habe er ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 406'000.- 

erzielt. Entsprechende Provisionszahlungen seiner Arbeitgeber habe er nachgewiesen 

und weitere Unkosten, namentlich Unterprovisionen wie von der Beklagten behauptet, 

seien nicht ausgewiesen. Für solche zusätzliche Unkosten sei aber die Beklagte 

beweispflichtig. Wenn ihr die Vorinstanz bezüglich möglicher weiterer Ausgaben 

(Unterprovisionen etc.) implizit folge, liege darin eine unzulässige Umkehrung der 

Beweislast (B/1, 11).

Gehe man vom Gutachten A aus, welches die Einkommensentwicklung in der Branche 

in den Jahren nach 1988 darlegt, hätte man sodann nicht wie die Vorinstanz einfach 

von Durchschnittszahlen ausgehen dürfen. Vielmehr seien jene allgemeinen 

Ausführungen zur Versicherungsbranche in Zusammenhang mit den konkreten 

Verhältnissen zu würdigen. Angesichts seiner bewiesenen Fähigkeit, sich immer an den 

einkommensträchtigsten Segmenten auszurichten, sei davon auszugehen, dass er 

nach 1988 wieder vermehrt als Generalagent tätig gewesen wäre, weil dort mehr 

Verdienstmöglichkeiten bestanden, auch wenn er 1988 vorerst beabsichtigt habe, mehr 

als Spezialagent zu arbeiten. Da er zuvor ein überaus erfolgreicher Generalagent 

gewesen sei, wie das nachgewiesene Einkommen belege, hätte man von den oberen 

Bandbreiten gemäss Gutachten A ausgehen müssen, nämlich dem Mittelwert von Fr. 

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220'000.- für Spezialagenten und dem Mittelwert von Fr. 350'000.- für Generalagenten, 

woraus ein durchschnittliches mutmassliches Einkommen von Fr. 285'000.- resultiere 

(B/1, 13-17).

Selbst wenn man aber wie die Vorinstanz auf die IK-Auszüge der AHV abstelle und 

dem dort ausgewiesenen Durchschnittseinkommen von Fr. 146'360.-, gelange man zu 

einem höheren Einkommen vor dem Unfall. Die Vorinstanz habe nämlich die notorische 

Tatsache ausser Acht gelassen, dass Selbständigerwerbende mit der AHV pauschale 

Gewinnungskostenregelungen treffen, was, wie selbst die Beklage anerkenne, zur 

Folge habe, dass die gegenüber der AHV abgerechneten Einkommen nur 70-75% der 

Bruttoeinkommen betragen. Damit resultiere ein Einkommen vor dem Unfall von Fr. 

209'085.-. Indem die Vorinstanz sogar diesen Betrag unterschritten habe, habe sie ihr 

Ermessen nach Art. 42 Abs. 2 OR klar überschritten. Zumindest ein solches 

Einkommen habe wohl auch die Beklagte angenommen, ansonsten sie nicht akonto 

Schaden und Anwaltskosten Fr. 522'250.- ausbezahlt hätte, nach ihrer eigenen 

Darstellung sogar Fr. 595'000.- (B/1, 12/13).

b) Die Beklagte macht im Berufungsverfahren geltend, das Gutachten A beziehe seine 

Zahlen auf mittelgrosse Versicherungsgesellschaften. Der Kläger habe aber nie in einer 

mittelgrossen Gesellschaft gearbeitet. Vielmehr habe es sich bei der Versicherung B 

und der Versicherung C um kleine Gesellschaften gehandelt, die inzwischen von 

grösseren übernommen wurden. Erstinstanzlich und noch mit seinem Schreiben an die 

Vorinstanz vom 7. April 2003 (vi-act. 33) habe er sodann stets vorgetragen, er hätte 

nach dem Unfall zu ¾ als Spezialagent und zu ¼ als Generalagent gearbeitet. Dabei sei 

er zu behaften. Erst als sich aus dem Gutachten A die positivere Lohnentwicklung für 

Generalagenten ergeben habe, habe er seinen Standpunkt gewechselt. Die Vorinstanz 

habe dann zu Gunsten des Klägers angenommen, er hätte zu 50% als Generalagent 

und zu 50% als Spezialagent gearbeitet. Die von ihm behaupteten Einkommen habe er 

weder mit der AHV noch mit den Steuern abgerechnet (B/13, RZ 53 - 62).

c) Der Kläger erachtet es als grundsätzlichen Fehler, dass die Vorinstanz für den 

künftigen Erwerbsausfall gestützt auf das Gutachten A auf die durchschnittliche 

Branchenentwicklung abstellte und nicht gestützt auf sein bisheriges sehr hohes 

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Einkommen eine individuell über dem Branchendurchschnitt liegende 

Einkommensentwicklung zu Grunde legte.

aa) Die Vorinstanz hat das in den Jahren 1985/86/87 erzielte Einkommen mit Fr. 

146'360.- beziffert, entsprechend dem gegenüber der AHV (und den Steuerbehörden) 

angegebenen Beträge. Sie nahm an, andernfalls müsste man folgern, der Kläger selber 

aber auch seine sämtlichen damaligen Arbeitgeber hätten sich strafbar gemacht. Dem 

ist nicht zu folgen, weil das Einkommen in jenen Jahren auf drei unterschiedlichen 

Verträgen beruhte.

aaa) Der Kläger hatte erstens mit der Versicherung B einen "Anstellungsvertrag", mit 

welchem er zum Leiter ihrer Generalagentur wurde (kläg. act. 7 vom 7.8.1984). Nach 

diesem Vertrag war er unselbständig erwerbstätig. Er wurde zwar als Generalagent 

bezeichnet und konnte entsprechend an sämtlichen Verträgen, die in seiner Agentur 

von angestellten Mitarbeitern abgeschlossen wurden, mitverdienen, wurde aber 

ausdrücklich nicht dem Agenturrecht unterstellt (vgl. Art. 24 Ziff. 4); es war also gerade 

kein Agenturvertrag im Rechtssinn gemeint. Das "Bruttogehalt" unter diesem Vertrag 

setzte sich zusammen aus Provisionen (verschiedenster Art), festen Bezügen und 

Spesen (Art. 14). Die Sozialversicherungsbeiträge wurden von der Arbeitgeberin von 

diesem Bruttogehalt abgezogen und abgerechnet (Art. 20). Dem entsprachen auch die 

Gehaltsabrechnungen (als "Provisions-Abrechnung" bezeichnet, mit dem Code 9610, 

z.B. kläg. act. 15e). Es entspricht dem Vertrag (vgl. Art. 3 Ziff. 3 "Sämtliche 

vertraglichen Bezüge der hauptamtlichen Vertreter gehen zu Lasten der 

VERSICHERUNG B...") und liegt aber auch auf der Hand, dass der Kläger aus diesem 

Nettolohn nicht noch Unteragenten beschäftigte und bezahlte. Die Versicherung B 

bestätigte sodann, dass der Kläger als "Salär" bezogen habe: Fr. 219'391.95 (1985), Fr. 

212'485.35 (1986), Fr. 181'485.40 (1987) (kläg. act. 85). Im Hinblick auf das 

Anstellungsverhältnis musste die Versicherung B auch die Lohnausweise für die 

Steuererklärung einreichen. Der Kläger hat einzig jenen für 1987/88 zu den Akten 

gegeben (kläg. act. 16g). Die Arbeitgeberin bestätigte dort für 1987 einen Bruttolohn 

von Fr. 131'496.- zuzüglich (nicht im Bruttolohn inbegriffene Spesen) von Fr. 55'327.-, 

zusammen Fr. 186'823.-. Die Spesen machten somit vom Gesamtbetrag rund 30% 

aus. Offensichtlich handelte es sich dabei weitgehend um verdecktes Einkommen, kam 

doch die Versicherung B gemäss Anstellungsvertrag für Kosten von Büro und Personal 

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auf (Art. 13) und hatte der Kläger einzig das Auto selber zu bezahlen (Art. 19) sowie 

auswärtige Verpflegung. Auch wenn eine geringfügige Diskrepanz zwischen der 

Bestätigung der Versicherung B gemäss kläg. act. 85 und dem Steuer-Lohnausweis 

besteht, kann insgesamt davon ausgegangen werden, dass der Kläger 1987 als 

Unselbständigerwerbender brutto rund Fr. 180'000.- von der Versicherung B (inkl. 

Spesen) bezog. Dieser Betrag steht auch nicht im Widerspruch zur Gutschrift auf dem 

IK bei der AHV, welche für 1987 Fr. 133'679.- betrug, da von der AHV die Spesen von 

rund 30% offenbar als nicht AHV-pflichtig akzeptiert wurden. Entsprechendes kann 

man auch für die Jahre 1986 und 1985 annehmen, auch wenn diesbezüglich vom 

Kläger keine Steuer-Lohnausweise eingereicht wurden. Dort bestätigte die 

Versicherung B Saläre von Fr. 219'391.95 bzw. Fr. 212'485.35, das IK weist für diese 

Jahre Fr. 158'638.- bzw. Fr. 146'762.- auf. Insgesamt kann davon ausgegangen 

werden, dass der Kläger in diesen drei Jahre vor seinem Unfall durchschnittlich etwa 

Fr. 205'000.- brutto verdiente, nach Abzug der ihn als Arbeitnehmer belastenden 

Sozialversicherungsbeiträgen (vgl. kläg. act. 16g; jedoch nur auf einem Lohnanteil von 

rund 70%, nicht auf dem Spesenanteil) rund Fr. 195'000.-.

bbb) Daneben war der Kläger von der Versicherung B als Selbständiger beschäftigt 

gemäss Vereinbarung betreffend "Nebenamtliche Vermittler-Organisation" vom 7. 

August 1984 (kläg. act. 8). Unter diesem Vertrag erhielt der Kläger nur die 

Bruttoprovisionen, war selber für die AHV-Abrechnung verantwortlich (Ziff. 5) und hatte 

seine Unteragenten selbständig zu entschädigen. Gemäss Vertrag sollten diese 

Abrechnungen mit den Unteragenten nicht in den Kassajournalen erscheinen (Ziff. 4). 

Die entsprechenden Abrechnungen erfolgten unter dem Code 6911 (z.B. kläg. act. 15f). 

Die Versicherung B bestätigte unter diesem Vertrag Provisionszahlungen an den Kläger 

wie folgt: Fr. 76'861.45 (1986), Fr. 253'903.70 (1987) und Fr. 20'528.40 (1988) (kläg. 

act. 82, 1985 erhielt der Kläger von der Versicherung B noch keine Provisionen als 

Selbständiger, vgl. Klage, 46).

Ebenso bestand ein Agenturvertrag gemäss Art. 418a ff. OR mit der Versicherung C 

vom 12. Februar 1985 (kläg. act. 9). Nach diesem Vertrag gingen die Provisionen für die 

Unteragenten zu Lasten der Agentur, das heisst des Klägers (vgl. Art. 4 i.V.m. 

Nachträgen). Als Agent im Rechtssinn war der Kläger auch nach diesem Vertrag nicht 

Arbeitnehmer, sondern selbständiger Gewerbetreibender (SUZANNE 

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WETTENSCHWILER in Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 

Obligationenrecht I, hrsg. von Honsell/Vogt/Wiegand, 3. Aufl., Basel et al. 2003, N 1 

und N 3 zu Art. 418a OR). Gemäss Bestätigung der Versicherung C erhielt der Kläger 

unter diesem Vertrag an Provisionen: Fr. 125'711.20 (1985), Fr. 99'848.80 (1986), Fr. 

66'846.10 (1987) (kläg. act. 84). Entsprechende Abrechnungen der Versicherung C 

wurden vom Kläger einzig für die Zeit von März bis Dezember 1985 (kläg. act. 14g) 

eingereicht. Im Übrigen hat er Bankkontoauszüge eingereicht, aus der sich einzelne 

Zahlungen sowohl der Versicherung C wie der Versicherung B ergeben. Angesichts des 

Standes des IK bei der AHV muss davon ausgegangen werden, dass der Kläger die 

Einkünfte aus diesen beiden selbständigen Tätigkeiten nicht deklariert hat. Daraus kann 

jedoch keine Unglaubwürdigkeit der Provisionsbestätigungen der Versicherung B 

beziehungsweise der Versicherung C abgeleitet werden, da diese hier nicht Arbeitgeber 

und somit auch nicht für die Abrechnung verantwortlich waren. Sodann behauptet der 

Kläger für 1985, 1986 und 1987 noch weitere Einkünfte aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit, nämlich von der Versicherung D und der Firma H (Klage, 45, 50 und 

53). Für entsprechende Einkünfte in den Jahren 1985 und 1986 fehlen jedoch 

Bestätigungen von dritter Seite. Die zum Beleg eingereichten Zusammenstellungen 

seines Buchhalters (kläg. act. 15b) bzw. von ihm selber (kläg. act. 14a) haben keinen 

höheren Beweiswert als blosse Parteibehauptungen und sind daher nicht zu 

berücksichtigen. Einzig für 1987 sind entsprechende Einkünfte von der Versicherung D 

von rund Fr. 4'600.- bestätigt (kläg. act. 16h). Geht man von den von der Versicherung 

B, Versicherung C und Versicherung D bestätigten Provisionen in diesen drei Jahren 

aus, erzielte er als Selbständigerwerbender durchschnittliche Bruttoeinnahmen von 

(aufgerundet) Fr. 210'000.-.

Diesen Bruttoeinnahmen aus selbständiger Erwerbstätigkeit stellt der Kläger 

Ertragsminderungen wegen der Ausrichtung von Unterprovisionen entgegen, nämlich: 

Fr. 82'673.- (1986) und Fr. 137'518.40 (1987) (Klage, 52 f.). Bezüglich der 

Nettoeinkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit sind die Einwände der Vorinstanz 

berechtigt. Diese lassen sich nicht zuverlässig beurteilen, weil der Kläger zwar 

vereinzelte Abrechnungen betreffend Unterprovisionen einreichte, jedoch keine 

vollständige und unterzeichnete Buchhaltung, obwohl er zur Führung einer solchen 

verpflichtet war. Es wird diesbezüglich auf die Ausführungen der Vorinstanz (Urteil, 4) 

verwiesen. Er offeriert sodann als Zeuge N (Unteragent) und Zeugin O (frühere 

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Sekretärin bei Versicherung B und Versicherung C) (Klage, 42). Eine solche 

Einvernahme erübrigt sich jedoch, da niemand als die betreffenden Unteragenten 

selbst bestätigen könnten, was sie in jener Zeit wirklich vom Kläger erhielten. Nachdem 

davon auszugehen ist, dass er sein eigenes Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit nicht ordnungsgemäss versteuerte, ist in diesem Zusammenhang 

auch nicht auszuschliessen, dass er auch Zahlungen an die Unteragenten unter der 

Hand leistete. Der Kläger kann aber wie er selber ausführt, von den von ihm selbst 

genannten Unteragenten nur noch Zeuge N ausfindig machen (Klage, 41). Auch eine 

von ihm beantragte Expertise (Klage 42) betreffend seine Buchhaltung wäre nicht 

geeignet, weil eine solche voraussetzt, dass überhaupt eine ordnungsgemässe 

Buchhaltung geführt und im Prozess eingereicht wurde. Der hierfür beweisbelastete 

Kläger hat somit sein vor dem Unfall erzieltes Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit nicht nachgewiesen und kann es auch nicht nachweisen. Er macht 

jedoch geltend, es handle sich um einen ziffernmässig nicht nachweisbaren Betrag, der 

somit gemäss Art. 42 Abs. 2 OR zu schätzen sei. Den fehlenden Beweis hat er jedoch 

selbst verschuldet. Es erscheint daher fraglich, ob die Voraussetzungen für eine 

Schätzung gemäss Art. 42 Abs.2 OR gegeben sind. Die Frage kann jedoch offen 

bleiben, da es, auch wenn man eine Schätzung vornimmt, letztlich für die weitere 

Berechnung bei dem von der Vorinstanz zugrunde gelegten Einkommen bleibt, wie 

nachfolgend zu zeigen ist.

ccc) Auszugehen ist nach dem oben Dargelegten von Bruttoeinnahmen von 

durchschnittlich (aufgerundet) Fr. 210'000.-. Bei einer Schätzung kann man davon 

ausgehen, dass der Kläger nicht mehr als die Hälfte seiner Provisionen weitergeben 

musste, ansonsten das Geschäft für ihn kaum mehr interessant gewesen wäre. Es wird 

somit von durchschnittlichen ihm verbleibenden Provisionseinnahmen von Fr. 

105'000.- ausgegangen.

Ausserdem macht der Kläger für seine Tätigkeit insgesamt Spesen von Fr. 15'000.- 

jährlich für das Auto (30'000 km à Fr. 0,50) und Fr. 5'000.- für auswärtige Verpflegung 

(250 Arbeitstage à Fr. 20.-) geltend (vgl. Klage, 46f.). Gemäss dem Anstellungsvertrag 

mit der Versicherung B gingen die Büro- und Büropersonalkosten sowie Miete etc. zu 

Lasten der Versicherung B (Art. 13). Hingegen hatte er für sein eigenes Auto selbst 

aufzukommen (Art. 19). Auch als Selbständiger musste er natürlich für das Auto selber 

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aufkommen. Entsprechende Ausgaben sind somit abzuziehen; auch hier fehlen jedoch 

Belege und ist man auf Schätzungen angewiesen. Die klägerische Schätzung der 

Autospesen erscheint angesichts des Aktionsradius eher etwas tief, aber nicht völlig 

unrealistisch. Der Kläger hatte sodann mit Sicherheit neben den Ausgaben für seine 

eigene auswärtige (Normal-)Verpflegung weitere Restaurantspesen, wenn er als 

Selbständigerwerbender mit Kunden Abschlüsse tätigen wollte. Die Spesen werden 

daher insgesamt auf Fr. 25'000.- geschätzt.

Es verbleiben somit Einnahmen nach Spesen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von 

geschätzt Fr. 80'000.- (Fr. 105'000.- ./. Fr. 25'000.-). Hiervon hätte der Kläger noch 

Sozialversicherungsbeiträge als Selbständiger bezahlen müssen.

Soweit man es als zulässig erachten würde, das Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit zu schätzen, wäre somit davon auszugehen, dass der Kläger in den 

drei Jahren vor dem Unfall aus selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit als 

Generalagent ein Einkommen in der Grössenordnung von (netto) ca. Fr. 265'000.- 

verdiente.

bb) Entscheidend ist nun aber - und deshalb kann die Frage der Zulässigkeit der 

Schätzung letztlich auch offen gelassen werden -, ob der Kläger die in diesen drei 

Jahren vor dem Unfall begonnene Karriere als Generalagent hätte fortführen können. 

Der Kläger geht davon aus. Dies ist jedoch aus folgenden Gründen zu verneinen:

aaa) Vor dem Unfall, am 23. November 1987, kündigte die Versicherung B mit Wirkung 

per 31. Januar 1988 den zwischen ihr und dem Kläger bestehenden 

Generalagenturvertrag (kläg. act. 10) und damit zusammenhängend auch den Vertrag 

betreffend nebenamtliche Vermittler-Organisation (kläg. act. 8, vgl. kläg. act. 7 Art. 25: 

kläg. act. 8 war integrierender Nachtrag zu kläg. act. 7). Mit einer Vereinbarung vom 30. 

November 1987 endete - ebenfalls vor dem Unfall - der Generalagenturvertrag mit der 

Versicherung C (kläg. act. 11), welcher durch einen Spezialagenturvertrag (kläg. act. 12) 

abgelöst wurde. Per 1. April 1988 schloss der Kläger dann ebenfalls einen 

Spezialagenturvertrag mit der Versicherung S ab (kläg. act. 22). Damit war der Kläger 

bereits vor dem Unfall nicht mehr Generalagent.

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Das Gutachten A (vi-act. 38) ging für Spezialagenten im Zeitraum 1988-2003 von einem 

durchschnittlichen Einkommen von Fr. 80'000.- bis Fr. 140'000.- aus. Die Definition von 

Spezialagent sei nicht einheitlich. Beim Kläger habe es sich wohl um einen "Vermittler/

Agenten/Aussendienst-Mitarbeiter" mit Spezialvertrag gehandelt. Solche Vermittler/

Agenten/Aussendienst-Mitarbeiter hätten in etwa das Einkommen eines normalen 

Aussendienstmitarbeiters erreicht, wenn sie eine volle Jahresproduktion erbracht 

hätten. Gesamtschweizerisch habe das Einkommen solcher Aussendienstmitarbeiter 

etwa bei Fr. 100'000.- plus Fr. 15'000.- Spesen gelegen (Ziff. 431 und 432). Im 

konkreten Einzelfall seien die gleichen Einflussfaktoren massgeblich wie bei den 

Generalagenten, nämlich: Zusammensetzung des Portefeuilles (Grösse, Entschädigung 

für Bestandesbetreuung, Nichtleben/Einzelleben/Kollektivleben, Privat- oder KMU-

Kundschaft, Altersstruktur) sowie Anstellungsbedingungen und Ausgestaltung des 

Bezugsreglements (Grösse Organisationseinheit, Anteil Aufbauarbeit, Ausgestaltung 

des Provisionsreglementes, Maximierte Bezüge, Spesenregelung, Anteil 

Führungsarbeit, Anteil Eigenakquisition, Steuerung durch Underwriting) (Ziff. 434 i.V.m. 

Ziff. 414). Die vom Kläger neu abgeschlossenen Spezialagenturverträge können unter 

diesen Kriterien nicht abschliessend beurteilt werden. Beim Vertrag mit der 

Versicherung C hat der Kläger nicht den vollständigen Vertrag eingereicht. Es fehlen - 

als entscheidende Grundlage - die konkreten Provisionsbestimmungen, die 

integrierender Bestandteil waren (kläg. act. 12, Art. 7). Dieser Vertrag war zudem 

räumlich stark eingeschränkt. Er umfasste nämlich nur einige Bezirke (Art. 1). Der 

frühere GA-Vertrag mit der Versicherung C umfasste dagegen ein viel grösseres 

Gebiet, nämlich: Kanton St. Gallen sowie den ganzen Kanton Thurgau (kläg. act. 9). Der 

Generalagenturvertrag mit der Lebensversicherungs-Gesellschaft B war sodann 

gebietsmässig nicht eingeschränkt (kläg. act. 7, Art. 1). Dagegen war das 

Tätigkeitsgebiet gemäss neuem Vertrag mit der Versicherung S eingegrenzt auf den 

Kanton St. Gallen (Beilage 3, Ziff. 2). Sodann ist beziehungsweise war die Versicherung 

S in der Ostschweiz wenig bekannt, was sich ebenfalls eher negativ auswirkt.

Insgesamt ergibt sich, dass mit der Kündigung der Generalagenturverträge und dem 

Abschluss der neuen Verträge als "Vermittler/Agent/Aussendienst-Mitarbeiter" ein 

klarer Karrierebruch schon vor dem Unfall eingetreten war.

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bbb) Der Kläger geht aber davon aus, dass er über kurz oder lang aufgrund seiner 

Fähigkeiten und seiner in der Vergangenheit bewiesenen Tatkraft in der Lage gewesen 

wäre, wieder an die früheren Verhältnisse als Generalagent anzuknüpfen. Ob dies als 

wahrscheinlich erscheint, hängt einerseits von seiner bisherigen beruflichen 

Entwicklung ab, gleichzeitig aber auch von der Entwicklung in der 

Versicherungsbranche.

Der 1946 geborene Kläger arbeitete vorerst sieben Jahre als Briefträger bei der PTT 

und absolvierte in dieser Zeit eine Abendhandelsschule (kläg. act. 71 und 72). Von 1969 

bis 1979, unterbrochen durch eine Ausbildung zum Agro Techniker, arbeitete er als - 

gemäss Arbeitszeugnis erfolgreicher - Futtermittelberater bei der Firma E (kläg. act. 73, 

Arbeitszeugnis). Danach oder allenfalls schon parallel - die entsprechenden 

Ausführungen des Klägers sind nicht präzise und dieser Abschnitt wurde von ihm auch 

nicht dokumentiert - , betrieb er bis 1981 selbständig einen Kälbermastbetrieb, mit 

welchem er scheiterte (der Betrieb ging Konkurs; Klage, 20). Vom 1. Juni 1982 bis zum 

30. September 1984, bis er die vorne dargestellten Verträge mit der Versicherung B 

und der Versicherung C schloss, war er bei der Versicherung D Bezirksinspektor im 

Aussendienst (kläg. act. 76). 1983 habe er bereits Fr.115'000.- und 1984 bis Ende 

September Fr. 101'000.- verdient (Klage, 20; Berufung, 6). Im Arbeitszeugnis wurde 

ihm bescheinigt, dass seine Umsatzzahlen bereits im ersten vollen Produktionsjahr 

über dem Schweizer Durchschnitt der Bezirksinspektoren gelegen habe. Anderseits 

wird festgestellt, dass er seine Aufträge nur "zu unserer Zufriedenheit" erledigt habe 

(kläg. act. 76). Vorerst ergibt sich, dass der Kläger in seiner 28-jährigen Berufstätigkeit 

vor dem Unfall nur gerade während dreieinhalb Jahren in der lukrativen Stellung eines 

Generalagenten tätig war. Von daher kann man nicht sagen, eine konstante 

Berufskarriere sei durch den Unfall unterbrochen worden. Vielmehr waren die 

dreieinhalb Jahre, welche der Kläger seiner Erwerbsausfallberechnung zugrunde legen 

will, ein einmaliger Höhepunkt in seiner Karriere. Sein Berufsleben weist mit der 

gescheiterten Selbständigkeit auch einen massiven Einbruch auf. Anderseits entsteht 

aber das Bild einer zielstrebigen und talentierten Verkäuferpersönlichkeit.

Trotz dieser sicher bestehenden persönlichen Fähigkeiten sprechen die Umstände 

dagegen, dass er nach seiner Kündigung durch die Versicherung B und die 

Versicherung C wieder eine ähnliche Funktion hätte erreichen können. Vorerst stand er 

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1988 mit sehr viel schlechteren Verträgen da. Ihm war gekündigt worden u.a. mit der 

Begründung, dass sein Produktions-Storno-Satz von 24% um mehr als 14% zu hoch 

sei und dass er nicht mehr über die nötige "Betriebsidentifikation" verfügt habe (kläg. 

act. 10). Auch wenn der Kläger bestreitet, dass die hier von der Versicherung B 

vorgebrachten Gründe zugetroffen haben, war die Kündigung und damit die 

Unzufriedenheit der Versicherung B mit dem Arbeits-/Agentur-vertragsverhältnis zu ihm 

jedenfalls Tatsache. Man kann ohne weiteres davon ausgehen, dass diese Tatsache in 

der kleinen Welt der Versicherungen schnell bekannt geworden und jedenfalls für eine 

Neuanstellung als Generalagent hinderlich gewesen wäre. Hinzu kommt entscheidend, 

dass einem Wiedereinstieg als Generalagent - nachdem er 1988 nurmehr Verträge als 

Spezialagent finden konnte - die Entwicklung in der Versicherungsbranche 

entgegengestanden wäre. Der Gutachter A hielt dazu fest, die Versicherungsbranche 

sei seit 1988 "einem dramatischen Veränderungsprozess unterworfen" gewesen. Es 

herrsche Verdrängungswettbewerb, neue Vertriebskanäle seien entstanden. Dies habe 

Auswirkungen auf die Vertriebsorganisationen gehabt. Diese seien u.a. 

"zusammengelegt, gestrafft und markant reduziert" worden. Die Führungsspanne der 

Generalagenten sei gestiegen, die Anzahl der Agenturen gesunken. Das potentielle 

Stellenangebot sei gesunken (vi-act. 38, Ziff. 451 und 452). Im Hinblick auf die Chance 

zum Abschluss eines neuen Vertrages hielt der Gutachter fest, Sonderlösungen habe 

es nicht mehr gegeben, da ein Überangebot an Kandidaten bestanden habe. Es sei 

anspruchsvoll geworden, überhaupt eine Anstellung zu finden. Die meisten 

Gesellschaften hätten ihr Anstellungsprozedere professionalisiert. Nebst den 

herkömmlichen Bewerbungsunterlagen, die perfekt sein müssten, seien Einzel- oder 

Gruppenassessments durchgeführt worden. Der Lebenslauf der Kandidaten sei auf 

Herz und Nieren geprüft worden, da die Fehlanstellung bei Generalagenten teuer zu 

stehen komme (vi-act. 38, Ziff. 48). Von daher erscheint es unwahrscheinlich, dass der 

Kläger mit seiner doch klaren Zäsur durch die Kündigung der Versicherung B, mit einer 

eher schmalen Ausbildung und nicht besonders langen Berufserfahrung in der 

Versicherungswirtschaft selber sowie im Alter von über 42 Jahren im engeren 

Stellenmarkt wieder eine Position als Generalagent hätte finden können.

Auszugehen ist daher im Hinblick auf die wahrscheinliche künftige Entwicklung von 

seiner noch vor dem Unfall gefundenen Tätigkeit als "Vermittler/Agent/Aussendienst-

Mitarbeiter mit Spezialvertrag" (A) beziehungsweise der eher vergleichbaren Tätigkeit 

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als Betriebsinspektor im Aussendienst, die er vor seiner Generalagentenzeit ausübte, 

somit grundsätzlich von einem Einkommen im Sinn eines Spezialagenten (nach der 

Terminologie des Gutachtens A). Experte A ging diesbezüglich für den Zeitraum 1988 

bis 2003 von einer Bandbreite zwischen Fr. 80'000.- und Fr. 140'000.- aus. Diese 

Zahlen seien "netto, ohne Spesen". Statistisch sei der durchschnittliche 

Jahresverdienst von einem "Vermittler / Agenten / Aussendienst-Mitarbeiter", der eine 

volle Jahresproduktion erbringe, bei Fr. 100'000.- plus Fr. 15'000.- Spesen gelegen (vi-

act. 38, Ziff. 432 und 433). Einen Betrag in dieser Grössenordnung verdiente der Kläger 

auch als Betriebsinspektor im Aussendienst bei der Versicherung D (Klage, 20, 

Berufung, 6). Gemäss Experte A werden in den kommenden zehn Jahren (nach 2003) 

die Einkommen allgemein in der Branche wohl noch einmal ca. 10-20% sinken (vi-act. 

38, Ziff. 46).

Die Vorinstanz ging für die Zukunft im Sinn einer Mischrechnung (½ Generalagent, ½ 

Spezialagent) und den Durchschnittszahlen von Experte A von einem erzielbaren 

Einkommen von Fr. 168'000.- (netto ohne Spesen, vgl. vi-act. 38 Ziff. 5) aus. Dieses 

werde aber künftig gemäss dem Experten A entsprechend der allgemeinen 

Entwicklung sinken. Insgesamt sei davon auszugehen, dass das mögliche Einkommen 

nach 1988 nicht höher gewesen wäre als das vor dem Unfall erzielte von netto Fr. 

146'360.- (welches die Vorinstanz als Durchschnitt 1985/86/87 gemäss dem IK bei der 

AHV errechnete) (Urteil Erw. 4.d und 5 am Ende). Von einem Betrag in dieser 

Grössenordnung kann auch aufgrund der hier dargelegten Überlegungen ausgegangen 

werden. Allgemein beziehungsweise durchschnittlich wären die Einkommen in der für 

den Kläger als wahrscheinlich beurteilten Tätigkeit zwar tiefer. Wie aufgrund der 

Zeugnisse seiner früheren Arbeitgeberinnen (Firma E, Versicherung D) dargelegt, hatte 

der Kläger aber zweifellos gute Verkäufereigenschaften. Mit einem Einkommen von 

netto Fr. 146'360.- sind diese Fähigkeiten aber auf jeden Fall abgedeckt. Im Hinblick 

darauf und angesichts der vom Experten A prognostizierten sinkenden 

Einkommensentwicklung in der Versicherungsbranche für die kommenden Jahre 

besteht auch kein Anlass, eine allgemeine durchschnittliche Reallohnerhöhung (von 

0,7%) zu berücksichtigen, wie sie für die Vergangenheit für sämtliche 

Erwerbstätigkeiten empirisch nachgewiesen wurde (DAVID DORN/THOMAS GEISER/

CHRISTOPH SENTI/ALFONSO SOUSA-POZA, Die Berechnung des Erwerbsschadens 

mit Hilfe von Daten der Lohnstrukturerhebung, in: Personen-Schaden-Forum 2005 

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(Hrsg. Verein Haftung und Versicherung), Bern 2005, 39ff. 50; MARC SCHAETZLE, 

Kapitalisieren, Handbuch zur Anwendung der Barwerttafeln, Zürich 2001, Rz 3. 458ff.).

ccc) Der Kläger machte schliesslich erstmals im Berufungsverfahren geltend, er hätte 

sich auf jeden Fall einer erfolgsversprechenden Tätigkeit zugewendet, "sei es, dass er 

sich ganz anders betätigt hätte, beispielsweise als Versicherungsbroker" (Berufung, 

15). Im Übrigen macht er keine Angaben zu dieser Berufsentwicklung als Broker.

Gestützt auf diesen unsubstantiierten Hinweis kann kein höheres Valideneinkommen 

als das oben begründete zu Grunde gelegt werden. Der Kläger will damit zwar wohl 

geltend machen, als Broker würde er mehr als ein gewöhnlicher Vermittler/Spezialagent 

verdienen. Es fehlt aber jede konkrete Behauptung geschweige denn ein Beweisantrag 

dazu, welches Einkommen denn mit einer Tätigkeit als Broker erzielbar wäre. Konkret 

legte der Kläger nur sein früheres Einkommen als Generalagent dar und bezogen auch 

die Parteien und die Vorinstanz die Expertise A nur auf die Tätigkeiten als Generalagent 

einerseits beziehungsweise Vermittler/Spezialagent andererseits. Man könnte im 

Übrigen auch nicht einfach von den Generalagenteneinkommen auf die 

Durchschnittseinkommen von Brokern schliessen (abgesehen davon, dass der Kläger 

solches auch nicht behauptet). Ein Broker ist ein Mäkler, der mit keiner 

Versicherungsgesellschaft in Vertragsbeziehung steht, sondern vielmehr selbständig für 

seine Kunden bei verschiedenen Gesellschaften Verträge platziert. Er kann somit - und 

damit unterscheidet er sich klar sowohl vom Generalagenten wie vom Vermittler/

Spezialagenten - nicht von der ihm von seiner jeweiligen Arbeitgeberin/Auftraggeberin 

zur Verfügung gestellten Struktur und Portefeuille profitieren. Anderseits ist er frei, mit 

welcher Gesellschaft er zusammenarbeiten will beziehungsweise bei wem er die 

Policen für seine Kunden abschliesst. Es besteht somit ein grundsätzlicher 

Unterschied. Der blosse unsubstantiierte Hinweis auf eine Berufsentwicklung als 

Broker genügt somit nicht und insbesondere kann die fehlende Substantiierung nicht 

durch eine Schätzung gemäss Art. 42 Abs. 2 OR ersetzt werden. Art. 42 Abs. 2 OR 

setzt voraus, dass ein Geschädigter alle konkreten Anhaltspunkte behauptet und 

beweist, die möglich und zumutbar sind (BGE 131 III 360 ff.; VOLKER PRIBNOW/

MARKUS ZIMMERMANN, Einkommensnachweis, Omnikongruenz und 

Haushaltschaden, HAVE 2005, 140 ff., 144).

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ddd) Zusammengefasst kann kein höheres als das von der Vorinstanz zu Grunde 

gelegte Valideneinkommen von netto Fr. 146'360.- angenommen werden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Kläger und mit ihm die Beklagte von 

Anfang an das Einkommen aus Liegenschaftsgeschäften ausser Acht liessen, sowohl 

bei der Ermittlung des Valideneinkommens wie jener des Invalideneinkommens. Zu 

Recht. Der Kläger wies bereits in der Klageschrift (78) darauf hin, dass hier 

zugegebenermassen der Entwicklung des Marktes eine entscheidende Rolle hätte 

zugebilligt werden müssen.

2. Umstritten ist weiter der Umfang der Erwerbsunfähigkeit.

a) Die Vorinstanz stützte sich auf das Gutachten Fachklinik M (kläg. act. 4) als von 

beiden Parteien anerkanntes Schiedsgutachten. Das Gutachten nenne drei 

verschiedene Diagnosen. Diagnose II (Metabolisches Syndrom mit Adipositas, 

Fettstoffwechselstörung, insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ IIb und arterieller 

Hypertonie) sei dabei als unfallfremd zu beurteilen. Der unfallfremde Anteil der im 

Gutachten festgestellten Gesamtarbeitsunfähigkeit von 45% betrage 10%. Es bestehe 

somit eine 35%ige unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit, was einen Betrag von Fr. 

51'226.00 ergebe (35% von Fr. 146'360.-) (Urteil Vorinstanz, Erw.6).

b) Unbestritten ist nun im Berufungsverfahren gestützt auf die Zeugenaussage L (vi-act. 

28), dass die Parteien das Gutachten als Schiedsgutachten verstanden haben. Dieses 

ist somit für das Gericht verbindlich (vgl. Urteil Vorinstanz, Erw. 6.c). Der Kläger 

bestreitet jedoch die Tragweite, welche die Vorinstanz dem Gutachten zumass. Er geht, 

obwohl er es als im Grundsatz verbindlich anerkennt, von einem 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 75% aus (Berufung, 23). Er hält dem angefochtenen 

Urteil insbesondere entgegen, dass die Vorinstanz damit einfach die medizinisch 

festgestellte Arbeitsunfähigkeit mit Erwerbsunfähigkeit gleichsetzte. Der Arzt äussere 

sich jedoch nur zu ersterer. Letztere sei vom Gericht festzustellen. Das Gutachten gehe 

bei der Feststellung, der Kläger sei noch zu 55% arbeitsfähig, von einem Berufsbild 

aus, das wenig mit dem eines Versicherungsagenten und speziell der Tätigkeit des 

Klägers zu tun habe. Das Gericht könne daher nicht annehmen, dass die medizinisch 

diagnostizierte verbliebene Restarbeitsfähigkeit erwerblich voll umgesetzt werden 

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könne (Berufung, 18 ff.). Richtigerweise müsste ein konkreter Einkommensvergleich 

gemacht werden und das frühere mit dem heute tatsächlich erzielten Einkommen 

verglichen werden. Da jedoch das tatsächliche Einkommen des Klägers nach dem 

Unfall sehr gering war, würde daraus (bei Zugrundelegung des von ihm behaupteten 

früheren sehr hohen Einkommens) eine sehr hohe Erwerbsunfähigkeit resultieren 

(Klage, 79). Es sei in solchen Fällen, wo kein konkretes Invalideneinkommen festgestellt 

werden könne, weil der Geschädigte kein solches erziele, üblich, auf statistisch im 

Markt erzielte Löhne abzustellen. In der Folge stützte sich der Kläger auf die 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik ab. Aufgrund dieser könne beim 

Kläger mit seinen hohen Fähigkeiten von einem Einkommen von Fr. 130'000.- 

ausgegangen werden. Die Gutachter der Fachklinik M seien wohl von einer solchen 

Tätigkeit ausgegangen, wenn sie die Restarbeitsfähigkeit mit 55% beziffert hätten. Es 

rechtfertige sich daher mangels konkreter Anhaltspunkte, vom entsprechenden Wert 

der Restarbeitsfähigkeit auszugehen. Damit läge das erzielbare Einkommen bei Fr. 

71'500.- (55% von Fr. 130'000.-) (Klage, 80; Berufung, 23).

c) Nach schweizerischer Lehre und Rechtsprechung ist der Invaliditätsschaden konkret 

zu berechnen. Ausgehend vom abstrakten Invaliditätsgrad sind dessen Auswirkungen 

auf die Verminderung der Erwerbsfähigkeit zu bestimmen. Aus dem wirtschaftlichen 

Schadensbegriff folgt, dass eine bei Teilinvalidität theoretisch verbleibende 

Arbeitsfähigkeit haftpflichtrechtlich unberücksichtigt bleiben muss, wenn sie 

wirtschaftlich nicht mehr nutzbar ist (BGE 129 III 135 ff. = Pra 2003 Nr. 69, Erw.2.2, und 

BGE 117 II 609 ff., Erw. 9 je m.w.N). Insofern unterscheidet der Kläger zu Recht 

zwischen der medizinisch-theoretischen Invalidität und der Resterwerbsfähigkeit. Nicht 

zutreffend sind dagegen seine weiteren daraus gezogenen Folgerungen. Der Arzt legt 

zwar die Invalidität in Prozenten der vollen Arbeitsfähigkeit fest. Aber auch wenn diese 

Einschätzung des Arztes allein aus medizinischer Sicht zu erfolgen hat, muss dieser 

den Beruf des Geschädigten doch miteinbeziehen, denn er ist am besten in der Lage 

zu beurteilen, welche Bewegungen oder Bewegungsabläufe etc. beeinträchtigt sind. 

Die medizinische Expertise beschränkt sich somit nicht nur auf die Feststellung eines 

pathologischen Zustands, sondern beurteilt namentlich auch den "Grad der 

Arbeitsunfähigkeit hinsichtlich des Berufs" (OFTINGER/STARK, Schweizerisches 

Haftpflichtrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, Zürich 1995, § 6 Rz 127; BK/BREHM, N 63 zu 

Art. 46 OR; vgl. z.B. auch die Sachverhaltsschilderung in BGE 129 III 135 ff. = Pra 2003 

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Nr. 69). Die Beurteilung durch den Arzt kann man insofern als "abstrakt" bezeichnen, 

als dieser nicht die besonderen Umstände jedes konkreten Arbeitsumfeldes seiner 

Patienten kennt (und kennen muss), sie ist aber insofern "konkret", als sie sich doch 

auf den betreffenden Beruf im Sinn einer Durchschnittstätigkeit bezieht (MAX SIDLER, 

Der Nachweis des Schadens und die Bestimmung des Ersatzwertes nach Art. 42 OR, 

in: Personen-Schaden-Forum 2004 (Hrsg. Verein Haftung und Versicherung), Bern 

2004, 87 ff., 104). Sache des Gerichts ist es dann, konkrete und besondere Umstände 

der Tätigkeit des Geschädigten, die von der durchschnittlichen beruflichen Tätigkeit, 

wie sie vom Arzt zu Grunde gelegt wurde, abweichen, zu würdigen. Sowie alle weiteren 

Faktoren, die sich auf das Ausmass der Resterwerbsfähigkeit auswirken können, 

jedoch nicht in das Fachgebiet des medizinischen Gutachters gehören, zu 

berücksichtigen (z.B. den Arbeitsmarkt, der dazu führen kann, dass eine kleine 

Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertet werden kann).

Zuweilen wird in der Gerichtspraxis aber auch ohne weiteres eine Resterwerbsfähigkeit 

im Ausmass der ärztlich festgestellten Arbeitsfähigkeit angenommen, auch für die 

vergangene Periode (Unfall bis Urteilsdatum) und obwohl bekannt ist, dass ein 

Geschädigter nach dem Unfall weniger verdiente. Genau genommen geht es in solchen 

Fällen darum, dass es unter dem Titel Schadenminderungspflicht als zumutbar erachtet 

wird, dass der Geschädigte im Ausmass der ärztlich bestätigten Arbeitsfähigkeit auch 

tatsächlich erwerbstätig ist (MARC SCHAETZLE, Tücken der Schadensberechnung, 

Besprechung des Bundesgerichtsentscheids vom 23. 12. 2003, 4C.252/2003, HAVE 

2004, 112 ff.; STEPHAN WEBER, Keine Minderung von Zins und Schaden, 

Besprechung des Bundesgerichtsentscheids vom 22. Juni 2004, 4C.3/2004, HAVE 

2004, 306 ff.).

d) Die Parteien haben das Gutachten Fachklinik M als verbindliches Schiedsgutachten 

eingeholt. Es wurde am 30. Juni 1995 in Auftrag gegeben (kläg. act. 4, S. 1), also mehr 

als sieben Jahre nach dem Unfall. In diesem Zeitpunkt war bekannt, dass der Kläger in 

der Zeit seit dem Unfall tatsächlich nurmehr sehr wenig verdient hatte. Der Kläger legte 

denn auch gegenüber den Gutachtern dar, dass er selber seine Leistungsfähigkeit auf 

10-20% gegenüber früher einschätze, dass bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere 

Gutachten zu seiner Arbeitsfähigkeit erstellt worden seien, welche wechselnde 

Arbeitsunfähigkeiten zwischen 20% und 100% ergeben hätten und dass es daher nun 

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darum gehe, im Einverständnis zwischen den Parteien ein "Obergutachten" einzuholen 

(kläg. act. 4, 3). Bereits aufgrund dieser Ausgangslage ist anzunehmen, dass die 

Parteien vom Gutachten nicht nur eine abschliessende Schätzung der theoretisch-

abstrakten Arbeitsunfähigkeit erwarteten, sondern eine Beurteilung der ihm noch 

zumutbaren Erwerbstätigkeit und damit die gutachterliche Feststellung der 

Resterwerbsfähigkeit. Dass dem auch tatsächlich so war, zeigt die konkrete 

Fragestellung. So lautete Frage 6a: "Wie hoch schätzen Sie die gesamte 

Arbeitsunfähigkeit des Klägers in seinem angestammten Beruf?..." und Frage 6c 

lautete: "Welche Arbeitsleistungen bzw. Tätigkeiten sind im jetzigen Zustand aufgrund 

der unfallbedingten Restschäden zumutbar?" (kläg. act. 4, S. 46f.). Die Gutachter 

haben damit - wie der Kläger selber feststellte (Replik, 4) - im Grunde eine 

wirtschaftliche und nicht eine rein medizinische Betrachtungsweise angewendet. Sie 

haben damit aber nicht ihren Auftrag überschritten, vielmehr den entsprechenden 

Fragen entsprochen. Da die Parteien nach der zumutbaren Arbeit fragten, müssen sie 

sich die entsprechenden Feststellungen des Gutachtens grundsätzlich auch 

entgegenhalten lassen, auch wenn der Kläger nicht in diesem Umfang tatsächlich 

erwerbstätig war. Wenn der Kläger hiervon abweicht und eine grundsätzlich andere 

Berechnung anwenden will (Hilfsrechnung über die Daten der Lohnstrukturerhebung), 

stellt er die Verbindlichkeit des Gutachtens in Frage.

Grundsätzlich wäre daher von der im Gutachten geschätzten Arbeits- und gleichzeitig 

Erwerbsunfähigkeit auszugehen (da keine weiteren Faktoren ersichtlich sind, weshalb 

diese noch weiter reduziert sein soll). Ein Schiedsgutachten ist jedoch dann nicht 

verbindlich, wenn es offensichtlich unrichtig ist (Art. 119 lit. d ZPO). Offensichtlich 

unrichtig ist es unter anderem, wenn es auf falschen tatsächlichen Annahmen beruht 

(LEUEN-BERGER/UFFER-TOBLER, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons 

St. Gallen, N 7 zu Art. 119; BGE 117 Ia 369f. Erw. 7). Der Kläger macht in diesem Sinn 

geltend, dass das Gutachten von einer falschen tatsächlichen Annahme der 

klägerischen Berufstätigkeit ausging. Das Gutachten hält zu den konkret zumutbaren 

Arbeitsleistungen und Tätigkeiten fest (Ziff. 6.c, S. 47): "Der Kläger dürfte momentan 

maximal 4-5 Stunden täglich arbeitsfähig sein, wobei hierbei nicht an eine 

kontinuierliche Arbeit gedacht werden kann, sondern immer wieder grössere Pausen 

erforderlich sein müssen. Es darf sich hierbei nur um eine vorwiegend sitzende 

Tätigkeit handeln, ohne wesentliche körperliche Belastung, die dem Probanden jedoch 

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die Möglichkeit gibt, seine Position ständig zu ändern und teilweise auch zu stehen und 

zu gehen, falls die sitzende Haltung für ihn unerträglich wird". Der Kläger rügt, damit sei 

das Gutachten von einem falschen Berufsbild ausgegangen. Es leuchte nicht ein, wie 

das Gutachten trotz diesen Feststellungen auf eine 55%ige Arbeitsfähigkeit als 

Generalagent habe gelangen können, komme es doch dabei stark auf 

organisatorische, administrative, psychologische (Angestellte) und verkäuferische 

Fähigkeiten und rasche Entschlussfähigkeit an. Das Gutachten verkenne offensichtlich 

die Anforderungen an den Beruf "Generalagent" und beschreibe etwa das Berufsbild 

eines Innendienstmitarbeiters in einer Generalagentur (Klage, 71f., Berufung, 18f.). 

Selbst wenn man nicht von der Tätigkeit als Generalagent ausgehe und annähme, er 

würde vorerst als Spezialagent/Vermittler arbeiten, lasse sich die Beurteilung des 

Gutachters nicht nachvollziehen. Diesfalls wäre er entscheidend auf seine 

Verkäufereigenschaften angewiesen; Fähigkeiten, derer er durch die Veränderung 

seiner Persönlichkeit im Anschluss an den Unfall verlustig gegangen sei (Klage, 73-75; 

Berufung, 19). Wie vorne im Einzelnen dargelegt wurde, ist davon auszugehen, dass 

der Kläger auch ohne Unfall künftig als Vermittler/Agent/Aussendienstmit-arbeiter mit 

Spezialvertrag tätig gewesen wäre, sodass seine auf die spezifischen Voraussetzungen 

eines Generalagenten gerichtete Kritik am Gutachten nicht stichhaltig ist. Die 

Umschreibung der 4-5-stündigen zumutbaren Tätigkeit im Gutachten (nicht 

kontinuierlich, Pausen, vorwiegend sitzend und ohne wesentliche körperliche 

Belastung) passt im Übrigen gut auf einen Agenten/Vermittler, der sich seine Arbeit 

selber einteilen kann und kaum körperlich belastet ist. Zu Recht rügt der Kläger 

diesbezüglich denn auch keine fehlerhaften Annahmen im Gutachten.

Wenn der Kläger aber rügt, dass der Verlust der Verkäufereigenschaften zu wenig 

berücksichtigt worden sei, müsste er darlegen und beweisen, dass das Gutachten 

diesbezüglich offensichtlich unrichtig ist, indem es beispielsweise auf falschen 

tatsächlichen Annahmen beruht. Das Gutachten hat im Detail die 

neuropsychologischen Testergebnisse beurteilt (S. 26 - 40). Es kommt zum Schluss, 

dass durch den Unfall eine mittelgradige neuropsychologische Störung entstand. Das 

festgestellte Symptombild in seiner Widersprüchlichkeit lasse sich also auf tatsächlich 

vorliegende Defizite einerseits und eine psychodynamisch begründete 

Aggravationstendenz andererseits zu einem grossen Anteil zurückführen (S. 40). 

Weitere Beeinträchtigungen wurden nicht festgestellt. Gleichzeitig war den Gutachtern 

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aber bewusst, dass der Kläger einen Beruf ausübte, in welchem der Kontakt mit andern 

Menschen wichtig ist. Ob dies als Generalagent oder als Agent/Vermittler war, ist dabei 

nicht so entscheidend, denn beides sind Tätigkeiten, wo die Verkäufereigenschaften 

wichtig sind. Es ist daher nicht ersichtlich und wurde vom Kläger nicht dargetan, 

inwiefern das Gutachten hier offensichtlich unrichtig gemäss Art. 119 lit. d ZPO sein 

soll.

e) Die Vorinstanz erachtete lediglich 35% der gesamten Erwerbsunfähigkeit von 45% 

als unfallbedingt. 10% ergäben sich gemäss Gutachten als nicht unfallbedingte 

Erwerbsunfähigkeit aus der Diagnose II (Metabolisches Syndrom mit Adipositas, 

Fettstoffwechselstörung, insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ IIb und arterieller 

Hypertonie).

aa) Erstinstanzlich hatte der Kläger ausdrücklich die Aufteilung der Arbeitsunfähigkeit 

von 35% unfall- und 10% krankheitsbedingt gemäss dem Gutachten anerkannt 

(Klageschrift 110, lit. d; Replik, 5, Ziff. 3 und Ziff. 4). In der Berufung macht er nun 

geltend, aufgrund der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur 

konstitutionellen Prädisposition rechtfertige sich die bisher vorgenommene Aufteilung 

in eine krankheitsbedingte und eine unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit nicht mehr. 

Danach komme es massgeblich auf das Verschulden an, inwieweit ein Vorzustand zu 

einer Reduktion des Ersatzanspruchs führe. Bei einseitigem Verschulden des 

Schädigers sei massgeblich, ob der krankhafte Vorzustand den Eintritt des Schadens 

lediglich begünstigt oder dessen Ausmass lediglich vergrössert hätte. Sei dies der Fall, 

wäre der Schädiger auch dafür voll verantwortlich. Er beruft sich in diesem 

Zusammenhang insbesondere auf den Entscheid 4C.416/1999 des Bundesgerichts 

vom 22. Februar 2000. Hier sei davon auszugehen, dass dem Schädiger ein klares, 

einseitiges Verschulden anzurechnen sei. Entscheidend sei daher, inwieweit das 

metabolische Syndrom früher oder später auch ohne Unfall zu einer Einschränkung 

oder zum Verlust der Arbeitsfähigkeit geführt hätte. Durch den Bericht des Hausarztes 

(vi-act. 7) sei nachgewiesen, dass der Kläger zum Unfallzeitpunkt gesund gewesen und 

der Diabetes erst 1992 diagnostiziert worden sei. Es sei nun durchaus denkbar, dass 

das schon vor dem Unfall bestehende Übergewicht die Auslösung des Diabetes 

begünstigt habe; hingegen führe diese Krankheit nach allgemeiner Erfahrung nicht zur 

Arbeitsunfähigkeit. Dies sei die entscheidende (rechtliche) Frage und nicht, ob das 

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metabolische Syndrom unfallfremd sei. Es sei daher die gesamte Arbeitsunfähigkeit für 

die Schadensberechnung massgeblich (Berufung, 20ff.).

Die Beklagte hält dem entgegen, eine unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit von 35% 

ergebe sich aus dem Gutachten, dieses sei von den Parteien als verbindlich anerkannt 

worden und daher erübrige sich eine weitere Diskussion (Berufungsantwort, 6, Rz 

25-28).

bb) Das Bundesgericht hat in BGE 131 III 12, Erw. 4, seine bisherige Praxis wie folgt 

zusammengefasst und bestätigt: "Eine vorbestehende Gesundheitsschädigung, die 

sich auch ohne das schädigende Ereignis ausgewirkt hätte, ist bei der 

Schadensberechnung gemäss Art. 42 OR zu berücksichtigen; dem Haftpflichtigen ist 

nur der tatsächlich auf das Ereignis zurückzuführende Schaden anrechenbar, für das er 

haftet. Daher sind die vermögensrechtlichen Folgen vorbestehender Schwächen, die 

sich mit Sicherheit oder doch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ohne das 

schädigende Ereignis (z.B. in einer verkürzten Lebens- oder Aktivitätsdauer) ausgewirkt 

hätten, von der Schadensberechnung anteilsmässig auszuscheiden (BGE 113 II 86 E.

3b). Wäre der Schaden dagegen ohne den Unfall voraussichtlich überhaupt nicht 

eingetreten, so bleibt der Haftpflichtige dafür auch dann voll verantwortlich, wenn der 

krankhafte Vorzustand den Eintritt des Schadens begünstigt oder dessen Ausmass 

vergrössert hat. Dem Anteil der Prädisposition kann in diesem Fall im Rahmen von Art. 

44 OR Rechnung getragen werden (BGE 113 II 86 E.3b S. 94). An dieser Praxis hat das 

Bundesgericht auch in neueren Entscheiden festgehalten...". Als neuere Praxis in 

diesem Sinn führt das Bundesgericht dann namentlich auch den vom Kläger zitierten 

Entscheid 4C.416/1999 (= Pra 89/2000 Nr. 154) an. Entgegen dem, was der Kläger 

(Berufung, 21) mit Hinweis auf eine Literaturstelle (SABINE PORCHET, Die 

konstitutionelle Prädisposition - hat das Urteil 4C.416/1999 des Bundesgerichts vom 

22. Februar 2000 etwas geändert?, HAVE 2002, 382) zu meinen scheint, gibt es daher 

keine neue geänderte bundesgerichtliche Rechtsprechung. Vielmehr bestätigt das 

Bundesgericht damit klar seine bisherige, namentlich in BGE 113 II 86 dargelegte 

Praxis. Nur dort, wo der Schaden (aus der konstitutionellen Prädisposition) ohne Unfall 

voraussichtlich überhaupt nicht eingetreten wäre, besteht kein Grund, ihn von den 

unfallkausalen Folgen auszuschliessen. Denn dies würde bedeuten, den Geschädigten 

für seine Schwächen selbst entgelten zu lassen, als ob der Schädiger sich den 

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Gesundheitszustand des Opfers aussuchen könnte. Als unfallbedingte Folge gehört die 

entsprechende Vermögenseinbusse zum Schaden. Indem bei diesem Fall dem Anteil 

der Prädisposition an der Kausalität im Rahmen von Art. 44 OR Rechnung getragen 

werden kann, wird gleich vorgegangen wie bei konkurrierendem Selbstverschulden, 

das nach Art. 43 OR zu berücksichtigen ist (BGE 113 II 86 E.3.b, 94).

cc) Gemäss Gutachten Fachklinik M sind 35% der gesamten Erwerbsunfähigkeit von 

45% unfallbedingt. Diese 35% ergäben sich aus zwei Diagnosen, nämlich: 25% aus 

der Diagnose I (HWS-Schleudertrauma und daraus sich entwickelnde somatoforme 

Schmerzstörung mit späterer konversionsneurotischer Entwicklung. Im Einzelnen zur 

Umschreibung der Diagnose vgl. kläg. act. 4, 41) und 10% aus der Diagnose II 

(Metabolisches Syndrom mit Adipositas, Fettstoffwechselstörung, insulinpflichtigem 

Diabetes mellitus Typ IIb und arterieller Hypertonie). Aus der Diagnose II ergebe sich 

überdies ein weiterer, nicht unfallbedingter Anteil von 10%, sodass insgesamt eine 

Erwerbsunfähigkeit von 45% resultiere (kläg. act. 4, 46 bei Frage 6.a). In bezug auf die 

Diagnose II unterschieden die Gutachter somit: die Hälfte der dadurch verursachten 

insgesamten Erwerbsunfähigkeit von 20% erachteten sie als unfallkausal, die andere 

Hälfte als nicht unfallbedingt. Sie begründen diese Unterscheidung wie folgt: 

Grundsätzlich sei die Diagnose II zwar natürlich unabhängig vom Autounfall. Allerdings 

müsse bedacht werden, dass durch die psychodynamische Entwicklung des Klägers 

eine Verschlechterung des metabolischen Syndroms eingetreten sei. Der Kläger habe 

nach seinen Angaben seit dem Unfall ca. 15 kg an Gewicht zugenommen. Dies erkläre 

sich aus der zunehmenden Bewegungsarmut. Gerade beim metabolischen Syndrom 

hätten aber zunehmende Gewichtsprobleme einen äusserst ungünstigen Einfluss (kläg. 

act. 4, 45, Ziff. II). Zentral für die Feststellung einer unfallkausalen Erwerbsunfähigkeit 

war somit die Annahme, der Kläger habe als Folge des Unfalls ca. 15kg an Gewicht 

zugenommen. Es ist denn auch allgemein bekannt, dass Fettleibigkeit (Adipositas) 

disponierend für den Ausbruch von Diabetes Mellitus Typ II ist (vgl. auch bekl. act. 41, 

Auszug aus Pschyrembel zu Diabetes).

Indem das Gutachten bei der Diagnose II einen Anteil als unfallkausal anerkennt und 

einen andern Teil als nicht unfallkausal ausscheidet, nimmt es jene Abgrenzung vor, 

wie sie auch der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht. Die 

Vorinstanz hat aber richtig erkannt, dass die Gutachter in bezug auf die zugrunde 

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gelegte Gewichtszunahme des Klägers seit dem Unfall von falschen Voraussetzungen 

ausgingen. Die Gutachter stützten sich hier offenbar nur auf die Angaben des Klägers 

("nach seinen Angaben"). Der Kläger hat aber im Nachgang zum Unfall nicht 

(wesentlich) zugenommen (vgl. im Einzelnen Urteil Vorinstanz, 8, Erw. 6; Arztbericht 

Oberholzer, vi-act. 7). Die Gutachter gingen hier also offensichtlich von falschen 

Annahmen gemäss Art. 119 lit. d ZPO aus. Diese falsche Annahme wirkte sich auf das 

Ergebnis aus. Wären die Gutachter nämlich davon ausgegangen, dass der Kläger nicht 

(unfallbedingt) zugenommen hätte, hätten sie mit der von ihnen zugrunde gelegten 

Begründung einzig den Anteil von 25% gestützt auf die Diagnose I als unfallkausal 

annehmen können. Die Vorinstanz hätte somit daraus logischerweise schliessen 

müssen, dass nur 25% Erwerbsunfähigkeit unfallkausal sind. Diesen Schluss zog sie 

nicht, weil sie offenbar fälschlicherweise davon ausging, die Diagnose II sei im 

Gutachten insgesamt als nicht unfallbedingt beurteilt worden (vgl. Urteil, 8: "Diagnose II 

ist deshalb als klar unfallfremd zu betrachten").

Die an sich angezeigte Korrektur der unfallkausalen Erwerbsunfähigkeit auf 25% ist nun 

aber auch vorliegend nicht vorzunehmen, da die Beklagte im Berufungsverfahren 

ausdrücklich die von der Vorinstanz und dem Gutachten zugrunde gelegte 

unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit von 35% anerkennt (Berufungsantwort Rz 24, 27 

und 28).

f) Zusammenfassend ist von einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit von 35% 

auszugehen, was einen Betrag von Fr. 51'226.00 ergibt (35% von Fr. 146'360.-).

3. Umstritten ist sodann ein Rentenschaden. Der Altersrenten-Direktschaden entspricht 

der Differenz zwischen den hypothetischen Altersleistungen und den von den 

Sozialversicherungen tatsächlich erbrachten Leistungen. Von den mutmasslichen 

Altersrenten sind somit die während der gleichen Zeitspanne wie die Altersrenten 

entrichteten Leistungen der Sozialversicherungen abzuziehen. Der so ermittelte 

Rentenschaden ist als aufgeschobene Mortalitätsrente zu kapitalisieren (BGE 129 III 

135, E.3.3 = Pra 2003 Nr. 69). Ein Renten-Direktschaden entsteht in der Regel nur, 

wenn sich das Einkommen künftig noch wesentlich erhöht hätte (PETER BECK, 

Empfehlungen zum Rentenschaden, HAVE 2002, 139; SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., N 

4.62).

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a) Erstinstanzlich hatte der Kläger für den Rentenschaden im Hauptstandpunkt einen 

Nachklagevorbehalt gemacht, da die Berechnung des sich abzeichnenden 

Rentenschadens noch nicht feststehe (Klageschrift, 3ff. Erw. II.5; Replik, 28). An der 

Verhandlung vom 23. Januar 2004 machte er - nun gestützt auf die neuere 

Rechtsprechung - einen solchen von Fr. 422'000.- geltend, nämlich jährlich Fr. 50'000.- 

(vi-act. 44 und Plädoyernotizen, 11f.). In der Berufung reduzierte er diesen auf Fr. 

24'490.- jährlich beziehungsweise Fr. 206'105.- insgesamt (B/1, 25ff., Erw.13). Er 

macht geltend, seine mutmasslichen Altersrenten hätten 35% von Fr. 319'000.- 

(Valideneinkommen von Fr. 285'000.- netto bzw. plus geschätzten 12% 

Sozialversicherungsbeiträgen = Fr. 319'000.- brutto), somit Fr. 111'720.- betragen. 

Tatsächlich werde er Renten von insgesamt Fr. 87'230.- erhalten (Fr. 24'720.- aus IV, 

Fr. 36'321.60 aus UV, Fr. 9'789.- aus BV-Obligatorium und Fr. 16'400.- aus BV-

Kaderversicherung). Daraus resultiere ein Schaden von Fr. 24'490.- (Fr. 111'720.- ./. Fr. 

87'230.-). Üblicherweise würden die gesamten Rentenbeträge etwa 60-70% des 

hypothetischen Einkommens zum Zeitpunkt der Pensionierung ausmachen. Bei hohen 

Einkommen sei in der Regel eine tiefere Quote anzunehmen, die bei Höchstbesoldeten 

auf 25-30% sinken dürfte. Entsprechend geht er bei dem von ihm zugrunde gelegten 

hohen Valideneinkommen von Fr. 319'000.- von einem Satz von 35% aus. Die Differenz 

zur erstinstanzlichen Berechnung ergibt sich aus drei Punkten: Einkommen von Fr. 

319'000.- (brutto) statt Fr. 285'000.- (netto); Satz von 35% statt 40% und tatsächliche 

Renten von Fr. 87'230.- statt Fr. 64'000.-.

Der Kläger hatte bereits erstinstanzlich den Schaden grundsätzlich gleich berechnet. 

Die Vorinstanz ist auf diese Berechnungsweise nicht weiter eingegangen. Vielmehr 

lehnte sie einen Rentenschaden bei der AHV ab, weil ein solcher wegen der 

Besitzstandsgarantie von Art. 33bis Abs. 1 AHVG und unter der Annahme, dass der 

Kläger die gesetzlich geforderten Beiträge jeweils bezahlt habe, gar nicht entstanden 

sein könne. Und im Bereich der beruflichen Vorsorge bestehe gemäss kläg. act. 199 

eine BVG-Prämienbefreiung, wodurch der Sparvorgang (und der Risikoschutz) weiter 

bestehe. Letzteres werde vom Kläger denn auch nicht bestritten. Da sodann nicht von 

einem höheren Einkommen nach dem Unfall als zuvor auszugehen sei, könne keine 

unfallbedingte Renteneinbusse bestehen. Ein Vergleich der mutmasslichen Altersrenten 

mit den tatsächlichen, wie ihn der Kläger vorbringe, erübrige sich daher (Urteil, 8f, Erw.

7).

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b) Der Kläger rügt in der Berufung, mit dieser Begründung, die lediglich grundsätzlicher 

Natur sei, nehme die Vorinstanz zu wenig Rücksicht auf den konkreten Fall. Wohl sei 

der Vorinstanz zuzustimmen, dass bei über 35-jährigen Geschädigten üblicherweise 

kein Rentenschaden entstehe; hingegen hätte ihr auffallen müssen, dass der Kläger 

sehr schlecht versichert war. Er hätte nach der Pensionierung lediglich mit der AHV-

Rente von Fr. 24'360.- (2001) und Pensionskassenrenten von Fr. 9'798.- und Fr. 

16'400.- rechnen können, insgesamt also mit gut Fr. 50'000.-. Solche Leistungen 

hätten bei weitem nicht gereicht, um den Lebensstandard auch nur annähernd zu 

sichern, welches nach allgemeiner Lebenserfahrung das Ziel der Vorsorge sei. Bei der 

Berechnung des Schadens habe das Gericht daher gemäss Art. 42 Abs. 2 OR zu 

ermessen, wie die Rentensituation beim Kläger ausgesehen hätte, wäre er nicht 

verunfallt (B/1, 25 E.13.a).

Im Kern geht es somit um die Frage, ob man wie die Vorinstanz von der im 

Unfallzeitpunkt bestehenden Altersversicherung des Klägers ausgehen kann, oder ob 

eine Besser-Versicherung, die er ohne Unfall hypothetisch abgeschlossen hätte, um 

auf eine Mindestdeckung von 35% zu gelangen, zu berücksichtigen ist. Es geht hier 

nicht um eine Schätzung gemäss Art. 42 Abs. 2 OR. Vielmehr begründet der Kläger 

seine Forderung mit einem hypothetischen künftigen Verhalten (ohne Unfall). Damit 

verkennt er den Begriff des Rentenschadens. Zwar spricht das Bundesgericht in den 

zitierten Entscheiden unter anderem von "hypothetischen Altersleistungen" oder 

"mutmasslichen Altersrenten", die den von den Sozialversicherungen tatsächlich 

erbrachten Leistungen gegenüber zu stellen seien. Hypothetisch sind diese aber, weil - 

vor allem bei jüngeren Geschädigten - die mutmassliche Einkommensentwicklung bei 

der Errechnung der entgangenen Renten zu berücksichtigen ist. Im Übrigen definiert 

das Bundesgericht den Rentenschaden als "Verlust an Altersrenten..., welcher durch 

die Einkommensverminderung als Folge der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit 

verursacht wird" (BGE 126 III 41 E. 3, ausdrücklich unter dem Titel 

"Schadensdefinition"; Urteil vom 12. Februar 2002, Pra 2002 Nr. 152, E.4.b und dazu 

SYLVIA LÄUBLI ZIEGLER, in AJP 2002, 842 ff., 843 sowie MARC SCHAETZLE, in 

HAVE 2002, 205 ff., 206). Entsprechend wird der Schaden auch als 

Rentenverkürzungsschaden bezeichnet. Von einer solchen Rentenverkürzung kann hier 

entsprechend der vorinstanzlichen Begründung (Maximalrente AHV, Prämienbefreiung 

BVG, keine Einkommenssteigerung mehr, vgl. im Einzelnen Urteil, 8f. E. 7) nicht 

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ausgegangen werden. Insbesondere ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der 

Kläger nicht bestreitet, dass er die Prämienbefreiung mitversichert hat (vgl. kläg. act. 87 

und 88), was eben nichts anderes bedeutet, als dass zufolge des geringeren 

Einkommens kein Rentenausfall entsteht.

4. Die Vorinstanz hat schliesslich einen Haushaltschaden verneint. Der Kläger habe 

selber angegeben, dass er beruflich sehr in Anspruch genommen war. Im Übrigen 

gehörten die von ihm angegebenen Leistungen (Holzschlagen im grossen Garten, 

Grosseinkäufe für Einladungen) in die Sparte Freizeitaktivitäten.

a) Der Kläger stützt sich in der Berufung zur Ermittlung der von ihm geleisteten 

Hausarbeit neu auf die HSG-SAKE-Tabellen und geht im Übrigen auch hinsichtlich der 

Hausarbeit von einer Arbeitsunfähigkeit von 45% gemäss Gutachten Fachklinik M aus. 

Die Einschränkung im Haushalt betrage so 464,4 Stunden im Jahr. Diese seien zu 

einem Stundenansatz von Fr. 28.- zu entschädigen, der auch die Teuerung und die 

Reallohnsteigerung berücksichtige. Bei einer anzunehmenden Haftungsquote von 90% 

resultiere ein jährlicher Haushaltschaden von Fr. 11'702.90. Ab dem 1. Januar 2004, als 

die beiden Söhne 18 und 21 Jahre alt waren, könne von einem Zwei-Personen-

Haushalt ausgegangen werden, mithin einem geringeren Haushaltaufwand. Anderseits 

sei nicht mehr weiter zu differenzieren, insbesondere sei nicht zwischen der 

Erwerbstätigen- und der Pensionierungsphase zu unterscheiden (Berufung, 17ff. Erw. 

14-16).

Die Beklagte bestreitet im Wesentlichen den geltend gemachten Stundenaufwand. Sie 

anerkennt aber einen Aufwand von 43 Stunden monatlich beziehungsweise von 

gerundet 10 Stunden wöchentlich. Sodann geht sie von einem Stundenansatz von Fr. 

25.- aus. Schliesslich meint sie, das Gutachten Fachklinik M sei auch für den 

Haushaltschaden massgebend und daher sei von einer Einschränkung von 35% 

auszugehen (Berufungsantwort, Rz 89-100).

b) Die Feststellung des Haushaltschadens ist eine Tat- und Ermessensfrage. Bei der 

Bemessung der für Haushaltarbeiten erforderlichen Zeit kann das Gericht entweder 

abstrakt vorgehen, indem es sich ausschliesslich auf statistische Werte (SAKE-

Tabellen) stützt, oder es kann konkret vorgehen und die tatsächlich durch die 

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Unterstützung im Haushalt geleistete Arbeit berücksichtigen. Geht es konkret vor, kann 

es die SAKE-Tabellen als Erfahrungswerte zugrunde legen, von diesen jedoch nach 

Massgabe der tatsächlichen Feststellungen abweichen. Beim abstrakten Vorgehen 

wendet es Erfahrungswerte an, mithin handelt es sich um Rechtsanwendung. Beim 

konkreten Vorgehen wird die konkrete Situation beurteilt, auch wenn statistische Daten 

als Hilfsmittel zu deren Bestimmung angewendet werden. Hier handelt es sich daher 

um Tatsachenfeststellungen (BGE 131 III 360 E. 8.2.1; BGE 129 III 135 = Pra 2003 Nr. 

69 E.4.2.2.1).

In der Lehre wird unter anderem die Auffassung vertreten, Abweichungen von den 

Werten gemäss SAKE-Tabellen im Rahmen der konkreten Beurteilung könnten nur die 

Ausnahme sein, um dem normativen Charakter des Haushaltschadens und der 

rationalen Begründbarkeit Rechnung zu tragen (VOLKER PRIBNOW/MARKUS 

ZIMMERMANN, Einkommensnachweis, Omnikongruenz und Haushaltschaden [BGE 

4C.383/2004 vom 1. März 2005], HAVE 2005, 140 ff., 145; VOLKER PRIBNOW/ROLF 

WIDMER/ALFONSO SOUSA-POZA/THOMAS GEISER, Die Bestimmung des 

Haushaltsschadens auf der Basis der SAKE, HAVE 2002, 24 ff., 33). Der Kläger beruft 

sich auf diese Auffassung und geht offenbar sogar davon aus, die SAKE-Tabellen seien 

überhaupt unverändert anzuwenden; die individuellen Verhältnisse spielten somit keine 

Rolle (Berufung, 31f. Erw. 16). Eine solche Einschränkung ergibt sich jedoch nicht aus 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Massgeblich ist, dass Abweichungen 

rational begründet sind.

c) Im Zeitpunkt des Unfalls lebte der Kläger mit seiner Frau und zwei minderjährigen 

Söhnen (ab sechs Jahren) in einem Vier-Personen-Haushalt. Die Ehefrau war Hausfrau. 

Die SAKE-Tabelle 8 weist für diesen Fall 86 Stunden/Monat aus (Hausarbeit: 57 

Stunden; Kinderbetreuung: 26 Stunden). Davon geht denn auch der Kläger aus 

(Berufung, 29 Erw. 15.a).

aa) Die SAKE-Tabellen differenzieren lediglich nach den Kriterien Geschlecht, 

Erwerbstätigkeit (ja/nein), Haushaltgrösse und Alter der Kinder (bis 5 Jahre und ab 5 

Jahre). Andere wichtige Determinanten sind nicht berücksichtigt, insbesondere: Alter 

der geschädigten Person, genaues Arbeitspensum, Eigenschaften der Partnerin 

(insbesondere deren Beschäftigungsgrad), Wohnregion, genaues Alter der Kinder und 

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deren Geschlecht. Abweichungen zu den Durchschnittswerten der Tabellen können 

sich daher insbesondere aus diesen nicht berücksichtigten Unterscheidungskriterien 

ergeben.

Der Beklagten ist vorerst zuzustimmen, dass es konkret eine Rolle spielt, dass die 

Ehefrau des Klägers vollamtliche Hausfrau war beziehungsweise ist. So spielte es etwa 

auch in dem in BGE 129 III 135 (Pra 2003 Nr. 69 E.4.2.2.1) wiedergegebenen Fall eine 

Rolle, dass die Ehefrau des Klägers eine ganztägige Erwerbstätigkeit ausübte und das 

Sachgericht daher davon ausging, dass der Geschädigte sich aus diesem Grund aktiv 

an den Haushaltarbeiten beteiligte. Ebenso war es in dem in BGE 131 III 360 ff. 

wiedergegebenen Fall von Bedeutung, dass die verheiratete Klägerin gemäss 

Annahmen der Vorinstanzen im Wesentlichen allein die Hausarbeit erledigte (keine 

Mitarbeit des Ehemanns und damit im konkreten Fall Abweichung von den in den 

SAKE-Tabellen aufgeführten Arbeitszeiten für Ehemänner). Aufgrund der SAKE-Daten 

hätten die Vorinstanzen in diesem Fall von 150 Stunden pro Monat an Familienarbeit 

der Ehefrau ausgehen müssen; sie nahmen aber 160 Stunden an (Erw.8.2.2). 

Umgekehrt erscheint es dann aber auch sachgerecht, wenn dem Kläger und Ehemann 

ein Aufwand unter dem Durchschnitt angerechnet wird, denn der Durchschnitt wird 

auch durch Ehemänner bestimmt, deren Frauen ganz oder teilweise berufstätig sind. 

Zwar kann man nicht ohne weiteres annehmen, dass bei Berufstätigkeit der Ehefrau die 

(gleichbleibende) Hausarbeit einfach aufgeteilt wird, der Ehemann also im Umfang der 

Frauen-Erwerbstätigkeit Hausarbeiten übernimmt. Die Autoren der SAKE-Tabellen 

gehen vielmehr davon aus, dass in einem Haushalt, in dem beide erwerbstätig sind, 

gesamthaft weniger Haushaltsarbeit verrichtet wird als in einem Haushalt gleicher 

Grösse, wo ein Partner nicht erwerbstätig ist (PRINOW / WIDMER / SOUSA-POZA/

GEISER, a.a.O., 28). Trotzdem ist die Tatsache, ob die Ehefrau vollzeitliche Hausfrau 

oder auch berufstätig ist, von Bedeutung.

In diesem Zusammenhang ist nun auch zu berücksichtigen, wie der Kläger seine 

eigene Mithilfe im Haushalt konkret beschrieb. So begründete er den von ihm mit der 

Klage (107 ff. E. 12, dort noch mit Hinweis auf die Tabellen von Schulz-Borck/Hofmann) 

geltend gemachten Aufwand von 16 Stunden pro Woche im Wesentlichen wie folgt: 

"Der Kläger besitzt ein Einfamilienhaus mit 180 m2 Wohnfläche, einen Garten von 

1'800 m2 und einem gesamten Umschwung von 2ha. Vorhanden sind eine Terrasse 

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und ein Gartensitzplatz. Die (aufwendige) Zentralheizung wird mit Oel und mit Holz 

betrieben, welches der Kläger auf dem teilweise abschüssigen Gelände jeweils selber 

schlug. Ansonsten half er seiner Frau bei Grosseinkäufen und bei häufigen 

Einladungen. Die Frau selber ist reine Hausfrau und hat weder vor noch nach dem 

Unfall Haushaltshilfen eingestellt... Eigentliche Domäne für den Kläger war der Garten 

und das ganze Grundstück, deren Pflege fast einen Tag in der Woche 

beanspruchte" (Klage, 108 Erw. 12.a). Einen wesentlichen Teil (allein fast einen Tag) der 

von ihm geltend gemachten Arbeitszeit von 16 Stunden begründete er somit mit dem 

sehr grossen Garten und damit zusammenhängenden Arbeiten (Holz schlagen) sowie 

einen weiteren wesentlichen Teil mit Grosseinladungen. Selbst nach seiner eigenen 

Darstellung verblieben somit für "gewöhnliche" Hausarbeiten nicht mehr als 6-7 

Stunden wöchentlich. Dies liegt aber wesentlich unter jenen Zahlen, welche die SAKE-

Tabellen für diese "gewöhnlichen" Hausarbeiten als Durchschnittswerte anführen. Die 

Gartenarbeiten und die Grosseinladungen andererseits können nicht - jedenfalls nicht 

vollumfänglich - als zu entschädigende Hausarbeit berücksichtigt werden. Selbst der 

Kläger geht davon aus (Berufung, 31 unten), dass der Übergang zur 

Freizeitbeschäftigung fliessend ist. Dies trifft insbesondere auf die Rubriken "Haustiere/

Pflanzenpflege/Garten" und "Handwerkliche Tätigkeiten" (z.B. Schneidern, Schreinern, 

Backen etc.) zu (vgl. auch MASSIMO PERGOLIS/CORNELIA DÜRR BRUNNER, 

Ungereimtheiten beim Haushaltschaden, HAVE 2005, 202 ff., 204). Ob - wie die 

Vorinstanz annahm - überhaupt der ganze des vom Kläger genannten Aufwands unter 

den Titel Freizeitaktivitäten fällt, kann offen bleiben. Die Beklagte hat nämlich wie 

erwähnt 10 Stunden wöchentlich anerkannt. Mehr kann aufgrund der obigen 

Überlegungen auf jeden Fall nicht zugesprochen werden. Die vom Kläger eventualiter 

beantragte Einholung einer hauswirtschaftlichen Expertise zur tatsächlichen 

Einschränkung in der konkreten Haushaltsarbeit (Berufung 32 Erw.16) ist unter diesen 

Umständen nicht notwendig.

Erst in der Berufung stützt sich der Kläger wie erwähnt auf die SAKE-Tabellen. Er 

scheint dabei andere Tätigkeiten in den Vordergrund stellen zu wollen. So erwähnt er 

namentlich seine Betreuungsaufgaben als Vater (Berufung, 31 unten). Er behauptet 

dabei aber nicht, dass er konkret solche Betreuungsaufgaben wahrgenommen habe 

bzw. in wesentlichem Ausmass. Dies stünde auch im Widerspruch zur Schilderung 

seiner konkreten Aufgaben in der Klageschrift. Vielmehr will er hier offensichtlich 

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begründen, dass die SAKE-Tabellen als solche - abstrakt - anzuwenden seien, um 

damit eben der Beurteilung der konkreten Situation ausweichen zu können.

bb) Nachdem die Beklagte 10 Stunden anerkannt hat, könnten weitere Hinweise 

unterbleiben; immerhin sei der Vollständigkeit halber noch auf folgendes hingewiesen:

Das Bundesgericht hat die SAKE-Tabellen wie erwähnt verschiedentlich als Grundlage 

akzeptiert. Der Kritik an der Erhebungsmethode der SAKE-Daten (Telefoninterview statt 

Tagebuchaufschriebe) wurde von den Autoren der SAKE-Tabellen entgegengetreten. 

Insbesondere wiesen sie darauf hin, dass diese Daten auf jeden Fall aussagekräftiger 

seien als die veralteten und zudem auf deutschen Verhältnissen beruhenden Daten von 

Schulz-Borck/Hofmann und dass für die Schweiz keine überzeugende Alternative zur 

Verfügung stehe (PRIBNOW/WIDMER/SOUS-POZA/GEISER, a.a.O., 26f.). Letzterem 

ist grundsätzlich zuzustimmen. In einer detaillierten Studie zu den SAKE-Daten im 

Hinblick auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen (SILVIA STRUB/TOBIAS 

BAUER, Wie ist die Arbeit zwischen den Geschlechtern verteilt? Eine Untersuchung zur 

Aufteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit in Familien in der Schweiz und im 

internationalen Vergleich, [Hrsg: EIDG. BÜRO FÜR DIE GLEICHSTELLUNG VON MANN 

UND FRAU], Bern 2002, Pdf-Format unter www.fairplay-at-home.ch) hat jedoch 

gezeigt, dass die Männer bei der Telefoninterview-Methode ihren Anteil an Hausarbeit 

deutlich überschätzen (und die Frauen ihn unterschätzen). So zeigte eine dort 

dargestellte Zeitbudgeterhebung (Tagebuchaufschriebe) von 1994 für Männer (im 

Durchschnitt) lediglich 4,9 Stunden Hausarbeit und 1,9 Stunden Kinderbetreuung 

wöchentlich, was rund ein Drittel tiefer ist als die Durchschnittswerte (aller Männer) mit 

SAKE 1997 (S. VIII sowie 2f.).

Zu Recht wird in der Literatur schliesslich darauf hingewiesen, dass eine Differenz 

besteht zwischen der Rechtsprechung des Bundesgerichts und jener des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts, indem letzteres in neueren Entscheiden eine 

Schadenminderungspflicht der im Haushalt tätigen Versicherten verlangt. Die 

Auslegung des normativen Schadensbegriffs lasse ohne weiteres eine solche 

Schadenminderungspflicht zu (IRIS HERZOG-ZWITTER, Haushaltschaden, normativer 

Schadenbegriff und der allgemeine Rechtsgrundsatz der Schadenminderungspflicht im 

Haftpflichtrecht, HAVE 2005, 275 ff., mit Hinweis auch auf entsprechende 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 32/44

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Rechtsprechung zum Haushaltschaden in Deutschland, von wo der Begriff des 

Haushaltsschadens stammt). Das Bundesgericht umschreibt den normativen 

Haushaltschaden als "wirtschaftlicher Wertverlust" u.a. unabhängig davon, ob die 

Beeinträchtigung "zu zusätzlicher Beanspruchung von Angehörigen" führt (BGE 131 III 

12 E. 5; BGE 127 III 403 E. 4.b m.w.N.). Das EVG dagegen verlangt, dass geschädigte 

Haushaltführende durch geeignete organisatorische Massnahmen und die Mithilfe der 

Familienangehörigen den Schaden möglichst mildern. Den Familienangehörigen soll 

dabei aber keine unverhältnismässige Belastung entstehen, insbesondere wird nicht 

verlangt, dass ein Familienangehöriger deshalb seine Erwerbstätigkeit aufgeben muss. 

Anderseits wurde aber dem Ehemann einer Versicherten, der eine Invalidenrente bezog 

und daher keiner Erwerbstätigkeit nachging, die Mithilfe "in einem relativ grossen 

Umfang" zugemutet (Urteil EVG I 13/05 vom 12. Mai 2005 E. 2.5; Urteil EVG I 570/04 

vom 21. Februar 2005 E. 5.2.3 und 5.2.4).

d) Für die Zeit ab dem 1. Januar 2004, als die beiden Söhne 18 und 21 Jahre alt waren, 

geht der Kläger noch von einem Zweipersonenhaushalt aus (SAKE-Tabelle 2). Er macht 

auch keine Abstufung mehr nach der Pensionierung und rechnet mit durchschnittlich 

70 Stunden pro Monat (66 + 74 : 2). Die Beklagte anerkennt ohne Unterscheidung 10 

Stunden wöchentlich. Die obige Begründung gilt auch für diesen Zeitraum und es sind 

somit insgesamt 10 Stunden entschädigen.

e) Das Gutachten Fachklinik M hat nicht konkret dargelegt, in welcher Art der Kläger 

bei Haushaltarbeiten eingeschränkt ist. Die haushaltspezifische Arbeitsunfähigkeit ist 

nicht zwingend identisch mit der Behinderung im Beruf. Beide Parteien gehen aber 

davon aus, dass auch in bezug auf den Haushaltschaden (wie in bezug auf den 

Erwerbsausfall) vom Gutachten Fachklinik M auszugehen sei. So führte der Kläger aus, 

die Arbeitsunfähigkeit als Agent betrage danach 45% (erstinstanzlich: 35%): Jene im 

Haushalt sei jedenfalls nicht geringer einzustufen. Für den Eventualfall beantragte er die 

Einholung einer polydisziplinären Untersuchung (Berufung, 29). Die Beklagte macht 

geltend, da das Gutachten Fachklinik M auch für den Haushaltschaden massgebend 

sei, betrage die unfallbedingte Einschränkung 35% (Berufungsantwort Rz 99). Vorne (E. 

III.2.e) wurde dargelegt, dass 10% nicht unfallbedingt sind, was auch hier zu 

berücksichtigen ist. Es ist somit von einer Einschränkung von 35% auszugehen.

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f) Der Kläger macht einen zu entschädigenden Betrag von Fr. 28.- /Stunde geltend, die 

Beklagte akzeptiert einen solchen von Fr. 25.-. Das Bundesgericht hat in BGE 131 III 

360 Erw. 8.3 seine Rechtsprechung dazu zusammengefasst. Es führt aus, dass es - im 

Rahmen des den kantonalen Gerichten zustehenden Ermessens - sowohl einen 

Stundenansatz von Fr. 30.- für die Stadt Genf und den Kanton Waadt, wie auch einen 

solchen von Fr. 25.- akzeptiert habe. Ein Betrag von Fr. 25.- befinde sich aber am 

unteren Ende des Spielraums und könne nur zu Grunde gelegt werden, wenn ein 

Geschädigter auf dem Land lebe, wo die Löhne tiefer seien als in der Stadt. Vorliegend 

ist von diesem tieferen Ansatz auszugehen; dies aus den folgenden Gründen: Das 

Lohnnivieau in der Region Ostschweiz liegt - wie die Lohnstrukturerhebung 2004 zeigt - 

in jedem Anforderungsniveau unter dem Schweizer Mittel (vgl. Thematische Karte 

"Abweichungen der regionalen Löhne vom schweizerischen Bruttolohn 2004" unter 

www.statistik.admin.ch). Auch wohnt der Kläger in unmittelbarer Nähe zur 

österreichischen Grenze. Es ist gerichtsnotorisch, dass die tieferen Löhne (und 

Lebenshaltungskosten) im Land Vorarlberg auf das Lohnniveau in diesem Gebiet 

drücken, insbesondere bei wenig qualifizierten Tätigkeiten. Hinzu kommt, dass die vom 

Kläger selber als im Vordergrund stehenden Arbeiten bezeichneten Tätigkeiten, 

insbesondere der Garten, auch nach dem sogenannten "Spezialistenansatz" der 

Autoren der SAKE-Tabellen am unteren Rand der Skala liegen (ALFONSO SOUSA-

POZA/ROLF WIDMER, Monetäre Bewertung des Haushaltschadens, in: HAVE, Verein 

Haftung und Versicherung (Hrsg.), Personen-Schaden-Forum 2002, Zürich 2002, 1 ff., 

29).

g) Insgesamt resultiert ein Betrag von Fr. 4'550.- jährlich, wie er von der Beklagten 

auch zugestanden wird (Berufungsantwort Rz 99).

5. Die Beklagte anerkennt die vom Kläger geforderte Genugtuung von Fr. 30'866.40 

nebst 5 % Zins seit dem Unfalldatum (Berufung, 32 E. 17; Berufungsantwort, Rz 101). 

Der Zins bis zum Urteilsdatum (12.2.1988-4.1.2006) von Fr. 27'614.85 ist in der 

Abrechnung zu berücksichtigen.

6. Schliesslich macht der Kläger als selbständige Schadenposition vorprozessuale 

Anwaltskosten von Fr. 59'205.- geltend. Diese Kosten hätten einen derartigen Umfang 

angenommen, dass es unzulässig wäre, sie in das Honorar des Hauptverfahrens 

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einzuschliessen. Mit letzteren könnten lediglich die üblichen Inkassomassnahmen vor 

Einleitung eines Prozesses (Aufforderung zu Zahlungen, allenfalls 

Betreibungsverfahren), die kurze Darlegung des Rechtsstandpunkts und 

Vergleichsbemühungen in geringem Ausmass etc. gemeint sein, nicht aber die 

aussergewöhnlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verarbeitung der 

verschiedenen medizinischen Gutachten und umfangreichen vorprozessualen 

Vergleichsbemühungen, verschiedene IV- und UVG-Verfahren, Bemühungen 

gegenüber der Pensionskasse sowie Teilnahme und Vertretung des Klägers im 

Rahmen eines aussergerichtlichen Beweisverfahrens (vorliegend Einholung der letzten 

fachmedizinischen Expertise). Insgesamt verlangt er Zuschläge zum Honorar im Sinn 

von Art. 18 lit. a, c und e HonO von total 120%. Das sei angesichts des geleisteten 

Aufwands von 450 Stunden angemessen. Hinzu kämen Barauslagen von Fr. 3'500.-. 

Insgesamt errechnete er vor(ausser)prozessuale Anwaltskosten von Fr. 137'398.50. 

Abzüglich der ausdrücklich an die Anwaltskosten geleisteten Akontozahlungen von Fr. 

64'453.- bleibe ein zu erstattender Betrag von Fr. 72'945.50 (Klage 121ff.). In der Replik 

reduzierte er diesen Betrag im Hinblick auf die von ihm akzeptierte Haftungsquote von 

90% auf Fr. 59'205.-, den nun auch in der Berufung geltend gemachten Betrag (Replik 

33 und Berufung 32 E. 17). Die Vorinstanz hielt fest, vorprozessuale Anwaltskosten 

seien bei den Kosten zu berücksichtigen (Urteil 10 Erw.9 unten). Da sie die Klage 

abwies, blieben solche Kosten unberücksichtigt. Die Beklagte bestreitet die 

vorprozessualen Anwaltskosten im Quantitativ. Der Kläger habe den erforderlichen 

Nachweis nicht erbracht, weshalb sie den Aufwand auch nicht konkret bestreiten 

könne. Die Bestimmungen der Honorarordnung könnten nicht als Bezugsgrösse 

herangezogen werden (Berufungsantwort Rz 103).

Vorprozessuale Anwalts- und Expertenkosten können nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung in Haftpflichtprozessen als Schadensbestandteil in Betracht fallen, 

soweit sie nicht in der Prozessentschädigung nach kantonalem Recht 

Berücksichtigung finden. Im letztgenannten Fall können diese Kosten nicht mehr in 

einem späteren Haftpflichtprozess geltend gemacht werden (BGE 4C.51/2000 vom 7. 

August 2000, E.2; BGE 117 II 394, E. 3a; BGE 117 II 101, E.5; FRANK/STRÄULI/

MESSMER, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 

1997, N 8 zu § 68 m.w.H.). Dieses Prinzip gilt gemäss Bundesgericht nicht nur für 

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Kosten eines Zivilverfahrens, sondern auch für Kosten anderer Verfahrensarten (BGE 

4C.51/2000 vom 7. August 2000, E.2; BGE 117 II 101, E.5).

Der Kläger führt in seiner Klageschrift aus, dass der vorprozessuale Aufwand sich auf 

rund 450 Stunden belaufe, wovon die Hälfte auf die Vertretung des Klägers gegenüber 

Sozialversicherern entfallen sei. Er verweist diesbezüglich auf die im Zeitpunkt der 

Klageeinleitung hängigen Rekurse und Einsprachen betreffend IV- und UVG-Renten 

(Klage, 123 f.). Diese Bemühungen können gemäss vorstehender bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung nicht geltend gemacht werden, da die Parteikosten in den 

entsprechenden verwaltungsrechtlichen Verfahren gemäss Art. 98 ff. 

Verwaltungsrechtspflegegesetz (sGS 951.1) bereits berücksichtigt wurden oder zu 

berücksichtigen gewesen wären. Vom gesamten vom Kläger behaupteten Aufwand von 

Fr. 137'398.50 könnte im vorliegenden Verfahren somit maximal die Hälfte oder Fr. 

68'699.25 als Schaden geltend gemacht werden. Einen Anspruch auf Ersatz desselben 

hätte der Kläger jedoch gemäss vorerwähnter bundesgerichtlicher Praxis nur dann, 

wenn diese nicht als vorprozessuale Anwaltskosten bereits durch das - allenfalls 

gemäss Art. 17 HonO erhöhte -mittlere Honorar abgegolten wären (vgl. auch 

LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons 

St. Gallen, Bern 1999, N 2d zu Art. 263). Diese Frage kann jedoch offen gelassen 

werden. Bei der hier zugrunde gelegten Haftungsquote von 80% (vgl. Erw. 7.c) beläuft 

sich der Anspruch des Klägers auf höchstens Fr. 54'959.40 (80% von Fr. 68'699.25). 

Da die Beklagte bereits Akontozahlungen im Betrag von Fr. 64'453.- leistete, hat der 

Kläger keinen Anspruch auf Ersatz vorprozessualer Anwaltskosten mehr.

7. Somit sind die insgesamten Ansprüche zu berechnen.

a) Zur Abgrenzung des bisherigen vom künftigen Schaden ist vorerst der 

Rechnungstag zu bestimmen. Bis zu diesem Tag ist auch ein Schadenzins geschuldet, 

welcher zum Schaden addiert wird. Mit der Klageschrift wurde der Rechnungstag auf 

den 1. Januar 2001 gelegt, ebenso in der Berufung. Die Beklagte andererseits legt 

ihren Berechnungen in der Berufungsantwort vorerst den Rechnungstag 1. Januar 

2005 zu Grunde. Nachdem der Kläger aber am früheren Datum ausdrücklich festhalten 

wollte, (Plädoyer, B/33, Erw. 8), erklärte die Beklagte sinngemäss ihr Einverständnis 

damit (Duplik, B/37, Rz 19). Damit haben sich die Parteien auf das Datum 1.1.2001 

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geeinigt, wie es auch bereits der vorinstanzlichen Berechnung (Urteil, 11) zugrunde 

liegt.

b) Die Vorinstanz folgte dem Kläger darin, dass er auch noch nach dem AHV-Alter zum 

Teil (ein Viertel) erwerbstätig gewesen wäre. Die Beklagte bestreitet, dass die 

Voraussetzungen für eine Erwerbstätigkeit über das AHV-Alter hinaus vorlagen 

(Berufungsantwort Rz 38f.). Das Bundesgericht geht davon aus, dass im Normalfall 

zumindest bei Angestellten mit Alter 65 die Erwerbstätigkeit eingestellt wird (BGE 123 

III 118). Statistisch ist ausgewiesen, dass lediglich 8,5% der Männer auch im 

Rentenalter erwerbstätig bleiben, wie die Beklagte geltend macht (bekl. act. 86, S. 

169). Vorliegend sprechen zwei Überlegungen dafür, dass der Kläger noch bis etwa 

Alter 70 teilweise - mit der Vorinstanz und dem Kläger wird von einem Viertel 

ausgegangen - erwerbstätig gewesen wäre. Vor allem spricht seine Altersversicherung 

(vgl. die Ausführungen beim Rentenschaden) für diese Annahme. Sie wäre für ihn 

sicher mehr als bei gut Versicherten ein Anreiz gewesen, noch etwas hinzu zu 

verdienen. Hinzu kommt, dass der Kläger als Aussendienstmitarbeiter in einer 

Versicherung wahrscheinlich auch die konkrete Möglichkeit gehabt hätte, für seine 

vormalige Arbeitgeberin oder eine andere Versicherung noch einzelne Vermittlungen zu 

tätigen. Dabei muss aber als wahrscheinlich betrachtet werden, dass eine solche 

beschränkte Tätigkeit nicht bis ins hohe Alter möglich gewesen wäre, sondern während 

einer Übergangszeit bis zum 70. Altersjahr. Entsprechend ist der ganze Erwerbsausfall 

(Fr. 51'226.-) bis Alter 65 und ein Viertel bis Alter 70 zu kapitalisieren. Es ist nicht 

nachvollziehbar, wie die Vorinstanz hier (Urteil, 11) auf den Betrag von Fr. 49'350.- 

kam. Ein Viertel ist demgemäss Fr. 12'806.50 (und nicht wie gemäss vorinstanzlicher 

Berechnung Fr. 13'359.40).

Am 1. Januar 2001 war der Kläger 54 Jahre alt. Die Vorinstanz übernahm die 

Kapitalisierungsfaktoren aus der klägerischen Abrechnung (vi-act. 44). Der Faktor 8,47 

(Tafel 11, Temporäre Aktivitätsrente bis AHV-Alter; Ausgangsalter 54) für die 

Kapitalisierung des ganzen Erwerbsausfalls bis 65 ist korrekt. Für den Viertel bis Alter 

70 übernahm die Vorinstanz von der klägerischen Abrechnung den Faktor 5,23. Korrekt 

ist ein Faktor 2,35 (vgl. STAUFFER/SCHAETZLE, Kapitalisieren, Handbuch zur 

Anwendung der Barwerttafeln, Zürich 2001, Beispiel 11b, lit. b, 5. Aufl., S. 136: 

Temporäre Aktivitätsrente bis Schlussalter 70, Tafel 13x > Faktor 10,82 minus 

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temporäre Aktivitätsrente bis Schlussalter 65, Tafel 13x [oder Tafel 11] > Faktor 8,47 = 

Faktor 2,35).

Beim Haushaltschaden ging der Kläger erstinstanzlich (vi-act. 44) von einem 

Kapitalisierungsfaktor von 15,54 aus, in der mit der Berufung eingereichten korrigierten 

Rechnung entsprechend der geänderten Rechtsprechung (BGE 129 III 135 = Pra 2003 

Nr. 69) zutreffenderweise von einem solchen von 13,7 (Tafel 10, Alter 54).

c) Bei den Schadenpositionen, bei denen das Quotenvorrecht nicht spielt, ist die 

Haftungsquote mitzuberücksichtigen. Dies betrifft hier den Haushaltschaden und die 

vorprozessualen Anwaltskosten, da bei diesen Schadenkategorien keine kongruenten 

Sozialversicherungsleistungen gegenüberstehen (bei der Genugtuung, haben sich die 

Parteien geeinigt). Der Kläger geht von einer Haftungsquote von 90% aus (Berufung, 31 

Erw. 15 und 33ff. E. 21).

Gemäss Art. 61 Abs. 1 SVG wird der Schaden den Haltern aller beteiligten Fahrzeuge 

nach ihrem Verschulden auferlegt, wenn nicht besondere Umstände, namentlich die 

Betriebsgefahren, eine andere Verteilung rechtfertigen. Das Verschulden ist das 

primäre Kriterium der Haftungsaufteilung. Der Betriebsgefahr ist nur Rechnung zu 

tragen, wenn sie sich bei einem Halter besonders stark ausgewirkt hat oder wenn den 

allein schuldigen Halter nur ein geringfügiges Verschulden trifft (BGE 123 III 278; BGE 

99 II 98; ALFRED KELLER, Haftpflicht im Privatrecht, Band I, Bern 2002, 322 f., und 

Band II, Bern 1998, 192). Erforderlich ist sodann, dass sich die höhere Betriebsgefahr 

im konkreten Unfallhergang ausgewirkt hat. Letzteres wird in der Regel bedeuten, dass 

dem auf die Betriebsgefahr entfallenden Anteil an der Gesamtverursachung einem 

Lastwagen eine grössere Quote zuzuteilen ist als einem Personenwagen (BGE 105 II 

214; OFTINGER/STARK, a.a.O., Band II/2, 669; RENÉ SCHAFFHAUSER/JAKOB 

ZELLWEGER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band II, Bern 

1988, Rz 1321).

Die Vorinstanz bemass den Selbstverschuldensanteil mit 20%. Üblicherweise legt die 

Praxis den Selbstverschuldensanteil bei Nichttragen der Sicherheitsgurten auf 10% 

fest (BGE 117 II 609 E. 5.a; BGE 118 V 305; SJZ 97, 2001, 198; SJZ 100, 2004, 99). Die 

Vorinstanz hat jedoch entgegen dem, was der Kläger offenbar annimmt, nicht allein 

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wegen dem Nichttragen der Gurten das Selbstverschulden auf 20% festgesetzt. 

Vielmehr sah sie ein weiteres Verschuldenselement darin, dass der Kläger die 

Geschwindigkeit nicht den Umständen angepasst hatte. Zusammen liege der 

Verschuldensanteil bei 20% (Urteil 12, Erw. 11 unten). Der Kläger erachtet den Vorwurf 

der nicht angepassten Geschwindigkeit als nicht gerechtfertigt. Die Strecke sei für ihn 

übersichtlich gewesen, und er habe die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h 

eingehalten. Er habe sich auf einer vortrittsberechtigten Strasse befunden und es habe 

keine Anzeichen für ein Fehlverhalten des Lastwagenfahrers gegeben. Nach dem 

Vertrauensgrundsatz habe er daher keinen Anlass gehabt, die Geschwindigkeit zu 

reduzieren (Berufungsantwort, 35 Erw. 20.c).

Unangepasste Fahrweise begründet ein Selbstverschulden. Unangepasst kann die 

Fahrweise dabei auch sein, wenn die signalisierte Höchstgeschwindigkeit eingehalten 

wird, die Fahrweise jedoch nicht den konkreten Umständen angepasst wird (BGE 117 II 

609 E. 5.a; BGE 113 II 323 E. 1.b). Ob der Kläger mit 80 km/h fuhr, wie er im 

Polizeibericht angab (kläg. act. 1) oder mit 100, wie er gegenüber den Gutachtern in 

Fachklinik M ausführte (kläg. act. 4, 6) kann offen bleiben. Jedenfalls fuhr er nach 

seinem eigenen Empfinden schnell. Dafür spricht auch, dass er den fünften 

Getriebegang eingeschaltet hatte (kläg. act. 1). Angesichts der konkreten Verhältnisse 

fuhr er zu schnell. Die Strasse war nass, es war ein bedeckter Tag und vor allem bildet 

die Strasse, auf welcher der Kläger daher kam, vor der Einbiegung der 

Bischofszellerstrasse eine Kuppe. Dadurch sind die Sichtverhältnisse vor der 

Einmündung beschränkt. Diese örtlichen Verhältnisse sind gerichtsnotorisch. Auch 

seitens der Polizei wurde im Bericht besonders auf diesen Punkt hingewiesen (kläg. 

act. 1, 7). Diese besonderen, ungünstigen Sichtverhältnisse wurden auch im Rahmen 

der Bussenverfügung berücksichtigt (kläg. act. 2, unten). Ein Selbstverschuldensanteil 

von 20% ist daher insgesamt gerechtfertigt.

Die Vorinstanz bemass die Haftungsquote allein nach dem Verschulden. Die 

Betriebsgefahr des Lastwagens berücksichtigte sie nicht, da diese nicht greifbar zur 

Schadensverursachung beigetragen habe (Urteil, 12f. Erw. 11). In der Regel stellt ein 

Lastwagen im Vergleich zu einem Personenwagen eine grössere Betriebsgefahr dar 

und ist auch davon auszugehen, dass diese sich angesichts der unterschiedlichen 

Massen auswirkt. Trotzdem erscheint es angesichts der oben angeführten 

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bundesgerichtlichen Rechtsprechung richtig, die Betriebsgefahr nicht als zusätzlichen 

Faktor zu gewichten, da vorliegend ein überwiegendes Verschulden des Schädigers 

angenommen wurde. Wie es wäre, wenn man wie die Beklagte von 

Verschuldensanteilen von 50% ausginge, kann offen bleiben.

Somit ist von einer Haftungsquote von 80% auszugehen.

d) In ihrer Abrechnung zum Erwerbsausfall bis zum Rechnungsdatum (Urteil 11) hat die 

Vorinstanz in den Jahren 1988 und 1989 einen reduzierten Schaden angenommen. Sie 

begründet dies nicht. Der Kläger hatte zugestanden, in den Übergangsjahren 1988 und 

1989 könne ermessensweise von geringeren Umsätzen aufgrund seiner 

"Neuausrichtung" ausgegangen werden (75% bzw. 90%; Klageschrift 84 Erw.9.d und 

Berufung 23 Rz 10). Nachdem hier jedoch nicht angenommen wird, dass er nach 

seinem Karriereknick (vor dem Unfall) wieder an das frühere höhere Einkommen hätte 

anknüpfen können, kann konsequenterweise auch nicht während einer 

Übergangsphase ein reduzierter Erwerbsausfall zugrunde gelegt werden. Somit ist für 

sämtliche Jahre von einem Ausfall von (jährlich) Fr. 51'226.- auszugehen.

e) Unklar sind sodann die anrechenbaren Versicherungsleistungen. Die Vorinstanz ist 

gemäss ihren Angaben in ihrer Abrechnung von der klägerischen Aufstellung in vi-act. 

44 ausgegangen. Einzig habe sie bei den IV- und UV-Renten nur 77,78% (35% von 

45%) angerechnet und damit der unfallfremden Versicherungsleistung Rechnung 

getragen (Urteil 10, Erw. 9). Der Kläger äussert sich dazu in der Berufung auch nicht, 

sondern verweist auf seine erstinstanzlichen Ausführungen und die neu eingereichte 

Abrechnung (Berufung 23, Rz 10). Die Beklagte ihrerseits geht in d