# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4fd51fe-4238-5c19-98ba-35b06dbdc049
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.07.2014 D-3992/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3992-2014_2014-07-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3992/2014 

law/auj 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Walter Lang (Vorsitz), 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;  

Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), Serbien,  

Notunterkunft (…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 9. Juli 2014 / N (…). 

 

 

D-3992/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Altmetall- und Kartonsammler, mit seiner 

Ehefrau und den vier gemeinsamen Kindern – ethnische Roma serbi-

scher Staatsangehörigkeit aus B._______ – am 22. Juli 2012 erstmals 

um Asyl nachsuchte,  

dass sie zur Begründung im Wesentlichen geltend machten, ein Polizist 

habe im April 2008 die Tochter C._______ auf dem Fussgängerstreifen 

angefahren,  

dass das Spital in B._______ das Kind behandelt und den Polizisten an-

gezeigt habe,  

dass der Polizist vom Dienst suspendiert worden sei und begonnen habe, 

die Familie zu behelligen, weil er gedacht habe, diese habe ihn ange-

zeigt,  

dass der Polizist und seine Kollegen die Familie regelmässig zu Hause 

aufgesucht, sie bedroht und beschimpft sowie den Beschwerdeführer auf 

dem Weg zur Arbeit angegriffen, verprügelt und einmal angeschossen 

hätten, 

dass sie diese Vorkommnisse den serbischen Behörden nicht gemeldet 

hätten, da Roma in Serbien keine Rechte hätten und die Serben sie has-

sen würden,  

dass das BFM mit Verfügung vom 19. Februar 2013 gestützt auf Art. 34 

Abs. 1 des Asylgesetzes in der Fassung gemäss Ziff. I des Bundesgeset-

zes vom 16. Dezember 2005 (aAsylG, AS 2006 4745) auf die Asylgesu-

che der Familie nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte 

und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass dieser Entscheid bezüglich des Nichteintretens auf die Asylgesuche 

und der Anordnung der Wegweisung unangefochten in Rechtskraft er-

wuchs,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-969/2013 vom 5. April 

2013 die im Vollzugspunkt erhobene Beschwerde abwies,  

dass die Familie am 20. April 2013 kontrolliert aus der Schweiz ausreiste,  

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dass der Beschwerdeführer mit schriftlicher Eingabe vom 3. April 2014 an 

das BFM erneut um Asyl ersuchte,  

dass er zur Begründung seines zweiten Asylgesuchs im Wesentlichen 

vorbrachte, er und seine Familie hätten in Serbien grosse Probleme, die 

seit 2008 andauerten, weshalb sie seither "wie auf der Flucht" seien und 

sich nirgendwo in Frieden niederlassen könnten,  

dass seine Ehefrau und die vier Kinder "irgendwo hin abgehauen" seien, 

weil sie grosse Angst vor einer Blutrache hätten, und er bis heute nicht 

wisse, wo sie sich aufhielten,  

dass er und seine Familie in Serbien mit dem Tod bedroht würden,  

dass man sie in Serbien hassen würde und er die Kinder nicht zur Schule 

schicken könne, weil sie dort malträtiert und bespuckt würden,  

dass er seinen Fall der serbischen Polizei gemeldet habe, aber niemand 

etwas unternehme,  

dass das Hauptproblem begonnen habe, als ein Mann im Jahr 2008 eine 

seiner Töchter auf dem Fussgängerstreifen mit dem Auto angefahren ha-

be,  

dass das Kind während zehn Tagen im Koma gelegen sei und unter an-

derem eine Schädelfraktur und einen Gebissbruch erlitten habe,  

dass er alles verkauft habe, um die medizinische Behandlung für die 

Tochter zu bezahlen,  

dass man in Serbien wegen der Korruption die Ärzte und Kranken-

schwestern bezahlen müsse, damit man behandelt werde,  

dass die Tochter seit der Entlassung aus dem Spital jeden Tag ein Medi-

kament einnehmen müsse, um epileptische Anfälle zu vermeiden,  

dass er später erfahren habe, wo der Mann wohne, der das Kind ange-

fahren habe, und er zu ihm nach Hause gegangen sei und ihn verprügelt 

habe,  

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dass der Mann jetzt Blutrache suche und seine Kollegen zu ihm (dem 

Beschwerdeführer) nach Hause schicke, und sie gedroht hätten, ihn und 

seine Familie zu töten, wenn sie Serbien nicht verlassen würden,  

dass die Drohungen nicht aufgehört hätten und sie sich deshalb gezwun-

gen gesehen hätten, das Land zu verlassen,  

dass er bis heute nicht wisse, wo sich seine Familie aufhalte,  

dass das BFM mit Verfügung vom 9. Juli 2014 – eröffnet am 11. Juli 2014 

– feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein zweites Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der 

Schweiz anordnete, ihn – unter Androhung von Zwangsmitteln (ein-

schliesslich Haft) im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz am Tag 

nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, den Kanton 

D._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, eine Gebühr 

von Fr. 600.– erhob und ihm die editionspflichtigen Akten gemäss Akten-

verzeichnis aushändigte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juli 2014 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

beantragte, der Entscheid des BFM sei aufzuheben und es sei ihm Asyl 

zu gewähren oder jedenfalls die Flüchtlingseigenschaft festzustellen; 

eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Voll-

zugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzu-

ordnen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Juli 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG),  

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls und betref-

fend die vorläufige Aufnahme endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

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rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 

ist (Art. 108 Abs. 2 i.V.m. Art. 40 und Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG, Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die im Beschwerdeverfahren möglichen Rügegründe und die 

Kognition des Bundesverwaltungsgerichts aus Art. 106 Abs. 1 AsylG er-

geben, soweit das AsylG zur Anwendung gelangt, beziehungsweise aus 

Art. 112 des Ausländergesetzes (AuG, SR 142.20) i.V.m. Art. 49 VwVG, 

soweit das AuG angewandt wird, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-

zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde,  

dass bei Asylgesuchen, die innert fünf Jahren nach Eintritt der Rechts-

kraft des Asyl- und Wegweisungsentscheides eingereicht werden, die 

Eingabe schriftlich und begründet zu erfolgen hat (Art. 111c Abs. 1 Satz 1 

AsylG),  

dass der Beschwerdeführer bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlau-

fen hat und das BFM sein schriftlich eingereichtes zweites Asylgesuch als 

für hinreichend begründet erachtet hat,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

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im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass gemäss der Praxis zum per 1. Februar 2014 aufgehobenen Nicht-

eintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Folge-Asyl-

gesuch bereits einzutreten war, wenn sich Hinweise auf ernsthafte Nach-

teile im Sinne von Art. 3 AsylG ergaben, die nicht von Vornherein haltlos 

waren (vgl. BVGE 2009/53 E.4.2 S. 769; 2008/57 E.3.2 S. 780),  

dass ein solcher im Vergleich zur Glaubhaftmachung von Art. 7 AsylG re-

duzierter Beweismassstab bei Folge-Asylgesuchen ("Mehrfachgesuche") 

gemäss dem am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Art. 111c AsylG nicht 

mehr genügt, um einen Behandlungsanspruch auszulösen, sondern die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das BFM zur Begründung der Abweisung des Asylgesuchs zunächst 

ausführte, auf die Vorbringen, die der Beschwerdeführer bereits im ersten 

Asylverfahren geltend gemacht habe, sei im zweiten Verfahren nicht mehr 

einzugehen, zumal es in der Verfügung vom 19. Februar 2013 rechtskräf-

tig festgestellt habe, dass er und seine Familie keiner asylrechtlich erheb-

lichen Gefährdung ausgesetzt seien,  

dass die Behauptung des Beschwerdeführers seltsam anmute, ihm und 

seiner Familie drohe Blutrache von Seiten des Polizisten (beziehungs-

weise dessen Kollegen), den er nach der Rückkehr nach Serbien verprü-

gelt habe, weil dieser seine Tochter angefahren und verletzt habe,  

dass das BFM diesem Vorbringen des Beschwerdeführers, dessen 

Glaubhaftigkeit es offenliess, die asylrechtliche Relevanz absprach,  

dass das Bundesamt im Wesentlichen festhielt, mit Blutrache werde eine 

Tötung oder eine Ehrverletzung gerächt, wobei ausschliesslich männliche 

Mitglieder der betreffenden Familie zur Rechenschaft gezogen würden 

und nicht deren Frauen und Kinder,  

dass Blutrache nicht von den Kollegen von in eine Fehde involvierten 

Personen ausginge, sondern ausschliesslich von Familienangehörigen, 

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und dem BFM keine von ethnischen Serben in Serbien ausgehenden Fäl-

le von Blutrache bekannt seien,  

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Übergriffe und Dro-

hungen auch in Serbien Straftatbestände darstellten und die serbischen 

Behörden diese weder billigten noch unterstützten, sondern im Rahmen 

ihrer Möglichkeiten konsequent dagegen vorgingen, und daher sowohl 

vom Schutzwillen als auch von der Schutzfähigkeit der serbischen Si-

cherheitsbehörden auszugehen sei,  

dass der generelle Schutzwille und die generelle Schutzfähigkeit der zu-

ständigen Sicherheitskräfte auch bezüglich strafrechtlich relevanter Über-

griffe auf Angehörige ethnischer Minderheiten und diesen angeblich dro-

hender Blutrache zu bejahen sei,  

dass das BFM bezüglich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er ha-

be sich erfolglos an die Polizei gewandt, festhielt, es könne zwar in Ein-

zelfällen vorkommen, dass Behördenvertreter niederer Chargen die not-

wendigen Untersuchungsmassnahmen trotz wiederholten Interventionen 

nicht einleiteten, doch bestehe diesfalls die Möglichkeit, gegen fehlbare 

Beamte auf dem Rechtsweg vorzugehen und die eigenen Rechte bei hö-

heren Instanzen einzufordern, zumal der serbische Staat bestrebt sei, 

Verfehlungen von Beamten zu ahnden,  

dass das BFM schliesslich ergänzend darauf hinwies, dass Serbien seit 

dem 6. März 2009 als verfolgungssicherer Staat (safe country) im Sinne 

von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG gelte und daher die gesetzliche Regel-

vermutung bestehe, wonach dort keine asylrelevante staatliche Verfol-

gung stattfinde und der serbische Staat Schutz vor nichtstaatlicher Ver-

folgung gewährleiste, und im vorliegenden Fall keine konkreten und sub-

stanziierten Hinweise vorlägen, welche diese Regelvermutung umstossen 

könnten,  

dass sich überdies die Lage der ethnischen Minderheiten in Serbien im 

Zuge des demokratischen Wandels merklich verbessert habe und diverse 

Gesetze zum Minderheiten- und Diskriminierungsschutz verabschiedet 

worden seien,  

dass die Umsetzung des Rechtsrahmens für den Schutz der Minderhei-

ten zwar noch nicht in jeder Hinsicht gewährleistet sei, im Zusammen-

hang mit den im Jahr 2014 aufgenommenen EU-Beitrittsverhandlungen 

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mit Serbien jedoch mit weiteren Verbesserungen in den Bereichen Anti-

diskriminierung und Minderheitenschutz zu rechnen sei,  

dass demzufolge vom Vorhandensein eines adäquaten Schutzes durch 

den Heimatstaat auszugehen sei, die geltend gemachten erlittenen be-

ziehungsweise befürchteten Übergriffe nicht asylrelevant seien, und die 

Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Flücht-

lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhielten,  

dass die Ausführungen in der Beschwerde nicht geeignet sind, die im Er-

gebnis überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz in der angefochte-

nen Verfügung zu widerlegen,  

das im Gegenteil eingeräumt wird, dass es sich vorliegend nicht um einen 

Fall von drohender Blutrache handelt,  

dass die Behauptung des Beschwerdeführers, niemand habe ihm gehol-

fen, obwohl er mehrfach erklärt habe, dass er vom Polizisten und seinen 

Kollegen bedroht werde und Angst um sein Leben habe, nicht plausibel 

ist,  

dass kaum davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe nach sei-

ner Rückkehr aus der Schweiz den Polizisten verprügelt, der seine Toch-

ter angefahren und verletzt hat, und sich anschliessend bei der Polizei 

darüber beklagt, dass der Polizist sich wegen der Schläge an ihm oder 

seiner Familie rächen wolle,  

dass die Aussage des Beschwerdeführers, die Behörden in Serbien hät-

ten kein Interesse daran, ihn und seine Familie zu schützen, weil er ein 

Problem mit einem Polizisten habe, bereits angesichts des Umstandes 

unbehelflich ist, dass er gleichzeitig angibt, dem Polizisten sei gekündigt 

worden,  

dass die einzige halbwegs konkrete Schilderung eines angeblichen Über-

griffes (nach der Rückkehr der Familie aus der Schweiz) konstruiert wirkt: 

"Zuletzt haben uns die Kollegen des Polizisten massiv bedroht und mit 

einer Pistole auf uns geschossen. Wir sind alle davon gerannt, meine 

Frau und Kinder in eine andere Richtung als ich. Seither habe ich sie 

nicht mehr gesehen und weiss nicht, was mit ihnen passiert ist" (vgl. Be-

schwerde S. 2),  

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dass schliesslich die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei verzwei-

felt, weil er seit diesem Vorfall nicht wisse, ob seine Familie in Sicherheit 

sei, sich mit der Tatsache kaum vereinbaren lässt, dass er während sei-

nes stationären Aufenthaltes in einer Psychiatrischen Klinik im Juni 2014 

von der hausinternen Sozialarbeiterin Kontakte im Hinblick auf eine "nota-

rielle Beglaubigung zur Erlangung von Reisedokumenten für Angehörige" 

vermitteln liess (vgl. Austrittsbericht der Privatklinik vom 7. Juli 2014 S. 3),  

dass indes mit dem BFM davon auszugehen ist, dass der Beschwerde-

führer, sollte er tatsächlich massiv bedroht worden sein, auch als Angehö-

riger der Roma-Minderheit beim serbischen Staat Schutz gegen straf-

rechtlich relevante Übergriffe suchen und erhalten kann,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, und das BFM 

demnach in Anwendung von Art. 111c Abs. 1 AsylG zu Recht das zweite 

Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt hat und die Wegweisung 

aus der Schweiz verfügt hat,  

dass mangels einer asylrechtlich erheblichen Gefährdung des Beschwer-

deführers im Heimatland das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulements keine Anwendung findet und aufgrund der Akten keine An-

haltspunkte für eine dem Beschwerdeführer in Serbien drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich 

sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass in Serbien nicht von einer allgemeinen Situation der Gewalt oder 

von kriegerischen oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen auszugehen 

ist, welche für den Beschwerdeführer bei einer Rückkehr eine konkrete 

Gefährdung darstellen könnten,  

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde sinngemäss geltend 

macht, der Vollzug der Wegweisung sei aus medizinischen Gründen un-

zumutbar, weil es ihm gesundheitlich sehr schlecht gehe, er vom 20. Juni 

2014 bis 3. Juli 2014 in einer Psychiatrie-Klinik in Behandlung gewesen 

und weiterhin auf medizinische Behandlung angewiesen sei und diese in 

Serbien nicht erhalten werde,  

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dass dem mit der Beschwerde eingereichten, vom 7. Juli 2014 datieren-

den Austrittsbericht einer Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie 

zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer auf Zuweisung des Spitals 

E._______, das er am 15. Juni 2014 wegen Bauchschmerzen und Erbre-

chen aufgesucht hatte, freiwillig in die Psychiatrische Klinik eingetreten 

war, und sich dort während zweier Wochen einer bereits vorher begonne-

nen psychopharmakologisch gestützten Entzugsbehandlung (Alkohol und 

Benzodiazepine) unterzog, 

dass der Beschwerdeführer gemäss dem Austrittsbericht in psychiatri-

scher Hinsicht unter diversen Abhängigkeitssyndromen beziehungsweise 

Psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (ICD-10 F10.2), Se-

dativa (F13.2) und Tabak (F17.2) sowie unter Anpassungsstörungen 

(F43.2) leidet und in somatischer Hinsicht an einer Schweren Reflux-

ösophagitis Grad III (ICD-10 K21.0), an einer Helicobacter pylori positiven 

Antrumgastritis und einer Chronischen Virushepatitis C, Genotyp 3a 

(B18.2),  

dass sowohl die somatischen Krankheiten des Beschwerdeführers als 

auch die Abhängigkeitssyndrome in Serbien behandelbar sind,  

dass die medizinische Grundversorgung in Serbien für die gesamte Be-

völkerung gewährleistet ist und das Krankenversicherungsgesetz allen 

Bevölkerungsgruppen das Recht auf medizinische Behandlung garantiert 

(vgl. Urteil D-969/2013 vom 5. April 2013, S. 10),  

dass auch die Erwägungen im zitierten Urteil hinsichtlich des familiären 

Beziehungsnetzes des Beschwerdeführers in seiner Heimat mangels ge-

genteiliger Anhaltspunkte weiterhin zutreffend sind,  

dass demnach weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individuel-

le Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 

einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb sich der Vollzug der Wegwei-

sung nicht als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist,  

dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat schliesslich möglich 

ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und der 

Beschwerdeführer über einen gültigen serbischen Reisepass verfügt, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig feststellen oder un-

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Seite 11 

angemessen sein sollte (Art. 106 Abs. 1 AsylG, Art. 49 VwVG), weshalb 

die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass sich die Beschwerde als aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist und 

die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– dem Beschwerdeführer aufzuer-

legen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Jacqueline Augsburger 

 

 

Versand: