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**Case Identifier:** 9325af9a-8c22-5254-b203-e2155a9f4e29
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.08.2021 720 20 326/224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-326-224_2021-08-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 23. August 2021 (720 20 326 / 224) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Gemischte Methode / Rückweisung zur Einholung eines neuen Haushaltabklä-

rungsberichts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Matthias Aeberli, 
Advokat, Freie Strasse 82, Postfach 340, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1962 geborene A.____ arbeitete seit August 1999 im Rahmen eines Teilzeitpen-
sums als Reinigungsmitarbeiterin bei B.____. Am 22. September 2011 meldete sie sich bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung 
der gesundheitlichen, der erwerblichen und der hauswirtschaftlichen Verhältnisse ermittelte die 
IV-Stelle Basel-Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der gemischten Bemessungs-
methode - mit Anteilen von 38 % an Erwerbs- und von 62 % an Haushaltstätigkeit - ab 28. März 

 

 
 
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2012 einen Invaliditätsgrad von 50 % und ab 8. März 2013 einen solchen von 16 %. Gestützt 
auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ nach Durchführung des Vorbescheidverfah-
rens mit Verfügung vom 27. November 2014 für den Zeitraum vom 1.  März 2012 bis 30. Juni 
2013 eine befristete halbe Rente zu. Gleichzeitig lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch ab 
1. Juli 2013 ab. Die von der Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Kantons-
gericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 20. August 2015 in 
dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Angelegenheit zur weiteren 
Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
zurückwies (Verfahren-Nr. 720 15 17 / 203).  
 
In der Folge nahm die IV-Stelle weitere Abklärungen des medizinischen Sachverhalts und der 
Einschränkungen im Haushaltbereich vor. Gestützt auf deren Ergebnisse ermittelte sie bei der 
Versicherten - wiederum in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung mit 
Anteilen von 38 % an Erwerbs- und von 62 % an Haushaltstätigkeit - ab 1. März 2012 (Ablauf 
des Wartejahres) einen Invaliditätsgrad von 48 %. Die IV-Stelle sprach deshalb A.____ nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 6. August 2020 ab 1. März 2012 eine 
Viertelsrente zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Matthias Aeberli, 
am 8. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte sie, es sei die an-
gefochtene Verfügung insoweit aufzuheben, als dass ihr per 1. März 2012 eine ganze Invaliden-
rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 %, auszurichten sei; unter o/e-
Kostenfolge, wobei ihr die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung 
mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen seien.  
 
C. Mit Verfügung vom 24. September 2020 bewilligte das Kantonsgericht der Beschwer-
deführerin gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat 
Dr. Matthias Aeberli als Rechtsvertreter.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde, wobei sie ihren Ausführungen einen Bericht von Dr. med. C.____, Facharzt für 
Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD) beider Basel, vom 14. September 2020 beilegte.  
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Beschwerdeführerin mit Replik 
vom 22. Dezember 2020 und die IV-Stelle mit Duplik vom 11. Januar 2021 an ihren bisherigen 
Anträgen und wesentlichen Vorbringen fest.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 10. Juni 2020 zog das Kantonsgericht in Betracht, 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur nochmaligen Abklärung der 
Einschränkung der Versicherten im Haushaltbereich und anschliessender Neuentscheidung an 
die IV-Stelle zurückzuweisen. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wo-
nach der Beschwerde führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde 

 

 
 
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zu geben ist, wenn eine rentenzusprechende Verfügung aufgehoben und die Sache zu weiterer 
Abklärung und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen werden soll (BGE 
137 V 314), beschloss es, den Fall auszustellen und der Versicherten vorab Gelegenheit zu 
geben, ihre Beschwerde zurückzuziehen. 
 
G. Mit Eingabe vom 3. August 2021 teilte die Versicherte mit, dass sie die Beschwerde 
nicht zurückziehe. 
 

 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekte der vorliegenden 
Verfahren bilden zwei Verfügungen der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobenen - Beschwerden der Versicherten vom 8. September 2020 ist demnach einzu-
treten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  

 

 
 
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2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 
127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeein-
trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person 
nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo-
raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 
E. 4c in fine). 
 
2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der 
Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig 
sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Me-
thode der Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 15 E. 3.2). 
 
3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb 
des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder 

 

 
 
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der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu be-
messen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 
141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).  
 
4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 
6. August 2020) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheits-
fall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
4.2 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der gemischten 
Methode bemessen. Dabei hat sie bei der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der 
Haushalttätigkeit auf die im “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ vom 21. Mai 2019 
wiedergegebenen Angaben der Versicherten abgestellt, wonach diese ohne gesundheitliche 
Beeinträchtigungen weiterhin in einem Pensum von 16,25 Stunden pro Woche (bei einer bran-
chenüblichen Wochenarbeitszeit von 42 Stunden) einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit 
nachgehen würde. Gestützt auf diese Aussage der Versicherten hat die IV-Stelle den Anteil der 
Erwerbstätigkeit auf 38 % und jenen der Haushalttätigkeit entsprechend auf 62 % festgesetzt, 
was nicht zu beanstanden ist und von der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt wird. 
 
5.1 Im Rahmen der Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit erhob 
der RAD-Arzt Dr. C.____ in seinem Bericht vom 2. August 2019 bei der Versicherten folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: (1) Im Bereich des rechten Knies einen Sta-
tus nach Teilprothese medial am 5. Januar 2018 bei subcorticaler Stressfraktur des medialen 
Tibiaplateaus bei deutlichen Knorpelschäden und Status nach intraartikulärer Infiltration am 
22. September 2017 sowie (2) im Bereich der Lendenwirbelsäule eine anhaltende linksseitige 
Lumboischialgie mit unspezifischer Schmerzausstrahlung bei langstreckigen, degenerativen, 
mässiggradigen Facettengelenksarthrosen, Osteochondrosen auf Höhe LWK3-SWK1 und  
extraforaminaler Diskusprotrusion LWK4/5 links mit Kontakt zur Wurzel L4 links sowie einem 
Status nach mehrfachen Infiltrationsbehandlungen. Laut Dr. C.____ ist die Versicherte aufgrund 
dieser Leiden in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin vollständig und in ei-
ner leidensadaptierten Verweistätigkeit seit Mai 2018 zu 60 % arbeitsunfähig.  
 
5.2 In der angefochtenen Verfügung ging die IV-Stelle nicht (mehr) weiter auf diesen durch 
Dr. C.____ erhobenen aktuellen medizinischen Sachverhalt ein. Stattdessen hielt sie fest, "die 
versicherungsmedizinischen Abklärungen und Beurteilungen haben ergeben, dass zwar eine 
Restarbeitsfähigkeit gegeben sein mag, diese jedoch aufgrund des fortgeschrittenen Alters und 
der gesundheitlichen Einschränkung als nicht mehr verwertbar anzusehen ist." Hält man sich 
die konkreten Umstände des vorliegenden Falles vor Augen, ist diese vorinstanzliche Einschät-
zung, die auch von der Beschwerdeführerin geteilt wird, nicht zu beanstanden (vgl. zur ganzen 
Thematik: MARCO WEISS, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund vorgerückten Alters 

 

 
 
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– Rechtsprechungstendenzen, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufli-
che Vorsorge [SZS] 2018, S. 630 ff.). So ist zu berücksichtigen, dass die Versicherte an ver-
schiedenartigen gesundheitlichen Einschränkungen leidet und dass sie deswegen auch in einer 
leidensadaptierten Verweistätigkeit in erheblichem Masse, nämlich zu 60 %, arbeitsunfähig ist. 
Von wesentlicher Bedeutung ist sodann, dass sie im August 2019, also im Zeitpunkt, in wel-
chem die medizinische Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit aufgrund der vorstehend geschilder-
ten Beurteilung von Dr. C.____ feststand, bereits 62 Jahre alt war Somit kann an dieser Stelle 
von weiteren Ausführungen zum medizinischen Sachverhalt abgesehen werden.  
 
5.3 Ist eine (medizinisch-theoretische) Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr ver-
wertbar, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor. Die IV-Stelle hat deshalb in der ange-
fochtenen Verfügung den Invaliditätsgrad der Versicherten im Erwerbsbereich zu Recht mit 
100 % beziffert.  
 
6. Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesundheitlichen Be-
schwerden im Haushalt eingeschränkt ist. 
 
6.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbereich bedarf es im Regelfall einer 
Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsbe-
richts sind - analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 232 
E. 5.1) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein Haushaltsabklärungsbericht ist beweis-
kräftig, wenn er von einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen und 
räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus 
den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu 
berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. 
Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich 
der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erho-
benen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige 
Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklä-
rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die 
Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass 
die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im 
Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2008, 
8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 
 
6.2 In der angefochtenen Verfügung bezifferte die IV-Stelle die Einschränkung der Versi-
cherten im Haushaltbereich auf 16,8 %. Dabei stützte sie sich auf den "Abklärungsbericht 
Haushalt" vom 21. Mai 2019 sowie auf den ausführlichen, ergänzenden Bericht des Abklä-
rungsdienstes vom 15. Juni 2020. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle kann diesen beiden 
Berichten jedoch kein ausschlaggebender Beweiswert beigemessen werden.  
 
6.3.1 Der Hauptmangel der Berichte liegt darin, dass dem Ehemann der Versicherten ein zu 
hohes Mass an Mithilfe im Haushalt zugemutet bzw. auferlegt wird. Praxisgemäss darf zwar 

 

 
 
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vom im selben Haushalt lebenden Ehegatten im Rahmen der Schadenminderungspflicht eine 
erhöhte, über das Mass des Üblichen hinausgehende Unterstützung erwartet werden, vorlie-
gend wird vom Ehemann aber deutlich zu viel an zusätzlicher Mithilfe verlangt. In diesem Zu-
sammenhang gilt es zu berücksichtigen, dass der Ehemann gesundheitlich ebenfalls stark be-
einträchtigt ist und er aufgrund psychischer Gesundheitsbeeinträchtigungen seit Dezember 
2001 eine ganze Rente bezieht. Der Abklärungsdienst weist in seinem ergänzenden Bericht 
vom 15. Juni 2020 den auch bei mehreren Aufgabengebieten - wohl zu Recht - darauf hin, dass 
der Ehemann aufgrund seiner psychischen Erkrankung nur reduziert belastbar sei, weshalb ihm 
nicht die gesamte Übernahme der Arbeiten im Rahmen der familienüblichen Mithilfe zugemutet 
werden könne. Nichtsdestotrotz wird der Versicherten aber gleichzeitig in anderen Bereichen 
("Einkauf und weitere Besorgungen", "Wäsche und Kleiderpflege") mit der Begründung, dass 
dem Ehemann die Übernahme dieser Tätigkeiten vollumfänglich zumutbar sei, keine Ein-
schränkung attestiert.  
 
6.3.2 Darüber hinaus erweisen sich die beiden Haushaltsberichte teilweise auch als wider-
sprüchlich. Dies gilt etwa in Bezug auf die Frage der Berücksichtigung bzw. eben der Nichtbe-
rücksichtigung der Mithilfe der nicht im gleichen Haushalt lebenden Tochter und der Schwieger-
tochter der Versicherten. Im neuesten Bericht vom 15. Juni 2020 weist die Abklärungsperson 
darauf hin, dass die Tochter und die Schwiegertochter der Versicherten gewisse Aufgaben im 
Haushalt erledigen würden. Deren Arbeiten könnten aber nicht im Sinne der Schadenminde-
rung angerechnet werden, da die beiden nicht im gleichen Haushalt leben würden. Entgegen 
dieser zutreffenden Feststellung der Abklärungsperson wird die Mithilfe der Tochter und der 
Schwiegertochter dann aber vereinzelt doch wieder - zumindest indirekt - mitberücksichtigt. So 
wird etwa im Abschnitt "Wohnungs- und Hauspflege" festgehalten, dass auch in diesem Bereich 
beim Ehemann eine gewisse Einschränkung aufgrund seiner psychischen Situation angerech-
net werden müsste, da allerdings die Tochter und die Schwiegermutter (gemeint ist wohl die 
Schwiegertochter) einen gewissen Teil dieser Arbeiten übernehmen würden, sei der Anteil des 
Ehemannes geringer.  
 
6.3.3 Weitere Widersprüche oder offene Fragen ergeben sich schliesslich auch aus einem 
Vergleich der aktuellen Berichte mit den Einschätzungen des früheren Haushaltabklärungsbe-
richts vom 6. Dezember 2013. Während in den aktuellen Berichten beispielsweise im Aufga-
bengebiet "Wäsche und Kleiderpflege" keine Einschränkung attestiert wird, wurde im Bericht 
vom Dezember 2013 in diesem Bereich eine solche von 25 % angenommen. Es wird nicht er-
klärt und es ist deshalb auch nicht nachvollziehbar, warum diese Einschränkung in der Zwi-
schenzeit weggefallen sein soll, obwohl die Versicherte und ihr Ehemann nach wie vor in der-
selben Wohnung leben, die gesundheitliche Situation sich jedenfalls nicht verbessert hat und in 
beiden Berichten eine im Wesentlichen gleiche Aufgabenverteilung unter den Ehegatten be-
schrieben wird. Dasselbe gilt sodann für das Aufgabengebiet "Ernährung", in welchem die Ein-
schränkung im Jahr 2013 mit 20 % und aktuell noch mit 15 % beziffert wird. Auch hier wird nicht 
begründet, weshalb die Einschränkung - bei ansonsten weitgehend unveränderten Verhältnis-
sen - nunmehr geringer sein soll. 
 

 

 
 
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6.4 Kann auf die vorhandenen Abklärungsberichte Haushalt nicht abgestellt werden, so 
lässt sich die strittige Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin im Haushaltbereich 
beeinträchtigt ist, gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht beurteilen. Der Sachverhalt be-
darf diesbezüglich weiterer Abklärung, wobei diese durch die Einholung eines neuen Haus-
haltabklärungsberichts zu erfolgen haben wird. Da sich die bisherige Abklärungsperson durch 
die Abklärung vor Ort im Mai 2019 und durch die Abgabe der ergänzenden Stellungnahme vom 
15. Juni 2020 schon zu eingehend mit dem Fall befasst hat, um noch als unvoreingenommen 
zu gelten, ist es angezeigt, die Abklärung durch eine neue, bis anhin noch nicht mit der Angele-
genheit betraute Abklärungsperson durchführen zu lassen. 
 
7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die angefochtene Verfügung der IV-
Stelle vom 6. August 2020 aufzuheben und die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen 
ist. Diese hat zur Ermittlung der Einschränkung der Versicherten im Haushalt einen neuen Ab-
klärungsbericht Haushalt durch eine mit der Angelegenheit noch nicht befasste Abklärungsper-
son erstellen zu lassen. Anschliessend hat sie gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung 
den Rentenanspruch der Versicherten in Anwendung der gemischten Methode - mit einem Er-
werbsanteil von 38 % und einem Haushaltanteil von 62 % sowie in Berücksichtigung eines Inva-
liditätsgrads von 100 % im Erwerbsbereich - zu bemessen und darüber neu zu verfügen. 
 
8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 
Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wes-
halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin hat in seiner Kostennote vom 26. Januar 2021 für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
ein Honorar von insgesamt Fr. 2‘518.05 geltend gemacht, das sich aus der Entschädigung für 
den erbrachten Aufwand in der Höhe von Fr. 2‘150.--, aus Auslagen von Fr. 188.-- und aus der 

 

 
 
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Mehrwertsteuer von 7,7 % im Betrag von Fr. 180.05 zusammensetzt. Diese Kostennote ist in 
Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Der Be-
schwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘518.05 zu Lasten 
der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 6. August 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. Fr. 2‘518.05 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

 

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