# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43a771ab-237b-5a03-9958-cf65f5e690e7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.09.2020 LE200024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE200024_2020-09-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE200024-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga 

sowie Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

Beschluss und Urteil vom 28. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Eheschutz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Horgen vom 17. Juli 2019 (EE190018-F)

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Rechtsbegehren der Gesuchstellerin: 
(Urk. 1 S. 2 ff.) 

    "1. Getrenntleben 
Es sei festzuhalten, dass die Parteien zum Getrenntleben auf unbestimmte Zeit 
berechtigt sind. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien seit dem 
10.12.2018 getrennt sind. 

2. Familienwohnung 
Es sei die Familienwohnung (-haus) an der C._____-Str. ..., D._____, für die 
Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin und den Kindern zur alleinigen 
Benutzung zuzuweisen. Dem Gesuchsgegner sei eine angemessene Frist für den 
Auszug anzusetzen, spätestens per 30.04.2019 habe er die Familienwohnung zu 
verlassen. 

3.  Hausrat und Mobiliar 
3.1 Der Hausrat und das Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Gegenstände des 

Gesuchsgegners) der ehelichen Liegenschaft an der C._____-Str. ..., in D._____, 
seien für die Dauer der Trennung der Gesuchstellerin zuzuweisen.  

3.2. Der Porsche Macan sei dem Gesuchsgegner für die Dauer der Trennung zur 
alleinigen Benutzung und Bezahlung zuzuweisen. 

3.3. Der Porsche 911 sei dem Gesuchsgegner für die Dauer der Trennung zur 
alleinigen Benutzung und Bezahlung zuzuweisen.  

3.4. Der Mercedes Viano sei der Gesuchstellerin für die Dauer der Trennung zur 
alleinigen Benutzung zuzuweisen.  

3.5 Das gemeinsame Ferienhaus Casa ... im Tessin sei beiden Parteien für die Dauer 
der Trennung zur Benutzung zuzuweisen, wobei der Gesuchsgegner die Kosten 
der Liegenschaft zu tragen habe. Über die Benutzung der Liegenschaft haben 
sich die Parteien jeweils mindestens 3 Wochen im Voraus zu verständigen.  

4. Elterliche Sorge und Obhut 
4.1 Es seien die gemeinsamen Kinder E._____, geboren am tt.mm.2008, und 

F._____, geboren am tt.mm.2012, für die Dauer des Getrenntlebens unter der 
gemeinsamen elterlichen Sorge zu belassen. 

4.2 Es seien die gemeinsamen Kinder E._____, geboren am tt.mm.2008, und 
F._____, geboren am tt.mm.2012, für die Dauer des Getrenntlebens unter die 
Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.  

4.3 Es sei vorzumerken, dass sich der Wohnsitz der Kinder E._____ und F._____, 
insbesondere hinsichtlich schulischer und sozialversicherungsrechtlicher Belange, 
derzeit bei der Gesuchstellerin befindet. 

5. Besuchsrecht 
5.1 Der Gesuchsgegner sei berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder 

E._____ und F._____ jedes zweite Wochenende von Freitagabend 18.00 Uhr bis 

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Sonntagabend 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen, jeweils auf eigene 
Kosten. 

5.2 Der Gesuchsgegner sei berechtigt und verpflichtet zu erklären, mindestens zwei 
Wochen Ferien mit den Kindern E._____ und F._____ zu verbringen, jeweils auf 
eigene Kosten. 

5.3 Ein weitergehendes oder anderslautendes Besuchsrecht sei der freien 
Vereinbarung der Parteien zu überlassen. 

6. Unterhalt 
6.1 Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für den Unterhalt 

der gemeinsamen Tochter E._____, erstmals ab 01.03.2019 bis zum Abschluss 
der Erstausbildung einen Kindesunterhalt von mindestens CHF 4'292.20 (sich 
zusammensetzend aus CHF 1'552.30 Barunterhalt + CHF 1'958.00 
Betreuungsunterhalt sowie einen Überschussanteil von CHF 781.90) zuzüglich 
Kinderzulagen, zahlbar an die Gesuchstellerin jeweils im Voraus auf den ersten 
Tag eines jeden Monats, zu bezahlen. 

6.2 Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für den Unterhalt 
des gemeinsamen Sohnes F._____, erstmals ab 01.03.2019 bis zum Abschluss 
der Erstausbildung einen Kindesunterhalt von mindestens CHF 3'980.80 (sich 
zusammensetzend aus CHF 1'240.90 Barunterhalt + CHF 1'958.00 
Betreuungsunterhalt sowie einen Überschussanteil von CHF 781.90) zuzüglich 
Kinderzulagen, zahlbar an die Gesuchstellerin jeweils im Voraus auf den ersten 
Tag eines jeden Monats, zu bezahlen. 

6.3 Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin, erstmals ab 
01.03.2019, einen gebührenden Ehegattenunterhalt von mindestens 
CHF 1'764.30, zahlbar jeweils im Voraus auf den ersten Tag eines jeden Monats, 
zu bezahlen.  

7. Auskunftspflicht 
 Es sei der Gesuchsgegner zu verurteilen, der Gesuchstellerin sämtliche 

Unterlagen bezüglich seiner finanziellen Situation (Kontoauszüge, Nachweis 
Einkommen, Unterlagen betreffend Nebenverdienst, Steuerunterlagen, 
Lebenshaltungskosten, Buchhaltung G._____ GmbH, Bankkontoauszüge, 
Übersicht allfällige Schulden etc.) vorzulegen. 

8. Prozesskosten 
8.1 Es sei der Gesuchsgegner zu verurteilen, der Gesuchstellerin einen ersten 

Prozesskostenvorschuss in Höhe von CHF 4'000.00 zu bezahlen. 
8.2 Es sei der Gesuchstellerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter 

Verbeiständung durch die Unterzeichnete. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin 
der Gesuchstellerin sei vorab durch den Kanton zu entschädigen. 

8.3 Eventualiter zu 8.2: Es sei der Gesuchstellerin die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren, unter Verbeiständung durch die Unterzeichnete. Für den Fall der 
Uneinbringlichkeit der der Gesuchstellerin zugesprochenen Parteientschädigung 
bzw. des ihr zugesprochenen Prozesskostenvorschusses sei die unentgeltliche 

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Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin durch den Kanton zu entschädigen (Art. 122 
Abs. 2 ZPO).  

8.4 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgegners." 

Rechtsbegehren des Gesuchsgegners: 
(Urk. 33 S. 1 f.) 

    "1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen. 
2. Es sei die Familienwohnung an der C._____-Str. ... in D._____ für die Dauer des 

Getrenntlebens dem Gesuchsgegner zuzuweisen und es sei der Gesuchstellerin 
eine angemessene Frist für den Auszug anzusetzen. 

3. Es seien die gemeinsamen Kinder E._____ [recte: E._____], geb. tt.mm.2008 und 
F._____, geb. tt.mm.2012 für die Dauer des Getrenntlebens unter der 
gemeinsamen elterlichen Sorge und gemeinsamen elterlichen Obhut zu belassen.  

4. Es sei die Obhutsverteilung auf die Parteien gerichtlich zu regeln.  
5. Evtl. für den Fall der Unterstellung der Kinder unter die alleinige Obhut der 

Gesuchstellerin sei dem Gesuchsgegner folgendes Besuchs- und Ferienrecht 
einzuräumen:  

 Er sei für berechtigt zu erklären, die Kinder an jedem zweiten Wochenende von 
Freitag Abend 18.00 Uhr bis Sonntag Abend 18.00 Uhr sowie zwei Tage pro 
Woche zusätzlich zu sich auf Besuch zu nehmen. Ferner sei ihm ein 
Ferienbesuchsrecht von mind. 4 Wochen Ferien während der Schulferienzeit 
einzuräumen.  

6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 
der beiden Kindern einen monatlichen Barunterhaltsbetrag von je Fr. 800.- 
zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen, 
zahlbar monatlich im Voraus ab Aufnahme des Getrenntlebens. 

7. Es sei festzustellen, dass ein Betreuungsunterhalt zufolge geteilter elterlicher 
Obhut beidseits nicht geschuldet ist.  

8. Zur Zuteilung der Fahrzeuge:  
a. Es sei der Porsche Macan dem Gesuchsgegner für die Dauer des 

Getrenntlebens zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.  
b. Es sei der Mercedes Viano der Gesuchstellerin für die Dauer des 

Getrenntlebens zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.  
c. Es sei der Porsche 911 dem Gesuchsgegner für die Dauer des 

Getrenntlebens zur alleinigen Benutzung und Bezahlung zuzuweisen. 
9. Alle anders lautenden oder weitergehenden Anträge der Gesuchstellerin seien 

vollumfänglich abzuweisen. 
 10. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin." 

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Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 
Horgen vom 17. Juli 2019: 

(Urk. 57 = Urk. 60) 

     " 1. Den Parteien wird das Getrenntleben bewilligt. Es wird vorgemerkt, dass die 
Parteien seit dem 15. Januar 2019 getrennt leben.  

 2. Die Kinder E._____, geboren am tt.mm.2008, und F._____, geboren am 
tt.mm.2012, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter der gemeinsamen 
elterlichen Sorge belassen.  

 3. Die Kinder E._____, geboren am tt.mm.2008, und F._____, geboren am 
tt.mm.2012, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der 
Gesuchstellerin gestellt. Es wird vorgemerkt, dass sich der Wohnsitz der Kinder 
derzeit bei der Gesuchstellerin befindet.  

 4. Der Gesuchsgegner wird berechtigt und verpflichtet, die Kinder E._____ und 
F._____ auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen:  
– jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr; 
– einen zusätzlichen Tag unter der Woche ab Schul- bzw. Kindergartenende 

am jeweiligen Tag bis zum Schul- bzw. Kindergartenbeginn am 
darauffolgenden Tag. 

Ausserdem ist der Gesuchsgegner berechtigt und verpflichtet, die Kinder für die 
Dauer von vier Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die 
Ferien zu nehmen. 
Die Parteien sind berechtigt, im gegenseitigen Einverständnis von dieser 
Besuchsrechtsregelung abzuweichen. 

 5. Die eheliche Liegenschaft an der C._____-Str. ..., in D._____, wird für die Dauer 
des Getrenntlebens samt Hausrat und Mobiliar – mit Ausnahme der persönlichen 
Gegenstände des Gesuchsgegners – der Gesuchstellerin mit den Kindern zur 
alleinigen Benutzung zugewiesen. 

 6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die eheliche Liegenschaft an der C._____-
Str. ..., in D._____, bis spätestens am 1. September 2019 mit seinen persönlichen 
Gegenständen zu verlassen.  

 7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für die Dauer ihres 
Verbleibes in der ehelichen Liegenschaft einen monatlichen Beitrag an die 
Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten in der Höhe von Fr. 2'629.– zu bezahlen. 
Dieser Beitrag ist im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, 
beginnend ab 1. September 2019, zahlbar.  
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, diesen Beitrag für die Zahlung der 
Hypothekarzinsen sowie Unterhaltkosten für die eheliche Liegenschaft an der 
C._____-Str. ..., in D._____, zu verwenden.  

 8. Das Ferienhaus Casa ... an der H._____, in I._____, wird dem Gesuchsgegner für 
die Dauer des Getrenntlebens zur alleinigen Benutzung und Bezahlung 
zugewiesen.  

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 9. Der Porsche Macan wird dem Gesuchsgegner für die Dauer des Getrenntlebens 
zur alleinigen Benutzung und Bezahlung zugewiesen. 

10. Der Porsche 911 wird dem Gesuchsgegner für die Dauer des Getrenntlebens zur 
alleinigen Benutzung und Bezahlung zugewiesen. 

11. Der Mercedes Viano wird der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrenntlebens 
zur alleinigen Benutzung und Bezahlung zugewiesen.  

12. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des 
Getrenntlebens für die Kinder E._____ und F._____ folgende Unterhaltsbeiträge 
zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:  
– E._____:  Fr. 1'406.–  (Barunterhalt inkl. Überschussanteil; davon 

   Fr. 525.80 Wohnkostenanteil) 
– F._____: Fr. 3'273.–  (Fr. 1'309.– Barunterhalt inkl. Überschussanteil, davon  

 Fr. 525.80 Wohnkostenanteil, sowie     
  Fr. 1'964.– Betreuungsunterhalt)Die Unterhaltsbeiträge sind 
monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend 
ab 1. Juli 2019, zahlbar.  

13. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des 
Getrenntlebens für sich persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 746.– zu 
bezahlen, rückwirkend ab 1. Juli 2019, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf 
den Ersten eines jeden Monats.  

14. Die in den Ziff. 12 und 13 festgesetzten Unterhaltsbeiträge basieren auf den 
folgenden finanziellen Grundlagen der Parteien:  
a) Monatliches Nettoeinkommen der Gesuchstellerin:  

Hypothetisches Einkommen Fr. 2'000.– 
b) Monatliches Nettoeinkommen des Gesuchsgegners:  

Hypothetisches Einkommen Fr. 5'800.–  
Nettoeinkommen aus Liegenschaften Fr. 4'769.– 

c) Monatliches Nettoeinkommen der Tochter E._____:  
Kinderzulagen   Fr.    200.– 

d) Monatliches Nettoeinkommen des Sohnes F._____:  
Kinderzulagen   Fr.    200.– 

e) Barbedarf der Tochter E._____: Fr. 1'519.– 
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 525.80) 

f) Barbedarf des Sohnes F._____: Fr. 1'422.–  
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 525.80) 

g) Bedarf der Gesuchstellerin: Fr. 4'507.–  
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 1'577.40) 

h) Bedarf des Gesuchsgegners: Fr. 4'942.–  
(davon Wohnkosten von Fr. 2'000.–) 

15. Der sinngemässe Antrag der Gesuchstellerin auf Zusprechung eines 
Prozesskostenbeitrags wird gutgeheissen. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, 

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der Gesuchstellerin einen Prozesskostenbeitrag in Höhe von Fr. 4'000.– zu 
bezahlen. 

16. Der sinngemässe Antrag des Gesuchsgegners auf Zusprechung eines 
Prozesskostenbeitrags wird abgewiesen.   

17. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'600.– (Pauschalgebühr) festgesetzt. Verlangt 
keiner der Gesuchsteller eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich 
die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

18. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.  
19. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.  
20. (Schriftliche Mitteilung). 
21. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage. Hinweis auf fehlenden 

Fristenstillstand gemäss Art. 145 Abs. 2 ZPO)." 

Berufungsanträge: 

des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 59): 
 

 " 1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht, vom 17. September  
  2019 aufzuheben. 
2 Es sei die Sache zur ergänzenden Durchführung des erstinstanzlichen Verfahrens 

und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
3. Eventuell es seien die Ziffern 3, 4, 5, 6, 7, 12, 13, 14, 15, 18 und 19 des 

vorinstanzlichen Urteils aufzuheben. 
a. Es seien die gemeinsamen Kinder E._____, geb. tt.mm.2008 und F._____, geb. 

tt.mm.2012 für die Dauer des Getrenntlebens unter der gemeinsamen elterlichen 
Sorge und gemeinsamen elterlichen Obhut zu belassen. 

 Eventuell es sei die Obhutsverteilung auf die Parteien von Amtes wegen 
gerichtlich zu regeln. 

b. Für den Fall der Unterstellung der Kinder unter die elterliche Obhut der 
Berufungsbeklagten sei dem Berufungskläger ein Kinderbesuchs- und 
Betreuungsrecht gemäss Ziffer 4 des vorinstanzlichen Urteils einzuräumen. 

c. Es sei die eheliche Liegenschaft an der C._____-Str. ... in D._____ für die Dauer 
des Getrenntlebens dem Berufungskläger zur alleinigen Benutzung zuzuweisen. 

 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Berufungsbeklagte diese Wohnung 
Ende Oktober 2019 definitiv verlassen und einen eigenen Wohnsitz begründet 
hat. 

d. Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für die Dauer 
des Getrenntlebens, beginnend ab 1.4.2020 für die Kinder monatliche 
Kinderunterhaltsbeiträge von je Fr. 600.– pro Monat zuzüglich allfällige Kinder- 
oder Ausbildungszulagen zu bezahlen. 

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e. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger der Berufungsbeklagten persönlich 
keine Unterhaltsbeiträge schuldet. 

f. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger bis und mit Ende März 2020 seiner 
Unterhaltspflicht gegenüber der Berufungsbeklagten sowie gegenüber der beiden 
Kinder vollständig nachgekommen ist. 

g. Es seien die weiteren finanziellen Zuwendungen des Berufungsklägers an die 
Berufungsbeklagte ab 1. April 2020 an seine eheliche und elterliche 
Unterhaltspflicht anzurechnen. 

h. Es sei der Antrag der Berufungsbeklagten auf Leistung eines 
Prozesskostenvorschusses durch den Berufungskläger abzuweisen. 

i. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen für beide Instanzen zu Lasten der 
Berufungsbeklagten." 

Prozessuale Anträge (Urk. 59 S. 4): 
  " 1. Es sei die Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger einen 

Prozesskostenvorschuss von Fr. 4'000.– für das Berufungsverfahren zu bezahlen 
bzw. primär eine solche Prozesskostenvorschusspflicht der Berufungsbeklagten 
zu prüfen. 

 2. Eventuell es sei dem Berufungskläger für das Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und in der Person des 
unterzeichnenden Rechtsanwalts ein unentgeltlicher Rechtsanwalt zu 
bestimmen." 

 
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 65 S. 2 ff.): 
 

 " Die Berufung des Berufungsklägers sei vollumfänglich abzuweisen und das Urteil des 
Einzelgerichtes im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 17. Juli 
2019 (EE1900018-F) sei zu bestätigen, soweit die Berufungsbeklagte (und die 
Anschlussberufungsklägerin) die Anträge des Berufungsklägers (und des 
Anschlussberufungsbeklagten) nicht mit eigenen Anträgen ausdrücklich anerkennt, 

 und das Urteil sei abzuändern, im Sinne der nachfolgenden Anträge der 
Berufungsbeklagten: 
1. Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Getrenntleben seit dem 15. Ja-

nuar 2019 sei zu bestätigen. 
2. Ziffer 2 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend gemeinsame elterliche Sorge 

sei zu bestätigen. 
3. Ziffer 3 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Obhut und Wohnsitz der Kinder 

sei zu bestätigen. 
4. Ziffer 4 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Besuchsrecht sei wie folgt 

teilweise zu bestätigen und teilweise abzuändern: 
 Der Berufungskläger sei berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder 

E._____ und F._____ auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen: 

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   – jedes zweite Wochenende der geraden Wochen vom Freitag, 18.00 Uhr, bis 
am Sonntagabend, 18.00 Uhr; 

   – Ziffer 4 Abs. 1 Unterabsatz 2 betreffend zusätzlicher Tage sei aufzuheben. 
 Ziffer 4 Abs. 2 betreffend 4 Wochen Ferien und Ziffer 4 Abs. 3 betreffend 

Abweichungen von der Besuchsrechtsregelung im gegenseitigen Einverständnis 
seien zu bestätigen. 

5. Ziffer 5 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Zuweisung der Liegenschaft an 
der C._____-Str. ... in D._____ sei aufzuheben und es sei diese dem 
Berufungskläger samt zurückgebliebenem Hausrat und Mobiliar – mit Ausnahme 
der persönlichen Gegenstände der Berufungsbeklagten und den beiden Kindern – 
zwecks Weitervermietung an Drittpersonen zuzuweisen. 

6. Betreffend Ziffer 6 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Verlassen der 
Liegenschaft an der C._____-Str. ... in D._____ sei festzustellen, dass der 
Berufungskläger die eheliche Liegenschaft nie mit seinen persönlichen 
Gegenständen verlassen hat. 

7. Ziffer 7 Abs. 1 und 2 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend monatlicher 
Beiträge an die Hypothekarzinse und Unterhaltskosten in der Höhe von 
Fr. 2'629.00, zahlbar im Voraus jeweils auf den 1. jeden Monats, beginnend ab 
1. September 2019, seien aufzuheben, wobei die Berufungsbeklagte anerkennt, 
einen einzigen Monat à Fr. 2'629.00 verrechnungsweise zu bezahlen. 

8. Ziffer 8 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Ferienhaus Casa ... an der 
H._____ in I._____ sei wie folgt abzuändern: 

 Das Ferienhaus Casa ... an der H._____ in I._____ wird dem Berufungskläger für 
die Dauer des Getrenntlebens zur hauptsächlichen Benutzung und zur alleinigen 
Bezahlung zugewiesen, wobei der Berufungsbeklagten und den beiden Kindern 
eine alleinige Mitbenutzung des Ferienhauses während 6 Wochen im Jahr zu 
gestanden wird und diese Termine dem Berufungskläger mindestens 3 Wochen 
im Voraus mitgeteilt werden. 

9. Ziffer 9 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend alleinige Benutzung und 
Bezahlung des Porsche Macan durch den Berufungskläger sei zu bestätigen. 

10. Ziffer 10 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend alleinige Benutzung und 
Bezahlung des Porsche 911 durch den Berufungskläger sei zu bestätigen. 

11. Ziffer 11 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend alleinige Benutzung und 
Bezahlung des Mercedes Viano durch die Berufungsbeklagte sei zu bestätigen. 

 Der Berufungskläger hat den Fahrzeugausweis des Mercedes Viano unter 
Strafandrohung von Art. 292 StGB im Unterlassungsfalle an die Berufungsklägerin 
herauszugeben. 

12. Ziffer 12 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Barunterhalt inklusive 
Überschussanteil, mit Wohnkostenanteil und Betreuungsunterhalt etc. sei zu 
bestätigen. 

13. Ziffer 13 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Unterhaltsbeiträge für die 
Berufungsbeklagte sei wie folgt abzuändern: 

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 Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für die Dauer 
des Getrenntlebens, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den 1. eines jeden 
Monats, für sich persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge von 
   – Fr. 746.00, rückwirkend ab dem 1. Juli 2019 bis und mit 30. September 2020, 
   – Fr. 2'786.00 ab dem 1. Oktober 2020 

 zu bezahlen. 
14. Ziffer 14 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend finanzielle Grundlagen sei wie 

folgt abzuändern: 
a) Monatliches Nettoeinkommen der Berufungsbeklagten:  

Hypothetisches Einkommen Fr. 2'000.00 
b) Monatliches Nettoeinkommen des Berufungsklägers:  

Hypothetisches Einkommen Fr. 5'800.00 
Nettoeinkommen aus Liegenschaften C._____-Str. ...  
und Ferienhaus im Tessin Fr. 4'769.00 
Nettoeinkommen aus Liegenschaften C._____-Str. ...  
(6.5-Zimmer-EFH; ab dem 1. Oktober 2020) Fr. 8'000.00 

c) Monatliches Nettoeinkommen der Tochter E._____:  
Kinderzulagen   Fr.    200.00 

d) Monatliches Nettoeinkommen des Sohnes F._____:  
Kinderzulagen   Fr.    200.00 

e) Barbedarf der Tochter E._____: Fr. 1'519.00 
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 525.80) 

f) Barbedarf des Sohnes F._____: Fr. 1'422.00 
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 525.80) 

g) Bedarf der Berufungsbeklagten: Fr. 4'547.00 
(davon Wohnkostenanteil von Fr. 1'617.40) 

h) Bedarf des Berufungsklägers: Fr. 4'942.00 
(davon Wohnkosten von Fr. 2'000.–) 

15. Ziffer 15 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Prozesskostenbeitrag vor 
erster Instanz in der Höhe von Fr. 4'000.00 sei zu bestätigen. 

 Der Berufungskläger sei zu verpflichten der Berufungsbeklagten für das 
obergerichtliche Verfahren sowie für das bevorstehende Scheidungsverfahren 
einen Prozesskostenbeitrag in der Höhe von Fr. 5'000.00 zu bezahlen. 

 Eventualiter sei der Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Prozessführung und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in der 
Person von Fürsprecher lic. iur. Y._____ für das rechtshängige Verfahren vor 
Obergericht zuzusprechen. 

16. Ziffer 16 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Abweisung der Zusprechung 
eines Prozesskostenbeitrages an den Berufungskläger sei zu bestätigen. 

17. Ziffer 17 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Entscheidgebühr sei zu 
bestätigen. 

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18. Ziffer 18 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend hälftige Aufteilung der Kosten 
zwischen den beiden Parteien sei zu bestätigen. 

19. Ziffer 19 des Urteils des Einzelgerichtes betreffend Parteientschädigung sei zu 
bestätigen. 

20. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzliche 
Mehrwertsteuer à zurzeit 7.7 Prozent) zu Lasten des Berufungsklägers." 

Erwägungen: 

I. 
(Parteien/Prozessgeschichte) 

1. Die Parteien heirateten am tt. Oktober 2010. Aus der Ehe sind die beiden 

Kinder E._____, geboren am tt.mm.2008, und F._____, geboren am tt.mm.2012, 

hervorgegangen (vgl. Urk. 1 S. 7). 

2. Mit Eingabe vom 22. März 2019 ersuchte die Gesuchstellerin, 

Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin (fortan Gesuchstellerin) bei 

der Vorinstanz um Regelung des Getrenntlebens mit den eingangs aufgeführten 

Begehren (Urk. 1). Zur Vermeidung von Wiederholungen sei auf die Darstellung 

der Vorinstanz zum Prozessverlauf in deren Urteil verwiesen (vgl. Urk. 60 S. 6 ff.). 

Am 17. Juli 2019 fällte die Vorinstanz das eingangs aufgeführte Urteil in 

unbegründeter Ausfertigung (Urk. 35). Innert Frist (vgl. Urk. 39/2) verlangte der 

Gesuchsgegner, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte (fortan 

Gesuchsgegner) eine Begründung für das Urteil vom 17. Juli 2019 (Urk. 40). In 

der Folge teilten die Parteien der Vorinstanz aber mit, es seien aussergerichtliche 

Vergleichsgespräche im Gange und der Gesuchsgegner sei "derzeit nicht an 

einer Begründung interessiert" (Urk. 43/1-2; Urk. 43b). Am 5. Dezember 2019 

informierte die Gesuchstellerin die Vorinstanz darüber, dass die 

Vergleichsgespräche gescheitert seien (Urk. 53), und der Gesuchsgegner 

ergänzte am 17. Dezember 2019 gegenüber der Vorinstanz, er ersuche weiterhin 

um eine Begründung des Urteils vom 17. Juli 2019 (Urk. 56). Die begründete 

Ausfertigung des angefochtenen Urteils (Urk. 57 = Urk. 60) wurde dem 

Gesuchsgegner am 6. April 2020 zugestellt (Urk. 85/2). 

- 12 - 

3. Gegen das vorinstanzliche Urteil vom 17. Juli 2019 erhob der 

Gesuchsgegner am 16. April 2020 fristgerecht (vgl. E. I.2. und Urk. 85/2) 

Berufung und stellte die eingangs aufgeführten Berufungsanträge (Urk. 59). Mit 

Verfügung vom 28. Mai 2020 wurde sein Gesuch um Erstreckung der 

Berufungsfrist zur Ergänzung der Berufungsbegründung abgewiesen, sein Antrag 

auf Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses als Antrag auf Zusprechung 

eines Prozesskostenbeitrages entgegen genommen und der Gesuchstellerin Frist 

zur Beantwortung der Berufung angesetzt (Urk. 64). Mit Eingabe vom 12. Juni 

2020 (Datum Poststempel) reichte die Gesuchstellerin fristgerecht ihre 

Rechtsschrift mit der Bezeichnung "Berufungsantwort und Anschlussberufung" ein 

(Urk. 65). Die Eingabe der Gesuchstellerin wurde dem Gesuchsgegner mit 

Verfügung vom 15. Juni 2020 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 68). Dieser 

beantragte mit Eingabe vom 30. Juni 2020, dass der Berufung die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen sei. Zur Rechtsschrift der Gesuchstellerin vom 12. Juni 2020 

äusserte er sich nicht (Urk. 69). Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung wurde mit Verfügung vom 9. Juli 2020 abgewiesen (Urk. 72). Weitere 

formgültige Eingaben der Parteien (vgl. Art. 130 ZPO; Urk. 73 und Prot. S. 6) 

erfolgten nicht. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.  

II. 
(Prozessuale Vorbemerkungen) 

1. Berufungsgegenstand 

 Mit seinem Hauptantrag fordert der Gesuchsgegner die Aufhebung des 

vorinstanzlichen Urteils und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, 

entsprechend ist das gesamte vorinstanzliche Eheschutzurteil Gegenstand des 

vorliegenden Berufungsverfahrens.  

2. Berufungsvoraussetzungen und geltende Maximen 

2.1. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen 

Verfahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges 

Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine 

- 13 - 

unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts 

geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über 

unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der 

Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1), der insbesondere bei Entscheiden 

betreffend Unterhalt erhebliche Bedeutung zukommt (vgl. statt vieler BGer 

5A_797/2012 vom 18. März 2013, E. 3.2.3). In der schriftlichen 

Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, 

inwiefern das erstinstanzliche Urteil in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft 

zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne 

einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der 

Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich 

argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser 

Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, 

Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen 

Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die 

pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung 

genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 

2013, E. 3.2; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht 

in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise 

beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel-instanz nicht überprüft zu werden; 

diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die 

Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen 

Begründung formgerecht gegen das erstinstanzliche Urteil erhoben werden (vgl. 

BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, 

E. 5.3; BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 

vom 1. September 2014, E. 3.1 und E. 5). Insofern erfährt der Grundsatz "iura 

novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-

Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). 

2.2. Bei Verfahren, deren Gegenstand Kinderbelange beinhalten, gelten die 

Offizial- und Untersuchungsmaxime (Art. 55 Abs. 2 ZPO; Art. 58 Abs. 2 ZPO; 

Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Dies hat zur Folge, dass das Gericht den Sachverhalt 

- 14 - 

von Amtes wegen zu erforschen hat und nicht an die Anträge und tatsächlichen 

Vorbringen der Parteien gebunden ist (BSK ZGB I-Breitschmid, Art. 280 N 5; vgl. 

auch BGE 128 III 411 E. 3.2.1). Die Untersuchungsmaxime wirkt dabei 

umfassend, d.h. zugunsten sämtlicher Parteien (BGer 5A_745/2014 vom 16. März 

2015, E. 2.3 m.w.H.). Ausserdem führt sie dazu, dass die Parteien auch dann 

neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren vorbringen können, 

wenn die Voraussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 

III 349 E. 4.2.1). Die Geltung der Offizialmaxime bewirkt zusätzlich, dass das 

Verbot der reformatio in peius (Verschlechterungsverbot) nicht zum Tragen 

kommt (BGE 129 III 417 E. 2.1.1). Trotz Untersuchungs- und Offizialmaxime 

haben die Parteien das Tatsächliche vorzutragen und bei der Sammlung des 

massgebenden Prozessstoffs mitzuwirken (Mitwirkungspflicht; BGer 5A_357/2015 

vom 19. August 2015, E. 4.2; OGer ZH NQ110031 vom 9. August 2011, E. 2.2.1.; 

publ. in: ZR 110 Nr. 80; FamKomm Scheidung/Schweighauser, Anh. ZPO Art. 296 

N 10 f.). Diese Pflicht drängt sich umso mehr auf, wenn der Schuldner eine 

Herabsetzung des von ihm geschuldeten Unterhaltsbeitrags erreichen will (BGE 

128 III 411 E. 3.2.1) sowie bei anwaltlicher Vertretung beider Parteien (OGer ZH 

LY120054 vom 27. Mai 2013, E. 1.5; vgl. auch BGE 141 III 569 E. 2.3.1 f.).  

2.3. Das Eheschutzverfahren ist summarischer Natur (Art. 271 lit. a ZPO). Die 

tatsächlichen Verhältnisse sind daher lediglich glaubhaft zu machen. Das Gericht 

darf weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen 

Beweis verlangen (BGE 120 II 398 E. 4.c). Es muss nicht voll überzeugt werden, 

es reicht aus, wenn für das Vorhandensein der in Frage kommenden Tatsachen 

eine grössere Wahrscheinlichkeit spricht als für das Gegenteil. Den Erörterungen 

über die Berechnung der Unterhaltsbeiträge ist sodann vorauszuschicken, dass 

dieser Entscheid nach Recht und Billigkeit getroffen werden muss und nicht das 

Ergebnis exakter Berechnungen auf genauen Grundlagen darstellen kann (BK-

Meier-Hayoz, Art. 4 ZGB N 71-73). Vielmehr ist der gebührende Unterhaltsbeitrag 

unter Beachtung der konkreten Umstände – insbesondere der wirtschaftlichen 

Verhältnisse der Ehegatten und der Bedürfnisse der Familie – festzusetzen (BK 

ZGB-Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 163 N 21 f.; BK ZGB-Bühler/Spühler, 

Art. 145a N 166 ff.). 

- 15 - 

3. Zustellung des begründeten Urteils zur Unzeit 

3.1. Vorab ist die Rüge des Gesuchsgegners zu beurteilen, wonach ihm die 

Vorinstanz das begründete Urteil zur Unzeit zugestellt und damit sein rechtliches 

Gehör verletzt habe. Hierzu macht der Gesuchsgegner zusammengefasst 

geltend, die begründete Ausfertigung des angefochtenen Urteils sei ihm am 

6. April 2020 zugestellt worden. Damit sei die Berufungsfrist von 10 Tagen 

vollumfänglich in die Osterfeiertage gefallen, weshalb es entsprechend schwierig 

gewesen sei, zusätzliche Bankunterlagen einzufordern. Ausserdem sei – bedingt 

durch die Empfehlungen des Bundesrates im Zusammenhang mit der COVID-19-

Pandemie – eine direkte Besprechung zwischen ihm und seinem Rechtsvertreter 

nicht möglich gewesen, was die Vorbereitung der Berufung zusätzlich 

eingeschränkt habe. Aufgrund all dieser Umstände sei er in der Ergreifung des 

Rechtsmittels behindert gewesen und sein Anspruch auf rechtliches Gehör 

schwer verletzt worden (Urk. 59 S. 6 ff.). 

3.2. Der Zustellungszeitpunkt des begründeten vorinstanzlichen Urteils 

erscheint auf den ersten Blick für den Gesuchsgegner ungünstig, zumal die 

Begründung nach knapp zehn Monaten seit dem Erlass des unbegründeten 

Urteils kurz vor den Osterfeiertagen erfolgte und die Berufungsfrist daher die 

Osterfeiertage mitumfasste. Die Parteien konnten aber vorliegend gestützt auf die 

geltende Untersuchungs- und Offizialmaxime nach Art. 296 ZPO auch dann neue 

Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn die Voraussetzungen nach Art. 317 

Abs. 1 ZPO nicht erfüllt waren (vgl. E.II.2.). Zusätzliche Eingaben erfolgten nicht. 

Der Gesuchsgegner unterliess es sogar, von seinem Replikrecht Gebrauch zu 

machen. Welche zusätzlichen Vorbringen resp. Ergänzungen zu seiner 

Berufungsschrift er hätte geltend machen wollen (vgl. 59 S. 8), ist den Akten nicht 

zu entnehmen. Darauf hingewiesen sei ferner, dass die Parteien angesichts der 

geführten aussergerichtlichen Vergleichsgespräche darum ersuchten, es sei mit 

der Begründung des Urteils noch zuzuwarten (Urk. 43 f.). Schliesslich ist dem 

Gesuchsgegner entgegen zu halten, dass er sowohl das Dispositiv des 

vorinstanzlichen Urteils als auch die von ihm geltend gemachten Noven schon 

lange vor Erhalt des begründeten Urteils kannte. Auch konnten die nach 

- 16 - 

Eröffnung des unbegründeten Urteils entstandenen Noven nicht Eingang in die 

Begründung der Vorinstanz finden. Entsprechend hatte der Gesuchsgegner Zeit, 

um die notwendigen Vorkehrungen für eine allfällige Berufung zu treffen. Nach 

dem Gesagten ist die Rüge des Gesuchsgegners, sein rechtliches Gehör sei 

verletzt worden, gesamthaft betrachtet unbehelflich und nicht hinreichend 

begründet.  

4. Anschlussberufung 

 Zusammen mit ihrer Berufungsantwort erhob die Gesuchstellerin eine 

Anschlussberufung und stellte entsprechende Anträge (Urk. 65). Im 

summarischen Verfahren ist eine Anschlussberufung aber unzulässig (Art. 314 

Abs. 2 ZPO). Demzufolge können mittels Anschlussberufung auch keine Rügen 

vorgebracht werden, welche Streitpunkte des vorliegenden summarischen 

Verfahrens betreffen (vgl. Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, § 16 N 

1443), weshalb auf die mit Eingabe vom 12. Juni 2020 von der Gesuchstellerin 

erhobenen Rechtsbegehren nicht einzutreten ist, sofern die Gesuchstellerin nicht 

die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantragt. Hierunter fallen ihre 

Rechtsbegehren Ziffer 4-8, 11, 13 und 14 (Urk. 65 S. 2 ff.). Vorbehalten bleibt 

Erwägung II.2.2. Die weiteren Rechtsbegehren der Gesuchstellerin (Ziffern 1-3, 9-

10, 12 und 15-20) stellen keine Anschlussberufung dar und sind damit zulässig. 

III. 
(Materielle Beurteilung) 

1. Noven 

1.1. Einleitung 

 Übereinstimmend bringen die Parteien vor, seit Erlass des unbegründeten 

vorinstanzlichen Urteils habe sich der massgebliche Lebenssachverhalt 

wesentlich verändert. Konkret verweisen die Parteien auf die neue Wohnsituation 

der Gesuchstellerin und der Kinder sowie den Verkauf zweier Wohnungen des 

Gesuchsgegners und eines seiner beiden Fahrzeuge. Während sich der 

- 17 - 

Gesuchsgegner auf den Standpunkt stellt, die persönlichen und finanziellen 

Verhältnisse der Parteien hätten sich derart verändert, dass sich der Sachverhalt 

im Berufungsverfahren als völlig neu erweise, geht die Gesuchstellerin davon aus, 

die Veränderungen könnten von der Berufungsinstanz ohne grossen Aufwand 

beachtet werden (Urk. 59 S. 9 f.; Urk. 65 S. 12).  

1.2. Eheliche Wohnung 

1.2.1. Die Vorinstanz wies die eheliche Wohnung an der C._____-Str. ..., 

D._____, der Gesuchstellerin und den Kindern zur alleinigen Benutzung zu 

(Urk. 60 S. 21). Anfangs November 2019 zog die Gesuchstellerin mit den Kindern 

aber aus dieser aus und wohnt nunmehr mit ihnen an der J._____-Str. ..., 

K._____. Von dieser Tatsache ist auszugehen (vgl. Urk. 59 S. 3 und S. 13; 

Urk. 65 S. 10; Urk. 67/2). Wer am Auszug Schuld trägt, ist vorliegend nicht 

massgebend und bedarf keiner weiteren Erörterung. Zu klären sind jedoch die 

verschiedenen Ansprüche und Einwände, welche beide Seiten gestützt auf die 

neue Wohnsitznahme der Gesuchstellerin mit den Kindern geltend machen. 

1.2.2. Der Gesuchsgegner wendet zur neuen Wohnsituation der Gesuchstellerin 

und der Kinder zusammengefasst ein, dass sie an der neuen Adresse nicht 

alleine wohnten, sondern mit dem Freund der Gesuchstellerin namens "L._____". 

Hieraus leitet er ab, dass dem Bedarf der Gesuchstellerin lediglich der reduzierte 

Grundbetrag von Fr. 1'250.– gemäss Ziff. II.2.1 Kreisschreiben der 

Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich zu den Richtlinien 

für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 

16. September 2009 (fortan Kreisschreiben) anzurechnen sei. Ausserdem fielen 

der Gesuchstellerin und den Kindern keine Wohnkosten an, da diese 

ausschliesslich von besagtem Freund bezahlt würden. Das Gleiche gelte für die 

Serafe-Gebühren (Urk. 59 S. 13, S. 17, S. 22 f.). Darüber hinaus seien die 

Fremdbetreuungskosten der Kinder und die Mobilitätskosten der Gesuchstellerin 

unbekannt (Urk. 59 S. 18; S. 22 f. und S. 24). 

1.2.3. Die Gesuchstellerin bestreitet, mit jemandem namens "L._____" 

zusammen zu wohnen (Urk. 65 S. 25). Eine Reduktion des Grundbetrages habe 

- 18 - 

infolge fehlender Wohngemeinschaft resp. eines fehlenden Konkubinates nicht zu 

erfolgen (Urk. 65 S. 27). Die Serafe-Gebühren bezahle sie alleine (Urk. 65 S. 28). 

Für die Fremdbetreuungskosten der Kinder reichte die Gesuchstellerin eine 

Rechnung des Vereins Kinderbetreuung M._____, K._____, vom 26. Mai 2020 

von Fr. 1'295.– (Fr. 678.– für E._____ und Fr. 617.– für F._____) für die Zeit vom 

1. Februar 2020 bis 31. März 2020 ein (Urk. 65 S. 25; Urk. 67/6, vgl. zudem 

Urk. 67/8-9). 

1.2.4. Im eingereichten Mietvertrag vom 17. Oktober 2019 wurde nebst der 

Gesuchstellerin als Mieterin N._____, der Vater der Gesuchstellerin (vgl. Urk. 3/2 

S. 2), als Solidarhafter aufgenommen (Urk. 67/2). Der Gesuchsgegner unterliess 

es, seine bestrittene Behauptung zum Konkubinat näher zu substantiieren. 

Anhaltspunkte, welche für die Behauptung des Gesuchsgegners sprechen, sind 

den Akten nicht zu entnehmen. Es erscheint daher glaubhaft, dass die 

Gesuchstellerin gegenwärtig nicht in einer Hausgemeinschaft mit einer 

erwachsenen Person lebt und ihr die geltend gemachten Mietkosten und die 

üblichen Serafe-Gebühr anfallen. Weiter ist festzuhalten, dass beide Parteien 

davon ausgehen, der Gesuchstellerin fielen Mobilitätskosten an (Urk. 59 S. 18; 

Urk. 65 S. 28). Die aktuellen Hortkosten für die gemeinsamen Kindern am neuen 

Wohnort wurden von der Gesuchstellerin im Berufungsverfahren ausgewiesen 

(Urk. 67/6). Eine ausführliche persönliche Befragung der Gesuchstellerin unter 

Einbezug von Ergänzungsfragen und allfälligen Editionsbegehren des 

Gesuchsgegners, wie er es in seiner Berufungsschrift zur neuen Wohnsituation 

der Gesuchstellerin begehrte (Urk. 59 S. 13), drängt sich – auch im 

Zusammenhang mit den Kinderbelangen – bei dieser Ausgangslage nicht auf. 

Schliesslich machte der Gesuchsgegner von seinem Replikrecht keinen 

Gebrauch und reichte auch keine anderweitigen Eingaben zu den materiellen 

Vorbringen der Gesuchstellerin ein. Auf die unbestritten gebliebenen und 

glaubhaft gemachten Vorbringen der Gesuchstellerin kann abgestellt werden (vgl. 

E. I.2. sowie BSK ZPO-Mazan/Steck, Art. 296 N 15). Die neue Wohnsituation der 

Gesuchstellerin und der Kinder ist nachfolgend bei der Zuteilung der ehemals 

ehelichen Liegenschaft (vgl. E.III.4.) sowie beim Unterhalt, insbesondere bei der 

- 19 - 

Bedarfsberechnung für die Gesuchstellerin (vgl. E.III.5.3.) und die Kinder 

(vgl. E.III.5.4.), zu beachten. 

1.3. Verkauf der Liegenschaften an der C._____-Str. ..., D._____, und an der 

O._____-Str. ..., P._____ 

1.3.1. Der Gesuchsgegner macht geltend, er habe – wie bereits gegenüber der 

Vorinstanz angekündigt – auf Druck der Zürcher Kantonalbank eine seiner beiden 

Wohnungen an der C._____-Str. ..., D._____, zur Schuldentilgung verkaufen 

müssen (Urk. 59 S. 25 ff.). Hierzu reichte er den Kaufvertrag vom 4. September 

2019 ein (Urk. 62/3). Ausserdem habe er im vorinstanzlichen Verfahren geltend 

gemacht, das Atelier an der O._____-Str. ..., P._____, verkauft zu haben, wie dies 

dem – im Berufungsverfahren eingereichten – Kaufvertrag vom 19. Dezember 

2018 entnommen werden könne (Urk. 62/5). Da er nicht davon ausgegangen sei, 

dass der Verkauf an der Hauptverhandlung bestritten werde, habe er keine 

entsprechende Urkunden mitgenommen (Urk. 59 S. 27). 

1.3.2. Aufgrund der vorliegend anwendbaren Untersuchungsmaxime sind die 

nunmehr durch Urkunden glaubhaft gemachten Verkäufe bei der 

Einkommensberechnung des Gesuchsgegners zu berücksichtigen (vgl. 

E.III.5.2.2.). Aus dem gleichen Grund und mangels anderweitiger Begründung ist 

dem Begehren der Gesuchstellerin nicht zu folgen, wonach der Kaufvertrag 

betreffend das Atelier (Urk. 62/5) aus den Akten zu weisen sei (Urk. 65 S. 33). 

1.4. Verkauf Porsche 911 

 Übereinstimmend bringen die Parteien weiter vor, der Gesuchsgegner 

habe zwischenzeitlich den Porsche 911 verkauft, welcher ihm von der Vorinstanz 

zusammen mit dem Porsche Macan zur alleinigen Benutzung und Bezahlung für 

die Dauer des Getrenntlebens zugewiesen worden sei (Urk. 59 S. 21; Urk. 65 

S. 26; Urk. 60 S. 62). Von dieser Tatsache ist auszugehen. Ob nun als Folge des 

Verkaufs dem verbliebenen Porsche Macan Kompetenzqualität zukommt und die 

Leasingkosten vollständig dem Bedarf des Gesuchsgegners anzurechnen sind, 

- 20 - 

wie er dies behauptet (Urk. 59 S. 20 f.), ist im Rahmen seiner Bedarfsberechnung 

zu erörtern (vgl. E. III.5.3.7.). 

1.5. Würdigung  

 Die glaubhaft gemachten veränderten Verhältnisse sind im 

Berufungsverfahren zu berücksichtigen (Art. 317 Ab. 1 ZPO; BGE 144 III 349 

E. 4.2.1), weshalb eine Rückweisung der Sache allein aufgrund der 

vorgebrachten Noven, wie dies der Gesuchsgegner mit seinem Hauptantrag 

fordert, nicht zu erfolgen hat (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Bemängelung 

des Gesuchgegners, es liege in Bezug auf die Noven ein eingeschränkter 

Instanzenzug vor, ist dahingehend unbegründet, als dies im Berufungsverfahren 

systemimmanent ist. Ausserdem kommt vorliegend dem Beschleunigungsgebot 

besondere Bedeutung zu, nachdem seit Erlass des erstinstanzlichen Urteils über 

ein Jahr verstrichen ist, was vorwiegend auf die aussergerichtlichen 

Vergleichsgespräche der Parteien zurück zu führen ist. 

2. Obhut 

2.1. Bei der Obhutszuteilung setzte sich die Vorinstanz eingehend mit der 

Erziehungsfähigkeit der Parteien und der Stabilität und Kontinuität der 

Betreuungsverhältnisse auseinander (Urk. 60 S. 1 ff.). Dabei kam sie zum 

Schluss, dass von der Erziehungsfähigkeit beider Parteien auszugehen sei. Die 

Familie habe bis anhin keinen Alltag gelebt, welcher sich ohne Weiteres in das 

Modell der alternierenden Obhut überführen liesse. So sei der Gesuchsgegner 

fast vollständig für das Familieneinkommen aufgekommen und habe auch nach 

der Trennung für den finanziellen Unterhalt zu sorgen. Im Sinne der Kontinuität 

und Stabilität sei daher der Zuteilung der Obhut über die Kinder an die 

Gesuchstellerin der Vorrang zu geben. Dabei sei nicht unbeachtlich, dass sich an 

der Art der Beweisführung und den gegenseitigen Anschuldigungen des Alkohol- 

und Drogenkonsums auf ein feindseliges, zumindest aber sehr belastetes 

Verhältnis zwischen den Parteien schliessen lasse, weshalb die Ausübung der 

alternierenden Obhut unrealistisch erscheine (Urk. 60 S. 16).  

- 21 - 

2.2. Den Erwägungen der Vorinstanz hält der Gesuchsgegner entgegen, beide 

Kinder seien im schulpflichtigen Alter, weshalb auch die schulischen Verhältnisse 

und die Betreuung während den schulfreien Zeiträumen in die Prüfung 

einzubeziehen seien, was wiederum von der Zuteilung der ehelichen Wohnung 

abhänge. Die eheliche Liegenschaft sei aus diesen Gründen von der Vorinstanz 

der Gesuchstellerin zugewiesen worden (Urk. 59 S. 12). Seit Ende September 

2019 habe die Gesuchstellerin diese jedoch verlassen und wohne mit den 

Kindern in K._____/AG. Weitere Umstände der derzeitigen Wohn- und 

Lebensgestaltung der Gesuchstellerin und der Kinder, insbesondere die 

Schulsituation, die sozialen Netzwerke und die Betreuungsverhältnisse der 

Kinder, seien ihm unbekannt. Das Gleiche gelte für das Gericht, weshalb es diese 

Umstände zu erforschen habe. Dazu gehöre die Regelung des persönlichen, 

betreuerischen und schulischen Umfelds der Kinder. Im Übrigen behalte er sich 

ergänzende Anträge nach gerichtlicher Erforschung der heutigen 

kindesrelevanten Umstände, namentlich zur Obhutszuteilung sowie zum 

Besuchs- und Betreuungsrecht der jeweils betroffenen Partei ausdrücklich vor 

(Urk. 59 S. 13 f.). 

2.3. Die Gesuchstellerin hält dagegen, ihr sei die alleinige Obhut über die 

Kinder zu belassen. Der Gesuchsgegner gebe keine sachlichen Gründe kund, 

weshalb die Obhut geändert werden solle. Ausserdem sei eine alternierende 

Obhut nicht möglich, da die Parteien zu weit auseinander wohnten (Urk. 65 S. 13 

und S. 24). Zur neuen Wohnsituation der Kinder bringt die Gesuchstellerin 

schliesslich vor, sie seien sehr glücklich und hätten bereits gute Schulfreunde und 

Freunde in der Umgebung gefunden. Sie, die Gesuchstellerin, verfüge für 

Notfallsituationen über ein wertvolles, soziales Netzwerk am neuen Wohnort. Eine 

gute Freundin und deren Eltern, gute Nachbarn sowie ihre eigenen Eltern könnten 

in der Not einspringen resp. helfen. Am Montag, Dienstag, und Donnerstag 

gingen beide Kinder in den Hort, was sie sehr gerne täten (Urk. 65 S. 25). 

2.4. Für die grundsätzlichen Prämissen zur Obhutszuteilung kann auf die 

zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen und die dort aufgeführten Zitate aus 

Lehre und Rechtsprechung verwiesen werden (Urk. 60 S. 11 ff.).  

- 22 - 

2.5.  Wie die Gesuchstellerin zutreffend ausführte (Urk. 59 S. 13), sind der 

Berufungsschrift des Gesuchsgegners keine sachlichen Gründe zu entnehmen, 

die eine Änderung der Obhut über die Kinder rechtfertigen würden. Floskelhaft 

verweist der Gesuchsgegner auf die schulischen Verhältnisse und 

Betreuungsbedürfnisse der Kinder während den schulfreien Zeiträumen, um 

sogleich die Zuweisung der ehemals ehelichen Liegenschaft zu thematisieren. Zu 

den neuen Ausführungen der Gesuchstellerin betreffend das soziale Umfeld und 

die Betreuung der Kinder liess er sich nicht vernehmen. Anhaltspunkte für eine 

weitergehende Erforschung der kinderrelevanten Umstände stehen keine im 

Raum. Die Anträge des Gesuchsgegners, wonach die vorinstanzliche 

Obhutszuteilung abzuändern sei, sind unbegründet und damit abzuweisen.  

3. Persönlicher Verkehr 

3.1. Für den Fall, dass der Gesuchstellerin die alleinige Obhut über die 

gemeinsamen Kindern belassen werde, beantragt der Gesuchsgegner, es sei ihm 

das Besuchs- und Betreuungsrecht entsprechend dem vorinstanzlichen Urteil 

zuzusprechen (Urk. 59 S. 3). Hiergegen wendet die Gesuchstellerin ein, der von 

der Vorinstanz bestimmte Betreuungstag unter der Woche sei nicht praktikabel, 

weil der Gesuchsgegner im Kanton Zürich und sie zusammen mit den Kindern im 

Kanton Aargau wohne. Zudem arbeite der Gesuchsgegner in der ganzen 

Schweiz, weswegen er eine regelmässige Betreuung mit einem zusätzlichen Tag 

nie bewerkstelligen könne. Er habe diesen Tag auch nie genützt, selbst zu der 

Zeit nicht, als sie noch in der ehelichen Wohnung gewohnt hätten (Urk. 65 S. 13 

und S. 24). 

3.2. Im Zusammenhang mit der erweiterten Besuchsrechtsregelung erwog die 

Vorinstanz, dass ein regelmässiger Kontakt zum nicht obhutsberechtigten 

Elternteil zu gewährleisten sei, soweit es dem Kindeswohl nicht entgegenstehe. 

Die um einen zusätzlichen Tag unter der Woche erweiterte 

Besuchsrechtsregelung könne demnach nur durchgeführt werden, wenn der 

Gesuchsteller [recte Gesuchsgegner] in einem zu den Kindern nahe gelegenen 

Ort wohne, so dass das Kindeswohl nicht beeinträchtigt werde. In Anbetracht der 

- 23 - 

beidseitigen Erziehungsfähigkeit seien die Parteien zu berechtigen, im 

gegenseitigen Einverständnis von dieser Besuchsrechtsregelung abzuweichen 

(Urk. 60 S. 17 f.). 

3.3. Eine Einschränkung der vorinstanzlichen Besuchsrechtsregelung drängt 

sich insofern nicht auf, als die Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien mit 

gut 20 Kilometern nicht derart gross ist, als dass dadurch das Kindswohl 

gefährdet würde. Ausserdem sind die Betreuungstage unter der Woche 

angesichts der Möglichkeit zur selbständigen Arbeitseinteilung ohne weiteres zu 

bewerkstelligen.  

4. Zuweisung der ehelichen Wohnung 

4.1. Seinen Antrag, die eheliche Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens 

ihm zuzuweisen, begründet der Gesuchsgegner allein damit, dass die 

Gesuchstellerin diese verlassen und mit den Kindern eine neue Wohnung in 

K._____/AG bezogen habe (Urk. 59 S. 3 und S. 13).  

4.2. Die Gesuchstellerin hält dagegen, ihr Auszug mit den Kindern habe nicht 

zur Folge, dass der Gesuchsgegner das 6.5-Zimmer-Einfamilienhaus für sich 

alleine benutzen dürfe. So habe die Vorinstanz seinem Bedarf Fr. 2'000.– für 

Wohnkosten angerechnet. Die Liegenschaft könne stattdessen für monatlich 

Fr. 8'000.– vermietet werden, wovon ihr Fr. 2'000.– zukommen sollten (Urk. 65 

S. 10). 

4.3. Die Zuweisung der ehelichen Wohnung an die Gesuchstellerin begründete 

die Vorinstanz mit der Beibehaltung der Schulsituation und der sozialen 

Netzwerke der Kinder zumindest während der Dauer des Getrenntlebens (Urk. 60 

S. 21). Dieses Ziel ist mit dem Wegzug der Gesuchstellerin und der Kinder 

überholt. Auch ist den Ausführungen der Gesuchstellerin zu entnehmen, dass sie 

nicht beabsichtigt, demnächst wieder zurück in die eheliche Wohnung zu ziehen, 

da die Kinder bereits in K._____/AG eingeschult seien und sie sich um ihre 

Fremdbetreuung gekümmert habe (vgl. E. III.2.3.). Die Wohnungszuweisung der 

Vorinstanz resp. das Anrecht der Gesuchstellerin auf alleinige Nutzung der 

- 24 - 

ehelichen Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens ist daher nicht weiter zu 

schützen und die Liegenschaft an der C._____-Str. ..., D._____, für die Dauer des 

Getrenntlebens ab dem 1. November 2019 dem Gesuchsgegner zur alleinigen 

Benutzung zuzuweisen. 

4.4. Eine Vormerknahme des Auszugs der Gesuchstellerin, wie dies der 

Gesuchsgegner beantragt hat (Urk. 59 S. 3), ist nicht angezeigt, zumal er seinen 

Antrag weder begründete noch eine Notwendigkeit hierfür ersichtlich ist. 

4.5. Nach Darstellung der Gesuchstellerin konnte sie nach ihrem Auszug nur 

diejenigen Gegenstände mitnehmen, die ihr der Gesuchsgegner gestattete 

(Urk. 65 S. 23). Dass ihr weitere Gegenstände des Mobiliars oder des Hausrates 

zuzuweisen seien, macht sie jedoch nicht geltend. Stattdessen beantragt sie, dem 

Gesuchsgegner sei die eheliche Wohnung samt zurückgebliebenem Hausrat und 

Mobiliar - mit Ausnahme ihrer persönlichen Gegenstände und denjenigen der 

beiden Kinder – zuzuweisen (Urk. 65 S. 3). Hierauf kann abgestellt werden. 

4.6. Als Folge der neuen Wohnungszuweisung ist auch die Dispositiv-Ziffer 6 

des angefochtenen Urteils, wonach der Gesuchsgegner die eheliche Liegenschaft 

bis spätestens am 1. September 2019 hätte verlassen müssen, ersatzlos zu 

streichen. Auf den Umstand, dass der Gesuchsgegner der vorinstanzlichen 

Vorgabe nicht Folge leistete, was unbestritten ist (Urk. 59 S. 19; Urk. 65 S. 35), ist 

vorliegend nicht näher einzugehen. 

5. Unterhalt 

5.1. Ausgangslage 

5.1.1. Die Vorinstanz hat den Gesuchsgegner gestützt auf die zweistufige 

Berechnungsmethode verpflichtet, der Gesuchstellerin einen monatlichen 

Unterhaltsbeitrag für sich persönlich von Fr. 746.– zu bezahlen. Weiter setzte die 

Vorinstanz für die gemeinsame Tochter E._____ einen monatlichen 

Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'406.– (Barunterhalt inkl. Überschussanteil) und für den 

gemeinsamen Sohn F._____ einen solchen von Fr. 3'273.– (Fr. 1'309.– 

Barunterhalt inkl. Überschussanteil und Fr. 1'964.– Betreuungsunterhalt) fest. Der 

- 25 - 

Unterhaltsberechnung legte sie einen Bedarf der Gesuchstellerin von Fr. 4'507.– 

sowie einen solchen für E._____ von Fr. 1'519.– und für F._____ von Fr. 1'422.– 

zu Grunde. Weiter ging sie von einem hypothetischen Einkommen der 

Gesuchstellerin von Fr. 2'000.– pro Monat aus. Dem Gesuchsgegner rechnete sie 

ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 5'800.– sowie ein 

Nettoeinkommen aus Liegenschaften von Fr. 4'769.– an. Seinen Bedarf bezifferte 

sie auf Fr. 4'942.– (Urk. 60 S. 62 f.). 

5.1.2. Den von der Vorinstanz zugesprochenen Kinder- und 

Ehegattenunterhaltsbeiträgen hält der Gesuchsgegner entgegen, die finanziellen 

Verhältnisse hätten sich seit Erlass des angefochtenen Urteils derart veränderten, 

dass eine Neubeurteilung zu erfolgen habe (Urk. 59 S. 14). 

5.1.3.  Wie bereits vorgängig erwogen, verfügt der Gesuchsgegner nur noch über 

eine Wohnung an der C._____-Str. ..., D._____, da er die Attika-Wohnung am 

4. September 2019 verkaufte. Ausserdem war das Atelier an der O._____-Str. ..., 

P._____, bereits im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils verkauft (vgl. E. III.1.3.; 

Urk. 61/3 und /5). Entsprechend ist sein Mietertrag anzupassen und aufgrund der 

neuen Zuweisung der ehelichen Wohnung ein zusätzliches hypothetisches 

Mieteinkommen anzurechnen (vgl. E.III.5.2.5.). Darüber hinaus bemängelte der 

Gesuchsgegner diverse Bedarfspositionen, auf welche nachfolgend einzugehen 

ist. 

5.1.4. Da sich die neue Wohnsituation der Parteien auf die Unterhaltsberechnung 

auswirkt, sind nunmehr drei Phasen zu beurteilen. Die erste Phase beginnt – wie 

von der Vorinstanz bestimmt (vgl. Urk. 60 S. 51) und von den Parteien nicht 

bemängelt – am 1. Juli 2019 und dauert bis zum Auszug der Gesuchstellerin mit 

den gemeinsamen Kindern aus der ehelichen Wohnung am 31. Oktober 2019. 

Die zweite Phase umfasst die Zeit, in welcher der Gesuchsgegner die eheliche 

Wohnung alleine nutzt, und zwar vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2020. 

Ab 1. November 2020 beginnt schliesslich die dritte Phase, in welcher dem 

Gesuchsgegner ein zusätzliches hypothetisches Einkommen aus der Vermietung 

der ehemals ehelichen Wohnung als zumutbar anzurechnen ist (vgl. E.III. 5.2.3.). 

- 26 - 

5.2. Einkommen Gesuchsgegner 

5.2.1. Parteivorbringen 

 a) Der Gesuchsgegner bringt zusammengefasst vor, der Verkauf des 

Ateliers in P._____ und der Attika-Wohnung in D._____ habe dazu geführt, dass 

seine monatlichen Mieteinnahmen aus der ihm verbliebenen Wohnung nach 

Abzug der anrechenbaren Nebenkosten von Fr. 500.– vor Steuern und 

Hypothekarzinsen nur Fr. 4'000.– betrügen. Aus dem Ferienhaus im Tessin 

resultiere kein Einkommen. Das Gleiche gelte für die eheliche Wohnung, da die 

Gesuchstellerin ausgezogen sei und nicht mehr zur Leistung eines 

Kostenbeitrages zu verpflichten sei. Im Weiteren sei die von der Vorinstanz 

erfolgte Anrechnung eines hypothetischen Einkommens nicht angebracht, 

stattdessen sei von einem effektiven durchschnittlichen Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 4'000.– bis Fr. 5'000.– auszugehen. Von 

seinem Gesamteinkommen seien sodann die Hypothekarzinsen sämtlicher 

Immobilien von monatlich Fr. 4'680.– abzuziehen. Dass bei dieser Sachlage von 

einem schweren Mankofall auszugehen sei, bedürfe keiner weiteren Begründung. 

Es sei ferner zu beachten, dass er auch keine freien Aktiven verwerten könne, 

weshalb sich die Annahme eines hypothetischen Einkommens von vornherein 

mangels verfügbaren Mitteln (Einkommen oder Vermögen) verbiete (Urk. 59 S. 28 

ff.). 

 b) Die Gesuchstellerin hält zusammengefasst dagegen, der 

Gesuchsgegner könne aus dem Umstand, dass er zwei Wohnungen verkauft 

habe, nichts für sich ableiten, da er neu die ehemals eheliche Wohnung für 

Fr. 8'000.– pro Monat vermieten könne. Zum Ferienhaus im Tessin bringt die 

Gesuchstellerin vor, die Annahmen der Vorinstanz seien korrekt und das damit 

verbundene Quantitativ moderat festgesetzt worden. Dem Gesuchsgegner sei 

weiterhin ein zusätzliches hypothetisches Einkommen aus Erwerbstätigkeit von 

Fr. 5'800.– anzurechnen, welches von der Vorinstanz ebenfalls moderat 

festgelegt worden sei (Urk. 65 S. 32 ff.). 

- 27 - 

5.2.2. Nettomieteinnahmen: C._____-Str. ..., D._____ 

 a) Die monatlichen Bruttomieterträge des Gesuchsgegners aus der 

verbliebenen Wohnung an der C._____-Str. ..., D._____, belaufen sich auf 

Fr. 4'500.– (Urk. 59 S. 26; Urk. 34/8). Die Neben- bzw. Unterhaltskosten beziffert 

der Gesuchsgegner auf monatlich Fr. 500.– (Urk. 59 S. 26). Dies erscheint 

glaubhaft, zumal es unter der zulässigen Pauschale für Steuerzwecke liegt und er 

gegenüber der Vorinstanz für beide Wohnungen, den doppelten Betrag geltend 

machte (Urk. 60 S. 44). Die auf die Wohnung entfallenden Hypothekarzinse 

betragen gegenwärtig pro Jahr Fr. 25'779.– (2% * Fr. 216'000.– + 2.45% * 

Fr. 270'000.– + 2.6% * Fr. 358'500.– + 2.1% * Fr. 263'000.–; Urk. 62/7 i.V.m. 

Urk. 34/5), woraus eine monatliche Hypothekarzinsbelastung von Fr. 2'148.25 

resultiert (Fr. 25'779.–/12). Die monatlichen Nettoeinnahmen aus der UG-

Wohnung an der C._____-Str. ..., D._____, belaufen sich folglich für alle drei 

Phasen auf rund Fr. 1'852.– (Fr. 4'500.– minus Fr. 500.– minus Fr. 2'148.25). 

 b) Zusätzlich ist in der ersten Phase der Nettomietertrag aus der 

ehemaligen Attika-Wohnung des Gesuchsgegners an der C._____-Str. ..., 

D._____, bis zum Verkauf am 4. September 2019 zu berücksichtigen. Dass diese 

Wohnung im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils für Fr. 4'060.– vermietet war, 

hielt der Gesuchsgegner selbst fest (Urk. 59 S. 24). Es sind ihm dabei 

Mieteinnahmen bis zum Verkauf und damit für zwei Monate (Juli und August 

2019) anzurechnen. Weiter rechtfertigt es sich, für die kurze erste Phase die 

Mieteinnahmen gleichmässig auf die vier Monate zu verteilen. Hierfür spricht 

letztlich auch der Umstand, dass sich die Festsetzung des Unterhalts allgemein 

einer exakten Berechnung entzieht und massgeblich auch vom gerichtlichen 

Ermessen abhängt (vgl. E.II.2.3.). Abzüglich der monatlichen Nebenkosten von 

Fr. 500.– (Urk. 60 S. 41) und den monatlichen Hypothekarzinsen von Fr. 1'840.75 

([2.45% * Fr. 100'000.– + 2.1% * Fr. 459'000.– + 2.5% * Fr. 300'000.– + 2.5% * 

100'000.–] / 12; Urk. 34/4) ergibt dies ein monatliches Nettomieteinkommen für 

Juli und August 2019 von je Fr. 1'719.25 (Fr. 4'060.– minus Fr. 500.– minus 

Fr. 1'840.75). Entsprechend den vorangegangenen Ausführungen sind dem 

Gesuchsgegner in der ersten Phase monatlich zusätzliche Nettoeinnahmen aus 

- 28 - 

der Attika-Wohnung an der C._____-Str. ..., D._____, von rund Fr. 860.– (2 * 

Fr. 1'719.25 / 4) anzurechnen. 

5.2.3. Hypothetische Mieteinnahmen: C._____-Str. ..., D._____ 

 a) Der Gesuchsgegner blieb entgegen der vorinstanzlichen Anweisung in 

der ehelichen Wohnung, was unbestritten ist (Urk. 59 S. 19). Somit stand ihm seit 

Auszug der Gesuchstellerin eine 6.5-Zimmer-Liegenschaft zur Verfügung, in der 

ehedem die Familie lebte und somit vier Personen. Es ist ohne Weiteres 

ersichtlich, dass die Wohnverhältnisse des Gesuchsgegners nicht dem 

Lebensstandard der Parteien vor der Trennung entsprechen. Ein Aufrechterhalten 

dieses gehobenen Wohnstandards wäre dem Gesuchsgegner nur zuzubilligen, 

wenn er seinen familiären Unterhaltspflichten nachkommen könnte. Er bringt 

jedoch selbst vor, dies nicht zu vermögen (Urk. 59 S. 32). 

 b) Nach Art. 163 ZGB sind die Parteien verpflichtet gemeinsam, ein jeder 

nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt zu sorgen. Dies beinhaltet, 

dass sie die ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel ausschöpfen, 

sofern es für sie möglich und zumutbar ist. Dies gilt umso mehr, wenn die 

bisherigen Einkommen beider Ehegatten zur Bedarfsdeckung nach der Trennung 

nicht ausreichen. Bereits in der vorinstanzlichen persönlichen Befragung erklärte 

der Gesuchsgegner, er würde bei einer Zuweisung der ehelichen Wohnung diese 

nicht persönlich nutzen wollen, sondern sie möglichst schnell renovieren, um sie 

im Anschluss vermieten zu können (Prot. I S. 24 f. und S. 34). Auch die 

Gesuchstellerin fordert in der Berufungsantwort mehrfach, dass aufgrund der 

finanziellen Situation der Parteien die eheliche Wohnung vermietet werde (vgl. 

exemplarisch Urk. 65 S. 10). 

 c) Während die Gesuchstellerin ohne nähere Begründung zwei 

Mietangebote von Fr. 11'550.– resp. Fr. 7'340.– für Liegenschaften in D._____ 

sowie Q._____ einreicht (Urk. 37/7/1-2) und vorbringt, die eheliche Wohnung 

könne für mindestens Fr. 8'000.– vermietet werden (Urk. 65 S. 10 und 12), ging 

der Gesuchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren von einem Mietpreis von 

Fr. 6'500.– aus (Prot. I S. 34). Der vom Gesuchsgegner angegebene Mietpreis 

- 29 - 

erscheint dahingehend realistisch, als nicht der bestmögliche Mietzins zu 

berücksichtigen ist, sondern ein innerhalb der gebotenen Zeit zumutbarer und 

realisierbarer. Ausserdem ist es fraglich, ob die von der Gesuchstellerin 

vorgebrachten Mietobjekte mit der ehelichen Wohnung gleichgestellt werden 

können, zumal das teurere Objekt mit einer Panoramasicht über den Zürichsee 

aufwarten kann und das andere sich nicht in D._____, sondern in Q._____ 

befindet. Vom erzielbaren monatlichen Bruttomietertrag von Fr. 6'500.– sind die 

Neben- bzw. Unterhaltskosten abzuziehen. Hierbei kann auf die Ausführungen 

der Vorinstanz abgestellt und von Nebenkosten in der Höhe von Fr. 781.65 

ausgegangen werden (vgl. Urk. 60 S. 26 f.). Ebenso sind die monatlichen 

Hypothekarzinsen von rund Fr. 2'030.– ([1.07% * Fr. 100'000.– + 2% * 350'000.– 

+ 2.2% * Fr. 570'000.– + 2.1% * Fr. 178'500.–] / 12; Urk. 62/7) ausgewiesen. Die 

monatlichen hypothetisch erzielbaren Nettomieteinnahmen aus der Liegenschaft 

an der C._____-Str. ..., D._____, belaufen sich folglich gerundet auf Fr. 3'690.– 

pro Monat (Fr. 6'500.– minus Fr. 781.65 minus Fr. 2'030.–). 

 d) Im Weiteren ist zu beachten, dass das Gericht der Partei hinreichend 

Zeit zu belassen hat, wenn es durch Anrechnung eines hypothetischen 

Einkommens ein Umstellung der Lebensverhältnisse verlangt (vgl. FamKomm 

Scheidung/Schwenzer/Büchler, Art. 125 N 23). Die Gesuchstellerin fordert, dass 

dem Gesuchsgegner allerspätestens ab 1. Oktober 2020 die Vermietung der 

ehemals ehelichen Wohnung an eine Drittperson angerechnet werde. Da dem 

Gesuchsgegner aber erst mit vorliegendem Urteil, die eheliche Wohnung 

zugewiesen wird und er entsprechend Vorkehrungen zur Vermietung erst noch zu 

treffen hat, erscheint es gerechtfertigt und zumutbar, von einer Vermietung ab 

1. November 2020 auszugehen und dem Gesuchsgegner ab diesem Datum 

zusätzliche hypothetische Mieteinnahmen aus der Liegenschaft an der C._____-

Str. ..., D._____, von monatlich Fr. 3'690.– anzurechnen. 

5.2.4. Ferienhaus 

 Die Erwägungen der Vorinstanz betreffend eines fehlenden 

Nettomieteinkommens für das Ferienhaus im Tessin wurden von den Parteien 

nicht bemängelt (Urk. 59 S. 28; Urk. 65 S. 33). Anhaltspunkte, die Zweifel an der 

- 30 - 

Richtigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen erwecken könnten, sind den Akten 

nicht zu entnehmen. Es bleibt somit bei der vorinstanzlichen 

Sachverhaltsfeststellung, wonach der Gesuchsgegner keine Nettomieteinnahmen 

aus dem Ferienhaus im Tessin erwirtschaftet.  

5.2.5. Hypothetisches Einkommen aus (un-)selbständiger Erwerbstätigkeit 

 a) Hinsichtlich des Erwerbseinkommens des Gesuchsgegners zog die 

Vorinstanz zusammengefasst in Erwägung, dass das von ihm selber geltend 

gemachte monatliche Einkommen von Fr. 1'416.60 zur Deckung des Bedarfs der 

Familie auch unter Berücksichtigung des Einkommens der Gesuchstellerin nicht 

ausreiche. Seine Ausführungen, wonach sein geringes Einkommen aus (un-) 

selbständiger Erwerbstätigkeit allein auf den schlechten Geschäftsgang der 

G._____ GmbH zurückzuführen sei, erachtete sie nicht als glaubhaft. So habe er 

selbst bei der persönlichen Befragung ausgeführt, aufgrund der privaten Situation 

sich nicht mehr auf die Arbeit zu fokussieren sowie zwischen Fr. 5'000.– und 

Fr. 6'000.– verdienen zu können, würde er sich wieder vollständig seiner Arbeit 

widmen. Die Ausführungen der Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner weigere sich 

zurzeit, einem Vollzeitpensum nachzugehen, erachtete sie daher als glaubhaft. 

Ausserdem ergäbe sich ein ähnliches Einkommen, wenn auf statistische Daten 

zurückgegriffen würde, wie sie der Lohnberechnungsplattform des Bundes 

(Salarium) zu entnehmen seien. Da das vom Gesuchsteller selbst aufgeführte 

Einkommen zur Deckung des familiären Bedarfs ausreiche und noch nicht einmal 

eine Umstellung der beruflichen Verhältnisse des Gesuchsgegners notwendig 

seien, erscheine eine Orientierung an dem vom Gesuchsgegner selbst 

vorgebrachten Einkommen als angemessen. Entsprechend rechnete die 

Vorinstanz ihm ein hypothetische Nettoeinkommen von Fr. 5'800.– an (Urk. 60 

S. 46 ff.). 

 b) Der Gesuchsgegner rügt zusammengefasst, er habe nicht einmal einen 

Arbeitsvertrag und keinen festen Lohn, sondern nur sehr bescheidene Einkünfte 

aus Verkaufsprovisionen. Die Vorinstanz habe lediglich die unwahren 

Behauptungen der Gesuchstellerin übernommen, wonach er nicht einer 

Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehe. Ausserdem habe sie sich auf statistische 

- 31 - 

Daten des Bundes berufen und so ein hypothetisches Einkommen für ihn 

errechnet. Er habe aber nur beschränkte Möglichkeiten, sein Einkommen 

überhaut zu erwirtschaften oder gar zu steigern. Er sei seit jeher selbständig 

erwerbend und als Aussendienstverkäufer tätig. Einen Berufsabschluss habe er 

nicht. Eine unselbständige Erwerbstätigkeit komme für ihn nicht in Frage, da ihn 

aufgrund seines Alters niemand einstellen würde. Ab November 2019 habe er 

eine alte noch in seinem Alleinbesitz stehende Gesellschaft, die R._____ GmbH, 

reaktiviert. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben würden über das einzige 

Firmenkonto dieser Gesellschaft bei der Zürcher Kantonalbank abgewickelt. 

Ausgehend vom bisherigen Geschäftsverlauf ab November 2019 rechne er mit 

einem durchschnittlichen Monatseinkommen von rund Fr. 4'000.– bis Fr. 5'000.–, 

wobei diese Erwartungen durch die Coronaproblematik und die damit verbundene 

Tatsache, dass die Kunden ihrerseits notleidend geworden seien und der Verkauf 

stagniere, nur längerfristig realistisch werden dürfte (Urk. 59 S. 29 f.). 

 c) Die Gesuchstellerin hält dem entgegen, dem Gesuchsgegner sei ein 

hypothetisches Einkommen von mindestens Fr. 5'800.– im Rahmen der 

bisherigen Selbständigkeit oder als angestellter Mitarbeiter im Aussendienst 

anzurechnen. Anhand der gewährten Hypotheken seitens der Bank und dem 

bisherigen Lebensstandard, sei ersichtlich, dass die Vorinstanz eher ein zu 

moderates hypothetisches Einkommen festgelegt habe (Urk. 65 S. 32). 

 d) Offensichtlich setzt sich der Gesuchsgegner nicht substantiiert mit den 

vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Für die Bestimmung seines 

hypothetischen Einkommens ist es unerheblich, ob er aktuell als Angestellter oder 

als Selbständiger sein Einkommen erwirtschaftet. Unzutreffend ist sodann, dass 

die Vorinstanz lediglich auf die Behauptungen der Gesuchstellerin abstellte. So 

setzte sie sich mit den Vorbringen beider Parteien auseinander, wobei zu 

beachten ist, dass der Gesuchsgegner selbst von einem höheren Einkommen 

ausging, sofern er sich vollständig der Arbeit widmen würde. Die statistischen 

Daten des Bundes wurden nur beigezogen, um die Aussagen des 

Gesuchsgegners zur Einkommenshöhe zu überprüfen. Die weiteren Einwände 

des Gesuchsgegners, wonach seine Möglichkeiten zur Erwirtschaftung oder 

- 32 - 

Steigerung seines Einkommens beschränkt seien, stehen im Widerspruch zu 

seinen Aussagen gegenüber der Vorinstanz. Sie sind ebenfalls unbehelflich, da 

die Vorinstanz nicht davon ausging, er habe seine beruflichen Verhältnisse 

umzustellen, sondern vielmehr – wie er es selbst aussagte – sich wieder 

vollständig seiner Arbeit zu widmen. Auch der Verweis auf das Geschäftskonto ist 

untauglich, zumal auf ein hypothetisches und nicht auf das effektive Einkommen 

abgestellt wird. Allgemein reicht es nicht aus, einen Kontoauszug zu einem 

Bankkonto ohne weitergehende Erläuterung ins Recht zu legen, um damit sein 

monatliches Einkommen glaubhaft zu machen. Der Gesuchsgegner hätte hierfür 

zumindest eine Zwischenbilanz, die einen Zeitraum von mehreren Monaten 

abdeckt, einreichen müssen, was auch zumutbar und zeitlich möglich gewesen 

wäre. Folglich ist seine Behauptung, sein monatliches Einkommen belaufe sich 

auf Fr. 4'000.– bis Fr. 5'000.–, nicht hinreichend substantiiert. Da der 

Gesuchsgegner im Aussendienst bzw. im Verkauf von Reinigungsmitteln an 

Industriebetriebe tätig war (Urk. 60 S. 45) und – wie den Ausführungen der 

Gesuchstellerin zu entnehmen ist – noch ist (Urk. 65 S. 33), dürfte er mit grosser 

Wahrscheinlichkeit auch keine erheblichen Einbussen wegen der COVID-19-

Pandemie erlitten haben. 

 e) Auf die Vorbringen der Gesuchstellerin ist ebenfalls nicht näher 

einzugehen. Schliesslich ergibt sich anhand der gewährten Hypotheken und dem 

einst gelebten Standard der Familie nichts für die Zukunft. Wie die Vorinstanz 

zutreffend festhielt, ist nicht auf den Lohn des Gesuchsgegners abzustellen, den 

er im Jahr 2016 noch von seiner damals im eigenen Besitz gehaltenen 

Gesellschaft bezogen hatte, da sich die Verhältnisse seither erheblich verändert 

haben, insbesondere durch den Konkurs dieser Gesellschaft (vgl. Urk. 60 S. 47). 

 f) Somit rechtfertigt es sich, dem Gesuchsgegner in allen drei Phasen ein 

hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 5'800.– anzurechnen. 

5.2.6. Zusammenfassung 

 Dem Gesuchsgegner ist für die erste Phase vom 1. Juli 2019 bis 

31. Oktober 2019 ein monatliches Einkommen aus den Nettomieteinnahmen und 

- 33 - 

dem ihm anrechenbaren hypothetischen Erwerbseinkommen von gesamthaft 

Fr. 8'512.– (Fr. 1'852.– + Fr. 860.– + Fr. 5'800.–) anzurechnen. In der zweiten 

Phase vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2020 beträgt sein monatliches 

Einkommen bedingt durch den Verkauf der Attika-Wohnung an der C._____-Str. 

..., D._____, Fr. 7'652.– (Fr. 1'852.– + Fr. 5'800.–). In der dritten Phase und damit 

ab dem 1. November 2020 kommen zusätzlich die hypothetischen Mieteinnahmen 

aus der ehemals ehelichen Wohnung hinzu, weshalb ihm gesamthaft ein Betrag 

von Fr. 11'342.– (Fr. 1'852.– + Fr. 5'800.– + Fr. 3'690.–) als monatliches 

Einkommen anzurechnen ist. 

5.3. Bedarf der Gesuchstellerin und der gemeinsamen Kinder 

5.3.1. Grundbeträge 

 a) Gemäss den Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen 

Existenzminimums ist einem Ehepaar, welches in Hausgemeinschaft lebt, ein 

Grundbetrag von Fr. 1'700.– anzurechnen (Kreisschreiben II.3.). Auch wenn die 

Parteien in der ersten Phase vom 1. Juli 2019 bis 31. Oktober 2019 noch 

gemeinsam in der ehelichen Wohnung wohnten, beruhte dies einerseits nicht auf 

Freiwilligkeit und ist andererseits anzunehmen, dass in dieser Zeit keine 

Synergien in Bezug auf die Alltagskosten bestanden resp. keine 

Haushaltsgemeinschaft gelebt wurde. Weiter konnte der Gesuchsgegner nicht 

glaubhaft machen, dass die Gesuchstellerin seit ihrem Umzug nach K._____ in 

einer Hausgemeinschaft mit einer anderen erwachsenen Person lebt 

(vgl. E.III.1.2.4.), weshalb seinen Einwänden betreffend den Grundbetrag der 

Gesuchstellerin (Urk. 59 S. 16) nicht zu folgen ist. Der Gesuchstellerin sind somit 

für alle drei Phasen Fr. 1'350.– als Grundbetrag anzurechnen. 

 b) Die Grundbeträge der Kinder sind unbestritten. Es ist diesbezüglich auf 

die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen (Urk. 60 S. 37 und 

S. 39) und der Tochter in allen drei Phasen Fr. 600.– sowie dem Sohn Fr. 400.– 

im Bedarf anzurechnen. 

- 34 - 

5.3.2. Wohnkosten der Gesuchstellerin und der Kinder 

 a) Weil in der ersten Phase vom 1. Juli 2019 bis 31. Oktober 2019 beide 

Parteien in der ehelichen Wohnung wohnten, diese ab dem 1. November 2019 

dem Gesuchsgegner zur alleinigen Nutzung zuzuweisen ist (vgl. E. III. 4.3.) und 

davon auszugehen ist, dass er alleine für die Kosten seiner Liegenschaft aufkam 

und -kommt (Urk. 59 S. 19), erscheint es gerechtfertigt, für diese Zeit der 

Gesuchstellerin und den gemeinsamen Kindern keine Wohnkosten anzurechnen 

und sie stattdessen gesamthaft dem Bedarf des Gesuchsgegners zuzuschreiben 

(vgl. E. III.5.4.2.). Folglich hat sich die Gesuchstellerin auch nicht an den 

Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten der ehelichen Wohnung zu beteiligen, 

weshalb Dispositiv-Ziffer 7 des angefochtenen Urteils ersatzlos zu streichen ist. 

 b) Für die Zeit ab 1. November 2019 sind der Gesuchstellerin und den 

Kindern die effektiven Wohnkosten anzurechnen. Bereits vorgängig wurde 

dargelegt, dass die Vorbringen des Gesuchsgegners, der Gesuchstellerin und 

den gemeinsamen Kindern seien keine Wohnkosten im Bedarf anzurechnen 

(Urk. 59 S. 17, S. 22 und S. 23), unbegründet sind (vgl. E. III.1.2.4.). Von der 

Gesuchstellerin wurde im Berufungsverfahren neu der Mietvertrag vom 

17. Oktober 2019 für ihre Wohnung an der J._____-Str. ..., K._____, eingereicht. 

Dieser weist einen monatlichen Mietzins von Fr. 2'655.– aus (Urk. 67/2). Von den 

monatlichen Wohnkosten von Fr. 2'655.– entfallen Fr. 1'595.– auf die 

Gesuchstellerin (rund 60%) und jeweils Fr. 530.– auf die beiden Kinder (je 20%). 

Hinzu kommen die unbestrittenen Parkplatzkosten von Fr. 130.– (Urk. 67/2), 

welche der Gesuchstellerin anzurechnen sind (Jan Six, Eheschutz, 2014, S. 118). 

5.3.3. Krankenkassen und Gesundheitskosten 

 a) In der ersten und dritten Phase sind die Krankenkassenprämien und 

Gesundheitskosten entsprechend den vorinstanzlichen Erwägungen inkl. 

Zusatzversicherung und für die beiden Kinder zudem unter Anrechnung der 

zusätzlichen Gesundheitskosten zu berücksichtigen. Dies ergibt für die 

Gesuchstellerin ein Betrag von Fr. 446.– (Urk. 60 S. 27; Urk. 3/6), für E._____ 

rund Fr. 140.– (Fr. 90.– + Fr. 38.70 + Fr. 11.50; Urk. 60 S. 37; Urk. 3/6 und /18) 

- 35 - 

und für F._____ rund Fr. 146.– (Fr. 90.– + Fr. 40.60 + Fr. 15.30; Urk. 60 S. 39; 

Urk. 3/6 und /18). 

 b) Da bei knappen Verhältnissen grundsätzlich lediglich die Prämien der 

obligatorischen Krankenversicherung, abzüglich einer allfälligen 

Prämienverbilligung im Bedarf zu berücksichtigen sind (BGE 134 III 323 E. 3; 

OGer ZH LC110043 vom 29. März 2012, E. 7.4; vgl. zudem Kreisschreiben Ziff. 

III. 2.), sind in der zweiten Phase vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2020 die 

Kosten für die Zusatzversicherungen gemäss VVG den Parteien und den Kindern 

nicht anzurechnen. Ein überobligatorischer Schutz wäre in dieser Phase aus dem 

jeweiligen Grundbedarf zu begleichen. Die zusätzlichen Gesundheitskosten der 

Kinder sind auch in dieser Phase zu berücksichtigen. Nach dem Gesagten ist der 

Gesuchstellerin in der zweiten Phase bei den Gesundheitskosten ein Betrag von 

Fr. 253.– (vgl. Urk. 60 S. 27; Urk. 3/6), für E._____ rund Fr. 102.– (Fr. 90.– + 

Fr. 11.50; Urk. 60 S. 37; Urk. 3/6 und /18) und für F._____ rund Fr. 105.– (Fr. 90.– 

+ Fr. 15.30; Urk. 60 S. 39; Urk. 3/6 und /18) anzurechnen. 

5.3.4. Versicherungen 

 Die Kosten für die Versicherungen wurden von den Parteien nicht 

beanstandet, weshalb für alle Phasen auf die von der Vorinstanz festgesetzten 

Beträge von Fr. 100.– je Partei abzustellen ist. 

5.3.5. Serafe-Gebühren 

 Da die Parteien in der ersten Phase zusammen in der ehelichen Wohnung 

wohnten, kann davon ausgegangen werden, dass die Serafe-Gebühren für diese 

Zeit gleich den Wohnkosten dem Gesuchsgegner anfielen und ihm anzurechnen 

sind. Für die restlichen beiden Phasen ist beiden Parteien die volle Gebühr von 

monatlich rund Fr. 30.– anzurechnen. Die Vorbringen des Gesuchsgegners, die 

Gesuchstellerin müsse keine Gebühren zahlen (Urk. 59 S. 17), sind unbegründet 

(vgl. E.III.1.2.4.). 

- 36 - 

5.3.6. Kommunikationskosten 

 Zu den monatlichen Kommunikationskosten der Gesuchstellerin führte die 

Vorinstanz aus, es sei ihr der gerichtsübliche Betrag von Fr. 120.– anzurechnen 

(Urk. 60 S. 28). Dies wurde vom Gesuchsgegner nicht beanstandet (Urk. 59 

S. 19), weshalb für alle drei Phasen hierauf abzustellen ist. Das Gleiche gilt für die 

Kommunikationskosten der Kinder von je Fr. 30.– pro Monat (Urk. 59 S. 23 f.; 

Urk. 60 S. 37 f. und S. 40).  

5.3.7. Mobilitätskosten und Kosten für auswärtige Verpflegung 

 a) Die Mobilitätskosten wurden vom Gesuchsgegner anerkannt, sollten 

Abklärungen zu den neuen Wohn-, Kinderbetreuungs- und Arbeitsverhältnissen 

nicht Gegenteiliges zu Tage fördern. Vermutlich werde die Gesuchstellerin 

weiterhin auf ein Motorfahrzeug angewiesen sein (Urk. 59 S. 18). Angesichts 

eines vergleichbar langen Arbeitswegs von K._____ nach S._____ ist hierauf 

abzustellen und der Gesuchstellerin sind Mobilitätskosten von rund Fr. 323.– in 

allen drei Phasen anzurechnen. Die zusätzlichen Kosten von Fr. 150.–, welche 

nach der Darstellung der Gesuchstellerin im Zusammenhang mit der 

Kinderbetreuung anfielen, sind unter Hinweis auf die vorinstanzliche Begründung 

in der ersten und dritten Phase zu berücksichtigen, was einen Gesamtbetrag von 

Fr. 473.– ergibt (Urk. 60 S. 28 f.). 

 b) Die vorinstanzlich festgesetzten Kosten für auswärtige Verpflegung der 

Gesuchstellerin von Fr. 110.– wurden ebenfalls nicht substantiiert gerügt, zumal 

der Gesuchsgegner in der Bedarfsaufstellung für die Gesuchstellerin lediglich den 

Vermerk "unter Vorbehalt" dem Betrag für die auswärtige Verpflegung voranstellte 

(Urk. 59 S. 19). Ein Grund, von den vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 60 S. 29 

f.) abzuweichen, ist nicht ersichtlich, weshalb es für alle drei Phasen dabei bleibt. 

5.3.8. Fremdbetreuungskosten 

 a) In der ersten Phase und damit bis zum Wegzug nach K._____ 

besuchten die Kinder die Tagesbetreuung in D._____, weshalb auf die 

vorinstanzlichen Ausführungen abgestellt werden kann (vgl. Urk. 60 S. 38 und 

- 37 - 

S. 40) und für E._____ Fr. 223.– und für F._____ Fr. 320.– als 

Fremdbetreuungskosten anzurechnen sind (Urk. 3/11). 

 b) Für die zweite Phase bringt die Gesuchstellerin vor, die Kinder gingen 

montags, dienstags und donnerstags in den Hort in K._____, wobei die dortigen 

Kosten, je nach ihrem (der Gesuchstellerin) Bedarf in Zukunft auch etwas höher 

anfallen könnten (Urk. 65 S. 25). Hierzu verweist sie auf die Rechnung des Hortes 

vom 26. Mai 2020 für die Periode vom 1. Februar 2020 bis 31. März 2020 im 

Betrag von Fr. 1'295.40 (Urk. 67/6). Auf E._____ entfallen Fr. 678.35 (monatlich 

Fr. 339.18) und auf F._____ Fr. 617.05 (monatlich Fr. 308.53). Da sich der 

Gesuchsgegner hierzu nicht vernehmen liess und die Vorinstanz sich auf die 

damaligen Fremdbetreuungskosten stützte sowie auf die erforderliche Erhöhung 

des Erwerbspensums der Gesuchstellerin hinwies, scheint es gerechtfertigt, ab 

dem 1. November 2019 und damit für die zweite und dritte Phase monatlich für 

E._____ Fr. 340.– und für F._____ Fr. 310.– als Fremdbetreuungskosten 

anzurechnen. 

5.3.9. Steuern 

 Nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind bei knappen 

finanziellen Verhältnissen die laufenden und verfallenen Steuern nicht als 

Zuschlag zum Grundbetrag in das familienrechtliche Existenzminimum 

aufzunehmen (BGE 140 III 337 E. 4.4; BGE 126 III 353 E. 1a/aa). Dies hat zur 

Folge, dass sowohl dem erweiterten Bedarf der Gesuchstellerin als auch 

demjenigen des Gesuchsgegners kein Betrag für die mutmasslich anfallenden 

Steuern in der zweiten Phase vom 1. November 2019 bis 31 Oktober 2020 

anzurechnen sind. Im Übrigen bleibt es bei den vorinstanzlichen Erwägungen und 

Beträgen (Urk. 60 S. 30 f. und S. 36).  

5.3.10. Bedarfsberechnung 

 Nach dem Gesagten ist für die Gesuchstellerin und die Kinder in den drei 

Phasen von folgenden Bedarfspositionen und Beträgen auszugehen: 

- 38 - 

a) Phase I vom 1. Juli 2019 bis 31. Oktober 2019: 

Beträge in Fr. 
Gesuchstellerin 

E._____ F._____ 
fam.NB. erw.B. LhK 

Grundbetrag 1'350.–    1'350.–   600.–   400.–   
Wohnkosten 0.–    0.–   0.–   0.–   
Gesundheitskosten 253.–   193.–   253.–   140.–   146.–   
Versicherungen 100.–    100.–     
Radio und TV 0.–    0.–     
Kommunikationskosten 120.–    120.–   30.–   30.–   
Mobilitätskosten 323.–   150.–   323.–     
Kosten für auswärtige Verpflegung  110.–    110.–   

  
Fremdbetreuungskosten 

 
  223.–   320.–   

Steuern 
 

300.–   100.–     
Zwischentotal 2'256.–   643.–      
Total 2'899.– (GeBe) 2'356.–   993.–   896.–   

Legende: 
 erw.B. = erweiterter Bedarf GeBe = Gesamtbedarf 
 fam.NB. = familienrechtlicher Notbedarf LhK = Lebenshaltungskosten 

b) Phase II vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2020: 

Beträge in Fr. 
Gesuchstellerin 

E._____ F._____ 
fam.NB. LhK 

Grundbetrag 1'350.–   1'350.–   600.–   400.–   
Wohnkosten 1'725.–   1'725.–   530.–   530.–   
Gesundheitskosten 253.–   253.–   102.–   105.–   
Versicherungen 100.–   100.–     
Radio und TV 30.–   30.–     
Kommunikationskosten 120.–   120.–   30.–   30.–   
Mobilitätskosten 323.–   323.–     
Kosten für auswärtige Verpflegung  110.–   110.–   

  
Fremdbetreuungskosten 

 
 340.–   310.–   

Steuern 0.–   100.–     
Total 4'011.–   4'111.–   1'602.–   1'375.–   

Legende: 
 fam.NB. = familienrechtlicher Notbedarf LhK = Lebenshaltungskosten 

- 39 - 

c) Phase III ab 1. November 2020: 

Beträge in Fr. 
Gesuchstellerin 

E._____ F._____ 
fam.NB. erw.B. LhK 

Grundbetrag 1'350.–    1'350.–   600.–   400.–   
Wohnkosten 1'725.–    1'725.–   530.–   530.–   
Gesundheitskosten 253.–   193.–   253.–   140.–   146.–   
Versicherungen 100.–    100.–     
Radio und TV 30.–    30.–     
Kommunikationskosten 120.–    120.–   30.–   30.–   
Mobilitätskosten 323.–   150.–   323.–     
Kosten für auswärtige Verpflegung  110.–    110.–   

  
Fremdbetreuungskosten 

 
  340.–   310.–   

Steuern 
 

300.–  100.–     
Zwischentotal 4'011.–   643.–      
Total 4'654.– (GeBe) 4'111.–   1'640.–   1'416.–   

Legende: 
 erw.B. = erweiterter Bedarf GeBe = Gesamtbedarf 
 fam.NB. = familienrechtlicher Notbedarf LhK = Lebenshaltungskosten 

 

5.4. Bedarf des Gesuchsgegners 

5.4.1. Grundbetrag 

 Der von der Vorinstanz dem Gesuchsgegner angerechnete Grundbetrag ist 

nicht zu bemängeln, auch nicht für die Zeit, als er entgegen der Anordnung im 

vorinstanzlichen Urteil die eheliche Wohnung nicht verlassen hatte 

(vgl. E. III.5.3.1.). Entsprechend ist ihm für alle drei Phasen ein Betrag von 

Fr. 1'200.– (vgl. Kreisschreiben II.1.2) anzurechnen. 

5.4.2. Wohnkosten 

 a) Der Gesuchsgegner macht geltend, er wohne in der ehelichen 

Wohnung. Im Gegensatz zur Gesuchstellerin sei er direkter Schuldner der auf 

dieser Wohnung lastenden Hypotheken. Da die Zinsbelastung der Hypotheken 

gesamthaft zu berücksichtigen sei und zur Vermeidung einer Doppelanrechnung, 

- 40 - 

entfalle der Hypothekarzins als Wohnkostenanteil. Stattdessen seien monatliche 

Nebenkosten von Fr. 781.65 anzurechnen (Urk. 59 S. 19 f.).  

 b) Wie den vorangegangenen Ausführungen zu den Wohnkosten der 

Gesuchstellerin und der gemeinsamen Kindern zu entnehmen ist, sind dem 

Gesuchsgegner in der ersten Phase vom 1. Juli 2019 bis 31. Oktober 2019 die 

gesamten Wohnkosten für die eheliche Wohnung anzurechnen (vgl. E. III.5.3.2.). 

Die Vorinstanz stellte für das Jahr 2018 noch einen monatlichen Hypothekarzins 

von Fr. 1'848.– fest (Urk. 60 S. 26). Den Akten liegen zwei weitere 

Hypothekarübersichten bei. Die erste datiert vom 26. Juni 2019 und weist eine 

monatliche Hypothekarzinsbelastung von Fr. 2'051.– für die eheliche Wohnung 

aus (Urk. 34/4). Die zweite datiert vom 7. April 2020 und weist eine monatliche 

Hypothekarzinsbelastung von Fr. 2'030.– aus (Urk. 62/7). Wann die Hypotheken 

zwischen dem 26. Juni 2019 und dem 7. April 2020 geändert wurden 

(vgl. Urk. 34/4 und 62/7), ist nicht ersichtlich. Auch äusserte sich der 

Gesuchsgegner nicht dazu. Vorliegend scheint es aber gerechtfertigt, auf den 

aktuellen Hypothekarzins abzustellen, zumal die Differenz minimal ist und der 

Gesuchsgegner die Hypotheken anfangs September 2019 neu strukturierte 

(vgl. Urk. 62/4). Zu den Hypothekarzinsen von Fr. 2'030.– sind die Nebenkosten 

von Fr. 782.– hinzuzurechnen (vgl. E.III.5.2.3.c; Urk. 60 S. 27). Hieraus 

resultieren monatliche Wohnkosten von Fr. 2'812.– für die erste Phase. 

 c) Da die Parteien in der dritten Phase auf die Mieteinnahmen aus der 

eheliche Wohnung angewiesen sind, dem Gesuchsgegner hieraus monatliche 

Kosten von Fr. 2'812.– (Fr. 2'030.– + Fr. 781.65; vgl. E.III.5.2.3.c) anfallen und die 

Anrechnung eines hypothetischen, rückwirkenden Mietertrages ausser Betracht 

fällt, erscheint es gerechtfertigt, diesen Betrag als Wohnkosten des 

Gesuchsgegners auch während der zweiten Phase zu berücksichtigen.  

 d) Ab dem 1. November 2020 sind dem Gesuchsgegner unter Verweis auf 

die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 60 S. 32 f.) und die 

vorangegangenen Ausführungen zur ehelichen Wohnung (vgl. E. III.4. und 

III.5.2.5.) angemessene Wohnungskosten von Fr. 2'000.– anzurechnen. 

- 41 - 

5.4.3. Krankenkasse und Gesundheitskosten 

 Entsprechend den vorangegangenen Erwägungen zu den Kosten der 

Gesuchstellerin und der Kinder (vgl. E.III.5.3.2.) sowie den Ausführungen der 

Vorinstanz (Urk. 60 S. 33), sind dem Gesuchsgegner für die erste und die dritte 

Phase Prämien von Fr. 542.– und für die zweite Phase von rund Fr. 299.– 

anzurechnen (Urk. 3/9). 

5.4.4. Versicherungen 

 Dem Gesuchsgegner ist für alle Phasen Fr. 100.– für Versicherungen 

anzurechnen (Vgl. E. III.5.3.4.). 

5.4.5. Serafe-Gebühren 

 Dem Gesuchsgegner sind in allen drei Phasen Serafe-Gebühren von 

Fr. 30.– anzurechnen (vgl. E. III.5.3.5.). 

5.4.6. Kommunikationskosten 

 Unter Verweis auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 60 

S. 34) sind dem Gesuchsgegner für alle drei Phasen die gerichtsüblichen 

Kommunikationskosten von monatlich Fr. 120.– anzurechnen. 

5.4.7. Kosten für auswärtige Verpflegung 

 Die von der Vorinstanz berücksichtigten Kosten für auswärtige Verpflegung 

von Fr. 150.– (Urk. 60 S. 35) sind nicht zu beanstanden und dem Gesuchsgegner 

in allen drei Phasen anzurechnen 

5.4.8 Mobilitätskosten 

 a) In Bezug auf die Mobilitätskosten rügt der Gesuchsgegner, die 

Vorinstanz habe die Leasingraten für den Porsche Macan gemäss dem 

eingereichten Leasingvertrag zu Unrecht nicht berücksichtigt. Ihren Erwägungen, 

er habe nicht explizit behauptet, dass dem Porsche Macan Kompetenzqualität 

zukomme, könne nicht gefolgt werden. So sei an der Hauptverhandlung 

- 42 - 

festgestellt worden, der Porsche 911 eigne sich nicht als Geschäftswagen und 

dass er beruflich auf ein Motorfahrzeug angewiesen sei. Weitere explizite 

Ausführungen zur Kompetenzqualität des Porsche Macan seien daher nicht 

notwendig gewesen. Da er den Porsche 911 zwischenzeitlich verkauft habe, sei 

ihm allein der Porsche Macan verblieben, auf welchen er aus beruflichen Gründen 

angewiesen sei. Entsprechend seien ihm Mobilitätskosten von gesamthaft 

Fr. 1'472.60 (davon Fr. 972.60 Leasingkosten) anzurechnen (Urk. 59 S. 20 f.). Zu 

den Behauptungen der Gesuchstellerin, er habe für den Porsche 911 Fr. 30'000.– 

erhalten, äussert er sich nicht (Urk. 65 S. 26). Das Gleiche gilt für ihre Einwände, 

die Abrechnung der Fahrzeugkosten seien immer über seine Gesellschaft 

gelaufen und er erhielte bei einer unselbständigen Erwerbstätigkeit die 

Fahrkosten im Aussendienst zurückerstattet (Urk. 65 S. 29). 

 b) Die Vorinstanz ging davon aus, der Gesuchsgegner habe hinreichend 

glaubhaft gemacht, sein Erwerbseinkommen sei in erster Linie provisionsbasiert, 

weshalb er als Aussendienstmitarbeiter gegenwärtig und in nächster Zeit 

berufsbedingt auf eines seiner Fahrzeuge angewiesen sei. Der von der 

Vorinstanz für die Fahrten festgesetzte Betrag von Fr. 500.– (Urk. 60 S. 35) ist 

demnach nicht zu beanstanden. Fraglich bleibt lediglich, wie mit den bereits 

gegenüber der Vorinstanz geltend gemachten Leasingkosten für den Porsche 

Macan zu verfahren ist. 

 c) Der Gesuchsgegner behauptet, er müsse zur Vermarktung seiner 

Produkte die Kunden in der ganzen Schweiz persönlich treffen und sie beliefern 

(Urk. 59 S. 20 f.). Letzteres erscheint eher unüblich, wurde aber von der 

Gesuchstellerin nicht explizit bestritten. Da der Gesuchsgegner – gemäss eigener 

Darstellung – bei seinem Geschäftsfahrzeug auf eine grosse Ladefläche 

angewiesen ist, erscheint es nachvollziehbar, dass er den Porsche 911 als 

"geschäftlich nutzloses Fahrzeug" veräusserte (vgl. Urk. 59 S. 20 f.). 

 d) Den Verkauf des Porsche 911 gibt der Gesuchsgegner als Faktum vor. 

Unterlagen hierzu reichte er aber nicht ein. Auch legte er nicht offen, wann und zu 

welchem Preis er den Porsche 911 verkaufte oder wofür er den Erlös verwendete. 

Unbekannt ist ebenfalls, ab wann die erste Leasingrate für den Porsche Macan 

- 43 - 

fällig wurde oder wie viele und wann der Gesuchsgegner Leasingraten beglich. Er 

reichte noch nicht einmal den vollständigen Leasingvertrag ein. Damit 

verunmöglicht er eine Prüfung, ob ihm allenfalls eine vorzeitige Ablösung des 

Vertrages hätte zugemutet werden können. Da die Höhe des Leasings nicht im 

Verhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit der Familie steht, wäre der 

Gesuchsgegner gehalten gewesen, die Unzumutbarkeit der Ablösung zumindest 

glaubhaft zu machen, was vorliegend nicht der Fall ist. Dies trifft umso mehr zu, 

als den eingereichten Kontoauszügen betreffend den Verkauf der Wohnung an 

der C._____-Str. ... nicht zu entnehmen ist, welche Zahlungen zur 

Schuldentilgung, für das Geschäft oder den Privatbereich erfolgten. Abzüglich der 

Zahlungen für die Bereinigung der Hypotheken und dem Konkurs seiner früheren 

Aktiengesellschaft, verblieben dem Gesuchsgegner rund Fr. 130'000.–, welche 

innert knapp zweier Monate verbraucht wurden (Urk. 62/4). Hinzu kommt, dass 

erhebliche Zweifel bestehen, der Gesuchsgegner habe selbst für die Leasingraten 

aufzukommen. So sind dem Bankauszug für das Firmenkonto zwei Zahlungen an 

die Leasinggeberin vom 3. März 2020 und 6. Januar 2020 von Fr. 972.60 und 

damit in der Höhe der Leasingrate zu entnehmen (Urk. 62/6). Nach dem 

Gesagten rechtfertigt es sich, die geltend gemachten Leasingraten nicht im 

Bedarf des Gesuchsgegners zu berücksichtigen. 

5.4.8. Steuern 

 Mit Verweis auf die vorgängigen Ausführungen zu den Steuern der 

Gesuchstellerin (vgl. E. III.5.4.3.) sind dem Bedarf des Gesuchsgegners für die 

zweite Phase keine Steuern anzurechnen. Für die erste und dritte Phase ist auf 

die Ausführungen der Vorinstanz abzustellen (vgl. Urk. 60 S. 30 f. und S. 36). 

5.4.9. Bedarfsberechnung 

 Nach dem Gesagten ist für den Gesuchsgegner in den drei Phasen von 

folgenden Bedarfspositionen auszugehen: 

- 44 - 

Beträge in Fr. 
Phase I Phase II Phase III 

fam.NB. erw.B. fam.NB. fam.NB. erw.B. 
Grundbetrag 1'200.–    1'200.–   1'200.–    
Wohnkosten 2'812.–    2'812.–   2'000.–    
Gesundheitskosten 299.–   243.–   299.–   299.–   243.–   
Versicherungen 100.–    100.–   100.–    
Radio und TV 30.–    30.–   30.–    
Kommunikationskosten 120.–    120.–   120.–    
Mobilitätskosten 500.–    500.–   500.–    
Kosten für auswärtige Verpflegung 150.–    150.–   150.–    
Steuern 

 
300–   0.–   300.–   

Zwischentotal 5'211.–   543.–   4'399.–   543.–   
Total Gesamtbedarf 5'754.– 5'211.– 4'942.–   

Legende: 
 erw.B. = erweiterter Bedarf fam.NB. = familienrechtlicher Notbedarf 

 

5.5. Unterhaltsberechnung 

5.5.1. Grundlagen 

 a) Die vorinstanzliche Methode zur Berechnung der Unterhaltsbeiträge 

wurde nicht gerügt. Sie erscheint im Übrigen als angemessen, weshalb es hierzu 

keiner Weiterungen bedarf (vgl. Urk. 60 S. 50 f.) . 

 b) Entsprechend der bisherigen Erwägungen ergibt sich unter 

Berücksichtigung der sich ändernden Verhältnisse aller Parteien für die 

genannten Zeitperioden folgendes Bild: 

 c) Einkommen: 

Einkommen in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Gesuchstellerin 2'000.– 2'000.– 2'000.– 
Gesuchsgegner 8'512.– 7'652.– 11'342.– 
E._____ 200.– 200.– 250.– 
F._____ 200.– 200.– 200.– 
Total 10'912.– 10'052.– 13'792.– 

- 45 - 

Da die Kinderzulage für E._____ ab dem 18. Dezember 2020 im Kanton Zürich 

monatlich Fr. 250.– beträgt, rechtfertigt es sich, ihr für die dritte Phase ein 

dementsprechendes Einkommen anzurechnen. 

 d) Bedarf: 

Bedarf in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Gesuchstellerin 2'899.– 4'011.– 4'654.– 
Gesuchsgegner 5'754.– 5'211.– 4'942.– 
E._____ 993.– 1'602.– 1'640.– 
F._____ 896.– 1'375.– 1'416.– 
Total 10'542.– 12'199.– 12'652.– 

 c) Überschuss/Manko: 

Beträge in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Einkommen Total 10'912.– 10'052.– 13'792.– 
./. Bedarf Total 10'542.– 12'199.– 12'652.– 
Überschuss/Manko 370.– -2'147.– 1'140.– 

5.5.2. Überschuss-/Mankoverteilung 

 a) Der Überschuss in der ersten Phase von Fr. 370.– und in der dritten 

Phase von Fr. 1'140.– ist nach dem vorinstanzlichen Aufteilungsschlüssel zu 

verteilen. Entsprechend entfallen in der ersten Phase auf die Parteien je Fr. 130.– 

(35%) und auf die Kinder je Fr. 55.– (15%) sowie in der dritten Phase auf die 

Parteien je Fr. 399.– (35%) und auf die Kinder je Fr. 171.– (15%). 

 b) Das Manko in der zweiten Phase von monatlich Fr. 2'147.– ist wie folgt 

auf die Familie aufzuteilen. Nach geltendem Recht darf nicht in das 

Existenzminimum des Unterhaltspflichtigen eingegriffen werden, d.h. der 

Gesuchsgegner kann nur im Umfang seiner Leistungsfähigkeit zu Unterhalt 

verpflichtet werden. Nach Abzug des familienrechtlichen Notbedarfs des 

Gesuchsgegners verbleibt von dessen Einkommen ein Betrag von Fr. 2'441.– 

(Fr. 7'652.– - Fr. 5'211.–). Hiermit ist vorab der Barunterhalt der Kinder von 

Fr. 2'577.– (Fr. 1'402.– + Fr. 1'175.–; vgl. E. III.5.5.3.) zu decken. Es verbleibt ein 

Manko von Fr. 136.–, welches hälftig auf die Kinder zu verteilen ist, heisst je 

- 46 - 

Fr. 68.–. Mangels Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners ist in der zweiten 

Phase kein Betreuungsunterhalt zuzusprechen, was zu einem Manko von 

Fr. 2'111.– beim Betreuungsunterhalt von F._____ führt (vgl. E.III.5.5.4.). Die 

Gesuchstellerin hat ihr Eigenversorgungsmanko selbst zu tragen. 

5.5.3. Barunterhalt der Kinder 

 Der Barunterhalt der Kinder ergibt sich aus ihrem Barbedarf inkl. 

Überschussanteil abzüglich der Familienzulagen. Es ergeben sich somit folgende 

Barunterhaltsansprüche der Kinder: 

 E._____: 

Beträge in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Bedarf  993.– 1'602.– 1'640.– 
+ Überschussanteil 55.–  171.– 
./. Familienzulagen 200.– 200.– 250.– 
Barunterhalt 848.– 1'402.– 1'561.– 

 

 F._____: 

Beträge in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Bedarf 896.– 1'375.– 1'416.– 
+ Überschussanteil 55.–  171.– 
./. Familienzulagen 200.– 200.– 200.– 
Barunterhalt 751.– 1'175.– 1'387.– 

 

5.5.4. Betreuungsunterhalt 

 Zur Berechnung des geschuldeten Betreuungsunterhalts ist auf die 

Lebenshaltungskosten der Gesuchstellerin (vgl. E. III.5.3.10.) abzustellen, soweit 

sie aufgrund der Betreuung nicht selber dafür aufkommen kann, was unbestritten 

ist. Praxisgemäss ist der Betreuungsunterhalt, wie dies die Vorinstanz zutreffend 

tat, dem jüngsten Kind und somit dem Sohn F._____ anzurechnen. Aufgrund der 

fehlenden Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners ist der Betreuungsunterhalt in 

der zweiten Phase als Manko auszuweisen (vgl. E.III.5.5.2.b). 

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Beträge in Fr. Phase I Phase II Phase III 
Lebenshaltungskosten der Gesuchstellerin 2'356.– 4'111.–  4'111.– 
./. Einkommen der Gesuchstellerin 2'000.– 2'000.–  2'000.– 
Betreuungsunterhalt für F._____ 356.– (2'111.–) 2'111.– 

 

5.5.5. Persönlicher Unterhalt Gesuchstellerin 

 Zur Berechnung des persönlichen Unterhaltsanspruchs der Gesuchstellerin 

gegenüber dem Gesuchsgegner sind von dessen Einkommen sein eigener Bedarf 

unter Hinzuzählung seines Überschussanteils sowie die an die Kinder zu 

leistenden Unterhaltsbeiträge abzuziehen. Was verbleibt, ist der Gesuchstellerin 

als persönlicher Unterhalt zuzusprechen. Aufgrund des Mankos in der zweiten 

Phase ist der Gesuchstellerin für diese Phase kein persönlicher Unterhalt 

zuzusprechen. Für die anderen beiden Phasen ergibt sich folgendes Bild: 

Beträge in Fr. Phase I Phase III 
Einkommen Gesuchsgegner 8'512.– 11'342.– 
./. Bedarf Gesuchsgegner 5'754.– 4'942.– 
./. Überschussanteil Gesuchsgegner 130.– 399.– 
./. Barunterhalt E._____ 848.– 1'561.– 
./. Barunterhalt F._____ 751.– 1'387.– 
./. Betreuungsunterhalt 356.– 2'111.– 
Unterhalt Gesuchstellerin 
inkl. Überschussanteil 673.– 942.– 

 

5.6. Zusammenfassung 

 Insgesamt sind nach dem Gesagten folgende monatliche Unterhaltsbeiträge 

zuzüglich Familienzulagen geschuldet: 

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Phase I (1. Juli 2019 bis 31. Oktober 2019): 
E._____: Barunterhalt:  Fr. 848.– 
F._____: Barunterhalt: Fr. 751.–   
 Betreuungsunterhalt: Fr. 356.–   
Unterhaltsbeiträge F._____ gesamt  Fr. 1'107.– 
Pers. Unterhalt Gesuchstellerin inkl. Überschussanteil: Fr. 673.– 
Total:  Fr. 2'628.– 

 
Phase II (1. November 2019 bis 31. Oktober 2020): 
E._____: Barunterhalt: Fr. 1'402.–  
 ./. Mankoanteil Fr. 68.–  
Unterhaltsbeiträge E._____ gesamt  Fr. 1'334.– 
F._____: Barunterhalt: Fr. 1'175.–  
 ./. Mankoanteil Fr. 68.–  
Unterhaltsbeiträge F._____ gesamt  Fr. 1'107.– 
Pers. Unterhalt Gesuchstellerin:   Fr. 0.– 
Total:   Fr. 2'441.– 

 
Phase III (ab 1. November 2020): 
E._____: Barunterhalt:   Fr. 1'561.– 
F._____: Barunterhalt: Fr. 1'387.–  
 Betreuungsunterhalt: Fr. 2'111.–  
Unterhaltsbeiträge F._____ gesamt   Fr. 3'498.– 
Pers. Unterhalt Gesuchstellerin inkl. Überschussanteil:  Fr. 942.– 
Total:   Fr. 6'001.– 

 

5.7. Feststellung und Anrechnung der geleisteten Unterhaltszahlungen 

5.7.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Gesuchsgegner zur Leistung von 

rückwirkenden Unterhaltsbeiträgen ab dem 1. Juli 2019. Hierzu macht der 

Gesuchsgegner geltend, es sei festzustellen, dass er bis und mit Ende März 2020 

seiner Unterhaltspflicht gegenüber der Gesuchstellerin sowie gegenüber den 

beiden Kindern vollständig nachgekommen sei. Ausserdem seien seine weiteren 

finanziellen Zuwendungen an die Gesuchstellerin ab 1. April 2020 resp. bis 

7. April 2020 an seine eheliche und elterliche Unterhaltspflicht anzurechnen 

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(Urk. 65 S. 3 f. und S. 32 f.). Unter Verweis auf die eingereichten e-Banking-

Auszüge vom 10. Dezember 2019 und vom 7. April 2020 (Urk. 62/9) hält er fest, 

er habe vom 10. Juli 2019 bis 31. Dezember 2019 Zahlung von gesamthaft 

Fr. 19'062.– und vom 1. Januar 2020 bis 7. April 2020 von Fr. 5'500.– an die 

Gesuchstellerin getätigt. A