# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e8d802f-05cd-5357-9ee8-beaf6de10df7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.01.2022 RT220003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT220003_2022-01-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT220003-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende,  

Oberrichter Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter Dr. M. Nietlispach  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 17. Januar 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 

Beschwerde gegen das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Meilen vom 13. Dezember 2021 (EB210360-G) 
 
  

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 13. Dezember 2021 wies das Bezirksgericht Meilen 

(Vorinstanz) das Rechtsöffnungsgesuch der Gesuchstellerin für Fr. 3'056.-- in der 

Betreibung Nr. … des Betreibungsamts Pfannenstiel (Zahlungsbefehl vom 

1. November 2021) ab; die Kostenfolgen wurden zu Lasten der Gesuchstellerin 

geregelt (Urk. 11 = Urk. 17). 

b) Hiergegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 4. Januar 2022 

(Postaufgabe 7. Januar 2022) Beschwerde (Urk. 16). 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf wei-

tere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Das angefochtene Urteil wurde am 13. Dezember 2021 an die 

Gesuchstellerin versandt und der Gesuchstellerin von der Post am 14. Dezember 

2021 zur Abholung bis am 21. Dezember 2021 gemeldet, von der Gesuchstellerin 

jedoch nicht abgeholt (Vi-Urk. 13). Da die Gesuchstellerin mit einer Zustellung 

rechnen musste, gilt es damit als am 21. Dezember 2021 zugestellt (Art. 138 

Abs. 3 lit. a ZPO). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Gesuchstelle-

rin – wie sie in der Beschwerde ausführt – die eingeschriebene Sendung nicht bei 

der Post abholen konnte, da sie wegen medizinischer Behandlung abwesend war. 

So hätte sie dafür sorgen müssen, dass auch während der Dauer ihrer Abwesen-

heit gerichtliche Zustellungen an sie vorgenommen werden konnten (z.B. durch 

Bestellung einer Vertretung oder Bezeichnung einer anderen Zustelladresse). 

Dass und weshalb ihr entsprechende Vorkehrungen nicht möglich gewesen seien, 

macht sie nicht geltend. Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 in 

Verbindung mit Art. 251 lit. a ZPO), was auch von der Vorinstanz in der Rechts-

mittelbelehrung (Urk. 17 Dispositiv Ziffer 6) korrekt angegeben wurde. Die Frist 

lief zufolge der Betreibungsferien am 5. Januar 2022 ab (Art. 63 i.V.m. Art. 56 

Ziff. 2 SchKG). Die Beschwerde datiert zwar vom 4. Januar 2022, deren Postauf-

gabe erfolgte jedoch erst am 7. Januar 2022 (Briefumschlag bei Urk. 16). Die Be-

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schwerde ist damit verspätet erhoben worden (Art. 143 Abs. 1 ZPO) und demzu-

folge kann auf sie nicht eingetreten werden. 

b) Bloss ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde auch 

bei rechtzeitiger Einreichung kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Die Vo-

rinstanz wies das Rechtsöffnungsgesuch im Wesentlichen deshalb ab, weil die 

Gesuchstellerin nicht angegeben habe, worauf sie ihre Forderung stütze, und weil 

kein Rechtsöffnungstitel vorliege (Urk. 17 S. 3). Damit setzt sich die Gesuchstelle-

rin in der Beschwerde nicht auseinander. Zudem wird auch in der Beschwerde-

schrift nicht kon- 

kret angegeben, welche Urkunde als Rechtsöffnungstitel gegen den Gesuchs-

gegner dienen soll: Der damit in Missachtung des Novenverbots gemäss Art. 326 

Abs. 1 ZPO nachgereichte Konkursverlustschein vom 4. März 2019 nennt als 

Schuldner nicht den Gesuchsgegner, sondern eine GmbH (Urk. 18/2), und andere 

Rechtsöffnungstitel werden nicht genannt (vgl. Urk. 16). Daher wäre die Be-

schwerde als unbegründet abzuweisen gewesen, wenn sie rechtzeitig erhoben 

worden wäre. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 3'056.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens, dem Gesuchsgegner 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage 

einer Kopie von Urk. 16, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'056.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 17. Januar 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
lm 

	Beschluss vom 17. Januar 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage einer Kopie von Urk. 16, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...