# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c54412ab-9875-5404-a971-3edb48e242f7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.05.2025 715 2025 1 (715 25 1)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2025-1_2025-05-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 5. Mai 2025 (715 25 1) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung: Ungenügende Arbeitsbemühungen vor der 
Anmeldung 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Arbeitsvermittlung, Bahnhofstrasse 32, 4133 Prat-
teln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Die 1980 geborene A.____ war seit dem 1. September 2012 als Mitarbeiterin im Bereich 
Personal- und Organisationsentwicklung bei der B.____ angestellt. Mit Schreiben vom 29. April 
2024 kündigte sie dieses Anstellungsverhältnis per 31. Juli 2024, um sich weiter zu entwickeln 
und sich neu zu orientieren. Am 27. November 2024 meldete sich A.____ bei ihrem zuständigen 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und beantragte die Aus-
richtung von Arbeitslosenentschädigung ab 1. Dezember 2024. Mit Verfügung vom 12. Dezem-
ber 2024 stellte das RAV C.____ die Versicherte wegen fehlender Arbeitsbemühungen vor 

 

 
 
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Stellenlosigkeit für 15 Tage ab 2. Dezember 2024 in der Anspruchsberechtigung ein. Eine dage-
gen erhobene Einsprache hiess das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland mit 
Entscheid vom 17. Dezember 2024 teilweise gut und änderte die angefochtene Verfügung inso-
fern ab, als die Versicherte ab dem 2. Dezember 2024 lediglich für 10 Tage in der Anspruchsbe-
rechtigung eingestellt wurde. Den Beobachtungszeitraum setzte es neu auf den Zeitraum vom 
2. September 2024 bis 1. Dezember 2024 fest. Die nachzuweisende Anzahl Arbeitsbemühungen 
sei in diesem Zeitraum auf 24 festzulegen; die Versicherte habe deren 14 nachgewiesen. Sie sei 
folglich entgegen der angefochtenen Verfügung nicht wegen fehlender, jedoch wegen ungenü-
gender Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung einzustellen. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 23. Dezember 2024 (Eingang: 2. Januar 
2025) Beschwerde ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 
17. Dezember 2024 und den Verzicht auf eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung. Zur 
Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass sie bereits im April 2024 einen Arbeitscoach 
beigezogen und mit ihr eine Standortbestimmung sowie weitere Vorbereitungen für die Stellen-
suche durchgeführt habe. Daraus werde ersichtlich, dass sie sich bereits vor der Arbeitslosigkeit 
intensiv mit der Arbeitssuche befasst habe. Ab Juni habe sie sodann die beigelegten Bewerbun-
gen vorgenommen. Im September 2024 habe sie einen freiwilligen Sozialeinsatz im Ausland ab-
solviert.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 6. Januar 2025 auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-
liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Beurteilung der 
Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. Laut Art. 128 Abs. 2 
AVIV ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer 
kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsob-
jekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale 
Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde vom 23. Dezember 2024 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob das 
KIGA die Beschwerdeführerin zu Recht wegen ungenügender Arbeitsbemühungen für die Dauer 
von 10 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Im vorliegenden Fall enthalten die 
Akten keine Angaben über die Höhe des Taggeldansatzes der Beschwerdeführerin. Bei einer 
Einstelldauer von 10 Tagen liegt der Streitwert aber in jedem Fall unter der erwähnten Grenze 
von Fr. 20'000.--, weshalb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 

 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG hat die versicherte Person mit Unterstützung des Ar-
beitsamtes alles Zumutbare zu unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu ver-
kürzen (Schadenminderungspflicht; BGE 124 V 225 E. 2a). Aus der Pflicht, den Eintritt der Ar-
beitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für die versicherte Person, sich bereits während der 
Zeit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit und vor der Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung in-
tensiv um eine neue Arbeit zu bemühen (vgl. BGE 141 V 365, E. 2.2, 139 V 524 E. 2.1.2, je mit 
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 2019, 8C_40/2019, E. 5.1). Sie kann sich ins-
besondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung 
zum Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf aufmerksam 
gemacht worden sei (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2015, 8C_768/2014, E. 2.2.2 
mit Hinweisen). Die versicherte Person darf sich zudem nicht darauf verlassen, dass sie nach 
Ablauf der Kündigungsfrist innert kurzer Zeit eine neue Stelle finden könne, sondern muss viel-
mehr alles daransetzen, ohne Arbeitslosigkeit nahtlos auf das Ende des alten Arbeitsverhältnis-
ses ein neues Arbeitsverhältnis beginnen zu können (vgl. ARV 1987 Nr. 2). Ausgangspunkt für 
die konkrete Kontrollfrist, in der die Arbeitsbemühungen zu berücksichtigen sind, ist jener Zeit-
punkt, ab dem die versicherte Person Kenntnis davon hat, dass sie objektiv von einer Arbeitslo-
sigkeit bedroht ist. In diesem Sinne ist die versicherte Person insbesondere während der Kündi-
gungsfrist oder bei einem befristeten Arbeitsverhältnis in den letzten drei Monaten zur Stellensu-
che verpflichtet (BGE 141 V 365 E. 2.2, 139 V 524 E. 2.1.2 mit Hinweisen). 
 
2.2 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumutbare 
Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen. Die Bestimmung soll Arbeitslose zur 
Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung 
verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt mithin eine angemessene 
Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Ver-
halten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat 
(BGE 124 V 225 E. 2b; vgl. BGE 141 V 365 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Einstellung hat die Funk-
tion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, die die versicherte Person hätte 
vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, 
Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, in: 
Meyer, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 
3. Auflage, Basel 2016, Rz. 828). 
 

 

 
 
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2.3 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Arbeit be-
müht hat, ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität ihrer Bewerbungen von Bedeu-
tung. Das Quantitativ der Bewerbungen beurteilt sich nach den konkreten Umständen, wobei in 
der Praxis durchschnittlich zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genü-
gend erachtet werden (BGE 139 V 524 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Nach der Praxis im Kanton Ba-
selland muss keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gewärtigen, wer für die Zeit vor der 
Arbeitslosigkeit monatlich mindestens acht Bewerbungen nachzuweisen vermag (vgl. Urteile des 
Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV] vom 6. Dezember 2019 [715 19 
342] E. 2.3, vom 16. August 2017 [715 17 82] E. 2.3, vom 25. März 2015 [715 14 316] E. 2.3 und 
vom 19. März 2013 [715 12 237] E. 3.3). Mit dem Nachweis der getätigten Arbeitsbemühungen 
soll die Verwaltung in die Lage versetzt werden, Quantität und Qualität der Anstrengungen zur 
Überwindung der Arbeitslosigkeit umfassend abzuklären und zu würdigen (vgl. BGE 120 V 74 
E. 3c; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 843). 
 
3. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprüfungs-
befugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; 
Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-
MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht 
hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger 
[Hrsg.], Basel 2020, N 11 zu Art. 43; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). 
 
4. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht 
für 10 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat und in diesem Zusammenhang insbe-
sondere, ob die Beschwerdeführerin vor der Stellenlosigkeit bzw. vor der Anmeldung beim RAV 
genügend Arbeitsbemühungen getätigt hat.  
 
5. Den Akten ist folgender Sachverhalt zu entnehmen: Die Beschwerdeführerin hat ihre 
Anstellung am 29. April 2024 per 31. Juli 2024 gekündigt. Von April bis Juni 2024 absolvierte sie 
ein individuelles «Job Coaching», wo sie unter anderem eine berufliche Standortbestimmung vor-
nahm, ihren Lebenslauf überarbeitete und ein berufliches Social Media Profil erstellte. Im April 
und Mai 2024 tätigte die Beschwerdeführerin keine Arbeitsbemühungen, im Juni 2024 wies sie 
deren 2, im Juli 7 und im August 5 nach. Im September 2024 leistete sie einen Sozialeinsatz in 
D.____ und tätigte keine Arbeitsbemühungen. Im Oktober 2024 wies sie 6 und im November 
2024 8 Arbeitsbemühungen aus. Die Beschwerdeführerin stellte Antrag auf Arbeitslosenentschä-
digung ab 1. Dezember 2024.  
 
6.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 
17. Dezember 2024 den Beobachtungszeitraum für die Arbeitsbemühungen zu Recht auf den 

 

 
 
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Zeitraum vom 2. September 2024 bis 1. Dezember 2024 festgelegt hat. Dies wird sodann von der 
Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. Im Grundsatz unbestritten ist des Weiteren, dass mo-
natlich mindestens 8 Arbeitsbemühungen nachzuweisen sind.  
 
6.2 Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden, dreimo-
natigen Beobachtungszeitraum vom 2. September 2024 bis 1. Dezember 2024 14 Arbeitsbemü-
hungen und damit weniger als die geforderten 24 Stellenbewerbungen getätigt hat. Wie in Erwä-
gung 2.1 hiervor ausgeführt, hat die versicherte Person sich bereits in der Zeit vor der Anmeldung 
zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung intensiv und unaufgefordert um Stellen zu bemühen. 
Die versicherte Person ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch bei einer Landesab-
wesenheit nicht von der Pflicht zur Stellensuche vor Stellenlosigkeit befreit. Bei den zur Verfügung 
stehenden Kommunikationsmitteln (Internet, E-Mail etc.) und Personalvermittlungsagenturen ist 
es heute ohne Weiteres möglich und zumutbar, sich auch vom Ausland aus für eine neue Ar-
beitsstelle zu bewerben (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute 
Bundesgericht, IV. öffentlich-rechtliche Abteilung] vom 6. November 2006, C 275/05, E. 3.2 mit 
Hinweisen). Sofern die Beschwerdeführerin vorbringt, dass sie sich im Rahmen des absolvierten 
«Job Coachings» bereits von April bis Juni 2024 mit der Stellensuche auseinandergesetzt habe, 
ist ihr entgegenzuhalten, dass weder eine berufliche Standortbestimmung noch die Erstellung 
eines (neuen) Lebenslaufs gültige Stellenbewerbungen zu ersetzen vermögen (vgl. Urteil des 
EVG vom 25. April 2005, C 10/05, E. 2.3.1). Überdies ist mit der Beschwerdegegnerin festzustel-
len, dass die Aktivitäten im Rahmen des «Job Coachings» ausserhalb des vorliegend interessie-
renden Beobachtungszeitraums stattfanden. Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Be-
schwerdeführerin sodann aus ihrem Vorbringen, dass sie sich bereits im Juli 2024 bei ihrem zu-
ständigen RAV gemeldet habe, welches ihre Unterlagen retourniert und ihr mitgeteilt habe, sie 
solle sich erst nach ihrem Auslandsaufenthalt wieder anmelden. Selbst unter der Annahme, dass 
diese Anmeldung für den Beobachtungszeitraum von Bedeutung sei, hat die Beschwerdeführerin 
in den Monaten Mai bis Juli 2024 lediglich 9 Arbeitsbemühungen getätigt.  
 
6.3 Nach dem Ausgeführten ist festzustellen, dass die für den Beobachtungszeitraum vom 
2. September 2024 bis 1. Dezember 2024 nachgewiesenen 14 Arbeitsbemühungen in quantita-
tiver Hinsicht als ungenügend zu qualifizieren sind. Die Beschwerdeführerin hat folglich ihre Scha-
denminderungspflicht verletzt, weshalb die Beschwerdegegnerin berechtigt war, eine Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung zu verfügen.  
 
7. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin das Verschulden der Beschwerdeführerin 
korrekt qualifiziert und die Einstelldauer innerhalb des entsprechenden Rahmens zu Recht auf 
10 Tage festgesetzt hat. 
 
7.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad 
des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG). 
Nach Art. 45 Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AVIV) vom 
31. Oktober 1947 wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung abgestuft; sie dauert 1-15 
Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-60 Tage (lit. c) bei schwe-
rem Verschulden. Innerhalb dieses Rahmens fällt die Verwaltung ihren Entscheid nach 

 

 
 
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pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung 
des Kantonsgerichts bzw. deren präsidierende Person bei Präsidialentscheiden die angefochtene 
Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen; sie greift jedoch bei der Beurteilung 
der durch die Verwaltung angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung 
in deren Ermessensspielraum ein. 
 

7.2 Bei der Beurteilung dieses Ermessens ist im Einzelfall der vom Staatssekretariat für Wirt-
schaft (seco) als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der Arbeitslosenversicherung her-
ausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Gewährung einer möglichst einheit-
lichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 862). Für 
ungenügende Arbeitsbemühungen während einer dreimonatigen Kündigungsfrist sieht der Ein-
stellraster bei leichtem Verschulden eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 9 bis 12 
Tagen vor (vgl. AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft [seco], gültig ab 1. Juli 
2024 [AVIG-Praxis] , Rz. D79 "Einstellraster" unter 1.A). 
 
7.3 Die Vorinstanz setzte die Dauer der Einstellung im Einspracheentscheid vom 17. De-
zember 2024 auf 10 Tage fest. Dabei reduzierte sie die Einstelldauer gegenüber der Verfügung 
vom 12. Dezember 2024 um 5 Tage. Zur Begründung führte sie aus, dass entgegen der ange-
fochtenen Verfügung nicht von fehlenden, sondern (bloss) von ungenügenden Arbeitsbemühun-
gen auszugehen sei. Bei erstmaliger Sanktion sei als sachgemässer Ausgangspunkt bei der in-
dividuellen Verschuldensbeurteilung grundsätzlich vom Mittelwert im Einstellraster auszugehen, 
weshalb vorliegend von einer Einstelldauer von 10 Tagen auszugehen sei. Diese Ermessensaus-
übung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Den Akten sind keine Gegebenheiten zu entneh-
men, die eine abweichende Einschätzung als näherliegend erscheinen lassen oder gar eine Un-
terschreitung des Sanktionsrahmens rechtfertigen würden. Solche werden denn auch von der 
Beschwerdeführerin nicht vorgebracht. Festzuhalten ist, dass bei einer Einstelldauer von 10 Ta-
gen zugunsten der Beschwerdeführerin auf den tieferen Mittelwert zwischen 9 und 12 Tagen 
abgestellt wurde.  
 
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vor der Anmel-
dung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung bloss ungenügende Arbeitsbemühungen getä-
tigt hat. Die Beschwerdegegnerin hat sie demzufolge zu Recht während 10 Tagen in der An-
spruchsberechtigung eingestellt. Die Beschwerde ist nach dem Ausgeführten abzuweisen.  
 
9. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kos-
tenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichts-
kosten auferlegen. Da das AVIG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwil-
lig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
Seite 7   

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.