# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da3f4231-09d5-502b-a2b2-856f3fcefcaf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.07.2009 C-5951/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5951-2007_2009-07-24.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5951/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Andreas Trommer, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer.

A._______, 
vertreten durch Fürsprecher Peter Huber, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung erleichterte Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5951/2007

Sachverhalt:

A.
Der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer A._______ (geb. 
1969)  gelangte  1991 erstmals  in  die Schweiz und ersuchte  hier  um 
Asyl. Das zuständige Bundesamt lehnte das Asylgesuch am 12. Au-
gust 1992 ab, verfügte jedoch gleichzeitig eine vorläufige Aufnahme. 
Am  2. August  1997  heiratete  der  Beschwerdeführer  die  Schweizer 
Staatsangehörige R._______ (geb. 1971). In der Folge erhielt  er  am 
27. August  1997 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei  seiner 
Ehefrau. 

B.
Gestützt auf seine Ehe ersuchte der Beschwerdeführer am 8. Oktober 
2001 um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bürgerrechtsge-
setzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). 

Zu Handen des Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten die Ehegat-
ten am 19. Juli 2002 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie in einer 
tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen ehelichen Gemeinschaft  an der 
selben Adresse zusammenlebten und weder Trennungs- noch Schei-
dungsabsichten  bestünden.  Ferner  nahmen  sie  unterschriftlich  zur 
Kenntnis,  dass die erleichterte Einbürgerung nicht  möglich ist,  wenn 
vor  oder  während des Einbürgerungsverfahrens einer  der  Ehegatten 
die  Trennung  oder  Scheidung  beantragt  hat  oder  keine  tatsächliche 
eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Verheimlichung 
dieser Umstände zur Nichtigerklärung der Einbürgerung nach Art. 41 
BüG führen kann.

Am 5. August 2002 wurde der Beschwerdeführer erleichtert eingebür-
gert und erwarb nebst dem Schweizer Bürgerrecht das kantonale Bür-
gerrecht von Bern und das Gemeindebürgerrecht von O._______.

C.  
Am  5. November  2002  reichten  die  Eheleute  beim Gerichtskreis  XII 
Frutigen-Niedersimmental ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. 
Am  1.  Februar  2003  zog  der  Beschwerdeführer  aus  der  ehelichen 
Wohnung aus und meldete sich von der Gemeinde O._______ ab. Sei-
ne Ehe mit der Schweizer Ehefrau wurde in der Folge am 25. Juli 2003 
rechtskräftig geschieden. 

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D.
Am 16. Februar 2004 heiratete der Beschwerdeführer die aus dem Ko-
sovo stammende H._______ (geb. 1975). Mit dieser Frau hat der Be-
schwerdeführer  mittlerweile  zwei  Kinder  (T._______,  geb.  2.  August 
2004 und F._______, geb. 26. April 2006). Auch die Schweizer Ex-Ehe-
frau des Beschwerdeführers heiratete am 17. Dezember 2004 erneut 
und ist zwischenzeitlich Mutter eines Kindes geworden. 

E.
Aufgrund  dieser  Umstände  gelangte  der  Zivilstands-  und  Bürger-
rechtsdienst  des Kantons Bern mit  Schreiben vom 14. Oktober 2004 
an die Vorinstanz und bat diese um Prüfung der Angelegenheit. In der 
Folge eröffnete die Vorinstanz am 10. Januar 2005 ein Verfahren auf 
Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. Mit gleichem Schrei-
ben wurde der  Beschwerdeführer  zu einer  Stellungnahme sowie zur 
Ausstellung einer Ermächtigung an die Vorinstanz betreffend Einsicht 
in  die  Scheidungsakten  aufgefordert.  Der  Beschwerdeführer  nahm 
nicht Stellung und liess der Vorinstanz lediglich die Zustimmungserklä-
rung – datiert vom 21. Januar 2005 – zukommen.

F.
Am 9. Juli  2007 forderte die Vorinstanz beim Gerichtskreis  XII  Fruti-
gen-Niedersimmental Einsicht in die Akten des Ehescheidungsverfah-
rens. Mit Entscheid vom 23. Juli 2007 gewährte das Gericht die Akten-
einsicht und stellte in der Folge der Vorinstanz die Akten zu. 

G.
Mit Schreiben vom 10. Juli 2007 wurde der Beschwerdeführer zur Be-
antwortung  diverser  Fragen  aufgefordert.  Dieser  reagierte  jedoch 
innert  gesetzter  Frist  nicht,  worauf  ihm die Vorinstanz eine Nachfrist 
bis 30. Juli 2007 ansetzte, welche er wiederum ungenutzt verstreichen 
liess. 

Die ehemalige Schweizer Ehefrau des Beschwerdeführers wurde mit 
schriftlicher Aufforderung vom 9. Juli 2007 um Beantwortung diverser 
Fragen  gebeten,  zu  welchen  diese  in  einem  Schreiben  (Eingang: 
23. Juli 2007) Stellung nahm. 

H.
Auf Ersuchen der Vorinstanz erteilte der Kanton Bern am 31. Juli 2007 
die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. 

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I.
Mit Verfügung vom 3. August 2007 erklärte die Vorinstanz die erleich-
terte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  für  nichtig.  Gleichzeitig 
ordnete sie an, dass sich die Nichtigkeit auf alle Familienmitglieder er-
strecke, deren Schweizer Bürgerrecht auf der nichtig erklärten Einbür-
gerung beruhe.

J.
Seit 23. August 2007 wird der Beschwerdeführer von Fürsprecher Pe-
ter Huber, 3001 Bern, vertreten. 

K.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  6. September  2007  gelangte  der  Be-
schwerdeführer an das Bundesverwaltungsgericht und ersucht um Auf-
hebung der vorinstanzlichen Verfügung. 

L.
Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 7. November 
2007 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.

M.
Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 17. Januar 2008 an seinem 
Begehren fest.

N.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ver-

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waltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt  (vgl.  auch  Art.  2 
Abs. 4 VwVG).

1.3 Der Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Ergreifung 
des Rechtsmittels  legitimiert. Auf seine frist-  und formgerecht  einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl. Urteil  des  Bundesgerichts  2A.451/2002 vom 28. März 
2003 E. 1.2, teilweise publiziert in BGE 129 II 215.)

3.
Der entscheidserhebliche Sachverhalt ergibt sich, wie nachfolgend zu 
zeigen sein wird,  in genügender Weise aus den Akten. Von den Be-
weiserhebungen, die der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene be-
antragt (Zeugeneinvernahmen), kann daher in antizipierter Beweiswür-
digung  ohne  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  abgesehen  werden 
(vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 mit Hinweisen; 
Urteil  des Bundesgerichts 1C_460/2008 vom 3. Februar 2009 E. 3.1; 
zur Zeugeneinvernahme: Urteil des Bundesgerichts 1C_427/2008 vom 
2. Februar 2009 E. 2.2).

4.
4.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 
Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren 
in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Nach dem 
Wortlaut und Wortsinn der Bestimmung müssen sämtliche Vorausset-
zungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch anläss-
lich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es insbesondere im 

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Zeitpunkt des Entscheids an der ehelichen Gemeinschaft, darf die er-
leichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden (BGE 130 II 482 
E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403).

4.2 Der Begriff  der  ehelichen Gemeinschaft  bedeutet  nach der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer Ehe. Verlangt wird eine tatsächliche Lebensgemeinschaft, getra-
gen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 
482 E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 128 ll 97 E. 
3a S. 98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 52). Denn der Gesetzgeber wollte 
dem ausländischen Ehegatten einer Schweizer Bürgerin die erleichter-
te Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des Bürgerrechts im Hin-
blick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bun-
desrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987 III 310). Ein Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand lie-
gen,  dass  kurze Zeit  nach der  erleichterten Einbürgerung die Tren-
nung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird (BGE 130 ll 482 E. 2 
S. 483 f., BGE 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.).

4.3 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde 
des Heimatkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt werden, wenn 
sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
„erschlichen“ (Art. 41 Abs. 1 BüG), d.h. mit einem unlauteren und täu-
schenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des strafrecht-
lichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der 
Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die Behörde bewusst 
in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es 
unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tatsache zu 
informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 114 f., 130 II 482 E. 2 S. 
484, je mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, dass die Voraussetzun-
gen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt der Verfügung 
vorliegen müssen, so muss er die Behörden unaufgefordert über eine 
nachträgliche Änderung in seinen Verhältnissen orientieren, von der er 
weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürgerung entgegensteht. 
Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben 
und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 
Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrerseits darauf verlassen, 
dass die vormals erteilten Auskünfte bei passivem Verhalten des Ge-
suchstellers nach wie vor der Wirklichkeit entsprechen (vgl. BGE 132 II 
113 E. 3.2 S. 115 f.). 

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5.
5.1 Im  Verfahren  betreffend  Widerruf  der  erleichterten  Einbürgerung 
gilt, wie in der Bundesverwaltungsrechtspflege allgemein, der Untersu-
chungsgrundsatz  (Art.  12  VwVG)  und  der  Grundsatz  der  freien 
Beweiswürdigung  (Art.  19  VwVG i.V.m. Art.  40  des  Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Frei  ist  die  Beweiswürdigung vor  allem darin,  dass  sie  nicht  an  be-
stimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vor-
schreiben, wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Be-
weiswert  die  einzelnen Beweismittel  im Verhältnis  zueinander  haben 
(FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage  Bern  1983, 
S. 278 f.; zu den Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Die  Fol-
gen der Beweislosigkeit trägt die Verwaltung (Beweislast).

5.2 Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung ist  von der Verwaltung zu untersuchen, ob die Ehe im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung und  der  Einbürgerung  tatsächlich 
gelebt wurde (BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 172). Hierbei geht es im We-
sentlichen um innere Vorgänge, die der Behörde oft nicht bekannt und 
schwierig zu beweisen sind. In derartigen Situationen ist es zulässig, 
von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermu-
tungsfolge) zu schliessen. Solche tatsächlichen Vermutungen können 
sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich 
auch im öffentlichen Recht. Es handelt sich um Wahrscheinlichkeitsfol-
gerungen, die auf Grund der Lebenserfahrung gezogen werden (ULRICH 
HÄFELIN, Vermutungen im öffentlichen Recht, in: Festschrift für Kurt Ei-
chenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch PETER SUTTER, Die 
Beweislastregeln unter besonderer Berücksichtigung des verwaltungs-
rechtlichen Streitverfahrens,  Diss. Zürich  1988,  S. 56 ff. und 178 ff., 
und GYGI, a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER, Berner Kom-
mentar, N. 362 f.). 

5.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermu-
tung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherr-
schende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Ver-
waltung auch nach entlastenden,  das heisst  die Vermutung erschüt-
ternden Elementen sucht. Bei Konstellationen im Zusammenhang mit 
der erleichterten Einbürgerung liegt es aber in der Natur der Sache, 
dass solche entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt 
sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen können. 
Es obliegt  daher dem erleichtert  Eingebürgerten,  der dazu nicht  nur 

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aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, son-
dern daran auch ein Eigeninteresse haben muss, die Vermutung durch 
den  Gegenbeweis  bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er 
Gründe oder Sachumstände aufzeigt, die es als überzeugend (nach-
vollziehbar) erscheinen lassen, dass eine angeblich noch wenige Mo-
nate  zuvor  bestandene,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der 
Zwischenzeit  dergestalt  in  die  Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur 
Scheidung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

6.
Die  erleichterte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist  von fünf Jahren und mit  Zustimmung des Hei-
matkantons Bern vom 31. Juli 2007 für nichtig erklärt. Der Beschwer-
deführer  macht  in  diesem  Zusammenhang  geltend,  der  Zivilstands- 
und  Bürgerrechtsdienst  des  Kantons  Bern  habe  seine  Zustimmung 
überstürzt  und  aufgrund  ungenügender  Abklärungen  erteilt.  Es  sei 
deshalb fraglich, ob die Zustimmung überhaupt rechtsverbindlich erteilt 
worden  sei.  So  sei  der  kantonale  Dienst  erst  mit  Schreiben  vom 
30. Juli  2007  um Zustimmung zur  Nichtigerklärung  gebeten  worden. 
Damit habe weder die Möglichkeit bestanden, die Akten zu studieren 
noch seien die Auswirkungen des Entscheids auf  die Kinder gebüh-
rend berücksichtigt worden (vgl. Beschwerde vom 6. September 2007, 
S. 7 f.). Diesbezüglich gilt es jedoch zu beachten, dass der Zivilstands- 
und  Bürgerrechtsdienst  des  Kantons  Bern  selbst  die  Vorinstanz  mit 
Schreiben vom 14. Oktober 2004 zur Prüfung aufforderte, ob sich beim 
Beschwerdeführer  allenfalls  eine  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung 
rechtfertigen würde. Diese Aufforderung erfolgte denn auch in Kennt-
nis des Sachverhalts. So war dem kantonalen Dienst bereits zum da-
maligen Zeitpunkt die erneute Heirat des Beschwerdeführers mit einer 
Landsfrau sowie die Geburt der Tochter T._______ bekannt. Von einer 
überstürzten Zustimmung und ungenügenden Abklärungen von Seiten 
des  Kantons  kann  somit  nicht  die  Rede  sein.  Die  formellen 
Voraussetzungen  des  Art.  41  Abs.  1  BüG  für  eine  Nichtigerklärung 
sind somit erfüllt. 

7.
7.1 Vorweg ist die Rüge des Beschwerdeführers zu prüfen, die ange-
fochtene  Verfügung  sei  in  schwerwiegender  Verletzung  seines  An-
spruchs auf rechtliches Gehör ergangen, weshalb sie aufzuheben sei. 
Mit erneutem vorinstanzlichen Schreiben vom 10. Juli 2007 sei er auf-
gefordert worden, bis zum 23. Juli 2007 zu verschiedenen Fragen Stel-

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lung  zu  nehmen.  Nachdem  er  dieses  Schreiben  nicht  beantwortet 
habe, da er ferienhalber abwesend gewesen sei, habe ihm die Vorin-
stanz eine Nachfrist  bis 30. Juli  2007 gesetzt. Die erwähnten Fristen 
würden jedoch – in Anbetracht des Umstands, dass der Beschwerde-
führer seit  Januar 2005 nichts mehr von der Vorinstanz gehört  habe 
und auch nicht damit gerechnet habe, nach zweienhalb Jahren wäh-
rend der Ferienzeit aufgefordert zu werden, sich zum Verfahren zu äu-
ssern – seinem Anspruch auf Wahrung des rechtlichen Gehörs nicht 
genügen. Vielmehr hätte man dem Beschwerdeführer in Analogie zu 
Art. 22a VwVG und angesichts der Bedeutung der Sache eine Frist zur 
Stellungnahme bis 15. August 2007 einräumen müssen. Zudem sei die 
im vorliegenden Fall  nicht  mögliche Ansetzung einer  angemessenen 
Frist zur Stellungnahme wegen der am 5. August 2007 endenden Ver-
wirkungsfrist durch die Untätigkeit der Vorinstanz zu vertreten, was die 
Beeinträchtigung des Gehörsanspruchs durch Fristansetzung während 
der Sommerferien nur noch offensichtlicher und stossender mache. 

7.2 Allem  voran  ist  auf  den  Umstand  hinzuweisen,  dass  der  Be-
schwerdeführer am 10. Januar 2005 zu einer Stellungnahme aufgefor-
dert  und gleichzeitig gebeten wurde, sein Einverständnis zur Einsicht 
in  die Scheidungsakten zu erteilen. Letzteres liess der Beschwerde-
führer der Vorinstanz in Form einer Zustimmungserklärung zukommen; 
eine  entsprechende  Stellungnahme blieb  hingegen  aus. Am 10. Juli 
2007 wurde dem Beschwerdeführer – nachdem die Vorinstanz zwei-
einhalb Jahre keine weiteren Verfahrensschritte veranlasst hatte – ein 
Fragenkatalog mit der Bitte um Beantwortung bis 23. Juli 2007 zuge-
sandt. Der Beschwerdeführer reagierte jedoch nicht innert Frist, wes-
halb ihm eine Nachfrist bis 30. Juli 2007 eingeräumt wurde. Auch die-
se Frist liess er ungenutzt verstreichen, da er sich gemäss seinen Aus-
führungen bis zum 28. Juli 2007 in den Ferien befunden habe. Der Be-
schwerdeführer macht nun in diesem Zusammenhang geltend, die in 
den Gerichtsferien  angesetzte  Frist  (vgl. dazu  Urteil  des  Bundesge-
richts 1C-491/2008 vom 10. März 2009 E. 2.2.2 wonach der Fristen-
stillstand während der Gerichtsferien nur für jene Fristen gilt, die nach 
Tagen bestimmt  sind,  nicht  aber  für  behördlich  festgesetzte  Fristen) 
genüge zur Wahrung des rechtlichen Gehörs nicht. Er habe zweiein-
halb Jahre nichts mehr von der Vorinstanz gehört und habe auch nicht 
damit rechnen müssen, dass er in der Ferienzeit aufgefordert werden 
würde,  sich  zum  Verfahren  zu  äussern.  Dem  gilt  es  zu  entgegnen, 
dass  das  Schreiben  vom 10. Juli  2007  keine  Aufforderung  zur  Stel-
lungnahme im Sinne des rechtlichen Gehörs darstellt (eine solche Auf-

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forderung  erging  bereits  am  10. Januar  2005).  Vielmehr  handelt  es 
sich bei der Zusendung des Fragekatalogs mit Bitte um dessen Beant-
wortung um eine blosse Beweismassnahme gemäss Art. 12 VwVG. Vor 
diesem Hintergrund muss lediglich überprüft werden, ob die Vorinstanz 
in casu ihre aus dem Untersuchungsgrundsatz fliessende Beweisfüh-
rungspflicht  wahrgenommen  hat,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
von Amtes wegen vollständig und richtig zu ermitteln. Zu berücksichti-
gen sind zudem nur  jene rechtsrelevanten Informationen,  welche im 
Hinblick auf das Verfahren und die Fällung eines Entscheides erforder-
lich  und  somit  unerlässlich  erscheinen  (vgl.  zum  Ganzen: 
KRAUSKOPF/EMMENEGGER, in Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar 
VwVG, Art. 12 N 16 und N 21). Solche liegen jedoch – wohl nach Auf-
fassung der Vorinstanz – im vorliegenden Fall nicht vor, hat sie doch 
den Sachverhalt auch ohne den Fragekatalog aufgrund der bestehen-
den Aktenlage genüglich erstellen können, um in der Folge – basie-
rend darauf – einen Entscheid zu fällen. 

7.3
7.3.1 Neben  dem  Aspekt  des  eben  erwogenen  rechtlichen  Gehörs, 
weist  das  Setzen einer  kurzen Nachfrist  bis  30. Juli  2007 durch die 
Vorinstanz,  d.h. knapp vor Beendigung der fünfjährigen Verwirkungs-
frist unter Androhung, nach Ablauf dieser Frist die Angelegenheit auf-
grund der vorhandenen Akten weiterzubearbeiten (vgl. Schreiben der 
Vorinstanz vom 25. Juli 2007) eine weitere Besonderheit auf: Nicht in 
Betracht gezogen hat die Vorinstanz damit den Umstand, dass der Be-
schwerdeführer  vor Ablauf  der  Frist  ein  Gesuch um Fristerstreckung 
hätte stellen können, welches ihm bei Vorliegen von plausibel darge-
legten, hinreichenden Gründe hätte gewährt werden können (vgl. Art. 
22 Abs. 2 VwVG). Mit einem solchen Gesuch hätte umso mehr in der 
Sommerferienzeit gerechnet werden müssen. 

7.3.2 Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich denn auch geltend, 
er habe von den erwähnten Schreiben erst nach Ablauf der Nachfrist 
Kenntnis genommen: Am 28. Juli 2007 sei er morgens von seinen Feri-
en zurückgekehrt und habe sich dann ausruhen müssen. Am gleichen 
Tag habe er um 19.30 Uhr seine Arbeit als Taxifahrer aufgenommen. 
Am darauffolgenden Tag habe er wieder geschlafen und in der Nacht 
auf Montag erneut gearbeitet (vgl. Replik vom 17. Januar 2008, S. 2). 
In casu erfolgte somit die Zustellung – welche überdies auch nicht be-
stritten wird – der uneingeschriebenen schriftlichen Mitteilungen vom 
10. und 25. Juli 2007 (A-Post) in dem Moment, als sie dem Beschwer-

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deführer in den Briefkasten oder das Postfach gelegt wurden. Weitere 
Ausführungen zur verspäteten Kenntnisnahme werden damit hinfällig: 
Ob nämlich der Betroffene vom Verfügungsinhalt tatsächlich Kenntnis 
nimmt oder  nicht,  ist  nicht  massgeblich. Es  obliegt  dem Empfänger, 
sich so zu organisieren, dass er in der Lage ist, vom zugestellten Do-
kument  Kenntnis  zu  erhalten  (vgl.  zum  Ganzen:  MAITRE/THALMANN 
[PLÜSS], in Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 20 
N 17 und N 24). Es erscheint denn auch nicht nachvollziehbar, wieso 
eine  Person  mit  dem  geschilderten  Schlaf-/Arbeits-Rhythmus  nicht 
auch die Zeit finden sollte, um die eingegangene Post durchzugehen 
und zu beantworten; dies umso mehr nach einer 20-tägigen Abwesen-
heit.

7.4
7.4.1 Des Weiteren geht aus den Akten hervor, dass dem Beschwer-
deführer von der Vorinstanz keine Möglichkeit eingeräumt wurde, zur 
Befragung seiner Ex-Ehefrau Stellung zu nehmen: So wurde diese mit 
Schreiben vom 9. Juli  2007 von der  Vorinstanz aufgefordert,  diverse 
Fragen  zu  beantworten,  worauf  sie  in  der  Folge  schriftlich  Stellung 
nahm. Der  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Möglichkeit 
hatte, zur Befragung seiner Ex-Ehefrau Stellung zu nehmen, stellt eine 
Gehörsverletzung dar. Es ist jedoch nicht von einer schwer wiegenden 
Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  auszugehen,  hat  doch  die  Ex-
Ehefrau zu Gunsten des Beschwerdeführers ausgesagt. Ein Hinweis 
darauf  ergibt  sich  auch  aus  der  Rechtsmitteleingabe,  wo  der 
Beschwerdeführer den Ausführungen seiner Ex-Ehefrau folgt. 

7.4.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs führt  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten 
der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die An-
hörung im konkreten Fall  für  den Ausgang der materiellen Streitent-
scheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ih-
res  Entscheides  veranlasst  wird  oder  nicht  (BGE 127  V  431  E.  3d, 
BGE 126 V 132 E. 2b mit Hinweisen). Nach der Praxis des Bundesge-
richts kann jedoch eine – nicht besonders schwer wiegende – Gehörs-
verletzung geheilt werden, wenn die Betroffenen die Möglichkeit erhal-
ten,  sich  vor  einer  Beschwerdeinstanz  zu  äussern,  die  sowohl  den 
Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung ei-
nes allfälligen Mangels soll  aber die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 
431 E. 3d, BGE 126 V 132 E. 2b mit Hinweisen; kritisch: Ulrich Häfelin/

Seite 11

C-5951/2007

Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,  5. Aufla-
ge, Zürich 2006, N. 1711 mit Hinweisen). Von einer Rückweisung der 
Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist im Sinne einer Hei-
lung des Mangels allerdings selbst bei einer schwer wiegenden Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit  die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti-
gen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichgestellten Interes-
se der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sa-
che nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Verweis auf 
BGE 116 V 187 E. 3d). 

7.4.3 Dem  Bundesverwaltungsgericht  kommt  im  vorliegenden  Be-
schwerdeverfahren volle Überprüfungsbefugnis zu (Art. 49 VwVG). Es 
verfügt damit über dieselbe Kognition wie die Vorinstanz. Des Weiteren 
wurden dem Beschwerdeführer auf sein Ersuchen hin sämtliche Akten 
zur Einsichtnahme zugesandt (vgl. Schreiben Vorinstanz vom 3. Sep-
tember 2007) und es wurde ein zweifacher Schriftenwechsel durchge-
führt. Damit konnte der Beschwerdeführer in casu sein Standpunkt – 
auch  zur  Befragung  seiner  Ex-Ehefrau  –  umfassend  darlegen.  Eine 
Rückweisung an die  Vorinstanz  würde folglich  einem formalistischen 
Leerlauf gleichkommen. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Verletzung des 
Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  im  vorinstanzlichen  Verfahren  im 
Rahmen  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  als  geheilt  zu  be-
trachten ist.

8.
8.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Septem-
ber 1991 in die Schweiz einreiste. Im Oktober 1991 stellte er ein Asyl-
gesuch,  welches  am 12. August  1992  abgelehnt  wurde.  Gleichzeitig 
wurde  jedoch eine  vorläufige  Aufnahme verfügt.  Am 2. August  1997 
heiratete  er  eine  Schweizer  Bürgerin  (geb.  1971),  weshalb  er  am 
27. August  1997  eine  Aufenthaltsbewilligung  erhielt.  Am  8. Oktober 
2001 stellte  der  Beschwerdeführer  ein  Gesuch  um Erteilung der  er-
leichterten  Einbürgerung.  Nachdem  die  Ehegatten  am  19. Juli  2002 
die gemeinsame Erklärung zum Bestand der ehelichen Gemeinschaft 
abgegeben hatten,  wurde der  Beschwerdeführer  am 5. August  2002 
erleichtert  eingebürgert.  Drei  Monate  später,  am 5. November  2002, 
reichten die Eheleute ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein, wo-
rauf die Ehe am 25. Juli 2003 rechtskräftig geschieden wurde. Bereits 

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am 1. Februar 2003 meldete sich der Beschwerdeführer aus der Ge-
meinde  O._______  ab. Am 16. Februar  2004  heiratete  er  eine  Frau 
aus seinem Herkunftsland, mit welcher er in der Zwischenzeit die zwei 
Kinder T._______ (geb. 2004) und F._______ (geb. 2006) hat.

8.2 Die kurze zeitliche Distanz zwischen dem Abschluss des Verfah-
rens auf erleichterte Einbürgerung und der Einreichung des gemeinsa-
men Scheidungsbegehrens sowie der darauf folgenden rechtskräftigen 
Scheidung begründet die tatsächliche Vermutung, dass der Beschwer-
deführer zum Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung vom 19. Juli 2002 
und der erleichterten Einbürgerung am 5. August 2002 nicht mehr in 
einer stabilen ehelichen Gemeinschaft  lebte. Nachfolgend ist  zu prü-
fen, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, die Vermutung zu wider-
legen. Dazu braucht er nicht den Nachweis zu erbringen, dass die Ehe 
mit  der Schweizer Bürgerin zum massgeblichen Zeitpunkt intakt war, 
denn eine tatsächliche Vermutung führt nicht zur Umkehr der Beweis-
last. Es genügt, wenn der Beschwerdeführer eine plausible Alternative 
zu der dargestellten Vermutungsfolge präsentieren kann. Er kann den 
Gegenbeweis erbringen, indem er glaubhaft den Eintritt eines ausser-
ordentlichen Ereignisses dartut, das geeignet ist, den raschen Verfall 
der  ehelichen  Bande  zu  erklären,  oder  indem  er  glaubhaft  darlegt, 
dass er sich der ehelichen Probleme nicht bewusst gewesen war und 
dass er demzufolge zum Zeitpunkt, als er die Erklärung unterzeichne-
te, den wirklichen Willen hatte, weiterhin eine stabile eheliche Bezie-
hung aufrecht zu halten (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486; ferner Ur-
teile  des  Bundesgerichts  5A.13/2005 vom 6 September  2005 E. 4.2 
und 5A.23/2005 vom 22. November 2005 E. 5.2).

8.3 Der  Beschwerdeführer  macht  diesbezüglich  geltend,  die  Gründe 
für  den  raschen  Verfall  der  ehelichen  Bande  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung lägen bei seiner Ehefrau. Diese führte in einem Schrei-
ben vom 23. Juli  2007 aus,  ihre Ehe mit  dem Beschwerdeführer  sei 
zum  Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  stabil  gewesen.  Tren-
nungsabsichten  hätten  nicht  bestanden;  sie  hätten  sich  geliebt. 
Schwierigkeiten seien aufgetreten, als ihr Ex-Ehemann aufgrund eines 
Arbeitsunfalls tagsüber öfters zu Hause gewesen sei. Dies habe zu im-
mer grösseren Meinungsverschiedenheiten geführt. Beschwerdeweise 
wird diesbezüglich ergänzend ausgeführt, die Ex-Ehefrau habe die ge-
schilderte Ehesituation erst Ende Oktober 2002 plötzlich als belastend 
und einengend empfunden. Dies sei deshalb der Fall gewesen, da ihr 
Ex-Ehemann  gesundheitlich  wieder  soweit  rehabilitiert  gewesen  sei, 

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dass er Aussicht auf eine berufliche Wiedereingliederung gehabt habe 
und damit  für  ihn eine gewisse Entspannung der Situation absehbar 
geworden sei (vgl. Beschwerde vom 6. September 2007, S. 4).

8.4 Die vorgängig geschilderten Ausführungen sind  jedoch nicht  ge-
eignet,  die  Wahrscheinlichkeit  eines  alternativen  Geschehensablaufs 
glaubhaft zu machen, wie es nachfolgend aufzuzeigen gilt: 

8.4.1 So geht  aus den Scheidungsakten des Gerichtskreis  XII  Fruti-
gen-Niedersimmental  hervor,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  dem 
1. Januar  2002  bis  April  2002  Taggelder  der  Unfallversicherung 
(SUVA)  bezogen  hat  und  danach  arbeitslos  gewesen  ist.  Der  Be-
schwerdeführer arbeitete damit zum Zeitpunkt der Unterzeichung der 
gemeinsamen Erklärung am 19. Juli  2002 bzw. der erleichterten Ein-
bürgerung am 5. August 2002 bereits seit sieben Monaten nicht mehr 
und  war  aus  diesem Grund  viel  zu  Hause.  Zwar  ist  einem  der  Be-
schwerde beigelegten Schreiben der Ex-Ehefrau des Beschwerdefüh-
rers zu entnehmen, der Beschwerdeführer habe sich nach seinem Un-
fall  noch  lange  in  einem  Kurort  aufgehalten  und  später  Beschäfti-
gungsprogramme bestritten, allerdings fehlen diesbezüglich genauere 
(zeitliche) Angaben. Beschwerdeweise wird lediglich geltend gemacht, 
der Beschwerdeführer sei aufgrund eines Arbeitsunfalls auch tagsüber 
öfters zu Hause gewesen. Die Ex-Ehefrau habe diese Situation hinge-
gen erst als einengend und belastend empfunden, als Ende Oktober 
2002  durch  die  gesundheitliche  Rehabilitierung  des  Beschwerdefüh-
rers und seine damit  einhergehende Aussicht  auf  berufliche Wieder-
eingliederung eine gewisse Entspannung der Situation absehbar ge-
worden  sei.  Wieso  aber  die  Ex-Ehefrau  die  Situation  Ende  Oktober 
2002 – zu einem Zeitpunkt, in dem überdies Aussicht auf Besserung 
und Entspannung der Lage bestanden habe – plötzlich als solche Be-
lastung empfand, dass die Scheidung unumgänglich wurde, während-
dem sie ihre Ehe während der schwierigen Zeit davor als stabil beur-
teilte,  erscheint  nicht  nachvollziehbar. Diesbezüglich  vermögen  auch 
die beschwerdeweise geltend gemachten Ausführungen,  gewisse la-
tente Belastungssituationen könnten von sich liebenden Eheleute soli-
darisch getragen oder verdrängt und nicht als destabilisierend wahrge-
nommen werden, nicht zu überzeugen. Es entspricht vielmehr der all-
gemeinen  Lebenserfahrung,  dass  eine  solche,  mehrere  Monate  an-
dauernde Situation nicht plötzlich – von einem Tag auf den anderen – 
als Belastung empfunden wird, sondern einen sich über mehrere Mo-
nate hinwegziehenden, schleichenden Prozess darstellt,  der schluss-

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endlich  in  einen  Scheidungswillen  münden  kann.  Aufgrund  dieser 
Ausführungen  ist  davon  auszugehen,  die  Ex-Ehefrau  habe  die 
Situation  schon  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  vom 
19. Juli  2002 bzw. der erleichterten Einbürgerung am 5. August 2002 
als Belastung empfunden.

Dafür  spricht  auch  die  Aussage  der  Ex-Ehefrau,  die  als  Grund  der 
Trennung  nennt,  sie  und  der  Beschwerdeführer  hätten  sich  immer 
mehr  auseinandergelebt  (vgl.  Punkt  2  des  Schreibens  vom  23.  Juli 
2007). Ein  Auseinanderleben der  Eheleute,  welches zu  einer  Schei-
dung führt, setzt nicht plötzlich ein, sondern erstreckt sich immer über 
eine  gewisse Zeit. Es kann deshalb  angenommen werden,  dass die 
Probleme  zwischen  den  Eheleuten  aufgrund  der  geschilderten 
Situation bereits früher als Ende Oktober 2002 einsetzten und die Ehe 
des Beschwerdeführers bereits zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der 
gemeinsamen Erklärung vom 19. Juli 2002 bzw. der Einbürgerung am 
5. August 2002 nicht mehr intakt war. 

8.4.2 Aber selbst bei Annahme, die Ex-Ehefrau habe die geschilderte 
Situation Ende Oktober 2002 tatsächlich plötzlich als belastend emp-
funden, so ist aufgrund der an den Tag gelegten – unglaublichen – Eile 
der  Eheleute  zur  Einreichung  des  gemeinsamen  Scheidungsbegeh-
rens  am 5. November  2002 nicht  nachvollziehbar,  wieso die  sich im 
Juli/August noch liebenden Eheleute, bzw. die Ex-Ehefrau, nach einer 
mehrere Monate andauernden schwierigen Situation – die durch die 
Aussicht  auf  berufliche  Wiedereingliederung  des  Beschwerdeführers 
überstanden  schien  –  sich  nicht  noch  eine  Chance  einräumten,  um 
ihre  Ehe  zu  retten.  Auch  der  replikweise  geltend  gemachte  "starke 
Charakter" der Ex-Ehefrau vermag die Eile zur Scheidung nicht über-
zeugend zu erklären. 

8.4.3 Des  Weiteren  kann  auch  das  beschwerdeweise  getätigte  Vor-
bringen, die Eheleute hätten den gemeinsamen Haushalt und die ehe-
liche Verbindung bis Frühjahr 2003 nachweislich beibehalten, weshalb 
für die Scheidung nicht das gemeinsame Begehren vom 5. November 
2002 entscheidend sei (vgl. Beschwerde vom 6. September 2007, S. 
5) die obgenannten Ausführungen nicht entkräften. Der Beschwerde-
führer meldete sich nachweislich am 1. Februar 2003 aus der Gemein-
de O._______ ab. Damit ist bis zu diesem Zeitpunkt zweifelsohne der 
gemeinsame  Haushalt,  nicht  aber  die  eheliche  Verbindung  belegt. 
Nichts anderes geht auch aus dem mit der Beschwerde eingereichten 

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Schreiben des ehemaligen Nachbarn des Beschwerdeführers und sei-
ner  Ex-Ehefrau  hervor,  in  dem der  damalige  gemeinsame  Haushalt 
bestätigt wird (vgl. Schreiben von X._______ vom 1. September 2007). 
Eine eheliche Verbindung und den damit einhergehenden Willen, die 
Ehe  künftig  aufrecht  zu  erhalten,  kann  jedenfalls  in  Anbetracht  des 
eingereichten Scheidungsbegehrens –  welches von beiden oder  nur 
einem Ehepartner bis zur definitiven Bestätigung der Ehegatten nach 
der Gerichtsverhandlung hätte zurückgezogen werden können – nicht 
mehr  angenommen  werden  und  kann  auch  nicht  aus  der  noch  bis 
1. Februar 2003 herrschenden Wohnsituation des Beschwerdeführers 
und seiner Ex-Ehefrau abgeleitet werden. 

8.4.4 Der  Beschwerdeführer  selbst  macht  geltend,  er  sei  mit  der 
Scheidung "innerlich" nicht einverstanden gewesen und er habe seine 
Ehefrau nach wie vor geliebt. Weiter führt er aus, er habe den von sei-
ner Ex-Ehefrau rudimentär formulierten Scheidungsantrag unterzeich-
net, weil er gehofft habe, sie in der Folge durch seine Liebe umstim-
men zu können und weil er sich aus Respekt und Liebe nicht gegen 
die Ex-Ehefrau habe wenden wollen (vgl. Beschwerde vom 6. Septem-
ber 2007, S. 5). Die Glaubhaftigkeit dieser Aussagen muss jedoch in 
Frage gestellt werden. So tätigte der Beschwerdeführer keine Ausfüh-
rungen,  welche  konkreten  Bemühungen  er  unternommen  habe,  um 
seine Ex-Ehefrau umzustimmen und sie von der Scheidung abzuhal-
ten. Auch der geltend gemachte zeitliche Ablauf vom plötzlichen Emp-
finden einer Belastung durch die Ex-Ehefrau Ende Oktober 2002 bis 
zur  Einreichung  des  Scheidungsbegehrens  am  5.  November  2002 
lässt das Bestehen von Bemühungen des Beschwerdeführers, um sei-
ne Ex-Ehefrau von der Scheidung abzuhalten, als eher unwahrschein-
lich erscheinen. In diesem Zusammenhang ist auch die baldige Heirat 
des  Beschwerdeführers  mit  einer  Landsfrau  am 16. Februar  2004  – 
sieben Monate nach der Scheidung von seiner Ex-Ehefrau – und die 
Geburt der Tochter T._______ am 2. August 2004 zu erwähnen. Unter 
Beachtung  der  bisherigen  Ausführungen  liegt  die  Vermutung  nahe, 
auch der Beschwerdeführer habe die Scheidung gewollt. 

9.  
Dem  Beschwerdeführer  ist  es  somit  nicht  gelungen,  die  gegen  ihn 
sprechende  Vermutung  überzeugend  in  Frage  zu  stellen,  dass  zum 
Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  vom  19. Juli  2002  und  der 
erleichterten  Einbürgerung  am  5. August  2002  zwischen  ihm und 
seiner  schweizerischen  Ehefrau  keine  stabile  und  auf  Zukunft 

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ausgerichtete  eheliche  Gemeinschaft  bestanden  hat.  Auf  Grund  der 
gesamten Umstände muss im Gegenteil davon ausgegangen werden, 
dass der Ehewille zum damaligen Zeitpunkt bereits erloschen war und 
an der Ehe schlussendlich nur festgehalten wurde, um dem Beschwer-
deführer zum Schweizer Bürgerrecht zu verhelfen. Abgestellt wird vor-
liegend auf die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der gemeinsa-
men Erklärung den Bestand einer intakten und stabilen Ehe versicher-
te, bzw. einen Sachverhalt nicht anzeigte und er damit die Behörden 
über wesentliche Tatsachen getäuscht und die erleichterte Einbürge-
rung im Sinne von Art. 41 Abs. 1 BüG erschlichen hat. Dass der Be-
schwerdeführer  mit  seiner  Ex-Ehefrau einst  eine  Ehe führte,  welche 
auf Liebe basierte, wird denn auch nicht bestritten, weshalb insbeson-
dere den ins Recht gelegten Fotografien zur Dokumentation einer ge-
meinsamen  Reise  in  den  Kosovo  im  Jahr  2000  keine  Relevanz 
zukommt.  Die  materiellen  Voraussetzungen  für  die  Nichtigerklärung 
der  erleichterten  Einbürgerung  sind  somit  ebenfalls  erfüllt  und  die 
angefochtene Verfügung ist soweit zu Recht ergangen.

10.
Auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe im September 
2003 die Voraussetzungen der ordentlichen Einbürgerung zweifelsfrei 
erfüllt (vgl. Beschwerde vom 6. September 2007, S. 6 f.), läuft ins Lee-
re.  Die  ordentliche  und  die  erleichterte  Einbürgerung  unterscheiden 
sich  hinsichtlich  der  inhaltlichen  Voraussetzungen,  der  Zuständigkeit 
und  des  Verfahrens. Die  Eigenheiten  der  ordentlichen  Einbürgerung 
sind denn auch zu beachten und dürfen im Verfahren der Nichtigerklä-
rung  einer  erleichterten  Einbürgerung  nicht  umgangen  werden  (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1C_340/2008 vom 18. November 2008 E. 4 
mit Hinweisen). Es ist vorliegend denn auch nicht Sache der Rechts-
mittelinstanz,  in  einem Verfahren betreffend Nichtigerklärung der  er-
leichterten Einbürgerung festzustellen – oder bei der Wohnsitzgemein-
de  feststellen  zu  lassen  –  ob die  Voraussetzungen  der  ordentlichen 
Einbürgerung erfüllt sind, wie dies replikweise beantragt wurde.

11.
11.1  Art.  41  Abs.  3  BüG  bestimmt,  dass  sich  die  Nichtigkeit  von 
Gesetzes wegen auf alle Familienmitglieder erstreckt, deren Schweizer 
Bürgerrecht  auf  der  nichtig  erklärten  Einbürgerung  beruht,  es  sei 
denn, etwas anderes wird ausdrücklich verfügt. Der Beschwerdeführer 
macht  diesbezüglich  geltend,  seine  beiden  Kinder  T._______  (geb. 
2. August  2004)  und  F._______  (geb.  26.  April  2006),  welche  das 

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Schweizer Bürgerrecht durch Abstammung bei ihrer Geburt erworben 
haben, seien nie im Kosovo registriert worden. Durch die Entziehung 
des (Schweizer) Bürgerrechts würden diese staatenlos. Zudem sei die 
Registrierung seiner Kinder im Kosovo – wie auch seine eigene – und 
Erlangung des kosovarischen Bürgerrechts sowie der Reisepässe für 
die  Zwischenzeit  eines  zweijährigen  Einbürgerungsverfahrens  in  der 
Schweiz mit einem unverhältnismässigen Aufwand und unzumutbarem 
Stress verbunden (vgl. Beschwerde vom 6. September 2007, S. 7). 

11.2 Die geltend gemachte  Staatenlosigkeit  der  beiden Kinder  greift 
im vorliegenden Verfahren nicht: Gemäss Art. 6.1 des Kosovarischen 
Staatsangehörigkeitsgesetzes  (vgl.  Gesetz  über  die  kosovarische 
Staatsangehörigkeit Nr. 03/L-034 vom 20. Februar 2008  [abrufbar un-
ter www.kuvendikosoves.org   > laws > June 2008 > law on Citizenship 
of Kosova]) gilt das Abstammungsprinzip: Ein Kind erwirbt automatisch 
die kosovarische Staatsangehörigkeit, wenn beide Elternteile Kosova-
rische Staatsbürger sind. Ist nur ein Elternteil Bürger der Republik Ko-
sovo, erwirbt ein Kind die Staatsangehörigkeit u.a. auch dann, wenn es 
im Kosovo geboren wird. Falls dies nicht der Fall ist und ein Elternteil 
eine andere Staatsangehörigkeit besitzt, kann mit schriftlichem Einver-
ständnis  beider  Eltern  die  kosovarische  Staatsangehörigkeit  für  das 
Kind vor dessen 14. Lebensjahr beantragt werden (vgl. Art. 6.2 Bst. c). 
Mehrfachbürgerrecht  wird ausdrücklich zugelassen (Art. 3). Aufgrund 
dieser  Ausführungen  kann  somit  nicht  davon  ausgegangen  werden, 
die Kinder des Beschwerdeführers würden staatenlos. Zumindest die 
Mutter der beiden Kinder hat noch immer die kosovarische Staatsan-
gehörigkeit. Zweifellos müssten jedoch – falls noch nicht erfolgt – eine 
Registrierung oder entsprechende Papiere im Kosovo beantragt wer-
den. Dies ist zwar mit einem gewissen Aufwand für den Beschwerde-
führer verbunden. Von einem völlig unverhältnismässigen Aufwand und 
unzumutbarem  Stress  kann  jedoch  nicht  die  Rede  sein,  handelt  es 
sich  doch  hierbei  um ein  normales  Prozedere,  dem sich  alle  in  der 
Schweiz lebenden und noch nicht in ihrer Heimat registrierten Kosova-
ren unterziehen müssen. Dies gilt auch für die Beantragung von koso-
varischen  Reisepässen,  die  erst  seit  dem  30.  Juli  2008  ausgestellt 
werden. 

11.3 Zudem  sind  auch  aufgrund  des  Alters  der  Kinder  noch  keine 
Gründe – wie allfälliges Erfüllen der Voraussetzungen zur ordentlichen 
Einbürgerung, Absolvierung der militärischen Grundausbildung, beruf-
liche Ausbildung, Ausübung des Stimmrechts etc. – vorhanden, welche 

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http://www.kuvendikosoves.org/

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es rechtfertigen würden,  die  Kinder  des  Beschwerdeführers  von der 
Nichtigerklärung  auszunehmen.  Die  Erstreckung  der  Nichtigkeit  der 
Einbürgerung ist somit verhältnismässig und mit Sinn und Zweck des 
Bürgerrechtsgesetzes vereinbar.

12.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig 
(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

13.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfah-
renskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. 
b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 19

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Sie  werden  mit  dem in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung; Beilage: Akten Ref-Nr. 

[...] zurück)
- den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern in Kopie 

(Beilage: ZEUS Nr. [...]).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Antonio Imoberdorf Susanne Stockmeyer

Seite 20

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 21