# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c83026cf-c22f-52d5-a291-b6beaa6101d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2025 D-5458/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5458-2025_2025-10-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5458/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   

Gerichtsschreiber Vito Fässler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und deren Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

alle Kosovo,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (kein Asylgesuch);  

Verfügung des SEM vom 11. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5458/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden suchten am 11. November 2024 in der 

Schweiz um Asyl nach. 

A.b Anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 9. Dezember 2024 

machten sie im Wesentlichen geltend, A._______ (Beschwerdeführer 1) 

leide an Herz- und Magenbeschwerden und nehme seit Jahren Medika-

mente zu sich. B._______ (Beschwerdeführerin 2) habe Herzbeschwerden 

und nehme ebenfalls Medikamente zu sich. Ihr jüngster Sohn, E._______ 

(Beschwerdeführer 5) leide an Spina bifida und sei auf medizinische Be-

treuung und einen Rollstuhl angewiesen. Er sei in der Universitätsklinik von 

Pristina bis zu seinem zweiten Lebensjahr drei Mal am Kopf und einmal am 

Rücken operiert worden. Der gesundheitliche Zustand habe sich danach 

verbessert. Von den Ärzten im Kosovo seien sie orientiert worden, dass 

Röntgenaufnahmen beziehungsweise medizinische Abklärungen in Bezug 

auf die weitere medizinische Behandlung im Kosovo nicht durchführbar 

seien. Deswegen seien sie im Jahr 2023 zwecks medizinischer Abklärun-

gen in die Türkei gefahren. Dort hätten die türkischen Ärzte gesagt, dass 

eine weitere Operation notwendig sei, um den Zustand von E._______ zu 

verbessern. Dieser operative Eingriff sei im Kosovo jedoch nicht möglich, 

deshalb seien sie in die Schweiz gekommen. E._______ benötige täglich 

Therapie beziehungsweise Physiotherapie.  

A.c Mit Verfügung vom 18. Dezember 2024 trat das SEM in Anwendung 

von Art. 31a Abs. 3 AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der Be-

schwerdeführenden nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

A.d Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde 23. Dezember 

2024 hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-8099/2024 vom 

3. Februar 2025 gut und wies die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklä-

rung an die Vorinstanz zurück.  

B.  

Mit Verfügung vom 11. Juli 2025 (eröffnet am 15. Juli 2025) trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 3 AsylG erneut auf die Asylgesuche nicht 

ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.  

C.  

Dagegen erhoben die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 22. Juli 

D-5458/2025 

Seite 3 

2025 (Datum Postaufgabe) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

und beantragten, es sei die angefochtene Verfügung vom 11. Juli 2025 auf-

zuheben und die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit der 

Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme zu gewähren, 

eventualiter sei die Verfügung vom 11. Juli 2025 aufzuheben und die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung und für die Dauer des Verfahrens den Verbleib in der Schweiz zu 

erlauben. Ferner sei für die Dauer des Verfahrens weiterhin Sozialhilfe aus-

zurichten. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sowie einen amtlichen 

Rechtsbeistand zu bestellen.  

D.  

Am 23. Juli 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde.  

E.  

Am 7. August 2025 forderte der Instruktionsrichter die Beschwerdeführen-

den auf, bis zum 14. August 2025 die in der Beschwerde angekündigten 

medizinischen Berichte einzureichen.  

F.  

Die Beschwerdeführenden reichten am 19. September 2025 einen ärztli-

chen Bericht des (…) vom 18. September 2025 zu den Akten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

D-5458/2025 

Seite 4 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist – unter Vorbehalt von E. 1.4 und E. 1.5 – einzutreten. 

1.4 Auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist nicht ein-

zutreten, da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 

zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG), und diese von der Vor-

instanz nicht entzogen wurde. 

1.5 Die Verfügung ist Ausgangspunkt und bestimmt den Anfechtungsge-

genstand (ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 2.1). Die Ausrichtung von Sozialhilfe ist nicht Ge-

genstand der angefochtenen Verfügung und kann daher auch nicht Gegen-

stand des Beschwerdeverfahrens sein. Auf diesen Antrag ist daher eben-

falls nicht einzutreten.  

2.  

Im Rubrum der Beschwerdeschrift wird Bezug genommen auf den Nicht-

eintretensentscheid des SEM und in den Rechtsbegehren 1 und 2 wird die 

Aufhebung der Verfügung beantragt. Aus der Beschwerdebegründung so-

wie aus der Formulierung des Rechtsbegehrens 1, in welchem ausdrück-

lich die Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit 

der Wegweisung (recte: Wegweisungsvollzug) verlangt wird, geht indessen 

zweifelsfrei hervor, dass die vorliegende Beschwerde einzig gegen den an-

geordneten Vollzug der Wegweisung (SEM-Verfügung, Dispositivziff. 3 und 

4) gerichtet ist. Der Nichteintretensentscheid (SEM-Verfügung, Dispositiv-

ziff. 1) sowie die Wegweisung als solche (SEM-Verfügung, Dispositivziff. 2) 

sind demnach unangefochten in Rechtskraft erwachsen und bilden nicht 

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.  

Hinsichtlich des Wegweisungsvollzugs hat die Vorinstanz eine materielle 

Prüfung vorgenommen, weshalb das Bundesverwaltungsgericht diesen 

Punkt ohne Einschränkung prüft. 

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Seite 5 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist und auf die Durchführung ei-

nes Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

5.  

5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

5.2  

5.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend drauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. Art. 5 Abs. 1 AsylG, 

Art. 25 Abs. 2 BV, Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Nachdem in der an-

gefochtenen Verfügung rechtskräftig festgestellt wurde, dass die Be-

schwerdeführenden keine Asylgründe geltend gemacht hat, kann der in 

Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegen-

den Verfahren keine Anwendung finden; ihre Rückkehr in den Kosovo ist 

demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

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Seite 6 

5.2.2 Aufgrund der Akten liegen ferner keine Anhaltspunkte dafür vor, die 

Beschwerdeführenden für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat 

dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären.  

5.2.3 Vorliegend ist der Vollzug der Wegweisung auch unter Berücksichti-

gung der gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers 5 als zuläs-

sig zu erachten. Die diesbezügliche Schwelle ist hoch und ein Verstoss 

gegen Art. 3 EMRK wir nur ganz ausnahmsweise angenommen. Dies ist 

insbesondere dann der Fall, wenn die betroffene Person durch die Abschie-

bung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Zielstaat – 

mit einem realen Risiko konfrontiert würde, einer ernsten, raschen und un-

wiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ausge-

setzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkür-

zung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili 

gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, §§ 180–

193 m.w.H., bestätigt durch Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 

2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.). Die geltend gemachten me-

dizinischen Beschwerden erfüllen die Anforderungen des Art. 3 EMRK 

nicht (vgl. unten E. 5.3.4 ff.). 

5.2.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich demnach sowohl im Sinne 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

5.3  

5.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

5.3.2 Die allgemeine Lage im Kosovo steht einem Wegweisungsvollzug 

nicht entgegen. Der Bundesrat hat den Kosovo als Staat bezeichnet, in den 

die Rückkehr in aller Regel zumutbar ist (Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 

der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Lan-

desverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281] und 

Anhang 2 der Verordnung). Die Vorbringen der Beschwerdeführenden ver-

mögen diese Legalvermutung nicht umzustossen. 

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Seite 7 

5.3.3 Die Beschwerdeführenden 1 und 2 verfügen über solide berufliche 

Erfahrung in der Landwirtschaft. Die Familie verfügte über eigene landwirt-

schaftliche Grundstücke und pachtete noch zusätzliches landwirtschaftli-

ches Land. Zwar seien die finanziellen Verhältnisse in der Heimat mittel-

mässig bis schlecht gewesen, die Beschwerdeführerin 2 sei aber vom ko-

sovarischen Staat mit 370 Euro monatlich finanziell für die Betreuung des 

Sohnes unterstützt worden. Weiter verfügt die Familie in der Heimat ge-

mäss eigenen Angaben über ein Netzwerk von Familienangehörigen, die 

sie bei der Rückkehr in den Kosovo auch finanziell unterstützen können. 

Sollte der Vater des Beschwerdeführers 1 der Familie die Rückkehr in das 

Familienhaus verweigern, wäre es den Beschwerdeführenden – wie vom 

SEM zutreffend festgestellt – zuzumuten, vorübergehend in einer Mietwoh-

nung unterzukommen.  

5.3.4 In medizinischer Hinsicht machen die Beschwerdeführenden geltend, 

der Beschwerdeführer 5 leide an einer Spina bifida und (…) und sei auf 

einen Rollstuhl angewiesen. Bei der Spina bifida handle es sich um ein 

Geburtsgebrechen. Nach diversen Operationen im Kosovo sei ihnen mit-

geteilt worden, dass eine weitere medizinische Behandlung nicht durch-

führbar sei. Das (…) habe im Bericht vom 24. April 2025 festgestellt, dass 

möglicherweise eine weitere Operation erforderlich sei. Ende des Monats 

Juli sei ein weiterer Termin beim (…) geplant. Entgegen der im Rahmen 

des Consultings vertretenen Ansicht der Vorinstanz seien die physiothera-

peutischen Behandlungen im Kosovo nicht unentgeltlich. Jede Sitzung 

habe rund 20 Euro gekostet, was bei bis zu fünf Sitzungen pro Woche mo-

natlich 400 Euro Kosten allein für Physiotherapie verursacht habe. Insge-

samt hätten sich die monatlichen Ausgaben auf 1'200 bis 1'500 Euro be-

laufen, was bei einer staatlichen Rente von 370 Euro nicht finanzierbar ge-

wesen sei.  

5.3.5 Die Vorinstanz stellt in ihrem medizinischen Consulting vom 1. Juli 

2025 fest, die Behandlung der Spina bifida könne im University Clinical 

Center of Kosovo in Pristina behandelt werden. Die Klinik verfüge über eine 

stationäre neurochirurgische Konsultation und biete insbesondere Behand-

lung angeborener Anomalien an. Die Behandlung in öffentlichen Gesund-

heitseinrichtungen sei grösstenteils kostenlos oder mit minimalen Gebüh-

ren verbunden.  

Dem Bericht des (…) vom 24. April 2025 ist zu entnehmen, dass regelmäs-

sige Kontrollen in der Epileptologie, Rehabilitation, Orthopädie, Urologie 

und Viszeralchirurgie stattfinden müssen. Der Patient sei nach 10 Jahren 

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Seite 8 

stark unterversorgt in die Schweiz gekommen, wobei nicht anzunehmen 

sei, dass sich diese Versorgung bei einer Rückkehr ändern werde. Im ver-

spätet eingereichten, aber im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 VwVG zu berück-

sichtigenden ärztlichen Bericht des (…) vom 18. September 2025 wird fest-

gehalten, dass die Rumpfmuskulatur in der Physiotherapie und auch zu 

Hause aufgebaut werden solle. Weiter wird ein Geh-Training mit Hilfsper-

sonen am Rollator empfohlen sowie das Anwenden von Quengelorthesen 

zur Behandlung der eingeschränkten Kniestreckung. Es seien weitere re-

gelmässige Verlaufskontrollen und therapeutische Schritte notwendig, da-

mit sich die Funktionen beim Beschwerdeführer 5 nicht verschlechtern 

würden. Die Wirbelsäule benötige eine engmaschige radiologische Über-

wachung über die nächsten Jahre hinweg (pubertärer Wachstumsschub). 

Das weitere Prozedere beinhalte die Fortführung der Physiotherapie, re-

gelmässiges, tägliches quengeln während einer Stunde, eine Verlaufskon-

trolle in sechs Monaten in der gemeinsamen Sprechstunde Rehabilita-

tion/Orthopädie/Spina bifida, eine Verlaufskontrolle radiologisch der Wir-

belsäule mit Röntgen der Wirbelsäule in einem Jahr sowie eine Verlaufs-

kontrolle radiologisch der Hüften in zwei Jahren.  

5.3.6 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht 

zum Schluss, dass der Beschwerdeführer 5 im Kosovo eine angemessene 

Behandlung seines Geburtsgebrechens erhalten kann. So haben Abklä-

rungen der Vorinstanz ergeben, dass an der University Clinical Center of 

Kosovo in Pristina allfällige Operationen durchgeführt werden können. 

Diese Einschätzung wird auch durch einen Medienbericht bestätigt, wo-

nach am World Spina Bifida Day eine kosovarische Nephrologin mitteilte, 

Ziel des Tages sei es, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass es aus-

gebildete Ärzte gebe, die diese Gebrechen behandeln könnten (vgl. 

< https://www.koha.net/en/arberi/kosova-se-di-numrin-e-atyre-qe-kane-

anomali-te-boshtit-kurrizor >, zuletzt abgerufen am 03.10.2025). So sind 

denn auch den medizinischen Berichten des (…) vom 24. April 2025 und 

vom 18. September 2025 – entgegen den Ausführungen in der Be-

schwerde – nicht zu entnehmen, dass demnächst eine Operation des Be-

schwerdeführer 5 anstehen würde beziehungsweise eine solche, die nur in 

der Schweiz durchgeführt werden könnte. Vielmehr sind gemäss den vor-

liegenden Berichten lediglich regelmässige Kontrollen in der Epileptologie, 

Rehabilitation, Orthopädie, Urologie und Viszeralchirurgie sowie eine Ver-

laufskontrolle der Wirbelsäule und der Hüfte in einem respektive zwei Jah-

ren erforderlich. Es ist davon auszugehen, dass diese Kontrollen ohne Wei-

teres auch im Kosovo durchgeführt werden können, zumal die Beschwer-

deführenden angaben, der Beschwerdeführer 5 sei bereits dreimal am 

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Kopf und einmal am Rücken in Uniklinik Pristina operiert worden (vgl. SEM-

act. A36/12 F19, F21). Die Fortführung des Rumpf- und Geh-Trainings 

kann durch Physiotherapie unterstützt werden, dessen Erfolg ist aber pri-

mär von den eigenen Bemühungen des Beschwerdeführers 5 (bezie-

hungsweise von der Unterstützung durch das familiäre Umfeld) abhängig.  

5.3.7 Der Beschwerdeführer 5 ist auf einen Aktiv-Rollstuhl sowie Quengel-

orthesen angewiesen. Soweit die entsprechenden Hilfsmittel im Kosovo 

nicht oder nur schwer erhältlich sein sollten, sind die Beschwerdeführen-

den auf die Möglichkeit medizinischer Rückkehrhilfe hinzuweisen (vgl. 

Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG).  

5.3.8 In Bezug auf die Kosten der Therapien und Medikamente, welche der 

Beschwerdeführer 5 benötigt, machen die Beschwerdeführenden zwar gel-

tend, die finanzielle Situation der Familie sei schlechter gewesen als die 

einer Familie in einer normalen Situation (vgl. SEM-act. A36/12 F32). Die 

Beschwerdeführenden erhalten aber für die Behandlung des Beschwerde-

führers 5 eine staatliche Rente (vgl. SEM-act. A37/13 F58). Zudem ist da-

von auszugehen, dass sie auf ihr grosses familiäres Netzwerk zurückgrei-

fen können (vgl. SEM-act. A37/13 F28), sollten sie in finanzielle Schwierig-

keiten geraten. Folglich ist nicht von einer Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs aus medizinischen Gründen auszugehen.  

5.3.9 Soweit in der Beschwerde gerügt wird, die Vorinstanz habe das Kin-

deswohl nicht berücksichtigt, ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz 

die Beschwerdeführenden im angefochtenen Entscheid durchaus als Fa-

milie wahrgenommen hat und damit auch dem Kindeswohl Rechnung ge-

tragen hat. Eine Verletzung ist denn auch vorliegend nicht gegeben, weil 

die Beschwerdeführenden gemeinsam in das Heimatland zurückkehren. In 

der Schweiz haben sie weniger als ein Jahr gelebt, sodass der Vollzug der 

Wegweisung nicht zu einer Entwurzelung aus der Schweiz führt. Das Kin-

deswohl steht dem Wegweisungsvollzug demzufolge nicht entgegen. 

Dementsprechend ist der Vollzug auch in dieser Hinsicht zumutbar.  

5.3.10 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

5.4 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Kosovo 

ist schliesslich möglich, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 

Abs. 2 AIG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaf-

fung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. BVGE 2008/34 E. 12). 

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Seite 10 

5.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

6.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und auch angemessen ist. Die Beschwerde ist ab-

zuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

7.  

7.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung so-

wie um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistandes sind abzuweisen, da 

sich die Beschwerdebegehren entsprechend den vorstehenden Erwägun-

gen von vornherein als aussichtslos erwiesen haben. Der Antrag auf Ver-

zicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit dem vorliegenden Ent-

scheid gegenstandslos geworden.  

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-5458/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Segessenmann Vito Fässler