# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8ca5995-7ed3-5450-b087-cff6aaec4822
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.07.2014 725 13 262 / 182 (725 2013 262 / 182)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-13-262---182_2014-07-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 31. Juli 2014 (725 13 262 / 182) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung, medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend geklärt 
 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____ Beschwerdeführer, vertreten durch Serge Flury, Rechtsan-
walt, Kasinostrasse 38, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Winterthur, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1975 geborene A.____ war seit 1. Oktober 2007 bei der Gemeinde X.____ als 
technischer Mitarbeiter angestellt und dadurch bei der AXA Winterthur (nachfolgend: AXA) obli-
gatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 12. Februar 
2012 rutschte A.____ auf Glatteis aus, stürzte und verletzte sich an der linken Schulter. Die 
AXA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Mit Ver-
fügung vom 25. März 2013 stellte sie die Leistungen per 31. August 2012 mangels eines Kau-

 

 
 
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salzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden ein. Daran 
hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 8. August 2013 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Serge Flury, am 
16. September 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 8. August 2013 
seien ihm die gesetzlichen Leistungen auch nach dem 31. August 2012 zuzusprechen; unter 
o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er eine angemessene Nachfrist 
zur ergänzenden Beschwerdebegründung. 
 
C. Am 19. September 2013 reichte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht einen Be-
richt von PD Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, vom 18. September 2013 ein. 
 
D. In seiner ergänzenden Beschwerdebegründung vom 10. Oktober 2013 liess A.____ im 
Wesentlichen ausführen, es sei aufgrund des Berichts von PD Dr. B.____ vom 18. September 
2013 hinreichend erstellt, dass die bestehenden gesundheitlichen Beschwerden auch nach dem 
31. August 2012 auf das Unfallereignis vom 12. Februar 2012 zurückzuführen seien. 
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 30. Dezember 2013 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde und reichte dem Kantonsgericht einen Bericht ihres beratenden 
Arztes Dr. med. C.____, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, vom 
19. Dezember 2013 ein. 
 
F. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 10. März 2014; Duplik vom 
15. Mai 2014) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befand sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu 
bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde ist einzutreten. 

 

 
 
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2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerdefüh-
rer über den 31. August 2012 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfall-
versicherung hat. Die Beschwerdegegnerin hält dafür, der Status quo sine sei spätestens sechs 
Monate nach dem Unfall eingetreten, weshalb ab Mitte August 2012 die Kausalität zwischen 
den bestehenden Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis vom 12. Februar 2012 zu ver-
neinen sei. Die Unfallkausalität der Befunde gemäss Arthroskopiebericht vom 16. Januar 2013 
sei nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, wobei die Beweislast beim Versicherten liege. 
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, der Beschwerdegegnerin 
sei es nicht gelungen, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuwei-
sen, dass die bestehenden Beschwerden nach dem 31. August 2012 nicht mehr unfallkausal 
seien, weshalb sie weiterhin leistungspflichtig sei. 
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per-
son. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, 
wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede-
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn 
fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natür-
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetrete-
ne Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmit-
telbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zu-
sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Per-
son beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinwei-
sen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür-
licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behör-
de - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswür-
digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

 

 
 
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scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht mehr die natürliche Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden 
mit anderen Worten nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 
dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) erreicht ist. 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkun-
gen des Unfalles genügt nicht. Weil es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatsache 
handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürli-
cher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Un-
fallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht wer-
den. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, 
dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nunmehr bei voller 
Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben und weggefallen sind (Urteil des Eidgenössischen Ver-
sicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 25. Oktober 
2002, U 143/02, E. 3.2). 
 
5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-

 

 
 
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rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.2 Rechtsprechungsgemäss kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 
S. 95; nicht publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 
S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 
2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Be-
funde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinde-
rung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten 
das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrschein-
lichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (HANS KIND, So entsteht ein 
medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der me-
dizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen 
Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
5.3 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 
Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollstän-
dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). 
 
6. Zur Beurteilung der umstrittenen Fragen liegen folgende ärztliche Berichte vor: 
 
6.1 Am 17. April 2012 hielt Dr. med. D.____, FMH Radiologie, Kantonsspital Z.____, fest, 
dass ein korrekt artikulierendes linkes Schultergelenk ohne degenerative Veränderungen oder 
Verkalkungen der Rotatorenmanschette bestünde. Eine frische ossäre traumatische Läsion sei 
nicht ersichtlich. 
 
6.2 Im Bericht 25. April 2012 führte Dr. D.____ aus, die MR-Arthrographie zeige eine unauf-
fällige Darstellung des Schultergelenks. Eine traumatische Läsion der Rotatorenmanschette 
oder des Labrums sei nicht ersichtlich. 
 
6.3 Im Bericht des Kantonsspitals Z.____ vom 12. Juni 2012 wurde eine Hyperlaxität mit 
unklaren Schulterbeschwerden links diagnostiziert. Das MRI der linken Schulter zeige ein un-
auffälliges Schultergelenk. Es würden sich keine Hinweise auf eine strukturelle Läsion finden. 
Bei Hyperlaxität bestünde aber eine Beschwerdesymptomatik in Abduktion. 
 
6.4 Am 18. Juli 2012 hielt Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, dass die 
Erstbehandlung bei ihm am 13. Februar 2012 erfolgt sei. Der Versicherte habe über zuneh-

 

 
 
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mende starke Schmerzen im Bereich der linken Schulter geklagt. Es liege eine Druckdolenz der 
linken Schulter und eine schmerzbedingte Verringerung der Beweglichkeit im linken Schulterge-
lenk vor. 
 
6.5 Im Bericht des Kantonsspitals Z.____ vom 25. September 2012 wurde ein Verdacht auf 
eine Tenditis der langen Bicepssehne bei Status nach Schulterkontusion am 12. Februar 2012 
diagnostiziert. Aufgrund des aktuell weiter voranschreitenden Erfolgs werde die Weiterführung 
der ambulanten Physiotherapie empfohlen. 
 
6.6 Im Bericht des Kantonsspitals Z.____ vom 17. Dezember 2012 wurde ein Verdacht auf 
eine Pulley-Läsion bei Status nach Schulterkontusion vom 12. Februar 2012 diagnostiziert. Zur 
Diagnostik und Therapie werde eine Schulterarthroskopie mit Bicepstenodese geplant. Sollte 
eine Rotatorenmanschettenläsion vorliegen, wäre eine Refixation notwendig. 
 
6.7 Am 16. Januar 2013 wurde der operative Eingriff durchgeführt. Im Bericht vom 
17. Januar 2013 diagnostizierte PD Dr. B.____ im linken Schultergelenk eine Pulley-Instabilität 
bei kleiner ventraler Partialruptur der Supraspinatussehne und eine Bicepstendinitis. 
 
6.8 Am 1. Februar 2013 hielt PD Dr. B.____ fest, dass sich der anlässlich der Operation 
vom 16. Januar 2013 gezeigte Riss der Supraspinatussehne mit Instabilität der Bicepssehne 
auf das Unfallereignis vom 12. Februar 2012 zurückzuführen und die bisherige Behandlung 
unfallbedingt sei.  
 
6.9 In seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2013 hielt Dr. med. F.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, es sei davon auszugehen, 
dass sich der Versicherte beim Unfall vom 12. Februar 2012 im Wesentlichen Kontusionen zu-
gezogen habe, welche eine Beschwerdepersistenz über einige Wochen erklären würden. Hin-
weise auf eine persistierende traumatisch entstandene makrostrukturelle Läsion seien keine 
ersichtlich. Die anlässlich der Untersuchung im Kantonsspital Z.____ vom 25. September 2012 
erstmals erwähnte Reizung der langen Bicepssehne stände nur möglicherweise in einem Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 12. Februar 2012. Eine exakte Terminierung von kontusi-
onsbedingten Beschwerden sei naturgemäss schwierig. Aufgrund allgemeiner Erfahrung sei 
davon auszugehen, dass bei fehlenden Hinweisen auf persistierende makrostrukturelle Läsio-
nen der Status quo sine spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis eingetreten sei. Vor 
dem Eingriff sei das Vorliegen einer Pulley-Läsion postuliert worden, obwohl eine solche im 
MRT nicht habe gefunden werden können. Auch intraoperativ lasse sich dieser Verdacht nicht 
eindeutig bestätigen und es werde lediglich davon gesprochen, dass das Pulley etwas ausge-
weitet sei. Weiter werde eine kleine artikulärseitige Partialruptur der Supraspinatussehne be-
schrieben, wie sie aber MR-tomographisch ebenfalls nicht ersichtlich gewesen sei. Allein aus 
dem intraoperativen Befund könnten keine zuverlässigen Aussagen über die Ätiologie der vor-
liegenden geringen Strukturalternationen gemacht werden. Insbesondere sei eine kausale Zu-
ordnung zu einem Trauma, das bereits fast ein Jahr zurückliege, ziemlich spekulativ. 
 

 

 
 
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6.10 Am 21. Mai 2013 hielt PD Dr. B.____ fest, dass die Arthro-MRT-Untersuchung vom 
25. April 2012 zwar keine eindeutige Läsion der Rotatorenmanschette oder des Labrums ge-
zeigt habe. Zu berücksichtigen sei aber, dass sich kleine Läsionen des Bicepssehnen-Pulleys, 
wie es sich der Versicherte zugezogen habe, in einer Arthro-MRT-Untersuchung nicht immer 
eindeutig nachweisen lassen würden. Dies erkläre eine gewisse Diskrepanz zwischen den int-
raoperativ erhobenen Befunden und denjenigen in der Arthro-MRT-Untersuchung. Die Physio-
therapie habe eine leichte Verbesserung der Beschwerden bewirkt, es hätten aber schmerzhaf-
te Klick-Phänomene bei Rotationsbewegungen persistiert. Auch eine subcromiale Infiltration am 
26. Oktober 2012 habe keine Beschwerdeverbesserung zur Folge gehabt. Intraoperativ habe 
sich eine Supraspinatussehnenpartialruptur von circa 5 mm im Bereich der ventralsten Sehnen-
anteile, etwa 10% des Gesamtdurchmessers der Sehne betragend, gezeigt. Konsekutiv sei eine 
Destabilisierung der langen Bicepssehne im Bicepssehnen-Pulley objektivierbar. Die intraartiku-
lare Portion der Bicepssehne sei entzündlich verändert, etwas verbreitert mit einer Tendosyno-
vitis gegenüber dem Rotationsintervall. Aus orthopädischer Sicht stünden diese Befunde mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall 
vom 12. Dezember 2011 [recte: 2. Februar 2012]. Erfahrungsgemäss seien kleinere Partial-
rupturen der Supraspinatussehne oftmals in der Arthro-MRT-Untersuchung nicht ersichtlich. Ob 
eine Sehnenruptur traumatisch oder degenerativ entstanden sei, könne intraoperativ rund ein 
Jahr nach dem Unfall nicht mehr beurteilt werden. Beim Versicherten sei aufgrund des jungen 
Alters zum Zeitpunkt des Unfalls eine vorbestehende degenerative Rotatorenmanschettenläsion 
als Ursache der Beschwerden sehr unwahrscheinlich. Zudem zeige die Muskulatur in der 
Arthro-MRT-Untersuchung keinerlei Zeichen einer Verfettung, wie sie typischerweise bei chro-
nischen Rotatorenmanschettenrupturen vorliegen würde. Partialrupturen würden zu einer De-
stabilisierung der langen Bicepssehne mit konsekutiver Tendiopathie führen. Die typischen Be-
schwerden einer solchen Läsion, wie sie beim Versicherten in der Folge aufgetreten seien, sei-
en aufgrund einer mechanischen Genese oftmals mit Physiotherapie nicht beeinflussbar und 
die intraatikuläre Pathologie spreche oftmals auch sehr schlecht auf eine subacromiale extraar-
tikuläre Infiltration an. Dies sei beim Versicherten der Fall und zeige, dass die Ursache der Be-
schwerden nicht im Rahmen eines extraartikulären Prozesses, wie beispielsweise einer Bursitis 
subacromialis erklärt werden könne. Eine mechanische Destabilisierung der langen Bicepsseh-
ne werde bei körperlich beruflich arbeitenden Personen in der Regel nicht toleriert. Die vollstän-
dige Beschwerdefreiheit mit voller Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor dem Unfall bekräftige 
dies. Unfallfremde Faktoren seien nicht vorhanden. 
 
6.11 Am 18. September 2013 führte PD Dr. B.____ weiter aus, bei retrospektiver Betrachtung 
des MRI sei festzustellen, dass die Supraspinatuspartialruptur bereits im April 2012 vorgelegen 
habe. Auch seien die entzündlichen Veränderungen im Bereich des Biceps-Pulley resp. der 
Bicepssehne sichtbar gewesen. Leider sei dieser Befund vom Radiologen als normal beurteilt 
worden, weshalb nach einer weiteren Ursache für die Beschwerden gesucht worden sei. Die 
Behauptung, dass durch eine Schulterkontusion mit direktem Anprall an der lateralen Seite eine 
Läsion nicht entstehen könne, sei nicht korrekt. Durch eine direkte Kontusion könne es zu einer 
abrupten Translation des Humeruskopfes in der anteroposterioren Richtung kommen und eine 
Läsion der Rotatorenmanschette verursachen. Der Aspekt der Läsion intraoperativ habe keine 
chronische Läsion mit abgerundetem Sehnenrand, sondern ein ausgefranster Sehnenrand ge-

 

 
 
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zeigt. Sogar an der ausgerissenen Insertionsstelle hätten Sehnenfasern gesehen werden kön-
nen. Dies spreche für eine traumatische Genese der Ruptur. Auch die Behauptung, dass die 
Beschwerden als Impingementsyndrom zu werten und erst nach dem Unfall aufgetreten seien, 
sei nicht zutreffend. Weiter handle es sich nicht um eine Biceps-Pulley-Läsion. Durch die Ruptur 
der posterioren Supraspinatussehne komme es zwangsläufig zu einer Ausweitung des Biceps-
Pulleys und zu einer Destabilisierung der Bicepssehne. Diese werde im schulterorthopädischen 
Jargon als Rotatorenintervallläsion resp. Biceps-Pulley-Läsion definiert und führe immer zu ei-
ner Bicepstendinitis. Die bestehenden Beschwerden stünden mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 12. Februar 
2012. 
 
6.12 In seiner Stellungnahme 19. Dezember 2013 hielt Dr. C.____ fest, dass ein Sturz aus 
dem Stand ohne zusätzliche äussere Einflüsse bei einem gesunden 32-jährigen [recte: 37-
jährigen] Mann wenig geeignet sei, ausser einer reinen Weichteilkontusion eine Partialruptur 
der Supraspinatussehne herbeizuführen, die in der Folge zu einer Ausweitung des Biceps-
Pulley und der Entwicklung einer Tenditis des intraartikulären Anteils der langen Bicepssehne 
führen könnte. Eine Biceps-Pulley-Läsion entstehe v.a. bei Abduktions-Aussenrotations- bzw. 
Innenrotations-Stress der Schulter, was hier nicht dokumentiert sei. Völlig ausgeschlossen sei 
die Verursachung einer Partialruptur der Supraspinatussehne durch ein Ereignis wie das vorlie-
gende allerdings nicht. Da dies aber wenig wahrscheinlich sei, bestehe nur die Möglichkeit einer 
derartigen Verletzung. Überwiegend wahrscheinlich habe der Versicherte eine einfache Weich-
teilkontusion der linken Schulter erlitten. Möglicherweise, nicht aber überwiegend wahrschein-
lich, sei auch die später diagnostizierte Partialruptur des anterioren Anteils der Supraspinatus-
sehne durch das Ereignis vom 12. Februar 2012 verursacht worden. Aufgrund der medizini-
schen Unterlagen sei ab April 2012 bis Ende August 2012 ein sukzessiv günstiger Heilungsver-
lauf festzustellen. Danach hätten sich die Beschwerden bis Mitte Dezember 2012 konstant ge-
halten. Im Operationsbericht vom 16. Januar 2013 werde das Biceps-Pulley als etwas ausge-
weitet beschrieben. Ob es sich hier um eine Normalvariante oder um eine pathologische Ver-
änderung handle, müsse offen bleiben. Fakt sei, dass keine gröbere Biceps-Pulley-Läsion vor-
liege und somit im Bereich der langen Bicepssehne, sei es im Intervall oder im intraartikulären 
Verlauf, keine traumatische Läsion nachweisbar gewesen sei. Die kleine Partialruptur der Sup-
raspinatussehne sei möglicherweise traumatisch bedingt bzw. möglicherweise als unfallkausal 
einzustufen. Der Hinweis von PD Dr. B.____, dass teilweise freiliegende Sehnenfasern zu er-
kennen seien, weise zwar auf die mögliche traumatische Ursache hin. Da das Ereignis knapp 
zwölf Monate zuvor stattgefunden habe, wäre aber eine bereits weit fortgeschrittene Gewebe-
konsolidierung zu erwarten gewesen. Der von der Operateurin PD Dr. B.____ beschriebene 
Befund werde in der Regel bei frischen Läsionen festgestellt. Ebenso gut sei demnach eine 
degenerative oder anderweitige Ursache zu erwägen, auch wenn der Versicherte zu jenem 
Zeitpunkt erst 37-jährig gewesen sei. Weiter sei festzustellen, dass die als entzündlich verän-
dert beschriebene Biceps-longus-Sehne in diesem Abschnitt häufig eher breit angelegt sei. In-
wieweit es sich hier um eine primäre oder sekundäre Erscheinung handle, müsse in retrospekti-
ver Betrachtung offen bleiben. Insgesamt könne keiner der beschriebenen Befunde als über-
wiegend wahrscheinlich unfallkausal eingestuft werden. Der Bericht von Dr. F.____ sei schlüs-
sig und überzeugend. Der Hinweis von PD. Dr. B.____, wonach sich eine Biceps-Pulley-Läsion 

 

 
 
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in einer Arthro-MRT nicht immer eindeutig nachweisen lasse, werde in der medizinischen Lite-
ratur so nicht bestätigt. Die von PD. Dr. B.____ postulierte Destabilisierung der langen 
Bicepssehne durch eine traumatische Biceps-Pulley-Läsion sei demnach nicht genügend be-
legt. Die Tatsache, dass der intraartikuläre Anteil bzw. der Anteil ab Biceps-Pulley bis zum An-
ker tendiotisch verändert gewesen sei, genüge alleine nicht, um eine mechanische Destabilisie-
rung der langen Bicepssehne zu postulieren. Auf die Hyperlaxität der Schultergelenke werde 
später nicht mehr Stellung genommen und diese Möglichkeit als ätiologische Ursache der Be-
schwerden, auch im Sinne eines allfälligen Vorzustandes, ausgeblendet. Insgesamt seien die 
Beurteilungen in den Berichten vom 21. Mai 2013 und 18. September 2013 inkonsistent und 
deshalb nicht überzeugend. Die These, wonach der Sturz vom 12. Februar 2012 zu einer vent-
ralen artikularseitigen Partialruptur der Supraspinatussehne geführt habe, welche dann wiede-
rum zu einer Ausweitung des Biceps-Pulleys und einer konsekutiven Tendinitis geführt habe, 
sei zwar theoretisch denkbar. Sie sei im vorliegenden Fall aber nur eine mögliche Erklärung für 
das vorliegende Beschwerdebild.  
 
7.1 Die AXA stützte sich beim angefochtenen Einspracheentscheid bei der Beurteilung der 
Frage, ob die Beschwerden des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich Folgen des 
Ereignisses vom 12. Februar 2012 darstellen, auf die Ausführungen im Bericht von Dr. F.____ 
vom 22. Februar 2013. Sie ging demnach davon aus, dass sich der Versicherte beim Unfall 
vom 12. Februar 2012 im Wesentlichen Kontusionen zugezogen hatte und bei fehlenden Hin-
weisen auf persistierende makrostrukturelle Läsionen der Status quo sine spätestens sechs 
Monate nach dem Unfallereignis eingetreten gewesen sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.2 
hiervor), kommen den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen und (Ak-
ten-) Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wer-
den, Beweiswert zu, sofern nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen 
bestehen. Solche Zweifel an der Beurteilung von Dr. F.____ vermögen die ausführlichen Ein-
schätzungen der behandelnden Ärztin PD Dr. B.____ in den Berichten vom 21. Mai 2013 und 
18. September 2013 zu begründen. So ergeben sich in fachärztlicher Hinsicht, bei der Beurtei-
lung der Unfallkausalität der Beschwerden unüberbrückbare Diskrepanzen: Während 
Dr. F.____ davon ausging, dass die bildgebenden Untersuchungen keine traumatisch entstan-
denen Läsionen zeigten und aus dem intraoperativen Befund allein keine zuverlässigen Aussa-
gen über die Ätiologie der bestehenden geringen Strukturalternationen gemacht werden kön-
nen, stellte die erfahrene Operateurin PD Dr. B.____ in ihren nachvollziehbaren Berichten fest, 
dass die Supraspinatuspartialruptur bereits im April 2012 vorgelegen habe und die entzündli-
chen Veränderungen im Bereich des Biceps-Pulleys resp. der Bicepssehnen auch damals 
sichtbar gewesen seien. Weiter hielt sie fest, dass die anlässlich des operativen Eingriffs vom 
16. Januar 2013 gewonnenen Erkenntnisse mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
darauf schliessen lassen würden, dass die bestehenden Beschwerden in einem natürlichen 
Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 12. Februar 2012 stehen. Diese widersprüchlichen 
ärztlichen Angaben lassen Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen im Aktengutach-
ten von Dr. F.____ aufkommen. Demnach kann ihm für die Beurteilung der Frage der Unfall-
kausalität keine ausschlaggebende Beweiskraft zugemessen werden. Bei dieser widersprüchli-
chen Aktenlage kann auch nicht auf die Berichte der behandelnden Ärztin PD Dr. B.____ abge-

 

 
 
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stellt werden, sind sie doch keine beweiskräftigen ärztlichen Entscheidungsgrundlage im Sinne 
der Rechtsprechung (zu den Kriterien: vgl. BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). 
 
7.2 Auch das von der Beschwerdegegnerin nach Abschluss des Verwaltungsverfahrens 
beim beratenden Arzt Dr. C.____ veranlasste Aktengutachten vom 19. Dezember 2013 vermag 
nichts zur Klärung der umstrittenen Frage, ob organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen 
vorliegen, beizutragen. So bleibt fachärztlich umstritten, ob das Unfallereignis vom 12. Februar 
2012 geeignet war, eine Partialruptur der Supraspinatussehne zu verursachen. Weiter nimmt 
Dr. C.____ weder zum Hinweis im Bericht von PD Dr. B.____ vom 18. September 2013 Stel-
lung, wonach bei retrospektiver Betrachtung des MRI vom 25. April 2012 entzündliche Verände-
rungen im Bereich des Biceps-Pulleys resp. der Bicepssehne sichtbar seien, noch enthält sein 
Bericht eine eigene Beurteilung des MRI. Bei dieser Aktenlage kann nicht gesagt werden, dass 
ein lückenloser Befund ohne wesentlichen Widerspruch vorliegt, weshalb auch das Aktengut-
achten von Dr. C.____ die bestehenden Zweifel über die Unfallkausalität nicht auszuräumen 
vermag. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt 
nicht ausreichend abgeklärt, weshalb die umstrittene Frage nach der Unfallkausalität der Be-
schwerden nicht abschliessend beurteilt werden kann. Von weiteren Abklärungen kann jeden-
falls nicht abgesehen werden, zumal nicht von vornherein angenommen werden kann, eine er-
gänzende Begutachtung vermöge zu keinen besseren Erkenntnissen führen. Da die Beschwer-
degegnerin - in Verletzung ihrer Abklärungspflicht (vgl. E. 5.3 hiervor) - den medizinischen 
Sachverhalt noch nicht hinreichend abgeklärt hat, erübrigen sich weitere Ausführungen zur Be-
weislast in Bezug auf die Befunde gemäss Arthroskopiebericht von PD Dr. B.____ vom 
16. Januar 2013. 
 
8. Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsge-
richte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgut-
achten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachver-
halt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in 
einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die Vorinstanz 
bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig 
ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Er-
gänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. BGE 137 V 263 ff. E. 4.4.1 ff). Die 
Vorinstanz hat es unterlassen, den medizinsichen Sachverhalt widerspruchsfrei abzuklären, 
weshalb sie nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung der streitigen Frage vorge-
nommen hat (vgl. E. 7 hiervor). Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwal-
tungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an 
die Vorinstanz somit nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des an-
gefochtenen Einspracheentscheids vom 8. August 2013 zur weiteren Abklärung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat den Beschwerdeführer insbesondere in Bezug 
auf die Frage, ob die bestehenden Schulterbeschwerden natürlich kausal zum Unfallereignis 
vom 12. Februar 2012 sind, von einem unabhängigen Gutachter begutachten zu lassen. Ge-
stützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über den Anspruch 

 

 
 
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des Beschwerdeführers neu zu verfügen haben. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheis-
sen. 
 
9. Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägun-
gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück, so gilt in pro-
zessualer Hinsicht die beschwerdeführende Partei als (vollständig) obsiegende und die Be-
schwerdegegnerin als unterliegende Partei (vgl. BGE 137 V 61 f. E. 2.1, 132 V 235 E. 6.2, je mit 
Hinweisen). Gestützt auf Art. 61 lit. a ATSG sind für das vorliegende Verfahren keine ordentli-
chen Kosten zu erheben. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende 
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist 
demnach eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der in 
der Honorarnote vom 2. Juni 2014 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitauf-
wand von 13,833 Stunden erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote aus-
gewiesenen Auslagen von pauschal Fr. 100.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'544.20 (13,833 Stunden à Fr. 230.-- + Auslagen von 
Fr. 100.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs.1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Ein-
spracheentscheid der AXA Winterthur vom 8. Oktober 2013 aufgeho-
ben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie, 
nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leis-
tungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die AXA Winterthur hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 3‘544.20 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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