# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea47f1aa-174b-519e-b850-006cacdb683e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.04.2024 720 22 14 / 92 (720 2022 14 / 92)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-14---92_2024-04-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom  18. April 2024 (720 22 14 / 92) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Rentenrevision: Beweiskraft des eingeholten Gerichtsgutachtens, Revisionsgrund man-
gels rentenrelevanter Veränderung des Sachverhalts verneint 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Marco Chevalier, 
Rechtsanwalt, Elisabethenstrasse 28, Postfach 425, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1960 geborene A.____, die zuletzt seit dem 1. August 1992 im Spital B.____ als 
Pflegehelferin arbeitete, meldete sich erstmals am 11. Juli 2012 unter Hinweis auf eine Nierenin-
suffizienz bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Gestützt 
auf die Berichte der behandelnden Ärzte sowie auf weitere Abklärungen in erwerblicher und haus-
halterischer Sicht ermittelte die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) in Anwendung 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 65% und sprach 

 

 
 
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der Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 für die Zeit ab Februar 2013 eine Dreivier-
telsrente zu. Im Juli 2017 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein. Nach Durchführung von 
Eingliederungsmassnahmen im Sinne eines Belastbarkeitstrainings und der Einholung eines po-
lydisziplinären Gutachtens bei der estimed AG MEDAS Zug (estimed) sowie nach Durchführung 
eines Vorbescheidverfahrens ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 39% und hob die zugespro-
chene Dreiviertelsrente mit Verfügung vom 25. November 2021 auf Ende des folgenden Monats 
auf.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Marco Chevalier, am 
13. Januar 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Sie beantragte, es sei ihr in Aufhebung der Verfügung vom 25. November 2021 
durchgehend eine Dreiviertelsrente auszurichten, eventualiter sei die Sache zur umfassenden 
medizinischen Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass auf das eingeholte Gutachten der estimed vom 
6. Oktober 2020 nicht abgestellt werden könne.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 23. Februar 2022 auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 

D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 8. September 2022 gelangte das Kantonsgericht zum 
Ergebnis, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene 
medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur 
Klärung der medizinischen Sachlage beim Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB) ein 
polydisziplinäres Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Im Anhang zu diesem Beschluss unter-
breitete das Kantonsgericht den Parteien den Entwurf des entsprechenden Auftrags und den vor-
gesehenen Fragenkatalog. Die Beschwerdeführerin verzichtete darauf, Zusatzfragen zu stellen. 
Die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 7. Oktober 2022 – wozu sich das Kantonsge-
richt mit Schreiben vom 7. November 2022 äusserte – wurde dem Begutachtungsinstitut weiter-
geleitet, als es gleichentags mit der Erstellung des Gutachtens beauftragt wurde.  
 
E. Mit Telefonat vom 17. November 2022 teilte das ZMB dem Kantonsgericht mit, dass sie 
keinen nephrologischen Facharzt als Konsiliararzt zur Verfügung haben. Das Kantonsgericht be-
schloss deshalb, den Auftrag zur Erstellung des Gerichtsgutachtens anderweitig zu vergeben und 
beauftragte am 1. Dezember 2022 die Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) mit der Er-
stellung eines polydisziplinären Gutachtens in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, 
Nephrologie, Rheumatologie, Psychiatrie und Neuropsychologie.  
 
F. Die asim erstattete am 5. Oktober 2023 das polydisziplinäre Gerichtsgutachten. Die Par-
teien erhielten Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich 
dessen Ergebnisse auf den Leistungsanspruch der Versicherten auswirken würden. Während 
beide Parteien übereinstimmend die Auffassung vertraten, dass in medizinischer Hinsicht auf die 
Ergebnisse des Gerichtsgutachtens abzustellen sei, kamen sie in Bezug auf die Auswirkungen 
auf den Leistungsanspruch zu divergierenden Ergebnissen. Die Beschwerdegegnerin ging in ih-

 

 
 
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rer Stellungnahme vom 18. Oktober 2023 davon aus, dass aufgrund der Erkenntnisse des Ge-
richtsgutachtens kein Revisionsgrund vorliege. Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin in 
ihrer Eingabe vom 7. November 2023 die Auffassung, dass ihr eine ganze Rente der Invaliden-
versicherung zuzusprechen sei.  
 
G. Mit Verfügung vom 21. November 2023 überwies der instruierende Präsident die Angele-
genheit dem Dreiergericht zur erneuten Beurteilung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 13. Januar 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1).  
 
1.2.2 In Revisionsfällen nach Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung 
vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. 
Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach 
diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1.  Januar 
2022 geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich 
nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil 
des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Feb-
ruar 2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 

 

 
 
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1.2.3 Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 25. November 2021 und damit vor 
dem 1. Januar 2022. Sie bildet den Endpunkt der zeitlichen Vergleichsbasis im vorliegenden Ver-
fahren (vgl. nachfolgend E. 4.2). Jede im vorliegenden Verfahren massgebende Änderung wäre 
folglich vor dem 1. Januar 2022 eingetreten, womit die Gesetzesgrundlagen in der bis 31. De-
zember 2021 geltenden Fassung anwendbar sind. Sie werden im m Folgenden jeweils in dieser 
Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 

2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. November 
2021 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach 
Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist. 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invaliden-
versicherung Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende 
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allge-
meinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG).  
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im üblichen Auf-
gabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben 
(BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 117 V 199 E. 3b mit weiteren Hinweisen; 
RUDOLF RÜEDI, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grundfigur namentlich von 
Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen 
in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 16 f.). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche 

 

 
 
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Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon-
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 
114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 7 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Beschwerde-
führerin mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 rückwirkend per 1. Februar 2013 eine Dreiviertels-
rente zu. Die vorliegend angefochtene Verfügung schloss das erste, im Jahr 2017 eingeleitete 
Revisionsverfahren ab. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprüng-
lichen (auf einer vollständigen materiellen Anspruchsprüfung beruhenden) Rentenverfügung vom 
13. Oktober 2014 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Ver-
fügung vom 25. November 2021. 
 
5. Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob und inwiefern sich der Gesundheitszustand 
und – damit einhergehend – der Grad der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der 
Rentenzusprache am 13. Oktober 2014 in anspruchserheblicher Weise verändert hat. 
 
6.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der letzten auf einer vollständigen mate-
riellen Anspruchsprüfung beruhenden Rentenverfügung in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen ange-
wiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes 
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). 
 
6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

 

 
 
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ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht indessen nicht ohne 
zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Expertinnen und Experten ab, deren 
Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-
stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein allfälliger Grund für ein Abweichen kann dann 
vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, oder wenn gegensätzliche Meinungen 
anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichts-
gutachtens in Frage zu stellen (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). 
 
6.4 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Revisionsfällen 
im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revisi-
onsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des ak-
tuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den medizinischen Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Ren-
tenrevision eingeholten medizinischen Unterlagen hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachver- 
halts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen 
medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechti-
gung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in 
der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei-
chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Ver-
änderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in de-
nen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des Bun-
desgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und vom 26. März 2015, 9C_710/2014, 
E. 2). 
 

7.1 Die ursprüngliche Zusprache der Dreiviertelsrente erfolgte mit Verfügung vom 13. Oktober 
2014 für die Zeit ab Februar 2013. In medizinischer Hinsicht stellte die IV-Stelle dabei auf den 
Bericht von Prof. Dr. med. D.____, FMH Nephrologie sowie Allgemeine Innere Medizin, vom 
21. April 2014 sowie auf die Beurteilungen von Dr. med. E.____, Facharzt für Allgemeinmedizin 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), vom 12. Mai 2014 und 12. Juni 2014. Im Rahmen 
eines Formulars gab der behandelnde Facharzt in Bezug auf verschiedene körperliche Anforde-
rungen an, welche Tätigkeiten der Versicherten noch möglich seien. Handschriftlich hielt er am 

 

 
 
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Rande des Formulars fest, dass diese Tätigkeiten in einem Pensum von 40% zumutbar seien. 
Die Angaben würden ab Beginn der Dialyse am 7. Mai 2012 gelten. 
 
Der RAD-Arzt Dr. E.____ führte in seiner Beurteilung vom 12. Mai 2014 aus, dass die Versicherte 
in der angestammten Tätigkeit als Pflegehilfe mindestens zu 80% arbeitsunfähig sei. Diese kör-
perlich und psychisch belastende Tätigkeit solle der Versicherten mindestens ab Dialysebeginn 
nicht mehr zugemutet werden. Die Arbeitsfähigkeit werde alleine durch die bestehende Nierener-
krankung und ihren Folgen eingeschränkt. Andere somatische, psychische oder geistige Erkran-
kungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten, seien nicht ersichtlich. 
Damit könne die fachärztlich von Prof. D.____ festgelegte Arbeitsfähigkeit von 40% in einer Ver-
weistätigkeit übernommen werden. An dieser Einschätzung hielt Dr. E.____ in seiner Stellung-
nahme vom 12. Juni 2014 fest.  
 
7.2 In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. November 2020 stützte sich die IV-
Stelle bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das polydiszipli-
näre Gutachten der estimed vom 6. Oktober 2020 und deren ergänzenden Ausführungen vom 
12. Juni 2021. Diesem Gutachten mass das Kantonsgericht keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zu (vgl. Beschluss vom 8. September 2022). Es stellte fest, dass das Gutachten in formaler Hin-
sicht Auffälligkeiten aufweise und die geklagten Beschwerden zu wenig berücksichtige, eine un-
vollständige Exploration zeige und die gestellten Diagnosen bloss ungenügend herleite. Die Un-
tersuchungen seien oberflächlich und zeitlich kurz gewesen und es fehle an einer Auseinander-
setzung mit den vorhandenen medizinischen und beruflichen Akten. In der Konsensbeurteilung 
werde überdies nicht zwischen der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer Verweistä-
tigkeit unterschieden. Das Gutachten weise damit diverse Mängel auf, so dass nicht darauf ab-
gestellt werden könne. Da auch die übrigen Akten keine verlässliche medizinische Entschei-
dungsgrundlage bildeten, ordnete das Kantonsgericht ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten in 
den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie, Psychiatrie und 
Neuropsychologie an. 
 
7.3 Die Fachärzte der asim erstatteten am 5. Oktober 2023 das in Auftrag gegebene Gut-
achten. Aus interdisziplinärer Sicht diagnostizierten sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(1) eine schwere kognitive und motorische Fatigue bei leichter bis mittelschwerer neuropsycho-
logischer Störung, einer generalisierten Angststörung (ICD-10 F 41.1) und einer Schlafstörung 
gemischter Genese im Rahmen der psychiatrischen und somatischen Erkrankungen (ICD-10 
F 51, G 47) sowie bei einem leichten obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS, ICD-10 
G 47.31); (2) ein chronisch-rezidivierendes thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom bei kli-
nisch atoner Rumpfhaltung und aktiv freien Wirbelsäulenbeweglichkeiten sowie bildgebend mehr-
segmentalen beginnenden degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS); (3) 
leichte sehnendegenerative Schulterschmerzen beidseits, anamnestisch links, befundlich derzeit 
rechts, bei klinisch beidseitig freien Beweglichkeiten, endphasig rechts mit leichter Tendinopathie; 
(4) eine chronische Nierenkrankheit bei Einnierigkeit (Erstdiagnose 1981) mit Hämodialyse vom 
Jahr 2012 bis zum Transplantationszeitpunkt im Jahr 2016, einer Nierentransplantation im Jahr 
2016 mit fortgesetzter immunosupressiver Therapie und aktuell sehr guter Transplantatfunktion. 

 

 
 
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Vorübergehend hätten sich in der Vergangenheit eine anamnestisch leichte bis mittelgradige de-
pressive Episode (ICD-10 F32.0, 32.1) sowie eine Dysthymie (ICD-10 F34.1) auf die Arbeitsfä-
higkeit ausgewirkt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein leichtes cervikover-
tebrales Schmerzsyndrom, eine asymptomatische Varus-Senk-Spreizfussdeformität beidseits, 
Trochanter-Sehneninsertionsdolenzen beidseits, ein Status nach Trauma des oberen Sprungge-
lenks durch Stolpersturz im Jahr 2012, minimale Heberden-Fingergelenksarthrosen sowie eine 
arterielle Hypertonie.  
 
Die Tagesmüdigkeit, die sich in einer schweren kognitiven und motorischen Fatigue äussere, sei 
am ehesten multifaktoriell bedingt. Aufgrund der validen und konsistenten neuropsychologischen 
Testbefunde werde davon ausgegangen, dass die Müdigkeit von der Explorandin glaubhaft be-
richtet werde. Mögliche Mitursachen seien die psychiatrisch festgestellte Angststörung und die 
damit zusammenhängende Schlafproblematik, die durch das seit 2019 bekannte OSAS und den 
unruhigen Schlaf zusätzlich verstärkt werde. Gemäss Compendium seien negative Auswirkungen 
auf den Schlaf für beide der von der Explorandin eingenommenen immunosupressiven Medika-
mente ausgewiesen. Weitere Nebenwirkungen eines der Medikamente seien ferner gehäufte 
Schmerzen und Asthenie, mit der Annahme gehäufter Nebenwirkungen bei Kombinationsbe-
handlungen. Die in der psychiatrischen Untersuchung berichtete Schlafstörung mit vermehrter 
Unruhe sei damit am ehesten als Kombination der psychiatrischen (Angststörung) und somati-
schen (OSAS, Nebenwirkungen der Medikation, Schmerzen) Ursachen aufzufassen. Aus inter-
nistischer Sicht hätten andere Ursachen für die Müdigkeit ausgeschlossen werden können. Die 
von der Explorandin beklagten thorakolumbalen Rückenschmerzen seien auf ein chronisches 
Schmerzsyndrom bei klinisch atoner Rumpfhaltung bei entsprechender Dekonditionierung und 
beginnenden degenerativen LWS-Veränderungen zurückzuführen. Für die Schulterschmerzen 
links, welche gegenüber früheren Angaben neu sind, finde sich klinisch kaum ein Korrelat, hinge-
gen bestünden rechtsseitig leichte Symptome einer beginnenden Sehnendegeneration mit kli-
nisch leichter Befundauffälligkeit, bildgebend jedoch ohne ossäre Besonderheiten und ohne Ver-
kalkungen. Bezüglich des Verlaufs des muskuloskelettären Gesundheitszustandes würden sich 
weitgehend stationäre Verhältnisse finden, ein grundsätzlich neues Krankheitsbild habe sich nicht 
entwickelt. Gegenüber 2020 stünden indessen jetzt eher achsenskelettale Beschwerden im Vor-
dergrund. Die damals beklagten peripheren Gelenksschmerzen würden aktuell nicht mehr ge-
schildert und hätten kaum ein klinisches Korrelat. 
 
In der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin auf einer Notfallstation bestehe bleibend keine 
Arbeitsfähigkeit mehr. Begründet sei dies einerseits psychiatrisch und andererseits rheumatolo-
gisch sowie nephrologisch. Aufgrund der Müdigkeit und den kognitiven Störungen seien die An-
forderungen an das Arbeitstempo, die Aufmerksamkeit, die Konzentration und die Durchhaltefä-
higkeit zu hoch. Aus somatischer Sicht müsse das Profil der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
muskuloskelettär teilbelastend eingestuft werden. Dieses Profil dürfe die die Belastbarkeit des 
Bewegungsapparats phasenweise deutlich übersteigen und könne auch die Bauchwand und 
Transplantatniere aufgrund ihrer Lokalisation gefährden. Darüber hinaus sei bei einer immuno-
supressiven Therapie die Pflegetätigkeit mit häufigen Kontakten zu erkrankten Personen nicht 
zumutbar. Die gesamte Einschränkung (Müdigkeit und Schmerzen) sei seit Aufnahme der Dialyse 
im Jahr 2012 gegeben und habe sich auch nach der erfolgreichen Nierentransplantation nicht 

 

 
 
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verändert (nunmehr auch aufgrund der Immunosupression und der notwendigen Vermeidung von 
Druck auf das Abdomen).  
 
Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit solle aus psychiatrischer Sicht ohne Zeitdruck und mit der 
Möglichkeit zur flexiblen Pausengestaltung erfolgen. Eine optimal angepasste Tätigkeit bedinge 
eine Selbstbestimmung des Arbeitstaktes und der Pausengestaltung. Die Arbeitseinsätze sollten 
morgens sein und die Tätigkeit solle in einem weitgehend ruhigen Arbeitsumfeld erfolgen. Die 
Aufgaben seien seriell zu erledigen, die Anforderungen an die geteilte Aufmerksamkeit seien ge-
ring zu halten. Aus muskuloskelettäler Sicht möglich seien körperlich leichte Tätigkeiten mit einem 
Traglimit von 5 kg, nicht gebückt oder kauernd zu verrichten, ohne mehrfachem Arbeiten über 
Kopf und ohne wiederholtem körperfernem Hantieren von Gewichten von mehr als 1 bis 2 kg. 
Insgesamt bestehe in einer solchen angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 35% (Ar-
beitsunfähigkeit 65%). Dies entspreche in etwa auch der Leistungsfähigkeit, wie sie anlässlich 
der Integrationsmassnahme im Jahr 2019 habe erreicht werden können. Die Einschränkung sei 
in erster Linie neuropsychologisch/psychiatrisch begründet, die höhere Arbeitsfähigkeit aus rheu-
matologischer Sicht könne wegen der kognitiven Fatigue nicht umgesetzt werden. Aus psychiat-
rischer Sicht werde eine kognitiv-behaviorale Therapie empfohlen. Ein neuropsychologisches-
kognitives Training sowie eine rheumatologische Massnahme seien demgegenüber nicht indi-
ziert, da wahrscheinlich keine namhaften Verbesserungen der Alltags- und Berufsfunktionalität 
zu erreichen seien. Die aufgeführte Arbeitsfähigkeit bestehe seit Beginn der Dialyse bei termina-
ler Niereninsuffizienz im Jahr 2012, begründet zuerst durch die Dialyse, seit der Nierentransplan-
tation durch die kognitive Fatigue und qualitativ durch die zu vermeidende Belastung auf das 
Abdomen. Der Gesundheitszustand habe sich zum Zeitpunkt der Renteneinstellung nicht gebes-
sert gehabt und die Arbeitsfähigkeit habe nicht gesteigert werden können.  
 
8.1 Nach den oben geschilderten Beweismaximen (vgl. E. 6.3 hiervor) weicht das Gericht 
bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der 
medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 
Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend ist 
kein Grund für ein Abweichen vom polydisziplinären asim-Gerichtsgutachten vom 5. Oktober 
2023 ersichtlich. Es ist viel mehr festzuhalten, dass dieses die rechtsprechungsgemässen Vo-
raussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt: Es weist we-
der formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. 
E. 6.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es stützt sich auf eine sorgfältige persön-
liche Untersuchung der Explorandin, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden und es ist in 
Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Inhaltlich ist das Gutachten widerspruchsfrei und es 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizi-
nischen Situation ein. Die vorgenommenen Testungen wurden offengelegt und die Standardindi-
katoren thematisiert. Insbesondere äussern sich die Gutachter auch ausführlich und klar zum 
Beweisthema der Revision. Aus dem Gerichtsgutachten vom 5. Oktober 2023 ergibt sich damit 
ein umfassendes Bild des Gesundheitszustandes der Versicherten. Die asim-Fachärzte zeigen 
überzeugend und begründet auf, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der psychiatri-
schen/neuropsychologischen sowie somatischen Einschränkungen eine angepasste Tätigkeit im 
Umfang von 35% zumutbar ist. 

 

 
 
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8.2 Die Einschätzung der beauftragten Gerichtsgutachter wird denn auch von den Parteien 
nicht in Zweifel gezogen. Indessen kommen die Parteien in Bezug auf die Auswirkungen der 
Beurteilung auf den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin zu unterschiedlichen Auffassun-
gen. Während die Beschwerdeführerin eine Erhöhung der bisher zugesprochenen Dreiviertels-
rente auf eine ganze Rente beantragt, geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass aufgrund 
der gutachterlichen Einschätzung das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu verneinen ist, womit 
die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hätte. Zu prüfen ist damit, 
ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG gegeben ist. 
 
8.3.1 Voraussetzung für eine Rentenrevision bildet die Änderung des IV-Grades einer renten-
beziehenden Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass 
zur Rentenrevision gibt – wie in Erwägung 4.1 hiervor ausgeführt – jede wesentliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den IV-Grad und 
damit den Anspruch zu beeinflussen (etwa eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustan-
des). Für eine Rentenanpassung genügt indes nicht bereits irgendeine Veränderung im Sachver-
halt. Insbesondere stellt eine hinzugetretene oder weggefallene Diagnose nicht per se einen Re-
visionsgrund dar, da damit das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsverbesserung 
oder -verschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist. Eine weitere oder andere Diagnosestel-
lung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine 
weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Um-
stände den Rentenanspruch berühren (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2020, 9C_156/2020, 
E. 2.2). 
 
8.3.2 Vorliegend basierte die ursprüngliche Rentenzusprache wie bereits erwähnt auf der Ein-
schätzung des behandelnden Nephrologen Prof. D.____ vom 7. Mai 2012, welcher der Versi-
cherten eine Arbeitsfähigkeit von 40% in einer angepassten Tätigkeit attestierte. Demgegenüber 
gehen die Gutachter der asim von einer Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit von 35% aus. 
Indessen halten die Gutachter in ihrer Beurteilung ausdrücklich und begründet fest, dass sich die 
Arbeitsfähigkeit seit der Rentenzusprache im Jahr 2014 bzw. seit Beginn der Dialyse im Jahr 
2012 nicht verändert habe. Zwar hätten sich die den Einschränkungen zugrundeliegenden Ursa-
chen seit der erfolgreichen Nierentransplantation verändert, nicht jedoch die Auswirkungen dieser 
Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die unveränderte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit begründete sich demnach zunächst aus den Folgen der Dialyse und seit der Nieren-
transplantation durch die kognitive Fatigue und die zu vermeidende Belastung auf das Abdomen. 
Aufgrund dieser eindeutigen, klaren und nachvollziehbar erläuterten interdisziplinären Feststel-
lung im beweistauglichen Gerichtsgutachten der asim vom 5. Oktober 2023 kann letztlich eine 
Änderung in den rentenrelevanten Verhältnissen nicht bejaht werden. Daran ändert auch nichts, 
dass die gutachterlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit 5% höher ist als die von Prof. D.____ zum 
damaligen Zeitpunkt attestierte. Die ursprüngliche Rentenverfügung vom 13. Oktober 2014 ba-
sierte auf einer bloss summarischen Einschätzung des behandelnden Arztes, welche anschlies-
send vom RAD-Arzt Dr. E.____ übernommen wurde. Eine gutachterliche Festlegung der Arbeits-
fähigkeit bestand zu diesem Zeitpunkt nicht. Es ist deshalb mit der Beschwerdegegnerin davon 

 

 
 
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auszugehen, dass es sich bei Beurteilung der damaligen Verhältnisse durch die Gerichtsgutach-
ter der asim bloss um eine leicht anderslautende Einschätzung desselben Sachverhalts handelte. 
Von ausschlaggebender Bedeutung bleibt, dass die Gutachter explizit keine wesentliche Verän-
derung des Gesundheitszustandes festgestellt haben. Ein Revisionsgrund ergibt sich nach dem 
soeben unter Erwägung 8.2.1 Dargestellten auch nicht daraus, dass sich die der unveränderten 
Arbeitsfähigkeit zugrundeliegenden Diagnosen seit der Rentenzusprache verändert haben, da 
sie sich quantitativ eben nicht auf den Rentenanspruch auswirken.  
 
8.3.3 Nach dem Ausgeführten ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin seit der Zusprache einer Dreiviertelsrente am 13. Oktober 2014 nicht in renten-
relevanter Weise verändert hat. Da sich die Einkommenssituation ebenfalls nicht verändert hat, 
besteht letztlich kein Anlass für eine Rentenrevision. Die Beschwerdeführerin hat folglich weiter-
hin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung. Die Beschwerde ist in diesem 
Sinne gutzuheissen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Ist aufgrund einer Gerichtsexpertise ein 
überdurchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 1’000.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr aufzuerlegen sind. 
 
9.2.1 Im Zusammenhang mit den Kosten für gerichtliche Abklärungen ist Art. 45 Abs. 1 ATSG 
zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung 
zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen veran-
lasst, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung 
des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bil-
den. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen 
zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfair-
ness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das 
Bundesgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 
in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 

 

 
 
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durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz 
respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse 
einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanz-
lichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer er-
folge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; 
zum Ganzen: BGE 139 V 496 E. 4.4 mit Hinweisen). 
 
9.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 8. September 
2022 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Akten-
lage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass das im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholte polydisziplinäre Gutachten der estimed vom 6. Oktober 2020 diverse for-
melle und inhaltliche Mängel aufwies (vgl. zum Ganzen: Beschluss vom 4. August 2022, E. 7.2 
hiervor). Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche 
Entscheidungsgrundlage bildeten, waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfah-
ren hinsichtlich des Diagnosebilds und den daraus resultierenden funktionellen Einbussen mit 
Auswirkung auf das Leistungsvermögen unklar und nicht ausreichend beweiskräftig. Demnach 
wies das Verwaltungsverfahren Untersuchungsmängel auf, die eine ergänzende Abklärung mit-
tels einer Gerichtsexpertise notwendig machten. Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung 
zeigte, war das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten der asim vom 5. Oktober 2023 für eine 
abschliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der geschil-
derten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die resultierenden Kosten für die polydiszipli-
näre Begutachtung, welche sich auf insgesamt Fr. 17'804.35 belaufen (vgl. Honorarrechnung 
vom 20. November 2023), der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Prozessausgang entsprechend ist der Beschwer-
deführerin eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 5. Dezember 2023 einen Aufwand von 
insgesamt 25 Stunden und 35 Minuten geltend gemacht. Darin enthalten ist jedoch eine Bemü-
hung vom 9. Dezember 2021 im Umfang von 20 Minuten, welche offensichtlich die Ausrichtung 
der Ergänzungsleistungen betrifft und im vorliegenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfah-
ren nicht zu entschädigen ist. Der geltend gemachte Aufwand ist folglich um 20 Minuten zu kür-
zen. Unter Berücksichtigung, dass im vorliegenden Verfahren eine Gerichtsbegutachtung durch-
geführt wurde, wobei die Parteien mehrfach zu Stellungnahmen aufgefordert wurden, erscheint 
für das vorliegende Verfahren der verbleibende Aufwand von 25 Stunden und 15 Minuten ange-
messen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädi-
gen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). 
Nicht zu beanstanden ist die in der Honorarnote geltend gemachten Auslagen in der Höhe von 

 

 
 
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Fr. 191.85. Somit ist der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 7'005.20 (25.25 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von 
Fr. 191.85 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
25. November 2021 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Be-
schwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von insgesamt 
Fr. 17'804.35 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 7'005.20 (inklusive Auslagen und 
7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

 
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