# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef5f358b-2bcd-5bf2-944a-9e46f1cbba06
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.04.2017 200 2017 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-158_2017-04-18.pdf

## Full Text

200 17 158 IV
MAW/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. April 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2017, IV/17/158, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 18. Februar 2008 unter Hinweis auf 
Rheuma, Arthritis und Polyarthritis bei der Invalidenversicherung zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 8). Die IVB gewährte 
Arbeitsvermittlung, nahm erwerbliche sowie medizinische Abklärungen vor 
und liess in der C.________ eine berufliche Abklärung durchführen (AB 11, 
13, 15, 17, 23, 32, 37). Nachdem die IVB dem Versicherten eine Umschu-
lung zum … (inklusive Kurs als …) gewährt hatte (AB 41, 43), schloss sie 
das Verfahren mit Verfügung vom 1. Oktober 2009 und der Feststellung, 
der Versicherte sei rentenausschliessend eingegliedert, ab (AB 57). Diese 
Verfügung blieb unangefochten.

B.

Im März 2016 meldete sich der Versicherte erneut bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an (AB 58). Die IVB nahm in der Folge erwerbliche und medi-
zinische Abklärungen vor (AB 62, 63, 65, 66, 67.1 - 67.5, 69), wobei der 
Versicherte gemäss den eingeholten Arztberichten an einem Gefühl von 
Kraftlosigkeit (insbesondere an Händen und Armen) sowie an einer ra-
schen Ermüdbarkeit litt.

Gestützt auf ein – zuhanden der Krankentaggeldversicherung des Versi-
cherten, der D.________, am 27. September 2016 erstelltes – rheumatolo-
gisch-psychiatrisches Gutachten der Begutachtungsstelle E.________, 
(MEDAS; AB 77.2 und 77.3), stellte die IVB mit Vorbescheid vom 27. Okto-
ber 2016 (AB 80) die Leistungsabweisung wegen Fehlens eines IV-
relevanten Gesundheitsschadens in Aussicht. 

Nachdem der Versicherte Einwand erhoben hatte (AB 81, 87), holte die IVB 
eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein (AB 89) 

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und verfügte am 12. Januar 2017, es bestehe kein Anspruch auf Leistun-
gen der Invalidenversicherung (AB 92). 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 10. Februar 2017 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung seien ihm Leistungen nach Massgabe eines IV-
Grades von mindestens 70 % auszurichten. Zudem seien ihm berufliche 
Massnahmen zu gewähren. Eventualiter beantragt er die Rückweisung der 
Sache an die IVB zur weiteren Abklärung, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 28. März 2017 reichte der Beschwerdeführer neben der 
Kostennote seines Rechtsvertreters einen Bericht des Spitals F.________ 
vom 10. Februar 2017 ein und machte weitere Ausführungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 12. Januar 2017 (AB 92). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen 
der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

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gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-
heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 

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eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf-
trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern des-
sen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 
351 E. 3a S. 352).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
von März 2016 (AB 58) eingetreten ist, womit die Eintretensfrage vom Ge-
richt nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Der Beschwer-
deführer hat eine seit dem 1. April 2010 inne gehabte Anstellung als … 
gemäss Angaben der Arbeitgeberin infolge von Restrukturierungen im … 
per Ende März 2016 verloren (AB 66/2, 70.3/2). Damit ist seit der letzten 
rechtskräftigen Verneinung des Leistungsanspruchs mit Verfügung vom 
1. Oktober 2009 (AB 57) eine Änderung in den für den Invaliditätsgrad er-
heblichen Tatsachen eingetreten, so dass zu prüfen ist, ob die festgestellte 
Veränderung genügt, um eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen 
(BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.2.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, vom Neurologi-
schen Zentrum am Spital H.________ diagnostizierte im Bericht vom 
24. Februar 2016 (AB 78.2/17 f.) ein Gefühl von Kraftlosigkeit und rascher 
Ermüdbarkeit an Händen und Armen (beidseits) unklarer Ätiologie. Die Ur-

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sache dieser Diagnose bleibe „letztlich vorerst“ unklar. In der aktuellen kli-
nischen Untersuchung fänden sich keine neurologischen Defizite. Ebenfalls 
lasse sich in exemplarisch untersuchten Nerven an beiden Armen keine 
Affektion der Nervenstrukturen nachweisen. Auch zeigten sich keine Hin-
weise für eine myopathische Erkrankung. Differentialdiagnostisch könne 
einerseits teilbedingt eine muskuloskelettale Symptomatik diskutiert wer-
den. Andererseits komme unter Berücksichtigung der Anamnese und der 
klinischen Untersuchung (Anzeichen einer „belle indifference“, sakkadierte 
Innervation an den Händen mit Schwächegefühlen ohne neuroanatomisch 
erklärbare Verteilung) auch eine somatoforme Komponente der Beschwer-
den in Frage. 

3.2.2 Dr. med. I.________, Facharzt für Rheumatologie, diagnostizierte 
am 28. Juni 2016 (AB 78.2/4 f.) Myalgien und eine Schwäche der Hand und 
Unterarme, EM vor 10 Jahren. Es wurde weiter angegeben, der Beschwer-
deführer leide seit dem 21. Lebensjahr an zunehmenden Beschwerden mit 
Schwäche vor allem der Finger und Unterarme mit diffusen und ziehenden 
Schmerzen sowie wiederkehrenden diffusen Schwellungen der Hände. Bei 
grösseren Anstrengungen bemerke er eine generelle Erschöpfung und 
müsse dann schlafen. Eine eigentliche Atemnot werde verneint. In den la-
borchemischen Abklärungen fänden sich keine Hinweise auf eine klare 
Myositis, eine neurologische Abklärung sei unauffällig gewesen, ebenso 
eine Spiroergometrie (vgl. AB 78.2/8 f.). Eine psychosomatische Kompo-
nente sei stark zu vermuten. Zudem bestehe eine Epicondylitis humeri late-
ralis. 

3.2.3 Im Bericht des Spitals F.________ vom 23. August 2016 (AB 78.2/1 
- 3) hielten die behandelnden Ärzte fest, es handle sich um eine somato-
forme Störung. Anamnestisch, klinisch und paraklinisch (inkl. aktuelle Elek-
trophysiologie) fänden sich keine Hinweise auf eine zugrundeliegende, 
neurologische oder spezifische neuromuskuläre Erkrankung. Bis auf die – 
kooperationsbedingte – reduzierte Kraft für sämtliche Handfunktionen bei 
komplett erhaltener oder gar athletischer Trophik fänden sich keine weite-
ren Auffälligkeiten im Neurostatus, auch seien die elektrophysiologischen 
Untersuchungen (inkl. Abklärung für Störungen der motorischen Endplatte 
und Myotonien) komplett bland gewesen. Es sei hierbei anzumerken, dass 

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ein normaler psychiatrischer Status, wie bereits vorgängig gemäss Patient 
erhoben, keineswegs eine somatoforme Störung ausschliesse.

3.2.4

3.2.4.1 Im rheumatologischen Teilgutachten (AB 77.2) des bidisziplinären 
MEDAS-Gutachtens vom 27. September 2016 hielt Dr. med. J.________, 
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, bezüglich der Dia-
gnosen fest (AB 77.2/13), es gebe keinen Anhalt für eine die Arbeitsfähig-
keit mindernde Erkrankung auf rheumatologischem Fachgebiet. Der 
Gutachter führte weiter aus (AB 77.2/13 f.), der Beschwerdeführer rekla-
miere einen seit mehr als zehn Jahren bestehenden Kraftverlust in beiden 
Händen, der sich im Verlauf ausweitend auf die Unterarme/Arme und den 
ganzen Körper ausgedehnt hätte. Er fühle sich insgesamt erheblich ge-
schwächt und könne auch im Alltag nicht mehr ausreichend bestehen. Im 
Untersuchungsgang sei eine Einschränkung der Alltagsbeweglichkeit nicht 
schlüssig erkennbar. Spontan würden Bewegungen mit hoher Belastung 
auf den Greifapparat beider Hände und Arme durchgeführt. Hierbei sei ein 
sicherer Handeinsatz, eine dynamische Bewegungsausführung ohne Ein-
schränkung zu beobachten. Während der formalen Untersuchung werde 
wiederholt ein vollständiger Kraftverlust der Greiffunktion demonstriert. Die-
ser sei jedoch inkonsistent sowohl im Untersuchungsgang als auch in der 
Beobachtung der Alltagsaktivität (An- und Entkleiden sowie Führen der 
Röntgenmappe und Führen des Pkw). Vier von fünf Waddell-Signs seien 
zudem positiv. Ein einschränkendes Krankheitsbild sei aus rheumatologi-
scher Sicht somit nicht zu erheben. Auch aktenkundig fänden sich keine 
Entzündungszeichen (die bei einer entzündungsbedingten Progredienz der 
Symptomatik zu erwarten wären) und es sei keine somatische Erkrankung 
definiert worden. Auch neurologisch wie auch leistungsphysiologisch fän-
den sich keine Zeichen einer krankhaften Störung. Dabei bleibe anzumer-
ken, dass auch bei einer Fahrradergometerleistung von 3.4 Watt pro kg 
Körpergewicht (Norm eines Untrainierten 3 Watt/kg KG) als Maximalleis-
tung eine erhebliche Greiffunktion des Beschwerdeführers am Lenker des 
Ergometers erforderlich sei, um die Leistung in der Pedalkraft umsetzen zu 
können. Die zuletzt ausgeübte, jedwede vergleichbare oder auch eine an-
dere Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes seien somit zu 100 % leist-

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bar einzuschätzen (100 % Pensum, 100 % Rendement), dies per sofort 
geltend.

3.2.4.2 Im psychiatrischen Teilgutachten (AB 77.3) des bidisziplinären 
MEDAS-Gutachtens vom 27. September 2016 hielt med. prakt. 
K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Diagno-
sen fest (AB 77.3/8), es bestehe kein ausreichender Anhalt für eine psych-
iatrische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der Experte 
gab weiter an (AB 77.3/9 f.), der hiesige AMPD-konform erhobene psychia-
trische Befund sei, bezogen auf die objektiven Kriterien, regelrecht. Subjek-
tiv würden keine psychischen Beeinträchtigungen reklamiert. In der 
Gegenübertragung seien keine psychischen Beeinträchtigungen spürbar. 
Insbesondere seien die Achsenkriterien einer depressiven Störung (tiefe 
Traurigkeit, Freud- und Lustlosigkeit, Antriebsminderung, Insuffizienz und 
Schuldgefühle, Lebensmüdigkeit, akute Suizidalität) nicht zu erkennen. 
Auch ergäben sich keine Anhaltspunkte für eine psychosomatische Reakti-
onsbildung, zum Beispiel eine Schmerzverarbeitungsstörung oder eine 
funktionelle Störung: ein unverarbeiteter seelischer Konflikt sei nicht her-
auszuarbeiten und es fehle eine erkennbare psychische Beeinträchtigung. 
Hinweise für eine Persönlichkeitsstörung bestünden bei einer insgesamt 
regelrechten soziobiographischen Entwicklung ebenfalls nicht. In den im 
Dossier vorhandenen ärztlichen Berichten würden keine psychischen Be-
einträchtigungen beschrieben. Es werde lediglich die Vermutung auf eine 
somatoforme Störung geäussert, wobei hierfür keine positiven ICD-10-
Kriterien herausgearbeitet worden seien. Zusammenfassend ergebe sich 
somit kein ausreichender Anhalt für eine psychiatrische Erkrankung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.

3.2.5 Der Rheumatologe Dr. med. I.________ gab am 10. Oktober 2016 
(AB 81/3) an, in breiten Abklärungen habe keine rein somatische Ursache 
im Sinne einer entzündlichen rheumatischen Erkrankung gefunden werden 
können. Myofasziale Beschwerden seien aber sicherlich vorhanden im Sin-
ne eines Tennis-Ellbogens bzw. einer Ansatztendinose so auch im MRI 
radiologisch dokumentiert. Eine psychische Ursache/Mitursache müsse 
stark vermutet werden. 

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3.2.6 Im Bericht des Spitals F.________ vom 22. November 2016 (AB 
87/6 f.) diagnostizierte Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin, ein funktionelles somatisches Syndrom mit/bei Schmerzen und 
neurofunktionellem Ausfallsyndrom im Bereich beider Hände sowie chroni-
schem Erschöpfungssyndrom. Dr. med. L.________ hielt fest, in der psy-
chosozialen Anamnese fänden sich Hinweise, welche die 
Erschöpfungssymptomatik als Folge einer chronischen Verausgabung und 
übersteigerten Aktivität verstehen liessen. Mit seiner Hyperaktivität habe 
der Beschwerdeführer über lange Zeit sein inneres Gleichgewicht aufrecht-
erhalten können. Momentan lasse sein Körper jedoch diese Aktivitäten 
nicht mehr zu und entsprechend verspüre der Beschwerdeführer auch eine 
stetige innere Unruhe und Angespanntheit mit dem Gefühl, sich nie erholen 
zu können. 

3.2.7 Dr. med. L.________ führte im Bericht des Spitals F.________ vom 
10. Februar 2017 (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilagen 
[BB] 3), als Diagnosen (inkl. Verdachtsdiagnosen) eine somatoforme 
Schmerzstörung und ein neurofunktionelles Ausfallsyndrom im Bereich der 
Hände bds. sowie ein chronisches Erschöpfungssyndrom auf. Dr. med. 
L.________ hielt fest, die aktuelle Arbeitsfähigkeit betrage 20 - 25 %. Die 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beziehe sich insbesondere auf die ver-
minderte Leistungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer müsse die Arbeits-
belastung und -geschwindigkeit den körperlichen Möglichkeiten anpassen 
und brauche immer wieder Pausen. Zum MEDAS-Gutachten vom 27. Sep-
tember 2016 wurde angegeben, auf die Diagnose „Somatoforme Störung“ 
werde nicht eingegangen. Dieser Diagnose lägen zentralnervöse Verände-
rungen zu Grunde, die im Gutachten nicht abgeklärt worden seien. Ebenso 
bestünden anamnestisch Hinweise auf ein Aufmerksamkeits-Defizit-
Syndrom (ADHS), das bisher nie abgeklärt und im Gutachten nicht in Be-
tracht gezogen worden sei. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Entscheid in medizinischer 
Hinsicht auf das rheumatologisch-psychiatrische MEDAS-Gutachten vom 

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27. September 2016 (AB 77.2 und 77.3). In Bezug auf dieses Gutachten 
macht der Beschwerdeführer geltend (Beschwerde S. 4 Ziff. 4), es könne 
nicht davon ausgegangen werden, dass die unverträglich nahe zur Asseku-
ranz stehende MEDAS unvoreingenommen, unabhängig oder objektiv eine 
Beurteilung abgebe. Der Institutsleiter, Prof. Dr. med. M.________, Fach-
arzt für Neurologie, welcher massgeblich wirtschaftlich am Institut beteiligt 
sei und jedes Gutachten visiere und genehmige, habe sich der Assekuranz 
gemäss dem sich in den Verfahrensakten befindenden Schreiben vom 
2. Juni 2014 in unverträglicher Weise angedient. In der Zwischenzeit hätten 
verschiedene kantonale Gerichte (Versicherungsgericht des Kantons …, 
Kantonsgericht …) erkannt, dass das MEDAS massgeblich und unverein-
bar mit der Assekuranz verbunden sei. 

4.2 Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- 
und Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen 
sind. Befangenheit ist demnach anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, 
die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 132 
V 93 E. 7.1 S. 109; SVR 2015 IV Nr. 23 S. 70 E. 6.1.1). 

Abgesehen von ganz ausserordentlichen Fällen können nur die für eine 
Behörde bzw. eine Medizinische Abklärungsstelle nach Art. 72bis der Ver-
ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) tätigen Personen, nicht aber die Behörde als solche befangen 
sein (BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 227; SVR 2016 IV Nr. 8 S. 24 E. 3.3). 
Ausstandsbegehren gegen sämtliche Mitglieder einer Medizinischen Ab-
klärungsstelle sind nur zulässig, wenn gegen jedes einzelne Mitglied spezi-
fische Ausstandsgründe geltend gemacht werden, die über die Kritik 
hinausgehen, die Behörde als solche sei befangen (SVR 2013 IV Nr. 30 S. 
89 E. 5.2.2). 

4.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers führen weder die 
allgemeine Kritik an der Gutachterstelle noch das Berufen auf die diesbe-
züglichen Entscheide kantonaler Versicherungsgerichte (AB 87/10 - 16) 
dazu, dass auf die bidisziplinäre Begutachtung vom 27. September 2016 
nicht abgestellt werden kann. Der Beschwerdeführer bringt keine Ver-
dachtsgründe und schon gar keine konkreten Hinweise vor, dass sowohl 
der rheumatologische als auch der psychiatrische Gutachter ihm gegenü-

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ber voreingenommen gewesen wären. Was den MEDAS-Institutsleiter Prof. 
Dr. med. M.________ betrifft, ist zu erwähnen, dass dieser den Beschwer-
deführer in keinem Fachbereich begutachtet, sondern nur unterschriftlich 
bestätigt hat, die beiden MEDAS-Teilgutachten geprüft und sich darüber 
ein eigenes Urteil gebildet zu haben (AB 77.2/17 und 77.3/12). Der Um-
stand, dass Prof. Dr. med. M.________ eine Einladung vom XX.XX.20XX 
(AB 87/8 f.) zu einer Vortragsveranstaltung der MEDAS zum Thema „…“ 
vom XX.XX.20XX unterzeichnet hat, führt nicht zur Unverwertbarkeit des 
MEDAS-Gutachtens infolge Voreingenommenheit (vgl. Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom XX.XX.20XX, 8C_XXX/20XX, E. 4.1 und 4.2). 
Dafür, dass die Abklärungsergebnisse durch Prof. Dr. med. M.________ 
verfälscht worden wären, gibt es keine konkreten Hinweise. 

4.4 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor (Beschwerde S. 3 Ziff. 2, S. 
5 Ziff. 4 und S. 8 Ziff. 6), das MEDAS-Gutachten vom 27. September 2016 
sei vom involvierten Krankentaggeldversicherer nach VVG-Standard erho-
ben worden. Der Beschwerdeführer habe sich weder zu den Gutachtern, 
noch zum Fragenkatalog oder zum weiteren Inhalt des Gutachtens äussern 
können. Es handle sich somit um eine reine Parteibehauptung im Rahmen 
eines Zivilverfahrens. 

4.5 Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verlangt eine 
umfassende, inhaltsbezogene, verantwortliche und der behördlichen 
Begründungspflicht genügende Prüfung aller Beweismittel (BGE 140 V 193 
E. 3.1 S. 195), unabhängig von ihrer Herkunft und ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln (BGE 137 V 210 E. 3.4.1.1 S. 248; Entscheid des 
BGer vom 18. Januar 2017, 9C_481/2016 E. 2.2).

Der Umstand, dass ein Gutachten im Auftrag des 
Krankentaggeldversicherers erstellt wurde, spricht nicht gegen dessen 
Beweiswert im Verfahren betreffend Prüfung eines Rentenanspruchs 
gemäss IVG (Entscheid des BGer vom 1. Juli 2016, 8C_71/2016, E. 5.2). 
Solchen vom Krankentaggeldversicherer nicht im gesetzlich vorgesehenen 
Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten kommt der 
Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (BGer 
9C_481/2016, E. 2.2, und BGer 8C_71/2016, E. 5.3). Soll ein 
Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2017, IV/17/158, Seite 13

entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Dass vorliegend keine solchen 
Zweifel gegeben sind, zeigen die nachfolgenden Ausführungen. 

4.6 Die bidisziplinäre MEDAS-Begutachtung vom 27. September 2016 
(AB 77.2 und 77.3) wurde sorgfältig und in umfassender Berücksichtigung 
der bis zu diesem Zeitpunkt (Untersuchungszeitpunkt: 9. August 2016 [AB 
77.2/1 und 77.3/1]) vorhandenen Arztberichte vorgenommen. Dabei ist es 
nichts als sachlogisch, dass später verfasste Berichte nicht in die 
Beurteilung der Gutachter eingeflossen sind (vgl. die diesbezüglichen 
Einwände in der Beschwerde S. 4 Ziff. 3 und S. 6 Ziff. 5). Sodann stimmt 
das Ergebnis der Begutachtung im somatischen Bereich mit allen 
Arztberichten insofern überein, als auch dort keine Diagnosen nach einem 
Klassifizierungssystem gestellt werden konnten. So berichtete der 
Neurologe Dr. med. G.________ von einem Gefühl von Kraftlosigkeit und 
rascher Ermüdbarkeit an Händen und Armen unklarer Ätiologie (AB 
78.2/17) und der Rheumatologe Dr. med. I.________ gab eine schwer 
fassbare Schwäche und schmerzende Hand- und Fingergelenke (AB 
78.2/16) bzw. zunehmende Beschwerden mit Schwäche vor allem der 
Finger und Unterarme mit diffusen und ziehenden Schmerzen sowie 
wiederkehrenden diffusen Schwellungen der Hände (AB 78.2/4) an. 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Bericht des Spitals F.________ 
vom 23. August 2016 (AB 78.2/1 - 3) beruft (Beschwerde S. 6 Ziff. 5) und 
geltend macht, er leide an einer somatoformen Schmerzstörung, ist 
festzuhalten, dass keine Hinweise auf eine neurologische bzw. 
neuromuskuläre Erkrankung gefunden werden konnten, weshalb die 
Neurologen – als Nichtpsychiater fachfremd – darauf schlossen, es liege 
eine somatoforme Schmerzstörung vor, eine Diagnose, die der 
psychiatrische MEDAS-Gutachter ausdrücklich und einleuchtend verworfen 
hat (vgl. AB 77.3/10). Daran ändert der zusammen mit der Kostennote 
eingereichte Bericht von Dr. med. L.________ vom Spital F.________ vom 
10. Februar 2017 (BB 3) nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers, zumal 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2017, IV/17/158, Seite 14

die „somatoforme Störung“ bloss noch als Verdachtsdiagnose aufgeführt ist 
und, wie oben dargestellt, der psychiatrische Gutachter – entgegen der 
Ausführung von Dr. med. L.________ – sehr wohl auf die Diagnose 
„somatoforme Störung“ eingegangen ist.

Folglich bestehen keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
des MEDAS-Gutachtens vom 27. September 2016. Insbesondere erfüllt die 
Expertise die an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten 
Anforderungen (vgl. E. 2.3 hiervor), da sie – beruhend auf allseitigen Un-
tersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden – 
die streitigen Punkte umfassend abhandelt und in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben wurde. Weiter leuchtet sie in der medizinischen Beurteilung ein 
und die darin gezogenen Schlussfolgerungen werden eingehend begrün-
det. Das Gutachten ist somit voll beweiskräftig.

4.7 Schliesslich ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach re-
gelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vorliegt, soweit die 
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation 
beruht. Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine erhebliche 
Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten 
Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben 
werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische 
Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vor-
getragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwe-
re Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld 
jedoch weitgehend intakt ist (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287, 131 V 49 E. 1.2 
S. 51; SVR 2014 IV Nr. 7 S. 30 E. 4.2.2). Solches ist im MEDAS-Gutachten 
beschrieben. So zeigte der Beschwerdeführer während der formalen 
(rheumatologischen) Untersuchung keine Kraftentwicklung bei der Prüfung 
der Handkraft und das plötzliche Fallenlassen eines Papierblattes 
einerseits (AB 77.2/9 und 14) und einen normalen Händedruck, das Tragen 
eines schweren Röntgendossiers, problemloses An- und Ausziehen der 
Kleider sowie das Öffnen diverser Türen andererseits (AB 77.2/6). Weiter 
waren vier der fünf Waddell-Zeichen positiv (AB 77.2/11 f.), was laut RAD-
Arzt Dr. med. N.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, für ein 
dysfunktionales Verhalten in der Untersuchungssituation ohne 

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Krankheitswert spreche (AB 89/2). Sodann deutet der eher athletische 
Habitus mit kräftig ausgeprägter Rumpfmuskulatur (AB 77.2/7) auf eine 
nicht unwesentliche Aktivität im Alltag hin. Schliesslich hat der 
rheumatologische Gutachter explizit festgehalten, es hätten sich deutliche 
Zeichen der bewusstseinsnahen Beschwerdedemonstration gefunden (AB 
77.2/16).

4.8 Da nach dem Dargelegten der vom Beschwerdeführer geltend 
gemachte invalidisierende Gesundheitsschaden nicht nachgewiesen ist, ist 
die Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (inkl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. März 

2017 samt Bericht Spitals F.________ vom 10. Februar 2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.