# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de2e8ef4-d1b2-5321-a2d1-6d1681a00ac1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-01-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 19.01.2005 BK 2004 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2004-19_2005-01-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 19. Januar 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 04 19

(Auf die gegen diese Entscheidung erhobene staatsrechtliche 
Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 14. Juni 2005 
(1P.130/2005) nicht eingetreten.)

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Riesen-Bienz und Hubert 
Aktuar Blöchlinger

——————

In der strafrechtlichen Beschwerde

der X., Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hermann 
Just, Postfach 414, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 9. März 
2004, mitgeteilt am 16. März 2004, in Sachen gegen Y., Beschwerdegegner, 
und Z., Beschwerdegegner, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin 
Schmid, Postfach 180, Hartbertstrasse 11, 7002 Chur, 

betreffend falsches Zeugnis,

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hat sich ergeben:

A.1. Am 20. Februar 1995 eröffnete X. bei der Zweigniederlassung der 
Bank A. in B. ein Konto. Dafür unterzeichnete sie die für eine einfache, 
ausschliesslich auf „Habenbasis" geführte Bankbeziehung im Private-Banking 
Bereich üblichen Konto-Eröffnungsformulare. Von Anbeginn der 
Bankbeziehung erteilte X. ihrem Ehemann, C., eine umfassende 
Kontovollmacht. Die Korrespondenz sollte banklagernd gehalten werden. Am 8. 
März 1996 unterzeichnete C. einen allgemeinen Pfandvertrag samt 
Abtretungserklärung zu Gunsten der Bank A.. Schliesslich unterzeichnete X. am 
9. August 1996 noch einen Basis-Treuhandvertrag mit der Bank. 

2. Ab Beginn des Jahres 1996 wurden auf Rechnung des Kontos von 
X. Devisengeschäfte über hohe Beträge getätigt, die letztlich anfangs 1998 zu 
einem Totalverlust führten. 

B.1. Am 17. August 1999 machte X. beim Vermittleramt des Kreises E. 
gegen die Bank A. eine Forderungsklage über Fr. 12'000'000.-- zuzüglich 12% 
Zins anhängig. Nach erfolglos verlaufener Vermittlungsverhandlung bezog sie 
den Leitschein und reichte ihre Klage mit Prozesseingabe vom 24. Januar 2000 
beim Bezirksgericht F. ein. Zur Begründung ihrer Klage brachte X. im 
Wesentlichen vor, sie habe die Beklagte angewiesen, die deponierten 
Vermögenswerte möglichst ohne Risiko anzulegen. Anfang 1996 hätte indessen 
die Beklagte - zwar im Auftrag ihres Ehegatten C. aber ohne ihre eigene 
Zustimmung - mit Devisengeschäften über immense Beträge begonnen. Die 
deponierten Vermögenswerte hätten als Margeneinschuss gedient. Dazu sei die 
Beklagte nicht berechtigt gewesen. Am 1. April 1997 habe eine längere 
Besprechung mit den beklagtischen Kundenbetreuern Z. und Y. stattgefunden. 
Die Klägerin habe die bisherigen Transaktionen genehmigt, da ihr bis dahin 
keine Verluste erwachsen seien. Sie habe der Beklagten jedoch 
hochspekulative und risikoreiche Geschäfte untersagt. Deren Vertreter hätten 
ihr dies zugesichert. Nach dieser Besprechung habe die Beklagte 
vorübergehend keine Devisengeschäfte mehr ausgeführt. Im August 1997 habe 
ihr die Bank A. im Bewusstsein, dass die dem Ehemann erteilte Vollmacht für 
derartige Geschäfte nicht ausreiche, einen Kreditvertrag sowie die Bedingungen 
für Termin- und Optionsgeschäfte zur Unterschrift nach London zugestellt. Sie 
habe ihre Unterschrift verweigert und der Beklagten telefonisch erklärt, sie wolle 
keine solche Geschäfte tätigen. 

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2. In ihrer Prozessantwort und Widerklage auf Bezahlung von Fr. 
1'114'672.55 vom 10. Mai 2000 bestritt die Bank A. die Richtigkeit der von X. 
erhobenen Vorwürfe. Unter anderem führte die Bank A. aus, am 3. April 1997 
und nicht - wie von der Klägerin behauptet - am 1. April 1997 habe in B. eine 
Besprechung stattgefunden, an welcher X. die von ihrem bevollmächtigten 
Ehemann getätigten Geschäfte ausdrücklich genehmigt habe. Die Besprechung 
zwischen der Klägerin, ihrem Ehemann und - auf Seiten der Bank A. - Z. und Y. 
habe rund 5 Stunden gedauert. Die Klägerin habe keinerlei Vorbehalte gegen 
die von ihrem Ehemann getätigten Geschäfte gemacht. Als Beweis für diese 
Behauptungen bot die Beklagte die Befragung von Z. und Y. als Zeugen an, 
wobei entsprechende Zeugenfragenthemata eingereicht wurden. 

3. Gestützt auf die Beweisverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten 
F. vom 26. Oktober 2001, worin die Aussagen von Z. und Y. zu erheblichen 
Beweismitteln erklärt wurden, erfolgten am 7. Dezember 2000 die 
entsprechenden Zeugenbefragungen.

3. Mit Urteil des Bezirksgericht F. vom 12. Februar 2002 wurde die 
Klage vollumfänglich abgewiesen und die Widerklage gutgeheissen. 

C.1. Am 25. Juni 2002 reichte Rechtsanwalt Hermann Just namens von 
X. Strafanzeige gegen Y. sowie Z. wegen falschem Zeugnis gemäss Art. 307 
StGB ein, wobei folgende Anträge gestellt wurden: 

1. Gegen die beiden genannten, in einem Zivilprozess zwischen der 
Anzeigeerstatterin und der Bank A. als Zeugen einvernommenen 
Verzeigten sei ein Strafverfahren zu eröffnen.

2. Im Sinne einer ersten polizeilichen Untersuchungshandlung sei D., 
unverzüglich als Zeuge, allenfalls als Auskunftsperson zu befragen.

Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass die bei-
den Angeschuldigten in dem zwischen der Anzeigeerstatterin und der Bank A. 
geführten Zivilprozess als Zeugen vorsätzlich Falschaussagen gemacht hätten. 
Ein wesentlicher Punkt im Zivilverfahren habe die Frage dargestellt, ob die 
Klägerin die Devisentermingeschäfte, welche zum Verlust ihrer Guthaben und 
der widerklageweise geltend gemachten Forderung geführt hätten, genehmigt 
bzw. ob die Vollmacht des für sie handelnden Ehemannes C. die 
entsprechenden Geschäfte abgedeckt habe. Heute stehe fest, dass an der 
Besprechung vom 3. April 1997 neben den beiden als Zeugen einvernommenen 
Z. und Y. auch deren Vorgesetzter, D., teilgenommen habe. Dieser könne 

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bestätigen, dass die Unterzeichnung des Kreditvertrages und des Formulars 
„Forward Contracts and Options" anlässlich dieser Besprechung thematisiert 
worden sei. Sodann hätten die Zeugen ausgesagt, sie hätten nie Instruktionen 
erhalten. D. habe jedoch solche Instruktionen bestätigt. Dies belege, dass die 
Zeugen es anlässlich der Einvernahme mit der Wahrheit nicht so genau ge-
nommen hätten. 

2. Mit Verfügung vom 27. Juni 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden daraufhin eine entsprechende Strafuntersuchung. Mit deren 
Durchführung wurde das Untersuchungsrichteramt G. beauftragt. 

3. Im Rahmen des Untersuchungsverfahrens wurden unter anderem 
D. als Zeuge sowie die beiden Angeschuldigten untersuchungsrichterlich 
einvernommen. Sodann wurden Z. und Y. im Konfront mit D. befragt. 

D. Mit von der Staatsanwaltschaft genehmigter Einstellungsverfü-
gung vom 9. März 2004, mitgeteilt am 16. März 2004, stellte der Untersu-
chungsrichter die Strafuntersuchung wegen des Verdachts der falschen Aus-
sage gegenüber Z. und Y. ein. Die Verfahrenskosten wurden auf die 
Staatskasse genommen. Zur Begründung wurde nach Prüfung der einzelnen, 
in der Strafanzeige erhobenen Vorwürfe ausgeführt, den beiden 
Angeschuldigten lasse sich eine falsche Aussage als Zeuge im Sinne von Art. 
307 StGB nicht nachweisen. 

E. 1. Gegen diese Einstellungsverfügung liess X. am 6. April 2004, 
eingegangen am 7. April 2004, Beschwerde bei der Beschwerdekammer des 
Kantonsgerichts Graubünden erheben, wobei folgendes Rechtsbegehren 
gestellt wurde:

In formeller Hinsicht

1. Es sei Herr C. als Zeuge einzuvernehmen. 

In materieller Hinsicht

1. Die angefochtene Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
Graubünden 9. März 2004, mitgeteilt am 16. März 2004, sei voll-
umfänglich aufzuheben und zur neuen Beurteilung an die Staats-
anwaltschaft Graubünden zurückzuweisen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

Zur Begründung machte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
geltend, die Feststellung in der Einstellungsverfügung, die Angeschuldigten Z. 

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und Y. hätten übereinstimmend ausgesagt, dass sie am 3. April 1997 das 
Banklagernd-Dossier ausschliesslich mit den Eheleuten X.-C., jedoch zu keinem 
Zeitpunkt unter der Teilnahme von D. besprochen hätten, sei unzutreffend. Z. 
habe anlässlich der Einvernahme von D. am 6. September 2002 (act. 4/3, S. 4) 
ausgesagt, er habe Letzteren zu einer kurzen Besprechung mit den Kunden am 
3. April 1997 - einem Donnerstag - ins Besprechungszimmer gerufen. Die 
Kunden seien damals unverhofft auf der Bank erschienen. D. sei dann auch 
dazugekommen. Die grosse Besprechung habe am 4. April 1997 stattgefunden, 
wobei D. nicht teilgenommen habe. Erst anlässlich der Einvernahme vom 1. 
November 2002 (act. 4/4, S. 2), also fast 2 Monate später, habe Z. geltend 
gemacht, die Eheleute X.-C. seien am 21. März 1997 gegen 11.00 Uhr auf der 
Bank erschienen. Diese Aussagen stimmten somit in keiner Art und Weise mit 
den früher gemachten Depositionen überein. Hier sei auf den Grundsatz der 
Aussage der ersten Stunde hinzuweisen, welcher bei der Würdigung von Aus-
sagen zur Anwendung komme. Im Weiteren führe der Untersuchungsrichter 
aus, die erste Besprechung, welche am 21. März 1997 stattgefunden habe, sei 
bis über den Schalterschluss hinausgegangen. Aus diesem Grund habe der 
Ehemann der Beschwerdeführerin am Nachmittag nochmals bei der Bank 
vorbeigehen müssen, um Geld zu beziehen. Es sei jedoch schleierhaft, wie der 
Geldbezug am Nachmittag des 21. März 1997 beweisen solle, dass am Morgen 
eine Sitzung stattgefunden habe. Wenn die Eheleute X.-C. am 21. März 1997 
gegen 11.00 Uhr auf der Bank erschienen sein sollen und – wie Z. ausgesagt 
habe - die Besprechung eine Viertelstunde bzw. halbe Stunde gedauert haben 
soll, sei es nicht möglich, dass die Besprechung über den Schalterschluss 
hinausgegangen sei. Aus dem Gesagten ergäben sich berechtigte Zweifel, ob 
die Sitzung am 21. März 1997 überhaupt stattgefunden habe. Falsch sei auch 
die Feststellung des Untersuchungsrichters, es könne nicht zweifelsfrei 
nachgewiesen werden, dass Y. an der Sitzung vom 21. März 1997 
teilgenommen habe. Anlässlich der Einvernahme vom 1. November 2002 (act. 
4/4, S.2) habe Z. ausgesagt, am 21. März 1997, als die Eheleute X.-C. auf der 
Bank erschienen seien, habe er D. ins Besprechungszimmer gerufen. Im 
Weiteren habe er erklärt, an dieser Besprechung habe Y. nicht teilgenommen. 
An diesem Tag habe er - Y. - sich ca. eine Viertelstunde im Büro aufgehalten. 
Selbst Y. habe anlässlich der Konfronteinvernahme mit D. anerkannt, dass er 
sich am 21. März 1997 zumindest kurz mit den Eheleuten X.-C. getroffen habe. 
Daraus gehe einerseits hervor, dass Y. am 21. März 1997, falls die Besprechung 
wirklich stattgefunden habe, die Eheleute X.-C. getroffen habe. Andererseits 

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stehe aber auch fest, dass er sich während der Viertelstunde, als über die 
Devisengeschäfte geredet wurde, im Büro aufgehalten habe. 

Bezüglich den Anordnungen der Beschwerdeführerin an die Angeschul-
digten, keine riskante Geschäfte mehr zu tätigen, führe der Untersuchungs-
richter aus, es würden erhebliche Zweifel bestehen, ob entsprechende Wei-
sungen je ausgesprochen worden seien. Z. - so der Untersuchungsrichter - 
könne sich nicht mehr an die Einzelheiten der Besprechung vom 21. März 1997 
und an allfällige Einwendungen der Beschwerdeführerin erinnern, was auf 
Grund der Tatsache, dass seit dem Ereignis mehr als dreieinhalb Jahr 
vergangen seien, glaubhaft sei. Diesbezüglich sei einzuwenden, dass Z. anläss-
lich der Konfronteinvernahme mit D. (act. 4/6, S. 4) habe bestätigen müssen, 
dass Letzterer Warnungen im Zusammenhang mit riskanten Termingeschäften 
für die Beschwerdeführerin ausgesprochen und gewünscht habe, dass diese 
Devisengeschäfte nicht mehr weitergeführt würden. Selbst Y., welcher ja für die 
Devisengeschäfte für die Beschwerdeführerin zuständig gewesen sei, habe an-
lässlich der Konfronteinvernahme mit D. (act. 4/7, S. 3) anerkennen müssen, 
dass dieser Anordnungen im Zusammenhang mit den Devisengeschäften 
gegeben habe. Y. habe indes erklärt, D. habe ihm nie befohlen, auf die 
Devisengeschäfte zu verzichten bzw. sei nie von einem Abbruch der Kunden-
beziehung gesprochen worden. Aufgrund der Aussagen stehe demnach fest, 
dass es eine Sitzung gegeben habe, an welcher die Eheleute X.-C., die beiden 
Angeschuldigten und der Zeuge D. teilgenommen hätten und anlässlich welcher 
über Einschränkungen bezüglich der Devisentermingeschäfte diskutiert worden 
sei. Im Übrigen hätte beiden Angeschuldigten anlässlich der Einvernahme durch 
den Bezirksgerichtspräsidenten F. im Zivilverfahren auf Grund der Fragestellung 
bewusst gewesen sein müssen, dass nicht das Datum der Besprechung das 
eigentliche Beweisthema gewesen sei, sondern der Inhalt der Besprechungen 
und allfällige Instruktionen. Eine klare Sprache spreche auch die Tatsache, dass 
sie im Rahmen des Zivilprozesses nichts von irgendwelchen Instruktionen im 
Zusammenhang mit den Devisengeschäften hätten wissen wollen, dann aber - 
mit dem Zeugen D. konfrontiert - plötzlich Eingeständnisse gemacht hätten. Im 
Weiteren lasse sich fragen, ob sich die Angeschuldigten nicht dadurch strafbar 
gemacht hätten, dass sie anlässlich der Zeugeneinvernahmen durch den 
Bezirksgerichtspräsident F. nicht von sich aus auf die nun zugestandenen 
Weisungen von D. bezüglich der riskanten Devisengeschäften (siehe Ziff. 5.d.) 
hingewiesen hätten. Aufgrund der ihnen durch den Bezirksgerichtspräsidenten 

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gestellten Fragen hätten die Zeugen nämlich erkennen müssen, dass dies die 
zentrale Frage des Zivilverfahrens gewesen sei. 

2. Die Staatsanwaltschaft Graubünden schloss in ihrer am 23. April 
überbrachten Vernehmlassung die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

3. Y. und Z. beantragten in ihrer Stellungnahme vom 10. Mai 2004 
ebenfalls die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

4. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und in der angefoch-
tenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen. 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

1. Gegen Verfügungen der Untersuchungsrichter, die vom Staatsan-
walt genehmigt wurden, kann gemäss Art. 138 StPO bei der Be-
schwerdekammer des Kantonsgerichtes Beschwerde geführt werden. Zur Be-
schwerdeführung ist dabei berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist, das heisst zu dessen Gegenstand in einem besonders nahen Ver-
hältnis steht, und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung geltend 
macht (Art. 139 Abs. 1 Satz 1 StPO). Diese Voraussetzungen sind vor allem 
beim Geschädigten erfüllt, der sich gegen Ablehnungs- und Einstellungsverfü-
gungen wehren will; er wird denn auch vom Gesetz ausdrücklich zur Be-
schwerde befugt erklärt (Art. 139 Abs. 1 Satz 2 StPO). Gemeint ist der unmit-
telbar Geschädigte, üblicherweise der Träger jenes Rechtsgutes, dessen (an-
gebliche) Verletzung oder Gefährdung Gegenstand einer Strafverfolgung bilden 
soll. Als durch die den Angeschuldigten zum Vorwurf gemachten falschen 
Zeugenaussagen betroffene Person ist X. zur Beschwerdeführung legitimiert. 
Auf ihre rechtzeitig und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten 
(vgl. BK 00 69 i.S. P.M.).

2. Das vorliegende Verfahren steht im Zusammenhang mit einer von 
der Beschwerdeführerin gegen die Bank A. anhängig gemachten zivilrechtlichen 
Forderungsklage. Gegen das erstinstanzliche Urteil hat die Beschwerdeführerin 
Berufung an das Kantonsgericht Graubünden erhoben und gleichzeitig ein 
Gesuch um Revision gestellt. Während das Gesuch um Revision mit Urteil vom 
21. Mai 2002 abgewiesen wurde, wurde das Berufungsverfahren mit Verfügung 

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vom 4. November 2002 bis zum Abschluss des vorliegenden Strafverfahrens 
sistiert. Die Akten des Zivilprozesses wurden vom Untersuchungsrichter in das 
Strafverfahren einbezogen (vgl. die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums 
vom 21. Februar 2003 betr. Aktenausleihe an das Untersuchungsrichteramt G.) 
und sind deshalb auch im Beschwerdeverfahren beizuziehen. 

3. Der Beschwerdeführer beantragt in formeller Hinsicht die Einver-
nahme von C. als Zeuge. Der Entscheid der Beschwerdekammer im Verfahren 
nach Art. 138 StPO ist - von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen - rein 
kassatorischer Natur (PKG 1978 Nr. 50 und 51, 1975 Nr. 61). Die 
Beschwerdekammer ist schliesslich auch keine Untersuchungsbehörde, 
weshalb es auch nicht ihre Aufgabe ist, allfällige im Beschwerdeverfahren be-
antragte Beweisergänzungen selbst vorzunehmen. Sind neue Beweismittel er-
sichtlich, die das Beweisergebnis in entscheidrelevanter Weise zu beeinflussen 
vermöchten, ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur 
weiteren Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Soweit der Be-
schwerdeführer mehr verlangt als die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und die Rückweisung an die Vorinstanz, ist auf die Beschwerde demnach von 
vornherein nicht einzutreten (PKG 1975 Nr. 61).

4. Bevor auf diese Ausführungen der Beschwerdeführerin konkret 
eingegangen wird, rechtfertigen sich einige grundsätzliche Bemerkungen.

a) Die Beschwerdeführerin legt in ihrer Beschwerdebegründung ein-
gehend dar, welche Widersprüche die Angeschuldigten in den verschiedenen 
Aussagen - namentlich jenen des Strafverfahrens - gemacht haben. Diesbe-
züglich gilt jedoch festzuhalten, dass Gegenstand der Prüfung die Frage ist, ob 
ausreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die beiden Angeschuldigten 
anlässlich ihrer Einvernahme als Zeugen im Zivilprozess sich der falschen 
Aussage im Sinne von Art. 307 StGB schuldig gemacht haben. Massgebend für 
den Vorwurf der falschen Aussage ist deshalb nicht der Grad der Überein-
stimmung der Zeugenaussagen zu den späteren Depositionen als Angeschul-
digte, sondern die Frage, ob die beiden Angeschuldigten bei ihren Aussagen 
zur Sache, das heisst in Bezug auf den Gegenstand des Prozesses, als Zeu-
gen wissentlich und willentlich falsch von ihren eigenen Wahrnehmungen be-
richtet haben (Delnon/Rüdy, a.a.O., N. 18 f. zu Art. 307 StGB). Folgerichtig lässt 
sich auch nicht einfach sagen, jede Widersprüchlichkeit zu den später 
abgelegten Aussagen sei schon Anhaltpunkt dafür, dass die Angeschuldigten 

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im Zivilprozess tatsächlich falsch ausgesagt hätten. Vielmehr ist anhand der Be-
weislage zu klären, welche Aufschlüsse sich in Bezug auf das tatsächliche, zum 
Prozessgegenstand erklärte Geschehen und den diesbezüglichen Wahr-
nehmungen der Angeschuldigten ergeben. Alsdann gilt zu prüfen, ob sich die 
Feststellung des Untersuchungsrichters, den Angeschuldigten lasse sich der 
Tatbestand der falschen Zeugenaussage zu diesem Geschehen nicht nach-
weisen, mit triftigen Gründen vertreten lässt. 

b) Ebensowenig kann schon allein daraus, dass die Angeschuldigten 
- wie die Beschwerdeführerin darlegt - in den Einvernahmen des Strafverfahrens 
Angaben gemacht haben, die in ihren Zeugenaussagen fehlen, auf ein 
strafbares Verhalten geschlossen werden. Wohl kann der Tatbestand der 
Falschaussage auch durch bewusst unvollständiges Aussagen erfüllt sein 
(Delnon/Rüdy, a.a.O., N. 21 zu Art. 307 StGB, N. 22 f. zu Art. 306 StGB). Aus-
zugehen ist jedoch auch diesbezüglich vom Prozessgegenstand, der den Zeu-
gen im Zivilprozess vorgehalten wurde und nicht von allfälligen erst im Straf-
verfahren zusätzlich eingebrachten Sachverhaltsmomenten. Dabei gilt zu be-
achten, dass sich der Prozessgegenstand im Zivilprozess für den Zeugen aus 
den ihm unterbreiteten Fragen erschliesst. Er hat auf die ihm konkret unter-
breiteten Fragen zu antworten und braucht nicht Vermutungen darüber anzu-
stellen, was möglicherweise ausserhalb der ihm gestellten Fragen noch Ge-
genstand des Prozesses sein könnte. Der Verdacht der Falschaussage recht-
fertigt sich in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin erwähnten späteren 
Ergänzungen folglich nur, wenn die nachträglich vorgebrachten Weiterungen 
tatsächlich den Prozessgegenstand betreffen und Anhaltspunkte dafür beste-
hen, dass die Angeschuldigten diese vorgängig im Zivilprozess bewusst ver-
schwiegen haben, obwohl sie deren Erheblichkeit für den Prozessgegenstand 
bzw. die richterliche Entscheidfindung erkannt hatten (vgl. dazu auch P. Pfäffli, 
Das falsche Zeugnis, 1962, S. 59). Wie sich nun aus den Zeugenfragethemata 
aber auch den Ausführungen der Bank A. und der Beschwerdeführerin in ihren 
Rechtsschriften ergibt, wurde eine Sitzung zum Prozessgegenstand erklärt, 
nämlich jene vom 3. April 1997, die von beiden Parteien als länger dauernd 
umschrieben wurde, und an welcher die bis dahin getätigten Devisengeschäfte 
besprochen wurden. Zu dieser Sitzung machten die beiden Zeugen denn auch 
ihre Aussage, wobei sie in Bestätigung der Ausführungen der Parteien erklär-
ten, an dieser mehrstündigen Unterredung hätten sie mit dem Ehepaar X.-C. die 
bisher getätigten Devisengeschäfte besprochen. Nicht zum Prozessgegenstand 
erklärt wurden hingegen allfällige andere Sitzungen. Davon ist weder in den 

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Rechtsschriften noch in den Zeugenfragethemata die Rede. Ebensowenig 
wurden die Zeugen danach gefragt, ob D. jemals an einer gemeinsamen Sitzung 
teilgenommen hat. Ihre Aussagen enthalten denn auch überhaupt keine 
Angaben zu D. und die Behauptung der Beschwerdeführerin in der 
Beschwerdeschrift, die Angeklagten hätten als Zeugen im Zivilprozess 
ausgesagt, das Banklagernd-Dossier sei zu keinem Zeitpunkt unter Teilnahme 
von D. besprochen worden, ist insofern falsch. In Bezug auf solche zusätzliche 
Besprechungen liesse sich nur dann auf den Verdacht von Falschaussagen 
schliessen, wenn Anhaltspunkte dafür bestünden, dass die Angeschuldigten 
diese bzw. deren Inhalt bewusst verschwiegen, obwohl sie deren Erheblichkeit 
für den Prozessgegenstand auch ohne, dass sie konkret auf die Sitzungen 
angesprochen wurden, zu erkennen vermochten.

c) Schliesslich gilt festzustellen, dass nicht sämtliche, den beiden An-
geschuldigten in der Strafanzeige zur Last gelegten Falschaussagen auch noch 
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden. In der Einstellungsverfügung 
wurde dargelegt, dass sich der Vorwurf, Z. habe in Bezug auf angeblich an die 
Anzeigeerstatterin nach London versandten Dokumente und den Inhalt der mit 
ihr geführten Telefonate nicht die Wahrheit gesagt, nicht belegen lasse. In 
Bezug auf diese angeblichen Falschaussagen wurde die Einstellungsverfügung 
nicht substanziert angefochten, sodass darauf nicht weiter einzugehen ist. 

5. Die Beschwerdeführerin wirft dem Untersuchungsrichter zunächst 
vor, seine Feststellung, Z. und Y. lasse sich in Bezug auf die Anwesenheit von 
D. an der Sitzung vom 3. April 1997 keine Falschaussage nachweisen, sei nicht 
haltbar. Zur Hauptsache beruft sie sich dabei auf die Aussagen von D., der seine 
Teilnahme bestätigt haben soll. 

a) Tatsache ist, dass die Parteien in den Eingaben des am 17. August 
1999 anhängig gemachten Zivilprozesses grundsätzlich übereinstimmende 
Angaben zu den bei der Sitzung anwesenden Personen machten und dabei von 
D. nicht die Rede war. Auch in Bezug auf das Datum der Besprechung liegen 
letztlich übereinstimmende Angaben vor. Wohl stellte sich die Beschwer-
deführerin in der Prozesseingabe noch auf den Standpunkt, die fragliche Sit-
zung habe am 1. April 1997 stattgefunden. In ihrer Widerklageantwort schloss 
sie sich dann jedoch den Ausführungen der Bank A. an, die als Datum der Sit-
zung den 3. April 1997 nannte. Im Übrigen wird die Richtigkeit des Sitzungs-
datums bereits durch den Kotrollkarton für die Banklagernd-Korrespondenz (vgl. 

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act. 4.11) ausgewiesen. Demgemäss hat an diesem Tag C., der Ehemann der 
Beschwerdeführerin, die anlässlich der Sitzung erfolgte Einsichtnahme durch 
Unterschrift bescheinigt. Dass nun D. - wie die Beschwerdeführerin behauptet - 
seine Teilnahme an der Besprechung vom 3. April 1997 ausdrücklich bestätigt 
hat, trifft nicht zu. In seiner ersten Einvernahme als Zeuge im Strafverfahren 
(act. 4.3.) erklärte D., die fragliche Sitzung habe, soweit er sich erinnern könne, 
"an Ostern 1997, das heisst Ende Wintersaison“ stattgefunden. Ob später noch 
eine Sitzung stattgefunden habe, wisse er nicht. Er sei damals zwischen 30 
Minuten und einer Stunde mit dem Ehepaar X.-C. und den Herren Z. und Y. 
zusammengesessen. Anlässlich seiner Konfronteinvernahme mit Y. vom 30. 
Januar 2003 (act. 4.7.) erklärte D., die Sitzung habe "anfangs April 1997, seiner 
Ansicht nach am 1. April 1997“ stattgefunden. Bei der gleichentags erfolgten 
Konfronteinvernahme mit Z. (act. 4.6.) gab D. an, er könne sich bezüglich des 
Datums der Sitzung nicht festlegen. Er habe an einer Besprechung mit dem 
Ehepaar X.-C. teilgenommen und an dieser Sitzung seien während rund einer 
halben Stunde genau die erwähnten Punkte erörtert worden. Was an einer 
allfälligen weiteren Sitzung besprochen worden sei, an der er nicht 
teilgenommen habe, entziehe sich seiner Kenntnis. Wie aus diesen Äusserun-
gen folgt, vermochte sich D. in Bezug auf das Datum nicht klar festzulegen. Dies 
vermag angesichts des Zeitablaufs auch nicht weiter zu erstaunen. Wenn aber 
D. in keiner seiner Einvernahmen überhaupt je den 3. April 1997 als Tag der 
gemeinsamen Sitzung nannte, obwohl an diesem Tag erwiesenermassen eine 
solche stattfand und der Zeuge bei den Einvernahmen wiederholt mit diesem 
Datum konfrontiert wurde, lässt sich schwerlich behaupten, der Zeuge habe 
bereits mit einer klaren, aussagekräftigen Aussage zum Sitzungsdatum die 
Behauptung der Angeschuldigten, D. habe an der besagten Besprechung nicht 
teilgenommen, widerlegt. 

b) Dass es sehr wohl zu einer Unterredung mit D. gekommen ist, 
diese aber mit grosser Wahrscheinlichkeit effektiv - wie es die Angeschuldigten 
geltend machen - zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden haben muss und 
insofern von zwei Sitzungen auszugehen ist, wird denn auch durch 
verschiedene weitere Indizien belegt. Einer der aussagekräftigsten An-
haltspunkte ergibt sich dabei wiederum aus den Angaben, die D. gemacht hat. 
Dieser erklärte anlässlich seiner Einvernahme vom 30. Januar 2003 (act. 4.7.), 
er vermöge sich noch genau daran zu erinnern, dass X. anlässlich der Sitzung, 
an welcher er teilgenommen habe, den roten Karton des Banklagernd-Dossiers 
nicht unterschrieben habe. Dies sei zu einem späteren Zeitpunkt geschehen. 

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Wie bereits dargelegt wurde, ist der Karton - und dies letztmalig - am 3. April 
1997 nach Einsichtnahme in das Dossier unterzeichnet worden, woraus 
unweigerlich folgt, dass die Unterredung mit D. zu einem früheren Zeitpunkt 
stattgefunden haben muss. Nicht seitens des Ehepaars X.-C., wohl aber von Z. 
wurde der Karton am 21. März 1997, mithin dem Tag, an welchem es nach 
Aussagen der Zeugen zu einem Treffen in Anwesenheit von D. gekommen ist, 
unterzeichnet. Die Vermutung, dass das Dossier an diesem Tag her-
vorgenommen wurde, weil das Ehepaar in der Bank erschienen war und es 
folglich an diesem Tag auch zur besagten Unterredung in Anwesenheit von D. 
gekommen ist, erscheint insofern nahe liegend. Dies umso mehr, als durch 
einen Bankbeleg (vgl. act. 4.11.01) ausgewiesen ist, dass sich das Ehepaar an 
diesem Tag tatsächlich in der Bank in B. aufgehalten haben muss. Sodann gilt 
darauf hinzuweisen, dass es für die Tatsache, dass D. nicht den 21. März 1997, 
sondern den 1. April 1997 als wahrscheinlichen Besprechungstag nannte, 
durchaus eine Erklärung gibt. D. musste nämlich bankintern in einer 
chronologischen Schilderung seine Sicht zur Kundenbeziehung X.-C. 
wiedergeben. Diese Stellungnahme erfolgte ganz offensichtlich auf Grundlage 
eines von Z. erstellten Berichts (act. 1.10.). Letzterer nannte in seinem Protokoll 
den 1. April 1997 als Tag der Sitzung, an welchem alle Geschäfte besprochen 
wurden. D. hielt in seiner Schilderung dazu wörtlich folgendes fest: „1.4.97: Der 
Kunde kommt in der Bank vorbei und die ganze Position wird mit Z. und Y. be-
sprochen und abgecheckt. Der Kunde unterschreibt Z. den roten Kontrollkarton 
vom Banklagernd-Dossier. (Unterschrift der Kontoinhaberin). Da ich bereits 
vorher die Beziehung zum Kunden auflösen wollte, erklärte ich ihm in einem 
Gespräch, in Anwesenheit seiner Frau (Kontoinhaberin), dass die Bank A. die 
Bedingungen für eine Geschäftsbeziehung bestimmen würde und wenn er nicht 
einverstanden sei, müsse er die Beziehung mit uns auflösen." Wenn die 
Besprechung aber nachweislich am 3. April 1997 stattgefunden hat und der 
Kontrollkarton - wie D. versichert - anlässlich des Gesprächs, an dem er 
teilgenommen hat, nicht unterzeichnet wurde, folgt daraus, dass D. in seiner 
Notiz von zwei verschiedenen Besprechungen berichtet. Auffallend ist denn 
auch, dass D. für seine chronologische Schilderung grundsätzlich das Präsens 
verwendet, wohingegen er bei seinen Darlegungen zu dem von ihm mit dem 
Ehepaar X.-C. geführten Gespräch im Imperfekt berichtet und davon spricht, er 
habe die Beziehung bereits vorher auflösen wollen, doch sei die 
Kundenbeziehung infolge starker Opposition von Y. bestehen geblieben. 

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c) Als Indiz dafür, dass es zu zwei Sitzungen gekommen ist, dürfen 
auch die in diesem Zusammenhang gemachten Ausführungen der Beschwer-
deführerin angesehen werden. Diese müsste doch an sich sehr wohl wissen, ob 
in den Tagen vor dem 3. April 1997 eine weitere Sitzung stattgefunden hat oder 
nicht. Entweder erweisen sich die diesbezüglichen Aussagen der Ange-
schuldigten aus ihrer Sicht als richtig oder aber eben als falsch. Wenn in der 
Beschwerde jedoch lediglich geltend gemacht wird, aufgrund der Widersprüche 
in den Aussagen der Angeschuldigten würden "berechtigte Zweifel bestehen, 
dass die Sitzung am 21. März 1997 überhaupt stattgefunden hat" (S.10), und 
falls sie stattgefunden habe, müsse auch Y. das Ehepaar X.-C. getroffen haben 
(S. 11), kommt darin doch eine auffallende Zurückhaltung in der Argumentation 
zum Ausdruck. Denn letztlich räumt die Angeschuldigte damit ein, dass es sich 
so verhalten haben könnte, wie es die Angeschuldigten behaupten. Geht man 
sodann von den Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Strafanzeige aus, 
kam D. anlässlich der Besprechung vom 3. April 1997 eine sehr zentrale 
Bedeutung zu. Damit schlicht nicht vereinbar erscheint, dass vorgängig in den 
Eingaben des Zivilprozesses die Anwesenheit einer dermassen wichtigen 
Drittperson nicht einmal erwähnt wurde. Dass die Beschwerdeführerin - wie 
diese geltend macht - sich nicht mehr an dessen Namen zu erinnern vermochte, 
hätte sie jedenfalls nicht daran gehindert zu behaupten, es sei eine weitere, 
nicht näher bekannte Person anwesend gewesen, die ihre Weisung auch 
mitbekommen habe und von den beiden anderen Bankangestellten die 
Einstellung der Devisengeschäfte verlangt habe. 

d) Schliesslich erscheinen auch die Widersprüche, auf die sich die 
Beschwerdeführerin beruft und die ihrer Auffassung nach durch den Untersu-
chungsrichter nicht ausreichend gewichtet wurden, wenig aussagekräftig. So 
trifft es wohl zu, dass Z. am 6. September 2002 erklärte, es habe zwei Sitzungen 
gegeben, eine mit D. und eine ohne ihn, und dabei als Datum den 3. und 4. April 
1997 nannte. Erst anlässlich der zweiten Einvernahme vom 30. Januar 2003 
stellte er sich auf den Standpunkt, die Sitzung mit D. habe am 21. März 1997 
stattgefunden. Desgleichen machte er in den späteren Einvernahmen auch 
widersprüchliche Angaben zur Dauer der Sitzung. Tatsache ist jedoch, dass Z. 
von Anfang an erklärte, es habe zwei Besprechungen gegeben, wobei die erste 
Besprechung, zu welcher D. dazugekommen sei, kurz gewesen und das 
Ehepaar damals unverhofft auf der Bank erschienen sei. An dieser Version hielt 
er fest. Dass sich der Angeschuldigte in Bezug auf die Daten und die Dauer der 
Sitzung korrigieren musste, erscheint in diesem Zusammenhang von 

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untergeordneter Bedeutung. Immerhin ging es um einen Sachverhalt, der mehr 
als vier Jahre zurücklag und es kann nachgerade bei Personen, die von Berufs 
wegen an einer Vielzahl von Besprechungen teilnehmen müssen, schlicht nicht 
erwartet werden, dass sie sich nach dermassen langer Zeit sofort und zutreffend 
an die genauen Termine und Dauer von Sitzungen zu erinnern vermögen. Es 
verhält sich diesbezüglich nicht anders als etwa beim Zeugen D., aus dessen 
Aussagen sich klar ergibt, dass er sich in Bezug auf das Datum nicht sicher ist, 
oder aber auch bei der Beschwerdeführerin selbst, die sich in ihrer Prozess-
eingabe auf den Standpunkt stellte, die mehrstündige Sitzung habe am 1. April 
1997 stattgefunden, was nachweislich und eingestandenermassen nicht der Fall 
war. Datierungen eines Vorgangs aber auch Schätzungen, wie sie vorliegend 
die Angaben zur Sitzungsdauer darstellen, erweisen sich bei der Aussa-
geprüfung oft als unzuverlässig und schwankend. Mehr Gewicht ist bei solchen 
Angaben auf Nebenumstände zu legen, mit welchem einvernommene Personen 
Ereignisse vielfach verknüpfen (vgl. zum Ganzen Friedrich Arntzen, Psychologie 
der Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, 1993, 
S. 60). Solche Verknüpfungen hat der Angeschuldigte Z. denn auch gemacht, 
indem er erklärte, die Besprechung, an welcher D. teilgenommen habe, sei 
anlässlich eines unverhofften Besuchs der Eheleute zustande gekommen und 
diese Sitzung sei im Gegensatz zur zweiten von kurzer Dauer gewesen. Aus 
den nämlichen Überlegungen ist den Widersprüchen auch unter dem von der 
Beschwerdeführerin erwähnten Aspekt der "Aussage der ersten Stunde" keine 
besondere Bedeutung beizumessen. Klarzustellen gilt in dieser Hinsicht, dass 
Z. am 6. September 2002 gar nicht befragt wurde, sondern lediglich an der 
Einvernahme von D. teilnahm. Seine Äusserungen dürften demnach spontan, 
als Einwand zur Aussage D., erfolgt sein, ohne dass er eigentliche Gelegenheit 
erhielt, sich umfassend zur Sache zu äussern. Insbesondere aber sprechen 
spätere Abweichungen - wie auch die beiden in der Beschwerde im 
Zusammenhang mit dem Wert der Aussage "der ersten Stunde" angeführten 
Autoren ausführen - nicht in jedem Fall gegen die Richtigkeit der ersten Depo-
sition. Bei mehreren Aussagen derselben Person sind Abweichungen nicht 
ungewöhnlich und insofern kann bei allfälligen Widersprüchen auch nicht ein-
fach von der Richtigkeit der ersten Aussage ausgegangen werden. Entschei-
dend sind der Bereich und das Mass, in welchem Widersprüche auftreten. 
Gleich bleiben sollte in der Aussage alles aus dem Geschehensablauf, was für 
die Person von einprägsamer Bedeutung war. Dies war bei Z. - wie dargelegt 
wurde - mit den von ihm gemachten Verknüpfungen der Fall.

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e) Schliesslich lässt sich Z. auch nicht einfach unterstellen, er müsse 
als Zeuge gelogen haben, weil - so die Beschwerdeführerin - es bei den von ihm 
gemachten Zeitangaben gar nicht möglich gewesen sei, dass sich die Sitzung 
über den Schalterschluss hinaus gezogen habe. Z. behauptete nie, der 
Schalterschluss habe die Geldauszahlung verunmöglicht. Diesen Schluss zog 
lediglich der Untersuchungsrichter aus der Aussage des Angeschuldigten. 
Hinzu kommt, dass schlicht kein Grund ersichtlich ist, weshalb Z. in Bezug auf 
die Dauer der Sitzung bewusst falsch ausgesagt haben sollte. Entscheidend ist 
die Frage, ob es tatsächlich eine frühere Unterredung mit D. gegeben hat - dies 
hat er bestätigt - und was anlässlich dieser Sitzung besprochen wurde. Die 
Frage der genauen Dauer der Sitzung ist diesbezüglich eher nebensächlich. Im 
Übrigen gilt darauf hinzuweisen, dass Z.s und D.s Zeitangaben keineswegs 
derart krass von einander abweichen. Gemäss D. hat die Sitzung 30 Minuten 
bis eine Stunde gedauert. Die von ihm genannte Minimalzeit entspricht 
demnach der von Z. genannten maximalen Dauer. 

f) Nicht von wesentlicher Bedeutung sind auch die Widersprüche, 
welche die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Beteiligung von Y. 
an der Besprechung aufzeigt. Y. hat nie ausgesagt, er habe die Eheleute X.-C. 
am 21. März 1997 nicht getroffen. Er hat lediglich geltend gemacht, er sei dem 
Ehepaar bei dieser Gelegenheit nur vorgestellt worden, habe an der Bespre-
chung zwischen Z., D. und dem Ehepaar X.-C. aber nicht teilgenommen. Er 
wisse lediglich, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen D. und dem 
Ehepaar X.-C. gekommen sei. Am Nachmittag desselben Tages sei C. ziemlich 
aufgewühlt erschienen und habe erklärt, er habe ein unerfreuliches Erlebnis mit 
D. gehabt. Er habe C. dann anstelle von Z., der besetzt gewesen sei, das Geld 
ausgehändigt. Diese Aussage deckt sich mit jener von Z.. Ein Widerspruch 
besteht nur mit jener von D., der erklärte, auch Y. habe an der Sitzung 
teilgenommen. Ob das eine oder andere zutrifft, lässt sich letztlich nicht sagen. 
In jedem Fall lässt sich nicht zur Gewissheit gelangen, es müsse sich so 
verhalten, wie D. ausgesagt hat. Denn genau so, wie D. keinen Grund hatte, 
hier bewusst falsch auszusagen, ist auch nicht ersichtlich, weshalb Z. in diesem 
Punkt - und dies erst noch in einer eigenständigen, plausiblen Darstellung des 
Geschehensablaufs - gelogen haben sollte. Im Gegenteil. Z. hätte allen Grund 
gehabt, die Teilnahme Y.s zu bejahen, wenn dies tatsächlich der Fall gewesen 
wäre, denn damit hätte er für seine weiteren, in diesem Zusammenhang 
stehenden Behauptungen auf eine Bestätigung zählen können. 

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g) Aus den vorstehenden Ausführungen folgt zusammenfassend, 
dass sich die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Angeschuldigten hätten 
wahrheitswidrig die Teilnahme von D. an der von ihnen als Zeugen bestätigten 
Sitzung vom 3. April 1997 verschwiegen, nicht belegen lässt. Vielmehr sprechen 
die deutlich gewichtigeren Indizien für die Version der Angeschuldigten, mithin 
dafür, dass D. an der Besprechung vom 3. April 1997 nicht teilnahm und die von 
ihm erwähnte Unterredung zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden haben 
muss. Die Feststellung des Untersuchungsrichters, den Angeschuldigten lasse 
sich diesbezüglich keine Falschaussage nachweisen, lässt sich demnach 
durchaus mit triftigen Gründen vertreten. 

6. Unabhängig vom Datum stellt sich allerdings die Frage, ob die An-
geschuldigten als Zeugen im Zivilprozess von der Sitzung mit D. hätten 
berichten müssen. Davon ist – wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt - 
dann auszugehen, wenn sie anlässlich dieser Sitzung tatsächlich zu verstehen 
gab, dass sie keine weiteren risikoreichen Geldanlagen wünsche. Denn 
diesbezüglich wurden die Angeschuldigten mit der Frage, ob ihnen X. jemals 
irgendwelche Instruktionen bezüglich ihres Vermögens erteilt habe, umfassend 
zur Aussage als Zeugen angehalten. Nicht zu folgen ist der Beschwerdeführerin 
hingegen insofern, als sie geltend macht, die Angeschuldigten seien auch 
gehalten gewesen, als Zeugen Auskunft über die ihrer Behauptung nach von D. 
erhaltenen bankinternen Weisungen zu berichten. Die Angeschuldigten wurden 
als Zeugen nie auf irgendwelche Weisungen ihres Vorgesetzten befragt, noch 
wurden solche Weisungen an Z. und Y. in den Rechtsschriften überhaupt er-
wähnt und dadurch zum Prozessgegenstand erklärt. Ebensowenig wurden sie 
angehalten, sich wenigstens allgemein zur bankinternen Auffassung zu diesen 
Geschäften zu äussern. 

a) In Bezug auf die von ihr angeblich erteilten Instruktionen beruft 
sich die Beschwerdeführerin wiederum auf die Aussagen von D.. Dieser erklärte 
als Zeuge, X. habe anlässlich der fraglichen Sitzung klar (Einvernahme vom 6. 
September 2002, act. 4.3.), bzw. klar mit den Worten "I don't want to have such 
highly risky business anymore" (Einvernahmen vom 30. Januar 2003, act. 4.6. 
und 4.7.) erklärt, dass sie in Zukunft keine solchen riskanten Geschäfte mehr 
wünsche. Diesen Aussagen stehen jene der Angeschuldigten gegenüber, die 
eine solche Äusserung von X. entschieden in Abrede stellen. Bei der Würdigung 
der Aussagen gilt sicherlich zu berücksichtigen, dass bei D. im Gegensatz zu 
den Angeschuldigten kein besonderes Interesse am Ausgang des Verfahrens 

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ersichtlich ist, was grundsätzlich eher für die Richtigkeit seiner Aussagen 
spricht. Einschränkend gilt diesbezüglich allerdings darauf hinzuweisen, dass D. 
in seiner chronologischen Schilderung vom 26. Februar 1998 (act. 4.11.04) die 
Hauptschuld am eingetretenen Bankverlust Y. zuwies, dabei auf dessen "etwas 
arrogante Art" und seine fehlende Reue hinwies, von einem 
Abhängigkeitsverhältnis von Y. zum Kunden sprach, und festhielt, es stelle sich 
die Frage, ob ein solcher Mann für die Bank überhaupt noch weiter tragbar sei. 
Insofern kann fraglos nicht von einem völlig unbelasteten Verhältnis 
ausgegangen werden. Wie es sich damit genau verhält, kann offen gelassen 
werden. Unterzieht man nämlich die Aussagen von D. einer genaueren 
inhaltlichen Würdigung und überprüft sie mit dem übrigen Beweisergebnis, lässt 
sich schlicht nicht zur Überzeugung gelangen, es müsse sich tatsächlich so 
verhalten haben, wie dieser behauptet. 

b) Gemäss eigener Bekundung hat D. immer wieder die Einhaltung 
der bankinternen Richtlinien verlangt und die fragliche Sitzung gewollt, um die 
Kundenbeziehung zu beenden, da er befürchtete, dass die Kundenbeziehung 
in einem Fiasko enden würde, wenn die entsprechenden Geschäfte 
weitergeführt würden. Wenn nun X. anlässlich einer gemeinsamen Unterredung 
tatsächlich erklärt haben sollte, sie wolle zukünftig keine solchen riskanten 
Geschäfte, musste dies D. eigentlich entgegengekommen sein. Er will denn 
auch mehrfach versucht haben, diese Instruktion durchzusetzen. Diesen 
Feststellungen steht jedoch schon sein eigener, im Jahre 1998 und damit 
zeitlich näher am Vorgefallenen erstellte chronologische Bericht entgegen (vgl. 
act. 4.11.04). Demgemäss hat D. bei den Devisengeschäften wohl die 
Einhaltung der bankinternen Richtlinien verlangte. Von einem Verbot der 
Geschäfte unter Hinweis auf die Instruktion von X. ist darin aber nicht die Rede. 
Ebensowenig lässt sich aus dem Bericht entnehmen, dass D. von Z. und Y. aus 
anderen Gründen, namentlich aus bankinternen Überlegungen, überhaupt 
jemals die vollumfängliche Einstellung der Geschäfte verlangt hat. Bis Juli 1997 
und damit über die Besprechung mit dem Ehepaar X.-C. hinaus verlangte er 
lediglich die Einhaltung der bankinternen Richtlinien, das heisst die 
Unterzeichnung der üblichen Verträge durch den Kunden. Erst unter dem 8. Juli 
1997 hielt D. fest, er habe das weitere Abschliessen von 
Devisentermingeschäften verboten, da der Kunde das Formular "Bedingungen 
für Devisentermingeschäfte" nicht unterzeichnet habe. Ausreden, wie das 
Formular könne nicht aus Israel geschickt werden, würden ihn nicht 
beeindrucken. Es werde nun nur noch devisenmässig auf Kassabasis 

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gearbeitet. Die Devisengeschäfte wurden demnach von D. auch zu diesem 
Zeitpunkt nicht verboten, sondern lediglich auf die Kassabasis beschränkt und 
als Grund dafür verwies er nicht etwa auf eine Instruktion seitens von X., 
sondern die mit Ausreden des Kunden einhergehende Nichtunterzeichnung der 
Verträge. D. hielt in seinem Bericht sodann fest, er könne nicht beurteilen, ob Y. 
wirklich eine Kompetenzüberschreitung begangen habe oder der $/Yen-Kurs 
sich so fatal entwickelt habe. Damit brachte D. klar zum Ausdruck, dass Y. 
keineswegs verboten wurde, Geschäfte der erwähnten Art überhaupt zu tätigen, 
sondern es diesbezüglich höchstens zur Überschreitung einer - allerdings nur 
bankintern relevanten - Richtlinie zur Begrenzung des Risikos gekommen sein 
könnte. Nichts anderes ergibt sich in dieser Hinsicht auch aus den in der 
fraglichen Zeit erstellten Protokollen der Angeschuldigten, die denn auch ihre 
Aussagen und nicht jene von D. belegen. 

c) Schlicht unvereinbar mit der Behauptung, X. habe die weitere 
Ausführung von risikoreichen Geschäften untersagt, und er habe seine 
Mitarbeiter zur Einhaltung dieser Weisung angehalten, ist auch, dass D. noch 
am 9. Juli 1997 einen Antrag von Y. um Einräumung von Sonderkonditionen für 
Devisen unterstützte (vgl. act. 4.8.2.). Seine Behauptung, er habe zu jenem 
Zeitpunkt bis zu einem gewissen Punkt resigniert, da er gemerkt habe, dass ihm 
die Unterstützung von oben fehle, ist nicht nachvollziehbar. Wenn von X. 
tatsächlich risikoreiche Geschäfte untersagt worden wären, hätte D. - um sich 
bankintern durchzusetzen - nur auf diese Instruktion hinweisen müssen. Ganz 
offensichtlich ging es D. aber auch nach der Aussprache mit dem Ehepaar X.-
C. bestenfalls um die Einhaltung der Richtlinien zur Minderung des Risikos für 
die Bank. Darüber hinaus trifft auch seine Behauptung, die Sonderkonditionen 
hätten nur den Cash-Bereich, nicht aber die Termingeschäfte abgedeckt, offen-
kundig nicht zu. Von einer solchen Einschränkung ist auf dem Antrag nicht die 
Rede. Vielmehr wurde der Antrag nachgerade mit den durch solche Geschäfte 
in der Vergangenheit erzielten Umsätzen und dem Willen, die Ge-
schäftsbeziehung aufrecht erhalten zu können, begründet. Desgleichen gab D., 
nachdem er in der letzten Einvernahme den von ihm unterzeichneten Antrag auf 
Gewährung von Sonderkonditionen vorgelegt erhielt, auch nicht mehr an, er 
habe Y. verboten, Devisengeschäfte zu tätigen. Vielmehr erklärte er nur noch, 
er habe Y. immer wieder aufgefordert, mit den riskanten Devisengeschäften 
aufzuhören, doch sei es Letzterem immer wieder gelungen, seine Bedenken 
mindestens zeitweise zu zerstreuen (vgl. Einvernahme vom 30. Januar 2003, 
act. 4.7. S. 6). Und nicht zuletzt gilt darauf hinzuweisen, dass X. auch nach der 

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Besprechung mit D. schon allein aufgrund der häufigen Telefonate, welche die 
Bank A. mit ihrem im gleichen Haushalt lebenden Ehemann im Zusammenhang 
mit den Devisengeschäften führte und die sie teilweise selbst entgegennahm, 
um die fraglichen Geschäfte wissen musste. Unternahm sie dagegen nichts, 
spricht dies klar gegen ihre angebliche Weisung, keine risikoreichen Geschäfte 
mehr zu tätigen. Bestätigt werden vielmehr die Aussagen der Angeschuldigten, 
die immer erklärten, X. habe sie nie angewiesen, keine riskanten Geschäfte zu 
tätigen und auch D. habe solche Geschäfte nicht verboten. Die Feststellung des 
Untersuchungsrichters, eine Falschaussage lasse sich den Angeschuldigten 
auch in diesem Zusammenhang nicht nachweisen, beruht demnach 
offensichtlich auf triftigen Überlegungen. 

7. An diesem Ergebnis vermöchte auch die von der 
Beschwerdeführerin beantragte zusätzliche Einvernahme von C. als Zeuge 
nichts zu ändern. C. ist der Ehemann der Beschwerdeführerin und war - was 
diese nicht bestreitet - letztlich jene Person, welche die Bank bzw. die Ange-
schuldigten jeweils anwies, die fraglichen Devisengeschäfte zu tätigen. Dass 
diese Umstände eher für eine zurückhaltende Würdigung seiner Aussage 
sprechen und seinen Behauptungen unter diesem Aspekt kaum ein besonderes 
Gewicht beizumessen wäre, braucht keiner weitergehenden Erörterung. 
Insbesondere aber bestehen, wie dargelegt wurde, zahlreiche, von ihrem 
Beweiswert stärker zu gewichtende Indizien, die klar gegen die von der 
Beschwerdeführerin vertretene Version sprechen. Eine Beweislage, welche 
eine Anklage wegen des Verdachts der falschen Aussagen als Zeugen 
rechtfertigen würde, liegt nicht vor, weshalb der Untersuchungsrichter das 
Verfahren denn auch ohne die Einvernahme von C. als Zeuge zu Recht 
einstellen durfte. Die Beschwerde erweist sich demnach zusammenfassend als 
unbegründet und ist abzuweisen. 

8. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Verfahrens zu Lasten 
der Beschwerdeführerin (Art. 160 StPO). 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin.

3. Mitteilung an:

__________

Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar