# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d369d77e-9412-58b4-968f-94a4bda5ddd8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.10.2023 S 2022 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2022-46_2023-10-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 22 46

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Righetti und Zanolari Hasse

Aktuar Ott

URTEIL

vom 3. Oktober 2023

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Andrea Cantieni,

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Rechtsabteilung,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1966, wohnhaft in B._____, ist seit 1996 

Gesellschafter und Geschäftsführer der C._____ mit Sitz zunächst in 

D._____ und seit 2010 in E._____. Er ist dort als Automechaniker tätig und 

über diese Tätigkeit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. 

2. Am 7. Mai 2009 rutschte er auf einer Treppe aus und brach sich den 

Oberarm. Die Diagnose lautete auf subkapitale Humerusschaftfraktur 

rechts mehrfragmentär mit Humerusschafteinstrahlung und wurde, nach 

einer Hospitalisation vom 8. Mai bis 10. Mai 2009 im Spital F._____, 

konservativ behandelt. Ab dem 8. Mai 2009 wurde eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Suva erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen. Mit der Nachkontrolle vom 19. November 2009 

schloss Dr. med. G._____ vom Spital F._____ die Behandlung ab. Am 

18. Dezember 2009 konnte A._____ seine Arbeit wieder zu 100 % 

aufnehmen.

3. Am 19. Juli 2015 erlitt A._____ einen weiteren Unfall, als er mit dem 

Motorrad stürzte. Die Erstbehandlung erfolgte beim Hausarzt Dr. med. 

H._____, welcher eine Distorsion des rechten OSG diagnostizierte sowie 

den Verdacht auf eine Fraktur des Calcaneus rechts äusserte. Ab dem 

20. Juli 2015 wurde A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ab dem 

7. Oktober 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %, ab dem 9. November 

2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und ab dem 23. März 2016 eine, 

im Verlauf schwankende, Arbeitsunfähigkeit von 80 % bis 100 % attestiert. 

Ab 24. Februar 2020 wurde ihm schliesslich wieder eine Arbeitsunfähigkeit 

von 80 % attestiert. Die Suva richtete wiederum die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen aus. Nach einer CT-Untersuchung des rechten 

Rückfusses vom 24. August 2015 hatte dipl. med. I._____ vom Spital 

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F._____ eine mehrfragmentäre Calcaneusfraktur rechts diagnostiziert, die 

konservativ behandelt wurde. Es entwickelte sich eine ausgeprägte 

fleckenförmige Inaktivitätsosteopenie, welche im Verlauf regredient war. 

Bei diagnostizierter posttraumatischer Subtalararthrose nach 

Calcaneusfraktur mit luxierten Peronealsehnen rechts resp. 

diagnostizierter posttraumatischer Arthrose bei fehlverheilter 

Calcaneusfraktur rechts führte PD Dr. med. J._____, Spital K._____, mit 

Operation vom 13. Dezember 2016 eine domförmige 

Calcaneusosteotomie, eine Subtalararthrodese sowie eine Rekonstruktion 

der peronealen Furche und der Peronealsehne rechts durch.

4. Ab 2017 berichtete A._____ über eine mit dem Unfall vom 7. Mai 2009 

zusammenhängende Beschwerdezunahme an der rechten Schulter. Die 

MRI-Aufnahme der Schulter weckte gemäss Bericht von Dr. med. L._____ 

vom 30. Juni 2017 den dringenden Verdacht auf eine Osteonekrose des 

Humeruskopfes. Dr. med. M._____ vom Spital F._____ stellte am 

11./12. Juli 2017 ein subacromiales Impingement an der rechten Schulter 

sowie eine partielle ausgeprägte Osteonekrose mit Gelenksbeteiligung am 

Humeruskopf fest. Damit erging eine Rückfallmeldung am 18. Juli 2017 

zum Unfallereignis vom 7. Mai 2009 und die Suva anerkannte wiederum 

ihre Leistungspflicht. Am 29. August 2017 erfolgte eine Infiltration 

subacromial unter Durchleuchtungskontrolle der rechten Schulter durch 

Dr. med. M._____. Die Röntgenuntersuchung der rechten Schulter im 

Spital N._____ durch Dr. med. O._____ vom 30. Oktober 2017 zeigte in 

Zusammenschau mit dem MRI vom 30. Juni 2017 ein zu einer 

Humeruskopfnekrose mit Einbruch der Gelenkflächen passendes Bild. 

Dr. med. P._____ vom Spital N._____ stellte im Bericht vom 31. Oktober 

2017 die Diagnose einer posttraumatischen Humeruskopfnekrose 

Schulter rechts bei St.n. konservativ therapierter subkapitaler 

Humerusfraktur 2009. Im Operationsbericht von Dr. med. P._____ vom 

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13. Dezember 2017 berichtete dieser über die Implantation einer 

Schultertotalprothese, eine transossäre Subscapularis-Refixation und 

lange Bizepstenodese. Der Austrittsbericht des Spitals N._____ der 

Dres. med. Q._____, P._____ und R._____ vom 16. Dezember 2017 hielt 

einen komplikationslosen peri- und postoperativen Verlauf fest. 

Anschliessend wurden namentlich in den Berichten der Klinik S._____ 

vom 9. Februar 2018, von Dr. med. P._____ vom 19. März 2018, von 

Hausarzt Dr. med. T._____ vom 10. August 2018 sowie denjenigen zu den 

postoperativen Nachkontrollen von Dr. med. P._____ vom 13. Dezember 

2018 und 12. Dezember 2019 von einem positiven Verlauf und Ergebnis 

berichtet.

5. In den Gesprächsprotokollen zwischen A._____ und der Suva im Zeitraum 

von März 2017 bis Juli 2018 wurden persistierende Schmerzen am 

rechten Fuss erwähnt. Die postoperative Kontrolle vom 8. Februar 2017 

zeigte im Rahmen der Gipsabnahme einen guten Verlauf ohne Hinweise 

für Lockerung oder Materialbruch der Schrauben, jedoch den Ausriss des 

Mitek-Ankers. Der Befund von PD Dr. med. J._____ vom 20. Juni 2017 

hielt ein regelrechtes Rückfuss-Alignement sowie eine stabile subtalare 

Arthrodese fest. Das CT des OSG vom 20. Juli 2018 zeigte gemäss 

Dr. med. U._____ vom Spital F._____ zwar eine durchbaute subtalare 

Arthrodese ohne Lockerungszeichen der Schrauben aber gleichzeitig 

auch einen postoperativen Befund an der distalen Fibula mit in einer Mulde 

verlaufenden Peronealsehnen und hakenförmigem Anbau am lateralen 

Malleolus sowie flächiger Verkalkung des peronealen Retinakulums. 

Hausarzt Dr. med. T._____ beschrieb den Verlauf am 9. August 2018 als 

nach wie vor unbefriedigend und es bestünden nach wie vor die 

Restbeschwerden und Schmerzen am rechten Fuss. Prognostisch sei 

davon auszugehen, dass die Beschwerden höchstens zunehmen, sicher 

nicht abnehmen würden. Bei diagnostizierter Valgus-Rückfuss-Ferse mit 

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subfibulärem Impingement rechts erfolgte am 18. Dezember 2018 durch 

PD Dr. med. J._____ die Schraubenentfernung, eine Calcaneus-

Osteotomie, eine Revision der Peronealsehnen sowie eine 

Exostosektomie subfibulär am rechten Rückfuss. Am 22. Oktober 2019 

diagnostizierte PD Dr. med. J._____ nach CT vom 21. Oktober 2019 ein 

posterolaterales Impingement bei Status nach Kalkaneusosteotomie und 

Peronealsehnenrevision Rückfuss rechts nach Kalkaneusfraktur. Im 

weiteren Verlauf diagnostizierte PD Dr. med. J._____ eine 

Peronealsehnenruptur sowie ein posterolaterales Impingement nach 

Calcaneusfraktur rechts und führte am 8. Januar 2020 ein 

arthroskopisches Débridement am OSG, eine Exostosektomie an der 

lateralen Calcaneuswand sowie einen Peronealsehnentransfer am 

rechten Rückfuss durch. Aus dem Bericht von PD Dr. med. J._____ vom 

24. Februar 2020 ergab sich, dass die präoperativen Schmerzen nicht 

mehr vorhanden seien, neu aber ein stechender Schmerz im Bereich des 

Rückfusses bei Belastungen auftrete. Die Gehdauer sei aktuell auf 

30 Minuten limitiert. Im Bericht vom 15. Mai 2020 erwähnte PD Dr. med. 

J._____ tief intraartikulär erhebliche Schmerzen, die auf analgetische 

Massnahmen nur mässig ansprächen. Die Schmerztherapeutinnen 

Dres. med. V._____ und W._____ vom Spital N._____ diagnostizieren im 

Bericht vom 14. Mai 2020 einen chronischen Schmerz des rechten 

unteren Sprunggelenks/Ferse mit/bei u.a. posttraumatischer Arthrose bei 

fehlverheilter Calcaneusfraktur rechts und leicht varischer Rückfussachse, 

steifem Subtalargelenk und subfibulärem Impingement mit luxierten 

Peronealsehnen. Die Beschwerden seien unter Belastung ausgeprägt. Die 

chronische Schmerzsituation bestehe nach ursprünglich fehlverheilter 

Calcaneustrümmerfraktur, die trotz fussorthopädischer Behandlung und 

dreifacher Operation nicht habe verbessert werden können. Die 

Schmerzen seien klar belastungsabhängig. Dres. med. V._____ und 

W._____ beantragten das Verschreiben des THC-haltigen Medikaments 

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Dronabinol. Der Kreisarzt Dr. med. X._____ befürwortete den 

probeweisen Versuch und die Suva leistete Kostengutsprache. Am 

22. Juni 2020 berichtete PD Dr. med. J._____, der Patient gebe nach wie 

vor erhebliche Einschränkungen im Bereich des rechten Rückfusses an. 

Die Gehdauer sei auf wenige Minuten limitiert und das Arbeiten in der 

Werkstatt fast nicht möglich. Der Befund zeige klinisch eine teigige 

Schwellung posterolateral im Peronealsehnengleitlager. Die 

Beweglichkeit am OSG sei eingeschränkt jedoch indolent, das 

durchgeführte CT zeige eine konsolidierte Arthrodese, die retrofibulären 

Verkalkungen seien zum grossen Teil nicht mehr nachzuweisen nach der 

Revision der posterolateralen Weichteile am 8. Januar 2020. A._____ 

berichtete am 10. Juli 2020 gegenüber Dres. med. V._____ und W._____, 

dass die eingeleitete Schmerztherapie unter Einnahme von Dronabinol ein 

Erfolg sei. Ruheschmerzen seien vorhanden, aber wesentlich verbessert. 

Die Belastbarkeit sei hingegen nicht verbessert, aber die Erholungszeit 

zwischen den Belastungen deutlich kürzer. Die Arbeitsfähigkeit als 

selbstständiger Garagist sei einfacher, da er sich durch die kürzeren 

Erholungen die Arbeit besser einteilen könne. Zudem sei die emotionale 

Grundhaltung deutlich positiver, so dass auch darunter die Arbeitsfähigkeit 

einfacher sei. Nach Überweisung durch PD Dr. med. J._____ 

diagnostizierte KD Dr. med. AA._____ von der Klinik Z._____ am 

22. September 2020 einen chronischen Rückfussschmerz rechts mit/bei 

Status nach Subtalararthrodese und Korrekturosteotomie Calcaneus 

(01/2017), nach kompletter Osteosynthesematerialentfernung, Re-

Calcaneus-Osteotomie und Reposition Peronealsehnen (12/2018) sowie 

nach Exostosektomie lat. Calcaneus und Peronealsehnentransfer 

(01/2020). Bei Status nach mehrmaligen Voroperationen interpretierte die 

Klinik Z._____ einen Teil der Beschwerden im Rahmen einer 

Tendinopathie der Peronealsehnen und des Narbengewebes, zusätzlich 

zu den bekannten ossären Veränderungen. Das MRI vom 29. Oktober 

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2020 wurde von KD Dr. med. AA._____ und Dr. med. Y._____ im Bericht 

vom 12. November 2020 beurteilt. Anschliessend wurde A._____ der 

Neurologie zum Ausschluss einer Läsion des N. suralis oder N. peroneus 

superficialis zugewiesen. Die neurologische und neurophysiologische 

Untersuchung vom 10. Dezember 2020 durch PD Dr. med. AB._____ und 

Dr. med. AC._____ der Klinik Z._____ ergab die bereits bekannten 

chronischen Rückfussschmerzen wie auch – neu – eine sensomotorische 

distal und rechtsbetonte Polyneuropathie (ED 12/2020) sowie eine 

periphere Polyneuropathie. Die sensomotorische distal und rechtsbetonte 

und axonal demyelinisierende sensomotorische Polyneuropathie wurde 

nicht als unfallkausal beurteilt. Die Ergebnisse wurden gleichentags 

anlässlich einer Sprechstunde bei KD Dr. med. AA._____ und Dr. med. 

AD._____ besprochen und orthopädische Massschuhe wegen der 

chronischen Rückfussschmerzen verordnet, für welche die Suva am 

15. Januar 2021 Kostengutsprache leistete. In der Sprechstunde vom 

10. Dezember 2020 wurden als Befund ein flüssiges, leicht hinkendes 

Gangbild, problemloser Zehen- und Fersenstand, eine physiologische 

Rückfussachse und eine regelrechte Varisation beim Zehenspitzenstand 

festgehalten. Das Integument des rechten Fusses sei intakt und es 

bestünden keine Rötungen oder Schwellungen. Es bestehe eine lokale 

Druckdolenz über den Peronealsehnen und die Haut weise eine 

Hyperkeratose, jedoch bei geschlossenem Integument, auf. Die 

Druckdolenz sei weniger über dem OSG. Weiter bestehe ein bandstabiles 

OSG ohne vermehrten Talusvorschub sowie ohne vermehrte 

laterale/mediale Aufklappbarkeit. Der Silfverskjöld-Test sei positiv und das 

USG frei beweglich. Die Fusswurzel, der Mittelfuss, die Zehengrund- und 

Endgelenke seien indolent. Die Peronealsehnen- und Tibialis posterior-

Stresstests seien unauffällig, pDMS intakt sowie die A. dorsalis pedis und 

A. tibialis posterior kräftig palpabel. Unter anderem gestützt auf den 

erhobenen Befund befanden Dres. med. AA._____ und AD._____, dass 

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eine Nervus peroneus-superficialis oder Nervus suralis Läsion 

grundsätzlich möglich sei, jedoch aufgrund des Befundes sehr sicher 

ausgeschlossen werden könne.

6. Kreisarzt Dr. med. X._____ untersuchte A._____ am 28. Januar 2021. 

Bezüglich der rechten Schulter stellte er trotz der prothetischen 

Versorgung eine verbliebene Belastungsintoleranz und 

Bewegungseinschränkung fest. Den Integritätsschaden bezifferte er mit 

17.5 % und begründete dies mit dem hälftigen Wert einer schweren 

Omarthrose und der verbliebenen Globalfunktion bis zur Horizontalen. 

Bezüglich des rechten Fusses kam Dr. med. X._____ zum Schluss, dass 

am rechten Sprunggelenk vier Jahre nach Calcaneusosteotomie und 

Subtalararthrodese mit Rekonstruktion der peronealen Furche und der 

Peronealsehnen eine Belastungsintoleranz verblieben sei mit deutlicher 

Einschränkung der Beweglichkeit, der Gehfähigkeit und Gangsicherheit. 

Zudem habe die Entwicklung einer Fehlstatik zu einem Knickfuss geführt, 

der zulasten der Suva mit adäquaten Schuh- und Einlagen zu versorgen 

sei. Aufgrund der neurologisch gesicherten, neuropathischen Schmerzen 

am rechten Fuss sei ebenfalls eine dauerhafte Schmerzmittelversorgung 

mit empfehlenswerter Kontrolle der Schmerzmitteleinnahme im Rahmen 

der Schmerzsprechstunde am Spital N._____ notwendig. MR-

morphologisch gebe es vier Jahre nach der Arthrodese im Oktober 2020 

geringe degenerative Veränderungen im OSG zu erkennen, mit einer 

Progredienz sei mittel-/langfristig zu rechnen. Am rechten Sprunggelenk 

seien – bei adäquater Schmerzmittelversorgung und dauerhaft 

notwendiger Schuh-/Einlagenversorgung – insgesamt keine weiteren 

medizinischen Massnahmen zu empfehlen, die zu einer wesentlichen 

Besserung des Zustandes führten. Zumutbar für das rechte 

Schultergelenk und das rechte Sprunggelenk seien leichte bis 

mittelschwere, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit zeitweisem Stehen 

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und Gehen ganztägig. Kein überwiegendes Stehen und Gehen, kein 

häufiges Treppensteigen, kein Arbeiten im Gelände, auf Leitern oder 

Gerüsten. Keine kauernden oder knienden Tätigkeiten. Einhändig rechts 

Heben, Tragen und Bewegen von Lasten bis fünf Kilogramm, beidhändig 

kurzzeitig bis 25 Kilogramm. Keine belastenden oder unbelastenden 

Armvorhalte-/Überkopfarbeiten. Keine Tätigkeiten, die mit vermehrter 

Stoss-/Vibrationsbelastung für das rechte Schultergelenk verbunden sind. 

Die Unfallfolgen seien dauernd und erheblich und begründeten eine 

Integritätsentschädigung. Den Integritätsschaden bezifferte Dr. med. 

X._____ mit 20 % für den rechten Fuss und 17.5 % für die rechte Schulter, 

total 37.5 %, eine Verschlimmerung sei damit berücksichtigt.

7. Die Taggelder wurden per 28. Februar 2021 eingestellt und die Rente per 

1. März 2021 geprüft. Der Abschluss der beruflichen Massnahmen der IV 

war bereits am 15. Juni 2018 erfolgt. 

8. Mit Verfügung vom 24. Februar 2021 verneinte die Suva den Anspruch auf 

eine Invalidenrente der Unfallversicherung, da keine erhebliche 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit bestehe. Gleichzeitig erging die 

Zusprechung einer Integritätsentschädigung für die verbliebene 

Beeinträchtigung aus den beiden Unfällen von gesamthaft CHF 47'250.--, 

basierend auf einer Integritätseinbusse von total 37.5 %.

9. Dagegen erhob A._____, vertreten durch die AI._____ 

Rechtsschutzversicherung, am 3. März 2021 Einsprache und liess 

schliesslich die Einsprache am 4. Juni 2021 durch den zwischenzeitlich 

mandatierten Rechtsvertreter nach Zustellung der Akten noch ergänzend 

begründen.

10. Im Sprechstundenbericht von KD Dr. med. AA._____ und Dr. med. 

AE._____ vom 3. März 2021 zur Verlaufskontrolle 

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Fusschirurgie/Orthopädie an der Klinik Z._____ wurde weiterhin ein 

konservatives Vorgehen mit Mobilisation im orthopädischen Massschuh 

empfohlen.

11. Am 3. März 2021 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid über eine befristete 

ganze Rente (IV-Grad 80 %) vom 1. November 2016 bis 28. Februar 2021. 

Die Berechnung des Invaliditätsgrads basierte auf demselben 

Einkommensvergleich, wie ihn die Suva in der Verfügung vom 24. Februar 

2021 vorgenommen hatte. A._____ liess dagegen Einwand erheben.

12. Gemäss Sprechstundenbericht von KD Dr. med. AA._____ und 

med. pract. AF._____ vom 8. Juli 2021 zeigten die gleichentags 

durchgeführten neurologischen und neurophysiologischen 

Untersuchungen durch PD Dr. med. AB._____ und Dr. med. AC._____ 

klinisch weiterhin Zeichen und leichtgradige Symptome einer 

sensomotorischen Polyneuropathie. Klinisch sei leider – auch nicht mit der 

Anpassung der orthopädischen Schuhe – weiterhin keine 

Schmerzlinderung ersichtlich. Neurophysiologisch wurde die bekannte 

Neuropathie weiter festgestellt mit leider keiner neurologischen 

Veränderung.

13. Im Antrag an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vom 22. Juli 2021 zur 

Verlängerung der Ausnahmebewilligung für das Medikament Dronabinol 

führten die Schmerztherapeutinnen Dres. med. V._____ und W._____ an, 

A._____ sei damit gut schmerzkompensiert und habe wieder eine gewisse 

Lebensqualität.

14. Ab Dezember 2021 erfolgte eine interventionelle Schmerztherapie in der 

Klinik Z._____ bei Dr. med. AG._____, welche die Schmerzen jeweils für 

einige Stunden bzw. wenige Tage linderte. Im Zeitraum vom 11. Juni bis 

Ende August 2021 erfolgte zudem eine ambulante psychiatrisch-

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psychotherapeutische Behandlung bei den Psychiatrischen Diensten 

Graubünden (PDGR) infolge einer diagnostizierten chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie einer 

mittelgradigen depressiven Episode. 

15. Kreisarzt Dr. med. X._____ beurteilte am 10. Februar 2022 unter 

Einbezug der orthopädischen und neurologischen bzw. 

neurophysiologischen Untersuchungen an der Klinik Z._____ zwischen 

Dezember 2020 bis Juli 2021, dass die erstmalig mehr als fünf Jahre nach 

Unfallereignis diagnostizierte Polyneuropathie mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfall vom 19. Juli 2015 stehe und dass die Funktionsstörungen im 

Bereich der rechten Schulter und des rechten Sprunggelenkes nicht noch 

zusätzlich zu entschädigen seien. Dabei diagnostizierte Dr. med. X._____ 

die distal und rechtsbetonte sensomotorische Polyneuropathie gestützt 

auf die Untersuchungsergebnisse der Klinik Z._____ vom 10. Dezember 

2020 und 8. Juli 2021 differentialdiagnostisch als äthyltoxisch und 

erwähnte auch eine im Rahmen der ärztlichen Verlaufskontrolle an der 

Klinik Z._____ am 3. März 2021 unverändert eingeschränkt dokumentierte 

Beweglichkeit im OSG bei steifem USG nach Arthrodese mit intakter 

peripherer Sensomotorik und Durchblutung mit der Diagnose chronischer 

Rückfussschmerzen rechts. Gegen eine überwiegend wahrscheinlich 

unfallbedingte sensomotorische Polyneuropathie spreche nicht nur der 

fachärztlich-fusschirurgisch sehr gesicherte Ausschluss einer Nervus 

peroneus superficialis- oder Nervus suralis-Läsion, sondern auch der 

klinisch neurologisch-neurophysiologisch fehlende dringende Hinweis auf 

eine zusätzliche, fokale Nervenschädigung bei wiederholt fehlendem 

gesicherten Nachweis einer unfallbedingten Läsion der zuletzt 

differentialdiagnostisch äthiologisch eindeutig als äthyltoxisch 

diagnostizierten distalen und rechts betonten Polyneuropathie.

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16. Am 5. April 2022 wies die Suva die erhobene Einsprache ab. Die 

Polyneuropathie wurde als unfallfremd beurteilt und in Anwendung der 

Psycho-Praxis wurde die Adäquanz der psychischen Beschwerden 

verneint. Die in der Verfügung vom 24. Februar 2021 ermittelte, 

rentenausschliessende Erwerbsunfähigkeit von 4 % bei einem 

Valideneinkommen von CHF 68'483.-- und einem Invalideneinkommen 

von CHF 65'543.-- wurde bestätigt.

17. Mit Beschwerde vom 19. Mai 2022 beantragte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) in Aufhebung des Einsprachentscheids vom 5. April 

2022 die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von insgesamt 45 %. 

Hinsichtlich des Rentenanspruches beantragte er die Rückweisung der 

Sache an die Suva zu weiteren Abklärungen, wobei seine 

Leistungsfähigkeit mittels einer Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) abzuklären, gestützt darauf ein gewichteter 

Betätigungsvergleich durchzuführen und ein betriebswirtschaftliches 

Gutachten zu erstellen und sodann über den Rentenanspruch neu zu 

befinden sei. Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten zur Abklärung 

der Leistungsfähigkeit durchzuführen. Dies alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Suva. Zur Begründung führte er unter 

Berufung auf ein von ihm eingeholtes Gutachten (chirurgische-

versicherungsmedizinische Fallanalyse) von Dr. med. AH._____ im 

Wesentlichen an, die für die rechte Schulter zugesprochene 

Integritätsentschädigung von 17.5 % sei zu tief. Vor der Operation vom 

13. Dezember 2017 habe eine schwere Omarthrose vorgelegen, welche 

mit einer Integritätsentschädigung von bis zu 25 % abzugelten sei. 

Angesichts der fortschreitenden Nekrose mit Einbruch der Gelenkflächen, 

welche eine prothetische Versorgung (mit schlechtem Erfolg) notwendig 

machte, erscheine das Maximum von 25 % angemessen. Zusammen mit 

der unbestritten gebliebenen Integritätsentschädigung für den rechten 

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Fuss von 20 % ergäbe sich damit der anbegehrte Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung von total 45 %. Weitere medizinische 

Abklärungen und eine EFL benötige es insbesondere bezüglich der 

Rückfussschmerzen, was gegebenenfalls zu einer Anpassung der 

attestierten Leistungsfähigkeit führe. Der Beschwerdeführer wendet sich 

ebenfalls gegen die Bestimmung des Valideneinkommens gestützt auf 

lohnstatistische Angaben (LSE 2018) und fordert einen gewichteten 

Betätigungsvergleich sowie ein betriebswirtschaftliches Gutachten. Die 

Zumutbarkeit eines Stellenwechsels könne erst beurteilt werden, wenn 

mittels gewichteten Betätigungsvergleich die zumutbare Arbeitsfähigkeit 

sowie der IV-Grad bestimmt worden sei. Denn bei der von der Suva 

angeführten Arbeitsfähigkeit von 20 % (in der angestammten Tätigkeit) 

seien unfallversicherungsrechtlich unbeachtliche krankheitsbedingte 

Beschwerden mitverantwortlich. Bezüglich Invalideneinkommen müsste 

jedenfalls der gewährte Leidensabzug von 5 % auf mindestens 15 bis 

25 % erhöht werden, sobald ein korrekt erstelltes Zumutbarkeitsprofil 

vorliege. 

18. Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 13. Juni 2022 namentlich unter Verweis auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid die vollumfängliche Abweisung der 

Beschwerde. Ergänzend wies sie darauf hin, dass Kreisarzt Dr. med. 

X._____ auch die chronischen Rückfussschmerzen rechts in seiner 

Beurteilung sehr wohl berücksichtigt habe und die neurologischen und 

neurophysiologischen Untersuchungen eine Nervenschädigung nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen hätten. Die 

Aktenbeurteilung von Dr. med. AH._____ basiere nicht auf einer 

persönlichen Untersuchung, nicht auf den gesamten Akten, liefere keine 

Begründung ihrer Behauptungen und stelle bezüglich der noch 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit nur Vermutungen an. Ergänzend zur 

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Integritätsentschädigung hält die Beschwerdegegnerin fest, dass bei 

Endoprothesen die Bemessung des Integritätsschadens 

rechtsprechungsgemäss nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen 

habe und nicht wie Dr. med. AH._____ offensichtlich verkenne, nach der 

Position "Endoprothese mit schlechtem Erfolg". Zudem werde Kreisarzt 

Dr. med. X._____ mit einem Quervergleich mit einer schweren 

Omarthrose unter Einbeziehung des Werts einer Arthrodese des 

Schultergelenks und Berücksichtigung der verbliebenen aktiven 

Globalfunktion der rechten Schulter bis zur Horizontalen dem Fall sicher 

gerechter und erscheine angemessener als die unbegründete Behauptung 

von Dr. med. AH._____. Auch werde beschwerdeweise nichts 

vorgebracht, was Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

kreisärztlichen Beurteilung zu wecken vermöge. Es erübrigten sich daher 

weitere Beweismassnahmen, wie eine EFL oder das (eventualiter) 

geforderte Gerichtsgutachten. Das Valideneinkommen könne gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung aufgrund der Einträge im 

Individuellen Konto bestimmt werden, so dass auch kein – im Regelfall 

entbehrliches – betriebswirtschaftliches Gutachten zur mutmasslichen 

Einkommensentwicklung einzuholen sei.

19. Der Beschwerdeführer verzichtete am 16. Juni 2022 auf die Einreichung 

einer Replik.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften, den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. April 2022 sowie die weiteren 

Akten wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 5. April 2022 (siehe Akten der 

Beschwerdegegnerin zum Schaden Nr. Z.1._____ [Bg-act. I] 178 und 

Akten der Beschwerdegegnerin zum Schaden Nr. Z.2._____ [Bg-act. II] 

386). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen 

Einspracheentscheid Beschwerde an das Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die versicherte Person 

im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als im Einspracheverfahren 

unterlegener, formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf 

(Art. 59 ATSG). Auf die zudem formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist unter Berücksichtigung von Art. 38 

Abs. 4 lit. a i.V.m. Art. 60 Abs. 2 ATSG einzutreten.

2. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 

1. Januar 2017 die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft sind 

(Änderung vom 25. September 2015). Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen namentlich für Unfälle, die sich vor dem 

- 16 -

Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015, mithin vor dem 

1. Januar 2017, ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt. Die 

Versicherungsleistungen aus den Unfällen in den Jahren 2009 und 2015 

werden somit nach dem bisherigen Recht gewährt. Da sich aber bei den 

massgebenden Bestimmungen soweit ersichtlich nichts geändert hat, 

erübrigen sich Weiterungen hierzu.

3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint und eine 

Integritätsentschädigung von 37.5 % zugesprochen hat. Unbestritten ist 

dabei die Höhe der Integritätsentschädigung von 20 % bezüglich des 

rechten Fusses (Beschwerde vom 19. Mai 2022 Rz. 23), die fehlende 

Unfallkausalität der Polyneuropathie (Sensibilitätsstörung beider 

Fusssohlen, gewisse Gangunsicherheit, Wadenkrämpfe) und die fehlende 

Adäquanz der psychischen Beschwerden (Beschwerde vom 19. Mai 2022 

Rz. 27). Strittig ist hingegen die Frage nach der rechtsgenüglichen 

Abklärung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, der 

Invaliditätsgrad hinsichtlich des der Berechnung zugrunde gelegten 

Valideneinkommens wie auch des Invalideneinkommens sowie die Höhe 

der Integritätsentschädigung bezüglich der rechten Schulter.

3.1. Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 

setzt gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG grundsätzlich das Vorliegen eines 

Berufsunfalls, eines Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus. 

Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 

adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (vgl. 

BGE 148 V 356 E.3, 147 V 161 E.3.1, 142 V 435 E.1 und 129 V 177 E.3; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.3.1 ff., 

8C_664/2021 vom 8. März 2022 E.2.2 f. 8C_68/2021 vom 6. Mai 2021 

E.4.1, 8C_499/2020 vom 19. November 2020 E.2.2.1 und 8C_620/2019 

- 17 -

vom 5. Februar 2020 E.3.3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv 

ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 140 

V 356 E.3.2, 134 V 109 E.2 und 127 V 102 E.5b/bb; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.3.4, 8C_606/2022 

vom 4. Mai 2023 E.3.2.1, 8C_270/2022 vom 12. Oktober 2022 E.4.2.2, 

8C_698/2021 vom 3. August 2022 E.3.4, 8C_499/2020 vom 

19. November 2020 E.2.2.1 und 8C_620/2019 vom 5. Februar 2020 

E.3.3). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar 

sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 

Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die 

erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt 

wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 

wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 138 V 248 E.5.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_391/2022 vom 10. Januar 2023 E.3.2.2, 8C_698/2021 

vom 3. August 2022 E.4.2, 8C_493/2021 vom 4. März 2022 E.3.3.2 und 

8C_756/2021 vom 10. Februar 2022 E.4.3). Sind die geklagten 

Beschwerden natürlich unfallkausal, nicht aber in diesem Sinne objektiv 

ausgewiesen, so ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen 

Geschehensablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls weitere 

unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 140 V 356 E.3.2 und 134 V 

109 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_606/2022 vom 4. Mai 2023 

E.3.2.1, 8C_270/2022 vom 12. Oktober 2022 E.4.2.2, 8C_698/2021 vom 

3. August 2022 E.3.4 und 8C_620/2019 vom 5. Februar 2020 E.3.3). Hat 

die versicherte Person einen Unfall erlitten, welcher die Anwendung der 

Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hierbei die durch 

BGE 134 V 109 E.10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese 

- 18 -

Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die 

Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem 

Unfall entwickelt wurden (dazu BGE 115 V 133 E.6), anzuwenden (vgl. 

BGE 138 V 248 E.4 und 134 V 109 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 

8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.3.4, 8C_270/2022 vom 12. Oktober 

2022 E.4.2.2, 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E.3.4, 8C_812/2021 vom 

17. Februar 2022 E.2.2, 8C_15/2021 vom 12. Mai 2021 E.7.1 und 

8C_627/2019 vom 10. März 2020 E.3.2). Die Adäquanzprüfung hat dabei 

unter Ausschluss psychischer Aspekte bzw. einzig unter Berücksichtigung 

der physischen Komponenten des Gesundheitsschadens zu erfolgen 

(BGE 140 V 356 E.3.2 und 115 V 133 E.6c/aa; Urteile des Bundesgerichts 

8C_473/2022 vom 20. Januar 2023 E.6, 8C_476/2021 vom 2. März 2022 

E.6.2.2, 8C_812/2021 vom 17. Februar 2022 E.6.2, 8C_131/2021 vom 

2. August 2021 E.6.1 und 8C_66/2021 vom 6. Juli 2021 E.5.4) und 

psychische Beschwerden werden auch dann nicht miteinbezogen, wenn 

sie körperlich imponieren (Urteile des Bundesgerichts 8C_476/2021 vom 

2. März 2022 E.6.2.2, 8C_131/2021 vom 2. August 2021 E.6.4.1 und 

8C_117/2019 vom 21. Mai 2019 E.7.2).

3.2. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Zudem hat 

sie nach Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie infolge 

eines Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist. Nach 

Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht ein Rentenanspruch, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlungen 

und die Taggeldleistungen dahin. Art. 21 UVG regelt diejenigen Fälle, in 

denen die Unfallversicherung auch nach der Rentenfestsetzung noch 

- 19 -

Pflegeleistungen und Kostenübernahmen (Art. 10 bis 13 UVG) gewährt. 

Ob im Hinblick auf die Prüfung des Fallabschlusses eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands anzunehmen ist, bestimmt sich 

namentlich – aber nicht ausschliesslich – nach Massgabe der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 

soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Der Begriff "namhaft" 

verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) 

Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins 

Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen ebenso 

wenig wie die blosse Möglichkeit einer Besserung. In diesem 

Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person 

prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt 

werden. Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster 

Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und 

der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose 

erfasst werden (BGE 143 V 148 E.3.1, 134 V 109 E.4.1 ff. und 128 V 169 

E.1b; Urteile des Bundesgerichts 8C_620/2022 vom 21. September 2023 

E.6.3.1, 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.4.1.2, 8C_511/2022 vom 

8. Februar 2023 E.6.1.1 und 8C_528/2022 vom 17. November 2022 

E.7.1). 

3.2.1. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der 

Untersuchungsgrundsatz, wobei die Auskunfts- und Mitwirkungspflicht der 

Leistungen beanspruchenden Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde 

hat, wo notwendig, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. 

Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 

Zürich/Basel/ Genf 2020, Art. 43 Rz. 13 ff. und 96 ff.). Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

- 20 -

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 

E.3.2 und 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 8C_688/2021 vom 

8. Juni 2022 E.3.3 und 8C_722/2021 vom 20. Januar 2022 E.4). Die 

Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch 

grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). 

Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung 

des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 

besteht. Wenn der Versicherungsträger oder das kantonale 

Sozialversicherungsgericht im Rahmen einer umfassenden, sorgfältigen, 

objektiven und inhaltsbezogenen Beweiswürdigung zur Überzeugung 

gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt überwiegend wahrscheinlich ist, 

steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung nicht entgegen. Bleiben 

jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der 

getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, 

soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_109/2023 vom 5. Juni 2023 E.4.1, 8C_316/2022, 8C_330/2022 vom 

31. Januar 2023 E.4, 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E.4.1.1 f., 

9C_377/2021 vom 22. Oktober 2021 E.5.3.1, 8C_641/2019 vom 8. April 

2020 E.3.3.1, nicht publ. in: BGE 146 V 121, 8C_398/2018 vom 

5. Dezember 2018 E.3.1 und 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E.2.1; 

KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 18 f. und 29 f.).

- 21 -

3.2.2. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs ist in erster Linie mit 

den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a und 122 V 157 E.1c; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_704/2022 vom 27. September 2023 E.3.3, 

8C_98/2023 vom 10. August 2023 E.2.4, 9C_488/2022 vom 13. März 

2023 E.4.1 und 8C_634/2022 vom 23. Dezember 2022 E.3.1).

3.2.3. Gemäss Rechtsprechung kommt den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass die befragte Arztperson in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E.3b/ee). Beratende Ärztinnen und Ärzte eines Versicherungsträgers sind 

hinsichtlich der Beweiseignung ihrer ärztlichen Beurteilungen mit 

derjenigen von versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_322/2021 vom 19. Oktober 2022 E.4.3, 8C_446/2021 

vom 25. Januar 2022 E.2.3 und 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4). 

- 22 -

Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 

entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 

V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 

125 V 351 E.3b/ee; Urteile des Bundesgerichts 8C_62/2023 vom 

16. August 2023 E.4, 8C_511/2022 vom 8. Februar 2023 E.5.1.2, 

8C_316/2022 vom 31. Januar 2023 E.6.1.3.2, 8C_410/2022 vom 

23. Dezember 2022 E.4.3 und 8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.2.2).

3.2.4. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind, wobei der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegen muss, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteile des Bundesgerichts 

9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E.3.2.1 und 8C_397/2019 vom 6. August 

2019 E.4.3 m.w.H.). Dabei geht es im Wesentlichen nur um die 

fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts, mithin rückt die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_253/2023 vom 7. August 2023 E.3, 8C_390/2022 vom 7. September 

2022 E.3, 8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E.3.2 und 8C_527/2020 

vom 2. November 2020 E.3.2 und 8C_780/2016 vom 24. März 2017 

E.6.1).

3.2.5. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte ist schliesslich gemäss 

konstanter Rechtsprechung zu beachten, dass sie in einem 

auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich 

zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, 

- 23 -

verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden 

Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven 

Beurteilung des Gesundheitszustands und erfüllen deshalb kaum je die 

materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 

E.3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass 

behandelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte 

Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden 

Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache 

befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten 

Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person 

aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind zur 

Gewährleistung der Waffengleich daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_401/2022 vom 

31. Januar 2023 E.4, 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 E.4.1 ff., 

8C_414/2022 vom 24. Januar 2023 E.6.2, 9C_127/2021 vom 4. November 

2021 E.2.2.2, 8C_301/2021 vom 23. Juni 2021 E.5.2.2, 8C_187/2019 vom 

7. Juni 2019 E.6.1, 8C_523/2017 vom 9. November 2017 E.3.2, 

8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2 und 8C_907/2009 vom 

12. Februar 2010 E.1.1). Auch Partei-/Privatgutachten sind daraufhin zu 

überprüfen, ob sie betreffend rechtserheblichen Fragen die Auffassungen 

und Schlussfolgerungen der entgegenstehenden amtlichen Abklärungen 

zu erschüttern vermögen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5 f. und 125 V 351 E.3c; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_720/2020 vom 8. Januar 2021 E.4.1, 

9C_6/2020 vom 19. Mai 2020 E.3.2.2 und 8C_1028/2010 vom 6. Juni 

2011 E.7).

- 24 -

4.1. Während sich die Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche 

Beurteilung vom 28. Januar 2021 (Bg-act. II 315), welche auf einer 

Abschlussuntersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. X._____ 

beruht, sowie auf die Aktenbeurteilung von Dr. med. X._____ vom 

10. Februar 2022 (Bg-act. II 383) auf den Standpunkt stellt, der 

Beschwerdeführer sei in adaptierter Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig, 

bringt der Beschwerdeführer vor, die (Rest-)Arbeitsfähigkeit sei 

ungenügend ermittelt worden und es bedürfe eines Assessment oder 

eines Arbeitsversuchs sowie einer EFL, insbesondere da die chronischen 

Rückfussschmerzen des Beschwerdeführers von Dr. med. X._____ nicht 

berücksichtigt worden seien. Erheblich einschränkend und mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit seien gemäss dem Beschwerdeführer die seit dem 

Unfall vom 19. Juli 2015 dokumentierten und andauernden, von Dr. med. 

X._____ aber unberücksichtigt gebliebenen, Rückfussschmerzen. Von 

Dr. med. X._____ würden nur die bestehenden Einschränkungen am 

rechten Sprunggelenk aufgrund der Calcaneusosteotomie und der 

Subtalararthrodese berücksichtigt, nicht aber die Einschränkungen 

aufgrund der unfallbedingten chronischen Rückfussschmerzen. Die 

kreisärztliche Beurteilung zur Arbeitsfähigkeit enthalte keine 

Berücksichtigung des unfallkausalen Anteils der neuropathischen 

Fussschmerzen. Die vollschichtige Arbeitsfähigkeit sei daher nicht 

schlüssig. Entsprechend könne auf die kreisärztliche Beurteilung für die 

Bemessung der Leistungsfähigkeit nicht abgestellt werden. So bezeichne 

auch Dr. med. AH._____ die im Sprechstundenbericht der Klinik Z._____ 

vom 12. November 2020 (vgl. dazu Bg-act. II 289) dokumentierte 

Überempfindlichkeit im lateralen Narbenbereich mit teilweise 

elektrisierenden Schmerzen an der lateralen Fusskante und im Fuss als 

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als unfallkausal. So sei 

auch die Gangunsicherheit im Sinne einer Unfall-Teilkausalität auf den 

aktuellen Zustand am rechten Fuss zurückzuführen. Am rechten Fuss 

- 25 -

seien drei relevante operative Eingriffe vorgenommen worden und der 

Fuss entsprechend verändert. Dass elektrophysiologisch keine 

Nervenläsionen gezeigt würden, sei ein ungenügendes und schwaches 

Argument. Nach dokumentiertem Verlauf nach mehrfragmentärer 

Calcaneusfraktur seien die geklagten Beschwerden aber nachvollziehbar. 

Sie ziehe den Schluss, dass die überwiegend wahrscheinliche Unfall-

Teilkausalität der dokumentierten Rückfuss- und der damit verbundenen 

neuropathischen Schmerzen das von Dr. med. X._____ formulierte 

Zumutbarkeitsprofil beeinflusse. Eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit sei 

aufgrund dieser Einschränkungen nicht zumutbar. Ein Arbeitsversuch oder 

Assessment sei notwendig, um die Leistungsfähigkeit korrekt bestimmen 

zu können. Dr. med. AH._____ sehe ausserdem die Notwendigkeit von 

zusätzlichen Pausen, was Dr. med. X._____ nicht einmal in Betracht 

gezogen habe, und schätze die Leistungsfähigkeit auf 60 % bis 70 %, auf 

keinen Fall aber auf 100 %. Der Beschwerdeführer beantragt daher die 

Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung einer EFL, 

eventualiter ein entsprechendes Gerichtsgutachten.

4.2. Während von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden 

Gutachten externer Spezialärzte voller Beweiswert zuerkannt werden darf, 

solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise 

sprechen (BGE 125 V 351 E.3b/bb mit weiteren Hinweisen), wird für 

Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der 

Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum 

Versicherungsträger alleine zwar nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee; siehe bereits 

die vorstehende Erwägung 3.2.3). Auch aus Art. 6 Ziff. 1 der Konvention 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101; EMRK) 

folgt nicht, dass solche Stellungnahmen in jedem Fall unbeachtlich wären. 

- 26 -

Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E.4.4). Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt gleichzeitig 

das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen (BGE 135 V 

465 E.4.5). Diese sind gemäss der vorstehenden Erwägung 3.2.5 also 

daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und 

Ärzte wecken. Es würde einen Verstoss gegen die Waffengleichheit und 

somit eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK bedeuten, die Eignung der 

Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder anderer Beweismittel 

zur Weckung derartiger Zweifel von letztlich unerfüllbaren Anforderungen 

abhängig zu machen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 

Bericht eines behandelnden Arztes oder durch ein anderes vom 

Versicherten veranlasstes Beweismittel nachvollziehbar in Zweifel 

gezogen, so genügt deshalb der pauschale Hinweis auf dessen 

auftragsrechtliche Stellung nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 

Ebenfalls kann nicht bloss darauf verwiesen werden, diese Berichte 

erfüllten die Anforderungen an Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a 

nicht oder nur unvollständig. Damit die versicherte Person eine vernünftige 

Chance hat, ihre Sache dem Gericht zu unterbreiten, ohne gegenüber 

dem Versicherungsträger klar benachteiligt zu sein, darf bei Bestand 

solcher Zweifel nicht aufgrund der von der versicherten Person 

aufgelegten Berichte einerseits und der versicherungsinternen 

medizinischen Berichte andererseits eine abschliessende 

- 27 -

Beweiswürdigung vorgenommen werden. Um solche Zweifel 

auszuräumen, hätte das Gericht vielmehr entweder ein Gerichtsgutachten 

anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen, 

damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung 

veranlasst (vgl. BGE 135 V 465 E.4.6).

4.3. Den beschwerdeführerischen Forderungen nach weiteren Abklärungen 

kann aber vorliegend nicht gefolgt werden. Einleitend ist zu bemerken, 

dass – anders als Dr. med. AH._____, Fachärztin für Chirurgie, MAS 

Versicherungsmedizin und FA Vertrauensärztin SGV – Kreisarzt Dr. med. 

X._____ den Beschwerdeführer persönlich am 28. Januar 2021 

untersucht und seine beiden Beurteilungen auf Basis der vollständigen 

Sachlage abgegeben hat, wie sie Dr. med. AH._____ nicht vorlag (vgl. die 

der chirurgischen-versicherungsmedizinischen Fallanalyse zugrunde 

liegenden Akten in den Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 0.3 S. 1 f.). 

Eine reine Aktenbeurteilung wie diejenige von Dr. med. AH._____ ist in 

der vorliegenden Konstellation nicht als hinreichend beweiswertig im 

Sinne der erwähnten Rechtsprechung zu betrachten, geht es doch im 

Wesentlichen nicht nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts, welche die direkte ärztliche 

Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rücken lässt 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_253/2023 vom 7. August 2023 E.3 

m.w.H.). Sie genügt also auch nicht, um im erforderlichen Ausmass 

Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung zu wecken. Es ist dem 

beschwerdeführerischen Vorbringen etwa entgegen zu halten, dass 

Dr. med. X._____ die chronischen Rückfussschmerzen rechts in seiner 

Beurteilung vom 28. Januar 2021 durchaus gewürdigt hat, führte er diese 

doch unter den Diagnosen auf und qualifizierte er deswegen unter 

Berücksichtigung der neurologisch gesicherten, neuropathischen 

Schmerzkomponente eine Schmerzmittelversorgung und eine Schuh-

- 28 -

/Einlagenversorgung als dauerhaft notwendig (Bg-act. II 315 S. 6 ff.). 

Zudem wies er auf MR-morphologisch vier Jahre nach der Arthrodese im 

Oktober 2020 erkennbare geringe degenerative Veränderungen im OSG 

hin und es sei mit einer Progredienz mittel-/langfristig zu rechnen. Die 

neurologischen und neurophysiologischen Untersuchungen ergaben eine 

Nervenschädigung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit. In der 

Fuss-Sprechstunde von KD Dr. med. AA._____ und Dr. med. AD._____ 

an der Klinik Z._____ am 10. Dezember 2020 wurde eine Läsion des 

Nervus peroneus-superficialis oder Nervus suralis sehr sicher 

ausgeschlossen (Bg-act. II 303). Damit vermag die Aktenbeurteilung von 

Dr. med. AH._____ an den fachärztlichen neurologischen, 

neurophysiologischen, chirurgischen, orthopädischen Beurteilungen, die 

in die Abschlussbeurteilung von Kreisarzt Dr. med. X._____ vom 

28. Januar 2021 flossen, keine auch nur geringen Zweifel zu wecken. Dies 

umso weniger als dass in den anschliessenden 

Sprechstundenberichten/Verlaufskontrollen Fusschirurgie/Orthopädie der 

Klinik Z._____ vom 3. März 2021 und vom 8. Juli 2021 weiterhin ein 

konservatives Vorgehen mit Mobilisation im orthopädischen Massschuh 

empfohlen wird (Bg-act. II 337) und klinisch weiterhin Zeichen und 

leichtgradige Symptome einer sensomotorischen Polyneuropathie 

bestehen. Neurophysiologisch wurde die bekannte Neuropathie weiter 

festgestellt mit leider keiner neurologischen Veränderung (Bg-act. II 348 

und 365). Nach Einschätzung der Schmerztherapeutinnen Dres. med. 

V._____ und W._____ im Juli 2021 ist der Beschwerdeführer mit dem 

Medikament Dronabinol gut schmerzkompensiert und hat wieder eine 

gewisse Lebensqualität (Bg-act. II 370). Die ab Dezember 2021 

aufgenommene interventionelle Schmerztherapie an der Klinik Z._____ 

(Bg-act. II 371, 375-377, 381), welche die neuropathischen und die 

belastungsabhängigen, stechenden Schmerzen jeweils für einige Stunden 

bzw. wenige Tage lindert, liefert keine Hinweise, dass die Beurteilung von 

- 29 -

Dr. med. X._____ vom 10. Februar 2022, wonach die erstmalig mehr als 

fünf Jahre nach Unfallereignis diagnostizierte Polyneuropathie mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 19. Juli 2015 steht, in Zweifel zu 

ziehen wäre und sich am Zumutbarkeitsprofil etwas ändert. Die 

Einschätzungen von Dr. med. AH._____, wonach die namentlich von der 

Klinik Z._____ dokumentierten chronischen Rückfussschmerzen nach 

insgesamt drei operativen Eingriffen mit an Sicherheit grenzender bzw. 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise sekundär 

unfallkausal seien und das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil in 

quantitativer bzw. zeitlicher Hinsicht beeinflussten, beinhalten 

Vermutungen, welche nicht weiter begründet oder substanziiert werden. 

So wird etwa nicht nachvollziehbar erläutert, weshalb ein erhöhter 

Pausenbedarf bzw. eine reduzierte (zeitliche) Leistungsfähigkeit in 

leidensadaptierter Tätigkeit trotz der im Rahmen der Schmerztherapien 

attestierten durchaus guten Schmerzkompensationsmöglichkeiten mittels 

Analgetika (Bg-act. II 370, 381 und 384) bestehen müsse. Insofern 

begründet die chirurgische-versicherungsmedizinische Fallanalyse von 

Dr. med. AH._____ vom 5. Mai 2022 in diesem Kontext insgesamt keine 

auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

kreisärztlichen Beurteilungen.

4.4. Im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung erübrigen sich weitere 

Abklärungen, wie eine EFL und ein Gerichtsgutachten, weil davon keine 

die Überzeugung des Gerichts ändernden entscheidwesentlichen 

Erkenntnisse zu erwarten wären (vgl. anstatt vieler: Urteile des 

Bundesgerichts 8C_109/2023 vom 5. Juni 2023 E.4.1 8C_316/2022, 

8C_330/2022 vom 31. Januar 2023 E.4 u.a. m.H.a. BGE 134 I 140 E.5.3). 

Die Beschwerdegegnerin hat also zu Recht auf das Zumutbarkeitsprofil, 

wie es der Kreisarzt Dr. med. X._____ in der Abschlussuntersuchung vom 

- 30 -

28. Januar 2021 formuliert hat, abgestellt und eine vollschichtige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit festgestellt. Dabei handelt es sich 

um leichte bis mittelschwere, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit 

zeitweisem Stehen und Gehen ganztägig. Kein überwiegendes Stehen 

und Gehen, kein häufiges Treppensteigen, kein Arbeiten im Gelände, auf 

Leitern oder Gerüsten. Keine kauernden oder knienden Tätigkeiten. 

Einhändig rechts Heben, Tragen und Bewegen von Lasten bis fünf 

Kilogramm, beidhändig kurzzeitig bis 25 Kilogramm. Keine belastenden 

oder unbelastenden Armvorhalte-/Überkopfarbeiten. Keine Tätigkeiten, 

die mit vermehrter Stoss-/Vibrationsbelastung für das rechte 

Schultergelenk verbunden sind (Bg-act. I 146 und Bg-act. II 315, jeweils 

S. 8).

5. Nach Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid 

ist (Art. 7 und 8 ATSG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit wiederum ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 574 E.5.2 m.H.a. 139 V 

547 E.5.7). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird in der Regel 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

- 31 -

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; vgl. BGE 148 V 195 E.2.2, 143 V 295 E.2 und 139 

V 592 E.2.2 f.).

5.1. Der Beschwerdeführer moniert, es sei in casu nicht ein 

Einkommensvergleich wie bei einem Unselbstständigerwerbenden 

vorzunehmen. Zudem sei das Valideneinkommen seit dem Jahre 2009 

durch den ersten Unfall und der entsprechenden Komplikationen negativ 

beeinflusst worden, bevor dann im Jahre 2015 der zweite Unfall hinzukam. 

Ein Einkommensvergleich sei daher nicht zulässig. Das 

Valideneinkommen mittels LSE zu bestimmen sei ebenfalls nicht zulässig, 

da er nach wie vor sein eigenes Unternehmen führe. Als alleiniger Inhaber 

und Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung habe er 

einen massgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft, womit die 

Invaliditätsbemessung analog eines Selbstständigerwerbenden im 

Rahmen des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens über einen 

erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich durchzuführen sei. 

5.2. Die Beschwerdegegnerin errechnete gestützt auf die 

Lohnstrukturerhebung 2018 (LSE 2018) des Bundesamts für Statistik 

(BfS) ein Valideneinkommen von CHF 68'483.-- (Tabelle TA1, Privater 

Sektor, Kompetenzniveau 2, Wirtschaftszweige 45-47: "Handel; 

Instandhaltung u. Rep. von Motorfahrz.", Männer). Sie hält dem 

Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, dass gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei einem 

Selbstständigerwerbenden das Valideneinkommen aufgrund der Einträge 

im Auszug über das Individuelle Konto (IK-Auszug) bestimmt werden 

könne und ein betriebswirtschaftliches Gutachten zur mutmasslichen 

- 32 -

Einkommensentwicklung im Regelfall – wie dem vorliegenden – nicht 

einzuholen sei.

5.3. Soweit sich der Beschwerdeführer für seine Argumentation zur analogen 

Behandlung eines Inhabers und Geschäftsführers einer Gesellschaft mit 

beschränkter Haftung (GmbH) zu einer selbstständig erwerbenden Person 

auf das Kreisschreiben über die Invalidität und Rente in der der 

Invalidenversicherung (KSIR) beruft (Rz. 3319 und 3323), ist zu 

bemerken, dass solche Kreisschreiben des Bundesamtes für 

Sozialversicherung (BSV) im Dienste rechtsgleicher Gesetzesanwendung 

stehen und für die Gerichte an sich nicht verbindlich sind. Sie sind 

immerhin zu berücksichtigen, und es wird von ihnen nicht abgewichen, 

wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 

Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmung zulassen sowie 

eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten; 

denn dadurch wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne 

Weisungen eine rechtsgleiche Anwendung zu gewährleisten, Rechnung 

getragen (vgl. BGE 144 V 361 E.6.2.8, 142 V 442 E.5.2 und 119 V 255 

E.3a). Als Verwaltungsanweisung an die Durchführungsstellen der 

Invalidenversicherung richtet sie sich aber auch nicht direkt an die Suva 

als Unfallversicherer gemäss Art. 58 ff. UVG. Hinzu kommt, dass das KSIR 

erst für den Zeitpunkt ab dem Inkrafttreten der Bestimmungen über die 

Weiterentwicklung der IV (WEIV) per 1. Januar 2022 gültig ist. Da es in 

casu um eine Rente geht, die vor dem 1. Januar 2022 auszurichten wäre, 

konkret ab dem 1. März 2021, wäre – wenn überhaupt – nach allgemeinen 

intertemporalen Regeln das frühere Kreisschreiben über die Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) einschlägig. 

5.4.1. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen 

Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

- 33 -

überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (BGE 145 V 141 

E.5.2.1). In der Regel ist am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, 

da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E.5.3; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_98/2023 vom 10. August 2023 E.5.2.3 und 

5.2.7 m.H.a. BGE 134 V 322 E.4.1 und 129 V 222 E.4.3.1). Erst wenn sich 

das Valideneinkommen aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht 

hinreichend genau beziffern lässt, darf auf statistische Werte wie die vom 

BfS herausgegebenen LSE zurückgegriffen werden (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_123/2023 vom 7. September 2023 E.4.1, 

8C_396/2022 vom 21. April 2023 E.3.2.1, 8C_523/2022 vom 23. Februar 

2023 E.7.1, 8C_177/2022 vom 13. Juli 2022 E.8.1 und 8C_505/2021 vom 

30. Mai 2022 E.3.2). Das Valideneinkommen von 

Selbstständigerwerbenden kann sowohl in der Invaliden- als auch der 

Unfallversicherung grundsätzlich auf der Basis der Einträge im IK-Auszug 

bestimmt werden. Weist das zuletzt erzielte Einkommen starke und 

verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, 

ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten 

Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteile des Bundesgerichts 

8C_98/2023 vom 10. August 2023 E.5.2.3, 8C_738/2021 vom 8. Februar 

2023 E.3.4.2.2 und 8C_581/2020, 8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 

E.6.1). Weiter darf der potenzielle Einfluss eines Gesellschafters 

hinsichtlich der Aufteilung von Gehalt und Gewinnanteil bei der Würdigung 

der Aussagekraft der verabgabten Einkommen gemäss IK-Auszug 

berücksichtigt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_450/2020 vom 

15. September 2020 E.4.2.3 und 9C_48/2018 vom 18. Mai 2018 E.6.2). 

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung schliesst jedoch nicht aus, dass 

auch bei Erwerbstätigen unter Umständen nicht auf das zuletzt erzielte 

- 34 -

Einkommen abgestellt wird. Das trifft namentlich bei selbstständig 

Erwerbenden zu, wenn auf Grund der Umstände mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die versicherte Person im 

Gesundheitsfall ihre nicht einträgliche selbstständige Tätigkeit 

aufgegeben und eine besser entlöhnte andere Tätigkeit angenommen 

hätte. Gleiches ist anzunehmen für den Fall, dass die vor der 

Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte selbstständige Tätigkeit wegen 

ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des 

Valideneinkommens darstellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme 

der selbstständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise aus verschiedenen 

Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen etc.) die 

Betriebsgewinne gering sind (BGE 135 V 58 E.3.4.6; vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 9C_311/2022 vom 18. April 2023 E.3.2, 8C_572/2021 

vom 19. Januar 2022 E.3.2, 9C_153/2020 vom 9. Oktober 2020 E.2 und 

8C_567/2013 vom 30. Dezember 2013 E.2.2.2; ferner FREY/LANG, in: 

Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, Art. 16 

Rz. 44 f.). Wenn sich die versicherte Person, auch als deren 

Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, jedoch über mehrere Jahre 

hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus selbstständiger 

Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des 

Valideneinkommens massgebend (Urteile des Bundesgerichts 

8C_396/2022 vom 21. April 2023 E.3.2.2 und 8C_738/2021 vom 

8. Februar 2023 E.3.4.2.3 je m.H.a. BGE 135 V 58 E.3.4.6).

5.4.2. Die Bemessung der Invalidität von Personen die eine Erwerbstätigkeit 

ausüben, hat, wenn immer möglich, durch die allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs zu erfolgen (vgl. BGE 128 V 29 E.4a; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_208/2019 vom 26. November 2019 E.3.2, 

9C_812/2015 vom 7. Juli 2016 E.5.2 und 8C_449/2009 vom 

- 35 -

19. November 2009 E.5.2). Wo jedoch eine zuverlässige Ermittlung der 

beiden Vergleichseinkommen nicht möglich ist – eventuell aufgrund der 

wirtschaftlichen Lage –, kann der Invaliditätsgrad nach dem 

ausserordentlichen Bemessungsverfahren ermittelt werden. Diese 

Methode kann insbesondere bei Selbstständigerwerbenden im 

landwirtschaftlichen oder allenfalls auch im handwerklichen Bereich, nicht 

aber im administrativen Bereich, zur Anwendung gelangen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_346/2012 vom 24. August 2012 E.4.5), bei denen die 

versicherte Person infolge des Gesundheitsschadens ihre bisher 

körperlich schwere Haupttätigkeit aufgeben und die Struktur des eigenen 

Kleinstbetriebs den geänderten Verhältnissen angepasst werden muss 

und Erfahrungen mit dem neu strukturierten Betrieb (im Zeitpunkt der 

Invaliditätsbemessung) fehlen. Ferner wenn invaliditätsfremde Faktoren, 

wie etwa Strukturänderungen im von der versicherten Person betriebenen 

Gewerbe, das Geschäftsergebnis beeinflusst haben, so dass aus der 

Einkommenseinbusse nicht ohne weiteres auf den Invaliditätsgrad 

geschlossen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_542/2022 

vom 19. April 2023 E.7.1 und 8C_640/2016 vom 29. November 2016 

E.4.2, je m.H.a. BGE 128 V 29 E.1 und Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (EVGE) I 230/04 vom 30. November 2004 E.2.5). 

Auf die ausserordentliche Bemessungsmethode soll aber nur in 

Ausnahmefällen zurückgegriffen werden (FLÜCKIGER, in: Frésard-

Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar, 

Unfallversicherungsgesetz, Basel 2019, Art. 18 Rz. 12; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_368/2021 vom 22. Juli 2021 E.7.2, 8C_618/2020 vom 

3. Februar 2021 E.5.2.2 und 9C_812/2015 vom 7. Juli 2016 E.4). Bei 

Selbstständigerwerbenden ist es aber auch regelmässig zulässig, auf den 

Durchschnitt der Betriebsergebnisse über mehrere Jahre abzustellen, was 

etwa durch den Beizug der IK-Einträge und ohne Einholung eines 

betriebswirtschaftlichen Gutachtens festgestellt werden kann (FLÜCKIGER, 

- 36 -

a.a.O., Art. 18 Rz. 32; Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 

22. September 2011 E.5 m.H.a. BGE 135 V 58 E.3.1). 

5.4.3. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer – aus 

dem im Recht liegenden IK-Auszug vom 24. Januar 2018 (Bf-act. 2 und 

Bg-act. II 164) zu schliessen – seit Betriebsaufnahme seiner Garage 

C._____ im Jahre 1997 bis vor dem ersten Unfall im Jahr 2009 ohne 

grosse Schwankungen ein jährliches Durchschnittseinkommen von 

CHF 42'331.-- (1997-2008; ohne statistische Nominallohnentwicklung) 

und zwischen 2010 bis vor dem zweiten Unfall im Jahr 2015 ebenfalls 

ohne grosse Schwankungen ein jährliches Durchschnittseinkommen von 

CHF 38'352.-- (2010-2014; ohne statistische Nominallohnentwicklung) 

aus seiner Tätigkeit als gelernter Automechaniker (vgl. Bg-act. I 8 f.) erzielt 

bzw. verabgabt hat. In diesem Zeitraum war der Beschwerdeführer 

konstant in der Position als mitarbeitender Gesellschafter für sein 

Unternehmen tätig und er war auch nicht nach den beiden vorliegend 

thematisierten Unfällen zur Aufgabe dieser selbstständigen Tätigkeit 

bereit. Berücksichtigte man die per 2021 aufgelaufene 

Nominallohnentwicklung für den Sektor 3 gemäss Tabelle T1.93 des BfS 

auf den jeweiligen verabgabten Jahreseinkommen, resultierte daraus für 

den Zeitraum von 1997 bis 2008 ein durchschnittliches Jahreseinkommen 

von CHF 50'987.--, für den Zeitraum von 2010 bis 2014 ein solches von 

CHF 40'480.-- und für den Zeitraum von 1997 bis 2015 ein solches von 

CHF 45'577.--. Plausibilisierend ist auf die Unfallmeldung 2009 

hinzuweisen, in der ein Einkommen von monatlich CHF 4'000.-- 

angegeben wurde (Bg-act. I 1) und als Basis für die Bemessung der 

Taggeldleistungen ein Jahreseinkommen von 13 x CHF 4'000.--, d.h. 

CHF 52'000.-- herangezogen wurde (Bg-act. I 8 und 154 S. 1). In der 

Rückfallmeldung vom 18. Juli 2017 wurde ein Lohn von monatlich 

CHF 3'200.-- angegeben (Bg-act. I 27). 

- 37 -

5.4.4. Es ist daher gemäss der in den vorstehenden Erwägungen 5.4.1 f. 

dargelegten Rechtsprechung davon auszugehen, dass die vor Eintritt 

einer unfallbedingten Beeinträchtigung erwirtschafteten Einkommen an 

sich durchaus tauglich für die Festlegung des Valideneinkommens 

gewesen wären. Noch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bis ins 

Jahre 2009 übte der Beschwerdeführer – bis zu diesem Zeitpunkt 

zusammen mit einem weiteren mitarbeitenden Gesellschafter (vgl. Bf-

act. 1 und Bg-act. I 8 f.) – nach einer Aufbauphase mit bis auf 

CHF 55'000.-- gestiegenem und verabgabtem Erwerbseinkommen im 

Jahr 2000 die selbstständige Tätigkeit als Automechaniker weiterhin aus, 

obwohl bereits ab 2001 das verabgabte Erwerbseinkommen wieder auf 

ein deutlich niedrigeres Niveau sank (Bf-act. 2). Wenn sich die versicherte 

Person, auch als deren Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen 

noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem eher 

bescheidenen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit begnügt 

hat, ist dieses nach der Rechtsprechung für die Festlegung des 

Valideneinkommens an sich weiterhin massgebend (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_396/2022 vom 21. April 2023 E.3.2.2 und 

8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E.3.4.2.3, je m.H.a. BGE 135 V 58 

E.3.4.6). Betreffend die Angaben des IK-Auszuges stünde der 

versicherten Person sowie dem Versicherungsträger immerhin der 

Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitragspflichtige) 

Einkommen höher resp. tiefer ist als die verabgabten IK-Einkünfte ist 

(Urteile des Bundesgerichts 9C_528/2020 vom 1. April 2021 E.7.3.2, 

8C_328/2020 vom 3. September 2020 E.2.2 und 8C_443/2018 vom 

30. Januar 2019 E.2.1). Eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 

fiele überdies von Vornherein ausser Betracht, wenn und soweit sich die 

versicherte Person aus freien Stücken, etwa mangels wirtschaftlicher 

Notwendigkeit, mit einem verglichen mit ihrem Erwerbspotenzial tiefen 

Einkommen begnügte und Anhaltspunkte fehlen, dass sie ohne 

- 38 -

gesundheitliche Beeinträchtigung die betreffende Tätigkeit zugunsten 

einer besser entlöhnten Arbeit (in selbstständiger oder unselbstständiger 

Stellung) aufgegeben hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2021 

vom 8. Februar 2023 E.3.4.3.2 m.H.a. BGE 135 V 58 E.3.4.1 und 3.4.6 

sowie 134 V 322 E.4.1). Dass die Beschwerdegegnerin nun aber auf einen 

LSE 2018-Tabellenlohn abstellt, fällt deutlich zu Gunsten des im eigenen 

Geschäft einen Lohn beziehenden Beschwerdeführers aus. Ausserdem 

dürfte bei versicherten Personen, die vor der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung selbstständig erwerbstätig waren, vom Anknüpfen am 

letzten, vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten und der 

Nominallohnentwicklung angepassten Verdienst abgewichen werden, 

wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

anzunehmen wäre, dass sie im Gesundheitsfall ihre nicht einträgliche 

Tätigkeit aufgegeben und eine andere, besser entlöhnte angenommen 

hätte (BGE 135 V 58 E.3.4.6; Urteile des Bundesgerichts 8C_98/2023 vom 

10. August 2023 E.5.2.3, 8C_396/2022 vom 21. April 2023 E.3.2.2 und 

8C_567/2013 vom 30. Dezember 2013 E.2.2.2).

5.4.5. Dafür, dass vorliegend auf die ausserordentliche Bemessungsmethode 

eines gewichteten Betätigungsvergleichs infolge ziffernmässig nicht 

genau ermittelbarer Vergleichseinkommen abzustellen wäre, bestehen 

hingegen entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht keine 

hinreichenden Anhaltspunkte, war doch der Beschwerdeführer bereits vor 

dem ersten Unfall während vieler Jahre in seinem Betrieb als 

Selbstständigerwerbender tätig und behielt er dies stets bei. Die 

beruflichen Massnahmen der IV wurden bereits im Jahr 2018 

abgeschlossen und der Beschwerdeführer tat wiederholt kund, dass ein 

Berufs- oder Stellenwechsel für ihn nicht in Frage käme. Es trifft, wie in 

den vorstehenden Erwägungen 5.4.1 ff. dargelegt, namentlich nicht zu, 

dass bei Selbstständigerwerbenden das Valideneinkommen nur mittels 

- 39 -

eines betriebswirtschaftlichen Gutachtens in Rahmen der 

ausserordentlichen Bemessungsmethode festgelegt werden kann. Die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Anwendung der 

ausserordentlichen Bemessungsmethode ist nicht dahingehend zu 

verstehen, dass diese bei Selbstständigerwerbenden regelmässig an die 

Stelle des Einkommensvergleichs treten soll (Urteile des Bundesgerichts 

8C_368/2021 vom 22. Juli 2021 E.7.2, 9C_812/2015 vom 7. Juli 2016 E.4 

und EVGE I 230/04 vom 30. November 2004 E.2.5). Nur mit dem Hinweis 

des Beschwerdeführers auf seine Einflussmöglichkeit als alleiniger 

Gesellschafter der verabgabten Erwerbseinkommen gemäss IK-Auszug 

führt er auch noch keinen Gegenbeweis für deren Eignung für die 

Bemessung des (Validen-)Einkommens bzw. dessen Höhe vor Eintritt des 

versicherten Gesundheitsschadens. Dies zumal der zweite Gesellschafter 

und Vorsitzende der Geschäftsführung gemäss Handelsregisterauszug 

erst Ende 2009 aus der Gesellschaft ausschied (Bf-act. 1). Soweit der 

Beschwerdeführer für die Anwendung der ausserordentlichen 

Bemessungsmethode mit dem Vorhandensein und der Aussonderung von 

bei der Unfallversicherung nicht versicherten, krankheitsbedingten 

Einschränkungen hinsichtlich einer von der Beschwerdegegnerin 

angenommenen Arbeitsfähigkeit von (zuletzt) 20 % in der angestammten 

Tätigkeit argumentiert und die Zumutbarkeit der Aufgabe der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit davon abhängig machen will, ist darauf 

hinzuweisen, dass namentlich im Hinblick auf die Bemessung des 

Invalideneinkommens die Unzumutbarkeit der Aufgabe einer 

selbstständigen Erwerbstätigkeit für eine einträglichere (unselbstständige) 

Tätigkeit nur unter strengen Voraussetzungen als unzumutbar erachtet 

wird. Angesichts des Alters des Beschwerdeführers im März 2021 von 

gerade 55 Jahren erscheint die Annahme der Zumutbarkeit der Aufgabe 

der selbstständigen Erwerbstätigkeit und die Anrechnung eines LSE-

Tabellenlohnes für die Invaliditätsbemessung infolge Nichtausschöpfung 

- 40 -

der unfallversicherungsrechtlich bestimmten Restarbeitsfähigkeit in 

quantitativer und erwerblicher Hinsicht im Rahmen einer adaptierten 

Tätigkeit durchaus möglich (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 

8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E.3.5.1 ff.). Inwiefern der 

Beschwerdeführer beim vollschichtigen Zumutbarkeitsprofil gemäss der 

vorstehenden Erwägung 4.4 nur bei vereinzelten Tätigkeiten seiner 

angestammten Tätigkeit als Automechaniker unfallbedingt eingeschränkt 

sein soll und dies mit Dritthilfe oder langsamerer Arbeiten kompensieren 

könne (vgl. Bg-act. I 171 S. 3), ist nicht nachvollziehbar. Die vorliegende 

Situation ist auch nicht mit der Konstellation zu vergleichen, wie sie dem 

Urteil des Bundesgerichts 8C_208/2019 vom 26. November 2019 im 

Rahmen einer revisionsweisen Überprüfung des Invaliditätsgrad zugrunde 

lag, wobei die erstmalige Bestimmung des Valideneinkommens hilfsweise 

und zugunsten der versicherten Person anhand von LSE-Löhnen erfolgt 

war und der Betrieb der versicherten Person sich aber zwischenzeitlich 

erheblich vergrössert und verändert hatte (Urteil des Bundesgerichts 

8C_208/2019 vom 26. November 2019 E.6).

5.4.6. Es war daher für die Beschwerdegegnerin durchaus möglich, das 

Valideneinkommen betragsmässig hinreichend konkret und zuverlässig zu 

ermitteln (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 8C_738/2021 vom 

8. Februar 2023 E.3.4, 8C_618/2020 vom 3. Februar 2021 E.5.2.2 und 

9C_48/2018 vom 18. Mai 2018 E.6), wobei – wie gesagt – die 

Beschwerdegegnerin hilfsweise und zu Gunsten des Beschwerdeführers 

auf LSE-Löhne (Tabelle TA1, Privater Sektor, Männer, 

Kompetenzniveau 2, Wirtschaftszweige 45-47: "Handel; Instandhaltung u. 

Rep. von Motorfahrz.") aus Ausdruck eines branchenüblichen Lohnes 

anstelle eines (tieferen) Mehrjahresvergleichs aufgrund seiner IK-Auszüge 

abstellte. Das von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des 

- 41 -

Einspracheverfahrens ermittelte Valideneinkommen von CHF 68'483.-- ist 

im Ergebnis jedenfalls nicht zu beanstanden.

5.5. Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Berechnung des 

Invalideneinkommens per 2021 auf die LSE 2018 (Tabelle TA1, Privater 

Sektor, Kompetenzniveau 1, Zeile Total, Männer) und errechnete im 

Einspracheentscheid einen Betrag von CHF 65'543.-- unter Einräumung 

eines Leidensabzugs von 5 % (Bf-act. 0.1 S. 13 ff.; Bg-act. I 178 S. 14). 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer einen Leidensabzug von 

mindestens 15 bis 25 % geltend, ohne dies aber weiter zu begründen oder 

substanziieren bzw. macht er es von einem korrekt ermittelten 

Zumutbarkeitsprofil abhängig.

5.5.1. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist gemäss gefestigter 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss 

Rechtsprechung die Tabellenlöhne der LSE herangezogen werden (vgl. 

BGE 148 V 174 E.6.2, 143 V 295 E.2.2 und 135 V 297 E.5.2). Dabei wird 

in der Regel der Totalwert angewendet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_128/2022 vom 15. Dezember 2022 E.6.2.1, 8C_339/2022 vom 

9. November 2022 E.6.4.1 und 8C_55/2022 vom 19. Mai 2022 E.6.1.1). 

Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen 

- 42 -

Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte 

Bruttolöhne) auszugehen (BGE 124 V 321 E.3b/aa), wobei üblicherweise 

auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, abgestellt wird 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_128/2022 vom 15. Dezember 2022 

E.6.2.1 und 8C_156/2022 vom 29. Juni 2022 E.6.1). Dieser Grundsatz gilt 

jedoch nicht absolut, sondern kennt Ausnahmen. Es kann sich 

rechtsprechungsgemäss durchaus rechtfertigen, auf die Tabelle TA7 resp. 

T17 (ab 2012) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des 

Invalideneinkommens erlaubt und wenn der versicherten Person der 

öffentliche Sektor auch offensteht (Urteile des Bundesgerichts 

8C_339/2022 vom 9. November 2022 E.6.4.1 und 8C_156/2022 vom 

29. Juni 2022 E.6.1). Bei der Verwendung der standardisierten 

Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom sogenannten 

Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 126 V 75 E.3b/bb; vgl. zum 

Ganzen auch BGE 148 V 174 E.6.2 m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 

8C_339/2022 vom 9. November 2022 E.6.4.1, 8C_156/2022 vom 29. Juni 

2022 E.6.1, 8C_219/2022 vom 2. Juni 2022 E.6.6 und 8C_541/2021 vom 

18. Mai 2022 E.5.2.1). 

5.5.2. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene 

Ausgangswert gemäss Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll 

der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und 

berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 

Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können 

(BGE 146 V 16 E.4.1, 126 V 75 E.5a/cc und 124 V 321 E.3b/aa) und die 

versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 

- 43 -

297 E.5.2 und 126 V 75 E.5b/aa in fine). Der Abzug soll aber nicht 

automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % 

nicht übersteigen (BGE 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.6.2, 134 V 322 E.5.2, 

126 V 75 E.5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann 

einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person 

selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung 

der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des 

leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 

Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (siehe zum Ganzen 

BGE 148 V 174 E.6.3 und 146 V 16 E.4.1).

5.5.3. Dass die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen für eine noch 

zumutbare, leidensadaptierte Erwerbstätigkeit gestützt auf LSE 2018 

(Tabelle TA1, Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Zeile Total, Männer) 

errechnet hat, ist nicht zu beanstanden, übt doch der Beschwerdeführer 

bei seiner Tätigkeit als Automechaniker in der Werkstatt seiner Garage 

wie bereits erwähnt keine leidensadaptierte Tätigkeit im zumutbaren 

Rahmen einer Vollschichtigkeit aus. Für die Notwendigkeit einer Erhöhung 

des leidensbedingten Abzuges über 10 % hinaus, was für die Entstehung 

eines Rentenanspruches im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommenen Invaliditätsbemessung erforderlich wäre, bestehen keine 

Anhaltspunkte gemäss – soweit überblickbar – herrschender 

höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_1/2023 vom 6. Juli 2023 E.15.3.2 f. und 9C_312/2022 vom 5. Januar 

2023 E.5.5.1 ff.). Das von der Beschwerdegegnerin im 

Einspracheentscheid ausgewiesene Invalideneinkommen von 

CHF 65'543.-- ist somit im Ergebnis ebenfalls nicht zu beanstanden.

- 44 -

5.6. Stellt man somit das gemäss den vorstehenden Erwägungen von der 

Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen von CHF 68'483.-- 

dem Invalideneinkommen von CHF 65'543.-- gegenüber, resultiert daraus 

ein rentenausschliessender Invaliditäts-/Erwerbsunfähigkeitsgrad von 

gerundet 4 % (Art. 18 Abs. 1 UVG). 

6.1. Weiter ist auch noch die Höhe der Integritätsentschädigung für die rechte 

Schulter strittig, welche die Beschwerdegegnerin, infolge von 

Belastungsintoleranz und Bewegungseinschränkung sowie verbliebener 

aktiver Globalfunktion bis zur Horizontalen, auf 17.5 % festgelegt hat. 

Demgegenüber verlangt der Beschwerdeführer angesichts einer – infolge 

fortschreitenden Nekrose mit Einbruch der Gelenkflächen – erfolgten 

prothetischen Versorgung mit schlechtem Erfolg eine Erhöhung auf 25 %. 

Dies namentlich unter Berufung auf die mit der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 28. Januar 2021 ausgewiesenen erheblichen 

Bewegungs- und Belastungseinschränkungen trotz eingesetzter Prothese 

sowie die Beurteilung von Dr. med. AH._____ vom 5. Mai 2022, worin 

diese von einem unterdurchschnittlichen Operationsresultat ausging und 

den Integritätsschaden für die eingeschränkte Beweglichkeit bis zur 

Horizontalen der dominanten oberen Extremität auf 25 % schätzte. Dies 

auch im Quervergleich mit dem vor prothetischen Versorgung 

dokumentierten Ausmass der (schweren) Arthrose (Bf-act. 0.3 S. 3). Die 

Beschwerdegegnerin hält dem in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juni 

2022 entgegen, dass bei Endoprothesen die Bemessung des 

Integritätsschadens rechtsprechungsgemäss nach dem unkorrigierten 

Zustand zu erfolgen habe und nicht, wie Dr. med. AH._____ offensichtlich 

verkenne, nach der Position "Endoprothese mit schlechtem Erfolg" 

gemäss Tabelle 5 der Suva betreffend Integritätsschäden gemäss UVG 

bei Arthrosen (Revision 2011).

- 45 -

6.2. Es ist auch in diesem Punkt der Beschwerdegegnerin zu folgen, welche 

den Integritätsschaden gestützt auf die kreisärztliche Schätzung vom 

29. Januar 2021 (Bg-act. I 147 und Bg-act. II 316), letztlich bestätigt mit 

der kreisärztlichen Beurteilung vom 10. Februar 2022 (Bg-act. I 178 S. 21 

ff. und Bg-act. II 383), berechnet hat und den Wert von 17.5 % 

nachvollziehbar medizinisch gestützt auf die im Oktober/Dezember 2017 

vorliegende Diagnose einer unfallbedingten Humeruskopfnekrose nach 

subcapitaler Humerusfraktur mit verbliebener Belastungsintoleranz und 

Bewegungseinschränkung der aktiven Globalfunktion zur Horizontalen 

begründet hat. Insbesondere ist der Umstand nicht zu beanstanden, dass 

mit der Schätzung von 17.5 % der Mittelwert einer schweren Omarthrose 

(glenohumeral) gewählt wird, welcher gemäss Tabelle 5 der Suva 

betreffend Integritätsschäden gemäss UVG bei Arthrosen (Revision 2011) 

zwischen 10-25 % liegt und zu Recht nicht derjenige einer Arthrodese 

("Gelenksversteifung"), weil eine solche nicht vorgenommen wurde, und 

zu Recht nicht derjenige einer Endoprothese mit schlechtem Erfolg, weil 

auf den unkorrigierten Zustand abzustellen ist. Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Integritätsschaden bei 

Funktionsausfall oder Gebrauchsunfähigkeit eines Organs auch bei der 

Versorgung mit (sekundärer) Endoprothesen – wie bei der Versorgung mit 

Hilfsmitteln – nach dem unkorrigierten Zustand zu bemessen. Dr. med. 

AH._____ begründet ihre Schätzung des Integritätsschadens explizit 

damit, dass für die Schätzung des Integritätsschadens nicht die Arthrose, 

sondern die infolge der posttraumatischen Humeruskopfnekrose nötig 

gewordene Prothesenimplantation entscheidend sei. Als Basis für die 

Schätzung sei von einer Endoprothese mit gutem Erfolg (Richtwert 

gemäss Tabelle 5: 15-20 %) auszugehen. Sofern der Erfolg nicht als gut 

beurteilt werden könne, komme die Position "Endoprothese mit 

schlechtem Erfolg" mit 25 % zur Anwendung. Weil vorliegend nur eine 

Beweglichkeit bis zur Horizontalen dokumentiert sei, liege das 

- 46 -

Operationsresultat bezüglich des resultierenden Bewegungsausmasses 

unter dem durchschnittlich zu erwartenden Resultat und die Position 

"Endoprothese mit schlechtem Erfolg" sei erfüllt, womit – auch bei einem 

Quervergleich mit dem vor prothetischer Versorgung dokumentierten 

Ausmass der (schweren) Arthrose – ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung von 25 % bestehe. Die primäre Begründung von 

Dr. med. AH._____ verkennt die vorstehend erwähnte Rechtsprechung 

und erwähnt im Übrigen auch keine in der kreisärztlichen Beurteilung 

unberücksichtigt gebliebene Umstände, weshalb ihre höhere 

Einschätzung des schulterbedingten Integritätsschadens keine auch nur 

geringen Zweifel an der Beurteilung von Dr. med. X._____ zu wecken 

vermag (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_511/2022 vom 8. Februar 

2023 E.10 und 8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 E.7). Dies zumal die 

Suva in der erwähnten Tabelle 5 unter Hinweis auf EVGE U 313/02 vom 

4. September 2003 bereits festhält, dass für die Schätzung der 

Integritätsentschädigung bei (sekundären) Endoprothesen auf den 

unkorrigierten Zustand (Spalten 2 und 3) abzustellen sei. Nur bei primären 

Endoprothesen, welche direkt nach einem Unfall eingesetzt würden, 

gelangten die Spalten 5 und 6 ("Endprothesen guter Erfolg" bzw. 

"Endprothesen schlechter Erfolg") zur Anwendung. Dass vorliegend von 

einer solchen Konstellation einer primären Endoprothese auszugehen 

wäre, ist nicht ersichtlich und wird von Dr. med. AH._____ auch nicht 

geltend gemacht (vgl. zum Ganzen: Art. 36 Abs. 1, 2, 3 Satz 1, 4 Satz 1 

UVV i.V.m. Anhang 3 Ziff. 1 sowie die erwähnten Tabelle 5 der Suva [vgl. 

zur Zulässigkeit dieser Feinrasterung: BGE 124 V 29 E.1c und 116 V 156 

E.3a; Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 

E.2.2 und 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 E.4.2]; BGE 115 V 147 E.3a; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_5/2022 vom 3. August 2022 E.4.3, 

8C_906/2015 vom 12. Mai 2016 E.5.1 und 8C_600/2007 vom 28. April 

2008 E.2.1.2; EVGE U 313/02 vom 4. September 2003 E.3; Urteil des 

- 47 -

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 19 114 vom 

1. Dezember 2020 E.4.1 f.). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

eine Integritätsentschädigung einzig in der maximalen Höhe von 25 % 

infolge einer Nekrose mit Einbruch der Gelenkflächen und 

anschliessender prothetischer Versorgung mit schlechtem Erfolg für 

angemessen hält, vermag auch keine nur geringen Zweifel an der 

kreisärztlichen Beurteilung zu wecken, zumal es sich bei Kreisärzten ihrer 

Funktion und beruflichen Stellung nach und unabhängig von ihrem 

Facharzttitel um Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin handelt. Da sie 

ausschliesslich Unfallpatienten, Körperschädigungen im Sinne des Art 6 

Abs. 2 UVG (früher: unfallähnliche Körperschädigungen gemäss Art. 9 

Abs. 2 aUVV) und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und 

therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgeprägte 

traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_51/2023 vom 15. Juni 2023 E.5.2 und 8C_355/2022 

vom 2. November 2022 E.7.2). Es hat damit auch bei der kreisärztlich 

beurteilten Integritätsentschädigung für die rechte Schulter von 17.5 % – 

neben der unbestritten gebliebenen Integritätsentschädigung von 20 % 

betreffend den rechten Fuss – sein Bewenden.

7.1. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die 

Sonderbestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen 

keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind 

unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 

der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in 

casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens 

- 48 -

(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren sind daher keine Kosten zu erheben.

7.2. Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]