# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29c508e6-db66-55f3-8f3d-62f5ebd367fc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2025 D-1770/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1770-2025_2025-04-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1770/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 2 5    

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiber Michal Koebel. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea,   

vertreten durch Mélina Grichting,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 11. Februar 2025 / (…). 

 

 

 

D-1770/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 23. September 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach und machte hierbei geltend, er sei am (…) geboren. Am 20. Ok-

tober 2023 bevollmächtigte er die ihm zugewiesene Rechtsvertretung. Am 

6. Dezember 2023 fand – im Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung 

beziehungsweise Vertrauensperson – die Erstbefragung für unbegleitete 

minderjährige Asylsuchende (UMA) statt.  

B.  

Aufgrund von Zweifeln am geltend gemachten Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers gab das SEM beim Institut für Rechtsmedizin (…) ein Gut-

achten zur Altersabklärung in Auftrag. Das Gutachten vom 9. Januar 2024 

kommt zum Schluss, dass in Zusammenschau der Befunde von einem 

Mindestalter von 16.1 Jahren ausgegangen werden könne, weshalb das 

vom Beschwerdeführer angegebene Lebensalter von (…) mit den erhobe-

nen Befunden nicht zu vereinbaren sei.  

C.  

Am 28. Februar 2024 fand die Anhörung zu den Asylgründen statt. Der Be-

schwerdeführer machte geltend, er sei ethnischer Bassano Fullah aus 

B._______. Er habe sich stets vor den Koniaken versteckt. Der ethnische 

Konflikt zwischen diesen und der ethnischen Minderheit Bassano Fullah 

herrsche bereits seit Jahren. Ein fremder Mann (G. K.) habe ihn und seine 

Familie (Mutter und Bruder) nach dem Tod seines Vaters bei sich aufge-

nommen. Aufgrund von Drohungen seitens der Koniaken seien er und 

seine Familie schliesslich in den Stadtteil C._______ gezogen. Eines 

Nachts seien bewaffnete Koniaken auf ihr Haus zugelaufen, weshalb sie 

dieses verlassen hätten. Eines Tages sei ihm G. K. auf einem Motorrad 

begegnet und habe ihm gedroht. Hiernach sei er von Jugendlichen erkannt 

und gejagt worden. Auf einem Busbahnhof habe er schliesslich einen LKW-

Fahrer angetroffen, der ihm zur Flucht im LKW verholfen und ihm die ge-

samte Reise bis in die Schweiz finanziert habe. Aus der Schweiz habe er 

erfahren, dass sowohl seine Mutter als auch sein Bruder nach wie vor in 

B._______ leben würden. 

Der Beschwerdeführer reichte eine Geburtsurkunde in Kopie zu den Akten.  

D-1770/2025 

Seite 3 

D.  

Am 1. März 2024 wurde das Verfahren dem erweiterten Verfahren zuge-

teilt. Am 24. Juli 2024 bevollmächtigte der Beschwerdeführer die Rechts-

vertretung für das erweiterte Verfahren.  

E.  

Mit Schreiben vom 18. November 2024 gewährte das SEM dem Beschwer-

deführer das rechtliche Gehör zum Resultat des Altersgutachtens sowie 

zur beabsichtigten Anpassung des Alters im Zentralen Migrationsinforma-

tionssystem (ZEMIS). Dieser nahm mit Schreiben vom 9. Dezember 2024 

Stellung und hielt an seinem geltend gemachten Alter fest.  

F.  

Mit Auftrag vom 6. Februar 2025 setzte das SEM das Geburtsdatum des 

Beschwerdeführers im ZEMIS mit einem Bestreitungsvermerk auf den (…). 

G.  

Mit Verfügung vom 11. Februar 2025 (zugestellt am 17. Februar 2025) 

stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht (Dispositivziffer 1), lehnte sein Asylgesuch ab (Dispositivzif-

fer 2), verfügte die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 3), ord-

nete deren Vollzug an (Dispositivziffer 4), beauftragte den zuständigen 

Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung (Dispositivziffer 5), lehnte die Er-

fassung der angegebenen Personendaten ab (Dispositivziffer 6), stellte 

fest, die Personendaten des Beschwerdeführers im ZEMIS würden lauten 

A._______, geboren am (…), Guinea (Dispositivziffer 7) und händigte die 

editionspflichtigen Akten aus (Dispositivziffer 8). 

H.  

Am 19. Februar 2025 wurde beim Beschwerdeführer aufgrund einer Ver-

engung des Wirbelkanals ein chirurgischer Eingriff im (…) durchgeführt. 

Am 20. Februar 2025 wurde er nach gelungener Operation, in gutem All-

gemeinzustand aus dem Spital entlassen. 

I.  

Mit Eingabe vom 13. März 2025 reichte der Beschwerdeführer unter Bei-

lage bereits aktenkundiger Aktenstücke sowie von vier Arztberichten (Arzt-

bericht Augenklinik D._______ vom 26. Februar 2025, Austrittsberichts (…) 

vom 20. Februar 2025, Arztberichte (…) vom 18. Februar 2025 und 10. Ja-

nuar 2025) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein und bean-

tragte, es sei die vorliegende Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung 

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Seite 4 

vom 11. Februar 2025 aufzuheben, insoweit diese die Änderung der Per-

sonendaten sowie die Wegweisung aus der Schweiz und dem Schengen-

raum beschlage. Es seien die ZEMIS-Daten auf A._______, geboren am 

(…), Guinea anzupassen. Es sei der Wegweisungsvollzug als unzumutbar 

festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Eventualiter sei die 

Sache zur neuen Entscheidung an das SEM zurückzuweisen. In prozessu-

aler Hinsicht sei festzustellen, dass er sich für die Dauer des Verfahrens in 

der Schweiz aufhalten dürfe und es seien – bis zum Entscheid in der Sa-

che – die Personendaten im ZEMIS zu berichtigen. Es sei die unentgeltli-

che Prozessführung zu gewähren und die rubrizierte Rechtsberatung als 

amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen. 

J.  

Mit Schreiben vom 14. März 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde. 

K.  

Mit Eingabe vom 17. März 2025 reichte der Beschwerdeführer eine Fürsor-

gebestätigung vom 13. März 2025 zu den Akten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, wie auch vorlie-

gend, endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG).  

1.2 Die Beschwerdeanträge richten sich einzig gegen die Anpassung der 

Personendaten im ZEMIS (Dispositivziffern 6 f.) sowie den Vollzug der 

Wegweisung (Dispositivziffern 4 f.). Die Verneinung der Flüchtlingseigen-

schaft, die Ablehnung des Asylgesuchs sowie die verfügte Wegweisung 

blieben unangefochten, womit sie in Rechtskraft erwachsen sind und nicht 

Gegenstand des Verfahrens bilden. 

1.3 Die Frage, ob das SEM die Personendatenänderung im ZEMIS zu 

Recht vorgenommen hat, bildet ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegen-

den Verfahrens. Über das Begehren auf Anpassung der Personendaten im 

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Seite 5 

ZEMIS ist praxisgemäss in einem getrennten Verfahren zu entscheiden 

(Geschäftsnummer D-1870/2025). Eine Koordination erfolgt jedoch inso-

fern, als dass in beiden Verfahren derselbe Spruchkörper eingesetzt wird.  

1.4 Mit Blick auf die weiteren Begehren ist auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um 

eine solche, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG).  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Nach Prüfung der Akten durch das Gericht ist in Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz festzustellen, dass weder die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers noch seine gesundheitliche Situation dem Vollzug der Wegweisung 

entgegenstehen, weshalb vorab auf die zutreffenden vorinstanzlichen Er-

wägungen zu verweisen ist. Diese sind weder in tatsächlicher noch in 

rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Dem Beschwerdeführer gelingt es 

nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Verfügung Bundesrecht 

verletzen oder zu einer rechtsfehlerhaften Sachverhaltsfeststellung führen 

soll. Solches ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde erschöpft sich in 

bereits bekannten Wiederholungen sowie oberflächlich ausgeführten Rü-

gen. So moniert der Beschwerdeführer die Dauer des vorinstanzlichen Ver-

fahrens, woraus er jedoch nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, 

waren doch alle Verfahrensschritte der Vorinstanz notwendig und ist diese 

nicht über einen bedeutenden Zeitraum untätig geblieben. Die Tatsache, 

dass der Beschwerdeführer inzwischen älter geworden ist, liegt in der Na-

tur der Sache und vermag hieran ebenfalls nichts zu ändern. Eine Rechts-

verzögerungsbeschwerde wurde weder angedroht noch eingereicht, es 

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Seite 6 

wurde einzig eine Verfahrensstandanfrage mit dem Ersuchen um Be-

schleunigung bei der Vorinstanz eingereicht, das zutreffend und fristge-

recht beantwortet wurde (vgl. SEM-Akten 42/4 und 43/2). Sodann trifft es 

zwar zu, dass die Erstbefragung des Beschwerdeführers auf Französisch 

durchgeführt wurde. Er hat jedoch ursprünglich angegeben, für die Durch-

führung einer Befragung ausreichend Französisch zu beherrschen (vgl. 

SEM-Akten 1/2) und bestätigte sodann auch den Dolmetscher ausreichend 

verstanden zu haben (vgl. SEM-Akten 18/10 Ziff. 9.02). Überdies sind dem 

Protokoll keine Anhaltspunkte zu entnehmen, die auf bedeutende Verstän-

digungsprobleme schliessen lassen würden. Die komplexere Anhörung zu 

den Asylgründen wurde auf der Muttersprache des Beschwerdeführers 

durchgeführt, der überdies bestätigte, den Dolmetscher sehr gut verstan-

den zu haben (vgl. SEM-Akten 30/16 F1 und S. 16). Vor diesem Hinter-

grund durfte sich die Vorinstanz in ihrer Verfügung durchaus auf diese Be-

fragungen stützen. Im Übrigen ist die angefochtene Verfügung ausreichend 

begründet, zumal sich die Vorinstanz nicht mit jedem Argument auseinan-

derzusetzen hat. Dass eine sachgerechte Anfechtung möglich war, zeigt 

die Beschwerde selbst. Der Sachverhalt ist ausreichend abgeklärt. 

Schliesslich stellt der Umstand, dass die Vorinstanz nach Würdigung der 

Parteivorbringen zu einem anderen Schluss als der Beschwerdeführer ge-

langt, weder eine Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör noch 

eine unvollständige oder fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung dar, sondern 

beschlägt die materielle Beurteilung. Die formellen Rügen sind unbegrün-

det. 

5.  

5.1 Im Asylverfahren trägt grundsätzlich die asylsuchende Person die Be-

weislast für die behauptete Minderjährigkeit (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3 und 

E. 4.2.3). Sie ist verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts mitzu-

wirken; insbesondere muss sie ihre Identität offenlegen und Reisepapiere 

sowie Identitätsausweise abgeben (Art. 8 Abs. 1 Bst. a und b AsylG). Eine 

geltend gemachte Minderjährigkeit ist von der asylsuchenden Person zu 

beweisen, soweit ihr ein Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist eine Abwä-

gung sämtlicher Anhaltspunkte, die für oder gegen die Richtigkeit der be-

treffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen. Wesentlich sind dabei 

für echt befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen 

Person (vgl. Urteil des BVGer E-891/2017 vom 8. August 2018 E. 4.2.3 und 

statt vieler Entscheidungen und Mitteilungen der Asylrekurskommission [E-

MARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsaus-

weise kann im Rahmen der Feststellung des Sachverhalts mit 

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Seite 7 

Unterstützung wissenschaftlicher Methoden abgeklärt werden, ob die Al-

tersangabe der asylsuchenden Person dem tatsächlichen Alter entspricht 

(Art. 7 Abs. 1 AsylV 1 [Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen, SR 

142.311]). Das Resultat des Altersgutachtens stellt nur ein Element bei der 

Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Min-

derjährigkeit dar (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). Das Gericht wertet sämtli-

che Beweise frei (Grundsatz der freien Beweiswürdigung). 

5.2 Gemäss gefestigter Rechtsprechung gelten bei Verfahren betreffend 

die Berichtigung des Geburtsdatums im ZEMIS die Beweisregeln gemäss 

Datenschutzgesetz. Im Asylverfahren, wo es um die Frage der Minder- res-

pektive Volljährigkeit einer gesuchstellenden Person und nicht um das ge-

naue Geburtsdatum geht, gelten nach wie vor die von der Schweizerischen 

Asylrekurskommission (ARK) – die Vorgängerorganisation der Asylabtei-

lungen des Bundesverwaltungsgerichts – dargelegten Beweisregeln (vgl. 

EMARK 2004 Nr. 31 E. 5 ff., 2004 Nr. 30 E. 5 f., 2001 Nr. 23 E. 6c, 2000 

Nr. 19 E. 8b). Somit gilt betreffend Datenänderung im ZEMIS ein strengerer 

Beweismassstab als im vorliegend zu behandelnden Asylverfahren (vgl. 

Urteil BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 3.1; BVGE 2013/30 

E. 4.1). 

5.3 Vorab ist dem Beschwerdeführer zwar dahingehend zuzustimmen, 

dass dem eingereichten Auszug aus dem Geburtsregister (einzig in Kopie 

vorgelegt) das von ihm angegebene Geburtsdatum zu entnehmen ist und 

er erklärt hat, wie er in den Besitz des Fotos dieses Auszugs gekommen 

ist (vgl. SEM-Akten 30/16 F41–43 und 18/10 Ziff. 1.06). Der Geburtsregis-

terauszug enthält jedoch keine Fotografie, weshalb er gemäss Art. 1a 

Bst. c AsylV 1 nicht als Identitätsausweis herangezogen werden kann. 

Überdies kommt Dokumenten, die käuflich leicht erworben werden können 

oder die keine fälschungssicheren Merkmale aufweisen, für sich alleine nur 

geringer Beweiswert zu. Bei dem Geburtsregisterauszug trifft beides zu. 

Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer bis heute keine rechts-

genüglichen Identitätspapiere (amtliche Dokumente mit Fotografie, welche 

zum Zweck des Nachweises der Identität seines Inhabers ausgestellt wur-

den) eingereicht hat und seine Identität daher nicht feststeht, kann die in 

Frage stehende Kopie auch nicht zweifelsfrei seiner Person zugeordnet 

werden. Vor diesem Hintergrund sind die diesbezüglichen Ausführungen 

der Vorinstanz nicht zu beanstanden und zu bestätigen.  

5.4 Sodann sind gemäss BVGE 2018 VI/3 von den in der Schweiz ange-

wandten Methoden der medizinischen Altersabklärung nur die 

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Seite 8 

Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Un-

tersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse und die ärztliche 

körperliche Untersuchung) zum Beweis der Minder- beziehungsweise Voll-

jährigkeit einer Person geeignet und lässt sich anhand der medizinischen 

Altersabklärung keine Aussage zur Minder- beziehungsweise Volljährigkeit 

einer Person machen, wenn das Mindestalter bei der zahnärztlichen Un-

tersuchung und der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse unter 

18 Jahren liegt (vgl. a.a.O. E. 4.2.1 f.).  

Das Gutachten vom 9. Januar 2024 kann nach dieser Rechtsprechung we-

der als Beleg für die Minder- noch für diejenige der Volljährigkeit herange-

zogen werden, liegt doch das Mindestalter der zahnärztlichen Untersu-

chung bei 17 und das der Schlüsselbeinanalyse bei 16.1 Jahren (vgl. 

a.a.O. S. 4 f.). Es kann jedoch zusammen mit der Vorinstanz daraus ge-

schlossen werden, dass das damals vom Beschwerdeführer angegebene 

Lebensalter von (…) Jahren und (…) Monaten mit den erhobenen Befun-

den nicht zu vereinbaren ist (vgl. SEM-Akten 25/6 S. 6), was insgesamt 

gewichtige Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Altersangaben zulässt.  

5.5 Überdies sind die Aussagen des Beschwerdeführers zu seiner Biogra-

fie auch in der Anhörung zu den Asylgründen substanzarm und stereotyp 

ausgefallen. Er wich den ihm gestellten Fragen weitgehend aus oder blieb 

in seinen Aussagen vage; ihnen ist daher die Glaubhaftigkeit abzuspre-

chen. So ist es namentlich unglaubhaft, dass er in seiner Heimat absolut 

«nichts gemacht» habe und «dort nur so» gewesen sein solle (vgl. SEM-

Akten 30/16 F21 ff.). Schliesslich ist festzustellen, dass der Beschwerde-

führer den Asylpunkt unangefochten liess und mithin die Schlussfolgerung 

der Vorinstanz implizit bestätigt, wonach seine Fluchtvorbringen gänzlich 

unglaubhaft ausgefallen sind (zum Sachverhalt der Asylvorbringen vgl. 

oben Bst. C). Weder die Ausführungen im Rahmen des rechtlichen Gehörs 

zur Altersanpassung noch in der Beschwerde lassen einen anderen 

Schluss in Bezug auf die behauptete Minderjährigkeit zu. Insgesamt sind 

seine Angaben nicht geeignet, das Gericht von seiner Minderjährigkeit zu 

überzeugen. Es gelingt ihm diese weder zu belegen noch ansatzweise 

glaubhaft zu machen. 

5.6 Nach dem Gesagten gelangt das Gericht in Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen 

ist, die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. 

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Seite 9 

6.  

Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetz-

lichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 

Abs. 1 AIG).  

Bei der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).  

7.  

7.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

7.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

7.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

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Seite 10 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06,  

§§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen gelingt ihm 

das nicht. Weder die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat 

noch der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers (vgl. E. 8.3) lassen 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt als unzulässig erschei-

nen.  

7.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.  

8.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.2 Obwohl Guinea in den vergangenen Jahren von Unruhen und politi-

scher Instabilität gekennzeichnet war, herrscht dort weder Krieg oder Bür-

gerkrieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. Der Vollzug der Wegwei-

sung ist daher nicht generell als unzumutbar zu erachten (vgl. bspw. Urteile 

des BVGer E-825/2025 vom 6. März 2025 E. 5.3.2, E-4583/2024 vom 

28. November 2024 E. 5.3.2, E-5664/2024 vom 7. Oktober 2024 E. 7.3.1, 

D-3060/2024 vom 29. Mai 2024 E. 7.3.3, E-1706/2024 vom 2. Mai 2024 

E. 10.3.2).  

8.3 Auf Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus medizinischen 

Gründen ist sodann nach Lehre und konstanter Praxis nur dann zu schlies-

sen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht 

zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefähr-

denden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands führen würde. Dabei 

wird als wesentlich die allgemeine und dringende medizinische Behand-

lung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen 

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Seite 11 

Existenz notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls nicht vor, wenn im 

Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizerischen Standard ent-

sprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2011/50 

E. 8.3, 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1, 2009/2 E. 9.3.2).  

Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen (vgl. SEM-Akten 31/5), dass 

der Beschwerdeführer unter starken Rückenschmerzen gelitten (Stand 

2. Januar 2024) und die Physiotherapie auf eigenen Wunsch abgebrochen 

hat (Stand 30. Januar 2024). Zudem sind Probleme auf dem rechten Auge 

aufgrund einer Schlägerei aktenkundig; es wurde Dafalgan verschrieben 

(Stand 8. Dezember 2023). Sodann wurden in einer E-Mail der Hausärztin 

(vgl. SEM-Akten 46/6 S. 6) über einen Bandscheibenvorfall, zwei bevorste-

hende Arzttermine sowie über psychologische Betreuung informiert (Stand 

5. Dezember 2024).  

Auf Beschwerdeebene reichte der Beschwerdeführer sodann vier Arztbe-

richte ein (Arztbericht Augenklinik D._______ vom 26. Februar 2025, Aus-

trittsberichts (…) vom 20. Februar 2025, Arztberichte (…) vom 18. Februar 

2025 und 10. Januar 2025). Mit diesen liegen nun auch die Resultate der 

durch die Hausärztin angekündigten Visiten vor. Den Berichten ist zu ent-

nehmen, dass am 19. Februar 2025 aufgrund einer Verengung des Wirbel-

kanals beim Beschwerdeführer ein chirurgischer Eingriff im (…) durchge-

führt wurde. Am 20. Februar 2025 wurde er nach gelungener Operation, in 

gutem Allgemeinzustand und ohne Schmerzen beim Gehen aus dem Spital 

entlassen; er ist auf keine Hilfsmittel (Gehilfen etc.) angewiesen. Es wurden 

lediglich Dafalgan und Novalgin verschrieben. Das MRT vom 20. Februar 

2025 hat die erfolgreiche Operation bestätigt und es wurden keine Kompli-

kationen festgestellt. Die Nachkontrolle fand gemäss desselben Austritts-

berichts bereits am 6. März 2025 statt. Da der Bericht dieser Kontrolle nicht 

ins Recht gelegt wurde, ist davon auszugehen, dass diese ebenfalls positiv 

verlaufen ist und der Beschwerdeführer nunmehr keine entsprechenden 

Beschwerden mehr hat. Was schliesslich das rechte Auge anbelangt, wird 

ausgeführt, dass der Schlag auf das Auge vor ungefähr einem Jahr zu einer 

Sehminderung auf 1/10 geführt habe. Der Sehnerv könne nicht mehr her-

gestellt werden, jedoch sei allenfalls eine Operation des Macular Pucker 

möglich. Wobei nicht sicher sei, ob die Operation ohne Komplikationen ver-

laufe und schliesslich die Situation tatsächlich verbessere. Das linke Auge 

sei indessen in einwandfreiem Zustand. 

Es ist festzustellen, dass die Operation am Rücken erfolgreich abgeschlos-

sen wurde. Was die Augen anbelangt ist festzustellen, dass er auf dem 

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linken Auge volle und auf dem rechten Auge (nach einer Schlägerei) stark 

eingeschränkte Sicht hat. Der Ausgang einer Operation (Macular Pucker) 

ist ungewiss. Die auf einem Auge eingeschränkte Sicht verunmöglicht es 

ihm keineswegs, die Heimreise anzutreten und in Guinea ein normales Le-

ben zu führen. Überdies ist zusammen mit der Vorinstanz festzustellen, 

dass allfällige psychische Probleme dort behandelt werden können. So ist 

in Guinea die medizinische Grundversorgung gewährleistet und auch Be-

handlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen mit entsprechendem 

Fachpersonal gegeben (vgl. bspw. Urteile des BVGer D-4148/2024 vom 

13. Dezember 2024 E. 7.4.3, D-2086/2019 vom 19. Juni 2019 E. 5.3.1 und 

angefochtene Verfügung S. 10 f.). 

Aufgrund des Gesagten kann der Wegweisungsvollzug vorliegend – ent-

gegen der Behauptung in der Beschwerde – in antizipierter Beweiswürdi-

gung ohne Abwarten weiterer medizinischer Abklärungen des Beschwer-

deführers beurteilt werden. Der Beschwerdeführer hat auch keine weiteren 

neuen medizinischen Tatsachen geltend oder glaubhaft gemacht, die wei-

tergehenden Abklärungen erforderlich erscheinen liessen. Bei dieser Aus-

gangslage bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Ausgang weite-

rer medizinischer Berichte den Entscheid in rechtserheblicher Weise be-

einflussen könnte. Weder die Akten noch die Beschwerdeausführungen 

lassen den Schluss zu, die inzwischen operativ beseitigten Schmerzen, die 

verminderte Sicht oder die behaupteten psychischen Probleme seien als 

derart gravierend zu qualifizieren, dass sie bei einer Rückkehr nach Guinea 

zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesund-

heitszustands des Beschwerdeführers führen würden. Es sind entspre-

chende Institutionen und Medikamente zur (Weiter-)Behandlung des Be-

schwerdeführers im Heimatland gegeben und es ist – zusammen mit der 

Vorinstanz – auf die Möglichkeit spezifischer medizinischer Rückkehrhilfe 

hinzuweisen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG). Daher stellt der Einwand bezüg-

lich der Finanzierung allfälliger Behandlungsmassnahmen vorliegend 

ebenfalls kein Wegweisungsvollzugshindernis dar.  

8.4 In casu besteht schliesslich auch kein Grund zu der Annahme, dass 

der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Guinea in eine existenz-

bedrohende Lage geraten würde. Die behauptete Minderjährigkeit konnte 

er nicht glaubhaft machen (vgl. E. 5). Sodann ist aufgrund der Aussagen 

davon auszugehen, dass der junge und alleinstehende Beschwerdeführer 

in B._______ über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt, zu dem 

er bei Bedarf zurückkehren kann (vgl. bspw. SEM-Akten 30/16 F44, F89). 

Was den LKW-Fahrer anbelangt, ist festzustellen, dass dieser den 

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Beschwerdeführer entweder weiterhin finanziell unterstützen kann oder, 

dass die diesbezüglichen Vorbringen eine Verschleierung der tatsächlichen 

finanziellen Situation des Beschwerdeführers beziehungsweise seiner Fa-

milie bezweckt haben und diese somit besser ist, als vorgegeben (vgl. 

bspw. a.a.O. F64 f.). Hierzu ist in Bestätigung der Vorinstanz festzustellen, 

dass die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvoll-

zugs zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind (Art. 6 AsylG 

i.V.m. Art. 12 VwVG). Diese Untersuchungspflicht findet jedoch nach Treu 

und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der asylsuchenden 

Person (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt 

(Art. 7 AsylG). Es kann nicht Sache der Asylbehörden sein, nach allfälligen 

weiteren Wegweisungsvollzugshindernissen zu forschen, wenn die be-

troffene Person – wie vorliegend der Beschwerdeführer – durch unglaub-

hafte beziehungsweise fehlende, womöglich gezielt vorenthaltene, Anga-

ben über seine Identität und sein soziales Beziehungsnetz eine weiterer-

gehende Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verhindert. 

Vermutungsweise ist deshalb davon auszugehen, einer Wegweisung stün-

den keine Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 AsylG in Verbindung 

mit Art. 83 Abs. 2–4 AIG entgegen (vgl. Urteile des BVGer D-1656/2019 

vom 18. Januar 2022 E. 7.4.2, E-1406/2018 vom 22. Dezember 2019 

E. 7.3, D-2413/2019 vom 5. Juni 2019 E. 8.2, E-4811/2018 vom 10. Sep-

tember 2018 E. 8.4.5, EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2). 

8.5 Der Vollzug der Wegweisung ist sowohl in genereller als auch individu-

eller Hinsicht zumutbar.  

8.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.  

Die Vorinstanz hat den Vollzug demnach zu Recht als zulässig, zumutbar 

und möglich erachtet. Damit fällt die Anordnung einer vorläufigen Auf-

nahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). Das Beschwerdebegehren 

ist abzuweisen. 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

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(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. Nach dem Gesagten be-

steht auch kein Grund zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz. Das 

Eventualbegehren ist ebenfalls abzuweisen.  

11.  

Das Begehren, es sei festzustellen, dass er sich für die Dauer des Verfah-

rens einstweilen in der Schweiz aufhalten dürfe, ist mit vorliegendem Di-

rektentscheid gegenstandslos geworden.  

12.  

12.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden 

Erwägungen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos zu gelten 

haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht 

gegeben, weshalb dem Gesuch nicht stattzugeben ist. Aus demselben 

Grund kann auch dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

nicht stattgegeben werden.  

12.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde gegen den Wegweisungsentscheid wird abgewiesen. 

2.  

Die Begehren hinsichtlich der Datenänderung im Zentralen Migrationsin-

formationssystem (ZEMIS) werden im Verfahren D-1870/2025 behandelt. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Michal Koebel 

 

 

Versand: