# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02ba641b-43f3-5b7f-bf29-a987e2635d71
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2013 S 2011 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2011-153_2013-02-22.pdf

## Full Text

S 11 153

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 22. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren 1947, war bei der damaligen Versicherung B; heute Versicherung 

A, gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 22. Januar 1984 

beim Skifahren eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zuzog. 

Am 2. Februar 1984 wurde im Kantonsspital Chur eine transossäre Refixation 

des Kreuzbandes durchgeführt. Der Heilungsverlauf war problemlos. Die 

Versicherung B übernahm die Kosten für die Heilbehandlung und leistete 

Taggelder.

2. Am 9. März 1986 erlitt … beim Schlitteln eine Distorsion des rechten Knies. Dr. 

med. …, Spezialarzt FMH Orthopädie, diagnostizierte einen Verdacht auf 

Innenmeniscusläsion rechts. Am 21. März 2006 konnte die Behandlung 

abgeschlossen werden.

3. Am 13. Dezember 2000 stürzte … auf einer Treppe und zog sich eine 

beidseitige Kniekontusion zu. Mit Arztzeugnis vom 26. Januar 2001 

diagnostizierte Dr. med. … einen grösseren tiefen Knorpelschaden im medialen 

Femurkondylus sowie oberflächliche Knorpelschäden femoropatellar mit 

Begleitsynovialitis. Der Knorpelschaden sei vorbestehend und durch den 

Treppensturz traumatisiert. Die Versicherung B erbrachte die gesetzlichen 

Leistungen.

4. Mit Bericht vom 13. September 2001 gab Dr. med. …, Facharzt für Orthopädie 

und Chirurgie an der …-Clinic, an, seit dem Treppensturz vom 13. Dezember 

2000 bestünden im rechten Knie belastungsabhängige und auch nächtliche 

Schmerzen im antero-medialen Gelenkspaltbereich sowie zentral im 

Kniegelenk. Es liege eine posttraumatische Knorpelschädigung mit beginnender 

Varusgonarthrose vor. Am 16. November 2001 nahm Dr. med. … am rechten 

Knie eine Kniearthroskopie mit medialer Meniskektomie, Gelenktoilette und 

aufklappender Tibiavalgisations-osteotomie vor. Im diesbezüglichen 

Operationsbericht diagnostizierte Dr. med. … eine progrediente mediale 

Gonarthrose und erwähnte unter anderem, er habe Fadenreste von der 

Operation von 1984 vorgefunden und entfernt. Nach gut zwei Monaten zeigte 

sich das rechte Kniegelenk in der Kontrolle bei Dr. med. … reizlos.

5. Am 26. September 2001 meldete die damalige Arbeitgeberin von … der 

Versicherung B einen Rückfall zum Treppensturzunfall vom 13. Dezember 

2000. Mit Verfügung vom 19. November 2001 verweigerte die Versicherung B 

ihre Leistungen ab dem 1. März 2001. Sie gab an, nach ihren medizinischen 

Abklärungen bestehe zwischen dem Unfallereignis vom 13. Dezember 2000 

und den aktuellen Beschwerden am rechten Knie mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kein Kausalzusammenhang. Gegen diese Verfügung erhob 

… am 6. Dezember 2001 Einsprache. Es handle sich um einen Rückfall zum 

Skiunfall 1984. Er habe seit diesem Unfall Probleme mit dem rechten Knie, 

welche im Laufe der Zeit zugenommen hätten und durch den Sturz am 13. 

Dezember 2000 unerträglich geworden seien. Am 24. Januar 2002 zog … die 

Einsprache zurück, nachdem ihm die Versicherung B zugesichert hatte, dass 

sie prüfen werde, ob die aktuellen Knieprobleme als Spätfolgen oder Rückfall 

auf den Unfall von 1984 zurückzuführen seien.

6. Mit Bericht vom 14. März 2002 hielt Dr. med. … als beratender Arzt der 

Versicherung B fest, die aktuellen Beschwerden im rechten Knie seien auf den 

ursprünglichen Unfall im Jahr 1984 zurückzuführen.

7. Am 29. Oktober 2004 diagnostizierte Dr. med. … eine Valgusgonarthrose im 

linken Kniegelenk. In seinem Verlaufsbericht gab er dazu an, die linksseitigen 

Knieschmerzen seien seit zirka 2 Jahren zunehmend, und über kurz oder lang 

sei bei dieser ausgeprägten Pangonarthrose eine Knie-Totalendoprothese 

indiziert.

8. Am 18. Juli 2006 suchte … Dr. med. … wegen zunehmender Schmerzen im 

rechten Knie auf. Ein MRI vom 26. Juli 2006 zeigte am rechten Knie eine 

schwere Pangonarthrose sowie eine Degeneration des lateralen Meniskus 

möglicherweise mit radiärem Einriss. Am 14. September 2006 setzte Dr. med. 

… eine Knie-Totalendoprothese ein. Postoperativ erlitt … eine Lungenembolie. 

Bis zum 26. September 2006 war er in der …-Clinic hospitalisiert. Im 

Austrittsbericht vom 25. September 2006 diagnostizierte Dr. med. …nebst der 

rechtsseitigen auch eine linksseitige Gonarthrose sowie Polyarthrosen an den 

Fingergelenken (Heberden) und Adipositas. Vom 26. September 2006 bis am 

10. Oktober 2006 hielt sich … zur Rehabilitation in der Klinik … auf. Im Bericht 

der Klinik … vom 6. November 2006 wurde nebst der Knieproblematik ein 

akutes ISG-Symptom rechts bei ISG-Arthrose und Osteochondrose 

festgehalten. Gemäss Bericht vom 17. April 2007 von Dr. med. …, Facharzt für 

Lungenkrankheiten und Innere Medizin, zeigte die computertomographische 

Untersuchung eine vollständige Resolution der Lungenembolie.

9. Unterdessen hatte die Versicherung A die Versicherung B übernommen und 

war in den Vertrag mit … eingetreten. Die Versicherung A übernahm die Kosten 

im Zusammenhang mit dem arthroplastischen Gelenksersatz am rechten Knie 

und leistete Taggelder. Sie stützte sich dabei auf einen Bericht vom 26. 

September 2006, in welchem ihr beratender Arzt, Dr. med. …, Spezialarzt für 

orthopädische Chirurgie, angab, die Operation vom 14. September 2006 sei auf 

den Unfall von 1984 zurückzuführen.

10. Am 14. Juni 2007 setzte Dr. med. … bei diagnostizierter Gonarthrose links auch 

im linken Knie eine Totalendoprothese ein. Gleichzeitig nahm er am rechten 

Knie eine offene Arthrolyse und eine Kniegelenksmobilisation vor. Postoperativ 

trat eine Lungenembolie mit anschliessender pulmonaler Hypertonie auf. Die 

Lungenembolie löste sich in der Folge gemäss Bericht von Dr. med. … vom 17. 

Dezember 2007 vollständig auf. Der Heilungsverlauf am rechten Knie war nicht 

optimal, so dass … über längere Zeit ganz beziehungsweise teilweise 

arbeitsunfähig blieb. Die Versicherung A übernahm  im Zusammenhang mit 

dem rechten Knie die Heilkosten und leistete Taggelder.

11. Mit Bericht vom 3. März 2009 hielt der Hausarzt, Dr. med. …, Facharzt für 

Innere Medizin, fest, die Arbeitsunfähigkeit liege aufgrund der 

Funktionseinbusse des rechten Knies bei 40 %, da der Patient nicht längere 

Zeit sitzen könne und das Knie immer wieder mobilisieren müsse.

12. Im Auftrag der Versicherung A wurde … am 18. März 2009 von Dr. med. …, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie,  untersucht. Mit Gutachten vom 25. März 

2009 hielt Dr. med. … fest, die vom Operateur, vom Lungenspezialisten und 

vom Hausarzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeit von 40 % sei realistisch. Die 

Schädigung der körperlichen Integrität liege bei 35 %. Die zurzeit noch 

vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien auf den Unfall als 

alleinige Ursache zurückzuführen. Zum Zeitpunkt des Unfalles sei der Patient in 

jeder Beziehung vollständig beschwerdefrei und sportlich sehr aktiv gewesen. 

Mit Schreiben vom 2. April 2009 ergänzte Dr. med. … auf Anfrage der 

Versicherung A, der hauptsächliche Grund für die Attestierung einer bloss 

60%igen Arbeitsfähigkeit liege darin, dass es im Gefolge der zweimaligen 

Lungenembolie zu einer pulmonalen Hypertonie mit bleibender und ziemlich 

ausgeprägter Anstrengungs-Dyspnoe gekommen sei. Ein einseitiges 

Knieproblem führe – ob operiert oder nicht – in bestmöglich angepasster 

Tätigkeit nie zu einer Arbeitsunfähigkeit von 40 %.

13. Mit Schreiben vom 5. Mai 2009 gab Dr. med. … an, er könne mit der 

gutachterlichen Beurteilung von Dr. med. … voll übereinstimmen.

14. Mit Bericht vom 20. Juli 2009 diagnostizierte der Lungenspezialist Dr. med. … 

einen Status nach zweimaligen Lungenembolien, aktuell Adipositas-bedingte 

leichte Restriktion ohne CO-Diffusionsstörung. Zudem gab er an, im Bezug auf 

die Lungenproblematik könne keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden.

15. Mit Schreiben vom 10. August 2009 an die Versicherung A teilte Dr. med. … 

mit, angesichts der Beurteilung von Dr. med. … bestehe in der gegenwärtigen, 

knieadaptierten Bürotätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

16. Mit Verfügung vom 8. September 2009 stellte die Versicherung A die 

Leistungen für Heilbehandlungen und Taggelder per 31. Mai 2009 ein und 

sprach eine Integritätsentschädigung von Fr. 24'360.00 bei einer 

Integritätseinbusse von 35 % zu. Gegen diese Verfügung erhob … am 6. 

Oktober 2009 Einsprache. Er übe keine leichte Bürotätigkeit aus, sondern sei 

zu mehr als 60 % im Aussendienst tätig. Durch die Beschwerden im rechten 

Knie werde er dabei zu mindestens 40 % eingeschränkt. Es sei ihm deshalb 

eine Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter seien die Taggeldleistungen 

fortzuführen. Die Einstellung der Leistungen für Heilbehandlungen sei 

aufzuheben, da noch nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob weitere 

Behandlungen notwendig seien. 

17. Am 25. November 2009 fand eine Besprechung statt, an welcher …, seine 

Tochter, sein Rechtsvertreter und ein Vertreter der Versicherung A teilnahmen. 

Die Besprechung diente dazu, die Berufsanamnese zu erheben, um die Basis 

für allfällige weitere medizinische Abklärungen und für die Rentenprüfung zu 

schaffen. Am 27. Januar 2010 fand eine Vergleichsverhandlung statt, welche 

indessen nicht zu einer Einigung führte.

18. Am 12. Dezember 2010 erstellte das Medizinische Zentrum … (nachfolgend: 

MZR) im Auftrag der Versicherung A ein interdisziplinäres Gutachten. Die drei 

Gutachter aus den Fachbereichen Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und 

Psychiatrie kamen zum Schluss, bei … bestehe eine Neigung zur Entwicklung 

von Arthrosen. Sie begründeten dies damit, dass auch im linken Knie, in den 

Hüftgelenken und in der Lendenwirbelsäule Arthrose vorliege. Spätestens nach 

Abschluss der Rehabilitation nach der Refixation des vorderen Kreuzbandes 

etwa Ende August 1984 hätten nur noch unfallfremde Faktoren gewirkt. Eine 

unfallbedingte, dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und ein 

unfallbedingter Integritätsschaden lägen nicht vor.

19. Mit Schreiben vom 28. Februar 2011 nahm … zum MZR-Gutachten Stellung. Er 

rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und machte geltend, die MZR-

Gutachter hätten keine Kenntnis vom Bericht zur Operation vom 16. November 

2001 gehabt; sie hätten deshalb nicht berücksichtigt, dass bei dieser Operation 

Fäden von der Operation im Jahre 1984 vorgefunden worden seien. 

20. Mit Schreiben vom 22. August 2011 führte Dr. med. …, Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin und beratender Arzt der Versicherung A, aus, der 

Operationsbericht und die Tatsache der gefundenen Fadenreste hätten 

keinerlei Einfluss auf die Einschätzungen im MZR-Gutachten. Bei 

Knieoperationen werde nicht resorbierbares Fadenmaterial verwendet. Dr. med. 

… habe die Fadenreste entfernt, weil das Kreuzband sehr gut verheilt gewesen 

sei. Die Fadenreste hätten keinen Einfluss auf den Verlauf seit 1984. 

21. Mit Schreiben vom 5. September 2011 nahm … zum Bericht von Dr. med. … 

Stellung. Er rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und bestritt die 

Schlüssigkeit des Berichtes. 

22. Mit Entscheid vom 24. Oktober 2011 wies die Versicherung A die Einsprache 

ab. Der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör sei nicht 

verletzt worden. Es sei auf das MZR-Gutachten und den Bericht von Dr. med. 

… abzustellen. Danach stünden die Beschwerden im rechten Knie nicht mehr 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Skiunfall 

von 1984; der Status quo sine sei bereits Ende August 1984 erreicht worden.

23. Gegen diesen Entscheid erhob … am 23. November 2011 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er beantragte, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben und die Versicherung A sei zu verpflichten, ihm ab 

Juni 2009 eine Invalidenrente gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % 

zuzusprechen, eventualiter seien die Taggeldleistungen fortzuführen. Weiter sei 

diese zu verpflichten, ihm weiterhin Leistungen für Heilbehandlungen zu 

erbringen. Die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit 

diese die IV-Rente, allenfalls die Taggeldleistungen, verbindlich festlege. Zur 

Begründung machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, die 

Beschwerdegegnerin habe bis Ende Mai 2009 Leistungen im Zusammenhang 

mit dem rechten Knie erbracht und damit ausdrücklich anerkannt, dass die 

Beschwerden auf den Unfall aus dem Jahre 1984 zurückzuführen seien. Die 

Dres. med. …, … und … bestätigten eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit. Auf die 

Meinungsänderung von Dr. med. … nach der Intervention der 

Beschwerdegegnerin sei nicht abzustellen. Auf das MZR-Gutachten und den 

Bericht von Dr. med. … könne nicht abgestellt werden. Das MRZ und Dr. med. 

… seien von der Beschwerdegegnerin abhängig, und das rechtliche Gehör sei 

nicht gewährt worden. Das MZR-Gutachten sei nicht schlüssig, und die MZR-

Gutachter hätten keine Kenntnis vom Operationsbericht vom 16. November 

2001 gehabt, was einen erheblichen, verfälschenden Einfluss auf das 

Gutachten gehabt habe. Dr. med. … habe sich nicht mit dem konkreten Fall 

auseinander gesetzt.

24. Die Versicherung A beantragte am 16. Januar 2012 die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde. Sie verwies auf die Ausführungen im 

Einspracheentscheid und ergänzte, die Arztberichte der Dres. med. …, … und 

… seien mangelhaft, so dass ein abschliessendes polydisziplinäres Gutachten 

notwendig gewesen sei. Auf das MZR-Gutachten und den Bericht von Dr. med. 

… sei abzustellen. Ihm hätten sämtliche Akten zur Verfügung gestanden, und er 

habe sich durchaus mit dem konkreten Fall auseinandergesetzt. Dass er 

beratender Arzt sei, sei für sich alleine kein Grund, an seiner Objektivität zu 

zweifeln. Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, das MZR stehe nicht in 

einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihr; und selbst wenn eine wirtschaftliche 

Abhängigkeit bestünde, wäre dies für sich alleine kein Ausstandsgrund. Das 

MZR-Gutachten sei schlüssig. Obwohl den Gutachtern der Operationsbericht 

vom 16. November 2001 nicht vorgelegen habe, sei ihnen die an diesem Tag 

vorgenommene Operation bekannt gewesen. Die Gutachter seien offensichtlich 

wie Dr. med. … der Meinung, dass die Fäden nicht im Zusammenhang mit der 

Gonarthrose stünden. 

25. In einem zweiten und in einem (unaufgeforderten) dritten Schriften-wechsel 

hielten die Parteien an ihren Anträgen fest und bauten ihre Standpunkte aus.

26. Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin reichte die Beschwerdegegnerin das 

Aktendossier zum Unfall vom 13. Dezember 2000 ein. Der Beschwerdeführer 

führte dazu aus, wesentlich sei der Arztbericht vom 14. März 2002, in welchem 

Dr. med. … angegeben habe, die aktuellen Beschwerden im rechten Knie seien 

auf den Unfall im Jahr 1984 zurückzuführen. Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf eine Stellungnahme.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

24. Oktober 2011. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht im Zusammenhang mit den gesundheitlichen Problemen des 

Beschwerdeführers am rechten Knie zu Recht ab dem 31. Mai 2009 verneint 

hat. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin bei 

der Beurteilung des Kausalzusammenhanges zwischen dem Skiunfall im Jahre 

1984 und den aktuellen Kniebeschwerden zu Recht auf das Gutachten des 

Medizinischen Zentrums … (MZR) vom 12. Dezember 2010 (Akten der 

Beschwerdegegnerin M72 [Bg/M72]) und auf den Bericht von Dr. med. … vom 

22. August 2011 (Bg/M74) abgestellt hat.

2. a) Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 42 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) haben die Parteien in Sozialversicherungsverfahren 

Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst 

das Recht der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf 

den Prozess der Entscheidfindung (vgl. BGE 126 V 132 E. 2b). Die Parteien 

haben insbesondere das Recht, Einsicht in die Akten zunehmen und sich zu 

den tatsächlichen Fragen zu äussern. Im vorliegenden Fall ist vorneweg zu 

prüfen, ob dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör im Zusammenhang mit 

dem MZR-Gutachten (Bg/M72) und mit dem Bericht von Dr. med. … (Bg/M74) 

gewährt worden ist. 

b) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, es sei ihm zu spät mitgeteilt worden, 

welche Ärzte ihn am MZR begutachten würden.

Gemäss Art. 44 ATSG muss der Versicherungsträger, der zur Abklärung des 

Sachverhaltes ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen einholt, 

der Partei dessen Namen bekannt geben. Die betroffene Person kann den 

Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. Nach 

der Rechtsprechung muss die Bekanntgabe des Namens eine gewisse Zeit vor 

dem angesetzten Begutachtungstermin erfolgen, damit die versicherte Person 

in der Lage ist, ihre Mitwirkungsrechte vor der Begutachtung wahrzunehmen 

(BGE 132 V 376 E. 8.4). Vorliegend teilte die Beschwerdegegnerin mit 

Schreiben vom 10. Juni 2010 mit, sie beabsichtige ein polydisziplinäres 

Gutachten in Auftrag zu geben und habe das MZR dazu vorgesehen. Sobald 

die begutachtenden Ärzte bekannt seien, werde der Beschwerdeführer im 

Rahmen des rechtlichen Gehörs die Möglichkeit haben, dazu Stellung zu 

nehmen (Bg/Z141). Mit Schreiben vom 6. September 2010 informierte die 

Beschwerdegegnerin, sie habe unterdessen das MZR mit der Begutachtung 

beauftragt und dieses aufgefordert, die Namen der begutachtenden Ärzte 

anzugeben (Bg/Z149). Mit Schreiben vom 9. September 2010 bot das MZR den 

Beschwerdeführer für den 17. und den 30. September 2010 zur medizinischen 

Abklärung auf. In diesem Schreiben informierte das MZR den 

Beschwerdeführer auch darüber, dass er von Dr. med. …, FMH Innere Medizin, 

Dr. med. …, FMH Psychiatrie, und med. pract. …, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie FMH begutachtet werde. Die Bekanntgabe der Gutachter 

erfolgte somit rund eine Woche vor dem ersten Abklärungstermin. Diese 

Zeitspanne hätte genügt, um Einwände und Ausstandsbegehren gegen die 

erwähnten Gutachter zu erheben. Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers hätte die Überprüfung der fachlichen Qualifikation nicht viel 

Zeit in Anspruch genommen, da auf der Internetseite der FMH, der Verbindung 

der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, einfach zu überprüfen ist, ob ein Arzt 

tatsächlich über einen Facharzttitel verfügt. Entscheidend ist auch, dass der 

Beschwerdeführer offensichtlich mit dem Zeitpunkt des ersten 

Abklärungstermins einverstanden war. Zum einen hatte das MZR die 

Festlegung der Termine telefonisch mit ihm abgesprochen (Bg/Z151), und zum 

anderen ging der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. September 2010 

nicht auf das Angebot der Beschwerdegegnerin ein, die Abklärungstermine zu 

verschieben (Bg/Z152, Z153). Eine Verschiebung wäre entgegen der Ansicht 

des Beschwerdeführers zumutbar gewesen. Die Angelegenheit hatte sich aus 

verschiedenen, zum Teil auch von Seiten des Beschwerdeführers herrührenden 

Gründen bereits in die Länge gezogen, so dass ein Aufschub um einige 

Wochen keinen wesentlichen Unterschied gemacht hätte. Angesichts dieser 

Umstände liegt im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der MZR-Gutachter 

keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.

c) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin hätte 

ihm den Fragenkatalog für das MZR-Gutachten vor der Begutachtung zur 

Stellungnahme unterbreiten müssen.

Das ATSG regelt die Frage, ob die betroffene Person bei der Formulierung der 

Expertenfragen Mitwirkungsrechte habe, nicht explizit. Gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wie sie hier zum massgebenden 

Zeitpunkt im Jahre 2010 galt, hatte die versicherte Person keinen Anspruch auf 

vorgängige Stellungnahme zu den Expertenfragen; damals erachtete man die 

Rechte der versicherten Person insofern als gewahrt, wenn sie sich zum 

Beweisergebnis äussern und erhebliche Beweisanträge vorbringen konnte 

(BGE 133 V 446 E. 7.4; unterdessen hat das Bundesgericht seine Praxis in 

BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 geändert). Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers war die Beschwerdegegnerin somit nicht verpflichtet, ihm 

den Fragenkatalog vor der Begutachtung durch das MZR zur Stellungnahme zu 

unterbreiten. Die Beschwerdegegnerin stellte ihm das MZR-Gutachten mit 

Schreiben vom 15. Dezember 2010 (Bg/Z155) zu und gab ihm Gelegenheit, 

sich dazu zu äussern. Damit erfüllte die Beschwerdegegnerin die damals 

geltenden Voraussetzungen. 

d) Der Beschwerdeführer rügt ferner, er hätte über den Beizug von Dr. med. … 

vorgängig informiert werden müssen. 

Wie bereits erwähnt verlangt Art. 44 ATSG bei der Einholung eines Gutachtens 

eines unabhängigen Sachverständigen die vorgängige Bekanntgabe des 

Namens. Nicht als unabhängige Sachverständige im Sinne von Art. 44 ATSG 

gelten die so genannten versicherungsinternen Ärzte (BGE 135 V 254 E. 3.4.1). 

Zur Kategorie der versicherungsinternen Ärzte gehören nebst den Angehörigen 

der Medizinischen Dienste der Versicherungsträger auch die Vertrauensärzte 

und die beratenden Ärzte (Urteil des Bundesgerichts 8C_396/2011 vom 21. 

September 2011 E. 5). Dr. med. … erstattete seinen Bericht als beratender Arzt 

der Beschwerdegegnerin. Der Bericht stellt damit ein versicherungsinternes 

Dokument dar, welches von Art. 44 ATSG nicht erfasst wird (BGE 135 V 254 E. 

3.4.2). Aber selbst wenn die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, 

den Beschwerdeführer vorgängig über den Beizug von Dr. med. … zu 

informieren, so wäre der Verfahrensmangel dadurch geheilt, dass der 

Beschwerdeführer die Gelegenheit hatte, zum Bericht von Dr. med. … Stellung 

zu nehmen und Ergänzungsfragen zu stellen (Bg/Z167, Z168; BGE 136 V 113 

E. 5.4 und 5.5).

e) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör im Zusammenhang mit dem MZR-

Gutachten und dem Bericht von Dr. med. … nicht verletzt worden ist.

3. a) Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, auf das MZR-Gutachten (Bg/M72) 

und auf den Bericht von Dr. med. … (Bg/M74) dürfe nicht abgestellt werden, 

weil sowohl das MZR als auch Dr. med. … von der Beschwerdegegnerin 

abhängig seien.

b) Das MZR bietet nebst Untersuchungen und Behandlungen auch regelmässig 

Begutachtungen an und ist auch im Rahmen der Invalidenversicherung als 

Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) tätig (vgl. www.mzr.ch). Dies führt aber 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht dazu, dass dem MZR die 

Objektivität grundsätzlich abgesprochen werden müsste. Nach der 

Rechtsprechung lässt nämlich eine ausgedehnte Gutachtertätigkeit einer 

Ärztegemeinschaft für die Sozialversicherungsträger nicht per se auf deren 

Befangenheit oder Voreingenommenheit schliessen (BGE 136 V 376 E. 4; Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_253/2010 vom 15. September 2010 E. 5.1). 

c) Dr. med. … steht als beratender Arzt in einem gewissen Naheverhältnis zur 

Beschwerdegegnerin. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat dies 

aber nicht zur Folge, dass seinen Berichten grundsätzlich keine Beweiskraft 

beizumessen ist. Nach der Rechtsprechung ist bei einer versicherungsinternen 

medizinischen Fachperson nicht alleine aufgrund ihres Anstellungs- oder 

Auftragsverhältnisses zum Versicherungsträger auf mangelnde Objektivität und 

Befangenheit zu schliessen. Den Berichten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen wird Beweiswert zuerkannt, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee).

d) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass dem MZR-Gutachten 

und dem Bericht von Dr. med. … die Beweiskraft weder wegen Abhängigkeit 

von der Beschwerdegegnerin, noch  wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs 

(siehe vorne E. 2.) abzusprechen ist und die Beschwerdegegnerin auf diese 

medizinischen Beurteilungen abstellen durfte.

4. a) Versicherungsleistungen des Unfallversicherers werden gemäss Art. 6 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall 

gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 

Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der 

gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3). 

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Gesundheitsschaden 

nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 

nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 

versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 

Störung entfiele. Ob zwischen einem Unfall und einer gesundheitlichen Störung 

ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das 

Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht 

(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).

c) Ursachen im Sinne des adäquaten Kausalzusammenhangs sind Ereignisse, die 

nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet sind, einen Gesundheitsschaden von der Art 

des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Gesundheitsschadens 

also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 

3.2 mit weiteren Hinweisen). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

körperlicher Beeinträchtigungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1).

d) Die einmal nachgewiesene Unfallkausalität entfällt, wenn der Unfall nicht mehr 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

sine). Das Dahinfallen der Unfallkausalität muss mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 

S. 45 E. 2).

5. Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhanges sind 

Versicherungsträger und Gerichte auf Angaben ärztlicher Experten 

angewiesen. Nachstehend werden sämtliche ärztlichen Unterlagen, die zur 

Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen den Beschwerden im 

rechten Knie und dem Unfall vom 2. Februar 1984 zur Verfügung stehen, in 

chronologischer Reihenfolge angeführt und auf ihren Beweiswert untersucht. 

Letzterer hängt nach der Rechtsprechung davon ab, ob der Arztbericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schluss-folgerungen des Experten begründet sind (BGE 

134 V 231 E. 5.1).

6. Dr. med. …, FMH Allgemeine Medizin, gab als beratender Arzt der 

Beschwerdegegnerin in seinem Bericht vom 22. August 2011 (Bg/M74) an, der 

Unfall von 1984 stehe in keinem Kausalzusammenhang mit der bestehenden 

Gonarthrose. Der Beweiswert dieser Aussage ist beschränkt. Einerseits weil 

den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte praxisgemäss nicht 

dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen Gutachten oder dem Gutachten 

eines versicherungsexternen Sachverständigen zukommt (BGE 135 V 465 E. 

4.4), und andererseits vor allem deshalb, weil Dr. med. … keine Begründung für 

seine Beurteilung liefert (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Die Parteien sind denn 

auch darin einig, dass auf die Beurteilung von Dr. med. … zum natürlichen 

Kausalzusammenhang nicht abgestellt werden kann.

7. a) Im MZR-Gutachten vom 12. Dezember 2010 (Bg/M72) wurde der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Skiunfall von 1984 und den aktuellen 

Beschwerden im rechten Knie verneint. Es wurde ausgeführt, der Unfall von 

1984 habe zur Entwicklung der Gonarthrose am rechten Kniegelenk nicht 

beigetragen. Bei der Operation vom 2. Februar 1984 sei eine Refixation des 

knöchernen Ausrisses durchgeführt worden, so dass eine volle Stabilität des 

verletzten Kniegelenkes erreicht worden sei. Es seien keine Eingriffe an den 

Menisken, Knorpeln und anderen Bändern durchgeführt worden. Nach 

komplikationslosem postoperativem Verlauf habe der Versicherte bis Ende der 

90er Jahre normal leben können, er habe Sport betrieben, sei Ski gefahren und 

habe normal gearbeitet. In einem MRI des rechten Knies vom 25. Juli 2006 

seien intakte Kreuzbänder beschrieben worden (Gutachten S. 28). Zur 

Begründung verwiesen die MZR-Gutachter vor allem auf die Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer auch im linken Knie und ohne Trauma eine fortgeschrittene 

Gonarthrose entwickelt habe, die ebenfalls alloprothetisch habe versorgt 

werden müssen, und dass an Hüfte und Rücken ebenfalls krankheitsbedingte 

Verschleisserscheinungen bestünden. Aus all dem schlossen sie, dass beim 

Beschwerdeführer offensichtlich eine Neigung zur Entwicklung von Arthrosen 

bestehe, was durch sein Übergewicht begünstigt werde (Gutachten S. 42). 

b) Nach der Rechtsprechung ist den durch UVG-Privatversicherer eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

135 V 465 E. 4.4). Vorliegend sind die MZR-Gutachter umfassend auf die hier 

primär interessierende Frage des  natürlichen Kausalzusammenhanges 

eingegangen, sie haben alle relevanten Untersuchungen in den Fachbereichen 

Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie vorgenommen und die vom 

Beschwerdeführer geklagten gesundheitlichen Beschwerden berücksichtigt. 

Zentral ist sodann, dass die MZR-Gutachter die medizinische Situation 

einleuchtend interpretiert und ihre Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet 

haben. Genauerer Untersuchung bedarf die Frage, ob das MZR-Gutachten in 

Kenntnis sämtlicher relevanter Vorakten abgegeben worden ist. Es steht fest, 

dass den MZR-Gutachtern der Bericht zur Operation vom 16. November 2001 

(Bg/M73) nicht zur Verfügung gestanden hatte (Bg/M72 S. 2). Der 

Beschwerdeführer ist der Ansicht, ohne diesen Bericht sei es nicht möglich 

gewesen, die Folgen der Operation im Jahre 1984 und die Frage des 

Kausalzusammenhangs zu beurteilen; das Fehlen dieses Berichtes habe einen 

wesentlichen, verfälschenden Einfluss auf das MZR-Gutachten. Bei der 

Operation vom 16. November 2001 handelte es sich um eine von Dr. med. … 

durchgeführte Arthroskopie des rechten Kniegelenkes mit medialer 

Meniskektomie, Gelenktoilette und aufklappender Tibiavalgisationsosteotomie. 

Im Operationsbericht diagnostizierte Dr. med. … eine progrediente mediale 

Gonarthrose rechts und Status nach medialer Meniskektomie am rechten Knie; 

den Zustand im rechten Kniegelenk beschrieb er in seinem Operationsbricht 

vom 16. November 2001 folgendermassen (Bg/M73):
Femoropatellargelenk: unauffällig, keine schwereren Knorpelschäden, stärker 
   Umgebungssynovialitis
Mediales Kompartiment: Grössere Restmeniskusläsion im Pars intermedia und Hinter-

hornbereich mit einem kleinen Lappenriss und einem Horizontalriss, der bis weit 
peripher geht. Das Vorderhorn ist unauffällig. Knorpelschaden im zentralen und 

posteromedialen Tibiaplateau, ohne dass der bare Knochen sichtbar ist, der mediale 
Femurkondylus zeigt ebenfalls stärkere Knorpelschäden. (…)

Zentralpfeiler: Grüne Fadenreste bei Status nach vorderer Kreuzbandnaht, welche entfernt 
werden, die Narbe des vorderen Kreuzbandes strafft sich in endständiger Schublade 
suffizient an. (…)

Laterales Kompartiment: unauffällig, geringgradige Chondromalazie des Tibia-plateaus, 
intakter Meniskus.

Der Operationsbericht enthält damit keine relevanten Angaben, welche den 

MZR-Gutachtern nicht aus den übrigen, ihnen zur Verfügung gestandenen 

medizinischen Akten bekannt gewesen wären. Aus dem Verlaufsbericht von Dr. 

med. … vom 7. Januar 2002 (Bg/M5) waren sie darüber informiert, dass am 16. 

November 2001 eine Arthroskopie des rechten Kniegelenkes mit medialer 

Meniskektomie, Gelenktoilette und aufklappender Tibiavalgisationsosteotomie 

vorgenommenen worden war (Gutachten [Bg/M72] S. 2, 11, 24). Weil ein 

solcher Eingriff klassischerweise bei einer Kniegelenksarthrose zur Anwendung 

gelangt, konnten die MZR-Gutachter ohne weiteres darauf schliessen, dass 

bereits damals eine progrediente Gonarthrose vorgelegen hatte. Gestützt auf 

die Aussagen des Beschwerdeführers wussten die MZR-Gutachter sodann 

auch, dass Dr. med. … nicht resorbierbare Fäden von der Operation von 1984 

aufgefunden und entfernt hatte, und dass diese Fäden nach der Ansicht des 

Beschwerdeführers den Verschleiss im Knie beschleunigt hätten  (Gutachten S. 

19, 30). Aufgrund des MRI des rechten Knies vom 25. Juli 2006 (Bg/M9) war 

den Gutachtern schliesslich bekannt, dass das 1984 operierte vordere 

Kreuzband im Juli 2006 noch intakt gewesen war; daraus konnten sie 

schliessen, dass das Kreuzband auch zum Zeitpunkt der Operation von 2001 

intakt gewesen sein musste. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

hatte das Fehlen des Operationsberichtes vom 16. November 2001 somit 

keinen Einfluss auf die Beurteilung des Kausalzusammenhanges, und das MZR-

Gutachten wurde in Kenntnis sämtlicher relevanter Vorakten abgegeben.

c) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 

Beschwerdegegnerin dem MZR-Gutachten im Hinblick auf die Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zu Recht einen vollen Beweiswert 

beigemessen hat. Die vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachten 

Argumente sind, wie nachstehend gezeigt wird, nicht stichhaltig.

aa) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, das MZR-Gutachten sei nicht schlüssig, 

weil es die Problematik der Fadenreste nicht berücksichtige. Dies trifft nicht zu. 

Wie soeben ausgeführt waren die MZR-Gutachter über die Fadenreste und ihre 

Bedeutung für den Beschwerdeführer informiert (vgl. vorstehend E. 7b). Dass 

sie die Fadenreste im Rahmen ihrer versicherungsmedizinischen Beurteilung 

nicht erwähnten, stellt keinen Mangel dar, sondern lässt vielmehr darauf 

schliessen, dass sie ihnen keine wesentliche Bedeutung zugemessen haben. 

Diese Einschätzung deckt sich mit derjenigen der übrigen involvierten Ärzte. 

Die Fadenreste finden einzig im Bericht von Dr. med. … über die Operation von 

2001 Erwähnung (Bg/M73). In neutraler Weise hält der Bericht fest, es seien 

Fadenreste von der Operation 1984 aufgefunden und entfernt worden; 

Hinweise dafür, dass dies aussergewöhnlich oder problematisch sei, finden sich 

im Bericht nicht. Sodann fällt auf, dass Dr. med. … die Fadenreste weder in 

seinem Eintrag zur Operation im Verlaufsbericht (Bg/M5) noch sonst irgendwo 

erwähnte. Dr. med. … kam in seinem Gutachten vom 25. März 2009 mehrmals 

auf die Operation von 2001 zu sprechen, ohne dabei irgendwelche Hinweise 

auf die Fadenreste zu machen (Bg/M56 S. 2, 6, 7), und auch bei seinen 

Ausführungen zur Kausalität fanden die Fadenreste keine Erwähnung (Bg/M56 

S. 7). In den übrigen Arztberichten wurden die Fadenreste ebenfalls nicht 

erwähnt (Bericht vom 14. März 2002 von Dr. med. … [Bg/M4], Bericht von Dr. 

med. … vom 26. September 2006 [Bg/M15], Berichte von Dr. med. … vom 3. 

März 2009 [Bg/M55] und vom 11. September 2006 [Bg/M12]). Vor diesem 

Hintergrund ist die Stellungnahme von Dr. med. … vom 22. August 2011 

(Bg/M74) nachvollziehbar. Dr. med. … führte aus, die Fadenreste hätten 

keinerlei Einfluss auf die Einschätzungen der MZR-Gutachter. Das Kreuzband 

verlaufe in der Höhle des Kniegelenkes. Es habe keinerlei Kontakt zu den 

Knorpelflächen. In jedem operierten Knie fänden sich fast immer irgendwelche 

Fadenreste, weil bei den Knieoperationen nicht resorbierbares Fadenmaterial 

verwendet werde. Die Fadenreste habe Dr. med. … entfernt, weil das 

Kreuzband sehr gut verheilt gewesen sei und bei der Prüfung anlässlich der 

Operation eine optimale Funktion zur Stabilisierung des Kniegelenkes gezeigt 

habe. Diese Begründung ist schlüssig und widerspruchsfrei. Die Rüge des 

Beschwerdeführers, Dr. med. … habe sich mit den Akten kaum auseinander 

gesetzt, ist unbehelflich. Dr. med. … beantwortete die von der 

Beschwerdegegnerin gestellten Fragen in nachvollziehbarer und schlüssiger 

Weise. Ihm standen sämtliche relevanten medizinischen Unterlagen zur 

Verfügung, insbesondere das MZR-Gutachten mit seiner Zusammenstellung 

der Vorgeschichte (Bg/Z166). Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, 

dass Fäden mit den Jahren wandern und an anderen Orten Schäden 

verursachen könnten. Dies ist ebenfalls unbehelflich. Die Angaben, die Dr. med. 

… im Operationsbericht vom 16. November 2001 (Bg/M73) machte, lassen 

darauf schliessen, dass sich die Fadenreste noch immer mehr oder weniger am 

ursprünglichen Ort in der Umgebung der Narbe des vorderen Kreuzbandes 

befanden. Es ist nämlich davon auszugehen, dass Dr. med. … einen 

entsprechenden Vermerk im Operationsbericht gemacht hätte, wenn er die 

Fäden an einem anderen Ort aufgefunden oder wenn er sonst wie eine 

ungewöhnliche Situation vorgefunden hätte. Weiter macht der 

Beschwerdeführer geltend, es sei ihm immer wieder von den Ärzten bestätigt 

worden, dass bei ihm die Fadenreste die Ursache der Knorpelschäden seien. 

Dem kann nicht gefolgt werden, da, wie gerade gezeigt, keiner der involvierten 

Ärzte die Fadenreste bei der Entstehung der Gonarthrose für relevant gehalten 

hat. Bezeichnenderweise hat denn der Beschwerdeführer auch keine 

Arztberichte eingereicht, welche seine Behauptung stützen würden. 

bb) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Schlussfolgerung im MZR-Gutachten 

sei fehlerhaft, weil seinem Übergewicht zu viel Bedeutung beigemessen worden 

sei. Er bezieht sich dabei auf folgende Textpassage im Gutachten: „Beim 

Versicherten besteht offensichtlich eine Neigung zur Entwicklung von 

Arthrosen, was durch sein Übergewicht begünstigt wird“ (Bg/M72 S. 42). Der 

Beschwerdeführer macht geltend, sein Übergewicht habe bei der Entwicklung 

der Gonarthrose im rechten Knie keine Rolle gespielt. Er habe bereits 2001, als 

er noch ein weitaus geringeres Gewicht gehabt habe, unter einer Gonarthrose 

gelitten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers besagt die zitierte 

Aussage der Gutachter nicht, dass das Übergewicht für die Entstehung der 

Gonarthrose ursächlich gewesen sei. Vielmehr besagt sie, dass das 

Übergewicht negativ zum Gesundheitszustand beigetragen hatte, wie er sich 

zum Zeitpunkt der Untersuchungen durch die MZR-Gutachter im Jahre 2010 

präsentierte. Diese Aussage ist korrekt, wussten die Gutachter doch aus den 

medizinischen Akten, dass der Beschwerdeführer mindestens seit Herbst 2006 

unter Adipositas litt (Bg/M72 S. 4; M11). Als eigentliche Ursache für die 

Entwicklung der Gonarthrose nennen die MZR-Gutachter nicht das Übergewicht 

sondern die Neigung zur Entwicklung von Arthrosen. Die Aussage der MZR-

Gutachter zum Thema Übergewicht ist somit entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers schlüssig und nachvollziehbar. 

cc) Der Beschwerdeführer stellt die Schlüssigkeit des MZR-Gutachtens noch in 

weiterer Hinsicht in Frage. Er macht geltend, die Beschwerden in seinem linken 

Knie könnten nicht als Bestätigung dafür herangezogen werden, dass auch die 

Beschwerden im rechten Knie auf eine natürliche Degeneration zurückzuführen 

seien. Vielmehr habe er jahrelang Schmerzen am rechten Knie gehabt, weshalb 

er das linke Knie über viele Jahre stärker belastet habe um das rechte zu 

schonen. Diese Fehlbelastungen hätten das linke Knie in Mitleidenschaft 

gezogen. Dieser Sichtweise kann nicht gefolgt werden. Gegenüber dem MZR-

Gutachter gab der Beschwerdeführer an, nach der Operation 1984 sei es ihm 

zunächst gut gegangen. Erst nach einem Sturz auf der Treppe im Dezember 

2000 habe er wieder Probleme mit dem rechten Knie gehabt, vor allem beim 

Skifahren und Wandern (Bg/M72 S.18). Gegenüber dem MZR-Gutachter gab 

der Beschwerdeführer an, bis anfangs der 90er Jahre habe er keinerlei 

Beschwerden seitens des rechten Knies gehabt. Anfang der 90er Jahre hätten 

Schwellungen und Schmerzen bei Belastung im rechten Knie begonnen, Ende 

der 90er Jahre seien auch nächtliche Schmerzen hinzugekommen (Bg/M72 S. 

24). Dr. med. … führte in seinem Gutachten vom 25. März 2009 (Bg/M56) aus, 

der postoperative Verlauf nach der transossären Refixation 1984 habe sich im 

Wesentlichen unauffällig gestaltet. Schmerzen vor dem Treppensturz im 

Dezember 2000 erwähnte er nicht, vielmehr gab er an, der postoperative Verlauf 

sei über lange Zeit sehr gut gewesen (Bg/M56 S. 2, 6 und 7). Dr. med. … hielt in 

seinem Verlaufsbericht vom 12. September 2001 fest, seit dem Treppensturz im 

Dezember 2000 bestünden belastungsabhängige und auch nächtliche 

Schmerzen; frühere Schmerzen erwähnte er nicht (Bg/GM8 [nachgereichtes 

Dossier der Beschwerdegegnerin zum Unfall vom 13. Dezember 2000]). Die 

zitierten medizinischen Akten lassen den Schluss zu, dass nach Abschluss der 

Rehabilitation nach der Operation 1984 während mindestens rund sechs Jahren 

gar keine Kniebeschwerden vorhanden waren, und dass danach während rund 

zehn Jahren nur bei grösseren Belastungen Schmerzen auftraten, wobei die 

Problematik offensichtlich nicht so intensiv war, dass der Beschwerdeführer sie 

hätte behandeln lassen oder auf belastende Aktivitäten wie Skifahren und 

Wandern verzichtet hätte. Es ist somit davon auszugehen, dass die Schmerzen 

im rechten Knie bis zum Treppensturz im Dezember 2000 nicht derart intensiv 

und vor allem nicht so konstant auftraten, dass eine wesentliche Mehrbelastung 

des linken Knies vorgelegen hätte. Mit dem Treppensturz im Dezember 2000 

änderte sich die Situation; die Schmerzen im rechten Knie wurden stärker und 

die schmerzfreien Intervalle wesentlich kürzer (Bg/M72 S. 35). Entsprechend 

stellte Dr. med. … am 12. September 2001 ein geringgradiges Schonhinken 

rechts fest (Bg/GM8). Am 16. November 2001 wurde das rechte Knie 

arthroskopiert. Der Heilverlauf nach dieser Operation war gemäss den Einträgen 

vom 7. Januar 2002 und vom 13. Februar 2002 im Verlaufsbericht von Dr. med. 

… komplikationslos, so dass der Beschwerdeführer nach rund drei Monaten 

beschwerdefrei war und wieder voll arbeiten konnte (Bg/M5). Der Zustand der 

Beschwerdefreiheit hielt nach Angabe des Beschwerdeführers gegenüber dem 

MZR-Gutachter Dr. med. … etwa eineinhalb Jahre an (Bg/M72 S. 19). 

Anlässlich einer Untersuchung vom 29. Oktober 2004 stellte Dr. med. … noch 

immer ein unauffälliges rechtes Knie fest (Bg/M7). Somit kann davon 

ausgegangen werden, dass vor der Diagnose der linksseitigen 

Valgusgonarthrose am  29. Oktober 2004 (Bg/M7) nur in der kurzen Zeit vom 

Treppensturz im Dezember 2000 bis zum Ausheilen nach der Arthroskopie des 

rechten Kniegelenkes im Februar 2002 eine Mehrbelastung des linken Knies  

vorlag, wobei das Schonhinken gemäss Dr. med. … nur geringgradig war. Damit 

war die Mehrbelastung des linken Knies offensichtlich nicht so gross, dass sich 

deswegen eine Arthrose hätte bilden können, welche die Einsetzung eines 

künstlichen Gelenkes nötig machte. Entsprechend hat denn auch keiner der 

involvierten Ärzte die Kniebeschwerden links als Folge der Kniebeschwerden 

rechts dargestellt. Vielmehr haben Dr. med. … (Bg/M7 Eintrag vom 18. Juli 

2006; M54 Eintrag vom 3. April 2008) und Dr. med. … (Bg/M56 S. 6 und 7) die 

Kniebeschwerden links explizit als unfallfremd beziehungsweise 

krankheitsbedingt bezeichnet. Es zeigt sich somit, dass die Beschwerden im 

linken Knie entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers als Bestätigung dafür 

herangezogen werden können, dass auch die Beschwerden im rechten Knie auf 

eine natürliche Degeneration zurückzuführen sind. Das MZR-Gutachten ist 

deshalb auch in dieser Hinsicht schlüssig.

dd) Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei nicht ersichtlich, was der Hinweis 

auf allfällige Verschleisserscheinungen am Rücken und an den Hüften mit dem 

vorliegenden Fall zu tun habe, er sei nie wegen Rücken- oder Hüftschäden in 

Behandlung gewesen. Nebst den Diagnosen, welche die Knie betreffen, finden 

sich in den medizinischen Akten folgende Diagnosen: 

September 2006, Dr. med. … (Bg/M14): 
- Polyarthrosen an den Fingergelenken (Heberden)

November 2006, Klinik Valens (Bg/M19):
- Arthrose in den Iliosakralgelenken 
- Osteochondrose (degenerative Erkrankung der Wirbelsäule)

Dezember 2010, MZR (Bg/M72 S. 28):
- Beginnende Coxarthrose (Hüftgelenksarthrose) beidseits 
- Spondylarthrose der Lendenwirbelsäule

Beim 63jährigen Beschwerdeführer sind also nicht nur beide Knie von 

arthrotischen Veränderungen betroffen, sondern auch die Finger-, die Iliosakral- 

und die Hüftgelenke sowie die Wirbelsäule. Angesichts dieser Degenerationen 

in zahlreichen Gelenken ist nachvollziehbar, dass die MZR-Gutachter auf eine 

Neigung zur Entwicklung von Arthrosen geschlossen haben. Zu Recht haben sie 

also das rechte Kniegelenk nicht isoliert betrachtet, sondern den Zustand der 

anderen Gelenke miteinbezogen. Nicht entscheidend ist dabei, inwieweit die 

einzelnen Gelenke schon behandlungsbedürftig geworden sind. 

d) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Kritik des 

Beschwerdeführers am MZR-Gutachten nicht begründet ist. Die 

Beschwerdegegnerin hat dem MZR-Gutachten im Bezug auf die 

Kausalitätsfrage zu Recht einen uneingeschränkten Beweiswert beigemessen. 

8. Zu untersuchen ist nun das Gutachten von Dr. med. … vom 25. März 2009 

(Bg/M56). Dr. med. … war der Ansicht, die aktuellen Beschwerden im rechten 

Knie stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem 

Kausalzusammenhang zum Unfall von 1984. Zur Begründung führte er an, der 

Unfall sei die alleinige Ursache. Zum Zeitpunkt des Unfalles sei der 

Beschwerdeführer in jeder Beziehung vollständig beschwerdefrei und sportlich 

sehr aktiv gewesen. Eine weitere Begründung lieferte Dr. med. … nicht. Damit 

hat er seine Kausalitätsbeurteilung mit der Beweisregel "post hoc ergo propter 

hoc" begründet. Diese Beweisregel beinhaltet eine natürliche Vermutung 

dahingehend, dass nach einem Unfall aufgetretene Beschwerden dauerhaft auf 

unfallbedingte Ursachen zurückzuführen sind. Eine derartige Vermutung 

entspricht nicht den anerkannten medizinischen Erkenntnissen über den Verlauf 

und die Symptomatik beim Zusammentreffen von Unfällen und degenerativen 

Erkrankungen. Diese natürliche Vermutung ist daher unfallmedizinisch nicht 

haltbar und dementsprechend beweisrechtlich nicht zulässig (Urteil des 

Bundesgerichts U 290/06 vom 11. Juni 2006 E. 4.2.3). Die Begründung 

überzeugt auch deshalb nicht, weil Dr. med. … keine plausible Erklärung dafür 

lieferte, dass am linken, nicht von einem Unfall betroffenen Knie nur leicht 

zeitversetzt dieselbe massive degenerative Schädigung auftrat wie am rechten 

Knie. Ein weiterer Mangel liegt darin, dass Dr. med. … nicht erkannte, dass 

auch an verschiedenen anderen Gelenken eine Arthroseproblematik bestand 

beziehungsweise im Entstehen war (vgl. vorstehend E. 7c/dd). Das Fehlen 

einer beweisrechtlich genügenden, überzeugenden Begründung schmälert die 

Beweiskraft des Gutachtens von Dr. med. ... Sodann wird die Beweiskraft 

insbesondere auch dadurch beeinträchtigt, dass Dr. med. … seine 

ursprüngliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf Nachfrage der 

Beschwerdegegnerin korrigierte (Bg/M61, M69). Abschliessend ist zum 

Gutachten von Dr. med. … festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin als 

Auftraggeberin des Gutachtens entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

nicht gehalten war, auf jeden Fall darauf abzustellen. Vielmehr hatte sie nicht 

nur das Recht, sondern die Pflicht, das Gutachten auf seine Plausibilität und 

Schlüssigkeit zu überprüfen (BGE 125 V 352 E. 3a). Die Beschwerdegegnerin 

hat somit zu Recht ein weiteres Gutachten eingeholt und im Bezug auf die 

Kausalität nicht auf das Gutachten von Dr. med. … abgestellt.

9. Untersucht werden nun die Berichte des behandelnden und operierenden 

Arztes, Dr. med. ... Dieser bejahte die Unfallkausalität hinsichtlich der 

Beschwerden im rechten Knie. In seinem Verlaufsbericht findet sich der 

Vermerk „Knie rechts UVG, Knie links KVG“ (Bg/M7 Eintrag vom 18. Juli 2006). 

Und mit Schreiben vom 5. Mai 2009 führte Dr. med. … aus, er habe vom 

Gutachten von Dr. med. … gewusst und mit diesem ein längeres 

Telefongespräch geführt; er könne mit dessen gutachterlicher Beurteilung voll 

übereinstimmen (Bg/M62). Dr. med. … äussert sich damit nur nebenbei zur 

Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges. Eine eigene Begründung 

liefert er nicht. Und die Begründung von Dr. med. …, auf welche er verweist, ist, 

wie gezeigt (vgl. vorne E. 8), nicht schlüssig. Die Beurteilungen von Dr. med. … 

sind deshalb im Bezug auf die Kausalitätsfrage wenig beweiskräftig.

10. Der Hausarzt Dr. med. … bejahte die Unfallkausalität der Beschwerden im 

rechten Knie in den Arztberichten vom 11. September 2006 (Bg/M12),  29. April 

2007 (Bg/M31) und 3. März 2009 (Bg/M55). Der Beweiswert dieser Berichte ist 

indessen gering. Einerseits weil der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen 

ist, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen 

(BGE 135 V 465 E. 4.5). Und andererseits vor allem deshalb, weil Dr. med. … 

keine Begründung für seine Einschätzung anführte.

11. Untersucht wird nun der Bericht des beratenden Arztes Dr. med. … vom 14. 

März 2002 (Bg/GM9 [nachgereichtes Dossier der Beschwerdegegnerin zum 

Unfall vom 13. Dezember 2000]). Dr. med. … bejahte den natürlichen 

Kausalzusammenhang. Er gab an, der Unfall von 1984 habe trotz der 

erfolgreichen Operation zu einer gewissen ligamentären Instabilität geführt, 

welche im Lauf der Zeit zu einem Knorpelschaden geführt habe. Dieser 

Knorpelschaden sei durch den Treppensturz von 2000 vorübergehend aktiviert 

aber nicht bleibend und richtunggebend verschlimmert worden. Wenn jetzt die 

Gonarthrose rechts wieder behandlungspflichtig geworden sei, dann habe man 

es mit Folgen des ursprünglichen Unfalles von 1984 zu tun. Diese Beurteilung 

erfolgte ohne Untersuchung des Beschwerdeführers aufgrund der Akten, wobei 

nicht ersichtlich ist, welche Akten Dr. med. … effektiv zur Verfügung gestanden 

hatten. Dr. med. … beurteilte die Entwicklung isoliert in Bezug auf das rechte 

Knie, weil die Probleme im linken Knie 2002 gerade erst einsetzten, und die 

Degenerationen an den Finger-, Iliosakral- und Hüftgelenken sowie an der 

Wirbelsäule noch nicht symptomatisch geworden waren. Aus damaliger Sicht 

erschien die Beurteilung deshalb schlüssig und nachvollziehbar; entsprechend 

hat die Beschwerdegegnerin während mehrerer Jahre darauf abgestellt. Aus 

heutiger Perspektive erweist sich die Beurteilung von Dr. med. … aber als 

falsch. Die von den MZR-Gutachtern im Jahr 2010 erkannte Neigung zur 

Entwicklung von Arthrosen war für Dr. med. … anlässlich seiner Beurteilung im 

Jahr 2002 noch nicht erkennbar. Unterdessen ist zudem bekannt, dass die 

Operation von 1984 entgegen der Annahme von Dr. med. … nicht zu einer 

ligamentären Instabilität geführt hatte. Bei der Operation im November 2001 

stellte Dr. med. … fest, dass das operierte vordere Kreuzband im rechten Knie 

seine Funktion ohne Einschränkungen zu erfüllen vermochte (Bg/M73). Und bei 

der radiologischen Untersuchung des rechten Knies am 25. Juli 2006 lag noch 

immer ein intaktes vorderes Kreuzband vor (Bg/M9). Aus heutiger Sicht ist der 

Bericht von Dr. med. … somit nicht schlüssig. Dies gilt auch für den Bericht von 

Dr. med. … vom 26. September 2006, da darin ohne eigene Begründung auf 

den Bericht von Dr. med. … verwiesen wird (Bg/M15). 

12. Es hat sich gezeigt, dass die Berichte beziehungsweise Gutachten der 

verschiedenen Aerzte in ihrer Beweiskraft eingeschränkt sind. Die 

Beschwerdegegnerin hat deshalb bei der Beurteilung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu Recht nicht auf diese Berichte beziehungsweise 

Gutachten abgestellt. 

13. Der Antrag des Beschwerdeführers auf Einholung eines weiteren Gutachtens ist 

abzulehnen. Nach der Rechtsprechung kann das Gericht auf die Einholung von 

weiteren Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits eingeholter Beweise 

seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine 

Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 134 

I 140 E. 5.3). Vorliegend hat sich ergeben, dass sich die Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall von 1984 und den aktuellen 

Beschwerden im rechten Knie gestützt auf das MZR-Gutachten in 

rechtsgenüglicher Weise beurteilen lässt (vgl. vorstehend E. 7). Es erübrigt sich 

damit, zusätzliche medizinische Abklärungen zu veranlassen.

14. Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten für Heilbehandlung bis Ende Mai 2009 

übernommen und bis zu diesem Zeitpunkt auch Taggelder ausgerichtet. Der 

Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Beschwerdegegnerin sei bei diesem 

Zugeständnis zu behaften. Dem kann nicht gefolgt werden. Nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann der Unfallversicherer trotz vorheriger 

Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung auf 

Wiedererwägung oder prozessuale Revision den Kausalzusammenhang 

verneinen und gestützt darauf die Leistungen ex nunc pro futuro einstellen 

(BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Die Beschwerdegegnerin stützte sich zunächst auf 

die Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. …, welche aus damaliger Sicht 

plausibel war. Nachdem die MZR-Gutachter die Neigung des 

Beschwerdeführers zur Entwicklung von Arthrosen als Ursache der 

Kniebeschwerden erkannt und angegeben hatten, der Status quo sine sei 

bereits im August 1984 erreicht worden, verneinte die Beschwerdegegnerin den 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall von 1984 und den 

aktuellen Beschwerden im rechten Knie zu Recht. Die Leistungseinstellung für 

die Zukunft ohne Rückforderung des bereits Geleisteten war deshalb ohne 

weiteres zulässig.

Auch auf den Vertrauensschutz kann sich der Beschwerdeführer nicht berufen. 

In der Unfallversicherung sind Heilbehandlung und Taggeld klassische 

vorübergehende Leistungen, auch wenn Heilbehandlung und Taggeldbezug 

manchmal mehrere Jahre andauern (BGE 133 V 57 E. 6.6.2).

15. Somit ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Kausalzusammenhang 

der Kniebeschwerden rechts mit dem Skiunfall von 1984 zu Recht gestützt auf 

das MZR-Gutachten und den Arztbericht von Dr. med. … ab Ende Mai 2009 

verneint und ihre Leistungen eingestellt hat. Der angefochtene 

Einspracheentscheid erweist sich deshalb als rechtmässig und die dagegen 

erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

16. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren 

im Bereich des Sozialversicherungsrechts gemäss Art. 61 lit. a ATSG 

grundsätzlich kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG e contrario hat die 

Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf Parteientschädigung.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 8. Juli 2013 

abgewiesen (8C_252/2013).