# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8043a48a-a1dc-5a79-9e12-aac6cde5589b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2018 200 2018 305
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-305_2018-08-07.pdf

## Full Text

200 18 305 KV
LOU/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 7. August 2018

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

SUPRA-1846 SA 
Avenue de la Rasude 8, Case postale 765, 1001 Lausanne
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1972 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist bei der SUPRA-1846 SA (nachfolgend SUPRA oder Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch krankenpflegeversichert (vgl. Akten der 
SUPRA, Antwortbeilage [AB] 1). Am 21. Oktober 2016 (AB 5) wurden der 
SUPRA Spätfolgen (Zahnschaden) gemeldet, welche auf einen Sturz vom 
30. November 2007 anlässlich eines Klinikaufenthaltes im Spital 
B.________ zurückzuführen seien. Mit Schreiben vom 3. August 2017 (AB 
13) lehnte diese ihre Leistungspflicht formlos ab, da der Unfall nicht rechts-
genüglich nachgewiesen sei. Hiermit zeigte sich der Ehemann der Versi-
cherten nicht einverstanden und verlangte den Erlass einer einsprachefähi-
gen Verfügung (AB 15). Gestützt auf die Beurteilung ihres Vertrauenszahn-
arztes Dr. med. dent. C.________ vom 27. Dezember 2017 (AB 25) lehnte 
die SUPRA mit Verfügung vom 22. Januar 2018 (AB 26) ihre Leistungs-
pflicht für die Behandlung der Zähne 22 und 23 ab. Die dagegen erhobene 
Einsprache (AB 27) wies die SUPRA nach Einholung einer weiteren Stel-
lungnahme beim Vertrauenszahnarzt vom 5. März 2018 (AB 28) mit Ent-
scheid vom 20. März 2018 (AB 29) ab. 

B.

Mit Eingabe vom 19. April 2018 erhob die Versicherte hiergegen Beschwer-
de mit folgenden Rechtsbegehren: 

1. Es sei der Einspracheentscheid der Supra vom 20.03.2018 aufzuheben und die 
Supra zu verpflichten, die Kosten der Rechnung über Fr. 2‘563.75 für die Be-
handlung der Zähne 22 und 23 bei Dr. med. Dr. med. dent. D.________ (fortan 
Dr. D.________) der Beschwerdeführerin vollumfänglich zu erstatten.

2. Es sei die Supra zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Aufwandsent-
schädigung von Fr. 1‘000.-- auszurichten, zahlbar innert 10 Tagen nach Eintritt 
der Rechtskraft des Beschwerdeentscheides.

3. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Es sei von der Entscheidfällung abzusehen, bis der Beschwerdeführerin umfas-
sende Akteneinsicht in sämtliche Arztunterlagen des Spitals B.________ betr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 3

Unfall im Spital B.________ vom 30.11.2007 gewährt wurde sowie eine ihr vom 
Gericht noch anzusetzende Frist zu einer diesbezüglichen schriftlichen Stel-
lungnahme abgelaufen ist. Fehlende Unterlagen seien behördlicherseits vom 
Spital B.________ unter Strafandrohung einzuverlangen und auch diesbezüg-
lich nach obigem Prozedere zu verfahren.

5. Ein abschlägiger Entscheid über das Akteneinsichtsrecht sei der Beschwerde-
führerin mit separatem, anfechtungsfähigem Entscheid zu eröffnen.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerde beigelegt war auch 
eine Stellungnahme des Vertrauenszahnarztes der Beschwerdegegnerin 
vom 12. Mai 2018 (AB 30). Dazu nahm die Beschwerdeführerin mit Replik 
vom 3. August 2018 Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde im Grund-
satz einzutreten.

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1.2

1.2.1 Anfechtungsgegenstand bildet der Einspracheentscheid vom 20. 
März 2018 (AB 29). Streitig und zu prüfen ist die Kostenübernahme für die 
Behandlung der Zähne 22 und 23 im Rahmen der obligatorischen Kran-
kenpflegeversicherung.

1.2.2 Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, der Beschwerde sei die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen, ist auf dieses Begehren aus den nach-
folgenden Gründen nicht einzutreten:

Aufschiebende Wirkung bedeutet, dass die im Verfügungsdispositiv ange-
ordnete Rechtsfolge vorläufig nicht eintritt, sondern gehemmt wird. Der 
Suspensiveffekt verhindert, dass Verfügungen, die Rechte oder Pflichten 
feststellen, begründen, ändern oder aufheben, Geltung erhalten. Gegen-
stand der aufschiebenden Wirkung können nur positive Verfügungen sein, 
d.h. solche, die eine Pflicht auferlegen oder einem Gesuch stattgeben. Ne-
gative Verfügungen, so auch der vorliegende Einspracheentscheid, mit 
denen ein Begehren um Feststellung, Begründung, Änderung oder Aufhe-
bung von Rechten oder Pflichten abgelehnt wird, wie namentlich leistungs-
verweigernde Anordnungen, sind der aufschiebenden Wirkung nicht 
zugänglich (vgl. BGE 117 V 185 E. 1b S. 188; SVR 2008 UV Nr. 27 S. 104 
E. 4.1).

Im Übrigen wäre das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde mit dem vorliegenden Entscheid als gegenstandslos ge-
worden abzuschreiben.

1.3 Beantragt wird die Übernahme der Behandlungskosten in der Höhe 
von Fr. 2‘563.75. Der Streitwert liegt daher unter Fr. 20'000.--, weshalb die 
Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 
57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kos-
ten der Behandlung von Schäden des Kausystems, die durch einen Unfall 
verursacht worden sind, soweit dafür keine Unfallversicherung aufkommt 
(Art. 31 Abs. 2 i.V.m. Art. 1a Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 18. 
März 1994 über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]).

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der den Anspruch 
erhebenden Person glaubhaft zu machen. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur 
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind. Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, der Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 14. 
November 2013, 8C_696/2013, E. 2).

2.3

2.3.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung haftet für einen Ge-
sundheits- resp. Zahnschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem 
natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu 
einem versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 E. 3.3 S. 181 f.). Bei or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate Kau-
salität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358; 
SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

2.3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al-
le Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

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Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimmte ge-
sundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 
125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.3.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfra-
ge, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rah-
men der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.4 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 
222; SVR 2017 UV Nr. 17 S. 58 E. 2.2).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 7

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 Nachdem der obligatorische Unfallversicherer von 2007 (Unfallzeit-
punkt) wie auch derjenige von 2016 (Zeitpunkt der Behandlung) ihre Leis-
tungspflicht verneinten (AB 5) und der Sturz vom 30. November 2007 un-
bestritten einen Unfall im Rechtssinne darstellt (vgl. E. 2.2. hiervor), ist die 
Beschwerdegegnerin für die dadurch entstandenen Gesundheitsschäden 
grundsätzlich leistungspflichtig (vgl. Art. 1a Abs. 2 lit. b KVG), was unter 
den Parteien nicht in Frage steht. 

3.2 Aufgrund des Schreibens des Spitals B.________ vom 21. Juli 2016 
(AB 4) steht fest und wird auch nicht bestritten, dass die Beschwerdeführe-
rin anlässlich eines Spitalaufenthaltes im Spital B.________ am 30. No-
vember 2007 gestürzt ist und sich dabei den Kopf angeschlagen hat. Je-
doch traten gemäss dem besagten Schreiben dabei keine Besonderheiten 
auf und sie konnte am Folgetag aus dem Spital entlassen werden. Nament-
lich Hinweise auf eine Schädigung der fraglichen Zähne 22 und 23 erfolg-
ten im Bericht keine. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 8

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens am 23. Dezember 2016 aufgefor-
dert, sämtliche alten Unfallunterlagen und Röntgenbilder einzureichen (AB 
6), worauf die handschriftliche Krankengeschichte eines nicht näher be-
zeichneten Arztes (wohl der Hausarzt) und Unterlagen des behandelnden 
Zahnarztes Dr. med. Dr. med. dent. D.________ sowie diverse Schreiben 
der Beschwerdeführerin eingingen (AB 6-12). Die Beschwerdegegnerin 
ersuchte das Spital B.________ mehrmals um weitere Unterlagen (AB 17, 
19, 21). Dieses konnte dem Anliegen nicht folgen und verwies auf den be-
handelnden Zahnarzt (AB 22). Am 10. Dezember 2017 räumte auch die 
Beschwerdeführerin ein, es seien keine relevanten Dokumente mehr erhält-
lich (AB 24). Somit steht zwar fest, dass die Beschwerdeführerin am 30. 
November 2007 einen Sturz mit Kopfanschlagen erlitten hat, jedoch nicht 
mehr. Insbesondere ist nicht erstellt, dass sie dabei die Zähne angeschla-
gen hat, zumal keine beweistauglichen Dokumente, die eine Zahnschädi-
gung oder Beteiligung der Zähne beim Unfall vom November 2007 belegen 
könnten oder zumindest genauere Angaben zum Hergang des Sturzes 
enthalten würden (auf welche Seite, dadurch entstandene Beeinträchtigun-
gen an Kopf oder den Zähnen, usw.), erhältlich gemacht werden konnten. 

Der Vertrauenszahnarzt der Beschwerdegegnerin führte in der Beurteilung 
vom 5. März 2018 (AB 28) aus, es entspreche nicht der Tatsache, dass bei 
einem Sturz auf den Kopf mit anschliessender Bewusstlosigkeit auch die 
Zähne in Mitleidenschaft gezogen würden. Viel eher würden wohl die Lip-
pen oder eventuell die Nase verletzt. Dies sei offensichtlich vorliegend nicht 
der Fall gewesen. Es sei, so Dr. med. dent. C.________ in seiner Stellung-
nahme vom 12. Mai 2018 (AB 30), keine Selbstverständlichkeit, dass ein 
heftiger Sturz auf den Kopf auch einen Zahnschaden zur Folge habe. 

Demzufolge ist es zwar möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich 
erstellt, dass der damalige Sturz die umstrittenen Zahnschäden verursach-
te. Insgesamt erweist sich der Sachverhalt – entgegen den Vorbringen der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 8 ff. Ziff. 5) – als genügend abgeklärt 
und von weiteren Beweismassnahmen insbesondere betreffend Unterlagen 
des Spitals B.________ sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, 
zumal die Beschwerdeführerin selbst einräumt, dass dieses über keine 
weiteren entscheidrelevanten Akten mehr verfüge, weshalb auf sie verzich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 9

tet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 
162). Soweit Beweislosigkeit vorliegt, wirkt sich diese zu Lasten der aus 
den unbewiesen gebliebenen Umständen Rechte ableitenden Beschwerde-
führerin aus (vgl. E. 2.3.4). 

3.3 Zusammenfassend ist nicht rechtsgenüglich erstellt, dass beim 
Sturz vom 30. November 2007 die Zähne der Beschwerdeführerin betroffen 
waren oder beschädigt wurden. Daran vermögen ihre Ausführungen in der 
Replik vom 3. August 2018 nichts zu ändern. Somit besteht keine Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Behandlung der 
Zähne 22 und 23. 

4.

4.1 Selbst unter der hypothetischen Annahme, die Beschwerdeführerin 
hätte beim Sturz vom 30. November 2007 die Zähne angeschlagen, hat 
dies mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zu der im Oktober 
2016 gemeldeten Schädigung der Zähne 22 und 23 keine Leistungspflicht 
der Beschwerdegegnerin zur Folge. Dazu ist den medizinischen Akten das 
Folgende zu entnehmen:

4.2

4.2.1 Der behandelnde Zahnarzt Dr. med. Dr. med. dent. D.________ 
teilte im Schreiben vom 7. August 2017 (AB 14) mit, die Zähne, welche 
wurzelbehandelt worden seien, seien zum Zeitpunkt der Diagnose devital 
gewesen, ferner füllungsfrei, frei von Parodontitis und apikal aufgehellt. 
Gemäss dem Bericht des Spitals B.________ sei die Versicherte auf den 
Kopf gefallen, mithin seien ein Unfallmechanismus und ein Unfallzeitpunkt 
belegt. 

4.2.2 Der Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. C.________ führte in der 
Stellungnahme vom 27. Dezember 2017 (AB 25) aus, es wäre ausserge-
wöhnlich, dass ein kontusionierter Zahn erst zehn Jahre nach dem An-
schlagen Symptome zeigen würde. Ein heftiger Schlag habe das relativ 
rasche Absterben der Pulpa mit entsprechenden Symptomen zur Folge. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 10

Weder in der vorgelegten ärztlichen Krankengeschichte noch in den Unter-
lagen des damals zuständigen Zahnarztes sei etwas Derartiges notiert 
worden. Auch sei damals beim Zahnarzt unmittelbar nach dem Unfall keine 
Zahnkontrolle durchgeführt worden. Die vorliegenden Fotos aus den Jah-
ren 2006 und 2007 zeigten, dass die Zähne 22 und 23 eine matte gelbli-
chere Farbe aufwiesen als die benachbarten Zähne. Daraus könne eindeu-
tig der Schluss gezogen werden, dass sie nicht erst mit dem Sturz auf den 
Kopf vom 30. November 2007 geschädigt worden seien. Die Beschwerde-
führerin habe in ihrer Jugend eine kieferorthopädische Behandlung durch-
führen lassen. Aus Erfahrung sei bekannt, dass kieferorthopädisch beweg-
te Zähne ab und zu einen Vitalitätsverlust erleiden würden. Somit sei es 
nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die besagten Zähne durch einen 
Schlag devital geworden seien, sondern viel eher durch die besagte kiefer-
orthopädische Massnahme. Zusammenfassend könne festgehalten wer-
den, dass die Zähne 22 und 23 schon vor dem Sturz vom 30. November 
2007 leicht verfärbt gewesen seien, die Mitbeteiligung der Zähne beim Un-
fall nicht dokumentiert und die Beschwerdeführerin kieferorthopädisch be-
handelt worden sei, weshalb die Ablehnung der Kostenübernahme empfoh-
len werde.

4.2.3 Dr. med. dent. C.________ führte in seiner Beurteilung vom 5. März 
2018 (AB 28) aus, unbestritten seien die Zähne 22 und 23 bei der Kontrolle 
durch den Zahnarzt Dr. med. Dr. med. Dr. med. dent. D.________ am 29. 
Juni 2016 dunkler als die umgebenden Zähne und devital gewesen. Die 
Eckzähne erschienen infolge des dickeren Schmelzanteils dunkler als die 
Frontzähne. Zudem führe ein heftiger Schlag auf die Zähne innert kurzer 
Zeit zu deren Absterben. Die kieferorthopädische Korrektur erfordere viel 
kleinere Kräfte, so dass eine eventuelle Devitalisierung längere Zeit daue-
re. Die eingesandten Fotos aus den Jahren 2006 und 2007 zeigten eindeu-
tig, dass die Zähne 22 und 23 gelber seien als die Zähne 12 und 13. Eine 
intensivere Gelbverfärbung im Verlauf der Zeit sei eine natürliche Erschei-
nung und werde anhand der Vergleichsfotos bestätigt. Zusammenfassend 
seien die Zähne 22 und 23 schon vor dem Sturz am 30. November 2007 
verfärbt gewesen und das Trauma nicht die Ursache für deren Devitalisie-
rung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, KV/18/305, Seite 11

4.2.4 Dr. med. dent. C.________ bestätigte in der Stellungnahme vom 12. 
Mai 2018 (AB 30) im Wesentlichen seine bisherige Einschätzung, wonach 
die eingereichten Fotos, die vor dem Unfall aufgenommen worden seien, 
eindeutig zeigten, dass die Zähne 22 und 23 im Vergleich mit den Zähnen 
12 und 13 gelblich verfärbt seien. Das Nachdunkeln seit 2007 sei eine 
natürliche Erscheinung und bewirke folglich einen stärkeren Farbunter-
schied gegenüber den Zähnen rechtsseitig. Der daraus gezogene Schluss, 
Ursache dafür sei mit erhöhter Wahrscheinlichkeit ein Trauma und nicht die 
kieferorthopädische Behandlung, entbehre jeglicher fachlichen Grundlage. 
Ein Schlag auf die Zähne führe zu einer raschen Reaktion der Pulpa der 
betroffenen Zähne und damit zu bald auftretenden Beschwerden. Bei der 
kieferorthopädischen Behandlung werde viel weniger, aber lang anhalten-
der Druck auf die Zähne ausgeübt. Dadurch trete eine mögliche Reaktion 
auch langsamer und später ein. Die schon vor dem Unfall bestandene 
Gelbfärbung der Zähne weise auf eine Schädigung aufgrund der kieferor-
thopädischen Behandlung hin. 

4.3 Die besagten Berichte des Vertrauenszahnarztes der Beschwerde-
gegnerin (AB 25,  28 und 30) erfüllen die Voraussetzungen der Rechtspre-
chung an den Beweiswert medizinischer Berichte (vgl. E. 2.4 hiervor) und 
erbringen vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen ist. Die dagegen von 
der Beschwerdeführerin und vom behandelnden Zahnarzt Dr. med. Dr. 
med. dent. D.________ im Bericht vom 7. August 2017 (AB 14) vorge-
brachten Einwände wurden vom Vertrauenszahnarzt überzeugend wider-
legt. Somit ist erstellt, dass die Zähne 22 und 23 nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit durch den Sturz vom 30. November 2007 beschädigt 
wurden.

4.4 Aufgrund des Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 20. März 2018 (AB 29) auch unter dem Blickwinkel der 
Kausalität als rechtens. Nichts anderes ergibt sich aus der Replik vom 3. 
August 2018.

5.

Die Beschwerde ist insgesamt unbegründet und abzuweisen.

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5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUPRA-1846 SA (mitsamt Replik vom 3. August 2018)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.