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**Case Identifier:** bc8dc1e8-4f89-52cf-9d8b-3a25b2e2668d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2022 100 2020 365
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-365_2022-03-24.pdf

## Full Text

100.2020.365U
HER/TMA/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2022

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häusler, Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiber Trummer

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Sicherheitsdirektion, Kramgasse 20, 3011 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Kündigung des Arbeitsverhältnisses (Entscheid der Sicherheits-
direktion des Kantons Bern vom 31. August 2020; 2020.SIDGS.146)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2022, Nr. 100.2020.365U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. … 1958) arbeitete ab dem 1. Januar 1988 im Sicher-
heitsdienst (nachfolgend: Sidi) der Justizvollzugsanstalt (JVA) B.________. 
Ab dem 1. Januar 2018 übte er die Funktion des stellvertretenden 
Gruppenleiters Sidi aus. Mit Verfügung vom 13. Mai 2019 stellte der Direktor 
der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM; heute: 
Sicherheitsdirektion [SID]), Regierungsrat Philippe Müller, A.________ auf 
Antrag des Anstaltsdirektors mit sofortiger Wirkung vorläufig im Amt ein. 
Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Mit Verfügung 
vom 9. Januar 2020 kündigte der Direktor der JVA B.________ das 
Arbeitsverhältnis mit A.________ per 30. April 2019 (richtig: 2020) und stellte 
ihn sofort frei.

B.

Dagegen erhob A.________ am 10. Februar 2020 Beschwerde bei der SID. 
Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 31. August 2020 ab.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 22. September 2020 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben und die JVA B.________ sei anzuweisen, ihn auch 
nach dem 30. April 2020 weiterzubeschäftigen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2020 beantragt die SID namens 
des Kantons Bern, die Beschwerde sei abzuweisen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 108 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 16. Septem-
ber 2004 [PG; BSG 153.01]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist 
sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde 
ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Der Sachverhalt stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:

2.1 Der Beschwerdeführer wurde am 15. Dezember 1987 nach damali-
gem Dienstrecht als Aufseher der JVA B.________ provisorisch gewählt und 
trat am 1. Januar 1988 in den dortigen Betreuungs- und Sicherheitsdienst 
ein. Auf den 1. Januar 1989 wurde er in seiner Funktion definitiv gewählt. Ab 
1992 war er stellvertretender Schichtchef im Sidi. Er führte seit seinem Ein-
tritt in die JVA B.________ einen Diensthund und ist Experte und Instruktor 
des Schweizerischen Polizeihundeführer-Verbands (SPV). Im Jahr 2014 
wurde er zum Chef Diensthundeausbildung im Amt für Freiheitsentzug und 
Betreuung (FB; heute: Amt für Justizvollzug [AJV]) ernannt. Diese Funktion 
übte er bis Ende 2015 aus (Personaldossier pag. 100003, 100006, 200001-
200002, 200013, 500011, 500024, 70003 [im Folgenden nur «pag.»]). Per 
1. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführer zum stellvertretenden 
Gruppenleiter Sidi befördert (pag. 100017, 200022).

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2.2 Mitarbeiterbeurteilungen des Beschwerdeführers sind ab dem Jahr 
2010 aktenkundig. In den Jahren 2010, 2011, 2013 und 2014 erhielt er die 
Gesamtbeurteilung «A+»/«Zielvorgaben oder Leistungserwartungen in wich-
tigen Bereichen übertroffen (sehr gute Leistungen)», im Jahr 2012 die 
Gesamtbeurteilung «A»/«Zielvorgaben oder Leistungserwartungen erfüllt 
(gute Leistungen)» (pag. 600001-600006). Für seinen überdurchschnittli-
chen Einsatz im Jahr 2012 und seine besonderen Leistungen im Dienst-
hundewesen im Jahr 2013 wurde ihm je eine Leistungsprämie von 
Fr. 1'500.-- ausgerichtet. 2015 erhielt er anstelle einer Leistungsprämie eine 
Funktionszulage für seinen Einsatz als Chef Diensthundeausbildung ausbe-
zahlt (pag. 200010, 200012, 500021-500022).

2.3 Im Jahr 2015 lautete die Gesamtbeurteilung «B»/«Zielvorgaben oder 
Leistungserwartungen teilweise erfüllt (ausreichende Leistungen)». Der Vor-
gesetzte bemängelte insbesondere Folgendes: der Beschwerdeführer «be-
rücksichtige Werthaltungen wie Loyalität ihm gegenüber oder Integrität zu 
wenig, sei sich seiner Vorbildfunktion als Führungsperson (stellvertretender 
Schichtchef) nicht bewusst, finde nicht immer den richtigen Ton und habe 
Defizite in der Kommunikations- und Informationsweitergabe». Diese Kom-
petenzen müsse sich der Beschwerdeführer im nächsten Jahr erarbeiten 
(vgl. pag. 600014-600011). Am Mitarbeitergespräch (MAG) vom 1. Dezem-
ber 2016 stellte der Vorgesetzte fest, der Beschwerdeführer habe bezüglich 
der am MAG 2015 vorgegebenen Verhaltensziele «an sich gearbeitet und 
diese situativ angepasst», was als gut zu beurteilen sei. Es seien jedoch 
noch Defizite bzw. negatives Verhalten vorhanden. Beanstandet wurden na-
mentlich die nicht immer gewährleistete Identifikation des Beschwerdefüh-
rers mit der Arbeitskultur der Geschäftsleitung und das (im schriftlichen 
MAG-Bogen nicht näher umschriebene) Nichteinhalten von Vorgaben und 
Weisungen. Die Gesamtbeurteilung lautete auf «A» mit dem Vermerk, dass 
diese Beurteilung nur knapp über einem «B» liege. Als Verhaltensziel für die 
folgende Beurteilungsperiode wurde insbesondere das strikte Befolgen von 
Vorgaben und Weisungen definiert (vgl. pag. 600018-600015). In den Jah-
ren 2017 und 2018 wurden Leistung und Verhalten des Beschwerdeführers 
wiederum mit der Gesamtbeurteilung «A» (Definition gemäss neuem MAG-
Bogen: «Zielvorgaben und Leistungserwartungen vollumfänglich erfüllt») be-
wertet. Positiv hervorgehoben wurden beide Male sein Pflichtbewusstsein, 

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seine Teamfähigkeit und seine Motivationsfähigkeit als Führungsperson. Die 
Abläufe und Weisungen des Sidi würden für ihn keine Probleme darstellen. 
Weiter sei der Beschwerdeführer ein ausgezeichneter Diensthundeführer 
und für B.________ eine Bereicherung (vgl. pag. 600029-600023, insb. 
600024; 600022-600019, insb. 600020 [Rückseite]). Am MAG 2018 merkte 
der Vorgesetzte allerdings auch kritisch an, die Loyalität den Vorgesetzten 
gegenüber müsse besser werden. Die Vorbildfunktion eines Gruppenleiters 
sei der Schlüssel zum Erfolg jeder Führungskultur. Der Beschwerdeführer 
solle «nicht mit den Wölfen heulen» (pag. 600021). Diese Defizite bildeten 
Gegenstand der Zielvereinbarung für die nächste Beurteilungsperiode 
(pag. 600031 [Rückseite]).

2.4 Um den Jahreswechsel 2018/19 kam es in der JVA B.________ zu 
einem sicherheitsrelevanten Ereignis. Die Anstalt wurde von aussen be-
schossen, was erst später bemerkt wurde. In der Folge liess die JVA 
B.________ die durch die PIR (passive infrared)-Sensoren zwischen 
Oktober 2018 und Februar 2019 ausgelösten Alarme (nachfolgend: PIR-
Alarme) durch die Applikations-Dienstleisterin überprüfen. PIR-Alarme 
werden durch Bewegung im überwachten Bereich ausgelöst und durch ein 
akustisches Signal angezeigt. Sie führen dazu, dass in der Leitstelle das Bild 
der Videokamera auf dem Alarmmonitor aufgeschalten und im 
Alarmprotokoll, das für den diensthabenden Sidi-Mitarbeiter einsehbar ist, 
ein schriftlicher Eintrag gemacht wird. Gemäss interner Weisung der JVA 
B.________ müssen die Sidi-Mitarbeiter im Fall eines PIR-Alarms das 
Videobild kontrollieren und den Alarmton «manuell quittieren». Bei 
Unklarheiten hat eine Meldung über Funk zu erfolgen und es ist eine 
Kontrolle vor Ort durchzuführen. Wenn ein Alarm nicht innert drei Minuten 
«zurückgestellt» wird, ist dies zu begründen (vgl. Weisung «Massnahmen zu 
Alarme – Pir, Motion, Zaunalarme», Akten SID pag. 63). Nach dem 
Quittieren muss der PIR-Alarm wieder zurückgestellt («scharf gestellt») 
werden, weil sonst in der Leitstelle bloss die Echtzeitbilder der Videokameras 
angezeigt werden, ohne dass eine neue Alarmmeldung ausgelöst werden 
kann. Die Auswertung der PIR-Alarme ergab, dass verschiedene Alarme im 
überprüften Zeitraum jeweils fast bis zu drei Stunden nicht wieder scharf 
gestellt worden waren (vgl. zum Ganzen Kündigungsverfügung S. 3). Am 
1. Mai 2019 führte die B.________-Leitung dazu ein Gespräch mit dem 

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Beschwerdeführer und hielt ihm vor, dass (auch) er die PIR-Alarme mehrfach 
nicht quittiert und bis zu einer Stunde nicht zurückgestellt habe. Der 
Beschwerdeführer räumte das Fehlverhalten ein und erklärte, «seit der 
Gruppenleitersitzung passiere es ihm nicht mehr». Auf Frage, ob er bereit 
sei, in Zukunft die Zielvorgaben und Weisungen seiner Vorgesetzten loyal 
mitzutragen und sich seiner Vorbildfunktion als Kader entsprechend zu ver-
halten, antwortete er: «Ich versuche mich zu bessern, ich war mir des Risikos 
nicht bewusst. Diese nicht quittierten Alarme beschäftigen mich sehr. Ich 
denke, es gibt eine Routine/Automatismus, weil nie etwas geschehen ist.» 
(vgl. pag. 600037-600035).

2.5 Am 30. April 2019 hatte bereits der Abteilungsleiter Sidi ein Gespräch 
mit dem Beschwerdeführer geführt. Er hielt einleitend fest, er habe in letzter 
Zeit festgestellt, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nicht dem ent-
spreche, was von einem Mitarbeiter bzw. Vorgesetzten erwartet werden 
könne. Er hielt ihm anschliessend Folgendes vor (vgl. Aktennotiz vom 
29.3./30.4.2019, pag. 600034):

– Infragestellen des Sinnes eines Tests des Sidi: Im vorangegangenen 
Jahr hatte sich ein Mitarbeiter zu Testzwecken in einem Anhänger ver-
steckt; es sollte geprüft werden, ob er bei der Kontrolle am Tor der An-
stalt entdeckt wird. In der Folge habe der Beschwerdeführer «herumer-
zählt», dass dies ein unrealistischer Test sei. Gegenüber einem Arbeits-
meister habe er den Test gar als lächerlich bezeichnet.

– Nicht bewilligtes Tragen eines Hundepatchs: Am 14. März 2019 habe 
der Beschwerdeführer einen neuen Hundepatch am Oberarm getragen. 
Er (der Abteilungsleiter) und … (Bereichsleiter Betreuung und Sicherheit 
[pag. 600037]) hätten ihn angewiesen, den Patch zu entfernen, da 
dieser nicht «abgesegnet» sei. Der Beschwerdeführer habe ihnen ent-
gegnet, dass der Patch offiziell und von der Amtsvorsteherin (Amt FB) 
bewilligt sei bzw. die Hundeführer den Patch von dieser erhalten hätten.

– Lüge im Zusammenhang mit der Nichtteilnahme an einer Hundefüh-
rerübung: Am 22. März 2019 habe er (der Abteilungsleiter) von … eine 
E-Mail erhalten, wonach der Beschwerdeführer trotz vorheriger Zusage 
nicht an der an diesem Tag von … organisierten Hundeführerübung 
teilgenommen habe. Gemäss der E-Mail habe … den Beschwerdeführer 

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umgehend telefonisch auf sein Nichterscheinen angesprochen, worauf 
dieser geantwortet habe, er habe die Übung vergessen, und dann habe 
er gesagt, dass er zuerst an der Übung eingeplant gewesen sei, jetzt 
aber arbeiten müsse, der Abteilungsleiter wisse Bescheid. Laut dem 
Abteilungsleiter war der Dienst bereits im November 2018 eingetragen 
worden und es sei klar gewesen, dass der Beschwerdeführer am 
22. März 2019 nicht an der Übung werde teilnehmen können; dessen 
Aussage, dass er (der Abteilungsleiter) den Dienst getauscht habe, sei 
eine Lüge.

– Lüge im Zusammenhang mit der Nichtteilnahme an einer Mitarbeiterin-
formation: Am 26. März 2019 habe er (der Abteilungsleiter) während 
einer Mitarbeiterinformation des Anstaltsdirektors bemerkt, dass der Be-
schwerdeführer nicht anwesend war, obwohl die Veranstaltung für ihn 
obligatorisch gewesen sei. Im Anschluss daran habe er den Beschwer-
deführer gefragt, ob er anwesend gewesen sei, was dieser bejaht habe. 
Die Frage, was gesagt worden sei, habe der Beschwerdeführer aber 
nicht beantworten können. Erst auf Nachfrage hin habe der Beschwer-
deführer zugegeben, dass er der Veranstaltung ferngeblieben sei, weil 
er es vergessen habe.

Zu diesen Vorwürfen nahm der Beschwerdeführer am Gespräch wie folgt 
Stellung:

– Test am Tor: Er habe gedacht, der Test mit Anhänger sei eine «Verar-
schung» von … bzw. dessen Idee gewesen. Er sei sich nicht bewusst 
gewesen, dass es ein angeordneter Test gewesen sei.

– Hundepatch: Den Patch habe er von … erhalten. Gemäss diesem sei 
der Patch offiziell und von der Amtsvorsteherin «abgesegnet».

– Hundeführerübung: Es komme bei ihm nie vor, dass er nicht an der 
Übung teilnehmen könne. Er habe Frühdienst gehabt und nicht mehr auf 
dem Dienstplan nachgeschaut.

– Mitarbeiterinformation: Er gab zu, zunächst nicht wahrheitsgemäss ge-
antwortet zu haben. Er habe das Lächeln des Abteilungsleiters falsch 
interpretiert und gedacht, dieser habe es eher als Witz gemeint.

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2.6 Am 10. Mai 2019 beantragte der Anstaltsdirektor beim Vorsteher der 
POM die vorläufige Einstellung des Beschwerdeführers im Amt. Mit Verfü-
gung vom 13. Mai 2019 kam dieser dem Antrag mit sofortiger Wirkung nach 
(pag. 600041-600038). Gleichentags eröffnete der Anstaltsdirektor dem Be-
schwerdeführer (unter Aushändigung eines entsprechenden Schreibens) 
mündlich, dass er die Kündigung in Erwägung ziehe und dem Beschwerde-
führer das rechtliche Gehör hierzu gewährt werde (vgl. Einladungsschreiben 
vom 9.5.2019, zwischen pag. 600038 und 6000037; Schreiben pag. 600044-
600042). Vom 13. Mai 2019 bis 3. März 2020 war der Beschwerdeführer zu 
100 % krankgeschrieben (pag. 400032-400053). Am 9. Januar 2020 löste 
der Direktor der JVA B.________ das Arbeitsverhältnis auf (vorne Bst. A).

3.

Strittig ist, ob die SID die Kündigung zu Recht bestätigt hat.

3.1 Die Anstellungsbehörde kann das Arbeitsverhältnis gemäss Art. 25 
PG unter Wahrung einer Frist von drei Monaten auf Ende eines Monats 
durch Verfügung kündigen (Abs. 1); sie hat hierfür triftige Gründe anzugeben 
(Abs. 2 Satz 1). Solche liegen nach Art. 25 Abs. 2 Satz 2 PG insbesondere 
vor, wenn die oder der Angestellte ungenügende Leistungen erbringt 
(Bst. a), Weisungen der Vorgesetzten wiederholt missachtet hat (Bst. b) oder 
durch ihr oder sein Verhalten während der Arbeitszeit das Arbeitsklima nach-
haltig stört (Bst. c). Die gesetzliche Aufzählung ist indes nicht abschliessend. 
In der Rechtsprechung sind auch Dienstpflichtverletzungen oder ein zerrüt-
tetes Vertrauensverhältnis als triftige Gründe anerkannt. Ein strengerer 
Massstab an die Integrität als bei anderen Personen, die im Dienst des Ge-
meinwesens tätig sind, ist bei Personen anzulegen, denen Beispielfunktion 
zukommt, so bei Lehrkräften oder Personen mit Leitungs- oder Vorge-
setztenfunktion. Auch an Inhaberinnen und Inhaber von gerichtspolizeilichen 
Funktionen sind erhöhte Anforderungen hinsichtlich ihrer Unbescholtenheit, 
Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit zu stellen (vgl. BVR 2010 S. 157 E. 3.2, 
2007 S. 20 E. 6.1, 2006 S. 97 E. 4.2 mit Hinweisen). Mehrere geringfügige 
Beanstandungen können gesamthaft gesehen einen triftigen Grund abgeben 
(BVR 2010 S. 157 E. 3.2.1, 2009 S. 443 E. 2.3; Hans-Ulrich Zürcher, Perso-

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nalrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 2021, 
S. 51 ff., 80 N. 77). Ein Verschulden der betreffenden Person wird nicht vo-
rausgesetzt; es genügen auch objektive Gründe. Eine Kündigung ist immer 
dann sachlich begründet, wenn die Weiterbeschäftigung der betroffenen 
Person dem öffentlichen Interesse, insbesondere demjenigen an einer gut 
funktionierenden Verwaltung, widerspricht (BVR 2012 S. 294 E. 4.1, 2009 
S. 443 E. 2.3, 2007 S. 538 E. 3.3).

3.2 Bei der Beurteilung des Verhaltens der betroffenen Person steht der 
zuständigen Behörde ein gewisses Ermessen zu, weil sie den tatsächlichen 
Verhältnissen näher steht als das Gericht (BVR 2006 S. 97 E. 4.3). Die Vo-
raussetzungen für die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses sind aufgrund 
der gesamten Umstände des Einzelfalls zu würdigen und die Auflösung 
muss stets verhältnismässig sein (BVR 2010 S. 157 E. 3.2.2, 2009 S. 107 
E. 9.1; Hans-Ulrich Zürcher, a.a.O., S. 83 N. 84).

4.

Der Beschwerdeführer bestreitet zunächst das Vorliegen eines Kündigungs-
grunds.

4.1 Die Anstellungsbehörde hat ihre Kündigungsverfügung vom 9. Ja-
nuar 2020 im Wesentlichen mit dem weisungswidrigen Umgang des Be-
schwerdeführers mit den PIR-Alarmen begründet. Zudem hat sie wiederholt 
illoyales Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der JVA B.________ 
und deren Geschäftsleitung angeführt. Ihr Vertrauen in den Beschwerdefüh-
rer sei zutiefst und nachhaltig zerrüttet. Weiter stellt ihres Erachtens die fort-
gesetzte Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers für sich einen triftigen 
Kündigungsgrund dar (Kündigungsverfügung S. 4 und 7). – Die SID hat zu-
sammenfassend erwogen, mit der schwerwiegenden Pflichtverletzung des 
Beschwerdeführers im Umgang mit den PIR-Alarmen liege ein triftiger Kün-
digungsgrund im Sinn von Art. 25 Abs. 2 PG vor. Dieser erhalte vor dem Hin-
tergrund der in den MAG 2015 bis 2017 (gemeint wohl: 2015 bis 2018) do-
kumentierten problematischen Einstellung des Beschwerdeführers bezüg-
lich Loyalität zur Anstaltsleitung und zu deren Weisungen noch grösseres 

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Gewicht (angefochtener Entscheid E. 3.6). Ob die mehrmonatige Arbeitsun-
fähigkeit des Beschwerdeführers nach der Kündigung einen selbständigen 
Kündigungsgrund darstellt, hat die SID offengelassen (E. 3.5).

4.2 Der Beschwerdeführer war ab Anfang 2018 als stellvertretender 
Gruppenleiter Sidi tätig. Die Zielsetzungen der Stelle sind wie folgt umschrie-
ben:

– Gewährleistung der Sicherheit der Anstalt und der Eingewiesenen im 
Team in Zusammenarbeit mit der Anstaltsleitung und den einzelnen 
Diensten;

– Verantwortung für eine korrekte und menschenwürdige Behandlung der 
Eingewiesenen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften;

– Leitung und Organisation der Gruppe.

Bei Abwesenheit des Gruppenleiters war der Beschwerdeführer für die per-
sonelle Führung der Gruppe verantwortlich. Zu seinen Fachaufgaben gehör-
ten insbesondere die Wahrnehmung und Meldung von vorschriftswidrigen 
Gegebenheiten und Mängeln im Sicherheitsbereich sowie die Monitorüber-
wachung und Bedienung der Sicherheitsanlage und Telefonzentrale in der 
Leitstelle (vgl. Stellenbeschreibung vom 4.1.2018, pag. 200022). Diese 
(Führungs-)Funktion hat Vorbildcharakter und an ihren Inhaber sind erhöhte 
Anforderungen betreffend Loyalität und korrektes Verhalten gestellt. Die An-
staltsleitung muss sich auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren 
Integrität verlassen können, was besonders für jene gilt, welche wie der Be-
schwerdeführer in einer leitenden Position im Sicherheitsbereich tätig sind. 
Gerade in einer Strafvollzugsanstalt sind ein intaktes, von gegenseitigem 
Respekt und Vertrauen geprägtes Verhältnis sowie ein geschlossener Auf-
tritt der Leitung und der Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeitenden und 
den Insassen für die Gewährung der betriebsnotwendigen Sicherheit unum-
gänglich (vgl. vorne E. 3.1; betreffend B.________-Mitarbeiter 
VGE 2017/167 vom 24.11.2017 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen; s. auch 
BVR 2015 S. 213 [VGE 2014/291 vom 21.8.2015] nicht publ. E. 4.4 und 7.3).

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4.3 Zu den Weisungsverstössen im Zusammenhang mit den PIR-Alar-
men ergibt sich Folgendes:

4.3.1 Ein wiederholtes Missachten von Weisungen der Vorgesetzten im 
Sinn von Art. 25 Abs. 2 Bst. b PG liegt vor, wenn Weisungen mehr als einmal 
nicht befolgt werden; in zeitlicher Hinsicht sollten die Verstösse nicht allzu 
weit auseinander liegen. Das Weisungsrecht der Vorgesetzten verpflichtet 
die Angestellten unmittelbar zu einem bestimmten Verhalten, d.h. zu einem 
Tun oder Unterlassen, und beinhaltet in aller Regel einen mehr oder weniger 
detaillierten Auftrag, der für die Bediensteten verbindlich ist (vgl. 
VGE 2020/280 vom 16.2.2021 E. 4.2.1, 2013/283 vom 14.3.2014 E. 4.1; 
Hans-Ulrich Zürcher, a.a.O., S. 81 N. 79). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet seinen weisungswidrigen Umgang 
mit den PIR-Alarmen nicht. Er macht jedoch geltend, entgegen der SID 
könne ihm kein wiederholter Weisungsverstoss vorgeworfen werden. Ein 
solcher liege nur vor, wenn jemand sein weisungswidriges Verhalten trotz 
entsprechender Rüge fortsetze. Dies sei bei ihm nicht der Fall gewesen. Sein 
weisungswidriges Verhalten habe zwar über eine gewisse Zeit angedauert, 
sei aber nicht erkannt und somit auch nicht gerügt worden. Es habe zudem 
zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko bestanden, da er und die anderen 
Mitarbeiter den Aussenbereich über die Bildschirme stets korrekt überwacht 
hätten (Beschwerde S. 5 f.).

4.3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet die vorinstanzliche Feststellung 
nicht, dass er im überprüften Zeitraum bei jedem seiner nächtlichen Leitstel-
lendienste die Alarme jeweils gar nicht oder erst nach 30 Minuten oder mehr 
wieder scharf gestellt hat (angefochtener Entscheid E. 3.1 S. 6). Gemäss der 
Auswertung der PIR-Alarme sind hiervon 32 Alarme im Zeitraum vom 2. No-
vember 2018 bis 10. Februar 2019 betroffen. Dabei fällt auf, dass diese 
Alarme fast ausnahmslos jeweils erst zum Ende des einstündigen Leitstel-
lendiensts des Beschwerdeführers zurückgestellt worden sind (Akten SID 
pag. 55, 58 f.). Wie der Beschwerdeführer am Personalgespräch vom 1. Mai 
2019 bestätigte, war ihm bekannt, dass die Alarme weisungsgemäss innert 
drei Minuten zurückzustellen sind (pag. 600036). Er hat somit wider besse-
res Wissen wiederholt bzw. systematisch gegen die Vorschriften zu den PIR-
Alarmen verstossen. Von einer bloss einmaligen Weisungsmissachtung 

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kann keine Rede sein. Wenn die SID zudem erwogen hat, der Beschwerde-
führer habe mit seinem Fehlverhalten die Anstaltssicherheit gefährdet (an-
gefochtener Entscheid E. 3.1 S. 6), ist dies nicht zu beanstanden: Die durch 
Bewegungsmelder ausgelösten PIR-Alarme erscheinen insbesondere in der 
Nacht als ein geeignetes und wichtiges Mittel der JVA B.________, 
sicherheitsrelevante Ereignisse, insbesondere Bedrohungen von aussen, 
frühzeitig zu erkennen. Es ist nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführer 
trotz weisungswidrigen Verhaltens die Anstaltssicherheit während seiner 
Nachtdienste in gleichem Mass gewährleisten konnte wie bei korrektem 
Umgang mit den PIR-Alarmen. Daran ändert seine Behauptung nichts, er 
und die anderen Mitarbeiter hätten den Aussenbereich jeweils über die 
Bildschirme überwacht. Ob er sich die Weisungsverstösse der ihm 
unterstellten Mitarbeiter anrechnen lassen muss (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 3.1 S. 6), kann dahingestellt bleiben. Mit Blick auf seine leitende 
Position und weil das Melden von vorschriftswidrigen Gegebenheiten im 
Sicherheitsbereich zu seinen Fachaufgaben gehörte (vorne E. 4.2), wiegt 
sein Fehlverhalten ohnehin besonders schwer. Aus dem Umstand, dass die 
Weisungsverstösse während längerer Zeit nicht erkannt worden sind, 
vermag der Beschwerdeführer nichts für sich abzuleiten. Wenn er damit das 
entstandene Sicherheitsrisiko zu relativieren versucht (vgl. Beschwerde 
S. 5), zeugt dies vielmehr von fehlendem Verantwortungsbewusstsein und 
stellt seine Eignung als Führungsperson und Mitarbeiter im sensiblen 
Sicherheitsbereich der Anstalt zusätzlich infrage.

4.3.4 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer wiederholt gegen eine 
sicherheitsrelevante Weisung verstossen und damit die Anstaltssicherheit 
gefährdet. Dieses Fehlverhalten bezieht sich nicht allein auf seine leitende 
Position, erscheint in deren Licht aber umso gewichtiger. Die SID hat deshalb 
zu Recht auf eine schwerwiegende Pflichtverletzung geschlossen, die für 
sich allein einen triftigen Kündigungsgrund im Sinn von Art. 25 Abs. 2 (Bst. b) 
PG darstellt.

4.4 Zum Vorwurf illoyalen Verhaltens ist Folgendes festzuhalten:

4.4.1 In Bezug auf die vier Vorfälle, mit denen der Abteilungsleiter Sidi den 
Beschwerdeführer am Gespräch vom 30. April 2019 konfrontierte (vgl. vorne 
E. 2.5), hat die SID erwogen, darin liege kein selbständiger Kündigungs-

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grund. Aus zwei dieser Vorfälle lässt sich ihrer Einschätzung nach sachlich 
oder beweismässig nichts zuungunsten des Beschwerdeführers ableiten 
(Hundepatch und versäumte Hundeführerübung). Hingegen würden im Ver-
bund mit den festgestellten Weisungsverstössen die zwei anderen Vorfälle 
bzw. die Reaktion des Beschwerdeführers am Gespräch das Bild einer Füh-
rungsperson zeichnen, welche die Ernsthaftigkeit und Notwendigkeit von Re-
geln und Kontrollen nicht in ausreichendem Mass zu erfassen vermöge. Zu-
dem sei als erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführer (zunächst) 
wahrheitswidrig behauptet hat, an der obligatorischen Mitarbeiterinformation 
anwesend gewesen zu sein (angefochtener Entscheid E. 3.2.2). Soweit der 
Beschwerdeführer der SID eine Gehörsverletzung vorwirft, weil sie die «an-
geblichen Ereignisse» gewürdigt habe, ohne die beantragte Parteibefragung 
durchzuführen (Beschwerde S. 7 f.), kann ihm nicht gefolgt werden: Wohl hat 
er im vorinstanzlichen Verfahren das Beweismittel der Parteibefragung an-
geboten (vgl. Beschwerde an SID S. 9, Akten SID pag. 22). Aus seiner Be-
schwerde war jedoch nicht ersichtlich, dass er damit den Sachverhalt bezüg-
lich der am Gespräch vom 30. April 2019 thematisierten Vorfälle hätte erhel-
len wollen (vgl. auch Beschwerdeantwort SID S. 2 [act. 3]). Zudem hat er 
sich in seiner Beschwerde an die SID nicht inhaltlich zu diesen Vorfällen ge-
äussert, obwohl er Anlass dazu gehabt hätte, nachdem die Anstellungsbe-
hörde die Aktennotiz zu diesem Gespräch in der Kündigungsverfügung ge-
würdigt hatte (vgl. Kündigungsverfügung S. 6). Sein Gehörsanspruch wurde 
damit gewahrt. Im Übrigen überzeugt die vorerwähnte Einschätzung der SID 
in der Sache und hält der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Ausfüh-
rungen zum Gespräch vom 30. April 2019 im vorliegenden Verfahren nichts 
Substanziiertes entgegen. Soweit er seine Reaktion im Zusammenhang mit 
der Nichtteilnahme an der Mitarbeiterorientierung, die ihm als Lüge vorge-
worfen wird, als scherzhaft gemeinte Bemerkung verstanden haben will (Be-
schwerde S. 8), erscheint dies als reine Schutzbehauptung.

4.4.2 Zu den aktenkundigen MAG hat die SID erwogen, die seit 2015 fest-
gestellten Probleme bezüglich Loyalität und Vorbildfunktion dürften im Kon-
text der gravierenden Verstösse gegen die Weisung zu den PIR-Alarmen 
belastend gewichtet werden. Der pflichtwidrige Umgang des Beschwerde-
führers mit den PIR-Alarmen verdeutliche, dass er sich auch nach mehrma-
ligen Ermahnungen an den MAG und nach seiner Beförderung Anfang 2018 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2022, Nr. 100.2020.365U, 
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nicht zum Besseren gewandelt habe (angefochtener Entscheid E. 3.3.2). – 
Der Beschwerdeführer erbrachte von 2010 bis 2014 gute bis sehr gute Leis-
tungen (vorne E. 2.2). Ab 2015 wurden seine Leistungen an den MAG zwar 
weiterhin als genügend (2015) bis gut (2016 bis 2018) beurteilt, doch gab 
sein Verhalten in dieser Zeit wiederholt Anlass zu Kritik seitens seines jewei-
ligen Vorgesetzten. Beanstandet wurden insbesondere illoyales und nicht 
integres Verhalten (MAG 2015), seine mangelnde Identifikation mit der Ar-
beitskultur der Geschäftsleitung sowie das Nichteinhalten von Vorgaben und 
Weisungen (MAG 2016). In den Jahren 2017 und 2018 erhielt der Beschwer-
deführer für Leistung und Verhalten insgesamt sehr positive Rückmeldun-
gen; allerdings sah er sich am MAG 2018 wiederum mit der Kritik konfron-
tiert, seine Loyalität zu den Vorgesetzten müsse besser werden (vgl. vorne 
E. 2.3). Mit dem Beschwerdeführer ist zwar einig zu gehen, dass ihm die 
Arbeitgeberin offensichtlich Führungsqualitäten attestiert hat, da sie ihn auf 
Anfang 2018 zum stellvertretenden Gruppenleiter befördert hat (vgl. Be-
schwerde S. 9). Wohl lässt sich dies mit der ihm attestierten Motivationsfä-
higkeit als Führungsperson erklären (vgl. vorne E. 2.3). Darin erschöpft sich 
gute Führung allerdings nicht. Unabdingbar sind Loyalität in der Hierarchie, 
Integrität sowie Standfestigkeit im Verhältnis zu den unterstellten Mitarbei-
tern. Insoweit hatte er klare Defizite, welche ihm wiederholt kommuniziert 
worden waren (vgl. vorne E. 2.3). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die SID 
die seit 2015 bestehenden Verhaltensdefizite des Beschwerdeführers im Ge-
samtkontext zu dessen Ungunsten gewichtet hat.

4.5 Nach den aus den Akten gewonnenen Erkenntnissen hat das Verhal-
ten des Beschwerdeführers ab 2015 insbesondere wegen mangelnder Lo-
yalität gegenüber der JVA B.________ bzw. deren Geschäftsleitung 
regelmässig Anlass zu Beanstandungen gegeben. Ungeachtet dieser Kritik 
hat der Beschwerdeführer, soweit dokumentiert, von November 2018 bis 
Februar 2019 wiederholt gegen die Weisung zu den PIR-Alarmen verstossen 
und damit die Anstaltssicherheit gefährdet. Dieses Fehlverhalten wiegt 
angesichts seiner Führungsfunktion besonders schwer und stellt mithin 
einen triftigen Kündigungsgrund im Sinn von Art. 25 Abs. 2 PG dar.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2022, Nr. 100.2020.365U, 
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5.

Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit der Kündigung unter Berücksichti-
gung der Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin.

5.1 Die Auflösung eines Anstellungsverhältnisses muss aufgrund der ge-
samten Umstände des Einzelfalls verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; vgl. BVR 2009 S. 443 E. 2.3 und 5.4, 2007 
S. 538 E. 4.1; zuletzt etwa VGE 2020/280 vom 16.2.2021 E. 5.1; ferner 
BGE 140 II 194 E. 5.8.2). Mitzuberücksichtigen sind Aspekte, die aus der 
Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers fliessen. Diese bil-
det das Gegenstück zur Treuepflicht der Angestellten (Art. 55 PG) auch im 
kantonalen öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis (vgl. Art. 4 Bst. g PG; 
Art. 328 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]; BVR 2009 
S. 443 E. 5.1, 2007 S. 538 E. 4.4, je mit weiteren Hinweisen).

5.2 Der Beschwerdeführer erachtet die Kündigung als unverhältnismäs-
sig. Er macht geltend, nachdem er bezüglich der PIR-Alarme zur Rede 
gestellt worden sei, sei es zu keinen weiteren Verstössen gekommen. Die 
Ermahnung habe somit gewirkt und eine Kündigung sei nicht erforderlich. Da 
nur sein Verhalten als Führungskraft kritisiert werde, stehe mit dem Entzug 
der Führungsfunktion bzw. mit einer Versetzung ein milderes Mittel zur Ver-
fügung. Weiter sei die Arbeitgeberin ihrer Fürsorgepflicht nicht nachgekom-
men, weil sie weder Lösungen gesucht noch Massnahmen getroffen habe, 
um das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Vor dem Hintergrund seines fortge-
schrittenen Alters und der zahlreichen Dienstjahre erweise sich die Kündi-
gung auch als unzumutbar (Beschwerde S. 10 ff.).

5.3 Das Verhalten des Beschwerdeführers hat seit einigen Jahren Anlass 
zu Beanstandungen seitens seiner Vorgesetzten gegeben. Seine Defizite in 
den Bereichen Loyalität, Integrität und Führungsverhalten wurden seit 2015 
wiederholt an den MAG thematisiert und entsprechende Anweisungen zu 
einer Verhaltensänderung bildeten Gegenstand der jährlichen Zielvereinba-
rungen (vgl. vorne E. 2.3 und 4.4.2). Eine nachhaltige Verbesserung war 
jedoch nicht feststellbar. Obwohl der Beschwerdeführer am MAG vom 4. No-
vember 2018 erneut wegen mangelnder Loyalität gerügt und auf die Wich-
tigkeit seiner Vorbildfunktion aufmerksam gemacht worden war, sah er sich 

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nicht veranlasst, seinen weisungswidrigen Umgang mit den PIR-Alarmen 
umgehend einzustellen. Erst nachdem die JVA B.________ infolge des Be-
schusses der Anstalt zum Jahreswechsel 2018/19 die PIR-Alarme hatte 
überprüfen lassen und der Beschwerdeführer am 12. Februar 2019 durch 
einen Gruppenleiter des Sidi Kenntnis von dieser Kontrolle erhalten hatte, 
stoppte er sein weisungswidriges Verhalten (vgl. Kündigungsverfügung 
S. 4). Dieses Fehlverhalten erschiene umso gravierender, sollte er in seiner 
Position als stellvertretender Gruppenleiter Sidi bereits früher über das si-
cherheitsrelevante Ereignis informiert worden sein. Sein Einwand, die Er-
mahnung habe gewirkt, greift somit zu kurz. Dem Beschwerdeführer hätte 
angesichts der an den MAG geübten Kritik an seinem Verhalten als Füh-
rungsperson mit Vorbildfunktion bewusst sein müssen, dass gerade von ihm 
erwartet wurde, die Weisungen der Anstaltsleitung mitzutragen und umzu-
setzen. Dies umso mehr, als er bereits am MAG 2016 wegen Nichteinhaltens 
von Vorgaben und Weisungen gerügt worden war (vgl. vorne E. 2.3). Hätte 
er am Sinn der hier interessierenden Weisung ernsthaft gezweifelt – dies 
bringt er freilich nicht vor –, hätte er dies seinem Vorgesetzten vortragen 
können und müssen. Die Vorgesetzten haben das ihnen Zumutbare unter-
nommen, um den Beschwerdeführer zu einem Verhalten zu befähigen, das 
für den Betrieb tragbar ist. Unter diesen Umständen hat die Anstellungsbe-
hörde die ihr obliegende Fürsorgepflicht nicht verletzt.

5.4 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers beschränken sich die 
Beanstandungen seitens der Anstellungsbehörde nicht auf seine Führungs-
funktion. Bei … Strafvollzugsanstalten wie der JVA B.________ sind höchste 
Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Der Sidi ist deshalb auf loyale und 
verlässliche Mitarbeitende angewiesen. Diese Qualitäten hat der Beschwer-
deführer in den letzten Jahren vermissen lassen. Sein weisungswidriger Um-
gang mit den PIR-Alarmen stellt auch losgelöst von seiner Führungsfunktion 
eine erhebliche Dienstpflichtverletzung dar. Denn bereits vor seiner Beförde-
rung zum stellvertretenden Gruppenleiter war u.a. die Gewährleistung der 
Anstaltssicherheit als Zielsetzung in seinen Stellenbeschreibungen formu-
liert und gehörte es zu seinen Hauptaufgaben, vorschriftswidrige Gegeben-
heiten und Mängel im Sicherheitsbereich zu melden (vgl. pag. 200013, 
200019). Mit Blick auf das seit längerer Zeit problematische Verhalten des 
Beschwerdeführers ist nachvollziehbar, dass aus Sicht der Anstellungsbe-

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hörde das Vertrauensverhältnis nach den jüngsten Weisungsverstössen 
nachhaltig gestört war (vgl. vorne E. 4.1). Ein intaktes Vertrauensverhältnis 
zwischen der Anstaltsleitung und dem Personal ist für die Gewährleistung 
der betriebsnotwendigen Sicherheit aber unabdingbar (vgl. vorne E. 4.2; vgl. 
auch Beschwerdeantwort SID S. 2 [act. 3]). Vor diesem Hintergrund durfte 
die Anstellungsbehörde ohne Verletzung ihrer Fürsorgepflicht davon abse-
hen, dem Beschwerdeführer lediglich die Führungsfunktion zu entziehen 
oder ihn anstaltsintern zu versetzen. Wenn der Beschwerdeführer noch vor 
Verwaltungsgericht das durch sein Fehlverhalten entstandene Sicherheits-
risiko verharmlost oder gar abstreitet (vgl. Beschwerde S. 5), lässt dies Zwei-
fel daran aufkommen, ob er sich der Verantwortung bewusst ist, die den Mit-
arbeitern des Sidi zukommt. Zudem unterstreicht es, dass er weiterhin Mühe 
bekundet, sich gegenüber der Anstaltsleitung loyal zu zeigen und deren Vor-
gaben und Weisungen bedingungslos mitzutragen.

5.5 In die Würdigung, ob die Kündigung verhältnismässig ist, sind na-
mentlich die lange Dauer des Anstellungsverhältnisses und der Umstand 
einzubeziehen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Kündigung nur 
noch rund dreieinhalb Jahre vor der ordentlichen Pensionierung stand (Ende 
Juli 2023; Art. 14 Abs. 1 PG). Hingegen fallen seine während Jahren guten 
Arbeitsleistungen, insbesondere im Diensthundewesen, nicht entscheidend 
ins Gewicht, zumal die Anstellungsbehörde den triftigen Kündigungsgrund 
im Wesentlichen in der wiederholten Missachtung von Weisungen bzw. im 
mangelhaften Verhalten erblickt und eine weitere vertrauensvolle Zusam-
menarbeit nicht möglich erscheint (vgl. BVR 2010 S. 157 E. 4.5.2, 2009 
S. 443 E. 5.4.3; VGE 2018/180 vom 2.7.2019 E. 5.3, 2014/212 vom 
21.8.2015 E. 6.3). Das öffentliche Interesse an der Entlassung wiegt schwer, 
zumal im sensiblen Strafvollzugsbereich erhöhte Anforderungen an ein loya-
les und tadelloses Verhalten zu stellen sind (vgl. vorne E. 3.1 und 4.2). In 
den letzten Jahren hat der Beschwerdeführer diese Qualitäten vermissen 
lassen. Obwohl er wiederholt auf seine Defizite angesprochen wurde, ist 
keine nachhaltige Verhaltensänderung eingetreten. Im Gegenteil hat er zu-
letzt wider besseres Wissen stetig gegen die Weisungen zu den PIR-Alar-
men verstossen und damit die Anstaltssicherheit gefährdet. Diese jüngsten 
Weisungsverstösse stellen nicht nur seine Führungseignung infrage. Viel-
mehr hat der Beschwerdeführer auch das Verantwortungsbewusstsein und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2022, Nr. 100.2020.365U, 
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die Verlässlichkeit vermissen lassen, wie sie von sämtlichen im Sidi tätigen 
Mitarbeitenden zu verlangen sind. Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht muss 
der Kanton Bern auch die Sicherheit der in der JVA B.________ Inhaftierten 
gewährleisten und ist deshalb nicht gehalten, gegenüber fehlbaren Ange-
stellten wiederholt Nachsicht walten zu lassen. War das Vertrauensverhält-
nis zum Vorgesetzten bzw. zur Anstaltsleitung zerrüttet, fiel es von vornhe-
rein ausser Betracht, dem Beschwerdeführer lediglich die Führungsfunktion 
zu entziehen oder ihn in der JVA B.________ anderweitig zu beschäftigen. 
Angesichts seines seit einigen Jahren problematischen Verhaltens ist es 
auch nicht zu beanstanden, wenn das AJV eine Versetzung an eine andere 
Arbeitsstelle im Justizvollzug oder anderswo im Kanton Bern ablehnt (vgl. 
Mitbericht des AJV vom 20.3.2020 S. 6 Ziff. 7, Akten SID pag. 41). Im 
Übrigen begründet das anwendbare Personalrecht beim Vorliegen eines 
Kündigungsgrunds keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung oder 
Versetzung (vgl. BVR 2007 S. 538 E. 4.3 mit Hinweisen; VGE 2020/280 vom 
16.2.2021 E. 5.4, 2018/180 vom 2.7.2019 E. 5.2). Die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses erweist sich deshalb als erforderlich. Das 
Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass die Kündigung den 
Beschwerdeführer angesichts seines Alters und seiner Anstellungsdauer 
hart trifft. Dieses gewichtige private Interesse an der Weiterbeschäftigung ist 
indessen in dem Mass zu relativieren, als die Kündigung ausschliesslich auf 
eigenes Fehlverhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist (vgl. 
BVR 2015 S. 213 [VGE 2014/291 vom 21.8.2015] nicht publ. E. 7.4; 
VGE 2018/343 vom 9.12.2019 E. 6.3, 2014/212 vom 21.8.2015). Insgesamt 
geht hier das Interesse der Anstellungsbehörde an verlässlichen und loyalen 
Mitarbeitenden dem Interesse des Beschwerdeführers vor, seine Stelle zu 
behalten (vgl. für vergleichbare Wertungen BVR 2007 S. 538 E. 4.3; 
VGE 2020/280 vom 16.2.2021 E. 5.4, 2018/180 vom 2.7.2019 E. 5.3).

5.6 In Würdigung der gesamten Umstände erweist sich die Kündigung 
als verhältnismässig und damit auch als zumutbar.

5.7 Soweit der Beschwerdeführer rügt, die SID habe mit ihren knappen 
Ausführungen zur Interessenabwägung die Begründungspflicht verletzt (Be-
schwerde S. 12), kann ihm nicht gefolgt werden: Wesentlicher Bestandteil 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 26 Abs. 2 der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.03.2022, Nr. 100.2020.365U, 
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Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 21 ff. VRPG) ist die Be-
gründungspflicht (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Im Allgemeinen 
muss die Begründung zumindest so abgefasst sein, dass die Betroffenen die 
Verfügung oder den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kön-
nen. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 
(vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2; BVR 2016 S. 402 E. 6.2). Die SID hat im ange-
fochtenen Entscheid hinreichend dargelegt, weshalb sie die Kündigung als 
rechtmässig und verhältnismässig erachtet. Aus der Gesamtheit der Begrün-
dung ergeben sich ohne weiteres die nach ihrer Rechtsauffassung aus-
schlaggebenden Punkte, sodass dem Beschwerdeführer eine sachgerechte 
Anfechtung möglich war.

6.

Nach dem Erwogenen hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3’500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegner

und mitzuteilen:
- Direktion der Justizvollzugsanstalt B.________

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. Der Streitwert im Sinn 
von Art. 51 ff. BGG erreicht Fr. 15'000.--.