# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3bfe0b7-f270-5257-a0c5-755ba3d1489f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 08.01.2015 I/2-2014/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-2-2014-3_2015-01-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/2-2014/3

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 08.01.2015

Entscheiddatum: 08.01.2015

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 08.01.2015
Erbschaftssteuer, Art. 150 StG (sGS 811.1). Vermacht die Eigentümerin eines 
seit 30 Jahren verpachteten landwirtschaftlichen Heimwesens dieses in 
ihrem Testament einem Neffen und überwiegt die nichtlandwirtschaftlichen 
Wohnnutzung die landwirtschaftliche Nutzung, so ist das Grundstück für die 
Erbschaftssteuer zum Verkehrswert und nicht zum landwirtschaftlichen 
Ertragswert anzurechnen (Urteil der Verwaltungsrekurskommission, 
Abteilung I/2, 8. Januar 2015, I/2-2014/3).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Rudolf Lippuner und Richterin Eliane Kaiser, 

Gerichtsschreiberin Susanne Schmid Etter

X,

und

Y,

vertreten durch X, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Erbschaftssteuer

Sachverhalt:

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A.- Z war Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1 in A, das aus einem Wohnhaus, einer 

Scheune, einer Remise, einem Bienenhaus sowie 1'725 m  Gebäudegrundfläche und 

Hofraum, 85'381 m  Acker bzw. Wiese, 508 m  Gewässer, 241 m  Hecke und 11'169 

m  Wald besteht. Bis zu ihrem Tod bewohnte die Erblasserin das Wohnhaus selbst, 

das Land war seit mehr als 30 Jahren an einen Nachbarn verpachtet, welcher seit 

längerem auch die Scheune nutzt, ohne dass der Pachtvertrag angepasst worden 

wäre. In einer letztwilligen Verfügung vom 00 verfügte Z über ihren gesamten Nachlass. 

Das Grundstück Nr. 1 in A mit dem landwirtschaftlichen Betrieb vermachte sie darin 

ihrem Neffen Y und den verbleibenden Nachlass zu je 30% ihrer Schwester und ihrer 

Nichte sowie zu je 20% ihren Neffen. Zudem setzte sie Rechtsanwalt X als 

Willensvollstrecker ein. Am 17. Februar 2010 wurde das Grundstück mit einem 

Mietwert von 23'579.–, einem Ertragswert von Fr. 448'000.– und einem Verkehrswert 

von Fr. 884'000.– geschätzt.

Am 00 verstarb Z. Die letztwillige Verfügung wurde vom Amtsnotariat eröffnet. Im 

Nachlassinventar setzte der Willensvollstrecker die Liegenschaft Nr. 1 in A zum 

Ertragswert von Fr. 448'000.– ein. Das Nachlassvermögen wurde darin nach Abzug des 

Vermächtnisses an Y mit Fr. 170'312.– beziffert. Gemäss Erbteilakt erhielten die 

Schwester und die Nichte je Fr. 51'094.– sowie die Neffen je Fr. 34'062.–.

B.- Das kantonale Steueramt ging für die Berechnung der Erbschaftssteuer vom 

Verkehrswert der Liegenschaft von Fr. 884'000.– aus und veranlagte die Erben mit 

Verfügung vom 22. Februar 2012 mit Erbschaftssteuern von insgesamt Fr. 232'900.–. 

Davon entfielen Fr. 205'200.– auf Y. X und Y erhoben dagegen am 23. März 2013 

Einsprache mit dem Antrag, der Berechnung der Erbschaftssteuer sei der Ertragswert 

des Grundstücks Nr. 1 in A zugrunde zu legen. Das kantonale Steueramt wies die 

Einsprache mit Entscheid vom 11. Dezember 2013 ab. Im Wesentlichen führte es aus, 

die fragliche Liegenschaft sei im Zeitpunkt des Todes von der Erblasserin nicht 

überwiegend landwirtschaftlich genutzt worden.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben Y und X als Willensvollstrecker mit 

Eingabe vom 9. Januar 2014 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem 

Antrag, der Einsprache-Entscheid sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, der 

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Veranlagung der Erbschaftssteuer nicht den Verkehrswert, sondern den Ertragswert 

des Grundstücks Nr 1 in A zugrunde zu legen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 10. Februar 2014 die Abweisung 

des Rekurses. Dazu nahmen die Rekurrenten wiederum mit Eingabe vom 25. Februar 

2014 Stellung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der 

Anträge wird, soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 9. Januar 2014 ist rechtzeitig eingereicht 

worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP).

2.- Umstritten ist die der Berechnung der Erbschaftssteuer zugrundeliegende 

Bewertung des übergehenden Vermögens.

a) Die Rekurrenten machen im Wesentlichen geltend, die Erblasserin habe seit mehr als 

30 Jahren den gesamten Landwirtschaftsbetrieb mit Ausnahme des Wohnhauses 

verpachtet. Anfänglich sei lediglich das Land verpachtet gewesen, später sei die Pacht 

auf die Wirtschaftsgebäude ausgedehnt worden, ohne dass der Pachtzins von Fr. 

4'175.– erhöht worden wäre. Zudem sei der Pachtzins von Anfang an tief gehalten 

worden, da der Pächter für die Verpächterin verschiedene Handreichungen erbracht 

habe. Bis und mit 2009 sei die landwirtschaftliche Liegenschaft korrekt zum 

Ertragswert besteuert worden. Nach der Neuschätzung 2010 sei diese Praxis 

unvermittelt aufgegeben worden, obwohl sich in Bezug auf die Nutzung überhaupt 

nichts geändert habe. Der Eigenmietwert des Wohnhauses sei in gerade einmal zehn 

Jahren verdreifacht worden, während sich die weiteren ertragswertrelevanten Werte 

nur unwesentlich verändert hätten. Ohne dass sich an der Nutzung etwas geändert 

habe, sei innerhalb von zehn Jahren ein bis anhin landwirtschaftliches Anwesen in ein 

nichtlandwirtschaftliches verwandelt worden. Eine rein bewertungsrechtliche 

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Betrachtung sei nicht adäquat. Um die Ertragswertdifferenz auszugleichen, würde 

selbst ein zehnmal grösseres Grundstück nicht ausreichen. Bei einem Miet-/

Pachtzinsvergleich ergebe sich ein noch extremeres Bild. Erst bei einem 17-mal 

grösseren Grundstück entspräche der maximal mögliche Pachtzins dem aktuellen 

Mietwert für das Wohnhaus. Das fragliche Grundstück unterstehe dem BGBB und 

werde überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt. Die nicht landwirtschaftliche 

Nutzung erschöpfe sich in der Bewohnung des Wohnhauses. Es müssten die 

gesamten Umstände in Betracht gezogen werden. Das Anwesen verfüge über alles, 

was zum Betrieb eines landwirtschaftlichen Gewerbes erforderlich sei. Der Stall werde 

vom Pächter zwar nicht als solcher genutzt, könne aber jederzeit reaktiviert werden. Es 

könne jedoch nicht angehen, den Eigentümer eines landwirtschaftlichen Anwesens 

durch Entzug der Ertragswertbesteuerung faktisch dazu zu zwingen, das Grundstück in 

einer alternativen Form zu nutzen, weil sich der Betrieb aus steuerlichen Gründen nicht 

mehr rechne. Im vorliegenden Fall sei dies besonders stossend, da die Zuweisung an 

den Rekurrenten deshalb erfolgt sei, damit dessen Sohn das fragliche Anwesen später 

einmal selber bewirtschaften könne. Die Besteuerung zum Ertragswert vor 2010 sei 

entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht fehlerhaft gewesen. Aus dem Umstand, dass 

die Erblasserin bzw. deren Erben gegen die Steuerveranlagungen 2010 und 2011 kein 

Rechtsmittel eingelegt hätte, könne nicht auf deren Einverständnis mit der 

vorgenommenen Praxisänderung geschlossen werden.

Dem hält die Vorinstanz zur Hauptsache entgegen, die im Jahr 2010 neu ermittelten 

Verkehrs- und Ertragswerte hätten keinen direkten Einfluss auf die Frage, ob das 

Grundstück überwiegend landwirtschaftlich genutzt werde. Bereits der tiefere 

Eigenmietwert gemäss der Schätzung aus dem Jahr 2000 habe den Pachtzins deutlich 

überstiegen. Eine Neuschätzung sei von den Rekurrenten zudem nicht beantragt 

worden. Die Berechnung des Wertverhältnisses von Miet- und Pachtertrag sei nach 

den Richtlinien der Eidgenössischen Steuerverwaltung erfolgt. Die Beurteilung der 

überwiegenden Nutzung richte sich nicht nach der bewirtschafteten Fläche, sondern 

nach dem finanziellen Ertrag. Eine Eigenbewirtschaftung durch den in B wohnhaften 

Rekurrenten falle aufgrund der räumlichen Distanz ausser Betracht. Dessen Sohn, der 

allenfalls den Hof übernehmen wolle, sei im Zeitpunkt des Todes 15 Jahre alt gewesen.

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b) Der Steueranspruch entsteht bei Zuwendungen auf den Todesfall im Zeitpunkt, in 

dem der Erbgang eröffnet wird (Art. 149 lit. a StG). Nach Art. 150 Abs. 1 StG wird das 

übergehende Vermögen zum Verkehrswert im Zeitpunkt der Entstehung des 

Steueranspruchs bewertet. Art. 55 bis 58 StG werden dabei sachgemäss angewendet 

(Art. 150 Abs. 2 StG). Gemäss Art. 57 Abs. 1 StG entspricht der Verkehrswert von 

Grundstücken dem mittleren Preis, zu dem Grundstücke gleicher oder ähnlicher 

Grösse, Lage und Beschaffenheit in der betreffenden Gegend veräussert werden. Die 

unter den Geltungsbereich der Bundesgesetzgebung über das bäuerliche Bodenrecht 

fallenden Grundstücke, die überwiegend land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden, 

werden zum Ertragswert bewertet (Art. 58 Abs. 1 StG). Nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (SR 211.412.11, abgekürzt: BGBB) 

gilt ein Grundstück als landwirtschaftlich, wenn es für die landwirtschaftliche oder 

gartenbauliche Nutzung geeignet ist. Im Unterschied zum BGBB ist die 

steuerrechtliche Definition der landwirtschaftlichen Grundstücke enger gefasst, um den 

Kreis der Grundstücke, die zum Ertragswert besteuert werden, einzuschränken. Nach 

Art. 58 Abs. 1 StG muss ein Grundstück nicht nur zur landwirtschaftlichen Nutzung 

geeignet im Sinn von Art. 6 Abs. 1 BGBB sein, damit es zum Ertragswert angerechnet 

werden kann, sondern auch tatsächlich überwiegend landwirtschaftlich genutzt 

werden. Damit lässt sich unter anderem vermeiden, dass Gebäude, die infolge ihrer 

grundsätzlichen Eignung zur landwirtschaftlichen Nutzung dem BGBB unterstehen, 

jedoch für nicht landwirtschaftliche Zwecke, etwa als Ferienwohnung oder vermietetes 

Gebäude, genutzt werden, ohne sachlichen Grund eine privilegierte Besteuerung 

erfahren (VRKE I/1-2011/52, 53 vom 14. Februar 2012, in: www.gerichte.sg.ch). Die 

Verkehrswertbesteuerung nicht überwiegend landwirtschaftlich genutzter Grundstücke 

steht auch im Einklang mit Art. 14 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG). Der 

kantonale Gesetzgeber kann innerhalb des durch Art. 14 StHG vorgegebenen 

Rahmens die anwendbare Bewertungsmethode festlegen. Im Hinblick auf die 

harmonisierungsrechtlichen Vorgaben erscheint es sachgerecht, nur jene Grundstücke 

als landwirtschaftlich genutzte Grundstücke zu qualifizieren, die einerseits dem 

Geltungsbereich des BGBB unterliegen und die andrerseits auch tatsächlich 

überwiegend landwirtschaftlich genutzt sind (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische 

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Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 194; Zigerlig/Jud, in: Kommentar zum schweizerischen 

Steuerrecht, Bd. I/1, 2. Aufl. 2002, N 9 zu Art. 14 StHG).

Gemäss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung ist in steuerrechtlicher Hinsicht das 

Überwiegen der einen oder anderen Nutzungsart nach wirtschaftlichen Kriterien zu 

bestimmen. Bei der Bestimmung von geschäftlicher und privater Nutzung bei der 

Abgrenzung von Privat- und Geschäftsvermögen wird auf das Verhältnis der Mietwerte 

abgestellt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 55). Auch wird bei der Beurteilung des 

Steueraufschubs aus Grundstückgewinnen auf das Verhältnis der Mietwerte der 

veräusserten und der erworbenen Liegenschaft abgestellt. Nicht entscheidend ist, ob 

eine Liegenschaft als landwirtschaftliches Grundstück geschätzt wurde. Der Entscheid 

der Schätzungsorgane über die Qualifikation eines Grundstücks als landwirtschaftlich 

bindet die Steuerbehörde nicht. Zudem richtet sich die Abgrenzung nach dem BGBB, 

was bedeutet, dass lediglich die Eignung zur landwirtschaftlichen Nutzung 

massgebend ist. Bei landwirtschaftlich genutzten Betrieben ist nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 18 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer (SR 641.11, abgekürzt: DBG) der geschäftliche Ertragsanteil am 

gesamten Ertrag oder der Anteil des Nettorohertrags am Gesamtertrag zu ermitteln 

(vgl. StR 1999 S. 669 sowie Ziff. 3 des Kreisschreibens der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung Nr. 3 vom 25. November 1992). Die Festsetzung des Eigenmietwerts 

erfolgt unter Berücksichtigung der ortsüblichen Verhältnisse und der tatsächlichen 

Nutzung der am Wohnsitz selbst bewohnten Liegenschaft (vgl. zum Ganzen VerwGE 

B 2004/46 vom 17. August 2004, in: www.gerichte.sg.ch und GVP 2004 Nr. 30).

In den angeführten Entscheiden handelte es sich bei den Grundstücken um solche, die 

landwirtschaftlich genutzt wurden, aber lediglich rund 2,7 bzw. 0,4 Hektar Fläche 

aufwiesen. Vorliegend handelt es sich um ein Grundstück, das rund 9 Hektar Acker und 

Wiese umfasst und daher wohl zumindest eine Grundlage für ein landwirtschaftliches 

Gewerbe im Sinne eines Nebenerwerbsbetriebs bilden könnte. Dieser Umstand ist 

allerdings nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Das Bundesgericht hat in einem 

ähnlich gelagerten Fall, in dem ein Selbstbewirtschafter ein 15,8 Hektar umfassendes 

landwirtschaftliches Heimwesen verpachtete und die beiden Betriebsleiterwohnungen 

weiterhin selbst bewohnte, unmissverständlich festgehalten, dass nun das 

Betriebsleitergebäude der landwirtschaftlichen Liegenschaft nicht mehr vom 

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Selbstbewirtschafter, sondern vom Verpächter bewohnt werde, weshalb der 

Eigenmietwert des fraglichen Wohnhauses nach nichtlandwirtschaftlichen Kriterien 

festzusetzen sei (BGer 2A.752/2004 vom 5. September 2005 E. 3.1). Da die direkte 

Bundessteuer streitig war, äusserte sich das Bundesgericht zur Vermögensbewertung 

nicht, was allerdings nicht von Bedeutung ist, da das Verhältnis der Mietwerte von 

Wohnhaus und landwirtschaftlich genutzten Liegenschaftsteilen ausschlaggebend ist. 

c) Fest steht, dass das Grundstück Nr. 1 in A unter das BGBB fällt, da es zur 

landwirtschaftlichen Nutzung geeignet ist (vgl. Art. 6 Abs. 1 BGBB) und in der 

Landwirtschaftszone liegt (vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. a BGBB). Im fraglichen Zeitpunkt 

wurden das Wies- und Ackerland sowie der Wald und teilweise auch die 

Oekonomiegebäude landwirtschaftlich genutzt. Da bei der Bewertung des Vermögens 

für die Erbschaftssteuer keine Bindung der Vorinstanz an aktuelle oder frühere 

Veranlagungen der Erblasserin besteht, ist aber nicht entscheidend, dass das 

Grundstück bis 2009 zum Ertragswert und seither gestützt auf die neue Schätzung vom 

17. Juni 2010 zum Verkehrswert besteuert wurde.

Im Folgenden ist unabhängig davon zu prüfen, ob die fragliche Liegenschaft im 

Zeitpunkt des Todes der Erblasserin überwiegend landwirtschaftlich genutzt wurde. 

Wie eingangs dargelegt, ist dabei gemäss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung 

auf wirtschaftliche Kriterien, namentlich auf das Verhältnis der Mietwerte der 

unterschiedlichen Nutzungen, abzustellen. Die Erblasserin bewohnte das Wohnhaus 

bis zu ihrem Tod selbst, hatte jedoch das zur Liegenschaft gehörende Wies- und 

Ackerland seit mehr als 30 Jahren an einen benachbarten Landwirt verpachtet. Später 

kamen zur bestehenden Pacht auch noch die Ökonomiegebäude dazu. Z war folglich 

schon lange nicht mehr Selbstbewirtschafterin. Es trifft zwar zu, dass eine 

vorübergehende Verpachtung nach vorgängiger Selbstbewirtschaftung nicht zwingend 

eine Überführung ins Privatvermögen und eine Anrechnung zum Verkehrswert zur 

Folge hat. Art. 58 Abs. 1 StG beschränkt denn auch die Anrechnung zum Ertragswert 

nicht auf selbstbewirtschaftete Grundstücke (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl.2013; N 10 zu § 40 StG/ZH). Daher 

wurde in der Veranlagungspraxis insbesondere dann die Ertragswertbesteuerung 

fortgesetzt, wenn die Betriebsinhaber die Selbstbewirtschaftung aufgegeben hatten 

und den Betrieb verpachteten. Dies rechtfertigte sich allenfalls, solange nicht feststand, 

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ob mit der Verpachtung eine endgültige Aufgabe des Betriebs verbunden war. 

Jedenfalls kann nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, wie dies die 

Vorinstanz tut, dass die Anrechnung zum Ertragswert vor 2010 bei der 

Vermögensbesteuerung der Erblasserin falsch war. Im Streitfall stand aber zum 

Zeitpunkt der Schätzung am 17. Juni 2010 nach bald 30-jähriger Verpachtung sowie 

angesichts des Alters von Z und der Tatsache, dass es keine direkten Nachkommen 

gab, fest, dass weder sie selbst noch ein Nachkomme je den landwirtschaftlichen 

Betrieb führen würde. Somit rechtfertigten sich die privilegierte Besteuerung zum 

Ertragswert und die landwirtschaftliche Schätzung des Wohnhauses zumindest zu 

jenem Zeitpunkt nicht mehr länger. Ob die Voraussetzungen für die Besteuerung zum 

Verkehrswert bereits früher erfüllt gewesen wären, ist für die hier zu entscheidende 

Frage ohne Bedeutung und kann daher offen bleiben. In der Veranlagung 2009 wurde 

jedenfalls bereits der Verkehrswert von Fr. 479'000.– gemäss der Schätzung vom 

15./23. März 2000 angerechnet; diesbezüglich sind die Ausführungen der Rekurrenten, 

wonach die Erblasserin für das Grundstück bis und mit 2009 zum Ertragswert 

besteuert wurde, unzutreffend. Gemäss der Veranlagungsberechnung vom 27. Juli 

2010 entsprach dies der Deklaration. Eine allenfalls in einer früheren, vor 2009 

liegenden Steuerperiode vorgenommene Anrechnung des Grundstücks zum 

Ertragswert ist daher nicht geeignet, ein schützenswertes Vertrauen zu begründen und 

dementsprechend eine Anrechnung zum Ertragswert bei der Erbschaftssteuer zu 

rechtfertigen.

Zusammenfassend gelangt die Verwaltungsrekurskommission zum Schluss, dass die 

Bewertung des Wohnhauses nach nicht landwirtschaftlichen Grundsätzen korrekt ist 

und im Streitfall im Zeitpunkt des Todes der Erblasserin nicht von einer überwiegend 

land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung des Grundstücks im Sinn von Art. 58 Abs. 1 

StG gesprochen werden kann. Der am 17. Juni 2010 geschätzte Mietwert des 

Wohnhauses beläuft sich auf Fr. 21'600.–. Demgegenüber beträgt der Mietwert für die 

landwirtschaftlichen Gebäude Fr. 1'979.–. Das Land ist zu einem Zins von Fr. 4'175.– 

verpachtet. Eine Neuschätzung wurde nicht verlangt (vgl. Art. 151 StG). Selbst wenn 

man den Mietwert für die offenbar ebenfalls vom Nachbarn landwirtschaftlich 

genutzten Gebäude und den Pachtzins addiert, ergibt sich mit Fr. 6'154.– ein im 

Verhältnis zum Mietwert des Wohnhauses mehr als dreimal geringerer Ansatz. Auch bei 

der Schätzung aus dem Jahr 2000, als das Wohnhaus noch nach landwirtschaftlichen 

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Kriterien geschätzt wurde, überwog dessen Mietwert mit Fr. 7'315.– den Pachtzins 

samt Mietwerten der landwirtschaftlichen Gebäude von zusammen Fr. 5'909.– (vgl. act. 

6/9). Die Berechnung gemäss Kreisschreiben Nr. 3 ergibt ebenfalls eine Zuordnung der 

Liegenschaft zum Privatvermögen der Erblasserin (vgl. act. 6/14). Schliesslich ist es 

auch nicht so, dass der Vermächtnisnehmer die fragliche Liegenschaft unmittelbar 

nach dem Tod der Erblasserin zur Selbstbewirtschaftung übernahm. Vielmehr lief der 

Pachtvertrag noch weiter.

d) Die Erbschaftssteuer wurde demzufolge von der Vorinstanz zu Recht gestützt auf 

den Verkehrswert des Grundstücks Nr. 1 von Fr. 884'000.– berechnet, weshalb der 

Rekurs abzuweisen ist.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten den Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von 

Fr. 1'000.– (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.   Der Rekurs wird abgewiesen.

2.   Die Rekurrenten haben die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.– unter Verrechnung

      des Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu bezahlen.

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