# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f94b542-6774-5431-94b0-440968407a14
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.07.2023 S 2022 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-29_2023-07-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 19. Juli 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, 
Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2022 29

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Urteil S 2022 29

A. Die 1980 geborene A.________ war bei der B.________ AG als Controllerin be-
schäftigt und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
(fortan: Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 
18. Februar 2021 beim Verlassen eines Skilifts unglücklich stürzte, wobei ihr linker Ski im 
nassen Schnee stecken geblieben sei und sich das linke Knie schmerzhaft verdreht habe 
(BG-act. 96). Nach Erstkonsultation beim Hausarzt Dr. med. C.________ am 30. April 
2021 aufgrund zunehmender Schmerzen (BG-act. 72) meldete die Arbeitgeberin das Er-
eignis am 5. Mai 2021 der Mobiliar (BG-act. 1). Der Hausarzt überwies die Versicherte an 
Dr. med. D.________, leitender Arzt Orthopädie, Spital E.________ (BG-act. 70 ff.). Die-
ser veranlasste eine radiologische Befundung (Befund Dr. med. F.________, leitende Ärz-
tin Radiologie, vom 14. Mai 2021, BG-act. 63 ff.) und nahm am 26. Mai 2021 am linken 
Knie eine Arthroskopie mit Refixation des medialen Meniskus vor (Operationsbericht vom 
26. Mai 2021, BG-act. 22 f.). Die Mobiliar lehnte mit Verfügung vom 4. August 2021 einen 
Leistungsanspruch ab, da die geklagten Beschwerden ab dem 14. Mai 2021, d.h. ab Da-
tum der MRI-Untersuchung des linken Knies, nicht mehr mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit im Zusammenhang stünden mit dem Unfallereignis vom 18. Februar 2021, mithin 
der Status quo sine ab diesem Zeitpunkt als erreicht zu betrachten sei (BG-act. 101 f.). An 
dieser Auffassung hielt sie mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2022 fest (BG-act. 
132 ff.). 

B. Hiergegen führt die Versicherte Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Sie verlangt die 
Aufhebung des Einspracheentscheids der Mobiliar vom 21. Februar 2022 sowie deren 
Verpflichtung, "für sämtliche bereits entstandenen Kosten sowie für sämtliche im Zusam-
menhang mit dieser Verletzung noch entstehenden Folgekosten (kurz wie allenfalls lang-
fristig) aufzukommen" (act. 1 S. 2). 

C. Die Mobiliar schliesst auf Abweisung der Beschwerde (act. 3). 

D. Auf Aufforderung der Referentin vom 5. Dezember 2022 hin (act. 5) nahm die Be-
schwerdegegnerin mit Eingabe vom 30. Dezember 2022 Stellung zur Frage nach Erfüllung 
der Informationspflicht gegenüber der Versicherten und reichte eine Stellungnahme ihres 
beratenden Arztes vom 27. Dezember 2022 ein (act. 6; BG-act. A). Die Beschwerdeführe-
rin äusserte sich hierzu am 28. Februar 2023 abschliessend (act. 9). 

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Urteil S 2022 29

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde 
erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 ATSG). Örtlich zuständig 
ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit 
der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG; hier: Kanton Zug, bei 
Wohnsitz der Beschwerdeführerin in G.________). Im Kanton Zug beurteilt gemäss Art. 57 
ATSG i.V.m. § 77 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Ver-
waltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Voll-
ziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden auf dem Gebiet der eid-
genössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittel-
instanz vorsieht. Der angefochtene Entscheid datiert vom 21. Februar 2022. Die am 
22. März 2022 überbrachte Beschwerde wurde entsprechend rechtzeitig eingereicht. Sie 
entspricht den formellen Anforderungen. Die Beschwerdeführerin ist direkt betroffen und 
damit zur Beschwerde legitimiert, die demnach zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf 
dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes 
(GO VG; BGS 162.11). 

2. Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) hat die versicherte Person (u.a.) Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
ihrer Unfallfolgen. Der vorliegende Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob die Beschwer-
degegnerin ihre Leistungspflicht für den Meniskusriss der Beschwerdeführerin zu Recht 
verneint hat. 

2.1 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht einerseits bei Unfällen, an-
derseits bei unfallähnlichen Körperschädigungen (Art. 6 Abs. 1 und 2 UVG; BGE 146 V 51 
E. 9.1). Bei Meniskusrissen handelt es sich explizit um Listenverletzungen gemäss (absch-
liessender) Liste des Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG. 

2.2 Bei Vorliegen einer diagnostizierten Listenverletzung wird vermutet, dass es sich 
um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen 
werden muss (vgl. etwa BGer 8C_347/2021 vom 10. November 2021 mit Hinweis). Dieser 

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wird nach Art. 6 Abs. 2 UVG leistungspflichtig, solange er nicht den Nachweis dafür er-
bringt, dass die fragliche Verletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu 
mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 
E. 8.2.2.1). Vorausgesetzt ist mithin nicht ein Unfall im Rechtssinn, sondern ein medizini-
sches Trauma (vgl. etwa André Nabold, in: Kommentar zum schweizerischen Sozialversi-
cherungsrecht, UVG, 2018, Art. 6 N 45; Irene Hofer, in: Basler Kommentar Unfallversiche-
rungsgesetz, 2019, Art. 6 N 57). Der Unfallversicherer hat im Rahmen seiner Abklärungs-
pflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Be-
gleitumstände der Verletzung genau abzuklären (BGer 8C_347/2021, a.a.O.). Dem Ge-
setzgeber war es ein Anliegen, mit dieser (2017 in das Gesetz überführten) Bestimmung 
eine gesetzliche Vermutung aufzustellen und bezüglich der aufgezählten Körperschädi-
gungen zugunsten der Versicherten in der oft schwierigen Abgrenzung zwischen Krankheit 
und Unfall eine Beweiserleichterung einzuführen (BGE 146 V 51 E. 8.3). Dies betrifft ins-
besondere auch den Kausalzusammenhang, der gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG näher zu 
klären ist, hingegen bei Listenverletzungen vermutet wird, sobald ein initial traumatisches 
Ereignis benannt werden kann (vgl. BGE 146 V 51 E. 8.3 ff.). 

2.3 Im Rahmen des Entlastungsbeweises ist die Frage nach einem initialen, erinnerli-
chen und benennbaren Ereignis für die Abgrenzung von der Leistungspflicht des Kranken-
versicherers bedeutsam. Bei der Abgrenzungsfrage (unfallähnlich oder Krankheit/Abnüt-
zung) ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu 
berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen 
Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten, etwa anhand eines Knietrauma-Checks 
(vgl. Schweizerische Ärztezeitung 2016, S. 1742 ff.). Die verschiedenen Indizien, die für 
oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht ge-
wichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt 
auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. 
im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 8.6).

2.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten be-

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gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtspre-
chung kommt auch den (Akten-)Beurteilungen der beratenden Ärztinnen und Ärzte Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Praxis-
gemäss kommt ihnen aber nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im 
Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhän-
giger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel-
len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Fest-
stellungen von beratenden Ärzten oder Ärztinnen, so sind ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen. Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vor-
liegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht (BGer 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hin-
weisen; vgl. BGE 137 V 210 E. 1.4; 135 V 465 E. 4.4).

3.
3.1 Es ist grundsätzlich unbestritten, dass mit dem Sturz der Versicherten am 18. Fe-
bruar 2021 ein traumatisches Geschehen vorliegt, bei dem sich ihr Knie mit fixiertem Un-
terschenkel verdreht hat. Die Versicherte hat den Geschehensablauf augenscheinlich von 
Anfang an derart geschildert, sowohl gegenüber dem Unfallversicherer als auch gegenü-
ber dem Hausarzt und dem konsultierten Spezialisten. Letzterer sprach bereits mit erstem 
Bericht vom 14. Mai 2021 von einem "Knie-Skidistorsionstrauma" (BG-act. 6); weiter ging 
selbst der beratende Arzt der Unfallversicherung mit Beurteilung vom 17. Mai 2021 von ei-
nem Distorsionstrauma aus, wobei er indes fehlende Angaben zum Geschehenshergang 
monierte und fälschlich davon ausging, es würden aktuelle Verletzungen auf beiden Seiten 
(statt lediglich am linken Kniegelenk) geltend gemacht (BG-act. 13). Demgegenüber legte 
die Versicherte dar, sie habe sich das rechte Knie bereits vor elf Jahren – ebenfalls bei ei-
nem Skiunfall – beschädigt (etwa: BG-act. 57, 61). Auch mit Bericht vom 3. Juni 2021 gab 
der beratende Orthopäde an, die Versicherte habe Kniedistorsionen beidseits erlitten so-
wie auch mediale Meniskusläsionen rechts und links. Weiter bescheinigte er ausdrücklich, 
es gingen die gesundheitlichen Störungen überwiegend wahrscheinlich oder möglicher-
weise auf das erwähnte Ereignis im Sinne einer Allein- oder Teilursache zurück (BG-act. 
33). Weitere Auskünfte der Versicherten zum Geschehensablauf wurden durch die Versi-
cherung nicht eingeholt. Vielmehr hielt diese mit formloser Mitteilung vom 18. Juni 2021 
fest, sie verfüge nun über alle notwendigen Informationen und verneine ihre Leistungs-
pflicht (BG-act. 37). Erst danach holte sie einen Bericht des erstbehandelnden Hausarztes 

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ein, der eine Kniedistorsion links nach Skiunfall mit Verletzung des Innenmeniskus dia-
gnostizierte (BG-act. 70 ff.), und nahm einen Bericht des operierenden Orthopäden Dr. 
D.________, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, zu den Akten. Diesem zu-
folge sei eine degenerative Veränderung des Meniskus weder in den Magnetresonanzbil-
dern zu erkennen noch interoperativ festzustellen gewesen (BG-act. 81). Erstmals Anfang 
Juli 2021 forderte sodann die Versicherung die Beschwerdeführerin überhaupt dazu auf, 
nähere Angaben zum Geschehensablauf zu machen (BG-act. 88). Dies tat die Versicherte 
dann umgehend mit Antwortmail vom 6. Juli 2021, worin sie – übereinstimmend mit den 
aktenkundigen Arztberichten, wonach sie beim Skifahren eine Kniedistorsion links erlitten 
habe – schilderte, was folgt: 

"Ich war an diesem Tag mit meinen Kindern auf dem T-Bar Lift unterwegs und hatte 
aufgrund des warmen Wetters und damit verbunden weichen Schnees Schwierigkei-
ten beim Verlassen des Lifts und viel (sic!) unglücklich. Mein linker Ski blieb dabei im 
nassen Schnee stecken und mein Knie verdrehte sich mit ihm. Ich fühlte sofort einen 
starken stechenden Schmerz im Knie. Ich löste meinen Ski vom Schuh damit ich das 
Bein und damit das Knie wieder normal ausrichten konnte. Ich sass danach einige Mi-
nuten im Schnee um abzuwarten, ob sich der Schmerz und das Brennen wieder legen 
würden. Ich stand danach wieder auf, der Schmerz hatte ein bisschen nachgelassen, 
war aber immer noch sehr präsent. Ich fuhr langsam die Piste hinunter, glücksicher-
weise war ich in der Mitte ausgestiegen und konnte ohne grosse Last des linken Knies 
zur Gondelbahn gelangen. Dort nahm ich die Ski ab und legte das Knie hoch. Etwas 
später gingen wir nach Hause wo ich ein Eis-Pack benutze (sic!) und Schmerzmittel 
einnahm" (BG-act. 96). 

Mit Blick auf diese nunmehr präzise, widerspruchsfreie und glaubwürdige Angabe der Ver-
sicherten (vgl. zum Nachweis durch Glaubhaftmachen etwa Nabold, a.a.O., Art. 6 N 9) ist 
völlig zu Recht auch durch die Beschwerdegegnerin unbestritten, dass eine Distorsion des 
Kniegelenks (zu Deutsch: eine Verdrehung) am 18. Februar 2021 stattgefunden hat 
(vgl. etwa bereits BG-act. 101 f.). In der Tat besteht kein vernünftiger Zweifel daran, dass 
ein Verdrehen des linken Knies der Beschwerdeführerin mit fixiertem Unterschenkel am 
18. Februar 2021 stattgefunden hat.  

3.2 Ebenfalls steht fest, dass die Beschwerdeführerin einen Meniskusriss erlitten hat. 
Umstritten ist lediglich, ob dieser durch das geschilderte Distorsionstrauma oder degene-
rativ bedingt war, wobei nach dem oben in E. 2.2 f. Dargelegten bei nachgewiesener Lis-

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tenverletzung danach zu fragen ist, ob die fragliche Verletzung vorwiegend, d.h. im ge-
samten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist. Dass gewisse Abnützungen auch festgestellt werden können und möglicher-
weise für die entstandene Verletzung sogar teilursächlich waren, reicht nicht aus, um die 
Leistungspflicht der Unfallversicherung zu verneinen (BGE 146 V 51 E. 8.4). Diesbezüg-
lich bestehen hier diametral entgegengesetzte Ansichten des behandelnden (und operie-
renden) Arztes sowie des Versicherungsgutachters (beide: Fachärzte für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates). Nach dem in E. 2.2 i.f. hiervor 
Gesagten greift in einem solchen Fall – bei immerhin nachgewiesenem auslösenden Er-
eignis (vgl. dazu etwa BGer 8C_382/2020 vom 3. Dezember 2020 E. 6) sowie Listenver-
letzung (vgl. demgegenüber für einen Fall, in dem bereits das Vorliegen einer Listenverlet-
zung durch die Unfallversicherung nicht hinreichend geklärt wurde und mithin die Vermu-
tung auch noch nicht greifen konnte, BGer 8C_347/2021 vom 10. November 2021 E. 4.3.2 
und 4.4) die Vermutung der Leistungspflicht des Unfallversicherers. 

3.3 Es ist demnach zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Entlastungsbeweis im 
Sinne des vorstehend in E. 2.3 Ausgeführten erbracht hat. Dabei springt bei der Lektüre 
der Beurteilung des Versicherungsgutachters ins Auge, dass dieser u.a. davon spricht, 
beim "Mechanismus eines Skisturzes mit Distorsion des Kniegelenks" handle es sich nicht 
um einen geeigneten Hergang zur Verursachung einer traumatischen Meniskusläsion 
(BG-act. 119). Dass dies – ganz offensichtlich – falsch ist, belegt indes bereits seine eige-
ne ergänzende Stellungnahme vom 27. Dezember 2022: Darin nennt er als geeigneten 
Hergang zur Verursachung einer traumatischen Meniskusläsion ein "Drehen des Ober-
schenkels gegen den Unterschenkel bei fixiertem Fuss,…" und führt aus: "Letztlich kann 
die isolierte Meniskusverletzung nur durch einen Drehsturz, bei dem eine feste Fixierung 
des Fusses vorausgesetzt werden muss, realisiert werden. Der Drehsturz setzt damit eine 
Beugung und Rotation im Knie bei gleichzeitiger Fixierung des Fusses voraus. Dadurch 
wird der Aussen- bzw. der Innenmeniskus in Abhängigkeit von der Art und der Rotation in 
eine Stellung gebracht, bei der er dann bei der Streckung eingeklemmt wird. Bei Innenro-
tation betrifft dies den Aussenmeniskus, bei Aussenrotation den Innenmeniskus". Einen 
Absatz weiter unten führt er dann zwar – in offenem Widerspruch zum soeben Zitierten – 
aus, es müssten entsprechende Begleitverletzungen vorliegen, was aber nicht einleuchtet, 
wenn es um eine isolierte Meniskusverletzung geht, also um einen Traumamechanismus, 
bei dem es ausnahmsweise zu einer isolierten Meniskusschädigung kommen kann (BG-
act. A S. 2; vgl. auch Knietrauma-Check UVG, Schweizerische Ärztezeitung 2016, 
S. 1742 ff.). Ein solcher Traumamechanismus im Sinne einer heftigen Distorsion bei blo-

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ckiertem Fuss, der grundsätzlich geeignet ist, eine isolierte Meniskusverletzung (d.h. ohne 
Begleitverletzungen) zu provozieren, liegt hier indes nach dem bereits Festgestellten (so-
eben E. 3.1 f.) vor. Der behandelnde und operierende Facharzt schilderte denn auch in 
Übereinstimmung damit mit Bericht vom 8. September 2021 eine "eindeutige Quetschung 
des Meniskus". Aus seiner Sicht lag eine klar traumatische Genese vor, was auch dadurch 
bestätigt werde, dass im MRT keine wesentlichen degenerativen Veränderungen ersicht-
lich gewesen seien und die Patientin im linken Knie erst seit dem Unfall Beschwerden ver-
spürt habe, die nach der Operation wieder verschwunden seien (BG-act. 113).

3.4 In Würdigung der Aktenlage vermag das von der Beschwerdegegnerin eingeholte 
Aktengutachten des Dr. H.________ vom 31. Oktober 2021 (BG-act. 124) samt ergänzen-
der Stellungnahme vom 27. Dezember 2022 (BG-act. A) nicht den Beweis dafür zu erbrin-
gen, dass die ausgewiesene Listenverletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor-
wiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Er-
krankung zurückzuführen wäre (BGE 146 V 51 E. 8.6). Der Versicherungsgutachter weist 
zwar zu Recht darauf hin, dass ein sogenannter "post hoc ergo propter hoc" (zu Deutsch: 
danach, also deswegen) Schluss unzulässig wäre (etwa: BGE 119 V 335 E. 2b/b). Ein sol-
cher wurde hier aber auch gar nicht gezogen. Vielmehr liegt hier unbestritten ein traumati-
sches Geschehen vor, wie es grundsätzlich geeignet ist, Verletzungen der hier stattgehab-
ten Art zu verursachen. Lediglich im Sinne eines zusätzlichen Indizes, aber mitnichten ei-
ner alleinstehenden Begründung, verwies nämlich der behandelnde Orthopäde mit Bericht 
vom 8. September 2021 (BG-act. 113) darauf, die Patientin habe Schmerzen am linken 
Knie erst ab dem Trauma vom 18. Februar 2021 verspürt und sei am 6. September 2021, 
mithin wenige Monate nach erfolgter Operation, wieder beschwerdefrei gewesen, was 
auch eher gegen eine degenerative Veränderung spreche, zumal die Versicherte noch 
jung sei und der radiologische Befund vom 14. Mai 2021 nur leichte bis mässige, begin-
nende, degenerative Veränderungen gezeigt habe, wobei ein Meniskuseinriss noch nicht 
abgrenzbar sei, jedoch am Hinterhorn möglicherweise beginne (BG-act. 64). Daran ändert 
auch der ähnliche Zustand des rechten Knies nichts, zumal die Versicherte darlegt, dass 
sie an diesem elf Jahre zuvor einen ähnlichen Skiunfall erlitten habe. 

Zusammenfassend steht zwar hier tatsächlich nicht mit letzter Sicherheit fest, ob der von 
der Versicherten erlittene Meniskusriss allein durch ihren Sturz entstanden ist oder (auch) 
degenerativ bedingt ist. Allgemeinnotorisch liegen denn auch bei den in Art. 6 Abs. 2 UVG 
aufgezählten Gesundheitsschäden praktisch immer auch krankheits- und/oder degenerati-
ve (Teil-) Ursachen vor (vgl. BGE 146 V 51 E. 8.4 mit Hinweisen). Genau deshalb wurde 

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denn auch die Beweiserleichterung zugunsten der Versicherten eingeführt (vgl. oben 
E. 2.2). Insgesamt liegen hier jedoch angesichts des konsistent geschilderten traumati-
schen Geschehensablaufs mit unmittelbar auftretenden Schmerzen (wobei die Versicherte 
indes – ebenfalls verständlich – zunächst abwartete, ob diese von selbst wieder abklingen 
würden), des noch jungen Alters der Versicherten, deren Schmerzfreiheit vor dem Sturz 
ebenso wie nach erfolgter Operation und der links lediglich geringfügigen degenerativen 
Veränderungen als Vorzustand erheblich mehr Indikatoren für eine (überwiegend) trauma-
tische Pathogenese des fraglichen Meniskusrisses vor als für eine degenerativ oder 
krankhaft bedingte Läsion (vgl. zum Gegenbeweis etwa Hofer, a.a.O., Art. 6 N 58 i.f. mit 
Hinweisen). Damit hat es hier bei der vermuteten Leistungspflicht der Unfallversicherung 
sein Bewenden. 

4. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gutzuheissen. Der Einspracheentscheid 
der Beschwerdegegnerin vom 21. Februar 2022 ist aufzuheben und es ist die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin als Trägerin der obligatorischen Unfallversicherung für 
das Ski-Distorsionstrauma vom 18. Februar 2021 festzustellen. Nicht Gegenstand des vor-
liegenden Verfahrens ist der konkrete Leistungsanspruch (d.h. die konkrete Kostenüber-
nahme medizinischer Leistungen). Darüber hat die Versicherung im angefochtenen Ent-
scheid keine Feststellungen getroffen. Sollte diesbezüglich etwas strittig sein bzw. die 
Versicherung die geltend gemachten Kosten nicht formlos anerkennen, wird sie darüber 
separat zu verfügen haben. Nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens ist weiter eine all-
fällige Leistungspflicht aus Zusatzversicherung. Weiterungen dazu erübrigen sich dem-
nach. Bei diesem Verfahrensausgang besteht weiter auch kein Anlass, auf die Folgen der 
Versäumnisse der Beschwerdegegnerin bei der (zeitnahen, insbesondere prä-operativen) 
Sachverhaltsaufklärung (Art. 43 ATSG) sowie bei der Aufklärung und Beratung der Versi-
cherten (Art. 27 ATSG) einzugehen. 

5. Bei sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfah-
ren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). Eine solche Kostenpflicht ist im Bereich der Unfallversicherung nicht vorgesehen, 
so dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG ist weder 
der obsiegenden, aber unvertretenen, Beschwerdeführerin noch der unterliegenden Sozia-
lversicherungsträgerin eine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Einspracheentscheid der Schweizeri-
schen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG vom 21. Februar 2022 wird aufge-
hoben und es wird deren Leistungspflicht als UVG-Versicherungsträgerin für das 
Ski-Distorsionstrauma vom 18. Februar 2021 festgestellt. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 19. Juli 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am