# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6ec0dd7-4060-5e8e-a733-8644da9a0a7c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-11-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 17.11.2005 RV.2005.50261a
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_RV-2005-50261a_2005-11-17.pdf

## Full Text

2005 Kantonale Steuern 361 

74 Abzüge vom Roheinkommen; Gewinnungskosten des unselbstständig 
Erwerbenden; Fahrtkosten (§ 35 Abs. 1 lit. a StG). 
- Bei tatsächlicher Benützung eines Fahrrades für die Fahrt vom Wohn-

ort zum Bahnhof ist unabhängig von der Distanz der Pauschalabzug 
für ein Fahrrad zu gewähren. 

- Wenn nach der Zugfahrt am Arbeitsort ein anderes Fahrrad benützt 
wird, sind zwei Abzüge für zwei Fahrräder zu gewähren. 

23. Juni 2005 in Sachen E.S. + L.S., RV.2004.50369/K 9179 

75 Abzüge vom Roheinkommen; Gewinnungskosten des unselbstständig 
Erwerbenden; Fahrtkosten (§ 35 Abs. 1 lit. a StG). 
- Die abzugsfähigen Kosten bei Benützung des Autos für den Arbeitsweg 

sind unabhängig vom Katalogpreis und der Fahrleistung des Fahr-
zeugs gestützt auf die Pauschalansätze gemäss StGV zu berechnen. 

17. November 2005 in Sachen A.S., RV.2005.50261/K 0149 

Aus den Erwägungen 

5. a) Das Regionale Steueramt S. stellt sich, nachdem im 
Einspracheentscheid vom 30. Mai 2005 für die Fahrten nach L. mit 
dem Auto mit 65 Rappen pro Kilometer gerechnet wurde, neu auf 
den Standpunkt, aufgrund des Katalogpreises des Fahrzeuges der Re-
kurrentin von Fr. 18'000.-- und der Fahrleistung von 33'000 km sei 
der Kilometeransatz auf 36 Rappen zu reduzieren. 

b) Das Steuerrekursgericht hielt in RGE vom 10. Dezember 
1998 in Sachen D.M. folgendes fest: 

„5. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass sich aufgrund der 
Verhältnisse (Neupreis des von der Rekurrentin benützten PW Isuzu 
Gemini Fr. 12'000.--, jährliche Fahrleistung im Jahr 1995 rund 23'000 
Kilometer, ab August 1996 rund 33'000 Kilometer) eine Reduktion der 
Fahrkostenpauschale von Fr. -.60 rechtfertige (vgl. Vernehmlassung 
vom 26. Juni 1998 sowie Einspracheentscheid vom 22. April 1998).  

362 Steuerrekursgericht 2005 

b) Gemäss der vorliegend anwendbaren Verordnung über den Abzug 
von Berufskosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der direk-
ten Bundessteuer, Änderung vom 29. Juni 1994 (Anhang), beträgt der 
Pauschalabzug pro Fahrkilometer für Autos in den Bemessungsjahren 
1995 und 1996 Fr. -.60. Vorbehalten bleibt Artikel 5 Abs. 4 der 
Verordnung. Danach kann die Steuerbehörde eine Abstufung der Fahr-
kostenpauschale nach Artikel 3 (Festlegung der Pauschalansätze) im 
Verhältnis zur Fahrleistung anordnen. Der Fahrtkostenabzug bemisst 
sich also, im Gegensatz etwa zum Abzug für Verpflegungsmehrauf-
wand, nach den effektiven Kosten. Die Höhe der Kilometerkosten ist 
von verschiedenen Faktoren abhängig. In der Praxis muss es jedoch 
aus Gründen der Verfahrensökonomie zu gewissen Schematisierungen 
kommen. Es wird daher auf die Kilometerkostentabelle des Touring-
Club der Schweiz abgestellt (so auch basellandschaftliche Steuerpra-
xis, Band XI, S. 560 ff.). Bei einem (unbestrittenen) Neupreis des PW 
der Rekurrentin von Fr. 12'000.-- und einer jährlichen Kilometerleis-
tung von ca. 25'000 Kilometern (gemäss Vorinstanz 23'000 Kilometer 
pro 1995, vgl. Vernehmlassung vom 26. Juni 1998; gemäss Schreiben 
der Rekurrentin vom 30. November 1997 etwas über 27'700 Kilometer 
pro Jahr [Basis Serviceheft: Stichtag 3. April 1995 und 21. April 
1997]) ist von Fr. -.33/pro Kilometer auszugehen (vgl. TCS-Broschüre 
"Kilometerkosten 1998"). Die Differenz zum "Regel-Ansatz" von 
Fr. -.60 ist so erheblich, dass ein Abweichen auch unter dem Gesichts-
punkt des einheitlichen Vollzugs (vgl. der von der Rekurrentin er-
wähnte Protokollauszug 2/1998 der Sektionskonferenz vom 29. Mai 
1998) gerechtfertigt ist. (...)“ 
An diesen Ausführungen kann nicht festgehalten werden. Ge-

mäss § 12 StGV gelten, so weit die StGV keine abweichenden Be-
stimmungen enthält, für die Berufskosten dieselben Pauschalabzüge 
wie bei der direkten Bundessteuer. Diese sind in der Verordnung über 
den Abzug von Berufskosten der unselbstständigen Erwerbstätigkeit 
bei der direkten Bundessteuer (BkV) geregelt. Wie im zitierten Ent-
scheid ausgeführt, ist in Art. 5 Abs. 4 BkV festgehalten, dass die 
Steuerbehörde eine Abstufung der Fahrtkostenpauschale nach Art. 3 
BkV im Verhältnis zur Fahrleistung anordnen kann. Damit wird je-
doch nicht ausgesagt, dass der Fahrtkostenabzug im Einzelfall nach 

2005 Kantonale Steuern 363 

den effektiven Kosten zu bemessen ist, sondern dass es den Steuerbe-
hörden frei steht, generell vom Pauschalansatz gemäss Anhang zur 
BkV abweichende, nach Fahrleistung abgestufte Pauschalansätze 
festzusetzen (wobei der Katalogpreis des Fahrzeuges keine Rolle 
spielt). Dies wurde etwa in den Kantonen Luzern (vgl. Luzerner 
Steuerbuch, § 33 Nr. 1, S. 9), St. Gallen (vgl. St. Galler Steuerbuch, 
StB 39 Nr. 3 Ziff. 5, der neun unterschiedliche, nach Fahrleistung ab-
gestufte km-Ansätze vorsieht) und Basel-Landschaft (vgl. Kurzmit-
teilung Nr. 283 der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft 
vom 10. Januar 1997, in der ausdrücklich Art. 5 Abs. 4 BkV genannt 
wird) gemacht. Auch im Kanton Aargau ist in § 13 StGV eine 
Abstufung vorgesehen, in dem bei einem Arbeitsweg von mehr als 
15'000 km der Pauschalabzug gemäss Anhang zur BkV für jeden 
weiteren Kilometer um 20 Rappen zu reduzieren ist.   

Es würde zudem wenig Sinn machen, Pauschalansätze festzule-
gen, um dann doch die effektiven Kosten zu ermitteln und zu berück-
sichtigen. Die abzugsfähigen Kosten betragen somit unabhängig vom 
Katalogpreis des Fahrzeuges der steuerpflichtigen Person für die 
ersten 15'000 Kilometer 65 Rappen pro Kilometer und 45 Rappen für 
jeden weiteren Kilometer. 

76 Abzüge vom Roheinkommen; Gewinnungskosten des unselbstständig 
Erwerbenden; Fahrtkosten (§ 35 Abs. 1 lit. a StG). 
- Ist streitig, ob für den Arbeitsweg die Autokosten zu gewähren sind, 

kann zur Berechnung der Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmit-
teln eine kurze Fahrt mit dem Auto bis zum Bahnhof berücksichtigt 
werden, selbst wenn für diese Teilstrecke ein öffentliches Verkehrs-
mittel zur Verfügung steht. 

17. November 2005 in Sachen A.S., RV.2005.50261/K 0149 

Aus den Erwägungen 

2. a) Die Rekurrentin wohnt an der L.-strasse in A. und war im 
Jahr 2003 an der R.-strasse in Z. tätig. Sie beantragt, es seien für die