# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c58b4af2-eed4-5ae2-aa34-894666fea2c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2010 E-733/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-733-2010_2010-03-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-733/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Bangladesch,
vertreten durch Dieter Roth, Advokat,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung 
(Abweisung Wiedererwägungsgesuch);
Verfügung des BFM vom 6. Januar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-733/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 8. Dezember 2000 in der Schweiz ein 
erstes Mal um Asyl nachsuchte,

dass  das  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF)  mit  Verfügung  vom 
9. August  2002 auf das Asylgesuch infolge unbekannten Aufenthaltes 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das BFF mit Verfügung vom 11. März 2003 auf das zweite Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers vom 18. Februar 2003 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
deren Vollzug anordnete,

dass die Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 
31. Mai 2005 die gegen die Verfügung vom 11. März 2003 eingereichte 
Beschwerde vollumfänglich abwies,

dass  für  die  Einzelheiten  dieser  Verfahren  auf  die  jeweiligen  Akten 
verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Dezember 2009 beim 
BFM ein Wiedererwägungsgesuch einreichen und beantragen liess, es 
sei  der Entscheid vom 11. März 2003 in  den Ziffern 2 bis 4 wieder-
erwägungsweise  aufzuheben,  es  sei  festzustellen,  dass  der  Vollzug 
der Wegweisung unzumutbar ist und es sei der Gesuchsteller vorläufig 
auzunehmen,

dass er zusammen mit der Gesuchsschrift zwei ärztliche Berichte vom 
20. Juni 2009 und vom 10. November 2009 einreichte,

dass er mit dem Wiedererwägungsgesuch neue erhebliche Tatsachen 
geltend  machte  und  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  im 
Urteil vom 31. Mai 2005 habe die ARK in Bezug auf seine gesundheit-
lichen Probleme (Diabetes mellitus Typ II und depressive Verstimmung) 
festgehalten, dass eine Behandlung auch in Bangladesch möglich sei, 
sich aber seither sein Gesundheitszustand derart verschlechtert habe, 
dass eine Wegweisung bei  der aktuell  in Bangladesch herrschenden 
medizinischen  Versorgungslage  (mit  Verweis  auf  einen  Bericht  der 

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Schweizerischen Flüchtlingshilfe [SFH]  vom Juli  2008)  eine konkrete 
Gefährdung für ihn darstellen würde,

dass mit der bereits bekannten Grunderkrankung Diabetes mellitus II 
weitere Erkrankungen wie Nierenstörung, Herzerkrankung, Erkrankung 
des  Nervensystems  peripher  und  erhöhter  Blutdruck  aufgetreten 
seien,

dass  er  gemäss  dem  eingereichten  ärztlichen  Bericht  vom 
10.  November  2009  einer  Behandlung  mit  Tabletten  und  Insulin-
injektionen,  sowie  regelmässiger  Blut-  und  Urinuntersuchungen  be-
dürfe,  um  keine  dramatische  Verschlechterung  seines  Gesundheits-
zustandes zu provozieren,

dass  es  zudem  für  ihn  aufgrund  seiner  gegenwärtigen  schlechten 
Gesundheitslage  sowie  der  aktuellen  politischen  Situation  bei  einer 
allfälligen  Wegweisung  nach  Bangladesch  kaum  möglich  sei,  eine 
Arbeit  zu  finden,  für  seinen  Lebensunterhalt  aufzukommen  und  die 
notwendige medizinische Versorgung zu bezahlen,

dass  das  BFM  das  Wiedererwägungsgesuch  mit  Verfügung  vom 
6. Januar 2010 abwies,  die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit der Ver-
fügung vom 18. Februar 2003 (recte: 11. März 2003) bestätigte, eine 
Gebühr  in  der  Höhe  von  Fr.  600.--  erhob  und  feststellte,  einer  all-
fälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass der Beschwerdeführer am 8. Februar 2010 (Poststempel) durch 
seinen  Rechtsvertreter  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  Be-
schwerde einreichen und zur  Hauptsache beantragen lässt,  die  Ver-
fügung  des  BFM  vom  6.  Januar  2010  sowie  der  Asyl-  und  Weg-
weisungsentscheid vom 11. März 2003 seien aufzuheben, er  sei  als 
Flüchtling anzuerkennen und es sei  ihm in der Schweiz Asyl  zu ge-
währen,

dass  er  eventualiter  beantragt,  die  angefochtenen  Asyl-  und  Weg-
weisungsentscheide seien bezüglich der Wegweisung aufzuheben und 
er sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen,

dass er in formeller Hinsicht die Begehren stellt, es sei ihm die unent-
geltliche Rechtspflege und Verbeiständung durch den von ihm bevoll-
mächtigten Advokaten zu bewilligen und auf die Erhebung eines Ge-
richtskostenvorschusses zu verzichten,

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dass er  im Weiteren  beantragt,  es  sei  der  Wegweisungsvollzug vor-
sorglich auszusetzen, es sei ihm zu gestatten, sich für die Dauer des 
Beschwerdeverfahrens in der Schweiz aufzuhalten und demzufolge sei 
die zuständige kantonale Behörde anzuweisen, vorläufig von jeglichen 
Vollzugs-  bzw.  Wegweisungsmassnahmen  gegenüber  dem  Be-
schwerdeführer abzusehen,

dass er zusammen mit  der Beschwerdeschrift ein ärztliches Zeugnis 
vom 18. Juni 2008 und einen medizinischen Bericht  vom 18. Januar 
2001 zu den Akten reicht,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Verfügung  vom  9.  Februar 
2010 den Vollzug der Wegweisung vorsorglich aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  das Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbe-
halt  der  in  Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen 
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beurteilt, welche 
von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden,

dass  darunter  auch  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  BFM 
(vgl.  Art. 33  Bst.  d  VGG)  ein  Gesuch  um  Wiedererwägung  eines 
rechtskräftigen  Entscheides  betreffend  den  Vollzug  einer  nach 
Verweigerung des Asyls angeordneten Wegweisung abgewiesen hat,

dass dagegen erhobene Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht 
endgültig beurteilt  werden (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und sich 
auf  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  berufen  kann,  womit  er  zur  Einreichung  einer  da-
gegen gerichteten Beschwerde legitimiert  ist,  so  dass  auf  die  innert 
der  gesetzlichen  Frist  von  30  Tagen  in  gültiger  Form  eingereichten 
Beschwerde -  unter  Vorbehalt  der  sogleich  folgenden Erwägungen - 

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einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 52 VwVG),

dass  im  Wiedererwägungsgesuch  vom  9.  Dezember  2009  die  Auf-
hebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 11. März 2003 betreffend 
die Wegweisung beziehungsweise den Wegweisungsvollzug beantragt 
wurde  und  als  Gesuchsbegründung  die  gesundheitlichen  Probleme 
des  Beschwerdeführers  beziehungsweise  eine  fehlende  Be-
handlungsmöglichkeit  im  Heimatland  geltend  gemacht  wurden, 
wonach der Vollzug der Wegweisung nicht zumutbar sei,

dass der Streitgegenstand im Laufe des Rechtsmittelzuges nicht aus-
geweitet  oder  qualitativ  verändert  werden  darf  (vgl.  CHRISTOPH AUER, 
Streitgegenstand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der verwaltungs-
rechtlichen  Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  35;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bun-
des, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149, Rz. 405),

dass  das  in  der  Beschwerde  formulierte  Begehren,  es  sei  der  Be-
schwerdeführer  als  Flüchtling anzuerkennen und es sei  ihm Asyl  zu 
gewähren, eine unzulässige Ausweitung des Streitgegenstandes dar-
stellt, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass demnach auch auf den Antrag, der Beschwerdeführer sei noch-
mals persönlich zur Verfolgungssituation zu befragen, nicht einzutreten 
ist,

dass lediglich anzumerken ist,  dass  im Urteil  der  ARK vom 31. Mai 
2005 in umfassender Weise begründet wurde, weshalb keine Hinweise 
auf die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers erkennbar sind,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Wiedererwägung  im  Verwaltungsverfahren  einen  gesetzlich 
nicht geregelten Rechtsbehelf darstellt, 

dass gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des Bundes-
gerichts  jedoch  aus  Art. 29  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) unter be-
stimmten  Voraussetzungen  ein  verfassungsmässiger  Anspruch  auf 
Wiedererwägung abgeleitet wird (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren 
Hinweisen),

dass  gemäss  diesem  Anspruch  die  zuständige  Behörde  zunächst 
dann eine selbst getroffene Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen 
hat,  wenn  sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  seit  Eintritt  der 
Rechtskraft - am Tag nach Ablauf der nicht genutzten Rechtsmittelfrist 
oder  durch  bestätigendes  Urteil  der  mit  Beschwerde  angerufenen 
Rechtsmittelinstanz - in wesentlicher Weise verändert  hat und mithin 
eine Anpassung der (fehlerfreien) Verfügung erforderlich ist, ohne dass 
deren Gegenstand neu beurteilt wird,

dass  sodann  auch  Revisionsgründe  einen  Anspruch  auf  Wieder-
erwägung begründen können, sofern  sie sich auf  eine rechtskräftige 
Verfügung  beziehen,  die  entweder  unangefochten  geblieben  oder 
deswegen niemals  einer  materiellen  Prüfung  unterzogen  worden ist, 
weil  das  angehobene  Beschwerdeverfahren  mit  einem  formellen 
Prozessurteil geendet hat, wobei ein derartiges, als qualifiziertes Wie-
dererwägungsgesuch  zu  bezeichnendes  Rechtsmittel  grundsätzlich 
nach den Regeln des Revisionsverfahrens zu behandeln ist,

dass  auf  ein  Wiedererwägungsgesuch  gar  nicht  erst  einzutreten  ist, 
wenn zu dessen Begründung lediglich unsubstanziierte Behauptungen 
aufgestellt  werden  und  aus  der  Rechtsschrift  die  tatsächlichen  An-
haltspunkte,  die  auf  das  Vorliegen  eines  Wiedererwägungsgrundes 
hindeuten  sollen,  nicht  ersichtlich  sind  (zum  Ganzen  vgl.  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission  [EMARK]  2005  Nr. 25  E.  4.2.  S.  227  f.,  EMARK  2003 
Nr. 17  E. 2a  S. 103  f.  mit  weiteren  Hinweisen,  EMARK  2001  Nr. 20 
E. 3c.dd S. 156),

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dass das Bundesverwaltungsgericht unter Befolgung des Grundsatzes 
der  Rechtsanwendung  von Amtes wegen  (Art.  62  Abs. 4 VwVG)  auf 
den festgestellten  Sachverhalt  jene Rechtsnormen anwendet,  die es 
als  zutreffend  erachtet,  und  ihnen  jene  Auslegung  gibt,  von  der  es 
überzeugt  ist  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesver-
waltungsgerichts [BVGE] 2007/41 E. 2 S. 529 f.),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wiedererwägungsgesuch  vom 
9. Dezember 2009 geltend machte, ein Wegweisungsvollzug in seinen 
Heimatstaat  sei  unzumutbar,  und  bezüglich  der  Begründung  im 
Einzelnen auf das Gesuch verwiesen werden kann,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung vom 6. Januar 2010 in 
Erwägung  zog,  in  Bangladesch  bestehe  die  Möglichkeit  der  Be-
handlung von Diabetes mellitus Typ II sowie der weiteren Beschwerden 
(Nierenstörung, Herzerkrankung, Erkrankung des Nervensystems),

dass das BFM im Weiteren ausführte, aus den Verfahrensakten gehe 
hervor, dass der Beschwerdeführer in Bangladesch über ein intaktes 
Beziehungsnetz - Mutter, mehrere Brüder und Schwestern - verfüge, 
somit im Bedarfsfall auch diese Angehörigen für die Unterstützung und 
allfällige  Bezahlung  von  Medikamenten  beigezogen  werden  könnten 
und  der  Beschwerdeführer  vor  seiner  Ausreise  aus  Bangladesch 
offenbar  im Textilhandel  tätig  gewesen  sei  und  sich  die  kostspielige 
Reise nach Europa persönlich finanziert  habe, woraus zu schliessen 
sei, dass er und seine Familienangehörigen über genügend finanzielle 
Reserven verfügen würden, um sich eine medizinische Behandlung in 
Bangladesch zu finanzieren,

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Bangladesch auch 
unter Berücksichtigung der neu eingereichten ärztlichen Berichte, des 
Berichts der SFH sowie der allgemeinen Situation in Bangladesch als 
zumutbar erachtete,

dass nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichs im Rahmen der 
Tatbestandsvariante der  medizinischen Notlage im Sinne von Art. 83 
Abs. 4  AuG nur  dann auf  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs 
geschlossen  werden  kann,  wenn  eine  notwendige  medizinische  Be-
handlung im Heimatland nicht  zur Verfügung steht  und die Rückkehr 
zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Ge-
sundheitszustandes der betroffenen Person führt, wobei als wesentlich 
die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erachtet wird, 

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welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut 
notwendig ist (vgl. BVGE 2009 Nr. 2 E. 9.3.2, mit einem Hinweis auf 
EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und 5b),

dass vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung die Einschätzungen 
der  vorliegenden  Sachverhaltsgrundlage  und  die  daraus  gezogenen 
rechtlichen  Folgerungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  des  BFM 
vom 6. Januar 2010 zu bestätigen sind,

dass  die  in  der  Rechtsmitteleingabe  erhobenen  Entgegnungen, 
wonach  die  vorliegend notwendigen medizinischen  Behandlungen  in 
Bangladesch zwar  theoretisch  möglich,  jedoch  für  den  Beschwerde-
führer praktisch nicht zu erlangen seien, da sie für ihn nicht bezahlbar 
wären, nicht durchzudringen vermögen,

dass  das  Vorbringen  in  der  Rechtsmitteleingabe,  wonach  der  Be-
schwerdeführer wegen seiner Erkrankungen nicht arbeitsfähig sei und 
somit keinen Lohn werde erzielen können, in den Akten keine Stütze 
findet, sondern vielmehr aus dem aktuellsten vorliegenden ärztlichen 
Bericht  vom 10. November  2009  hervorgeht,  dass  der  Beschwerde-
führer  bei  konsequenter  Behandlung  mit  Tabletten  und  Insulin-
injektionen  sowie  bei  regelmässiger  Einhaltung  der  notwendigen 
medizinischen  Kontrolluntersuchungen  eine  Arbeit  aufnehmen  und 
seinen Lebensunterhalt selbst gestalten und finanzieren könne,

dass die weiteren Einwände in der Rechtsmitteleingabe, wonach der 
Beschwerdeführer  nach  seiner  mehrjährigen  Abwesenheit  von 
Bangladesch nicht mehr über das Know-How respektive Beziehungs-
netz verfüge, um an eine adäquate medizinische Behandlung heran-
zukommen  und  vielmehr  die  reelle  Gefahr  bestehe,  wegen  seiner 
jahrelangen Landesabwesenheit diskriminiert zu werden und demnach 
nicht in den Genuss der entsprechenden Behandlung zu kommen, als 
spekulative Mutmassungen nicht zu überzeugen vermögen,

dass der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen Auffassung, der Be-
schwerdeführer sei gar reiseunfähig, aufgrund der Aktenlage nicht ge-
folgt werden kann,

dass  vorliegend  in  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  keine 
hinreichenden Gründe erkennbar sind, wonach der Beschwerdeführer 
nach einer Rückkehr in sein Heimatland einer konkreten Gefährdung 
im Sinne des Gesetzes und der Rechtsprechung ausgesetzt würde, da 

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die  absolut  notwendige  medizinische  Versorgung  erhältlich  gemacht 
werden kann,

dass es aus objektiver Sicht nicht ausgeschlossen erscheint, dass der 
Beschwerdeführer bei entsprechender Behandlung und Kontrolle einer 
leichteren Arbeitstätigkeit  nachgehen kann, indem er etwa in seinem 
angestammten  Berufszweig  als  Textilhändler  wiederum  tätig  werden 
könnte  und  er  sich  damit  nicht  einer  körperlich  besonders  an-
strengenden Arbeit ausgesetzt sehen müsste,

dass zudem mit dem BFM einig zu gehen ist, wonach im Bedarfsfall 
auch  die  Angehörigen  für  die  finanzielle  Unterstützung  beigezogen 
werden  könnten  und  darüber  hinaus  nicht  ausgeschlossen  werden 
kann,  dass  die  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  an-
gestammten Sprach-, Kultur- und insbesondere in seinen Familienkreis 
in mancherlei  Hinsicht positive Folgen auf seine Lebenssituation und 
damit auch seine Gesundheit haben dürfte,

dass die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers sehr wohl 
ernst zu nehmen, jedoch nicht als so gravierend zu beurteilen sind, als 
dass eine Rückkehr  in  seinen Heimatstaat  als  unzumutbar  zu  quali-
fizieren wäre,

dass zusammenfassend festzustellen ist,  dass entgegen der auf  Be-
schwerdeebene vorgebrachten Ansicht den Akten keine stichhaltigen 
Anhaltspunkte  für  eine  drohende  medizinische  Notlage  des  Be-
schwerdeführers im Heimatstaat im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu 
entnehmen sind,

dass  es  sich  bei  dieser  Sachlage  erübrigt,  auf  die  weiteren  ent-
sprechenden  Vorbringen  in  der  Rechtsmitteleingabe  einzugehen,  da 
sie in entscheidwesentlicher Hinsicht nichts zu ändern vermögen,

dass  der  sinngemässe  Antrag  auf  Einholung  einer  Botschafts-
abklärung in Bangladesch abzuweisen ist, zumal in der Rechtsmittel-
eingabe auch nicht ansatzweise spezifiziert wird, was auf diesem Weg 
abgeklärt werden soll,

dass  zudem  die  Anträge,  es  seien  von  Amtes  wegen  fachärztliche 
Gutachten über die gesundheitlichen Beschwerden des Beschwerde-
führers einzuholen, abzuweisen sind, zumal im Rahmen des Wieder-
erwägungsgesuches  aktuelle  ärztliche  Berichte  eingereicht  wurden 

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und es in die Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers fallen würde, 
entsprechende  von  ihm  allenfalls  als  notwendig  erachtete 
sachdienliche Beweismittel ins Verfahren einzubringen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  Aktenlage  keine 
Veranlassung hat, von Amtes wegen weitere fachärztliche Unterlagen 
einzuholen,

dass  die  mehrjährige  Anwesenheit  des  Beschwerdeführers  und 
Aspekte  einer  allfälligen  Integration  in  der  Schweiz  im  vorliegenden 
Verfahren  nicht  zu  prüfen  sind,  sondern  vielmehr  im  Falle  eines 
schwerwiegenden  persönlichen  Härtefalls  aufgrund  fortschreitender 
Integration  in  der  Schweiz  gemäss Art. 14  AsylG die  Behörden des 
Wohnsitzkantons  der  betroffenen  Person  eine  Aufenthaltsbewilligung 
erteilen können, sofern die in Art. 14 Abs. 2 AsylG genannten Voraus-
setzungen erfüllt sind,

dass zudem der Beschwerdeführer in einem offenbar in der Schweiz 
noch  hängigen  Strafverfahren  wegen  Körperverletzung  seine  Partei-
rechte als Opfer über eine rechtliche Vertretung wahrnehmen kann,

dass das BFM nach dem Gesagten das Wiedererwägungsgesuch vom 
9. Dezember 2009 zu Recht abgewiesen hat und demzufolge die Ver-
fügung  des  BFM vom 11. März  2003  rechtskräftig  und  vollstreckbar 
bleibt, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen sei  (Art. 106 AsylG),  weshalb  die  Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen ist,

dass mit  vorliegendem Urteil  der Antrag um Anweisung vorsorglicher 
Massnahmen gegenstandslos wird,  weshalb auch der am 9. Februar 
2010  per  Telefax  angeordnete  vorsorgliche  Vollzugstopp  aufzuheben 
ist, 

dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren 
keine ernsthaften  Erfolgsaussichten beschieden waren,  weshalb  das 
gleichzeitig  eingereichte  Gesuch  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG unabhängig von 
der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers und 

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der sachlichen Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung abzuweisen 
ist,

dass entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 1'200.-- zu 
bestimmenden  Kosten (Art.  1,  2  und  3  Bst.  a  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  im  gesamten  Umfang 
dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1  und  5 
VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.--  werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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